<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: PB.1999.00026</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="https://vgrzh.djiktzh.ch/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=https://vgrzh.djiktzh.ch&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=105349&amp;W10_KEY=4467151&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>PB.1999.00026</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 17.03.2000</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">4. Abteilung/Einzelrichter</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Personalrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Parteientschädigung</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Parteientschädigung im Rekursverfahren:<br/><br/>Gesetzliche Grundlagen und Kriterien im Allgemeinen (E. 3a). Eine Gemeinde mit knapp 2'100 Einwohner/-innen hat in einer nicht einfachen personalrechtlichen Auseinandersetzung, bei welcher sich der Arbeitnehmer durch einen Rechtsbeistand vertreten lässt, Anspruch auf eine angemessene Parteientschädigung (E. 3b/c). Als angemessen erweist sich für das Rekursverfahren mit Anwaltskosten von rund Fr. 6'700.- eine Entschädigung von Fr. 1'800.- (E. 3d).</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsprozessrecht UR: Allgemeines ST: KOSTEN UND ENTSCHÃDIGUNGEN">KOSTEN UND ENTSCHÃDIGUNGEN</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: PARTEIENTSCHÃDIGUNG">PARTEIENTSCHÃDIGUNG</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade">§ 17 VRG</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 4 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Einzug1"><span>Ab 2. Februar 1998 arbeitete C. Y. bei der (politischen) Gemeinde X. als SteuersekretÃ¤r. Am 26. MÃ¤rz 1999 kÃ¼ndigte der Gemeinderat dieses An­stellungsverhÃ¤ltnis auf Ende Juni 1999.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Unterm 15. April 1999 liess C. Y. hiergegen rekurrieren. Mit Beschluss vom 28. Oktober 1999 wies der Bezirksrat das Rechtsmittel ab, soweit er darauf eintrat, wobei er der Gemeinde X. als Rekursgegnerin die von ihr anbegehrte Partei­entschÃ¤digung verweigerte. Die Zustellung des Entscheids an den Rechtsanwalt der Ge­meinde erfolgte am 8. November 1999.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Am 8. Dezember 1999 liess die Gemeinde X. mit Beschwerde an das Verwal­tungsgericht gelangen und fÃ¼r das Rekurs‑ sowie das Beschwerdeverfahren eine angemes­sene EntschÃ¤digung beantragen. In der Vernehmlassung vom 11. Januar 2000 enthielt sich der Bezirksrat eines Antrags. Mit binnen erstreckter Frist erstatteter Beschwerde­antwort vom 15. Februar 2000 liess C. Y. Abweisung des Rechtsmittels beantra­gen, unter Kosten‑ und EntschÃ¤digungsfolgen zu Lasten der Gemeinde X.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>Der Einzelrichter zieht in ErwÃ¤gung:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>1. a) § 74 Abs. 1 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959/8. Juni 1997 (VRG) lÃ¤sst die Beschwerde nebst anderem gegen erstinstanzliche Rekursentscheide Ã¼ber personalrechtliche Anordnungen zu, wie das hier zutrifft. Der Parteikostenpunkt un­ter­liegt deshalb auch der selbstÃ¤ndigen Anfechtung, wovon die BeschwerdefÃ¼hrerin ebenso Gebrauch macht (Alfred KÃ¶lz/JÃ¼rg Bosshart/Martin RÃ¶hl, Kommentar zum Verwaltungs­rechtspflegegesetz des Kantons ZÃ¼rich, 2. A., ZÃ¼rich 1999, § 17 N. 9).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) Der Beschwerde beigegeben findet sich eine LeistungsÃ¼bersicht, welche fÃ¼r das Rekursverfahren einen anwaltlichen Aufwand im Wert von Fr. 6'817.30 ausweist. Die BeschwerdefÃ¼hrerin anerkennt zu Recht, dass dieser Betrag die Obergrenze einer vorinstanzlichen ParteientschÃ¤digung bilde (KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 17 N. 1 und 36; vgl. freilich auch N. 13). Eine solche Angelegen­heit mit einem den Rahmen von Fr. 20'000.‑ jedenfalls bei weitem nicht sprengenden Streit­wert gehÃ¶rt kraft § 38 Abs. 2 VRG in die ZustÃ¤ndigkeit des Einzelrichters.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>2. Als BeschwerdegrÃ¼nde kommen gegenwÃ¤rtig nur Rechtsverletzungen ein­schliess­lich Ãberschreitung oder Missbrauch des Ermessens laut § 75 lit. a VRG in Frage, also insbesondere nicht die RÃ¼ge der blossen Unangemessenheit im Sinn von § 50 Abs. 2 VRG (KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 75 N. 1). Insofern die Vorinstanz Ã¼ber Ermessen oder einen Beurteilungsspielraum verfÃ¼gte, kann das Rechtsmittel mithin lediglich dann durchdringen, wenn der angefochtene Entscheid als geradezu willkÃ¼rlich erscheint bzw. diesen Spielraum verlassen hat (vgl. KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 50 N. 73 ff., 80 und 95 ff.).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>3. Nach § 17 Abs. 2 VRG kann im Rekursverfahren und in dem vor Verwaltungsge­richt die unterliegende Partei zu einer angemessenen EntschÃ¤digung fÃ¼r die Umtriebe des Gegners verpflichtet werden, namentlich wenn (a) die rechtsgenÃ¼gende Darstellung kom­pli­zierter Sachverhalte und schwieriger Rechtsfragen besonderen Aufwand erforderte oder den Beizug eines Rechtsbeistands rechtfertigte, oder (b) ihre Rechtsbegehren oder die an­gefochtene Anordnung offensichtlich unbegrÃ¼ndet waren.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>a) Im Rechtsmittelverfahren existiert allgemein ein bedingter Anspruch auf Par­teientschÃ¤digung, sobald die Voraussetzungen von § 17 Abs. 2 lit. a oder b VRG erfÃ¼llt sind; alsdann lÃ¤sst sich eine EntschÃ¤digung nur unter besonderen UmstÃ¤nden verweigern (KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 17 N. 5 und 24). Insofern stellt das prinzipielle Problem einer Par­teientschÃ¤digung ‑ im Gegensatz zu jenem von deren HÃ¶he (RB 1998 Nr. 8 = ZBl 99/1998, S. 524 E. 3a) ‑ nicht weitgehend ein solches des (Rechtsfolge‑)Ermessens (so aber noch RB 1985 Nr. 4 E. b; nicht differenzierend KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 17 N. 9), sondern des (tatbe­stÃ¤ndlichen) Beurteilungsspielraums dar. Zu ersetzen gilt es gegebenenfalls lediglich den notwendigen Rechtsverfolgungsaufwand. Zur Frage dieser Notwendigkeit zÃ¤hlt auch die des Erfordernisses, einen rechtskundigen Vertreter beizuziehen. Das hÃ¤ngt weitgehend von den jeweiligen UmstÃ¤nden ab. Die tatsÃ¤chlichen und rechtlichen Schwierigkeiten einer An­gelegenheit mÃ¼ssen an den FÃ¤higkeiten und der prozessualen Erfahrung der Betroffenen ge­messen werden. Eine Vertretung erscheint als um so unerlÃ¤sslicher, je wichtiger die Sa­che fÃ¼r die Vertretenen ist. Hierbei gewinnt der Gedanke der Waffengleichheit Bedeutung (KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 17 N. 4 und 10 f.). Allerdings besitzen Gemeinwesen in der Regel keinen Anspruch auf ParteientschÃ¤digung. Vor allem grÃ¶ssere und leistungsfÃ¤higere haben sich so zu organisieren, dass sie Verwaltungsstreitsachen selbst durchfechten kÃ¶nnen. Denn die Erhebung und Beantwortung von Rechtsmitteln gehÃ¶rt zu den angestammten amtlichen Aufgaben. Die Kontroversen beschlagen zudem meist ein Rechtsgebiet, wo die Gemeinwe­sen gegenÃ¼ber den beteiligten Privaten einen Wissensvorsprung aufweisen. Endlich Ã¼ber­steigt der in einem Rechtsmittelverfahren gebotene BehÃ¶rdenaufwand vielfach jenen nicht wesentlich, der im vorangehenden nichtstreitigen Verfahren ohnehin erbracht werden muss­te. Kleinere Gemeinden dÃ¼rften indes ohne die Hilfe eines rechtskundigen Vertreters oft Ã¼berfordert sein. Weil sie sich gezwungen sehen, das unabdingbare Fachwissen ander­weitig zu beschaffen, rechtfertigt es sich, ihnen einen Anspruch auf ParteientschÃ¤digung zuzubilligen (KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 17 N. 19 f.).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Entgegen dem Wortlaut von § 17 Abs. 2 lit. a reicht zunÃ¤chst, dass es alternativ komplizierte Sachverhalte oder schwierige Rechtsfragen rechtsgenÃ¼gend darzulegen gilt. Als rechtsgenÃ¼gend erscheint dabei nur eine Darlegung, die sowohl die Verfahrensvor­schriften erfÃ¼llt als auch in der Sache selbst die entscheidwesentlichen Fragen fachgerecht behandelt. Als kompliziert erweisen sich Sachverhalte, wenn sie sich nicht einfach erfassen und darstellen lassen sowie wenn ihr VerstÃ¤ndnis besondere Sach‑ und Rechtskenntnisse erfordert, und als schwierig Rechtsfragen, die selbst eine rechtskundige Person nicht ohne weiteres zu beantworten weiss. So oder/und so kommt es aber nur zu einer ParteientschÃ¤­digung, falls sich daraus ein besonderer Aufwand ergab oder sich deswegen der Beizug ei­nes Rechtsbeistands rechtfertigte. Letzteres dÃ¼rfte meistens zutreffen, sobald es sich um komplizierte Sachverhalte oder schwierige Rechtsfragen dreht. Im Sinn von § 17 Abs. 2 lit. b VRG offensichtlich unbegrÃ¼ndet sind mutwillige Rechtsbegehren, die leichtfertig ein Rechtsmittelverfahren anreissen, nicht aber solche, wo Rechtslage und Verfahrensausgang nicht von vornherein feststehen (KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 17 N. 27 ff.). Abweichend von der Formulierung in § 17 Abs. 2 VRG darf eine ParteientschÃ¤digung nicht nur den Unterlie­gen­den, sondern ebenso gestÃ¼tzt auf das Verursacherprinzip andern Verfahrensbeteiligten auferlegt werden. Das setzt regelmÃ¤ssig ein ordnungswidriges Verhalten voraus, das unnÃ¶­tig zusÃ¤tzliche Kosten bewirkt hat. Soweit das Verursacherprinzip zur Anwendung gelangt, verdrÃ¤ngt es das gesetzlich vorgesehene Unterliegerprinzip grÃ¶sstenteils. Je nach Tragweite des ordnungswidrigen Verhaltens hat dieses die KÃ¼rzung oder gar Verweigerung einer der obsiegenden Partei an sich zuzusprechenden ParteientschÃ¤digung zur Folge. FÃ¼hren jedoch unterliegende Parteien Verfahren in guten Treuen, werden dem weder das Unterlieger‑ noch das Verursacherprinzip gerecht. Alsdann kann die ParteientschÃ¤digung an die Obsie­genden eine Verminderung oder Streichung erfahren. Handeln in guten Treuen ist dabei nicht leichthin anzunehmen. Namentlich genÃ¼gt es nicht, dass jemand ernsthafte GrÃ¼nde hatte, an ein Obsiegen zu glauben (KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 17 N. 33 f.).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>§ 17 Abs. 2 VRG gewÃ¤hrt in der Regel keine volle Deckung der notwendigen Rechts­verfolgungskosten, sondern nur eine angemessene. Er mutet so der obsiegenden Partei zu, einen Teil der Aufwendungen selbst zu tragen. Anders verhÃ¤lt es sich ausnahms­weise etwa bei Verfahren von grosser Tragweite fÃ¼r die EntschÃ¤digungsberechtigten. Die Rechtsmittelinstanz hat die ParteientschÃ¤digung in freiem, aber pflichtschuldigem Ermes­sen nach der Bedeutung der Streitsache, der Schwierigkeit des Prozesses, dem Zeitaufwand sowie den Barauslagen festzusetzen, wobei geringfÃ¼gige Arbeit keine Rolle spielt. Stets kommt es auf die besonderen UmstÃ¤nde des Einzelfalls an, namentlich auf die Zahl der er­forderlichen Rechtsschriften sowie auf deren Umfang und Inhalt. Auch gilt es zu beach­ten, ob sich lediglich Rechtsfragen stellten oder zusÃ¤tzlich der Sachverhalt kontrovers war und ob das Rechtsmittelverfahren die gleichen Rechtsfragen beinhaltete wie das vorin­stanzli­che. Die behÃ¶rdliche Untersuchungs‑ und Rechtsanwendungspflicht von § 7 Abs. 1 und Abs. 4 Satz 2 VRG rechtfertigt fÃ¼r sich allein zwar kein Absehen von ParteientschÃ¤di­gung, schliesst aber ihre BerÃ¼cksichtigung bei deren Bemessung nicht von vornherein aus. Die von einem Rechtsvertreter eingereichte Honorarnote muss hinreichend gewÃ¼rdigt wer­den. Fehlt eine solche, bilden bisherige Praxis und Ã¤hnlich gelagerte FÃ¤lle Orientierungs­hilfe. Bei alledem findet die Verordnung des Obergerichts Ã¼ber die AnwaltsgebÃ¼hren vom 10. Ju­ni 1987 keine unmittelbare Anwendung (§ 12 der GebÃ¼hrenverordnung des Verwal­tungsgerichts vom 26. Juni 1997; KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 17 N. 36 ff. und § 50 N. 91 S. 676).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) Der angefochtene Entscheid versagte der BeschwerdefÃ¼hrerin eine Parteient­schÃ¤­digung, weil die KÃ¼ndigung eines DienstverhÃ¤ltnisses grundsÃ¤tzlich keine so schwie­rige An­gelegenheit darstelle, dass diese nicht auch der Gemeinderat und sein Schreiber im Re­kursverfahren vertreten kÃ¶nnten. Die Komplikationen des Falles aber habe die Be­schwer­defÃ¼hrerin selber zu verantworten. Die verdeckte Kontrolle des Beschwerdegegners durch FinanzsekretÃ¤rin I. und das Nachholen der AnhÃ¶rung bildeten Momente, welche die man­gelhafte Leistung des Beschwerdegegners auch anders deuten liessen. HÃ¤tte die Ge­meindevorsteherschaft bereits bei der Mitarbeiterbeurteilung ‑ wie es ab 1. Juli 1999 das neue Personalgesetz vom 27. September 1998 (PG) vorschreibe ‑ schriftlich unter Andro­hung der KÃ¼ndigung ihre Erwartungen bekundet, hÃ¤tte die AuflÃ¶sung der Anstellung unter ganz anderen UmstÃ¤nden erfolgen kÃ¶nnen (E. IV). Die Vorinstanz hÃ¤lt in der Vernehmlas­sung an ihrer Auffassung fest.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die Beschwerde macht eine Verletzung von § 17 Abs. 2 VRG geltend (act. 2 S. 2 ff.): Der vorliegende Fall habe recht spezielle Komponenten aufgewiesen. Die ‑ vom Gemeinderat am 15. MÃ¤rz 1999 beschlossene ‑ Absicht, das DienstverhÃ¤ltnis aufzulÃ¶sen, habe der Beschwerdegegner am 18. MÃ¤rz 1999 erÃ¶ffnet erhalten. Bereits vor Aussprache der KÃ¼ndigung ‑ und auch unmittelbar danach ‑ habe der Rechtsanwalt des Beschwerdegegners bei der BeschwerdefÃ¼hrerin interveniert. Die PrÃ¤parierung des Prozessstoffs im Rekursverfahren habe sich als alles andere denn einfach erwiesen, was aus dem Umfang allein schon des doppel­ten Schriftenwechsels ‑ nebst je einer weiteren Eingabe der Parteien ‑ und ebenso des an­gefochtenen Entscheids erhelle. Insbesondere aber gehÃ¶rten die rechtlichen Probleme darum, ob eine KÃ¼ndigung als missbrÃ¤uchlich er­scheine oder nicht, zu den schwierigeren, welche die MÃ¶glichkeiten der Kanzlei einer Ge­meinde wie der BeschwerdefÃ¼hrerin mit knapp 2'100 Einwohnern (vgl. auch Statistische Berichte des Kantons ZÃ¼rich 1999, Heft 1, S. ..) eindeutig Ã¼berstiegen. Insofern habe kein Wissensvorsprung der BeschwerdefÃ¼hrerin bestanden, zumal von Anbeginn weg ein aus­ge­wiesener Experte den Beschwerdegegner vertreten habe. Der Gemeindeschreiber habe in den 17 Jahren seiner AmtstÃ¤tigkeit bis dahin nur eine einzige, zudem vor jedem Rechts­mit­telverfahren gÃ¼tlich beigelegte personalrechtliche Streitigkeit zu behandeln gehabt. Oben­drein habe der Sache fÃ¼r die BeschwerdefÃ¼hrerin eine weittragende Bedeutung geeig­net, ha­be doch der Beschwerdegegner bei der Vorinstanz bis zum Ende, selbst nach zwi­schen­zeitlichem Eintritt einer InvaliditÃ¤t von 50 %, auf WeiterbeschÃ¤ftigung beharrt, was unter allen UmstÃ¤nden habe vermieden werden mÃ¼ssen. Die vollstÃ¤ndige ArbeitsunfÃ¤hig­keit des Beschwerdegegners vom 21. Mai bis Ende August 1999 mit anschliessender TeilinvaliditÃ¤t habe die Situation zusÃ¤tzlich kompli­ziert. Vor die­sem Hintergrund habe sich der Beizug eines Anwalts geradezu aufgedrÃ¤ngt. Nicht nach­voll­ziehbar sei die bezirksrÃ¤tliche ErwÃ¤gung, die mangelhafte Leistung des Be­schwerde­gegners hÃ¤tte sich auch anders deuten lassen, und ebenso unerfindlich, inwiefern die hier­fÃ¼r genannten Momente den Rekurs verursacht haben sollten. Im Ãbrigen spiele es fÃ¼r die Frage der Notwendigkeit rechtlicher VerbeistÃ¤ndung keine Rolle, wer die Angele­genheit verwickelt habe, selbst wenn namentlich die "an sich unschÃ¶ne Nachholung der AnhÃ¶rung" (so E. III S. 5 f. des angefochtenen Entscheids) des Beschwerdegegners einen Fehler dar­ge­stellt hÃ¤tte. Endlich kÃ¶nne das Personalgesetz keine Vorwirkung entfalten.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die Beschwerdeantwort versetzt, im Rekursverfahren habe die BeschwerdefÃ¼hrerin lediglich die KÃ¼ndigungsmotive und ihr zuvor verheimlichtes Procedere offen legen mÃ¼s­sen. Mangels rechtlicher KomplexitÃ¤t habe es hierzu keines Anwalts bedurft. Dass der Be­schwerdegegner durch einen solchen vertreten gewesen sei, Ã¤ndere nichts, habe er in der fraglichen Zeit aus gesundheitlichen GrÃ¼nden doch seine Interessen nicht selber angemes­sen wahren kÃ¶nnen. Er leide seit der Geburt an einer Krankheit, welche vermehrt seine berufliche TÃ¤tigkeit belastet und nunmehr TeilinvaliditÃ¤t zur Folge gehabt habe. HÃ¤tte die BeschwerdefÃ¼hrerin die Kritik an seiner Arbeit unter diesen UmstÃ¤nden geÃ¤ussert, statt ihn heimlich zu Ã¼berwachen, wÃ¤re es nie zur vorliegenden dienstrechtlichen Auseinanderset­zung gekommen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>c) Einerseits behauptet die BeschwerdefÃ¼hrerin zu Recht nicht, der Rekurs des Beschwerdegegners sei im Sinn von § 17 Abs. 2 lit. b VRG offensichtlich unbegrÃ¼ndet gewesen. Ansonsten hÃ¤tte der angefochtene Entscheid (E. IV und Dispositiv Ziff. 3) die Verfahrenskosten nach § 13 Abs. 3 VRG auch kaum ausser Ansatz fallen lassen dÃ¼rfen (vgl. KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 13 N. 34 f. und § 80b N. 5 f.; Andreas Keiser, Rechtsschutz im Ã¶ffentlichen Personalrecht nach dem revidierten Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kan­tons ZÃ¼rich, ZBl 99/1998, S. 193 ff., 208 und 215). Anderseits stellt sich ebenso zutreffend niemand auf den Standpunkt, der Beschwerdegegner habe sein Rechtsmittel in guten Treu­en ergriffen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Sollte indes die Vorinstanz meinen, die BeschwerdefÃ¼hrerin hÃ¤tte das Rekursver­fah­ren prinzipiell allein bestehen kÃ¶nnen, dÃ¼nkte einen der Beurteilungsspielraum hin­sicht­lich dessen verlassen, ob sich der Beizug eines Anwalts im Sinn eines Anspruchs auf Par­teientschÃ¤digung rechtfertigte. Unstreitig darf die BeschwerdefÃ¼hrerin als kleine Ge­meinde sowie in personalrechtlichen Prozessen unerfahren gelten und eignete fÃ¼r sie der Kontro­ver­se eine grÃ¶ssere Bedeutung. Mit der BeschwerdefÃ¼hrerin muss sodann wenig­stens die Rechtsfrage, ob eine KÃ¼ndigung missbrÃ¤uchlich sei, in der gegenwÃ¤rtig nicht ein­deutigen Angelegenheit als schwierig angesehen werden. Ob daneben auch der Sachverhalt als kom­pliziert erscheine, wie der angefochtene Entscheid anders als der Beschwerdegeg­ner denn wohl doch einrÃ¤umt, mag alsdann offen bleiben. Endlich erlaubte der Umstand, dass der Be­schwerdegegner einen Rechtsvertreter bevollmÃ¤chtigt hatte, der Beschwerde­fÃ¼hrerin, das NÃ¤mliche zu tun. Die angebliche UnfÃ¤higkeit des Beschwerdegegners, seine Interessen wegen gesundheitlicher BeeintrÃ¤chtigung selber genÃ¼gend zu wahren, zwang ihn als solche jedenfalls nicht, gerade einen Fachmann mit seiner Vertretung zu betrauen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die Vorinstanz will die deshalb nach § 17 Abs. 2 lit. a VRG an sich gebotene Ent­schÃ¤digungsfolge durch das Verursacherprinzip ausschliessen. DafÃ¼r gebricht es freilich schon an ordnungswidrigem Verhalten der BeschwerdefÃ¼hrerin. Weder die undeklarierte Ãberwachung des Beschwerdegegners lÃ¤sst sich als solches qualifizieren noch wurde ihm vor Aussprache der KÃ¼ndigung das rechtliche GehÃ¶r verweigert, was im Grunde selbst der angefochtene Entscheid anerkennt (S. 4 ff., auch zum Folgenden; ...; anderer Meinung der Beschwerdegegner ... gegenÃ¼ber der BeschwerdefÃ¼hrerin ...). In diesem Zusammenhang verbietet sich natÃ¼rlich ein Heranziehen des zum fraglichen Zeitpunkt nicht bereits in Kraft getretenen Personalge­setzes (vgl. dessen § 19). Zudem hÃ¤tte ein ‑ um des Argumentes willen einmal angenom­menes ‑ ordnungswidriges Verhalten nicht unnÃ¶tig (zusÃ¤tzliche) Kosten bewirkt bzw. ein vielmehr ordnungsgemÃ¤sses Verhalten das gerade nicht verhindert. Denn obwohl die Be­schwerdefÃ¼hrerin spÃ¤testens in der Rekursantwort alle ihre Karten offen gelegt hatte, be­harrte der Beschwerdegegner replicando auf seinem Rechtsmittelantrag. Im Ãbrigen hatte der GemeindeprÃ¤sident am 4. Dezember 1998 im MitarbeitergesprÃ¤ch vom Beschwerdegegner ergebnislos sorgfÃ¤ltigere Korrespondenz sowie besseren Eindruck nach aussen erwartet ‑ <i>die</i> zentralen Punkte fÃ¼r die nachmalige Beendigung der Anstel­lung ‑ und Ã¤nderte sich der Beschwerdegegner im Beruf auch dann nicht zu seinem Vor­teil, als er nach erÃ¶ffneter KÃ¼ndigung dieselbe bekÃ¤mpfte.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>d) Schuldet der Beschwerdegegner der BeschwerdefÃ¼hrerin fÃ¼r das Rekursverfahren mithin eine ParteientschÃ¤digung, rechtfertigen es prozessÃ¶konomische GrÃ¼nde, dass der Einzelrichter die Sache zur Festsetzung des Quantitativs nicht nach § 64 Abs. 1 VRG an die Vorinstanz zurÃ¼ckweist, sondern in Anwendung von § 63 Abs. 1 VRG selbst entschei­det (VGr, 31. MÃ¤rz 1998, ZBl 99/1998, S. 524, E. 5 S. 526; KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 64 N. 5).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Der von der BeschwerdefÃ¼hrerin fÃ¼r das Rekursverfahren aufgelistete Aufwand von 26,8 Stunden sowie Fr. 117.30 Barauslagen erscheint als plausibel und sachadÃ¤quat, mit Ausnahme der geltend gemachten halben Stunde nach Zustellung des angefochtenen Ent­scheids, welche Zeit inhaltlich die Vorbereitung der Beschwerde beschlagen und dort be­rÃ¼cksichtigt werden muss. Es besteht vorliegend aber ohnedies kein Anlass, volle Kosten­deckung zu gewÃ¤hren.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Angemessen ist eine EntschÃ¤digung von Fr. 1'800.‑ einschliesslich Mehrwertsteuer.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>4. ...</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>DemgemÃ¤ss entscheidet der Einzelrichter:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>1.<span> </span></span><span>In Gutheissung der Beschwerde wird der Beschwerdegegner verpflichtet, der Be­schwer­defÃ¼hrerin fÃ¼r das Rekursverfahren binnen 30 Tagen ab Zustellung dieses Ent­scheids eine ParteientschÃ¤digung von Fr. 1'800.‑, Mehrwertsteuer inbegriffen, zu be­zahlen.</span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>2. ...</span></p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>