<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: SB.2003.00062</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=204177&amp;W10_KEY=13013569&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>SB.2003.00062</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 28.04.2004</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">2. Abteilung/2. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Steuerrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Grundstückgewinnsteuer</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Liegenschaftenhändler Als Liegenschaftenhändler tätige juristische Personen sind kraft § 221 Abs. 2 StG berechtigt, die Grundstückgewinnsteuer bei dieser Steuer gewinnmindernd geltend zu machen, soweit sie auf deren Berücksichtigung bei der Gewinnsteuer ausdrücklich verzichten. </b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: AUFWENDUNG">AUFWENDUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: AUSSERKANTONAL">AUSSERKANTONAL</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: Urteile: Steuerrecht UR: GrundstÃ¼ckgewinn- und HandÃ¤nderungssteuern ST: GRUNDSTÃCKGEWINNSTEUER">GRUNDSTÃCKGEWINNSTEUER</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: INNERKANTONAL">INNERKANTONAL</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: JURISTISCHE PERSON">JURISTISCHE PERSON</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: LIEGENSCHAFTENHÃNDLER">LIEGENSCHAFTENHÃNDLER</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: NATÃRLICHE PERSONEN">NATÃRLICHE PERSONEN</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: STEUERN">STEUERN</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade">Art. 127 Abs. III BV</span><br/><span class="gerade">§ 33 lit. e StG</span><br/><span class="ungerade">§ 65 Abs. I lit. a StG</span><br/><span class="gerade">§ 219 Abs. I StG</span><br/><span class="ungerade">§ 221 Abs. II StG</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="gerade">RB 2004 Nr. 106 S. 199</span><br/> </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 2 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Sachverhalt1"><b><span>I. </span></b><span> </span></p> <p class="Sachverhalt2"><span>Die A AG mit Sitz im Kanton ZÃ¼rich verÃ¤usserte im Jahr 2000 die EinfamilienhÃ¤user Kat.-Nrn. 01 bis 05, 06 bis 08 sowie (bis auf einen Parkplatz) sÃ¤mtliche Stockwerkeigentumseinheiten an der Liegenschaft Kat.-Nr. 09 an verschiedene Erwerber.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Die Gemeinde C auferlegte der VerÃ¤usserin aus Anlass dieser HandÃ¤nderungen am 7. November 2002 GrundstÃ¼ckgewinnsteuern in der HÃ¶he von insgesamt Fr. 1'851'250.-, welche sie mit Einspracheentscheid vom 11. MÃ¤rz 2003 auf Fr. 1'845'705.- herabsetzte. Doch lehnte sie die geforderte Anrechnung dieser Steuern als gewinnmindernde Aufwendungen ab.</span></p> <p class="Sachverhalt1"><b><span>II. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Die Steuerrekurskommission hiess den Rekurs der Pflichtigen am 16. September 2003 gut. Sie stellte sich auf den Standpunkt, die GrundstÃ¼ckgewinnsteuern seien mit der Liegenschaft zusammenhÃ¤ngende Aufwendungen, welche Personen, die â wie die Pflichtige â mit Liegenschaften handelten, als Anlagekosten geltend machen kÃ¶nnten. Dementsprechend setzte sie die der Pflichtigen auferlegten GrundstÃ¼ckgewinnsteuern auf gesamthaft Fr. 1'324'023.- herab.</span></p> <p class="Sachverhalt1"><b><span>III. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Die Gemeinde C beantragte mit Beschwerde vom 31. Ok­tober 2003 dem Verwaltungsgericht sinngemÃ¤ss, es seien die GrundstÃ¼ckgewinnsteuern in Wiederherstellung des Einspracheentscheids auf insgesamt Fr. 1'845'705.- festzusetzen. Ausserdem verlangte sie die Zusprechung einer ParteientschÃ¤digung.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>WÃ¤hrend die Steuerrekurskommission III auf Vernehmlassung verzichtete, schloss die Pflich­tige auf Abweisung der Beschwerde.</span></p> <p class="Einzug1"><span>Die Kammer</span><span> zieht in ErwÃ¤gung:</span></p> <p class="Erwgung1"><b><span>1. </span></b><span> </span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>1.1 </span></b><span>Die GrundstÃ¼ckgewinnsteuer wird laut § 216 Abs. 1 des Steuergesetzes vom 8. Juni 1997 (StG) erhoben von den Gewinnen, die sich bei HandÃ¤nderungen an GrundstÃ¼cken oder Anteilen von solchen ergeben. GrundstÃ¼ckgewinn ist nach § 219 Abs. 1 StG der Betrag, um welchen der ErlÃ¶s die Anlagekosten, d.h. Erwerbspreis (§ 220 StG) und Aufwendungen (§ 221 StG), Ã¼bersteigt.</span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>1.2 </span></b><span>NatÃ¼rliche und juristische Personen, welche mit Liegenschaften handeln, kÃ¶nnen gemÃ¤ss § 221 Abs. 2 StG â Ã¼ber die in Abs. 1 dieser Bestimmung erwÃ¤hnten Aufwendungen hinaus â weitere mit der Liegenschaft zusammenhÃ¤ngende Aufwendungen geltend machen, soweit sie auf deren BerÃ¼cksichtigung bei der Einkommens- oder Gewinnsteuer ausdrÃ¼cklich verzichtet haben.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Zwischen den Parteien ist streitig, ob die anlÃ¤sslich der in Frage stehenden HandÃ¤nderungen erhobenen GrundstÃ¼ckgewinnsteuern als derartige mit der Liegenschaft zusammenhÃ¤ngende Aufwendungen zu wÃ¼rdigen sind. </span></p> <p class="Erwgung3"><b><span>1.2.1 </span></b><span>Ob die GrundstÃ¼ckgewinnsteuern zu den aufgrund von § 221 Abs. 2 StG anrechenbaren Aufwendungen gehÃ¶ren, ist auf dem Weg der Gesetzesauslegung zu ermitteln. Deren Ziel ist es, den Sinngehalt einer Norm zu ergrÃ¼nden. Auszugehen ist dabei vom Wortlaut der auszulegenden Bestimmung, doch kann dieser nicht allein massgebend sein, namentlich wenn der Text unklar ist oder verschiedene Deutungen zulÃ¤sst. Vielmehr muss nach der wahren Tragweite des Wortlauts gesucht werden, unter BerÃ¼cksichtigung der weiteren Auslegungselemente, wie namentlich Entstehungsgeschichte und Zweck der Norm. Wichtig ist auch die Bedeutung, welche der Norm im Kontext mit anderen Bestimmungen zukommt. So lÃ¤sst sich auch das Bundesgericht bei der Auslegung von Erlassen stets von einem Methodenpluralismus leiten und stellt nur dann allein auf das grammatikalische Element ab, wenn sich daraus zweifellos eine sachlich richtige LÃ¶sung ergibt (<a id="ERW2">BGE 125 II 177 E. 3 S. 179; </a>124 II 372 E. 5 S. 376).</span></p> <p class="Erwgung3"><b><span>1.2.2 </span></b><span>Nach dem Wortlaut von § 221 Abs. 2 StG sind "weitere mit der Liegenschaft zusammenhÃ¤ngende Aufwendungen" anrechenbar. Mit der Wendung "weitere â¦ Aufwendungen" wird zunÃ¤chst auf die AufzÃ¤hlung von § 221 Abs. 1 StG verwiesen. Danach sind als Aufwendungen anrechenbar wertvermehrende Aufwendungen (lit. a), GrundeigentÃ¼merbeitrÃ¤ge (lit. b), Ã¼bliche MÃ¤klerprovisionen und Insertionskosten fÃ¼r Erwerb und VerÃ¤usserung (lit. c), mit der HandÃ¤nderung verbundene Abgaben (lit. d) sowie Baukreditzinsen bei Liegenschaften im GeschÃ¤ftsvermÃ¶gen (lit. e). Infolgedessen genÃ¼gt es fÃ¼r die Anrechenbarkeit "weiterer" Aufwendungen, dass sie mit der (verÃ¤usserten) Liegenschaft zusammenhÃ¤ngen, wobei die in § 221 Abs. 1 StG aufgelisteten Aufwendungen Beispiele fÃ¼r einen derartigen Zusammenhang bilden. </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Wenn also kraft § 221 Abs. 1 lit. d StG die HandÃ¤nderungssteuer in einem Zusammenhang mit der Liegenschaft steht (so schon RB ORK 1959 Nr. 59), dann muss es auch die GrundstÃ¼ckgewinnsteuer sein, denn sie wird als Objektsteuer â wie die HandÃ¤nderungssteuer gemÃ¤ss § 227 Abs. 1 StG â "bei HandÃ¤nderungen an GrundstÃ¼cken" erhoben. Diesen Zusammenhang hat auch das Bundesgericht in seiner Rechtsprechung zum verfassungsrechtlichen Doppelbesteuerungsverbot erkannt (vgl. BGE 120 Ia 361 E. 5b S. 366). Der grundsteuerliche Begriff der "Aufwendung" hat fÃ¼r sich selbst betrachtet keine besondere Bedeutung, sondern steht allgemein fÃ¼r die Erbringung einer Geldleistung. </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Infolgedessen ist die aus Anlass der VerÃ¤usserung einer Liegenschaft erhobene GrundstÃ¼ckgewinnsteuer nach dem Gesetzeswortlaut eine mit der Liegenschaft zusammenhÃ¤ngende Aufwendung. </span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>1.3 </span></b><span>Zweck der Vorschrift von § 221 Abs. 2 StG ist es offenkundig, bei Personen, welche mit Liegenschaften handeln, Ã¼ber die AufzÃ¤hlung von Abs. 1 dieser Bestimmung hinaus die Anrechnung weiterer mit der Liegenschaft zusammenhÃ¤ngender Aufwendungen bei der Berechnung des steuerbaren GrundstÃ¼ckgewinns zu ermÃ¶glichen. Denn nur solchen Personen gesteht das Gesetz diese MÃ¶glichkeit zu. </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Dieser Befund deckt sich mit der Entstehungsgeschichte der Norm: AnlÃ¤sslich der Gesetzesberatung im Kantonsrat waren sich die Votanten im Wesentlichen darin einig, dass diese Bestimmung bezweckte, die gewerbsmÃ¤ssigen LiegenschaftenhÃ¤ndler mit Sitz im Kanton ZÃ¼rich den LiegenschaftenhÃ¤ndlern mit Sitz in einem andern Kanton (und ohne zÃ¼rcherische BetriebsstÃ¤tte) gleichzustellen (vgl. Protokoll des Kantonsrats 1995 â 1999, insbesondere S. 6716 ff. und 6722). Denn diese sind â anders als HÃ¤ndler mit zÃ¼rcherischem Sitz, die vor Schaffung der in Frage stehenden Vorschrift bloss Aufwendungen im Sinn von § 221 Abs. 1 StG anrechnen konnten â aufgrund der </span>bundesgerichtlichen Rechtsprechung zum Verbot der Doppelbesteuerung im interkantonalen VerhÃ¤ltnis von Art. 127 Abs. 3 der Bundesverfassung vom <span>18. April 1999 </span>(bzw. Art. 46 Abs. 2 der Bundesverfassung vom 29. Mai 1874) <span>berechtigt</span>, bei der GrundstÃ¼ckgewinnsteuer Ã¼ber die AufzÃ¤hlung von <span>§ 221 Abs. 1 StG</span><span> </span>(bzw. § 166 Abs. 1 des frÃ¼heren Steuergesetzes vom 8. Juli 1951) hinaus weitere mit dem Erwerb und der VerÃ¤usserung ihrer GeschÃ¤ftsliegen­schaften zusammenhÃ¤ngende Aufwendungen bei der GrundstÃ¼ckgewinnsteuer geltend zu machen. Hierzu gehÃ¶ren nach der Bundesgerichtspraxis auch alle Kosten, die im Rahmen der ordentlichen Betriebsrechnung als Aufwand hÃ¤tten berÃ¼cksichtigt werden mÃ¼ssen, aber mangels laufender ErtrÃ¤gnisse indessen nicht verrechnet werden konnten (BGE 120 Ia 361; Ernst HÃ¶hn/Peter MÃ¤usli, Interkantonales Steuerrecht, 4. A. Bern etc. 1999, § 28 Ziff. 51; Felix Richner/Walter Frei/Stefan Kaufmann, Kommentar zum harmonisierten Steuerge­setz, ZÃ¼rich 1999, § 221 N. 108 ff.), sowie bei den juristischen Personen <span>die GrundstÃ¼ck­gewinnsteuer, die nach der itinerativen Methode zu berechnen ist (RB 1996 Nr. 50). </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Entspricht es aber Sinn und Zweck von § 221 Abs. 2 StG, die innerkantonal domizilierten den ausserkantonal ansÃ¤ssigen LiegenschaftenhÃ¤ndlern gleichzustellen und sind diese, sofern sie juristische Personen sind, berechtigt, die im Belegenheitskanton erhobene GrundstÃ¼ckgewinnsteuer bei dieser Steuer gewinnmindernd geltend zu machen, soweit sie im Sitzkanton nicht hat verrechnet werden kÃ¶nnen, so dÃ¼rfen auch juristische Personen mit Sitz im Kanton ZÃ¼rich, die mit Liegenschaften handeln, die ihnen von zÃ¼rcherischen Gemeinden auferlegten GrundstÃ¼ckgewinnsteuern bei diesen Steuern als Aufwendungen anrechnen. Bedingung dafÃ¼r ist nach der Regelung von § 221 Abs. 2 StG freilich, dass die HÃ¤ndlerin bei der Gewinnsteuer (§ 63 ff. StG) auf die ihr gemÃ¤ss § 65 Abs. 1 lit. a StG zustehende BerÃ¼cksichtigung der GrundstÃ¼ckgewinnsteuer als geschÃ¤ftsmÃ¤ssig begrÃ¼nde­ten Aufwand ausdrÃ¼cklich verzichtet hat.</span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>1.4 </span></b><span>Dass natÃ¼rlichen Personen, die mit Liegenschaften handeln, die Anrechnung der GrundstÃ¼ckgewinnsteuer versagt ist, verletzt entgegen der Auffassung des beschwerdefÃ¼hrenden Steueramts weder den Wortlaut noch Sinn und Zweck von § 221 Abs. 2 StG: So lÃ¤sst das Gesetz den Abzug der GrundstÃ¼ckgewinnsteuer bei dieser Steuer zu, soweit die pflichtige Person "auf deren BerÃ¼cksichtigung bei der Einkommens- oder Gewinnsteuer ausdrÃ¼cklich verzichtet" hat. Eine allgemeine BerÃ¼cksichtigung von Steuern schreibt es indessen nur bei der Gewinnsteuer juristischer Personen vor (§ 65 Abs. 1 lit. a StG), wÃ¤hrend es bei der Einkommenssteuer natÃ¼rlicher Personen jeglichen Abzug von Steuern, namentlich auch der GrundstÃ¼ckgewinnsteuer, in § 33 lit. e StG ausdrÃ¼cklich ausschliesst. Sodann sind Sinn und Zweck der in Frage stehenden Gesetzesvorschrift einerseits die BegÃ¼nstigung von LiegenschaftenhÃ¤ndlern gegenÃ¼ber NichthÃ¤ndlern und andererseits die Gleichstellung von zÃ¼rcherischen und ausserkantonalen Liegenschaften­hÃ¤ndlern. Das fÃ¼hrt ebenfalls dazu, dass natÃ¼rliche Personen, die gewerbsmÃ¤ssig mit Liegenschaften handeln, die GrundstÃ¼ckgewinnsteuer nicht anrechnen kÃ¶nnen, weil die bundesgerichtliche Doppelbesteuerungspraxis eine Anrechnung dieser Steuer auch fÃ¼r ausserkantonale natÃ¼rliche LiegenschaftenhÃ¤ndler nicht vorschreibt.</span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>1.5 </span></b><span>Schliesslich hÃ¤lt dieses Ergebnis auch einer gesetzessystematischen Betrachtung stand. </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Das zÃ¼rcherische Einkommens- und Gewinnsteuerrecht beruht auf dem Grundgedanken der Gesamt- und Reineinkommens- bzw. Total- und Reingewinnbesteuerung (vgl. Markus Reich, Das LeistungsfÃ¤higkeitsprinzip im Einkommenssteuerrecht, ASA 53 [1984/85], S. 11 ff.). Dennoch unterwirft der kantonale Gesetzgeber entgegen den Generalklauseln von § 16 Abs. 1 StG und § 63 StG nicht alle NettoeinkÃ¼nfte und NettoertrÃ¤ge der Einkommens- bzw. Gewinnsteuer. So sieht er fÃ¼r Kapitalgewinne auf GrundstÃ¼cken eine besondere Objektsteuer, nÃ¤mlich die GrundstÃ¼ckgewinnsteuer, vor und nimmt die unter diese Steuer fallenden VermÃ¶genszuflÃ¼sse von der Einkommens- bzw. Gewinnsteuer aus (§ 16 Abs. 3 Satz 2 und § 64 Abs. 3 StG). Dadurch hat der Gesetzgeber das Prinzip der Gesamt- und Reineinkommensbesteuerung bzw. Total- und Reingewinnbesteuerung und damit den Grundsatz der Besteuerung nach der wirtschaftlichen LeistungsfÃ¤higkeit durchbrochen (vgl. RB 2002 Nr. 120, auch zum Folgenden). Wenn er diese Durchbrechung mit Bezug auf GeschÃ¤ftsgrundstÃ¼cke verschiedentlich gemildert und sie mit der Regelung von § 221 Abs. 2 StG fÃ¼r im Liegenschaftenhandel tÃ¤tige Personen noch erweitert hat, so hat er lediglich eine bisher bestehende, im monistischen System der GrundstÃ¼ckgewinnbe­steuerung begrÃ¼ndete Verletzung des Grundsatzes der Besteuerung nach der wirtschaftli­chen LeistungsfÃ¤higkeit beseitigt und auf diese Weise </span>die diesem Prinzip gerechter werdende Besteuerung des Unternehmensgewinns als Einheit gefÃ¶rdert<span>.</span></p> <p class="Erwgung1"><b>2. </b> </p> <p class="Urteilstext"><span>Die Pflichtige ist unstreitig eine juristische Person, welche mit Liegenschaften handelt. Da sie auf die BerÃ¼cksichtigung der streitbetroffenen GrundstÃ¼ckgewinnsteuern bei der Gewinnsteuer ausdrÃ¼cklich verzichtet hat, sind die GrundstÃ¼ckgewinnsteuern kraft § 221 Abs. 2 StG im Rahmen der Berechnung des ihnen zugrunde liegenden steuerbaren GrundstÃ¼ck­gewinns als Aufwendungen anrechenbar. Weil schliesslich unbestritten ist, dass die in Frage stehenden GrundstÃ¼ckgewinnsteuern zutreffend nach der itinerativen Methode berechnet worden sind, erweist sich der angefochtene Rekursentscheid als rechtsbestÃ¤ndig.</span></p> <p class="Urteilstext"><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Somit ist die Beschwerde abzuweisen.</span></p> <p class="Erwgung1"><b>3. </b> </p> <p class="Urteilstext"><span>Bei diesem Verfahrensausgang sind die Kosten der BeschwerdefÃ¼hrerin aufzuerlegen (§ 151 Abs. 1 in Verbindung mit §§ 153 Abs. 4 und 213 StG) und steht ihr keine ParteientschÃ¤digung zu (§ 17 Abs. 2 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 in Verbindung mit §§ 152, 153 Abs. 4 und 213 StG). </span></p> <p class="Urteilstext"><span>DemgemÃ¤ss </span><span><a id="Text25"></a>entscheidet</span><span> </span><span>die Kammer</span><span>:</span></p> <p class="Einzug2">1. Die Beschwerde wird abgewiesen.</p> <p class="Einzug2">2. Die GerichtsgebÃ¼hr wird festgesetzt auf <br/> Fr. 15'000.--; die Ã¼brigen Kosten betragen:<br/> Fr. 60.-- Zustellungskosten,<br/> Fr. 15'060.-- Total der Kosten.</p> <p class="Einzug2">3. Die Gerichtskosten werden der BeschwerdefÃ¼hrerin auferlegt.</p> <p class="Einzug2">4. Eine ParteientschÃ¤digung wird nicht zugesprochen.</p> <p class="Urteilstext"><span>5. â¦</span></p> <p class="Urteilstext"><span> </span></p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>