Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Zivilrecht Vom 27. Oktober 2015 (400 15 228) ___________________________________________________________________ Zivilgesetzbuch Besuchsrecht des Kindsvaters Besetzung Präsident Thomas Bauer, Richterin Barbara Jermann Richterich (Ref.), Richter Dieter Freiburghaus; Gerichtsschreiberin Karin Arber Parteien A. ___ , vertreten durch Advokatin Sandra Sutter-Jeker, Totentanz 4, Postfach 1059, 4001 Basel, Klägerin und Berufungsbeklagte gegen B. ____ , vertreten durch Advokat Dieter Roth, Zeughausplatz 34, Postfach 375, 4410 Liestal, Beklagter und Berufungskläger Gegenstand Ehescheidung Berufung gegen den Entscheid der Dreierkammer des Zivilkreisgerichts Basel-Landschaft Ost vom 24. März 2015 A. Die Parteien heirateten am 5. Dezember 2009 in Paki stan. Die gemeinsame Tochter C.____ wurde am 26. November 2010 in der Schweiz ge boren. Die Parteien leben seit dem 8. Juli 2011 getrennt. Der Ehemann wurde aus der Sc hweiz ausgewiesen und wohnt seit Sommer 2014 wieder in Pakistan. Mit Urteil vom 24. März 2015 schied das Zivilkreisgericht Seite 2 http://www.bl.ch/kantonsgericht Basel-Landschaft Ost die Ehe der Parteien und stellte die Tochter unter die elterliche Sorge der Ehefrau und Mutter. Mit Ziffer 3 des Dispositivs wurde das Besuchsrecht wie folgt festge- legt: „3. Wenn der Vater sich in der Schweiz aufhält, erhält er ein begleitetes Besuchsrecht bei den Begleiteten Besuchstagen Baselland in Binninge n im Umfang von einem hal- ben Tag alle zwei Wochen. Die Beistandschaft wird beibehalten und die zuständige Beiständin ist insbesondere Ansprechperson des Vaters für die Durchführung des Besuc hsrechts. Ein allfälliger Aufenthalt des Vaters in der Schweiz ist der Beiständi n unter Übermittlung einer Ko- pie der Einreise- bzw. Aufenthaltspapiere für die Schw eiz (zuhanden der Mutter) rechtzeitig voranzukündigen." Im Weiteren wurde im Scheidungsurteil mangels Leistungs fähigkeit des Ehemannes kein Kinderunterhaltsbeitrag zugesprochen und auf den Ant rag der Ehefrau auf Zusprechung ei- nes nachehelichen Ehegattenunterhaltsbeitrags wurde ma ngels Bezifferung nicht eingetre- ten. Von der Teilung der beruflichen Vorsorge sah die Vorinstanz ab und stellte überdies fest, dass die Ehegatten in güterrechtlicher Hinsicht gegenseitig auseinandergesetzt seien. B. Mit Eingabe vom 29. Juni 2015 erklärte der Ehemann ge gen Ziffer 3 des Eheschei- dungsurteils vom 24. März 2015 die Berufung mit folgenden Rechtsbegehren: „1. Es sei das Urteil des Zivilkreisgerichts Basel-Landschaft O st vom 24. März 2015 in Ziffer 3 insofern aufzuheben, als das Besuchsrecht nur b egleitet und nur im Umfang von einem halben Tag alle zwei Wochen zugesprochen wu rde. In Abänderung dieser Bestimmung sei das Besuchsrecht für die Zeit, wenn sich de r Vater in der Schweiz aufhalte, in erheblich höherem Umfang, mindestens aber drei halbe Tage pro Woche einzuräumen. Nach erfolgreicher Durchführung des Besuch srechts während zweier Aufenthaltsphasen des Vaters in der Schweiz sei das Besu chsrecht unbegleitet durchzuführen und nach den Bedürfnissen des Kindes auszu dehnen. Ab dem 10. Al- tersjahr von C.____ sei dem Vater auch ein angemessenes Ferienrecht mit der Toch- ter einzuräumen. 2. Unter o/e-Kostenfolge. Es sei dem Berufungskläger a uch für das Berufungsverfahren die unentgeltliche Rechtspflege und Verbeiständung mit dem Unterzeichneten als Advokaten zu bewilligen.“ In verfahrensmässiger Hinsicht beantragte der Berufungskläg er sodann, es sei ihm bereits während der Dauer des Berufungsverfahrens vorsorglich e in begleitetes Besuchsrecht von drei halben Tagen pro Woche einzuräumen, wenn er sich in der Schweiz aufhalte. C. Mit Verfügung vom 24. Juli 2015 des Präsidenten des K antonsgerichts Basel- Landschaft, Abteilung Zivilrecht, wurde dem Berufungskläger die unentgeltliche Rechtspflege bewilligt. D. Die Berufungsbeklagte begehrte mit Eingabe vom 3. Aug ust 2015 die Abweisung des Verfahrensantrags des Berufungsklägers. Mit Berufungsantwort vom 20. August 2015 bean- Seite 3 http://www.bl.ch/kantonsgericht tragte sie sodann die Abweisung der Berufung unter o/e-Kostenfolge. Weiter ersuchte sie um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege und Verbeiständung. E. Mit Verfügung vom 24. August 2015 wies der Kantonsger ichtspräsident den Antrag betreffend vorsorgliche Ausweitung des Besuchsrechts währen d des Berufungsverfahrens ab. Er ordnete den Entscheid aufgrund der Akten ohne Durchführung einer Parteiverhand- lung an. Erwägungen 1. Erstinstanzliche Endentscheide sind gemäss Art. 308 Abs. 1 lit. a ZPO mit Berufung anfechtbar. Die vorliegende Berufung bezieht sich auf d as Besuchs- und Ferienrecht, mithin auf eine nichtvermögensrechtliche Streitigkeit. Die Be rufung ist gemäss Art. 311 Abs. 1 ZPO innert 30 Tagen seit Zustellung des begründeten Entsc heides beziehungsweise seit der nachträglichen Zustellung der Entscheidbegründung schrift lich und begründet einzureichen. Im vorliegenden Falle wurde dem Beklagten bzw. dessen R echtsvertreter die schriftliche Begründung des Entscheides des Zivilkreisgerichts Basel-Land schaft Ost vom 24. März 2015 am 28. Mai 2015 zugestellt. Die 30-tägige Beruf ungsfrist lief bis zum Samstag, den 27. Juni 2015 und endete gestützt auf Art. 142 Abs. 3 ZPO am Montag, den 29. Juni 2015. Die Rechtsmittelfrist ist durch die Berufung vom 29. Juni 2015 somit gewahrt. Ein Kostenvor- schuss für das Rechtsmittelverfahren wurde nicht erhoben, da der Berufungskläger um un- entgeltliche Rechtspflege ersuchte. Da auch die übrige n Formalien erfüllt sind, ist auf die Berufung einzutreten. Zuständig für die Beurteilung d er Berufung ist gemäss § 6 Abs. 1 lit. d EG ZPO (SGS 221) die Dreierkammer der Abteilung Zivil recht des Kantonsgerichts. Der Entscheid ergeht in Anwendung von Art. 316 Abs. 1 ZPO aufgrund der Akten. 2. Die Vorinstanz führte aus, die Ausübung des Besuchsrechts s ei aus zwei Gründen massiv erschwert. Einerseits wohne der Ehemann nicht mehr in der Schweiz und anderer- seits seien im Sinne des Kindeswohls Vorkehrungen zu treff en, um eine allfällige Entführung durch den Ehemann zu verhindern. Daher könne dem Ehema nn kein übliches Besuchs- und Ferienrecht zugesprochen werden. Jedoch sei der Kontakt zwischen der Tochter und dem Vater nicht gänzlich zu unterbinden. Deshalb seien dem Ehemann, wenn er sich besuchs- weise in der Schweiz aufhalte und dies rechtzeitig voran kündige, begleitete Besuche zu ge- statten. In diesem Zusammenhang kann festgestellt werden , dass die Vorinstanz in Ziffer 4 der Entscheiderwägungen ausführte, es seien begleitete Besuche von einem Nachmittag pro Woche zu gestatten, im Dispositiv des Urteils vom 24. Mär z 2015 in Ziffer 3 das Besuchs- recht dagegen bei den Begleiteten Besuchstagen Basellan d auf einen halben Tag alle zwei Wochen festlegte. Von einem Ferienrecht sah die Vori nstanz dagegen wegen der Kindsent- führungsgefahr ab. Weiter führte sie aus, um ein begle itetes Besuchsrecht angemessen durchführen zu können, sei die Beistandschaft aufrecht zu e rhalten. Deren Funktionsbereich sei allerdings auf die Durchführung des Besuchsrechts und a uf den Fall zu beschränken, in welchem der Ehemann die Tochter in der Schweiz besuche. Die Beiständin fungiere als An- Seite 4 http://www.bl.ch/kantonsgericht sprechperson des Ehemannes, welcher ihr einen allfällige n Aufenthalt in der Schweiz recht- zeitig anzukündigen habe, damit sie die nötigen Massnahmen treffen könne. 3. Der Berufungskläger moniert in zweierlei Hinsicht die m angelhafte Feststellung des Sachverhalts durch die Vorinstanz. Einerseits bestreitet er, dass ein fortbestehendes Risiko einer Kindsentführung bestehe. Er führt aus, er habe die Schweiz zufolge Nichtverlängerung der Aufenthaltsbewilligung regulär verlassen und damit gezeigt, dass er sich an die Auflagen der Behörden halte. Seither wohne er in Pakistan. Sei ne drei erwachsenen Söhne würden jedoch mit Aufenthaltsbewilligungen B im Kanton Bas el-Landschaft leben. Er habe in der Vergangenheit keine Entführungsabsicht gehabt und habe solche weder aktuell noch in Zu- kunft. Da er das Kind nie entführt und auch nie Absichte n dazu getroffen habe, und er über- dies keine Ausweispapiere für das Kind besitze und sich solche nicht ausstellen lassen kön- ne, sei eine Entführungsgefahr nicht real und aufgrund der Rechtslage nicht anzunehmen. Andererseits sei die Annahme der Vorinstanz falsch, dass er keine regelmässigen Kontakte zur Tochter habe. Seine drei Söhne würden seine Tochter , welche deren Halbschwester sei, jeden zweiten Samstag im Rahmen der Begleiteten Besu chstage Binningen treffen. Anläss- lich dieser Besuche würden die Söhne jeweils in Absprache mit der Leitung der Besuchstage per Skype mit ihm telefonieren. Anlässlich dieser Telefonate habe er Kontakt mit der Tochter in Bild und Ton. Diese Telefonate würden soweit mögl ich in Deutsch geführt, ansonsten in Urdu, wobei seine Söhne zwischen ihm und der Tochter üb ersetzen würden. Die Tochter kenne ihn, schätze die regelmässigen Kontakte und frage ihn auch, wann er wieder in die Schweiz komme. In rechtlicher Hinsicht macht der Berufungskläger geltend , die vorinstanzliche Besuchsrecht- regelung verstosse gegen das Kindswohl und damit gegen Art. 133 ZGB. Er führt diesbezüg- lich aus, da er in Pakistan wohne und keine Aufenthalts bewilligung in der Schweiz besitze, sei davon auszugehen, dass er es de facto nicht oft schaffen werde, aus Pakistan für einen Besuch in die Schweiz anzureisen. Er habe es bisher seit seiner Ausreise vor einem Jahr nicht geschafft, Flug und Visum für eine Reise in die Schweiz organisieren zu können. Wenn er dann aber für zwei Wochen bis einen Monat in die Sch weiz reise, sei es für ihn unzumut- bar und dem Kindswohl zuwiderlaufend, wenn er dann se ine Tochter nur gerade ein- bis zweimal für vier Stunden sehen könne. Solche reduzierte n Wiedersehen würden Trauer und psychologisches Konfliktpotenzial mit sich bringen, anstatt de n persönlichen Kontakt zwi- schen Vater und Tochter zu gewährleisten und ihre Bezie hung zu vertiefen. Es seien andere Lösungen als nur die Begleiteten Besuchstage Binningen möglich, welche ein dem Kinds- wohl entsprechendes Besuchsrecht gestatten würden. So könnten die Beiständin oder seine Söhne, welche ihre Halbschwester regelmässig sehen, oder eine andere neutrale Gewährs- person bei der Besuchsausübung dabei sein. Weiter sei d arauf hinzuweisen, dass die Beru- fungsbeklagte in ihrer Scheidungsklage beantragt habe, d ass sich die Ehegatten bezüglich des Kontaktrechts zwischen Vater und Tochter während der Besuche in der Schweiz direkt einigen sollen. Dieser Antrag erlaube eine grosszügiger e Handhabung des Besuchsrechts als es nunmehr von der Vorinstanz festgelegt worden sei . Seine drei erwachsenen Söhne hätten regelmässig persönlichen Kontakt zu seiner Tochte r, zu der Berufungsbeklagten und zu deren beiden weiteren Töchtern. Dies helfe aktuell schon die telefonischen Kontakte zu ermöglichen, erleichtere auch bei seinem Aufenthalt in der Schweiz die praktische Organisa- Seite 5 http://www.bl.ch/kantonsgericht tion und Durchführung der Besuche und gewährleiste, d ass es zu einem unbeschwerten Kontakt kommen könne und alle Auflagen eingehalten w ürden. Es sei auch zu berücksichti- gen, dass sich die Tochter altersentsprechend entwickeln w erde und der persönliche Kon- takt, nachdem er behutsam wieder aufgebaut und installi ert sei, auch ausgedehnt werden könne. Es sei daher nach zwei gelungenen Aufenthalten des Berufungsklägers in der Schweiz die Einschränkung der Begleitung des Besuchsrech ts aufzuheben und das Be- suchsrecht auszudehnen sowie ein angemessenes Ferienrecht einzuräumen. 4. Die Berufungsbeklagte führte in der Berufungsantwort aus, aufgrund einer Vereinba- rung zwischen ihr und den drei Söhnen des Berufungskläge rs und Halbbrüder von C.____ würden alle zwei Wochen begleitete Besuche stattfinden . Das ermögliche der Tochter, den Kontakt zu ihrer Familie väterlicherseits zu erhalten. Wenn sich der Berufungskläger in der Schweiz aufhalte, könne er sich diesen bereits aufgeglei sten Besuchstagen nach Absprache mit der Beiständin anschliessen. Gemäss Auskunft der Beg leiteten Besuchstage Binningen würden die Söhne und C.____ anlässlich dieser Besuche manchmal mit dem Vater telefonie- ren. Dies aber unregelmässig und nicht immer per Skype. A ufgrund der Vorgeschichte sei nach wie vor von einer Entführungsgefahr auszugehen. Da der Berufungskläger sein Aufent- haltsrecht in der Schweiz definitiv und letztinstanzlich verloren habe, sei diese akuter denn je. Bereits im Trennungsverfahren habe der Berufungsklä ger erklärt, dass er seine Tochter nicht von ihrer jüdischen Mutter erzogen haben wolle. Er habe der Berufungsbeklagten vor- geworfen, dass sie bei der Erziehung ihrer Töchter aus er ster Ehe versagt habe, weil diese kein Kopftuch tragen und nicht nach den islamischen Rege ln leben würden. Auch sei die Schweiz kein Ort, wo er sein Kind aufwachsen sehen woll e, da hier der Islam, insbesondere das Schiitentum, nicht richtig gelebt werden könne. De r Berufungskläger habe mehrmals angedroht, seine Tochter nach Pakistan mitzunehmen. Au f seiner Facebook-Seite würden sich Links zu geistigen Führern des Islams, welche den Extremi smus vertreten, befinden. Pakistan weise weltweit die höchste Rate von Kindsentführ ungen aus und habe das Haager Übereinkommen über die zivilrechtlichen Aspekte interna tionaler Kindsentführungen nicht ratifiziert. Hinsichtlich des Vorschlags des Berufungsklägers, dass zusätzliche Treffen in An- wesenheit der Beiständin erfolgen könnten, entgegnet die Berufungsbeklagte, die Beiständin alleine könne die nötige Sicherheit nicht gewährleiste n und für weitergehende Überwa- chungsmassnahmen würden die finanziellen Mittel fehlen. Vater und Tochter würden keine gemeinsame Sprache sprechen und er sei unbeholfen im U mgang mit der Tochter, weshalb er auf die Vermittlung seiner Söhne angewiesen sei. Diese würden sich jedoch in Ausbildung befinden respektive den ganzen Tag arbeiten, so dass Be suche für diese ohnehin nur am Wochenende denkbar seien. Die Berufungsbeklagte habe si ch immer für ein begleitetes Be- suchsrecht ausgesprochen. Ein unbegleitetes Besuchsrecht sei w egen der Entführungsge- fahr nicht zu verantworten, zumal der Berufungskläger je derzeit einen falschen pakistani- schen Pass besorgen könne. Eine Ausdehnung des begleiteten Besuchsrechts sei dagegen aus organisatorischen und praktischen Gründen nicht durchfü hrbar. Solange der Berufungs- beklagte in Pakistan wohne, werde sie ihm die Tochter auch nach dem 10. Altersjahr nicht in die Ferien geben. 5. Eltern, denen die elterliche Sorge oder Obhut nicht zu steht, und das minderjährige Kind haben gegenseitig Anspruch auf angemessenen persönl ichen Verkehr (Art. 273 Abs. 1 Seite 6 http://www.bl.ch/kantonsgericht ZGB). Es handelt sich dabei um ein gegenseitiges Pflicht recht, das in erster Linie dem Inte- resse des Kindes dient. Oberste Richtschnur für die Ausgest altung des Besuchsrechts ist immer das Kindeswohl, das anhand der Umstände des konkret en Einzelfalls zu beurteilten ist. Dabei haben allfällige Interessen der Eltern zurü ck zu stehen. Wird das Wohl des Kindes durch den persönlichen Verkehr gefährdet, üben die Elte rn ihn pflichtwidrig aus, haben sie sich nicht ernsthaft um das Kind gekümmert oder liegen a ndere wichtige Gründe vor, so kann ihnen das Recht auf persönlichen Verkehr allerding s verweigert oder entzogen werden (Art. 274 Abs. 2 ZGB). Eine Gefährdung des Wohls des Kindes im genannten Sinn liegt dann vor, wenn dessen ungestörte körperliche, seelische oder si ttliche Entfaltung durch ein auch nur begrenztes Zusammensein mit dem nicht obhutsbere chtigten Elternteil bedroht ist. Bei der Beschränkung des persönlichen Verkehrs ist stets das Geb ot der Verhältnismässigkeit zu beachten. Der gänzliche Ausschluss eines Elternteils vom pe rsönlichen Verkehr kommt schliesslich nur als ultima ratio in Frage; er ist einzig dann statthaft, wenn sich die nachteili- gen Auswirkungen eines Besuchsrechts nicht anderweitig in für das Kind vertretbaren Gren- zen halten lassen (BGE 130 III 585, E. 2.1; Bger 5A_3 67/2015 vom 12. August 2015, E. 5.1.1 f.; Bger 5A_719/2013 vom 17. Oktober 2014, E. 4.3). 6. Vorliegend ist nicht bestritten, dass dem Berufungskläger und der Tochter das Recht auf gegenseitigen persönlichen Verkehr zuzusprechen und dem Berufungskläger ein Be- suchsrecht einzuräumen ist. Es werden auch keine Gründe gel tend gemacht, welche gegen einen persönlichen Verkehr zwischen dem Vater und der Toch ter sprechen würden, noch sind solche ersichtlich. Es stellt sich jedoch die Frage, in welchem Umfang das Besuchsrecht festzulegen ist und ob es begleitet stattfinden soll. Wie die Vorinstanz zu Recht ausführte, ist das Besuchsrecht aufgrund des Wohnsitzes des Kindsvaters in Pakistan massiv erschwert. Wie oft er in die Schweiz kommen wird, ist derzeit unb ekannt. Er schreibt in der Berufung selber, dass er es de facto nicht oft schaffen werde, für einen Besuch in die Schweiz zu kommen. Seit Sommer 2014 ist er zurück in Pakistan und b is zur Einreichung der Berufung vom 29. Juni 2015 war er nicht mehr besuchsweise in die Schweiz gereist. Ob er inzwischen einmal da war, entzieht sich der Kenntnis des Gerichts. Zu mindest hat er bislang nichts der- artiges mitgeteilt und auch in seinem Antrag betreffe nd vorsorglichem Besuchsrecht für die Dauer des Berufungsverfahrens nicht geltend gemacht, ei ne Reise stehe unmittelbar bevor. Aufgrund dieser Ausführungen ist es aus heutiger Sicht zw eifelhaft, ob es überhaupt zu ei- nem Besuch pro Jahr kommen wird. Seit seiner Ausreise i m Sommer 2014, und somit seit mehr als einem Jahr, hat der Vater die Tochter nicht m ehr persönlich besucht. Aufgrund die- ser langen Zeitspanne und des Alters der Tochter von nur gerade knapp 5 Jahren müsste der persönliche Kontakt sanft intensiviert werden. Dies ist jedoch aufgrund des Wohnsitzes des Vaters in Pakistan und der bis jetzt nicht erfolgten Besuche in der Schweiz praktisch nicht realisierbar. Aufgrund der derzeitigen Sachlage ka nn daher nicht davon ausgegangen werden, dass ein kontinuierlicher Ausbau des Besuchsrechts mög lich sein wird. Die Tochter würde vielmehr überfordert, wenn sie den Vater ein Jah r oder noch länger nicht persönlich trifft und ihn dann gleich dreimal pro Woche besuchen würde. Eine solche abrupte Intensivie- rung liegt daher nicht im Kindswohl. Das Kantonsgericht würde ein begleitetes Besuchsrecht von einem halben Tag pro Woche grundsätzlich als angemessen betrachten. Allerdings wäre dies im Rahmen der Begleiteten Besuchstage Baselland n icht möglich, weil dort die Be- Seite 7 http://www.bl.ch/kantonsgericht suchstage nur jeden ersten Samstag und Sonntag und jede n dritten Samstag im Monat von 14:00 – 18:00 Uhr stattfinden. Die Beiständin kann d ie Besuche einerseits aus zeitlichen Gründen kaum selber begleiten, andererseits ist dies au ch nicht ihre Aufgabe. Den Söhnen dürfte angesichts ihrer Arbeitstätigkeiten respektive Aus bildung ebenfalls nicht möglich sein, das Besuchsrecht an drei Halbtagen pro Woche zu begleiten . Zu beachten ist darüber hin- aus, dass C.____ nunmehr den Kindergarten und später di e Schule besucht, sodass die entsprechenden Unterrichtszeiten ebenfalls zu berücksichtig en sind. Die Begleitung des Be- suchsrechts ausserhalb der Begleiteten Besuchstage Basellan d ist somit ausgeschlossen. Da aktuell wegen des Wohnsitzes des Berufungsklägers keinerlei Aussicht auf die Durchfüh- rung eines wöchentlichen Besuchsrechts besteht, kann die Frage nach einer Ausdehnung des Besuchsrechts letztlich ohnehin offen bleiben. 7. Die Berufungsbeklagte hat ausgeführt, es bestehe eine E ntführungsgefahr, wogegen der Berufungskläger eine solche bestreitet. Der Berufun gskläger sagte anlässlich der Ehe- schutzverhandlung vom 10. August 2012 (Verfahren Nr. 120 12 225) vor dem Bezirksgericht Laufen aus, er werde nicht ohne seine Tochter nach Paki stan zurückgehen. Auch anlässlich der Anhörung vom 22. Februar 2012 vor der Vormundschaft sbehörde Laufental führte er aus, das Migrationsamt überprüfe seinen Ausländerstatus e rneut. Für ihn sei jedoch klar, dass er nicht ohne seine Tochter gehen würde. Angesichts d ieser Aussagen des Berufungs- klägers und der Ausführungen der Ehefrau, wonach der B erufungskläger mehrmals gedroht habe, die Tochter nach Pakistan mitzunehmen, um ihr dor t eine islamische Erziehung ange- deihen zu lassen, ist eine Entführungsgefahr nicht von der Hand zu weisen. Dass der Beru- fungskläger nach seiner Ausweisung nunmehr kein Aufenth altsrecht in der Schweiz mehr hat, erhöht die Entführungsgefahr, wie auch der Umstan d, dass Pakistan das Haager Über- einkommen über die zivilrechtlichen Aspekte international er Kindsentführungen vom 25. Oktober 1980 nicht ratifiziert hat. Auch die Sich erheitsdirektion Basel-Landschaft schloss eine Entführungsgefahr nicht aus, als sie mit Verfügung vom 31. August 2012 eine Daten- sperre betreffend die Tochter in Infostar verfügte. Es ist nicht auszuschliessen, dass der Be- rufungskläger einen gefälschten Pass für die Tochter bes orgt, um mit ihr auszureisen. Wie schon die Vorinstanz, bejaht das Kantonsgericht gestützt au f diese Erwägungen das Vorlie- gen einer Entführungsgefahr. Dass sich auf der Facebook -Seite des Berufungsklägers Links zu geistigen Führern des Islams, welche den Extremismus vertreten, und Links über religiöse Erziehung von Kindern befinden, ist für das Kantonsgericht nicht nachvollziehbar. Ebenso ist die Behauptung der Berufungsbeklagten, wonach Pakista ner oder Inder vor ihrem Wohn- block gestanden seien, nicht bewiesen. Auf diese beiden Behauptungen der Berufungsbe- klagten lässt sich das Vorhandensein einer Entführungsgef ahr daher nicht abstützen. Die Entführungsgefahr kann bei einem begleiteten Besuchsrecht ausserhalb der institutionalisier- ten Besuchstage nicht hinreichend gebannt werden, weshal b das Besuchsrecht nur inner- halb der Begleiteten Besuchstage Baselland zuzusprechen i st. Angesichts der Durchfüh- rungstage in dieser Institution kann das Besuchsrecht nur jede zweite Woche für einen hal- ben Tag stattfinden. 8. Der Berufungskläger beantragt sodann, nach erfolgreicher Durchführung des Besuchs- rechts während zweier Aufenthaltsphasen in der Schweiz se i das Besuchsrecht unbegleitet durchzuführen und nach den Bedürfnissen des Kindes auszud ehnen. Das Kantonsgericht Seite 8 http://www.bl.ch/kantonsgericht erachtet ein unbegleitetes Besuchsrecht nach zweimaligem Aufenthalt nicht angezeigt, da unbekannt ist, in welchem Abstand diese Aufenthalte erfolgen werden. So ist es durchaus denkbar, dass der Kindsvater nicht einmal jedes Jahr in die Schweiz reist. Die Kontakte sind dann zu spärlich, um einen guten persönlichen Kontakt aufzubauen. Die Tochter dürfte über- fordert sein, wenn der Vater nur selten zu Besuch komm t und sie ihn dann zusätzlich noch ausserhalb der Begleiteten Besuchstage Baselland in ein er allenfalls ungewohnten Umge- bung treffen würde. Die Begleitung der Besuche wurde zudem auch von der Beiständin mit Schreiben vom 17. November 2014 an die Vorinstanz emp fohlen und drängt sich auch des- halb auf, weil der Vater und die Tochter nicht die g leiche Sprache sprechen, sie nicht anei- nander gewöhnt sind und überdies im Schlussbericht der KESB Laufental vom 3. Juli 2013 ausgeführt wurde, dass nach Einschätzung von Frau König (Leiterin der Begleiteten Be- suchstage Baselland) der Vater mit der Betreuung der T ochter wahrscheinlich überfordert wäre, wenn die Besuche nicht begleitet stattfänden. Es entspricht daher nicht dem Kinds- wohl, wenn die Besuche unbegleitet erfolgen. Ein unb egleitetes Besuchsrecht ist zudem auch wegen der Entführungsgefahr (siehe vorstehende Erwägung) nicht angezeigt. 9. Der Berufungskläger beantragt sodann, ab dem 10. Alte rsjahr von C.____ sei ihm ein angemessenes Ferienrecht mit der Tochter einzuräumen. Es wurde bereits ausgeführt, dass es aufgrund der zu erwartenden spärlichen Besuche des Ki ndsvaters in der Schweiz prak- tisch unmöglich sein wird, den persönlichen Kontakt zu de r Tochter zu intensivieren. Für die Tochter ist es nicht zumutbar und es entspricht auch nicht dem Kindswohl, bei einem so sel- tenen persönlichen Kontakt ganze Ferientage oder gar Ferienwochen mit dem Vater zu ver- bringen, allenfalls sogar in einer ihr gänzlich unbekann ten Umgebung in Pakistan. Auch auf- grund der verschiedenen Sprachen von Vater und Tochter s owie der Entführungsgefahr (siehe Erwägung Ziffer 7 hiervor) liegt ein Ferienrecht nicht im Kindsinteresse. 10. Zusammenfassend kann festgehalten werden, dass in Anbetrac ht des Kindswohls und der Entführungsgefahr das Besuchsrecht nicht unbegleitet stattzufinden hat und dieses bei den Begleiteten Besuchstagen Baselland durchzuführen ist. Da bei den Begleiteten Be- suchstagen Baselland das Besuchsrecht nur jeden ersten Sa mstag und Sonntag und jeden dritten Samstag im Monat von 14:00 bis 18:00 Uhr durchgeführt wird, ist das Besuchsrecht in diesem Rahmen bzw. - wie von der Vorinstanz festgelegt - mit einem halben Tag alle zwei Wochen zu gewähren. Es bleibt den Parteien unbenommen, anlässlich eines Besuchs in der Schweiz den begleiteten persönlichen Kontakt in Absprach e mit der Beiständin im Einzelfall auszuweiten. Eine generelle Ausweitung des Besuchsrechts, unbegleitete Besuche oder die Gewährung eines Ferienrechts liegen indessen nicht im Ki ndswohl von C.____. Folglich ist die Berufung abzuweisen. Wie sich die Situation entwi ckeln wird, ist aus heutiger Sicht nicht vorhersehbar. Sollte sich die Sachlage wesentlich und d auerhaft ändern, steht einer neuen Überprüfung des Besuchsrechts nichts entgegen. 11. Dem Berufungskläger wurde die unentgeltliche Rechtspfle ge bereits mit Verfügung vom 24. Juli 2015 bewilligt. Über das Gesuch der Beruf ungsbeklagten um Bewilligung der unentgeltlichen Rechtspflege ist noch zu entscheiden. D ie Berufungsklägerin ist alleinerzie- hend mit zwei minderjährigen Kindern. Bis und mit Sep tember 2015 befand sie sich in der Ausbildung zur Pflegefachfrau und erzielte lediglich e inen Praktikantenlohn von brutto Seite 9 http://www.bl.ch/kantonsgericht CHF 1‘250.00 zuzüglich Inkonvenienzen, Kinder- und Ausbil dungszulagen sowie Erzie- hungszulage. Die Ersparnisse hat sie während ihrer dre ijährigen Ausbildung aufgebraucht, so dass kein den Notgroschen übersteigendes Vermögen mehr vorhanden ist. Der Beru- fungsbeklagten ist daher aufgrund ihrer finanziellen Si tuation ebenfalls die unentgeltliche Rechtspflege zu bewilligen. 12. Abschliessend ist über die Verlegung der Prozesskosten für das Berufungsverfahren zu entscheiden. 12.1 Aus den vorstehenden Erwägungen erhellt, dass die Beru fung abzuweisen ist. Ent- sprechend diesem Ausgang des Verfahrens ist die Gerichtsg ebühr, welche in Anwendung § 9 Abs. 1 i.V.m. § 8 Abs. 1 lit. i der Verordnung ü ber die Gebühren der Gerichte vom 15. November 2010 (Gebührentarif, GebT; SGS 170.31) auf CHF 2‘000.00 festzusetzen ist, dem Berufungskläger aufzuerlegen. Zufolge Bewilligung der unentgeltlichen Rechtspflege für den Berufungskläger gehen diese Gerichtskosten zu Lasten des Staates. 12.2 Der obsiegenden Berufungsbeklagten ist für das Rechtsmit telverfahren zulasten des Berufungsklägers eine angemessene Parteientschädigung zuzu sprechen. Dass dem Beru- fungskläger die unentgeltliche Rechtspflege bewilligt wurde, befreit ihn nicht von der Bezah- lung einer Parteientschädigung an die Gegenpartei (Art. 118 Abs. 3 ZPO und Art. 122 Abs. 1 lit. d ZPO). Die Berechnung des Honorars hat nach dem Zeitaufwand zu erfolgen (§ 2 Abs. 1 der Tarifordnung für die Anwältinnen und Anwälte vo m 17. November 2003, TO, SGS 178.112) und beträgt CHF 200.00 bis 350.00 pro Stund e, je nach Schwierigkeit und Bedeu- tung der Sache, der damit verbundenen Verantwortung u nd der persönlichen und finanziel- len Verhältnisse der zahlungspflichtigen oder der auftr aggebenden Person (§ 3 Abs. 1 TO). Die Rechtsvertreterin der Berufungsbeklagten hat keine H onorarnote für das Berufungsver- fahren eingereicht, so dass das Kantonsgericht die Parte ientschädigung in Anwendung von § 18 Abs. 1 TO von Amtes wegen nach Ermessen festzusetzen hat. Von Seiten der Beru- fungsbeklagten waren die Berufungsantwort vom 20. Aug ust 2015, welche neun Seiten um- fasst, sowie die Stellungnahme vom 3. August 2015 zum g egnerischen Verfahrensantrag, welche drei Seiten aufweist, einzureichen. Der Aufwand für die Erstellung dieser beiden Ein- gaben inkl. Studium der Eingabe des Berufungsklägers un d Besprechungen mit der Klientin wird auf rund acht Stunden geschätzt. Ein Stundenansat z von CHF 200.00 ist angemessen, zumal es um keine schwierigen rechtlichen Fragen ging, es sich bei den Ausführungen zum grössten Teil um Wiederholungen von bereits bei der Vorinstanz vorgebrachten Darlegungen handelt und beide Parteien finanziell nicht leistungs fähig sind. Auslagen wurden weder gel- tend gemacht noch beziffert. Das Honorar ist folglich pa uschal inklusive Auslagen auf CHF 1‘600.00 festzulegen, zuzüglich Mehrwertsteuer von 8 % resultiert somit eine Parteient- schädigung von CHF 1‘728.00. Obsiegt die unentgeltlich p rozessführende Partei und ist die Parteientschädigung bei der Gegenpartei nicht oder voraussichtlich nicht einbringlich, so wird die unentgeltliche Rechtsbeiständin oder der unentgel tliche Rechtsbeistand vom Kanton an- gemessen entschädigt (Art. 122 Abs. 2 ZPO). Dem Berufu ngskläger dürfte es aufgrund sei- ner aktenkundigen finanziellen Lage nicht möglich sein , der Berufungsbeklagten eine Partei- entschädigung zu entrichten. Sodann ist fraglich, ob e ine Eintreibung der Parteientschädi- gung in Pakistan möglich und erfolgreich wäre. Zufolge voraussichtlicher Uneinbringlichkeit Seite 10 http://www.bl.ch/kantonsgericht der Parteientschädigung ist die Rechtsvertreterin der B erufungsbeklagten vom Kanton an- gemessen zu entschädigen. Folglich ist dieser gestützt auf Art. 122 Abs. 2 ZPO ein Honorar von pauschal CHF 1‘728.00 (inkl. MWST von CHF 128.00) aus der Gerichtskasse zu bezah- len. 12.3 Da dem Berufungskläger die unentgeltliche Rechtspflege bewilligt wurde, ist in An- wendung von Art. 122 Abs. 1 lit. a ZPO der unentgelt liche Rechtsbeistand des unterliegen- den Berufungsklägers vom Kanton angemessen zu entschädige n. Der Rechtsvertreter des Berufungsklägers hat keine Honorarnote für das Berufung sverfahren eingereicht, so dass das Kantonsgericht auch seine Entschädigung in Anwendung von § 18 Abs. 1 TO von Amtes wegen nach Ermessen festzusetzen hat. Die Berufung vom 29. Juni 2015 umfasst sieben Seiten, die Eingabe vom 23. Juli 2015 beinhaltet drei Seiten mit Ausführungen zu der finan- ziellen Situation des Berufungsklägers im Zusammenhang mit seinem Gesuch um unentgelt- liche Rechtspflege und die Stellungnahme vom 17. Augus t 2015 weist zwei Seiten auf. Der gesamte Aufwand für die Erstellung dieser drei Eingab en, das Studium der gegnerischen Eingaben und Rücksprachen mit dem Klient wird ebenfal ls auf rund acht Stunden festge- setzt. Der Stundenansatz beträgt CHF 200.00 (§ 3 Abs. 2 TO). Auslagen wurden auch vom Rechtsvertreter des Berufungsklägers weder geltend gemacht noch beziffert. Das Honorar ist somit pauschal inklusive Auslagen auf CHF 1‘600.00 festzulegen. Da der Berufungskläger im Ausland wohnhaft ist, ist keine Mehrwertsteuer hinzuzu rechnen. Folglich ist eine Ent- schädigung von CHF 1‘600.00 an den Rechtsvertreter des Ber ufungsklägers aus der Ge- richtskasse zu bezahlen. 12.4 Der Berufungskläger ist zur Nachzahlung der Gerichtskosten u nd der Entschädigun- gen an die unentgeltlichen Rechtsbeistände verpflichte t, sobald er dazu in der Lage ist. Der Anspruch des Kantons verjährt zehn Jahre nach Abschluss des Verfahrens (Art. 123 ZPO). Seite 11 http://www.bl.ch/kantonsgericht Demnach wird erkannt: ://: 1. Die Berufung wird abgewiesen. 2. Der Berufungsbeklagten wird die unentgeltliche Rech tspflege bewilligt. 3. Die Gerichtsgebühr von CHF 2‘000.00 wird dem Beru fungskläger aufer- legt. Zufolge Bewilligung der unentgeltlichen Recht spflege für den Beru- fungskläger gehen diese Kosten zu Lasten des Staates. 4. Der Berufungskläger hat der Berufungsbeklagten eine Parteientschädi- gung von CHF 1‘728.00 (inkl. MWST von CHF 128.00 und Auslagen) zu bezahlen. Gestützt auf Art. 122 Abs. 2 ZPO wird die Parteientschäd igung von CHF 1‘728.00 aus der Gerichtskasse an Advokatin Sandra Su tter-Jeker ausbezahlt. Mit der Zahlung geht der Anspruch auf den Kanton über. 5. Zufolge Bewilligung der unentgeltlichen Rechtspf lege für den Beru- fungskläger, wird dessen Rechtsvertreter, Advokat Dieter Roth, ein Ho- norar von CHF 1‘600.00 (inkl. Auslagen, MWST nicht zu be rücksichti- gen) aus der Gerichtskasse ausbezahlt. 6. Der Berufungskläger ist zur Nachzahlung der Gerichtsgebü hr und der Entschädigungen an die unentgeltlichen Rechtsbeiständ e verpflichtet, sobald er dazu in der Lage ist. Der Anspruch des Kant on s verjährt zehn Jahre nach Abschluss des Verfahrens (Art. 123 ZPO). Präsident Thomas Bauer Gerichtsschreiberin Karin Arber