Rahmenabkommen vom 20. Dezember 2007 zwischen dem Schweizerischen Bundesrat und der Regierung der Slowakischen Republik betreffend die Durchführung des schweizerisch-slowakischen Zusammenarbeitsprogramms zur Verringerung der wirtschaftlichen und sozialen Ungleichheiten innerhalb der erweiterten Europäischen Union (mit Anhängen) <?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><akomaNtoso xmlns="http://docs.oasis-open.org/legaldocml/ns/akn/3.0" xmlns:fedlex="http://fedlex.admin.ch/"><act name="publicLaw"><meta><identification source="#ch.bk"><FRBRWork><FRBRthis value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/2008/230/20130101/main-text"/><FRBRuri value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/2008/230/20130101"/><FRBRdate date="2013-01-01" name="jolux:dateApplicability"/><FRBRdate date="2008-03-03" name="jolux:dateEntryInForce"/><FRBRdate date="2007-12-20" name="jolux:dateDocument"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#publisher"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#rightsHolder"/><FRBRcountry value="CH"/><FRBRnumber value="0.973.269.01"/><FRBRname xml:lang="fr" value="Accord-cadre du 20 décembre 2007 entre le Conseil fédéral suisse et le Gouvernement de la République slovaque concernant la mise en uvre du programme de coopération helvético-slovaque visant à réduire les disparités économiques et sociales au sein de l'Union européenne élargie (avec annexes) " shortForm=""/><FRBRname xml:lang="de" value="Rahmenabkommen vom 20. Dezember 2007 zwischen dem Schweizerischen Bundesrat und der Regierung der Slowakischen Republik betreffend die Durchführung des schweizerisch-slowakischen Zusammenarbeitsprogramms zur Verringerung der wirtschaftlichen und sozialen Ungleichheiten innerhalb der erweiterten Europäischen Union (mit Anhängen) " shortForm=""/><FRBRname xml:lang="it" value="Accordo quadro del 20 dicembre 2007 tra il Consiglio federale svizzero e il Governo della Repubblica Slovacca concernente l'attuazione del programma di cooperazione tra la Svizzera e la Repubblica Slovacca destinato a ridurre le disparità economiche e sociali all'interno dell'Unione europea allargata (con appendici) " shortForm=""/><FRBRauthoritative value="true"/></FRBRWork><FRBRExpression><FRBRthis value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/2008/230/20130101/de/main-text"/><FRBRuri value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/2008/230/20130101/de"/><FRBRdate date="2013-01-01" name="jolux:dateApplicability"/><FRBRdate date="2008-03-03" name="jolux:dateEntryInForce"/><FRBRdate date="2007-12-20" name="jolux:dateDocument"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#publisher"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#rightsHolder"/><FRBRlanguage language="de"/></FRBRExpression><FRBRManifestation><FRBRthis value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/2008/230/20130101/de/xml/main-text"/><FRBRuri value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/2008/230/20130101/de/xml"/><FRBRdate date="2013-01-01" name="jolux:dateApplicability"/><FRBRdate date="2008-03-03" name="jolux:dateEntryInForce"/><FRBRdate date="2007-12-20" name="jolux:dateDocument"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#publisher"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#rightsHolder"/><FRBRformat value="xml" fedlex:generator="2024-q4-rel-1.6.5"/></FRBRManifestation></identification><references source="#ch.bk"><TLCOrganization eId="ch.bk" href="https://fedlex.data.admin.ch/vocabulary/legal-institution/2" showAs="Bundeskanzlei"/><TLCRole eId="publisher" href="http://data.legilux.public.lu/resource/ontology/jolux#publisher" showAs="Editeur"/><TLCRole eId="rightsHolder" href="http://data.legilux.public.lu/resource/ontology/jolux#rightsHolder" showAs="Détenteur des droits"/><TLCReference name="language" href="http://publications.europa.eu/resource/authority/language/DEU" showAs="de"/><TLCReference name="format" href="https://fedlex.data.admin.ch/vocabulary/user-format/xml" showAs="xml"/></references></meta><preface><p><docNumber>0.973.269.01 </docNumber></p><p> AS <b>2008</b> 1597</p><p xmlns:mig="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:migration">Originaltext</p><p><docTitle>Rahmenabkommen<br/>zwischen dem Schweizerischen Bundesrat und der Regierung der Slowakischen Republik betreffend die Durchführung des schweizerisch-slowakischen Zusammenarbeitsprogramms zur Verringerung der wirtschaftlichen und sozialen Ungleichheiten innerhalb der erweiterten Europäischen Union</docTitle></p><p>Abgeschlossen am 20. Dezember 2007</p><p>In Kraft getreten durch Notenaustausch am 3. März 2008</p><p> (Stand am 1. Januar 2013)</p></preface><preamble><p>Der Schweizerische Bundesrat<br/><inline name="man-font-style-normal">(nachfolgend als «Schweiz» bezeichnet)<br/></inline>und<br/>die Regierung der Slowakischen Republik<br/><inline name="man-font-style-normal">(nachfolgend als «die Slowakische Republik» bezeichnet)</inline></p><p>die nachfolgend kollektiv als «die Parteien» bezeichnet werden,</p><p>im Bewusstsein, dass die Erweiterung der Europäischen Union (EU) für die Stabilität und den Wohlstand in Europa von grosser Bedeutung ist;</p><p>in Anbetracht der Solidarität der Schweiz mit den Anstrengungen der EU zur Verringerung der wirtschaftlichen und sozialen Ungleichheiten innerhalb der EU;</p><p>auf der Grundlage der erfolgreichen Zusammenarbeit zwischen den beiden Ländern während des Transitionsprozesses der Slowakischen Republik, der dem EU-Beitritt vorausging;</p><p>mit Blick auf die freundschaftlichen Beziehungen zwischen den beiden Ländern;</p><p>bestrebt, diese Beziehungen und die fruchtbare Zusammenarbeit zwischen den beiden Ländern zu stärken;</p><p>mit der Absicht, die weitere soziale und wirtschaftliche Entwicklung in der Slowakischen Republik zu fördern;</p><p>angesichts der Tatsache, dass der Schweizerische Bundesrat in einer Vereinbarung mit der Europäischen Gemeinschaft mit Datum vom 27. Februar 2006<authorialNote><p> In der AS nicht publiziert.</p></authorialNote> die Absicht äusserte, dass die Schweiz einen Beitrag in Höhe von bis zu 1 000 000 000 Franken (eine Milliarde Franken) zur Verringerung der wirtschaftlichen und sozialen Ungleichheiten innerhalb der erweiterten EU leisten will (nachfolgend bezeichnet als «Vereinbarung»);</p><p>sind wie folgt übereingekommen:</p></preamble><body><article eId="art_1"><num><b>Art. 1</b></num><heading>Begriffsbestimmungen</heading><paragraph eId="art_1/para"><content><blockList><listIntroduction eId="art_1/para/listintro">Für die Zwecke dieses Rahmenabkommens zwischen dem Schweizerischen Bundesrat und der Regierung der Slowakischen Republik betreffend die Durchführung des schweizerisch-slowakischen Zusammenarbeitsprogramms zur Verringerung der wirtschaftlichen und sozialen Ungleichheiten innerhalb der erweiterten EU, das nachfolgend als «Abkommen» bezeichnet wird, bedeutet, falls der Kontext nichts anderes nahe legt, der Ausdruck:</listIntroduction><item eId="art_1/para/bull_u1"><num>– </num><p>«Globalzuschuss» einen Fonds für klar festgelegte Zwecke, der Organisationen oder Institutionen Unterstützung bietet und zu einer kostenwirksamen Verwaltung vor allem bei Programmen mit vielen kleinen Projekten beiträgt;</p></item><item eId="art_1/para/bull_u2"><num>– </num><p>«Verpflichtung» die Zuweisung einer bestimmten Teilsumme des Beitrags an ein Projekt, dem die Parteien zugestimmt haben;</p></item><item eId="art_1/para/bull_u3"><num>– </num><p>«Beitrag» den von der Schweiz in diesem Abkommen der Slowakischen Republik gewährten, nicht rückzahlbaren finanziellen Gesamtbeitrag;</p></item><item eId="art_1/para/bull_u4"><num>– </num><p>«Projektträger» jede öffentliche rechtliche Behörde, jedes öffentliche oder private Unternehmen sowie jede Organisation, die von den Parteien anerkannt und befugt ist, ein bestimmtes, im Rahmen des vorliegenden Abkommens finanziertes Projekt durchzuführen;</p></item><item eId="art_1/para/bull_u5"><num>– </num><p>«Durchführungsabkommen» eine Vereinbarung zwischen der NKS und/oder der zwischengeschalteten Stelle und dem Projektträger zur Durchführung des Projekts;</p></item><item eId="art_1/para/bull_u6"><num>– </num><p>«Zwischengeschaltete Stelle» jede öffentliche oder private rechtliche Einheit, die unter Aufsicht der NKS handelt oder im Auftrag der NKS Aufgaben im Zusammenhang mit der Durchführung von Projekten durch Projektträger übernimmt;</p></item><item eId="art_1/para/bull_u7"><num>– </num><p>«Nationale Koordinationsstelle» (NKS) die slowakische Einheit, die für die Koordination des schweizerisch-slowakischen Zusammenarbeitsprogramms verantwortlich ist;</p></item><item eId="art_1/para/bull_u8"><num>– </num><p>«Projekt» ein spezifisches Projekt oder Programm oder andere damit verbundene Aktivitäten (z.B. Globalzuschüsse) im Rahmen dieses Abkommens. Ein Programm besteht aus einzelnen Projektkomponenten mit einem gemeinsamen Thema oder gemeinsamen Zielen;</p></item><item eId="art_1/para/bull_u9"><num>– </num><p>«Stipendienfonds» den Fonds zur Finanzierung von Stipendien für slowakische Studierende und Forschende an Hochschulen und Forschungseinrichtungen in der Schweiz;</p></item><item eId="art_1/para/bull_u10"><num>– </num><p>«Projektabkommen» eine Vereinbarung zwischen den Parteien und gegebenenfalls weiteren Vertragsparteien zur Durchführung eines von den Parteien genehmigten Projekts;</p></item><item eId="art_1/para/bull_u11"><num>– </num><p>«Projektvorbereitungsfazilität» die Fazilität zur finanziellen Unterstützung bei der Vorbereitung des definitiven Projektvorschlags;</p></item><item eId="art_1/para/bull_u12"><num>– </num><p>«Fonds für technische Hilfe» den Fonds zur Finanzierung von Aufgaben, die von den slowakischen Behörden zusätzlich und ausschliesslich zur Durchführung des Beitrags wahrgenommen werden.</p></item></blockList></content></paragraph></article><article eId="art_2"><num><b>Art. 2</b></num><heading>Ziele</heading><paragraph eId="art_2/para_1"><num>1.</num><content><p>Die Parteien fördern die Verringerung der wirtschaftlichen und sozialen Ungleichheiten innerhalb der erweiterten EU durch gemeinsam genehmigte Projekte, die in Einklang mit der Vereinbarung und dem Konzeptrahmen für das schweizerisch-slowakische Zusammenarbeitsprogramm gemäss Anhang 1<authorialNote><p> In der AS nicht publiziert.</p></authorialNote> dieses Abkommens stehen.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_2/para_2"><num>2.</num><content><p>Das Ziel dieses Abkommens besteht darin, einen Rahmen mit Regeln und Verfahren für die Planung und Durchführung der Zusammenarbeit zwischen den Parteien zu schaffen.</p></content></paragraph></article><article eId="art_3"><num><b>Art. 3</b></num><heading>Höhe des Beitrags</heading><paragraph eId="art_3/para_1"><num>1.</num><content><p>Die Schweiz gewährt der Slowakischen Republik einen nicht rückzahlbaren Beitrag für Anstrengungen zur Verringerung der wirtschaftlichen und sozialen Ungleichheiten innerhalb der erweiterten EU in Höhe von bis zu 66,866 Millionen Franken (sechsundsechzig Millionen achthundertsechsundsechzigtausend Franken), der für einen Verpflichtungszeitraum von fünf Jahren und einen Auszahlungszeitraum von zehn Jahren ab der Genehmigung des Beitrags durch das Schweizerische Parlament vom 14. Juni 2007 bereitgestellt wird.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_3/para_2"><num>2.</num><content><p>Mittel, die nicht während des Verpflichtungszeitraums zugewiesen werden, sind für das schweizerisch-slowakische Zusammenarbeitsprogramm nicht mehr verfügbar.</p></content></paragraph></article><article eId="art_4"><num><b>Art. 4</b></num><heading>Anwendungsbereich</heading><paragraph eId="art_4/para"><content><p>Die Bestimmungen dieses Abkommens gelten für nationale und länderübergreifende Projekte, die von der Schweiz finanziert oder von der Schweiz gemeinsam mit multilateralen Einrichtungen und anderen Gebern finanziert, von den Parteien genehmigt und von einem Projektträger durchgeführt werden.</p></content></paragraph></article><article eId="art_5"><num><b>Art. 5</b></num><heading>Verwendung des Beitrags</heading><paragraph eId="art_5/para_1"><num>1.</num><content><blockList><listIntroduction eId="art_5/para_1/listintro">Der Beitrag wird zur Finanzierung von Projekten verwendet:</listIntroduction><item eId="art_5/para_1/lbl_a"><num>a) </num><p>Einzelprojekte und Programme;</p></item><item eId="art_5/para_1/lbl_b"><num>b) </num><p>Globalzuschüsse;</p></item><item eId="art_5/para_1/lbl_c"><num>c) </num><p>Projektvorbereitungsfazilität;</p></item><item eId="art_5/para_1/lbl_d"><num>d) </num><p>Fonds für technische Hilfe;</p></item><item eId="art_5/para_1/lbl_e"><num>e) </num><p>Stipendienfonds.</p></item></blockList></content></paragraph><paragraph eId="art_5/para_2"><num>2.</num><content><p>Der Beitrag ist in Übereinstimmung mit den Zielen, Grundsätzen, Strategien und geografischen sowie thematischen Schwerpunkten einzusetzen, die im Konzeptrahmen in Anhang 1 festgelegt sind.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_5/para_3"><num>3.</num><content><p>Die Schweiz akzeptiert definitive Projektvorschläge gemäss Anhang 2<authorialNote><p> In der AS nicht publiziert.</p></authorialNote>, Kapitel 2 für die Verpflichtung von Mitteln bis zwei Monate vor Ablauf des Verpflichtungszeitraums.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_5/para_4"><num>4.</num><content><p>5 Prozent des Beitrags werden von der Schweiz für ihren Verwaltungsaufwand im Zusammenhang mit diesem Abkommen verwendet. Darunter fallen unter anderem die Kosten für Personal und Berater sowie für die Verwaltungsinfrastruktur, Dienstreisen, Monitoring und Evaluationen.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_5/para_5"><num>5.</num><content><p>Der Beitrag beläuft sich auf höchstens 60 Prozent der zuschussfähigen Gesamtkosten des Projekts; dies gilt nicht für Projekte, die im Übrigen von öffentlichen Stellen auf nationaler, regionaler oder lokaler Ebene aus Haushaltsmitteln mitfinanziert werden; in diesem Fall kann der Beitrag bis zu 85 Prozent der zuschussfähigen Gesamtkosten betragen. Projekte zur Stärkung von Institutionen und Projekte für technische Hilfe sowie von nichtstaatlichen Organisationen durchgeführte Projekte können zu 100 Prozent aus dem Beitrag finanziert werden.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_5/para_6"><num>6.</num><content><p>Für folgende Kosten werden keine Zuschüsse entrichtet: Ausgaben vor der Unterzeichnung des entsprechenden Projektabkommens durch alle Parteien, Schuldzinsen, Erwerb von Grundstücken und Immobilien, Personalkosten der slowakischen Regierung und rückerstattungsfähige Mehrwertsteuer gemäss Artikel 7 dieses Abkommens.</p></content></paragraph></article><article eId="art_6"><num><b>Art. 6</b></num><heading>Koordination und Verfahren</heading><paragraph eId="art_6/para_1"><num>1.</num><content><p>Um sicherzustellen, dass die Projekte die grösstmögliche Wirkung entfalten und um Doppelspurigkeiten und Überschneidungen mit Projekten zu vermeiden, die aus Struktur- und/oder Kohäsionsmitteln sowie durch Mittel aus der Übergangsfazilität, dem Norwegischen Finanzierungsmechanismus und dem EWR-Finanzierungsmechanismus oder aus anderen bilateralen Zusammenarbeitsprogrammen finanziert werden, sorgen die Parteien für eine wirksame Koordination und den Austausch aller erforderlichen Informationen.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_6/para_2"><num>2.</num><content><p>Der gesamte Schriftverkehr zwischen den Parteien, einschliesslich Berichte und Projektunterlagen, ist in Englisch zu verfassen.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_6/para_3"><num>3.</num><content><p>Als allgemeiner Grundsatz ist jedes Projekt durch ein Projektabkommen zu regeln, in dem die Bedingungen für die Gewährung von Zuschüssen sowie die Rolle und Verantwortlichkeiten der Vertragsparteien festgelegt werden.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_6/para_4"><num>4.</num><content><p>Die Slowakische Republik ist verantwortlich für die Unterbreitung und Wahl von Vorschlägen für Projekte, die mit dem Beitrag unterstützt werden sollen. Die Schweiz kann der Slowakischen Republik Vorschläge zur Finanzierung von Projekten vorlegen, einschliesslich Projekte von multilateralen, nationalen oder transnationalen Institutionen. Die Regeln und Verfahren für die Auswahl und Durchführung von Projekten sind in Anhang 2 festgelegt, diejenigen für Globalzuschüsse, die Projektvorbereitungsfazilitäten, den Fonds für technische Hilfe und den Stipendienfonds in Anhang 3<authorialNote><p> Nicht publiziert in der AS.</p></authorialNote>.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_6/para_5"><num>5.</num><content><p>Alle Projekte müssen von der Slowakischen Republik unterstützt und von der Schweiz genehmigt werden. Die Parteien messen dem Monitoring, der Evaluierung, der Kontrolle und der Rechnungsprüfung der Projekte und des schweizerisch-slowakischen Zusammenarbeitsprogramms als Ganzes in Einklang mit Anhang 2 eine hohe Bedeutung zu. Die Schweiz oder Drittparteien, die in ihrem Auftrag ein Mandat ausführen, können bei sämtlichen Aktivitäten und Verfahren im Zusammenhang mit der Durchführung von Projekten, die mit dem Beitrag finanziert werden, Besuche durchführen, Monitoring-Aufgaben wahrnehmen und Überprüfungen, Audits sowie Evaluationen vornehmen, soweit dies in Einklang mit den nationalen Gesetzgebungen der Parteien steht und wenn die Schweiz dies für erforderlich hält. Die Slowakische Republik liefert alle erforderlichen oder relevanten Informationen und trifft oder fordert alle Massnahmen zur erfolgreichen Durchführung solcher Mandate.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_6/para_6"><num>6.</num><content><p>Nach dem Inkrafttreten dieses Abkommens eröffnet die Slowakische Regierung ein separates Bankkonto beim Schatzamt der Slowakischen Republik, auf das die Mittel im Rahmen des Beitrags der Schweiz überwiesen werden. Die Kosten für den Verwaltungsaufwand der Schweiz gemäss Artikel 5 Absatz 3 dieses Abkommens werden nicht über dieses Konto abgegolten. Der kumulierte Nettozinsertrag ist einmal jährlich der Schweiz zu melden.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_6/para_7"><num>7.</num><content><p>Die Slowakische Republik ist für die Verwaltung der finanziellen Mittel auf nationaler Ebene verantwortlich. Das Zahlungsverfahren ist in Anhang 2 Kapitel 4 dieses Abkommens festgelegt.</p></content></paragraph></article><article eId="art_7"><num><b>Art. 7</b></num><heading>Mehrwertsteuer und andere Steuern und Abgaben</heading><paragraph eId="art_7/para_1"><num>1.</num><content><p>Die Mehrwertsteuer (MWST) gilt nur als vergütungsfähige Ausgabe, wenn sie tatsächlich und definitiv vom Projektträger übernommen wird. Jede auf irgendeine Art rückerstattungsfähige Mehrwertsteuer gilt nicht als vergütungsfähig, selbst wenn sie vom Projektträger nicht eingefordert wird.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_7/para_2"><num>2.</num><content><p>Andere Gebühren, Steuern oder Abgaben, namentlich direkte Steuern und Sozialversicherungsbeiträge auf Löhnen und Gehältern, gelten nur als vergütungsfähig, wenn sie tatsächlich und definitiv vom Projektträger übernommen werden.</p></content></paragraph></article><article eId="art_8"><num><b>Art. 8</b></num><heading>Jährliche Treffen und Berichte</heading><paragraph eId="art_8/para_1"><num>1.</num><content><p>Zur Sicherstellung einer wirksamen Durchführung des schweizerisch-slowakischen Zusammenarbeitsprogramms vereinbaren die Parteien jährliche Treffen. Das erste Treffen ist spätestens ein Jahr nach Beginn der Anwendung dieses Abkommens abzuhalten.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_8/para_2"><num>2.</num><content><p>Die Slowakische Republik organisiert die Treffen in Zusammenarbeit mit der Schweiz. Die NKS legt einen Monat vor dem Treffen einen Jahresbericht vor. Der Bericht behandelt mindestens die in Anhang 2 aufgelisteten Aspekte. Die NKS verfasst innerhalb von zehn Arbeitstagen nach dem Treffen ein Protokoll zum jährlichen Treffen.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_8/para_3"><num>3.</num><content><p>Nach der letzten Auszahlung im Rahmen dieses Abkommens legt die Slowakische Republik der Schweiz einen Schlussbericht mit einer Auswertung zur Zielerreichung dieses Abkommens und einer abschliessenden Finanzaufstellung zur Verwendung des Beitrags vor, die auf der Kontrolle und den Rechnungsprüfungen der Projekte basiert.</p></content></paragraph></article><article eId="art_9"><num><b>Art. 9</b></num><heading>Zuständige Behörden</heading><paragraph eId="art_9/para_u1"><content><p>1.<authorialNote><p> Fassung gemäss der am 4. Febr. 2012 in Kraft getretenen Änd. (<ref href="https://fedlex.data.admin.ch/eli/oc/2012/522" xmlns:data="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:data" xmlns:tmp="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:temp">AS <b>2012</b> 4477</ref>).</p></authorialNote>  Die Slowakische Republik hat das Regierungsbüro der Slowakischen Republik ermächtigt, in ihrem Namen als NKS für das schweizerisch-slowakische Zusammenarbeitsprogramm zu handeln. Die NKS trägt die Gesamtverantwortung für die Verwendung des Beitrags in der Slowakischen Republik, einschliesslich der Verantwortung für Finanzkontrolle und Rechnungsprüfung.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_9/para_2"><num>2.</num><content><blockList><listIntroduction eId="art_9/para_2/listintro">Die Schweiz ermächtigt:</listIntroduction><item eId="art_9/para_2/bull_u1"><num>– </num><p>das Eidgenössische Departement für auswärtige Angelegenheiten, vertreten durch die Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit (DEZA),</p></item><item eId="art_9/para_2/bull_u2"><num/><p>und </p></item><item eId="art_9/para_2/bull_u3"><num>– </num><p>das Eidgenössische Volkswirtschaftsdepartement<authorialNote><p> Heute: das Eidgenössische Departement für Wirtschaft, Bildung und Forschung  (siehe <ref href="https://fedlex.data.admin.ch/eli/oc/2012/418" xmlns:data="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:data" xmlns:tmp="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:temp">AS <b>2012</b> 3631</ref>).</p></authorialNote>, vertreten durch das Staatssekretariat für Wirtschaft (SECO),</p></item></blockList><p>im Rahmen der Durchführung des schweizerisch-slowakischen Zusammenarbeitsprogramms in ihrem Namen zu handeln.</p><p>Entsprechend den Zuständigkeitsbereichen werden die Projekte einer dieser beiden Stellen zugewiesen.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_9/para_3"><num>3.</num><content><p>Die Schweizer Botschaft fungiert als Anlaufstelle für die NKS für offizielle Informationen zum schweizerisch-slowakischen Zusammenarbeitsprogramm. Die laufende Kommunikation zwischen den zuständigen Behörden kann direkt erfolgen.</p></content></paragraph></article><article eId="art_10"><num><b>Art. 10</b></num><heading>Gemeinsames Anliegen</heading><paragraph eId="art_10/para"><content><p>Zwischen den Vertragspartnern besteht Konsens betreffend der Bekämpfung von Korruption, da diese einer guten Regierungsführung im Wege steht, den zweckdienlichen Einsatz der für die Entwicklung notwendigen Ressourcen behindert und zudem den freien, auf Qualität und Preis basierenden Wettbewerb hemmt. Sie äussern deshalb ihre Absicht, die Korruption gemeinsam zu bekämpfen und erklären namentlich, dass alle Angebote, Geschenke, Zahlungen, Vergütungen und Vorteile jeglicher Art, die jemandem direkt oder indirekt angeboten werden, um im Rahmen des vorliegenden Abkommens oder während seiner Umsetzung einen Vertrag zugeteilt zu erhalten, in Einklang mit der nationalen Gesetzgebung der Parteien als widerrechtliche Handlung oder Korruptionspraxis ausgelegt werden. Jedes Verhalten dieser Art ist hinreichender Grund zur Auflösung des vorliegenden Abkommens, des entsprechenden Projektabkommens, der Beschaffung und der erfolgreichen Auftragsvergabe oder zum Ergreifen anderer im anwendbaren Recht vorgesehenen Korrekturmassnahmen.</p></content></paragraph></article><article eId="art_11"><num><b>Art. 11</b></num><heading>Schlussbestimmungen </heading><paragraph eId="art_11/para_1"><num>1.</num><content><p>Die Anhänge 1, 2 und 3 sind Bestandteil dieses Abkommens.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_11/para_2"><num>2.</num><content><p>Streitigkeiten im Zusammenhang mit der Anwendung dieses Abkommens sind auf diplomatischem Weg zu lösen.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_11/para_3"><num>3.</num><content><p>Jede Änderung an diesem Abkommen bedarf der schriftlichen Form und des beiderseitigen Einverständnisses der Parteien in Einklang mit ihren entsprechenden Verfahren. Jede Änderung an den Anhängen 1, 2 und 3 dieses Abkommens bedarf der schriftlichen Form und setzt das beiderseitige Einverständnis der in Artikel 9 aufgeführten zuständigen Behörden voraus.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_11/para_4"><num>4.</num><content><p>Dieses Abkommen kann jederzeit von einer der beiden Parteien mit einer sechs Monate vor der Auflösung verfassten schriftlichen Mitteilung beendet werden. In diesem Fall gelten die Bestimmungen des Abkommens weiterhin für die Projektabkommen, die vor der Beendigung dieses Abkommens abgeschlossen wurden. Die Parteien entscheiden in gegenseitigem Einvernehmen über weitere Folgen der Beendigung.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_11/para_5"><num>5.</num><content><p>Dieses Abkommen tritt am Tag der Mitteilung in Kraft, die bestätigt, dass die jeweiligen Genehmigungsverfahren der beiden Parteien erfolgreich durchlaufen wurden. Das Abkommen gilt für einen Verpflichtungszeitraum von fünf Jahren und einen Auszahlungszeitraum von zehn Jahren. Es bleibt in Kraft, bis der Schlussbericht der Slowakischen Republik mit einer Auswertung zur Zielerreichung dieses Abkommens in Übereinstimmung mit Artikel 8 Absatz 3 eingereicht wird. Der Verpflichtungszeitraum beginnt gemäss Artikel 3 Absatz 1. Falls der Verpflichtungszeitraum vor dem Inkrafttreten dieses Abkommens beginnt, wenden die Parteien dieses Abkommen ab dem Datum der Unterzeichnung vorläufig an.</p><p>Unterzeichnet in Bern am 20. Dezember 2007, in zwei Originalen in deutscher Sprache, in zwei Ausfertigungen in englischer Sprache und in zwei Originalen in slowakischer Sprache. Jede Partei erhält ein Original aller Sprachversionen. Bei Uneinigkeiten in der Auslegung dieses Abkommens ist die englische Version massgeblich.</p><table fedlex:function="layout"><tr><td><p>Für den <br/>Schweizerischen Bundesrat:</p><p>Micheline Calmy-Rey <br/>Doris Leuthard</p></td><td><p>Für die Regierung der Slowakischen Republik:</p><p><br/>Dušan Čaplovič</p></td></tr></table></content></paragraph></article></body></act></akomaNtoso>