<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2003.00272</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="https://vgrzh.djiktzh.ch/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=https://vgrzh.djiktzh.ch&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=203868&amp;W10_KEY=4467143&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2003.00272</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 23.10.2003</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">3. Abteilung/3. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">FÃ¼rsorgerecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Sozialhilfe</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Sozialhilfe: Anfechtung eines Formulars: Es ist vertretbar, dass sich die Rekursbehörde mit dem Frageraster des Gesuchsformulars auseinandergesetzt hat, selbst wenn genau besehen die Verpflichtung, das Formular auszufüllen, keine anfechtbare Zwischenverfügung darstellt (E. 2). Die Argumentation des Beschwerdeführers, wonach die Frage im Gesuchsformular nach den Schulden verknüpft sei mit der Frage, wer für die Kosten für die entsprechenden Betreibungsauszüge aufzukommen habe, übersieht, dass effektiv gar kein solcher Zusammenhang besteht. Die Einreichung von Betreibungsauskünften ist nämlich nicht explizit vorgeschrieben. Verlangt wird nur, dass die Schulden b e l e g t werden, ohne die Art des Nachweis vorzuschreiben. Das Begehren des Beschwerdeführers, das Formular erst dann vollständig auszufüllen, wenn er in die Lage versetzt werde, kostenlos Betreibungsauszüge einzuholen, ist nicht Verfahrensgegenstand (E. 3b). Nichteintreten. Das Verhalten der Sozialbehörde, das den Beschwerdeführer zur Rechtsmittelerhebung veranlasste, rechtfertigt unter den konkreten Umständen eine hälftige Kostenverlegung (E. 4).</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: FORMULAR">FORMULAR</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: FRAGEBOGEN">FRAGEBOGEN</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: MITWIRKUNGSPFLICHT">MITWIRKUNGSPFLICHT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsprozessrecht UR: Allgemeines ST: SACHVERHALTSFESTSTELLUNG">SACHVERHALTSFESTSTELLUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: SOZIALHILFE">SOZIALHILFE</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: FÃ¼rsorge ST: WIRTSCHAFTLICHE HILFE">WIRTSCHAFTLICHE HILFE</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ZWISCHENENTSCHEID">ZWISCHENENTSCHEID</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="gerade">§ 18 SHG</span><br/><span class="ungerade">§ 28 Abs. I SHV</span><br/><span class="gerade">§ 7 Abs. II VRG</span><br/><span class="ungerade">§ 19 Abs. II VRG</span><br/><span class="gerade">§ 48 Abs. II VRG</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 4 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Einzug1"><span>I. Die Familie A bezieht seit 1997 mit UnterbrÃ¼chen wirtschaftliche Hilfe von der Gemeinde X (vgl. Urteil VB.2002.00254 betreffend eine frÃ¼here Streitigkeit der gleichen Parteien). Die SozialbehÃ¶rde verpflichtete die Eheleute A und B mit PrÃ¤sidialverfÃ¼gung vom 19. November 2002 (Disp. Ziff. 2), das neu konzipierte Formular "Gesuch zum Bezug von Sozialhilfeleistungen" auszufÃ¼llen und zu unterzeichnen sowie das beigelegte Formular "Gesuch um Rentenauszahlung an eine Drittperson oder BehÃ¶rde" (mit der in Ziff. 6 als AuszahlungsempfÃ¤ngerin vermerkten Gemeindeverwaltung X) zu unterzeichnen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>II. Dagegen erhob A am 19. Dezember 2002 Rekurs. Der Bezirksrat Y entschied Ã¼ber das Rechtsmittel am 22. Mai 2003. Laut Disp. Ziff. I wurde der Rekurs "gutgeheissen, soweit darauf eingetreten wird". Laut Disp. Ziff. II wurde die angefochtene Weisung, das Formular "Gesuch zum Bezug von Sozialhilfeleistungen" auszufÃ¼llen und zu unterzeichnen, mit Ausnahme von Ziff. 7 dieses Formulars bestÃ¤tigt; die ebenfalls angefochtene Weisung zur Unterzeichnung des Formulars "Gesuch um Rentenauszahlung" wurde aufgehoben.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die SozialbehÃ¶rde X stellte dem BeschwerdefÃ¼hrer am 12. Juni 2003 ein neues Gesuchsformular zu, worin entsprechend den ErwÃ¤gungen des Bezirksrats Ziff. 7 gestrichen wurde. Im Begleitschreiben wies sie ihn darauf hin, er mÃ¼sse das ausgefÃ¼llte und unterzeich­nete Formular bis spÃ¤testens 20. Juni 2003 einreichen, sofern er die fÃ¼r Juli 2003 fÃ¤llige UnterstÃ¼tzung wie bisher auf sein Konto Ã¼berwiesen haben wolle; andernfalls werde die Auszahlung per Check vorgenommen, sobald er das Formular Ã¼berbracht habe. Am 17. Juli 2003 sprach A in dieser Angelegenheit bei der SekretÃ¤rin der SozialhilfebehÃ¶rde vor.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>III. Gegen den erst nach dem zweiten Zustellungsversuch am 2. Juli 2003 abgeholten Bezirksratsbeschluss erhob A am 31. Juli 2003 Beschwerde an das Verwaltungsgericht. Die SozialbehÃ¶rde der Gemeinde X beantragte am 9. September 2003 Abweisung der Beschwerde. Der Bezirksrat Y verzichtete auf Stellungnahme.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die Kammer zieht in ErwÃ¤gung:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>1. a) GemÃ¤ss § 70 in Verbindung mit § 21 lit. a Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959/8. Juni 1997 (VRG) ist zur Beschwerde berechtigt, wer durch die angefochtene Anordnung berÃ¼hrt und ein schutzwÃ¼rdiges Interesse an deren Ãnderung oder Aufhebung hat. Entgegen der missverstÃ¤ndlichen Formulierung in Disp. Ziff. I seines Beschlusses vom 22. Mai 2003 hat der Bezirksrat Y den Rekurs, soweit er darauf eingetreten ist, nur teilweise gutgeheissen. Das ergibt sich aus Disp. Ziff. II des Beschlusses sowie dessen BegrÃ¼ndung. Der BeschwerdefÃ¼hrer ist daher zur Erhebung der Beschwerde berechtigt.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) GemÃ¤ss § 54 VRG muss die Beschwerde einen Antrag und dessen BegrÃ¼ndung enthalten. Antrag und BegrÃ¼ndung sind GÃ¼ltigkeitsvoraussetzungen des Rechtsmittels. Die­se Voraussetzungen sind hier fÃ¼r sich genommen erfÃ¼llt, weshalb kein Anlass bestand, dem BeschwerdefÃ¼hrer Frist fÃ¼r die Einreichung einer verbesserten Beschwerdeschrift<br/> â mit der Androhung, dass bei SÃ¤umnis auf die Beschwerde nicht eingetreten werde â anzusetzen. Wie sich aus den nachstehenden ErwÃ¤gungen ergibt, beziehen sich jedoch die vom BeschwerdefÃ¼hrer gestellten AntrÃ¤ge auf Fragen, Ã¼ber welche die Vorinstanzen nicht entschieden haben und nach dem damaligen Stand der Dinge â im Zeitpunkt der Beschluss­fassung â auch nicht entscheiden mussten.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>2. Der Rekurs richtete sich unter anderem gegen die dem BeschwerdefÃ¼hrer und des­sen Ehefrau erteilte Weisung, das Formular "Gesuch zum Bezug von Sozialhilfeleistungen" ausgefÃ¼llt und unterzeichnet einzureichen. Dieses Formular verlangt Angaben zu den Personalien (Ziff. 1), Ã¼ber Verwandte (Ziff. 2), die GrÃ¼nde der finanziellen Notlage (Ziff. 3) sowie (mit verschiedenen Fragen) Ã¼ber die finanziellen VerhÃ¤ltnisse (Ziff. 4); ferner fÃ¼hrt es die Unterlagen an, die gegebenenfalls (bei Vorliegen nÃ¤her bezeichneter UmstÃ¤nde) einzureichen sind (Ziff. 5); sodann legt es verschiedene Verpflichtungen des HilfeempfÃ¤ngers fest (Ziff. 6); schliesslich ermÃ¤chtigt es die SozialbehÃ¶rde, bei nÃ¤her bezeichneten Stellen AuskÃ¼nfte einzuholen und Akten einzusehen (Ziff. 7). </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>GemÃ¤ss § 19 Abs. 2 und § 48 Abs. 2 VRG sind verfahrensleitende ZwischenverfÃ¼gungen nur dann mit Rekurs und Beschwerde weiterziehbar, wenn sie fÃ¼r den Betroffenen einen Nachteil zur Folge haben, der sich spÃ¤ter voraussichtlich nicht mehr beheben lÃ¤sst. Nach der verwaltungsgerichtlichen Rechtsprechung trifft dies auf verfahrensleitende VerfÃ¼gungen betreffend die Mitwirkung des Gesuchstellers bei der AbklÃ¤rung seiner finanziellen VerhÃ¤ltnisse im Sinn von § 18 Abs. 1 des Sozialhilfegesetzes vom 14. Juni 1981 (SHG) und § 28 Abs. 1 der Sozialhilfeverordnung vom 21. Oktober 1981 (SHV) in der Regel nicht zu (RB 1998 Nr. 35). Wenn der Bezirksrat im vorliegenden Verfahren die dem BeschwerdefÃ¼hrer und dessen Ehefrau erteilte Weisung, das Formular "Gesuch zum Bezug von Sozialhilfeleistungen" ausgefÃ¼llt und unterzeichnet einzureichen, umfassend materiell Ã¼berprÃ¼ft hat, so war dies unter den hier gegebenen UmstÃ¤nden nicht rechtsverletzend. Da­rin sind â namentlich in Ziff. 6 â auch Verpflichtungen enthalten, welche Ã¼ber blosse Mitwirkungspflichten verfahrensrechtlicher Natur hinausgehen. Wenn der Bezirksrat davon abgesehen hat, die einzelnen Positionen des Formulars vorab darauf hin zu Ã¼berprÃ¼fen, ob die diesbezÃ¼glichen Obliegenheiten fÃ¼r den Rekurrenten einen spÃ¤ter nicht mehr zu beseitigenden Nachteil zur Folge hÃ¤tten, so war dieses Vorgehen vertretbar. Der vorliegenden Beschwerde lÃ¤sst sich deshalb nicht entgegenhalten, sie sei von vornherein deshalb erfolglos, weil der Bezirksrat auf den vorangehenden Rekurs nicht hÃ¤tte eintreten dÃ¼rfen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>3. a) Bei der ÃberprÃ¼fung der erwÃ¤hnten Weisung ging der Bezirksrat von den gesetzlichen Mitwirkungspflichten des HilfeempfÃ¤ngers gemÃ¤ss § 18 Abs. 1 SHG und § 28 Abs. 1 SHV aus (E. 3a). Er erwog sodann, die SozialhilfebehÃ¶rde habe es im vorliegenden Fall offenbar versÃ¤umt, bei Beginn der UnterstÃ¼tzung des Rekurrenten dessen finanzielle Situation eingehend abzuklÃ¤ren; dass sie dies nun, nach einer UnterstÃ¼tzungsdauer von fÃ¼nfeinhalb Jahren, nachholen wolle, sei nicht zu beanstanden (E. 3b). Im Weiteren setzte der Bezirksrat sich damit auseinander, ob die Beantwortung der in Ziff. 1-4 gestellten Fragen, die Einreichung der in Ziff. 5 umschriebenen Unterlagen, die Abgabe der in Ziff. 6 enthaltenen VerpflichtungserklÃ¤rungen sowie die Erteilung der in Ziff. 7 bezeichneten Voll­machten rechtens verlangt werden dÃ¼rfe. Er bejahte dies mit Ausnahme der in Ziff. 7 verlangten BevollmÃ¤chtigungen zur Einholung von AuskÃ¼nften und Einsicht von Akten bei den dort bezeichneten Amtsstellen und Institutionen (E. 3c).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>In der Beschwerde wird einzig noch auf eine der in Ziff. 4 des Formulars (betreffend die finanzielle Situation des Gesuchstellers) enthaltenen Positionen Bezug genommen. Es betrifft dies die Position "Haben sie Schulden? Wenn ja: in welcher HÃ¶he, wer ist GlÃ¤ubiger? (Belege einreichen)". Der BeschwerdefÃ¼hrer macht geltend, er habe anlÃ¤sslich seiner Vorsprache am 17. Juli 2003 die SekretÃ¤rin der SozialbehÃ¶rde darauf angesprochen, ob er zur Beantwortung dieser Fragen BetreibungsauszÃ¼ge einreichen mÃ¼sse und ob das Sozialamt die Kosten fÃ¼r solche AuszÃ¼ge Ã¼bernehme. Die SekretÃ¤rin habe ihm hierauf keine klare Antwort gegeben, sondern erklÃ¤rt, die BehÃ¶rde kÃ¶nne im weiteren Verlauf der AbklÃ¤rungen immer noch entscheiden, ob sie die Belege einfordern wolle oder nicht. Diese Antwort sei fÃ¼r ihn "inakzeptabel" gewesen; somit habe er das verlangte Formular, weil es "nicht vollstÃ¤ndig ausgefÃ¼llt" sei, nicht abgeben kÃ¶nnen. Zur Erhebung der vorliegenden Beschwerde habe er sich einzig deswegen veranlasst gesehen, weil ihm die SekretÃ¤rin erklÃ¤rt habe, unter diesen UmstÃ¤nden (mangels Abgabe des Formulars) kÃ¶nne sie ihm den Check fÃ¼r die EinlÃ¶sung der wirtschaftlichen Hilfe fÃ¼r den Monat Juli nur aushÃ¤ndigen, wenn er gegen den bezirksrÃ¤tlichen Rekursentscheid Beschwerde erhebe. Mit der vorliegenden Beschwerde wolle er erreichen, dass er entsprechend den bezirksrÃ¤tlichen ErwÃ¤gungen vollstÃ¤ndige AuskÃ¼nfte zu seinen Schulden â unter Beilage der erforderlichen BetreibungsauszÃ¼ge â erteilen kÃ¶nne, ohne die mit der Einholung der BetreibungsauszÃ¼ge verbunden Kosten tragen zu mÃ¼ssen. Entweder habe das Sozialamt, die diesbezÃ¼glichen Auslagen im Voraus zu finanzieren oder dafÃ¼r zu sorgen, dass er diese AuszÃ¼ge ohne Kos­tenbelastung des BeschwerdefÃ¼hrers beim Betreibungsamt abholen kÃ¶nne.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>In der Beschwerdeantwort wird ausgefÃ¼hrt, anlÃ¤sslich seiner Vorsprache am 17. Juli 2003 habe der BeschwerdefÃ¼hrer erklÃ¤rt, er verfÃ¼ge noch nicht Ã¼ber alle Angaben betreffend seine Schulden; die Beschaffung von BetreibungsauszÃ¼gen sei mit Kosten verbunden. Darauf habe die SekretÃ¤rin des Sozialamts erwidert, dass er das Formular mit den ihm zurzeit verfÃ¼gbaren Angaben ausfÃ¼llen solle; es kÃ¶nne immer noch spÃ¤ter darÃ¼ber befunden werden, ob sich die Kosten fÃ¼r die Beschaffung weiterer Papiere und Details lohnen. Sie habe sodann betont, dass das Formular auch von der Ehefrau unterzeichnet werden mÃ¼sse. Sie habe ihm abschliessend die Wahl gelassen, "das Gesuch nach bestem Wissen und Gewissen ausgefÃ¼llt abzugeben ... oder aber Rekurs bei der oberen Instanz einzuleiten, was eine aufschiebende Wirkung haben kÃ¶nne". </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) Streitgegenstand des vorliegenden Beschwerdeverfahrens kann einzig die Weisung der SozialbehÃ¶rde gemÃ¤ss Disp. Ziff. 2 der PrÃ¤sidialverfÃ¼gung vom 19. November 2002 sein, soweit sie mit Rekurs vom 19. Dezember 2002 angefochten wurde, und zwar lediglich in dem Umfang, in dem sie auch mit der vorliegenden Beschwerde noch angefochten wird (Alfred KÃ¶lz/JÃ¼rg Bosshart/Martin RÃ¶hl, Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons ZÃ¼rich, 2. A., ZÃ¼rich 1999, Vorbem. zu §§ 19-28 N. 86; § 52 N. 3 ff.). Wie erwÃ¤hnt wird in der Beschwerde einzig auf die in Ziff. 4 des Formulars enthaltenen Fragen betreffend allfÃ¤llige Schulden Bezug genommen. Dabei beanstandet jedoch der BeschwerdefÃ¼hrer in keiner Weise, dass er entsprechend der Auffassung beider Vorinstanzen auch diese Fragen beantworten muss. Er stellt sich vielmehr auf den Standpunkt, die gehÃ¶rige ErfÃ¼llung dieser Mitwirkungspflicht bedinge, dass er BetreibungsauszÃ¼ge einhole und einreiche, weil es ihm nur auf diese Weise mÃ¶glich sei, SchuldbetrÃ¤ge und GlÃ¤ubiger bis ins Jahr 1981 rÃ¼ckwirkend festzustellen; zur Beschaffung dieser AuszÃ¼ge sei er allerdings nur bereit, wenn er die diesbezÃ¼glichen Kosten nicht Ã¼bernehmen mÃ¼sse. â Indessen hat weder die Beschwerdegegnerin noch der Bezirksrat vom BeschwerdefÃ¼hrer die Einreichung solcher AuszÃ¼ge verlangt. Im streitbetroffenen Formular wird zwar unter Ziff. 4 (Fragen zur finanziellen Situation) sowie unter Ziff. 5 (einzureichende Unterlagen) darauf hingewiesen, dass allfÃ¤llige Schulden zu belegen seien. In welcher Weise der BeschwerdefÃ¼hrer diesem Erfordernis nachzukommen habe, ist weder von der Beschwerdegegnerin noch vom Bezirksrat verbindlich â mit einer Sanktionsandrohung im SÃ¤umnisfall â festgelegt worden. Ebenso wenig haben sich die Vorinstanzen dazu ausgesprochen, ob die Leistungen auch dann gekÃ¼rzt werden dÃ¼rften, wenn der BeschwerdefÃ¼hrer mangels anderer Belege (als BetreibungsauszÃ¼ge) selber nicht in der Lage sei, seine Schulden und GlÃ¤ubiger vollstÃ¤ndig anzufÃ¼hren. Es handelt sich um Fragen, die erst nach FÃ¤llung des Rekursentscheids vom BeschwerdefÃ¼hrer dadurch zum Thema gemacht wurden, dass er anlÃ¤sslich der Vorsprache bei der SekretÃ¤rin des Sozialamts am 17. Juli 2003 die geschilderte Haltung eingenommen hat. Mit der Beschwerde will er vorab erreichen, dass er sÃ¤mt­liche im Formular gestellten Fragen erst dann beantworten muss, wenn er zuvor in die Lage versetzt werde, kostenlos BetreibungsauszÃ¼ge einzuholen. Dieses Begehren, das ohnehin auf ein trÃ¶lerisches Verhalten schliessen lÃ¤sst, kann nach dem Gesagten nicht Streitgegenstand des vorliegenden Verfahrens bilden. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Gleiches gilt fÃ¼r das weitere Begehren, das Verwaltungsgericht habe zu beurteilen, ob die SekretÃ¤rin der SozialbehÃ¶rde anlÃ¤sslich der Besprechung vom 17. Juli 2003 "korrekt oder unkorrekt gehandelt" habe. Deren damaliges Verhalten bildete nicht Gegenstand der Beurteilung durch den Bezirksrat. Im Ãbrigen ist nach der insoweit Ã¼bereinstimmen Darstellung beider Parteien davon auszugehen, dass die SekretÃ¤rin anlÃ¤sslich dieser Besprechung weder die Einreichung von BetreibungsauszÃ¼gen gefordert noch dem BeschwerdefÃ¼hrer nachteilige Folgen fÃ¼r den Fall angedroht hat, dass er das Formular ohne solche AuszÃ¼ge einreiche oder mangels solcher AuszÃ¼ge oder anderer Unterlagen nicht in der Lage sei, seine Schulden vollstÃ¤ndig darzulegen und zu belegen. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>4. Nach dem Gesagten bildet das spÃ¤tere Vorgehen der Beschwerdegegnerin in ihrem Schreiben vom 12. Juni 2003 sowie anlÃ¤sslich der Besprechung vom 17. Juli 2003 keinen AnknÃ¼pfungspunkt, den angefochten Rekursentscheid vom 22. Mai 2003 materiell zu Ã¼berprÃ¼fen, weshalb auf die Beschwerde, die ausschliesslich auf dieses spÃ¤tere Vor­gehen Bezug nimmt, nicht einzutreten ist. Hingegen ist dieses Vorgehen bei der Verlegung der Gerichtskosten zu berÃ¼cksichtigen:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>GemÃ¤ss § 70 in Verbindung mit § 13 Abs. 1 Satz 1 VRG sind die Gerichtskosten den Verfahrensbeteiligten in der Regel entsprechend ihrem Unterliegen aufzuerlegen; die Bestimmung sieht damit fÃ¼r den Regelfall die Beachtung des sogenannten Unterliegerprinzips vor. Nach der Gerichtspraxis kann von dieser Regel insbesondere dann abgewichen werden, wenn nach den jeweiligen UmstÃ¤nden aufgrund des Verursacherprinzips eine Kostenbelastung der obsiegenden Partei als gerechtfertigt erscheint (KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 13 N. 20 f.). </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Mit ihrem Schreiben vom 12. Juni 2003 an den BeschwerdefÃ¼hrer hat die Beschwer­degegnerin die massgebende Rechtslage in zweierlei Hinsicht verkannt: Zum einen war die Androhung, die Sozialhilfe ab Juli 2003 erst auszuzahlen, wenn der BeschwerdefÃ¼hrer das fragliche Formular ausgefÃ¼llt und unterzeichnet eingereicht haben werde, verfrÃ¼ht, weil damals der Rekursentscheid des Bezirksrats noch nicht in Rechtskraft erwachsen war. Zum anderen ging diese Androhung inhaltlich zu weit, indem gemÃ¤ss § 24 SHG (sowohl in der ursprÃ¼nglichen Fassung wie auch in der auf 1. Januar 2003 in Kraft getretenen Neufassung) die Leistungen an den BeschwerdefÃ¼hrer nicht vollstÃ¤ndig eingestellt, sondern lediglich gekÃ¼rzt werden durften. Sodann hat die SekretÃ¤rin der SozialbehÃ¶rde anlÃ¤sslich der Besprechung vom 17. Juli 2003 verkannt, dass nach § 55 VRG nicht nur der Einreichung der Beschwerde, sondern schon dem Lauf der Beschwerdefrist aufschiebende Wirkung zukommt, weshalb sie die AushÃ¤ndigung des Checks fÃ¼r die wirtschaftliche UnterstÃ¼tzung fÃ¼r den Monat Juli nicht davon abhÃ¤ngig hÃ¤tte machen dÃ¼rfen, dass der BeschwerdefÃ¼hrer den Rekursentscheid an das Verwaltungsgericht weiterziehe. Schliesslich erscheint es unter den aufgezeigten UmstÃ¤nden als glaubwÃ¼rdig, dass der BeschwerdefÃ¼hrer vorab Beschwerde erhoben hat, um die ihm in Aussicht gestellte Einstellung der Leis­tungen zu verhindern. Unter diesen UmstÃ¤nden rechtfertigt es sich, die Gerichtskosten den Parteien je zur HÃ¤lfte aufzuerlegen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><a id="Text12"></a><span>DemgemÃ¤ss beschliesst die Kammer:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>1. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.</span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>2. Die GerichtsgebÃ¼hr wird festgesetzt auf <br/> Fr. 800.--; die Ã¼brigen Kosten betragen:<br/> Fr. 60.-- Zustellungskosten,<br/> Fr. 860.-- Total der Kosten.</span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>3. Die Gerichtskosten werden den Parteien je zur HÃ¤lfte auferlegt.</span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>4. â¦.</span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>