<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="content"> <div class="para"> </div> <div class="para">Bundesgericht </div> <div class="para">Tribunal fédéral </div> <div class="para">Tribunale federale </div> <div class="para">Tribunal federal </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <img height="74" src="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/clir/http/displayimage.php?id=2021-12-23-2C_1003-2021.1&amp;type=gif" width="95"/> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>2C_1003/2021</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>Urteil vom 23. Dezember 2021</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>II. öffentlich-rechtliche Abteilung</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Besetzung </div> <div class="para">Bundesrichter Seiler, Präsident, </div> <div class="para">Gerichtsschreiber Kocher. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Verfahrensbeteiligte </div> <div class="para">A.________, </div> <div class="para">Beschwerdeführer, </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <i>gegen</i> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Eidgenössische Steuerverwaltung, </div> <div class="para">Hauptabteilung Mehrwertsteuer, </div> <div class="para">Schwarztorstrasse 50, 3003 Bern. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Gegenstand </div> <div class="para">Mehrwertsteuer, Steuerperioden 2007-2015, </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Beschwerde gegen die Urteile des Bundesverwaltungsgerichts, Abteilung I, vom 2. November 2021 </div> <div class="para">(A-3928/2021, A-3929/2021, A-3930/2021). </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>Erwägungen:</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>1.</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>1.1.</b> A.________ (nachfolgend: der Steuerpflichtige) ist Inhaber eines Einzelunternehmens unter der Firma "B.________". Er ist in dem von der Eidgenössischen Steuerverwaltung (ESTV) geführten Register der Inlandsteuerpflichtigen eingetragen. Am 28. November 2017 erliess die ESTV je einen Einspracheentscheid zu den Steuerperioden 2007 bis 2009 und 2010 bis 2011 sowie eine Verfügung zu den Steuerperioden 2012 bis 2015. Die Entscheide erwuchsen in Rechtskraft. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>1.2.</b> Später machte der Steuerpflichtige geltend, die Entscheide seien nichtig. Mit neuen Einspracheentscheiden vom 26. Februar 2021 wies die ESTV die Einsprachen ab und stellte sie fest, dass der jeweilige rechtskräftige Entscheid nicht nichtig sei. Der Steuerpflichtige gelangte an das Bundesverwaltungsgericht. Dieses erkannte, die Frist in den drei Verfahren zur Leistung der dritten Raten des Kostenvorschusses sei unentschuldigt versäumt worden. Die Voraussetzungen für eine Wiedereinsetzung in den früheren Stand seien nicht erfüllt. Entsprechend sei auf die Sache nicht einzutreten (Entscheide vom 10. August 2021 in den Verfahren A-1644/2021, A-1646/2021 und A-1647/2021). Die dagegen gerichtete Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten vom 10. September 2021 wies das Bundesgericht ab; das für das bundesgerichtliche Verfahren zumindest sinngemäss gestellte Gesuch um Erteilung des Rechts zur unentgeltlichen Rechtspflege erklärte es gegenstandslos, da für das bundesgerichtliche Verfahren keine Kosten zu erheben waren (Urteil 2C_722/2021 vom 25. Oktober 2021). </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>1.3.</b> Der Steuerpflichtige unterbreitete dem Bundesverwaltungsgericht mit Eingabe vom 2. September 2021 in den drei Verfahren ein (weiteres) Fristwiederherstellungsgesuch. Mit Zwischenverfügung vom 7. September 2021 in den Verfahren A-3928/2021 / A-3929/2021 / A-3930/2021 forderte das Bundesverwaltungsgericht den Steuerpflichtigen auf, bis zum 28. September Kostenvorschüsse von je Fr. 500.-- zu leisten, ansonsten auf die Gesuche um Wiedereinsetzung in den früheren Stand nicht eingetreten werde. Der Steuerpflichtige kam der Kostenvorschusspflicht nicht nach, weshalb das Bundesgericht mit Urteilen in den Verfahren A-3928/2021 / A-3929/2021 / A-3930/2021 vom 2. November 2021 auf die Gesuche vom 2. September 2021 nicht eintrat. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>1.4.</b> Mit Eingabe vom 9. Dezember 2021 erhebt der Steuerpflichtige beim Bundesgericht Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten gegen die drei Urteile vom 2. November 2021. Er scheint die Aufhebung der angefochtenen Urteile beantragen zu wollen und begründet dies mit einer angeblichen Verletzung seines Anspruchs auf rechtliches Gehör. Er kritisiert, dass die in seinen Schreiben vom 23. August 2021 bzw. 2. September 2021 gestellten Begehren nicht (bzw. nicht vollständig) behandelt worden seien. Weiter spricht er von einem Schreiben vom 9. September 2021, das die Vorinstanz zu Unrecht in seine Überlegungen nicht einbezogen habe. Ferner macht er geltend, er habe dem Bundesgericht am 9. November 2021 Fragen unterbreitet, wobei er nunmehr auf einen "Act 1666" verweist und sich auf einen "cestui que vie"-Trust beruft. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>1.5.</b> Der Abteilungspräsident hat von Instruktionsmassnahmen abgesehen (<span class="artref">Art. 32 Abs. 2 BGG</span> [SR 173.110]). </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>2.</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>2.1.</b> Mit den drei angefochtenen Entscheiden ist die Vorinstanz auf das jeweilige Fristwiederherstellungsgesuch vom 2. September 2021 nicht eingetreten. Dem Bundesgericht liegen damit Nichteintretensentscheide zur Beurteilung vor. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>2.2.</b> Der Streitgegenstand kann im Laufe des Rechtsmittelverfahrens nur eingeschränkt (minus), nicht aber ausgeweitet (plus) oder geändert (aliud) werden (<span class="artref">Art. 99 Abs. 2 BGG</span>; <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=14&amp;from_date=17.12.2021&amp;to_date=05.01.2022&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F143-V-19%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page19">BGE 143 V 19</a> E. 1.1). Entsprechend hätte der Steuerpflichtige vor Bundesgericht in detaillierter Auseinandersetzung mit dem angefochtenen Entscheid aufzuzeigen gehabt, dass und inwiefern die Vorinstanz in bundesrechtswidriger Auslegung und/oder Anwendung von <span class="artref">Art. 24 Abs. 1 VwVG</span> auf die Sache nicht eingetreten sei. Der Steuerpflichtige beschränkt sich in seiner kurzen Eingabe aber auf die Wiedergabe früher erhobener Rügen, ohne auch nur ansatzweise auf die Frage der Fristwahrung einzugehen. Aus welchen Gründen er in den früheren Stand zu versetzen wäre, bleibt völlig unklar. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>2.3.</b> Die Beschwerde enthält damit offensichtlich keine hinreichende Begründung (<span class="artref">Art. 42 Abs. 2 BGG</span>), weshalb darauf im vereinfachten Verfahren durch einzelrichterlichen Entscheid des Abteilungspräsidenten nicht einzutreten ist (<span class="artref">Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG</span>). </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>3.</b> </div> <div class="para">Nach dem Unterliegerprinzip sind die Kosten des bundesgerichtlichen Verfahrens der unterliegenden Partei aufzuerlegen (<span class="artref">Art. 65 und <artref id="CH/173.110/66/1/1" type="start"></artref>Art. 66 Abs. 1 Satz 1 BGG</span><artref id="CH/173.110/65" type="end"></artref>), vorliegend also dem Steuerpflichtigen. Der Eidgenossenschaft, die in ihrem amtlichen Wirkungskreis obsiegt, ist keine Parteientschädigung zuzusprechen (<span class="artref">Art. 68 Abs. 3 BGG</span>). </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b> Demnach erkennt der Präsident:</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>1.</b> </div> <div class="para">Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>2.</b> </div> <div class="para">Die Kosten des bundesgerichtlichen Verfahrens von Fr. 500.-- werden dem Beschwerdeführer auferlegt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>3.</b> </div> <div class="para">Dieses Urteil wird den Verfahrensbeteiligten und dem Bundesverwaltungsgericht, Abteilung I, schriftlich mitgeteilt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Lausanne, 23. Dezember 2021 </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Im Namen der II. öffentlich-rechtlichen Abteilung </div> <div class="para">des Schweizerischen Bundesgerichts </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Der Präsident: Seiler </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Der Gerichtsschreiber: Kocher </div> </div></body></html>