<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="cell small-12 contentContainer printArea"> <div><table><tr><td colspan="2"><p class="Normal Heading1"><span id="_GoBack"></span><span class="Normal Heading1">Sozialversicherungsgericht</span></p><p class="Normal Heading1"><span class="Normal Heading1">des Kantons Zürich</span></p></td><td><p class="Normal Heading1"></p></td></tr><tr><td><p class="Normal Heading1"><br/></p></td><td colspan="2"><p><span>KV.2015.00056</span></p><p><br/></p><p><br/></p><p></p></td></tr></table><p><br/></p><p>II. Kammer</p><p>Sozialversicherungsrichter Mosimann, Vorsitzender</p><p>Sozialversicherungsrichterin Käch</p><p>Ersatzrichterin Lienhard</p><p>Gerichtsschreiberin Fonti</p><p class="Normal Heading2"><span class="Normal Heading2">Urteil vom 19. September 2016</span></p><p class="Normal StandardEinzug"><span class="Normal StandardEinzug">in Sachen</span></p><p class="Normal StandardFett RubrumFett"><span class="Normal StandardFett RubrumFett">X.___</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Beschwerdeführerin</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">gegen</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardFett RubrumFett"><span class="Normal StandardFett RubrumFett">SWICA Krankenversicherung AG</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">SWICA Gesundheitsorganisation, Rechtsdienst</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Römerstrasse 38, 8401 Winterthur</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Beschwerdegegnerin</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Sachverhalt:</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">X.___, geboren 1962, ist bei der Swica Krankenversicherung AG (nachfolgend: Swica) krankentaggeldversichert, wobei die Höhe des versicherten Taggeldes Fr. 150.-- beträgt (SALARIA KVG; Versicherungspolice ab 1. Januar 2014 sowie ab 1. April 2014, Urk. 15/1-2). Aus den Angaben der Versicherten sowie der Swica geht hervor, dass die Swica vom 8. April bis 24. Oktober 2014 Taggeldleistungen im Umfang von Fr. 14‘963.20 ausgerichtet hat (140 Kalen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">dertage à Fr. 112.--; vgl. Urk. 9/8 S. 1 f Ziff. 3 ff., Urk. 1 S. 1). Mit Verfügung vom 7. Januar 2015 stellte die Swica die Taggeldleistungen ab dem 25. Oktober 2014 ein, wobei sie aufgrund eines zu tief angesetzten Taggeldansatzes von Fr. 112.-- statt Fr. 150.-- für den Zeitraum zwischen dem 8. April bis 24. Okto</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ber 2014 noch einen Anspruch auf Nachzahlung von Fr. 5‘076.80 fest</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">hielt (Urk. 9/8). Die dagegen erhobene Einsprache der Versicherten vom 26. Januar 2015 (Urk. 9/10) wies die Swica mit Einspracheentscheid vom 2. Juni 2015 ab (Urk. 9/22 = Urk. 2). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Versicherte erhob am 29. Juni 2015 (Urk. 1) Beschwerde gegen den Ein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">spracheentscheid vom 2. Juni 2015 (Urk. 2) und beantragte, der Einspracheent</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">scheid sei aufzuheben und es seien ihr ab dem 25. Oktober 2014 weiterhin Taggelder in der Höhe von Fr. 150.-- auszurichten. Die Swica beantragte mit Beschwerdeantwort vom 17. August 2015 die Abweisung der Beschwerde. In formeller Hinsicht beantragte sie eventuell die Sistierung des Verfahrens, bis ein rechtskräftiger Entscheid der Sozialversicherungsanstalt des Kanton Zürich, IV-Stelle, ergangen sei (Urk. 8 S. 2 oben). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Mit Gerichtsverfügung vom 8. September 2015 (Urk. 10) wurden die Akten der IV-Stelle (Urk. 13/1-25) beigezogen. Am 23. September 2015 reichte die Beschwerdegegnerin die Versicherungspolicen der Beschwerdeführerin nach (Urk. 14-15/1-2). Aufgrund des mit Verfügung vom 9. Oktober 2015 angeord</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">neten zweiten Schriftenwechsels (Urk. 16) erfolgte am 3. November 2015 die Replik der Beschwerdeführerin (Urk. 19) sowie am 17. November 2015 die Duplik der Beschwerdegegnerin (Urk. 22), welche der Beschwerdeführerin am 9. Dezember 2015 zur Kenntnis zugestellt wurde (Urk. 23). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Am 23. März 2016 (Urk. 24-25) und am 15. April 2016 (Urk. 26-27/1-4) reichte die Beschwerdeführerin weitere Eingaben und medizinische Unterlagen ein, zu welchen die Beschwerdegegnerin mit Eingabe vom 4. Mai 2016 Stellung nahm (Urk. 30; Beilagen Urk. 31/1-2) und in Ergänzung dazu am 9. Mai 2016 (Urk. 33) einen Arztbericht einreichte (Urk. 34). Dies wurde der Beschwerdefüh</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rerin am 6. Mai (Urk. 32) und 10. Mai 2016 (Urk. 35) zur Kenntnisnahme zuge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">stellt. Am 12. Mai (Urk. 36-37/1-5) und 24. Mai 2016 (Urk. 38) reichte die Beschwerdeführerin weitere Eingaben ein. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Das Gericht zieht in Erwägung:</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.</span><span> </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Nach Art. 67 Abs. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1 des Bundesgesetzes über die Krankenversicherung (KVG) kön</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nen Personen, die in der Schweiz Wohnsitz haben oder erwerbstätig sind </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">und die das 15., aber noch nicht das 65. Altersjahr zurückgelegt haben, bei ei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nem</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Krankenversicherer eine Taggeldversicherung abschliessen. Die Taggeld</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">versi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">che</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rung kann als </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Einzel- oder </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Kollektivversicherung abge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">schlos</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sen werden (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">67 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Abs. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3 KVG). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Nach </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">72 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Abs. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1 KVG vereinbart der Versicherer mit dem Versicherungs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nehmer das versicherte Taggeld. Sie können die Deckung auf Krankheit und Mut</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ter</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">schaft beschränken. Der Taggeldanspruch entsteht, wenn die versicherte Per</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">son mindes</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tens zur Hälfte arbeitsunfähig im Sinne von Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">6 des Bundes</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">geset</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">zes über den Allgemeinen Teil des S</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ozialversicherungsrechts (ATSG) ist.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Ist nichts anderes vereinbart, so entsteht der Anspruch am dritten Tag nach der Erkrankung. Der Leistungsbeginn kann gegen eine entsprechende Herabsetzung der Prämie aufgeschoben werden. Wird für den Anspruch auf Taggeld eine </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Warte</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">frist vereinbart, während welcher der Arbeitgeber zur Lohnfortzahlung ve</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">r</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">pflichtet ist, so kann die Mindestbezugsdauer des Taggeldes um diese Frist ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">kürzt werden (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">72 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Abs. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2 KVG). Das Taggeld ist für eine oder mehrere Er</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">kran</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">kungen während mindestens 720 Tagen innerhalb von 900 Tagen zu leis</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ten.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">67 ATSG ist nicht anwendbar (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">72 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Abs. 3 KVG).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Nach Art. 6 ATSG ist Arbeitsunfähigkeit die durch eine Beeinträchtigung der kör</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">per</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">lichen, geistigen oder psychischen Gesundheit bedingte, volle oder teil</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">weise Unfähigkeit, im bisherigen Beruf oder Aufgabenbereich zumutbare Arbeit zu leisten (Satz 1). Bei langer Dauer wird auch die zumutbare Tätigkeit in einem andern Beruf oder Aufgabenbereich berücksichtigt (Satz 2). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1.4</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Um beu</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">rteilen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">zu können, ist die Verwaltung (und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gege</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">benenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeits</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">unfähig ist (BGE 125 V 256 E. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4). Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten Person no</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ch zugemutet werden kön</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">nen (BGE 125 V 256 E. 4 mit Hinweisen; AHI 2002 S. 70 E. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4b/cc).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1.5</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Berichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorak</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuch</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tet und ob die Schlussfolgerungen in der Expertise begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1.6</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die Verwaltung als verfügende Instanz und - im Beschwerdefall - das Gericht dür</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">fen eine Tatsache nur dann als bewiesen annehmen, wenn sie von ihrem Bestehen über</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">zeugt sind. Im Sozialversicherungsrecht hat das Gericht seinen Entscheid, sofern das Gesetz nicht etwas Abweichendes vorsieht, nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu fällen. Die blosse Mög</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">lichkeit eines bestimmten Sachverhalts genügt den Beweisanforderungen nicht. Das Gericht folgt vielmehr jener Sachverhaltsdarstellung, die es von allen mög</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">lichen Geschehensabläufen als die wahrscheinlichste würdigt (BGE 126 V 353 E. 5b mit Hinweisen; vgl. BGE 130 III 321 E. 3.2 und 3.3).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.</span><span> </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Beschwerdegegnerin ging im angefochtenen Einspracheentscheid (Urk. 2) davon aus, gestützt auf das Gutachten von Dr. Y.___ sowie die eingereichten Arbeitsunfähigkeitszeugnisse aufgrund der notfallmässigen Cholezystektomie mit postoperativer Schwäche seien die Taggeldleistungen bis am 24. Oktober 2014 ausgerichtet worden. Ab dem 25. Oktober 2014 habe weder aufgrund der gemeldeten psychischen Beschwerden noch wegen der Cholezystektomie eine Arbeitsunfähigkeit bestanden, weshalb die Beschwerdeführerin keinen weiteren Anspruch gehabt habe (S. 2 Ziff. 3). Soweit ihr seitens der Z.___ ab dem 28. Oktober 2014 eine 90%ige Arbeits</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">unfä</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">higkeit attestiert worden sei, welche auf eine depressive Symptomatik zurück</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">geführt werde, erscheine dies nicht nachvollziehbar, da sie auch nach Beurtei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">lung der Ärzte der Z.___ in der Lage sei, ihre Emails und Website zu bewirtschaften und berufliche Telefonate zu tätigen (S. 4 Ziff. 5). Weiter führte die Beschwerdegegnerin aus, bei Dr. Y.___ handle es sich um einen ausgewiese</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nen Spezialisten auf seinem Fachgebiet, welcher durch Besitzstandswahrung berechtigt sei, alle psychiatrischen und psychotherapeutischen Leistungen zu erbringen und insbesondere psychiatrische Gutachten zu erstellen (S. 6 oben). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Daran hielt die Beschwerdegegnerin mit Beschwerdeantwort fest (Urk. 8) und führte ergänzend aus, seitens der Ärzte der Z.___ sei bestätigt worden, dass die Beschwerdeführerin in ihrer angestammten Tätigkeit als selbständige Stellen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">mittlerin imstande sei, elektronische sowie telefonische Korrespondenz zu erledigen sowie die eigene berufliche Website zu unterhalten. Daher sei weiter</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">hin davon auszugehen, dass ihr eine administrative Tätigkeit zumutbar und keine 90%ig Arbeitsunfähigkeit begründet sei. Zudem wende die Beschwerde</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">führerin nach eigenen Angaben 50 % ihres Gesamtpensums für ihre Tätigkeit als spirituelle Lebensberaterin auf, welche gemäss ihrer Website auch telefonisch erfolge. Damit dürfte ihr das Ausüben dieses Teils der selbständigen Tätigkeit ohne weiteres möglich sein (S. 5 Ziff. 6). Schliesslich seien weder die von der Beschwerdeführerin gemachten Angaben zum Geschäftsgang noch die mehrfach dokumentierten belastenden Lebensum</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">stände geeignet, eine Arbeitsunfähigkeit zu begründen (S. 6 Ziff. 8 f.). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Demgegenüber stellte sich die Beschwerdeführerin im Wesentlichen auf den Standpunkt (Urk. 1), die Beschwerdegegnerin dürfe die Taggeldleistungen gar nicht einstellen, da durch einen zugelassenen Arzt eine Arbeitsunfähigkeit attestiert worden sei, was gemäss Art. 5 Abs. 1 der Allgemeinen Vertragsbedin</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gungen (AVB) genüge für einen Taggeldanspruch (S. 1 Ziff. 1). Es sei ihr nicht möglich, mehr als die administrativen Tätigkeiten im Rahmen der Restarbeitsfä</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">higkeit auszuüben. Sie könne rund eine Stunde pro Tag arbeiten. Eine Arbeits</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">unfähigkeit von 90 % sei schliesslich auch aufgrund des erzielten Einkommens ausgewiesen (S. 2 Ziff. 4 f.). Das Gutachten von Dr. Y.___ sei unseriös und nicht akzeptabel. Er habe zu ihr gesagt, wenn sie nicht wisse, was sie habe, dann habe sie auch nichts. Weiter habe er angemerkt, dass ihr ein „jüngerer Lover“ guttun würde (Ziff. 8). Aufgrund des Berichtes der Ärzte der Z.___ vom 12. März 2015 sei ausgewiesen, dass sie aus psychischen Gründen nicht mehr als 10 % arbeits</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">fähig sei (S. 2 f. Ziff. 9). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Mit Replik vom 3. November 2015 (Urk. 19) hielt die Beschwerdeführerin an ihren bisherigen Ausführungen fest und fügte weiter an, dass die beruflichen Telefonate auf dem Gebiet der Lebensberatung und im Bereich der Jobvermitt</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">lung volle Konzentration erfordern und geistige Wachheit verlangen würden. Es handle sich um eine qualitativ anspruchsvolle Tätigkeit und nicht um eine ein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">fache repetitive Aufgabe (S. 2 Ziff. 6). Zudem seien die aktuell belastenden Lebensumstände Folge ihrer Krankheit und nicht umgekehrt. Weiter merkte sie an, es sei nach dem Bundesgerichtsurteil BGE 141 V 281 über das Ausrichten von Renten der Invalidenversicherung an Schmerzpatienten nicht mehr allein relevant, ob eine Diagnose vorliege oder nicht (Ziff. 9). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Streitig und zu prüfen ist, ob die Beschwerdegegnerin die Taggeldleistungen per 24. Oktober 2014 zu Recht eingestellt hat.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Am 5. Oktober 2014 erstattete Dr. med. Y.___, Facharzt für Gynäko</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">logie und Geburtshilfe, Fähigkeitsausweis Psychosomatische und Psychosoziale Medizin (SAPPM), im Auftrag der Beschwerdegegnerin ein psychiatrisches Gut</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">achten (Urk. 9/5). Diagnosen mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit konnte er keine feststellen. Keinen Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit hätten folgende Diag</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nosen (S. 5 Mitte):</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Anpassungsstörung mit depressiver Reaktion mit psychovegetativen Beschwerden (ICD-10 F43.20) bei</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">klimakterischen Beschwerden</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">belastende Lebensumstände (ICD-10 Z63.7)</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">Stress (ICD-10 Z73.3)</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">Akzentuierung von Persönlichkeitszügen (ICD-10 Z73.1)</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">Verdacht auf Entwicklung körperlicher Symptome aus psychischen Gründen (Aggravation; ICD-10 F68.0)</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Beschwerdeführerin habe anlässlich der Untersuchung angegeben, sie sei aus</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gelaugt, leide unter Stress wegen des Sohnes, flippe bei den kleinsten Ereig</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nissen aus, sei reizbar, schlafe schlecht, sei lustlos und habe keine Antrieb. Bei banalen Situationen fange sie rasch an zu weinen (S. 4 Ziff. 3 subjektive Anga</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ben). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Dr. Y.___ führte aus, sie sei wach, bewusstseinsklar und voll orientiert gewesen. Merk- und Konzentrationsfähigkeitsstörungen hätten sich nicht objektivieren lassen. Zeitweise sei sie nicht kooperativ, fast alles müsse durch Fragen eruiert werden. Die Tagesstruktur sei weitgehend erhalten, ein sozialer Rückzug lasse sich nicht eruieren. Das formale Denken sei flüssig und kohärent. Stimmungs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">schwankungen im psychiatrischen Sinne seien aktuell verneint worden. Es wür</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">den sich Hinweise auf Aggravation finden („ich kann nicht“, Widersprüche und Inkonsistenzen bei den Angaben, Maximalwerte im ADMP; S. 4 Ziff. 3 unten). Die subjektiv genannten Beschwerden seien mit dem klimakterischen Syndrom vereinbar. Die Beschwerdeführerin habe über starke klimakterische Beschwerden geklagt. Auch fremdanamnestisch sei durch die behandelnde Gynäkologin zu erfahren, dass diese Beschwerden erheblich seien. Aufgrund dessen sei die Beschwerdeschilderung von physiologischen Beschwerden des Klimakteriums nicht abschichtbar, die Kriterien gemäss ICD-10 F32 seien nicht erfüllt (S. 5 unter „AMDP“). Es sei bereits eines der Hauptkriterien (G1) nicht erfüllt (S. 5 unten). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Retrospektiv und medizinisch-theoretisch habe nie eine Arbeitsunfähigkeit vor</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">legen, da das Klimakterium und die häuslichen Probleme laut Leitlinien kein rechtfertigender Grund für eine Arbeitsunfähigkeit darstellten, finanzielle Prob</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">leme und berufliches Scheitern ebenfalls nicht (S. 6 Mitte). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Gegen eine namhafte depressive Störung spreche bei der Beschwerdeführerin, dass deren Angaben widerspruchsvoll und inkonsistent seien mit einer Tendenz zur Aggravation. Sie schildere sich als antriebsvermindert, arbeite aber als spi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rituelle Beraterin und Hellseherin. Dies setze ein erhebliches Mass an Antrieb und Einfühlungsvermögen voraus. Sodann könne sie sich auch zielgerichtet organi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sieren (Einschalten eines Anwaltes, der Gemeinde), was eine namhafte depressive Störung ausschliesse. Die Beschwerdeführerin komme ohne Psycho</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">pharmaka aus, was ebenfalls gegen eine namhafte psychiatrische Störung spre</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">che. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Aus rein psychiatrischer Sicht sei die Beschwerdeführerin spätestens seit dem 18. September 2014 (Datum der Untersuchung durch Dr. Y.___) zu 100 % arbeitsfähig (S. 7 Ziff. 7). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Aufgrund einer akuten Cholezystitis bei impaktiertem Zystikusstein wurde die Beschwerdeführerin vom 4. bis 6. Oktober 2014 im Spital A.___ hospitali</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">siert und laparaskopisch operiert. Die Beschwerdeführerin habe in gutem All</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gemeinzustand nach Hause entlassen werden können (Urk. 9/6). Seitens der Ärzte des Spitals A.___ wurde der Beschwerdeführerin eine Arbeitsunfähig</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">keit von 100 % vom 4. bis 12. Oktober 2014 attestiert (Urk. 9/7) </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Aufgrund der notfallmässigen Cholezystektomie und postoperativer Schwäche wurde der Beschwerdeführerin von Dr. med. B.___ eine Arbeitsunfähig</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">keit von 100 % vom 4. bis 24. Oktober 2014 attestiert (Attest vom 24. Oktober 2014, Urk. 9/7)</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Ab dem 28. Oktober 2014 begab sich die Beschwerdeführerin in psychiatrische Behandlung an der Z.___ (Urk. 9/7). Dr. med. C.___, </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Assistenzarzt</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> und Dr. med. D.