B u n d e s v e rw a l t u n g s g e r i ch t T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i f f éd é r a l T r i b u n a l e am m i n i s t r a t i vo f e d e r a l e T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i v fe d e r a l Abteilung IV D-3708/2012 U r t e i l v o m 1 2 . O k t o b e r 2 0 1 2 Besetzung Richter Robert Galliker (Vorsitz), Richterin Nina Spälti Giannakitsas, Richterin Contessina Theis, Gerichtsschreiber Matthias Jaggi. Parteien A._______, geboren (…), alias B._______, geboren (…), Sri Lanka, vertreten durch Gabriel Püntener, Rechtsanwalt, (…), Beschwerdeführer, gegen Bundesamt für Migration (BFM), Quellenweg 6, 3003 Bern, Vorinstanz. Gegenstand Asyl und Wegweisung; Verfügung des BFM vom 7. Juni 2012 / N (…). D-3708/2012 Seite 2 Sachverhalt: A. A.a Eigenen Angaben zufolge gelan gte der Beschwerdeführer am 29. April 2009 in die Schweiz, wo er am folgenden Tag im Empfangs- und Verfahrenszentrum (EVZ) C._______ ein Asylgesuch einreichte. Dazu wurde er am 4. Mai 2009 im EVZ C._______ befragt (Kurzbefragung) und am 20. Mai 2009 am selben Ort angehört (Anhörung). A.b Zur Begründung seines Asylgesuchs machte er im Wesentlichen ge l- tend, er sei tamilischer Ethnie und sta mme aus dem Distrikt Batticaloa. Als er sechzehn Jahre alt gewesen sei, habe die LTTE (Liberation Tigers of Tamil Eelam) versucht, ihn mit einem Van mitzunehmen, was aber nicht gelungen sei. Etwas später sei en Mitglieder dieser Organisation zu ihm nach Hau se gekommen und hätten seiner Mutter gesagt, dass er zur LTTE kommen solle. Am 20. April 2008 sei er von den LTTE beziehung s- weise von der Karuna-Gruppe von zu Hause mitgenommen und in einem unterirdischen Raum eingesperrt worden, um ihn später zum Training mitzunehmen. Dank der Intervention der Special Task Force sei er am folgenden Tag befreit worden. In der Folge seien Leute der LTTE respe k- tive Karunaanhänger zu ihm nach Hause gekommen und hätten ihn g e- schlagen und bedroht. Zudem hätten sie das Haus mit Steinen beworfen. Einmal hätten sie vergeblich versucht, ihn mit einem Van zu entführen. Im Juni 2008 sei in der Nähe seines Hauses eine Bombe explodiert . Er sei von der sri -lankischen Armee geschlagen und beschuldigt worden, für diese Bombe verantwortlich zu sein. Deswegen sei er im August 2008 un- ter Verwendung seines eigenen Reisepasses aus Sri Lanka aus gereist; er habe jedoch nach einem kurzen Aufenthalt an einem Ort namens "D._______" wieder nach Sri Lanka zurückkehren müssen. Da er sich vor weiteren Problemen und Schwierigkeiten in seinem Land gefürchtet habe, habe er am 24. April 2009 Sri Lanka erneut unter Verwendung seines ei- genen Reisepasses über den Flughafen Colombo verlassen und sei via Dubai nach Italien gereist, von wo er per Auto in die Schweiz gelangt sei. Für den detaillierten Inhalt der Sachverhaltsvorbringen ist auf die akte n- kundigen Befragungs- und Anhörungsprotokolle zu verweisen. B. B.a Mit Verfügung vom 7. Juni 2012 – eröffnet am 11. Juni 2012 – stellte das BFM fest, der Beschwerdeführer erf ülle die Flüchtlingseigenschaft nicht, und lehnte das Asylgesuch ab. Gleichzeitig verfügte es die We g- weisung aus der Schweiz und den Vollzug. D-3708/2012 Seite 3 B.b Zur Begründung wurde von der Vorinstanz im Wesentlichen ausg e- führt, die Vorbringen des Beschwerdeführers müssten v or dem Hinte r- grund der allgemein angespannten Situation betrachtet werden, die wä h- rend des Bürgerkrieges geherrscht habe. Tamilen und Tamilinnen seien von lokal bedingten Verfolgungsmassnahmen seitens der sri -lankischen Sicherheitskräfte und der mit ihnen verbündeten bewaffneten Gruppen besonders betroffen gewesen. Die Situation in Sri Lanka stelle sich heute jedoch anders dar. Seit dem Ende des Bürgerkrieges im Mai 2009 befi n- de sich das gesamte Land wieder unter Regierungskontrolle und es sei zu keinen ter roristischen Aktivitäten der LTTE mehr gekommen. Die S i- cherheits- und Menschenrechtslage sei zwar noch nicht in allen Teilen des Landes zufriedenstellend, doch sei die Anzahl von Gewaltereignissen wie Entführungen, Verschleppungen und Tötungen erheblich zu rückge- gangen. Die LTTE sei am Ende des Krieges vernichtend geschlagen wor- den und verfüge über keine handlungsfähige Struktur mehr. Auch der Ein- fluss der bewaffneten Gruppen habe seit dem Ende des Bürgerkrieges stark abgenommen. Zudem würden Übergriffe auf die Zivilbevölkerung von Seiten krimineller Einzeltäter oder bewaffneter Gruppen in der Regel von den zuständigen Behörden geahndet. Es treffe zwar durchaus zu, dass die sri-lankischen Behörden auch nach dem Ende der kriegerischen Auseinandersetzungen alle s daran setzten, ein Wiedererstarken der LTTE zu verhindern und deshalb nach wie vor gegen ehemalige Kämpfer und Führungspersönlichkeiten der LTTE vorgingen. Der Beschwerdefü h- rer habe allerdings nie geltend gemacht, ein aktives oder sogar führendes Mitglied der LTTE gewesen zu sein. Er habe zudem angegeben, er sei im August 2 008 mit seinem eigenen Pass auf dem Luftweg aus Sri Lanka ausgereist und wieder dorthin zurückgekehrt. Auch bei seiner zweiten Ausreise am 24. April 2009 über den Flughafen von Colombo habe er seinen Pass verwendet. Dies mache deutlich, dass er bereit s zu diesem Zeitpunkt von den sri -lankischen Behörden nicht ernsthaft verdächtigt worden sein könne, die LTTE aktiv zu unterstützen. Denn gemäss E r- kenntnissen des BFM werde in Sri Lanka gege n Personen, die ernsthaft in Verdacht stünden, eine Gefahr für die Sicherheit des sri -lankischen Staates darzustellen, konsequent behördlicherseits vorgegangen. Dies sei jedoch beim Beschwerdeführer nicht der Fall gewesen. In seinen Schilderungen fänden s ich zudem keine Hinweise dafür, dass die sri-lankischen Behörden heute – praktisch drei Jahre nach dem Ende des Bürgerkrieges – ein ernsthaftes Interesse daran haben sollten, ger a- de ihn zu verfolgen. Angesichts seines inexistenten politischen Profils sei nicht davon auszugehen, dass er zum jetzigen Zeitpunkt mit erheblicher D-3708/2012 Seite 4 Wahrscheinlichkeit von asylrelevanten Schwierigkeiten bedroht sei. Die Vorbringen des Beschwerdeführers seien daher asylrechtlich unbeach t- lich. Sie hielten deshalb den Anforderungen an die Flüchtlingseigenschaft gemäss Art. 3 des Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 (AsylG, SR 142.31) nicht stand. Überdies sei der Vollzug der Wegweisung als zulässig, z u- mutbar und möglich zu bezeichnen. Für die weitere Begründung wird auf die vorinstanzliche Verfügung verwiesen. C. Mit Beschwerde vom 11. Juli 2012 an das Bundesverwaltungsgericht liess der Beschwerdeführer durch seinen Rechtsvertreter die nachstehend aufgeführten Anträge stellen: 1. Dem Beschwerdeführer sei vollständige Akteneinsicht in sämtliche Asylakten zu gewähren. Insbesondere seien ihm die Akten des Bo t- schafts- und des Visaverfahrens offenzulegen (inklusive Beweismittel); verbunden mit der Gewährung dieser Akteneinsicht sei i hm eine ang e- messene Frist zur Einreichung einer Beschwerdeergänzung anzusetzen. 2. Die Verfügung des BFM vom 7. Juni 2012 sei wegen der Verletzung seines Anspruchs auf das rechtliche Gehör und der Verletzung der B e- gründungspflicht aufzuheben und die Sache sei an die Vorinstanz zu- rückzuweisen. 3. Eventuell sei die Verfügung des BFM vom 7. Juni 2012 aufzuheben und die Sache sei zur Feststellung des vollständigen und richtigen rechtserheblichen Sachverhalts und zur Neubeurteilung an das BFM z u- rückzuweisen. 4. Eventuell sei d ie Verfügung des BFM vom 7. Juni 2012 aufzuheben und es sei die Flüchtlingseigenschaft des Beschwerdeführers festzuste l- len. Es sei ihm in der Schweiz Asyl zu gewähren. 5. Eventuell sei d ie Verfügung des BFM vom 7. Juni 2012 betreffend die Ziffern 4 und 5 aufzuheben und es sei die Unzumutbarkeit des Wegwe i- sungsvollzugs festzustellen. 6. Vor Gutheissung der vorliegenden Verwaltungsbeschwerde sei dem unterzeichnenden Anwalt eine angemessene Frist zur Einreichung einer detaillierten Kostennote zur Bestimmung der Parteientschädigung anz u- setzen. 7. Dem unterzeichnenden Anwalt sei zudem mitzuteilen, welcher Bu n- desverwaltungsrichter oder welche Bundesverwaltungsrichterin und we l- cher Gerichtsschreiber oder welche Gerichtsschreiberin mit der Instrukt i- on im vorliegenden Verfahren betraut sei und welche Richter an einem Entscheid weiter mitwirken würden. D-3708/2012 Seite 5 Auf die Begründung der Beschwerdebegehren wird, soweit wesentlich, in den nachfolgenden Erwägungen eingegangen. Mit der Rechtsmi ttelschrift wurden eine Vielzahl von Berichten und D o- kumenten zur Lage in Sri Lanka zu den Akten gereicht (Beilagen 2-24). D. Mit Zwischenverfügung vom 27. Juli 2012 teilte der Instruktionsrichter des Bundesverwaltungsgerichts dem Beschwerdeführer mit, er könn e den Ausgang des Verfahrens in der Schweiz abwarten. Gleichzeitig verfügte er, dass der Beschwerdeführer einen Kostenvorschuss von Fr. 600. -- bis zum 13. August 2012 zu bezahlen habe. Zudem wies der Instruktionsrich- ter die Anträge auf Akteneinsicht bezügl ich der Aktenstücke A 6/1, A 7/1, A 10/1, A 14/1 und A 18/1 sowie der Akten des Botschafts - und Visaver- fahrens ab und hiess den Antrag auf Akteneinsicht bezüglich des Akte n- stücks A 9/2 gut. Den Antrag auf Fristansetzung zur Einreichung einer Beschwerdeergänzung nach der Gewährung der Akteneinsicht wies der Instruktionsrichter hingegen ab. Zur Begründung hielt er im Wesentlichen fest, bei den Aktenstücken A 6/1 (Triage Identitätskategorie), A 7/1 (Tria- geblatt Dublin-Verfahren), A 10/1 (Formular Triage) sowie A 18/1 (interner Kopierverteiler) handle es sich um interne Akten, denen objektiv keine Bedeutung für die verfügungswesentliche Sachverhaltsfeststellung z u- komme und die somit ausschliesslich zum Eigengebrauch respektive zur internen Entschei dfindung bestimmt gewesen seien, weshalb das BFM berechtigt gewesen sei, die Herausgabe dieser Aktenstücke zu verwe i- gern. Beim Aktenstück A 14/1 handle es sich um eine Begleitnotiz des Dienstes für Analyse und Prävention, die sich zur durchgeführten Siche r- heitsüberprüfung bezüglich des Beschwerdeführers äussere. Diesbezü g- lich habe die Vorinstanz das Akteneinsichtsrecht zu Recht gestützt auf Art. 27 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 über das Verwa l- tungsverfahren (VwVG, SR 172.021) verweigert. Beim Aktenstück A 9/2 handle es sich um die Anwaltsvollmacht und ein Begleitschreiben des früheren Rechtsvertreters des Beschwerdeführers, in das Akteneinsicht zu gewähren sei. Gemäss Zwischenv erfügung der Vorinstanz vom 26. Juni 2012 sei dem Beschwerdeführer dies bezüglich Akteneinsicht gewährt worden. Es werde jedoch mit vorliegender Zwischenverfügung Akteneinsicht in dieses Dokument gewährt, sofern dies nicht geschehen sei. Es sei jedoch festzustellen, dass dieses Aktenstück keinen entscheid- relevanten Inhalt habe. Hinsichtlich der Rüge des Beschwerdeführers, die Vorinstanz habe ihm zu Unrecht keine Einsicht in die Akten seines Bo t- schafts- und Visaverfahrens gewährt, sei festzuhalten, dass sich in den D-3708/2012 Seite 6 Verfahrensakten keine Dokumente bezüglich des vom Beschwerdeführ er durchlaufenen Botschafts - und Visaverfahrens fänden. Die Vorinstanz habe zudem in der angefochtenen Verfügung dieses Botschafts - und Vi- saverfahren nicht erwähnt, weshalb diese Akten nicht Gegenstand des vorliegenden Verfahrens geworden seien. D ie Vorinstanz sei daher auch nicht verpflichtet gewesen , dem Beschwerdeführer diesbezüglich Akte n- einsicht zu gewähren. E. Mit Schreiben vom 30. Juli 2012 liess der Beschwerdeführer unter and e- rem Ausweisdokumente seiner Eltern und seiner Schwester (in Kopie), die englischen Übersetzungen von zwei Todesurkunden sowie einen G e- burtsregisterauszug (in Kopie) zu den Akten reichen. F. Am 13. August 2012 ging der einverlangte Kostenvorschuss bei der Gerichtskasse des Bundesverwaltungsgerichts ein. G. Mit Eingabe vom gleichen Tag liess der Beschwerdeführer durch seinen Rechtsvertreter erneut um Einsicht in die Akten des Botschafts- und Visa- verfahrens ersuchen. Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 1. 1.1 Gemäss Art. 31 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (VGG, SR 173.32) beurteilt das Bundesverwaltungsgericht Beschwerden gegen Verfügungen nach Art. 5 VwVG. Das BFM gehört zu den Behörden nach Art. 33 VGG und ist daher eine Vorinstanz des Bunde sverwaltungs- gerichts. Eine das Sachgebiet betreffende Ausnahme im Sinne von Art. 32 VGG liegt nicht vor. Das Bundesverwaltungsgericht ist daher z u- ständig für die Beurteilung der vorliegenden Beschwerde und entscheidet auf dem Gebiet des Asyls endgültig, au sser bei Vorliegen eines Ausliefe- rungsersuchens des Staates, vor welchem die beschwerdeführende Pe r- son Schutz sucht (Art. 105 AsylG; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des Bundesg e- richtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]). Eine solche Aus- nahmekonstellation liegt nicht vor. D-3708/2012 Seite 7 1.2 Das Verfahren richtet sich nach dem VwVG, dem VGG und dem BGG, soweit das AsylG nichts anderes bestimmt (Art. 37 VGG und Art. 6 AsylG). 1.3 Die Beschwerde ist frist- und formgerecht eingereicht (Art. 108 Abs. 1 AsylG, Art. 105 AsylG i.V.m. Art . 37 VGG und Art. 52 VwVG). Der B e- schwerdeführer hat am Verfahren vor der Vorinstanz teilgenommen, ist durch die angefochtene Verfügung besonders berührt und hat ein schutz - würdiges Interesse an deren Aufhebung beziehungsweise Änderung; er ist daher zur Ei nreichung der Beschwerde legitimiert (Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 37 VGG und Art. 48 Abs. 1 VwVG). Auf die Beschwerde ist s o- mit einzutreten. 2. Mit Beschwerde kann die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige oder unvollständige Feststellung des rechtserheb lichen Sachverhalts und die Unangemessenheit gerügt werden (Art. 106 Abs. 1 AsylG). 3. Gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG verzichtete das Bundesverwaltung s- gericht auf die Durchführung eines Schriftenwechsels. 4. Das Ersuchen um Mitteilung, welcher Bundesverw altungsrichter oder welche Bundesverwaltungsrichterin und welcher Gerichtsschreiber oder welche Gerichtsschreiberin mit der Instruktion im vorliegenden Verfahren betraut ist und welche Richter an einem Entscheid weiter mitwirken we r- den, wird mit Ergehen des Urteils in der Hauptsache gegenstandslos. 5. 5.1 In der Beschwerde werden verschiedene formelle Rechtsbegehren erhoben. Diese sind vorab zu beurteilen, da sie allenfalls geeignet wären, eine Kassation der vorinstanzlichen Verfügung zu bewirken (vgl. En t- scheidungen und Mitteilungen der [vormaligen] Schweizerischen Asylr e- kurskommission [EMARK] 2004 Nr. 38 und EMARK 1994 Nr. 1; FRITZ GYGI, Bundesverwaltungsrechtspflege, 2. Aufl., Bern 1983, S. 233, mit weiteren Hinweisen, S. 287 und 297 f.; ALFRED KÖLZ/ISABELLE HÄNER, Verwaltungsverfahren und Verwaltungsrechtspflege des Bundes, 2. Aufl., Zürich 1998, S. 225, mit weiteren Hinweisen). D-3708/2012 Seite 8 5.2 In der Beschwerde wird einerseits gerügt, dem Beschwerdeführer sei nicht vollständige Akteneinsicht gewährt und damit sein Ans pruch auf rechtliches Gehör verletzt worden. Diesbezüglich ist zur Vermeidung von Wiederholungen auf die Zwischenverfügung vom 27. Juli 2012 zu verwe i- sen, wo festgestellt wurde, dass die Vorinstanz das Akteneinsichtsrecht des Beschwerdeführers nicht verlet zt hat . Insbesondere stellte der I n- struktionsrichter fest, dass das BFM dem Beschwerdefüh rer zu Recht keine Einsicht in die Akten seines Botschafts - und Visaverfahrens g e- währte (vgl. vorstehend Bst. D.). Soweit der Beschwerdeführer in seiner Eingabe vom 13 . August 2012 vorbringt, die Akten des Botschafts- und Visaverfahrens seien für die Abklärung des rechtserheblichen Sachve r- halts wichtig, weshalb diesbezüglich Akteneinsicht zu gewähren sei, ist festzuhalten, dass dies e Auffassung nicht geteilt wird , zumal die Akten des Botschafts - und Visaverfahrens aus dem Jahre 2004 oder 2005 stammen und für das vorliegende Verfahren mangels Kausalzusammen- hang nicht relevant sind. 5.3 5.3.1 Im Weiteren wird i n der Rechtsmittelschrift vorgebracht , die Vori n- stanz habe ihre Begründ ungspflicht verletzt, indem sie es unterlassen habe, wesentliche Teile des Sachverhalts in der Verfügung zu erwähnen und somit auch zu würdigen. 5.3.2 Diesbezüglich ist festzuhalten, dass sich das BFM bei der Begrü n- dung seiner Verfügung auf die für den Entsche id wesentlichen Gesichts- punkte beschränken durfte und nicht gehalten war, sich ausdrücklich mit jeder tatbeständlichen Behauptung auseinander zu setzen (BGE126 I 97 E. 2.b S.102 f.). Es ist festzustellen, dass den Akten keine Hinweise zu entnehmen sind, wonach das BFM den Sachverhalt ungenügend festg e- stellt beziehungsweise sich mit diesem nicht auseinandergesetzt hätte. An dieser Einschätzung vermögen auch die diesbezüglichen Vorbringen in der Rechtsmittelschrift nichts zu ändern, weshalb es sich erübrigt, wei- ter darauf einzugehen. Es ist in diesem Zusammenhang darauf hinzuwei- sen, dass die vom Beschwerdeführer im vorinstanzlichen Verfahren vo r- gebrachten Verfolgungsvorbringen von der Vorinstanz zu Recht als nicht asylrelevant beurteilt wurd en (vgl. nachfolgen d E. 6.6 f. ). Die vom B e- schwerdeführer erhobene Rüge, die Vorinstanz habe ihre Begründung s- pflicht verletzt, ist daher unbegründet. D-3708/2012 Seite 9 5.4 5.4.1 In der Beschwerde wird überdies gerügt, das BFM habe das Grundsatzurteil des Bundesverwaltungsgerichts bezüglich Sri Lanka (BVGE 2011/24) nicht berücksichtigt und dadurch den rechtserheblichen Sachverhalt unvollständig abgeklärt. So habe die Vorinstanz das Profil des Beschwerdeführers und seine asylrelevante Gefährdung nicht korrekt erfasst und die notwendigen Abklärungen nicht getätigt. 5.4.2 Es trifft zwar zu, dass die Vorinstanz in der angefochtenen Verf ü- gung bei der Prüfung der Flüchtlingseigenschaft nicht explizit auf das Grundsatzurteil Bezug nimmt. Daraus kann jedoch nicht geschlossen werden, dass das BFM die diesbezügliche Rechtsprechung des Bunde s- verwaltungsgerichts nicht berücksichtigt hätte. Das Bundesamt führte in seiner Verfügung vom 7. Juni 2012 au s, in den Schilderungen des B e- schwerdeführers fänden sich keine Hinweise dafür, dass die sri - lankischen Behörden heute – praktisch drei Jahre nach dem Ende des Bürgerkrieges – ein ernsthaftes Interesse daran haben sollten, gerade ihn zu verfolgen, was erhellt, dass die Vorinstanz durchaus die Flüchtlingsei- genschaft des Beschwerdeführers unter Berücksichtigung der in BVGE 2011/24 aufgeführten Risikoprofile geprüft hat. Die Behauptung in der Rechtsmittelschrift, wonach die Lageeinschätzung des BFM hinsichtlic h der Rolle von Paramilitär s und dem Risikoprofil der LTTE -Verdächtigten der Lageeinschätzung des Bundesverwaltungsgerichts widerspreche, ist unzutreffend. Es erübrigt sich, weiter darauf einzugehen. Nach dem G e- sagten erweist sich die Rüge, die Vorinstanz habe das Profil des B e- schwerdeführers und seine asylrelevante Gefährdung nicht korrekt e r- fasst und die notwendigen Abklärungen nicht getätigt, als unbegründet. 5.5 5.5.1 In der Rechtsmittelschrift wird ausserdem vorgebracht, das BFM habe den rechtserheblichen Sach verhalt unvollständig und unrichtig a b- geklärt, da es keine länderspezifischen Informationen in der Sache be i- gezogen habe. 5.5.2 Die Rüge, das BFM habe sich bei der Entscheidfindung auf keine länderspezifischen Informationen gestützt und damit den rechtserhebl i- chen Sachverhalt nicht vollständig und nicht richtig abgeklärt, entbehrt j e- der Grundlage. Vielmehr kann – insbesondere auch in Berücksichtigung der neuen Praxis des Bundesverwaltungsgerichts (BVGE 2011/24) – der angefochtenen Verfügung nicht entnommen werd en, inwiefern das BFM die aktuellen Länderinformationen über Sri Lanka unberücksichtigt gela s-D-3708/2012 Seite 10 sen hätte. Allein aus der Tatsache, dass in der angefochtenen Verfügung keine Länderberichte erwähnt wurde n und sich keine solchen in den A k- ten finden, kann nicht der Schluss gezogen werden, von der Vorinstanz seien keine Länderberichte oder sonstige länderspezifische Informationen berücksichtigt worden. Da sich ferner das BFM mit ausreichender B e- gründung und unter Hinweis auf die Entwicklung der Sicherheitslage und der Lebensumstände im heutigen Zeitpunkt zum Wegweisungsvollzug nach Sri Lanka geäussert hat, sind der angefochtenen Verfügung keine hinreichenden Anhaltspunkte zu entnehmen, welche den Schluss zulie s- sen, das BFM habe den Sachverhalt unvollständig abgeklä rt respektive seine Begründungspflicht verletzt. Insgesamt ist deshalb auch die in di e- sem Zusammenhang geltend gemachte Verletzung des rechtlichen G e- hörs unbegründet. Schliesslich ist festzuhalten, dass sich der Beschwe r- deführer in der Beschwerde offensich tlich zu den in der angefochtenen Verfügung festgehaltenen Argumenten ausführlich äussern konnte. 5.6 5.6.1 In der Beschwerde wird zudem gerügt, die Vorinstanz habe den Sachverhalt unvollständig abgeklärt beziehungsweise das rechtliche G e- hör verletzt, da sie den Beschwerdeführer letztmals vor mehr als vier (recte: drei) Jahren angehört habe. Die Situation in Sri Lanka präsentiere sich heute – nach Beendigung des Bürgerkrieges – wesentlich anders als damals und dadurch möglicherweise auch die Gefährdungssituation d es Beschwerdeführers. Angesichts des Grundsatzes, dass die Beurteilung der Flüchtlingseigenschaft stets vor dem Hintergrund der aktuellen Situ a- tion erfolgen müsse, hätte der Beschwerdeführer vor Erlass der ang e- fochtenen Verfügung "zwingend" erneut zu seiner asylrelevanten Gefähr- dungssituation angehört respektive es hätte ihm zumindest Gelegenheit zur Einreichung einer Stellungnahme gewährt werden müssen. 5.6.2 Bezüglich dieser Rüge ist festzuhalten, dass die Untersuchung s- pflicht der Behörden ihre Grenzen an der Mitwirkungspflicht eines G e- suchstellers findet (vgl. Art. 8 AsylG), der auch die Substanziierungslast trägt (vgl. Art. 7 AsylG). Aus den Akten ist ersichtlich, dass der Beschwer- deführer nach seiner letzten Befragung (Anhörung vom 20. Mai 2009 [auf dem Protokoll steht fälschlicherweise 20. Mai 2008 ; Anmerkung des G e- richts]) bis zum Ergehen der angefochtenen Verfügung keine aktuellen Ereignisse zuh anden des BFM zu vermelden hatte, weshalb das Bu n- desamt zu Recht keine weiteren Abklärungen vornahm und insbesondere darauf verzichtete, den Beschwerdeführer nochmals anzuhören. An di e- ser Einschätzung ändert auch die Tatsache nichts, dass sich die Situation D-3708/2012 Seite 11 in Sri Lanka seit dem Ende des Bürgerkrie ges erheblich ver ändert hat, zumal die Vorinstanz bezüglich dieser Ver änderung ausreichend info r- miert ist. Nach dem Gesagten ist die Rüge, wonach die Vorinstanz den Sachverhalt unvollständig festgestellt respektive das rechtliche Gehör des Beschwerdeführers verletzt habe, da sie ihn nicht nochmals angehört be- ziehungsweise ih m keine Gelegenheit zur Einreichung einer Stellun g- nahme gewährt habe, ebenfalls unbegründet. 5.7 Somit wurde der relevante Sachverhalt entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers vom BFM hinreichend abgeklärt , zumal auch keine Fragen ersichtlich sind, die einer näheren Prüfung bedürfen. Daher ist der Antrag des Beschwerdeführers in der Rechtsmittelschrift, es seien zu verschiedenen Punkten des Sachverhalts und der sich daraus ergebe n- den Gefährdung für ihn zusätzliche Abklärungen vorzunehmen, abzuwe i- sen, da n icht ersichtlich ist, inwiefern diese geeignet wären, zu einer a n- deren Einschätzung der flüchtlingsrechtlichen Relevanz seiner Vorbringen zu führen. Die Rüge des Beschwerdeführers, der Sachverhalt sei unvol l- ständig erhoben worden, erweist sich daher nicht als stichhaltig. Folglich ist auch sein Eventualbegehren, wonach die Verf ügung des BFM vom 7. Juni 2012 aufzuheben und die Sache zur Feststellung des vollständ i- gen und richtigen rechtserheblichen Sachverhalts und zur Neubeurteilung an das BFM zurückzuwe isen sei, abzuweisen. Nach dem Gesagten e r- weisen sich auch die beantragten weiteren Abklärungen durch das Bu n- desverwaltungsgericht (vgl. Beschwerde S. 11) als überflüssig. 5.8 Bei dieser Sachlage besteht somit keine Veranlassung, die angefoc h- tene Verfügung aus formellen Gründen aufzuheben, weshalb das Bege h- ren des Beschwerdeführers, die Verfügung des BFM vom 7. Juni 2012 sei wegen Verletzung des Anspruchs des Beschwerdeführers auf das rechtli- che Gehör und der Verletzung der Begründungspflicht aufzuheben und die Sache sei an die Vorinstanz zurückzuweisen, abzuweisen ist. 6. 6.1 Im Weiteren ist zu prüfen, ob das BFM im vorliegenden Fall zu Recht die Flüchtlingseigenschaft des Beschwerdeführers verneint und dessen Asylgesuch abgewiesen hat. 6.2 Gemäss Art. 2 Abs. 1 AsylG gewährt die Schweiz Flüchtlingen grun d- sätzlich Asyl. Flüchtlinge sind Personen, die in ihrem Heimatstaat oder im Land, in dem sie zuletzt wohnten, wegen ihrer Rasse, Religion, National i- tät, Zugehörigkeit zu einer bestimmten sozialen Gruppe oder wegen ihrer D-3708/2012 Seite 12 politischen Anschauungen ernsthaften Nachteilen ausgesetzt sind oder begründete Furcht haben, solchen Nachteilen ausgesetzt zu werden. Als ernsthafte Nachteile gelten namentlich die Gefährdung des Leibes, des Lebens oder der Freiheit sowie Massnahmen, die einen unerträglichen psychischen Druck bewirken (Art. 3 AsylG). 6.3 Wer um Asyl nachsucht, muss die Flüchtlingseigenschaft nachweisen oder zumindest glaubhaft machen. Diese ist glaubhaft gemacht, wenn die Behörde ihr Vorhandensein mit überwiegender Wahrscheinlichkeit für ge- geben hält. Unglaubhaft sind insbesondere Vorbringen, die in wesentl i- chen Punkten zu wenig begründet oder in sich widersprüchlich sind, den Tatsachen nicht entsprechen oder massgeblich auf gefälschte oder ve r- fälschte Beweismittel abgestützt werden (Art. 7 AsylG). 6.4 Vorab ist darauf hinzuweisen, dass der Beschwerdeführer den Wor t- laut der Protokolle mit seiner Unterschrift bestätigt hat und sich deshalb seine Aussagen entgegenhalten lassen muss, zumal er die übersetze n- den Personen bei beiden Befra gungen gut verstanden haben will (vgl. BFM-Akten A 1/13 S. 11, A 8/15 S. 2). 6.5 Im Verfahren vor der Vorinstanz machte der Beschwerdeführer im Wesentlichen geltend, am 20. April 2008 sei er von den LTTE bezi e- hungsweise der Karuna-Gruppe von zu Hause mitgenommen und in e i- nem unterirdischen Raum eingesperrt worden, um ihn später zum Tra i- ning mitzunehmen. Dank der Intervention der Special Task Force sei er am folgenden Tag befreit worden. In der Folge seien Leute der LTTE r e- spektive der Karuna -Gruppe zu ihm nach Hause gekommen und hätten ihn geschla gen und bedroht. Einmal hätten sie vergeblich versucht, ihn mit einem Van zu entführen. Im Juni 2008 sei in der Nähe seines Hauses eine Bombe explodi ert, worauf er von der sri -lankischen Armee geschla- gen und beschuldigt worden sei, für diese Bombe verantwortlich zu sein. Deswegen sei er im Augus t 2008 aus Sri Lanka ausgereist; er habe j e- doch nach einem kurzen Auf enthalt in einem Ort namens "D._______ " wieder nach Sri Lanka zurückkehren müssen. Da er sich vor wei teren Problemen und Schwierigkeiten in s einem Land gefürchtet habe, sei er am 24. April 2009 erneut aus Sri Lanka ausgereist. 6.6 Bezüglich dieser geltend gemachten Verfolgungsvorbringen ist übe r- einstimmend mit der Vorinstanz festzustellen, dass diese nicht as ylrele- vant sind. Soweit der Beschwerdeführer vorbringt, er befürchte, bei einer Rückkehr nach Sri Lanka weiterhin als LTTE-Unterstützer verdächtigt und D-3708/2012 Seite 13 deswegen inhaftiert beziehungsweise von paramilitärischen Gruppieru n- gen verfolgt zu werden, ist Folgende s festzuhalten: Die Sicherheits - und Menschenrechtslage hat sich in Sri Lanka seit dem Ende des Bürgerkri e- ges im Mai 2009 erheblich verbessert. Insbesondere die Aktivitäten der paramilitärischen Gruppierungen haben stark abgenommen. Aus Quellen und Bericht en unabhängiger Institutionen und Organisationen geht he r- vor, dass die Wahrscheinlichkeit einer konkreten asylrechtlich relevanten Gefährdung (auch) zum heutigen Zeitpunkt ein entsprechendes Profil der betreffenden Person voraussetzt. Dabei ist der Umstand allein, dass ein Angehöriger der tamilischen Ethnie im Zeitraum vor dem Ende des Bü r- gerkriegs mit den LTTE in Kontakt kam, nicht als ausreichendes Kriterium für eine solche Gefährdungswahrscheinlichkeit aufzufassen. Aufgrund der in den ehemals von den LTT E kontrollierten Gebieten von dieser Organ i- sation aufgebauten Strukturen ist vielmehr davon auszugehen, dass prak- tisch die gesamte dortige Bevölkerung in bestimmter Weise entspreche n- de Kontakte aufwies (vgl. anstelle vieler etwa Amnesty International [AI], Report 2012, London 2012, S. 314 ff. [AI-Index: POL 10/001/2012]; dies., Sri Lanka: Locked away: Sri Lanka's security detainees, London 2012 [AI- Index: ASA 37/003/2012]; Human Rights Watch, World Report 2012, New York 2012, S. 388 ff.; International Crisi s Group, Sri Lanka's North I: The Denial of Minority Rights, Crisis Group Asia Report N°219, Colo m- bo/Brüssel 2012; Schweizerische Flüchtlingshilfe (SFH), Sri Lanka: Situa- tion für aus dem Norden oder Osten stammende TamilInnen in Colombo und für RückkehrerInnen nach Sri Lanka, Bern 2011). Bezüglich des Be- schwerdeführers ist festzustellen, dass dieser nicht geltend macht, jemals in irgendeiner Weise für die LTTE tätig gewesen zu sein. Er bringt ledi g- lich vor, einmal von der Armee fälschlicherweise beschuldigt worden zu sein, für eine Bombenexplo sion verantwortlich zu sein. Die Armee habe ihn deswegen jedoch nicht festgenommen. Aus diesen Angaben resu l- tiert, dass der Beschwerdeführer vor seiner Ausreise aus Sri La nka kaum Kontakte mit d en LTTE aufwies. D iese Ko ntakte gingen nicht über das hinaus, was ein grosser Teil der lokalen Bevölkerung in den nördlichen und östlichen tamilischen Siedlungsgebieten Sri Lankas in jenem Zei t- raum erlebte. Eine besondere persönliche Exponiertheit, die auch zum heutigen Zeitpunkt zu einer spezifischen Gefährdung des Beschwerd e- führers führen würde, ist aufgrund dieser Kontakte nicht anzunehmen. Gegen ein heute noch bestehendes Verfolgungsinteresse der sri - lankischen Behörden am Beschwerdeführer spricht auch die Tatsache, dass er im August 2008 beziehungsweise am 24. April 2009 ohne Pro b- leme zweimal mit seinem eigenen Pass über den Flughafen von Colombo ausreisen und einmal einreisen konnte. Hätten die sri -lankischen Behör-D-3708/2012 Seite 14 den den Beschwerdeführer ernsthaft verdächtigt, die LTTE in irg endeiner Form zu unterstützen, hätte n sie ihn sicherlich nicht einfach problemlos ein- und ausreisen lassen. Wäre der Beschwerdeführer den sri - lankischen Sicherheitsbehörden tatsächlich als LTTE -Unterstützer b e- kannt gewesen und hätten diese deswegen ein In teresse an seiner Pe r- son gehabt, hätten sie ihn mit Sicherheit festgenommen und ein Verfah- ren gegen ihn eröffnet. Der Umstand, dass dies nicht geschehen ist, lässt die geltend gemachte Gefährdung als unwahrscheinlich erscheinen. Die Behauptung des Beschwer deführers in der Rechtsmittelschrift, wonach sein Schlepper den Beamten Geld bezahlt habe, um bei der Einreise ke i- ne Probleme zu bekommen , überzeugt das Gericht nicht, zumal es ke i- nem Schlepper gelingen dürfte, alle für die Sicherheit zuständigen Pers o- nen am Flughafen von Colombo zu bestechen. An der Einschätzung, wo- nach der Beschwerdeführer bei einer Rückkehr in sein Heimatland keine asylrelevante Verfolgung zu befürchten hat, ändert auch seine Aussage in der Beschwerde nichts, wonach er familiäre Verbindungen zur LTTE auf- weise, zumal diese Verbindungen den sri-lankischen Sicherheitsbehörden schon lange vor der Ausreise des Beschwerdeführers bekannt gewesen sein dürften. Soweit der Beschwerdeführer zudem auf Beschwerdeebene geltend macht, er weise e in Risikoprofil auf, da er aus der Schweiz nach Sri Lanka zurückkehren würde, ist Folgendes festzuhalten: Der Umstand, dass er sich seit über drei Jahren in der Schweiz aufhält und hier ein Asylgesuch eingereicht hat, vermag auch nicht zur Annahme einer b e- gründeten Furcht vor zukünftiger Verfolgung zu führen, da keine Anhalt s- punkte dafür bestehen, dass er sich im nahen Umfeld der LTTE bewegt. Ein besonderes Risikoprofil des Beschwerdeführers, wie von ihm auf B e- schwerdestufe behauptet, ist sc hliesslich ebens o wenig aus dem U m- stand abzuleiten, dass der Vater des Beschwerdeführers seit zwanzig Jahren in der Schweiz lebt. Nach dem Gesagten bestehen – entgegen der Behauptung in der Rechtsmittelschrift – auch keine glaubhaften A n- haltspunkte darauf, dass der Beschwerdeführer heute bei einer Rückkehr nach Sri Lanka eine Verfolgung durch paramilitärische Gruppierungen zu befürchten hat. Es erübrigt sich deshalb auf die diesbezüglichen Vorbri n- gen in der Rechtsmittelschrift einzugehen, zumal diese in keiner Weise belegt werden. An dieser Einschätzung vermögen auch die vom B e- schwerdeführer vorgelegten Beweismittel nichts zu ändern. Dies gilt in s- besondere für die Vielzahl an eingereichten Berichten, die sich entweder zur allgemeinen Situation in Sri Lanka oder zu einzelnen Fällen von Men- schenrechtsverletzungen äussern und ohne konkreten Bezug zur Person des Beschwerdeführers und dessen individuellen Asylvorbringen sind. D-3708/2012 Seite 15 6.7 Nach dem Gesagten sind den Asylvorbringen des Beschwerdeführers – entgegen der Behauptung in der Rechts mittelschrift – keine konkreten und stichhaltigen Hinweise zu entnehmen, dieser weise ein Risikoprofil auf, das ihn zum heutigen Zeitpunkt und unter den derzeit in Sri Lanka herrschenden Bedingungen in seinem Heimatstaat als in asylrelevanter Weise gefährdet erscheinen lässt. 6.8 Aus dem Dargelegten ergibt sich, dass die Vorinstanz die Flüchtlings- eigenschaft des Beschwerdeführers zu Recht verneint und das Asylg e- such abgelehnt hat. Bei dieser Sachlage erübrigt es sich, auf die weiteren Vorbringen betreffend Asyl in der Rechtsmittelschrift sowie den übrigen Eingaben und die als Beweismittel eingereichten Dokumente näher ei n- zugehen, zumal diese insgesamt nicht zu einem anderen Entscheid zu führen vermögen. 7. 7.1 Lehnt das Bundesamt das Asylgesuch ab oder tritt es darauf nicht ein, so verfügt es in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz und ordnet den Vollzug an; es berücksichtigt dabei den Grundsatz der Einheit der Familie (Art. 44 Abs. 1 AsylG). 7.2 Der Beschwerdeführer verfügt weder über eine ausländerrechtliche Aufenthaltsbewilligung noch über einen Anspruch auf Erteilung einer so l- chen. Die Wegweisung wurde demnach zu Recht angeordnet (Art. 44 Abs. 1 AsylG; BVGE 2009/50 E. 9). 8. 8.1 Ist der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar oder nicht möglich, so regelt das Bundesamt das Anwesenheitsverhältnis nach den gesetzlichen Bestimmungen über die vorläufige Aufnahme von Au s- ländern (Art. 44 Abs. 2 AsylG; Art. 83 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 16. Dezember 2005 über die Ausländerinnen und Ausländer [AuG, SR 142.20]). Bezüglich der Geltendmachung von Wegweisungshindernissen gilt g e- mäss ständiger Praxis des Bundesverwaltungsgerichts der gleiche B e- weisstandard wie bei der Flüchtlingseigenschaft, das heisst, sie sind zu beweisen, wenn der strikte Beweis möglich ist, un d andernfalls wenig s- tens glaubhaft zu machen (vgl. WALTER STÖCKLI, Asyl, in: Uebe r- sax/Rudin/Hugi Yar/Geiser [Hrsg.], Ausländerrecht, 2. Aufl., Basel 2009, Rz. 11.148). D-3708/2012 Seite 16 8.2 8.2.1 Der Vollzug ist nicht zulässig, wenn völkerrechtliche Verpflichtungen der Schweiz einer Weiterreise der Ausländerin oder des Ausländers in den Heimat-, Herkunfts- oder in einen Drittstaat entgegenstehen (Art. 83 Abs. 3 AuG). So darf keine Person in irgendeiner Form zur Ausreise in ein Land gezwungen werden, in dem ihr Leib, ihr Leben oder ih re Freiheit aus einem Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet ist oder in dem sie Gefahr läuft, zur Ausreise in ein solches Land gezwungen zu werden (Art. 5 Abs. 1 AsylG; vgl. ebenso Art. 33 Abs. 1 des Abkommens vom 28. Juli 1951 über die Rechtsstellung d er Flüchtlinge [FK, SR 0.14 2.30]). Gemäss Art. 25 Abs. 3 der Bundesverfassung der Schweizerischen Ei d- genossenschaft vom 18. April 1999 (BV, SR 101) , Art. 3 des Überei n- kommens vom 10. Dezember 1984 gegen Folter und andere grausame, unmenschliche oder ernied rigende Behandlung oder Strafe (FoK, SR 0.105) und der Praxis zu Art. 3 der Konvention vom 4. November 1950 zum Schutze der Menschenrechte und Grundfreihe i- ten (EMRK, SR 0.101) darf niemand der Folter oder unmenschlicher oder erniedrigender Strafe oder Behandlung unterworfen werden. 8.2.2 Die Vorinstanz wies in der angefochtenen Verfügung zutreffend dar- auf hin, dass das Prinzip des flüchtlingsrechtlichen Non -Refoulement nur Personen schützt, die die Flüchtlingseigenschaft erfüllen. Da es dem B e- schwerdeführer nicht gelungen ist, eine asylrechtlich erhebliche Gefäh r- dung nachzuweisen oder glaubhaft zu machen, kann der in Art. 5 AsylG verankerte Grundsatz der Nichtrückschiebung im vorliegenden Verfahren keine Anwendung finden. Eine Rückkehr des Beschwerdeführers nach Sri Lanka ist demnach unter dem Aspekt von Art. 5 AsylG rechtmässig. Sodann ergeben sich weder aus den Aussagen des Beschwerdeführers noch aus den Akten Anhaltspunkte dafür, dass er für den Fall einer Au s- schaffung nach Sri Lanka dort mit beachtlicher Wahrs cheinlichkeit einer nach Art. 3 EMRK oder Art . 1 FoK verbotenen Strafe oder Behandlung ausgesetzt wäre. Gemäss Praxis des Europäischen Gerichtshofes für Menschenrechte (EGMR) sowie jener des UN -Anti-Folterausschusses müsste der Beschwerdeführer eine konkrete Gefahr ("real risk") nachwei- sen oder glaubhaft machen, dass ihm im Fall einer Rückschiebung Folter oder unmenschliche Behandlung drohen würde (vgl. EGMR [Grosse Kammer], Saadi gegen Italien, Urteil vom 28. Februar 2008, Beschwerde Nr. 37201/06, §§ 124 - 127, mit weiteren Hinweisen). Der EGMR hat sich mit der Gefährdungssituation im Hinblick auf eine EMRK widrige Behan d- lung namentlich für Tamilen, die aus einem europäischen Land nach Sri D-3708/2012 Seite 17 Lanka zurückkehren müssen, wiederholt befasst (vgl. NA. v. United Ki ng- dom, Application no. 25904/07, Entscheid vom 17. Juli 2008 P .K. v. Den- mark, Application no. 54705/08, Entscheid vom 20. Januar 2011 T.N. v. Denmark, Application no. 20594/08, Entscheid vom 20. Januar 2011 E.G. v. United Kingdom, Application no. 41178/08, Entscheid vom 31. Mai 2011). Der Gerichtshof unterstreicht, dass nicht in genereller Wei- se davon auszugehen sei, zurückkehrenden Tamilen drohe eine u n- menschliche Behandlung; eine entsprechende Risikoeinschätzung müsse vielmehr verschiedene Faktoren in Betracht ziehen, aus denen sich in s- gesamt im Einzelfall schliessen lasse, dass der Betreffende ernsthafte Gründe für die Befürchtung habe, die Behörden hätten an seiner Fes t- nahme und Befragung ein Interesse. Nachdem der Beschwerdeführer nicht glaubhaft gem acht hat, dass er befürchten müsse, bei einer Rüc k- kehr ins Heimatland die Aufmerksamkeit der sri -lankischen Behörden in einem flüchtlingsrechtlich relevanten Ausmass auf sich zu ziehen, best e- hen auch keine Anhaltspunkte dafür, ihm würde aus demselben Grund eine menschenrechtswidrige Behandlung im Heimatland drohen. Auch die allgemeine Menschenrechtssituation in Sri Lanka lässt den Wegwe i- sungsvollzug zum heutigen Zeitpunkt nicht als unz ulässig erscheinen (vgl. BVGE 2011/24 E. 10.4.2). An dieser Einschätzung ändern auch die diesbezüglichen Vorbringen des Beschwerdeführers in der Beschwerd e- schrift sowie die dort zitierten Berichte nichts, weshalb es sich erübrigt, weiter darauf einzugehen. Nach dem Gesagten ist der Vollzug der We g- weisung sowohl im Sinne der asy l- als auch der völkerrechtlichen B e- stimmungen zulässig. 8.3 8.3.1 Gemäss Art. 83 Abs. 4 AuG kann der Vollzug für Ausländerinnen und Ausländer unzumutbar sein, wenn sie im Heimat- oder Herkunftsstaat auf Grund von Situationen wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gew alt und medizinischer Notlage konkret gefährdet sind. Wird eine konkrete Gefährdung festgestellt, ist – unter Vorbehalt von Art. 83 Abs. 7 AuG – die vorläufige Aufnahme zu gewähren (vgl. Botschaft zum Bundesgesetz über die Ausländerinnen und Ausländer vom 8. März 2002, BBl 2002 3818). 8.3.2 In BVGE 2011/24 hat das Bundesverwaltungsgericht angesichts der veränderten Situation nach dem Ende des sri-lankischen Bürgerkriegs am 19. Mai 2009 eine aktualisierte, auch heute noch zutreffende Lagebeurtei- lung vorgenommen. In Bezug auf die Frage der Zumutbarkeit des We g- weisungsvollzugs ist es dabei hinsichtlich der Ostprovinz und dem Distrikt D-3708/2012 Seite 18 Batticaloa – wo der Beschwerdeführer vor seiner Ausreise Wohnsitz hatte – im Wesentlichen zu folgender Einschätzung gelangt (vgl. BVGE a.a.O. E. 13.1.): In der Ostprovinz hat sich die Lage nach übereinstimmenden Quellen weitgehend stabilisiert und normalisiert. Es gibt zwar vermehrt Berichte über kriminelle Aktivitäten (namentlich Entführungen von und Einbrüche bei wohlhabenden Personen), und es wird im Allgemeinen d a- von ausgegangen, dass diese Straftaten von Angehörigen paramilitär i- scher Gruppierungen begangen werden, welche in einem gewissen Au s- mass Rückendeckung durch die sri -lankischen Sicherheitskräfte genie s- sen. Die Beziehung zwischen den verschiedenen Ethnien im Osten ist re- lativ entspannt. Die Tamilen und Muslime im Osten fürchten sich aber weiterhin vor einer "Singhalisierung" des Ostens. Die Polizeipräsenz soll vergleichbar sein mit den Verhältnissen in Colombo. Die Sicherheitsei n- schränkungen im Trincomalee-Distrikt hatten bereits im Jahr 2009 mer k- lich abgenommen. Die Sic herheitslage im Distrikt Battica loa hat sich ebenfalls merklich verbessert, obwohl dort nach wie vor eine hohe Mil i- tärpräsenz vorhanden ist. Die seit 2009 erfolgt e Entspannung der Sicher- heitslage in der Ostprovinz ist auch für die lokale Bevölkerung spürbar, und der For tschritt ist erkennbar geworden. Die Infrastruktur wird im Rahmen grossangelegter Entwicklungsprojekte ausgebaut (Aufbau neuer Strassen und Brücken sowie Elektrizitäts- und Fernmeldeleitungen). Das Bundesverwaltungsgericht erachtet aufgrund der dort herrschenden al l- gemeinen Lage – in Übereinstimmung mit dem BFM – den Wegwe i- sungsvollzug in das gesamte Gebiet der Ostprovinz als grundsätzlich zumutbar. 8.3.3 Gestützt auf diese Beurteilung der allgemeinen, heute herrsche n- den Sicherheits - und politischen Lage in der Ostprovinz von Sri Lanka sowie nach Prüfung der Akten kommt das Bundesverwaltungsgericht in Übereinstimmung mit dem BFM zum Schluss, dass der Wegwei sungs- vollzug des Beschwerdeführers im heutigen Zeitpunkt zumutbar ist. An dieser Einschätzung vermögen auch die von ihm im Rahmen des B e- schwerdeverfahrens eingereichten Berichte bezüglich der Situation in Sri Lanka nichts zu ändern, da sich ihnen nicht ein e wesentlich andere Beur- teilung der Lage in Sri Lanka entnehmen lässt. Es erübrigt sich daher, darauf weiter einzugehen. Gemäss den Angaben, die der Beschwerd e- führer anlässlich der Kurzbefragung machte, lebte er von Geburt bis zu seiner ersten Ausreise aus Sri Lanka im Distrikt Batticaloa, Ostprovinz. Auch nach seiner Rückkehr aus "D._______ " wohnte er bis zu seiner Reise in die Schweiz in diesem Distrikt (A 1/13 S. 1 f.). In der Kurzbefra- gung machte er noch geltend, seine (…) und seine (…) lebten im Distrikt D-3708/2012 Seite 19 Batticaloa (A 1/13 S. 4) . Im Beschwerdeverfahren brachte er diesbezü g- lich jedoch glaubhaft vor, dass diese sich heute nicht mehr in Sri Lanka, sondern in der Schweiz aufhalten und hier über eine Aufenthaltsbewill i- gung verfügen. Der Rechtsmittelschrift lässt sich aber entnehmen, dass mehrere Tanten des Beschwerdeführers im Distrikt Batticaloa leben. In Erwägung zu ziehen ist ausser dem, dass er gemäss eigenen Aussa gen über eine gute Schulbildung verfügt und in der Schweiz berufliche Erfah- rungen als (…) erwerben konnte. Den vorliegenden Akten sind auch ke i- ne Hinweise auf gesundheitliche Schwierigkeiten des Beschwerdeführers zu entnehmen. Es erweist sich somit, dass der Beschwerdeführer die vom Bundesve r- waltungsgericht in BVGE 2011/24 bezüglich der Zumutbark eit des We g- weisungsvollzugs nach Sri Lanka formulierten Kriterien erfüllt. Er wird nach der Rückkehr in sein Heimatland sowohl auf die Unterstützung se i- ner im Distrikt Batticaloa leb enden Tanten zählen können und bei ihnen vorerst eine Unterkunftsmöglichkeit vorfinden, als auch in Zukunft in der Lage sein, sich dank seiner beruflichen Kenntnisse wieder wirtschaftlich zu integrieren. Die Behauptung in der Rechtsmittelschrift, wonach die beiden Tanten nicht in der Lage seien, den Beschwerd eführer (vorüber- gehend) bei dessen Rückkehr nach Sri Lanka bei sich aufzunehmen , ist nicht belegt. Bei der Integration wird er ohnehin im Bedarfsfall auf die (f i- nanzielle) Unterstützung seiner (…) und allenfalls seiner (…) zählen kön- nen, die in de r Schweiz leben. Die Rückkehrhilfe der Schweiz wird dem Beschwerdeführer den Wiedereinstieg in Sri Lanka ebenfalls erleichtern (vgl. Art. 62 ff. der Asylverordnung 2 über Finanzierungsfragen vom 11. August 1999 [AsylV 2, SR 142.312). Schliesslich ist darauf hinzuwe isen, dass bloss soziale und wirtschaftliche Schwierigkeiten, von denen die a n- sässige Bevölkerung im Allgemeinen betroffen ist, nicht genügen, um eine konkrete Gefährdung im Sinne von Art. 83 Abs. 4 AuG darzustellen (vgl. BVGE 2008/34 E. 11.2.2 , BVGE 2010/ 41 E. 8.3.6 ). Entgegen den (sin n- gemässen) Vorbringen des Beschwerdeführers im Beschwerdeverfahren ist somit nicht anzunehmen, dass er bei einer Rückkehr in seinen He i- matstaat in eine existenzielle Notlage geraten wird. Bei dieser Sachlage kann darauf verzi chtet werden, die Einreichung der in der Rechtsmitte l- schrift in Aussicht gestellten Beweismittel bezüglich des Verkaufs des Hauses der Familie des Beschwerdeführers (Grundbucheintrag, Kaufver- trag) abzuwarten (antizipierte Beweiswürdigung). Der Vollzug der Weg- weisung erweist sich damit sowohl in genereller als auch in individueller Hinsicht als zumutbar. D-3708/2012 Seite 20 8.4 Schliesslich obliegt es dem Beschwerdeführer, sich bei der zuständi - gen Vertretung des Heimatstaates die für eine Rückkehr notwendigen Reisedokumente zu bes chaffen (vgl. Art. 8 Abs. 4 AsylG, BVGE 2008/34 E. 12), weshalb der Vollzug der Wegweisung nicht als unmöglich zu b e- zeichnen ist (Art. 83 Abs. 2 AuG). 8.5 Zusammenfassend hat die Vorinstanz den Wegweisungsvollzug zu Recht als zulässig, zumutbar und möglich era chtet. Nach dem Gesagten fällt eine Anordnung der vorläufigen Aufnahme ausser Betracht (Art. 83 Abs. 1 - 4 AuG). 9. Aus diesen Erwägungen ergibt sich, dass die angefochtene Verfügung Bundesrecht nicht verletzt, den rechtserheblichen Sachverhalt richtig und vollständig feststellt und angemessen ist (Art. 106 AsylG). Die Beschwer- de ist nach dem Gesagten abzuweisen. 10. Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind die Kosten dem Beschwerde - führer aufzuerlegen (Art. 63 Abs. 1 und 5 VwVG), auf insgesamt Fr. 600.-- festzusetzen (Art. 1 -3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]) und mit dem am 13. August 2012 in gleicher Höhe gelei s- teten Kostenvorschuss zu verrechnen. (Dispositiv nächste Seite) D-3708/2012 Seite 21 Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 2. Die Verfahrenskosten von Fr. 600. -- werden dem Beschwerdeführer au f- erlegt. Dieser Betrag wird mit dem in derselben Höhe geleisteten Koste n- vorschuss verrechnet. 3. Dieses Urteil geht an den Beschwerdeführer, das BFM und die zuständ i- ge kantonale Behörde. Der vorsitzende Richter: Der Gerichtsschreiber: Robert Galliker Matthias Jaggi Versand: