<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="cell small-12 contentContainer printArea"> <div><table><tr><td><p class="Normal Heading1"><span id="_GoBack"></span><span class="Normal Heading1">Sozialversicherungsgericht</span></p><p class="Normal Heading1"><span class="Normal Heading1">des Kantons Zürich</span></p></td><td><p class="Normal Heading1"></p></td></tr></table><p><span>IV.2016.00179</span></p><p><br/></p><p>II. Kammer</p><p>Sozialversicherungsrichter Mosimann, Vorsitzender<br/>Sozialversicherungsrichterin Käch<br/>Ersatzrichterin Romero-Käser<br/>Gerichtsschreiber P. Sager</p><p class="Normal Heading2"><span class="Normal Heading2">Urteil vom 8. Mai 2017</span></p><p class="Normal StandardEinzug"><span class="Normal StandardEinzug">in Sachen</span></p><p class="Normal StandardFett RubrumFett"><span class="Normal StandardFett RubrumFett">X.___</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Beschwerdeführer</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">vertreten durch Rechtsanwältin Stephanie C. Elms</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">schadenanwaelte.ch AG</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Alderstrasse 40, Postfach, 8034 Zürich</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">gegen</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardFett RubrumFett"><span class="Normal StandardFett RubrumFett">Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Beschwerdegegnerin</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p><br/></p><p></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Sachverhalt:</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">X.___, geboren 1959, ist seit 1998 als selbständiger Kioskbetreiber tätig (Urk. 6/9/2)</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Unter Hinweis auf</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> die Erblindung des rechten Auges seit 1988 und eine neu aufgetretene 50%ige Erblindung des linken Auges</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">seit April 2013 meldete sich </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">der Versicherte </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">am 30. Juni 2013 bei der Invaliden</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">versicherung zum Leistungsbezug an (Urk. 6/5). Die Sozialversicherungsan</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">stalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, klärte die medizinische und erwerbliche Situation ab und sprach dem Versicherten ab 1. Mai 2014 eine Entschädi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gung wegen leichter Hilflosigkeit im Sonderfall zu (Urk. 6/28). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Nach durchgeführtem Vorbescheidverfahren (Urk. 6/46; Urk. 6/47, Urk. 6/51) verneinte die IV-Stelle schliesslich mit Verfügung vom 4. Januar 2016 einen Rentenanspruch (Urk. 6/53 = Urk. 2)</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Der </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Versicherte erhob am </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3. Februar 2016</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Beschwerde </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gegen die Verfügung vom 4. Januar 2016 (Urk. 2) und beantragte, diese sei aufzuheben und es sei </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ihm</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">eine ganze Invalidenrente zuzusprechen, eventuell sei die Beschwerde</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gegnerin zu verpflichten weitere medizinische und erwerbliche Abklärungen vorzunehmen (Urk. 1 S. 2).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die IV-Stelle beantragte mit Beschwerdeantwort vom 1. März 2016 (Urk. 5) die Abweisung der Beschwerde. Dies wurde dem Beschwerdeführer am 14. März 2016 zur Kenntnis gebracht (Urk. 7).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Das Gericht zieht in Erwägung:</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts, ATSG</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">). </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Sie kann Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">des Bundesge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">setzes über die Invalidenversicherung, IVG</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">). </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verblei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">bende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Der Einkommensvergleich hat auch bei Selbständigerwerbenden in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die beiden hypothetischen Erwerbseinkommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und einander gegenübergestellt wer</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">den, worauf sich aus der Einkommensdifferenz der Invaliditätsgrad bestimmen lässt. Insoweit die fraglichen Erwerbseinkommen ziffernmässig nicht genau ermittelt werden können, sind sie nach Massgabe der im Einzel</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">fall bekannten Umstände zu schätzen und die so gewonnenen Annäherungs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">werte miteinander zu vergleichen. Lassen sich die beiden hypothetischen Erwerbseinkommen nicht zuverlässig ermitteln oder schätzen, so ist in Anlehnung an die spezifische Methode für Nichterwerbstätige ein Betäti</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gungsvergleich anzustellen und der Invaliditätsgrad nach Massgabe der erwerblichen Auswirkungen der verminderten Leistungsfähigkeit in der konkreten erwerblichen Situation zu bestimmen. Der grundsätzliche Unter</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">schied des ausserordentlichen Bemessungsverfahrens zur spezifischen Methode (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">28a </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Abs. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">2 IVG) besteht darin, dass die Invalidität nicht unmittelbar nach Massgabe des Betätigungsvergleichs als solchen bemessen wird. Vielmehr ist zunächst anhand des Betätigungsvergleichs die leidensbe</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">dingte Behinderung festzustellen; sodann ist aber diese im Hinblick auf ihre erwerbliche Auswirkung besonders zu gewichten. Eine bestimmte Einschrän</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">kung im funktionellen Leistungsvermögen einer erwerbstätigen Person kann zwar, muss aber nicht notwendigerweise eine Erwerbseinbusse gleichen Umfangs zur Folge haben. Wollte man bei Erwerbstätigen ausschliesslich auf das Ergebnis des Betätigungsvergleichs abstellen, so wäre der gesetzliche Grundsatz verletzt, wonach bei dieser Kategorie von Versicherten die Invali</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">dität nach Massgabe der Erwerbsunfähigkeit zu bestimmen ist (ausserorden</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tliches Bemessungsverfahren; BGE 128 V 29 E. 1; AHI 1998 S. 120 E. 1a und S. 252 E. 2b je mit Hinweisen). Die ausserordentliche Bemessungsmethode des erwerblich gewichteten Betätigungsvergleichs unterscheidet sich von der allgemeinen Methode des Einkommensvergleichs Unselbständigerwerbender gerade dadurch, dass bei der Einkommensermittlung nicht auf die LSE abge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">stellt wird, sondern deren Festsetzung unter Berücksichtigung der einzelfall</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">bezogenen Kriterien (Betriebsgrösse, Branche, Erfahrung des Betriebsinhabers usw.) zu erfolgen hat (Urteil des Bundesgerichts I 707/06 vom 9. Juli 2007 E.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3.3.1 mit Hinweis).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Nach der Rechtsprechung kann die Aufnahme einer unselbständigen Erwerbs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tätigkeit als zumutbar erscheinen, wenn davon eine bessere erwerbli</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">che Verwertung der Arbeitsfähigkeit erwartet werden kann und der berufli</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">che Wechsel unter Berücksichtigung der gesamten Umstände (Alter, Aktivi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tätsdauer, Ausbildung, Art der bisherigen Tätigkeit, persönliche Lebensum</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">stände) als zumutbar erscheint (Urteil des Bundesgerichts 9C_356/2014 vom 14. November 2014 E. 3.1 mit Hinweisen auf Urteile I 116/03 vom 10. No</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">vember 2003 E. 3.1 und I 145/01 vom 12. September 2001 E. 2b).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Berichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersu</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">chungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">zinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situa</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tion einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen in der Expertise begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.1</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Beschwerdegegnerin ging in der angefochtenen Verfügung (Urk. 2), gestützt auf die medizinischen und erwerblichen Abklärungen davon aus, dass der Beschwerdeführer in seiner Erwerbstätigkeit als selbständiger Kiosk</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">betreiber erheblich eingeschränkt sei. Die medizinischen Abklärungen hätten ergeben, dass in einer Sehbehindertentätigkeit keine massgeblich erhöhte Leistungsfähigkeit zu erwarten und deshalb zu empfehlen sei, die bisherige Tätigkeit so lange wie möglich umzusetzen. Ohne gesundheitliche Einschrän</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">kung wäre die Ausübung der bisherigen Tätigkeit als Kioskbetreiber unver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ändert geblieben. Für die Berechnung des Einkommens ohne Behinderung sei auf die Geschäftsabschlüsse der Jahre 2010 bis 2012 abzustützen. Der Durchschnitt dieser drei Jahre betrage somit Fr. 41‘169.--, zuzüglich AHV-Beiträge von 7.088 % ergebe dies ein Valideneinkommen von Fr. 44‘087.--. Die Abklärung vor Ort habe ergeben, dass der Beschwerdeführer an seiner bisherigen Tätigkeit und Arbeitsweise noch keine Änderungen vorgenommen habe. Er führe den Kiosk nach wie vor alleine, ohne jegliche zusätzliche Unterstützung. Lediglich die Öffnungszeiten habe er reduziert. Dadurch wür</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">den sich die Öffnungszeiten um rund zwölf Stunden verringern, was einer Einbusse von rund 16 % entspreche. Unter Berücksichtigung des Warenauf</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">wandes, der Raumkosten und des übrigen Betriebsaufwands ergebe das ein möglicher Betriebsgewinn von Fr. 30‘123.--, zuzüglich AHV-Beiträge (5.845 %) resultiere ein Invalideneinkommen von Fr. 32‘396 pro Jahr. Daraus ergebe sich ein Invaliditätsgrad von 27 % (S. 2).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.2</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Der Beschwerdeführer stellte sich demgegenüber auf den Standpunkt (Urk. 1), es werde bestritten, dass er überhaupt noch arbeitsfähig sei. Im Bericht von Dr. Y.___ vom 8. August 2013 werde er als gar nicht mehr arbeitsfä</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">hig erachtet. Im Bericht des Z.___ vom 22. Mai 2014 werde er ebenfalls als nur teilweise arbeitsfähig beurteilt. Sogar der Regio</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nale Ärztliche Dienst (RAD) beurteile seine Leistungsfähigkeit mit maximal 20 bis 25 %, dies jedoch nur in einer Sehbehindertentätigkeit. Seine heutige Tätigkeit als Kioskbetreiber könne keineswegs als eine solche Tätigkeit bezeichnet werden. In jedem Bereich seines Alltags sei er auf ein gutes Seh</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">vermögen angewiesen (S. 4 unten). Der Verlust der Sehkraft im linken Auge könne nicht behandelt werden und es sei davon auszugehen, dass sich der Zustand weiter verschlechtern werde (S. 5 oben). Gestützt auf die verschiede</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nen medizinischen Beurteilungen stehe fest, dass er auch in einer leidensan</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gepassten Tätigkeit nicht mehr arbeitsfähig sei, weshalb von einem IV-Grad von 100 % auszugehen sei (S. 5 oben). Weiter könne das zuletzt vor der Anmeldung erzielte Einkommen nicht als Valideneinkommen herangezogen werden. Ohne Zweifel habe die gesundheitliche Einschränkung aufgrund der vollständigen Erblindung des rechten Auges schon vor der IV</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Anmeldung einen Einfluss auf die Erwerbsfähigkeit gehabt. Weiter wurde der Tatsache, dass er auf eine Aushilfe im Kioskbetrieb angewiesen sei, in der Abklärung keine Bedeutung zugemessen (S. 6). Rechtsprechungsgemäss sei das letzte vor Eintritt der Gesundheitsschädigung erzielte Einkommen Anknüpfungs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">punkt für die Bestimmung des Valideneinkommens. Vorliegend sei die Gesundheitsschädigung jedoch nicht in der Verschlechterung der Sehkraft im linken Auge zu sehen, sondern bereits in der Erblindung auf dem rechten Auge, was gemäss Akten im Jahr 1988 geschah. Daher sei bei der Ermittlung des Valideneinkommens auf die Tabellenlöhne abzustellen (S. 7). Weiter seien ihm die Aufwendungen für eine Hilfsperson bei der Berechnung des Invalideneinkommens anzurechnen (S. 7 unten). Daraus resultiere ein IV</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Grad von über 80 %, womit ein Anspruch auf eine volle Invalidenrente aus</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gewiesen sei (S. 8 Mitte). Schliesslich seien die Abklärungen der Beschwer</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">degegnerin unvollständig und der Abklärungsbericht bezüglich der Einschränkungen nicht nachvollziehbar (S. 8 unten f.).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">2.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Strittig und zu prüfen ist der Rentenanspruch des Beschwerdeführers.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Dr. med. Y.___, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin, führte im Bericht vom 8. August 2013 (Urk. 6/13/1-5) aus, er behandle den Beschwerdeführer seit dem 16. März 2001 (Ziff. 1.2) und nannte unter Bei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">lage dreier Berichte des Z.___ (vgl. Urk. 6/13/6-11) als Diagnosen eine Amaurose rechts (1988) und neu Hemianopsie nach links bei neu diagnostizierter Raumforderung im Sinus sphenoidalis links (MRI Gehirn 20. Mai 2013), bei Status nach Exstirpation eines pilozystischen Astrocymotes (WHO Grad I) im Bereich des Chiasma rechtsseitig (August 1988), bei Quadrantenanopsie superior links 2011, bei Status nach Augen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">muskeloperationen rechts (August 1989) bei sekundärem Strabismus diver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gens rechts, eine leichtgradige Blepharitis mit Hornhaut-Befeuchtungsprob</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">lematik beidseits sowie eine Presbyopie (Ziff. 1.1).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Bereits 1988 sei ein Astrozytom im Chiasma-Bereich exstirpiert worden. Seit</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">dem leide der Beschwerdeführer unter einer Erblindung des rechten Auges. Der Beschwerdeführer habe trotz seiner Behinderung seit Jahren als Kiosk</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">betreiber seinen Lebensunterhalt bestreiten können. Leider seien neu beziehungswiese seit zirka Oktober 2012 Probleme beziehungsweise eine Visusabnahme des linken Auges aufgetreten. Die Weiteren, ab Mai 2013 auf der Neurochirurgie des Z.___ stattgefundenen und wei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">terhin stattfindenden Abklärungen hätten unglücklicherweise die neue Diag</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">nose eines Tumors im Sinus sphenoidalis links ergeben, welche die zunehmende Verschlechterung der Sehschärfe auf der linken Seite erkläre. Seitdem beziehungsweise seit dem 1. Juni 2013 sei der Beschwerdeführer zu 100 % arbeitsunfähig und in Erwartung der weiteren abklärenden und thera</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">peutischen Schritte auf der Neurochirurgie des Z.___ (Ziff. 1.4). Die Prognose sei schlecht. Ohne Operation beziehungsweise bei fehlender Progredienz werde die heute bestehende massive Sehbehinderung die Lebensweise und -qualität des Beschwerdeführers, sowohl privat wie auch beruflich, massiv verschlechtern. Schon im heutigen Stadium sei von einer 100%igen Arbeitsunfähigkeit für sämtliche Berufe, welche die Sehkraft benötigen würden, also auch für den Beruf des Kioskbetreibers, auszugehen. Ob eine behinderungsangepasste Tätigkeit für den Beschwerdeführer existiere und im positiven Falle auch erlernbar wäre, liege nicht in seinem Beurtei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">lungsbereich und die Frage benötige eine von Experten begleitete Beratung und Evaluation. Bei einer Progredienz oder bei einem Misserfolg einer Ope</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ration sei sogar von einer noch schlechteren Prognose auszugehen (Ziff. 1.4). Eine Behandlung finde in seiner Praxis nicht statt (Ziff. 1.5). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die Ärzte des Z.___, Augenklinik, nannten im Bericht vom 5. September 2013 (Urk. 6/14) als Diagnose mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit eine Amaurose rechts und Hemianopsie nach links bei neu diagnostizierter Raumforderung im Sinus sphenoidalis links (MRI Gehirn 20. Mai 2013), einen Status nach Exstirpation eines pilozystischen Astrocy</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">toms (WHO Grad I) im Bereich des Chiasmas rechtsseitig (August 1988), eine Quadrantenanopsie superior links 2011 vorbestehend und einen Status nach Augenmuskeloperation rechts (August 1989) bei sekundärem Strabismus divergens rechts. Als Diagnosen ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit nannten sie eine leichtgradige Blepharitis mit Hornhautbefeuchtungsproble</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">matik beidseits sowie eine Presbyopie (Ziff. 1.1). Im Mai 2013 habe der Beschwerdeführer berichtet, dass er eine leichte Visusabnahme am linken Auge festgestellt habe. Es sei fingerperimetrisch und anschliessend in der Goldman-Periemetrie vom 28. Mai 2013 eine Zunahme des Gesichtsfeldde</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">fektes am linken Auge nach links feststellbar gewesen. Im Jahre 2011 sei eine Quadrantenanopsie superior links vorhanden gewesen, aktuell sei eine komplette Hemianopsie nach links festzustellen. Der Beschwerdeführer sei sonst beschwerdefrei, insbesondere würden keine Kopfschmerzen oder anderweitige neurologische Auffälligkeiten bestehen. Die Kollegen der Neu</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">rochirurgie hätten den Beschwerdeführer erneut untersucht und im Gehirn-MRI vom 20. Mai 2013 eine neu aufgetretene Raumforderung im Sinus spheniodalis links festgestellt (Ziff. 1.4). Eine Arbeitsunfähigkeit sei von ihrer Seite nicht ausgestellt worden (Ziff. 1.6). Es würde eine komplette Blindheit am rechten Auge und eine Gesichtsfeldeinschränkung am linken Auge beste</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">hen. Daraus resultiere eine schlechte Beurteilung des Abstandes und eine Verletzungsgefahr. Ob die bisherige Tätigkeit aus medizinischer Sicht noch zumutbar sei, könne derzeit nicht beurteilt werden. Bei Amaurose rechts und Hemianopsie links bestehe eine verminderte Leistungsfähigkeit. Eine Ein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">schätzung der Arbeitsfähigkeit in einer behinderungsangepassten Tätigkeit sei derzeit nicht möglich (Ziff. 1.7).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Im Bericht des Z.___, Augenklinik, vom 21. November 2013 (Urk. 6/21) führten die Ärzte neben den bereits bekannten Diagnosen unter anderem aus, der Beschwerdeführer sei bei ihnen seit Anfang 1988 in Behandlung und der Fernvisus betrage links 0.8 bei Amaurose rechts. Der Nahvisus betrage links korrigiert 0.8. Eine Prognose bezüglich der Visus-Entwicklung sei derzeit nicht möglich (Ziff. 1.4). Der Visus des linken Auges betrage korrigiert 0.8, das rechte Auge ist amaurotisch. Es liege keine Ein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">schränkung des Gesichtsfeldes auf 10 Grad Abstand vom Zentrum vor (S. 2).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3.4</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Im Bericht des Z.___, Augenklinik, vom 22. Mai 2014 (Urk. 6/30) führten die Ärzte aus, der Fernvisus ohne Korrektur betrage links 1.0 bei Amaurose rechts (Ziff. 1.4). Bei funktioneller Einäugigkeit und zudem auch deutlicher Gesichtsfeldeinschränkung bestehe nur eine beschränkte Arbeitsfähigkeit (Ziff. 1.9).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3.5</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Zur Arbeitsfähigkeit führte Dr. med. A.___, B.___, Augenklinik, im Bericht vom 26. Mai 2014 (Urk. 6/31) aus, die bisherige Tätigkeit sei aus medizinischer Sicht noch zumutbar. Es bestehe dabei aktuell keine verminderte Leistungsfähigkeit. Auch eine behinderungs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">angepasste Tätigkeit sei aktuell zu 100 % möglich (Ziff. 1.7). Der Beschwer</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">de</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">führer führe seit 8 Jahren einen Kiosk, diese Tätigkeit habe bis heute weitergeführt werden können. Auf längere Sicht könne dies jedoch nicht beurteilt werden (Ziff. 1.11). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3.6</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">C.___, Assistenzarzt, und Prof. Dr. med. D.___, Klinikdirektor, B.___, Klinik für Neurochirurgie, gaben im Verlaufsbericht vom 19. Januar 2015 (Urk. 6/40) einen verschlechterten Gesundheitszustand an und nannten dabei die folgenden Diagnosen (Ziff. 1.2):</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Mukozele Sinus sphenoidalis links (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Erstdiagnose</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"> 2</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">0. Mai </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">2013) mi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">t/</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">bei</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">seit April/Mai 2013 linksseitige temporale Hemianopsie mit progre</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">dienter Visusverschlechterung</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">grössenstationäre Mucusretentionszyste im Sinus sphenoidalis links, mit Kompression des Nervus opticus (MRI vom 18. Dezember 2014)</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">Raumforderung im Bereich Sinus sphenoidalis, am ehesten Muko</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">zele entsprechend, mit Kompression des Nervus opticus (MRI vom 30. Mai 2013)</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Status nach </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Extirpation pilozytisches Astrocytom (WHO Grad l) Chiasma rech</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">t</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">sseitig </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">August </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">1988</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Status nach</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"> Augenmuskeloperation rechts </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">August 1989 bei sekundä</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">rem Strabismus </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">divergens rechts</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">klinisch residuell seit Tumorexstirpation: Quadrantenanopsie superior links, Amaurose rechts</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Dazu führten sie aus, der Beschwerdeführer führe zu 100 % einen Kiosk. Er möchte diese Tätigkeit nach wie vor ausführen. Trotz des eingeschränkten Visus sei dies grundsätzlich wahrscheinlich möglich (Ziff. 2.1). Eine Vermin</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">derung der Leistungsfähigkeit sei zu bejahen aber schwierig zu beurteilen. Dies solle nach Rücksprache mit dem Beschwerdeführer erfolgen (Ziff. 2.2). Es bestehe die Gefahr eines Visusverlustes (Ziff. 3.3). Grundsätzlich könne die Arbeitsfähigkeit durch eine Operation verbessert werden. Diese berge jedoch gewisse Risiken, weshalb der Beschwerdeführer einer Operation gegenüber eher zurückhaltend eingestellt sei (Ziff. 4.1).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3.7</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Dr. med. E.___, Fachärztin für Allgemeine Innere Medizin, RAD, führte in der Stellungnahme vom 27. Februar 2015 (Urk. 6/45/5-6) aus, die</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> vorliegende</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">n</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> augenärztliche</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">n</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> Bericht</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">e seien</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> nur eingeschränkt </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">verwertbar, da sie sich </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">teils</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">widersprechen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> würden.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">E</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">s </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">werde</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> von einer </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Arbeitsfähig</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">keitse</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">inschränkung </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ausgegangen </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">und dann wieder eine </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Arbeitsfähigkeit</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> beschrieben.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die Visusverschlechterung und die Gesichtsfeldeinschränkungen </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">würden</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> weiter zunehmen.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> In Zukunft</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">werde</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">eine Arbeitsfähigkeit</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> für Blinde und schwer Sehbehinderte medizintheoretisch auszuweisen sein.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> Es</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">könne</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">v</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">on einer funktionellen Einäugigkeit mit zunehmenden Visuseinschränkun</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gen und Gesichtsfeldeinschränkungen auf dem noch sehenden Auge ausge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gangen werden. Die aktuellen und zukünftigen Einschränkungen in der </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">selb</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ständigen </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Tätigkeit aufgrund des zunehmenden Visusverlustes</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> am einzi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gen noch sehenden Auge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> links und die zunehmenden Gesichtsfeldeinengun</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gen links können</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> respektive </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">müssten als gegeben angenommen werden</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">In einer Sehbehindertentätigkeit </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> keine massgebliche </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Leistungsfähigkeit von über 20-</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">25</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> %</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> zu erwarten, darum </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> empfohlen, die bisherige Tätigkeit so lange wie möglich umzusetzen und die Leistungseinschränkung in bisheriger Tätigkeit als gegeben zu übernehmen.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Unbestritten und aufgrund der medizinischen Akten ohne Weiteres ausge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">wiesen ist, dass </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">beim Beschwerdeführer</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> im </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Jahr 1988 ein Astrozytom im Chiasma-Bereich exstirpiert wurde</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> und </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">dieser </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">in der Folge auf dem </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">rechten</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> Auge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> vollständig</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> erblindete.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> Im Mai 2013 wurde eine neu aufgetretene Raumforderung im Sinus sphenoidalis links festgestellt, wobei es zirka im Oktober 2012 zu einer leichten Visusabnahme auf dem linken Auge und zu einer Gesichtsfeldeinschränkung gekommen war (vgl. vorstehend E. 3.1-7).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Zur medizinisch-theoretischen Arbeitsfähigkeit ergibt sich aus den medizini</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">schen Akten kein einstimmiges Bild. Während der Hausarzt Dr. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Y.___</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> davon ausging, dass von einer 100%igen Arbeitsunfähigkeit für sämtliche Berufe auszugehen sei (vgl. vorstehend E.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3.1), attestierten die ophthalmolo</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gischen Fachärzte der Augenklinik des Z.___ bei funktioneller Einäugigkeit und Gesichtsfeldeinschränkung eine verminderte Leistungsfä</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">higkeit respektive eine beschränkte Arbeitsfähigkeit, ohne dies genauer zu beziffern (vgl. vorstehend E. 3.2-4). Demgegenüber führte Dr. A.___ in einem weiteren Bericht der Augenklinik des Z.___ aus, der Beschwerdeführer führe seit Jahren einen Kiosk und könne diese Tätig</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">keit bis heute weiterführen. Er erachtete die bisherige Tätigkeit aus medizi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">nischer Sicht als noch zumutbar, wobei aktuell keine verminderte Leistungs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">fähigkeit bestehe. Auch eine behinderungsangepasste Tätigkeit sei aktuell zu 100 % möglich (vgl. vorstehend E. 3.5). Die Fachärzte der Klinik für Neuro</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">chirurgie des Z.___ führten schliesslich aus, dass der Beschwerdeführer zu 100 % einen Kiosk betreibe. Trotz des eingeschränkten Visus sei dies grundsätzlich wahrscheinlich möglich. Eine Verminderung der Leistungsfähigkeit sei zu bejahen, aber schwierig zu beurteilen (vgl. vorste</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">hend E. 3.6). Sodann führte die RAD-Ärztin Dr. E.___ unter anderem aus, die aktuellen und zukünftigen Einschränkungen in der selbständigen Tätig</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">keit aufgrund des zunehmenden Visusverlustes könnten respektive müssten als gegeben angenommen werden. Sie empfahl schliesslich, die bisherige Tätigkeit so lange wie möglich umzusetzen und die damit verbundene Leistungseinschränkung als gegeben zu übernehmen, da in einer Sehbehin</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">dertentätigkeit keine massgebliche Leistungsfähigkeit von über 20-25 % zu erwarten sei (vgl. vorstehend E. 3.7).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Aus medizinisch-theoretischer Sicht war eine bezifferbare Einschränkung der Arbeitsfähigkeit in der Tätigkeit als Kioskbetreiber nach dem Gesagten nicht eindeutig möglich. Fest steht jedoch, dass der Beschwerdeführer trotz seiner bestehenden Einschränkungen seit Jahren seinen Kiosk führt und bis heute in der Lage ist, damit seinen Lebensunterhalt zu bestreiten. Gemäss Abklä</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">rungsbericht für Selbständigerwerbende vom 3. Juni 2015 (Urk. 6/44) beträgt die Einschränkung als selbständiger Kioskbetreiber 27 %, dies aufgrund reduzierter Öffnungszeiten. Dabei übersteigt die Arbeitstätigkeit des Beschwerdeführers am Kiosk die in den Arztberichten medizinisch-theore</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tisch festgestellte Arbeitsfähigkeit bei weitem. Mit Blick auf die ärztlichen Beurteilungen (vgl. vorstehend E. 4.2) ist daher mit überwiegender Wahr</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">scheinlichkeit davon auszugehen, dass die selbständige und langjährige Tätigkeit als Kioskbetreiber den bestehenden Einschränkungen am besten Rechnung zu tragen vermag und daher wie ärztlicherseits vorgebracht so lange wie möglich umgesetzt werden sollte.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.4</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Soweit der Beschwerdeführer also vorbringt, dass von einem Invaliditätsgrad von 100 % auszugehen sei (Urk. 1 S. 5 oben), verkennt er, dass die Rente der Invalidenversicherung grundsätzlich eine Erwerbsausfall-Versicherungs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">leistung ist. Dabei ist nicht der Gesundheitsschaden an sich versichert, son</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">dern der durch den Gesundheitsschaden </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">verursachte Verlust der Erwerbs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">möglichkeit</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Umgekehrt deckt die Invalidenversicherung nur diejenigen Erwerbsverluste ab, die durch Gesundheitsbeeinträchtigungen verursacht sind, nicht Einbussen, die auf andere Gründe (z.B. wirtschaftliche, persönli</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">che usw.) zurückzuführen sind.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Der Invaliditätsgrad wird deshalb bei Erwerbstätigen so bestimmt, dass das Einkommen, welches der Versicherte ohne Gesundheitsbeeinträchtigung erzielen könnte, demjenigen Einkommen gegenübergestellt wird, das er nach Eintritt des</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Gesundheitsschadens erzielt bzw. bei zumutbarer Tätigkeit erzielen könnte.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> Die Erwerbsinvalidität hängt somit nicht von der Einbusse des mutmasslichen Potenzials bzw. des funk</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tionellen Leistungsvermögens als solchem ab, sondern von der effektiven gesundheitlich bedingten Einbusse im Erwerbseinkommen (vgl. zum Ganzen Urteil des Bundesgerichts vom 9C_10/2012 vom 23. Mai 2012 E. 3.1).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Solange der Beschwerdeführer in seiner Tätigkeit als Kioskbetreiber nach wie vor ein rentenausschliessendes Einkommen (vgl. nachfolgend E. 4.5-6) zu erzielen vermag, können medizinisch-theoretische Beurteilungen der Arbeits</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">fähigkeit nach dem Gesagten nicht massgebend sein.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.5</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Sodann dringen auch d</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ie Vorbringen des Beschwerdeführers, was </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">den Ein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">kommensvergleich</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> betrifft</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> (vgl. Urk. 1 S. 5 unten f.)</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">, nicht durch.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> Soweit der Beschwerdeführer vorbringt, dass das zuletzt vor der Anmeldung erzielte Einkommen nicht als Valideneinkommen herangezogen werden könne, da die Gesundheitsschädigung bereits mit der Erblindung des rechten Auges im Jahr 1988 eingetreten sei, vermag dies nicht zu überzeugen. So ist einzig aufgrund der Einäugigkeit noch nicht anzunehmen, dass der Beschwerde</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">führer in seiner Tätigkeit als Kioskbetreiber bis zur Verschlechterung des anderen Auges in seiner Arbeitsfähigkeit eingeschränkt gewesen wäre. Dies</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">bezügliche Anhaltspunkte ergeben sich auch nicht aus den medizinischen Akten. Zudem finden sich in den Akten auch keine Hinweise dafür, dass der Beschwerdeführer aufgrund seiner Einäugigkeit eine besser bezahlte Tätigkeit habe aufgeben müssen. Folglich ist entgegen der Ansicht des Beschwerde</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">führers auch nicht davon auszugehen, dass das Einkommen des Beschwer</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">deführers vor der im Herbst 2012 eingetretenen Verschlechterung des linken Auges aufgrund seiner Sehbehinderung reduziert gewesen wäre. Die Beschwer</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">degegnerin hat sich demnach bei der Ermittlung des Validenein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">kommens zu Recht auf die Geschäftsabschlüsse der Jahre 2010 bis 2012 abgestützt. Dafür - und damit gegen die Ansicht des Beschwerdeführers - spricht schliesslich auch der Vergleich mit den Zahlen aus dem individuellen Konto (IK) über den Zeitraum von 2003 bis 2010 (vgl. Urk. 6/11), welche im Durchschnitt eine mit dem Valideneinkommen vergleichbare Zahl ergeben. Schliesslich lässt sich auch einzig aus der Tatsache, dass der Beschwerde</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">führer früher einmal eine Aushilfe beschäftigte (vgl. Urk. 1 S. 7) nicht ableiten, dass sich die Einäugigkeit schon vor der IV-Anmeldung einschrän</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">kend auswirkte. Sodann geht auch aus dem Abklärungsbericht für Selbstän</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">digerwerbende vom 3. Juni 2015 (Urk. 6/44) nicht hervor, dass der Beschwerdeführer aus gesundheitlicher Sicht auf eine Aushilfe angewiesen wäre. Vielmehr kann diesem entnommen werden, dass der Beschwerdeführer an seiner bisherigen Arbeitsweise bisher noch nichts verändert hat, den Kiosk nach wie vor alleine führt und dabei weiterhin keinerlei Hilfe beansprucht (S. 3 unten). Der Beschwerdeführer erzielt sein Invalideneinkommen somit nach wie vor alleine, weshalb bei der Ermittlung des Invalideneinkommens ent</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gen der Ansicht des Beschwerdeführers (Urk. 1 S. 7 f.) sicherlich keine Auf</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">wendungen für eine Hilfsperson anzurechnen sind.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Schliesslich vermag der Abklärungsbericht für Selbständigerwerbende vom 3. Juni 2015 (Urk. 6/44) entgegen der Ansicht des Beschwerdeführers auch in den übrigen Punkten zu überzeugen. Der Beschwerdeführer hat im Vergleich zu früher einzig die Öffnungszeiten um 12 Stunden verringert, was gemäss Abklärungsbericht einer Einbusse von rund 16 % entspricht (S. 6). Entspre</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">chend reduzierten sich die beiden Aufgabenbereiche Kioskbetreiber (95 %) und administrative Arbeiten (5 %) um diesen Wert, was zu einer Gesamtein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">schränkung von wiederum 16 % führte (S. 4). Entsprechend wurde der Betriebs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ertrag bei der Ermittlung des Invalideneinkommens um 16 % redu</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ziert (S. 6). Angesichts der im Rahmen der Abklärung festgestellten Schwie</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">rigkeiten erweist sich diese Berechnung im Sinne einer effektiven gesund</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">heit</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">lich bedingten Einbusse im Erwerbseinkommen als nachvollziehbar und plausibel.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.6</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Zusammenfassend erweisen sich die im überzeugenden Abklärungsbericht für Selbständigerwerbende vom 3. Juni 2015 (Urk. 6/44) ermittelten Ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gleichseinkommen und damit die in erwerblicher Hinsicht aufgrund der Ein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">schränkungen festgestellten Lohneinbusse als korrekt und der vorliegenden Sachlage als angemessen. Solange der Beschwerdeführer in seiner ange</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">stammten Tätigkeit als Kioskbetreiber ein rentenausschliessendes Einkommen zu erzielen vermag, hat er (noch) keinen Anspruch auf eine Invalidenrente. Sollte der Beschwerdeführer aufgrund seiner Sehbehinderung seine Tätigkeit am Kiosk weiter reduzieren müssen, wird er sich bei der Beschwerdegegnerin erneut anzumelden haben.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die angefochtene Verfügung erweist sich nach dem Gesagten als rechtens, was zur Abweisung der Beschwerde führt.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">5.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Da es im vorliegenden Verfahren um die Bewilligung oder Verweigerung von Versicherungsleistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichtskosten sind nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert festzulegen (Art. 69 Abs. 1</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">bis</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> IVG) und auf Fr. 700.-- anzusetzen. Entsprechend dem Ausgang des Verfahrens sind sie dem unterliegenden Beschwerdeführer aufzuerlegen.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Heading3"><span class="Normal Heading3">Das Gericht erkennt:</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span class="Normal Dispotext DispoHngend">1.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Die </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Beschwerde </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">wird abgewiesen.</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span class="Normal Dispotext DispoHngend">2.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Die Gerichtskosten von </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Fr. 700</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">.-- werden </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">dem Beschwerdeführer</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend"> auferlegt.</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend"> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Rechnung und Einzahlungsschein werden </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">dem </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Kostenpflichtigen nach Eintritt der Rechtskraft zugestellt.</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span class="Normal Dispotext DispoHngend">3.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Zustellung gegen Empfangsschein an:</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Rechtsanwältin Stephanie C. Elms</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Bundesamt für Sozialversicherungen</span></p><p class="Normal Dispotext DispoEinzug"><span class="Normal Dispotext DispoEinzug">sowie an:</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Gerichtskasse (im Dispositiv nach Eintritt der Rechtskraft)</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">4.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Gegen diesen Entscheid kann innert </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">30 Tagen</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"> seit der Zustellung beim Bundesge</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">richt Beschwerde eingereicht werden (Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundesgesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 15. Juli bis und mit 15. August sowie vom 18. Dezember bis und mit dem 2. Januar (Art. 46 BGG).</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzustellen.</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweis</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">mittel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat (Art. 42 BGG).</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><br/></p><p class="Normal Heading3"><span class="Normal Heading3">Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich</span></p><p><br/></p><p>Der VorsitzendeDer Gerichtsschreiber</p><p><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p>MosimannP. Sager</p><p></p></div> </div></body></html>