B u n d e s v e rw a l t u n g s g e r i ch t T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i f f éd é r a l T r i b u n a l e am m i n i s t r a t i vo f e d e r a l e T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i v fe d e r a l Abteilung V E-6875/2013 U r t e i l v o m 1 9 . D e z e m b e r 2 0 1 3 Besetzung Einzelrichterin Regula Schenker Senn, mit Zustimmung von Richter Jean-Pierre Monnet; Gerichtsschreiber Urs David. Parteien A._______, B._______, C._______, D._______, Bosnien und Herzegowina, alle vertreten durch Bureau de Conseil pour les Africains Francophones de la Suisse (BUCOFRAS), Beschwerdeführende, Gegen Bundesamt für Migration (BFM), Quellenweg 6, 3003 Bern, Vorinstanz. Gegenstand Vollzug der Wegweisung; Verfügung des BFM vom 27. November 2013 / N (…). E-6875/2013 Seite 2 Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest, dass die Beschwerdeführe nden eigenen Angaben zufolge am 17. Juli 2012 ihren Heimatstaat verliessen und gleichentags in die Schweiz ei n- reisten und um Asyl nachsuchten, dass sie anlässlich der Befragungen zur Person vom 27. Juli 2012 im Empfangs- und Verfahrenszentrum Altstätten und der Anhörungen zu den Asylgründen vom 2. Oktober 2013 im Wesentlichen Folgendes geltend machten, dass er ethnischer Roma und sie ethnische Bosniakin sei, sie sich im Jahre 2000 verliebt , vier Jahre später geheiratet und for tan beim Vater des Beschwerdeführers gewohnt hätten, dass die Familie der Beschwerdeführerin stets gegen diese gemischtet h- nische Beziehung, die Heirat und die Gründung einer Familie gewesen sei und sie (Beschwerdeführende) deshalb über einen Zeitraum von f ast zehn Jahren belästigt, beschimpft, bedroht und körperlich angegriffen worden seien, wobei es auch zu Sachbeschädigungen gekommen sei, dass sie aus Angst und mangels Erfolgsaussichten nie die Polizei eing e- schaltet oder anderweitig staatlichen Schutz beansprucht hätten, dass zudem der Halbbruder des Beschwerdeführers ihre Tochter belästigt und geplagt habe, dass sie (Beschwerdeführende) sich aus diesen Gründen zunächst zu verschiedenen Wohnsitzwechseln veranlasst gesehen, schliesslich aber angesichts der unerträglich gewordenen und zur Eskalation mit Todesop- fern neigenden Situation zur Ausreise entschieden hätten, dass sie in Begleitung eines Schleppers auf dem Landweg via Kroatien, Slowenien und Italien illegal in die Schweiz gelangt seien, dass die Besch werdeführenden ihre Identitätskarten einreichten, wog e- gen ihre Reisepässe im Auto des Schleppers geblieben seien, dass das BFM mit Verfügung vom 16. Ok tober 2013 in Anwendung von Art. 34 Abs. 1 des Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 (AsylG, SR 142.31) auf die Asylgesuche der Beschwerdeführenden nicht eintrat sowie deren Wegweisung aus der Schweiz und den Vollzug anordnete, E-6875/2013 Seite 3 dass das BFM zur Begründung seines Nichteintretensentscheides im We- sentlichen anführte, Bosnien und Herzegowina sei mit Beschluss des Bundesrats vom 25. Juni 2003 als "safe country" im Sinne von Art. 6 Abs. 2 Bst. a AsylG bezeichnet worden, dass sich aus den Akten und aus den Vorbringen de r Beschwerdeführen- den keine Hinweise auf eine Verfolgung ergeben würden, welche die in Art. 6 Abs. 2 Bst. a AsylG verankerte widerlegbare Vermutung der Verfo l- gungssicherheit umzustossen geeignet wären, da die geltend gemachten Übergriffe seitens der Famili e de r Beschwerdeführerin familieninterne Streitigkeiten und damit keine staatliche Verfolgung darstellten, weshalb diese nicht asylbeachtlich seien, zumal die Beschwerdeführenden auch nie behördlichen Schutz in Anspruch genommen hätten, dass zudem grösste Zweifel an der Glaubhaftigkeit der Vorbringen b e- stünden, dass die Wegweisung die Regelfolge eines Nichteintretensentscheides darstelle und keine Gründe ersichtlich seien, die auf Unzulässigkeit, Un - zumutbarkeit oder Unmöglichkeit eines Wegweisungsvollzuges schlies- sen lassen könnten, wobei auch die Schwangerschaft der Beschwerd e- führerin ([…]) kein Vollzugshindernis darstellen würde, dass das Bundesverwaltungsgericht eine gegen diese Verfügung er - hobene Beschwerde vom 25. Oktober 2013 mit Urteil E-6073/2013 vom 31. Oktober 2013 insoweit guthiess , als es den angefochtenen Nichteintretensentscheid infolge Bundesrechtsverletzung aufhob und die Sache zur Neubeurteilung an die Vorinstanz zurückwies, dass das Gericht in den Erwägungen erkannte, das BFM bringe, indem es di e geltend gemachten Verfolgungs ereignisse beziehungsweise -befürchtungen als n icht asylbeachtlich qualifizier e, implizit zum Aus - druck, d ie Vorbringen der Beschwerdefüh renden seien nicht auf den ersten Blick als unglaubhaft zu bezeichnen, welche Vorgehensweise jedoch im Hinblick auf die Fällung eines Nichteintretensentscheid es im Sinne von Art. 34 Abs. 1 AsylG praxisgemäss unzulässig sei , zumal die weiteren vorinstanzlichen Erwägungen betreffend aufgetretener erheb - licher Glaubhaftigkeitszwe ifel den Anforderungen an die Begründungs - pflicht nicht genüg ten, dass das BFM mit neuer Verfügung vom 27. November 2013 – eröffnet am 29. November 2013 – das Bestehen der Flüchtlingseigenschaft der E-6875/2013 Seite 4 Beschwerdeführenden verneinte, deren Asylgesuche ablehnt e sowie ihre Wegweisung aus der Schweiz und den Vollzug anordnete, dass das Bundesamt seinen ablehnenden Asylentscheid damit begründe- te, dass die Schilderungen der Beschwerdeführenden den Anforderungen von Art. 3 AsylG an die flüchtlingsrechtliche Beachtlichkeit nicht genügten, dass die geltend gemachten Übergriffe seitens der Familie der B e- schwerdeführerin Übergriffe Dritter darstellten und keine staatliche oder quasistaatliche Urheberschaft zu erkennen sei, die Beschwerdeführenden dagegen trotz bundesrätlicher Einstufung Bosniens als grundsätzlich ve r- folgungssicherer Staat keinen staatlichen Schutz in Anspruch genommen hätten und die hierfür insbesondere auch in der Beschwerde vom 25. Ok- tober 2013 unternommenen Erklärungsversuche (starker Einfluss des Clans der Familie der Beschwerdeführerin auf staatliche Institutionen) weder zureichend noch auf die Akten abstützbar noch glaubhaft seien, dass die Wegweisung die Regelfolge des ablehnenden Asylentscheides darstelle und keine hinreichenden Anhaltspunkte gegen die Zulässigkeit, Zumutbarkeit und Möglichkeit des Wegweisungsvollzuges bestünden, zumal insbesondere keine völkerrechtlichen Vollzugshindernisse ausz u- machen seien, die Beschwerdeführe nden bereits vor der Ausreise eine hohe Unterkunfts - und Erwerbsmo bilität und -flexibilität bewiesen und staatliche Sozialhilfe und Krankenversicherung in Anspruch genommen hätten und die in der Beschwerde vom 25. Oktober 2013 erstmals e r- wähnten gesundheitlichen Beeinträchtigungen weder aktenkundig noch sonstwie konkretisiert oder substanziiert seien, dass der (…) Schwangerschaft der Beschwerdeführerin durch Erstr e- ckung der Ausreisefrist (bis zum 1. Juni 2014) Rechnung zu tragen sei, dass die Beschwerdefrist angesichts des verfolgungssicheren Herkunft s- landes Bosnien und H erzegowina und in Anwendung von Art. 108 Abs. 2 i.V.m. Art. 6a Abs. 2 Bst. a und Art. 40 AsylG fünf Arbeitstage betrage, dass die Beschwerdeführenden mit Rechtsmitteleingabe vom 6. Deze m- ber 2013 beim Bundesverwaltungsgericht die Aufhebung der vorinstanzl i- chen Verfügung, die Gewährung der vorläufigen Aufnahme unter Feststel- lung der Unzumutbarkeit des Wegweisungsvollzuges, eventualiter die Rückweisung der Sache an die Vorinstanz zur Neubeurteilung sowie in prozessualer Hinsicht die Bewilligung ihres Aufenthal tes in der Schweiz während des Beschwerdeverfahrens und die Gewährung der unentgeltl i-E-6875/2013 Seite 5 chen Prozessführung nach Art. 65 Abs. 1 des Verwaltungsverfahrensg e- setzes vom 20. Dezember 1968 (VwVG, SR 172.021) inklusive Verzicht auf die Erhebung eines Kostenvorschusses beantragen, dass sie zur Begründung geltend machen, die Vorinstanz sei zuunrecht gestützt auf Art. 7 AsylG auf ihre Asylgesuche nicht eingetreten, und d a- bei insbesondere eine Missachtung des gemäss Praxis herabgesetzten Beweismasses bei der Beurteilung von Hinweisen auf Verfolgung nach Art. 34 Abs. 1 AsylG und mithin eine unvollständige und unrichtige Sac h- verhaltsfeststellung rügen, dass es sich vorliegend nicht bloss um eine familiäre Streitsache aus et h- nischen Motiven handle, sondern die Familie der Beschwerdeführerin an- gesichts ihrer Position und ihrer Einflussmöglichkeiten in staatlichen Inst i- tutionen faktisch staatliche Verfolgungsmacht auszuüben imstande sei, was die Beanspruchung staatlichen Schutzes für sie (Beschwerdeführe n- de) unmöglich mache, dass somit entgegen der vorinstanzlichen Auffassung durchaus von einer asylrelevanten ethnisch motivierten Verfolgung im Sinne von Art. 3 AsylG auszugehen sei, dass der angeordnete Wegweisungsvollzug ferner stereotyp begründet sei, die Besonderheit des vorliegenden Falles verkenne und neben einer mangelhaften Sachverhaltsfeststellung durch eine Verletzung des guten Glaubens und eine Missachtung der Kinderrechte gekennzeichnet sei, in- dem das BFM bei der Beurteilung des Wegweisungsvollzuges die Vuln e- rabilität der Familie mit einer schwangeren , mithin kranken und nicht re i- sefähigen Frau sowie kranken, minderjährigen Kindern ignoriere, dass niemand die Mutter- und Kindersterblichkeit in ihrer Heimat garantie- ren (recte wohl: ausschliessen) könne, die Krankenversicherungsdeckung begrenzt sei und die Berufserfahrungen des Beschwerdeführers weder eine dauerhafte Arbeitsstelle noch eine Existenzsicherung für die ganze Familie garantierten, dass der angeordnete Vollzug der Wegweisung aufgrund dieser Faktoren, jedenfalls in ihrer kombinatorischen Wirkung, unzumutbar im Sinne von Art. 83 Abs. 4 des Bundesgesetzes vom 16. Dezember 2005 über die Ausländerinnen und Ausländer (AuG, SR 142.20) erscheine und dem gemäss Art. 3 des Übereinkommens vom 20. November 1989 über die E-6875/2013 Seite 6 Rechte des Kindes ( KRK, SR 0.107) vorrangig zu beachtenden Kinde s- wohl keine Rechnung trage, dass die vorinstanzlichen Akten am 11. Dezember 2013 beim Bunde s- verwaltungsgericht eintrafen und die konnexen Akten E-6073/2013 beige- zogen wurden (vgl. Art. 109 Abs. 1 AsylG), dass das Bundesverwaltungsgericht mittels Zwischenverfügung vom 10. Dezember 2013 den einstweilen legalen Aufenthalt der Beschwerd e- führenden bis zum Abschluss des Verfahrens feststellte und ein Rüc k- kommen auf die Beschwerde nach Eing ang und Prüfung der Akten in Aussicht stellte, dass für den detaillierten Inhalt der protokollierten Schilderungen, der eingereichten Rechtsschriften und Beweismittel und der vom BFM bezi e- hungsweise vom Bundesverwaltungsgericht in der vorliegenden Sache getroffenen (Zwischen-)Entscheidungen auf die Akten zu verweisen ist, und erwägt, dass das Bundesverwaltungsgericht auf dem Gebiet des Asyls endgültig über Beschwerden gegen Verfügungen Art. 5 VwVG des BFM entsche i- det, ausser bei Vorliegen eines Auslieferun gsersuchens des Staates, vor welchem die beschwerdeführende Person Schutz sucht (Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 31–33 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [VGG, SR 173.32]; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]), dass eine solche Ausnahme im Sinne von Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG nicht vorliegt, weshalb das Bundesverwaltungsgericht endgültig entscheidet, dass sich das Verfahren nach dem VwVG, dem VGG und dem BGG ric h- tet, soweit das AsylG nichts anderes bestimmt (Art. 37 VGG und Art. 6 AsylG), dass die Beschwerdeführenden am Verfahren vor der Vorinstanz teilg e- nommen haben, durch die angefochtene Verfügung besonders berührt sind, ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung beziehungsweise Änderung haben und daher zur Einreichung der Beschwerde legitimiert sind (Art. 105 AsylG und Art. 48 Abs. 1 VwVG), E-6875/2013 Seite 7 dass somit auf die frist - und formgerecht eingereichte Beschwerde einzu- treten ist (Art. 108 Abs. 2 AsylG und Art. 52 Abs. 1 VwVG), dass mit Beschwerde die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts und die Unangemessenheit gerügt werden können (Art. 106 Abs. 1 AsylG), dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterlicher Zuständigkeit mit Zustimmung eines zweiten Richters beziehungsweise einer zweiten Richterin entschieden wird (Art. 111 Bst. e AsylG) und es sich vorliegend, wie nachfolgend aufgezeigt, um eine solche handelt, weshalb der Beschwerdeentscheid nur summarisch zu begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG), dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG vorliegend auf einen Schriften - wechsel verzichtet wurde, dass bezüglich Anfechtungsobjekt klarzustellen ist, dass es sich beim vor- liegend angefochtenen Entscheid um eine Verfügung handelt, die sich im Dispositiv – und im Übrigen auch in der Begründung – mit der Flüch t- lingseigenschaft, der Asylgewährung, der Wegweisung und dem Vollzug der Wegweisung befasst, weshalb auf die Ausführungen in de r B e- schwerdebegründung insoweit nicht näher einzugehen ist, als sich diese gegen einen Nichteintretensentscheid nach Art. 34 Abs. 1 AsylG richten, dass hinsichtlich des Verfahrensgegenstandes ferner festzuhalten ist, dass sich die klaren Rechtsbegehren ei nzig gegen den angeordneten Vollzug der Wegweisung (Ziffern 4 und 5 des Dispositivs der angefocht e- nen Verfügung) richten, dass es den Beschwerdeführenden in diesem Rahmen aber nicht ve r- wehrt ist, sich argumentativ auf den Standpunkt zu stellen, sie seien einer flüchtlingsrechtlich beachtlichen Verfolgung (nach Art. 3 beziehungsweise 7 AsylG) ausgesetzt, da diese Frage bejahendenfalls direkte Auswirkun- gen auf die Beurteilung der Zumutbarkeit (und Zulässigkeit) des Wegwei- sungsvollzuges hätte, dass das Bundesamt das Anwesenheitsverhältnis nach den gesetzlichen Bestimmungen über die vorläufige Aufnahme regelt, wenn der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar oder nicht möglich i st (Art. 44 Abs. 2 AsylG; Art. 83 Abs. 1 AuG) und beim Geltendmachen von Wegwei- sungsvollzugshindernissen gemäss Praxis des Bundesverwaltungsg e-E-6875/2013 Seite 8 richts der gleiche Beweisstandard wie bei der Prüfung der Flüchtlingse i- genschaft gilt, das heisst, sie sind zu bew eisen, wenn der strikte Beweis möglich ist, und andernfalls wenigstens glaubhaft zu machen (vgl. BVGE 2011/24 E. 10.2 m.w.H.), dass der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig ist, wenn völkerrechtl i- che Verpflichtungen der Schweiz (vgl. insb. Art. 5 Abs. 1 AsylG, Art. 33 Abs. 1 des Abkommens vom 28. Juli 1951 über die Rechtsstellung der Flüchtlinge [FK, SR 0.142.30], Art. 25 Abs. 3 der Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft vom 18. April 1999 [BV, SR 101], Art. 3 des Übereinkommens vom 10. Dezember 1984 gegen Folter und andere grausame, unmenschliche oder erniedrigende Behandlung oder Strafe [FoK, SR 0.105], und Art. 3 der Konvention vom 4. November 1950 zum Schutz der Menschenrechte und Grundfreiheiten [EMRK, SR 0.101]) einer Weiterreise der A usländerin oder des Ausländers in den Heimat -, Herkunfts- oder einen Drittstaat entgegenstehen (Art. 83 Abs. 3 AuG), dass nach Art. 3 Abs. 1 i.V.m. Art. 7 AsylG Person den Verfolgungsbegriff erfüllen, die im Heimatstaat oder im Land, in dem s ie zuletzt woh nten, wegen ihrer Rasse, Religion, Nationalität, Zugehörigkeit zu einer b e- stimmten sozialen Gruppe oder wegen ihrer politischen Anschauungen glaubhafter- oder erwiesenermassen ernsthaften Nachteilen ausgesetzt sind oder begründete Furcht haben, solchen Nac hteilen ausgesetzt zu werden (Art. 3 Abs. 1 AsylG), dass das BFM in seinen Erwägungen mit überzeugender Begründung zur Erkenntnis gelangt ist, die Verfolgungsvorbringen der Beschwerdeführe n- den seien nicht asylbeachtlich, dass auf diese Erwägungen vollumfän glich verwiesen werden kann und aus dem Umstand, dass sie sich weitgehend mit den betreffenden Erw ä- gungen gemäss Verfügung vom 16. Oktober 2013 decken, kein Bea n- standungspotenzial mehr zu erblicken ist, da diese Erkenntnisse nunmehr entsprechend der kassat orischen Anweisung im Urteil E -6073/2013 pra- xiskonform in die Form eines materiellen Entscheides (statt eines Nich t- eintretensentscheides nach Art. 34 Abs. 1 AsylG) gekleidet sind und das BFM auch die Einwände gemäss Beschwerde vom 25. Oktober 2013 in die B eurteilung mit einbezogen und zutreffend gewürdigt hat, wogegen die Beschwerdeführenden keine weiteren Gegenargumente substanzie l- ler Art mehr ins Feld führen, E-6875/2013 Seite 9 dass den Verfolgungsvorbringen daher keine flüchtlingsrechtliche Beacht- lichkeit zukommt und aus ihnen kein Vollzugshindernis abgeleitet werden kann, weshalb sich nähere Erörterungen zu den vielfältig aufgetretenen Unglaubhaftigkeitselementen in den Sachverhaltsvorbringen erübrigen, dass der Vollständigkeit halber zu erwähnen ist, dass das Bundesverwal- tungsgericht bereits im genannten konnexen Urteil E -6073/2013 festg e- stellt hat, dass der rechtserhebliche Sachverhalt im Verfügungszeitpunkt richtig und vollständig festgestellt wurde und dies auch mit Bezug auf die nunmehr angefochtene neue Verfügung zutrifft, dass sich der Hauptfokus der vorliegenden Beschwerde auf das Ge l- tendmachen individueller Unzumutbarkeitsgründe (v.a. medizinischer, kindesschutzrelevanter und arbeitsmarktlicher Art) richtet, diese Arg u- mente aber vorliegend offensichtlich unbehelflich sind, dass sich der Vollzug für Ausländerinnen und Ausländer als unzumutbar erweist, wenn sie im Heimat- oder Herkunftsstaat aufg rund von Situati o- nen wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und medizinischer Notl a- ge konkret gefährdet sind (Art. 83 Abs. 4 AuG), dass weder die allgemeine Lage in Bosnien und Herzegowina noch indi- viduelle Gründe auf eine konkrete Gefährdung im Falle einer Rückkehr schliessen las sen und diesbezüglich wiederum auf die vorinstanzlichen Erwägungen (dort E. III/2) zu verweisen ist, dass mit Bezug auf die in der Beschwerde erhobenen Einwände zunächst festzuhalten ist, dass es sich bei einer Schwangerschaft als solcher nicht um eine Krankheit handelt, das BFM ferner dem Umstand der Fortg e- schrittenheit der Schwangerschaft der Beschwerdeführerin mittels ang e- messener Erstreckung der Ausreisefrist Rechnung getragen hat und eine eigentliche Problemschwangerschaft weder geltend gemacht wird noch aus den Akten hervorgeht, dass auch anderweitige Vollzugshindernisse medizinischer Art bei sämtli- chen Beschwerdeführenden weder aktenkundig sind noch glaubhaft e r- scheinen, zumal bereits im Urteil E -6073/2013 erwogen wurde, "dass die auf Beschwerdestufe geltend gemachten Krankheiten und Reiseunfähi g- keit bei der Beschwerdeführerin und den Kind ern im erstinstanzlichen Verfahren auch nicht ansatzweise geltend gemacht wurden, in der B e- schwerdeschrift jeglicher Konkretisierung und Substanziierung entbehren E-6875/2013 Seite 10 und auch den Akten keine diesbezüglichen Anhaltspunkte zu entnehmen sind", dass bis zum heuti gen Zeitpunkt ebenfalls keine diesbezüglichen B e- weismittel oder – auch nur vage – Konkretisierungen oder Substanzii e- rungen hinzugekommen sind, dass hinsichtlich des Einwandes, wonach nichts und niemand die Mutter- und Kinde rsterblichkeit in ihrer Heimat au sschliessen könne, die Kra n- kenversicherungsdeckung begrenzt sei und die Berufserfahrungen des Beschwerdeführers weder eine dauerhafte Arbeitsstelle noch eine Exi s- tenzsicherung für die ganze Familie garantierten, erneut darauf aufmerk- sam zu machen ist, dass beim Geltendmachen von Wegweisungsvol l- zugshindernissen der gleiche Beweisstandard wie bei der Prüfung der Flüchtlingseigenschaft gilt, das heisst, sie sind zu beweisen, wenn der strikte Beweis möglich ist, und andernfalls wenigstens glaubhaft zu m a- chen (vgl. BVGE 2011/24 E. 10.2 m.w.H.), dass es somit nicht Sache der Asylbehörden ist, Garantien für den Au s- schluss jeglicher denkbarer Gefährdungsmomente zu liefern, sondern die Beschwerdeführenden solche konkret, substanziell und mindestens glaubhaft darzutun haben, was ihnen vorliegend aber offensichtlich nicht gelingt, dass sich weitere Erörterungen zum Thema der Zumutbarkeit des We g- weisungsvollzuges erübrigen, dass der Vollzug der Wegweisung in den Heimatstaat schliesslich möglich ist, da keine Vollzugshind ernisse bestehen (Art. 83 Abs. 2 AuG) und es den Beschwerdeführenden obliegt, bei der Beschaffung gültiger Reisepa- piere mitzuwirken (vgl. Art. 8 Abs. 4 AsylG und dazu auch BVGE 2008/34 E. 12 S. 513–515), dass im Übrigen die neuerlich erhobenen Rügen einer Verletzung des Gutglaubensschutzes und der Stereotypizität der Entscheidbegründung nach wie vor nicht nachvol lziehbar sind und jeglicher Grundlage entbe h- ren, dass nach dem Gesagten der vom Bundesamt angeordnete Vollzug der Wegweisung zu bestätigen ist, E-6875/2013 Seite 11 dass die angefochtene Verfügung Bundesrecht nicht verletzt, den recht s- erheblichen Sachverhalt richtig und vollst ändig feststellt und nicht una n- gemessen ist (Art. 106 Abs. 1 AsylG), weshalb die Beschwerde abzuwe i- sen ist, dass es sich aufgrund des Erwogenen und der gesamten Akten und U m- stände erübrigt, auf den Inhalt der Beschwerde näher einzugehen, dass bei diesem Au sgang des Verfahrens die Kosten von Fr. 600.– (Art. 1–3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]) den Beschwerdeführe nden aufzuerlegen sind (Art. 63 Abs. 1 VwVG), dass das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung nach Art. 65 Abs. 1 VwVG unbesehen der bloss behaupteten, jedoch nicht belegten Fürsorgeabhängigkeit der Beschwerdeführenden abzuwei- sen ist, da sich die Beschwerdebegehren gemäss vorstehenden Erw ä- gungen als aussichtslos präsentieren, welcher Umstand die Gewährung unentgeltlicher Prozessführung nach Gesetz ausschliesst. (Dispositiv nächste Seite) E-6875/2013 Seite 12 Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 2. Das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege wird a b- gewiesen. 3. Die Verfahrenskosten von Fr. 600.– werden den Beschwerdeführe nden auferlegt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils z u- gunsten der Gerichtskasse zu überweisen. 4. Dieses Urteil geht an die Beschwerdeführenden, das BFM und die kanto- nale Migrationsbehörde. Die Einzelrichterin: Der Gerichtsschreiber: Regula Schenker Senn Urs David Versand: