<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2019.00792</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=219991&amp;W10_KEY=13013486&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2019.00792</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 27.02.2020</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">4. Abteilung/4. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">AuslÃ¤nderrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Familiennachzug</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>[Famliennachzug betreffend Ehefrau und drei gemeinsame Kinder nach knapp zehn Jahren getrenntem Familienleben] Die Nachzugsfristen für die Beschwerdeführerin und die Kinder sind bereits seit mehreren Jahren abgelaufen. Da die Beschwerdeführerin mit ihrer Ausreise im September 2004 und sodann im Juli 2010 freiwillig auf einen Aufenthalt verzichtet hat, kann sie sich für den Beginn des Fristenlaufs nicht auf einen späteren Zeitpunkt berufen. Ebenso löste die Erteilung der Niederlassungsbewilligung an den Ehemann der Beschwerdeführerin keine neue Nachzugsfrist aus (E. 3.1). Wenn eine Familie jahrelang freiwillig getrennt gelebt hat, zeigt sie damit auch, dass ihr an einem gemeinsamen Familienleben nicht sehr viel liegt, sodass das Interesse an der Einwanderungsbeschränkung überwiegt, solange nicht wichtige familiäre Gründe etwas anderes nahelegen (E. 4.1). Weder das Nichtbestehen von Widerrufsgründen noch der nachvollziehbare Wunsch der Beschwerdeführerin und ihrer Kinder, in die Schweiz zu ziehen und hier mit ihrem Ehemann bzw. Vater zusammenzuwohnen, stellen einen solchen wichtigen Grund dar (E. 4.4). Abweisung.</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: FAMILIENNACHZUG">FAMILIENNACHZUG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: NACHTRÃGLICHER FAMILIENNACHZUG">NACHTRÃGLICHER FAMILIENNACHZUG</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade">Art. 43 Abs. 1 AIG</span><br/><span class="gerade">Art. 47 Abs. 1 AIG</span><br/><span class="ungerade">Art. 47 Abs. 4 AIG</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 4 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="WordSection1"> <table border="1" cellpadding="0" cellspacing="0" class="MsoNormalTable" width="0"> <tr> <td valign="top"> <p class="Kopf1"><span>Verwaltungsgericht</span></p> <p class="Kopf1"><span>des Kantons ZÃ¼rich</span></p> <p class="Kopf1"><span>4. Abteilung</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Kopf1"> </p> </td> <td valign="top"> <p class="Kopf1"><span><img alt="" height="78" id="Bild 1" src="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getImage&amp;nF38_KEY=45297" width="123"/></span></p> </td> </tr> </table> <p class="MsoNormal">VB.2019.00792</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"><b><span>Urteil</span></b></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="Zwischentitel"> </p> <p class="MsoNormal"><span>der 4. Kammer</span></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">vom <a id="VF_DAT_ENTSCHEID">27. Februar 2020</a></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">Mitwirkend: AbteilungsprÃ¤sidentin Tamara NÃ¼ssle <span>(Vorsitz)</span>, Verwaltungsrichter Reto HÃ¤ggi Furrer, Verwaltungsrichter Martin Bertschi, <a id="TN_AUTOTEXT_RICHTER"></a><a id="TN_AUTOTEXT_GS"></a>Gerichtsschreiber David Henseler.</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">In Sachen</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>A, vertreten durch RA B, </span></p> <p class="MsoNormal"><b><span>BeschwerdefÃ¼hrerin,</span></b><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>gegen</span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>Migrationsamt des Kantons ZÃ¼rich, </span></p> <p class="MsoNormal"><b><span>Beschwerdegegner,</span></b><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"><b>betreffend Familiennachzug,</b></p> <span><br/> </span> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="Zwischentitel">hat sich ergeben: </p> <p class="Sachverhalt1"><b>I. </b> </p> <p class="Sachverhalt2"><b>A. </b>A ist eine 1974 geborene StaatsangehÃ¶rige Sri Lankas. Am 9. Februar 2000 heiratete sie in der Heimat ihren Landsmann C, geboren 1971. Dieser war bereits am 6. Februar 1989 in die Schweiz eingereist und ersuchte gleichentags um Asyl. Sein Gesuch wurde am 27. Juni 1997 abgelehnt, jedoch seine vorlÃ¤ufige Aufnahme angeordnet. Am 6. Dezember 1999 erhielt C eine Aufenthaltsbewilligung, die regelmÃ¤ssig verlÃ¤ngert wurde, letztmals mit GÃ¼ltigkeit bis 23. November 2020. </p> <p class="MsoNormal"><span>A reiste am 26. August 2001 erstmals in die Schweiz ein und erhielt eine Aufenthaltsbewilligung zum Verbleib beim Ehemann. Im Jahr 2002 wurde die Tochter D in ZÃ¼rich geboren, worauf sie eine Aufenthaltsbewilligung zum Verbleib bei den Eltern erhielt. Am 29. September 2004 kehrte A mit ihrer Tochter nach Sri Lanka zurÃ¼ck. </span></p> <p class="Urteilstext">2006 wurde in Sri Lanka E als Kind von C und A geboren. Am 8. Februar 2008 stellte C ein Nachzugsgesuch fÃ¼r seine Ehefrau und seine beiden Kinder, worauf ihnen eine Aufenthaltsbewilligung zum Verbleib beim Ehemann bzw. dem Vater erteilt wurde. Am 27. Juli 2010 kehrte A mit den Kindern nach Sri Lanka zurÃ¼ck. Dort wurde 2011 das dritte gemeinsame Kind, F, geboren. </p> <p class="Urteilstext">C stellte am 7. Mai 2018 Gesuche um Erteilung der Einreisebewilligung fÃ¼r seine Ehefrau und die drei Kinder. Am 7. Januar 2019 reichte A in Colombo, Sri Lanka, einen Antrag auf Erteilung eines Visums fÃ¼r den langfristigen Aufenthalt ein. </p> <p class="MsoNormal">Das Migrationsamt des Kantons ZÃ¼rich wies die Gesuche mit VerfÃ¼gung vom 6. Juni 2019 ab. </p> <p class="MsoNormal"><b><span>II. </span></b><span> </span></p> <p class="MsoNormal">Den dagegen von <span>A </span>erhobenen Rekurs wies die Sicherheitsdirektion mit Entscheid vom 30. Oktober 2019 ab. </p> <p class="MsoNormal"><b><span>III. </span></b><span> </span></p> <p class="MsoNormal">Gegen den Rekursentscheid liess <span>A </span>am 2. Dezember 2019 Beschwerde an das Verwaltungsgericht erheben und beantragen, der Rekursentscheid vom 30. Oktober 2019 sei unter gesetzlicher Kosten- und EntschÃ¤digungsfolge aufzuheben und ihr eine Aufenthaltsbewilligung zu erteilen. Eventualiter sei die Sache zur Neubeurteilung an das Migrationsamt zurÃ¼ckzuweisen. </p> <p class="MsoNormal">Mit PrÃ¤sidialverfÃ¼gung vom 4. Dezember 2019 wurde <span>A aufgrund ihres Wohnsitzes im Ausland zur Sicherstellung der sie allenfalls treffenden Kosten des Verfahrens aufgefordert. </span>Die Kaution wurde innert einer mit PrÃ¤sidialverfÃ¼gung vom 12. Dezember 2019 erstreckten Frist bezahlt. </p> <p class="MsoNormal">Die Sicherheitsdirektion verzichtete am 5. Dezember 2019 ausdrÃ¼cklich auf eine Vernehmlassung. Das Migrationsamt erstattete keine Beschwerdeantwort. </p> <p class="Urteilstext"><span>Am 24. Januar 2020 ersuchte A unter Bezugnahme auf die bevorstehende Erteilung der Niederlassungsbewilligung darum, "die Beschwerde -zur Zeit- noch nicht zu beurteilen, sondern vielmehr den Sistierungsanspruch zu prÃ¼fen". Am 29. Januar 2020 wurde C die Niederlassungsbewilligung erteilt, woraufhin A das Sistierungsgesuch zurÃ¼ckzog. </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die Kammer</span><span> erwÃ¤gt:</span></p> <p class="Erwgung1"><b>1. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>1.1 </b>Das Verwaltungsgericht ist fÃ¼r Beschwerden gegen erstinstanzliche Rekursentscheide der Sicherheitsdirektion Ã¼ber Anordnungen des Migrationsamts betreffend das Aufenthaltsrecht nach § 41 ff. des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 (VRG, LS 175.2) zustÃ¤ndig. </p> <p class="Erwgung2"><a id="_Ref33087605"><b>1.2 </b><span>Die Beschwerdeschrift muss einen Antrag und dessen BegrÃ¼ndung enthalten (§ 54 Abs. 1 VRG). Das Erfordernis des Antrags besagt, dass der Beschwerdewille zum Ausdruck gebracht werden muss. Aus dem Antrag â und soweit nÃ¶tig â der BegrÃ¼ndung muss sodann ersichtlich sein, wie das Dispositiv des angefochtenen Entscheids abzuÃ¤ndern sei (</span>Alain Griffel in ders. [Hrsg.], Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons ZÃ¼rich, 3. A., ZÃ¼rich etc. 2014 [Kommentar VRG], § 54 N. 1 i. V. m. § 23 N. 7, 12 und 17).</a><span> Aus den AntrÃ¤gen und der BegrÃ¼ndung der vorliegenden Beschwerde wird nicht klar, ob sich diese auch auf die drei Kinder der BeschwerdefÃ¼hrerin bezieht bzw. ob auch bezÃ¼glich der drei Kinder (weiterhin) die Erteilung der Aufenthaltsbewilligung verlangt wird. Die Frage kann jedoch offenbleiben, denn die Beschwerde wÃ¤re bejahendenfalls mit Blick auf die Kinder ohnehin abzuweisen (vgl. dazu E. 3.1 Abs. 2 und E. 4.2). </span>Da die BeschwerdefÃ¼hrerin rechtskundig vertreten ist, konnte davon abgesehen werden, zur Behebung des (allfÃ¤lligen) Mangels eine Nachfrist in Anwendung von § 56 Abs. 1 VRG anzusetzen (vgl. Marco Donatsch, Kommentar VRG, § 56 N. 16 f.).</p> <p class="Erwgung2"><b>1.3 </b>Weil die weiteren Prozessvoraussetzungen erfÃ¼llt sind, ist auf die Beschwerde einzutreten.</p> <p class="Erwgung1"><b>2. </b> </p> <p class="Urteilstext">Dem Ehemann der BeschwerdefÃ¼hrerin wurde wÃ¤hrend des laufenden Beschwerdeverfahrens die Niederlassungsbewilligung erteilt. Somit verfÃ¼gt er Ã¼ber ein gefestigtes Aufenthaltsrecht in der Schweiz, und der geltend gemachte Familiennachzug ist gestÃ¼tzt auf Art. 43 des AuslÃ¤nder- und Integrationsgesetzes vom 16. Dezember 2005 (AIG, SR 142.20) in der (hier massgeblichen [vgl. VGr, 19. Dezember 2018, VB.2018.00653, E. 2.1]) bis Ende 2018 geltenden Fassung (AS 2007 5437 ff., 5449) zu prÃ¼fen (§ 52 Abs. 1 i. V. m. § 20a Abs. 2 VRG; Marco Donatsch, Kommentar VRG, § 52 N. 8 und 18).</p> <p class="Erwgung1"><b>3. </b> </p> <p class="Erwgung2"><a id="_Ref33087363"><b>3.1 </b>Nach Art. 43 Abs. 1 AIG haben auslÃ¤ndische Ehegatten und ledige Kinder unter 18 Jahren von Personen mit Niederlassungsbewilligung Anspruch auf Erteilung einer Aufenthaltsbewilligung, wenn sie mit diesen zusammenwohnen (werden). Nach Art. 47 Abs. 1â3 AIG muss dieser Anspruch auf Familiennachzug fÃ¼r Kinder unter 12 Jahren innerhalb von 5 Jahren, fÃ¼r Kinder Ã¼ber 12 Jahren innerhalb von 12 Monaten nach Entstehung des FamilienverhÃ¤ltnisses oder der Erteilung der Aufenthalts- oder Niederlassungsbewilligung geltend gemacht werden. Die FÃ¼nfjahresfrist gilt auch fÃ¼r den Ehegatten, und zwar selbst dann, wenn dieser im Ausland fÃ¼r die Kinder gesorgt hat und spÃ¤ter mit diesen in die Schweiz gelangen will (BGr, 11. Juli 2019, 2C_481/2018, E. 4 â 21. September 2018, 2C_323/2018, E. 4.2.2 und 4.2.4 â 22. Mai 2017, 2C_386/2016, E. 2.2 â 18. Mai 2015, 2C_914/2014, E. 4.1). </a></p> <p class="Urteilstext">Die Nachzugsfristen liefen am 31. Dezember 2012 (fÃ¼r D, E und die BeschwerdefÃ¼hrerin) bzw. am 1. November 2016 (fÃ¼r F) ab, was auch von der BeschwerdefÃ¼hrerin anerkannt wird. Es kann diesbezÃ¼glich auf die zutreffenden ErwÃ¤gungen der Vorinstanz verwiesen werden (§ 70 i. V. m. § 28 Abs. 1 Satz 2 VRG). Da die BeschwerdefÃ¼hrerin mit ihrer Ausreise im <span>September 2004 und sodann im Juli 2010 </span>freiwillig auf einen Aufenthalt verzichtet hat, kann sie sich vorliegend fÃ¼r den Beginn des Fristenlaufs nicht auf einen spÃ¤teren Zeitpunkt berufen (vgl. BGr, 22. MÃ¤rz 2016, 2C_147/2015, E. 2.4.2). Ebenso lÃ¶ste die Erteilung der Niederlassungsbewilligung an den Ehemann der BeschwerdefÃ¼hrerin keine neue Nachzugsfrist aus. Denn ein Statuswechsel lÃ¶st nur dann eine solche aus, wenn ein (erstes, erfolgloses) Gesuch mit Bezug auf bloss Aufenthaltsberechtigte fristgerecht gestellt worden war (vgl. BGE 137 II 393 [= Pra 101/2012 Nr. 26] E. 3.3; VGr, 5. Februar 2020, VB.2019.00831, E. 2.1 [noch nicht rechtskrÃ¤ftig] â 23. Mai 2018, VB.2018.00033, E. 3.1 Abs. 2 â 6. Dezember 2017, VB.2017.00205, E. 2.1). </p> <p class="Erwgung1"><b>4. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>4.1 </b>Ausserhalb der ordentlichen Nachzugsfristen kommt ein Familiennachzug nach Art. 47 Abs. 4 Satz 1 AIG bzw. Art. 73 Abs. 3 Satz 1 der Verordnung Ã¼ber Zulassung, Aufenthalt und ErwerbstÃ¤tigkeit vom 24. Oktober 2007 (VZAE, SR 142.201) nur in Betracht, wenn wichtige familiÃ¤re GrÃ¼nde geltend gemacht werden. Namentlich dort, wo die Familie selber die Trennung freiwillig herbeigefÃ¼hrt hat, bedarf es stichhaltiger GrÃ¼nde, die zum Wohle der Familie eine andere LÃ¶sung erforderlich machen (BGr, 29. Mai 2017, 2C_1093/2016, E. 3.2 â 18. Mai 2015, 2C_914/2014, E. 3.1 â 25. Januar 2013, 2C_900/2012, E. 3.4.1). Dabei ist Art. 47 Abs. 4 Satz 1 AIG so zu handhaben, dass der Anspruch auf Schutz des Familienlebens nach Art. 8 der EuropÃ¤ischen Menschenrechtskonvention (EMRK, SR 0.101) bzw. Art. 13 Abs. 1 der Bundesverfassung vom 18. April 1999 (BV, SR 101) nicht verletzt wird (BGr, 22. Januar 2020, 2C_943/2018, E. 3.2 â 24. Mai 2019, 2C_889/2018, E. 3.1 â 26. August 2013, 2C_97/2013, E. 2.3; VGr,<span> </span>23. Januar 2019, VB.2018.00606, E. 2.2).</p> <p class="Urteilstext">Nach der Praxis des Bundesgerichts haben die Fristen fÃ¼r den Familiennachzug auch die Funktion der Einwanderungsbegrenzung. Zwar will Art. 43 AIG grundsÃ¤tzlich den Niedergelassenen das gemeinsame Familienleben in der Schweiz ermÃ¶glichen. Wenn eine Familie aber jahrelang freiwillig getrennt gelebt hat, zeigt sie damit auch, dass ihr an einem gemeinsamen Familienleben nicht sehr viel liegt, sodass das Interesse an der EinwanderungsbeschrÃ¤nkung Ã¼berwiegt, solange nicht wichtige familiÃ¤re GrÃ¼nde etwas anderes nahelegen (BGr, 18. Mai 2015, 2C_914/2014, E. 4.1; vgl. VGr, 13. Februar 2019, VB.2018.00761, E. 2.1.2 â 23. Januar 2019, VB.2018.00606, E. 2.3 Abs. 2 â 30. Mai 2018, VB.2018.00212, E. 2.1 Abs. 3). </p> <p class="Erwgung2"><a id="_Ref33087352"><b>4.2 </b>Die Beschwerdeschrift enthÃ¤lt keinerlei AusfÃ¼hrungen zu den drei Kindern und den allfÃ¤lligen wichtigen familiÃ¤ren GrÃ¼nden fÃ¼r deren Nachzug ausserhalb der ordentlichen Nachzugsfristen (vgl. dazu E. 1.2). DiesbezÃ¼glich kann somit auf die zutreffenden vorinstanzlichen ErwÃ¤gungen verwiesen werden (</a>§ 70 i. V. m. § 28 Abs. 1 Satz 2 VRG). </p> <p class="Erwgung2"><b>4.3 </b>Vorliegend hat das Ehepaar nach der (erneuten) Ausreise der BeschwerdefÃ¼hrerin im Jahr 2010 wÃ¤hrend fast acht Jahren getrennt gelebt, bevor ein (erneutes) Gesuch um Einreisebewilligung gestellt wurde. Die BeschwerdefÃ¼hrerin lebte wÃ¤hrend dieser Zeit und bis heute mit den Kindern in Sri Lanka und ihr Ehemann in der Schweiz. Zwar ist dieser ursprÃ¼nglich als Asylbewerber in die Schweiz gekommen, aber er hat seine Familie in Sri Lanka gemÃ¤ss eigenen Angaben regelmÃ¤ssig besucht, sodass ihm offenbar der dortige Aufenthalt nicht durch asylrechtlich relevante UmstÃ¤nde unmÃ¶glich oder unzumutbar gewesen wÃ¤re. Dies macht er denn auch nicht geltend. Die Ehegatten haben den Entschluss, ihr Familienleben auf Distanz zu leben, gemeinsam gefasst und somit freiwillig herbeigefÃ¼hrt. FÃ¼r eine Bewilligung des nachtrÃ¤glichen Familiennachzugs mÃ¼ssten somit gewichtige GrÃ¼nde vorliegen (vorn E. 4.1 Abs. 2). </p> <p class="Erwgung2"><b>4.4 </b>In diesem Zusammenhang bringt die BeschwerdefÃ¼hrerin im Wesentlichen vor, "dass einerseits keinerlei WiderrufsgrÃ¼nde -je- gegeben waren" und "mit der 'zweifachen Ein- und Ausreise' der Familie fÃ¼r die Eheleute sehr spezielle UmstÃ¤nde prÃ¤gend sind". </p> <p class="Erwgung3"><b>4.4.1 </b>Der Umstand, dass keine WiderrufsgrÃ¼nde bestehen, ist insofern von Bedeutung, als dass der Anspruch des Ehemanns auf Familiennachzug nicht gemÃ¤ss Art. 51 Abs. 2 lit. b AIG erloschen ist. Er begrÃ¼ndet jedoch keinen wichtigen familiÃ¤ren Grund nach Art. 47 Abs. 4 Satz 1 AIG. Die anwaltlich vertretene BeschwerdefÃ¼hrerin tut denn auch nicht dar, weshalb die "stabilen finanziellen VerhÃ¤ltnisse" und das "vorbildliche [V]erhalten" des Ehemanns der BeschwerdefÃ¼hrerin einen wichtigen Grund begrÃ¼nden sollen. </p> <p class="Erwgung3"><b>4.4.2 </b>Ebenso verhÃ¤lt es sich mit der "zweifachen Ein- und Ausreise" der BeschwerdefÃ¼hrerin. Woraus sich aus der zweimaligen Erteilung der Aufenthaltsbewilligung in der Vergangenheit ein wichtiger familiÃ¤rer Grund ergeben soll, ist weder dargetan noch ersichtlich.</p> <p class="Erwgung3"><b>4.4.3 </b>Der nachvollziehbare Wunsch der BeschwerdefÃ¼hrerin (und ihrer Kinder), in die Schweiz zu ziehen und fortan mit ihrem Ehemann bzw. Vater zusammenzuwohnen, stellt ebenfalls keinen wichtigen familiÃ¤ren Grund dar (vgl. BGr, 22. Januar 2020, 2C_943/2018, E. 3.5 in fine â 9. November 2018, 2C_259/2018, E. 4.1 â 25. Juni 2018, 2C_153/2018, E. 5.2). Weitere gewichtige GrÃ¼nde fÃ¼r eine Bewilligung des nachtrÃ¤glichen Familiennachzugs werden nicht geltend gemacht und sind auch nicht ersichtlich. </p> <p class="Erwgung1"><b>5. </b> </p> <p class="Urteilstext">Dieser Verfahrensausgang verletzt den Anspruch auf Schutz des Familienlebens nach Art. 8 Abs. 1 EMRK und Art. 13 Abs. 1 BV nicht. In einer Konstellation wie der vorliegenden, in der die familiÃ¤ren Beziehungen wÃ¤hrend rund zehn Jahren Ã¼ber die Grenzen hinweg besuchsweise und Ã¼ber die modernen Kommunikationsmittel gelebt wurden, Ã¼berwiegt regelmÃ¤ssig das der ratio legis von Art. 47 Abs. 4 AIG zugrunde liegende legitime Interesse an der EinwanderungsbeschrÃ¤nkung. Wie dargelegt, bestehen keine objektiven, nachvollziehbaren GrÃ¼nde, welche zu einem anderen Ergebnis fÃ¼hren wÃ¼rden (vgl. BGr, 11. Juli 2019, 2C_481/2018, E. 6.2 â 21. September 2018, 2C_323/2018 E. 8.2.2 â 17. MÃ¤rz 2017, 2C_348/2016, E. 2.3). Inwiefern sich daneben ein Aufenthaltsanspruch aus dem Grundrecht auf Achtung des Privatlebens ergeben soll, ist nicht ersichtlich. Auch daraus kann die BeschwerdefÃ¼hrerin vorliegend nichts zu ihren Gunsten ableiten (vgl. BGE 130 II 281 E. 3.2.1 m. w. H.).</p> <p class="Erwgung1"><b>6. </b> </p> <p class="Urteilstext">Eventualiter beantragt die BeschwerdefÃ¼hrerin die RÃ¼ckweisung der Sache an den Beschwerdegegner "zur Neubeurteilung" und fÃ¼r weitere SachverhaltsabklÃ¤rungen. <span>Es hÃ¤tte jedoch an der mitwirkungspflichtigen BeschwerdefÃ¼hrerin gelegen, ihre allgemeinen Vorbringen mit entsprechenden Unterlagen zu untermauern und dem Gericht aufzuzeigen, inwiefern sich weitere SachverhaltsabklÃ¤rungen als notwendig erweisen wÃ¼rden (PlÃ¼ss, § 7 N. 105 in Verbindung mit Marco Donatsch, Kommentar VRG, § 60 N. 3 f.+6 f., § 50 N. 62). Dies hat sie nicht getan, weshalb auf eine RÃ¼ckweisung verzichtet werden kann, ohne dass dadurch "das WillkÃ¼rverbot verletzt" wÃ¼rde.</span></p> <p class="Erwgung1"><b>7. </b> </p> <p class="Urteilstext">Nach dem Gesagten ist die Beschwerde abzuweisen. </p> <p class="Erwgung1"><b>8. </b> </p> <p class="Urteilstext">AusgangsgemÃ¤ss sind die Gerichtskosten der BeschwerdefÃ¼hrerin aufzuerlegen (§ 65a Abs. 2 in Verbindung mit § 13 Abs. 2 Satz 1 VRG). </p> <p class="Urteilstext">Eine ParteientschÃ¤digung ist ihr ausgangsgemÃ¤ss nicht zuzusprechen (§ 17 Abs. 2 VRG).</p> <p class="Erwgung1"><b>9. </b> </p> <p class="Urteilstext">Zur Rechtsmittelbelehrung des nachstehenden Dispositivs ist Folgendes zu erlÃ¤utern: Soweit ein Anwesenheitsanspruch der BeschwerdefÃ¼hrerin geltend gemacht wird, ist Beschwerde in Ã¶ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten nach Art. 82 ff. des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (BGG, SR 173.110) zu erheben (vgl. Art. 83 lit. c Ziff. 2 BGG e contrario; BGE 139 I 330 E. 1.1). Ansonsten steht die subsidiÃ¤re Verfassungsbeschwerde gemÃ¤ss Art. 113 ff. BGG offen. Werden beide Rechtsmittel ergriffen, hat dies in der gleichen Rechtsschrift zu geschehen (Art. 119 Abs. 1 BGG).</p> <p class="Einzug1"><span>DemgemÃ¤ss erkennt die Kammer:</span></p> <p class="Einzug2"><span>1. Die Beschwerde wird abgewiesen.</span></p> <p class="Einzug2"><span>2. Die GerichtsgebÃ¼hr wird festgesetzt auf <br/> Fr. 2'000.--; die Ã¼brigen Kosten betragen:<br/> Fr. 95.-- Zustellkosten,<br/> Fr. 2'095.-- Total der Kosten.</span></p> <p class="Einzug2"><span>3. Die Gerichtskosten werden der BeschwerdefÃ¼hrerin auferlegt. </span></p> <p class="Einzug2"><span>4. Es wird keine ParteientschÃ¤digung zugesprochen. </span></p> <p class="Einzug2"><span>5. Gegen dieses Urteil kann Beschwerde an das Bundesgericht im Sinn der ErwÃ¤gung 9 erhoben werden. Die Beschwerde ist binnen 30 Tagen ab Zustellung einzureichen beim Bundesgericht, 1000 Lausanne 14.</span></p> <p class="Einzug2"><span>6. Mitteilung an â¦</span></p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>