<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="content"> <a name="idp299312"></a><div class="big bold">Urteilskopf</div> <br/>111 IV 112<br/><br/><br/><div class="paraatf">28. Urteil des Kassationshofes vom 19. April 1985 i.S. Statthalteramt des Bezirkes Zürich gegen F. (Nichtigkeitsbeschwerde)</div> <div class="paraatf"></div> <a name="idp300704"></a><br/><div id="regeste" lang="de"> <div class="big bold">Regeste</div> <br/><div class="paraatf"><span class="artref">Art. 270 Abs. 1 BStP</span>. <div class="paratf">Die Statthalterämter des Kantons Zürich können nicht neben der Staatsanwaltschaft eidgenössische Nichtigkeitsbeschwerde führen. </div> </div> </div> <a name="idp304256"></a> <a name="idp307744"></a> <br/><div> <a name="idp311280"></a><span class="big bold" id="erwaegungen">Erwägungen</span> <span class="small">ab Seite 112</span> </div> <br/><div class="paraatf"> <a name="page112"></a><div class="center pagebreak">BGE 111 IV 112 S. 112</div> </div> <div class="paraatf">Erwägung:</div> <br/><div class="paraatf"> <a name="idp313360"></a><span class="bold" id="consideration_1.">1. </span>Mit Urteil vom 5. Juli 1985 sprach der Einzelrichter in Strafsachen des Bezirkes Zürich Frau F. vom Vorwurf der Übertretung des <span class="artref">Art. 210 StGB</span> frei. Dieser Entscheid wurde durch die I. Strafkammer des Obergerichts des Kantons Zürich am 11. Januar 1985 bestätigt. Mit heutigem Datum wies der Kassationshof eine dagegen durch die Staatsanwaltschaft des Kantons Zürich eingereichte eidgenössische Nichtigkeitsbeschwerde ab.</div> <div class="paraatf">Dasselbe Rechtsmittel gegen den angefochtenen Freispruch wurde beim Bundesgericht auch durch das Statthalteramt des Bezirkes Zürich erhoben.</div> <br/><div class="paraatf"> <a name="idp317584"></a><span class="bold" id="consideration_2.">2. </span>Gemäss <span class="artref">Art. 270 Abs. 1 BStP</span> ist der Ankläger des Kantons zur eidgenössischen Nichtigkeitsbeschwerde legitimiert. Nach der Praxis des Bundesgerichtes, zu deren Überprüfung heute kein Anlass besteht, werden Beschwerden von Zürcher Statthalterämtern dann zugelassen, wenn diese gewissermassen an Stelle der Staatsanwaltschaft in der Funktion des Anklägers auftreten. Ohne jeden Zweifel unzulässig ist es jedoch, dass ein Statthalteramt neben der Staatsanwaltschaft Beschwerde führt. Daran ändert nichts, dass im zürcherischen Strafverfahren nach <span class="artref">§ 395 Ziff. 1 StPO</span>/ZH in Übertretungssachen nebst der Staatsanwaltschaft auch die Verwaltungsbehörde, die den vorinstanzlichen Entscheid gefällt hat, zur Ergreifung von Rechtsmitteln befugt ist. Auf die Beschwerde des Statthalteramtes des Bezirkes Zürich ist mithin nicht einzutreten.</div> </div></body></html></html>