<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="cell small-12 contentContainer printArea"> <div><table><tr><td colspan="2"><p class="Standard berschrift1"><span class="Standard berschrift1">Sozialversicherungsgericht</span></p><p class="Standard berschrift1"><span class="Standard berschrift1">des Kantons Zürich</span></p></td><td><p class="Standard berschrift1"><img src="file:///L:/LOGO/DOPPLEU3.BMP"/></p></td></tr><tr><td><p class="Standard berschrift1"><br/></p></td><td colspan="2"><p><span>IV.2009.00169</span></p><p><span> </span></p><p><span> </span></p><p><br/></p><p></p></td></tr></table><p>I. Kammer</p><p>Sozialversicherungsrichterin Heine als Einzelrichterin</p><p>Gerichtssekretärin Kobel</p><p class="Standard berschrift2"><span class="Standard berschrift2">Urteil vom 8. Mai 2009</span></p><p class="Standard StandardEinzug"><span class="Standard StandardEinzug">in Sachen</span></p><p class="Standard StandardFett RubrumFett"><span class="Standard StandardFett RubrumFett">X.___</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">Beschwerdeführer</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">vertreten durch Rechtsanwalt Marcus Wiegand</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">Wiegand Kübler Rechtsanwälte</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">Stadthausstrasse 125, Postfach 2578, 8401 Winterthur</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">gegen</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Standard StandardFett RubrumFett"><span class="Standard StandardFett RubrumFett">Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">Beschwerdegegnerin</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Sachverhalt:</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">X.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">, geboren 1976, meldete sich am 25. Oktober 2005 bei der Invaliden</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">versicherung zum Leistungsbezug an (Urk. 8/1). Nach verschiedenen medizinischen und beruflichen Abklärungen sowie Massnahmen der beruflichen Eingliederung gab die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich (SVA), IV-Stelle, im Zentrum </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Y.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> eine Evaluation der arbeitsbezogenen funktionellen Leistungsfähigkeit (EFL) in Auf</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">trag; diese fand am 21. und 22. April 2008 im </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Y.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> statt (Abklärungsbericht vom 23. Juni 2008, Urk. 8/85 und Urk. 8/88). Mit Brief vom 30. April 2008 liess </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">X.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">, vertreten durch Rechtsanwalt Marcus Wiegand, die IV-Stelle um die Leistung von Taggeldern für die beiden Abklärungstage ersuchen (Urk. 8/78). Nach weiterer Korrespondenz (Urk. 8/79 und Urk. 8/80) teilte die IV-Stelle mit Vorbescheid vom 23. Mai 2008 mit, dass sie das Begehren abzuweisen gedenke, da die Abklärungen nicht zwei aufeinanderfolgende ganze Tage gedauert hätten (Urk. 8/84). Nachdem der Versicherte mit Schreiben vom 26. Juni 2008 Einwendungen hatte erheben lassen (Urk. 8/89), entschied die IV-Stelle mit Verfügung vom 12. Januar 2009 im Sinne ihres Vorbescheids und hielt an der Abweisung des Begehrens fest (Urk. 2 = Urk. 8/99).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Gegen diese Verfügung liess </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">X.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> mit Eingabe vom 16. Februar 2009 Beschwerde erheben mit dem Antrag auf Zusprechung von Taggeldern für den 21. und 22. April 2008 (Urk. 1). Die IV-Stelle schloss in der Beschwerdeantwort vom 19. März 2009 auf Abweisung der Beschwerde (Urk. 7), wovon dem Versi</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">cherten mit Verfügung vom 21. April 2009 Kenntnis gegeben wurde (Urk. 9).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Auf die Ausführungen der Parteien und die eingereichten Unterlagen wird, so</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">weit erforderlich, in den Erwägungen eingegangen.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span id="FUNKTION1"></span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Einzelrichterin</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> zieht in Erwägung:</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">1.</span><span> </span><span id="VV153"></span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Da der Streitwert Fr. 20’000.-- nicht übersteigt, fällt die Beurteilung der </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Beschwerde</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> in die einzelrichterliche Zuständigkeit (§ 11 Abs. 1 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Nach Art. 22 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG) haben Versicherte während der Eingliederung Anspruch auf ein Taggeld, wenn sie an wenigstens drei aufeinanderfolgenden Tagen wegen der Eingliederung verhindert sind, einer Arbeit nachzugehen, oder in ihrer gewohnten Tätigkeit zu mindestens 50 % </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">arbeitsunfähig sind. Art. 22 Abs. 6 IVG überträgt es dem Bun</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">desrat zu bestimmen, unter welchen Voraussetzungen Taggelder für nicht zu</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sammenhängende Tage, für Untersuchungs-, Warte- und Anlernzeiten sowie für Unterbrüche von Eingliederungsmassnahmen infolge Krankheit, Unfall und Mutterschaft ausgerichtet werden.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Was den Taggeldanspruch während Untersuchungszeiten betrifft, so hat der Bundesrat gestützt auf die Delegationsnorm in Art. 22 Abs. 6 IVG in Art. 17 der Verordnung über die Invalidenversicherung (IVV) festgelegt, dass die versicherte Person, die sich zur Abklärung ihres Leistungsanspruches an mindestens zwei aufeinanderfolgenden Tagen einer von der IV-Stelle angeordneten Untersu</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">chung unterzieht, für jeden Untersuchungstag Anspruch auf ein Taggeld hat. Diese Regelung hat das Bundesamt für Sozialversicherungen (BSV) im Kreis</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">schreiben über die Taggelder der Invalidenversicherung (KSTI; Fassung ab dem 1. Januar 2008) konkretisiert. Nach </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Rz</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> 1040 KSTI haben versicherte Personen, die sich zur Abklärung der Eingliederungsfähigkeit oder der Rentenberechtigung an mindestens zwei aufeinanderfolgenden ganzen Tagen einer von der IV-Stelle vorgängig angeordneten Untersuchung unterziehen, für jeden Untersuchungstag Anspruch auf Taggeld. Als Untersuchungen, die einen Taggeldanspruch begrün</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">den, fallen gemäss </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Rz</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> 1041 KSTI vor allem die von der IV-Stelle angeordneten Abklärungen des Gesundheitszustandes in einer MEDAS sowie in Spitälern oder Abklärungen der beruflichen Leistungsfähigkeit in Eingliederungsstätten oder einer BEFAS in Betracht. Gemäss </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Rz</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> 1042 KSTI ist das Taggeld für die ganze Untersuchungszeit mit Einschluss der Tage der Hin- und Rückreise und allfälli</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ger in diese Zeit fallender Sonn- und Feiertage zu gewähren.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.1</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Beschwerdegegnerin stützt die strittige Leistungsablehnung gemäss der Be</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gründung der angefochtenen Verfügung und ihren Ausführungen in der Be</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">schwerdeantwort auf </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Rz</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> 1040 KSTI und stellt sich auf den Standpunkt, der Tag</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">geldanspruch für zwei aufeinanderfolgende Untersuchungstage setze voraus, dass die versicherte Person zwei ganze Tage in der Abklärungsstelle verbringen müsse, was bei der Abklärung vom 21. und 22. April 2008 im </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Y.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> nicht der Fall gewesen sei (Urk. 2, Urk. 7). Dieser Auffassung hält der Beschwerdeführer zum einen entgegen, der Wortlaut von Art. 17 IVV schreibe – im Gegensatz zu demjenigen von Art. 17</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">bis</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> IVV, der sich mit dem Taggeldanspruch für Einglie</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">derungstage befasst – keine ganztägige Inanspruchnahme durch die Abklärung vor und </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Rz</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> 1040 KSTI sei somit unbeachtlich, soweit darin von ganzen Tagen die Rede sei (Urk. 1 S. 4 ff.). Zum andern vertritt er die Auffassung, die beiden Abklärungstage im </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Y.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> seien tatsächlich als zwei aufeinanderfolgende ganze Tage im Sinne des Kreisschreibens zu qualifizieren, da nicht </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nur die für Tests aufgewendete Zeit, sondern auch die dazwischen liegenden Erholungszeiten zur Abklärung gehörten (Urk. 1 S. 7).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.2</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Auf jeden Fall ist dieser zweiten Argumentationslinie des Beschwerdeführers zuzustimmen.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Gemäss den Ausführungen im Bericht des </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Y.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> vom 23. Juni 2008 beinhaltet die umfassende EFL 29 funktionelle Tests (wobei im Falle des Beschwerdefüh</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rers 28 Tests durchgeführt worden sind) und dauert in der Regel fünf bis sechs Stunden, verteilt auf zwei Tage (Urk. 8/85 S. 7), und nach der medizinischen </span><br/><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Literatur finden die Testungen an je einem Halbtag statt (</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Olivieri</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">, Was sollen wir messen: Schmerz oder Funktion? Die Evaluation der funktionellen Leis</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tungsfähigkeit als Mittel für die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit, in: </span><br/><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Schaff</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">hauser/</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Schlauri</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> [Hrsg.], Schmerz und Arbeitsunfähigkeit, St. Gallen 2003, S. 391). Damit fallen zwar auf je einen Untersuchungstag nur rund drei Stunden, und die eine Hälfte des Untersuchungstags ist frei von Tests. Gemäss der Lite</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ratur werden die Testergebnisse der EFL aber auf die Belastbarkeit während ei</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nes ganzen Arbeitstages extrapoliert, indem beispielsweise dort, wo bei einem Test keine Anstrengung erkennbar ist, eine Belastbarkeit über mehrere Stunden im Tag angenommen wird, wogegen dort, wo eine maximale Anstrengung zu beobachten ist, mit einer raschen Ermüdung gerechnet wird (</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Olivieri</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">, a.a.O., S. 397 f.). Eine namhafte Belastung in der testfreien Zeit könnte nun aber die Re</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sultate der Extrapolation beeinflussen, weshalb dem Beschwerdeführer darin zu folgen ist, dass auch die testfreien Stunden Bestandteil des Abklärungs-Assess</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ments sind. Sodann dient die Testung am zweiten, auf den ersten Abklärungs</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tag folgenden Tag der Reproduktion der am ersten Tag erzielten Werte (vgl. Urk. 8/85 S. 7), was ebenfalls zeigt, dass die zweitägige EFL-Abklärung als eine Einheit zu verstehen ist. Des Weiteren erschöpft sich eine EFL nicht in der Durchführung der funktionellen Tests, sondern die Testperson hat zusätzlich Fragen zur Selbsteinschätzung ihrer Leistungsfähigkeit zu beantworten (vgl. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Olivieri</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">, a.a.O., S. 397, und Urk. 8/85 S. 7 f.); zudem hatte die Abklärung im </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Y.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> neben der Durchführung der EFL auch eine Untersuchung und Befragung des Beschwerdeführers zum Gegenstand (vgl. Urk. 8/85 S. 2 f.).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Damit ist die zur Diskussion stehende Abklärungen vom 21. und 22. April 2008 ohne Weiteres vergleichbar mit den mehr als einen Tag dauernden Abklärungen in einer MEDAS oder in einer BEFAS, wie sie in </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Rz</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> 1041 KSTI als Beispiele für taggeldpflichtige Untersuchungen genannt werden. Auch bei jenen Abklärun</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gen wird gemäss </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Rz</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> 1042 KSTI für die Leistungspflicht nicht vorausgesetzt, dass sich die Untersuchung im engeren Sinne über den ganzen Tag erstreckt, son</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">dern die Zeiten für die An- und die Rückreise sowie allfällige untersuchungs</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">freie Feiertage werden mitberücksichtigt.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.3</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Der Beschwerdeführer hat somit für die beiden Abklärungstage des 21. und des 22. April 2008 Anspruch auf Taggelder der Invalidenversicherung. Daran ändert entgegen der Begründung der angefochtenen Verfügung (Urk. 2 S. 1) auch nichts, dass er die Nacht vom 21. auf den 22. April 2008 zu Hause verbringen konnte. Denn ein stationärer Abklärungsaufenthalt wird weder in Art. 17 IVV noch in </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Rz</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> 1040 ff. KSTI als Bedingung für eine Leistungspflicht genannt.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.4</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Damit ist die Verfügung vom 12. Januar 2009 in Gutheissung der Beschwerde aufzuheben, und es ist festzustellen, dass der Beschwerdeführer für die beiden Abklärungstage des 21. und des 22. April 2008 Anspruch auf Taggelder der In</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">validenversicherung hat.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Nach Art. 61 </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">lit</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">. g des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversi</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">cherungsrechts (ATSG) hat die obsiegende </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">beschwerdeführende</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Per</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">son An</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">spruch auf den vom Gericht festzusetzenden Ersatz der Parteikosten, die ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der Bedeutung der Streitsa</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">che und nach der Schwierigkeit des Prozesses zu bemessen sind; als weitere Bemessungskrite</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rien nennen die ergänzenden kantonalen Vorschriften (§ 34 </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">GSVGer</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> sowie § 8 der Verordnung über die Ge</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">büh</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ren, Kosten und Entschädigungen vor dem Sozi</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">alversicherungsgericht [</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">GebV</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">SVGer</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">]) den Zeitaufwand und die Barauslagen.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">In Anwendung dieser Kriterien rechtfertigt es sich, dem Beschwerdeführer eine Prozessentschädigung von Fr. 800.-- (inklusive Barauslagen und Mehr</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">wert</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">steuer) zuzusprechen.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">4.</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Gestützt auf Art. 69 Abs. 1</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">bis</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> IVG ist das Verfahren für die unterliegende Be</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">schwerdegegnerin kosten</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">pflichtig. Die Kosten sind unter Berücksichtigung des gesetzlichen Rahmens (Fr. 200.-- bis Fr. 1'000.--) ermessensweise auf Fr. 400.-- festzusetzen.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Standard berschrift3"><span class="Standard berschrift3">Die Einzelrichterin erkennt:</span><span id="BeginnMateriell"></span></p><p class="Standard Dispotext DispoHngend"><span class="Standard Dispotext DispoHngend">1.</span><span> </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">In Gutheissung der Beschwerde wird die Verfügung vom 12. Januar 2009 aufgehoben, und es wird festgestellt, dass der Beschwerdeführer für die beiden Abklärungstage des 21. und des 22. April 2008 Anspruch auf Taggelder der Invalidenversicherung hat.</span></p><p class="Standard Dispotext DispoHngend"><span class="Standard Dispotext DispoHngend">2.</span><span> </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">Die Gerichtskosten von Fr. 400.-- werden </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">der Beschwerdegegnerin</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend"> auferlegt. Rech</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">nung und Einzahlungsschein werden </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">der</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend"> Kostenpflichtigen nach Eintritt der Rechts</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">kraft zugestellt.</span></p><p class="Standard Dispotext DispoHngend"><span class="Standard Dispotext DispoHngend">3.</span><span> </span><span id="Text4"></span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">Die Beschwerdegegnerin wird</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend"> verpflichtet, </span><span id="Text2"></span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">dem Beschwerdeführer</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend"> eine Prozessentschä</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">digung von Fr. 800.-- (inklusive Barauslagen und Mehr</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">wert</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">steuer) zu bezahlen.</span></p><p class="Standard Dispotext DispoHngend"><span class="Standard Dispotext DispoHngend">4.</span><span> </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">Zustellung gegen Empfangsschein an:</span></p><p class="Standard Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">Rechtsanwalt Marcus Wiegand</span></p><p class="Standard Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle</span></p><p class="Standard Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">Bundesamt für Sozialversicherungen</span></p><p class="Standard Dispotext DispoEinzug"><span class="Standard Dispotext DispoEinzug">sowie an:</span></p><p class="Standard Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">Gerichtskasse (im Dispositiv nach Eintritt der Rechtskraft)</span></p><p class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">5.</span><span> </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Gegen diesen Entscheid kann innert </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">30 Tagen</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"> seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundes</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">gesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 15. Juli bis und mit 15. August sowie vom 18. Dezember bis und mit dem 2. Januar (Art. 46 BGG).</span></p><p class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span> </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">stellen.</span></p><p class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span> </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismit</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">tel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Ur</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">kunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat (Art. 42 BGG).</span></p><p class="Standard berschrift3"><br/></p><p class="Standard berschrift3"><span class="Standard berschrift3">Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich</span></p><p><br/></p><p>Die EinzelrichterinDie Gerichtssekretärin</p><p><br/></p><p><br/></p><p>HeineKobel </p></div> </div></body></html>