A bteilung I A -1781/2006 {T 0/2} U rteil vom 15. A ugust 2007 M itw irkung: R ichter André M oser (Vorsitz); R ichterin Kathrin D ietrich; R ichter Beat Forster; G erichtsschreiberin Susanne Kuster Zürcher. X._______, vertreten durch M arkus Fischer, Beschw erdeführerin, gegen Schw eizerisches Institut für R echtsvergleichung, betreffend Fristlose K ündigung des A rbeitsverhältnisses. B u n d e s v e rw a ltu n g s g e ric h t T rib u n a l a d m in is tra tif fé d é ra l T rib u n a le a m m in is tra tiv o fe d e ra le T rib u n a l a d m in is tra tiv fe d e ra l2 Sachverhalt: A. X._______, geboren (...), trat am (...) als Juristin in die D ienste des Schw eizerischen Instituts für R echtsvergleichung (SIR ) ein. Per 1. Januar 2001 w urde ihr Arbeitspensum von 60% auf 100% erhöht. Sie befindet sich seit dem 1. Januar 2002 in der Lohnklasse 28. Ihre Leistungen w urden anlässlich der Personalentw icklungsgespräche in den Jahren 2003 bis 2005 jew eils gesam thaft m it der N ote A bew ertet. Für das Jahr 2004 w urde pünktliches Erscheinen am M orgen vereinbart. D ie abgesprochenen Arbeitszeiten präsentierten sich zuletzt grundsätzlich w ie folgt: M ontag bis D onnerstag jew eils von 09.00 – 12.45 U hr und von 13.30 – 18.15 U hr, Freitag von 09.00 – 12.45 U hr und von 13.30 – 17.45 U hr (vgl. Vernehm lassungsbeilage 7). D ie Arbeitsleistungen in Stunden hatte X._______ jew eils detailliert in einer Exceltabelle anzugeben. D iese Form ulare zur Leistungserfassung w urden m onatlich per E-M ail an den Zentraldienst zur Konsolidierung überm ittelt. Ende 2005 erhielt X._______ aufgrund ihrer Leistungen und ihres Engagem ents, speziell für die Arbeiten im Zusam m enhang m it dem N ew sletter und die Q ualität der Ü bersetzungsarbeiten, eine Leistungspräm ie von Fr. 1'000.--. B. Anlässlich einer Besprechung m it der D irektorin Y._______, einem M itarbeiter des SIR und einer M itarbeiterin des Eidgenössischen Justiz- und Polizeidepartem ents (EJPD ) am 15. Septem ber 2006 w urde X._______ m it dem Vorw urf konfrontiert, zum indest in der Zeitspanne vom 12. bis 22. Juni und 10. August bis 13. Septem ber 2006 verm ehrt die An- w esenheitszeiten falsch deklariert und dadurch in diesem Zeitraum über 31 Stunden Arbeitszeit angegeben zu haben, in w elcher sie nicht für den Arbeitgeber tätig gew esen sei. D ie D irektorin habe am 11. Juni 2006 eine Kontrolle der Ankunftszeiten, der M ittagspausen sow ie der Austrittszeiten von X._______ angeordnet, w elche durch die Em pfangsdam e vorge- nom m en w orden sei. D ie Verfehlungen seien derart gravierend, dass eine fristlose Kündigung ins Auge gefasst w erden m üsse. Allenfalls bestehe die M öglichkeit einer einvernehm lichen Trennung. X._______ w urde Frist bis 20. Septem ber 2006 angesetzt, um zum G anzen schriftlich Stellung zu nehm en. G leichzeitig w urde sie per sofort freigestellt. N achdem an der Be- sprechung vom 20. Septem ber 2006 keine Einigung hatte erzielt w erden können und X._______ keine schriftliche Stellungnahm e beigebracht hatte, verfügte das SIR am 21. Septem ber 2006 die fristlose Auflösung des Arbeitsverhältnisses. Einer allfälligen Beschw erde w urde die aufschieben- de W irkung entzogen. C . Am 20. bzw . 23. (korrigierte Version) O ktober 2006 liess X._______ (Be- schw erdeführerin) beim SIR die Feststellung der N ichtigkeit der Verfügung vom 21. Septem ber 2006 beantragen. M it identischer Eingabe gleichen D atum s liess sie ferner beim EJPD Beschw erde erheben, m it der sie die Aufhebung der genannten Verfügung verlangte. In verfahrensrechtlicher H insicht sei die m it der angefochtenen Verfügung entzogene aufschieben- de W irkung der Beschw erde w ieder herzustellen.3 D . Am 27. O ktober 2006 überw ies das EJPD die Beschw erde im Sinne eines Sprungrekurses an die Eidgenössische Personalrekurskom m ission (PR K). M it Eingabe vom 21. N ovem ber 2006 beantragte das SIR bei der PR K die Feststellung der G ültigkeit der ausgesprochenen Kündigung. E. In seiner Vernehm lassung vom 1. D ezem ber 2006 schloss das SIR auf Abw eisung der Beschw erde. F. M it Zw ischenverfügung vom 12. D ezem ber 2006 stellte der Präsident der PR K die aufschiebende W irkung der Beschw erde w ieder her. G . Per 1. Januar 2007 hat das Bundesverw altungsgericht das Beschw erde- verfahren zuständigkeitshalber von der PR K übernom m en. H . M it Eingabe vom 23. Januar 2007 lässt die Beschw erdeführerin ein Schrei- ben von Béatrice M étraux vom 17. D ezem ber 2006 zu den Akten geben. D as SIR seinerseits stellt dem Bundesverw altungsgericht am 29. Janu- ar 2007 die LO G O N /LO G O FF Zeiten des Arbeitscom puters der Beschw er- deführerin zu, versehen m it einem erläuternden Kom m entar. I. M it Zw ischenverfügung des Instruktionsrichters des Bundesverw altungsge- richts vom 6. Februar 2007 w ird der Beschw erde die aufschiebende W ir- kung per 1. Februar 2007 w ieder entzogen. D ies m it der Begründung, eine prim a-facie-Beurteilung der aktuellen Sach- und R echtslage ergebe, dass die Voraussetzungen für eine fristlose Kündigung des Arbeitsverhältnisses vorliegend nicht gegeben seien, der Beschw erdeführerin jedoch Verfehlun- gen vorzuw erfen seien, die eine ordentliche Kündigung (per Ende Janu- ar 2007) rechtfertigen. J. D er Vertreter der Beschw erdeführerin nim m t m it Eingabe vom 11. April 2007 Stellung zu den vom SIR am 29. Januar 2007 eingereichten U nterlagen. Beigelegt ist auch eine persönliche Kom m entierung seitens der Beschw erdeführerin. D as SIR äussert sich zu dieser Eingabe m it Schreiben vom 7. M ai 2007. Am 15. Juni 2007 lässt die Beschw erdeführe- rin schliesslich m itteilen, sie sei m it dem Vorschlag des Instruktionsrichters auf Auflösung des Arbeitsverhältnisses in gegenseitigem Einvernehm en per 31. Januar 2007 nicht einverstanden. Auch dieser Eingabe ist eine per- sönliche Stellungnahm e seitens der Beschw erdeführerin vom 22. M ai 2007 beigelegt. K. Auf die w eitergehenden Ausführungen in den Eingaben an die PR K bzw . ans Bundesverw altungsgericht w ird – sow eit entscheidw esentlich – im R ahm en der nachfolgenden Erw ägungen eingegangen. D as B undesverw altungsgericht zieht in Erw ägung: 1. D as Bundesverw altungsgericht beurteilt gem äss Art. 31 des Bundesgeset- zes vom 17. Juni 2005 über das Bundesverw altungsgericht (Verw altungsgerichtsgesetz [VG G ], SR 173.32) Beschw erden gegen Verfügungen nach Art. 5 des Bundesgesetzes vom 20. D ezem ber 1968 über das Verw altungsverfahren (Vw VG ; SR 172.021), sofern keine Ausnahm e nach Art. 32 VG G gegeben ist. Im vorliegend zur Beurteilung 4 stehenden Bereich des Bundespersonalrechts besteht keine derartige Ausnahm e. 1.1 D er direkte Beschw erdew eg an das Bundesverw altungsgericht gegen per- sonalrechtliche Verfügungen des SIR als Arbeitgeber im Sinne von Art. 35 Abs. 1 des Bundespersonalgesetzes vom 24. M ärz 2000 (BPG ; SR 172.220.1) steht grundsätzlich nicht offen. Im N orm alfall unterliegen le- diglich die Beschw erdeentscheide einer internen Beschw erdeinstanz der Anfechtung beim Bundesverw altungsgericht (Art. 36 Abs. 1 BPG ). N ach Art. 47 Abs. 2 Vw VG ist eine Verfügung indes m ittels Sprungrekurs unm it- telbar bei der nächsthöheren Beschw erdeinstanz anzufechten, w enn eine nicht endgültig entscheidende Beschw erdeinstanz im Einzelfall eine W ei- sung erteilt hat, dass oder w ie eine Vorinstanz verfügen soll. W ird auf die- se W eise eine verw altungsinterne Beschw erdeinstanz übergangen, bildet im Verfahren vor der R ekurskom m ission bzw . vor dem Bundesverw al- tungsgericht (allein) die Verfügung einer unteren Instanz Anfechtungsob- jekt (vgl. Entscheid der PR K vom 23. Juni 2004, veröffentlicht in Verw al- tungspraxis der Bundesbehören [VPB] 61.80 E. 1a; AN D R É M O SE R , in: M oser André / U ebersax Peter, Prozessieren vor eidgenössischen R ekurskom - m issionen, Basel und Frankfurt a. M . 1998, R z. 2.18). W ie dem Ü berw ei- sungsschreiben des EJPD vom 27. O ktober 2006 zu entnehm en ist, hat eine M itarbeiterin des G eneralsekretariats des EJPD in m assgeblicher W eise am Kündigungsverfahren m itgew irkt. D ie Voraussetzungen für ei- nen Sprungrekurs können som it als gegeben erachtet w erden (vgl. auch die Zw ischenverfügung der PR K vom 12. D ezem ber 2006 E. 1b m it w eite- ren H inw eisen). D as Bundesverw altungsgericht ist für die Beurteilung der vorliegenden Beschw erde som it zuständig. 1.2 D as Bundesverw altungsgericht übernim m t bei gegebener Zuständigkeit die beim Inkrafttreten des VG G am 1. Januar 2007 bei der PR K hängigen R echtsm ittel, w obei die Beurteilung nach neuem Verfahrensrecht erfolgt (Art. 53 Abs. 2 VG G ). G em äss Art. 37 VG G richtet sich das Verfahren vor dem Bundesverw altungsgericht nach dem Vw VG , sow eit das VG G nichts anderes bestim m t. 1.3 Als vom angefochtenen Entscheid direkt Betroffene ist die Beschw erdefüh- rerin im Sinne von Art. 48 Abs. 1 Vw VG zur Beschw erde legitim iert. Auf ihre frist- und form gerecht eingereichte Beschw erde ist einzutreten. 1.4 D as Bundesverw altungsgericht überprüft die bei ihr angefochtenen Verfü- gungen und Entscheide m it uneingeschränkter Kognition. G erügt w erden kann nicht nur die Verletzung von Bundesrecht, einschliesslich Ü berschrei- tung oder M issbrauch des Erm essens (Art. 49 Bst. a Vw VG ) oder die un- richtige oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachver- halts (Art. 49 Bst. b Vw VG ), sondern auch die U nangem essenheit der an- gefochtenen Verfügung oder des Entscheides (Art. 49 Bst. c Vw VG ). D ie Beschw erdeinstanz überprüft dem nach nicht nur, ob die Verw altung bei ih- rem Entscheid im R ahm en ihres Erm essens geblieben ist, sondern grund- sätzlich auch, ob sie eine dem Sachverhalt angem essene Lösung getrof- fen hat, m ithin nicht bloss rechtlich, sondern ebenfalls sachlich richtig ent-5 schieden hat (FR ITZ G YG I, Bundesverw altungsrechtspflege, 2. Aufl., Bern 1984, S. 315; ALFR ED KÖ LZ / ISAB ELLE H ÄN ER , Verw altungsverfahren und Verw altungsrechtspflege des Bundes, 2. Aufl., Zürich 1998, R z. 633 ff.). Bei der Prüfung der Angem essenheit auferlegt sich das Bundesverw al- tungsgericht – w ie zuvor auch die PR K – indes eine gew isse Zurückhal- tung, sow eit es um die Leistungsbeurteilung von Bediensteten, um verw al- tungsorganisatorische Fragen oder um Problem e der betriebsinternen Zu- sam m enarbeit und des Vertrauensverhältnisses geht. Es entfernt sich in- sofern im Zw eifel nicht von der Auffassung der Vorinstanz und setzt nicht an deren Stelle sein eigenes Erm essen (vgl. M O SER , a.a.O , R z. 2.62 m it H inw eisen; U LR IC H ZIM M E R LI / W ALTE R KÄLIN / R EG IN A KIEN ER , G rundlagen des öffentlichen Verfahrensrechts, Bern 2004, S. 93). 1.5 An die Begründung der Begehren ist das Bundesverw altungsgericht nicht gebunden (Art. 62 Abs. 4 Vw VG ). D ies bedeutet, dass das G ericht eine Beschw erde auch aus anderen als den geltend gem achten G ründen gut- heissen oder den angefochtenen Entscheid im Ergebnis m it einer Begrün- dung bestätigen kann, die von jener der Vorinstanz abw eicht (sog. M otiv- substitution). Als urteilende Instanz darf und soll das Bundesverw altungs- gericht dabei ohne w eiteres auch R echtsstandpunkte beiziehen, die bis- lang von keinem der Beteiligten erw ähnt w orden sind (vgl. M O SER , a.a.O ., R z. 1.8, m it H inw eisen). 2. D as Bundespersonalgesetz kennt zw ei Arten der Auflösung des Arbeits- verhältnisses: die ordentliche Kündigung gem äss Art. 12 Abs. 6 BPG und die ausserordentliche, fristlose Kündigung aus w ichtigem G rund nach Art. 12 Abs. 7 BPG . A ls G rund für die fristlose Kündigung durch eine Ver- tragspartei gilt jeder U m stand, bei dessen Vorhandensein der kündigenden Partei nach Treu und G lauben die Fortsetzung des Arbeitsverhältnisses nicht m ehr zugem utet w erden darf. 2.1 D ie W eiterführung des Angestelltenverhältnisses ist unzum utbar, w enn da- durch die öffentlichen Interessen, nam entlich das Vertrauen der Verw al- tung in ihre Bediensteten, sow ie das gute Funktionieren des D ienstes in Frage gestellt w ürden. Ein w ichtiger G rund im Sinne von Art. 12 Abs. 7 BPG m uss schw erer w iegen als ein G rund für eine ordentliche Kün- digung gem äss Art. 12 Abs. 6 BPG . Eine M ehrzahl von G ründen im Sinne von Art. 12 Abs. 6 BPG können allerdings zu einem w ichtigen G rund w er- den, w enn sie in ihrer G esam theit die Fortführung des Anstellungsverhält- nisses untragbar m achen. D ie G eneralklausel betreffend der w ichtigen G ründe lässt der Verw altung einen beträchtlichen Erm essensspielraum . D ie Behörde m uss ihren Erm essensentscheid jedoch unter Berücksichti- gung aller besonderen U m stände treffen. W as in einem Fall als unzum ut- barer U m stand gilt, kann in einem anderen Fall nach objektiven Kriterien gem essen noch als durchaus zum utbar gelten. Jeder Einzelfall m uss in Verbindung m it der Stellung und Verantw ortlichkeit des Einzelnen und al- len anderen G egebenheiten geprüft w erden (Entscheid der PR K vom 16. Juni 2004, veröffentlicht in VPB 68.150 E. 4a m it H inw eisen). 2.1.1 Für die Beurteilung der Frage, ob eine ausgesprochene fristlose Kündi-6 gung gerechtfertigt w ar oder nicht, kann auf die zu Art. 337 des O bligatio- nenrechts vom 30. M ärz 1911 (O R , SR 220) entw ickelte Praxis R ückgriff genom m en w erden (Entscheid der PR K vom 27. August 2003, veröffent- licht in VPB 68.7 E. 2b; Botschaft des Bundesrats zum BPG vom 14. D e- zem ber 1998, BBl 1999 1615). D ie Form ulierung von Art. 337 O R ist iden- tisch m it derjenigen in Art. 12 Abs. 7 BPG . W ie im öffentlichen D ienstrecht w ird für die fristlose Entlassung im Sinne von Art. 337 Abs. 2 O R verlangt, dass das Vertrauensverhältnis zw ischen den Parteien endgültig zerstört ist (statt vieler: AD R IAN STAEH ELIN / FR AN K VISC H ER , Kom m entar zum Schw eizeri- schen Zivilgesetzbuch, Teilband V 2c, Zürich 1996, R z. 3 zu Art. 337 O R , m it H inw eisen). D as Fehlverhalten m uss einerseits objektiv geeignet sein, die für das Arbeitsverhältnis w esentliche Vertrauenslage zu zerstören oder zum indest so tief greifend zu erschüttern, dass dem Arbeitgeber die Fort- setzung des Vertrags nicht m ehr zuzum uten ist, und andererseits auch tat- sächlich zu einer derartigen Zerstörung oder Erschütterung des gegenseiti- gen Vertrauens geführt haben (U rteile des Bundesgerichts 4C .364/2005 E. 2.2 vom 12. Januar 2006, bzw . 4C .57/2007 E. 3.1 vom 15. M ai 2007). 2.1.2 In der privatrechtlichen R echtsprechung und Lehre w ird unterschieden zw i- schen sehr schw eren Pflichtverletzungen und w eniger schw eren Fehlver- halten. Schw erw iegende Pflichtverletzungen können eine sofortige Kündi- gung ohne vorausgehende M ahnung rechtfertigen. W eniger schw ere oder zeitlich zurückliegende Verfehlungen können nur dann eine fristlose Kündi- gung zur Folge haben, w enn sie trotz Verw arnung w iederholt vorkom m en (BG E 130 III 31 E. 4.1, BG E 130 III 220 f. E. 3.1, BG E 127 III 154 f. E. 1a, übersetzt in Aktuelle Juristische Praxis [AJP] 2001 S. 1232 ff.; STAEH ELIN / VISC H E R , a.a.O ., R z. 9 f. und 14 zu Art. 337 O R m it H inw eisen). U nterlässt der Arbeitgeber im Falle von nicht schw erw iegendem Fehlverhalten die verlangte M ahnung (Abm ahnung, Erm ahnung, Verw arnung), w ird angenom m en, er sei an einer W eiterbeschäftigung interessiert und die Fortführung des Arbeitsverhältnisses sei für ihn nicht unzum utbar. D am it fällt die Vertragsverletzung als G rund für die fristlose Auflösung ausser Betracht (STAEH ELIN / VISC H ER , a.a.O ., R z. 9 zu Art. 337 O R m it H inw eisen; U LLIN STR E IFF / AD R IAN VO N KAEN EL, Leitfaden zum Arbeitsvertragsrecht, 6. Auflage, Zürich/Basel/G enf 2006, N 13 zu Art. 337 O R ). 2.1.3 Als Beispiele für sehr schw ere Pflichtverletzungen w erden im Privatrecht nam entlich die beharrliche Arbeitsverw eigerung oder unberechtigtes Fern- bleiben von der Arbeit über m ehrere Tage, die M issachtung klarer W eisun- gen, Straftaten zum N achteil des Arbeitgebers, besonders schw ere Straf- taten ausserhalb des Arbeitsplatzes, Konkurrenzierung des Arbeitgebers, Entgegennahm e von Schm iergeldern, eigenm ächtiger Ferienbezug, Verrat von G eschäftsgeheim nissen, Schlechtm achen des Arbeitgebers gegen- über D ritten und sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz genannt (STAEH ELIN / VISC H E R , a.a.O ., R z. 15, 20 und 22 zu Art. 337 O R ; H AN S -PETER EG LI, Be- m erkungen zu BG E 127 III 153, AJP 2001, S. 1236). Als w eniger schw ere Verfehlungen w urden das verspätete Erscheinen oder frühzeitige Verlas- sen des Arbeitsplatzes sow ie das unentschuldigte Fernbleiben für kurze Zeit (BG E 127 III 158 E. 1c; STAEH ELIN / VISC H ER , a.a.O ., R z. 15 und 19 zu 7 Art. 337 O R ) sow ie das Abliefern einer unrichtigen Spesenabrechnung durch den Arbeitnehm er erachtet (BG E 116 II 151 E. 6b). 2.2 G em äss dem G rundsatz der Verhältnism ässigkeit hat eine Verw altungs- m assnahm e das richtige M ittel zur Verw irklichung des im öffentlichen Inter- esse liegenden Zieles zu sein. Zudem darf der Eingriff nicht schärfer sein, als der Zw eck der M assnahm e es verlangt; lässt sich das im öffentlichen Interesse liegende Ziel m it einem schonenderen M ittel erreichen, so ist dieses zu w ählen (BG E 123 II 33 E. 9; PIER R E M O O R , D roit adm inistratif, Band I, Bern 1994, S. 351 ff.). Auch bei der (ordentlichen oder fristlosen) Auflösung des D ienstverhältnisses m uss der G rundsatz der Verhältnism äs- sigkeit beachtet w erden, die Verw altung m uss jene M assnahm e w ählen, w elche angem essen ist bzw . jene, die genügt (Entscheid der PR K vom 21. O ktober 1999, veröffentlicht in VPB 64.36 E. 4b). Im Privatrecht unter- steht die fristlose Kündigung ebenso dem Prinzip der Verhältnism ässigkeit; diese w ird als ausserordentliche M assnahm e angesehen, w elche restriktiv gehandhabt w erden m uss. D am it ist sie ausgeschlossen, w enn dem Kündi- genden m ildere M assnahm en zur Verfügung stehen, um die eingetretene Störung des Arbeitsverhältnisses in zum utbarer W eise zu beheben, z.B. durch ordentliche Kündigung, Versetzung an einen anderen Arbeitsplatz usw . (BG E 130 III 31 E. 4.1; STAEH ELIN / VISC H E R , a.a.O ., R z. 3 f. zu Art. 337 O R ). 3. D as SIR stützt die m it der angefochtenen Verfügung ausgesprochene frist- lose Kündigung nach Art. 12 Abs. 7 BPG im W esentlichen auf folgende Vorkom m nisse: D ie Beschw erdeführerin habe zum indest in der Zeitspanne vom 12. bis 22. Juni 2006 und vom 10. August bis 13. Septem ber 2006 verm ehrt vorsätzlich ihre Anw esenheitszeiten falsch deklariert und dadurch m indestens in diesem kontrollierten Zeitrahm en 1910 M inuten (über 31 Stunden) Arbeitszeit angegeben, innert w elcher sie nicht für den Arbeit- geber tätig gew esen sei. Bei einer H ochrechnung auf ein Jahr m üsste von über 200 Stunden gesprochen w erden, m it Bezug auf w elche die Arbeit- nehm erin trotz deklarierter Arbeitsleistung effektiv nicht im D ienste ihres Arbeitgebers Arbeit verrichtet habe. D as SIR stellt dabei auf eine durch die D irektion am 11. Juni 2006 angeordnete Kontrolle der Ankunftszeiten so- w ie der M ittagspausen und Austrittszeiten der Beschw erdeführerin ab, w o- bei die Zeiterhebungen von einer M itarbeiterin am Em pfang vorgenom m en w orden seien. G em äss Protokoll der Sitzung vom 15. Septem ber 2006 habe der Stellvertreter C hef Bibliothek zudem die Ankunftszeiten bestätigt. 3.1 Als w eiteres Indiz für die Verfehlungen der Beschw erdeführerin stellte das SIR dem Bundesverw altungsgericht im Beschw erdeverfahren die LO G O N /LO G O FF Zeiten des Arbeitscom puters der Beschw erdeführerin zu, versehen m it einem erläuternden Kom m entar. D ie Beschw erdeführerin zeigt in ihren Stellungnahm en dazu jedoch auf, dass die Angaben der ins R echt gelegten LO G O N /LO G O FF-Tabelle m it Fehlern behaftet sind. D as Bundesverw altungsgericht teilt insofern die Auffassung der Beschw erde- führerin und hält diese im N achhinein erstellte Tabelle insgesam t nicht für ein geeignetes und verlässliches Bew eism ittel, auf das m it Bezug auf die Frage der tatsächlichen Arbeitszeiten der Beschw erdeführerin abgestellt 8 w erden könnte. D aran verm ögen auch die Ausführungen des SIR vom 7. M ai 2007 nichts Entscheidendes zu ändern. 3.2 Auch sonst ist dem SIR der N achw eis des Vorliegens eines G rundes für eine fristlose Kündigung im Sinne von Art. 12 Abs. 7 BPG nicht gelungen. D er am 14. Septem ber 2006 erstellten Tabelle (Beschw erdebeilage 15) kann zw ar entnom m en w erden, dass zum indest an einigen Tagen Ein- und Ausgänge am Vorm ittag und am N achm ittag erfasst w urden (18. August 2006 sow ie 5., 8., 11., 12. und 13. Septem ber 2006) und diese Präsenz- zeiten offenbar im W iderspruch zu den Arbeitszeitdeklarationen der Be- schw erdeführerin (vgl. Beschw erdebeilage 17) stehen. Aufgrund der in zeitlicher H insicht nur beschränkten Aussagekraft verm ag diese Tabelle in- des den Vorw urf einer sehr schw eren Pflichtverletzung, w elche eine fristlo- se Kündigung ohne vorausgehende M ahnung rechtfertigen w ürde, nicht zu begründen. U nter dem G esichtspunkt des Verhältnism ässigkeitsprinzips (E. 2.2 vorstehend) ist überdies nicht einzusehen, w eshalb es dem Arbeit- geber nicht zum utbar gew esen w äre, die Beschw erdeführerin bis zum Ab- lauf einer ordentlichen Kündigungsfrist w eiterzubeschäftigen. D ass sich die fristlose Kündigung vorliegend als einziger Ausw eg aufgedrängt hätte, kann nicht gesagt w erden. Sie erw eist sich dam it auch als unverhältnis- m ässig. D ie fristlose Auflösung des Arbeitsverhältnisses w ar folglich nicht gerechtfertigt und die Beschw erde ist insow eit gutzuheissen. 4. Bei ganzer oder teilw eiser G utheissung der Beschw erde hat das Bundes- verw altungsgericht die Sache in der R egel in einem reform atorischen Ent- scheid selbst zu entscheiden (Art. 61 Abs. 1 Vw VG ). D ies gilt selbst dann, w enn kein entsprechender Antrag seitens der Beschw erdeführerin vorliegt. N ur ausnahm sw eise w eist das G ericht die Beschw erde m it verbindlichen W eisungen an die Vorinstanz zurück. Letzteres kann sich vor allem dort rechtfertigen, w o der Sachverhalt ungenügend abgeklärt ist, sow ie w enn die R egelung des R echtsverhältnisses besondere Sachkunde verlangt oder in den Erm essensbereich hineinragt (M O SE R , a.a.O ., N . 3.86 ff.; G YG I, a.a.O ., S. 233). Entsprechend hatte auch die PR K in m ehreren Fällen, in w elchen sie die fristlose Auflösung für unzulässig befunden und die Be- schw erde diesbezüglich gutgeheissen hatte, im Sinne eines reform atori- schen Entscheids auf eine ordentliche Auflösung des Arbeitsverhältnisses erkannt (Entscheid der PR K vom 16. Juni 2004, veröffentlicht in VPB 68.150 E. 6a, m it H inw eisen). D er rechtserhebliche Sachverhalt ist vorlie- gend erstellt. D ie Einschätzung des Verhaltens der Beschw erdeführerin reicht zw ar in den Erm essensbereich der Vorinstanz hinein. D eren Auffas- sung ist jedoch bekannt und ausreichend dokum entiert. D as Bundesver- w altungsgericht kann dem nach in der Sache selbst entscheiden. 4.1 N ach Ablauf der Probezeit kann das Arbeitsverhältnis auf Ende jeden M o- nats m it einer M indestfrist von vier M onaten im sechsten bis und m it dem zehnten D ienstjahr ordentlich gekündigt w erden (Art. 12 Abs. 3 Bst. b BPG ). Im G egensatz zur ausserordentlichen Auflösung des D ienstverhält- nisses aus einem w ichtigen G rund genügt für die ordentliche Kündigung ein (nach der Term inologie des alten D ienstrechtes) triftiger G rund, w el- cher objektiv begründet und sachlich haltbar sein m uss (BG E 108 Ib 210 9 E. 2; Entscheid der PR K vom 16. Juni 2004, veröffentlicht in VPB 68.150 E. 6b m it H inw eisen). D as Bundespersonalgesetz nennt in einer (abschliessenden) Aufzählung Sachverhalte, die als (triftige) G ründe für die ordentliche Kündigung gelten. G enannt w erden unter anderem die Ver- letzung w ichtiger gesetzlicher oder vertraglicher Pflichten (vgl. Art. 12 Abs. 6 Bst. a BPG ) oder M ängel in der Leistung oder im Verhalten, die trotz schriftlicher M ahnung anhalten oder sich w iederholen (Art. 12 Abs. 6 Bst. b BPG ). 4.2 D ie Q ualität der Leistungen der Beschw erdeführerin steht vorliegend nicht zur D iskussion. Ihre Bew ertungen durch den Arbeitgeber fielen stets m it der Beurteilungsstufe A aus. Aufgrund ihrer Leistungen und ihres Engage- m ents w urde ihr zudem Ende 2005 eine Leistungspräm ie ausgerichtet. 4.3 D agegen sind der Beschw erdeführerin im Som m er 2006 Verhaltensw eisen vorzuw erfen, die zum indest als Verletzung w ichtiger vertraglicher Pflichten zu qualifizieren sind. 4.3.1 Als Pflichtverletzung anzulasten ist der Beschw erdeführerin einerseits die w iederholte N ichteinhaltung der abgesprochenen Arbeitszeiten bzw . der für alle M itarbeitenden des SIR von 09.00 – 11.00 U hr und von 14.00 – 16.00 U hr grundsätzlich geltenden Blockzeiten. D iesbezüglich räum t die Beschw erdeführerin selber ein, an den kontrollierten Tagen m ehrm als nach 09.00 U hr im Büro gew esen zu sein (vgl. Protokoll der Einvernahm e m it der Beschw erdeführerin vom 15. Septem ber 2006 [Beschw erdebeilage 13], S. 1; Beschw erdeschrift vom 23. O ktober 2006, S. 4 und 11). Aus der von der Em pfangsdam e zw ischen M itte Juni und M itte Septem ber 2006 vorgenom m enen unregelm ässigen Kontrolle der Ankunftszeiten, der M ittagspausen sow ie der Austrittszeiten (Tabelle vom 14. Septem ber 2006 [Beschw erdebeilage 15]) ergibt sich insbesondere, dass die Beschw erdeführerin 14 m al ihre Arbeit am SIR erst um 09.30 U hr oder später und 13 m al zw ischen 09.03 U hr und 09.27 U hr aufgenom m en hat. Auch am N achm ittag ist die Beschw erdeführerin 10 m al nach 14 U hr, d.h. nach Beginn der Blockzeit, bzw . 12 m al nach 13.30 U hr, also nach dem für sie grundsätzlich vereinbarten Arbeitsbeginn, am SIR erschienen. M it Bezug auf die als Arbeitsende vereinbarte Präsenzzeit sind zw ar 9 Einträge aufgeführt, gem äss denen die Beschw erdeführerin das SIR vorzeitig verlassen hat. D er Beschw erdeführerin ist insofern jedoch zugute zu halten, dass die D irektorin am 27. Juli 2006 eine E-M ail an die M itarbeitenden gesandt hat, gem äss dem sie all jenen, die in Büros ar- beiteten, in denen die Tem peraturen zu hoch oder die Luft unerträglich w ar, gestatte, den Arbeitsplatz ab 16 U hr zu verlassen, nach M öglichkeit unter Kom pensation der fehlenden Stunden zu einem späteren Zeitpunkt (vgl. Beschw erdebeilage 16). Aus dieser E-M ail und der abschliessenden Präzisierung, dass diese R egelung bis Ende August w ährend der ganzen D auer der H undstage gelte, geht aber auch hervor, dass es einer aus- drücklichen Anordnung seitens der D irektorin bedurfte, um von den grund- sätzlich einzuhaltenden Arbeitszeiten abw eichen zu dürfen. D ie M itarbei- tenden des SIR w urden auch von Zeit zu Zeit an Sitzungen aufgefordert, die Arbeitszeiten einzuhalten. H inzuw eisen ist in diesem Zusam m enhang 10 schliesslich auf den U m stand, dass bereits im jährlichen Personalbeurtei- lungsgespräch vom 28. O ktober 2003 als Zielvereinbarung für das Jahr 2004 das pünktliche Erscheinen der Beschw erdeführerin um 09.00 U hr festgehalten w urde. W enn im Personalbeurteilungsgespräch im N ovem ber 2004 die Frage der Pünktlichkeit nicht m ehr them atisiert w urde, konnte das Ziel für das Jahr 2004 offenbar als erreicht betrachtet w erden. Für den Som m er 2006 ist dem gegenüber erstellt, dass sich die Beschw erdeführe- rin regelm ässig und eigenm ächtig über die für sie geltenden Arbeitszeiten bzw . die allgem ein zu beachtenden Blockzeiten hinw eggesetzt hat. 4.3.2 Andererseits gibt die Beschw erdeführerin an, an den kontrollierten Tagen Arbeit auch ausserhalb der R äum lichkeiten des SIR erledigt und als Ar- beitsleistung im entsprechenden Form ular erfasst zu haben (vgl. Protokoll der Einvernahm e m it der Beschw erdeführerin vom 15. Septem ber 2006 [Beschw erdebeilage 13], S. 2; Beschw erdeschrift vom 23. O ktober 2006, S. 4). Insow eit ist festzuhalten, dass im Arbeitsvertrag vom 6. D ezem ber 2001 als Arbeitsort Lausanne (D origny) und dam it das SIR genannt w ird. D ie D irektorin des SIR hat w eder m it der Beschw erdeführerin noch m it an- deren M itarbeitenden eine Vereinbarung über die Verrichtung von Arbeit ausserhalb des SIR getroffen (Vernehm lassung vom 1. D ezem ber 2006, S. 4). Arbeiten der Beschw erdeführerin können som it nicht einseitig und ei- genm ächtig ausserhalb des SIR erledigt w erden. In der nicht bew illigten und verrechneten Arbeitsleistung ausserhalb des Büros ist zum indest eine Pflichtverletzung zu sehen, w enn die von der Vorinstanz in der Vernehm - lassung vom 1. D ezem ber 2006 (S. 4 und 5) angebrachten Zw eifel zer- streut und zugunsten der Beschw erdeführerin davon ausgegangen w ird, sie habe die von ihr eingetragenen Zeiten tatsächlich für den Arbeitgeber aufgebracht. 4.3.3 D ie erw ähnten Verfehlungen der Beschw erdeführerin stellen aufgrund der U m stände zw ar keinen w ichtigen G rund dar, doch sind sie als Pflichtverlet- zung im Sinne von Art. 12 Abs. 6 Bst. a BPG anzusehen und bilden ent- sprechend einen triftigen G rund für eine ordentliche Kündigung. D as Bun- desverw altungsgericht kom m t nach W ürdigung der U m stände zum Schluss, dass im Verhalten der Beschw erdeführerin ein G rund für eine or- dentliche Kündigung zu sehen ist, dies m ithin die sachlich richtige, verhält- nism ässige und angem essene Lösung darstellt, zum al auch das Vertrau- ensverhältnis für eine längerfristige w eitere Zusam m enarbeit offensichtlich nicht m ehr gegeben ist. D as Arbeitsverhältnis hat unter Beachtung der Kündigungsfrist gem äss Art. 12 Abs. 3 Bst. b BPG dem nach als auf den 31. Januar 2007 aufgelöst zu gelten. D as SIR hat der Beschw erdeführerin bis Ende Januar 2007 den Lohn zu entrichten. 5. Im Sinne der vorstehenden Erw ägungen ist die Beschw erde som it teilw ei- se gutzuheissen und der Entscheid des SIR vom 21. Septem ber 2006 auf- zuheben. In teilw eiser G utheissung des G esuchs des SIR vom 21. N ovem - ber 2006 ist festzustellen, dass das Arbeitsverhältnis m it der Beschw erde- führerin als ordentlich gekündigt gilt und som it auf den 31. Januar 2007 geendet hat. M it dem vorliegenden Entscheid in der Sache w ird der von der Beschw erdeführerin in der Eingabe vom 11. April 2007 gestellte und 11 m it Schreiben vom 15. Juni 2007 erneuerte Antrag auf W iederherstellung der aufschiebenden W irkung der Beschw erde gegenstandslos. 6. U nabhängig vom Ausgang des Verfahrens ist das Beschw erdeverfahren vor dem Bundesverw altungsgericht, ausgenom m en bei M utw illigkeit, kos- tenlos (Art. 34 Abs. 2 BPG ). 7. D er ganz oder teilw eise obsiegenden Partei ist von Am tes w egen oder auf Begehren eine Entschädigung für ihr erw achsene notw endige und verhält- nism ässig hohe Kosten zuzusprechen (Art. 64 Abs. 1 Vw VG i.V.m . Art. 7 ff. des R eglem ents vom 11. D ezem ber 2006 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverw altungsgericht [VG KE; SR 173.320.2]). D ie Beschw erdeführerin lässt eine Kostennote ihres Anw alts im Betrage von total Fr. 16'777.70 einreichen. W ird berücksichtigt, dass es sich bei den im R ahm en des N ichtigkeits- und Beschw erdeverfahrens eingereichten R echtsschriften vom 20. O ktober 2006 um identische Eingaben gehandelt hat und die Beschw erdeführerin im Verfahren vor dem Bundesverw altungsgericht nur teilw eise obsiegt, erscheint eine reduzierte Parteientschädigung von Fr. 7'000.-- (inkl. M ehrw ertsteuer und Auslagen) als angem essen. D iese ist ihr durch die Vorinstanz zu entrichten. D em nach erkennt das B undesverw altungsgericht: 1. D as G esuch der Beschw erdeführerin vom 11. April 2007 um W iederher- stellung der aufschiebenden W irkung der Beschw erde w ird als gegen- standslos gew orden abgeschrieben. 2. D ie Beschw erde vom 20./23. O ktober 2006 w ird teilw eise gutgeheissen und die Verfügung des SIR vom 21. Septem ber 2006 aufgehoben. In teil- w eiser G utheissung des G esuchs des SIR vom 21. N ovem ber 2006 w ird festgestellt, dass das Arbeitsverhältnis m it der Beschw erdeführerin per 31. Januar 2007 aufgelöst gilt und ihr der Lohn bis zu diesem Zeitpunkt zu entrichten ist. 3. Für das Verfahren vor dem Bundesverw altungsgericht w erden keine Kos- ten erhoben. 4. D as SIR hat der Beschw erdeführerin eine reduzierte Parteientschädigung von Fr. 7'000.-- zu entrichten. 5. D ieses U rteil w ird eröffnet: - der Beschw erdeführerin (m it G erichtsurkunde) - dem SIR (m it G erichtsurkunde) - dem EJPD (m it G erichtsurkunde)12 D er vorsitzende R ichter: D ie G erichtsschreiberin: André M oser Susanne Kuster Zürcher R echtsm ittelbelehrung Entscheide des Bundesverw altungsgerichts auf dem G ebiet der öffentlich-rechtlichen Arbeitsverhältnisse können m it Beschw erde beim Bundesgericht angefochten w erden, sofern es um eine verm ögensrechtliche Angelegenheit geht, bei w elcher der Streitw ert m indestens 15'000 Franken beträgt oder bei der sich eine R echtsfrage von grundsätzlicher Bedeutung stellt (vgl. Art. 85 Abs. 1 Bst. b und Abs. 2 des Bundesgesetzes über das Bundesgericht vom 17. Juni 2005 [Bundesgerichtsgesetz, BG G ]; SR 173.110). Bei einer nicht verm ögensrechtlichen Angelegenheit ist die Beschw erde nur zulässig, w enn sie die G leichstellung der G eschlechter betrifft (vgl. Art. 83 Bst. g BG G ). Steht die Beschw erde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten offen, so ist sie innert 30 Tagen seit der Ausfertigung des angefochtenen U rteils zu erheben. D ie R echtsschrift ist in einer Am tssprache abzufassen und hat die Begehren, deren Begründung m it Angabe der Bew eism ittel und die U nterschrift zu enthalten. Sie m uss spätestens am letzten Tag der Frist beim Bundesgericht eingereicht oder zu dessen H anden der Schw eizerischen Post oder einer schw eizerischen diplom atischen oder konsularischen Vertretung übergeben w erden (vgl. Art. 42. 48, 54 und 100 BG G ). Versand am :