___, Fachärztin für Psychiatrie und Psychothera</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">pie, hielten im Bericht vom 12. März 2015 (Urk. 9/20) folgende Diagnosen fest (S. 2 oben):</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig mittelgradige Episode (ICD-10 F33.1); Erstdiagnose (ED) 2013</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Lowdose Sedativa- und Hypnotikaabhängigkeit (ICD-10 F13.2) seit mehre</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">ren Jahren</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Beschwerdeführerin sei im Rahmen eines depressiven Syndroms seit min</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">des</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tens dem 28. Oktober 2014 zu 90 % arbeitsunfähig. Die Antriebsarmut und die Schlafstörungen würden die Initiierung und Aufrechterhaltung der Arbeits</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">prozesse behindern. Die Affektstörung vermindere die Flexibilität, die Anpas</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sung und die Kontakt- und Kommunikationsfähigkeit, die in der Arbeit im Team und/oder mit den Kunden wichtig sei (S. 2 Ziff. 7a). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Durch die psychopharmakologische und psychotherapeutische Behandlung habe bisher eine minime bis leichte Verbesserung der Symptomatik erreicht werden können (S. 1 Ziff. 1). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Dr. C.___ attestierte der Beschwerdeführerin in diversen Zeugnissen vom 28. Oktober 2014 bis 4. September 2015 eine 90%ige Arbeitsunfähigkeit (Urk. 9/7, Urk. 9/9, Urk. 9/11, Urk. 9/19, Urk. 9/21, Urk. 9/23). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3.4</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Nach Erlass des Einspracheentscheides vom 2. Juni 2015 reichte insbesondere die Beschwerdeführerin (Urk. 25 = Urk. 27/4; Urk. 27/1-3; Urk. 37/1-5), aber auch die Beschwerdegegnerin (Urk. 34) weitere medizinische Unterlagen ein. Daraus geht hervor, dass bei der Beschwerdeführerin eine wahrscheinliche sogenannte Hashimoto-Autoimmun-Thyreoiditis bestehe (ärztliches Attest vom 17. März 2016, Urk. 25 = Urk. 27/4; „Bestätigung“ vom 9. März 2016 von Dr. E.___, Urk. 27/1). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Weiter ist dem Bericht vom 21. April 2016 von Dr. F.___, Facharzt für Chirurgie, zu entnehmen, dass bei der Beschwerdeführerin eine primäre Frozen Shoulder links diagnostiziert wurde (Urk. 37/4), aufgrund welcher ihr vom 20. April bis 23. Mai 2016 eine volle Arbeitsunfähigkeit attestiert wurde (Urk. 37/2). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Sodann ist dem Bericht vom 4. Mai 2016 des Spitals A.___ zu entnehmen, dass die Beschwerdeführerin vom 2. bis 3. Mai 2016 für eine Aspirations</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">lipek</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tomie sakral (Lipom 400ml) hospitalisiert wurde (Urk. 37/5), weshalb ihr für die Zeit vom 2. bis 8. Mai eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit attestiert wurde (Urk. 37/3). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.1</span><span> </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.1.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die Beschwerdegegnerin stellte die Taggeldleistungen gestützt auf das Gut</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">achten von Dr. Y.___ sowie die eingereichten Arbeitsunfähigkeitszeugnisse auf</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">grund der notfallmässigen Cholezystektomie per 24. Oktober 2014 ein. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">4.1.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung hängt der Beweiswert einer spezi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">al</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ärztlichen Expertise davon ab, ob der Gutachter über die entsprechende Fach</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ausbildung verfügt. Hingegen ist der FMH-Facharzttitel nicht Voraussetzung. Die fachliche Qualifikation des Experten spielt für die richterliche Würdigung einer Expertise eine erhebliche Rolle. Bezüglich der medizinischen Stichhaltig</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">keit eines Gutachtens müssen sich Verwaltung und Gerichte auf die Fach</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">kennt</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nisse des Experten verlassen können. Deshalb ist für die Eignung eines Arztes als Gutachter in einer bestimmten medizinischen Disziplin eine entspre</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">chende nachgewiesene Fachkenntnis des berichtenden oder zumindest des den Bericht visierenden Arztes vorausgesetzt (Urteil des Bundesgerichts 9C_53/2009 vom 29. Mai 2009 E. 4.2 mit Hinweisen).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">4.1.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Dr. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Y.___</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> ist Facharzt für Gynäkologie und Geburtshilfe. Aus psychiatrischer Sicht verfügt er über den Fähigkeitsausweis der </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Schweizerischen Akademie für Psychosomatische und Psychosoziale Medizin (SAPPM;</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> vgl. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">http://www.sappm.ch/mitglieder/titeltr</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">aeger, zuletzt besucht am 5. September 2016) </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">und ist </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">zertifizierter Arbeitsfähigkeitsassessor SIM sowie zertifizierter medizinischer Gutachter SIM (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">vgl. </span><a href="http://www.swiss-insurance-medicine.ch"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">http://www.swiss-insurance-medicine.ch</span> </a><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">, zuletzt besucht am 5. September 2016</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">). Er besitzt zudem die Dignität Psychiat</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rie und Ps</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ychotherapie FMH. Dr. Y.___ ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">fügt somit über hinreichende Fach</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">kenntnisse zur Erstattung eines beweistauglichen psychiatrischen Gutachtens (vgl. Urteil des Bundesgerichts </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">9C_955/2008 vom 8. Mai 2009 E.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.3; Urteile des hiesigen Gerichts </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">IV.2009.00492 vom 27. Oktober 2010 E.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">4.2</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">,</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> IV.2012.00142 vom 30. April 2013 E. 4.4 sowie IV.2014.01330 vom 6. August 2014 E. 4.1.3).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.1.4</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Das Gutachten von Dr. Y.___ entspricht den erforderlichen Kriterien (vorstehend E. 1.5). Insbesondere leuchtet </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">es </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">in der Darlegung der medizinischen Zusam</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">me</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">hänge ein und die vorgenommenen Schlussfolgerungen zu Gesundheits</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">zustand und Arbeitsfähigkeit werden </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">begründet. Dr. Y.___ setzte sich mit diver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gierenden Befunden und insbesondere mit dem Vorliegen oder gerade Nichtvorliegen einer depressiven Störung gemäss ICD-10 auseinander (Urk. 9/5 S. 6 f.). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die Beschwerdeführerin äusserte erstmals im Rahmen des Einspracheverfahrens Kritik an der Begutachtung durch Dr. Y.___ und machte geltend, seine Beurtei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">lung sei unseriös, er habe ihr zu einem „jüngeren Lover“ geraten und ihr mit</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">teilt, sie könne in einem halben Jahr, wenn sie die ganze Angelegenheit durch habe, gerne zu ihm in die Sprechstunde wechseln (vgl. Einsprache vom 26. Januar 2015, Urk. 9/10). Auffallend ist, dass sich die Beschwerdeführerin bis zur ablehnenden Verfügung vom 9. Januar 2015 (Urk. 9/8) nicht über die Begutachtungssituation bei Dr. Y.___ beschwert hat. Sodann sind auch dem Gutachten keine Hinweise zu entnehmen, welche zu den Vorwürfen der Beschwerdeführerin passen würden: Darin wurde sogar festgehalten, dass sich die Beschwerdeführerin während der Untersuchung wohl gefühlt habe und angefragt habe, ob sie zu Dr. Y.___ als Patientin wechseln könne - was dieser abgelehnt habe (Urk. 9/5 S. 4 „Untersuchung“). Aufgrund der Akten geht auch hervor, dass die gegenüber Dritten geäusserte Kritik an Dr. Y.___ kein Einzelfall ist, beschwerte sich die Beschwerdeführerin doch auch über ihren früheren behandelnden Psychiater (Dr. G.___; vgl. Urk. 1 S. 2 Ziff. 7 sowie auch Urk. 9/5 S. 1 Mitte). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Soweit die Beschwerdeführerin gestützt auf die Berichte der Ärzte der Z.___ gel</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tend macht, es sei auch nach dem 24. Oktober 2014 eine Arbeitsunfähigkeit aus psychiatrischer Sicht ausgewiesen, vermag dies die Beurteilung von Dr. Y.___ nicht in Frage zu stellen. Dr. Y.___ wies ausdrücklich auf die vordergründigen klimakterischen Beschwerden hin, von welchen sich keine rein psychiatrische Pathologie abheben würde. Dr. E.___ bestätigte, dass die Beschwerdeführerin unter den klimakterischen Beschwerden leiden würde (vgl. Bericht vom 6. März 2015, Urk. 9/18; vgl. auch fremdanamnestische Angaben Urk. 9/5 S. 2 oben). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Es fällt auf, dass sich die Ärzte der Z.___ </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sowohl betreffend Diagnosestellung als auch bezüglich Einschätzung der Arbeitsfähigkeit an den von der Beschwerde</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">führerin beschriebenen Symptomen orientiert</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">en</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">(Urk. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">9/20 S. 1 f. Ziff. 1</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">f</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">f.). </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Der erhobene Befund weicht nicht wesentlich von jenem ab, welcher durch </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Dr. Y.___</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> erhobenen wurde</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">. Letzterer legte jedoch nachvollziehbar dar, weshalb keine die Arbeitsfähigkeit einschränkende depressive Störung vorliegt und er wies auf die festgestellte Aggravation hin.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Die </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">von den Ärzten der Z.___ gestellte </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Diagnose einer rezidivierenden depressiven Episode gegenw</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ä</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rtig mittelgradige Episode </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">- welche seit 2013 bestehen solle - </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ist</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> daher nicht nachvollziehbar.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Damit fehlt es am Begründungsfundament für die postulierte 90%ige Arbeits</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">unfähigkeit.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">I</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">n BGE 141 V 281 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">hielt das Bundesgericht</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> diesbezüglich</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Folgendes fest (E. 3.7.1): Medizinisch-psy</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">chiatrisch nicht begründbare Selbsteinschätzun</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gen und -limitierungen, wie sie, gerichts</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">noto</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">risch, ärztlicherseits sehr oft unterstützt werden - wobei erst noch häufig gar keine konsequente Behandlung stattfindet -, sind auch künftig nicht als invalidisierende Gesundheitsbeein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">trächtigung anzuerkennen.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die Ärzte der Z.___ liessen sodann auch die von der Beschwerdeführerin geschil</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">derten psychosozialen Belastungsfaktoren in ihre Beurteilung einfliessen, wel</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">che sie als „symptomerhaltend“ einschätzten (Urk. 9/20 S. 2 Ziff. 6).</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">B</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ei Berichten von behandelnden Ärzten ist ohnehin </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">der Erfahrungstatsache Rech</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">nung zu tragen, dass diese mitunter im Hinblick auf ihre auftragsrechtliche Vertrauensstellung im Zweifelsfall eher zu Gunsten ihrer Patienten aussagen (BGE 125 V 351 E. 3a/cc mit weiteren Hinweisen). </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">U</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">nter Beachtung der Diver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">genz von medizinischem Be</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">h</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">andlungs- und Abklärungsauftrag</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> kann es nicht angehen, eine medizinische Administrativ- oder Gerichtsexpertise stets dann in Frage zu stellen und zum Anlass weiterer Abklärungen zu nehmen, wenn die behandelnden Ärzte nachher zu unterschiedlichen Einschätzungen gelangen oder an vorgängig geäusserten abweichenden Auffassungen festhalten. Anders verhält es sich hingegen, wenn die behandelnden Ärzte objektiv feststellbare Gesichtspunkte vorbringen, wel</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">che im Rahmen der psychiatrischen Begutach</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tung unerkannt geblieben und ge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">eignet sind, zu einer abweichenden</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> Beurtei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">lung zu führen (Urteil des Bundesge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">richts </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">8C_</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">945</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">/200</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">9 vom 23. September 2010 E. 5 mit weiteren Hinweisen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Dies ist vorliegend nicht der Fall.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">4.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Einwendungen der Beschwerdeführerin vermögen an diesem Beweisergebnis nichts zu ändern, insbesondere ist ihr Hinweis auf die Schmerzrechtsprechung des Bundesgerichtes (vorstehend E. 2.2) nicht sachdienlich, da vorliegend keine Schmerzproblematik geltend gemacht wird und eine behauptete depressive Störung ohnehin nicht von der durch die Beschwerdeführerin erwähnten Rechtsprechung betroffen wäre. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Demnach hat als erstellt zu gelten, dass spätestens zum Zeitpunkt der Begutach</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tung durch Dr. Y.___ am 18. September 2014 aus psychiatrischer Sicht keine Arbeitsunfähigkeit mehr vorlag. Aus somatischer Sicht war eine bis zum 24. Oktober 2014 andauernde Arbeitsunfähigkeit belegt und unbestritten. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Nicht zu prüfen sind im Übrigen die im Rahmen des Beschwerdeverfahrens ein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gereichten medizinischen Berichte zur geltend gemachten Schilddrüsenproble</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">matik, einer Frozen Shoulder links und des behandelten Lipoms (vorstehend E. 3.4), da das Datum des angefochtenen Einspracheentscheids vom 2. Juni 2015 die zeitliche Grenze der richterlichen Überprüfungsbefugnis bildet (BGE 131 V 9 E. 1, 130 V 445 E. 1.2, 122 V 77 E. 2b, je mit Hinweis). Sollte sich der Gesundheitszustand der Beschwerdeführerin nach Erlass des Einspracheent</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">schei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">des verschlechtert haben und die Voraussetzungen für einen erneuten Anspruch auf Krankentaggeld erfüllt sein, wäre dem im Rahmen eines neuen Verwaltungsverfahrens Rechnung zu tragen.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Soweit die Beschwerdeführerin jedoch meint, ihre bisherige psychische Proble</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ma</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tik finde im Rahmen einer Schilddrüsen-Unterfunktion eine Erklärung, ist darauf hinzuweisen, dass die labormedizinisch festgestellten Werte jeweils im normalen Referenzbereich lagen (vgl. Urk. 27/2-3) und damit gestützt auf die eingereichten Unterlagen nicht ausgewiesen ist, dass die Beschwerdeführerin an einer Schilddrüsenproblematik leidet. Es kann daher in antizipierter Beweiswür</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">di</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gung auf weitere Abklärungen diesbezüglich verzichtet werden (BGE 127 V 491 E. 1b S. 494 mit Hinweisen). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">4.4</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Nicht zweckdienlich sind sodann die Angaben der Beschwerdeführerin zu den erwirtschafteten Geschäftszahlen (Urk. 1 S. 2 Mitt</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">e). </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Ein Taggeldanspruch setzt zwar auch</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> eine durch den Versiche</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rungsfall bedingte finanzielle Einbusse voraus. Der entgangene Ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">dienst beurteilt sich nach der durch den Versiche</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rungsfall verursachten Erwerbseinbusse während der Arbeitsunfähigkeits</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">pe</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rio</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">de, für die Taggeld bean</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sprucht wird. Es kommt mithin darauf an, was die ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">si</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">cherte Person verdient hätte, wenn sie nicht krank und arbeitsunfähig gewor</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">den wäre. Der vor dem Eintritt der Arbeitsunfä</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">higkeit er</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">zielte Lohn ist für die Bemessung des Erwerbsausfalls in der Regel ein ent</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">schei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">dendes Indiz (Eug</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ster, Krankenversicherung, in: SBVR, Soziale Sicherheit, 3. Aufl. 2016</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">, S. 842 Rz 1464 f.).</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Vorliegend fehlt es jedoch bereits an einer nach dem 24. Oktober 2014 ausgewiesenen Arbeitsunfähigkeit, weshalb darauf nicht weiter einzuge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">hen ist. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">4.5</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Nach dem Gesagten ist nicht zu beanstanden, dass die Beschwerdegegnerin die Taggeldleistungen per 24. Oktober 2014 eingestellt hat. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Beschwerde ist demzufolge abzuweisen. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Heading3"><span class="Normal Heading3">Das Gericht erkennt:</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span class="Normal Dispotext DispoHngend">1.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Die </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Beschwerde</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend"> wird abgewiesen.</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span class="Normal Dispotext DispoHngend">2.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Das Verfahren ist kostenlos.</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span class="Normal Dispotext DispoHngend">3.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Zustellung gegen Empfangsschein an:</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">X.___</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">SWICA Krankenversicherung AG unter Beilage einer Kopie von Urk. 36-38</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Bundesamt für Gesundheit</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">4.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Gegen diesen Entscheid kann innert </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">30 Tagen</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"> seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundes</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">gesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 15. Juli bis und mit 15. August sowie vom 18. Dezember bis und mit dem 2. Januar (Art. 46 BGG).</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">stellen.</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweis</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">mittel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthal</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">ten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat (Art. 42 BGG).</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><br/></p><p class="Normal Heading3"><span class="Normal Heading3">Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich</span></p><p><br/></p><p>Der VorsitzendeDie Gerichtsschreiberin</p><p><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p>MosimannFonti</p><p><br/></p><p></p></div> </div></body></html>