Politique d'intégration 1360 N 19 juin 1995 95.5127 Frage Eymann Christoph Deklarationspflicht von Holz und Holzprodukten Question Eymann Christoph Obligation de déclarer les essences et les produits en bois Wortlaut der Frage vom 19. Juni 1995 Wie ist der derzeitige Stand der Verhandlungen für eine frei- willige Deklaration von Holz und Holzprodukten? Was unternimmt der Bundesrat, um die Verhandlungen zu fördern? Texte de la question du 19 juin 1995 Où en sont actuellement les négociations en vue d'instaurer une déclaration facultative de la provenance des essences et des produits en bois? Que fait le Conseil fédéral pour promouvoir ces négocia- tions? Delamuraz Jean-Pascal, conseiller fédéral: Cette question, extrêmement sensible, a précédé M. Eymann Christoph dans cet hémicycle. Il n'est pas exclu qu'elle nous survive, à vous et à moi, car les progrès sont assez lents et les problè- mes très nombreux dans ce domaine. Conformément à la loi fédérale sur l'information des consom- matrices et des consommateurs, les milieux intéressés de l'économie, les organisations de consommateurs, peuvent convenir d'une déclaration volontaire sur le bois et les pro- duits en bois si c'est dans l'intérêt des consommateurs. Ce n'est que subsidiairement, Monsieur Eymann, que le Conseil fédéral pourrait intervenir dans le cas, par exemple, où n'in- terviendrait aucune entente en temps utile, selon l'avis des milieux intéressés. C'est dans la loi susmentionnée. A ma connaissance, les négociations entre les parties inté- ressées pour introduire une telle déclaration n'ont pas encore eu lieu. Il y a eu des approches, des discussions, mais il n'y a pas eu de négociations à proprement parler. Les conditions d'intervention du Conseil fédéral ne sont dès lors pas encore réunies aujourd'hui. En revanche, vous savez que le Conseil fédéral a soutenu une étude pilote qui visait à vérifier la fai- sabilité de l'instauration d'un label écologique sur les bois suisses, étude qui devrait paraître incessamment. On aurait au moins dans ce secteur une réponse, partielle peut-être, à la question que vous vous posez. #ST# Sammeltitel - Titre collectif Integrationspolitik Politique d'intégration 95.023 Schweizerische Integrationspolitik. Bericht Politique suisse d'intégration. Rapport Bericht des Bundesrates vom 29. März 1995 (BBI III 191) Rapport du Conseil fédéral du 29 mars 1995 (FF III 191) Kategorie II, Art. 68 GRN - Catégorie II, art. 68 RCN Antrag der Kommission Mehrheit Kenntnisnahme vom Bericht Minderheit (Moser) Rückweisung des Zwischenberichtes Schriftliche Begründung Der Bundesrat legt einen Zwischenbericht vor, welcher un- ter Ziffer 4.3 objektive Tatsachen und nicht Meinungen ent- hält. Antrag Pini Vom Bericht in ablehnendem Sinne Kenntnis nehmen Proposition de la commission Majorité Prendre acte du rapport Minorité (Moser) Renvoi du rapport intermédiaire Développement par écrit Le Conseil fédéral est prié de présenter un rapport intermé- diaire qui, au chiffre 4.3, contienne des faits objectifs et non pas des opinions. Proposition Pini Prendre acte du rapport en le désapprouvant #ST# 94.440 Parlamentarische Initiative (Grendelmeier) Beitritt zur Europäischen Union Initiative parlementaire (G rendei meier) Adhésion à l'Union européenne Kategorie II, Art. 68 GRN - Catégorie II, art. 68 RCN Wortlaut der Initiative vom 16. Dezember 1994 Gestützt auf Artikel 93 Absatz 1 der Bundesverfassung und Artikel 21 bis des Geschäftsverkehrsgesetzes reiche ich die folgende parlamentarische Initiative in der Form der allge- meinen Anregung ein: Durch allgemeinverbindlichen Bundesbeschluss19. Juni 1995 N 1361 Integrationspolitik - ist der Beitritt der Schweiz zur Europäischen Union als Ziel der schweizerischen Aussenpolitik festzulegen; - ist der Bundesrat zu verpflichten, die bilateralen Verhand- lungen mit der EU zielstrebig weiterzuführen und spätestens Ende 1995 darüber eine Bilanz zu ziehen und diese Parla- ment und Öffentlichkeit vorzulegen; - ist der Bundesrat zu verpflichten, anschliessend an diese Bilanz auf jeden Fall - spätestens aber 1996 - Beitrittsver- handlungen mit der EU aufzunehmen. Texte de l'initiative du 16 décembre 1994 Me fondant, d'une part, sur l'article 93 alinéa 1 er de la cons- titution, et, d'autre part, sur l'article 21 bis de la loi sur les rap- ports entre les Conseils, je dépose l'initiative suivante, rédi- gée sous la forme d'une demande conçue en termes géné- raux. Je propose que soit pris un arrêté fédéral de portée générale: - qui indique clairement que l'objectif visé par la politique ex- térieure de la Suisse est l'adhésion à l'Union européenne; - qui invite sans ambiguïté le Conseil fédéral, d'une part, à poursuivre inflexiblement les négociations bilatérales avec l'Union européenne, d'autre part, à dresser à la fin de l'année 1995 au plus tard un bilan de la situation et à soumettre celui- ci au Parlement et au public; - qui invite fermement le Conseil fédéral à engager, une fois ce bilan présenté, mais au plus tard en 1996, des négocia- tions avec l'Union européenne en vue d'une adhésion de la Suisse. Mühlemann Ernst (R, TG) unterbreitet im Namen der Aus- senpolitischen Kommission (APK) den folgenden schriftli- chen Bericht: Wir unterbreiten Ihnen hiermit gemäss Artikel 21ter des Ge- schäftsverkehrsgesetzes den Bericht der Aussenpolitischen Kommission über die von Frau Grendelmeier am 16. Dezem- ber 1994 eingereichte parlamentarische Initiative. Diese verlangt in der Form einer allgemeinen Anregung die Ausarbeitung eines allgemeinverbindlichen Bundesbe- schlusses, welcher den Beitritt der Schweiz zur Europäi- schen Union als Ziel der schweizerischen Aussenpolitik fest- legt und den Bundesrat zur zielstrebigen Weiterführung der bilateralen Verhandlungen (Bilanzziehung noch in diesem Jahr) sowie zur Aufnahme von Beitrittsverhandlungen mit der EU im Anschluss an diese Bilanzziehung - spätestens aber 1996 - verpflichten möchte. Am 29. Mai 1995 hörte die Kommission die Initiantin an und beschloss mit 8 zu 2 Stimmen bei 7 Enthaltungen dem Ple- num zu beantragen, der Initiative keine Folge zu geben. Glei- chentags beschloss die Kommission mit 10 zu 4 Stimmen bei 1 Enthaltung die Einreichung einer auf dem Kapitel «Ge- samtstrategie» des Berichtes «Europapolitik» der Aussenpo- litischen Kommission vom 27. März 1995 basierenden Mo- tion «Europäische Integration» mit dem Hauptziel, nach den bilateralen Verhandlungen zu Beginn der nächsten Legisla- turperiode die Ergebnisse mit den Möglichkeiten eines EU- Beitrittes zu vergleichen und zu gegebener Zeit das Beitritts- gesuch zu reaktivieren. Begründung der Initiantin 1. Inhalt und Ziel Mit der Initiative soll sichergestellt werden, dass der Souve- rän zu gegebener Zeit über die Möglichkeit eines Beitritts zur EU entscheiden kann. Es soll keineswegs verhehlt werden, dass die Initiantin einen solchen Beitritt anstrebt, aber die In- itiative präjudiziert einen solchen Beitritt keineswegs. Die In- itiative sorgt lediglich dafür, dass bei einem Scheitern oder einem unbefriedigenden Resultat der bilateralen Verhand- lungen überhaupt ein Entscheid über einen EU-Beitritt mög- lich ist. Bilaterale Verhandlungen wurden von den Gegnern des EWR als geeigneter Weg für die Regelung des Verhältnisses zwischen der Schweiz und der EU dargestellt. Es gibt gute Gründe zur Annahme, dass die Position der Schweiz in sol- chen Verhandlungen schwächer ist, als sie es bei den multi- lateralen Verhandlungen über den EWR war oder bei der In- teressenvertretung als Mitglied der EU in den Institutionen der EU wäre. Dies vor allem deshalb, weil nun die Bündnis- möglichkeiten der Schweiz bei bilateralen Verhandlungen wesentlich kleiner sind. Es fehlt die Möglichkeit, durch die Zusammenarbeit mit anderen einzelnen EU-Staaten in An- gelegenheiten, die für diese Länder wichtig sind, Unterstüt- zung für schweizerische Positionen zu gewinnen. Letztlich wird aber das Ergebnis der laufenden Verhandlun- gen darüber entscheiden, wer die Lage richtig beurteilt hat. Zu jenem Zeitpunkt werden auch die übrigen Folgen der Volksabstimmung vom 6. Dezember 1992 besser zu erken- nen sein. Wenn der Souverän aber aus diesen Erkenntnis- sen Konsequenzen ziehen soll, so muss eine Alternativlö- sung - d. h. ein allfälliger EU-Beitritt - durch Verhandlungen vorbereitet werden. 2. Beitrittsgesuch und bilaterale Verhandlungen Es könnte die Befürchtung bestehen, dass die Aktivierung des Beitrittsgesuchs die Position der Schweiz bei den bilate- ralen Verhandlungen schwächt. Diese Angst ist jedoch unbe- gründet. In der EU weiss man, dass ein Beitrittsgesuch der Schweiz nicht zwingend zu einem Beitritt führt, und zwar we- gen der direkten Demokratie. Hingegen könnte eine grund- sätzliche Bereitschaft zu einem grösseren Engagement bei einigen EU-Staaten sogar zu einem grösseren Entgegen- kommen bei den bilateralen Verhandlungen führen. Auf ei- nen zukünftigen Mitgliedstaat nämlich, dessen Stimmen man vielleicht auch irgendeinmal brauchen wird, ist man eher be- reit, Rücksicht zu nehmen. 3. Zeitlicher Ablauf In der innerschweizerischen Diskussion besteht - wie darge- legt - ein Konkurrenzverhältnis zwischen bilateralen Ver- handlungen und Beitrittsverhandlungen. Eine Bilanz über die bilateralen Verhandlungen ist deshalb für den Souverän eine wichtige Information. Eine solche Bilanz kann auf Ende 1995 erstellt werden. Eine anschliessende Reaktivierung des Beitrittsgesuchs stellt die Schweiz kaum vor grundlegende aussenpolitische Probleme. Bei zügigem Tempo kann auch die Volksinitiative «EG-Beitrittsverhandlungen vors Volks» vor der Reaktivie- rung des Beitrittsgesuchs Volk und Ständen vorgelegt wer- den. 4. Rechtsetzungsstufe Vorgeschlagen wird ein allgemeinverbindlicher Bundesbe- schluss, d. h. ein Erlass, der dem fakultativen Referendum untersteht. Damit wird dem Volk Gelegenheit zur stillschwei- genden und expliziten Meinungsäusserung gegeben. Ein Beschluss auf Verfassungsstufe erscheint unangebracht, weil die Aufnahme von Beitrittsverhandlungen doch nicht jene Bedeutung hat wie der Beitritt selbst. Erwägungen der Kommission Einleitende Bemerkungen: Ursprünglich waren für die Kom- missionssitzung vom 29. Mai 1995 zusammen mit der parla- mentarischen Initiative Grendelmeier gleichzeitig auch die parlamentarische Initiative der CVP-Fraktion vom 10. März 1994 betreffend die Ausrichtung der Europapolitik der näch- sten Jahre (94.403) und die parlamentarische Initiative der SP-Fraktion vom 14. Dezember 1994 betreffend die Auf- nahme von EU-Beitrittsverhandlungen (94.435) traktandiert. Zu Beginn der Sitzung wurde der Rückzug des CVP-Vorstos- ses und am Ende - aufgrund der gewalteten Diskussion und des Motionsbeschlusses der Kommission - des Vorstosses der SP-Fraktion bekanntgegeben. Die nachfolgend aufge- führten «Erwägungen der Kommission» beziehen sich des- halb auch auf die zu Beginn der Sitzung noch nicht zurück- gezogene parlamentarische Initiative der SP-Fraktion. Hauptthema der Diskussion war das Problem des Parallelis- mus der Verhandlungen (bilaterale Verhandlungen/Reakti- vierung des Beitrittsgesuches), wobei die SP-lnitiative dies- bezüglich weiter gegangen wäre, indem sie explizit die Auf- nahme von Beitrittsverhandlungen mit der EU unabhängig von den bilateralen Verhandlungen verlangen wollte. Erwägungen der Kommission: Ein zentraler Punkt der Dis- kussion betraf die Frage der Opportunität und Gefahren imPolitique d'intégration 1362 N 19 juin 1995 Zusammenhang mit einem Parallelismus der Verhandlun- gen, wobei auch auf die entsprechenden Erfahrungen mit der EWR-Abstimmung hingewiesen wurde. Ein Parallelismus der Verhandlungen brächte die Gefahr einer Polarisierung und eines damit unweigerlich verbundenen Immobilismus in der Europafrage mit sich. Die Wichtigkeit, eine klare Linie zu bestimmen und sie dann auch konsequent durchzuhalten, wurde betont, und es wurde auf die diesbezüglichen positi- ven Erfahrungen Österreichs und des Fürstentums Liechten- stein verwiesen, wo man ohne die Überspringung der Etap- pen zum Ziel gekommen sei. Es wurde auch zu bedenken gegeben, dass die Kompetenz zur Aufnahme von Beitrittsverhandlungen mit der EU beim Bundesrat läge. Mit Vorstössen dieser Art gehe man eigent- lich einen Schritt zurück, indem man die Verantwortung dafür dem Parlament bzw. dem Volk überantworte. Es wurde auch auf die grosse Bedeutung der bevorstehen- den Regierungskonferenz der EU-Staaten vom Jahre 1996 für unser Land verwiesen, deren Resultate eventuell zu einer Neubeurteilung der EU-Beitrittsfrage führen könnten. Es sei deshalb ausserordentlich wichtig, ständig über die schon be- gonnenen Vorbereitungsarbeiten und später über den Ver- lauf dieser Konferenz orientiert zu werden. In diesem Zusam- menhang sei ein Beobachterstatus für die Schweiz unbe- dingt anzustreben. Die Mehrheit der Kommission sah mit der Einreichung der Motion 95.3203 einen gangbaren Weg zur Erreichung einer Deblockierung der Europadiskussion, unter Einhaltung einer klaren Linie, ohne die Überspringung von Etappen, unter Vermeidung einer Polarisierung der Meinungen im Parla- ment und in der Öffentlichkeit. Der Motionstext basiert auf den Schlussfolgerungen des Be- richtes der «Arbeitsgruppe Europa» der Aussenpolitischen Kommission vom 27. März 1995. Er wurde damals vom Kommissionsplenum mit 20 zu 2 Stimmen bei 2 Enthaltun- gen angenommen und dem Bundesrat zur Kenntnisnahme übermittelt. Er stellt einen minimalen Konsens innerhalb der Aussenpolitischen Kommission in der Europafrage dar, über den hinauszugehen wahrscheinlich nicht gelingen dürfte. Bei der Verabschiedung des Berichtes wurde aus der Kommis- sionsmitte angeregt, man könne diese Gesamtstrategie - wie sie jetzt im Text der Kommissionsmotion enthalten ist - praktisch als Gegenentwurf zu allen damals noch vorliegen- den Europa-Initiativen verstehen und die Initianten bitten, ihre Vorstösse zurückzuziehen. Die Gegner der Kommissionsmotion führten vor allem for- melle Argumente (es handle sich um keine Motion), aber auch das Argument ins Feld, mit der unter Punkt 5 genann- ten Aufforderung zur Bestimmung des Zeitpunktes der Reak- tivierung des EU-Beitrittsgesuches würde man die bilatera- len Verhandlungen unterlaufen. Mühlemann Ernst (R, TG) présente au nom de la Commis- sion de politique extérieure (CPE) le rapport écrit suivant: Conformément à l'article 21 ter de la loi sur les rapports entre les Conseils, nous vous soumettons, ci-joint, le rapport de la Commission de politique extérieure relatif à l'initiative parle- mentaire déposée par Mme Grendelmeier le 16 décembre 1994. Cette initiative, conçue en termes généraux, demande que soit pris un arrêté fédéral de portée générale qui indique clai- rement que l'objectif visé par la politique extérieure de la Suisse est l'adhésion à l'Union européenne et qui invite le Conseil fédéral, d'une part, à poursuivre inflexiblement les négociations bilatérales et à en dresser un bilan en 1995 au plus tard, et, d'autre part, une fois ce bilan présenté, mais au plus tard en 1996, à engager des négociations avec l'Union européenne en vue d'une adhésion de la Suisse. La commission a entendu l'auteur de l'initiative le 29 mai 1995 et a décidé par 8 voix contre 2 et avec 7 abstentions de proposer au plénum de ne pas y donner suite. Ce même jour, la commission a décidé par 10 voix contre 4 et avec 1 abstention de déposer une motion «Intégration euro- péenne» sur la base du chapitre «Stratégie globale» du rap- port «Politique européenne» de la Commission de politique extérieure du 27 mars 1995. Le but principal de cette motion est de comparer, de la fin des négociations bilatérales au dé- but de la prochaine législature, les résultats de celles-ci avec les possibilités d'adhérer à l'Union européenne et de réacti- ver, en temps opportun, la demande d'adhésion. Développement de l'auteur de l'initiative 1. Objet et but de l'initiative parlementaire Cette initiative vise à garantir que le souverain puisse se pro- noncer en temps voulu sur une éventuelle adhésion à l'UE. Même si l'auteur de l'initiative se déclare ouvertement favo- rable à une adhésion, l'initiative ne préjuge aucunement d'une adhésion. L'initiative se contente de garantir la possi- bilité d'une décision du souverain sur une adhésion à l'UE si les négociations bilatérales devaient échouer ou aboutir à un résultat insatisfaisant. Les négociations bilatérales ont été présentées par les oppo- sants à l'EEE comme une voie praticable pour le règlement des relations entre la Suisse et l'UE. Nous avons de bonnes raisons de penser que la position de la Suisse dans de telles négociations est plus faible qu'elle ne l'était lors des négocia- tions multilatérales sur l'EEE ou qu'elle ne le serait s'il lui fal- lait défendre ses intérêts en qualité de membre de l'UE dans les institutions de cette organisation. Ceci s'explique avant tout du fait des possibilités d'alliance considérablement ré- duites dont dispose la Suisse dans le cadre de négociations bilatérales. En effet, la Suisse n'a pas la possibilité d'obtenir des appuis en collaborant avec les Etats membres de l'UE sur des questions importantes pour ces pays. Le résultat des négociations en cours démontrera en défini- tive qui était dans le vrai. Les autres conséquences de la vo- tation populaire du 6 décembre 1992 apparaîtront alors plus clairement. Cependant, si le souverain devait en tirer d'autres conséquences, une solution alternative, en d'autres termes une éventuelle adhésion à l'UE, devrait être préparée par des négociations. 2. Demande d'adhésion et négociations bilatérales On pourrait craindre que la réactivation de la demande d'ad- hésion n'affaiblisse la position de la Suisse dans les négocia- tions bilatérales. Cette crainte est cependant infondée. L'UE a conscience du fait qu'une demande d'adhésion de la Suisse ne conduira pas nécessairement à une adhésion, ceci en raison de la démocratie directe. En revanche, une po- sition de principe favorable à des engagements plus poussés de la part de la Suisse pourrait inciter quelques Etats mem- bres à assouplir leurs exigences dans le cadre des négocia- tions bilatérales. Ces pays seraient en effet plus enclins à ménager un futur Etat membre dont ils pourraient avoir un jour besoin du vote. 3. Calendrier Dans le débat politique à l'intérieur de la Suisse, une concur- rence existe, comme je l'ai démontré plus haut, entre les né- gociations bilatérales et les négociations en vue d'une adhé- sion. Un bilan des négociations bilatérales représenterait donc une information importante pour le souverain. Un tel bi- lan pourra être établi à fin 1995. Une réactivation ultérieure de la demande d'adhésion ne po- serait pas à la Suisse de problèmes fondamentaux en ma- tière de politique étrangère. L'initiative populaire «Négocia- tions d'adhésion à la CE: que le peuple décide!» pourrait même être soumise au peuple et aux cantons avant la réac- tivation de la demande d'adhésion. 4. Niveau législatif Je propose l'édiction d'un arrêté fédéral de portée générale, en d'autres termes d'un acte législatif qui soit soumis au ré- férendum facultatif. Le peuple aura ainsi l'occasion d'expri- mer son opinion de manière explicite ou tacite. Un arrêté au niveau constitutionnel ne me paraît guère judicieux, l'ouver- ture de négociations en vue d'une adhésion ne revêtant pas la même importance que l'adhésion elle-même. Considérations de la commission Remarques préliminaires: De prime abord, il a été prévu de traiter à la séance de la commission du 29 mai 1995 l'initia-19. Juni 1995 N 1363 Integrationspolitik tive parlementaire Grendelmeier en même temps que l'initia- tive parlementaire (94.403) du groupe démocrate-chrétien du 10 mars 1994 concernant l'orientation de la politique européenne de la Suisse au cours des prochaines années et l'initiative parlementaire (94.435) du groupe socialiste du 14 décembre 1994 concernant l'ouverture de négociations pour une adhésion à l'UE. En début de séance, le groupe dé- mocrate-chrétien a annoncé le retrait de son initiative, puis, en fin de séance, ce fut le tour du groupe socialiste de retirer la sienne, suite aux débats et à la décision prise par la com- mission de déposer une motion. Les «considérations de la commission» exposées ci-dessous se réfèrent par consé- quent aussi à l'initiative parlementaire du groupe socialiste qui n'était pas encore retirée en début de séance. L'objet principal de la discussion a été le problème du paral- lélisme des négociations (négociations bilatérales/réactiva- tion de la demande d'ouverture de négociations en vue de l'adhésion). A ce sujet, l'initiative du groupe socialiste voulait aller plus loin que l'initiative parlementaire Grendelmeier en demandant explicitement l'ouverture sans retard de négocia- tions avec l'UE en vue de l'adhésion, indépendamment des négociations menées au niveau bilatéral. Considérations de la commission: Un point central de la dis- cussion a porté sur la question de l'opportunité et des dan- gers inhérents à un parallélisme des négociations; à ce sujet, il a été fait mention des expériences faites lors de la votation sur l'EEE. Un parallélisme des négociations pourrait con- duire au danger d'une polarisation et d'un immobilisme - qui lui est infailliblement consécutif - dans la question euro- péenne. Il a été relevé combien il est important de définir une ligne claire et de s'y tenir par la suite. A ce sujet, il a été fait référence aux expériences positives de l'Autriche et de la Principauté du Liechtenstein qui sont parvenues au but sans avoir brûlé les étapes. On a pris également en considération le fait que la compé- tence d'ouvrir des négociations avec l'UE en vue de l'adhé- sion incombe au Conseil fédéral. Avec de telles interven- tions, on fait un pas en arrière, puisque, de ce fait, on reporte la responsabilité en la matière sur le Parlement et sur le peu- ple. On a rappelé en outre la grande importance qu'aura pour no- tre pays la Conférence intergouvernementale des Etats membres de l'UE prévue en 1996, dont les résultats pour- raient, le cas échéant, conduire à une reconsidération de la question de l'adhésion à l'Union européenne. C'est pourquoi, il est extrêmement important d'être informé continuellement sur les travaux préparatoires en cours actuellement et, le mo- ment voulu, sur le déroulement de cette conférence. Dès lors, il faudrait absolument que la Suisse y obtienne un statut d'observateur. Le dépôt de la motion ci-jointe constitue aux yeux de la ma- jorité de la commission un chemin possible pour débloquer la discussion relative à l'Europe, tout en respectant une ligne claire sans brûler les étapes et en évitant une polarisation des opinions au sein du Parlement et de l'opinion publique. Le texte de la motion est basé sur les conclusions du rapport du groupe de travail «Europe» de la Commission de politique extérieure du 27 mars 1995. La commission, alors en séance plénière, l'a accepté par 20 voix contre 2 et avec 2 abstentions, puis l'a transmis au Conseil fédéral pour qu'il en prenne acte. Il représente un consensus minimal au sein de la Commission de politique extérieure sur la question européenne, consensus qui probablement ne pourrait s'élar- gir. Lors de l'adoption du rapport, il a été suggéré au sein de la commission de considérer cette stratégie globale - telle qu'elle est contenue actuellement dans le texte de la motion de la commission - pratiquement comme un contre-projet à toutes les initiatives relatives à l'Europe encore pendantes et qu'on pourrait ainsi inviter leurs auteurs à les retirer. Les opposants à la motion de la commission ont invoqué avant tout des arguments d'ordre formel (il ne s'agit pas pour eux d'une motion), mais aussi celui selon lequel on risquerait de porter préjudice aux négociations bilatérales en exigeant, au point 5 de la motion, la détermination du moment de la réactivation de la demande d'adhésion à l'UE. Antrag der Kommission Die Kommission beantragt mit 8 zu 2 Stimmen bei 7 Enthaltungen, der Initiative keine Folge zu geben. Proposition de la commission La commission propose, par 8 voix contre 2 et avec 7 abstentions, de ne pas donner suite à l'initiative. #ST# 95.3203 Motion APK-NR (94.440) Europäische Integration Motion CPE-CN (94.440) Intégration européenne Wortlaut der Motion vom 29. Mai 1995 Die Aussenpolitische Kommission spricht sich für die Strate- gie des Bundesrates in seinem Bericht über die Aussenpolitik der Schweiz in den neunziger Jahren aus, wonach der Beitritt zur EU das strategische Ziel der Integrationspolitik ist. Sie verlangt vom Bundesrat, sein Vorgehen im folgenden Sinne auszurichten: 1. prioritäre sektorielle Verhandlungen bis Ende 1995; 2. regelmässige Beurteilung der Verhandlungsergebnisse und Bilanz Ende 1995; 3. Beurteilung am Anfang der nächsten Legislatur, indem der Stand der bilateralen sektoriellen Verhandlungen und die Er- gebnisse, die bei einem allfälligen EU-Beitritt erzielt werden könnten, miteinander verglichen werden. Dabei muss be- rücksichtigt werden, welches Echo gewisse sektorielle Ver- handlungen im Volk finden; 4. Verfolgung der Tendenzen in der EU (harter Kern und kon- zentrische Kreise, Europa der verschiedenen Geschwindig- keiten) und der Arbeiten der EU-Regierungskonferenz 1996, wenn möglich durch die Teilnahme von Schweizer Beobach- tern; 5. im Laufe der nächsten Legislatur: den Zeitpunkt bestim- men, wann das EU-Beitrittsgesuch reaktiviert werden soll (als Reaktion des Bundesrates und des Parlamentes auf die Lancierung der Volksinitiative «Ja zu Europa!»). Texte de la motion du 29 mai 1995 La Commission de politique extérieure souscrit à la stratégie du Conseil fédéral dans son rapport sur la politique exté- rieure de la Suisse dans les années nonante, selon lequel «l'adhésion à l'UE constitue l'objectif stratégique de la politi- que d'intégration». Elle demande que le Conseil fédéral poursuive son action dans le sens suivant: 1. négociations sectorielles prioritaires jusqu'à fin 1995; 2. évaluation régulière des résultats des négociations et bilan à la fin 1995; 3. évaluation au début de la prochaine législature, en compa- rant le bilan des négociations bilatérales sectorielles et les résultats qui pourraient être obtenus lors d'une éventuelle adhésion à l'UE. Cette évaluation doit également tenir compte du degré d'acceptabilité populaire de certaines négo- ciations sectorielles; 4. suivi des développements de l'UE (différentes tendances quant au noyau dur et les cercles concentriques et quant à l'Europe à plusieurs vitesses) et des travaux de la Confé- rence intergouvernementale de 1996, si possible en faisant participer des observateurs suisses; 5. au cours de la prochaine législature, détermination du mo- ment où il faudra relancer la procédure d'adhésion à l'UE en tant que réaction du Conseil fédéral et du Parlement au lan- cement de l'initiative populaire «Oui à l'Europe».Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali Parlamentarische Initiative (Grendelmeier) Beitritt zur Europäischen Union Initiative parlementaire (Grendelmeier) Adhésion à l'Union européenne In Amtliches Bulletin der Bundesversammlung Dans Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale In Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale Jahr 1995 Année Anno Band III Volume Volume Session Sommersession Session Session d'été Sessione Sessione estiva Rat Nationalrat Conseil Conseil national Consiglio Consiglio nazionale Sitzung 10 Séance Seduta Geschäftsnummer 94.440 Numéro d'objet Numero dell'oggetto Datum 19.06.1995 - 14:30 Date Data Seite 1360-1363 Page Pagina Ref. No 20 025 758 Dieses Dokument wurde digitalisiert durch den Dienst für das Amtliche Bulletin der Bundesversammlung. Ce document a été numérisé par le Service du Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale. Questo documento è stato digitalizzato dal Servizio del Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale.