<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: SB.2001.00010</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="https://vgrzh.djiktzh.ch/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=https://vgrzh.djiktzh.ch&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=106334&amp;W10_KEY=4467147&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>SB.2001.00010</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 26.09.2001</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">2. Abteilung/2. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Das Bundesgericht hat eine staatsrechtliche Beschwerde gegen diesen Entscheid am 05.04.2002 abgewiesen.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Steuerrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Einschätzung 1999</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Eigenmietwert<br/><br/>Eigenmietwertbesteuerung gemäss Weisung 1999. Es besteht kein Anrecht auf individuelle Bewertung des Eigenmietwerts auf 70 % des Marktmietwerts, wenn der formelmässig ermittelte Eigenmietwert 90 % des Marktmietwerts übersteigt. Reduktion des Eigenmietwerts auf 90 % des Marktmietwerts gemäss Rz. 86 Weisung 1999.<br/>BGE-Nr. 2P.311/2001</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: Urteile: Steuerrecht UR: Steuern von Einkommen und VermÃ¶gen, Kapital, Ertra ST: ALLGEMEINE BESTIMMUNGEN">ALLGEMEINE BESTIMMUNGEN</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: BGE">BGE</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: EIGENMIETWERT">EIGENMIETWERT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: Urteile: Steuerrecht UR: Steuern von Einkommen und VermÃ¶gen, Kapital, Ertra ST: EINKOMMENSSTEUER">EINKOMMENSSTEUER</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: EINZELBEWERTUNG">EINZELBEWERTUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: FORMELWERTE">FORMELWERTE</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: WEISUNG 1999">WEISUNG 1999</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="gerade">Art. 8 BV</span><br/><span class="ungerade">§ 21 lit. II StG</span><br/><span class="gerade">§ 21 lit. Ia StG</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 2 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Einzug1"><span>I. B. wurde vom kantonalen Steueramt mit Einspracheentscheid vom 18. Ok­tober 2000 fÃ¼r das Steuerjahr 1999 mit einem steuerbaren Einkommen von Fr. ... und einem steuerbaren VermÃ¶gen von Fr. ... eingeschÃ¤tzt (...). Unter ande­rem setzte das Steueramt den im Zug der Neubewertung 1999 formel­mÃ¤ssig be­rechneten Eigenmietwert von Fr. ... der Eigentumswohnung des Pflich­tigen in W. auf 90 % der ermit­tel­ten Markmiete von Fr. ..., d.h. auf (gerundet) Fr. ..., herab. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>II. Die Steuerrekurskommission II hiess den Rekurs des Pflichtigen am 30. Januar 2001 teilweise gut und legte das steuerbare Einkommen auf Fr. ... fest. Die Kommissi­on ver­anschlagte dabei den Eigenmietwert neu auf 70 % der Markmiete bzw. (gerundet) auf Fr. ..., im Wesentlichen mit der BegrÃ¼ndung, diese Prozentzahl entspreche dem Zielwert der Eigenmietwertbesteuerung.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>III. Das kantonale Steueramt beantragte dem Verwaltungsgericht mit Beschwerde vom 23. Februar 2001, das steuerbare Einkommen des Pflichtigen sei im Sinn des Einsprache­entscheids auf Fr. ... festzusetzen. Die regierungsrÃ¤tliche Weisung, die gebiete, dass for­mel­mÃ¤ssig errechnete Eigenmietwerte, welche 90 % der Marktmiete Ã¼berschritten, auf eben diesen Prozentsatz zu reduzieren seien, erweise sich nÃ¤mlich als gesetz- und verfas­sungs­konform. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die Rekurskommission II und der Pflichtige schlossen auf Abweisung der Beschwer­­de, letzterer mit dem Begehren um Zusprechung einer ParteientschÃ¤digung.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Der Einzelrichter Ã¼berwies das GeschÃ¤ft der Kammer zur Erledigung. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Das Verwaltungsgericht zieht in ErwÃ¤gung:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>1. Steuerbar ist laut § 21 Abs. 1 lit. a des Steuergesetzes vom 8. Juni 1997 (StG) der Mietwert von Liegenschaften oder Liegenschaftsteilen, die dem Steuerpflichtigen aufgrund von Eigentum oder eines unentgeltlichen Nutzungsrechts fÃ¼r den Eigengebrauch zur VerfÃ¼­gung stehen. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Der Regierungsrat erlÃ¤sst nach § 21 Abs. 2 StG die fÃ¼r die durchschnitt­lich gleichmÃ¤s­­sige Bemessung des Eigenmietwertes selbstbewohnter Liegenschaften oder Liegenschafts­­teile notwendigen Dienstanweisungen (Satz 1). Dabei kann eine schematische, formel­­­mÃ¤ssige Bewertung der Eigenmietwerte vorgesehen werden (Satz 2). </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>GemÃ¤ss Satz 3 sind dabei "Leitlinien" zu beachten, welche in Abs. 2 lit. a bis c nÃ¤her umschrieben werden. Lit. a sieht vor, dass der Eigenmietwert unter BerÃ¼cksichtigung der FÃ¶rderung von Eigentumsbildung und Selbstvorsorge in der Regel auf 60 % des Markt­wer­tes festzulegen ist. Diese gesetzliche Leitlinie hat das Bundesgericht mit Urteil vom 20. MÃ¤rz 1998 (verÃ¶ffentlicht in BGE 124 I 145) als verfassungswidrig aufgehoben. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1">2. Der Regierungsrat hat gestÃ¼tzt auf § 21 Abs. 2 StG am 3. MÃ¤rz 1999 die fÃ¼r das hier im Streit liegende Steuerjahr massgebliche Weisung an die SteuerbehÃ¶rden Ã¼ber die Be­­wer­­tung von Liegenschaften und die Festsetzung der Eigenmietwerte ab Steuerperiode 1999 (Weisung 1999) erlassen (ZÃ¼rcher Steu­erbuch I/1 Nr. 15/500 = OS 55, 117). </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">a) Nach Ziff. 83 der Weisung ist eine individuelle SchÃ¤tzung des Eigenmietwertes vor­zunehmen, wenn die in Ziff. 59 ff. vorgeschriebene schematische, formelmÃ¤ssige Ermitt­lung zu einem Eigenmietwert fÃ¼hrt, der Ã¼ber 90 % der Marktmiete oder unter 60 % der­­selben liegt. Wird der Eigenmietwert aufgrund einer individuellen SchÃ¤tzung ermittelt (auf­grund von Vergleichsmietpreisen, Privat- oder amtliches Gutachten, Ziff. 84 und 85), ist er laut Ziff. 86 auf 60 % des Marktmietwertes festzulegen, wenn der Formelwert weniger als 60 % des Marktmietwertes betrÃ¤gt, bzw. ist er auf 90 % des Marktmietwertes festzu­­setzen, wenn der Formelwert mehr als 90 % des Marktmietwertes betrÃ¤gt. </p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Diese Regelung beruht offenkundig auf den verfassungsrechtlichen Ãberlegungen, wel­­che das Verwaltungsgericht in einem PrÃ¤judiz vom 31. Oktober 1995 (StE 1996 A 21.11 Nr. 39, Leitsatz in RB 1995 Nr. 37) zum frÃ¼heren Recht ausfÃ¼hrlich dargelegt hat. Des­sen ErwÃ¤gungen treffen auch auf Eigentumswohnungen zu, die nunmehr wie Einfamili­­enhÃ¤user der Formelbewertung unterliegen. Danach erweist sich ein formelmÃ¤ssig ermittel­­­ter Eigenmietwert unter dem Gesichtswinkel des verfassungsmÃ¤ssigen Gleichbehandlungs­­gebots von (Art. 4 der Bundesverfassung vom 29. Mai 1874 bzw. Art. 8 der Bundesver­fassung vom 18. April 1999 [BV]) als verfassungswidrig, wenn er mehr als 90 % oder we­­niger als 60 % des Marktmietwertes betrÃ¤gt. Es kann hingenommen werden, dass die For­­melmethode "im Durchschnitt aller FÃ¤lle" - also bloss im Sinn einer theoretischen, statis­tisch-rechne­rischen GrÃ¶sse - einen Eigenmietwert von 70 % des Marktmietwertes ergibt. Das Gleichbe­hand­lungsgebot gibt den Steuerpflichtigen jedenfalls lediglich das Recht auf eine auf diesen theoretischen Durchschnittswert mit dem erwÃ¤hnten Streubereich ausgerich­­tete Formelbewertungsmethode (s. E. 3c); es be­rechtigt jedoch keinesfalls zu einer indi­viduellen Bewertung des Eigenmietwertes mit 70 % des Marktmietwertes, was die Vor­in­stanz offensichtlich verkannt hat. So hat das Bundesgericht in BGE 124 I 145 E. 5c mit Be­zug auf den VermÃ¶genssteuerwert erwogen, es sei "mit dem Gebot der Rechtsgleichheit im Steuerrecht nicht vereinbar, den steuerbaren Wert von GrundstÃ¼cken generell auf 70 % des Verkehrswertes festzulegen. Zwar ist es zulÃ¤ssig, den Steuerwert aufgrund vorsichtiger SchÃ¤t­­zungen zu bemessen, die der notwendigen Schematisierung und der zwangslÃ¤ufigen Un­­si­cherheit der Bewertung Rechnung tragen. Wenn daraus Steuerwerte resultieren, welche unterhalb des effektiv realisierbaren Verkehrswertes liegen, so ist das in einem gewissen Rahmen verfassungsrechtlich haltbar." </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) Aus dem Gesagten folgt ohne weiteres, dass der formelmÃ¤ssig berechnete Eigen­miet­wert der Eigentumswohnung des Pflichtigen, der aufgrund einer Einzelbewertung unstrei­­tig in verfassungswidriger Weise 90 % des Marktmietwertes Ã¼bersteigt, entgegen der Vor­­instanz nicht auf 70 % festgesetzt werden darf. Vielmehr ist der Ã¼bermÃ¤ssige Formelwert im Einklang mit Ziff. 86 der Weisung 1999 und den Entscheiden des kantonalen Steu­er­­amtes auf die Obergrenze des nach der Verfassung vertretbaren Streubereichs, d.h. auf 90 % des Marktmietwertes bzw. auf Fr. ..., herabzusetzen. Das von der Rekurs­kom­mis­si­on II verfochtene Vorgehen liefe darauf hinaus, dass ein Formelwert von 90 % hinzuneh­men wÃ¤re, ein solcher von 91 % und mehr hingegen zu einer Herabsetzung auf 70 % be­rech­tigen wÃ¼rde, was nicht zuletzt auch in stossender Weise das Gerechtigkeitsempfinden und damit das WillkÃ¼rverbot von Art. 9 BV verletzen wÃ¼rde.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die Beschwerde ist somit gutzuheissen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>3. ...</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>4. </span>...</p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>DemgemÃ¤ss entscheidet das Verwaltungsgericht:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>1. Die Beschwerde wird gutgeheissen. Der Beschwerdegegner wird fÃ¼r das Steuerjahr 1999 mit einem steuerbaren Einkommen von Fr. ... und einem steuerbaren VermÃ¶gen von Fr. ... eingeschÃ¤tzt (...). </span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>2. ...</span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal">Abweichende Meinung einer Minderheit des Verwaltungsgerichts:</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Eine Minderheit des Gerichts hat gestÃ¼tzt auf § 138 Abs. 4 des Gerichtsverfassungsge­set­zes vom 13. Juni 1976 (GVG) folgende Ansicht zu Protokoll gegeben:</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">1. Die Minderheit schliesst auf Abweisung der Beschwerde.