<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2002.00157</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="https://vgrzh.djiktzh.ch/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=https://vgrzh.djiktzh.ch&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=107278&amp;W10_KEY=4467144&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2002.00157</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 23.06.2003</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">1. Abteilung/1. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Raumplanungs-, Bau- und Umweltrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Baubewilligung</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Abbruch bestehender Gebäude und Neubau in Kern- und Ortsbildschutzzone:<br/>Wenn der Umgebungsplan über Fragen, die für die Bewilligungsfähigkeit des Bauvorhabens von grundsätzlicher Bedeutung sind Aufschluss zu geben hat, muss er zusammen mit der Baubewilligung beurteilt werden; andernfalls ist der Sachverhalt ungenügend abgeklärt (E. 1c). Ist der Nachbar aufgrund der Nähe zur Baute mehr betroffen als irgendwelche Dritte, so steht ihm jede Rüge zu, welche die Aufhebung der Baubewilligung bewirken kann (E. 2). Ablehnung der Unterschutzstellung durch die Gemeinde ist nicht rechtsverletzend (E. 3). Mangelhafte Fassadengestaltung, Balkone bzw. Laube sowie mangelnde Zurückhaltung bei den Sonnenkollektoren und Unzulässigkeit der Einfahrt in die Tiefgarage (E. 4). Von den Zufahrts-Normalien kann bei besonderen Verhältnissen abgewichen werden. Unverzichtbar ist hingegen ein ausreichender Kehrplatz (E. 5).<br/>Gutheissung und Aufhebung der Bewilligung.</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: Planungs- und Baurecht ST: BAUBEWILLIGUNG UND BAUBEWILLIGUNGSVERFAHREN">BAUBEWILLIGUNG UND BAUBEWILLIGUNGSVERFAHREN</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: FASSADENGESTALTUNG">FASSADENGESTALTUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: KEHRPLATZ">KEHRPLATZ</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: LEGITIMATION">LEGITIMATION</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: NORMALIEN">NORMALIEN</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: SONNENKOLLEKTOR">SONNENKOLLEKTOR</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: TIEFGARAGE">TIEFGARAGE</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: UMGEBUNGSPLAN">UMGEBUNGSPLAN</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: UNTERSCHUTZSTELLUNG">UNTERSCHUTZSTELLUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ZUFAHRT">ZUFAHRT</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade">§ 203 Abs. I lit. c PBG</span><br/><span class="gerade">§ 7 lit. I VRG</span><br/><span class="ungerade">Art. 4 BZO Winterthur</span><br/><span class="gerade">Art. 7 lit. I BZO Winterthur</span><br/><span class="ungerade">Art. 25 lit. II BZO Winterthur</span><br/><span class="gerade">Art. 27 lit. I BZO Winterthur</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 3 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Einzug1"><span>I. Am 20. Juli 2000 bewilligte der Bauausschuss der Stadt Winterthur dem Baukonsor­tium S den Abbruch der bestehenden GebÃ¤ude Vers.Nrn. 01, 02 und 03 und den Neubau eines Wohnhauses mit Tiefgarage sowie eines WerkstattgebÃ¤udes auf den GrundstÃ¼cken Kat.Nrn. 04 und 05. Die Liegenschaften an der K-strasse sind der Kernzone X gemÃ¤ss Bau- und Zonenordnung der Stadt Winterthur vom 3. Oktober 2000 (BZO) zugewiesen. Die zum Abbruch vorgesehenen GebÃ¤ude Vers.Nrn. 01, 02 und 03 sind im Kernzonenplan X rot be­zeich­net; sind dÃ¼rfen deshalb gemÃ¤ss Art. 7 Abs. 1 lit. a BZO nur verÃ¤ndert oder bei gesicher­tem Wiederaufbau ab­gebrochen werden, wenn bestimmte, nÃ¤herumschriebene Voraussetzungen erfÃ¼llt sind.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>II. Gegen die Bewilligung gelangten die ZÃ¼rcherische Vereinigung fÃ¼r Heimatschutz (ZÃ¼rcher Heimatschutz) und B mit separaten Eingaben an die Baurekurs­kommis­sion IV. Diese vereinigte die Verfahren und wies die Rechtsmittel am 28. MÃ¤rz 2002 ab.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>III. Mit Beschwerde vom 4. Mai 2002 (VB.2002.00157) beantragte der ZÃ¼rcher Heimatschutz Aufhebung der Bau- und Abbruchbewilligung und des Rekursentscheids, eventuell RÃ¼ckweisung der Sache an die Vorinstanz; sodann seien ein Gutachten der Kantona­len Natur- und Heimatschutzkommission einzuholen, ein Augenschein durchzufÃ¼hren und gegebenenfalls ein zweiter Schriftenwechsel durchzufÃ¼hren. Die Einfahrt zur Tiefgara­ge sei auf die Nordseite zu verlegen bzw. seien Erschliessung und Einfahrt unauffÃ¤llig zu ge­stalten. Ein allfÃ¤lliger Neubau hÃ¤tte als Ersatzbau das Profil und die HÃ¶he des Altbaus einschliesslich der SÃ¼d- und der Westfassade der ursprÃ¼nglichen Baute âeinschliesslich TÃ¼ren und TÃ¼rfassungen im Wesensgehaltâ zu Ã¼bernehmen. Sodann seien die Sonnenkollek­toren am WerkstattgebÃ¤ude anzubringen und seien die âLeitplÃ¤ne der Material- und Farb­­wahl sowie der Umgebungsgestaltungâ jetzt schon vorzulegen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Mit Beschwerde vom 3. Mai 2002 (VB.2002.00158) liess auch der Nachbar B Beschwerde erheben und im Hauptantrag ebenfalls Aufhebung von Re­kursentscheid sowie von Abbruch- und Neubaubewilligung beantragen. Eventuell sei die Sache an die Vorinstanz zurÃ¼ckzuweisen zur Neubeurteilung der geltend gemachten GrÃ¼nde des Natur- und Heimatschutzes. Subeventuell seien beim Ersatzbau der ursprÃ¼ngliche Ein­druck von West- und SÃ¼dfassade zu erhalten, auf der Dach-SÃ¼dseite hÃ¶chstens zwei Schleppgauben zu bewilligen, die Bewilligung fÃ¼r die Einfahrt zur Tiefgarage durch das Vorgartengebiet zu ver­weigern und auflageweise die Wiederherstellung des dÃ¶rflichen Bauern- bzw. Vorgartens, die Verlegung der Sonnenkollektoren auf den Werkstattneubau sowie die Anlage eines Last­wagen-Kehrplatzes auf dem BaugrundstÃ¼ck zu verlangen, andernfalls die Zufahrt mit Lastwagen Ã¼ber die L-strasse zu untersagen. Es sei ein Augen­schein durchzufÃ¼hren und dem BeschwerdefÃ¼hrer die Beschwerdeantworten zur allfÃ¤lli­gen Stellungnahme zuzustellen. Die Kosten seien den privaten Beschwerdegegnern aufzuer­legen und diese zu einer Par­teientschÃ¤digung an den BeschwerdefÃ¼hrer zu verpflichten.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die Vorinstanz beantragte am 30. bzw. 31. Mai 2002 Abweisung beider Beschwerden. Der Bauausschuss liess am 10. Juni 2002 Vereinigung der beiden Verfahren und Abweisung der Beschwerden beantragen, soweit darauf einzutreten sei, unter Kosten- und Ent­­schÃ¤digungsfolgen zu Lasten der BeschwerdefÃ¼hrer. Die private Beschwerdegegnerschaft schloss am 19. Juni 2002 auf Abweisung der zu vereinigenden Beschwerden, ebenfalls unter Kosten- und EntschÃ¤digungsfolgen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Mit PrÃ¤sidialverfÃ¼gung vom 19. Februar 2003 wurden die beiden Beschwerdeverfahren vereinigt. Am 18. MÃ¤rz 2003 fand beim BaugrundstÃ¼ck ein Augenschein mit anschliessender Schlussverhandlung statt. Nachdem in der Folge der Bauausschuss auf Verlangen des Verwaltungsgerichts verschiedene Dokumente zu den Akten gereicht hatte, erhielten die Parteien mit VerfÃ¼gung vom 15. April 2003 Gelegenheit, zu dieser AktenergÃ¤nzung Stellung zu nehmen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die BegrÃ¼ndung des Rekursentscheids sowie die Parteivorbringen werden, soweit er­forderlich, im Rahmen der nachfolgenden EntscheidgrÃ¼nde wiedergegeben.</span></p> <p class="Einzug1"><span>Die Kammer zieht in ErwÃ¤gung:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>1. a) In prozessualer Hinsicht beantragen die BeschwerdefÃ¼hrer neben einem Augen­­schein, welchem Antrag stattgegeben worden ist, die DurchfÃ¼hrung eines zweiten Schrif­­tenwechsels. Ein solcher ist nicht notwendig. Die Parteien hatten anlÃ¤sslich der Schluss­­verhandlung am 18. MÃ¤rz 2003 Gelegenheit, zum Ergebnis der Beweisverhandlung Stellung zu nehmen; ebenso konnten sie sich zu der in der Folge vorgenommenen Akten­er­gÃ¤nzung Ã¤ussern. Neue, nicht vorherzusehende rechtliche AusfÃ¼hrungen sind in den Beschwer­­deantworten nicht vorgetragen worden.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) Der ZÃ¼rcher Heimatschutz mÃ¶chte ein Gutachten der Kantonalen Natur- und Hei­­matschutzkommission beigezogen haben, ohne jedoch zu sagen, inwiefern der Sachver­halt weiterer KlÃ¤rung bedarf. Der Antrag ist schon deshalb unbegrÃ¼ndet. Beim streitbetroffe­nen GebÃ¤ude handelt es sich jedenfalls nicht um ein Schutzobjekt von Ã¼berkommunaler Bedeutung und ist deshalb der Beizug eines solchen Gutachtens gemÃ¤ss § 216 Abs. 2 des Planungs- und Baugesetzes vom 7. September 1975 (PBG) nicht vorgeschrieben. Im Ãbrigen ist festzuhalten, dass der ZÃ¼rcher Heimatschutz anlÃ¤sslich des Augenscheins ausdrÃ¼cklich erklÃ¤rt hat, keine Unterschutzstellung der streitbetroffenen GebÃ¤ude zu beantragen (Prot. S. 5). </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>c) Der ZÃ¼rcher Heimatschutz beantragt sodann, die âLeitplÃ¤ne der Material- und Farb­­wahl sowie der Umgebungsgestaltungâ seien jetzt schon vorzulegen. Dieser Antrag er­weist sich bezÃ¼glich des Umgebungsplans als begrÃ¼ndet, da die Baubewilligung insofern auf einem unzureichend abgeklÃ¤rten Sachverhalt beruht. Das gilt sowohl bezÃ¼glich der sich im Zusammenhang mit der Gestaltung der Einfahrt in die Tiefgarage stellenden Frage der Um­­gebungsgestaltung bzw. der Anlage von (weiteren) AbstellplÃ¤tzen (vgl. nachfolgend Erw. 4c) als auch in Bezug auf die WendemÃ¶glichkeit fÃ¼r die rÃ¼ckwÃ¤rtige Zulieferung (vgl. nachfolgend Erw. 5). Zwar ist es zulÃ¤ssig, Fragen der Materialwahl und der Detailgestaltung des GebÃ¤udes sowie die Detaillierung des Umgebungsplans einem spÃ¤teren Verfahrens­­abschnitt vorzubehalten, wie dies in Dispositiv E.1a und E.2 der Baubewilligung vom 20. Juli 2000 angeordnet worden ist (RB 1989 Nr. 83 = BEZ 1989 Nr. 14; Christian MÃ¤der, Das Baubewilligungsverfahren, ZÃ¼rich 1991, Rz. 465). Das gilt jedoch nicht, wenn der Um­­gebungsplan Aufschluss zu geben hat Ã¼ber Fragen, die fÃ¼r die BewilligungsfÃ¤higkeit des Bauvorhabens von grundsÃ¤tzlicher Bedeutung sind, wie hier die Umgebungsgestaltung im schutzwÃ¼rdigen Ortsbild sowie die verkehrssichere Gestaltung der Zufahrt. Insoweit be­ruht die Baubewilligung auf unvollstÃ¤ndigen Planunterlagen und erweist sich der Sachverhalt als unzureichend geklÃ¤rt. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>2. Die Baurekurskommission hat zwar grundsÃ¤tzlich die Rekurslegitimation des Nach­­barn B anerkannt, ist jedoch gemÃ¤ss ihren ErwÃ¤gungen (nicht aber im Dispositiv) auf seinen Rekurs insofern nicht eingetreten, als er die SchutzwÃ¼rdigkeit der abzubrechenden Liegenschaften K-strasse geltend machte. Die diesem Nichteintreten zugrunde liegende Rechtsauffassung ist verfehlt: Ist wie hier der Nachbar aufgrund der rÃ¤um­lichen NÃ¤he durch die Bewilligung einer Baute mehr betroffen als irgendwelche Dritte, so steht ihm jede RÃ¼ge zu, welche die angestrebte Entlastung, das heisst die Aufhebung der Baubewilligung, bewirken kann (RB 1980 Nr. 7, 1987 Nr. 3). Dazu gehÃ¶rt auch der Ein­wand, der Neu­bau kÃ¶nne nicht bewilligt werden, weil einer solchen Bewilligung die SchutzwÃ¼rdigkeit des Altbaus im Wege stehe (VB.2002.00172, 2. September 2002, verÃ¶ffentlicht auf </span><span class="MsoHyperlink"><span>www.vgrzh.ch)</span></span><span>.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Trotz des teilweisen Nichteintretens hat die Baurekurskommission, weil die nÃ¤mlichen RÃ¼gen auch von der Mitrekurrentin vorgebracht wurden, die Frage der SchutzwÃ¼rdigkeit der beiden Liegenschaften geprÃ¼ft. Eine RÃ¼ckweisung ist deshalb nicht notwendig.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>3. Zur BegrÃ¼ndung seines Antrags auf Aufhebung der Abbruchbewilligung und der Baubewilligung fÃ¼r den Neubau bringt der beschwerdefÃ¼hrende Nachbar in erster Linie vor, bei der zum Abbruch vorgesehenen Liegenschaft K-strasse handle es sich um ein Schutz­objekt im Sinn von § 203 Abs. 1 lit. c PBG, und zwar in erster Linie auf Grund des Situationswerts in dem der Kernzone zugewiesenen geschÃ¼tzten Dorfkern von X, in zweiter Linie wegen des Eigenwertes des Wohnhauses K-strasse, dessen aus den 1880er-Jahren stammende Bausubstanz samt Wand- und DeckentÃ¤felungen, TÃ¼ren, Sprossenfenstern und Stubenbuffet noch gut erhalten sei. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>a) </span>GemÃ¤ss § 203 Abs. 1 lit. c PBG sind Schutzobjekte unter anderem Ortskerne, Ge­­bÃ¤udegruppen, GebÃ¤ude und Teile sowie ZugehÃ¶r von solchen, die als wichtige Zeugen einer politischen, wirtschaftlichen, sozialen oder baukÃ¼nstlerischen Epoche erhaltenswÃ¼rdig sind oder die Landschaften oder Siedlungen wesentlich mitprÃ¤gen, samt der fÃ¼r ihre Wir­­kung wesentlichen Umgebung. Bei der Anwendung dieser Bestimmung hat die verfÃ¼gende BehÃ¶rde zunÃ¤chst die darin enthaltenen unbestimmten Rechtsbegriffe auszulegen und obliegt ihr als Teil der Sachverhaltsermittlung die KlÃ¤rung der denkmalpflegerischen Be­deutung des in Frage stehenden Objekts. Insofern kann und soll sie nÃ¶tigenfalls Expertisen oder Stellungnahmen von Fachgremien einholen, wie dies hier die erstinstanzlich verfÃ¼­gende BehÃ¶rde mit dem Beizug des baugeschichtlichen Gutachtens vom Mai 1998 getan hat. Anschliessend hat die BehÃ¶rde zu prÃ¼fen, ob die denkmalpflegerische Bedeutung das Objekt zum "wichtigen Zeugen" oder zu einem wesentlich prÃ¤genden Teil einer Siedlung oder Landschaft im Sinn von § 203 Abs. 1 lit. c PBG macht; das Ergebnis der Sachverhalts­­feststellung â und mithin auch die Stellungnahmen von Fachleuten und -gremien â wÃ¼rdigen die rechtsanwendenden BehÃ¶rden frei (§ 7 Abs. 4 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 [VRG]).</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Eine Unterschutzstellung setzt voraus, dass die rechtsanwendende BehÃ¶rde auf Grund der denkmalpflegerischen Bedeutung des betreffenden Objekts zur Ãberzeugung ge­langt, bei diesem handle es sich um einen "wichtigen Zeugen". Dazu bedarf es der Auslegung dieses unbestimmten Rechtsbegriffs. Dabei geht es zwar um die Beurteilung einer Rechtsfrage (vgl. Ulrich HÃ¤felin/Georg MÃ¼ller, Allgemeines Verwaltungsrecht, 4. A., ZÃ¼rich/Basel/Genf 2002, Rz. 448), die gemÃ¤ss § 50 Abs. 1 VRG der ÃberprÃ¼fung durch das Ver­waltungsgericht zugÃ¤nglich ist. Jedoch ist zu beachten, dass der fÃ¼r die Unterschutzstel­lung zustÃ¤ndigen VerwaltungsbehÃ¶rde bei der Beurteilung der Frage, ob die wichtige Zeugen­eigenschaft im Sinn von § 203 Abs. 1 lit. c PBG gegeben sei, eine besondere Entscheidungsfreiheit im Grenzbereich zwischen Rechtsanwendung und ErmessensbetÃ¤tigung zukommt (vgl. BGE 115 Ib 131 E. 3), deren Handhabung die Rechtsmittelinstanzen nicht frei Ã¼berprÃ¼fen kÃ¶nnen (RB 1982 Nr. 37). Das Verwaltungsgericht mit seiner gemÃ¤ss § 50 VRG von vornherein eingeschrÃ¤nkten ÃberprÃ¼fungsbefugnis hat deshalb namentlich zu prÃ¼fen, ob die fÃ¼r die Unterschutzstellung zustÃ¤ndige VerwaltungsbehÃ¶rde alle wesentlichen Gesichtspunkte vollstÃ¤ndig und gewissenhaft untersucht und gewÃ¼rdigt hat (vgl. BGE 115 Ib 131 E. 3).</p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1">Ob im Zusammenhang mit einem durch Kernzonenbestimmungen geschÃ¼tzten Orts­­bild fÃ¼r ein einzelnes GebÃ¤ude Schutzmassnahmen zu treffen sind, die Ã¼ber die Kernzo­­nenbestimmungen hinausgehen, hÃ¤ngt nicht nur von der besonderen Stellung und Lage der Baute im Ortsbild ab; die Baute muss auch von ihrer besonderen Gestaltung und Erscheinung her sowie hinsichtlich der vorhandenen Bausubstanz zur prÃ¤genden Wirkung beitragen (RB 1997 Nr. 73). <span>Bei Siedlungen, die ihrerseits den Anforderungen an ein Schutz­­objekt genÃ¼gen, kÃ¶nnen gestÃ¼tzt auf § 203 Abs. 1 lit. c PBG auch einzelne Teile in den Schutzbereich einbezogen werden, wenn diese zwar selber nicht geradezu den Wert eines Schutzobjekts aufweisen, aber die schutzwÃ¼rdige Siedlung wesentlich mitprÃ¤gen (BGr, 6. Mai 1998, 1P.637/1997; vgl. auch RB 1990 Nr. 71) bzw. entscheidend zu deren SchutzwÃ¼rdigkeit beitragen. Gefragt wird in solchen FÃ¤llen nach dem Eigenwert sowie nach dem Stellen- oder Situationswert der Objekte, wobei sich die SchutzwÃ¼rdigkeit auch aus dem Zusammenspiel beider Komponenten ergeben kann (vgl. RB 1997 Nr. 73).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) Im Hinblick auf das geplante Bauvorhaben hat die Denkmalpflege der Stadt Win­­terthur im FrÃ¼hjahr 1998 ein baugeschichtliches Gutachten erstellen lassen, welches zu­­sammenfassend zum Schluss kommt, das Doppelwohnhaus K-strasse prÃ¤ge mit seiner Gestaltung, seiner geschlossenen Dachlage und seinem UmgelÃ¤nde wesentlich die Ortscharakteristik des X-er Oberdorfs, das dank seiner erhaltenen Siedlungsstruk­tur und der GÃ¤rten zu den besterhaltenen bÃ¤uerlich/dÃ¶rflichen Winterthurer Ortskerne gehÃ¶re und einen besonders hohen Wohnwert aufweise; das Wohnhaus K-strasse weise zudem einen be­sonderen Eigenwert auf, indem es insgesamt weitgehend (mit Wand- und DeckentÃ¤felungen, TÃ¼ren, Sprossenfenstern und Stubenbuffet) aus den 1880er-Jahren original, zeittypisch und gut erhalten sei und in jener Zeit, als Wirtshaus zur Eintracht gedient habe. Die Akten und der eigene Augenschein des Verwaltungsgerichts bestÃ¤tigen diese Feststellungen, von denen auch die Baurekurskommission ausgegangen ist.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>c) Die BeschwerdefÃ¼hrenden erneuern ihren bereits im Rekursverfahren erhobenen Einwand, die Ã¶rtliche BaubehÃ¶rde habe sich bei der Erteilung der Abbruchbewilligung mit der Frage der SchutzwÃ¼rdigkeit und dem Gutachten der Denkmalpflege nicht hinreichend auseinander gesetzt.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>aa) Die Vorinstanz hat die Frage aufgeworfen, ob die Ã¶rtliche BaubehÃ¶rde Ã¼berhaupt verpflichtet sei, die SchutzwÃ¼rdigkeit eines GebÃ¤udes zu prÃ¼fen, wenn es nicht ins In­­ventar der schutzwÃ¼rdigen Objekte aufgenommen worden sei. Diese Frage, die aufgrund von § 7 Abs. 1 VRG zu beurteilen ist (vgl. zum Umfang der Sachverhaltsermittlung Alfred KÃ¶lz/JÃ¼rg Bosshart/ Martin RÃ¶hl, Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons ZÃ¼rich, 2.A., ZÃ¼rich 1999, § 7 Rz. 7 f.), ist jedenfalls hier zu bejahen, wo das GebÃ¤ude innerhalb eines schÃ¼tzenswerten Ortsbilds liegt und Ã¼berdies Art. 4 BZO in Kernzonen ausdrÃ¼cklich verlangt, dass historisch wertvolle Bausubstanz erhalten werden soll, soweit dies technisch mÃ¶glich und wirtschaftlich tragbar ist. Ungeachtet des fehlenden Inven­tareintrags war bei dieser Ausgangslage die BehÃ¶rde verpflichtet, die SchutzwÃ¼rdigkeit des GebÃ¤udes als Teil des massgeblichen Sachverhalts vor der Erteilung der Abbruchbewilligung abzuklÃ¤ren. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>bb) In der angefochtenen Baubewilligung vom 20. Juli 2000 wird unter den Ãberschriften âEinordnung und Gestaltung/Natur- und Heimatschutzâ bzw. âOrtsbildschutz, Denkmalschutzâ die Bedeutung des geschÃ¼tzten Ortsbilds von X und die Bedeutung der streitbetroffenen GebÃ¤ude im baulichen Kontext der K-strasse eingehend ge­wÃ¼rdigt. BezÃ¼g­lich des streitbetroffenen GebÃ¤udes K-strasse wird festgehalten, es prÃ¤ge mit seiner cha­rakteristischen Riegelfassade und dem noch immer ablesbaren Ãkonomieteil die K-strasse an dieser Ã¤usserst wichtigen Situation (Platz mit Brunnen so­wie die unmittelbare NÃ¤he des Schutzobjektes K-strasse); den sich daraus erge­benden erhÃ¶hten Anforderungen sei daher bei der Gestaltung des Neubaus besonders Rech­nung zu tragen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Diese ErwÃ¤gungen stellen keine ausreichende BegrÃ¼ndung fÃ¼r den Verzicht auf die vollstÃ¤ndig oder teilweise Unterschutzstellung des GebÃ¤udes dar; insbesondere enthalten sie keinerlei Hinweis auf die gemÃ¤ss Art. 4 BZO in Kernzonen ausdrÃ¼cklich verlangte AbwÃ¤gung zwischen Erhaltungsinteresse und der Frage der technischen Machbarkeit und wirt­­schaftlichen Zumutbarkeit einer Erhaltung. Auch den vom Bauausschuss im Beschwer­de­verfahren nachgereichten Unterlagen (VB.2002.00157) lÃ¤sst sich nicht entnehmen, dass eine vertiefte Auseinandersetzung mit der Frage der SchutzwÃ¼rdigkeit stattgefun­den hat. Laut dem Protokoll der Stadtbildkommission, die anlÃ¤sslich ihrer Sitzung vom 5. Februar 1999 einen Augenschein vorgenommen hatte, blieb zwar die Auffassung unbestritten, dass es sich beim GebÃ¤ude um kein Schutzobjekt handle, doch wurden keine GrÃ¼n­de dafÃ¼r genannt.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>cc) Solche GrÃ¼nde wurden erstmals in der Vernehmlassung vom 9. November 2001 an die Baurekurskommission geltend gemacht, wo unter Bezugnahme auf das baugeschicht­­liche Gutachten ausgefÃ¼hrt wurde, die darin genannten QualitÃ¤ten der Altbauten mach­ten diese nicht zu wichtigen Zeugen im Sinn von Art. 203 Abs.1 lit. c PBG; einem all­fÃ¤lligen Erhaltungsinteresse seien die privaten Interessen der Bauherrschaft am Ausbau ihres Gewerbebetriebs gegenÃ¼berzustellen. Zudem biete das Neubauprojekt GewÃ¤hr dafÃ¼r, dass die Charakteristik des Strassenzugs erhalten bleibe, weshalb sich die ganze oder teilweise Erhaltung des Altbestands nicht rechtfertige. Auch die Gestaltung der VorgÃ¤rten sei nicht von besonderer QualitÃ¤t und rechtfertige keine Unterschutzstellung.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Damit hat der Bauausschuss im Rekursverfahren die gebotene BegrÃ¼ndung nachgeschoben. Die Baurekurskommission hat in der Folge zwar keinen zweiten Schriftenwechsel durchgefÃ¼hrt, doch erhielten die Rekurrenten anlÃ¤sslich des Augenscheins Gelegenheit zur Stellungnahme; insbesondere konnten sie sich auch zum baugeschichtlichen Gutachten Ã¤us­­sern (vgl. Prot. BRK S. 4 f.). Der vom BeschwerdefÃ¼hrer gerÃ¼gte Mangel, die BehÃ¶rde habe sich mit der Frage der SchutzwÃ¼rdigkeit ungenÃ¼gend auseinander gesetzt, wurde somit im Rekursverfahren geheilt. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>d) Wie das baugeschichtliche Gutachten zusammenfassend festhÃ¤lt, prÃ¤gt das Doppel­wohnhaus K-strasse mit seiner Gestaltung, seiner geschlossenen Dachlage und seinem UmgelÃ¤nde wesentlich das X-er Oberdorf als einen der besterhaltenen bÃ¤uerlich/ dÃ¶rf­­lichen Winterthurer Ortskerne. WÃ¤hrend dem Wohnhaus K-strasse neben diesem Situa­tionswert kein besonderer Eigenwert zugeschrieben wird, birgt das Mehr­zweckhaus K‑strasse mit dem Wohnteil fÃ¼r eine Familie und Tenne/Scheu­ne mutmasslich Baustrukturen des 18. Jahrhunderts; seine Ã¤ussere Erscheinung reprÃ¤sentiert jedoch aussen wie innen eine eingreifende Modernisierung in den 1880er-Jahren, als das GebÃ¤ude als Wirtshaus zur Eintracht diente. Aus jener Zeit sind insbesondere Wand- und DeckentÃ¤felungen, TÃ¼ren, Sprossenfenster und Stubenbuffet erhalten.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Wenn die Vorinstanzen aufgrund dieses Gutachtens und nach einem Augenschein zum Schluss gekommen sind, der beachtliche Situationswert und ein gewisser Eigenwert des GebÃ¤udes K-strasse rechtfertigten keine Unterschutzstellung, so kann ihnen keine Rechts­verletzung vorgeworfen werden. Zwar prÃ¤gt das Doppelwohnhaus K-strasse durch seine Stellung in der die Strasse sÃ¤umenden HÃ¤userzeile und im Beson­deren am Platz um den Brunnen vor der Liegenschaft K-strasse den Ortskern an der K-strasse. Aufgrund des eigenen Augenscheins des Verwaltungsgerichts erweist sich aber die WÃ¼rdigung der Vor­instanzen, dass aufgrund der Ã¤usseren QualitÃ¤t der streitbetroffenen Liegenschaft ihre Funk­tion fÃ¼r das Ortsbild auch von einem Ersatzbau wahr­genommen werden kÃ¶nne, zumindest als vertretbar. Die gute Erhaltung des durch die Modernisierung in den 1880er-Jah­ren geschaffenen Zustands beim GebÃ¤ude K-stras­se und die Tatsache, dass das GebÃ¤ude zeitweise auch als GaststÃ¤tte genutzt wurde, machen die Liegenschaft weder fÃ¼r sich allein noch im Zusammenhang mit dem Situationswert zum wichtigen Zeugen im Sinn von § 203 Abs. 1 lit. c PBG. AnzufÃ¼gen ist zudem, dass auch das Gutachten dem Oberdorf nicht einen besonders hohen denkmalpflegerischen, sondern einen besonders hohen Wohnwert be­scheinigt; auch aus dieser Sicht steht eher die Erhaltung der Funktion und des Volumens als der vorhandenen Bausubstanz im Vordergrund. </span></p> <p class="Einzug1"><i><span> </span></i></p> <p class="Einzug1"><span>4. Die beiden an der K-strasse gelegenen Wohnbauten Vers.Nrn. 03 (K-strasse) und 02 (K-strasse) sind im ErgÃ¤nzungsplan Kernzone X rot bezeichnet. Das heisst sie dÃ¼rfen gemÃ¤ss Art. 7 Abs. 1 BZO nur verÃ¤ndert oder bei gesichertem Wiederaufbau verÃ¤ndert wer­den, wenn folgende Voraussetzungen erfÃ¼llt sind:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="EinzugZitat"><span>âa) Die baulichen Massnahmen haben sich an das bisherige GebÃ¤udeprofil zu halten. GeringfÃ¼gige Abweichungen und Erweiterungen, die das Orts­­bild nicht beeintrÃ¤chtigen, sind unter Wahrung schutzwÃ¼rdiger nach­barlicher Interessen und unter Einhaltung der Vorschriften Ã¼ber die Bauweise fÃ¼r die einzelnen Kernzonen gestattet; sie kÃ¶nnen aus GrÃ¼nden des Ortsbildschutzes oder zur Verhinderung baupolizeilicher MissstÃ¤nde auch angeordnet werden.</span></p> <p class="EinzugZitat"><span> b) Die wesentlichen gestalterischen Elemente sind zu Ã¼bernehmen oder zu verbessern.â</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>In den Kernzonen K III, zu denen auch X gehÃ¶rt (Art. 22 Abs. 6 BZO), ist gemÃ¤ss Art. 25 BZO bei Neu- und Umbauten der Fassadengliederung besondere Beachtung zu schenken; in den ehemaligen BauerndÃ¶rfern (wie X) ist dem Wechsel von hellen Fassaden­teilen (Mauerwerk, Fachwerk) und dunklen Teilen (Scheunen- und Stallteil) Rechnung zu tragen (Abs. 1). Balkone und Lauben sind in Leichtbauweise zulÃ¤ssig, so­fern diese zu den historisch gewachsenen HauptgebÃ¤uden passen (Abs. 2). Art. 26 BZO regelt DachdurchbrÃ¼­che und Art. 27 Abs. 1 BZO verlangt, dass die herkÃ¶mmliche Erscheinung des GebÃ¤ude­umschwungs, insbesondere die fÃ¼r das Ortsbild typischen FreirÃ¤ume und GÃ¤rten nach MÃ¶g­lichkeit zu erhalten sind. FÃ¼r alle Kernzonen gilt, dass sich Sonnenkollek­toren zurÃ¼ckhaltend in die Dachlandschaft einzuordnen haben (Art. 8 BZO). </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>a) Ãrtliche BaubehÃ¶rde und Vorinstanz sind zum Schluss gekommen, dass sich die geplanten Neubauten hinreichend am Volumen der Altbauten orientieren. Diese WÃ¼rdigung ist insofern nicht rechtsverletzend, als die Abweichungen vom bisherigen Volumen die Begradigung der hofseitigen LÃ¤ngsfassade betreffen. Ebenso kann die ErhÃ¶hung des Dach­firstes um ca. 50 cm beim Haus K-strasse gerade noch als zulÃ¤ssige Abweichung vom bisherigen Volumen gewÃ¼rdigt werden; entscheidend ist, dass die beiden BaukÃ¶rper weiter­hin unterschiedliche FirsthÃ¶hen aufweisen und der Eindruck von zwei zusam­menge­bau­ten GebÃ¤uden erhalten bleibt. Ebenso kann bei einem Ersatzbau nicht verlangt werden, dass der historische Haupteingang an der Westfassade mit verzierter TÃ¼re, Steinfas­sung und Steintreppe erhalten bleibt. Wenn Art. 4 BZO die Erhaltung historisch wertvol­ler Bausubstanz verlangt, so ist das als Anweisung zur â hier nicht gerechtfertigten â Unterschutzstellung von GebÃ¤uden oder GebÃ¤udeteilen zu verstehen; eine Erhaltung ohne die Anordnung von Schutzmassnahmen lÃ¤sst sich gestÃ¼tzt auf diese Bestimmung nicht durchsetzen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Nicht als geringfÃ¼gige Abweichung vom bisherigen Volumen erscheint dagegen trotz seiner vergleichsweise geringen Ausmasse der Vorsprung in der strassenseitigen Fassa­de, der, im ersten Obergeschoss an den Balkon anschliessend und Ã¼berdeckt von dem um 2 m Ã¼ber die Fassade hinausragenden Dach, in den beiden Vollgeschossen je einen kleinen Abstellraum aufnehmen soll. Wie die PlÃ¤ne deutlich zeigen, erweckt dieser Anbau zusammen mit Balkon und dem um 2 m vorspringenden, auf der ganzen LÃ¤nge abgestÃ¼tzten Dach den Eindruck einer gegenÃ¼ber dem Altbau um 1,7 m grÃ¶sseren GebÃ¤udetiefe. Eine sol­che Ãnderung, welche die strassenseitige Fassadenflucht verunklÃ¤rt und damit auch das Ortsbild beeintrÃ¤chtigt, ist durch den Wortlaut von Art. 7 Abs. 1 lit. a BZO nicht gedeckt. Zu­dem kann keine Rede davon sein, dass mit dieser Fassadengestaltung die âwesentlichen gestalterischen Elementeâ des Altbaus Ã¼bernommen werden (Art. 7 Abs. 1 lit. b BZO), der in diesem Bereich eine schlichte, im Obergeschoss das Fachwerk zeigende Fassade aufweist. Sodann entsprechen Balkon bzw. Laube auch nicht Art. 25 Abs. 2 BZO: Aufgrund der Ãberdachung und der Anlehnung an den Fassadenvorsprung erscheint der Balkon nicht âals in Leichtbauweiseâ ausgefÃ¼hrt. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) Was die Dachgestaltung betrifft, so ist eine Verletzung von Art. 26 BZO nicht er­kennbar. Mit den vorgesehenen Aufbauten und einzelnen DachflÃ¤chenfenstern wirken die DachflÃ¤chen entgegen der Auffassung der BeschwerdefÃ¼hrenden nicht Ã¼berladen. Dagegen entsprechen die beim Haus K-strasse strassenseitig angebrachten Sonnenkollektoren nicht der gemÃ¤ss Art. 8 BZO gebotenen ZurÃ¼ckhaltung; sie lassen sich hier ohne weiteres auf dem WerkstattgebÃ¤ude in zweiter Bautiefe anbringen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>c) Was die Gestaltung des Umschwungs betrifft, so wird vor allem der Verzicht auf die Einfahrt in die Tiefgarage ab der K-strasse verlangt. Der Augenschein des Verwal­tungs­gerichts hat die Feststellung des Gutachtens bestÃ¤tigt, wonach die GÃ¤rten massgeb­lich zur QualitÃ¤t des Ortsbilds des X-er Oberdorfs beitragen und diese auch fÃ¼r das Erscheinungsbild der Liegenschaft K-strasse von grosser Bedeutung sind. Sodann zeigen PlÃ¤ne </span></p> <p class="Einzug1"><span>und Modell, dass die Einfahrt in die Tiefgarage einen erheblichen Ein­griff in die Vorgartenlandschaft an der K-strasse bedeutet. Dabei ist in Rechnung zu stellen, dass die BaueingabeplÃ¤ne das Ausmass des Eingriffs nicht richtig wiedergeben, da gemÃ¤ss Dispositiv I.B der Baubewilligung die Garageneinfahrt so zu verbreitern ist, dass sich bei der Einfahrt 2 Personenwagen kreuzen kÃ¶nnen; zudem sind die verkehrstechnisch erforderlichen Radien fÃ¼r die Ausrundung der Einfahrt und die vorgeschriebenen Sicht­weiten zu gewÃ¤hrleisten (vgl. Erw. 6 sowie Dispositiv Ziffer 2.a der Baubewilligung), was zwangslÃ¤ufig zusÃ¤tzliche Eingriffe in die Vorgartenlandschaft zur Folge hat. Zwar ist diesem Eingriff gegenÃ¼berzustel­len, dass die unterirdische Anlage der ParkplÃ¤tze eine weit­gehende Freihaltung der Um­gebung von AbstellplÃ¤tzen und damit eine Schonung insbe­sondere der fÃ¼r das schutzwÃ¼rdi­ge Ortsbild bedeutsamen Vorgartenlandschaft auf der ver­bleibenden AnstosslÃ¤nge erlaubt. Diesem Argument kommt hier jedoch geringes Gewicht zu, da, wie der Parkplatznachweis zeigt, zumindest die gemÃ¤ss Baubewilligung erforderlichen 5 PflichtabstellplÃ¤tze auch ohne Tiefgarage im rÃ¼ckwÃ¤rtigen Teil des BaugrundstÃ¼cks untergebracht werden kÃ¶nnen. Wenn die Bauherrschaft trotz der Lage innerhalb des schutzwÃ¼rdigen Ortsbilds insgesamt 17 ParkplÃ¤tze erstellen will, so rechtfertigt dies den damit verbundenen Eingriff ins schÃ¼tzens­werte Ortsbild nicht. Damit verletzt die Bewilligung der Einfahrt Art.</span> <span>27 Abs. 1 BZO, wonach die herkÃ¶mmliche Erscheinung des GebÃ¤udeumschwungs, insbesondere die fÃ¼r das Ortsbild typischen FreirÃ¤ume und GÃ¤rten nach MÃ¶glichkeit zu erhalten sind. </span></p> <p class="Einzug1"><i><span> </span></i></p> <p class="Einzug1"><span>Da die UnzulÃ¤ssigkeit der Einfahrt in die Tiefgarage keinen untergeordneten Mangel des Bauvorhabens betrifft, sondern zumindest eine Neuplanung der Erschliessung erfor­­dert, muss die Baubewilligung als Ganzes aufgehoben werden. FÃ¼r die Weiterbearbeitung des Projekts ist gleichwohl anzufÃ¼gen, dass auch fÃ¼r das Ã¼brige GrundstÃ¼ck Art. 27 Abs. 1 BZO gilt, wonach die herkÃ¶mmliche Erscheinung des GebÃ¤udeumschwungs sowie die fÃ¼r das Ortsbild typischen FreirÃ¤ume und GÃ¤rten nach MÃ¶glichkeit zu erhalten sind. Ob diese Bewilligungsvoraussetzung erfÃ¼llt ist, lÃ¤sst sich nur aufgrund eines detaillierten Umge­bungsplans beurteilen, weshalb der Vorbehalt der nachtrÃ¤glichen Genehmigung unzulÃ¤ssig ist. Die Beschwerde erweist sich insofern schon aufgrund dieses formellen Mangels als begrÃ¼ndet. Zudem dÃ¼rfte die weitgehende Versiegelung der Umgebung, wie sie gemÃ¤ss dem Plan 06 âErdgeschoss und Umgebungâ vorgesehen zu sein scheint, den Anforderungen von Art. 27 Abs. 1 BZO nicht gerecht werden. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>5. Umstritten ist schliesslich auch die Zufahrt zum WerkstattgebÃ¤ude Ã¼ber die L‑stras­se; insbesondere wird verlangt, dass auf dem BaugrundstÃ¼ck ein Kehrplatz fÃ¼r Last­wagen zu erstellen sei. Die Beschwerdegegner halten dem entgegen, dass nur gelegent­lich mit Lastwagen zugefahren werde, was als plausibel erscheint.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Wie der Augenschein des Verwaltungsgerichts gezeigt hat, kann die Anlieferung Ã¼ber die L-strasse, auch wenn vereinzelt Lastwagen eingesetzt werden sollten, unter dem Ge­sichtswinkel der Verkehrssicherheit gerade noch toleriert werden. Sie entspricht zwar of­fenkundig nicht den Normalien, doch kann gemÃ¤ss § 360 Abs. 3 PBG unter besonderen VerhÃ¤ltnissen, wie sie hier mit der Lage innerhalb eines geschÃ¼tzten Ortsbilds gegeben sind, davon abgewichen werden. Unverzichtbar ist dagegen ein ausreichender Kehrplatz auf dem BaugrundstÃ¼ck, Ã¼ber dessen Lage und Dimensionierung sich der Baueingabe man­gels eines Umgebungsplans nichts entnehmen lÃ¤sst. Die anlÃ¤sslich des Augenscheins bezeichnete FlÃ¤che an der L-strasse ist gemÃ¤ss Parkplatznachweis fÃ¼r zwei AbstellplÃ¤tze vorgesehen und kann somit nicht gleichzeitig als Kehrplatz dienen. Auch insoweit leidet die an­gefochtene Baubewilligung an einer unzureichenden Untersuchung des massgeblichen Sachverhalts.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>6. Zusammenfassend ergibt sich, dass der Verzicht auf eine Unterschutzstellung der Altbauten rechtens ist, dass aber die Bewilligung des Ersatzbaus an zahlreichen MÃ¤ngeln leidet und deshalb aufzuheben ist. Der Rekursentscheid, der die Bewilligung des Neubaus bestÃ¤tigt hat, ist deshalb aufzuheben. Damit obsiegt der ZÃ¼rcher Heimatschutz, der keine Unterschutzstellung verlangt hat, vollstÃ¤ndig, der beschwerdefÃ¼hrende Nachbar nur teilweise.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>...</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>DemgemÃ¤ss entscheidet die Kammer:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>1. Die Beschwerde des Nachbarn wird teilweise, jene des ZÃ¼rcher Heimatschutzes vollstÃ¤ndig gutgeheissen. DemgemÃ¤ss werden die Bewilligung des Bauausschusses vom 20. Juli 2000 fÃ¼r die NeuÃ¼berbauung der GrundstÃ¼cke Kat.Nrn. 04 und 05 und der Rekursentscheid insofern aufgehoben, als er die Bewilligung fÃ¼r den Neubau bestÃ¤tigt hat; im Ãbrigen wird die Nachbarbeschwerde abgewiesen. </span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>2. ...</span></p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>