<h2>SubmittedText<h2><p>Der Bundesrat wird beauftragt, einen Bericht zu erstellen, in dem er den Stand der Dinge darlegt hinsichtlich heutiger und künftiger möglicher Bedrohungen durch natürliche oder künstlich hergestellte biologische Wirkstoffe, insbesondere biologische Kampfstoffe. Weiter soll er im Bericht Wege zur Stärkung der nationalen Strategie gegen solche Bedrohungen aufzeigen und eine intensivere internationale Zusammenarbeit zur Verbesserung unserer Verteidigungs- und Widerstandsfähigkeit ins Auge fassen.</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Die Bedrohung durch biologische Substanzen ist ein wichtiges sicherheitspolitisches Thema. Entsprechend gibt es dazu bereits verschiedene Grundlagendokumente, so zum Beispiel den Bericht zur nationalen Risikoanalyse des BABS (wurde 2020 aktualisiert und u.a. mit dem Risiko eines Anschlags mit B-Waffen ergänzt), die Strategie "ABC-Schutz Schweiz" (2020, Eidg. Kommission für ABC-Schutz), den Bericht "Biologische Risiken Schweiz" (2019, Eidg. Fachkommission für biologische Sicherheit) oder die "ABC-Referenzszenarien" des Labors Spiez (eine Überarbeitung der Szenarien ist im Gang und soll bis Ende Jahr abgeschlossen werden). Weiter wird das Thema auch in übergeordneten politischen Grundlagendokumenten wie etwa den Sicherheitspolitischen Berichten des Bundesrates behandelt.</p><p>Der Bundesrat hat zudem bereits Aufträge zur Aufarbeitung der Erkenntnisse aus der Covid-19-Krise in ihrer ganzen thematischen Breite erteilt. Diese werden in die Aktualisierung und Anpassung entsprechender Grundlagendokumente einfliessen, so auch bezüglich der Verhinderung und Bekämpfung von künftigen Pandemien.</p><p>Die Schweiz arbeitet im gesamten ABC-Bereich eng mit internationalen Partnern zusammen, u.a. im Rahmen bestehender multilateraler Instrumente. Die Verhinderung der Entwicklung und des Einsatzes solcher Waffen ist ein Schwerpunkt der Aussen- und Sicherheitspolitik. Mit dem ABC-Zentrum Spiez verfügt die Schweiz sowohl im zivilen wie militärischen Bereich über international anerkannte Expertise und Fähigkeiten in diesem Bereich. Auch deshalb unterstützt sie u.a. die Umsetzung der Abrüstungsagenda des UNO-Generalsekretärs durch Aktivitäten, die einer Stärkung des UNSGM dienen (United Nations Secretary-General's Mechanism for the Investigation of Alleged Use of Chemical and Biological Weapons).</p><p>Es gibt aus Sicht des Bundesrates derzeit keinen Anlass, einen weiteren Bericht zum Risiko von biologischen Substanzen zu erstellen. Er brächte keinen konkreten Nutzen gegenüber den umfassenden Grundlagen, die in diesem Bereich bereits vorliegen und aktuell sind.</p>  Der Bundesrat beantragt die Ablehnung des Postulates.