<h2>SubmittedText<h2><p>Der Bundesrat wird beauftragt, die Arbeiten an der KVG-Revision zur Einführung eines monistischen Finanzierungssystems wieder aufzunehmen und ein Modell zu erarbeiten, das folgende Eckwerte umfasst: </p><p>1. Die Gelder der öffentlichen Hand sind für den Risikoausgleich, für Aus- und Weiterbildung der Medizinalpersonen sowie für die Prämienverbilligung einzusetzen. </p><p>2. Der Anteil der öffentlichen Hand an der Finanzierung der grundversicherten Leistungen ist sicherzustellen und ausgehend von den aktuellen Mitteln prozentual dem Kostenwachstum im Gesundheitswesen anzupassen.</p><p>3. Alle stationären und ambulanten Leistungen gemäss KVG werden von den Krankenversicherern finanziert.</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Im Rahmen der KVG-Revision im Bereich der Spitalfinanzierung wurden im Hinblick auf eine allfällige monistische Finanzierung Weichen gestellt. Die zulasten der obligatorischen Krankenpflegeversicherung (OKP) stationär erbrachten Leistungen der Spitäler werden durch die Kantone mitfinanziert, wobei dem Föderalismus Rechnung getragen wird. Verschiedene Varianten eines monistischen Finanzierungsmodells werden dadurch ausgeschlossen. Insoweit steht die Einführung des Monismus im stationären Bereich derzeit nicht mehr zur Diskussion.</p><p>Der Bundesrat sieht vor, im Rahmen der Weiterentwicklung des Krankenversicherungssystems die verschiedenen Modelle und die damit verbundenen Implikationen sowie die Vor- und Nachteile der einzelnen Alternativen einer Evaluation zu unterziehen. Diesbezügliche Vorbereitungsarbeiten sind von der Verwaltung aufgenommen worden. In diese Betrachtung kann auch das von der Motionärin bevorzugte Finanzierungsmodell einbezogen werden. Der Bundesrat hält es jedoch nicht für opportun, ohne Diskussion über die grundsätzliche Stossrichtung eines Vorschlags zur Änderung der Finanzierungsregelung im jetzigen Zeitpunkt ein bestimmtes Modell des Monismus bevorzugt zu behandeln.</p>  Der Bundesrat beantragt die Ablehnung der Motion.