B u n d e s v e rw a l t u n g s g e r i ch t T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i f f éd é r a l T r i b u n a l e am m i n i s t r a t i vo f e d e r a l e T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i v fe d e r a l Abteilung IV D-131/2012 U r t e i l v o m 2 2 . M ä r z 2 0 1 2 Besetzung Richter Hans Schürch (Vorsitz), Richter Pietro Angeli-Busi, Richter Thomas Wespi; Gerichtsschreiberin Corinne Krüger. Parteien A._______, geboren am (…), Sri Lanka, vertreten durch Barbara Frei-Koller, Freiplatzaktion Basel, Beschwerdeführer, gegen Bundesamt für Migration (BFM), Quellenweg 6, 3003 Bern, Vorinstanz. Gegenstand Asyl und Wegweisung; Verfügung des BFM vom 8. Dezember 2011 / N (…). D-131/2012 Seite 2 Sachverhalt: A. Eigenen Angaben zufolge verliess der Beschwerdeführer seinen Heimat- staat Sri Lanka am 25. November 2008 und gelangte via Italien am 8. Januar 2009 illegal in die Schweiz, wo er gleichentags um Asyl nac h- suchte. Am 14. Januar 2009 wurde der Beschwerdeführer im Empfangs- und Verfahrens zentrum (EVZ) B._______ zu seinen Personalien und summarisch zu seinen Ausreisegründen so wie zu seinem Reiseweg b e- fragt. Aufgrund seiner damaligen Minderjährigkeit wurde dem Beschwe r- deführer am 14. Januar 2009 eine Vertrauensperson zuge wiesen. Am 3. Juli 2009 hörte ihn das BFM einlässlich zu seinen Asylgründen an. B. Zur Begründung seines Asylgesuchs machte der Beschwerdeführer im Wesentlichen geltend, er sei tamilischer Ethnie und stamme aus C._______ / Distrikt D._______ (Nordprovinz). Er sei an seiner Schule Mitglied einer Studentenvereinigung gewesen und habe in den Jahren 2004 und 2005 an Feiern wie Pongutamil und am Heldentag der Liberati- on Tigers of Tamil Eelam (LTTE) teilgenommen und Fahnen gehisst. Der Rektor seiner Schule - der Präsident der Studentenvereinigung - und der Schulsprecher, welche eine gute Beziehung zu den LTTE gehabt hätten, seien von Mitgliedern militanter Gruppen erschossen worden. Einige Tage später sei ein Kollege von ihm entführt worden. Nach diesen Ereignissen habe er sich einige Zeit versteckt. Nachdem sich die Situation an seiner Schule wieder normalisiert habe und ein neuer Rektor eingestellt worden sei, sei er wieder zur Schule gegangen. Er habe in einem Gebiet g e- wohnt, welches von der srilankischen Arme e kontrolliert worden sei. A uf dem Schulweg sei er deshalb gelegentlich vom Militär kontrolliert worden und manchmal habe er für die Soldaten kleinere Aufga ben erledigen müssen, wie beispielsweise Zigaretten zu kaufen. Einmal hätten sie ihm seinen Schülerausweis weggenommen und ihn angewiesen, zum Camp zu gehen. Dies habe er aber nicht getan. Der Dorfvorsteher habe sich darum gekümmert, dass er seinen Ausweis zurückbekommen habe. Zu- dem habe er in den Jahren 2004 und 2005 de n LTTE auf verschiedene Arten geholfen, wie z.B. Bäume zu fällen . Aus diesen Gründen sei er von den LTTE oder von der srilankischen Armee gesucht worden. Im Septem- ber 2008 habe er die Schule verlas sen und sich rund zwei Monate lang bei Verwandten versteckt. Am 10. November 2008 sei er zu seiner Grossmutter nach E._______ gegangen und habe Sri Lanka schliesslich D-131/2012 Seite 3 am 25. November 2008 verlassen. Nach seiner Ausreise habe er von sei- ner Mutter erfahren, dass er gesucht worden sei. C. Anlässlich der Kurzbefragung im EVZ am 14. Januar 2009 reichte der Beschwerdeführer eine Kopie seines Geburtsscheins zu den Akten. Bei der Befragung am 3. Juli 2009 gab er das Original des Geburtsscheins sowie eine Kopie seines Postausweises (Identitätskarte) zu den Akten. D. Mit Verfügung vo m 8. Dezember 2011 stellte das BFM fest, der B e- schwerdeführer erfülle die Flüchtlingseigenschaft nicht , und lehnte sein Asylgesuch ab. Gleichzeitig verfügte es die Wegweisung aus der Schweiz und ordnete deren Vollzug an. E. Mit Eingabe vom 9. Januar 2012 liess der Beschwerdeführer durch seine Rechtsvertreterin gegen diese Verfügung Beschwerde erheben und bean- tragen, es sei der Entscheid des BFM vollumfänglich aufzuheben und es sei ihm Asyl zu gewähren, eventualiter sei die Unzulässigkeit, allenfalls die Unzumutbarkeit des Wegweisungsvollzugs festzustellen und als Folge davon sei ihm die vorläufige Aufnahme in der Schweiz zu gewähren. In verfahrensrechtlicher Hinsicht liess er zudem beantragen, es sei ihm die unentgeltliche Rechtspflege zu gewähren und insbeson dere sei auf die Erhebung eines Kostenvorschusses zu verzichten. Schliesslich liess er beantragen, es sei festzustellen, dass die Beschwerde aufschiebende Wirkung habe. Infolgedessen seien die zuständigen Vollzugsbehörden mittels vorsorglicher Massnahmen von Amtes wegen anzuweisen, von all- fälligen Vollzugshandlungen abzusehen , und zu allfälligen Stellungna h- men des Beschwerdegegners sei ihm ein Replikrecht zu gewähren. F. Mit Verfügung vom 12. Januar 2012 bestätigte der Instruktionsrichter den Eingang der Beschwerde vom 9. Januar 2012. G. Mit Zwischenverfügung vom 20. Januar 2012 bestätigte der Instruktion s- richter das dem Beschwerdeführer von Gesetzes wegen zustehende Recht auf Aufenthalt in der Schweiz bis zum Abschluss des Verfahrens. Gleichzeitig wies er das Gesuch um Gewährung der unentgeltliche n Rechtspflege nach summarischer Prüfung der Prozesschancen aufgrund D-131/2012 Seite 4 der Aussichtslosigkeit der Beschwerdebegehren ab und setzte dem B e- schwerdeführer Frist zur Leistung eines Kostenvorschusses in Höhe von Fr. 600.- bis am 6. Februar 2012. H. Der Kostenvorschuss wurde am 30. Januar 2012 fristgerecht geleistet. I. Mit Eingabe vom 1. Februar 2012 reichte der Beschwerdeführer einen Brief se iner Mutter, einen Ausdruck aus dem Internet (jeweils mit Über- setzung) sowie ein Foto zu den Akten. Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 1. 1.1. Gemäss Art. 31 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (VGG, SR 173.32) beurteilt das Bundesverwaltungsgericht Beschwerden gegen Verfügungen nach Art. 5 des Verwaltungsverfahrensgesetzes vom 20. Dezember 1968 (VwVG, SR 172.021). Das BFM gehört zu den B e- hörden nach Art. 33 VGG und ist daher eine Vorinstanz des Bundesve r- waltungsgerichts. Eine das Sachgebiet betreffende Ausnahme im Sinne von Art. 32 VGG liegt nicht vor. Das Bundesverwaltung sgericht ist daher zuständig für die Beurteilung der vorliegenden Beschwerde und entsche i- det auf dem Gebiet des Asyls endgültig , ausser bei Vorliegen eines Au s- lieferungsersuchens des Staates, vor welchem die beschwerdeführende Person Schutz sucht (Art. 105 des Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 [AsylG, SR 142.31]; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]). Eine solche Ausnahme im Sinne von Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG liegt nicht vor, weshalb das Bundesverwa l- tungsgericht endgültig entscheidet. 1.2. Das Verfahren richtet sich nach dem VwVG, dem VGG und dem BGG, soweit das AsylG nichts anderes bestimmt (Art. 37 VGG und Art. 6 AsylG). 1.3. Die Beschwerde ist frist - und formgerecht eingereicht. Der B e- schwerdeführer hat am Verfahren v or der Vorinstanz teilgenommen, ist durch die angefochtene Verfügung besonders berührt und hat ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung beziehungsweise Änd e- rung. Er ist daher zur Einreichung der Beschwerde legitimiert (Art. 105 D-131/2012 Seite 5 und Art. 108 Abs. 1 AsylG, Art. 48 Abs. 1 sowie Art. 52 VwVG). Auf die Beschwerde ist somit - vorbehältlich der nachstehenden Erwägungen - einzutreten. 1.4. Die Beschwerde hat ordentlicherweise aufschiebende Wirkung und das BFM hat einer allfälligen Beschwerde die aufschiebende Wirkung nicht entzogen (Art. 55 Abs. 1 und 2 VwVG). Deshalb ist auf den Antrag, es sei festzustellen, dass die Beschwerde aufschiebende Wirkung habe , und die zuständigen Vollzugsbehörden seien mittels vorsorglicher Mas s- nahmen von Amtes wegen anzuweisen, von allfälligen Vollzugshandlu n- gen abzusehen, mangels Rechtsschutzinteresses nicht einzutreten. 2. Mit Beschwerde kann die Verletzung von Bundesrecht, die un richtige oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts und die Unangemessenheit gerügt werden (Art. 106 Abs. 1 AsylG). 3. 3.1. In der Beschwerde wird in formeller Hinsicht gerügt, der Sachverhalt sei unrichtig beziehungsweise ungenügend erst ellt worden. Dieser Vor- wurf ist vorab zu prüfen, da er im Bejahungsfall geeignet wäre, eine Ka s- sation der vorinstanzlichen Verfügung zu bewirken. Die Rechtsvertreterin begründet ihre Rüge damit, dass d er Beschwerdeführer mit der Befr a- gungssituation überfordert gewesen sei. Er habe viele Fragen nicht ve r- standen. In einigen Fällen sei die Frage pflichtgemäss wiederholt worden, in anderen habe der Beschwerdeführer von sich aus nachgefragt. De n- noch sei davon auszugehen, dass er viele Fragen missverstanden habe. Die Frage der Hilfswerkvertretung, wieso er mehrmals zur Antwort geg e- ben habe, er wisse es nicht, habe der Beschwerdeführer damit beantwo r- tet, dass er jung sei und sich grosse Sorgen mach e. Er habe keineswegs Tatsachen verschweigen oder anders darstellen wollen, als sie in Wir k- lichkeit vorgefallen seien. Er sei aber mit der Befragungssituation der Vor- instanz dermassen überfordert gewesen, dass er ihr nicht genügend Aus- kunft habe geben könn en. Die Rechtsvertreterin erklärt, in Gesprächen mit dem Beschwerdeführer falle auf, dass er grosse Verständnisprobleme habe. Grund dafür könne sein, dass er ein tiefes Bildungsniveau habe und generell länger brauche, um Vorgänge zu verstehen. So habe er auch bei der Parteibefragung erhebliche Mühe gehabt, die Fragen zu verstehen, insbesondere bei komplexeren Fragestellungen. Erst nach mehrmaligem Nachfragen und mit einfacheren Fragen habe er antworten können. Auch seinem Arbeitgeber sei aufgefallen, dass e r die Anweisun-D-131/2012 Seite 6 gen nicht immer verstehe. Es sei für den Beschwerdeführer sehr wichtig, dass er eine Vertrauensperson in der Nähe habe. Auch bei den Parteib e- fragungen sei es so gewesen, damit er sich sicherer gefühlt habe. Unter all diesen Umständen müsse da von ausgegangen werden, dass es für ihn bei einem grossen Teil der Fragen intellektuell nicht möglich gewesen sei, diese richtig zu verstehen und die gefragten Angaben zu machen. 3.2. Das Bundesverwaltungsgericht kommt zur Auffassung, dass die Vor- instanz der Si tuation des zum damaligen Zeitpunkt minderjährigen B e- schwerdeführers gebührend Rechnung getragen hat. Das Amt hat ihm zu Beginn seines Asylverfahrens in der Schweiz eine Vertrauensperson z u- geteilt, welche bei der Anhörung zwar nicht anwesend war, dafür nahmen aber eine Rechtsvertreterin sowie ein Hilfswerkvertreter daran teil . Vor der Befragung im EVZ wurden dem Beschwerdeführer Zweck und Bedeu- tung der Anhörung erläutert und er wurde explizit auf die Mitwirkungs - und Wahrheitspflicht sowie auf die möglichen Folgen einer Nichtbeac h- tung dieser Pflichten hingewiesen. Der Beschwerdeführer selber erklärte, bei den Befragungen die Dolmetscher und auch inhaltlich alles versta n- den zu haben, was er mit seiner Unterschrift bestätigte (A1, S. 1 und 8 ; A13, S. 2 und 17). Dem damals minderjährigen Beschwerdeführer war die Wichtigkeit seiner Aussagen somit bewusst. Die Erklärung, der B e- schwerdeführer habe aufgrund seines tiefen Bildungsniveaus während der Befragungen Verständnisprobleme gehabt, vermag nicht zu überze u- gen. Gemäss eigenen Angaben hat er in Sri Lanka zehn Jahre die Schule besucht, was einem guten Bildungsniveau entspricht. Auch der bei der Anhörung anwesende Hilfswerkvertreter gab nicht an, dass es dabei zu Unregelmässigkeiten gekommen wäre oder dass ihm schie n, als ob der Beschwerdeführer Probleme mit dem Verständnis gehabt hätte (vgl. A13, Anhang). Ebenfalls ist dem Protokoll nicht zu ent nehmen, dass die Rechtsvertreterin während der Anhörung diesbezüglich einen Einwand vorgebracht hätte. Nach Durchsicht des Protokolls ist das Bundesverwal- tungsgericht der A uffassung, dass die Fragen einfach und verständlich gestellt waren und die zögerlichen und vagen Antworten des Beschwe r- deführers nicht auf Verständnisprobleme zurückzuführen sind . Der dies- bezügliche Einwand erweist sich somit als unberechtigt. 3.3. Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest, dass der rechtserhebliche Sachverhalt durch das BFM richtig und vollständig abgeklärt und der B e- schwerdeführer in zureichender Weise angehört wurde. Die formelle R ü- ge ist somit unbegründet. D-131/2012 Seite 7 4. 4.1. Gemäss Art. 2 Abs. 1 AsylG gewährt die Schweiz Flüchtlingen grund- sätzlich Asyl. Flüchtlinge sind Personen, die in ihrem Heimatstaat oder im Land, in dem sie zuletzt wohnten, wegen ihrer Rasse, Religion, Nationali- tät, Zugehörigkeit zu einer bestimmten sozialen Gruppe oder wegen ihrer politischen Anschauungen ernsthaften Nachteilen ausgesetzt sind oder begründete Furcht haben, solchen Nachteilen ausgesetzt zu werden (Art. 3 Abs. 1 AsylG). Als ernsthafte Nachteile gelten namentlich die G e- fährdung des Leibes, des Lebens oder der Freiheit sowie Massnahmen, die einen unerträglichen psychischen Druck bewirken. Den frauenspezif i- schen Fluchtgründen ist Rechnung zu tragen (Art. 3 AsylG). 4.2. Wer um Asyl nachsucht, muss die Flüchtlingseigenschaft nachweisen oder zumindest glaubhaft machen. Diese ist glaubhaft gemacht, wenn die Behörde ihr Vorhandensein mit überwiegender Wahrscheinlichkeit für g e- geben hält. Unglaubhaft sind insbesondere Vorbringen, die in wesentl i- chen Punkten zu wenig begründet oder in sich wid ersprüchlich sind, den Tatsachen nicht entsprechen oder massgeblich auf gefälschte oder ve r- fälschte Beweismittel abgestützt werden (Art. 7 AsylG). 5. 5.1. Das BFM lehnte das Asylgesuch des Beschwerdeführers mit der B e- gründung ab, seine Vorbringen vermöchten weder den Anforderungen an die Glaubhaftigkeit gemäss Art. 7 AsylG noch denjenigen an die Flüch t- lingseigenschaft nach Art. 3 AsylG zu genügen. Zur Begründung führte es aus, der Beschwerdeführer verstricke sich in zahlreiche Ungereimtheiten. Obwohl er angegeben habe, sich im Rahmen seiner Mitgliedschaft bei ei- ner Studentenvereinigung für die LTTE engagiert und deswegen Probl e- me mit den Sicherheitskräften bekommen zu haben, sei er nicht in der Lage, den Namen dieser Studentenorganisation anzugeben. Er habe auch nicht gewusst, worin die Ziele dieser Organisation bestanden hätten und wann der Schulvorsteher sowie der Schulsprecher getötet worden seien. Er habe auch nicht sagen können, wann sein Kamerad entführt worden sei, und sei zudem nicht in der Lage zu begründen , was diese Ereignisse mit seinen angeblichen Problemen zu tun hätten. Er sei gen e- rell nicht in der Lage, genau und lebensnah anzugeben, woraus seine Probleme bestanden hätten , und habe sich mit der Aussage zufrieden gegeben, er habe alles vergessen. Erfah rungsgemäss seien tatsächlich Verfolgte aber in der Lage, konzise und kohärente Angaben zu ihren Fluchtgründen zu machen. Bezeichnenderweise sei der Beschwerdefü h- rer auch nicht fähig zu sagen, wer ihn zu Hause gesucht habe und w a-D-131/2012 Seite 8 rum. Zudem mache es keinen Sinn zu behaupten, er sei wiederholt zu Hause gesucht worden, und anzugeben, er habe sich deswegen bei O n- keln und Tanten im gleichen Dorf versteckt. Unter diesen Umständen w ä- re es ein Leichtes gewesen, ihn ausfindig zu machen. Als lebensfremd müsse auch di e Schilderung einer angeblich zu Hause erfolgten Suche nach ihm bezeichnet werden, als drei maskierte Männer nach ihm gefragt hätten und seine Mutter diese habe stehen lassen, um zu ihm hinter das Haus zu kommen und ihn zu warnen. Im Weiteren habe er zur D auer sei- nes versteckten Lebens unterschiedliche Angaben gemacht, indem er sowohl von ein paar Tagen als auch von zwei bis drei Monaten gespr o- chen habe. Ferner sei erfahrungswidrig, dass er im Herbst 2008, als die Kämpfe im Norden Sri Lankas besonders hefti g gewesen se ien, ohne Kontrollen mit einem Schiff in zwei Etappen von D._______ nach E._______ habe fahren können. In diesem Zusammenhang habe er sich auch widersprochen, indem er einmal gesagt habe, seine Grossmutter habe in E._______ gelebt, während er e in anderes Mal gesagt habe, sie habe ihn auf der Reise von D._______ nach E._______ begleitet, und wiederum an anderer Stelle festgehalten habe, die Grossmutter habe die letzen drei Jahre vor seiner Ausreise in E._______ gelebt, er sei auf der Reise dorthin von einer anderen Person begleitet worden. Somit führten die nicht abschliessend aufgezählten Ungereimtheiten in zentralen Bere i- chen zum Schluss, dass die Vorbringen des Beschwerdeführers unglaub- haft seien und den Anforderungen von Art. 7 AsylG nicht genügten. 5.2. Weiter führte das BFM aus, die Vorbringen des Beschwerdeführers müssten aber auch vor dem Hintergrund der allgemein angespannten S i- tuation betrachtet werden, welche während des Bürgerkriegs geherrscht habe. Der Krieg zwischen der srilankischen Regierung und den separatis- tischen LTTE sei jedoch im Mai 2009 mit deren Niederlage zu Ende g e- gangen. Seither befände sich das gesamte Land wieder unter Regi e- rungskontrolle und es sei zu keinen terroristischen Aktivitäten der LTTE mehr gekommen. Die LTTE seien am Ende des Krieges vernichtend g e- schlagen worden und verfüg ten über keine handlungsfähige Struktur mehr. Die LTTE stell ten damit auch für den Beschwerdeführer keine u n- mittelbare Bedrohung mehr dar. Es treffe zwar durcha us zu, dass die sr i- lankischen Behörden auch nach dem Ende der kriegerischen Auseina n- dersetzungen alles daran setzen würden, ein Wiedererstarken der LTTE zu verhindern, und deshalb nach wie vor gegen ehemalige Kämpfer und Führungspersönlichkeiten der LTTE v orgingen. Der Beschwerdeführer habe allerdings nie geltend gemacht, ein aktives oder sogar führendes Mitglied der LTTE gewesen zu sein. In seinen Schilderungen fänden sich D-131/2012 Seite 9 keine Hinweise dafür, dass die srilankischen Behörden heute – mehr als zwei Jahre nach dem Ende des Bürgerkriegs – ein ernsthaftes Interesse daran haben sollten, gerade ihn zu verfolgen. Angesichts seines geringen politischen Profils sei nicht davon auszugehen, dass er zum jetzigen Zei t- punkt mit erheblicher Wahrscheinlichkeit von asylrelevanten Schwierigkei- ten bedroht sei. Die Vorbringen des Beschwerdeführers seien daher asyl- rechtlich unbeachtlich und hielten den Anforderungen an die Flüchtling s- eigenschaft gemäss Art. 3 AsylG nicht stand. 5.3. In ihrer Beschwerde legt die Rechtsvertreterin im Wesentlichen noch einmal den Sachverhalt dar . Den Erwägungen der Vorin stanz hält sie entgegen, dass bei der Beurteilung von Wiedersprüchen der Einfluss s o- zio-kultureller Faktoren, von Traumata und Be lastungsstörungen, der Ausnahmesituation der Asylsuchenden und allfälliger grosser Unterschie- de im Bildungsniveau berücksichtigt werden müssten. In diesem Zusa m- menhang macht sie – wie bereits unter 3.1. ff. aufgeführt – Verständnis- probleme des Beschwerdeführers bei den Befragungen geltend. Überdies erklärt sie, dass es sich beim Beschwerdeführer um einen jungen Tamilen handle, der es gewohnt sei, auf Fragen lediglich zu antworten, anstatt aus eigener Initiative längere Reden zu halten. Letzteres sei in der heim i- schen Kultur schlicht nicht üblich, was besond ers gegenüber behördl i- chen Autoritäten gelte. Zusammenfassend hält die Rechtsvertreterin fest, dass die Vorbringen der Vorinstanz nicht geeignet seien, die Glaubhaftig- keit des Beschwerdeführers zu erschüttern. Die ihm vorgeworfenen U n- gereimtheiten seien in Anbetracht sprachlicher und soziokultureller Mis s- verständnisse als unbegründet zu erachten. 5.4. Das Bundesverwaltungsgericht kommt nach Prüfung der Akten zum Schluss, dass die Erwägungen der Vorinstanz als zutreffend zu erachten sind. Die Aussagen des Beschwe rdeführers vermitteln nicht den Ei n- druck, als berichte er von persönlichen Erlebnissen. Seine gesamten Vorbringen sind äusserst vage gehalten, so auch diejenigen zu zentralen Asylvorbringen wie seiner Mitgliedschaft in der Studentenvereinigung, seiner Kontakte zu den LTTE sowie der Suche nach ihm. So konnte er sich beispielsweise weder an den Namen der Studentenvereinigung noch an deren Ziele erinnern. Auch konnte er nicht angeben, wann die von ihm genannten Ereignisse vorgefallen sind und was diese genau m it ihm sel- ber zu tun haben. Die Abfolge der Ereignisse ist aus seinen Aussagen an- lässlich der Befragungen zeitlich nicht rekonstruierbar. Es ist offensich t- lich, dass in der Beschwerde versucht wird, die Ereignisse detaillierter zu beschreiben und diese in eine zeitliche Ordnung zu bringen. Die Erkl ä-D-131/2012 Seite 10 rung, der Beschwerdeführer habe aufgrund seines tiefen Bildungsniveaus während der Befragungen Verständnisprobleme gehabt, vermag nicht zu überzeugen (vgl. auch 3.2. hiervor). Auch der Einwand, der Beschwerd e- führer sei aus sozio-kulturellen Gründen gewohnt, auf Fragen lediglich zu antworten, anstatt aus eigener Initiative längere Reden zu halten, kann an der Einschätzung des Gerichts nichts ändern, da es ja genau darum ging, einfache Fragen wahrheitsgetreu zu beantworten. 5.5. Obwohl die Beschwerde sehr ausführlich verfasst ist, wird darin hauptsächlich nur der geltend gemachte Sachverhalt wiederholt und nachträglich so angepasst, da ss er glaubhafter wirken soll, was vorli e- gend jedoch nicht gelingt. Somit hält der Beschwerdeführer in seiner Rechtsmitteleingabe den Erwägungen in der vorinstanzlichen Verfügung nichts entgegen, was zu einer von derjenigen des Bundesamtes abwe i- chenden Beurteilung führen könnte. Auf die weiteren Ausführungen in der Beschwerde muss daher nicht eingegangen werden, da das Gericht d a- durch zu keiner anderen Einschätzung gelangen würde. 5.6. Am 1. Februar 2012 reichte der Beschwerdeführer einen Brief seiner Mutter und einen Ausdruck aus dem Internet (jeweils mit Übersetzung ) sowie ein Foto, das ihn zusammen mit vielen anderen Menschen vor dem UNO-Gebäude in Genf zeigt, zu den Akten . Er erklärte, in der Schweiz an mehreren Feiern und Demonstrationen teilgenommen zu haben. Im Weiteren gab er an, am 27. November 2011 (Märtyrertag) seien in seinem Heimatdorf einige Ladenbesitzer vom Criminal Investigation Department (CID) festgenommen worden, unter anderem auch sein Vater. Während dessen Befragung hätten sie ihm gesagt, sie wüssten, dass sein Sohn (der Beschwerdeführer) früher für die LTTE gearbeitet ha be. Sie wüssten auch, dass er nun im Ausland die gleichen Sachen machen würde, dies hätten sie in Internetvideos und auf Fotos gesehen. Deshalb könne er nicht nach Sri Lanka zurückkehren. Dem Beschwerdeführer ist es bislang nicht gelungen, eine mögliche Ge fährdung im Heimatland glaubhaft zu machen. An dieser Einschätzung vermag auch die Eingabe vom 1. Fe b- ruar 2012 nichts zu ändern. Das eingereichte Foto vermag auch nicht zu belegen, dass der Beschwerdeführer in der Schweiz politisch aktiv ist. Bei dem Brief seiner Mutter handelt es sich um ein reines Gefälligkeitsschrei- ben, dem kein Beweiswert zu kommt, und auch das Dokument aus dem Internet ist ebenfalls nicht geeignet, die Vorbringen des Beschwerdefü h- rers zu belegen. Weitere Ausführungen zu den als Beweismi ttel eing e- reichten Dokumenten erübrigen sich, weil sie am Ergebnis nichts ändern können. D-131/2012 Seite 11 5.7. Zusammenfassend ist festzustellen, dass der Beschwerdeführer ke i- ne Gründe nach Art. 3 AsylG nachweisen oder glaubhaft machen konnte. Die Vorinstanz hat die Flüchtlingseigenschaft demnach zu Recht verneint und das Asylgesuch abgelehnt. 6. 6.1. Lehnt das Bundesamt das Asylgesuch ab oder tritt es darauf nicht ein, so verfügt es in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz und ord- net den Vollzug an; es berücksichtigt dabei den Grundsatz der Einheit der Familie (Art. 44 Abs. 1 AsylG). 6.2. Der Beschwerdeführer ve rfügt weder über eine ausländerrechtliche Aufenthaltsbewilligung noch über einen Anspruch auf Erteilung einer so l- chen. Die Wegweisung wurde demnach zu Recht angeordnet ( vgl. BVGE 2009/50 E. 9 S. 733 m.H.a. Entscheidungen und Mitteilungen der Schweizerischen Asylrekurskommission [EMARK] 2001 Nr. 21). 7. 7.1. Ist der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar oder nicht möglich, so regelt das Bundesamt das Anwesenheitsverhältnis nach den gesetzlichen Bestimmungen über die vorläufige Aufnahme von Au s- ländern (Art. 44 Abs. 2 AsylG; Art. 83 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 16. Dezember 2005 über die Ausländerinnen und Ausländer [AuG, SR 142.20]). Bezüglich der Geltendmachung von Wegweisungshindernissen gilt g e- mäss ständiger Praxis des Bundesverwaltungsgerichts und seiner Vo r- gängerorganisation ARK der gleiche Beweisstandard wie bei der Flüch t- lingseigenschaft, das heisst, sie sind zu bew eisen, wenn der strikte B e- weis möglich ist, und andernfalls wenigstens glaubhaft zu machen (vgl. WALTER STÖCKLI, Asyl, in: Ueber sax/Rudin/Hugi Yar/Geiser [Hrsg.], Au s- länderrecht, 2. Aufl., Basel 2009, Rz. 11.148). 7.2. Der Vollzug ist nicht zulässig, wenn völkerrechtliche Verpflicht ungen der Schweiz einer Weiterreise der Ausländerin oder des Ausländers in den Heimat -, Herkunfts - oder ei nen Drittstaat entgegenstehen (Art. 83 Abs. 3 AuG). So darf keine Person in irgendeiner Form zur Ausreise in ein Land g e- zwungen werden, in dem ihr Leib, ihr Leben oder ihre Freiheit aus einem Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet ist oder in dem sie Gefahr läuft, zur Ausreise in ein solches Land gezwungen zu werden (Art. 5 Abs. 1 D-131/2012 Seite 12 AsylG; vgl. ebenso Art. 33 Abs. 1 des Abkommens vom 28. Juli 1951 über die Rechtsstellung der Flüchtlinge [FK, SR 0.142.30]). Gemäss Art. 25 Abs. 3 der Bundesverfassung der Schweizerischen Ei d- genossenschaft vom 18. April 1999 (BV, SR 101), Art. 3 des Überei n- kommens vom 10. Dezember 1984 gegen Folter und andere grausame, unmenschliche oder erniedrigende Behandlung oder Strafe (FoK, SR 0.105) und d er Praxis zu Art. 3 der Konvention vom 4. November 1950 zum Schutz der Menschenrechte und Grundfreiheiten (EMRK, SR 0.101) darf niemand der Folter oder unmenschlicher oder erniedr i- gender Strafe oder Behandlung unterworfen werden. 7.3. Die Vorinstanz wies in ihrer angefochtenen Verfügung zutreffend dar- auf hin, dass das Prinzip des flüchtlingsrechtlichen Non -Refoulement nur Personen schützt, die die Flüchtlingseigenschaft erfüllen. Da es dem Beschwerdeführer nicht gelungen ist, eine asylrechtlich erhebliche G e- fährdung nachzuweisen oder glaubhaft zu machen, kann der in Art. 5 AsylG verankerte Grundsatz der Nichtrückschiebung im vorliegenden Verfahren keine Anwendung finden. Eine Rückkehr des Beschwerdefüh- rers nach Sri Lanka ist demnach unter dem Aspekt von Art. 5 AsylG rechtmässig. Sodann ergeben sich weder aus den Aussagen des Beschwerdeführers noch aus den A kten Anhaltspunkte dafür, dass er für den Fall einer Aus- schaffung nach Sri Lanka dort mit beachtlicher Wahrscheinlichkeit einer nach Art. 3 EMRK oder Art. 1 FoK verbotenen Strafe oder Behandlung ausgesetzt wäre. Gemäss der Praxis des Europäischen Gerichtshofes für Menschenrechte (EGMR) sowie je ner des UN -Anti-Folterausschusses müsste der Beschwerdeführer eine konkrete Gefahr ("real risk") nachwe i- sen oder glaubhaft machen, dass ihm im Fall einer Rückschiebung Folter oder unmenschliche Behandlung drohen würde (vgl. EGMR [Grosse Kammer], Saadi gegen Italien, Urteil vom 28. Februar 2008, Beschwerde Nr. 37201/06, §§ 124 – 127, mit weiteren Hinweisen). Auch die allgeme i- ne Menschenrechtssituation i n Sri Lanka lässt den Wegwe isungsvollzug zum heutigen Zeitpunkt klarerweise nicht als unzulässig erscheinen. Nach dem Gesagten ist der Vollzug der Wegweisung sowohl im Sinne der asyl- als auch der völkerrechtlichen Bestimmungen zulässig. 7.4. Gemäss Art. 83 Abs. 4 AuG kann der Vollzug für Ausländerinnen und Ausländer unzumutbar sein, wenn sie im Heimat- oder Herkunftsstaat auf Grund von Situationen wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und D-131/2012 Seite 13 medizinischer Notlage konkret gefährdet sind . Wird eine konkrete G e- fährdung festgestellt, ist – unter Vorbehalt von Art. 83 Abs. 7 AuG – die vorläufige Aufnahme zu gewähren. 7.5. Das Bundesverwaltungsgericht nahm im zur Publikation vorgeseh e- nen Grundsatzurteil BVGE E-6220/2006 vom 27. Oktober 2011 eine Neu- beurteilung der Lage in Sri Lanka vor. Nachdem es im Jahr 2008 die Rückkehr abgewiesener srilankischer Asylsuchender tamilischer Ethnie in den Norden und Osten des Landes aufgrund des Bürgerkriegs als grund- sätzlich nicht zumutbar bezeichnet hatte (BVGE 2008/2), stellte es in se i- nem neuen Entscheid fest, dass sich die Sicherheitslage in Sri Lanka seit Beendigung des militärischen Konflikts zwischen der srilankischen Armee und den LTTE im Mai 2009 erheblich verbessert und stabilisiert hat. Die LTTE wurden militärisch vernichtend geschlagen; von den LTTE geht heute keine Verfolgung mehr aus. Der Wegweisungsvollzug ist daher grundsätzlich zumutbar hinsichtlich des gesamten Gebiets der Ostprovinz und auch hinsichtlich der Nordprovinz, dort allerdings mit Ausnahme des Vanni-Gebiets (geografisch d efiniert in E. 13.2.2). Bei Personen , deren letzter Aufenthalt in der Nordprovinz längere Zeit zurückliegt, sind die ak- tuellen Lebens- und Wohnverhältnisse sorgfältig abzuklären und auf die Zumutbarkeit des Wegweisungsvollzugs hin zu überprüfen. In diesem Zu- sammenhang erscheinen für das Bundesverwaltungsgericht namentlich die Existenz eines tragfähigen Beziehungsnetzes und die konkreten Mög- lichkeiten der Sicherung des Existenzminimums und der Wohnsituation als massgebliche Faktoren. 7.6. Aufgrund der persönliche n Verhältnisse des Beschwerdeführers ist vorliegend vom Vorhandensein solcher begünstigender Faktoren ausz u- gehen. Der aus C._______ / Distrikt D._______ (Nordprovinz) stammen- de Beschwerdeführer ist jung und gemäss den Akten gesund. Er verfügt über eine zeh njährige Schulbildung (A1, S. 3) , was einem guten Bi l- dungsniveau entspricht. Ausserdem kann er Arbeitserfahrung vorweisen, da er in d er Schweiz seit November 2010 als Küchenhilfe arbeite t. In An- betracht dieser Sachlage kann davon ausgegangen werden, dass e s ihm bei einer Rückkehr in sein Heimatland gelingen wird, eine Arbeitsstelle zu finden, um für sich selber zu sorgen. Im Weiteren verfügt der Beschwe r- deführer in seiner Heimat über ein tragfähiges Beziehungsnetz. In seinem Heimatdorf C._______ leben seine Eltern, drei Schwestern und ein Br u- der. Alle anderen nahen Verwandten (sechs Onkel und sechs Tanten) wohnen ebenfalls in der Nordprovinz (vgl. A1, S. 3). Der Beschwerdefüh- rer hat also die Möglichkeit, wieder bei seiner Familie Unterkunft zu fi n-D-131/2012 Seite 14 den und auch im Übrigen kann sie ihm bei seiner Wiedereingliederung behilflich sein. Sodann sind keine weiteren persönlichen Gründe ersich t- lich, aufgrund derer geschlossen werden könnte, der Beschwerdeführer geriete im Falle der Rückkehr in eine existenzbe drohende Situation, wes- halb der Vollzug der Wegweisung auch als zumutbar zu bezeichnen ist. 7.7. Schliesslich obliegt es dem Beschwerdeführer, sich bei der zuständi- gen Vertretung des Hei matstaates die für eine Rückkehr notwendigen Reisedokumente zu beschaffen (vgl. Art. 8 Abs. 4 AsylG und dazu auch BVGE 2008/34 E. 12 S. 513 – 515), weshalb der Vollzug der Wegweisung auch als möglich zu bezeichnen ist (Art. 83 Abs. 2 AuG). 7.8. Zusammenfassend hat die Vorinstanz den Wegweisungsvollzug zu Recht als zulässig, zumutbar und möglich erachtet. Nach dem Gesagten fällt eine Anordnung der vorläufigen Aufnahme ausser Betracht (Art. 83 Abs. 1 – 4 AuG). 8. Aus diesen Erwägungen ergibt sich, dass die angefochtene Verfügung Bundesrecht nicht verletzt, den rechtserheblichen Sachverhalt richtig und vollständig feststellt und angemessen ist (Art. 106 AsylG). Die Beschwer- de ist nach dem Gesagten abzuweisen, soweit darauf einzutreten ist. 9. Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind die Kosten von Fr. 600. - dem Beschwerdeführer aufzuerlegen (Art. 63 Abs. 1 VwVG) und mit dem am 30. Januar 2012 in gleicher Höhe geleisteten Kostenvorschuss zu ve r- rechnen (Art. 1 – 3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Ko s- ten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]). (Dispositiv nächste Seite) D-131/2012 Seite 15 Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird. 2. Die Verfahrenskosten von Fr. 600.- werden dem Beschwerdeführer aufer- legt und mit dem in gleicher Höhe geleisteten Kostenvorschuss verrec h- net. 3. Dieses Urteil geht an den Beschwerdeführer, das BFM und die zuständ i- ge kantonale Behörde. Der vorsitzende Richter: Die Gerichtsschreiberin: Hans Schürch Corinne Krüger Versand: