Motion Fetz. Interdiction des pesticides toxiques 1396 N 21 septembre 1989 währ müssen wir haben, dass betagte Menschen mit Alzhei- merscher Krankheit und anderen Alterskrankheiten nicht um- her- und schon gar nicht abgeschoben werden. Ich bitte um Versicherung und Beruhigung in dieser Richtung, Herr Bundesrat Cotti. Frau Stocker: Mir ist es eine grosse Sorge, wie die Hilflosen- entschädigung an Personen, die die Alzheimersche Krankheit haben, ausgerichtet wird, wenn sie wechselnd von Privaten und Professionellen betreut werden. Die Angehörigen von Pa- tientinnen und Patienten mit der Alzheimerschen Krankheit sind ganz extremen psychischen und physischen Belastun- gen ausgesetzt. Diese Arbeit kann auf die Dauer nicht ertragen und verrichtet werden, wenn keine Entlastungsmöglichkeiten, auch finanzielle, bestehen. Und das betrifft nicht nur AHV- Rentnerinnen und -Rentner, sondern durchaus Menschen im Vor-AHV-Alter. Mir ist es sehr wichtig, dass wir auch dieser Frage im Bundesamt für Sozialversicherung ganz besondere Aufmerksamkeit zuwenden, weil sonst unser Appell, Men- schen sozial in der Gemeinschaft mitzutragen, ein moralischer Appell ist, der ohne Wirkung bleibt. M. Cotti, conseiller fédéral: Je ne suis naturellement pas un spécialiste de la grave maladie d'Alzheimer et je ne peux com- muniquer à M. Braunschweig que les dernières nouvelles qui m'ont été transmises par l'Office fédéral de la santé publique. L'interpellation Nauer datant du 17 juin 1987, il est juste de prétendre que des évolutions ont peut-être eu lieu. Je vais es- sayer de vous donner l'état actuel. Mais, pour ce qui se rap- porte à des détails plus spécifiques, je vous prie de prendre contact directement avec l'office concerné qui pourra vous communiquer des éléments scientifiques plus précis. La maladie d'Alzheimer est une atteinte du système nerveux qui est - comme vous l'avez dit - très mal connue aussi bien quant à son origine que du point de vue du diagnostic et du traitement. La recherche s'effectue à l'échelon national et inter- national. Un seul groupe de chercheurs suisses étudie l'in- fluence de l'environnement (par exemple les virus ou les éléments génétiques, voire les problèmes d'intoxications chroniques) sur les altérations du cerveau. Les recherches sont d'autant plus difficiles que la maladie ne se retrouve pas chez l'animal. Il faut donc les concentrer sur l'homme avec toutes les difficultés que cela entraîne. Des chercheurs dans les différentes instituts et cliniques suis- ses tentent d'améliorer la fiabilité du diagnostic en vue d'un traitement spécifique éventuel, car actuellement il n'en existe pas encore. Je vous signale que, depuis 1987, deux deman- des de recherche ont été déposées auprès du Fonds national et qu'elles ont été acceptées. Deux autres groupes étudient la maladie, sans l'aide du Fonds national. Toutefois, il faut préci- ser que, selon l'avis de l'Office fédéral, les difficultés de la re- cherche ne sont pas tellement dues aux problèmes financiers, mais plutôt au manque de spécialistes qualifiés. L'apparition de la maladie d'Alzheimer est liée à l'âge et les cantons connaissent les besoins globaux qui en résultent comme généralement ceux inhérents au vieillissement de la population. Il n'y a donc pas lieu pour le Conseil fédéral d'inter- venir dans ce secteur qui est lié à l'activité des cantons et, parti- culièrement, des établissements médicaux-sociaux. Je prends note de l'intervention de Mme Stocker. Bien en- tendu, le problème n'est pas uniquement dû à cette maladie, mais je me permettrai de signaler votre souci à l'Office fédéral des assurances sociales, afin qu'il en tienne compte dans le cadre de l'entretien des malades et, surtout, de ceux qui res- tent à leur domicile. Je peux comprendre votre préoccupation, parce que cette maladie touche en définitive le cerveau et rend le soutien à la personne atteinte particulièrement difficile. #ST# 87.559 Motion Fetz Verbot giftigster Pestizide Interdiction des pesticides hautement toxiques Wortlaut der Motion vom 24. September 1987 In der Schweiz werden von Schweizer Firmen eine Reihe hochtoxischer (vgl. Begründung) Pestizide produziert und ge- lagert, die nur für den Export- meist in Dritt-Welt-Staaten - be- stimmtsind. Der Bundesrat wird daher aufgefordert: - eine Liste derjenigen hochtoxischen Pestizide zu erstellen, die nur für den Export bestimmt sind und in der Schweiz nicht angemeldet, zurückgezogen oder verboten sind. - die Produktion und Lagerung dieser Stoffe zu verbieten. Texfe de la motion du 24 septembre 1987 Les firmes suisses produisent et stockent en Suisse un certain nombre de pesticides hautement toxiques (cf. développe- ment) qui ne sont destinés qu'à l'exportation, la plupart du temps vers les pays du tiers monde. Aussi le Conseil fédéral est-il chargé de: - dresser une liste des pesticides hautement toxiques qui no sont destinés qu'à l'exportation et qui, en Suisse, ne sont ac- tuellement ni déclarés, ni interdits, et qui n'ont pas été retirés de la vente; - d'interdire la production et le stockage de ces mêmes pesti- cides. Mitunterzeichner-Cosignataires: Gurtner, Herczog (2) Schriftliche Begründung - Développement par écrit In der Schweiz werden von Schweizer Firmen eine Reihe hochtoxischer Pestizide produziert und gelagert, die nur für den Export - meist in Dritt-Welt-Länder bestimmt sind. Hier bei uns dürfen sie wegen ihrer Giftigkeit nicht angewandt wer- den. Manche dieser Pestizide sind in der Schweiz gar nicht re- gistriert, um so mögliche Schwierigkeiten mit den Behörden zu umgehen. Nach einem 1985 von der FAO verabschiedeten Pestizid-Verhaltenskodex sollten Importländer von Agroche- mikalien über allfällige Auflagen und Verbote im Ursprungs- land informiert werden. Eine solche Notifikation, welche die Vermarktungschancen von Problemgiften beeinträchtigen könnte, kann durch die Nichtanmeldung im Ursprungsland umgangen werden. Diese giftigen Pestizide verursachen in den Dritt-Welt-Ländern jährlich zahlreiche Unfälle, Vergiftungen und Todesfälle. Nach konservativen Schätzungen kommt es bei den rund 500 000 Tonnen Pestiziden, die jährlich in diesen Ländern abgesetzt werden, zu 380 000 Vergiftungsfällen, wovon etwa 10 500 töd- lich enden. Dass aber auch für die Schweiz das Risiko gross ist, wissen wir spätestens seit der Katastrophe in Schweizerhalle vom 1. No- vember 1986, wo 897 Tonnen Agrochemikalien verbrannt und in den Rhein gelangt sind. Nach Schweizerhalle wurde von selten der Behörden und der Chemie immer wieder betont, dass es jetzt gelte, die Produktion von besonders giftigen Stof- fen einzustellen. Doch diese Diskussion wurde kaum je kon- kret. Hier gilt es jetzt, einen Anfang zu machen und die Produktion dieser nur für den Export bestimmten Agrogifte zu verbieten. Folgende Pestizide werden z. B. von Schweizer Firmen produ- ziert, sind aber hier verboten, nicht angemeldet oder zurück- gezogen:21. September 1989 N 1397 Motion Fetz. Verbot giftigster Pestizide Produktenamen Chem. Bezeichnung Produzent Gittklasse WHO oder LD50 Acraben Chlorobenzilat Ciba-Geigy III Galecron Chlorodimeform Ciba-Geigy II (soll zurückgezogen werden) Solvirex Bisulfoton Sandoz l extrem gefährlich DDT Gold Coin verboten (Züllig) in Europa und in den mei- sten Industrieländern Carbicron Dictrotophos Ciba-Geigy Ib Endrin19EC Endrin Gold Coin verboten in CH (Züllig) und EG Fezdrex Heptachlor Gold Coin verboten in USA (Züllig) und EG Nuvacron Monocrotophos Ciba-Geigy Ib Quecksilberhy- droxid Sandoz (Lager- verboten in CH halle Schweizer- halle) Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates vom 18. Mai 1988 Rapport écrit du Conseil fédéral du 18 mai 1988 Die Forderungen sind mit Anhang 3.1 der Stoffverordnung teil- weise erfüllt. Darin wird für eine beträchtliche Zahl chlorierter organischer Verbindungen zwar nicht ausdrücklich der Ex- port, dafür aber die Herstellung und die Einfuhr untersagt. Ohne Herstellung und Einfuhr ist indes eine Ausfuhr nicht mehr möglich. Ein Exportverbot ist weder rechtlich noch sach- lich begründet. Die landwirtschaftlichen Hilfsstoffe eines Landes richten sich nach der geographischen Lage, der Agrarpolitik und dem Klima sowie der lokalen Flora und Fauna, was analog auch auf dem Heilmittel- oder Lebensmittelsektor gilt. Aus diesem Grund vermögen die schweizerischen Behörden die Verwendbarkeit eines Produktes im Ausland nicht genü- gend abzuschätzen. Die Beurteilung der Tauglichkeit und Zu- lässigkeit ist Sache der betreffenden ausländischen Behörde. Zur Unterstützung dieser Behörden haben die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD), das Umweltprogramm der Vereinten Nationen (UNEP) und die Organisation der Vereinten Nationen für Ernährung und Land- wirtschaft (FAO) eine Empfehlung, Richtlinien bzw. einen inter- nationalen Verhaltenskodex betreffend den Export chemi- scher Produkte, namentlich der Pestizide, ausgearbeitet. Diese Texte, denen Bundesrat und unsere Industrie zustim- men, empfehlen einerseits einen zwischenstaatlichen Infor- mationsaustausch über die Regelungen hinsichtlich chemi- scher Produkte und anderseits eine Exportnotifikation für Pro- dukte, die in ihrem Herkunftsland verboten oder streng regle- mentiert sind. Schriftliche Erklärung des Bundesrates Déclaration écrite du Conseil fédéral Der Bundesrat beantragt, die Motion abzulehnen. Frau Fetz: Ich beantrage Ihnen, meine Motion betreffend Ex- portverbot giftigster Pestizide zu überweisen. Kurz zum Sach- verhalt. Es geht um folgendes: In der Schweiz werden von Schweizer Firmen eine Reihe hochtoxischer Pestizide produ- ziert und gelagert, die nur für den Export bestimmt sind. Sie gehen vor allem in die Dritte Welt. In der Schweiz dürfen sie ge- rade wegen ihrer Giftigkeit nicht angewendet werden. In mei- ner Motion fordere ich darum den Bundesrat auf, zwei Mass- nahmen zu ergreifen. 1. Der Bundesrat soll eine Liste derjenigen Pestizide erstellen, die nur für den Export bestimmt sind und die in der Schweiz nicht angemeldet, zurückgezogen oder verboten sind, damit wir überhaupt wissen, um welche Pestizide es geht. 2. Diese Pestizide, ihre Produktion und Lagerung soll verbo- ten werden. Es handelt sich vor allem um Agro-Gifte, und diese verursa- chen in der Dritten Welt jährlich zahlreiche Unfälle, Vergiftun- gen und sogar Todesfälle. Nach konservativen Schätzungen kommt es bei den rund 500 000 Tonnen Agro-Giften, die jähr- lich in diesen Ländern eingesetzt werden, zu annähernd 400000 Vergiftungsunfällen, davon enden etwa 10000 töd- lich. Die Stellung des Bundesrates, der ja die Motion ablehnt, kann keinesfalls befriedigen. Ich möchte auf drei Punkte seiner Stellungnahme eingehen. 1. Der Bundesrat gibt selbst zu, dass die im Anhang der Stoff- verordnung genannten Stoffe nur einen Teil der exportierten Agro-Gifte bilden. Ein Teil der exportierten Agro-Gifte ist also im Anhang schon aufgeführt, aber ein grosser Teil ist nicht er- fasst. 2. Die Aussage des Bundesrates, dass die Schweizer Behör- den die Verwendbarkeit eines Produktes im Ausland nicht ge- nügend abzuschätzen vermögen, zeugt doch von einer gra- vierenden Hilflosigkeit oder - man kann es auch so sehen - von einem masslosen Zynismus. Die Sache ist ziemlich ein- fach: Was bei uns zu giftig und deshalb verboten ist, kann doch nicht plötzlich in einem anderen Land gesund sein. 3. Auch die vom Bundesrat genannten Empfehlungen und Richtlinien der OECD und der FAO können nicht genügen. Dazu nur ein Beispiel : Nach den von der FAO verabschiedeten Pestizid-Verhaltensabkommen - das gibt es - sollten Import- länder von Agro-Chemikalien über allfällige Auflagen und Ver- bote im Ursprungsland informiert werden. Nun ist es aber so, dass diese Agro-Gifte in den produzierenden Ländern oft gar nicht angemeldet sind und darum das Ursprungsland diese Empfehlungen schlicht und einfach umgehen kann. Ich meine, es ist schon eine schreiende Ungerechtigkeit, dass Schweizer Firmen mit hochtoxischen Agro-Giften, vor allem in der Dritten Welt, Geschäfte und Profit machen können. Aber es ist auch so, - und das müssen wir sehen - dass wir in der Schweiz, dass die Schweizer Bevölkerung betroffen ist. Diese Agro-Gifte sind zwar hier verboten, aber sie werden hier für den Export produziert und gelagert, und wozu das führen kann, das wissen wir spätestens seit «Schweizerhalle». Da- mals flössen nämlich viele dieser Gifte, die ausschliesslich für den Export bestimmt waren, in den Rhein. Damals, im ersten Schrecken, wurde von seilen der Behörden und auch der Chemie immer wieder gesagt, dass es nun gelte, Massnahmen zu ergreifen, dass es auch darum gehe, die Pro- duktion gewisser giftiger Stoffe einzustellen. Aber seither ist nicht gerade viel geschehen. Ich meine, hier gilt es nun. Hier können Sie einen Anfang machen und die Produktion und La- gerung von giftigen Pestiziden verbieten. Es handelt sich wie gesagt vor allem um Agro-Gifte, die für den Export bestimmt sind. Ich bitte Sie um Zustimmung. M. Cotti, conseillerfédéral: Je n'ai pas beaucoup à ajouter à la réponse que le Conseil fédéral a donnée à Mme Fetz, il y a deux ans. Je préciserai cependant que chaque pays utilise les matières auxiliaires agricoles qui sont adaptées à sa situation géographique, à sa politique agricole, à son climat ainsi qu'à la faune et à la flore locales. Il en va de même en ce qui con- cerne les médicaments et les denrées alimentaires. Il serait donc trop facile de pouvoir classifier de manière abso- lue ici un secteur de produits interdits, là un secteur de pro- duits non interdits. Certains d'entre eux sont à déconseiller dans un secteur et, sous un autre climat, au contraire pour- raient être conseillés. Des exemples d'ordre pratique pour- raient être cités en la matière. C'est pourquoi les autorités suisses ne sont pas en mesure de juger de manière suffisante les possibilités d'utilisation d'un produit dans un pays étranger. Il revient avant tout à ce pays d'évaluer le produit sur la base des effets qu'il pourrait y en- gendrer. Il appartient à l'autorité compétente du pays con- cerné de juger si un produit convient et s'il peut être admis. Je répète que l'ordonnance sur les substances dangereuses n'interdit pas les exportation, mais bien la production de toute une série de produits. Il est donc logique: pas de production, pas d'exportation! Les autorités des pays en voie de développement sont, par ail- leurs, Madame Fetz, assistées par l'Organisation de coopéra-Motion Müller-Wiliberg. Listériose et marché du fromage 1398 N 21 septembre 1989 tion et de développement économiques, l'OCDE, et le Pro- gramme des Nations Unies pour l'environnement. J'ai pu constater que ce programme opère de façon tout à fait fiable, surtout face aux problèmes des pays en voie de développe- ment. L'Organisation des Nations Unies pour l'alimentation et l'agriculture a également élaboré une recommandation des li- gnes directrices et un code international de conduite concer- nant l'exportation de produits chimiques, notamment des pes- ticides. On suit ce code international et ces lignes directrices. Par conséquent, les autorités compétentes des pays souve- rains, conseillées par toute une série d'organisations interna- tionales, disposent de l'information nécessaire afin d'adapter leur législation comme le font déjà, d'ailleurs, bon nombre d'entre elles. Si plusieurs produits sont déjà interdits au stade de leur pro- duction et ne peuvent donc pas être exportés, la plupart des problèmes posés sont par conséquent réglés. Il reste toutefois en cause la responsabilité des pays preneurs qui sont con- seillés par trois organisations internationales distinctes. En conclusion, le Conseil fédéral rejette la motion. Abstimmung - Vote Für Ueberweisung der Motion 30 Stimmen Dagegen Bestimmen #ST# 87.964 Motion Müller-Wiliberg Käsemarkt und Listériose Listériose et marché du fromage Wortlaut der Motion vom 15. Dezember 1987 Verschiedene Ereignisse der letzten Tage rund um den Käse- markt haben ein Ausmass angenommen, die nach rasch wir- kenden Massnahmen verlangen. Der Bundesrat wird deshalb beauftragt: 1. Raschmöglichsteinen nationalen Koordinationsstab einzu- setzen, in dem alle interessierten Kreise (Behörden, Produzen- ten, Handel, Konsumenten) vertreten sind. Dieser Koordinati- onsstab soll die Durchführung der nötigen Untersuchungs-, Bewertungs-, Vollzugs- und Informationsaufgaben.überwa- chen, aufeinander abstimmen und nötigenfalls selbst wahr- nehmen. Er soll insbesondere klare Untersuchungskriterien und Beurteilungsmassstäbe aufstellen, die auch im internatio- nalen Vergleich standhalten. 2. Einheitliche Bewertungsmassstäbe und Vollzugskriterien für alle Kantone zu erlassen. 3. Eine koordinierte, kontinuierliche und klare Informationspo- litik durch die Behörden des Bundes und der Kantone sicher- zustellen. • Texte de la motion du 15 décembre 1987 Les événements qui ont touché le marché du fromage ces der- niers jours ont pris une ampleur telle qu'il est devenu indispen- sable d'arrêter des mesures produisant rapidement de l'effet. C'est pourquoi le Conseil fédéral est chargé: 1. d'instituer le plus rapidement possible un état-major natio- nal de coordination, composé de représentants de tous les mi- lieux intéressés (pouvoirs publics, producteurs, commer- çants, consommateurs). Cet état-major aura pour tâche de surveiller l'exécution des travaux d'analyse, de l'évaluation de leurs résultats, de l'application de mesures arrêtées et de l'in- formation de l'opinion publique; il devra coordonner ces tâches et, le cas échéant, les assumer lui-même. Il devra no- tamment établir des critères précis d'analyse et des règles pour l'évaluation des résultats, normes qui devront être har- monisées au niveau international; 2. d'édicter des critères d'analyse et des règles pour l'évalua- tion, qui soient uniformes pour tous les cantons; 3. d'assurer la coordination, la continuité et la clarté de la politi- que d'information des autorités fédérales et cantonales. Mitunterzeichner - Cosignataires: Aregger, Basler, Berger, Blatter, Bühler, Burckhardt, Bürgi, Dünki, Eggly, Etique, Fi- scher-Hägglingen, Fischer-Sursee, Frey Walter, Friderici, Graf, Hänggi, Mari, Hess Otto, Hess Peter, Humbel, Kohler, Kühne, Leuba, Loeb, Loretan, Luder, Müller-Meilen, Nebiker, Neuenschwander, Oester, Philipona, Reimann Maximilian, Rohrbasser, Rutishauser, Rüttimann, Rychen, Sager, Savary- Fribourg, Schnider, Schwab, Seiler Hanspeter, Seiler Rolf, Spalti, Wanner, Widrig, Wyss William, Zölch, Zwingli (48) Schriftliche Begründung - Développement par écrit Durch die gegenwärtige, teilweise widersprüchliche Lage wer- den die Konsumenten, die Produzenten und der Handel im- mer mehr verunsichert. Um den wachsenden Schaden einzu- dämmen, sind Massnahmen im aufgezeigten Sinne vordring- lich. Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates vom 13. Juni 1988 Rapport écrit du Conseil fédéral du 13 juin 1988 1. Zur Koordination der Information im interdepartementalen Bereich wie auch gegenüber den Vollzugsbehörden, den Pro- duzenten, dem Handel und den Konsumenten hat das BAG die entsprechenden Kreise konsultiert. Ebenso wurden die Untersuchungsverfahren und die Beurteilung der Analysener- gebnisse mit dem Ausland verglichen und diskutiert. Die Durchführung und Ueberwachung der Massnahmen sowie die Festlegung von Untersuchungskriterien und Beurteilungs- massstäben sind jedoch nach wie vor eindeutig Vollzugsauf- gaben, die nach geltendem Recht dem BAG sowie im Bereich der Rechtsetzung dem EDI zukommen. Die Zuordnung von Vollzugs- und Rechtsetzungskompetenzen an einen Koordi- nationsstab wäre unzweckmässig und nach geltendem Recht (Verordnung 172.15) nicht möglich. Die geltende Regelung ordnet die Kompetenzausscheidung und schafft Klarheit über die Verantwortlichkeit. 2. Am 25. Februar 1988 hat das Departement des Innern in der Verordnung vom 1. Juli 1987 über die hygienisch-mikrobiolo- gischen Anforderungen an Lebensmittel, Gebrauchs- und Ver- brauchsgegenstände den Grenzwert für Listeria monocytog- nes von «nicht nachweisbar in 10 g genussfertigem Lebens- mittel» festlegt und auf den 15. März a. c. in Kraft gesetzt. Die- ser Grenzwert ergibt Gewähr für die Einheitlichkeit der Beurtei- lung der Untersuchungsresultate aller genussfertigen Lebens- mittel, einschliesslich Fleisch und Fleischwaren und den von den Kantonen verfügten Vollzugsmassnahmen. Der Bundes- rat verfolgt zudem auch die internationale Entwicklung zur Harmonisierung von Präventivmassnahmen im internationa- len Warenverkehr. 3. Unter dem Vorsitz des Departementschefs haben zwei Tref- fen mit den Vertretern der Käseproduzenten und des -handels stattgefunden. Ueber die dabei erarbeitete Kontrollstrategie wurde die Oeffentlichkeit durch eine Pressemitteilung des De- partements informiert. Es muss jedoch festgehalten werden, dass nach geltendem Recht die Information Sache der Kan- tone ist. Es ist deshalb vorgesehen, im Rahmen der Totalrevi- sion des Lebensmittelgesetzes die zukünftige, koordinierte In- formationspolitik zu regeln. Der Bundesrat hat im April dem Departement des Innern den Auftrag zur Totalrevision des Le- bensmittelgesetzes erteilt. Schriftliche Erklärung des Bundesrates Déclaration écrite du Conseil fédéral Der Bundesrat beantragt: Ziffer 1 der Motion abzulehnen. Ziffer 2, weil erfüllt, abzuschreiben. Ziffer 3 als Postulat entgegenzunehmen.Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali Motion Fetz Verbot giftigster Pestizide Motion Fetz Interdiction des pesticides hautement toxiques In Amtliches Bulletin der Bundesversammlung Dans Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale In Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale Jahr 1989 Année Anno Band IV Volume Volume Session Herbstsession Session Session d'automne Sessione Sessione autunnale Rat Nationalrat Conseil Conseil national Consiglio Consiglio nazionale Sitzung 05 Séance Seduta Geschäftsnummer 87.559 Numéro d'objet Numero dell'oggetto Datum 21.09.1989 - 08:00 Date Data Seite 1396-1398 Page Pagina Ref. No 20 017 717 Dieses Dokument wurde digitalisiert durch den Dienst für das Amtliche Bulletin der Bundesversammlung. 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