<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2001.00343</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="https://vgrzh.djiktzh.ch/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=https://vgrzh.djiktzh.ch&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=106482&amp;W10_KEY=4467147&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2001.00343</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 20.12.2001</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">3. Abteilung/3. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">FÃ¼rsorgerecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Sozialhilfe</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Zahnbehandlungskosten; Auflage, sich um existenzsichernde Anstellung zu bemühen<br/><br/>Auf die Beschwerde ist einzutreten (E. 1).<br/>Bei der "Restunterstützung" durch die Beschwerdeführerin handelt es sich nicht um eine besondere Form der wirtschaftlichen Hilfe. Es bleibt unklar, weshalb diese neben den strittigen Zahnarztkosten einen Unterstützungsbedarf bejaht hat (E. 3).<br/>Die fragliche Zahnbehandlung hält sich im Rahmen der notwendigen, einfachen und zweckmässigen Behandlung gemäss SKOS-Richtlinien (E. 4b).<br/>Es bestand kein Grund, die Übernahme der Zahnarztkosten einzig wegen möglicherweise verspäteter Gesuchseinreichung zu verweigern (E. 4c).<br/>Die Weisung an die Beschwerdegegnerin, sich um eine existenzsichernde Anstellung zu bemühen, war unzumutbar (E. 5).</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: AUFLAGE">AUFLAGE</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: EXISTENZSICHERUNG">EXISTENZSICHERUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: GESUCHSFRIST">GESUCHSFRIST</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: KOSTENGUTSPRACHE">KOSTENGUTSPRACHE</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: KRANKHEITSKOSTEN">KRANKHEITSKOSTEN</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: LEISTUNG">LEISTUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: RESTUNTERSTÃTZUNG">RESTUNTERSTÃTZUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: SITUATIONSBEDINGTE LEISTUNGEN">SITUATIONSBEDINGTE LEISTUNGEN</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: SOZIALES EXISTENZMINIMUM">SOZIALES EXISTENZMINIMUM</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: SOZIALHILFE">SOZIALHILFE</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: FÃ¼rsorge ST: WIRTSCHAFTLICHE HILFE">WIRTSCHAFTLICHE HILFE</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ZAHNARZTKOSTEN">ZAHNARZTKOSTEN</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade">§ 14 SHG</span><br/><span class="gerade">§ 15 lit. I SHG</span><br/><span class="ungerade">§ 16 lit. III SHG</span><br/><span class="gerade">§ 21 SHG</span><br/><span class="ungerade">§ 17 SHV</span><br/><span class="gerade">§ 19 lit. I SHV</span><br/><span class="ungerade">§ 19 lit. III SHV</span><br/><span class="gerade">§ 20 lit. I SHV</span><br/><span class="ungerade">§ 21 lit. I SHV</span><br/><span class="gerade">§ 23 lit. d SHV</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Einzug1"><span>I. A ersuchte das FÃ¼rsorgeamt X im Januar 2001 um GewÃ¤hrung wirtschaftlicher Hilfe, unter anderem um Ãbernahme einer Zahnarztrechnung gemÃ¤ss Kostenvoranschlag vom 13. November 2000 in der HÃ¶he von Fr. 1'583.-. Die FÃ¼rsorgebehÃ¶rde X beschloss am 29. Mai 2001, die Antragstellerin werde ab 1. Fe­bruar 2001 im Rahmen des Bedarfs gemÃ¤ss Budgetberechnung vom 28. Februar 2001 "restunterstÃ¼tzt" (Disp. Ziff. 2); die Antrag­stellerin werde angewiesen, sich intensiv um eine existenzsichernde Anstellung zu bemÃ¼hen und diese BemÃ¼hungen dem FÃ¼rsorgeamt monatlich unaufgefordert vorzuweisen (Disp. Ziff. 4). Die geltend gemachten Zahnbehand­lungskosten wÃ¼rden lediglich im Umfang von Fr. 444.85, nÃ¤mlich nur fÃ¼r die Dauer vom 19.-29. Januar 2001 nach SUVA-Tarif, Ã¼bernommen (Disp. Ziff. 5).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>II. Den gegen Disp. Ziff. 4 und 5 dieses Beschlusses erhobenen Rekurs vom 27. Juni 2001 hiess der Bezirksrat Y am 24. September 2001 gut; er wies die FÃ¼rsorgebehÃ¶rde X an, die Zahnarztkosten in dem im Rekurs geltend gemachten Umfang von Fr. 1'603.- zu Ã¼ber­nehmen. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>III. Mit Beschwerde vom 23. Oktober 2001 beantragte die Stadt X dem Verwaltungs­gericht sinngemÃ¤ss, Disp. Ziff. 4 und 5 des Beschlusses ihrer FÃ¼rsorgebehÃ¶rde vom 29. Mai 2001 wiederherzustellen. Der Bezirksrat verzichtete auf Vernehmlassung. A beantragte am 27. November 2001 Abweisung des Rekurses.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Das Verwaltungsgericht zieht in ErwÃ¤gung:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>1. Das Verwaltungsgericht ist nach § 19c Abs. 2 und § 41 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959/8. Juni 1997 (VRG) zu Behandlung der vorliegenden Beschwerde zustÃ¤ndig. Weil auch die Ã¼brigen Prozessvoraussetzungen erfÃ¼llt sind, ist auf das Rechtsmittel einzutreten.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>2. Wer fÃ¼r seinen Lebensunterhalt und den seiner FamilienangehÃ¶rigen nicht hinreichend oder nicht rechtzeitig aus eigenen Mittel aufkommen kann, hat nach § 14 des Sozialhilfegesetzes vom 14. Juni 1981 (SHG) Anspruch auf wirtschaftliche Hilfe. Diese soll das soziale Existenzminimum gewÃ¤hrleisten, das neben den Ã¼blichen Aufwendungen fÃ¼r den Lebensunterhalt auch individuelle BedÃ¼rfnisse angemessen berÃ¼cksichtigt (§ 15 Abs. 1 SHG). Grundlage der Bemessung bilden gemÃ¤ss § 17 der Verordnung zum Sozialhilfegesetz vom 21. Oktober 1981 (SHV) die Richtlinien der schweizerischen Konferenz fÃ¼r So­zialhilfe (SKOS-Richtlinien), wobei Abweichungen im Einzelfall vorbehalten bleiben.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>3. Die Beschwerdegegnerin ist alleinerziehende Mutter von zwei Kindern. Nach ihrer RÃ¼ckkehr aus Australien im Oktober 1990 arbeitete sie zunÃ¤chst mit einem BeschÃ¤ftigungsgrad von 50 % und bezog wirtschaftliche Hilfe. Seit Januar 1999 ist sie mit einem Be­schÃ¤ftigungsgrad von 60 % zu einem MonatssalÃ¤r von ca. Fr. 3'400.- bei D tÃ¤tig und, jedenfalls bis Ende 2000, abgesehen von den streitbetroffenen Zahnbehandlungskosten nicht mehr auf wirtschaftliche Hilfe angewiesen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die FÃ¼rsorgebehÃ¶rde X hat in Disp. Ziff. 2 ihres Beschlusses vom 29. Mai 2001 angeordnet, die Beschwerdegegnerin werde ab 1. Februar 2001 "im Rahmen des fÃ¼rsorgerechtlichen Bedarfs gemÃ¤ss Budgetblatt vom 28. Februar 2001 ... restunterstÃ¼tzt". Diese Anordnung wirft verschiedene Fragen auf. Zum einen ist festzuhalten, dass die als "Rest­unterstÃ¼tzung" bezeichnete Hilfeleistung nicht eine besondere Art der Sozialhilfe darstellt. Die UnterstÃ¼tzungsbedÃ¼rftigkeit eines Gesuchstellers wird Ã¼blicherweise mittels einer (mo­nat­lich erstellten) Bedarfsberechnung abgeklÃ¤rt, bei welcher dem Bedarf (d.h. den Leis­tun­gen fÃ¼r die materielle Grundsicherung sowie den situationsbedingten Leistungen fÃ¼r die so­ziale Integration) das jeweils verfÃ¼gbare Einkommen gegenÃ¼bergestellt wird. Sodann ist fest­zustellen, dass im vorliegenden Fall gemÃ¤ss dem ausdrÃ¼cklich als Bestandteil des Beschlusses vom 29. Mai 2001 erklÃ¤rten Budget vom 28. Februar 2001 fÃ¼r den Monat MÃ¤rz 2001 bei einem Bedarf (ohne KrankenversicherungsprÃ¤mien von Fr. 304.-) von Fr. 3'405.- und einem Nettoeinkommen von Fr. 3'455.10 ein (missverstÃ¤ndlich als "Auszahlung" bezeichneter) positiver Saldo, mithin gerade kein UnterstÃ¼tzungsbedarf resultiert, wobei in dieser Berechnung allerdings die streitbetroffenen Zahnarztkosten nicht erwÃ¤hnt werden. Gleich verhÃ¤lt es sich im Wesentlichen fÃ¼r die folgenden Monate April - Oktober 2001 (vgl. BudgetberechnungsblÃ¤tter). Es ist daher nicht ganz klar, weshalb die FÃ¼rsorgebehÃ¶rde einen UnterstÃ¼tzungsbedarf bejaht und der Beschwer­defÃ¼hrerin in Disp. Ziff. 2 des Beschlus­ses vom 29. Mai 2001 eine "RestunterstÃ¼tzung" zugesichert hat. HierÃ¼ber geben die Akten keinen nÃ¤heren Aufschluss; entgegen der irrefÃ¼hrenden Darstellung im Beschluss vom 29. Mai 2001 ersuchte die Beschwerdegegnerin nicht mittels schriftlicher Eingabe vom 31. Januar 2001 um wirtschaftliche Hilfe, sondern anlÃ¤sslich einer an jenem Tag erfolgten Besprechung beim FÃ¼rsorgeamt, Ã¼ber welche laut telefonischer RÃ¼ckfrage der Gerichtskanzlei kein Protokoll erstellt worden ist. Den GrÃ¼nden, die zu Disp. Ziff. 2 des Beschlusses vom 29. Mai 2001 und damit zur GewÃ¤hrung wirtschaftlicher Hilfe gefÃ¼hrt haben, ist aber nicht weiter nachzugehen, da diese Anordnung in Rechtskraft erwachsen ist. Zu Ã¼berprÃ¼fen sind einzig Disp. Ziff. 4 und 5 des genannten Beschlusses, welche Anordnungen die BeschwerdefÃ¼hrerin wiederhergestellt haben will.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>4. a) Die Beschwerdegegnerin konsultierte am 9. November 2000 wegen Zahn­problemen (abgebrochener Zahn im Oberkiefer, schmerzender Zahn im Unterkiefer) den Zahn­­arzt Dr. B, Praxis Dr. C, wo sie seit 1997 in Behandlung steht. FÃ¼r die Be­handlung vom 9. November 2000 bis 29. Januar 2001 an insgesamt fÃ¼nf Terminen (drei FÃ¼llungen, wovon eine in Zusammenhang mit einer Wurzelbehandlung) wurde der Beschwer­de­geg­nerin am 13. November 2000 ein Kostenvoranschlag unterbreitet und am 18. April 2001 eine (bereinigte) Rechnung Ã¼ber Fr. 1'603.- gestellt.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Der von der BeschwerdefÃ¼hrerin Ã¼bernommene Betrag von Fr. 444.85 umfasst die in der letzten Phase der Behandlung (zwischen 19. und 29. Januar 2001) angefallenen Kos­ten, was sie im Beschluss vom 29. Mai 2001 damit begrÃ¼ndet hat, dass die Beschwerdege­gnerin erstmals am 19. Januar 2001 in dieser Angelegenheit telefonischen Kontakt mit dem FÃ¼rsorgeamt aufgenommen habe. DemgegenÃ¼ber hat der Bezirksrat erwogen, die Beschwer­defÃ¼hrerin mÃ¼sse die ganzen Zahnbehandlungskosten von Fr. 1'603.- Ã¼bernehmen, weil die Beschwerdegegnerin mit ihrer telefonischen AnkÃ¼ndigung vom 19. Januar 2001 und selbst noch mit ihrer schriftlichen Meldung vom 31. Januar 2001 die hier seit 9. November 2000 laufende Frist von drei Monaten zur Einreichung eines entsprechenden Gesuchs gemÃ¤ss § 21 SHV gewahrt habe.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) Notwendige zahnÃ¤rztliche Behandlungen gehÃ¶ren zu dem durch § 15 SHG und § 17 SHV garantierten sozialen Existenzminimum. Solche Behandlungen sollen allerdings so einfach wie mÃ¶glich, wirtschaftlich und zweckmÃ¤ssig sein. Nach den SKOS-Richtlinien B.4.2 und H.2 gehÃ¶ren dazu neben der Zahnkontrolle und der Dentalhygiene (Zahnstein­ent­fernung) Notfallbehandlungen und einfache Sanierungen. Letztere umfassen die Entfernung nicht erhaltenswÃ¼rdiger ZÃ¤hne und Wurzelreste, das Legen von FÃ¼llungen sowie die zur Erhaltung der lÃ¤ngerfristigen KaufÃ¤higkeit nÃ¶tige LÃ¼ckenversorgung mit teilprothetischen Methoden.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die streitbetroffene Zahnbehandlung vom 9. November 2000 bis 29. Januar 2001 hÃ¤lt sich ihrer Art und ihrem Inhalt nach im Rahmen dessen, was noch als notwendige, einfache und zweckmÃ¤ssige Behandlung im Sinn der SKOS-Richtlinien gelten kann und daher von der Sozialhilfe zu Ã¼bernehmen ist, sofern die Ã¼brigen Voraussetzungen hierfÃ¼r â finanzielle Notlage und rechtzeitige Anmeldung â erfÃ¼llt sind. Zu diesem Schluss ist auch der von der BeschwerdefÃ¼hrerin wÃ¤hrend des Rekursverfahrens angefragte Kantonszahnarzt in seinem Bericht vom 20. Juli 2001 gelangt. Anders als noch in ihrer Re­kursantwort vom 24. Juli 2001, wo die BeschwerdefÃ¼hrerin die diesbezÃ¼gliche Beurteilung des Kantonszahnarzts in Frage stellte, weil er sich auf eine Auskunft des behandelnden Zahnarztes gestÃ¼tzt habe, wird in der Beschwerde zu Recht kein derartiger Einwand mehr erhoben.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>c) In formeller Hinsicht ist fÃ¼r die Ãbernahme von Ã¤rztlichen und zahnÃ¤rztlichen Behandlungskosten eine Kostengutsprache erforderlich, die auf Gesuch hin erteilt wird. Mit der Kostengutsprache verpflichtet sich die BehÃ¶rde, die Kosten notwendiger Leistungen zu Ã¼bernehmen, soweit dafÃ¼r keine Kostendeckung besteht (§ 16 Abs. 3 SHG; § 19 Abs. 1 SHV). Ohne Gutsprache oder bei verspÃ¤teter Einreichung des Gesuchs besteht kein Anspruch auf KostenÃ¼bernahme (§ 19 Abs. 3 SHV). Laut § 20 Abs. 1 SHV (mit dem Rand­titel "Gesuche im allgemeinen") sind Gesuche um Kostengutsprache im Voraus zu stellen, wÃ¤hrend gemÃ¤ss § 21 Abs. 1 SHV "Gesuche fÃ¼r Krankheitskosten" (so der Randtitel) bei ambulanten Ã¤rztlichen Behandlungen binnen drei Monaten seit deren Beginn, bei stationÃ¤ren Behandlungen in KrankenhÃ¤usern innerhalb eines Monats seit Eintritt einzureichen sind.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die BeschwerdefÃ¼hrerin hÃ¤lt daran fest, dass sie die Ãbernahme der bis 19. Januar 2001 angefallenen Zahnbehandlungskosten habe verweigern dÃ¼rfen, weil die Beschwerdegegnerin nicht rechtzeitig um Kostengutsprache ersucht habe. FÃ¼r die Rechtzeitigkeit eines solchen Gesuchs sei entgegen der Auffassung des Bezirksrats nicht § 21 Abs. 1 SHV, sondern § 20 Abs. 1 SHV massgebend.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Das Sozialhilfe-BehÃ¶rdenhandbuch des Sozialamts geht davon aus, dass § 21 Abs. 1 SHV auf "notfallbedingte Krankheitskosten" anzuwenden sei (Ziff. 2.5.1/§ 16 SHG, S. 1). Das Verwaltungsgericht hat in RB 1999 Nr. 85 offen gelassen, ob diese Betrachtungs­weise zutreffe. Selbst wenn davon ausgegangen werde, dass grundsÃ¤tzlich auch fÃ¼r Krankheitskosten Gesuche entsprechend der Grundregel von § 20 SHV im Voraus zu stellen seien, verwirke der Gesuchsteller seinen Anspruch auf FÃ¼rsorgeleistungen nicht von vornherein, wenn er ein solches Gesuch verspÃ¤tet oder erst nachtrÃ¤glich einreiche. Vielmehr habe die FÃ¼rsorgebehÃ¶rde aufgrund der tatsÃ¤chlichen VerhÃ¤ltnisse darÃ¼ber zu befinden, ob eine situationsbedingte Leistung in Frage stehe, auf deren Ãbernahme der Gesuchsteller einen Anspruch habe. § 19 Abs. 3 SHV wolle lediglich gewÃ¤hrleisten, dass die FÃ¼rsorgebehÃ¶rde nicht einfach vor vollendete Tatsachen gestellt werde, sondern bei der Auswahl der von Dritten zu erbringenden Leistungen, welche durch Kostengutsprache sicherzustellen seien, ihre Argumente einbringen und mitentscheiden kÃ¶nne (im gleichen Sinn VGr, 22. April 1999, VB.1999.00067, E. 3; 28. Oktober 1999, VB.1999.00228, E. 2; 16. No­vember 2000, VB.2000.00301, E. 2).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>An dieser Rechtsprechung ist festzuhalten. Unter den hier aufgezeigten UmstÃ¤nden bestand fÃ¼r die BeschwerdefÃ¼hrerin kein Grund, die Kosten der zahnÃ¤rztlichen Behandlung zwischen 9. November 2000 und 18. Januar 2001 einzig deswegen nicht zu Ã¼bernehmen, weil die Beschwerdegegnerin dem FÃ¼rsorgeamt erstmals am 19. Januar 2001 diese Behand­­lung gemeldet und am 31. Januar 2001 (entgegen der Darstellung des Bezirksrats nicht mit schriftlicher Eingabe, sondern anlÃ¤sslich der damaligen Besprechung) um Kos­ten­­Ã¼bernahme ersucht hatte. Denn auch bei einer frÃ¼heren Gesuchseinreichung hÃ¤tte fÃ¼r das FÃ¼rsorgeamt kein Anlass bestanden, die vorgesehene Behandlung und damit eine entsprechen­de Kostengutsprache nicht oder nicht ganz zu anerkennen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>5. GemÃ¤ss § 21 SHG darf die wirtschaftliche Hilfe mit Auflagen und Weisungen verbunden werden, die sich auf die richtige Verwendung der BeitrÃ¤ge beziehen oder geeignet sind, die Lage des HilfeempfÃ¤ngers und seiner AngehÃ¶rigen zu verbessern. Darunter fallen laut § 23 lit. d SHV auch Weisungen betreffend die Aufnahme einer zumutbaren Arbeit.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die in Disp. Ziff. 4 getroffene Weisung an die heutige Beschwerdegegnerin, sich intensiv um eine existenzsichernde Anstellung zu bemÃ¼hen und diese "ArbeitsbemÃ¼hungen" monatlich unaufgefordert dem FÃ¼rsorgeamt vorzuweisen, hat der Bezirksrat im Wesentlichen mit folgender BegrÃ¼ndung aufgehoben: Wie sich aus der dem Beschluss vom 29. Mai 2001 zugrunde gelegten Bedarfsberechnung fÃ¼r den Monat MÃ¤rz 2001 ergebe, sei die heutige Beschwerdegegnerin abgesehen von den streitbetroffenen Zahnarztkosten nicht auf Sozialhilfe angewiesen; ein UnterstÃ¼tzungsbedarf habe im Zeitpunkt der Beschlussfassung einzig hinsichtlich dieser Zahnarztkosten bestanden. Unter solchen UmstÃ¤nden sei an eine Weisung, welche nicht die richtige Verwendung der wirtschaftlichen Hilfe, sondern den Umfang der beruflichen TÃ¤tigkeit der Gesuchstellerin betreffe, hohe Anforderungen zu stellen. Die streitige Weisung sei zwar geeignet gewesen, eine "sporadische Teilmittellosig­keit" der Rekurrentin inskÃ¼nftig zu vermeiden. Hingegen sei fraglich, ob diese Weisung notwendig gewesen sei, was jedoch offen bleiben kÃ¶nne, weil sie jedenfalls unzumutbar sei. Zum einen stehe fest, dass die Rekurrentin ihr Arbeitspensum von 60 % an der jetzigen Stelle nicht erhÃ¶hen kÃ¶nne, was deren KÃ¼ndigung bedingen wÃ¼rde. Zum anderen sei die jetzige berufliche BeschÃ¤ftigung mit 60 % der familiÃ¤ren Situation der Rekurrentin durchaus angemessen, habe sie doch neben ihrer beruflichen TÃ¤tigkeit zwei Kinder im Alter von zehn und zwÃ¶lf Jahren zu betreuen.</span></p> <p class="Einzug1"><span>In der Beschwerde wird nichts vorgebracht, was diese Ã¼berzeugenden ErwÃ¤gungen entkrÃ¤ften kÃ¶nnte. Namentlich stellt die BeschwerdefÃ¼hrerin zu Recht nicht in Frage, dass eine ErhÃ¶hung des Arbeitspensums an der jetzigen Stelle laut Auskunft der Arbeitgeberin zurzeit nicht mÃ¶glich ist. Die BeschwerdefÃ¼hrerin bringt in diesem Zusammenhang einzig vor, der Bezirksrat sei zu Unrecht davon ausgegangen, dass ein UnterstÃ¼tzungs­bedarf nur hinsichtlich der Zahnarztkosten bestehe. Dem ist entgegenzuhalten, dass diese Feststellung des Bezirksrats aufgrund der vorliegenden Akten zutrifft (vgl. vorn E. 3). Selbst wenn aber ent­gegen der Beurteilung des Bezirksrats von einem anhaltenden UnterstÃ¼tzungsbedarf auszugehen wÃ¤re, lÃ¤sst dies seine Schlussfolgerung, fÃ¼r die Beschwer­degegnerin sei angesichts ihrer gegenwÃ¤rtigen beruflichen und familiÃ¤ren Situation eine ErhÃ¶hung des Arbeits­pensums nicht zumutbar, nicht als rechtswidrig erscheinen. Die Beschwerde ist daher auch in diesem Punkt unbegrÃ¼ndet.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>6. ...</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">DemgemÃ¤ss entscheidet die Kammer:</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug2">1. Die Beschwerde wird abgewiesen.</p> <p class="Einzug2"> </p> <p class="Einzug2">...</p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>