B u n d e s v e rw a l t u n g s g e r i ch t T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i f f éd é r a l T r i b u n a l e am m i n i s t r a t i vo f e d e r a l e T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i v fe d e r a l Abteilung II B-4904/2013 U r t e i l v o m 1 4 . M ä r z 2 0 1 4 Besetzung Richterin Eva Schneeberger (Vorsitz), Richter Hans Urech, Richter Marc Steiner, Gerichtsschreiberin Beatrice Grubenmann. Parteien Bietergemeinschaft X._______, bestehend aus: 1. A._______ GmbH, 2. B._______ AG, beide vertreten durch Rechtsanwälte Prof. Dr. iur. Tomas Poledna und lic. iur. Philipp do Canto, Bellerivestrasse 241, 8034 Zürich, Beschwerdeführerinnen, gegen AlpTransit Gotthard AG, Zentralstrasse 5, 6003 Luzern, vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Peter Rechsteiner, Weissensteinstrasse 15, 4503 Solothurn, Vergabestelle und ARGE C._______, bestehend aus: 1. E._______ AG, 2. I._______ AG, 3. K._______/ T._______/ U._______, 3.1 K._______ S.p.A., 3.2 T._______ AG, 3.3 U._______ S.p.A., alle vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. Peter Galli, Fraumünsterstrasse 17, 8001 Zürich, Beschwerdegegnerinnen, Gegenstand Öffentliches Beschaffungswesen, Los Bahntechnik + Gesamtkoordination CBT, SIMAP-Projekt-ID 102827. B-4904/2013 Seite 3 Sachverhalt: A. Die AlpTransit Gotthard AG (nachfolgend: Vergabestelle) schrieb auf der Internetplattform SIMAP am 21. Mai 2012 für den Abschnitt Ceneri - Basistunnel (CBT), Teilabschnitt Bahntechnik CBT, den Bereich Bah n- technik und Gesamtkoordination im offenen Verfahren aus (SIMAP - Meldungsnummer 736021). Gemäss Ziffer 2.5 der Ausschreibung u m- fasste das Beschaffungsobjekt die Planung, Entwicklung, Fabrikation, Lie- ferung und Montage der bahntechnischen Ausrüstung (Stromversorgung 50 Hz und Kabel, Fahrstrom 16.7 Hz, Telecom Festnetz und Funk) des Ceneri-Basistunnels inklusive der offenen Neubaustrecke Nord und der Bahntechnikgebäude Vigana und Vezia, die Inte gration, die Inbetriebse t- zung und die Erhaltung (bis zur Abnahme des Werkes) sowie die Pflic h- ten bezüglich Gesamtkoordination zwischen allen beteiligten Unterne h- mern sowie der Vergabestelle. Zum Beschaffungsobjekt gehörten im Wei- teren die Planung, Lieferung, der Aufbau, Betrieb und Rückbau der stat i- onären Infrastruktur des Unternehmers Bahntechnik und Gesamtkoord i- nation auf dem Installationsplatz Camorino sowie die Planung, der Au f- bau, Betrieb und Rückbau des Installationsplatzes Vezia. Die Angebote waren bis zum 14. Dezember 2012 einzureichen. B. Am 15. August 2013 publizierte die Vergabestelle auf SIMAP (Meldung s- nummer 786683), dass sie den Zuschlag an die ARGE C._______ (nach- folgend: Zuschlagsempfängerinnen oder Beschwerdegegnerinnen) zum Preis von CHF 138'040'732.20 erteilt habe. C. Gegen diesen Zuschlag erhob die Bietergemeinschaft X._______, beste- hend aus A._______ GmbH und B._______ AG (nachfolgend: Beschwer- deführerinnen), mit Eingabe vom 2. September 2013 (Posteingang: 3. September 2013) beim Bundesve rwaltungsgericht Beschwerde. Sie beantragen, die Zuschlagsverfügung sei aufzuheben, die Zuschla g- sempfängerinnen seien aus dem Verfahren auszuschliessen und ihnen selbst sei der Zuschlag zu erteilen. Eventualiter sei die Zuschlagsverf ü- gung aufzuheben und di e Sache zur neuen Entscheidung an die Verg a- bestelle zurückzuweisen; subeventualiter sei die Rechtswidrigkeit der Z u- schlagsverfügung festzustellen. In prozessualer Hinsicht beantragen die Beschwerdeführerinnen die superprovisorische Erteilung der aufschi e- benden Wirkung. B-4904/2013 Seite 4 Zur Begründung führen die Beschwerdeführerinnen aus, das Angebot der Zuschlagsempfängerinnen sei preislich nicht plausibel; zu den offerierten Kosten sei es technisch nicht machbar. Insbesondere seien die Ang e- botspreise für die Leistungspakete (LP) 10, 12 und 4x nicht plausibel: Die ausgeschriebene Leistung könne mit den dort angebotenen Preisen schlechthin nicht erbracht werden. Aufgrund der am Debriefing gemac h- ten Aussagen der Vergabestelle seien die Beschwerdegegnerinnen bei den übergeordneten LP 10 und 12 mit CHF 21 Mio. halb so teuer wie die Beschwerdeführerinnen gewesen. Mutmasslich hätten die Beschwerd e- gegnerinnen gewisse Leistungen nicht eingerechnet und die ausg e- schriebene Koordination unter Umständen gar nicht eingepreist oder g e- boten. Bei den bleibenden Anlagen liege die Differenz von ca. CHF 12 Mio. zu den Beschwerdegegnerinnen gemäss Debriefing in der Stromversorgung (LP 4x) begründet. Die Vergabestelle habe bestätigt, dass keine Plausibilitätsprüfungen der Preise im Verhältnis zu den aus- geschriebenen Leistungen durchgeführt worden seien. Die Beschwerd e- gegnerinnen könnten keine geeigneten Referenzen nachweisen dafür, dass sie über die erforderliche Erfahrung mit derart komplexen Bah n- technikprojekten verfügten. So h ätten sie beispiel sweise die Referenz Durchmesserlinie (DML) Zürich angegeben, obwohl erhebliche Teile der diesbezüglichen Bahntechnik -Ausführungsarbeiten erst 2013 begonnen worden seien. Auch die Referenz Torino -Milano genüge nicht, weil die betreffenden Installationen vom Consorzio W._______ errichtet worden seien, zu welchem die Beschwerdegegnerinnen nicht gehörten. Dies ze i- ge, dass die Vergabestelle von dem durch sie selber gesetzten Standard abgewichen sei und das ihr zustehende Ermessen missbraucht und zugleich gegenüb er den Beschwerdegegnerinnen einen viel tieferen Massstab als gegenüber den Beschwerdeführerinnen angesetzt habe, welche durch ihren Leistungsausweis die betreffenden Referenzen erfül l- ten. Weiter bestehe die Vermutung, dass die Vergabestelle den B e- schwerdegegnerinnen im Rahmen der Unternehmergespräche ermöglicht habe, ihr Angebot in technischer Hinsicht kontinuierlich zu verbessern, ohne in der Bewertung des Angebots die Verbesserungen bei den Kosten aufzurechnen. Dieses Vorgehen komme einem unzulässigen Ab gebot gleich. Die Beschwerdeführerinnen rügen weiter, die Vergabestelle habe ihnen keine Akteneinsicht gewährt und ihnen nur im rudimentärsten Rahmen Informationen zur Evaluation und Bewertung der Angebote g e- geben. In Bezug auf ihren Antrag auf Gewährung d er aufschiebenden Wirkung führen sie aus, ihr Nachteil bei Nichterteilen der aufschiebenden Wirkung bestehe darin, dass ihnen ein A uftrag im Wert von rund CHF 170 Mio. entgehen würde, auf den sie bei korrektem Verfahren s-B-4904/2013 Seite 5 gang Anspruch gehabt hätten. Zudem m üssten sie einen nutzlosen Bi e- ter-Aufwand von CHF 910'000. — abzüglich der Entschädigung durch die Vergabestelle abschreiben. D. Mit superprovisorischer Anordnung vom 3. September 2013 untersagte die Instruktionsrichterin der Vergabestelle bis zum Entscheid über den Antrag betreffend die Erteilung der aufschiebenden Wirkung alle Vol l- zugsvorkehrungen, welche den Ausgang des hängigen Beschwerdeve r- fahrens präjudizieren könnten, namentlich den Vertragsschluss mit den Zuschlagsempfängerinnen. E. Mit Stellungnahme vom 16. September 2013 beantragt die Vergabestelle, die superprovisorisch angeordnete aufschiebende Wirkung der B e- schwerde sei aufzuheben und das Gesuch um Gewährung der aufschi e- benden Wirkung sei abzuweisen. Zur Frage der Eignung verweist die Vergabestelle auf das ihr zustehende grosse Ermessen bei der Bewe r- tung bzw. Beurteilung der Anbieter anhand der ausgewählten Eignung s- kriterien (EK). Dies gelte insbesondere in Bezug auf den Entscheid der Vergabestelle darüber, welche der als Referenzen ausgewählten Arbeiten sie als mit der ausgeschriebenen Tätigkeit vergleichbar erachte. Die Ei g- nung der Beschwerdegegnerinnen sei gegeben. Unzutreffend sei, dass die Vergabestelle ihr Ermessen missbraucht habe. Selbst wenn einzelne Referenzen bezüglich der Erfahrung mit ähnlich komplexen Aufgaben nicht erfüllt wären (was nicht der Fall sei), würde die von der Vergabestel- le festgelegte Gesamtbetrachtung (Nachweis der Erfahrung des Anbieters mit ähnlich komplexen Aufgaben [EK 1.1] und Nachweis der Erfahrung des Schlüsselpersonals mit ähnlich komplexen Aufgaben [EK 1.2] z u- sammen) die Vergabestelle zum selben Ergebnis führen. F. Mit Stellungnahme vom 16. September 2013 beantragen die Beschwe r- degegnerinnen, das Gesuch der Beschwerdeführerinnen um Gewährung der auf schiebenden Wirkung sei abzuweisen und die superprovisorisch gewährte aufschiebende Wirkung sei aufzuheben. Die Rügen der B e- schwerdeführerinnen seien offenkundig unbegründet. Diesbezüglich füh- ren sie an, e s treffe zwar zu, dass gewisse Leistungen des Refer enzpro- jektes DML zur Zeit der Offerteingabe noch nicht abgeschlossen gewesen seien, indessen sei dies gegenüber der Vergabestelle offen deklariert worden. Verschiedene relevante Arbeitsschritte seien im Zeitpunkt der B-4904/2013 Seite 6 Offerteingabe bereits abgeschlossen gewesen und hätten entscheidende Rückschlüsse auf die Eignung der Beschwerdegegnerinnen ermöglicht. Beim Referenzprojekt Torino -Milano sei die Beschwerdegegnerin 3.1 Konsortialpartnerin des Totalunternehmens gewesen und habe daher die übergeordnete Verantwor tlichkeit für alle Arbeitsgattungen gehabt. Das Referenzprojekt Lieferung und Montage HS-Kabelanlage im Strassentun- nel San Bernardino sei als Referenz für ihre Subunternehmerin eing e- reicht worden, was zulässig sei. G. Mit Verfügung vom 20. September 2013 wu rden den Parteien Kopien der im Ordner A1 enthaltenen Inhaltsverzeichnisse ihrer jeweils eigenen A n- gebotsunterlagen zugestellt, damit sie allfällige Einwände gegen die vom Gericht umrissene Einsicht der jeweils anderen Partei in den Inhalt dieses Ordners v orbringen könnten. Zugleich wurden den Parteien Kopien der jeweils ihr eigenes Angebot betreffenden Evaluationsunterlagen zugestellt mit der Aufforderung, bis am 2. Oktober 2013 die von der Akteneinsicht auszunehmenden Passagen zu bezeichnen. H. Mit Verfügung vom 10. Oktober 2013 forderte die Instruktionsrichterin die Parteien auf, gestützt auf die ihnen zugestellte geschwärzte Kopie des Ordners A1 "Verzeichnis der Akten" abschliessend zu präzisieren, in we l- che Dokumente sie Akteneinsicht verlangen, unter Di fferenzierung, in welche dieser Akten sie unbedingt bereits vor dem Zwischenentscheid über die Gewährung oder Verweigerung der aufschiebenden Wirkung Einsicht verlangten. I. Mit Zwischenentscheid vom 29. Oktober 2013 hiess das Bundesverwa l- tungsgericht das G esuch der Beschwerdeführerinnen um Erteilung der aufschiebenden Wirkung gut und setzte gleichentags der Vergabestelle und den Beschwerdegegnerinnen Frist bis zum 20. November 2013 zur Einreichung einer Vernehmlassung bzw. zur Beschwerdeantwort in der Hauptsache. J. Mit Beschwerdeantwort vom 20. November 2013 beantragen die B e- schwerdegegnerinnen, die Beschwerde sei abzuweisen, soweit auf sie eingetreten werden könne. Die Beschwerdegegnerinnen seien nicht aus- zuschliessen und der angefochtene Zuschlag sei nich t aufzuheben. Von B-4904/2013 Seite 7 einer Zuschlagserteilung an die Beschwerdeführerinnen sei abzusehen. Eventualiter, falls der Zuschlag entgegen dem Antrag der Beschwerde- gegnerinnen aufgehoben werden sollte, sei die Sache zur Neubeurteilung an die Vergabestelle zurückzuwe isen. Von einem Ausschluss der Be- schwerdegegnerinnen sei auch diesfalls, insbesondere aus Gründen der Gleichbehandlung, abzusehen. Auch an den in den bisherigen Eingaben der Beschwerdegegnerinnen gestellten Anträgen werde festgehalten, s o- weit sie nicht gegenstandslos geworden seien. Die Beschwerdegegnerin- nen hätten für sämtliche Bestandteile des vorliegenden Beschaffungsg e- schäftes bzw. für alle L eistungspakete mit ihrer Offerte Referenzprojekte vorgelegt, die die von der Vergabestelle definierten Anforderun gen erfül- len würden. Sodann zeige die Bewertung der Angebote durch die Verg a- bestelle, dass die Offerte der Beschwerdegegnerinnen auch in qualitativer Hinsicht eine ausgezeichnete Bewertung erhalten habe. K. Die Vergabestelle hält innert erstreckter Frist mit Vernehmlassung vom 26. November 2013 an ihren bisherigen Anträgen und Ausführungen fest. L. Mit Eingabe vom 3. Dezember 2013 beantragen die Beschwerdeführerin- nen Einsicht in verschiedene Beilagen zur Vernehmlassung der Vori n- stanz vom 26. November 2013 und zur Beschwerdeantwort der B e- schwerdegegnerinnen vom 20. November 2013 sowie um Ansetzung e i- ner Frist zur Einreichung einer Replik. M. Nachdem die Instruktionsrichterin mit Verfügung vom 10. Dezember 2013 der Vergabestelle und den Parteien einen Vorschlag betreffend den Um- fang der Akteneinsicht unterbreitet und die Vergabestelle und die B e- schwerdegegnerinnen am 13. Dezember 2013 bzw. 16. Dezember 2013 dazu Stellung genommen hatten, wurden den Beschwerdeführerinnen mit Verfügung vom 17. Dezember 2013 die ent sprechenden Akten in Kopie zugestellt. N. Mit Replik vom 17. Januar 2014 halten die Beschwerdeführerinnen an ih- ren Anträgen fest. B-4904/2013 Seite 8 O. Mit Eingabe vom 5. Februar 2014 reich t die Vergabestelle eine Duplik , beschränkt auf die Frage der Erfüllung der Eignungskriterien, ein. P. Die Beschwerdegegnerinnen reichen am 25. Februar 2014 eine Duplik , beschränkt auf die Frage der Erfüllung der Eignungskriterien, ein. Q. Am 4. März 2014 reichen die Beschwerdeführerinnen eine unaufgeforder- te Stellungnahme zur Duplik ein. R. Mit Eingabe vom 5. März 2014 reichen die Beschwerdeführerinnen eine Kostennote ein. Die Beschwerdegegnerinnen reichen ebenfalls mit Ei n- gabe vom 5. März 2014 eine detaillierte Kostennote ein. S. Mit unaufgeforderten Stellungnahmen vom 11. März 2014 äussern sich sowohl die Vergabestelle als auch die Beschwerdegegnerinnen zur u n- aufgeforderten Eingabe der Beschwerdeführerinnen vom 4. März 2014. T. Die Beschwerdeführerinnen reichen mit Eingabe vom 14. März 2014 eine detaillierte Kostennote ein. Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 1. Die Rechtsmittelinstanz prüft von Amtes wegen und mit voller Kognition, ob die Prozessvoraussetzungen erfüllt sind und auf eine Beschwerde einzutreten ist (vgl. Art. 7 des Verwaltungsverfahrensgesetzes vom 20. Dezember 1968 [VwVG, SR 172.021]). Im vorliegenden Fall sind die Eintretensvoraussetzungen offensichtlich gegeben, wie bereits im Zw i- schenentscheid vom 29. Oktober 2013 dargelegt wurde: 1.1 Das Bundesverwaltungsgericht ist zuständig für die Beurteilung von Beschwerden gegen die Erteilung eines Zuschlages, der in den Anwe n- dungsbereich des Bundesgesetzes vom 16. Dezember 1994 über das öf- fentliche Beschaffungswesen (BöB, SR 172.056.1) fällt (vgl. Art. 29 Bst. a i.V.m. Art. 27 Abs. 1 BöB). B-4904/2013 Seite 9 Das BöB erfasst nur Beschaffungen, welche dem GATT/WTO - Übereinkommen vom 15. April 1994 über das öffentliche Beschaffung s- wesen (Government Procurement Agreement [GPA, SR 0.632.231.422]) unterstellt sind (BVGE 2008/48 E. 2.1, mit Hinweise n). Es ist anwendbar, wenn die Auftraggeberin dem Gesetz untersteht (Art. 2 Abs. 1 BöB), wenn der Beschaffungsgegenstand sachlich erfasst wird (Art. 5 BöB), der g e- schätzte Wert des zu vergebenden öffentlichen Auftrages den entspr e- chenden Schwellenwert von Art. 6 Abs. 1 BöB erreicht und keiner der Ausnahmetatbestände von Art. 3 BöB gegeben ist. Mit dem Inkrafttreten des bilateralen Abkommens vom 21. Juni 1999 zw i- schen der Schweizerischen Eidgenossenschaft und der Europäischen Gemeinschaft über bestimmte Aspekte des öffentlichen Beschaffungswe- sens (Bilaterales Abkommen Schweiz -EG, SR 0.172.052.68) auf den 1. Juni 2002 wurden die Anbieter von Dienstleistungen des Schienenver - kehrs den Regeln über das öffentliche Beschaffungswesen unterstellt (Art. 3 Abs. 2 Bst. d und Abs. 3 Bilaterales Abkommen Schweiz-EG sowie Anhang II B). Im Sektorenbereich Eisenbahnen (Bau und Betrieb von Ei - senbahnanlagen) sind die Schweizerischen Bundesbahnen (SBB), die Unternehmen, bei denen diese die Aktienmehrheit besitzen, und die a n- deren Betreiber von Eisenbahnanlagen, die unter dem beherrschenden Einfluss des Bundes stehen, dem BöB direkt unterstellt. Ausgenommen sind alle Tätigkeiten dieser Unternehmen, die nicht unmittelbar etwas mit dem Bereich Verkehr zu tun haben (Art. 2 Abs. 2 BöB i.V.m. Art. 2a Abs. 2 Bst. b der Verordnung vom 11. Dezember 1995 über das öffentliche B e- schaffungswesen [VöB, SR 172.056.11]; Zwischenentscheid des Bundes- verwaltungsgerichts B-93/2007 vom 8. Juni 2007 E. 4.1). Die am 12. Mai 1998 gegründete AlpTrans it Gotthard AG ist eine 100-prozentige Tochtergesellschaft der SBB. In Artikel 13 des Bundesg e- setzes vom 4. Oktober 1991 über den Bau der schweizerischen Eise n- bahn-Alpentransversale (Alpentransit -Gesetz [AtraG, SR 742.104], u r- sprünglich Alpentransit-Beschluss) wird ausdrücklich festgehalten, dass der Bund im Rahmen seines Submissionsrechts für Planung, Projekti e- rung und Bau den freien Wettbewerb für die einzelnen Teilstücke siche r- stellt (Abs. 1), sowie, dass für in- und ausländische Bewerber die gleichen Wettbewerbsbedingungen zu verlangen sind (Abs. 2). Art. 13 Abs. 1 AtraG wird durch die Verordnung vom 28. Februar 2001 über den Bau der schweizerischen Eisenbahn -Alpentransversale (Alpentransit -Verordnung [AtraV, SR 742.104.1]) konkretisiert. Gemäss Art. 4 AtraV unterstehen die Vergaben der Ersteller von Liefer -, Dienstleistungs- und Bauaufträgen im B-4904/2013 Seite 10 Rahmen des Alpentransit-Beschlusses wie die entsprechenden Bescha f- fungen der SBB dem BöB. Damit ist die AlpTransit Gotthard AG eine Au f- traggeberin im Sinne des B öB (vgl. Zwischenentscheid des Bundesve r- waltungsgerichts B-4958/2013 vom 23. Oktober 2013 E. 1.4). Die vorliegend zu beurteilende Vergabe umfasst die Planung, Entwic k- lung, Fabrikation, Lieferung und Montage der bahntechnischen Ausrü s- tung (Stromversorgung 50 Hz und Kabel, Fahrstrom 16.7 Hz, Telecom Festnetz und Funk) des Ceneri -Basistunnels inklusive der offenen Ne u- baustrecke Nord und der Bahntechnikgebäude Vigana und Vezia, die I n- tegration, die Inbetriebsetzung und die Erhaltung (bis zur Abnahme des Werkes) sowie die Pflichten bezüglich Gesamtkoordination zwischen a l- len beteiligten Unternehmern sowie der Vergabestelle, und im Weiteren die Planung, Lieferung, den Aufbau, Betrieb und Rückbau der stationären Infrastruktur des Unternehmers Bahntechnik und Gesam tkoordination auf dem Installationsplatz Camorino, sowie die Planung, den Aufbau, Betrieb und Rückbau des Installationsplatzes Vezia (Ziff er 2.5 der Ausschre i- bung). Die das Beschaffungsobjekt umfassenden Tätigkeiten weisen demnach einen unmittelbaren Zusam menhang mit dem Bereich Verkehr einer 100 -prozentigen Tochtergesellschaft der SBB auf. Entsprechend fällt die zu beurteilende Vergabe in den Anwendungsbereich des BöB (vgl. Art. 5 Abs. 1 Bst. c und Abs. 2 BöB). Gemäss Art. 1 Bst. c der Verordnung des EVD vom 23. November 2011 über die Anpassung der Schwellenwerte im öffentlichen Beschaffungswe- sen für die Jahre 2012 und 2013 (AS 2011 5581) beträgt der Schwelle n- wert für Bauwerke CHF 8,7 Mio. Bei einem Preis von CHF 138'040'732.20 ist dieser Schwellenwert offensichtlich überschritten. Ein Ausnahmetatbestand im Sinn von Art. 3 BöB ist nicht gegeben. Demnach fällt die vorliegend angefochtene Zuschlagsverfügung auch vom Beschaffungsgegenstand her in den Anwendungsbereich des Bu n- desgesetzes über das öffentliche B eschaffungswesen, wovon im Übrigen auch die Vergabestelle ausgeht. Das Bundesverwaltungsgericht ist daher für die Beurteilung der vorli e- genden Streitsache zuständig. 1.2 Die Beschwerdegegnerinnen machen geltend, die Beschwerdeführ e- rinnen seien zur Beschwerde gar nicht legitimiert. Würden die Eignung s- anforderungen so ausgelegt, wie die Beschwerdeführerinnen dies ve r-B-4904/2013 Seite 11 langten, dann würden sie selbst bzw. die von ihnen eingereichten Ref e- renzprojekte die Eignungskriterien nicht erfüllen. Ein Zuschlag an sie sei daher ausgeschlossen, weshalb si e zur Beschwerde gar nicht legitimiert seien. Die Beschwerdeführerinnen bilden gemeinsam die Bietergemeinschaft X._______, welche als Anbieterin nicht berücksichtigt wurde. Streitgegenstand dieses Verfahrens ist die Zuschlags verfügung, mit der der ausgeschriebene Bau- und Planungsauftrag den Beschwerdegegn e- rinnen zugeschlagen wurde. Diese Verfügung beinhaltet somit auch den Entscheid der Vorinstanz über die Frage, ob die Beschwerdegegnerinnen die Eignungskriterien erfüllen ode r nicht. Ob die Vorinstanz dabei die in den Ausschreibungsbestimmungen verlangten Eignungsanforderungen richtig ausgelegt und die erbrachten Nachweise zulässigerweise als gültig und ausreichend erachtet hat, ist im vorliegenden Fall umstritten und die materielle Hauptfrage dieses Verfahrens. Ob die Beschwerdeführerinnen ihrerseits die in den Ausschreibungsbestimmungen verlangten Eignung s- anforderungen erfüllen oder nicht, ist dagegen eine Frage, über welche die Vergabestelle bisher nicht verfügungsweise ents chieden hat. Bei der Beantwortung dieser Frage stellen sich als Vorfragen die gleichen Ausle- gungsfragen, welche – in Bezug auf die Eignung der Beschwerdegegn e- rinnen – materielle Hauptfragen dieses Verfahrens sind. Es ist aber aus grundsätzlichen prozessual en Überlegungen nicht angängig, materielle Hauptfragen zu Vorfragen für die Beurteilung der Beschwerdelegitimation zu machen (vgl. FRITZ GYGI, Bundesverwaltungsrechtspflege, 2. Aufl., Bern 1983, S. 152). Diese Auffassung entspricht der ständigen Rech t- sprechung zum Beschaffungsrecht des Bundes. Wie die Beschwerd e- gegnerinnen selbst zutreffend ausführen, ist nach dieser Rechtsprechung die Beschwerdelegitimation eines nicht berücksichtigten Anbieters grun d- sätzlich zu bejahen, unabhängig von seinen konkreten Cha ncen auf den Zuschlag (vgl. PETER GALLI/ANDRÉ MOSER/ELISABETH LANG/MARC STEINER, Praxis des öffentlichen Beschaffungsrechts, 3. Auflage, Zürich 2013, Rz. 1302, mit Hinweisen). Die Beschwerdelegitimation der Beschwerdeführerinnen ergibt sich daher aus ihrer Eigenschaft als nichtberücksichtigte Anbieterinnen, ohne dass vorgängig zu prüfen wäre, ob sie ihrerseits die in den Ausschreibungsb e- stimmungen verlangten Eignungsanforderungen erfüllen oder nicht. B-4904/2013 Seite 12 1.3 Die Beschwerde wurde frist- und formgerecht eingereicht (vgl. Art. 30 BöB und Art. 52 Abs. 1 VwVG), der Rechtsvertreter hat sich rechtmässig ausgewiesen (Art. 11 VwVG) und der Kostenvorschuss wurde fristgerecht bezahlt (Art. 63 Abs. 4 VwVG). 1.4 Auf die Beschwerde ist daher einzutreten. 2. Das Verfahren vor dem Bundesverwaltungsgericht bestimmt sich nach dem Verwaltungsverfahrensgesetz, soweit das BöB und das Verwa l- tungsgerichtsgesetz vom 17. Juni 2005 (VGG, SR 173.32) nichts anderes bestimmen (Art. 26 Abs. 1 BöB und Art. 37 VGG). Gemäss Art . 31 BöB kann die Unangemessenheit vor dem Bundesverwaltungsgericht nicht ge- rügt werden. 3. In materieller Hinsicht machen die Beschwerdeführerinnen unter anderem geltend, die Beschwerdegegnerinnen erfüllten die in der Ausschreibung verlangten Eignungskriterien nicht. Die von ihnen eingereichten Refere n- zen bezüglich der Leistungspakete 10, 21, 40, 41, 42, 43, 44, 45, 50, 51, 52, 61 und 70 seien ungenügend, weshalb d ie Beschwerdegegnerinnen aus dem Verfahren hätten ausgeschlossen werden müssen. Der Verg a- bestelle sei insofern Ermessensmissbrauch vorzuwerfen. 4. 4.1 Im Rahmen eines Submissionsverfahrens ist die Befähigung jedes einzelnen Bewerbers zur Ausführung des Auftrags zu prüfen. Die Eignung ist gegeben, wenn sichergestellt ist, dass der konkrete Anbietende den Auftrag in finanzieller, wirtschaftlicher und technischer Hinsicht erfüllen kann (vgl. Art. 9 Abs. 1 BöB). Fehlende Eignung bzw. das Nichterfüllen der Eignungskriterien führt zum Ausschluss vom Verfahren. Die Vergabestelle kann daher die Anbieter auffordern, einen Nachweis ih- rer finanziellen, wirtschaftlichen und technischen Leistungsfähigkeit zu erbringen (vgl. Art. 9 Abs. 1 BöB). Diese Bestimmung wird durch Art. 9 der Verordnung VöB konkretisiert, wonach die Auftraggeberin für die Überprüfung der Eignung der Anbieter Unterlagen erheben und einsehen kann. Als Nachweis in diesem Sinn gelten Referenzen, bei welchen die Auftraggeberin die ordnungsgemässe Erbringung dieser Leistungen überprüfen und insbesondere folgende Auskünfte einholen kann: Wert der Leistung; Zeit und Ort der Leistungserbringung; Stellungnahme (der d a-B-4904/2013 Seite 13 maligen Auftraggeberin), ob die Leistung den anerkannten Regeln der Technik entsprach und ob sie ordnungsgemäss erbracht wurde (VöB, An- hang 3, Ziffer 8). 4.2 Eignungs- und Zuschlagskriterien sind a useinanderzuhalten. Mittels Eignungskriterien wird ein Nachweis der finanziellen, wirtschaftlichen und technischen Leistungsfähigkeit der Anbieter erbracht. Die Eignungskrit e- rien beziehen sich somit auf das anbietende Unternehmen und dessen Eigenschaften. Die Zuschlagskriterien dagegen konkretisieren den Begriff des wirtschaftlich günstigsten Angebots. Er wird ermittelt, indem ve r- schiedene Kriterien berücksichtigt werden, insbesondere Termin, Qualität, Preis, Wirtschaftlichkeit, Betriebskosten, Kundendienst , Zweckmässigkeit der Leistung, Ästhetik, Umweltverträglichkeit, technischer Wert. Das wir t- schaftlich günstigste Angebot erhält in der Folge den Zuschlag (vgl. Art. 21 Abs. 1 BöB). Die Vergabebehörde hat daher für jedes B e- schaffungsgeschäft einen Katalog v on Zuschlagskriterien festzulegen, welche in den Ausschreibungsunterlagen in der Reihenfolge ihrer Bede u- tung aufzuführen und zu gewichten sind (v gl. Art. 21 Abs. 2 BöB und Art. 27 Abs. 1 VöB; GALLI/MOSER/LANG/STEINER, a.a.O., Rz. 831). Bei den Zuschlagskriterien handelt es sich um Merkmale, die ein Angebot in mehr oder minder hohem Mass besitzt und die ein Abwägen des wir t- schaftlichen Werts ermöglichen (vgl. ELISABETH LANG, Der Grundsatz der Transparenz im öffentlichen Beschaffungsrecht, Festschrift 100 Jah re Aargauischer Anwaltsverband, Zürich 2005, S. 124). Der Zuschlag erfolgt damit an denjenigen Anbieter, von dem feststeht, dass er voll in der Lage ist, den Auftrag zu erfüllen und dessen Angebot als das wirtschaftlich günstigste bzw. billigste beurteilt wird (vgl. MATTHIAS HAUSER, Zuschlags- kriterien im Submissionsrecht, AJP 12/2001, S. 1406). Eignungs- und Zuschlagskriterien haben somit unterschiedliche Funkti o- nen: Die Nichterfüllung der Eignungskriterien führt zum Ausschluss des Anbieters; ein fehlendes Eignungskriterium kann somit nicht durch Übe r- erfüllung anderer Eignungskriterien kompensiert werden. Demgegenüber dienen die Zuschlagskriterien der Bewertung der zulässigen Angebote, wobei eine schlechtere Bewertung bei einem Kriterium durch eine bess e- re bei einem anderen aufgewogen werden kann. Daraus folgt, dass in e i- nem ersten Schritt die Eignung zu prüfen ist und anschliessend in einem zweiten Schritt die zulässigen Offerten zu bewerten sind. Es wäre unz u- lässig, den ersten Schritt gar nicht durchzuführ en und ein Angebot, das die Eignungskriterien nicht erfüllt, trotzdem zuzulassen (vgl. BGE 139 II 489 E. 2.2.4; GALLI/MOSER/LANG/STEINER, a.a.O., Rz. 580). B-4904/2013 Seite 14 4.3 Die Vergabestelle hat bei der Bezeichnung der notwendigen Nac h- weise Art und Umfang des Auftrages Rec hnung zu tragen (vgl. Art. 9 Abs. 2 VöB). Das Bundesverwaltungsgericht leitet in ständiger Rech t- sprechung daraus ab, dass die Eignungskriterien auftragsspezifisch b e- ziehungsweise leistungsbezogen sein müssen (vgl. Urteil des Bunde s- verwaltungsgerichts B-1470/2010 vom 29. September 2010 E. 2 .1, mit Hinweisen). Gemäss GATT-Botschaft 2 (BBl 1994 IV S. 1187 f.) soll der Nachweis auf diejenigen Eignungskriterien beschränkt werden, welche wesentlich sind, damit die Anbieterin oder der Anbieter den betreffende n Auftrag erfüllen kann. Die Eignungskriterien dürfen insbesondere nicht in der Absicht festgelegt werden, gewisse Anbieterinnen oder Anbieter zum vornherein auszuschliessen (Zwischenentscheid des B undesverwal- tungsgerichts B-504/2009 vom 3. März 2009 E. 5.3). 4.4 Nach konstanter Rechtsprechung steht der Vergabestelle bei der Wahl der Eignungskriterien und der Eignungsnachweise sowie bei der Bewertung dieser Kriterien ein grosser Ermessensspielraum zu, den das Bundesverwaltungsgericht zu respektieren hat. Da im Beschwerdeverfah- ren Unangemessenheit nicht gerügt werden kann (vgl. Art. 31 BöB), greift das Bundesverwaltungsgericht nur ein, wenn ein qualifizierter Erme s- sensfehler vorliegt (Zwischenentscheide des Bundesverwaltungsgerichts B-3803/2010 vom 23. Juni 2010 E. 3.1.3 und 3.2.1 , B-504/2009 vom 3. März 2009 E. 5.3 und 6.1 sowie B-7393/2008 vom 14. Januar 2009 E. 3.2.2.2; Entscheide der Rekurskommission für das öffentliche Beschaf- fungswesen [BRK] vom 22. März 2004, BRK 2004 -003 und CRM 2004-004, veröffentlicht in Verwaltungspraxis der Bundesbehörden [VPB] 68.88 E. 4b und VPB 68.119 E. 4d/aa; vgl. ULRICH HÄFELIN/GEORG MÜLLER/FELIX UHLMANN, Allgemeines Verwaltungsrecht, 6. Aufl., Z ü- rich/St. Gallen 2010, Rz. 463). Dies gilt insbesondere auch in Bezug auf den Entscheid der Vergabeste l- le darüber, welche als Referenz en erwähnten Arbeiten sie als mit der ausgeschriebenen Leistung vergleichbar erachtet (Zwischenentscheid des Bundesverwaltungsgerichts B-7393/2008 vom 14. Januar 2009 E. 3.2.2.2; Zwischenverfügung der BRK 2006 -011 vom 22. August 2006 E. 5c/cc; vgl. auch GALLI/MOSER/LANG/STEINER, a.a.O., Rz. 564 ff.). 4.5 Nach der Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts dürfen die Anbietenden grundsätzlich darauf v ertrauen, dass die Vergabestelle die ausgewählten Beurteilungskriterien im herkömmlichen Sinn versteht. Tut sie dies nicht, muss das betreffende Kriterium in den Ausschreibungsu n-B-4904/2013 Seite 15 terlagen entsprechend (möglichst detailliert) umschrieben werden, damit die Anbieter erkennen können, welchen Anforderungen sie bzw. ihre O f- ferten genügen müssen (vgl. Urteil des Bundesverwaltungsgerichts B-4366/2009 vom 24. Februar 2010 E. 3.3, mit weiteren Hinweisen). Dies hat die BRK zunächst mit Bezug auf Zuschlagskriterien fest gehalten (Entscheid der BRK 2001 -003 vom 5. Juli 2001, veröffentlicht in VPB 65.94 E. 3d, mit Hinweis auf das Urteil BE.98.00173 des Verwa l- tungsgerichts des Kantons Aargau vom 16. Juli 1998, publiziert in Aa r- gauische Gerichts - und Verwaltungsentscheide [AG VE] 1998 S. 394, E. 3b/bb). Dasselbe muss auch in Bezug auf Eignungskriterien und tec h- nische Spezifikationen gelten (vgl. bezüglich der Eignungskriterien etwa das Urteil des Bundesverwaltungsgerichts B -4366/2009 vom 24. Februar 2010 E. 3.3, mit weiteren Hi nweisen und GALLI/MOSER/LANG/STEINER, a.a.O., Rz. 566). Diese Regel garantiert nicht nur das Verhalten der Ve r- gabestelle nach Treu und Glauben; vielmehr ist die Vergabebehörde grundsätzlich an die Ausschreibung und die Ausschreibungsunterlagen gebunden. Di ese Bindung ergibt sich insbesondere aus dem Transp a- renzgebot und aus dem Gleichbehandlungsgrundsatz (Art. 1 Abs. 2 BöB). So ist es der Vergabebehörde untersagt, die den Anbietenden bekann t- gegebenen Vergabekriterien nachträglich zu ändern (vgl. Zwischenen t- scheid des Bundesverwaltungsgerichts B -4958/2013 vom 23. Oktober 2013 E. 4.6.1, mit Hinweisen). Wenn sie bekanntgegebene Kriterien au s- ser Acht lässt, ihre Bedeutungsfolge umstellt, andere Gewichtungen vo r- nimmt oder Kriterien heranzieht, die sie nicht bekan ntgegeben hat, ha n- delt sie vergaberechtswidrig (vgl. Urteile des Bundesverwaltungsgerichts B-6837/2010 vom 15. März 2011 E. 3.2, mit Hinweisen; B -891/2009 vom 5. November 2009 E. 3.4; Zwischenentscheid des Bundesverwaltungsge- richts B -3311/2009 vom 16. Juli 2009 E. 5.2, mit Hinweis auf den Zw i- schenentscheid des Bundesverwaltungsgerichts B -4621/2008 vom 6. Oktober 2008 E. 4.1; Entscheid der BRK 2005 -024 vom 18. Mai 2006 E. 3a/aa, unter Hinweis auf den Entscheid der BRK 1999 -006 vom 3. September 1999, veröffentlicht in VPB 64.30 E. 3c, Entscheid der BRK 2001-003 vom 5. Juli 2001, veröffentlicht in VPB 65.94 E. 6a). 5. Im vorliegenden Fall legte die Vergabestelle in der Ausschreibung fest, dass die Erfüllung der Anforderungen an das Eignungskriterium 1.1 ("Ausreichende Erfahrung des Anbieters mit ähnlich komplexen Arbeiten und vergleichbaren Anforderungen") anhand von Referenzen ("Je 2 [bis max. 3] Referenzen des Anbieters der letzten 10 Jahre über Projekte in Tunnels oder vergleichbar komplexe Projekte mit ähnli chen Anforderun-B-4904/2013 Seite 16 gen" für die Leistungspakete Übergeordnete Gesamtkoordination, Koo r- dination Bahntechnik, Logistik Bahntechnik, Stromversorgung 50 Hz, D a- tenverkabelung, Installationen Licht und Kraft, Beschilderungen, Leittec h- nik Stromversorgung 50 Hz, Schrä nke, Fahrleitung, Schaltanlagen und Steuerung, Erdung und EMV, Datennetz und BKA, Tunnelfunksystem) nachzuweisen war (vgl. Ausschreibung vom 21. Mai 2012, Ziffern 3.7 f.). Die geforderten Nachweise waren in den Bestimmungen zur Ausschre i- bung A-B-2 (S. 12 f.) wie folgt näher definiert: Leistungspaket Anforderung an die Referenzprojekte LP 10: Übergeordnete Gesamtkoordination Es sind 2 (bis max. 3) Referenzen der letzten 10 Jahre für Gesamtkoordination von Grossprojekten in Tunnel oder ve r- gleichbar komplexe Projekte mit ähnlichen Anforderungen anzugeben. LP 12: Koordination Bahntechnik Es sind 2 (bis max. 3) Referenzen der letzten 10 Jahre für Koordination von Grossprojekten in Tunnel oder vergleichbar komplexe Projekte mit ähnlichen Anford e- rungen anzugeben. LP 21: Logistik Bahntechnik Es sind 2 (bis max. 3) Referenzen der letzten 10 Jahre von Grossprojekten in Tunnel oder vergleichbar komplexe Proje k- te mit ähnlichen Anforderungen a n- zugeben. LP 40: Stromversorgung 50 Hz Es sind 2 (bis max. 3) Referenzen der letzten 10 Jahre für Planung und Ausfü h- rung von Stromversorgungen 50 Hz in Tunnel oder vergleichbar komplexe Proje k- te mit ähnlichen Anforderungen a n- zugeben. B-4904/2013 Seite 17 LP 41: Datenverkabelung Es sind 2 (bis max. 3) Referenzen der letzten 10 Jahre f ür Planung und Ausfü h- rung von Datenverkabelungen in Tunnel oder vergleichbar komplexe Projekte mit ähnlichen Anforderungen anzugeben. LP 42: Installation Licht und Kraft Es sind 2 (bis max. 3) Referenzen der letzten 10 Jahre für Planung und Ausfü h- rung von Installationen Licht und Kraft in Tunnel oder vergleichbar komplexe Proje k- te mit ähnlichen Anforderungen a n- zugeben. LP 43: Beschilderungen Es sind 2 (bis max. 3) Referenzen der letzten 10 Jahre für Planung und Ausfü h- rung von Beschilderungen in Tunne l mit ähnlichen Anforderungen anzugeben. LP 44: Leittechnik Stromversorgung 50 Hz Es sind 2 (bis max. 3) Referenzen der letzten 10 Jahre für Planung und Ausfü h- rung von Leittechnik Stromversorgung in Tunnel oder vergleichbar komplexe Proje k- te mit ähnliche n Anforderungen a n- zugeben. LP 45: Schränke Es sind 2 (bis max. 3) Referenzen der letzten 10 Jahre für Planung und Ausfü h- rung von Schränken in Tunnel oder ve r- gleichbar komplexe Projekte mit ähnlichen Anforderungen anzugeben. LP 50: Fahrleitung Es sind 2 ( bis max. 3) Referenzen der letzten 10 Jahre für Planung und Ausfü h- rung von Fahrleitungen mit V ≥ 200 km/h in Tunnel oder vergleichbar komplexe Proje k- te mit ähnlichen Betriebsbedingungen anzugeben. B-4904/2013 Seite 18 LP 51: Schaltanlagen und Steuerung 16.7 Hz Es sind 2 (bis max. 3) Referenzen der letzten 10 Jahre für Planung und Ausfü h- rung von Schaltanlagen 16.7 Hz mit ähnl i- chen Betriebsbedingungen anzugeben. LP 52: Erdung Es sind 2 (bis max. 3) Referenzen der letzten 10 Jahre für Planung und Ausfü h- rung von Erdung in Tu nnel oder vergleic h- bar komplexe Projekte mit ähnlichen Be- triebsbedingungen anzugeben. LP 61: Datennetz und BKA Es sind 2 (bis max. 3) Referenzen der letzten 10 Jahre für Planung und Ausfü h- rung von Datennetzen und Betriebsko m- munikationsanlagen in Tunnel od er ve r- gleichbar komplexe Projekte mit ähnlichen Anforderungen anzugeben. LP 70: Tunnelfunksystem Es sind 2 (bis max. 3) Referenzen der letzten 10 Jahre für Planung und Ausfü h- rung von Tunnelfunksystemen mit ähnl i- chen Anforderungen anzugeben. 6. Ein Hauptstreitpunkt im vorliegenden Verfahren ist, wie die in mehreren dieser Anforderungen enthaltene Formulierung "es sind 2 (bis max. 3) Re- ferenzen […] für Planung und Ausführung […] anzugeben" auszulegen ist. Die Beschwerdeführerinnen stellen sich diesbez üglich auf den Stan d- punkt, jede dieser (mindestens) zwei Referenzen müssten sowohl Pl a- nungsleistungen als auch die Ausführung des Referenzprojekts umfa s- sen. Die Vergabestelle macht dagegen geltend, sie habe die Formulierung "es sind 2 (bis max. 3) Referenz en […] für Planung und Ausführung" immer so verstanden, dass mindestens zwei Referenzen einzugeben seien, und zwar je eine für Planung und eine für Ausführung. Nicht nur die B e- schwerdegegnerinnen, sondern auch die Beschwerdeführerinnen hätten B-4904/2013 Seite 19 Referenznachweise in diesem Sinn eingereicht, was belege, dass auch sie die Anforderungen so verstanden hätten. Es sei zum vorneherein nicht ihre Absicht gewesen, nur Totalunternehmer(TU) -Referenzen, u m- fassend Planung und Ausführung, zu akzeptieren. Dies h ätte bedeutet, dass nur Anbieter in Frage gekommen wären, die schon als TU tätig g e- wesen wären. Der Anbieterkreis für den in Frage stehenden Auftrag sei aber auch international gesehen derart klein, dass damit der Wettbewerb zum Nachteil der Vergabestelle erheblich eingeschränkt worden wäre. Wie das Ergebnis des Vergabeverfahrens bestätigt habe, habe es kein Anbieter geschafft, über alle Leistungspakete TU -Referenzen einzure i- chen. Die Beschwerdegegnerinnen äussern sich nicht zur Auslegungsfrage, vertreten aber die Auffassung, dass die von ihnen eingereichten Referen- zen die gestellten Anforderungen selbst dann erfüllen würden, wenn die gegenüber der Sichtweise der Vergabestelle schärfere Auslegungsvarian- te zur Anwendung käme. 6.1 Der in Frage stehende Wortlaut "2 (bis max. 3) Referenzen der letzten 10 Jahre für Planung und Ausführung" kann nach dem herkömmlichen Sprachgebrauch nur so verstanden werden, dass die Eignung durch mi n- destens zwei Referenzen nachgewiesen werden musste, die sowohl die Planung wie auch die Ausführung zum Gegenstand hatten. Die durch die Vergabestelle behauptete Auslegung, es sei ausreichend gewesen, wenn mindestens eine Referenz die Planung und eine die Ausführung abdecke, hätte nach einer anderen Formulierung, beispielsweise "je eine Re ferenz für Planung und Ausführung", verlangt. 6.2 Beim ausgeschriebenen Projekt handelt es sich gemäss Ausschrei- bung um einen Bauauftrag, der sowohl Planung als auch Ausführung um- fasst (Ausschreibung Ziff er 2.1), nämlich insbesondere die " Planung, Entwicklung, Fabrikation, Lieferung und Montage der bahntechnischen Ausrüstung (Stromversorgung 50 Hz und Kabel, Fahrstrom 16.7 Hz, Tele- com Festnetz und Funk)" (vgl. Ausschreibung Ziffer 2.5). Insofern korr e- liert die Auslegung nach dem Wortsinn mit dem Vergabeobjekt. Eine Re- ferenz, die nur entweder die Planung oder die Ausführung zum Gege n- stand hat, erscheint von vorneherein nur bedingt als mit dem Vergabeo b- jekt vergleichbar. Dieser Kontext bestätigt somit die rein sprachliche Au s- legung. B-4904/2013 Seite 20 6.3 Die Behauptung der Vergabestelle, sie habe (mindestens) zwei Ref e- renzen verlangt, weil eine die Planung und eine die Ausführung habe a b- decken sollen, ist demgegenüber nicht nachvollziehbar. Die Anforderung, dass mindestens zwei Referenzen einzureichen seien, wurde durchg e- hend an alle Eignungsnachweise gestellt, auch in Bezug auf die Schlü s- selpersonen und in Bezug auf die LP 10, LP 12 und LP 21 , bei denen es nur um die Aspekte der Koordination und der Logistik ging. Ein Zusa m- menhang zwischen der geforderten Anzahl Referenzen und der Anz ahl der Funktionen, für welche die Eignung nachzuweisen war, ist daher nicht ersichtlich. 6.4 Als Zwischenergebnis ist daher davon auszugehen, dass nach obje k- tiver Auslegung, entsprechend dem allgemeinen bzw. branchenspezif i- schen Sprachgebrauch und dem Kontext, davon auszugehen ist, dass mindestens 2 TU-Referenzen, d.h. Referenzen für Projekte, bei denen die in Frage stehende Firma sowohl für die Planung wie auch für die Ausfü h- rung zuständig war, gefordert waren. 6.5 Wie bereits dargelegt, ist die Vergabebeh örde grundsätzlich an die Ausschreibung und die Ausschreibungsunterlagen gebunden. Das Trans- parenzgebot verlangt, dass d ie im Voraus gemachten Angaben zu den Leistungsanforderungen oder zu den Beurteilungskriterien (so genannte "Spielregeln des Verfahrens") von der Vergabestelle nur sehr bedingt ein- seitig abgeändert werden dürfen. In der Lehre wurde zwar auf das Pro b- lem hingewiesen, dass es einem Bedürfnis der Vergabestelle entspricht, einem Erkenntnisgewinn während des Vergabeverfahrens unter Wahrung gewisser Rahmenbedingungen auch anders als in Form eines Verfa h- rensabbruchs Rechnung zu tragen (vgl. dazu grundlegend PETER RECHSTEINER, Erkenntnisgewinn im Verfahren – darf man klüger we r- den?, in: Baurecht, Sonderheft Vergabetagung 2006, S. 35 ff. mit Hinwe i- sen auf die Gerichtspraxis). Andererseits haben die Anbieter ein schützenswertes Interesse daran, dass die im Voraus gemachten Ang a- ben zu den Leistungsanforderungen oder zu den Beurteilungskriterien nicht von der Vergabestelle während des laufenden Verfahre ns einseitig abgeändert werden. So sieht etwa Art. XIV Abs. 4 Bst. b GPA vor, dass während Verhandlungen Änderungen der Kriterien und technischen A n- forderungen allen verbleibenden Verhandlungsteilnehmern schriftlich mi t- geteilt werden müssen, um eine Bevorz ugung oder Benachteiligung von Anbietern zu vermeiden (vgl. zur Bedeutung der Gleichbehandlung im Rahmen der Eignungsprüfung generell etwa den Entscheid der BRK 2003-032 vom 15. Juni 2004, veröffentlicht i n VPB 68.120 E. 2d.aa B-4904/2013 Seite 21 oder das Urteil des Bundesver waltungsgerichts B -3803/2010 vom 2. Februar 2011 E. 5 f.). Zusätzlich zum Grundsatz der Gleichbehandlung der Anbieter ist jedoch auch der Transparenzgrundsatz zu beachten. Die- ser schützt nämlich nicht nur die Anbieter, die effektiv ein Angebot eing e- reicht haben, sondern auch diejenigen potentiellen Anbieter, die ebenfalls ein Angebot eingereicht hätten, wenn die "Spielregeln" von Anfang an so formuliert gewesen wären, wie die Vergabestelle sie aufgrund ihres nach- träglichen Erkenntnisgewinns modifizieren möchte, die aber aufgrund der veröffentlichten, strengeren Anforderungen kein Angebot einreicht en. So sah etwa der nicht weiterverfolgte Vorentwurf (VE) vom 30. Mai 2008 für ein Bundesgesetz über das öffentliche Beschaffungswesen (< http://www.efd.admin.ch > Dokumentation > Vernehmlassungen und Anhörungen > Vernehmlassungs- und Anhörungsverfahren des EFD > Abgeschlossene Vernehmlassungen und Anhörungen > Verfahren eröf f- net im Jahre 2008 > Vorentwurf und erläuternder Bericht zur Totalrevision des Bundesgesetzes über das öffentliche Beschaffungswesen (BöB) > Vorlage, abgerufen am 14. März 2014) eine Norm vor, nach welcher die Beschaffungsstelle die Anforderungen an die Leistung und die Beurte i- lungskriterien ändern kann, soweit die Änderung nicht wesentlich ist (Art. 38 Abs. 1 VE BöB). Eine Änderung sei jedenfalls dann wesentlich, wenn anzunehmen sei, dass in Kenntnis dieser Änderungen weitere A n- gebote eingereicht worden wären (vgl. Art. 38 Abs. 2 Bst. a VE BöB; vgl. zum Ganzen GALLI/MOSER/LANG/STEINER, a.a.O., Rz. 394). Die Wesent- lichkeit im Sinne von Art. 38 Abs. 1 VE BöB kann sich dabei nicht nur aus einer Änderung des Leistungsumfangs, sondern je nach den Umständen auch aus einem Verzicht auf Eignun gsanforderungen ergeben (vgl. zu den Auswirkungen der Eignungskriterien auf den Anbieterwettbewerb e t- wa BVGE 2010/58 E. 6.3). Dieser Auffassung, auch wenn sie bisher nicht in konkrete Gesetzesbestimmungen umgesetzt worden ist, ist zuzusti m- men, ergibt sie s ich doch aus der grundsätzlichen Systematik und Logik des Vergaberechts. Wäre es einer Vergabestelle freigestellt, Beurte i- lungskriterien nachträglich abzuändern und auf publizierte Eignungskrit e- rien teilweise zu verzichten, stünde es in ihrem Belieben, zuerst durch strenge Eignungskriterien die meisten potentiellen Anbieter abzuschr e- cken und nachher, nach Eingang der Angebote, diese Kriterien zu red u- zieren, um den Zuschlag einem bevorzugten Anbieter zu erteilen. Aus diesen Gründen ist davon auszugehen, dass die Eignungskriterien, so wie sie sich aus den veröffentlichten Bestimmungen der Ausschre i- bung und de n Ausschreibungsunterlagen ergeben und objektiv und für jeden potentiellen Anbieter zu verstehen sind, auch für die Vergabestelle B-4904/2013 Seite 22 verbindlich sind. Nachträgliche Abänderungen, welche insofern wesen t- lich sind, als anzunehmen ist, dass in Kenntnis dieser Änderungen oder anderen Auslegung weitere Angebote eingereicht worden wären, sind j e- denfalls vergaberechtswidrig. Einer derartigen nachträglichen Abänd e- rung gleichzustellen sind Auslegungen, welche nicht dem allgemeinen Sprachgebrauch bzw. dem Ergebnis einer Auslegung nach objektiven Kri- terien entsprechen. Im vorliegenden Fall ist unbestritten, dass es wesentliche Auswirkungen auf den möglichen Anbieterkreis hätte, wenn anstelle der dargelegten o b- jektiven Auslegung der in den Ausschreibungsbestimmungen veröffen t- lichten Eignungsanforderungen die von der Vergabestelle geltend g e- machte Auslegung als massgeblich erachtet würde . Eine nachträgliche Abänderung der Eignungsanforderungen im Sinne des von der Vergab e- stelle geltend gemachten subjektiven Verständnisses ist daher mit dem Transparenzgebot nicht vereinbar. Aus dem gleichen Grund kann es auch nicht a uf das subjektive Verständnis der Vergabestelle und der B e- schwerdegegnerinnen ankommen; massgebend ist vielmehr allein die ob- jektive Auslegung nach dem allgemeinen bzw. branchenspezifischen Sprachgebrauch und nach dem Kontext. 7. Die Beschwerdeführerinnen rügen, in Bezug auf die von den Beschwe r- degegnerinnen zu LP 40 (Stromversorgung 50 Hz) angegebenen drei Re- ferenzprojekte sei im besten Fall eine Referenz für Planung und Ausfü h- rung gültig. 7.1 Bezüglich der Referenz Durchmesserlinie (DML) Zürich kritisieren die Beschwerdeführerinnen, erhebliche Teile der Bahntechnik- Ausführungsarbeiten für den Weinbergtunnel und den Bahnhof Löwe n- strasse sowie für den Flucht- und Rettungsstollen seien erst 2013 begon- nen worden. Das Projekt sei demnach bei Offerteingabe noch nicht abge- schlossen gewesen. Bei der DML handle es sich zudem um einen Gen e- ralunternehmerauftrag, keine Projektierung. Die Planung sei an Dritte vergeben worden. Die Vergabestelle hält zur Referenz DML fes t, sie habe alle DML-Referenzen der Beschwerdeführerinnen und der Beschwerdege g- nerinnen akzeptiert. Die für den vorliegenden Fall relevante n Teile des Projekts DML seien abgeschlossen , auch wenn das Projekt DML noch nicht beendet sei. Die Fachleute der Vergabestelle hätten dies aus eig e-B-4904/2013 Seite 23 nem Wissen so beurteilt und entsprechend bewertet. Die Ausführungs- planung sei abgeschlossen, und was d ie Ausführungsarbeiten betreffe, würden insbesondere die bahntechnischen Anlagen im Weinberg tunnel seit Juni 2012 eingebaut und seien im Zeitpunkt der Offertstellung bereits weit fortgeschritten gewesen. Damit habe die spez ifische Erfahrung der Beschwerdegegnerinnen überprüft werden können. Ein Grossteil der K a- belarbeiten sei im Zeitpunkt der Offerteinreichung bereits abgeschlossen gewesen, wie sich aus den Beschwerdebeilagen ergebe. Die Erstellung des Ausführungsprojekts habe zum Zeitpunkt des Einbaus zwingend a b- geschlossen sein müssen, ansonsten nicht klar gewesen wäre, was, wo, wann einzubauen gewesen sei. Der Termin für die "Abgabe der Ausfü h- rungspläne A2-A4" sei in den Beschwerdebeilagen auf den 1. Mai 2012 festgesetzt. Die Beschwerdegegnerinnen stellen sich auf den Standpunkt, das Refe- renzprojekt DML sei deshalb anrechenbar, weil verschiedene relevante Arbeitsschritte in Bezug auf die temporären und die bleibenden Anlagen , welche im Zusammenhang mit dem CBT von grosser B edeutung seien, zum Zeitpunkt der Offerteingabe bereits abgeschlossen gewesen seien . Die bereits geleisteten Arbeiten ermöglichten der Vergabestelle daher entscheidende Rückschlüsse auf die Eignung der Beschwerde gegnerin- nen. Aus dem Subunternehmervertrag zwischen der ARGE G._______ und der Beschwerdegegnerin 1 ergebe sich, dass dieser die "Kabelanla- gen" und der "Baustrom" zur Ausführung zugewiesen worden seien. Aus der Ausschreibung gehe hervor, dass dem Unternehmer auch die Werk- planung obliege . Die "Baustr omanlage" DML sei von der Beschwerde- gegnerin 1 am 6. Juli 2012 in Betrieb genommen worden. Sowohl die Planung als auch die Realisierung seien damit vor der Offertabgabe zu 100 % abgeschlossen gewesen. Die Arbeiten an der "Kabelanlage" DML wiederum seien per Anfang November 2012 abgeschlossen gewesen. Im Tunnel sei die Kabelanlage "Niederspannungskabel" (Längsverkabelung) zur Zeit der Offerteingabe fertig gestellt gewesen; offene Arbeiten seien zu diesem Zeitpunkt noch die Anschlüsse ausserhalb des Tunnels gew e- sen, entsprechend 10 % der Arbeiten , sowie die Leitung ins Rettungs - und Technikgebäude. Damit seien die durch die Beschwerdegegnerin 1 erstellte Ausführungsplanung zu 100 % und die Arbeitsausführung zu 90 % abgeschlossen gewesen. 7.1.1 Die Frage, ob es anhand eines nicht abgeschlossenen Projektes überhaupt möglich ist, den Schluss zu ziehen, der betreffende Anbieter habe bereits einmal erfolgreich eine vergleichbare Aufgabe erfül lt, kann B-4904/2013 Seite 24 wohl nicht generell verneint werden. Gerade im Bereich von Bauau s- schreibungen ist es nicht unüblich, auch noch nicht vollständig fertigg e- stellte Projekte als Referenzen zuzulassen (vgl. etwa den Zwischenen t- scheid des Bundesverwaltungsgerichts B -6533/2013 vom 14. Januar 2014 E. 5.1). Die Beschwerdegegnerinnen weisen zu Recht darauf hin, dass es durchaus möglich ist, dass das Referenzprojekt als solches noch nicht vollendet ist, die mit dem in Frage stehenden Leistungspaket ve r- gleichbare Leistung aber bereits erbracht wurde. Die Frage, wie weit for t- geschritten ein noch nicht abgeschlossenes Projekt sein muss, damit daraus überhaupt entsprechende Schlussfolgerungen auf die Qualität der Arbeit gezogen werden können, kann daher nicht generell beantwortet werden. Die Antwort dürfte insbesondere von Art und Grösse des Projekts und von der Funktion des Unternehmens bei der Planung oder Ausfü h- rung des Projekts ab hängen. Die Frage gehört daher grundsätzlich zur Thematik der Bewertung der eingereichten Referenz en, bezüglich derer der Vergabestelle, wie bereits dargelegt, ein Ermessenspielraum z u- kommt. Indessen kommt der Auskunft des Bauherrn des Referenzprojekts bei ei- nem noch nicht abgeschlossenen Projekt eine weit grössere Bedeutung zu als bei einem bereits fertig gestellten Projekt , das bereits seiner b e- stimmungsgemässen Nutzung übergeben wurde. Ist ein Projekt noch nicht abgeschlossen, so ist nicht ersichtlich , wie die Vergabestelle, ohne überhaupt diesbezüglich Erkundigungen einzuziehen, beurteilen können sollte, ob der betreffende Anbieter seine L eistung erfolgreich, d.h. or d- nungsgemäss und den anerkannten Regeln der Technik entsprechend, erbracht hat oder nicht. In Bezug auf das Referenzprojekt DML geht aus den Vorakten ausdrück- lich hervor, dass die Vergabestelle diesbezüglich keine Referenz eing e- holt hat. Dass bzw. aus welcher Quelle sie auf andere Weise konkrete Kenntnisse über die Qualität der Leistung der Beschwerdegegnerin 1 bei diesem Projekt erlangt hätte, hat sie nicht substantiiert. Dass entsprechende Informationen fehlen, ist nicht den Beschwerdege g- nerinnen anzulasten, da sie eine zuständige Referenzperson angegeben hatten. Indessen muss es als rechtsfehlerhaft eingestuft werden, wenn die Vergabestelle, ohne die diesbezüglich erforderliche und ihr obliege n- de Sachverhaltsabklärung vorzunehmen, diese Referenz als gültig ei n- stufte und für die Bejahung der Eignung der Beschwerdegegnerinnen h e- ranzog. B-4904/2013 Seite 25 7.1.2 Eine weitere Frage ist, was als Gegenstand dieser Referenz b e- trachtet werden darf. Gemäss den Angaben der Beschwerdegegnerinnen im Formular EA.1 umfasste die Leistung der Beschwerdegegnerin 1 beim Referenzprojekt DML die "Lieferung, Montage und Prüfung der ganzen Niederspannung s- installation an der DML Abschnitt 2 und 3 sowie die Gewährl eistung der Installationen gemäss den Vorschriften und SBB Richtlinien ". In ihrer Be- schwerdeantwort machen sie geltend, der Umstand, dass das Wort "Pl a- nung" im Formular EA.1 nicht explizit erscheine, heisse nicht, dass für dieses Referenzprojekt durch die Beschwerdegegnerin 1 keine "Planung" habe geleistet werden müssen. Der Platz auf dem Formular EA.1 sei für eine detaillierte Umschreibung der Referenzprojekte sehr knapp beme s- sen gewesen. Wohl hätte das Wort "Planung" noch hingeschrieben we r- den können, doc h bestehe die Offerte der Beschwerdegegnerinnen aus ca. 20'000 Seiten Papier pro Exemplar, die in der kurzer Zeit hätten bea r- beitet werden müssen. Auch könne das blosse Vergessen dieses einen Begriffes/Wortes "Planung" nichts daran ändern, dass die Beschwerde- gegnerin 1 die notwendige Planung tatsächlich geleistet habe. 7.1.2.1 Nach Art. 19 Abs. 1 BöB müssen die Anbieter ihre Offerte schrif t- lich, vollständig und fristgerecht einreichen. Dieser Regel liegt der G e- danke zugrunde, dass die Vergabestelle anhand der einge reichten Offer- ten direkt zur Vergabe des Auftrags schreiten können soll. Dementspr e- chend sind denn auch sowohl die Eignung der Anbieter als auch die O f- ferten grundsätzlich aufgrund der innert Frist eingereichten Angaben und Nachweise zu prüfen (Urteil des Bundesverwaltungsgerichts B-4366/2009 vom 24. Februar 2010 E. 7.3; Entscheid der BRK 2003-015 vom 1. Sep- tember 2003, veröffentlicht in VPB 68.10 E. 3c/aa; Entscheid der BRK 2002-011 vom 8. Oktober 2002 , veröffentlicht in VPB 67.5 E. 2b). Es ist nicht Sache der Vergabestelle, weitere Abklärungen zur Eignung eines Anbieters zu treffen, wenn dessen Eignungsnachweise den vorgegeb e- nen Anforderungen nicht genügen. Beim Entscheid darüber, ob ein Ange- bot von vornherein auszuscheiden oder aber – allenfalls mittels Rückfr a- gen – zu bereinigen ist, kommt der Vergabestelle nach der Rechtspr e- chung ein erhebliches Ermessen zu. Das Verbot des überspitzten Forma- lismus bzw. der Grundsatz von Treu und Glauben kann von ihr verlangen, einem Anbieter Gelegenheit zu geb en, unbedeutende Formmängel zu beheben. Sie muss aber in jedem Fall alle Anbietenden gleich behandeln. Ein Anspruch darauf, wesentliche inhaltliche Mängel, wie das Fehlen von verlangten Eignungsnachweisen, nachträglich korrigieren zu dürfen, b e-B-4904/2013 Seite 26 steht indess en nicht (vgl. Urteil des Bundesverwaltungsgerichts B-4366/2009 vom 24. Februar 2010 E. 7.3 ff. mit Verweis auf BVGE 2007/13 E. 6.2 ; Entscheid des Verwaltungsgerichts des Kantons Zürich VB.1999.00348 vom 13. April 2000 E. 5c/bb und AGVE 1999 S. 341 ff. E. 3b/ee). In der Literatur wird teilweise die Auffassung vertreten, Eignungsnachwei- se, welche erst nach Ablauf der Antragsfrist, etwa im Laufe eines B e- schwerdeverfahrens, beigebracht würden, dürften als verspätet nicht mehr berücksichtigt werden (vgl. HANS RUDOLF TRÜEB, in: Oesch/Weber/Zäch [Hrsg.], Wettbewerbsrecht II, Zürich 2011, N. 1 zu Art. 19 BöB). Teilweise wird diese Rechtsfolge dagegen lediglich für das selektive Verfahren befürwortet, im offenen Verfahren dagegen könne sich aus dem Verhältnismässigkeitsprinzip eine Rückfragepflicht der Ve r- gabestelle ergeben. So müsse es mit Blick auf das Wirtschaftlichkeitsg e- bot wohl zulässig sein, eine zum Zeitpunkt der Offerteinreichung gegeb e- ne Eignung durch das nachträgliche Einreichen von Nachweisen zu bel e- gen. Entsprechend habe die Vergabestelle, die ein Fehlen oder Ungen ü- gen von Nachweisen feststelle, nachzufragen, bevor sie einen Anbieter mangels Eignung ausschliesse (vgl. GALLI/MOSER/LANG/STEINER, a.a.O., Rz. 572 und Rz. 575; MARTIN BEYELER, Eignung und tech nische Spezifi- kation, BR 2010 S. 93). Wie es sich damit verhält, kann im vorliegenden Fall offen gelassen we r- den. Selbst wenn es zulässig sein sollte, dass die Vergabestelle – unter Wahrung des Gleichbehandlungsgrundsatzes – einen Anbieter nach A b- lauf der Angebotsfrist darauf hinweist, dass er die verlangten Eignung s- nachweise teilweise nicht erbracht hat, und ihm gestattet, die entspr e- chenden Belege nachzureichen, wäre es jedenfalls mit dem Grundsatz von Art. 19 Abs. 1 BöB kaum vereinbar, Belege zu berücksi chtigen, die erstmals im Beschwerdeverfahren eingereicht wurden und deren Existenz im Angebotszeitpunkt noch gar nicht behauptet worden war. 7.1.2.2 Hinzu kommt Folgendes: Wie die Beschwerdegegnerinnen zu recht darlegen, ist "Planung" nach dem herkömmlichen Sprach gebrauch ein relativ weiter Begriff. "Ausfüh- rungsplanung" könnte daher, vom reinen Wortlaut her , durchaus unter den Begriff "Planung" fallen. B-4904/2013 Seite 27 Auch im branchenspezifischen Sprachgebrauch ist der Begriff relativ weit. Wie auch d ie Beschwerdegegnerinnen ausführen, erscheint es naheli e- gend, diesbezüglich etwa auf die einschlägigen SIA-Normen abzustellen. Das Leistungsmodell Ordnung SIA 112 2001 gliedert modellhaft die ver- schiedenen Planerleistungen innerhalb der verschiedenen Phasen im Le- benszyklus eines Bauwerks (vgl. Leistungsmodell Ordnung SIA 112 2001, S. 4). Insbesondere etwa die Phasen "strategische Planung", "Vorstudien" und "Projektierung" beinhalten wichtige Planungsaufgaben, aber auch in der auf die "Ausschreibung" folgenden Phase "Realisierung" gibt es mög- liche Planungsleistungen, so insbesondere die Erstellung der Ausfüh- rungs- und Detailpläne (vgl. Leistungsmodell Ordnung SIA 112 2001, S. 6 und 17). Der Begriff "Ausführungsplanung" ist in den SIA -Normen aller- dings ebenfalls kein klar abgegrenzte r Begriff. Einerseits fallen darunter die von der Bauleitung zur Verfügung gestellten Pläne (vgl. Art. 100 SIA-Norm 118), andererseits aber auch diejenigen Pläne, die der ausfü h- rende Unternehmer üblicherweise auf eigene Kosten zu liefern hat (vgl. Art. 101 Abs. 1 SIA-Norm 118). Da Ausführungspläne im letzteren Sinne normalerweise in der "Ausführung" inbegriffen sind, ist davon au s- zugehen, dass unter e iner "Planung", welche überhaupt die Verwendung des Doppelbegriffes "Planung und Ausführung" rechtfertigt, nicht diese Ausführungsplanung, sondern vielmehr eine Art von Planung zu verste- hen ist, die üblicherweise nicht dem Unternehmer, sondern dem Bauherrn bzw. einem von ihm beauftragten Planer oder Totalunternehmer obliegt. Bei der Auslegung von Ausschreibungs bestimmungen ist, wie bereits dargelegt, immer auch der Kontext zu berücksichtigen. Vom Sinn und Zweck der Eignungskriterien her betrachtet ist grundsätzlich derjenigen Auslegung der Vorzug zu geben, die am ehesten mit dem Vergabeobjekt bzw. den in Frage s tehenden Leistungspaketen vergleichbar ist. Insofern ist der in den Bestimmungen zur Ausschreibung verwendete Begriff "Pl a- nung und Ausführung" in erster Linie entsprechend dem gleichen Begriff bei der Definition des Vergabeobjekt s auszulegen. Beim ausgeschrieb e- nen Projekt handelt es sich gemäss Ausschreibung um einen Bauauftrag, der sowohl Planung als auch Ausführung umfasst (Ausschreibung Zi f- fer 2.1), nämlich insbesondere die " Planung, Entwicklung, Fabrikation, Lieferung und Monta ge der bahntechnischen Ausrüstung (Strom versor- gung 50 Hz und Kabel, Fahrstrom 16.7 Hz, Telecom Festnetz und Funk)" (vgl. Ausschreibung Ziffer 2.5). Aus den detaillierten Beschreibungen in den Ausschreibungsunterlagen ergibt sich, dass die Vergabestelle in Be- zug auf die verschiedenen Leistungspakete zwar zahlreiche Vorgaben B-4904/2013 Seite 28 machte, dabei aber zumindest teilweise auch lediglich funktionale Vorg a- ben, bezüglich derer den Anbietern offensichtlich ein wesentlicher Spie l- raum für die Wahl von Produkten, Systemen un d technischen Lösungen verblieb. So war etwa vorgesehen, dass der Anbieter zuerst ein Konzept zu erstellen hat, das durch die Vergabestelle zu prüfen und freizugeben ist, dann hat er ein Detailprojekt zu erstellen, das nicht nur durch die Ve r- gabestelle freizugeben, sondern auch durch das Bundesamt für Verkehr (BAV) zuerst zu genehmigen ist, und erst daraufhin erstellt er das Ausfüh- rungsprojekt und unterbreitet es zur Freigabe (vgl. Ausschreibung, B e- sondere Bestimmungen II-BB, S. 119). Konsequenz dieses Spie lraums der Anbieter war, dass "Technik/Funktionalität" das zweitwichtigste Z u- schlagskriterium darstellte, das mit 30 % gewichtet war. Diesem Kontext entsprechend ist daher davon auszugehen, dass auch unter der "Planung", die ein Referenzobjekt im vorliegenden Fall als "ver- gleichbar" im Sinne der Ausschreibungsbestimmungen erscheinen lassen würde, wesentlich umfangreichere Planungsarbeiten zu verstehen sind als die Ausführungsplanung, die jeder ausführende Unternehmer übl i- cherweise ohnehin zu liefern hat. 7.1.2.3 Wie sich aus den von den Beschwerdegegnerinnen eingereichten besonderen Bestimmungen zur Ausschreibung des Referenzprojekts DML, Los 23.1 GU Bahntechnik, Teil B, ergibt, waren als Generalplaner Bahntechnik die Ingenieurgemeinschaft IG J._______ und als Projektver- fasser Kabelanlagen, Elektroanlagen, Fahrleitung/Bahnstrom die D._______ AG eingesetzt. Die Beschwerdegegnerin 1 ist demgegenüber weder als Projektleiterin noch als Planerin erwähnt. Vorgesehen war l e- diglich, dass der Generalunternehmer Bahntechn ik auf Grundlage des Ausführungsprojekts Werkpläne zu erstellen hat, welche in seinen Pre i- sen eingerechnet sind ( DML, Ausschreibung Los 23.1 GU Bahntechnik , Teil B, Besondere Bestimmungen, S. 2 f. und S. 14, Ziffer 135.12 Abs. 1). Angesichts dieser Umstän de ist davon auszugehen, dass sich die Pl a- nungsleistungen der Beschwerdegegnerin 1 auf reine Ausführungspläne im dargestellten Sinn beschränkten, die nicht als "Planung" im Sinn der Ausschreibungsbestimmungen eingestuft werden können. 7.1.3 Als Zwischenergebnis ist daher davon auszugehen, dass die Refe- renz DML zum LP 40 allenfalls, sofern eine entsprechende Referenz de r Bauherrin erteilt würde, zwar in Bezug auf die Ausführung, nicht aber in Bezug auf die Planung als gültige Referenz angesehen werden könnte. B-4904/2013 Seite 29 7.2 In Bezug auf das Referenzprojekt 50kV-Kabelanlage San Bernardino- Tunnel rügen die Beschwerdeführerinnen , die Firma F._______ AG, für welche die Referenz angegeben werde, sei lediglich eine Lieferantin oder Subunternehmerin. Sie sei Lieferantin aller Anbieter, auch der Beschwer- deführerinnen. Was die konkreten Arbeite n im San Bernardino gewesen seien, sei anhand der Unterlagen nicht nachgewiesen . Zudem stelle die Kabelverlegung nur einen kleinen Teil des Leistungsumfangs des LP 40 dar. Die Referenz könne dahe r, wenn überhaupt, nur unter äusserster Dehnung des Ermessens als tauglich bezeichnet werden. Die Vergabestelle führt aus, die F._______ AG sei eine Subunternehme- rin der Beschwerdegegnerinnen, die im San Bernardino -Tunnel die D e- tailprojektierung, Lieferung und Montage der Hochspannungs - Kabelanlage ausgeführt habe. Eine Untervergabe sei grundsätzlich z u- lässig. Sie habe denn auch in den Formularen für den Nachweis der Ei g- nung ausdrücklich vorgesehen, dass die Eignung auch durch Subunte r- nehmer der Anbieter nachgewiesen werden könne. Die Beschwerdegegnerinnen führen aus, die betreffende Subunterne h- merin habe unbestrittenermassen Planung und Ausführung geleistet. Als Belege dafür reichen sie eine Auflistung ihrer Einzelleistungen sowie den Aufsatz "50 -kV-Kabel i m San Bernardino -Tunnel, Bulletin 12/1011" ein. Die Vergabestelle habe Referenzprojekte von Subunternehmern auch für das LP 40 von Anfang an im Formular EA.1 explizit zugelassen. Generell könne die Eignung des "Anbieters" je nach dessen Organisation mas s- geblich von der Qualität seiner Subunternehmer abhängen. Derart hoc h- spezialisierte Arbeiten müssten zwingend durch konzessionierte Spezia l- firmen wie die in Frage stehende Subunternehmerin ausgeführt werden. 7.2.1 Was die Frage der Zulässigkeit von Referenzen für Subunterneh- mer betrifft, so spricht die Formulierung in der Ausschreibung an sich ta t- sächlich nur vom "Anbieter" ("Ausreichende Erfahrung des Anbieters mit ähnlich komplexen Arbeiten und vergleichbaren Anforderungen"). Es trifft zu , dass auf dem Eignungsf ormular ausdrücklich nach Namen und Nummer des Anbieters – bzw. einer Konsortialpartnerin – ("der Fir- ma") oder aber des Subunternehmers ("des Subunternehmers" ) gefragt wird. Diese Formulierung kann nicht anders verstanden werden, als dass der betreffende Eignungsnachweis auch durch einen Subunternehmer erbracht werden darf. Es stellt sich daher die Frage, ob die Beschwerd e- gegnerinnen – bzw. alle Anbieter, welche diese Formulare erhalten haben B-4904/2013 Seite 30 – sich nach Treu und Glauben auf die diesem Formular entsprechen de Auslegung berufen dürfen. Diese Frage kann indessen nicht ohne Weit e- res bejaht werden. Wie dargelegt, verlangt der Grundsatz der Transp a- renz, dass Ausschreibungsbestimmungen nach der Ausschreibung nicht in einem Ausmass abgeändert werden dürfen, dass si ch dadurch der Kreis der potentiellen Anbieter verändern würde. Spätere Erläuterungen oder weitere Informationen der Vergabestelle, die eine derartige wesentli- che Abänderung der Ausschreibungsbestimmungen beinhalten, können daher nur bedingt eine taugliche Vertrauensgrundlage für einen Anbieter darstellen. Die Frage kann indessen im vorliegenden Fall offen gelassen werden. Die Ausschreibung sieht ausdrücklich vor, dass die Untervergabe an Subunternehmer zugelassen ist, ohne Beschränkung auf bestimmte Leis- tungspakete oder Teilleistungen (Ausschreibung Ziffer 3.6). Vom Sinn und Zweck eines Eignungsnachweises her betrachtet ist es naheliegend, dass der "Nachweis seiner Eignung für die Realisierung des Werkes" ( vgl. Be- stimmungen zur Ausschreibung A-BA, Ziffer 4.2.2.2, S. 27) für denjenigen zu erbringen ist, der das Werk realisieren soll. S ofern also nicht der An- bieter selbst, sondern ein Subunternehmer für die Realisierung eines b e- stimmten Leistungspakets vorgesehen ist, muss als "Anbieter" im Sinne dieser Ausschreibungsbestimmung daher auch, wenn nicht sogar insb e- sondere, dieser Subunternehmer zu verstehen sein. Es erscheint daher nicht als unzulässig, die Eignung in Bezug auf dieses Leistungspaket durch den betreffenden Subunternehmer nachzuweisen. Der Umsta nd, dass die Referenz San Bernardino -Tunnel nicht für eine Konsortialpartnerin der Beschwerdegegnerinnen, sondern für eine Su b- unternehmerin erbracht wurde, spricht daher nicht gegen die Anreche n- barkeit dieser Referenz. 7.2.2 Die Beschwerdegegnerinnen hatten auf dem Eignungsformular an- gegeben, das Projekt sei im Zeitraum 2010 bis 2011 ausgeführt worden und die Subunternehmerin habe "Detailprojektierung, Lieferung und Mon- tage HS -Kabelanlage im Strassentunnel: Kabelverlegung, Montagen, Spleissungen, Anlagelänge ca. 7000 m" erbracht. Inhaltlich ist unbestritten, dass die Vergabestelle den ihr zustehenden Ermessenspielraum nicht überschritten hat, wenn sie dieses Referen z- projekt als vergleichbar einstufte. B-4904/2013 Seite 31 7.2.3 Demnach ist das zu LP 40 angegebene Referenzprojekt 50kV-Kabelanlage San Bernardino -Tunnel als gültige Referenz für Pl a- nung und Ausführung anzusehen. 7.3 In Bezug auf das Referenzprojekt "Stromversorgung der Linea ad alta capacità Torino Milano, subtratta Novara Milano", rügen die Beschwerde- führerinnen, diese Referenz sei ungenügend, denn die betreffenden I n- stallationen seien nicht von den Beschwerdegegnerinnen, sondern vom Consorzio W._______, einer ARGE um die Firma Z._______, ausgeführt worden. Auch werde die Linie zu grössten Teilen auf offener Strecke g e- führt, was bedeute, dass dort nur in geringstem Umfang Elektroinstallat i- onen hätten montiert werden müssen. Die Vergabestelle macht dagegen geltend , die Beschwerdegegnerin 3.1 sei Partnerin des Konsortiums Y ._______ gewesen, welches für den Bau der Strecke (Rohbau und Bahntechnik) verantwortlich gewesen sei. Hauptlieferant für die bahntechnische Ausrüstung sei das Consorzio W._______ als Subunternehmerin gewesen. Die Verantwortung habe i n- dessen beim Y ._______, welches als Totalunternehmer operiert habe, ge- legen. Als Mitglied dieses Totalunternehmer-Konsortiums habe die B e- schwerdegegnerin 3.1 die Bauwerke des Rohbaus und der Bahntechnik und somit auch die Stromversorgung 50 Hz mit projektiert und mit ausge- führt. Die Beschwerdegegnerinnen bestreiten nicht, dass die Planung und Aus- führung der elektrischen Traktion durch das Subkonsortium Consorzio W._______ geleistet wurde. Die Referenz der Beschwerdegegnerin 3.1 werde aus der vertragsrechtlichen Verantwortlichkeit und d er fachlichen Aufsicht des Oberkonsortiums über das Subkonsortium und der Mitglie d- schaft der Beschwerdegegnerin 3.1 im Oberkonsortium Y ._______ herge- leitet. Diese Verantwortlichkeit sowie die Totalunternehmerstruktur des Projekts ergebe sich aus der von ih nen eingereichten offiziellen Bestäti- gung der italienischen Staatsbahnen. Das Referenzschreiben zeige, dass die Beschwerdegegnerin 3.1 im Zusammenhang mit dem vorliegenden Projekt die "impianti per la trazione elettrica" – was der Stromversorgung 50 Hz ent spreche – als Referenzprojekt beanspruche könne. Während der Arbeitsausführung sei eine intensive fachliche Zusammenarbeit des Ober- mit dem Unterkonsortium erfolgt. Die Beschwerdegegnerin 3.1 sei nicht nur eine Baufirma, sondern ein Technologieunternehmen, das in vie- len anderen Bereichen ebenfalls tätig sei. B-4904/2013 Seite 32 7.3.1 Es ist somit unbestritten, dass die Beschwerdegegnerin 3.1 das Re- ferenzprojekt "Stromversorgung der Linea ad alta capacità Torino Milano, subtratta Novara Milano" weder selbst geplant noch selbst ausgeführt hat. Die Beschwerdegegnerin 3.1 war lediglich Teil der Arbeitsgemeinschaft, welche den entsprechenden Subunternehmervertrag an das Subkonso r- tium Consorzio W._______ vergab, welches diese Stromversorgung plan- te und ausführte. Ob dieses Vertragsverhältnis nach Auffassung der Bau- herrin bzw. nach italienischem Recht ausreich t, um die Referenz der B e- schwerdegegnerin 3.1 zuzurechnen, erscheint neben dieser klaren Sach- verhaltslage nicht als relevant. Der Vergabestelle kommt zwar ein grosser Ermessenspielraum zu bezüglich der Frage, ob eine eingereichte Ref e- renz die gestellten Anforderungen erfüllt oder nicht. Wenn die Vergab e- stelle indessen allein aus der dargelegten Untervergabe des Oberkonsor- tiums Y ._______ an das Subkonsortium Consorzio W._______ den Schluss ziehen will, die Beschwerdegegnerin 3.1 habe bereits einmal e r- folgreich eine vergleichbare Aufgabe ausgeführt, dann hat sie den ihr z u- stehenden Ermessenspielraum offensichtlich überschritten. 7.3.2 Das Referenzprojekt "Stromversorgung der Linea ad alta capacità Torino Milano, subtratta Novara Milano" stellt daher keine gültige Ref e- renz der Beschwerdegegnerinnen für das LP 40 dar. 7.4 Als Zwischenergebnis ist somit davon auszugehen, dass die B e- schwerdegegnerinnen in Bezug auf das LP 40 drei Referenzen eing e- reicht haben, von welchen aber nur eine als eine TU-Referenz anzusehen ist, welche sowohl Planung wie auch Ausführung im Sinn der geforderten Eignungsnachweise umfasst. 7.5 Es stellt sich daher die Frage, inwieweit eine TU -Referenz, d.h. eine Referenz für Plan ung und Ausführung, allenfalls ersatzweise auch durch zwei Teilreferenzen für Planung einerseits und Ausführung andererseits erbracht werden könnte. Zwar sind zwei derartige Teilreferenzen nicht identisch mit einer TU -Referenz. Vom Sinn und Zweck der Eignu ngs- nachweise her betrachtet erscheint der Unterschied indessen qualitativ und quantitativ als zu geringfügig, als dass ein derartiger Ersatz mit einer objektiven Auslegung der in den Ausschreibungsbestimmungen formulier- ten Anforderungen an die Eignungsanfo rderungen nicht vereinbar wäre. Ob zwei derartige Teilreferenzen ersatzweise anstelle einer TU -Referenz anerkannt werden, liegt daher im Ermessen der Vergabestelle, denn di e- ser kommt ein Ermessenspielraum zu bezüglich der Frage, inwieweit die beigebrachten Referenzen die in den Ausschreibungsbestimmungen B-4904/2013 Seite 33 vorgegebenen, nach objektiven Kriterien auszulegenden Anforderungen an die Eignungsnachweise erfüllen. Diesbezügliche Ermessensentsche i- de der Vergabestelle überprüft die Rechtsmittelinstanz nur auf Rechtsfeh- ler hin (vgl. GALLI/MOSER/LANG/STEINER, a.a.O., Rz. 564 ff. mit Hinwe i- sen). Derartige Rechtsfehler sind im vorliegenden Fall nicht ersichtlich, soweit die Vergabestelle zwei Teilreferenzen, wovon je eine für die Pl a- nung und eine für die Ausführung vergle ichbarer Projekte, anstelle einer TU-Referenz akzeptierte. 7.6 Auch unter Berücksichtigung eines derartigen Ersatzes würden die für das LP 40 eingereichten Referenzen der Beschwerdegegnerinnen inde s- sen lediglich eine TU-Referenz sowie eine Teilreferenz für Ausführung, al- so anderthalb TU -Referenzen abdecken. Damit haben die Beschwerd e- gegnerinnen die gemäss den Ausschreibungsbestimmungen geforderten mindestens zwei TU-Referenzen bzw. deren Äquivalent in Teilreferenzen nicht erbracht. 8. Nach Auffassung der Beschwerdeführerinnen liegt sodann zu LP 45 (Schränke) nur eine gültige Ausführungsreferenz und keine Planungsrefe- renz vor. 8.1 In Bezug auf das Referenzprojekt DML hätten d ie Beschwerdegegne- rinnen als Projektzeitraum 2011-2013 angegeben. Demnach sei das Pr o- jekt zum Zeitpunkt der Offerteingabe in Ausführung und nicht abgeschlos- sen gewesen und sei daher nicht als Referenz zu zählen. Diesbezüglich führt die Vergabestelle aus, Gegenstand des vorliegenden Beschaffungsgeschäfts seien gemäss den technischen Spezifik ationen des LP 45 nur die Lieferung der Schränke ohne Ausrüstung sowie die da- zugehörige Personalschulung, nicht aber der Einbau der Schränke. Die Schränke würden an den Installationsplatz geliefert, im Rahmen ve r- schiedener anderer LP ausgerüstet und in den Tunnel bzw. in die Quer- schläge transportiert und dort montiert. Der Einbau der Schränke sei demnach nicht Bestandteil des LP 45. Zudem seien beim Referenzprojekt DML die Leistungen, welche jenen des LP 45 entsprechen würden, b e- reits Mitte Dezember 2012 be endet gewesen. Der Einbau der Schränke in die DML ab Januar 2013 habe zudem zwingend vorausgesetzt, dass die Auswahl, Bestellung und Prüfung der Schränke und die funktionale Abnahme der Teile, die in die Schränke zu installieren gewesen seien, im Zeitpunkt der Offerteinreichung am 14. Dezember 2012 habe weit fortg e-B-4904/2013 Seite 34 schritten oder bereits abgeschlossen sein müssen. Bei den Schränken sei die technisch anspruchsvolle Tätigkeit nicht die Installation derselben gewesen, sondern vielmehr die diesbezüglichen Vorarb eiten. Die Verga- bestelle habe daher mittels dieser Referenz sehr wohl die diesbezügliche Eignung der Beschwerdegegnerinnen annehmen können. Bei bahntec h- nischen Anlagen dieser Art werde die Ausführungsprojektierung zwingend vom Generalunternehmer übernommen . Insofern müsse beim Projekt DML eine Projektierung, nämlich die Ausführungsprojektierung, bezüglich der bahntechnischen Anlagen durch die Beschwerdegegnerinnen durc h- geführt worden sein. Diese sei zum Zeitpunkt der Offertstellung bereits abgeschlossen gewesen. Die Beschwerdegegnerinnen führen wiederum aus, das Referenzprojekt DML beziehe sich sowohl auf die Planung als auch auf die Ausführung der dem Referenzprojekt zugrunde liegenden Arbeiten, auch wenn dies im Formular EA.1 irrtümlicherweise nicht gesag t worden sei. Die Schrän- ke in der DML seien ausschliesslich durch die Beschwerdegegnerin 1 ge- plant und unter ihrer Verantwortung durch die Subunternehmer M._______ und H._______ ausgeführt worden. Die Planungsleistungen hätten verschiedene Einzelplanungen umfasst: Die Aufnahme der Stand- orte eines jeden Schranks, die Planung der benötigten Anzahl an Schrän- ken, die Planung des Schranklayouts und die damit verbundenen Abkl ä- rungen zum benötigen Schranktyp und der benötigten Grundausrüstung aufgrund der Anforderungen des Ausrüsters und der klimatischen Bedi n- gungen. Sodann sei der Einbau der Schränke gar nicht Gegenstand des LP 45, sondern nur die Lieferung dieser Schränke, ohne Ausrüstung, s o- wie die zugehörige Personalschulung. Die Schränke würden an den I n- stallationsplatz geliefert, im Rahmen verschiedener anderer Leistungsp a- kete ausgerüstet und in den Tunnel bzw. die Querschläge transportiert und dort montiert. Der Einbau der Schränke sei in der technischen Spez i- fikation nicht vorgesehen. Das Referenzprojekt sei somit zur Zeit des Eingabetermins für das vorliegende Submissionsverfahren bezüglich des im LP 45 definierten Leistungsumfangs vollständig abgeschlossen gew e- sen. Die Ausrüstung selber und der spätere Einbau der Schränke im Tun- nel erfolge im Rahmen anderer LP . Irrelevant sei daher, dass die Montage der Schränke im Projekt DML erst 2013 begonnen habe. Im Ergebnis sei- en die Leistungen im Referenzprojekt DML, welche dem LP 45 im Auftrag Ceneri entsprächen, im Zeitpunkt der Offerteingabe vollständig abg e- schlossen gewesen, weshalb das Referenzprojekt DML der Zuschla g- sempfängerinnen auch für das LP 45 vollumfänglich anzurechnen sei. B-4904/2013 Seite 35 8.1.1 Die Beschwerdegegnerinnen hatten auf dem Formular EA.1 ang e- geben, das Projekt betreffe den Zeitraum 2011 bis 2014. Die Beschwe r- degegnerin 1 habe in der ARGE die Lieferung und Montage Bahntechnik- anlagen übernommen. Die Leistung habe umfasst: "Lieferung, Montage, Prüfung und technische Klärung der eingesetzten Produkte (Schal t- schränke, Kabel,…). Verantwortlich, dass die Vorschriften und SBB Richt- linien eingehalten werden". Auch in Bezug auf diese Referenz gilt somit, dass die Beschwerdegegne- rinnen erstmals im vorliegenden Beschwerdeverfahren geltend machten, sie hätten in Bezug auf dieses Referenzprojekt auch Planungsleistungen erbracht (vgl. E. 7.1.2.1 hievor). Weiter ergibt sich aus den von ihnen selbst zitierten Ausschreibungsunterlagen zum Projekt DML, dass die Ar- beitsgemeinschaft, zu der die Beschwerdegegnerin 1 gehörte, von der von der Bauherrin beauftragten Planerin als Grundlage fü r ihre Arbeiten ein Ausführungsprojekt erhielt. Lediglich die Erstellung der Werkpläne war in der Folge Sache des Generalunternehmers und galt als in seinen Kos- ten eingerechnet (vgl. DML, Ausschreibung Los 23.1 GU Bahntechnik, Teil B, Besondere Bestimmungen, S. 14, Ziffer 135.12 Abs. 1). Unter die- sen Umständen ist auch in Bezug auf die Schränke davon auszugehen, dass die Planungsleistungen der Beschwerdegegnerin 1 sich auf reine Ausführungspläne im Sinn von Art. 101 Abs. 1 SIA-Norm 118 beschränk- ten, die nicht als "Planung" im Sinn der Ausschreibungsbestimmungen eingestuft werden können (vgl. E. 7.1.2.2 hievor). Die Beschwerdeführerinnen machen daher zu Recht geltend, dass diese Referenz nicht als Planungsreferenz gelten kann. 8.1.2 Unbestritten ist fer ner, dass das Referenzprojekt DML auch in B e- zug auf die Ausführung der Schränke im Offertzeitpunkt noch nicht abg e- schlossen war. Ob die Ausführungsleistungen derart fortgeschritten w a- ren, dass es dennoch möglich gewesen wäre, daraus den Schluss zu ziehen, die Beschwerdegegnerin 1 habe bereits einmal erfolgreich eine vergleichbare Aufgabe erfüllt, kann, wie dargelegt nicht derart generell verneint werden, wie die Beschwerdeführerinnen geltend machen. Hi n- gegen wäre es diesbezüglich zwingend erforderlich gewes en, dass die Vergabestelle diesbezüglich eine Referenz bei der Bauherrin oder ve r- gleichbare Informationen eingeholt hätte, was unbestrittenermassen nicht erfolgte. Wenn die Vergabestelle, ohne die diesbezüglich erforderliche Sachverhaltsabklärung vorzunehmen, diese Referenz als gültig einstufte B-4904/2013 Seite 36 und für die Bejahung der Eignung der Beschwerdegegnerinnen heranzog, erscheint dies daher als rechtsfehlerhaft (vgl. E. 7.1.1 hievor). 8.2 Bezüglich der von den Beschwerdegegnerinnen zu LP 45 (Schränke) angegebenen Referenz Gotthard -Basistunnel-Schränke hatten die B e- schwerdegegnerinnen auf dem Formular EA.1 angegeben, das Projekt betreffe den Zeitraum 2007 bis 2016. Die Subunternehmerin Nr. 9 habe folgende Leistung erbracht: Planung, Herstellung und Lieferung des ko m- pletten Leistungsumfangs des Leistungspakets LP 45 (Schränke für QS und Nischen) für den Gotthard Basistunnel. Die Beschwerdeführerinnen bestreiten nicht, dass diese Referenz als Ausführungsreferenz gültig ist. Die Planung habe indessen der V._______ oblegen. Die Beschwerdegegnerinnen ihrerseits machen gel- tend, die V._______ habe lediglich die Anzahl der Schränke vorgegeben, und legen substantiiert dar, welche anderen Planungsleistungen die Sub- unternehmerin Nr. 9 erbracht habe. Diesen Ausführungen haben die B e- schwerdeführerinnen wiederum nicht konkret widersprochen. Unter diesen Umständen ist die Anrechnung dieser Referenz durch die Vergabestelle nicht zu beanstanden. 8.3 Als Zwischenergebnis ist somit davon auszugehen, dass die Be- schwerdegegnerinnen zum LP 45 (Schränke) lediglich eine gültige TU-Referenz und eine gültige Teilreferenz für die Ausführung erbracht haben. 9. Die Beschwerdegegnerinnen haben somit weder für das LP 40 noch für das LP 45 die die gemäss Ausschreibungsbestim mungen geforderten mindestens zwei TU-Referenzen bzw. deren Äquivalent in Teilreferenzen erbracht. 10. Das Evaluationsgremium der Vergabestelle ging davon aus, die Eignung sei gesamtheitlich zu beurteilen; sie sei dann gegeben, wenn die Meh r- heit der vielen e inzelnen Detailprüfpunkte erfüllt sei. Es sei daher nicht ausgeschlossen, die Eignung zu bejahen, auch wenn einzelne Detailprü f- punkte nicht oder nur mit Vorbehalten erfüllt seien (vgl. Protokoll E valua- tionsgremium Besprechung Nr. (…) vom (…), Ziffer 3.2). B-4904/2013 Seite 37 Diese Auffassung ist vergaberechtswidrig. Im vorliegenden Fall lautete die entsprechende Passage in den Ausschreibungsbestimmungen: "Die Kr i- terien können entweder 'erfüllt' oder 'nicht erfüllt ' werden" (vgl. Besti m- mungen zur Ausschreibung A -BA, Ziffer 4.3 .2, S. 33). Eignungskriterien, welche in dieser Art in den Ausschreibungsbestimmungen publiziert sind, müssen grundsätzlich alle erfüllt werden (vgl. E. 4.2 hievor). Ob es aus Verhältnismässigkeitsüberlegungen dennoch zulässig sein könnte, die Eignung zu bejahen, wenn die massgeblichen Eignungskriterien lediglich in Bezug auf einige wenige, völlig untergeordnete Punkte nicht erfüllt sind, kann im vorliegenden Fall offen gelassen werden, da es sich insb e- sondere beim LP 40 nicht um einen untergeordneten Punk t handelt. G e- messen an der vorgesehenen Gewichtung fallen auf die LP 40 und 45 zusammen allein 4.25 der für den Bereich "50 Hz und Kabel" vorgesehe- nen 7.5 Gewichtungspunkte. Da die Eignungskriterien gemäss den Ausschreibungsbestimmungen nur entweder "erfüllt" oder "nicht erfüllt" sein können, ist auch – entgegen der Behauptung der Vergabestelle und der Beschwerdegegnerinnen – eine "Gesamtbetrachtung" im Sinne einer Kompensation ungenügender Ei g- nungsnachweise durch den Nachweis entsprechender Erfahrung des Schlüsselpersonals nicht zulässig. Die Nichterfüllung derartiger Eig- nungskriterien führt vielmehr grundsätzlich zum Ausschluss des Anbi e- ters; ein fehlendes Eignungskriterium kann nicht durch Übererfüllung a n- derer Eignungskriterien kompensiert werden (vgl. BGE 139 II 489 E. 2.2.4; GALLI/MOSER/LANG/STEINER, a.a.O., Rz. 580). 11. Es erübrigt sich daher, auf den von den Beschwerdeführerinnen gerügten Umstand weiter einzugehen, dass sich aus den Vorakten ergibt, dass das Evaluationsgremium der Vergabestelle zum Sc hluss gekommen war, dass auch mehrere Schlüsselpersonen der Beschwerdegegnerinnen die gesetzten Eignungskriterien nicht erfüllt hätten. Auch die weiteren Rügen der Beschwerdeführerinnen , sowohl bezüglich der beigebrachten Referenzen der Beschwerdegegnerinnen in Bezug auf die übrigen Leistungspakete als auch in Bezug auf die nicht die Eignung der Beschwerdegegnerinnen betreffenden Punkte, brauchen bei diesem Ergebnis nicht weiter geprüft zu werden. B-4904/2013 Seite 38 12. Die Rüge der Beschwerdeführerinnen, die Vergabestelle sei zu Unrecht davon ausgegangen, dass die Beschwerdegegnerinnen die Eignungskr i- terien erfüllten, erweist sich daher als begründet. Der Zuschlag an die Beschwerdegegnerinnen erweist sich daher als rechtswidrig, da die Beschwerdegegnerinnen mangels Eignung hätten ausgeschlossen werden müssen. Der Zuschlag ist daher aufzuheben. 13. Das primäre Rechtsbegehren der Beschwerdeführerinnen lautet dahi n- gehend, der Zuschlag an die Beschwerdegegnerinnen sei aufzuheben und ihnen selbst sei der Zuschlag zu erteilen. Die Vergabestelle und die Beschwerdegegnerinnen machen diesbezüglich geltend, wenn die Au s- schreibungsbestimmungen so ausgelegt würden, dass pro Leistungsp a- ket mindestens zwei TU-Referenzen verlangt würden, dann erfüllten auch die Beschwerdeführerinnen die Eig nungskriterien nicht. Die Beschwerde- führerinnen machen in Bezug auf diese Thematik erstmals in ihrer unau f- geforderten Stellungnahme zur Duplik geltend, es sei unstatthaft, mit nachträglichen Vorbringen die ursprüngliche und unangefochten geblie- bene Einschä tzung der Vergabestelle, dass die Beschwerdeführerinnen die Eignungskriterien erfüllten, anzuzweifeln. 13.1 Das Bundesverwaltungsgericht entscheidet in der Sache selbst oder weist diese mit verbindlichen Weisungen an die Auftraggeberin zurück (Art. 32 Abs. 1 BöB). In Anbetracht des grossen Ermessenspielraums, der der Vergabebehörde zukommt, hat die Aufhebung einer Zuschlagsverf ü- gung durch die Rechtsmittelinstanz in der Regel eine mit verbindlichen Weisungen verbundene Rückweisung an die Auftraggeberin zur Folge (vgl. GALLI/MOSER/LANG/STEINER, a.a.O., Rz. 1396). Insbesondere dort, wo noch Fragen zu entscheiden sind, bezüglich derer der Vergabestelle Ermessen zukommt, fällt eine direkte Erteilung des Zuschlags durch das Gericht ausser Betracht (vgl. hierzu die Urt eile des Bundesverwaltung s- gerichts B -738/2012 vom 24. Oktober 2012 E. 2.2 sowie B -7571/2009 vom 20. April 2011 E. 9.2, mit Hinweisen). 13.2 Im vorliegenden Fall sind derartige Fragen offen. So ist insbesond e- re umstritten, ob die Beschwerdeführerinnen ihrerseits bei korrekter Aus- legung der Ausschreibungsbestimmungen die Eignungskriterien erfüllen oder nicht. Zwar geht aus dem Begründungsschreiben vom 13. August 2013 zur angefochtenen Zuschlagsverfügung implizit hervor, dass die B-4904/2013 Seite 39 Vergabestelle anlässlich dieser Ver fügung die Eignung der Beschwerd e- führerinnen bejahte. Dabei ging sie indessen von einer – wie in den vo r- anstehenden Erwägungen dargelegt – nicht korrekten Auslegung der Eignungskriterien aus, weshalb darauf nicht abgestellt werden kann. Ob die von den Besc hwerdeführerinnen angeführten Referenzen die korrekt ausgelegten Anforderungen an die Eignungsnachweise erfüllen oder nicht, ist eine Frage, bezüglich derer der Vergabestelle Ermessen z u- kommt. Die Voraussetzungen für eine reformatorische Gutheissung der B e- schwerde sind daher nicht gegeben. 13.3 Entsprechend dem Eventualbegehren der Beschwerdeführerinnen ist daher die angefochtene Zuschlagsverfügung aufzuheben und die S a- che zur Neuerteilung des Zuschlags an die Vergabestelle zurückzuwe i- sen. Wie bei jedem Vergabeverfahren ist ein ordnungsgemässer Abbruch nicht ausgeschlossen, sofern die Voraussetzungen dafür gegeben sind. 14. Bei diesem Ergebnis erübrigt es sich, auf die weiteren Vorbringen und prozessualen Anträge, insbesondere auf die Akteneinsichtsbegehren der Parteien, einzugehen. 15. Bei diesem Verfahrensausgang gelten die Beschwerdeführerinnen pr a- xisgemäss als überwiegend obsiegend, weshalb die Verfahrenskosten den Beschwerdegegnerinnen aufzuerlegen sind (vgl. Art. 63 Abs. 1 VwVG). Vergabestellen können keine Verfahrenskosten auferlegt werden (vgl. Art. 63 Abs. 2 VwVG). Die Gerichtsgebühr richtet sich nach dem Umfang und der Schwierigkeit der Streitsache, der Art der Prozessführung und der finanziellen Lage der Parteien (Art. 63 Abs. 4 bis VwVG; Art. 2 Abs. 1 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bu n- desverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]). Da von einem Vergabevo- lumen von ca. 138 Millionen Franken auszugehen ist, rechtfertigt es sich, die Gerichtsgebühr, inklusive der Kosten für den Zwischenentscheid vom 29. Oktober 2013, auf CHF 50'000.– festzulegen. B-4904/2013 Seite 40 16. Den überwiegend obsiegenden, anwaltlich vertretenen Beschwerdeführe- rinnen ist zu Lasten der Beschwerdegegnerinnen eine Parteientschäd i- gung für die ihnen erwachsenen n otwendigen und verhältnismässig h o- hen Kosten des Beschwerdeverfahrens zuzusprechen (Art. 64 Abs. 1 VwVG). Die Beschwerdeführerinnen haben mit Eingabe vom 5. März 2014 eine Kostennote eingereicht und machen Kosten von CHF 50'850.50 geltend. Darin wurde für den einen Anwalt ein Aufwand von 45.60 Stunden zu e i- nem Stundenansatz von CHF 500.– und für den anderen ein Aufwand von 56.80 Stunden zu einem Ansatz von CHF 465.– zugrunde gelegt. In der nachgereichten Begründung ihrer nunmehr detaillierten Kostennote vom 14. März 2014 erhöhen die Beschwerdeführerinnen die geltend g e- machten Parteikosten auf CHF 57'342.–, entsprechend einem Aufwand von 91.20 Stunden zu einem Stundenansatz von CHF 500.– und einem Aufwand von 123.05 Stunden zu einem Ansatz von CHF 465.–, je hälftig verteilt auf die beiden Parallelverfahren. Diese hälftige Verteilung sei sachgerecht, denn die beiden Verfahren wiesen in den rechtlichen, aber auch in den materiellen Aspekten viele gemeinsame Fragestellungen auf und die technischen Details sei en zu grossen Teilen durch die Klien t- schaft eingeflossen. Eine detailliertere Zuordnung des Aufwands auf die einzelnen Verfahren wäre seinerseits sehr aufwendig gewesen. Diese Be- rechnungsweise sei nicht zum Nachteil der Gegenpartei, da diese von den Synergien der beiden Verfahren auch profitiere. Diese Argumentation ist überzeugend und auch der zeitliche Gesamtau f- wand ist nicht zu beanstanden. Diesbezüglich weisen die Beschwerd e- führerinnen zu Recht darauf hin, dass die Beschwerdegegnerinnen in i h- rer eigenen Kostennote einen wesentlich höheren Zeitaufwand in Rec h- nung stellen. Hingegen ist im vorliegenden Fall kein Anlass ersichtlich, über den nach der Praxis des Bundesverwaltungsgerichts für das Verg a- berecht geltenden Regelstundenansatz von CHF 350.– hinaus zu gehen (vgl. Urteil des Bundesverwaltungsgerichts B -738/2012 vom 24. Oktober 2012 E. 6.3). Den Beschwerdeführerinnen ist daher eine entsprechend gekürzte Parteientschädigung von CHF 42'210.60 (inkl. Auslagen und Mehrwertsteuer) zulasten der Beschwerdegegnerinnen zuzuerkennen. B-4904/2013 Seite 41 Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 1. Die Beschwerde wird teilweise gutgeheissen. Die angefochtene Zuschlagsverfügung wird aufgehoben. Die Sache wird im Sinne der Erwägungen an die Vergabestelle zurüc k- gewiesen. 2. Die Verfahrenskosten von CHF 50'000.– werden den Beschwerdegegne- rinnen in solidarischer Haftung auferlegt. Der Betrag ist innert 30 Tagen nach Eintritt der Rechtskraft des vorliegenden Urteils zu Gunsten der G e- richtskasse zu überweisen. Der Einzahlungsschein folgt m it separater Post. Der von den Beschwerdeführerinnen einbezahlte Kostenvorschuss von CHF 50'000.– wird ihnen nach Eintritt der Rechtskraft zurückerstattet. 3. Den Beschwerdeführerinnen wird zu Lasten der Beschwerdegegnerinnen eine Parteientschädigung von CHF 42'210.60 zugesprochen 4. Dieses Urteil geht an: – die Beschwerdeführerinnen (Rechtsvertreter; Gerichtsurkunde; Beilage: Rückerstattungsformular) – die Vergabestelle (Ref-Nr. SIMAP-Projekt-ID 102827; Rechtsvertreter; Gerichtsurkunde) – die Beschwerdegegnerinnen (Rechtsvertreter; Gerichtsurkunde) Für die Rechtsmittelbelehrung wird auf die nächste Seite verwiesen. Die vorsitzende Richterin: Die Gerichtsschreiberin: Eva Schneeberger Beatrice Grubenmann B-4904/2013 Seite 42 Rechtsmittelbelehrung: Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen nach Eröffnung beim Bun- desgericht, 1000 Lausanne 14 , Beschwerde in öffentlich -rechtlichen An- gelegenheiten geführt werden (Art. 82 ff., 90 ff. und 100 des Bundesg e- richtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]). Die Rechtsschrift ist in einer Amtssprache abzufassen und hat die Begehren, deren B e- gründung mit Angabe der Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. Der angefochtene Entscheid und die Beweismittel sind, soweit sie der Beschwerdeführer in Händen hat, beizulegen (Art. 42 BGG). Versand: 19. März 2014