B u n d e s v e rw a l t u n g s g e r i ch t T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i f f éd é r a l T r i b u n a l e am m i n i s t r a t i vo f e d e r a l e T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i v fe d e r a l Abteilung IV D-3146/2012 U r t e i l v o m 20 . J u n i 2 0 1 2 Besetzung Einzelrichter Fulvio Haefeli, mit Zustimmung von Richter Pietro Angeli-Busi; Gerichtsschreiber Gert Winter. Parteien A._______, geboren (…), Kosovo, alias A._______, geboren (…), Serbien, vertreten durch lic. iur. Hans Ludwig Müller, Rechtsanwalt, (…), Beschwerdeführer, gegen Bundesamt für Migration (BFM), Quellenweg 6, 3003 Bern, Vorinstanz. Gegenstand Asyl und Wegweisung; Verfügung des BFM vom 9. Mai 2012 / N . D-3146/2012 Seite 2 Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest und erwägt, dass der Beschwerdeführer eigenen Angaben zufolge am 3. März 2012 auf dem Landweg aus dem Heimatstaat ausreiste und am 5. März 2012 via Italien unkontrolliert in die Schweiz einreiste, wo er noch gleichentags im Empfangs - und Verfahrenszentrum (EVZ) M._______ um Asyl nachsuchte, dass er anlässlich der Kurzbefragung vom 16. März 2012 im EVZ M._______ sowie der direkten Anhörung vom 16. März 2012 durch das BFM zur Begründung seines Asylgesuchs im Wesentlichen geltend machte, er sei Albaner und stamme aus N._______ (Kosovo), dass er vom Jahre 2001 bis 2010 in der Schweiz gelebt und im Februar oder März 2010 zwangsweise nach Kosovo zurückgeführt worden sei, dass er sich von Ende 2010 bis Februar 2012 in Albanien aufgehalten habe, dass er im Kosovo mit Unbekannten insofern Probleme gehabt habe, als diese die Schwester eines seiner Freunde im Jahr 20 05 in ihrer Funktion als Polizistin getötet hätten, dass er seinem Freund die Finanzierung von Ermittlungen in diesem Fall ermöglicht habe, weshalb die Unbekannten nun hinter ihm her seien, dass er im Mai oder Juni 2010 von den Unbekannten zusammengeschl a- gen worden sei und zwei Wochen danach jemand von einem Auto aus in seine Richtung geschossen hab e, weshalb er sich nach einer weiteren Woche nach Albanien begeben habe und lediglich vier bis fünf Mal für Er- ledigungen nach Kosovo zurückgekehrt sei, dass er sich in Albanien um die albanische Staatsbürgerschaft beworben und in der Folge auf die Staatsbürgerschaft in Kosovo verzichtet habe, dass er jedoch die 10'000 EURO für den albanischen Reisepass nicht habe bezahlen können, weshalb er die albanische Staatsangehörigkeit doch nicht erworben habe, dass der Beschwerdeführer zur Untermauerung seiner Vorbri ngen die nachfolgend aufgeführten Beweismittel zu den Akten reichte: einen kan a- dischen Führerausweis vom 24. August 2010, zwei Dokumente zum Ve r-D-3146/2012 Seite 3 zicht auf die Staatsangehörigkeit Kosovos, ausgestellt am 30. Januar 2012, ein Schreiben des Bezirks krankenhauses in O._______ bezüglich einer Konsultation am 30. Juli 2010, dass das BFM das Asylgesuch des Beschwerdeführers mit Verfügung vom 9. Mai 2012 – eröffnet am folgenden Tag – ablehnte und die Weg- weisung aus der Schweiz sowie den Wegweisungsvollzug anordnete, dass das BFM zur Begründung im Wesentlichen anführte, am Vorbringen, wonach der Beschwerdeführer 10'000 EURO für einen albanischen Re i- sepass hätte bezahlen müssen, sowie auf Grund seiner Ausführungen zum Vorgehen bei der Einbürgerung bestünden erhebliche Zweifel am Wahrheitsgehalt seiner Vorbringen, dass der Beschwerdeführer die Voraussetzungen für eine Einbürgerung in Albanien ohnehin nicht erfülle, weil er in Albanien w ährend mindestens fünf Jahren über einen festen Wohnsitz hätte verfügen müssen, dass ausserdem gemäss albanischem und kosovarischem Staatsbürge r- schaftsgesetz die Doppelbürgerschaft möglich sei, so dass der B e- schwerdeführer gar nic ht auf die Staatsangehörig keit Kosovos hätte ve r- zichten müssen, dass der Beschwerdeführer die Staatsangehörigkeit von Kosovo jederzeit wiedererlangen könne, und das entsprechende Vorgehen und die Vo r- aussetzungen im Gesetz für Bürgerrecht Kosovo Nr. 03/L -034 geregelt seien, dass dem nach davon auszugehen sei, der Beschwerdeführer sei nach wie vor im Besitz der Staatsangehörigkeit von Kosovo, dass hieran auch die eingereichten Dokumente, an deren Echtheit erhe b- liche Zweifel bestünden, nichts zu ändern vermöchten, dass im Kosovo eine wi rksame und funktionierende Infrastruktur zur Schutzgewährung zur Verfügung stehe, weshalb die geltend gemachten Übergriffe Dritter praxisgemäss nicht zur Anerkennung der Flüchtlingse i- genschaft und zur Gewährung des Asyls zu führen vermöchten, dass der Bundesrat im Übrigen mit Beschluss vom 6. März 2009 Kosovo als verfolgungssichereren Staat (safe country) im Sinne von Art. 6a Abs. 2 D-3146/2012 Seite 4 Bst. a des Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 (AsylG, SR 142.31) bezeich- net habe, dass die eingereichten Beweismittel an diesen Erwägungen nichts zu än- dern vermöchten, zumal die Echtheit des Schreibens des Bezirkskra n- kenhauses in O._______ bezüglich einer Konsultation am 30. Juli 2010 offen bleiben könne und die in diesem Zusammenhang geltend gemac h- ten Vorbringen ohnehin nicht asylrelevant seien, dass der Wegweisungsvollzug zulässig sei und weder die im Heimatstaat des Beschwerdeführers herrschende politische Situation noch andere Gründe gegen die Zumutbarkeit der Rückführung in den Heimatstaat sprächen, dass das Verhalten des Besch werdeführers während seines früheren Aufenthalts in den Jahren 2001 bis 10. März 2010 wiederholt zu schw e- ren Klagen Anlass gegeben habe, weshalb die kantonale Behörde die Aufenthaltsbewilligung des Beschwerdeführers nicht verlängert und ihm eine Frist zum Verlassen der Schweiz angesetzt habe, dass gegen den Beschwerdeführ er zudem eine Einreisesperre für die Schweiz bis zum 26. Mai 2016 verhängt worden sei. dass die gegen diesen Entscheid gerichteten Rekurse letztinstanzlich mit Urteil des Bundesgerichts vom 7. Mai 2009 abgewiesen worden seien, dass das Bundesgericht in seinem Urteil vom 7. Mai 2009 insbesondere angeführt habe, auf Grund der hartnäckigen Delinquenz, der bedenkl i- chen Gleichgültigkeit gegenüber der schweizerischen Rechtsordnung und gegenüber de n angedrohten oder bereits ausgesprochenen staatlichen Sanktionen bestehe ein sehr gewichtiges öffentliches Inte resse daran, dem Beschwerdeführer einen weiteren Verbleib in der Schweiz zu ve r- weigern, dass das BFM gestützt auf diese Erwägun gen im Urteil des Bundesge- richts vom 7. Mai 2009 zum Schluss komme, der Beschwerdeführer kö n- ne sich im Sinne von Art. 83 Abs. 7 des Bundesgesetzes vom 16. Dezember 2005 über die Ausländerinnen und Ausländer (AuG, SR 142.20) nicht auf die Unzumutbarkeit des Vollzu gs der Weg weisung gemäss Art. 83 Abs. 4 AuG berufen, D-3146/2012 Seite 5 dass der W egweisungsvollzug ausserdem technisch möglich und pra k- tisch durchführbar sei, dass der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 11. Juni 2012 gegen diesen Entscheid beim Bundesverwaltungsgericht Beschwerde erheben und die nachfolgenden Rechtsbegehren stellen liess: Es sei das Asylgesuch des Beschwerdeführers vom 5. März 2012 gutzuheissen. Eventualiter sei der Beschwerdeführer nicht wegzuweisen. Subeventualiter sei die Sache an die Vorinstanz zur Neubeurteilung zurückzuweisen. Es sei der Beschwe r- de die gesetzlich vorgesehene aufschiebende Wirkung zu belassen, und es sei dem Bes chwerdeführer zu erlauben, den Ausgang des Verfahrens in der Schweiz abzuwarten, dass auf die Begründung, soweit wesentlich, in den nachfolgenden E rwä- gungen einzugehen ist, dass das Bundesverwaltungsgericht auf dem Gebiet des Asyls endgültig über Beschwerd en gegen Verfügungen (Art. 5 des Verwaltungsverfah- rensgesetzes vom 20. Dezember 1968 [VwVG, SR 172.021]) des BFM entscheidet, ausser bei Vorliegen eines Auslieferungsersuchens des Staates, vor welchem die beschwerdeführende Person Schutz sucht (Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 31 – 33 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [VGG, SR 173.32]; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des Bundesg e- richtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]), dass eine solche Ausnahme im Sinne von Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG nicht vorliegt, weshalb das Bundesverwaltungsgericht endgültig entscheidet, dass sich das Verfahren nach dem VwVG, dem VGG und dem BGG ric h- tet, soweit das AsylG nichts anderes bestimmt (Art. 37 VGG und Art. 6 AsylG), dass der Beschwerdeführer am Verfahren vor der Vorinstanz teilgeno m- men hat, durch die angefochtene Verfügung besonders berührt ist, ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung beziehungsw eise Änd e- rung hat und daher zur Einreichung der Beschwerde legitimiert ist (Art. 105 AsylG und Art. 48 Abs. 1 VwVG), dass somit auf die frist - und formgerecht eingereichte Beschwerde einzu- treten ist (Art. 108 Abs. 1 AsylG und Art. 52 VwVG), D-3146/2012 Seite 6 dass mit Beschwerde die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts und die Unangemessenheit gerügt werden können (Art. 106 Abs. 1 AsylG), dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterlicher Zuständigkeit mit Zustimmung eines zweiten Richter s beziehungsweise einer zweiten Richterin entschieden wird (Art. 111 Bst. e AsylG) und es sich vorliegend, wie nachfolgend aufgezeigt, um eine solche handelt, weshalb der Beschwerdeentscheid nur summarisch zu begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG), dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG vorliegend auf einen Schriftenwechsel verzichtet wurde, dass die Schweiz Flüchtlingen grundsätzlich Asyl gewährt (Art. 2 Abs. 1 AsylG), wobei Flüchtlinge Personen sind, die in ihrem He imatstaat oder im Land, in dem s ie zuletzt wohnten, wegen ihrer Rasse, Religion, Nati o- nalität, Zugehörigkeit zu einer bestimmten sozialen Gruppe oder wegen ihrer politischen Anschauungen ernsthaften Nachteilen ausgesetzt sind oder begründete Furcht haben, solchen Nachteilen ausgesetzt zu werden (Art. 3 Abs. 1 AsylG), dass die Flüchtlingseigenschaft nachgewiesen oder zumindest glaubh aft gemacht werden muss (Art. 7 AsylG), dass die Flüchtlingseigenschaft glaubhaft gemacht ist, wenn die Behörde ihr Vorhandensein mit überwiegender Wahrscheinlichkeit für gegeben hält, dass Vorbringen insbesondere dann unglaubhaft sind, wenn sie in w e- sentlichen Punkten zu wenig begründet oder in sich widersprüchlich sind, den Tatsachen nicht entsprechen oder massgeblich auf gefälschte oder verfälschte Beweismittel abgestützt werden, dass die Ausführungen in der Beschwerdeschrift nicht zu einer verände r- ten B etrachtungsweise zu führen vermögen, zumal die Vorbringen des Beschwerdeführers offensichtlich wirklichkeitsfremd sind und demnach keinen Bezug zur Realität haben, dass nämlich nicht anzunehmen ist, der Beschwerdeführer habe sich in Albanien einbürgern lassen können, ohne die gesetzlichen Vorausse t- zungen zu erfüllen, D-3146/2012 Seite 7 dass es für ihn keinen Anlass gegeben hätte, auf die kosovarische Staatsangehörigkeit zu verzichten, weil ein solcher Verzicht nicht erfo r- derlich gewesen wäre, um die albanische Staatsangehö rigkeit zu erwe r- ben, dass noch weniger anzunehmen ist, der Beschwerdeführer hätte für den albanischen Reisepass 10'000 EURO bezahlen müssen, und im Übrigen die Einbürgerung in Albanien auch nicht den Erwerb eines überteuerten Reisepasses voraussetzt, dass bei dieser Sachlage den vom Beschwerdeführer eingereichten D o- kumenten vom 30. Januar 2012 zu seinem angeblichen Verzicht auf die Staatsangehörigkeit des Kosovos kein Beweiswert zukommt, dass zudem die Glaubwürdigkeit des Beschwerdeführers erschüttert ist, dass nicht anzunehmen ist, der Beschwerdeführer sei im Mai oder Juni 2010 von drei Männern zusammengeschlagen worden und habe als No t- fallpatient am 30. Juli 2010 ärztliche Hilfe in Anspruch genommen (B9/10 Q2 S. 2, B16), dass sich der Beschwerdeführer nich t in dieser Weise wirklichkeitsfremd äussern würde, wenn er bei seinen Vorbringen auf Erinnerungen an ta t- sächliche Begebenheiten hätte zurückgreifen können. dass davon auszugehen ist, das Spital hätte die Einleitung eines Strafver- fahrens veranlasst, wenn d er Beschwerdeführer bewusstlos und mit e r- heblichen Verletzungen ins Spital eingeliefert worden wäre, dass im Übrigen ein Arztzeugnis, selbst wenn es echt ist, grundsätzlich keinen Aufschluss geben kann über die Begleitumstände, die zu einem medizinischen Befund geführt haben, weshalb er aus diesem Beweismi t- tel nichts zu seinen Gunsten ableiten kann, dass der Beschwerdeführer aus dem Asylentscheid des von ihm ange b- lich unterstützten Freundes nichts zu seinen Gunsten ableiten kann, dass es sich im Rahmen eine r antizipierten Beweiswürdigung erübrigt, den Freund des Beschwerdeführers als Zeugen einzuvernehmen, D-3146/2012 Seite 8 dass die Rüge der Verletzung des rechtlichen Gehörs unbegründet ist, weil die Vorinstanz aufgrund der wirklichkeitsfremden Vorbringen des Be- schwerdeführers keinen Anlass hatte, weitere Abklärungen vorzunehmen, dass der Beschwerdeführer im Rahmen des rechtlichen Gehörs keinen Anspruch darauf hat, mit "nachteiligen Schlussfolgerungen" der Vori n- stanz vorgängig ihres Entscheides konfrontiert zu werden (vgl. Entschei- dungen und Mitteilungen der Schweizerischen Asylrekurskommission [EMARK] 1993 Nr. 13 S. 111 ff.), dass es sich bei dieser Sachlage erübrigt, auf die Vorbringen in der B e- schwerde weiter einzugehen und stattdessen zur Vermeidung von Wi e- derholungen auf die zutreffenden Erwägungen in der angefochtenen Ver- fügung verwiesen werden kann, dass eine Kassation der angefochtenen Verfügung ausser Betracht fällt, dass es dem Beschwerdeführer somit nicht gelingt, die Flüchtlingseige n- schaft nachzuweisen oder zumindest glaubhaft zu machen, weshalb das Bundesamt das Asylgesuch zu Recht abgelehnt hat, dass die Ablehnung eines Asylgesuchs oder das Nichteintreten auf ein Asylgesuch in der Re gel die Wegweisung aus der Schweiz zur Folge hat (Art. 44 Abs. 1 AsylG), vorliegend der Kanton keine Aufenthaltsbewill i- gung erteilt hat und zudem kein Anspruch auf Erteilung einer solchen b e- steht (vgl. BVGE 2009/50 E. 9 S. 733 m.H.a. EMARK 2001 Nr. 21), wes- halb die verfügte Wegweisung im Einklang mit den gesetzlichen Besti m- mungen steht und demnach vom Bundesamt zu Recht angeordnet wu r- de, dass das Bundesamt das Anwesenheitsverhältnis nach den gesetzlichen Bestimmungen über die vorläufige Aufnahme von Ausländ ern regelt, wenn der Vollzug der Wegw eisung nicht zulässig, nicht zumutbar oder nicht möglich ist (Art. 44 Abs. 2 AsylG; Art. 83 Abs. 1 AuG), dass bezüglich der Geltendmachung von Wegweisungshindernissen g e- mäss ständiger Praxis des Bundesverwaltungsgericht s und seiner Vo r- gängerorganisation ARK der gleiche Beweisstandard wie bei der Flüch t- lingseigenschaft gilt, das heisst, sie sind zu bew eisen, wenn der strikte Beweis möglich ist, und andernfalls wenigstens glaubhaft zu machen (vgl. WALTER STÖCKLI, Asyl, in: Uebersax/Rudin/Hugi Yar/Geiser [Hrsg.], Au s- länderrecht, 2. Aufl., Basel 2009, Rz. 11.148), D-3146/2012 Seite 9 dass der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig ist, wenn völkerrechtl i- che Verpflichtungen der Schweiz einer Weiterreise der Ausländerin oder des Ausländers in den H eimat-, Herkunfts - oder einen Drittstaat entg e- genstehen (Art. 83 Abs. 3 AuG), dass keine Person in irgendeiner Form zur Ausreise in ein Land gezwu n- gen werden darf, in dem ihr Leib, ihr Leben oder ihre Freiheit aus einem Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet ist oder in dem sie Gefahr läuft, zur Ausreise in ein solches Land gezwungen zu werden (Art. 5 Abs. 1 AsylG; vgl. ebenso Art. 33 Abs. 1 des Abkommens vom 28. Juli 1951 über die Rechtsstellung der Flüchtlinge [FK, SR 0.142.30]), dass der Vollzug der We gweisung vorliegend in Beachtung dieser mas s- geblichen völker- und landesrechtlichen Bestimmungen zulässig ist, da es dem Beschwerdeführer nicht gelungen is t, eine asylrechtlich erhebliche Gefährdung nachzuweisen oder glaubhaft zu machen, weshalb das in Art. 5 AsylG verankerte Prinzip des flüchtlingsrechtlichen Non - Refoulements im vorliegenden Verfahren keine Anwendung findet und keine Anhaltspunkte für eine menschenrechtswidrige Behandlung im Sin- ne von Art. 25 Abs. 3 der Bundesverfassung der Schweizerischen Eidg e- nossenschaft vom 18. April 1999 (BV, SR 101), von Art. 3 des Überei n- kommens vom 10. Dezember 1984 gegen Folter und andere grausame, unmenschliche ode r erniedrigende Behandlung oder Strafe (FoK, SR 0.105) und der Praxis zu Art. 3 der Konvention vom 4. November 1950 zum Schutz der Menschenrechte und Grundfreiheiten (EMRK, SR 0.101) ersichtlich sind, die im Heimat- oder Herkunftsstaat droht, dass sich der Vollzug für Ausländerinnen und Ausländer als unzumutbar erweist, wenn sie im Heimat- oder Herkunftsstaat auf Grund von Situatio- nen wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und medizinischer Notl a- ge konkret gefährdet sind (Art. 83 Abs. 4 AuG), dass weder die allgemeine Lage im Heimat - bzw. Herkunftsstaat des Beschwerdeführers (Kosovo) noch individuelle Gründe auf eine konkrete Gefährdung im Falle einer Rückkehr schliessen lassen, weshalb der Voll- zug der Wegweisung vorliegend zumutbar ist, dass im Urteil des Bundesgerichts 2C_825/2008 vom 7. Mai 2009 fes t- gehalten wird, auf Grund der hartnäckigen Delinquenz, der bedenklichen Gleichgültigkeit gegenüber der schweizerischen Rechtsordnu ng und g e- genüber den angedrohten oder bereits ausgesprochenen staatlichen D-3146/2012 Seite 10 Sanktionen bestehe ein sehr gewichtiges öffentliches Interesse daran, dem Beschwerdeführer einen weiteren Verbleib in der Schweiz zu ve r- weigern (vgl. a.a.O. E. 3.3.), dass der Beschwerdeführer bereits mit seiner Einreise vom 5. März 2012 in die Schweiz die gegen ihn verhängte und bis zum 26. Mai 2016 laufen- de Einreisesperre für die Schweiz missachtet und insoweit wieder an sei- ne deliktische Vergangenheit angeknüpft hat, dass die Vorinstanz zu Recht festgestellt hat, der Beschwerdeführer kö n- ne sich im Sinne von Art. 83 Abs. 7 AuG nicht auf die Unzumutbarkeit des Vollzugs der Wegweisung gemäss Art. 83 Abs. 4 AuG berufen, dass im Übrigen auch eine materielle Beurteilung in Bezug auf die U nzu- mutbarkeit des Wegweisungsvollzugs nicht zu einem anderen Ergebnis führen würde, dass es sich beim Beschwerdeführer nämlich um einen jungen und g e- sunden Mann handelt, der im Heimatstaat über ein ausreichendes sozia- les Netz verfügt, mit dem er gegebenenf alls nach der Rückkehr in den Heimatstaat Kontakt aufnehmen kann, falls er diesen bislang nicht g e- pflegt haben sollte (B8/13 Ziff. 3.01 S. 8), dass der Vater und zwei Brüder des Beschwerdeführers im Kanton Zürich Wohnsitz haben (vgl. a.a.O. Ziff. 3.02 S. 8), und sich der Beschwerdefüh- rer nach der Heimkehr auch von diesen Verwandten unterstützen lassen kann, sollte sich dies als notwendig erweisen, dass er bei dieser Sachlage nicht damit zu rechnen braucht, mit einer existenziellen Krise konfrontiert zu werd en, zumal er selber auch etwas zu seinem Lebensunterhalt beitragen kann, verfügt er doch über Beruf s- erfahrung als Monteur von Türen und Fenstern sowie als Automechaniker (vgl. a.a.O. Ziff. 1.17.04, 1.17.05 S. 5 und 6), dass der Vollzug der Wegw eisung des Beschwerdeführers in den He i- matstaat schliesslich möglich ist, da keine Vollzugshindernisse bestehen (Art. 83 Abs. 2 AuG), und es dem Beschwerdeführer obliegt, bei der B e- schaffung gültiger Reisepapiere mitzuwirken (vgl. Art. 8 Abs. 4 AsylG und dazu auch BVGE 2008/34 E. 12 S. 513 – 515), dass nach dem Gesagten der vom Bundesamt verfügte Vollzug der Wegweisung zu bestätigen ist, D-3146/2012 Seite 11 dass mit vorliegendem Entscheid in der Hauptsache der Antrag, es sei dem Beschwerdeführer zu erlauben, den Ausgang des Beschwerdeve r- fahrens in der Schweiz abzuwarten, gegenstandslos wird, dass es dem Beschwerdeführer demnach nicht gelungen ist darzutun, inwiefern die angefochtene Verfügung Bundesrecht verletzt, den recht s- erheblichen Sachverhalt unrichtig oder unvollständig feststellt oder una n- gemessen ist (Art. 106 AsylG), weshalb die Beschwerde abzuweisen ist, dass bei diesem Ausgang des Verfahrens die Kosten von Fr. 600.– (Art. 1 – 3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]) dem Beschwerdeführer aufzuerlegen sind (Art. 63 Abs. 1 VwVG). (Dispositiv nächste Seite) D-3146/2012 Seite 12 Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 2. Die Verfahrenskosten von Fr. 600.- werden dem Beschwerdeführer aufer- legt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zu Gunsten der Gerichtskasse zu überweisen. 3. Dieses Urteil geht an den Beschwerdeführer, das BFM und die zuständ i- ge kantonale Behörde. Der Einzelrichter: Der Gerichtsschreiber: Fulvio Haefeli Gert Winter Versand: