B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i ch t T ri b u n a l ad m i n i s t r a t i f f éd é r a l T ri b u n a l e am m i n i s t r a t i vo f e d e r a l e T ri b u n a l ad m i n i s t r a t i v fe d e r a l Abteilung IV D-1135/2024 U r t e i l v o m 2 9 . N o v e m b e r 2 0 2 4 Besetzung Einzelrichter Simon Thurnheer, mit Zustimmung von Richterin Regina Derrer, Gerichtsschreiberin Bettina Hofmann. Parteien A._______, geboren am (…), Türkei, vertreten durch lic. iur. Bernhard Jüsi, Rechtsanwalt, Advokatur Kanonengasse, (…), Beschwerdeführer, gegen Staatssekretariat für Migration (SEM), Quellenweg 6, 3003 Bern, Vorinstanz. Gegenstand Asyl und Wegweisung; Verfügung des SEM vom 23. Januar 2024 / N (…). D-1135/2024 Seite 2 Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest, dass der Beschwerdeführer am 15. Juni 2022 in der Schweiz um Asyl nachsuchte, dass er am 21. Juni 2022 die ihm zugewiesene Rechtsvertretung bevoll- mächtigte und am 11. Juli 2022 eingehend zu seinen Asylgründen ange- hört wurde, dass er zu seinem persönlichen Hintergrund und zur Begründung seines Asylgesuchs im Wesentlichen vorbrachte, er sei türkischer Staatsangehö- riger kurdischer Ethnie und stamme aus B._______ (Provinz C._______), dass er an Wahlveranstaltungen der HDP (Halkların Demokratik Partisi) und an prokurdischen Kundgebungen respektive an Newroz -Feierlichkei- ten teilgenommen sowie in den sozialen Medien Inhalte der HDP geteilt habe, dass er aufgrund ebendieser Aktivitäten mehrfach Erniedrigungen und Schikanen seitens Angehöriger der türkischen Behörden ausgesetzt gewe- sen sei, dass er schliesslich von Angehörigen der türkischen Behörden vergeblich zu Hause gesucht worden sei, weshalb er die Türkei im Juni 2022 aus Angst vor weiteren Behelligungen auf dem Landweg verlassen habe, dass er im Verlauf des vorinstanzlichen Verfahrens weiter vorbrachte, mit der Hilfe eines Rechtsvertreters in der Türkei in Erfahrung gebracht zu ha- ben, dass gegen ihn ein Ermittlungsverfahren wegen Propaganda für eine terroristische Organisation eröffnet worden sei und er mittels Vorführbe- fehls gesucht werde, dass e r zur Untermauerung seiner Vorbringen das Original seiner türki- schen Identitätskarte, ein Schreiben seines Rechtsvertreters in der Türkei sowie Justizdokumente (insbesondere den besagten Vorführbefehl) zu den Akten reichte, dass das SEM sein Asylverfahren mit Verfügung vom 13. Juli 2022 eine r Behandlung im erweiterten Verfahren zuwies, dass das SEM mit Verfügung vom 23. Januar 2024 (tags darauf eröffnet) die Flüchtlingseigenschaft des Beschwerdeführers verneinte, dessen D-1135/2024 Seite 3 Asylgesuch ablehnte und seine Wegweisung aus der Schweiz sowie den Vollzug anordnete, dass die zugewiesene Rechtsvertretung das Mandat am 13. Februar 2024 niederlegte, dass der Beschwerdeführer mit elektronischer Eingabe vom 22. Februar 2024 – handelnd durch seine neu mandatierte Rechtsvertretung – gegen die ablehnende Verfügung beim Bundesverwaltungsgericht Beschwerde erhob und beantragte, die angefochtene Verfügung sei aufzuheben und ihm sei unter Zuerkennung der Flüchtlingseigenschaft Asyl zu gewähren, eventualiter sei die Unzulässigkeit des Wegweisungsvollzugs festzustellen und die vorläufige Aufnahme anzuordnen, eventualiter sei die Sache zur rechtsgenüglichen Sachverhaltsabklärung und Neubeurteilung an das SEM zurückzuweisen, dass er in verfahrensrechtlicher Hin sicht um Gewährung der unentgeltli- chen Prozessführung (inklusive Verzicht auf die Erhebung eines Kosten- vorschusses) und der amtlichen Rechtsverbeiständung ersuchte, dass der Beschwerde – nebst Kopien der angefochtenen Verfügung (inklu- sive Empfangsbestätigung), der Vertretungsvollmacht und der Fürsorgeab- hängigkeitsbestätigung – verschiedene Menschenrechtsberichte (digital) beilagen, dass der Instruktionsrichter mit Zwischenverfügung vom 25. April 2024 die Gesuche um Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung und der amt- lichen Rechtsverbeiständung – unter Hinweis auf die Aussichtslosigkeit der Beschwerde – abwies und den Beschwerdeführer aufforderte, bis zum 10. Mai 2024 einen Kostenvorschuss von Fr. 750.– zu leisten, unter Andro- hung des Nichteintretens im Säumnisfall, dass die Rechtsvertretung mit elektronischer Eingabe vom 8. Mai 2024 eine Fristerstreckung zur Bezahlung des Kostenvorschusses um mindes- tens drei Tage beantragte, dass der Instruktionsrichter am 10. Mai 2024 die besagte Frist bis am 13. Mai 2024 erstreckte, dass der Kostenvorschuss am 13. Mai 2024 fristgerecht geleistet wurde, D-1135/2024 Seite 4 und zieht in Erwägung, dass das Bundesverwaltungsgericht auf dem Gebiet des Asyls – in der Re- gel und auch vorliegend – endgültig über Beschwerden gegen Verfügun- gen (Art. 5 VwVG) des SEM entscheidet (Art. 105 AsylG [SR 142.31] i.V.m. Art. 31‒33 VGG; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG), dass der Beschwerdeführer zur Einreichung der Beschwerde legitimiert ist (Art. 105 AsylG und Art. 48 Abs. 1 VwVG) und diese frist- und formgerecht eingereicht worden ist (Art. 108 Abs. 2 AsylG und Art. 52 Abs. 1 VwVG), weshalb darauf (nach Leisten des Kostenvorschusses) einzutreten ist, dass sich die Kognition des Bundesverwaltungsgerichts und die zulässigen Rügen im Asylbereich nach Art. 106 Abs. 1 AsylG richten, im Bereich des Ausländerrechts nach Art. 49 VwVG (vgl. BVGE 2014/26 E. 5), dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterlicher Zuständigkeit mit Zustimmung eines zweiten Richters beziehungsweise ei- ner zweiten Richterin entschieden wird (Art. 111 Bst. e AsylG) und es sich, wie nachfolgend aufgezeigt wird, um eine solche handelt, dass daher auf einen Schriftenwechsel zu verzichten und der Beschwer- deentscheid nur summarisch zu begründen ist (Art. 111a Abs. 1 und 2 AsylG), dass der Beschwerdeführer im Zusammenhang mit seinen individuellen Asylvorbringen (er habe nicht auf sein ele ktronisches Dossier zugreifen können, weshalb die Vorinstanz weitere Abklärungen hätte tätigen müs- sen) eine Verletzung der Untersuchungspflicht rügt (vgl. Beschwerde Ziff. B./5.), dass für das SEM gestützt auf die Vorbringen keine Notwendigkeit bestan- den hat, weitere Abklärungen – beispielsweise eine Botschaftsabklärung – vorzunehmen, zumal nicht ersichtlich ist, weshalb der in der Türkei recht- lich vertretene Beschwerdeführer keinen UYAP-Auszug erhältlich machen konnte, da im Avukat-UYAP-Portal nach Erkenntnissen des Gerichts auch Ermittlungsverfahren (auf Antrag) erscheinen (vgl. z.B. Urteil des BVGer E-6060/2024 vom 25. November 2024 E. 6.2), dass im Übrigen der Umstand, dass das SEM aus sachlichen Gründen zu einer anderen Würdigung der Vorbringen gelangt als der Beschwerdefüh- rer, nicht auf eine Verletzung der Untersuchungspflicht schliessen lässt, D-1135/2024 Seite 5 dass das Rückweisungsbegehren demnach abzuweisen ist, dass die Schweiz Fl üchtlingen grundsätzlich Asyl gewährt (Art. 2 Abs. 1 AsylG), wobei Flüchtlinge Personen sind, die in ihrem Heimatstaat oder im Land, in dem sie zuletzt wohnten, wegen ihrer Rasse, Religion, Nationali- tät, Zugehörigkeit zu einer bestimmten sozialen Gruppe od er wegen ihrer politischen Anschauungen ernsthaften Nachteilen ausgesetzt sind oder be- gründete Furcht haben, solchen Nachteilen ausgesetzt zu werden (Art. 3 Abs. 1 AsylG), dass die Flüchtlingseigenschaft nachzuweisen oder zumindest glaubhaft- zumachen ist (Art. 7 AsylG), dass das SEM in der angefochtenen Verfügung zum Schluss gelangte, die Vorbringen des Beschwerdeführers hielten den Anforderungen von Art. 3 AsylG an die flüchtlingsrechtliche Beachtlichkeit nicht stand, dass es zur Begründung im Wesentlichen festhielt, die eingereichten Jus- tizdokumente (vgl. SEM-Beweismittelverzeichnis ID -Nr. 6 bis 9) würden keinen materiellen Inhalt aufweisen und über keinerlei (verifizierbare) Si- cherheitsmerkmale verfügen, weshalb ihnen lediglich ein geringer Beweis- wert zukomme, dass die Authentizität der eingereichten Justizdokumente indes offenblei- ben könne, da laut denselben zwar ein staatsanwaltschaftliches Ermitt- lungsverfahren, jedoch (noch) kein Gerichtsverfahren eröffnet worden sei, dass es sich beim eingereichten Vorführbefehl sodann nicht um einen Haft- befehl, sondern einen Festnahmebefehl zwecks Einvernahme handle und der Beschwerdeführer danach freizulassen sei, dass der Beschwerdeführer ferner strafrechtlich nicht vorbelastet sei (vgl. SEM-Akten [...]-14/11 [nachfolgend A14] F23) und über kein geschärftes politisches Profil verfüge, zumal die von ihm beschriebenen politischen Tä- tigkeiten (blosse Teilnahme an prokurdischen Kundgebungen respektive an Newroz-Feierlichkeiten sowie das Teilen prokurdischer Inhalte in d en sozialen Medien [vgl. A14 F9, F23, F29 ff., F45, F53]) keine Exponiertheit erkennen liessen, dass er folglich aufgrund des geltend gemachten Ermittlungsverfahrens wegen Propaganda für eine terroristische Organisation in der Türkei nicht D-1135/2024 Seite 6 mit beachtlicher Wahrscheinlichkeit und in absehbarer Zukunft eine flücht- lingsrechtlich relevante Verfolgung zu befürchten habe, dass auch die im Zusammenhang mit der kurdischen Ethnie geltend ge- machten Erniedrigungen und Schikanen der türkischen Behörden (vgl. A14 F25, F29, F49) in ihrer Intensität nicht über die Nachteile hinausgingen, welche weite Teile der kurdischen Bevölkerung in der Türkei ihn ähnlicher Weise träfen und gemäss gefestigter Praxis für sich allein nicht zur Aner- kennung der Flüchtlingseigenschaft führten, dass die Beschwerdevorbringen, welche sich auf eine sinngemässe Wie- derholung der bisherigen Aussagen beschränken (vgl. Beschwerde Ziff. B./3. und 4.), nicht geeignet sind, die überzeugenden und praxiskon- formen Ausführungen des SEM umzustossen (vgl. kürzlich ergangenes Koordinationsurteil des BVGer E-4103/2024 vom 8. November 2024 E. 8 f. m.w.H.), dass der Beschwerdeführer auch aus den auf Beschwerdeebene einge- reichten Menschenrechtsberichten nichts zu seinen Gunsten abzuleiten vermag, zumal sie keinen konkreten Bezug zu seinen individuellen Asyl- vorbringen aufweisen, dass es dem Beschwerdeführer somit nicht gelingt, die Flüchtlingseigen- schaft nachzuweisen oder zumindest glaubhaft zu machen, weshalb das SEM sein Asylgesuch zu Recht abgelehnt hat, dass die Ablehnung eines Asylgesuchs in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz zur Folge hat (Art. 44 AsylG), vorliegend insbesondere der Kanton keine Aufenthaltsbewilligung erteilt hat und zudem kein Anspruch auf Erteilung einer solchen besteht (vgl. BV GE 2013/37 E. 4.4; 2009/50 E. 9, je m.w.H.), weshalb die verfügte Wegweisung im Einklang mit den gesetzlichen Bestimmungen steht und demnach vom SEM ebenfalls zu Recht angeordnet wurde, dass das SEM das Anwesenheitsverhältnis nach den gesetzlichen Bestim- mungen über die vorläufige Aufnahme regelt, wenn der Vollzug der Weg- weisung nicht zulässig, nicht zumutbar oder nicht möglich ist (Art. 44 AsylG; Art. 83 Abs. 1 AIG [SR 142.20]), dass beim Geltendmachen von Wegweisungsvollzugshindernissen ge- mäss Praxis des B undesverwaltungsgerichts der gleiche Beweisstandard wie bei der Prüfung der Flüchtlingseigenschaft gilt, das heisst, diese zu D-1135/2024 Seite 7 beweisen sind, wenn der strikte Beweis möglich ist, und andernfalls we- nigstens glaubhaft zu machen sind (vgl. BVGE 2011/24 E. 10.2 m.w.H.), dass der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig ist, wenn völkerrechtliche Verpflichtungen der Schweiz einer Weiterreise der Ausländerin oder des Ausländers in den Heimat-, Herkunfts- oder einen Drittstaat entgegenste- hen (Art. 83 Abs. 3 AIG), dass keine Person in irgendeiner Form zur Ausreise in ein Land gezwun- gen werden darf, in dem ihr Leib, ihr Leben oder ihre Freiheit aus einem Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet ist oder in dem sie Gefahr läuft, zur Ausreise in ein solches Land gezwungen zu werden (Art. 5 Abs. 1 AsylG; vgl. ebenso Art. 33 Abs. 1 des Abkommens vom 28. Juli 1951 über die Rechtsstellung der Flüchtlinge [FK, SR 0.142.30]), dass der Vollzug der Wegweisung vorliegend in Beachtung dieser mass- geblichen völker- und landesrechtlichen Bestimmungen zulässig ist, da es dem Beschwerdeführer nicht gelungen ist, eine asylrechtlich erhebliche Gefährdung nachzuweisen oder glaubhaft zu machen , weshalb das in Art. 5 AsylG verankerte Prinzip des flüchtlingsrechtlichen Non -Refoule- ment im vorliegenden Verfahren keine Anwendung findet, dass sodann keine Anhaltspunkte für eine im Heimat- oder Herkunftsstaat drohende menschenrechtswidrige Behandlung im Sinne von Art. 25 Abs. 3 BV, von Art. 3 des Übereinkommens vom 10. Dezember 1984 gegen Folter und andere grausame, unmenschliche oder erniedrigende Behandlung oder Strafe (FoK, SR 0.105) und der Praxis zu Art. 3 EMRK ersichtlich sind, dass sich der Vo llzug für Ausländerinnen und Ausländer als unzumutbar erweist, wenn sie im Heimat- oder Herkunftsstaat aufgrund von Situationen wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und medizinischer Notlage kon- kret gefährdet sind (Art. 83 Abs. 4 AIG), dass gemäss konstanter Praxis des Bundesverwaltungsgerichts in der Tür- kei nicht von einer Situation allgemeiner Gewalt oder bürgerkriegsähnlichen Verhältnissen – auch nicht für Angehörige der kurdischen Ethnie – auszu- gehen ist (vgl. Referenzurteil E-1948/2018 vom 12. Juni 2018 E. 7.3 sowie Koordinationsurteil des BVGer E-4103/2024 vom 8. November 2024 E. 13, je m.w.H.), D-1135/2024 Seite 8 dass sich im Februar 2023 ein schweres Erdbeben im Südosten der Türkei ereignete und auch die Herkunftsprovinz des Beschwerdeführers davon betroffen war, dass der Beschwerdeführer bereits vor der Ausreise in D._______ gelebt und gearbeitet hat (vgl. A14 F9, F11), weshalb – sofern erforderlich – eine individuell zumutbare Wohnsitzalternative zu bejahen ist, dass der gesunde Beschwerdeführer ferner über jahrelange Berufserfah- rung verfügt und davon auszugehen ist, sein grosses familiäres Bezie- hungsnetz in der Türkei werde ihn bei seiner Rückkehr in den Heimatstaat im Bedarfsfall unterstützen (vgl. A14 F9-22, F54), dass sich der Vollzug der Wegweisung somit in allgemeiner wie auch in individueller Hinsicht als zumutbar erweist, dass der Vollzug der Wegweisung des Beschwerdeführers in den Heimat- staat schliesslich möglich ist, da keine Vollzugshindernisse bestehen (Art. 83 Abs. 2 AIG), und es dem Beschwerdeführer obliegt, bei der Be- schaffung gültiger Reisepapiere mitzuwirken (vgl. Art. 8 Abs. 4 AsylG und dazu auch BVGE 2008/34 E. 12), dass nach dem Gesagten der vom SEM verfügte Vollzug der Wegweisung zu bestätigen ist und die Anordnung der vorläufigen Aufnahme nicht in Be- tracht fällt, dass die angefochtene Verfügung Bundesrecht nicht verletzt und auch sonst nicht zu beanstanden ist (Art. 106 Abs. 1 AsylG und Art. 49 VwVG), weshalb die Beschwerde abzuweisen ist, dass bei diesem Ausgang des Verfahrens die Kosten von Fr. 750.– (Art. 1– 3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädi- gungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]) dem Beschwerdeführer aufzuerlegen sind (Art. 63 Abs. 1 VwVG), wobei der am 13. Mai 2024 in gleicher Höhe geleistete Kostenvorschuss zur Bezahlung der Verfahrenskosten zu verwenden ist. (Dispositiv nächste Seite) D-1135/2024 Seite 9 Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 2. Die Verfahrenskosten von Fr. 750.– werden dem Beschwerdeführer aufer- legt. Der in gleicher Höhe geleistete Kostenvorschuss wird zur Bezahlung der Verfahrenskosten verwendet. 3. Dieses Urteil geht an den Beschwerdeführer, das SEM und die kantonale Migrationsbehörde. Der Einzelrichter: Die Gerichtsschreiberin: Simon Thurnheer Bettina Hofmann