<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="cell small-12 contentContainer printArea"> <div><table><tr><td><p class="Normal Heading1"><span id="_GoBack"></span><span class="Normal Heading1">Sozialversicherungsgericht</span></p><p class="Normal Heading1"><span class="Normal Heading1">des Kantons Zürich</span></p></td><td><p class="Normal Heading1"></p></td></tr></table><p><span>IV.2016.00085</span></p><p><br/></p><p>I. Kammer</p><p>Sozialversicherungsrichterin Grünig, Vorsitzende<br/>Sozialversicherungsrichter Spitz<br/>Sozialversicherungsrichterin Maurer Reiter<br/>Gerichtsschreiber Pfefferli</p><p class="Normal Heading2"><span class="Normal Heading2">Urteil vom 31. August 2017</span></p><p class="Normal StandardEinzug"><span class="Normal StandardEinzug">in Sachen</span></p><p class="Normal StandardFett RubrumFett"><span class="Normal StandardFett RubrumFett">X.___</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Beschwerdeführer</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">vertreten durch Milosav Milovanovic</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Beratungsstelle für Ausländer</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Selnaustrasse 15, 8001 Zürich</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">gegen</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardFett RubrumFett"><span class="Normal StandardFett RubrumFett">Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Beschwerdegegnerin</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Sachverhalt:</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.</span><span> </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Unmittelbar nach einem am 4. November 1994 erlittenen Sturz aus eineinhalb Metern Höhe auf das Gesäss traten beim im März 1951 geborenen X.___ starke Kreuzschmerzen mit Ausstrahlung ins rechte Bein sowie Sensi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">bilitätsstörungen am rechten Fuss auf (Urk. 7/2/1).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die auf der Grundlage eines 100%igen Invaliditätsgrades ab 1. November 1995 von der Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, zugespro</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">chene ganze Invalidenrente (vgl. Urk. 7/4 und 7/9) wurde dem Versicherten im Rahmen dreier Revisionsverfahren mit Mitteilungen vom 15. November 1999 (Urk. 7/5), 4. April 2005 (Urk. 7/10) und 30. September 2010 (Urk. 7/37) bestä</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tigt.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Nachdem sich der Versicherte am 3. März 2009 (Urk. 7/12, 7/16) zum Bezug einer Hilflosenentschädigung angemeldet hatte, sprach ihm die IV-Stelle mit Verfügung vom 11. Januar 2010 ab April 2008 (Urk. 7/29) eine Entschädigung wegen leichter Hilflosigkeit zu. Die dagegen erhobene Beschwerde wurde vom hiesigen Gericht mit Urteil vom 19. Dezember 2011 (Verfahren Nr. IV.2010.00141, Urk. 7/40) abgewiesen.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Wegen eines vom Versicherten am 21. Februar 2011 (Urk. 7/38) eingereichten Erhöhungsgesuches überprüfte die IV-Stelle dessen Anspruch auf Hilflosenent</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">schädigung. Aufgrund von Einschränkungen in den alltäglichen Lebensver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">richtungen Ankleiden/Auskleiden, Essen, Körperpflege, Verrichtung der Not</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">durft, Fortbewegung/Kontaktaufnahme sowie des Erfordernisses einer dauern</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">den Pflege wurde ihm mit Verfügung vom 17. Dezember 2012 ab 1. März 2011 eine solche wegen Hilflosigkeit mittleren Grades zugesprochen (Urk. 7/56).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Am 23./25. März 2015 stellte der Versicherte ein Gesuch um Zusprechung einer Entschädigung für schwere Hilflosigkeit (Urk. 7/70 f.). Die IV-Stelle liess am 6. Mai 2015 (Urk. 7/76) die Hilflosigkeit beim Versicherten zuhause abklären und holte einen Bericht seiner behandelnden Hausärztin Dr. Y.___, Fach</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ärztin für Allgemeine Innere Medizin, vom 29. Mai 2015 (Urk. 7/75) ein. Mit Vorbescheid vom 9. Juli 2015 (Urk. 7/77) stellte sie dem Versicherten bei unver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">änderter Annahme der Einschränkung in fünf alltäglichen Lebensverrichtungen sowie erforderlicher dauernder Pflege die Abweisung seines Erhöhungsgesuchs in Aussicht. Dagegen erhob dieser am 21. August 2015 (Urk. 7/79) Einwände, zu denen die Abklärungsperson am 17. Dezember 2015 (Urk. 7/81) Stellung nahm. Mit gleichentags erlassener Verfügung wies die IV-Stelle das Erhöhungsgesuch ankündigungsgemäss unter Feststellung eines unveränderten Anspruchs auf eine Entschädigung für eine mittelschwere Hilflosigkeit ab (Urk. 2).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Dagegen erhob der Beschwerdeführer am 20. Januar 2016 Beschwerde und bean</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tragte die Zusprechung einer Hilflosenentschädigung aufgrund schwerer Hilflosigkeit. In prozessualer Hinsicht beantragte er die Gewährung der unent</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">geltlichen Prozessführung (Urk. 1 S. 1). Mit Beschwerdeantwort vom 18. Februar 2016 (Urk. 6) schloss die Beschwerdegegnerin auf Abweisung der Beschwerde, was dem Beschwerdeführer mit Verfügung vom 22. September 2016 (Urk. 16) zur Kenntnis gebracht wurde. Mit der gleichen Verfügung wurde dem Beschwerdeführer die unentgeltliche Prozessführung gewährt.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Auf die Ausführungen der Parteien und die eingereichten Akten wird, soweit erforderlich, in den nachfolgenden Erwägungen eingegangen.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Das Gericht zieht in Erwägung:</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Gemäss </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">42 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Abs. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG)</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> haben Versicherte mit Wohnsitz und gewöhnlichem Aufenthalt (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">13 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts, ATSG</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">) in der Schweiz, die hilflos (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">9 ATSG) sind, Anspruch auf eine Hilflo</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">senentschädigung. Vorbehalten bleibt Artikel 42</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">bis </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">IVG. Als hilflos gilt eine Person, die wegen einer Beeinträchtigung der Gesundheit für alltägliche Lebensverrichtungen dauernd der Hilfe Dritter oder der persönlichen Überwa</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">chung bedarf (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">9 ATSG). Im Bereich der Invalidenversicherung gilt auch eine Person als hilflos, welche zu Hause lebt und wegen der gesundheitlichen Beeinträchtigung dauernd auf lebenspraktische Begleitung angewiesen ist (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">42 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Abs. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3 Satz 1 IVG; </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">38 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">der Verordnung über die Invalidenversiche</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">rung, IVV</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">). Praxisgemäss (BGE 121 V 88 E. 3a mit Hinweisen) sind die folgen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">den sechs alltäglichen Lebensverrichtungen massgebend (BGE 127 V 94 E. 3c, 125 V 297 E. 4a):</span></p><p><span>- </span><span>Ankleiden, Auskleiden; </span></p><p><span>- </span><span>Aufstehen, Absitzen, Abliegen;</span></p><p><span>- </span><span>Essen;</span></p><p><span>- </span><span>Körperpflege;</span></p><p><span>- </span><span>Verrichtung der Notdurft;</span></p><p><span>- </span><span>Fortbewegung (im oder ausser Haus), Kontaktaufnahme.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Bei Lebensverrichtungen, welche mehrere Teilfunktionen umfassen, ist nach der Rechtsprechung (BGE 117 V 148 E. 2 mit Hinweisen) nicht verlangt, dass die versicherte Person bei der Mehrzahl dieser Teilfunktionen fremder Hilfe bedarf; vielmehr ist bloss erforderlich, dass sie bei einer dieser Teilfunktionen regel</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">mässig in erheblicher Weise auf direkte oder indirekte Dritthilfe angewiesen ist. In diesem Sinne ist die Hilfe beispielsweise bereits erheblich:</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">-</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">beim Essen, wenn die versicherte Person zwar selber essen, die Speisen aber nicht zerkleinern kann, oder wenn sie die Speisen nur mit den Fingern zum Mund führen kann (BGE 106 V 153 E. 2b);</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">-</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">bei der Körperpflege, wenn die versicherte Person sich nicht selber waschen oder kämmen oder rasieren oder nicht selber baden beziehungsweise du</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">schen kann;</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">-</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">bei der Fortbewegung und Kontaktaufnahme, wenn die versicherte Person im oder ausser Hause sich nicht selber fortbewegen kann oder wenn sie bei der Kontaktaufnahme Dritthilfe benötigt (BGE 121 V 91 E. 3c mit Hinweisen; ZAK 1990 S. 45 E. 3 mit Hinweisen).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Art. 37 IVV sieht drei Hilflosigkeitsgrade vor. Gemäss Abs. 2 dieser Bestimmung gilt die Hilflosigkeit als mittelschwer, wenn die versicherte Person trotz der Abgabe von Hilfsmitteln:</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">a. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">in den meisten alltäglichen Lebensverrichtungen regelmässig in erheblicher Weise auf die Hilfe Dritter angewiesen ist;</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">b. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">in mindestens zwei alltäglichen Lebensverrichtungen regelmässig in erheb</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">licher Weise auf die Hilfe Dritter angewiesen ist und überdies einer dauern</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">den persönlichen Überwachung bedarf; oder </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">c. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">in mindestens zwei alltäglichen Lebensverrichtungen regelmässig in erheb</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">licher Weise auf die Hilfe Dritter und überdies dauernd auf lebenspraktische Begleitung im Sinne von Art. 38 IVV angewiesen ist.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Nach der Rechtsprechung setzt Hilflosigkeit mittelschweren Grades nach Art. 37 Abs. 2 lit. a IVV eine Hilfsbedürftigkeit in mindestens vier alltäglichen Lebens</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">verrichtungen voraus (B</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">GE 121 V 88 E. 3b, 107 V 145 E. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">2).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1.4</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Gemäss </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">37 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Abs. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1 IVV gilt die Hilflosigkeit als schwer, wenn die versicherte Person vollständig hilflos ist. Dies ist der Fall, wenn sie in allen alltäglichen Lebensverrichtungen regelmässig in erheblicher Weise auf die Hilfe Dritter angewiesen ist und überdies der dauernden Pflege oder der persönlichen Über</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">wachung bedarf.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1.5</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Eine formell rechtskräftig zugesprochene Dauerleistung wird von Amtes wegen oder auf Gesuch hin erhöht, herabgesetzt oder aufgehoben, wenn sich der ihr zu Grunde liegende Sachverhalt nachträglich erheblich verändert (Art. 17 Abs. 2 ATSG). Ändert sich der Grad der Hilflosigkeit in erheblicher Weise, so finden die Art. 87-88</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">bis</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> IVV Anwendung (Art. 35 Abs. 2 IVV).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.6</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Gemäss Art. 69 Abs. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2 IVV kann die IV-Stelle zur Prüfung eines Leistungsan</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">spruchs unter anderem Abklärungen an Ort und Stelle vornehmen. Nach der Rechtsprechung hat ein Abklärungsbericht unter dem</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Aspekt der Hilflosigkeit (Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">9 ATSG) oder des Pflegebedarfs folgenden Anforderungen zu genügen: Als Berichterstatterin oder Berichterstatter wirkt eine qualifizierte Person, welche Kenntnis der örtlichen und räumlichen Verhältnisse sowie der aus den seitens der Mediziner gestellten Diagnosen sich ergebenden Beeinträchtigungen und Hilfsbedürftigkeiten hat. Bei Unklarheiten über physische oder psychische Stö</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rungen und/oder deren Auswirkungen auf alltägliche Lebensverrichtungen sind Rückfragen an die medizinischen Fachpersonen nicht nur zulässig, sondern notwendig</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> (vgl. BGE 133 V 450 E. 11.1.1)</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">. Weiter sind die Angaben der Hilfe leistenden Personen zu berücksichtigen, wobei divergierende Meinungen der Beteiligten im Bericht aufzuzeigen sind. Der Berichtstext schliesslich muss plausibel, begründet und detailliert bezüglich der einzelnen alltäglichen Lebens</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">verrichtungen sowie den tatbestandsmässigen Erfordernissen der dauernden Pflege und der persönlichen Überwachung und der lebenspraktischen Beglei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tung sein. Schliesslich hat er in Übereinstimmung mit den an Ort und Stelle erhobenen Angaben zu stehen. Das Gericht greift, sofern der Bericht eine zuverlässige Entscheidungsgrundlage im eben umschriebenen Sinne darstellt, in das Ermessen der die Abklärung tätigenden Person nur ein, wenn klar feststell</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">bare Fehleinschätzungen vorliegen. Das gebietet insbesondere der Umstand, dass die fachlich kompetente Abklärungsperson näher am konkreten Sachver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">halt ist als das im Beschwerdefall zuständige Gericht (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">BGE 140 V 543</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> E. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.2.1 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">mit Hinweisen; SVR 2012 IV Nr. 54 S. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">195, </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Urteil des Bundesgerichts 8C_756/2011 vom 12. Juli 2012 E. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.2). Diese Grundsätze gelten entsprechend auch für die Abklärung der Hilflosigkeit unter dem </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Gesichtspunkt</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">der lebens</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">praktischen Begleitung (BGE 133 V 450 E. 11.1.1; vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_464/2015 vom 14. September 2015 E. 4) sowie unter dem Aspekt </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">de</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">s Inten</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sivpflegezuschlags (vgl.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Urteil </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">des Bundesgerichts 8C_308/2016 vom 6.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> September 2016 E. 5.1 mit Hinweis auf </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">8C_756/2011</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> vom 12. Juli 2012</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> E.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> 3.2).</span></p><p></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.</span><span> </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Beschwerdegegnerin begründete die angefochtene Verfügung damit, dass der Beschwerdeführer gemäss den durchgeführten Abklärungen weiterhin in den fünf Lebensverrichtungen Ankleiden/Auskleiden, Essen, Verrichtung der Notdurft, Körperpflege und Fortbewegung/Kontaktaufnahme regelmässig und erheblich auf Hilfe Dritter angewiesen sei und unverändert dauernde medi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">zi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nisch-pflegerische Hilfe benötige. Eine Hilflosigkeit bei der Lebensverrichtung Aufstehen/Absitzen/Abliegen habe sich hingegen nicht objektivieren lassen (Urk. 1 S. 3).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Demgegenüber machte der Beschwerdeführer geltend, er leide neben seiner jahre</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">langen Krebserkrankung nun auch an einer schweren Depression. Neben den weiterhin bestehenden Beeinträchtigungen in fünf Lebensbereichen könne er mehrheitlich nicht ohne Unterstützung von Familienmitgliedern aufstehen, weshalb auch von einer Hilflosigkeit in der Lebensverrichtung Aufstehen/Ab</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sit</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">zen/Abliegen auszugehen sei (Urk. 1 S. 3).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Strittig und zu prüfen ist im vorliegenden Beschwerdeverfahren, ob</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> sich</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">der Grad der Hilflosigkeit des Beschwerdeführers</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">zwischen dem Erlass</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> der </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Verfü</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gung </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">vom </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">17. Dezember 2012</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">, mit welcher </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ihm eine </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Entschädigung wegen </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">mittelschwerer </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Hilflosigkeit </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ab 1. März 2011 zugesprochen </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">worden war, </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">und dem Erlass der angefochtenen Verfügung vom 17. Dezember 2015 derart verän</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">derte, dass die weitere Ausrichtung einer Hilflosen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">entschädigung </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">bei mittel</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">schwerer Hilflosigkeit nicht mehr </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gerechtfertigt erscheint</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">, sondern erhöht wer</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">den muss</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">4.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Medizinische Grundlage für die Verfügung vom 17. Dezember 2012 waren die Berichte der Dermatologischen Klinik des Z.___ vom 9. Juli 2012 (Urk. 7/43) sowie von Dr. Y.___ vom 27. August 2012 (Urk. 7/48). Diesen waren die Diagnosen eines metastasierenden malignen Melanoms, Sta</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">dium IV (pT4 N2M1c), einer tiefen Venenthrombose (TVT) vom Fuss bis ingui</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nal links (Duplexsonographisch diagnostiziert am 14. Dezember 2010), eines lumboradikulären sensomotorischen partiellen Ausfallsyndroms L5 und S1 rechts, eines metabolischen Syndroms mit arterieller Hypertonie und Adipositas Grad I, eines Status nach unklarer Synovitis des rechten Knies, sowie eines kol</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">loidreichen und regressiv veränderten Strumaknotens und eines Zustands nach depressivem Zustandsbild </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">zu entnehmen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> (Urk. 7/43/1 f.). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Anlässlich einer am 23. Mai 2012 (Urk. 7/49) durchgeführten Erhebung im Haus</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">halt des Beschwerdeführers stellte die Abklärungsperson einen regelmässi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gen und erheblichen Hilfsbedarf in den alltäglichen Lebensverrichtungen Ankleiden/Auskleiden,</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> E</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ssen, Körperpflege, Verrichtung der Notdurft sowie Fortbewegung/</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Kontaktaufnahme</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> fest</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> Zudem bejahte sie aufgrund der notwen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">digen Vorbereitung und Abgabe einer Vielzahl täglich einzunehmender Medi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">kamente sowie der Begleitung zu drei bis vier wöchentlichen Terminen bei der Hausärztin, im Spital oder bei der Physiotherapie das Erfordernis der dauernden Pflege (Urk. 7/49/3 f.).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">5.</span><span> </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">5.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Am 6. Mai 2015 erfolgte eine Abklärung am Wohnort des Beschwerdeführers (Urk. 7/76). Dabei stellte die Abklärungsperson fest, dass verglichen mit der letzten Abklärung vom 23. Mai 2012 (Urk. 7/49) unverändert Hilfsbedarf bezüglich der Lebensverrichtungen Ankleiden/Auskleiden, Essen, Körperpflege, Notdurft und Fortbewegung bestehe und auch der Bedarf nach dauernder Pflege weiterhin ausgewiesen sei (Urk. 7/76/4). Der Beschwerdeführer sei während der Dauer des Gesprächs ausschliesslich auf dem Sofa gesessen. Die Angabe, wonach der Beschwerdeführer auch bezüglich der Lebensverrichtung Aufste</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">hen/Absitzen/Abliegen auf Dritthilfe angewiesen sei, da es ihm nur alle drei bis vier Wochen gelinge alleine aufzustehen, sei nicht nachvollziehbar. Da der Beschwerdeführer aufgrund eines erhöhten Thromboserisikos wöchentliche Termine bei seiner Hausärztin Dr. Y.___ wahrgenommen hatte (Urk. 7/76/2, 6/76/4), wurde bei dieser ein aktueller Bericht eingeholt (Urk. 7/75).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">5.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Dr. Y.___ berichtete der IV-Stelle am 29. Mai 2015, der Beschwerdeführer leide an einem metastasierenden malignen Melanom, an einem lumboradikulä</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ren sensomotorischen partiellen Ausfallsyndrom L5/S1 rechts und einer Depression. Zudem nannte sie einen Status nach unklarer Synovitis des rechten Knies (Entzündung der Schleimhaut des Kniegelenks; Urk. 7/75/1). Dr. Y.___ verneinte einen Hilfsbedarf bezüglich sämtlicher Lebensverrichtungen und ging einzig von einem Bedürfnis nach dauernder Pflege aufgrund der Notwen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">digkeit täglichen Verabreichens von Medikamenten aus (Urk. 7/75/3 f.)</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">5.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Der Beschwerdeführer machte am 21. August 2015 (Urk. 7/79/1) mit Einwand gegen den Vorbescheid vom 9. Juli 2015 (Urk. 7/77) geltend, bezüglich aller Lebensverrichtungen auf die Hilfe Dritter angewiesen zu sein und dauernde persönliche Überwachung zu benötigen. Dazu nahm die Abklärungsperson am 17. Dezember 2015 Stellung. Sie verneinte das Erfordernis einer dauernden Überwachung, da im Urteil des hiesigen Gerichts vom 19. Dezember 2011 deren Notwendigkeit verneint worden sei und seither keine neuen Diagnosen hinzu</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gekommen seien (Urk. 7/81/1). Bezüglich der Lebensverrichtung Auf</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">stehen/Absitzen/Abliegen führte die Sachverständige aus, dass sich eine Hilflo</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sigkeit in diesem Bereich weder aufgrund der Abklärung vor Ort noch aus den Angaben von Dr. Y.___ ergebe (Urk. 7/81/2). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">6.</span><span> </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">6.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Bei der letzten Verfügung im Jahr 2012 bestanden beim Beschwerdeführer erheb</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">lich hilfebedürftige Einschränkungen in den Bereichen </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Anklei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">den</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">/Aus</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">kleiden, Essen, Körperpflege, Verrichtung der Notdurft und </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Fortbewe</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gung</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">/</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Kontakt</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">aufnahme</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">. An dieser Situation hat sich seither nichts geändert, eine Verbesserung ist in diesen fünf Lebensbereichen unstrittig nicht eingetre</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ten. Auch ist der Versicherte weiterhin auf eine erhebliche Dritthilfe bei der Bereitstellung und Einnahme der zahlreichen Medikamente im Sinne einer dau</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ernden medizinischen Pflege angewiesen; auch dieses Element ist unbestritte</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">nermassen immer noch gegeben. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Für die Frage, ob bis zum Erlass der angefochtenen Verfügung eine schwere Hilflosigkeit eingetreten ist, ist damit einzig entscheidend, ob der Beschwerde</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">führer zusätzlich zu den bestehenden Einschränkungen auch für die Lebensver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">richtung Aufstehen/Absitzen/Abliegen auf relevante Dritthilfe angewiesen ist (vgl. Art. 37 Abs. 1 IVV, E. 1.4); einer dauernden Überwachung bedarf es nicht. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">6.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Der Abklärungsperson war von Seiten der Ehefrau mitgeteilt worden, der Beschwerdeführer liege tagsüber meistens auf dem Sofa. Er stehe nicht mehr selbständig auf oder setze sich selbständig. Wenn die Kinder da seien, ziehe er sich meistens in ein anderes Zimmer zurück. Alleine aufstehen gehe nur ganz selten, vielleicht alle drei bis vier Wochen. Er sei schon mehrmals bei entspre</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">chenden Versuchen gestürzt. Auch in der Nacht stehe er nur mit Hilfe der Ehe</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">frau auf. Er habe in den Beinen sehr starke Schmerzen und keine Kraft. Wenn er stehe, werde ihm schwindlig und er reagiere nervös und aggressiv (Urk. 7/76/2). Der Abklärungsperson waren aufgrund des passiven Verhaltens des Beschwer</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">deführers anlässlich der Abklärung vom 6. Mai 2015 keine eigenen Wahrneh</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">mungen bezüglich der Lebensverrichtung Aufstehen/Absitzen/Abliegen mög</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">lich. Einzige objektive Grundlage zur Beantwortung der Frage, ob auch diesbe</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">züglich ein dauernder und erheblicher Hilfsbedarf besteht, bildet somit der Bericht von Dr. Y.___ vom 29. Mai 2015 (Urk. 7/75). Aus diesem Bericht ergibt sich jedoch keine Veränderung des Gesundheitszustandes im Vergleich zu demjenigen, wie er der Verfügung aus dem Jahr 2012 zugrunde lag (vgl. E. 4). Wie auch in ihrem letzten Bericht vom 27. August 2012 (Urk. 7/48/5) verneinte Dr. Y.___ einen relevanten Hilfsbedarf bezüglich der Lebensverrichtung Aufstehen/Absitzen/Abliegen (Urk. 7/75/3).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Gemäss den Angaben von Dr. Y.___ behandelt sie den Beschwerdeführer seit 1994 hausärztlich (vgl. Urk. 7/75/1). Zum Zeitpunkt der Berichterstattung nahm dieser wöchentliche Termine bei ihr wahr (Urk. 7/76/4). Bei der zu beur</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">teilenden Lebensverrichtung Aufstehen/Absitzen/Abliegen handelt es sich um Bewegungsabläufe, die bei jedem Arztbesuch ausgeführt werden. Entsprechend ist davon auszugehen, dass der Hausärztin aufgefallen wäre, wenn sich in die</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sem Bereich eine Verschlechterung eingestellt hätte. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">von </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">der Ehefrau beschriebene </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">und vom Versicherten gezeigte </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gänzliche Passivität </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ist mit den gestellten Diagnosen der Hausärztin nicht erklärbar, im Besonderen berichtete die Hausärztin weder von einer schweren Depression des Versicherten noch von erfolgten oder behandelten Stürzen. Zu beachten ist auch, dass die Familie im zweiten Stock eines Hauses ohne Lift wohnt. Auch wenn der Versicherte bei der Überwindung der Treppe unterstützende Hilfe braucht, so ist er doch im Stande, diese hinunter und hinauf zu gehen. Ein objektiv notwendiger, erheblicher und dauernder Hilfsbedarf bereits beim Aufstehen/Absitzen/Abliegen ist deshalb wenig wahrscheinlich und nicht ausgewiesen. Damit ist in Übereinstimmung mit der Beschwerdegegnerin davon auszugehen, dass in Bezug auf diese Lebensverrichtung weiterhin keine Hilflosigkeit besteht. Damit hat der Beschwerde</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">führer unverändert Anspruch auf eine Entschädigung bei mittel</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">schwerer Hilflosigkeit, was zur Abweisung der Beschwerde führt.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">7.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Gemäss Art. 69 Abs. 1</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">bis</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> IVG ist das Beschwerdeverfahren bei Streitigkeiten um die Bewilligung oder die Verweigerung von Leistungen der Invalidenversiche</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">rung vor dem kantonalen Versicherungsgericht in Abweichung von Art. 61 lit. a ATSG kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 1'000.-- festge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">setzt. Vorliegend erweist sich eine Kostenpauschale von Fr. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">6</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">00.-- als ange</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">messen. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Entsprechend dem Ausgang des Verfahrens sind sie dem Beschwerde</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">führer aufzuerlegen, jedoch zufolge Gewährung der unentgeltlichen Prozess</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">führung einstweilen auf die Gerichtskasse zu nehmen. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Heading3"><span class="Normal Heading3">Das Gericht erkennt:</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span class="Normal Dispotext DispoHngend">1.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Die </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Beschwerde </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">wird abgewiesen.</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span class="Normal Dispotext DispoHngend">2.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Die Gerichtskosten von </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Fr. 600</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">.-- werden </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">dem Beschwerdeführer auferlegt</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">, zufolge Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung jedoch einstweilen auf die Gerichts</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">kasse genommen. </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Der Beschwerdeführer wird </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">auf die Nachzahlungspflicht gemäss § 16 Abs. 4 GSVGer hingewiesen.</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span class="Normal Dispotext DispoHngend">3.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Zustellung gegen Empfangsschein an:</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Milosav Milovanovic</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Bundesamt für Sozialversicherungen</span></p><p class="Normal Dispotext DispoEinzug"><span class="Normal Dispotext DispoEinzug">sowie an:</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Gerichtskasse (im Dispositiv nach Eintritt der Rechtskraft)</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">4.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Gegen diesen Entscheid kann innert </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">30 Tagen</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"> seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundes</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">gesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 15. Juli bis und mit 15. August sowie vom 18. Dezember bis und mit dem 2. Januar (Art. 46 BGG).</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">stellen.</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismit</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">tel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat (Art. 42 BGG).</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><br/></p><p class="Normal Heading3"><span class="Normal Heading3">Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich</span></p><p><br/></p><p>Die VorsitzendeDer Gerichtsschreiber</p><p><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p>GrünigPfefferli</p></div> </div></body></html>