A bteilung III C -2869/2006 /gro {T 0/2} U rte il v o m 9 . O k to b e r 2 0 0 7 R ichter M ichael Peterli (Vorsitz), R ichter Johannes Frölicher, R ichterin Elena Avenati-C arpani, G erichtsschreiberin G ross R ._______, D eutschland, Beschw erdeführer, gegen IV-Stelle für Versicherte im A usland, avenue Edm ond- Vaucher 18, Postfach 3100, 1211 G enf 2, Beschw erdegegnerin, Invalidenrente B u n d e s v e rw a ltu n g s g e ric h t T rib u n a l a d m in is tra tif fé d é ra l T rib u n a le a m m in is tra tiv o fe d e ra le T rib u n a l a d m in is tra tiv fe d e ra l B esetzung P arteien G egenstandC -2869/2006 Sachverhalt: A . D er im Jahre 1947 geborene, unverheiratete deutsche Staatsbürger R ._______, der zuletzt als Sozialarbeiter tätig gew esen w ar, hatte von 1990 bis 1993 in der Schw eiz gearbeitet und dabei die obligatorischen Beiträge an die schw eizerische Alters-, H interlassenen- und Invaliden- versicherung entrichtet. D ie deutsche Bundesversicherungsanstalt für Angestellte lehnte am 29. Januar 2004 R ._______s Antrag auf R ente w egen Erw erbsm inderung ab, da keine entsprechende Erw erbsm inde- rung vorliege, und überm ittelte gleichentags dessen G esuch zum Be- zug einer R ente aus der schw eizerischen Invalidenversicherung an die IV-Stelle für Versicherte im Ausland (nachfolgend: IV-Stelle). B . M it Verfügung vom 7. Februar 2005 lehnte die IV-Stelle R ._______s R entenbegehren ab. Sie begründete ihren Entscheid dam it, dass sich aus den Akten w eder eine bleibende Erw erbsunfähigkeit noch eine ge- m äss den einschlägigen gesetzlichen Bestim m ungen ausreichende durchschnittliche Arbeitsunfähigkeit w ährend eines Jahres ergäben. Trotz des G esundheitsschadens sei eine leidensangepasste gew inn- bringende Tätigkeit noch im m er in rentenausschliessender W eise zu- m utbar. C . G egen diese Verfügung erhob R ._______ am 15. Februar 2005 Ein- sprache und beantragte die G ew ährung einer Invalidenrente. W ie aus dem Änderungsbescheid des Versorgungsam tes Augsburg hervorge- he, betrage der G rad seiner Behinderung inzw ischen 60, w as einem Invaliditätsgrad von 60% entspreche und som it den Anspruch auf eine D reiviertelsrente indiziere. Ausserdem leide er, w ie D r. m ed. T._______ in seinem Bericht vom 26. Januar 2005 und D r. m ed. R ._______ im Bericht vom 10. N ovem ber 2003 bestätigten, aufgrund seiner schw e- ren Erkrankungen und den anhaltenden Schm erzen zw ischenzeitlich auch an einer reaktiven D epression in chronischem Stadium . D . M it Einspracheverfügung vom 26. Juli 2006 w ies die IV-Stelle die Ein- sprache ab und bestätigte die angefochtene Verfügung vom 7. Februar 2005. N ach Einsicht in die zusätzlich eingeholten m edizinischen Akten des Sozialgerichts Augsburg, w elches als R echtsm ittelinstanz m it dem S eite 2C -2869/2006 abschlägigen R entenbescheid der Bundesversicherungsanstalt für An- gestellte vom 29. Januar 2004 befasst w ar, sei D r. m ed. H ._______ in seiner Stellungnahm e vom 26. Juni 2006 zu H anden der IV-Stelle zum Schluss gelangt, dass die bisherige Tätigkeit als Sozialarbeiter vom or- thopädischen Profil her zw ar adaptiert w äre, aber die Belastbarkeit und Stressresistenz aufgrund des chronischen Schm erzzustandes ver- m indert sei, so dass in dieser Tätigkeit von einer um 30% reduzierten