A bteilung III C -2489/2006 {T 0/2} U rteil vom 8. M ärz 2007 M itw irkung: Eduard Acherm ann, vorsitzender R ichter, Stefan M esm er, R ichter, Francesco Parrino, R ichter W ilhelm -U lrich Schodde, G erichtsschreiber. R ._______ Stiftung Beschw erdeführerin, vertreten durch H errn R echtsanw alt X, gegen B undesam t für Sozialversicherungen B SV, Aufsicht Berufliche Vorsorge, Ef- fingerstrasse 20, 3003 Bern, Beschw erdegegner, betreffend B etriebs- und Einrichtungsbeitrag nach A rt. 73 IVG für die W erkstätte R auti (Institution N r. 539 / R echnungsjahr 2004). B u n d e s v e rw a ltu n g s g e ric h t T rib u n a l a d m in is tra tif fé d é ra l T rib u n a le a m m in is tra tiv o fe d e ra le T rib u n a l a d m in is tra tiv fe d e ra l2 Sachverhalt: A. D ie R _______ Stiftung ist eine m it öffentlicher U rkunde vom 16. Januar 1987 errichtete Stiftung m it Sitz in Zürich, w elche am 24. M ärz 1987 ins Zürcher H andelsregister eingetragen w urde. Sie bezw eckt den Betrieb von Institutionen, w elche sich m it der Früherfassung, Förderung, Schulung, Ausbildung, Beschäftigung, Eingliederung und Betreuung von Kindern, Jugendlichen und erw achsenen Personen m it cerebralen Bew egungsstörungen oder m ehrfacher Behinderung in der R egion Zürich befassen. D ie R _______ Stiftung betreibt unter anderem die W erkstätte R auti. B. Am 13. N ovem ber 2003 / 19. Februar 2004 w urde betreffend die Ausrich- tung von Betriebsbeiträgen für die Betriebsjahre 2004, 2005 und 2006 zw i- schen der R _______ Stiftung und dem Bundesam t für Sozialversicherung (BSV) ein TAEP (Tagesansatz-Entlastungsprogram m )-Vertrag (im Folgenden TAEV) abgeschlossen. D ieser sah pro bezahlte Arbeitsstunde in der W erkstätte R auti - unter Vorbehalt der statuierten m axim alen jährlichen Betriebsbeiträge und der statuierten anrechenbaren Ausgabenüberschüsse (Ziff. 5 und 9) für die Betriebsjahre 2004, 2005 und 2006 je Fr. 17.- vor. D iese m axim alen Beiträge enthalten bereits den Teuerungszuschlag. D er m axim ale G esam tbeitrag für das Betriebsjahr 2004 w urde auf Fr. 1'928'096.-, der m axim ale G esam tbeitrag für das Betriebsjahr 2005 auf Fr. 1'956'175.- und der m axim ale G esam tbeitrag für das Betriebsjahr 2006 auf Fr. 1'984'254.- festgesetzt. In Ziffer 8 w ird auf die Voraussetzungen für die G ew ährung eines Betreuungszuschlags hingew iesen. M it N achtrag 1 vom 1./22. N ovem ber 2004 w urden die m axim alen G esam t- beiträge für das Betriebsjahr 2004 auf Fr. 2'505'736.-, für das Betriebsjahr 2005 auf Fr. 2'542'480.- und für das Betriebsjahr 2006 auf Fr. 2'579'223.- erhöht. D em TAEV und dem N achtrag 1 lagen jew eils Berechnungsblätter bei, de- nen die Berechnung der Betriebsbeiträge zu entnehm en ist. D ie nicht strittigen Platzzuschläge sind in den angegebenen Beträgen in- begriffen. C . Bereits am 27. N ovem ber 2003 hatte die D irektion für Soziales und Sicher- heit des Kantons Zürich dem BSV betreffend die W erkstätte R auti gestützt auf einen Antrag der R _______ Stiftung vom 19. N ovem ber 2003 ein G esuch um einen Betreuungszuschlag für das Betriebsjahr 2004 gestellt. D er Antrag der R _______ Stiftung lautete auf Fr. 182'160.