<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="cell small-12 contentContainer printArea"> <div><table><tr><td><p class="Normal Heading1"><span id="_GoBack"></span><span class="Normal Heading1">Sozialversicherungsgericht</span></p><p class="Normal Heading1"><span class="Normal Heading1">des Kantons Zürich</span></p></td><td><p class="Normal Heading1"></p></td></tr></table><p><span>IV.2017.00357</span></p><p><br/></p><p><br/></p><p>II. Kammer</p><p>Sozialversicherungsrichter Mosimann, Vorsitzender<br/>Sozialversicherungsrichterin Käch<br/>Ersatzrichterin Romero-Käser<br/>Gerichtsschreiber Brugger</p><p class="Normal Heading2"><span class="Normal Heading2">Urteil vom 16. Juli 2018</span></p><p class="Normal StandardEinzug"><span class="Normal StandardEinzug">in Sachen</span></p><p class="Normal StandardFett RubrumFett"><span class="Normal StandardFett RubrumFett">X.___</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Beschwerdeführerin</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">gegen</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardFett RubrumFett"><span class="Normal StandardFett RubrumFett">Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Beschwerdegegnerin</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p><br/></p><p></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Sachverhalt:</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">X.___, geboren 1964, ist Mutter von drei Kin</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">dern (geboren 1985, 1997, 1999, Urk. 8/11 Ziff. 3.1). Die Versicherte war bis zum 31. März 2012 in einem Einsatzprogramm des Sozialdienstes Y.___ beschäf</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tigt (Urk. 8/7 S. 2 Ziff. 4, Urk. 8/25/1). Am 1. und am 24. Oktober 2013 meldete sie sich bei der Invalidenversicherung zum Leistungsbezug an (Urk. 8/15, Urk. 8/11). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, tätigte erwerbliche (Urk. 8/23-25) und medizinische (Urk. 8/26, Urk. 8/28) Abklärungen und holte ein polydisziplinäres Gutachten (Urk. 8/41) ein. Eine Arbeitsvermittlung wurde am 3. August 2016 abgeschlossen (Urk. 8/58). Am 13. Dezember 2016 wurde eine Haushaltabklärung durchgeführt (Urk. 8/64). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Am 6. Januar 2017 erliess die IV-Stelle den Vorbescheid (Urk. 8/66). Die Versicherte brachte dagegen Einwände (Urk. 8/69) vor. Mit Verfügung vom 16. März 2017 (Urk. 8/72 = Urk. 2) verneinte die IV-Stelle einen Rentenanspruch. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Versicherte erhob am 23. März 2017 Beschwerde gegen die Verfügung vom 16. März 2017 (Urk. 2) und beantragte die Zusprache einer ganzen Rente (Urk. 1 S. 2 unten). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die IV-Stelle beantragte mit </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Beschwerdeantwort vom 15. Mai 2017 (Urk. 7) die Abweisung der Beschwerde. Mit Verfügung vom 19. September 2017 gewährte das Gericht der Beschwerdeführerin in Bewilligung des Gesuchs vom 23. März 2017 (vgl. Urk. 1 S. 1 oben) die unentgeltliche</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Prozessführung und stellte ihr eine Kopie der Beschwerdeantwort zu (Urk. 9 Dispositiv Ziff. 1-2). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Das Gericht</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> zieht in Erwägung:</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.</span><span> </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">des Bundesgesetzes über den Allge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">meinen Teil des Sozialversicherungsrechts, </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ATSG). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kom</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">menden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der ge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Bei Versicherten, die nur zum Teil erwerbstätig sind oder die unentgeltlich im Betrieb des Ehegatten oder der Ehegattin mitarbeiten, wird für diesen Teil die Invalidität nach </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">16 ATSG festgelegt. Waren sie daneben auch im Aufgaben</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">bereich tätig, so wird die Invalidität für diese Tätigkeit nach </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">28a </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Abs. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">2 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">IVG</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">)</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> festgelegt. In diesem Fall sind der Anteil der Erwerbstätigkeit oder der unentgeltlichen Mitarbeit im Betrieb des Ehegatten oder der Ehegattin und der Anteil der Tätigkeit im Aufgabenbereich festzulegen und der Invaliditätsgrad entsprechend der Behinderung in beiden Be</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">reichen zu bemessen (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">28a </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Abs. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3 IVG); dies ist die gemischte Methode der Invaliditätsbemessung (vgl. BGE 141 V 15 E. 3.2 mit Hinweisen). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Nach der bis 3</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Dezember 2017 gültigen Gerichts- und Verwaltungspraxis zur Invaliditätsbemessung nach der gemischten Methode (grundlegend BGE 125 V 146; vgl. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">27 und 27</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">bis</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">der Verordnung über die Invalidenversicherung (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">IVV</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">)</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> in der seit dem </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Januar 2018 geltenden Fassung und Übergangsbestimmung zur Änderung der IVV vom </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Dezember 2017, in Kraft seit </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Januar 2018) wird zu</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">nächst der Anteil der Erwerbstätigkeit und derjenige der Tätigkeit im Aufgaben</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">bereich (vgl. Art. 27 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">IVV) ermittelt. Die Invalidität bestimmt sich in der Folge dadurch, dass im Erwerbsbereich ein Einkommens- und im Aufgabenbereich ein Betätigungsvergleich vorgenommen wird, wobei im Erwerbsbereich praxisgemäss berücksichtigt wird, was die versicherte Person im Gesundheitsfall aus ihrer Teilerwerbstätigkeit erzielen würde. Die Gesamtinvalidität ergibt sich aus der Addierung der in beiden Bereichen ermittelten und gewichteten Teilinvaliditäten (BGE 131 V 51 E. 5.5.1, 130 V 393 E. 3.3, 125 V 146 E. 2b und 5c).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Anspruch auf eine Rente haben gemäss </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">28 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Abs. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1 IVG Versicherte, die:</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">a.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betäti</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, er</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">halten oder verbessern können;</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">b.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindes</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tens 40 % arbeitsunfähig (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">6 ATSG) gewesen sind; und</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">c.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">8 ATSG) sind.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine Vier</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">telsrente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine Dreiviertelsrente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">28 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Abs. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2 IVG).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.</span><span> </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Beschwerdegegnerin ermittelte im angefochtenen Entscheid nach der ge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">mischten Methode der Invaliditätsbemessung einen Invaliditätsgrad von 7 %. Zur Statusfrage stellte sie fest, dass die Beschwerdeführerin auch bei guter Gesundheit nicht mehr als zu 50 % erwerbstätig wäre. Die restlichen 50 % entfielen auf den Haushaltbereich (Urk. 2 S. 1 unten). Nachweisliche Arbeitsbemühungen lägen nicht vor. Dass die Beschwerdeführerin trotz Unterstützung durch die Beschwer</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">degegnerin keine Anstellung im ersten Arbeitsmarkt gefunden habe, sei nicht auf ihre gesundheitliche Situation zurückzuführen (Urk. 2 S. 2). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Beschwerdeführerin brachte vor, sie habe bei der Haushaltabklärung angege</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ben, dass sie bei guter Gesundheit zu 100 % arbeiten würde. Die Beschwerdegeg</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nerin erachte diese Angabe als nicht nachvollziehbar. Diese lasse aber ausser Be</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tracht, dass die jüngste Tochter der Beschwerdeführerin im Jahr 2015 16-jährig geworden sei. Ab diesem Zeitpunkt sei eine Erwerbstätigkeit von 100 % ohne Weiteres auch unter familien- und sozialhilferechtlichen Aspekten zumutbar ge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">wesen. Ihre Angaben seien sehr wohl nachvollziehbar (Urk. 1 S. 1 unten). Die Anwendung der gemischten Methode stelle sodann eine Diskriminierung dar (Urk. 1 S. 2 oben). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Strittig ist der Grad der Arbeitsfähigkeit und die Statusfrage. Mit letzterer in Zu</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sammenhang stehend ist zu prüfen, ob vorliegend bei der Ermittlung des Invali</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ditätsgrades die gemischte Methode anzuwenden ist und ob gegebenenfalls ein Rentenanspruch besteht. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Ärzte der Z.___ stellten im Austrittsbericht vom 8. Janu</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ar 2013 (Urk. 8/21/17-19) folgende Diagnosen (S. 1):</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Hüft-Totalprothese MIS links am 28. November 2012 bei sekundärer Coxarthrose links bei Hüftdysplasie</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">linksbetonte spastische Paraparese bei Status nach Cerebralparese (Little-Syndrom)</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">ausgeprägte Knick-/Senkfussstellung rechts</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">lumboradikuläres Reizsyndrom L5 links</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Cervikalgien</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Hypovitaminose D </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Med. pract. A.___, Fachärztin für Orthopädische Chirurgie und Trau</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">matologie des Bewegungsapparates, Regionalärztlicher Dienst der Beschwerde</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gegnerin (RAD), führte in einer Stellungnahme vom 5. Februar 2014 (Urk. 8/65 S. 3) aus, der wesentliche Gesundheitsschaden bestehe in einer spastischen Para</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">parese, die seit der Kindheit bestehe, mit verschiedenen Folgeveränderungen. Auch eine Hüftdysplasie, die zur Implantation einer Totalprothese geführt habe, sei eine Folge der Spastik. Wann die Hüftdysplasie symptomatisch geworden sei, könne anhand der Akten nicht nachvollzogen werden. Aus medizinsicher Sicht sei überwiegend wahrscheinlich, dass die Beschwerdeführerin seit jeher in ihrer Arbeitsfähigkeit beeinträchtigt sei, da das Little-Syndrom mit allen Folgen seit der Kindheit bestehe. Offenbar sei es zusätzlich zu Degenerationen der Wirbel</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">säule gekommen. Es sei nicht abschliessend geklärt, ob ihr weiterhin eine ange</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">passte Tätigkeit zumutbar sei. Eine Begutachtung sei sinnvoll. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3.3</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3.3.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die Gutachter der B.___ erstatteten am 2. Oktober 2014 (Urk. 8/41) im Auf</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">trag der Beschwerdegegnerin ein polydisziplinäres Gutachten. Es ist von Dr. med. C.___, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin und für Rheu</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">matologie, Dr. med. D.___, Fachärztin für Allgemeine Innere Medizin und für Rheumatologie, PD Dr. med. E.___, Facharzt für Neurolo</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gie, und von Dr. med. F.___, Facharzt für Allgemeine Innere Me</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">dizin, unterzeichnet (S. 28). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die Gutachter führten aus, bei der Exploration hätten eine deutliche Aggravation und ein starkes Vermeidungsverhalten bestanden. Einige Untersuchungen hätten daher nicht durchgeführt werden können. Die Untersuchungen seien mittels einer Dolmetscherin erfolgt (S. 29 Ziff. I. lit. A und B). Aufgrund des seit der Kindheit um über 4 cm verkürzten linken Beines bestehe eine gesundheitliche Beeinträch</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tigung. Gemäss einem MRI vom 18. Juni 2013 bestünden Degenerationen der Facettengelenke auf den Segmenten L5/S1 beidseits und L4/5, L3/4 und L2/3 linksbetont. In einer EMG-Untersuchung vom 13. Juli 2012 habe sich eine akute Radikulopathie L5 links sowie eine leichte chronische Veränderung der L5-Wur</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">zel rechts gezeigt. Zusätzlich bestünden Zervikalgien mit im MRI der Halswirbel</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">säule vom 2. März 2012 beschriebenen multidegenerativen Veränderungen mit Foramenstenosen in Höhe C4/5 beidseits mit möglichen Nervenwurzelreizungen und einer möglichen C3-Wurzelirritation auf der linken Seite. Im November 2012 sei aufgrund einer sekundären Coxarthrose links eine Hüft-TEP durchgeführt worden (S. 29 f. Ziff. II. A). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Gemäss der Aktenlage werde eine seit der Kindheit bestehende, </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">linksbetonte spas</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tische Paraparese bei Status nach Cerebralparese (Little-Syndrom) mit Beckenhy</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">poplasie und Beinlängenverkürzung vermutet, woraus sich im Verlauf eine symp</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tomatische sekundäre Coxarthrose entwickelt habe. Nach der Hüftgelenksopera</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tion mit Hüft-TEP auf der linken Seite zeige sich betreffend die Wirbelsäule</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> und das Kniegelenk eine weiterbestehende Schmerzsituation. Zudem bestünden er</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">hebliche Schwierigkeiten beim Gehen, da die Beinlängenverkürzung fortbestehe (S. 30 oben). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Im Alter von 45 Jahren sei es zunehmend zu Rückenschmerzen gekommen (S. 31 oben). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3.3.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die Gutachter stellten folgende Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähig</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">keit (S. 19 lit. A):</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">chronisches lumbospondylogenes Schmerzsyndrom links</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">MRI vom 18. Juni 2013: Facettengelenksdegeneration auf Höhe L5/S1 beidseits, L4/5, L3/4 und L2/3 linksbetont, keine Nervenkompression sichtbar</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">EMG vom 13. Juli 2012: akute Radikulopathie L5 links, leichte chro</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">nische Veränderung L5 rechts</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">periradikuläre Infiltration L5 links, ohne anhaltende Besserung</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">periradikuläre Infiltration L4 links, ohne anhaltende Besserung</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Infiltration in Facettengelenke L4/5 und L5/S1 beidseits, leichte Bes</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">serung</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Fehlhaltung, Fehlform</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Beinlängenverkürzung links, mindestens 4-5 cm, facettäre Überlas</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">tung</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">zerviko-spondylogenes Schmerzsyndrom</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">MRI Halswirbelsäule vom 2. März 2012: degenerative Veränderung mit hypertrophen, ventralen Spondylosen und Osteochondrosen, Unkovertebralarthrosen, Facettengelenksarthrosen, degenerativ be</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">ding</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">ten Foraminalstenosen C4/5 beidseits, mit möglicher Nerven</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">wurzel</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">reizung, Diskushernie Höhe HWK 3-6, links paramedian HWK 2/3 mit möglicher C3-Wurzelirritation links</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">ausgeprägte Gangstörung infolge Beinlängenverkürzung und mit progres</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">siven Muskel- und skelettalen Folgeschäden mit Störung des Längen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">wachstums und Hypoplasie der linken unteren Extremität bei kongenital infantiler Cerebralparese</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die Gutachter nannten sodann als Diagnose ohne Auswirkung auf die Arbeitsfä</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">higkeit eine sekundäre Coxarthrose bei Hüftdysplasie links (S. 20 lit. B). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die Explorandin sei nach ihrer Einreise in die Schweiz zunächst Hausfrau gewe</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sen. Seit dem 1. September 2009 habe sie zu 50 % im G.___ am Fliessband gearbeitet (S. 20 lit. C oben). Als wichtige Vorerkrankung finde sich eine links</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">betonte spastische Paraparese. Nach den Akten gehe als Ursache für die Verän</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">derungen am linken Bein eine Paraparese bei Status nach Cerebralparese (Little-Syndrom) hervor. Bei diesem Geburtsschaden stünden motorische Symptome im Vordergrund (S. 20 lit. C Mitte). Die Symptomatik führe insgesamt zu einer deut</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">lichen Einschränkung der Funktion der unteren Extremitäten, weitergeleitet in das Achsenskelett. Das Leiden bestehe seit der frühen Kindheit. Die Patientin sei wegen der Störung in der Funktion der unteren Extremitäten und der Wirbelsäule erheblich eingeschränkt, was zu Folgeschäden geführt habe. Die Beinverkürzung links um 4 cm habe zu einer Fehlhaltung mit Auswirkung auf das übrige Skelett</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">system geführt. Es seien Nackenschmerzen und lumbale Rückenschmerzen mit Ausstrahlung in den linken Oberschenkel aufgetreten. Die Beckenhypoplasie habe zu einer sekundären Coxarthrose links geführt (S. 20 f. lit. C). Anamnestisch seien Mitte 2010 die ersten Rückenbeschwerden aufgetreten. Anfang 2012 seien lum</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">bale Schmerzen aufgetreten, die in das linke Bein ausstrahlen würden (S. 21 oben). Die Nackenschmerzen hätten zeitgleich mit den Schmerzen in der Lenden</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">wirbelsäule begonnen (S. 22 oben). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Aus gesamtmedizinischer Sicht überwiegten die rheumatologischen Beschwer</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">den. Es sei nachgewiesen worden, dass sowohl an der Halswirbelsäule (HWS) als auch im Bereich der Lendenwirbelsäule (LWS) degenerative Veränderungen be</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">stünden, die zu den von der Patientin angegeben Beschwerden führen könnten. Die Veränderungen seien anhand von MRI-Befunden der HWS und der LWS dokumentiert und könnten klinisch gut zugeordnet werden. Die Abnützungs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">erschei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">nungen im Bereich der LWS hätten im zeitlichen Verlauf zugenommen. Aus neu</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">rologischer Sicht sei anhand von klinischen und aktenanamnestischen Befunden gezeigt worden, dass die zurzeit bestehenden lumbalen und nuchalen Schmerzen nicht radikulär seien (S. 23 oben). Nach den Angaben der Explorandin hätten die Schmerzen im September 2010 begonnen. Am 23. November 2011 sei durch den Hausarzt wegen zunehmender Schmerzen eine Arbeitsunfähigkeit von 50 % be</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">scheinigt worden und die Explorandin sei für eine stationäre Behandlung an die H.___ überwiesen worden (S. 23 Ziff. II.A). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die während der Untersuchung angegebenen Beschwerden seien nachvollziehbar, auch wenn eine gewisse Symptomaggravation aufgefallen sei (S. 24 lit. B.1). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3.3.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Aus rheumatologischer Sicht sei die Explorandin für schwere bis mittelschwere Tätigkeiten wie im Rahmen der Tätigkeit bei der G.___ zu 100 % arbeits</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">unfähig (S. 25 lit. C). In einer angepassten Tätigkeit sei sie aus rheumatologischer Sicht zu 50 % arbeitsfähig. Im Rahmen einer Verweistätigkeit sollten keine Über</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">kopfarbeiten durchgeführt werden und die Beschwerdeführerin sollte keine Ge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">wichte von mehr als 5 kg heben müssen. Weiter müsse eine Wechselbelastung möglich sein und es sollten adäquate Arbeitspausen eingehalten werden. Aus neurologischer Sicht bestehe keine zusätzliche Einschränkung der Arbeitsfähig</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">keit. Dank der Operation vom 28. November 2012 sei ab Juni 2013 wieder ein stabiler Gesundheitszustand mit einer Arbeitsfähigkeit von 50 % angepasst er</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">reicht worden (S. 25 lit. D). In Arztberichten der H.___ vom 8. August 2013 und vom 30. Oktober 2013 sei eine Arbeitsunfähigkeit von 100 % bescheinigt worden. Die neurologischen Kollegen hätten sich relativ klar dahin</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gehend geäussert, dass sie von einer psychisch bedingten Ausgestaltung der Be</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">schwerden ausgehen würden. Aus Sicht des Bewegungsapparates sei hinsichtlich einer adaptierten Tätigkeit eine Arbeitsunfähigkeit von 100 % insgesamt jedoch nicht ausgewiesen. Eine Arbeitsunfähigkeit von 50 % beziehungsweise eine Arbeitsfähigkeit von 50 % sei ab Juni 2013 realisierbar gewesen (S. 25 f. lit. E). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3.4</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Med. pract. A.___ führte in einer weiteren Stellungnahme vom 13. Okto</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ber 2014 aus, auf das Gutachten der B.___ vom 2. Oktober 2014 könne abgestellt werden. Gemäss dem Gutachten bestehe aus versicherungs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">medizinischer Sicht bei Schädigung der HWS und der LWS eine verminderte Belastbarkeit. Dies gelte für regelmässiges mittelschweres und schweres Heben, Tragen und Transportieren von Lasten sowie für Arbeiten auf Überkopf- und Schulterhöhe, auf Leitern und Gerüsten oder mit Schlag- und Vibrations</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">belastungen des Schultergürtels. Zu vermeiden seien sodann ausschliesslich ste</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">hende Tätigkeiten, häufiges Bücken sowie Tätigkeiten in körperlichen Zwangs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">haltungen (Urk. 8/65 S. 4 f.). Für die bisherige Tätigkeit als Montagearbeiterin bestehe seit Mitte 2013 eine Arbeitsun</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">fähigkeit von 100 %. In einer angepassten Tätigkeit gemäss Belastungsprofil be</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">stehe seit Juni 2013 eine Arbeitsunfähigkeit von 50 %. Eine Besserung in der Zukunft sei aufgrund des degenerativen Charakters des Gesundheitsschadens nicht wahrscheinlich (S. 5 Mitte). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3.5</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Vom 15. Juni bis 10. Juli 2015 wurde im Auftrag der Beschwerdegegnerin eine Potentialabklärung durchgeführt (vgl. Urk. 8/48 S. 1, Urk. 8/49 S. 1 oben). Die Verantwortliche führte im Bericht vom 10. Juli 2015 (Urk. 8/49) dazu aus, schon am ersten Tag der Arbeit im Bereich Demontage sei ersichtlich gewesen, dass die handwerkliche Arbeit die Beschwerdeführerin überfordere. Sie habe nur wenig Druck auf die Werkzeuge abgeben können. Auch eine eher feinmotorische Auf</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gabe habe sie nicht lange ausführen können. Sie habe sich bei der Tätigkeit schnell verspannt und über Rückenschmerzen geklagt. Später habe sie mit ganz starken Kopfschmerzen (Schläfe und Stirn) reagiert. Die Beschwerdeführerin habe aus gesundheitlichen Gründen auch keine Arbeiten an den Nähmaschinen und keine Zuschnittarbeiten ausführen können. Weiter habe sie Nähte von alten Feu</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">erwehrjacken aufgetrennt und habe Reiss- und Klettverschlüsse recyliert. Diese Arbeit habe sie sehr speditiv, zuverlässig und exakt ausgeführt (S. 1 f.). Zusam</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">menfassend könne gesagt werden, dass die Beschwerdeführerin gewisse Arbeiten wegen ihrer gesundheitlichen Schwierigkeiten nicht habe ausführen können. Sie habe dies aber mit ihrer bemerkenswerten Motivation und ihrem grossen Enga</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gement wettgemacht (S. 2 unten). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Eine Eingliederung in den ersten Arbeitsmarkt sei trotz des sehr hohen Engage</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ments beim Einsatz aufgrund der grossen gesundheitlichen Probleme der Be</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">schwerdeführerin unrealistisch. Eine soziale Integration sowie eine Tagesstruktur sei aber bestimmt von Vorteil. Die Beschwerdeführerin benötige eine möglichst stressfreie, einfache handwerkliche Tätigkeit in einem überschaubaren Arbeitsbe</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">reich, wo sie abwechselnd sitzen und stehend leichte Arbeiten ausführen könne (S. 3).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3.6</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">In den Akten findet sich sodann der Abschlussbericht der </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">I.___</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> vom 27. Juli 2016 über den Verlauf</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> der Arbeitsvermittlung. Die Verantwortlichen der I.___ führten aus, gemäss Rücksprache mit dem Sozialberater, dem Hausarzt und dem zustän</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">digen Betreuer aus dem zweiten Arbeitsmarkt habe sich ergeben, dass die beruf</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">li</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">che Leistungsfähigkeit der Beschwerdeführerin stark eingeschränkt sei. Der Schritt in den ersten Arbeitsmarkt sei zu ambitiös. Dies sei mit der Beschwerde</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">führerin und der Eingliederungsberatung der Beschwerdegegnerin besprochen worden. Die Arbeitssuche sei bis zum heutigen Zeitpunkt erfolglos geblieben. Eine Funktion im zweiten Arbeitsmarkt sei nach wie vor eine geeignete Lösung für die Beschwerdeführerin (Urk. 8/57 S. 4). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3.7</span><span> </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3.7.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die Beschwerdegegnerin veranlasste in der Folge eine Haushaltabklärung, die am 13. Dezember 2016 durchgeführt wurde (Urk. 8/64 S. 1 oben). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die Abklärungsperson führte im Bericht vom 14. Dezember 2016 (Urk. 8/64) aus, die Beschwerdeführerin habe berichtet, dass sie Schmerzen in der HWS habe, welche auch Kopfschmerzen auslösen würden. Die Situation habe sich nicht ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ändert und sei seit 2009 schlecht (S. 2 Ziff. 1 oben). Vom 1. September 2009 bis 31. März 2012 habe sie im Rahmen eines Arbeitsprogrammes bei der G.___ gearbeitet, wo sie Montagearbeiten für Fahrradgepäckträger ausgeführt habe. Seit dem 1. September 2015 arbeite sie wieder dort. Sie könne nun wechselbelas</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tend arbeiten. Gemäss den Angaben ihres Sozialarbeiters könne sie nur zu 50 % arbeiten. Ein höheres Arbeitspensum sei schon früher nicht möglich gewesen. Sie sei nach wie vor vom Sozialamt abhängig (S. 2 Ziff. 2.2 und 2.3). Sie lebe mit ihren beiden Töchtern Sabrina und Stephanie zusammen (S. 3 Ziff. 2.3.1). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3.7.