<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2005.00359</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=206016&amp;W10_KEY=13013560&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2005.00359</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 13.07.2006</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">3. Abteilung/3. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Das Bundesgericht hat eine staatsrechtliche Beschwerde gegen diesen Entscheid am 10.01.2007 abgewiesen.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Gesundheitswesen</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Bewilligung zur selbständigen Berufsausübung als Arzt</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Entzug der Bewilligung zur selbständigen ärztlichen Berufsausübung Zuständigkeit und Kognition des Verwaltungsgerichts (E. 1). Rechtsgrundlagen zu den Bewilligungsvoraussetzungen und zum Bewilligungsentzug (E. 2.1-2). Aufsicht der Gesundheitsdirektion über die Arztpersonen (E. 2.3). Die Unterzeichnung der angefochtenen Verfügung durch den stellvertretenden Generalsekretär der Direktion ist nicht zu beanstanden (E. 3.1.1). Den Anforderungen von Art. 6 EMRK wurde mit der Durchführung einer öffentlichen Schlussverhandlung Rechnung getragen (E. 3.2). Einzelne Beanstandungen: Rechnungstellung an Patienten über eine Aktiengesellschaft, von welcher der Beschwerdeführer angestellt ist und von welcher er einen sehr bescheidenen Lohn bezieht, um angeblich die finanzielle Lage zu verschleiern: Das kantonale Erfordernis der ärztlichen Berufsausübung im Namen und auf Rechnung des Praxisinhabers erweist sich nicht als bundesrechtswidrig (E. 3.3, 4.6). Mangelhafte Bereitschaft des Beschwerdeführers, gegenüber der Gesundheitsdirektion Auskunft zu den Beanstandungen zu erteilen (E. 3.4). Überhöhte und teilweise nicht auf einem belegbaren ärztlichen Aufwand beruhende Rechnungstellung (E. 4.1). Pauschalrechnungen sowie verlangte Barzahlung und infolgedessen Auseinandersetzung des Beschwerdeführers mit einer Krankenkasse (E. 4.2). Mangelhafte Auskündung; Unklarheit, ob bzw. in welcher Art überhaupt eine Arztpraxis vorhanden ist; mangelhafte Erreichbarkeit (E. 4.3). Auskündung als "Not(fall)arzt" ohne entsprechende Fachausbildung; intransparente Organisation des Notfalldienstes (E. 4.4). Unklare Verhältnisse in Bezug auf die Berufshaftpflichtversicherung; ungenügende Auskunft über den Abschluss eines Strafverfahrens (E. 4.5). Drohungen des Beschwerdeführers mit Strafanzeigen und anderen rechtlichen Schritten sowie Einleitung solcher Verfahren (E. 4.7). Zusammenfassende Würdigung: Die Vertrauenswürdigkeit ist nicht mehr gegeben. Eine Bereitschaft zu einer Verhaltensänderung ist nicht ersichtlich (E. 4.8) Abweisung. Frist von 90 Tagen zur Aufgabe der Praxis (E. 5).</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ARZT">ARZT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ARZTPRAXIS">ARZTPRAXIS</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ARZTWERBUNG">ARZTWERBUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: AUSKÃNDUNG">AUSKÃNDUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: Gesundheit ST: BERUFSAUSÃBUNG">BERUFSAUSÃBUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: BERUFSPFLICHT">BERUFSPFLICHT</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: BEWILLIGUNGSENTZUG">BEWILLIGUNGSENTZUG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: PFLICHTVERLETZUNG">PFLICHTVERLETZUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: RECHNUNGSTELLUNG">RECHNUNGSTELLUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: VERTRAUENSWÃRDIGKEIT">VERTRAUENSWÃRDIGKEIT</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade">§ 7 Abs. I lit. a aGesundheitsG</span><br/><span class="gerade">§ 7 Abs. III aGesundheitsG</span><br/><span class="ungerade">§ 8 Abs. I aGesundheitsG</span><br/><span class="gerade">§ 9 aGesundheitsG</span><br/><span class="ungerade">§ 11 aGesundheitsG</span><br/><span class="gerade">§ 16 Abs. I aGesundheitsG</span><br/><span class="ungerade">§ 12 Abs. I ÃrzteV</span><br/><span class="gerade">§ 14 ÃrzteV</span><br/><span class="ungerade">§ 15 ÃrzteV</span><br/><span class="gerade">§ 21 ÃrzteV</span><br/><span class="ungerade">Art. 36a KVG</span><br/><span class="gerade">Art. 42 KVG</span><br/><span class="ungerade">Art. 55a KVG</span><br/><span class="gerade">§ 19a Abs. II Ziff. 2 VRG</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 3 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Sachverhalt1"><b>I. </b> </p> <p class="Sachverhalt2"><b>A. </b>Am 19. Oktober 1982 erteilte die Direktion der Gesundheit des Kantons ZÃ¼rich (fortan: Gesundheitsdirektion) A die Bewilligung zur AusÃ¼bung der selbstÃ¤ndigen Ã¤rztlichen TÃ¤tigkeit (fortan: Praxisbewilligung) im Sinne der §§ 8 Abs. 1 und 16 Abs. 1 des Gesundheitsgesetzes vom 4. November 1962 (GesundheitsG). Seine Praxis befand sich ab 1. August 1982 an der L-Strasse in U. Aufgrund wechselnder Aufenthaltsorte As lÃ¶schte die Gesundheitsdirektion dessen Praxisbewilligung mit VerfÃ¼gung vom 26. April 1983; auf einen dagegen erhobenen Rekurs trat der Regierungsrat nicht ein. </p> <p class="Sachverhalt2"><b>B. </b>Am 28. August 1984 meldete der Heimarzt des Alters- und Pflegeheims M in V, dass die Ã¼ber 80 Jahre alte und pflegebedÃ¼rftige E.d.V. von A und ihrer HaushÃ¤lterin, ohne jemanden zu informieren, in ihre Wohnung in X verbracht worden sei. A stellte in der Folge Rechnung Ã¼ber rund Fr. 30'000.- fÃ¼r seinen Aufwand (Behandlung vom 23. August bis 31. Dezember 1984), wobei er Ã¤rztliche und nichtÃ¤rztliche Leistungen teilweise miteinander vermischte. Im Rahmen des RÃ¼ckzugs seines neuen Gesuchs um Erteilung einer Praxisbewilligung hielt die Gesundheitsdirektion am 9. Januar 1985 fest, dass die VertrauenswÃ¼rdigkeit As aufgrund der VorgÃ¤nge im Krankenheim M stark eingeschrÃ¤nkt sei. Am 14. Januar 1985 erhob sie Strafanzeige gegen ihn, weil er ohne Behandlungsauftrag des Ãrzteverbandes und ohne Vorliegen eines Notfalls gehandelt und seine Ã¼berhÃ¶hte Rechnung direkt dem Beistand von E.d.V. gesandt habe. Der Einzelrichter in Strafsachen am Bezirksgericht X gelangte am 13. Januar 1986 zu einem vollstÃ¤ndigen Freispruch. Einen von der Staatsanwaltschaft erhobenen Rekurs Ã¼ber die Kostenfolgen hiess das Obergericht des Kantons ZÃ¼rich mit Urteil vom 3. Februar 1987 gut und auferlegte A die Kosten der Untersuchung und des erstinstanzlichen Gerichtsverfahrens, weil er das Verfahren leichtfertig verursacht habe. </p> <p class="Sachverhalt2"><b>C. </b>Ein von A am 31. Januar 1985 gestelltes weiteres Gesuch um Erteilung der Praxisbewilligung lehnte die Gesundheitsdirektion auf unbestimmte Zeit ebenso ab wie der Regierungsrat am 1. Oktober 1986 den dagegen erhobenen Rekurs. Das angerufene Verwaltungsgericht wies die Beschwerde As mit Entscheid vom 11. MÃ¤rz 1987 ab, soweit es darauf eintrat, beschrÃ¤nkte allerdings die Wartefrist zur Einreichung eines neuen Gesuchs auf Anfang 1988. Das von A angerufene Bundesgericht hob den Entscheid des Verwaltungsgerichts nur insofern auf, als ihm darin eine Wartefrist auferlegt worden war. Am 8. Dezember 1987 erteilte ihm die Gesundheitsdirektion die Praxisbewilligung mit der Praxisadresse "N-Strasse, W".</p> <p class="Sachverhalt2">Ab 5. Dezember 1990 pries sich A unter der Anschrift "Postlagernd, X" fÃ¼r Hausbesuche an, ohne eine Praxisadresse anzuge­ben; erreichbar war er nur Ã¼ber eine Telefonnummer. Die Gesundheitsdirektion verlangte in der Folge eine konkrete Praxisanschrift, deren Angabe A verweigerte; er liess schliesslich auf "DienstrÃ¤umlichkeiten" an der O-Strasse in X hinweisen.</p> <p class="Sachverhalt2"><b>D. </b>Im Zusammenhang mit den VorfÃ¤llen um E.d.V. und die erstrittene Praxisbewilligung sowie um das damals (FrÃ¼hjahr 1986) umstrittene Abgabeverbot von Spritzen an DrogensÃ¼chtige fÃ¼hrte A eine eigentliche Kampagne gegen den damaligen Kantonsarzt Prof. K., ging aber auch gegen verschiedene andere Personen oder Institutionen vor. So erhob er am 3. April 1986 Strafanzeige gegen Prof. K. mit dem Vorwurf, dieser habe ihm gegenÃ¼ber ein Berufsverbot verhÃ¤ngt, weil er dem Ãrzteverband des Bezirks X verboten habe, ihn fÃ¼r Notfalldienste einzusetzen. Die Bezirksanwaltschaft X stellte das Verfahren am 6. Juni 1988 ein. Am 30. Juni 1986 reichte A beim ZÃ¼rcher Kantonsrat eine Einzelinitiative "fÃ¼r die Entlassung von Beamten aus dem Staatsdienst" ein, die sich gegen den damaligen Kantonsarzt wegen des erlassenen Spritzenabgabeverbots richtete. Am 21. Januar 1987 erhob A Klage gegen denselben wegen Ehrverletzung im Zusammenhang mit dem "Fall" E.d.V.; am 25. Mai 1987 zog er die Klage zurÃ¼ck. Mit Einzelinitiative vom 26. Februar 1987 verlangte A die Einsetzung einer "vollkommen unabhÃ¤ngigen Disziplinarkommission fÃ¼r kantonale Beamte", was sich gegen den damaligen Kantonsarzt im Zusammenhang mit dem Spritzenabgabeverbot richtete. Mehrere Strafanzeigen As im selben Zusammenhang gegen den Kantonsarzt nahm die Staatsanwaltschaft mit VerfÃ¼gung vom 30. Oktober 1987 nicht anhand. Den dagegen erhobenen Rekurs wies die Justizdirektion mit VerfÃ¼gung vom 17. Dezember 1987 ab, das Bundesgericht am 17. Mai 1988 die dagegen eingelegte staatsrechtliche Beschwerde. Die Strafuntersuchung wegen der Strafanzeige As vom 5. Dezember 1986 gegen Prof. K. wegen Verletzung des Amts-, eventuell des Berufsgeheimnisses bezogen auf den "Fall" E.d.V. stellte die Bezirksanwaltschaft X ein. Ebenso verfuhr sie mit der Strafanzeige wegen Amtsgeheimnisverletzung gegen den Regierungsrat. Die dagegen erhobene staatsrechtliche Beschwerde wies das Bundesgericht am 3. November 1988 ab. Am 13. Mai 1988 stellte A bei der Ãrztegesellschaft des Kantons ZÃ¼rich Antrag auf Ausschluss von Kantonsarzt Prof. K. Am 27. Juni 1988 erhob er Zivilklage auf Schadenersatz gegen den Kantonsarzt und den Heimarzt des Krankenheims M wegen Nichterteilung der Praxisbewilligung im Anschluss an den "Fall" E.d.V. Das Bezirksgericht X trat am 10. Januar 1989 darauf nicht ein. Gegen diverse Beklagte erhob er am 14. Februar 1989 Klage wegen Verletzung in den persÃ¶nlichen VerhÃ¤ltnissen, worauf das Bezirksgericht Horgen am 28. April 1989 nicht eintrat.</p> <p class="Sachverhalt2"><b>E. </b>Nachdem A BetÃ¤ubungsmittel-Rezeptscheine bestellt hatte, bat die Kantonale Heilmittelkontrolle am 11. Februar 1991 um Angabe der Praxisadresse, worauf er mit der Androhung einer Strafanzeige reagierte, falls er die verlangten RezeptblÃ¶cke nicht innert fÃ¼nf Tagen erhalte. Am 2. April 1992 liess er das "skandalÃ¶se Verhalten" der involvierten BehÃ¶rden beanstanden und erneut die Zustellung der RezeptblÃ¶cke verlangen, wobei er als Anschrift erstmals die L-Strasse in U angab. Darauf wurden ihm diese dahin zugestellt. Am 27. Januar 1993 fÃ¼hrte A wegen der Verweigerung der BetÃ¤ubungsmittel-Rezeptscheine Haftungsklage gegen den Staat ZÃ¼rich und verlangte Schadenersatz von rund Fr. 4'000.-; das Bezirksgericht X wies die Klage am 2. MÃ¤rz 1994 ab, ebenso verfuhr das Obergericht am 15. Juni 1994 mit der dagegen erhobenen Nichtigkeitsbeschwerde.</p> <p class="Sachverhalt2"><b>F. </b>BezÃ¼glich der Patientin A.O., die A gemÃ¤ss Presseberichten und der Patientenstelle X aufgrund einer telefonischen Diagnose notfallmÃ¤ssig in die Klinik Rheinau eingewiesen haben soll, bat er die Gesundheitsdirektion um Entbindung von der Schweigepflicht. Mangels Kautionsleistung trat die Direktion am 1. November 1993 auf das Gesuch nicht ein; ebenso verfuhren der Regierungsrat mit dem dagegen erhobenen Rekurs am 7. Dezember 1994 und das Verwaltungsgericht mit der dagegen eingelegten Beschwerde. Einer Klage As gegen den Verein Patientenstelle X wegen Verletzung in den persÃ¶nlichen VerhÃ¤ltnissen im Zusammenhang mit den VorgÃ¤ngen um A.O. war kein Erfolg beschieden.</p> <p class="Sachverhalt2"><b>G. </b>Am 4. Juni 1993 stellte A das Gesuch um Bewilligung fÃ¼r die Behandlung von Methadon-Patienten an den damaligen Kantonsarzt Dr. G., was ihm die Gesundheitsdirektion mangels fester Praxisadresse und fehlender jederzeitiger Erreichbarkeit verweigerte. Auf ein WiedererwÃ¤gungsgesuch trat die Gesundheitsdirektion am 28. Januar 1994 nicht ein. Ebenso verfuhr der Regierungsrat mit dem dagegen erhobenen Rekurs. Das Verwaltungsgericht hiess im Entscheid vom 13. Juli 1995 die Beschwerde von A insofern teilweise gut, als der Regierungsrat dessen Gesuch um GewÃ¤hrung der unentgeltlichen Rechtspflege nicht beachtet hatte. Mit Beschluss vom 28. Mai 1997 gewÃ¤hrte der Regierungsrat A die unentgeltliche Rechtspflege, wies den Rekurs jedoch ab. Eine dagegen erhobene Beschwerde wies das Verwaltungsgericht zur Verbesserung wegen ungebÃ¼hrlichen Inhalts an A zurÃ¼ck; in der verbesserten Beschwerdeschrift lehnte er alle Verwaltungsrichter ab, die "Geheimjustiz" betrieben. Mit Entscheid vom 27. November 1997 wies das Verwaltungsgericht die Beschwerde ab. Gleich verfuhr das Bundesgericht am 16. Oktober 1998 mit der dagegen erhobenen staatsrechtlichen Beschwerde. Die Methadonbewilligung erhielt A am 6. Januar 1999, nachdem er "DienstrÃ¤umlichkeiten" an der O-Strasse in X angegeben hatte.</p> <p class="Sachverhalt2"><b>H. </b>Die Patientenstelle X gelangte schon 1993 und 1995 an die Gesundheitsdirektion und deren Vorsteherin wegen diverser Klagen von Patienten Ã¼ber A wegen Ã¼berhÃ¶hter Rechnungen, unkorrekter Behandlungen und behaupteter Fehldiagnosen, wozu sie auf mehrere konkrete FÃ¤lle verwies. A Ã¤usserte sich zu Anfragen der Patientenstelle nicht. Weitere Personen beklagten sich 1996, 1998 und 2003 Ã¼ber die Behandlung durch ihn, wobei sein Verhalten nicht in allen FÃ¤llen zu beanstanden war. Am 26. Oktober 2004 wandte sich die G-Krankenkasse-Versicherung an die Gesundheitsdirektion und wies darauf hin, dass A bei fÃ¼nf Patienten nicht kontrollierbare Pauschalabrechnungen gestellt und gleich in bar eingezogen habe, obwohl er dem Tiers payant angeschlossen sei (Tiers payant: Die Rechnung geht vom Arzt direkt an den Versicherer, die Zahlung entsprechend vom Versicherer ohne Umweg an den Arzt).</p> <p class="Sachverhalt2"><b>I. </b>Am 10. Februar 2005 wandte sich die Gesundheitsdirektion an A und hiess ihn Stellung zu den einzeln aufgefÃ¼hrten VorwÃ¼rfen nehmen; dieser liess SÃ¤mtliches bestreiten, hielt die VorwÃ¼rfe fÃ¼r nicht nachvollziehbar und stellte die Frage, was ihm konkret eigentlich vorgeworfen werde. Mit VerfÃ¼gung vom 12. September 2005 entzog die Gesundheitsdirektion A die Praxisbewilligung auf unbestimmte Zeit und dem Lauf der Beschwerdefrist sowie einer allfÃ¤lligen Beschwerde die aufschiebende Wirkung.</p> <p class="Sachverhalt1"><b>II. </b> </p> <p class="Urteilstext">Das von A angerufene Verwaltungsgericht stellte am 30. September 2005 die aufschiebende Wirkung wieder her (Prot. S. 3-5). Am 13. Oktober 2005 liess A am Verwaltungsgericht Beschwerde gegen die VerfÃ¼gung der Gesundheitsdirektion vom 12. September 2005 erheben und deren Aufhebung beantragen. In der Beschwerdeantwort vom 28. November 2005 beantragte die Gesundheitsdirektion Abweisung der Beschwerde und brachte verschiedene Noven vor. Mit VerfÃ¼gung vom 16. Januar 2006 wurde A, der aus erledigten und nicht mehr weiterziehbaren Verfahren vor zÃ¼rcherischen Gerichtsinstanzen weit Ã¼ber Fr. 100'000.- schuldig ist, eine Kaution von Fr. 5'000.- auferlegt. Die Kaution wurde rechtzeitig geleistet (Prot. S. 7). Mit VerfÃ¼gung vom 15. MÃ¤rz 2006 erhielt A Gelegenheit, zu gewissen, von der Beschwerdegegnerin in der Beschwerdeantwort vorgebrachten Noven Stellung zu nehmen (Prot. S. 9). Die Stellungnahme erfolgte am 24. April 2006. Am 9. Mai 2006 reichte er noch Unterlagen nach. Ausserdem hielt er am Antrag auf DurchfÃ¼hrung einer Ã¶ffentlichen mÃ¼ndlichen Verhandlung fest. Am 5. Juli 2005 fand eine Ã¶ffentliche Schlussverhandlung statt.</p> <p class="Einzug1"><span>Die Kammer</span><span> zieht in ErwÃ¤gung:</span></p> <p class="Erwgung1"><b>1. </b> </p> <p class="Urteilstext"><span>Das Verwaltungsgericht ist zur Behandlung der gegen die VerfÃ¼gung der Gesundheitsdirektion vom 12. September 2005 erhobenen Beschwerde sachlich und funktionell zustÃ¤ndig (§ 41 Abs. 1 und § 19a Abs. 2 Ziff. 2 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 [VRG]; Alfred KÃ¶lz/JÃ¼rg Bosshart/Martin RÃ¶hl, Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons ZÃ¼rich, 2. A., ZÃ¼rich 1999, § 19a N. 4). Der angefochtene Entscheid unterliegt im Verfahren der Direktbeschwerde nicht nur der Rechts-, sondern auch der Ermessenskontrolle (§ 50 Abs. 3 VRG). </span></p> <p class="Erwgung1"><b>2. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>2.1 </b>Nach § 7 Abs. 1 lit. a GesundheitsG ist eine Bewilligung der Direktion des Gesundheitswesens erforderlich, um gegen Entgelt oder berufsmÃ¤ssig Krankheiten, Verletzungen oder sonstige gesundheitliche StÃ¶rungen festzustellen und zu behandeln oder Ã¼berhaupt medizinische Verrichtungen vorzunehmen. GemÃ¤ss § 1 Abs. 1 lit. a und d der Ãrzteverordnung vom 6. Mai 1998 (ÃrzteV) bedÃ¼rfen einer Bewilligung der Gesundheitsdirektion zur selbstÃ¤ndigen TÃ¤tigkeit die Ãrztinnen und Ãrzte mit privater Praxis und alle anderen Ãrztinnen und Ãrzte, die Kranke untersuchen oder behandeln, ohne dabei im Namen einer praxisberechtigten Person tÃ¤tig zu sein. Die Bewilligung zur selbstÃ¤ndigen BerufsausÃ¼bung wird bis zum Ablauf des 70. Altersjahrs erteilt und kann fÃ¼r jeweils drei Jahre erneuert werden, sofern die Voraussetzungen nach § 8 GesundheitsG fortbestehen (§ 1 Abs. 3 ÃrzteV). Der Inhaber der Bewilligung hat die bewilligte TÃ¤tigkeit persÃ¶nlich auszuÃ¼ben. Die Praxis der Ãrzte sind im Namen und auf Rechnung des Inhabers der Bewilligung zu fÃ¼hren (§ 10 Abs. 1, 11 Satz 1 GesundheitsG). </p> <p class="Erwgung2"><b>2.2 </b>Die Direktion des Gesundheitswesens erteilt die Praxisbewilligung, wenn der Gesuchsteller das eidgenÃ¶ssische Arztdiplom besitzt, die durch dieses Gesetz verlangten Anforderungen erfÃ¼llt, vertrauenswÃ¼rdig ist und nicht an einem geistigen oder kÃ¶rperlichen Gebrechen leidet, das ihn zur BerufsausÃ¼bung offensichtlich unfÃ¤hig macht (§§ 8 Abs. 1 und 16 Abs. 1 GesundheitsG). Die in § 8 Abs. 1 GesundheitsG erwÃ¤hnte VertrauenswÃ¼rdigkeit besteht nicht nur im VerhÃ¤ltnis zwischen Arzt und Patient, sondern grundsÃ¤tzlich auch zwischen Arzt und BehÃ¶rde, insbesondere in Form korrekter Zusammenarbeit (dazu BGr, Urteil vom 18. Mai 2005, 2P.310/2004, E. 4.4.2, www.vgrzh.ch). Dieses Vertrauens erweist sich ein Arzt dann als wÃ¼rdig, wenn von ihm aufgrund seiner bisherigen BerufstÃ¤tigkeit und LebensfÃ¼hrung erwartet werden darf, dass er bei der selbstÃ¤ndigen AusÃ¼bung seines Berufs alle notwendige Sorgfalt anwenden wird (§ 12 Abs. 1 GesundheitsG). Dabei hat der Arzt grundsÃ¤tzlich fÃ¼r jede Pflichtverletzung einzustehen (BGE 120 II 248 E. 2c). Daneben muss die BehÃ¶rde die Gewissheit haben, dass sich der praktizierende Arzt an die Gesundheitsgesetzgebung und an die Weisungen der AufsichtsbehÃ¶rde hÃ¤lt (vgl. § 7 Abs. 3 GesundheitsG). Nach § 9 Abs. 1 GesundheitsG kann die Gesundheitsdirektion die Bewilligung entziehen, wenn deren Voraussetzungen nicht mehr vorhanden sind oder wenn den BehÃ¶rden nachtrÃ¤glich Tatsachen zur Kenntnis gelangen, auf Grund derer die Bewilligung hÃ¤tte verweigert werden mÃ¼ssen. </p> <p class="Urteilstext">An die VertrauenswÃ¼rdigkeit eines Arztes, dem Leib und Leben von Menschen anvertraut sind, sind strenge Anforderungen zu stellen. Es ist geboten, bei der Prognose Ã¼ber das zukÃ¼nftige Geschehen das berufliche und das ausserberufliche Verhalten des Arztes aus Gegenwart und Vergangenheit mitzuberÃ¼cksichtigen, um ein Bild von der PersÃ¶nlichkeit zu gewinnen, der Zutrauen zu gewÃ¤hren oder zu versagen ist. Beim Entscheid Ã¼ber die VertrauenswÃ¼rdigkeit sind alle VorfÃ¤lle, die dem Arzt vorgeworfen werden, in ihrer Gesamtheit zu wÃ¼rdigen (RB 1966 Nr. 71). </p> <p class="Erwgung2"><b>2.3 </b>Die Inhaber der Bewilligung unterstehen der Aufsicht der Gesundheitsdirektion (§ 7 Abs. 3 GesundheitsG). Die Ãrzteverordnung enthÃ¤lt Vorschriften Ã¼ber die PraxisfÃ¼hrung. Bestimmte VorgÃ¤nge, wie unter anderen die ErÃ¶ffnung, Verlegung und Aufgabe einer Praxis, Namenswechsel der praxisberechtigten Person, AusÃ¼bung der PraxistÃ¤tigkeit an mehr als einem Standort und die regelmÃ¤ssige selbstÃ¤ndige BerufsausÃ¼bung in fremden PraxisrÃ¤umlichkeiten sind der Gesundheitsdirektion schriftlich zu melden (§ 12 Abs. 1 ÃrzteV). Die praxisberechtigten Personen mÃ¼ssen fÃ¼r die Betreuung ihrer Patientinnen und Patienten in NotfÃ¤llen besorgt sein (§ 14 Satz 1 ÃrzteV). Die Gesundheitsdirektion ist sodann befugt, jederzeit unangemeldete Kontrollen und Inspektionen durchzufÃ¼hren, Beweismittel zu erheben, nicht bewilligte Praxen zu schliessen sowie die Beseitigung unerlaubter Behandlungsmittel und rechtswidriger AuskÃ¼ndungen zu veranlassen (§ 21 ÃrzteV). </p> <p class="Erwgung1"><b>3. </b> </p> <p class="Erwgung2">Vorerst gilt es gewisse Vorbringen in formeller Hinsicht zu klÃ¤ren.</p> <p class="Erwgung2"><b>3.1 </b>Der BeschwerdefÃ¼hrer bezichtigt die Beschwerdegegnerin, nicht alle Akten eingereicht zu haben; ausserdem erkennt er einen Formfehler in der Unterzeichnung der angefochtenen VerfÃ¼gung.</p> <p class="Erwgung3"><b>3.1.1 </b>Der BeschwerdefÃ¼hrer bezweifelt die Unterschriftsberechtigung von "lic.iur. C, stv. GeneralsekretÃ¤r", der die angefochtene VerfÃ¼gung unterzeichnete, zu Unrecht, wie sich aus dem Organigramm der Beschwerdegegnerin ergibt. Fehl geht ferner sein Hinweis auf das Gesetz betreffend die Organisation und GeschÃ¤ftsfÃ¼hrung des Regierungsrates und seiner Direktionen vom 26. Februar 1899. Nach dessen § 51 Abs. 1 sind zwar BeschlÃ¼sse und VerfÃ¼gungen, welche Ã¶ffentlich bekannt gemacht werden, vom PrÃ¤sidenten bzw. Direktor und SekretÃ¤r zu unterzeichnen. Dagegen ist nach Abs. 2 derselben Bestimmung unteren BehÃ¶rden und Privaten die Erledigung eines GeschÃ¤ftes durch Protokollauszug, vom SekretÃ¤r unterzeichnet, zur Kenntnis zu bringen. Vorliegend fehlt es an einer Ã¶ffentlich bekannt gemachten VerfÃ¼gung. Ausserdem ist es allgemein anerkannt, dass der Stellvertreter eines FunktionstrÃ¤gers im Vertretungsfall Ã¼ber die gleichen Kompetenzen verfÃ¼gt wie der eigentliche FunktionstrÃ¤ger. Im Ãbrigen stellt die Unterschrift kein allgemeines GÃ¼ltigkeitserfordernis dar, mindestens dann nicht, wenn das Gesetz neben der schriftlichen Form nicht ausdrÃ¼cklich die handschriftliche Unterzeichnung durch den fÃ¼r den Verwaltungsakt zustÃ¤ndigen Bediensteten verlangt (KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 10 N. 19). Der BeschwerdefÃ¼hrer legt eine entsprechende Vorschrift fÃ¼r die angefochtene VerfÃ¼gung nicht dar. </p> <p class="Erwgung3"><b>3.1.2 </b>Soweit der BeschwerdefÃ¼hrer neu geltend macht, die Beschwerdegegnerin habe nicht alle Akten zur VerfÃ¼gung gestellt, was eine "Diskriminierung" darstelle, unterlÃ¤sst er es, dies nÃ¤her zu substantiieren. Nach dem AusgefÃ¼hrten wÃ¤re sein Vorbringen als unechtes Novum ohnehin nicht mehr zulÃ¤ssig. Im Ãbrigen hÃ¤lt er selber diesen Vorwurf fÃ¼r nicht prozessentscheidend, weshalb sich weitere AusfÃ¼hrungen darÃ¼ber erÃ¼brigen (Prot. S. 14). </p> <p class="Erwgung2"><b>3.2 </b>Der BeschwerdefÃ¼hrer verlangt, dass das Verfahren betreffend Entzug der Berufsbewilligung die Erfordernisse von Art. 6 der EuropÃ¤ischen Menschenrechtskonvention (EMRK) erfÃ¼llen mÃ¼sse. Konkret stellt er Antrag auf DurchfÃ¼hrung einer Ã¶ffentlichen mÃ¼ndlichen Verhandlung.</p> <p class="Erwgung3">Mit der DurchfÃ¼hrung einer Ã¶ffentlichen Schlussverhandlung am 5. Juli 2006, in deren Rahmen sich die Parteien Ã¤ussern konnten, ist dem Antrag des BeschwerdefÃ¼hrers entsprochen worden. Die VerhandlungsÃ¶ffentlichkeit dient allerdings nicht dazu, ein mÃ¼ndliches Beweisverfahren durchzufÃ¼hren und entscheidrelevantes Tatsachenmaterial nachzubringen (dazu exemplarisch VGr, 3. Mai 2006, PB.2005.00036, E. 2.1.2, www.vgrzh.ch).</p> <p class="Erwgung2"><b>3.3 </b>Der BeschwerdefÃ¼hrer gesteht sodann zu, dass die Rechnungen fÃ¼r von ihm vorgenommene Ã¤rztliche Behandlungen nicht in seinem Namen, sondern unter dem Namen der Firma H (fortan Firma) ausgestellt werden, die Honorare der Versicherten oder Versicherer dieser Gesellschaft zufliessen und er im Auftrag dieser Gesellschaft tÃ¤tig sei. Die erwÃ¤hnte Firma bezahlte ihm im Jahr 2004 ein <i>vereinbartes</i> Jahreshonorar von Fr. 38'940.-, wobei deren Aktienkapital Fr. 300'000.- betrÃ¤gt und die Lebenspartnerin des BeschwerdefÃ¼hrers einziges Mitglied des Verwaltungsrates mit Einzelunterschrift ist. GemÃ¤ss dem Bericht des Konkordates der Schweizerischen Krankenkassen vom 10. Dezember 1993 generierte der BeschwerdefÃ¼hrer allerdings schon im zweiten Behandlungsjahr Fr. 453'742.- an Arztkosten; demgegenÃ¼ber nimmt sich das vereinbarte Honorar von rund Fr. 39'000.- sehr bescheiden aus. Inwieweit die Firma dem BeschwerdefÃ¼hrer dazu dient, nach dem am 3. August 1995 erfolgten Konkurs gegenÃ¼ber Forderungen die Einrede fehlenden neuen VermÃ¶gens geltend zu machen (Prot. S. 14; Art. 265 Abs. 2, 265a Abs. 1 und 2 des Bundesgesetzes Ã¼ber Schuldbetreibung und Konkurs vom 11. April 1889), weil er die HÃ¶he seines Honorars mit der erwÃ¤hnten Firma jÃ¤hrlich "vereinbart", braucht an dieser Stelle nicht abschliessend geprÃ¼ft zu werden. </p> <p class="Erwgung3"><b>3.3.1 </b>Die Anforderungen an den Inhaber der Praxisbewilligung (vorn E. 2.1+2) sprechen dafÃ¼r, dass die Praxisbewilligung grundsÃ¤tzlich an eine natÃ¼rliche Person gebunden ist und eine Arztpraxis nicht von einer juristischen Person betrieben werden darf, was der BeschwerdefÃ¼hrer unter Hinweis auf Art. 36a und Art. 55a des Bundesgesetzes vom 18. MÃ¤rz 1994 Ã¼ber die Krankenversicherung (KVG) bestreitet. Er geht sogar soweit, § 11 des Gesundheitsgesetzes als bundesrechtwidrig zu bezeichnen.</p> <p class="Erwgung3"><b>3.3.2 </b>Vorerst stellt sich die Frage, ob das Verwaltungsgericht § 11 GesundheitsG auf Ãbereinstimmung mit Art. 36a KVG hin prÃ¼fen darf. Das ist zu bejahen. Der BeschwerdefÃ¼hrer kann â wie vorliegend â geltend machen, der fragliche Akt sei deshalb aufzuheben, weil die ihm zugrundeliegende Gesetzesbestimmung selber hÃ¶herrangigem Recht, insbesondere der Verfassung, widerspreche. Mit dieser RÃ¼ge verlangt er, dass die fragliche Bestimmung akzessorisch, das heisst in Verbindung mit dem angefochtenen Rechtsanwendungsakt, auf Vereinbarkeit mit hÃ¶herrangigem Recht Ã¼berprÃ¼ft werde. Dabei beschrÃ¤nkt sich die Befugnis des Verwaltungsgerichts zur akzessorischen Normenkontrolle unter anderen auf kantonale Gesetze und Verordnungen (KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 50 N. 117 f.). Das Gericht ist demnach befugt, § 11 GesundheitsG auf Ãbereinstimmung mit (hÃ¶herrangigem) Bundesrecht zu Ã¼berprÃ¼fen.</p> <p class="Erwgung3"><b>3.3.3 </b>Nach Art. 36a KVG sind Einrichtungen, die der ambulanten Krankenpflege durch Ãrzte und Ãrztinnen dienen, zugelassen, wenn die dort tÃ¤tigen Ãrzte die Voraussetzungen nach Art. 36 KVG (eidgenÃ¶ssisches Diplom, vom Bundesrat anerkannte Weiterbildung) erfÃ¼llen und den Zulassungsstopp nach Art. 55a KVG respektieren (zum Zulassungsstopp vgl. AS 2002, 2549 und AS 2005, 2353). Es fragt sich allerdings, ob mit "Einrichtungen, die der ambulanten Krankenpflege â¦ dienen", tatsÃ¤chlich an die Unternehmensform gedacht ist, in welcher Ãrztin und Arzt generell tÃ¤tig werden dÃ¼rfen. Das Krankenversicherungsgesetz regelt lediglich die Zulassung der Leistungserbringer im Grundsatz (fÃ¼r Ãrzte Art. 35 Abs. 2 lit. a, Art. 36, 37 Abs. 3 KVG), wÃ¤hrend die Voraussetzungen fÃ¼r die Aufnahme der PraxistÃ¤tigkeit von den Kantonen geregelt und Ã¼berprÃ¼ft werden (§ 7, 8 Abs. 1 GesundheitsG).</p> <p class="Erwgung3">GemÃ¤ss der Botschaft des Bundesrates betreffend den Bundesbeschluss Ã¼ber die BundesbeitrÃ¤ge in der Krankenversicherung vom 21. September 1998 (BBl 1999 I 793 ff., 838 f.) ergibt sich aus der Entstehungsgeschichte des KVG, dass gestÃ¼tzt auf die gesundheitspolizeilichen Regelungen der Kantone eine Praxisbewilligung erteilt werden mÃ¼sse. Dies nicht zuletzt zum Schutz der BevÃ¶lkerung vor unqualifizierter Behandlung. Aufgrund der heutigen Entwicklung im Bereich der besonderen Versicherungsformen und der entsprechend vielfÃ¤ltigen Institutionen solle jedoch bei Ãrzten und Ãrztinnen, die aufgrund eines vertraglichen AngestelltenverhÃ¤ltnisses in einer <i>HMO</i> oder in einem <i>Zentrum</i> der ambulanten Versorgung tÃ¤tig seien, die SelbstÃ¤ndigkeit nicht mehr zwingend vorausgesetzt werden. Es sei auch in diesem Bereich eine explizite gesetzliche Grundlage fÃ¼r deren Zulassung zu schaffen, um Rechtsungleichheiten zu vermeiden. â In diesem Sinn kommt dem kantonalen Recht bei der Umschreibung der Art der BerufsausÃ¼bung durchaus eine eigenstÃ¤ndige Bedeutung zu; § 11 GesundheitsG bildet diesbezÃ¼glich eine Grundlage. </p> <p class="Erwgung3"><b>3.3.4 </b>Hintergrund dieses erweiterten Verzichtes auf die selbstÃ¤ndige BerufsausÃ¼bung war, dass sich fÃ¼r HMO-Zentren und Ã¤hnliche Institutionen Probleme ergaben, weil gemÃ¤ss Art. 39 KVG AnstellungsverhÃ¤ltnisse fÃ¼r Ãrzte und Ãrztinnen grundsÃ¤tzlich nur in SpitÃ¤lern und anderen Einrichtungen fÃ¼r <i>stationÃ¤re</i> Behandlungen vorgesehen sind (BBl 1999 I 838). HMO (Health Maintenance Organization = Gesundheitserhaltungsorganisation) ist ein Krankenversicherungsmodell (dazu www.comparis.ch/krankenkassen/info). Bei den HMO-Einrichtungen handelt es sich Ã¼berwiegend um <i>Zentren</i> der Krankenkassen oder um mit Krankenkassen zusammenarbeitende Praxisgemeinschaften fÃ¼r den <i>ambulanten</i> Bereich mit einer grÃ¶sseren Infrastruktur. Daraus wird aber ersichtlich, dass Art. 36a KVG unter "Einrichtungen" im Gegensatz zu solchen fÃ¼r den stationÃ¤ren Aufenthalt Zentren und Institutionen mit vergleichbarer Infrastruktur fÃ¼r den ambulanten Bereich versteht, in denen, um eine permanente Besetzung zu erhalten, naturgemÃ¤ss mehrere Personen arbeiten und damit angestellt sein mÃ¼ssen. Solche AngestelltenverhÃ¤ltnisse will Art. 36a KVG ermÃ¶glichen und spricht entsprechend von "Ãrztinnen und Ãrzten". </p> <p class="Erwgung3"><b>3.3.5 </b>Die Praxis des BeschwerdefÃ¼hrers â sofern eine solche Ã¼berhaupt besteht (dazu hinten E. 4.3) â lÃ¤sst sich aber gerade nicht mit einem HMO-Zentrum oder einer Ã¤hnlichen Institution vergleichen. Dass es sich bei seiner Praxis um einen Zusammenschluss von Ãrzten in einer AG handle, geht weder aus dem Handelsregisterauszug noch aus den Akten hervor. Vielmehr machte der BeschwerdefÃ¼hrer beharrlich geltend, er benÃ¶tige keine PraxisrÃ¤ume â erwÃ¤hnt werden bloss "DienstrÃ¤umlichkeiten" (hinten E. 4.3.1+2) â, da er zu den Patienten nach Hause gehe. Ãber eine eigentliche PraxistÃ¤tigkeit gibt er wenig bekannt, ausser, dass Patientinnen und Patienten nur nach telefonischer Anmeldung empfangen und auf den hofseitigen Eingang hingewiesen wÃ¼rden. Wie aus dem Sachverhalt hervorgeht, bezeichnete er â falls Ã¼berhaupt â jeweils nur widerwillig eine Praxisadresse, die meist nicht zutraf (vorn I/C+E+G). Solche UmstÃ¤nde hat die erwÃ¤hnte Ãnderung des KVG jedoch nicht im Auge. Art. 36a KVG kann nicht Grundlage dafÃ¼r sein, dass jede â nicht einem HMO-Zentrum oder einer vergleichbaren Institution entsprechende â vom Publikum besuchte Praxis im Namen einer juristischen Person gefÃ¼hrt wird. Im vorliegenden Zusammenhang erweist sich daher § 11 GesundheitsG nicht als bundesrechtswidrig. </p> <p class="Erwgung2"><b>3.4 </b>Mit Schreiben vom 10. Februar 2005 wies die Beschwerdegegnerin auf zahlreiche Beschwerden wegen der Rechnungsstellung des BeschwerdefÃ¼hrers hin, ferner darauf, dass er sich fÃ¼r den Einsatz als Notarzt wÃ¤hrend 24 Stunden auskÃ¼nde, ohne den entsprechenden FÃ¤higkeitsausweis zu haben und organisatorisch darauf eingerichtet zu sein. Angesichts des 1995 Ã¼ber ihn ausgesprochenen Konkurses und der gegen Betreibungen erhobenen Einrede fehlenden neuen VermÃ¶gens stelle sich die Frage, wie er allfÃ¤llige SchadenersatzansprÃ¼che von Patienten sicherstelle. Schliesslich habe er mitzuteilen, ob er an der P-Strasse PraxisrÃ¤umlichkeiten besitze und wo er die Krankengeschichten und Medikamente aufbewahre. Mit seinem Verhalten, auf Kritik oder Beanstandungen sofort mit Strafanzeigen und Klagen zu reagieren oder mindestens damit zu drohen, versuche er, BehÃ¶rden, Patienten und Patientenorganisationen einzuschÃ¼chtern. Die Beschwerdegegnerin rÃ¤umte dem BeschwerdefÃ¼hrer Frist zur Stellungnahme dazu ein. Innert mehrfach erstreckter Frist nahm der BeschwerdefÃ¼hrer entgegen seiner Ansicht nicht wirklich Stellung zu den erwÃ¤hnten VorwÃ¼rfen. Er beschrÃ¤nkte sich auf das Bestreiten und hielt die angeblichen Beschwerden der Patientenstelle fÃ¼r wirr, unverstÃ¤ndlich und unsubstantiiert. Der Frage, wie er allfÃ¤llige SchadenersatzansprÃ¼che sicherstelle, stellte der BeschwerdefÃ¼hrer seinereits die Gegenfrage entgegen, auf welcher gesetzlichen Grundlage die Aufforderung zur Auskunftserteilung beruhe, und knÃ¼pfte seine Bereitschaft zur Auskunftserteilung daran, dass alle Ãrzte und Ãrztinnen des Kantons ZÃ¼rich ebenfalls Auskunft zu erteilen hÃ¤tten. Auf die Frage, wo die Ã¤rztliche TÃ¤tigkeit ausgeÃ¼bt werde, verwies der BeschwerdefÃ¼hrer auf die â hierzu allerdings wenig ergiebigen â Akten, ohne eine klare Antwort zu geben. Schliesslich stellte er die Frage, was ihm genau vorgeworfen werde.</p> <p class="Erwgung2">Wenn der BeschwerdefÃ¼hrer in der BeschwerdebegrÃ¼ndung nunmehr ausfÃ¼hrt, er habe nicht auf eine Stellungnahme verzichtet, sondern die Fragen beantwortet, soweit sie berechtigt und nachvollziehbar gewesen seien, ist vorerst festzuhalten, dass es nicht ihm obliegt, die gestellten Fragen nach seiner Beurteilung der Ernsthaftigkeit zu beantworten. Zudem kann von einer Beantwortung der Fragen im materiellen Sinn ernsthaft keine Rede sein. So ist etwa nicht erkennbar, weshalb der BeschwerdefÃ¼hrer bis heute nicht klar angeben wollte, wo er seine PraxisrÃ¤umlichkeiten hat (dazu hinten E. 4.3), was eine seriÃ¶se Kontrolle, zu der die BehÃ¶rde berechtigt ist (§ 7 Abs. 3 GesundheitsG, § 21 ÃrzteV) und die im Ã¶ffentlichen Interesse liegt, verhindert. Aufgrund der mindestens formell zweifelhaften finanziellen Situation des BeschwerdefÃ¼hrers war die Beschwerdegegnerin zudem ohne weiteres berechtigt, in seinem Fall den Nachweis fÃ¼r ausreichenden Versicherungsschutz zu verlangen, ohne in gleicher Weise die gesamte Ãrzteschaft des Kantons ZÃ¼rich bemÃ¼hen zu mÃ¼ssen. Schon die mangelnde Bereitschaft zur Auskunftserteilung genÃ¼gte aber bereits, um seine VertrauenswÃ¼rdigkeit, die gegenÃ¼ber den Patienten wie auch gegenÃ¼ber der BehÃ¶rde bestehen muss (vorn 2.3), zu verneinen.</p> <p class="Erwgung1"><b>4. </b> </p> <p class="Erwgung2">Zu prÃ¼fen sind die erhobenen VorwÃ¼rfe der Beschwerdegegnerin (vorn E. 3.4 Abs. 1). Soweit der BeschwerdefÃ¼hrer darauf hinweist, dass gewisse Unterlagen VorfÃ¤lle betrÃ¤fen, die zehn und mehr Jahre zurÃ¼ckliegen, schliesst dies eine BerÃ¼cksichtigung im vorliegenden Verfahren nicht aus (vorn E. 2.2 Abs. 2).</p> <p class="Erwgung2"><b>4.1 </b>Neben weiteren, namentlich nicht bekannten FÃ¤llen beanstandete die Patientenstelle X in konkreten FÃ¤llen die Rechnungsstellungen des BeschwerdefÃ¼hrers. So soll er die 17 Jahre alte N.H. am 8. Februar 1995 zur Untersuchung ins nahe gelegene Q-Spital fÃ¼r ein RÃ¶ntgenbild und andere Tests gefahren haben, die zur Diagnose Bronchitis fÃ¼hrten. DafÃ¼r stellte er eine Honorarforderung von Fr. 480.-, was die Eltern der Patientin als Ã¼berhÃ¶ht und nicht gerechtfertigt erachteten. Im Falle von A.F. soll der BeschwerdefÃ¼hrer diesen trotz starker Schmerzen und sich verschlechternden Zustandes wegen eines chronischen Blaseninfektes erst nach etwa drei Wochen ins Spital eingewiesen haben, wo A.F. zwei Tage spÃ¤ter verstarb. FÃ¼r die Behandlung vom 25. bis 28. Dezember 1994 verlangte der BeschwerdefÃ¼hrer einen als ungerechtfertigt hoch erachteten Betrag von Fr. 2'320.85. FÃ¼r drei Besuche beim am 18. Januar 1994 verstorbenen Patienten L.R. soll der BeschwerdefÃ¼hrer Fr. 1'484.65 verlangt haben. Weder die dem Rechnungsbetrag entsprechenden fÃ¼nf Stunden Visite noch die 11 TelefongesprÃ¤che hÃ¤tten den Tatsachen entsprochen. FÃ¼r die telefonisch erfolgte Einweisung der Patientin A.O. und eine nachtrÃ¤gliche Konsultation verlangte der BeschwerdefÃ¼hrer den nach Ansicht der Patientenorganisation weit Ã¼berhÃ¶hten Betrag von Fr. 844.80. Die Patientin M.B. habe wegen ihrer Beschwerden morgens um 9 Uhr den BeschwerdefÃ¼hrer herbeigerufen. Nachdem dieser bis am Abend nicht eingetroffen sei, habe sie ihre Tochter zu Hilfe gerufen, die sie um 21.00 Uhr ins Spital gebracht habe; dem BeschwerdefÃ¼hrer habe sie mitgeteilt, er brauche nicht mehr zu kommen. Dieser stellte fÃ¼r die â tatsÃ¤chlich nicht erfolgte â Behandlung Rechnung Ã¼ber Fr. 280.80. Der Patient F.K. habe den BeschwerdefÃ¼hrer wegen Schmerzen zu Hilfe gerufen, die von dessen Vertreter ohne Untersuchung als Nierenstein diagnostiziert worden seien. Insgesamt sei Rechnung auf Basis von 445 Taxpunkten gestellt worden, was nach Ansicht von F.K. nicht nur Ã¼berhÃ¶ht und ungerechtfertigt war, sondern auch auf einer Fehldiagnose beruhte (korrekte Diagnose: eingeklemmter Nerv). Der Patient N.W. habe den BeschwerdefÃ¼hrer zu sich gerufen, aber den Termin wieder abgesagt. Dennoch sei der BeschwerdefÃ¼hrer bei ihm erschienen und habe dafÃ¼r Rechnung Ã¼ber Fr. 145.60 gestellt. Der Patientin G. stellte der BeschwerdefÃ¼hrer Rechnung Ã¼ber insgesamt Fr. 2'162.25, obwohl sie regelmÃ¤ssig vom Hausarzt und tÃ¤glich von der Gemeindeschwester wegen ihrer Zuckerkrankheit besucht wurde. Innert fÃ¼nf Tagen erfolgten acht Hausbesuche, wovon vier an einem Sonntag, insgesamt waren es 11 Hausbesuche wÃ¤hrend 10 Tagen. Obwohl der Hausarzt dem BeschwerdefÃ¼hrer am 30. Januar 1996 mitgeteilt habe, Hausbesuche seien nicht mehr nÃ¶tig, habe dieser weitere solche vorgenommen. Die Rechnung wurde aufgrund von Ãberarztung zurÃ¼ckgewiesen. Am 8. Juni 1998 hielt die Patientin G.R. fest, der BeschwerdefÃ¼hrer habe ihr fÃ¼r nicht erfolgtes Aktenstudium und nicht erbrachte Leistungen im Juli 1997 Rechnung Ã¼ber Fr. 557.60 gestellt. Sie bat zudem um Zustellung der "Mittleren Berichte". Der BeschwerdefÃ¼hrer wollte ihr diese bereits zugestellt haben und berief sich im Schreiben vom 1. Juli 1998 darauf, dass die Krankenkasse seine Rechnung lÃ¤ngst beglichen habe. Der Patient L.S. rief den BeschwerdefÃ¼hrer am 19. September 2002 zu Hilfe, da er sich â nach einer Operation wieder zuhause â sehr unwohl fÃ¼hlte und hohes Fieber hatte. L.S. soll sich als Notfall bezeichnet und insgesamt viermal an den BeschwerdefÃ¼hrer gewandt haben, der jedoch wÃ¤hrend eineinhalb Stunden nicht erschienen sei. Dennoch habe dieser Rechnung gestellt.</p> <p class="Erwgung3">Der BeschwerdefÃ¼hrer bestreitet diese UmstÃ¤nde pauschal und hÃ¤lt die erhobenen VorwÃ¼rfe fÃ¼r unbewiesen, teils widersprÃ¼chlich, teils unsubstantiiert und einseitig vorverurteilend. Solche VorwÃ¼rfe wÃ¤ren zudem vorerst abzuklÃ¤ren, bevor sie einem Entscheid zugrunde liegen dÃ¼rften. Die Untersuchungsmaxime entbindet die Parteien allerdings nicht davon, den massgebenden Sachverhalt in den Rechtsschriften darzustellen. Da sie die objektive Beweislast trotz geltender Untersuchungsmaxime tragen, obliegt es ihnen, die ihnen nÃ¼tzlich scheinenden tatsÃ¤chlichen Behauptungen aufzustellen und entsprechende Beweisbegehren zu stellen (KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 60 N. 1). Der BeschwerdefÃ¼hrer bestreitet die erwÃ¤hnten VorwÃ¼rfe mit Ausnahme der Patientin G.R. nicht substantiiert, geschweige denn in einer Art und Weise, die erlaubte, darÃ¼ber Beweis abzunehmen. Insbesondere dort, wo er Rechnung fÃ¼r nicht erfolgte Konsultationen stellte (FÃ¤lle M.B., N.W., L.S.) oder wo der Grund fÃ¼r zahlreich erfolgte Hausbesuche oder unverhÃ¤ltnismÃ¤ssig hoch erscheinende Rechnungen nicht dargelegt wird (FÃ¤lle A.F., L.R., F.K., G.), hÃ¤tte es ihm im Rahmen der Darlegung des Sachverhaltes obgelegen, detailliert auf die entgegen seiner Meinung keineswegs wirren, unsubstantiierten und widersprÃ¼chlichen VorwÃ¼rfe einzugehen. Entsprechend muss er sich diese UmstÃ¤nde entgegenhalten lassen.</p> <p class="Erwgung2"><b>4.2 </b>Am 26. Oktober 2004 wandte sich die G-Krankenkasse an die Gesundheitsdirektion und wies darauf hin, dass der BeschwerdefÃ¼hrer bei fÃ¼nf ihrer â meist betagten â Mitglieder Barzahlung aufgrund von nicht weiter Ã¼berprÃ¼fbaren Pauschalabrechnungen verlangt habe. TatsÃ¤chlich wurden Pauschalrechnungen wie folgt gestellt und bar eingezogen: der Patientin M.H. fÃ¼r einen Besuch und einen Patiententransport am 10. April 2004 Fr. 350.-; der Patientin E.A. fÃ¼r einen Besuch, "Inf.+Wg" am 1. August 2004 Fr. 375.- ; dem Patienten W.D. fÃ¼r nicht bezeichnete Leistungen Fr. 380.-; der Patientin J.L. fÃ¼r nicht bezeichnete Leistungen am 8. September 2004 Fr. 430.- (zuzÃ¼glich Fr. 70.- fÃ¼r Patiententransport); der Patientin J.I. Fr. 380.- fÃ¼r ebenfalls nicht bezeichnete Leistungen am 8. August 2004. Vier dieser Honorarrechnungen wurden zwar vom Assistenzarzt D ausgestellt, dessen Handeln sich der BeschwerdefÃ¼hrer jedoch anrechnen lassen muss (§ 7 Abs. 2 ÃrzteV). Am 5. November 2004 legte die G-Krankenkasse sodann den Vertrag zwischen dem BeschwerdefÃ¼hrer und Firma I (von der G-Krankenkasse zur Abwicklung des Rechnungswesens beauftagt) bei, wonach gemÃ¤ss dem Tiers payant abgerechnet werde. Der BeschwerdefÃ¼hrer lÃ¤sst dazu ausfÃ¼hren, die fÃ¼nf Honorarrechnungen seien vorerst nicht nach Taxpunkten abgerechnet worden, weil sie an Ort und Stelle, im Notfalldienst, ohne Computerhilfe, direkt erstellt worden seien, was sie nicht rechtswidrig mache. Die jeweiligen End-RechnungsbetrÃ¤ge seien dann nach dem TARMED abgerechnet worden. DemgegenÃ¼ber macht die Beschwerdegegnerin geltend, die nach TARMED erstellten Abrechnungen seien â bis auf die Patientin M.H. â weder der G-Krankenkasse noch den Versicherten zugestellt worden, und diese hÃ¤tten bis heute keine RÃ¼ckerstattung erhalten. Zudem sei den Rechnungen nicht zu entnehmen, dass es sich um NotfÃ¤lle gehandelt habe. Der BeschwerdefÃ¼hrer wies die Schuld an der ausgebliebenen RÃ¼ckerstattung allein der G-Krankenkasse zu.</p> <p class="Erwgung3"><b>4.2.1 </b>Nach Art. 42 Abs. 3 KVG muss der Leistungserbringer dem Schuldner (Krankenversicherung beim Tiers payant; Versicherte beim Tiers garant; Art. 42 Abs. 1 und 2 KVG) eine detaillierte und verstÃ¤ndliche Rechnung zustellen. Er muss ihm auch alle Angaben machen, die er benÃ¶tigt, um die Berechnung der VergÃ¼tung und die Wirtschaftlichkeit der Leistung Ã¼berprÃ¼fen zu kÃ¶nnen. Es trifft zwar zu, dass die vom BeschwerdefÃ¼hrer nachtrÃ¤glich erstellten TARMED-Abrechnungen jeweils hÃ¶here BetrÃ¤ge als die Pauschalzahlungen enthielten. Entgegen der Meinung des BeschwerdefÃ¼hrers geht es hier jedoch nicht um Ã¼bersetzte, sondern ungenÃ¼gend konkretisierte Rechnungen. So ist nicht zu erkennen, weshalb die der Patientin J.L. belasteten Fr. 430.- fÃ¼r Ã¤rztliche Leistungen â auf der Pauschalabrechnung so ausgewiesen â selbst unter BerÃ¼cksichtigung der nach dem 8. September 2004 erbrachten Leistungen auf Ã¼ber Fr. 656.61 stiegen, wobei die eingelegte Abrechnung nicht vollstÃ¤ndig ist (Zwischentotal). Auch die Kosten fÃ¼r den Patiententransport stimmen nicht mit der Pauschale Ã¼berein. Allgemein fallen die jeweils hohen WegentschÃ¤digungen sowie die geltend gemachte Notfall-Inkonvenienz-Pauschale auf. Dabei ist zu berÃ¼cksichtigen, dass der BeschwerdefÃ¼hrer kein ausgebildeter Notfallarzt ist und den Pauschalabrechnungen ein Notfall jeweils nicht zu entnehmen ist, weshalb er sich nicht darauf berufen kann, was als Rechnungsstellung unter NotfallÃ¤rzten Ã¼blich ist. Dies im Fall J.L. umso weniger, als deren Behandlung Ã¼ber den 8. September 2004 hinaus andauerte. Sein Vorgehen â dasjenige seines Assistenten ist ihm wie erwÃ¤hnt entgegen seiner nicht substantiierten Ansicht anzurechnen â ist mindestens unÃ¼blich und erschwerte den meist betagten Patienten eine Kontrolle der Abrechnungen. Der BeschwerdefÃ¼hrer gesteht denn auch zu, dass die Rechnungen eine konkrete ÃberprÃ¼fung durch die rÃ¼ckvergÃ¼tungspflichtige G-Krankenkasse verzÃ¶gerten. Die Notwendigkeit fÃ¼r sofortige Rechnungsstellung und Barzahlung wird sodann nicht dargelegt. Soweit sein Assistent ihm damit bei der Auseinandersetzung mit der G-Krankenkasse helfen wollte, rechtfertigte dies ein solches Vorgehen jedenfalls nicht (zur Auseinandersetzung mit der G-Krankenkasse hinten E. 4.2.4).</p> <p class="Erwgung3"><b>4.2.2 </b>Entscheidend aber ist, dass der BeschwerdefÃ¼hrer zwar behauptet, die betroffenen Patientinnen und Patienten hÃ¤tten die detaillierten Rechnungen erhalten, einen Nachweis jedoch nicht erbringt (Prot. S. 13). Art. 42 Abs. 3 KVG ist so zu verstehen, dass der Leistungserbringer Rechnungen auszustellen hat, welche die fÃ¼r eine RÃ¼ckerstattung nÃ¶tigen Informationen enthalten, dem geltenden Tarif entsprechen (Art. 43 Abs. 1 und 2, 44 Abs. 1 KVG) und â im Tiers garant â den Versicherten zugestellt werden mÃ¼ssen. Im Gesuch um Wiederherstellung der aufschiebenden Wirkung machte der BeschwerdefÃ¼hrer geltend, die G-Krankenkasse habe von ihm detaillierte Rechnungen erhalten, was dem Tiers payant entsprechen wÃ¼rde. In Widerspruch dazu steht jedoch der Barbezug fÃ¼r die Pauschalabrechnungen bei den Versicherten, die persÃ¶nliche Anschrift auf den einzelnen Rechnungen sowie der Umstand, dass tatsÃ¤chlich nach dem Tiers garant abgerechnet wurde, weshalb die Versicherten die TARMED-Abrechnungen hÃ¤tten erhalten sollen. In der Beschwerdeschrift heisst es diffuser, G-Krankenkasse und Patienten hÃ¤tten den BeschwerdefÃ¼hrer als Leistungserbringer um eine detaillierte Rechnung ersuchen kÃ¶nnen, was in einzelnen FÃ¤llen vorgekommen sei, ohne dass solche FÃ¤lle aber benannt werden. Schliesslich will er in allen FÃ¤llen nach den NotfalleinsÃ¤tzen detaillierte Rechnungen erstellt und "veranlasst" haben, dass diese den Versicherten zugestellt wÃ¼rden. Daraus wird indessen keineswegs ersichtlich, dass den betroffenen Versicherten (mit Ausnahme von M.H.) oder der G-Krankenkasse die nach TARMED erstellten Abrechnungen zugestellt worden sind. Dies ergibt sich auch aus verschiedenen Schreiben der G-Krankenkasse an drei der erwÃ¤hnten Versicherten, die jeweils nur die Pauschalabrechnungen einreichten (mit Ausnahme der Patientin M.H.). Aufgrund des Tiers payant und der formell ungenÃ¼genden Pauschalabrechnungen verweigerte die G-Krankenkasse die RÃ¼ckerstattung; insofern kamen die Versicherten zu Schaden. Angesichts der ungenÃ¼gend konkretisierten Rechnungen wÃ¤re die Bezahlung aber auch im Tiers garant ausgeblieben. Dies wiegt umso schwerer, als der BeschwerdefÃ¼hrer seit den VorgÃ¤ngen um die Patientin E.d.V. wissen musste, dass Ã¤rztliche von nichtÃ¤rztlichen Leistungen zu trennen und ohnehin sÃ¤mtliche Leistungen detailliert aufzufÃ¼hren waren (vorn I.B, E. 4.2.1 Abs. 2). BezÃ¼glich der Versicherten M.H. fÃ¤llt sodann auf, dass auf dem vom BeschwerdefÃ¼hrer eingelegten Exemplar der Ã¼ber ein Jahr spÃ¤ter ausgefertigten TARMED-Abrechnung die Barzahlung in Abzug gebracht wurde, auf dem der G-Krankenkasse vorliegenden jedoch nicht. Es existieren damit offensichtlich mehrere Varianten von derselben Abrechnung. </p> <p class="Erwgung3">Entgegen der unzutreffenden Sachdarstellung des BeschwerdefÃ¼hrers war es sodann nicht die G-Krankenkasse, die mit seinen Leistungen "sehr zufrieden" war; dies war vielmehr die Patientin M.H., wie aus dem Schreiben der G-Krankenkasse vom 21. Mai 2004 hervorgeht. Richtig ist, dass die G-Krankenkasse den BeschwerdefÃ¼hrer als kompetenten Arzt erachtet, was ihn jedoch nicht von der Pflicht befreit, ungeachtet der eingezogenen BarbetrÃ¤ge nachvollziehbare detaillierte Rechnungen zu stellen und zuzustellen. </p> <p class="Erwgung3"><b>4.2.3 </b>Neu machte die Beschwerdegegnerin geltend, der BeschwerdefÃ¼hrer habe der Versicherten E.V. am 22. April 2004 und dem betagten Versicherten R.K. am 5. Oktober 2004 wiederum Pauschalrechnungen ausgestellt und diese direkt einkassiert. Darauf hÃ¤tten wiederum Angaben gefehlt, um den BeschwerdefÃ¼hrer zu kontaktieren und um die geltend gemachten Leistungen nachzuvollziehen. Dies bestreitet der BeschwerdefÃ¼hrer nicht. Auch hier ist zudem nicht ersichtlich, dass die detaillierte Rechnung dem Versicherten R.K. zugestellt wurde. Die Korrespondenz der G-Krankenkasse, worauf sich der BeschwerdefÃ¼hrer selber bezieht, dreht sich denn auch immer nur um die Pauschalrechnungen.</p> <p class="Erwgung3"><b>4.2.4 </b>Der BeschwerdefÃ¼hrer macht allerdings geltend, die G-Krankenkasse habe den Versicherten M.H., L.I., E.V. und R.K. gegenÃ¼ber wider besseres Wissen behauptet, sie habe seit einigen Jahren einen Direktzahlungsvertrag (Tiers payant) mit ihm, weshalb sie den Versicherten keine RÃ¼ckerstattungen ausrichte. Es treffe ihn demnach keine Schuld, wenn die betroffenen Versicherten bis heute kein Geld erhalten haben sollten. Die G-Krankenkasse fÃ¼hrte im Schreiben vom 7. April 2005 aus, sie habe einen Direktzahlungsvertrag mit dem BeschwerdefÃ¼hrer abgeschlossen, den sie entgegen dessen Angaben nie vor Jahren ausser Kraft gesetzt oder gekÃ¼ndigt habe. Vielmehr habe der BeschwerdefÃ¼hrer vertragswidrig Rechnungen direkt an Versicherte der G-Krankenkasse zugestellt, was sie eine Zeit lang geduldet habe, um ihre Versicherten, welche die ausgestellten Rechnungen zu Unrecht bezahlt hÃ¤tten, dennoch entschÃ¤digen zu kÃ¶nnen. SpÃ¤testens mit der Klageantwort vom 15. MÃ¤rz 2004 sei die G-Krankenkasse von dieser Praxis wieder abgewichen. Der BeschwerdefÃ¼hrer habe jedoch weiterhin Rechnungen an Versicherte zugestellt und sei damit selber vertragsbrÃ¼chig geworden. Dies untermauert das vom BeschwerdefÃ¼hrer selber eingelegte Schreiben der G-Krankenkasse an ihn vom 24. Februar 2003. Darin erklÃ¤rte sich die G-Krankenkasse bereit, aufgrund des unverÃ¤nderten Verhaltens des BeschwerdefÃ¼hrers, welcher der Patientenschaft weiterhin Rechnungen direkt ausstellte, entgegen anderslautender Vereinbarung stillschweigend den Tiers garant mit ihm zu praktizieren, mindestens fÃ¼r den unbestrittenen Teil der von ihm ausgestellten Rechnungen. Zur Beurteilung solcher Rechnungen hÃ¤tten diese aber wie dargetan auch im Tiers garant detailliert werden mÃ¼ssen. Der BeschwerdefÃ¼hrer geht nicht darauf ein, dass die G-Krankenkasse diese stillschweigende Vereinbarung in der Klageantwort (im hÃ¤ngigen Schiedsverfahren) am 15. MÃ¤rz 2004 widerrufen habe.</p> <p class="Erwgung3">Es trifft daher nicht zu, dass die G-Krankenkasse eine falsche Auskunft erteilte, erfolgte doch die Korrespondenz mit den erwÃ¤hnten Versicherten nach dem 15. MÃ¤rz 2004. Zudem vermochten diejenigen Versicherten, welche keine detaillierte, nach TARMED gestaltete Abrechnung erhielten, mit den formell ungenÃ¼genden Pauschalrechnungen ohnehin keine RÃ¼ckerstattung beim Versicherer geltend zu machen und wurden insofern geschÃ¤digt. Wenn der BeschwerdefÃ¼hrer dazu ausfÃ¼hren lÃ¤sst, die G-Krankenkasse hÃ¤tte die Versicherten auffordern sollen, eine nach Taxpunkten detaillierte Rechnung einzureichen, ist ihm entgegenzuhalten, dass es gerade ihm obgelegen hÃ¤tte, eine solche von Anfang an aus- und den betroffenen Versicherten zuzustellen. Dass er dies getan hÃ¤tte, ist nicht dargetan und zeigt letztlich sein Desinteresse daran, den erwÃ¤hnten Patientinnen und Patienten die RÃ¼ckerstattung der ihm entschÃ¤digten Leistungen zu ermÃ¶glichen. Im Ãbrigen ist hierzu auf die zutreffenden AusfÃ¼hrungen in der Beschwerdeantwort wie im angefochtenen Entscheid zu verweisen (§ 70 in Verbindung mit § 28 Abs. 1 Satz 2 VRG). </p> <p class="Erwgung3"><b>4.2.5 </b>Soweit der BeschwerdefÃ¼hrer geltend macht, die Beschwerdegegnerin habe kein Recht darauf, im Zusammenhang mit Honorarrechnungen Einblick in Krankengeschichten zu nehmen und Ã¼berhaupt Honorarrechnungen zu kontrollieren, ist ihm nicht zu folgen. Dies ergibt sich bereits aus § 7 Abs. 3 GesundheitsG und § 21 ÃrzteV, wonach die Beschwerdegegnerin eine Aufsichtsfunktion ausÃ¼bt, unter anderen jederzeit unangemeldet Kontrollen und Inspektionen durchfÃ¼hren und Beweismittel erheben kann. Ausserdem sind nach § 16 Abs. 1 ÃrzteV Aufzeichnungen zu machen und nach Abschluss der Behandlung wÃ¤hrend 10 Jahren aufzubewahren. Sofern der BeschwerdefÃ¼hrer in der Kontrolle durch die Beschwerdegegnerin eine Verletzung der Ã¤rztlichen Schweigepflicht erkennen will, ist er auf § 17 Abs. 1 ÃrzteV hinzuweisen, wonach er sich von der Schweigepflicht entbinden lassen kÃ¶nnte. Eine andere Kontrolle der gestellten Rechnungen, etwa durch den ZÃ¼rcher Ãrzteverband, ist mangels Mitgliedschaft des BeschwerdefÃ¼hrers nicht mÃ¶glich. Der BeschwerdefÃ¼hrer scheint sich offensichtlich daran zu stÃ¶ren, dass er von der Beschwerdegegnerin Ã¼berhaupt kontrolliert werden darf, was er indessen wie alle anderen praktizierenden Ãrzte auch in Kauf zu nehmen hat.