Arbeitsfähigkeit auszugehen sei. In einer leichten, leidensangepassten Tätigkeit sei ihm eine vollschichtige Beschäftigung zum utbar. Es liege som it keine rentenrelevante Invalidität vor. E. M it Eingabe vom 16. August 2006 erhebt R ._______ (nachfolgend: Be- schw erdeführer) Beschw erde bei der Eidgenössischen AH V/IV-R e- kurskom m ission für die im Ausland w ohnenden Personen und bean- tragt sinngem äss die G ew ährung einer Invalidenrente. Er leide zw i- schenzeitlich auch an einem Knieproblem links, ausserdem habe sich sein R ückenleiden seit Erlass der Verfügung vom 7. Februar 2005 ver- schlechtert, w ie sich aus den Berichten von D r. m ed. B._______ vom 11. M ai 2006 und vom 11. April 2005 ergäbe. Auch die chronische Schm erzproblem atik, die seit 2003 m it einer depressiven R eaktion und Konzentrationsstörungen einhergehe, habe deutlich zugenom m en. Ei- ne vollschichtige Beschäftigung als Sozialarbeiter sei ihm nicht m ehr zuzum uten, da seine Stressresistenz aufgrund der chronischen Schm erzen deutlich herabgesetzt sei. Sein G rad der Behinderung be- trage nunm ehr 60, w ie dem Schw erbehindertenausw eis zu entnehm en sei. F. Anlässlich ihrer Vernehm lassung vom 1. N ovem ber 2006 beantragt die IV-Stelle m it Verw eis auf eine zw eite Stellungnahm e von D r. m ed. H ._______, w elche am 31. O ktober 2006 bei der IV-Stelle eingegan- gen w ar, die Abw eisung der Beschw erde. G . D er Beschw erdeführer verzichtet auf Einreichung einer R eplik inner- halb der angesetzten Frist. H . Am 1. Januar 2007 geht das Verfahren auf das Bundesverw altungsge- richt über, w elches den Parteien m it Verfügung vom 6. M ärz 2007 den Spruchkörper m itteilt. Es sind keine Ausstandsbegehren eingegangen. S eite 3C -2869/2006 I. M it Schreiben vom 29. M ärz 2007 teilt der Beschw erdeführer m it, dass er seit dem 1. M ärz 2007 eine Altersrente für schw erbehinderte M en- schen von der D eutschen R entenversicherung erhalte. D as B undesverw altungsgericht zieht in Erw ägung: 1. 1.1 D as Bundesverw altungsgericht übernim m t, sofern es zuständig ist, die Beurteilung der am 1. Januar 2007 bei den Eidgenössischen R ekurs- oder Schiedskom m issionen oder bei den Beschw erdediensten der D epartem ente hängigen R echtsm ittel. D ie Beurteilung erfolgt ge- m äss A rt. 53 Abs. 2 des Bundesgesetzes über das Bundesverw al- tungsgericht vom 17. Juni 2005 (VG G , SR 173.32) nach neuem Ver- fahrensrecht. 1.2 G em äss A rt. 31 VG G in Verbindung m it A rt. 33 Bst. d VG G und A rt. 69 Abs. 1 Bst. b des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung vom 19. Juni 1959 (IVG , SR 831.20) beurteilt das Bundesverw altungs- gericht Beschw erden von Personen im Ausland gegen Verfügungen der IV-Stelle für Versicherte im Ausland. Eine Ausnahm e im Sinne von A rt. 32 VG G liegt nicht vor. 1.3 Aufgrund von A rt. 3 Bst. dbis des Bundesgesetzes vom 20. D ezem - ber 1968 über das Verw altungsverfahren (Vw VG , SR 172.021) findet das Vw VG keine Anw endung in Sozialversicherungssachen, sow eit das Bundesgesetz vom 6. O ktober 2000 über den Allgem einen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG , SR 830.1) anw endbar ist. G em äss A rt. 1 Abs. 1 IVG sind die Bestim m ungen des ATSG auf die Invaliden- versicherung (A rt. 1a-26bis IVG und 28-70 IVG ) anw endbar, sow eit das IVG nicht ausdrücklich eine Abw eichung vom ATSG vorsieht. 