B u n d e s v e rw a l t u n g s g e r i ch t T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i f f éd é r a l T r i b u n a l e am m i n i s t r a t i vo f e d e r a l e T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i v fe d e r a l Abteilung III C-5671/2012 U r t e i l v o m 2 4 . J u n i 2 0 1 4 Besetzung Richter David Weiss (Vorsitz), Richterin Madeleine Hirsig-Vouilloz, Richter Beat Weber, Gerichtsschreiber Matthias Burri-Küng. Parteien A._______ Ltd, Beschwerdeführerin, gegen Stiftung Auffangeinrichtung BVG, Rechtsdienst, Weststrasse 50, Postfach, 8036 Zürich, Vorinstanz. Gegenstand BVG, Beiträge und Aufhebung des Rechtsvorschlags, Verfü- gung vom 1. Oktober 2012. C-5671/2012 Seite 2 Sachverhalt: A. A.a Die A._______ Ltd ist als Aktiengesellschaft (AG) im Handelsregister des Kantons B._______ eingetragen. C.________ ist Mitglied des Ve r- waltungsrats und verfügt über eine Einzelunterschriftsberechtigung (act. BVGer 17). A.b Nachdem die A._______ Ltd (nachfolgend auch: Arbeitgeberin oder Beschwerdeführerin) ihren Anschluss an die bisherige Vorsorgeeinric h- tung per 31. Dezember 2003 gekündigt hatte und innert Frist keinen Nachweis über den Anschluss an eine neue Vorsorgeeinrichtung erbrach- te, verfügt e die Stiftung Auffangeinrichtung BVG (nachfolgend: Auffang- einrichtung oder Vorinstanz) am 31. Oktober 2005 den z wangsweisen Anschluss der Arbeitgeberin, rückwirkend per 1. Januar 2004 (Akten der Vorinstanz, nachfolgend: [act.] 1 ff.). Diese Verfügung erwu chs unang e- fochten in Rechtskraft. In der Folge erhob die Auffangeinrichtung die rückwirkend und laufend geschuldeten Beiträge an die obligatorische b e- rufliche Vorsorge (act. 10 ff.). A.c Mit Betreibungsbegehren an das Betreibungsamt D._______ (nach- folgend: Betreibungsamt) vom 30. August 2006 setzte die Auffangeinrich- tung Fr. 10'336.- nebst Zins zu 6 % seit 22. August 2006 sowie Mahn- und Inkassokosten in der Höhe von Fr. 150.- in Betreibung (act. 32) . Gegen den Zahlungsbefehl in der Betreibung Nr. X._______ vom 7. September 2006 erhob die Arbeitgeberin kein en Rechtsvorschlag (act. 33), sodass die Auffangeinrichtung am 20. November 2006 das Fortsetzungsbege h- ren stellte und der Arbeitgeberin am 24. November 2006 die Konkursa n- drohung vom 22. November 2006 zugestell t wurde (act. 37). Am 20. De- zember 2006 ersuchte die Arbeitgeberin zur Begleichung der offenen Posten um Erstellung eines tragbaren Tilgungsplans (act. 40). A.d Bereits am 27. November 2006 hatte die Auffangeinrichtung beim zu- ständigen Betreibungsamt ein weiteres Betreibungsbegehren für Fr. 150.- nebst Zins zu 6 % seit dem 22. November 2006 sowie Fr. 150. - Mahn- und Inkassokosten gestellt (act. 39). Gegen den Zahlungsbefehl in der Betreibung Nr. Y ._______ vom 2. Januar 2007 erhob die Arbeitgeberin wiederum kein en Rechtsvorschlag (act. 41). Das Fortsetzungsbegehren in dieser Betreibung zog die Auffangeinrichtung mit Schreiben vom 7. Februar 2007 zurück (act. 47). C-5671/2012 Seite 3 A.e Mit Schreiben vom 24. Januar 2008 teilte C._______ der Auffangein- richtung mit, dass die A._______ Ltd wegen starken Umsatz einbussen stillgelegt sei. Er führe neu die Einzelfirma E._______. Die A._______ Ltd sei daher rückwirkend per 1. Januar 2007 abzumelden und die Verfügun- gen entsprechend zu ändern (act. 58). Am 17. November 2008 liess die Arbeitgeberin die Austr ittsmeldung für C._______ zukommen (act. 61). Die Auffangeinrichtung erstellte für diesen in der Folge am 3. Dezember 2008 eine Austrittsabrechnung per 31. Dezember 2006 sowie eine korr i- gierte Beitragsabrechnung für den Zeitraum vom 31. Dezember 2006 bis 31. Dezember 2008 , mit welcher die in dieser Periode bereits in Rec h- nung gestellten Beiträge storniert wurden (act. 62 f.). B. B.a Am 31. Januar 2009 stellte die Auffangeinrichtung der Arbeitgeberin Fr. 11'016.- mit dem Vermerk "Nicht bezahlter Restbetr ag Vorperiode" in Rechnung (F aktura Nr. 1 -21847-21847-01-09-1; act. 64). Eine weitere Beitragsrechnung für Fr. 1'170.25 mit dem Vermerk "Nicht bezahlter Restbetrag Vorperiode" wurde am 28. Februar 2009 ausgestellt (Faktura Nr. 1-21847-21847-02-09-1; act. 65). B.b Mit Betreibungsbegehren vom 17. März 2010 setzte die Auffangei n- richtung beim zuständigen Betreibungsamt Fr. 10'866.- nebst Zins zu 5 % seit 31. Januar 2009 und Fr. 1'170.25 nebst Zins zu 5 % seit 28. Februar 2009 sowie Mahn - und Inkassokosten in der Hö he von total Fr. 200.- in Betreibung (act. 67). Gegen den Zahlungsbefehl in der Betreibung Nr. Z.________ vom 15. April 2010 erhob die Arbeitgeberin am 20. April 2010 Rechtsvorschlag (act. 68). B.c Mit Beitragsverfügung vom 4. Oktober 2010 setzte die Auffangeinrich- tung die fällige Forderung auf total Fr. 1 2'336.25 nebst 5 % Zins auf Fr. 10'866.- seit dem 31. Januar 2009 sowie 5 % Zins auf Fr. 1'170.25 seit dem 28. Februar 2009 fest und hob den Rechtsvorschlag im Umfang von Fr. 12'336.25 zuzüglich 5 % Zinsen auf. Zudem auferlegte sie der Arbeit- geberin die Kosten der Verfügung von Fr. 450.- (act. 70). B.d Nachdem die Beitragsverfügung vom 4. Oktober 2010 unangefochten in Rechtskraft erwuchs (act. 72), stellte die Auffangeinrichtung am 21. Ja- nuar 2011 bei m zuständigen Betreibungsamt das Fortsetzungsbegehren (act. 75). In der Folge stellte das Betreibungsamt der Arbeitgeberin am 28. Januar 2011 die Konkursandrohung vom 25. Januar 2011 zu (act. 76). Gegen die Konkursandrohung erhob die Arbeitgeberin am 1. Februar C-5671/2012 Seite 4 2011 Beschwerde (act. 77). Mit Entscheid vom 16. Mai 2011 trat das Z i- vilgericht F._______ als Untere Aufsichtsbehörde über das Betreib ungs- und Konkursamt D._______ auf die Beschwerde nicht ein (act. 79). B.e Am 29. Juni 2011 stellte di e Auffangeinrichtung beim F._______ ein Begehren um Kon kurseröffnung in der Betreibung Nr. Z._______ (act. 81). Mit Anzeige vom 29. August 2011 setzte das Zivilgericht F._______ die Verhandlung betreffend Konkurseröffnung auf den 26. September 2011 fest (act. 83). Am 23. September 2011 zog die Auffangeinrichtung ihr Begehren um Konkurseröffnung vom 29. Juni 2011 zurück (act. 85). C. C.a Mit Schreiben vom 15. Dezember 2011 ersuchte die Auffangeinric h- tung die Arbeitgeberin , die Restforde rung gemäss Kontoauszug von Fr. 10'936.25 bis 16. Januar 2012 zu bezahlen. Mit Schreiben vom 10. Januar 2011 (recte: 2012) gelangte C._______ im Namen der Arbeit- geberin an di e Auffangeinrichtung und bestritt die geltend gemachten Forderungen und wies darauf hin, dass am 23. September 2011 Fr. 2'000.- an die Auffangeinrichtung bezahlt worden seien (act. 87). C.b Am 15. Juni 2012 setzt die Auffangeinrichtung beim zuständigen Be- treibungsamt Fr. 9'016.- nebst 5 % Zins seit 31. Januar 2009 sowie Fr. 1'170.25 nebst 5 % Zins seit 28. Februar 2009 und Fr. 100. - nebst 5 % Zins seit 31. März 2011 in Betreibung. Überdies führte sie im Betre i- bungsbegehren reglementarische Mahnkosten von Fr. 100.-, reglementa- rische Inkassokosten von Fr. 100. - sowie bisherige Betreibungskosten von Fr. 550.- auf (act. 89). Gegen den Z ahlungsbefehl in der Betreibung Nr. U._______ vom 27. Juni 2012 erhob die Arbeitgeberin am 7. August 2012 Rechtsvorschlag (act. 90). C.c Am 17. August 2012 erhielt die Arbeitgeberin Gelegenheit, ihren Rechtsvorschlag bis zum 10. September 2012 zu b egründen oder z u- rückzuziehen (act. 91). Nach unbenutztem Ablauf dieser Frist setzte die Auffangeinrichtung die fällige Forderung mit Beitragsverfügung vom 1. Oktober 2012 auf total Fr. 11'036.25 nebst 5 % Zins auf Fr. 9'016.- seit 31. Januar 2009 und 5 % Zins auf Fr. 1'170.25 seit 28. Februar 2009 s o- wie 5 % Zins auf Fr. 100. - seit 31. März 2011 fest. Gleichzeitig hob sie den Rechtsvorschlag im Umfang von Fr. 11'036.25 zuzüglich 5 % Zins auf. Darüber hinaus erhob sie Betreibungsgebühren von Fr. 130.35 sowie Verfügungskosten von Fr. 450. -, fällig nach Eintritt der Rechtskraft der Verfügung (act. 92). C-5671/2012 Seite 5 D. D.a Gegen die Beitragsverfügung vom 1. Oktober 2012 erhob die Arbeit- geberin, vertreten durch C._______, am 29. Oktober 2012 Beschwerde beim Bundesverwaltungsgericht und beantragte sinn gemäss deren Auf- hebung (BVGer act. 1) . Zur Begründung macht der Vertreter der B e- schwerdeführerin im Wesentlichen geltend, er sei davon ausgegangen, dass das Konto saldiert worden und sämtliche Beträge ausgeglichen se i- en. Er habe darauf vertrauen dürfen, das s der ausbezahlte Betrag ( ge- meint wohl: die Austrittsleistungen) korrekt berechnet und vollständig se i- en. Die Auszahlung des Betrag s habe etwa zwei Jahre gedauert. Trotz Vorschlag einer einvernehmlichen Lösung, sei die behauptete Restford e- rung in Betreibung gesetzt worden. Für ihn sei die Sache abgehakt. Es sei ihm nicht möglich, diese Summe ad hoc aufzubringen. D.b Mit Verfügung vom 7. Dezember 2012 forderte der zuständige I n- struktionsrichter die Vorinstanz auf, bis zum 21. Januar 2013 eine Ve r- nehmlassung unter Beilage der gesamten Akten einzureichen (act. BVGer 7). D.c Nachdem das Bundesverwaltungsgericht mit Verfügungen vom 22. Januar 2013, vom 28. Februar 2013, vom 9. April 2013, vom 13. Mai 2013 sowie vom 18. Juni 2013 die fünf Fristerstreckungsgesuche der Vor- instanz zur Einreichung einer Vernehmlassung vom 18. Januar 2013, vom 22. Februar 2013, vom 5. April 2013, vom 8. Mai 2013 und vom 14. Juni 2013 gutgeheissen hatte und der Vorinstanz mit Verfügung vom 18. Juni 2013 die Frist – unter Vorbehalt ausserordentlicher, nicht vorausseh- barer Gründe – letztmals bis 12. Juli 2013 erstreckt wurde (BVGer act. 8 ff.), wies der zuständige Instruktionsrichter ein erneutes Fristerstr e- ckungsgesuch der Vorinstanz vom 12. Juli 2013 mit Verfügung vom 16. Juli 2013 ab und forderte die Vorinstanz auf , die Akten dem Bundes- verwaltungsgericht bis zum 20. August 2013 zuzustellen (BVGer act. 21). D.d Nach Erhalt der vorinstanzlichen Akten wurde der Schriftenwechsel unter Vorbehalt weiterer Instruktionsmassnahmen mit Verfügu ng vom 13. August 2013 geschlossen (BVGer act. 23). C-5671/2012 Seite 6 Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 1. Das Bundesverwaltungsgericht prüft von Amtes wegen, ob die Prozes s- voraussetzungen erfüllt sind und auf eine Beschwerde einzu treten ist (BVGE 2007/6 E. 1 m.H.). 1.1 Anfechtungsgegenstand und damit Grenze der Überprüfungsbefugnis im Beschwerdeverfahren werden grundsätzlich durch die Verfügung im Verwaltungsverfahren bestimmt (BGE 133 II 30; BGE 122 V 36 E. 2a). Vorliegend bildet die Beitragsverfügung der Vorinstanz inkl. Aufhebung des Rechtsvorschlags vom 1. Oktober 2012 das Anfechtungsobjekt. Diese stellt eine Verfügung nach Art. 5 des Bundesgesetzes über das Verwaltungsverfahren vom 20. Dezember 1968 (Verwaltungsverfah rens- gesetz, VwVG, SR 172.021) dar. Das Bundesverwaltungsgericht ist z u- ständig für die Beurteilung von Beschwerden gegen Verfügungen nach Art. 5 VwVG, sofern kein Ausnahmetatbestand erfüllt ist (Art. 31, 32 des Bundesgesetzes über das Bundesverwaltungsgericht vom 17. Juni 2005 [Verwaltungsgerichtsgesetz, VGG, SR 172.32). Zulässig sind Beschwe r- den gegen Verfügungen von Vorinstanzen gemäss Art. 33 VGG. Die Auf- fangeinrichtung ist eine Vorinstanz im Sinn von Art. 33 Bst. h VGG, zumal diese im Bereich der beruflichen Vorsorg e öffentliche Aufgaben des Bun- des erfüllt (vgl. Art. 60 Abs. 2bis BVG). Eine Ausnahme nach Art. 32 VGG liegt nicht vor. Das Bundesverwaltungsgericht ist daher zur Beurteilung der vorliegenden Beschwerde vom 29. Oktober 2012 zuständig. 1.2 Die Beschwer de wurde im Namen der A._______ Ltd eingereicht , welche nach wie vor als Aktiengesellschaft im Handelsregister geführt wird. C._______ ist als einzelunterschriftsberechtigtes Mitglied des Ve r- waltungsrats der A._______ Ltd zu deren Vertretung berech tigt (act. BVGer 17; vgl. auch <www.zefix.ch>, zuletzt abgerufen am 02. 06.2014 ). Die Beschwerdeführerin hat am Verfahren vor der Vorinstanz teil - genommen, ist durch den angefochtenen Entscheid besonders berührt und hat an dessen Aufhebung oder Änderung ein schutzwürdiges Inte- resse (Art. 48 Abs. 1 VwVG). Sie ist daher zur Beschwerde legitimiert. Die Beschwerde wurde frist - und formgerecht eingereicht (Art. 50 Abs. 1, Art. 52 Abs. 1 VwVG), und die Beschwerdeführerin hat den einverlangte n Kostenvorschuss innert der gesetzten Frist bezahlt (BVGer act. 6). Auf die Beschwerde ist daher einzutreten. C-5671/2012 Seite 7 2. 2.1 Das Verfahren vor dem Bundesverwaltungsgericht richtet sich ge - mäss Art. 37 VGG grundsätzlich nach dem VwVG, soweit das VGG oder Spezialgesetze keine abweichende Regelung enthalten. 2.2 Nach den allgemeinen intertemporalrechtlichen Regeln sind in verfah- rensrechtlicher Hinsicht diejenigen Rechtssätze massge bend, welche im Zeitpunkt der Beschwerdebeurteilung Geltung haben (BGE 130 V 1 E. 3.2) – unter Vorbehalt spezialgesetzlicher Übergangsbestimmungen. In materiellrechtlicher Hinsicht sind grundsätzlich diejeni gen Rechtssätze massgebend, die bei der Erfül lung des zu Rechtsfolgen führen den Sach- verhalts Geltung haben (BGE 130 V 329 E. 2.3, BGE 134 V 315 E. 1.2). 2.3 Mit der Beschwerde an das Bundesverwaltungsgericht kann ge rügt werden, die angefochtene Verfügung verletze Bundesrecht (ein schliess- lich Überschreitung oder Missbrauch des Ermessens), beruhe auf einer unrichtigen oder unvollständigen Feststellung des rechts erheblichen Sachverhalts oder sei unangemessen (Art. 49 VwVG). 2.4 Das Bundesverwaltungsgericht ist gemäss dem Grundsatz der Rechtsanwendung von Amtes wegen nicht an die Begründung der Be - gehren der Parteien gebunden (Art. 62 Abs. 4 VwVG). Es kann die Be - schwerde auch aus anderen als den geltend gemachten Gründen gut - heissen oder den an gefochtenen Entscheid im Ergebnis mit einer Be - gründung bestätigen, die von jener der Vorinstanz abweicht (vgl. FRITZ GYGI, Bundesverwaltungsrechtspflege, 2. Auflage, Bern 1983, S. 212, vgl. BGE 128 II 145 E. 1.2.2, BGE 127 II 264 E. 1b). 3. 3.1 Der Arbeitgeber, der obligatorisch zu versichernde Arbeitnehmer be - schäftigt, muss eine in das Register für die berufliche Vorsorge eingetra - gene Vorsorgeeinrichtung errichten oder sich einer solchen an schliessen (Art. 11 Abs. 1 BVG). Schliesst sich ein Arbeitgeber einer registrierten Vorsorgeeinrichtung an, so sind alle dem Gesetz unterstellten Arbeitneh - mer bei dieser Vorsorgeeinrichtung versichert (Art. 7 Abs. 1 der Verord - nung vom 18. April 1984 über die berufliche Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenvorsorge [BVV 2, SR 831.441.1]). 3.2 Die Auffangeinrichtung ist eine Vorsorgeeinrichtung (Art. 60 Abs. 1 BVG). Sie ist verpflichtet, Arbeitgeber, die ihrer Pflicht zum Anschluss an eine Vorsorgeeinrich tung nicht nachkommen, anzuschliessen (Art. 60 C-5671/2012 Seite 8 Abs. 2 lit. a BVG). Der Anschluss erfolgt rückwirkend (Art. 11 Abs. 3 BVG). 3.2 Gemäss Art. 66 Abs. 2 BVG in Verbindung mit Art. 3 Abs. 1 der Ve r- ordnung vom 28. August 1985 über die Ansprüche der Auffangeinrichtung der beruflichen Vorsorge (SR 831.434, nachfolgend: Verordnung Au f- fangeinrichtung) sowie Art. 4 der Anschlussbedingungen, welche einen in- tegrierenden Bestandteil der Anschlussverfügung darstellen, hat der A r- beitgeber der Auffangeinrichtung die Beiträge für alle dem BVG unterstell- ten Arbeitnehmer von dem Zeitpunkt an zu entrichten, von dem an er bei einer Vorsorgeeinrichtung hätte angeschlossen sein müssen. 3.3 Grundsätzlich der obligatorischen Versicherung des BVG unterstellt sind die bei der eidgenössischen Alters- und Hinterlassenenversicherung (AHV) versicherten Arbeitnehmer (vgl. Art. 1a und 2 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1946 über die Alters- und Hinterlassenenversicherung [AHVG, SR 831.10]), die das 17. Altersjahr überschritten haben (ab 1. Januar nach Vollendung des 17. Altersjahrs für die Risiken Tod und Inv a- lidität, ab 1. Januar nach Vollendung des 24. Altersjahrs auch für das A l- ter, [Art. 7 Abs. 1 BVG] ) und bei einem Arbeitgeber den in Art. 7 BVG festgelegten Mindestlohn beziehen. Gemäss Art. 7 Abs. 2 BVG entspricht der massgebende Mindestlohn für die Unterstellung unter die BVG-Pflicht dem massgebenden Lohn gemäss AHVG, wobei der Bundesrat Abwe i- chungen zulassen kann. Nach Art. 9 BVG kann er zudem die in Art. 7 Abs. 1 und 2 BVG erwähnten Grenzb eträge den Erhöhungen der einf a- chen minimalen Altersrente der AHV anpassen. Von dieser Möglichkeit hat der Bundesrat im Rahmen der Verordnung vom 18. April 1984 über die berufliche Alters -, Hinterlas senen- und Invalidenvorsorge (BVV2, SR 831.441.1) Gebrauch gemacht. Arbeitnehmende, die das 17. Altersjahr überschritten haben, untersta n- den somit bei Erreichen der folgenden Jahreslöhne der obligatorischen Versicherung: Fr. 25'320.- für die Jahre 2003 und 2004, Fr. 19'350.- für die Jahre 2005 und 2006, Fr. 19'890.- für die Jahre 2007 und 2008, Fr. 20'520.- für die Jahre 2009 und 2010, Fr. 20'880. - für die Jahre 2011 und 2012 (Art. 2 Abs. 1 BVG i.V.m. Art. 7 Abs. 2 BVG und den jeweils gül- tig gewesenen Fassungen von Art. 5 BVV2). Zur Ermittlung der Unterstellung spflicht nach Art. 7 Abs. 1 BVG wie auch zur Berechnung der Beiträge an die berufliche Vorsorge ist der mass - gebende Lohn nach AHVG heranzuziehen (Art. 7 Abs. 2 BVG). Die Vor -C-5671/2012 Seite 9 instanz ist demnach an die Lohnbescheinigungen der Ausgleichskasse gebunden und h at darauf abzustellen (vgl. BGE 115 1b 37 E. 3c-d). Massgebender Jahreslohn ist jener Lohn, den ein Arbeitnehmer bei ganz- jähriger Beschäftigung erzielen würde (Art. 7 BVG). 4. Strittig und zu prüfen ist, ob die Vorinstanz die Beitragsforderung samt Kosten und Gebühren mit Verfügung vom 1. Oktober 2012 zu Rec ht auf Fr. 11'036.25 zuzüglich Zinsen festgesetzt und gleichzeitig den Recht s- vorschlag der Beschwerdeführerin in diesem Umfang aufgehoben hat. Soweit der Vertreter der Beschwerdeführerin in seiner Beschwerdeschrift zumindest sinngemäss geltend macht, er sei davon ausgegangen, dass die infolge der Aufnahme einer selbstständigen Erwerbstätigkeit ausb e- zahlten Austrittsleistungen mit den geschuldeten Beiträgen verrechnet worden seien, ist darauf hinzuwe isen, dass eine solche Verrechnung – sofern sie denn überhaupt zulässig wäre – vorliegend nicht stattgefunden hat und die geschuldeten Beiträge somit nicht durch Verrechnung getilgt wurden. 4.1 4.1.1 Aufgrund der Aktenlage drängt sich zunächst die Frage auf, ob die angefochtene Verfügung nicht zumindest teilweise den Grundsatz ne bis in idem verletzt. 4.1.2 Gemäss dem Grundsatz der materiellen Rechtskraft, welcher auch mit der Formel ne bis in idem beziehungsweise der res iudicata-Wirkung ausgedrückt wird, darf die gleiche Sache nicht zwei Mal beurteilt werden. Somit ist es der Verwaltung grundsätzlich verwehrt, über einen rechtskräf- tig beurteilten Sachverhalt neu zu verfügen und dem Betroffenen dadurch erneut den Rech tsweg zu eröffnen (BGE 125 V 396 E. 1 m.H. ). Ebenso ist die Verwaltung nicht befugt, wenn ihre Forderung aufgrund einer rechtskräftigen Verfügung bereits feststeht, in einer neuen Betreibung selber den Rechtsvorschlag zu beseitigen, sondern es i st dazu der Rechtsöffnungsrichter zuständig (Urteil des Bundesgerichts 9C_903/2009 vom 11. Dezember 2009 E. 2.3 m.H.). 4.1.3 Nach dem zwangsweisen Anschluss der Arbeitgeberin rückwirkend per 1. Januar 2004 erhob die Vorinstanz die geschuldeten Beiträge für den Zeitraum 1. Januar 2004 bis zum 31. Dezembe r 2006 für die Arbei t- nehmer G._______ (bis zu dessen Austritt pe r 31. Dezember 2004; vgl. C-5671/2012 Seite 10 act. 8, 12) und C._______. Per 1. Januar 2007 stellte die Arbeitgeberin ih- ren Betrieb offenbar ein und besch äftigte keine Ar beitnehmer mehr, s o- dass danach keine Beiträge mehr erhoben wurden beziehungsweise b e- reits in Rechnung gestellte Beiträge storniert wurden (act. 60, Beilage; 61 ff.). Die BVG-Beitragspflicht von G._______ und C._______ wird zu Recht nicht bestritten, zumal deren Jahreslöhne über den in Art. 2 Abs. 1 BVG i.V.m. Art. 7 Abs. 2 BVG und Art. 5 BVV2 (in den jeweils gültig g e- wesenen Fassungen) festgelegten Grenzbeträgen lagen (act. 8; 16; 49, Beilage). Betreffend die BVG -Beitragspflicht von C._______, der damals Geschäftsführer und zudem Mitglied des Verwaltungsrats der Arbeitne h- merin war, ist sodann davon auszugehen, dass dieser als Geschäftsfüh- rer in einem Arbeitsverhältnis zur Beschwerdeführerin stand . Überdies sind auch Verwaltungsratsmitglieder einer Aktienge sellschaft als Arbeit- nehmer im Sinn des BVG zu betrachten und unterliegen dem Obligator i- um, soweit sie aufgrund des Mandates mehr oder weniger hauptberuflich für die Gesellschaft tätig sind (HANS-ULRICH STAUFFER, Berufliche Vorsor- ge, 2. Auflage 2012, Rz 550 in fine). 4.2 4.2.1 Neben der angefochtenen Verfügung vom 1. Oktober 2012 liegt mit der Verfügung vom 4. Oktober 2010 eine weitere Beitragsverfügung im Recht. 4.2.2 In der Beitragsverfügung vom 4. Oktober 2010 führte die Vorinstanz als Forderungsgrund die Faktura 1-21847-21847-01-09-1 in der Höhe von Fr. 10'866.-, fällig seit 31. Januar 2009 und die Faktura 1 -21847-21847- 02-09-1 in der Höhe von Fr. 1'170.25 , fällig seit 28. Februar 2009 sowie Mahn- und Inkassokosten von total Fr. 200. - und Betreibungskosten von Fr. 100. - auf und beseitigte den Rechtsvorschlag im Umfang von Fr . 12'336.25 zuzüglich 5 % Zins (act. 70). Diese Verfügung erwuchs una n- gefochten in Rechtskraft. 4.2.3 In der vorliegend angefochtenen Beitragsverfügung vom 1. Oktober 2012 nennt die Vorinstanz wiederum die Faktura 1-21847-21847-01-09-1 – nun allerdings in der Höhe von Fr. 11'016. -, fällig seit 31. Januar 2009 und die Faktura 1-21847-21847-02-09-1 in der Höhe von Fr. 1'170.25, fäl- lig seit 28. Februar 2009 als Forderungsgrund. Des Weiteren führt sie die Faktura 1-21847-21847-03-11-1 in der Höhe von Fr. 100.- fällig seit 31. März 2011 und bisherige Betreibungskosten von Fr. 550.- sowie Mahn- und Inkassokosten von Fr. 200. - auf. Sodann brachte sie eine Gutschrift von Fr. 2'000.- mit Valuta per 30. September 2011 in Abzug und C-5671/2012 Seite 11 hob den Re chtsvorschlag im Umfang von Fr. 11'036.25 zuzüglich 5 % Zinsen auf (act. 92). 4.2.4 Wie bereits erwähnt, liegt über die Forderungen gem äss den Faktu- rae 1 -21847-21847-01-09-1 und 1- 21847-21847-02-09-1 mit der Verf ü- gung vom 4. Oktober 2010 bereits eine rechtskräftige Verfügung vor, mit welcher zudem der Rechtsvorschlag in der damaligen Betreibung im Um- fang von Fr. 12'336.25 beseitigt wurde. Dass die Vorinstanz auf die Ve r- fügung vom 4. Oktober 2010 zurückgekommen ist und diese wi derrufen hat, ist nicht ersichtlich. Insbesondere hat sie nicht geltend gemacht, die ursprüngliche Verfügung sei fehlerhaft und daher aufzuheben gewesen. Diesbezüglich ist darauf hinzuweisen, dass die betragsmässige Differenz von Fr. 150.- der Faktura 1-21847-21847-01-09-1 gemäss der angefoc h- tenen Verfügung im Verhältnis zur Verfügung vom 4. Oktober 2010 darauf zurückzuführen ist, dass dieser Betrag in der Verfügung v om 4. Oktober 2010 in den separat ausgewiesenen Mahn- und Inkasso - und Betre i- bungskosten von total Fr. 300.- Berücksichtigung fand (vgl. dazu die Kon- toabfrage vom 14. Juni 2013 , wonach beim Kontostand von Fr. 11'016.- zu Gunsten der Beschwerdeführerin bis zum Erlass der Verfügung vom 4. Oktober 2010 lediglich Mahn- und Inkassokosten von total Fr. 150. - ver- bucht wurden [act. 97 ]). Sodann begründet auch die Zahlung der B e- schwerdeführerin von Fr. 2 '000.- mit Valuta per 30. September 2011 ke i- nen Abänderungsgrund der Verfügung vom 4. Oktober 2010. Vielmehr handelt es sich dabei um eine Tilgungszahlung nach Erlass dieser Verf ü- gung. Ebensowenig stellen Beiträge, Kosten und Gebühren, die nach E r- lass einer rechtskräftigen Verfügung entstanden sind, ei nen Abände- rungsgrund dar. Liegt nämlich eine rechtskräftige Bei tragsverfügung vor, ist über solche Kosten i m Rahmen einer neuen Beitragsverfügung zu b e- finden. Würde aufgrund solcher Kosten die ursprüngliche Verfügung wi e- derrufen und neu verfügt , erhielte d ie Beitragsschuldnerin erneut die Möglichkeit die gesamte Beitragsforderung anzufechten. Mithin würde ihr auch betreffend die bereits rechtskräftig festgesetzte Forderung wiederum der Rechtsmittelweg eröffnet. 4.2.5 Soweit die Vorinstanz mit der angefochtenen Ve rfügung vorausset- zungslos wiederum materiell über diese Forderung von Fr. 12'336.25 ver- fügt hat, verletzt sie den Grundsatz ne bis in idem . In diesem Sinn wäre sie in der erneuten Betreibung insbesondere nicht befugt gewesen, im Umfang der rechtskräftig ve rfügten Beitragsforderung selber den Recht s- vorschlag zu beseitigen. Vielmehr wäre dazu der Rechtsöffnungsrichter im "normalen" Rechtsöffnungsverfahren zuständig (Art. 60 Abs. 2 bis BVG C-5671/2012 Seite 12 i.V.m. Art. 80 Abs. 2 Ziff. 2 des Bundesgesetzes vom 11. April 1889 über Schuldbetreibung und Konkurs [SchKG, SR 281.1]; Urteil 9C_903/2009 E. 2.3), an welchen sich die Vorinstanz zur Beseitigung des Rechtsvo r- schlags hätte wenden müssen. Mithin verfügt sie mit der Verfügung vom 4. Oktober 2010 über einen definitiven Rechtsöffnungstitel. 4.3 Als Zwischenergebnis ist festzuhalten, dass die Vorinstanz in der a n- gefochtenen Verfügung in unzulässiger Weise über eine bereits materiell rechtskräftig feststehende Forderung erneut verfügt hat. Ferner hat sie betreffend diese rechtskräftig fe ststehende Forderung als unzuständige Behörde in der erneuten Betreibung den Rechtsvorschlag aufgehoben. Die angefochtene Verfügung erweist sich in diesen Punkten als schwe r- wiegend und offensichtlich mangelhaft, sodass sie als nichtig zu betrac h- ten ist (zur Nichtigkeit von Verfügungen vgl. BGE 132 II 21 E. 3.1; Urteile des Bundesgerichts 1C_280/2010 vom 16. September 2010 E. 3.1, 8C_1065/2009 vom 31. August 2010 E. 4.2.3, mit weiteren Hinweisen; PIERRE TSCHANNEN/ULIRCH ZIMMERLI/MARKUS MÜLLER, Allgemeines Ver- waltungsrecht, 3. Aufl., Bern 2009, § 31 Rz. 16, m.H. ). Eine nichtige Ver- fügung hat grundsätzlich keinerlei rechtliche Relevanz – so, als wäre sie nie erlassen worden. Die Nichtigkeit einer Verfügung ist von Amtes wegen zu beachten und kann von jederma nn jederzeit geltend gemacht werden. Aufgrund ihrer fehlenden Rechtswirkung kann eine nichtige Verfügung auch nicht Anfechtungsobjekt einer Verwaltungsgerichtsbeschwerde sein, weshalb auf eine entsprechende Beschwerde nicht einzutreten ist. J e- doch ist die Nichtigkeit im Rahmen eines Be schwerdeverfahrens im Dispositiv festzustellen (BGE 129 V 485 E. 2.3, 127 II 32 E. 3g; BVGE 2008/59 E. 4.3; Urteil des Bundesverwaltungs gerichts A-6829/2010 vom 4. Februar 2011 E. 2.2.3). Soweit sich die Beschwerde gegen den nicht i- gen Teil der Verfügung richtet, kann ledigl ich deren Teilnichtigkeit festge- stellt werden und daher auf die Beschwerde in diesem Punkt nicht einge- treten werden. 4.4 4.4.1 Des Weiteren hat die Vorinstanz in der angefochtenen Verfügung neben den bereits erwähnten Fakturae (1 -21847-21847-01-09-1 und 1-21847-21847-02-09-1) eine Faktura 1 -21847-21847-03-11-1, fällig seit 31. März 2011 in der Höhe von Fr. 100. - und Betreibungskosten von Fr. 550.- sowie Mahn - und Inkassokosten von Fr. 200. - und somit ge- samthaft Kosten und Gebühren von Fr. 850.- aufgeführt. Die vorstehend festgestellte Teilnichtigkeit hätte an sich keinen Einfluss auf diese Ford e- rungen, sofern sie nach Erlass der Verfü gung vom 4. Oktober 2010 en t-C-5671/2012 Seite 13 standen sind und somit noch nicht Gegenstand der Verfügung vom 4. Ok- tober 2010 bildeten und überdies nicht im Zusammenhang mit dem nic h- tigen Teil der angefochtenen Verfügung standen. Aufgrund der Aktenlage kann dies jedoch nicht zweifelsfrei ausgeschlossen werden. 4.4.2 Gemäss der Kontoabfrage vom 14. Juni 2013 wurden nach Erlass der Verfügung vom 4. Oktober 20 10 b ei einem Kontostand von Fr. 12'336.25 zu Gunsten der Vorinstanz bis zum Erlass der angefocht e- nen Verfügung lediglich Kosten von total Fr. 700. - verbucht (vgl. act. 97). Somit besteht im Vergleich zu dem in der angefochtenen Verfügung au f- geführten Betrag von total Fr. 850.- eine aufgrund der vorhandenen Akten nicht erklärbare Differenz von Fr. 150.-, welche möglicherweise bereits Gegenstand der Verfügung vom 4. Oktober 2010 bildete. Die Kosten und Gebühren von Fr. 850.- sind daher bereits aus diesem Grund ni cht nach- vollziehbar. 4.4.3 Sodann ist darauf hinzuweisen, dass die mit Urteil des Bundesve r- waltungsgerichts C-1899/2011 vom 15. Oktober 2013 formulierten Ang a- ben, welche eine Beitragsverfügung zu enthalten hat, damit die Anford e- rungen an die Begründungspflicht gemäss Art. 29 Abs. 2 der Bundesve r- fassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft vom 18. April 1999 (BV, SR 101; vgl. auch Art. 35 Abs. 1 VwVG sowie Ulrich Häfeli/Walter Ha l- ler/Helen Keller, Schweizerisches Bundesstaatsrecht, 8. Aufl., Zürich 2012, Rz. 838) erfüllt sind, auch für Gebühren und Kosten gelten (vgl. E. 4.3 des vorgenannten Urteils). Diese Erfordernisse erfüllt die angefocht e- ne Verfügung auch betreffend den Betrag von Fr. 700.-, der aufgrund der Akten zumindest in der Summe wenigsten s einigermassen ableitbar e r- scheint, nicht ansatzweise. Mithin fehlt es an einer Auflistung der erhob e- nen Kosten und Gebühren unter Hinweis auf die diesen zugrunde liege n- den Massnahmen. Fraglich ist unter anderem, ob in den Fr. 850. - bezie- hungsweise Fr. 700.- auch Gebühren für Betreibungsverfahren enthalten sind, die in der Folge von der Vorinstanz zurückgezogen wurden. Hinzu kommt, dass für Betreibungskosten keine Rechtsöffnung zu erteilen ist, da die Betreibungskosten gemäss Art. 68 Abs. 2 SchKG vorab von den Zahlungen des Schuldners zu erheben sind (vgl. Urteil des Bundesve r- waltungsgerichts C-5956/2011 vom 18. November 2011 E. 9.4 m.H.). 4.4.4 Unter diesen Umständen war der Beschwerdeführerin weder die Überprüfung der Beitragsforderung beziehungsweise der Kosten und Ge- bühren noch eine substantiierte Anfechtung der Beitragsverfügung mö g- lich. Die Vorinstanz ist ihrer Begründungspflicht daher nicht nachgeko m-C-5671/2012 Seite 14 men, worin eine Verletzung des rechtlichen Gehörs zu erblicken ist (vgl. dazu Urteil des Bundesverwaltungsgerichts C -7809/2009 vom 29. März 2012 E. 2.3). Die Verletzung des rechtlichen Gehörs führt – ungeachtet der Erfolgsaussichten der Beschwerde in der Sache selbst – in der Regel zur Aufhebung der angefochtenen Verfügung. Eine Heilung der Verle t- zung des rechtlichen Gehörs (vgl. Urteil des Eidgenössischen Versich e- rungsgerichts I 193/04 vom 14. Juli 2006 [seit 1. Januar 2007: Sozial- rechtliche Abteilungen des Bundesgerichts] und BGE 126 V 190 E. 2b; vgl. auch das Urteil des Bundesverwaltungsgerichts C-6034/2009 E. 4.3.2 vom 20. Januar 2010) steht vorliegend ausser Frage, zumal sich die B e- rechnung der Beitragsforderung und der Kosten und Gebühren aufgrund der vorhandenen unvollständigen Berechnungsgrundlagen und Akten auch im Be schwerdeverfahren nicht schlüssig und widerspru chsfrei her- leiten lässt. 4.5 Des Weiteren hat die Vorinstanz die Höhe der Gebühr für die Be i- tragsverfügung offenbar nach ihrem Kostenreglement erhoben. Diese richtet sich jedoch nicht nach dem Kostenreglement, sondern nach den Bestimmungen der Gebührenverordnu ng vom 23. September 1996 zum Bundesgesetz über die Schuldbetreibung und Konkurs (GebV SchKG, SR 281.35). Die Gebühr für die Beitragsverfügung wäre somit nach Art. 48 GebV SchKG festzulegen gewesen (vgl. Urteil des Bundesverwa l- tungsgerichts C -6790/2008 vom 2. Dezember 2010 E. 5.3 sowie C - 1899/2011 vom 15. Oktober 2013 E. 5.4.3). 4.6 Die angefochtene Verfügung erweist sich somit auch in diesen Pun k- ten als rechtswidrig. 5. 5.1 Zusammenfassend ist festzuhalten, dass die angefochtene Verfügung teilnichtig ist, soweit die Vorinstanz darin über die bereits mit Verfügung vom 4. Oktober 2010 rechtskräftig festgesetzte Beitragsforderung samt Kosten und Gebühren verfügt und in der erneuten Betreibung zudem den Rechtsvorschlag wiederum aufgehoben hat. Auf die Beschwerde im Z u- sammenhang mit diesem Teil der Forderung ist daher nicht einzutreten. Was die Kosten und Gebühre n in der Höhe von Fr. 850. - betrifft, hat die Vorinstanz das rechtliche Gehör der Beschwerdeführerin verletzt. Mithin erfüllt die angefochtene Verfügung die Erford ernisse an eine begründete Verfügung nicht ansatzweise. Sodann erweist sich Erhebung von Verf ü- gungskosten als rechtswidrig. In diesen Punkten ist die Beschwerde gu t-C-5671/2012 Seite 15 zuheissen und die Sache zum Erlass einer neuen, ausreichend detailliert und nachvollziehbar begründeten Verfügung an die Vorinstanz zurückz u- weisen. 5.2 Aufgrund der gravierenden Mängel ist es geboten, der Vorinstanz das Verfahren in betreibungsrechtlicher Hinsicht in Fällen wie dem vorliege n- den kurz in Erinnerung zu rufen : Verfügt die Vorinstanz bereits über eine rechtskräftige Beitragsverfügung, mit der sie den Rechtsvorschlag der Ar- beitgeberin aufgehoben hat, ist sie grundsätzlich nicht mehr befugt (vo r- aussetzungslos) über die rechtskräftig festgesetzte Forderung erneut zu verfügen und gleichzei tig wiederum den Rechtsvorschlag aufzuheben. Vielmehr ist dazu der Rechtsöffnungsrichter im "normalen" Rechtsöf f- nungsverfahren zuständig (Art. 60 Abs. 2bis BVG i.V.m Art. 80 Abs. 2 Ziff. 2 SchKG; Urteil 9C_903/2009 E. 2.3). Mithin stellt die rechtskräftige Bei- tragsverfügung einen definitiven Rechtsöffnungstitel gemäss Art. 80 SchKG dar. Die Arbeitgeberin kann dem definitiven Rechtsöffnungstitel lediglich noch die Nichtigkeit der Ver fügung sowie die Einwendungen nach Art. 81 Abs. 1 SchKG (Tilgung, Stundung, Verjährung) entgegenhal- ten. In diesem Sinn steht es der Vorinstanz nach wie vor offen, die mit Verfügung vom 4. Oktober 2010 bereits rechtskräftig festgesetzte Ford e- rung zu vollstrecken. 6. 6.1 Zu befinden bleibt über die Verfahrenskosten und eine allfällige Pa r- teientschädigung. 6.2 Die Verfahrenskosten sind in der Regel von der unterliegenden Partei zu tragen. Da die Teilnichtigkeit der angefochtenen Verfügung der Vori n- stanz anzulasten ist und die Gutheissung und Rückweisung praxisg e- mäss als Obsiegen der be schwerdeführenden Partei gilt, sind der B e- schwerdeführerin keine Ver fahrenskosten aufzuerlegen. Ebenso wenig sind bei der Vorinstanz Verfahrenskosten zu erheben (vgl. Art. 63 Abs. 1 und 2 VwVG; BGE 132 V 215 E. 6.1). Der von der Beschwerdeführerin geleistete Kostenvorschuss von Fr. 1'200.- ist ihr zurückzuerstatten. 6.3 Der nicht vertretenen Beschwerdeführerin sind im vorliegenden Ver - fahren keine unverhältnismässig hohe n Kosten entstanden, sodass sie keinen Anspruch auf eine Parteientschädigung hat (Art. 7 Abs. 4 des Reg- lements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 137.320.2]). Auch der unte r-C-5671/2012 Seite 16 liegenden Vorinstanz ist keine Parteientschädigung zuzusprechen (Art. 7 Abs. 1 VGKE e contrario). Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 1. Es wird festgestellt, dass die Verfügung vom 1. Oktober 2012 teilnichtig ist, soweit die Vorinstanz darin erneut über die bereits mit Verfügung vom 4. Oktober 2010 rechtskräftig festgesetzte Beitragsforderung samt Kosten verfügt und in der Betreibung den Rechtsvorschlag in diesem Umfang aufgehoben hat. Auf die Beschwerde wird in diesem Punkt nicht eingetreten. 2. Soweit in der Verfügung vom 1. Oktober 2012 betreffend die nach Erlass der Verfügung vom 4. Oktober 2010 entstand enen Kosten und Gebühren Anordnungen getroffen werden, wird die Beschwerde gutgeheissen und die Sache zur neuen Beurteilung und zu neuem Entscheid im Sinn der Erwägungen an die Vorinstanz zurückgewiesen. 3. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. Der gelei stete Kostenvo r- schuss in der Höhe von Fr. 1'200.- wird der Beschwerdeführerin nach Ein- tritt der Rechtskraft des vorliegenden Urteils zurückerstattet. 4. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen. 5. Dieses Urteil geht an: – die Beschwerdeführerin (Gerichtsurkunde; Beilage: Formular Zah- lungsstelle) – die Vorinstanz (Ref-Nr._______; Gerichtsurkunde) – das Bundesamt für Sozialversicherungen – die Oberaufsichtskommission Für die Rechtsmittelbelehrung wird auf die nächste Seite verwiesen. C-5671/2012 Seite 17 Der vorsitzende Richter: Der Gerichtsschreiber: David Weiss Matthias Burri-Küng Rechtsmittelbelehrung: Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen nach Eröffnung beim Bun- desgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern , Beschwerde in öffentlich - rechtlichen Angelegenheiten geführt werden, sofern die Voraussetzungen gemäss den Art. 82 ff., 90 ff. und 100 des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (BGG, SR 173.110) gegeben sind . Die Rechtsschrift ist in einer Amtssprache abzufassen und hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. Der ang e- fochtene Entscheid und die Beweismittel sind, soweit sie der Beschwe r- deführer in Händen hat, beizulegen (Art. 42 BGG). Versand: