Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Verfassungs- und Verwaltungsrecht vom 10. Juni 2015 (840 15 147) ____________________________________________________________________ Zivilgesetzbuch Fürsorgerische Unterbringung / Verlängerung der Massnahme Besetzung Abteilungs-Vizepräsident Beat Walther, Ka ntonsrichter Claude Jeanneret, Markus Clausen, Christian Haidlauf, Stefan Schulthess , Gerichtsschreiber Sandro Jaisli Parteien A. ____ gegen Kindes - und Erwachsenenschutzbehörde B.____ Betreff Fürsorgerische Unterbringung / Verlängerung der Massnahme (Entscheid der Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde B.____ vom 27. Mai 2015) A. Die Kindes und Erwachsenenschutzbehörde B.____ ( KESB), im Rahmen des Pikett- dienstes vertreten durch die Kindes- und Erwachsene nschutzbehörde C.____, ordnete mit Ver- fügung vom 16. April 2015 eine vorsorgliche fürsorg erische Unterbringung (FU) an und wies A.____, geboren am 27. November 1961, für längstens 6 Wochen und mit der Option einer Ver- legung in die Klinik Q.____ in die Klinik R.____ ei n. Die Verfügung erging gestützt auf ein Ein- Seite 2 http://www.bl.ch/kantonsgericht weisungszeugnis von Dr. med. D.____, aufgebotener Notf allpsychiater, vom 16. April 2015. Da A.____ im Umkreis der Klinik R.____ selber als P.____ t ätig war und die Klinik Q.____ bereits mit ihm vertraut war, wurde A.____ am 17. April 201 5 in die Klinik Q.____ verlegt. Die Verfü- gung der KESB hielt zur gesundheitlichen Situation vo n A.____ mit Verweis auf das Einwei- sungszeugnis von Dr. D.____ fest, dass eine akute Manie be i bipolarer Störung und damit ein Schwächezustand im Sinne von Art. 426 Abs. 1 Schweizerisc hes Zivilgesetzbuch (ZGB) vom 10. Dezember 1907 vorliege. Zudem bestehe eine akute S elbst- und Fremdgefährdung. In der gegenwärtigen Verfassung benötige A.____ eine station äre psychiatrische Behandlung und eine Betreuung im geschützten Rahmen. Sowohl die Klini k R.____ als auch die Klinik Q.____ würden über einen solchen Rahmen verfügen und seien f ür den Aufenthalt von A.____ geeig- net. Diese Verfügung wurde von A.____ nicht angefochten. B. Mit Schreiben vom 7. Mai 2015 beantragten Dr. med . E.____, Oberarzt der Klinik Q.____ und die Psychologin der Klinik Q.____, F.____, die Verlängerung der fürsorgerischen Unterbringung von A.____. Zur Begründung wurde im We sentlichen ausgeführt, dass A.____ an einer langjährigen Krankheitsgeschichte einer bipo laren Störung mit vorwiegend manischen Episoden (Erstmanifestation im Jahr 2000) leide, welche zu wiederholten psychiatrischen Klini- kaufenthalten geführt habe. Beim jetzigen Aufenthalt habe die akute Manie durch entsprechen- de Medikation nur teilweise zum Abklingen gebracht werd en können. Da es nach wie vor an einer Krankheitseinsicht fehle, sei bei einer frühzei tigen Entlassung zum jetzigen Zeitpunkt da- mit zu rechnen, dass A.____ die Medikation absetzen würde. Die KESB ersuchte die Klinik Q.____ am 21. Mai 2015 im Rahmen der von dieser bean tragten Verlängerung der FU um eine Präzisierung der noch offenen Behandlungsziele, woraufhi n Dr. E.____ und F.____ den ent- sprechenden Bericht der KESB gleichentags per E-Mail un d am 26. Mai 2015 im Original ein- reichten. Darin wurde im Wesentlichen festgehalten, da ss sich die Behandlung von A.____ mangels Krankheitsgefühl sowie mangels Krankheits- und B ehandlungseinsicht schwierig ge- stalte. Die verordnete, allerdings nur widerstrebend eingenommene Medikation habe zur Beru- higung der psychischen Verfassung geführt. Ziele der weit er geplanten stationären Therapie- schritte seien einerseits ein ausreichendes Abklingen der m anischen Symptome und anderer- seits die Organisation einer tragfähigen ambulanten N achbetreuung zur Vermeidung von Rück- fällen. Die KESB folgte dieser Empfehlung und entschie d am 27. Mai 2015, dass A.____ auf- grund seines Schwächezustandes und der stationären Beh andlungsbedürftigkeit sowie den weiteren erfüllten Kriterien im Rahmen der FU bis zum 28. Juni 2015 in der Klinik Q.____ zu- rückbehalten werde. C. Überdies beantragte A.____ mit Schreiben vom 14. M ai 2015 bei den Verantwortlichen der Klinik Q.____ die Entlassung aus dem stationären Au fenthalt. Dieser Antrag wurde mit Ent- scheid von Dr. med. G.____, Leitender Chefarzt der Klin ik Q.____ vom 18. Mai 2015 abgewie- sen. Zur Begründung wurde im Wesentlichen ausgeführt, dass sich das Zustandsbild von A.____ noch zu wenig stabilisiert habe und davon auszugeh en sei, dass es bei einer Entlas- sung zum wiederholten Mal zu einem Rückfall und Wieder einweisung in die Klinik kommen werde. Seite 3 http://www.bl.ch/kantonsgericht D. Mit Eingabe vom 27. Mai 2015 erhob A.____ gegen d en Entscheid der KESB vom 27. Mai 2015 Beschwerde beim Kantonsgericht Basel-Land schaft, Abteilung Verfassungs- und Verwaltungsrecht (Kantonsgericht), und beantragte sin ngemäss die Aufhebung des angefoch- tenen Entscheids. Mit verfahrensleitender Verfügung vom 1. Juni 2015 wurde Dr. H.____, As- sistenzarzt der Psychiatrie Baselland, Ambulatorien und Tageskliniken, Ambulatorium S.____, als Sachverständiger für das vorliegende Verfahren ern annt. Mit Gutachten vom 8. Juni 2015 nahmen Dr. med. I.____, Oberarzt und Dr. H.____ Stel lung zur gesundheitlichen Situation des Beschwerdeführers. E. Mit Entscheid vom 8. Juni 2015 errichtete die KESB fü r den Beschwerdeführer eine vorerst bis 31. Dezember 2015 errichtete Mitwirkungsbeis tandschaft im Sinne von Art. 396 ZGB. F. In der Vernehmlassung vom 9. Juni 2015 hielt die KE SB an ihrem Entscheid vom 27. Mai 2015 fest und beantragt die vollumfängliche Abweisung der Beschwerde unter o/e- Kos- tenfolge zulasten des Beschwerdeführers. G. An der heutigen Verhandlung nehmen A.____, J.____ , als Vertreterin der KESB, sowie Dr. H.____ als Sachverständiger teil. Während der Besch werdeführer an seinem Antrag fest- hält, modifiziert die Beschwerdegegnerin ihren Antrag insofern, als dass die FU nicht wie ur- sprünglich verfügt bis zum 28. Juni 2015 zu verlängern s ei, sondern bis zu dem Zeitpunkt, in welchem eine nachhaltige ambulante Nachbetreuung des Beschwerdeführers sichergestellt ist. Das Kantonsgericht zieht i n E r w ä g u n g : 1. Die Zuständigkeit für die Anordnung einer FU im Si nne von Art. 426 ZGB liegt gemäss Art. 428 Abs. 1 i.V.m. Art. 442 Abs. 1 ZGB sowie § 62 Abs. 2 i.V.m. § 78 Abs. 1 des kantonalen Gesetzes über die Einführung des Zivilgesetzbuches (EG ZGB) vom 30. Mai 1911 bei der Kin- des- und Erwachsenenschutzbehörde B.____. Gegen deren Verfügungen und Entscheide kann gemäss Art. 439 ZGB i.V.m. § 66 Abs. 1 bzw. § 84 Abs. 1 lit. b EG ZGB beim Kantonsgericht Beschwerde erhoben werden. Das Kantonsgericht ist somit für die Beurteilung der vorliegenden Beschwerde zuständig. Art. 439 Abs. 1 ZGB räumt dem Be troffenen oder einer ihm nahe ste- henden Person für den Fall einer ärztlich angeordnet en Unterbringung die Möglichkeit ein, in- nerhalb von zehn Tagen nach der Mitteilung des Entsche ides beim zuständigen Gericht Be- schwerde zu erheben. Als von der FU direkt Betroffener i st A.____ ohne Weiteres zur Be- schwerdeerhebung legitimiert. Auf die im Übrigen frist - und formgerecht erhobene Beschwerde ist einzutreten. Bei der Überprüfung der Beschwerde v erfügt das Kantonsgericht über volle Kognition, womit auch die Unangemessenheit von Verfüg ungen über die fürsorgerische Frei- heitsentziehung rügbar ist (Art. 450a Abs. 1 ZGB). 2.1 Nach Art. 426 Abs. 1 ZGB kann eine Person, die an einer psychischen Störung oder an geistiger Behinderung leidet oder schwer verwahrlost ist, in einer geeigneten Einrichtung unter- gebracht werden, wenn die nötige Behandlung oder Bet reuung nicht anders erfolgen kann. Die Seite 4 http://www.bl.ch/kantonsgericht gesetzliche Formulierung beinhaltet somit drei Voraussetzungen für die Anordnung der FU: Ers- tens einen in der Person des oder der Betroffenen li egenden Grund im Sinne eines Schwäche- zustandes, zweitens die Notwendigkeit einer Behandlung oder Betreuung und drittens den Grundsatz der Verhältnismässigkeit. Auch muss die Einweisu ng in eine geeignete Einrichtung erfolgen, da dieses Kriterium auch als Voraussetzung für die Zulässigkeit der FU gilt (T HOMAS GEISER /M ARIO ETZENSBERGER , Art. 426 ZGB, in: Geiser/Reusser [Hrsg.], Basler Komm entar Erwachsenenschutz, Art. 360 - 456 ZGB, Art. 14, 14a Sch lT ZGB, Basel 2012). Des Weiteren muss gemäss Art. 426 Abs. 2 ZGB beim Entscheid, ob eine U nterbringung angezeigt ist, auch die Belastung und der Schutz von Angehörigen und Dritten berücksichtigt werden. 2.2 Die möglichen Schwächezustände, welche die Anordnu ng einer FU grundsätzlich zu rechtfertigen vermögen, werden in Art. 426 Abs. 1 ZGB abschliessend genannt und müssen in beweiskräftiger Weise ärztlich festgestellt worden sein. So darf eine Person unter anderem we- gen einer psychischen Störung in einer geeigneten Einri chtung untergebracht oder zurückbe- halten werden, wenn ihr die nötige persönliche Fürsorg e nicht anders erwiesen werden kann. Der Begriff der psychischen Störung ist aus der Medizin übernommen und entspricht der Klassi- fikation der WHO. Damit von einer psychischen Störung ge sprochen werden kann, muss nicht nur ein Krankheitsbild vorliegen; dieses muss zudem er hebliche Auswirkungen auf das soziale Funktionieren des Patienten haben. Entscheidend ist insbe sondere, ob die betroffene Person ihre Entscheidungsfreiheit bewahrt hat und am sozialen Leben teilhaben kann (GEISER /E TZENSBERGER , a.a.O., Art. 426 ZGB, N 15). 2.3 Der Schwächezustand allein vermag eine FU nun aber nie zu rechtfertigen. Vielmehr verlangt Art. 426 Abs. 1 ZGB weiter, dass die betroffen e Person aufgrund ihres Schwächezu- standes einer Behandlung oder Betreuung bedarf. Die Einweisung in eine Einrichtung darf so- mit nicht nur der blossen Freiheitsentziehung und damit dem Schutz der Öffentlichkeit dienen. Das primäre Ziel liegt in der Gewährung der persönlic hen Fürsorge (C HRISTOF BERNHART , Handbuch der fürsorgerischen Unterbringung, Basel 2011, N 348). Fürsorgebedürftig ist ein Mensch, wenn er auch nur für kurze Zeit im persönlichen Bereich nicht mehr für sich selbst sor- gen kann und Hilfe benötigt, um eine durch den Schwäche zustand bedingte ernsthafte Gefähr- dung seines psychischen und/oder physischen Wohls abzuwenden (BARBARA CAVIEZEL -JOST , Die materiellen Voraussetzungen der fürsorgerischen Fr eiheitsentziehung, Stans 1988, S. 272 f.). 2.4 In der verwaltungsgerichtlichen Rechtsprechung ist d ie Notwendigkeit der persönlichen Fürsorge als Bedingung für die Anordnung der FU bei G efahr in Verzug konkretisiert worden. So wird verlangt, dass neben der Fürsorgebedürftigkeit stets auch das akute Risiko einer Selbst- oder Fremdgefährdung vorliegen muss (vgl. Ent scheid des Verwaltungsgerichtspräsi- denten [VGE] vom 10. Dezember 1985 i.S. X., in: Basel landschaftliche Verwaltungsgerichtsent- scheide [BLVGE] 1985, S. 55 ff.; bestätigt in VGE vom 7. Juli 2000 i.S. L.). Auch eine Selbst- oder Fremdgefährdung allein vermag eine FU noch nicht zu begründen, ist indes bei Vorliegen eines Schwächezustandes sowie der Beachtung der Verhäl tnismässigkeit ein Indiz für die Be- jahung der Fürsorgebedürftigkeit. In den meisten Fäl len, in denen es darum geht, eine Gefahr für das Leben der betroffenen Person oder Dritter abz uwenden, wird die Fürsorgebedürftigkeit Seite 5 http://www.bl.ch/kantonsgericht erfüllt sein (C HRISTOF BERNHART , a.a.O., N 386). Doch darf eine Einrichtungseinweisun g nur dann erfolgen, wenn feststeht, dass der betroffenen Per son nur durch diese Einweisung der erforderliche, notwendige Schutz geboten werden kann, mithin eine besondere Schutzbedürf- tigkeit vorliegt, welche eine Einweisung erfordert (G EISER , a.a.O., Art. 426 ZGB, N 8 ff.). Ge- mäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung kann eine Anstal tseinweisung wegen Selbst- oder Fremdgefährdung gegen den Willen des Patienten selbst dann zulässig sein, wenn im Zeitpunkt der gerichtlichen Beurteilung der FU auf Grund der B ehandlung in der Klinik gar keine Gefähr- dung besteht. Eine akute Selbst- oder Fremdgefährdung kann also auch dann gegeben sein, wenn diese erst mit der Entlassung verwirklicht würde (Urt eil des Bundesgerichts vom 4. Juli 2002, 5C.141/2002). 3.1 Wird eine Person gegen ihren Willen in einer Ei nrichtung untergebracht oder darin zu- rückbehalten, so stellt dies einen Eingriff in das Grund recht der persönlichen Freiheit im Sinne der Bewegungsfreiheit gemäss Art. 10 Abs. 2 der Bundesve rfassung (BV) vom 18. April 1999 dar, bei dem der Grundsatz der Verhältnismässigkeit der M assnahme zu beachten ist (J ÖRG PAUL MÜLLER /MARKUS SCHEFER , Grundrechte in der Schweiz, 4. Auflage, Bern 2008, S. 83). Dieser Grundsatz ergibt sich gemäss Art. 36 Abs. 3 BV unmit telbar aus der Verfassung und darüber hinaus auch aus Art. 8 Ziff. 2 der Konvention zum Schutze der Menschenrechte und Grundfreiheiten (Europäische Menschenrechtskonvention, E MRK) vom 4. November 1950 (CAVIEZEL -JOST , a.a.O., S. 319 ff.; J OCHEN FROWEIN /W OLFGANG PEUKERT , Europäische Men- schenrechtskonvention, 3. Auflage, Kehl u.a. 2009, Vor b. zu Art. 8 – 11 EMRK, N 13 ff.). Der Grundsatz der Verhältnismässigkeit gilt wie im ganzen Vor mundschaftsrecht auch im Bereich der FU (G EISER /E TZENSBERGER , a.a.O., Art. 426 ZGB, N 22 ff.; C HRISTOF BERNHART , a.a.O., N 314 ff.; BGE 114 II 217 E. 5 zu aArt. 397a ff. ZGB). 3.2 Weiter muss eine Einrichtung gemäss Art. 426 Abs. 1 ZGB für den Vollzug geeignet sein. Der Begriff der Einrichtung ist weit auszulegen (Botschaft Erwachsenenschutz 7062). Eine Einrichtung ist grundsätzlich nur dann geeignet, wenn si e über die Organisation und die perso- nellen Kapazitäten verfügt, um der eingewiesenen Per son die Pflege und Fürsorge zu erbrin- gen, die diese im Wesentlichen benötigt (BGE 114 II 218 f. E. 7 zu aArt. 397a ff. ZGB; GEISER /E TZENSBERGER , a.a.O., Art. 426 ZGB, N 35 ff.; C HRISTOF BERNHART , a.a.O., N 413ff.). Die einweisende Stelle hat im Einzelnen zu prüfen, ob das Betreuungs- und Therapieangebot der entsprechenden Einrichtung mit den spezifischen Be dürfnissen der betroffenen Person und dem Ziel der FU übereinstimmt (GEISER /E TZENSBERGER , a.a.O., Art. 426 ZGB, N 37; BGE 112 II 492 zu aArt. 397a Abs. 1 ZGB). 4.1 Dr. I.____ und Dr. H.____ bestätigen in ihrem G utachten vom 8. Juni 2015, dass der Beschwerdeführer an einer bipolaren affektiven Störung mit gegenwärtig manischer Episode ohne psychotische Symptome (ICD-10 F31.1) leide, womit d as Vorliegen einer psychischen Störung im Sinne von Art. 426 Abs. 1 ZGB eindeutig zu bejahen sei. Es bestehe nur eine be- grenzte Krankheits- und Behandlungseinsicht. Der Besch werdeführer empfinde sich vielmehr als sensiblen Menschen, der aufgrund von Umweltfaktoren immer wieder in derartige Krisen gestürzt werde. Diese Wahrnehmung unterstreiche zusätzlich die Zurückhaltung des Be- schwerdeführers gegenüber einer Medikation (insbesondere eines Phasenprophylaktikums). Seite 6 http://www.bl.ch/kantonsgericht Ebenso empfinde er die Idee eines Beistandes, der ih n in administrativen und finanziellen Din- gen unterstütze, absurd. Die Absicht des Beschwerdeführers, einem rumänischen Strassenmu- siker einen grösseren Geldbetrag (CHF 50'000.--) zu überweisen, bleibe aber bestehen, was im Sinne einer konsekutiven Selbstgefährdung verstanden wer den könne. Im Übrigen handle es sich beim Beschwerdeführer um einen bewusstseinsklaren Ma nn in gutem Allgemein- und Er- nährungszustand, der keine Anzeichen von Aufmerksamkeits- o der Gedächtnisstörungen auf- weise. Im formalen Gedankengang sei der Beschwerdeführe r kohärent, wenn auch sprunghaft und ausschweifend, sowie stellenweise vorbeiredend, wobe i keine Anhaltspunkte für Zwänge, Wahn, Sinnestäuschungen oder Ich-Störungen bestehen. Au fgrund der Exploration, der vorlie- genden Akten, sowie fremdanamnestischen Angaben sei zum g egenwärtigen Zeitpunkt eine unmittelbare Selbst- oder Fremdgefährdung auszuschliessen . Insbesondere vor dem Hinter- grund der mehrfachen Hospitalisation in diesem Jahr im Rahmen eines manischen Zustandbil- des sowie ungeklärten Fragen hinsichtlich der Übernahme einer psychiatrischen ambulanten Behandlung durch Dr. med. K.____, FMH für Psychiatrie und Psychotherapie, sowie dem Zer- würfnis des Beschwerdeführers mit seinen Angehörigen vor K linikeintritt seien ein Übergabege- spräch mit Dr. K.____ und ein Angehörigengespräch aber Voraussetzungen für einen komplika- tionslosen und nachhaltigen Austritt in die bisherigen Verhältnisse. Zudem seien regelmässige Spiegelkontrollen des Phasenprophylaktikums durch Dr. K._ ___ einerseits aus medizinischen Gründen und andererseits zur Überprüfung der medikamentösen Compliance sinnvoll. 4.2 Anlässlich seiner Befragung an der heutigen Parte iverhandlung erklärt der Sachver- ständige, Dr. H.____, dass die Verordnung von 2400 mg d es Phasenprophylaktikums Valproin- säure (Orfiril) zwar viel sei, die genaue Dosierung aber im Ermessen der behandelnden Ärzte liege und im Einzelfall eine Aufdosierung insbesonde re bei anhaltender Manie vorgenommen werden könne. Bei hohen Dosierungen sei aber eine reg elmässige Kontrolle des Medikamen- tenspiegels sehr wichtig. Dr. H.____ führt weiter aus, dass anhand der ihm zur Verfügung ste- henden Unterlagen die Verfügung der FU vom 16. April 2015 medizinisch gerechtfertigt gewe- sen sei. Bezüglich des aktuellen Gesundheitszustandes des B eschwerdeführers hält der Sach- verständige in Übereinstimmung zum Gutachten vom 8. Juni 2015 fest, dass aktuell und unter Berücksichtigung der mittlerweile errichteten Mitwirkung sbeistandschaft und des erfolgten Si- cherungsentzuges des Führerausweises eine akute Selbst- ode r Fremdgefährdung auszu- schliessen sei. Die Absicht des Beschwerdeführers, einem rumänischen Strassenmusiker einen grösseren Geldbetrag (CHF 50'000.--) zu überweisen, ble ibe zwar bestehen, sei aber medizi- nisch schwierig einzuschätzen. Den Bezug zur psychischen Krank heit beurteile er zwar als hoch, ob dies allerdings eine Selbstgefährdung darstelle, könne er mangels weiterer Informatio- nen, welche er erfolglos bei Dr. K.____ habe einzuhole n versucht, nicht abschliessend beant- worten. Abgesehen davon lägen zurzeit keine medizinischen Gründe vor, die eine Verlängerung der FU notwendig machen würden. Dagegen seien das Vor liegen einer psychischen Erkran- kung und die Notwendigkeit einer ambulanten Betreuung unbestritten. Im Zusammenhang mit der Errichtung eines ambulanten Settings erachte er ei n Übergabegespräch mit Dr. K.____ und ein Angehörigengespräch als sehr wichtig, da eine ge meinsame Linie zwischen Beschwerde- führer, dessen Umfeld (Ex-Freundin und Bruder) und d em ambulanten Therapeuten Dr. K.____ zentral sei. Seite 7 http://www.bl.ch/kantonsgericht 4.3 Der Beschwerdeführer führt an der heutigen Parte iverhandlung aus, dass es ihm gut gehe, er die von der Klinik verordneten Medikamente ein nehme, viel laufe und schwimme und versuche, seine Ressourcen zu stärken. Obwohl er einige gut e Gespräche führen konnte, habe er sich nicht immer verstanden gefühlt. Er könne nachvoll ziehen, dass die KESB gestützt auf den Bericht des behandelnden Arztes Dr. E.____ vom 26. Mai 2015 mit Verfügung vom 27. Mai 2015 die FU verlängert habe. Dieser Bericht weise je doch diverse Fehler auf. So sei insbeson- dere die erste Hospitalisation vom 5. März 2015 freiwi llig erfolgt. Auf die fehlende Krankenein- sicht angesprochen, führt der Beschwerdeführer aus, dass sei ne psychischen Probleme primär auf Traumatisierungen aus seinem beruflichen und private n Umfeld zurückzuführen seien und erwähnt, dass das „Rumänien-Projekt“ unabhängig von sei ner Krankheit weiterhin laufe. In Be- zug auf die Betreuungssituation in der Klinik Q.____ hä lt der Beschwerdeführer fest, dass das stationäre Setting ineffizient sei und er keine Behan dlungsfortschritte mehr wahrnehme. Da er in der Klinik kein Einzelzimmer habe, komme er nicht zu genügend Schlaf, was seine gesund- heitliche Regeneration stark beeinträchtige. Zu Hause, wo er einen Garten und einen Hund ha- be, sei er viel ruhiger und ausgeglichener. Im Übrige n sei die individuelle Betreuung schlecht. Es fänden keine regelmässigen Arztgespräche statt und bis h eute sei noch kein Medikamen- tenspiegel gemacht worden, was eine schlechte therapeuti sche Basis darstelle. Er könne je- weils nur eine halbe Stunde pro Tag mit einer Psycholo gin sprechen. In einer ambulanten The- rapie zusammen mit Dr. K.____, welcher ihn bereits sei t drei Jahren betreue, sehe er eine kos- tengünstigere Lösung mit viel mehr Potenzial. Dr. K.___ _ sei am 1. Juni 2015 letztmals in der Klinik gewesen, wo es auch zu einem Gespräch unter an derem mit dem behandelnden Arzt Dr. E.____ gekommen sei. Dr. K.____ sei bereit, ihn nach seiner Entlassung ambulant zu be- handeln, wobei das genaue Setting bis jetzt noch nicht klar sei. In Bezug auf seine berufliche Situation bestätigt der Beschwerdeführer, dass ihm das Arbeitsverhältnis mit der L.____ gekün- digt worden sei. Er habe allerdings eine neue berufli che Option als M.____ in einem Fitness- center in N.____, welche ihn sehr interessiere. Einkünft e hätte er mit dieser Teilzeitstelle, dem Vermieten einer Wohnung in seinem Bauernhaus sowie de m Anspruch aus der Krankentag- geldversicherung genügend, zumal er nicht viel brauche. Weiter verspricht der Beschwerdefüh- rer dem Gericht, dass er im Falle einer Entlassung aus d er FU die von der Klinik verordneten Medikamente auch ausserhalb des kontrollierten Rahmens selbständig einnehmen werde. 5.1 In der beantragten Verlängerung der FU vom 7. Ma i 2015 diagnostizierten der behan- delnde Arzt Dr. E.____ und die behandelnde Psychologin F.____ beim Beschwerdeführer eine langjährige Krankheitsgeschichte einer bipolaren Störung mit vorwiegend manischen Episoden. Daran wurde auch im präzisierenden Bericht vom 21. res pektive 26. Mai 2015 festgehalten. Diese Diagnose deckt sich mit derjenigen des gerichtlich b estellten Sachverständigen Dr. H.____. Damit steht gestützt auf die fachärztlichen Aussagen fest, dass der Beschwerdefüh- rer an einer psychischen Störung leidet und dass damit ei n fürsorgerischer Grund im Sinne von Art. 426 Abs. 1 ZGB vorliegt. 5.2 Gemäss Bericht des behandelnden Arztes Dr. E.____ u nd der behandelnden Psycho- login F.____ vom 26. Mai 2015 sei der Beschwerdeführ er ein bekannter Patient in der Klinik Q.____. Eine erste stationäre psychiatrische Einweisung sei im Jahr 2011 erfolgt. Im Jahr 2014 habe eine mehrwöchige Hospitalisation vom 10. August 201 4 bis 17. Oktober 2014 aufgrund Seite 8 http://www.bl.ch/kantonsgericht einer manischen Dekompensation stattgefunden. In diesem Jahr sei der Beschwerdeführer erstmals am 5. März 2015 aufgrund eines manischen Zustan dsbildes per FU zugewiesen wor- den, wobei er bereits per 31. März 2015 aufgrund seine s gutgeheissenen Rekurses durch die KESB O.____ – entgegen den Empfehlungen der behande lnden Ärzte der Klinik Q.____ – wie- der habe austreten können. Anlässlich der heutigen Parte iverhandlung bestreitet der Be- schwerdeführe diese Sachverhaltsdarstellungen der Klinik Q .____ vehement, indem er aus- führt, dass er sich am 5. März 2015 freiwillig habe ei nweisen lassen. Mangels Vorliegen ent- sprechender Unterlagen kann der Sachverhalt diesbezüglich nicht abschliessend festgestellt werden. Dem Kantonsgericht sind auch die Gründe für die Gutheissung des Rekurses durch die KESB O.____ nicht bekannt, weshalb die diesbezüglichen sich widersprechenden Sachver- haltsdarstellungen offengelassen werden müssen. Unabhä ngig davon wurde der Beschwerde- führer eine Woche später, nachdem er die Klinik Q.____ am 31. März 2015 verlassen hatte, am 7. April 2015 per ärztlicher FU, angeordnet von Dr. K. ____, der Klinik Q.____ zugewiesen. Die- se FU wurde mit Entscheid des Bezirksgerichts O.____ vom 1 3. April 2015 aufgrund eines Formfehlers aufgehoben. Lediglich vier Tage später erf olgte mit Entscheid der KESB vom 16. April 2015 die erneute Zuweisung in die Klinik Q.____ per FU. 5.3 Im Falle einer Entlassung zum jetzigen Zeitpunkt se i – gemäss dem behandelnden Arzt Dr. E.____ – damit zu rechnen, dass der Beschwerdeführe r die Medikation mit Orfiril zur Rück- fallprophylaxe erneut absetzen würde, da nach wie vor kei ne echte Krankheitseinsicht vorhan- den sei. 5.4 Gemäss Gutachten des Sachverständigen Dr. H.____ vom 8. Juni 2015 sowie dessen Ausführungen an der heutigen Parteiverhandlung beste he dagegen aktuell beim Beschwerde- führer – selbst im Falle einer Entlassung zum jetzigen Z eitpunkt – keine akute Selbst- oder Fremdgefährdung. Allerdings liege ein akuter Behandlu ngsbedarf vor, der aber durch eine am- bulante Behandlung verbunden mit der entsprechenden M edikation wahrgenommen werden könne, wobei dazu ein Übergabegespräch zwischen den beha ndelnden Ärzten der Klinik Q.____ und dem ambulanten Therapeuten sehr wichtig sei. 6.1 Es stellt sich nun die Frage, ob Art und Ausmass der aus medizinischer Sicht begründe- ten Behandlungsbedürftigkeit des Beschwerdeführers die Fortführung der vorliegend strittigen FU rechtmässig erscheinen lassen oder aber im Sinne der V erhältnismässigkeit auch eine we- niger einschneidende Massnahme möglich wäre. 6.2 Die KESB führt anlässlich der heutigen Parteiverhan dlung aus, dass der Beschwerde- führer als P.____ viel Potenzial und viele gute Ideen h abe und einen sehr tatkräftigen Eindruck hinterlasse. Allerdings leide er unter einer psychischen E rkrankung, welche zu manischen Zu- ständen führe und deshalb eine Behandlung erfordere. Da heute offensichtlich keine akute Selbst- oder Fremdgefährdung mehr bestehe, sei die FU nicht wie ursprünglich verfügt, bis zum 28. Juni 2015 zu verlängern sondern bis zum Zeitpunkt, i n welchem eine sattelfeste und nach- haltige ambulante Nachbetreuung des Beschwerdeführers si chergestellt ist. Da weder die be- rufliche Perspektive des Beschwerdeführers klar sei, noch die ambulante medizinische und the- rapeutische Behandlung nach einer potenziellen Entlassu ng offengelegt und somit ungeklärt Seite 9 http://www.bl.ch/kantonsgericht bleibe, sei ein Übergabegespräch zwischen den behandelnde n Ärzten der Klinik Q.____ und Dr. K.____ zwingend notwendig. Deshalb sei der Beschwe rdeführer zu seinem Schutz bis zum Zeitpunkt, in welchem das ärztliche Übergabegespräch un d das Angehörigengespräch stattge- funden haben, in der Klinik Q.____ zurückzubehalten. 6.3 Anlässlich der heutigen Parteiverhandlung versichert der Beschwerdeführer wiederholt, dass er die von der Klinik Q.____ verordnete Valproinsä ure (Orfiril) als Phasenprophylaktikum im Falle seiner Entlassung einnehmen werde und er sich der Notwendigkeit dieser Medikation zur Verhinderung erneuter akuter manischer Zustände bewu sst sei. Zudem bekräftigt er, dass er im Falle seiner Entlassung umgehend mit Dr. K.____ ein ambulantes Setting vereinbaren und umsetzen werde. Er sei sich auch der Notwendigkeit hi nsichtlich einer ambulanten ärztli- chen Nachbetreuung bewusst. Bis jetzt habe er noch keinen Termin mit Dr. K.____ vereinbaren können, da dieser zurzeit ferienhalber praxisabwesend sei . Er wisse auch nicht, wann Dr. K.____ wieder zurück sein wird. Der Beschwerdeführer häl t wiederholt fest, dass er umgehend nach Hause möchte und dass eine Verlängerung der FU für ihn unter keinen Umständen in Frage komme. Im Falle einer Entlassung würde er zuerst einige administrative Pendenzen erle- digen, was in der Klinik mangels Internetanschluss nicht möglich gewesen sei. Anschliessend werde er sich eine kurze Auszeit gönnen, um herunterfahr en und neue Kräfte zu sammeln, be- vor er dann versuchen werde, eine Stelle als M.____ in einem Fitnesscenter in N.____ anzutre- ten. 6.4 Aufgrund der hiervor dargelegten Umstände und ärzt lichen Stellungnahmen ist unbestrit- ten, dass der Beschwerdeführer an einer psychischen Erkrankung leidet und auf entsprechende Medikation sowie eine ambulante ärztliche Nachbetreuu ng angewiesen ist. Unbestritten ist ebenfalls, dass die mit Entscheid vom 16. April 2015 verf ügte vorsorgliche fürsorgerische Un- terbringung aufgrund der dannzumal vorgelegenen akut en manischen Phase des Beschwerde- führers bis heute verhältnismässig und damit gerechtferti gt war. Andererseits geht aus dem Sachverständigengutachten klar hervor, dass beim Beschwerd eführer gegenwärtig keine akute Selbst- oder Fremdgefährdung mehr vorliegt. Die verb leibenden medizinischen Vorbehalte be- treffend eine finanzielle konsekutive Selbstgefährdung haben sich mit Entscheid der KESB vom 8. Juni 2015, mit welchem für den Beschwerdeführer ei ne Mitwirkungsbeistandschaft errichtet wurde, ebenfalls erübrigt. Dasselbe gilt für eine all fällige Fremdgefährdung durch Lenken eines Fahrzeuges, da gemäss Sachverständigengutachten vom 8. Jun i 2015 gegenüber dem Be- schwerdeführer der Entzug des Führerausweises am 28. Mai 2015 sicherheitshalber verfügt worden sei. Mangels Vorliegen einer akuten Selbst- ode r Fremdgefährdung sowie mangels an- deren medizinischen Gründe, die eine Aufrechterhaltung der FU notwendig machen würden, ist eine Verlängerung der FU bis am 28. Juni 2015 respekti ve bis zum ungewissen Zeitpunkt der Rückkehr von Dr. K.____ aus seinem Urlaub unverhältnismässig. 6.5 Auf der anderen Seite besteht gemäss den ärztlichen Stellungnahmen im Falle einer sofortigen Entlassung ein erhebliches Rückfallrisiko. Desh alb kann die Entlassung des Be- schwerdeführers aus der FU nur unter den folgenden Aufl agen vorgenommen werden: Erstens: Einnahme der durch die Klinik Q.____ verordneter Medi kation, bis das noch auszuarbeitende ambulante Setting mit Dr. K.____ aufgenommen werden kann. Zweitens: Das mit Dr. K.____ Seite 10 http://www.bl.ch/kantonsgericht schriftlich zu vereinbarende ambulante Setting muss der K ESB in schriftlicher Form nach § 86 Abs. 2 EG ZGB zur Kenntnis gebracht werden. 6.6 Zur professionellen und nachhaltigen Vorbereitung der mit der Aufhebung der FU ver- bundener Auflagen (vgl. E. 6.5 hiervor) ist eine kurze Verlängerung der FU, befristet bis am 12. Juni 2015 um 17.00 Uhr, insbesondere unter Berücksic htigung der bisherigen Krankenge- schichte des Beschwerdeführers geeignet, notwendig und ver hältnismässig. Diese kurze Ver- längerung soll zur Durchführung eines Austrittsgespräc hes mit den behandelnden Ärzten und der Besprechung der weiterzuführenden Medikation diene n, damit für die Übergangslösung bis zum Inkrafttreten des ambulanten Settings mit Dr. K.__ __ bestmögliche Voraussetzungen ge- schaffen werden können. Die Abwägung der Interessen ergi bt somit klar, dass die Weiterfüh- rung der Massnahme, das heisst die zeitliche Befristung de r FU bis am 28. Juni 2015 durch die KESB sich unter Berücksichtigung der heutigen Situation des Beschwerdeführers als unverhält- nismässig erweist, da eine mildere Massnahme in Form eines entsprechenden ambulanten Set- tings, dessen Aufgleisung noch in stationärem Rahmen de r Klinik Q.____ bis am 12. Juni 2015 um 17.00 Uhr vorzunehmen ist, zur Verfügung steht. 6.7 Abschliessend ist die Eignung der Klinik Q.____ als E inrichtung für den Vollzug der gegenüber dem Beschwerdeführer angeordneten FU zu prü fen. Bezüglich dieser Frage ist ge- richtsnotorisch, dass die Klinik Q.____ über genügend ausgebildetes psychiatrisches Ärzte- und Pflegepersonal verfügt, welches in der Lage ist, den Be schwerdeführer zu betreuen und zu überwachen. Die Klinik Q.____ kann eine optimale, eng maschige Betreuung des Beschwerde- führers unter Klinikbedingungen gewährleisten und verf ügt insbesondere auch über das not- wendige Fachpersonal und die nötigen Mittel und Kont akte, um das erforderliche Setting hin- sichtlich der ambulanten Nachbetreuung rasch und effizient aufzugleisen. 7. Die Beschwerde ist folglich teilweise gutzuheissen und die fürsorgerische Unterbrin- gung im Sinne der Erwägungen bis spätestens 12. Juni 2015 um 17.00 Uhr zu befristen. 8. Gemäss § 20 Abs. 1 VPO werden im verwaltungsgerichtl ichen Beschwerdeverfahren grundsätzlich Verfahrenskosten erhoben. Im vorliegenden Fall rechtfertigt es sich, auf die Erhe- bung von Gerichtsgebühren zu verzichten. Allfällige Koste n für ärztliche Berichte oder Gutach- ten gehen zulasten des Beschwerdeführers und werden separ at verlegt. Die Parteikosten wer- den wettgeschlagen. Seite 11 http://www.bl.ch/kantonsgericht Demgemäss wird e r k a n n t : ://: 1. In teilweiser Gutheissung der Beschwerde wird de r Entscheid der KESB vom 27. Mai 2015 aufgehoben und der Beschwerdefüh rer unter folgenden Auflagen: 1. Einnahme der von der Klinik verordneter Medikation b is zum Set- ting mit Dr. K.____ 2. Schriftlich vereinbartes Setting zwischen dem Beschwerd eführer und Dr. K.____ per Freitag, 12. Juni 2015 um 17.00 Uhr entlassen. 2. Es wird keine Gerichtsgebühr erhoben. Allfällige Kosten für ärztliche Berichte oder Gutachten gehen zulasten des Beschwerdeführe rs und werden separat verlegt. 3. Die Parteikosten werden wettgeschlagen. Vizepräsident Gerichtsschreiber