<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="content"> <div class="para">Bundesgericht </div> <div class="para">Tribunal fédéral </div> <div class="para">Tribunale federale </div> <div class="para">Tribunal federal </div> <div class="para"> </div> <div class="para">{T 0/2} </div> <div class="para">4A_714/2011 </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Verfügung vom 22. Mai 2012 </div> <div class="para">I. zivilrechtliche Abteilung </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Besetzung </div> <div class="para">Bundesrichterin Klett, Präsidentin, </div> <div class="para">Gerichtsschreiberin Schreier. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Verfahrensbeteiligte </div> <div class="para">A.________, </div> <div class="para">vertreten durch Rechtsanwalt Philip Stolkin, Beschwerdeführerin, </div> <div class="para"> </div> <div class="para">gegen </div> <div class="para"> </div> <div class="para">X.________ AG, </div> <div class="para">vertreten durch Rechtsanwalt Adelrich Friedli, </div> <div class="para">Beschwerdegegnerin. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Gegenstand </div> <div class="para">Zuständigkeit, </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Beschwerde gegen die Verfügung des Handelsgerichts des Kantons Zürich vom 25. Oktober 2011. </div> <div class="para">In Erwägung, </div> <div class="para">dass das Handelsgericht des Kantons Zürich mit Verfügung vom 25. Oktober 2011 das Ablehnungsgesuch der Beschwerdegegnerin gegen Handelsrichter Dr. Roger Peter an die Verwaltungskommission des Obergerichts überwies; </div> <div class="para">dass die Beschwerdeführerin gegen diese Verfügung Beschwerde beim Bundesgericht einreichte und geltend machte, entgegen der Ansicht des Handelsgerichts sei vorliegend nicht das bisherige kantonale Prozessrecht anwendbar, sondern die eidgenössische Zivilprozessordnung, womit das Ablehnungsgesuch vom Obergericht als Gesamtgericht oder allenfalls vom Handelsgericht selbst zu behandeln sei; </div> <div class="para">dass das bundesgerichtliche Verfahren bis zum Entscheid der Verwaltungskommission des Obergerichts des Kantons Zürich über den von der Beschwerdeführerin erhobenen Einwand sachlicher Unzuständigkeit sistiert wurde; </div> <div class="para">dass die Verwaltungskommission des Obergerichts des Kantons Zürich sich für die Sache zuständig erachtete, das Verfahren jedoch mit Beschluss vom 7. März 2012 als gegenstandslos abschrieb, da der betroffene Handelsrichter in der Zwischenzeit den Ausstand erklärt hatte; </div> <div class="para">dass damit das Rechtsschutzinteresse an der Beurteilung der Frage, ob das Handelsgericht das Ablehnungsgesuch an die unzuständige Behörde überwiesen hatte, weggefallen und die Beschwerde im Verfahren nach <span class="artref">Art. 32 Abs. 2 BGG</span> abzuschreiben ist; </div> <div class="para">dass sich aufgrund summarischer Beurteilung nicht bestimmen lässt, wie der Prozess ausgegangen wäre, und keine der Parteien das nachträgliche Dahinfallen des Rechtsschutzinteresses verursacht hat (<span class="artref">Art. 71 BGG</span> i.V.m. <span class="artref">Art. 72 BZP</span>; vgl. <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=35&amp;from_date=18.05.2012&amp;to_date=06.06.2012&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F118-IA-488%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page488">BGE 118 Ia 488</a> E. 4a); </div> <div class="para">dass unter den gegebenen Umständen auf die Erhebung von Gerichtskosten zu verzichten ist und keine Parteientschädigung zuzusprechen ist, wobei die Beschwerdegegnerin ohnehin keinen Anspruch auf Parteientschädigung hätte, da ihr aus dem bundesgerichtlichen Verfahren kein Aufwand erwachsen ist; </div> <div class="para">dass das Gesuch der Beschwerdeführerin um unentgeltliche Rechtspflege damit in Bezug auf die Gerichtskosten gegenstandslos wird; </div> <div class="para"> </div> <div class="para">dass das Gesuch im Übrigen gutzuheissen ist, da die Beschwerde nicht geradezu aussichtslos erscheint und die Bedürftigkeit der Beschwerdeführerin ausgewiesen ist (<span class="artref"><artref id="CH/173.110/64/2" type="start"></artref><artref id="CH/173.110/64/1" type="start"></artref>Art. 64 Abs. 1 und 2 BGG</span><artref id="CH/173.110/64/2" type="end"></artref><artref id="CH/173.110/2" type="end"></artref>); </div> <div class="para"> </div> <div class="para">verfügt die Präsidentin: </div> <div class="para"> </div> <div class="para">1. </div> <div class="para">Das Gesuch der Beschwerdeführerin um unentgeltliche Rechtspflege wird gutgeheissen, soweit es nicht gegenstandslos geworden ist, und es wird ihr Rechtsanwalt Philip Stolkin als amtlicher Vertreter bestellt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">2. </div> <div class="para">Die Beschwerde wird abgeschrieben. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">3. </div> <div class="para">Es werden keine Gerichtskosten erhoben. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">4. </div> <div class="para">Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">5. </div> <div class="para">Rechtsanwalt Philip Stolkin wird aus der Bundesgerichtskasse ein Honorar von Fr. 1'000.-- ausgerichtet. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">6. </div> <div class="para">Diese Verfügung wird den Parteien und dem Handelsgericht des Kantons Zürich schriftlich mitgeteilt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Lausanne, 22. Mai 2012 </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Im Namen der I. zivilrechtlichen Abteilung </div> <div class="para">des Schweizerischen Bundesgerichts </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Die Präsidentin: Klett </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Die Gerichtsschreiberin: Schreier </div> <div class="para"> </div> </div></body></html>