<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2005.00004</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=204871&amp;W10_KEY=13013566&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2005.00004</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 09.03.2005</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">1. Abteilung/1. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Raumplanungs-, Bau- und Umweltrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Baubewilligung</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Zwei Autoabstellplätze in Kernzone Keine Verletzung der Koordinationspflicht: Die Baubehörde entschied über das zweite Projekt in Kenntnis der von der Baudirektion verlangten Anforderungen. Das zweite Projekt umfasst abgesehen von einer aus strassenpolizeilicher Hinsicht unwesentlichen Verschiebung die von der Baudirektion verlangten Änderungen; das Einholen einer erneuten strassenpolizeilichen Bewilligung der Direktion wäre unter diesen Umständen nichts anderes als ein unbürokratischer Unfug. Für den Beschwerdeführer ist kein Rechtsverlust eingetreten, zumal er im Rahmen der Anfechtung einer weiteren Bewilligung nichts hätte vorbringen können, was er nicht bereits gegen die vorliegende strassenpolizeiliche Bewilligung eingewendet hat (E. 2.2). Genügende Zufahrt (E. 2.4) Genügende Einordnung der beiden Parkplätze (E. 2.5) Reduktion der Schreibgebühren (E. 3.1) Neue Kostenverlegung: 1/4 der Rekurskosten ist der Gemeinde aufzuerlegen, welche die erste Bewilligung erteilt hat, ohne für die Einholung der notwendigen strassenpolizeilichen Bewilligung besorgt zu sein. (...) Es ist sachgerecht, dass sich die Amtsstelle, welche ein Baugesuch auf seine Übereinstimmung mit den massgeblichen Vorschriften zu prüfen hat, an den Kosten des Rechtsmittelverfahrens beteiligen muss, wenn sich herausstellt, dass sie das Gesuch ungenügend geprüft und die Bewilligung zu Unrecht erteilt hat (E. 3.2). Teilweise Gutheissung </b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: Planungs- und Baurecht ST: BAUBEWILLIGUNG UND BAUBEWILLIGUNGSVERFAHREN">BAUBEWILLIGUNG UND BAUBEWILLIGUNGSVERFAHREN</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: EINORDNUNG">EINORDNUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: KOORDINATIONSPFLICHT">KOORDINATIONSPFLICHT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: KOSTENVERLEGUNG">KOSTENVERLEGUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: RECHTSMITTELVERFAHREN">RECHTSMITTELVERFAHREN</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ZUFAHRT">ZUFAHRT</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ZUGANG">ZUGANG</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="gerade">§ 8 BauVV</span><br/><span class="ungerade">§ 237 Abs. I PBG</span><br/><span class="gerade">§ 237 Abs. II PBG</span><br/><span class="ungerade">§ 238 Abs. II PBG</span><br/><span class="gerade">Art. 25a RPG</span><br/><span class="ungerade">§ 50 VRG</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 3 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Sachverhalt1"><b>I. </b> </p> <p class="Urteilstext">C und D beabsichtigen, auf ihrem GrundstÃ¼ck Kat.-Nr. 01 im Ortsteil L der Gemeinde Oetwil am See zwei ParkplÃ¤tze zu erstellen. Das 32 m lange und 5 m breite GrundstÃ¼ck erstreckt sich lÃ¤ngs der Wegparzelle Kat.-Nr. 02, welche die als Staatsstrasse klassierte M-Strasse mit der N-Strasse verbindet. Auf der gegenÃ¼berliegenden Seite der 3,25 m breiten Wegparzelle steht im Abstand von ca. 1 m zur Parzellengrenze eine Zeile von vier zusammengebauten FlarzhÃ¤usern, von denen das unmittelbar an die N-Strasse grenzende GebÃ¤ude auf dem GrundstÃ¼ck Kat.-Nr. 03 A gehÃ¶rt, der zugleich einer der MiteigentÃ¼mer der Wegparzelle ist. Der Ortsteil L ist gemÃ¤ss Bau- und Zonenordnung der Gemeinde Oetwil am See vom 18. MÃ¤rz 2002 (BZO) der Kernzone zugewiesen.</p> <p class="Urteilstext">Ein erstes Projekt, das eine schrÃ¤gwinklige Anordnung der beiden ParkplÃ¤tze unmittelbar gegenÃ¼ber der Liegenschaft von A vorsah, bewilligte der Gemeinderat Oetwil am 1. April 2003. Nachdem A und E als weitere Rekurrentin gegen diese Bewilligung Rekurs erhoben hatten, wurde offenbar nach einem Hinweis der Rekurskommission fÃ¼r das Bauvorhaben auch eine strassenpolizeiliche Bewilligung der Baudirektion eingeholt. In dieser VerfÃ¼gung vom 27. August 2003 wurde angeordnet, dass die Zu- und Wegfahrt zu den ParkplÃ¤tzen ausschliesslich Ã¼ber die N-Strasse zu erfolgen habe und demzufolge die ParkplÃ¤tze rechtwinklig zur Wegparzelle Kat.-Nr. 02 anzuordnen seien. Die nÃ¤mlichen Rekurrenten fochten am 17. Oktober 2003 auch diese Bewilligung an. Nachdem die Rekurskommission am 5. Februar 2004 einen Referentenaugenschein durchgefÃ¼hrt hatte, bewilligte der Gemeinderat am 11. Mai 2004 ein geÃ¤ndertes Projekt, welches etwa in der Mitte der Parzelle Kat.-Nr. 01 einen 8 m langen und 5,1 m tiefen Park- und Kehrplatz vorsieht, der das Parkieren von zwei Fahrzeugen rechtwinklig zur Wegparzelle erlauben soll und wegen der Verschiebung zur Parzellenmitte der Liegenschaft von A nicht mehr direkt gegenÃ¼ber liegt. Gegen diese Bewilligung gelangten A und E am 16. Juni 2004 erneut an die Baurekurskommission.</p> <p class="Sachverhalt1"><b>II. </b> </p> <p class="Urteilstext">Die Baurekurskommission vereinigte die Rekursverfahren. Am 23. November 2004 schrieb sie den Rekurs gegen die Bewilligung des Gemeinderats Oetwil vom 1. April 2003 als gegenstandslos ab, weil die Bauherrschaft auf die Realisierung dieses ersten Projekts verzichtet habe. Sodann wies die Kommission die beiden anderen Rekurse ab, soweit sie darauf eintrat. Die Verfahrenskosten von insgesamt Fr. 4'696.- auferlegte sie zu 1/8 C und D, zu 1/8 E und zu 6/8 A. </p> <p class="Sachverhalt1"><b>III. </b> </p> <p class="Urteilstext">Mit Beschwerde vom 10. Januar 2005 liess A dem Verwaltungsgericht beantragen, den Rekursentscheid sowie die Baubewilligung vom 11. Mai 2004 und die strassenpolizeiliche Bewilligung vom 27. August 2003 unter Kosten- und EntschÃ¤digungsfolgen aufzuheben. Zudem wurde ein Augenschein durch das Gericht beantragt.</p> <p class="Urteilstext">Die Vorinstanz am 1. und die Baudirektion am 10. Februar 2005 schlossen auf Abweisung der Beschwerde. Der Gemeinderat Oetwil verzichtete am 9. Februar 2005 ausdrÃ¼cklich auf Vernehmlassung und die Bauherrschaft liess die Frist zur Beschwerdeantwort ungenutzt verstreichen.</p> <p class="Einzug1"><span>Die Kammer</span><span> zieht in ErwÃ¤gung:</span></p> <p class="Erwgung1"><b>1. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>1.1 </b>Das Verwaltungsgericht ist gemÃ¤ss § 41 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 (VRG) zur Behandlung der Beschwerde gegen einen Entscheid der Baukurskommission zustÃ¤ndig. Da auch die Ã¼brigen Prozessvoraussetzungen erfÃ¼llt sind, ist auf die rechtzeitig erhobene Beschwerde einzutreten.</p> <p class="Erwgung2"><b>1.2 </b>Die tatsÃ¤chlichen VerhÃ¤ltnisse sind, soweit entscheidwesentlich, durch die Akten hinreichend dokumentiert, daher erÃ¼brigt sich ein Augenschein des Verwaltungsgerichts (RB 1995 Nr. 12 = BEZ 1995 Nr. 32, mit Hinweisen). Die auf einem Referentenaugenschein beruhenden Feststellungen der Vorinstanz Ã¼ber die Ã¶rtlichen VerhÃ¤ltnisse sowie die bei den Akten liegenden Fotografien und das Protokoll des Augenscheins kÃ¶nnen auch im Beschwerdeverfahren berÃ¼cksichtigt werden und dokumentieren die Ã¶rtlichen VerhÃ¤ltnisse in rechtsgenÃ¼gender Weise.</p> <p class="Erwgung1"><b>2. </b> </p> <p class="Urteilstext">Der BeschwerdefÃ¼hrer wendet gegen das Bauvorhaben ein, die Vorinstanzen hÃ¤tten aufgrund unzureichender Planunterlagen und in Verletzung des Koordinationsprinzips entschieden, die Zufahrt zu den ParkplÃ¤tzen sei rechtlich nicht gesichert sowie tatsÃ¤chlich ungenÃ¼gend und das Bauvorhaben genÃ¼ge den Anforderungen weder bezÃ¼glich Verkehrssicherheit noch hinsichtlich Einordnung und Gestaltung.</p> <p class="Erwgung2"><b>2.1 </b>Die Rekurskommission hat den Einwand, die Baugesuchsunterlagen seien unvollstÃ¤ndig und ungenÃ¼gend, unter Hinweis auf RB 1982 Nr. 154 zutreffenderweise mit der BegrÃ¼ndung verworfen, dieser Mangel habe den BeschwerdefÃ¼hrer nicht an der Wahrnehmung seiner Interessen gehindert. Auch in seiner Beschwerdeschrift legt der BeschwerdefÃ¼hrer nicht dar, inwiefern die ungenÃ¼genden Planunterlagen sich auf seine Rechts- und Interessenwahrung nachteilig hÃ¤tten auswirken kÃ¶nnen. Auch wenn die Unterlagen nicht in allen Teilen den Vorschriften der Bauverfahrensordnung vom 3. Dezember 1997 (BauVV) entsprechen, ist ohne weiteres ersichtlich, wo und wie die geplanten ParkplÃ¤tze angelegt werden sollen und wie sich das auf das BaugrundstÃ¼ck und die nÃ¤here Umgebung auswirken wird. Es liegt insofern ein anderer Fall vor, als ihn das Verwaltungsgericht in VB.2002.00157 zu beurteilen hatte, wo gemÃ¤ss Bauordnung in einem geschÃ¼tzten Ortsbild die herkÃ¶mmliche Erscheinung des GebÃ¤udeumschwungs sowie die fÃ¼r das Ortsbild typischen FreirÃ¤ume und GÃ¤rten nach MÃ¶glichkeit zu erhalten waren, und das Verwaltungsgericht im Zusammenhang mit der Bewilligung eines Neubaus erwogen hat, die Einhaltung dieser Bestimmung lasse sich nur aufgrund eines Umgebungsplans Ã¼berprÃ¼fen. Mit jenem Fall lÃ¤sst sich der vorliegende nicht vergleichen, wo lediglich zwei ParkplÃ¤tze neu angelegt werden sollen, fÃ¼r deren Gestaltung von vornherein nur ein geringer Spielraum besteht und deren Auswirkungen auf die Umgebung leicht fassbar sind. Der BeschwerdefÃ¼hrer Ã¼bersieht, dass der Grundsatz der VerhÃ¤ltnismÃ¤ssigkeit auch bei der Handhabung von Verfahrensvorschriften gilt.</p> <p class="Erwgung2">Sodann kann der Baurekurskommission auch nicht vorgeworfen werden, sie habe aufgrund eines unzureichend abgeklÃ¤rten Sachverhalts geurteilt. Sie hat durch eine Delegation einen Augenschein vornehmen lassen und hat deshalb in Kenntnis der in den Baugesuchsunterlagen nicht verzeichneten weiteren Bauten und Anlagen auf dem BaugrundstÃ¼ck entschieden (vgl. Prot. BRK, S. 6). Falls, was wenig wahrscheinlich ist, die Ã¶rtliche BaubehÃ¶rde die ParkplÃ¤tze ohne Kenntnis dieser Bauten bewilligt hat, so wÃ¤re dieser Mangel durch das Rekursverfahren geheilt.</p> <p class="Erwgung2"><b>2.2 </b>Nach dem bundesrechtlichen Koordinationsgebot von Art. 25a des Raumplanungsgesetzes vom 22. Juni 1979 (RPG) und laut § 8 BauVV sind die Beurteilungen, wenn ein Vorhaben durch mehrere Stellen geprÃ¼ft werden muss, formell und materiell ausreichend zu koordinieren. Sie sind widerspruchsfrei zu treffen und mit einer einheitlichen Rechtsmittelbelehrung zu versehen (vgl. § 12 Abs. 1 BauVV).</p> <p class="Erwgung2">Wie die Vorinstanz zutreffend erwogen hat, ist der Einwand, dass die Baubewilligung fÃ¼r das erste Projekt nicht mit der strassenpolizeilichen Bewilligung koordiniert wurde, durch den Verzicht auf dieses Projekt gegenstandslos. Was das zweite Projekt betrifft, so trifft es zu, dass dieses der Baudirektion nicht mehr vorgelegt wurde. Die Vorinstanz hat dies als zulÃ¤ssig erachtet mit der BegrÃ¼ndung, dass das geÃ¤nderte Projekt der Baudirektion hÃ¶chstens dann erneut hÃ¤tte vorgelegt werden mÃ¼ssen, wenn es sich anders als das bisherige auf die M-Strasse hÃ¤tte auswirken kÃ¶nnen. Dem ist ohne weiteres beizupflichten. Die BaubehÃ¶rde entschied Ã¼ber das zweite Projekt in Kenntnis der von der Baudirektion verlangten Anforderungen, und die beiden Anordnungen sind widerspruchsfrei. Das zweite Projekt umfasst abgesehen von einer aus strassenpolizeilicher Hinsicht unwesentlichen Verschiebung die von der Baudirektion verlangten Ãnderungen; das Einholen einer erneuten Bewilligung der Direktion wÃ¤re unter diesen UmstÃ¤nden nichts anderes als ein bÃ¼rokratischer Unfug. Ein Rechtsverlust ist damit fÃ¼r den BeschwerdefÃ¼hrer nicht eingetreten, sondern es blieb ihm im Gegenteil die Anfechtung einer weiteren Bewilligung erspart, mit der er nichts hÃ¤tte vorbringen kÃ¶nnen, was er nicht bereits gegen die vorliegende strassenpolizeiliche Bewilligung eingewendet hat.</p> <p class="Erwgung2"><b>2.3 </b>Die projektierten ParkplÃ¤tze werden Ã¼ber die Wegparzelle Kat.-Nr. 02 erschlossen, die im Miteigentum der EigentÃ¼mer der vier angrenzenden Flarzliegenschaften steht. Zu Gunsten des BaugrundstÃ¼cks Kat.-Nr. 01 besteht ein unbeschrÃ¤nktes Fuss- und Fahrwegrecht. Die Vorinstanz hat erwogen, im Rahmen des Baubewilligungsverfahrens, welches nur eine vorfrageweise PrÃ¼fung des Umfangs der Berechtigung zulasse, kÃ¶nne aufgrund dieser Dienstbarkeit von einer hinreichenden rechtlichen Sicherung der Zufahrt ausgegangen werden. Dieser Beurteilung ist beizupflichten. Wenn im Jahr 1981, als die Motorisierung gerichtsnotorisch bereits weit fortgeschritten war, an einer im Dienstbarkeitsvertrag als "Weggebiet" bezeichneten Parzelle ein "unbeschrÃ¤nktes Fuss- und Fahrwegrecht" eingerÃ¤umt wurde, so darf die VerwaltungsbehÃ¶rde davon ausgehen, dass darin auch die Berechtigung zur Erschliessung von zwei ParkplÃ¤tzen auf dem begÃ¼nstigten GrundstÃ¼ck enthalten ist. Die GrÃ¼nde fÃ¼r seine gegenteilige Auffassung wird der BeschwerdefÃ¼hrer dem Zivilrichter vortragen mÃ¼ssen, dem der endgÃ¼ltige Entscheid Ã¼ber den Umfang der Dienstbarkeit zusteht.</p> <p class="Urteilstext">Nachdem eine Aufhebung der Wegparzelle Kat.-Nr. 02 aufgrund der gegebenen UmstÃ¤nde faktisch nahezu ausgeschlossen ist, konnte ohne Rechtsverletzung auf die Anmerkung des entsprechenden Verbots im Grundbuch (vgl. § 237 Abs. 4 PBG) verzichtet werden; jedenfalls ist der BeschwerdefÃ¼hrer durch diese Unterlassung nicht beschwert.</p> <p class="Erwgung2"><b>2.4 </b>GenÃ¼gende Zufahrt bedingt in tatsÃ¤chlicher Hinsicht eine der Art, Lage und Zweckbestimmung der Bauten oder Anlagen entsprechende Zufahrt fÃ¼r die Bauten der Ã¶ffentlichen Dienste und der BenÃ¼tzer; Zufahrten sollen fÃ¼r jedermann verkehrssicher sein (§ 237 Abs. 1 und 2 PBG).</p> <p class="Urteilstext">Die fÃ¼r das GenÃ¼gen der Zufahrt in tatsÃ¤chlicher und insbesondere verkehrstechnischer Hinsicht massgeblichen VerhÃ¤ltnisse ergeben sich aufgrund der Akten; zudem hat die Baurekurskommission einen Augenschein vorgenommen. Ihr Entscheid beruht auf einer umfassenden und zutreffenden AbklÃ¤rung des massgeblichen Sachverhalts.</p> <p class="Urteilstext">Wenn die Vorinstanz gestÃ¼tzt auf diese Sachverhaltsfeststellung zum Schluss gekommen ist, durch die Wegparzelle Kat.-Nr. 02 einschliesslich des Anschlusses an die N-Strasse sei die ZugÃ¤nglichkeit der beiden ParkplÃ¤tze hinreichend gewÃ¤hrleistet, so ist das nicht rechtsverletzend und deshalb vom Verwaltungsgericht, dem grundsÃ¤tzlich keine ErmessensÃ¼berprÃ¼fung zusteht (§ 50 VRG), nicht zu korrigieren. Auf die zutreffenden ErwÃ¤gungen der Vorinstanz ist gemÃ¤ss § 70 in Verbindung mit § 28 Abs. 1 VRG zu verweisen. Wie das Verwaltungsgericht in RB 1997 Nr. 82 entschieden hat, ist kleinrÃ¤umigen VerhÃ¤ltnissen, wie sie in alten Dorfkernen hÃ¤ufig vorkommen, nicht nur beim Ausbau des Ã¶ffentlichen Strassennetzes, sondern auch bei der Gestaltung privater Zufahrten im Sinn einer weniger strengen Handhabung der technischen Anforderungen Rechnung zu tragen. Es sind keine GrÃ¼nde ersichtlich, hier von dieser Rechtsprechung abzuweichen. Insbesondere fehlen Anhaltspunkte dafÃ¼r, dass das Unterschreiten der auf den Regelfall abgestimmten technischen Anforderungen unter den gegebenen VerhÃ¤ltnissen zu einer BeeintrÃ¤chtigung der Verkehrssicherheit fÃ¼hrt. Die Ausfahrt von der Wegparzelle in die N-Strasse mag unbequem sein, verkehrsgefÃ¤hrdend ist sie jedoch nicht.</p> <p class="Erwgung2"><b>2.5 </b>Die ParkplÃ¤tze sind in einer Kernzone geplant und mÃ¼ssen deshalb gemÃ¤ss § 238 Abs. 2 PBG besonders gut gestaltet sein; entsprechend verlangt auch Art. 9 Abs. 5 BZO, dass AbstellplÃ¤tze unauffÃ¤llig einzupassen seien.</p> <p class="Erwgung2">Wie die Vorinstanz zutreffend erwogen hat, ist diese Voraussetzung hier erfÃ¼llt. Einzelne ParkflÃ¤chen sind in der Regel fÃ¼r das Ortsbild bedeutungslos, soweit sie nicht zur Verunstaltung von fÃ¼r das Strassenbild wichtigen VorgartenzÃ¼gen fÃ¼hren. Hier sollen die ParkplÃ¤tze auf der Nordwestseite der HÃ¤userzeile angelegt werden, wo mit der Wegparzelle Kat.-Nr. 02 nicht der Garten-, sondern der Erschliessungsbereich verlÃ¤uft. Bekieste HofplÃ¤tze sind in lÃ¤ndlichen Dorfkernen hÃ¤ufig anzutreffen und durchaus kernzonentypisch. Wenn hier auf einem Teil der bisherigen RasenflÃ¤che eine bekieste FlÃ¤che von 8 m x 5,1 m angelegt wird, so entspricht dies ohne weiteres dem Charakter einer lÃ¤ndlichen Kernzone; insbesondere bleibt ein angemessenes VerhÃ¤ltnis von befestigten und begrÃ¼nten FlÃ¤chen gewahrt.</p> <p class="Erwgung2">UnbegrÃ¼ndet ist auch der Einwand, die Vorinstanz habe sich nicht mit einer zurÃ¼ckhaltenden ÃberprÃ¼fung der Einordnung begnÃ¼gen dÃ¼rfen, weil die Ã¶rtliche BaubehÃ¶rde von dem ihr insofern zustehenden besonderen Ermessensspielraum keinen Gebrauch gemacht habe. Nach der Rechtsprechung des Verwaltungsgerichts hat die Rekursinstanz diesen besonderen Spielraum dann nicht zu beachten, wenn die Ã¶rtliche BaubehÃ¶rde weder im angefochtenen Entscheid noch in der Rekursvernehmlassung begrÃ¼ndet, wie und aufgrund welcher Ãberlegungen sie ihr Ermessen ausgeÃ¼bt hat (vgl. RB 1991 Nr. 2; VGr, 19. April 2002, BEZ 2002 Nr. 18, E. 5a). Eine solche BegrÃ¼ndung fehlt hier zwar in der Baubewilligung, jedoch ist sie in Ziffer 4 der Rekursantwort vom 12. Juni 2003 nachgebracht worden.</p> <p class="Erwgung1"><b>3. </b> </p> <p class="Urteilstext">Der BeschwerdefÃ¼hrer rÃ¼gt sodann die HÃ¶he der von der Baurekurskommission auf Fr. 1'000.- angesetzten SchreibgebÃ¼hr sowie die Verlegung der gesamten Kosten des Rekursentscheids.</p> <p class="Erwgung2"><b>3.1 </b>GemÃ¤ss § 13 Abs. 1 VRG kÃ¶nnen die VerwaltungsbehÃ¶rden fÃ¼r ihre Amtshandlungen GebÃ¼hren und Kosten auferlegen. Die GebÃ¼hren der Baurekurskommissionen werden in § 34 ff. der Verordnung Ã¼ber die Organisation und den GeschÃ¤ftsgang der Baurekurskommis­sionen vom 20. Juli 1977 (LS 700.7) geregelt. GemÃ¤ss § 34 dieser Verordnung gehÃ¶ren zu den Verfahrenskosten die SpruchgebÃ¼hr sowie die SchreibgebÃ¼hren, Barauslagen und Zustellungskosten gemÃ¤ss § 7 der GebÃ¼hrenverordnung fÃ¼r die VerwaltungsbehÃ¶rden vom 30. Juni 1966 (LS 682). GemÃ¤ss dieser Bestimmung werden als SchreibgebÃ¼hren fÃ¼r die erste Ausfertigung Fr. 15.- je Seite Format A 4 und Fr. 5-10.- fÃ¼r jede hÃ¶chstens bis zur HÃ¤lfte beschriebene Seiten verrechnet. FÃ¼r weitere Ausfertigungen sind je kopierte Seite je Fr. 3.- zu verrechnen, wobei auf die Zahl der Ausfertigungen gemÃ¤ss Mitteilungssatz im Dispositiv unter Einschluss eines Aktenexemplars abzustellen ist.</p> <p class="Urteilstext">Die Vorinstanz hat die Berechnung der von ihr auf Fr. 1'000.- festgesetzten SchreibgebÃ¼hr weder im Rekursentscheid selber noch in ihrer Vernehmlassung zur Beschwerde offen gelegt. Auch die Rekursakten enthalten keine entsprechende Zusammenstellung.</p> <p class="Urteilstext">Der Rekursentscheid umfasst 22 Seiten und wurde gemÃ¤ss Mitteilungssatz fÃ¼nffach ausgefertigt. Hinzu kommen Vorladungen, welche gemÃ¤ss § 7 Abs. 1 lit. d der GebÃ¼hrenverordnung mit je Fr. 7.- berechnet werden kÃ¶nnen. Wie sich auf dieser Grundlage eine GebÃ¼hr von Fr. 1'000.- errechnen lÃ¤sst, ist ohne nÃ¤here BegrÃ¼ndung nicht nachvollziehbar. Sie ist deshalb auf Fr. 730.- zu reduzieren (Fr. 330.- fÃ¼r die erste und Fr. 330.- fÃ¼r die weiteren Ausfertigungen sowie Fr. 7.- fÃ¼r zwei je an fÃ¼nf EmpfÃ¤nger ausgefertigte Vorladungen). Die gesamten Verfahrenskosten der Vorinstanz reduzieren sich damit auf Fr. 4'426.-.</p> <p class="Erwgung2"><b>3.2 </b>Mehrere am Verfahren Beteiligte tragen gemÃ¤ss § 13 Abs. 2 VRG die Kosten in der Regel entsprechend ihrem Unterliegen. FÃ¼r die Kostentragung mehrerer am Verfahren Beteiligter "entsprechend ihrem Unterliegen" kommt es nicht auf die mit dem Rechtsmittel verfochtenen einzelnen Sachbehauptungen und RechtsgrÃ¼nde, sondern auf den Verfahrensausgang an (RB 1985 Nr. 2; Alfred KÃ¶lz/JÃ¼rg Bosshart/Martin RÃ¶hl, Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons ZÃ¼rich, 2.A., ZÃ¼rich 1999, § 13 N. 15). Nur teilweise obsiegt, wer nicht mit allen Hauptrechtsbegehren oder nur mit einem Eventualbegehren durchdringt und wer zusÃ¤tzliche Auflagen akzeptieren muss (Thomas Merkli/Arthur Aeschlimann/Ruth Herzog, Kommentar zum Gesetz Ã¼ber die Verwaltungsrechtspflege im Kanton Bern, Bern 1997, Art. 108 N. 2). Fehlt ein ziffernmÃ¤ssig bestimmbarer Streitwert, so lÃ¤sst sich der Umfang eines teilweisen Obsiegens naturgemÃ¤ss nicht genau bestimmen und es steht der Rekursinstanz bei der Auslegung dieses unbestimmten Rechtsbegriffs ein vom Verwaltungsgericht zu respektierender Beurteilungsspielraum zu; es greift nicht ein, wenn die von der Vorinstanz vorgenommene Wertung als vertretbar erscheint (vgl. KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 50 N. 73).</p> <p class="Erwgung2">Beteiligt am Rekursverfahren waren die privaten Parteien sowie der Gemeinderat und die Baudirektion. Gegenstand der drei angefochtenen Bewilligungen waren zwei Projekte. Mit seinen Rekursen hat der BeschwerdefÃ¼hrer das erste Projekt erfolgreich verhindert, wÃ¤hrend er gegen das zweite erfolglos geblieben ist. Auch wenn bei der Kostenverlegung ein gewisser Beurteilungsspielraum besteht, trÃ¤gt die Auferlegung von 3/4 der Kosten an den BeschwerdefÃ¼hrer diesem Verfahrensausgang ungenÃ¼gend Rechnung und verletzt damit § 13 Abs. 2 VRG. Neu sind die Kosten wie folgt zu verlegen:</p> <p class="Erwgung2">1/8 der Kosten hat vorweg die Rekurrentin E zu tragen, welche den Rekursentscheid nicht angefochten hat.</p> <p class="Urteilstext">Von den verbleibenden Kosten hat die HÃ¤lfte der gegen das zweite Projekt erfolglos gebliebene BeschwerdefÃ¼hrer zu tragen, wÃ¤hrend je ein Viertel der Bauherrschaft und der Gemeinde aufzuerlegen sind, welche die erste Bewilligung erteilt hat, ohne fÃ¼r die Einholung der notwendigen strassenpolizeilichen Bewilligung besorgt zu sein. Seit Aufhebung der Sonderregelung fÃ¼r zÃ¼rcherische Amtsstellen (§ 13 Abs. 3 VRG in der frÃ¼heren, bis Ende 1997 geltenden Fassung) lÃ¤sst sich die Fortsetzung der frÃ¼heren Praxis, wonach bei Gutheissung eines Nachbarrekurses die Kosten des Rechtsmittelverfahrens in der Regel ausschliesslich der Bauherrschaft auferlegt wurden, nicht mehr rechtfertigen. Es ist vielmehr sachgerecht, dass sich die Amtsstelle, welche ein Baugesuch auf seine Ãbereinstimmung mit den massgeblichen Vorschriften zu prÃ¼fen hat, an den Kosten des Rechtsmittelverfahrens beteiligen muss, wenn sich herausstellt, dass sie das Gesuch ungenÃ¼gend geprÃ¼ft und die Bewilligung zu Unrecht erteilt hat (VGr, 9. Februar 2005, VB.2004.00481, E. 4, www.vgrzh.ch).</p> <p class="Erwgung2">Damit ergibt sich diese Verteilung der Rekurskosten: E 4/32, A 14/32, C und D 7/32, Gemeinde 7/32. E und A haften fÃ¼r 18/32 und C und D fÃ¼r 7/32 solidarisch.</p> <p class="Erwgung1"><b>4. </b> </p> <p class="Urteilstext">Die Kosten des Beschwerdeverfahrens sind bei diesem Ausgang zu 10/12 dem BeschwerdefÃ¼hrer und zu je 1/12 dem Gemeinderat Oetwil sowie C und D aufzuerlegen. Die beantragte ParteientschÃ¤digung steht dem im Beschwerdeverfahren Ã¼berwiegend unterliegenden BeschwerdefÃ¼hrer nicht zu (§ 17 Abs. 2 VRG).</p> <p class="Einzug1"><span>DemgemÃ¤ss </span><span><a id="Text25"></a>entscheidet</span><span> </span><span>die Kammer</span><span>:</span></p> <p class="Einzug2"><span>1. Die Beschwerde wird teilweise gutgeheissen. DemgemÃ¤ss werden die Verfahrenskosten der Baurekurskommission auf Fr. 4'426.- reduziert und neu gemÃ¤ss ErwÃ¤gung 3.2 verlegt.</span></p> <p class="Einzug2"><span>2. Die GerichtsgebÃ¼hr wird festgesetzt auf <br/> Fr. 2'000.--; die Ã¼brigen Kosten betragen:<br/> Fr. 120.-- Zustellungskosten,<br/> Fr. 2'120.-- Total der Kosten.</span></p> <p class="Einzug2"><span>3. Die Gerichtskosten werden zu 10/12 dem BeschwerdefÃ¼hrer und zu je 1/12 dem Gemeinderat Oetwil sowie C und D auferlegt.</span></p> <p class="Einzug2"><span>4. Eine ParteientschÃ¤digung wird nicht zugesprochen.</span></p> <p class="Urteilstext">5. Mitteilung an â¦</p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>