<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="content"> <div class="para"> </div> <div class="para">Bundesgericht </div> <div class="para">Tribunal fédéral </div> <div class="para">Tribunale federale </div> <div class="para">Tribunal federal </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <img height="74" src="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/clir/http/displayimage.php?id=2021-06-02-5D_106-2021.1&amp;type=gif" width="95"/> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>5D_106/2021</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>Urteil vom 2. Juni 2021</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>II. zivilrechtliche Abteilung</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Besetzung </div> <div class="para">Bundesrichterin Escher, präsidierendes Mitglied, </div> <div class="para">Gerichtsschreiber Möckli. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Verfahrensbeteiligte </div> <div class="para">A.________, </div> <div class="para">Beschwerdeführer, </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <i>gegen</i> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">1. Politische Gemeinde Gossau, </div> <div class="para"> Bahnhofstrasse 25, 9201 Gossau, </div> <div class="para">2. Kanton St. Gallen, </div> <div class="para">3. Römisch-Katholische Kirchgemeinde Gossau, </div> <div class="para"> 9200 Gossau, </div> <div class="para">alle drei vertreten durch Steueramt der Stadt Gossau, </div> <div class="para">Bahnhofstrasse 25, Rathaus, 9201 Gossau, </div> <div class="para">Beschwerdegegner. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Gegenstand </div> <div class="para">Definitive Rechtsöffnung, </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Beschwerde gegen den Entscheid des Kantonsgerichts St. Gallen vom 30. April 2021 (BES.2020.10-EZS1/ ZV.2020.42-EZS1). </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>Sachverhalt:</b> </div> <div class="para">Gestützt auf vier definitive Steuerveranlagungen erteilte das Kreisgericht Wil den rubrizierten Beschwerdegegnern in der gegen den Schuldner und vorliegenden Beschwerdeführer eingeleiteten Betreibung für Fr. 23'806.25 definitive Rechtsöffnung. Die hiergegen erhobene Beschwerde wies das Kantonsgericht St. Gallen mit Entscheid vom 30. April 2021 ab, soweit es darauf eintrat. </div> <div class="para">Dagegen hat der Schuldner am 29. Mai 2021 beim Bundesgericht eine mit "Nichtigkeitsbeschwerde, Rechtsverweigerungsbeschwerde und subsidiäre Verfassungsbeschwerde" betitelte Eingabe gemacht. Ferner verlangt er unentgeltliche Rechtspflege und aufschiebende Wirkung sowie die Einleitung eines Strafverfahrens gegen die Verantwortlichen der Stadtverwaltung Gossau wegen vorsätzlichen Betruges, Urkundenfälschung, Vermögensschädigung, unrechtmässiger Bereicherung, Amtsmissbrauchs u.ä.m. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>Erwägungen:</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>1.</b> </div> <div class="para">Das Bundesgericht ist zur Einleitung von Strafverfahren unzuständig; darauf ist von vornherein nicht einzutreten. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>2.</b> </div> <div class="para">Was die Sache selbst, nämlich die Rechtsöffnung anbelangt, beträgt der Streitwert gemäss den unbeanstandeten Feststellungen im angefochtenen Entscheid Fr. 23'806.25 und somit weniger als Fr. 30'000.--, weshalb die Beschwerde in Zivilsachen nicht gegeben ist (<span class="artref">Art. 74 Abs. 1 lit. b BGG</span>), sondern nur die subsidiäre Verfassungsbeschwerde zur Verfügung steht (<span class="artref">Art. 113 BGG</span>). Mit dieser kann einzig die Verletzung verfassungsmässiger Rechte gerügt werden (<span class="artref">Art. 116 BGG</span>), wofür das strenge Rügeprinzip gilt (Art. 106 Abs. 2 i.V.m. <span class="artref">Art. 117 BGG</span>). </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>3.</b> </div> <div class="para">Der Beschwerdeführer erhebt keine Verfassungsrügen, sondern macht rein appellatorische und zum Teil polemische Ausführungen, welche dahin gehen, dass die Steuerveranlagungen gefälscht bzw. nachträglich manipuliert seien. Selbst wenn der Beschwerdeführer in diesem Zusammenhang verfassungsmässige Rechte als verletzt rügen würde, könnte darauf nicht eingetreten werden, da im Rechtsöffnungsverfahren materiell rechtskräftige Steuerveranlagungen nicht mehr in Frage gestellt werden können. Wie gesagt wären aber vorab Verfassungsrügen erforderlich, damit auf die Ausführungen näher eingetreten werden könnte. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>4.</b> </div> <div class="para">Nach dem Gesagten erweist sich die Beschwerde mangels Verfassungsrügen als offensichtlich nicht hinreichend begründet, weshalb auf sie im vereinfachten Verfahren nach <span class="artref">Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG</span> nicht einzutreten ist. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>5.</b> </div> <div class="para">Mit dem sofortigen Entscheid in der Sache ist das Gesuch um aufschiebende Wirkung gegenstandslos. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>6.</b> </div> <div class="para">Wie die vorstehenden Erwägungen zeigen, konnte der Beschwerde von Anfang an kein Erfolg beschieden sein, weshalb es an den materiellen Voraussetzungen der unentgeltlichen Rechtspflege fehlt (<span class="artref">Art. 64 Abs. 1 BGG</span>) und das entsprechende Gesuch abzuweisen ist. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>7.</b> </div> <div class="para">Die Gerichtskosten sind dem Beschwerdeführer aufzuerlegen (<span class="artref">Art. 66 Abs. 1 BGG</span>). </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b> Demnach erkennt das präsidierende Mitglied:</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>1.</b> </div> <div class="para">Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>2.</b> </div> <div class="para">Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege wird abgewiesen. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>3.</b> </div> <div class="para">Die Gerichtskosten von Fr. 1'500.-- werden dem Beschwerdeführer auferlegt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>4.</b> </div> <div class="para">Dieses Urteil wird den Parteien und dem Kantonsgericht St. Gallen schriftlich mitgeteilt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Lausanne, 2. Juni 2021 </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Im Namen der II. zivilrechtlichen Abteilung </div> <div class="para">des Schweizerischen Bundesgerichts </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Das präsidierende Mitglied: Escher </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Der Gerichtsschreiber: Möckli </div> </div></body></html>