<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2016.00631</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="https://vgrzh.djiktzh.ch/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=https://vgrzh.djiktzh.ch&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=217165&amp;W10_KEY=4467073&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2016.00631</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 03.05.2017</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">4. Abteilung/4. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Bildung</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Übernahme der Sonderschulungskosten</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>[Sonderschulungskosten]<br/><br/>Entschliessen sich die Eltern, ihr Kind an einer Privatschule unterrichten zu lassen, verzichten sie damit auf den an der öffentlichen Schule angebotenen unentgeltlichen Unterricht; es steht ihnen bzw. dem Kind aber frei, an die öffentliche Schule zurückzukehren. Die Schulbehörden haben daher auch bei aktuell privat unterrichteten Kindern allenfalls abzuklären, ob sonderpädagogische Massnahmen und gegebenenfalls welche für eine Rückkehr an die Volksschule erforderlich sind bzw. ob inzwischen eine Sonderschulung erforderlich wurde, und (auch) einem Kind mit besonderen pädagogischen Bedürfnissen innert angemessener Frist ein genügendes Bildungsangebot zu unterbreiten (E. 5.1). Vorliegend hat die Kreisschulpflege eine Abklärung der besonderen pädagogischen Bedürfnisse des Kindes der Beschwerdeführenden durch den schulpsychologischen Dienst in unzulässiger Weise verweigert und damit faktisch eine Rückkehr des Kindes an die Volksschule innert angemessener Frist verunmöglicht; damit wurde der Besuch der Privatschule unerlässlich, und die Beschwerdegegnerin hat die daraus entstehenden Kosten zu tragen, bis sie dem Kind - nach Vornahme der erforderlichen Abklärungen - ein angemessenes Bildungsangebot zur Verfügung stellt (E. 5.2-6).<br/><br/>Teilweise Gutheissung.</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: GRUNDSCHULUNTERRICHT">GRUNDSCHULUNTERRICHT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: SCHULPSYCHOLOGISCHE ABKLÃRUNG">SCHULPSYCHOLOGISCHE ABKLÃRUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: SONDERPÃDAGOGISCHE MASSNAHMEN">SONDERPÃDAGOGISCHE MASSNAHMEN</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: SONDERSCHULBEDÃRFTIGKEIT">SONDERSCHULBEDÃRFTIGKEIT</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: VOLKSSCHULE">VOLKSSCHULE</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="gerade">Art. 19 BV</span><br/><span class="ungerade">Art. 62 Abs. II BV</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 2 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="WordSection1"> <table border="1" cellpadding="0" cellspacing="0" class="MsoNormalTable"> <tr> <td valign="top"> <p class="Kopf1"><span>Verwaltungsgericht</span></p> <p class="Kopf1"><span>des Kantons ZÃ¼rich</span></p> <p class="Kopf1"><span>4. Abteilung</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Kopf1"> </p> </td> <td valign="top"> <p class="Kopf1"><span><img alt="" height="77" src="https://vgrzh.djiktzh.ch/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=https://vgrzh.djiktzh.ch&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getImage&amp;nF38_KEY=33558" width="123"/></span></p> </td> </tr> </table> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">VB.2016.00631</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"><b><span>Urteil</span></b></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="Zwischentitel"> </p> <p class="MsoNormal"><span>der 4. Kammer</span></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">vom <a id="VF_DAT_ENTSCHEID">3. Mai 2017</a></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">Mitwirkend: AbteilungsprÃ¤sident Jso Schumacher<span> (Vorsitz)</span>, Verwaltungsrichterin Tamara NÃ¼ssle, Verwaltungsrichter AndrÃ© Moser, <a id="TN_AUTOTEXT_RICHTER"></a><a id="TN_AUTOTEXT_GS"></a>Gerichtsschreiberin Eva Heierle. </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">In Sachen</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>1. A, </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>2. B, <br/> <br/> </span></p> <p class="MsoBodyText">beide vertreten durch RA C, </p> <p class="MsoNormal"><b><span>BeschwerdefÃ¼hrende, </span></b></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="Zwischentitel">gegen</p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>Gemeinde X,</span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>vertreten durch die Schulpflege X, </span></p> <p class="MsoNormal"><b><span>Beschwerdegegnerin,</span></b></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><b>betreffend Ãbernahme der Sonderschulungskosten,</b></p> <p class="MsoNormal"><span>hat sich ergeben: </span></p> <p class="Sachverhalt1"><b>I. </b> </p> <p class="Sachverhalt2"><b>A. </b>A und B sind die Eltern des im Jahr 2005 geborenen D. Dieser besuchte ab dem Schuljahr 2011/2012 die Primarschule G in X. Am 7. April 2014 teilte A dem Schulleiter per E-Mail mit, dass D nach den Sommerferien 2014 an die Schule F wechseln werde. Seit dem Schuljahr 2014/2015 besucht D die letztgenannte Schule. </p> <p class="Sachverhalt2"><b>B. </b>Am 5. Februar 2016 wandten sich A und B mit einem als "Gesuch um separierte Sonderschulung" bezeichneten Schreiben an die Schulpflege X und fÃ¼hrten aus, sie bÃ¤ten um "Aufnahme" eines frÃ¼heren Gesuchs bezÃ¼glich separierter Sonderschulung und wÃ¼rden sich gerne "mit dem SPD [schulpsychologischen Dienst] zusammensetzen". Die Schulpflege teilte A und B mit Schreiben vom 11. Februar 2016 mit, Anmeldungen fÃ¼r SonderschulabklÃ¤rungen fÃ¼r das Schuljahr 2016/2017 hÃ¤tten bis zum 31. Dezember 2016 (recte wohl 2015) eingereicht werden sollen. Die KapazitÃ¤t des SPD sei fÃ¼r dieses Schuljahr bereits ausgeschÃ¶pft, weshalb keine neuen FÃ¤lle mehr bearbeitet werden kÃ¶nnten. Sollten sie jedoch fÃ¼r D eine AbklÃ¤rung der SonderschulbedÃ¼rftigkeit fÃ¼r das Schuljahr 2017/2018 wÃ¼nschen, kÃ¶nne eine Anmeldung gerne bis zum Ende des Kalenderjahrs 2016 entgegengenommen werden. A und B fÃ¼hrten in einem Antwortschreiben vom 9. MÃ¤rz 2016 an die Schulpflege aus, D sei bereits "gesondert eingeschult" und besuche die Schule F, welche "Kleinkassen nach inklusivem Lernen" fÃ¼hre. Das Kinderspital habe bestÃ¤tigt, dass D an dieser "Kleinklassen-Schule" die benÃ¶tigte und seinen schulischen Defiziten entsprechende UnterstÃ¼tzung erhalte. Ihre Anfrage vom 5. Februar 2016 sei finanzieller Natur und bedÃ¼rfe "keiner akuten Massnahmen bezgl. Versetzung in eine andere Schule". Weiter brachten sie sinngemÃ¤ss vor, die SonderschulbedÃ¼rftigkeit von D sei aufgrund diverser bereits vorgenommener AbklÃ¤rungen insbesondere des Kinderspitals ZÃ¼rich ausgewiesen, welche Unterlagen sie der Schulpflege bzw. dem SPD zur VerfÃ¼gung stellen wÃ¼rden. Es brauche aus ihrer Sicht keine weitergehenden schulpsychologischen AbklÃ¤rungen, weshalb der allenfalls erforderliche Aufwand des SPD fÃ¼r die Beurteilung ihres Gesuchs um GewÃ¤hrung einer separierten Schulung gering sei. Die in Aussicht gestellte PrÃ¼fung "separierter SonderschulbedÃ¼rftigkeit" von D auf das Schuljahr 2017/2018 hin sei kein annehmbarer Vorschlag. </p> <p class="Urteilstext">Die Schulpflege schrieb A und B am 29. MÃ¤rz 2016 unter dem Betreff "Finanzierung einer Privatschule", der Nachweis einer SonderschulbedÃ¼rftigkeit bedinge eine AbklÃ¤rung beim SPD. Leider werde eine solche fÃ¼r das Schuljahr 2016/2017 nicht mehr mÃ¶glich sein. Um eine AbklÃ¤rung fÃ¼r das Ã¼bernÃ¤chste Schuljahr in die Wege zu leiten, wÃ¼rden A und B gebeten, sich mit dem SPD in Verbindung zu setzen, damit nach den Sommerferien ein ErstgesprÃ¤ch stattfinden kÃ¶nne. Das Gesuch um Finanzierung einer Privatschule mÃ¼sse abgelehnt werden.</p> <p class="Sachverhalt1"><b>II. </b> </p> <p class="Urteilstext">Am 29. April 2016 liessen A und B beim Bezirksrat Y gegen die VerfÃ¼gung vom 29. MÃ¤rz 2016 rekurrieren und im Wesentlichen verlangen, die Gemeinde X sei unter EntschÃ¤digungsfolge "inkl. MWSt." zu verpflichten, ab dem Schuljahr 2014/2015 die Kosten fÃ¼r die private Sonderschulung von D "bis zum Ende der Ausbildung", eventualiter bis zu dessen Wiedereingliederung in das kommunale Schulsystem unter Zuweisung zu einem geeigneten Ausbildungsplatz zu Ã¼bernehmen. Mit Beschluss vom 15. September 2016 wies der Bezirksrat Y den Rekurs betreffend die anbegehrte KostenÃ¼bernahme ab; soweit A und B um die Wiedereingliederung von D ins kommunale Schulsystem bzw. um die Zuweisung eines geeigneten Ausbildungsplatzes ersuchten, trat er auf den Rekurs nicht ein (Dispositiv-Ziff. I). A und B wurden die Kosten des Rekursverfahrens in der HÃ¶he von Fr. 1'323.60 auferlegt (Dispositiv-Ziff. II); eine ParteientschÃ¤digung wurde ihnen nicht zugesprochen.</p> <p class="Sachverhalt1"><b>III. </b> </p> <p class="Urteilstext">A und B liessen am 17. Oktober 2016 Beschwerde beim Verwaltungsgericht fÃ¼hren und beantragen, es sei die Gemeinde X unter EntschÃ¤digungsfolge "inkl. MWSt." zur Ãbernahme der Kosten fÃ¼r die private Sonderschulung von D ab dem Schuljahr 2014/2015 "bis zum Ende der Ausbildung" zu verpflichten, eventualiter die Sache an den Bezirksrat Y zurÃ¼ckzuweisen. Dieser verzichtete am 25./26. Oktober 2016 unter Verweis auf die BegrÃ¼ndung des Rekursentscheids auf Vernehmlassung. Die Gemeinde X schloss mit Beschwerdeantwort vom 22. November 2016 auf Abweisung des Rechtsmittels. A und B sowie die Gemeinde X hielten mit weiteren Eingaben vom 3. und 30. bzw. 16. Januar 2017 an ihren AntrÃ¤gen fest. </p> <p class="Einzug1"><span>Die Kammer</span><span> erwÃ¤gt:</span></p> <p class="Erwgung1"><b>1. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>1.1 </b>GemÃ¤ss § 70 in Verbindung mit § 5 Abs. 1 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 (VRG, LS 175.2) prÃ¼ft das Verwaltungsgericht seine ZustÃ¤ndigkeit von Amts wegen. FÃ¼r Beschwerden gegen erstinstanzliche Rekursentscheide eines Bezirksrats betreffend die KostenÃ¼bernahme im Schulbereich ist es nach § 75 Abs. 2 des Volksschulgesetzes vom 7. Februar 2005 (VSG, LS 412.100) und § 41 in Verbindung mit § 19 Abs. 1 und 3 Satz 1, 19a, 19b Abs. 2 lit. c sowie §§ 42â44 e contrario VRG zustÃ¤ndig. </p> <p class="Erwgung2"><b>1.2 </b>Da auch die Ã¼brigen Sachurteilsvoraussetzungen erfÃ¼llt sind, ist auf die Beschwerde einzutreten. </p> <p class="Erwgung2"><b>1.3 </b>Die BeschwerdefÃ¼hrenden beantragen, die Beschwerdegegnerin sei zu verpflichten, die Kosten fÃ¼r die externe Schulung von D ab dem Schuljahr 2014/2015 "bis zum Ende der Ausbildung" zu Ã¼bernehmen. SinngemÃ¤ss ersuchen sie damit um Verpflichtung der Beschwerdegegnerin zur Ãbernahme der Kosten fÃ¼r die private Schulung von D ab der 4. Primarklasse bis zur Beendigung der Oberstufe bzw. (mindestens) fÃ¼r die Schuljahre 2014/2015 bis 2019/2020. Der Streitwert betrÃ¤gt somit gut Fr. 150'000.-, weshalb die Sache durch die Kammer zu erledigen ist (§ 38 Abs. 1 in Verbindung mit § 38b Abs. 1 lit. c e contrario VRG). </p> <p class="Erwgung1"><b>2. </b> </p> <p class="Urteilstext">Die Kantone haben fÃ¼r einen ausreichenden und unentgeltlichen Grundschulunterricht zu sorgen (Art. 62 Abs. 2 in Verbindung mit Art. 19 der Bundesverfassung vom 18. April 1999 [SR 101]). Dieser Unterricht muss fÃ¼r die Einzelnen angemessen und geeignet sein und genÃ¼gen, um die Schulkinder angemessen auf ein selbstverantwortliches Leben im modernen Alltag vorzubereiten (BGE 138 I 162 E. 3.1, 133 I 156 E. 3.1). Der verfassungsrechtliche Anspruch umfasst nur ein angemessenes, erfahrungsgemÃ¤ss ausreichendes Bildungsangebot an Ã¶ffentlichen Schulen. Ein darÃ¼berhinausgehendes Mass an individueller Betreuung, das theoretisch immer mÃ¶glich wÃ¤re, kann mit RÃ¼cksicht auf das staatliche LeistungsvermÃ¶gen nicht gefordert werden. Der Anspruch auf unentgeltlichen Grundschulunterricht ist nicht gleichbedeutend mit dem Anspruch auf optimale bzw. geeignetste Schulung eines Kindes (BGE 138 I 162 E. 3.2 mit Hinweisen). </p> <p class="Erwgung1"><b>3. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>3.1 </b>Nach § 33 Abs. 1 VSG dienen sonderpÃ¤dagogische Massnahmen der Schulung von SchÃ¼lerinnen und SchÃ¼lern mit besonderen pÃ¤dagogischen BedÃ¼rfnissen. SonderpÃ¤dagogische Massnahmen sind gemÃ¤ss § 34 Abs. 1 VSG Integrative FÃ¶rderung, Therapie, Aufnahmeunterricht, Besondere Klassen und Sonderschulung. Sonderschulung ist die Bildung von Kindern, die in Regel- oder Kleinklassen nicht angemessen gefÃ¶rdert werden kÃ¶nnen (§ 34 Abs. 6 VSG). Sie umfasst Unterricht, Therapie, Erziehung und Betreuung und erfolgt in einer Ã¶ffentlichen oder privaten Sonderschule, als integrierte Sonderschulung oder als Einzelunterricht (§ 36 Abs. 1 VSG). Die Wahl der Sonderschulung ist unter BerÃ¼cksichtigung der besonderen BildungsbedÃ¼rfnisse sowie der Ã¼brigen UmstÃ¤nde zu treffen, wobei der kostengÃ¼nstigeren LÃ¶sung der Vorzug zu geben ist, wenn gleichwertige Sonderschulen zur VerfÃ¼gung stehen (§ 36 Abs. 3 VSG).</p> <p class="Erwgung2"><b>3.2 </b>Die Entscheidung Ã¼ber sonderpÃ¤dagogische Massnahmen wird grundsÃ¤tzlich von den Eltern, der Lehrperson und der Schulleitung gemeinsam getroffen (§ 37 Abs. 1 VSG; vgl. auch § 24 der Verordnung Ã¼ber die sonderpÃ¤dagogischen Massnahmen vom 11. Juli 2007 [VSM, LS 412.103]). FÃ¤llt eine Sonderschulung in Betracht, sind Mitwirkung und Zustimmung der Schulpflege erforderlich (§ 37 Abs. 2 VSG in Verbindung mit § 26 Abs. 4 VSM). Kann keine Einigung Ã¼ber die sonderpÃ¤dagogische Massnahme erzielt werden oder soll die SchÃ¼lerin oder der SchÃ¼ler einer Sonderschulung zugewiesen werden, wird eine schulpsychologische AbklÃ¤rung durchgefÃ¼hrt (§ 38 Abs. 1 Satz 1 VSG in Verbindung mit § 25 Abs. 1 VSM). Wird nach schulpsychologischer AbklÃ¤rung unter den Beteiligten keine Einigung erzielt, entscheidet die Schulpflege (§ 39 Satz 1 VSG in Verbindung mit § 26 Abs. 2 Satz 1 VSM).</p> <p class="Erwgung2"><b>3.3 </b>Dabei gilt es nach stÃ¤ndiger Rechtsprechung aus der Sicht <i>vor</i> und nicht nach dem Eintritt in eine Privatschule zu Ã¼berprÃ¼fen, ob die Sonderschulung notwendig und richtig war (vgl. VGr, 22. August 2012, VB.2012.00340, E. 3.1, und 24. November 2010, VB.2010.00317, E. 2.2). Aus einem allfÃ¤lligen Erfolg einer Privatschulung mit geringerer KlassengrÃ¶sse und individuell angepassten Lehrmethoden darf nicht im Nachhinein auf deren Notwendigkeit geschlossen werden (VGr, 22. August 2012, VB.2012.00340, E. 3.1 Abs. 3). </p> <p class="Urteilstext">Entschliessen sich die Eltern in eigener Kompetenz fÃ¼r eine Sonderschulung und melden sie ihr Kind in einer Privatschule an, wird die Schulgemeinde bloss dann kostenpflichtig, wenn sie es versÃ¤umt hatte, eine notwendige Massnahme anzuordnen, sodass die privaten Massnahmen unerlÃ¤sslich waren (VGr, 22. August 2012, VB.2012.00340, E. 3.3.2, und 24. November 2010, VB.2010.00317, E. 2.2). Nachstehend gilt es zu prÃ¼fen, inwieweit dies vorliegend der Fall war. Zu diesem Zweck ist zunÃ¤chst der Verlauf der Ereignisse darzustellen.</p> <p class="Erwgung1"><b>4. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>4.1 </b>D trat im August 2011 in die 1. Klasse der Primarschule G in X. An einem schulischen StandortgesprÃ¤ch vom 24. Oktober 2011 wurde beschlossen, dass er von integrierter FÃ¶rderung profitieren solle. In der Folge wurde er im Umfang von zwei Wochenlektionen integrativ gefÃ¶rdert. Im Mai 2012 fÃ¼hrte das Kinderspital ZÃ¼rich eine Entwicklungsuntersuchung durch; der diesbezÃ¼gliche Bericht bescheinigte D einen "altersentsprechenden kognitiven Entwicklungsstand mit dissoziiertem Profil". D zeige eine deutliche StÃ¤rke in der Visuomotorik; die Leistungen der auditiven MerkfÃ¤higkeit lÃ¤gen im unteren Normbereich. Ab Oktober 2012 besuchte D eine private Lerntherapie. Am Ende des 1. Semesters der 2. Klasse erzielte D in Mathematik die Note 3â4, in Deutsch die Note 4, wobei HÃ¶rverstehen und Schreiben als ungenÃ¼gend, Leseverstehen und Sprechen als genÃ¼gend beurteilt wurden, und in Schrift die Note 4â5. </p> <p class="Erwgung2">Ab dem 2. Semester der 2. Klasse besuchte D die (schulische) BegabtenfÃ¶rderung. Seine Leistungen wurden am Ende des 2. Semesters der 2. Klasse in Mathematik als ungenÃ¼gend (Note 3â4), in Schrift und Deutsch als genÃ¼gend (Note 4) bewertet, wobei in letztgenanntem Fach das HÃ¶r- und Leseverstehen von D sowie das Sprechen als genÃ¼gend und das Schreiben als ungenÃ¼gend beurteilt wurden. </p> <p class="Erwgung2"><b>4.2 </b>Aus einem schulpsychologischen Zwischenbericht vom 24. Juni 2013 geht hervor, dass die BeschwerdefÃ¼hrerin den SPD um EinschÃ¤tzung der Lernvoraussetzungen von D sowie eine Empfehlung allfÃ¤lliger FÃ¶rdermassnahmen ersuchte, aufgrund zahlreicher bereits aus privater Initiative durchgefÃ¼hrter Untersuchungen indes eine schulpsychologische AbklÃ¤rung ablehnte. GestÃ¼tzt auf die ihr zur VerfÃ¼gung gestellten Berichte sowie einen Unterrichtsbesuch hielt die Schulpsychologin im Wesentlichen fest, D weise ein sehr heterogenes kognitives Profil auf. Gesamthaft zeige er testpsychologisch altersentsprechende bis Ã¼berdurchschnittliche kognitive FÃ¤higkeiten mit einer deutlichen TeilleistungsschwÃ¤che in der Verarbeitungsgeschwindigkeit. Er scheine zudem eine individuelle SchwÃ¤che in der auditiven Verarbeitung zu haben. Aufgrund der TeilleistungsschwÃ¤che in der Verarbeitungsgeschwindigkeit bestehe ein Bedarf nach Nachteilsausgleich. Wie die schulischen Anpassungen und allfÃ¤llige weitere Massnahmen aussehen sollten, mÃ¼sse im Rahmen eines StandortgesprÃ¤chs erÃ¶rtert werden. Bei der Massnahmenplanung gelte es zudem, die Ergebnisse einer geplanten Untersuchung der Lese- und RechtschreibefÃ¤higkeiten von D zu berÃ¼cksichtigen. </p> <p class="Erwgung2">Am 26. Juni 2013 ersuchten die BeschwerdefÃ¼hrenden um Zuweisung von D zur Tagesschule H. Im Rahmen eines ElterngesprÃ¤chs wurden sie am 11. Juli 2013 beschieden, eine Versetzung an die Tagesschule H sei nicht mÃ¶glich, weil die KlassenbestÃ¤nde dort bereits sehr gross seien; D kÃ¶nne indes auf eine Warteliste genommen werden. Weiter wurde den BeschwerdefÃ¼hrenden empfohlen, eine AbklÃ¤rung durch den SPD vornehmen zu lassen. Am 5. September 2013 schrieb die BeschwerdefÃ¼hrerin der Schulpflege, D solle von der Warteliste der Tagesschule H genommen werden; ihn "aus seinem gut integrierten, von ihm sehr geliebten und freundschaftlich/familiÃ¤ren Umfeld herauszunehmen, wÃ¤re der falsche Ansatz". </p> <p class="Erwgung2">An einem StandortgesprÃ¤ch vom 4. September 2013 wurde vereinbart, dass die Schulpsychologin einen Antrag auf schulisch indizierte Psychotherapie stelle und die schulische HeilpÃ¤dagogin abklÃ¤re, ob zusÃ¤tzliche heilpÃ¤dagogische Lektionen fÃ¼r D gesprochen werden kÃ¶nnten. Ab etwa Mitte oder Ende September 2013 wurde D wÃ¤hrend dreier Wochenlektionen durch eine ausgebildete Primarlehrerin im Klassenunterricht individuell begleitet. Bereits ab Beginn des Schuljahrs 2013/2014 bzw. ab der 3. Klasse war D wegen langsamer Verarbeitungsgeschwindigkeit sowie einer zuvor diagnostizierten Lese- und RechtschreibschwÃ¤che ein Nachteilsausgleich gewÃ¤hrt worden. Seine schulischen Leistungen verbesserten sich per Ende des 1. Semesters der 3. Klasse und wurden in Deutsch und Mathematik mit der Note 4 sowie in Schrift mit der Note 4â5 bewertet. </p> <p class="Erwgung2"><b>4.3 </b>Am 31. Januar 2014 teilte der Schulleiter der Primarschule G den BeschwerdefÃ¼hrenden mit, die Person, welche D individuell begleitete, habe ihr ArbeitsverhÃ¤ltnis unerwartet gekÃ¼ndigt und ein Ersatz bzw. eine LÃ¶sung dieses personellen Problems sei noch nicht gefunden worden, weshalb die "situative UnterstÃ¼tzung" von D nach den Sportferien sistiert werden mÃ¼sse. Die BeschwerdefÃ¼hrerin antwortete am 7. Februar 2014, sie (die BeschwerdefÃ¼hrenden) hÃ¤tten VerstÃ¤ndnis fÃ¼r die Situation und hofften, dass sich eine geeignete Person finden lasse. D habe in den letzten Monaten vom definierten Setting sehr profitiert, was sich in seinem aktuellen Zeugnis zeige. </p> <p class="Erwgung2"><b>4.4 </b>Die BeschwerdefÃ¼hrenden informierten den Schulleiter am 7. April 2014 darÃ¼ber, dass sie D nach den Sommerferien jenes Jahres in die Schule F einschulen wÃ¼rden. Die Klassenlehrerin von D hÃ¤tten sie bereits informiert. D habe im vergangenen Halbjahr grosse Fortschritte gemacht, was auch die Klassenlehrerin bestÃ¤tige. Nichtsdestotrotz sÃ¤hen sie, dass er ohne StÃ¼tzhilfe wÃ¤hrend des Unterrichts nicht zu zeigen vermÃ¶ge, was er wirklich kÃ¶nne. Dies ergebe sich auch aus einer Leistungskontrolle, welche D gleichentags nach Hause gebracht habe. Er brauche einfach mehr StÃ¼tzhilfe, mehr Zeit und mehr Zuspruch in PrÃ¼fungssituationen. </p> <p class="Urteilstext">Im 2. Semester der 3. Klasse zeigte D (wiederum) genÃ¼gende Leistungen in Mathematik und Deutsch (je Note 4); in Schrift wurde er mit der Note 5 bewertet. </p> <p class="Erwgung2"><b>4.5 </b>Aus dem Vorstehenden erhellt, dass die BeschwerdefÃ¼hrenden sich noch im Februar 2014 zufrieden zeigten mit dem schulischen UnterstÃ¼tzungsangebot und anerkannten, dass D schulische Fortschritte gemacht habe. Ebenso Ã¤usserten sie VerstÃ¤ndnis dafÃ¼r, dass aufgrund der KÃ¼ndigung der D individuell begleitenden Person diese UnterstÃ¼tzung vorÃ¼bergehend habe eingestellt werden mÃ¼ssen. Die BeschwerdefÃ¼hrenden scheinen indes in der Folge zum Schluss gekommen zu sein, dass D â mutmasslich insbesondere infolge der weggefallenen Eins-zu-eins-Betreuung â nicht mehr so gefÃ¶rdert werde, wie sie es wÃ¼nschten. Dass sie dies gegenÃ¼ber der Schule vorgÃ¤ngig zur Bekanntgabe ihres Entschlusses, D ab dem folgenden Schuljahr an der Schule F unterrichten zu lassen, kommuniziert oder UnterstÃ¼tzungsmassnahmen gefordert hÃ¤tten, machen sie nicht geltend und ist auch nicht ersichtlich. Vielmehr sprechen sie in ihrer E-Mail vom 7. April 2014 davon, dass D â wie dies auch seine Lehrerin bestÃ¤tige â im vergangenen Halbjahr grosse Fortschritte erzielt habe. Zwar lÃ¤sst die genannte E-Mail erkennen, dass sie (inzwischen) der Auffassung waren, D kÃ¶nne sein Potenzial ohne individuelle Begleitung und Zuspruch nicht voll ausschÃ¶pfen. Damit brachten sie indes lediglich zum Ausdruck, dass D aus ihrer Sicht nicht optimal gefÃ¶rdert werde. Der Schulleiter durfte daher und weil auch keine Anhaltspunkte dafÃ¼r vorliegen, dass D zu jenem Zeitpunkt bzw. im 2. Semester der 3. Klasse kein genÃ¼gendes Bildungsangebot zur VerfÃ¼gung gestanden wÃ¤re, annehmen, die BeschwerdefÃ¼hrenden hÃ¤tten sich mit Blick auf die von ihnen gewÃ¼nschte bestmÃ¶gliche UnterstÃ¼tzung ihres Sohnes entschlossen, ein anderes, privates Bildungsangebot in Anspruch zu nehmen. </p> <p class="Urteilstext">Die private Schulung war daher beim Wechsel von D an die Schule F zu Beginn des Schuljahrs 2014/2015 nicht unerlÃ¤sslich, weshalb die BeschwerdefÃ¼hrenden die entsprechenden Kosten grundsÃ¤tzlich selbst zu tragen haben. </p> <p class="Erwgung1"><b>5. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>5.1 </b>Entschliessen sich die Eltern, ihr Kind an einer Privatschule unterrichten zu lassen, so verzichten sie damit auf den an der Ã¶ffentlichen Schule angebotenen unentgeltlichen Unterricht, und der Staat ist auch nicht zur teilweisen Ãbernahme der daraus entstehenden Kosten verpflichtet (vgl. Markus RÃ¼ssli, Rechtsstellung und Bedeutung der Privatschulen im Kanton ZÃ¼rich, in: Thomas GÃ¤chter/Tobias Jaag [Hrsg.], Das neue ZÃ¼rcher Volksschulrecht, ZÃ¼rich/St. Gallen 2007, S. 35 ff., 47; ferner JÃ¶rg Paul MÃ¼ller/Markus Schefer, Grundrechte in der Schweiz, 4. A., Bern 2008, S. 793). Es steht ihnen bzw. dem Kind indes frei, an die Ã¶ffentliche Schule zurÃ¼ckzukehren. SonderschulbedÃ¼rftige PrivatschÃ¼lerinnen und -schÃ¼ler haben sodann wie VolksschÃ¼lerinnen und -schÃ¼ler Anspruch auf Sonderschulung in einer Institution der Sonderschulung (vgl. Weisung des Regierungsrats zum Volksschulgesetz, ABl 2001, 796 ff., 856). Entgegen der Auffassung der Beschwerdegegnerin haben die SchulbehÃ¶rden daher auch bei aktuell privat unterrichteten Kindern gegebenenfalls abzuklÃ¤ren, ob sonderpÃ¤dagogische Massnahmen und gegebenenfalls welche fÃ¼r eine RÃ¼ckkehr an die Volksschule zu treffen sind bzw. ob inzwischen eine Sonderschulung erforderlich wurde, und (auch) einem Kind mit besonderen pÃ¤dagogischen BedÃ¼rfnissen bzw. dessen Eltern innert angemessener Frist ein genÃ¼gendes Bildungsangebot zu unterbreiten. </p> <p class="Erwgung2"><b>5.2 </b>Die BeschwerdefÃ¼hrenden schrieben der Schulpflege am 5. Februar 2016, bei D sei inzwischen das Jeavons-Syndrom, eine Form der Epilepsie, diagnostiziert worden. Bezugnehmend auf im Jahr 2013 mit dem SPD aufgenommene GesprÃ¤che bÃ¤ten sie "um Aufnahme unseres damaligen Gesuchs bzgl. separierter Sonderschulung" und wÃ¼rden sich gerne "mit dem SPD zusammensetzen". Das Ersuchen der BeschwerdefÃ¼hrenden erscheint insofern als unklar, als eine Sonderschulung bislang nicht thematisiert worden war. Die Schulpflege unterliess es indes, nÃ¤her abzuklÃ¤ren, worum die BeschwerdefÃ¼hrenden konkret ersuchten, und antwortete ihnen am 11. Februar 2011, "Anmeldungen fÃ¼r SonderschulabklÃ¤rungen auf das kommende Schuljahr 2016/17 hÃ¤tten bei uns bis zum 31. Dezember 2016 eingereicht werden sollen. Die KapazitÃ¤t des Schulpsychologischen Dienstes ist fÃ¼r dieses Schuljahr bereits ausgeschÃ¶pft, da die Planung der laufenden FÃ¤lle in vollem Gange ist und deshalb keine neuen FÃ¤lle mehr bearbeitet werden kÃ¶nnen". Falls die BeschwerdefÃ¼hrenden eine AbklÃ¤rung der SonderschulbedÃ¼rftigkeit von D "fÃ¼r das Schuljahr 2017/18" wÃ¼nschten, kÃ¶nne eine Anmeldung bis Ende Kalenderjahr 2016 entgegengenommen werden. </p> <p class="Erwgung2"><b>5.3 </b>Die Schulpflege brachte damit zum Ausdruck, dass eine AbklÃ¤rung der SonderschulbedÃ¼rftigkeit von D durch den SPD und eine gestÃ¼tzt darauf allenfalls vorzunehmende Zuweisung zur Sonderschulung frÃ¼hestens mit Wirkung ab dem Schuljahr 2017/2018 erfolgen kÃ¶nne. Solches ist ungeachtet einer allfÃ¤lligen Ãberlastung des SPD nicht mit dem Anspruch des Kindes auf unentgeltlichen Grundschulunterricht zu vereinbaren; auch Kinder mit â vorbestehenden oder auch erst nach Austritt aus der Volksschule aufgetretenen â besonderen pÃ¤dagogischen BedÃ¼rfnissen, welche an einer Privatschule unterrichtet werden, haben, wie oben 5.1 erwÃ¤hnt, das Recht, an die Ã¶ffentliche Schule zurÃ¼ckzukehren, bzw. darauf, dass die Volksschule ihnen (wieder) ein angemessenes Bildungsangebot unter Einschluss allfÃ¤llig erforderlicher sonderpÃ¤dagogischer Massnahmen wie allenfalls einer Sonderschulung zur VerfÃ¼gung stellt. Entsprechend wÃ¤re die Schulpflege verpflichtet gewesen, die einschlÃ¤gigen Vorkehren einschliesslich der erforderlichen AbklÃ¤rungen zu treffen, um D innert angemessener Frist eine RÃ¼ckkehr an die Volksschule zu ermÃ¶glichen.</p> <p class="Erwgung2">Die BeschwerdefÃ¼hrenden monierten daher in ihrem Schreiben vom 9. MÃ¤rz 2016 zu Recht, die in Aussicht gestellte PrÃ¼fung der SonderschulbedÃ¼rftigkeit von D auf das Schuljahr 2017/2018 hin sei kein annehmbarer Vorschlag. Zwar fÃ¼hren sie darin auch aus, ihre Anfrage sei finanzieller Natur und es bedÃ¼rfe keiner "akuten" Massnahmen bzw. keiner umgehenden Versetzung in eine andere Schule, sondern es seien lediglich weitergehende integrative Massnahmen an der aktuell besuchten Schule F nÃ¶tig. Aus dem Gesamtkontext ihres Schreibens geht indes hervor, dass sie der Ãberzeugung waren, D besuche bereits eine Schule, welche Sonderschulung anbiete, und sein Sonderschulbedarf sei (jedenfalls) nunmehr aufgrund der im Jahr 2015 diagnostizierten epileptischen Erkrankung ausgewiesen. Es kann daher aus ihrer Aussage, eine umgehende Versetzung an eine andere Schule sei nicht nÃ¶tig, nicht darauf geschlossen werden, dass die BeschwerdefÃ¼hrenden eine Sonderschulung an einer anderen Institution als der Schule F bzw. eine RÃ¼ckkehr an die Volksschule kategorisch abgelehnt hÃ¤tten. Ebenso wenig ist daraus eine Weigerung der BeschwerdefÃ¼hrenden ersichtlich, D durch den SPD abklÃ¤ren zu lassen. Sie erklÃ¤rten lediglich sinngemÃ¤ss und in Erwiderung auf das Argument der Schulpflege, eine schulpsychologische AbklÃ¤rung sei aus KapazitÃ¤tsgrÃ¼nden erst im Hinblick auf das Ã¼bernÃ¤chste Schuljahr mÃ¶glich, angesichts der bereits vorgenommenen Untersuchungen kÃ¶nne der SPD die SonderschulbedÃ¼rftigkeit von D auch ohne eigene aufwendige AbklÃ¤rungen beurteilen, weshalb die hierfÃ¼r "allenfalls erforderliche KapazitÃ¤t seitens SPD sehr klein" sei. Auch geht aus der VerfÃ¼gung vom 29. MÃ¤rz 2016 klar hervor, dass die Schulpflege daran festhalte, eine AbklÃ¤rung der SonderschulbedÃ¼rftigkeit von D sei erst fÃ¼r das Ã¼bernÃ¤chste Schuljahr mÃ¶glich. Um eine AbklÃ¤rung fÃ¼r das Ã¼bernÃ¤chste Schuljahr in die Wege zu leiten, sollten sich die BeschwerdefÃ¼hrenden mit dem SPD in Verbindung setzen. Sodann wird darin sinngemÃ¤ss ausgefÃ¼hrt, die Finanzierung einer Privatschule komme nur, aber immerhin "bei der Sonderschulung" in Betracht, wenn â nebst anderem â der Bedarf des Kindes nach Sonderschulung durch eine schulpsychologische AbklÃ¤rung und eine darauf basierende schulpsychologische Empfehlung ausgewiesen sei und ein geeigneter Platz an einer anerkannten Sonderschulung nicht zur VerfÃ¼gung stehe. </p> <p class="Erwgung2"><b>5.4 </b>In der Folge wandte sich die BeschwerdefÃ¼hrerin zunÃ¤chst telefonisch an den zustÃ¤ndigen SPD, und am 7. April 2016 erklÃ¤rte sie diesem gegenÃ¼ber ausdrÃ¼cklich, D wieder in das kommunale Schulsystem eingliedern zu wollen und offen fÃ¼r AlternativlÃ¶sungen zur Schule F zu sein. Weiter bestÃ¤tigte sie die Teilnahme an einem fÃ¼r den 15. April 2016 vereinbarten Termin. Dieser Termin wurde in der Folge seitens des SPD abgesagt. Die Beschwerdegegnerin brachte in der Rekursantwort vom 6. Juni 2016 vor, die Schulpsychologin habe zusammen mit dem Schreiben der BeschwerdefÃ¼hrenden vom 7. April 2016 auch weitere Unterlagen, insbesondere deren Schreiben an die Schulpflege vom 9. MÃ¤rz 2016, erhalten, in welchem die BeschwerdefÃ¼hrenden klar geÃ¤ussert hÃ¤tten, dass sie keine AbklÃ¤rung der pÃ¤dagogischen BedÃ¼rfnissen von D durch den SPD wÃ¼nschten, sondern "unabgeklÃ¤rt eine Zuweisung zur Sonderschulung in dem Sinne, dass die Volksschule die Kosten der Schulung an der Privatschule" Ã¼bernehme, welche D aktuell besuche. Abgesehen davon, dass solches dem Schreiben vom 9. MÃ¤rz 2016 schlicht nicht entnommen werden kann (oben 5.3), deklarierten die BeschwerdefÃ¼hrenden am 7. April 2016 ausdrÃ¼cklich ihre Bereitschaft, D wieder ins Ã¶ffentliche Schulsystem einzugliedern. </p> <p class="Erwgung2"><b>5.5 </b>Dass im FrÃ¼hling 2016 keine schulpsychologische AbklÃ¤rung durchgefÃ¼hrt wurde, hat nach dem Gesagten die Schulpflege zu verantworten. Deren Weigerung, eine solche AbklÃ¤rung durchzufÃ¼hren, ist nicht nachvollziehbar: FÃ¼r D wurden bereits ab der 1. Primarklasse und bis zu seinem Wechsel an die Privatschule sonderpÃ¤dagogische Massnahmen angeordnet. Dass die Schulpflege der Auffassung gewesen wÃ¤re oder in guten Treuen hÃ¤tte sein dÃ¼rfen, D kÃ¶nne die Volksschule (nunmehr) ohne jegliche besonderen pÃ¤dagogischen Massnahmen besuchen, macht die Beschwerdegegnerin daher zu Recht nicht geltend. Es drÃ¤ngte sich vielmehr eine AbklÃ¤rung der Frage auf, ob und gegebenenfalls welche sonderpÃ¤dagogischen Massnahmen mit Blick auf eine RÃ¼ckkehr von D an die Volksschule getroffen werden mÃ¼ssten. Ohne die Beantwortung dieser Frage bzw. die entsprechenden schulpsychologischen AbklÃ¤rungen konnte die Schulpflege D kein angemessenes Schulungsangebot zur VerfÃ¼gung stellen. Indem sie die erforderlichen AbklÃ¤rungen und folglich auch ein angemessenes Bildungsangebot verweigerte, verunmÃ¶glichte sie faktisch eine RÃ¼ckkehr von D an die Volksschule innert angemessener Frist. Damit wurde der Besuch der Privatschule unerlÃ¤sslich. </p> <p class="Erwgung2"><b>5.6 </b>WÃ¤re die schulpsychologische AbklÃ¤rung ab Mai 2016 vorgenommen worden, hÃ¤tte die Schulpflege D jedenfalls ab dem Beginn des Schuljahrs 2016/2017 ein angemessenes Bildungsangebot machen kÃ¶nnen und mÃ¼ssen. Die Beschwerdegegnerin hat daher die Kosten der privaten Schulung ab dem Schuljahr 2016/2017 zu Ã¼bernehmen. Sie bleibt grundsÃ¤tzlich so lange kostenpflichtig, bis sie den BeschwerdefÃ¼hrenden bzw. D unter BerÃ¼cksichtigung von dessen allfÃ¤lligen besonderen pÃ¤dagogischen BedÃ¼rfnissen ein angemessenes Bildungsangebot zur VerfÃ¼gung stellt. Solches sollte grundsÃ¤tzlich auf Beginn des kommenden Schuljahrs (2017/2018) mÃ¶glich sein. Im Sinn einer Klarstellung ist darauf hinzuweisen, dass die erforderlichen schulpsychologischen AbklÃ¤rungen keinen vorgÃ¤ngigen Schulwechsel voraussetzen. Mit Blick auf die kÃ¼nftige Kostenpflicht der Beschwerdegegnerin bleibt eine wesentliche Ãnderung der UmstÃ¤nde vorbehalten, welche etwa darin liegen kÃ¶nnte, dass die BeschwerdefÃ¼hrenden entgegen ihrer Zusicherung die notwendige Zusammenarbeit mit dem SPD verweigern oder ihr Verhalten erkennen lÃ¤sst, dass sie jegliche AlternativlÃ¶sungen zur bisher besuchten Privatschule kategorisch ablehnen. </p> <p class="Erwgung1"><b>6. </b> </p> <p class="Urteilstext">Nach dem Gesagten ist die Beschwerde teilweise gutzuheissen. In AbÃ¤nderung von Dispositiv-Ziff. I des Rekursentscheids vom 15. September 2016 und der VerfÃ¼gung vom 29. MÃ¤rz 2016 ist die Beschwerdegegnerin zu verpflichten, die Kosten fÃ¼r die private Schulung von D im Sinn der ErwÃ¤gungen ab dem Schuljahr 2016/2017 zu Ã¼bernehmen; der Kostenentscheid der Vorinstanz ist im Sinn der nachfolgenden ErwÃ¤gung 7 in AbÃ¤nderung von Dispositiv-Ziff. II des Rekursentscheids zu modifizieren.</p> <p class="Erwgung1"><b>7. </b> </p> <p class="Urteilstext">Die BeschwerdefÃ¼hrenden unterliegen zunÃ¤chst insoweit, als es um die Frage der Ãbernahme der Kosten fÃ¼r die Schulung von D an der Schule F wÃ¤hrend der Schuljahre 2014/2015 und 2015/2016 geht. DemgegenÃ¼ber hat die Beschwerdegegnerin die Kosten fÃ¼r die private Schulung von D mutmasslich fÃ¼r das gesamte Schuljahr 2016/2017 zu tragen (vgl. oben 5.6). Hinsichtlich der nachfolgenden Schuljahre 2017/2018 bis und mit 2019/2020 gilt es zu berÃ¼cksichtigen, dass sonderpÃ¤dagogische Massnahmen spÃ¤testens nach Ablauf eines Jahres Ã¼berprÃ¼ft werden (§ 28 Abs. 1 VSM). Entsprechend werden sie auch fÃ¼r lÃ¤ngstens diese Dauer angeordnet. Die BeschwerdefÃ¼hrenden werden daher mit der anzuordnenden Verpflichtung der Beschwerdegegnerin zur Ãbernahme der Kosten der Privatschule von D im Ergebnis (mindestens) so gut gestellt, wie sie es geworden wÃ¤ren, wenn die Beschwerdegegnerin im FrÃ¼hling 2016 die erforderlichen AbklÃ¤rungen vorgenommen und gestÃ¼tzt darauf die Sonderschulung von D fÃ¼r das Schuljahr 2016/2017 ausnahmsweise an der von diesem besuchten Privatschule angeordnet hÃ¤tte. Da Ã¼ber eine allfÃ¤llige Sonderschulung bzw. deren WeiterfÃ¼hrung ab dem im August des im laufenden Jahres beginnenden Schuljahr 2017/2018 auch bei einem korrekten Vorgehen der Beschwerdegegnerin nicht im erstinstanzlichen (oder im Rekurs-)Verfahren hÃ¤tte befunden werden kÃ¶nnen, sind sie hinsichtlich der kÃ¼nftigen bzw. ab dem Schuljahr 2017/2018 entstehenden Kosten als unterliegend zu betrachten. Entsprechend rechtfertigt es sich, die Kosten des vorliegenden Verfahrens der Beschwerdegegnerin zu 1/6 und den BeschwerdefÃ¼hrenden je zu 5/12 aufzuerlegen, unter solidarischer Haftung der Letztgenannten fÃ¼reinander (§ 65a Abs. 2 in Verbindung mit § 13 Abs. 2 Satz 1 und teilweise § 14 VRG; vgl. Kaspar PlÃ¼ss in: Alain Griffel [Hrsg.], Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons ZÃ¼rich [VRG], 3. A., ZÃ¼rich etc. 2014, § 14 N. 6, 9, 11 und 16). Eine ParteientschÃ¤digung bleibt den Ã¼berwiegend unterliegenden BeschwerdefÃ¼hrenden verwehrt (§ 17 Abs. 2 VRG). </p> <p class="Einzug1"><span>DemgemÃ¤ss erkennt <span>die Kammer</span>:</span></p> <p class="Einzug2"><span>1. Die Beschwerde wird teilweise gutgeheissen. Die Beschwerdegegnerin wird in AbÃ¤nderung von Dispositiv-Ziff. I des Beschlusses des Bezirksrats Y vom 15. September 2016 und der VerfÃ¼gung der Schulpflege X vom 29. MÃ¤rz 2016 verpflichtet, die Kosten fÃ¼r die externe Schulung des Sohns D der BeschwerdefÃ¼hrenden an der Schule F im Sinn der ErwÃ¤gungen ab dem Schuljahr 2016/2017 zu Ã¼bernehmen. </span></p> <p class="Einzug2"><span> In teilweiser AbÃ¤nderung von Dispositiv-Ziff. II des Beschlusses des Bezirksrats Y vom 15. September 2016 werden die Kosten des Rekursverfahrens der Beschwerdegegnerin zu 1/6 und den BeschwerdefÃ¼hrenden zu je 5/12 auferlegt, unter solidarischer Haftung der BeschwerdefÃ¼hrenden fÃ¼reinander.</span></p> <p class="Einzug2"><span>2. Die GerichtsgebÃ¼hr wird festgesetzt auf <br/> Fr. 7'500.--; die Ã¼brigen Kosten betragen:<br/> Fr. 220.-- Zustellkosten,<br/> Fr. 7'720.-- Total der Kosten.</span></p> <p class="Einzug2"><span>3. Die Gerichtskosten werden der Beschwerdegegnerin zu 1/6 und den BeschwerdefÃ¼hrenden je zu 5/12 auferlegt, unter solidarischer Haftung der BeschwerdefÃ¼hrenden fÃ¼reinander.</span></p> <p class="Einzug2"><span>4. Eine ParteientschÃ¤digung wird nicht zugesprochen.</span></p> <p class="Einzug2"><span>5. Gegen dieses Urteil kann Beschwerde in Ã¶ffentlichrechtlichen Angelegenheiten nach Art. 82 ff. des Bundesgerichtsgesetzes erhoben werden. Sie ist binnen 30 Tagen ab Zustellung einzureichen beim Bundesgericht, 1000 Lausanne 14.</span></p> <p class="Einzug2"><span>6. Mitteilung anâ¦</span></p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>