-, der Antrag des Kantons Zürich auf Fr. 180'000.- D as BSV setzte den Betreuungszuschlag m it Schreiben vom 25. Februar 2004 fest. Es ging von einem Zuschlag von Fr. 1.66/Stunde aus und kam so w ie die R _______ Stiftung auf einen Betreuungszuschlag von insge- sam t Fr. 182'160.-. D abei w urde unter Verw eis auf die D etailinform ationen "Ausrichtung des Betreuungszuschlags" und "W eiteres Vorgehen" festge-3 halten, dass der Betreuungszuschlag zusätzlich zu den im TAEV verein- barten Beiträgen ausbezahlt w erde D . Am 9. M ai 2005 stellte die R _______ Stiftung dem BSV für die W erkstätte R auti das G esuch um einen auf einem m axim alen Betrag von Fr. 18.66 pro Stunde basierenden Betriebsbeitrag von Fr. 2'505'736.- für das Betriebs- jahr 2004. Am 22. Juli 2005 liess das BSV der R _______ Stiftung einen Verfügungsentw urf zukom m en, in w elchem für das R echnungsjahr 2004 ein Einrichtungsbeitrag für die W erkstätte R auti von Fr. 9'039.- und ein Betriebsbeitrag von Fr. 2'333'658.- vorgesehen w ar. D er Betreibsbeitrag beruhte auf einem Beitrag pro Stunde von m axim al Fr. 17.- und nicht w ie von der R _______ Stiftung beantragt von m axim al Fr. 18.66. E. D ie R _______ Stiftung m achte am 25. August 2005 geltend, sie sei m it der Berechnung des Betriebsbeitrags nicht einverstanden. D ie Berechnung beruhe auf einem m axim alen Beitrag von Fr. 17.- pro Stunde. In diesem Betrag sei die Teuerung nicht enthalten, obw ohl der TAEP-Vertrag dazu etw as anderes aussage. R ichtigerw eise w erde denn auch unter Punkt 5 dieses Vertrags bei den G esam tkosten eine angenom m ene Teuerung von 1.4% m iteingerechnet. D es W eiteren sei der Stiftung am 25. Februar 2004 ein Betreuungszuschlag von Fr. 182'160.- zugesichert w orden. D ies entspreche Fr. 1.66 pro anrechenbare Stunde. Es sei ausdrücklich festgehalten w orden, dass der Betreuungszuschlag zusätzlich zu den gem äss TAEV vom 28. Januar 2004 vereinbarten Beträgen ausbezahlt w erde. Es w erde daher ein Stundenansatz von Fr. 18.83 beantragt, w as einen Beitrag von Fr. 2'584'869 ergäbe, der über dem m axim alen Betrag von Fr. 2'505'736.- läge, w eshalb ein Betriebsbeitrag von Fr. 2'505'736.- beantragt w erde. F. M it Verfügung vom 29. N ovem ber 2005 setzte das BSV für die W erkstätte R auti den Einrichtungsbeitrag für das R echnungsjahr 2004 auf Fr. 9'039.- und den Betriebsbeitrag für das R echnungsjahr 2004 auf Fr. 2'333'658.-, total Fr. 2'342'679.-, fest. N ach Abzug der Vorschüsse von Fr. 699'194.- verbleibe dam it noch ein zu bezahlender Betrag von Fr. 1'643'503.-. G . G egen diese Verfügung erhob die R _______ Stiftung (im Folgenden Beschw erdeführerin) am 23. D ezem ber 2005 Beschw erde bei der Eidgenössischen R ekurskom m ission für kollektive Leistungen der Alters- und Invalidenversicherung und beantragte, der Betreuungszuschlag sei ihr zusätzlich zu den im TAEV (inkl. N achtrag 1) vereinbarten Beiträgen auszuzahlen, eventuell, sei der Stiftung R _______ ein Teuerungszuschlag zu vergüten. D ie Beschw erdeführerin beruft sich darauf, sie habe aufgrund von Artikel 73 Abs. 2 des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung vom 19. Juni 1959 (IVG , SR 831.20), von Art. 106bis der Verordnung über die Invali- denversicherung vom 17. Januar 1961 (IVV, SR 831.201), von Ziff. 6.5 des Kreisschreibens des BSV über die G ew ährung von Betriebsbeiträgen an W erkstätten für die D auerbeschäftigung von Behinderten vom 1. Januar 4 2004 (im Folgenden Kreisschreiben), aufgrund der R echtsprechung des EVG betreffend die Bem essung der Betriebsbeiträge und den Anspruch auf Teuerungszuschläge sow ie aufgrund der in den TAEV getroffenen Ver- einbarungen Anspruch auf die kum ulative Ausrichtung des Betreuungszu- schlags und auf einen Teuerungszuschlag. H . In seiner Beschw erdeantw ort vom 20. Februar 2006 hielt das BSV an der angefochtenen Verfügung fest. Es legte die Entlastungsm assnahm en des Bundesrates dar, w elche auf den 1. Januar 2004 w irksam gew orden seien. D ie neuen Beitragsvoraussetzungen ergäben sich aus Art. 106bis IVV sow ie dem Kreisschreiben. D araus ergebe sich ein absoluter H öchstbetrag von Fr. 17.- pro Arbeitsstunde, w elcher der besonderen Situation in den betrof- fenen Institutionen R echnung trage. M it der U nterzeichnung des N achtrags 1 zum TAEV habe die Beschw erdeführerin diesen absoluten H öchstbetrag auch vertraglich festgelegt. I. M it R eplik vom 17. M ärz 2006 hielt die Beschw erdeführerin an ihren Anträ- gen fest und m achte geltend, Art. 106bis IVV und das Kreisschreiben unter- schieden klar zw ischen Beitragslim iten und Betreuungszuschlägen. N ach- trag 1 ändere nur die Ziffern 4 und 5, nicht aber Ziff. 8, w elche ausdrück- lich festhalte, dass ein Betreuungszuschlag zusätzlich gew ährt w erde. J. M it D uplik vom 9. M ai 2006 hielt das BSV am Antrag auf Abw eisung der Beschw erde sow ie – m it zusätzlichen H inw eisen – an dessen Begründung fest. K. Auf Anfrage der Beschw erdeinstanz erklärte die Beschw erdeführerin am 8. Juni 2006, an der Beschw erde festzuhalten und leistete am 22. Juni 2006 den von ihr geforderten Kostenvorschuss von Fr. 3'000.-. D as B undesverw altungsgericht zieht in Erw ägung: 1. 1.1 G em äss Art. 31 des Verw altungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (VG G ; SR 173.32) beurteilt das Bundesverw altungsgericht Beschw erden gegen Verfügungen nach Art. 5 des Bundesgesetzes vom 20. D ezem ber 1968 über das Verw altungsverfahren (Vw VG ; SR 172.021), sofern keine Ausnahm e nach Art. 32 VG G vorliegt. Als Vorinstanzen gelten die in Art. 33 und 34 VG G genannten Behörden. D azu gehören die Verfügungen des Bundesam tes für Sozialversicherung betreffend Beiträge an Institutionen zur Förderung der Invalidenhilfe nach Artikel 73 IVG . 1.2 D as Bundesverw altungsgericht übernim m t, sofern es zuständig ist, die Be- urteilung der am 1. Januar 2007 bei den Eidgenössischen R ekurs- oder Schiedskom m issionen oder bei den Beschw erdediensten der D eparte- m ente hängigen R echtsm ittel. D as neue Verfahrensrecht ist anw endbar (vgl. Art. 53 Abs. 2 VG G ). 1.3 D ie Beschw erdeführerin hat am vorinstanzlichen Verfahren teilgenom m en (Art. 48 Abs. 1 Bst. a Vw VG ), sie ist durch die angefochtene Verfügung be- sonders berührt, und sie hat ein schutzw ürdiges Interesse an deren An-5 fechtung (Art. 48 Abs. 1 Bst. b und c Vw VG ). Sie ist daher zur Beschw erde berechtigt. 1.4 N ach Art. 49 Vw VG kann m it der Beschw erde beim Bundesverw altungsge- richt gerügt w erden, dass die angefochtene Verfügung Bundesrecht ver- letzt, einschliesslich R üge der Ü berschreitung und des M issbrauchs des Erm essens (Bst. a), dass sie auf unrichtiger oder unvollständiger Feststel- lung des rechtserheblichen Sahverhalts beruht (Bst. b) sow ie dass sie un- angem essen ist (Bst. c). D ie angefochtene Verfügung kann som it auf alle Erm essensfehler hin überprüft w erden, nicht nur auf jene, w elche R echts- verletzungen darstellen (FRITZ GYGI, Bundesverwaltungsrechtspflege, 2. Aufl., Bern 1983, S. 315 f.; U LR IC H H ÄFELIN / G EO R G M Ü LLER / FELIX U H LM AN N , Allgem eines Verw altungsrecht, 5. Aufl., Zürich/Basel/G enf 2006, R z. 1914 ff.). 1.5 D a die Beschw erde im Ü brigen form - und fristgerecht eingereicht und der verlangte Kostenvorschuss von Fr. 3'000.- rechtzeitig einbezahlt w urde, ist auf die Beschw erde einzutreten. 2. Am 1. Januar 2003 ist das Bundesgesetz über den Allgem einen Teil des Sozialversicherungsrechts vom 6. O ktober 2000 (ATSG , SR 830.1) in Kraft getreten. G em äss Art. 1 Abs. 1 IVG ist das ATSG auf die Förderung der Invalidenhilfe (Art. 73 ff. IVG ) nicht anw endbar, so dass die Ausnahm ebe- stim m ung von Art. 3 Bst. dbis Vw VG nicht zur Anw endung gelangt. Bei den Beiträgen gem äss Art. 73 IVG handelt es sich nach der R echtsprechung des Eidgenössischen Versicherungsgerichts nicht um Versicherungslei- stungen (vgl. unveröffentlichtes U rteil des EVG vom 20. M ärz 2003, I 389/02, E. 1; BG E 118 V 16 E. 4b). Anw endbar sind nur die Art. 32 (Am ts- und Verw altungshilfe) und 33 ATSG (Schw eigepflicht), die vorliegend aber ohne Belang sind. 3. 3.1 N ach Art. 73 Abs. 2 lit. c IVG kann die Versicherung an die Errichtung, den Ausbau und die Erneuerung von W ohnheim en zur dauernden oder vorü- bergehenden U nterbringung von Invaliden und an die dadurch entstehen- den zusätzlichen Betriebskosten Beiträge gew ähren; andere kollektive W ohnform en, w elche durch solche W ohnheim e geführt w erden, sind die- sen gleichgestellt. 3.2 Strittig ist hinsichtlich der Verfügung des BSV vom 29. N ovem ber 2005, ob der am 25. Februar 2004 festgelegte Betreuungszuschlag von Fr. 182'160.- zusätzlich zu den vertraglich vereinbarten Betriebsbeiträgen Bei- trägen auszuzahlen und ob noch ein Teuerungszuschlag zu vergüten ist. N icht strittig ist, dass die Beschw erdeführerin einen R echtsanspruch auf Betriebsbeiträge nach Art. 73 Abs. 2 IVG hat. 4. 4.1 W ie einer Inform ation der Bundesversam m lung zu entnehm en ist 6 (http://w w w .parlam ent.ch/do-entlastungsprogram m -2003-in-kuerze ; zuletzt besucht am 5.3.2007), hat der Bundesrat an einer Klausur vom 29. Januar 2003 von einer drastischen Verschlechterung der H aushaltsperspektiven Kenntnis genom m en, eine dreistufige Sanierungsstrategie beschlossen so- w ie die Eckw erte und die Zeitplanung für eine Entlastung des Bundeshaus- halts festgelegt. Basis bildete ein Entlastungsprogram m (m it einem klaren Schw ergew icht auf der Ausgabenseite) im U m fange von 2 M illiarden (be- zogen auf 2006). D ie zw eite Stufe bildete der zeitliche Aufschub des Steu- erpaketes (Teil Fam ilienbesteuerung) bis zum Vorliegen eines schulden- brem sekonform en Voranschlages. Für den restlichen Sanierungsbedarf hat der Bundesrat in einer dritten Stufe eine Steuererhöhung in Aussicht gestellt. D as vorgeschlagene Entlastungsprogram m beziehungsw eise die gestützt darauf beschlossenen M assnahm en betreffen auch die kollektiven Leistungen der Invalidenversicherung. D ies zeigen die gestützt auf das Entlastungsprogram m beschlossenen Änderungen der IVV, insb. Art. 106bis, sow ie das in diesem Zusam m enhang erlassene Kreisschreiben. 5. 5.1 Zur U m setzung der beschlossenen Entlastungsm assnahm en hat das BSV ein Tagesansatz-Entlastungsprogram m (TAEP) entw ickelt, w elches m it den so genannten TAEV-Verträgen um gesetzt w ird. Folge dieses neuen System s ist der W egfall früherer D ifferenzierungen, w as aus den vorge- legten Verträgen ersichtlich ist. D as neue Beitragsverfahren w urde im er- w ähnten Kreisschreiben geregelt. Basis der neuen Verträge bildete das so genannte R eferenzjahr, in der R egel der für das Jahr 2000 verfügte Bei- trag. D azu kom m en eine pauschale jährliche Teuerung, allfällige, von den Institutionen zu beantragende Betreuungszuschläge sow ie Platzzuschläge für Platzerw eiterungen beziehungsw eise Abzüge w egen Platzreduktionen. D ie G esetzm ässigkeit des Entlastungsprogram m s beziehungsw eise der gestützt darauf erlassenen Änderungen der IVV steht für das Bundesver- w altungsgericht ausser Zw eifel und w ird von der Beschw erdeführerin denn auch nicht substanziiert gerügt. 5.2 D as BSV als verfügende Behörde im Bereich der Invalidenhilfe nach Art. 73 IVG hat für eine einheitliche R echtsanw endung besorgt zu sein und kann dazu auch allgem eine R ichtlinien (hier in der Form des Kreisschrei- bens) erlassen. D as Kreisschreiben bringt die Sachkunde der m it der M a- terie befassten Fachleute zum Ausdruck (FR ITZ G YG I, a.a.O ., S. 290 f.; M AX IM B O D EN /R EN É A. R H IN O W /BEAT KR ÄH EN M AN N , Schw eizerische Verw altungsrecht- sprechung, N r. 9, Basel / Frankfurt am M ain 1976/1990), und stellt sicher, dass der den Vollzugsbehörden eingeräum te Erm essensspielraum in rechtsgleicher W eise ausgefüllt w ird (vgl. BG E 116 Ib 158, 117 Ib 231, 118 Ib 166 und 119 Ib 41; VPB 60.26). Kreisschreiben haben als Verw altungs- verordnungen keinen R echtssatzcharakter; sie dürfen nicht über die R echtsnorm en hinausgehen, auf w elche sie sich stützen, und sind für die Beschw erdeinstanz nicht bindend (U LR IC H H ÄFELIN /G EO R G M Ü LLE R /FELIX U H LM AN N , a.a.O ., R z. 123 ff.). G eht es allerdings darum , ob die Verw altung 7 im Einzelfall das ihr eingeräum te Erm essen richtig ausgeübt hat und ob ein Entscheid angem essen ist, so w eichen Beschw erdeinstanzen in der R egel nicht ohne N ot von der Beurteilung durch Vorinstanzen ab, w elche sich durch besonderen Sachverstand auszeichnen oder gestützt auf fachm än- nische G utachten entscheiden (U LR IC H H ÄFELIN /G EO R G M Ü LLE R /FELIX U H LM AN N , a.a.O ., R z. 474; s. auch die Praxis der G erichte bei der Ü berprüfung unbestim m ter R echtsbegriffe, U LR IC H H ÄFELIN /G EO R G M Ü LLER /FELIX U H LM AN N , a.a.O ., R z. 445 ff.). 6. D em TAEV sow ie dem ihm beiliegenden Berechnungsblatt ist zu entneh- m en, dass für das Jahr 2004 pro Arbeitsstunde ein Beitrag von Fr. 17.- (ausdrücklich einschliesslich Teuerungszuschlag) gew ährt w ird und der m axim ale G esam tbeitrag Fr. 1'928'096.- beträgt. Eine detaillierte Berech- nung des Betriebsbeitrags aufgrund tatsächlich erbrachter Arbeitsstunden ist allerdings nicht erfolgt. D ie Berechnung erfolgte in Anlehnung an die Berechnungen der Vorjahre, unter Berücksichtigung der beschlossenen Einschränkungen. Zudem ist darauf hingew iesen w orden, dass der M axi- m albetrag gem äss Ziffer 5 nicht überschritten w erden darf. Ziff. 8 des TAEV regelt in allgem einer Form die allfällige Ausrichtung von Betreuungszuschlägen, für w elche die Kantone ein G esuch zu stellen ha- ben und die danach in einem N achtrag (N achtrag 1) zu regeln sind. Ziff. 1 des TAEV hält zudem fest, dass im Ü brigen die Bestim m ungen der IVV, dam it auch Art. 106bis Abs. 3 IVG , gelten. W ie dargelegt hat das BSV m it Schreiben vom 25. Februar 2004 die Aus- richtung eines Betreuungszuschlag zugesichert und diesen, ausgehend von einem Stundensatz von Fr. 1.66 auf insgesam t Fr. 182'160.- festge- legt. D abei hielt es unter Verw eis auf die D etailinform ationen "Ausrichtung des Betreuungszuschlags" und "W eiteres Vorgehen" fest, dass der Betreu- ungszuschlag zusätzlich zu den im TAEV vereinbarten Beiträgen ausbe- zahlt w erde. Im W eiteren w urde festgehalten, dass eine Anfechtung des Betreuungszuschlags im R ahm en einer Anfechtung der Verfügung des Be- triebsbeitrags 2004 zu erfolgen habe. Angesichts des zugesicherten Betreuungszuschlags (w ie auch der nicht G egenstand des Verfahrens bildenden Platzzuschläge) unterbreitete das BSV der Beschw erdeführerin einen N achtrag 1 zum TAEV, w elcher die Zif- fern 4 und 5 des TAEV ersetzte. Ziffer 4 w urde unverändert übernom m en, w ährend in Ziffer 5 die m axim alen G esam tbeiträge aufgrund des zugesi- cherten Zuschläge entsprechend erhöht w urden. D ie H öhe der m axim alen Betriebsbeiträge w ird von der Beschw erdeführerin nicht in Frage gestellt. D a m it dem N achtrag 1 zum TAEV nur zw ei Ziffern dieser Vereinbarung er- setzt w urden, gelten die übrigen Bestim m ungen des TAEV w eiter. 7. 7.1 Zu prüfen ist im H auptpunkt, ob der Betriebsbeitrag pro Arbeitsstunde auf-8 grund von Ziffer 1 des TAEV, der die einschlägigen Bestim m ungen der IVV vorbehält, sow ie aufgrund der Tatsache, dass der TAEV und sein N achtrag 1 aufgrund des zugesicherten Betreuungszuschlags keine konkrete Erhö- hung des Stundenansatzes vorsehen, absolut auf Fr. 17.- begrenzt ist, oder ob der Betreuungszuschlag von Fr. 1.66 pro Arbeitsstunde dem m axi- m alen Betriebsbeitrag von Fr. 17.- pro Arbeitsstunde zuzurechnen ist, w ie die Beschw erdeführerin unter Berufung auf den Ingress des Schreibens des BSV vom 25. Februar 2005 ("D er Betreuungszuschlag w ird zusätzlich zu den Beträgen ausbezahlt, die w ir m it Ihnen im R ahm en des Vertrags TAEP vereinbart haben.") annim m t. 7.2 Vorerst ist festzuhalten, dass die TAEV dazu dienen, das Entlastungspro- gram m beziehungsw eise die in dessen R ahm en erlassenen Bestim - m ungen der IVV um zusetzen. Vorliegend geht es dabei um Art. 106bis Abs. 3 IVV. D ieser legt - unter Berücksichtigung der Behinderung und der not- w endigen Betreuungsintensität der betreuten Invaliden - die m axim al zu- lässigen Beitragslim iten fest. D ie oberste G renze für diese Beitragslim iten beträgt laut Buchstabe a für W erkstätten nach Art. 100 Abs. 1 Bst. a IVV Fr. 17.- pro Arbeitsstunde. 7.3 D ieser Bestim m ung ist unm issverständlich zu entnehm en, dass dieser Be- trag eine absolute Lim ite darstellt, w as zusätzlich dadurch unterstrichen w ird, dass dieser H öchstbetrag vom G esetzgeber unter Berücksichtigung der Behinderung und der notw endigen Betreuungsintensität der betreuten Invaliden festgelegt w urde. H ievon kann vertraglich nicht abgew ichen w er- den. 8. D ie Beschw erdeführerin m acht dem gegenüber geltend, ihr sei vom BSV zugesichert w orden, dass der Betreuungszuschlag zusätzlich zum Beitrag von Fr. 17.- ausgerichtet w erde. 8.1 D er Anspruch auf Behandlung nach Treu und G lauben um fasst einerseits den Vertrauensschutz und andererseits das Verbot des R echtsm iss- brauchs (C H R ISTO PH R O H N ER , in: BER N H AR D EH R E N ZE LLER /PH ILIPPE M ASTR O N AR D I/R AIN ER J. SC H W EIZER /KLAU S A. VALLE N D ER , D ie schw eizerische Bundesverfassung - Kom m entar, Zürich 2002, N . 45 zu Art. 9). D er Vertrauensschutz w urde vorm als aus Art. 4 aBV abgeleitet und ist nunm ehr in seiner spezifisch grundrechtlichen Ausprägung (vgl. Botschaft des Bundesrates über eine neue Bundesverfassung vom 20. N ovem ber 1996, BBl 1997 I 134) in Art. 9 BV verankert. W ie das Bundesgericht konkretisiert hat, verleiht der in Art. 9 BV enthal- tene G rundsatz von Treu und G lauben Anspruch auf Schutz des berech- tigten Vertrauens in behördliche Zusicherungen oder sonstiges, bestim m te Erw artungen begründendes Verhalten der Behörden (BG E 126 II 377 E. 3a S. 387; 122 II 113 E. 3b/cc S. 123, je m it H inw eisen). D as R echtsm iss- brauchsverbot hängt dagegen näher m it der behördlichen Pflicht zu einem Verhalten nach Treu und G lauben im Allgem einen (Art. 5 Abs. 3 BV) zu- sam m en (C H R ISTO PH R O H N ER , a.a.O ., N . 57 zu Art. 9 BV; BEATR IC E W EBE R - D Ü R LER , N euere Entw icklung des Vertrauensschutzes, in: ZBl 103/2002 S. 9 282 f.). 8.2 D ie Beschw erdeführerin beruft sich auf ihr Vertrauen auf eine ihr angeblich erteilte Zusicherung. Vorliegend gebricht es indes bereits an einer solchen Zusicherung. Bei ordnungsgem ässer D urchsicht des Schreibens des BSV vom 25. Februar 2004 und des TAEV hätte der Beschw erdeführerin klar w erden m üssen, dass die Lim iten gem äss Ziffern 4 und 5 unterschiedliche Zw ecke verfol- gen. D em Berechnungsblatt, w elches dem Schreiben vom 25. Februar 2004 beilag, ist auf S. 4/4 klar zu entnehm en, dass der Betreuungszu- schlag nur ohne Berücksichtigung der Lim iten Fr. 1.66 pro Arbeitsstunde beträgt, m it Berücksichtigung der Lim iten dagegen Fr. 0.00 pro Arbeits- stunde. D abei w ird sogar noch der zusätzliche H inw eis angebracht, dass sich die Lim iten (hier jene von Fr. 17.--) aufgrund einer Änderung der IVV sogar noch verringern können. In Berücksichtigung des Vorrangs der Bestim m ungen der IVV, der er- w ähnten D etailinform ation in der Beilage zum Schreiben des BSV sow ie der unterschiedlichen Zw ecke der Lim iten in Ziffer 4 und Ziffer 5 des TAEV, kom m t der generellen Aussage im Ingress zum Schreiben des BSV sow ie in Ziff. 8 des TAEV, dass der Betreuungszuschlag zusätzlich zu den Beträgen ausbezahlt/gew ährt w ird, nicht m ehr die Bedeutung der Zusiche- rung eines zusätzlich zu den Fr. 17.- pro Arbeitsstunde zu leistenden Zu- schlags von Fr. 1.66 pro Arbeitsstunde zu. D er Vertrauensschutz (Art. 9 BV) kom m t daher bereits aus diesem G runde nicht zum Tragen. 8.3 Aus den gleichen G ründen kann auch kein die absolute Lim ite von Fr. 17.- pro Arbeitsstunde übersteigender Teuerungszuschlag geleistet w erden. Auch diesbezüglich liegt in Berücksichtigung der dargelegten Zusiche- rungen und Vereinbarungen keine konkrete den Vertrauensschutz begrün- dende Zusicherung des BSV vor. 9. D ie Beschw erde w ird daher abgew iesen. Als unterliegende Partei hat die Beschw erdeführerin die aus einer Spruchgebühr und den Schreibgebühren zusam m engesetzten Verfahrenskosten von Fr. 3'000.- zu bezahlen, w el- che m it dem von ihr geleisteten Kostenvorschuss in gleicher H öhe verrech- net w erden. Als unterlegener Partei kann der Beschw erdeführerin keine Parteientschädigung zugesprochen w erden.; die obsiegende Beschw erde- gegnerin hat keinen Anspruch auf Parteientschädigung (Art. 7 Abs. 3 des R eglem ents vom 11. D ezem ber 2006 über die Kosten und Entschädi- gungen vor dem Bundesverw altungsgericht œ [VG KE, SR 173.320.2]). D em nach erkennt das B undesverw altungsgericht: 1. D ie Beschw erde w ird abgew iesen.10 2. D ie Beschw erdeführerin hat die Verfahrenskosten von Fr. 3'000.- zu be- zahlen, w elche m it dem von ihr geleisteten Kostenvorschuss in gleicher H öhe verrechnet w erden. 3. Es w erden keine Parteientschädigungen zugesprochen. 4. D ieses U rteil w ird eröffnet: - der Beschw erdeführerin - der Vorinstanz (R ef-N r. 33014/3-12070) D er vorsitzende R ichter: D er G erichtsschreiber: Eduard Acherm ann W ilhelm U lrich Schodde R echtsm ittelbelehrung D ieses U rteil kann innert dreissig Tagen ab Zustellung beim Bundesgericht, Schw eizer- hofquai 6, 6004 Luzern, angefochten w erden (Art. 42, 48 und 100 des Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht [Bundesgerichtsgesetz, BG G ], SR 173.110). Versand am :