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die Beschwerdeführerin habe erklärt, dass sie bei guter Gesundheit zu 100 % ar</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">beiten würde. Auf die Frage, warum sie vor 2009 nicht gearbeitet habe, habe sie geantwortet, dass sie zu wenig gut Deutsch spreche und keinen Job gefunden habe. Arbeitsbemühungen habe sie getätigt. Teilweise habe sie bis 2007 in einem Restaurant der Schwester in Zürich geputzt. Genaue Stundenangaben habe sie nicht gemacht. Sie habe auch in anderen Restaurants nachgefragt, ob man eine Putzfrau benötige, habe aber nur Absagen erhalten. Bewerbungen habe sie keine geschrieben (S. 3 Ziff. 2.5). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die Abklärungsperson legte die Qualifikation dahingehend fest, als sie auf einen Anteil der Erwerbstätigkeit und einen Anteil im Haushalt von je 50 % abstellte (S. 4 Ziff. 2.6.1). Zur Begründung führte sie aus, die Aussagen der Beschwerde</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">führerin, dass sie bei guter Gesundheit einer Erwerbstätigkeit von 100 % nachge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">hen würde, seien nicht nachvollziehbar. Sie sei seit dem Jahr 2003 von der Sozialhilfe abhängig. Auch als ihr früherer Ehemann wenig Geld generiert habe, sei die Beschwerdeführerin keiner Erwerbstätigkeit nachgegangen. Dass sie kein Deutsch spreche, sei nicht IV-relevant und könne somit nicht berücksichtigt wer</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">den. Weiter seien keine nachweislichen Arbeitsbemühungen vorgenommen wor</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">den. Die Beschwerdeführerin sei erst in Form eines Arbeitsprogramms einer Erwerbstätigkeit von 50 % nachgegangen. Beide Töchter seien spätestens ab dem Jahr 2007, die jüngste Tochter sei damals 8 Jahre alt gewesen, ganztags zur Schule gegangen. Ein Mittagstisch hätte organisiert werden können (S. 4 Ziff. 2.6.1 oben). Die Angaben des Sozialarbeiters, dass die Beschwerdeführerin schon bei der Einreise in die Schweiz gehbehindert gewesen sei, sei richtig. Dies widerspreche aber ihren eigenen Angaben, wonach bis 2009 keine Einschränkun</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gen bestanden hätten. Bis zu diesem Zeitpunkt habe die Beschwerdeführerin keine Schmerzen gehabt, so dass sie eine sitzende Tätigkeit zu 100 % hätte ausüben können. Mit überwiegender Wahrscheinlichkeit müsse daher davon ausgegangen werden, dass die Beschwerdeführerin bei guter Gesundheit nicht ein höheres Arbeitspensum als 50 % verrichten würde. Es handle sich um das Arbeitspensum, das sie bei der G.___ geleistet habe. Fakt sei, dass sie sich nicht bemüht habe, noch eine zusätzliche Anstellung zu finden, um ihr Arbeitspensum zu er</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">höhen (S. 4 Ziff. 2.6.1 Mitte). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3.7.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die Abklärungsperson ermittelte für die Bereiche Ernährung und Wohnungs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">pflege eine Einschränkung von total 14.3 % (S. 6 ff. Ziff. 6.2, 6.3 und 6.8). Ge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">wichtet resultiert damit für den Haushalt ein Teilinvaliditätsgrad von 7.2 % (S. 8 Ziff. 7). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die von einer qualifizierten Person durchgeführte Abklärung vor Ort (nach Massgabe des </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">69 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Abs. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">2 IVV; vgl. auch Rz. 3084 ff. des Kreisschreibens des BSV über Invalidität und Hilflosigkeit in der Invalidenversicherung [KSIH]) stellt für gewöhnlich die geeignete und genügende Vorkehr zur Bestimmung der ge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sund</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">heitlichen Einschränkung im Haushalt dar (Urteil</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> des Bundesgerichts</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> 9C_201/2011 vom 5. September 2011 E. 2, in: SVR 2012 IV Nr. 19 S. 86). Einer ärztlichen Fachperson, die sich zu den einzelnen Positionen der Haushaltführung unter dem Gesichtswinkel der Zumutbarkeit zu äussern hat, bedarf es nur in Aus</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">nahmefällen, namentlich bei unglaubwürdigen Angaben der versicherten Person, die im Widerspruch zu den ärztlichen Befunden stehen (Urteil des Bundesgerichts </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">8C_817/2013 vom 2</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">8. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Mai 2014 E. 5.1 mit weiteren Hinweisen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">).</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Für den Beweiswert eines Berichtes über die Abklärung im Haushalt einer versi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">cherten Person sind – analog zur Rechtsprechung betreffend die Beweiskraft von Arztberichten (BGE 125 V 351 E. 3a mit Hinweis) – verschiedene Faktoren zu berücksichtigen: Es ist wesentlich, dass der Bericht von einer qualifizierten Person verfasst wird, die Kenntnis von den örtlichen und räumlichen Verhältnissen sowie den aus den medizinischen Diagnosen sich ergebenden Beeinträchtigungen und Behinderungen hat. Weiter sind die Angaben der versicherten Person zu berück</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sichtigen, wobei divergierende Meinungen der Beteiligten im Bericht aufzuzeigen sind. Der Berichtstext schliesslich muss plausibel, begründet und angemessen de</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tailliert bezüglich der einzelnen Einschränkungen sein und in Übereinstimmung mit den an Ort und Stelle erhobenen Angaben stehen. Trifft all dies zu, ist der Abklärungsbericht voll beweiskräftig (AHI 2003 S. 218 E. 2.3.2 [in BGE 129 V 67 nicht veröffentlichte Erwägung]; Urteil des Bundesgerichts I 733/03 vom </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">6. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">April 2004 E. 5.1.2; vgl. auch BGE 130 V 61 E. 6.2 und 128 V 93 E. 4 betreffend Ab</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">klärungsberichte im Zusammenhang mit der Hauspflege und Hilflosigkeit). Diese Beweiswürdigungskriterien sind nicht nur für die im Abklärungsbericht enthal</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tenen Angaben zu Art und Umfang der Behinderung im Haushalt massgebend, sondern gelten analog für jenen Teil eines Abklärungsberichts, der den mutmass</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">lichen Umfang der erwerblichen Tätigkeit von teilerwerbstätigen Versicherten mit häuslichem Aufgabenbereich im Gesundheitsfall betrifft (Urteil des Bundesge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">richts </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">8C_817/2013 vom 28. Mai 2014 E. 5.1 mit weiteren Hinweisen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">).</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Der Abklärungsbericht ist seiner Natur nach in erster Linie auf die Ermittlung des Ausmasses physisch bedingter Beeinträchtigungen zugeschnitten, weshalb seine grundsätzliche Massgeblichkeit unter Umständen Einschränkungen erfahren kann, wenn die versicherte Person an psychischen Beschwerden leidet. Grund</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sätzlich jedoch stellt er auch dann eine beweistaugliche Grundlage dar, wenn es um die Bemessung einer psychisch bedingten Invalidität geht, das heisst wenn die Beurteilung psychischer Erkrankungen im Vordergrund steht (AHI 2004 S.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">137 E. 5.3). Widersprechen sich die Ergebnisse der Abklärung vor Ort und die fachmedizinischen Feststellungen zur Fähigkeit der versicherten Person, ihre ge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">wohnten Aufgaben zu erfüllen, ist aber in der Regel den ärztlichen Stellungnah</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">men mehr Gewicht einzuräumen als dem Bericht über die Haushaltsabklärung, weil es der Abklärungsperson regelmässig nur beschränkt möglich ist, das Aus</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">mass des psychischen Leidens und der damit verbundenen Einschränkungen zu erkennen (Urteile des Bundesgerichts </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">8C_817/2013 vom 28. Mai 2014 E. 5.1, </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">9C_986/2009 vom 11. November 2010 E. 7.2 und 9C_631/2009 vom 2. Dezem</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ber</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">2009 E. 5.1.2, je mit Hinweisen).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Berichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusam</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">menhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen in der Expertise begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.3</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Dem Urteil des Europäischen Gerichtshofes für Menschenrechte (EGMR) vom 2. Februar</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">2016 in Sachen Di Trizio gegen die Schweiz (7186/09) lag der Fall einer Versicherten zugrunde, welche unter dem Status einer Vollerwerbstätigen eine Invalidenrente beanspruchen konnte, und diesen Anspruch allein aufgrund des Umstandes verlor, dass sie wegen der Geburt ihrer Kinder und der damit ein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">hergehenden Reduktion des Erwerbspensums für die Invaliditätsbemessung neu als Teilerwerbstätige mit einem Aufgabenbereich qualifiziert wurde. Der EGMR betrachtete es als Verletzung von Art. 14 (Diskriminierungsverbot) in Verbindung mit </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Art. 8 EMRK</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> (Recht auf Achtung des Familienlebens), dass die sich aus dem Statuswechsel ergebende Änderung in den Grundlagen der Invaliditätsbemessung </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">–</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> anstelle des auf Vollerwerbstätige anwendbaren Einkommensvergleichs (Art. 28a Abs. 1 IVG in Verbindung mit Art. 16 ATSG) gelangte nun die ge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">mischte Methode (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">28a Abs. 3 IVG) zur Anwendung </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">–</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> zur Aufhebung der Invalidenrente führte und sich damit zu Ungunsten der Versicherten auswirkte (vgl. BGE 143 V 77 E. 3.2.1). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">In BGE 143 I 50 (ergangen zur Umsetzung des EGMR-Urteils vom 2. Febru</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ar</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">2016) sowie BGE 143 I 60 entschied das Bundesgericht, dass zwecks Her</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">stellung eines konventionskonformen Zustandes in derartigen Konstella</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tionen, in welchen allein familiäre Gründe (die Geburt von Kindern und die damit einhergehende Reduktion des Erwerbspensums) für einen Statuswechsel von "vollerwerbstätig" zu "teilerwerbstätig mit Aufgabenbereich" sprechen, fortan auf die (allein darauf beruhende) revisionsweise Herabsetzung oder Aufhebung der Invalidenrente (bzw. auf die Befristung der rückwirkend zugesprochenen Rente) im Sinne von Art. 17 Abs. 1 ATSG zu verzichten sei (vgl. BGE 143 V 77 E. 3.2.2 mit Hinweis; zur Publikation vorgesehenes Urteil des Bundesgerichts 9C_358/2017 vom 2. Mai 2018 E. 4.2 mit Hinweisen). Gleiches gilt laut der bundesgerichtlichen Rechtspre</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">chung, wenn allein familiäre Gründe für einen Statuswechsel von "nichterwerb</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">stätig" zu "teilerwerbstätig mit Aufgabenbereich" sprechen (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">BGE 144 I 21 E. 4.6</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">In Fällen ausserhalb der beschriebenen Konstellation (allein familiär bedingter Statuswechsel zu Teilerwerbstätigkeit [mit Aufgabenbereich], der zur revisions</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">weisen Herabsetzung oder Aufhebung der Invalidenrente oder zur Befristung der rückwirkend zugesprochenen Rente führt) ist die Invalidität weiterhin nach dem bisherigen Berechnungsmodell der gemischten Methode zu bemessen (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">BGE </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">144 I 28 E. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.4 und 4.5; Urteil des Bundesgerichts 8C_157/2017 vom 6. November 2017 E. 3.4 mit Hinweisen; IV-Rundschreiben</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Nr. 355 des Bundesamtes für Sozialver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sicherungen [BSV] vom 31. Oktober 2016, aktualisiert per 26. Mai 2017, aufge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">hoben per 1. Januar 2018 [vgl. IV-Rundschreiben Nr. 372 des BSV vom 9. Janu</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ar</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">2018]). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Dies gilt insbesondere bei einer erstmaligen Zusprechung oder Verweigerung einer Rente an eine während des massgebenden Beurteilungszeitraums als teiler</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">werbstätig zu qualifizierende Person (statt vieler: Urteil des Bundesgerichts 8C_157/2017 vom 6. November</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">2017 E. 3.5 mit Hinweisen), bei einer Rentenre</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">vision wegen erheblicher gesundheitlicher Verbesserung (Urteil des Bundesge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">richts 8C_462/2017 vom 30. Januar 2018 E. 6) oder wenn die versicherte Person nicht aus familiär bedingten Gründen lediglich teilzeitlich arbeitet (Urteil des Bundesgerichts 8C_633/2015 vom 12. Februar</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">2016 E. 4.3) beziehungsweise schon vor dem Eintritt der Gesundheitsschädigung und der Geburt eines Kindes lediglich teilzeitlich gearbeitet hat (Urteil des Bundesgerichts 9C_525/2016 vom 15. März</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">2017 E. 4.2.2; vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_462/2017 vom 30. Januar 2018 E. 5.2 mit weiteren Hinweisen). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.4</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die Beschwerdegegnerin stellte in der Statusfrage darauf ab, dass die Beschwer</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">deführerin im Gesundheitsfall je zu 50 % im Erwerbsbereich und im Haushalt tätig wäre. Grundlage der Einschätzung bildete der Abklärungsbericht vom 14. Dezember 2016. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">Die Abklärungsperson konnten den Angaben der Beschwerdeführerin, wonach sie im Gesundheitsfall zu 100 % erwerbstätig wäre, nicht folgen. Sie begründete dies im Bericht unter anderem damit, dass die Beschwerdeführerin seit 2003 ein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">zig in einem Beschäftigungsprogramm beim G.___ arbeitete, wodurch sie weiterhin von der Sozialhilfe abhängig ist. Gemäss den Angaben der Beschwer</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">deführerin bestanden bis 2009 keine gesundheitsbedingten Einschränkungen (E. 3.7.2 hiervor). Somit hätte sie gemäss ihrer eigenen Einschätzung der gesund</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">heit</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">lichen Situation bis 2009 einer Erwerbstätigkeit im ersten Arbeits</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">markt nach</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">ge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">hen können, zumindest in einem Teilerwerbsgrad von 50 % auf</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">wärts. Die jüngere Tochter war ab Sommer 2006 schulpflichtig; unter Inanspruch</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">nahme eines Mit</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">tagstischangebots für die Töchter wäre die Bewälti</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">gung eines erheb</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">lichen Teil</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">zeitpensums ab dann durchaus möglich, unter den gegebenen Umstän</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">den üblich und finanziell geboten gewesen. Entsprechende Arbeits</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">bemühungen sind keine dokumentiert. Da die Beschwerdeführerin gegenüber der Abklärungs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">person an</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">gab, keine schriftlichen Bewerbungen verfasst zu haben (E. 3.7.2 oben), können keine Belege für die geltend gemachten Bemühungen ediert werden. Dass sich die Beschwerdeführerin damals ernsthaft um eine Erwerbstätigkeit bemüht hätte, kann mangels Belegen nicht als überwiegend wahrscheinlich angenommen wer</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">den. Die Tatsache, dass die Deutschkenntnisse der Beschwerdeführerin offenbar noch heute auf einem Niveau sind, das sie bei der Suche nach einer Hilfsarbeit behindert (vgl. Urk. 8/57 S.1, Urk. 8/59 S. 2), spricht zumindest nicht für ein ent</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">sprechendes Engagement. Der Einwand der Beschwerdeführerin, unter sozialhil</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">ferechtlichen Aspekten wäre ihr ein Teilzeit</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">pen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">sum erst 2009, als die jüngere Tochter 10-jährig geworden sei, zumutbar gewesen, greift zu kurz. Auch wenn eine Erwerbstätigkeit ab dem Jahr 2006 abseits des sozialhilferechtlich gebotenen war, lässt der Umstand, dass die Beschwerdeführerin damals die finanzielle Ab</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">hängigkeit vom Sozialamt in Kauf nahm und sich nicht ernsthaft um Erwerbsar</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">beit bemühte, begründete Mutmassungen auf ihr heutiges Erwerbspensum im Ge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">sundheitsfall zu. Aufgrund ihrer Erwerbsbiographie kann der Erwerbsbereich der Beschwerdeführerin bei der Prüfung ihres Anspruchs auf Invalidenrente nicht hö</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">her als auf 50 % eingeschätzt werden. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Der Abklärungsbericht vom 14. Dezember 2014 wurde von einer qualifizierten Fachperson erstellt mit Kenntnis der räumlichen und örtlichen Verhältnisse, der medizinischen Einschränkungen und der erwerblichen Situation der Beschwerde</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">führerin. Der Bericht erfüllt die Anforderungen an den Beweiswert eines Abklä</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">rungsberichtes, so dass darauf abgestellt werden kann. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Wie im Abklärungsbericht dargelegt, ist daher von einem Anteil von je 50 % im Erwerbsbereich und im Haushalt auszugehen. Ebenso kann auf die im Abklä</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">rungsbericht ermittelte Einschränkung im Haushalt vom 14.3 % abgestellt wer</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">den. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.5</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die Beschwerdeführerin wandte sich sodann generell gegen die Anwendung der gemischten Methode (Urk. 1 S. 2 oben). Nach der Rechtsprechung des Bundesge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">richts, die im Nachgang zur Urteil EGMR vom 2. Februar 2016 in Sachen Di Trizio gegen die Schweiz ergangen ist, erweist sich einzig die Aufhebung oder </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Reduk</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tion einer laufenden Invalidenrente infolge einer Statusänderung als diskriminie</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">rend (vgl. E. 4.3 hiervor). Vorliegend handelt es sich nicht um eine solche Status</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">änderung, sondern um die erstmalige Prüfung des Rentenanspruches</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> der Be</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">schwer</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">deführerin. Eine Diskriminierung nach EMRK liegt daher nicht vor. Es besteht sodann kein Grund, von der bundesgerichtlichen Rechtsprechung abzu</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">wei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">chen. Die Prüfung des Rentenanspruches hat daher nach der gemischten Methode und gestützt auf die bis Ende 2017 geltenden Bestimmungen zu erfol</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gen. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.6</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die Gutachter der B.___ nannten im Gutachten vom 2. Oktober 2014 als Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit im Wesentlichen ein chroni</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sches lumbospondylogenes Schmerzsyndrom links, ein zerviko-spondylogenes Schmerzsyndrom und eine ausgeprägte Gangstörung. Als Diagnosen ohne Aus</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">wirkung auf die Arbeitsfähigkeit nannten sie eine sekundäre Coxarthrose bei Hüftdysplasie links (E. 3.3.2). Die Gutachter kamen zum Ergebnis, dass der Be</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">schwerdeführerin in einer behinderungsangepassten Tätigkeit eine Arbeitsfähig</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">keit von 50 % zugemutet werden kann. Die Einschätzung gilt seit Juni 2013 (E. 3.3.3 hiervor). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Das Gutachten der B.___ vom 2. Oktober 2014 erfüllt die Anforderungen der Rechtsprechung an den Beweiswert eines medizinischen Gutachtens (E. 4.2 hier</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">vor). Darin werden die gesundheitlichen Beeinträchtigungen der Beschwerdefüh</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">rerin dargelegt. Weiter beruht es auf den notwendigen polydisziplinären Unter</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">suchungen und berücksichtigt die geklagten Beschwerden in angemessener Weise. Die Gutachter wiesen in medizinischer Hinsicht auf erhebliche gesund</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">heitliche Einschränkungen der Beschwerdeführerin hin, die die von ihr geklagten Beschwerden erklären können. Dass die Gutachter dennoch eine Restarbeitsfä</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">higkeit von 50 % in einer Verweistätigkeit attestierten, ist auch vor dem Hinter</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">grund einer festgestellten deutlichen Aggravation und einem Vermeidungsveral</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ten der Beschwerdeführerin zu erklären. Das Gutachten vermag somit auch in der Beurteilung der medizinischen Situation und in den Schlussfolgerungen zu über</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">zeugen. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Gestützt auf das Gutachten der B.___ ist für eine Verweistätigkeit von einer Restarbeitsfähigkeit von 50 % auszugehen. Soweit im Rahmen der Potentialab</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">klärung eine Wiedereingliederung im ersten Arbeitsmarkt als nicht realistisch an</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gesehen wurde, vermag die abweichende Beurteilung die Einschätzung der Gut</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">achter der B.___ nicht zu widerlegen. Die Abklärung ergab zudem, dass die Beschwerdeführerin gewisse Arbeiten verrichten konnte (E. 3.5 hiervor). Es ist daher der Einschätzung der Gutachter der B.___ zu folgen. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Der medizinische Sachverhalt ist somit als dahingehend erstellt zu erachten, dass der Beschwerdeführerin in einer leidensangepassten Tätigkeit eine Arbeitsfähig</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">keit von 50 % zugemutet werden kann. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">5.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die Beschwerdeführerin kann im Erwerbsbereich bei einem Anteil von 50 % die ihr attestierte Arbeitsfähigkeit von 50 % als Hilfsarbeiterin voll umsetzen. Die beiden Vergleichseinkommen – Validen- und Invalideneinkommen – sind vorlie</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gend auf der Grundlage derselben statistischen Durchschnittslöhne zu ermitteln, nämlich jener für Hilfsarbeitskräfte. Nachdem die Beschwerdeführerin auch für leichtere körperliche Arbeiten beschränkt einsatzfähig ist (keine Überkopfarbei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ten, Wechselbelastung, Einhaltung von Arbeitspausen; E. 3.3.3) sowie aufgrund ihres fortgeschrittenen Alters, ist die Einschränkung im Erwerbsbereich unter Be</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">rücksichtigung eines Abzugs von 20 % vom Tabellenlohn (BGE 126 V 75) fest</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">zusetzen: (0.5 – 0.5 x 0.8) x 100 % = 10 %. Gewichtet ergibt dies einen Teilinva</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">liditätsgrad im Erwerbsbereich von 5 %. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Gemäss dem Abklärungsbericht vom 14. Dezember 2016 über die Abklärung vor Ort wurde im Aufgabenbereich eine Einschränkung von 14.3 % und gewichtet ein Teilinvaliditätsgrad von rund 7.2 % ermittelt (E. 3.7.3 hiervor). Die Beschwer</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">deführerin beanstandete die ermittelte Einschränkung im Haushalt nicht. Die er</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">mittelte Einschränkung erweist sich als plausibel. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Damit ergibt sich ein Invaliditätsgrad von total 12.2 % (7.2 % + 5 %). Wie von der Beschwerdegegnerin ermittelt, besteht daher bei einem Invaliditätsgrad von deutlich unter 40 % kein Rentenanspruch. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die angefochtene Verfügung vom 16. März 2017 erweist sich demzufolge als rechtens. Die Beschwerde ist daher abzuweisen. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">6.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Da es um die Bewilligung oder Verweigerung von Versicherungsleistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichtskosten sind nach dem Verfahrens</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">aufwand und unabhängig vom Streitwert festzulegen (Art. 69 Abs. 1</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">bis</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> IVG). Vor</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">liegend sind die Kosten auf Fr. 700.-- festzusetzten. Ausgangsgemäss sind sie der Beschwerdeführerin aufzuerlegen. Zufolge Gewährung der unentgeltlichen Pro</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">zessführung sind die Kosten jedoch einstweilen auf die Gerichtskasse zu nehmen. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Heading3"><span class="Normal Heading3">Das Gericht erkennt:</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span class="Normal Dispotext DispoHngend">1.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Die </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Beschwerde</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend"> wird abgewiesen.</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span class="Normal Dispotext DispoHngend">2.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Die Gerichtskosten von </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Fr. </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">700</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">.-- werden </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">der Beschwerdeführerin</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend"> auferlegt</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">, zufolge Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung jedoch einstweilen auf die Gerichts</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">kasse genommen. </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Die Beschwerdeführerin wird</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend"> auf die Nachzahlungspflicht gemäss § 16 Abs. 4 GSVGer hingewiesen.</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span class="Normal Dispotext DispoHngend">3.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Zustellung gegen Empfangsschein an:</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">X.___</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Bundesamt für Sozialversicherungen</span></p><p class="Normal Dispotext DispoEinzug"><span class="Normal Dispotext DispoEinzug">sowie an:</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Gerichtskasse (im Dispositiv nach Eintritt der Rechtskraft)</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">4.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Gegen diesen Entscheid kann innert </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">30 Tagen</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"> seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundesge</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">setzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 15. Juli bis und mit 15. August sowie vom 18. Dezember bis und mit dem 2. Januar (Art. 46 BGG).</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">stellen.</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismit</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">tel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizu</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">legen, soweit die Partei sie in Händen hat (Art. 42 BGG).</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><br/></p><p class="Normal Heading3"><span class="Normal Heading3">Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich</span></p><p><br/></p><p>Der VorsitzendeDer Gerichtsschreiber</p><p><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p>MosimannBrugger</p><p></p></div> </div></body></html>