B u n d e s v e rw a l t u n g s g e r i ch t T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i f f éd é r a l T r i b u n a l e am m i n i s t r a t i vo f e d e r a l e T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i v fe d e r a l Abteilung V E-5244/2012 U r t e i l v o m 8 . J a n u a r 2 0 1 3 Besetzung Einzelrichterin Regula Schenker Senn, mit Zustimmung von Richter Daniele Cattaneo; Gerichtsschreiber Urs David. Parteien A._______, Türkei, vertreten durch lic. iur. Bernhard Jüsi, Rechtsanwalt, Beschwerdeführerin, gegen Bundesamt für Migration (BFM), Quellenweg 6, 3003 Bern, Vorinstanz. Gegenstand Asyl und Wegweisung; Verfügung des BFM vom 6. September 2012 / N (…). E-5244/2012 Seite 2 Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest, dass die Beschwerdeführerin eigenen Angaben zufolge ihren Heimatstaat um den 21. April 2012 verliess und am 25. April 2012 in die Schweiz g e- langte, wo sie gleichentags um Asyl nachsuchte, dass sie anlässlich der Kurzbefragung vom 8. Mai 2012 im Empfangs- und Verfahrenszentrum B._______ sowie der Anhörung vom 31. August 2012 zu den Asylgründen im Wesentlichen Folgendes geltend machte, dass sie ethnische Kurdin und Jezidin sei und aus C._______ stamme, wo sie in gut situierten Verhältnissen bei ihrer Familie gelebt habe, dass ihre Eltern Mitte April 2012 eine n Mann für sie gefunden und mit dessen Familie die Verlobungsfeier für den folgenden Tag arrangiert hät- ten, dass sie jedoch im September 2011 in der Türkei bereits heimlich einen in der Schweiz aufenthaltsberechtigten Landsmann und Verwandten (D._______, ehemals N […]) – dessen Eltern seien aus ihr unbekannten Gründen seit längerer Zeit mit den ihrigen verfeindet – geheiratet habe, welcher sich seither um die Familienzusammenführung in der Schweiz bemühe, dass sie zur Vermeidung eines in der Ehrverletzung be gründeten Kon- flikts mit ihren Eltern und mit jenen des für sie bestimmten Bräutigams umgehend zu ihren Verwandten (Tante und Onkel) nach E._______ ge- zogen, nach zwei Tagen aber vom Onkel zu dessen Freund gebracht worden sei , weil sich der Vater der Beschwerdeführerin bei der Tante nach ihr erkundigt habe, dass sie in ein er Einschaltung der Polizei keine Erfolgsaussichten gese- hen habe, dass der Onkel, nachdem der Vater – trotz Beteuerung der Tante, dass sich die Beschwerdeführe rin nie bei ihnen auf gehalten hätte – bei ihnen vorbeigekommen sei, die Ausreise der Beschwerdeführerin organisiert habe, dass sie in Begleitung von Schleppern über unbekannte Länder und ohne jemals irgendwelche Kontrollen erlebt zu haben innert weniger Tage in die Schweiz gelangt sei, E-5244/2012 Seite 3 dass sie in der Türkei keine weiteren Probleme mit Personen, Behörden oder Organisationen gehabt habe, jedoch für den Fall einer Rückkehr dorthin befürchte, Opfer eines Ehrenmordes zu werden, dass d ie Beschwerdeführerin als Beweismittel ihr Familienbüchlein und die Kopie ihrer Identitätskarte zu den Akten gab und dazu erklärte , die originale Identitätskarte hätten ihr die Schlepper abgenommen und über den Verbleib ihres nach der Heirat ausgestellten Reisepasses wisse sie nichts, dass das BFM das Asylgesuch der Beschwerdeführerin mit Verfügung vom 6. September 2012 – eröffnet am 7. September 2012 – ablehnte und deren Wegweisung aus der Schweiz sowie den Vollzug anordnete, dass das Bundesamt seinen ablehnenden Asylentscheid damit begründe- te, die Schilderungen de r Beschwerdeführerin würden mangels Asylrele- vanz den Anforderungen von Art. 3 des Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 (AsylG, SR 142.31) zur Gewährung der Flüchtlingseigenschaft nach Art. 3 AsylG nicht genügten, dass bis h in zu Ehrenmorden reichende Verhaltensweisen der geltend gemachten Art als Übergriffe Dritter zu betrachten seien, die der türkische Staat im Rahmen des in seiner Macht stehenden unterbinde und stra f- rechtlich ahnde, da er grundsätzlich über eine funktionie rende und wir k- same Schutzinfrastruktur, insbesondere über einen funktionierenden Poli- zeiapparat sowie über ein Rechts- und Justizsystem verfüge, dass sich denn auch die rechtliche und gesellschaftliche Situation der Frauen in der Türkei sowohl im Allgemein en als auch im Besonderen im Bereich der Schutzvorkehren vor einschlägigen Übergriffen im Laufe der vergangenen Jahre deutlich verbessert habe, vorab in den westlichen Grossstädten, dass mithin die Schutzwilligkeit und -fähigkeit der türkischen Behörden klarerweise gegeben seien, dass sich die Beschwerdeführerin jedoch nicht an die Sicherheitsbehö r- den in ihrer Heimat oder in E._______ gewandt habe, die somit auch kei- ne Kenntnis von ihrem Schutzbedürfnis und von einem allfälligen Han d- lungsbedarf hätten erlangen können, E-5244/2012 Seite 4 dass ferner der Beschwerdeführerin aufgrund ihres Beziehungsnetzes – Verwandten in E._______ – eine über (…) Kilometer entfernte und z u- mutbare innerstaatliche Fluchtalternative zur Verfügung st ünde, wo sie sich zudem von ihrem in der Schweiz le benden Ehemann unterstützen lassen könne, dass sie somit in Anwendung des Subsidiaritätsprinzips nicht auf den Schutz der Schweiz vor den lokal oder regional beschränkten angebl i- chen Verfolgungsmassnahmen in der Türkei angewiesen sei, dass die Wegweisung die Regelfolge eines ablehnenden Asylentscheides darstelle und keine zureichenden Gründe ersichtlich seien, die auf Unzu - lässigkeit, Unzumutbarkeit oder Unmöglichkeit eines Wegweisungsvol l- zugs schliessen lassen würden, dass mangels Erfüllung der Flüchtlingseigenschaft der Grundsatz der Nichtrückschiebung gemäss Art. 5 Abs. 1 AsylG keine Anwendung finde und keine Anhaltspunkte für eine der Beschwerdeführerin mit beachtlicher Wahrscheinlichkeit drohende, durch Art. 3 der Konvention vom 4. Novem- ber 1950 zum Schutze der Menschenrechte und Grundfreiheiten (EMRK, SR 0.101) verbotene Bestrafung oder Behandlung ersichtlich seien, dass weder die politische Situation im Heimatstaat noch andere Gründe gegen die Zumutbark eit des Wegweisungsvollzugs sprächen und in indi- vidueller Hinsicht wiederum auf das in der Heimat bestehende, tragfähige verwandtschaftliche Beziehungsnetz sowie ihr junges Alter, ihre gute Ge- sundheit und die reelle Möglichkeit einer Existenzsicherung zu verweisen sei, dass die Beschwerdeführerin mit Eingabe an das Bundesverwaltungsg e- richt vom 8. Oktober 2012 Beschwerde gegen diese Verfügung erhoben hat und darin deren Aufhebung, die Gewährung von Asyl unter Festste l- lung der Flüchtlingseigenschaft, eventualiter die Anordnung der vorläuf i- gen Aufnahme unter Feststellung der Unzulässigkeit und Unzumutbarkeit des Wegweisungsvollzuges sowie in verfahrensrechtlicher Hinsicht die Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung inklusive Verzicht auf die Erhebung eines Kostenv orschusses und Beiordnung des rubrizierten Rechtsvertreters als unentgeltlicher Rechtsbeistand beantragt, dass sie in der Begründung zunächst die seitens der Vorinstanz unbestrit- tene Glaubhaftigkeit ihrer widerspruchsfrei und detailliert vorgetragenen Verfolgungsvorbringen konstatiert, E-5244/2012 Seite 5 dass sie im Weiteren der vom BFM festgestellten Schutzfähigkeit und -willigkeit der türkischen Behörden entgegenhält, Ehrenmorde seien in der Türkei und besonders in kurdischen Kulturkreisen im Südosten immer noch weit verbr eitet und der dagegen seit dem Jahre 2005 bestehende strafgesetzliche Schutz sei ungenügend, zumal Richter hohe Beweisa n- forderungen stellten und das Tatmotiv der Ehre oft gar als strafmildernd betrachteten, dass zudem auch die Polizei dem gesetzlichen Schu tz gefährdeter Frau- en nicht ausreichend Nachachtung verschaffe, dass ferner die von der Vorinstanz erkannte Zufluchtsmöglichkeit bei den Verwandten trotz der grossen Distanz keine wirksame Fluchtalternative darstelle, da ihr Vater dort bereits einmal nach ihr gesucht habe und di e- ser zur Wiederherstellung der Familienehre weiter unermüdlich nach ihr suchen werde, wobei E._______ als einziger alternativer Zufluchtsort in Frage komme, dass damit keine Fluchtalternative bestehe und die vom BFM angeführten zumutbarkeitsbegünstigenden Faktoren ohnehin in den Hintergrund rüc k- ten, dass sie daher Anspruch auf Zuerkennung der Flüchtlingseigenschaft und – sollte diese nicht lediglich gestützt auf Nachfluchtgründe erteilt werden – auf Gewährung des Asyls habe, dass die beschriebene Gefährdungslage unter dem Aspekt von Art. 5 AsylG, Art. 3 EMRK und Art. 83 des Bundesgesetzes vom 16. Dezember 2005 über die Ausländerinnen und Ausländer (AuG, SR 142.20) gleich- sam vollzugshinderlich sei und ihr somit zumindest die vorläufige Auf- nahme zu gewähren sei, dass mit Zwischenverfügung des Bundesverwaltungsgerichts vom 18. Oktober 2012 das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege nach Art. 65 Abs. 1 und 2 des Verwaltungsverfahrensgeset- zes vom 20. Dezember 1968 (VwVG, SR 172.021) unter Hinweis auf die nicht ausgewiesene Mittellosigkeit der Beschwerdeführerin und die Au s- sichtslosigkeit der Beschwerde abgewiesen und ein Kostenvorschuss eingefordert wurde, zahlbar bis zum 2. November 2012, dass der Kostenvorschuss am 31. Oktobe r 2012 vollumfänglich geleistet wurde, E-5244/2012 Seite 6 und zieht in Erwägung, dass das Bundesverwaltungsgericht auf dem Gebiet des Asyls endgültig über Beschwerden gegen Verfügungen (Art. 5 VwVG]) des BFM en t- scheidet, ausser bei Vorliegen eines Auslieferungsersuchens des Staa- tes, vor welchem die beschwerdeführende Person Schutz sucht (Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 31 – 33 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [VGG, SR 173.32]; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]), dass eine solche Ausnahme im Sinne von Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG nicht vorliegt, weshalb das Bundesverwaltungsgericht endgültig entscheidet, dass sich das Verfahren nach dem VwVG, dem VGG und dem BGG ric h- tet, soweit das AsylG nichts anderes bestimmt (Art . 37 VGG und Art. 6 AsylG), dass die Beschwerdeführerin am Verfahren vor der Vorinstanz teilg e- nommen hat, durch die angefochtene Verfügung besonders berührt ist, ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung beziehungsw eise Än- derung hat und daher zur Einreichung der Be schwerde legitimiert ist (Art. 105 AsylG und Art. 48 Abs. 1 VwVG), dass somit auf die frist - und formgerecht eingereichte Beschwerde einzu- treten ist (Art. 108 Abs. 1 AsylG und Art. 52 VwVG), dass mit Beschwerde die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts und die Unangemessenheit gerügt werden können (Art. 106 Abs. 1 AsylG), dass über offensichtlich unbegründete Be schwerden in einzelrichterlicher Zuständigkeit mit Zustimmung eines zweiten Richters beziehungsweise einer zweiten Richterin entschieden wird (Art. 111 Bst. e AsylG) und es sich vorliegend, wie nachfolgend aufgezeigt, um eine solche handelt, weshalb der Beschwerdeentscheid nur summarisch zu begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG), dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG vorliegend auf einen Schriften - wechsel verzichtet wurde, dass die Schweiz Flüchtlingen grundsätzlich Asyl gewährt (Art. 2 Abs. 1 AsylG), wobei Flüchtlinge Personen sind, die in ihrem He imatstaat oder E-5244/2012 Seite 7 im Land, in dem s ie zuletzt wohnten, wegen ihrer Rasse, Religion, Nati o- nalität, Zugehörigkeit zu einer bestimmten sozialen Gruppe oder wegen ihrer politischen Anschauungen ernsthaften Nachteilen ausgesetzt sind oder begründete Furcht haben, solchen Nachteilen ausgesetzt zu werden (Art. 3 Abs. 1 AsylG), dass die Flüchtlingseigenschaft nachgewiesen oder zumindest glaubhaft gemacht werden muss (Art. 7 AsylG), dass die Flüchtlingseigenschaft glaubhaft gemacht ist, wenn die Behörde ihr Vorhandensein mit überwiegender Wahrscheinlichkeit für g egeben hält, dass Vorbringen insbesondere dann unglaubhaft sind, wenn sie in w e- sentlichen Punkten zu wenig begründet oder in sich widersprüchlich sind, den Tatsachen nicht entsprechen oder massgeblich auf gefälschte oder verfälschte Beweismittel abgestützt werden, dass die Instruktionsrichterin in der Zwischenverfügung des Bundesve r- waltungsgerichts vom 18. Oktober 2012 zur Begründung der Aussichtsl o- sigkeit der Beschwerde erwog (Zitat:), "dass das BFM in seinen Erwägungen mit überzeugender Begründung (Schutzwilligkeit und -fähigkeit der türkischen Behörden sowie zumutbare innerstaatliche Fluchtalternative) zur Erkenntnis gelangt ist, die Vorbri n- gen der Beschwerdeführerin würden den Anforderungen von Art. 3 AsylG an die flüchtlingsrechtliche Beachtlichk eit offensichtlich nicht genügen, weshalb sie die Flüchtlingseigenschaft nicht erfülle, dass auf diese Erwägungen vollumfänglich verwiesen werden kann und darin nach Prüfung der Akten kein Beanstandungspotenzial zu erblicken ist, dass der Inhalt der Beschw erde die vorinstanzlichen Erkenntnisse offe n- sichtlich nicht umzustossen vermag, dass sich die dort aufgestellte Gegenbehauptung einer nicht bestehenden Schutzwilligkeit und –fähigkeit der türkischen Behörden auf quellenmä s- sig nur punktuell abgestützte Paus chalargumente, statistische Wah r- scheinlichkeitsüberlegungen ohne näheren Konkretisierungsbezug auf die Beschwerdeführerin sowie blosse Mutmassungen abstützt, die in der vorgelegten Form und in diesem Kontext nicht der konstanten Praxis der E-5244/2012 Seite 8 schweizerischen Asylbehörden entsprechen (vgl. jüngst beispielsweise das die gleichen Rechtsfragen behandelnde Urteil E -1002/2010 vom 31. Mai 2012, seinerseits mit weiteren Hinweisen auf die Praxis), dass die Beschwerdeführerin in diesem Zusammenhang insbesondere auch verkennt, dass eine flüchtlingsrechtlich beachtliche Furcht vor la n- desweiter Verfolgung konkret und ernsthaft begründet sein muss, wog e- gen die Behauptung einer (bloss) nicht auszuschliessenden oder selbst einer theoretisch möglichen Verfolgung unter dem As pekt von Art. 3 AsylG nicht ausreicht, dass der erstgenannte Argumentationsstrang der vorinstanzlichen Verf ü- gung (Schutzwilligkeit und -fähigkeit der türkischen Behörden, vgl. E. I/1) nach Auffassung des Gerichts vorliegend für sich besehen zur Verne i- nung der Flüchtlingseigenschaft und zur Asylverweigerung bereits gen ü- gen würde, dass dennoch der in der Beschwerde unternommene Versuch, das vor - instanzlich festgestellte Bestehen zumutbarer innerstaatlicher Fluchtalte r- nativen (zweiter Argumentationsstrang gemä ss E. I/2) als rechtswidrig darzustellen, offensichtlich misslingt und der geforderten Stichhaltigkeit, insbesondere Nachvollziehbarkeit und Realitätsnähe entbehrt, dass im Übrigen – und wiederum unbesehen des bislang Erwogenen – aus dem Umstand einer dur ch das BFM nicht geprüften Glaubhaftigkeit der Verfolgungsvorbringen entgegen der Auffassung der Beschwerdefü h- rerin nicht der zwingende Umkehrschluss einer somit bestehenden Glaubhaftigkeit dieser Vorbringen gezogen werden kann, dass eine Betrachtung der vorliegenden Befragungs- und Anhörungspro- tokolle vielmehr den Schluss aufdrängt, die Vorbringen seien nicht glau b- haft, dass darüber hinaus die gänzlich unplausibel geschilderten Reiseu m- stände sowie die augenfällige Mitwirkungsverweigerung hinsichtlich der Beibringung der originalen Identitätsdokumente (Identitätskarte und Re i- sepass) auf eine eigentliche Verschleierungstaktik und mithin auf die pe r- sönliche Unglaubwürdigkeit der Beschwerdeführerin hindeuten, dass das BFM ferner die Wegweisungsanordnung und den Vollzug der Wegweisung ebenfalls gesetzes - und praxiskonform erwogen hat und darauf wiederum vollumfänglich verwiesen werden kann, E-5244/2012 Seite 9 dass die gesamten Akten und Umstände im Übrigen den nachhaltigen Eindruck erwecken, die Beschwerdeführerin versuche mitte ls mis s- bräuchlicher Inanspruchnahme des Asylrechts und in Umgehung der aus- länderrechtlichen Bestimmungen und Zuständigkeiten ein Aufenthalt s- recht in der Schweiz zu erwirken," dass diese Erwägungen nach wie vor Bestand haben und an ihnen vol l- umfänglich fest zuhalten ist, zumal sich die Aktenlage in materiellrechtl i- cher und argumentativer Hinsicht seit dieser Zwischenverfügung nicht verändert hat, dass es sich insbesondere erübrigt, die in der Zwischenverfügung a n- satzweise erkannte Unglaubhaftigkeit der Vorbringen näher zu erörtern, dass die zitierten Erwägungen einzig dahingehend zu ergänzen sind, dass aus den gesamten Akten und Vorbringen auch nicht ansatzweise zu erkennen ist, auf welcher Sachverhaltsbasis sich die Beschwerdeführerin auf subjektive Nachfluchtgründe (vgl. Beschwerde Ziff. II/B/4 [S. 7]) ber u- fen könnte, dass es der Beschwerdeführerin somit nicht gelingt, die Flüchtlingseige n- schaft nachzuweisen oder zumindest glaubhaft zu ma chen, weshalb das Bundesamt das Asylgesuch zu Recht abgelehnt hat, dass die Ablehnung eines Asylgesuchs oder das Nichteintreten auf ein Asylgesuch in der Regel die Wegw eisung aus der Schweiz zur Folge hat (Art. 44 Abs. 1 AsylG), vorliegend der Kanton keine Aufenthaltsbewilli- gung erteilt hat und zudem kein Anspruch auf Erteilung einer solchen b e- steht (vgl. BVGE 2009/50 E. 9 S. 733 m.H.a. Entscheidungen und Mittei- lungen der Schweizerischen Asylrekurskommission [EMARK] 2001 Nr. 21), weshalb die verfügte Wegweisung im Einklang mit den gesetzl i- chen Bestimmungen steht und demnach vom Bundesamt zu Recht ang e- ordnet wurde, dass das Bundesamt das Anwesenheitsverhältnis nach den gesetzlichen Bestimmungen über die vorläu fige Aufnahme von Ausländern regelt, wenn der Vollzug der Wegw eisung nicht zulässig, nicht zumutbar oder nicht möglich ist (Art. 44 Abs. 2 AsylG; Art. 83 Abs. 1 AuG), dass bezüglich der Geltendmachung von Wegweisungshindernissen g e- mäss ständiger Praxis des Bundesverwaltungsgerichts der gleiche B e- weisstandard wie bei der Flüchtlingseigenschaft gilt, das heisst, sie sind E-5244/2012 Seite 10 zu bew eisen, wenn der strikte Beweis möglich ist, und andernfalls w e- nigstens glaubhaft zu machen (vgl. WALTER STÖCKLI, Asyl, in: Uebe r- sax/Rudin/Hugi Yar/Geiser [Hrsg.], Ausländerrecht, 2. Aufl., Basel 2009, Rz. 11.148), dass der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig ist, wenn völkerrechtl i- che Verpflichtungen der Schweiz einer Weiterreise der Ausländerin oder des Ausländers in den Heimat -, Herk unfts- oder einen Drittstaat entg e- genstehen (Art. 83 Abs. 3 AuG), dass keine Person in irgendeiner Form zur Ausreise in ein Land gezwu n- gen werden darf, in dem ihr Leib, ihr Leben oder ihre Freiheit aus einem Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet ist oder in dem sie Gefahr läuft, zur Ausreise in ein solches Land gezwungen zu werden (Art. 5 Abs. 1 AsylG; vgl. ebenso Art. 33 Abs. 1 des Abkommens vom 28. Juli 1951 über die Rechtsstellung der Flüchtlinge [FK, SR 0.142.30]), dass der Vollzug der Wegweisung vor liegend in Beachtung dieser mas s- geblichen völker - und landesrechtlichen Bestimmungen und unter Hi n- weis auf die zu bestätigenden diesbezüglichen vorinstanzlichen Erw ä- gungen zulässig ist und im Übrigen unbestrittenermassen auch vor dem Grundsatz der Einheit der Familie (vgl. Art. 8 EMRK und Art. 44 Abs. 1 in fine AsylG) standhält, dass sich der Vollzug für Ausländerinnen und Ausländer als unzumutbar erweist, wenn sie im Heimat- oder Herkunftsstaat auf Grund von Situatio- nen wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und medizinischer Notl a- ge konkret gefährdet sind (Art. 83 Abs. 4 AuG), dass weder die allgemeine Lage im Heimat - bzw. Herkunftsstaat der Beschwerdeführerin noch individuelle Gründe auf eine konkrete Gefäh r- dung im Falle einer Rückkehr schliessen lassen, weshalb der Vollzug der Wegweisung unter Hinweis auf die zu bestätigenden diesbezüglichen vor- instanzlichen Erwägungen auch zumutbar ist, dass in letzterem Z usammenhang immerhin ergänzend anzumerken ist, dass der Beschwerdeführerin in Anbetracht der unglaubhaft en Verfol- gungsvorbringen auch eine Rückkehr in ihren Heimatort C._______ zu- zumuten ist, dass der Vollzug der Wegw eisung der Beschwerdeführerin in den He i- matstaat schliesslich möglich ist, da keine Vollzugshindernisse bestehen E-5244/2012 Seite 11 (Art. 83 Abs. 2 AuG), und es der Beschwerdeführerin obliegt, bei der B e- schaffung gültiger Reisepapiere mitzuwirken (vgl. Art. 8 Abs. 4 AsylG und dazu auch BVGE 2008/34 E. 12 S. 513 – 515), dass nach dem Gesagten der vom Bundesamt verfügte Vollzug der Wegweisung zu bestätigen ist, dass e s der Beschwerdeführerin demnach nicht gelungen ist darzutun, inwiefern die angefochtene Verfügung Bundesrecht verletzt, den recht s- erheblichen Sachverhalt unrichtig oder unvollständig feststellt oder unan- gemessen ist (Art. 106 AsylG), weshalb die Beschwerde abzuweisen ist, dass bei diesem Ausgang des Verfahrens die Kosten von Fr. 600.— (Art. 1 – 3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]) der Beschwerdeführe rin aufzuerlegen (Art. 63 Abs. 1 VwVG), mittels Kostenvorschusszahlung vom 31. Oktober 2012 vollu m- fänglich gedeckt und mit letzterer zu verrechnen sind. (Dispositiv nächste Seite) E-5244/2012 Seite 12 Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 2. Die Verfahrenskosten von Fr. 600.— werden der Beschwerdeführerin auferlegt. Sie sind durch den am 31. Oktober 2012 geleisteten Koste n- vorschuss in gleicher Höhe gedeckt und werden mit diesem verrechnet. 3. Dieses Urteil geht an die Beschwerdeführerin, das BFM und die zustä n- dige kantonale Behörde. Die Einzelrichterin: Der Gerichtsschreiber: Regula Schenker Senn Urs David Versand: