<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2001.00107</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=106407&amp;W10_KEY=13013577&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2001.00107</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 16.11.2001</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">3. Abteilung/3. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Ãbriges Verwaltungsrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Einsicht in Dienstanweisungen</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Verweigerung der Bekanntgabe des Inhalts von Dienstanweisungen der Polizei (betr. Verhalten gegenüber Medienvertretern), Zuständigkeit des Verwaltungsgerichts: Die Verweigerung der Bekanntgabe ist als Zwischenentscheid zu werten, da es nach den konkreten Umständen den Beschwerdeführenden letztlich um die Anfechtung der Dienstanweisungen an sich geht (E. 1). Die Dienstanweisungen sind Verwaltungsverordnungen, also generell-abstrakte Bestimmungen mit beschränkter Bindungswirkung (wegen des auf die Angehörigen des Polizeikorps eingeschränkten Adressatenkreises) (E. 4). Generell-abstrakte Normen können vom VGr nicht überprüft werden. Dies gilt kraft § 43 Abs. 3 VRG auch für die Frage der Verweigerung der Bekanntgabe als Zwischenentscheid (E. 5 f.). </b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: DIENSTANWEISUNG">DIENSTANWEISUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: GENERELL-ABSTRAKT">GENERELL-ABSTRAKT</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: MEDIEN">MEDIEN</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: POLIZEI">POLIZEI</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: Besonderes Verwaltungsrecht (ohne...) ST: POLIZEI-, SICHERHEITS- UND ORDNUNGSRECHT">POLIZEI-, SICHERHEITS- UND ORDNUNGSRECHT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: PRESSE">PRESSE</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: VERWALTUNGSVERORDNUNG">VERWALTUNGSVERORDNUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ZUSTÃNDIGKEIT">ZUSTÃNDIGKEIT</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsprozessrecht UR: Kantonale Verwaltungsgerichtsbeschwerde ST: ZUSTÃNDIGKEIT DES VERWALTUNGSGERICHTS">ZUSTÃNDIGKEIT DES VERWALTUNGSGERICHTS</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ZWISCHENENTSCHEID">ZWISCHENENTSCHEID</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade">§ 19 VRG</span><br/><span class="gerade">§ 19c lit. II VRG</span><br/><span class="ungerade">§ 41 VRG</span><br/><span class="gerade">§ 43 lit. III VRG</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 3 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Einzug1"><span>I. A. Mit Schreiben vom 15. MÃ¤rz 2000 ersuchten die Gewerkschaft B und deren SektorprÃ¤sident A, das Polizeidepartement der Stadt ZÃ¼rich um Bekanntgabe des Inhalts der Dienstanweisung 8201 der Stadtpolizei ZÃ¼rich betreffend Orientierung der Massenmedien bei unfriedlichem Ordnungsdienst und der Dienstanweisung 8903 der Stadtpolizei ZÃ¼rich betreffend Bildaufnahmen von Polizeibeamtinnen/-beamten. Die Vorsteherin des Polizeidepartementes gab diesem Begehren mit VerfÃ¼gung vom 23. Mai 2000 nicht statt, und zwar im Wesentlichen mit der BegrÃ¼ndung, dass die genannten Dienstanweisungen keine Aussenwirkung entfalteten und daher kein Anlass bestehe, diese zugÃ¤nglich zu machen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>B. Eine gegen diese VerfÃ¼gung gerichtete Einsprache wies der Stadtrat mit Beschluss vom 4. Oktober 2000 ab, und zwar im Wesentlichen mit derselben BegrÃ¼ndung wie die Vorsteherin des Polizeidepartementes.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>II. Am 17. November 2000 erhoben die Gewerkschaft B und A Rekurs beim Bezirksrat ZÃ¼rich, welcher das Rechtsmittel mit PrÃ¤sidialverfÃ¼gung vom 21. November 2000 zustÃ¤ndigkeitshalber dem Statthalteramt Ã¼berwies. Am 21. Februar 2001 wies der Statthalter den Rekurs ab.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>III. Am 28. MÃ¤rz 2001 reichten A und die Gewerkschaft B Beschwerde beim Verwaltungsgericht ein. Sie beantragten, es sei die VerfÃ¼gung des Statthalters vom 21. Februar 2001 aufzuheben und es seien ihre ursprÃ¼nglichen AntrÃ¤ge im Einsprache- und Rekursverfahren gutzuheissen. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Das Statthalteramt ZÃ¼rich verzichtete mit Schreiben vom 6. April 2001 auf eine Vernehmlassung. Der Stadtrat von ZÃ¼rich beantragte in seiner Beschwerdeantwort vom 2. Mai 2001 Abweisung der Beschwerde.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Das Verwaltungsgericht zieht in ErwÃ¤gung:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>1. Das Verwaltungsgericht prÃ¼ft seine ZustÃ¤ndigkeit von Amtes wegen (§ 70 in Ver­bindung mit § 5 Abs. 1 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959/8. Juni 1997 [VRG]; Alfred KÃ¶lz/JÃ¼rg Bosshart/Martin RÃ¶hl, Kommentar zum Verwaltungsrechts­pflegegesetz des Kantons ZÃ¼rich, 2. A., ZÃ¼rich 1999, § 5 N. 3).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die BeschwerdefÃ¼hrenden verwiesen zur BegrÃ¼ndung ihres Begehrens vom 15. MÃ¤rz 2000, es sei ihnen der Inhalt der beiden Dienstanweisungen 8201 und 8903 bekannt zu geben, auf die bisher in dieser Angelegenheit gefÃ¼hrte Korrespondenz. Wie sich aus dieser Korrespondenz ergibt, verlangten die BeschwerdefÃ¼hrenden die Bekanntgabe der Dienstanweisungen deswegen, weil sie deren Anfechtung in Betracht zogen; um zu entscheiden, ob eine derartige Anfechtung gerechtfertigt sei, mÃ¼sse den Medienschaffenden der genaue Inhalt dieser sie betreffenden Dienstanleitungen bekannt gegeben werden (vgl. namentlich das Schreiben vom 20. September 1999 der Gewerkschaft B an die Vorsteherin des Polizeidepartements). </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die Vorsteherin des Polizeidepartements lehnte dieses Begehren mit Schreiben vom 23. Mai 2000 ab. Darin wird einleitend auf das gestellte Begehren und das hierfÃ¼r geltend gemachte Interesse (allfÃ¤llige Anfechtung der fraglichen Dienstanleitungen) bzw. die hierfÃ¼r vorgebrachte BegrÃ¼ndung (Anfechtbarkeit dieser Dienstanleitungen) Bezug genommen. BegrÃ¼ndet wird die Abweisung des Begehrens â wie schon in den vorangehenden Schreiben der Vorsteherin des Polizeidepartements â damit, dass diese Dienstanweisungen keine Aussenwirkungen im Sinn der einschlÃ¤gigen Rechtsprechung entfalteten und daher "keine geschÃ¼tzten Interessen an deren Anfechtung" bestÃ¼nden. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Bei dem das Begehren abweisenden Schreiben der Vorsteherin des Polizeidepartements handelt es sich um eine Anordnung (VerfÃ¼gung) im Sinn von § 19 VRG. Im Hinblick darauf, wie das Gesuch seitens der BeschwerdefÃ¼hrenden und dessen Ablehnung seitens der BehÃ¶rde begrÃ¼ndet worden ist, kommt indessen diese Anordnung einem Zwischenentscheid im Sinn von § 19 Abs. 2 VRG nÃ¤her als einem Endentscheid im Sinn von § 19 Abs. 1 VRG. Es rechtfertigt sich daher, bezÃ¼glich der Frage der Anfechtbarkeit dieser VerfÃ¼gung (Anfechtungsobjekt, Legitimation, ZustÃ¤ndigkeit) die fÃ¼r Zwischenentscheide geltenden GrundsÃ¤tze zu beachten. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>2. Der Stadtrat ZÃ¼rich hat die gegen die Abweisung des Begehrens erhobene Ein­sprache abgewiesen, desgleichen der Statthalter den gegen den Einspracheentscheid erhobenen Rekurs. Beide Instanzen haben dabei die Legitimation der Rekurrierenden nach § 21 lit. a VRG zu Recht bejaht. Als VerfÃ¼gungsadressaten waren die Rekurrierenden durch die Abweisung ihres Begehrens formell beschwert. Ferner ist ihnen dadurch ein Nachteil zugefÃ¼gt worden, der sich spÃ¤ter voraussichtlich nicht mehr beheben lÃ¤sst (§ 19 Abs. 2 VRG). Schliesslich waren Einsprache und Rekurs auch insofern zulÃ¤ssig, als die Einsprache- und die Rekursinstanz zur Behandlung entsprechender Rechtsmittel in der "Hauptsache" (Anfechtung der Dienstanleitungen) zustÃ¤ndig wÃ¤ren.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>3. Mit Bezug auf die vorliegende Beschwerde gegen den abweisenden Rekursentscheid des Statthalters ist die Legitimation zur Beschwerdeerhebung (§ 70 in Verbindung mit § 21 lit. a VRG) ebenfalls zu bejahen, desgleichen das Vorliegen einer anfechtbaren Anordnung im Sinn von § 48 Abs. 2 VRG (vgl. § 19 Abs. 2 VRG). Die Beschwerde erweist sich aber gleichwohl als unzulÃ¤ssig, weil der die Frage der sachlichen ZustÃ¤ndigkeit betreffende Ausschlussgrund von § 43 Abs. 3 VRG eingreift. Danach ist die Beschwerde unter anderem gegen Zwischenentscheide unzulÃ¤ssig, wenn die Beschwerde in der Hauptsache unzulÃ¤ssig ist. Dieser Ausschlussgrund ergibt sich schon aus dem Grundsatz der Ein­heit des Prozesses; er wÃ¼rde daher auch dann greifen, wenn er nicht ausdrÃ¼cklich normiert worden wÃ¤re; dementsprechend gilt der Ausschlussgrund Ã¼ber den Wortlaut von § 43 Abs. 3 VRG hinaus (welche Bestimmung lediglich Zwischenentscheide und solche Ã¼ber Ver­fahrenskosten und EntschÃ¤digungen nennt) auch fÃ¼r RÃ¼ckweisungsentscheide und Feststellungsentscheide (KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 43 N. 55 f.). </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Entsprechend dem genannten Grundsatz der Prozesseinheit hat das Verwaltungsgericht seine ZustÃ¤ndigkeit in einem Fall verneint, in denen der BeschwerdefÃ¼hrer vor Bezirks­rat erfolglos Einsicht in eigene Akten eines abgeschlossenen Verwaltungsstrafverfahrens wegen Widerhandlung gegen des Bundesgesetz Ã¼ber den Zivilschutz verlangt hatte (RB 1998 Nr. 27 = VGr, 29. April 1998, VB.1998.00122). Zwar geht es im vorliegenden Fall nicht um Akten (zum Begriff der Akten vgl. etwa § 3 der Akteneinsichtsverordnung der obersten Gerichte vom 16. MÃ¤rz 2001; LS 211.15), sondern um Dienstanweisungen. PrÃ¤judizielle Bedeutung kommt dem Urteil RB 1998 Nr. 27 aber insoweit zu, als auch in jenem Fall kein Zwischenentscheid im <i>engeren</i> Sinn, also keine prozessleitende Anordnung im Rahmen eines laufenden Verfahrens, angefochten war. Ausschlaggebend war in jenem Fall, in denen der Betroffene sein Akteneinsichtsbegehren auf § 17 des kantonalen Datenschutzgesetzes vom 6. Juni 1993 (LS 236.1) gestÃ¼tzt hatte, die ErwÃ¤gung, dass in Datenschutzstreitigkeiten der Weg an das Verwaltungsgericht nur offen stehe, wenn die im betreffenden Verfahren ergangenen Sach- und Erledigungsentscheide der verwaltungsgericht­lichen ÃberprÃ¼fung zugÃ¤nglich seien.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>4. Bei den vorstehend in Frage stehenden Dienstanweisungen handelt es sich um sogenannte Verwaltungsverordnungen. Derartige Dienstanweisungen sind <i>generell-ab­strakter</i> Natur, es sei denn, es handle sich um Weisungen fÃ¼r die Behandlung eines einzelnen bestimmten Falles (vgl. KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 50 N. 62), was hier nicht zutrifft. Der Rechtssatzcharakter wird den Verwaltungsverordnungen nach herrschender Lehre und Rechtsprechung nicht abgesprochen, weil ihre generell-abstrakte Natur verneint wÃ¼rde, son­dern wegen ihrer fehlenden oder jedenfalls nur beschrÃ¤nkten Bindungswirkung. Damit im Einklang steht auch die Praxis des Bundesgerichts betreffend ZulÃ¤ssigkeit der staatsrechtlichen Beschwerde. Da­nach werden Verwaltungsverordnungen unter bestimmten Voraussetzungen den "Erlassen" im Sinn von Art. 84 Abs. 1 des Bundesrechtspflegegesetzes vom 16. Dezember 1943 (OG) gleichgestellt, nÃ¤mlich dann, wenn sie indirekt geschÃ¼tzte Rechte des BÃ¼rgers berÃ¼hren und damit "<i>Aussenwirkungen</i>" entfalten und wenn gestÃ¼tzt auf sie <i>keine VerfÃ¼gungen</i> getroffen werden, deren Anfechtung dem Betroffenen mÃ¶glich und zumutbar ist (Walter KÃ¤lin, Das Verfahren der staatsrechtlichen Beschwerde, 2. A., Bern 1994, S. 142 ff.). Im vorliegenden Fall gehen auch die BeschwerdefÃ¼hrenden davon aus, dass die beiden in Frage stehenden Dienstanweisungen generell-abstrakter Natur sind. Sie argumentieren vorab damit, dass den beiden Dienstanleitungen Aussenwirkung im Sinn der bundesgesrichtlichen Praxis zukomme; ferner berufen sie sich auf den Grundsatz, dass generell-abstrakte Erlasse zu publizieren seien (vgl. auch Rechtsgutachten).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>5. Generell-abstrakte Erlasse sind nicht mit Beschwerde an das Verwaltungsgericht anfechtbar (KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, Vorbem. zu §§ 41-71 N. 5, § 50 N. 116). Kommunale Akte generell-abstrakter Natur sind mit verwaltungsinternem Rekurs anfechtbar, wobei gegen den erstinstanzlichen Rekursentscheid der BezirksbehÃ¶rde gestÃ¼tzt auf § 19c Abs. 2 VRG ein Weiterzug an den Regierungsrat mÃ¶glich ist (KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 19 N. 8, § 20 N. 24).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>6. Aufgrund dieser ErwÃ¤gungen ist die ZustÃ¤ndigkeit des Verwaltungsgerichts zu ver­­neinen. Massgebend dafÃ¼r ist wie ausgefÃ¼hrt, dass die BeschwerdefÃ¼hrenden ihr Gesuch um Bekanntgabe der Dienstanleitungen damit begrÃ¼ndet haben, sie hÃ¤tten ein schÃ¼tzenswer­tes Interesse daran, sich gegen einen mÃ¶glicherweise rechtswidrigen Inhalt dieser Dienst­­anweisungen auf dem Rechtsmittelweg wehren zu kÃ¶nnen. Diese Ausgangslage recht­fertigt es wie erwÃ¤hnt, die Ablehnung dieses Begehrens einem Zwischenentscheid gleichzustellen, womit der Ausschlussgrund von § 43 Abs. 3 VRG eingreift. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>7. Zu keinem anderen Schluss gelangt man, wenn man das weitergehende Interesse der BeschwerdefÃ¼hrenden als Medienschaffender bzw. gewerkschaftliche Vertretung in die Betrachtung miteinbezieht, die allfÃ¤llige Rechtswidrigkeit der beiden Dienstanweisungen im Zusammenhang mit polizeilichen Aktionen geltend zu machen, bei denen diese Dienstanweisung zur Anwendung gelangen: Sofern solche Vorkommnisse <i>zivil- oder strafrechtliche Verfahren</i> auslÃ¶sen, ist es Sache der fÃ¼r die betreffenden Verfahren zustÃ¤ndigen BehÃ¶r­den, Ã¼ber ein Begehren der Betroffenen um Einsichtnahme in die Dienstanleitungen zu be­finden, und eine verwaltungsgerichtliche ZustÃ¤ndigkeit wÃ¼rde nach § 41 VRG von vornherein entfallen. Sodann ist ungeachtet dessen, dass es sich zumeist um Realakte handeln wird, nicht auszuschliessen, dass in solchen AnwendungsfÃ¤llen ein <i>verwaltungsrechtliches</i> <br/> Verfahren durch ein Feststellungsbegehren der betroffenen Medienschaffenden ‑ betreffend die RechtmÃ¤ssigkeit einer bestimmten polizeilichen Handlung ‑ ausgelÃ¶st werden kÃ¶nnte. Sofern die ZulÃ¤ssigkeit des Feststellungsbegehrens bejaht wÃ¼rde, was durchaus in Betracht fÃ¤llt (VGr, 31. Mai 2001, VB.2001.00043, verÃ¶ffentlicht in http://www.vgrzh.ch/recht­spre­chung; KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 19 N. 10), wÃ¤re auch ein verwaltungsgerichtlicher Rechtsschutz gegeben, und zwar nicht nur mit Bezug auf das betreffende Feststellungsbegehren, sondern in dessen Zusammenhang vorausgehend auch mit Bezug auf die Einsichtnahme in die Dienstanweisungen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>8. Auf die Beschwerde ist demnach nicht einzutreten. Diese ist gestÃ¼tzt auf § 5 Abs. 2 VRG zur materiellen Beurteilung dem Regierungsrat zu Ã¼berweisen (vgl. vorn E. 5). Da die BeschwerdefÃ¼hrenden sich aufgrund der Rechtsmittelbelehrung veranlasst sehen konnten, Beschwerde beim Verwaltungsgericht einzureichen, sind die Gerichtskos­ten auf die Gerichtskasse zu nehmen. ParteientschÃ¤digungen sind nicht zuzusprechen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>DemgemÃ¤ss beschliesst das Verwaltungsgericht:</span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>1.<span> </span></span><span>Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten. Die Sache wird zur materiellen Beurteilung dem Regierungsrat Ã¼berwiesen.</span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>2. Die GerichtsgebÃ¼hr wird festgesetzt auf <br/> Fr. --.--; die Ã¼brigen Kosten betragen:<br/> Fr. --.-- Zustellungskosten,<br/> Fr. --.-- Total der Kosten.</span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>3.<span> </span></span><span>Die Gerichtskosten werden auf die Gerichtskasse genommen.</span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>...</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>