<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2000.00340</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="https://vgrzh.djiktzh.ch/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=https://vgrzh.djiktzh.ch&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=105840&amp;W10_KEY=4467149&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2000.00340</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 08.12.2000</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">3. Abteilung/3. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Das Bundesgericht hat eine Verwaltungsgerichtsbeschwerde gegen diesen Entscheid am 14.06.2001 gutgeheissen und den Entscheid des Verwaltungsgerichts aufgehoben. </td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Ãbriges Verwaltungsrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Lotteriebewilligung</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Legitimation der Interkantonalen Landeslotterie zur Anfechtung von Bewilligungen für zukünftige Konkurrenten<br/><br/>Die Beschwerdeführerin ist zur Beschwerde gegen einen Nichteintretensentscheid legitimiert (E. 1).<br/>Der Regierungsrat hat zutreffend zwischen "formellen" und "materiellen" Rügen unterschieden (E. 2b).<br/>BGE 125 I 7 ist auch für vorliegenden Fall massgebend (E. 2c).<br/>Die Beschwerdeführerin übersieht, dass sich die Lage zwischen dem ersten und dem zweiten Rechtsgang vor Regierungsrat grundlegend verändert hat (E. 2e).<br/>Die Beschwerdeführerin versucht weiterhin, in unzulässiger Weise aus ihrem dahingefallenen Monopol ihre Legitimation abzuleiten. Sie ist weder zur Verteidigung öffentlicher Interessen befugt noch ergibt sich die Legitimation aus einem besonders weiten Ermessensspielraum der Bewilligungsbehörde (E. 2f).<br/>Die Beschwerdeführerin kann nichts zu eigenen Gunsten daraus ableiten, dass sie in früheren Verfahrensstadien als Partei behandelt wurde (E. 2g).</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: BGE">BGE</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: KONKURRENTENBESCHWERDE">KONKURRENTENBESCHWERDE</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: KONKURRENZ">KONKURRENZ</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsprozessrecht UR: Allgemeines ST: LEGITIMATION">LEGITIMATION</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: LOTTERIE">LOTTERIE</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: MONOPOL">MONOPOL</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade">§ 21 lit. a VRG</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 3 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Einzug1"><span>I. Im TrÃ¤gerverein "Lotterie Umwelt &amp; Entwicklung" (im folgenden TrÃ¤gerverein) sind neun gesamtschweizerisch tÃ¤tige Umweltschutz- und Entwicklungshilfeorganisationen zusammengeschlossen zwecks Beschaffung von Mitteln zur FÃ¶rderung und Vervielfachung von in- und auslÃ¤ndischen Projekten im Bereich Umweltschutz und Entwicklungspartner­schaft. Zu diesem Zweck verfolgt der TrÃ¤gerverein das Projekt "Lotterie Umwelt und Ent­wicklung", welches die DurchfÃ¼hrung einer gesamtschweizerischen Lotterie mit monatli­cher Ziehung beinhaltet. Das Konzept unterscheidet sich in verschiedener Hinsicht, etwa durch den Themenbezug, das Zielpublikum, Spielart und GewinnmÃ¶glichkeiten, von den be­stehenden Lotterien.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Der TrÃ¤gerverein stellte dem Regierungsrat des Kantons ZÃ¼rich mit Eingabe vom 25. April 1997 das Gesuch, es sei ihm die Bewilligung zur Ausgabe und DurchfÃ¼hrung der "Lotterie Umwelt &amp; Entwicklung" im Kanton ZÃ¼rich gestÃ¼tzt auf Art. 5 Abs. 1 des Bun­desgesetzes vom 8. Juni 1923 betreffend die Lotterien und die gewerbsmÃ¤ssigen Wetten (Lotteriegesetz, LG), eventualiter sei ihm die Bewilligung im Sinn von Art. 10 Abs. 1 der Interkantonalen Vereinbarung betreffend die gemeinsame DurchfÃ¼hrung von Lotterien vom 26. Mai 1937 (IKV) zu erteilen. Das Gesuch wurde am 26. September 1997 von der Polizeidirektion abgewiesen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Den dagegen vom TrÃ¤gerverein am 17. Oktober 1997 erhobenen Rekurs wies der Regierungsrat am 13. Mai 1998 ab.</span></p> <p class="Einzug1"><span>Gegen den abweisenden Rekursentscheid erhob der TrÃ¤gerverein am 25. Juni 1998 Beschwerde beim Verwaltungsgericht. Dieses beschloss am 1. Oktober 1998, die Interkan­tonale Landeslotterie (ILL) als Mitbeteiligte beizuladen, unter Hinweis darauf, dass der ILL bereits im Bewilligungsverfahren vor Polizeidirektion eine Stellungnahme ermÃ¶glicht worden sei und dass ihr auch der Rekursentscheid des Regierungsrats zugestellt worden sei. Die ILL beantragte dem Verwaltungsgericht am 30. November 1998 - wie zuvor die Staatskanzlei â Abweisung der Beschwerde.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Am 18. Dezember 1998 hiess das Verwaltungsgericht die Beschwerde teilweise gut und wies die Sache im Sinn der ErwÃ¤gungen an den Regierungsrat zurÃ¼ck. Die Gerichtskos­ten auferlegte es der ILL. Das Gericht erwog, der TrÃ¤gerverein kÃ¶nne sich bezÃ¼glich der an­gestrebten Bewilligung auf die Handels- und Gewerbefreiheit berufen (E. 4). Das Lotte­rie­gesetz, das lediglich bundesrechtliche Minimalanforderungen enthalte, genÃ¼ge fÃ¼r sich allein nicht als gesetzliche Grundlage fÃ¼r die Verweigerung der streitigen Bewilligung (E. 5a). Glei­ches gelte hinsichtlich der Interkantonalen Vereinbarung, welche mangels Pu­blikation nie Gesetzeskraft erlangt habe (E. 5b). Die Voraussetzungen dafÃ¼r, die IKV als Gewohn­heits­­recht gelten zu lassen, seien nicht erfÃ¼llt; es kÃ¶nne â wie nÃ¤her ausgefÃ¼hrt wurde â nicht davon ausgegangen werden, dass ohne die Annahme eines ge­wohnheitsrecht­lichen Mono­pols der ILL im Sinn der IKV eine nicht tolerierbare LÃ¼cke im Kampf gegen MissbrÃ¤uche im Lotteriewesen entstÃ¼nde (E. 6 a â f). Entbehre die von der Beschwerdegeg­nerin ausge­sprochene und vom Regierungsrat geschÃ¼tzte Bewilligungsver­weigerung der von diesen In­stanzen angerufenen gesetzlichen Grundlage, so sei damit noch nicht Ã¼ber den Ausgang des Bewilligungsverfahrens entschieden. In Ermangelung kantonaler Lotteriebe­schrÃ¤nkungen im Sinn der IKV mÃ¼sse das vorliegend strittige Gesuch nunmehr anhand des Lotteriegesetzes und der dieses ausfÃ¼hrenden Bestimmungen der kantonalen Lotterieverord­nung beurteilt wer­den. Da dieser Entscheid jedoch teilweise Er­messensfragen aufwerfe, sei die Sache zur neuen Beurteilung an den Regierungsrat zurÃ¼ck­zuweisen. Bei dieser Beurtei­lung werde<i> </i>auch zu prÃ¼fen sein, ob der BeschwerdefÃ¼hrer bei allfÃ¤lliger ErfÃ¼llung der ent­sprechenden bun­des­rechtlichen Voraussetzungen einen eigent­lichen Anspruch auf Erteilung der ersuchten Be­willigung habe. Immerhin sei anzumerken, dass gute GrÃ¼nde dafÃ¼r sprÃ¤­chen, die sich allein auf Bundesrecht stÃ¼tzende Bewilligung mangels sozialpolitisch moti­vierter kantonaler Bewilligungsvoraussetzungen als reine Po­lizeibewilligung zu be­trachten (E. 7). </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>II. Im wiederaufgenommenen Rekursverfahren gab der Rechtsdienst des Regie­rungs­­rats der Direktion fÃ¼r Soziales und Sicherheit (als Rekursgegnerin und Nachfolgerin der Polizeidirektion) sowie der ILL (als Mitbeteiligter) Gelegenheit zur Stellungnahme. Die ILL Ã¤usserte sich mit Eingabe vom 20. Mai 1999. Der Regierungsrat beschloss am 4. August 1999, seinen Rekursentscheid vom 13. Mai 1998 sowie die VerfÃ¼gung der Poli­zeidirektion vom 26. September 1997 aufzuheben (Disp. Ziff. II); gleichzeitig wies er die Direktion fÃ¼r Soziales und Sicherheit an, Ã¼ber das Gesuch des TrÃ¤gervereins vom 25. April 1999 im Sinne der ErwÃ¤gungen des Verwaltungsgerichts neu zu befinden (Disp. Ziff. IV).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die Direktion fÃ¼r Soziales und Sicherheit erteilte am 25. April 2000 dem TrÃ¤ger­ve­r­ein die Bewilligung fÃ¼r die Ausgabe einer Lotterie und deren DurchfÃ¼hrung im Kanton ZÃ¼­rich unter verschiedenen Auflagen und Bedingungen. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>III. Gegen diese Bewilligungserteilung erhob die ILL am 25. Mai 2000 Rekurs an den Regierungsrat. Im Rekursverfahren beantragte der TrÃ¤gerverein am 4. Juli 2000, auf den Rekurs nicht einzutreten, eventuell ihn abzuweisen. Die Direktion fÃ¼r Soziales und Sicherheit ersuchte am 7. Juli 2000 um Abweisung des Rekurses. Der Regierungsrat be­schloss am 6. September 2000, auf den Rekurs in der Hauptsache nicht einzutreten und ihn im Ãbrigen abzuweisen. Die Rekurskosten von Fr. 1'278.- auferlegte er der ILL, die er zu­dem zur Entrichtung einer ParteientschÃ¤digung von Fr. 1'000.- an den TrÃ¤gerverein ver­pflich­tete.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>IV. Gegen den Beschluss des Regierungsrats erhob die ILL am 5. Oktober 2000 Be­schwerde an das Verwaltungsgericht mit dem Antrag, den Beschluss aufzuheben und die Sa­che zur materiellen Beurteilung an die Vorinstanz zurÃ¼ckzuweisen, unter Kosten- und Ent­schÃ¤digungsfolgen zulasten des Beschwerdegegners. Der TrÃ¤gerverein beantragte dem Gericht am 26. Oktober 2000 Abweisung der Beschwerde, soweit darauf eingetreten wer­den kÃ¶nne, unter Kosten- und EntschÃ¤digungsfolgen zulasten der BeschwerdefÃ¼hrerin. Die Staatskanzlei ersuchte am 1. November 2000 um Abweisung der Beschwerde.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>Das Verwaltungsgericht zieht in ErwÃ¤gung:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>1. Das Verwaltungsgericht ist nach § 41 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959/8. Juni 1997 (VRG) funktionell und sachlich zur Behandlung der vorliegen­den Beschwerde zustÃ¤ndig. Mit der Beschwerde wehrt sich die BeschwerdefÃ¼hrerin dage­gen, dass der Regierungsrat ihr die Legitimation zum Rekurs grÃ¶sstenteils abgesprochen hat. Die BeschwerdefÃ¼hrerin ist bei dieser Ausgangslage zur Erhebung der Beschwerde un­ge­achtet dessen legitimiert, dass sich Rekurs- und Beschwerdelegitimation weitgehend de­cken (Alfred KÃ¶lz/JÃ¼rg Bosshart/Martin RÃ¶hl, Kommentar zum Verwaltungsrechtspfle­ge­gesetz des Kantons ZÃ¼rich, 2. A., ZÃ¼rich 1999, Vorbem. zu §§ 19 - 28 N. 98). Weil auch die Ã¼brigen Prozessvoraussetzungen erfÃ¼llt sind, ist auf die Beschwerde einzutreten.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>2. a) Der Regierungsrat hat im angefochtenen Rekursentscheid zwischen formellen und materiellen Begehren bzw. RÃ¼gen der heutigen BeschwerdefÃ¼hrerin differenziert; er­s­te­re hat er materiell behandelt, fÃ¼r unbegrÃ¼ndet befunden und insoweit den Rekurs abge­wie­sen; auf letztere ist er mangels Rekurslegitimation nicht eingetreten. Als formelle As­pekte betrachtet der Regierungsrat die RÃ¼gen der Rekurrentin, die Direktion fÃ¼r Soziales und Sicherheit habe ihr in dem im zweiten Rechtsgang wiederaufgenommenen Bewilli­gungs­verfahren das rechtliche GehÃ¶r verweigert (act. 13/28 Ziffern 22 â 32 und Zif­fern 60/61), als materielle Aspekte die RÃ¼gen der Rekurrentin, die Direktion habe das ihr nach den einschlÃ¤gigen Normen eingerÃ¤umte Ermessen unterschritten, indem sie die ver­schie­de­nen fÃ¼r und gegen die Bewilligungserteilung sprechenden GrÃ¼nde nicht gewÃ¼rdigt und ge­geneinander abgewogen habe (act. 13/28 Ziffern 33 â 57 und 62, mit welchen Aus­fÃ¼hrun­gen die Rekurrentin teils ausdrÃ¼cklich, teils sinngemÃ¤ss rÃ¼gte, die Bewilligung sei dem TrÃ¤­­gerverein zu Unrecht erteilt worden). BezÃ¼glich beider Aspekte liess sich der Re­gie­rungsrat von legitimationsrechtlichen ErwÃ¤gungen leiten (vgl. act. 4 E. 1a, b, 2b, d-f): Die Legitimation nach § 21 lit. a VRG setze wie jene nach Art. 103 lit. a des Bundesrechts­pfle­gegesetzes vom 16. Dezember 1943 (OG) voraus, dass der BeschwerdefÃ¼hrer durch den angefochtenen Entscheid stÃ¤rker als jedermann betroffen sei und in einer besonderen, be­achtenswerten, nahen Beziehung zur Streitsache stehe. Konkurrenten eines Bewil­li­gungs­­empfÃ¤ngers seien nicht schon aufgrund der blossen BefÃ¼rchtung, verstÃ¤rkter Kon­kur­renz ausgesetzt zu sein, zur Beschwerde legitimiert. FÃ¼r Konkurrenten nehme die Recht­spre­chung ein schutzwÃ¼rdiges Interesse in Wirtschaftszweigen an, die durch wirt­schafts­politi­sche Regelungen, z.B. Kontingentierungen, geordnet wÃ¼rden. Aufgrund des verwal­tungs­gerichtlichen Urteils vom 18. Dezember 1998 sei Art. 3 IKV, welcher Private generell von der Ausgabe und DurchfÃ¼hrung von Lotterien im Sinn von Art. 5 LG ausgeschlossen habe, nicht mehr anwendbar. Damit sei das Monopol der ILL beseitigt worden und werde der Lotteriemarkt im Kanton ZÃ¼rich nur noch durch Art. 5 ff. LG und Art. 1 ff. der kanto­nalen Lotterieverordnung vom 18. Juni 1932 (LottV) geregelt. Abgesehen vom generellen Verbot von nicht gemeinnÃ¼tzigen und wohltÃ¤tigen Zwecken dienenden Lotterien (Art. 1 LG) seien in der verbleibenden gesetzlichen Ordnung keine wirtschaftspolitischen Rege­lungen wie Monopolisierung, Kontingentierung oder dergleichen ersichtlich, welche die Wirtschafts­freiheit im Lotteriewesen einschrÃ¤nken kÃ¶nnten. Damit erschienen die Rekur­ren­tin und der TrÃ¤gerverein als potentielle Konkurrenten in einem kÃ¼nftigen Lotteriemarkt. Auch aus dem Umstand, dass die Rekurrentin als bisher einzige Veranstalterin von Gross­lotterien durch die Bewilligungserteilung an den Rekursgegner dessen Konkurrenz ausge­setzt werde, er­gebe sich entgegen ihrer Auffassung fÃ¼r sie keine besondere BeziehungsnÃ¤he zum Streit­gegenstand; denn aufgrund des verwaltungsgerichtlichen Urteils gehÃ¶re der Ver­lust ihrer monopolÃ¤hnlichen Stellung eben nicht mehr zum Streitgegenstand. Angesichts der auf dem bisherigen Monopol grÃ¼ndenden Marktmacht der Rekurrentin sei Ã¼berdies nicht nachvoll­ziehbar, dass ihre wirtschaftliche Position durch den Markteintritt des wirt­schaftlich un­gleich weniger leistungsfÃ¤higen Rekursgegners Ã¼ber das sich bei einer Kon­kur­renzsituation bestehende Mass hinaus beeintrÃ¤chtigt werden solle. Umsatzeinbussen, die lediglich auf den Wegfall des Monopols bzw. auf die marktimmanente Konkurren­zie­rung zurÃ¼ckzufÃ¼h­ren seien, verschafften der Rekurrentin nicht die Rekurslegitimation. Weil mit der aufgrund des verwaltungsgerichtlichen Urteils vom 18. Dezember 1998 ein­getretenen Rechtslage die Rekurslegitimation der Rekurrentin weggefallen sei, bedeute es keine Verletzung des recht­lichen GehÃ¶rs, wenn ihr im zweiten Bewilligungsverfahren kei­ne Mitwirkung mehr er­mÃ¶g­licht und keine Parteistellung mehr eingerÃ¤umt worden sei. Bei dieser Rechtslage wÃ¤re eine Legitimation der Rekurrentin hÃ¶chstens noch dann zu bejahen, wenn sie eine zu ihrem Nach­teil rechtsungleiche Anwendung der massgebenden Vorschrif­ten geltend ma­chen wÃ¼r­de. Es sei indessen nicht ersichtlich, inwiefern die korrekte Anwen­dung der mass­gebenden Vorschriften bei der Bewilligungserteilung an den Rekursgegner eine Ungleich­behandlung der Rekurrentin bewirken kÃ¶nnte; mit der Erteilung der Bewil­ligung an den Rekurrenten werde der Wettbewerb unter direkten Konkurrenten nicht ver­zerrt.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) Wenn der Regierungsrat bei der Behandlung des Rekurses vom 25. Mai 2000 zwi­schen formellen RÃ¼gen (im Wesentlichen dem Vorwurf der BeschwerdefÃ¼hrerin, im zwei­ten Bewilligungsverfahren vor der Direktion fÃ¼r Soziales und Sicherheit sei sie nicht in das Verfahren einbezogen worden) und materiellen Einwendungen (im Wesentlichen der Vorwurf, die Bewilligung sei zu Unrecht erteilt worden) unterschied, den Rekurs bezÃ¼glich der formellen RÃ¼gen abwies und auf das Rechtsmittel hinsichtlich der materiellen Einwen­dun­gen nicht eintrat, so ist diese lediglich die Eintretensfrage betreffende Differenzierung nicht zu beanstanden. Denn bezÃ¼glich der RÃ¼ge, zu Unrecht nicht am Bewilligungsver­fah­ren beteiligt worden zu sein, muss Dritten, die einen positiven Bewilligungsentscheid an­fechten, ein legitimationsbegrÃ¼ndendes schutzwÃ¼rdiges Interesse unabhÃ¤ngig davon zuer­kannt werden, ob ihnen die Legitimation zur Anfechtung des Bewilligungsentscheids auch bezÃ¼glich anderer Einwendungen - namentlich solcher, die sich unmittelbar gegen die Be­willigungserteilung richten - zukommt. Sofern ein Anspruch auf Mitwirkung des Dritten am Bewilligungsverfahren nur unter der Voraussetzung bejaht wird, dass dem Dritten auch die Legitimation zur Anfechtung des Bewilligungsentscheids in der Sache zuzuerkennen ist, bleibt allerdings im Rahmen der materiellen Beurteilung die RÃ¼ge der GehÃ¶rsver­wei­ge­rung von vornherein erfolglos, wenn die Legitimation zu verneinen ist. Diese Betrach­tungs­weise entspricht dem Urteil des Verwaltungsgerichts VB.98.00238 vom 20. August 1998 (RB 1998 Nr. 42 = ZBl 100/1999, S. 436). Die dort (vom Verwaltungsgericht als <i>erstinstanzliche</i> RechtsmittelbehÃ¶rde) materiell behandelte, aber abgewiesene Beschwerde richtete sich dagegen, dass die Gesundheitsdirektion es mittels fÃ¶rmlicher VerfÃ¼gung abge­lehnt hatte, die BeschwerdefÃ¼hrer an den Bewilligungsverfahren betreffend Medika­men­ten­abgabe an Ãrzte zu beteiligen. In FÃ¤llen, in denen wie hier ein <i>zweistufiger</i> Rechtsmit­telweg besteht, ist die Rekurslegitimation des Dritten, den Bewilligungsentscheid wegen Verweigerung des rechtlichen GehÃ¶rs (Nichtbeteiligung am Bewilligungsverfahren) anzu­fechten, aus den gleichen GrÃ¼nden gegeben, aus denen die Beschwerdelegitimation des Dritten zur Anfechtung eines Beschlusses der ersten Rechtsmittelinstanz zu bejahen ist, mit dem diese die Rekurslegitimation verneint hat (zur Beschwerdelegitimation vgl. E. 1).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>c) GemÃ¤ss § 21 lit. a VRG ist zum Rekurs berechtigt, wer durch die angefochtene Anordnung berÃ¼hrt ist und ein schutzwÃ¼rdiges Interesse an deren Ãnderung oder Aufhe­bung hat. Der Regierungsrat hat sich bei der Auslegung dieser Bestimmung von der Recht­s­prechung des Bundesgerichts zum gleichlautenden Art. 103 lit. a OG, insbesondere vom Urteil BGE 125 I 7 leiten lassen. Mit diesem Urteil hat das Bundesgericht die Legiti­mation von Konkurrenten eines Apothekers zu Anfechtung einer diesem erteilten Bewil­ligung fÃ¼r eine Versandapotheke verneint. Das Urteil ist in der Lehre auf Kritik gestossen (redaktio­nelle Bemerkungen von Georg MÃ¼ller in ZBl 100/1999 S. 442 f.). Soweit dieses Urteil fÃ¼r den vorliegenden Fall ein PrÃ¤judiz bildet, besteht fÃ¼r das Verwaltungsgericht kein Anlass davon abzuweichen: Zum einen hat sich das Verwaltungsgericht im Entscheid vom 26. Au­gust 1999 im Zusammenhang mit der Frage der Legitimation von Apothekern zur Anfech­tung von Selbstdispensationsbewilligungen an Ãrzte ebenfalls auf BGE 125 I 7 gestÃ¼tzt (RB 1999 Nr. 28), nachdem das Bundesgericht den in der gleichen Frage ergange­nen frÃ¼­he­ren Entscheid des Verwaltungsgerichts vom 20. August 1998 (RB 1998 Nr. 42) auf staatsrechtliche Beschwerde hin mit Urteil vom 15. Juni 1999 bestÃ¤tigt hatte (vgl. KÃ¶lz/ Bosshart/RÃ¶hl, § 21 N. 44). Zum andern stellt die BeschwerdefÃ¼hrerin die Anlehnung an die bundesgerichtliche Rechtsprechung zu Art. 103 lit. a OG und insbesondere an BGE 125 I 7 nicht grundsÃ¤tzlich, sondern lediglich dessen prÃ¤judizielle Wirkung fÃ¼r den vorlie­gen­den Fall in Frage.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>d) Die BeschwerdefÃ¼hrerin macht geltend, eine legitimationsbegrÃ¼ndende spezi­fi­sche BeziehungsnÃ¤he unter Konkurrenten kÃ¶nne sich aus "verschiedensten" GrÃ¼nden erge­ben, welche das Bundesgericht in seiner Rechtsprechung zu Art. 103 lit. a OG und insbe­sondere in BGE 125 I 7 nicht abschliessend umschrieben habe; insbesondere dÃ¼rfe aus der bundesgerichtlichen Rechtsprechung nicht abgeleitet werden, dass eine spezifische Bezie­hungsnÃ¤he unter Konkurrenten einzig beim Bestehen einer wirtschaftspolitischen Re­gelung wie etwa einer Kontingentsordnung zu bejahen sei (act. 2 Ziff. 25 ff.). Dieser Ein­wand trifft grundsÃ¤tzlich zu. Das Ã¤ndert aber nichts daran, dass die in BGE 125 I 7 und in den dort zitierten frÃ¼heren Urteilen angestellten ErwÃ¤gungen eher gegen als fÃ¼r die Beja­hung der Legitimation der BeschwerdefÃ¼hrerin im vorliegenden Fall sprechen. Immerhin hat das Bundesgericht in BGE 125 I 7 E. 3d allgemein festgehalten, erforderlich sei "eine spezifi­sche BeziehungsnÃ¤he, die von der einschlÃ¤gigen gesetzlichen Ordnung erfasst wird". Dabei braucht es sich zwar nicht zwingend um eine "wirtschaftsverwaltungsrecht­liche" bzw. "wirt­schaftspolitische" Regelung zu handeln, wie dies in BGE 101 Ib 87, 100 Ib 421 und 97 I 293 der Fall war, zumal diese Begriffe nicht genau definiert sind. Denkbar sind etwa auch Regelungen, die aus anderen Motiven unmittelbar (nicht als blosse Reflex­wir­kung) einen Konkurrentenschutz beinhalten (vgl. BGE 113 Ib 97 E. 1b betreffend Art. 18 Abs. 2 des Filmgesetzes). Anderseits hat das Bundesgericht deutlich zum Ausdruck ge­bracht, dass sich aus einer polizeilich motivierten Ordnung eine solche spezifische Be­zie­hungsnÃ¤he nicht ableiten lasse (BGE 125 I 7 E. 3f mit Hinweis auf frÃ¼here Urteile; vgl. auch RB 1999 Nr. 28).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>e) Die BeschwerdefÃ¼hrerin nennt verschiedene UmstÃ¤nde, die ihrer Auffassung nach eine "starke materielle Betroffenheit" bzw. spezifische BeziehungsnÃ¤he begrÃ¼nden (act. 2 Ziff. 30 ff.). Als jahrelang einzige Anbieterin von Grosslotterien sei sie durch die Bewilligung an eine Konkurrentin besonders stark tangiert, da bis anhin keinerlei Wettbe­werb vorhanden gewesen sei. Zudem werde sie durch die Bewilligungserteilung gezwun­gen, ihre auf der seit Ã¼ber 60 Jahren geltenden Interkantonalen Vereinbarung beruhende statutarische Ordnung, insbesondere die Regelung der Gewinnverteilung unter den als Ge­nossenschaftern verbundenen Mitgliedkantonen, zu Ã¤ndern. Im Ãbrigen sei ihre Situ­a­tion durchaus mit wirtschaftspolitisch geregelten Bereichen vergleichbar, nachdem bis vor kur­zem ein wÃ¤hrend Ã¼ber 60 Jahren praktiziertes, in der IKV geregeltes Monopol fÃ¼r die Durch­fÃ¼hrung von Lotterien bestanden habe, das nicht durch eine Gesetzesrevision, son­dern durch eine PraxisÃ¤nderung, d.h. einen Gerichtsentscheid aufgehoben worden sei. Zwi­schen der BeschwerdefÃ¼hrerin und dem Beschwerdegegner bestehe demnach kein "nor­males", sondern ein spezielles KonkurrenzverhÃ¤ltnis. Dies sei denn auch im ersten Rechts­gang der vorliegenden Streitsache von der Polizeidirektion als BewilligungsbehÃ¶rde und vom Verwaltungsgericht als Beschwerdeinstanz anerkannt worden (act. 2 Ziff. 35 ff.).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Mit diesen AusfÃ¼hrungen geht die BeschwerdefÃ¼hrerin darÃ¼ber hinweg, dass der Re­­gierungsrat ihre Situation im ersten und im zweiten Rechtsgang unterschiedlich beurteilt und aufgrund dieser differenzierenden Beurteilung fÃ¼r den zweiten Rechtsgang eine beson­dere BeziehungsnÃ¤he zu Recht verneint hat. FÃ¼r die im ersten Rechtsgang erfolgte Beurtei­lung hatte die durch Art. 3 IKV begrÃ¼ndete Monopolstellung der BeschwerdefÃ¼hrerin zen­trale Bedeutung. GestÃ¼tzt auf diese Bestimmung hat die Polizeidirektion das Gesuch des heu­tigen Beschwerdegegners am 26. September 1997 abgewiesen und ist dieser Entscheid auf Rekurs hin vom Regierungsrat am 13. Mai 1998 bestÃ¤tigt worden. Die dagegen erho­be­ne Beschwerde hat das Verwaltungsgericht am 18. Dezember 1998 mit der BegrÃ¼ndung teilweise gutgeheissen, die Bewilligungsverweigerung entbehre einer gesetzlichen Grund­lage. Die BeschwerdefÃ¼hrerin hatte, wie sie selber erwÃ¤hnt, in diesem ersten Rechtsgang Gelegenheit, im Bewilligungs- und im Beschwerdeverfahren mitzuwirken, d.h. zum Be­will­­i­gungsgesuch und zur Beschwerde des heutigen Beschwerdegegners Stellung zu neh­men, wovon sie denn auch Gebrauch machte (Stellungnahmen vom 30. Juni 1997 und vom 30. November 1998). Damit wurde davon ausgegangen, dass sie am Ausgang des Verfah­rens ein schutzwÃ¼rdiges Interesse habe. Im ersten Rechtsgang stellte sich die Frage der Rekurslegitimation der heutigen BeschwerdefÃ¼hrerin allerdings nur mittelbar, da die Poli­zeidirektion und der Regierungsrat damals mit der Abweisung des Gesuches bzw. des Re­kurses des heutigen Beschwerdegegners zu ihren Gunsten entschieden hat. HÃ¤tte die Poli­zei­direktion damals dem heutigen Beschwerdegegner die Bewilligung erteilt, hÃ¤tte der Be­schwerdefÃ¼hrerin die Rekurslegitimation nicht abgesprochen werden dÃ¼rfen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Mit dem Urteil des Verwaltungsgerichts vom 18. Dezember 1998 hat sich die Situa­tion verÃ¤ndert. Aufgrund dieses Urteils steht fest, dass die Monopolstellung der Beschwer­de­fÃ¼hrerin weggefallen ist. Die diesbezÃ¼glichen ErwÃ¤gungen des Verwaltungsgerichts wa­ren fÃ¼r den zweiten Rechtsgang verbindlich (§ 64 Abs. 2 Satz 2 VRG); diese Bindung im zweiten Rechtsgang kommt einer VerÃ¤nderung des Streitgegenstandes nahe. Wenn der Regie­rungsrat angesichts dieses Verfahrensablaufs im nunmehr angefochtenen Rekursent­scheid eine spezifische BeziehungsnÃ¤he und damit die Legitimation fÃ¼r den zweiten Rechts­­gang verneint hat, ist dies nicht rechtsverletzend.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>f) Das Verwaltungsgericht hat im RÃ¼ckweisungsentscheid vom 18. Dezember 1998 allerdings auch erwogen, beim Neuentscheid Ã¼ber das Bewilligungsgesuch werde<i> </i>auch zu prÃ¼fen sein, ob der TrÃ¤gerverein bei allfÃ¤lliger ErfÃ¼llung der entsprechenden bundesrecht­li­chen Voraussetzungen einen eigentlichen Anspruch auf Erteilung der ersuchten Bewil­li­gung habe. Es sei anzumerken, dass gute GrÃ¼nde dafÃ¼r sprÃ¤chen, die sich allein auf Bun­des­­recht stÃ¼tzende Bewilligung mangels sozialpolitisch motivierter kantonaler Bewilli­gungs­voraussetzungen als reine Polizeibewilligung zu betrachten (E. 7). Mit dieser Er­wÃ¤­gung ist beim damaligen Verfahrensstand in der Schwebe geblieben, ob es sich bei der strei­­tigen Lotteriebewilligung um eine Polizeibewilligung handle und ob die fÃ¼r die Beur­teilung massgebende Regelung eine rein polizeilich motivierte Ordnung darstelle. Der Be­schwerdefÃ¼hrer hat denn auch in seinem Rekurs vom 25. Mai 2000 unter anderem gerÃ¼gt, die Direktion fÃ¼r Soziales und Sicherheit sei in ihrer BewilligungsverfÃ¼gung vom 25. April 2000 zu Unrecht davon ausgegangen, es gehe um die Erteilung einer Polizeibewilligung, und habe damit zu Unrecht den ihr zustehenden Ermessensspielraum nicht ausgeschÃ¶pft (act. 13/28 Ziff. 33 ff.).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die in diesem Zusammenhang gegen die Bewilligungserteilung vorgebrachten Ar­gumente (act. 13/28 Ziff. 44 ff.) sind jedoch nach zutreffender Beurteilung des Regie­rungs­rats nicht geeignet, der BeschwerdefÃ¼hrerin im zweiten Rechtsgang die Rekurslegitimation zu verschaffen: Die AusfÃ¼hrungen zur Verteilung der LotterieertrÃ¤ge (Ziff. 45 ff.) laufen auf eine Verteidigung der Monopolstellung der BeschwerdefÃ¼hrerin hinaus, worÃ¼ber mit dem Verwaltungsgerichtsurteil vom 18. Dezember 1998 verbindlich entschieden worden war. Mit den AusfÃ¼hrungen in Ziff. 52 der Rekursschrift macht die BeschwerdefÃ¼hrerin zwar eine Verletzung des Rechtsgleichheitsgebotes geltend. Wie der Regierungsrat zutref­fend erwogen hat (act. 4 E. 2g S. 6), weist die BeschwerdefÃ¼hrerin in diesem Zusammen­hang lediglich auf die zwischen ihr und dem TrÃ¤gerverein bestehenden Unterschiede in der Organisation und im Zweck hin. Der Regierungsrat hat zu Recht erwogen, eine rechtsun­gleiche Behandlung werde damit nicht dargetan. Mit dieser zutreffenden BegrÃ¼ndung hÃ¤tte er den Rekurs in diesem Punkt jedenfalls â gleich wie bezÃ¼glich der RÃ¼ge der GehÃ¶rsver­wei­gerung â abweisen dÃ¼rfen. Mit den AusfÃ¼hrungen darÃ¼ber, dass der Bewilligungs­ertei­lung sozialpolitische und aufsichtsrechtliche GrÃ¼nde entgegenstÃ¼nden (act. 13/28 Ziff. 53 ff.), verteidigt die BeschwerdefÃ¼hrerin wiederum ihre bisherige Monopolstellung; zudem beruft sie sich damit auf Ã¶ffentliche Interessen, was ihr nach zutreffender Beur­tei­lung des Regierungsrats (Rekursentscheid E. 2f S. 6) die Legitimation als Konkurrentin ebenfalls nicht zu verschaffen vermag.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>In ihrer VerfÃ¼gung vom 25. April 2000 ist die Direktion fÃ¼r Soziales und Sicherheit davon ausgegangen, dass es sich bei der fraglichen Bewilligung um eine Polizeierlaubnis handle. DafÃ¼r sprechen, wie das Verwaltungsgericht bereits im RÃ¼ckweisungsentscheid vom 18. Dezember 1998 erwogen hat, gute GrÃ¼nde. Jedenfalls kommt den in Art. 7 LG ge­nannten Bewilligungsvoraussetzungen sowie den gestÃ¼tzt auf Art. 15 LG erlassenen Vor­schriften der kantonalen Lotterieverordnung (§§ 1-13) polizeilicher Charakter zu. Die Rechts­natur der erteilten Bewilligung braucht im vorliegenden Zusammenhang jedoch nicht abschliessend beurteilt zu werden. Selbst wenn der BewilligungsbehÃ¶rde ein derart weit­gehender Ermessensspielraum zustehen wÃ¼rde, wie dies die BeschwerdefÃ¼hrerin in der Rekursschrift vom 25. Mai 2000 (act. 13/28 Ziff. 33 ff.) geltend machte, vermÃ¶chte ihr dies die legitimationsbegrÃ¼ndende erforderliche BeziehungsnÃ¤he nicht zu verschaffen; nament­lich kÃ¶nnte aus einem derartigen Ermessensspielraum nicht auf das Vorliegen einer wirt­schafts­verwaltungsrechtlichen Ordnung geschlossen werden.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>g) Wie sich aus dem Gesagten (E. 2e) ergibt, kann die BeschwerdefÃ¼hrerin nichts zu ihren Gunsten daraus ableiten, dass ihr im Urteil vom 18. Dezember 1998 die Gerichts­kosten auferlegt und sie zu einer ParteientschÃ¤digung an den TrÃ¤gerverein verpflichtet wor­den ist. Diese Kostenbelastung beruhte auf der Annahme, dass der heutigen Beschwerde­fÃ¼h­rerin mit der erfolgten Beiladung â fÃ¼r das damalige Beschwerdeverfahren â volle Par­tei­stellung zukomme (vgl. KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl § 21 N. 110). Selbst wenn angenommen wÃ¼r­de, die damalige Beiladung habe lediglich der GewÃ¤hrung des rechtlichen GehÃ¶rs ge­dient, ohne der ILL volle Parteistellung zu verschaffen (zu den verschiedenen Zwecken einer Beiladung vgl. RB 1998 Nr. 42 E. 1b), was die damalige Kostenbelastung als frag­wÃ¼r­dig erscheinen liesse, lÃ¤ge darin kein sachlicher Grund, der BeschwerdefÃ¼hrerin fÃ¼r den zweiten Rechtsgang die Rekurslegitimation zuzusprechen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Ebensowenig kann die BeschwerdefÃ¼hrerin zu ihren Gunsten etwas daraus ableiten, dass der Regierungsrat nach Wiederaufnahme des Verfahrens offenbar noch von einer an­de­ren Betrachtungsweise ausging, indem er am 9. MÃ¤rz 1999 der ILL als (weiterhin) "Mit­beteiligter" Gelegenheit zur Stellungnahme einrÃ¤umte (act. 13/11) und sodann in seinem Be­schluss vom 4. August 1999 die Direktion fÃ¼r Soziales und Sicherheit anhielt, beim Ent­scheid Ã¼ber das Bewilligungsgesuch des TrÃ¤gervereins die inzwischen am 20. Mai 1999 ein­gereichte Vernehmlassung der ILL zu berÃ¼cksichtigen (act. 13/20 E. 1 b). Selbst wenn dieses Vorgehen bzw. diese ErwÃ¤gung auf der Vorstellung beruht haben sollte, die ILL sei zur Anfechtung eines allfÃ¤lligen positiven Bewilligungsentscheids legitimiert, blieb es dem Regierungsrat unbenommen, die Frage der Rekurslegitimation, die sich unmittelbar erst nach Vorliegen des Bewilligungsentscheids vom 25. April 2000 stellte, im heute angefoch­tenen Rekursentscheid vom 6. September 2000 anders zu beurteilen; an die vorher im Rah­men der Prozessleitung getroffene Annahme war er beim Entscheid Ã¼ber den am 25. Mai 2000 erhobenen Rekurs der BeschwerdefÃ¼hrerin nicht gebunden.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>h) Demnach hat der Regierungsrat die Rekurslegitimation in zutreffender Ausle­gung von § 21 VRG, d.h. ohne Verletzung dieser Norm, verneint. Damit ist zugleich ge­sagt, dass der Vorwurf, dessen Nichteintretensbeschluss verletze das WillkÃ¼rverbot von Art. 9 der Bundesverfassung (BV), unbegrÃ¼ndet ist (act. 2 Ziff. 46 ff.). Anders verhielte es sich nur dann, wenn die angerufene Verfassungsnorm oder Art. 29 BV einen Ã¼ber § 21 VRG hinausgehenden Anspruch auf Zugang zum Rekursverfahren verschaffen wÃ¼rde, was angesichts des Gehalts dieser Verfassungsbestimmungen als Minimalgarantien nicht zu­trifft.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>3. ...</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>DemgemÃ¤ss entscheidet das Verwaltungsgericht:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>1. Die Beschwerde wird abgewiesen.</span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2">...</p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>