A bteilung IV D -1390/2007 D -1391/2007 {T 0/2} U rteil vom 8. M ai 2007 M itw irkung: R ichterin Spälti G iannakitsas, R ichter Schürch, R ichter Scherrer G erichtsschreiber W eber 1. A ._______, geboren _______ 2. B ._______, geboren _______ 3. C ._______, geboren _______ alle aus N epal, verteten durch D r. R oland W iniger, _______, G esuchsteller betreffend U rteile der Schw eizerischen A sylrekurskom m ission (A R K ) vom 15. N ovem ber 2006 i.S. A syl und W egw eisung / _______ B u n d e s v e rw a ltu n g s g e ric h t T rib u n a l a d m in is tra tif fé d é ra l T rib u n a le a m m in is tra tiv o fe d e ra le T rib u n a l a d m in is tra tiv fe d e ra l2 D as B undesverw altungsgericht stellt fest, dass die G esuchsteller ihr H eim atland eigenen Angaben zufolge am 11. D ezem ber 2005 auf dem Luftw eg verliessen und am 24. D ezem ber 2005 in der Schw eiz Asylgesuche stellten, dass sie dazu am 3. Januar 2006 im Em pfangs- und Verfahrenszentrum _______ sum m arisch befragt w urden, dass die Vorinstanz am 24. Januar 2006 (G esuchsteller) beziehungsw eise am 25. Januar 2006 (G esuchstellerin) gleichenorts direkte Bundesanhörungen durchführte, dass der G esuchsteller dabei geltend m achte, die G esuchstellerin stam m e aus einer hö- heren Kaste als er selber, w eshalb eine offizielle H eirat nicht in Betracht gekom m en sei, dass sie nach der nicht offiziellen H ochzeitszerem onie bei seinen Eltern gelebt hätten, dass ihn ein M itglied der Fam ilie seiner Partnerin w egen ihrer Beziehung im Februar 2005 angegriffen und erheblich verletzt habe, dass daraufhin der Vater des G esuchstellers die M aoisten über den Vorfall in Kenntnis gesetzt habe, dass die M aoisten das erw ähnte M itglied der Fam ilie seiner Partnerin im M ärz 2005 um - gebracht hätten, dass er beschuldigt w orden seien, den M ord begangen zu haben, dass der G esuchsteller w egen des D elikts vom M ärz 2005 m it einem H aftbefehl gesucht w orden sei, dass Fam ilienm itglieder seiner Partnerin der Polizei überdies m itgeteilt hätten, er gehöre den M aoisten an, dass die G esuchstellerin anlässlich der Befragungen im W esentlichen geltend m achte, w egen ihrer Beziehung sei es zu den von ihrem Partner obenstehend erw ähnten Proble- m en gekom m en, dass die G esuchsteller aus den genannten G ründen N epal verlassen hätten, dass die Vorinstanz die Asylgesuche der G esuchsteller m it Verfügungen vom 26. Juli 2006 abw ies und die W egw eisung aus der Schw eiz sow ie den W egw eisungsvollzug an- ordnete, dass das Bundesam t zur Begründung ausführte, die Vorbringen der G esuchsteller ver- m öchten aufgrund w idersprüchlicher, unsubstanziierter, realitätsfrem der und tatsachen- w idriger D arlegungen den Anforderungen von Art. 7 AsylG an die G laubhaftigkeit nicht zu genügen, dass ferner in N epal keine Situation allgem einer G ew alt herrsche und dem entsprechend die Zum utbarkeit aber auch die Zulässigkeit und M öglichkeit des W egw eisungsvollzugs gegeben seien, dass die AR K die Beschw erden der G esuchsteller vom 18. August 2006 m it U rteilen vom 15. N ovem ber 2006 vollum fänglich abw ies, 3 dass das Bundesam t das im Zusam m enhang m it der dam aligen Schw angerschaft der G esuchstellerin eingereichte G esuch um Erstreckung der Ausreisefrist vom 7. D ezem - ber 2006 m it Verfügung vom 12. D ezem ber 2006 guthiess und den Ausreiseterm in auf den 22. Februar 2007 festsetzte, dass die G esuchsteller m it Eingabe ihres vorm aligen Vertreters vom 21. Februar 2007 beim Bundesverw altungsgericht ein R evisionsgesuch stellten und die Aufhebung der U r- teile der AR K vom 15. N ovem ber 2006, die W iederaufnahm e der Beschw erdeverfahren, die Anerkennung als Flüchtlinge und die Asylgew ährung, eventualiter die vorläufige Auf- nahm e w egen U nzulässigkeit oder allenfalls U nzum utbarkeit des W egw eisungsvollzugs, die Anordnung vorsorglicher M assnahm en, den Verzicht auf die Erhebung eines Kosten- vorschusses und die G ew ährung der unentgeltlichen R echtspflege (Art. 65 Abs. 1 Vw VG ) beantragen liessen, dass sie zw ei Bew eism ittel in Kopie - ein Schreiben des _______ und die englischsprachige Ü bersetzung eines H aftbefehls aus dem H eim atland m it fraglicher D atierung - zu den Akten reichten und ausführten, m it den neu eingereichten D okum enten lasse sich die als unglaubhaft erachtete Asylbegründung nunm ehr belegen, dass sie die N achreichung der O riginale der eingereichten Bew eism ittel in Aussicht stell- ten, dass das Bundesverw altungsgericht den Vollzug der W egw eisung am 22. Februar 2007 provisorisch aussetzte, dass das Bundesverw altungsgericht aufgrund der Fallum stände die vorliegenden Ver- fahren D -1390/2007 sow ie D -1391/2007 m it Zw ischenverfügung vom 2. M ärz 2007 ver- einigte, dass es in besagter Zw ischenverfügung ferner die G esuche um Aussetzung des W eg- w eisungsvollzugs sow ie um unentgeltlicher R echtspflege im Sinne von Art. 65 Abs. 1 Vw VG zufolge Aussichtslosigkeit des R evisionsgesuchs abw ies und die G esuchsteller aufforderte, bis zum 17. M ärz 2007 einen Kostenvorschuss zu leisten, verbunden m it der Androhung, bei nicht fristgem ässer oder ausbleibender Zahlung w erde auf das R evisionsgesuch nicht eingetreten, dass die G esuchsteller m it Eingabe ihres neu bestellten Vertreters vom 14. M ärz 2007 um die M öglichkeit, den am 2. M ärz 2007 erhobenen Kostenvorschuss ratenw eise be- gleichen zu können, ersuchten, und gem äss ihren Angaben die O riginale der am 2. M ärz 2007 eingereichten Bew eism ittel zu den Akten gaben, dass der G esuchsteller ferner geltend m achte, ihm sei die nepalesische Staatsbürger- schaft aberkannt w orden, und die baldm öglichste N achreichung eines entsprechenden Belegs in Aussicht stellte, dass das Bundesverw altungsgericht das R evisionsgesuch vom 21. Februar 2007 m it Zw ischenverfügung vom 30. M ärz 2007 für nach w ie vor aussichtslos erachtete, das G e- such um ratenw eise Begleichung des erhobenen Kostenvorschusses abw ies und die G esuchsteller aufforderte, den erhobenen Kostenvorschuss von Fr. 1'200.-- innert einer N otfrist von drei Tagen zu leisten, verbunden m it der Androhung, bei Ausbleiben der Zahlung und unveränderter Sachlage w erde auf das R evisionsgesuch nicht eingetreten, dass die Beschw erdeführer den Kostenvorschuss am 2. April 2007 leisteten, 4 dass die G esuchsteller am 1. M ai 2007 ein w eiteres Bew eism ittel - gem äss ihren Angaben die Kopie eines G erichtsbeschlusses _______ - sam t Beglaubigung _______ nachreichten, und zieht in Erw ägung, dass das Bundesverw altungsgericht seit dem 1. Januar 2007 für die Beurteilung der ge- gen U rteile der AR K gerichteten G esuche um R evision zuständig ist (vgl. Art. 53 Abs. 2 des Verw altungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [VG G , SR 173.32]), dass über R evisionsgesuche, w elche nicht in die Zuständigkeit des Einzelrichters gem ä- ss Art. 111 Abs. 2 des Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 (AsylG , SR 142.31) fallen, in der Besetzung von drei R ichtern entschieden w ird, dass das G esuch form - und fristgem äss eingereicht w urde und die G esuchsteller legiti- m iert sind, w eshalb auf die Eingabe vom 21. Februar 2007 einzutreten ist (Art. 47 VG G ; Art. 124 Abs. 1 Bst. c und d des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BG G , SR 173.110]); Art. 48 ff. und 67 Abs. 1 und 3 des Verw altungsverfahrensgesetzes vom 20. D ezem ber 1968 [Vw VG , SR 172.021]), dass die G esuchsteller R evisionsgründe gem äss Art. 123 Abs. 2 Bst. a BG G (vgl. dazu Art. 45 VG G ) beziehungsw eise Art. 66 Abs. 2 Bst. a Vw VG geltend m achen, dass vorliegend offen gelassen w erden kann, ob die Bestim m ungen des Vw VG oder diejenigen des BG G anw endbar sind, da die entsprechenden vorliegend w esentlichen N orm elem ente übereinstim m en, dass näm lich unbesehen der Frage der rechtzeitigen Einreichung der Bew eism ittel beziehungsw eise der Frage, ob es sich um vorbestandene D okum ente handelt (vgl. dazu Art. 66 Abs. 2 Bst. a Vw VG im Vergleich zu Art. 123 Abs. 2 Bst. a BG G ), deren revisionsm ässige Erheblichkeit vorliegend ohnehin zu verneinen ist, dass die Vorbringen der G esuchsteller im Beschw erdeverfahren als unglaubhaft erach- tet w urden und die nunm ehr eingereichten D okum ente als nicht geeignet erscheinen, die diesbezüglichen Erw ägungen der Beschw erdeinstanz, für w elche auf die Akten zu verw eisen ist, in Frage zu stellen, dass im Sinne der ergangenen Zw ischenverfügungen des Bundesverw altungsgerichts, auf w elche ebenfalls verw iesen w erden kann, insbesondere die legale Ausreise der G e- suchsteller aus dem H eim atland und die zehntägige H ochzeitsreise nach Bom bay (vgl. Protokoll der G esuchstellerin A12 S. 5) m it einer behördlichen Suche nicht zu vereinbaren ist, dass aufgrund der bereits von der Vorinstanz zu R echt festgehaltenen und von der AR K bestätigten w idersprüchlichen, unsubstanziierten, realitätsfrem den und tatsachenw idrigen D arlegungen der G esuchsteller w eder den eingereichten Kopien von D okum enten noch den angeblichen O riginalen (offensichtlich aber nur O riginalübersetzungen) hinreichender Bew eisw ert zukom m t, dass dabei auch auf die fragw ürdige H erkunft des H aftbefehls, handelt es sich doch um ein polizeiinternes D okum ent, hingew iesen w erden m uss, 5 dass die w eitere Behauptung des G esuchstellers, ihm sei die nepalesische Staatsbür- gerschaft aberkannt w orden, in Berücksichtigung der Aktenlage nicht nachvollzogen w erden kann, dass an dieser Einschätzung auch in Anbetracht der Eingabe vom 1. M ai 2007 festzuhalten ist, zum al die G esuchsteller lediglich eine - im Ü brigen für ein angeblich am tliches D okum ent ungew öhnliche Form ulierungen aufw eisende - Ü bersetzung eines frem dsprachigen Belegs zu den Akten reichten, dass die Beglaubigung _______, w onach die Kopie (der Ü bersetzung) m it dem vorgelegten O riginal (der Ü bersetzung) übereinstim m e, offensichtlich ebenfalls nicht geeignet ist, die angebliche Aberkennung der nepalesischen Staatsbürgerschaft der G esuchsteller glaubhaft zu m achen, dass der G esuchsteller im Ü brigen in seiner Beschw erdeschrift vom 18. August 2006 - w enn auch in kaum vereinbarer W eise zu früheren Aussagen - geltend m achte, keine landesw eite, sondern lediglich eine lokale Verfolgung befürchten zu m üssen, w om it der angebliche Entzug der Staatsbürgerschaft auch in diesem Lichte besehen jeglicher G rundlage entbehrt, dass entsprechend eine Prüfung im Sinne von Art. 46 VG G respektive des von den G e- suchstellern ferner zitierten Entscheids EM AR K 1995 N r. 9 im vorliegenden Fall unter- bleiben kann beziehungsw eise keine R elevanz zu entfalten verm ag, dass vor diesem H intergrund allfällige w eitere Bew eism ittel nicht m ehr abzuw arten sind und sich ein detaillierteres Eingehen auf die Begründung des R evisionsgesuchs erübrigt, dass schliesslich im Sinne eines Exkurses auf den U m stand, w onach die M aoisten nach der am 1. April 2007 in Kathm andu erfolgten Vereidigung fünf M inister der nepale- sischen Ü bergangsregierung stellen und ein entscheidender Fortschritt beim Friedens- prozess der verfeindeten Parteien erreicht w orden sein soll, hingew iesen w erden kann (vgl. N ZZ vom 2. April 2007), dass die G esuchsteller som it nicht m it der erforderlichen Substanz dargelegt haben, es lägen R evisionsgründe gem äss Art. 123 Abs. 2 Bst. a BG G beziehungsw eise Art. 66 Abs. 2 Bst. a Vw VG vor, dass das R evisionsgesuch vom 21. Februar 2007 dem nach abzuw eisen ist, dass die angefochtenen U rteile der AR K vom 15. N ovem ber 2006 in R echtskraft bleiben, dass bei diesem Ausgang des Verfahrens die Kosten von Fr. 1'200.-- (Art. 16 Abs. 1 Bst. a VG G i.V.m . Art. 2 und 3 des R eglem ents über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverw altungsgericht vom 11. D ezem ber 2006 [VG KE, SR 173.320.2]) den G esuchstellern auferlegt und m it dem in gleicher H öhe geleisteten Kostenvorschuss verrechnet w erden (Art. 63 Abs. 1 Vw VG ). (D ispositiv nächste Seite)6 D em nach erkennt das B undesverw altungsgericht: 1. D as R evisionsgesuch w ird abgew iesen. 2. D ie Verfahrenskosten, bestim m t auf Fr. 1'200.--, w erden den G esuchstellern aufer- legt. D ieser Betrag ist durch den in gleicher H öhe geleisteten Kostenvorschuss ge- tilgt. 3. D ieses U rteil geht an: - die G esuchsteller durch Verm ittlung ihrer Vertretung, 2 Expl. (eingeschrieben) - das Bundesam t, Abteilung Aufenthalt und R ückkehrförderung, m it den vorin- stanzlichen Akten (Kopie; R ef.-N r. _______) - _______ D ie R ichterin: D er G erichtsschreiber: N ina Spälti G iannakitsas Patrick W eber Versand am :