A bteilung V E -6657/2006 {T 0/2} U rteil vom 30. A pril 2007 M itw irkung: R ichter Stöckli, G alliker, König G erichtsschreiberin Lettau X._______, geboren _______, Algerien, vertreten durch Irène R odriguez, Zürcher Beratungsstelle für Asylsuchende, _______, Beschw erdeführer gegen B undesam t für M igration (B FM ), Q uellenw eg 6, 3003 Bern, Vorinstanz betreffend Verfügung vom 17. A pril 2003 i.S. A syl und W egw eisung / N _______ B u n d e s v e rw a ltu n g s g e ric h t T rib u n a l a d m in is tra tif fé d é ra l T rib u n a le a m m in is tra tiv o fe d e ra le T rib u n a l a d m in is tra tiv fe d e ra l2 Sachverhalt: A. D er aus Y._______ stam m ende Beschw erdeführer verliess seinen H eim atstaat nach eigenen Angaben am 7. Juli 2002 und gelangte am 21. Juli 2002 in die Schw eiz, w o er am 22. Juli 2002 ein Asylgesuch stellte. Am 30. Juli 2002 w urde der Beschw erdeführer in der Em pfangsstelle _______ sum m arisch zu seinen Asylgründen befragt und in der Folge für die D auer des Asylverfahrens dem Kanton M ._______ zugew iesen. D ie zuständige kantonale Behörde hörte ihn am 15. O ktober 2002 zu seinen Asylgründen an. D er Beschw erdeführer begründet seinen Asylantrag w ie folgt: Er habe seit zw ei Jahren als G efängnisw ärter in seinem H eim atort Y._______ gearbeitet. D ie M ehrzahl der G efangenen seien Terroristen oder M itglieder der Front Islam ique du Salut (FIS) gew esen. Er selbst sei Sym pathisant, aber nicht M itglied der FIS und habe M itleid m it den seiner M einung nach schlecht behandelten politischen G efangenen gehabt. Ende M ai 2002 sei es zu einem Streik der G efangenen gekom m en, bei w elchem auch Betten in Brand gesetzt w orden seien, nachdem sich der G efängnisdirektor gew eigert habe, auf die Forderungen der G efangenen nach m ehr R echten einzugehen. D ie H ilfe von Polizei und G endarm erie sei zur Beruhigung der Lage erforderlich gew esen. Am nächsten beziehungsw eise übernächsten Tag seien er und andere G efängnisw ärter vor den G eneralstaatsanw alt von Y._______ gerufen w orden, um sich zum Aufstand zu äussern. D ieser habe w issen w ollen, w arum die G efangenen verbotenerw eise im Besitz von Feuerzeugen gew esen seien und w arum die W ärter die Sicherheitskräfte w ährend des Aufstandes so spät benachrichtigt hätten. Er habe die G efängnisw ärter beschuldigt, Verbündete der G efangenen zu sein, zum al sie alle aus Y._______ käm en. D er G eneralstaatsanw alt habe ihnen unter Androhung von Konsequenzen 48 Stunden Zeit gegeben, um diese Fragen zu beantw orten. Später sei ein Kollege vorgeladen und danach nie m ehr w ieder gesehen w orden. Im Juli 2002 sei erneut ein Aufruhr im G efängnis ausgebrochen. D ie G efangenen hätten sich nach dem Freitagsgebet gew eigert, in ihre Zellen zurückzukehren. D ie G efängnisw ärter hätten der H ilfe spezieller Antiterroreinheiten bedurft. Am nächsten Tag hätten sie vor dem G efängnisdirektor erscheinen m üssen. D ieser habe ihnen m itgeteilt, dass die in der N acht zuvor D ienst habenden W ärter vor dem Justizm inisterium in Z._______ zu erscheinen hätten. W egen des Ver- schw indens ihres Kollegen hätten die betreffenden W ächter den D irektor erfolglos gebeten, ihnen zuzusichern, dass ihnen in Z._______ nichts geschehe. D a der Be- schw erdeführer Angst davor gehabt habe, das gleiche Schicksal w ie sein Bekann- ter zu erleiden und ebenfalls zu verschw inden, sei er nicht vor dem Justizm inisteri- um in Z._______ erschienen und habe Algerien verlassen. In der kantonalen Anhörung m acht er zudem geltend, dass er am Abend vor seiner Ausreise einen Brief der inhaftierten Islam isten aus dem G efängnis geschm uggelt und an die FIS w eitergeleitet habe; bei der Em pfangsstellenbefragung habe er diesen Brief vergessen gehabt beziehungsw eise habe darüber nicht sprechen w ollen.3 B. M it Verfügung vom 17. April 2003 - eröffnet am 23. April 2003 - stellte das dam als zuständig gew esene BFF fest, der Beschw erdeführer erfülle die Flüchtlingseigen- schaft nicht, und lehnte das Asylgesuch ab. G leichzeitig verfügte es die W egw ei- sung und ordnete den W egw eisungsvollzug an. C . M it Beschw erde vom 23. M ai 2003 an die dam als zuständig gew esene Schw eize- rische Asylrekurskom m ission (AR K) beantragte der Beschw erdeführer, die vorin- stanzliche Verfügung aufzuheben und ihm Asyl zu gew ähren oder jedenfalls die Flüchtlingseigenschaft festzustellen. Eventualiter beantragte er, die U nzulässig- keit, allenfalls die U nzum utbarkeit des Vollzugs der W egw eisung festzustellen und die vorläufige Aufnahm e anzuordnen. Ausserdem sei der Vollzug der W egw eisung auszusetzen und die aufschiebende W irkung der Beschw erde w iederherzustellen. Es sei die Frem denpolizei des Kantons M ._______ darüber zu inform ieren, dass von Vollzugshandlungen bis zum Entscheid des Vollzuges Abstand zu nehm en sei. In prozessualer H insicht ersuchte er um G ew ährung der unentgeltlichen R echtspflege. Seiner Beschw erde legte er die Telefaxkopie einer vom 5. Februar 2003 datierten und auf arabisch abgefassten Vorladung des G eneralstaatsanw altes bei. D . M it Schreiben vom 4. Juni 2003 reichte der Beschw erdeführer einen ärztlichen Be- richt und eine Fürsorgebestätigung zu den Akten des Beschw erdeverfahrens. E. M it Zw ischenverfügung vom 18. Juni 2003 gew ährte die AR K dem Beschw erdefüh- rer antragsgem äss die unentgeltliche Prozessführung und verzichtete auf die Er- hebung eines Kostenvorschusses. F. In ihrer Vernehm lassung vom 26. Juni 2003 hielt die Vorinstanz an ihrem Ent- scheid fest und beantragte die Abw eisung der Beschw erde. D ie Vernehm lassung w urde dem Beschw erdeführer am 1. Juli 2003 zur Kenntnis gebracht. G . D er Beschw erdeführer reichte sodann folgende D okum ente ein: m it Schreiben vom 30. Juli 2003 eine Ü bersetzung der Vorladung vom 5. Februar 2003 vor die G eneralstaatsanw altschaft am "Tribunal H ._______", w onach der Beschw erdeführer als Angeklagter am 11. M ärz 2003 zum Vorw urf, U m gang m it Islam isten innerhalb und ausserhalb des G efängnisses gehabt zu haben und Brief überm ittelt zu haben, Stellung nehm e m üsse; am 28. Januar 2005 eine beglaubigte Kopie seiner G eburtsurkunde; am 10. August 2005 einen vom 27. Juli 2005 datierenden ärztlichen Bericht; am 12. April 2006 einen vom 3. April 2006 datierenden Bericht. H . Im R ahm en eines w eiteren Vernehm lassungsverfahrens nahm das neu zuständig gew orden BFM am 15. N ovem ber 2006 zu den ärztlichen Zeugnissen vom 27. Juli 2005 und 3. April 2006 Stellung und prüfte das Vorliegen einer schw erw iegenden persönlichen N otlage. D as BFM bejahte die Zum utbarkeit des W egw eisungsvoll- zuges trotz der D iabeteserkrankung des Beschw erdeführers und verneinte das Vorliegen einer schw eren persönlichen N otlage. H ierbei verw ies es auf den einge- holten Bericht des Kantons M ._______ vom 23. O ktober 2006, in w elchem der Vollzug der W egw eisung beantragt w urde, und hielt am angeordneten Vollzug der W egw eisung fest. I. M it Verfügung vom 27. N ovem ber 2006 w urde der Beschw erdeführer über die Ver- nehm lassung der Vorinstanz und den kantonalen Bericht zur N otlagenprüfung vom 4 23. O ktober 2006 in Kenntnis gesetzt und aufgefordert, sich zur Vernehm lassung sow ie zu einzelnen unklaren Punkten im Zusam m enhang m it der vom 5. Februar 2003 datierenden Vorladung und dem daraus resultierenden Vorbehalt der AR K, die Vorladung eventuell als gefälschtes Bew eism ittel zu qualifizieren und einzuziehen, zu äussern. J. M it Schreiben vom 8. D ezem ber 2006 nahm der Beschw erdeführer aufforderungs- gem äss Stellung zu den Berichten des kantonalen M igrationsam tes und des BFM sow ie zu den Fragen der AR K in Bezug auf die eingereichte Vorladung. Bei dieser handle es sich nicht um eine Fälschung. D as B undesverw altungsgericht zieht in Erw ägung: 1. 1.1 G em äss Art. 31 des Verw altungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (VG G , SR 173.32) beurteilt das Bundesverw altungsgericht Beschw erden gegen Verfügungen nach Art. 5 des Bundesgesetzes vom 20. D ezem ber 1968 über das Verw altungs- verfahren (Vw VG , SR 172.021), sofern keine Ausnahm e nach Art. 32 VG G vor- liegt. Als Vorinstanzen gelten die in Art. 33 und 34 VG G genannten Behörden. D azu gehören Verfügungen des BFM gestützt auf das Asylgesetz vom 26. Juni 1998 (AsylG , SR 142.31); das Bundesverw altungsgericht entscheidet in diesem Bereich endgültig (Art. 105 AsylG ; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des Bundesgerichtsge- setzes vom 17. Juni 2005 [BG G , SR 173.110]). 1.2 D as Bundesverw altungsgericht übernim m t, sofern es zuständig ist, am 1. Januar 2007 die Beurteilung der bei der AR K hängig gew esenen R echtsm ittel. D as neue Verfahrensrecht ist anw endbar (vgl. Art. 53 Abs. 2 VG G ). 1.3 M it Beschw erde kann die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige oder unvoll- ständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts und die U nangem essen- heit gerügt w erden (Art. 106 Abs. 1 AsylG ). 1.4 D ie Beschw erde ist form - und fristgerecht eingereicht; der Beschw erdeführer ist le- gitim iert (Art. 6 AsylG i.V.m . Art. 48 und 50 ff. Vw VG ). Auf die Beschw erde ist un- ter Vorbehalt der Erw ägung 2 einzutreten. 2. Auf die Anträge auf Aussetzung des Vollzugs der W egw eisung, W iederherstellung der aufschiebenden W irkung der Beschw erde und M itteilung an die Frem denpoli- zei des Kantons M ._______, von Vollzugshandlungen vorläufig abzusehen, ist nicht einzutreten, da der Beschw erde die aufschiebende W irkung nicht entzogen w orden ist und m ithin ohnehin vorläufig nicht vollzogen w erden darf, w om it es diesbezüglich an einem Anfechtungsobjekt fehlt. 3.5 3.1 G em äss Art. 2 Abs. 1 AsylG gew ährt die Schw eiz grundsätzlich Flüchtlingen Asyl. Als Flüchtling w ird eine ausländische Person anerkannt, w enn sie in ihrem H eim at- staat oder im Land, w o sie zuletzt w ohnte, w egen ihrer R asse, R eligion, N ationali- tät, Zugehörigkeit zu einer bestim m ten sozialen G ruppe oder w egen ihrer poli- tischen Anschauungen ernsthaften N achteilen ausgesetzt ist oder begründete Furcht hat, solchen N achteilen ausgesetzt zu w erden. Als ernsthafte N achteile gel- ten nam entlich die G efährdung von Leib, Leben oder Freiheit sow ie M assnahm en, die einen unerträglichen psychischen D ruck bew irken (Art. 3 AsylG ). 3.2 W er um Asyl nachsucht, m uss die Flüchtlingseigenschaft nachw eisen oder zum in- dest glaubhaft m achen. D iese ist glaubhaft gem acht, w enn die Behörde ihr Vor- handensein m it überw iegender W ahrscheinlichkeit für gegeben hält. U nglaubhaft sind insbesondere Vorbringen, die in w esentlichen Punkten zu w enig begründet oder in sich w idersprüchlich sind, den Tatsachen nicht entsprechen oder m assgeb- lich auf gefälschte oder verfälschte Bew eism ittel abgestützt w erden (Art. 7 AsylG ). 4. 4.1 D ie Vorinstanz hat eine asylrelevante Verfolgung verneint, da keine begründete Furcht vor zukünftiger Verfolgung bestehe. Sow eit der Beschw erdeführer geltend m ache, er habe Angst davor, w ie sein Arbeitskollege zu "verschw inden", seien die vorgebrachten G ründe, falls sie denn der W ahrheit entsprächen, keine ausrei- chenden Indizien für die Bejahung einer begründeten Furcht. Es bestehe nur eine vage W ahrscheinlichkeit zukünftiger Verfolgung. N otw endig seien aber konkrete Anzeichen einer zukünftigen Verfolgung und diese fehlten vorliegend. D em Be- schw erdeführer w erde zu U nrecht die Kom plizenschaft m it den Terroristen vorge- w orfen. D ass er angesichts der schlechten H aftbedingungen M itleid m it den inhaf- tierten Terroristen habe, stelle keinen ausreichenden Anhaltspunkt einer Verfol- gung durch die R egierung dar, zum al er nach eigenen Angaben nur Sym pathisant der FIS und nicht deren M itglied sei. W eder der Beschw erdeführer sei politisch en- gagiert, noch seien dies seine Fam ilienm itglieder. D ie Vernehm ung durch das Justizm inisterium stelle kein ausreichendes Indiz einer zukünftigen Verfolgung dar. W egen der U nruhen im G efängnis sei es nicht ungew öhnlich, dass der Beschw er- deführer vor dem Justizm inisterium zu erscheinen und sich zu den Vorw ürfen zu äussern habe. D as angebliche Verschw inden seines Freundes im Anschluss an die Vorladung vor dem Justizm inisterium lasse nicht schon den Schluss zu, dass dies dem Beschw erdeführer ebenfalls w iderfahren w erde. 4.2 D er Beschw erdeführer kritisiert, die Vorinstanz habe nur argum entiert, er sei vor- geladen gew orden, um zu den Aufständen befragt zu w erden, und habe dabei aus- ser Acht gelassen, dass er desw egen vor das Justizm inisterium geladen w orden sei, w eil er als Verm ittler gedient habe. Aufgrund dieser Tätigkeit sei von asylrele- vanter Verfolgung auszugehen. 4.3 Auch w enn es in Algerien, allerdings speziell in den Jahren 1993 bis 1998, zahl- reiche Fälle gab, in denen Personen nach Verhaftungen durch Sicherheitskräfte "verschw anden" (siehe hierzu Am nesty International, Public Statem ent, 11. M ärz 2004, Algeria: "D isappearances" m ust be on presidential electial agenda), so feh- len in casu objektive Anzeichen, dass für den Beschw erdeführer eine solche G e- fahr bestand. D ies trifft selbst dann zu, w enn m an zu G unsten seiner D arstellung 6 für glaubhaft gem acht annim m t, einer seiner Kollegen sei tatsächlich nach einem Term in beim Justizm inisterium "verschw unden". Zw ar kann eine hängige Strafuntersuchung ein Indiz für eine drohende flüchtlings- rechtlich relevante Verfolgung darstellen, näm lich dann, w enn das D elikt aus poli- tischen G ründen nur vorgeschoben w urde oder w enn es sich um ein überw iegend politisches D elikt handelt oder w enn im Falle einer Verurteilung m it einer politisch m otivierten überm ässigen Bestrafung zu rechnen ist (sog. Polit-M alus). Angesichts der Aufstände im G efängnis und dem angeblichen durch G efängnisw ärter er- folgten Verteilen von Feuerzeugen im M ai 2002 zw ecks Brandlegung liegt im vor- liegenden Fall die R echtfertigung der zuständigen algerischen Behörden vor, auch gegen den Beschw erdeführer w egen des Verdachts der Kom plizenschaft ein Straf- verfahren zu eröffnen. D ie eingereichte Vorladung enthält nun allerdings verschiedene M ängel, die auf Fälschung des D okum ents hindeuten, zu w elchem Verdacht und dem m öglichen Einzug des D okum entes dem Beschw erdeführer das rechtliche G ehör gew ährt w urde. U nklar ist vorab, w eshalb sie erst auf Beschw erdestufe eingereicht w urde, obw ohl sie vom 5. Februar 2003 datiert. D ie auf Anfrage der AR K vom 27. N ovem - ber 2006 gelieferten Erklärungen des Beschw erdeführers, er habe nicht schon im Februar 2003 von der Vorladung gew usst, sondern sei erst nach seiner Ausreise von seinem Bruder über die Vorladung inform iert w orden, sind als sehr vage und nachgeschoben zu bezeichnen. Auch überzeugt die in derselben R eplik vom 8. D ezem ber 2006 gem achte Erklärung nicht, er habe die O riginalvorladung desw e- gen nicht einreichen können, w eil der Bruder des Beschw erdeführers diese einem algerischen Bekannten m itgegeben habe, w elcher nach Belgien gereist und später m it dem D okum ent verschw unden sei. W enn der Bruder des Beschw erdeführers in der Lage w ar, die "offizielle" Ü bersetzung der Vorladung an eine M ittelsperson in der Schw eiz zu schicken, w äre ihm dies auch m it der O riginalvorladung m öglich gew esen. W eshalb er stattdessen den W eg der Zustellung über einen nach Belgien reisenden Bekannten gew ählt haben w ill, erscheint unnötig kom pliziert und w enig realistisch. U nerklärlich bleibt, w eshalb die ausstellende Behörde in Z._______ beziehungsw eise im Stadtteil H ._______ lokalisiert ist, w o doch der Arbeits-, der Tat- und der W ohnort des Beschw erdeführers im w eit von Z._______ entfernten Y._______ lag und auch nach den W orten des Beschw erdeführers "der R ichter des Justizm inisterium in Y._______" Vorgesetzter des G efängnisdirektors ist (act. A7, S. 14). Auch w enn m an noch annähm e, das in Z._______ be- ziehungsw eise S._______ befindliche Justizm inisterium habe die U ntersuchungen angehoben und erst in der Folge den Fall zur Anklageerhebung und D urchführung des Prozesses an das zuständige G ericht übergeben, m üsste es sich bei Letzte- rem um das "Tribunal de Y._______" handeln. D ie Aussage des Beschw erdeführers in der R eplik vom 8. D ezem ber 2006, die Vorladung sei deshalb in Z._______ ausgestellt w orden, w eil sich dort das Justizm inisterium befände, vor w elchem der Beschw erdeführer habe erscheinen m üssen, ist an die- ser Stelle w enig hilfreich, zum al der Standort des Justizm inisterium s nicht in Zw ei- fel gezogen w ird. Im Ü brigen steht die Vorladung insofern in direktem W iderspruch zu Aussagen des Beschw erdeführers, als ihm darin Beziehungen zu den G roupes Islam iques Arm ées (G IA) vorgew orfen w erden, w ährend er in der kantonalen An- hörung vorbrachte, bei den G efangenen habe es sich um FIS-Angehörige gehan-7 delt, "denn die G IA konnte m an nicht verhaften, die w aren in den Bergen" (act. A7, S. 17). So überzeugt auch die Erläuterung des Beschw erdeführers in seiner R eplik nicht, der Vorw urf der G IA-U nterstützung durch die R egierung sei gängig, um un- angenehm e O ppositionelle w ie den Beschw erdeführer als einfachen FIS-Sym pa- thisanten anzuklagen. Auf w eitere U nstim m igkeiten - Vorladung erfolgte erst sechs M onate nach dem angeblichen Vorfall der Briefüberm ittlung; Entdeckung der Brief- überm ittlung w urde vom Beschw erdeführer gar nie geltend gem acht; U nvollstän- digkeit der "offiziellen Ü bersetzung" - braucht hier nicht w eiter eingegangen zu w erden. D as fragliche D okum ente w ird als Fälschung erkannt und sam t Ü berset- zung zur Verm eidung w eiterer m issbräuchlicher Verw endung in Anw endung von Art. 10 Abs. 4 AsylG eingezogen. W enig kohärent ist auch der zeitliche Ablauf: Ende M ai 2002 fand der erste Streik statt. D er zw eite Streik fand am ersten Freitag des M onats Juli, also am 5. Juli 2002, statt (act. A7, S. 19) beziehungsw eise eineinhalb M onate nach dem ersten (act. A7, S. 11), also M itte Juli 2002. D er letzte Arbeitstag des Beschw erdeführers im G efängnis w ar der 4. oder 5. Juli 2002 (act. A7, S. 8; act. A1. S. 5), und am 7. Juli 2002 ist er ausgereist, angeblich allein w eil er sich nach dem H erausschm ug- geln des Briefes - also offenbar im m er noch im G efängnis tätig - am selben Tag zur Ausreise entschieden hatte und gleichentags vom Justizm inisterium vorgela- den w urde (act. A7, S. 10, 12, 19, 21), ohne dass allerdings irgendeine G efahr (na- m entlich durch Entdecken des Kassiber-Schm uggels) entstanden ist. D ie blosse Sym pathie m it der FIS verm ag, w ie von der Vorinstanz zu R echt ange- führt, keinen Asylanspruch zu begründen. D em Beschw erdeführer ist es m it seinen Vorbringen w ährend der Anhörungen und im Beschw erdeverfahren nicht gelungen, eine Verfolgung im Sinne von Art. 3 AsylG glaubhaft zu m achen. 4.4 D ie angefochtenen Verfügung ist m ithin im Asylpunkt zu bestätigen und die Be- schw erde ist diesbezüglich abzuw eisen. 5. 5.1 Lehnt das Bundesam t das Asylgesuch ab oder tritt es darauf nicht ein, verfügt es in der R egel die W egw eisung aus der Schw eiz und ordnet den Vollzug an; dabei ist der G rundsatz der Einheit der Fam ilie zu berücksichtigen (Art. 44 Abs. 1 AsylG ). 5.2 D er Beschw erdeführer verfügt w eder über eine frem denpolizeiliche Aufenthaltsbe- w illigung noch einen Anspruch auf Erteilung einer solchen. D ie W egw eisung w urde dem nach zu R echt angeordnet (Art. 44 Abs. 1 AsylG ). 6. Ist der Vollzug der W egw eisung nicht m öglich, nicht zulässig oder nicht zum utbar, so regelt das Bundesam t das Anw esenheitsverhältnis nach den gesetzlichen Be- stim m ungen über die vorläufige Aufnahm e von Ausländern (Art. 44 Abs. 2 AsylG ; Art. 14a Abs. 1 des Bundesgesetzes über Aufenthalt und N iederlassung der Aus- länder vom 26. M ärz 1931(AN AG , SR 142.20).8 6.1 D er Vollzug der W egw eisung ist nicht zulässig, w enn völkerrechtliche Verpflich- tungen der Schw eiz einer W eiterreise des Ausländers in seinen H eim at-, H er- kunfts- oder einen D rittstaat entgegenstehen (Art. 14a Abs. 3 AN AG ). D er Vollzug der W egw eisung des Beschw erdeführers nach Algerien ist unter dem Aspekt von Art. 5 Abs. 1 AsylG und Art. 33 des Abkom m ens über die R echtsstel- lung der Flüchtlinge (Flüchtlingskonvention, FK, SR 0.142.30) rechtm ässig, w eil die Flüchtlingseigenschaft nicht erfüllt ist. Im W eiteren hält der Vollzug der W eg- w eisung auch vor Art. 3 der Konvention zum Schutze der M enschenrechte und G rundfreiheiten vom 4. N ovem ber 1950 (EM R K; SR 0.101) stand. G em äss R echt- sprechung des Europäischen G erichtshofes für M enschenrechte m üsste der Be- schw erdeführer eine konkrete G efahr ("real risk") nachw eisen oder glaubhaft m a- chen, dass ihm im Fall einer R ückschiebung Folter oder unm enschliche Behand- lung drohen w ürde. Ein solcher N achw eis ist dem Beschw erdeführer in Bezug auf die Situation in Algerien nicht gelungen. Sollte der Beschw erdeführer, w ie er be- hauptet, illegal und nam entlich ohne im Besitz eines R eisepasses zu sein, ausge- reist sein, m uss er zw ar bei der H eim reise m it polizeilicher Vernehm ung und schlim m stenfalls einer m ehrtägigen Verhaftung rechnen. Eine solche Behandlung w ürde aber nicht gegen internationale Konventionen verstossen, zum al keine kon- krete G efahr im Sinne der R echtsprechung im H inblick auf eine von Art. 3 EM R K verbotene M enschenrechtsverletzung besteht. D er W egw eisungsvollzug steht so- m it in Ü bereinstim m ung m it den völker- und landesrechtlichen Bestim m ungen und ist zulässig (vgl. Art. 44 Abs. 2 AsylG i.V.m . Art. 14a Abs. 3 AN AG ). 6.2 D er Vollzug kann insbesondere nicht zum utbar sein, w enn er für den Ausländer eine konkrete G efährdung darstellt (Art. 14a Abs. 4 AN AG ). Aus hum anitären G ründen, nicht in Erfüllung völkerrechtlicher Pflichten der Schw eiz, w ird auf den Vollzug der W egw eisung auch verzichtet, w enn die R ück- kehr in den H eim atstaat für den Betroffenen eine konkrete G efährdung darstellt. Eine solche G efährdung kann angesichts der im H eim atland herrschenden allge- m einen politischen Lage, die sich durch Krieg, Bürgerkrieg oder durch eine Situa- tion allgem einer G ew alt kennzeichnet, oder aufgrund anderer G efahrm om ente, w ie beispielsw eise einer notw endigen m edizinischen Behandlung, angenom m en w er- den (vgl. Botschaft zum Bundesbeschluss über das Asylverfahren vom 22. Juni 1990, BBl 1990 II 668). 6.2.1 Eine solche Situation, w elche den Beschw erdeführer als G ew alt- oder de-facto- Flüchtling qualifizieren w ürde, lässt sich aufgrund der heutigen Situation im H ei- m atstaat des Beschw erdeführers nicht bejahen. In Bestätigung der Praxis der AR K sow ie unter Berücksichtigung der im Jahr 2005 von der AR K vorgenom m enen ak- tualisierten Beurteilung der allgem einen Lage in Algerien (vgl. Lagebeurteilung der AR K in Entscheidungen und M itteilungen der AR K [EM AR K] 2005 N r. 13) kann in Algerien w eder von Bürgerkrieg noch von einer Situation allgem einer G ew alt ge- sprochen w erden. D er bew affnete Konflikt, w elcher in Algerien im letzten Jahr- zehnt des 20. Jahrhunderts viele M enschenleben forderte, ist heute w eitgehend beendet, auch w enn in letzter Zeit - April 2007 - gew altsam e Zw ischenfälle zu ver- zeichnen w aren. 6.2.2 N ach dem Arztbericht vom 23. M ai 2003 der Psychiatrischen Poliklinik am Kan- tonsspital A._______ der Integrierten Psychiatrie A._______, auf den der ärztliche 9 Bericht des Allgem einm ediziners D r. O . vollum fänglich verw eist, leidet der am 14. M ai und 22. M ai 2003 untersuchte Beschw erdeführer an einer leichten bis m ittel- gradigen D epression. D er Beschw erdeführer sei anlässlich im m er w iederkeh- render M agen-D arm -Beschw erden Anfang M ai 2003 ins Krankenhaus eingeliefert w orden, und die Beschw erden hätten zu einer psychiatrischen Abklärung geführt. D er Beschw erdeführer nim m t nach dem Bericht von D r. O . gegenw ärtig das M edi- kam ent D eroxat ein. W ie dem Bericht der Psychiatrie zu entnehm en ist, klagt der Beschw erdeführer über eine depressive G rundstim m ung und m assive Schlafstö- rungen, die bereits w ährend seiner Tätigkeit als G efängnisw ärter entstanden sei- en. N ach dem psychiatrischen Bericht liegen keine Anhaltspunkte für Sinnestäu- schungen, W ahnvorstellungen oder Suizidgefahr vor. Laut der provisorischen Zusam m enfassung der Krankengeschichte der C hirurgi- schen Klinik und Poliklinik des Kantonsspital A._______ vom 27. Juli 2005 litt der Beschw erdeführer dam als an einer beginnenden G allenblasenentzündung und ei- nem G allenblasenstein. Er sei am 20. Juli 2005 operiert w orden. Zusätzlich zu dem Antidepressivum D eroxat nehm e er die Schlafm ittel Stilnox und M ogadon ein. Laut dem ärztlichen Bericht des Kantonsspital A._______ vom 12. April 2006 be- fand sich der Beschw erdeführer dort vom 22. M ärz 2006 bis zum 8. April 2006 zur Behandlung einer neudiagnostizierten D iabetes m ellitus. Es w urde eine Insulin- Einstellung vorgenom m en und w egen der auftretenden Angstzustände und de- pressiven R eaktionen des Beschw erdeführers zusätzlich psychiatrische U nterstüt- zung beigezogen. Ausserdem m achte sich eine Verschlechterung der Sehfähigkeit aufgrund der Blutzuckerschw ankungen des Beschw erdeführers bem erkbar. Zu- sätzlich erfolgte w ährend des Krankenhausaufenthaltes eine m edikam entöse Be- handlung der perianalen Throm bose des Beschw erdeführers. W ie dem Austrittsbe- richt zu entnehm en ist, nim m t der Beschw erdeführer zu den neu verordneten M it- teln w eiterhin die M edikam ente M ogadon und Stilnox ein, ausserdem gegen die Angstzustände nunm ehr das M edikam ent Surm ontil. D ie gesam ten gesundheitlichen, nam entlich psychischen Problem e des Beschw er- deführers lassen den Vollzug der W egw eisung nicht als unzum utbar erscheinen. D ie D epressionen des Beschw erdeführers sind in seinem H eim atland behandel- bar. D ie psychiatrische Behandlung ist Teil der prim ären G esundheitspflege, schw erw iegende Fälle w erden in den Krankenhäusern behandelt. In Algerien gibt es Zentren für die Behandlung psychischer Erkrankungen; die psychiatrische G rundversorgung einschliesslich der notw endigen m edikam entösen Behandlung - w enn auch auf einem im Vergleich m it der Schw eiz niedrigeren Standard - ist si- chergestellt (vergleiche U K H om e O ffice, Algeria C ountry R eport April 2004, Punkte 5.1.22 ff.). D ie psychische Erkrankung des Beschw erdeführers im pliziert som it nicht einen w eiteren Aufenthalt in der Schw eiz, zum al die Tatsache, dass eine stationäre psychiatrische Behandlung des Beschw erdeführers bislang nicht von N öten w ar, nicht auf schw erw iegende Erkrankung schliessen lässt. D er Vorinstanz ist zuzustim m en, dass auch die D iabeteserkrankung - einschliess- lich ihrer m öglichen Folgeerkrankungen (w ie G allenblasenentzündung) - nicht ge- gen die Zum utbarkeit des W egw eisungsvollzuges spricht. Zu R echt stellt die Vorin- stanz fest, dass D iabetes m ellitus in Algerien w eit verbreitet ist. Eine D iabeteser- krankung des beim Beschw erdeführer diagnostizierten Typus 1 ist zudem leichter 10 behandelbar als andere D iabeteserkrankungen. D iabetes w ird in Algerien - w ie an- dere chronische Krankheiten - in aller R egel auch in öffentlichen m edizinischen Einrichtungen ständig und gegebenenfalls langfristig behandelt, so auch in der H eim atregion Y._______ des Beschw erdeführers. D ie entsprechenden M edikam ente w erden zunehm end von einer eigenen algerischen pharm azeutischen Industrie produziert. D er Erhalt der notw endigen M ittel zur Injektion des Insulins sow ie eine regelm ässige Blutzuckerkontrolle sind entsprechend dem landestypischen N iveau in Algerien som it gew ährleistet. G rundsätzlich verfügt Algerien über ein grosszügiges Sozialversicherungssystem , das den Versicherten Anspruch auf m edizinische Behandlung gew ährt. D ie Sozial- und Krankenversicherung erm öglicht in staatlichen Krankenhäusern eine kosten- lose ärztliche Behandlung psychischer Erkrankungen und chronischer Erkran- kungen w ie D iabetes, in privaten Einrichtungen eine Behandlung, deren Kosten er- stattungsfähig sind. Anders stellt sich die Situation allerdings bei Algeriern w ie dem Beschw erdeführer dar, die nach jahrelanger Abw esenheit im Zuge der W eg- w eisung aus dem Ausland zurückkehrten. D iese m üssen grundsätzlich säm tliche Kosten selber tragen, da sie nicht m ehr sozialversichert sind. D aher m uss der Be- schw erdeführer dam it rechnen, die Kosten einer m edizinischen Versorgung in sei- nem H eim atland selbst zu tragen, w obei davon auszugehen ist, dass die grosse Fam ilie des Beschw erdeführers im H eim atland ihn bei der Finanzierung eventuell benötigter m edizinischer Versorgung unterstützen kann. Sollte der Beschw erdeführer aus finanziellen G ründen nicht in der Lage sein, die notw endige m edizinische Versorgung selbst zu tragen, ist auf die M öglichkeit der m edizinischen R ückkehrhilfe zu verw eisen (Art. 93 Abs. 1 Bst. c AsylG ). Zw ar ist eine auf D auer ausgerichtete H ilfe ausgeschlossen (Art. 75 Abs. 1 Asylverordnung 2 vom 11. August 1999 [SR 142.312]. Eine zeitlich lim itierte U nterstützung dürfte jedoch dem Beschw erdeführer in hinreichendem M asse erm öglichen, die von ihm benötigte m edizinische Betreuung, inklusive des lebensw ichtigen Insulins und der Psychopharm aka, solange erhältlich zu m achen, bis er in w irtschaftlicher und so- zialer H insicht w ieder Fuss gefasst und insbesondere eine Krankenversicherung erlangt hat. D er Beschw erdeführer w ird bei R ückkehr in das H eim atland auch nicht in eine die Existenz bedrohende Lage geraten. D er Beschw erdeführer verfügt in Algerien über ein Fam iliennetz. Seine Eltern, seine Brüder und Schw estern leben dort (vgl. act. A7, S. 4). D er Beschw erdeführer w eist zudem eine gute Schul- und Berufs- ausbildung auf (vgl. act. A7, S. 7), so dass dam it zu rechnen ist, dass der Be- schw erdeführer - trotz der allgem einen Schw ierigkeiten auf dem algerischen Ar- beitsm arkt und seiner gesundheitlichen Einschränkungen - seinen Lebensunterhalt w ie vor seiner Ausreise selbst verdienen kann, w obei er auch die M öglichkeit ha- ben w ird, einen anderen Beruf als den bisherigen als G efängnisw ärter, der ihn an- scheinend psychisch zu stark belastete, zu ergreifen. Schlim m stenfalls w ird ihn seine Fam ilie vorübergehend oder dauernd finanziell unterstützen. 6.3 D er Vollzug ist nicht m öglich, w enn der Ausländer w eder in den H erkunfts- oder in den H eim atstaat noch in einen D rittstaat verbracht w erden kann (Art. 14a Abs. 2 AN AG ). Es obliegt dem Beschw erdeführer, sich die für die R ückkehr nach Algerien 11 allenfalls benötigten R eisedokum ente bei der Vertretung seines H eim atlandes aus- stellen zu lassen. D er W egw eisungsvollzug ist m ithin m öglich. 6.4 M it der am 1. Januar 2007 in Kraft getreteten Asylgesetzrevision vom 16. D ezem - ber 2005 entfällt für die Asylbehörden des Bundes die M öglichkeit, in Fällen einer schw erw iegenden persönlichen N otlage eine vorläufige Aufnahm e anzuordnen, so- fern vier Jahre nach Einreichen des Asylgesuchs noch kein rechtskräftiger Ent- scheid ergangen ist (gem äss Art. 44 Abs. 3 altAsylG ; Art. 14a Abs. 4bis altAN AG ). D er diesbezügliche ablehnende Bericht des M igrationsam ts M ._______s vom 23. O ktober 2006, die ebenfalls abschlägige Vernehm lassung der Vorinstanz vom 15. N ovem ber 2006 sow ie die Stellungnahm e des Beschw erdeführers können vorliegend folglich m angels Zuständigkeit nicht m ehr vom Bundesverw altungsgericht gew ürdigt w erden. N eu kann allerdings gem äss Art. 14 Abs. 2 AsylG der Kanton bei Vorliegen eines schw erw iegenden persönlichen H ärtefalls m it Zustim m ung des BFM einer asylsuchenden oder nach abgeschlossenem Asylverfahren noch in der Schw eiz befindlichen Person, sofern die im G esetz genannten Voraussetzungen erfüllt sind, eine Aufenthaltsbew illigung erteilen. 6.5 D as Bundesam t hat den Vollzug der W egw eisung zu R echt als zulässig, zum utbar und m öglich erachtet. N ach dem G esagten fällt eine Anordnung der vorläufigen Aufnahm e ausser Betracht (vgl. Art. 14a Abs. 1 - 4 AN AG ). 7. Aus diesen Erw ägungen ergibt sich, dass die angefochtene Verfügung Bundes- recht nicht verletzt, den rechtserheblichen Sachverhalt richtig und vollständig fest- stellt und angem essen ist (Art. 106 AsylG ). D ie Beschw erde ist daher abzuw eisen, sow eit darauf einzutreten ist. 8. Bei diesem Ausgang des Beschw erdeverfahrens hätte der Beschw erdeführer die Kosten im Betrag von Fr. 600.-- zu tragen (Art. 63 Abs. 1 Vw VG ). N achdem aber m it Zw ischenverfügung vom 18. Juni 2003 das G esuch um unentgeltliche R echts- pflege im Sinne von Art. 65 Abs. 1 Vw VG gutgeheissen w urde, sind ihm die Kosten des Verfahrens nicht aufzuerlegen. (D ispositiv nächste Seite)12 D em nach erkennt das B undesverw altungsgericht: 1. D ie Beschw erde w ird abgew iesen, sow eit darauf einzutreten ist. 2. D ie Fotokopie der Vorladung vom 5. Februar 2003 w ird sam t deutscher Ü berset- zung eingezogen. 3. Es w erden keine Verfahrenskosten auferlegt. 4. D ieses U rteil geht an: - die R echtsvertreterin des Beschw erdeführers, 2 Expl. (eingeschrieben) - die Vorinstanz, Abteilung Aufenthalt und R ückkehrförderung, m it den Akten (R ef.-N r. N _______) - _______ Kantons M ._______ D er R ichter: D ie G erichtsschreiberin: W alter Stöckli M areile Lettau Versand am :