<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD HTML 4.01 Transitional//EN"> <html> <head> <title>AGVE 2001 90 S.403</title> <meta charset="utf-8"/><meta content="text/html; charset=utf-8" http-equiv="CONTENT-TYPE"/> <meta content="Weblaw - www.weblaw.ch" name="Publisher"/> </head> <body> <div class="header"><span class="year">2001</span> <span class="title">Kantonale Steuern</span> <span class="page_no">403</span></div> <div class="page" id="S1"> <div role="main"><br/> <span class="ft1"><b>90</b></span> <span class="ft1"><b>Abzüge vom Roheinkommen; Arbeitszimmer (§ 24 lit. a Ziff. 3 aStG).</b></span><br/> <span class="ft2">-</span> <span class="ft1"><b>Abzug der Kosten für ein Arbeitszimmer bei Lehrern; Grund-</b></span><br/> <span class="ft1"><b>sätze, Berechnung des Abzuges.</b></span><br/> <br/> <span class="ft1">26. April 2001 in Sachen G., RV.2000.50246/K 6251</span><br/> <br/> <span class="ft4"><i>Aus den Erwägungen</i></span><br/> <br/> <span class="ft5">3. a) Umstritten ist, ob der Rekurrent pro 1996 die Auslagen ei-</span><br/> <span class="ft5">nes für berufliche Zwecke benützten privaten Arbeitszimmers vom</span><br/> <span class="ft5">steuerbaren Einkommen in Abzug bringen kann.</span><br/> <span class="ft5">b) Zur Ermittlung des für die Einkommenssteuer massgebenden</span><br/> <span class="ft5">Reineinkommens sind vom Roheinkommen (Summe aller steuer-</span><br/> <span class="ft5">pflichtigen Einkünfte) die zu seiner Erzielung unmittelbar notwendi-</span><br/> <span class="ft5">gen Aufwendungen abzuziehen. Unter diese können bei unselbstän-</span><br/> <span class="ft5">dig Erwerbenden neben den im Gesetz ausdrücklich erwähnten</span><br/> <span class="ft5">Kosten für Berufskleider und Berufswerkzeuge auch Aufwendungen</span><br/> <span class="ft5">für ein Arbeitszimmer fallen (§ 24 lit. a Ziff. 3 aStG). Die Notwen-</span><br/> <span class="ft5">digkeit solcher Aufwendungen für die Einkommenserzielung muss</span><br/> <span class="ft5">als einkommenssteuermindernde Tatsache vom Steuerpflichtigen</span><br/> <span class="ft5">nachgewiesen werden. Nach der Praxis muss erstellt sein, dass der</span><br/> <span class="ft5">Arbeitgeber einen für die berufliche Tätigkeit erforderlichen und</span><br/> <span class="ft5">geeigneten Raum nicht zur Verfügung stellt sowie dass das private</span><br/> <span class="ft5">Arbeitszimmer tatsächlich für die Verrichtung beruflicher Arbeiten</span><br/> <span class="ft5">ausschliesslich oder doch vorwiegend dient und es insoweit nicht zu</span><br/> <span class="ft5">privaten Zwecken benützt werden kann. Dem entspricht die Recht-</span><br/> <span class="ft5">sprechung anderer Kantone. Nicht zugelassen wird der Abzug, wenn</span><br/> <span class="ft5">die Arbeiten in erster Linie aus Gründen der Bequemlichkeit oder des</span><br/> <span class="ft5">Komforts zu Hause verrichtet werden. Dasselbe gilt für einen in</span><br/> <span class="ft5">Privaträumen erbrachten beruflichen Arbeitsaufwand, sofern dieser</span><br/> <span class="ft5">zeitlich nur wenig ins Gewicht fällt (VGE vom 3. Dezember 1991 in</span><br/> <span class="ft5">Sachen H. = AGVE 1991 S. 235 ff.).</span><br/> <span class="ft5">c) Der Rekurrent ist Lehrer an der Bezirksschule in B.. Er un-</span><br/> <span class="ft5">terrichtet die Fächer Mathematik und Physik (13 Lektionen) sowie</span><br/> <span class="ft5">Turnen (15 Lektionen). Das Schulzimmer Nr. X, in welchem er im</span><br/></div> </div> <div class="header"><span class="year">2001</span> <span class="title">Steuerrekursgericht</span> <span class="page_no">404</span></div> <div class="page" id="S2"> <div role="main"><br/> <span class="ft5">Schuljahr 1996/97 hauptsächlich unterrichtete, wurde von zwei wei-</span><br/> <span class="ft5">teren Lehrkräften während insgesamt 27 Lektionen mitbenutzt. Auf-</span><br/> <span class="ft5">grund des vom Rekurrenten eingereichten Belegungsplanes ergibt</span><br/> <span class="ft5">sich, dass das Schulzimmer Nr. X wie folgt nicht belegt war:</span><br/> <br/> <table> <tr> <td><span class="ft5">Montag:</span></td> <td><span class="ft5">bis 08.20 Uhr</span></td> <td><span class="ft5">(1 Lektion)</span></td> </tr> <tr> <td><span class="ft5">Dienstag:</span></td> <td><span class="ft5">bis 10.10 Uhr</span></td> <td><span class="ft5">(3 Lektionen)</span></td> </tr> <tr> <td><span class="ft5">Mittwoch:</span></td> <td><span class="ft5">ab 11.45 Uhr</span></td> <td><span class="ft5">(4 Lektionen)</span></td> </tr> <tr> <td><span class="ft5">Donnerstag:</span></td> <td><span class="ft5">08.15 bis 09.10, ab 15.25 Uhr</span></td> <td><span class="ft5">(3 Lektionen)</span></td> </tr> <tr> <td><span class="ft5">Freitag:</span></td> <td><span class="ft5">ab 15.25 Uhr</span></td> <td><span class="ft5">(2 Lektionen)</span></td> </tr> <tr> <td><span class="ft5">Samstag:</span></td> <td><span class="ft5">bis 08.20 Uhr, ab 10.55 Uhr</span></td> <td><span class="ft5">(2 Lektionen, ohne Nachmittag)</span></td> </tr> </table> <br/> <span class="ft5">Das Schulzimmer Nr. X stand also in einer Woche während 15</span><br/> <span class="ft5">Lektionen als Vor- und Nachbereitungsraum zur Verfügung. Unter</span><br/> <span class="ft5">Berücksichtigung seines Stundenplanes konnte der Rekurrent von</span><br/> <span class="ft5">diesen 15 Lektionen das Schulzimmer Nr. X während 12 Lektionen</span><br/> <span class="ft5">benützen (während 3 freien Lektionen [Dienstag 07.30 Uhr-09.05</span><br/> <span class="ft5">Uhr und Donnerstag 08.20 Uhr-09.05 Uhr] erteilte er Turn- bzw.</span><br/> <span class="ft5">Schwimmunterricht).</span><br/> <span class="ft5">d) Betreffend einer Sekundarlehrerin, die ihr Schulzimmer mit</span><br/> <span class="ft5">drei weiteren Lehrkräften zu teilen hatte, führte das Verwaltungsge-</span><br/> <span class="ft5">richt in seinem Entscheid vom 3. Dezember 1991 in Sachen H. fol-</span><br/> <span class="ft5">gendes aus:</span><br/> <span class="ft6">"Die Beschwerdeführerin nimmt für sich in Anspruch, zumindest den</span><br/> <span class="ft6">wesentlichen Teil ihrer Zusatzarbeiten (13 Std.) während 'den normalen</span><br/> <span class="ft6">Arbeitszeiten, d.h. von 07.30 Uhr bis 12.00 Uhr und von 13.00 Uhr bis</span><br/> <span class="ft6">17.30 Uhr' verrichten zu können. Auf welche rechtliche Grundlage sie die-</span><br/> <span class="ft6">sen eingeschränkten Arbeitszeitrahmen gründet, legt sie nicht dar. Abgese-</span><br/> <span class="ft6">hen davon, dass die von der Beschwerdeführerin behaupteten 'normalen</span><br/> <span class="ft6">Arbeitszeiten' ausser im Bürobereich längst nicht die allgemeine Regel</span><br/> <span class="ft6">darstellen ..., wird bei genauerer Betrachtung offensichtlich, dass es der</span><br/> <span class="ft6">Beschwerdeführerin durchaus möglich gewesen wäre, den weitaus grössten</span><br/> <span class="ft6">Teil der Zusatzarbeiten in ihrem Schulzimmer während den von ihr ge-</span><br/> <span class="ft6">wünschten Tageszeiten zu erledigen. So stand ihr an den beiden schulfreien</span><br/> <span class="ft6">Nachmittagen (Mittwoch und Freitag) das Schulzimmer je während min-</span><br/></div> </div> <div class="header"><span class="year">2001</span> <span class="title">Kantonale Steuern</span> <span class="page_no">405</span></div> <div class="page" id="S3"> <div role="main"><br/> <span class="ft6">destens vier Stunden zur Verfügung. Dazu kommen im Schuljahr 1984/85</span><br/> <span class="ft6">noch drei Stunden am Donnerstag,</span> <span class="ft6">im Schuljahr 1985/86 je eine Stunde am</span><br/> <span class="ft6">Montagmorgen und -nachmittag, am Dienstagmorgen, am Donnerstag-</span><br/> <span class="ft6">nachmittag sowie zwei Stunden am Donnerstagmorgen und im Schuljahr</span><br/> <span class="ft6">1986/87 jeweils eine Stunde am Montag-, Dienstag-, Mittwoch-, Donners-</span><br/> <span class="ft6">tag- und Freitagmorgen sowie am Donnerstagnachmittag. Vergleicht man</span><br/> <span class="ft6">die sich aus dieser Aufzählung ergebenden Stunden mit den angenommenen</span><br/> <span class="ft6">13 Stunden Zusatzarbeiten, so ergibt sich einzig für das Schuljahr 1984/85</span><br/> <span class="ft6">ein Manko von zwei Stunden, die nicht in den von der Beschwerdeführerin</span><br/> <span class="ft6">gewünschten Tageszeiten untergebracht werden können.</span><br/> <span class="ft6">Weder die Putzarbeiten des Abwarts von wöchentlich zweimal</span><br/> <span class="ft6">dreissig Minuten noch die zeitlich beschränkte Benutzung des Schulzim-</span><br/> <span class="ft6">mers als Warteraum für Schüler (zwischen 15.30 Uhr und 16.00 Uhr - die</span><br/> <span class="ft6">Beschwerdeführerin war davon aber nur an einzelnen Wochentagen betrof-</span><br/> <span class="ft6">fen) können an diesem Ergebnis etwas ändern. In beschränktem Umfang</span><br/> <span class="ft6">wird zudem die Benutzung eines Privatzimmers für Berufsarbeiten zuge-</span><br/> <span class="ft6">mutet, ohne dass hieraus ein Anspruch auf Kostenabzug</span> <span class="ft6">erwächst (Koch,</span><br/> <span class="ft6">a.a.O., § 24 N 62). Die oben erwähnten zwei Stunden Vorbereitungszeit pro</span><br/> <span class="ft6">Woche im Schuljahr 1984/85, die während den von der Beschwerdeführerin</span><br/> <span class="ft6">gewünschten Arbeitszeiten nicht in ihrem Schulzimmer erbracht werden</span><br/> <span class="ft6">konnten, sprengen diesen Rahmen nicht, so dass der Frage, wieweit derar-</span><br/> <span class="ft6">tige 'Normalarbeitszeiten' zur Anwendung kommen dürfen, nicht weiter</span><br/> <span class="ft6">nachgegangen werden muss. Richtig ist schliesslich, dass die Beschwerde-</span><br/> <span class="ft6">führerin ... einen beschränkten Teil ihrer Ferien für allgemeine Vorberei-</span><br/> <span class="ft6">tungsarbeiten hätte einsetzen und hiefür das Schulzimmer hätte benützen</span><br/> <span class="ft6">können.