<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="cell small-12 contentContainer printArea"> <div><table><tr><td colspan="2"><p class="Standard berschrift1"><span id="_GoBack"></span><span class="Standard berschrift1">Sozialversicherungsgericht</span></p><p class="Standard berschrift1"><span class="Standard berschrift1">des Kantons Zürich</span></p></td><td><p class="Standard berschrift1"><img src="file:///L:/LOGO/DOPPLEU3.BMP"/></p></td></tr><tr><td><p class="Standard berschrift1"><br/></p></td><td colspan="2"><p><span>IV.2007.01244</span></p><p><span> </span></p><p><span> </span></p><p><br/></p><p></p></td></tr></table><p>I. Kammer</p><p>Sozialversicherungsrichterin Bürker-Pagani als Einzelrichterin</p><p>Gerichtssekretär Klemmt</p><p class="Standard berschrift2"><span class="Standard berschrift2">Urteil vom 13. März 2009</span></p><p class="Standard StandardEinzug"><span class="Standard StandardEinzug">in Sachen</span></p><p class="Standard StandardFett RubrumFett"><span class="Standard StandardFett RubrumFett">X.___</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">Beschwerdeführer</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">gegen</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Standard StandardFett RubrumFett"><span class="Standard StandardFett RubrumFett">Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">Beschwerdegegnerin</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Sachverhalt:</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Der 1987 geborene </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">X.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> leidet an einer Muskeldystrophie des Typs Duchen</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ne. Aus diesem Grund wurden ihm bereits verschiedene Leistungen der</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Invalidenversicherung zugesprochen, unter anderem erhielt er leihweise auch mehrere, jeweils den veränderten Verhältnissen angepasste Elektro</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rollstühle ein</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">schliesslich invaliditätsbedingter Anpassungen sowie Zubehör </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">(vgl. Urk. 8/11-13, Urk. 8/36-37, Urk. 8/42, Urk. 8/116, Urk. 8/126).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Mit Schreiben vom 3. April 2007 wurde der Sozialversicherungsanstalt des Kan</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tons Zürich, IV-Stelle (nachfolgend: IV-Stelle), ein Kostenvoranschlag für eine Handheizung zur Bedienung des Joysticks des Rollstuhls bei kalten Tempera</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tu</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ren</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">zugestellt</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">(Urk. 8/222). Nach Einholung einer Stellungnahme der </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Y.___ </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">(Urk.</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">8/224) sowie nach </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Durchführung des </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Vorbescheidverfahrens</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> (vgl. Urk. 8/225-230) lehnte die IV-Stelle mit Verfügung vom 4. September 2007 (Urk. 2) eine Kostenübernahme ab.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Gegen diese Verfügung erhob der Versicherte mit Eingabe vom 27. September 2007 (Eingang beim Sozialversicherungsgericht) Beschwerde und beantragte die Übernahme der Kosten für die Handheizung im Betrag von Fr. 965.-- (Urk. 1). Nachdem die IV-Stelle in der Beschwerdeantwort vom 12. November 2007 auf Abweisung der Beschwerde geschlossen hatte (Urk. 7), wurde der Schriften</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">wechsel mit Verfügung des Sozialversicherungsgerichts vom 13. November 2007 geschlossen (Urk. 9).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span id="FUNKTION1"></span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Einzelrichterin</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> zieht in Erwägung:</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">1.</span><span> </span><span id="VV153"></span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">1.1</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Da der Streitwert Fr. 20’000.-- nicht übersteigt, fällt die Beurteilung der Be</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">schwerde in die einzelrichterliche Zuständigkeit (§ 11 Abs. 1 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.2</span><span> </span><span id="IV175"></span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Am 1. Januar 2008 sind die im Zuge der 5. IV-Revision revidierten Bestimmun</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gen des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG) vom 6. Oktober 2006, der Verordnung über die Invalidenversicherung (IVV) vom 28. September 2007, des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungs</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rechts (ATSG) sowie das Bundesgesetz über die Schaffung und die Änderung von Erlassen zur Neugestaltung des Finanzausgleichs und der Aufgabenteilung zwischen Bund und Kantonen (NFA) vom 6. Oktober 2006 in Kraft getreten. In materiellrechtlicher Hinsicht gilt jedoch der allgemeine übergangsrechtliche Grundsatz, dass der Beurteilung jene Rechtsnormen zu Grunde zu legen sind, die bei Erlass des angefochtenen Entscheids respektive im Zeitpunkt gegolten haben, als sich der zu den materiellen Rechtsfolgen führende Sachverhalt verwirklicht hat (vgl. BGE 127 V 467 </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Erw</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">. 1, 126 V 136 </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Erw</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">. 4b, je mit Hinweisen). Weil die angefochtene Verfügung am 4. September 2007 erging, gelangen die revidierten materiellen Vorschriften des IVG, der IVV und des ATSG im vorliegenden Fall noch nicht zur Anwendung. Bei den im Folgenden zitierten Gesetzes- und Verordnungsbestimmungen handelt es sich </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">deshalb - soweit nichts anderes vermerkt wird - um die Fassungen, wie sie bis Ende 2007 in Kraft gewesen sind.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.</span><span> </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.1</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die IV-Stelle lehnt die Übernahme der Kosten für die Handheizung mit der Begründung ab, das beantragte Hilfsmittel sei nicht in der abschliessenden Liste der Verordnung über die Abgabe von Hilfsmitteln durch die Invaliden</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">versiche</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rung (HVI) enthalten und könne auch keiner dort aufgeführten Hilfsmittel</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">kategorie zugeordnet werden. Des Weitern handle es sich dabei auch nicht um Zubehör zum Rollstuhl des Beschwerdeführers. Es wäre ihm ohne Weiteres zumutbar, wärmende Handschuhe anzuziehen oder sich anziehen zu lassen (vgl. Urk. 2, Urk. 7, Urk. 8/230). </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.2</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Der Beschwerdeführer stellt sich demgegenüber auf den Standpunkt, die Handheizung sei ein notwendiges Zubehör zu seinem Rollstuhl. Seine Krankheit sei inzwischen derart fortgeschritten, dass er bei Temperaturen unter 20 Grad den Joystick zur Steuerung des Elektrorollstuhls nicht mehr sicher bedienen könne. Durch das Tragen von Handschuhen werde die Sensibilität seiner Finger beeinträchtigt, was ihm das Steuern des Rollstuhls verunmögliche (Urk. 1; vgl. auch Urk. 8/228).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.3</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Strittig und zu prüfen ist demnach, ob die Invalidenversicherung die Kosten für die Handheizung für den Elektrorollstuhl des Beschwerdeführers zu übernehmen hat.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.</span><span> </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.1</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Versicherte, die infolge ihrer Invalidität für die Fortbewegung, für die Herstellung des Kontaktes mit der Umwelt oder für die Selbstsorge kostspieliger Geräte bedürfen, haben im Rahmen einer vom Bundesrat aufzustellenden Liste ohne Rücksicht auf die Erwerbsfähigkeit Anspruch auf solche Hilfsmittel (Art. 21 Abs. 2 IVG). Ziel ist es, die Autonomie der invaliden Person zu fördern, indem sie aufgrund dieser Hilfsmittel die alltäglichen Lebensverrichtungen wie Körperpflege etc. selbständig vornehmen und sich am gesellschaftlichen Leben beteiligen kann, etwa in Form der Ausübung einer medizinisch angezeigten und</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">somit schützenswerten sportlichen Betätigung, des Zugangs zur Um- und</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Aussenwelt oder der Benützung von speziellen Kommunikationsgeräten (vgl. Urteil des Eidgenössischen Versicherungsgerichts [EVG] in Sachen C. vom 28. Juli 2003, I 768/02, </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Erw</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">. 3.1 mit Hinweisen).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">3.2</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Die Befugnis zur Aufstellung der Hilfsmittelliste hat der Bundesrat in Art. 14 IVV an das Eidgenössische Departement des Innern übertragen, welches die HVI mit anhangsweise aufgeführter Hilfsmittelliste erlassen hat. Der Anspruch auf Hilfsmittel erstreckt sich gemäss Art. 2 Abs. 3 HVI auch auf das invaliditäts</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">bedingt notwendige Zubehör und die invaliditätsbedingten Anpassungen. Es besteht nur Anspruch auf Hilfsmittel in einfacher und zweckmässiger Aus</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">führung (Art. 2 Abs. 4 HVI).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">4.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">4.1</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Aus den Akten geht hervor, dass der Beschwerdeführer an einer progressiven Muskeldystrophie des Typs Duchenne leidet. Im Alter von sieben Jahren konnte er sich noch einigermassen problemlos allein fortbewegen (vgl. Urk. 8/7 S. 2). In den folgenden Jahren verschlechterte sich seine gesundheitliche Situation aber entsprechend dem typischen Krankheitsverlauf, so dass er mit neun Jahren infolge der Muskelschwäche gehunfähig wurde und fortan auf einen Rollstuhl zur Fortbewegung angewiesen war (vgl. Urk. 8/11 S. 2). Im weiteren Verlauf war die Muskelschwäche progredient (vgl. Urk. 8/160 S. 2), was unter anderem auch dazu führte, dass der Beschwerdeführer im Alter von 19 Jahren kaum mehr in der Lage war, seine Hände zu benutzen (vgl. Urk. 8/214 S. 2 und 4). Mit der Beschwerde hat er dem Sozialversicherungsgericht einen Bericht seines Hausarztes Dr. med. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Z.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">, Facharzt für Allgemeine Medizin, welcher ihn bereits seit Jahren betreut, eingereicht. Laut diesem Bericht vom 24. September 2007 kann der Beschwerdeführer seinen elektrischen Rollstuhl dank der noch minim vorhandenen Mobilität der rechten Hand selbständig bedienen. Jeder Temperaturabfall sowie jede Beeinträchtigung der motorischen und taktilen Leistungsfähigkeit führten indes dazu, dass er den Rollstuhl nicht mehr bedienen könne und seine Selbständigkeit im Rollstuhl völlig verliere. Gemäss Dr. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Z.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> beeinträchtigt das Anziehen von Handschuhen die Motorik sowie die taktilen Fähigkeiten so sehr, dass das Steuern des Rollstuhls nicht mehr möglich ist. Aufgrund dieser Überlegungen hielt der Hausarzt die Handheizung für medizinisch dringend indiziert (vgl. Urk. 3/5).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">4.2</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Der IV-Stelle ist zwar darin zuzustimmen, dass die Handheizung für den Rollstuhl nicht in der hinsichtlich der Hilfsmittelkategorien abschliessenden Liste der HVI enthalten ist (vgl. dazu BGE 131 V 114 </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Erw</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">. 3.4.2 und 3.4.3 mit Hinweisen). Die beantragte Handheizung ist aber als invaliditätsbedingt not</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">wen</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">diges Zubehör (so auch unveröffentlichtes Urteil des Sozial</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">versiche</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rungs</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gerichts in Sachen B. vom 22. Dezember 2008, IV.2007.00982, </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Erw</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">. 3.1) oder invaliditätsbedingte Anpassung zum bereits bewilligten Elektrorollstuhl gemäss Ziff. 9.02 des Anhanges zur HVI zu </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">qualifizieren, wobei aufgrund des Verfah</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rensausgangs offen bleiben kann, welcher der beiden Kategorien (Zubehör oder Anpassung) die Handheizung zuzuordnen ist. Aus den glaubhaften Angaben des Beschwerdeführers und seines Hausarztes ergibt sich nämlich, dass er bei tieferen Temperaturen - laut Beschwerdeführer bereits bei Unterschreiten von 20 Grad (vgl. Urk. 1) - wegen fehlender Sensibilität in den Händen zufolge Unterkühlung den Joystick seines Rollstuhls nicht mehr bedienen kann. Durch das Anziehen von Handschuhen kann dieses Problem entgegen der Auffassung von Dr. med. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">A.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> vom regionalen ärztlichen Dienst (RAD) in seiner Stellung</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nahme vom 29. August 2007 (Urk. 8/230) nicht umgangen werden, da Hand</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">schuhe ebenfalls zu einer erheblichen Beeinträchtigung der Motorik sowie der taktilen Fähigkeiten führen, welche das Steuern des Rollstuhls verunmöglicht. Nur mit Hilfe der beantragten Handheizung kann sich der Beschwerdeführer also weiterhin selbständig mit seinem Elektrorollstuhl ausser Haus fortbewegen, die Handheizung bildet ein notwendiges Zubehör beziehungsweise eine notwen</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">dige Anpassung zur Erreichung des mit der Abgabe des Rollstuhles angestrebten Eingliederungsziels (vgl. die Urteile des EVG in Sachen K. vom 13. Oktober 2005, I 712/04, </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Erw</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">. 2.3 mit Hinweis sowie in Sachen C. vom 28. Juli 2003, I 768/02, </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Erw</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">. 3.3; vgl. auch Ziff. 9.02 des Anhanges zur HVI). Die weiteren Voraussetzungen der Einfachheit und Zweckmässigkeit sind nach dem Gesagten ebenfalls gegeben, zumal dies auch die Fachstelle </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Y.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> festgestellt hat, welche nach der Verwaltungspraxis bei Unklarheit über das </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Erfülltsein</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> dieser An</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">forderungen beizuziehen ist (vgl. dazu das Kreisschreiben über die Abgabe von Hilfsmitteln durch die Invalidenversicherung [KHMI] </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Rz</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> 9.01.4 in Verbindung mit </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Rz</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> 9.02.2 in der bis 31. Dezember 2007 gültig gewesenen, hier anwend</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">baren Fassung sowie Urk. 8/224). Da der Anspruch des Beschwerde</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">führers auf eine gewisse Selbständigkeit sowie Kontakt mit der Umwelt schliess</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">lich auch insgesamt höher zu gewichten ist als die von der Invaliden</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">versiche</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rung zur Erreichung dieses Zieles zu tragenden Kosten von rund Fr. 1'000.-- für die an</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">be</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gehrte Handheizung (vgl. Urk. 8/222), ist der Verhältnismässig</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">keits</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">grundsatz gewahrt. Die IV-Stelle hat demnach die Kosten für die Handheizung zu überneh</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">men, was zur Gutheissung der Beschwerde führt.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">5.</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Ausgangsgemäss</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">gehen</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">die</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Verfahrenskosten</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">von</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Fr. 700.--</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">zulasten der IV-Stel</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">le (Art. 69 Abs. 1</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">bis</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> IVG).</span></p><p class="Standard berschrift3"><span class="Standard berschrift3">Die Einzelrichterin erkennt:</span><span id="BeginnMateriell"></span></p><p class="Standard Dispotext DispoHngend"><span class="Standard Dispotext DispoHngend">1.</span><span> </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">In Gutheissung der Beschwerde wird die Verfügung der Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, vom 4. September 2007 aufgehoben, und es wird fest</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">gestellt, dass der Beschwerdeführer Anspruch auf Übernahme der Kosten für die beantragte Handheizung für den Elektrorollstuhl hat.</span></p><p class="Standard Dispotext DispoHngend"><span class="Standard Dispotext DispoHngend">2.</span><span> </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">Die Gerichtskosten von </span><span id="Text1"></span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">Fr. </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">700</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">.-- werden </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">der Beschwerdegegnerin</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend"> auferlegt. Rech</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">nung und Einzahlungsschein werden </span><span id="Text2"></span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">der</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend"> Kostenpflichtigen nach Eintritt der Rechts</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">kraft zugestellt.</span></p><p class="Standard Dispotext DispoHngend"><span class="Standard Dispotext DispoHngend">3.</span><span> </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">Zustellung gegen Empfangsschein an:</span></p><p class="Standard Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">X.___</span></p><p class="Standard Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle</span></p><p class="Standard Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">Bundesamt für Sozialversicherungen</span></p><p class="Standard Dispotext DispoEinzug"><span class="Standard Dispotext DispoEinzug">sowie an:</span></p><p class="Standard Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">Gerichtskasse (im Dispositiv nach Eintritt der Rechtskraft)</span></p><p class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">4.</span><span> </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Gegen diesen Entscheid kann innert </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">30 Tagen</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"> seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundes</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">gesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 15. Juli bis und mit 15. August sowie vom 18. Dezember bis und mit dem 2. Januar (Art. 46 BGG).</span></p><p class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span> </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">stellen.</span></p><p class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span> </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweis</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">mittel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu ent</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">halten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat (Art. 42 BGG).</span></p><p class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><br/></p><p class="Standard berschrift3"><span class="Standard berschrift3">Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich</span></p><p><br/></p><p>Die EinzelrichterinDer Gerichtssekretär</p><p><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p>Bürker-PaganiKlemmt</p></div> </div></body></html>