1.4 D er Beschw erdeführer ist im Sinne von A rt. 59 ATSG beschw erde- legitim iert. 1.5 D a die Beschw erde im Ü brigen frist- und form gerecht (A rt. 60 ATSG und A rt. 52 Vw VG ) eingereicht w urde, ist darauf einzutreten. S eite 4C -2869/2006 2. 2.1 D er Beschw erdeführer ist deutscher Staatsangehöriger, so dass vorliegend das am 1. Juni 2002 in Kraft getretene Abkom m en vom 21. Juni 1999 zw ischen der Schw eizerischen Eidgenossenschaft ei- nerseits und der Europäischen G em einschaft und ihren M itgliedstaa- ten andererseits über die Freizügigkeit (FZA; SR 0.142.112.681), ins- besondere dessen Anhang II betreffend die Koordinierung der Syste- m e der sozialen Sicherheit, anzuw enden ist (A rt. 80a IVG ). N ach A rt. 3 Abs. 1 der Verordnung (EW G ) N r. 1408/71 des R ates vom 14. Juni 1971 zur Anw endung der System e der sozialen Sicherheit auf Arbeit- nehm er und Selbständige sow ie deren Fam ilienangehörige, die inner- halb der G em einschaft zu- und abw andern, haben die in den persönli- chen Anw endungsbereich der Verordnung fallenden, in einem M itglied- staat w ohnenden Personen aufgrund der R echtsvorschriften eines M it- gliedstaats grundsätzlich die gleichen R echte und Pflichten w ie die Staatsangehörigen dieses Staates. Sow eit das FZA beziehungsw eise die auf dieser G rundlage anw endba- ren gem einschaftsrechtlichen R echtsakte keine abw eichenden Bestim - m ungen vorsehen, richtet sich die Ausgestaltung des Verfahrens sow ie die Prüfung der Anspruchsvoraussetzungen einer schw eizerischen In- validenrente grundsätzlich nach der innerstaatlichen R echtsordnung (BG E 130 V 257 E. 2.4). Entsprechend bestim m t sich vorliegend der Anspruch des Beschw erdeführers auf eine R ente der Invalidenversi- cherung ausschliesslich nach dem innerstaatlichen schw eizerischen R echt, insbesondere nach dem IVG sow ie der Verordnung über die In- validenversicherung vom 17. Januar 1961 (IVV, SR 831.210). 2.2 Laut A rt. 8 ATSG in Verbindung m it A rt. 4 Abs. 1 IVG ist Invalidität die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilw eise Erw erbsunfähigkeit als Folge von G eburtsgebrechen, Krank- heit oder U nfall. Erw erbsunfähigkeit ist nach A rt. 7 ATSG der durch Be- einträchtigung der körperlichen oder geistigen G esundheit verursachte und nach zum utbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilw eise Verlust der Erw erbsm öglichkeiten auf dem in Be- tracht kom m enden ausgeglichenen Arbeitsm arkt. D abei sind die Er- w erbs- beziehungsw eise Arbeitsm öglichkeiten nicht nur im ange- stam m ten Beruf beziehungsw eise in der bisherigen Tätigkeit, sondern auch in zum utbaren Verw eisungstätigkeiten zu prüfen. S eite 5C -2869/2006 Aufgabe des Arztes im schw eizerischen Invalidenverfahren ist es, den G esundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehm en, in w elchem U m fang und gegebenenfalls bezüglich w elcher Tätigkeiten der Versicherte arbeitsunfähig ist. D ie ärztlichen Auskünfte sind so- dann eine w ichtige G rundlage für die Beurteilung der Frage, w elche Arbeitsleistungen dem Versicherten konkret noch zugem utet w erden können (BG E 115 V 134 E. 2, 114 V 314 E. 3c m it H inw eisen; ZAK 1991 S. 319 E. 1c). 2.3 D er vom Beschw erdeführer zur Begründung seiner Beschw erde angerufene Begriff der Behinderung im Sinne des deutschen neunten Sozialgesetzbuches vom 19. Juni 2001 (IX. SG B; BG Bl. I S. 1046, 1047) ist nicht identisch m it dem Begriff der Arbeitsunfähigkeit bezie- hungsw eise der Invalidität im Sinne des schw eizerischen Invaliden- rechts: M enschen sind gem äss dem IX. SG B dann behindert, w enn ihre kör- perliche Funktion, geistige Fähigkeit oder seelische G esundheit m it hoher W ahrscheinlichkeit länger als sechs M onate von dem für das Le- bensalter typischen Zustand abw eichen und daher ihre Teilhabe am Leben in der G esellschaft beeinträchtigt ist (§ 2 IX. SG B). D ie Ausw ir- kung der Funktionsbeeinträchtigung ist als G rad der Behinderung (G dB), nach Zehnergraden abgestuft, von 20 bis 100 festzustellen. D er G dB w ird nach den Ausw irkungen der Beeinträchtigungen in ihrer G e- sam theit unter Berücksichtigung ihrer w echselseitigen Beziehungen definiert. 2.4 D er G dB im Sinne des IX. SG B ist ein M ass für die körperlichen, geistigen, seelischen und sozialen Ausw irkungen einer Funktionsbe- einträchtigung aufgrund eines G esundheitsschadens. Aus diesem W ert ist nicht auf das Ausm ass der Leistungsfähigkeit zu schliessen. Viel- m ehr ist der G dB grundsätzlich unabhängig vom ausgeübten oder an- gestrebten Beruf zu beurteilen. M assgebend für die Feststellung, ob und gegebenenfalls inw iefern eine Behinderung im Sinne von § 2 IX. SG B vorliegt, sind nam entlich die "Anhaltspunkte für die ärztliche G ut- achtertätigkeit im sozialen Entschädigungsrecht und nach dem Schw erbehindertenrecht". In der entsprechenden Tabelle w ird den ver- schiedenen G esundheitsstörungen ein bestim m ter G dB respektive ei- ne entsprechende Spannw eite des G dB zugeordnet. D ie Eruierung des G dB nach dem IX. SG B ist som it eher m it der Bem essung der In- tegritätsentschädigung nach A rt. 24 ff. des Bundesgesetzes über die S eite 6C -2869/2006 U nfallversicherung vom 20. M ärz 1981 (U VG , SR 832.20) vergleichbar, bei der erhebliche Schädigungen der körperlichen oder geistigen Inte- grität pauschal m it einem bestim m ten in einer Skala festgelegten Pro- zentsatz bew ertet w erden, als m it der Beurteilung der Arbeitsfähigkeit im Sinne des schw eizerischen Invalidenrechts. Entsprechend gestaltet sich auch die Aufgabe des Arztes ganz unterschiedlich, je nachdem ob der G dB nach dem IX. SG B beurteilt w erden soll, oder aber die Ar- beitsfähigkeit nach der schw eizerischen Invalidenversicherung. D er G dB gem äss den Bestim m ungen des IX. SG B ist som it – im G egen- satz zum Invaliditätsgrad in der schw eizerischen Invalidenversiche- rung, der sich w ie erw ähnt aus der m edizinisch zum utbaren Arbeitsfä- higkeit und der dam it einhergehenden finanziellen Erw erbseinbusse herleitet – nicht oder nur sehr bedingt ein w irtschaftlicher Begriff. Es lassen sich deshalb aus der Q ualifizierung als Schw erbehinderter zu 60 G rad respektive aus dem daraus w achsenden Anspruch einer Altersrente für schw erbehinderte M enschen im Sinne der deutschen Term inologie keine Schlüsse hinsichtlich des Anspruchs einer Invali- denrente nach der schw eizerischen Term inologie ziehen. 3. N achfolgend ist zu prüfen, ob der Beschw erdeführer aufgrund seiner orthopädischen Problem e in seiner Arbeitsfähigkeit rentenrelevant ein- geschränkt ist. 3.1 D er O rthopäde D r. m ed. Z._______ hat am 2. N ovem ber 2005 den Beschw erdeführer im Auftrag des Sozialgerichts Augsburg eingehend klinisch und radiologisch untersucht und seine Ergebnisse in einem ausführlichen G utachten vom 8. N ovem ber 2005 festgehalten. D abei w urden auf orthopädischem Fachgebiet folgende G esundheitsstörun- gen festgestellt: - ausgeprägtes Belastungs- und Bew eglichkeitsdefizit bei deutlichen spondylotischen und spondylarthrotischen Veränderungen der H als- w irbelsäulesegm enten, ungünstiger statischer G rundeinstellung der H alsw irbelsäule m it hyperkyphotischer Einstellung der m ittleren H alsw irbelsäulesegm enten, Zustand nach Titan-C age-Im plantation (2003); die Funktionsstörungen im Bereich der H alsw irbelsäule sei- en begleitet durch Sym ptom e einer zervikalen M yelopathie, die sich durch leicht- bis m ittelgradige G angstörungen rechtsseitig äussere; S eite 7C -2869/2006 - chronisches, vorw iegend pseudoradikuläres Lum balsyndrom bei ausgeprägten degenerativen Veränderungen im Sinne einer Spon- dylose und Spondylarthrose in den Segm enten LW K 4/5 und LW K 5/S1 sow ie einer Spondylolisthesis m it einem W irbelgleiten von LW K 5 auf SW K 1 um 1 cm ; - m ittelgradiges Im pingem entsyndrom der rechten Schulter bei Zu- stand nach m ehrfachen Luxationen. M it den körperlichen Funktionsausfällen und Behinderungen auf ortho- pädischem Fachgebiet seien dem Beschw erdeführer schw ere und m it- telschw ere Tätigkeiten unzum utbar, ebenso w ie Tätigkeiten, die m it ei- nem längeren Anm arschw eg verbunden seien oder unter zeitlichem D ruck erfolgten. U nzum utbar seien ihm auch Akkord-, Fliessbandarbei- ten, taktgebundene Arbeiten, W echsel- und N achtarbeiten sow ie Ar- beiten, die überw iegend im Stehen, Sitzen, G ehen oder in Zw angshal- tungen verrichtet w erden m üssten, m it häufigem H eben und Tragen von Lasten ohne m echanische H ilfsm ittel verbunden seien oder die häufiges Bücken oder Treppen beziehungsw eise Leitern steigen erfor- derten. Aufgrund der vorliegenden G esundheitsstörungen und der m it ihnen verbundenen Funktions- und Fähigkeitsstörungen sei der Beschw erde- führer in der Lage, leichte körperliche Tätigkeiten in W echselpositionen vollschichtig durchzuführen (betreffend die Einschränkungen aus psy- chiatrischer Sicht siehe nachfolgend Ziff. 4). 3.2 D r. m ed. H ._______ erachtete anlässlich seiner Stellungnahm e vom 26. Juni 2006 zu H anden der IV-Stelle die im G utachten von D r. m ed. Z._______ festgehaltenen orthopädischen Lim itationen als gut beschrieben und glaubhaft. Auf dieser G rundlage befand auch er die Ausübung leichter körperlicher Tätigkeiten aus orthopädischer Sicht als vollschichtig zum utbar. In einer zw eiten Stellungnahm e, w elche am 31. O ktober 2006 bei der IV-Stelle eingegangen ist, stellte D r. m ed. H ._______ nachvollziehbar fest, dass die im R ahm en der Beschw erde, m it Verw eis auf zw ei Be- richte von D r. m ed. B._______ vorgetragene Verschlechterung im R ückenbereich von D r. m ed. Z._______ im G utachten vom 8. N ovem - ber 2005 bereits um fassend berücksichtigt w orden sei. D ie beschriebe- nen foram inalen Stenosen L5/S1 bestünden seit Jahren und hätten sich nicht seit N ovem ber 2005 gebildet. S eite 8C -2869/2006 Entsprechend hatte auch D r. m ed. B._______, Facharzt für N uklear- m edizin, in seinem Bericht vom 11. M ai 2006 festgehalten, dass insge- sam t keine relevante Befundänderung im Vergleich zur Voruntersu- chung vom 11. April 2005 vorlägen. D r. m ed. H ._______ legte sodann in seiner zw eiten Stellungnahm e nachvollziehbar dar, dass das vom Beschw erdeführer im R ahm en sei- ner Beschw erde vorgetragene, neu hinzugetretene Knieproblem links keine langfristigen, rentenrelevanten Ausw irkungen auf die Arbeitsfä- higkeit habe: D as von D r. m ed. B._______ anlässlich der M R I-U ntersu- chung vom 11. M ai 2006 festgestellte M eniskusproblem sei konserva- tiv oder arthroskopisch behandelbar. D er geschilderte Knorpelschaden sei altersentsprechend. Eine A rthrose im Kniebereich w erde nicht be- schrieben, so dass auch diesbezüglich keine w esentlichen Lim itatio- nen zu erw arten seien. 3.3 D ie von D r. m ed. Z._______ in seinem ausführlichen und präzisen G utachten orthopädisch begründete vollständige Arbeitsfähigkeit für körperlich leichte Tätigkeiten erscheint dem Bundesverw altungsgericht im Ergebnis als kohärent und schlüssig. Im Zusam m enhang m it den Stellungnahm en von D r. m ed. H ._______ ergibt sich, dass das G utachten von D r. m ed. Z._______ vom 8. N o- vem ber 2005 den vorliegend zu beurteilenden Sachverhalt (G esund- heitszustand sow ie die daraus resultierende zum utbare Arbeitsfähig- keit), w ie er sich bis zum Zeitpunkt der Einspracheverfügung am 26. Juli 2006 dargestellt hat (BG E 129 V 4 E. 1.2 m it H inw eisen; BG E 121 V 366 E. 1b), aus orthopädischer Sicht vollständig und richtig w ie- dergibt, so dass darauf abzustellen ist. D aran verm ögen w eder die w enig präzise und kaum begründete Ein- schätzung des behandelnden O rthopäden D r. m ed. S._______ vom 18. Februar 2004 und vom 24. Februar 2005 etw as zu ändern, w onach der Beschw erdeführer "nicht m ehr in der Lage" sei, "einen vollen Ar- beitstag durchzustehen, auch nicht in seinem Beruf als Sozialarbeiter", noch die des behandelnden Psychiaters D r. m ed. T._______ vom 26. Januar 2005, der dem Beschw erdeführer w egen seinem "schw eren m ultim orbiden Zustand" vollständige Arbeitsunfähigkeit attestiert hatte. 4. D er Beschw erdeführer leidet schliesslich aufgrund seiner orthopädi- schen Problem e an einer reaktiven depressiven Entw icklung m it S eite 9C -2869/2006 Schlafstörungen. Es bleibt daher zu prüfen, ob dieser Befund rentenre- levante Ausw irkungen auf die Arbeitsfähigkeit des Beschw erdeführers m it sich bringt. 4.1 D er behandelnde Psychiater D r. m ed. T._______ hatte in zw ei kur- zen Berichten vom 26. Januar 2005 beziehungsw eise vom 11. April 2005 dargelegt, dass als Folge der schw eren orthopädischen Erkran- kungen, die m it dauerhaften Schm erzen und körperlichen Behinderun- gen einhergingen, eine reaktive D epression (chronisches Stadium ) aufgetreten sei, die er durch w öchentliche, supportiv angelegte psy- chotherapeutische Sitzungen behandelt habe. W egen dem "schw eren m ultim orbiden Zustand" – und som it nicht oder nur sehr bedingt auf- grund des psychiatrischen G esundheitszustandes – erachtete er den Beschw erdeführer als zu 100% arbeits- und berufsunfähig. D r. m ed. R ._______, N eurologe, Psychiater, Psychotherapeut, der be- reits am 10. N ovem ber 2003 eine reaktive depressive Entw icklung diagnostiziert hatte, äusserte sich in seinem Bericht vom 26. April 2005 nicht zur Frage des Sozialgerichts Augsburg, in w elchem Zeit- raum der Beschw erdeführer nach seinen Aufzeichnungen arbeitsunfä- hig gew esen sei. Auf die Frage, w er die Arbeitsunfähigkeit attestiert habe, antw ortete er, dass dies nicht durch ihn, sondern verm utlich durch den H ausarzt erfolgt sei. D ie Berichte der psychiatrischen Fachärzte enthalten som it keine An- haltspunkte, dass der Beschw erdeführer aufgrund seiner reaktiven de- pressiven Entw icklung (beziehungsw eise aus anderen psychiatrischen G ründen) in seiner bisherigen Tätigkeit als Sozialarbeiter rentenrele- vant eingeschränkt w äre. 4.2 4.2.1 D er O rthopäde D r. m ed Z._______ hatte in nicht-orthopädischer H insicht in seinem G utachten vom 8. N ovem ber 2005 nam entlich eine reaktive depressive Entw icklung diagnostiziert. Er hielt fest, dass die funktionellen und strukturellen Veränderungen im Bereich der W irbelsäule für den Beschw erdeführer m it einer w eit überdurchschnittlichen Schm erzem pfänglichkeit und Schm erzem pfind- lichkeit verbunden seien. W egen der Schm erzen sei auch die regene- rierende N achtruhe gestört. D ies hindere den Beschw erdeführer da- ran, seine Tätigkeit als Sozialarbeiter in angem essener Konzentration S eite 10C -2869/2006 durchzuführen. Aufgrund dieser Schm erzsym ptom atik seien ihm Tätig- keiten, die erhöhte Anforderungen an die nervliche Belastbarkeit, das Konzentrations- und R eaktionsverm ögen oder an die U m stellungs- und Anpassungsfähigkeit stellten, nicht m ehr zum utbar. D ie Arbeitsfähig- keit des Beschw erdeführers als Sozialarbeiter betrage deshalb w eni- ger als 6 Stunden täglich. Für den Fall, dass das G ericht in dieser Schlussfolgerung eine Ü berschreitung seiner Fachkom petenz sehen sollte, em pfahl er eine psychosom atische Begutachtung. Er attestierte dem Beschw erdeführer jedoch insgesam t ein volles Leis- tungsverm ögen für leichte körperliche Tätigkeiten ohne besondere An- forderungen an die nervliche Belastbarkeit, das Konzentrations- und R eaktionsverm ögen sow ie an die U m stellungs- und Anpassungsfähig- keit. 4.2.2 Basierend auf dem G utachten von D r. m ed. Z._______ erachtete D r. m ed. H ._______ in seiner Stellungnahm e vom 26. Juni 2006 zu H anden der IV-Stelle die bisherige Tätigkeit als Sozialarbeiter aus psy- chiatrischer Sicht als lediglich noch zu 70% zum utbar, da aufgrund des chronischen Schm erzzustandes die Belastbarkeit und Stressresistenz entsprechend verm indert seien. D r. m ed. H ._______s zeitliche Einschätzung der Arbeitsfähigkeit in der bisherigen Tätigkeit im U m fang von 70% steht som it im Einklang m it der entsprechenden Schätzung von D r. m ed. Z._______ ("w eniger als 6 Stunden"). Im G egensatz zu der erw ähnten Stellungnahm e vom 26. Juni 2006 er- achtete D r. m ed. H ._______ allerdings in einer zw eiten Stellungnahm e die Einschränkung der Arbeitsfähigkeit in der bisherigen Tätigkeit als Sozialarbeiter als nicht (m ehr) nachvollziehbar, da diese Tätigkeit häu- fig eine grosse Flexibilität bei der Arbeitsorganisation gew ähre. D em Beschw erdeführer sei trotz seiner gesundheitlichen Situation eine ent- sprechende W illensanstrengung zum utbar. 4.2.3 D as Berufsbild des Sozialarbeiters beinhaltet äusserst verschie- denartige Tätigkeitsfelder, von denen zahlreiche keine überdurch- schnittlichen Anforderungen an die psychische Belastbarkeit stellen. Selbst w enn deshalb – obw ohl den Berichten der behandelnden Psy- chiater keine entsprechenden H inw eise zu entnehm en sind (Ziff. 4.1) – davon auszugehen w äre, dass der Beschw erdeführer aus psychiatri- scher Sicht tatsächlich keine Arbeiten m it erhöhten Anforderungen an S eite 11C -2869/2006 die psychische Belastbarkeit m ehr ausüben könnte, so w äre dadurch dessen Arbeitsfähigkeit in seiner bisherigen Tätigkeit als Sozialarbeiter nicht beziehungsw eise nicht rentenrelevant eingeschränkt. 4.3 Zusam m enfassend ist festzuhalten, dass zum einen keine psy- chiatrisch indizierte Arbeitsunfähigkeit fachärztlich attestiert w orden ist, und zum anderen – selbst w enn diesbezüglich auf die Einschät- zung des O rthopäden D r. m ed. Z._______ und von D r. m ed. H ._______ in seiner ersten Stellungnahm e abgestützt w ürde, w onach dem Beschw erdeführer psychisch überdurchschnittlich belastende Tä- tigkeiten unzum utbar seien – diese Einschätzung der Ausübung der bisherigen Tätigkeit als Sozialarbeiter nicht beziehungsw eise nicht w e- sentlich entgegensteht. D ie der Einspracheverfügung vom 26. Juli 2006 zugrunde liegende Einschätzung, dass der Beschw erdeführer in seiner bisherigen Tätigkeit als Sozialarbeiter zu (lediglich) 70% ar- beitsfähig sei, erw eist sich deshalb für den Beschw erdeführer gleich in doppelter H insicht als grosszügig, und im pliziert aufgrund von A rt. 28 Abs. 1 IVG keinen Anspruch auf eine Invalidenrente. 5. Insgesam t ist im Ergebnis davon auszugehen, dass die IV-Stelle in ih- rer Einspracheverfügung vom 26. Juli 2006 zu R echt davon ausgegan- gen ist, dass die Arbeitsfähigkeit des Beschw erdeführers nicht renten- relevant eingeschränkt ist. D ie angefochtene Einspracheverfügung vom 26. Juli 2006 ist som it nicht zu beanstanden, w eshalb die dage- gen erhobene Beschw erde abzuw eisen ist. 6. D as Verfahren ist für die Parteien kostenlos. D er unterliegende Beschw erdeführer hat keinen Anspruch auf Partei- entschädigung (A rt. 64 Abs. 1 Vw VG e contrario). S eite 12C -2869/2006 D em nach erkennt das B undesverw altungsgericht: 1. D ie Beschw erde w ird abgew iesen. 2. Es w erden keine Verfahrenskosten erhoben, und es w ird keine Partei- entschädigung zugesprochen. 3. D ieses U rteil geht an: - den Beschw erdeführer (R ückschein) - die Vorinstanz - das Bundesam t für Sozialversicherungen D er vorsitzende R ichter: D ie G erichtsschreiberin: M . Peterli D. G ross R echtsm ittelbelehrung: G egen diesen Entscheid kann innerhalb von 30 Tagen nach Eröffnung beim Bundesgericht, Schw eizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschw erde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten geführt w erden (A rt. 82 ff., 90 ff. und 100 des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BG G , SR 173.110]). D ie R echtsschrift hat die Begehren, deren Begründung m it Angabe der Bew eism ittel und die U nterschrift zu enthalten. D er ange- fochtene Entscheid und die Bew eism ittel sind, sow eit sie der Be- schw erdeführer in H änden hat, beizulegen (vgl. A rt. 42 BG G ). Versand: S eite 13