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">2. Nach der Aufhebung von § 21 Abs. 2 lit. a StG durch das Bundesgericht (BGE 124 I 145) ist eine LÃ¼cke im Steuergesetz bezÃ¼glich des Werts entstanden, auf den die Ei­genmiete "in der Re­gel" festzulegen ist. Da kein diesbezÃ¼gliches Gewohnheitsrecht besteht, hat das Gericht nach der Regel zu entscheiden, die es als Gesetzgeber aufstellen wÃ¼r­de (vgl. Art. 1 Abs. 2 des Schwei­zerischen Zivilgesetzbuches vom 10. Dezember 1907). Die Grenzen, die dem Gericht bei der LÃ¼ckenfÃ¼llung gesetzt sind, sind diejenigen des Verfassungsrechts. </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">3. Im Fall von Eigenmietwerten hat das Bundesgericht die verfassungsmÃ¤ssige Min­dest­grenze bei 60 % der Marktmiete angesetzt (BGE 124 I 145 E. 4d). Als Obergrenze erachte­te es im Entscheid vom 25. MÃ¤rz 1998 (E. 6 und 7, 1P.40/1997) eine maximale Eigenmietwert­besteuerung von 70 % als zulÃ¤ssig. </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Die GrÃ¼nde fÃ¼r die Besteuerung des Eigenmietwerts unter dem Marktmietwert liegen in der geringeren DisponibilitÃ¤t in der Nutzung des Grundeigentums, der fiskalischen FÃ¶r­derung der Selbstvorsorge durch Eigentumsbildung und dass die Selbstnutzung anderer Ver­mÃ¶genswer­te nicht besteuert wird. Unter BerÃ¼cksichtigung der genannten GrÃ¼nde sowie in Ãbereinstim­mung mit der Praxis und Rechtsprechung unter der Geltung des alten Steu­ergesetzes und der Weisung des Regierungsrates an die SteuerbehÃ¶rden Ã¼ber die Bewer­tung von Liegenschaf­ten und die Festsetzung der Eigenmietwerte ab Steuerperiode 1999 vom 3. MÃ¤rz 1999 (Wei­sung 1999) liegt es nahe, den Regelwert fÃ¼r die Eigenmietwert­besteuerung auf 70 % festzu­le­gen. Die Bandbreite der zulÃ¤ssigen Eigenmietwerte ist nach unten auf - verfassungs­mÃ¤s­­­sige - 60 % des Marktmietwerts begrenzt. Der obere Grenz­­­wert ist, entgegen der Wei­sung 1999, auf 80 % des Marktmietwerts festzusetzen, da es nicht erklÃ¤rbar ist, dass der Eigenmietwert, der in der Regel angestrebt wird, nicht in der Mitte des zulÃ¤ssigen Streubereichs liegt. Die Begrenzung des hÃ¶chstens zulÃ¤ssigen Ei­­gen­mietwerts auf 80 % des Marktmietwerts fÃ¼hrt dazu, dass, wenn der Formelwert 80 % Ã¼berschreitet, der Marktmietwert individuell geschÃ¤tzt werden muss. </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">4. Zu Recht ist die Vorinstanz davon ausgegangen, der aufgrund individueller SchÃ¤t­­zung ermittelte Marktmietwert sei fÃ¼r die Eigenmietwertbesteuerung auf 70 %, den Regel- und Zielwert, herabzusetzen. Die - durch Richterrecht geschaffene - gesetz­liche Vor­­gabe verlangt, dass der Eigenmietwert in der Regel 70 % des Markt­mietwerts betragen soll. Die ebenfalls gesetzlich vorgesehene formelmÃ¤ssige Ermittlung der Eigenmietwerte fÃ¼hrt zu gewissen Abweichungen davon, die hingenommen werden mÃ¼ssen, da solche Abweichungen in der Natur von schematischen Berechnungsmethoden liegen. Ãberschreitet je­doch ein (Formel-)Wert die zulÃ¤ssige Bandbreite, muss er auf den gesetzlichen Regelwert festgesetzt werden. Eine Festsetzung des Eigenmietwerts auf 70 % des Marktmietwerts ist um­so eher mit dem Gerechtigkeitsempfinden vereinbar, weil gemÃ¤ss den AusfÃ¼hrungen in Ziff. 3 die Abweichungen vom Regelwert bei der formelmÃ¤ssigen Berechnung lediglich 10 % betragen dÃ¼rfen. </p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>