<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="content"> <div class="para"> </div> <div class="para">{T 0/2} </div> <div class="para">1A.92/2001/sch </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> I. OEFFENTLICHRECHTLICHE ABTEILUNG </div> <div class="para"> ********************************** </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> 9. November 2001 </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Es wirken mit: Bundesgerichtsvizepräsident Aemisegger, </div> <div class="para">Präsident der I. öffentlichrechtlichen Abteilung, Bundes- </div> <div class="para">richter Nay, Aeschlimann, Féraud, Catenazzi und Gerichts- </div> <div class="para">schreiberin Schilling. </div> <div class="para"> --------- </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> In Sachen </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Flugplatzgenossenschaft Biel und Umgebung, Postfach 468, </div> <div class="para">Biel, Beschwerdeführerin, vertreten durch Fürsprecher </div> <div class="para">Samuel Keller, Monbijoustrasse 10, Postfach 6921, Bern, </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> gegen </div> <div class="para"> </div> <div class="para">1. A.________, </div> <div class="para">2. B.________, </div> <div class="para">Beschwerdegegner, beide vertreten durch Fürsprecher </div> <div class="para">Dr. Peter M. Keller, Monbijoustrasse 10, Postfach 6921, Bern, </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Rekurskommission des Eidgenössischen Departementes für </div> <div class="para">Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (UVEK), </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> betreffend </div> <div class="para"> Flugfeld Biel-Kappelen, Neubau Flugplatzrestaurant; </div> <div class="para"> Plangenehmigungsverfügung des BAZL, Kostenauflage, </div> <div class="para"> zieht das Bundesgericht in Erwägung: </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> 1.- Mit Plangenehmigungsverfügung vom 17. Oktober 2000 </div> <div class="para">bewilligte das Bundesamt für Zivilluftfahrt (BAZL) auf </div> <div class="para">Gesuch der Flugplatzgenossenschaft Biel und Umgebung die </div> <div class="para">Erstellung eines Flugplatzrestaurants auf dem Flugfeld </div> <div class="para">Biel-Kappelen. Gegen diese Plangenehmigung erhoben sowohl </div> <div class="para">die Nachbarn A.________ und B.________ als auch die Ein- </div> <div class="para">wohnergemeinde Kappelen bei der Rekurskommission des Eid- </div> <div class="para">genössischen Departements für Umwelt, Verkehr, Energie und </div> <div class="para">Kommunikation (UVEK) Verwaltungsbeschwerde. Die Beschwerde- </div> <div class="para">führer machten geltend, es handle sich beim Bauvorhaben </div> <div class="para">nicht um eine Flugplatzanlage im Sinne von Art. 37 Abs. 1 </div> <div class="para">des Bundesgesetzes über die Luftfahrt vom 21. Dezember 1948 </div> <div class="para">(LFG; SR 748.0) in der Fassung vom 18. Juni 1999, sondern um </div> <div class="para">eine Nebenanlage, die in die kantonale Baubewilligungskompe- </div> <div class="para">tenz falle. Im Verfahren vor der Rekurskommission UVEK ver- </div> <div class="para">zichtete die Flugplatzgenossenschaft auf eine Beschwerdeant- </div> <div class="para">wort. Auf Aufforderung der Rekurskommission erteilte sie </div> <div class="para">dieser jedoch mit Schreiben vom 15. Februar 2001 Auskunft </div> <div class="para">über das Passagieraufkommen, das angestellte Personal sowie </div> <div class="para">die Anzahl Flugbewegungen, wobei sie in "abschliessenden </div> <div class="para">Bemerkungen" noch auf das grosse Interesse der Flugbegeis- </div> <div class="para">terten am Bauvorhaben hinwies und um "wohlwollende Prüfung" </div> <div class="para">ersuchte. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> Die Rekurskommission UVEK hiess am 9. April 2001 </div> <div class="para">die Beschwerde gut und hob die Plangenehmigungsverfügung </div> <div class="para">des BAZL vom 17. Oktober 2000 auf. Die Kosten des Verfahrens </div> <div class="para">vor der Rekurskommission in Höhe von Fr. 1'500.-- wurden der </div> <div class="para">Flugplatzgenossenschaft Biel und Umgebung auferlegt (Dispo- </div> <div class="para">sitiv Ziffer 3). Diese wurde ausserdem verpflichtet, den </div> <div class="para">beschwerdeführenden Privaten eine Parteientschädigung von </div> <div class="para">Fr. 4'841.35 zu bezahlen (Dispositiv Ziffer 5). Zur Begrün- </div> <div class="para">dung ihres Kostenentscheides verwies die Rekurskommission </div> <div class="para">auf <span class="artref">Art. 63 Abs. 1 VwVG</span> (SR 172.021). Zur </div> <div class="para">Entschädigungsregelung hielt sie fest, der ganz oder </div> <div class="para">teilweise obsiegenden Partei könne in Anwendung von <span class="artref">Art. 64 </span></div> <div class="para">Abs. 1 VwVG von Amtes wegen oder auf Gesuch eine </div> <div class="para">Entschädigung für ihr erwachsene notwendige und </div> <div class="para">verhältnismässig hohe Kosten zugesprochen werden. Die Ent- </div> <div class="para">schädigung werde der Körperschaft oder autonomen Anstalt </div> <div class="para">auferlegt, in deren Namen die Vorinstanz verfügt habe, so- </div> <div class="para">weit sie nicht einer unterliegenden Gegenpartei auferlegt </div> <div class="para">werden könne. Der Rechtsvertreter der beschwerdeführenden </div> <div class="para">Privaten habe eine Parteientschädigung verlangt und ord- </div> <div class="para">nungsgemäss eine Kostennote eingereicht, gegen die nichts </div> <div class="para">eingewendet werden könne. Da sich die Beschwerdegegnerin </div> <div class="para">implizit mit selbständigen Begehren am Verfahren beteiligt </div> <div class="para">habe, müsse sie den obsiegenden Privaten eine der Kostennote </div> <div class="para">entsprechende Parteientschädigung entrichten. Die beschwer- </div> <div class="para">deführende Gemeinde habe sich dagegen nicht anwaltlich ver- </div> <div class="para">treten lassen; ihr seien deshalb keine notwendigen und ver- </div> <div class="para">hältnismässig hohen Kosten im Sinne von <span class="artref">Art. 64 VwVG</span> ent- </div> <div class="para">standen, so dass kein Grund für die Ausrichtung einer </div> <div class="para">Parteientschädigung bestehe. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> Die Flugplatzgenossenschaft Biel und Umgebung ficht </div> <div class="para">die von der Rekurskommission UVEK getroffene Kosten- und </div> <div class="para">Entschädigungsregelung mit Verwaltungsgerichtsbeschwerde </div> <div class="para">an. Sie stellt den Antrag, die Ziffern 3 und 5 des Beschwer- </div> <div class="para">deentscheides seien derart abzuändern, dass die Flugplatz- </div> <div class="para">genossenschaft von der Pflicht zur Bezahlung von Verfahrens- </div> <div class="para">kosten und einer Parteientschädigung befreit werde. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> 2.- Die Beschwerdeführerin wendet zunächst gegen die </div> <div class="para">Kostenauflage ein, diese widerspreche jahrelanger konstanter </div> <div class="para">Praxis der Bundesbehörden. Als unterliegende Partei im Sinne </div> <div class="para">von <span class="artref">Art. 63 Abs. 1 VwVG</span> sei seit jeher nur jene Partei ver- </div> <div class="para">standen worden, welche sich mit selbständigen Anträgen am </div> <div class="para">Verfahren beteiligt habe; insofern finde <span class="artref">Art. 64 Abs. 3 VwVG</span> </div> <div class="para">auch bei der Verlegung der Verfahrenskosten Anwendung. Sie </div> <div class="para">sei in diesem Sinne im Verfahren vor der Rekurskommission </div> <div class="para">nicht Partei gewesen, da sie bewusst auf eine Teilnahme am </div> <div class="para">Verfahren und auf die Stellung von eigenen Anträgen ver- </div> <div class="para">zichtet habe. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> Zur Entschädigungsregelung wird in der Beschwerde </div> <div class="para">ausgeführt, der Anspruch der rekurrierenden Privaten auf </div> <div class="para">Ausrichtung einer Parteientschädigung werde nicht bestrit- </div> <div class="para">ten, doch sei diese nicht von ihr, der Beschwerdeführerin, </div> <div class="para">zu bezahlen. Nach dem klaren und unmissverständlichen Wort- </div> <div class="para">laut von <span class="artref">Art. 64 Abs. 3 VwVG</span> bestehe die Pflicht zur Aus- </div> <div class="para">richtung einer Parteientschädigung nur, wenn sich die unter- </div> <div class="para">liegende Gegenpartei mit selbständigen Begehren am Verfahren </div> <div class="para">beteiligt habe. Das habe sie gerade nicht getan. Auch in das </div> <div class="para">Schreiben vom 15. Februar 2001 könne nicht hineininterpre- </div> <div class="para">tiert werden, die Flugplatzgenossenschaft habe sich "im- </div> <div class="para">plizit mit selbständigen Begehren am Verfahren beteiligt". </div> <div class="para">Sie habe mit jenem Schreiben einzig und allein die Fragen </div> <div class="para">der instruierenden Behörde beantwortet, wozu sie nach dem </div> <div class="para">massgebenden Verfahrensrecht verpflichtet gewesen sei. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> a) Es ist unbestritten, dass der Entscheid über die </div> <div class="para">Prozesskosten und die Parteientschädigungen im Verfahren vor </div> <div class="para">der Rekurskommission UVEK nach den Bestimmungen des VwVG zu </div> <div class="para">treffen ist. In Art. 1 Abs. 1 und Abs. 2 lit. d VwVG wird </div> <div class="para">dieses Gesetz generell auf das erstinstanzliche oder Be- </div> <div class="para">schwerdeverfahren in Verwaltungssachen vor den eidgenössi- </div> <div class="para">schen Kommissionen anwendbar erklärt. Nach <span class="artref"><artref id="CH/172.021/71^a/2" type="start"></artref><artref id="CH/172.021/71^a/1" type="start"></artref>Art. 71a Abs. 1 </span></div> <div class="para">und 2 VwVG<artref id="CH/172.021/71^a/2" type="end"></artref><artref id="CH/172.021/2" type="end"></artref> in der Fassung vom 4. Oktober 1991 bestimmt sich </div> <div class="para">das Verfahren vor den eidgenössischen Rekurskommissionen als </div> <div class="para">Beschwerdeinstanzen nach diesem Gesetz. Zu den Prozesskosten </div> <div class="para">hält Art. 26 der Verordnung vom 3. Februar 1993 über Orga- </div> <div class="para">nisation und Verfahren eidgenössischer Rekurs- und Schieds- </div> <div class="para">kommissionen (SR 173.31) ausdrücklich fest, dass sich die </div> <div class="para">Verfahrenskosten nach <span class="artref">Art. 63 VwVG</span> und, mit Ausnahme von </div> <div class="para">Artikel 6 Abs. 2, nach der Verordnung vom 10. September 1969 </div> <div class="para">über Kosten und Entschädigungen im Verwaltungsverfahren </div> <div class="para">(SR 172.041.0) richten. Auch aus der massgeblichen Spezial- </div> <div class="para">gesetzgebung ergibt sich nichts anderes. Da die Halter von </div> <div class="para">Flugfeldern nicht über das Enteignungsrecht verfügen, fällt </div> <div class="para">hier insbesondere die Anwendung der enteignungsrechtlichen </div> <div class="para">Sonderregeln über die Kosten und Parteientschädigung ausser </div> <div class="para">Betracht (vgl. <span class="artref">Art. 37a LFG</span> in der Fassung vom 18. Juni </div> <div class="para">1999). Es ist daher in der Tat nur zu prüfen, ob die Rekurs- </div> <div class="para">kommission UVEK die Kostenregeln des VwVG, insbesondere die </div> <div class="para">Bestimmungen von <span class="artref">Art. 63 Abs. 1 und <artref id="CH/172.021/64/3" type="start"></artref>Art. 64 Abs. 3 VwVG</span><artref id="CH/172.021/63/1" type="end"></artref>, </div> <div class="para">unrichtig angewendet habe. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> b) Die Beschwerdeführerin vertritt die Meinung, sie </div> <div class="para">sei im Beschwerdeverfahren nicht (unterliegende) Partei ge- </div> <div class="para">wesen und könne daher nicht kostenpflichtig werden. Dieser </div> <div class="para">Auffassung ist nicht zuzustimmen. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> Nach <span class="artref">Art. 63 Abs. 1 VwVG</span> auferlegt die Beschwerde- </div> <div class="para">instanz die Verfahrenskosten in der Regel der unterliegenden </div> <div class="para">Partei. Wer im bundesrechtlichen Verwaltungs- und Beschwer- </div> <div class="para">deverfahren Partei ist, wird in <span class="artref">Art. 6 VwVG</span> umschrieben. </div> <div class="para">Danach gelten als Parteien die Personen, deren Rechte oder </div> <div class="para">Pflichten die Verfügung berühren soll, und andere Personen, </div> <div class="para">Organisationen oder Behörden, denen ein Rechtsmittel gegen </div> <div class="para">die Verfügung zusteht. Nun ist hier das verwaltungs- bzw. </div> <div class="para">luftfahrtrechtliche Verfahren, das zur Erteilung der Plan- </div> <div class="para">genehmigung geführt hat, auf Begehren und im Interesse der </div> <div class="para">Flugplatzgenossenschaft Biel und Umgebung durchgeführt </div> <div class="para">worden. </div> <div class="para">Mit der Plangenehmigung ist dieser das Recht zum Bau eines </div> <div class="para">Flugplatzrestaurants eingeräumt und sind die dagegen erhobe- </div> <div class="para">nen Einsprachen abgewiesen worden. Die Flugplatzgenossen- </div> <div class="para">schaft ist somit als Gesuchstellerin im Plangenehmigungsver- </div> <div class="para">fahren im Sinne von <span class="artref">Art. 5 VwVG</span> als (Haupt-)Partei aufge- </div> <div class="para">treten. Dieser Parteistellung kann sie sich im nachfolgenden </div> <div class="para">Beschwerdeverfahren, das durch die Einsprecher veranlasst </div> <div class="para">wird, jedenfalls insoweit nicht entledigen, als es auch dort </div> <div class="para">um die Hauptsache geht, das heisst um die durch die Plange- </div> <div class="para">nehmigung erteilten Rechte. Bleibt aber die Baugesuchstel- </div> <div class="para">lerin im Beschwerdeverfahren notwendigerweise Partei, so </div> <div class="para">bleibt auch ihre Kostenpflicht bestehen, sofern sie - wenn </div> <div class="para">auch nur stillschweigend - an ihrem Vorhaben festhält. </div> <div class="para">Selbst ein Verzicht auf ihr Bauvorhaben im Laufe des von </div> <div class="para">Dritten veranlassten Beschwerdeverfahrens liesse die Pflicht </div> <div class="para">zur Bezahlung von Kosten grundsätzlich nicht untergehen </div> <div class="para">(vgl. beispielsweise die Regelung in der bernischen Verwal- </div> <div class="para">tungsrechtspflege: Thomas Merkli/Arthur Aeschlimann/Ruth </div> <div class="para">Herzog, Kommentar zum Gesetz über die Verwaltungsrechts- </div> <div class="para">pflege im Kanton Bern, Bern 1997, N. 2-5 zu Art. 110 VRPG). </div> <div class="para">Jedenfalls kann der Umstand allein, dass die Baugesuchstel- </div> <div class="para">lerin ihr anhaltendes Interesse am Projekt nicht durch aus- </div> <div class="para">drückliche Anträge bekundet hat, keinen Einfluss auf die </div> <div class="para">Parteistellung und damit auch auf die Kostenregelung haben. </div> <div class="para">Sonst könnten sich die im erstinstanzlichen Verfahren ob- </div> <div class="para">siegenden Gesuchsteller im Beschwerdeverfahren, in dem es </div> <div class="para">um den Bestand der erteilten Bewilligung geht, von ihrem </div> <div class="para">Kostenrisiko stets durch Stillschweigen befreien. Im vor- </div> <div class="para">liegenden Fall muss daher die Beschwerdeführerin, die ihren </div> <div class="para">Willen auf Festhalten am Projekt im Schreiben vom 15. Feb- </div> <div class="para">ruar 2001 sinngemäss bestätigt hat, im Beschwerdeverfahren </div> <div class="para">angesichts des für sie nachteiligen Ausgangs - der Aufhebung </div> <div class="para">der Plangenehmigung - die Kostenpflicht übernehmen. </div> <div class="para"> Aus ähnlichen Überlegungen hat übrigens das Eidge- </div> <div class="para">nössische Versicherungsgericht in einem neueren Entscheid </div> <div class="para">zu <span class="artref">Art. 156 Abs. 1 OG</span> festgestellt, dass im Verwaltungsge- </div> <div class="para">richtsverfahren die Gerichtskosten aufgrund der Anträge der </div> <div class="para">beschwerdeführenden Partei, gemessen am Ergebnis der Anfech- </div> <div class="para">tung des vorinstanzlichen Entscheids - und somit ohne Rück- </div> <div class="para">sicht auf die Anträge der Gegenpartei - zu verlegen sind </div> <div class="para">(<a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=1&amp;from_date=23.10.2001&amp;to_date=11.11.2001&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F123-V-156%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page156">BGE 123 V 156</a>). Da <span class="artref">Art. 63 Abs. 1 Satz 1 VwVG</span> der Bestim- </div> <div class="para">mung von <span class="artref">Art. 156 Abs. 1 OG</span> inhaltlich entspricht, kann eine </div> <div class="para">übereinstimmende Auslegung und Anwendung der beiden Normen </div> <div class="para">in vergleichbaren Verfahren nicht bundesrechtswidrig sein. </div> <div class="para">Offen bleiben kann dagegen, ob in einem Mehrparteienver- </div> <div class="para">fahren wie dem vorliegenden Plangenehmigungsverfahren gleich </div> <div class="para">zu entscheiden wäre, wenn nicht die Plangenehmigung selbst, </div> <div class="para">sondern eine rein prozessrechtliche Frage Gegenstand des </div> <div class="para">Beschwerdeverfahrens bildete (vgl. <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=1&amp;from_date=23.10.2001&amp;to_date=11.11.2001&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F120-V-265%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page265">BGE 120 V 265</a> E. 3 S. 270 </div> <div class="para">mit Hinweisen; <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=1&amp;from_date=23.10.2001&amp;to_date=11.11.2001&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F123-V-156%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page156">123 V 156</a> E. 3a). </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> c) Die soeben angestellten Erwägungen haben auch </div> <div class="para">ihre Bedeutung für die Entschädigungsregelung. Wohl sieht </div> <div class="para"><span class="artref">Art. 64 Abs. 3 VwVG</span> ausdrücklich vor, dass die unterliegende </div> <div class="para">und an sich leistungsfähige Partei nur dann zur Bezahlung </div> <div class="para">einer Parteientschädigung angehalten werden kann, wenn sie </div> <div class="para">sich mit selbständigen Begehren am Verfahren beteiligt hat. </div> <div class="para">Auch in diesem Zusammenhang darf jedoch berücksichtigt wer- </div> <div class="para">den, ob der Verzicht auf selbständige Anträge auf das feh- </div> <div class="para">lende oder geringe Interesse an der Mitwirkung am Beschwer- </div> <div class="para">deverfahren oder nur auf die Absicht zurückzuführen ist, </div> <div class="para">sich der Entschädigungspflicht zu entschlagen. Liegt das </div> <div class="para">Interesse der Gegenpartei am Verfahrensausgang auf der Hand, </div> <div class="para">so darf bei der Entschädigungsregelung von der Vorausset- </div> <div class="para">zung, dass diese ausdrücklich Antrag gestellt habe, abge- </div> <div class="para">sehen werden (anders und wohl etwas zu undifferenziert: </div> <div class="para">Alfred Kölz/Isabelle Häner, Verwaltungsverfahren und Ver- </div> <div class="para">waltungsrechtspflege des Bundes, 2.Aufl., N. 703 und 707, </div> <div class="para">sowie Merkli/Aeschlimann/Herzog, a.a.O., N. 3 zu Art. 108 </div> <div class="para">VRPG). Die fragliche Bedingung, die erst im Laufe des </div> <div class="para">parlamentarischen Verfahrens ins Gesetz eingefügt worden ist </div> <div class="para">(vgl. Art. 58 des Entwurfes für das Bundesgesetz über das </div> <div class="para">Verwaltungsverfahren, BBl 1965 II 1390; AB 1967 S 185 f., </div> <div class="para">1968 N 613 f.) kann nicht bezwecken, der im Beschwerdever- </div> <div class="para">fahren unterliegenden Hauptpartei die Möglichkeit zu ver- </div> <div class="para">schaffen, die prozessuale Entschädigungspflicht trotz ihrer </div> <div class="para">Leistungsfähigkeit auf die Behörden zu überwälzen. Dass hier </div> <div class="para">die Beschwerdeführerin nicht leistungsfähig sei, wird von </div> <div class="para">ihr selbst nicht geltend gemacht. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> d) Der Kosten- und Entschädigungsentscheid der </div> <div class="para">Rekurskommission UVEK erweist sich mithin als bundesrecht- </div> <div class="para">mässig und die Verwaltungsgerichtsbeschwerde als unbe- </div> <div class="para">gründet. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> 3.- Die bundesgerichtlichen Kosten sind dem Verfahrens- </div> <div class="para">ausgang gemäss der unterliegenden Beschwerdeführerin zu be- </div> <div class="para">lasten (<span class="artref">Art. 156 Abs. 1 OG</span>). Den Beschwerdegegnern, die auf </div> <div class="para">eine Vernehmlassung verzichtet haben, ist keine Parteient- </div> <div class="para">schädigung zuzusprechen. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> Demnach erkennt das Bundesgericht: </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> 1.- Die Verwaltungsgerichtsbeschwerde wird abgewiesen. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> 2.- Die Gerichtsgebühr von Fr. 3'000.-- wird der </div> <div class="para">Beschwerdeführerin auferlegt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> 3.- Es werden keine Parteientschädigungen zugesprochen. </div> <div class="para"> 4.- Dieses Urteil wird den Parteien sowie der Rekurs- </div> <div class="para">kommission des Eidgenössischen Departementes für Umwelt, </div> <div class="para">Verkehr, Energie und Kommunikation (UVEK) schriftlich </div> <div class="para">mitgeteilt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> ______________ </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Lausanne, 9. November 2001 </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> Im Namen der I. öffentlichrechtlichen Abteilung </div> <div class="para"> des SCHWEIZERISCHEN BUNDESGERICHTS </div> <div class="para"> Der Präsident: </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> Die Gerichtsschreiberin: </div> </div></body></html>