Abkommen vom 6. Juni 2024 zwischen der Schweizerischen Eidgenossenschaft und dem Institut Max von Laue-Paul Langevin (ILL) über die wissenschaftliche Mitgliedschaft der Schweiz ab 2024 <?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><akomaNtoso xmlns="http://docs.oasis-open.org/legaldocml/ns/akn/3.0" xmlns:fedlex="http://fedlex.admin.ch/"><act name="publicLaw"><meta><identification source="#ch.bk"><FRBRWork><FRBRthis value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/2024/510/20241127/main-text"/><FRBRuri value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/2024/510/20241127"/><FRBRdate date="2024-06-06" name="jolux:dateDocument"/><FRBRdate date="2024-01-01" name="jolux:dateEntryInForce"/><FRBRdate date="2024-11-27" name="jolux:dateApplicability"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#publisher"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#rightsHolder"/><FRBRcountry value="CH"/><FRBRnumber value=""/><FRBRname xml:lang="it" value="Accordo del 6 giugno 2024 tra la Confederazione Svizzera e l’Istituto Max von Laue-Paul Langevin (ILL) relativo alla partecipazione scientifica della Svizzera dopo il 2024" shortForm=""/><FRBRname xml:lang="de" value="Abkommen vom 6. Juni 2024 zwischen der Schweizerischen Eidgenossenschaft und dem Institut Max von Laue-Paul Langevin (ILL) über die wissenschaftliche Mitgliedschaft der Schweiz ab 2024" shortForm=""/><FRBRname xml:lang="fr" value="Accord du 6 juin 2024 entre la Confédération suisse et l’Institut Max von Laue-Paul Langevin (ILL) relatif à la participation scientifique de la Suisse dès 2024" shortForm=""/><FRBRauthoritative value="true"/></FRBRWork><FRBRExpression><FRBRthis value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/2024/510/20241127/de/main-text"/><FRBRuri value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/2024/510/20241127/de"/><FRBRdate date="2024-06-06" name="jolux:dateDocument"/><FRBRdate date="2024-01-01" name="jolux:dateEntryInForce"/><FRBRdate date="2024-11-27" name="jolux:dateApplicability"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#publisher"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#rightsHolder"/><FRBRlanguage language="de"/></FRBRExpression><FRBRManifestation><FRBRthis value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/2024/510/20241127/de/xml/main-text"/><FRBRuri value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/2024/510/20241127/de/xml"/><FRBRdate date="2024-06-06" name="jolux:dateDocument"/><FRBRdate date="2024-01-01" name="jolux:dateEntryInForce"/><FRBRdate date="2024-11-27" name="jolux:dateApplicability"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#publisher"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#rightsHolder"/><FRBRformat value="xml" fedlex:generator="2024-q4-rel-1.6.5"/></FRBRManifestation></identification><references source="#ch.bk"><TLCOrganization eId="ch.bk" href="https://fedlex.data.admin.ch/vocabulary/legal-institution/2" showAs="Bundeskanzlei"/><TLCRole eId="publisher" href="http://data.legilux.public.lu/resource/ontology/jolux#publisher" showAs="Editeur"/><TLCRole eId="rightsHolder" href="http://data.legilux.public.lu/resource/ontology/jolux#rightsHolder" showAs="Détenteur des droits"/><TLCReference name="language" href="http://publications.europa.eu/resource/authority/language/DEU" showAs="de"/><TLCReference name="format" href="https://fedlex.data.admin.ch/vocabulary/user-format/xml" showAs="xml"/></references></meta><preface><p><docNumber>0.423.14</docNumber></p><p><sup> </sup>AS <b>2024</b> 510</p><p xmlns:mig="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:migration">Übersetzung</p><p><docTitle>Abkommen <br/>zwischen der Schweizerischen Eidgenossenschaft und dem Institut Max von Laue-Paul Langevin (ILL) über die wissenschaftliche Mitgliedschaft der Schweiz ab 2024</docTitle></p><p>Abgeschlossen am 6. Juni 2024 <br/>Rückwirkend in Kraft getreten am 1. Januar 2024</p><p> (Stand am 27. November 2024)</p></preface><preamble><p>Die Schweizerische Eidgenossenschaft, <br/><inline name="man-font-style-normal">vertreten durch Dr. Martina Hirayama, Staatssekretärin und Direktorin des Staatssekretariats für Bildung, Forschung und Innovation (SBFI), Bern, Schweiz, </inline><inline name="man-font-style-normal"><br/>(nachfolgend die «Schweizerische Eidgenossenschaft») </inline><inline name="man-font-style-normal"><br/></inline>und <br/>das Institut Max von Laue-Paul Langevin, ILL, <br/><inline name="man-font-style-normal">eine nach französischem Zivilgesetz gegründete Gesellschaft (</inline>société civile<inline name="man-font-style-normal">) mit Sitz an der 71 avenue des Martyrs, 38000 Grenoble, Frankreich, eingetragen im </inline><inline name="man-font-style-normal">Handelsregister</inline><inline name="man-font-style-normal"> mit der Identifikationsnummer 779 555 887 RCS Grenoble, vertreten durch seinen Direktor Dr. Ken Andersen</inline> <br/><inline name="man-font-style-normal">und seinen Leiter der Administration Martin Walter, </inline><inline name="man-font-style-normal"><br/>(nachfolgend das «ILL»),</inline></p><p>zusammenfassend als die «Vertragsparteien» bezeichnet, haben sich,</p><p>in Anerkennung der erfolgreichen Beteiligung der Schweizer Neutronenstreuungsgemeinschaft am wissenschaftlichen Leben des ILL seit 1988 und im Bestreben, die Möglichkeiten für Schweizer Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler im Bereich der Neutronenstreuung am Hochflussreaktor in Grenoble weiterzuentwickeln,</p><p>mit der Erklärung, dass die Zusammenarbeit zwischen der Schweiz und dem ILL nur friedliche Ziele verfolgt,</p><p>in Anbetracht der Tatsache, dass das ILL eine nicht-gewinnorientierte Organisation ist,</p><p>in Anbetracht der erfolgreichen Zusammenarbeit und der von der Schweiz seit 1988 geleisteten Beiträge sowie der erfolgreichen Anwendung des am 31. Dezember 2023 ausgelaufenen Abkommens vom 1. Januar 2019 über die wissenschaftliche Mitgliedschaft zwischen der Schweiz und dem ILL,</p><p>in Anbetracht der Tatsache, dass das ILL ein Betriebsprogramm bestehend aus 110 Tagen Reaktorbetrieb im Jahr 2024 und 160 Tagen in den Folgejahren anstrebt,</p><p>im Wunsch, die Beteiligung für mindestens weitere fünf und gegebenenfalls bis zu zehn Jahre zu verlängern,</p><p>in Anerkennung der beidseitigen diesbezüglichen Ermächtigung über ein Abkommen geeinigt,</p><p>das wie folgt geregelt ist:</p></preamble><body><article eId="art_1"><num><b>Art. 1</b></num><heading>Anwendungsbereich</heading><paragraph eId="art_1/para"><content><blockList><item eId="art_1/para/lbl_1_1"><num>1.1 </num><p>Dieses Abkommen regelt die Mitgliedschaftsbedingungen der Schweizerischen Eidgenossenschaft und die Teilnahme ihrer Wissenschaftsgemeinschaft an den Programmen und Tätigkeiten des ILL, einschliesslich der mit dieser Teilnahme verbundenen Aufgaben, Pflichten und spezifischen Rechte des ILL und der Schweizerischen Eidgenossenschaft für die in Artikel 10.1 festgehaltene Dauer.</p></item><item eId="art_1/para/lbl_1_2"><num>1.2 </num><p>In Übereinstimmung mit den Statuten des ILL müssen alle am ILL geplanten und durchgeführten Forschungsprojekte vollumfänglich von zivilen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern (nichtmilitärische Forschungsprojekte und nichtmilitärisches Personal) und mit dem Ziel ausgeführt werden, die Ergebnisse zu publizieren.</p></item></blockList></content></paragraph></article><article eId="art_2"><num><b>Art. 2</b></num><heading>Nutzung des ILL</heading><paragraph eId="art_2/para"><content><blockList><item eId="art_2/para/lbl_2_1"><num>2.1 </num><p>Benutzerinnen und Benutzer aus der Schweiz haben das gleiche Zugangsrecht zur geplanten Strahlzeit am ILL wie diejenigen aus den assoziierten Staaten des ILL (Frankreich, Deutschland und das Vereinigte Königreich). Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus der Schweiz können folglich entweder in ihrem eigenen Namen oder in Zusammenarbeit mit Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern aus anderen Ländern Experimentvorschläge unterbreiten.</p></item><item eId="art_2/para/bull_u2"><num/><p>In letzterem Fall müssen mindestens zwei Drittel des Projektteams aus Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern aus den assoziierten<authorialNote><p> Zu den Teilhabern des ILL gehören:  – in Frankreich: das <i>Centre National de la Recherche Scientifique</i> und das <i>Commissariat à l’Energie Atomique et aux énergies alternatives; </i> – in Deutschland: das Forschungszentrum Jülich GmbH;  – im Vereinigten Königreich: <i>United Kingdom Research and Innovation.</i></p></authorialNote> oder wissenschaftlichen<authorialNote><p> Wissenschaftliche Mitgliedstaaten: Länder, die ein Abkommen über die wissenschaftliche Mitgliedschaft unterzeichnet haben.</p></authorialNote> Mitgliedstaaten des ILL bestehen. Die Direktion des ILL behält sich ferner das Recht vor, die Anzahl Vorschläge mit Beteiligung von Wissenschaftlerinnen oder Wissenschaftlern aus Nichtmitgliedstaaten zu beschränken. Die allgemeinen Bestimmungen über den Zugang zu Strahlzeit und die Berechnung der zugeteilten Strahlzeit sind im Dokument <i>ILL access policy</i> beschrieben, das in Anhang 1 zu finden ist.</p></item><item eId="art_2/para/lbl_2_2"><num>2.2 </num><p>Die Direktion des ILL teilt die Strahlzeit aufgrund des durch eine <i>Peer Review</i> beurteilten wissenschaftlichen Verdienstes zu; sie wird jedoch proportional zu dem von der Schweiz bezahlten Beitrag bemessen. Die Vorschläge werden von Unterausschüssen aus qualifizierten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern geprüft, die dem Wissenschaftlichen Rat des ILL Bericht erstatten. Erfolgreiche Vorschläge erhalten die gleiche technische und sonstige Unterstützung wie Vorschläge aus den assoziierten Staaten des ILL.</p></item><item eId="art_2/para/lbl_2_3"><num>2.3 </num><blockList><listIntroduction eId="art_2/para/lbl_2_3/listintro">Auf dieser Grundlage sieht das vorliegende Abkommen für die Schweiz zwei Optionen vor:</listIntroduction><item eId="art_2/para/lbl_2_3/bull_u1"><num>– </num><p><b>Option 1</b>: Diese Option bedingt ein Abkommen mit einer Laufzeit von fünf (5) Jahren. Bei dieser Option hat die Schweiz Anrecht auf bis zu 2,17 % der vom ILL jährlich zugeteilten Strahlzeit. Dieser Anspruch ist als gleitender Durchschnitt über drei Jahre der wissenschaftlichen Mitgliedschaft berechnet.</p></item><item eId="art_2/para/lbl_2_3/bull_u2"><num>– </num><blockList><listIntroduction eId="art_2/para/lbl_2_3/bull_u2/listintro"><b>Option 2</b>: Diese Option bedingt ein Abkommen mit einer Laufzeit von zehn (10) Jahren. Bei dieser Option besteht Anspruch auf durchschnittlich 2,32 % der vergebenen Strahlzeit des ILL über die gesamte Laufzeit von zehn (10) Jahren, die jedoch wie folgt aufgeteilt ist:</listIntroduction><item eId="art_2/para/lbl_2_3/bull_u2/bull_u1"><num>– </num><p>3,05 % der vom ILL zugeteilten Strahlzeit pro Jahr in den ersten sieben (7) Jahren, wobei für diese sieben Jahre der Anspruch ebenfalls als gleitender Durchschnitt über drei Jahre der wissenschaftlichen Mitgliedschaft berechnet wird;</p></item><item eId="art_2/para/lbl_2_3/bull_u2/bull_u2"><num>– </num><p>0,78 % der vom ILL zugeteilten Strahlzeit im Jahr 2031;</p></item><item eId="art_2/para/lbl_2_3/bull_u2/bull_u3"><num>– </num><p>0,61 % der vom ILL zugeteilten Strahlzeit im Jahr 2032;</p></item><item eId="art_2/para/lbl_2_3/bull_u2/bull_u4"><num>– </num><p>0,45 % der vom ILL zugeteilten Strahlzeit im Jahr 2033.</p></item></blockList></item></blockList></item><item eId="art_2/para/bull_u5"><num/><p><b>Option 1</b> tritt mit der Unterzeichnung dieses Abkommens in Kraft.</p></item><item eId="art_2/para/bull_u6"><num/><p><b>Option 2</b> tritt bei Erhalt der formellen Bestätigung durch die Schweiz, dass ihr internes Verfahren, um diese Option anzunehmen abgeschlossen ist, bis im Dezember 2024 in Kraft und geht Option 1 vor.<authorialNote><p> Die Aktivierung von «Option 2» ist für die Schweiz am 27. Nov. 2024 in Kraft getreten. Sie ersetzt «Option 1» und verlängert die Laufzeit des Abkommens bis zum  31. Dez. 2033 (<ref href="https://fedlex.data.admin.ch/eli/oc/2024/766" xmlns:data="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:data" xmlns:tmp="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:temp">AS <b>2024</b> 766</ref>).</p></authorialNote></p></item><item eId="art_2/para/bull_u7"><num/><p>Damit die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus der Schweiz einen möglichst hohen wissenschaftlichen Output gestützt auf wissenschaftliche Exzellenz und gemäss den Ansprüchen der schweizerischen Forschungsgemeinschaft erzielen können, wird bestmöglich darauf hingewirkt, zusätzliche Begleitmassnahmen einzurichten, um für die Benutzerinnen und Benutzer der Schweiz bei Bedarf bis zu 4,2 % der Strahlzeit (Option 1) respektive bis zu 5,1 % der Strahlzeit am ILL (Option 2) zu erhalten. Diese Begleitmassnahmen werden in Form von Projekten umgesetzt, die im gemeinsamen Interesse von ILL und Schweizer Forschungseinrichtungen oder Hochschulen sind, und in speziellen Kooperationsverträgen formell festgehalten.</p></item><item eId="art_2/para/bull_u8"><num/><p>Die Einführung von Begleitmassnahmen untersteht der vorgängigen schriftlichen Genehmigung durch die Teilhaber.</p></item><item eId="art_2/para/lbl_2_4"><num>2.4 </num><p>Die Strahlzeit für Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus nichtassoziierten oder nichtwissenschaftlichen Mitgliedstaaten, die aber mit Schweizer Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern zusammenarbeiten, wird gemäss den im Dokument <i>ILL access policy</i> definierten Regeln bemessen.</p></item><item eId="art_2/para/lbl_2_5"><num>2.5 </num><blockList><listIntroduction eId="art_2/para/lbl_2_5/listintro">Im Juli jeden Jahres überprüfen die Direktion des ILL sowie Vertreterinnen und Vertreter der Schweiz das Verhältnis zwischen der der Schweiz im laufenden Jahr zustehenden und der tatsächlich verwendeten Strahlzeit. Im Falle einer Diskrepanz werden gemäss folgenden Grundsätzen Anpassungen vorgenommen:</listIntroduction><item eId="art_2/para/lbl_2_5/bull_u1"><num>– </num><p>Falls die Strahlzeit nicht ausgeschöpft wurde, suchen das ILL und die Schweiz gemeinsam nach Lösungen für eine verbesserte Nutzung.</p></item><item eId="art_2/para/lbl_2_5/bull_u2"><num>– </num><p>Eine übermässige Nutzung der Strahlzeit von bis zu einem Faktor 1,2 während dieses Zeitraums kann vom ILL gestützt auf die Beurteilung der Strahlzeitzuteilung durch die Unterausschüsse des Wissenschaftlichen Rates gemäss Artikel 2.2 genehmigt werden.</p></item><item eId="art_2/para/lbl_2_5/bull_u3"><num>– </num><p>Eine Überschreitung der Strahlzeit um mehr als den Faktor 1,2 während dieses Zeitraums kann vom ILL gestützt auf die Beurteilung der Strahlzeitzuteilung durch die Unterausschüsse des Wissenschaftlichen Rates gemäss Artikel 2.2 und unter der Voraussetzung genehmigt werden, dass die vereinbarten Begleitmassnahmen eine entsprechende Nutzung der Strahlzeit ermöglichen.</p></item><item eId="art_2/para/lbl_2_5/bull_u4"><num>– </num><p>Werden die Bedingungen zur Überschreitung der Strahlzeit um mehr als den Faktor 1,2 nicht erfüllt, passt die Direktion des ILL die den Benutzerinnen und Benutzern aus der Schweiz gewährte Strahlzeit dahingehend an, dass der festgelegte durchschnittliche jährliche Prozentanteil der Strahlzeitnutzung über den gleitenden Dreijahreszeitraum den in diesem Abkommen vereinbarten Beiträgen der Schweiz entspricht. Die Schweiz passt die Beiträge unter keinen Umständen an.</p></item></blockList></item><item eId="art_2/para/bull_u11"><num/><p>Bei der Berechnung des gleitenden Dreijahresdurchschnitts für die Jahre 2024 und 2025 wird die für die Jahre 2022 und 2023 zugeteilte Strahlzeit berücksichtigt.</p></item><item eId="art_2/para/lbl_2_6"><num>2.6 </num><p>Sollte die Schweiz nicht vorsehen, ihre Mitgliedschaft über das Jahr 2028 (Option 1) bzw. über das Jahr 2033 (Option 2) hinaus zu verlängern, ist die der Schweiz zugewiesene Zeit im letzten Vertragsjahr so zu bemessen, dass eine Überschreitung der Strahlzeit um mehr als den Faktor 1,2 über die Vertragslaufzeit vermieden wird.</p></item></blockList></content></paragraph></article><article eId="art_3"><num><b>Art. 3</b></num><heading>Finanzielle Bestimmungen</heading><paragraph eId="art_3/para"><content><blockList eId="art_3/para/list_u1"><item eId="art_3/para/list_u1/lbl_3_1"><num>3.1 </num><p><i>Beitrag</i></p></item><item eId="art_3/para/list_u1/bull_u2"><num/><p>Für ihre wissenschaftliche Mitgliedschaft leistet die Schweiz einen jährlichen Beitrag, exklusiv Steuern, basierend auf einem variablen Beitrag, der vom vertraglich vereinbarten Prozentanteil an der Strahlzeit abhängig ist und sich auf 1 % des durchschnittlichen Jahresbudgets des ILL für 1 % Strahlzeit am ILL für den Zeitraum 2024−2028 beläuft, d. h. <b>1 095 079 Euro</b> (eine Million fünfundneunzigtausendundsiebenundneunzig Euro, zu Werten von 2023), wie im Herbst 2022 in den langfristigen Finanzschätzungen für die Jahre 2024‒2028 festgelegt und vom Steuerungsausschuss des ILL an seiner 115. Sitzung unter Punkt 8.4 im <i>Long-term financial plan</i> vermerkt.</p><blockList><item eId="art_3/para/list_u1/bull_u2/bull_u1"><num>–</num><p><b>Bei Option 1:</b> Für den von der Schweiz gemäss Artikel 2.3 gewählten Anteil an der Strahlzeit des ILL und ohne Berücksichtigung einer allfälligen Überschreitung der Strahlzeit um mehr als den Faktor 1,2 gemäss Artikel 2.5 beläuft sich der Jahresbeitrag auf 2 526 315 Euro (zwei Millionen fünfhundertsechsundzwanzigtausenddreihundertfünfzehn Euro, zu Werten von 2023).</p></item><item eId="art_3/para/list_u1/bull_u2/bull_u2"><num/><p>Die Schweiz wird folgende finanziellen Beiträge leisten (in Euro), einschliesslich Inflationsausgleich gemäss Artikel 3.2:</p></item></blockList></item></blockList><table border="1"><tr><th xmlns:mig="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:migration"><p>Jahr</p></th><th xmlns:mig="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:migration"><p>Beitrag der Schweiz (in Euro)</p></th></tr><tr><td><p>2024</p></td><td><p>2 513 263 €</p></td></tr><tr><td><p>2025</p></td><td><p>2 526 316 €</p></td></tr><tr><td><p>2026</p></td><td><p>2 539 368 €</p></td></tr><tr><td><p>2027</p></td><td><p>2 526 316 €</p></td></tr><tr><td><p>2028</p></td><td><p>2 526 316 €</p></td></tr></table><blockList eId="art_3/para/list_u2"><item eId="art_3/para/list_u2/bull_u1"><num>–</num><p><b>Bei Option 2:</b> Für den von der Schweizerischen Eidgenossenschaft gemäss Artikel 2.3 gewählten Anteil an der Strahlzeit des ILL und ohne Berücksichtigung einer allfälligen Überschreitung der Strahlzeit um mehr als den Faktor 1,2 gemäss Artikel 2.5, aber unter Einbezug des in Artikel 3.2 festgelegten Inflationsausgleichs, entrichtet die Schweizerische Eidgenossenschaft folgende finanziellen Beiträge (in Euro):</p></item></blockList><table border="1"><tr><th xmlns:mig="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:migration"><p>Jahr</p></th><th xmlns:mig="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:migration"><p>Beitrag der Schweiz (in Euro)</p></th></tr><tr><td><p>2024</p></td><td><p>2 513 263 € </p></td></tr><tr><td><p>2025</p></td><td><p>3 840 211 € </p></td></tr><tr><td><p>2026</p></td><td><p>3 736 421 € </p></td></tr><tr><td><p>2027</p></td><td><p>3 736 421 € </p></td></tr><tr><td><p>2028</p></td><td><p>3 632 632 € </p></td></tr><tr><td><p>2029</p></td><td><p>3 965 263 € </p></td></tr><tr><td><p>2030</p></td><td><p>3 965 263 € </p></td></tr><tr><td><p>2031</p></td><td><p>1 000 000 € </p></td></tr><tr><td><p>2032</p></td><td><p>   800 000 € </p></td></tr><tr><td><p>2033</p></td><td><p>   600 000 € </p></td></tr></table><blockList eId="art_3/para/list_u3"><item eId="art_3/para/list_u3/bull_u1"><num> </num><p>Die Jahresbeiträge für die entsprechenden Zeiträume je nach gewählter Option beinhalten gemäss Artikel 3.2 den Inflationsausgleich.</p></item><item eId="art_3/para/list_u3/lbl_3_2"><num>3.2 </num><p><i>Inflationsausgleich</i></p><blockList><item eId="art_3/para/list_u3/lbl_3_2/bull_u1"><num>–</num><p><b>Bei Option 1: </b>Der in Artikel 3.1 festgelegte Beitrag wird jährlich um 2 % erhöht, es sei denn, der Preisindex des Vorjahres (Industrieproduktion) für Frankreich gemäss den von der OECD veröffentlichten wichtigsten Wirtschaftsindikatoren übersteigt 2 %. In diesem Fall wird der Anteil an der Strahlzeit des ILL für die Schweiz soweit verringert, dass er dem in Artikel 3.1 angegebenen Budgetbeitrag der Schweiz unter Berücksichtigung des höheren OECD-Preisindexes (Industrieproduktion) zum Zeitpunkt des Abrufs der Beiträge entspricht.</p></item><item eId="art_3/para/list_u3/lbl_3_2/bull_u2"><num>–</num><p><b>Bei Option 2: </b>Der in Artikel 3.1 festgelegte Beitrag beinhaltet einen jährlichen Anstieg von 2 %.</p></item></blockList></item><item eId="art_3/para/list_u3/lbl_3_3"><num>3.3 </num><p><i>Korrektur</i></p></item><item eId="art_3/para/list_u3/bull_u4"><num/><p>Wird bei der in Artikel 2.5 vorgesehenen Überprüfung eine Überschreitung der Strahlzeit um mehr als den Faktor 1,2 festgestellt, passt die Direktion des ILL die zugeteilte Strahlzeit an, um sicherzustellen, dass die Gesamtnutzung der Strahlzeit im gleitenden Durchschnitt über drei Jahre der vertraglich festgelegten Strahlzeit einschliesslich übermässige Nutzung bis zu einem Faktor von 1,2 entspricht.</p></item><item eId="art_3/para/list_u3/lbl_3_4"><num>3.4 </num><p><i>Zahlung</i></p></item><item eId="art_3/para/list_u3/bull_u6"><num/><p>Die finanziellen Beiträge sind jährlich einmalig einzufordern und zu bezahlen. Die Zahlungen müssen am 1. Juli auf das Konto des ILL eingegangen sein. Die Zahlungseinladung erfolgt spätestens 60 Tage vor diesem Datum.</p></item><item eId="art_3/para/list_u3/lbl_3_5"><num>3.5 </num><p><i>Verfahren</i></p></item><item eId="art_3/para/list_u3/lbl_3_5_1"><num>3.5.1 </num><p>Im Interesse der Teilhaber und der Wissenschaftlichen Mitglieder investiert das ILL die nicht unmittelbar benötigten Mittel mit Umsicht, um seinen finanziellen Verpflichtungen nachkommen zu können.</p></item><item eId="art_3/para/list_u3/lbl_3_5_2"><num>3.5.2 </num><p>Jeweils zum Quartalsende werden die für das betreffende Quartal erhaltenen Zinsen unter den Teilhabern und Wissenschaftlichen Mitgliedern im Verhältnis zu ihren rechtzeitig überwiesenen Beiträgen aufgeteilt.</p></item><item eId="art_3/para/list_u3/lbl_3_5_3"><num>3.5.3 </num><p>Der Anteil der Schweiz am Zinsgewinn wird jährlich entsprechend ihrem Zahlungssystem ausgeschüttet.</p></item><item eId="art_3/para/list_u3/lbl_3_5_4"><num>3.5.4 </num><p>Wenn die Schweiz ihren Beitrag 45 Tage oder mehr vor dem in Artikel 3.4 vorgesehenen Termin bezahlt, erhält sie für den betreffenden Zeitraum Zinsen.</p></item><item eId="art_3/para/list_u3/lbl_3_5_5"><num>3.5.5 </num><p>Wenn die Schweiz ihren Beitrag nicht rechtzeitig bezahlt, erhält sie für das betreffende Jahr keine Zinsen.</p></item><item eId="art_3/para/list_u3/lbl_3_5_6"><num>3.5.6 </num><p>Das ILL behält sich vor, auf dem Anteil des Beitrags, der nicht innerhalb von 45 Tagen nach dem in Artikel 3.4 vorgesehenen Termin überwiesen worden ist, Schuldzinsen zu dem in Frankreich für Darlehen geltenden gesetzlichen Zinssatz zu erheben.</p></item><item eId="art_3/para/list_u3/lbl_3_5_7"><num>3.5.7 </num><p>Der säumige Partner bezahlt alle geschuldeten Zinsen zum gleichen Zeitpunkt wie den noch ausstehenden Mitgliedschaftsbeitrag. Wenn der säumige Partner die auf dem Anteil des noch nicht überwiesenen Beitrags anfallenden Schuldzinsen nicht bezahlt, behält das ILL die Zinsanteile, die dem Partner aus vorangegangen Jahren zustehen, ein.</p></item><item eId="art_3/para/list_u3/lbl_3_5_8"><num>3.5.8 </num><p>Wenn die Schweiz ihren ausstehenden Beitrag nicht innerhalb von 60 Tagen nach dem in Artikel 3.4 vorgesehenen Termin überwiesen hat, behält sich das ILL vor, weitere Schritte zu unternehmen, wie beispielsweise eine Einstellung der Erstattung von Reise- und Aufenthaltskosten von allen Benutzerinnen und Benutzern aus der Schweiz.</p></item><item eId="art_3/para/list_u3/lbl_3_5_9"><num>3.5.9 </num><p>Befindet sich die Schweiz während mehr als 90 Tagen in Zahlungsverzug, wird sie vom ILL darauf hingewiesen, dass es beabsichtigt, ein Bankdarlehen oder einen Überziehungskredit aufzunehmen, um den noch ausstehenden Anteil ihres Beitrags zu decken. Wird der noch ausstehende Mitgliedschaftsbeitrag nicht innerhalb der darauffolgenden sechs Wochen vollständig überwiesen, kann das ILL das Darlehen oder den Kredit aufnehmen. In diesem Fall gehen die Zinsen und andere Kosten im Zusammenhang mit dem Darlehen oder dem Kredit zulasten der Schweiz.</p></item><item eId="art_3/para/list_u3/lbl_3_5_10"><num>3.5.10 </num><p>Sämtliche durch die Schweiz überwiesenen Beiträge werden in erster Linie dazu verwendet, ausstehende Beitragsdefizite aus vorangehenden Zahlungseinladungen zu begleichen oder zu vermindern.</p></item><item eId="art_3/para/list_u3/lbl_3_5_11"><num>3.5.11 </num><p>Der Beitrag der Schweiz wird im Budget des ILL eingestellt und unterliegt den allgemeinen Regeln für dieses Budget. Für die Verwendung dieser Mittel wird kein besonderes oder separates Haushaltskonto eröffnet.</p></item><item eId="art_3/para/list_u3/lbl_3_5_12"><num>3.5.12 </num><p>Während der Gültigkeitsdauer dieses Abkommens erhält die Schweiz die dem Steuerungsausschuss des ILL zugestellten elektronischen Unterlagen, einschliesslich des Jahresabschlusses und der Berichte der Rechnungsprüfungskommission des ILL und der gesetzlichen Revisionsstelle.</p></item></blockList></content></paragraph></article><article eId="art_4"><num><b>Art. 4</b></num><heading>Beteiligung in den Ausschüssen</heading><paragraph eId="art_4/para"><content><blockList><item eId="art_4/para/lbl_4_1"><num>4.1 </num><p>Wissenschaftliche Mitglieder, deren Beiträge über der Schwelle von 1 % des vertraglich vereinbarten Anteils an der Strahlzeit liegen, sind berechtigt, eine Beobachterin oder einen Beobachter zu den Sitzungen des Steuerungsausschusses des ILL zu entsenden. Die Schweiz unterrichtet die Direktion des ILL schriftlich über die ernannte Person und die Direktion informiert die Mitglieder des Steuerungsausschusses.</p></item><item eId="art_4/para/lbl_4_2"><num>4.2 </num><p>Gemäss dem Auftrag und der Geschäftsordnung des Wissenschaftlichen Rates fordert die Direktion des ILL die Wissenschaftlichen Mitglieder auf, rechtzeitig vor der Erneuerung des Wissenschaftlichen Rates und von dessen Unterausschüssen Kandidatinnen und Kandidaten für die betreffenden Organe zu nominieren.</p></item><item eId="art_4/para/lbl_4_3"><num>4.3 </num><p>Die Wissenschaftlichen Mitglieder des ILL ernennen gemeinsam eine Beobachterin oder einen Beobachter für den Unterausschuss für administrative Fragen (SAQ). Sie unterrichten die Direktion des ILL schriftlich über die ernannte Person und die Direktion informiert die Mitglieder des SAQ.</p></item><item eId="art_4/para/lbl_4_4"><num>4.4 </num><p>Die Wissenschaftlichen Mitglieder des ILL ernennen gemeinsam eine Beobachterin oder einen Beobachter für die Teilnahme an Teilen der Teilhaberversammlungen. Sie unterrichten die Direktion des ILL schriftlich über die ernannte Person und die Direktion informiert die Teilhaber.</p></item></blockList></content></paragraph></article><article eId="art_5"><num><b>Art. 5</b></num><heading>Ausgaben für Gastwissenschaftlerinnen und -wissenschaftler</heading><paragraph eId="art_5/para"><content><blockList><item eId="art_5/para/bull_u1"><num/><p>Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus der Schweiz, deren Vorschläge angenommen wurden, werden vom ILL für ihre Reise- und Aufenthaltskosten, die für die Durchführung ihrer Experimente am ILL anfallen, vom ILL entsprechend der am ILL geltenden Regeln und unter Berücksichtigung der in Artikel 3.5 aufgeführten Bedingungen entschädigt.</p></item></blockList></content></paragraph></article><article eId="art_6"><num><b>Art. 6</b></num><heading>Wählbarkeit für Stellen des ILL</heading><paragraph eId="art_6/para"><content><blockList><item eId="art_6/para/lbl_6_1"><num>6.1 </num><p>Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus der Schweiz werden für wissenschaftliche Ernennungen am ILL in Betracht gezogen, einschliesslich für befristete Postdoktorandenstellen und Doktorandenstellen. Ausschreibungen von befristeten Stellen werden der Schweiz zugestellt, damit sich Kandidatinnen und Kandidaten aus der Schweiz bewerben können.</p></item><item eId="art_6/para/lbl_6_2"><num>6.2 </num><p>Das ILL nimmt Postdoktorandinnen und Postdoktoranden sowie Studierende aus der Schweiz auf, die an einem Dissertationsprojekt in Neutronenforschung arbeiten. Während der Gültigkeitsdauer dieses Abkommens hat die Schweiz, je nach gewählter Option, entweder Anrecht auf zwei Doktorandenstellen für drei Jahre oder finanziell gleichwertige Postdoktorandenstellen im Rahmen des laufenden Abkommens bei Option 1 oder Anrecht auf vier Doktorandenstellen für drei Jahre oder finanziell gleichwertige Postdoktorandenstellen im Rahmen des laufenden Abkommens bei Option 2.</p></item><item eId="art_6/para/lbl_6_3"><num>6.3 </num><p>Zusätzlich kann das ILL Studierenden aus der Schweiz eine Doktorandenstelle im Rahmen des Doktoratsprogramms des ILL gewähren, um dort an einem Dissertationsprojekt auf einem Gebiet der Neutronenforschung zu arbeiten, das vom ILL in seiner entsprechenden Ausschreibung definiert wurde. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler von Schweizer Hochschulen und Forschungseinrichtungen sind berechtigt, Forschungsvorschläge für diese Doktoratsstipendien des ILL einzureichen. Die Forschungsvorschläge werden durch ein <i>Peer-Review</i>-Verfahren nach wissenschaftlichem Verdienst beurteilt und ausgewählt.</p></item></blockList></content></paragraph></article><article eId="art_7"><num><b>Art. 7</b></num><heading>Zusammenarbeit von Forschungsgruppen <br/>(<i>Collaborating Research Groups,</i> CRG) – Instrumente</heading><paragraph eId="art_7/para"><content><p>Wissenschaftliche Mitglieder, deren Beiträge über der Schwelle von 1 % des vertraglich vereinbarten Anteils an der Strahlzeit liegen, sind berechtigt, gemäss den am ILL geltenden Regeln am Programm der CRG-Instrumente des ILL teilzunehmen.</p></content></paragraph></article><article eId="art_8"><num><b>Art. 8</b></num><heading>Beschaffungswesen</heading><paragraph eId="art_8/para"><content><blockList><item eId="art_8/para/lbl_8_1"><num>8.1 </num><p>Schweizer Unternehmen und Institutionen werden bei Ausschreibungen des ILL berücksichtigt.</p></item><item eId="art_8/para/lbl_8_2"><num>8.2 </num><p>Die Schweiz ernennt eine Beschaffungsberaterin oder einen Beschaffungsberater und unterrichtet die Direktion des ILL schriftlich über die ernannte Person.</p></item><item eId="art_8/para/lbl_8_3"><num>8.3 </num><p>Das ILL unterrichtet die Beschaffungsberaterin oder den Beschaffungsberater über die Art der Beschaffungen, die während der nächsten Jahre voraussichtlich benötigt werden. Die Beraterin oder der Berater ist dem ILL dabei behilflich, eine Liste von möglichen Schweizer Anbietern zu führen, von denen angenommen wird, dass sie über die nötigen Fähigkeiten und Erfahrungen verfügen, um im Zusammenhang mit Projekten des ILL tätig zu werden.</p></item><item eId="art_8/para/lbl_8_4"><num>8.4 </num><p>Das ILL fordert Schweizer Anbieter auf, sich um Aufträge zu bewerben, wenn sie seiner Ansicht nach genügend technische Fähigkeiten und Erfahrung besitzen.</p></item></blockList></content></paragraph></article><article eId="art_9"><num><b>Art. 9</b></num><heading>Personalaustausch</heading><paragraph eId="art_9/para"><content><blockList><listIntroduction eId="art_9/para/listintro">Ein möglicher Austausch von Personal zwischen Schweizer Hochschulen und/oder Forschungseinrichtungen und dem ILL erfolgt unter den gleichen Bedingungen wie zwischen dem ILL und den vier Teilhabern des ILL. Dieser Austausch betrifft unter anderem:</listIntroduction><item eId="art_9/para/bull_u1"><num>– </num><p>Ausschreibungen von festen und befristeten wissenschaftlichen Stellen und von Stellen für Ingenieurinnen und Ingenieure sowie Technikerinnen und Techniker; und</p></item><item eId="art_9/para/bull_u2"><num>– </num><p>Ausschreibungen von Stellen längerer oder kürzerer Dauer für Gastwissenschaftlerinnen und -wissenschaftler.</p></item></blockList></content></paragraph></article><article eId="art_10"><num><b>Art. 10</b></num><heading>Dauer</heading><paragraph eId="art_10/para"><content><blockList><item eId="art_10/para/lbl_10_1"><num>10.1 </num><p>Dieses Abkommen tritt in Kraft, sobald es von beiden Parteien unterzeichnet ist. Je nach Vorliegen einer Bestätigung der Schweiz zur Laufzeit dieses Abkommens bis spätestens im Dezember 2024, kommt dieses Abkommen vom 1. Januar 2024 bis am 31. Dezember 2028 bei Option 1 respektive bis am 31. Dezember 2033 bei Option 2 zu Anwendung, wie im Artikel 2.3 ausgeführt.</p></item><item eId="art_10/para/bull_u2"><num/><p>Sollte bei Option 2 das ILL den Reaktorbetrieb vor Ablauf der vereinbarten Vertragslaufzeit einstellen, tritt dieses Abkommen mit der Einstellung des Betriebs des ILL ausser Kraft, wobei als genaues Datum das Datum der offiziellen Mitteilung des ILL über die endgültige Abschaltung des Reaktors gilt. In diesem Fall bezahlt die Schweiz den Beitrag für das entsprechende Jahr <i>pro rata temporis</i>.</p></item><item eId="art_10/para/lbl_10_2"><num>10.2 </num><p>Am Ende des Mitgliedschaftszeitraums beurteilt das ILL den Mittelwert der Strahlzeit, die die Schweiz während der fünf- oder zehnjährigen wissenschaftlichen Mitgliedschaft genutzt hat.</p></item><item eId="art_10/para/lbl_10_3"><num>10.3 </num><p>Eine langfristige Finanzplanung ist für den Betrieb einer Grossforschungsinfrastruktur wie des ILL entscheidend. Eine Aussetzung der wissenschaftlichen Mitgliedschaft ist schwer zu handhaben und kann weitreichende Folgen für den Betrieb des ILL haben. Deshalb müsste die Schweiz, wenn sie ihre wissenschaftliche Mitgliedschaft aussetzt, bei einer Wiederaufnahme erneut 50 % der Beitrittsgebühr bezahlen. Die Höhe der Beitrittsgebühr bemisst sich nach dem vertraglich festgelegten Anteil an der Strahlzeit und beläuft sich für 1 % Strahlzeit am ILL auf 1 % des Gesamtkapitals und der Reserven des ILL gemäss Bilanz.</p></item></blockList></content></paragraph></article><article eId="art_11"><num><b>Art. 11</b></num><heading>Schiedsgerichtsbarkeit</heading><paragraph eId="art_11/para"><content><p>Die Schweiz und das ILL bemühen sich um eine einvernehmliche Beilegung allfälliger Streitigkeiten. Wenn dies nicht gelingt, bezeichnen die Schweiz und das ILL gemeinsam ein Schiedsgericht, dessen Entscheidung für beide Vertragsparteien verbindlich ist.</p></content></paragraph></article><article eId="art_12"><num><b>Art. 12</b></num><heading>Schlussbestimmungen</heading><paragraph eId="art_12/para"><content><blockList><item eId="art_12/para/lbl_12_1"><num>12.1 </num><p>Dieses Abkommen unterliegt französischem Recht.</p></item><item eId="art_12/para/lbl_12_2"><num>12.2 </num><p>Dieses Abkommen wurde an dem nachstehend genannten Ort und Datum in zwei Urschriften abgefasst und unterzeichnet.</p></item></blockList><table fedlex:function="layout"><tr><td><p>Grenoble, den 6. Juni 2024</p></td><td><p>Grenoble, den 6. Juni 2024</p></td></tr><tr><td><p>Für das ILL:</p><p>Ken Andersen <br/>Direktor</p><p>Martin Walter <br/>Leiter der Administration</p></td><td><p>Für die Schweiz:</p><p>Martina Hirayama <br/>Staatssekretärin für Bildung, Forschung und Innovation</p></td></tr></table></content></paragraph></article></body></act></akomaNtoso>