<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2006.00060</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=205925&amp;W10_KEY=13013560&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2006.00060</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 15.06.2006</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">3. Abteilung/3. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Gesundheitswesen</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Bewilligung zur Führung einer Pflegewohngruppe</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Bewilligung zur Führung einer (Pflege-)Wohngruppe gestützt auf das Gesundheitsgesetz Gegen Bewilligungen zum Betrieb von Krankenhäusern kann direkt Beschwerde beim Verwaltungsgericht erhoben werden (E. 1.1). Begriff des Krankenhauses nach dem Gesundheitsgesetz; die Wohngruppe ist - vom Begriff her - ein Pflegeheim und dieses ein Krankenhaus (E. 1.2, vgl. auch E. 3.2 mit weiteren Abgrenzungsfragen). Die Trägerschaft der Wohngruppe ist zur Beschwerdeerhebung legitimiert (E. 1.3). Eine Sistierung des Beschwerdeverfahren ist nicht angezeigt, weil diese Beschwerde unabhängig von krankenversicherungsrechtlichen Fragen zu beurteilen ist (E. 1.4). Konzept der Wohngruppe und dessen rechtliche Würdigung gemäss der Darstellung der Vorinstanz (E. 2.1, 2.3) bzw. der Beschwerdeführerin (E. 2.2). Kompetenzausscheidung zwischen Bund und Kantonen: Der Betrieb eines Pflegeheims ist eine Frage des kantonalen Rechts. Die Voraussetzungen der kantonalen Betriebsbewilligungen fallen nicht mit den Voraussetzungen zur Zulassung als Leistungserbringer gemäss Krankenversicherungsgesetz zusammen (E. 3.1, vgl. auch E. 4.2 mit Hinweis auf die Rechtsprechung, E. 4.1). Die Wohngruppe hat aufgrund der konkreten Situation nicht den Charakter und die Organisationsstruktur eines Krankenhauses (insbes. weil die Pflege nicht über 24 Stunden sichergestellt ist und insgesamt nur über eine Teilzeitstelle abgedeckt wird, E. 3.3). Die Aufnahme in die Zürcher Pflegeheimliste (und damit die Zulassung als Leistungserbringer gemäss KVG) hängt nicht zwingend von der Erteilung einer Betriebsbewilligung gestützt auf das Gesundheitsgesetz ab (E. 4.2 f.). Die Bewilligungsfähigkeit gestützt auf das Sozialhilfegesetz ist nicht in diesem Verfahren zu beurteilen (E. 5.3, vgl. auch E. 5.1 f. mit weiteren Abgrenzungsfragen). Der Umstand, dass die Beschwerdeführerin für andere Wohngruppen eine Betriebsbewilligung gestützt auf das Gesundheitsgesetz erhalten hat, führt angesichts der laufenden Überprüfung der Gesundheitsdirektion nicht dazu, dass auch in diesem Fall eine Bewilligung zu erteilen wäre (E. 6). Abweisung.</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: BETRIEBSBEWILLIGUNG">BETRIEBSBEWILLIGUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: KRANKENHAUS">KRANKENHAUS</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: LEISTUNGSERBRINGER (KVG)">LEISTUNGSERBRINGER (KVG)</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: PFLEGEHEIM">PFLEGEHEIM</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: PFLEGEHEIMLISTE">PFLEGEHEIMLISTE</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: PFLEGEWOHNGRUPPE">PFLEGEWOHNGRUPPE</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: SPITAL">SPITAL</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: FÃ¼rsorge ST: ÃBRIGES FÃRSORGE UND GESUNDHEIT">ÃBRIGES FÃRSORGE UND GESUNDHEIT</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: Urteile: Ãbrige Rechtsgebiete UR: Besondere Rechtsgebiete ST: VERSICHERUNGSRECHT (EINSCHLIESSLICH SOZIALVERSICHERUNGEN)">VERSICHERUNGSRECHT (EINSCHLIESSLICH SOZIALVERSICHERUNGEN)</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: WOHNGRUPPE">WOHNGRUPPE</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ZUSTÃNDIGKEIT">ZUSTÃNDIGKEIT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsprozessrecht UR: Kantonale Verwaltungsgerichtsbeschwerde ST: ZUSTÃNDIGKEIT DES VERWALTUNGSGERICHTS">ZUSTÃNDIGKEIT DES VERWALTUNGSGERICHTS</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade">§ 39 aGesundheitsG</span><br/><span class="gerade">§ 42 aGesundheitsG</span><br/><span class="ungerade">§ 43 aGesundheitsG</span><br/><span class="gerade">Art. 117 BV</span><br/><span class="ungerade">Art. 118 BV</span><br/><span class="gerade">Art. 39 KVG</span><br/><span class="ungerade">§ 9 lit. c SHG</span><br/><span class="gerade">§ 9 Abs. I SHV</span><br/><span class="ungerade">§ 19a Abs. II Ziff. 4 VRG</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="gerade">RB 2006 Nr. 48</span><br/> </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 3 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Sachverhalt1"><b>I. </b> </p> <p class="Sachverhalt2"><b><span>A. </span></b><span>Mit Schreiben vom 8. April 2005 teilte die Stiftung A (im Folgenden: Stiftung) der Gesundheitsdirektion des Kantons ZÃ¼rich mit, in X die Wohngruppe C erÃ¶ffnet zu haben. Damit einhergehend stellte die Stiftung das Gesuch um Erteilung einer Betriebsbewilligung fÃ¼r Heime im Sinn von § 43 Abs. 1 des Gesundheitsgesetzes vom 4. November 1962 (GesundheitsG, LS 810.1) und ersuchte um prompte Bearbeitung, damit die Bewohner und Bewohnerinnen der Wohngruppe BeitrÃ¤ge der Krankenversicherung geltend machen kÃ¶nnten. </span></p> <p class="Sachverhalt2"><b><span>B. </span></b><span>Am 25. April 2005 teilte die Gesundheitsdirektion der Stiftung mit, bei der Wohngruppe C handle es sich um ein Behindertenheim. Die Erteilung einer Betriebsbewilligung fÃ¼r Behindertenheime falle in die ZustÃ¤ndigkeit der Direktion fÃ¼r Soziales und Sicherheit (ab 1. Mai 2006 Sicherheitsdirektion), weshalb die Gesuchsunterlagen dorthin weitergeleitet wÃ¼rden. Sobald eine Betriebsbewilligung fÃ¼r die Wohngruppe C vorliege, kÃ¶nne bei der Gesundheitsdirektion ein Gesuch um Aufnahme auf die ZÃ¼rcher Pflegeheimliste gestellt werden.</span></p> <p class="Urteilstext"><b><span>C. </span></b><span>In der Folge erklÃ¤rte sich die Stiftung mit dieser Beurteilung nicht einverstanden und stellte sich mit Schreiben vom 12. Mai 2005 weiterhin auf den Standpunkt, bei der Wohngruppe C handle es sich um eine Pflegewohngruppe im Sinn von § 43 GesundheitsG, wÃ¼rden doch seitens der Stiftung Pflegeleistungen nach dem Bundesgesetz vom 18. MÃ¤rz 1994 Ã¼ber die Krankenversicherung (KVG, SR 832.10) bzw. der Krankenpflege-Leistungsverordnung vom 29. September 1995 (KLV, SR 832.112.31) erbracht.</span></p> <p class="Urteilstext"><b><span>D. </span></b><span>Mit Schreiben vom 14. Juni 2005 teilte die Gesundheitsdirektion der Stiftung mit, die Kriterien fÃ¼r die Erteilung einer Bewilligung gemÃ¤ss § 43 GesundheitsG seien nicht erfÃ¼llt, zumal keine Pflege tÃ¤glich und Ã¼ber 24 Stunden gewÃ¤hrleistet sei. Vielmehr handle es sich um ein Heim nach § 9 des Sozialhilfegesetzes vom 14. Juni 1981 (SHG, LS 851.1). </span></p> <p class="Urteilstext"><b><span>E. </span></b><span>Am 29. September 2005 ging bei der Gesundheitsdirektion ein Schreiben der Stiftung ein, mit welchem diese um Erlass einer beschwerdefÃ¤higen VerfÃ¼gung mit detaillierter Darlegung, weshalb dem Gesuch um GewÃ¤hrung einer Betriebsbewilligung gemÃ¤ss § 43 GesundheitsG nicht stattgegeben werde, ersuchte. Im Schreiben wurde gleichzeitig festgehalten, die von der Gesundheitsdirektion angewandte Kriterienliste sei ausschliesslich auf die BedÃ¼rfnisse von Menschen mit physischem Pflegebedarf ausgerichtet. Bei einer Anwendung der Vorgaben in einer Einrichtung, welche schwergewichtig auf die stationÃ¤re Pflege psychisch beeintrÃ¤chtigter Menschen ausgerichtet sei, wÃ¼rden dadurch aber enorme Kosten ohne Nutzen verursacht. Deshalb wolle die Stiftung Ã¼berprÃ¼fen lassen, ob durch die Anwendung der genannten Kriterienliste fÃ¼r solche Institutionen die Absichten des Gesetzgebers tatsÃ¤chlich umgesetzt wÃ¼rden.</span></p> <p class="Urteilstext"><b><span>F. </span></b><span>Mit VerfÃ¼gung vom 23. Dezember 2005 wies die Gesundheitsdirektion das Gesuch der Stiftung um Erteilung einer Bewilligung gemÃ¤ss § 43 GesundheitsG fÃ¼r den Betrieb der Wohngruppe C ab.</span></p> <p class="Sachverhalt1"><b>II. </b> </p> <p class="Urteilstext">Dagegen erhob die Stiftung mit Eingabe vom 4. Februar 2006 Beschwerde, eventuell Rekurs, beim Verwaltungsgericht mit den AntrÃ¤gen um Aufhebung der VerfÃ¼gung vom 23. Dezember 2005 und um Erteilung der Bewilligung zur FÃ¼hrung einer Pflegewohngruppe bezÃ¼glich der Pflegewohngruppe C gemÃ¤ss § 43 GesundheitsG. Eventuell sei unter Aufhebung der angefochtenen VerfÃ¼gung die Sache an die Vorinstanz zurÃ¼ckzuweisen, damit diese bundesrechtskonforme Kriterien fÃ¼r die gesundheitspolizeiliche Bewilligung anwende. Subeventuell sei der Prozess zu sistieren, bis die Direktion fÃ¼r Soziales und Sicherheit Ã¼ber eine Betriebsbewilligung bzw. die Gesundheitsdirektion gestÃ¼tzt auf diese Betriebsbewilligung entschieden haben, ob die Wohngruppe C auf die ZÃ¼rcher Pflegeheimliste aufzunehmen sei, alles unter Kosten- und EntschÃ¤digungsfolge zu Lasten der Beschwerdegegnerin. </p> <p class="Urteilstext"><span>Mit Beschwerdeantwort vom 27. MÃ¤rz 2006 beantragte die Gesundheitsdirektion die Abweisung der Beschwerde, unter Kosten- und EntschÃ¤digungsfolge zu Lasten der BeschwerdefÃ¼hrerin.</span></p> <p class="Einzug1"><span>Die Kammer</span><span> zieht in ErwÃ¤gung:</span></p> <p class="Erwgung1"><b>1. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>1.1 </b>Nach § 19a Abs. 2 Ziff. 4 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 (VRG) kÃ¶nnen erstinstanzliche Anordnungen der Direktionen und Ãmter betreffend Bewilligungen zum Betrieb von KrankenhÃ¤usern unmittelbar beim Verwaltungsgericht angefochten werden. Entgegen der Meinung der BeschwerdefÃ¼hrerin handelt es sich dabei um eine Beschwerde und nicht um einen Rekurs (Alfred KÃ¶lz/JÃ¼rg Bosshart/Martin RÃ¶hl, Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons ZÃ¼rich, 2. A., ZÃ¼rich 1999, § 19a N. 4, § 41 N. 29).</p> <p class="Erwgung2"><b>1.2 </b>Die BeschwerdefÃ¼hrerin wirft die Frage auf, ob unter die Formulierung "Bewilligungen zum Betrieb von KrankenhÃ¤usern" gemÃ¤ss § 19a Abs. 2 Ziff. 4 VRG auch die Bewilligung von Pflegeheimen bzw. Pflegewohngruppen zu subsumieren sei. Ihrerseits stellt sie sich auf den Standpunkt, aufgrund der weiten Fassung des Begriffs "Krankenhaus" im Gesundheitsgesetz sei dies zu bejahen. Diese Auffassung wird auch von der Beschwerdegegnerin geteilt. </p> <p class="Urteilstext">In § 39 Abs. 1 GesundheitsG, welche Bestimmung unter den Titel "V. Die KrankenhÃ¤user" fÃ¤llt, werden als Aufgabe des Staates die Errichtung und Betreibung zentraler KantonsspitÃ¤ler, Heil- und Pflegeanstalten fÃ¼r psychisch Kranke und SpezialkrankenhÃ¤user, deren Einzugsgebiet sich Ã¼ber den ganzen Kanton erstreckt, aufgelistet. GemÃ¤ss § 39 Abs. 2 GesundheitsG sind die Errichtung und der Betrieb anderer SpitÃ¤ler und Krankenheime Sache der Gemeinden. Als Krankenheime gelten auch Pflegeabteilungen in Altersheimen. Dies belegt somit, dass der Begriff "Krankenhaus" nicht allzu eng ausgelegt werden darf. Vielmehr gehÃ¶ren Pflegeheime bzw. Krankenheime im herkÃ¶mmlichen Sinn â darauf wird noch zurÃ¼ckzukommen sein â zu den KrankenhÃ¤usern, was denn auch anlÃ¤sslich der kantonsrÃ¤tlichen Beratung im Zusammenhang mit der per 1. Januar 2003 in Kraft getretenen Ãnderung des Sozialhilfe- und Gesundheitsgesetzes zum Ausdruck gekommen ist (Prot. KR [1999-2003], S. 14117; unter anderem hatte die damalige Revision die Ãbertragung der Kompetenz zur Erteilung von Bewilligungen fÃ¼r Altersheime sowie Alters- und Pflegeheime von der Direktion fÃ¼r Soziales und Sicherheit bzw. dem Sozialamt an die Gesundheitsdirektion zum Inhalt, was eine Ãnderung von § 43 Abs. 1 GesundheitsG mit sich brachte). Der PrÃ¤sident der Redaktionskommission hatte angemerkt, nebst den Altersheimen sowie Alters- und Pflegeheimen gemÃ¤ss § 42 GesundheitsG gebe es noch eine dritte Kategorie â das sei das Pflegeheim. Das Pflegeheim sei aber nicht aufgezÃ¤hlt, weil Pflegeheime zu den KrankenhÃ¤usern gehÃ¶rten.</p> <p class="Urteilstext">Da es vorliegend um die Frage geht, ob die Wohngruppe C als Pflegeheim im Sinn des Gesundheitsgesetzes zu gelten habe und herkÃ¶mmliche Pflegeheime zu den KrankenhÃ¤usern gehÃ¶ren, ist gestÃ¼tzt auf § 19a Abs. 2 Ziff. 4 VRG das Verwaltungsgericht zur Behandlung der Beschwerde zustÃ¤ndig. Im Folgenden wird somit darauf einzugehen sein, ob die Wohngruppe die entsprechenden Voraussetzungen erfÃ¼llt, um als Pflegeheim nach § 43 Abs. 1 GesundheitsG bewilligt werden zu kÃ¶nnen.</p> <p class="Erwgung2"><b>1.3 </b>Die Stiftung ist zur Beschwerdeerhebung legitimiert (§ 70 in Verbindung mit § 21 lit. a VRG), weil die in diesem Verfahren zu beurteilende Frage der Betriebsbewilligung nach § 43 GesundheitsG eng verknÃ¼pft ist mit der Frage der Zulassung als Leistungserbringer gemÃ¤ss KVG (vgl. dazu E. 4.2 a.E.).</p> <p class="Erwgung2"><b>1.4 </b>Subeventuell stellt die BeschwerdefÃ¼hrerin das Gesuch auf Sistierung des Prozesses, bis gegebenenfalls die Direktion fÃ¼r Soziales und Sicherheit Ã¼ber eine Betriebsbewilligung gemÃ¤ss § 9 lit. c SHG bzw. die Beschwerdegegnerin gestÃ¼tzt auf diese Betriebsbewilligung entschieden habe, ob die Wohngruppe C in die ZÃ¼rcher Pflegeheimliste aufzunehmen sei. Die Beschwerdegegnerin beantragt die Abweisung des Sistierungsantrages, unter anderem mit dem Hinweis, das Verwaltungsgericht sei bezÃ¼glich der Frage der Aufnahme in die Pflegeheimliste bzw. zur Beurteilung der von einem Pflegeheim zu erfÃ¼llenden Voraussetzungen fÃ¼r die TÃ¤tigkeit zu Lasten der obligatorischen Krankenversicherung nicht zustÃ¤ndig, sondern der Regierungsrat und letztlich der Bundesrat im Sinn von Art. 53 KVG.</p> <p class="Urteilstext">Die Sistierung ist sinnvoll, sobald der Entscheid einer Verwaltungs- oder Verwaltungsrechtspflegeinstanz von einem anderen Entscheid oder Urteil abhÃ¤ngt oder wesentlich beeinflusst wird. Das gilt etwa fÃ¼r den Fall, dass der Ausgang eines anderen Verfahrens fÃ¼r das interessierende Verfahren von <i>prÃ¤judizieller Bedeutung </i>ist, oder wenn in einem anderen Verfahren Ã¼ber SachumstÃ¤nde oder rechtliche Voraussetzungen entschieden wird, die fÃ¼r den Ausgang des in Frage stehenden Verfahrens von massgebender Bedeutung sind. Erforderlich ist allerdings, dass beide Verfahren einen genÃ¼genden Sachzusammenhang aufweisen (KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, Vorbem. zu §§ 4-31, N. 29). </p> <p class="Urteilstext">Die hier zur Diskussion stehende kantonale Bewilligung charakterisiert sich als Polizeierlaubnis und ist als eine Betriebsbewilligung zu qualifizieren (VGr, 30. September 2004, VB.2004.00230, E. 3.2, 4.2, www.vgrzh.ch). Inwieweit die Voraussetzungen fÃ¼r die Erteilung der Betriebsbewilligung erfÃ¼llt sind, beurteilt sich jedoch unabhÃ¤ngig davon, ob das Wohnheim C als Leistungserbringer zulasten der sozialen Krankenversicherung tÃ¤tig sein kann (siehe nachfolgend E. 3.1 und E. 4), weshalb vorliegend von einer Sistierung abzusehen ist. </p> <p class="Erwgung1"><b>2. </b> </p> <p class="Urteilstext"><b>2.1 </b>Die Gesundheitsdirektion hat in der angefochtenen VerfÃ¼gung vom 23. Dezember 2005 das Konzept der zu bewilligenden Wohngruppe C wie folgt umschrieben, was grundsÃ¤tzlich unwidersprochen geblieben ist:</p> <p class="Urteilstext">Den eingereichten Statuten der BeschwerdefÃ¼hrerin sei zu entnehmen, dass sie die Schaffung von Wohngruppen fÃ¼r psychisch und physisch Behinderte durch ZurverfÃ¼gungstellung von Wohnungen mit spezifischer fachlicher Betreuung und UnterstÃ¼tzung durch ausgebildetes Betreuungspersonal bezwecke. Die vorgesehene Wohngruppe C werde als teilstationÃ¤rer, sozialpsychiatrischer Rehabilitationsbereich fÃ¼r unterstÃ¼tzungsbedÃ¼rftige erwachsene Menschen in einer Krisensituation bezeichnet, der sich an Frauen und MÃ¤nner richte, die nach einer stationÃ¤ren Behandlung in einer Psychiatrischen Klinik oder einer Rehabilitationsklinik ein Anschlussprogramm suchten oder sich in einer Lebenskrise befÃ¤nden und UnterstÃ¼tzung bei einer Neuorientierung benÃ¶tigten. Das Angebot richte sich an Personen mit psychischer Behinderung/Erkrankung oder einer leichten geistigen Behinderung und Menschen mit psychosozialen Problemen. Nicht aufgenommen wÃ¼rden Menschen, bei welchen Suchtprobleme im Vordergrund stÃ¼nden oder Personen in akut psychotischem Zustand oder einer suizidalen GefÃ¤hrdung. Auch Menschen mit einer schweren kÃ¶rperlichen und/oder geistigen Behinderung wÃ¼rden nicht in die Wohngruppe aufgenommen. Dem Konzept und den Angaben auf dem Gesuchsformular sei im Weiteren zu entnehmen, dass die Wohngruppe eine individuelle Betreuung, Begleitung und UnterstÃ¼tzung fÃ¼r die Bewohnenden anbiete, wobei das Angebot die Vorbereitung und das Training auf ein Leben ausserhalb der Stiftung umfasse. Mit den Betreuten werde eine individuelle in- oder externe Tages- oder Halbtagesstruktur erarbeitet, wobei die Wohngruppe von Montag bis Freitag wÃ¤hrend ca. sechs bis acht Stunden pro Tag betreut und dafÃ¼r insgesamt 0.7 oder 0.8 Stellen zur VerfÃ¼gung stÃ¼nden. In der Ã¼brigen Zeit, mithin wÃ¤hrend der restlichen mindestens 16 Stunden an Wochentagen sowie wÃ¤hrend 24 Stunden tÃ¤glich an Wochenenden, seien die Bewohnerinnen und Bewohner auf sich allein gestellt, wobei in dieser Zeit ein rund um die Uhr besetzter telefonischer Hintergrunddienst angeboten werde, der innert 30 Minuten vor Ort sein kÃ¶nne. Dem Konzept sei weiter zu entnehmen, dass nicht nur keine Tagesstruktur angeboten werde, sondern die Bereitschaft zu einer mindestens halbtÃ¤glichen Arbeitstagesstruktur und ein Arbeitsvertrag vorhanden sein mÃ¼ssten, um Ã¼berhaupt in die Wohngruppe aufgenommen werden zu kÃ¶nnen. Ein solcher Arbeitsplatz kÃ¶nne zum Beispiel in der freien Marktwirtschaft oder einer IV-WerkstÃ¤tte sein. Da in der unmittelbaren NÃ¤he der Wohngruppe keine geeigneten ArbeitsstÃ¤tten vorhanden seien, mÃ¼sse zudem jede Bewohnerin und jeder Bewohner den Einkauf und das Essen selbststÃ¤ndig organisieren, wofÃ¼r ein Haushaltsgeld ausbezahlt werde. FreizeitaktivitÃ¤ten wÃ¼rden grundsÃ¤tzlich individuell gefÃ¶rdert. Die Gesundheit und deren Vorsorge wÃ¼rden individuell thematisiert; alle zwei Wochen fÃ¤nde eine Ã¤rztliche Visite statt, wobei auch ein anderer Arzt konsultiert werden kÃ¶nne. Medikamente wÃ¼rden vom behandelnden Arzt an das Betreuungsteam geleitet und von diesem einmal wÃ¶chentlich abgegeben. Hiezu hÃ¤tten sich die Bewohnerinnen und Bewohner selbst einen Medikamentendosierer anzuschaffen. </p> <p class="Urteilstext">Die Gesundheitsdirektion qualifizierte dieses Konzept als nicht dem Bedarf pflegebedÃ¼rftiger Bewohnerinnen und Bewohner eines Pflegeheimes bzw. einer Pflegewohngruppe entsprechend. Massnahmen, welche auf die Hilfe und UnterstÃ¼tzung der Bewohnerinnen und Bewohner in grundlegenden AktivitÃ¤ten des Lebens abzielten und zum Ã¼blichen Angebot in Pflegeheimen gehÃ¶rten, wie etwa die Hilfe bei Mund- und KÃ¶rperpflege, beim An- und Auskleiden sowie beim Essen und Trinken oder bei weiteren grundlegenden Lebensverrichtungen, wÃ¼rden in der Wohngruppe nicht angeboten. Auch die wÃ¶chentliche Verteilung der von den behandelnden Ãrztinnen und Ãrzten verschriebenen Medikamente kÃ¶nne nicht ernsthaft als Pflegemassnahme mit therapeutischer Zielsetzung betrachtet werden. Die stÃ¤ndige, zur GewÃ¤hrleistung der Sicherheit der Patientinnen und Patienten vor Ort erforderliche medizinische Behandlung und Pflege sowie die dauernde Ãberwachung durch Fachpersonal sei ebenfalls nicht gewÃ¤hrleistet. Ein telefonischer Hintergrunddienst entspreche den Anforderungen an eine dauernde Ãberwachung und Betreuung nicht. Zudem werde keine geregelte Tagesstruktur, insbesondere mit gemeinschaftlichem Essen angeboten. Vielmehr hÃ¤tten die Bewohnerinnen und Bewohner mindestens einer halbtÃ¤glichen Arbeit nachzugehen und hÃ¤tten ihren Einkauf und ihr Essen selber zu organisieren. Bei dieser Sachlage kÃ¶nne nicht die Rede davon sein, dass es sich um pflegebedÃ¼rftige Personen handle, welche einer Behandlung, Pflege und Betreuung in einem Pflegeheim im Sinn einer Langzeitinstitution bedÃ¼rften, weshalb die Voraussetzungen gemÃ¤ss § 43 GesundheitsG nicht erfÃ¼llt seien. Es gehe nicht an, eine Wohngruppe, welche sich als temporÃ¤re Lebensgemeinschaft auf dem Weg zum selbststÃ¤ndigen Leben verstehe und vorwiegend soziale Hilfe und Betreuung anbiete, als Pflegeheim im Sinn des Gesundheitsgesetzes zu betrachten, nur weil sie in EinzelfÃ¤llen tatsÃ¤chlich medizinische Behandlung oder Pflege anbieten kÃ¶nnte. </p> <p class="Urteilstext"><b>2.2 </b>Die BeschwerdefÃ¼hrerin bringt dagegen vor, die ZÃ¼rcher Pflegeheimliste vom 3. Dezember 1997 (RRB 2609/1997) sei mit Regierungsratsbeschluss vom 17. MÃ¤rz 2004 (RRB 399/2004) geÃ¤ndert worden. Danach kÃ¶nnten neu die im Pflegebereich tÃ¤tigen Invalidenheime unter den gleichen Voraussetzungen wie die Ã¼brigen Pflegeinstitutionen in die Pflegeheimliste aufgenommen werden, was der Fall sei, wenn die Dienstleistungs- und Infrastrukturvoraussetzungen gemÃ¤ss Art. 39 Abs. 1 lit. a-c KVG erfÃ¼llt seien. GestÃ¼tzt darauf sei die BeschwerdefÃ¼hrerin davon ausgegangen, die Pflegewohngruppe C kÃ¶nne Krankenversicherungsleistungen in Anspruch nehmen. Die Pflegewohngruppe sei auch kein Behindertenheim gemÃ¤ss dem Bundesgesetz vom 19. Juni 1959 Ã¼ber die Invalidenversicherung (IVG, SR 831.20) und beziehe daher keine Subventionen nach Art. 73 f. IVG. Vielmehr gehÃ¶re die Wohngruppe zu den "Anstalten und WerkstÃ¤tten, die der stationÃ¤ren DurchfÃ¼hrung von medizinischen Massnahmen dienen" (Art. 73 Abs. 1 zweiter Satz IVG). Die Wohngruppe falle auch nicht unter § 4 des Gesetzes Ã¼ber die Beitragsleistungen des Staates fÃ¼r Altersheime sowie Heime, EingliederungsstÃ¤tten und WerkstÃ¤tten fÃ¼r Invalide vom 4. MÃ¤rz 1973 (LS 855.1). Weiter hÃ¤lt die BeschwerdefÃ¼hrerin fest, die von der Beschwerdegegnerin angewandte Kriterienliste fÃ¼r die Bewilligung zur FÃ¼hrung von Pflegewohngruppen sei zu einengend, da sie auf somatisch bedingte LangzeitpflegefÃ¤lle ausgerichtet sei. Sie widerspreche daher den relativ weit und flexibel gefassten bundesrechtlichen Vorgaben gemÃ¤ss Art. 39 Abs. 1 lit. a-c KVG. Ob nÃ¤mlich im konkreten Fall die Bedingungen von Art. 39 Abs. 1 lit. a-c KVG erfÃ¼llt seien, kÃ¶nne einzig ein validiertes, von den massgebenden VerbÃ¤nden (zum Beispiel santÃ©suisse) anerkanntes und empfohlenes Pflegebedarf- und ÃberprÃ¼fungssystem aussagen. Im Kanton ZÃ¼rich seien die Systeme nach "BESA" (BewohnerInnen-Einstufungs- und Abrechnungssystem) und "RAI-RUG" (Resident Assessment Instrument bzw. Ressource Utilization Groups) anerkannt. Das Wohnheim C evaluiere nach dem System RAI-RUG den Pflegeaufwand der Bewohner und Bewohnerinnen und sei Ã¼berdies nach den Normen ISO 9001-2000 (International Organization for Standardization) durch die Schweizerische Vereinigung fÃ¼r QualitÃ¤ts- und Management-Systeme (SQS) und BSV-IV 2000 (gemÃ¤ss Bundesamt fÃ¼r Sozialversicherung) zertifiziert. Die Bewohnerinnen und Bewohner des Wohnheims C seien aufgrund der nach dem RAI-RUG-System erhobenen Pflegeleistungen nicht auf eine "ausgebaute" Pflegeheimstruktur mit 24-Stunden-Ãberwachung vor Ort, Treppenlift und Ausguss angewiesen. Die in Art. 7 Abs. 2 lit. c KLV aufgefÃ¼hrten Pflegeleistungen kÃ¶nnten entweder zu Hause oder eben stationÃ¤r erbracht werden, wobei nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung leicht pflegebedÃ¼rftige Menschen nicht in ein teures Pflegeheim eingewiesen werden mÃ¼ssten (BGE 131 V 178). Dasselbe Motiv kÃ¶nne angerufen werden, wenn es darum gehe, dass nicht nur hochtechnisierte Einrichtungen als Pflegeheime akzeptiert wÃ¼rden, sondern auch Pflegewohngruppen mit leichtem bis mittelschwerem Pflegebedarf. Die Gesundheitsdirektion sei nicht befugt, den bundesrechtlich abschliessenden Begriff der "Pflege" nach eigenem GutdÃ¼nken einzuengen. Zwar handle es sich bei den Voraussetzungen fÃ¼r die Betriebsbewilligung gemÃ¤ss § 43 GesundheitsG und jenen fÃ¼r die Aufnahme in die ZÃ¼rcher Pflegeheimliste um zwei rechtlich getrennte VorgÃ¤nge. Faktisch seien sie aber ein und dasselbe. Die Gesundheitsdirektion habe daher nur zu prÃ¼fen, ob die konkrete Institution die Voraussetzungen nach Art. 39 Abs. 1 lit. a-c KVG erfÃ¼lle und dÃ¼rfe sich "an keine intransparenten Eigenkreationen" halten. BezÃ¼glich der Frage, ob gegebenenfalls ein Heim im Sinn von Art. 9 lit. c SHG vorliege, stellt sich die BeschwerdefÃ¼hrerin auf den Standpunkt, dies kÃ¶nne nicht der Fall sein, da es in der Pflegewohngruppe auch Bewohnende geben kÃ¶nne, die einen Pflegebedarf hÃ¤tten, der Ã¼ber der Stufe 1 nach BESA liege. GemÃ¤ss den Weisungen der Direktion fÃ¼r Soziales und Sicherheit kÃ¶nnten in Behindertenheimen aber "nur" Menschen bis BESA-Stufe 1 gepflegt werden. Liege ein hÃ¶herer Pflegebedarf vor, so handle es sich um ein gesundheitspolizeilich bewilligungspflichtiges Pflegeheim. Ausserdem habe die Gesundheitsdirektion im Jahr 1999 drei Pflegewohngruppen der BeschwerdefÃ¼hrerin die gesundheitspolizeiliche Bewilligung erteilt und diese auf die ZÃ¼rcher Pflegeheimliste aufgenommen.</p> <p class="Urteilstext"><b>2.3 </b>Die Beschwerdegegnerin bejaht, dass der BeschwerdefÃ¼hrerin bereits fÃ¼r drei Wohngruppen die Bewilligung erteilt worden sei. Allerdings sei die Gesundheitsdirektion davon ausgegangen, dass die Voraussetzung bezÃ¼glich GewÃ¤hrleistung der Pflege den stationÃ¤ren Patienten gegenÃ¼ber wÃ¤hrend 24 Stunden gegeben sei. AnlÃ¤sslich einer Besichtigung vom 13. MÃ¤rz 2003 sei festgestellt worden, dass dem nicht so sei, weshalb der BeschwerdefÃ¼hrerin der Entzug der Bewilligungen angedroht worden sei, falls die MÃ¤ngel nicht behoben wÃ¼rden. Aufgrund der AusfÃ¼hrungen der BeschwerdefÃ¼hrerin sei davon auszugehen, dass die Betreuungen der Bewohnerinnen und Bewohner in den bereits bestehenden Wohngruppen nicht abgeÃ¤ndert worden seien. Im Rahmen der regelmÃ¤ssigen, bundesrechtlich geforderten ÃberprÃ¼fung der Pflegeheimliste werde Ã¼ber das Verbleiben dieser Institutionen auf der Pflegeheimliste bzw. den Fortbestand der Betriebsbewilligungen noch zu entscheiden sein. Interne Vorbereitungen wÃ¼rden derzeit vorgenommen. In der Beschwerdeantwort ist im Weiteren festgehalten, aus der Tatsache, dass die BeschwerdefÃ¼hrerin fÃ¼r die Wohngruppe C keine BetriebsbeitrÃ¤ge der Invalidenversicherung bzw. keine Leistungen gestÃ¼tzt auf das Gesetz Ã¼ber die Beitragsleistungen des Staates fÃ¼r Altersheime sowie Heime, EingliederungsstÃ¤tten und WerkstÃ¤tten fÃ¼r Invalide erhalte, kÃ¶nne nicht hergeleitet werden, es liege deswegen kein Heim zur Unterbringung und Betreuung Behinderter oder sonst wie betreuungsbedÃ¼rftiger Personen vor. Die Frage, ob die Direktion fÃ¼r Soziales und Sicherheit bzw. die Gesundheitsdirektion fÃ¼r die Erteilung der Betriebsbewilligung zustÃ¤ndig sei, richte sich nach dem vorgesehenen Zweck und der geplanten hauptsÃ¤chlichen TÃ¤tigkeit der vorgesehenen Institution. Stehe die stÃ¤ndige, rund um die Uhr garantierte Pflege, Versorgung und Betreuung pflegebedÃ¼rftiger und damit auch hilfsbedÃ¼rftiger Bewohnerinnen und Bewohner im Vordergrund, sei hiefÃ¼r eine Pflegeheimbewilligung nach § 43 GesundheitsG erforderlich. Stehe nicht die Pflege, sondern die anderweitige Betreuung der Bewohnerinnen und Bewohner im Vordergrund, sei eine Bewilligung der Direktion fÃ¼r Soziales und Sicherheit nÃ¶tig (vorbehÃ¤ltlich der heute noch in sehr geringer Zahl existierenden reinen Altersheime, welche der Unterbringung und Betreuung betagter Menschen â ohne Pflegebedarf â dienen und eine Betriebsbewilligung der Gesundheitsdirektion benÃ¶tigen). Die BeschwerdefÃ¼hrerin wolle die Abgrenzung jedoch unzutreffenderweise aufgrund der PflegebedÃ¼rftigkeit der Bewohnenden und nicht nach dem Heimzweck vornehmen. Vorliegend ergebe sich aber eindeutig, dass die Wohngruppe C kein Pflegeheim sei. Weder das Haus selbst noch die wÃ¤hrend einiger Stunden pro Tag garantierte Anwesenheit einer einzelnen Betreuungsperson seien darauf ausgerichtet, Bewohnerinnen und Bewohner mit einem regelmÃ¤ssigen Pflege- und Betreuungsbedarf im Rahmen der BESA-Stufen 2-4 aufzunehmen. Es gehe jedenfalls nicht an, allein aufgrund des Pflege- und Betreuungsbedarfs einzelner Bewohnerinnen und Bewohner eine Institution zu einem Pflegeheim zu erheben. Die von der Gesundheitsdirektion erlassene Kriterienliste basiere allein auf kantonalem Recht. Die Gesundheitsdirektion gehe aber davon aus, dass die in der Kriterienliste umschriebenen Anforderungen ohnehin den in Art. 39 Abs. 3 in Verbindung mit Art. 39 Abs. 1 lit. a-c KVG geforderten Dienstleistungs- und Infrastrukturvoraussetzungen fÃ¼r die Zulassung eines Pflegeheims als Leistungserbringer entspreche oder diese zumindest als Kerngehalt mit umfasse. Selbst wenn die in Art. 39 Abs. 1 lit. a-c KVG umschriebenen Zulassungsvoraussetzungen aus bundesrechtlicher Sicht anders ausgelegt werden kÃ¶nnten, was allerdings vehement bestritten werde, ergÃ¤be sich daraus keine Ãnderung der in alleiniger kantonaler Kompetenz festgelegten Voraussetzungen f