Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche- rungsrecht vom 23. Januar 2020 (720 19 311 / 19) ____________________________________________________________________ Invalidenversicherung Erforderliche Abklärungen, um die Hilflosigkeit und die Notwendigkeit einer lebensprak- tischen Begleitung rechtsgenüglich zu beurteilen Besetzung Vizepräsident Christof Enderle, Kantonsrichter Beat Hersberger, Kantonsrichter Dieter Freiburghaus, Gerichtsschreiber Markus Schä- fer Parteien A.____, Beschwerdeführerin, vertreten durch Caroline Dreier, Rechtsanwältin, Neuarlesheimerstrasse 15, Postfach 435, 4143 Dornach gegen IV -Stelle Basel -Landschaft , Hauptstrasse 109, 4102 Binningen, Beschwerdegegnerin Betreff Hilflosenentschädigung A. Die 1973 geborene A.____ hatte sich am 30. Juli 2 013 unter Hinweis auf psychische Gesundheitsbeeinträchtigungen bei der Eidgenössischen Invalidenversicherung (IV) zum Bezug einer Invalidenrente und einer Hilflosenentschädigung angemeldet. Mit Verfügung vom 21. April 2017 sprach ihr die IV-Stelle Basel-Landschaft rückwirkend ab 1. Januar 2014 eine ganze Ren- te zu. Diese Verfügung erwuchs unangefochten in Rechtskra ft. Mit einer weiteren Verfügung Seite 2 http://www.bl.ch/kantonsgericht vom 17. Mai 2017 lehnte die IV-Stelle den Anspruch von A.____ auf eine Hilflosenentschädi- gung ab. Gegen diese Verfügung erhob die Versicherte B eschwerde beim Kantonsgericht, Ab- teilung Sozialversicherungsrecht (Kantonsgericht). Nachde m die IV-Stelle die angefochtene Verfügung vom 17. Mai 2017 mit einer neuen Verfügung vom 11. August 2017 lite pendente „zwecks Durchführung weiterer Abklärungen betreffend die Hilflosigkeit“ aufgehoben hatte, schrieb das Kantonsgericht das Beschwerdeverfahren mit Prä sidialbeschluss vom 26. Septem- ber 2017 (Verfahren-Nr. 720 17 196 / 1047) als gegenstandslos ab. Nach Vornahme weiterer Abklärungen lehnte die IV-Stel le - nach durchgeführtem Vorbescheid- verfahren - mit Verfügung vom 6. August 2019 einen An spruch von A.____ auf eine Hilflo- senentschädigung erneut ab. B. Gegen diese Verfügung erhob A.____, vertreten durch Rechtsanwältin Caroline Dreier, am 16. September 2019 Beschwerde beim Kantonsgericht, A bteilung Sozialversicherungsrecht (Kantonsgericht). Darin beantragte sie, es sei die angef ochtene Verfügung aufzuheben und es sei die Beschwerdegegnerin zu verpflichten, ihr auf d en frühestmöglichen Zeitpunkt eine Hilflo- senentschädigung mindestens mittleren Grades auszurichten. Eventualiter sei die angefochtene Verfügung aufzuheben und es seien ergänzende Sachverh altsabklärungen vorzunehmen, eventuell sei die Sache zur ergänzenden Sachverhaltsabklä rung an die Vorinstanz zurückzu- weisen. Im Weiteren seien ihr die unentgeltliche Proze ssführung und die unentgeltliche Verbei- ständung mit ihrer Rechtsvertreterin zu gewähren; unter o/e-Kostenfolge. C. Mit Verfügung vom 8. Oktober 2019 bewilligte das K antonsgericht der Beschwerdefüh- rerin gestützt auf die eingereichten Unterlagen für das vorliegende Beschwerdeverfahren die unentgeltliche Prozessführung und die unentgeltliche Verbeiständung mit Rechtsanwältin Caro- line Dreier als Rechtsvertreterin. D. In ihrer Vernehmlassung vom 18. November 2019 bea ntragte die IV-Stelle die Abwei- sung der Beschwerde. Das Kantonsgericht zieht i n E r w ä g u n g : 1. Gemäss Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG) vom 19. Juni 1959 können Verfügungen der kantonalen IV -Stellen direkt vor dem Versiche- rungsgericht am Ort der IV-Stelle angefochten werde n. Anfechtungsobjekt des vorliegenden Verfahrens bildet eine Verfügung der IV-Stelle Basel-Landschaft, sodass die örtliche Zuständig- keit des Kantonsgerichts Basel-Landschaft zu bejahen ist. La ut § 54 Abs. 1 lit. b des Gesetzes über die Verfassungs- und Verwaltungsprozessordnung (VPO ) vom 16. Dezember 1993 beur- teilt das Kantonsgericht als Versicherungsgericht als e inzige gerichtliche Instanz des Kantons Beschwerden gegen Verfügungen der kantonalen IV-Stel le. Es ist somit auch sachlich zur Be- handlung der vorliegenden Beschwerde zuständig. Auf die - im Übrigen frist- und formgerecht erhobene - Beschwerde der Versicherten vom 16. September 2019 ist demnach einzutreten. Seite 3 http://www.bl.ch/kantonsgericht 2. Die Versicherte beanstandet in ihrer Beschwerde, dass die IV-Stelle die angefochtene Verfügung nur sehr rudimentär begründet und sich zu vi elen, im Einwandverfahren vorgebrach- ten Argumenten nicht geäussert habe. Dies stelle eine Ve rletzung ihres Anspruchs auf rechtli- ches Gehör gemäss Art. 29 Abs. 2 der Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgenossen- schaft (BV) vom 18. April 1999 dar. Bei diesem Einwand der Beschwerdeführerin handelt es sich um eine Rüge formeller Natur. Sollte sich diese als begründet erweisen, kann dies zur Auf- hebung der angefochtenen Verfügung führen, ohne dass die Angelegenheit materiell beurteilt würde. Der betreffende Einwand ist darum eigentlich vorab zu prüfen (vgl. Urteil W. des Bun- desgerichts vom 3. Juni 2009, 8C_951/2008, E. 3). Wie im Folgenden zu zeigen sein wird, ist nun aber die angefochtene Verfügung - wenn auch aus anderen Gründen - ohnehin aufzuheben und die Angelegenheit zur weiteren Sachverhaltsabklärung und zur anschliessenden Neuverfü- gung an die IV-Stelle zurückzuweisen. Die Frage, ob h ier tatsächlich eine (unheilbare) Verlet- zung des rechtlichen Gehörs vorliegt, braucht unter diesen Umständen nicht näher geprüft zu werden und es kann von weiteren Erörterungen zu diese m formellen Einwand der Versicherten abgesehen werden. 3.1 Nach Art. 42 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Inva lidenversicherung (IVG) vom 19. Juni 1959 haben Versicherte mit Wohnsitz und gewöhnlichem Aufenthalt in der Schweiz, die hilflos sind, Anspruch auf eine Hilflosenentschädigung. L aut Art. 9 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG) vom 6. Oktober 2000 ist eine Per- son hilflos, die wegen der Beeinträchtigung der Gesund heit für alltägliche Lebensverrichtungen dauernd der Hilfe Dritter oder der persönlichen Übe rwachung bedarf. Als hilflos gilt ebenfalls eine Person, welche zu Hause lebt und wegen der Beein trächtigung der Gesundheit dauernd auf lebenspraktische Begleitung angewiesen ist (Art. 42 Abs. 3 IVG). 3.2 Das Gesetz unterscheidet zwischen schwerer, mittelsch werer und leichter Hilflosigkeit (Art. 42 Abs. 2 IVG). Die Hilflosigkeit gilt als leicht , wenn die versicherte Person trotz der Abga- be von Hilfsmitteln in mindestens zwei alltäglichen Lebe nsverrichtungen regelmässig in erhebli- cher Weise auf die Hilfe Dritter angewiesen ist; einer dauernden persönlichen Überwachung bedarf; einer durch das Gebrechen bedingten ständigen und besonders aufwändigen Pflege bedarf; wegen einer schweren Sinnesschädigung oder ein es schweren körperlichen Gebre- chens nur dank regelmässiger und erheblicher Dienstleistun gen Dritter gesellschaftliche Kon- takte pflegen kann oder dauernd auf lebenspraktische B egleitung im Sinne von Art. 38 der Ver- ordnung über die Invalidenversicherung [IVV] vom 17. J anuar 1961 angewiesen ist (Art. 37 Abs. 3 lit. a - e IVV). Die Hilflosigkeit gilt gemäss A rt. 37 Abs. 2 IVV als mittelschwer, wenn die versicherte Person trotz der Abgabe von Hilfsmitteln in d en meisten alltäglichen Lebensverrich- tungen regelmässig in erheblicher Weise auf die Hilfe Dritter angewiesen ist (lit. a); sie in min- destens zwei alltäglichen Lebensverrichtungen regelmässig in erheblicher Weise auf die Hilfe Dritter angewiesen ist und überdies einer dauernden Üb erwachung bedarf (lit. b); oder in min- destens zwei alltäglichen Lebensverrichtungen regelmässig in erheblicher Weise die Hilfe Drit- ter und überdies dauernd auf lebenspraktische Begleitung im Sinne von Art. 38 IVV angewiesen ist (lit. c). Seite 4 http://www.bl.ch/kantonsgericht 3.3 Praxisgemäss sind die folgenden sechs alltäglichen Leb ensverrichtungen massge- bend: Ankleiden, Auskleiden; Aufstehen, Absitzen, Ablieg en; Essen; Körperpflege; Verrichten der Notdurft; Fortbewegung (im oder ausser Haus), Kont aktaufnahme (Kreisschreiben des Bundesamtes für Sozialversicherungen [BSV] über Invalidit ät und Hilflosigkeit [KSIH], gültig ab 1. Januar 2015, Rz. 8011; BGE 133 V 463 E. 7.2, 127 V 97 E. 3c). Für die Hilfsbedürftigkeit in einer Lebensverrichtung mit mehreren Teilfunktionen is t nicht verlangt, dass die versicherte Person bei allen oder bei der Mehrzahl dieser Teilfunkt ionen fremder Hilfe bedarf; vielmehr ge- nügt es, wenn sie bei einer dieser Teilfunktionen regel mässig in erheblicher Weise auf Dritthilfe angewiesen ist (BGE 117 V 146 E. 2 mit Hinweis). 3.4.1 Die zur Vornahme einer Lebensverrichtung erforde rliche Hilfe kann sowohl in direkter als auch in indirekter Dritthilfe, d.h. in der Form einer Überwachung der versicherten Person bei der Bewältigung der relevanten Lebensverrichtung, beste hen. Hauptbeispiel indirekter Dritthilfe ist die Aufforderung einer Drittperson an die versichert e Person, eine Lebensverrichtung vorzu- nehmen, die sie wegen ihres psychischen Zustands ohne beson dere Aufforderung nicht vor- nehmen würde (Urteil des Bundesgerichts vom 11. Dezember 2019, 8C_533/2019, E. 3.2.1; BGE 133 V 450 E. 7.2). 3.4.2 Gemäss Rz. 8029 KSIH ist indirekte Hilfe von Dritt personen gegeben, wenn die versi- cherte Person die alltäglichen Lebensverrichtungen zwar funktionsmässig selber ausführen kann, dies aber nicht, nur unvollständig oder zu Unzeite n tun würde, wenn sie sich selbst über- lassen wäre. Die indirekte Hilfe, die zur Hauptsache Ver sicherte mit psychisch und geistig be- dingten Gesundheitsbeeinträchtigungen betrifft, setzt ferner nach Rz. 8030 KSIH voraus, dass die Drittperson regelmässig anwesend ist und die versicherte Person insbesondere bei der Aus- führung der in Frage stehenden Verrichtungen persönlic h überwacht, sie zum Handeln anhält oder von schädigenden Handlungen abhält und ihr nach Bedarf hilft (Urteil des Bundesgerichts vom 11. Dezember 2019, 8C_533/2019, E. 3.2.2 mit weiteren Hinweisen). 3.4.3 Gelegentliche Zwischenfälle der Hilfsbedürftigkei t können nicht zur Annahme einer Notwendigkeit regelmässiger Dritthilfe führen. Die Hil fe ist erst dann regelmässig, wenn sie die versicherte Person täglich oder eventuell (nicht vorausseh bar) täglich benötigt (Urteile 9C_562/2016 vom 13. Januar 2017 E. 5.3). Die Hilfe is t sodann erheblich, wenn die versicherte Person mindestens eine Teilfunktion einer einzelnen Le bensverrichtung nicht mehr, nur mit un- zumutbarem Aufwand oder nur auf unübliche Art und Wei se selbst ausüben kann oder wegen ihres psychischen Zustands ohne besondere Aufforderung ni cht vornehmen würde (Urteil des Bundesgerichts vom 11. Dezember 2019, 8C_533/2019, E. 3.2.3 mit weiteren Hinweisen). 3.5 Nach Art. 38 Abs. 1 IVV liegt ein Bedarf en leben spraktischer Begleitung im Sinne von Art. 42 Abs. 3 IVG vor, wenn eine volljährige versicher te Person ausserhalb eines Heimes lebt und infolge Beeinträchtigung der Gesundheit ohne Begl eitung einer Drittperson nicht selbst- ständig wohnen kann (lit. a), für Verrichtungen und Ko ntakte ausserhalb der Wohnung auf Be- gleitung einer Drittperson angewiesen ist (lit. b) o der ernsthaft gefährdet ist, sich dauernd von der Aussenwelt zu isolieren (lit. c). Ist lediglich die p sychische Gesundheit beeinträchtigt, so muss für die Annahme einer Hilflosigkeit gleichzeitig ein Anspruch auf mindestens eine Viertels- Seite 5 http://www.bl.ch/kantonsgericht rente bestehen (Art. 38 Abs. 2 IVV). Zu betonen bleibt, dass der Anspruch auf lebenspraktische Begleitung nicht auf psychisch bedingte Gesundheitsbeein trächtigungen beschränkt ist und die lebenspraktische Begleitung weder die Dritthilfe bei den sechs alltäglichen Lebensverrichtungen noch die Pflege oder Überwachung beinhaltet, sonder n vielmehr ein zusätzliches und eigen- ständiges Institut der Hilfe darstellt, weshalb die benötigte, bereits unter dem Gesichtspunkt der Hilfsbedürftigkeit bei den sechs alltäglichen Lebensverrich tungen berücksichtigte Hilfe nicht zusätzlich einen Anspruch auf lebenspraktische Begleitung b egründen kann (Urteil des Bun- desgerichts vom 1. April 2010, 9C_410/2009, E. 2 mit Hinweisen). 3.6 Die Notwendigkeit einer Dritthilfe ist objektiv, na ch dem Zustand der versicherten Per- son, zu beurteilen. Grundsätzlich unerheblich ist die Um gebung, in welcher sie sich aufhält. Es darf hinsichtlich der Bemessung der Hilflosigkeit - somit auch im Rahmen von Art. 38 Abs.1 lit. a IVV - keinen Unterschied machen, ob eine versicherte Per son allein, in der Familie, in einem Spital/Heim oder sonstwie in einer der heutzutage verb reiteten Wohnformen lebt. Versicherte, welche mit Familienangehörigen (Ehegatten, Kinder od er Eltern) zusammenleben, hätten sonst kaum je Anspruch auf eine Hilflosenentschädigung für lebenspraktische Begleitung. Eine solche Einschränkung kann Gesetz und Verordnung aber nicht entn ommen werden. Massgebend ist allein, ob die versicherte Person, wäre sie auf sich all ein gestellt, erhebliche Dritthilfe benötigen würde. Demgegenüber ist die tatsächlich erbrachte Mithi lfe von Familienmitgliedern eine Frage der Schadenminderungspflicht, die erst in einem zweite n Schritt zu prüfen ist (Urteil des Bun- desgerichts vom 1. April 2010, 9C_410/2009, E. 5.1 mit Hinweisen). 4.1 Das sozialversicherungsrechtliche Verwaltungsverfahren u nd der Sozialversicherungs- prozess sind vom Untersuchungsgrundsatz beherrscht. Danach haben Versicherungsträger und Sozialversicherungsgericht von Amtes wegen für die richtig e und vollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts zu sorgen. Die Verwaltung als verfügende Instanz und - im Be- schwerdefall - das Gericht dürfen eine Tatsache nur dann als bewiesen annehmen, wenn sie von ihrem Bestehen überzeugt sind. Im Sozialversicherung srecht hat das Gericht seinen Ent- scheid, sofern das Gesetz nicht etwas Abweichendes vorsieht, nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu fällen. Die blosse Möglichkeit eines bestimmten Sach- verhalts genügt den Beweisanforderungen nicht. Der Richt er und die Richterin haben vielmehr jener Sachverhaltsdarstellung zu folgen, die sie von al len möglichen Geschehensabläufen als die wahrscheinlichste würdigen (BGE 138 V 218 E. 6 mit diversen Hinweisen). Der Untersu- chungsgrundsatz schliesst die Beweislast im Sinne der Bewe isführungslast begriffsnotwendig aus, da es Sache des Sozialversicherungsgerichts (oder der verfügenden Verwaltungsstelle) ist, für die Zusammentragung des Beweismaterials besorgt zu sein. Im Sozialversicherungspro- zess tragen mithin die Parteien in der Regel eine Bewe islast nur insofern, als im Falle der Be- weislosigkeit der Entscheid zu Ungunsten jener Partei ausfällt, die aus dem unbewiesen geblie- benen Sachverhalt Rechte ableiten wollte. Diese Bewe isregel greift allerdings erst Platz, wenn es sich als unmöglich erweist, im Rahmen des Untersuchungsg rundsatzes auf Grund einer Be- weiswürdigung einen Sachverhalt zu ermitteln, der zumin dest die Wahrscheinlichkeit für sich hat, der Wirklichkeit zu entsprechen (BGE 138 V 218 E. 6 mit Hinweisen). Seite 6 http://www.bl.ch/kantonsgericht 4.2 Für die Bemessung der Hilflosigkeit der versicherte n Person ist in der Regel eine Ab- klärung an Ort und Stelle (Art. 57 Abs. 1 lit. f IVG in Verbindung mit Art. 69 Abs. 2 IVV) erforder- lich. Die Ergebnisse der Abklärung werden in einem Abkl ärungsbericht erfasst, wobei dieser - unter dem Aspekt der Hilflosigkeit - folgenden Anforderungen zu genügen hat: Als Berichterstat- terin wirkt eine qualifizierte Person, welche Kenntnis der örtlichen und räumlichen Verhältnisse sowie der aus den seitens der Mediziner gestellten Diag nosen sich ergebenden Beeinträchti- gungen und Hilfsbedürftigkeiten hat. Bei Unklarheite n über physische oder psychische Störun- gen und/oder deren Auswirkungen auf alltägliche Lebe nsverrichtungen sind Rückfragen an die medizinischen Fachpersonen nicht nur zulässig, sondern no twendig. Weiter sind die Angaben der Hilfe leistenden Personen zu berücksichtigen, wobei divergierende Meinungen der Beteilig- ten im Bericht aufzuzeigen sind. Der Berichtstext schliessli ch muss plausibel, begründet und detailliert bezüglich der einzelnen alltäglichen Leben sverrichtungen sowie den tatbestandsmäs- sigen Erfordernissen der dauernden Pflege und der per sönlichen Überwachung (Art. 37 IVV) und der lebenspraktischen Begleitung (Art. 38 IVV) sein. Schliesslich hat er in Übereinstimmung mit den an Ort und Stelle erhobenen Angaben zu stehen . Das Gericht greift, sofern der Bericht eine zuverlässige Entscheidungsgrundlage im eben umschrie benen Sinne darstellt, in das Er- messen der die Abklärung tätigenden Person nur ein, wen n klar feststellbare Fehleinschätzun- gen vorliegen. Das gebietet insbesondere der Umstand, d ass die fachlich kompetente Abklä- rungsperson näher am konkreten Sachverhalt ist als das im Beschwerdefall zuständige Gericht (BGE 140 V 543 E. 3.2.1, 133 V 450 E. 11.1.1, 130 V 61 E. 6.2). 5.1 Nachdem sich die Versicherte zum Bezug einer Hilflos enentschädigung angemeldet hatte, gab die IV-Stelle bei ihrem Abklärungsdienst ei ne Abklärung der Hilflosigkeit vor Ort in Auftrag. Gestützt auf die Ergebnisse des am 16. November 2016 erstatteten Berichts lehnte die IV-Stelle mit Verfügung vom 17. Mai 2017 den Anspruch der Versicherten auf eine Hilflosenent- schädigung ab. Im daran anschliessenden Beschwerdeverfah ren gelangte die IV-Stelle jedoch zur Auffassung, dass auf den Abklärungsbericht vom 16. Nove mber 2016 nicht abgestellt wer- den könne. Sie hob deshalb die angefochtene Verfügung vom 17. Mai 2017 mit einer neuen Verfügung vom 11. August 2017 lite pendente „zwecks Durc hführung weiterer Abklärungen be- treffend die Hilflosigkeit“ auf, worauf das Kantonsge richt das Beschwerdeverfahren mit Präsidi- albeschluss vom 26. September 2017 (Verfahren-Nr. 720 17 196 / 1047) als gegenstandslos abschrieb. 5.2 Nach Wiederaufnahme des Verwaltungsverfahrens gab di e IV-Stelle im August 2018 bei ihrem Abklärungsdienst eine erneute Abklärung der Hilflosigkeit der Versicherten in Auftrag. Die mit der Abklärung betraute Person nahm in der Fol ge keine neue Abklärung vor Ort vor, sondern sie führte am 7. November 2018 in den Räumlichk eiten der Sozialversicherungsanstalt Basel-Landschaft ein Gespräch mit der Beschwerdeführeri n und deren Ehemann, bei welchem - nebst einer Dolmetscherin - zusätzlich noch Dr. med. B. ____, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, Regionaler Ärztlicher Dienst (RAD) beide r Basel, anwesend war. Laut Abklä- rungsbericht vom 14. November 2018 gelangte die Abklär ungsperson dabei zum Ergebnis, dass die Versicherte in keiner der sechs massgeblichen Leb ensverrichtungen auf direkte oder indirekte regelmässige und erhebliche Hilfe angewiesen se i. Eine dauernde Unterstützung sei einzig beim Richten der Medikamente und bei der Kontro lle, ob diese eingenommen würden, Seite 7 http://www.bl.ch/kantonsgericht erforderlich. Im Weiteren wies die Abklärungsperson in i hren Schlussbemerkungen darauf hin, dass die Versicherte "in einem speziellen Familienverbu nd" wohne. In dieser Familienkonstella- tion stelle sich Frage einer lebenspraktischen Begleitun g nicht, sodass auf eine detaillierte Ab- klärung der Notwendigkeit einer solchen verzichtet worden sei. 5.3 Die IV-Stelle stützte sich in der angefochtenen Ve rfügung vom 6. August 2019 bei der Beurteilung der Hilflosigkeit der Versicherten vollumf änglich auf die Ergebnisse des Abklä- rungsberichts vom 14. November 2018. Sie ging demzufolge davon aus, dass die Versicherte in keiner der sechs massgeblichen Lebensverrichtungen in erhebl icher Weise der Hilfe Dritter be- dürfe. Zudem benötige sie auch keine lebenspraktische Beg leitung. Wie im Folgenden zu zei- gen ist, vermag diese vorinstanzliche Beweiswürdigung nun allerdings in verschiedener Hinsicht nicht zu überzeugen, sodass darauf nicht abgestellt werden kann. 5.4 Die IV-Stelle muss sich eine unvollständige Abklärung des massgebenden Sachver- halts vorwerfen lassen. 5.4.1 So hat sie insbesondere die Frage der Notwendig keit einer lebenspraktischen Beglei- tung nicht näher geprüft. Die Abklärungsperson bestätigt dies selber, hält sie doch in ihrem Be- richt vom 14. November 2018 fest, diesbezüglich sei auf eine detaillierte Abklärung verzichtet worden. Zur Begründung verweist sie im Wesentlichen da rauf, dass die Versicherte "in einem speziellen Familienverbund" wohne. In dieser Familien konstellation stelle sich Frage einer le- benspraktischen Begleitung nicht. Die Abklärungsperson un d mit ihr die IV-Stelle, die sich voll- umfänglich auf deren Einschätzung stützt, messen dem "speziellen Familienverbund" der Versi- cherten jedoch ein zu grosses Gewicht bei. Sie übersehe n dabei, dass die Frage der Notwen- digkeit einer Dritthilfe und einer lebenspraktischen B egleitung objektiv, nach dem Zustand der versicherten Person, zu beurteilen ist. Wie oben ausgefü hrt (vgl. E. 3.6 hiervor), ist deshalb die Umgebung, in welcher sie sich aufhält, grundsätzlich une rheblich. Es darf hinsichtlich der Be- messung der Hilflosigkeit - somit auch im Rahmen von Ar t. 38 Abs.1 lit. a IVV - keinen Unter- schied machen, ob eine versicherte Person allein oder in der Familie lebt. Versicherte, welche wie die Beschwerdeführerin mit Familienangehörigen z usammenleben, hätten sonst kaum je Anspruch auf eine Hilflosenentschädigung für lebensprak tische Begleitung. Eine solche Ein- schränkung kann aber, wie das Bundesgericht in seinem Ur teil vom 1. April 2010 (9C_410/2009, E. 5.1) ausdrücklich festgehalten hat, Gesetz und Verordnung nicht entnommen werden. Massgebend sei vielmehr, ob die versicherte Perso n, wäre sie auf sich allein gestellt, erhebliche Dritthilfe benötigen würde. Demgegenüber sei, so das Bundesgericht im genannten Entscheid weiter, die tatsächlich erbrachte Mithilfe von Familienmitgliedern eine Frage der Schadenminderungspflicht, die erst in einem zweiten Schr itt zu prüfen ist. Nichts zu ändern am Vorwurf der ungenügenden Sachverhaltsermittlung verma g sodann die Aussage der Abklä- rungsperson in ihrer Stellungnahme vom 28. Januar 20 19, sie habe die Voraussetzungen für eine lebenspraktische Begleitung anlässlich des Gesprächs mit der Versicherten und ihrem Ehemann am 7. November 2018 erläutert, ein Anspruch sei jedoch von beiden verneint worden. Es versteht sich von selbst, dass dieser nachträgliche, pauscha le Hinweis der Abklärungsper- son die im Abklärungsbericht fehlende vertiefte Auseinandersetzung mit der Frage der Notwen- digkeit einer lebenspraktischen Begleitung nicht zu ersetzen vermag. Seite 8 http://www.bl.ch/kantonsgericht 5.4.2 Bei der Erarbeitung der Grundlagen für die Be messung der Hilflosigkeit ist nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung eine enge, sich ergän zende Zusammenarbeit zwischen Arzt und Verwaltung erforderlich (BGE 133 V 450 E. 11 .1.1). Vorliegend ist die fachärztliche Überprüfung der Frage, ob und inwieweit der Abklärun gsbericht den medizinisch festgestellten Beeinträchtigungen Rechnung trägt, ausgesprochen ku rz ausgefallen. Laut der Präsenzliste des Abklärungsberichts vom 14. November 2018 nahm der RAD-Arzt Dr. B.____ am Abklä- rungsgespräch vom 7. November 2018 in den Räumlichkei ten der Sozialversicherungsanstalt Basel-Landschaft teil, im Abklärungsbericht selber ist a ber einzig im Abschnitt "5.1.4 Körper- pflege" eine Kurzeinschätzung des Facharztes wiedergege ben. Danach sei die von der Versi- cherten und ihrem Ehemann geschilderte Situation aus medizinischer Sicht nicht nachvollzieh- bar und es lasse sich keine regelmässige Dritthilfe begründen. Die Versicherte prüfe ihre eigene Realität, sie leide an keinen Sinnestäuschungen und se i damit nicht als geängstigt einzustufen. Daraus könne "gesichert" abgeleitet werden, dass die V ersicherte bezüglich Alltagsbewältigung bzw. Autonomie zu Hause nicht krankheitsbedingt eingesch ränkt sei. Diese Einschätzung des RAD-Arztes Dr. B.____ steht nun aber, abgesehen davon, dass sie ausgesprochen kurz ausge- fallen und nur sehr rudimentär begründet ist, in eine r gewissen Diskrepanz zur früheren Ein- schätzung der Klinik C.____ vom 28. Oktober 2013 oder zur Beurteilung im psychiatrischen Gutachten der Klinik D.____ vom 7. April 2015. In diese n Berichten wird jedenfalls ein deutlich schlechteres Bild des Gesundheitszustands und der Leistungs fähigkeit der Versicherten, aber auch ihrer Fähigkeit zur Bewältigung der Alltagsaufgaben festgehalten. 5.4.3 Im psychiatrischen Gutachten der Klinik D.____ vom 7 . April 2015 wird ausgeführt, dass die Versicherte seit 1. Mai 2014 jeweils von Montag bis Freitag am Nachmittag während dreieinhalb Stunden in der Institution E.____ arbeit e, wobei der zuständige Werkstattleiter die Tätigkeit dem Gutachter gegenüber "eher als Beschäftig ungstherapie" bezeichnet hat. Im Ab- klärungsbericht vom 4. November 2018 wird sodann erwähnt, dass die Versicherte von Montag bis Freitag am Nachmittag für je drei Stunden die Tagesklinik der Klinik C.____ besuche, wo sie in einem Beschäftigungsprogramm arbeite und punktuell durch Gespräche betreut werde. Ob- wohl sich somit spezialisierte Dienste mit der Versicherte n befasst haben bzw. noch mit ihr be- fassen, hat die IV-Stelle - entgegen der in Rz. 8142 K SIH vorgeschriebenen Vorgehensweise - bis anhin keinen Bericht des spezialisierten Dienstes, der die Versicherte aktuell beschäftigt und betreut, eingeholt. Auch in dieser Hinsicht erweist sich die vorinstanzliche Abklärung daher als unvollständig. 6.1 Nach dem Gesagten genügen die von der IV-Stelle d urchgeführten Abklärungen nicht, um die Hilflosigkeit und die Notwendigkeit einer leben spraktischen Begleitung rechtsgenüglich zu beurteilen. Die Sache ist demnach zur weiteren Abklär ung an die IV-Stelle zurückzuweisen. Diese hat eine neue Abklärung an Ort und Stelle zu vera nlassen und zusätzlich einen Bericht des spezialisierten Dienstes, der die Versicherte aktuell beschäftigt und betreut, einzuholen. Zudem hat ein psychiatrischer Facharzt in Kenntnis diese r neuen Unterlagen zu überprüfen, inwieweit der neue Abklärungsbericht den medizinisch festg estellten Beeinträchtigungen hinrei- chend Rechnung trägt. Ob im Hinblick auf die entsprechen de Beurteilung vorgängig eine weite- re medizinische Abklärung erforderlich ist, hat der beig ezogene Facharzt zu entscheiden. An- Seite 9 http://www.bl.ch/kantonsgericht schliessend hat die IV-Stelle gestützt auf die Ergebnisse ihrer zusätzlichen Abklärungen über das Leistungsbegehren der Versicherten neu zu befinden. 6.2 Zusammenfassend ist als Ergebnis festzuhalten, dass die Beschwerde der Versicher- ten in dem Sinne gutzuheissen ist, als die angefochtene Verfügung vom 6. August 2019 aufzu- heben und die Angelegenheit zur weiteren Abklärung im Sinne der Erwägungen und zum Erlass einer neuen Verfügung an die IV-Stelle zurückzuweisen ist. 7. Abschliessend bleibt über die Kosten des Beschwerdever fahrens zu befinden. 7.1 Beim Entscheid über die Verlegung der Verfahrens- und der Parteikosten ist grund- sätzlich auf den Prozessausgang abzustellen. Hebt das Kanto nsgericht eine bei ihm angefoch- tene Verfügung auf und weist es die Angelegenheit zum weiteren Vorgehen im Sinne der Erwä- gungen und zum Erlass einer neuen Verfügung an die IV -Stelle zurück, so gilt in prozessualer Hinsicht die Beschwerde führende Partei als (vollständig) obsiegende und die IV-Stelle als un- terliegende Partei (BGE 137 V 57 E. 2.1 und 2.2, BGE 132 V 215 E. 6.2, je mit Hinweisen). 7.2 Gemäss Art. 69 Abs. 1 bis IVG ist das Beschwerdeverfahren bei Streitigkeiten um d ie Bewilligung oder die Verweigerung von IV-Leistungen vor dem kantonalen Versicherungsgericht kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem Verfahrensau fwand und unabhängig vom Streit- wert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 1000.-- festgel egt. Bei Fällen wie dem vorliegenden, in denen ein durchschnittlicher Verfahrensaufwand entstan den ist, setzt das Gericht die Verfah- renskosten in Berücksichtigung des bundesrechtlichen Kostenrahmens einheitlich auf Fr. 800.-- fest. Nach § 20 Abs. 3 VPO werden die Verfahrenskosten in der Regel der unterliegenden Par- tei in angemessenem Ausmass auferlegt. Vorliegend ist die IV-Stelle unterliegende Partei, wes- halb die Verfahrenskosten ihr zu auferlegen sind. 7.3 Laut Art. 61 lit. g ATSG hat die obsiegende Beschw erde führende Person Anspruch auf Ersatz der Parteikosten. Da die Beschwerdeführerin obsieg ende Partei ist, ist ihr eine Partei- entschädigung zu Lasten der IV-Stelle zuzusprechen. Die Rechtsvertreterin der Beschwerde- führerin hat in ihrer Kostennote vom 29. November 20 19 für das vorliegende Verfahren ein Ho- norar von insgesamt Fr. 2'789.60 (inkl. Auslagen und 7 ,7 % Mehrwertsteuer) geltend gemacht, was in Anbetracht der sich stellenden Sachverhalts- und Rechtsfragen nicht zu beanstanden ist. Der Beschwerdeführerin ist deshalb eine Parteientschädigung in der genannten Höhe zu Lasten der IV-Stelle zuzusprechen. 8. Gemäss Art. 90 des Bundesgesetzes über das Bundesgeri cht (BGG) vom 17. Juni 2005 ist die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angel egenheiten an das Bundesgericht zuläs- sig gegen Entscheide, die das Verfahren abschliessen. Sel bständig eröffnete Zwischenent- scheide sind - mit Ausnahme der Zwischenentscheide über d ie Zuständigkeit und über Aus- standsbegehren (vgl. Art. 92 BGG) - nur mit Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenhei- ten anfechtbar, wenn sie einen nicht wieder gutzumachenden Nachteil bewirken können (Art. 93 Abs. 1 lit. a BGG) oder wenn die Gutheissung der Beschw erde sofort einen Endentscheid her- beiführen und damit einen bedeutenden Aufwand an Ze it oder Kosten für ein weitläufiges Be- Seite 10 http://www.bl.ch/kantonsgericht weisverfahren ersparen würde (Art. 93 Abs. 1 lit. b BG G). Nach der bundesgerichtlichen Recht- sprechung handelt es sich bei einem Rückweisungsentscheid a n den Versicherungsträger zur Aktenergänzung und anschliessenden Neuverfügung nicht um einen Endentscheid, sondern um einen Zwischenentscheid im Sinne von Art. 93 Abs. 1 BGG. Dies gilt auch für einen Rückwei- sungsentscheid, mit dem eine materielle Teilfrage (z.B. eine von mehreren materiellrechtlichen Anspruchsvoraussetzungen) beantwortet wird (BGE 133 V 477 E. 4.2). Beim vorliegenden Rückweisungsentscheid handelt es sich som it um einen Zwischenentscheid im Sinne des BGG. Demnach ist gegen ihn eine Beschwerd e in öffentlich-rechtlichen Angele- genheiten an das Bundesgericht nur unter den in Art. 93 Abs. 1 BGG genannten Voraussetzun- gen zulässig. Ob diese erfüllt sind, entscheidet das Bunde sgericht. Die nachstehende Rechts- mittelbelehrung erfolgt unter diesem ausdrücklichen Vorbehalt. Seite 11 http://www.bl.ch/kantonsgericht Demgemäss wird e r k a n n t : ://: 1. Die Beschwerde wird in dem Sinne gutgeheissen , als die angefochtene Verfügung der IV-Stelle Basel-Landschaft vom 6. August 2019 aufge- hoben und die Angelegenheit zur weiteren Abklärung im Sinne der Erwägungen und zum Erlass einer neuen Verfügung an die IV-Stelle Basel-Landschaft zurückgewiesen wird. 2. Die Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 800.-- we rden der IV-Stelle Basel-Landschaft auferlegt. 3. Die IV-Stelle Basel-Landschaft hat der Beschwerde führerin eine Par- teientschädigung in der Höhe von Fr. 2‘789.60 (inkl. Auslagen und 7,7 % Mehrwertsteuer) zu bezahlen. http://www.bl.ch/kantonsgericht