A bteilung III C -1055/2006 {T 0/2} U rteil vom 23. Februar 2007 M itw irkung: R ichter Im oberdorf; R ichterin Beutler; R ichter Vaudan; G erichtsschreiberin Sturm B._______, Beschw erdeführer, vertreten durch H errn Fürsprecher W erner Spirig, gegen B undesam t für M igration (B FM ), Q uellenw eg 6, 3003 Bern, Vorinstanz, betreffend N ichtverlängerung des Passes für eine ausländische Person B u n d e s v e rw a ltu n g s g e ric h t T rib u n a l a d m in is tra tif fé d é ra l T rib u n a le a m m in is tra tiv o fe d e ra le T rib u n a l a d m in is tra tiv fe d e ra l2 D as B undesverw altungsgericht stellt fest: A. D er Beschw erdeführer w urde am 27. N ovem ber 1970 in Bangladesch geboren. Im D ezem ber 1994 reiste er in die Schw eiz ein und stellte ein Asylgesuch. Am 30. Juni 1997 lehnte das Bundesam t für Flüchtlinge (BFF, heute Bundesam t für M igration) dieses G esuch ab. Eine dagegen erhobene Beschw erde w ies die Schw eizerische Asylrekurskom m ission (AR K, heute Bundesverw altungsgericht) m it U rteil vom 4. Juni 1998 ab. B. Im Juli 1998 verzichtete der Beschw erdeführer freiw illig auf die Staatsan- gehörigkeit von Bangladesch. M it Schreiben vom 20. August 1998 bestätigte das Konsulat von Bangladesch dem Beschw erdeführer seinen Verzicht sow ie die Annulation seines Passes. C . M it Entscheid der Justiz-, G em einde- und Kirchendirektion des Kantons Bern vom 9. August 2000 w urde der Beschw erdeführer vom schw eize- rischen Ehepaar C ._______ adoptiert (Adoption M ündiger gem äss Art. 266 Abs. 1 Ziff. 3 ZG B). Aufgrund der Adoption erhielt er im N ovem ber 2000 eine Aufenthaltsbew illigung B (Aufenthaltszw eck: Pflegekind). D . Im D ezem ber 2000 ersuchte der Beschw erdeführer um Erteilung eines Passes für eine ausländische Person. D as BFF hies das G esuch gut und stellte dem Beschw erdeführer ein entsprechendes R eisedokum ent m it G ültigkeit bis zum 19. D ezem ber 2003 aus. Im Begleitschreiben vom 19. D ezem ber 2000 w urde verm erkt, der Beschw erdeführer solle sich w ährend der G ültigkeitsdauer um den Erhalt eines schw eizerischen Passes be- m ühen bzw . um die erleichterte Einbürgerung. Ferner kündigte das BFF an, den Ausw eis nicht zu verlängern. E. Im Juni 2003 beantragte der Beschw erdeführer die Verlängerung des Passes für eine ausländische Person. D araufhin forderte ihn das BFF auf, seine Einbürgerungsbem ühungen darzulegen. D er Beschw erdeführer reichte sein an das dam alige Bundesam t für Ausländerfragen (heute Bundesam t für M igration) gestelltes G esuch um N iederlassung als Staatenloser sow ie eine Anfrage zur Einbürgerung zu den Akten. In der Folge verlängerte das BFF den Pass bis zum 19. D ezem ber 2004. F. Am 12. bzw . am 18. N ovem ber 2003 stellte der Beschw erdeführer ein G e- such um erleichterte Einbürgerung nach Artikel 58a BüG . M it Verfügung vom 4. August 2004 w ies das Bundesam t dieses Begehren ab. D ie da- gegen an das Eidgenössische Justiz- und Polizeidepartem ent erhobene Beschw erde w urde m it Entscheid vom 11. Juli 2005 abgew iesen. G . D er Beschw erdeführer ersuchte am 30. August 2004 erneut um die Aus- stellung eines Passes für eine ausländische Person bzw . um dessen Ver- längerung. Zur Schriftenlosigkeit m achte er geltend, keine heim atlichen R eisepapiere beantragen zu können, w eil er staatenlos sei. H . M it Verfügung vom 13. Septem ber 2004 w ies das BFF das G esuch ab. Zur Begründung w urde ausgeführt, der Beschw erdeführer habe freiw illig auf 3 seine Staatsbürgerschaft verzichtet. D er Verlust der Staatsbürgerschaft sei som it nicht aus zw ingenden G ründen erfolgt. D eshalb sei es ihm m öglich und zum utbar, sich bei den zuständigen Behörden seines H eim atlandes in der Schw eiz um die Aufnahm e eines W iedereinbürgerungsverfahren bzw . um die Ausstellung heim atlicher Ausw eispapiere zu bem ühen. Er könne sich som it nicht auf die Schriftenlosigkeit berufen und sei ausserdem auch nicht staatenlos. I. G egen diese Verfügung erhob der R echtsvertreter des Beschw erdeführers m it Eingabe vom 13. Septem ber 2004 (recte: O ktober) Beschw erde an das Eidgenössische Justiz- und Polizeidepartm ent. Er beantragt die Aufhebung der angefochtenen Verfügung und die Verlängerung des Passes für eine ausländische Person. Zur Begründung bringt er vor, die Verfügung w ider- spreche Treu und G lauben. D ie Vorinstanz habe dem Beschw erdeführer den Pass m it der Auflage ausgestellt, er habe Schritte zur Einbürgerung zu unternehm en, w as der Beschw erdeführer getan habe. Ausserdem habe der Beschw erdeführer sein Verlängerungsgesuch nicht m it seiner Staaten- losigkeit begründet, diese sei G rundlage seines G esuchs. Als Adoptivsohn eines Schw eizer Ehepaars beeinträchtige die verw eigerte Verlängerung zudem das Fam ilienleben des Beschw erdeführers. Schliesslich benötige der Beschw erdeführer ein R eisedokum ent um seinen Arzt in D eutschland konsultieren zu können. Folglich sei die Verw eigerung des D okum ents w ill- kürlich. J. In ihrer Vernehm lassung vom 23. N ovem ber 2004 hält die Vorinstanz an den Erw ägungen der angefochtenen Verfügung fest und beantragt die Ab- w eisung der Beschw erde. K. D er R echtsvertreter des Beschw erdeführers teilt m it Schreiben vom 19. Februar 2007 m it, der Beschw erdeführer sei inzw ischen m it einer Schw eizerin verheiratet. D a er m angels Passes für eine ausländische Person m it seiner Ehefrau nicht ins Ausland reisen könne, bestehe ein w eiteres H indernis für ein norm ales Fam ilienleben. D as B undesverw altungsgericht zieht in Erw ägung: 1. G em äss Art. 31 des Verw altungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (VG G , SR 173.32) beurteilt das Bundesverw altungsgericht Beschw erden gegen Verfügungen nach Art. 5 des Bundesgesetzes vom 20. D ezem ber 1968 über das Verw altungsverfahren (Vw VG , SR 172.021), sofern keine Ausnahm e nach Art. 32 VG G vorliegt. Als Vorinstanz gelten die in Art. 33 und 34 VG G genannten Behörden. D azu gehören Verfügungen des Bundesam tes für M igration (BFM ) betreffend Verw eigerung der Aus- stellung eines R eisepapiers für schriftenlose Ausländer (Art. 20 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 26. M ärz 1931 über Aufenthalt und N iederlassung der Ausländer [AN AG , SR 142.20] i.V.m . Art. 31 und 33 Bst. d VG G ). 2. D as Bundesverw altungsgericht übernim m t die bei Inkraftreten des Ver- w altungsgerichtsgesetzes bei Eidgenössischen R ekurs- oder Schieds-4 kom m issionen oder bei Beschw erdediensten der D epartem ente hängigen R echtsm ittel. Für die Beurteilung gilt das neue Verfahrensrecht (vgl. Art. 53 Abs. 2 VG G ). 3. D em Beschw erdeführer w urde die Verlängerung eines R eisedokum ents verw eigert. Er hat daher ein schutzw ürdiges Interesse an der Aufhebung der angefochtenen Verfügung und ist deshalb gem äss Art. 20 Abs. 1 AN AG i.V.m . Art. 48 Vw VG zur Beschw erdeführung legitim iert. Auf die frist- und form gerechte Beschw erde ist som it einzutreten (Art. 49 – 52 Vw VG ). 4. D ie angefochtene Verfügung erging in Anw endung der Verordnung vom 11. August 1998 über die Abgabe von R eisepapieren an ausländische Per- sonen (R PAV von 1998, AS 1999 2368). Am 1. D ezem ber 2004 trat die Verordnung vom 27. O ktober 2004 über die Ausstellung von R eisedokum enten für ausländische Personen (R D V, SR 143.5) in Kraft, w elche die frühere Verordnung ersetzt. G em äss Art. 25 R D V gilt das neue R echt für alle im Zeitpunkt des Inkrafttretens hängigen Verfahren, w eshalb auf die vorliegende Beschw erde das neue R echt Anw endung findet. D a die neue Verordnung jedoch die Verlängerung von Ersatzpapieren nicht m ehr vorsieht, ist zu prüfen, ob die Voraussetzungen zur N euausstellung von Pässen für eine ausländische Person erfüllt sind. 5. 5.1 Anspruch auf einen Pass für eine ausländische Person hat nach Art. 4 Abs. 1 Bst. a R D V eine nach dem Ü bereinkom m en vom 28. Septem ber 1954 über die R echtsstellung der Staatenlosen (SR 0.142.40) als staaten- los anerkannte ausländische Person. Ein solcher Pass kann auch schriftenlosen ausländischen Personen m it Jahresaufenthaltsbew illigung abgegeben w erden (vgl. Art. 4 Abs. 2 R D V). Als schriftenlos gilt eine aus- ländische Person, die keine gültigen R eisedokum ente ihres H eim at- oder H erkunftsstaates besitzt, und von der nicht verlangt w erden kann, dass sie sich bei den zuständigen Behörden ihres H eim at- oder H erkunftsstaates um die Ausstellung oder Verlängerung eines R eisedokum ents bem üht (Art. 7 Abs. 1 Bst. a R D V), oder für w elche die Beschaffung von R eise- dokum enten unm öglich ist (Art. 7 Abs. 1 Bst. b R D V). 5.2 D er Beschw erdeführer hat zw ar auf die Staatsangehörigkeit von Bangla- desch verzichtet. D a ihn jedoch das BFM , die für die Anerkennung der Staatenlosigkeit zuständige schw eizerische Behörde, bisher nicht als staatenlose Person anerkannte, kann er sich nicht auf das obgenannte Ü bereinkom m en berufen. M angels Feststellung der Staatenlosigkeit nach Konventionsrecht besteht som it kein Anspruch auf einen Pass für eine ausländische Person gem äss Art. 4 Abs. 1 Bst. a R D V. 6. Es bleibt zu prüfen, ob die Vorinstanz beim Beschw erdeführer, der auch nach seiner H eirat m it einer Schw eizerin über eine Jahresaufenthaltsbe- w illigung verfügt, zu R echt dessen Schriftenlosigkeit verneint hat, indem sie die M öglichkeit und Zum utbarkeit zur Beschaffung eines heim atlichen R eisepasses als gegeben erachtete. O bschon die neue Verordnung auf 5 den Begriff der Zum utbarkeit verzichtet, ist jedoch m ateriell m it der neuen Form ulierung keine Änderung verbunden (vgl. U rteil des Bundesgerichts 2A.12/2005 bzw . 2A.13/2005 vom 25. April 2005 E. 3.1). 6.1 D ie Frage, ob die Beschaffung von R eisedokum enten bei den H eim atbe- hörden von der betreffenden Person verlangt w erden kann, ist nicht nach subjektiven, sondern nach objektiven M assstäben zu beurteilen (vgl. U rteile des Bundesgerichts 2A.335/2006 vom 18. O ktober 2006 E. 2.1, 2A.12/2005 und 2A.13/2005 vom 25. April 2005 E. 3.2, 2A.176/2004 vom 30. August 2004 E. 2.1, 2A.186/2000 vom 28. Juli 2000 E. 2d). D er Be- schw erdeführer bringt in seinem Verlängerungsgesuch vom 30. August 2004 vor, keine heim atlichen R eisepapiere beantragen zu können, w eil er staatenlos sei. Zur Beurteilung der Schriftenlosigkeit ist indessen m assge- bend, ob es dem Beschw erdeführer zum utbar ist, sich um die W iederer- langung seiner bisherigen Staatsbürgerschaft zu bem ühen, w odurch er w ieder Anspruch auf einen heim atlichen Pass erhalten w ürde (vgl. U rteile des Bundesgerichts 2A.658/2006 vom 10. Januar 2007 E. 2.4, 2A.147/2002 vom 27. Juni 2002 E. 4.2). 6.2 D er Beschw erdeführer hat auf eigenes Begehren um die Entlassung aus der bangladeschischen Staatsbürgerschaft ersucht. In der N ote vom 4. Januar 1999 des Aussenm inisterium s von Bangladesch an die Schw eizer Botschaft in D haka w ird dazu ausgeführt, der Beschw erdeführer habe auf seine Staatsbürgerschaft verzichtet, um den Erhalt der schw eizerischen Staatsangehörigkeit zu erleichtern. D er Verzicht auf seine bisherige Staatsangehörigkeit diente som it den Interessen des Beschw erdeführers, ohne dass auf Seiten der heim atlichen Behörden G ründe vorlagen, w elche zum Verlust des Bürgerrechts geführt hätten. D er Beschw erdeführer selbst m acht denn auch nicht geltend, er könne seine bisherige Staatsbürger- schaft nicht m ehr w ieder erlangen. Sow eit aus den U nterlagen ersichtlich, hat er diesbezüglich bisher keine Schritte eingeleitet. Anhaltspunkte, dass die Adoption in der Schw eiz dem W iedererw erb der Staatsangehörigkeit entgegensteht, bestehen zurzeit nicht. Insbesondere w eil er zuvor die Staatsbürgerschaft von Bangladesch besass und seine leiblichen Eltern und seine G eschw ister bangladeschischer H erkunft sow ie dort w ohnhaft sind, erscheint der W iedererw erb nicht ausgeschlossen. 6.3 O bjektive G ründe, w eshalb vom Beschw erdeführer nicht verlangt w erden kann bzw . es für ihn unm öglich sein sollte, sich um die W iedereinbür- gerung zu bem ühen und dam it heim atliche R eisepapiere zu erlangen, sind daher nicht ersichtlich. Folglich ging die Vorinstanz zu R echt davon aus, der Beschw erdeführer sei nicht schriftenlos. D ie Voraussetzungen zur Er- teilung eines Passes für ein ausländische Person gem äss Art. 4 Abs. 2 R D V sind som it nicht erfüllt. 6 7. 7.1 An diesem Ergebnis verm ag der U m stand, dass dem Beschw erdeführer ein Pass für eine ausländische Person m it dem H inw eis ausgestellt w urde, er solle sich um den Erhalt eines schw eizerischen Passes bem ühen, nichts zu ändern. Es lässt sich daraus w eder ein Anspruch auf N euausstellung eines Ersatzpapiers ableiten noch verstösst die verw eigerte Verlängerung gegen Treu und G lauben. Bei jedem G esuch hat das BFM von G rund auf neu die Schriftenlosigkeit festzustellen (Art. 7 Abs. 3 R D V). Aus einer m ehrjährigen Ausstellung eines schw eizerischen R eisepapiers erw ächst deshalb kein gew ohnheitsrechtlicher Anspruch darauf, dass dieses w eiterhin und ohne W eiteres, insbesondere aber ohne Prüfung der in der R D V erw ähnten Voraussetzungen, ausgestellt w ird. 7.2 D er H inw eis, der Beschw erdeführer solle sich w ährend der G ültigkeits- dauer des Ausw eises um den Erhalt eines schw eizerischen Passes be- m ühen bzw . um die erleichterte Einbürgerung, stellt entgegen den Aus- führungen des Beschw erdeführers keine Auflage dar, deren Erfüllung einen Anspruch auf Ausstellung eines Passes für ausländische Personen begründen w ürde. N ebenbestim m ungen w ie Bedingungen und Auflagen sind zw ar ohne ausdrückliche R egelung in einem R echtssatz zulässig, sow eit sie in einem engen sachlichen Zusam m enhang m it dem Zw eck der H auptregelung stehen (vgl. hierzu U LR IC H H ÄFELIN /G EO R G M Ü LLER /FELIX U H LM AN N , Allgem eines Verw altungsrecht, 5. Aufl., Zürich 2006, S. 191 f.). Sie gestalten jedoch nur die M odalitäten der in einer Verfügung geregelten R echte und Pflichten aus. So w ird im Falle einer Bedingung die R echts- w irksam keit der Verfügung von einem künftigen ungew issen Ereignis ab- hängig gem acht. D ie Auflage w iederum belasten den Ver- fügungsadressaten m it zusätzlichen Pflichten, die selbständig erzw ingbar sind (vgl. PIER R E TSC H AN N EN /U LR IC H ZIM M E R LI/R EG IN A KIEN ER , Allgem eines Ver- w altungsrecht, Bern 2000, S. 176 f.). Vom Beschw erdeführer hätte indessen nicht erzw ungen w erden können, sich um einen schw eizerischen Pass zu bem ühen, w eshalb der H inw eis keine Auflage darstellt. M assgebend für die Erteilung eines Passes für eine ausländische Person an den Beschw erdeführer sind folglich einzig die Voraussetzungen, w ie sie sich aus der Verordnung ergeben. Ebenso konnte der Beschw erdeführer nicht nach Treu und G lauben davon ausgegehen, dass die Bem ühung um einen schw eizerischen Pass die Ausstellung eines Ersatzpapiers zur Folge hätte. D as BFM teilte ihm schliesslich im gleichen Schreiben m it, der Ausw eis w erde nicht verlängert. Eine Verlängerung nach entsprechenden Einbürgerungsbem ühungen konnte er som it nicht erw arten. 8. 8.1 Schliesslich m acht der Beschw erdeführer geltend, die Verw eigerung des Passes für eine ausländische Person beeinträchtige sein Fam ilienleben und verunm ögliche es ihm , seinen Arzt in D eutschland zu konsultieren. D er Schutzbereich des Fam ilienlebens um fasst das Zusam m enleben der Fam ilienangehörigen sow ie die norm ale Entw icklung der fam iliären Be-7 ziehungen (vgl. M AR TIN A C AR O N I, Privat- und Fam ilienleben zw ischen M enschenrecht und M igration, Berlin 1999, S. 36; JÖ R G PAU L M Ü LLER , G rundrechte in der Schw eiz: im R ahm en der Bundesverfassung von 1999, der U N O -Pakte und der EM R K, 3. Aufl., Bern 1999, S. 113). Inw iefern das Zusam m enleben des erw achsenen Beschw erdeführers m it seinen schw eizerischen Eltern durch die Verw eigerung des Passes für eine aus- ländische Person beeinträchtigt w ird, ist nicht ersichtlich. In diesem Zusam m enhang m acht der Beschw erdeführer denn auch keine konkrete Beeinträchtigungen geltend. Ebenfalls bestehen keine Anhaltspunkte dafür, dass m angels Auslandreisen das faktische Zusam m enleben und die norm ale Entw icklung der Beziehung m it seiner Ehefrau beeinträchtigt w erden. Schliesslich bringt der Beschw erdeführer keine G ründe vor, w eshalb er auf eine m edizinische Behandlung im Ausland angew iesen sei. W ie es sich dam it jedoch im Einzelnen verhält, kann indessen offen bleiben. D enn w ie unter Ziffer 6 ausgeführt, bestehen keine objektiven G ründe, w eshalb der Beschw erdeführer sich nicht bei der bangladeschischen Vertretung in der Schw eiz um die W iedereinbürgerung und dam it um heim atliche R eisepapiere bem ühen könnte. 8.2 Es steht dem Beschw erdeführer jedoch offen, in einem neuen G esuch bei der Vorinstanz die Abgabe eines Passes für eine ausländische Person zu beantragen, sollten entsprechende Bem ühungen des Beschw erdeführers, die hinreichend, das heisst insbesondere schriftlich zu belegen w ären, dennoch nicht zu W iedereinbürgerung und zur Ausstellung eines heim atlichen R eisepapiers führen. 9. D ie Feststellung der Vorinstanz, der Beschw erdeführer erfüllte die Voraus- setzungen der Schriftenlosigkeit nicht, ist som it nicht zu beanstanden. D ie angefochtene Verfügung verletzt daher das Bundesrecht nicht. D er rechtserhebliche Sachverhalt w urde richtig und vollständig festgestellt (Art. 49 Vw VG ). 10. D ie Beschw erde ist daher abzuw eisen und die Verfahrenskosten sind dem Beschw erdeführer aufzuerlegen (Art. 63 Abs. 1 Vw VG i.V.m . Art. 1 des R eglem ents vom 11. D ezem ber 2006 über die Kosten und Entschä- digungen vor dem Bundesverw altungsgericht [VG KE, SR 173.320.2]). ******* (D ispositiv Seite 8)8 D em nach erkennt das B undesverw altungsgericht: 1. D ie Beschw erde w ird abgew iesen. 2. D ie Verfahrenskosten von Fr. 700.-- w erden dem Beschw erdeführer auf- erlegt. Sie sind durch den am 8. N ovem ber 2004 geleisteten Kosten- vorschuss gedeckt. 3. D ieses U rteil w ird eröffnet: - dem Beschw erdeführer (m it G erichtsurkunde) - der Vorinstanz (m it den Akten, eingeschrieben) - dem M igrationsdienst des Kantons Bern (via Vorinstanz) R echtsm ittelbelehrung D ieses U rteil kann innert 30 Tagen seit Eröffnung beim Schw eizerischen Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, angefochten w erden (vgl. Art. 42, 48, 54, 83 Bst. c Ziff. 2, 100 des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BG G , SR 173.110]). D er Kam m erpräsident: D ie G erichtsschreiberin: A. Im oberdorf E. Sturm Versand am :