Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche- rungsrecht vom 17. September 2015 (720 15 83) ____________________________________________________________________ Invalidenversicherung Voraussetzungen sowohl für eine Wiedererwägung einer ursprünglich zweifellos unrich- tigen Verfügung als auch für eine revisionsweise Anpassung der bisher ausgerichteten IV-Rente infolge wesentlicher Veränderung der erwerblichen Situation erfüllt. Rückwei- sung an die Vorinstanz zur ergänzenden Abklärung des medizinischen Sachverhalts. Besetzung Präsidentin Eva Meuli, Kantonsrichterin E lisabeth Berger Götz, Kan- tonsrichter Jgnaz Jermann, Gerichtsschreiber Stephan Paukner Parteien A.____ , Beschwerdeführerin, vertreten durch Stefanie Mathys- Währer, Advokatin, Kasernenstrasse 22a, Postfach 569, 4410 Liestal gegen IV -Stelle Basel -Landschaft , Hauptstrasse 109 , 4102 Binningen , Beschwerdegegnerin Betreff IV-Rente A. Die 1973 geborene A.____ hat eine zweijährige Bü rolehre angetreten, diese jedoch nicht abgeschlossen. Seit 1994 arbeitete sie zeitwe ise im Büro, in der Spedition und ab 1995 als Raumpflegerin. Sie ist Mutter zweier 1997 und 2 003 geborener Kinder. Am 28. April 2000 hat sie sich wegen der Auswirkungen eines mehrfach operierten Carpaltunnelsyndroms an der Seite 2 http://www.bl.ch/kantonsgericht rechten Hand zum Bezug von Leistungen der Eidgenössischen Invalidenversicherung (IV) an- gemeldet. Die IV-Stelle Basel-Landschaft (IV-Stelle) h at ihr in der Folge mit Verfügung vom 29. Juni 2004 gestützt auf das neurologische Gutachten vo n Dr. B.____, FMH Neurologie, vom 28. Januar 2004 aufgrund eines IV-Grads von 67% ab 1. A pril 2000 rückwirkend eine ganze und ab 1. Januar 2004 eine Dreiviertelrente zugesproche n. Basis dieser Rentenberechnung bildete die gemischte Methode mit einem erwerblichen A nteil von 30% und einem Anteil im Haushalt von 70%. Die IV-Stelle berücksichtigte dabei im erwerblichen Bereich eine vollumfäng- liche Einschränkung als Raumpflegerin und im Haushalt e ine Einschränkung von 52%. Diese Rente ist im Rahmen einer Revision von Amtes wegen mit Mitteilung vom 21. August 2007 be- stätigt worden. B. Im Januar 2014 leitete die IV-Stelle eine erneute Revision von Amtes wegen ein. Zwecks Abklärung der medizinischen Verhältnisse veranlasste sie ein neurologisches Gutach- ten bei Dr. C.____, FMH Neurologie, vom 11. Oktober 2 014 und einen Haushaltsabklärungsbe- richt vom 24. März 2014. Weil die Versicherte gegenüber der Abklärungsperson angab, im Ge- sundheitsfall einer Erwerbstätigkeit von 100% nachzugeh en, verzichtete die IV-Stelle in der Folge auf eine detaillierte Haushaltsabklärung. Nach Du rchführung des Vorbescheidverfahrens errechnete sie in Anwendung der allgemeinen Methode d es Einkommensvergleichs einen IV- Grad von 25%. C. Mit Verfügung vom 19. Februar 2015 hob die IV-St elle die bisher ausgerichtete IV-Rente per Ende März 2015 auf. Zur Begründung brachte sie vor , dass bei der ursprünglichen Renten- zusprechung fälschlicherweise unberücksichtigt geblieben sei, dass die Versicherte in einer angepassten Beschäftigung schon dazumal vollständig arbe itsfähig gewesen wäre. Die ur- sprüngliche Rentenverfügung müsse daher in Wiedererwägung gezogen werden. D. Mit Schreiben vom 28. Januar 2015 zu Handen der IV- Stelle opponierte der Hausarzt der Versicherten Dr. D.____, FMH Allgemeine Medizin, g egen die Verfügung der IV-Stelle vom 19. Februar 2015. Zur Begründung machte er geltend, dass seine Patientin die rechte Hand praktisch nicht mehr benutzen könne. Die IV-Stelle leit ete dieses Schreiben am 26. Februar 2015 als mögliche Beschwerde an das Kantonsgericht des Ka ntons Basel-Landschaft, Abtei- lung Sozialversicherungsrecht (Kantonsgericht), weiter. Mit verbesserter Beschwerdeeingabe vom 30. März 2015 beantragte die Beschwerdeführerin, ve rtreten durch Advokatin Stefanie Mathys-Währer, dass die Verfügung der IV-Stelle vom 19. März 2015 vollumfänglich aufzuhe- ben sei. Eventualiter sei die IV-Stelle anzuweisen, ein e ergänzende Neurographie sowie eine detaillierte Abklärung der Haushaltstätigkeit zwecks Neuber echnung des IV-Grads nach der gemischten Methode mit den Anteilen 70% Erwerb und 30 % Haushalt sowie Eingliederungs- massnahmen vorzunehmen, alles unter o/e-Kostenfolge. Ausse rdem sei ihr die unentgeltliche Rechtspflege zu gewähren. Mit verfahrensleitender Verfü gung vom 7. April 2015 bewilligte das Kantonsgericht die unentgeltliche Rechtspflege für das vorliegende Beschwerdeverfahren. E. Mit Vernehmlassung vom 5. Mai 2015 schloss die IV-St elle auf Abweisung der Be- schwerde. Seite 3 http://www.bl.ch/kantonsgericht F. Am 16. Juni 2015 reichte die Beschwerdeführerin ei nen Bericht von Dr. E.____, FMH Neurologie, vom 1. Juni 2015 ein. Daraus geht hervor, d ass sie auch mit den Beinen seit rund einem Jahr rechtsseitig Probleme habe. Sie könne nicht seh r lange gehen. Die Attestierung einer vollständigen Arbeitsfähigkeit sei höchst bedenkli ch, falls sich der klinische Eindruck mit- tels der angeordneten Untersuchungen bestätigen sollte. Mit einer weiteren Eingabe vom 10. Juli 2015 liess die Beschwerdeführerin einen Bericht ihres Hausarztes vom 6. Juli 2015 ein- reichen, demzufolge eine durch Dr. E.____ veranlasste Un tersuchung ergeben habe, dass sie an Multipler Sklerose (MS) leide. Sie beantragte, dass entweder ihrem Beschwerdeantrag statt- zugeben oder die Angelegenheit an die IV-Stelle zur e rweiterten Prüfung zurückzuweisen sei. Ausserdem sei die IV-Stelle anzuweisen, rückwirkend und für die Dauer des Beschwerdever- fahrens unverzüglich die Rentenauszahlung wieder aufzunehmen. G. Mit Eingabe vom 12. August 2015 hielt die IV-Stel le mit Verweis auf eine Stellungnahme des regional-ärztlichen Dienstes (RAD) an der angefochte nen Verfügung fest. Sollte das Ge- richt die Angelegenheit wider Erwarten zur weiteren Abklärung an die IV-Stelle zurückweisen, sei der Antrag auf Weiterausrichtung der Rente abzuweisen. Das Kantonsgericht zieht i n E r w ä g u n g : 1. Gemäss Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes üb er die Invalidenversicherung (IVG) vom 19. Juni 1959 können Verfügungen der kantonalen IV -Stellen direkt vor dem Versiche- rungsgericht am Ort der IV-Stelle angefochten werde n. Anfechtungsobjekt des vorliegenden Verfahrens bildet eine Verfügung der IV-Stelle Basel-Landschaft, sodass die örtliche Zuständig- keit des Kantonsgerichts Basel-Landschaft zu bejahen ist. La ut § 54 Abs. 1 lit. b des Gesetzes über die Verfassungs- und Verwaltungsprozessordnung (VPO ) vom 16. Dezember 1993 beur- teilt das Kantonsgericht als Versicherungsgericht als ein zige gerichtliche Instanz des Kantons Beschwerden gegen Verfügungen der kantonalen IV-Stell e. Es ist somit auch sachlich zur Be- handlung der vorliegenden Beschwerde zuständig. Auf die - im Übrigen frist- und formgerecht erhobene - Beschwerde der Versicherten vom 19. Februar b zw. 30. März 2015 ist demnach einzutreten. 2.1 Nach Art. 28 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Inval idenversicherung (IVG) vom 19. Juni 1959 (in der bis Ende 2007 gültig gewesenen Fassung) bzw. nach Art. 28 Abs. 2 IVG (in der seit 1. Januar 2008 anwendbaren Fassung) hat die versicherte Person Anspruch auf eine ganze Rente, wenn sie zu mindestens 70 %, auf ein e Dreiviertelsrente, wenn sie zu min- destens 60 %, auf eine halbe Rente, wenn sie zu minde stens 50 % und auf eine Viertelsrente, wenn sie zu mindestens 40 % invalid ist. Invalidität im Sinne dieser Bestimmung ist die durch einen körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit sschaden als Folge von Geburtsge- brechen, Krankheit oder Unfall verursachte, voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dau- ernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 4 IVG in Verbindung mit Art. 8 des Bun- desgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicher ungsrechts [ATSG] vom 6. Oktober 2000). Seite 4 http://www.bl.ch/kantonsgericht 2.2 Als Invalidität gilt nach Art. 8 ATSG die voraussicht lich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit. Sie k ann im IV-Bereich Folge von Geburts- gebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1 IV G). Unter Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommende n allgemeinen Arbeitsmarkt zu ver- stehen (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des V orliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind nach dem im Rahmen der 5. IV-Revision am 1. Januar 200 8 in Kraft gesetzten Art. 7 Abs. 2 ATSG ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beein trächtigung zu berücksichtigen (Satz 1). Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht über- windbar ist (Satz 2). 3.1 Für die Bemessung der Invalidität von erwerbstätige n Versicherten ist Art. 16 ATSG anwendbar (Art. 28a Abs. 1 IVG). Danach wird für die Bestimmung des Invaliditätsgrades das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchfüh- rung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eing liederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (Invalideneinkom- men), in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (Valideneinkommen). Der Einkomm ensvergleich hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die beiden hypothetischen Erwerbseinkommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und einander gegenübergestellt werde n. Aus der Einkommensdifferenz lässt sich der Invaliditätsgrad bestimmen (allgemeine Methode des Einkommensvergleichs; BGE 128 V 30 E. 1). 3.2 Bei nichterwerbstätigen Versicherten, die im Aufgab enbereich (z.B. Haushalt) tätig sind und denen die Aufnahme einer Erwerbstätigkeit nicht z ugemutet werden kann, wird für die Be- messung der Invalidität in Abweichung von Art. 16 ATSG darauf abgestellt, in welchem Masse sie unfähig sind, sich im Aufgabenbereich zu betätigen (B etätigungsvergleich; Art. 28a Abs. 2 IVG). 3.3 Bei Versicherten, die nur zum Teil erwerbstätig sin d, wird für diesen Teil die Invalidität nach Art. 16 ATSG festgelegt. Waren sie daneben auch im Aufgabenbereich tätig, so wird die Invalidität für diese Tätigkeit nach Art. 28a Abs. 2 I VG festgelegt. In diesem Fall sind der Anteil der Erwerbstätigkeit und der Anteil der Tätigkeit im Aufgabenbereich festzulegen und der Invali- ditätsgrad in beiden Bereichen zu bemessen (gemischte M ethode der Invaliditätsbemessung; Art. 28a Abs. 3 IVG). Ist bei diesen Versicherten anzun ehmen, dass sie im Zeitpunkt der Prü- fung des Rentenanspruchs ohne Gesundheitsschaden ganztägig erwerbstätig wären, so ist die Invaliditätsbemessung ausschliesslich nach den Grundsätzen fü r Erwerbstätige zu bemessen (Art. 27 bis der Verordnung über die Invalidenversicherung [IVV] vom 17. Januar 1961). 4. Wie eingangs erwähnt, sprach die IV-Stelle der Ve rsicherten mit Verfügung vom 29. Juni 2004 gestützt auf einen Invaliditätsgrad von 6 7% rückwirkend ab 1. April 2000 eine ganze und ab 1. Januar 2004 eine Dreiviertelrente der IV zu. In der angefochtenen Verfügung vom 19. Februar 2015 stellte sich die IV-Stelle auf den Standpunkt, dass die ursprüngliche Ren- Seite 5 http://www.bl.ch/kantonsgericht tenzusprechung zweifellos zu Unrecht erfolgt sei. Sie zo g die ursprüngliche Verfügung vom 29. Juni 2000 deshalb in Wiedererwägung und hob die laufende Dreiviertelrente per Ende März 2015 auf, nachdem sie nunmehr einen Invaliditätsgrad vo n 25% ermittelt hatte. In ihrer Be- schwerdebegründung vom 30. März 2015 macht die Versicher te unter dem Titel des Vertrau- ensschutzes geltend, dass die IV-Stelle nach über zehn Jah ren nicht auf ihren damaligen Ent- scheid hätte zurückkommen dürfen. Es stelle eine Rechtsverle tzung dar, wenn die IV-Stelle ihren zehn Jahre alten Entscheid ohne Änderungen in d en Verhältnissen umstosse und plötz- lich keine Rente mehr ausrichte. Erster Streitpunkt des vorliegenden Verfahrens bildet demnach die Frage, ob die IV-Stelle die ursprüngliche Renten verfügung vom 29. April 2004 zu Recht in Wiedererwägung gezogen hat. 4.1 Gemäss Art. 53 Abs. 2 ATSG ist die Verwaltung bef ugt, auf formell rechtskräftige Verfügun- gen oder Einspracheentscheide zurückzukommen, wenn diese zweifellos unrichtig sind und wenn ihre Berichtigung von erheblicher Bedeutung ist. I ndem die genannte Bestimmung aus- drücklich die Verfügung und den Einspracheentscheid als Objekt der Wiedererwägung bezeich- net, wird klargestellt, dass Entscheide eines Gerichts nicht in Wiedererwägung gezogen werden können (UELI KIESER , ATSG-Kommentar, 2. Auflage, Zürich/Basel/Genf 2009 , Art. 53 Rz. 27). Der Wiedererwägung zugänglich sind mit anderen Worten nur Verfügungen und Einsprache- entscheide, die nicht Gegenstand materieller richterlicher Beurteilung gebildet haben. 4.2 Die Wiedererwägung im Sinne von Art. 53 Abs. 2 A TSG dient der Korrektur einer an- fänglich unrichtigen Rechtsanwendung einschliesslich unrich tiger Feststellung im Sinne der Würdigung des Sachverhalts. Sie ist jederzeit möglich, in sbesondere auch dann, wenn die Vo- raussetzungen der Revision nach Art. 17 Abs. 1 ATSG nicht erfüllt sind (Urteil J. des Bundesge- richts vom 20. November 2008, 9C_342/2008, E. 5.1 mit H inweisen). Soweit die Beschwerde- führerin geltend macht, dass es ihr völlig unzumutbar sei, plötzlich erwerbstätig sein zu müssen, und die IV-Stelle nicht erst nach über zehn Jahren nu nmehr plötzlich auf ihren damaligen Ent- scheid zurückkommen dürfe, ist an dieser Stelle vorab festzu stellen, dass ihr bei dieser Argu- mentation nicht gefolgt werden kann. Wenn der Versicherungsträger eine Wiedererwägung vor- nimmt, entfällt eine allfällige Berufung auf den Ve rtrauensgrundsatz, sofern die Wirkungen le- diglich ex nunc et pro futuro korrigiert werden (Sozial versicherungsrecht - Rechtsprechung [SVR] 2004 IV Nr. 23, Urteil des Eidgenössischen Versich erungsgerichts [EVG; seit 1. Januar 2007: Bundesgericht, sozialrechtliche Abteilungen] vom 21. Oktober 2003, I 453/2002, E. 4.2). Rechtsprechungsgemäss besteht zudem keine zeitliche Befrist ung der Wiedererwägungsmög- lichkeit (BGE 133 V 55). Eine Wiedererwägung ist desha lb jederzeit möglich (soeben zitiertes Urteil des Bundesgerichts vom 20. November 2008, E. 5.1 ). Ebenfalls erfüllt ist die Wiederer- wägungsvoraussetzung der erheblichen Bedeutung, da eine periodische Dauerleistung Pro- zessgegenstand bildet (BGE 119 V 440 E. 1c mit Hinweisen; SVR 2001 IV Nr. 1 S. 3 E. 5c). Zu prüfen bleibt hingegen, ob auch das Erfordernis der zw eifellosen Unrichtigkeit der ursprüngli- chen Rentenverfügung gegeben ist. Diese für die Wieder erwägung kumulativ erforderliche Vo- raussetzung der zweifellosen Unrichtigkeit ist gemäss ständig er Praxis nach der Sach- und Rechtslage zu beurteilen, welche bestand, als die ursprü ngliche Rentenverfügung erging (BGE 125 V 389 E. 3 mit Hinweisen). Seite 6 http://www.bl.ch/kantonsgericht 4.3 Das Erfordernis der zweifellosen Unrichtigkeit - al s Schranke für ein wiedererwägungs- weises Zurückkommen auf eine formell rechtskräftige Leistun gszusprechung – soll verhindern, dass die Wiedererwägung zum Instrument einer voraussetzu ngslosen Neuprüfung von Dauer- leistungen wird. Nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechun g kann die wiedererwägungswei- se Aufhebung einer Invalidenrente nur bei Unvertretba rkeit der ursprünglichen Rentenzuspra- che erfolgen. Zweifellos ist die Unrichtigkeit, wenn kei n vernünftiger Zweifel daran möglich ist, dass die Verfügung unrichtig war. Es ist nur ein einziger Schluss - derjenige auf die Unrichtig- keit der Verfügung - möglich (Urteile C. des Bundesge richts vom 12. August 2010, 9C_181/2010, E. 3 und H. vom 14. Januar 2009, 8C_512 /2008, E. 6.1 mit Hinweisen; vgl. auch BGE 125 V 392 f. E. 6a). Das Erfordernis der zweifello sen Unrichtigkeit ist in der Regel erfüllt, wenn die gesetzeswidrige Leistungszusprechung auf Grund falscher oder unzutreffender Rechtsregeln erlassen wurde oder wenn massgebliche Bestim mungen nicht oder unrichtig an- gewandt wurden. Anders verhält es sich, wenn der Wiedererwägungsgrund im Bereich materiel- ler Anspruchsvoraussetzungen liegt, deren Beurteilung in Bezug auf gewisse Schritte und Ele- mente (z.B. Invaliditätsbemessung, Einschätzungen der A rbeitsunfähigkeit, Beweiswürdigun- gen, Zumutbarkeitsfragen) notwendigerweise Ermessenszüge aufweist. Erscheint die Beurtei- lung solcher Anspruchsvoraussetzungen (einschliesslich ihrer Te ilaspekte wie etwa die Ein- schätzung der Arbeitsfähigkeit) vor dem Hintergrund der Sach- und Rechtslage, wie sie sich im Zeitpunkt der rechtskräftigen Leistungszusprechung darbo t, als vertretbar, scheidet die Annah- me zweifelloser Unrichtigkeit aus (Urteile C. des Bun desgerichts vom 12. August 2010, 9C_181/2010, E. 3 und B. vom 7. Mai 2007, I 907/06, E. 3.2.1, je mit Hinweisen). 4.4 Bei der Wiedererwägung einer formell rechtskräfti gen Verfügung gilt es im Hinblick auf IV-rechtliche Aspekte mit Wirkung ex nunc et pro futuro ei nen rechtskonformen Zustand herzu- stellen (Art. 85 Abs. 2 und Art. 88bis Abs. 1 lit. c IVV ; BGE 110 V 291 E. 3; Urteil 9C_655/2007 vom 2. Juli 2007, E. 6.1). Bei Renten der IV im Beson deren ist in diesem Zusammenhang zu beachten, dass gerade die Ermittlung des IV-Grads eine Vielzahl von Elementen umfasst, bei welchen die Ermessensausübung immanent ist. Zu denken ist vor allem an die Arbeitsunfähig- keit, welche durch eine Beeinträchtigung der körperlich en, geistigen oder psychischen Gesund- heit als Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unf all bedingt sein kann (Art. 4 Abs. 1 IVG und Art. 6 ATSG). Hier bedarf es für die Annahme einer zweifellosen Unrichtigkeit einer qualifiziert rechtsfehlerhaften Ermessensbetätigung. Scheint die - retrospektiv vorzunehmende - Einschätzung der Arbeitsfähigkeit als vertretbar, scheidet die Annahme zweifelloser Unrichtig- keit aus (SVR 2006 IV Nr. 21. S. 75 E. 1.2). In der bundesgerichtlichen Rechtsprechung ist eine zweifellose Unrichtigkeit der ursprünglichen Verfügung i n einzelnen Fällen bejaht worden, in denen im Nachhinein festgestellt wurde, dass der Sachverha lt, welcher der Rentenverfügung zugrunde lag, zu wenig abgeklärt worden war (Urteile S. des EVG vom 21. Oktober 2003, I 652/02, E. 5.2.2 und P. vom 31. Januar 2003, I 559 /02, E. 5). Wenn jedoch eine bestimmte Entscheidung im Zeitpunkt der ursprünglichen Verfügung einer von mehreren möglichen Vor- gehensweisen entsprach, ist die Annahme einer zweifellose n Unrichtigkeit abzulehnen. Zu er- gänzen ist, dass selbst eine mehrmalige revisionsweise Bestät igung einer Rente nicht dazu führt, dass erhöhte Anforderungen an die zweifellose Un richtigkeit zu stellen wären (Urteil C. des Bundesgerichts vom 2. Juli 2007, 9C_215/2007, E. 3.2 in fine mit Hinweis). Seite 7 http://www.bl.ch/kantonsgericht 4.5 Die IV-Stelle erachtet die Rentenverfügung vom 29 . Juni 2004 als zweifellos unrichtig, weil dazumal unberücksichtigt geblieben sei, dass der Versicherten vorwiegend gestützt auf das neurologische Gutachten von Dr. B.____ vom 28. Januar 2 004 eine volle Arbeitsfähigkeit in einer angepassten Verweistätigkeit attestiert worden se i. Der Versicherten sei daher fälschli- cherweise kein Invalideneinkommen angerechnet worden. Der IV-Grad sei in der ursprüngli- chen Verfügung deshalb zweifellos falsch berechnet worden . Dieser Auffassung ist beizupflich- ten. Es ist nicht nachvollziehbar, aus welchen Gründen d ie IV-Stelle ihrer ursprünglichen Ren- tenverfügung im Jahre 2004 eine vollständige Arbeitsunf ähigkeit der Versicherten zu Grunde gelegt hat, obschon in einer behinderungsangepassten Be schäftigung dem damals massge- benden Gutachten von Dr. B.____ zufolge keine Beeint rächtigung bestanden hat. Trotz einer faktischen Gebrauchsunfähigkeit der rechten Hand bestand der gutachterlichen Einschätzung zufolge schon dazumal keine Beeinträchtigung für Beschäf tigungen, für welche die Versicherte nur die linke Hand zu benutzen hatte (vgl. Gutachten vo n Dr. B.____ vom 28. Januar 2004, ad Beurteilung, S. 6, IV-Dok N° 36). Diese gutachterliche Zumutbarkeitsbeurteilung deckt sich mit der übrigen medizinischen Aktenlage, wie sie ebenfalls be reits im Zeitpunkt der Rentenverfü- gung vom 29. Juni 2004 vorgelegen hat. Auch Dr. F.____ , FMH Neurologie und Dr. G.____, FMH Allgemeine Medizin, gehen davon aus, dass leichtere Büroarbeiten, Kontrollaufgaben und sämtliche Tätigkeiten, bei welchen die rechte Hand nich t eingesetzt werden müsse, schon da- zumal zumutbar waren (vgl. Beiblatt zum Arztbericht von Dr. G.____ vom 30. Oktober 2002, IV- Dok N° 26; ebenso Beiblatt zum Arztbericht von Dr. F.__ __ vom 17. Dezember 2002, IV-Dok N° 28). Diese Zumutbarkeitsbeurteilung in einer leicht en Verweistätigkeit wurde durch die IV- Stelle aber offensichtlich ignoriert. Mit dem von ihr gewählten Vorgehen wurde vielmehr von der Arbeitsunfähigkeit unmittelbar auf die Erwerbsunfäh igkeit der Versicherten geschlossen. Ein solches Vorgehen aber war unzulässig (BGE 114 V 314 E. 3c ; Urteil A. des EVG vom 26. September 2005, E. 2.4 mit weiteren Hinweisen). Indem sie in ihrer Verfügung vom 29. Juni 2004 die Arbeitsunfähigkeit im angestammten Beruf der Erwerbsunfähigkeit gleichgestellt hat, ist die IV-Stelle bei ihrem ursprünglichen Rentenentsch eid letztlich von einem falschen Invalidi- tätsbegriff ausgegangen. Dies stellt ohne Zweifel eine qualifiziert fehlerhafte Rechtsanwendung dar. Ein vernünftiger Zweifel an der Unrichtigkeit der ursprünglichen Rentenverfügung ist unter diesen Umständen nicht möglich. Es ist im Gegenteil äuss erst fraglich, ob zusammen mit der damaligen, nicht gewichteten Einschränkung im Haushalt von 52% (vgl. Abklärungsbericht Haushalt vom 2. September 2003, IV-Dok N° 31) überhau pt ein rentenbegründender IV-Grad von mindestens 40% resultiert wäre. Sicherlich aber hat unter den erwähnten Umständen be- reits dazumal kein Anspruch auf eine ganze IV-Rente best anden. Als Zwischenergebnis ist demnach festzuhalten, dass die ursprüngliche Rentenverfü gung der IV-Stelle vom 29. Juni 2004 als zweifellos unrichtig bezeichnet werden muss. Die Voraussetzungen gemäss Art. 53 Abs. 2 ATSG, die es der IV-Stelle erlauben, die damal ige Verfügung nunmehr wiedererwä- gungsweise aufzuheben, sind daher grundsätzlich gegeben. 5.1 Bei diesem Zwischenergebnis kann an sich offen bleibe n, wie es sich hinsichtlich einer allfälligen Revision gemäss Art. 17 ATSG verhält. Nichts d esto trotz ist an dieser Stelle festzu- stellen, dass vorliegend auch die entsprechenden Voraussetzungen für eine Revision der bisher ausgerichteten IV-Rente erfüllt sind. So sind laufende IV-Renten für die Zukunft gemäss Art. 17 Abs. 1 ATSG herauf-, herabzusetzen oder aufzuheben, wen n sich der Invaliditätsgrad in einer Seite 8 http://www.bl.ch/kantonsgericht für den Anspruch erheblichen Weise ändert. Anlass zur Rent enrevision gibt jede wesentliche Änderung in den tatsächlichen Verhältnissen, die geeig net ist, den Invaliditätsgrad und damit den Rentenanspruch zu beeinflussen. Ob eine solche Änd erung eingetreten ist, beurteilt sich durch Vergleich des Sachverhaltes, wie er im Zeitpunkt de r ursprünglichen Rentenverfügung bestanden hat, mit demjenigen zur Zeit der streitigen Revisionsverfügung (BGE 125 V 369 E. 2 mit Hinweis). Nach der Rechtsprechung ist die Invalidenre nte nicht nur bei einer wesentlichen Veränderung des Gesundheitszustandes, sondern auch dann r evidierbar, wenn sich die er- werblichen Auswirkungen des an sich gleich gebliebenen Ge sundheitszustandes erheblich ver- ändert haben (BGE 120 V 131 E. 3b, 119 V 478 E. 1b/ aa, 113 V 275 E. 1a mit Hinweisen). Un- erheblich unter revisionsrechtlichem Gesichtswinkel ist dagege n nach ständiger Rechtspre- chung die unterschiedliche Beurteilung eines im Wesentli chen unverändert gebliebenen Sach- verhaltes (BGE 112 V 390 E. 1b mit Hinweisen; SVR 2004 IV Nr. 5 S. 13 E. 2). 5.2 Als Vergleichszeitpunkte gelten vorliegend die urspr üngliche Rentenverfügung vom 29. Juni 2004 und die Aufhebungsverfügung vom 19. Febru ar 2015. Bei der ursprünglichen Rentenfestsetzung ist die IV-Stelle in Anwendung der gemischten Methode (vgl. oben, Erwä- gung 3.3 hiervor) von einer Aufteilung von 30% im erwe rblichen Bereich und 70% im Haushalt ausgegangen. Hintergrund bildete der Umstand, dass die Versicherte damals noch mit ihren beiden Kleinkindern und ihrem Ehemann zusammen gewohn t hatte (vgl. Abklärungsbericht Haushalt vom 2. September 2003 sowie Fragebogen zur Ermittlung der Erwerbstätigkeit, IV- Dok N° 31). Der Ehemann ist zwischenzeitlich jedoch nach I talien zurückgekehrt (vgl. Weg- zugsbescheinigung vom 14. Februar 2007, IV-Dok N° 51). Wegen der heutigen Familienstruktur mit den inzwischen 17- und 11-jährigen Kindern würde d ie Versicherte gemäss den Abklärun- gen der IV-Stelle im Gesundheitsfall aktuell zu 100% (vgl. Abklärungsbericht Haushalt vom 19. April 2014, Ziffern 4 und 5, IV-Dok N° 77) bzw. – wie sie in ihrer Beschwerdebegründung vom 30. März 2015 geltend macht – zu mindestens 70% er werbstätig sein (vgl. ebenso die anamnestischen Angaben im Gutachten von Dr. C.____ vom 11. Oktober 2014, Ziffer 2.4 f., IV- Dok N° 83). Damit aber ist mittlerweile so oder anders eine Änderung in der Statusfrage und mithin eine wesentliche Veränderung der erwerblichen S ituation eingetreten. Als Zwischener- gebnis ist deshalb festzuhalten, dass auch unter dem Gesichtsw inkel der Revisionsvorausset- zungen Anlass besteht, die bisher ausgerichtete IV-Rente einer integralen Neuüberprüfung der Anspruchsvoraussetzungen zu unterziehen. Steht ausserdem die zweifellose Unrichtigkeit der ursprünglichen Rentenverfügung fest und ist deren Bericht igung von erheblicher Bedeutung (vgl. Erwägung 4.1 hievor), sind in einem nächsten Sch ritt die Anspruchsberechtigung und der Umfang des Anspruchs pro futuro zu prüfen. Hierfür ist w ie bei einer materiellen Revision nach Art. 17 Abs. 1 ATSG auf der Grundlage eines richtig un d vollständig festgestellten Sachverhalts der Invaliditätsgrad bei Erlass der streitigen Verfügun g zu ermitteln (Urteile S. des Bundesge- richts vom 14. April 2009, 9C_1014/2008, E. 3.3, und C. vom 3. November 2008, 9C_562/2008, E. 2.3, je mit Hinweisen). 6. Ausgangspunkt der Ermittlung des Invaliditätsgrades bildet die Frage, in welchem Aus- mass die Versicherte aufgrund ihrer gesundheitlichen Beeinträchtigungen arbeitsunfähig ist. Seite 9 http://www.bl.ch/kantonsgericht 6.1 Bei der Feststellung des Gesundheitszustandes und de r Beurteilung der Arbeitsfähig- keit der versicherten Person ist die Verwaltung (und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unter- lagen angewiesen, die ärztliche und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versi- cherte Person arbeitsunfähig ist. Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grund- lage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsle istungen der Person noch zugemutet wer- den können (BGE 132 V 99 E. 4 mit weiteren Hinweisen). 6.2 Das Gericht hat die medizinischen Unterlagen nach de m für den Sozialversicherungs- prozess gültigen Grundsatz der freien Beweiswürdigung ( vgl. Art. 61 lit. c ATSG) - wie alle an- deren Beweismittel - frei, d.h. ohne Bindung an förm liche Beweisregeln, sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen. Dies bedeutet, dass das Sozialversicherungsgericht alle Beweismit- tel, unabhängig, von wem sie stammen, objektiv zu prüfe n und danach zu entscheiden hat, ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilun g des streitigen Rechtsanspruchs ge- statten. Insbesondere darf es bei einander widerspreche nden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzu- geben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt. Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist demnach entscheidend , ob dieser für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen be ruht, auch die geklagten Beschwer- den berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darle- gung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurte ilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen der Expertin oder des Experten begründet sind (BGE 134 V 232 E. 5.1; 125 V 352 E. 3a, 122 V 160 E. 1c). 6.3 Nach ständiger Rechtsprechung hat das Sozialversicheru ngsgericht die Gesetzmäs- sigkeit angefochtener Verwaltungsverfügungen in der Reg el nach dem Sachverhalt zu beurtei- len hat, wie er im Zeitpunkt des Verfügungserlasses vorgel egen hat (BGE 130 V 140 E. 2.1, 121 V 366 E. 1b mit Hinweisen). Daraus folgt, dass für die Beurteilung der künftig massgeben- den Verhältnisse grundsätzlich jener medizinische Sachverh alt massgebend ist, wie er im Zeit- punkt des Erlasses der angefochtenen Rentenverfügung der IV-Stelle vom 19. Februar 2015 vorgelegen hat. 7.1 Die IV-Stelle stützte sich in der angefochtenen Ver fügung vom 19. Februar 2015 bei der Beurteilung des medizinischen Sachverhalts auf die Ergebnisse des von ihr eingeholten neurologischen Gutachtens von Dr. C.____ vom 11. Oktober 2 014. Mit Auswirkung auf die Ar- beitsfähigkeit sei bei der Versicherten demzufolge eine mittelschwere sensomotorische Me- dianusneuropathie rechts nach dreifacher operativer Revisi on zu diagnostizieren. Sonstige Di- agnosen seien keine zu erheben. Die Kraftentwicklung a nlässlich der Untersuchung sei bedingt durch die auftretenden Schmerzen wahrscheinlich nicht g anz objektiv gewesen. Nicht nachvoll- zogen werden könne jedoch die Einschränkung der rohen Kr aft der Unterarmmuskulatur sowie jener Muskulatur, welche durch andere Nerven innerviert w erde. Auch die Sensibilitätsstörung, welche nunmehr die gesamte rechte Hand betroffen habe , sei nicht mit Sicherheit nachzuvoll- ziehen. In prognostischer Hinsicht sei keine Veränderung des Gesundheitszustandes zu erwar- Seite 10 http://www.bl.ch/kantonsgericht ten. Im angestammten Beruf sowohl einer Bürohilfskraft als auch einer Raumpflegerin bestünde eine ausgeprägte Einschränkung der Effizienz. Die meisten Tätigkeiten könnten nur noch ein- händig durchgeführt werden. Infolge der verminderten Geschicklichkeit gegenüber der rechten Hand bestehe eine zusätzliche Verlangsamung. Die Effizie nz in den angestammten Tätigkeiten könne auf rund 30% geschätzt werden. Ohne Einschränkung vo llschichtig zumutbar seien wei- terhin jedoch körperlich leichte, praktisch einhändig durchzuführende Tätigkeiten mit einer Ge- wichtslimite von höchstens 5 Kilogramm und einer nur ger ingen Hilfsfunktion der rechten Hand. Dabei dürften allerdings keine Anforderungen an die Geschicklichkeit der linken Hand gestellt werden. 7.2 Im Rahmen des Beschwerdeverfahrens liess die Versicher te mit Eingabe vom 16. Juni 2015 den Bericht eines neurologischen Konsiliums von Dr. E.____ vom 1. Juni 2015 einreichen. Daraus geht hervor, dass die Versicherte auch mit den B einen seit ungefähr einem Jahr Prob- leme habe. Sie könne nicht sehr lange gehen. Gemäss d em klinisch-neurologischen Untersu- chungsbefund sei im Beinhalteversuch ein Absinken rechts zu erheben. Der Fersengang rechts sei deutlich eingeschränkt, das einbeinige Hüpfen rechts nur einmalig möglich. Die Gehstrecke sei eingeschränkt. Der konsiliarischen Beurteilung zufolge sei eine erneute Abklärung zwingend notwendig, da Hinweise auf eine zentrale Parese und wahrscheinlich auch auf einen zentralen sensiblen Ausfall der rechten Körperseite bestünden. A ufgrund der klinischen Zeichen sei die Situation vollkommen neu zu beurteilen, zumal eine e ntzündlich-demyelinisierende ZNS- Erkrankung nicht ausgeschlossen werden könne. Auch die Hypästhesie des distalen Unterarms rechts sei nicht alleine durch ein Carpaltunnelsyndrom oder durch den Status nach den wieder- holten operativen Eingriffen zu erklären. Einer weit eren Abklärung bedürfe auch die auffallend ungewöhnliche verbale Ausdrucksschwäche für eine Patienti n mit Regelschulabschluss. In den nächsten Tagen würden die CTS-Abklärung und die ENMG- Untersuchung wiederholt. Ausser- dem sei eine MRI-Untersuchung des Neurocraniums und der HWS veranlasst worden. Sollten diese Untersuchungen dem klinischen Eindruck entsprechen, sei die Attestierung einer voll- ständigen Arbeitsfähigkeit höchst bedenklich und bedürfe einer erneuten Evaluation. 7.3 Die IV-Stelle hielt in ihrer Eingabe vom 2. Juli 2015 mit Verweis auf eine Stellungnah- me des RAD vom 2. Juli 2015 fest, dass an der gutachter lichen Einschätzung der Arbeitsfähig- keit in einer behinderungsangepassten Tätigkeit festgehal ten werden könne. Diese sei durch Dr. E.____ nicht gewürdigt worden. Für eine Einschränk ung der Arbeitsfähigkeit in einer lei- densbedingten Tätigkeit würden im Bericht von Dr. E.__ __ keine überzeugenden Begründun- gen oder objektivierbaren Befunde geliefert. Bezüglich der neu diskutierten Verdachtsdiagnose einer ZNS-Erkrankung müsse angenommen werden, dass eine solche Erkrankung bereits ent- weder im Behandlungsprozess oder im Rahmen der ausfüh rlichen neurologischen Begutach- tung in Betracht gezogen worden wäre. Dies aber sei nicht der Fall. 7.4 Mit Eingabe vom 10. Juli 2015 liess die Beschwerdefü hrerin einen Bericht von Dr. F. Heule vom 6. Juli 2015 einreichen. Daraus ge ht hervor, dass bei Dr. E.____ eine neuro- logische Beurteilung durchgeführt worden sei. Die Abklär ungen hätten nun ergeben, dass die Versicherte eindeutig an einer MS leide. Im MRI des Ge hirns und des Rückenmarks seien ein- deutige Veränderungen ersichtlich, die eine MS beweis en würden. Es sei anzunehmen, dass Seite 11 http://www.bl.ch/kantonsgericht die Gefühlsstörungen im Bereich des rechten Arms sowie di e Lähmungserscheinungen im Be- reich des rechten Beins durch diese Erkrankung verursacht würden. Dieser Umstand stelle eine neue Diagnose dar, weshalb am bisherigen Grad der Invalidität nichts geändert werden sollte. 7.5 Mit Eingabe vom 12. August 2015 hielt die IV-Ste lle mit Verweis auf eine erneute Beur- teilung des RAD vom 11. August 2015 an der angefochtene n Verfügung vom 19. Februar 2015 fest. Zur Begründung brachte sie vor, dass aus versicherungsmedizinischer Sicht zumindest bis zum Zeitpunkt der angefochtenen Verfügung von der im Gu tachten von Dr. C.____ festgestell- ten Arbeitsfähigkeit ausgegangen werden könne. Selbst bei Vorliegen der neu diskutierten Di- agnose könne bis zum Zeitpunkt der angefochtenen Verfügu ng von keiner so raschen Ver- schlechterung ausgegangen werden, als dass eine andere Ar beitsfähigkeit zutreffen würde. Sofern die Diagnose MS bestätigt würde, sei eine Ver schlechterung des Gesundheitszustands denkbar. Diesfalls sollte ein Neuantrag gestellt werde n. Es sei nicht belegt, ab welchem Zeit- punkt die Diagnose MS gestellt werden konnte. Somit sei auch in keiner Weise belegt, dass diese Diagnose bereits im Zeitpunkt der vorliegend angefochtenen Verfügung vorgelegen habe. Durch die beiden neuen Berichte werde insbesondere fü r die Zeit bis zum Erlass der massge- benden Verfügung keine Verschlechterung des Funktionsniveaus beschrieben. 8.1 Bereits anlässlich seiner Exploration vom 7. Oktober 2014 konnte Dr. C.____ diverse muskuläre Einschränkungen nicht vollständig erklären. Als nicht nachvollziehbar bezeichnet hat der begutachtende Neurologe bereits dazumal auch die g eklagte Sensibilitätsstörung an der ganzen rechten Hand. Genau diese Funktionsausfälle aber, die auch gemäss den Ausführun- gen von Dr. E.____ nicht ausschliesslich mit dem bereits zuvo r von Dr. C.____ diagnostizierten Carpaltunnelsyndrom erklärt werden können, sind gestützt auf bildgebende Befunde offensicht- lich auf die neue Diagnose einer MS zurückzuführen. Wenn die IV-Stelle in ihrer Stellungnahme vom 2. Juli 2015 davon ausgeht, dass für eine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit in einer lei- densbedingten Verweistätigkeit keine objektivierbaren Befunde vorlägen, kann ihr nicht gefolgt werden. Das Gegenteil ist der Fall: Die anlässlich des neurologischen Konsiliums vom 1. Juni 2015 neuerdings erhobenen Hinweise auf eine zentrale P arese und wahrscheinlich auch auf einen zentralen sensiblen Ausfall der gesamten rechte n Körperseite sind sehr wohl geeignet, eine weitergehende Einschränkung in der Erwerbsfähigk eit der Beschwerdeführerin nach sich zu ziehen. Ausserdem scheint auch die mittels Halteversuc hs objektivierte Lähmungserschei- nung des rechten Beins auf eine MS zurückzuführen zu sein . Diese aber dürfte ebenso einen Einfluss auf die verbleibende Restarbeitsfähigkeit de r Beschwerdeführerin haben. Ohnehin werden die anfänglichen Symptome einer MS-Erkrankung o ft übersehen oder einem anderen Krankheitsbild zugeschrieben. Sie äussern sich meist schubwe ise. Insbesondere äusserlich schwer wahrnehmbare Symptome wie eine Müdigkeit oder ko gnitive Einschränkungen können die Betroffenen im Alltag ebenso schwer belasten wie sichtbare Einschränkungen. Bis eine MS- Diagnose feststeht, dauert es oft längere Zeit. Angesi chts dieser Notorietäten kann aufgrund der aktuellen Aktenlage nicht ausgeschlossen werden, dass f ür die Zeit bis zur vorliegend um- strittenen Aufhebungsverfügung der IV-Stelle zu den Ei nschränkungen, wie sie Dr. C.____ in seinem Gutachten vom 11. Oktober 2014 festgestellt hat, n icht noch weitere Beeinträchtigun- gen hinzu treten, welche sich – entgegen der prognostisc hen Einschätzung von Dr. C.____ - auf die Arbeitsfähigkeit der Versicherten auch in eine r leichteren Verweistätigkeit auswirken. Seite 12 http://www.bl.ch/kantonsgericht Nachdem aufgrund eindeutig bildgebender Befunde davo n auszugehen ist, dass die Versicher- te seit geraumer Zeit an MS leidet, ist eine Verschle chterung des Gesundheitszustandes der Versicherten somit nicht nur denkbar, sondern beim vorliegenden Stand der Akten überwiegend wahrscheinlich. Entgegen der von der IV-Stelle vertret enen Auffassung könnte sich der vorlie- gend massgebende medizinische Sachverhalt im Zeitraum zw ischen der im Oktober 2014 er- folgten Begutachtung durch Dr. C.____ und dem Erlass der angefochtenen Verfügung vom 19. Februar 2015 somit sehr wohl in anspruchsrelevanter Weise verändert haben. Ob dies ef- fektiv zutrifft, lässt sich gestützt auf die vorhandene med izinische Aktenlage jedenfalls nicht ausschliessen. 8.2 Der medizinische Sachverhalt erweist sich unter diesen Umständen als nicht rechts- genüglich abgeklärt. Die strittige Angelegenheit ist de shalb zur ergänzenden Abklärung des medizinischen Sachverhalts und zur erneuten Rentenfestse tzung an die IV-Stelle zurückzuwei- sen. Die IV-Stelle wird sich bei dieser Gelegenheit au sserdem noch einmal mit der Statusfrage der Versicherten auseinanderzusetzen und detailliert zu prüfen haben, ob die Beschwerdefüh- rerin im Gesundheitsfall zu 100% oder lediglich zu 70% erwerbstätig wäre (vgl. oben, Erwägung 6.2 hiervor). Dabei wird insbesondere zu berücksichtigen se in, dass die Versicherte im Zeit- punkt ihrer Aussage sowohl gegenüber der Abklärungspers on als auch gegenüber dem neuro- logischen Gutachter noch nicht anwaltlich vertreten war und deshalb weder die eine noch die andere Aussage versicherungsrechtlich motiviert war. Fest st eht allerdings, dass die IV-Stelle klarerweise über einen Rückkommenstitel verfügt (vgl. oben , Erwägungen 5.5 und 6.2). Entge- gen der von der Beschwerdeführerin vertretenen Auffassu ng kann die bisher ausgerichtete IV- Rente daher weder rückwirkend für die Dauer des Beschwer deverfahrens noch pro futuro wäh- rend den künftigen Abklärungen zugesprochen werden. Es kann an dieser Stelle auf die in die- ser Hinsicht massgebende Rechtsprechung verwiesen werden, w onach der mit der revisions- weise verfügten Herabsetzung oder Aufhebung einer Rente verbundene Entzug der aufschie- benden Wirkung einer Beschwerde bei Rückweisung der St reitsache für den Zeitraum des er- neuten Abklärungsverfahrens bis zum Erlass der anschliessen d neu zu erlassenden Verfügung der IV-Stelle andauert (Urteile des Bundesgerichts 8 C_451/2010 vom 22. November 2010, ebenso 9C_519/2013). 8.3 Zusammengefasst ist die vorliegende Beschwerde in dem Sinne gutzuheissen, als die angefochtene Verfügung vom 19. Februar 2015 aufzuheb en und die Angelegenheit zur weite- ren Abklärung im Sinne der Erwägungen und zum Erlass ei ner neuen Verfügung an die IV- Stelle Basel-Landschaft zurückzuweisen ist. 9.1 Beim Entscheid über die Verlegung der Verfahrens - und der Parteikosten ist auf den Prozessausgang abzustellen. Hebt das Kantonsgericht eine bei ihm angefochtene Verfügung auf und weist es die Angelegenheit zum weiteren Vorgehen im Sinne der Erwägungen und zum Erlass einer neuen Verfügung an die IV-Stelle zurück, so gilt in prozessualer Hinsicht die Be- schwerde führende Partei als obsiegende und die IV-Stel le als unterliegende Partei (BGE 137 V 61 f. E. 2.1 und 2.2, BGE 132 V 235 E. 6.2, je mit Hinweisen). Seite 13 http://www.bl.ch/kantonsgericht 9.2 Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG sind Streitigkeiten um die Bewilligung oder die Verwei- gerung von IV-Leistungen vor dem kantonalen Versicherungsgericht kostenpflichtig. Die Verfah- renskosten werden gestützt auf § 20 Abs. 3 des kantonale n Gesetzes über die Verfassungs- und Verwaltungsprozessordnung (VPO) vom 16. Dezember 1 993 in der Regel in angemesse- nem Ausmass der unterliegenden Partei auferlegt. Als unterliegende Partei hätte in casu grund- sätzlich die IV-Stelle die Verfahrenskosten zu tragen. Es i st allerdings zu beachten, dass laut § 20 Abs. 3 Satz 3 VPO den Vorinstanzen - vorbehältlich des hier nicht interessierenden § 20 Abs. 4 VPO - keine Verfahrenskosten auferlegt werden. Dies hat zur Folge, dass für den vorlie- genden Prozess keine Verfahrenskosten erhoben werden. 9.3 Laut Art. 61 lit. g ATSG hat die obsiegende Beschw erde führende Person Anspruch auf Ersatz der Parteikosten. Der Beschwerdeführerin als obsi egende Partei ist deshalb eine Partei- entschädigung zu Lasten der IV-Stelle zuzusprechen. Die Rechtsvertreterin der Beschwerde- führerin hat in ihren Kostennoten vom 29. Mai und 3. September 2015 für das vorliegende Ver- fahren einen Zeitaufwand von insgesamt 12 ¼ Stunden ge ltend gemacht, was sich in Anbe- tracht der sich stellenden Sachverhalts- und Rechtsfrage n und der ergänzenden Eingaben um- fangmässig als angemessen erweist. Die Bemühungen sind zu d em in Sozialversicherungspro- zessen praxisgemäss für durchschnittliche Fälle zur Anwendun g gelangenden Stundenansatz von Fr. 250.— zu entschädigen. Nicht zu beanstanden sind s odann die in den beiden Kosten- noten ausgewiesenen Auslagen von insgesamt Fr. 69.—. Der Beschwerdeführerin ist deshalb insgesamt eine Parteientschädigung in der Höhe von Fr. 3‘374.45 (12 ¼ Stunden à Fr. 250.— zuzüglich Auslagen von Fr. 69.— zuzüglich 8 % Mehrwertsteue r) zu Lasten der IV-Stelle zuzu- sprechen. 10.1 Gemäss Art. 90 des Bundesgesetzes über das Bundesge richt (BGG) vom 17. Juni 2005 ist die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angel egenheiten an das Bundesgericht zuläs- sig gegen Entscheide, die das Verfahren abschliessen. Sel bständig eröffnete Zwischenent- scheide sind - mit Ausnahme der Zwischenentscheide über d ie Zuständigkeit und über Aus- standsbegehren (vgl. Art. 92 BGG) - nur mit Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenhei- ten anfechtbar, wenn sie einen nicht wieder gutzumachenden Nachteil bewirken können (Art. 93 Abs. 1 lit. a BGG) oder wenn die Gutheissung der Beschw erde sofort einen Endentscheid her- beiführen und damit einen bedeutenden Aufwand an Ze it oder Kosten für ein weitläufiges Be- weisverfahren ersparen würde (Art. 93 Abs. 1 lit. b BG G). Nach der bundesgerichtlichen Recht- sprechung handelt es sich bei einem Rückweisungsentscheid an den Versicherungsträger zur Aktenergänzung und anschliessenden Neuverfügung nicht um einen Endentscheid, sondern um einen Zwischenentscheid im Sinne von Art. 93 Abs. 1 BGG. Dies gilt auch für einen Rückwei- sungsentscheid, mit dem eine materielle Teilfrage (z.B. eine von mehreren materiellrechtlichen Anspruchsvoraussetzungen) beantwortet wird (BGE 133 V 4 81 f. E. 4.2). Eine Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten an das Bundesg ericht gegen dieses Urteil ist deshalb nur unter den in Art. 93 Abs. 1 BGG genannten Voraussetzungen zulässig. Ob diese erfüllt sind, entscheidet das Bundesgericht. Die nachstehende Rechtsmit telbelehrung erfolgt unter diesem ausdrücklichen Vorbehalt. Seite 14 http://www.bl.ch/kantonsgericht 10.2 Zu ergänzen bleibt, dass nach bundesgerichtlicher Praxis die in einem Rückweisungs- entscheid getroffene (Kosten- und) Entschädigungsregelun g - wie die Rückweisung im Haupt- punkt selbst - einen Zwischenentscheid (Art. 93 Abs. 1 BGG ) darstellt, der in der Regel keinen nicht wieder gutzumachenden Nachteil im Sinne von Art. 93 Abs. 1 lit. a BGG bewirkt und damit nicht selbstständig beim Bundesgericht angefochten werden kann. Ihre Anfechtung ist erst mit Beschwerde gegen den Endentscheid möglich. Entscheidet d ie Instanz, an welche die Sache zurückgewiesen wurde, in der Hauptsache voll zu Gunsten d er Beschwerde führenden Person, so kann die Kosten- oder Entschädigungsregelung im Rückwei sungsentscheid direkt innerhalb der Frist des Art. 100 BGG ab Rechtskraft des Endentsche ids mit ordentlicher Beschwerde beim Bundesgericht angefochten werden (BGE 133 V 648 E. 2.2, bestätigt im Urteil des Bun- desgerichts vom 30. Oktober 2008, 9C_567/2008, E. 2 ff.). Demgemäss wird e r k a n n t : ://: 1. Die Beschwerde wird in dem Sinne gutgeheissen , als die angefochtene Verfügung der IV-Stelle Basel-Landschaft vom 19. Febr uar 2015 auf- gehoben und die Angelegenheit zur weiteren Abklärung im Sinne der Erwägungen und zum Erlass einer neuen Verfügung an die IV-Stelle Basel-Landschaft zurückgewiesen wird. 2. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. 3. Die IV-Stelle Basel-Landschaft hat der Beschwerde führerin eine Par- teientschädigung in der Höhe von Fr. 3‘374.45 (inkl. Auslagen und 8 % Mehrwertsteuer) zu bezahlen.