<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2003.00393</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="https://vgrzh.djiktzh.ch/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=https://vgrzh.djiktzh.ch&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=203837&amp;W10_KEY=4467142&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2003.00393</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 04.12.2003</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">3. Abteilung/3. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">FÃ¼rsorgerecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Sozialhilfe</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Rückzahlung bezogener Unterstützungsleistungen aufgrund einer Erbschaft (§ 27 Abs. 1 SHG):<br/><br/>Zuständigkeit des Verwaltungsgerichts (E. 1). Vorliegend geht es um einen Rückerstattungstatbestand gemäss § 27 Abs. 1 erster Satzteil aSHG (E. 2.1). Da die streitbetroffene Rückerstattungsforderung an den im Jahr 2001 erfolgten Erbanfall anknüpft und somit einen zeitlich abgeschlossenen Sachverhalt betrifft, bleibt auch im Rechtsmittelverfahren trotz der inzwischen in Kraft getretenen Fassung das alte Recht anwendbar (E. 2.2). Der Beschwerdeführer macht geltend, er sei durch die Erbschaft nicht in günstige Verhältnisse gelangt (E. 3.1). Erwägungen der Vorinstanz (E. 3.2). Bisherige vom Verwaltungsgericht ergangene Rechtsprechung zur Berücksichtigung von Schulden beim Entscheid über die Rückerstattung und bei der Bemessung der Rückerstattungsforderung (E. 4.1). Im vorliegenden Fall haben die Vorinstanzen im Rahmen ihres Ermessens zu Recht eine Berücksichtigung der Schulden verneint (E. 4.2). Abweisung der Beschwerde. Abweisung des Gesuchs um Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung, da das Begehren des Beschwerdeführers offensichtlich aussichtslos war. Kostenfolge (E. 5).</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ERBSCHAFT">ERBSCHAFT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: RÃCKERSTATTUNG">RÃCKERSTATTUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: RÃCKERSTATTUNGSANSPRUCH">RÃCKERSTATTUNGSANSPRUCH</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: SCHULD/-EN">SCHULD/-EN</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: SOZIALHILFE">SOZIALHILFE</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: FÃ¼rsorge ST: WIRTSCHAFTLICHE HILFE">WIRTSCHAFTLICHE HILFE</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade">§ 27 Abs. 1 SHG</span><br/><span class="gerade">§ 22 SHV</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 4 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Sachverhalt1"><b><span>I. </span></b><span> </span></p> <p class="Sachverhalt1"><span>A, Theaterschaffender, bezog in den Jahren 1990 bis 2000 von der Stadt ZÃ¼rich wirtschaftliche Sozialhilfe im Umfang von insgesamt Fr. 209'826.- . Im November 2000 zog er ins Ausland. Von seiner 2001 verstorbenen Mutter erbte er einen Betrag von Fr. 92'804.-. Die Einzelfallkommission der FÃ¼rsorgebehÃ¶rde der Stadt ZÃ¼rich verpflichtete ihn am 24. September 2002 gestÃ¼tzt auf § 27 Abs. 1 des Sozialhilfegesetzes vom 14. Juni 1981 (SHG) unter Anrechnung eines Freibetrags von Fr. 25'000.- zur RÃ¼ckerstattung von Fr. 67'804.-. Die dagegen am 23.Oktober 2002 erhobene Einsprache wies die FÃ¼rsorgebehÃ¶rde am 20. Mai 2003 ab.</span></p> <p class="Sachverhalt1"><b><span>II. </span></b><span> </span></p> <p class="Sachverhalt1"><span>Hiergegen erhob A am 24. Juni 2003 Rekurs an den Bezirksrat ZÃ¼rich, welcher das Rechts­mittel am 11. September 2003 abwies.</span></p> <p class="Sachverhalt1"><b><span>III. </span></b><span> </span></p> <p class="Sachverhalt1"><span>Mit Beschwerde vom 14. Oktober 2003 beantragte A dem Verwaltungsgericht, die vor­instanzlichen BeschlÃ¼sse aufzuheben. Mit Eingabe vom 12. November 2003 ersuchte er um GewÃ¤hrung der unentgeltlichen ProzessfÃ¼hrung.</span></p> <p class="Sachverhalt1"><span>Die FÃ¼rsorgebehÃ¶rde der Stadt ZÃ¼rich und der Bezirksrat beantragten die Abweisung der Beschwerde. </span></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die 3. Kammer</span><span> zieht in ErwÃ¤gung:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Erwgung1"><b><span>1. </span></b><span> </span></p> <p class="Sachverhalt1"><span>Das Verwaltungsgericht ist </span><span>nach</span><span> </span><span>§ 19c Abs. 2 und § 41 des Verwaltungsrechtspflegege­setzes vom 24. Mai 1959/8. Juni 1997 (VRG) zur Behandlung der vorliegenden Beschwerde zustÃ¤ndig. Aufgrund des Streitwerts von Ã¼ber Fr. 20'000.- ist nicht der Einzelrichter, sondern die Kammer zustÃ¤ndig (§ 38 VRG). Weil auch die Ã¼brigen Prozessvoraussetzungen erfÃ¼llt sind, ist auf die Beschwerde einzutreten.</span></p> <p class="Erwgung1"><b><span>2. </span></b><span> </span></p> <p class="Sachverhalt1"><b><span>2.1</span></b><span> Wer fÃ¼r seinen </span><span>Lebensunterhalt</span><span> und den seiner FamilienangehÃ¶rigen mit dem gleichen Wohnsitz nicht hinreichend oder nicht rechtzeitig aus eigenen Mitteln aufkommen kann, hat Anspruch auf wirtschaftliche Hilfe (§ 14 SHG und § 16 der Sozialhilfeverordnung vom 21. Oktober 1981 [SHV]). Die wirtschaftliche Hilfe soll das soziale Existenzminimum gewÃ¤hrleisten, das neben den Ã¼blichen Aufwen­dungen fÃ¼r den Lebensunterhalt auch individuelle BedÃ¼rfnisse angemessen berÃ¼cksich­tigt (§ 15 SHG; § 17 SHV). </span></p> <p class="Sachverhalt1"><span>GemÃ¤ss § 27 Abs. 1 SHG in der ursprÃ¼nglichen Fassung ist rechtmÃ¤ssig bezogene wirtschaftliche Hilfe zurÃ¼ckzuerstatten, wenn der HilfeempfÃ¤nger aus Erbschaft, Lotteriegewinn oder andern nicht auf eigene Arbeitsleistung zurÃ¼ckzufÃ¼hrenden GrÃ¼nden in fi­nanziell gÃ¼nstige VerhÃ¤ltnisse gelangt oder wenn die Voraussetzungen von § 20 SHG erfÃ¼llt sind. Der erstgenannte RÃ¼ckerstattungstatbestand ist erfÃ¼llt, wenn dem UnterstÃ¼tzten erst nach erfolgter wirtschaftlicher Hilfe VermÃ¶genswerte in erheblichem Umfang zufliessen, der zweitgenannte dann, wenn der HilfeempfÃ¤nger in erheblichem Umfang VermÃ¶gens­werte realisiert, welche im Zeitpunkt der Hilfeleistung bereits vorhanden waren, deren Realisierung ihm aber damals nicht mÃ¶glich oder nicht zumutbar war. Bezogen auf denselben VermÃ¶gensgegenstand schliessen sich die beiden RÃ¼ckerstattungstatbestÃ¤nde gegenseitig aus (RB 1999 Nr. 83). Hier geht es um die Anwendung des erstgenannten RÃ¼ckerstattungstatbestands. </span></p> <p class="Sachverhalt1"><b><span>2.2</span></b><span> Auf 1. Januar 2003 ist die am 4. November 2002 revidierte Fassung von § 27 SHG in Kraft getreten (OS 58, 21 und 25). WÃ¤hrend gemÃ¤ss der bisherigen Fassung des Ingresses rechtmÃ¤ssig bezogene wirtschaftliche Hilfe unter den genannten Voraussetzungen "zurÃ¼ckzuerstatten ist", hÃ¤lt die neue Fassung fest, dass die wirtschaftliche Hilfe "ganz oder teilweise zurÃ¼ckgefordert werden kann". Sodann ist Ab­satz 1 neu in drei Unterabschnitte a, b und c aufgeteilt, wobei lit. b erster Satzteil dem bis­herigen § 27 Abs. 1 erster Satzteil (und lit. c dem bisherigen zweiten Satzteil) entspricht. Weil die hier streitbetroffene RÃ¼cker­stattungsforderung an den am 5. November 2001 er­folgten Erbanfall anknÃ¼pft und somit einen zeitlich abgeschlossenen Sachverhalt betrifft, bleibt auch im Rechtsmittelverfahren trotz der inzwischen in Kraft getretenen neuen Fassung das alte Recht anwendbar (vgl. Alfred KÃ¶lz/JÃ¼rg Bosshart/Martin RÃ¶hl, Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons ZÃ¼rich, 2. A., ZÃ¼rich 1999, § 20 N. 51). Im Ãbrigen hat die neue Fassung, wie sich aus den folgenden ErwÃ¤gungen ergibt, keine fÃ¼r den vorliegenden Fall relevanten Ãnderungen gebracht.</span></p> <p class="Erwgung1"><b><span>3. </span></b><span> </span></p> <p class="Sachverhalt1"><b><span>3.1</span></b><span> Der BeschwerdefÃ¼hrer brachte im Einspracheverfahren und hernach im Rekursverfahren im Wesentlichen vor, seit November 2000 lebe er vollumfÃ¤nglich von den finanziellen Mitteln seiner Familie, einschliesslich der Erbschaft, welche er zur Bestreitung seines Lebensunterhalts und zur Finanzierung von Theaterprojekten benÃ¶tige. Zudem schulde er seinem Bruder aufgrund verschiedener Bevorschussungen fÃ¼r Theaterproduktionen Fr. 47'000.-, weshalb sein Erbteil effektiv nur Fr. 45'804.- betrage; ferner schulde er seiner Partnerin in diesen Theaterproduktionen Honorare von insgesamt Fr. 10'000.-, wogegen er selber seit 1992 keine Honorare fÃ¼r sein Theaterschaffen erhalten habe. Es treffe daher nicht zu, dass er durch die Erbschaft in gÃ¼nstige VerhÃ¤ltnisse gelangt sei.</span></p> <p class="Sachverhalt1"><b><span>3.2</span></b><span> Der Bezirksrat erwog, dank dem bei der Bemessung der RÃ¼ckerstattungsforderung angerechneten Freibetrag von Fr. 25'000.- sei der BeschwerdefÃ¼hrer durch die Erbschaft in gÃ¼nstige VerhÃ¤ltnisse gelangt. Die geltend gemachten Schulden seien nicht zu berÃ¼cksichtigen. Deren BerÃ¼cksichtigung wÃ¼rde dazu fÃ¼hren, dass die FÃ¼rsorgebehÃ¶rde diese Schulden Ã¼bernehmen wÃ¼rde. Eine derartige SchuldÃ¼bernahme sei gemÃ¤ss § 22 SHV nur ausnahmsweise, nÃ¤mlich zur Abwendung einer bestehenden oder drohenden Notlage, angebracht. Die Ãbernahme von Schulden rechtfertige sich ferner ausnahmsweise dann, wenn dadurch ein erheblicher materieller Anreiz zur AusÃ¼bung einer regelmÃ¤ssigen ErwerbstÃ¤tigkeit geschaffen und dadurch die AblÃ¶sung von der Sozialhilfe bewirkt werden kÃ¶nne. Unter keinem dieser Gesichtspunkte rechtfertige sich im vorliegenden Fall eine Ãbernahme der geltend gemachten Schulden bzw. deren BerÃ¼cksichtigung bei der Bemessung der RÃ¼ckerstattungsforderung. Die desolate finanzielle Situation, in der sich der Rekurrent nach seiner Darstellung dauerhaft befinde, stelle keine Notlage im Sinn von § 22 SHV dar. Bei seiner selbststÃ¤ndigen ErwerbstÃ¤tigkeit als Theaterschaffender handle es sich nicht um eine unterstÃ¼tzungswÃ¼rdige wirtschaftliche TÃ¤tigkeit, welche langfristig Erfolg und eine anhaltende SelbststÃ¤ndigkeit verspreche. Das habe sich schon in frÃ¼heren Jahren gezeigt, als er in ZÃ¼rich gelebt und dort wirtschaftlich unterstÃ¼tzt worden sei. Mit Entscheid vom 30. Juli 1997 habe der Regierungsrat als Rekursinstanz die an den Rekurrenten ergangene Auflage, sich ausserhalb des angestammten Bereiches als Theaterschaffender eine Anstellung zu suchen, geschÃ¼tzt mit der BegrÃ¼ndung, als selbststÃ¤ndig erwerbender Theaterschaffender habe er kein Einkommen erzielt. Gleichwohl habe er diese TÃ¤tigkeit in der Folge weitergefÃ¼hrt, was ihm offenbar nur mÃ¶glich gewesen sei, indem er sich verschuldet habe. Um so weniger seien die aus dieser TÃ¤tigkeit resultierenden Schulden im Nachhinein â das heisst im Rahmen des jetzigen RÃ¼ckerstattungsverfahrens bei der Bemessung der RÃ¼ckerstattungsforderung â zu berÃ¼cksichtigen. Dies hÃ¤tte auch dann zu gelten, wenn der Rekurrent zwischenzeitlich wieder mittellos geworden sei; denn ob er durch die Erbschaft in gÃ¼nstige VerhÃ¤ltnisse gelangt sei, beurteile sich nach seiner damaligen, im Zeitpunkt des Erbanfalls gegebenen Situation. Indem dem Rekurrenten bei der Bemessung der RÃ¼ckerstattungsforderung der nach der Praxis maximal zulÃ¤ssige Freibetrag von Fr. 25'000.- zugestanden worden sei, habe man seiner schwierigen finanziellen Situation hinreichend Rechnung getragen.</span></p> <p class="Erwgung1"><b><span>4. </span></b><span> </span></p> <p class="Sachverhalt1"><b><span>4.1</span></b><span> Wie das </span><span>Verwaltungsgericht</span><span> im Urteil VB.2003.00107 vom 19. Juni 2003 erkannt hat, sind gÃ¼nstige VerhÃ¤ltnisse im Sinn von § 27 Abs. 1 SHG dann zu bejahen, wenn die (nicht auf eigene Arbeitsleistungen zurÃ¼ckzufÃ¼hrenden) zugeflossenen Mittel ein bestimmtes Ausmass erreichen. Die BerÃ¼cksichtigung von Schulden ist dabei nicht zwingend in dem Sinne geboten, dass ein VermÃ¶gensstatus zu erstellen wÃ¤re, welcher eine verbindliche Grundlage fÃ¼r den Entscheid Ã¼ber die RÃ¼ckerstattung und die Bemessung der RÃ¼cker­stattungsforderung bilden wÃ¼rde. Das gilt unabhÃ¤ngig davon, ob solche Schulden vor oder nach dem fraglichen Mittelzufluss eingegangen worden sind. Diese Auslegung stÃ¼tzt sich vor allem auf den Grundsatz, dass die Sozialhilfe nur ausnahmsweise Schulden Ã¼bernehmen soll, ferner auf die ErwÃ¤gung, dass die betreibungsrechtliche Durchsetzung von Forderungen gegenÃ¼ber dem Betroffenen ohnehin nur unter Wahrung des Existenzminimums mÃ¶glich ist, sowie auf den Zweck des bei der Festsetzung der RÃ¼ckerstattungsforderung zu gewÃ¤hrenden Freibetrags, mit welchem in pauschalisierender Weise dem Umstand Rechnung getragen werden soll, dass der zum RÃ¼ckerstattungsverfahren Anlass gebende VermÃ¶gensanfall je nach den VerhÃ¤ltnissen des betroffenen SozialhilfeempfÃ¤ngers unterschiedliche Auswirkungen auf dessen finanzielle Gesamtsituation hat. Das Verwaltungsgericht hat im erwÃ¤hnten Urteil allerdings eingerÃ¤umt, dass es den SozialhilfebehÃ¶rden im Rahmen des ihnen bei der Anwendung von § 27 Abs. 1 SHG zustehenden Rechtsfolgeermessens nicht verwehrt ist, aus BilligkeitsÃ¼berlegungen die Gesamtsituation des Betroffenen und damit allenfalls auch bestehende Schulden zu berÃ¼cksichtigen. Dazu verpflichtet ist sie jedoch nicht, zumal das Vorliegen eines rechtskrÃ¤ftigen RÃ¼ckerstattungsentscheids nicht ausschliesst, dass solchen Schuldverpflichtungen in einem anschliessenden gesonderten Erlassverfahren gleichwohl noch Rechnung getragen wird. Aufgrund dieser Auslegung von § 27 Abs. 1 SHG steht den SozialhilfebehÃ¶rden bei dessen Anwendung bezÃ¼glich der BerÃ¼cksichtigung allfÃ¤lliger Schulden ein erheblicher Ermessensspielraum zu; in die diesbezÃ¼gliche ErmessensbetÃ¤tigung hat das auf Rechtskontrolle beschrÃ¤nkte Verwaltungsgericht nicht einzugreifen (E. 4, www.vgrzh.ch).</span></p> <p class="Sachverhalt1"><b><span>4.2</span></b><span> Bei der Festsetzung und ÃberprÃ¼fung der RÃ¼ckerstattungsforderung gegenÃ¼ber dem BeschwerdefÃ¼hrer sind die Vorinstanzen von der dargelegten Gesetzesauslegung ausgegangen. Der BeschwerdefÃ¼hrer bringt nichts vor, was deren Entscheid als rechtsverletzend erscheinen liesse. Im Wesentlichen macht er geltend, die RÃ¼ckerstattungsforderung sei rechtsverletzend, weil er im Zeitpunkt des Erbantritts "die regelmÃ¤ssige Einkommensquelle aus der Rente seiner Mutter" verloren habe, "sodass ihm allein die Erbschaft als Finanzierungsquelle der Lebenshaltungs- und Berufskosten, als Fundus zu Gunsten des Aufbaus einer neuen Existenz im Ausland" verbleibe. In diesem Zusammenhang kritisiert er die ErwÃ¤gung des Bezirksrats, wonach es sich bei seinem kÃ¼nstlerischen Schaffen nicht um eine "unterstÃ¼tzungswÃ¼rdige wirtschaftliche TÃ¤tigkeit" handle. Dabei verkennt er offenkundig die Tragweite dieser ErwÃ¤gung. Die Vorinstanz wollte damit zum Ausdruck bringen, dass die SozialhilfebehÃ¶rde nicht gehalten sei, auf die RÃ¼ckerstattung der geleisteten Sozialhilfe im Hinblick auf die Schulden zu verzichten, die offenbar deswegen entstanden seien, weil der BeschwerdefÃ¼hrer wÃ¤hrend seines Aufenthalts in ZÃ¼rich seine kÃ¼nstlerische TÃ¤tigkeit fortgesetzt habe, obwohl sie kommerziell erfolglos geblieben sei. Zu Unrecht unterstellt der BeschwerdefÃ¼hrer der Vorinstanz, die kÃ¼nstlerische QualitÃ¤t seines Schaffens am kommerziellen Erfolg zu messen. </span></p> <p class="Sachverhalt1"><span>Im Ãbrigen bezeichnet der BeschwerdefÃ¼hrer die AusfÃ¼hrungen des Bezirksrats darÃ¼ber, dass die von ihm damals im Einsprache- und Rekursverfahren geltend gemachten Schulden bei der Festsetzung der RÃ¼ckerstattungsforderung nicht zu berÃ¼cksichtigen seien, nunmehr als "irrelevant", weil seine GlÃ¤ubiger (Partnerin und Bruder) auf ihre Forderungen aus Arbeitsleistung und "Erbbevorschussung" verzichtet hÃ¤tten. Ist dem aber so, so besteht um so weniger Grund, auf die RÃ¼ckerstattung der geleisteten Sozialhilfe im festgesetzten Umfang (Gesamtbetrag des Erbanfalls abzÃ¼glich eines Freibetrags von Fr. 25'000.-) zu verzichten. Das gilt unabhÃ¤ngig davon, ob der BeschwerdefÃ¼hrer mit seiner kÃ¼nstlerischen TÃ¤tigkeit im Ausland inskÃ¼nftig ein existenzsicherndes Einkommen erzielen kann oder nicht. Die vom Bezirksrat erwÃ¤hnte Praxis, unter bestimmten Voraussetzungen die BemÃ¼hungen zur Aufnahme oder Aufrechterhaltung einer selbststÃ¤ndigen ErwerbstÃ¤tigkeit im Rahmen der Sozialhilfe zu unterstÃ¼tzen (vgl. RB 1999 Nr. 81), bezieht sich auf Personen, die im Kanton ZÃ¼rich wohnen und hier Sozialhilfe erhalten, sofern sie fÃ¼r ihren Lebensunterhalt und jenen ihrer FamilienangehÃ¶rigen mit gleichem Wohnsitz nicht rechtzeitig aus eigenen Mitteln aufkommen kÃ¶nnen (§ 14 SHG). Allenfalls liesse es sich rechtfertigen, diese Praxis sinngemÃ¤ss auch bei der PrÃ¼fung von RÃ¼ckerstattungsforderungen gegenÃ¼ber hier wohnhaften Personen heranzuziehen, um so zu vermeiden, dass der Betroffene erneut zu Lasten des Gemeinwesens unterstÃ¼tzungsbedÃ¼rftig wird. Hingegen entspricht es weder der Zielsetzung der genannten Praxis noch dem Sinn von § 27 Abs. 1 SHG, bei der Festsetzung von RÃ¼ckerstattungsforderungen gegenÃ¼ber nicht mehr hier wohnhaften Personen deren nicht gewinnbringende selbststÃ¤ndige ErwerbstÃ¤tigkeit dadurch zu unterstÃ¼tzen, dass angenommen wird, der Betroffene sei trotz des Zuflusses erheblicher VermÃ¶genswerte nicht in gÃ¼nstige VerhÃ¤ltnisse gelangt. </span></p> <p class="Erwgung1"><b><span>5. </span></b><span> </span></p> <p class="Sachverhalt1"><span>Demnach ist die Beschwerde abzuweisen. Wie sich aus den vorstehenden ErwÃ¤gungen ergibt, muss das Begehren des BeschwerdefÃ¼hrers als offensichtlich aussichtslos eingestuft werden. Deswegen kann auch seinem nachtrÃ¤glich gestellten Gesuch um GewÃ¤hrung der unentgeltlichen Rechtspflege nicht entsprochen werden (§ 16 Abs. 1 VRG). Daher sind ihm als Unterliegenden die Gerichtskosten aufzuerlegen (§ 70 in Verbindung mit § 13 Abs. 2 VRG). Entsprechend der in sozialhilferechtlichen Streitigkeiten geÃ¼bten Praxis ist dabei eine reduzierte GerichtsgebÃ¼hr anzusetzen; als angemessen erweist sich ein Betrag von Fr. 2'000.-.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1">DemgemÃ¤ss beschliesst <span>die 3. Kammer</span>:</p> <p class="Urteilstext"><span> </span></p> <p class="Urteilstext">Das Gesuch um GewÃ¤hrung der unentgeltlichen ProzessfÃ¼hrung wird abgewiesen;</p> <p class="Urteilstext"><span> </span></p> <p class="Urteilstext">und entscheidet:</p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug2">1. Die Beschwerde wird abgewiesen.</p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2">2. Die GerichtsgebÃ¼hr wird festgesetzt auf <br/> Fr. 2'000.--; die Ã¼brigen Kosten betragen:<br/> Fr. 60.-- Zustellungskosten,<br/> Fr. 2'060.-- Total der Kosten.</p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2">3. Die Gerichtskosten werden dem BeschwerdefÃ¼hrer auferlegt.</p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Urteilstext">4. â¦</p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>