Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Verfassungs- und Verwaltungsrecht vom 11. August 2017 (810 17 35) ____________________________________________________________________ Zivilgesetzbuch Behördliche Aufsicht über den Willensvollstrecker / Vorsorgliche Massnahmen Besetzung Präsidentin Franziska Preiswerk-Vögtli, G erichtsschreiber Stefan Suter Beteiligte A.____ , Beschwerdeführer, vertreten durch PD Dr. Peter Reetz und Silvia Meier, Rechtsanwälte gegen 1. Regierungsr at des Kantons Basel -Landschaft , 4410 Liestal, Beschwerdegegner 2. B.____ , Beschwerdegegner 3. C.____ , Beschwerdegegner Beschwerdegegner 2 + 3 vertreten durch Dr. Christian Hochstrasser, Rechtsanwalt Betreff Gesuch um Erlass von Anweisungen an die Wil lensvollstrecker (RRB Nr. 116 vom 24. Januar 2017) Seite 2 http://www.bl.ch/kantonsgericht A. Die verwitwete D.____ schloss mit ihren Nachkommen E. ____, A.____ und F.____ am 14. Dezember 2011 einen öffentlich beurkundeten Erbve rtrag. Sie sahen darin vor, dass der Nachlass zu gleichen Teilen an die Kinder gehen solle. D.____ ernannte weiter B.____ und C.____ zu ihren Willensvollstreckern. Diese letztwillige V erfügung hielt sie im öffentlich beur- kundeten Testament vom 27. Mai 2014 aufrecht. Am 9. Juni 2014 verstarb D.____. B. Das Verhältnis zwischen A.____ und seinen Geschwistern ist seit Jahren von Konflik- ten geprägt. Diese traten im Zuge der Nachlassabwicklun g zu Tage. Kurz nach deren Amtsan- tritt kam es auch zwischen A.____ und den Willensvollstreck ern zu ersten Differenzen, die in der Folge eskalierten und schliesslich darin gipfelten, dass A.____ vor dem Zivilkreisgericht Basel-Landschaft West im Rahmen von Ungültigkeitsklagen d ie Absetzung der Willensvollstre- cker verlangte (separate Klagen vom 10. Juli 2015, die Verfahren sind noch hängig) sowie Straf- und Aufsichtsanzeigen gegen die Willensvollstrecker einreichte. C. Der Nachlass umfasst unter anderem zehn Mehrfamilien häuser mit insgesamt über 100 Mietwohnungen, die zu Lebzeiten der Erblasserin - ohne dass hierzu ein schriftlicher Ver- trag existierte - von der G.____ AG verwaltet wurden. Diese Gesellschaft wird wirtschaftlich von A.____ beherrscht, der als Präsident des Verwaltungsrates mit Einzelunterschrift amtiert und die Firma personifiziert. Die Willensvollstrecker erklärt en sich grundsätzlich damit einverstan- den, dass die G.____ AG die bisher verwalteten Liege nschaften zu den bis anhin geltenden Konditionen weiterhin betreute, sie bestanden aber au f einem schriftlichen Vertrag mit jeweils separater Buchhaltung für die vermieteten Liegenschaften. Ein solcher Bewirtschaftungsvertrag wurde - nach längerem Hin und Her - am 15. Dezember 2014/15. März 2015 rückwirkend per 1. Januar 2015 abgeschlossen. Am 3. Juni 2015 setzte C. ____ A.____ im Namen der Willens- vollstrecker darüber in Kenntnis, dass dieser die Willensv ollstrecker gemäss den - erst nach mehrfachem Insistieren beigebrachten - Abrechnungen de r Vorjahre über die vor dem Ableben der Erblasserin ausgerichteten Verwaltungshonorare ge täuscht und die Honoraransätze im neuen Vertrag eigenmächtig massiv erhöht habe. Mit Schreiben an die G.____ AG vom 10. Juni 2016 kündigten die Willensvollstrecker den Bewirtschaftungsv ertrag vertragsgemäss per 31. Dezember 2016. Gleichentags unterbreiteten die Willensvollstrecker der Einzelfirma H.____ einen auf den 7. Juni 2016 datierten Vertragsentwurf für einen ab 1. Januar 2017 laufenden Bewirtschaftungsvertrag, den der Inhaber in der Folge akzeptierte. D. Mit Gesuchseingabe vom 10. Oktober 2016 an die Zivilre chtsverwaltung Basel- Landschaft als Aufsichtsbehörde über die Willensvollstrecker stellte A.____, vertreten durch PD Dr. Peter Reetz und Silvia Meier, Rechtsanwälte, folgende Rechtsbegehren: "1. Es seien die Gesuchsgegner im Sinne einer superpro visorischen (vorsorglichen) Mass- nahme anzuweisen und zu verpflichten, die Kündigung de s Bewirtschaftungsvertrags vom 15. Dezember 2014/10. März 2015 zwischen der G.____ AG (Unternehmung, an welcher der Gesuchsteller eine massgebliche Beteiligung hat) und der Erbengemein- schaft D.____ zurückzuziehen resp. (eventualiter) mit de r G.____ AG den entspre- chenden Bewirtschaftungsvertrag vom 15. Dezember 2014/10. März 2015 fortzusetzen Seite 3 http://www.bl.ch/kantonsgericht und gleichzeitig den mit der Einzelunternehmung H.___ _ am 7. Juni 2016 abgeschlos- senen Bewirtschaftungsvertrag zu widerrufen. 2. Eventualiter seien die Massnahmen gemäss Ziff. 1 vorst ehend als vorsorgliche Mass- nahme anzuordnen. 3. Es seien die Gesuchsgegner anzuweisen, zukünftig vor A bschluss eines (allfälligen) neuen Bewirtschaftungsvertrags bezüglich der Liegenschaft en der Erbengemeinschaft D.____ Rücksprache mit sämtlichen Erben (d.h. mit allen drei Erben) zu nehmen und eine öffentliche Ausschreibung der zu erbringenden Bewir tschaftungsleistung vorzu- nehmen. 4. Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen, zzgl. 8 % MWST auf der Prozessent- schädigung, zu Lasten der Gesuchsgegner." Der Gesuchsteller führte zur Begründung zusammengefasst aus, die Erblasserin habe die bei- den Gesuchsgegner als Willensvollstrecker eingesetzt, wei l sie eine "paritätische" Vertretung der Erben im Rahmen der Willensvollstreckung angestrebt habe. C.____ vertrete die Interessen von E.____ und F.____, B.____ hätte für ihn tätig se in müssen. Dieser habe aber am 4. Dezember 2014 sämtliche Mandate für ihn und seine Unternehmungen niedergelegt. Auf- grund dessen sehe er sich nunmehr zwei parteiischen Willen svollstreckern gegenüber, welche den Willen der Erblasserin missachteten und seine Inter essen systematisch übergingen. Dies zeige sich im vorliegend dem Amt unterbreiteten Sachverhalt bezüglich der Bewirtschaftung der sich im Nachlass befindlichen Immobilien. Die G.____ AG h abe während vieler Jahre die Lie- genschaften der Erblasserin verwaltet und es sei deren au sdrücklicher Wunsch gewesen, dass dies zumindest bis zur definitiven Teilung der Erbschaft so bleibe. Die Willensvollstrecker hätten den Bewirtschaftungsauftrag aus haltlosen Gründen aufg ekündigt und auf ein unerfahrenes Einzelunternehmen gesetzt, ohne vorher mit ihm oder den übrigen Erben das Gespräch ge- sucht zu haben. Als Erbe müsse er nicht akzeptieren, dass ih m die neue Verwalterin aufge- zwungen werde. Diverse der betroffenen Liegenschaften w ürden im Rahmen der Erbteilung ohnehin an ihn zu Alleineigentum übergehen und spätest ens dann wieder von der G.____ AG verwaltet werden, weshalb dem Nachlass durch den Verwaltu ngswechsel ein unnötiger Zusatz- aufwand entstehe. Der neue Liegenschaftsverwalter sei we iter nicht in der Lage, eine ausrei- chende Qualität zu bieten. Es sei deshalb zu befürchten, dass sich der Wert der Liegenschaften verringere. Entgegen der Behauptungen der Willensvoll strecker führe der neue Vertrag auch nicht zu Einsparungen bei den Verwaltungskosten. Die W illensvollstrecker hätten das ihnen zukommende Ermessen dadurch gravierend verletzt. Er verfüge über einen zivilrechtlichen An- spruch darauf, dass die Aufsichtsbehörde die Amtshandlung en der Willensvollstrecker überprü- fe und aufgrund der drohenden Gefahr für das Nachlassvermögen vorsorglich dafür besorgt sei, dass der mit der H.____ abgeschlossene Vertrag widerrufen werde. E. Am 13. Oktober 2016 wies die Zivilrechtsverwaltung di e Willensvollstrecker superprovi- sorisch an, sämtliche Aktivitäten zur Übergabe der Liegen schaftsverwaltung zu sistieren. Mit Verfügung vom 23. November 2016 wies sie alsdann sämtliche Anträge auf Erlass vorsorglicher Seite 4 http://www.bl.ch/kantonsgericht Massnahmen ab. Zur Begründung führte sie im Wesentliche n aus, als Aufsichtsbehörde über- prüfe sie die Amtsführung der Willensvollstrecker unter d er Optik der Anweisungen der Erblas- serin sowie der Sorgfaltspflicht gegenüber dem Nachlas s. Vorliegendenfalls seien diese Krite- rien eingehalten worden, weshalb eine Intervention der Aufsichtsbehörde nicht angezeigt er- scheine. F. Gegen diese Verfügung erhob A.____, weiterhin vert reten durch PD Dr. Peter Reetz und Silvia Meier, Rechtsanwälte, am 5. Dezember 2016 B eschwerde beim Regierungsrat des Kantons Basel-Landschaft. Die Rechtsbegehren lauteten dabei wie folgt: "1. Hauptbegehren I: Es sei die Verfügung der Zivilre chtsverwaltung Basel-Landschaft vom 23. November 2016 (Ref.-Nr. 1107), darin insbesond ere das Dispositiv (=Ziff. III), vollumfänglich aufzuheben; entsprechend seien die Besc hwerdegegner anzuweisen und zu verpflichten, die Kündigung des Bewirtschaftun gsvertrags vom 15. Dezember 2014/10. März 2015 zwischen der G.____ AG (Unternehmun g an welcher der Be- schwerdeführer eine massgebliche Beteiligung hat) und de r Erbengemeinschaft D.____ zurückzuziehen resp. (eventualiter) mit der G.___ _ AG den entsprechenden Bewirtschaftungsvertrag vom 15. Dezember 2014/10. März 20 15 fortzusetzen und gleichzeitig den mit der Einzelunternehmung H.____ am 7. Juni 2016 abgeschlossenen Bewirtschaftungsvertrag zu widerrufen. 2. Hauptbegehren II: Die Beschwerdegegner seien anzuw eisen, zukünftig vor Abschluss eines (allfälligen) neuen Bewirtschaftungsvertrags bezü glich der Liegenschaften der Erbengemeinschaft D.____ Rücksprache mit sämtlichen Erben ( d.h. mit allen drei Er- ben) zu nehmen und eine öffentliche Ausschreibung der zu erbringenden Bewirtschaf- tungsleistung vorzunehmen. 3. Antrag auf vorsorgliche Massnahmen I: Es seien die Massn ahmen gemäss Rechtsbe- gehren Ziff. 1 vorstehend zusätzlich als superprovisorische v orsorgliche Massnahmen (ohne Anhörung der Beschwerdegegner), eventualiter al s vorsorgliche Massnahmen anzuordnen. 4. Antrag auf vorsorgliche Massnahmen II: Es seien die Besc hwerdegegner anzuweisen, sämtliche Aktivitäten zur Übergabe der Liegenschaftsverwalt ung von der G.____ AG an die H.____ zu unterlassen resp. zu sistieren und di e H.____ über diese Anordnung zu orientieren (so auch bereits die Verfügung der Zivilr echtsverwaltung Basel- Landschaft vom 13. Oktober 2016, Ref.-Nr. 1107, III. [=Dispositiv], Ziff. 3). 5. Eventualiter sei die Angelegenheit zur Neubeurteil ung an die Zivilrechtsverwaltung Basel-Landschaft zurück zu weisen. 6. Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen, zzgl. 8 % MWST auf der Prozessent- schädigung, für das Verfahren vor dem Regierungsrat und vor der Zivilrechtsverwal- tung, zu Lasten der Beschwerdegegner." Seite 5 http://www.bl.ch/kantonsgericht In der Beschwerdebegründung rügte A.____ schwergewichti g eine Verletzung seines An- spruchs auf rechtliches Gehör durch die Zivilrechtsverwaltun g, da ihm die Stellungnahme der Willensvollstrecker im erstinstanzlichen Verfahren nie zug estellt worden sei und er sich dem- entsprechend auch nicht dazu habe äussern können. Der Ent scheid enthalte auch keine nach- vollziehbare Begründung und verstosse so zusätzlich noch g egen die Begründungspflicht. Eine weitere Verletzung erblickte er sinngemäss in der von der Erstinstanz vorgenommenen Über- prüfungsbeschränkung. Bei der von ihm monierten Kündigu ng des Bewirtschaftungsvertrags handle es sich eindeutig um eine unangemessene Handlung der Willensvollstrecker, weshalb die Aufsichtsbehörde diese näher hätte untersuchen m üssen. Weiter verwies er auf die bereits im Gesuch vom 10. Oktober 2016 vorgebrachten Argumente. G. Die das regierungsrätliche Beschwerdeverfahren instru ierende Volkswirtschafts- und Gesundheitsdirektion (VGD) wies am 9. Dezember 2016 den Hauptantrag auf Erlass superpro- visorischer resp. vorsorglicher Massnahmen ab, hiess jedoch d en entsprechenden Eventualan- trag gut und wies die Willensvollstrecker vorsorglich an , sämtliche Aktivitäten zur Übergabe der Liegenschaftsverwaltung zu sistieren. H. Mit Regierungsratsbeschluss Nr. 0116 vom 24. Januar 2017 wies der Regierungsrat die Beschwerde ab. In der Begründung verneinte er eine Verletzung des rechtlichen Gehörs. Er erwog dazu, es sei zwar stossend, dass A.____ nicht über die Vernehmlassung der Willensvoll- strecker informiert worden sei. Er habe allerdings im r egierungsrätlichen Verfahren Aktenein- sicht erhalten und nochmals ausgiebig Stellung nehmen k önnen. Der Regierungsrat wies aus- serdem darauf hin, dass er die Beschwerde mit voller Kogn ition prüfe, weshalb Gehörsverlet- zungen ohnehin geheilt werden könnten. In der Sache vermochte er keine parteiische Mandats- führung der Willensvollstrecker zu erkennen. Die Kündigun g des Bewirtschaftungsvertrags für sich allein genüge hierzu nicht. Die Kündigung stelle a uch keine Pflichtverletzung dar, zumal der neu abgeschlossene Vertrag wesentlich günstigere Konditionen enthalte und das Verhältnis der Parteien aufgrund diverser Vorfälle belastet sei. Der Entscheid der Willensvollstrecker beru- he demnach auf sachlich vertretbaren Kriterien und fal le in ihren Ermessensspielraum, der von der Aufsichtsbehörde zu respektieren sei. I. Gegen diesen Entscheid hat A.____, nach wie vor ver treten durch PD Dr. Peter Reetz und Silvia Meier, Rechtsanwälte, mit Eingabe vom 6. Februar 2017 beim Kantonsgericht, Abtei- lung Verfassungs- und Verwaltungsrecht (Kantonsgericht), Beschwerde erhoben. Er beantragt, der angefochtene Entscheid sei aufzuheben und den im regierungsrätlichen Verfahren gestell- ten Hauptbegehren sowie Anträgen auf superprovisorische, eventualiter vorsorgliche Mass- nahmen sei stattzugeben. Eventualiter sei die Angelegenheit zur Neubeurteilung an den Regie- rungsrat, subeventualiter an die Zivilrechtsverwaltung z urückzuweisen. Dies alles habe unter Kosten- und Entschädigungsfolgen, zuzüglich Mehrwertsteu er, für das Verfahren vor dem Re- gierungsrat und vor der Zivilrechtsverwaltung zu Lasten d er Beschwerdegegner zu erfolgen. In verfahrensrechtlicher Hinsicht stellt er Antrag auf Durchf ührung einer mündlichen Verhandlung. Er rügt wiederum eine Verletzung seines Anspruchs auf r echtliches Gehör. Die von der Vor- instanz angebotene nachträgliche Akteneinsicht habe die sc hwere Gehörsverletzung durch die Erstinstanz nicht zu heilen vermocht, weshalb deren Verf ügung bereits aus formellen Gründen Seite 6 http://www.bl.ch/kantonsgericht aufzuheben gewesen sei. Zudem habe der Regierungsrat seine Kognition im Sinne einer Er- messensunterschreitung unzulässig beschränkt, indem er sich im Entscheid nicht mit der Frage der Unangemessenheit bzw. Unzweckmässigkeit der Kündigung des Bewirtschaftungsvertrages mit der G.____ AG auseinandergesetzt habe. Darin sei auch ein eklatanter Begründungsman- gel zu sehen. In seiner - vom Regierungsrat verkannte n - systematischen Benachteiligung durch die Willensvollstrecker trete weiter deren Partei lichkeit offen zu Tage. Der Ermessens- missbrauch in Form der eigenmächtigen Kündigung des Ver trags ohne sachlichen Grund schä- dige ihn erheblich. Die Beendigung der Zusammenarbei t mit der G.____ AG widerspreche dar- über hinaus dem Willen der Erblasserin und sei in Verletzung der Informationspflichten erfolgt. J. Bereits am 31. Januar 2017 hatten die Willensvollstr ecker C.____ und B.____ beim Kantonsgericht eine "Schutzschrift" eingereicht, in der si e beantragt hatten, einer allfälligen Be- schwerde A.____s sei keine aufschiebende Wirkung zu ertei len und ein Antrag auf Erlass su- perprovisorischer Massnahmen sei gegebenenfalls abzuweisen. K. Mit Verfügung vom 8. Februar 2017 wies der Vizepr äsident des Kantonsgerichts das Gesuch des Beschwerdeführers um Erlass superprovisorischer Massnahmen ab. L. In ihrer Vernehmlassung vom 3. April 2017 stellen C .____ und B.____, mittlerweile vertreten durch Dr. Christian Hochstrasser, Advokat, Ant rag auf vollumfängliche Abweisung der Beschwerde unter Kosten- und Entschädigungsfolge zuzügl ich Mehrwertsteuer zulasten des Beschwerdeführers. Sie führen zusammengefasst aus, es li ege in ihrem alleinigen weiten Er- messen, im Interesse der gesamten Erbengemeinschaft über die Bewirtschaftung der Nach- lassliegenschaften zu entscheiden. Aus den letztwilligen Ve rfügungen der Erblasserin ergebe sich keine Anweisung, dass die Liegenschaften von der G.__ __ AG verwaltet werden sollten. Sie - die Willensvollstrecker - seien anfänglich daran in teressiert gewesen, den status quo bei- zubehalten und die Immobilien im bisherigen Umfang du rch die Gesellschaft des Beschwerde- führers bewirtschaften zu lassen. Dieser habe sie allerdi ngs getäuscht und sich dadurch eine massive Erhöhung des Verwaltungshonorars verschafft. Aufgru nd der Zweifel an der Loyalität des Vertragspartners und des obstruierenden und ungebührlichen Verhaltens des Beschwerde- führers in sämtlichen Erbschaftsangelegenheiten, wodurch ein Ende ihres Willensvollstrecker- mandats unabsehbar geworden sei, habe sich die Kündig ung des Bewirtschaftungsvertrags geradezu aufgedrängt. In der Zwischenzeit habe sich auch noch herausgestellt, dass der Be- schwerdeführer eine von der G.____ AG im Mieterspiegel als leerstehend ausgewiesene Woh- nung mietfrei bewohne. Die Fremdvergabe des Bewirtschaf tungsauftrages sei die einzig ange- messene und zweckmässige Reaktion gewesen. Sie hätten neu zu weit günstigeren Konditio- nen einen erfahrenen Immobilienfachmann mit der Verw altung betraut, womit sie im Sinne des Gesamtnachlasses gehandelt hätten. Diese Entscheidung hätten sie aufgrund ihrer grundsätzli- chen Autonomie auch nicht vorgängig mit den Erben absprechen müssen. M. Der Regierungsrat schliesst in seiner Stellungnahme vom 10. April 2017 auf kostenfäl- lige Abweisung der Beschwerde. Er unterstreicht, dass di e Heilung der Gehörsverletzung zu- lässig gewesen sei und eine Rückweisung an die Zivilrechtsverwaltung bloss zu einem formalis- tischen Leerlauf geführt hätte. Bei der streitgegenstän dlichen Kündigung des Bewirtschafts- Seite 7 http://www.bl.ch/kantonsgericht ungsvertrags handle es sich um eine Verwaltungshandlung der Willensvollstrecker, die in deren Ermessen gestellt sei, wobei der Beschwerdeführer keine unsachgemässe Ermessensaus- übung aufgezeigt habe. Im Übrigen dürften vorsorgliche Massnahmen das Resultat in der Hauptsache nicht vorwegnehmen, was bei den vom Beschwer deführer gestellten Massnahme- begehren aber gerade der Fall gewesen sei. Die Präsidentin zieht i n E r w ä g u n g : 1.1 Gemäss § 43 Abs. 1 des Gesetzes über die Verfassungs- und Verwaltungsprozess- ordnung (VPO) vom 16. Dezember 1993 ist die verwaltung sgerichtliche Beschwerde beim Kan- tonsgericht zulässig gegen Verfügungen und Entscheide des Regierungsrats. Der Beschwerde- führer hat vor der Zivilrechtsverwaltung den Erlass vorso rglicher Massnahmen beantragt. Diese sind akzessorisch zu einem Hauptverfahren; sie können nur vor oder während eines Hauptver- fahrens erlassen werden und nur für die Dauer desselbe n Bestand haben (vgl. nachfolgend E. 5.2). Selbstständig eröffnete Massnahmeentscheide üb er vorsorgliche Massnahmen wie der vorliegend angefochtene (hierzu nachfolgend E. 2) bild en Zwischenentscheide. Zwischenverfü- gungen sind nach § 43 Abs. 2 bis lit. f VPO selbständig anfechtbar, wenn sie vorsorgli che Mass- nahmen und den Entzug sowie die Erteilung der aufschie benden Wirkung zum Gegenstand haben. Rechtsmittelentscheide des Regierungsrats betreff end Zwischenverfügungen stellen ihrerseits Zwischenverfügungen im Sinne von § 43 Abs. 2 bis VPO dar (Urteil des Kantonsge- richts, Abteilung Verfassungs- und Verwaltungsrecht [KGE VV], vom 7. Dezember 2016 [810 16 159] E. 1.1; KGE VV vom 28. Oktober 2015 [810 15 243 ] E. 1.1; BLKGE 2011 Nr. 43 E. 1 m.w.H.). Über Beschwerden gegen Zwischenverfügungen entscheidet die präsidierende Person (§ 1 Abs. 3 lit. f VPO). 1.2 Der Beschwerdeführer ist durch den angefochtenen E ntscheid berührt und hat ein schutzwürdiges Interesse an der Beurteilung seiner Eingab e, weshalb er nach § 47 Abs. 1 lit. a VPO zur verwaltungsgerichtlichen Beschwerde legitimiert ist. Die Beschwerdefrist von 10 Tagen (§ 48 VPO) ist unter Berücksichtigung des durch das Wochenende herausgeschobenen Fristab- laufs (§ 46 Abs. 2 des Gesetzes über die Organisation d er Gerichte [GOG] vom 22. Februar 2001) gewahrt. Auf die im Weiteren formgerecht (§ 5 VPO) erhobene Beschwerde kann grund- sätzlich eingetreten werden (zu den Ausnahmen nachfolgend E. 2). 1.3 Der rechtserhebliche Sachverhalt ergibt sich mit gen ügender Klarheit aus den Akten. Auf die beantragten Zeugeneinvernahmen kann verzichtet werden. 1.4 Der Beschwerdeführer beantragt unter Verweis auf die Konvention zum Schutze der Menschenrechte und Grundfreiheiten (Europäische Menschen rechtskonvention, EMRK) vom 4. November 1950 die Durchführung einer öffentlichen mündlichen Parteiverhandlung. Nach Art. 6 Ziff. 1 EMRK besteht in Verfahren über zivilre chtliche Streitigkeiten ein solcher Anspruch auf öffentliche Verhandlung, sofern ein klarer und unm issverständlicher Parteiantrag gestellt wird (BGE 136 I 279 E. 1; BGE 134 I 140 E. 5.2; BGE 127 I 44 E. 2a). Als zivilrechtliche Strei- tigkeiten gelten unter bestimmten Voraussetzungen auch Verwaltungsakte einer hoheitlich han- Seite 8 http://www.bl.ch/kantonsgericht delnden Behörde, sofern diese massgeblich in Rechte und Verpflichtungen privatrechtlicher Natur eingreifen (BGE 130 I 388 E. 5.1). Ob ein Str eit um zivilrechtliche Ansprüche oder Ver- pflichtungen in Frage steht, ist staatsvertragsautonom und damit unabhängig vom innerstaatli- chen Recht auszulegen und bestimmt sich nach den konkrete n Umständen. Über die klassi- schen zivilrechtlichen Bereiche hinaus zählen dazu insbesonder e verwaltungsrechtliche Ange- legenheiten, die sich auf die vermögenswerten Rechte der Betroffenen auswirken und nament- lich direkt und unmittelbar das Recht auf private Erwerbstätigkeit, die Ausübung von Eigentums- rechten oder Schadenersatzforderungen gegen das Gemei nwesen betreffen (C HRISTOPH GRABENWARTER /KATHARINA PABEL , Europäische Menschenrechtskonvention, 5. Aufl., München 2012, § 24 Rz. 8 ff.; BGE 130 I 388 E. 5.3 m.w.H.). Der Entscheid über vorsorgliche Massnah- men ist zivilrechtlich im Sinne von Art. 6 Ziff. 1 EMRK, sofern auch die Hauptsache zivilrechtlich ist und der vorläufige Entscheid für den zivilrechtlichen Anspruch determinierend ist (Urteil des EGMR i.S. Micallef gegen Malta vom 15. Oktober 2009 [1 7056/06] § 80 ff.; BGE 139 I 189 E. 3.1). Dies gilt allerdings nur für Fälle, in denen das Verfahren in der Hauptsache bereits hän- gig ist. Betrifft ein Verfahren wie hier nur den ein stweiligen Rechtsschutz vor Einleitung des Hauptverfahrens, so ist Art. 6 EMRK von Vornherein nicht anwendbar (Urteil des EGMR i.S. Saarekallas OÜ gegen Estland vom 8. November 2007 [11 548/04] § 45; G RABENWARTER / PABEL , a.a.O., § 24 Rz. 14). Der Beschwerdeführer übersieht zusätzlich, dass das vorliegende Aufsichtsverfahren kein zivilprozessuales Erkenntnisverfahr en zur Regelung von Zivilrechts- streitigkeiten ist, sondern ein verwaltungsrechtliches Unt ersuchungsverfahren. Entgegen seiner Auffassung ist nicht endgültig über ihm persönlich zuste hende (auftragsrechtliche oder erb- rechtliche) Ansprüche zu befinden. Der zu fällende Entschei d wirkt sich nur mittelbar auf sein Vermögen aus, was für die Bejahung der Anwendbarkeit von Art. 6 EMRK nicht genügt (Urteil des EGMR i.S. Becker gegen Österreich vom 11. Juni 201 5 [19844/08] § 30; Urteil des EGMR i.S. Mennitto gegen Italien vom 5. Oktober 2000 [3380 4/96] § 23). Die Aufsichtsbehörde ist nur zuständig, das formelle Vorgehen der Willensvollstrecker u nd die Angemessenheit ihrer Mass- regeln oder einer ihnen vorgeworfenen Unterlassung zu überprüfen (vgl. nachfolgend E. 6.2). Im Aufsichtsverfahren gegen Willensvollstrecker werden desha lb keine zivilrechtlichen Ansprü- che und Verpflichtungen behandelt (Urteil des BGer 5P.209/2003 vom 9. September 2003 E. 6). Der Beschwerdeführer kann sich somit nicht auf den von der EMRK garantierten Anspruch auf eine öffentliche Verhandlung berufen. Der Entscheid ü ber die Durchführung einer Parteiver- handlung liegt im Ermessen der präsidierenden Person ( § 15 Abs. 1 VPO). In Rechtsmittelver- fahren betreffend vorsorgliche Massnahmen entscheidet d as Kantonsgericht aufgrund der Ak- ten (vgl. nachfolgend E. 5.2). Der Beschwerdeführer zei gt nicht auf, weshalb vorliegend aus- nahmsweise eine Parteiverhandlung stattfinden sollte. Es ist nicht ersichtlich und wird auch nicht begründet, inwiefern von einem Parteiverhör ei n wesentlicher zusätzlicher Erkenntnisge- winn zu erwarten wäre. Der Beschwerdeführer hat seinen Standpunkt in den Rechtsschriften ausführlich dargetan. Die Sache kann aufgrund der Akte nlage angemessen entschieden wer- den. Der Verfahrensantrag auf Durchführung einer (öf fentlichen) Parteiverhandlung ist daher abzuweisen. 2. Die einer Rechtsmittelinstanz nachfolgende Instanz ha t von Amtes wegen zu prüfen, ob die Eintretensvoraussetzungen bei der Vorinstanz gegeb en waren (vgl. A LFRED KÖLZ / ISABELLE HÄNER /MARTIN BERTSCHI , Verwaltungsverfahren und Verwaltungsrechtspflege de s Seite 9 http://www.bl.ch/kantonsgericht Bundes, 3. Aufl., Zürich 2013, Rz. 695; BGE 134 V 269 E. 2). Eine derartige Sachurteilsvoraus- setzung ist, dass prozessual zulässige Rechtsbegehren gestellt werden. 2.1 In seiner Eingabe an die Zivilrechtsverwaltung vom 10. Oktober 2016 beantragte der Beschwerdeführer in den Ziffern 1 und 2 ausdrücklich de n Erlass einer superprovisorischen, eventualiter vorsorglichen Anordnung mit dem Inhalt, d ass der bisherige Bewirtschaftungsver- trag vom 15. Dezember 2014/10. März 2015 fortzusetzen se i (vgl. Sachverhalt lit. D). Beim in Ziffer 3 gestellten Antrag betreffend Anweisungen, wi e bei allfälligen zukünftigen Vertragsab- schlüssen vorzugehen sei, fehlt der Hinweis auf die einst weilige Natur der geforderten Mass- nahme. Allerdings soll gemäss der Formulierung die anb egehrte Rechtsfolge nur für den Fall eintreten, dass ein neuer Bewirtschaftungsvertrag geschlo ssen wird. Damit liegt ein bedingtes Rechtsbegehren vor. Rechtsbegehren sind grundsätzlich b edingungsfeindlich, ausser es han- delt sich um Eventualbegehren (vgl. A LAIN GRIFFEL , in: Griffel [Hrsg.], Kommentar zum Verwal- tungsrechtspflegegesetz [VRG] des Kantons Zürich, 3. Auf l., Zürich 2014, § 23 VRG Rz. 15). Um ein solches Eventualbegehren handelt es sich vorliegend, denn eine Anweisung an die Wil- lensvollstrecker, inskünftig vor Abschluss eines (allfällige n) neuen Bewirtschaftungsvertrags Rücksprache mit sämtlichen Erben zu nehmen und eine öffen tliche Ausschreibung vorzuneh- men, ergibt nur Sinn, wenn dem vorgängigen Antrag, d er bisherige Bewirtschaftungsvertrag vom 15. Dezember 2014/10. März 2015 sei fortzusetzen, n icht entsprochen wird. Eventualbe- gehren zu Massnahmebegehren sind ebenfalls vorsorglicher Na tur. Folgerichtig betitelte der Beschwerdeführer seine Eingabe an die Zivilrechtsverwaltung vom 10. Oktober 2016 denn auch als Gesuch bezüglich superprovisorischer Anweisung an die Willensvollstrecker. In der Ge- suchsbegründung legte er dar, dass die rechtlichen Vorauss etzungen für die Anordnung vor- sorglicher Massnahmen erfüllt seien. In seiner Beschwerdesch rift an den Regierungsrat vom 5. Dezember 2016 führte er überdies im Prozesssachverhalt aus, dass er bei der Zivilrechts- verwaltung Antrag auf Erlass superprovisorischer resp. vorso rglicher Massnahmen gestellt ha- be. Dies zeigt, dass der Beschwerdeführer selber davon ausging, vor der ersten Instanz aus- schliesslich einstweiligen Rechtsschutz verlangt zu haben. 2.2 Streitgegenstand des regierungsrätlichen Beschwerdev erfahrens konnte nach den all- gemeinen prozessrechtlichen Regeln nur sein, was bereits Gegenstand des erstinstanzlichen Verfahrens war oder allenfalls hätte sein sollen (BGE 1 42 I 155 E. 4.4.2; BGE 136 V 362 E. 3.4.2; KGE VV vom 30. September 2015 [810 15 187 ] E. 1.2). Wurde die angefochtene An- ordnung durch die Begehren eines Verfahrensbeteiligten ausgelöst, bestimmen diese zusam- men mit dem zugrunde liegenden Sachverhalt den mögli chen Streitgegenstand des Beschwer- deverfahrens (R ENÉ RHINOW /HEINRICH KOLLER /CHRISTINA KISS /DANIELA THURNHERR /DENISE BRÜHL -MOSER , Öffentliches Prozessrecht, 3. Aufl., Basel 2014, Rz. 9 86 f.). Der Streitgegen- stand kann im Laufe des Rechtsmittelverfahrens nur noch e ingeschränkt, aber nicht ausgewei- tet oder geändert werden (BGE 136 V 362 E. 3.4.2; B GE 136 II 165 E. 5). Diese Fixierung des Streitgegenstands dient der Wahrung der funktionellen Zuständigkeit und des Instanzenzugs. Gegenstände, über welche die erstinstanzlich verfügend e Behörde nicht entschieden hat und über welche sie nicht entscheiden musste, darf die zweite Instanz somit grundsätzlich nicht be- urteilen (K ÖLZ /HÄNER /BERTSCHI , a.a.O., Rz. 687 f.; BGE 136 II 457 E. 4.2; BGE 133 II 30 Seite 10 http://www.bl.ch/kantonsgericht E. 2.4). Spiegelbildlich darf im Beschwerdebegehren n icht mehr oder etwas anderes als ur- sprünglich verlangt beantragt werden. 2.3 Entgegen der Darstellung im angefochtenen Entsche id, welcher von "denselben Rechtsbegehren" spricht, und ohne dass der Umstand von ir gendeiner Seite thematisiert wor- den wäre, änderte der Beschwerdeführer im regierungsr ätlichen Beschwerdeverfahren seine Rechtsbegehren gegenüber den erstinstanzlichen Anträgen ab. Währenddem er bei der Zivil- rechtsverwaltung wie aufgezeigt den Erlass superprovisori scher, eventualiter vorsorglicher Massnahme beantragt hatte, stellte er nunmehr vor dem R egierungsrat die inhaltlich identi- schen Rechtsbegehren als Massnahmebegehren und zugleich als Hauptbegehren (vgl. Sach- verhalt lit. F). Ein Verfahren des einstweiligen Rechtssc hutzes kann jedoch nicht im Laufe des Instanzenzugs zum Hauptverfahren mutieren. Indem der Beschwerdeführer im vorinstanzlichen Beschwerdeverfahren erstmals Begehren in der Hauptsache stellte, verlangte er mehr und an- deres als zuvor. Er sprengte mit seinen Anträgen den Rah men des Streitgegenstands im Rechtsmittelverfahren. Bei den in der Beschwerde an den Regierungsrat vom 5. Dezember 2016 gestellten Hauptbegehren I und II (Ziff. 1 und 2) handelte es sich um unzulässige neue Begehren. Die Vorinstanz hätte mithin nicht auf sie e intreten dürfen. Von einer förmlichen Kor- rektur des Entscheiddispositivs kann unter den vorliegenden U mständen indes abgesehen wer- den (vgl. BGE 139 V 72 E. 4 m.w.H.). 2.4 Als Folge davon kann das Kantonsgericht im vorlieg enden Verfahren nicht auf die Hauptbegehren I und II eintreten und einzig beurteilen, ob die Zivilrechtsverwaltung die vorsorg- lichen Massnahmebegehren des Beschwerdeführers im dortige n Verfahren berechtigterweise abgewiesen und der Regierungsrat diesen Entscheid zu Recht geschützt hat. 3. Mit der verwaltungsgerichtlichen Beschwerde können ge mäss § 45 Abs. 1 lit. a und b VPO Rechtsverletzungen einschliesslich Überschreitung, Unterschreitung oder Missbrauch des Ermessens sowie die unrichtige oder unvollständige Feststel lung des Sachverhalts gerügt wer- den. Eine Ermessenskontrolle ist dem Kantonsgericht vorliegend verwehrt (vgl. § 45 Abs. 1 lit. c VPO). 4. Streitig ist zunächst die Verletzung des rechtlichen Gehörs des Beschwerdeführers im erstinstanzlichen Verfahren und die allfällige Zulässigke it der Heilung durch den Regierungsrat als Rechtsmittelinstanz. 4.1 Der allgemein in Art. 29 Abs. 2 der Bundesverfassun g der Schweizerischen Eidgenos- senschaft (BV) vom 18. April 1999 und vorliegend auch in § 13 des Verwaltungsverfahrensge- setzes Basel-Landschaft (VwVG BL) vom 13. Juni 1988 veranke rte Anspruch der Parteien auf rechtliches Gehör gewährleistet dem Einzelnen allgemein eine effektive Mitwirkung im Verfah- ren zum Erlass von Entscheidungen, die in die Rechtsstellun g des Einzelnen eingreifen (GEROLD STEINMANN , in: Ehrenzeller et al. [Hrsg.], St. Galler Kommen tar zur schweizerischen Bundesverfassung, 3. Aufl., Zürich 2014, Art. 29 BV Rz. 4 2 ff.). Als Teilgehalte des rechtlichen Gehörs zählen in der Rechtsprechung und Lehre die Ansp rüche auf vorgängige Äusserung und Anhörung, der Anspruch auf Berücksichtigung der Vorbri ngen, der Anspruch auf Teilnahme am Seite 11 http://www.bl.ch/kantonsgericht Beweisverfahren unter Einschluss des Rechts, Beweisanträge z u stellen, das Recht auf Akten- einsicht und das Recht auf einen begründeten Entscheid (B GE 142 I 86 E. 2.2; BGE 141 V 557 E. 3.1; KGE VV vom 24. Februar 2016 [810 15 369] E. 5.2; M ICHELE ALBERTINI , Der verfas- sungsmässige Anspruch auf rechtliches Gehör im Verwaltung sverfahren des modernen Staa- tes, Bern 2000, S. 206 ff.; J ÖRG PAUL MÜLLER /MARKUS SCHEFER , Grundrechte in der Schweiz, 4. Aufl., Bern 2008, S. 846 ff.). Der Anspruch auf r echtliches Gehör umfasst als Mitwirkungs- recht somit alle Befugnisse, die einer Partei einzuräu men sind, damit sie in einem Verfahren ihren Standpunkt wirksam zur Geltung bringen kann (BGE 1 43 V 71 E. 4.1; BGE 135 I 279 E. 2.3; BGE 132 V 368 E. 3.1). 4.2 Der Beschwerdeführer rügt, die Zivilrechtsverwaltung habe ihm die Vernehmlassung der Beschwerdegegner vom 26. Oktober 2016 nie zugestell t, weswegen ihm das Replikrecht verweigert worden sei. 4.2.1 Die allgemeinen Verfahrensgarantien von Art. 29 BV gelten für alle Verfahren vor Ge- richts- und Verwaltungsinstanzen. Das schliesst aber nicht a us, bei der Konkretisierung der in Art. 29 BV enthaltenen Verfahrensgrundsätze den sachlichen Unterschieden zwischen den ver- schiedenen Behörden und Verfahrenskonstellationen Rechn ung zu tragen (BGE 138 I 154 E. 2.5; BGE 135 II 286 E. 5.3). Nach der bundesgerich tlichen Rechtsprechung ergibt sich aus dem verfassungsmässigen Anspruch auf rechtliches Gehör in allen Verfahren vor Gerichts- und Verwaltungsbehörden das Recht, sich zu Eingaben der Gegen partei der Vorinstanz oder der Gegenpartei ("Vernehmlassung", "Stellungnahme" und de rgleichen) zu äussern, soweit die da- rin vorgebrachten Noven prozessual zulässig und materiell g eeignet sind, den Entscheid zu beeinflussen (BGE 138 I 154 E. 2.3.2 m.w.H.; Urteil d es BGer 2C_66/2013 vom 7. Mai 2013 E. 3.2; KÖLZ /HÄNER /BERTSCHI , a.a.O., Rz. 526). Dieses "Replikrecht im engeren Sinn ", welches vom Vorliegen neuer Behauptungen (Noven) abhängt, gil t in allen Verfahren, unabhängig da- von, ob die Behörde eine gerichtliche oder eine verwal tungsinterne ist. Demgegenüber besteht nur in Verfahren vor gerichtlichen Behörden ein unbedingtes Replikrecht ("Replikrecht im weite- ren Sinn"). Dieses vom Bundesgericht als Recht auf Kenntnisnahme von und Stellungnahme zu Eingaben der übrigen Verfahrensbeteiligten bezeichne te Replikrecht umfasst die Möglichkeit, zu sämtlichen Eingaben der Vorinstanz oder der Gegenpar tei Stellung zu nehmen, und zwar unabhängig davon, ob diese neue und erhebliche Gesicht spunkte enthalten (BGE 138 I 154 E. 2.3.3; BGE 133 I 100 E. 4.3 ff.; Urteil des BGer 2C_591/2013 vom 28. Oktober 2013 E. 4.3; GRIFFEL , a.a.O., § 26b VRG Rz. 36 ff.). Die Wahrnehmung des Replikrechts setzt voraus, dass die fragliche Eingabe der Partei zugestellt wird. Im Anwendungsbereich des Replikrechts steht den Verfahrensbeteiligten demnach ein Anspruch auf unaufgeforderte Zustellung von Vernehm- lassungen zu, damit diese sich darüber schlüssig werden kö nnen, ob sie sich dazu äussern wollen oder nicht (BGE 137 I 195 E. 2.3.1; R HINOW /KOLLER /KISS /THURNHERR /BRÜHL -MOSER , a.a.O., Rz. 326). 4.2.2 Diese differenzierte Ausprägung des Replikrechts ver kennt der Beschwerdeführer, wenn er sich auf ein voraussetzungsloses Recht auf Repli k beruft. Wie soeben aufgezeigt, stand ihm ein solches unbedingtes Recht im erstinstanzlichen verwaltungsinternen Verfahren nicht zu, zumal dem Replikrecht in einem Verfahren betre ffend vorsorgliche Massnahmen, das Seite 12 http://www.bl.ch/kantonsgericht sich durch eine gewisse Dringlichkeit und Beschleunigung au szeichnet, ohnehin nicht die glei- che Tragweite zukommt wie in einem ordentlichen Verfah ren auf Erlass eines Sachurteils. Das rechtliche Gehör des Gesuchstellers war bereits durch die E inreichung des Gesuchs im Grund- satz gewährleistet (vgl. BGE 139 I 189 E. 3.3 ff.; Urt eil des BGer 5A_814/2014 vom 12. Dezember 2014 E. 3.2; R EGINA KIENER , in: Kommentar VRG, a.a.O., § 6 VRG Rz. 30). Vielmehr hing das Replikrecht vom Vorliegen neuer entscheidrelevanter Behauptungen der Ge- genpartei ab. Der Beschwerdeführer zeigte in seiner B eschwerde an den Regierungsrat indes mit keinem Wort auf, inwiefern die Vernehmlassung der Beschwerdegegner vom 26. Oktober 2016 neue rechtliche oder tatsächliche Behauptungen e nthielt, welche materiell geeignet wa- ren, den Entscheid der Zivilrechtsverwaltung zu beeinflu ssen. Ebenso wenig tut er dies mit sei- nen Ausführungen in der vorliegenden Beschwerde an das Kantonsgericht. Dass die Stellung- nahme der Willensvollstrecker Noven enthielt, die allen falls auf den Entscheid der Zivilrechts- verwaltung eingewirkt haben könnten, liegt nicht auf de r Hand: Die Begründung der Verfügung vom 23. November 2016 stützte sich auf die auf formelle Fragen begrenzte Aufsichtskompetenz der Zivilrechtsverwaltung, weshalb die "Richtigkeit" der von den Willensvollstreckern getroffenen Massnahmen gar nicht erst geprüft wurde. Diese Auffassu ng vertrat die Erstinstanz schon in ihrer Verfügung vom 13. Oktober 2016, weshalb der Ver nehmlassung der Beschwerdegegner vom 26. Oktober 2016 in dieser Hinsicht kein entscheidende r Einfluss auf den Entscheid bei- gemessen werden kann. Über das in tatsächlicher Hinsicht zwischen den Parteien Vorgefallene und ihre Standpunkte war die Zivilrechtsverwaltung bereits durch das Gesuch des Beschwerde- führers, das in 38 Beilagen die relevanten Auszüge aus d er Korrespondenz der Parteien ent- hielt, umfassend dokumentiert worden. Es ist nicht ersicht lich, welche rechtserheblichen Um- stände die Beschwerdegegner noch hätten vorbringen können. Zusammenfassend versäumt es der Beschwerdeführer darzulegen, dass ihm im vorliegende n Fall überhaupt ein Replikrecht zustand. Deshalb vermag er auch nicht aufzuzeigen, dass e r über einen - vom Bestehen des Replikrechts abhängigen - Anspruch auf unaufgeforderte Zustellung von Eingaben der Gegen- parteien verfügte. Soweit er in der Nichtzustellung ei ne Verletzung seines Akteneinsichtsrechts erblickt, kommt dieser Rüge im vorliegenden Zusammenhan g keine eigenständige Bedeutung zu, zumal der Beschwerdeführer nicht behauptet, Akteneinsicht beantragt zu haben. 4.3 Der Beschwerdeführer rügt weiter, die Erstinstanz h abe seinen Anspruch auf rechtli- ches Gehör verletzt, indem sie die Verfügung vom 23. November 2016 unzureichend begründet habe. 4.3.1 Der aus Art. 29 Abs. 2 BV fliessende Anspruch auf rechtliches Gehör verlangt, dass die Behörde ihren Entscheid begründet. Dabei ist es nicht er forderlich, dass sie sich mit allen Par- teistandpunkten einlässlich auseinandersetzt und jedes einzelne Vorbringen ausdrücklich wider- legt. Vielmehr kann sie sich auf die für den Entscheid w esentlichen Punkte beschränken. Die Begründung muss so abgefasst sein, dass sich der Betroffen e über die Tragweite des Ent- scheids Rechenschaft geben und ihn in voller Kenntnis der Sache an die höhere Instanz weiter- ziehen kann. In diesem Sinne müssen wenigstens kurz die Ü berlegungen genannt werden, von denen sich die Behörde hat leiten lassen und auf die si ch ihr Entscheid stützt (BGE 143 III 65 E. 5.2; BGE 141 III 28 E. 3.2). Die Mindestanforderu ngen an eine verfassungskonforme Be- gründung sind bei Entscheiden über vorsorgliche Massnahmen zusätzlich herabgesetzt, indem Seite 13 http://www.bl.ch/kantonsgericht einzig verlangt wird, dass eine zielgerichtete Anfechtung des Massnahmeentscheids nicht ver- unmöglicht wird (BGE 139 I 189 E. 3.5; BGE 136 I 229 E. 5.2; Urteil des BGer 2C_199/2016 vom 29. März 2016 E. 3.2; ALBERTINI , a.a.O., S. 412). 4.3.2 Vorliegend ist einzuräumen, dass die rechtlichen Erwägungen des erstinstanzlichen Entscheids knapp ausgefallen sind. Dennoch geht aus ihne n klar hervor, dass die Zivilrechts- verwaltung die vom Beschwerdeführer gerügten Verwaltun gshandlungen der Willensvollstre- cker überprüft und im Rahmen ihrer beschränkten Aufsichtsko mpetenz keine Versäumnisse oder andere Pflichtverletzungen festgestellt hatte, die ein disziplinarisches Einschreiten recht- fertigen würden. Diese Ausführungen zu den Entscheidmo tiven genügen den minimalen Vo- raussetzungen der Begründungspflicht. Namentlich hat sie den Beschwerdeführer nicht daran gehindert, die Verfügung zielgerichtet anzufechten. I m Übrigen fällt die Gehörsverweigerungs- rüge weitgehend mit den Vorwürfen der unzureichenden Berücksichtigung der für ein Einschrei- ten der Aufsichtsbehörde sprechenden Argumente sowie d er unzureichenden Ausschöpfung der Kognition und insofern mit der inhaltlichen Krit ik an der Abweisung des Gesuchs um vor- sorgliche Massnahmen zusammen. Es liegt keine Gehörsverletz ung vor, nur weil die Begrün- dung der Behörde nach Ansicht des Beschwerdeführers mater iell fehlerhaft ist (vgl. Urteil des BGer 1C_474/2016 vom 1. Juni 2017 E. 2; A LBERTINI , a.a.O., S. 405). Der Entscheid der Zivil- rechtsverwaltung verletzte die Begründungspflicht nicht. 4.4 Nach dem Gesagten war der Zivilrechtsverwaltung kein Verstoss gegen Verfahrensga- rantien von Art. 29 BV vorzuwerfen. Selbst wenn dem Beschwerdeführer aber gefolgt und von einer Gehörsverletzung ausgegangen würde, änderte dies im Ergebnis nichts. 4.4.1 Nach der Rechtsprechung kann eine - nicht besond ers schwerwiegende - Verletzung des rechtlichen Gehörs ausnahmsweise als geheilt gelten, wenn die betroffene Person die Mög- lichkeit erhält, sich vor einer Rechtsmittelinstanz zu äussern , die sowohl den Sachverhalt wie die Rechtslage frei prüfen kann. Von einer Rückweisung d er Sache ist selbst bei einer schwer- wiegenden Verletzung des rechtlichen Gehörs dann abzusehen, wenn und soweit die Rückwei- sung zu einem formalistischen Leerlauf und damit zu unnöt igen Verzögerungen führen würde, die mit dem (der Anhörung gleichgestellten) Interesse d er betroffenen Partei an einer beförder- lichen Beurteilung der Sache nicht zu vereinbaren wäre n (BGE 142 II 218 E. 2.8.1; BGE 137 I 195 E. 2.3.2; Urteil des BGer 8C_842/2016 vom 18. Mai 2017 E. 3.1; STEINMANN , a.a.O., Art. 29 BV Rz. 59). Die Voraussetzungen für eine Heilung im regierungsrätlichen Beschwerdeverfahren waren vorliegend erfüllt. Der Beschwerdeführer hat d ie Eingabe der Beschwerdegegner im Nachhinein erhalten. Dass ihm die Vernehmlassung zunächst im Zusammenhang mit einem Parallelverfahren zur Kenntnis gebracht wurde, spielt d abei keine Rolle. Er konnte dazu auf dem Beschwerdeweg umfassend Stellung nehmen und dagege n sämtliche Einwände vortra- gen, die der Regierungsrat in tatsächlicher und rechtli cher Hinsicht im gleichen Umfang wie die Erstinstanz prüfen durfte, wobei der Regierungsratsbesch luss eine für Massnahmeentscheide ausführliche Begründung enthielt. Da dem Beschwerdeführer entgegen seinem Dafürhalten das rechtliche Gehör im erstinstanzlichen Verfahren keineswegs vo llkommen verweigert worden war, die Eingabe der Beschwerdegegner keine offensichtl ich entscheidwesentlichen neuen Sachverhaltselemente oder rechtlichen Fragestellungen in das Verfahren einführte (vgl. vorne Seite 14 http://www.bl.ch/kantonsgericht E. 4.2.2) und der Regierungsrat das Recht von Amtes weg en anzuwenden hatte, lag keine schwerwiegende Verletzung des Replikrechts vor (vgl. z.B. BGE 129 I 129 E. 2.2.3; BGE 126 I 68 E. 2; Urteil des BGer 5D_8/2016 vom 3. Juni 2016 E. 2.3). Beim geltend gemachten Be- gründungsmangel handelte es sich ebenso wenig um eine besonders schwerwiegende Verlet- zung des rechtlichen Gehörs (vgl. Urteil des BGer 1C_300/2015 vom 14. März 2016 E. 4.1). 4.4.2 Der Beschwerdeführer erachtet unter Verweis auf die formelle Natur des Gehörsan- spruchs eine Heilung für ausgeschlossen und besteht auf einer Rückweisung an die Zivilrechts- verwaltung. Das Vorbringen ist unbehelflich. Wie soeben ausgeführt, waren die Voraussetzun- gen für eine Heilung erfüllt. Soweit der Beschwerdefü hrer vorträgt, ihm ginge durch die Heilung eine Instanz verloren, was zwingend eine Rückweisung erfo rdere, so kann ihm nicht gefolgt werden, denn ansonsten wäre eine Heilung praktisch nie möglich. Nach der bundesgerichtli- chen Rechtsprechung bewirkt die Heilung eines Verfahrensm angels per se keine unzulässige Verkürzung des Instanzenzuges (BGE 110 Ia 81 E. 5d m.H.; Urteil des BGer 6B_401/2015 vom 16. Juli 2015 E. 1.1). Ebenso wenig zielführend ist di e Berufung auf den Regelfall der Rückwei- sung, da eine Regel wesensgemäss gerade nichts über den konkreten Einzelfall aussagt. In der Praxis hat sich die Heilung ohnehin eher von der Ausnah me zur Regel entwickelt und geht die vom Bundesgericht vorgegebene Leitlinie in Richtung Au sweitung der Heilungsmöglichkeiten (BERNHARD WALDMANN /JÜRG BICKEL , in: Waldmann/Weissenberger [Hrsg.], Praxiskommentar Verwaltungsverfahrensgesetz, 2. Aufl., Zürich 2016, Ar t. 29 VwVG Rz. 113, H ANSJÖRG SEILER , Abschied von der formellen Natur des rechtlichen Gehörs, SJZ 2004, S. 377 ff.). Weiter ist nicht zu übersehen, dass sich der Beschwerdeführer mit seinem Ant rag auf Rückweisung und der damit unweigerlich verbundenen Verfahrensverlängerung i n einen gewissen Widerspruch setzt zu seinem Vorbringen, wonach es sich um eine dringliche Angelegenheit handle. Gerade im Verfahren betreffend vorsorgliche Massnahmen ist dem Besch leunigungsgebot besonderes Gewicht beizumessen. Die Natur des Verfahrens und die Int eressen der privaten Beschwerde- gegner, aber auch der indirekt ebenfalls betroffenen Miterben sprechen vorliegend alle für eine speditive Beurteilung der Streitsache. Es besteht darübe r hinaus ein generelles öffentliches Interesse, dass Rechtsverfahren nicht länger dauern als nö tig. Vorliegend kommt hinzu, dass die Zivilrechtsverwaltung in ihrer Stellungnahme vom 22. Dezember 2016 - in Kenntnis der vom Beschwerdeführer vorgebrachten Kritik an ihrem Entschei d - klar zum Ausdruck brachte, dass sie diesen weiterhin für richtig erachtete. Dass eine Rückweisung an die Erstinstanz diese hätte veranlassen können, materiell anders zu entscheiden, behau ptet der Beschwerdeführer selbst nicht. Ist wie vorliegend trotz der Gehörsverletzung von V ornherein absehbar, dass die untere Instanz nach nochmaliger Wahrung der Gehörsrechte wieder gleich entscheiden wird wie vor- her, dann sprechen eine Reihe verfassungsrechtlicher Argum ente wie das Verhältnismässig- keitsgebot, Willkürverbot oder das Verbot des überspitzten Formalismus dagegen, irgendje- mandem (Parteien oder Steuerzahler) diese Nachteile aufzuerlegen (SEILER , a.a.O., S. 379 f.; vgl. auch WALDMANN /BICKEL , a.a.O., Art. 29 VwVG Rz. 116; Urteil des BGer 9C_41 9/2007 vom 11. März 2008 E. 2.2). Eine Rückweisung wäre im vorlieg enden Fall zum reinen Selbstzweck und formalistischen Leerlauf verkommen. Umso mehr hat eine Heilung des Mangels im Be- schwerdeverfahren angenommen und auf die Rückweisung der Angelegenheit verzichtet wer- den dürfen. Seite 15 http://www.bl.ch/kantonsgericht 4.5 Der Beschwerdeführer moniert schliesslich vergeblich, die Vorinstanz habe in Unter- schreitung ihrer Kognition trotz voller Rechts- und Ermessenskontrolle die Verwaltungshandlun- gen der Willensvollstrecker nicht auf ihre Angemessenheit überprüft (vgl. nachfolgend E. 6.4). 4.6 Nach dem Ausgeführten hat die Vorinstanz eine Geh örsverletzung durch die Erstin- stanz im Ergebnis zu Recht verneint. Die Rüge, der ang efochtene Regierungsratsbeschluss verletze Art. 29 BV (oder § 13 VwVG BL), ist unbegrün det. Die Beschwerde ist diesbezüglich abzuweisen. 5. In der Sache ist im Folgenden zu beurteilen, ob da s Gesuch des Beschwerdeführers um Erlass vorsorglicher Massnahmen zu Recht abgewiesen wurde. 5.1 Der Erblasser kann in einer letztwilligen Verfügung eine oder mehrere handlungsfähige Personen mit der Vollstreckung seines Willens beauftrag en (Art. 517 Abs. 1 des Schweizeri- schen Zivilgesetzbuches [ZGB] vom 10. Dezember 1907). Die Wi llensvollstrecker haben den Willen des Erblassers zu vertreten und gelten insbesonde re als beauftragt, die Erbschaft zu verwalten, die Schulden des Erblassers zu bezahlen, die V ermächtnisse auszurichten und die Teilung nach den vom Erblasser getroffenen Anordnunge n oder nach Vorschrift des Gesetzes auszuführen (Art. 518 Abs. 2 ZGB). Sie stehen von Gesetzes wegen in den Rechten und Pflich- ten des amtlichen Erbschaftsverwalters und damit unter der Aufsicht der Behörde, bei der die Erben gegen die von ihnen beabsichtigten oder getroffe nen Massregeln Beschwerde zu erhe- ben befugt sind (Art. 518 Abs. 1 i.V.m. Art. 595 Abs. 3 ZGB). Art. 54 SchlT ZGB überträgt den Kantonen die Kompetenz zur Bestimmung dieser Behörde. Die Kantone sind auch für die Rege- lung des Verfahrens vor der Behörde zuständig (Art. 54 A bs. 3 SchlT ZGB; Urteil des BGer 5A_672/2013 vom 24. Februar 2014 E. 2.1). Gemäss § 105 lit. m des kantonalen Gesetzes über die Einführung des Zivilgesetzbuches (EG ZGB) vom 16. November 2006 ist die Zivil- rechtsverwaltung zuständig für die Aufsicht über die Wil lensvollstrecker. Das Verfahren vor der Behörde richtet sich nach dem Verwaltungsverfahrensgese tz (§ 1 i.V.m. § 2 Abs. 3 lit. a VwVG BL). Da die in Art. 595 ZGB vorgesehene Beschwerde kein eigentliches Rechtsmittel ist, gelten die allgemeinen Bestimmungen zum erstinstanzlichen Verwaltungsverfahren. 5.2 Kann die Behörde nicht sofort verfügen, weil das V erfahren voraussichtlich längere Zeit dauert, so kann sie vorsorgliche Massnahmen ergreifen, um einen bestimmten tatsächlichen oder rechtlichen Zustand für die Dauer des Verfahrens zu schaffen oder zu erhalten (§ 7 VwVG BL). Die vorsorglichen Massnahmen sind demnach akzessorisch zum Hauptverfahren. Sie kön- nen auch vor Einleitung eines Hauptverfahrens angeord net werden (K ÖLZ /HÄNER /BERTSCHI , a.a.O., Rz. 559; KIENER , a.a.O., § 6 VRG Rz. 26; BGE 127 II 137 E. 3). Vorso rgliche Massnah- men, die vor Anordnung einer Verfügung ergehen, ziel en darauf ab, die Wirksamkeit derselben sicherzustellen. Mit sichernden Vorkehren wird gewährleistet, dass der bestehende tatsächliche oder rechtliche Zustand einstweilen unverändert erhalten bleibt, um zu verhindern, dass nicht oder nicht leicht wiedergutzumachende Nachteile eintr eten (RHINOW /KOLLER /KISS /THURNHERR / BRÜHL -MOSER , a.a.O., Rz. 1175; I SABELLE HÄNER , Vorsorgliche Massnahmen im Verwaltungs- verfahren und Verwaltungsprozess, ZSR 116, 1997 II, Rz. 40; HANS RUDOLF KUHN , Der vorläu- fige Rechtsschutz im verwaltungsgerichtlichen Beschwerdever fahren, Liestal 1981, S. 9). Die Seite 16 http://www.bl.ch/kantonsgericht Anordnung vorsorglicher Massnahmen setzt voraus, dass die i ns Auge gefasste Endverfügung wahrscheinlich rechtens sein wird, was im Rahmen einer En tscheidprognose zu prüfen ist. So- dann wird Dringlichkeit verlangt, d.h. es muss sich als no twendig erweisen, die fraglichen Vor- kehren sofort zu treffen; der Verzicht auf Massnahmen muss für den Betroffenen einen Nachteil bewirken, der nicht leicht wieder gut zu machen ist. Erf orderlich ist schliesslich, dass eine Ab- wägung der sich gegenüberstehenden Interessen den Ausschla g für den einstweiligen Rechts- schutz gibt und dieser verhältnismässig erscheint. Vorsorgliche Massnahmen ergehen aufgrund einer bloss summarischen Prüfung der Sach- und Rechtslag e aufgrund der Akten und es ge- nügt, wenn die rechtserheblichen Tatsachen glaubhaft g emacht werden (BLKGE 2008 Nr. 48 E. 2; KÖLZ /HÄNER /BERTSCHI , a.a.O., Rz. 565 ff.). 5.3 Eine vorsorgliche Massnahme soll eine drohende Gefä hrdung abwehren oder eine fehlende Regelung ersetzen. Primäres Ziel muss aber di e Schaffung oder Aufrechterhaltung eines Zustandes sein, welcher die Wirksamkeit der später en Verfügung garantiert, wie auch immer jene lauten wird. Weil es um vorläufigen Rechts schutz geht, sollen Massnahmen, die im Resultat und in ihrer Begründung praktisch auf eine Vor wegnahme des Endentscheids hinaus- laufen oder einen solchen illusorisch werden lassen, vorb ehältlich ausserordentlicher Verhält- nisse nicht angeordnet werden (K IENER , a.a.O., § 6 VRG Rz. 15; H ANSJÖRG SEILER , in: Praxis- kommentar VwVG, a.a.O., Art. 56 VwVG Rz. 42; K UHN , a.a.O., S. 198; BGE 138 III 728 E. 2.7; BGE 127 II 132 E. 3). Eine Vorwegnahme des Endentscheides wird bereits darin gesehen, dass der Gesuchsteller für die Dauer des Verfahrens gleichge stellt wird wie beim Obsiegen im Hauptprozess. Gestützt auf ein Begehren um Erlass vorsorg licher Massnahmen kann daher in der Regel nicht das zugesprochen werden, was in der H auptsache erreicht werden soll (BGE 139 IV 314 E. 2.3.3). Die Praxis lässt derartige Massnahm en nur zu, wenn der Gesuchsteller andernfalls Nachteile erleidet, die nicht mehr ausgeg lichen werden können und die hinzuneh- men ihm nicht zugemutet werden kann. Zudem wird stets vorausgesetzt, dass dem Begehren im Hauptverfahren mit grosser Wahrscheinlichkeit stattzug eben sein wird (KGE VV vom 25. November 2009 [810 09 292] E. 4.3; KUHN , a.a.O., S. 200). 5.4 Im vorliegenden Fall zeigt der Beschwerdeführer mi t seinen gleichlautenden Haupt- und Massnahmebegehren (vgl. vorne E. 2) gleich selbst auf, dass mit den beantragten vorsorg- lichen Massnahmen der von ihm angestrebte Endzustand erre icht und der Entscheid im Haupt- verfahren dadurch vorweggenommen werden soll. Der in seinem Gesuch vom 10. Oktober 2016 ausgeführte drohende nicht leicht wiedergutzumachende Nachteil betrifft Interessen finan- zieller Natur. Der Beschwerdeführer befürchtet eine Schmälerung des Nachlasses durch die mit dem Wechsel der Liegenschaftsverwaltung verbundenen Kost en und möglichen Schadener- satzforderungen der neuen Verwaltung im Falle einer späteren Rückabwicklung (Gesuch vom 10. Oktober 2016, Rz. 90 ff.). Angesichts des beträchtlich en Gesamtumfangs des Nachlasses sind diese finanziellen Risiken allerdings selbst unter Zugrundelegung der vom Beschwerdefüh- rer genannten Zahlen vernachlässigbar. Unzumutbare Nac hteile behauptet und erleidet er dadurch nicht. Jedenfalls fehlt es im Gesuch an jeglicher Begründung, weshalb vorliegend aus- serordentliche Verhältnisse anzunehmen sein sollen, wel che es ausnahmsweise erlauben wür- den, die Endverfügung mittels vorsorglicher Massnahme vor wegzunehmen. Die Anträge des Beschwerdeführers waren bereits aus diesem Grund abzuweisen. Seite 17 http://www.bl.ch/kantonsgericht 6.1 Da sich Inhalt und Voraussetzungen der vorsorglichen M assnahmen aus dem materiel- len Recht ergeben, sind sie nur dann zulässig, wenn die Rechtsdurchsetzung selber gefährdet ist (KÖLZ /HÄNER /BERTSCHI, a.a.O., Rz. 565). Werden vorläufige Massnahmen beantr agt, bevor das Hauptverfahren rechtshängig ist, so muss die gesuchstell ende Partei dementsprechend nicht nur die Gefahrensituation glaubhaft machen, sonde rn auch das Bestehen des Rechtsan- spruchs, der in einem Verwaltungsverfahren durchgesetzt werden soll (THOMAS MERKLI /ARTHUR AESCHLIMANN /RUTH HERZOG , Kommentar zum Gesetz über die Verwaltungsrechtspfleg e [VRPG] im Kanton Bern, Bern 1997, Art. 27 VRPG Rz. 4 ). Es ist somit zu fragen, ob Aussicht darauf besteht, dass die Aufsichtsbehörde im Hauptverfahr en eine Verfügung im Sinne der Rechtsbegehren des Beschwerdeführers erlassen könnte. Es ist gestützt auf die Aktenlage und die im Gesuch vom 10. Oktober 2016 vorgebrachten Bean standungen zu prüfen, ob die Amts- führung der Willensvollstrecker allenfalls als derart unzu reichend eingeschätzt werden könnte, dass ein aufsichtsrechtliches Eingreifen der Behörde angezeigt erscheint. 6.2 Dabei ist zu beachten, dass die Kognitionsbefugnis der Aufsichtsbehörde nach Lehre und Rechtsprechung beschränkt ist. Die zuständige Behö rde kann nur die Amtsführung der Willensvollstrecker auf ihre Zweckmässigkeit hin überprüfe n und gegebenenfalls disziplinari- sche Massnahmen treffen. Hingegen steht es ihr nicht zu, si ch über materiellrechtliche Fragen, wie etwa die Auslegung letztwilliger Verfügungen, die Erbenstellung oder den Bestand einer strittigen Forderung, auszusprechen. Dies ist allein de m Zivilrichter überlassen (B ERNHARD CHRIST /MARK EICHNER , in: Abt/Weibel [Hrsg.], Praxiskommentar Erbrecht, 3. Aufl., Basel 2015, Art. 518 ZGB Rz. 89; R AINER KÜNZLE , in: Hausheer/Walter [Hrsg.], Berner Kommentar zum schweizerischen Privatrecht, Bern 2011, Art. 517-518 ZGB Rz. 523; BGE 138 III 449 E. 4.2.1; Urteil des BGer 5D_136/2015 vom 18. April 2016 E. 5.1 ). Die Überprüfungsbefugnis erstreckt sich auf das formelle Vorgehen der Willensvollstrecker. Daz u gehören Kompetenzüberschrei- tungen, Pflichtverletzungen, Untätigkeit und Unfähig keit, Unzweckmässigkeit bis hin zur Willkür sowie Verletzung der schützenswerten Interessen aller am Nachlass Beteiligten. Hinsichtlich der Zweckmässigkeit der Massnahmen zur Ausübung ihres Amtes ve rfügen Willensvollstrecker über einen von der Aufsichtsbehörde zu respektierende n grossen Ermessensspielraum (BGE 142 III 9 E. 4.3.1; Urteil des BGer 5A_794/2011 vom 16. Februar 2012 E. 3.2; K ÜNZLE , a.a.O., Art. 517-518 ZGB Rz. 98; P ETER BREITSCHMID , Behördliche Aufsicht über den Willensvollstre- cker, in: Druey/Breitschmid [Hrsg.], Willensvollstreckung, Bern 2001, S. 156). 6.3 Hinsichtlich der in Literatur und Rechtsprechung zur Kognition verwendeten Termino- logie ist Folgendes klarzustellen: Kriterien wie Willkür und Ermessen sind Begriffe des öffentli- chen Rechts. Willensvollstrecker haben jedoch kein öffentli ches, sondern ein privatrechtliches Amt inne. Die Willensvollstreckung wird als ein rein privatrechtliches Institut sui generis betrach- tet, auf das subsidiär das Recht des einfachen Auftrages analog Anwendung findet (M ARTIN KARRER /NEDIM PETER VOGT /DANIEL LEU , in: Honsell/Vogt/Geiser [Hrsg.], Basler Kommentar zum Zivilgesetzbuch, 5. Aufl., Basel 2015, Vor Art. 51 7-518 ZGB Rz. 7 sowie Art. 518 ZGB Rz. 12; C HRIST /EICHNER , a.a.O., Art. 517 ZGB Rz. 5; BGE 142 III 9 E. 4.3; Urteil des BGer 5A_414/2012 vom 19. Oktober 2012 E. 8.2.2). Öffentlich -rechtliche Fachbegriffe zur Kognition können somit nicht tel quel auf die Willensvollstreckung angewandt werden (B RUNO DERRER , Die Aufsicht der zuständigen Behörde über den Willensv ollstrecker und den Erbschaftsliquida- Seite 18 http://www.bl.ch/kantonsgericht tor, Zürich 1985, S. 39). Die Überprüfung der Tätig keit der Willensvollstrecker erfolgt viel- mehr - wie bei Beauftragten - nach dem privatrechtliche n Begriff der Sorgfalt. Wahrnehmung der Sorgfalt bedeutet hier zweckgerechte, zweckmässige un d erfolgsbezogene Verfolgung der Interessen des Nachlasses. Die Natur des Amtes bringt es mit sich, dass die Willensvollstrecker Entscheidungen zu treffen haben, die sie so oder ander s fällen können, ohne dass sie ihre Sorgfaltspflicht verletzen. Pflichtgemässes Ermessen und Willkürfreiheit bedeuten im vorliegen- den Zusammenhang letztlich, dass die Willensvollstrecker ihr e Entscheide nach sachlich ver- tretbaren Gesichtspunkten treffen und im objektiven Inte resse des Nachlasses handeln (vgl. CHRIST /EICHNER , a.a.O., Art. 518 ZGB Rz. 49; K ÜNZLE , a.a.O., Art. 517-518 ZGB Rz. 98; DERRER , a.a.O., S. 42 ff.). 6.4 Obwohl das Zivilgesetzbuch die Bestimmung der für d ie Aufsicht zuständigen Behör- den und die Regelung des Verfahrens den Kantonen über lässt (vgl. vorne E. 5.1), haben die kantonalen Regelungen keinen Einfluss auf das Beschwerdeverfahren, soweit dieses durch das Bundesrecht und den Zweck der Aufsicht festgelegt ist. Di es folgt aus dem Grundsatz, dass Bundesrecht kantonales Recht derogiert (Art. 49 Abs. 1 BV ; DERRER , a.a.O., S. 47). Die einge- schränkte Kognition der Aufsichtsbehörde ist bundesrechtli ch vorgegeben. Dementsprechend geht der Beschwerdeführer fehl, wenn er den Vorinstanze n vorwirft, ihre im kantonalen Verfah- rensrecht statuierte Befugnis zur vollen Rechts- und Ermess enskontrolle nicht ausgeschöpft zu haben. Die Vorinstanzen sind im Gegenteil zutreffend von einer bundesrechtlich beschränkten aufsichtsbehördlichen Kognition ausgegangen. 7. Der Beschwerdeführer beanstandet die Amtsführung de r Willensvollstrecker im Zu- sammenhang mit der Kündigung des Immobilienbewirtschaftungsvertrags. 7.1 Er beklagt sich zunächst über eine Benachteiligung du rch die Willensvollstrecker, die in einseitiger Art und Weise einzig die Interessen seiner Miterben berücksichtigten. 7.1.1 Soweit er in seinen Ausführungen Interessenkoll isionen der Willensvollstrecker geltend macht, können diese nicht Gegenstand einer Aufsichtsbeschwe rde sein, weil sie in einem Zivil- prozess zu behandeln sind (K ÜNZLE , a.a.O., Art. 517-518 Rz. 532; BGE 90 II 376 E. 5). Der Beschwerdeführer hat denn auch bereits Zivilklage erhoben (vgl. Sachverhalt lit. B). 7.1.2 In genereller Hinsicht vertritt der Beschwerdef ührer die Auffassung, die Erblasserin habe eine "paritätische" Vertretung der Erben im Rah men der Willensvollstreckung angeordnet. C.____ habe die Interessen seiner Geschwister zu vertreten , währenddem B.____ für ihn tätig werden müsse. Der im Erbvertrag vom 14. Dezember 2011 en thaltenen letztwilligen Verfügung lässt sich nichts dergleichen entnehmen. Einzig der in eine r solchen Verfügung von Todes we- gen zum Ausdruck kommende letzte Wille ist indes für die inhaltliche Ausgestaltung des Wil- lensvollstreckermandats massgeblich. Der Willensvollstrecker hat gemäss Art. 517 Abs. 1 ZGB den letzten Willen des Erblassers auszuführen, somit nicht gleichsam als sein alter ego alle ihm irgendwie sonstwie bekannten Vorstellungen und Wünsche d es Erblassers zu berücksichtigen (CHRIST /EICHNER , a.a.O., Art. 518 ZGB Rz. 2; K ARRER /VOGT /LEU , a.a.O., Art. 595 ZGB Rz. 22). Aufgrund seiner Verpflichtung gegenüber dem - formger echt zum Ausdruck gebrachten - erb- Seite 19 http://www.bl.ch/kantonsgericht lasserischen Willen ist ein Willensvollstrecker nicht Vertre ter oder Beauftragter der Erben und auch nicht Interessenwahrer einzelner Erben. Er hat ste ts im wohlverstandenen gemeinsamen Interesse aller Erben zu handeln (J EAN NICOLAS DRUEY , Die Aufgaben des Willensvollstreckers, in: Druey/Breitschmid [Hrsg.], Willensvollstreckung, Bern 20 01, S. 17; KÜNZLE , a.a.O., Vorb. zu Art. 517-518 ZGB Rz. 30 f.; BGE 85 II 597 E. 3). Ein e Willensvollstreckung in der Art, wie sie dem Beschwerdeführer offenbar vorschwebt, stünde mit d er - von ihm im vorliegenden Verfah- ren gerade angerufenen - Pflicht zur Unparteilichkeit i n einem unauflöslichen Widerspruch, denn ein Willensvollstrecker hat sein Amt unparteiisch zu erfüllen und alle Erben grundsätzlich gleich zu behandeln, was mit der gleichzeitigen Interessenvertretung zugunsten einer einzelnen Erbengruppe unvereinbar ist (vgl. CHRIST /EICHNER , a.a.O., Art. 518 ZGB Rz. 32; KARRER /VOGT / LEU , a.a.O., Art. 518 ZGB Rz. 14). 7.1.3 Der Vorwurf einer systematischen Benachteiligung wird in weitgehend pauschaler und unsubstantiierter Weise erhoben. Wenn der Beschwerdefü hrer etwa schlicht behauptet, seine Wünsche würden von den Willensvollstreckern in keiner Wei se berücksichtigt, ist ein derart ge- nerelles Vorbringen nicht geeignet, eine Pflichtverletzung aufzuzeigen. Die explizite Pflicht, sich nach den Wünschen der Erben zu erkundigen, bezieht sich im Übrigen nicht auf die Verwal- tung, sondern auf die Vorbereitung der Teilung des N achlasses (BGE 115 II 323 E. 2b; BGE 108 II 535 E. 2c). Wo der Beschwerdeführer konkrete Han dlungen der Willensvollstrecker be- mängelt, stützt er sich auf die Vorkommnisse rund um den Liegenschaftsverwaltungsvertrag vom 15. Dezember 2014/10. März 2015. Inwiefern mit de r Weigerung der Willensvollstrecker, ihn weiterhin mit der Liegenschaftsverwaltung zu betr auen, eine Benachteiligung verbunden sein soll, erschliesst sich nicht. Der Beschwerdeführer mac ht zu Recht nicht geltend, die Miter- ben würden von den Willensvollstreckern für die Verwal tung des Nachlasses beigezogen und mit lukrativen Mandaten bedacht. Eine Ungleichbehandlu ng liegt nicht vor. Wenn er verlangt, als einziger Erbe mit Verwaltungsaufgaben betraut und dafür aus dem Nachlass entschädigt zu werden, fordert er eine Vorzugsbehandlung ein, auf die er keinen Anspruch hat. 7.2 Der Beschwerdeführer rügt weiter eine Verletzung d er den Willensvollstreckern oblie- genden Informationspflichten und eine Missachtung seiner Weisungen und Rechte im Zusam- menhang mit der Kündigung des Liegenschaftsverwaltungsv ertrags vom 15. Dezember 2014/ 10. März 2015. In dieser Hinsicht unterliegt er in versc hiedener Hinsicht einem Trugschluss über seine Rolle und Rechte in der Willensvollstreckung. 7.2.1 Die Liegenschaftsverwaltung betrifft die Verwaltu ng der Erbmasse. Bis zur Erbteilung haben die Willensvollstrecker den Nachlass exklusiv in der Hand. Für alles, was unter dem Titel der Administration im weitesten Sinn erforderlich ist, haben sie die alleinige Verantwortlichkeit. Sie verfügen über die Befugnis zur Vornahme aller Ve rwaltungshandlungen, wobei ihnen dabei wie bereits gesagt ein breiter Ermessensspielraum einger äumt ist. Die Willensvollstrecker kön- nen für den Nachlass selbständig Verpflichtungen eingehe n und im Rahmen seiner Verwaltung Verträge abschliessen und kündigen. Sie können für ihre Tätigkeit auch Hilfspersonen und Fachleute wie etwa professionelle Liegenschaftsverwalter beiziehen (C HRIST /EICHNER , a.a.O., Art. 518 ZGB Rz. 22; K ÜNZLE , a.a.O., Art. 517-518 ZGB Rz. 63). Sie sind dabei en tgegen der Auffassung des Beschwerdeführers nicht verpflichtet, die Erben zu beabsichtigten Verwal- Seite 20 http://www.bl.ch/kantonsgericht tungshandlungen vorgängig anzuhören und diese mit ihnen zu besprechen, zumindest wenn es wie vorliegend bloss um den - mit keiner Substanzverände rung des Nachlasses verbunde- nen - Beizug von Hilfspersonen geht. In erster Linie - gerade auch aus aufsichtsrechtlicher Per- spektive - fällt die Pflicht zu laufender Rechenschaftsa blegung unter den Informationsanspruch der Erben (vgl. BREITSCHMID , a.a.O., S. 175. f.), wozu weder die Details über die Vertragsbezie- hung der Willensvollstrecker zu ihren Hilfspersonen noch d ie Aufforderung von Miterben, diese Vertragsbeziehung zu beenden, zu zählen sind. Die Willen svollstrecker dürfen vielmehr von sich aus und ohne Weisungen der Erben handeln, wobei d iesen ohnehin kein Weisungsrecht gegenüber den Willensvollstreckern zusteht. Letztere sind n icht an den Willen der Erben ge- bunden (BGE 142 III 9 E. 4.3.1; C HRIST /EICHNER , a.a.O., Art. 518 ZGB Rz. 22; D RUEY , a.a.O., S. 6 f.; KARRER /VOGT /LEU , a.a.O., Art. 518 ZGB Rz. 27a). Die beabsichtigte Kü ndigung des Im- mobilienbewirtschaftungsvertrags musste dem Beschwerdefüh rer demnach nicht vorgängig angekündigt werden. Eine Verletzung der Information spflicht ist nicht dargetan. Weshalb eine Pflicht zur öffentlichen Ausschreibung des Mandats bestehen soll, legt der Beschwerdeführer im Übrigen nicht nachvollziehbar dar. 7.2.2 Des Weiteren bringt der Beschwerdeführer vor, d ie Willensvollstrecker missachteten mit der Kündigung des Bewirtschaftungsvertrags den Erb lasserwillen, der ihm einen eigentli- chen Anspruch darauf verleihe, dass er resp. seine Gesel lschaft die Nachlassliegenschaften gegen entsprechendes Entgelt verwalte. Dieser Ansicht kan n nicht gefolgt werden. Wie bereits ausgeführt wurde, ist einzig der in der Verfügung von Todes wegen zum Ausdruck kommende letzte Wille des Erblassers massgeblich (vgl. vorne E. 7.1.2 ). Die Erblasserin hat vorliegend keine Anweisungen bezüglich der Bewirtschaftung des Immobi lienportefeuilles statuiert. Die Willensvollstrecker sind damit frei in der Auswahl ihrer Vertragspartner. Daran ändert auch der Umstand nichts, dass die G.____ AG während Jahrzehnten diese Aufgabe zur offenbaren Zu- friedenheit der Erblasserin wahrgenommen hat. Entgege n seinem Dafürhalten muss der Be- schwerdeführer als Erbe akzeptieren, dass die Willensvollstre cker auf seine Dienste verzichten und eine andere Verwalterin berücksichtigen. 7.3 Der Beschwerdeführer erblickt in der von den Willen svollstreckern am 10. Juni 2016 ausgesprochenen Kündigung des Bewirtschaftungsvertrags vom 15. Dezember 2014/10. März 2015 eine missbräuchliche Ermessenausübung. 7.3.1 Im Laufe des Vertragsverhältnisses wurden die Wil lensvollstrecker gewahr, dass der Beschwerdeführer für die Liegenschaftsverwaltung ein wesentlich höheres Honorar in Anspruch nahm als zu Lebzeiten der Erblasserin. Dies obwohl sie ih m im Vorfeld des Vertragsschlusses mitgeteilt hatten, nur einen Vertrag zu den bis anhin geltenden - nicht schriftlich festgelegten und ihnen dadurch nicht bekannten - Konditionen schliesse n zu wollen. Der Beschwerdeführer bestreitet, die Willensvollstrecker absichtlich getäuscht zu haben. Wenn er nun aber in der Ge- suchseingabe vom 10. Oktober 2016 ausführt, er sei nicht mehr bereit gewesen, die G.____ AG auch in Zukunft zu sehr günstigen Konditionen die Lie genschaften verwalten zu lassen (Ge- suchseingabe vom 10. Oktober 2016, Rz. 32), gesteht er z u, dass er das Entgelt bewusst zu seinen Gunsten erhöht hatte. Diesen Umstand hatte er d en Willensvollstreckern verschwiegen. Ob in diesem Verhalten eine absichtliche Täuschung lieg t, die den Vertrag für die Willensvoll- Seite 21 http://www.bl.ch/kantonsgericht strecker unverbindlich machte, kann dahingestellt bleibe n. Ohne einer allfälligen zivilgerichtli- chen materiellen Prüfung dieser Frage vorgreifen zu wol len, kann an dieser Stelle festgehalten werden, dass die Parteien bereits im Vorstadium des Ve rtrags Pflichten aus dem vorvertragli- chen Verhandlungsverhältnis treffen. Dazu gehören Treue- und Aufklärungspflichten. Ein höhe- res Mass an Aufklärungspflichten ist anzunehmen bei Dauer schuldverhältnissen und bei Ver- trägen, die ein besonderes Vertrauensverhältnis vorausse tzen, wie dies beim Auftrag der Fall ist (BGE 98 II 305 E. 2a). Der Beschwerdeführer war de shalb gehalten, die Willensvollstrecker im Rahmen der Vertragsverhandlungen aktiv und konkret üb er die von ihm vorgenommenen Anpassungen zu informieren. Indem er diese Deklaratio n unterliess und stattdessen vage da- rauf verwies, dass sich das frühere Honorar aus alten Er folgsrechnungen "mit einem simplen Dreisatz ziemlich genau" errechnen lasse, verhielt er sich gegenüber seinen Verhandlungspart- nern zumindest unlauter. Durch diesen erst später zu Tage getretenen Vertrauensbruch war die Basis für eine weitere Zusammenarbeit nachhaltig ersch üttert. Es ist den Willensvollstreckern nicht zu verargen, wenn sie den Vertrag aus diesem Grun d kündigten. Auch das Bundesgericht anerkennt, dass es keinen Sinn hat, den Auftrag noch a ufrechterhalten zu wollen, wenn das Vertrauensverhältnis zwischen den Parteien zerstört ist (BGE 115 II 464 E. 2a; BGE 104 II 115 E. 4). 7.3.2 Daneben fällt der teilweise rüde Umgangston de s Beschwerdeführers mit den Willens- vollstreckern auf, wie er in der bei den Akten liegende n Korrespondenz zum Ausdruck kommt. Wie in Erwägung 9 des regierungsrätlichen Entscheids an hand von Beispielen plastisch aufge- zeigt wird, pflegt der Beschwerdeführer die Willenvoll strecker mit unflätigen Ausdrücken einzu- decken. Wer seine Kunden verunglimpft, braucht sich nicht zu wundern, wenn diese die Ver- tragsbeziehung beenden. Auch sonst liess die Qualität d er erbrachten Dienstleistung zu wün- schen übrig. So beantwortete die G.____ AG Informatio nsanfragen der Willensvollstrecker mehrfach - wenn überhaupt - nur mit Verzögerung und erstellte auch den Jahresabschluss 2015 nicht termingerecht. Die Bilanz enthielt zudem zugestandenermassen eine gravierende Unkorrektheit (vgl. E-Mail vom 3. Oktober 2016 von der G .____ AG an B.____). Ein objektiver Kündigungsgrund ist deshalb auch in der unbefriedigend en Qualität der erbrachten Dienstleis- tung zu erblicken. 7.3.3 Dazu kommt, dass der G.____ AG eine konkrete und gravierende Vertragsverletzung vorgeworfen werden kann, was im aufsichtsrechtlichen Verfahren aufgrund der eingeschränkten Kognition nur vorfrageweise abzuhandeln und nicht etwa materiellrechtlich zu beurteilen ist (vgl. vorne E. 6.2). Wie sich aufgrund der verzögerten Rechensch aftsablegung erst nach der Kündi- gung des Auftrags herausgestellt hat, bewohnte der Be schwerdeführer eine Wohnung in einer Nachlassliegenschaft, ohne dafür Miete zu bezahlen. Wiederum beteuert er, er habe nichts ver- schwiegen und die Vertragspartner und die Miterben hät ten um diesen Umstand gewusst, was allerdings vollkommen unbelegt bleibt und die genannte n Personen vehement bestreiten. Als Beauftragte war die G.____ AG gesetzlich zur Rechenscha ftsablegung verpflichtet. Die Infor- mation, und zwar über alles, was für den Auftraggeber von Bedeutung sein kann, musste un- aufgefordert und rechtzeitig erfolgen sowie wahrheitsg etreu und vollständig sein (R OLF H. WEBER , in: Honsell/Vogt/Wiegand [Hrsg.], Basler Kommentar zum Obligationenrecht, 6. Aufl., Basel 2015, Art. 400 OR Rz. 4). Unbestrittener Fakt ist , dass die besagte Wohnung im von der Seite 22 http://www.bl.ch/kantonsgericht G.____ AG erstellten Mieterspiegel als "Leerstand" ausgewiesen wurde, was offensichtlich nicht den Tatsachen entsprach. Indem sie im Rahmen der Vertrag serfüllung darauf verzichtete, für die bewohnte Wohnung Mietzins einzukassieren, verursachte die Verwalterin dem Nachlass auch einen finanziellen Schaden im Umfang der entgangenen Mietzinseinnahmen. Unbehelflich ist der Einwand des Beschwerdeführers, seine Mutter sei mi t diesem Arrangement einverstan- den gewesen. Seit ihrem Amtsantritt nehmen die Wille nsvollstrecker die Stellung des Eigentü- mers und Vermieters ein (K ÜNZLE , a.a.O., Art. 517-518 ZGB Rz. 178). Der Beschwerdefü hrer hat den vorliegend zur Diskussion stehenden Verwaltungsve rtrag mit ihnen abgeschlossen und ihr Einverständnis fehlte. 7.3.4 Schliesslich liegt es im Interesse des Nachlasses, we nn die Kosten für dessen Verwal- tung möglichst tief gehalten werden. Die Willensvollstr ecker können den Wechsel der Liegen- schaftsverwaltung im vorliegenden Fall auch mit den von d er H.____ gewährten wesentlich günstigeren Vertragskonditionen rechtfertigen. Der Besch werdeführer bezweifelt die dadurch erzielte Einsparung von jährlich rund Fr. 90'000.--. We nn er argumentiert, durch die einmaligen Kosten des Wechsels ("Einrichtungsgebühr") in der Grössen ordnung von Fr. 40'000.-- würden die Einsparungen zunichte gemacht, trifft dies augenscheinlich nicht zu, sind diese zusätzlichen Kosten doch nach einem halben Jahr amortisiert. Nicht zul etzt aufgrund seines bisherigen we- nig kooperativen Verhaltens in der Erbschaftssache ist entgegen seinem Dafürhalten auch ohne Weiteres mit einer noch über Jahre dauernden Willensvo llstreckung auszugehen. Weiter zwei- felt der Beschwerdeführer ohne Erfolg die Fachkompet enz des neuen Liegenschaftsverwalters an. Dieser verfügt gemäss Lebenslauf über den eidgenössisch en Fachausweis als Liegen- schaftsverwalter und ist eidgenössisch diplomierter Immobili entreuhänder. Die Willensvollstre- cker haben somit einen ausgewiesenen Fachmann beauftragt und sind ihren Sorgfaltspflichten nachgekommen. Für die Befürchtung des Beschwerdeführers, die neue Verwaltung würde den Auftrag unsorgfältig ausführen und die Erbmasse nachh altig schädigen, bestehen keine rele- vanten Indizien. Naturgemäss steht heute noch nicht fest, ob sich die Beauftragung im Nach- hinein als Fehler entpuppt und ob sich die Einsparunge n im geplanten Umfang realisieren las- sen. Solange aber ein Bemühen um richtiges Entscheiden e rsichtlich ist, wie dies hier offen- sichtlich der Fall ist, wird den Willensvollstreckern aber auch ein "Spielraum für Fehlentscheide" zugestanden (BREITSCHMID , a.a.O., S. 156; KARRER /VOGT /LEU , a.a.O., Art. 595 ZGB Rz. 22). 7.4 Zusammenfassend ist die Amtsführung der Willensvollst recker im vorliegenden Fall nicht zu beanstanden. Bei der von ihnen ausgesprochenen K ündigung des Bewirtschaftungs- vertrags vom 15. Dezember 2014/10. März 2015 handelt es sich um einen Verwaltungsent- scheid, welcher keiner Zustimmung der Erben bedarf und sich bei pflichtgemässer Ermessens- betätigung aufsichtsbehördlicher Kognition entzieht, welche nicht ihr Ermessen an Stelle des pflichtgemässen Ermessens der Willensvollstrecker zu stellen h at (BGE 142 III 9 E. 4.3.1; BGE 85 II 597 E. 3). An der Ermessensbetätigung der Willensvollstrecker gibt es vorliegend nichts zu kritisieren. Es lagen eine Vielzahl von objektiven Gründe n vor, welche die Vertragsbeendigung zumindest als sachlich vertretbar - wenn nicht sogar als zw ingend geboten - erscheinen lassen. Die Willensvollstrecker haben damit im Interesse des Nach lasses gehandelt und den Be- schwerdeführer nicht in ungebührlicher Weise gegenüber seinen Miterben benachteiligt. Seite 23 http://www.bl.ch/kantonsgericht 8. Wie die vorstehenden Ausführungen gezeigt haben, besteht keine ernsthafte Aussicht darauf, dass die Aufsichtsbehörde im vorliegenden Fall im (noch nicht eingeleiteten) Hauptver- fahren eine Verfügung im Sinne der Rechtsbegehren de s Beschwerdeführers erlassen könnte. Lautet die Entscheidprognose dahin, dass das Begehren in der Hauptsache mit überwiegender Wahrscheinlichkeit abzulehnen ist, sind die Voraussetzungen zur Anordnung vorsorglicher Massnahmen von Vornherein nicht gegeben (K ÖLZ /HÄNER /BERTSCHI , a.a.O., Rz. 565; H ÄNER , a.a.O., Rz. 113; KIENER , a.a.O., § 6 VRG Rz. 17; M ERKLI /AESCHLIMANN /HERZOG , a.a.O., Art. 27 VRPG Rz. 12; BGE 117 V 185 E. 2b). Die Zivilrechtsverwa ltung hat damit die vorsorglichen Anträge des Beschwerdeführers zu Recht abgelehnt. Damit ist auch der angefochtene Ent- scheid des Regierungsrats rechtmässig. Die Beschwerde erwei st sich insgesamt als unbegrün- det und ist abzuweisen, soweit darauf einzutreten ist. 9. Mit dem vorliegenden Entscheid ist der Antrag auf E rlass vorsorglicher Massnahmen im kantonsgerichtlichen Verfahren gegenstandslos. 10. Es bleibt über die Kosten des vorliegenden Verfahr ens zu befinden. 10.1 Gemäss § 20 Abs. 1 VPO ist das Verfahren vor dem Ka ntonsgericht kostenpflichtig. Die Verfahrenskosten umfassen die Gerichtsgebühren und die Beweiskosten und werden in der Regel der unterliegenden Partei in angemessenem Ausmass auferlegt (§ 20 Abs. 3 VPO). So- mit sind die Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 1'000 .-- vorliegend dem Beschwerdeführer aufzuerlegen und mit dem geleisteten Kostenvorschuss in derselben Höhe zu verrechnen. 10.2 Der ganz oder teilweise obsiegenden Partei kann fü r den Beizug eines Anwalts oder einer Anwältin eine angemessene Parteientschädigung zulasten der Gegenpartei zugesprochen werden (§ 21 Abs. 1 VPO). Gemäss dem Ausgang des Verfahr ens ist den anwaltlich vertrete- nen privaten Beschwerdegegnern antragsgemäss eine Partei entschädigung zu Lasten des Be- schwerdeführers zuzusprechen. Nach dem klaren Wortlaut der die Frage abschliessend regeln- den Norm besteht die Entschädigungspflicht indes nur für den Beizug eines Rechtsanwalts. Für einen darüber hinausgehenden Parteikostenersatz besteh t kein Raum. Soweit die privaten Be- schwerdegegner eine Entschädigung für vor der Mandatieru ng ihres Rechtsvertreters getätigte eigene Aufwendungen geltend machen, kann ihnen keine Aufwandentschädigung zugespro- chen werden. Der Rechtsvertreter macht in seiner Honorar note vom 16. Juni 2017 einen Auf- wand von 31.25 Stunden à Fr. 350.-- geltend. Der in Rechnung gestellte Zeitaufwand erscheint zu hoch, zumal einzig eine Vernehmlassung einzureichen w ar und der Rechtsvertreter sich auf die von den privaten Beschwerdegegnern in den vorinstanzli chen Verfahren fachkundig ausge- arbeiteten Rechtsschriften abstützen konnte. Auf der an deren Seite ist gleichwohl nicht zu übersehen, dass die Gegenseite vor den jeweiligen Insta nzen jeweils umfangreiche Rechts- schriften mit zahlreichen Rügen und Beilagen eingereicht hatte, was ein längeres Aktenstudium nach sich zog. Angesichts des vom Beschwerdeführer betriebenen - jedes vernünftige Mass für eine vorsorgliche Massnahme sprengenden - Aufwands muss der Gegenseite zugestanden werden, ebenfalls einen weit überdurchschnittlichen Auf wand zu generieren, der in einem sol- chen Fall auch vom Prozessgegner eingefordert werden kann. Vorliegend scheint unter den konkreten Umständen ein Stundenaufwand von 25 Stunden g erechtfertigt. Der Stundenansatz Seite 24 http://www.bl.ch/kantonsgericht von Fr. 350.-- liegt am obersten Rand des vorgegebene n regulären Tarifrahmens (vgl. § 3 Abs. 1 der Tarifordnung für die Anwältinnen und Anwä lte [TO] vom 17. November 2003). Auch wenn es sich bei der behördlichen Aufsicht über die Will ensvollstrecker nicht um eine Alltags- materie handelt, weist das Prozessthema keinen besonders hohen Schwierigkeitsgrad auf. Ver- fahren betreffend vorsorgliche Massnahmen sind ferner au fgrund ihrer fehlenden materiellen Rechtskraftwirkung grundsätzlich als Verfahren mit eingeschränkter Bedeutung zu qualifizieren. Deshalb erscheint vorliegend ein Honoraransatz von Fr. 2 50.-- pro Stunde als angemessen. Der Rechtsvertreter macht für die Auslagen sodann eine Kleinkostenpauschale von 3 % des Honorars geltend. Eine derartige Berechnung der Auslag en widerspricht der geltenden Tarif- ordnung, welche vorsieht, dass Telefonauslagen, Porti u nd ähnliche Auslagen nach dem tat- sächlichen Aufwand in Rechnung zu stellen sind (§ 16 Abs. 1 TO). Die Auslagen werden folg- lich ermessensweise auf Fr. 100.-- festgesetzt. Insgesamt erscheint unter Berücksichtigung der vorstehenden massgeblichen Aspekte eine reduzierte Partei entschädigung von Fr. 6'858.-- (inkl. Auslagen und 8 % MWST) gerechtfert igt. Soweit die Honorarrechnung über diesen Betrag hinausgeht, ist der Beschwerdeführer nicht entschädigungspflichtig. Seite 25 http://www.bl.ch/kantonsgericht Demgemäss wird e r k a n n t : ://: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird. 2. Die Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 1'000.-- werden dem Be- schwerdeführer auferlegt und mit dem geleisteten Koste nvorschuss in der Höhe von Fr. 1'000.-- verrechnet. 3. Der Beschwerdeführer hat den privaten Beschwerdegeg nern eine redu- zierte Parteientschädigung in der Höhe von Fr. 6'858.- - (inkl. Auslagen und 8 % MWST) auszurichten. Präsidentin Gerichtsschreiber