A bteilung IV D -622/2007 law /m am {T 0/2} U rteil vom 16. Juli 2007 M itw irkung: R ichter W alter Lang, R ichter R obert G alliker, R ichterin C laudia C otting- Schalch G erichtsschreiber M artin M aeder A._______, geboren (...), N igeria, alias B._____, geboren (...), N igeria, w ohnhaft (...), Beschw erdeführer gegen B undesam t für M igration (B FM ), Q uellenw eg 6, 3003 Bern, Vorinstanz betreffend Verfügung vom 17. Januar 2007 i. S. N ichteintreten auf A sylgesuch und W egw eisung / N (...), B u n d e s v e rw a ltu n g s g e ric h t T rib u n a l a d m in is tra tif fé d é ra l T rib u n a le a m m in is tra tiv o fe d e ra le T rib u n a l a d m in is tra tiv fe d e ra l2 Sachverhalt: A. a) D er Beschw erdeführer erschien am 30. N ovem ber 2006 im Em pfangs- und Verfah- renszentrum (EVZ) des BFM in (...) und suchte um Asyl nach. W eil er keine Aus- w eispapiere vorlegte, w urde er gleichentags m it einem Inform ationsblatt, w elches verstanden zu haben er m it seiner U nterschrift bestätigte, zur H erausgabe von allenfalls andersw o aufbew ahrten Identitätsdokum enten innerhalb von 48 Stunden aufgefordert. D as BFM befragte ihn sodann am 11. D ezem ber 2006 im EVZ sum m arisch zum R eisew eg und zu den G ründen für das Verlassen des H ei- m atlandes. Anlässlich dieser Befragung reichte er einen M itgliederausw eis der (...) sow ie zw ei Belege über die Entrichtung der Steuer an die (...) in den Jahren 2005 und 2006 zu den Akten. Im m er noch im EVZ führte das BFM am 10. Januar 2007 die einlässliche Anhörung zu den Asylgründen durch. D abei w urden vom Be- schw erdeführer keine w eiteren D okum ente zu den Akten gegeben. b) D er Beschw erdeführer m achte gegenüber dem BFM die rubrizierten Angaben zu seiner Person und fügte diesen hinzu, er gehöre der Volksgruppe der Igbo an, sei Katholike und stam m e aus der Stadt (...) im Bundesstaat (...), w o er geboren sei und ohne U nterbruch bis im Juni 2006 gelebt habe. Als Erklärung für die N ichtabgabe eines R eisepasses oder einer Identitätskarte gab der Beschw erdeführer zu Protokoll, er habe die Behörden seines H eim atlan- des niem als um Ausstellung derartiger D okum ente ersucht, so dass er nun auch keine solchen vorw eisen könne. D ie lange R eise von N igeria bis in die Schw eiz habe er deshalb ohne Ausw eispapiere zurücklegen können, w eil er sich die m eiste Zeit versteckt habe und niem als kontrolliert w orden sei. Einer Person in der Art ei- nes G renzbeam ten oder eines Polizisten sei er w ährend der ganzen R eise nicht begegnet. Sein G eburtsdatum sei ihm bekannt, w eil seine M utter es ihm m itgeteilt habe; einen Ausw eis w ie nam entlich eine G eburtsurkunde, in der jenes G eburtsda- tum eingetragen sei, habe er von seiner M utter niem als zu sehen bekom m en. Zur Begründung seines Asylgesuchs m achte der Beschw erdeführer im R ahm en der beiden Befragungen im W esentlichen geltend, er sei bei Tum ulten anlässlich eines M eetings der (...) im Juni 2006 verletzt, bew usstlos ins Spital überführt und später von der Polizei gesucht w orden, nachdem er einer Verhaftung durch rechtzeitige Flucht aus dem Spital habe entgehen können. Seit O ktober 2005 sei er eingeschriebenes M itglied der (...). Als solches habe er regelm ässig an den M eetings der Bew egung teilgenom m en, w elche einm al im M onat in (...) statt- gefunden hätten. M anchm al habe er sich nützlich gem acht, indem er vor Beginn der M eetings Tische und Stühle aufgestellt und das Lokal gereinigt habe. Andere Arbeiten habe er für die (...) nicht verrichtet. Spitzenleute seiner Sektion könne er keine m it dem N am en nennen, w eil er sich w ährend der M eetings jew eils in den hinteren R ängen des Publikum s aufgehalten habe. Seit Anfang 2005 habe er seinen U nterhalt als Begleiter und Fahrscheinverkäufer in einem Bus verdient. An einem Sam stag im Juni 2006 - das D atum kom m e ihm nicht m ehr in den Sinn - sei er m it diesem Bus zusam m en m it dem Eigentüm er des G efährts, für den er unter der W oche gearbeitet habe, und Anhängern des (...) an ein M eeting im D orf (...) im 3 Bundesstaat (...) gefahren. Schon bei der Ankunft sei ihm die Präsenz von Polizisten aufgefallen. D iese hätten sich später unter die Versam m lungsteilnehm er gem ischt. Plötzlich sei es zu W ortgefechten gekom m en, aus denen schnell H and- greiflichkeit und schliesslich eine Schiesserei entstanden seien. Er sei sofort zum Bus gerannt. Als die Scheiben des Busses eingeschlagen w orden seien, habe er sich Verletzungen am rechten Arm und am rechten Auge zugezogen. D as N ächste, w oran er sich erinnern könne, sei der M om ent, in dem er im Spital w ieder aufgew acht sei und festgestellt habe, dass sich dort noch andere verletzte (...)- M itglieder aufhielten. D ie Polizei pflege die w ieder gesunden (...)-M itglieder, die sie generell als W affenräuber brandm arke, aus dem Spital heraus zu verhaften und um zubringen. D eshalb habe er das Spital noch vor seiner vollständigen G enesung ungefähr Ende August 2006 heim lich verlassen. Sein W eg habe ihn zu einer Kirche geführt, w o sich ein M ann seine G eschichte angehört und sich darob seiner angenom m en habe. In den nächsten W ochen habe er sich im H aus dieses M annes in (...) beziehungsw eise (...) (Bundesstaat [...]) aufgehalten, ohne sich jem als an die Ö ffentlichkeit zu begeben. Ende O ktober habe ihn der M ann nach (...) gebracht und dort in der D unkelheit auf ein grosses Schiff geschleust, w o er von einem anderen - w eissen - M ann em pfangen und sogleich versteckt w orden sei. N ach einem M onat habe das Schiff in einem ihm unbekannten H afen angelegt. H ier sei er gem einsam m it dem w eissen M ann von Bord gegangen. D er M ann habe ihn sodann an einen Bahnhof gebracht und dort in einen Zug gesetzt. D er Zug sei am N achm ittag losgefahren und habe am früheren Abend einen Bahnhof erreicht, in dem er in einen anderen Zug um gestiegen sei. Am späten Abend sei er schliesslich in (...) eingetroffen. B. M it Verfügung vom 17. Januar 2007 - eröffnet am gleichen Tag - trat das BFM in Anw endung von Art. 32 Abs. 2 Bst. a des Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 (AsylG , SR 142.31) auf das Asylgesuch nicht ein und ordnete die W egw eisung aus der Schw eiz sow ie deren Vollzug anordnete. Zur Begründung des N ichteintretens auf das Asylgesuch hielt es zusam m enfassend fest, der Beschw erdeführer habe innert 48 Stunden nach G esuchseinreichung keine R eise- oder Identitätspapiere abgege- ben und keine entschuldbaren G ründe dafür glaubhaft gem acht, er erfülle zudem die Flüchtlingseigenschaft gem äss Art. 3 und 7 AsylG nicht, und zusätzliche Abklä- rung zur Feststellung der Flüchtlingseigenschaft oder eines W egw eisungsvollzugs- hindernisses seien in seinem Fall aufgrund der Aktenlage nicht erforderlich. C . M it Eingabe vom 24. Januar 2007 (Poststem pel) an das Bundesverw altungsgericht focht der Beschw erdeführer die Verfügung des BFM 17. Januar 2007 an, m it der w esentlichen Begründung, als Anhänger der (...) erhalte er von der nigerianischen R egierung keine Identitätspapiere, und die Behörde in (...) gebe gar keine offiziellen Papiere heraus. D . M it Zw ischenverfügung vom 29. Januar 2007 bestätigte der zuständige Instrukti- onsrichter des Bundesverw altungsgerichts die Berechtigung des Beschw erdefüh- rers zur Anw esenheit in der Schw eiz bis zum Abschluss des Verfahrens und ver-4 zichtete auf die Erhebung eines Kostenvorschusses. E. In seiner Vernehm lassung vom 8. M ärz 2007 beantragte das BFM die Abw eisung der Beschw erde, w obei es zur Begründung ergänzend zu den Erw ägungen in der angefochtenen Verfügung auf eine M itteilung des österreichischen Bundeskrim i- nalam tes vom 6. Februar verw ies, laut w elcher der Beschw erdeführer bereits am 17. Januar 2005 in Ö sterreich gem äss dortigem Asylgesetz unter der zw eitrubri- zierten Identität erkennungsdienstlich erfasst w orden sei und gegenw ärtig m it ei- nem aufrechten Inlandshaftbefehl gesucht w erde. W eil sich der Beschw erdeführer som it - so die Schlussfolgerung des BFM - zum indest seit dem genannten Zeit- punkt offensichtlich in Europa aufgehalten habe, erw iesen sich die G ründe, die ihn gem äss seinen Aussagen zum Verlassen des H eim atlandes bew ogen hätten, als offensichtlich haltlos. F. N achdem ihm die Vernehm lassung des BFM vom 8. M ärz 2007 zur Kenntnis ge- bracht w orden w ar, hielt der Beschw erdeführer in seiner R eplik vom 28. M ärz 2007 (Poststem pel) sinngem äss an seinen Ausführungen in der Beschw erdschrift fest. Zur Auskunft des österreichischen Bundeskrim inalam tes äusserte er sich dahinge- hend, dass er noch nie in Ö sterreich gew esen sei und nicht einm al w isse, w o die- ses Land genau liege. Er habe den ihm vorgehaltenen Aliasnam en noch nie ge- hört, und es sei ihm schleierhaft, w ie die österreichischen Behörden zu einer sol- chen Behauptung käm en. Falls deren Einschätzung auf einen Fingerabdruckver- gleich zurückzuführen sei, ersuche er um W iederholung desselben, da m it Be- stim m theit ein Irrtum vorliege. D as B undesverw altungsgericht zieht in Erw ägung: 1. 1.1 G em äss Art. 31 des Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesverw al- tungsgericht (Verw altungsgerichtsgesetz, VG G , SR 173.32) beurteilt das Bundes- verw altungsgericht Beschw erden gegen Verfügungen nach Art. 5 des Bundesge- setzes vom 20. D ezem ber 1968 über das Verw altungsverfahren (Vw VG , SR 172.021), sofern keine Ausnahm e nach Art. 32 VG G vorliegt. Als Vorinstanzen gelten die in Art. 33 und 34 VG G genannten Behörden. D azu gehören Verfügun- gen des BFM , w elche gestützt auf das AsylG erlassen w urden; das Bundesverw al- tungsgericht entscheidet in diesem Bereich endgültig (Art. 105 AsylG ; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht [Bundesgerichtsgesetz, BG G , SR 173.110]). M it Beschw erde kann die Verletzung von Bundesrecht, einschliesslich M issbrauch und Ü berschreitung des Erm essens, die unrichtige oder unvollständige Feststel- lung des rechtserheblichen Sachverhalts und die U nangem essenheit gerügt w er- den (Art. 106 Abs. 1 AsylG ).5 2. 2.1 D ie vorliegend zu beurteilende Beschw erde richtet sich gegen eine Verfügung, laut deren D ispositiv das BFM auf das Asylgesuch des Beschw erdeführers nicht einge- treten ist (Ziffer 1 des Verfügungsdispositivs). D ie Verfügung bildet als Anfech- tungsgegenstand in der Bundesverw altungsrechtspflege den äusseren R ahm en, innerhalb w elchem die Parteien der R echtsm ittelinstanz ein R echtsverhältnis zur Beurteilung unterbreiten können. D er durch die Parteibegehren definierte Streitge- genstand darf nicht über den Anfechtungsgegenstand hinaus reichen. G egenstand des Beschw erdeverfahrens kann grundsätzlich nur sein, w as G egenstand des er- stinstanzlichen Verfahrens w ar oder nach richtiger G esetzesauslegung hätte sein sollen (vgl. C H R ISTO PH AU ER , Streitgegenstand und R ügeprinzip im Spannungsfeld der verw altungsrechtlichen Prozessm axim en, Bern 1997, S. 63; ALFR ED KÖ LZ/ISABELLE H ÄN E R , Verw altungsverfahren und Verw altungsrechtspflege des Bun- des, 2. Aufl., Zürich 1998, S. 149). W erden N ichteintretensentscheide, m it denen es das BFM der Form nach ablehnt, das Asylgesuch auf seine Begründetheit hin zu überprüfen (Art. 32-35 AsylG ), m it Beschw erde angefochten, so ist dem entspre- chend einzig zu beurteilen, ob die Vorinstanz zu R echt auf das Asylgesuch nicht eingetreten ist. D ie Beurteilungskom petenz der Beschw erdeinstanz ist m it anderen W orten darauf beschränkt, im Fall der Begründetheit des R echtsm ittels die ange- fochtene Verfügung aufzuheben und die Sache zu neuer Entscheidung an die Vor- instanz zurückzuw eisen (vgl. Entscheidungen und M itteilungen der Schw eizeri- schen Asylrekurskom m ission [EM AR K ] 2004 N r. 34, S. 240 f., Erw . 2.1.). M it dem am 1. Januar 2007 in Kraft getretenen N ichteintretensgrund von Art. 32 Abs. 2 Bst. a und Abs. 3 AsylG hat der G esetzgeber indes ein Sum m arverfahren geschaffen, in w elchem über das Bestehen bzw . N ichtbestehen der Flüchtlingsei- genschaft abschliessend m ateriell zu entscheiden ist, sow eit dies im R ahm en einer sum m arischen Prüfung m öglich ist (vgl. BVG E D -688/2007 vom 11. Juli 2007 insb. E. 5.6.5). D em entsprechend ist im Beschw erdeverfahren auch die Flüchtlingsei- genschaft Prozessgegenstand (vgl. BVG E D -688/2007 vom 11. Juli 2007 E. 2.1). N icht beschränkt ist die Beurteilungszuständigkeit des Bundesverw altungsgerichts zudem in der Frage der W egw eisung und deren Vollzugs, w eil das BFM sich dies- bezüglich gem äss Art. 44 AsylG in Verbindung m it Art. 14a des Bundesgesetzes vom 26. M ärz 1931 über Aufenthalt und N iederlassung der Ausländer (AN AG , SR 142.20) m ateriell zur Sache zu äussern hat. 2.2 D er Beschw erdeführer hat am Verfahren vor dem Bundesam t teilgenom m en, ist durch die angefochtene Verfügung besonders berührt und hat ein schutzw ürdiges Interesse an deren Aufhebung beziehungsw eise Änderung. D am it ist er zur Einrei- chung der Beschw erde legitim iert (Art. 6 AsylG i.V.m . Art. 48 Abs. 1 Vw VG ). 2.3 D ie Beschw erde w urde innert der gesetzlichen Frist von 30 Tagen in gültiger Form eingereicht (Art. 6 AsylG i.V.m . Art. 50 und 52 Vw VG ). D em zufolge ist auf diese einzutreten. 3. G em äss Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG w ird auf ein Asylgesuch nicht eingetreten, w enn Asylsuchende den Behörden nicht innerhalb von 48 Stunden nach Einrei- chung des G esuches "R eise- oder Identitätspapiere" abgeben. Keine Anw endung 6 findet diese Bestim m ung, w enn Asylsuchende entschuldbare G ründe für ein U n- verm ögen, innerhalb von 48 Stunden nach G esuchseinreichung "R eise- oder Iden- titätspapieren" abzugeben, glaubhaft m achen können (Art. 32 Abs. 3 Bst. a AsylG ), w enn auf G rund der Anhörung sow ie gestützt auf Art. 3 und 7 AsylG die Flücht- lingseigenschaft festgestellt w ird (Art. 32 Abs. 3 Bst. b AsylG ) oder w enn sich auf G rund der Anhörung die N otw endigkeit zusätzlicher Abklärungen zur Feststellung der Flüchtlingseigenschaft oder eines W egw eisungsvollzugshindernisses ergibt (Art. 32 Abs. 3 Bst. c AsylG ). Vor Erlass einer N ichteintretensverfügung nach Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG hat eine Anhörung nach den Artikeln 29 und 30 AsylG stattzufinden (vgl. Art. 36 Abs. 1 AsylG ). 3.1 D er Begriff "R eise- oder Identitätspapiere", w ie er in der revidierten Bestim m ung von Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG verw endet w ird, ist m it R ücksicht auf die Zielset- zung der auf den 1. Januar 2007 in Kraft getretenen G esetzesänderung in einem engen Sinne zu verstehen. Es fallen darunter diejenigen D okum ente, w elche so- w ohl eine zw eifelsfreie Identifizierung als auch die R ückschaffung ohne (grossen) adm inistrativen Aufw and erm öglichen. D iesen beiden Anforderungen genügen in der Praxis regelm ässig R eisepässe und Identitätskarten. Allgem ein sollen von der neuen Form ulierung insbesondere jene Ausw eise erfasst w erden, die prim är zum Zw eck des Identitätsnachw eises durch die heim atliche Behörde ausgestellt w orden sind, zum al nur dann die Ü berprüfung der Identität vor der zu erfolgenden Ausstel- lung sichergestellt ist. N ach diesem - engen - Verständnis m üssen dem nach Identi- tätspapiere vorliegen, die jem anden als bestim m te Person ausw eisen beziehungs- w eise die Identität nachw eisen. Es genügt dem gegenüber nicht, dass ein Schrift- stück jem anden als einen in einer bestim m ten Angelegenheit Berechtigten aus- w eist, w eil in solchen Fällen die Identität nicht Inhalt des N achw eises ist und dem - nach auch nicht zw eifelsfrei feststeht. U nter diesen Voraussetzungen können ne- ben den klassischen Identitätskarten auch andere Ausw eise taugliche Identitätspa- piere darstellen, w ie zum Beispiel ein Inlandpass. Andere Ausw eise, die zw ar H in- w eise auf die Identität geben, jedoch in erster Linie einem anderen Zw eck dienen, w ie die Bestätigung nam entlich der Fahrfähigkeit, der Berufsfähigkeit, einer G eburt zu einem bestim m ten Zeitpunkt an einem bestim m ten O rt, des Schulbesuches oder -abschlusses, stellen dagegen keine Identitätspapiere im Sinne von Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG dar (vgl. zum G anzen BVG E D -2279/2007 vom 11. Juli 2007 E. 4-6). 3.2 D er unveränderte Begriff der "entschuldbaren G ründe" im Sinne von Art. 32 Abs. 3 Bst. a AsylG ist im Sinne der Praxis zum bisherigen R echt zu verstehen (vgl. BVG E D -688/2007 vom 11. Juli 2007 E. 3.2, EM AR K 1999 N r. 16 E. 5c.aa S. 109 f.). 3.3 N icht nur in Bezug auf die Q ualität der abzugebenden Identitätspapiere, sondern auch hinsichtlich der Bew eism assanforderungen und des zulässigen Prüfungsum - fangs w urde m it der N euform ulierung des N ichteintretensgrundes der Papierlosig- keit eine Verschärfung beabsichtigt. D er G esetzgeber hat m it der Bestim m ung von Art. 32 Abs. 2 Bst. und Abs. 3 AsylG ein Sum m arverfahren geschaffen, in w elchem über das Bestehen beziehungsw eise das N ichtbestehen der Flüchtlingseigen- schaft abschliessend m ateriell befunden w ird, sow eit dies im R ahm en einer sum - m arischen Prüfung m öglich ist. Einzutreten ist auf das Asylgesuch dann, w enn be- reits auf G rund einer sum m arischen Prüfung festgestellt w erden kann, dass die 7 asylsuchende Person die Flüchtlingseigenschaft im Sinne der D efinition von Art. 3 AsylG offensichtlich erfüllt (Art. 32 Abs. 3 Bst. b AsylG ). D em gegenüber ist auf das Asylgesuch nicht einzutreten, w enn bereits auf G rund einer ebenso sum m arischen Prüfung festgestellt w erden kann, dass die asylsuchende Person die Flüchtlings- eigenschaft offensichtlich nicht erfüllt. D ie O ffensichtlichkeit der fehlenden Flücht- lingseigenschaft kann sich dabei aus der U nglaubhaftigkeit der Vorbringen, genau- so aber auch aus der fehlenden Asylrelevanz ergeben. Kann auf G rund einer sum - m arischen Prüfung nicht abschliessend festgestellt w erden, ob die asylsuchende Person offensichtlich Flüchtling ist oder offensichtlich nicht Flüchtling ist, ist auf das Asylgesuch zw ecks w eiterer im ordentlichen Verfahren vorzunehm ender Ab- klärungen zur Feststellung der Flüchtlingseigenschaft einzutreten (vgl. zum G an- zen BVG E D -688/2007 vom 11. Juli 2007 E. 3-5). 4. 4.1 Im Falle des Beschw erdeführers w urde die gem äss Art. 36 Abs. 1 AsylG erforderli- che Anhörung zu den Asylgründen im Sinne von Art. 29 und 30 AsylG am 10. Ja- nuar 2007 direkt vom BFM durchgeführt. D ass dem Beschw erdeführer im Vorfeld keine Vertrauensperson beigeordnet w orden ist, stellt keinen prozessualen M angel dar. Selbst für den Fall näm lich, dass das vom Beschw erdeführer genannte G e- burtsdatum (21. D ezem ber 1988) der W ahrheit entsprechen sollte, w äre dieser bei seiner Anhörung bereits volljährig gew esen (vgl. EM AR K 2004 N r. 30 E. 6.4.5. S. 214). W as die sum m arische Befragung des Beschw erdeführers zum R eisew eg und zu den Ausreisegründen vom 11. D ezem ber 2006 betrifft, so w äre diese bei einem Abstellen auf das erw ähnte G eburtsdatum 10 Tage vor Ereichen der Voll- jährigkeit durchgeführt w orden. D ass es das vom Beschw erdeführer behauptete Alter als unglaubhaft erachtet hat und in Anw endung von Art. 8 des Schw eizeri- schen Zivilgesetzbuches vom 10. D ezem ber 1907 (ZG B, SR 210) insow eit von ei- ner Bew eislosigkeit und in der Folge von der U nglaubhaftigkeit der M inderjährig- keit ausgegangen ist (vgl. hierzu EM AR K 2004 N r. 30 E. 5.5.3. S. 209 f. sow ie E. 6.4.5. S. 214), legt das BFM nicht explizit dar. Streng genom m en hat es dem - nach die sum m arische Befragung zum R eisew eg und zu den Ausreisegründen ge- m äss Art. 26 Abs. 2 2. Satz AsylG m it dem dam als noch m inderjährigen Beschw er- deführer ohne Beiordnung einer Vertrauensperson durchgeführt. D ieses Vorgegen steht jedoch den auf unbegleitete m inderjährige Asylsuchende anw endbaren Ver- fahrensgrundsätzen (vgl. EM AR K 1998 N r. 13 E. 4b.ee S. 94) nicht entgegen. So lassen sich dem Protokoll der sum m arischen Befragung vom 11. D ezem ber 2006 keinerlei Anzeichen dafür entnehm en, dass der Beschw erdeführer dam als - im U n- terschied gerade zu der bloss einen M onat später durchgeführten einlässlichen Anhörung - bei der Beantw ortung der Fragen zu seinem R eisew eg und zu den Ausreisegründen w egen seines Alters überfordert gew esen w äre (betreffend die Fragen bei der Erhebung der Personalien [Art. 26 Abs. 2 1. Satz AsylG ] vgl. EM AR K 2004 N r. 30 E. 6.4.3. S. 213). Einer G egenüberstellung seiner dam aligen Aussagen m it denjenigen in der Anhörung vom 10. Januar 2007 im R ahm en der (sum m arischen) G laubhaftigkeitsprüfung steht som it nichts im W eg. 4.2 Zur Bestätigung der von ihm angegebenen Identität reichte der Beschw erdeführer als einziges D okum ent einen M itgliederausw eis der (...) zu den Akten. D abei 8 handelt sich jedoch nach den vorstehenden Erläuterungen (vgl. E. 4.1) klarerw eise nicht um ein R eise- oder Identitätspapier im Sinne von Art. 32 Abs. 2 Bst. a und Abs. 3 Bst. a AsylG . Eine einw andfreie Feststellung der Identität w ird dam it nicht erm öglicht, w eil ein derartiger Parteiausw eis w esensbedingt nicht prim är zum Zw e- cke des Identitätsnachw eises ausgestellt w ird, sondern in erster Linie die M itglied- schaft einer bestim m ten Person bestätigen soll. D ass der Ausstellung eine genaue Ü berprüfung der Identität vorausgegangen ist, ist dagegen nicht sichergestellt, w eshalb sich dam it eine zw eifelsfreie Identifikation nicht vornehm en lässt. Entschuldbare G ründe für das N ichteinreichen eines R eise- oder Identitätspapie- res innerhalb von 48 Stunden seit der G esuchseinreichung w erden vom Beschw er- deführer nicht nam haft gem acht. In der sum m arischen Befragung vom 11. D ezem - ber 2006 liess er verlauten, er habe bei den Behörden seines H eim atlandes nie- m als die Ausstellung eines R eisepasses oder einer Identitätskarte beantragt (vgl. A1/12, S. 4 f.). Ein solches D esinteresse, ein D okum ent für den jederzeitigen N achw eis der Identität zu besitzen, erscheint grundsätzlich w enig plausibel. Zu- dem bleibt der Beschw erdeführer eine stichhaltige Erklärung für seinen angebli- chen Verzicht, sich auf dem G ebiet der G rossstadt (...) ausw eisen zu können, schuldig. H atte er in der sum m arischen Befragung keinerlei Bem ühungen zum Er- halt eines Identitätspapieres erw ähnt, bringt er in der Beschw erdeeingabe vor, als Anhänger der (...) erhalte er von der nigerianischen R egierung keine Identi- tätspapiere, und die Behörde in (...) gebe gar keine offiziellen Papiere heraus. H ierbei handelt es sich offensichtlich um eine Schutzbehauptung, zum al der Be- schw erdeführer erst im O ktober 2005 M itglied der (...) gew orden sein w ill. Vor allem aber ist es in seinem Fall als starkes Indiz für die bew usste N ichtabgabe von Papieren trotz vorhandener M öglichkeit dazu zu w erten, dass er die R eise von seinem H eim atland in die Schw eiz hat bew ältigen können. Eine realistische Be- schreibung, w ie er etw a nach dem Anlegen des (grossen) Schiffes in einem H afen hat ungehindert an Land gehen und seinen W eg fortsetzen können, verm ag er nicht zu geben. D ass er auf der ganzen R eise nie etw as von einer G renzkontrolle gem erkt hat und insbesondere nach der Ankunft des Schiffes einfach im H afenge- lände gew artet hat, bis er von seinem Begleiter an den Bahnhof gefahren w urde, ist nahezu ausgeschlossen (vgl. A10/17, S. 4 f.; EM AR K 2004 N r. 30 E. 9.2. S. 216). D em nach ist es nicht glaubhaft, dass der Beschw erdeführer die R eise auf die von ihm geschilderte Art, lediglich einen Parteiausw eis auf sich tragend, zu- rückgelegt hat. Es fehlt som it an entschuldbaren G ründe für sein Versäum nis, Identitätsdokum ente einzureichen. 4.3 Aus den Akten ist ferner zu schliessen, dass der Beschw erdeführer einerseits die Flüchtlingseigenschaft gem äss Art. 3 AsylG offensichtlich nicht erfüllt und in sei- nem Fall ebenso offensichtlich - w ie sich auch noch aus den nachfolgenden Erw ä- gungen zum Vollzug der W egw eisung ergibt - keine W egw eisungsvollzugshinder- nisse bestehen. In den Aussagen des Beschw erdeführers, w ie sie in den beiden Protokollen w iedergegeben w erden, sind zahlreiche deutliche M erkm ale dafür zu erkennen, dass hier keine tatsächlichen Erlebnisse aus der Perspektive der direkt betroffenen stehenden Person erzählt w erden. Für die einzelnen W idersprüche und anderen U nglaubhaftigkeitsindizien ist zur Verm eidung von W iederholungen vorab auf die Erw ägungen des BFM in der angefochtenen Verfügung zu verw ei- sen. D ie dort aufgezeigte U nfähigkeit des Beschw erdeführers, seine verm eintlich 9 fluchtauslösenden Erlebnisse anschaulich zu schildern und auch nur einigerm as- sen substanzielle Angaben zu den Belangen der (...) zu m achen, tritt in den Protokollen an zahlreichen Stellen offen zu Tage. D as BFM hat dem nach aufgrund der Anhörung vom 10. Januar 2007 zu R echt festgestellt, der Beschw erdeführer erfülle die Flüchtlingseigenschaft nicht. G leichzeitig w eist in den Erw ägungen des BFM nichts darauf hin, dass das N ichtbestehen der Flüchtlingseigenschaft und das Fehlen von W egw eisungsvollzugshindernissen nicht offensichtlich gew esen w ären, m it der Konsequenz, dass das BFM in dieser H insicht eine nicht bloss sum m ari- sche m aterielle Prüfung hätte vornehm en oder einen zu grossen Begründungs- aufw and hätte betreiben m üssen. Ebenso w enig bestehen Anzeichen dafür, dass das BFM zusätzliche sachliche oder rechtliche Abklärungen hätte treffen m üssen, um zur Erkenntnis zu gelangen, dass der Beschw erdeführer die Flüchtlingseigen- schaft nicht erfüllt und keine W egw eisungsvollzugshindernisse bestehen. Zu er- gänzen bleibt, dass der Beschw erdeführer in den beiden Befragungen auffallend unverbindlich blieb und jew eils in Verlegenheit geriet, sobald er aufgefordert w ar, über bestim m te Begebenheiten gem äss seiner dam aligen persönlichen W ahrneh- m ung zu berichten. Besonders deutlich zeigte sich dies in der Skizzierung des om inösen "M annes", der ihn nach seinen eigenen Angaben ohne jegliche G egen- leistung bei sich zu H ause aufgenom m en, m it dem Auto nach (...) gebracht, dort auf ein Schiff geschleust und für ihn die Ü berfahrt nach Europa organisiert haben soll. D er Beschw erdeführer w ar nicht in der Lage, grundlegende Inform ationen zu diesem M ann w ie nam entlich dessen N am en, Beruf oder W ohnquartier bekannt zu geben (vgl. 1/12, S. 7 f.; A10/17, S. 3 und 6). Seine diesbezüglichen Angaben erw ecken den Eindruck, dass eine eigentliche Kom m unikation zw ischen ihm und dem M ann gar nicht stattgefunden hat, w as insofern nicht einleuchtet, als es dieser M ann gew esen ist, der letztlich über sein Schicksal bestim m t haben soll. Schliesslich ist lediglich der Vollständigkeit halber auf das am 9. Februar 2007 in die Akten gelangte Ergebnis eines am 20. D ezem ber 2006 vom BFM veranlassten Fingerabdruckvergleichs hinzuw eisen, dem zufolge der Beschw erdeführer am 17. Januar 2005 - m ithin noch bevor seine angeblichen Problem e im H eim atland begonnen haben sollen - unter der zw eitrubrizierten Identität ins österreichische Asylverfahren aufgenom m en w orden ist. D ass das Ergebnis des Fingerabdruck- vergleichs unkorrekt ist, w ie der Beschw erdeführer in der R eplik vom 27. M ärz 2007 geltend m acht, kann angesichts der Verlässlichkeit dieser M ethode (vgl. EM AR K 1999 N r. 19 E. 3d S. 126) hinlänglich ausgeschlossen w erden. Auf die nochm alige D urchführung einer D aktyloskopie, w ie sie der Beschw erdeführer ver- langt, ist dem nach zu verzichten. 4.4 Zusam m enfassend kann sodann festgehalten w erden, dass im vorliegenden Fall die Voraussetzungen für ein N ichteintreten auf das Asylgesuch in Anw endung von Art. 32 Abs. 2 Bst. a und Abs. 3 AsylG gegeben w aren. D as BFM ist dem nach zu R echt auf das Asylgesuch des Beschw erdeführers nicht eingetreten. 5. 5.1 Tritt das BFM auf das Asylgesuch nicht ein, so verfügt es in der R egel die W egw ei- sung aus der Schw eiz und ordnet den Vollzug an (Art. 44 Abs. 1 AsylG ).10 5.2 Vorliegend hat der Kanton keine Aufenthaltsbew illigung erteilt (Art. 32 Bst. a der Asylverordnung 1 vom 11. August 1999 [AsylV 1, SR 142.311]). D er Beschw erde- führer kann sich auch nicht auf einen dahingehenden Anspruch berufen (vgl. EM AR K 2001 N r. 21). Seine W egw eisung aus der Schw eiz steht som it im Einklang m it den gesetzlichen Bestim m ungen. 6. 6.1 Es bleibt zu prüfen, ob es G ründe gibt, die dem Vollzug der W egw eisung entge- genstehen, da im Fall eines unzulässigen, unzum utbaren oder unm öglichen Voll- zugs das Anw esenheitsverhältnis nach den Bestim m ungen über die vorläufige Auf- nahm e nach AN AG zu regeln ist (Art. 44 Abs. 2 AsylG ). 6.2 D er Vollzug der W egw eisung des Beschw erdeführers ins H eim atland ist unter Be- rücksichtigung der völkerrechtlichen Verpflichtungen der Schw eiz (Art. 3 der Kon- vention vom 4. N ovem ber 1950 zum Schutze der M enschenrechte und G rundfrei- heiten [Europäische M enschenrechtskonvention, EM R K, SR 0.101], Art. 33 Abs. 1 des Abkom m ens vom 28. Juli 1951 über die R echtsstellung der Flüchtlinge [Flücht- lingskonvention, FK, SR 0.142.30]) und der Bestim m ungen von Art. 5 Abs. 1 AsylG sow ie Art. 25 Abs. 2 und 3 der Bundesverfassung der Schw eizerischen Eidgenos- senschaft vom 18. April 1999 (BV, SR 101) zulässig, w eil offensichtlich keine M en- schenrechtsverletzungen drohen und ebenso offensichtlich die Flüchtlingseigen- schaft nicht besteht. In Berücksichtigung der in dieser H insicht klar unglaubhaften G esuchsbegründung ist insbesondere das Bestehen einer tatsächlichen G efahr, auf den Beschw erdeführer könnte durch R epräsentanten des nigerianischen Staa- tes oder durch Zivilpersonen in Art. 3 EM R K zuw iderlaufender W eise psychischer oder physischer Zw ang ausgeübt w erden, zu verneinen. Alleine aus der allgem ei- nen M enschenrechtssituation in N igeria lässt sich kein reales R isiko von Folter oder unm enschlicher oder erniedrigender Strafe oder Behandlung herleiten. 6.3 U nter Berücksichtigung der allgem einen Sicherheitslage in N igeria sind keine An- haltspunkte dafür ersichtlich, dass der Beschw erdeführer bei einer R ückkehr in sein H erkunftsland einer konkreten G efährdung ausgesetzt w äre. Angesichts der dort aktuell herrschenden Situation kann ein W egw eisungsvollzug nach N igerias als generell zum utbar erachtet w erden. Ferner sind auch keine individuellen G ründe ersichtlich, die die R ückkehr des Be- schw erdeführers nach N igeria als unzum utbar erscheinen lassen w ürden. In den den Akten deutet nichts darauf hin, dass der Beschw erdeführer diesfalls aus indivi- duellen G ründen w irtschaftlicher, sozialer oder gesundheitlicher N atur in eine exis- tenzbedrohende Situation geraten w ürde. So m acht er keine gesundheitlichen Problem e geltend, und gem äss eigenen Angaben hat er vor seiner Ausreise von seinem Einkom m en als Fahrscheinverkäufer in einem Bus leben können. Zudem verfügt er in der Person der M utter und einer Schw ester in seiner H eim atstadt Aba über zw ei Bezugspersonen, an die er sich nach seiner R ückkehr im Bedarfsfall w enden kann (vgl. A1/12, S. 3 f.). Er bringt dam it die nötigen Voraussetzungen m it, um für sich bei einer R ückkehr w ieder eine Existenzgrundlage erw irtschaften zu können. N ach dem G esagten ist der Vollzug der gegenüber dem Beschw erdefüh- rer verfügten W egw eisung som it auch individuell als zum utbar zu bezeichnen.11 6.4 Schliesslich obliegt es dem Beschw erdeführer, sich bei der zuständigen Vertretung seines H eim atstaates die für eine R ückkehr notw endigen R eisedokum ente zu be- schaffen (Art. 8 Abs. 4 AsylG ), so dass sich der Vollzug der W egw eisung auch als m öglich erw eist. 6.5 Insgesam t ist die durch das BFM verfügte W egw eisung zu bestätigen. D as BFM hat deren Vollzug zu R echt als zulässig, zum utbar und m öglich erachtet. N ach dem G esagten fällt eine Anordnung der vorläufigen Aufnahm e ausser Betracht (Art. 14a Abs. 1-4 AN AG ). 7. Aus diesen Erw ägungen ergibt sich, dass die angefochtene Verfügung Bundes- recht nicht verletzt, den rechtserheblichen Sachverhalt richtig und vollständig fest- stellt und angem essen ist (Art. 106 AsylG ). D ie Beschw erde ist nach dem G esag- ten abzuw eisen. 8. D em Ausgang des Verfahrens entsprechend sind die Kosten dem Beschw erdefüh- rer aufzuerlegen (Art. 63 Abs. 1 und 5 Vw VG ). Sie sind auf insgesam t Fr. 600.-- festzusetzen (Art. 16 Abs. 1 Bst. a VG G i.V.m . Art. 1 bis 3 des R eglem ents über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverw altungsgericht vom 11. D e- zem ber 2006 [VG KE, SR 173.320.2]). (D ispositiv nächste Seite)12 D em nach erkennt das B undesverw altungsgericht: 1. D ie Beschw erde w ird abgew iesen. 2. D ie Verfahrenskosten, bestim m t auf Fr. 600.--, w erden dem Beschw erdeführer auf- erlegt. 3. D ieses U rteil geht an: - den Beschw erdeführer (eingeschrieben; Beilage: Einzahlungsschein; über die H erausgabe der beim BFM eingereichten Bew eism ittel entscheidet dieses auf Anfrage hin) - die Vorinstanz, Abteilung Aufenthalt und R ückkehrförderung, m it den Akten (R ef.-N r. N [...]) - das (...) des Kantons (...) D er R ichter: D er G erichtsschreiber: W alter Lang M artin M aeder Versand am :