<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2005.00227</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="https://vgrzh.djiktzh.ch/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=https://vgrzh.djiktzh.ch&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=205382&amp;W10_KEY=4467137&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2005.00227</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 21.09.2005</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">1. Abteilung/1. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Submissionsrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Submission</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Submission von Baumeisterarbeiten für Trafostation: Umstrittene Bewertung der Angebotspreise sowie der Schlüsselpersonen mit den Unterkriterien "Referenzen", "Erfahrung" und "Ausbildung".<br/><br/>Die Bewertung der Angebotspreise durch die Beschwerdegegnerin gewährleistet nicht, dass der Preis das vorgesehene Gewicht von 80 % erhält. Die gewählte Art der Preisbewertung ist nach der Rechtsprechung des Verwaltungsgerichts nicht zulässig (E. 3.1). <br/>Da es sich vorliegend nicht nur um anspruchslose Arbeiten handelt, ist die von der Vergabebehörde vorgesehene Preisspanne von nur etwa 20 bis 30 % zu eng. Bei einer solchen Vergabe erscheint eine Preisspanne von 40 bis 50 % als realistisch; auch eine solche von 60 % liegt noch im Ermessensspielraum (E. 3.2).<br/><br/>Die Ausübung des der Vergabebehörde bei der Bewertung des Unterkriteriums "Referenzen" zustehenden Ermessens setzt voraus, dass die betreffenden Auskünfte eingeholt und dokumentiert werden, ansonsten der Behörde die tatsächlichen Grundlagen für ihren Ermessensentscheid fehlen (E. 4.2).<br/>Die Bewertung des Unterkriteriums "Erfahrung" erweist sich als unhaltbar (E. 4.3), diejenige des Unterkriteriums "Ausbildung" zwar als fragwürdig, jedoch noch haltbar (E. 4.4).<br/><br/>Obwohl die Vergabebehörde bei der Gleichwertigkeit zweier Angebote grundsätzlich nach Ermessen wählen kann, würde im vorliegenden Fall ein Entscheid zugunsten der Mitbeteiligten ausser Acht lassen, dass die Beschwerdeführerin im Rahmen der erforderlichen Neubewertung der Referenzen noch bessere Noten erzielen kann. Der Vergabeentscheid ist aufzuheben und die Sache an die Vergabebehörde zurückzuweisen (E. 5).<br/><br/>Gutheissung.</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: AUSBILDUNG">AUSBILDUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ERFAHRUNG">ERFAHRUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: PREIS">PREIS</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: PREISSPANNE">PREISSPANNE</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: REFERENZ">REFERENZ</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: REFERENZAUSKÃNFTE">REFERENZAUSKÃNFTE</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: SCHLÃSSELPERSON">SCHLÃSSELPERSON</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: Besonderes Verwaltungsrecht (ohne...) ST: SUBMISSIONSRECHT">SUBMISSIONSRECHT</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: TIEFBAUARBEITEN">TIEFBAUARBEITEN</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ZUSCHLAGSKRITERIEN">ZUSCHLAGSKRITERIEN</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> - keine -<br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 3 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Sachverhalt1"><b>I. </b> </p> <p class="Urteilstext">Die Gemeinde Zollikon lud am 7. Februar 2005 fÃ¼nf Bauunternehmungen ein, Angebote fÃ¼r Baumeisterarbeiten am Neubau der unterirdischen Trafostation L einzureichen. Alle Eingeladenen reichten rechtzeitig eine Offerte ein. Mit VerfÃ¼gung vom 10. Mai 2005 erteilte der Gemeinderat den Zuschlag der C AG zum Offertpreis von Fr. 466'246.15.</p> <p class="Urteilstext">Die Rechtsvertreterin der A AG deren Angebot nicht berÃ¼cksichtigt worden war, ersuchte mit Schreiben vom 18. Mai 2005 um Bekanntgabe der GrÃ¼nde fÃ¼r den Vergabeentscheid. Sie erhielt von der Gemeinde gleichentags den Offertvergleich samt BewertungsschlÃ¼ssel Ã¼bermittelt.</p> <p class="Sachverhalt1"><b>II. </b> </p> <p class="Urteilstext">Am 23. Mai 2005 erhob die A AG beim Verwaltungsgericht Beschwerde gegen den Vergabeentscheid des Gemeinderats. Sie beantragte, der angefochtene Entscheid sei aufzuheben und der Zuschlag der BeschwerdefÃ¼hrerin zu erteilen; eventualiter sei die Beschwerdegegnerin (Gemeinde) anzuweisen, die Leistungen aufgrund einer erneuten Bewertung der Angebote zu vergeben; subeventualiter sei das Vergabeverfahren neu durchzufÃ¼hren; alles unter Kosten- und EntschÃ¤digungsfolgen zulasten der Beschwerdegegnerin. Gleichzeitig ersuchte sie darum, der Beschwerde die aufschiebende Wirkung zu erteilen.</p> <p class="Urteilstext">Die Beschwerdegegnerin stellte in ihrer Beschwerdeantwort vom 17. Juni 2005 Antrag auf Abweisung der Beschwerde, unter Kosten- und EntschÃ¤digungsfolgen zulasten der BeschwerdefÃ¼hrerin. Zum Gesuch betreffend GewÃ¤hrung der aufschiebenden Wirkung Ã¤usserte sie sich ablehnend; fÃ¼r den Fall der GewÃ¤hrung der aufschiebenden Wirkung beantragte sie, die BeschwerdefÃ¼hrerin sei zur Sicherstellung der Verfahrenskosten zu verpflichten.</p> <p class="Urteilstext">Mit Replik vom 20. Juli 2005 und Duplik vom 18. August 2005 hielten die Parteien an ihren Standpunkten fest. Die Mitbeteiligte nahm nicht zur Beschwerde Stellung.</p> <p class="Urteilstext">Mit PrÃ¤sidialverfÃ¼gung vom 1. Juli 2005 wurde der Beschwerde die aufschiebende Wirkung ohne Auflage einer Sicherheitsleistung erteilt <span>und der BeschwerdefÃ¼hrerin Akteneinsicht (mit EinschrÃ¤nkungen) gewÃ¤hrt</span>.</p> <p class="Zwischentitel">Die Kammer zieht in ErwÃ¤gung:</p> <p class="Erwgung1"><b>1. </b> </p> <p class="Urteilstext">Vergabeentscheide kantonaler und kommunaler Auftraggeber kÃ¶nnen unmittelbar mit Beschwerde an das Verwaltungsgericht weitergezogen werden (RB 1999 Nr. 27 = <span class="urteilstextchar">BEZ 1999 Nr. 13 = ZBl 100/1999, S. 372; vgl. Alfred KÃ¶lz/JÃ¼rg Bosshart/Martin RÃ¶hl, Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons ZÃ¼rich, 2. A., ZÃ¼rich 1999, § 41 N. 22). Auf das Beschwerdeverfahren gelangen die Art. 15 ff. der revidierten Interkantonalen Vereinbarung Ã¼ber das Ã¶ffentliche Beschaffungswesen vom 15. MÃ¤rz 2001 (IVÃ¶B) sowie § 2 des Gesetzes vom 15. September 2003 Ã¼ber den Beitritt zur revidierten Interkantonalen Vereinbarung zur Anwendung.</span></p> <p class="Erwgung1"><b>2. </b> </p> <p class="Urteilstext"><span>Die Beschwerdegegnerin hatte in den Ausschreibungsunterlagen die folgenden Zuschlagskriterien festgelegt:</span></p> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0" class="MsoTableGrid"> <tr> <td valign="top"> <p class="EinzugZitat"><span>Zuschlagskriterien</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="EinzugZitat"><span>Gewicht in %</span></p> </td> </tr> <tr> <td valign="top"> <p class="EinzugZitat"><span>Preis</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="EinzugZitat"><span>80 %</span></p> </td> </tr> <tr> <td valign="top"> <p class="EinzugZitat"><span>Erfahrung und technische Qualifikation des Projektteams</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="EinzugZitat"><span>20 %</span></p> </td> </tr> </table> <p class="EinzugZitat"><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Im Offertvergleich der Beschwerdegegnerin erhielten BeschwerdefÃ¼hrerin und Mitbeteiligte fÃ¼r diese Kriterien die folgenden Bewertungen:</span></p> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0" class="MsoTableGrid"> <tr> <td valign="top"> <p class="EinzugZitat"><span> </span></p> </td> <td valign="top"> <p class="EinzugZitat"><span>BeschwerdefÃ¼hrerin</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="EinzugZitat"><span>Mitbeteiligte</span></p> </td> </tr> <tr> <td valign="top"> <p class="EinzugZitat"><span>Preis</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="EinzugZitat"><span>80</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="EinzugZitat"><span>78</span></p> </td> </tr> <tr> <td valign="top"> <p class="EinzugZitat"><span>Erfahrung und technische Qualifikation des Projektteams</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="EinzugZitat"><span>13</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="EinzugZitat"><span>18</span></p> </td> </tr> <tr> <td valign="top"> <p class="EinzugZitat"><span>Total Punkte</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="EinzugZitat"><span>93</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="EinzugZitat"><span>96</span></p> </td> </tr> </table> <p class="Urteilstext"><span>Aufgrund dieser Auswertung erzielte die Offerte der Mitbeteiligten die hÃ¶chste Punktzahl. Die BeschwerdefÃ¼hrerin beanstandet jedoch sowohl die Bewertung des Angebotspreises als auch jene der qualitativen Aspekte.</span></p> <p class="Erwgung1"><b>3. </b> </p> <p class="Urteilstext">Die BeschwerdefÃ¼hrerin hat mit einem Offertpreis von Fr. 455'552.45 das preislich gÃ¼nstigste Angebot eingereicht. Der Offertpreis der Mitbeteiligten betrÃ¤gt Fr. 466'246.15 und ist damit der zweitgÃ¼nstigste. Das Angebot der BeschwerdefÃ¼hrerin wurde beim Zuschlagskriterium "Preis" mit dem Maximum von 80 Punkten bewertet, dasjenige der Mitbeteiligten mit 78 Punkten. Die BeschwerdefÃ¼hrerin beanstandet, dass der Preisunterschied mit dieser Bewertung zu wenig berÃ¼cksichtigt werde. </p> <p class="Erwgung2"><b>3.1 </b>Der Vergabestelle steht bei der Bewertung der Angebotspreise â ebenso wie bei den andern Zuschlagskriterien â ein erheblicher Spielraum zu. Die Bewertung muss jedoch der Gewichtung des Kriteriums Rechnung tragen, damit das im Voraus bekannt gegebene Gewicht tatsÃ¤chlich zum Tragen kommt (VGr, 18. Dezember 2002, BEZ 2003 Nr. 13 E. 3g und 4b, mit Hinweisen). Das bedeutet insbesondere, dass auch beim Kriterium "Preis" nur die tatsÃ¤chlich in Frage kommende Bandbreite mÃ¶glicher Werte zu berÃ¼cksichtigen ist (VGr, 21. April 2004, ZBl 105/2004, S. 382, E. 2.2; 11. September 2003, VB.2003.00188, E. 4b, www.vgrzh.ch; RB 2002 Nr. 52 = BEZ 2003 Nr. 13 E. 4b; VGr, 28. Oktober 2002, BEZ 2003 Nr. 14 E. 4c; vgl. zum Ganzen auch Beat Denzler, Bewertung der Angebotspreise, Baurecht, Sonderheft Vergaberecht 2004, S. 20).</p> <p class="Urteilstext">Die Beschwerdegegnerin bewertete die Angebotspreise nach der Formel <span><img alt="" height="45" src="https://vgrzh.djiktzh.ch/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=https://vgrzh.djiktzh.ch&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getImage&amp;nF38_KEY=6656" width="221"/></span>. Im Fall der Mitbeteiligten ergab dies <span><img alt="" height="41" src="https://vgrzh.djiktzh.ch/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=https://vgrzh.djiktzh.ch&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getImage&amp;nF38_KEY=6657" width="91"/></span> = 78 Punkte. Dieses Vorgehen gewÃ¤hrleistet nicht, dass der Preis das fÃ¼r die Bewertung der Angebote vorgesehene Gewicht von 80 % erhÃ¤lt. Selbst ein Angebot, das doppelt so teuer wÃ¤re wie das gÃ¼nstigste, erhielte noch immer 40 Punkte, also die HÃ¤lfte des Maximalwerts, und ein dreimal so teures (200 % Ã¼ber dem gÃ¼nstigsten) erhielte noch 27 Punkte. Hinzu kommt, dass nach dieser Formel die Preisunterschiede umso weniger ins Gewicht fallen, je weiter der beurteilte Preis vom gÃ¼nstigsten entfernt ist, wodurch sehr teure Angebote vergleichsweise gÃ¼nstiger beurteilt werden; auch das entspricht nicht den Zielsetzungen des Vergaberechts. Diese Art der Preisbewertung ist daher nach der Rechtsprechung des Verwaltungsgerichts nicht zulÃ¤ssig (VGr, 21. April 2004, ZBl 105/2004, S. 382, E. 2.3).</p> <p class="Urteilstext">Was die Beschwerdegegnerin dagegen vorbringt, fÃ¼hrt zu keiner andern Beurteilung. Zwar trifft es zu, dass die Rechtsprechung kein bestimmtes Berechnungsmodell vorschreibt und die Gerichte nicht in die ErmessensausÃ¼bung der VergabebehÃ¶rde eingreifen, solange diese auf zutreffenden rechtlichen und tatsÃ¤chlichen Grundlagen beruht (VGr, 7. Juli 1999, ZBl 101/2000, S. 271 = BEZ 1999 Nr. 26 E. 6b, mit Hinweisen). Die vorstehenden Berechnungen zeigen aber gerade, dass die Vorgehensweise der Beschwerdegegnerin nicht sachgerecht war. Sodann weist die Beschwerdegegnerin zwar zu Recht darauf hin, dass es nicht sinnvoll wÃ¤re, den Preis des teuersten Angebots stets mit 0 Punkten zu bewerten. Die Rechtsprechung des Verwaltungsgerichts trÃ¤gt diesem Einwand jedoch Rechnung und geht davon aus, dass nicht auf den zufÃ¤lligen Betrag des hÃ¶chsten Angebots, sondern auf eine realistischerweise zu erwartende Preisspanne zwischen tiefstem und hÃ¶chstem Angebot abgestellt wird. Diese Bandbreite der Angebotspreise wird von der VergabebehÃ¶rde festgelegt, welcher auch in dieser Hinsicht ein erhebliches Ermessen zusteht (VGr, 21. April 2004, ZBl 105/2004, S. 382 = BEZ 2004 Nr. 34 E. 2.5â2.7).</p> <p class="Erwgung2"><b>3.2 </b><span>Welche Bandbreite bei den Angebotspreisen realistischerweise erwartet werden kann, ist von der in Frage stehenden Beschaffung abhÃ¤ngig. So ist bei einfachen Bauarbeiten in der Regel mit einer geringeren Preisspanne zu rechnen als bei technisch anspruchsvollen Konstruktionen bzw. Dienstleistungen. Wird die Bandbreite erst nach dem Vorliegen der Angebote festgelegt, kÃ¶nnen auch die tatsÃ¤chlich offerierten, ernsthaften Preise als Anhaltspunkte berÃ¼cksichtigt werden (VGr, </span>21. April 2004, ZBl 105/2004, S. 382 = BEZ 2004 Nr. 34 E. 2.6; <span>28. Oktober 2002, BEZ 2003 Nr. 14 E. 4c).</span></p> <p class="Urteilstext">Die BeschwerdefÃ¼hrerin macht geltend, dass es sich beim vorliegend zu vergebenden Auftrag um keine anspruchsvollen Arbeiten handle, weshalb mit einer realistischen Preisspanne von nur ca. 20 bis 30 % gerechnet werden mÃ¼sse. Die eingegangenen Angebote lÃ¤gen denn auch lediglich 15 % auseinander. DemgegenÃ¼ber reichte die Beschwerdegegnerin mit der Duplik das Protokoll einer OffertÃ¶ffnung vom 8. Juli 2005 ein, gemÃ¤ss welchem bei einer Submission betreffend Baumeisterarbeiten fÃ¼r eine Werkleitungs- und Strassensanierung Angebote mit einer Preisspanne von 71 % eingegangen sind.</p> <p class="Urteilstext">Bei der vorliegend beurteilten Vergabe handelt es sich keineswegs nur um anspruchslose Arbeiten, wie die BeschwerdefÃ¼hrerin geltend macht; die von ihr fÃ¼r zutreffend erachtete Preisspanne von nur ca. 20 bis 30 % erscheint daher als zu eng. Auch die Tatsache, dass die eingegangenen Angebote nur 15 % auseinander liegen, ist fÃ¼r sich allein nicht schlÃ¼ssig; sie kann zufÃ¤llig sein oder daher rÃ¼hren, dass die Beschwerdegegnerin die eingeladenen Anbieter sorgfÃ¤ltig ausgewÃ¤hlt hat. Anderseits dÃ¼rfen auch aus dem vorgelegten Of­fertÃ¶ffnungsprotokoll keine weit reichenden SchlÃ¼sse gezogen werden, da die Anforderungen jenes Bauauftrags nicht bekannt sind. Bei einer Vergabe der vorliegenden Art erscheint eher eine Preisspanne von 40 bis 50 % als realistisch, wobei auch eine solche von 60 % noch im Rahmen des der BehÃ¶rde zustehenden Ermessens liegen kann.</p> <p class="Urteilstext">Aufgrund der in der Rechtsprechung des Verwaltungsgerichts vorgeschlagenen Formel zur Bewertung der Angebotspreise (VGr, 21. April 2004, ZBl 105/2004, S. 382 = BEZ 2004 Nr. 34 E. 2.5) ergeben sich fÃ¼r die Mitbeteiligte je nach der angenommenen Preisspanne die folgenden Punktzahlen fÃ¼r das Zuschlagskriterium "Preis":</p> <div> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0" class="MsoTableGrid"> <tr> <td valign="top"> <p class="EinzugZitat"><span>Preisspanne</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="EinzugZitat"><span>Punkte</span></p> </td> </tr> <tr> <td valign="top"> <p class="EinzugZitat"><span>80 %</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="EinzugZitat"><span>78</span></p> </td> </tr> <tr> <td valign="top"> <p class="EinzugZitat"><span>70 %</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="EinzugZitat"><span>77</span></p> </td> </tr> <tr> <td valign="top"> <p class="EinzugZitat"><span>60 %</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="EinzugZitat"><span>77</span></p> </td> </tr> <tr> <td valign="top"> <p class="EinzugZitat"><span>50 %</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="EinzugZitat"><span>76</span></p> </td> </tr> <tr> <td valign="top"> <p class="EinzugZitat"><span>40 %</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="EinzugZitat"><span>75</span></p> </td> </tr> <tr> <td valign="top"> <p class="EinzugZitat"><span>30 %</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="EinzugZitat"><span>74</span></p> </td> </tr> <tr> <td valign="top"> <p class="EinzugZitat"><span>20 %</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="EinzugZitat"><span>71</span></p> </td> </tr> </table> </div> <p class="EinzugZitat"><span> </span></p> <p class="Urteilstext">Bei einer Preisspanne von 40 bis 60 %, wie sie im Rahmen des der Vergabestelle zustehenden Ermessens zulÃ¤ssigerweise angenommen werden durfte, erhÃ¤lt die Mitbeteiligte bei diesem Zuschlagskriterium zwischen 75 und 77 Punkten. Diese Bewertung liegt etwas niedriger als die von der Beschwerdegegnerin im Offertvergleich vorgenommene, fÃ¼hrt jedoch nicht dazu, dass das Angebot der BeschwerdefÃ¼hrerin insgesamt die hÃ¶chste Bewertung erreicht. Es sind daher auch die weiteren EinwÃ¤nde der BeschwerdefÃ¼hrerin, welche qualitative Kriterien betreffen, nÃ¤her zu prÃ¼fen.</p> <p class="Erwgung1"><b>4. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>4.1 </b>Die Bewertung des Zuschlagskriteriums "Erfahrung und technische Qualifikation des Projektteams" wurde von der Beschwerdegegnerin fÃ¼r zwei SchlÃ¼sselpersonen gesondert vorgenommen. Als SchlÃ¼sselperson 1 wurden die von den Anbieterinnen vorgesehenen BaufÃ¼hrer, als SchlÃ¼sselperson 2 die Poliere bewertet. Bei jeder SchlÃ¼sselperson gelangten drei Unterkriterien zur Anwendung (Referenzen/Erfahrung/Ausbildung), fÃ¼r deren Benotung ein BewertungsschlÃ¼ssel zur VerfÃ¼gung stand. FÃ¼r jedes Unterkriterium wurden Noten zwischen 0 und 3 vergeben und alsdann mit der speziellen Gewichtung des Unterkriteriums multipliziert. Die Gesamtzahl der erreichten Punkte wurde schliesslich durch drei geteilt, um der Gewichtung des Zuschlagskriteriums von 20 % Rechnung zu tragen. Die Auswertung ergab die Resultate gemÃ¤ss der nachstehenden Tabelle:</p> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0" class="MsoNormalTable"> <tr> <td valign="top"> <p class="EinzugZitat"><span> </span></p> </td> <td valign="top"> <p class="EinzugZitat"><span> </span></p> </td> <td valign="top"> <p class="EinzugZitat"><span> </span></p> </td> <td colspan="2" valign="top"> <p class="EinzugZitat"><span>BeschwerdefÃ¼hrerin</span></p> </td> <td colspan="2" valign="top"> <p class="EinzugZitat"><span>Mitbeteiligte</span></p> </td> </tr> <tr> <td valign="top"> <p class="EinzugZitat"><span> </span></p> </td> <td valign="top"> <p class="EinzugZitat"><span>Gewicht</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="EinzugZitat"><span>max. Punkte</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="EinzugZitat"><span>Bewertung</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="EinzugZitat"><span>Punkte</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="EinzugZitat"><span>Bewertung</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="EinzugZitat"><span>Punkte</span></p> </td> </tr> <tr> <td valign="top"> <p class="EinzugZitat"><span>SchlÃ¼sselperson 1</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="EinzugZitat"><span> </span></p> </td> <td valign="top"> <p class="EinzugZitat"><span> </span></p> </td> <td valign="top"> <p class="EinzugZitat"><span> </span></p> </td> <td valign="top"> <p class="EinzugZitat"><span> </span></p> </td> <td valign="top"> <p class="EinzugZitat"><span> </span></p> </td> <td valign="top"> <p class="EinzugZitat"><span> </span></p> </td> </tr> <tr> <td valign="top"> <p class="EinzugZitat"><span>â Referenzen</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="EinzugZitat"><span>3</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="EinzugZitat"><span>9</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="EinzugZitat"><span>2</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="EinzugZitat"><span>6</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="EinzugZitat"><span>3</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="EinzugZitat"><span>9</span></p> </td> </tr> <tr> <td valign="top"> <p class="EinzugZitat"><span>â Erfahrung</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="EinzugZitat"><span>5</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="EinzugZitat"><span>15</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="EinzugZitat"><span>2</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="EinzugZitat"><span>10</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="EinzugZitat"><span>3</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="EinzugZitat"><span>15</span></p> </td> </tr> <tr> <td valign="top"> <p class="EinzugZitat"><span>â Ausbildung</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="EinzugZitat"><span>2</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="EinzugZitat"><span>6</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="EinzugZitat"><span>2</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="EinzugZitat"><span>4</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="EinzugZitat"><span>3</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="EinzugZitat"><span>6</span></p> </td> </tr> <tr> <td valign="top"> <p class="EinzugZitat"><span>SchlÃ¼sselperson 2</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="EinzugZitat"><span> </span></p> </td> <td valign="top"> <p class="EinzugZitat"><span> </span></p> </td> <td valign="top"> <p class="EinzugZitat"><span> </span></p> </td> <td valign="top"> <p class="EinzugZitat"><span> </span></p> </td> <td valign="top"> <p class="EinzugZitat"><span> </span></p> </td> <td valign="top"> <p class="EinzugZitat"><span> </span></p> </td> </tr> <tr> <td valign="top"> <p class="EinzugZitat"><span>â Referenzen</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="EinzugZitat"><span>3</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="EinzugZitat"><span>9</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="EinzugZitat"><span>2</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="EinzugZitat"><span>6</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="EinzugZitat"><span>3</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="EinzugZitat"><span>9</span></p> </td> </tr> <tr> <td valign="top"> <p class="EinzugZitat"><span>â Erfahrung</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="EinzugZitat"><span>5</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="EinzugZitat"><span>15</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="EinzugZitat"><span>2</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="EinzugZitat"><span>10</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="EinzugZitat"><span>2</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="EinzugZitat"><span>10</span></p> </td> </tr> <tr> <td valign="top"> <p class="EinzugZitat"><span>â Ausbildung</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="EinzugZitat"><span>2</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="EinzugZitat"><span>6</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="EinzugZitat"><span>2</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="EinzugZitat"><span>4</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="EinzugZitat"><span>2</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="EinzugZitat"><span>4</span></p> </td> </tr> <tr> <td valign="top"> <p class="EinzugZitat"><span>Total Punkte</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="EinzugZitat"><span> </span></p> </td> <td valign="top"> <p class="EinzugZitat"><span>60</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="EinzugZitat"><span> </span></p> </td> <td valign="top"> <p class="EinzugZitat"><span>40</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="EinzugZitat"><span> </span></p> </td> <td valign="top"> <p class="EinzugZitat"><span>53</span></p> </td> </tr> <tr> <td valign="top"> <p class="EinzugZitat"><span>Total gewichtete Punkte</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="EinzugZitat"><span>20</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="EinzugZitat"><span> </span></p> </td> <td valign="top"> <p class="EinzugZitat"><b><span>13</span></b></p> </td> <td valign="top"> <p class="EinzugZitat"><span> </span></p> </td> <td valign="top"> <p class="EinzugZitat"><b><span>18</span></b></p> </td> <td valign="top"> <p class="EinzugZitat"><span> </span></p> </td> </tr> </table> <p class="EinzugZitat"><span> </span></p> <p class="Erwgung2"><b>4.2 </b>Beim Unterkriterium <i>"Referenzen"</i> wurden die beiden SchlÃ¼sselpersonen der BeschwerdefÃ¼hrerin mit je 2 Punkten benotet, jene der Mitbeteiligten mit je 3 Punkten. Der BewertungsschlÃ¼ssel verlangt bei diesem Unterkriterium fÃ¼r jede Punktzahl einheitlich "3 adÃ¤quate Referenzobjekte + AuskÃ¼nfte" und sagt damit nichts Ã¼ber die Benotung aus. In der Beschwerdeantwort begrÃ¼ndete die Beschwerdegegnerin die unterschiedliche Bewertung damit, dass die ReferenzauskÃ¼nfte fÃ¼r die SchlÃ¼sselpersonen der Mitbeteiligten etwas besser gelautet hÃ¤tten als jene fÃ¼r die SchlÃ¼sselpersonen der BeschwerdefÃ¼hrerin. Die BeschwerdefÃ¼hrerin beanstandet in erster Linie, dass die eingeholten Referenzen nicht schriftlich festgehalten und aktenkundig gemacht worden seien.</p> <p class="Erwgung3"><b>4.2.1 </b>SachverhaltsabklÃ¤rungen der VergabebehÃ¶rden sind aktenkundig zu machen, da sonst eine wirksame ÃberprÃ¼fung des Entscheids weder durch die Parteien noch durch die Rechtsmittelinstanz mÃ¶glich ist. MÃ¼ndlich eingeholte AuskÃ¼nfte sowie Besichtigungen sind schriftlich festzuhalten; andernfalls dÃ¼rfen sie nicht berÃ¼cksichtigt werden. Das gilt insbesondere auch fÃ¼r ReferenzauskÃ¼nfte (VGr, 13. August 2003, VB.2003.00016, E. 2, www.vgrzh.ch; 11. Februar 2004, VB.2003.00297, E. 3.3.2, www.vgrzh.ch).</p> <p class="Urteilstext"><span>Die Beschwerdegegnerin fÃ¼hrt in der Replik aus, sie habe eine an den Gemeinderat gerichtete Aktennotiz eingereicht, die das Resultat der eingeholten Referenzen dokumentiere. Gemeint ist damit wohl das vom Leiter der ElektrizitÃ¤tsversorgung verfasste Schreiben vom 26. April 2005, in welchem dieser erklÃ¤rt, dass er zusammen mit D Architekten die Auswertung Ã¼ber die angegebenen Referenzobjekte der SchlÃ¼sselpersonen gemacht habe. Generell kÃ¶nne gesagt werden, dass alle Firmen und deren SchlÃ¼sselpersonen Ã¼ber gute Referenzen verfÃ¼gten. Besonders die Mitbeteiligte sei mit den vorgesehenen SchlÃ¼sselpersonen sehr gelobt worden. Auch das gesamte Management stehe jeweils voll hinter den Projekten. Eine Kopie dieser Notiz liege bei. Bei der BeschwerdefÃ¼hrerin sei ihm aufgefallen, dass die vorgesehene SchlÃ¼sselperson 1 seit 2002 kein aktuelles Referenzprojekt aufweise.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Die Mitbeteiligte sieht in ihrem Angebot je zwei BaufÃ¼hrer und Poliere vor, von denen je einer fÃ¼r den Tiefbau und fÃ¼r den Hochbau zustÃ¤ndig ist. Bei den SchlÃ¼sselpersonen fÃ¼r den Tiefbau wird der vorgesehene Einsatz im Projekt mit 50 %, bei jenen fÃ¼r den Hochbau mit 30 % angegeben. Auf den ReferenzblÃ¤ttern der SchlÃ¼sselpersonen fÃ¼r den Tiefbau sind handschriftliche Vermerke angebracht, die offenbar mÃ¼ndlich eingeholte AuskÃ¼nfte dokumentieren. Beim BaufÃ¼hrer Tiefbau lauten diese, soweit lesbar: "alle [â¦?] sehr gute Auskunft, Termine eingehalten", beim Polier Tiefbau: "Chefpolier, sehr gute Referenzen seitens E, sehr gute QualitÃ¤t". Aufgrund der Darstellung (Markierungen mit in KÃ¤stchen gesetzten HÃ¤kchen) muss wohl davon ausgegangen werden, dass die Referenzen nur je ein Objekt betreffen, nÃ¤mlich Arbeiten fÃ¼r die E, an welchen beide SchlÃ¼sselpersonen teilgenommen hatten. Aus den Notizen ist nicht ersichtlich, wann und von wem die AuskÃ¼nfte erteilt wurden; von der Person, welche die AuskÃ¼nfte einholte, wurden sie auf einem der BlÃ¤tter (unleserlich) visiert. Auf den ReferenzblÃ¤ttern der beiden SchlÃ¼sselpersonen fÃ¼r den Hochbau finden sich keine entsprechenden Vermerke.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Die BeschwerdefÃ¼hrerin hat nur je eine SchlÃ¼sselperson als BaufÃ¼hrer und Polier bezeichnet. Auf den ReferenzblÃ¤ttern dieser beiden Personen wurden keine Vermerke Ã¼ber ReferenzauskÃ¼nfte angebracht.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Aus diesen Unterlagen geht hervor, dass die Beschwerdegegnerin offenbar zumindest je eine Referenzauskunft Ã¼ber die von der Mitbeteiligten vorgesehenen SchlÃ¼sselpersonen fÃ¼r den Tiefbau eingeholt hat und dass diese AuskÃ¼nfte sehr gut lauteten. Die Anforderungen an das schriftliche Festhalten einer mÃ¼ndlichen Auskunft â insbesondere die Nennung der anfragenden und der Auskunft gebenden Person sowie des Datums â wurden allerdings auch hier nicht erfÃ¼llt. Ob noch weitere AuskÃ¼nfte eingeholt wurden, insbesondere Ã¼ber die zwei weiteren SchlÃ¼sselpersonen der Mitbeteiligten sowie Ã¼ber jene der BeschwerdefÃ¼hrerin, geht aus den Unterlagen nicht hervor; jedenfalls liegen dafÃ¼r keinerlei Belege vor. Unter diesen UmstÃ¤nden ist nicht ersichtlich, worauf die Beschwerdegegnerin ihre in der Beschwerdeantwort gegebene Darstellung, </span>wonach die ReferenzauskÃ¼nfte fÃ¼r die SchlÃ¼sselpersonen der Mitbeteiligten etwas besser gelautet hÃ¤tten als jene fÃ¼r die SchlÃ¼sselpersonen der BeschwerdefÃ¼hrerin, ab<span>stÃ¼tzt</span>.</p> <p class="Urteilstext">BeizufÃ¼gen ist, dass <span>die vom Leiter der ElektrizitÃ¤tsversorgung in seinem Schreiben vom 26. April 2005 gemachte Bemerkung, dass die vorgesehene SchlÃ¼sselperson 1 der BeschwerdefÃ¼hrerin seit 2002 kein aktuelles Referenzobjekt aufweisen kÃ¶nne, nicht zutrifft. Das neuste aufgefÃ¼hrte Referenzobjekt dieses BaufÃ¼hrers wurde 2002â2003 ausgefÃ¼hrt; gegenÃ¼ber der aktuellsten Referenz des BaufÃ¼hrers Tiefbau der Mitbeteiligten (1990â2004) erscheint dies nicht als erheblicher Nachteil.</span></p> <p class="Erwgung3"><b>4.2.2 </b>Der VergabebehÃ¶rde steht beim Urteil darÃ¼ber, welches Angebot anhand der Zuschlagskriterien das wirtschaftlich gÃ¼nstigste sei, ein erheblicher Ermessensspielraum zur VerfÃ¼gung. In dieses Ermessen greift das Verwaltungsgericht, dem keine ÃberprÃ¼fung der Angemessenheit des Entscheids zusteht (Art. 16 Abs. 2 IVÃ¶B; vgl. § 50 Abs. 3 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 [VRG]), nicht ein. Zu prÃ¼fen ist dagegen eine allfÃ¤llige Ãberschreitung oder ein Missbrauch des Ermessens (Art. 16 Abs. 1 lit. a IVÃ¶B; vgl. § 50 Abs. 2 lit. c VRG; vgl. zum Ganzen VGr, 7. Juli 1999, ZBl 101/2000, S. 271 = BEZ 1999 Nr. 26 E. 6; 15. Dezember 1998, ZBl 101/2000, S. 255, E. 7). </p> <p class="Urteilstext">Die Beschwerdegegnerin beruft sich auf diese Rechtsprechung und macht geltend, es sei nicht Aufgabe des Gerichts, die Bewertung von Personen, Referenzen und Referenzobjekten zu wiederholen und der Vergabestelle z.B. vorzuschreiben, welchen BaufÃ¼hrer sie vorzuziehen habe. Darin ist ihr grundsÃ¤tzlich beizupflichten. Eine sachgerechte AusÃ¼bung des Ermessens setzt jedoch voraus, dass die BehÃ¶rde ihrem Entscheid zutreffende rechtliche Gesichtspunkte zugrunde legt und ihn auf die massgeblichen Sachverhaltselemente abstÃ¼tzt (vgl. vorn, E. 3.1). Wenn nach den Zuschlagskriterien eine ÃberprÃ¼fung der Referenzen von SchlÃ¼sselpersonen erforderlich ist, die betreffenden ReferenzauskÃ¼nfte jedoch nicht eingeholt wurden oder jedenfalls nicht dokumentiert sind, so fehlen der BehÃ¶rde die tatsÃ¤chlichen Grundlagen fÃ¼r ihren Ermessensentscheid. Unter diesen UmstÃ¤nden war eine rechtlich einwandfreie BetÃ¤tigung des Ermessens nicht mÃ¶glich.</p> <p class="Erwgung2"><b>4.3 </b>Beim Unterkriterium <i>"Erfahrung"</i> wurde die SchlÃ¼sselperson 1 der BeschwerdefÃ¼hrerin mit 2 Punkten, jene der Mitbeteiligten mit 3 Punkten benotet. FÃ¼r die SchlÃ¼sselpersonen 2 erhielten beide Anbieterinnen nur 2 Punkte; diese Bewertung ist nicht umstritten. Der BewertungsschlÃ¼ssel nennt fÃ¼r dieses Unterkriterium fÃ¼nf Anforderungen:</p> <div> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0" class="MsoTableGrid"> <tr> <td valign="top"> <p class="EinzugZitat"><span>Erfahrung in:</span></p> <p class="EinzugZitat"><span>â PlatzbeschrÃ¤nkung<br/> â Berufserfahrung &gt; 10 Jahre<br/> â Strassenbau<br/> â Werkleitungsbau<br/> â InnerstÃ¤dtischer Tiefbau</span></p> </td> </tr> </table> </div> <p class="EinzugZitat"><span> </span></p> <p class="Urteilstext">Je nach der Zahl der erfÃ¼llten Anforderungen (&lt;3/3/4/&gt;4) soll die Erfahrung mit 0 bis 3 Punkten benotet werden.</p> <p class="Urteilstext">Aus dem Offertvergleich wird nicht ersichtlich, welche Anforderung bei der BeschwerdefÃ¼hrerin als nicht erfÃ¼llt betrachtet wurde und damit zur niedrigeren Benotung gefÃ¼hrt hat. Im Verfahren vor Verwaltungsgericht nahm die Beschwerdegegnerin auch nicht auf den BewertungsschlÃ¼ssel Bezug, sondern machte lediglich geltend, dass die SchlÃ¼sselperson 1 der Mitbeteiligten Ã¼ber eine weit umfangreichere berufliche Erfahrung verfÃ¼ge als jene der BeschwerdefÃ¼hrerin. Damit meint sie offenbar den von der Mitbeteiligten vorgesehenen BaufÃ¼hrer Tiefbau, der eine sehr lange BerufstÃ¤tigkeit aufweist (Jahrgang 1942, im Beruf seit 1965). In die Bewertung einzubeziehen ist jedoch auch der BaufÃ¼hrer Hochbau der Mitbeteiligten (Jahrgang 1974, im Beruf seit 2001). Insgesamt ergibt sich damit ein eher weniger gÃ¼nstiges Bild als beim BaufÃ¼hrer der BeschwerdefÃ¼hrerin (Jahrgang 1963, BaufÃ¼hrer Tiefbau bei der BeschwerdefÃ¼hrerin seit 1998). Auf dieser Grundlage lÃ¤sst sich die bessere Benotung der Mitbeteiligten nicht rechtfertigen.</p> <p class="Urteilstext">Die Beschwerdegegnerin beruft sich auch in diesem Punkt auf das ihr zustehende Ermessen. Dieses ist vom Gericht zweifellos zu beachten. Die sachgerechte AusÃ¼bung des Ermessens setzt jedoch wie erwÃ¤hnt voraus, dass die BehÃ¶rde ihren Entscheid auf die zutreffenden rechtlichen Gesichtspunkte und Sachverhaltselemente abstÃ¼tzt (vorn, E. 3.1 und 4.2.2). Zur ausreichenden BegrÃ¼ndung des Entscheids gehÃ¶rt Ã¼berdies, dass die BehÃ¶rde die massgeblichen Gesichtspunkte und Sachverhaltselemente auch darlegt (vgl. KÃ¶lz/Boss­hart/RÃ¶hl, § 10 N. 39 ff.). Vorliegend hat die Beschwerdegegnerin nicht erlÃ¤utert, inwiefern die Bewertung des Unterkriteriums "Erfahrung" den von ihr selber aufgestellten Anforderungen entspricht, und sie berÃ¼cksichtigte Ã¼berdies nur einen der beiden BaufÃ¼hrer der Mitbeteiligten als SchlÃ¼sselperson 1, obschon der Einbezug des zweiten BaufÃ¼hrers ein deutlich anderes Resultat ergibt. Auf dieser Grundlage konnte kein sachlicher Ermessensentscheid getroffen werden. Die schlechtere Bewertung der Erfahrung der SchlÃ¼sselperson 1 der BeschwerdefÃ¼hrerin ist bei der dargestellten Sachlage Ã¼berdies auch objektiv nicht haltbar und stellt damit eine Ãberschreitung des Ermessens dar. Die Erfahrung der SchlÃ¼sselperson 1 der BeschwerdefÃ¼hrerin muss daher ebenso wie bei der Mitbeteiligten mit der Note 3 bzw. 15 Punkten bewertet werden.</p> <p class="Erwgung2"><b>4.4 </b>Das Unterkriterium <i>"Ausbildung"</i> wurde bei der SchlÃ¼sselperson 1 der BeschwerdefÃ¼hrerin ebenfalls mit nur 2 Punkten, bei der Mitbeteiligten mit 3 Punkten benotet. FÃ¼r die SchlÃ¼sselpersonen 2 erhielten wiederum beide Anbieterinnen nur 2 Punkte, was nicht umstritten ist. Der BewertungsschlÃ¼ssel sieht fÃ¼r dieses Unterkriterium die folgenden Noten vor:</p> <div> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0" class="MsoTableGrid"> <tr> <td valign="top"> <p class="EinzugZitat"><a id="OLE_LINK1"><span>Berufslehre</span></a></p> </td> <td valign="top"> <p class="EinzugZitat"><span>0 Punkte</span></p> </td> </tr> <tr> <td valign="top"> <p class="EinzugZitat"><span>Polierabschluss</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="EinzugZitat"><span>1 Punkt</span></p> </td> </tr> <tr> <td valign="top"> <p class="EinzugZitat"><span>BaufÃ¼hrerschule</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="EinzugZitat"><span>2 Punkte</span></p> </td> </tr> <tr> <td valign="top"> <p class="EinzugZitat"><span>HTL oder FH</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="EinzugZitat"><span>3 Punkte</span></p> </td> </tr> </table> </div> <p class="EinzugZitat"><span> </span></p> <p class="Urteilstext">Die Beschwerdegegnerin fÃ¼hrt aus, dass der BaufÃ¼hrer Tiefbau der Mitbeteiligten als Ingenieur FH Ã¼ber eine bessere Qualifikation verfÃ¼ge als der BaufÃ¼hrer der BeschwerdefÃ¼hrerin, welcher seine Ausbildung mit der Baumeisterausbildung abgeschlossen hat. Die BeschwerdefÃ¼hrerin beanstandet diese Wertung mit dem Hinweis, dass fÃ¼r die hier in Frage stehende Funktion eine Ausbildung als Baumeister die bessere Voraussetzung biete als eine Fachhochschulausbildung, die eher theoretisch orientiert sei.</p> <p class="Urteilstext">Die vom BaufÃ¼hrer der BeschwerdefÃ¼hrerin besuchte Baumeisterschule stellt â Ã¤hnlich wie eine Fachhochschule â eine nach der BaufÃ¼hrerschule zu absolvierende Zusatzausbildung dar, weshalb es nahe liegt, beide gleich zu bewerten. Anderseits geht aus den Unterlagen nicht hervor, welche Fachhochschulausbildung der BaufÃ¼hrer Tiefbau der Mitbeteiligten absolviert hat; in deren Angebot wird lediglich erwÃ¤hnt, dass er wÃ¤hrend drei Jahren das Abendtechnikum ZÃ¼rich besucht habe. Zu erwÃ¤hnen ist sodann, dass der BaufÃ¼hrer Hochbau der Mitbeteiligten seine Ausbildung nur mit der BaufÃ¼hrerschule abgeschlossen hat; bei ihm kÃ¤me daher nur eine Benotung mit 2 Punkten in Frage. Die vorgenommene Benotung erscheint unter diesen UmstÃ¤nden als etwas fragwÃ¼rdig, ist aber im Rahmen des Ermessens, das der BehÃ¶rde bei der Beurteilung der Angebote zusteht, noch haltbar.</p> <p class="Erwgung1"><b>5. </b> </p> <p class="Urteilstext">Zusammengefasst ergibt sich aufgrund der vorstehenden ErwÃ¤gungen: Die Mitbeteiligte kann beim Zuschlagskriterium "Preis" hÃ¶chstens 77 Punkte erzielen (vorn, E. 3.2), womit sich ihre Gesamtpunktzahl auf maximal 95 Punkte belÃ¤uft. Die BeschwerdefÃ¼hrerin erhÃ¤lt beim Unterkriterium "Erfahrung" der SchlÃ¼sselperson 1 eine hÃ¶here Bewertung von 15 anstatt 10 Punkten (vorn, E. 4.3). FÃ¼r das gesamte Zuschlagskriterium "Erfahrung und technische Qualifikation des Projektteams" erzielt sie damit zumindest 45 bzw. gewichtet 15 Punkte. Ihre Gesamtpunktzahl erreicht damit ebenfalls 95 Punkte.</p> <p class="Urteilstext">Die Bewertung der beiden Anbieterinnen erreicht derart mit je 95 Punkten einen Gleichstand. In dieser Situation darf eine VergabebehÃ¶rde grundsÃ¤tzlich nach ihrem Ermessen zwischen den beiden Angeboten wÃ¤hlen (RB 2003 Nr. 54 = VGr, 23. Januar 2003, VB.2002.00195, E. 4b, www.vgrzh.ch). Ein solcher Ermessensentscheid wÃ¤re aber vorliegend nur zugunsten der BeschwerdefÃ¼hrerin zulÃ¤ssig. Ein Entscheid zugunsten der Mitbeteiligten liesse ausser Acht, dass die BeschwerdefÃ¼hrerin bei der erforderlichen Neubewertung der Referenzen der SchlÃ¼sselpersonen (vorn, E. 4.2) noch bessere Noten erzielen kann. MÃ¶glich ist pro SchlÃ¼sselperson eine Verbesserung um 3 Punkte bzw. gewichtet um je 1 Punkt. Insgesamt kann sich das Resultat der BeschwerdefÃ¼hrerin damit noch auf 96 oder 97 Punkte erhÃ¶hen, womit ihr Angebot auf den ersten Rang zu stehen kÃ¤me. Denkbar ist anderseits auch, dass die Mitbeteiligte bei einer ErgÃ¤nzung ihrer Referenzen schlechtere Noten erhÃ¤lt. Der Offertvergleich ist daher erst vollstÃ¤ndig, wenn die Referenzen neu bewertet sind.</p> <p class="Urteilstext">Bei dieser Sachlage ist der angefochtene Vergabeentscheid in Gutheissung der Beschwerde aufzuheben und die Sache zur ErgÃ¤nzung des Verfahrens und anschliessendem neuem Entscheid an die Beschwerdegegnerin zurÃ¼ckzuweisen. Um die Referenzen sachgerecht auszuwerten, wird die Beschwerdegegnerin die erforderlichen ReferenzauskÃ¼nfte Ã¼ber die SchlÃ¼sselpersonen der BeschwerdefÃ¼hrerin und die fÃ¼r den Hochbau vorgesehenen SchlÃ¼sselpersonen der Mitbeteiligten einholen und ausreichend protokollieren mÃ¼ssen (vgl. vorn, E. 4.2.1). Die bereits vorliegenden AuskÃ¼nfte Ã¼ber die SchlÃ¼sselpersonen der Mitbeteiligten fÃ¼r den Tiefbau sind ebenfalls in der erwÃ¤hnten Form zu protokollieren. Ob ReferenzauskÃ¼nfte fÃ¼r alle von den Anbieterinnen genannten Objekte oder nur fÃ¼r eine geeignete Auswahl eingeholt werden, liegt grundsÃ¤tzlich im Ermessen der Beschwerdegegnerin, doch sind dabei beide Anbieterinnen nach den gleichen GrundsÃ¤tzen zu behandeln, und im Fall eines knappen Resultats ist eher eine grÃ¶ssere Zahl von AuskÃ¼nften erforderlich. Anschliessend ist eine neue Bewertung der Referenzen vorzunehmen und gestÃ¼tzt darauf erneut Ã¼ber die Vergabe zu entscheiden.</p> <p class="Erwgung1"><b>6. </b> </p> <p class="Urteilstext">Bei diesem Ausgang des Verfahrens wird die Beschwerdegegnerin kostenpflichtig (§ 70 in Verbindung mit § 13 Abs. 2 Satz 1 VRG), und sie hat der BeschwerdefÃ¼hrerin Ã¼berdies eine angemessene EntschÃ¤digung fÃ¼r ihre Umtriebe auszurichten <span>(§ 17 Abs. 2 lit. a VRG; § 12 der GebÃ¼hrenverordnung des Verwaltungsgerichts vom 26. Juni 1997, LS 175.252). Als angemessen erweist sich eine EntschÃ¤digung von Fr. 2'000.- (Mehrwertsteuer inbegriffen).</span></p> <p class="Zwischentitel">DemgemÃ¤ss <a id="Text25"></a>entscheidet die Kammer:</p> <p class="Einzug2"><span>1. Die Beschwerde wird gutgeheissen und der angefochtene Entscheid des Gemeinderats Zollikon vom 10. Mai 2005 aufgehoben. Die Sache wird zu neuem Entscheid im Sinn der ErwÃ¤gungen an den Gemeinderat zurÃ¼ckgewiesen.</span></p> <p class="Einzug2"><span>2. Die GerichtsgebÃ¼hr wird festgesetzt auf <br/> Fr. 3'000.--; die Ã¼brigen Kosten betragen:<br/> Fr. 210.-- Zustellungskosten,<br/> Fr. 3'210.-- Total der Kosten.</span></p> <p class="Einzug2"><span>3. Die Gerichtskosten werden der Beschwerdegegnerin auferlegt.</span></p> <p class="Einzug2"><span>4. Die Beschwerdegegnerin wird verpflichtet, der BeschwerdefÃ¼hrerin eine ParteientschÃ¤digung von Fr. 2'000.- (Mehrwertsteuer inbegriffen) zu entrichten, zahlbar innert 30 Tagen ab Rechtskraft dieses Entscheids.</span></p> <p class="Urteilstext">5. Mitteilung an â¦</p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>