<h2>SubmittedText<h2><p>Der Bundesrat wird beauftragt, zu prüfen und Bericht zu erstatten, ob die schweizerischen Hochschulen in den Bereichen Musik, Theater, Kunst und Design im Rahmen der Reform der Hochschullandschaft 2008 gleich wie im europäischen Raum neu als eigener Typus im Hochschulrahmengesetz definiert werden sollen.</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Im Rahmen der Teilrevision des Fachhochschulgesetzes hat das Parlament am 17. Dezember 2004 u. a. den Geltungsbereich dieses Gesetzes um die Fachbereiche Musik, Theater und andere Künste erweitert. Diese Integration entspricht einem erklärten Ziel von Bund und Kantonen. Das revidierte Fachhochschulgesetz soll auf Beginn des Wintersemesters 2005/06 in Kraft treten.</p><p>Der Gesetzgeber hat damit klar zum Ausdruck gebracht, dass diese Überführung bildungspolitisch im Hinblick auf eine kohärente Entwicklung der Fachhochschullandschaft und die Ausgestaltung der Hochschullandschaft sowie die nationale und internationale Akzeptanz der Abschlüsse einen gangbaren Weg darstellt.</p><p>Das Fachhochschulgesetz trägt den Besonderheiten der Fachbereiche Musik, Theater und andere Künste speziell Rechnung. Bezüglich der Zulassung in den erwähnten Fachbereichen verweist das Fachhochschulgesetz auf die bisherigen interkantonalen Profile. Grundsätzlich haben sich Studieninhalt und -umfang am Ausbildungsziel, den internationalen Standards und den Vorgaben der Bologna-Deklaration zu orientieren. Im Übrigen ist die Einführung des zweistufigen Systems mit Bachelor und Master im Fachhochschulgesetz flexibel ausgestaltet. Das Fachhochschulgesetz erlaubt es, in bestimmten Ausnahmefällen vom Ziel des berufsqualifizierenden Abschlusses auf der Bachelorstufe abzusehen. Die gesetzlichen Bestimmungen zu den Aufgaben im Bereich der Forschung berücksichtigen ebenfalls die Eigenheiten in den neuen Fachbereichen. In Bezug auf die internationale Positionierung ist insbesondere die internationale Anerkennung der Bildungsabschlüsse relevant. Dies hat sich im Rahmen der bisherigen Anerkennungsverfahren, namentlich den Äquivalenzabkommen mit Deutschland und Österreich, bestätigt. Eine unterschiedliche bildungssystematische Zuordnung steht einer Anerkennung dabei nicht im Weg. Die Bildungssystematik im Ausland präsentiert sich zudem auch nicht einheitlich. Das teilrevidierte Fachhochschulgesetz darf gegenwärtig als geeignet angesehen werden, den spezifischen Anforderungen der erwähnten Ausbildungen Rechnung zu tragen.</p><p>Der Bundesrat nimmt die Anliegen der Kunsthochschulen zur Kenntnis. Dem Anliegen der Postulantin werden die Gesetzgebungsarbeiten zu einem neuen Hochschulrahmengesetz insofern Rechnung tragen, als sie eine Überprüfung und allfällige Anpassung der gegebenen Hochschultypen mit beinhalten werden. In diesem Kontext wird auch die Stellung der Musik- und Kunsthochschulen neu zu sehen sein, wobei in jedem Fall das Einvernehmen mit den Kantonen in dieser Frage zu suchen ist. Eine spezielle Berichterstattung dazu erübrigt sich.</p>  Der Bundesrat beantragt die Ablehnung des Postulates.