<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="content"> <div class="para"> </div> <div class="para">Bundesgericht </div> <div class="para">Tribunal fédéral </div> <div class="para">Tribunale federale </div> <div class="para">Tribunal federal </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <img height="74" src="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/clir/http/displayimage.php?id=2020-08-10-5A_630-2020.1&amp;type=gif" width="95"/> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>5A_630/2020</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>Urteil vom 10. August 2020</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>II. zivilrechtliche Abteilung</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Besetzung </div> <div class="para">Bundesrichter von Werdt, präsidierendes Mitglied, </div> <div class="para">Gerichtsschreiber Möckli. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Verfahrensbeteiligte </div> <div class="para">A.________, </div> <div class="para">Beschwerdeführer, </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <i>gegen</i> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">B.________, </div> <div class="para">Beschwerdegegnerin, </div> <div class="para"> </div> <div class="para">C.________ und D.________. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Gegenstand </div> <div class="para">Besuchsrecht, </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Beschwerde gegen den Entscheid des Kantonsgerichts von Graubünden, I. Zivilkammer, vom 13. Juli 2020 (ZK1 20 41). </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>Sachverhalt:</b> </div> <div class="para">Die rubrizierten Parteien sind die nicht verheirateten und seit Juli 2017 getrennt lebenden Eltern von C.________ (geb. 2014) und D.________ (geb. 2015). </div> <div class="para">Im Rahmen eines Verfahrens vor der KESB Nordbünden einigten sich die Eltern über das Besuchsrecht des Vaters (zwei Wochenenden im Monat von Freitag- bis Sonntagabend und drei Ferienwochen) und schlossen auch einen Unterhaltsvertrag, der mit Entscheid vom 28. Februar 2018 genehmigt wurde. </div> <div class="para">Im Frühling 2019 informierte die Mutter die KESB über ihren Verdacht auf sexuelle Übergriffe durch den Vater und sie erstattete auch Strafanzeige. Die KESB errichtete eine Beistandschaft zur Vertretung der Kinder im Strafverfahren und gab ein kinderpsychiatrisches Gutachten in Auftrag. Mit Entscheid vom 31. Oktober 2019 sistierte sie das vereinbarte Besuchsrecht und ordnete für die Zwischenzeit ein begleitetes Besuchsrecht (zweimal pro Monat für drei Stunden) an. Die Besuchstage verliefen problemlos. Am 9. Januar 2020 stellte die Staatsanwaltschaft Graubünden das Strafverfahren ein, worauf der Vater um Wiederherstellung des normalen Besuchsrechts ersuchte. </div> <div class="para">Mit Entscheid vom 11. Februar 2020 hob die KESB die Beistandschaft und die Einschränkung des persönlichen Verkehrs auf und installierte nach einer Übergangsphase von zwei Monaten wieder das Besuchsrecht gemäss der ursprünglichen Vereinbarung, unter Verpflichtung der Mutter zur jeweiligen Übergabe und zur Benachrichtigung des Vaters über wichtige Ereignisse im Leben der Kinder sowie unter Errichtung einer Besuchsrechtsbeistandschaft. </div> <div class="para">Die hiergegen erhobene Beschwerde der Mutter, welche sinngemäss weiterhin ein begleitetes Besuchsrecht wünschte, wies das Kantonsgericht von Graubünden mit Entscheid vom 13. Juli 2020 ab. </div> <div class="para">Mit Beschwerde vom 5. August 2020 gelangt der Vater an das Bundesgericht. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>Erwägungen:</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>1.</b> </div> <div class="para">Der Vater beklagt sich darüber, dass der kantonalen Beschwerde die aufschiebende Wirkung nicht entzogen worden sei, obwohl die unberechtigten Vorwürfe durch die Staatsanwaltschaft klar wiederlegt worden seien; er flehe das Bundesgericht an, die aufschiebende Wirkung sofort aufzuheben, damit seine Rechte mit den Kindern gewahrt seien. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>2.</b> </div> <div class="para">Offensichtlich missversteht der Vater den angefochtenen Entscheid. Mit diesem wurden sämtliche Besuchsrechtsrestriktionen aufgehoben und ferner wurde erwogen, mit dem Entscheid in der Sache werde die Frage der Entziehung der aufschiebenden Wirkung gegenstandslos. Dies trifft zu und die Rechte des Vaters in Bezug auf die Kinder sind umfassend gewahrt. Soweit er ferner befürchtet, die Mutter könnte beim Bundesgericht ebenfalls Beschwerde erheben und es würden dann wiederum Monate verstreichen, ist darauf hinzuweisen, dass die Beschwerde an das Bundesgericht im Unterschied zur kantonalen Beschwerde keine aufschiebende Wirkung hat (<span class="artref">Art. 103 Abs. 1 BGG</span>) und der Vater mithin selbst dann nicht an der vollumfänglichen Ausübung des Besuchsrechts gehindert wäre, wenn die Mutter Beschwerde einreichen sollte. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>3.</b> </div> <div class="para">Zur Beschwerde ist nur berechtigt, wer ein schutzwürdiges Interesse an der Aufhebung oder Änderung des angefochtenen Entscheides hat (<span class="artref">Art. 76 Abs. 1 lit. b BGG</span>). Ein solches Interesse ist nach dem Gesagten nicht zu sehen; der Vater ist durch den angefochtenen Entscheid nicht beschwert, zumal sich auch die errichtete Besuchsrechtsbeistandschaft zu seinen Gunsten auswirkt und er mit keinen Kosten belastet wurde. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>4.</b> </div> <div class="para">Auf die Beschwerde ist folglich im vereinfachten Verfahren nach <span class="artref">Art. 108 Abs. 1 lit. a BGG</span> nicht einzutreten. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>5.</b> </div> <div class="para">Angesichts der konkreten Umstände wird auf die Erhebung von Gerichtskosten verzichtet (<span class="artref">Art. 66 Abs. 1 BGG</span>). </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b> Demnach erkennt das präsidierende Mitglied:</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>1.</b> </div> <div class="para">Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>2.</b> </div> <div class="para">Es werden keine Gerichtskosten erhoben. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>3.</b> </div> <div class="para">Dieses Urteil wird den Parteien, der Berufsbeistandschaft Werdenberg, der KESB Werdenberg und dem Kantonsgericht von Graubünden, I. Zivilkammer, schriftlich mitgeteilt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Lausanne, 10. August 2020 </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Im Namen der II. zivilrechtlichen Abteilung </div> <div class="para">des Schweizerischen Bundesgerichts </div> <div class="para">Das präsidierende Mitglied : Der Gerichtsschreiber: </div> <div class="para"> </div> <div class="para">von Werdt Möckli </div> <div class="para"> </div> </div></body></html>