<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.1999.00351</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="https://vgrzh.djiktzh.ch/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=https://vgrzh.djiktzh.ch&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=105770&amp;W10_KEY=4467149&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.1999.00351</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 30.10.2000</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">4. Abteilung/4. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Ãbriges Verwaltungsrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Studiengebühren</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b><br/>Universitäre Studiengebühren:<br/>Zulässigkeit, insbes. Vereinbarkeit mit dem UNO-Pakt I ("Zugänglichmachung des Hochschulunterrichts, insbes. durch allmähliche Einführung der Unentgeltlichkeit"):<br/><br/>Legitimation einer studentischen Fachorganisation und von Studierenden (E. 2). Unzulässigkeit von Anträgen, mit denen eine abstrakte Normenkontrolle angestrebt wird (E. 3). Rechtsgrundlagen für die Erhebung von universitären Studiengebühren (E. 5a); UNO-Pakt I (E. 5b).<br/>Jüngste bundesgerichtliche Rechtsprechung zu den Gebühren im Fachhochschulbereich, wonach die nicht justiziable UNO-Pakt-Verpflichtung der Einführung neuer Gebühren nicht entgegensteht (E. 6). Angesichts abweichender Lehrmeinungen kann allerdings durchaus in Erwägung gezogen werden, ob die UNO-Pakt-Norm nicht insofern einen justiziablen Kern aufweist, als gerade dem Inhalt der Norm entgegengesetzte Anordnungen im Raum stehen (E. 7a). Insgesamt ist der bundesgerichtlichen Rechtsprechung zu folgen (E. 7b-d).<br/>Abweisung der Beschwerde.</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: Besonderes Verwaltungsrecht (ohne...) ST: ERZIEHUNG, BILDUNG, WISSENSCHAFT">ERZIEHUNG, BILDUNG, WISSENSCHAFT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: Abgaberecht ST: GEBÃHREN">GEBÃHREN</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: JUSTIZIABILITÃT">JUSTIZIABILITÃT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: LEGITIMATION">LEGITIMATION</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: SEMESTERGEBÃHR">SEMESTERGEBÃHR</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: STUDIENGEBÃHREN">STUDIENGEBÃHREN</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: UNIVERSITÃT">UNIVERSITÃT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: UNO-PAKT">UNO-PAKT</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade">§ 41 lit. I UniversitÃ¤tsG</span><br/><span class="gerade">§ 46 lit. VI UniversitÃ¤tsG</span><br/><span class="ungerade">Art. 13 lit. II c UNO-Pakt I</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 2 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Einzug1"><span>I.A. Am 18. MÃ¤rz 1999 stellten die studentische Organisation Y. sowie sie­ben an der UniversitÃ¤t ZÃ¼rich immatrikulierte Studierende bei der Kasse der Lehranstalt im Wesentlichen die AntrÃ¤ge (act. --), es seien den Studierenden fÃ¼r die BenÃ¼tzung der Uni­versitÃ¤t mit Wirkung ab Sommersemester 1999 keine GebÃ¼hren mehr aufzuerlegen (An­trag 1), eventualiter seien sie wieder auf den Stand vor dem Inkrafttreten des Interna­tiona­len Paktes Ã¼ber wirtschaftliche, soziale und kulturelle Rechte vom 16. Dezember 1966 (UNO-Pakt I, SR 0.103.1; fÃ¼r die Schweiz verbindlich ab 18. Septem­ber 1992) festzuset­zen (Antrag 2). Ferner seien die in den vorherigen Semestern zu Unrecht abverlangten BeitrÃ¤ge den Mitgliedern der studentischen Organisation Y. sowie den sieben Studierenden zurÃ¼ckzu­erstatten (An­trag 3), und es sei davon Vormerk zu nehmen, dass die GebÃ¼hren fÃ¼r das Sommersemester 1999 und allfÃ¤llige weitere Semester lediglich unter dem Vorbehalt der RechtsbestÃ¤ndig­keit bezahlt wÃ¼rden (Antrag 4).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Bereits frÃ¼her gelangten die studentische Organisation Y. und andere Studierende mit Ã¤hnlich lautenden AntrÃ¤­gen an den Regierungsrat. Dieser trat am 10. September 1997 auf das Gesuch nicht ein. Eine dagegen erhobene staatsrechtliche Beschwerde wies das Bundesgericht mit Ent­scheid vom 6. November 1998 ab, soweit es auf sie eintrat (act. -- = ZBl 101/2000, S. 471). In den ErwÃ¤gungen hielt es fest, ein solches Gesuch sei an die Kasse bzw. das Rektorat der Uni­versitÃ¤t zu richten. Ein Entscheid dieser Stellen sei anschliessend auf dem innerkanto­nalen Instanzenzug weiterzuziehen (E. 3b/c).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>B. Mit VerfÃ¼gung vom 27. April 1999 (act. --) trat die UniversitÃ¤tsleitung auf die AntrÃ¤ge 1 bis 3 nicht ein und nahm davon Kenntnis, dass die antragstellenden Personen die Bezahlung der aktuellen und zukÃ¼nftigen GebÃ¼hren von ihrer RechtsbestÃ¤ndigkeit ab­hÃ¤n­gig machten. Sie bezog sich auf die Rechtslage gemÃ¤ss dem regierungsrÃ¤tlichen Be­schluss Ã¼ber die Festsetzung der Kollegiengeldpauschale und Semesterbeitrag an der Uni­versitÃ¤t ZÃ¼rich vom 23. Juni 1993/10. Januar 1996 (StudiengebÃ¼hrenbeschluss, LS 415.321). Die­ser Beschluss verletze nicht offensichtlich Ã¼bergeordnetes Recht und sei vom Bundesge­richt Ã¼berprÃ¼ft worden (BGE 120 Ia 1), weshalb gestÃ¼tzt darauf GebÃ¼hren zu erheben seien. Eine RÃ¼ckerstattung frÃ¼her bezahlter GebÃ¼hren scheitere daran, dass sich die Betrof­fenen bereits damals dagegen hÃ¤tten wehren mÃ¼ssen. (Die Erledigung durch Nichteintreten wurde in der Rekursantwort vom 17. Juni 1999 [act. --] in eine Erledigung durch Abwei­sung umgeÃ¤ndert.)</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>II. Ein am 6. Mai 1999 dagegen erhobener Rekurs (act. --) wies die Rekurskom­mis­sion der UniversitÃ¤t ZÃ¼rich mit Beschluss vom 25. Oktober 1999 (act.--) ab.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>III.A. Am 15. November 1999 erhoben die antragstellenden Personen Beschwerde beim Verwaltungsgericht, und zwar mit folgenden AntrÃ¤gen (act. --):</span></p> <p class="Einzug1"><span>"formell</span></p> <p class="Einzug1"><span>1. Der Beschluss der Rekurskommission sei aufzuheben;</span></p> <p class="Einzug1"><span>2. der Entscheid der UniversitÃ¤tsleitung sei aufzuheben, insoweit dieser sich auf die dort gestellten AntrÃ¤ge 1 bis 3 bezieht;</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>materiell:</span></p> <p class="Einzug1"><span>3. es sei festzustellen, dass vor dem 31. MÃ¤rz 1994 an der UniversitÃ¤t ZÃ¼rich in rechtlicher Hinsicht keine StudiengebÃ¼hren bestanden haben;</span></p> <p class="Einzug1"><span>4. es sei festzustellen, dass der Beschluss des Regierungsrates vom 23. Juni 1993 (publiziert 31. MÃ¤rz 1994), mit welchem unter anderem StudiengebÃ¼hren von Fr. 600.- je Semester festgesetzt worden sind, gegen Art. 13 Abs. 2 lit. c UNO-Pakt I verstÃ¶sst;</span></p> <p class="Einzug1"><span>5. es sei festzustellen, dass Art. 13 Abs. 2 lit. c UNO-Pakt I in FÃ¤llen, in welchen Schulgelder oder StudiengebÃ¼hren neu eingefÃ¼hrt oder erhÃ¶ht werden, self-exe­cuting ist;</span></p> <p class="Einzug1"><span>6. es seien den Studierenden fÃ¼r die BenÃ¼tzung der UniversitÃ¤t mit Wirkung ab Sommersemester 1999 keine GebÃ¼hren mehr aufzuerlegen;</span></p> <p class="Einzug1"><span>7. eventualiter seien die StudiengebÃ¼hren inkl. NebengebÃ¼hren (Kollegiengeldpau­schale, weitere SemestergebÃ¼hren) an der UniversitÃ¤t ZÃ¼rich ab Sommerseme­ster 1999 wieder auf den Stand vor dem Inkrafttreten des UNO-Pakts I fÃ¼r die Schweiz (18. September 1991) festzusetzen;</span></p> <p class="Einzug1"><span>8. und es seien den BeschwerdefÃ¼hrern, insbesondere auch den Mitgliedern des BeschwerdefÃ¼hrers 1 [Y.], die in den vorherigen Semestern zu Unrecht abverlangten BetrÃ¤ge zurÃ¼ckzuerstatten;</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>unter Kosten- und EntschÃ¤digungsfolgen."</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Mit Eingaben vom 13./14. Dezember 1999 (act. --) bzw. vom 31. Januar/1. Februar 2000 (act. --) beantragten die Vorinstanz bzw. die UniversitÃ¤tsleitung vollumfÃ¤ngliche Ab­weisung der Beschwerde unter Kostenfolge.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>B. Am 11. Februar 2000 ersuchte das Gericht die Direktion fÃ¼r VÃ¶lkerrecht (Bern), die Haltung der BundesbehÃ¶rden im Zusammenhang mit dem UNO-Pakt I zu dokumentie­ren (act. --). Nach Eingang der Unterlagen am 29. Mai 2000 (act. --) nahmen innerhalb der angesetzten Frist die BeschwerdefÃ¼hrenden mit Eingabe vom 7. August 2000 Stellung zur AktenergÃ¤nzung (act. --). Mit Schreiben vom 22. August 2000 verzichtete die Be­schwer­degegnerin auf eine ergÃ¤nzende Stellungnahme (act. --).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Das Verwaltungsgericht zieht in ErwÃ¤gung:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>1. Das Verwaltungsgericht entscheidet grundsÃ¤tzlich Ã¼ber Beschwerden gegen Ent­scheide der Rekurskommission der UniversitÃ¤t ZÃ¼rich (§ 46 Abs. 6 des Gesetzes Ã¼ber die UniversitÃ¤t ZÃ¼rich vom 15. Mai 1998 [UniversitÃ¤tsG, LS 415.11]). Die Beschwerde richtet sich gegen einen Rekursentscheid dieser Rechtsmittelinstanz im Bereich der StudiengebÃ¼h­ren. Eine solche Streitigkeit ist vom Verwaltungsgericht als letzter kantonaler Instanz zu beurteilen (§ 41 in Verbindung mit § 43 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959/8. Juni 1997 [VRG, 175.2]). Auf die Beschwerde ist somit einzutreten.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1">2. a) Die Legitimation der beschwerdefÃ¼hrenden <span>studentischen Organisation Y. </span>misst sich nach § 70 in Verbindung mit § 21 lit. a VRG. Da­nach ist zur Rechtsmittel-erhebung berechtigt, wer durch die angefochtene An­ord­nung be­rÃ¼hrt ist und ein schutz-wÃ¼rdiges Interesse an deren Ãnderung oder Aufhebung hat. Da die <span>studentische Organisation Y.</span> un­be­strit­ten <a id="Text31">selber nicht direkt von der streitigen GebÃ¼hrenfrage betroffen </a>war, ist seine Beschwerdebefugnis nur dann ge­ge­ben, wenn die Vor­aus­set­zun­gen der "egoisti­schen" Verbandsbeschwerde erfÃ¼llt sind (Alfred KÃ¶lz/JÃ¼rg Bosshart/Martin RÃ¶hl, Kom­mentar zum Verwaltungsrechts-pflegegesetz des Kantons ZÃ¼rich, 2. A., ZÃ¼rich 1999, § 21 N. 50; Ul­rich HÃ¤­fe­lin/Georg MÃ¼l­ler, Grundriss des Allgemeinen Verwaltungsrechts, 3. A., ZÃ¼­rich 1998, Rz. 1382 ff.). Eine sogenannte "ideelle" Verbandsbe­schwer­de, wie sie fÃ¼r Hei­mat­schutz‑, Naturschutz‑ oder UmweltschutzverbÃ¤nde in den be­tref­fen­den Spe­zial­ge­set­zen zur Wahrung Ã¶ffentlicher Interessen ausdrÃ¼cklich vorgesehen ist, fÃ¤llt hier von vorn­her­ein aus­ser Betracht. Die "ego-istische" Verbandsbeschwerde soll ei­nem Ver­band er­lau­ben, im ei­ge­nen Namen, aber im Interesse seiner Mitglieder vorzuge­hen. Sie setzt vor­aus, dass der Ver­band eine juristische Person ist und ge­mÃ¤ss seinen Statuten zur Wahrung der betroffenen In­ter­es­sen sei­ner Mit­glieder be­ru­fen ist, dass die schutzwÃ¼rdigen Interessen aller oder zumin­dest ei­ner gros­sen An­zahl von Mit­glie­dern be­rÃ¼hrt sind und dass die be­troffenen Mitglieder selbst zur Be­schwer­de le­gi­ti­miert sind (KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 21 N. 51 f.; RB 1983 Nr. 9). Diese Vor­aussetzungen sind vorliegend erfÃ¼llt, da es sich bei<span> Y.</span> gerichtsnotorisch um eine studentische Organisation handelt (hinsichtlich des Fach­vereins Medizin als studentischer Organisation: VGr, 19. August 1998, VB.1998.00148 betr. Im­matrikulationspflicht, ZR 1999 Nr. 14 E. 2a).</p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) Die sieben an der UniversitÃ¤t ZÃ¼rich immatrikulierten Studierenden sind ohne weiteres zur Beschwerdeerhebung berechtigt, soweit es um die von ihnen zu entrichtenden StudiengebÃ¼hren ab dem Zeitpunkt der Einreichung ihres Gesuchs bei der Kasse der Uni­versitÃ¤t am 18. MÃ¤rz 1999, mithin also fÃ¼r die GebÃ¼hren ab Sommersemester 1999, geht.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>3. Es fragt sich, ob die BeschwerdeantrÃ¤ge 3 bis 5 zulÃ¤ssig sind. Mit diesen Fest­stellungsantrÃ¤gen wird zum einen die RechtmÃ¤ssigkeit der StudiengebÃ¼hren vor der Publi­kation des StudiengebÃ¼hrenbeschlusses (publiziert am 31. MÃ¤rz 1994 [OS 52, 645]) in Frage gestellt (Antrag 3). Zum andern wird ausgehend vom behaupteten self-executing-Charakter von Art. 13 Abs. 2 lit. c UNO-</span>Pakt I die<span> Vereinbarkeit der StudiengebÃ¼hrenfest­setzung mit dieser Vertragsbestimmung bezweifelt (AntrÃ¤ge 4 und 5). Soweit damit die generelle Feststellung der Rechtswidrigkeit von StudiengebÃ¼hren angestrebt wird, sind diese AntrÃ¤ge unzulÃ¤ssig. Dies liefe nÃ¤mlich auf eine abstrakte Normenkontrolle hinaus, die jedoch dem Verwaltungsgericht allgemein nicht zusteht (im Zusammenhang mit dem in der nÃ¤mlichen Angelegenheit ergangenen Nichteintretensentscheid des Regierungsrats: BGE vom 6. November 1998 [act. -- = ZBl 101/2000, S. 471], E. 2b; KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 50 N. 115 f.; RB 1994 Nr. 6; VGr, 19. August 1998, VB.1998.00148 betr. Immatrikula­tionspflicht, </span>ZR 1999 Nr. 14 E. 3). AnknÃ¼pfungspunkt fÃ¼r die Beurteilung der Beschwerde ist primÃ¤r die konkrete Auferlegung von StudiengebÃ¼hren ab Sommersemester 1999, wie sie von Antrag 6 bzw. von Eventualantrag 7 umfasst wird. Davor kann lediglich eine ak­zes­sorische Kontrolle der zugrunde liegenden Normen vorgeschaltet werden (BGE vom 6. November 1998, a.a.O., E. 3b; KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 50 N. 117 ff.). Unter diesem Ge­sichtswinkel erweisen sich die Einwendungen der Vorinstanz <span>in ihrer Vernehmlassung vom 13./14. Dezember 1999 (act. --) als hinfÃ¤llig, wonach die Feststellungsbegehren 1 ‑ 3 erstmals in der Beschwerde gestellt wÃ¼rden und sie zu einer in diesem Sinn weiter gehen­den PrÃ¼fung damals keine Veranlassung gehabt habe.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>4. a) Die Vorinstanz hÃ¤lt in ihrem Rekursentscheid zunÃ¤chst fest, dass die Univer­sitÃ¤tsleitung beim Erlass der angefochtenen VerfÃ¼gung und der dabei zu untersuchenden Frage der Vereinbarkeit der StudiengebÃ¼hren mit § 13 Abs. 2 lit. c UNO-Pakt I sich im Rahmen des ihr zustehenden akzessorischen PrÃ¼fungsrechts bewegt habe. Sie habe dabei die konkrete Normenkontrolle korrekt vorgenommen, wenn sie sich angesichts der teilwei­se auseinander gehenden Meinungen Ã¼ber den Gehalt der genannten Pakt-Bestimmung an die Praxis des Bundesgerichts gehalten habe. Danach sei § 13 Abs. 2 lit. c UNO-Pakt I zu wenig bestimmt, um eine unmittelbare Anwendbarkeit zu beanspruchen (BGE 120 Ia 1). Auch die Rekurskommission dÃ¼rfe in ihrer Funktion als Rechtsmittelinstanz anlÃ¤sslich der ÃberprÃ¼fung von VerfÃ¼gungen die RechtmÃ¤ssigkeit der zugrunde liegenden Normen Ã¼ber­prÃ¼fen. Dabei habe sie sich jedoch eine gewisse ZurÃ¼ckhaltung aufzuerlegen. Sie bejahe jedoch wie die UniversitÃ¤tsleitung die RechtmÃ¤ssigkeit der ErhÃ¶hung der Kollegiengeld­pauschale gemÃ¤ss dem StudiengebÃ¼hrenbeschluss.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>b) aa) Die BeschwerdefÃ¼hrenden knÃ¼pfen in ihrer BegrÃ¼ndung an der Kritik durch Lehre und UNO-Komitee fÃ¼r wirtschaftliche, soziale und kulturelle Rechte an, die dem bundesgerichtlichen Entscheid vom 11. Februar 1994 (BGE 120 Ia 1) erwachsen ist (act. -). Das Gericht habe die damalige ErhÃ¶hung der zÃ¼rcherischen UniversitÃ¤tsstu­dien­gebÃ¼hren auch unter dem Gesichtswinkel des UNO-Pakts I als zulÃ¤ssig erachtet. Bis zum Inkrafttre­ten des UNO-Pakts fÃ¼r die Schweiz am 18. September 1991 (recte: 1992) habe es mangels Publikation eines entsprechenden Beschlusses keine gÃ¼ltige Festsetzung von Studienge­bÃ¼hren gegeben (Ziff. 18). Mit dem Inkrafttreten des UNO-Pakts I wider­spreche die ErhÃ¶­hung der StudiengebÃ¼hren diesem hÃ¶heren Recht. Der UNO-Pakt I weise nÃ¤mlich nicht lediglich programmatischen Charakter auf. Hinsichtlich der StudiengebÃ¼hren folge aus ihm ein Individualanspruch, diese nicht zu erhÃ¶hen (Ziff. 19-21). Indem sich die Vorinstanzen nicht hinlÃ¤nglich mit den materiellen Aspekten des Rechtsstreites auseinan­der gesetzt hÃ¤t­ten, hÃ¤tten sie eine Rechtsverweigerung begangen (Ziff. 22 S. 18 f.). Die Rekurskommis­sion habe zudem die Frage der JustiziabilitÃ¤t und diejenige der abstrakten ZulÃ¤ssigkeit der ErhÃ¶hung der StudiengebÃ¼hren unzulÃ¤ssigerweise miteinander vermischt (Ziff. 22 S. 20). Der vÃ¶lkerrechtliche Grundsatz "pacta sunt servanda" ziehe auf jeden Fall eine MÃ¶glichkeit der ÃberprÃ¼fung der Ãbereinstimmung innerstaatlicher Akte mit dem VÃ¶lkerrecht nach sich, unabhÃ¤ngig davon, ob tatsÃ¤chlich ein klagbares Individualrecht be­stehe (Ziff. 22 S. 21). Ein Ermessen in der Frage der ErhÃ¶hung der StudiengebÃ¼hren beste­he nur zugun­sten einer Besserstellung der Rechtsunterworfenen; eine Schlechterstellung sei nicht mÃ¶g­lich (Ziff. 22 S. 22). Der Anspruch auf RÃ¼ckerstattung der GebÃ¼hren sei ausge­wiesen (Ziff. 22 S. 22).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>bb) In der Stellungnahme zur AktenergÃ¤nzung (act. --) setzen sich die Beschwerde­fÃ¼hrenden einlÃ¤sslich mit den Dokumenten auseinander, welche die Direktion fÃ¼r VÃ¶lker­recht dem Gericht zugestellt hat. Einleitend wird festgehalten, dass der Wortlaut von Art. 13 Abs. 2 lit. c UNO-Pakt I in den fÃ¼r die Auslegung massgeblichen Sprachen es aus­schliesse, anstelle der fortschreitenden EinfÃ¼hrung der Unentgeltlichkeit andere Mittel zu verwenden (Ziff. 2). Die Stellungnahmen der BundesbehÃ¶rden seien insgesamt wenig aus­sagekrÃ¤ftig und ungenau (Ziff. 3-5 mit Hinweis auf act. --). Die BeschwerdefÃ¼h­renden un­terstreichen die Kritik an der Umsetzung des UNO-Paktes I durch die Schweiz, wie sie anlÃ¤sslich der Beratung des zustÃ¤ndigen UN-Komitees im Rahmen des Berichter­stattungs­verfahrens der LÃ¤nder geÃ¤ussert wurde (Ziff. 8 f. mit Hinweis auf act. --). Sie nehmen Be­zug auf die Schlussbemerkungen, wonach Art. 13 UNO-Pakt I ge­eignet sei, unmittelbar angewendet zu werden (Ziff. 10 mit Hinweis auf act. --). Aus dem Generalkommentar gehe hervor, dass es keine Alternative zur generellen Unentgelt­lichkeit gebe und rÃ¼ckwÃ¤rts ge­wandte Massnahmen grundsÃ¤tzlich unzulÃ¤ssig seien (Ziff. 11-13 mit Hinweis auf act. --). </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>c) In der Beschwerdeantwort (act. --) verweist die UniversitÃ¤tsleitung auf die Aus­fÃ¼hrungen in ihrer Rekursantwort (act. --) sowie auf ein von ihr zwischenzeitlich einge­hol­tes Gutachten (act. --).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>aa) In der Rekursantwort ist festgehalten, dass die Erhebung von SemestergebÃ¼hren eine genÃ¼gende Grundlage im SemestergebÃ¼hrenbeschluss und UniversitÃ¤tsgesetz hÃ¤tten. Art. 13 Abs. 2 lit. c UNO-Pakt I sei eine Bestimmung mit lediglich programmatischen Charakter. Die Unentgeltlichkeit des Studiums bilde nur eine MÃ¶glichkeit, um das Ziel des UNO-Pakts I zu erreichen. Eine ErhÃ¶hung der StudiengebÃ¼hren sei zulÃ¤ssig, wenn zugleich flankierende Massnahmen ergriffen wÃ¼rden. Die ZugÃ¤nglichkeit zu den Hochschulen werde auch durch die Stipendienregelung im Kanton ZÃ¼rich gewÃ¤hrleistet. Danach wÃ¼rden die gesamten Studiengelder als individueller Zuschlag bei der Berechnung der Stipendien und Darlehen hinzugerechnet.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>bb) Der Gutachter, X, Ordinarius fÃ¼r Strafrecht und Strafpro­zess­recht an der Uni­versitÃ¤t ZÃ¼rich, unterscheidet zwischen dem materiellen Gesichtspunkt der Vereinbarkeit der GebÃ¼hrenerhÃ¶hung mit dem UNO-Pakt I und dem formellen Aspekt, ob aus dem UNO-Pakt I ein Anspruch folge, der vor schweizerischen Gerichten durchge­setzt werden kÃ¶nne (S. 2). Eine Analyse von BGE 120 Ia 1 ergebe, dass das Bundesge­richt zum ersten Punkt ‑ zum Inhalt der Bestimmung ‑ nicht Stellung bezogen habe (S. 3). Der Gutachter be­schrÃ¤nkt sich seinerseits auf die Diskussion der JustiziabilitÃ¤t. Nach WÃ¼r­digung der im bisherigen Verfahren angefÃ¼hrten Ãusserungen zu dieser Rechtsfrage legt er bezogen auf die Frage der GebÃ¼hrenerhÃ¶hung dar, dass auf internationaler Ebene kein eini­germassen justizielles Verfahren zur VerfÃ¼gung stehe, in welchem die im UNO-Pakt I ver­bÃ¼rgten Rechte verbindlich konkretisiert wÃ¼rden (S. 8). Im vorliegenden Fall gehe es bei Art. 13 Abs. 2 lit. c UNO-Pakt I darum, den Hochschulunterricht jedermann zugÃ¤nglich zu ma­chen. Es bestehe ein grosser Ermessensspielraum, wobei <i>ein </i>Mittel zur Erreichung die­ses Ziels im Text bereits erwÃ¤hnt sei durch die Formulierung "insbesondere durch allmÃ¤h­liche EinfÃ¼hrung der Unentgeltlichkeit". Aus dem sprachlichen Kontext kÃ¶nne aber nicht der Schluss gezogen werden, die Unentgeltlichkeit sei die einzige MÃ¶glichkeit als Mindest­standard. Vielmehr sei der Ansicht zu folgen, wonach sogar GebÃ¼hrenerhÃ¶hungen zulÃ¤ssig seien, wenn im Gegenzug zusÃ¤tzliche andere Massnahmen ergriffen wÃ¼rden (S. 9 f.). Fer­ner sei die Situation der Studierenden insgesamt zu untersuchen und festzustellen, welche Rolle dabei der HÃ¶he der StudiengebÃ¼hr zukomme (S. 10). Zusammenfassend sprÃ¤chen jedenfalls gewichtige GrÃ¼nde dagegen, dass Art. 13 Abs. 2 lit. c UNO-Pakt I unmittelbar vor Gerichten angerufen werden kÃ¶nne (S. 10 f.).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>5. a) Nach § 41 Abs. 1 Satz 1 UniversitÃ¤tsG (in Kraft seit 1. Oktober 1998 [OS 54, 672]) setzt der UniversitÃ¤tsrat Immatrikulations-, Semester- und PrÃ¼fungsgebÃ¼hren fest. GemÃ¤ss StudiengebÃ¼hrenbeschluss (letztmals geÃ¤ndert am 10. Januar 1996 [OS 53, 325]) betrÃ¤gt die Kollegiengeldpauschale fÃ¼r Studierende Fr. 600.- je Semester; fÃ¼r andere Uni­versitÃ¤tsangehÃ¶rige (Auditoren, Doktoranden) sind tiefere und teilweise abgestufte AnsÃ¤tze festgesetzt (Ziffer I). Hinzu kommen SemesterbeitrÃ¤ge an den Akademischen Sportverband ZÃ¼rich, an die Unfallkasse und zur Finanzierung von studentischen AnlÃ¤ssen von insge­samt Fr. 24.50 (Ziffer II). Dieser Beschluss des Regierungsrats wurde vor Inkrafttreten des UniversitÃ¤tsgesetzes gefasst und stÃ¼tzte sich auf das damals geltende Gesetz Ã¼ber das ge­samte Unterrichtswesen vom 23. Dezember 1859. Dieses wurde vom Bundesgericht aus­drÃ¼cklich als hinreichende gesetzliche Grundlage erachtet (BGE 120 Ia 1 E. 2 f.). Der Be­schluss gilt nach der Ãbergangsbestimmung in § 49 Abs. 1 UniversitÃ¤tsG auch unter Herr­schaft des neuen UniversitÃ¤tsgesetzes weiter bis zum Erlass neuer Regelungen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) Die Schweiz hat mit Bundesbeschluss vom 13. Dezember 1991 (AS 1993, 724) den UNO-Pakt I vorbehaltlos genehmigt. Er ist am 18. September 1992 fÃ¼r die Schweiz in Kraft getreten (AS 1993, 725).</span></p> <span><br/> </span> <p class="Einzug1"><span>Art. 13 Abs. 2 lit. c UNO-Pakt I lautet:</span></p> <p class="Einzug1"><span>"Die Vertragsstaaten erkennen an, dass im Hinblick auf die volle Verwirklichung dieses Rechts [auf Bildung] der Hochschulunterricht auf jede geeignete Weise, ins­besondere durch allmÃ¤hliche EinfÃ¼hrung der Unentgeltlichkeit, jedermann gleicher­massen entsprechend seinen FÃ¤higkeiten zugÃ¤nglich gemacht werden muss."</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>In franzÃ¶sischer Sprache, die zu den fÃ¼r die Auslegung verbindlichen Sprachen ge­hÃ¶rt (Art. 31 Abs. 1 UNO-Pakt I), weist die Bestimmung folgenden Wortlaut auf:</span></p> <p class="Einzug1"><span>"Les Etats parties au prÃ©sent Pacte reconnaissent qu'en vue d'assurer le plein exer­cise de ce droit l'enseignement supÃ©rieur doit Ãªtre rendu accessible Ã tous en pleine Ã©galitÃ©, en fonction des capacitÃ©s de chacun, par tous les moyens appropriÃ©s et no­tamment par l'instauration progressive de la gratuitÃ©."</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>6. a) In einem Entscheid vom 22. September 2000 (2P.273/1999 = act. --) hatte sich das Bundesgericht mit der Vereinbarkeit der GebÃ¼hrenpflicht im Bereich der ZÃ¼rcher Fachhochschule mit Art. 13 Abs. 2 lit. b und c UNO-Pakt I zu befassen. Beanstandet wurde die EinfÃ¼hrung (also nicht lediglich die ErhÃ¶hung) von GebÃ¼hren. Das Bundesgericht er­wog, der BeschwerdefÃ¼hrer kÃ¶nne sich im Rahmen einer Staatsvertragsbeschwerde nur auf solche Normen berufen, welche unmittelbar anwendbar (self-executing) seien (E. 2b). Der UNO-Pakt I sei, vorbehÃ¤ltlich gewisser Ausnahmen, nicht direkt anwendbar, und die vÃ¶l­kerrechtlichen Verpflichtungen hÃ¤tten nur programmatischen Charakter. Dies werde auch von den Materialien zum Beitritt zum UNO-Pakt I sowie durch die bisherige Rechtspre­chung des Bundesgerichts bestÃ¤tigt (E. 2c). Unter Bezugnahme auf BGE 120 Ia 1 erklÃ¤rte das Bundesgericht, aus Art. 13 Abs. 2 lit. c UNO-Pakt I lasse sich kein individualrechtli­cher Anspruch auf eine bestimmte Begrenzung oder Reduktion allfÃ¤lliger GebÃ¼hren ablei­ten. FÃ¼r den Fall der ErhÃ¶hung oder WiedereinfÃ¼hrung von GebÃ¼hren hielt das Gericht nach Darlegung der kontroversen Lehrmeinungen daran fest, dass die Wahl der geeigneten Mittel dem Gesetzgeber anheimgestellt sei, damit das Ziel der Pakt-Norm erreicht werde, nÃ¤mlich den Hochschulunterricht jedermann zugÃ¤nglich zu machen (E. 2d/e). Im Ãbrigen sei es eine Frage des nationalen Rechts, ob bzw. wieweit die Normen des Paktes inner­staatlich als "self-executing" angerufen werden kÃ¶nnen. Auf internationaler Ebene gebe es als Durchsetzungsinstrument lediglich das Berichtssystem. Damit verbundene Stellung­nahmen kÃ¶nnten keine Verbindlichkeit fÃ¼r die Staaten beanspruchen (E. 2g). Ferner habe sich beim Zusammenschluss ehemals selbstÃ¤ndiger Lehranstalten zum Verbund der ZÃ¼r­cher Fachhochschule die GebÃ¼hrensituation nur gerade fÃ¼r die SchÃ¼lerschaft des ehemali­gen Technikums Winterthur verschlechtert. Insgesamt ergebe sich eine Erleichterung der GebÃ¼hrenlast, und zudem sei das Bildungsangebot im Bereich der Fachhochschulen ver­bessert worden. Im Vergleich zu anderen Bildungseinrichtungen (UniversitÃ¤t) sei die Bei­behaltung eines GebÃ¼hrenprivilegs fÃ¼r bloss einen einzigen Zweig der Fachhochschule unter dem Gesichtswinkel der Rechtsgleichheit fragwÃ¼rdig. Ausserdem sei zu berÃ¼cksich­tigen, dass die Schulgelder in der Schweiz nur einen relativ geringen Teil der Lebenshal­tungskosten der Studierenden ausmachten, unter UmstÃ¤nden Stipendien gewÃ¤hrt wÃ¼rden und fÃ¼r besondere FÃ¤lle die MÃ¶glichkeit vorgesehen sei, die GebÃ¼hren ganz oder teilweise zu erlassen. Weil die Gesamtheit der im Fachhochschulbereich getroffenen Massnahmen gewÃ¼rdigt werden mÃ¼sse, mangle es an der JustiziabilitÃ¤t (E. 3). Das Bundesgericht trat deshalb auf die staatsrechtliche Beschwerde nicht ein.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) Nach den bundesgerichtlichen ErwÃ¤gungen ist somit zusammengefasst entschei­dend, dass Art. 13 Abs. 2 lit. c UNO-Pakt I in jeder Hinsicht zu wenig bestimmt formuliert sowie demnach nicht justiziabel ist und daher im Verfahren der staatsrechtlichen Be­schwer­de keinen hinreichenden Beschwerdegrund darstellt. Aufgrund dieser prozessrecht­lichen Situation hatte sich das Bundesgericht ‑ wie bereits im Entscheid BGE 120 Ia 1 ‑ nicht weiter mit der materiellrechtlichen Frage zu befassen, ob und wieweit die angefoch­tene Regelung tatsÃ¤chlich im Widerspruch zur Pakt-Norm steht (BGE vom 22. September 2000 [act. --], E. 2g, 3b a.E.).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>7. a) Das Verwaltungsgericht hat sich bereits in einem Entscheid vom 19. August 1998 (VB.1998.00148 </span>betr. Immatrikulationspflicht, ZBl 101/2000, S. 152 = ZR 1999 Nr. 14, je E. 8)<span> in einem obiter dictum kurz zur Rechtsnatur von Art. 13 Abs. 2 lit. c UNO-Pakt I ausgesprochen und unter Verweis auf BGE 120 Ia 1 E. 5 auf dessen programmati­schen Charakter hingewiesen. Im damaligen Zusammenhang bestand jedoch keine Veran­lassung zu einer eingehenderen Untersuchung. Zahlreiche Lehrmeinungen haben sich al­lerdings kritisch mit der bundesgerichtlichen Rechtsprechung auseinandergesetzt (zitiert im BGE vom 22. September 2000 [act. --]; hervorzuheben namentlich Pius Gebert, Das Recht auf Bildung nach Art. 13 des UNO-Paktes Ã¼ber wirtschaftliche, soziale und kulturelle Rechte, St. Gallen 1996, insbes. S. 464; JÃ¶rg KÃ¼nzli/Walter KÃ¤lin, Die Bedeutung des UNO-Paktes Ã¼ber wirtschaftliche, soziale und kulturelle Rechte fÃ¼r das schweizerische Recht, in: Walter KÃ¤lin/Giorgio Malinverni/Manfred Nowak [Hrsg.], Die Schweiz und die UNO-Menschenrechtspakte, 2. A., Basel/Frankfurt a.M. 1997, S. 105 ff., 147 f. ‑ Im Wei­teren: JÃ¶rg Paul MÃ¼ller, Staatsrechtliche Rechtsprechung des Bundesgerichts der Jahre 1994 und 1995, in: ZBJV 132/1996, S. 691 ff., 717 f. [zu BGE 120 Ia 1]; Beatrice Wagner Pfeifer, Staatlicher Bildungsauftrag und staatliches Bildungsmonopol, in: ZBl 99/1998, S. 249 ff, 264 ff.; Urs Steimen, RechtsetzungsauftrÃ¤ge des Bundes an die Kantone, ZÃ¼­rich 1999, S. 91 ff.). Ebenso ergeben sich aus dem UN-Berichterstattungsverfahren und den dazu gehÃ¶rigen Materialien (act. --) kritische Hinweise zur Umsetzung des UNO-Pakts durch die Schweiz. Angesichts dessen kann durchaus in ErwÃ¤gung gezogen werden, ob Art. 13 Abs. 2 lit. c UNO-Pakt I nicht doch einen justiziablen Kern umfassen kann, je­den­falls soweit gerade dem Inhalt der Norm entgegengesetzte Anordnungen im Raum ste­hen. Die Frage der innerstaatlichen Umsetzung ‑ und damit verbunden auch die MÃ¶glich­keit eines justiziablen Kerns ‑ akzentuiert sich mit zunehmender Dauer der ZugehÃ¶rigkeit zu diesem Vertragswerk und in dem Masse, als nicht ersichtlich ist, ob und inwieweit tat­sÃ¤ch­lich hinreichende kompensatorische Leistungen erbracht werden, um der "allmÃ¤hli­chen EinfÃ¼hrung der Unentgeltlichkeit" bzw. der "l'instauration progressive de la gratuitÃ©" nÃ¤her zu kommen. Immerhin hat der Regierungsrat neulich festgehalten, dass eine ErhÃ¶­hung der StudiengebÃ¼hren im Hochschulbereich heute kaum in Betracht komme (Bericht und Antrag zum Postulat betreffend Anpassung der StudiengebÃ¼hren an allen Ã¶ffentlichen Schulen, fÃ¼r die ein Schulgeld erhoben wird, ABl ZH, Nr. 36 vom 8. September 2000, S. 1039).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) Das Bundesgericht hat aber in seinem Entscheid vom 22. September 2000 (act. -) die Frage der JustiziabilitÃ¤t eingehend geprÃ¼ft und ‑ im negativen Sinn ‑ geklÃ¤rt. Es hat dabei an den Entscheid BGE 120 Ia 1 und die seither ergangenen Entscheide (zitiert in E. 2c; zuletzt BGE 125 III 277 E. 2d, 123 II 472 E. 4d) angeknÃ¼pft und ist entgegenge­setzten Lehrmeinungen nicht gefolgt. Fehlt nach Ansicht des Bundesgerichts die Justizia­bilitÃ¤t bei einer erstmaligen <i>EinfÃ¼hrung</i> von GebÃ¼hren, so muss dies umso mehr (a maiore minus) bei einer ErhÃ¶hung bestehender GebÃ¼hren bzw. bei einer FortfÃ¼hrung des beste­henden GebÃ¼hrenniveaus gelten. Daher erÃ¼brigen sich fÃ¼r das Verwaltungsgericht diesbe­zÃ¼glich weitere ErÃ¶rterungen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>c) Entgegen den AusfÃ¼hrungen der BeschwerdefÃ¼hrenden (act. --) kann die Frage, ob eine Verletzung von Art. 13 Abs. 2 lit. c UNO-Pakt I vorliegt, nicht losgelÃ¶st von der Problematik der JustiziabilitÃ¤t beantwortet werden. Wird nÃ¤mlich einer Norm der justizia­ble Charakter abgesprochen, ist dies darauf zurÃ¼ckzufÃ¼hren, dass der Norminhalt zu wenig bestimmt ist. Trifft dies zu, so ist die angerufene Bestimmung auch nicht geeignet, als PrÃ¼­fungsmassstab zu dienen. Vielmehr ist in einem solchen Fall zu an­erkennen, dass das von der Norm verfolgte Ziel ‑ nÃ¤mlich den Hochschulunterricht auf jede geeignete Weise zu­gÃ¤nglich zu machen ‑ mit unterschiedlichen Mitteln erreicht werden kann. Insofern lÃ¤sst sich denn auch nicht feststellen, ob der StudiengebÃ¼hrenbeschluss dem Art. 13 Abs. 2 lit. c UNO-Pakt I widerspricht.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>d) Daran Ã¤ndert auch die verschiedentlich geÃ¤usserte Kritik an der Umsetzung im UN-Berichterstattungsverfahren, wie sie von den BeschwerdefÃ¼hrenden aufgezeigt wird (act. --), nichts. Einerseits liegt kein durchsetzba­rer Kontrollmechanismus durch Ã¼berstaat­liche Organe vor, und anderseits bestimmt das nationale Recht, wie der UNO-Pakt I inner­staatlich umzusetzen ist (BGE vom 22. Septem­ber 2000 [act. --], E. 2g).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>8. Geht also aus Art. 13 Abs. 2 lit. c UNO-Pakt I keine unmittelbar anwendbare Verpflichtung hervor, die einer Erhebung von StudiengebÃ¼hren sowie auch einer ErhÃ¶hung direkt entgegensteht, ist folglich die Beschwerde vollumfÃ¤nglich abzuweisen. ...</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>DemgemÃ¤ss entscheidet das Verwaltungsgericht:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>1. Die Beschwerde wird abgewiesen.</span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>...</span></p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>