A bteilung IV D -7590/2006 gar/zue {T 0/2} U rteil vom 17. A pril 2007 M itw irkung: R ichter G alliker, R ichterin D e C oulon Scuntaro, R ichter H aefeli G erichtsschreiberin Zürcher Z_______, geboren _______, R ussland, alias Z2_______, geboren _______, G eorgien, _______ vertreten durch Islam M urati, _______, Beschw erdeführer gegen B undesam t für M igration (B FM ), Q uellenw eg 6, 3003 Bern, Vorinstanz betreffend Verfügung vom 29. N ovem ber 2006 i. S. A syl und W egw eisung / N _______ B u n d e s v e rw a ltu n g s g e ric h t T rib u n a l a d m in is tra tif fé d é ra l T rib u n a le a m m in is tra tiv o fe d e ra le T rib u n a l a d m in is tra tiv fe d e ra l2 Sachverhalt: A. D er Beschw erdeführer, ein russischer Staatsangehöriger aus _______, verliess seinen H eim atstaat gem äss eigenen Angaben im April 2004 und reichte in der Schw eiz am 12. M ai 2004 das erste Asylgesuch ein, das m it Verfügung der Vorinstanz vom 25. M ai 2004 abgew iesen w urde. Auf die gegen die Verfügung der Vorinstanz erhobene Beschw erde vom 23. Juni 2004 trat die Schw eizerische Asylrekurskom m ission (AR K) w egen N ichtbezahlung des Kostenvorschusses m it U rteil vom 20. Juli 2004 nicht ein. D er Beschw erdeführer w urde m it Strafbefehl der Bezirksanw altschaft Zürich vom 25. D ezem ber 2004 w egen Inum laufsetzens von falschem G eld und w egen H ehlerei i. S. von Art. 242 Abs. 1 und Art. 160 des Schw eizerischen Strafgesetzbuches vom 21. D ezem ber 1937 (StG B, SR 311.0) zu einer bedingten G efängnisstrafe von 60 Tagen und am 1. Februar 2005 w egen D iebstahls i. S. von Art. 139 Abs. 1 StG B zu einer bedingten G efängnisstrafe von vierzehn Tagen verurteilt. G em äss der M eldung _______ vom 10. M ärz 2005 verschw and der Beschw erdeführer am 7. Februar 2005. Für die w eiteren Einzelheiten des ersten Asylverfahrens w ird auf die entsprechenden Akten verw iesen. B. G estützt auf ein Faxschreiben des Bundespolizeiam tes W eil am R hein vom 14. N ovem ber 2006 reiste der Beschw erdeführer am 13. Februar 2005 nach D eutschland und verschw and dort am 5. O ktober 2005. Sein in D eutschland gestellter Asylantrag w urde am 30. D ezem ber 2005 abgelehnt. C . Am 14. O ktober 2006 stellte der Beschw erdeführer im Em pfangszentrum _______ das zw eite Asylgesuch in der Schw eiz. N ach der Ü berführung nach C hiasso w urde er am 13. N ovem ber 2006 sum m arisch befragt und am 17. N ovem ber 2006 führte das BFM gestützt auf Art. 29 Abs. 4 des Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 (AsylG , SR 142.31) eine direkte Anhörung durch. M it Verfügung vom 28. N ovem ber 2006 w urde er für die D auer des Asylverfahrens dem Kanton _______ zugew iesen. Im W esentlichen m achte der Beschw erdeführer geltend, er sei im D ezem ber 2005 nach _______ in Abchasien zurückgekehrt, w o er zunächst problem los gelebt und die abchasische Staatsangehörigkeit erw orben habe. D ann sei er zusam m en m it andern M ännern aus dem D orf zum M ilitärdienst aufgeboten w orden, w obei er bis Kriegsende alle drei Tage als W ächter die G renze zu G eorgien habe überw achen m üssen. Als ihn sein Vorgesetzter im Juni 2006, nach eineinhalb M onaten D ienst, zusam m en m it einem andern D ienstpflichtigen aufgefordert habe, georgische G renzw ächter, die geschm uggelt hätten, zu erschiessen, habe er sich dem Befehl w idersetzt, w orauf die G eorgier am 25. oder 26. Juni 2006 von andern (Soldaten) erschossen w orden seien. Er sei daraufhin entw affnet und ins G efängnis von _______ gesteckt w orden, w o er vom Vorgesetzten und vom G efängnisvorsteher aufgefordert w orden sei, für Abchasien zu käm pfen. D ies habe er abgelehnt, w orauf er in H andschellen gelegt w orden sei. Als H äftling habe er jeden Tag 3 Schützengräben ausheben m üssen. Anlässlich eines G efechts im Juli 2006 m it G eorgiern habe er die Flucht ergreifen können. In G eorgien habe m an ihn zw ar festgenom m en, aber kurz darauf w ieder freigelassen, w orauf er zum O nkel nach _______ zurückgekehrt sei und sich dort w ährend eineinhalb M onaten aufgehalten habe. D anach sei er in die Türkei gereist und w ährend dreier M onate geblieben, bevor er am 14. O ktober 2006 erneut in die Schw eiz eingereist sei. Er befürchte, im Fall einer R ückkehr in sein H eim atland eine zehnjährige H aftstrafe, w eil er polizeilich gesucht w erde. D er Beschw erdeführer gab keine rechtsgenüglichen Identitätspapiere ab. D . M it Verfügung vom 29. N ovem ber 2006 – eröffnet am gleichen Tag – stellte die Vorinstanz fest, der Beschw erdeführer erfülle die Flüchtlingseigenschaft nicht, und lehnte das Asylgesuch ab. G leichzeitig verfügte sie seine W egw eisung aus der Schw eiz und deren Vollzug. Zur Begründung w urde insbesondere geltend gem acht, dass die Vorbringen des Beschw erdeführers teilw eise den Anforderungen an die G laubhaftm achung nach Art. 7 AsylG und teilw eise denjenigen an die Flüchtlingseigenschaft i. S. von Art. 3 AsylG nicht genügten. D en W egw eisungsvollzug erachtete die Vorinstanz als zulässig, zum utbar und m öglich. D ie beim Beschw erdeführer festgestellte Erkrankung (H epatitis C ) sei grundsätzlich auch in R ussland behandelbar, unter bestim m ten Voraussetzungen sogar kostenlos. Zudem habe sich der Beschw erdeführer in der Schw eiz nicht für eine Kur angem eldet, w eshalb die W egw eisung als zum utbar zu erachten sei. E. Am 11. D ezem ber 2006 w urde der Beschw erdeführer vom _______ w egen D iebstahls i. S. von Art. 139 Abs. 1 StG B zu einer G efängnisstrafe von sechs Tagen verurteilt. F. M it Eingabe vom 28. D ezem ber 2006 an die AR K beantragte der Beschw erdeführer, die angefochtene Verfügung sei aufzuheben, es sei ihm Asyl zu gew ähren und infolge U nzulässigkeit respektive U nzum utbarkeit die vorläufige Aufnahm e anzuordnen. In verfahrensrechtlicher H insicht ersuchte er um die G ew ährung der unentgeltlichen R echtspflege. Auf die Einzelheiten der Begründung w ird in den nachfolgenden Erw ägungen eingegangen. G . M it Zw ischenverfügung des Bundesverw altungsgerichts vom 22. Januar 2007 w urde dem Beschw erdeführer m itgeteilt, dass er den Ausgang des Beschw erdeverfahrens in der Schw eiz abw arten könne. Sein G esuch um unentgeltliche R echtspflege i. S. von Art. 65 Abs. 1 Vw VG w urde infolge festgestellter Aussichtslosigkeit der Beschw erdebegehren abgew iesen und der Beschw erdeführer aufgefordert, innert Frist einen Kostenvorschuss zu bezahlen. D er Kostenvorschuss w urde am 5. Februar 2007 bezahlt.4 D as B undesverw altungsgericht zieht in Erw ägung: 1. 1.1 G em äss Art. 31 des Verw altungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (VG G , SR 173.32) beurteilt das Bundesverw altungsgericht Beschw erden gegen Verfügungen nach Art. 5 des Bundesgesetzes vom 20. D ezem ber 1968 über das Verw altungsverfahren (Vw VG , SR 172.021), sofern keine Ausnahm e nach Art. 32 VG G vorliegt. Als Vorinstanzen gelten die in Art. 33 und 34 VG G genannten Behörden. D azu gehören Verfügungen des BFM gestützt auf das AsylG ; das Bundesverw altungsgericht entscheidet in diesem Bereich endgültig (Art. 105 AsylG ; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BG G , SR 173.110]). 1.2 D as Bundesverw altungsgericht übernim m t, sofern es zuständig ist, am 1. Januar 2007 die Beurteilung der am 31. D ezem ber 2006 bei der ehem aligen AR K hängigen R echtsm ittel. D as neue Verfahrensrecht ist anw endbar (vgl. Art. 53 Abs. 2 VG G ). 1.3 M it Beschw erde kann die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts und die U nangem essenheit gerügt w erden (Art. 106 Abs. 1 AsylG ). 1.4 Ü ber offensichtlich unbegründete Beschw erden w ird in einem vereinfachten Verfahren entschieden. W ie nachstehend aufgezeigt, handelt es sich vorliegend um eine solche, w eshalb auf einen Schriftenw echsel verzichtet w erden kann und der Beschw erdeentscheid nur sum m arisch zu begründen ist (Art. 111 Abs. 1 und 3 AsylG ). 2. D ie Beschw erde ist form - und fristgerecht eingereicht; der Beschw erdeführer ist legitim iert (Art. 6 AsylG i.V.m . Art. 48 Abs. 1 und 50 ff. Vw VG ). Auf die Beschw erde ist m ithin einzutreten. 3. 3.1 G em äss Art. 2 Abs. 1 AsylG gew ährt die Schw eiz grundsätzlich Flüchtlingen Asyl. Als Flüchtling w ird eine ausländische Person anerkannt, w enn sie in ihrem H eim atstaat oder im Land, w o sie zuletzt w ohnte, w egen ihrer R asse, R eligion, N ationalität, Zugehörigkeit zu einer bestim m ten sozialen G ruppe oder w egen ihrer politischen Anschauungen ernsthaften N achteilen ausgesetzt ist oder begründete Furcht hat, solchen N achteilen ausgesetzt zu w erden. Als ernsthafte N achteile gelten nam entlich die G efährdung von Leib, Leben oder Freiheit sow ie M assnahm en, die einen unerträglichen psychischen D ruck bew irken (Art. 3 AsylG ). 3.2 W er um Asyl nachsucht, m uss die Flüchtlingseigenschaft nachw eisen oder zum indest glaubhaft m achen. D iese ist glaubhaft gem acht, w enn die Behörde ihr Vorhandensein m it überw iegender W ahrscheinlichkeit für gegeben hält. U nglaubhaft sind insbesondere Vorbringen, die in w esentlichen Punkten zu w enig begründet oder in sich w idersprüchlich sind, den Tatsachen nicht entsprechen 5 oder m assgeblich auf gefälschte oder verfälschte Bew eism ittel abgestützt w erden (Art. 7 AsylG ). 4. 4.1 In der Beschw erdeschrift w ird vorgebracht, die Flüchtlingseigenschaft des Beschw erdeführers sei aufgrund des aktenkundig dargelegten Sachverhalts als überw iegend w ahrscheinlich belegt w orden. D ie Vorinstanz habe zu U nrecht festgestellt, dass keine H inw eise auf Verfolgung des Beschw erdeführers, w elche asylrelevante G ründe darstellten, vorlägen. D er Beschw erdeführer habe in seinem H eim atland keine C hance auf eine faire Behandlung. Als Soldat habe er den Befehlen gehorchen m üssen. 4.2 D ieser Argum entation stim m t das Bundesverw altungsgericht nach Prüfung der Akten nicht zu. Vielm ehr ist die Einschätzung der Vorinstanz vollum fänglich zu bestätigen. W ie in der Zw ischenverfügung des Bundesverw altungsgerichts vom 22. Januar 2007 bereits ausführlich dargelegt w urde, sind die Ausführungen des Beschw erdeführers insgesam t nicht glaubhaft. D em Beschw erdeführer kann insbesondere nicht geglaubt w erden, dass er als G renzsoldat zw ischen Abchasien und G eorgien im Einsatz w ar, da der von ihm angegebene Einsatzort nicht im G renzgebiet liegt und er keine genauen Angaben über die dem angeblichen Einsatzort benachbarten D örfer oder Städte zu Protokoll geben konnte, w as sich m it der Arbeit als G renzsoldat nicht vereinbaren lässt. D a die von ihm geltend gem achten – fluchtauslösenden – Problem e im Zusam m enhang m it der Arbeit als G renzsoldat entstanden sein sollen, sind auch sie nicht glaubhaft. U m unnötige W iederholungen zu verm eiden, w ird auf die zutreffenden Erw ägungen in der vorinstanzlichen Verfügung vom 29. N ovem ber 2006 und in der Zw ischenverfügung des Bundesverw altungsgerichts vom 22. Januar 2007 verw iesen. Aufgrund der russischen Staatsangehörigkeit ist der Beschw erdeführer überdies berechtigt, sich in der russischen Föderation niederzulassen, w om it er allfälligen lokal begrenzten Problem en ausw eichen könnte. 4.3 Infolge der insgesam t unglaubhaften und teilw eise flüchtlingsrechtlich nicht relevanten Vorbringen des Beschw erdeführers steht auch für das Bundesverw altungsgericht fest, dass der Beschw erdeführer nicht unter den von ihm angegebenen Voraussetzungen in der von ihm vorgebrachten W eise verfolgt gew esen ist. Aus diesen G ründen kann ihm auch nicht geglaubt w erden, dass er im Fall einer R ückkehr in sein H eim atland einer asylerheblichen Verfolgung ausgesetzt w äre. 4.4 Aufgrund der vorstehenden Erw ägungen erübrigt es sich, auf die w eiteren Ausführungen in der Beschw erde einzugehen, w eil sei am Ergebnis nichts ändern können. U nter Berücksichtigung der gesam ten U m stände folgt, dass der Beschw erdeführer keine G ründe nach Art. 3 AsylG nachw eisen oder glaubhaft m achen konnte. D ie Vorinstanz hat sein Asylgesuch zu R echt abgelehnt. 6 5. 5.1 Lehnt das Bundesam t das Asylgesuch ab oder tritt es darauf nicht ein, so verfügt es in der R egel die W egw eisung aus der Schw eiz und ordnet den Vollzug an; dabei ist der G rundsatz der Einheit der Fam ilie zu berücksichtigen (Art. 44 Abs. 1 AsylG ). Ist der Vollzug der W egw eisung nicht m öglich, nicht zulässig oder nicht zum utbar, so regelt das Bundesam t das Anw esenheitsverhältnis nach den gesetzlichen Bestim m ungen über die vorläufige Aufnahm e von Ausländern (Art. 44 Abs. 2 AsylG ; Art. 14a Abs. 1 des Bundesgesetzes über Aufenthalt und N iederlassung der Ausländer vom 26. M ärz 1931 [AN AG , SR 142.20]). D er Vollzug ist nicht m öglich, w enn der Ausländer w eder in den H erkunfts- oder in den H eim atstaat noch in einen D rittstaat verbracht w erden kann. Er ist nicht zulässig, w enn völkerrechtliche Verpflichtungen der Schw eiz einer W eiterreise des Ausländers in seinen H eim at-, H erkunfts- oder einen D rittstaat entgegenstehen. D er Vollzug kann insbesondere nicht zum utbar sein, w enn er für den Ausländer eine konkrete G efährdung darstellt (Art. 14a Abs. 2 - 4 AN AG ). N iem and darf in irgendeiner Form zur Ausreise in ein Land gezw ungen w erden, in dem sein Leib, sein Leben oder seine Freiheit aus einem G rund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet sind oder in dem die G efahr besteht, dass er zur Ausreise in ein solches Land gezw ungen w ird (Art. 5 Abs. 1 AsylG ). G em äss Art. 25 Abs. 3 der Bundesverfassung der Schw eizerischen Eidgenossenschaft vom 18. April 1999 (BV, SR 101), Art. 3 des Ü bereinkom m ens vom 10. D ezem ber 1984 gegen Folter und andere grausam e, unm enschliche oder erniedrigende Behandlung oder Strafe (FoK, SR 0.105) und der Praxis zu Art. 3 der Konvention zum Schutze der M enschenrechte und G rundfreiheiten vom 4. N ovem ber 1950 (EM R K, SR 0.101) darf niem and der Folter oder unm enschlicher oder erniedrigender Strafe oder Behandlung unterw orfen w erden. 5.2 D er Beschw erdeführer verfügt w eder über eine frem denpolizeiliche Aufenthaltsbew illigung noch einen Anspruch auf Erteilung einer solchen. D ie W egw eisung w urde dem nach zu R echt angeordnet (Art. 44 Abs. 1 AsylG ; vgl. Entscheidungen und M itteilungen der Schw eizerischen Asylrekurskom m ission [EM AR K ] 2001 N r. 21). D iese Praxis ist auch für das Bundesverw altungsgericht m assgebend, w eshalb die W egw eisung im Einklang m it den gesetzlichen Bestim m ungen steht und zu bestätigen ist. 5.3 D ie Vorinstanz w ies in ihrer angefochtenen Verfügung zutreffend darauf hin, dass der G rundsatz der N ichtrückschiebung nur Personen schützt, die die Flüchtlingseigenschaft erfüllen (vgl. M . G attiker, D as Asyl- und W egw eisungsverfahren, Bern 1999, S. 89). D a es dem Beschw erdeführer nicht gelungen ist, eine asylrechtlich erhebliche G efährdung nachzuw eisen oder glaubhaft zu m achen, kann das in Art. 5 AsylG verankerte Prinzip des flüchtlingsrechtlichen N on-refoulem ents im vorliegenden Verfahren keine Anw endung finden. Eine R ückkehr des Beschw erdeführers in seinen H eim atstaat ist dem nach unter dem Aspekt von Art. 5 AsylG rechtm ässig.7 Sodann ergeben sich w eder aus den Aussagen des Beschw erdeführers noch aus den Akten Anhaltspunkte dafür, dass er für den Fall einer Ausschaffung in seinen H eim atstaat dort m it beachtlicher W ahrscheinlichkeit einer nach Art. 3 EM R K oder Art. 1 FoK verbotenen Strafe oder Behandlung ausgesetzt w äre. G em äss Praxis des Europäischen G erichtshofes für M enschenrechte sow ie jener des U N -Anti- Folterausschusses m üsste der Beschw erdeführer eine konkrete G efahr ("real risk") nachw eisen oder glaubhaft m achen, dass ihm im Fall einer R ückschiebung Folter oder unm enschliche Behandlung drohen w ürde (vgl. EM AR K 2001 N r. 16 S. 122, m .w .H .). D ie allgem eine M enschenrechtssituation in seinem H eim atstaat lässt den W egw eisungsvollzug zum heutigen Zeitpunkt klarerw eise nicht als unzulässig erscheinen. Zudem sprechen aufgrund der unglaubhaften Angaben des Beschw erdeführers auch keine anderen H inw eise gegen die Zulässigkeit der W egw eisung sow ohl im Sinne der asyl- als auch der völkerrechtlichen Bestim m ungen. 5.4 Aus hum anitären G ründen, nicht in Erfüllung völkerrechtlicher Pflichten der Schw eiz, w ird auf den Vollzug der W egw eisung auch verzichtet, w enn die R ückkehr in den H eim atstaat für den Betroffenen eine konkrete G efährdung darstellt. Eine solche G efährdung kann angesichts der im H eim atland herrschenden allgem einen politischen Lage, die sich durch Krieg, Bürgerkrieg oder durch eine Situation allgem einer G ew alt kennzeichnet, oder aufgrund anderer G efahrenm om ente, w ie beispielsw eise einer notw endigen m edizinischen Behandlung, angenom m en w erden (vgl. Botschaft zum Bundesbeschluss über das Asylverfahren vom 22. Juni 1990, BBl 1990 II 668). Eine Situation allgem einer G ew alt, die eine konkrete G efährdung darstellt und den Beschw erdeführer als G ew alt- oder de-facto-Flüchtling qualifizieren w ürde, lässt sich aufgrund der aktuellen Lage in seinem H eim atland nicht in genereller Form bejahen. Es ist ihm zuzum uten, sich dort w ieder niederzulassen, zum al gestützt auf die unglaubhaften Angaben davon auszugehen ist, dass er unter anderen als den geltend gem achten U m ständen und aus anderen als den vorgebrachten G ründen sein H eim atland verliess. Allein aus U m ständen, w ie Schw ierigkeiten persönlicher und beruflicher Art oder einer allfälligen allgem einen U nzufriedenheit m it den herrschenden politischen, gesellschaftlichen, w irtschaftlichen, sozialen oder religiösen Verhältnissen eines Landes, die eine Person zum Verlassen dieses Landes hätten bew egen können, ist nicht auf die U nzum utbarkeit der R ückkehr in dieses Land zu schliessen. D er Beschw erdeführer brachte vor, er habe seine Identitätspapiere bei Verw andten im D orf gelassen (Akte B1/S. 3), w oraus zu schliessen ist, dass er über ein verw andtschaftliches Beziehungsnetz verfügt, das ihn bei seiner R ückkehr stützen kann. Aufgrund seiner bisherigen sozialen Kontakte ist darüber hinaus auch davon auszugehen, dass ihm in seinem H eim atland ein Beziehungsnetz im w eiteren Sinn zur Verfügung steht. Zudem verfügt der Beschw erdeführer über berufliche Erfahrungen und spricht neben der georgischen, abchasischen und arm enischen Sprache – die er gem äss seinen Angaben alle gut beherrscht – auch ein w enig Englisch, D eutsch und Spanisch. M it diesen 8 Voraussetzungen w ird es ihm trotz der festgestellten gesundheitlichen Problem e m öglich und zum utbar sein, sich in seinem H eim atland erneut um eine Arbeitsstelle zu bem ühen, auch w enn nicht in Abrede gestellt w ird, dass die w irtschaftlichen Verhältnisse in R ussland nicht zum Besten stehen und der Beschw erdeführer w ohl m it ökonom ischen Problem en zu käm pfen haben w ird. Indessen ist festzuhalten, dass diese Problem e die m eisten Bew ohner seines H eim atlandes betreffen und gestützt auf die bisherige Praxis der Asylbehörden (vgl. EM AR K 2003 N r. 24 E. 5e S. 159 f. und dort zitierte U rteile) allein w irtschaftliche und soziale Problem e nicht zur U nzum utbarkeit des W egw eisungsvollzuges führen. D iese Praxis gilt auch für das Bundesverw altungsgericht. Bezüglich der geltend gem achten gesundheitlichen Problem e stellte die Vorinstanz zutreffend fest, dass der Beschw erdeführer seine H epatitis-C -Erkrankung bisher in der Schw eiz nicht kurierte und sich auch nicht für eine Kur anm eldete, zum al sich den Akten keine entsprechenden Belege entnehm en lassen. U nter diesen U m ständen erachtet das Bundesverw altungsgericht eine Behandlung des Beschw erdeführers in der Schw eiz nicht als unum gänglich. Zudem ist seine Erkrankung – w ie die Vorinstanz ebenfalls zutreffend ausführte – in R ussland grundsätzlich behandelbar und der Zugang zu einer notw endigen m edizinischen Behandlung ist selbst im Fall von fehlenden finanziellen M itteln m öglich. G estützt auf diese Erw ägungen ist der Vollzug der W egw eisung som it trotz der vorgebrachten gesundheitlichen Problem e als zum utbar zu bezeichnen. 5.5 Schliesslich obliegt es dem Beschw erdeführer, sich bei der zuständigen Vertretung seines H eim atstaates die für seine R ückkehr notw endigen R eisedokum ente zu beschaffen (Art. 8 Abs. 4 AsylG ), w eshalb der Vollzug der W egw eisung auch als m öglich erachtet w ird. 5.6 Insgesam t ist die durch die Vorinstanz verfügte W egw eisung zu bestätigen. D ie Vorinstanz hat deren Vollzug zu R echt als zulässig, zum utbar und m öglich erachtet. N ach dem G esagten fällt eine Anordnung der vorläufigen Aufnahm e ausser Betracht (Art. 14a Abs. 1-4 AN AG ). 6. Aus diesen Erw ägungen ergibt sich, dass die angefochtene Verfügung Bundesrecht nicht verletzt, den rechtserheblichen Sachverhalt richtig und vollständig feststellt und angem essen ist (Art. 106 AsylG ). D ie Beschw erde ist nach dem G esagten abzuw eisen. 7. Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind die Kosten dem Beschw erdeführer aufzuerlegen (Art. 63 Abs. 1 und 5 Vw VG ), auf insgesam t Fr. 600.-- festzusetzen (Art. 16 Abs. 1 Bst. a VG G i.V.m . Art. 1 bis 3 des R eglem ents über die Kosen und Entschädigungen vor dem Bundesverw altungsgericht [VG KE, SR 173.320.2] und m it dem am 5. Februar 2007 bezahlten Kostenvorschuss zu verrechnen. (D ispositiv nächste Seite)9 D em nach erkennt das B undesverw altungsgericht: 1. D ie Beschw erde w ird abgew iesen. 2. D ie Verfahrenskosten, bestim m t auf Fr. 600.--, w erden dem Beschw erdeführer auferlegt und m it dem am 5. Februar 2007 einbezahlten Kostenvorschuss verrechnet. 3. D ieses U rteil geht an: - den R echtsvertreter des Beschw erdeführers: 2 Expl. (eingeschrieben) - die Vorinstanz, Abteilung Aufenthalt und R ückkehrförderung, m it deren Akten (R ef.-N r. N _______, Kopie) - _______ (Kopie) D er R ichter: D ie G erichtsschreiberin: R obert G alliker Eva Zürcher Versand am :