</span><br/> <span class="ft6">Es ergibt sich somit, dass die Beschwerdeführerin in zeitlich genü-</span><br/> <span class="ft6">gendem Umfang ihr Schulzimmer als Arbeitsplatz für die Ausführung von</span><br/> <span class="ft6">beruflich bedingten Zusatzarbeiten hätte benützen können."</span><br/> <span class="ft5">e) Der Rekurrent geht von einem zeitlichen Minimalbedarf für</span><br/> <span class="ft5">die Nach- und Vorbereitung des Unterrichts von 15 - 20 Stunden pro</span><br/> <span class="ft5">Woche aus. Gemäss der verwaltungsgerichtlichen Rechtsprechung</span><br/> <span class="ft5">ergibt sich das Ausmass der von einem Lehrer zu erbringenden Zu-</span><br/> <span class="ft5">satzarbeiten aus der Differenz zwischen der Normalarbeitszeit der</span><br/> <span class="ft5">Beamten, welche im fraglichen Zeitraum 42 Wochenstunden betra-</span><br/> <span class="ft5">gen hat, und der Anzahl der vom Lehrer erteilten Lektionen (vgl.</span><br/></div> </div> <div class="header"><span class="year">2001</span> <span class="title">Steuerrekursgericht</span> <span class="page_no">406</span></div> <div class="page" id="S4"> <div role="main"><br/> <span class="ft5">VGE vom 3. Dezember 1991 in Sachen H.). Bei den vom Rekurren-</span><br/> <span class="ft5">ten erteilten 27 Lektionen ergibt dies folglich 15 Stunden pro Woche.</span><br/> <span class="ft5">Es ist allerdings zu beachten, dass mehr als die Hälfte der 27, näm-</span><br/> <span class="ft5">lich 15 Lektionen Schwimm- und Turnunterricht sind. Da dabei</span><br/> <span class="ft5">kaum Korrektur- und Schreibarbeiten anfallen (so auch baselland-</span><br/> <span class="ft5">schaftliche und baselstädtische Steuerpraxis, Band XIV, S. 574), ist</span><br/> <span class="ft5">von weniger als 15 Stunden Vor- und Nachbereitungszeit pro Woche</span><br/> <span class="ft5">auszugehen, für welche vom Rekurrenten ein Schul- bzw. privates</span><br/> <span class="ft5">Arbeitszimmer benötigt wird. Die 12 Lektionen, welche der Rekur-</span><br/> <span class="ft5">rent sein Schulzimmer für die Vor- und Nachbereitung benützen</span><br/> <span class="ft5">kann, decken also den zeitlichen Anspruch weitgehend ab. Es ist</span><br/> <span class="ft5">auch keineswegs so, dass ein Lehrer unbedingt ein Zimmer für sich</span><br/> <span class="ft5">allein beanspruchen kann. Die gegenseitigen Störungen sind bei ent-</span><br/> <span class="ft5">sprechender Rücksicht tragbar. Es ist zu berücksichtigen, dass sehr</span><br/> <span class="ft5">viele Arbeitskräfte, auch solche mit anspruchsvoller geistiger Be-</span><br/> <span class="ft5">schäftigung, nicht für sich einen Arbeitsraum zur Verfügung haben,</span><br/> <span class="ft5">sondern ihr Büro mit Arbeitskollegen teilen müssen. Ist dies für</span><br/> <span class="ft5">ganztägig im Büro beschäftigte Personen tragbar, so muss dies auch</span><br/> <span class="ft5">für Lehrkräfte zumutbar sein, welche einen erheblichen Teil ihrer</span><br/> <span class="ft5">Arbeit bei der Unterrichtserteilung verbringen (StE 1985 B 22.3 Nr.</span><br/> <span class="ft5">9). Ein Lehrer muss jedoch einen eigenen Arbeitsplatz haben. Es geht</span><br/> <span class="ft5">nicht an, das sich mehrere Lehrer einen Arbeitsplatz teilen müssen.</span><br/> <span class="ft5">Ein normales Schulzimmer kann aus räumlichen Gründen in der</span><br/> <span class="ft5">Regel nicht so eingerichtet werden, dass es mehr als einem Lehrer</span><br/> <span class="ft5">einen ständigen Platz für seine Vor- und Nachbereitungsarbeiten</span><br/> <span class="ft5">bietet. Entgegen den Ausführungen im erwähnten VGE vom 3. De-</span><br/> <span class="ft5">zember 1991 in Sachen H. ist es heute so, dass wohl von der Mehr-</span><br/> <span class="ft5">zahl der Lehrer ein PC benützt wird (was nicht automatisch zur</span><br/> <span class="ft5">Folge hat, dass die Kosten abzugsfähig sind). Der Arbeitsplatz eines</span><br/> <span class="ft5">Lehrers muss also so geräumig sein, dass ein PC aufgestellt und auch</span><br/> <span class="ft5">stehen gelassen werden kann, denn es ist nicht zumutbar, dauernd zu</span><br/> <span class="ft5">dislozieren (StE 1985 B 22.3 Nr. 9). Mit dem Verwaltungsgericht ist</span><br/> <span class="ft5">davon auszugehen, dass in einem Schulzimmer bei normaler Grösse</span><br/> <span class="ft5">und Belegung ohne weiteres ein (ständiger) Arbeitsplatz mit PC ein-</span><br/> <span class="ft5">gerichtet werden kann (Lehrerpult). Es dürfte jedoch in den we-</span><br/> <span class="ft5">nigsten Fällen möglich sein, in einem Schulzimmer zwei oder gar</span><br/></div> </div> <div class="header"><span class="year">2001</span> <span class="title">Kantonale Steuern</span> <span class="page_no">407</span></div> <div class="page" id="S5"> <div role="main"><br/> <span class="ft5">drei solche ständigen Arbeitsplätze einzurichten, ohne dass der Un-</span><br/> <span class="ft5">terrichtsbetrieb dadurch wesentlich beeinträchtigt wird. Nach Auf-</span><br/> <span class="ft5">fassung des StRG kann daher ein normales Schulzimmer aus räumli-</span><br/> <span class="ft5">chen Gründen grundsätzlich nur einem Lehrer als Vorbereitungs-</span><br/> <span class="ft5">zimmer dienen. Bei einem Schulzimmer, welches durch mehrere</span><br/> <span class="ft5">Lehrer für den Unterricht benützt wird, erscheint es als sinnvoll, das</span><br/> <span class="ft5">fragliche Schulzimmer demjenigen Lehrer als Vorbereitungszimmer</span><br/> <span class="ft5">zuzuweisen, welcher darin das grösste Pensum unterrichtet. Gemäss</span><br/> <span class="ft5">dem Zimmerbelegungsplan für das Schuljahr 1996/97 war das fragli-</span><br/> <span class="ft5">che Schulzimmer Nr. X wie folgt belegt:</span><br/> <br/> <table> <tr> <td width="200"><span class="ft5">Rekurrent</span></td> <td><span class="ft5">8 Lektionen</span></td> </tr> <tr> <td><span class="ft5">Hr. A</span></td> <td><span class="ft5">25 Lektionen</span></td> </tr> <tr> <td><span class="ft5">Fr. B</span></td> <td><span class="ft5">2 Lektionen</span></td> </tr> </table> <br/> <span class="ft5">Das Schulzimmer Nr. X ist daher aus steuerrechtlicher Sicht</span><br/> <span class="ft5">Hr. A als Vorbereitungszimmer zuzuweisen.</span><br/> <span class="ft5">Der Rekurrent erteilte am Mittwochmorgen 3 Lektionen im</span><br/> <span class="ft5">Schulzimmer Nr. Y. Auch dieses Zimmer wird jedoch weit überwie-</span><br/> <span class="ft5">gend durch einen andern Lehrer benutzt und kann daher nicht dem</span><br/> <span class="ft5">Rekurrenten als Vorbereitungszimmer zugewiesen werden. Da es</span><br/> <span class="ft5">glaubwürdig erscheint, dass auch die Vorbereitungsräume für Che-</span><br/> <span class="ft5">mie und Physik für die Einrichtung eines Arbeitsplatzes ebensowenig</span><br/> <span class="ft5">geeignet sind wie das Lehrerzimmer, welches als allgemeiner Auf-</span><br/> <span class="ft5">enthaltsraum dient, hat der Rekurrent folglich Anspruch auf einen</span><br/> <span class="ft5">Abzug für sein privates Arbeitszimmer.</span><br/> <span class="ft5">f) Nach der Rechtsprechung des StRG ist zur Berechnung der</span><br/> <span class="ft5">abzugsfähigen Arbeitszimmerkosten vom effektiv benützten Raum</span><br/> <span class="ft5">bzw. dessen Grösse auszugehen, soweit die Arbeitszimmerfläche als</span><br/> <span class="ft5">angemessen erscheint (RGE vom 26. April 1995 in Sachen A.). Der</span><br/> <span class="ft5">vom Rekurrenten als Arbeitszimmer benützte Raum umfasst gemäss</span><br/> <span class="ft5">den Schätzungsunterlagen 11,9 m2, was 0,8 Raumeinheiten (RE)</span><br/> <span class="ft5">entspricht. Die beiden kleineren Kinderzimmer (9,0 m2 bzw. 10,9</span><br/> <span class="ft5">m2) würden an sich genügend Raum für ein Büro bieten. Da sie je-</span><br/> <span class="ft5">doch keinen Telefonanschluss haben, sind sie als Arbeitszimmer</span><br/> <span class="ft5">weniger geeignet als die Kinderzimmer. Es kann daher offen gelas-</span><br/></div> </div> <div class="header"><span class="year">2001</span> <span class="title">Steuerrekursgericht</span> <span class="page_no">408</span></div> <div class="page" id="S6"> <div role="main"><br/> <span class="ft5">sen werden, ob in Zukunft bei der Berechnung des abzugsfähigen</span><br/> <span class="ft5">Eigenmietwertanteils für ein privates Arbeitszimmer in Aenderung</span><br/> <span class="ft5">der Rechtsprechung bei ausstattungsmässig gleicher Eignung aller</span><br/> <span class="ft5">Räume grundsätzlich nur noch der kleinste Raum einer Liegenschaft</span><br/> <span class="ft5">bzw. Wohnung berücksichtigt werden darf, weil gemäss § 24 aStG</span><br/> <span class="ft5">nur die "unmittelbar notwendigen Aufwendungen" abgezogen wer-</span><br/> <span class="ft5">den dürfen.</span><br/> <span class="ft5">Der Abzug für den vom Rekurrenten als Arbeitszimmer be-</span><br/> <span class="ft5">nützten Raum berechnet sich wie folgt (Baur/Klöti/Koch/Meier/Ur-</span><br/> <span class="ft5">sprung, Kommentar zum Aargauer Steuergesetz, Muri-Bern 1991,</span><br/> <span class="ft5">N 65 zu § 24 aStG):</span><br/> <br/> <center><img alt="agve-2001-408.gif" src="http://agve.weblaw.ch/img/public/agve-2001-408.gif"/></center> </div> </div> </body> </html>