<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2002.00409</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=107148&amp;W10_KEY=13013573&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2002.00409</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 09.04.2003</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">4. Abteilung/4. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Das Bundesgericht hat eine staatsrechtliche Beschwerde gegen diesen Entscheid am 07.08.2003 abgewiesen.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4"></td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Studienbeitrag</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Der anerkannte Flüchtling hat grundsätzlich stipendienrechtlichen Wohnsitz im Kanton, wenn er diesem im Zeitpunkt der Anerkennung zugewiesen war. Diese Regelung ist verfassungskonform. Regelung des stipendienrechtlichen Wohnsitzes nach kantonalem Recht (E. 2). Diese Regelung ist weder willkürlich noch rechtsungleich oder diskriminierend noch sonstwie verfassungs- oder völkerrechtswidrig. Individuellen Besonderheiten kann bei der Anwendung der gesetzlichen Kriterien durch die Behörden des Wohnsitzkantons Rechnung getragen werden (E. 3). Auf die Gutheissung eines Gesuchs darf nicht vertraut werden, nur weil die Behörde vor dem Entscheid weitere Unterlagen einfordert (E. 3d). Unentgeltliche Rechtspflege und -verbeiständung wegen Fehlens der Mittellosigkeit infolge des Einkommens der Ehegattin (bzw. wegen Fehlens der Notwendigkeit) verweigert (E. 4). Kostenauflage nach dem Verursacherprinzip bei Gegenstandslosigkeit (E. 5). Abweisung (soweit auf die Beschwerde einzutreten und sie nicht als gegenstandslos geworden abzuschreiben ist).</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: AUSBILDUNGSBEITRÃGE">AUSBILDUNGSBEITRÃGE</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: DISKRIMINIERUNGSVERBOT">DISKRIMINIERUNGSVERBOT</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: Besonderes Verwaltungsrecht (ohne...) ST: ERZIEHUNG, BILDUNG, WISSENSCHAFT">ERZIEHUNG, BILDUNG, WISSENSCHAFT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: FLÃCHTLING">FLÃCHTLING</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: GEGENSTANDSLOSIGKEIT">GEGENSTANDSLOSIGKEIT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsprozessrecht UR: Allgemeines ST: KOSTEN UND ENTSCHÃDIGUNGEN">KOSTEN UND ENTSCHÃDIGUNGEN</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: KOSTENAUFLAGE">KOSTENAUFLAGE</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: MITTELLOSIGKEIT">MITTELLOSIGKEIT</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: RECHTSGLEICHHEIT">RECHTSGLEICHHEIT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: STIPENDIEN">STIPENDIEN</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: Urteile: Staats- und Verfassungsrecht UR: Artikel 8, 9, 29 ff BV ST: TREU UND GLAUBEN">TREU UND GLAUBEN</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: Urteile: Staats- und Verfassungsrecht UR: Artikel 8, 9, 29 ff BV ST: ÃBRIGES ZU ART. 8,9,29 FF. BV">ÃBRIGES ZU ART. 8,9,29 FF. BV</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: UNENTGELTLICHE RECHTSPFLEGE (UP/URB)">UNENTGELTLICHE RECHTSPFLEGE (UP/URB)</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: UNENTGELTLICHER RECHTSBEISTAND (URB)">UNENTGELTLICHER RECHTSBEISTAND (URB)</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: VERTRAUENSGRUNDLAGE">VERTRAUENSGRUNDLAGE</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: VERTRAUENSSCHUTZ">VERTRAUENSSCHUTZ</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: VERURSACHERPRINZIP">VERURSACHERPRINZIP</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: WOHNSITZ">WOHNSITZ</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade">Art. 5 StipG</span><br/><span class="gerade">Art. 8 lit. I BV</span><br/><span class="ungerade">Art. 8 lit. II BV</span><br/><span class="gerade">Art. 9 BV</span><br/><span class="ungerade">Art. 29 lit. III BV</span><br/><span class="gerade">Art. 115 BV</span><br/><span class="ungerade">Art. 14 EMRK</span><br/><span class="gerade">Art. 22 lit. II FK</span><br/><span class="ungerade">Art. 23 FK</span><br/><span class="gerade">Art./§ 4 lit. IV StipendienV</span><br/><span class="ungerade">§ 13 lit. II VRG</span><br/><span class="gerade">§ 16 VRG</span><br/><span class="ungerade">§ 65 lit. I ZPO</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 3 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Einzug1"><span>I. A, anerkannter FlÃ¼cht­ling aus Z (und seit 2002 im Besitz der Niederlassungsbewilligung fÃ¼r den Kanton ZÃ¼rich), richtete am 15. Dezember 2001 an die Bildungsdirektion des Kantons ZÃ¼rich ein Gesuch um AusbildungsbeitrÃ¤ge fÃ¼r sein Studium an der Rechtswissenschaftlichen FakultÃ¤t der UniversitÃ¤t Freiburg (Schweiz) im Studienjahr 2001/2002. Mit Entscheid vom 28. Februar 2002 wies die Kantonale Stipendienkommission das Gesuch ab, weil A keinen stipendienrechtlichen Wohnsitz im Kanton ZÃ¼rich habe. Eine Einsprache A's vom 19./21. MÃ¤rz 2002 wurde am 18. April 2002 mit gleich lautender BegrÃ¼ndung abgewiesen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>II. Gegen den Einspracheentscheid erhob A mit Schreiben vom 28. April 2002 Rekurs an die Schulrekurskommission des Kantons ZÃ¼rich. Er machte geltend, der angefochtene Entscheid verstosse gegen verschiedene verfassungsmÃ¤ssige Rechte und VÃ¶lkerrechts­normen. Mit Entscheid vom 4. November 2002 wies die Schulrekurskommission den Rekurs ab.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>III. Am 9. Dezember 2002 erhob A gegen diesen Entscheid Beschwerde an das Verwaltungsgericht. Er beantragte die Aufhebung des angefochtenen Entscheids und die Zusprechung von AusbildungsbeitrÃ¤gen fÃ¼r die Studienjahre 2001/2002 und 2002/2003. Ferner ersuchte er um GewÃ¤hrung der unentgeltlichen Rechtspflege und RechtsverbeistÃ¤ndung und beantragte, die Kosten und eine ParteientschÃ¤digung der Schulrekurskommission aufzuerlegen. Den Hauptantrag begrÃ¼ndete er im Wesentlichen damit, dass der angefochtene Entscheid gegen das WillkÃ¼rverbot, den Grund­satz von Treu und Glauben, das Diskriminierungsverbot und Art. 23 des Abkommens Ã¼ber die Rechtsstellung der FlÃ¼chtlinge vom 28. Juli 1951 (FlÃ¼chtlingskonvention [FK], SR 0.142.30) verstosse. Auf diese Vorbringen ist, soweit erforderlich, in den ErwÃ¤gungen einzugehen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Mit Schreiben vom 23./24. Januar 2003 wies die Schulrekurskommission darauf hin, dass die Stipendienkommission aufgrund neuer Vorbringen A's im verwaltungsgerichtlichen Verfahren (namentlich, seine Mutter sei seit Januar 2002 im Kanton ZÃ¼rich wohnhaft) im Begriff sei, ihren ursprÃ¼nglichen Entscheid in WiedererwÃ¤gung zu ziehen. Sie ersuchte â sinngemÃ¤ss auch im Namen der Kantonalen Stipendienkommission â um Fristerstreckung fÃ¼r die Vernehmlassung, die in der Folge gewÃ¤hrt wurde. Mit Entscheid vom 23. Januar 2003 zog die Kantonale Stipendienkommission ihren Entscheid vom 18. April 2002 in WiedererwÃ¤gung, bejahte im Sinn eines Vorentscheids, dass A seit 1. Januar 2002 stipendienrechtlichen Wohnsitz im Kanton ZÃ¼rich habe, und forderte im Hinblick auf die materielle Entscheidung weitere Unterlagen von A an. Einen Entscheid in der Sache hat sie bis anhin anscheinend nicht gefÃ¤llt. In ihrer Beschwerdeantwort vom 18./20. Februar 2003 beantragte sie Abweisung der Beschwerde, soweit diese nicht aufgrund des WiedererwÃ¤gungsentscheids gegenstandslos geworden sei.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die Kammer zieht in ErwÃ¤gung:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>1. a) Das Verwaltungsgericht ist im Sinn der §§ 41 und 43 Abs. 1 lit. c und f des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 (VRG, LS 175.2) zur Behandlung der vorliegenden Beschwerde zustÃ¤ndig. Da nicht eindeutig festgestellt werden kann, dass der Streitwert Fr. 20'000.- nicht Ã¼bersteigt, ist der Entscheid in Dreierbesetzung zu fÃ¤llen (§ 38 Abs. 1 und 2 VRG).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) Gegenstand des erst- und des zweitinstanzlichen Verfahrens bildete das Gesuch um AusbildungsbeitrÃ¤ge fÃ¼r das Studienjahr 2001/2002. In seiner Beschwerde an das Verwaltungsgericht verlangt der BeschwerdefÃ¼hrer erstmals in diesem Verfahren Ausbildungs­beitrÃ¤ge fÃ¼r das Studienjahr 2002/2003. Prozessthema des Rechtsmittelverfahrens kann aber nur sein, was auch Gegenstand des erstinstanzlichen Verfahrens war oder nach richtiger Gesetzesauslegung hÃ¤tte sein sollen (Alfred KÃ¶lz/JÃ¼rg Bosshart/Martin RÃ¶hl, Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons ZÃ¼rich, 2. A., ZÃ¼rich 1999, § 52 N. 3). Soweit die Beschwerde um AusbildungsbeitrÃ¤ge auch fÃ¼r das Studienjahr 2002/2003 ersucht, liegt demnach eine unzulÃ¤ssige Erweiterung des Streitgegenstands vor. In diesem Umfang kann daher nicht auf die Beschwerde eingetreten werden.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>c) Am 23. Januar 2003 hat die Kantonale Stipendienkommission ihren Einspracheentscheid vom 18. April 2002 in WiedererwÃ¤gung gezogen und im Sinn eines Vorentscheids anerkannt, dass der BeschwerdefÃ¼hrer seit 1. Januar 2002 stipendienrechtlichen Wohnsitz im Kantons ZÃ¼rich habe. Damit hat die Stipendienkommission zwar noch nicht materiell Ã¼ber das Begehren des BeschwerdefÃ¼hrers entschieden, doch ist der ursprÃ¼ng­lich angefochtene erstinstanzliche Entscheid â soweit er den Zeitraum ab 1. Januar 2002 betrifft â aufgehoben worden. In diesem Umfang ist die vorliegende Beschwerde daher als gegenstandslos geworden abzuschreiben (vgl. KÃ¶lz/Boss­hart/RÃ¶hl, § 63 N. 3). Gegen den Entscheid in der Sache, den die Stipendienkommission zu treffen hat, wird dem BeschwerdefÃ¼hrer wiederum der Rechtsweg zur VerfÃ¼gung stehen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>d) Die Ã¼brigen Prozessvoraussetzungen sind erfÃ¼llt. Auf die Beschwerde ist daher insoweit einzutreten, als AusbildungsbeitrÃ¤ge fÃ¼r den Zeitraum vom 1. Oktober 2001 (Beginn des Studienjahrs 2001/2002) bis zum 31. Dezember 2001 verlangt werden.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>2. a) Die Vorinstanzen begrÃ¼nden die Abweisung des Begehrens damit, dass der BeschwerdefÃ¼hrer (bis Ende 2001) keinen stipendienrechtlichen Wohnsitz im Kanton ZÃ¼rich gehabt habe. Sie stÃ¼tzen sich hierbei auf § 4 der Stipendienverordnung vom 10. Januar 1996 (StipendienV, LS 416.1). Nach Abs. 1 dieser Bestimmung befindet sich der stipen­dienrechtliche Wohnsitz grundsÃ¤tzlich am zivilrechtlichen Wohnsitz der Eltern oder des Elternteils, der zuletzt die elterliche Gewalt innehatte. § 4 Abs. 2 StipendienV regelt, unter welchen Voraussetzungen mÃ¼ndige Personen mit abgeschlossener Erstausbildung einen selbstÃ¤ndigen stipendienrechtlichen Wohnsitz im Kanton ZÃ¼rich begrÃ¼nden. Schliesslich haben laut § 4 Abs. 4 StipendienV anerkannte FlÃ¼chtlinge und Staatenlose, deren Eltern im Ausland wohnen, grundsÃ¤tzlich stipendienrechtlichen Wohnsitz im Kanton ZÃ¼rich, wenn sie im Zeitpunkt der Anerkennung dem Kanton ZÃ¼rich zugewiesen waren. Die ZÃ¼rcher Regelung entspricht weitgehend Art. 6 des Modells eines kantonalen Gesetzes Ã¼ber AusbildungsbeitrÃ¤ge gemÃ¤ss der Empfehlung der Schweizerischen Konferenz der kantonalen Erziehungsdirektoren vom 6. Juni 1997. Zweck der Wohnsitzregelung in § 4 StipendienV ist anscheinend, den stipendienrechtlichen Wohnsitz grundsÃ¤tzlich der Einflussnahme durch die unterstÃ¼tzte Person zu entziehen, wodurch insbesondere Kantone mit einem umfangreichen Ausbildungsangebot und entsprechender Zuwanderung Ausbildungs­williger entlastet werden sollen. Dass stipendien- und zivilrechtlicher Wohnsitz nicht Ã¼bereinstimmen, wird dabei in Kauf genommen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) Der BeschwerdefÃ¼hrer ist im Juli 1997 in die Schweiz eingereist. Im Zeitpunkt seiner Anerkennung als FlÃ¼chtling war er dem Kanton Waadt zugeteilt. Sein Vater ist 1995 verstorben, seine Mutter lebte bis zu ihrer Einreise in die Schweiz am 15. Januar 2002 in Z. Demnach hatte er nach § 4 Abs. 4 StipendienV im hier interessierenden Zeitraum keinen stipendienrechtlichen Wohnsitz im Kanton ZÃ¼rich. Ein solcher ergab sich auch nicht aus § 4 Abs. 2 StipendienV (der in § 4 Abs. 4 StipendienV vorbehalten wird), da der BeschwerdefÃ¼hrer die dort genannten Voraussetzungen nicht erfÃ¼llte. Vielmehr hatte er nach Art. 12 Ziff. 6 und Art. 12a der waadtlÃ¤ndischen Loi du 11 septembre 1973 sur l'aide aux Ã©tudes et Ã la formation professionnelle (RSV 4/1/F, www.rsv.vd.ch) stipendienrechtlichen Wohnsitz im Kanton Waadt. Die zustÃ¤ndige BehÃ¶rde des Kantons Waadt hat dies denn auch anerkannt. Entgegen der Ansicht des BeschwerdefÃ¼hrers liegt somit kein negativer Kompetenzkonflikt vor.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>3. Was der BeschwerdefÃ¼hrer hiergegen einwendet, ist nicht stichhaltig.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>a) Der BeschwerdefÃ¼hrer macht eine Verletzung des WillkÃ¼rverbots bzw. des Rechtsgleichheitsgebots geltend (Art. 8 Abs. 1 und Art. 9 der Bundesverfassung vom 18. April 1999 [BV, SR 101]).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>aa) Bei § 4 Abs. 4 StipendienV und den entsprechenden Bestimmungen anderer Kantone handelt es sich um (miteinander koordinierte) Festlegungen des stipendienrechtlichen Wohnsitzes. Dem BeschwerdefÃ¼hrer wird nicht etwa der Anspruch auf AusbildungsbeitrÃ¤ge Ã¼berhaupt abgeschnitten; er beanstandet denn auch einzig, dass er seinen stipendienrechtlichen Wohnsitz nicht in dem von ihm gewÃ¼nschten Kanton hatte. Doch wird nicht ersichtlich, weshalb die Unterscheidung von stipendien- und zivilrechtlichem Wohnsitz oder die Annahme eines stipendienrechtlichen Wohnsitzes in jenem Kanton, dem der BeschwerdefÃ¼hrer im Zeitpunkt der Anerkennung als FlÃ¼chtling zugeteilt war, willkÃ¼rlich sein soll. So fÃ¼hrt der BeschwerdefÃ¼hrer aus, die Voraussetzungen von § 4 Abs. 2 StipendienV kÃ¶nnten von FlÃ¼chtlingen und Staatenlosen schwerer erfÃ¼llt werden als von den Ã¼brigen Beitragsberechtigten. Selbst wenn dies zutreffen sollte, ist nicht einzusehen, weshalb § 4 Abs. 4 StipendienV oder dessen Anwendung durch die Vorinstanzen willkÃ¼rlich sein sollte. Weiter macht der BeschwerdefÃ¼hrer geltend, die Regelung von § 4 StipendienV sei zur Verhinderung von MissbrÃ¤uchen nicht nÃ¶tig und durch die von ihm gewÃ¼nschte Normierung wÃ¼rde der Kanton ZÃ¼rich nicht unhaltbar belastet. Das erste Argument zielt ins Leere, da § 4 StipendienV weniger der BekÃ¤mpfung individueller MissbrÃ¤uche als der Las­tenverteilung unter den Kantonen dient. Daraus, dass auch anders lautende Regelungen denkbar wÃ¤ren, lÃ¤sst sich wiederum nicht auf WillkÃ¼r der vom Verordnungsgeber getroffenen LÃ¶sung schliessen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Soweit der BeschwerdefÃ¼hrer geltend macht, die Regelung des stipendienrechtlichen Wohnsitzes verunmÃ¶gliche ihm im konkreten Einzelfall den Bezug von Ausbildungsbeihilfen, wendet er sich in der Sache gegen die Ã¼brigen Voraussetzungen, die das anwend­bare Recht fÃ¼r den Bezug von Stipendien aufstellt. Da der BeschwerdefÃ¼hrer seinen stipendienrechtlichen Wohnsitz im Kanton Waadt hatte, ist hier insoweit dessen Recht anwendbar. RÃ¼gen, welche die Vereinbarkeit des materiellen Rechts des Kantons Waadt (oder von dessen Anwendung) mit hÃ¶herrangigem Recht in Frage stellen, kÃ¶nnen jedoch einzig im Verfahren vor den waadt­lÃ¤ndischen BehÃ¶rden relevant sein und wÃ¤ren dort vorzubringen. Sie sind nicht geeignet, die Regelung des stipendienrechtlichen Wohnsitzes in Frage zu stellen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>bb) Auch aus dem Vergleich mit den Ã¼brigen Beitragsberechtigten bzw. dem Gebot der Rechtsgleichheit (Art. 8 Abs. 1 BV) vermag der BeschwerdefÃ¼hrer nichts zu seinen Gunsten abzuleiten. Der selbstÃ¤ndig begrÃ¼ndete stipendienrechtliche Wohnsitz nach § 4 Abs. 2 StipendienV stellt eine Ausnahme dar. Der stipendienrechtliche Wohnsitz kann grundsÃ¤tzlich nicht frei bestimmt werden. Dies gilt nicht nur fÃ¼r FlÃ¼chtlinge und Staatenlose, sondern ebenso fÃ¼r alle andern Beitragsberechtigten (§ 4 Abs. 1 und 4 StipendienV). § 4 Abs. 4 StipendienV sieht nichts weiter als eine spezifische AnknÃ¼pfung des stipendienrechtlichen Wohnsitzes bei FlÃ¼chtlingen und Staatlosen vor, deren Eltern im Ausland wohnen; die Notwendigkeit dieser Sonderregelung ergibt sich ohne weiteres daraus, dass die allgemeine Regelung von § 4 Abs. 1 StipendienV, die an den zivilrechtlichen Wohnsitz der Eltern anknÃ¼pft, in solchen FÃ¤llen keinen Sinn ergibt. Umgekehrt besteht kein Anlass, die Ausnahmebestimmung von § 4 Abs. 2 StipendienV nicht unverÃ¤ndert auch auf FlÃ¼chtlinge und Staatenlose anzuwenden. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Wie der BeschwerdefÃ¼hrer nach waadtlÃ¤ndischem Recht gestellt wird, ist im vorliegenden Verfahren auch unter dem Aspekt der Rechtsgleichheit nicht von Bedeutung. Nach der (von der Lehre kritisierten) bundesgerichtlichen Praxis stellt es keinen Verstoss gegen das Gebot der Rechtsgleichheit dar, wenn dieselben Bestimmungen in verschiedenen Kantonen unterschiedlich angewandt werden (BGE 115 Ia 81 E. 3c; vgl. dazu etwa Giovanni Biaggini, Theorie und Praxis des Verwaltungsrechts im Bundesstaat, Basel/ Frankfurt a.M. 1996, S. 276 ff.). Umso weniger ist die Rechtsgleichheit betroffen, wenn die Kantone in ihrem Kompetenzbereich vergleichbare Sachverhalte unterschiedlich regeln oder eine unterschiedliche Praxis befolgen. Ob dies hier Ã¼berhaupt der Fall ist, braucht deshalb nicht geprÃ¼ft zu werden.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) Der BeschwerdefÃ¼hrer beruft sich weiter auf das Diskriminierungsverbot.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>aa) Das Diskriminierungsverbot nach Art. 8 Abs. 2 BV stellt eine verschÃ¤rfte BegrÃ¼ndungspflicht fÃ¼r rechtliche Unterscheidungen dar, die â direkt oder indirekt â an bestimmte Kriterien anknÃ¼pfen, deren BerÃ¼cksichtigung sich als fÃ¼r die Betroffenen in der Regel herabwÃ¼rdigend herausgestellt hat. In Praxis und Lehre ist nicht abschliessend geklÃ¤rt, welche Anforderungen das Diskriminierungsverbot in seinem Geltungsbereich an die BegrÃ¼ndung von rechtlichen Differenzierungen stellt (vgl. etwa BGE 126 II 377 E. 6a; Yvo Hangartner, Diskriminierung â ein neuer verfassungsrechtlicher Begriff, ZSR 122/2003 I, S. 97 ff., 107 ff.; Markus Schefer, Die Kerngehalte von Grundrechten, Bern 2001, S. 485 ff.).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Ob FlÃ¼chtlinge vom Diskriminierungsverbot nach Art. 8 Abs. 2 BV erfasst werden, kann hier offen bleiben, da § 4 StipendienV jedenfalls auch vor dessen verschÃ¤rften Anforderungen an rechtliche Unterscheidungen standhalten kÃ¶nnte. Der BeschwerdefÃ¼hrer Ã¼bersieht, dass ihm der Zugang zu Stipendien nicht grundsÃ¤tzlich versperrt wird, sondern dass er einfach einer sachlich notwendigen Sonderregelung des stipendienrechtlichen Wohnsitzes unterliegt. Da nicht ersichtlich ist, weshalb die Zuteilung zum einen oder andern Kanton gemÃ¤ss dem Grundsatz von § 4 Abs. 4 StipendienV eine Diskriminierung darstellen soll, ist auch nicht relevant, ob es fÃ¼r FlÃ¼chtlinge und Staatenlose faktisch schwieriger ist, einen selbstÃ¤ndigen stipendienrechtlichen Wohnsitz gemÃ¤ss der Ausnahmebestimmung von § 4 Abs. 2 StipendienV zu begrÃ¼nden.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>bb) Was die vom BeschwerdefÃ¼hrer angerufenen Bestimmungen internationaler VertrÃ¤ge betrifft, so enthÃ¤lt Art. 14 der EuropÃ¤ischen Menschenrechtskonvention (EMRK) entgegen der in der Beschwerdeschrift geÃ¤usserten Ansicht kein selbstÃ¤ndiges Diskriminierungsverbot (so ausdrÃ¼cklich der in der Beschwerde zitierte BGE 125 III 209 E. 6a). Nichts anderes ergibt sich aus der in der Beschwerde angefÃ¼hrten Strassburger Praxis; diese prÃ¤zisiert einzig, dass eine Massnahme, die den Erfordernissen einer bestimmten Konventionsnorm â fÃ¼r sich allein betrachtet â entspreche, unter UmstÃ¤nden gleichwohl jener Norm in Verbindung mit Art. 14 EMRK widerspreche, was sich jeweils erst aus der zusÃ¤tzlichen BerÃ¼cksichtigung des Diskriminierungsverbots ergebe (EGMR, 27. MÃ¤rz 1998, Petrovic, 20458/92, § 22, Rec. 1998-I, http://hudoc.echr.coe.int; Jochen Frowein/Wolf­gang Peukert, EMRK-Kommentar, 2. A., Kehl/Strassburg/Arlington 1996, Art. 14 Rdnr. 2). Das 12. Zu­satzprotokoll zur EuropÃ¤ischen Menschenrechtskonvention, das in Art. 1 ein allgemeines Diskriminierungsverbot enthÃ¤lt, ist von der Schweiz noch nicht ratifiziert worden (vgl. Hangartner, S. 99). Ebenso gilt Ã¼brigens das Diskriminierungsverbot von Art. 26 des Internationalen Pakts Ã¼ber bÃ¼rgerliche und politische Rechte vom 16. Dezember 1966 (SR 0.103.2) aufgrund eines Vorbehalts der Schweiz nur in Bezug auf die im Pakt gewÃ¤hrleisteten Rechte.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>cc) WÃ¤hrend der vom BeschwerdefÃ¼hrer angefÃ¼hrte Art. 23 FK den sich rechtmÃ¤s­sig im Land aufhaltenden FlÃ¼chtlingen "die gleiche FÃ¼rsorge und Ã¶ffentliche UnterstÃ¼tzung wie den Einheimischen" gewÃ¤hrt, ist die Erteilung von Stipendien in Art. 22 Abs. 2 FK geregelt, wonach den FlÃ¼chtlingen "eine mÃ¶glichst gÃ¼nstige Behandlung, die nicht ungÃ¼ns­tiger sein soll als die AuslÃ¤ndern im Allgemeinen unter den gleichen UmstÃ¤nden gewÃ¤hrte Behandlung", zusteht (vgl. Christine Amann, Die Rechte des FlÃ¼chtlings. Die materiellen Rechte im Lichte der travaux prÃ©paratoires zur Genfer FlÃ¼chtlingskonvention und die Asyl­gewÃ¤hrung, Baden-Baden 1994, S. 97 f., 135 f.). Diese Bestimmungen, deren Anwendbarkeit durch Art. 41 lit. b FK beschrÃ¤nkt wird, vermÃ¶chten dem BeschwerdefÃ¼hrer jedenfalls keine weiter gehenden AnsprÃ¼che als das anwendbare kantonale Recht zu verschaffen und auch keine neuen Gesichtspunkte fÃ¼r eine Beurteilung im Licht des Rechtsgleichheitsgebots oder Diskriminierungsverbots zu liefern.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>c) Der BeschwerdefÃ¼hrer zieht den Grundsatz des Vertrauensschutzes heran (Art. 9 BV), weil die Bildungdirektion mit Schreiben vom 22. Januar 2002 weitere Unterlagen (zu Handen der Kantonalen Stipendienkommission) eingefordert hatte. Damit habe sie bei ihm den Eindruck erweckt, dass die Stipendienkommission in seinem Sinn Ã¼ber den stipendienrechtlichen Wohnsitz entscheiden wolle.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Aus dem Vertrauensschutz kann nur derjenige Rechte ableiten, der gestÃ¼tzt auf eine genÃ¼gende Vertrauensgrundlage eine Disposition getroffen hat, die ohne Nachteil nicht wieder rÃ¼ckgÃ¤ngig gemacht werden kann (vgl. etwa Ulrich HÃ¤felin/Georg MÃ¼ller, Allgemeines Verwaltungsrecht, 4. A., ZÃ¼rich/Basel/Genf 2002, Rz. 626 ff., besonders 660). Dass der BeschwerdefÃ¼hrer auf einen gÃ¼nstigen Entscheid hoffte, weil die Bildungsdirektion weitere Unterlagen angefordert hatte, ist belanglos. Eine VertrauensbetÃ¤tigung kÃ¶nnte allenfalls dann angenommen werden, wenn der BeschwerdefÃ¼hrer wegen des Verhaltens der zÃ¼rcherischen BehÃ¶rden davon hÃ¤tte ausgehen dÃ¼rfen, dass diese einen stipendienrechtlichen Wohnsitz im Kanton ZÃ¼rich bejahen wÃ¼rden, und deshalb Fristen des waadt­lÃ¤n­di­schen Rechts verpasst hÃ¤tte. ZustÃ¤ndig zur Beantwortung dieser Frage wÃ¤ren die waadt­lÃ¤ndischen BehÃ¶rden. Gleichwohl kann hier festgehalten werden, dass der BeschwerdefÃ¼hrer bereits bei Einreichung seines Gesuchs um seinen stipendienrechtlichen Wohnsitz im Kanton Waadt wusste. Im Ãbrigen konnte und durfte der Aufforderung zur Nachreichung von Unterlagen durch die Bildungsdirektion nicht entnom­men werden, die Kantonale Stipendienkommission habe bejaht, dass der BeschwerdefÃ¼hrer stipendienrechtlichen Wohnsitz im Kanton ZÃ¼rich habe. Dies gilt umso mehr, als im betreffenden Schreiben klargestellt wurde, dass der Entscheid bei der Stipendienkommission und nicht bei der Bildungsdirektion liege. Bereits dadurch wird auch ausgeschlos­sen, dass die zÃ¼rcherischen BehÃ¶rden eine Ãberweisungspflicht trifft.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>d) aa) Der BeschwerdefÃ¼hrer ruft weiter die persÃ¶nliche Freiheit, die Ehefreiheit und die Niederlassungsfreiheit nach Art. 10, 14 und 24 BV an. Diese verfassungsmÃ¤ssigen Rechte (auf die sich der BeschwerdefÃ¼hrer allerdings nur teilweise berufen kann) kÃ¶nnten zwar bei der Behandlung der Frage erheblich sein, ob ausnahmsweise Stipendien fÃ¼r eine Ausbildung ausserhalb jenes Kantons, in dem eine gesuchstellende Person den stipendienrechtlichen Wohnsitz hat, zu leisten wÃ¤ren. Sie wÃ¤ren insofern von den zustÃ¤ndigen BehÃ¶rden jenes Kantons, der sich materiell mit einem Stipendiengesuch zu befassen hat, zu beachten. Weil sie jedoch bei der Anwendung der geltenden Vorschriften in diesem Sinn ohne weiteres (hÃ¤tten) berÃ¼cksichtigt werden kÃ¶nnen, besteht kein Anlass, diese Vorschriften nicht anzuwenden. Die Regelung des stipendienrechtlichen Wohnsitzes an sich wird deshalb durch die Anrufung dieser Grundrechte nicht in Frage gestellt. Die RÃ¼ge ihrer Verletzung ist daher im vorliegenden Verfahren nicht erheblich.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>bb) Unerheblich ist ferner der vom BeschwerdefÃ¼hrer angerufene Art. 5 des Ausbildungsbeihilfengesetzes vom 19. MÃ¤rz 1965 (SR 416.0): Diese Bestimmung macht die GewÃ¤hrung von BundesbeitrÃ¤gen an die kantonalen Aufwendungen fÃ¼r Ausbildungsbeihilfen davon abhÃ¤ngig, dass die Kantone die Anforderungen an die minimale Dauer des zivilrechtlichen Wohnsitzes im Kanton fÃ¼r schweizerische Studierende nicht zu restriktiv formulieren. Sie betrifft die Regelung des stipendienrechtlichen Wohnsitzes nach kantonalem Recht nicht und schreibt auch nicht vor, dass sich dieser nach dem zivilrechtlichen Wohnsitz zu richten habe. Somit stÃ¶sst auch die RÃ¼ge, es sei das Gebot der derogatorischen Kraft des Bundesrechts (Art. 49 Abs. 1 BV) verletzt worden, ins Leere. Zutreffend ist sodann der Hinweis der Vorinstanz, dass Art. 115 BV (wonach BedÃ¼rftige von ihrem Wohnkanton unterstÃ¼tzt werden) sich nur auf die eigentliche Sozialhilfe bezieht (vgl. Luzius Mader in: Bernhard Ehrenzeller/Philippe Mastronardi/Rainer Schweizer/Klaus Vallender [Hrsg.], Die schweizerische Bundesverfassung, Kommentar, ZÃ¼rich/Basel/ Genf/­Lachen 2002, Art. 115).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>e) Demnach ist die Beschwerde abzuweisen, soweit auf sie einzutreten und sie nicht als gegenstandslos abzuschreiben ist.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>4. </span>Der BeschwerdefÃ¼hrer stellt einen Antrag auf unentgeltliche Rechtspflege und unentgeltliche RechtsverbeistÃ¤ndung. Die entsprechenden AnsprÃ¼che richten sich nach der Mindestgarantie von Art. 29 Abs. 3 BV bzw. nach § 70 in Verbindung mit § 16 VRG.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">a) Nach § 16 Abs. 1 VRG â der insoweit mit Art. 29 Abs. 3 BV Ã¼bereinstimmt â ist Privaten auf entsprechendes Gesuch hin die Bezahlung von Verfahrenskosten zu er­las­sen, wenn ihnen die nÃ¶tigen Mittel fehlen und ihr Begehren nicht offensichtlich aus­sichts­los er­scheint. Unter denselben Voraussetzungen gewÃ¤hrt § 16 Abs. 2 VRG darÃ¼ber hinaus eine unentgeltliche Prozess­vertre­tung, sofern die darum nachsuchende Partei zur Wahrung ihrer Rechte einer Rechts­vertretung bedarf, weil ihre Interessen in schwerwiegender Weise betroffen sind und die sich stellenden Rechtsfragen fÃ¼r die nicht rechtskundige Partei nicht leicht zu beantworten sind (KÃ¶lz/Boss­hart/RÃ¶hl, § 16 N. 39+41).</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">b) Als mittellos bzw. bedÃ¼rftig gelten Gesuchstellende, welche die erforderlichen Ver­fahrenskosten lediglich bezahlen kÃ¶nnen, wenn sie jene Mittel heranziehen, die sie zur De­ckung des Grundbedarfs fÃ¼r sich und ihre Familie benÃ¶tigen. Massgebend sind die individuellen UmstÃ¤nde, wobei die Richtlinien des Obergerichts fÃ¼r die Berechnung des betreibungsrechtlichen Existenzminimums vom 23. Mai 2001 (www.obergericht-zh.ch) als Leitfaden herangezogen werden kÃ¶nnen. Neben den Mitteln der gesuchstellenden Person sind auch die finanziellen Leistungen Dritter zu berÃ¼cksichtigen, die gegenÃ¼ber der gesuchstellenden Person unterstÃ¼tzungspflichtig sind; zu nennen ist in erster Linie die gegenseitige Beistandspflicht der Ehegatten. ZusÃ¤tzlich zum anrechenbaren Einkommen sind die vorhandenen und realisierbaren VermÃ¶genswerte zu berÃ¼cksichtigen (KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 16 N. 24 ff.). Im vorliegenden Fall <span>verfÃ¼gt </span>d<span>ie Ehefrau des BeschwerdefÃ¼hrers Ã¼ber ein monatliches Nettoeinkommen von Fr. 4'949.55 sowie ein VermÃ¶gen von jedenfalls rund Fr. 10'000.- (so der Stand Ende 2001, von dem auszugehen ist, da eine massgebende VerÃ¤nderung der VerhÃ¤ltnisse nicht geltend gemacht wird). Die Mittellosigkeit des BeschwerdefÃ¼hrers kann deshalb ausgeschlossen werden. Im Ãbrigen ist der Vorinstanz zuzustimmen, dass ein unentgeltlicher Rechtsbeistand sachlich nicht notwendig ist, weil das vorliegende Verfahren keine rechtlichen oder tatsÃ¤chlichen Schwierigkeiten aufweist, denen der BeschwerdefÃ¼hrer als Student der Rechtswissenschaft nicht gewachsen wÃ¤re.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Das Gesuch um GewÃ¤hrung der unentgeltlichen ProzessfÃ¼hrung und RechtsverbeistÃ¤ndung ist demnach abzuweisen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>5. a) Soweit der BeschwerdefÃ¼hrer unterliegt, hat er nach § 13 Abs. 2 Satz 1 VRG die Gerichtskosten zu tragen. Dies betrifft den hier beurteilten Anspruch auf AusbildungsbeitrÃ¤ge ab 1. Oktober bis 31. Dezember 2001 sowie das Begehren um Zusprechung von AusbildungsbeitrÃ¤gen fÃ¼r das Studienjahr 2002/2003, auf das nicht eingetreten wird.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Was die AusbildungsbeitrÃ¤ge fÃ¼r den Rest des Studienjahres 2001/2002 betrifft, ist das Verfahren wegen der Wiederaufnahme durch die erste Instanz als gegenstandslos geworden abzuschreiben. </span>Mangels einer Vorschrift im Verwaltungsrechtspflegegesetz Ã¼ber die Kostenfolge bei Gegenstandslosigkeit wendet die verwaltungsgerichtliche Praxis § 65 Abs. 1 der Zivilprozessordnung vom 13. Juni 1976 (LS 271) analog an (RB 1977 Nr. 6); dementsprechend entscheidet das Gericht nach Ermessen, wobei es unter anderm in Betracht zieht, wer die Gegenstandslosigkeit bzw. das gegenstands­los gewordene Verfahren verursacht hat (vgl. auch KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 13 N. 19). <span>Die Anwendung des Verursacherprinzips wird im Ãbrigen auch in § 13 Abs. 2 Satz 2 VRG vorgesehen, wonach unabhÃ¤ngig vom Verfahrensausgang den Verfahrensbeteiligten jene Kosten aufzuerlegen sind, die sie durch Verletzung von Verfahrensvorschriften oder durch nachtrÃ¤gliches Vorbringen solcher Tatsachen oder Beweismittel, die sie schon frÃ¼her hÃ¤tten geltend machen kÃ¶nnen, verursachen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Massgebend fÃ¼r die Wiederaufnahme des erstinstanzlichen Verfahrens war die Tatsache, dass die Mutter des BeschwerdefÃ¼hrers seit dem 15. Januar 2002 im Kanton ZÃ¼rich wohnhaft ist. Diese ihm bekannte Tatsache hat der BeschwerdefÃ¼hrer erst in der Beschwer­de an das Verwaltungsgericht vorgebracht. Dabei wÃ¤re eine frÃ¼here ErwÃ¤hnung durchaus mÃ¶glich und zumutbar gewesen: So lÃ¤sst sich den Entscheiden der Kantonalen Stipendienkommission vom 28. Februar und vom 18. April 2002 klar entnehmen, dass der Wohnsitz der Eltern auch bei anerkannten FlÃ¼chtlingen massgebend ist, und auch der BeschwerdefÃ¼hrer beruft sich in seiner Stellungnahme vom 20. Juli 2002 zu Handen der Stipendienkommission ausdrÃ¼cklich auf die angebliche Benachteiligung von Studierenden, deren Eltern nicht in der Schweiz wohnen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Demnach hat der BeschwerdefÃ¼hrer das gegenstandslos gewordene Verfahren verursacht. Ihm sind deshalb die Verfahrenskosten auch insoweit aufzuerlegen, als die Beschwerde als gegenstandslos geworden abzuschreiben ist.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) ...</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>DemgemÃ¤ss beschliesst die Kammer:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>Das Gesuch um GewÃ¤hrung der unentgeltlichen Rechtspflege und RechtsverbeistÃ¤ndung wird abgewiesen;</span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>und entscheidet:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>1. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit auf sie eingetreten und soweit sie nicht als gegenstandslos geworden abgeschrieben wird.</span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>...</span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>3. Die Gerichtskosten werden dem BeschwerdefÃ¼hrer auferlegt.</span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>...</span></p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>