B u n d e s v e rw a l t u n g s g e r i ch t T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i f f éd é r a l T r i b u n a l e am m i n i s t r a t i vo f e d e r a l e T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i v fe d e r a l Abteilung IV D-4001/2013/mel U r t e i l v o m 2 2 . O k t o b e r 2 0 1 3 Besetzung Richter Hans Schürch (Vorsitz), Richterin Regula Schenker Senn, Richter Bendicht Tellenbach, Gerichtsschreiberin Eva Zürcher. Parteien A._______, geboren (…), Pakistan, vertreten durch Maître Raymond de Morawitz, Avocat, Beschwerdeführer, gegen Bundesamt für Migration (BFM), Quellenweg 6, 3003 Bern, Vorinstanz. Gegenstand Asyl und Wegweisung; Verfügung des BFM vom 11. Juni 2013 / N (…). D-4001/2013 Seite 2 Sachverhalt: A. Der Beschwerdeführer verliess eigenen Angaben zufolge sein Heimatland im Februar 2012 und reiste nach B._______, wo er mit seiner Familie bis im März 2012 geblieben sei. Anschliessend sei er mit Hilfe eines Schle p- pers unter Verwendung eines Reisepasses in C._______ geflogen und habe sich dort während sieben Tagen aufgehalten. Über ihm unbekannte Länder und Orte sei er nach D._______ gekommen, von wo aus er im Zug am 24. März 2013 in die Schweiz gereist sei. An der Grenze sei er kontrolliert und von der Polizei mitgenommen worden. Am folgenden Tag hat er das Asylgesuch gestellt. Am 12. April 2013 wurde er im Empfangs- und Verfahrenszentrum E._______ befragt und am 30. Mai 2013 führte das BFM eine direkte Anhörung durch. B. Der Beschwerdeführer brachte vor, er sei pakistanischer Staatsangehöri- ger, ethnischer F._______ und stamme aus G._______ in der Provinz H._______ des Distrikts G._______. Dort habe er seit seiner Geburt bis ins Jahr 2007 oder 2008 gelebt. Er habe nie eine Schule besucht, sei po- litisch nicht aktiv gewesen und habe als Landwirt gearbeitet. Im Jahr 2006 habe er gemäss Brauchtum geheiratet. Bei Unruhen in H._______ im Jahr 2005 seien sein Vater und seine Schwägerin umgekommen; sein Bruder sei verletzt worden. Ende 2007 oder anfangs 2008 sei seine Fami- lie nach I._______ gezogen und habe mitgeholfen, die Felder ihres Fü h- rers, des Präsidenten der Balutsch Republican Party (BRP), J._______, zu bewirtschaften. Im Februar 2012 sei der Bruder des Beschwerdefüh- rers vom pakistanischen Militär bei einem Bombenangriff getötet worden. Solche Angriffe würden immer wieder stattfinden, weil die pakistanische Regierung eine Gas -Pipeline durch das Land, das dem Clan, welchem auch der Beschwerdeführer angehöre, ziehen und da zu die Mitglieder des Clans zur Aufgabe ihres Landes zwingen wolle. Zudem sei seine Familie von den Pakistanis belästigt worden und die Situation im Gebiet sei nicht mehr sicher. Viele Balutschi seien umgebracht oder vertrieben worden. Aus diesen Gründen s ei die ganze Familie wenige Tage nach dem Tod des Bruders nach B._______ gereist und habe sich dort im Flüchtlingslager K._______ aufgehalten. Man habe sie nicht registriert, ihnen indessen eine Unterkunft zugeteilt. Die beiden älteren und die be i- den jüngeren Brüder hätten für den Lebensunterhalt der Familie gearbei- tet, während der Beschwerdeführer lesen und schreiben gelernt habe. D-4001/2013 Seite 3 Der Beschwerdeführer reichte eine pakistanische Identitätskarte zu den Akten. Zur Untermauerung seiner Vorbringen gab er einen Auszug aus einem Internetartikel mit englischer Übersetzung ab. C. Mit Verfügung vom 11. Juni 2013 – eröffnet am folgenden Tag – stellte das BFM fest, der Beschwerdeführer erfülle die Flücht lingseigenschaft nicht, und lehnte das Asylgesuch ab. Gleichzeiti g ver fügte es die We g- weisung aus der Schweiz und ordnete deren Vollzug an. Es begründete seinen ablehnenden Entscheid damit, dass die Vorbringen insgesamt den Anforderungen an die Flüchtlingseigen schaft nicht ge nügten, weshalb darauf verzichtet werden könne, auf allfällige Unglaubhaftigkeitselemente einzugehen. Bei den vom Beschwerdeführer geltend gemachten Fluch t- gründen handle es sich um die allgemein herrschende Unsicherheit und um lokal beschränkte Unruhen, weshalb es ihm möglich gewesen wäre, in einem andern Teil von Pakistan eine Fluchtalternative zu finden. Zudem würden die vorgebrachten Fluchtgründe keine gezielt gegen die Person des Beschwerdeführers gerichteten Verfolgungsmassnahmen im Sinne des Gesetzes darstellen. Die eingereichten Beweismittel vermöchten an dieser Einschätzung nichts zu ändern. Vielmehr würden s ie den im Zuge der allgemeinen Zustände erlittenen Tod seines Bruders noch unterma u- ern. Den Vollzug der Wegweisung erachtete das BFM als zulässig, z u- mutbar und möglich. D. Mit Eingabe vom 12. Juli 2013 an das Bundesverwaltungsgericht liess der vertretene Beschwerdeführer die Aufhebung der angefochtenen Verf ü- gung, die Gewährung von Asyl, eventualiter die Rückweisung der Sache an die Vorinstanz und subeventualiter die Gewährun g der vorläufigen Aufnahme beantragen. Zur Begründung wurde im Wesentlichen darg e- legt, dass er nicht in einer Sprache angehört worden sei, welche er gut verstehe, womit das Recht, angehört zu werden, verletzt worden sei . Er verstehe Urdu, die offizielle Sp rache Pakistans, nur sehr schlecht, da er keine Schule besucht habe und Analphabet sei. Lesen und Schreiben habe er erst in B._______ gelernt. Unter diesen Umständen habe er die ihm gestellten Fragen nicht richtig verstanden und habe sich in seinen Antworten nicht richtig ausdrücken können. Damit habe er seine Asylvo r- bringen nicht in einer adäquaten Weise vortragen können. Nicht berück- sichtigt worden sei in der angefochtenen Verfügung ferner die Situation, in welcher sich die F._______ und speziell die Mitg lieder oder Sympathi- santen der "Parti Républicain Baloutche" (BRP) in Pakistan befänden, de-D-4001/2013 Seite 4 ren Führer der in der Schweiz als Asylsuchender lebende L._______ sei. Ebenso wenig sei die Tatsache, dass der Beschwerdeführer aufgrund seines Namens und seiner Tät igkeit als Bauer für L._______ in M._______ gefährdet sei , in die Beurteilung miteingeflossen . Somit sei der Sachverhalt nur unvollständig erhoben und Bundesrecht verletzt wo r- den, obwohl die Asylbehörden den Untersuchungsgrundsatz zu befolgen hätten. Mangels Kenntnisse in seinem Heimatland aufgrund der dort herrschenden Zensur, mangels Schulbildung und mangels Anhörung in seiner Muttersprache habe er seine Situation nicht ausreichend schildern können. In M._______ herrsche nach wie vor Krieg , welcher an Gen ozid grenze, die Menschenrechte insbesondere gegenüber der (…) Bevölke- rung würden verletzt, und allein die ethnische Zugehörigkeit genüge, um von der pakistanischen Armee belangt zu werden. Diese mache keinen Unterschied, ob jemand politisch aktiv sei oder nicht. Die Familie N._______ nehme in M._______ eine privilegierte Stellung ein, kämpfe friedlich gegen die pakistanische Armee, welche ihr Stammesgebiet b e- setzt habe, und für ihre Unabhängigkeit. Wegen dieses Engagements werde sie verfolgt. Der frühere General Pervez Musharraf habe im nati o- nalen Fernsehen ausdrücklich mit dem Tod L._______s gedroht. Dieser sei denn auch eingetreten, nachdem di e Gegend im Jahr 2005 von der pakistanischen Armee bombardiert worden sei. Gestützt auf seine Aussa- gen habe der Beschwerdeführer im Rahmen von bewaffneten Aktionen seinen Vater, seine Schwägerin und einen Bruder verloren. De r neue Führer des N._______-Clans habe d ie BRP gegründet und habe wegen der Verfolgungen mit seiner Familie in die Schweiz fliehen müssen, wo ih- re Asylverfahren hängig seien. Da nun der Chef der Familie N._______ für die pakistanische Armee nicht mehr greifbar sei, gehe diese gegen die Zivilbevölkerung vor. Nachdem am 22. März 2013 die BRP vor dem Sitz der vereinten Nationen in O._______ gegen den Genozid gegen die F._______ demonstriert habe, sei einige Tage später in H._______ der Sohn eines der Aktivisten gefoltert und getötet worden. Der Beschwerde- führer selber sei drei oder vier Mal von der Armee aufgefordert worden, die Ländereien von L._______, auf welchen er gearbeitet habe, zu ve r- lassen. Im Februar 2012 sei sein Haus bombardiert worden, wobei der Bruder getötet worden sei. Im Februar 2013 sei ebenfalls ein Bruder getö- tet worden. Danach hätten der Beschwerdeführer und seine Familie nach B._______ fliehen müssen. Das BFM habe die vorgebrachten Fluch t- gründe weder richtig festgestellt noch genügend gewürdigt. Der Eingabe lagen zahlreiche Kopien aus dem Internet und von Fotos bei. D-4001/2013 Seite 5 E. Mit Zwischenverfügung vom 23. Juli 2013 teilte der zuständige In strukti- onsrichter des Bundesverwaltungsgerichts dem Beschwerdeführer mit, dass er den Ausgang des Beschwerdeverfahrens in der Schweiz abwa r- ten könne. Er wurde aufgefordert, innert Frist einen Kostenvorschuss zu leisten, verbunden mit der Androhung, im Unte rlassungsfall werde auf seine Beschwerde nicht eingetreten. F. Mit Faxeingabe vom 26. Juli 2013 legte der Beschwerdeführer dar, bei dem von ihm in der Anhörung erwähnten Platz mit der Bezeichnung P ._______ handle es sich um den Q._______-Platz in R._______, wo er sich aufgehalten habe. Der Eingabe lag ein weiterer Auszug aus dem I n- ternet bei. G. Der Kostenvorschuss wurde fristgerecht bezahlt. Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 1. 1.1 Gemäss Art. 31 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (VGG, SR 173.32) beurteilt das Bundesverwaltungsgericht Beschwerden gegen Verfügungen nach Art. 5 des Verwaltungsverfahrensgesetzes vom 20. Dezember 1968 (VwVG, SR 172.021). Das BFM gehört zu den B e- hörden nach Art. 33 VGG und ist daher eine Vorinstanz des Bundesve r- waltungsgerichts. Eine das Sachgebiet betreffende Ausnahme im Sinne von Art. 32 VGG liegt nicht vor. Das Bundesverwaltungsgericht ist daher zuständig für die Beurteilung der vorliegenden Beschwerde und entschei- det auf dem Gebiet des Asyls endgültig , ausser bei Vorliegen eines Au s- lieferungsersuchens des Staates, vor welchem die beschwerdeführende Person Schutz sucht (Art. 105 des Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 [AsylG, SR 142.31]; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]). Eine solche Ausnahme im Sinne von Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG liegt nicht vor, weshalb das Bundesverwa l- tungsgericht endgültig entscheidet. 1.2 Die Beschwerde ist frist - und formg erecht eingereicht. Der Beschwerdeführer hat am Verfahren vor der Vorinstanz teilgenommen, ist durch die angefochtene Verfügung besonders berührt und hat ein D-4001/2013 Seite 6 schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung beziehungsweise Änd e- rung. Er ist daher zur Einreichung der Beschwerde legitimiert (Art. 105 und Art. 108 Abs. 1 AsylG, Art. 48 Abs. 1 sowie Art. 52 VwVG). Auf die Beschwerde ist einzutreten. 2. Mit Beschwerde kann die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts und die Unangemessenheit gerügt werden (Art. 106 Abs. 1 AsylG). 3. In der Regel entscheidet das Bundesverwaltungsgericht in der Besetzung mit drei Richtern oder drei Richterinnen. Gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG wurde vorliegend auf die Durchführung eines Schriftenwechsels verzichtet. 4. 4.1 Der Beschwerdeführer macht in formeller Hinsicht geltend, dass das Recht auf Anhörung verletzt worden sei, indem die Vorinstanz ihn nicht in seiner Muttersprache angehört habe. Ausserdem sei sie in Verletzung des von den Behörden anzuwendenden Untersuchungsgrundsatzes der gebotenen Begründungspflicht nicht in genügendem Mass nachgeko m- men und habe den rechtserheblichen Sachverhalt nur ungenügend abg e- klärt. Unter diesen Umständen sei die angefochtene Verfügung infolge Verletzung des Grundsatzes von formellen Vorschriften an die Vorinstanz zurückzuweisen, damit diese einen neuen Entscheid fällen könne. 4.2 Diese verfahrensrechtlichen Rügen sind vorab zu prüfen, da sie allen- falls geeignet wären, eine Kassation der vorinstanzlichen Verfügung zu bewirken. 4.3 Aus dem Anspruch auf rechtliches Gehör (Art. 29 Abs. 2 der Bunde s- verfassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft vom 18. April 1999 [BV; SR 101]; Art. 29 ff. VwVG i.V.m. Art. 6 und Art. 29 AsylG) ergibt sich, dass Asylsuchenden das Recht zur Äusserung (vgl. Art. 30 Abs. 1 VwVG) sowie die Möglichkeit, Einfluss auf die Ermittlung des rechtserheblichen Sachverhalts zu nehmen, zu gewähren ist. Daraus wieder ist der Grun d- satz, dass sie in einer ihnen verständlichen Sprache anzuhören sind , ab- zuleiten (Art. 29 Abs. 1bis AsylG). Ausserdem haben die verfügenden B e- hörden ihrer Pflicht zur Begründung in genügender Weise nachzuko m- men. D-4001/2013 Seite 7 4.4 In casu ist deshalb zu prüfen, ob die auf Beschwerdeebene erhob e- nen Rügen, das BFM habe mehrfach gegen formelles Recht verstossen, gerechtfertigt sind. 4.4.1 Dabei stellt sich vorliegend zunächst die Frage, ob die Anhörung des Beschwerdeführers in Urdu, welches nicht seine Muttersprache sei, gegen formelles Recht verstösst. Der Beschwerdeführer legte von Anfang an offen, dass seine Muttersprache Belutschi sei und nicht Urdu, die für Befragung zur Person und für die Anhörung verwendete Sprache (vgl. Ak- te A5/12 S. 2 und 4). Gleichzeitig erklärte er aber auch, dass er die do l- metschende Person in Urdu verstehe, wenn sie langsam spreche (vgl. Akte A5/12 S. 2) und dass Urdu für die Anhörung genüge (vgl. Akte A5/12 S. 4). Am Schluss der Befragung bestätigte er, die dolmetschende Person gut verstanden zu haben (vgl. Akte A5/12 S. 9) , weshalb das BFM davon ausgehen durfte, die Anhörung könne in dieser Sprache stattfinden . An- lässlich der Anhörung brachte er dann vor, sein Urdu sei nicht so gut (vgl. Akte A18/17 S. 1), er bitte deshalb darum, dass etwas wiederholt werde, wenn er es nicht verstanden habe, was ihm von der befragenden Person ohne Weiteres zugestanden wurde (vgl. Akte A18/17 S. 2). Am Ende der Anhörung unterzeichnete der Beschwerdeführer beide ihm rücküberset z- ten Protokolle vorbehaltlos (vgl. Akte A18/17 S. 16), womit er zum Au s- druck brachte, dass er mit dem darin enthaltenen Sachverhalt einve r- standen ist. Daraus wiederum ist zu schliessen, dass er ihn auch ve r- standen haben muss, da er andernfalls Einwände oder Fragen hätte a n- bringen müssen, was indessen nicht der Fall ist. Weder machte er sprachliche oder Ve rständigungsschwierigkeiten geltend noch ergeben sich aus den beiden Protokollen auf andere Art Missverständnisse oder sprachliche Probleme, welche auf Verständigungsschwierigkeiten zurück- zuführen wären. Dass das BFM eine dolmetschende Person in Urdu und nicht in der Muttersprache des Beschwerdeführers einsetzte, weil eine solche nicht zur Verfügung stand, ist somit nicht zu beanstanden, auch wenn sich der Beschwerdeführer möglicherweise in seiner Muttersprache differenzierter oder genauer hätte ausdrücken können, da der für die B e- urteilung notwendige Sachverhalt – entgegen der Argumentation in der Beschwerde – auch mit einer dolmetschenden Person in Urdu festgestellt werden konnte. Folglich hat das BFM mit der Anhörung in Urdu das Recht auf Anhörung in einer verständlichen Sprache, das aus dem Anspruch auf rechtliches Gehör fliesst, nicht verletzt. 4.4.2 Des Weiteren machte der Beschwerdeführer geltend, die Asylb e- hörden hätten den Untersuchungsgrundsatz verletzt, indem sie nicht we i-D-4001/2013 Seite 8 ter instruiert und damit den Sa chverhalt nur ungenügend abgeklärt hä t- ten. Zunächst ist darauf hinzuweisen, dass der Beschwerdeführer g e- stützt auf Art. 8 AsylG verpflichtet ist, bei der Feststellung des Sachve r- halts mitzuwirken. Insbesondere liegt es gestützt auf diese Norm an ihm, allfällige Beweismittel von sich aus unaufgefordert einzureichen (vgl. Art. 8 Abs. 1 Bst. d AsylG). Entgegen der Argumentation in der B e- schwerde ist es nicht Aufgabe der Behörden, vom Beschwerdeführer in einem Instruktionsverfahren irgendwelche Beweismittel zu verlangen, es sei denn, dies dränge sich aufgrund der bestehenden Sachlage aus e i- nem konkreten Grund auf. Vorliegend indessen ergibt sich aus den Akten keine solche Notwendigkeit und die vom Beschwerdeführer im B e- schwerdeverfahren nachgereichten Beweismittelkopien sind grösstenteils Kopien aus dem Internet, in welche die Behörden bei Bedarf ohnehin se l- ber Einsicht nehmen können, da ihnen am Arbeitsplatz der Zugang zum Internet gewährleistet ist. Somit vermag auch dieser gerügte formelle Mangel nicht zu überzeugen. 4.4.3 Wie sich aus den nachfolgenden Erwägungen (betreffend materie l- ler Beurteilung der Asylvorbringen und der Wegweisungs vollzugshinder- nisse) überdies ergibt, wurde der Sachverhalt von der Vorinstanz in rechtsgenüglicher Weise erstellt, um die Vorbringe n des Beschwerdefüh- rers einer Entscheidung zuführen zu können, womit der Untersuchung s- grundsatz nicht verletzt worden ist. Auch wenn das BFM in seiner kna p- pen – aber vorliegend durchaus genügenden – Begründung die Vorbrin- gen, der Beschwerdeführer sei Angehöriger der (…) Ethnie und habe für einen der Führer aus M._______ gearbeitet, der in der Schweiz um Asyl ersuche, nicht ausdrücklich in seinen Erwägungen erwähnt hat, vermag die Begründung des BFM zu überzeugen, wie die nachfolgenden Erw ä- gungen zeigen werd en. Eine Verletzung des Untersuchungsgrundsatzes liegt somit auch in dieser Beziehung nicht vor. 4.5 Insgesamt s ind der angefochtenen Verfügung keine hinreichenden Anhaltspunkte zu entnehmen, welche den Schluss zuliessen, das BFM habe den Untersuchungsgrundsatz und seine Begründungspflicht bezie- hungsweise den Grundsatz der Gewährung des rechtlichen Gehörs ver- letzt. Damit besteht kein Anlass, die angefochtene Verfügung wegen Ver- letzung formellen Rechts aufzuheben und die Sache zur Neubeu rteilung an das BFM zurückzuweisen. D-4001/2013 Seite 9 5. 5.1 Gemäss Art. 2 Abs. 1 AsylG gewährt die Schweiz Flüchtlingen grun d- sätzlich Asyl. Flüchtlinge sind Personen, die in ihrem Heimatstaat oder im Land, in dem sie zuletzt wohnten, wegen ihrer Rasse, Religion, Nationali- tät, Zugehörigkeit zu einer bestimmten sozialen Gruppe oder wegen ihrer politischen Anschauungen ernsthaften Nachteilen ausgesetzt sind oder begründete Furcht haben, solchen Nachteilen ausgesetzt zu werden (Art. 3 Abs. 1 AsylG). Als ernsthafte Nachteile gelten namentlich die G e- fährdung des Leibes, des Lebens oder der Freiheit sowie Massnahmen, die einen unerträglichen psychischen Druck bewirken (Art. 3 AsylG). 5.2 Wer um Asyl nachsucht, muss die Flüchtlingseigenschaft nach weisen oder zumindest glaubhaft machen. Diese ist glaubhaft gemacht, wenn die Behörde ihr Vorhandensein mit überwiegender Wahrscheinlichkeit für g e- geben hält. Unglaubhaft sind insbesondere Vorbringen, die in wesentl i- chen Punkten zu wenig begründet oder in sich widersprüchlich sind, den Tatsachen nicht entsprechen oder massgeblich auf gefälschte oder ve r- fälschte Beweismittel abgestützt werden (Art. 7 AsylG). 6. 6.1 Nach der Durchsicht der Akten gelangt das Bundesverwaltungsgericht zum Schluss, dass die angefochtene Verfügung zu bestätigen ist. Wie das BFM zutreffend feststellte, verliess der Beschwerdeführer mit seinen Angehörigen sein Herkunftsgebiet infolge der dort herrschenden Uns i- cherheit. 6.2 Für die Begründetheit eines Asylgesuchs muss das Erfordernis einer gezielten und genügend intensiven Verfolgung bestehen; es genügt nicht, auf die allgemein schlechte Menschenrechtslage im Herkunftsland oder die systematische Benachteiligung der eigenen Volksgruppe hinzuwe i- sen. 6.3 Nachfolgend ist – zumal sich der Beschwerdeführer primär auf solche Gründe bezieht – zu prüfen, ob die allgemeine Situation der F._______ in M._______ beziehungsweise in Pakistan zur Annahme einer Kollektivver- folgung führt. Dabei sind die Anforderungen an die Feststellung einer Kol- lektivverfolgung gemäss geltender Praxis (vgl. Urteil des Bundesv erwal- tungsgerichts vom 26. Januar 2009 i.S. E -4581/2008, mit Hinweis auf die bisherige Praxis) sehr hoch. Gemäss schweizerischer Asylpraxis reicht al- lein die Zugehörigkeit zu einem Kollektiv, welches in seinen spezifischen Eigenschaften Ziel einer Verfolgungsmotivation ist, in der Regel nicht aus, D-4001/2013 Seite 10 um die Flüchtlingseigenschaft zu begründen. Vielmehr kommen auch bei geltend gemachter Verfolgung aufgrund der blossen Zugehörigkeit zu e i- nem bestimmten Kollektiv die Kriterien der ernsthaften Nachteile oder der begründeten Furcht gemäss Art. 3 AsylG zur Anwendung. Nachteile sind dann als ernsthaft in diesem Sinne zu bezeichnen, wenn sie sich gegen Leib, Leben oder Freiheit richten oder einen unerträglichen Druck erze u- gen und aufgrund ihrer Art und Intensität ein m enschenwürdiges Leben im Verfolgerstaat verunmöglichen oder in unzumutbarer Weise erschw e- ren, so dass sich die verfolgte Person dieser Zwangssituation nur noch durch Flucht ins Ausland entziehen kann. Solange die Übergriffe gegen das Kollektiv nicht derart intensiv und häuf ig sind, dass jedes Gruppen- mitglied mit guten Gründen befürchten muss, getroffen zu werden, mü s- sen besondere Umstände vorliegen, damit bereits aufgrund der blossen Zugehörigkeit zu einem bestimmten Kollektiv die Ernsthaftigkeit der Nachteile oder Begründetheit der Furcht als erfüllt beurteilt werden kö n- nen. Es ist allgemein bekannt und wird auch in öffentlich zugänglichen Medien festgehalten (vgl. beispielsweise die eingereichten Beweismitte l- kopien), dass es in M._______ zu Spannungen, Ang riffen und Anschl ä- gen unter den verschiedenen Ethnien sowie zwischen Regierungstruppen und den verschiedenen ethnischen Gruppierungen kommt, wobei in vi e- len Fällen auch die Zivilbevölkerung betroffen ist. In diesem Zusamme n- hang sind auch der vom Beschwerde führer geltend gemachte Tod seines Vaters, seiner Schwägerin und seines Bruders zu sehen. Indessen kann nicht davon ausgegangen werden, dass Angehörige der F._______ in ganz Pakistan grundsätzlich verfolgt werden, auch wenn dies in der B e- schwerde mit der Behauptung, allein die Zugehörigkeit des Beschwerd e- führers zur (…) Ethnie stelle einen asylrelevanten Verfolgungsgrund dar , sinngemäss vorgebracht wurde. Vielmehr ist dem BFM beizupflichten, dass dem Beschwerdeführer – wie seinen Angehörigen, welche sich an- geblich in B._______ aufhalten sollen – eine Wohnsitznahme in einem andern Gebiet Pakistans offenstehen, wo es weniger Spannungen unter den Ethnien und damit weniger offen ausgetragene Konflikte gibt. Dem gemäss Aktenlage jungen und gesunden Beschwerdefüh rer ist es zuz u- muten, sich mit seinen Angehörigen in einem andern Teil seines Heima t- landes niederzulassen und sich dort eine Existenzgrundlage zu schaffen, zumal in Pakistan die Niederlassungsfreiheit gilt und bereits zahlreiche Familien von dieser Möglichkeit Gebrauch machten, um weiteren drohen- den Nachteilen ausweichen zu können. Als Landwirt wird er auch an e i- nem andern als seinem angestammten Ort Verdienstmöglichkeiten fi n- den. Die Furcht des Beschwerdeführers, von der pakistanischen Armee D-4001/2013 Seite 11 umgebracht zu werden, weil er ein Angehöriger der F._______ sei, ist somit nicht begründet. 6.4 Darüber hinaus kann den Akten nicht entnommen werden, dass der Beschwerdeführer individuell und gezielt gegen ihn gerichtete asylrele- vante Verfolgungsmassnahmen zu befürchten hat . An dieser Einschä t- zung vermögen seine Einwände in der Be schwerde, er habe für L._______, der in der Schweiz Asylbewerber sei, auf dessen Ländereien gearbeitet und befürchte auch aus diesem Grund Nachteile im Sinne des Gesetzes, nichts zu ändern. Einersei ts ist nicht jede Person, welche für eine andere Person gearbeitet hat, die um Asyl ersucht, allein aufgrund der gleichen Stammeszugehörigkeit einer asylerheblichen Gefährdung ausgesetzt, zumal in diesem Fall primär Kollektivverfolgung geltend g e- macht würd e, welche indessen – wie bereits erwähnt – aufgrund der Möglichkeit, in einem andern Teil des Heimatlandes Wohnsitz zu nehmen, zu verneinen ist. Andererseits machte der Beschwerdeführer keine nahe Beziehung zu L._______ geltend. Er sagt aus, dieser Mann ge höre nicht zur Familie (vgl. Ak te A5/12 S. 8), und brachte im Übrigen keine nähere Verbindung ausser der Bearbeitung des Landes zwischen seiner Familie und L._______ zum Ausdruck. Im Übrigen legte er dar, er sei politisch nicht aktiv und auch nie im Gefängnis gewesen (vgl. Akte A5/12 S. 8). Un- ter diesen Umständen erscheint die in der Beschwerde dargestellte polit i- sche Verbindung zwischen dem Beschwerdeführer und L._______ und die darauf basierende Furcht vor asylrelevanter Verfolgung nicht über- zeugend und kann nicht geglaubt werden. 6.5 Aus diesen Erwägungen folgt, dass der Beschwerdeführer – insbe- sondere unter Inanspruchnahme der ihm zuzumutenden innerstaatlichen Fluchtalternative – aufgrund seiner blossen Volkszugehörigkeit, aufgrund seiner Zugehörigkeit zum Clan der N._______ und aufgrund seiner beruf- lichen Dienste für L._______ in absehbarer Zukunft und mit über wiegen- der Wahrscheinlichkeit keine Verfolgungsmassnahmen im Sinne von A rt. 3 AsylG zu befürchten hat. 6.6 Aufgrund dieser Erwägungen erübrigen sich Zeugenaussagen, we s- halb die Anträge, es seien Zeugen anzuhören beziehungsweise näher auf die der Beschwerde beigelegten Akten einzugehen, abzuweisen sind. Die eingereichten Beweismittel haben – mit Ausnahme der kopierten Fotos – keinen speziellen Bezug zur Person des Beschwerdeführers, sondern beschränken sich auf die allgemeine Situation in seinem Heimatland, weshalb sie in Bezug auf die Vorbringen des Be schwerdeführers weder D-4001/2013 Seite 12 aussagekräftig noch geeignet sind, zu einer andern Einschätzung zu fü h- ren. Bezüglich der kopierten Fotos ist darauf hinzuweisen, dass blosse Kopien infolge der Möglichkeit, Manipulationen anzubringen, ebenfalls nicht beweistauglich si nd und überdies nicht erkennbar ist, was der B e- schwerdeführer mit diesen kopierten Fotos belegen möchte. Auch sie vermögen somit an der vorgenommenen Einschätzung nichts zu ändern. 6.7 Zusammenfassend folgt, dass der Beschwerdeführer keine Gründe nach Art. 3 AsylG nachweisen oder glaubhaft machen kann. Das BFM hat sein Asylgesuch zu Recht abgelehnt. 7. 7.1 Lehnt das Bundesamt das Asylgesuch ab oder tritt es darauf nicht ein, so verfügt es in der Regel die Wegw eisung aus der Schweiz und ordnet den Vollzug an; es berü cksichtigt dabei den Grundsatz der Einheit der Familie (Art. 44 Abs. 1 AsylG). 7.2 Der Beschwerdeführer verfügt weder über eine ausländerrechtliche Aufenthaltsbewilligung noch über einen Anspruch auf Erteilung einer so l- chen. Die Wegw eisung wurde demnach zu Recht angeordnet ( Art. 44 Abs. 1 AsylG; vgl. BVGE 2009/50 E. 9 m.w.H.). 8. 8.1 Ist der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar oder nicht möglich, so regelt das Bundesamt das Anwesenheitsverhältnis nach den gesetzlichen Bestimmung en über die vorläufige Aufnahme (Art. 44 Abs. 2 AsylG; Art. 83 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 16. Dezember 2005 über die Ausländerinnen und Ausländer [AuG, SR 142.20]). Beim Geltendmachen von Wegweisungsvollzugshindernissen gilt gemäss Praxis des Bundesverwaltungsgerichts der gleiche Beweisstandard wie bei der Prüfung der Flüchtlingseigenschaft; das heisst, sie sind zu bewe i- sen, wen n der strikte Beweis möglich ist, und andernfalls wenigstens glaubhaft zu machen (vgl. BVGE 2011/24 E. 10.2 m.w.H.). 8.2 Der Vollzug ist nicht zulässig, wenn völkerrechtliche Verpflicht ungen der Schweiz einer Weiterreise der Ausländerin oder des Ausländers in den Heimat -, Herkunfts - oder einen Drittstaat entgegenstehen (Art. 83 Abs. 3 AuG). So darf keine Person in irgendeiner Form zur Ausreise in ein Land g e- zwungen werden, in dem ihr Leib, ihr Leben oder ihre Freiheit aus einem D-4001/2013 Seite 13 Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet ist oder in dem sie Gefahr läuft, zur Ausreise in ein solches Land gezwungen zu werden (Art. 5 Abs. 1 AsylG; vgl. ebenso Art. 33 Abs. 1 des Abkommens vom 28. Juli 1951 über die Rechtsstellung der Flüchtlinge [FK, SR 0.142.30]). Gemäss Art. 25 Abs. 3 der Bundesverfassung der Schweizerischen Ei d- genossenschaft vom 18. April 1999 (BV, SR 101), Art. 3 des Überei n- kommens vom 10. Dezember 1984 gegen Folter und andere grausame, unmenschliche oder erniedrigende Behandlung oder Strafe (FoK, SR 0.105) und der Praxis zu Art. 3 der Konvention vom 4. November 1950 zum Schutz der Menschenrechte und Grundfreiheiten (EMRK, SR 0.101) darf niemand der Folter oder unmenschlicher oder erniedr i- gender Strafe oder Behandlung unterworfen werden. 8.3 Die Vorinstanz wies in ihrer angefochtenen Verfügung zutreffend dar- auf hin, dass das Prinzip des flüchtlingsrechtlichen Non -Refoulement nur Personen schützt, die die Flüchtlingseigenschaft erfüllen. Da es dem Beschwerdeführer nicht gelungen ist, eine asylrechtlich erhebliche G e- fährdung nachzuweisen oder glaubhaft zu machen, kann der in Art. 5 AsylG verankerte Grundsatz der Nichtrückschiebung im vorliegenden Verfahren keine Anwendung finden. Eine Rückkehr des Beschwerdefüh- rers in den Heimatstaat ist demnach unter dem Aspekt von Art. 5 AsylG rechtmässig. Sodann ergeben sich weder aus den Aussagen des Beschwerdeführers noch aus den Akten Anhaltspunkte dafür, dass er für den Fall einer Au s- schaffung in den Heimatstaat dort mit beachtlicher Wahrscheinlichkeit e i- ner nach Art. 3 EMRK oder Art. 1 FoK verbotenen Strafe oder Behan d- lung ausgesetzt wäre. Gemäss der Praxis des Europäischen Gerichtsho- fes für Menschenrechte (EGMR) sowie je ner des UN -Anti-Folteraus- schusses müsste der Beschwerdeführer eine konkrete Gefahr ("real risk") nachweisen oder glaubhaft machen, dass ihm im Fall einer Rückschi e- bung Folter oder unmenschliche Behandlung drohen würde (vgl. EGMR [Grosse Kammer], Saadi gegen Italien, Urteil vom 28. Februar 2008, Be- schwerde Nr. 37201/06, §§ 124–127, mit weiteren Hinweisen). Dies ist ihm indessen nicht gelungen. Auch die allgemeine Menschenrechtssitu a- tion im Heimatstaat lässt den Wegweisungsvollzug zum heutigen Zei t- punkt nicht als unzulässig erscheinen. Nach dem Gesagten ist der Vol l- zug der Wegweisung sowohl im Sinne de r asyl- als auch der völkerrecht- lichen Bestimmungen zulässig. D-4001/2013 Seite 14 8.4 Gemäss Art. 83 Abs. 4 AuG kann der Vollzug für Ausländerinnen und Ausländer unzumutbar sein, wenn sie i m Heimat - oder Herkunftsstaat aufgrund von Situationen wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und medizinischer Notlage konkret gefährdet sind . Wird eine konkrete G e- fährdung festgestellt, ist – unter Vorbehalt von Art. 83 Abs. 7 AuG – die vorläufige Aufnahme zu gewähren. 8.4.1 In Pakistan herrscht zur Zeit weder Krieg, Bürgerkrieg noch liegt e i- ne Situation allgemeiner Gewalt vor. 8.4.2 Individuelle Gründe, welche gegen die Zumutbarkeit einer Rückkehr des Beschwerdeführers nach Pakistan sprechen würden, können den Ak- ten nicht entnommen werden. Der junge und gemäss Aktenlage gesunde Beschwerdeführer hat d en grössten Teil seines Lebens in diesem Land verbracht, ist mit den Gegebenheiten vor Ort vertraut , und es ist davon auszugehen, dass er – selbst wenn sich seine Angehörigen nach wie vor in B._______ befinden sollten – über ein Beziehungsnetz im weiteren Sinn verfügt, zumal aus seinen Aussagen hervorgeht, dass in seinem Heimatland Tanten und Onkel verblieben sind (vgl. Akte A5/12 S 5). Da insbesondere im ländlichen Pakistan die sozialen Strukturen in Clange- sellschaften geregelt sind, dürften sich dort noch zahlreiche weitere, a l- lenfalls entferntere Verwandte aufhalten, welche dem Beschwerdeführer indessen bei der Wiedereingliederung im Heimatland ebenfalls behilflich sein können. Hinsichtlich seiner nä chsten Verwandten hat er im Übrigen weder belegt noch glaubhaft gemacht, dass sich diese nach wie vor im benachbarten B._______ aufhalten. Folglich ist es dem Beschwerdefü h- rer zuzumuten, sich in sein Heimatland zurückzubegeben, um sich dort um Arbeit zu be mühen und damit für sich und seine Familie eine Exi s- tenzgrundlage zu schaffen. Angesichts seines Alters sollte die Wiede r- eingliederung in seinem Heimat land auch an einem andern Landesteil möglich sein. 8.4.3 Nach dem Gesagten erweist sich der Vollzug der Wegweisung auch als zumutbar. 8.5 Schliesslich obliegt es dem Beschwerdeführer, sich bei der zuständ i- gen Vertretung des Heimatstaates die für eine Rückkehr notwendigen Reisedokumente zu beschaffen (vgl. Art. 8 Abs. 4 AsylG und dazu auch BVGE 2008/34 E. 12 S. 513–515), weshalb der Vollzug der Wegw eisung auch als möglich zu bezeichnen ist (Art. 83 Abs. 2 AuG). D-4001/2013 Seite 15 8.6 Zusammenfassend hat die Vorinstanz den Wegweisungsvollzug zu Recht als zul ässig, zumutbar und möglich erachtet. Eine Anordnung der vorläufigen Aufnahme fällt somit ausser Betracht (Art. 83 Abs. 1–4 AuG). 9. Aus diesen Erwägungen ergibt sich, dass die angefochtene Verfügung Bundesrecht nicht verletzt, den rechtserheblichen Sachverh alt richtig und vollständig feststellt und angemessen ist ( Art. 106 Abs. 1 AsylG). Die Be- schwerde ist abzuweisen. 10. Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind die Kosten dem Beschwerde- führer aufzuerlegen (Art. 63 Abs. 1 VwVG), auf insgesamt Fr. 600.– fest- zusetzen (Art. 1–3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Ko s- ten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsge richt [VGKE, SR 173.320.2]) und mit dem in gleicher Höhe am 7. Au gust 2013 bezahl- ten Kostenvorschuss zu verrechnen. (Dispositiv nächste Seite) D-4001/2013 Seite 16 Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 2. Die Verfahrenskosten von Fr. 600.- werden dem Beschwerdeführer aufer- legt und mit dem am 7. August 2013 in gleicher Höhe bezahlten Koste n- vorschuss verrechnet. 3. Dieses Urteil geht an den Beschwerdeführer, das BFM und die kantonale Migrationsbehörde. Der vorsitzende Richter: Die Gerichtsschreiberin: Hans Schürch Eva Zürcher Versand: