<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: SB.2022.00042</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=223038&amp;W10_KEY=13045532&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>SB.2022.00042</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 21.02.2023</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">2. Abteilung/Einzelrichter</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Steuerrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Staats- und Gemeindesteuern 2019</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>[Der Pflichtige zahlte der Pflichtigen im Heiratsjahr wie bereits vorher einen Haushaltslohn. Umstritten ist, ob und falls ja, in welchem Umfang dieser Lohn als Einkunft aus unselbständiger Erwerbstätigkeit zu besteuern ist und ob und falls ja, in welchem Umfang die darauf bezahlten Sozialabgaben abziehbar sind.] Es ist unbestritten, dass es sich beim Haushaltseinkommen um Einkommen aus unselbständiger Erwerbstätigkeit handelt. Das Haushaltsgeld verliert nach der Heirat seinen Charakter als Einkommen aus unselbständiger Erwerbstätigkeit zum Unterhalt durch die Heirat. Das Haushaltseinkommen ist nicht anders zu behandeln als jedes andere ausserhalb des Haushalts erzielte unselbständige Einkommen. Folglich ist der Haushaltslohn bis zur Heirat als unselbständiges Einkommen von der Pflichtigen zu versteuern und die geltend gemachten Berufsauslagen sind anteilsmässig zum Abzug zuzulassen (E 2) Gutheissung der Beschwerde. </b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> - keine -<br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> - keine -<br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 3 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="WordSection1"> <table border="1" cellpadding="0" cellspacing="0" class="MsoNormalTable" width="0"> <tr> <td valign="top"> <p class="Kopf1"><span>Verwaltungsgericht</span></p> <p class="Kopf1"><span>des Kantons ZÃ¼rich</span></p> <p class="Kopf1"><span>2. Abteilung</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Kopf1"> </p> </td> <td valign="top"> <p class="Kopf1"><span><img alt="" height="78" id="Bild 1" src="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getImage&amp;nF38_KEY=60796" width="123"/></span></p> </td> </tr> </table> <p class="MsoNormal">SB.2022.00042<br/> SB.2022.00043</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"><b><span>Urteil</span></b></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="Zwischentitel"> </p> <p class="MsoNormal"><span>des Einzelrichters</span></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">vom <a id="VF_DAT_ENTSCHEID">21. Februar 2023</a></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">Mitwirkend: Verwaltungsrichter Andreas Frei, <a id="TN_AUTOTEXT_RICHTER"></a><a id="TN_AUTOTEXT_GS"></a>Gerichtsschreiberin Linda Rindlisbacher. </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">In Sachen</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>Kanton ZÃ¼rich, vertreten durch das kantonale Steueramt </span></p> <p class="MsoNormal"><b><span>BeschwerdefÃ¼hrer, </span></b></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="Zwischentitel">gegen</p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>1. A, </span></p> <p class="MsoNormal"><span>2. B, </span></p> <p class="MsoNormal"><span>beide vertreten durch RA D, </span></p> <p class="MsoNormal"><b><span>Beschwerdegegnerschaft, </span></b></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><b>betreffend Staats- und Gemeindesteuern 2019<br/> sowie direkte Bundessteuer 2019,</b></p> <p class="Zwischentitel">hat sich ergeben: </p> <p class="Sachverhalt1"><b>I. </b> </p> <p class="Sachverhalt2"><b>A. </b>Die Ehegatten A und B (nachfolgend: die Pflichtigen) deklarierten in ihrer ersten gemeinsamen SteuererklÃ¤rung vom 3. November 2020 nach ihrer Heirat im August 2019 fÃ¼r die direkte Bundessteuer 2019 ein steuerbares Einkommen von Fr. â¦ und fÃ¼r die Staats- und Gemeindesteuern 2019 ein steuerbares bzw. satzbestimmendes Einkommen von Fr. â¦ bzw. â¦ und ein steuerbares bzw. satzbestimmendes VermÃ¶gen von Fr. â¦ bzw. â¦ Die Pflichtigen legten der SteuererklÃ¤rung einen durch den Ehemann am 1. MÃ¤rz 2020 ausgestellten Lohnausweis zuhanden der Ehefrau mit einem Nettolohn von Fr. â¦ bei. Unter Ziff. 1.1 der SteuererklÃ¤rung beantragten sie indes, auf die Besteuerung dieses Betrags als Einkunft der Ehefrau aus unselbstÃ¤ndiger ErwerbstÃ¤tigkeit zu verzichten mit der Folge, dass unter Ziff. 11.2 auch keine Berufsauslagen der Ehefrau abzuziehen seien.</p> <p class="Sachverhalt2">Mit VerfÃ¼gung vom 3. Mai 2021 veranlagte das kantonale Steueramt die Pflichtigen fÃ¼r die direkte Bundessteuer 2019 mit einem steuerbaren Einkommen von Fr. â¦ Mit gleichentags ergangener EinschÃ¤tzungsverfÃ¼gung schÃ¤tzte es die Pflichtigen â in Abweichung von der SteuererklÃ¤rung â mit einem steuerbaren bzw. satzbestimmenden Einkommen von Fr. â¦ bzw. Fr. â¦ sowie â deklarationsgemÃ¤ss â mit einem steuerbaren bzw. satzbestimmenden VermÃ¶gen von Fr. â¦ bzw. â¦ ein. Die Abweichung bezog sich in erster Linie auf die steuerrechtliche Erfassung des ''Haushaltungslohns'' der pflichtigen Ehegattin von Fr. â¦ unter GewÃ¤hrung des Abzugs der Berufskosten- bzw. Aus-/Weiterbildungspauschalen von Fr. â¦ bzw. â¦</p> <p class="Sachverhalt2"><b>B. </b>Die hiergegen von den Pflichtigen erhobene Einsprache vom 27. Mai 2021 wies das kantonale Steueramt mit Entscheiden vom 20. Juli 2021 ab. </p> <p class="Sachverhalt1"><b>II. </b> </p> <p class="Urteilstext">Das Steuerrekursgericht hiess den Rekurs und die Beschwerde der Pflichtigen mit Entscheid vom 16. Mai 2022 im Sinn der ErwÃ¤gungen gut und wies das Verfahren zur weiteren Untersuchung und zum Entscheid betreffend die zusÃ¤tzliche AbzugsfÃ¤higkeit bzw. den Umfang der zusÃ¤tzlichen AbzugsfÃ¤higkeit der SozialversicherungsbeitrÃ¤ge der Pflichtigen in der Steuerperiode 2019 an das kantonale Steueramt zurÃ¼ck.</p> <p class="Sachverhalt1"><b>III. </b> </p> <p class="Urteilstext">Mit Beschwerde vom 15. Juni 2022 betreffend die direkte Bundessteuer 2019 sowie die Staats- und Gemeindesteuern 2019 beantragte der Kanton ZÃ¼rich, vertreten durch das kantonale Steueramt, die teilweise Aufhebung des Entscheids des Steuerrekursgerichts vom 16. Mai 2022 und RÃ¼ckweisung an die Vorinstanz zur neuen Faktorenberechnung, unter Kostenfolge zulasten der Pflichtigen. </p> <p class="Urteilstext">Mit PrÃ¤sidialverfÃ¼gung vom 16. Juni 2022 wurden die Verfahren vereinigt.</p> <p class="Urteilstext">Das Steuerrekursgericht verzichtete am 20. Juni 2022 auf eine Vernehmlassung, wÃ¤hrend die Pflichtigen keine Beschwerdeantwort einreichten. Die EidgenÃ¶ssische Steuerverwaltung liess sich nicht vernehmen.</p> <p class="Einzug1"><span>Der Einzelrichter erwÃ¤gt:</span></p> <p class="Erwgung1"><b>1. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>1.1 </b>Die Beschwerde bezÃ¼glich den Staats- und Gemeindesteuern 2019 (SB.2021.00042) und der direkten Bundessteuer 2019 (SB.2022.00043) betreffen dieselben BeschwerdefÃ¼hrenden und dieselbe Sach- und Rechtslage, weshalb sie mit PrÃ¤sidialverfÃ¼gung vom 16. Juni 2022 vereinigt wurden.</p> <p class="Erwgung2"><b>1.2 </b>Mit der Steuerbeschwerde an das Verwaltungsgericht betreffend Staats- und Gemeindesteuern kÃ¶nnen laut § 153 Abs. 3 des Steuergesetzes vom 8. Juni 1997 (StG) alle Rechtsverletzungen, einschliesslich Ãberschreitung oder Missbrauch des Ermessens, und die unrichtige oder unvollstÃ¤ndige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts geltend gemacht werden.</p> <p class="Urteilstext"><span>In Bundessteuersachen ist die Kognition des Verwaltungsgerichts identisch: Soll die erstinstanzliche Beschwerde die allseitige, hinsichtlich Rechts- und Ermessenskontrolle unbeschrÃ¤nkte gerichtliche ÃberprÃ¼fung der Einspracheentscheide der VeranlagungsbehÃ¶rde auf alle MÃ¤ngel des Entscheids und des vorangegangenen Verfahrens hin ermÃ¶glichen (Art. 140 Abs. 3 des Bundesgesetzes vom 14. Dezember 1990 Ã¼ber die direkte Bundessteuer [DBG]), muss sich die Aufgabe der zweitinstanzlichen Beschwerde, die die ÃberprÃ¼fung der Entscheidung eines Gerichts und nicht diejenige einer VerwaltungsbehÃ¶rde zum Gegenstand hat, sinnvollerweise auf die Rechtskontrolle beschrÃ¤nken (BGE 131 II 548 E 2.5; RB 1999 Nr. 147).</span></p> <p class="Erwgung1"><b>2. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>2.1 </b>Der Pflichtige zahlte der Pflichtigen im Heiratsjahr wie bereits vorher seit 1. Januar 2015 einen Haushaltslohn. Vorliegend ist umstritten, ob und falls ja, in welchem Umfang dieser Lohn als Einkunft aus unselbstÃ¤ndiger ErwerbstÃ¤tigkeit zu besteuern ist und ob und falls ja, in welchem Umfang die darauf bezahlten Sozialabgaben abziehbar sind. </p> <p class="Erwgung2"><b>2.2 </b>Die Vorinstanz erachtete unter dem Vorbehalt des Rechtsmissbrauchs â z. B. bei einer nicht marktkonformen sehr hohen Festsetzung des Haushaltungslohns, welche im Umfang des ungerechtfertigten Ãberschusses wohl schenkungssteuerrechtlich zu erfassen wÃ¤re â die MÃ¶glichkeit eines Haushaltslohns beim Konkubinat mit den sich daraus ergebenden steuerrechtlichen Konsequenzen der Besteuerung als unselbstÃ¤ndiges Erwerbseinkommen als gegeben. Weiter hielt es fest, dass die Rechtslage bei Ehegatten anders sei. Diese wÃ¼rden gemÃ¤ss Art. 159 ZGB mit der Heirat zur ehelichen Gemeinschaft verbunden und sich verpflichten, das Wohl der Gemeinschaft in eintrÃ¤chtigem Zusammenwirken zu wahren und â sofern vorhanden â fÃ¼r die Kinder gemeinsam zu sorgen, wobei sie einander Treue und Beistand schuldeten. GemÃ¤ss Art. 163 ZGB wÃ¼rden die Ehegatten gemeinsam, ein jeder nach seinen KrÃ¤ften, fÃ¼r den gebÃ¼hrenden Unterhalt der Familie sorgen. Hierzu wÃ¼rden sie sich Ã¼ber den Beitrag verstÃ¤ndigen, den jeder von ihnen leistet, namentlich durch Geldzahlungen, Besorgen des Haushalts, Betreuen der Kinder oder durch Mithilfe im Beruf oder Gewerbe des andern. Dieser eherechtliche Unterhaltscharakter der Haushaltsarbeit der Ehegatten schliesse einen Erwerbscharakter von vornherein weitestgehend aus. Steuerrechtlich wÃ¼rden einzig EntschÃ¤digungen, welche ein Ehegatte fÃ¼r die die eheliche Beistandspflicht Ã¼berschreitende Mitarbeit im Beruf oder GeschÃ¤ft des anderen Ehegatten aufgrund eines Arbeitsvertrags bezieht, als steuerbares Einkommen aus unselbstÃ¤ndiger ErwerbstÃ¤tigkeit erfasst. Die Vorinstanz folgerte hieraus, dass der gemÃ¤ss Lohnausweis vom 1. MÃ¤rz 2020 vom Pflichtigen an die Pflichtige fÃ¼r die ganze Periode ausgerichtete Nettolohn, welcher unbestrittenermassen einen Haushaltslohn darstelle, in der Periode vom 1. Januar 2019 bis zum Datum der Heirat am 18. August 2019 grundsÃ¤tzlich als steuerbares Erwerbseinkommen der Pflichtigen aus unselbstÃ¤ndiger ErwerbstÃ¤tigkeit zu qualifizieren sei. Ab dem Heiratszeitpunkt gelte indes die HaushaltsfÃ¼hrung der Pflichtigen als Ehegattin des Pflichtigen in jedem Fall als Beitrag an den ehelichen Unterhalt und kÃ¶nne daher nicht mehr als steuerbares Einkommen aus unselbstÃ¤ndiger ErwerbstÃ¤tigkeit qualifiziert werden. </p> <p class="Urteilstext">In einem zweiten Schritt hielt die Vorinstanz fest, dass der Zusammenrechnung der Einkommen der beiden Ehegatten (Faktorenaddition) fÃ¼r die ganze Steuerperiode unabhÃ¤ngig vom Datum der Eheschliessung die Fiktion einer ganzjÃ¤hrigen Ehe zugrunde liege. Sie kam daher zum Schluss, dass aufgrund des Wechsels von der Individualbesteuerung zur Familienbesteuerung zufolge ihrer Heirat das Einkommen der beiden Ehegatten zusammenzurechnen sei (Faktorenaddition) und es sich aufgrund der Fiktion einer ganzjÃ¤hrigen Ehe rechtfertige, die Ausrichtung eines Haushaltslohns im Heiratsjahr fÃ¼r die ganze Steuerperiode der Heirat einkommenssteuerrechtlich nicht zu erfassen. Da der an die Pflichtige ausgerichtete Haushaltslohn nicht als Einkommen aus unselbststÃ¤ndiger ErwerbstÃ¤tigkeit zu qualifizieren sei, seien als Folge dieser Qualifikation die vom kantonalen Steueramt als Gewinnungskosten zum Abzug zugelassenen Berufsauslagen zu streichen.</p> <p class="Erwgung2"><b>2.3 </b>Der BeschwerdefÃ¼hrer wendet sich gegen die Ansicht der Vorinstanz, wonach der steuerbare Haushaltslohn der Pflichtigen bis zum Datum der Heirat aufgrund des Wechsels der Individualbesteuerung zur Familienbesteuerung im Heiratsjahr zu einer steuerfreien Einkunft umqualifiziert werde, sodass schliesslich der ganze Haushaltslohn steuerfrei bleibe. Was der BeschwerdefÃ¼hrer vorbringt, Ã¼berzeugt: Wie der BeschwerdefÃ¼hrer zutreffend ausfÃ¼hrt, werden die Ehegatten bei Heirat fÃ¼r die ganze Steuerperiode zwar als wirtschaftliche Einheit gemeinsam besteuert (sog. Stichtagsprinzip), daraus kann allerdings nicht auf eine Fiktion einer ganzjÃ¤hrigen Ehe geschlossen werden. Es ist zwischen den Parteien unbestritten, dass es sich beim Haushaltseinkommen um Einkommen aus unselbstÃ¤ndiger ErwerbstÃ¤tigkeit handelt. Ebenfalls unbestritten ist, dass dieses Einkommen nach der Heirat nicht mehr als steuerbares Einkommen aus unselbstÃ¤ndiger ErwerbstÃ¤tigkeit qualifiziert werden kann. Das Haushaltsgeld verliert folglich seinen Charakter als Einkommen aus unselbstÃ¤ndiger ErwerbstÃ¤tigkeit durch die Heirat. Es ist nicht ersichtlich, weshalb das aus dem Haushaltseinkommen erzielte Einkommen der Pflichtigen anders zu behandeln ist, als jedes andere ausserhalb des Haushalts erzielte unselbstÃ¤ndige Einkommen. Es ist dem BeschwerdefÃ¼hrer zuzustimmen, dass das Stichtagsprinzip nicht der Umqualifikation von einzelnen EinkÃ¼nften vor der Heirat dient. Folglich ist der Haushaltslohn bis zur Heirat als selbstÃ¤ndiges Einkommen von der Pflichtigen zu versteuern und die geltend gemachten Berufsauslagen sind anteilsmÃ¤ssig zum Abzug zuzulassen. </p> <p class="Urteilstext">Dies fÃ¼hrt zur Gutheissung der Beschwerde.</p> <p class="Erwgung1"><b>3. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>3.1 </b>Zusammenfassend ergibt sich, dass die Beschwerde des Kantons ZÃ¼rich betreffend Staats- und Gemeindesteuern 2019 sowie direkte Bundessteuer 2019 gutzuheissen und der Entscheid des Steuerrekursgerichts vom 16. Mai 2022 aufzuheben ist. Die Sache ist an das Steuerrekursgericht zur Faktorenberechnung zurÃ¼ckzuweisen. Die dem Kanton ZÃ¼rich bzw. der Schweizerischen Eidgenossenschaft auferlegten Kosten sind den Pflichtigen je zur HÃ¤lfte, unter solidarischer Haftung fÃ¼r das Ganze, aufzuerlegen. </p> <p class="Erwgung2"><b>3.2 </b>Bei diesem Verfahrensausgang sind die Kosten der vereinigten Beschwerdeverfahren den Pflichtigen aufzuerlegen (§ 153 Abs. 4 in Verbindung mit § 151 Abs. 1 StG; Art. 144 Abs. 1 in Verbindung mit Art. 145 Abs. 2 DBG). ParteientschÃ¤digungen wurden von keiner Seite beantragt.</p> <p class="Einzug1"><span>DemgemÃ¤ss erkennt der Einzelrichter:</span></p> <p class="Einzug2"><span>1. <span>Die Beschwerde SB.2022.00042 betreffend Staats- und </span>Gemeindesteuern <span>2019 wird gutgeheissen. Der Entscheid des Steuerrekursgerichts vom 16. Mai 2022 wird aufgehoben. Die Sache wird im Sinne der ErwÃ¤gungen zur weiteren Behandlung an das Steuerrekursgericht zurÃ¼ckgewiesen.</span></span></p> <p class="Einzug2"><span>2. <span>Die Beschwerde SB.2022.00043 betreffend direkte Bundessteuer</span> <span>2019 wird gutgeheissen. Der Entscheid des Steuerrekursgerichts vom 16. Mai 2022 wird aufgehoben. Die Sache wird im Sinne der ErwÃ¤gungen zur weiteren Behandlung an das Steuerrekursgericht zurÃ¼ckgewiesen.</span></span></p> <p class="Einzug2"><span>3.<span> Ãber die Kosten- und EntschÃ¤digungsfolgen des Rekurs- und Beschwerdeverfahrens hat das Steuerrekursgericht im Neuentscheid zu befinden. </span></span></p> <p class="Einzug2"><span>4. <span>Die GerichtsgebÃ¼hr im Verfahren SB.2022.00042 wird festgesetzt auf</span><br/> Fr. 700.--; die Ã¼brigen Kosten betragen:<br/> <u>Fr. 87.50</u> Zustellkosten,<br/> <u>Fr. 787.50</u> Total der Kosten.</span></p> <p class="Einzug2"><span>5. <span>Die GerichtsgebÃ¼hr im Verfahren SB.2022.00043 wird festgesetzt auf</span><br/> Fr. 500.--; die Ã¼brigen Kosten betragen:<br/> <u>Fr. 52.50</u> Zustellkosten,<br/> <u>Fr. 552.50</u> Total der Kosten.</span></p> <p class="Einzug2"><span>6. <span>Die Gerichtskosten werden der Beschwerdegegnerschaft je zur HÃ¤lfte auferlegt, unter solidarischer Haftung fÃ¼r die gesamten Kosten.</span></span></p> <p class="Einzug2"><span>7. <span>ParteientschÃ¤digungen werden nicht zugesprochen.</span></span></p> <p class="Einzug2"><span>8. Gegen dieses Urteil kann Beschwerde in Ã¶ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten nach Art. 82 ff. des Bundesgerichtsgesetzes erhoben werden. Die Beschwerde ist innert 30 Tagen, von der Zustellung an gerechnet, beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, einzureichen. </span></p> <p class="Einzug2"><span>9. Mitteilung an:<br/> a) die Parteien;<br/> b) das Steuerrekursgericht;<br/> c) das Steueramt der Gemeinde C;<br/> d) die EidgenÃ¶ssische Steuerverwaltung.</span></p> <p class="Urteilstext"> </p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>