Kantonsgericht von Graubünden Dretgira chantunala dal Grischun Tribunale cantonale dei Grigioni Urteil vom 2. Juni 2021 ReferenzZK1 21 61 InstanzI. Zivilkammer BesetzungBergamin, Vorsitzender ParteienA._____ Berufungskläger gegen B._____ Berufungsbeklagte C._____ Berufungsbeklagte D._____ Berufungsbeklagter GegenstandErbschaftsverwaltung Anfechtungsobj.Entscheid Regionalgericht Albula, Einzelrichter, vom 23.04.2021, mitgeteilt am 23.04.2021 (Proz. Nr. 135-2021-63) Mitteilung3. Juni 20212 / 4 In Erwägung, –dass E._____ (nachfolgend: Erblasserin) am 25. September 2020 starb, –dass das Regionalgericht Albula mit Entscheid vom 15. Januar 2021 eine vom 17. Oktober 2009 datierende letztwillige Verfügung der Erblasserin eröffnete, –dass A._____ mit Eingabe vom 25./26. Februar 2021 beim Regionalgericht Albula Einsprache gegen die Ausstellung einer Erbenbescheinigung an die Erben erhob, –dass das Regionalgericht Albula mit Entscheid vom 26. März 2021 (mitgeteilt am 30. März 2021) von dieser Einsprache Vormerk nahm und zugleich er- kannte, keine Erbenbescheinigung auszustellen, solange die Einsprache be- steht (RG act. 1), –dass das Regionalgericht Albula mit Entscheid vom 23. April 2021 die Erb- schaftsverwaltung über den Nachlass anordnete und als Erbschaftsverwalterin C._____ ernannte (act. B.1), –dass A._____ (nachfolgend: Berufungskläger) gegen diesen Entscheid mit Eingabe vom 6. Mai 2021 "Einsprache" erhob, die als Berufung entgegenzu- nehmen ist (vgl. Art. 308 f. i.V.m. Art. 314 Abs. 1 ZPO), –dass der Berufungskläger in seiner Rechtsschrift die Befangenheit der Erb- schaftsverwalterin C._____ geltend machte, ohne dabei aber den Grund des angeblichen Interessenkonflikts zu bezeichnen, –dass er am 21. Mai 2021 eine zweite Eingabe einreichte, worin er auf zwei umstrittene Punkte hinwies, dabei aber wiederum offen liess, inwiefern C._____ als Erbschaftsverwalterin ungeeignet sein sollte, –dass der Berufungskläger am 26. Mai 2021 eine weitere Eingabe einreichte, die inhaltlich wiederum nicht von der Person von C._____ handelt, –dass gestützt auf die Eingaben und Beilagen des Berufungsklägers demnach nicht ersichtlich ist, dass C._____ als Erbschaftsverwalterin in einem Interes- senkonflikt steht, –dass die zuständige Behörde den Erbschaftsverwalter – unter Vorbehalt von Art. 554 Abs. 2 und 3 ZGB – nach freiem Ermessen wählt, wobei insbesonde- re auch Erben wählbar sind (Tamara M. Völk, in: Breitschmid/Jungo [Hrsg.], 3 / 4 Handkommentar zum Schweizer Privatrecht, Erbrecht, 3. Aufl., Zürich 2016, N 9 zu Art. 554 ZGB m.w.H.), –dass nach Art. 554 Abs. 3 ZGB die Erbschaftsverwaltung dem Beistand ob- liegt, sofern die verstorbene Person unter einer Beistandschaft, welche die Vermögensverwaltung umfasst, stand und nichts anderes angeordnet wird, –dass C._____ als Beiständin der Erblasserin fungierte (RG act. 3), –dass die vom Regionalgericht getroffene Wahl von C._____ als Erbschafts- verwalterin somit sachlich nachvollziehbar ist, –dass die Berufung vor diesem Hintergrund offensichtlich unbegründet und ent- sprechend in einzelrichterlicher Kompetenz abzuweisen ist (Art. 18 Abs. 3 GOG), –dass bei diesem Verfahrensausgang die Prozesskosten zulasten des Beru- fungsklägers gehen (Art. 106 Abs. 1 ZPO), –dass angesichts des verursachten Aufwandes und des Streitinteresses Ge- richtskosten in der Höhe von CHF 400.00 angemessen erscheinen (Art. 15 Abs. 2 EGzZPO [BR 320.100] i.V.m. Art. 9 und 13 VGZ [BR 320.210]), –dass den Berufungsbeklagten mangels Umtriebe keine Parteientschädigung zuzusprechen ist,4 / 4 wird erkannt: 1. Die Berufung wird abgewiesen. 2. Die Kosten des Berufungsverfahrens von CHF 400.00 gehen zu Lasten von A._____ und werden mit dem von ihm geleisteten Kostenvorschuss in Höhe von CHF 1'000.00 verrechnet. Der Restbetrag von CHF 600.00 wird A._____ durch das Kantonsgericht erstattet. 3. Es werden keine Parteientschädigungen zugesprochen. 4. Gegen diese, einen Streitwert von mindestens CHF 30'000.00 betreffende Entscheidung kann gemäss Art. 72, Art. 74 Abs. 1 lit. b BGG Beschwerde in Zivilsachen an das Schweizerische Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, ge- führt werden. Die Beschwerde ist dem Bundesgericht schriftlich, innert 30 Tagen seit Eröffnung der vollständigen Ausfertigung der Entscheidung in der gemäss Art. 42 f. BGG vorgeschriebenen Weise einzureichen. Für die Zulässigkeit, die Beschwerdelegitimation, die weiteren Voraussetzungen und das Verfahren der Beschwerde gelten die Art. 29 ff., 72 ff. und Art. 90 ff. BGG. 5. Mitteilung an: