<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="content"> <div class="para"> </div> <div class="para">Bundesgericht </div> <div class="para">Tribunal fédéral </div> <div class="para">Tribunale federale </div> <div class="para">Tribunal federal </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <table border="0"> <tr> <td> <img height="68" src="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/clir/http/displayimage.php?id=2016-03-16-2C_230-2016.1&amp;type=gif" width="95"/> </td> <td> <div class="para"> </div> </td> <td> <div class="para"> </div> </td> </tr> <tr> <td> <div class="para">{T 0/2} </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>2C_230/2016 </b> </div> </td> <td> <div class="para"> </div> </td> <td> <div class="para"> </div> </td> </tr> </table> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>Urteil vom 16. März 2016</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>II. öffentlich-rechtliche Abteilung</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Besetzung </div> <div class="para">Bundesrichter Zünd, Präsident, </div> <div class="para">Gerichtsschreiber Feller. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Verfahrensbeteiligte </div> <div class="para">A.________, </div> <div class="para">Beschwerdeführer, </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <i>gegen</i> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Bau- und Justizdepartement des Kantons Solothurn, </div> <div class="para">Einwohnergemeinde U.________. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Gegenstand </div> <div class="para">Abfallgebühren, </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Beschwerde gegen das Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Solothurn vom 10. Februar 2016. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>Erwägungen:</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>1.</b> </div> <div class="para">Am 6. Oktober 2014 ersuchte A.________ die Einwohnergemeinde U.________ um Erlass der Abfallgebühren für das Jahr 2013 um die Hälfte und für das Jahr 2014 vollständig. Der Gemeinderat wies das Gesuch um 10. November 2014 ab. Die gegen den Gemeinderatsentscheid erhobene Beschwerde wies das Bau- und Justizdepartement des Kantons Solothurn am 21. Dezember 2015 ab. Das Verwaltungsgericht des Kantons Solothurn wies mit Urteil vom 10. Februar 2016 die gegen den Departementsentscheid erhobene Beschwerde im Wesentlichen ab; es hiess sie teilweise insofern gut, als es die Verfahrenskosten vor dem Departement um die Hälfte auf Fr. 400.-- reduzierte. </div> <div class="para">Mit am 14. März 2016 zur Post gegebener, vom 10. März 2016 datierter Beschwerde beantragt A.________ dem Bundesgericht, die Kehrichtgebühr der Gemeinde U.________ des Jahres 2014 sei ihm zu erlassen; ebenso seien ihm die Verfahrenskosten der Bau- und Justizdirektion vollumfänglich zu erlassen. </div> <div class="para">Es ist weder ein Schriftenwechsel noch sind andere Instruktionsmassnahmen angeordnet worden. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>2.</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>2.1.</b> Streitig ist der Erlass von Abfallgebühren. Gemäss <span class="artref">Art. 83 lit. m BGG</span> ist die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten unzulässig gegen Entscheide über die Stundung und den Erlass von Abgaben. Gebühren sind Abgaben. Vorliegend greift der Ausschlussgrund von <span class="artref">Art. 83 lit. m BGG</span>. Das Urteil des Verwaltungsgerichts lässt sich mithin nur mit subsidiärer Verfassungsbeschwerde anfechten (<span class="artref">Art. 113 ff. BGG</span>); mit diesem Rechtsmittel kann allein die Verletzung verfassungsmässiger Rechte gerügt werden (<span class="artref">Art. 116 BGG</span>). Die Rechtsmittelbelehrung des Verwaltungsgerichts ist nicht zutreffend. Dem Beschwerdeführer entstand indessen dadurch kein Nachteil, weil das angefochtene Urteil sich auf kantonales Recht stützt; dessen Verletzung kann nicht unmittelbar gerügt werden (s. <span class="artref">Art. 95 BGG</span>). Beruht der angefochtene Entscheid auf kantonalem Recht, kann weitgehend bloss die Verletzung verfassungsmässiger Rechte gerügt werden; entsprechende Rügen bedürfen gemäss <span class="artref">Art. 106 Abs. 2 BGG</span> spezifischer Geltendmachung und Begründung (<a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=6&amp;from_date=27.02.2016&amp;to_date=17.03.2016&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F138-I-225%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page225">BGE 138 I 225</a> E. 3.1 und 3.2 S. 227 f.; <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=6&amp;from_date=27.02.2016&amp;to_date=17.03.2016&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F137-V-57%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page57">137 V 57</a> E. 1.3 S. 60 f.<span class="artref">;<a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=6&amp;from_date=27.02.2016&amp;to_date=17.03.2016&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F136-I-49%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page49">136 I 49</a></span> E. 1.4.1 S. 53, 65 E. 1.3.1 S. 68, je mit Hinweisen). Derartig substanziierte Rügen sind im Rahmen der Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten in gleicher Weise erforderlich wie bei einer Verfassungsbeschwerde. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>2.2.</b> Der Beschwerdeführer äussert sich zu den Erwägungen des Verwaltungsgerichts, die angesichts seines Anliegens sehr umfassend sind, was er denn auch moniert. Inwiefern sich daraus eine Verletzung verfassungsmässiger Rechte ergeben könnte, wird, etwa mit den Hinweisen auf Prozessökomomie oder behauptete Leerläufe, nicht aufgezeigt und ist auch nicht ersichtlich. Verfassungsmässige Rechte nennt der Beschwerdeführer an einer Stelle seiner Rechtsschrift. Er schreibt: "Die Gebührenfrage im Rahmen der Sozialhilfe nach Vorgabe der SKOS ist im Rahmen dieser Eingabe weiterhin ungeklärt und wird offenbar frei interpretiert; respektive nach eigenem Ermessen der Gemeindebehörden gehandhabt - somit stellt sich hier die Frage nach dem Rechtsgleichheitsprinzip oder in gleichem Rahmen dem Willkürsverbot." Daraus lässt sich nicht im Ansatz aufzeigen, auch nicht im Zusammenhang mit den weiteren Ausführungen in der Rechtsschrift, inwiefern die Ablehnung des Begehrens um Gebührenerlass gegen verfassungsmässige Rechte verstossen könnte. Zu bedenken ist auch, dass - unbestrittenermassen - kein Rechtssatz einen Anspruch auf Gebührenerlass einräumt, was eine Berufung auf das Willkürverbot und das allgemeine Rechtsgleichheitsgebot im Rahmen der allein zulässigen Verfassungsbeschwerde ohnehin weitgehend ausschliesst (<span class="artref">Art. 115 lit. b BGG</span>, dazu Urteil 2D_30/2015 vom 19. Juni 2015 E. 2 mit Hinweisen, s. auch <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=6&amp;from_date=27.02.2016&amp;to_date=17.03.2016&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F133-I-185%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page185">BGE 133 I 185</a>). Der Beschwerdeführer ist auch der Auffassung, das Verwaltungsgericht hätte die im Verfahren vor dem Departement auferlegten Verfahrenskosten vollständig streichen müssen; inwiefern sich die von der Vorinstanz auf Fr. 400.-- herabgesetzten Verfahrenskosten spezifisch unter dem allein massgeblichen Aspekt verfassungsmässige Rechte beanstanden liessen, wird nicht dargelegt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>2.3.</b> Die Beschwerde enthält offensichtlich keine hinreichende, den Anforderungen von Art. 42 Abs. 2 bzw. <span class="artref">Art. 106 Abs. 2 BGG</span> genügende Beschwerdebegründung. Es ist darauf mit Entscheid des Abteilungspräsidenten als Einzelrichter im vereinfachten Verfahren nach <span class="artref">Art. 108 BGG</span> nicht einzutreten. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>2.4.</b> Die Umstände des Falles rechtfertigen es, ausnahmsweise auf die Erhebung von Gerichtskosten zu verzichten (Art. 66 Abs. 1 zweiter Satz BGG). </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b> Demnach erkennt der Präsident:</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>1.</b> </div> <div class="para">Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>2.</b> </div> <div class="para">Es werden keine Kosten erhoben. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>3.</b> </div> <div class="para">Dieses Urteil wird den Verfahrensbeteiligten und dem Verwaltungsgericht des Kantons Solothurn schriftlich mitgeteilt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Lausanne, 16. März 2016 </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Im Namen der II. öffentlich-rechtlichen Abteilung </div> <div class="para">des Schweizerischen Bundesgerichts </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Der Präsident: Zünd </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Der Gerichtsschreiber: Feller </div> </div></body></html>