B u n d e s v e rw a l t u n g s g e r i ch t T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i f f éd é r a l T r i b u n a l e am m i n i s t r a t i vo f e d e r a l e T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i v fe d e r a l Abteilung II B-6400/2012 U r t e i l v o m 1 0 . S e p t e m b e r 2 0 1 4 Besetzung Richter Ronald Flury (Vorsitz), Richterin Michela Bürki Moreni, Richterin Vera Marantelli, Gerichtsschreiberin Marion Sutter. Parteien A._______, vertreten durch lic. iur. Gojko Reljić, Rechtsberatung für Ausländer Go-Re-Ma, Beschwerdeführerin, gegen IV-Stelle für Versicherte im Ausland IVSTA, Avenue Edmond-Vaucher 18, Postfach 3100, 1211 Genf 2, Vorinstanz. Gegenstand Invalidenrente (Rentenanspruch). B-6400/2012 Seite 2 Sachverhalt: A. A._______ (im Folgenden: Beschwerdeführerin oder V ersicherte) wurde 1953 geboren und ist serbische Staatsangehörige. In den Jahren 1976 bis 1998 hat sie teilweise in der Schweiz gearbeitet und die entspreche n- den obligatorischen Beiträge an die schweizerische Alters -, Hinterlasse- nen- und Invalidenversicherung geleistet (IV-Akt. 5). Am 12. Januar 2005 scheint sie sich bereits über den serbische n Versicherungsträger bei der schweizerischen Invalidenversicherung zum Leistungsbezug an gemeldet zu haben (IV -Akt. 7). Diese Anmeldung ging indessen zu keinem Zei t- punkt bei den sch weizerischen Behörden ein. Eine zweite Anmeldung vom 11. November 2006 wurde der IV-Stelle für Versicherte im Ausland IVSTA am 14. Dezember 2006 zugestellt (IV-Akt. 4). B. In der Folge gingen bei der Vorinstanz verschiedene medizinische Unte r- lagen (IV-Akt. 7, 18, 34 -38) sowie die Fragebogen für den Versicherten respektive die im Haushalt tätigen Versicherten (IV-Akt. 19) ein. Angaben zu dem in der Schweiz erzielten Erwerbseinkommen konnten nicht erh o- ben werden (vgl. IV -Akt. 10 -13 und 29 -31). In der Stellungnahme vom 4. März 2008 erklärte die beigezogene Ärztin Dr. B._______ des medizi- nischen Dienstes der Vorinstanz, die Beschwerdeführerin leide an einer chronisch rezidivierenden Depression sowie einem chronischen Zervikal - und Lumbalsyndrom. In der bisherigen beruflichen Tätigkeit sei sie ab ca. 1998 zu 20 % sowie seit August 2004 zu 60 % arbeitsunfähig. Für Täti g- keiten im Haushalt sei sie ab August 2004 zu 40 % arbeitsunfähig. Über die Arbeitsfähigkeit in einer Verweisungstätigkeit befand der RAD nicht, da die Beschwerdeführerin in ihrer bisherigen beruflichen Tätigkeit "Hilf s- tätigkeiten" ausgeführt habe, die vermutlich eher leichter Natur ge wesen seien (IV-Akt. 40). Gestützt darauf stellte die Vorinstanz der Beschwerde- führerin mit Vorbescheid vom 1. April 2008 mit Wirkung ab dem 1. Mai 2005 eine halbe und mit Wirkung ab dem 1. August 2005 eine Dreivie r- telsrente in Aussicht (IV -Akt. 45). Diesen Vorbescheid bestätigte sie mit Verfügung vom 8. Oktober 2008 ( fehlt in den vorliegenden Akten; vgl. IV-Akt. 61). C. Hiergegen erhob die Beschwerdeführerin, nunmehr vertreten durch lic. iur. G. Reljić, am 6. November 2008 Beschwerde beim Bundesverwal- tungsgericht und verlangte die Zusprechung einer ganzen Rente mit B-6400/2012 Seite 3 Wirkung ab dem 1. Januar 2004 respektive eventualiter die Rückweisung der Angelegenheit an die Vorinstanz zur weiteren Abklärung (IV-Akt. 55). Das Bundesverwaltungsgericht hiess mit Urteil C-7045/2008 vom 13. September 2010 die Beschwerde gut, hob die angefochtene Verfügung auf und wies die Sache zurück an die Vorinstanz zur Einholung eines p o- lydisziplinären (insbesondere psychiatr ischen und rheumatologischen) Gutachtens sowie zur Vornahme der Abklärung, ob die Beschwerdeführe- rin im Gesundheitsfall erwerbstätig und/oder im Haushalt tätig wäre . Zur Begründung führte es aus, Dr. med. B._______ habe sich in ihrer Ste l- lungnahme vom 4. März 2008 nicht mit der im Austrittsbericht der rhe u- matologischen Abteilung der Klinik C._______ gestellten Diagnose einer Polyarthrose auseinander gesetzt, bei den allgemeinen funktionellen Ei n- schränkungen lediglich "Einschränkungen von Seiten des Rücken s und der Psyche (Depression)" erwähnt und die Leistungsfähigkeit in qualitat i- ver Hinsicht nicht beurteilt. Insbesondere habe sie nicht dargelegt, inwi e- fern die Leistungsfähigkeit der Beschwerdeführerin angesichts der erh o- benen Befunde aus psychiatrischer und rheumatologischer Sicht beei n- trächtigt werde. Ebenfalls sei die attestierte Arbeitsunfähigkeit von 20 b e- ziehungsweise 60 % nicht nachvollziehbar begründet worden. Alsdann sei mangels Angabe der Spezialisierung der IV -Ärztin unklar, ob sie über die erforderlichen fachlichen Qualifikationen verfüge. Nachdem die vorlie- genden Akten kein vollständiges und unbestrittenes Bild über die Anam- nese und den Verlauf sowie den gegenwärtigen Status der gesundheitli- chen Beschwerden gäben, habe die Vorinstanz schliesslich das medizini- sche Abklärungsv erfahren nicht durch den Aktenbericht von Dr. med. B._______ abschliessen dürfen (IV-Akt. 61). D. In Umsetzung des bundesverwaltungsgerichtlichen Entscheids erteilte die Vorinstanz mit Schreiben vom 22. September 2011 dem ärztlichen Begut- achtungsinstitut Basel (im Folgenden: ABI) den Auftrag für eine interdiszi- plinäre medizinische Abklärung (IV -Akt. 95). Am 8. November 2011 ging bei der Vorinstanz ausserdem der durch die Beschwerdeführerin ausg e- füllte Fragebogen zur Bestim mung des Status des/der Versicherten vom 19. Oktober 2011 ein (IV -Akt. 101). Mit Schreiben vom 10. Januar 2012 setzte das ABI den Termin zur ärztlichen Begutachtung auf den 28. März 2012 fest (IV-Akt. 114). Die Gutachter des ABI stellten im Gutachten vom 26. April 2012 (im Folgenden: ABI -Gutachten) insgesamt, je ab Septe m- ber 2004, eine Arbeitsunfähigkeit von 80 % für körperlich s chwere Tätig- keiten, von 50 % für körperlich mittelschwere Tätigkeiten sowie von 20 % für körperlich leichte, angepasste berufliche Tätigkeiten fest. In der B-6400/2012 Seite 4 Ausübung von häuslichen Tätigkeiten sei die Beschwerdeführerin zu 10 % eingeschränkt (IV-Akt. 124). Mit Stellungnahme vom 8. Juni 2012 bezeichnete Dr. D._______ , Fach- arzt FMH für Psychiatrie und Psychotherapie des regionalen ärz tlichen Dienstes Rhône (im Folgenden: RAD), das ABI -Gutachten vom 26. April 2012 als in psychiatrischer Hinsicht überzeugend, weshalb der darin vo r- genommenen Beurteilung der Arbeitsfähigkeit zu folgen sei (IV -Akt. 133, S. 4). Dr. E._______, Fachärztin FMH für physikalische Medizin und R e- habilitation, gab in ihrer Stellungna hme vom 3. Juli 2012 die im ABI-Gutachten festgestellten Befunde wieder und bestätigte damit implizit ebenfalls dessen Schlüssigkeit (IV -Akt. 133, S. 5). In der Stellungnahme vom 5. Juli 2012 erklärte RAD-Arzt Dr. F._______ , Facharzt FMH für All- gemeinmedizin, gemäss den erwähnten fachärztlichen RAD-Stellung- nahmen sei vollumfänglich auf das ABI-Gutachten abzustellen. Die in der Haushaltsführung geltende Einschränkung von 10 % setze sich a us je 5 % Einschränkung in den Bereichen Wohnungspflege sowie Erledigung der Wäsche/Kleiderpflege zusammen (IV-Akt. 133). Mit Vorbescheid vom 13. Juli 2012 kündigte die Vorinstanz der Beschwerdeführerin an, ihr Leis- tungsbegehren werde abzuweisen sein. Gemä ss Art. 27 IVV komme vor- liegend die spezifische Methode zur Anwendung. In Auswertung des ABI- Gutachtens sowie aufgrund der Angaben im ausgefüllten Haushaltsfrage- bogen sei der RAD zur Überzeugung gelangt, dass die Beschwerdeführe- rin im bisherigen Aufgabenbe reich lediglich zu 10 % eingeschränkt sei. Damit liege weder eine ausreichende durchschnittliche Arbeitsunfähigkeit während der Dauer eines Jahres noch ein rentenberechtigender Invalid i- tätsgrad vor (IV -Akt. 134). In ihrem Einwand vom 12. September 2012 machte die Beschwerdeführerin geltend, aus den vorliegenden Berichten der serbischen Spezialärzte, bei denen sie sich schon seit langer Zeit in Behandlung befinde, gehe klar hervor, dass si e für sämtliche berufliche Tätigkeiten sowie auch Arbeiten im Haushalt zu min destens 70 % a r- beitsunfähig sei (IV-Akt. 139). Mit Verfügung vom 7. November 2012 bes- tätigte die Vorinstanz ihren Vorbescheid vom 13. Juli 2012 (IV-Akt. 145). E. Mit Eingabe vom 12. Dezember 2012 focht die Beschwerdeführerin diese Verfügung beim Bunde sverwaltungsgericht an mit den Anträgen, es sei die Verfügung vom 7. November 2011 aufzuheben und ihr mit Wirkung ab dem 1. Januar 2004 eine ganze Invalidenrente zuzusprechen oder die Sache erneut abzuklären. Zur Begründung macht die Beschwerdeführerin geltend, sie habe in ihrem Einwand vom 12. Juli 2012 und in den früheren B-6400/2012 Seite 5 Schreiben an die Vorinstanz begründet, weshalb die Voraussetzungen für eine ganze Invalidenrente erfüllt seien . ABI-Untersuchungen seien öfters diskriminierend. Aus den der Beschwerdeschrift beigelegten fachärztl i- chen Berichten aus Serbien sei ersichtlich, dass sie zu mindestens 70 % erwerbsunfähig sei. F. In ihrer Vernehmlassung vom 18. April 2013 beantragt die Vorinstanz, die Beschwerde sei abzuweisen und die angefochtene Verfügung zu bestät i- gen. Zur Begründung führt sie aus, nichts spräche gegen das eingeholte ABI-Gutachten, weshalb auf dieses sowie die gestützt darauf ergangenen RAD-ärztlichen Stellungnahmen (zuletzt im Rahmen des Beschwerdever- fahrens) vollumfänglich abzustellen sei. Da die Beschwerdeführerin g e- mäss dem Haushaltsfragebogen beziehungsweise Fragebogen fü r Versi- cherte ausschliesslich im Haushalt Tätigkeiten verrichtet habe, sei bei der Invaliditätsbemessung die spezifische Methode gemäss Art. 27 IVV zur Anwendung gelangt. G. Die Beschwerdeführerin repliziert am 14. Mai 2013, in der im Beschwe r- deverfahren neu eingeholten Stellungnahme habe ein hierzu fachlich o f- fensichtlich nicht geeigneter RAD -Arzt auch ihre psychischen Beschwe r- den beurteilt. Dem neu eingereichten Austrittsbericht aus einer psychiatri- schen Klinik sei zu entnehmen, dass sie aus psychiatrische r Sicht zu mindestens 70 % erwerbsunfähig sei. H. In der Duplik vom 17. Juli 2013 hielt die Vorinstanz an ihrer Vernehmla s- sung vom 18. April 2013 fest. Gemäss der neu eingeholten RAD-ärztlichen Stellungnahme vom 11. Juli 2013 sowie insbesondere dem psychia trischen Konsultationsbericht vom 4. Juli 2013 hätten sich aus den neu vorliegenden Berichten keine zusätzlichen Sachverhaltsel e- mente ergeben, die auf eine Verschlechterung des Gesundheitszusta n- des der Beschwerdeführerin hindeuteten. Auf die weiteren Vorb ringen der Parteien und die eingereichten Unterl a- gen wird – soweit erforderlich und rechtserheblich – in den nachfolgenden Erwägungen eingegangen. B-6400/2012 Seite 6 Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 1. 1.1 Gemäss Art. 31 in Verbindung mit Art. 33 Bst. d des Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesverwaltungsgericht (VGG, SR 173.32) und Art. 69 Abs. 1 Bst. b des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung vom 19. Juni 1959 (IVG, SR 831.20) beurteilt das Bundesverwaltungsg e- richt Beschwerden von Personen im Ausland gegen Verfügungen der schweizerischen IV-Stelle für Versicherte im Ausland IVSTA. Im Streit liegt die Verfügung der IVSTA (Vorinstanz) vom 7. November 2012. Eine Ausnahme im Sinne von Art. 32 VGG liegt nicht vor. Das Bun- desverwaltungsgericht ist damit zur Beurteilung der vorliegenden B e- schwerde zuständig. 1.2 Die Beschwerdeführerin ist als Adressatin der Verfügung vom 7. N o- vember 2012 berührt und hat ein schutzwürdiges Interesse an deren Au f- hebung oder Änderung, so dass sie im Sinne von Art. 59 des Bu ndesge- setzes vom 6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialvers i- cherungsrechts (ATSG, SR 830.1) beschwerdelegitimiert ist. 1.3 Auf die frist - und formgerecht (Art. 60 ATSG und Art. 52 des Verwa l- tungsverfahrensgesetzes vom 20. Dezember 1968 [VwVG, SR 172.021]) eingereichte Beschwerde ist – nachdem der eingeforderte Kostenvo r- schuss fristgerecht überwiesen wurde – einzutreten. 2. Vorab sind die im vorliegenden Verfahren anwendbaren Normen und Rechtsgrundsätze darzustellen. 2.1 Nach der Rechtsprechung stellt da s Sozialversicherungsgericht bei der Beurteilung einer Streitsache in der Regel auf den bis zum Zeitpunkt des Erlasses der streitigen Verwaltungsverfügung (hier: 7. November 2012) eingetretenen Sachverhalt ab (BGE 132 V 215 E. 3.1.1). Tatsa- chen, die jenen Sachverhalt seither verändert haben, sollen im Normalfall Gegenstand einer neuen Verwaltungsverfügung sein (BGE 121 V 362 E. 1b). Dies gilt jedoch nicht für Berichte, die mit dem Streitgegenstand in engem Sachzusammenhang stehen und geeignet sind, die Beurteilung im Zeitpunkt des Erlasses der Verfügung zu beeinflussen (vgl. Urteil des Bundesgerichts 9C_24/2008 vom 27. Mai 2008 E. 2.3.1). B-6400/2012 Seite 7 2.2 Intertemporal sind grundsätzlich diejenigen materiellen Rechtssätze massgebend, die bei der Erfüllung des rechtlich zu ordnenden oder zu Rechtsfolgen führenden Tatbestandes Geltung hatten (BGE 132 V 220 E. 3.1.1, Urteil des Bundesgerichts 8C_419/2009 vom 3. November 2009). Dabei ist ein allfälliger Leistungsanspruch für die Zeit vor einem Rechtswechsel aufgrund der bish erigen sowie ab diesem Zeitpunkt nach den neuen Normen zu prüfen (pro rata temporis; BGE 130 V 445). 2.2.1 Am 1. Januar 2008 sind im Rahmen der 5. IV -Revision Änderungen des IVG und anderer Erlasse wie des ATSG in Kraft getreten. Weil in zeit- licher Hinsicht – vorbehältlich besonderer übergangsrechtlicher Regelu n- gen – grundsätzlich diejenigen Rechtssätze massgeblich sind, die bei der Erfüllung des rechtlich zu ordnenden oder zu Rechtsfolgen führenden Tatbestandes Geltung haben, ist der Leistungsanspruch für die Ze it bis zum 31. Dezember 2007 aufgrund der bisherigen und ab diesem Zei t- punkt nach den neuen Normen zu prüfen (BGE 130 V 445). Die 5. IV -Revision brachte für die Invaliditätsbemessung keine substa n- ziellen Änderungen gegenüber der bis zum 31. Dezember 2007 gültig gewesenen Rechtslage, so dass die zur altrechtlichen Regelung erga n- gene Rechtsprechung weiterhin massgebend ist (vgl. Urteil Bundesg e- richt 8C_373/2008 vom 28. August 2008 E. 2.1). Neu normiert wurde d a- gegen der Zeitpunkt des Rentenbeginns, der – sofern die entspreche n- den Anspruchsvoraussetzungen geg eben sind – gemäss Art. 29 Abs. 1 IVG (in der Fassung der 5. IV -Revision) frühestens sechs Monate nach Geltendmachung des Leistungsanspruchs nach Art. 29 Abs. 1 ATSG entsteht. Trat der Versicherungsfall allerdings vor dem 1. Januar 2008 ein und wurde die Anmeldung bis spätestens Ende Juni 2008 eingereicht, so gilt das alte Recht (BGE 138 V 475). 2.2.2 Im vorliegenden Verfahren finden demnach grundsätzlich jene schweizerischen Rechtsvorschriften Anwendung, die bei Erlass der ange- fochtenen Verfügung vom 7. November 2012 in Kraft standen; weiter aber auch alle übrigen Vorschriften, die für die Beurteilung der streitigen Verfü- gung im vorliegend massgeblichen Zeitraum von Belang sind. Damit ist grundsätzlich auf die materiellen Bestimmungen des IVG und der Verord- nung vom 17. Januar 1961 über die Invalidenversicherung (IVV, SR 831.201) in der Fassung gemäss den am 1. Januar 2008 in Kraft g e- tretenen Änderungen (5. IV-Revision; AS 2007 5129 und AS 2007 5155) abzustellen. Zudem sind die mit dem ersten Massnahmenpaket der 6. IV-Revision am 1. Januar 2012 in Kraft getretenen Änderungen des B-6400/2012 Seite 8 IVG und der IVV (IV-Revision 6a; IVG in der Fassung vom 18. März 2011 [AS 2011 5659], IVV in der Fassung vom 16. November 2011 [AS 2011 5679]) zu beachten, soweit diese in sachlicher sowie zeitlicher Hinsicht anwendbar sind. 2.3 Nach dem Zerfall der Föderativen Volksrepublik Jugoslawien blieben zunächst die Bestimmungen des Abkommens zwischen der Schweizer i- schen Eidgenossenschaft und der Föderativen Volksrepublik Jugoslawien über Sozialversicherung vom 8. Juni 1962 (SR 0.831.109.818.1) für alle Staatsangehörigen des ehemaligen Jugoslawiens anwendbar (BGE 126 V 203 E. 2b, 122 V 382 E. 1, 119 V 101 E. 3). Zwischenzeitlich hat die Schweiz mit den Nachfolgestaaten des ehemaligen Jugoslawiens (Kro a- tien, Slowenien und Mazedonien), nicht aber mit Serbien oder mit dem Kosovo, neue Abkommen über Soziale Sicherheit abgeschlossen. Für die Beschwerdeführerin als Bürger in von Serbien findet demnach weiterhin das schweizerisch -jugoslawische Sozialv ersicherungsabkommen vom 8. Juni 1962 Anwendung. Nach Art. 2 dieses Abkommens stehen die Staatsangehörigen der Vertragsstaaten in ihren Rechten und Pflichten aus den in Art. 1 genannten Rechtsvorschriften, zu welchen die schweize- rische Bundesgesetzgebung über die Invalidenversicherung gehört, ei n- ander gleich, soweit nichts anderes bestimmt ist. Bestimmungen, die hi n- sichtlich der Voraussetzungen des Anspruchs auf eine schweizerische In- validenrente und der anwendbaren Verfahrensbestimmungen von dem in Art. 2 des Abkommens aufgestellten Grundsatz der Gleichstellung abwe i- chen, finden sich weder im Abkommen selbst noch in den seitherigen schweizerisch-jugoslawischen Vereinbarungen. Die Bestimmung der I n- validität und die Berec hnung des Invaliditätsgrades und der Rentenhöhe richten sich demnach allein nach den schweizerischen Rechtsvorschri f- ten, insbesondere dem IVG, der Verordnung über die Invalidenversich e- rung vom 17. Januar 1961 (IVV, SR 832.201), dem ATSG sowie der Ve r- ordnung vom 11. September 2002 über den Allgemeinen Teil des Sozia l- versicherungsrechts (ATSV, SR 830.11; vgl. BGE 130 V 253 E. 2.4). 2.4 Die Beschwerdeführenden können im Rahmen des Beschwerdeve r- fahrens die Verletzung von Bundesrecht unter Einschluss des Mis s- brauchs oder der Überschreitung des Ermessens, die unrichtige oder u n- vollständige Feststellung des Sachverhalts sowie die Unangemessenheit des Entscheids rügen (Art. 49 VwVG). 2.5 Der Sozialversicherungsprozess ist vom Untersuchungsgrundsatz beherrscht. Danach hat das Gericht von Amtes wegen für die richtige und B-6400/2012 Seite 9 vollständige Abklärung des rechtserheblichen Sachverhalts zu sorgen. Dieser Grundsatz gilt indessen nicht unbeschränkt; er findet sein Korrelat in den Mitwirkungspflichten der Parteien (BGE 125 V 193 E. 2, BGE 122 V 157 E. 1a, je mit weiteren Hinweisen). Im Sozialversicherungsprozess hat das Gericht seinen Entscheid, sofern das Gesetz nicht etwas Abwe i- chendes vorsieht, nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrschein- lichkeit zu fällen. Die blosse Möglichkeit ei nes bestimmten Sachverhalts genügt den Beweisanforderungen nicht. Das Gericht hat vielmehr jener Sachverhaltsdarstellung zu folgen, die es von allen möglichen Gesch e- hensabläufen als die wahrscheinlichste würdigt (BGE 126 V 353 E. 5b, 125 V 193 E. 2, je mit Hinweisen). 3. Im vorliegenden Verfahren ist streitig und vom Bundesverwaltungsgericht zu prüfen, ob die Vorinstanz zu Recht das Gesuch der Beschwerdeführe- rin um Zusprechung einer schweizerischen Invalidenrente abgewiesen hat. 3.1 Anspruch auf eine Rente der sc hweizerischen Invalidenversicherung hat, wer invalid im Sinne des Gesetzes ist (Art. 7, 8, 16 ATSG; Art. 4, 28, 28a, 29 IVG) und beim Versicherungsfall mindestens während dreier Jah- re (Art. 36 Abs. 1 IVG) Beiträge an die Alters-, Hinterlassenen- und Invali- denversicherung geleistet hat. Diese zwei Bedingungen müssen kumul a- tiv erfüllt sein. Die Beschwerdeführerin hat in der Schweiz während der Dauer von 23 Jahren Beiträge an die Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenversiche- rung geleistet, womit die beitrags mässigen Voraussetzungen für den B e- zug einer ordentlichen Invalidenrente erfüllt sind. Zu prüfen bleibt damit, ob und gegebenenfalls ab wann sowie in welchem Umfang die B e- schwerdeführerin als invalid im Sinne des Gesetzes zu betrachten ist. 3.2 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG), die Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein kann (Art. 4 Abs. 1 IVG). Invalidität ist somit der durch einen Gesundheitssc haden verursachte und nach zumutbarer Behandlung oder Eingliederung verbleibende länger dauernde (volle oder teilweise) Verlust der Erwerb s- möglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeit s- markt respektive der Möglichkeit, sich im bisherige n Aufgabenbereich zu betätigen. Der Invaliditätsbegriff enthält damit zwei Elemente: ein B-6400/2012 Seite 10 medizinisches (Gesundheitsschaden mit Auswirkungen auf die Arbeitsf ä- higkeit) und ein wirtschaftliches im weiteren Sinn (dauerhafte oder länger dauernde Einschränkung der Erwerbsfähigkeit oder der Tätigkeit im Au f- gabenbereich; vgl. zum Ganzen UELI KIESER, ATSG-Kommentar, 2. Aufl., Zürich 2009, Art. 8 Rz. 7). Neben den geistigen und körperlichen Gesundheitsschäden können auch psychische Gesundheitsschäden eine Invalidi tät bewirken (Art. 8 i.V.m. Art. 7 ATSG). Nicht als Folgen eines psychischen Gesundheitsschadens und damit invalidenversicherungsrechtlich nicht als relevant gelten Ei n- schränkungen der Erwerbsfähigkeit, welche die versicherte Person bei Aufbietung allen gu ten Willens, die verbleibende Leistungsfähigkeit zu verwerten, abwenden könnte; das Mass des Forderbaren wird dabei weitgehend objektiv bestimmt (BGE 131 V 49 E. 1.2 mit Hinweisen, 130 V 352 E. 2.2.1; SVR 2007 IV Nr. 47 S. 154 E. 2.4). Entscheidend ist, ob und inwiefern es der versicherten Person trotz ihres Leidens sozialpraktisch zumutbar ist, die Restarbeitsfähigkeit auf dem ihr nach ihren Fähigkeiten offen stehenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt zu verwerten, und ob dies für die Gesellschaft tragbar ist. Dies ist nach einem weitgehend objekt i- vierten Massstab zu prüfen (BGE 127 V 29 4 E. 4c in fine, 102 V 165; AHI 2001 S. 228 E. 2b). 3.3 Arbeitsunfähigkeit ist die durch eine Beeinträchtigung der körper - lichen, geistigen oder psychischen Gesundheit bedingte, voll e oder tei l- weise Unfähigkeit, im bisherige n Beruf oder Aufgabenbereich zumutbare Arbeit zu leisten. Bei langer Dauer wird auch die zumutbare Tätigkeit in einem anderen Beruf oder Aufgabenbereich berücksichtigt (Art. 6 ATSG). Erwerbsunfähigkeit ist der du rch Beeinträchtigung der körper lichen, geis- tigen oder psychischen Gesund heit verursachte und nach zumut barer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kom menden ausgegliche- nen Arbeitsmarkt (Art. 7 ATSG). 3.4 Der Zeitpunkt des Eintritts der Invalidität beurteilt sich nach Art. 28 Abs. 1 IVG (in der ab dem 1. Januar 2008 gültigen Fassung). Hiernach haben jene Versicherte Anspruch auf eine Rente, die ihre Erwerbsfähi g- keit nicht durch z umutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herste l- len, erhalten oder verbessern können (Bst. a); während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens zu 40 % ar- beitsunfähig gewesen sind (Bst. b); und nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid sind (Bst. c). B-6400/2012 Seite 11 Die massgeblichen Rentenabstufungen geben bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % Anspruch auf eine Viertelrente, bei einem Invalid i- tätsgrad von mindestens 50 % Anspruch auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % Anspruch auf eine Dreiviertelrente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % Anspruch auf eine ganze Rente (Art. 28 Abs. 2 IVG). Gemäss Art. 29 Abs. 4 IVG werden Renten, die einem Invaliditätsgrad von weniger als 50 % entsprechen, nur an Versicherte ausgerichtet, die ihren Wohnsitz und gewöhnlichen Au f- enthalt (Art. 13 ATSG) in der Schweiz haben. Eine Ausnahme von diesem Prinzip gilt seit dem 1. Juni 2002 für Schweizer Bürger und Staatsang e- hörige der Europäischen Gemeinschaft, denen bei einem Invaliditätsgrad ab 40 Prozent eine Rente ausgerichtet wird, wenn sie in einem Mitglie d- staat der Europäischen Gemeinschaft Wohnsitz haben. Diese Ausnahme ist vorliegend indessen nicht gegeben. 3.5 Für die Bestimmung des Invaliditätsgrades wird das Erwerbseinko m- men, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Einglied e- rungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sog. Invalideneinkommen), in Bezi e- hung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (sog. Valideneinkommen, Art. 16 ATSG). 3.5.1 Der Einkommensvergleich bei Erwerbstätigen hat in der Regel so zu erfolgen, d ass die beiden hypothetischen Erwerbseinkommen ziffer n- mässig möglichst genau ermittelt und einander gegenübergestellt we r- den, worauf sich aus der Einkommensdifferenz der Invaliditätsgrad bestimmen lässt (allgemeine Methode). 3.5.2 Bei nicht erwerbstätigen Versi cherten, welche im Aufgabenbereich (meistens im Haushalt) tätig sind und denen die Aufnahme einer Erwerbs- tätigkeit nicht zugemutet werden kann (Art. 8 Abs. 3 ATSG), wird für die Bemessung der Invalidität in Abweichung von Art. 16 ATSG darauf abg e- stellt, in welchem Masse sie unfähig sind, sich in diesem Aufgabenb e- reich zu betätigen (spezifische Bemes sungsmethode, vgl. Art. 28 Abs. 2bis IVG in der bis Ende 2007 gült ig gewesenen Fassung, bzw. Art. 28a Abs. 2 IVG in der ab dem 1. Januar 2008 geltenden Fa s- sung). 3.5.3 Ob eine versicherte Person als ganztägig oder teilzeitlich erwerbstä- tig oder als nichterwerbstätig einzustufen ist, was je zur Anwendung einer B-6400/2012 Seite 12 anderen Methode der Invaliditätsbemessung (Einkommensvergleich, spezifische Methode, gemischte Methode) führt, e rgibt sich aus der Pr ü- fung, was die Person bei im Übrigen unveränderten Umständen täte, wenn keine gesundheitliche Beeinträchtigung bestünde. Bei im Haushalt tätigen Versicherten im Besonderen sind die persönlichen, familiären, s o- zialen und erwerblichen Ve rhältnisse ebenso wie allfällige Erziehungs - und Betreuungsaufgaben gegenüber Kindern, das Alter, die beruflichen Fähigkeiten und die Ausbildung sowie die persönlichen Neigungen und Begabungen zu berücksichtigen. Die Statusfrage beurteilt sich praxisg e- mäss nach den Verhältnissen, wie sie sich bis zum Erlass der Verwa l- tungsverfügung entwickelt haben, wobei für die hypothetische Annahme einer im Gesundheitsfall ausgeübten (Teil-)Erwerbstätigkeit der im Sozial- versicherungsrecht übliche Beweisgrad der überwiege nden Wahrschein- lichkeit erforderlich ist (BGE 125 V 146 E. 2c mit Hinweisen). Aus den vorliegenden Verfahrensakten (insbesondere den allgemeinen Erhebungen im ABI-Gutachten vom 26. April 2012, Ziffer 6.1 [IV-Akt. 124] sowie der Antwort zur Frage 5.d im Fragebogen für den Versicherten vom 19. September 2007 [IV -Akt. 19, S. 5 -6]) ist ersichtlich, dass die B e- schwerdeführerin seit ihrer Ausreise aus der Schweiz im Jahr 1996 keiner Erwerbstätigkeit mehr nachgegangen ist. Gemäss Fragebogen für die im Haushalt tät igen Versicherten vom 10 . September 2007 (IV -Akt. 19 S. 1-4) arbeite sie aktuell im Haushalt sowie im Garten. Im Fragebogen zur Bestimmung des Status der/des Versicherten vom 19. Oktober 2011 gab sie in den Ziffer 7f. als aktuelle (Teilzeit -Erwerbs-) Tätig keiten K o- chen, Waschen, Putzen, Einkaufen un d Pflege der Mutter an (IV-Akt. 101). Hierbei handelt es sich um Arbeiten der Haushaltsführung, womit die Beschwerdeführerin als eine im Haushalt tätige Versicherte zu qualifizieren ist. Ihre Antwort auf die Frage 2. im Fragebogen zur Besti m- mung des Status der/des Versicherten (IV-Akt. 101), sie würde ohne Ei n- schränkung der Gesundheit einer lukrativen Erwerbstätigkeit nachgehen (Garten, Gemüseanbau, Schafe züchten), ändert nichts an dieser Ei n- schätzung, nachdem en tsprechende Betätigungsnachweise bis zum Ei n- tritt des Gesundheitsschadens in den vorliegenden Unterlagen fehlen. Damit ist die Invalidität der Beschwerdeführerin in Anwendung der spezi- fischen Bemessungsmethode (Betätigungsvergleich) zu ermitteln. 3.6 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen h a- ben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesun dheitszustand B-6400/2012 Seite 13 zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und b e- züglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig ist. Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten Person noch zugemutet werden können (BGE 125 V 256 E. 4, BGE 115 V 133 E. 2; AHI-Praxis 2002 S. 62 E. 4b/cc). Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange u mfassend ist, auf allseitigen Unter- suchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Beurtei- lung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der m e- dizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen des E x- perten begründet sind. Ausschlaggebend für den Beweiswert ist grun d- sätzlich somit weder die Herkunft eines Beweismittels noch die Bezeic h- nung der eingereichten oder in Auftrag gegebenen Stellungnahme als Be- richt oder Gutachten (BGE 125 V 351 E. 3a). 3.7 Zu bemerken bleibt, dass auf Grund des im gesamten Sozialversiche- rungsrecht geltenden Grundsatzes der Schadenminderungspflicht ein i n- valider Versicherter gehalten ist, innert nützlicher Frist Arbeit im ang e- stammten oder einem anderen Berufs- oder Erwerbszweig zu suchen und anzunehmen, soweit sie möglich und zumutbar erscheint (BGE 113 V 28 E. 4a, 111 V 239 E. 2a). Deshalb ist es am behandelnden Arzt bzw. am Vertrauensarzt einer IV-Stelle aus medizinischer Sicht zu bestimmen, in welchem Ausmass ein Versicherter seine verbliebene Arbeitsfähigkeit bei zumutbarer Tätigkeit und zumutbarem Einsatz auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt einsetzen kann. Die Arbeitsmöglichkeit hat sich der Vers i- cherte anrechnen zu lassen. 4. Bis zum Erlass des Urteils C-7045/2008 des Bundesverwaltungsgerichts vom 13. September 2010 (vgl. Sachverhalt Bst. C) lagen insbesondere die nachfolgenden Berichte vor: 4.1 Im Kurzgutachten vom 10. Januar 2006 erklärte die Neuropsychiat e- rin Dr. G._______, die Versicherte beklage Schlaflosigkeit, Nervosität, Angespanntheit, Lustlosigkeit, Ermüdung, Schmerzen in der Hals - und Lendenwirbelsäule sowie Ameisenkriechen in drei Fingern der rechten Hand. Aufgrund einer persönlichen Untersuchung der Versicherten stellte sie die Diagnosen: B-6400/2012 Seite 14  Depressio recurens (ICD-10 F33),  Status post Myopericaritidem,  Hypertensio arterialis,  Cor hypertensivum incip.,  Syndroma cervicalae et lumbalae chr. In psychiatrischer Hinsicht bestünden aktuell weder psychotische Ko m- ponenten noch periphere Ausfälle. Es liege kein voller Verlust der Arbeits- fähigkeit vor (IV-Akt. 7). 4.2 Die Ärztinnen Prim. Dr. sc. med. H._______ und Prof. Dr. J._______, Ärztin für innere Medizin, stellten nach der Hospitalisation der Versicher- ten im Institut für Prävention , Behandlung und Rehabilitation rheumat i- scher und kardiovaskulärer Krankheiten C._______ vom 21. August bis zum 2. September 2006 die folgenden Diagnosen:  chronisches Zervikal- und Lumbalsyndrom (ICD-10 M47.8),  Polyarthrosis inc.,  Status post hysterectomiam totalis. Die Versicherte leide bereits seit fünf bis sechs Jahren an Schmerzen im Nacken, Lendenwirbelbereich sowie in den Fussknöcheln. Die Schme r- zen in der Wirbelsäule würden teilweise begleitet von Kopfschmerzen und Schwindelgefühlen. Störungen ander er Organe oder Systeme seien i n- dessen nicht bekannt. Die beginnenden degenerativen Veränderungen der Wirbelsäule und der peripheren Gelenke seien mittels balneo - physikalischer Therapie behandelt worden mit dem Erfolg, dass die Schmerzen abgenommen hätten u nd die Beweglichkeit verbessert wo r- den sei (IV-Akt. 34). 4.3 Im Bericht vom 21. Dezember 2007 diagnostizierte ein Psychiater (Name nicht entzifferbar)  eine schwere rezidivierende depressive Störung ohne psychot i- sche Symptome (ICD-10 F33.2), B-6400/2012 Seite 15  ein zervikozephales Syndrom mit ungenügender VB,  vaskuläre Schwindelanfälle. Der psychiatrische Zustand sei geprägt durch eine diffuse, nicht psychot i- sche Besorgnis, eine geringe Frustrationstoleranz, eine Hyperthymie (Zu- stand erhöhter Betriebsamkeit) , eine depressionsbedingte Polarität, eine Hypobulie (herabgesetzte Willenskraft) und den Verlust des Leben s- schwunges. Diese Störungen würden seit Jahren bestehen und hätten eine Tendenz zur Verschlechterung (IV-Akt. 37). 5. Nach dem bundesverwaltungsgerichtlichen Rückweisungsauftrag gingen verschiedene neue medizinische Unterlagen bei der Vorinstanz ein. Diese sind nachfolgend wiederzugeben (soweit die grösstenteils handschriftl i- chen verfassten serbischen Arztberichte entzifferbar sind). 5.1 Die Ärzte Dr. K._______ (Psychiater) und Dr. L._______ (Neuropsy- chiater) hätten die Versicherte in der Zeit vom 6. bis zum 28. Dezember 2004 bereits zum zweiten Mal im medizinischen Zentrum M._______ be- handelt. Als Diagnosen erkannten sie eine rezidivierende Depression o h- ne schw ere Psychose n, bei gegenwärtig schwerer Episode (ICD-10 F33.2), ein Zervikozephal-Syndrom sowie eine ungenügende VB. Der psychische Status werde bestimmt durch eine depressionsbedingt polarisierte Hyperthymie ( Zustand erhöhter Betriebsamkeit) , eine Hyp o- bulie ( herabgesetzte Willenskraft), eine "Hypochormie", eine Anhedonie (Unfähigkeit, Freude und Lust zu empfinden) und eine depressive Grübe- lei im Denkstrom. Der Klinikaufenthalt habe zwar eine gewisse Reduzi e- rung der psychischen Störungen erlaubt, die andauernde Tendenz sei in- dessen verblieben und übe eine zunehmende Einschränkung der persön- lichen Funktionstüchtigkeit aus (IV-Akt. 105). 5.2 Gemäss dem Bericht vom 8. Juli 2010 sei die Versicherte infolge von Rückenschmerzen (ICD-10 M54) in der Zeit vom 28. Juni bis zum 10. Juli 2010 in der Rehabilitationsklinik, Institut für Behandlung und Rehabilitat i- on C._______ hospitalisiert worden. Im Austrittszeitpunkt seien die Diag- nosen Dorsalgia (ICD -10 M54) sowie Zervikal- und Lumbalsyndrom ge- stellt worden. Währ end des Aufenthaltes seien die Schmerzen im N a- cken, in der Wirbelsäule und in den Füssen mittels Hydrotherapie, Hy d- romassage, Bädern sowie einem individuellen kines iotherapeutischen Programm, insbesondere Übungen für den Erhalt der Wirbelsäulenb e- weglichkeit sowie die Stärkung der Muskulatur des Ober - und B-6400/2012 Seite 16 Unterkörpers, reduziert worden. Bei der Entlassung aus der Klinik seien der Versicherten die Fortsetzung dieser Übungen sowie regelmässige Kontrollen bei einem guten Physiotherapeuten an ihrem Heimatort em p- fohlen worden (IV-Akt. 88). 5.3 Im Bericht des Gesundheitszentrums M._______ vom 18. August 2011 wurden im Zusammenhang mit der Hospitalisierung der Versiche r- ten vom 17. bis zum 28. Mai 2010 die Diagnosen einer rezidivierende n Depression ohne schwere Psychosen, bei gegenwärtig schwerer Episode (ICD-10 F33.2) gestellt. Die Versicherte sei wegen einer psychischen Kri- se i m Notfalldienst der Klinik aufgenommen worden. Während des Au f- enthalts sei die Pharmakotherapie korrigiert worden, wodurch sich die Störungsintensität habe reduzieren lassen. Dennoch verbleibe eine "an- haltende Tendenz", welche das berufliche, private und persönliche Fun k- tionieren einschränke. Die indizierte Medikation werde die Versicherte nach der Entlassung aus der Klinik fortsetzen (IV-Akt. 91). 5.4 In der Medikamentenverordnung betreffend die Untersuchung vom 19. Oktober 2011 stellte ein unbekannter Arzt (weder Name noch Fac h- gebiet ist dem Zettel zu entnehmen) die Diagnosen einer rezidivierenden Depression, bei gegenwärtig schwerer Episode (ICD-10 F33.2), einer "schweren NOP" (Abkürzung unbekannt), vaskulärer Kopfschmerzen so- wie eines Zervik ozephal-Syndroms. Die Versicherte habe im Rahmen i h- rer psychischen Erkrankung dekompensiert (der restliche Bericht ist nicht entzifferbar; IV-Akt. 125). 5.5 Die Psychiaterin Dr. med. N._______ stellte in einer Medikamente n- verordnung des Jahres 2011 (das genaue Datum ist nicht entzifferbar) un- ter anderem die Diagnose ICD -10 F33 ( die weiteren Diagnosen sind ebenfalls nicht entzifferbar; IV-Akt. 125). 5.6 In de n Medikamentenverordnungen vom 1. Dezember 2011 sowie vom 2. März 2012 führte Dr. K._______ die Diagnosen einer rezidivie- renden Depression, bei gegenwärtig schwerer Episode (ICD-10 F33.2), einer "schweren NOP", vaskulärer Kopfschmer zen sowie eines Z erviko- zephal-Syndroms auf. Die Versicherte leide an andauernden Störungen sowie aktuellen, sehr ungünstigen Lebensbedingungen. Der Wille sowie die Instinkte seien reduziert. Die Versicherte sei nicht arbeitsfähig (IV-Akt. 126). B-6400/2012 Seite 17 5.7 Im Bericht von Dr. med. N._______ vom 23. Januar 2012 wurde ein lumbosakrales Syndrom sowie eine weitere, nicht entzifferbare Diagnose gestellt (IV-Akt. 127). 5.8 Im Arztbericht vom 30. Januar 2012 stellte Dr. O._______ die Diag- nosen einer Osteoporose sowie einer beidseitigen Verspannung. Er habe die Versicherte aufgefordert, sich einer Knochendichtenmessung zu u n- terziehen (IV-Akt. 118 und 127). 5.9 Im Arztbericht vom 2. März 2012 stellte ein Psychiater (Name nicht entzifferbar) die Diagnosen medizinische Depression , bei gegenwärtig schwerer Episode (ICD-10 F33.2), vaskuläre Kopfschmerzen, sakrolu m- bale Symptome und Nacken- sowie Kopfschmerzen (IV-Akt. 120). 5.10 Im ABI-Gutachten vom 26. April 2012 diagnostizierten die Gutachter bei der Versicherten in psychiatrischer Hinsicht eine  rezidivierende depressive Störung, bei gegenwärtig leichter Ep i- sode (ICD-10 F33.0),  anhaltende somatoforme Schmerzstörung (ICD-10 F45.4). Die depressive Störung schränke die Arbeitsfähigkeit zu 20 % ein. Die somatoforme Schmerzstörung habe k eine Auswirkung auf die Arbeitsf ä- higkeit. Eine den körperlichen Einschränkungen angepasste berufliche Tätigkeit sei ihr zu 80 % respektive – bei der Möglichkeit zu vermehrten Pausen zur Kompensation der depressionsbedingt erhöhten Ermüdba r- keit – zu 100 % zumutbar. Im Haushalt bestehe aus psychia trischer Sicht aufgrund der freien zeitlichen Einteilung der Tätigkeiten keine Einschrä n- kung der Arbeitsfähigkeit. Diese Beurteilung gelte gesichert erst ab dem Zeitpunkt der aktuellen Begutachtung. In rheumatologischer Hinsicht stell- ten sie die Diagnosen:  chronisches lumbal - und zervikalbetontes Panver tebralsyndrom (ICD-10 M53.8) mit o leichten degenerativen Veränderung der Lenden - und Halswirbelsäule (aktuelles Röntgen), o begleitenden myofaszialen Nacken -Schultergürtel- und Lenden-Becken-Hüftsyndrom, o intermittierender zervikozephaler Symptomatik, B-6400/2012 Seite 18  beidseits leichte mediale und f emoropatelläre Gonarthrose (ICD-10 M17.0),  beidseits belastungsabhängige Vorfussschmerzen bei o geringen Spreizfüssen, o Adipositas (ICD-10 M21.6). Das rheumatologische Beschwer debild entspreche einer (altersentspr e- chenden) mechanisch-degenerativen Symptomatik ohne Hinweise auf e i- ne spezifische Erkrankung des Bewegungsapparates. In rheumatolog i- scher Hinsicht sei die Arbeitsfähigkeit in körperlich schweren beruflichen Tätigkeiten zu 80 % und körperlich mittelschweren beruflichen Tätigkeiten zu 50 % eingeschränkt. Für körperlich leichte berufliche Tätigkeiten mit einer nur leichten Rückenbelastung bestehe indessen eine volle Arbeit s- fähigkeit. Für die Tätigkeit als Hausfrau mit teilw eise mittelstarker körper- licher Belastung und der Möglichkeit zu selbständiger Einteilung des Pensums sowie regelmässigen Pausen sei die Arbeitsfähigkeit um 10 % vermindert. Gemäss der Akten gelte diese Einschränkung seit September 2004 (erste stationäre Behandlung in Serbien). Eine Knochendichteme s- sung sei angesichts des Alters sinnvoll. Der Nachweis einer Osteoporose würde jedoch weder das subjektive Beschwerdebild erklären noch eine zusätzliche Einschränkung der Arbeitsfähigkeit begründen. Aus allg e- meininternistischer Sicht seien lediglich Diagnosen ohne eine Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit zu stellen, und zwar  atypische Thoraxschmerzen (ICD-10 R07.4) mit o Repolarisationsstörung antero (-lateral),  Adipositas mit BMI 34 Kilogramm/m2 (ICD-10 E 66.0). Die Einschränkungen aus rheumatologischer und psychiatr ischer Sicht ergänzten sich gegenseitig bezüglich möglicher Pausen. Für beide Bere i- che gelte damit die Arbeitsunfähigkeit von 80 % für körperlich schwere Tätigkeiten sowie von 50 % für körperlich mitt elschwere Tätigkeiten. Für körperlich leichte, angepasste berufliche Tätigkeiten sei die Versicherte zu 80 % ganztags arbeits - und leistungsfähig, bei erhöhtem Pausenb e- darf. Diese Beurteilung der Arbeitsfähigkeit gelte ab September 2004. Während in psychiatrischer Hinsicht lediglich in der Zeit der Hospitalisat i- onen 2004 und 2010 von einer vollen Arbeitsunfähigkeit auszugehen sei, könne in rheumatologischer Hinsicht nich t ausgeschlossen werden, dass bei akuten Beschwerdeexazerbationen im Bereich des Bewe gungsappa-B-6400/2012 Seite 19 rates vorübergehend höhere Arbeitsunfähigkeiten vorgelegen hätten. I n- folge der aktuellen klinischen und radiologischen Befunde ohne eine h ö- hergradige Pathologie k önne indessen weitgehend ausgeschlossen we r- den, dass in den früheren Jahren langfristig eine somatisch begründbare höhere Arbeitsunfähigkeit vorgelegen habe. In der Ausübung von häusl i- chen Tätigkeiten sei die Versicherte insgesamt zu 10 % eingeschränkt (IV-Akt. 124). 6. Folgende Berichte hat die Beschwerdeführerin in ihren Eingaben ans Bundesverwaltungsgericht eingereicht. 6.1 Ein Psychiater (Name unleserlich) eines Gesundheitszentrums in M._______ erklärte im Bericht vom 21. Juni 2012, der Psychostatus der Versicherten werde dominiert durch eine reduzierte Frustrationstoleranz sowie eine depressionsbedingt polarisierte Grundstimmung und stellte die Diagnosen:  schwere rezidivierende depressive Störung ohne psychotische Symptome (ICD-10 F33.2),  symptomatische Zephalea (ICD-10 G44),  Zervikozephalsyndrom. 6.2 Gemäss dem Austrittsbericht vom 27. September 2012 sei die Versi- cherte vom 17. bis zum 27. September 2012 in der rheumatologischen Klinik des Instituts für Behandlung und Rehabilitation C._______ behan- delt worden. Bei ihrer Entlassung wurden die nachfolgenden Diagnosen gestellt:  Spondylosis cervicalis et lumbalis (ICD-10 M47),  Polyarthrosis,  Depressio. Die Hospitalisierung habe die Behandlung sowie Rehabilitation infol ge der Hals - und Lendenwirbelsäulenschmerzen sowie de r Schmerzen bei Bewegungen des Knies sowie des Fusses bezweckt. Die vorgenomm e- nen Untersuchungen hätten gezeigt, dass die Versicherte an rheumatisch bedingten degenerativen Veränderungen leide. B-6400/2012 Seite 20 6.3 Im Bericht vom 2. Okt ober 2012 diagnostizierte Dr. P ._______ eine Spondylosis cervicalis et lumbalis (ICD-10 M49). 6.4 Im Arztbericht vom 2. November 2012 stellte Dr. K._______ , behan- delnder Psychiater der Versicherten, die Diagnosen:  schwere rezidivierende depressive Störung oh ne psychotische Symptome (ICD-10 F33.2),  vaskuläre Zephalgie (ICD-10 G44.1),  Zervikalgie (ICD-10 M54.2). Die Versicherte habe ihn infolge intensiver psychiatrischer Störungen be- wirkt durch unvorteilhafte Lebensumstände konsultiert. Der psychiatrische Status werde dominiert durch Angstattacken, eine reduzierte Frustrations- toleranz, eine polymorphe Somatisierung, eine depressionsbedingt pol a- risierte Grundstimmung sowie ein eingeschränkter Wille respektive Natur- trieb. 6.5 Der Orthopäde Dr. P ._______ behandelte die Versicherte am 4. D e- zember 2012 aufgrund der Diagnose Gonarthrosis, non specificata (ICD - 10. M17.9). Er erklärte, die Versicherte leide seit Jahren an Schmerzen der Wirbelsäule und des rechten Knies und stellte eine Deformierung s o- wie eine Bewegungsbeschränkung in beiden Knien, mehr rechts als links, fest. Im rechten Knie liege eine Knochenvertiefung vor, die eine sichtbar abgegrenzte Schwellung in der Grösse eines Hühnereies verursache, welche die Kniebeweglichkeit einschränke. Insgesamt stellte er die fo l- genden Diagnosen:  Gonarthrosis bill. praec. lat. (ICD-10. M17.9),  Cystis synovialis poplitea lat. dex (Baker; ICD-10 M71.2),  Sy. cervicalis et lumbalis chr. (ICD-10 M54.2, M54.9). 6.6 Der Neuropsychiater Dr. Q._______ beschrieb im entsprechenden Austrittsbericht den Aufenthalt der Versicherten im allgemeinen Spital M._______ vom 27. April bis zum 13. Mai 2013. Bei Spitaleintritt sei der psychische Zustand der Versicherten durch Besor gnis, eine geringe Frustrationstoleranz, polymorphe Somatisierungsstörungen und eine de- pressionsbedingt polarisierte Grundstimmung geprägt gewesen. Während des Aufenthaltes hätte sich die psychopathologische Phänomenologie re- duziert und die Versicherte sei zur Fortsetzung der medikamentösen B-6400/2012 Seite 21 Therapie nach der Entlassung angehalten worden. Die Versicherte könne keiner Arbeit nachgehen. 7. In seiner, durch die Vorinstanz im vorliegenden Beschwerdeverfahren eingeholten Schluss-Stellungnahme vom 10. April 2013 hielt der RAD aufgrund der im Beschwerdeverfahren neu eingereichten Arztberichte (vgl. E. 6) sowie namentlich aufgrund des ABI-Gutachtens vom 26. Ap ril 2012 (vgl. E. 5.10 ) die nachfolgenden Diagnosen mit einer Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit fest:  chronisches lumbal- und zervika lbetontes Panvertebralsyndrom (ICD- M53.8), o leichte degenerative Veränderungen von Lenden - und Halswirbelsäule, o beginnende myofasziales Nacken -Schultergürtel- und Lenden-Becken-Hüftsyndrom, o intermittierende zervikozephale Symptomatik,  beidseits leichte med iale und femoro patelläre Gonarthrose (ICD-10 M17.0),  beidseits belastungsabhängige Vorfussschmerzen bei geringem Spreizfuss und bei Adipositas (ICD-10 M21.6; E66),  häufig wiederkehrende depressive Störung bei aktuell leichte r Episode (ICD -10 F33.0) sowie b ei ananmestisch aufgetretenen schweren Episoden (ICD-10 F33.2). Keine Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit hätten die Diagnose der atyp i- schen Thoraxschmerzen und der Adipositas mit einem BMI von 34 Kil o- gramm/m2. Die Versicherte sei in Arbeiten im Haushalt zu 10 % seit dem 28. März 2012 (Begutachtungszeitpunkt) eingeschränkt. Eine vollzeitige berufliche Tätigkeit sei der Versicherten zumutbar, wobei die folgenden funktionellen Einschränkungen zu berücksichtigen seien:  wechselbelastende Arbeitsposition,  maximal 15 Kilogramm Tragelast,  Ausschluss schwerer Arbeiten,  möglichst wenig Verantwortung, B-6400/2012 Seite 22  reduzierte Stressrezeptoren,  ohne Erfordernis wiederholter drehender Bewegungen des Rumpfes,  keine Überhang-Bewegungen,  keine andauernden Arbeiten in der Hocke. Hinsichtlich der durch die Orthopädin erwähnten Baker -Erkrankung sei keine andauernde Einschränkung der Arbeitsfähigkeit zu erwarten. Oft- mals werde auf einen diesbezüglichen chirurgischen Eingriff verzichtet, da ein R ückfall zu erwarten sei. Dass der psychische Zustand in den neuen Berichten als verschlechtert beschrieben werde, erstaune nicht, da ein depressiver Zustand schwankend sein könne. Die weiteren erwähnten Erkrankungen seien nicht neu und bereits in ihrer früheren RAD-Stellungnahme gewürdigt worden. 8. Zusammenfassend dominieren bei der Beschwerdeführerin die Schme r- zen in somatischer Hinsicht im Nacken und Rückenbereich sowie die G o- narthrose des rechten Knies. Die im ABI -Gutachten diesbezüglich getrof- fene Feststellung, es handle sich bei diesen Erkrankungen um altersen t- sprechende degenerative Veränderungen, erscheint überzeugend. Die in den serbischen Arztberichten teilweise zur Diagnose erhobene, zu einem früheren Zeitpunkt erfo lgte Entfernung der Gebärmutt er ( Status post hysterectomiam totalis) sowie die durchgestandene Herzinnenhautent- zündung ( Status post Myopericaritidem) finden im ABI -Gutachten zwar keine Erwähnung. Da keine Hinweise für einen problematischen postope- rativen respektive Wiederauftreten ein er Entzündung vorliegen, sind aus den erwähnten Diagnosen indessen auch keine Auswirkungen auf die Ar- beitsfähigkeit zu erwarten. Hinsichtlich der im Arztbericht vom 30. Januar 2012 durch Dr. O._______ (E. 5.8) gestellten Diagnose der Osteoporose hielten die Gutachter im ABI-Gutachten auf der Seite 17 fest, dass eine solche weder das subjektive Beschwerdebild erklären noch eine zusätzli- che Einschränkung der Arbeitsfähigkeit begründen würde. In den Hospita- lisationsberichten des Instituts für Behandlung und R ehabilitation C._______ vom September 2006 (E. 4. 2) sowie von September 2012 (E. 6.2) wurde bei der Beschwerdeführerin jeweils eine Polyarthrose ohne weitere Angaben diagnostiziert. Diese Diagnose wurde in den beiden Be- richte jedoch nicht begründet. Aus d en Berichten geht deshalb insbeso n- dere nicht hervor, welche Körperbereiche von der diagnostizierten Pol y- arthrose betroffen seien. Damit ist aufgrund der im ABI -Gutachten sowie B-6400/2012 Seite 23 im Bericht von Dr. P ._______ vom 4. Dezember 2012 (E. 6.5) getroffenen Feststellungen davon auszugehen, dass – neben den degenerativen Ver- änderungen der Lenden - und Halswirbelsäule – eine Arthrose aktuell l e- diglich bezüglich des rechten Knies diagnostiziert werden kann. In Bezug auf die im erwähnten Bericht von Dr. P ._______ vom 4. Dezember 2012 diagnostizierte Synovialzyste im Bereich beider Kniekehlen (Baker-Zyste) hielt der RAD – ergänzend zum ABI -Gutachten – in nachvollziehbarer Weise fest, dass durch diese keine andauernde Einschränkung der A r- beitsfähigkeit zu erwarten sei (E. 7). 8.1 In psychischer Hinsicht wurde einheitlich die Diagnose einer rezidivie- renden Depression im Sinne der ICD -10 F33 gestellt. In den serbischen Berichten der Jahre 2004 bis 2012 wurde zumeist eine gegenwärtig schwere Episode im Sinne der ICD-10 F33.2 angegeben oder – ohne An- gabe des Schweregrades – auf d ie ICD -10 F33 verwiesen. Im ABI-Gutachten vom 26. April 2012 demgegenüber wurde eine rezidivi e- rende depressive Störung, bei gegenwärtig leichter Episode im Sinne der ICD-10 F33.0 diagnostiziert. Der R AD übernahm diese Diagnose in se i- ner Schluss-Stellungnahme vom 10. April 2013 , wobei er auf die ana m- nestisch dokumentierten schweren Episoden der Depression verwies. Dass die serbischen Psychiater in den, im Beschwerdeverfahren eing e- reichten Berichte des J ahres 2012 eine schwere Episode respektive ein verschlechterter psychischer Zustand beschrieben hätten, erstaune nicht, da eine Depression Schwankungen des Zustands unterliege (E. 7). 9. Nach ständiger Praxis des Bundesgerichts soll von ärztlichen Gutachten, die den Qualitätsanforderungen entsprechen, nicht ohne zwingende Gründe abgewichen werden, ist es doch Aufgabe der medizinischen E x- perten, ihre Fachkenntnisse der Gerichtsbarkeit zur Verfügung zu stellen, um einen bestimmten Sachverhalt medizinisch zu erf assen (BGE 125 V 351 E. 3 b/aa). Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist en t- scheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden b e- rücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Beurteilung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beu r- teilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolg e- rungen des Experten begründet sind (BGE 122 V 160 E. 1c mit Hinwe i- sen). B-6400/2012 Seite 24 9.1 Das durch die Vorinstanz eingeholte ABI -Gutachten genügt den e r- wähnten Anforderungen an ein Gutachten. Die Gutachter setzten sich mit den bereits vorliegenden medizinischen Unterlagen ausführlich ausei n- ander, klärten nicht nur die subjektiven Klagen, sonder n auch die körpe r- lichen respektive psychischen Leiden umfassend ab und nahmen in der Folge in detaillierter Weise zur Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin Stellung. Die diesbezüglichen medizinischen Ausführungen sind nac h- vollziehbar, schlüssig und volls tändig. Die Schlussfolgerungen sind b e- gründet. 9.2 An dieser Schlussfolgerung ändern auch die weiteren Arztberichte nichts, auf die sich die Beschwerdeführerin in ihren Eingaben ans Bu n- desverwaltungsgericht beruft . Entgegen ihrer Ausführungen kann au f- grund die ser Berichte nicht auf eine Arbei tsunfähigkeit von mindestens 70 % für jede berufliche Tätigkeit respektive für Arbeiten im Haushalt ge- schlossen werden. So enthalten die wenigstens der eingereichten serb i- schen Arztbericht überhaupt eine Beurteilung der Arbeitsfähigkeit der Be- schwerdeführerin. Die in einigen Berichten getroffene Feststellung, die Beschwerdeführerin sei aus psychischen Gründen nicht arbeitsfähig, wurde in keinem der Berichte nachvollziehbar begründet. Überdies wurde kein eindeutiger Arbeit sunfähigkeitsgrad angegeben. Einerseits darf und soll in diesem Zusammenhang der Erfahrungstatsache Rechnung getr a- gen werden, dass behandelnde Ärzte mitunter im Hinblick auf ihre au f- tragsrechtliche Vertrauensstellung in Zweifelsfällen eher zu Gunsten ihrer Patienten aussagen (BGE 125 V 351 E. 3cc). Andererseits ist für die B e- urteilung der Arbeitsfähigkeit angesichts einer psychischen Erkrankung zu prüfen, ob der versicherten Person trotz ihres Leidens die Verwertung i h- rer Restarbeitsfähigkeit (bzw. der Fähigkeit, sich im bisherigen Aufgaben- bereich zu betätigen) sozialpraktisch zumutbar und für die Gesellschaft tragbar ist (vgl. BGE 127 V 294 E. 4c; BGE 102 V 165). Eine solche Prü- fung ist den erwähnten Berichten der serbischen Psychiater ebenfalls nicht zu entnehmen. Damit hat der RAD in seiner Schluss -Stellungnahme vom 10. April 2013 zu Recht gestützt auf das ABI -Gutachten ab dem 28. März 2012 (Begu t- achtungszeitpunkt) eine Arbeitsunfähigkeit von 10 % für Tätigkeiten im Haushalt festgestellt (E. 7; vgl. E. 3. 5.3 Abs. 2). Dieser Invaliditätsgrad berechtigt nicht zu einer schweizerisch en Invalidenrente (Art. 28 Abs. 2 IVG). B-6400/2012 Seite 25 9.3 Nach dem Gesagten erweist sich die Beschwerde als unbegründet und ist abzuweisen. Entsprechend ist die angefochtene Verfügung vom 7. November 2012 zu bestätigen. 10. Als unterliegende Partei hat die Beschwerdeführerin die Verfahrensko s- ten zu tragen, die sich aus der Gerichtsgebühr und den Auslagen z u- sammensetzen (vgl. Art. 63 Abs. 1 VwVG). Sie werden unter Berücksic h- tigung des Umfanges und der Schwierigkeit der Streitsache im vorliege n- den Verfahren auf Fr. 400. – festgesetzt (Art. 63 Abs. 4 bis VwVG sowie Art. 1, 2 und 4 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]) u nd mit dem bereits geleisteten Verfahrenskostenvo r- schuss in gleicher Höhe verrechnet. Der unterliegenden, juristisch vertretenen Beschwerdeführerin wird keine Parteientschädigung zugesprochen (Art. 64 Abs. 1 VwVG e contrario). Die obsiegende Vorinstanz hat nach Art . 7 Abs. 1 e contrario und Abs. 3 VGKE auch keinen Anspruch auf eine Parteientschädigung. Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 2. Die Verfahrenskosten von Fr. 400. – werden der Beschwerdeführerin auf- erlegt und mit dem geleisteten Kostenvorschuss in gleicher Höhe ve r- rechnet. 3. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen. B-6400/2012 Seite 26 4. Dieses Urteil geht an: – die Beschwerdeführerin (Gerichtsurkunde) – die Vorinstanz (Ref-Nr. _______; Gerichtsurkunde) – das Bundesamt für Sozialversicherungen BSV (Gerichtsurkunde) Der vorsitzende Richter: Die Gerichtsschreiberin: Ronald Flury Marion Sutter Rechtsmittelbelehrung: Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen nach Eröffnung beim Bun- desgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öffentlich - rechtlichen Angelegenheiten geführt werden (Art. 82 ff., 90 ff. und 100 des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [ BGG, SR 173.110 ]). Die Rechtsschrift ist in einer Amtssprache abzufassen und hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. Der angefochtene Entscheid und die Beweismittel sind, soweit sie der Beschwerdeführer in Händen hat, beizulegen (Art. 42 BGG). Versand: 23. September 2014