<h2>InitialSituation<h2><p>Heute werden die Gelder der Pensionskasse des Bundes (PKB) vom Bund zur Durchschnittsrendite der Bundesobligationen, mindestens aber zu 4 Prozent verzinst. Der Fehlbetrag wird mit 4 Prozent verzinst. In den Jahren 1985-1997 belief sich die Rendite der PKB-Gelder auf rund 4,5 Prozent. Sie liegt damit deutlich unter der von den Pensionskassen im entsprechenden Zeitraum gemäss BVG-Index erzielten Rendite von 7,6 Prozent.</p><p>Der Übergang zu einem modernen, auf eine breite Diversifizierung der Anlagen ausgerichteten Portfoliomanagement macht eine Anpassung der Rechtsgrundlagen notwendig. Da Artikel 36 des Finanzhaushaltgesetzes den Erwerb von Aktien und Liegenschaften zu Anlagezwecken verbietet, ist diese Bestimmung mit einer Ausnahmeregelung für die PKB zu ergänzen. Zudem sind die PKB-Statuten an die neuen Anforderungen anzupassen.</p><h2>Proceedings<h2><p>Im <b>Ständerat</b> rechneten Kommissionssprecher Kurt Schüle (R, SH) und Bundesrat Kaspar Villiger vor, dass die PKB in den letzten 13 Jahren über 16 Milliarden Franken zusätzlich erwirtschaftet hätte, wäre sie nach den für die privaten Pensionskassen geltenden Regeln behandelt worden. Es gelte jetzt, unter Beizug externer Profis die Mittel im Umfang von 21 Milliarden Franken kontinuierlich, behutsam und risikobewusst anzulegen. Vreni Spoerry (R, ZH) und Paul Gemperli (C, SG) wiesen auf das wegen der PKB-Deckungslücke von gut einem Drittel erhöhte Risiko einer auch in Aktien diversifizierten Anlage hin. Der Rat beschloss einstimmig die Annahme des Entwurfs.</p><p>Der <b>Nationalrat</b> hiess die Änderung diskussionslos und ebenfalls einstimmig gut.</p>