<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: PB.2004.00005</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=204323&amp;W10_KEY=13013568&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>PB.2004.00005</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 25.06.2004</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">4. Abteilung/Einzelrichter</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Personalrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Forderung aus öffentlichem Arbeitsverhältnis</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Fristlose Kündigung wegen unentschuldigter Absenz; Beweis der Zustellung eines Arztzeugnisses Die Beschwerdeführerin arbeitete als Radiologieassistentin in einem Spital. Nachdem sie unentschuldigt nicht zur Arbeit erschienen war, wurde ihr fristlos gekündigt (E. 2.1). Die Beschwerdeführerin konnte weder direkt (mittels eingeschriebenen Briefes) noch aufgrund der Umstände den Nachweis erbringen, dass sie ihrem Arbeitgeber rechtzeitig ein Arztzeugnis eingereicht hatte. Die Beschwerdeführerin wird nicht zur Beweisaussage zugelassen, da die Vorinstanz den Sachverhalt sorgfältig abgeklärt hat, die Beschwerdeführerin vor dem bzw. im Rekursverfahren widersprüchliche Angaben machte und sie sich im Übrigen an die vier Jahre zurückliegenden Ereignisse kaum mehr genau erinnern könnte (E. 2.2). Weil somit erstellt ist, dass die Beschwerdeführerin das Arztzeugnis nicht rechtzeitig eingereicht hatte, erweist sich die fristlose Entlassung als gerechtfertigt (E. 3). Abweisung</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ARZTZEUGNIS">ARZTZEUGNIS</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: BEWEISAUSSAGE">BEWEISAUSSAGE</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: BEWEISLAST">BEWEISLAST</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: BEWEISNOTSTAND">BEWEISNOTSTAND</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: FRISTLOSE KÃNDIGUNG">FRISTLOSE KÃNDIGUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ZUSTELLUNGSNACHWEIS">ZUSTELLUNGSNACHWEIS</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade">§ 60 VRG</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 3 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Sachverhalt1"><b><span>I. </span></b><span> </span></p> <p class="Sachverhalt2"><b>A. </b>Mit "Arbeitsvertrag" vom 2. Juli 1998 wurde A, geboren 1972, per 1. August 1998 am Spital X in der Funktion als Radiologieassistentin angestellt. Am 26. Juli 1999 wurde das ArbeitsverhÃ¤ltnis auf den 31. Oktober 1999 schriftlich gekÃ¼ndigt. Am 6. September 1999 wurde A fristlos gekÃ¼ndigt. </p> <p class="Sachverhalt2"><b>B. </b>Am 4. Oktober 1999 ging beim Friedensrichteramt X eine Forderungsklage von A gegen das Spital X ein. Die SÃ¼hneverhandlung vom 21. Oktober 1999 verlief erfolglos. A wurde die Weisung an das Bezirksgericht Y ausgestellt. Mit Eingabe vom 28. Oktober 1999 machte A sodann ihre Klage beim Bezirksgericht Y hÃ¤ngig und brachte im Wesentlichen vor, sie hÃ¤tte nicht fristlos entlassen werden dÃ¼rfen. Der Einzelrichter Ã¼berwies die Sache mangels ZustÃ¤ndigkeit am 9. November 1999 formlos dem Bezirksrat Y.</p> <p class="Sachverhalt2"><b>C. </b>Der Bezirksrat Y nahm die Sache vorerst an die Hand. Nach durchgefÃ¼hrtem Schriftenwechsel befand er, es sei der Klageweg an das Verwaltungsgericht zu beschreiten, und trat am 10. Juli 2002 auf den Rekurs nicht ein. Die Akten wurden an das Verwaltungsgericht Ã¼berwiesen.</p> <p class="Sachverhalt2"><b>D. </b>Das Verwaltungsgericht kam zum Schluss, es sei von einem verfÃ¼gten AnstellungsverhÃ¤ltnis auszugehen, wofÃ¼r der Klageweg nicht vorgesehen sei. Ãber die Sache mÃ¼sse vorerst der Bezirksrat Y befinden. Mit VerfÃ¼gung vom 29. August 2002 wurde auf die Angelegenheit nicht eingetreten und die Akten wurden an die Vorinstanz Ã¼berwiesen.</p> <p class="Sachverhalt1"><b><span>II. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Nach weiteren SachverhaltsabklÃ¤rungen wies der Bezirksrat Y mit Beschluss vom 11. Fe­bruar 2004 den Rekurs ab.</span></p> <p class="Sachverhalt1"><b><span>III. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Mit Beschwerde vom 9. MÃ¤rz 2004 gelangte A an das Verwaltungsgericht mit den AntrÃ¤gen, der Beschluss des Bezirksrates Y vom 11. Februar 2004 sei aufzuheben und es sei ihr wegen ungerechtfertigter fristloser Entlassung eine EntschÃ¤digung von Fr. 14'247.95 nebst 5 % Zins seit 1. Dezember 1999 zu bezahlen, alles unter Kosten- und EntschÃ¤digungsfolge zulasten des Spitals X. Mit Beschwerdeantwort vom 12. Mai 2004, beim Gericht am 17. Mai 2004 eingegangen, wurde die Abweisung der Beschwerde unter EntschÃ¤digungsfolge zulasten der BeschwerdefÃ¼hrerin beantragt. Die Vorinstanz hatte mit Schreiben vom 22. MÃ¤rz 2004 ebenfalls die Abweisung der Beschwerde beantragt und auf eine weitere Vernehmlassung verzichtet.</span></p> <p class="Zwischentitel"><span>Die Einzelrichterin</span><span> zieht in ErwÃ¤gung:</span></p> <p class="Erwgung1"><b><span>1. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Die ZustÃ¤ndigkeit des Verwaltungsgerichts ergibt sich aus § 74 Abs. 1 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 (VRG). Da der Streitwert unter Fr. 20'000.- liegt, fÃ¤llt die Sache in die einzelrichterliche ZustÃ¤ndigkeit (§§ 80c und 38 Abs. 2 VRG).</span></p> <p class="Erwgung1"><b><span>2. </span></b><span> </span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>2.1 </span></b><span>Nachdem die BeschwerdefÃ¼hrerin nach Ende ihrer Ferien am 23. August 1999 wÃ¤hrend bereits laufender ordentlicher KÃ¼ndigungsfrist nicht zur Arbeit erschienen war, wurde ihr am 6. September 1999 fristlos gekÃ¼ndigt. Streitig ist in diesem Zusammenhang, ob die Be­schwerdefÃ¼hrerin ein seitens der Arbeitgeberin am 24. August 1999 und wieder am 31. August 1999 verlangtes Arztzeugnis dieser zur Kenntnis gebracht hat.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Die BeschwerdefÃ¼hrerin stellt sich auf den Standpunkt, es widerspreche absolut jeder Logik und Lebenserfahrung, wenn ihr unterstellt werde, sie habe das Arztzeugnis vom 30. Au­gust 1999 ihrer Arbeitgeberin nicht eingereicht (ein zweites Arztzeugnis wurde der BeschwerdefÃ¼hrerin am 14. September 1999 ausgestellt und traf bei der Beschwerdegegnerin am 17. September 1999 ein). Die Vorinstanz habe den Grundsatz der freien BeweiswÃ¼rdigung verletzt, indem sie auf dem direkten Nachweis der Zustellung (zum Beispiel durch Empfangsschein des Einschreibebriefes) bestanden habe.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Die Beschwerdegegnerin macht demgegenÃ¼ber unter anderem geltend, lediglich die Tatsache, dass ein Handeln nicht nachvollziehbar sei, stelle noch nicht den Beweis des gegenteiligen Handelns dar. Aufgrund des Verhaltens der BeschwerdefÃ¼hrerin sei vielmehr davon auszugehen, dass sie das Arztzeugnis vom 30. August 1999 nicht eingereicht habe.</span></p> <p class="Erwgung2"><b>2.2 </b><span>Die Beweislast fÃ¼r die umgehende Zustellung des Arztzeugnisses vom 30. August 1999 an die Arbeitgeberin trÃ¤gt die BeschwerdefÃ¼hrerin (vgl. Art. 8 ZGB). Vorliegend hat somit die BeschwerdefÃ¼hrerin den Nachweis zu erbringen, dass sie die Urkunde sofort der Post Ã¼bergeben hat oder anderweitig der Beschwerdegegnerin hat zukommen lassen. Die blosse Behauptung, das Arztzeugnis eingereicht zu haben, genÃ¼gt dafÃ¼r nicht. Insbesondere kann nicht vermutet werden, ein nicht eingeschriebener Brief habe den Adressaten erreicht, weshalb sich zur Erleichterung bzw. Sicherung des Zustellungsnachweises die Zustellung per Einschreiben bzw. heute mit Lettre Signature oder sogar mittels Lettre Signature mit orangenem RÃ¼ckschein empfiehlt (vgl. VGr, 15. Dezember 1999, VB.99.00342 E. 2a mit Hinweis auf BGE 61 I 6, 70 I 65 und 74 IV 120). Wohl kann der Zustellungsnachweis grundsÃ¤tzlich mit einer anderen BeweisfÃ¼hrung erbracht werden. Entsprechend beantragt die BeschwerdefÃ¼hrerin die Zulassung zur Beweisaussage, worauf zurÃ¼ckzukommen ist. GrundsÃ¤tzlich gilt aber, dass bei Bestreitung der Tatsache oder des Datums der Zustellung uneingeschriebener Sendungen im Zweifel auf die Darstellung des EmpfÃ¤ngers abzustellen ist (vgl. BGr, 17. </span>August 2001, C 276/00, E. 3b, www.bger.ch, BGE 124 V 400 E. 2a, RB 1982 Nr. 87, Robert Hauser/Erhard Schweri, Kommentar zum zÃ¼rcherischen Gerichtsverfassungsgesetz, ZÃ¼rich 2002, § 191 N. 12, § 177 N. 18).</p> <p class="Urteilstext">Aufgrund der soeben gemachten ErwÃ¤gungen genÃ¼gt die Behauptung der BeschwerdefÃ¼hrerin, sie habe das Arztzeugnis vom 30. August 1999 umgehend ihrer Arbeitgeberin zukommen lassen, den Beweisanforderungen nicht. Auch die UmstÃ¤nde sprechen entgegen der Meinung der BeschwerdefÃ¼hrerin nicht "klar und eindeutig dafÃ¼r, dass sie das Zeugnis tatsÃ¤chlich eingereicht haben muss". Die BeschwerdefÃ¼hrerin macht selber geltend, es sei ihr aufgrund der schriftlichen Verwarnung der Arbeitgeberin vom 24. August 1999 und der Aufforderung des Vorgesetzten vom 31. August 1999, jetzt das Arztzeugnis einzureichen, vÃ¶llig klar gewesen, dass sie mit einer fristlosen KÃ¼ndigung rechnen mÃ¼sste, wenn sie dieser Auflage nicht nachkÃ¤me. Nachdem aber das VerhÃ¤ltnis zwischen den Parteien zweifellos schwer getrÃ¼bt war â der BeschwerdefÃ¼hrerin war bereits ordentlich gekÃ¼ndigt worden â ist schon nicht nachvollziehbar, weshalb sie den Arzt erstmals am 27. August 1999 aufsuchte und sich nicht vorher um ein Arztzeugnis (ein solches wurde ihr anlÃ¤sslich des zweiten Besuchs vom 30. August 1999 ausgehÃ¤ndigt) bemÃ¼ht hatte, obwohl sie seit dem 23. August 1999 der Arbeit ferngeblieben war. Im Weiteren fÃ¤llt auf, dass die BeschwerdefÃ¼hrerin am 23. August 1999 als Grund fÃ¼r ihr Nichterscheinen zur Arbeit eine Autopanne vorgeschoben hatte und einen Tag spÃ¤ter Ã¼ber die krankheitsbedingte Abwesenheit berichtete. Die Vorinstanz fÃ¼hrte dazu aus, dieses Verhalten sei in keiner Weise gutzuheissen. Allerdings erscheine die von der BeschwerdefÃ¼hrerin angefÃ¼hrte BegrÃ¼ndung nachvollziehbar und glaubwÃ¼rdig, dass es ihr aufgrund der vorangegangenen Absenzen und Mahnungen sowie der unfallbedingten Abwesenheit vor den Ferien unangenehm gewesen sei, sich nach den Ferien sogleich wieder krank zu melden und schlussendlich zu dieser "Ausrede" gegriffen habe in der Hoffnung, am nÃ¤chsten Tag wieder einsatzbereit zu sein. DarÃ¼ber ist vorliegend nicht weiter zu befinden. Dennoch zeigt sich, dass das Verhalten der BeschwerdefÃ¼hrerin teilweise widersprÃ¼chliche Elemente aufgewiesen hat (unterschiedliche Versionen im Zusammenhang mit dem Nichterscheinen zur Arbeit am 23. August 1999, nicht sofortiges Aufsuchen des Arztes), weshalb auch aufgrund der Ã¼brigen UmstÃ¤nde nicht rechtsgenÃ¼gend erstellt ist, dass sie der Arbeitgeberin pflichtgemÃ¤ss umgehend das Arztzeugnis vom 30. August 1999 zukommen liess. Im Ãbrigen ist in diesem Zusammenhang auf die zutreffenden AusfÃ¼hrungen der Vorinstanz zu verweisen (§ 70 in Verbindung mit § 28 Abs. 1 VRG, Alfred KÃ¶lz/JÃ¼rg Bosshart/Martin RÃ¶hl, Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons ZÃ¼rich, 2. A., ZÃ¼rich 1999, § 65 N. 2). Von einer Verletzung des Grundsatzes der freien BeweiswÃ¼rdigung durch die Vorinstanz kann somit nicht ausgegangen werden. </p> <p class="Urteilstext">Es stellt sich noch die Frage, ob die BeschwerdefÃ¼hrerin zur Beweisaussage zuzulassen ist, wie sie dies aufgrund des Beweisnotstands beantragt. Die Beweisaussage soll aber nur als ultima ratio einspringen, wo andere Beweismittel fehlen oder versagen. Aufgrund der persÃ¶nlichen Befragung und der andern Beweisabnahmen muss die Beweisaussage als nÃ¶tig und zudem als angebracht erscheinen. Das kann zutreffen, wenn mit ihr ein noch nicht voll erbrachter Beweis zu ergÃ¤nzen oder ein noch nicht voll gescheiterter Beweis zu widerlegen ist; sie kann jedoch auch zugelassen werden, um als alleiniges Beweismittel einen Beweisnot­stand abzuwehren. Selbst wenn aber die genannten Voraussetzungen gegeben sind, haben die Parteien keinen Anspruch auf Beweisaussage, sondern entscheidet darÃ¼ber der Richter nach Ermessen, und zwar gilt das auch dort, wo Beweisschwierigkeiten bestehen oder das bisherige Beweisergebnis nicht schlÃ¼ssig ist. Richterliches Ermessen bestimmt nicht nur darÃ¼ber, ob es Ã¼berhaupt zur Beweisaussage kommt, sondern auch darÃ¼ber, wem diese auferlegt bzw. gestattet wird. In diesem Zusammenhang ist auch zu beachten, dass es dem Institut zweifellos widersprechen wÃ¼rde, die Beweisaussage einer Partei anzuordnen, welche im vornherein als unglaubwÃ¼rdig erscheint (Richard Frank/Hans StrÃ¤uli/Georg Messmer, Kommentar zur zÃ¼rcherischen Zivilprozessordnung, 3. A., ZÃ¼rich 1997, § 150 N. 2 ff.). </p> <p class="Urteilstext">Die Vorinstanz hat sorgfÃ¤ltige Sachverhaltsermittlungen getÃ¤tigt. So hat sie die ehemalige Personalchefin und den Leiter der RÃ¶ntgenabteilung, wo die BeschwerdefÃ¼hrerin tÃ¤tig gewesen war, sowie diese selber angehÃ¶rt und beim behandelnden Arzt um Auskunft ersucht. GestÃ¼tzt darauf konnte die Behauptung der BeschwerdefÃ¼hrerin, sie habe das Arztzeugnis vom 30. August 1999 umgehend der Beschwerdegegnerin zukommen lassen, nicht erstellt werden. Dies Ã¤ndert aber nichts daran, dass die Zulassung der BeschwerdefÃ¼hrerin zur Beweisaussage vorliegend unangebracht wÃ¤re. Die BeschwerdefÃ¼hrerin hat wie ausgefÃ¼hrt teilweise ein widersprÃ¼chliches Verhalten an den Tag gelegt. Am 23. August 1999 hatte sie als Grund fÃ¼r ihr Nichterscheinen am Arbeitsplatz eine Verkehrspanne angegeben, womit ihre Bereitschaft, unter gewissen UmstÃ¤nden nicht ganz der Wahrheit entsprechende Mitteilungen zu machen, nicht von vornherein verneint werden kann. Auch hat sie den Arzt erst am 27. August 1999 aufgesucht, obwohl sie vom Vorgesetzten bereits am 24. August 1999 aufgefordert worden war, ein Arztzeugnis einzureichen. Entsprechend mÃ¼ssten diese Verhaltensweisen bei der WÃ¼rdigung einer Beweisaussage berÃ¼cksichtigt werden bzw. wÃ¼rden sie deren Beweiswert erheblich relativieren. Ausserdem vermag sich die BeschwerdefÃ¼hrerin aufgrund des Zeitablaufs â die Sache liegt beinahe vier Jahre zurÃ¼ck â nicht mehr an alle Einzelheiten zu erinnern. Auf entsprechende Frage hin gab sie anlÃ¤sslich der Befragung vom 27. MÃ¤rz 2003 an, am 24. August 1999 den Arzt aufgesucht zu haben. Es stimme nicht, dass sie am 30. August 1999 erstmals beim Arzt gewesen sei. Das Zwischenzeugnis habe Dr. D drei Tage, nachdem sie nicht zur Arbeit gekommen sei, ausgestellt. Sie kÃ¶nne nicht genau sagen, wann dieses erste Zeugnis ausgestellt worden sei. Der Arzt habe ihr das Zeugnis geschickt und sie habe es nachher dem Vorgesetzten der RÃ¶ntgenabteilung geschickt. GestÃ¼tzt auf die schriftliche Ã¤rztliche Auskunft vom 14. April 2003, welche auf die Krankengeschichte abstellt, hat sich schliesslich herausgestellt, dass die BeschwerdefÃ¼hrerin am 27. August 1999 erstmals beim Arzt gewesen und ihr am 30. Au­gust 1999 das erste Arztzeugnis direkt ausgehÃ¤ndigt worden war. Somit trifft nicht zu, dass sie schon am 24. August 1999 den Arzt aufgesucht hatte, wie sie anlÃ¤sslich der Befragung vom 27. MÃ¤rz 2003 behauptete, wenn sie auch zu Recht verneinte, am 30. August 1999 erstmals beim Arzt gewesen zu sein. Im Weiteren lÃ¤sst sich aus der schriftlichen Auskunft des Arztes vom 14. April 2004 ableiten, dass der BeschwerdefÃ¼hrerin das Arztzeugnis vom 30. August 1999 persÃ¶nlich Ã¼bergeben und nicht zugeschickt worden war, wie sie anlÃ¤sslich der Befragung behauptete. Schon aus diesen GrÃ¼nden kann dem Antrag der BeschwerdefÃ¼hrerin, sie sei zur Beweisaussage zuzulassen nicht stattgegeben werden.</p> <p class="Erwgung1"><b><span>3. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext">Aufgrund der gemachten ErwÃ¤gungen ergibt sich, dass die Voraussetzungen fÃ¼r die fristlose KÃ¼ndigung mangels nachgewiesener rechtzeitiger Einreichung des Arztzeugnisses vom 30. August 1999 an die Arbeitgeberin gemÃ¤ss Ziffern 1.4 Abs. 1 und Abs. 2 lit. c sowie 4.5 Abs. 1 des Personalreglements des Spitals X vom 1. Mai 1996 gegeben waren, weshalb die Beschwerde abzuweisen ist. Es braucht nicht weiter darauf eingegangen zu werden, ob die Voraussetzungen fÃ¼r die fristlose Entlassung nicht ohnehin erfÃ¼llt gewesen wÃ¤ren, insbesondere wegen des Aufsuchens des Arztes erst einige Tage nach dem Nichterscheinen zur Arbeit, und dies trotz entsprechender Aufforderung des Vorgesetzten am 24. August 1999, ein Arztzeugnis einzureichen.</p> <p class="Erwgung1"><b><span>4. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext">Das Verfahren ist gemÃ¤ss § 80b VRG kostenlos. Zwar bleibt die Kostenauflage an die unterliegende Partei, die durch ihre ProzessfÃ¼hrung einen unangemessenen Aufwand verursacht hat, auch bei unter Fr. 20'000.- liegenden Streitwerten vorbehalten; davon kann vorliegend noch abgesehen werden. Die BeschwerdefÃ¼hrerin ist aber zu verpflichten, der Beschwerdegegnerin eine angemessene ParteientschÃ¤digung zu bezahlen (§ 17 Abs. 2 VRG).</p> <p class="Zwischentitel"><span>DemgemÃ¤ss </span><span><a id="Text25"></a>entscheidet</span><span> </span><span>die Einzelrichterin</span><span>:</span></p> <p class="Einzug2">1. Die Beschwerde wird abgewiesen.</p> <p class="Einzug2">2. Die GerichtsgebÃ¼hr wird festgesetzt auf <br/> Fr. 1'400.--; die Ã¼brigen Kosten betragen:<br/> Fr. 60.-- Zustellungskosten,<br/> Fr. 1'460.-- Total der Kosten.</p> <p class="Einzug2">3. Die Gerichtskosten werden auf die Gerichtskasse genommen.</p> <p class="Einzug2">4. Die BeschwerdefÃ¼hrerin wird verpflichtet, der Beschwerdegegnerin eine ParteientschÃ¤digung von Fr. 1'200.- (Mehrwertsteuer inbegriffen) zu bezahlen.</p> <p class="Urteilstext"><span>5. â¦</span></p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>