<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2000.00062</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=105392&amp;W10_KEY=13013581&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2000.00062</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 23.03.2000</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">3. Abteilung/Einzelrichter</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Abgaberecht ohne Steuern</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Gebühr für die Nachführung der Grundbuchvermessung</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Gebühr für die grundbuchliche Vermessung eines Parkplatzes Parkplätze sind vor ihrer Erstellung amtlich zu vermessen (E. 2b). Diese Tätigkeit ist gebührenpflichtig. Die Stadt durfte dabei mangels eines speziellen Tarifs denjenigen für "Anbauten einfacher Grundriss" anwenden ( E. 2c).</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: AMTLICHE VERMESSUNG">AMTLICHE VERMESSUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: Abgaberecht ST: GEBÃHREN">GEBÃHREN</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: GEOMETERGEBÃHREN">GEOMETERGEBÃHREN</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: GESETZLICHE GRUNDLAGE">GESETZLICHE GRUNDLAGE</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: VERMESSUNG">VERMESSUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: VERMESSUNGSGEBÃHR">VERMESSUNGSGEBÃHR</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade">Art. 7 lit. I TVAV</span><br/><span class="gerade">Art. 10 lit. I/a TVAV</span><br/><span class="ungerade">§ 23 VOAV</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 4 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>I. Der Ausschuss Bau und Planung des Stadtrats A. erteilte B. mit Beschluss vom 3. Juni 1999 die Bewilligung betreffend einen CheminÃ©eein- und Kaminan­bau fÃ¼r das in einer Quartiererhaltungszone gelegene Haus C.‑Strasse ..1 sowie einen zu­ge­hÃ¶rigen neuen Parkplatz. Dispositiv Ziffer III lautete: "Die <b>Behandlungskosten</b> und die <b>Ge­bÃ¼hren</b> sowie die Kosten fÃ¼r die Aufnahme des neuen GebÃ¤udes in die PlÃ¤ne der Grund­buchvermessung betragen <b>Fr. 1'033.‑.</b> Sie werden mittels beiliegender Rechnung erhoben und sind innert 30 Tagen zu bezahlen.".</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>II. Hiergegen gelangte B. unterm 28. Juni 1999 an die Baurekurskom­mis­sion I und machte nebst anderem geltend, eine Neuaufnahme des GebÃ¤udes in die PlÃ¤ne der Grund­buch­vermessung scheine ihm in keiner Weise nÃ¶tig. In der Vernehm­lassung vom 13. Juli 1999 detaillierte der Stadtratsausschuss A. Bau und Planung seinen Kostenpunkt. Er bezif­ferte insbesondere die Parkplatzaufnahme durch den Geome­ter auf Fr. 420.‑ und bezeich­ne­te sie als vermessungsrechtlich zwingend.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die Kommission erkannte am 21. Oktober 1999 unter anderem und inzwischen rechtskrÃ¤ftig, auf das Rechtsmittel hinsichtlich des Kostenpunkts allgemein nicht einzutre­ten und die Akten speziell mit Bezug auf die Geometerkosten von Fr. 420.‑ an den zustÃ¤n­digen Bezirksrat X. zur materiellen Behandlung zu Ã¼berweisen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Mit tags darauf versandtem Beschluss vom 12. Januar 2000 stellte der Rat in Gut­heissung des Rekurses fest, B. schulde die Geometerkosten von Fr. 420.‑ nicht (Dispositiv Ziffer 1 Abs. 1), und lud die Stadt A. ein, die im Ãbrigen unangefochte­nen Kosten von Fr. 613.‑ zu fakturieren (Dispositiv Ziffer 1 Abs. 2). Durch Dispositiv Zif­fer 2 liess er seine eigenen Verfahrenskosten ausser Ansatz fallen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>III. Unterm 15. Februar 2000 erhob der Stadtrat A. Beschwerde beim Ver­wal­tungs­gericht und beantragte die Aufhebung des bezirksrÃ¤tlichen Beschlusses, d.h. sinn­gemÃ¤ss nur von dessen Dispositiv Ziffer 1 Abs. 1 und insofern auch die Wiederherstellung der kom­munalen Anordnung vom 3. Juni 1999.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Am 21./22. Februar 2000 liess sich der Bezirksrat X. hierzu negativ verneh­men. Mit Beschwerdeantwort vom 29. Februar/2. MÃ¤rz 2000 beantragte B. Ab­weisung des Rechts­mit­tels.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Der angefochtene Entscheid und die Ãusserungen der Beteiligten vor Verwaltungs­gericht gilt es ‑ soweit nÃ¶tig ‑ nachfolgend aufzugreifen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>Der Einzelrichter zieht in ErwÃ¤gung:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>1. a) Der Streitwert Ã¼bersteigt Fr. 20'000.‑ nicht, und da weder ein Fall von grund­sÃ¤tzlicher Bedeutung vorliegt noch der Regierungsrat als Vorinstanz geamtet hat, kann den Entscheid laut § 38 Abs. 2 und 3 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959/ 8. Juni 1997 (VRG) ein Einzelrichter treffen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) Der angefochtene Bezirksratsbeschluss wurde am Donnerstag, 13. Januar 2000 versandt. Die BeschwerdefÃ¼hrerin will ihn erst am Montag, 17. Januar 2000 erhalten ha­ben. Die vorinstanzliche Vernehmlassung widerspricht dem nicht und die Akten erlauben keinen (abweichenden) Schluss. Demnach erscheint die Rechtsmittelfrist von 30 Ta­gen als gewahrt (§ 53 VRG) und gilt es, indem auch die Ã¼brigen Voraussetzungen erfÃ¼llt sind, auf die Beschwerde einzutreten.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>2. Der angefochtene Beschluss legt die bundesrechtlichen Erfordernisse grundbuch­amtlicher Vermessung und daheriger Belastbarkeit der Verursacher prinzipiell zutreffend dar. Es lÃ¤sst sich hierauf kraft § 70 in Verbindung mit § 28 Abs. 1 Satz 2 VRG zustimmend verweisen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>In diesem Licht beschlÃ¤gt die gegenwÃ¤rtige Kontroverse hauptsÃ¤chlich, ob der Park­platz des Beschwerdegegners vermessen werden (wozu unten a) und ‑ bejahenden Falls ‑ die BeschwerdefÃ¼hrerin dafÃ¼r Fr. 420.‑ fordern durfte (wozu unten b).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Vorab ist das Argument des Beschwerdegegners zu entkrÃ¤ften, die BeschwerdefÃ¼h­rerin habe das vorinstanzliche Verdikt faktisch anerkannt, indem sie am 25. Januar 2000 Rechnung Ã¼ber (lediglich) Fr. 613.‑ gestellt habe. Da­mit setzte sie nÃ¤mlich bloss Dispositiv Ziffer 1 Abs. 2 des bezirksrÃ¤tlichen Entscheids be­treffend den nicht lÃ¤nger strittigen Teil ihrer Faktur von insgesamt Fr. 1'033.‑ ins Werk.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>a) Art. 10 Abs. 1 lit. a der Technischen Verordnung vom 10. Juni 1994 Ã¼ber die amtliche Vermessung (TVAV; SR 211.432.21) befiehlt, Objekte nach Art. 7 zu erheben, wenn sie einer Bewilligungs‑ oder Ã¶ffentlichen Auflagepflicht unterstehen. In Art. 7 Abs. 1 lit. b Ziff. 2 TVAV figurieren nebst anderem "Ã¼brige befestigte FlÃ¤chen". Art. 10 TVAV bestimmt weiter, fÃ¼r Objekte, die den Kriterien von Abs. 1 nicht entsprÃ¤chen, gÃ¤lten die Art. 13-23. Laut Art. 13 Abs. 1 lit. a in Verbindung mit Art. 3 TVAV sind in Ã¼berbauten Gebieten und Bauzonen FlÃ¤chen zu erheben, die ungefÃ¤hr mindestens 100 m<sup>2</sup> messen. Das gilt gemÃ¤ss Art. 15 lit. e TVAV etwa auch fÃ¼r Ã¼brige befestigte FlÃ¤chen wie insbesondere die dem Fahrzeugverkehr dienenden ParkplÃ¤tze. Die Beschwerde folgert hieraus entgegen der Vorinstanz zu Recht, falls der Parkplatz des Beschwerdegegners einer Bewilligung bedÃ¼rfe, spiele seine Ausdehnung von nur 3,4 m auf 6,5 m keine Rolle. Insofern kommt nichts darauf an, ob der Kanton ZÃ¼rich mit dem "Detaillierungsgrad der amtlichen Vermes­sung (AV93)" von Art. 9 TVAV Gebrauch gemacht und den bundesrechtlich vorge­schrie­be­nen Minimalinhalt der amtlichen Vermessung wirksam erweitert habe sowie ob die Be­schwerdefÃ¼hrerin aus den §§ 5 f. der (kantonalen) Verordnung Ã¼ber die amtliche Vermes­sung vom 17. Dezember 1997 (ktVAV; LS 255) diesbezÃ¼glich etwas fÃ¼r sich herleiten kÃ¶nn­te. Endlich betrifft der in der Beschwerdeantwort angerufene Art. 1 TVAV mit dem Grundsatz der Wirtschaftlichkeit von Vermessungsarbeiten nicht die Frage des Ob, sondern des Wie der Realisierung; und wenn der Beschwerdegegner behauptet, der in seinem Vor­garten liegende Abstellplatz habe we­der gros­se Bedeutung fÃ¼r die Ãffentlichkeit noch eig­ne ihm bauliches Interesse fÃ¼r die Be­schwerdefÃ¼hrerin, zielt er bloss auf den Ausschluss von Art. 10 Abs. 1 lit. b TVAV, wo­nach Objekte zu erfassen sind, die wichtige Funktionen erfÃ¼llen und fÃ¼r eine Vielzahl von Benutzenden eben solche Informationen liefern, lÃ¤sst aber den im gegenwÃ¤rtigen Fall ent­scheidenden Art. 10 Abs. 1 lit. a TVAV unberÃ¼hrt.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>§ 309 Abs. 1 lit. d und i des Planungs‑ und Baugesetzes vom 7. September 1975 (PBG; LS 700.1) verlangen fÃ¼r Anlagen, Ausstattungen und AusrÃ¼stungen sowie Fahr­zeug­abstell‑, Werk‑ und LagerplÃ¤tze eine Bewilligung. Laut § 309 Abs. 3 PBG sollen Massnahmen geringfÃ¼giger Bedeutung durch Verordnung von dieser Pflicht befreit wer­den. Die Allgemeine Bauverordnung vom 22. Juni 1977 (ABauV; LS 700.2) definiert in §§ 1 lit. b und 3 als Bauten und Anlagen bzw. Ausstattungen nebst anderem GebÃ¤u­de und selbstÃ¤ndige FahrzeugabstellplÃ¤tze bzw. Nebeneinrichtungen zu Bauten wie Fahr­zeugab­stellplÃ¤tze. § 2 Abs. 2 ABauV lÃ¤sst Bauten und Anlagen nicht als GebÃ¤ude gelten, deren grÃ¶sste HÃ¶he nicht mehr als 1,5 m betrÃ¤gt und die eine BodenflÃ¤che von ma­ximal 2 m<sup>2</sup> Ã¼ber­lagern. § 1 lit. a und h der Bauverfahrensverordnung vom 3. De­zember 1997 (LS 700.6) nimmt von der Bewilligungspflicht Bauten und Anlagen aus, die nach der ABauV wegen ihrer geringen Ausmasse nicht als GebÃ¤ude gelten, sowie Werk‑ und LagerplÃ¤tze in Industriezonen, soweit sie nicht mehr als 1/5 der vermarkten GrundstÃ¼ckflÃ¤che belegen (vgl. zum Ganzen Christian MÃ¤der, Das Baubewilligungsverfah­ren, ZÃ¼rich 1991, Rz. 177 ff., insbes. 193 f.). Also bejaht die BeschwerdefÃ¼hrerin die Be­willigungspflicht fÃ¼r den Parkplatz des Beschwerdegegners zu Recht, und zu Unrecht glaubt dieser in solcher Hin­sicht an eine BefreiungsmÃ¶glichkeit.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Nach alledem musste kraft Art. 23 der (eidgenÃ¶ssischen) Verordnung vom 18. No­vember 1992 Ã¼ber die amtliche Vermessung (VAV; SR 211.432.2) in Verbindung mit §§ 2, 25 f. und 29 ff. ktVAV die BeschwerdefÃ¼hrerin unter dem Titel laufender Grund­buch­nachfÃ¼hrung den Parkplatz des Beschwerdegegners vermessen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) Kraft § 28 ktVAV setzt die Baudirektion den GebÃ¼hrentarif fÃ¼r die laufende Nach­fÃ¼hrung fest (Abs. 1); fÃ¼r die Aufnahme von GebÃ¤uden kÃ¶nnen die Gemeinden eine eigene Regelung vorsehen (Abs. 2) und sie dÃ¼rfen zur Deckung der allgemeinen Unter­halts­kosten der amtlichen Vermessung eine ZusatzgebÃ¼hr erheben (Abs. 3). Die vom Be­schwerdegegner verlangten Geometerkosten beruhen auf den "Richtlinien Ã¼ber die GebÃ¼h­ren fÃ¼r das Bauwesen" gemÃ¤ss Stadtratsbeschluss A. vom 13. Juli 1998, die in Zif­fer 2.4 einen Tarif fÃ¼r GebÃ¤udeaufnahmen zuhanden der amtlichen Vermessung enthal­ten und insbesondere in Ziffer 2.4.6 fÃ¼r "Anbauten einfacher Grundriss (bis 4 Hausecken)" Fr. 420.‑ vorsehen; davon "als gÃ¼nstigster Tarif" ist die BeschwerdefÃ¼hrerin "in Erman­gelung eines spez. Parkplatztarifes" ausgegangen. Der Stadtratsbeschluss beruft sich sei­nerseits auf § 1 lit. E der Verordnung Ã¼ber die GebÃ¼hren der GemeindebehÃ¶rden vom 8. De­zember 1966 (GemeindegebÃ¼hrenV; LS 681). Diese Norm erlaubt fÃ¼r die Ertei­lung von Baubewilligungen BetrÃ¤ge bis Fr. 12'000.‑, sodann etwa § 1 lit. G Gemeindege­bÃ¼h­renV fÃ¼r amtliche Befunde eine GrundgebÃ¼hr bis Fr. 5'000.‑ und eine VollzugsgebÃ¼hr ein­schliesslich Wegzeit von Fr. 80.‑ pro Stunde, § 1 lit. A. Ziffer 5 GemeindegebÃ¼hrenV end­lich Summen bis Fr. 3'750.‑ "fÃ¼r alle Anordnungen von GemeindebehÃ¶rden und Amts­stel­len in Verwaltungssachen" sowie eine dem Zeitaufwand entsprechende GebÃ¼hr "fÃ¼r be­son­dere BemÃ¼hungen im Interesse von Privaten". Nach § 3 GemeindegebÃ¼hrenV kÃ¶nnen die Gemeinden im Rahmen der Verordnung nÃ¤here Bestimmungen erlassen. § 4 Gemein­de­ge­bÃ¼hrenV ermÃ¤chtigt die Amtsstelle, welche die gebÃ¼hrenpflichtige Anordnung getrof­fen hat, die GebÃ¼hren im einzelnen Fall festzusetzen. Und laut § 5 GemeindegebÃ¼hrenV wer­den GebÃ¼hren, wo HÃ¶chstbetrÃ¤ge bestehen und falls nichts anderes bestimmt ist, ent­spre­chend dem Zeitaufwand und der Bedeutung des GeschÃ¤fts berechnet.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>In letzteren beiden Gesichtspunkten gelangen das Kostendeckungs‑ und Ãquiva­lenz­prinzip zum Ausdruck, welche beiden es ‑ wie der angefochtene Entscheid richtig be­tont (S. 3) ‑ bei Erhebung einer VerwaltungsgebÃ¼hr wie der gegenwÃ¤rtig interessieren­den zwar stets zu berÃ¼cksichtigen gilt, die vorliegend indes nicht als verletzt erscheinen (vgl. Ulrich HÃ¤felin/Georg MÃ¼ller, Grundriss des Allgemeinen Verwaltungsrechts, 3. A., ZÃ¼rich 1998, Rz. 2040 ff. und 2049a ff.). Die Beschwerdeantwort greift denn auch nicht hier an, sondern bezeichnet es als willkÃ¼rlich sowie der gesetzlichen StÃ¼tze ermangelnd, wenn die BeschwerdefÃ¼hrerin bei Fehlen eines spezifischen Parkplatztarifs auf denjenigen fÃ¼r "An­bau­ten, einfacher Grundriss als gÃ¼nstigster Tarif" abstelle. Und fÃ¼r den an­gefoch­te­nen Ent­scheid lÃ¤sst sich ein Parkplatz nicht als Anbaute deklarieren, wiesen doch sÃ¤mtliche Ge­bÃ¤u­lichkeiten vom Begriff her eine HÃ¶henausdehnung auf, damit ein Volu­men nutzbar sei; der Parkplatz kÃ¶nne aber lediglich als FlÃ¤che auf zwei Dimensionen be­nutzt werden.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die gesetzlichen Grundlagen genÃ¼gen. EidgenÃ¶ssisches und kantonales Recht um­schreiben die Abgabe<i>pflichtigen</i> (Verursacher der GrundbuchnachfÃ¼hrung) und den Abga­be<i>gegenstand</i> (bewilligungspflichtige Objekte, also auch ParkplÃ¤tze). Kostendeckungs‑ und Ãquivalenzprinzip erlauben, die Abgabe<i>bemessung</i> der Exekutive zu Ã¼berlassen (HÃ¤­felin/MÃ¼ller, Rz. 2094 ff. und 2101 ff.). Also durfte der Stadtrat der BeschwerdefÃ¼hrerin einen Tarif fÃ¼r die GebÃ¤udeaufnahme schaffen. Ob das Heranziehen der GemeindegebÃ¼h­renV dafÃ¼r als sachgerecht erscheine, spielt keine Rolle. Die Regelungsdelegation fÃ¼r die GebÃ¼hren der GebÃ¤udeaufnahme in § 28 Abs. 2 ktVAV schliesst solche der Aufnahme zu­gehÃ¶riger ParkplÃ¤tze als untergeordneten Punkt zweifellos ein. Und da die Vermessung ei­nes einfachen Fahrzeugabstellfeldes geometertechnisch auf dasselbe hinauslÃ¤uft wie jene einer hÃ¶chstens viereckigen Anbaute, indem die HÃ¶hendimension im Grundbuchplan nicht interessiert, bleibt gegen die Anwendung der diesbezÃ¼glichen und obendrein gÃ¼nstigsten Ge­bÃ¼hr nichts einzuwenden.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>c) Die Beschwerde ist deshalb gutzuheissen, Dispositiv Ziffer 1 Abs. 1 des ange­fochtenen Entscheids aufzuheben und Dispositiv Ziffer III im Beschluss des Stadtrats­aus­schusses A. Bau und Planung vom 3. Juni 1999 insofern wiederherzustellen, als er den Be­schwerdegegner verpflichtet, der BeschwerdefÃ¼hrerin innert 30 Tagen die Geome­terkosten von Fr. 420.‑ fÃ¼r die Parkplatzaufnahme zu bezahlen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>3. ...</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>DemgemÃ¤ss entscheidet der Einzelrichter:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>1. In Gutheissung der Beschwerde wird Dispositiv Ziffer 1 Abs. 1 im Beschluss des Be­zirksrats X. vom 12. Januar 2000 aufgehoben. B. wird ‑ soweit in Wiederherstellung von Dispositiv Ziffer III im Beschluss des Stadtratsaus­schusses A. Bau und Planung vom 3. Juni 1999 ‑ verpflichtet, der Stadt A. binnen 30 Tagen ab Zugang dieses Ent­scheids die Geometerkosten von Fr. 420.‑ zu bezahlen.</span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>2. ...</span></p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>