B u n d e s v e rw a l t u n g s g e r i ch t T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i f f éd é r a l T r i b u n a l e am m i n i s t r a t i vo f e d e r a l e T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i v fe d e r a l Abteilung IV D-4004/2013 U r t e i l v o m 13 . A u g u s t 2 0 1 3 Besetzung Einzelrichter Thomas Wespi, mit Zustimmung von Richter Daniel Willisegger; Gerichtsschreiberin Regula Frey. Parteien A._______, geboren B._______, Tunesien, vertreten durch Johnson Belangenyi, Swiss-Exile, C._______, Beschwerdeführer, gegen Bundesamt für Migration (BFM), Quellenweg 6, 3003 Bern, Vorinstanz. Gegenstand Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung (Dublin-Verfahren); Verfügung des BFM vom 27. Juni 2013 / N _______. D-4004/2013 Seite 2 Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest, dass der Beschwerdeführer am 12. April 2013 in der Schweiz um Asyl nachsuchte, dass er anlässlich der Befragung im Empfangs - und Verfahrenszentrum D._______ vom 19. April 2013 im Wesentlichen geltend machte, er habe sein Heimatland Tunesien am 22. September 2011 auf dem Luftweg Rich- tung E._______ verlassen und seine Reise am 30. September 2011 Rich- tung Bulgarien fortgesetzt, dass er in Bulgarien festgenommen und inhaftiert worden sei, dass man ihn am {…….} aus der Haft entlassen und gleichzeitig aufg e- fordert habe, Bulgarien innert dreissig Tagen zu verlassen, dass er Ende März 2012 nach F._______ gelangt sei, von wo er nach drei erfolglosen Einreiseversuchen nach G._______ von der Fremdenpolizei nach H._______ ausgeschafft worden sei, dass er H._______ nach einem einwöchigen Aufenthalt verlassen und via I._______ nach J._______ gelangt sei, seine Reise nach einem zweim o- natigen Aufenthalt fortgesetzt habe und via K._______ erneut nach G._______ gelangt sei, worauf er von den L._______ Behörden nach F._______ ausgeschafft worden sei, dass ihn die M._______ Behörden wiederum nach G._______ rücküber- stellt hätten , wo man ihn während drei er Monate in Ausschaffungshaft genommen habe, dass er sich nach seiner Haftentlassung noch weitere drei Monate in G._______ aufgehalten, dort um Asyl ersucht, den Antrag jedoch zurüc k- gezogen habe und danach via N._______ und O._______ am 12. April 2013 illegal in die Schweiz gelangt sei, wo er gleichentags um Asyl e r- sucht habe, dass er zu seinen Asylgründen ausführte, er habe während zehn Jahren nicht mehr in Tunesien gelebt (u.a. drei Jahre Aufenthal t in der P ._______, ein Jahr und drei Monate in Bulgarien und von 2004 bis 2011 in Q._______) und bei seiner Rückkehr in sein Heimatland im Jahr 2011 feststellen müssen, dass sich die Gesellschaft so stark verändert habe, dass er sich nicht mehr vorstellen könne, dort zu leben, D-4004/2013 Seite 3 dass er über die Disziplin - und Anstandslosigkeit der Menschen sch o- ckiert gewesen sei und er sich als Fremder im eigenen Land empfunden habe, dass er sich entwurzelt und unverstanden gefühlt habe , ansonsten aber keine weiteren Gründe zum Verlassen seines Heimatlandes gehabt habe, dass bezüglich der weiteren Aussagen und des rechtlichen Gehörs zu e i- ner allfälligen Wegweisung nach O._______ oder Bulgarien auf das Pro- tokoll bei den Akten verwiesen wird (vgl. A 6/14), dass das BFM mit V erfügung vom 27. Juni 2013 – eröffnet am 8. Jul i 2013 – in Anwendung von Art. 34 Abs. 2 Bst. d des Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 (AsylG, SR 142.31) auf das Asylgesuch nicht eintrat, die Wegweisung aus der Schweiz nach Bulgarien anordnete und den Be - schwerdeführer aufforderte, die Schweiz spätestens am Tag nach Ablauf der Beschwerdefrist zu verlassen, dass es gleichzeitig feststellte, einer allfälligen Beschwerde gegen den Entscheid komme keine aufschiebende Wirkung zu, und die Aushänd i- gung der editionspflichtigen Akten gemäss Aktenverzeichnis an den B e- schwerdeführer verfügte, dass das BFM zur Begründung seines negativen Entscheids anführte, ein Abgleich der Fingerabdrücke m it der Zentraleinheit Eurodac weise nach, dass der Beschwerdeführer am {…….} in Bulgarien um Asyl ersucht h a- be, dass die bulgarischen Behörden das Ersuchen des BFM zur Übernahme des Beschwerdeführers gestützt auf Art. 16 Abs. 1 Bst. c der Verordnung (EG) Nr. 343/2003 des Rates vom 18. Februar 2003 zur Festle gung von Kriterien und Verfahren zur Bestimmung des Mitgliedstaates, der für die Prüfung eines Asylantrages zuständig ist, den ein Staatsan gehöriger ei- nes Drittlandes in einem Mitgliedstaat gestellt hat (Dublin-II-Verordnung) gutgeheissen hätten, womit gemäss Dublin-Assoziierungsabkommen (DAA, SR 0.142.392.68) die Zuständigkeit zur Durchführung des Asyl - und Wegweisungsverfahren bei Bulgarien liege, dass der Beschwerdeführer anlässlich des ihm am 19. April 2013 gewähr- ten rechtlichen Gehörs geltend gemacht habe, in Bulgarien nie ein Asy l- gesuch eingereicht zu haben und nur anlässlich seiner illegalen Einreise daktyloskopiert worden zu sein, D-4004/2013 Seite 4 dass diesen Aussagen entgegenzuhalten sei, dass aufgrund des Finger- abdruckabgleichs mit der Zentraleinheit Eurodac zweifelsfrei feststehe, dass er als asylsuchende Person in Bulgarien registriert worden sei, dass er sodann aufgrund seiner Reiseschilderungen sinngemäss eine Ausreise aus dem Dublin-Raum geltend gemacht habe, dass die vom Beschwerdeführer gelten gemachte Rückkehr ins Heima t- land als nicht glaubhaft zu qualifizieren sei, dass er keine Beweisdokument e vorlegen könne, welche seine Ausreis e aus dem Dublin -Raum und seine angeblichen Aufenthalte in F._______, J._______, G._______ und H._______ belegen würden, dass er gemäss Mitteilung der bulgarischen Behörden erst seit dem {…….} als untergetaucht gelte, womit seine Schilderungen, wonach er Bulgarien im März 2012 verlassen habe, nicht stimmen könnten, dass sod ann Bulgarien dem Übernahmeersuchen ausdrücklich zug e- stimmt habe, woraus geschlossen werden könne, dass keine Anhalt s- punkte dafür vorlägen, die Z uständigkeit Bulgariens wäre in der Z wi- schenzeit erloschen, dass die Überstellung an Bulgarien – vorbehältlich einer allfälligen Unter- brechung oder Verlängerung (Art. 19 f. Dublin -II-Verordnung) – bis spä- testens am 24. Dezember 2013 zu erfolgen habe, dass sodann keine Hinweise auf eine Verletzung von Art. 3 der Konvent i- on vom 4. November 1950 zum Schutze der Menschenrechte und Grund- freiheiten (EMRK, SR 0.101) im Falle einer Rückkehr des Beschwerd e- führers nach Bulgarien bestünden, womit der Vollzug der Wegweisung nach Bulgarien zulässig sei, dass der Wegweisungsvollzug nach Bulgarien sowohl zumutbar als auch technisch möglich und praktisch durchführbar sei, dass der Beschwerdeführer mit französischsprachiger Eingabe vom 13. Juli 2013 (Poststempel) gegen diesen Entscheid beim B undesverwal- tungsgericht Beschwerde erhob und beantragte, die Verfügung des BFM sei aufzuheben und die vorläufige Aufnahme anzuordnen, D-4004/2013 Seite 5 dass in prozessualer Hinsicht die Wiederherstellung der Besch werdefrist sowie die Gewährung der aufschiebenden Wirkung der Beschwerde und der unentgeltlichen Rechtspflege im Sinne von Art. 65 Abs. 1 des Bu n- desgesetzes vom 20. Dezember 1968 über das Verwaltungsverfahren (VwVG, SR 172.021) beantragt wurden, dass die vorinstanzlichen Akten am 1 6. Ju li 2013 beim Bundesverwa l- tungsgericht eintrafen (Art. 109 Abs. 2 AsylG), dass der Beschwerdeführer in seiner Rechtsmitteleingabe einen ärztl i- chen Bericht als 'Annexe 3' aufführte, es jedoch unterliess, diesen der Beschwerde beizulegen, dass das Bundesverwaltungsgericht den Beschwerdeführer mit Verfü- gung vom 18. Ju li 2013 – eröffnet am 20. Juli 2013 – die Gelegenheit gab, innert drei Tagen ab Erhalt dieser Verfügung das fehlende Bewei s- mittel nachzureichen, dass der Beschwerdeführer am 23. Juli 2013 das fehlende Beweismittel – eine {…….} (datiert vom 12. Juli 2013) – nachreichte, und zieht in Erwägung, dass das Bundesverwaltungsgericht auf dem Gebiet des Asyls endgültig über Beschwerden gegen Verfügungen (Art. 5 VwVG) des BFM entschei- det, ausser bei Vorliegen eines Auslieferungsersuchens des Staates, vor welchem die beschwerdeführende Person Schutz sucht (Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 31 – 33 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [VGG, SR 173.32]; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]), dass eine solche Ausnahme im Sinne von Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG nicht vorliegt, weshalb das Bundesverwaltungsgericht endgültig entscheidet, dass der Beschwerdeführer am Verfahren vor der Vorinstanz teilgeno m- men hat, durch die angefochtene Verfügung besonders berührt ist, ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung beziehungsweise Änd e- rung hat und daher zur Einreichung der Beschwerde legitimiert ist (Art. 105 AsylG und Art. 48 Abs. 1 VwVG), D-4004/2013 Seite 6 dass somit auf die frist - und formgerecht eingereichte Beschwerde – un- ter Vorbehalt der nachfolgenden Erwägungen – einzutreten ist (Art. 108 Abs. 2 AsylG und Art. 52 VwVG), dass sich das Gesuch um Wi ederherstellung der Beschwerdefrist au f- grund der fristgerechten Rechtsmitteleingabe als gegenstandslos erweist, dass im Beschwerdeverfahren grundsätzlich die Sprache des angefoc h- tenen Entscheids massgebend ist (Art. 33a Abs. 2 VwVG), dass die vorinstanzlic he Verfügung in deutscher Sprache gehalten ist, weshalb das Beschwerdeurteil in dieser Sprache ergeht, dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterlicher Zuständigkeit mit Zustimmung eines zweiten Richters beziehungsweise einer zweite n Richterin entschieden wird (Art. 111 Bst. e AsylG) und es sich vorliegend, wie nachfolgend aufgezeigt, um eine solche handelt, weshalb der Beschwerdeentscheid nur summarisch zu begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG), dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG vorliegend auf einen Schrifte n- wechsel verzichtet wurde, dass bei Beschwerden gegen Nichteintretensentscheide, mit denen es das BFM ablehnt, das Asylgesuch auf seine Begründetheit hin zu übe r- prüfen (Art. 32 – 35 AsylG), die Beurteilungskompetenz der Bes chwerde- instanz grundsätzlich auf die Frage beschränkt ist, ob die Vorinstanz zu Recht auf das Asylgesuch nicht eingetreten ist (vgl. BVGE 2011/9 E. 5.), dass im Rahmen des Dublin -Verfahrens, bei dem es sich um ein Übe r- stellungsverfahren in den für die Prüf ung des Asylgesuches zuständigen Staat handelt, systembedingt kein Raum bleibt für Ersatzmassnahmen im Sinne von Art. 44 Abs. 2 AsylG i.V.m. Art. 83 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 16. Dezember 2005 über die Ausländerinnen und Ausländer (AuG, SR 142.20), dass eine entsprechende Prüfung soweit notwendig vielmehr bereits im Rahmen des Nichteintretensentscheides stattfinden muss (vgl. BVGE 2010/45 E. 10.2 S. 645), dass dementsprechend die Anordnung von Ersatzmassnahmen respekt i- ve die Feststellung von diesen zugr undeliegenden Vollzugshindernissen D-4004/2013 Seite 7 auch nicht Gegenstand des vorliegenden Beschwerdeverfahrens sein kann, dass deshalb auf die Beschwerde nicht einzutreten ist, soweit darin bean- tragt wird, es sei die vorläufige Aufnahme anzuordnen, dass auf Asylgesuche in der Regel nicht eingetreten wird, wenn Asyls u- chende in einen Drittstaat ausreisen können, der für die Durchführung des Asyl - und Wegweisungsverfahrens staatsvertraglich zuständig ist (Art. 34 Abs. 2 Bst. d AsylG), dass diesbezüglich das DAA zur Anwendung gelangt und das BFM die Zuständigkeitsfrage gestützt auf die Dublin-II-Verordnung prüfte, dass gemäss Art. 3 Abs. 1 Satz 2 Dublin-II-Verordnung jeder Asylantrag von einem einzigen Mitgliedstaat geprüft wird, der nach den Kriterien des Kapitels III als zuständiger Staat bestimmt wird, dass derjenige Mitgliedstaat zuständig ist, welcher einem Familienang e- hörigen das Recht auf Aufenthalt in seiner Eigenschaft als Flüchtling g e- währt hat, welcher dem Asylbewerber einen gültigen Aufenthaltstitel oder ein gültige s Visum ausgestellt hat, dessen Land -, See - oder Luftgrenze der Asylbewerber aus einem Drittstaat kommend legal oder illegal übe r- schritten hat, oder in welchem der erste Asylantrag gestellt wurde (Art. 5 i.V.m. Art. 6 bis 13 Dublin-II-Verordnung), dass der jenige Mitgliedstaat den Asylbewerber, der sich zuvor während eines ununterbrochenen Zeitraumes von mindestens fünf Monaten in di e- sem Mitgliedstaat aufgehalten hat, nach Massgabe der Art. 17 bis 19 Dublin-II-Verordnung aufzunehmen hat (Art. 10 Abs. 2 und Art. 16 Abs. 1 Bst. a Dublin -II-Verordnung), wenn der Asylbewerber in einem weiteren Mitgliedstaat ein Asylgesuch einreicht, dass die Übernahmeverpflichtungen erlöschen, wenn der Drittstaatsa n- gehörige das Hoheitsgebiet der Mitgliedstaaten für mindestens dre i Mo- nate verlassen hat, es sei denn, der Drittstaatsangehörige ist im Besitz eines vom zuständigen Mitgliedstaat ausgestellten gültigen Aufenthaltst i- tels (Art. 16 Abs. 3 Dublin-II-Verordnung), dass sodann jedem Mitgliedstaat, in Abweichung von den vorgenan nten Zuständigkeitskriterien, die Möglichkeit zur Prüfung eines Asylgesuches eingeräumt wird (vgl. zur Souveränitätsklausel Art. 3 Abs. 2 Dublin -II-D-4004/2013 Seite 8 Verordnung und zur humanitären Klausel Art. 15 Dublin -II-Verordnung; vgl. auch Art. 29a Abs. 3 der Asylverordnung 1 vom 11. August 1999 über Verfahrensfragen [AsylV 1, SR 142.311]), dass der Beschwerdeführer anlässlich der Befragung zur Person (BzP) vom 19. April 2013 im Empfangs- und Verfahrenszentrum D._______ er- klärte, er habe sich vom 30. September 2011 bis Ende März 2012 in Bul- garien aufgehalten, dass der Beschwerdeführer gemäss dem Eurodac-Treffer vom 30. Januar 2012 in Bulgarien um Asyl nachsuchte, dass somit der vorgängige Aufenthalt des Beschwerdeführers in Bulga- rien sowohl aktenkundig als auch von diesem unbestritten ist, dass die bulgarischen Behörden gestützt auf Art. 16 Abs. 1 Bst. c Dublin - II-Verordnung dem Gesuch um Übernahm e des Beschwerdeführers am 24. Juni 2013 zustimmten (vgl. A 19/1), dass das BFM bei dieser Sachlage zu Recht von der Zuständigkeit Bulga- riens für die Durchführung des Asylverfahrens ausging, dass der Beschwerdeführer somit ohne Weiteres in einen Drittstaat (Bu l- garien) ausreisen kann, welcher für die Durchführung des Asyl - und Wegweisungsverfahrens staatsvertraglich zuständig ist, dass der Beschwerdeführer in seiner Rechtmitteleingabe im Wesentlichen bestreitet, in Bulgarien jemals um Asyl ersucht zu haben, und in der Folge Bulgariens Zuständigkeit zur Durchf ührung des Asylverfahrens in Abrede stellt, dass er – entgegen seiner sinngemässen Forderung in seiner Rechtsmit- teleingabe – den zuständigen Mitgliedstaat, in welchem er das Asylve r- fahren durchlaufen möchte, nicht selber wählen kann, dass der Beschwerdeführer seinen Aufenthalt in Bulgarien explizit bestä- tigte, weshalb ebenfalls gemäss Art. 10 Abs. 1 Dublin -II-Verordnung Bul- garien für die Prüfung seines Asylantrags zuständig ist, auch wenn er einwendet, er sei dort lediglich wegen sein es illegalen Grenzübertritts daktyloskopisch erfasst worden, D-4004/2013 Seite 9 dass er zwar zu Protokoll gab, zur Wahrung seiner Rechte im Zusa m- menhang mit einem Unfall, bei dem er {…….}, habe er in G._______ ein Asylgesuch eingereicht , dieses später allerdings zurückgezoge n (vgl. A 6/14 S. 5 und 7), dass – laut Einwand in der Beschwerde – ihn die R._______ Behörden nach Bulgarien hätten zurückschicken müssen, falls er tatsächlich dort um Asyl nachgesucht hätte, dass dieses Vorbringen unbehelflich ist, da G._______ erst sei t dem {…….} Mitglied der Europäischen Union und damit des Dublin - Vertragswerkes ist, dass deshalb kein Anlass besteht, ein Informationsbegehren gemäss Art. 21 Dublin-II-Verordnung an die R._______ Behörden zu stellen, um zu erfahren, ob der Beschwerdeführer dort je um Asyl nachgesucht habe, oder ihm Frist anzusetzen, um eigene diesbezügliche Nachforschungen anzustellen, dass das Vorbringen, die Erwägungen der Vorinstanz würden an Willkür grenzen und die Art. 3, 7 und 54 AsylG verletzen, nicht nachvollziehb ar ist, da vorliegend diese Bestimmungen gar nicht zur Anwendung gelan g- ten, dass der Beschwerdeführer im vorliegenden Fall keine Anhaltspunkte gel- tend macht, wonach Bulgarien, bei welchem es sich um einen Signata r- staat der EMRK, des Abkommens vom 28. Juli 1951 über die Rechtsstel- lung der Flüchtlinge (FK, SR 0.142.30) und des Protokolls über die Rechtsstellung der Flüchtlinge vom 31. Januar 1967 (SR 0.142.301) han- delt, seine staatsvertraglichen Verpflichtungen missachten und ihn in seinen Heimatstaat zurückschaffen würde, dies unter Missachtung des Non-Refoulement-Gebotes oder von Art. 3 EMRK, dass der Beschwerdeführer beweisen oder glaubhaft machen muss, dass seine dortige Behandlung gegen Art. 3 EMRK verstösst, dass es – wie bereits erwähnt – angesichts der Vermutung, wonach jener Staat, der für die Prüfung des Asylgesuchs zuständig ist, die völkerrech t- lichen Verpflichtungen einhalte, dem Beschwerdeführer obliegt, diese Vermutung umzustossen, wobei er ernsthafte Anhaltspunkte vorzubringen hat, dass die Behörden des in Frage stehenden Staates in seinem kon- kreten Fa ll das Völkerrecht verletzen und ihm nicht den notwendigen D-4004/2013 Seite 10 Schutz gewähren oder ihn menschenunwürdigen Lebensumständen aus- setzen würden, dass dieser Nachwei s nicht erbracht worden ist und der Beschwerde - führer auch nicht glaubhaft machen konnte, dass es in Bulgarien keine öf- fentlichen Institutionen gebe, die auf Gesuch der Asylsuchenden hin auf deren Bedürfnisse eingehen können, dass insbesondere nicht erstellt ist, dass Bulgarien gegen die Besti m- mungen der Richtlinie 2003/9/EG des Rates vom 27. Januar 2003 zur Festlegung von Mindestnormen für die Aufnahme von Asylbewerbern in den Mitgliedstaaten ("Aufnahmerichtlinie", ABl. L 31 vom 6. Februar 2003, S. 18) verstösst, dass die Vermutung, wonach Bulgarien seine völkerrechtlichen Verpflic h- tungen einhält, folglich nicht umgestossen wurde, dass der Beschwerdeführer nach dem Gesagten offensichtlich nicht b e- weisen oder glaubhaft machen konnte, dass ein konkretes und ernstha f- tes Risiko bestehe, seine Überstellung nach Bulgarien würde gegen Art. 3 EMRK oder gegen eine andere völkerrechtliche Verpflichtung der Schweiz verstossen, dass sich der Beschwerdeführer sodann auf seinen Gesundheitszustand beruft, der sinngemäss einer Überstellung entgegenstehe, dass er laut dem auf Beschwerdeebene eingereichten Bericht des {…….} (datiert vom 12. Juli 2013), in der Zeit vom 16. Mai 2013 bis 30. Juni 2013 an einem S._______ teilgenommen hat, dass eine zwangsweise Rückweisung von Personen mit gesundheitlichen Problemen nur dann einen Verstoss gegen Art. 3 EMRK darstellen kann, wenn die betroffene Person sich in einem fortgeschrittenen oder termin a- len Krankheitsstadium und bereits in Todesnähe befindet (vgl. Europä i- scher Gerichtshof für Menschenrechte [EGMR], N. c. Vereinigtes Köni g- reich [Appl. No. 26565/05], Urteil vom 27. Mai 2008), dass dies im vorliegenden Fall für die Situation des Beschwerdeführers nicht zutrifft, weil aus der Rechtsmitteleingabe nicht zu entnehmen is t, in- wiefern die erfolgten T._______ einer Überstellung nach Bulgarien entge- genstünden, D-4004/2013 Seite 11 dass Bulgarien die Aufnahmerichtlinie, welche die medizinische Verso r- gung garantiert, in Landesrecht umgesetzt hat und davon ausgegangen werden darf, dass der Beschwerd eführer im Bedarfsfall in Bulgarien, das über eine ausreichende medizinische Infrastruktur verfügt, adäquate m e- dizinische und fachärztliche Betreuung findet, und es ihm obliegt, sich mit allfälligen Beschwerden im Zusammenhang mit T._______ an die zustän- digen Behörden vor Ort zu wenden, dass auch sonst keine Gründe zur Ausübung des Selbsteintrittsrechts der Schweiz (Art. 3 Abs. 2 Dublin -II-Verordnung) und keine konkreten A n- haltspunkte dafür ersichtlich sind, der Beschwerdeführer würde im Falle einer Rückkehr nach Bulgarien in eine existenzielle Notlage geraten, dass das BFM nach dem Gesagten in Anwendung von Art. 34 Abs. 2 Bst. d AsylG zu Recht auf das Asylgesuch des Beschwerdeführers nicht eingetreten ist, dass die Ablehnung eines Asylgesuchs oder das Nichteintreten auf ein Asylgesuch in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz zur Folge h at (Art. 44 Abs. 1 AsylG), vorliegend der Kanton keine Aufenthaltsbewill i- gung erteilt hat und zudem kein Anspruch auf Erteilung einer solchen b e- steht (vgl. EMARK 2001 Nr. 21), weshalb die verfügte Wegweisung im Einklang mit den gesetzlichen Bestimmungen st eht und demnach vom Bundesamt zu Recht angeordnet wurde, dass – wie oben dargelegt – im Rahmen des Dublin-Verfahrens, bei dem es sich um ein Überstellungsverfahren in den für die Prüfung des Asylg e- suchs zuständigen Staat handelt, systembedingt kein Raum bl eibt für Er- satzmassnahmen im Sinne von Art. 44 Abs. 2 AsylG i.V.m. Art. 83 Abs. 1 AuG), dass die Prüfung von allfälligen Wegweisungshindernissen vielmehr be - reits im Rahmen des Nichteintretensentscheides selber stattzufinden hat (vgl. BVGE 2010/45 E. 10.2 S. 645), namentlich unter dem Blickwinkel der Souveränitätsklausel von Art. 3 Abs. 2 Dublin -II-Verordnung i.V.m. Art. 29a Abs. 3 AsylV 1, welche jedoch, wie vorstehend erwähnt, nicht zur Anwendung gelangt, dass in diesem Sinne der vom Bundesamt verfügte We gweisungsvollzug nach Bulgarien demnach zu bestätigen ist, D-4004/2013 Seite 12 dass es dem Beschwerdeführer somit nicht gelungen ist darzutun, inwi e- fern die angefochtene Verfügung Bundesrecht verletzt, den rechtserhebli- chen Sachverhalt unrichtig oder unvollständig feststellt oder unangeme s- sen ist (Art. 106 AsylG), weshalb die Beschwerde abzuweisen ist, soweit darauf einzutreten ist, dass sodann die Gesuche um Gewährung der aufschiebenden Wirkung und um V erzicht auf die Erhebung eines Kostenvorschusses mit vorli e- gendem Urteil gegenstandslos werden, dass das Gesuch um unentgeltliche Rechtspfle ge im Sinne von Art. 65 Abs. 1 VwVG abzuweisen ist, da die Beschwerdebegehren als aussicht s- los zu bezeichnen sind, dass bei diesem Ausgang des Verfahrens die Kosten von Fr. 600. – (Art. 1 - 3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]) dem Beschwerdeführer aufzuerlegen sind (Art. 63 Abs. 1 und 5 VwVG). (Dispositiv nächste Seite) D-4004/2013 Seite 13 Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird. 2. Das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung im Sin- ne von Art. 65 Abs. 1 VwVG wird abgewiesen. 3. Die Verfahrenskosten von Fr. 600.– werden dem Beschwerdeführer auf- erlegt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zuguns- ten der Gerichtskasse zu überweisen. 4. Dieses Urteil geht an den Beschwerdeführer, das BFM und die kantonale Migrationsbehörde. Der Einzelrichter: Die Gerichtsschreiberin: Thomas Wespi Regula Frey Versand: