A bteilung V E -872/2007 {T 0/2} U rte il v o m 2 0 . S e p te m b e r 2 0 0 7 R ichterin C hrista Luterbacher (Vorsitz), R ichter M aurice Brodard, R ichter W alter Stöckli G erichtsschreiber M ario Vena. A ._______, geboren (...), D em okratische R epublik Kongo, (...), vertreten durch Frau Annelise G erber, (...) Beschw erdeführerin, gegen B undesam t für M igration (B FM ), Q uellenw eg 6, 3003 Bern, Vorinstanz. Verfügung des BFM vom 25. Januar 2007 i.S. N ichteintreten auf Asylgesuch und W egw eisung (N _______). B u n d e s v e rw a ltu n g s g e ric h t T rib u n a l a d m in is tra tif fé d é ra l T rib u n a le a m m in is tra tiv o fe d e ra le T rib u n a l a d m in is tra tiv fe d e ra l B esetzung P arteien G egenstandE -872/2007 Sachverhalt: A . D ie Beschw erdeführerin verliess die D em okratische R epublik Kongo eigenen Angaben zufolge am 25. N ovem ber 2006, reiste am 1. D ezem ber 2006 von Brazzaville (R epublik Kongo) aus auf dem Luftw eg über Frankreich nach Italien und von dort am 3. D ezem ber 2006 auf dem Landw eg in die Schw eiz ein. Am 5. D ezem ber 2006 w urde sie im R ahm en einer H ausdurchsuchung in einer W ohnung in (...) von der (Polizei) angehalten, die eine auf ihren N am en ausgestellte kongolesische W ählerkarte ("C arte d'électeur") sicherstellte. Am 13. D ezem ber 2006 reichte die Beschw erdeführerin beim Em pfangs- und Verfahrenszentrum des BFM in Basel ein Asylgesuch ein, w o sie am 21. D ezem ber 2006 sum m arisch zu den G ründen für ihr Asylgesuch und zum R eisew eg befragt w urde. In der Folge führte das BFM am 22. Januar 2007 eine direkte Bundesanhörung durch. Zur Begründung ihres Asylgesuchs m achte die Beschw erdeführerin im W esentlichen Folgendes geltend: Sie sei in ihrer H eim at als Sym pathisantin der M LC (M ouvem ent de Libération du C ongo, zuw eilen auch: M ouvem ent de Libération C ongolais oder M ouvem ent pour la Libération du C ongo) gefährdet. Zusam m en m it ihrem Ehem ann habe sie sich im April 2006 der M LC angeschlossen und aktiv an der Präsidentschaftsw ahlkam pagne von Jean-Pierre Bem ba, dem Vorsitzenden der Partei, teilgenom m en, indem sie Flugblätter verteilt habe. Ihr Ehem ann habe sich nach dem zw eiten W ahlgang am 21. N ovem ber 2006 an den U nruhen vor dem O bersten G erichtshof ("C our suprêm e") beteiligt und sei an jenem Tag nicht nach H ause zurückgekehrt. Am Abend des darauf folgenden Tages (22. N ovem ber 2006) seien drei Soldaten in Zivil bei ihr zu H ause erschienen, hätten nach dem Verbleib ihres Ehem annes gefragt und bei der anschliessenden H ausdurchsuchung eine Pistole gefunden. Sie sei von diesen Soldaten festgenom m en und nach B._______ abgeführt w orden, w o sie in einem "R aum " festgehalten w orden sei; circa um M itternacht des 23. N ovem bers 2006 sei ihr durch Verm ittlung eines Abtes und einer w eiteren Kirchenvertreterin zur Flucht verholfen w orden. D iese Kirchenvertreter hätten sie nach C ._______ gebracht, w o sie ihren Ehem ann w ieder angetroffen habe. D ieser habe ihr gesagt, er sei bei den U nruhen vor dem O bersten G erichtshof festgenom m en w orden, habe aber daraufhin ebenfalls fliehen können. S eite 2E -872/2007 Am 25. N ovem ber 2006 habe sie sich zusam m en m it ihrem Ehem ann und jenem Abt nach D ._______ begeben. Ihr Ehem ann sei bei der Passkontrolle am Flughafen von D ._______, w o sie beide auf andere N am en lautende R eisepässe vorgew iesen hätten, im G egensatz zu ihr festgenom m en w orden; sie sei m it dem Abt w eitergereist, der sie bis in die Schw eiz begleitet habe. W o sich ihr Ehem ann aufhalte, w isse sie nicht; sie habe nicht m ehr nach ihm gesucht. B . M it Verfügung vom 25. Januar 2007 - gleichentags eröffnet - trat das BFM gestützt auf A rt. 32 Abs. 2 Bst. a des Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 (AsylG , SR 142.31; Fassung gem äss Ziffer I der Änderung des Asylgesetzes vom 16. D ezem ber 2005, in Kraft seit 1. Januar 2007) auf das Asylgesuch nicht ein und ordnete die W egw eisung der Beschw erdeführerin aus der Schw eiz und deren Vollzug an. Auf Einzelheiten in der Begründung des angefochtenen Entscheids w ird - sow eit erforderlich - in den Erw ägungen näher eingegangen. C . D iese Verfügung focht die Beschw erdeführerin m it Eingabe ihrer R echtsvertreterin vom 1. Februar 2007 (D atum des Poststem pels) beim Bundesverw altungsgericht an. Sie beantragte die Aufhebung der angefochtenen Verfügung, die Feststellung ihrer Flüchtlingseigenschaft und die G ew ährung von Asyl in der Schw eiz. Eventualiter sei eine vorläufige Aufnahm e w egen U nzulässigkeit beziehungsw eise U nzum utbarkeit des W egw eisungsvollzugs anzuordnen. In verfahrensrechtlicher H insicht ersuchte sie um die W iederherstellung der aufschiebenden W irkung der Beschw erde sow ie um die G ew ährung der unentgeltlichen R echtspflege im Sinne von A rt. 65 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 20. D ezem ber 1968 über das Verw altungsverfahren (Vw VG , SR 172.021). Auf die Begründung der Beschw erde w ird - sow eit erheblich - in den Erw ägungen eingegan- gen. D . M it Zw ischenverfügung vom 9. Februar 2007 w ies das Bundesverw altungsgericht vorab auf die m it N ichteintretensentscheiden nach A rt. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG von G esetzes w egen verbundene aufschiebende W irkung hin; im W eiteren w urde in G utheissung des G esuchs um unentgeltliche R echtspflege auf die Erhebung eines Kostenvorschusses verzichtet. S eite 3E -872/2007 E. In seiner Vernehm lassung vom 19. Februar 2007 hielt das BFM an der angefochtenen Verfügung fest und beantragte die Abw eisung der Beschw erde. D ie Vernehm lassung des BFM ging am 21. Februar 2007 zur Kenntnisnahm e an die Beschw erdeführerin. D as B undesverw altungsgericht zieht in Erw ägung: 1. 1.1 D as Bundesverw altungsgericht beurteilt gem äss A rt. 31 des Verw altungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (VG G , SR 173.32) Beschw erden gegen Verfügungen nach A rt. 5 Vw VG , sofern keine Ausnahm e nach A rt. 32 VG G vorliegt. Als Vorinstanzen gelten die in A rt. 33 und 34 VG G genannten Behörden. Zu den anfechtbaren Entscheiden gehören auch Verfügungen des BFM gestützt auf das Asylgesetz; das Bundesverw altungsgericht entscheidet in diesem Bereich endgültig (A rt. 105 Abs. 1 AsylG ; A rt. 83 Bst. d Ziff. 1 des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BG G , SR 173.110]). 1.2 D as Bundesverw altungsgericht hat am 1. Januar 2007 im R ahm en seiner Zuständigkeit die Beurteilung der bei der AR K hängigen R echtsm ittel übernom m en. Es w endet neues Verfahrensrecht an (vgl. A rt. 53 Abs. 2 VG G ), w obei sich das Verfahren nach dem Vw VG richtet, sow eit das VG G nichts anderes bestim m t (A rt. 37 VG G ). Auf die am 1. Januar 2007 bereits hängigen Asylverfahren sind zudem die in diesem Zeitpunkt in Kraft getretenen Bestim m ungen der Asylgesetzänderung vom 16. D ezem ber 2005 (vgl. im Einzelnen AS 2006 4767) anw endbar (Abs. 1 der Ü bergangsbestim m ungen zur Änderung vom 16. D ezem ber 2005). 1.3 Bei Beschw erden gegen N ichteintretensentscheide des BFM , die gestützt auf die bis Ende 2006 gültige Fassung von A rt. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG getroffen w urden, w ar die Beurteilungszuständigkeit im Beschw erdeverfahren auf die Ü berprüfung der Frage beschränkt, ob das BFM zu R echt auf das Asylgesuch nicht eingetreten w ar; bei Begründetheit der Beschw erde w urde die angefochtene Verfügung aufgehoben und die Sache zu neuer Entscheidung an die Vorinstanz zurückgew iesen (vgl. statt vieler Entscheidungen und M itteilungen der Schw eizerischen Asylrekurskom m ission [EM AR K] 2004 N r. 34 E. 2.1 S. 240 f.). N ach dem revidierten, am 1. Januar 2007 in Kraft getretenen S eite 4E -872/2007 A rt. 32 Abs. 2 Bst. a i.V.m . Abs. 3 AsylG bildet neu auch die Flüchtlingseigenschaft Prozessgegenstand, dagegen w eiterhin nicht die Asylgew ährung. D er G esetzgeber hat näm lich m it der neuen R egelung von A rt. 32 Abs. 2 Bst. a i.V.m . Abs. 3 AsylG - trotz ihrer Einreihung unter die verschiedenen N ichteintretenstatbestände nach A rt. 32 - 37 AsylG - ein m aterielles Sum m arverfahren geschaffen, in w elchem über das Bestehen der Flüchtlingseigenschaft abschliessend m ateriell befunden w ird (vgl. das zur Publikation vorgesehene U rteil BVG E D -688/2007 vom 11. Juli 2007 E. 5.6.1 und 5.6.5). N icht beschränkt ist die Beurteilungszuständigkeit des Bundesverw altungsgerichts im Ü brigen im W egw eisungspunkt, da sich die Vorinstanz diesbezüglich gem äss A rt. 44 AsylG in Verbindung m it A rt. 14a des Bundesgesetzes vom 26. M ärz 1931 über Aufenthalt und N iederlassung der Ausländer (AN AG , SR 142.20) auch m ateriell zur Sache zu äussern hatte. 1.4 M it Beschw erde kann die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts und die U nangem essenheit gerügt w erden (A rt. 106 Abs. 1 AsylG ). 2. D ie Beschw erde ist form - und fristgerecht eingereicht; die Beschw erdeführerin ist legitim iert (A rt. 48 Abs. 1 und A rt. 50 ff. Vw VG ). Auf die Beschw erde ist daher - m it der soeben unter E. 1.3 erw ähnten Einschränkung - einzutreten. 3. 3.1 G em äss A rt. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG w ird auf ein Asylgesuch nicht eingetreten, w enn Asylsuchende den Behörden nicht innerhalb von 48 Stunden nach Einreichung des G esuchs R eise- oder Identitätspapiere abgeben. D iese Bestim m ung findet jedoch keine Anw endung, w enn Asylsuchende glaubhaft m achen können, sie seien dazu aus entschuldbaren G ründen nicht in der Lage (A rt. 32 Abs. 3 Bst. a AsylG ), oder w enn aufgrund der Anhörung sow ie gestützt auf A rt. 3 und 7 AsylG die Flüchtlingseigenschaft festgestellt w ird (A rt. 32 Abs. 3 Bst. b AsylG ) oder sich aufgrund der Anhörung die N otw endigkeit zusätzlicher Abklärungen zur Feststellung der Flüchtlingseigenschaft oder eines W egw eisungsvollzugshindernisses ergibt (A rt. 32 Abs. 3 Bst. c AsylG ). 3.2 S eite 5E -872/2007 3.2.1 U nter den Begriff "R eise- oder Identitätspapier" gem äss A rt. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG fallen nur fälschungssichere D okum ente und Ausweise, w elche von den heim atlichen Behörden (hauptsächlich) zum Zw ecke des Identitätsnachw eises ausgestellt w orden sind und sow ohl eine zw eifelsfreie Feststellung der Identität - einschliesslich der Staatsangehörigkeit - als auch den allfälligen Vollzug der W egw eisung der asylsuchenden Person erm öglichen. D iese Anforderungen erfüllen nur R eisepässe und Identitätskarten, nicht aber zu anderen Zw ecken ausgestellte D okum ente w ie insbesondere Führerausweise, Berufs- und Schulausw eise sow ie G eburtsurkunden (vgl. im Einzelnen das zur Publikation vorgesehene U rteil BVG E D -2279/2007 vom 11. Juli 2007 E. 4 - 6). 3.2.2 Aus den Ausnahm eklauseln von A rt. 32 Abs. 3 Bst. b und c AsylG ergibt sich im Sinne eines U m kehrschlusses, dass gestützt auf A rt. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG auf ein Asylgesuch nicht einzutreten ist, w enn bereits aufgrund einer sum m arischen Prüfung festgestellt w erden kann, dass die asylsuchende Person die Flüchtlingseigenschaft offensichtlich nicht erfüllt, sei es, w eil ihre Vorbringen offensichtlich unglaubhaft sind, sei es, w eil sie offensichtlich keine flüchtlingsrechtliche R elevanz nach A rt. 3 AsylG aufw eisen. Kann dagegen ein offensichtliches N ichtbestehen der Flüchtlingseigenschaft aufgrund einer sum m arischen Prüfung nicht abschliessend festgestellt w erden, ist auf das Asylgesuch zw ecks zusätzlicher, im ordentlichen Verfahren vorzunehm ender Abklärungen einzutreten. U nter "zusätzlichen Abklärungen" im Sinne von A rt. 32 Abs. 3 Bst. c AsylG sind Abklärungen jeglicher A rt, also etw a auch am tsinterne R echerchen und Ü berprüfungen, zu verstehen, die sich auf Sachverhalts- oder R echtsfragen beziehen können und im Ü brigen nicht zw ingend einen N iederschlag in den Akten finden m üssen; im Zw eifelsfall ist auf das Asylgesuch einzutreten (vgl. das zur Publikation vorgesehene U rteil BVG E D -688/2007 vom 11. Juli 2007 E. 5.6.4 - 5.6.6). 3.3 3.3.1 D ie Vorinstanz ist in ihrer Verfügung im Ergebnis zu R echt davon ausgegangen, dass die bei der Beschw erdeführerin sichergestellte W ählerkarte kein R eise- oder Identitätspapier im Sinne von A rt. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG darstellt, handelt es sich doch dabei offensichtlich nicht um ein zum Zw ecke des Identitätsnachw eises ausgestelltes D okum ent. S eite 6E -872/2007 3.3.2 Zutreffend ist im W eiteren die Schlussfolgerung der Vorinstanz, die Beschw erdeführerin habe nicht glaubhaft m achen können, dass die N ichtabgabe von R eise- oder Identitätspapieren auf entschuldbare G ründe gem äss A rt. 32 Abs. 3 Bst. a AsylG zurückzuführen gew esen w äre. Insbesondere ist es der Beschw erdeführerin im Verlauf des erstinstanzlichen Verfahrens nicht gelungen, die N ichtabgabe einer Bescheinigung für den Verlust von Identitätspapieren ("Attestation de perte de pièces"), in deren Besitz sie gem äss eigenen Angaben gew esen sein soll, plausibel zu erklären. So verm ögen etw a auch ihre Ausführungen keinesw egs zu überzeugen, dass sie davon ausgegangen sei, sie benötige die betreffende Bescheinigung nicht, und nur deshalb im Besitz der sichergestellten W ählerkarte gew esen sei, w eil sie sich zufälligerw eise in der Bibel befunden habe, die ihr – nach ihrer angeblichen Flucht aus der G efangenschaft in B._______ - auf ihren ausdrücklichen W unsch hin vom Abt, der ihr zur Flucht verholfen haben soll, und einer O rdensschw ester nach D ._______ (BFM act. A 1 S. 5) beziehungsw eise von einer N achbarin nach C ._______ (BFM act. A 10 S. 5 und 12) gebracht w orden sei. O hnehin ist es in keiner W eise nachvollziehbar, dass die Beschw erdeführerin in einem Zeitpunkt, in w elchem sie sich - angeblich auf Anraten jenes Abtes - bereits zur Ausreise aus der D em okratischen R epublik Kongo entschlossen hatte, nur gerade darum gebeten haben soll, dass m an ihr ihre Bibel und Kleider bringe. Zu R echt w eist die Vorinstanz im Ü brigen auch darauf hin, dass die Beschw erdeführerin anlässlich ihrer Anhaltung durch die (Polizei) am 5. D ezem ber 2006 zunächst, das heisst, bevor ihre W ählerkarte sichergestellt w erden konnte, tatsachenw idrige Altersangaben gem acht hatte (vgl. R apport der [Polizei] ...), w as zusätzlich gegen ihre persönliche G laubw ürdigkeit und die G laubhaftigkeit der für die N ichtabgabe von R eise- und Identitätspapieren genannten G ründe spricht. 3.3.3 Ü berdies hat die Vorinstanz überzeugend zahlreiche w eitere U nstim m igkeiten in den Vorbringen der Beschw erdeführerin aufgezeigt, w elche die von dieser sinngem äss geltend gem achte politisch m otivierte Verfolgung als offensichtlich unglaubhaft erscheinen lassen. So w eist die Vorinstanz zutreffend darauf hin, dass die Beschw erdeführerin keine konkreten Angaben zur M LC habe m achen können, nicht in der Lage gew esen sei, den genauen O rt ihrer angeblichen G efangenschaft in B._______ detailliert zu beschreiben, ihre angebliche Flucht aus dieser G efangenschaft realitätsfrem d geschildert und schliesslich auch w idersprüchliche Aussagen zu den S eite 7E -872/2007 G egenständen gem acht habe, die sie sich nach der Flucht habe bringen lassen, beziehungsw eise zur Identität der Personen, die ihr die betreffenden G egenstände gebracht haben sollen (vgl. dazu bereits vorne, E. 3.3.2). 3.4 D ie Ausführungen in der Beschw erdeschrift sind nicht geeignet, zu einer anderen Einschätzung zu führen. D ie Behauptung, dass die Beschw erdeführerin bei ihrer Ausreise nicht gew usst haben soll, dass sie schliesslich in der Schw eiz ein Asylgesuch stellen und in diesem Zusam m enhang Identitätspapiere benötigen w ürde, bildet keine hinreichende E rklärung für die N ichtabgabe von R eise- oder Identitätspapieren, zum al nach w ie vor unerklärt bleibt und letztlich unerklärlich erscheint, w eshalb sie sich gem äss eigenen Aussagen im H inblick auf ihre Ausreise nur gerade ihre Bibel beziehungsw eise ihre Bibel und Kleider, nicht aber auch R eise- oder Identitätspapiere, m it denen sie sich ausserhalb ihrer H eim at hätte ausw eisen können, habe bringen lassen. In der Beschw erdeschrift w ird anerkannt, dass die Beschw erdeführerin "offensichtlich bei der Polizeikontrolle in (...) falsche Angaben gem acht" habe; w enn in diesem Zusam m enhang erklärt w ird, die betreffenden falschen Angaben seien "durch Angst und U nsicherheit ausgelöst" w orden, so ist festzuhalten, dass nicht ersichtlich ist, inw iefern Angst und U nsicherheit einen plausiblen G rund für die offensichtlich unzutreffenden Altersangaben der Beschw erdeführerin gebildet haben könnten. In der Beschw erdeschrift w erden im W eiteren die unsubstanziierten Angaben der Beschw erdeführerin zur M LC und zu ihren eigenen politischen Aktivitäten dam it begründet, es sei bei der W ahlkam pagne ausschliesslich um die Person des zukünftigen Präsidenten und nur in zw eiter Linie um die Ziele der M LC gegangen; dies allein verm ag aber nicht zu erklären, dass sie über die M LC nahezu nichts auszusagen w usste. In der Beschw erdeschrift w ird überdies bestritten, dass die Beschw erdeführerin ihre angebliche Flucht aus der G efangenschaft in B._______ realitätsfrem d geschildert habe; es sei davon auszugehen, dass der Abt dem w achhabenden Polizisten G eld bezahlt habe. W eshalb aber der betreffende Abt überhaupt dazu veranlasst gew esen sein sollte, der - ihm offenbar zuvor unbekannten - Beschw erdeführerin zur Flucht aus der G efangenschaft zu verhelfen, ihr in der Folge gefälschte R eisepapiere zur Ausreise zu beschaffen und sie schliesslich gar bis in die Schw eiz zu begleiten, ist auch in der Beschw erdeschrift nicht näher begründet w orden. Jeder G rundlage entbehrt schliesslich der Einw and, die Vorinstanz habe "als politischen S eite 8E -872/2007 H intergrund der Fluchtgründe der Beschw erdeführerin die Situation in der D em okratischen R epublik Kongo bis zum Jahr 2002" beschrieben und sei auf die Ereignisse im Zusam m enhang m it den W ahlen im H erbst 2006 nicht eingegangen. Vielm ehr erübrigte es sich aufgrund der zahlreichen, bereits genannten U nstim m igkeiten in den Vorbringen der Beschw erdeführerin, näher auf jene W ahlen einzugehen. 3.5 Zusam m enfassend ist festzuhalten, dass bereits aufgrund einer sum m arischen Prüfung der Vorbringen der Beschw erdeführerin festzustellen w ar, dass sie die Flüchtlingseigenschaft offensichtlich nicht erfüllt. G em äss A rt. 32 Abs. 3 Bst. c AsylG ist auf ein Asylgesuch - w ie bereits erw ähnt - auch dann einzutreten, w enn sich aufgrund der Anhörung erw eist, dass zusätzliche Abklärungen zur Feststellung eines "W egw eisungsvollzugshindernisses" nötig sind. D ie genaue inhaltliche Tragw eite dieses Begriffes bleibt zw ar noch zu klären, jedenfalls aber gilt auch hier das Bew eism ass der O ffensichtlichkeit (vgl. das zur Publikation vorgesehene U rteil BVG E D -688/2007 vom 11. Juli 2007 E. 5.6.6). D a im Falle der Beschw erdeführerin - w ie sich auch aus den nachfolgenden Erw ägungen zur Frage des W egw eisungsvollzugs ergeben w ird - offensichtlich keine W egw eisungsvollzugshindernisse vorliegen und entsprechend auch diesbezüglich keine zusätzlichen Abklärungen nötig w aren, ist die Vorinstanz zu R echt gestützt auf A rt. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG auf das Asylgesuch nicht eingetreten. 4. Lehnt das Bundesam t das Asylgesuch ab oder tritt es darauf nicht ein, so verfügt es in der R egel die W egw eisung aus der Schw eiz und ordnet den Vollzug an; dabei ist der G rundsatz der Einheit der Fam ilie zu berücksichtigen (A rt. 44 Abs. 1 AsylG ). Ist der Vollzug der W egw eisung nicht m öglich, nicht zulässig oder nicht zum utbar, so regelt das Bundesam t das Anw esenheitsverhältnis nach den gesetzlichen Bestim m ungen über die vorläufige Aufnahm e von Ausländern (A rt. 44 Abs. 2 AsylG ; A rt. 14a Abs. 1 AN AG ). 5. D ie Beschw erdeführerin besitzt keine Aufenthalts- oder N iederlassungsbew illigung, w eshalb die Vorinstanz gestützt auf A rt. 44 Abs. 1 AsylG zu R echt ihre W egw eisung verfügt hat (vgl. A rt. 32 Bst. a der Asylverordnung 1 vom 11. August 1999 [AsylV 1, SR 142.311] sow ie EM AR K 2001 N r. 21 E. 9a S. 176). S eite 9E -872/2007 6. 6.1 D er Vollzug der W egw eisung der Beschw erdeführerin in die D em okratische R epublik Kongo ist im Sinne der zu beachtenden völkerrechtlichen Bestim m ungen zulässig (vgl. A rt. 14a Abs. 3 AN AG ). So sind insbesondere w eder die Voraussetzungen des nur auf Flüchtlinge Anw endung findenden flüchtlingsrechtlichen N on- R efoulem ent-P rinzips nach A rt. 33 Ziff. 1 des Abkom m ens vom 28. Juli 1951 über die R echtsstellung der Flüchtlinge (FK, SR 0.142.30; vgl. auch A rt. 25 Abs. 2 der Bundesverfassung der Schw eizerischen Eidgenossenschaft vom 18. April 1999 [BV, SR 101] und A rt. 5 AsylG ) noch diejenigen des sogenannten m enschenrechtlichen N on- R efoulem ent-P rinzips nach A rt. 3 der Konvention vom 4. N ovem ber 1950 zum Schutze der M enschenrechte und G rundfreiheiten (EM R K, SR 0.101) erfüllt. W ie näm lich bereits dargelegt w urde, ist die Beschw erdeführerin offensichtlich kein Flüchtling im Sinne von A rt. 3 AsylG beziehungsw eise A rt. 1 A Ziff. 2 FK; ebenso offensichtlich bestehen aufgrund der zahlreichen U nstim m igkeiten in ihren Aussagen keine G ründe für die Annahm e, dass ihr bei einer R ückführung in die D em okratische R epublik Kongo eine gem äss A rt. 3 EM R K verbotene Strafe oder Behandlung konkret drohen w ürde. 6.2 W eiter erscheint der W egw eisungsvollzug m it Blick auf die allgem eine politische und w irtschaftliche Lage in der D em okratischen R epublik Kongo sow ie unter Berücksichtigung der persönlichen Situation der Beschw erdeführerin gestützt auf A rt. 14a Abs. 4 AN AG als zum utbar. Aufgrund einer eingehenden Beurteilung der allgem einen Verhältnisse in der D em okratischen R epublik Kongo kam die dam als für die Behandlung von Beschw erden im Asylbereich zuständige Schw eizerische Asylrekurskom m ission Ende 2004 zum Schluss, dass nicht landesw eit von einer Situation von Bürgerkrieg oder allgem einer G ew alt gesprochen w erden könne; vielm ehr w urde der Vollzug der W egw eisung als grundsätzlich zum utbar erachtet, w enn abgew iesene Asylsuchende, die keiner besonders verletzlichen Bevölkerungsgruppe angehörten, ihren letzten W ohnsitz vor der Ausreise in Kinshasa beziehungsw eise in einer Flughafenstadt im W esten des Landes hatten, oder aber dort zum indest über intakte soziale Beziehungen verfügten (vgl. im Einzelnen EM AR K 2004 N r. 33). D as Bundesverw altungsgericht stellt ebenfalls auf diese Lageanalyse ab, die nach seiner Einschätzung auch für die Zeit nach 2004 im W esentlichen ihre G ültigkeit behält. In der Beschw erdeschrift w ird - w ie bereits erw ähnt - gerügt, die Vorinstanz habe es S eite 10E -872/2007 unterlassen, näher auf die Ereignisse im Zusam m enhang m it den W ahlen im H erbst 2006 einzugehen. Es ist indessen festzuhalten, dass die inneren Auseinandersetzungen im Vorfeld und nach Abschluss der Parlam ents- und Präsidentschaftsw ahlen von Juli beziehungsw eise O ktober 2006 (vgl. dazu im Einzelnen H um an R ights W atch, W orld R eport 2007) zu keiner grundlegenden Änderung der innenpolitischen Situation geführt haben, die eine neue Lageanalyse erforderlich m achen w ürde. W as die persönliche Situation der Beschw erdeführerin betrifft, kann den Akten entnom m en w erden, dass sie aus Kinshasa stam m t, w o sie selbst bis zu ihrer Ausreise ununterbrochen gelebt hat und zudem nach w ie vor einer ihrer Brüder w ohnt; im W eiteren verfügt sie über eine m ehrjährige Berufserfahrung als (...), (...), und (...). 6.3 Ü berdies ist der Vollzug der W egw eisung gestützt auf A rt. 14a Abs. 2 AN AG als m öglich zu betrachten (vgl. auch A rt. 8 Abs. 4 AsylG ). 6.4 D am it ist festzuhalten, dass die Vorinstanz den Vollzug der W egw eisung zu R echt als zulässig, zum utbar und m öglich erachtet hat. N ach dem G esagten fällt eine Anordnung der vorläufigen Aufnahm e ausser Betracht. 7. Aus diesen Erw ägungen ergibt sich, dass die angefochtene Verfügung Bundesrecht nicht verletzt, den rechtserheblichen Sachverhalt richtig und vollständig feststellt und angem essen ist (vgl. A rt. 106 Abs. 1 AsylG ). D ie Beschw erde ist nach dem G esagten abzuw eisen, sow eit auf sie einzutreten ist. 8. Bei diesem Ausgang des Verfahrens w ären die Kosten grundsätzlich der Beschw erdeführerin aufzuerlegen (A rt. 63 Abs. 1 Vw VG ). D a ihr m it Zw ischenverfügung vom 9. Februar 2007 die unentgeltliche R echtspflege gem äss A rt. 65 Abs. 1 Vw VG gew ährt w urde, sind ihr keine Verfahrenskosten aufzuerlegen. (D ispositiv nächste Seite) S eite 11E -872/2007 D em nach erkennt das B undesverw altungsgericht: 1. D ie Beschw erde w ird, sow eit auf sie eingetreten w ird, abgew iesen. 2. Es w erden keine Verfahrenskosten auferlegt. 3. D ieses U rteil geht an: - die R echtsvertreterin der Beschw erdeführerin, (eingeschrieben) - die Vorinstanz, Abteilung Aufenthalt und R ückkehrförderung, m it den Akten (R ef.-N r. N _______ - (...) D ie vorsitzende R ichterin: D er G erichtsschreiber: C hrista Luterbacher M ario Vena Versand: S eite 12