A bteilung V E -4472/2006 gyk/bec {T 0/2} U rteil vom 13. Juli 2007 M itw irkung: R ichter G ysi, R ichter W eber, R ichterin Teuscher G erichtsschreiber Berger R : _______, geboren _______, Afghanistan, w ohnhaft _______, Beschw erdeführer gegen B undesam t für M igration (B FM ), Q uellenw eg 6, 3003 Bern, Vorinstanz betreffend Verfügung vom 14. Februar 2005 i.S. Vollzug der W egw eisung / N _______ B u n d e s v e rw a ltu n g s g e ric h t T rib u n a l a d m in is tra tif fé d é ra l T rib u n a le a m m in is tra tiv o fe d e ra le T rib u n a l a d m in is tra tiv fe d e ra l2 D as B undesverw altungsgericht stellt fest: A. D er Beschw erdeführer reichte am 4. Juni 2004 an der Em pfangsstelle Kreuzlingen ein Asylgesuch ein und w urde dort am 7. Juni 2004 unter anderem zu seiner Aus- reise aus dem H eim atland befragt. Seinen Angaben zufolge verliess er Afghanis- tan im Jahre 2002. Er habe zirka eineinhalb Jahre im Iran gelebt, bevor er sich knapp ein halbes Jahr in der Türkei aufgehalten habe. Von dort sei er auf dem Seew eg und anschliessend über ihm unbekannte Länder am 1. Juni 2004 in die Schw eiz gelangt. Am 11. Juni 2004 w urde er vom Bundesam t für M igration ge- stützt auf Art. 29 Abs. 4 des Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 (AsylG , SR 142.31) direkt angehört. B. Anlässlich der Befragungen m achte der Beschw erdeführer im W esentlichen gel- tend, er stam m e aus _______ im D istrikt D jaghuri der Provinz G hazni, gehöre der Ethnie der H azara an und habe seit seiner G eburt bis zur Ausreise dort gelebt. Er habe eine freundschaftliche Beziehung zu einer afghanischen jungen Frau ge- pflegt. D ie Frau sei jedoch von ihrem Vater einem anderen M ann versprochen w or- den, nachdem dessen Fam ilie für sie eine beträchtliche Sum m e G eld bezahlt hät- te. N ach der arrangierten Verlobung m it dem anderen M ann hätten sich die Frau und der Beschw erdeführer ew ige Treue geschw oren. D ie Frau sei vom Beschw er- deführer schw anger gew orden. Aufgrund dieser „verbotenen“ Beziehung seien die Frau und der Beschw erdeführer vom D orfgeistlichen zum Tode verurteilt w orden. Vor diesem H intergrund habe er sein H eim atland R ichtung Iran verlassen m üssen. D er Beschw erdeführer reichte keine heim atlichen Identitätspapiere zu den Akten. C . M it Verfügung vom 14. Februar 2005 lehnte das BFM das Asylgesuch des Be- schw erdeführers ab, ordnete seine W egw eisung aus der Schw eiz an und erw og, der Vollzug der W egw eisung sei zulässig, zum utbar und m öglich. Zur Begründung w urde ausgeführt, die Vorbringen des Beschw erdeführers w ürden den Anforderun- gen an die G laubhaftm achung nach Art. 7 AsylG nicht genügen. Insbesondere habe er zu w esentlichen Punkten des geltend gem achten Sachverhaltes unter- schiedliche und som it w idersprüchliche Angaben gem acht; zudem seien seine Schilderungen zu w enig konkret, detailliert und differenziert ausgefallen, sodass der Eindruck verm ittelt w erde, er habe das G eschilderte nicht selbst erlebt. Bezüg- lich des W egw eisungsvollzugs stellte die Vorinstanz fest, dass es der afghani- schen R egierung unter dem am 9. O ktober 2004 gew ählten Präsidenten H am id Karzai gelungen sei, die Situation im Land insgesam t zu stabilisieren. Ausserdem habe sie durch die Einbindung eines G rossteils der lokalen M achthaber ihren Ein- flussbereich w esentlich über Kabul hinaus ausdehnen können. Zur G ew ährung der Sicherheit der Bevölkerung w erde die R egierung auch von der internationalen Schutztruppe ISAF unterstützt und die W iederaufbauteam s seien w eiterhin operationell. Es sprächen auch keine individuellen G ründe gegen die Zum utbarkeit des W egw eisungsvollzugs des Beschw erdeführers, zum al er sein Leben lang in seinem H eim atdorf gelebt habe und dort über ein tragfähiges soziales Beziehungs- netz verfüge. D . D er Beschw erdeführer beantragte bei der Schw eizerischen Asylrekurskom m ission (AR K) m it Eingabe vom 4. M ärz 2005 die Aufhebung der Ziffern 4 und 5 der vorins-3 tanzlichen Verfügung. Es sei die U nzulässigkeit und allenfalls die U nzum utbarkeit des W egw eisungsvollzuges festzustellen und infolgedessen die vorläufige Aufnah- m e anzuordnen. In verfahrensrechtlicher H insicht beantragte er die unentgeltliche Prozessführung und den Erlass des Kostenvorschusses. Er begründete seine An- träge im W esentlichen m it dem Verw eis auf verschiedene Berichte der Schw eizeri- schen Flüchtlingshilfe (SFH ), des U N H C R und der H um an R ights W atch. Seit dem Sturz des Taliban-R egim es bem ühe sich die afghanische R egierung zw ar um die Etablierung von Sicherheit, Stabilität und Frieden, sei aber von dieser Zielerrei- chung noch w eit entfernt. N ach gew issen Berichten habe sich die Sicherheitslage in Afghanistan nicht verbessert, da W arlords, bew affnete G ruppen und R estgrup- pen der Taliban das Land dom inieren und gegen die M enschenrechte verstossen w ürden. D ie Zentralregierung habe sich nicht durchgesetzt. Besonders gefährlich sei die Lage ausserhalb Kabuls. Auch die hum anitäre Situation stelle sich äusserst kritisch dar. Bezüglich der individuellen Situation m achte der Beschw erdeführer geltend, Angehörige der H azara seien w eiterhin diskrim iniert und O pfer von Ü ber- griffen, denen sie schutzlos ausgesetzt seien. E. M it Eingabe vom 11. M ärz 2005 liess der Beschw erdeführer eine Fürsorgebestäti- gung zu den Akten reichen. F. M it Zw ischenverfügung vom 14. M ärz 2005 hiess die AR K das G esuch um unent- geltliche R echtspflege gut und verzichtete auf die Erhebung eines Kostenvor- schusses. G . D ie Vorinstanz schloss m it Vernehm lassung vom 18. M ärz 2005 auf Abw eisung der Beschw erde, da diese keine neuen erheblichen Tatsachen oder Bew eism ittel enthalte, w elche eine Änderung ihres Standpunktes rechtfertigen könnten. D as BFM strich dabei hervor, dass die H azara in Afghanistan keiner gezielten Verfol- gung ausgesetzt seien und Angehörige dieser Ethnie auch in der R egierung und der staatlichen Verw altung vertreten seien. D ie Vernehm lassung w urde dem Be- schw erdeführer am 22. M ärz 2005 ohne R eplikrecht zur Kenntnis gebracht. D as B undesverw altungsgericht zieht in Erw ägung: 1. 1.1 G em äss Art. 31 des Verw altungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (VG G , SR 173.32) beurteilt das Bundesverw altungsgericht Beschw erden gegen Verfügungen nach Art. 5 des Bundesgesetzes vom 20. D ezem ber 1968 über das Verw altungs- verfahren (Vw VG , SR 172.021), sofern keine Ausnahm e nach Art. 32 VG G vor- liegt. Als Vorinstanzen gelten die in Art. 33 und 34 VG G genannten Behörden. D azu gehören Verfügungen des BFM gestützt auf das Asylgesetz; das Bundesver- w altungsgericht entscheidet in diesem Bereich endgültig (Art. 105 AsylG ; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BG G , SR 173.110]). 1.2 D as Bundesverw altungsgericht übernim m t, sofern es zuständig ist, die Beurteilung der am 31. D ezem ber 2006 bei der AR K hängigen R echtsm ittel. D as neue Verfah- rensrecht ist anw endbar (vgl. Art. 53 Abs. 2 VG G ).4 1.3 M it Beschw erde kann die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige oder unvoll- ständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts und die U nangem essen- heit gerügt w erden (Art. 106 Abs. 1 AsylG ). 2. D ie Beschw erde ist form - und fristgerecht eingereicht; der Beschw erdeführer ist le- gitim iert (Art. 6 AsylG i.V.m . Art. 48 und 50 ff. Vw VG ). Auf die Beschw erde ist ein- zutreten. 3. D ie vorliegende Beschw erde richtet sich lediglich gegen die Ziffern 4 und 5 des D ispositivs der angefochtenen Verfügung des BFM . D ie Ziffern 1, 2 und 3 des D is- positivs der Verfügung (betreffend Flüchtlingseigenschaft, Asylgew ährung und An- ordnung der W egw eisung an sich) sind som it in R echtskraft erw achsen. Im Fol- genden ist daher zu prüfen, ob die Vorinstanz den Vollzug der W egw eisung zu R echt angeordnet hat. 4. 4.1 Ist der Vollzug der W egw eisung nicht m öglich, nicht zulässig oder nicht zum utbar, so regelt das Bundesam t das Anw esenheitsverhältnis nach den gesetzlichen Be- stim m ungen über die vorläufige Aufnahm e von Ausländern (Art. 44 Abs. 2 AsylG ; Art. 14a Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 26. M ärz 1931 über Aufenthalt und N ie- derlassung der Ausländer [AN AG , SR 142.20]). 4.2 D er Vollzug ist nicht m öglich, w enn der Ausländer w eder in den H erkunfts- oder in den H eim atstaat noch in einen D rittstaat verbracht w erden kann. Er ist nicht zuläs- sig, w enn völkerrechtliche Verpflichtungen der Schw eiz einer W eiterreise des Aus- länders in seinen H eim at-, H erkunfts- oder einen D rittstaat entgegenstehen. D er Vollzug kann insbesondere nicht zum utbar sein, w enn er für den Ausländer eine konkrete G efährdung darstellt (Art. 14a Abs. 2 - 4 AN AG ). 4.3 N iem and darf in irgendeiner Form zur Ausreise in ein Land gezw ungen w erden, in dem sein Leib, sein Leben oder seine Freiheit aus einem G rund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet sind oder in dem die G efahr besteht, dass er zur Ausreise in ein solches Land gezw ungen w ird (Art. 5 Abs. 1 AsylG ). 4.4 G em äss Art. 25 Abs. 3 der Bundesverfassung der Schw eizerischen Eidgenossen- schaft vom 18. April 1999 (BV, SR 101), Art. 3 des Ü bereinkom m ens vom 10. D e- zem ber 1984 gegen Folter und andere grausam e, unm enschliche oder erniedri- gende Behandlung oder Strafe (FoK, SR 0.105) und der Praxis zu Art. 3 der Kon- vention zum Schutze der M enschenrechte und G rundfreiheiten vom 4. N ovem ber 1950 (EM R K, SR 0.101) darf niem and der Folter oder unm enschlicher oder ernied- rigender Strafe oder Behandlung unterw orfen w erden. 4.5 D ie erw ähnten drei Bedingungen für einen Verzicht auf den Vollzug der W egw ei- sung (U nzulässigkeit, U nzum utbarkeit und U nm öglichkeit) sind alternativer N atur. Sobald eine von ihnen erfüllt ist, ist der Vollzug der W egw eisung als undurchführ- bar zu betrachten und die w eitere Anw esenheit in der Schw eiz gem äss den Be- stim m ungen über die vorläufige Aufnahm e zu regeln (vgl. die w eiterhin geltende Praxis der ehem aligen AR K in Entscheidungen und M itteilungen der Schw eizeri- schen Asylrekurskom m ission / [EM AR K] 2006 N r. 10).5 4.6 W eil sich vorliegend der Vollzug der W egw eisung - aus den nachfolgend aufge- zeigten G ründen - als unzum utbar erw eist, ist auf eine Erörterung der beiden an- dern Kriterien - insbesondere der Zulässigkeit des W egw eisungsvollzuges - zu ver- zichten. 4.7 Aus hum anitären G ründen, nicht in Erfüllung völkerrechtlicher Pflichten der Schw eiz, w ird auf den Vollzug der W egw eisung auch verzichtet, w enn die R ück- kehr in den H eim atstaat für den Betroffenen eine konkrete G efährdung darstellt. Eine solche G efährdung kann angesichts der im H eim atland herrschenden allge- m einen politischen Lage, die sich durch Krieg, Bürgerkrieg oder durch eine Situati- on allgem einer G ew alt kennzeichnet, oder aufgrund anderer G efahrenm om ente, w ie beispielsw eise einer notw endigen m edizinischen Behandlung, angenom m en w erden (vgl. Botschaft zum Bundesbeschluss über das Asylverfahren vom 22. Juni 1990, BBl 1990 II 668). 4.7.1 D ie AR K hat sich in EM AR K 2003 N r. 10 und 30 eingehend zur Lage in Kabul ge- äussert und die U nterschiede zw ischen der Stadt Kabul und anderen R egionen Af- ghanistans dargestellt. Infolge der vergleichsw eise günstigeren Situation hat sie den W egw eisungsvollzug nach Kabul unter bestim m ten strengen Voraussetzun- gen, insbesondere einem tragfähigen Beziehungsnetz und einer gesicherten W ohnsituation, als zum utbar erachtet. D ie AR K kam in ihrem publizierten U rteil vom 25. N ovem ber 2003 (EM AR K 2003 N r. 30) gestützt auf eine eingehende Ana- lyse zum Schluss, dass eine R ückkehr in die Provinz G hazni als existenzbedro- hend und dam it als unzum utbar zu qualifizieren sei. In ihrem U rteil vom 24. Januar 2006 (EM AR K 2006 N r. 9) bestätigte und ergänzte die AR K ihre R echtsprechung aus dem Jahr 2003. Zusätzlich zu Kabul erachtete sie den W egw eisungsvollzug in jene R egionen Afghanistans als grundsätzlich zum utbar, in w elchen seit dem Jah- re 2004 keine signifikanten m ilitärischen Aktivitäten stattgefunden haben oder die keiner dauernden U nsicherheit ausgesetzt sind. D iese Voraussetzungen sind im Fall einer W egw eisung nach Kabul und - seit EM AR K 2006 N r. 9 - auch in die Pro- vinzen Parw an, Baghlan, Takhar, Badakhshan, Kunduz, Balkh, Sari Pul, H erat und in die G egend von Sam angan, die nicht zum H azarajat zu zählen ist, gegeben, w o- bei im Sinne einer Einschränkung die in EM AR K 2003 N r. 10 erw ogenen strengen Bedingungen beachtet w erden m üssen. 4.7.2 W ie vorstehend erw ähnt, ist der Beschw erdeführer Angehöriger der Ethnie der H azara und stam m t aus dem D istrikt D jaghuri der Provinz G hazni, w o er bis zu der von ihm geltend gem achten Ausreise im Jahre 2002 m it seinen Verw andten gelebt habe. D ieser - w estliche - Teil der Provinz G hazni gehört zum H azarajat (vgl. EM AR K 2003 N r. 30 E. 7a S. 193). D ahin erachtet die AR K - w ie sich aus den vor- angehenden Erw ägungen ergibt - den Vollzug der W egw eisung als unzum utbar, andererseits ergibt sich aus EM AR K 2006 N r. 9, dass die AR K einen generellen W egw eisungsvollzug in das H azarajat bew usst ausschloss, zum al sie festhielt, dass der W egw eisungsvollzug in die R egion Sam angan nur unter Ausschluss der- jenigen G ebiete, w elche zum H azarajat gehören, als generell zum utbar erachtet w ürde (EM AR K 2006 N r. 9 E. 7.8 S. 102). D as Bundesverw altungsgericht sieht keinen G rund zu einer Änderung oder Präzisierung der in EM AR K 2006 N r. 9 ver- öffentlichten und sich auf die frühere Praxis stützenden Einschätzung der Lage in Afghanistan. D ie bisherige, in EM AR K 2003 N r. 10 und 30 sow ie EM AR K 2006 N r. 9 festgelegte Praxis hat folglich auch im heutigen Zeitpunkt noch G ültigkeit.6 4.7.3 Es stellt sich daher die Frage, ob dem Beschw erdeführer allenfalls eine Aufent- haltsalternative in einem anderen Landesteil Afghanistans zur Verfügung steht. D ie Anerkennung einer zum utbaren innerstaatlichen Aufenthaltsalternative eines aus dem H azarajat stam m enden Asylsuchenden etw a nach Kabul - w o die allgem eine Situation als relativ stabil zu bezeichnen ist (vgl. EM AR K 2003 N r. 10 E. 10b S. 66 ff.) - setzt insbesondere die Existenz eines tragfähigen Fam ilien- oder Beziehungs- netzes sow ie eine gesicherte W ohnsituation in dieser Stadt voraus; m ithin ist bei der Beurteilung der individuellen Zum utbarkeitskriterien eine differenzierte Beurtei- lung angezeigt (vgl. EM AR K 2003 N r. 30 E. 7b S. 193 f.). D er Beschw erdeführer verfügt in Kabul oder in einer anderen G egend Afghanistans aufgrund der Aktenla- ge w eder über eine gesicherte W ohnsituation noch über ein tragfähiges Fam ilien- oder Beziehungsnetz. D aran ändert auch der U m stand nichts, dass der Vater des Beschw erdeführers früher Besitzer eines H auses in Kabul gew esen sein soll, das jedoch zerstört w orden ist. M ithin fehlen ihm die entscheidenden Zum utbarkeits- faktoren, um sich in einem anderen G ebiet seines H eim atlandes eine Existenz- grundlage aufbauen beziehungsw eise sichern zu können. 4.8 Angesichts der gesam ten U m stände ist der Vollzug der W egw eisung - der Praxis dar AR K, w elche in diesem Punkt auch für das Bundesverw altungsgericht w eiter- hin G ültigkeit erlangt, entsprechend - als unzum utbar zu bezeichnen. D ie Voraus- setzungen für die G ew ährung der vorläufigen Aufnahm e sind dem nach erfüllt. Ei- ner vorläufigen Aufnahm e stehen im Ü brigen auch keine einschränkenden gesetz- lichen Tatbestände (Art. 14 Abs. 6 AN AG ) entgegen. 4.9 D ie Beschw erde ist bezüglich der Ziffern 4 und 5 des D ispositivs der angefochte- nen Verfügung gutzuheissen. D ie Ziffern 4 und 5 des D ispositivs der Verfügung des Bundesam tes sind aufzuheben und das Bundesam t ist anzuw eisen, den Be- schw erdeführer vorläufig aufzunehm en (vgl. Art. 44 Abs. 2 AsylG und Art. 14a Abs. 1 bis 4 AN AG ). 5. Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind keine Kosten zu erheben (Art. 63 Abs. 1 Vw VG ). 6. D ie Beschw erdeinstanz kann der ganz oder teilw eise obsiegenden Partei von Am - tes w egen oder auf Begehren eine Entschädigung für ihr erw achsene notw endige und verhältnism ässig hohe Kosten zusprechen (Art. 64 Abs. 1 Vw VG ). Aufgrund der Aktenlage ist nicht davon auszugehen, dass dem nicht vertretenen Beschw er- deführer durch das Abfassen seiner Beschw erde notw endige und verhältnism ässig hohe Kosten erw achsen sind, w eshalb keine Parteientschädigung zu entrichten ist. (D ispositiv nächste Seite)7 D em nach erkennt das B undesverw altungsgericht: 1. D ie Beschw erde w ird gutgeheissen. 2. D ie Ziffern 4 und 5 des D ispositivs der angefochtenen Verfügung w erden aufgeho- ben. D as BFM w ird angew iesen, den Beschw erdeführer vorläufig aufzunehm en. 3. Es w erden keine Verfahrenskosten auferlegt. 4. Es w ird keine Parteientschädigung ausgerichtet. 5. D ieses U rteil geht an: - den Beschw erdeführer (eingeschrieben) - die Vorinstanz, Abteilung Aufenthalt und R ückkehrförderung, m it deren Akten (R ef.-N r. N _______) - Y. _______ D er vorsitzende R ichter: D er G erichtsschreiber: Kurt G ysi C hristoph Berger Versand am :