</p> <p class="Erwgung2"><b>4.3 </b>Der BeschwerdefÃ¼hrer hÃ¤lt fest, entgegen der Ansicht der Beschwerdegegnerin sei er an der P-Strasse ausgeschildert und verfÃ¼ge dort Ã¼ber "DienstrÃ¤umlichkeiten". Die AuskÃ¼ndungen im Telefonbuch und Internet seien eindeutig. Es wÃ¤re der Beschwerdegegnerin sodann unbenommen gewesen, unangemeldet vorzusprechen, um ihrer AufsichtstÃ¤tigkeit nachzukommen. Selbst wenn die Beschwerdegegnerin die AdressÃ¤nderung von der O-Strasse an die P-Strasse in X mittels Umzugsanzeige nicht erhalten hÃ¤tte, habe sie aufgrund der AuskÃ¼ndungen seit 2001 sehr wohl gewusst, dass er Ã¼ber DienstrÃ¤umlichkeiten verfÃ¼ge, in welchen Krankengeschichten, Medikamente etc. aufbewahrt wÃ¼rden. Die Beschwerdegegnerin hÃ¤lt nach einem vorgenommenen Augenschein daran fest, dass der BeschwerdefÃ¼hrer am Haupteingang der P-Strasse nicht angeschrieben sei. Den hinteren Eingang an der R-Strasse in einem nicht fÃ¼r Passantenverkehr vorgesehenen Innenhof, etwa 40 m vom Haupteingang entfernt, finde eine nicht informierte Person nicht. Ausserdem habe der BeschwerdefÃ¼hrer in keinem Zeitpunkt mitgeteilt, dass er seine PraxisrÃ¤umlichkeiten von der O-Strasse an die P-Strasse verlegt habe. Eine "PR-Adresse" (Postlagernd-Adresse) ergebe noch keinen tatsÃ¤chlichen Praxisstandort. Der BeschwerdefÃ¼hrer wurde aufgefordert, zum vorgenommenen Augenschein Stellung zu nehmen (Prot. S. 9). Er beschrÃ¤nkte sich darauf, dass praktisch nie Patienten und Patientinnen ohne telefonische Voranmeldung empfangen wÃ¼rden. Diesen werde aber mitgeteilt, dass beim hofseitigen Eingang auch ein rollstuhlzugÃ¤nglicher Eingang mit Lift vorhanden sei.</p> <p class="Erwgung3"><b>4.3.1 </b>TatsÃ¤chlich hat der BeschwerdefÃ¼hrer keine konkrete Auskunft darÃ¼ber erteilt, wo sich seine Praxis befindet. Wie in der Beschwerdeschrift ist jeweils von "DienstrÃ¤umlichkeiten" die Rede, was offen lÃ¤sst, ob darin nur Medikamente und Krankengeschichten gelagert werden oder auch eine technische und personelle Infrastruktur besteht, welche die Behandlung von Patienten und die Lagerung von Medikamenten (insbesondere BetÃ¤ubungsmitteln) erlaubt. Nach § 12 Abs. 1 ÃrzteV sind neben anderem ErÃ¶ffnung, Verlegung und Aufgabe einer Praxis der Gesundheitsdirektion zu melden. Nach § 15 ÃrzteV haben die RÃ¤ume, Einrichtungen und AusrÃ¼stungen den Anforderungen an eine sorgfÃ¤ltige BerufsausÃ¼bung zu entsprechen. Art. 53 der BetÃ¤ubungsmittelverordnung vom 29. Mai 1996 (BetmV) enthÃ¤lt sodann Vorschriften Ã¼ber die Lagerung von BetÃ¤ubungsmitteln; Art. 62 Abs. 1 BetmV verlangt, dass sich Ãrzte jederzeit Ã¼ber Bezug und Verwendung von BetÃ¤ubungsmitteln ausweisen kÃ¶nnen. Insofern ist zweifelsohne von Interesse, mit welcher Infrastruktur die "DientsrÃ¤umlichkeiten" des BeschwerdefÃ¼hrers ausgestattet sind. Wenn er Patienten an der P-Strasse empfÃ¤ngt, hÃ¤tte er konkret darÃ¼ber Auskunft zu geben. Soweit er darauf hinweist, dass die Beschwerdegegnerin unangemeldet hÃ¤tte vorsprechen kÃ¶nnen, um ihrer AufsichtstÃ¤tigkeit nachzukommen, ist damit die verlangte Auskunft nicht erteilt. Ausserdem steht dies im Widerspruch dazu, dass er im Wesentlichen unterwegs sein und Patienten praktisch nie ohne Voranmeldung empfangen will. Wie in solchen VerhÃ¤ltnissen eine unangemeldete Kontrolle mÃ¶glich sein soll, zu deren GewÃ¤hrung der BeschwerdefÃ¼hrer verpflichtet ist, legt er nicht dar. In diesem Zusammenhang ist auf das Urteil des Obergerichtes vom 8. September 2005 zu verweisen, wonach es im Untersuchungsverfahren offenbar nicht mÃ¶glich gewesen war, ihn ein zweites Mal durch die Polizei zu befragen, was dagegen spricht, dass er leicht erreichbar ist.</p> <p class="Erwgung3"><b>4.3.2 </b>Mit Schreiben der Beschwerdegegnerin vom 10. Februar 2005 war der BeschwerdefÃ¼hrer unter anderem aufgefordert worden, den genauen Ort mitzuteilen, wo die Krankengeschichten und die zur Behandlung notwendigen Medikamente, insbesondere auch BetÃ¤ubungsmittel, gelagert wÃ¼rden und ob er an der P-Strasse Ã¼ber PraxisrÃ¤umlichkeiten verfÃ¼ge. Am 2. Mai 2005 liess der BeschwerdefÃ¼hrer Ã¼ber seinen Vertreter dazu ausfÃ¼hren, die Frage des Ortes der selbstÃ¤ndigen Ã¤rztlichen TÃ¤tigkeit sei schon Gegenstand verschiedener Anfragen der Beschwerdegegnerin gewesen und bereits vor Ã¼ber 10 Jahren klar und deutlich beantwortet worden, wobei er auf die Akten verwies. Den Akten lÃ¤sst sich hierzu allerdings wenig entnehmen.</p> <p class="Urteilstext">Bereits nach der PraxiserÃ¶ffnung 1982 in U konnte der BeschwerdefÃ¼hrer dort nur selten getroffen werden. Die ihm auferlegte Wohnsitznahme in U zur AusÃ¼bung der PraxistÃ¤tigkeit entfiel mit der Aufgabe der Praxis. Am 8. Dezember 1987 wurde dem BeschwerdefÃ¼hrer eine erneute Praxisbewilligung an der Adresse N-Strasse in W erteilt. Ab 5. Dezember 1990 verlagerte der BeschwerdefÃ¼hrer seine AktivitÃ¤ten nach X mit der Anschrift "Postlagernd, X". Seiner AuskÃ¼ndung war keine Praxisanschrift zu entnehmen. Auf Anfrage der Gesundheitsdirektion nach der Praxisadresse wies der BeschwerdefÃ¼hrer mit Schreiben vom 16. Dezember 1990 auf die Inserate Ã¼ber seine Ã¤rztlichen Hausbesuche hin, woraus lediglich "X" und eine Telefonnummer hervorgehen. Weitere Auseinandersetzungen um die Praxisanschrift ergaben sich im Zusammenhang mit den BetÃ¤ubungsmittel-RezeptblÃ¶cken (vorn I.E). Auf die Aufforderung der Beschwerdegegnerin vom 11. Februar 1991, die konkrete Praxisadresse anzugeben, erwÃ¤hnte der BeschwerdefÃ¼hrer am 2. April 1992 schliesslich seine Anschrift in U und die Zustelladresse (postlagernd, X). Die Beschwerdegegnerin ging entsprechend davon aus, dass er seine PraxistÃ¤tigkeit nach U verlegt habe. Dem Urteil des Einzelrichters in Strafsachen vom 8. September 1993 ist zu entnehmen, dass die an die Adresse in U zugestellte Vorladung zur Hauptverhandlung nicht abgeholt wurde, eine Zustellung an die Adresse O-Strasse oder die postlagernd-Adresse in X aber gegen Empfangsschein nicht mÃ¶glich war; zudem bestand ein Nachsendeauftrag von der Adresse in U an die postlagernd-Adresse in X. Versuche, die Vorladungen polizeilich in U und in X zuzustellen, scheiterten. Der Richter kam zur Einsicht, dass nicht feststehe, wo sich der BeschwerdefÃ¼hrer effektiv aufhalte und wo er tatsÃ¤chlich wohne; Abholungseinladungen fÃ¼r behÃ¶rdliche Sendungen lasse er stets unbeachtet. Die Vorladung erfolgte durch Publikation im Amtsblatt. Das Urteil des Bezirksgerichtes X vom 2. MÃ¤rz 1994 hielt dem BeschwerdefÃ¼hrer ebenfalls vor, keine klaren VerhÃ¤ltnisse mit Bezug auf seine Praxisadresse geschaffen zu haben. Auf eine weitere Anfrage vom 17. August 1995 erfuhr die Beschwerdegegnerin, dass sich der BeschwerdefÃ¼hrer seit 30. Juni 1995 in E (ausserkantonal) aufhalte. Dieser versicherte, auch von E (ausserkantonal) aus die FÃ¼hrung der Praxis sichern zu kÃ¶nnen und wies darauf hin, dass die Krankengeschichten ordnungsgemÃ¤ss aufbewahrt wÃ¼rden â wo, blieb unerwÃ¤hnt. Auf weitere Nachfrage wurden der Beschwerdegegnerin gegenÃ¼ber erstmals "DienstrÃ¤umlichkeiten" an der O-Strasse, PR, X, erwÃ¤hnt, ebenso am 19. November 1998, wonach dieser sein berufliches Instrumentarium dort aufbewahre. Die Beschwerdegegnerin ging in der Folge von dieser Anschrift aus. Die Anschrift P-Strasse ging anfangs 2004 aus dem Gesuch um Bewilligung eines Assistenzarztes hervor; eine Ãnderungsanzeige war nicht erfolgt. Zustellungen an die P-Strasse in X sollen nur mit dem Hinweis "PR" mÃ¶glich sein, wie der BeschwerdefÃ¼hrer zugesteht. So konnten ihm die Schreiben von M.H. und L.I. nicht zugestellt werden, weil der Hinweis "PR" fehlte.</p> <p class="Erwgung3"><b>4.3.3 </b>Damit bringt der BeschwerdefÃ¼hrer zwar vor, Ã¼ber "DienstrÃ¤umlichkeiten" an der P-Strasse zu verfÃ¼gen, vernachlÃ¤ssigte indessen seine Pflicht, die Verlegung der Praxis anzuzeigen. Was unter "DienstrÃ¤umlichkeiten" zu verstehen ist, ist nach wie vor nicht dargetan. Offenbar empfÃ¤ngt aber der BeschwerdefÃ¼hrer Patienten an der P-Strasse. Allerdings ist er am Haupteingang nicht ausgeschildert, sondern nur die Firma; den Patientinnen und Patienten soll der Umweg Ã¼ber den Hinterhof angegeben werden. Erschwert, wenn nicht gar verunmÃ¶glicht, wurde und wird mit diesem Verhalten jedenfalls die AusÃ¼bung der KontrolltÃ¤tigkeit durch die Beschwerdegegnerin. Die angegebene Telefonnummer 01 stand und steht entgegen dem Vorbringen des BeschwerdefÃ¼hrers weder im Jahr 2004 noch heute unter seinem oder dem Namen der Firma. Selbst wenn sie noch in Betrieb wÃ¤re, stiesse daher das Publikum nicht auf diese Nummer. Hingegen scheint er unter der Nummer 02 erreichbar zu sein.</p> <p class="Erwgung2"><b>4.4 </b>Die Beschwerdegegnerin hielt dem BeschwerdefÃ¼hrer im angefochtenen Entscheid vor, sich zu Unrecht als Notfallarzt auszukÃ¼nden, weil ihm der FÃ¤higkeitsausweis "Notarzt" der Schweizerischen Gesellschaft fÃ¼r Notfall- und Rettungsmedizin fehle. Verschiedene Patienten hÃ¤tten sich sodann darÃ¼ber beschwert, dass er bei ihnen nicht oder mit grosser VerspÃ¤tung erschienen sei. AufklÃ¤rung Ã¼ber seine Notfallorganisation habe er nicht erteilt. In der Beschwerde wird dazu ausgefÃ¼hrt, der BeschwerdefÃ¼hrer stelle auch notfallmÃ¤ssig die Ã¤rztliche Behandlung in vergleichbarer Weise sicher, wie dies Allgemeinpraktiker zu tun pflegen. Aus SicherheitsgrÃ¼nden bestÃ¼nden zwei unabhÃ¤ngige Telefonnummern, die rund um die Uhr kompetent bedient wÃ¼rden. Die erhaltenen Informationen wÃ¼rden per SMS und ab 22.00 bis 07.00 Uhr immer auch telefonisch Ã¼bermittelt. Ausserdem werde der BeschwerdefÃ¼hrer fÃ¼r den Ã¤rztlichen Notfalldienst der Stadt X aufgeboten (Prot. S. 13). In der Beschwerdeantwort hÃ¤lt die Beschwerdegegnerin daran fest, dass keine adÃ¤quaten organisatorischen Vorkehrungen im Zusammenhang mit der ausgekÃ¼ndeten, notfallÃ¤rztlichen TÃ¤tigkeit getroffen worden seien. Das vom BeschwerdefÃ¼hrer ausgeklÃ¼gelte organisatorische System sei durch nichts belegt worden. Welche Personen mit welcher Ausbildung und nach welchen Instruktionen die Telefone bedienten, sei unbeantwortet geblieben. Es bestehe zudem der Verdacht, dass hilfesuchende Patientinnen und Patienten in der irrigen Annahme, mit der Praxis des BeschwerdefÃ¼hrers direkt verbunden zu sein, ihre gesundheitlichen Beschwerden im Vertrauen auf die Ã¤rztliche Schweigepflicht schilderten, wobei ungewiss sei, ob das Personal in der Telefonzentrale Ã¼berhaupt einer solchen unterstehe. Entgegen der Ansicht des BeschwerdefÃ¼hrers ist die Beschwerdegegnerin durchaus berechtigt, die entsprechenden AuskÃ¼nfte vom BeschwerdefÃ¼hrer einzufordern, der sich als Notfallarzt auskÃ¼ndet (§ 12 Abs. 1 GesundheitsG, § 14 ÃrzteV). </p> <p class="Erwgung3"><b>4.4.1 </b>Wie bereits dargelegt, ging der BeschwerdefÃ¼hrer bei den Patienten M.B. und L.S nicht vorbei, obwohl er gerufen worden war, was er bestreitet. Das muss indessen nicht zwingend gegen die FunktionsfÃ¤higkeit seiner Notfallorganisation sprechen (er kÃ¶nnte anderweitig aufgehalten worden sein). Diese hat er mindestens insoweit umschrieben, als die Weitergabe von Anrufen sichergestellt sein soll, so dass entgegen der Beschwerdegegnerin nicht gesagt werden kann, es seien (Ã¼berhaupt) keine adÃ¤quaten organisatorischen Vorkehrungen fÃ¼r die notfallÃ¤rztliche TÃ¤tigkeit getroffen worden. Hingegen ist tatsÃ¤chlich nicht klar, wer die Telefonanrufe entgegennimmt und ob hier eine kompetente Vorbeurteilung nach Dringlichkeit vorgenommen und telefonisch weitergeleitet wird. Ausserdem wird nicht dargetan, wer diese Infrastruktur Ã¼berhaupt betreibt. So beruft sich der BeschwerdefÃ¼hrer darauf, im AuftragsverhÃ¤ltnis mit der Firma zu stehen und von dieser einen â geringen â Lohn zu beziehen, der jedenfalls nicht ausreicht, um die Notfall-Infrastruktur zu finanzieren. Es obliegt allerdings dem BeschwerdefÃ¼hrer als Bewilligungsinhaber, fÃ¼r eine taugliche Infrastruktur und Notfallorganisation zu sorgen <i>und</i> gegenÃ¼ber der Beschwerdegegnerin darzulegen, wer konkret wofÃ¼r zustÃ¤ndig ist. Patientinnen und Patienten mÃ¼ssen sodann die GewÃ¤hr haben, dass er innert fÃ¼r einen Notfall nÃ¼tzlicher Frist bei ihnen erscheint. Wie er dies sicherstellen will, legte er nicht ausreichend dar.</p> <p class="Erwgung3"><b>4.4.2 </b>Die Gefahr, dass Patienten Ã¼ber das Telefon ihre Beschwerden gegenÃ¼ber Personen schildern, die nicht dem Ã¤rztlichen Geheimnis unterstehen, ist dagegen zu relativieren. Einerseits ist die Verpflichtung zur Verschwiegenheit auch auf privatrechtlicher Basis mÃ¶glich; anderseits ist dort, wo dem Arztgeheimnis unterstehende Personen in einer Arztpraxis das Telefon bedienen und beispielsweise Patienten im (offenen) Warteraum mithÃ¶ren, das Arztgeheimnis auch nicht unbedingt strikt gewahrt. </p> <p class="Erwgung3"><b>4.4.3 </b>Der BeschwerdefÃ¼hrer macht geltend, bei NotfÃ¤llen einzuspringen, wie dies viele andere Allgemeinpraktiker auch tun. Im technischen Sinn ist er nicht eigentlicher Notarzt mit entsprechendem FÃ¤higkeitsausweis. Allerdings preist er sich "rund um die Uhr" auch als Notfallarzt an, dies im Unterschied zu anderen Notfalldienst leistenden Allgemeinpraktikern. Indessen liegt darin nur eine geringe TÃ¤uschungswirkung, dÃ¼rfte doch nach dem nicht einheitlichen VerstÃ¤ndnis des Publikums darÃ¼ber, was ein Notfall ist, ein solcher nicht ausschliesslich von einem Notarzt mit Fachausweis bewÃ¤ltigt werden kÃ¶nnen. Entsprechend wird unter der Anpreisung als Notarzt wohl nicht ausschliesslich ein solcher mit FÃ¤higkeitsausweis verstanden.</p> <p class="Erwgung2"><b>4.5 </b>In der Beschwerde verwies der BeschwerdefÃ¼hrer auf seine Berufshaftpflichtversicherung. Der BestÃ¤tigung der Versicherung Ã¼ber das Bestehen einer Berufshaftpflichtpolice hielt die Beschwerdegegnerin entgegen, es sei nicht ersichtlich, auf wen diese laute und seit wann sie bestehe. Im Sinne der Patientensicherheit sei sie berechtigt und verpflichtet, diesen Versicherungsschutz zu Ã¼berprÃ¼fen. In der ergÃ¤nzenden Eingabe vom 24. April 2006 verwies der BeschwerdefÃ¼hrer auf das nachzureichende Original der Versicherungspolice. Dazu hielt die Beschwerdegegnerin fest, die Versicherungspolice laute auf die Firma, und es sei nicht klar, welche Ãrztinnen und Ãrzte fÃ¼r diese tÃ¤tig seien.</p> <p class="Urteilstext">Der Police fÃ¼r die Ãrzteversicherung bei der J-Versicherung ist eine Versicherungssumme von Fr. 5'000'000.- fÃ¼r Personen-, Sach- und reine VermÃ¶gensschÃ¤den zu entnehmen, bei einem Selbstbehalt von Fr. 500.-. Daraus ergibt sich ein betragsmÃ¤ssig genÃ¼gender Versicherungsschutz, der offenkundig darauf zugeschnitten ist, dass der BeschwerdefÃ¼hrer zu nicht mehr als 50 % in seiner Praxis tÃ¤tig ist; entsprechend umfasst der Versicherungsschutz die GrundprÃ¤mie (inkl. ein Arzt) zu 50 %. Die ab 14. April 2005 gÃ¼ltige Versicherung lautet allerdings nicht auf den BeschwerdefÃ¼hrer, sondern auf die Firma H als Versicherungsnehmer. GemÃ¤ss den Allgemeinen Versicherungsbedingungen fÃ¼r die Ãrzteversicherung ist nicht nur die Haftpflicht des Praxisinhabers, sondern auch des Stellvertreters, Assistenten, der Arbeitnehmer und Hilfspersonen je aus ihren beruflichen Verrichtungen fÃ¼r den versicherten Praxisbetrieb versichert. Demnach besteht fÃ¼r den BeschwerdefÃ¼hrer ein genÃ¼gender Versicherungsschutz, wovon offenkundig auch die Versicherung ausgeht. Der Versicherungsschutz allfÃ¤lliger weiterer Mitarbeiter des BeschwerdefÃ¼hrers bildet nicht Thema dieses Verfahrens.</p> <p class="Urteilstext">BezÃ¼glich des eigentlich einverlangten Strafregisterauszuges (Prot. S. 9 lit. g), erklÃ¤rte der BeschwerdefÃ¼hrer, dass das obergerichtliche Urteil, worin er wegen einfacher KÃ¶rperverletzung, Sachentziehung, mehrfacher SachbeschÃ¤digung und unlauteren Wettbewerbs schuldig gesprochen und mit zwei Monaten GefÃ¤ngnis bedingt bestraft worden war, noch nicht rechtskrÃ¤ftig sei. Offenbar legte der BeschwerdefÃ¼hrer gegen das erwÃ¤hnte Urteil kantonale Nichtigkeitsbeschwerde ein. Die (kantonale) Nichtigkeitsbeschwerde hemmt Rechtskraft und Vollstreckbarkeit des angefochtenen Entscheides nicht, sofern die Kassationsinstanz nichts anderes anordnet (§ 286 Abs. 1 der Zivilprozessordnung vom 13. Juni 1976). Wie es sich damit verhÃ¤lt, legte der BeschwerdefÃ¼hrer nicht dar. Insofern lÃ¤sst sich nicht erkennen, ob das erwÃ¤hnte Obergerichtsurteil rechtskrÃ¤ftig ist oder nicht. Die Auskunft ist daher ungenÃ¼gend.</p> <p class="Erwgung2"><b>4.6 </b>Die Beschwerdegegnerin spricht von einem rechtswidrigen Geflecht zwischen der PraxistÃ¤tigkeit des BeschwerdefÃ¼hrers und der TÃ¤tigkeit der Firma H.</p> <p class="Erwgung3"><b>4.6.1 </b>TatsÃ¤chlich scheint die Firma, in deren Auftrag der BeschwerdefÃ¼hrer tÃ¤tig sein will, ihm insofern zu dienen, als er â dank seiner Lebenspartnerin als einziger VerwaltungsrÃ¤tin â einen Jahreslohn <i>vereinbart</i>, der ihm die Einrede fehlenden neuen VermÃ¶gens gegenÃ¼ber seinen zahlreichen GlÃ¤ubigern erlaubt. WÃ¤hrend er nÃ¤mlich bereits im zweiten Behandlungsjahr Arztkosten von Ã¼ber Fr. 450'000.- erzielte und nicht davon auszugehen ist, dass seine TÃ¤tigkeit seither einen massiven Einbruch erlitten hÃ¤tte, nehmen sich die "vereinbarten" rund Fr. 39'000.- Jahreseinkommen geradezu mickrig aus und dÃ¼rften auch fÃ¼r einen bescheidenen Lebensunterhalt kaum ausreichen (vorn E. 3.3). Da nach Angaben der Beschwerdegegnerin sowie gemÃ¤ss den Akten die Praxisbewilligung auf den BeschwerdefÃ¼hrer und nicht auf die Firma lautet und lauten muss (§ 10 Abs. 1, 11 GesundheitsG), weshalb der Firmenzweck "FÃ¼hrung von Arztpraxen" nur Ã¼ber den BeschwerdefÃ¼hrer oder allenfalls einen anderen Bewilligungsinhaber erfÃ¼llt werden kann, erscheint die "vereinbarte" EntschÃ¤digung auch unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten als ungerechtfertigt tief, selbst wenn bloss von einer "PraxistÃ¤tigkeit" von 50 % auszugehen ist. Wieviel der BeschwerdefÃ¼hrer der Firma jÃ¤hrlich abliefert, um im Gegenzug seinen geringen Lohn zu beziehen, und welche zusÃ¤tzlichen Leistungen die Firma fÃ¼r ihn erbringt (zum Beispiel GeschÃ¤ftsfahrzeug, Bezahlung der Praxisinfrastruktur, Versicherung), wird nicht ausgefÃ¼hrt und belegt. Zudem bestÃ¤tigte seine Lebenspartnerin, dass er fÃ¼r beide Kinder pÃ¼nktlich und regelmÃ¤ssig Alimente in bar (in unbekannter HÃ¶he) seit 1992 und seit 1995 bezahle, was angesichts des deklarierten Jahreslohns als kaum mÃ¶glich erscheint. DiesbezÃ¼glich ergibt sich eine weitere Unstimmigkeit, indem gemÃ¤ss SteuererklÃ¤rung 2003 zwei Kinder mit Jahrgang 1986 und 1992 angegeben werden, derweil der BeschwerdefÃ¼hrer fÃ¼r zwei Kinder <i>ab</i> 1992 und 1995 Alimente zahlen soll. Es muss offenkundig ein drittes Kind geben. Die Firma soll ihm sodann einen Wagen zur VerfÃ¼gung stellen. Angesichts der Schulden aus nicht mehr weiterziehbaren Verfahren von Ã¼ber Fr. 200'000.- erscheint es nahe liegend, dass der BeschwerdefÃ¼hrer die Firma zu seinen Zwecken benutzt, um seine finanziellen VerhÃ¤ltnisse zu verschleiern. </p> <p class="Erwgung3"><b>4.6.2 </b>Ausserdem legte er nicht dar, wer Mieter der "DienstrÃ¤umlichkeiten" an der P-Strasse ist, die ja fÃ¼r die Lagerung von Krankengeschichten und Medikamenten gewisse Voraussetzungen erfÃ¼llen mÃ¼ssen. Sollte die Firma Mieterin sein, stellt sich doch die Frage, ob ihr die KontrollbehÃ¶rde Auflagen wie einem Praxisinhaber machen kÃ¶nnte, da sie eine von diesem verschiedene Person ist. Jedenfalls mÃ¼sste die KontrollbehÃ¶rde vorerst die Firmenorgane begrÃ¼ssen, was sich als wenig zweckmÃ¤ssig erweist und die Gefahr in sich birgt, dass sich der Inhaber der Praxisbewilligung und die Firma als Inhaberin der Infrastruktur gegenseitig die Verantwortung fÃ¼r die Einhaltung der Vorschriften zum Betrieb einer Arztpraxis zuweisen. Ãhnliche Fragen stellen sich beim Zugriff auf Krankengeschichten, wenn der BeschwerdefÃ¼hrer einzig im Auftrag der Firma als Arzt tÃ¤tig sein will und seine Rechnungen auf den Namen der Firma ausstellt, obwohl er nach § 11 GesundheitsG Inhaber der Praxisbewilligung ist. Wenn die Beschwerdegegnerin von einem rechtswidrigen Geflecht zwischen der Firma und dem BeschwerdefÃ¼hrer spricht, ist dies eine zutreffende WÃ¼rdigung.</p> <p class="Erwgung2"><b>4.7 </b>Im angefochtenen Entscheid wurde angefÃ¼hrt, dass die PraxisfÃ¼hrung des BeschwerdefÃ¼hrers in bisher kaum vergleichbarem Umfang zu Beschwerden und Beanstandungen seitens von Patienten, AngehÃ¶rigen von Patienten, Patientenorganisationen, Sozialversicherungen und der AufsichtsbehÃ¶rde selber gefÃ¼hrt habe. Der BeschwerdefÃ¼hrer habe bei Anfragen oder Beanstandungen im Zusammenhang mit der AusÃ¼bung seines Berufes immer wieder mit der persÃ¶nlichen Androhung einer Strafanzeige oder anderer rechtlicher Schritte gedroht und zahlreiche zivil- und strafrechtliche Klagen gegen Privatpersonen oder Vertreter von Institutionen und BehÃ¶rden eingereicht, die mehrheitlich erfolglos geblieben seien. Der BeschwerdefÃ¼hrer bestreitet dies wiederum pauschal und nimmt konkret nur zum Spritzenabgabeverbot Stellung. Seinen BemÃ¼hungen, DrogensÃ¼chtigen sterile Spritzen abzugeben, insbesondere seinen Strafanzeigen gegen den damaligen Kantonsarzt Prof. K., sei zwar kein Erfolg beschieden gewesen, dennoch sei aber das Spritzenabgabeverbot kurze Zeit spÃ¤ter dahingefallen. Die Vorinstanz fÃ¼hrte dazu aus, der BeschwerdefÃ¼hrer habe mit seinem Vorgehen zumindest teilweise bezweckt, indirekt Einfluss auf die Verfahren auszuÃ¼ben und die betroffenen Personen zu einem passiven bzw. kritiklosen Verhalten zu bestimmen. </p> <p class="Erwgung3"><b>4.7.1 </b>Soweit der BeschwerdefÃ¼hrer hervorhebt, dass seine Bestrebungen um die Abgabe steriler Spritzen letztlich (faktisch) doch noch erfolgreich gewesen seien, mag dahingestellt bleiben, ob dies allein seinen BemÃ¼hungen zuzuschreiben ist. Hingegen ist bemerkenswert, auf welche Art und Weise er dem Kantonsarzt Prof. K. gegenÃ¼bertrat. So verlangte er dessen Ausschluss aus der ZÃ¼rcher Ãrztegesellschaft mit der BegrÃ¼ndung, jener sei "ein MassenmÃ¶rder (Genozid in Raten) an Fixerinnen und Fixern". An den damaligen Regierungsrat Y stellte er die Frage, wie lange ein "MassenmÃ¶rder und Krimineller" als UniversitÃ¤tslehrer fÃ¼r Ãrzte tÃ¤tig sein dÃ¼rfe (zur Kampagne ge­gen den damaligen Kantonsarzt vorn E. I.D). Auch wenn er in der Sache schliesslich recht behalten sollte, erscheint der angeschlagene Ton gegenÃ¼ber einer Kontrollinstanz nicht mehr tolerierbar. Am 8. September 1993 bestrafte ihn der Einzelrichter in Strafsachen am Bezirksgericht X mit Fr. 300.- Busse wegen Parkierens im Halteverbot. Der Hauptverhandlung blieb er fern mit der BegrÃ¼ndung, er habe keine Zeit fÃ¼r "Staatsterrorismus krimineller Natur". Wegen der vorÃ¼bergehenden Verweigerung der BetÃ¤ubungsmittel-RezeptblÃ¶cke, die er selber zu vertreten hatte, verlangte er vom Kanton ZÃ¼rich Schadenersatz Ã¼ber Fr. 100'000.- (vorn E. 4.3.2). Ferner finden sich eine Vielzahl von Urteilen betreffend Klagen des BeschwerdefÃ¼hrers gegen Mitarbeiter der SUVA in den Jahren 2001 bis 2004, denen allesamt kein Erfolg beschieden war. Wie bereits dargelegt, war die Patientenstelle stark mit dem BeschwerdefÃ¼hrer beschÃ¤ftigt (vorn E. I.H). Anfragen der Beschwerdegegnerin beantwortete er damit, dass seines Erachtens kein vernÃ¼nftiger Grund fÃ¼r die verlangte Auskunft zu erkennen sei, er erkundigte sich nach der jeweiligen gesetzlichen Grundlage, ohne nach deren Mitteilung seinen Auskunftspflichten nachzukommen, er stellte unbegrÃ¼ndete Ausstandsbegehren oder bezweifelte die Unterschriftsberechtigung der unterzeichnenden Person (vorn E. 3.1). Dies alles deutet darauf hin, dass der BeschwerdefÃ¼hrer offensichtlich nicht gewillt ist, sich behÃ¶rdlichen Kontrollen wie jeder andere Arzt auch zu unterziehen. </p> <p class="Erwgung3"><b>4.7.2 </b>Es scheint ausserdem zum vom BeschwerdefÃ¼hrer befolgten Vorgehen zu gehÃ¶ren, jeweils mit rechtlichen Schritten zu drohen oder solche einzuleiten, falls seinen geltend gemachten AnsprÃ¼chen nicht gefolgt oder er in seiner BerufstÃ¤tigkeit kritisiert wird, was einen gewissen EinschÃ¼chterungseffekt hat. In der Auseinandersetzung mit der G-Krankenkasse benÃ¼tzte er sodann seine Internetseite, um diese unter Druck zu setzen. Zudem scheint er Anfragen von Patienten teilweise zu ignorieren und auf behÃ¶rdliche Anfragen â falls Ã¼berhaupt â nur zurÃ¼ckhaltend zu reagieren.</p> <p class="Erwgung2"><b>4.8 </b>Wie dargelegt, betrifft die VertrauenswÃ¼rdigkeit das VerhÃ¤ltnis zwischen Arzt und Patient sowie zwischen Arzt und BehÃ¶rde, hier insbesondere in Form korrekter Zusammenarbeit (vorn E. 2.2). Daran fehlt es nach dem AusgefÃ¼hrten: Der BeschwerdefÃ¼hrer ist nicht bereit, Ã¼ber seine "DienstrÃ¤umlichkeiten", die Lagerung der Krankengeschichten und Medikamente, Ã¼ber seine Infrastruktur (vorn E. 4.3., 4.6.2) und Ã¼ber seine Notfallorganisation (vorn E. 4.4) umfassend Auskunft zu geben. Ungeachtet der Diskussion, ob er dem Tiers payant oder dem Tiers garant untersteht, stellte er bis in die jÃ¼ngste Zeit Rechnungen mit nicht spezifizierbaren Ã¤rztlichen oder nicht-Ã¤rztlichen Leistungen aus und kassierte diese in bar direkt von den Patienten, was eine Kontrolle nicht erlaubte (vorn E. 4.1+2). Ausserdem besteht tatsÃ¤chlich ein undurchschaubares Geflecht zwischen der Firma H und dem BeschwerdefÃ¼hrer, wobei nicht feststeht, in welchem Umfang die Firma von ihm als Inhaber der Praxisbewilligung profitiert und welche Leistungen die Firma ihm gegenÃ¼ber konkret erbringt. Auch wenn der BeschwerdefÃ¼hrer lediglich durch seine Lebenspartnerin in der GeschÃ¤ftsleitung der Firma vertreten ist, bedeutet das nicht zwangslÃ¤ufig, dass er keine Verbindungen zur Firma hÃ¤tte, beispielsweise als Mehrheits- oder AlleinaktionÃ¤r. Angaben darÃ¼ber werden keine gemacht, obwohl er dazu aufgefordert worden war (vorn E. 3.3, 4.5. Abs. 2, 4.6; Prot. S. 8). Nicht einzusehen ist ferner, weshalb der BeschwerdefÃ¼hrer seinen Versicherungsschutz erst in einem spÃ¤ten Stadium des Beschwerdeverfahrens nachwies (vorn E. 4.5). Schliesslich ist das Verhalten des BeschwerdefÃ¼hrers zu beanstanden, der im Falle von Unstimmigkeiten unverzÃ¼glich mit rechtlichen Schritten droht oder solche â mit meist wenig Erfolg â einleitet (vorn E. 4.7), was offenkundig der EinschÃ¼chterung der Betroffenen â unter anderen Patienten, Institutionen, BehÃ¶rden â dient. Wenn auch einige dieser VorgÃ¤nge zeitlich schon lÃ¤nger zurÃ¼ckliegen, hat sich das beschriebene Verhalten des BeschwerdefÃ¼hrers bis in die jÃ¼ngste Zeit wenig verÃ¤ndert und darf im Rahmen einer Gesamtschau durchaus berÃ¼cksichtigt werden. Zwar lag im Verhalten des BeschwerdefÃ¼hrers â von wenigen Ausnahmen abgesehen (vorn E. 4.1) â kaum je eine direkte GefÃ¤hrdung der Gesundheit von Patienten. Hingegen kamen, wie dargelegt, gewisse Patienten aufgrund der Rechnungsstellung des BeschwerdefÃ¼hrers direkt zu Schaden (vorn E. 4.2.2+3).</p> <p class="Erwgung2">Dabei kann sein Verhalten nicht damit gerechtfertigt werden, dass er sich der KontrollbehÃ¶rde nicht "sklavisch" unterordne. Vielmehr ist nicht zu erkennen, dass der BeschwerdefÃ¼hrer Ã¼berhaupt bereit wÃ¤re, diejenigen Kontrollen der Beschwerdegegnerin, zu denen sie nach Gesetz berechtigt ist, wie jeder andere Arzt auch zuzulassen. Dazu gehÃ¶rt auch, dass er ohne ersichtlichen Grund nur Ã¼ber eine postlagernd-Anschrift verfÃ¼gt, welche die Zustellung gewisser Sendungen verunmÃ¶glicht. Ferner vermutet er in jedem Verhalten der Beschwerdegegnerin zu Unrecht Ungerechtigkeiten, Ungleichbehandlungen und fehlende Rechtsgrundlagen (vorn E. 3.1, 3.3+4, 4.2.6). Die Uneinsichtigkeit des BeschwerdefÃ¼hrers, die weiterhin bestehende Gefahr einer (finanziellen) SchÃ¤digung von Patientinnen und Patienten und sein mangelnder Wille, mit der BehÃ¶rde im Umfang von deren Kontrollberechtigung zu kooperieren, lassen ihn als nicht mehr vertrauenswÃ¼rdig erscheinen (vorn E. 2.2). Das Ã¶ffentliche Interesse, ihm die Praxisbewilligung zu entziehen, Ã¼berwiegt daher seine privaten Interessen an der FortfÃ¼hrung seiner TÃ¤tigkeit und erscheint schon deswegen angemessen, als mit einer markanten Ãnderung seines Verhaltens nicht zu rechnen ist. Vielmehr muss, was die behÃ¶rdliche KontrolltÃ¤tigkeit anbelangt, von einer anhaltenden GeringschÃ¤tzung der gesetzlichen Vorschriften und der KontrollbehÃ¶rde als solcher ausgegangen werden, weshalb nicht ersichtlich ist, welche mildere Massnahme als der Entzug der Praxisbewilligung eine vorschriftsgemÃ¤sse TÃ¤tigkeit des BeschwerdefÃ¼hrers sicherstellen kÃ¶nnte (dazu BGr, 17. Mai 2006, 2P.309/2005, E. 3.3, www.bger.ch).</p> <p class="Erwgung1"><b>5. </b> </p> <p class="Urteilstext">Demnach ist die Beschwerde abzuweisen. Damit der BeschwerdefÃ¼hrer laufende Behandlungen noch abschliessen bzw. Patientinnen und Patienten in laufenden Behandlungen an andere Ãrztinnen und Ãrzte Ã¼berweisen kann, ist ihm eine neue Frist anzusetzen. Als angemessen erweist sich eine Frist von 90 Tagen ab Rechtskraft dieses Entscheids. Da es sich dabei nicht um eine prozessuale Frist, sondern um eine Frist in der Sache handelt, gilt die Regelung des Friststillstands wÃ¤hrend der Gerichtsferien nicht.</p> <p class="Urteilstext">Bei diesem Ausgang sind die Kosten des Verfahrens dem BeschwerdefÃ¼hrer aufzuerlegen (§ 70 in Verbindung mit § 13 Abs. 2 VRG), wobei diese aus der ihm angerechneten Kaution zu beziehen sind. Eine EntschÃ¤digung ist ihm nicht zuzusprechen (§ 17 Abs. 2 VRG). </p> <p class="Einzug1"><span>DemgemÃ¤ss entscheidet </span><span>die Kammer</span><span>:</span></p> <p class="Einzug2"><span>1. Die Beschwerde wird abgewiesen. Dem BeschwerdefÃ¼hrer wird eine Frist von 90 Tagen ab Rechtskraft dieses Entscheids angesetzt, um laufende Behandlungen noch abschliessen bzw. Patientinnen und Patienten in laufenden Behandlungen an andere Ãrztinnen und Ãrzte zu Ã¼berweisen.</span></p> <p class="Einzug2"><span>2. Die GerichtsgebÃ¼hr wird festgesetzt auf <br/> Fr. 4'500.--; die Ã¼brigen Kosten betragen:<br/> Fr. 220.-- Zustellungskosten,<br/> Fr. 4'720.-- Total der Kosten.</span></p> <p class="Einzug2"><span>3. Die Gerichtskosten werden dem BeschwerdefÃ¼hrer auferlegt und aus der geleisteten Prozesskaution bezogen. Der Restbetrag der Kaution wird an die leistende Person zurÃ¼ckerstattet.</span></p> <p class="Einzug2"><span>4. Es wird keine ParteientschÃ¤digung zugesprochen.</span></p> <p class="Urteilstext">5. Mitteilung an â¦</p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>