B u n d e s v e rw a l t u n g s g e r i ch t T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i f f éd é r a l T r i b u n a l e am m i n i s t r a t i vo f e d e r a l e T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i v fe d e r a l Abteilung IV D-1892/2017 U r t e i l v o m 2 7 . M ä r z 2 0 1 9 Besetzung Einzelrichterin Contessina Theis, mit Zustimmung von Richter Simon Thurnheer; Gerichtsschreiber Lorenz Mauerhofer. Parteien A._______, geboren am (…), Eritrea, vertreten durch lic. iur. Ariane Burkhardt, Berner Rechtsberatungsstelle für Menschen in Not, (…), Beschwerdeführer, gegen Staatssekretariat für Migration (SEM), Quellenweg 6, 3003 Bern, Vorinstanz. Gegenstand Vollzug der Wegweisung; Verfügung des SEM vom 24. Februar 2017 / N (…). D-1892/2017 Seite 2 Sachverhalt: A. Der Beschwerdeführer – ein Staatsangehöriger von Eritrea, welcher eige- nen Angaben zufolge der ethnischen Minderheit der B._______ angehört – ersuchte am 2. November 2015 um die Gewährung von Asyl in der Schweiz. Dabei gab er an, er sei noch minderjährig (vgl. act. A1: Persona- lienblatt). Am 10. November 2015 wurde er sodann zu seiner Person und zu seinem persönlichen Hintergrund, zu seinem Reiseweg, zum Verbleib seiner Reise- und Identitätspapiere und summarisch zu seinen Gesuchs- gründen befragt. (vgl. act. A3: Befragungsprotokoll). Die vom Beschwerdeführer geltend gemachte Minderjährigkeit wurde vom SEM nicht in Zweifel gezogen . Ihm wurde dementsprechend von der zu- ständigen kantonalen Behörde eine rechtskundige Person beigeordnet. Im Beisein dieser Vertrauensperson fand am 19. Februar 2016 die Anhörung zu den Gesuchsgründen statt (vgl. act. A15: Anhörungsprotokoll). Nach- dem er zwischenzeitlich volljährig geworden war, führte das SEM (…) eine ergänzende Anhörung durch (vgl. act. A23: Anhörungsprotokoll). Dem Beschwerdeführer wurden im Rahmen der Anhörungen nicht nur de- taillierte Fragen zu seinen Gesuchsgründen, sondern insbesondere auch zu seiner Herkunft und zu seinem familiären Umfeld gestellt. B. Im Rahmen der Befragung und der Anhörungen brachte der Beschwerde- führer zu seiner Person und zu seinem persönlichen Hintergrund das Fol- gende vor: Er stamme aus der Stadt C._______, wo er von seiner Geburt bis zu seiner Ausreise aus Eritrea stets im Quartier D._______ gelebt habe (ein Aussenquartier […]). Dort sei er bei seiner Mutter aufgewachsen, zu- sammen mit (… [einem Geschwister]). Seine Eltern hätten sich getrennt, als er noch ein kleines Kind gewesen sei, und er habe seinen Vater erst kurz vor seiner Ausreise (…) richtig kennengelernt. Auch sein Vater lebe in C._______. Weder die Mutter noch der Vater hätten nach ihrer Scheidung wieder geheiratet. Seine Mutter arbeite (…) als Tellerwäscherin und die fi- nanzielle Situation seiner Familie sei mittelmässig. Sein Vater arbeite als (… [Fahrer]). Mit der Mutter halte er bis heute telefonischen Kontakt. Wie er von seiner Mutter erfahren habe, mache sein Vater ihr das Leben schwer, seit er ausgereist sei. Sein Vater sei Alkoholiker. Er selber sei in C._______ zur Schule gegangen, bis er diese Mitte der (…) Klasse abge- brochen habe, weil er verhaftet worden sei (vgl. dazu nachfolgend). Er D-1892/2017 Seite 3 habe diese Klasse wiederholen müssen, da er im Vorjahr die Abschluss- prüfungen nicht bestanden habe. Vor diesem Hintergrund machte der Beschwerdeführer zur Begründung seines Gesuches das Folgende geltend: Er sei noch zur Schule gegangen, als er (…) an einem Samstagnachmittag zusammen mit anderen Schülern beim gemeinsamen Fussballspiel von einer Gruppe Soldaten verhaftet worden sei. Die Soldaten hätten mutmasslich nach jemandem gesucht, vor Ort jedoch unterschiedslos alle Anwesenden mitgenommen. Zwar hätten sie den Soldaten gesagt, dass sie alle noch Schüler seien und auch ihre Schülerausweise gezeigt. Dennoch seien sie von den Soldaten mitgenom- men und zu Fuss zu einem Gefängnisk omplex namens E._______ ge- bracht worden. Dort seien sie zusammen mit vier- bis fünfhundert anderen in unterirdischen Verliesen inhaftiert worden. Die Verhältnisse seien uner- träglich dreckig und anstrengend gewesen, sie hätten Hunger gehabt und seien auch geschlagen worden, weshalb sie hätten fliehen wollen. Nach drei Tagen sei ihm zusammen mit vier anderen Schülern die Flucht gelun- gen, indem sie beim abendlichen Toilettengang durch ein Loch in einer Wand hätten entweichen können. Nach der Flucht sei er noch kurz nach Hause gegangen, dann sei er zusammen mit seinen vier Fluchtgefährten in Richtung des Sudan aufgebrochen, ohne seine Mutter vorgängig zu in- formieren. Da er das Land illegal verlassen habe, was strafbar sei, be- fürchte er für den Fall einer Rückkehr in die Heimat nach Assab geschickt zu werden, was weit weg von C._______ liege und wo es viele Gefangene gebe. Dort könne er für Jahre inhaftiert werden. Zudem werde man nach einer Verhaftung wegen illegaler Ausreise direkt in die militärische Grund- ausbildung geschickt, auch wenn man noch minderjährig sei. Zum seinem Reiseweg führte der Beschwerdeführer im Wesentlichen aus, er sei mit seinen vier Fluchtgenossen zuerst per Bus von C._______ über F._______ (…) nach G._______ gereist. Von dort seien sie in der Folge über mehrere Stationen (vgl. dazu die Akten) und unter grossen Mühen zu Fuss nach Kassala gelangt. Nach (… [mehreren]) Monaten im Sudan sei er nach Libyen weitergereist, wo er sich nochmals (… [mehrere]) Monate aufgehalten habe. Da er seine Reise ohne finanzielle Unterstützung absol- viert habe, sei er in Libyen in Geiselhaft gekommen, bis die Schlepper im Oktober 2015 beschlossen hätten, ihn trotz fehlender Mittel übers Meer zu schicken. Nachdem er auf See gerettet und nach Italien gebracht word en sei, sei er in die Schweiz weitergereist. D-1892/2017 Seite 4 Nachdem der Beschwerdeführer weder Reise- und Identitätspapiere noch seinen Schülerausweis vorgelegt hatte (vgl. dazu die Akten), reichte er nach der Anhörung vom 19. Februar 2016 eine Kopie (Foto) der Identitäts- karte seiner Mutter nach (vgl. act. A16: Eingabe vom 6. März 2016). C. Mit Verfügung vom 24. Februar 2017 (eröffnet am 27. Februar 2017) stellte das SEM fest, der Beschwerdeführer erfülle die Flüchtlingseigenschaft nicht, und lehnte sein Asylgesuch ab, ver bunden mit der Anordnung der Wegweisung aus der Schweiz und des Wegweisungsvollzuges nach Erit- rea. Im Rahmen der Begründung dieses Entscheides erklärte das Staats- sekretariat die Vorbringen des Beschwerdeführers über die angeblich aus- reiserelevanten Ereignisse aufgrund von Widersprüchen und Ungereimt- heiten in seinen Angaben zur geltend gemachten Verhaftung und zur an- geblichen Flucht aus dem Gefängnis als insgesamt unglaubhaft. Im An- schluss daran gelangte das SEM unter Bezugnahme auf die publizierte Praxis (gemäss Referenzurteil D -7898/2015 vom 30. Januar 2017 ) zum Schluss, im Falle des Beschwerdeführers bestehe auch kein Anlass zur Annahme, er hätte aufgrund der geltend gemachten illegalen Ausreise in der Heimat asylrelevante Nachstellungen zu gewärtigen. An dere Anknüp- fungspunkte, welche ihn in den Augen der heimatlichen Behörden als miss- liebige Person erscheinen liessen, seien ebenfalls nicht ersichtlich. Nach- dem seine Vorbringen widersprüchlich und daher unglaubhaft ausgefallen seien, sei davon auszugehen, dass er in Eritrea vor seiner illegalen Aus- reise keinen Behördenkontakt gehabt habe. Auch sei er nicht für den regu- lären Militärdienst rekrutiert worden. Bei dieser Sachlage vermöge alleine die illegale Ausreise keine Furcht vor einer zukünftigen asylrelevanten Ver- folgung zu begründen. Den Wegweisungsvollzug erklärte das SEM sodann als zulässig, zumutbar und möglich. Dabei äusserte sich das Staatssekre- tariat vornehmlich zur Frage der Zumutbarkeit des Wegweisungsvollzuges, welche es unter Verweis auf die mittlerweile erreichte Volljährigkeit und den familiären Hintergrund des Beschwerdeführers bejahte. D. Gegen diesen Entscheid erhob der Beschwerdeführer am 29. März 2017 – handelnd durch seine Rechtsvertreterin und beschränkt auf die Frage des Wegweisungsvollzuges – Beschwerde, indem er die Aufhebung der angefochtenen Verfügung und die Anordnung einer vorläufigen Aufnahme in der Schweiz wegen Unzulässigkeit und Unzumutbarkeit des Wegwei- sungsvollzuges beantragte. In prozessualer Hinsicht ersuchte er um Ge-D-1892/2017 Seite 5 währung der unentgeltlichen Rechtspflege, um Befreiung von der Kosten- vorschusspflicht und um Beiordnung seiner Rechtsvertreterin als amtliche Rechtsbeiständin. Im Rahmen der Beschwerdebegründung setzte er den vorinstanzlichen Feststellungen und Schlüssen betreffend die Unglaubhaf- tigkeit seiner Gesuchsvorbringen nichts entgegen. Hingegen bekräftigte er seinen Angaben und Ausführungen zu seiner Person und zu seinen famili- ären Verhältnissen sowie zu den Modalitäten seiner illegalen Ausreise. Un- ter Bezugnahme darauf bestritt er die vorinstanzlichen Schlüsse betreffend die Zulässigkeit und Zumutbarkeit des Wegweisungsvollzuges. Dabei äus- serte er sich namentlich zur Frage der Zulässigkeit des Wegweisungsvoll- zuges bei drohendem Einzug in den eritreischen Nationaldienst im Lichte des Verbots der Sklaverei und der Zwangsarbeit gemäss Art. 4 EMRK so- wie der Bestimmung von Art. 3 EMRK, da diese Frage im Referenzurteil D-7898/2015 vom 30. Januar 2017 noch offen gelassen worden seien. Den ihm in seiner Heimat drohende Einzug in den Nationaldienst erklärte er in der Folge als mit Art. 4 EMRK unvereinbar, da der Nationaldienst eine ver- botene Form von Zwangsarbeit darstelle, und als unvereinbar mit Art. 3 EMRK, da er im Nationaldienst Folter und unmenschliche Behandlung zu gewärtigen habe. Für die diesbezügliche Ausführungen kann auf die Akten verwiesen werden, zumal mit Blick auf zwischenzeitlich ergangene Recht- sprechung dazu (vgl. nachfolgend, E. 3.2.2), aber auch der Tatsache, dass der Beschwerdeführer in diesem Punkt primär einen zwar umfassenden, jedoch bereits aus vielen anderen Beschwerdeverfa hren bekannten Be- gründungsblock einbrachte (Standardbegründung mehrerer Rechtsbera- tungsstellen). Auf die Vorbringen des Beschwerdeführers zur Unzumutbar- keit des Wegweisungsvollzuges wird im Rahmen der nachfolgenden Erwä- gungen eingegangen (vgl. unten, E. 3.3). E. Mit Zwischenverfügung vom 4. April 2017 wurde den Gesuchen um Ge- währung der unentgeltlichen Rechtspflege (Art. 65 Abs. 1 VwVG), um Be- freiung von der Kostenvorschusspflicht (Art. 63 Abs. 4 VwVG) und amtli- chen Verbeiständung (aArt. 110a Abs. 1 AsylG [SR 142.31]) entsprochen. Dem Beschwerdeführer wurde antragsgemäss die rubrizierte Rechtsver- treterin als amtliche Rechtsbeiständin beigeordnet (vgl. dazu aArt. 110a Abs. 1 i.V.m. aArt. 110a Abs. 3 AsylG). Gleichzeitig wurde das SEM zum Schriftenwechsel eingeladen (Art. 57 Abs. 1 VwVG). F. In seiner Vernehmlassung vom 28. April 2017 hielt das SEM an der ange- fochtenen Verfügung fest und beantragte die Abweisung der Beschwerde. D-1892/2017 Seite 6 Dabei äusserte es sich namentlich zur Frage der vom Beschwerdeführer bestrittenen Zulässigkeit des Wegweisungsvollzuges im Lichte der Bestim- mungen von Art. 3 EMRK, wobei es an seiner bereits bezogenen Position festhielt. Vor dem Hintergrund der nachfolgenden Erwägungen kann für die diesbezüglichen Ausführungen auf die Akten verwiesen werden. Gleichzei- tig bekräftigte es, dem Beschwerdeführer sei es aufgrund von Widersprü- chen in seinen Vorbringen nicht gelungen, seine Ausreisegründe glaubhaft zu machen. Schliesslich reiche alleine die Möglichkeit, nach der Rückkehr in die Heimat in den Militärdienst eingezogen zu werden, für die Annahme eines "real risk" nicht aus. G. Im Rahmen seiner Replikeingabe vom 31. Mai 2017 hielt der Beschwerde- führer unter Verweis auf das Referenzurteil D -7898/2015 vom 30. Januar 2017 fest, die Frage, ob die drohende Einziehung in den eritreischen Nati- onaldienst unter dem Aspekt von Art. 3 EMRK relevant sein könnte, sei bis dahin noch nicht im Rahmen eines Koordinationsurteils einheitlich und grundsätzlich entschieden worden. Er halte daher unter Verweis auf seine Beschwerdeschrift und die Praxis nach EMARK 2006/3 daran fest, dass er im eritreischen Nationaldienst jederzeit mit willkürlicher Behandlung, Haft ohne Verfahren oder schweren Misshandlungen zu re chnen habe. Da er im dienstpflichtigen Alter sei und er sich im Falle einer Rückkehr in die Hei- mat als Republikflüchtling auf der untersten Stufe der Hierarchie des erit- reischen Regimes wiederfinden würde, drohe ihm nicht nur ein Einzug un- mittelbar nach se iner Rückkehr, sondern auch eine menschenrechtswid- rige Behandlung durch seine Vorgesetzten. Dies umso mehr, sollte seien regimefeindliche Einstellung den Behörden bekannt werden. H. Am 22. Oktober 2018 teilte der Beschwerdeführer dem Bundesverwal- tungsgericht mit, dass er im August 2018 in ein berufsvorbereitendes Schuljahr eingetreten sei. Gleichzeitig gab er an, er verfüge mittlerweile über ausgezeichnete Deutschkenntnisse und sei in der Schweiz gut inte- griert. Vor diesem Hintergrund machte er geltend, es s ei zu berücksichti- gen, dass er sein Asylgesuch als Minderjähriger eingereicht habe, seit fast drei Jahren in der Schweiz lebe und in der Heimat über kein gefestigtes Beziehungsnetz mehr verfüge. Da die Schweiz der Mittelpunkt seiner Le- bensführung geworden sei, sei seine Beschwerde gutzuheissen. D-1892/2017 Seite 7 Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 1. 1.1 Das Bundesverwaltungsgericht ist unter anderem zuständig für die Be- handlung von Beschwerden gegen Verfügungen des SEM; dabei entschei- det das Gericht auf dem Gebiet des Asyls endgültig, ausser – was vorlie- gend nicht der Fall ist – bei Vorliegen eines Auslieferungsersuchens des Staates, vor welchem die beschwerdefüh rende Person Schutz sucht (vgl. Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 31-33 VGG und Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG). 1.2 Das Verfahren richtet sich nach dem VwVG, dem VGG und dem BGG, soweit das AsylG nichts anderes bestimmt (Art. 37 VGG; Art. 6 AsylG). 1.3 Die Kognition des Bundesverwaltungsgerichts und die zulässigen Rü- gen richten sich im Bereich des Ausländerrechts nach Art. 49 VwVG (vgl. BVGE 2014/26 E. 5). 1.4 Im vorliegenden Verfahren gilt das bisherige Recht ( Abs. 1 der Über- gangsbestimmungen zur Änderung des AsylG vom 25. September 2015). 1.5 Der Beschwerdeführer ist legitimiert (Art. 48 Abs. 1 VwVG) und die Be- schwerde wurde frist- und formgerecht eingereicht (aArt. 108 Abs. 1 AsylG; Art. 52 Abs. 1 VwVG), womit auf die Beschwerde einzutreten ist. 1.6 Aufgrund der zwischenzeitlich ergangenen Rechtsprechung (vgl. dazu nachfolgende Erwägungen) ist die Beschwerde zum heutigen Zeitpunkt als offensichtlich unbegründet zu erkennen, weshalb über diese in einzelrich- terlicher Zuständigkeit mit Zustimmung eines zweiten Richters oder einer zweiten Richterin zu entscheiden ist (Art. 111 Bst. e AsylG). 2. 2.1 Vom Beschwerdeführer wird ausschliesslich die Anordnung einer vor- läufigen Aufnahme in der Schweiz beantragt, weil der Wegweisungsvollzug nach Eritrea als unzulässig und unzumutbar zu erkennen sei. Gegen die Verneinung der Flüchtlingseigenschaft und Ablehnung seines Asylgesu- ches wendet er nichts ein, womit die vorinstanzliche Verfügung in diesen Punkten (Ziffn. 1 und 2 des Dispositivs) unangefochten in Rechtskraft er- wachsen ist. Auch die Anordnung der Wegweisung als solche (Ziff. 3 des Dispositivs), welche Regelfolge der Ablehnung des Asylgesuchs ist (ge- mäss Art. 44 [erster Satz] AsylG), ist damit in Rechtskraft erwachsen. Diese Anordnung erweist sich im Übrigen als nach wie vor korrekt, da der Be-D-1892/2017 Seite 8 schwerdeführer auch heute weder über eine ausländerrechtliche Aufent- haltsbewilligung noch über einen Anspruch auf Erteilung einer solchen ver- fügt (vgl. dazu BVGE 2013/37 E. 4.4 und 2009/50 E. 9, je m.w.H). 2.2 Gegenstand des vorliegenden Verfahrens bildet demnach einzig die Prüfung der Frage der Rechtmässigkeit der Anordnung des Wegweisungs- vollzuges (vgl. Ziff. 4 f. des Dispositivs der angefochtenen Verfügung), mit- hin die Frage, ob das SEM den Vollzug der Wegweisung zu Recht als zu- lässig, zumutbar und möglich erklärt hat. 3. 3.1 Ist der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar oder nicht möglich, so reg elt das SEM das Anwesenheitsverhältnis nach den gesetzlichen Bestimmungen über die vorläufige Aufnahme (Art. 44 [zweiter Satz] AsylG i.V.m. Art. 83 Abs. 1-4 AIG [SR 142.20]). Festzuhalten bleibt in diesem Zusammenhang , dass bezüglich der Gel- tendmachung vo n Wegweisungsvollzugshindernissen nach Praxis des Bundesverwaltungsgerichts der gleiche Beweisstandard gilt, wie bei der Prüfung der Flüchtlingseigenschaft; das heisst, allfällige Vollzugshinder- nisse sind zu beweisen, wenn der strikte Beweis möglich ist, u nd andern- falls wenigstens glaubhaft zu machen (vgl. BVGE 2011/24 E. 10.2 m.w.H.). 3.2 Der Vollzug der Wegweisung ist nicht zulässig, wenn völkerrechtliche Verpflichtungen der Schweiz einer Weiterreise der Ausländerin oder des Ausländers in den Heimat-, Herkunfts- oder einen Drittstaat entgegenste- hen (Art. 83 Abs. 3 AIG). Im Falle des Beschwerdeführers ist der Wegwei- sungsvollzug indes unter keinem Titel als unzulässig zu erkennen. 3.2.1 Nachdem die Verneinung der Flüchtlingseigenschaft unangefochten in Rechtskraft erwachsen ist, kann der in Art. 5 AsylG verankerte Grundsatz der Nichtrückschiebung im vorliegenden Verfahren keine Anwendung fin- den (vgl. auch Art. 33 Abs. 1 des Abkommens vom 28. Juli 1951 über die Rechtsstellung der Flüchtlinge [FK, SR 0.142.30]). Die Zul ässigkeit des Vollzuges beurteilt sich demgemäss nach den allgemeinen verfassungs - und völkerrechtlichen Bestimmungen (insbesondere Art. 25 Abs. 3 BV, Art. 3 FoK, Art. 3 EMRK und vorliegend auch Art. 4 EMRK). 3.2.2 Vom Beschwerdeführer wird geltend gemacht, der Wegweisungsvoll- zug sei als unzulässig zu erkennen, weil ihm im Falle einer Rückkehr in die Heimat sein Einzug in den eritreischen Nationaldienst drohe. Hierzu ist festzustellen, dass die Frage der Zulässigkeit des Wegweisungsvollzugs D-1892/2017 Seite 9 bei anstehender Einziehung in den eritreischen Nationaldienst vom Bun- desverwaltungsgericht in der Zwischenzeit im Rahmen eines Grundsatzur- teils geklärt worden ist (vgl. dazu das Urteil des BVGer E-5022/2017 vom 10. Juli 2018, E. 6.1 [zur Publikation vorgesehen]). Im genannten Urteil hat das Gericht zunächst festgehalten, dass es sich beim eritreischen Natio- naldienst nicht um Sklaverei oder Leibeigen schaft im Sinne von Art. 4 Abs. 1 EMRK handle (vgl. a.a.O., E. 6.1.4). Sodann hat das Gericht aus- führlich die Zulässigkeit des Wegweisungsvollzugs sowohl unter dem Ge- sichtspunkt des Zwangsarbeitsverbots (Art. 4 Abs. 2 EMRK) als auch unter jenem des Verbots der Folter und der unmenschlichen und erniedrigenden Behandlung (Art. 3 EMRK) geprüft. Dabei ist das Gericht nach einer umfassende n Analyse der verfügbaren Quellen in tatsächlicher Hinsicht zum Ergebnis gelangt, dass die Bemes- sung der Dienstdauer und die Gewährung von Urlauben im eritreischen Nationaldienst für die Einzelperson kaum vorhersehbar seien. Die durch- schnittliche Dienstdauer lasse sich nicht genau beziffern, auszugehen sei jedoch davon, dass sie zwischen fünf und zehn Jahre betrage und in Ein- zelfällen darüber hinausgehen könne. Die Lebensbedingungen gestalteten sich sowohl in der Grundausbildung als auch im militärischen und im zivilen Nationaldienst schwierig; im zivilen Nationaldienst insbesondere deshalb, weil Verpflegung und Unterkunft nicht immer zur Verfügung gestellt würden und der Nationaldienstsold – trotz einzelner Verbesserungen in jüngster Zeit – kaum ausreiche, um den Lebensunterhalt zu decken. Darüber hin- ausgehend hat das Gericht festgestellt, dass es im eritreischen National- dienst – insbesondere in der Grundausbildung und im militärischen Natio- naldienst – zu Misshandlungen und sexuellen Übergriffen komme (vgl. zum Ganzen Urteil E-5022/2017, E. 6.1.5.2). In rechtlicher Hinsicht hat das Gericht sodann festgestellt, Art. 4 Abs. 2 EMRK stehe dem Wegweisungsvollzug nur dann entgegen, wenn das ernsthafte Risiko einer flagranten Verletzung des Zwangsarbeitsverbots anzunehmen wäre. Der im eritreischen Nationaldienst effektiv zu befürch- tende Nachteil, auf unabsehbare Zeit eine niedrig entlöhnte Arbeit für den Staat ausführen zu müssen, sei zwar als unverhältnismässige Last zu qua- lifizieren. Der Nachteil beraube jedoch Ar t. 4 Abs. 2 EMRK nicht seines essenziellen Gehalts; insofern sei keine flagrante Verletzung anzunehmen. Nicht erstellt sei zudem, dass die kolportierten Misshandlungen und sexu- ellen Übergriffe systematisch stattfänden und dass jede Nationaldienstleis- tende und jeder Nationaldienstleistende dem ernsthaften Risiko ausgesetzt wäre, selbst solche Übergriffe zu erleiden. Dabei ist auch in Betracht zu D-1892/2017 Seite 10 ziehen, dass sich die Behandlung bei Dienstpflicht im zivilen Bereich in vielen Fällen kaum von derjenigen bei ord entlicher Arbeitstätigkeit unter- scheidet. Ausserdem stehen die Berichte über Misshandlungen oft in Zu- sammenhang mit Desertion. Der Beschwerdeführer stellt sich indes, weder als Deserteur noch als Refraktär dar. Nach dem Gesagten eine Verletzung von Art. 4 Abs. 2 EMRK durch den Wegweisungsvollzugs zu verneinen (vgl. zum Ganzen Urteil E-5022/2017, E. 6.1.5.2). Gemäss Praxis des Europäischen Gerichtshofes für Menschenrechte (EGMR) müsste der Beschwerdeführer mit Blick auf Art. 3 EMRK das ernst- hafte Risiko ("real risk") nachweisen, dass ihm im Fall einer Rückschiebung Folter oder unmenschliche Behandlung drohen würde (vgl. EGMR [Grosse Kammer], Saadi gegen Italien, Urteil vom 28. Februar 2008, Nr. 37201/06, §§ 124–127 m.w.H.). Im vorerwähnten Grundsatzurteil hat das Bundesver- waltungsgericht diesbezüglich ausgeführt, dass keine hinreichenden Be- lege dafür existieren, dass Misshandlungen und sexuelle Übergriffe im Na- tionaldienst systematisch stattfänden und jede Dienstleistende und jeder Dienstleistender dem ernsthaften Risiko ausgesetzt wäre, selbst solche Übergriffe zu erleiden. Auch von einem „real risk“ einer Haftstrafe allein aufgrund der Ausreise vor bestehendem Nationaldienst geht das Gericht nicht aus (vgl. Urteil E -5022/2017, E. 6.1.8). Es besteht daher kein ernst- haftes Risiko einer Verletzung von Art. 3 EMRK bei bevorstehendem Nati- onaldienst (vgl. Urteil E-5022/2017, E. 6.1.6). In diesem Zusammenhang bleibt festzuhalten, dass sich der Beschwerde- führer weder als Deserteur noch als Refraktär darstellt, da kein Anlass zur Annahme besteht, er habe sich durch seine Ausreise einer konkret anste- henden Dienstleistung entzogen. Gleichzeitig hat das SEM überzeugend dargelegt, dass seine Vorbringen zur angeblich erstandenen Haft als un- glaubhaft zu erkennen sind. Den diesbezüglichen Feststellungen und Schlüssen hat der Beschwerdeführer nichts entgegengesetzt. Anlass zur Annahme, er wäre den heimatlichen Behörden als regimefeindliche Person bekannt (wie in der Replikeingabe geltend gemacht), besteht nicht. 3.2.3 Der Ordnung halber bleibt darauf hinzuweisen, dass das Gericht die Zulässigkeit des Wegweisungsvollzuges lediglich für freiwillig Rückkeh- rende beurteilt hat – aufgrund des fehlenden Rückübernahmeabkommens mit Eritrea – und die Frage der Zulässigkeit zwangsweiser Rückschaffung explizit offen gelassen wurde (vgl. Urteil E-5022/2017, E. 6.1.7). D-1892/2017 Seite 11 3.2.4 Weitere Gründe für die Annahme der Unzulässigkeit des Wegwei- sungsvollzugs ergeben sich weder aus den Akten noch aus der Beschwer- deschrift. Der Wegweisungsvollzug ist folglich als zulässig zu betrachten. 3.3 Gemäss Art. 83 Abs. 4 AIG kann der Vollzug für Ausländerinnen und Ausländer unzumutbar sein, wenn sie im Heimat- oder Herkunftsstaat auf- grund von Situationen wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und me- dizinischer Notlage konkret gefährdet sind. Wird eine konkrete Gefährdung festgestellt, ist – unter Vorbehalt von Art. 83 Abs. 7 AIG – die vorläufige Aufnahme zu gewähren. Im Falle des Beschwerdeführers erweist sich der Wegweisungsvollzug indes unter keinem Gesichtspunkt als unzumutbar. 3.3.1 Im Referenzurteil D-2311/2016 vom 17. August 2017 ist das Bundes- verwaltungsgericht nach einer eingehenden Analyse der Ländersituation (vgl. E. 15 und 16) zum Schluss gelangt, dass angesichts der dokumen- tierten Verbesserungen in der Nahrungsmittel- und Wasserversorgung, im Bildungswesen sowie im Gesundheitssystem die bisherige Praxis (gemäss EMARK 2005 Nr. 12), wonach eine Rückkehr nach Eritrea nur bei begüns- tigenden individuellen Umständen zumutbar sei, nicht mehr aufrechterhal- ten werden kann (vgl. Urteil D -2311/2016, E. 17.2). Das Gericht stuft den Wegweisungsvollzug nach Eritrea daher als grundsätzlich zumutbar ein. 3.3.2 Im Grundsatzurteil E-5022/2017 vom 10. Juli 2018 ist das Gericht im Weiteren zum Schluss gelangt, dass auch Personen, welche im Falle einer Rückkehr nach Eritrea in den Nationaldienst eingezogen werden, aufgrund der allgemeinen Verhältnisse im Nationaldienst nicht in eine existenzielle Notlage zu geraten drohen (vgl. a.a.O., E. 6.2.3). Auch sei nicht überwie- gend wahrscheinlich, im Nationaldienst von ernsthaften Übergriffen betrof- fen zu sein, da nicht von flächendeckenden Misshandlungen und sexuellen Übergriffen im Nationaldienst auszugehen sei (vgl. a.a.O., E. 6.2.4). Dem- nach sei auch nicht davon auszugehen, dass N ationaldienstleistende bei Rückkehr generell im Sinne von Art. 83 Abs. 4 AIG konkret gefährdet seien. Die drohende Einziehung in den eritreischen Nationaldienst führt demge- mäss nicht zur Unzumutbarkeit des Wegweisungsvollzugs. 3.3.3 Angesichts der im Referenzurteil D-2311/2016 erwogenen schwieri- gen allgemeinen – und insbesondere wirtschaftlichen – Lage in Eritrea muss bei Vorliegen besonderer Umstände aber nach wie vor von einer Existenzbedrohung ausgegangen werden. Die Frage der Zumutbarkeit bleibt daher im Einz elfall zu prüfen (vgl. a.a.O., E. 17.2). Die vorliegend D-1892/2017 Seite 12 ersichtlichen Einzelfallumstände sprechen jedoch nicht gegen die Zumut- barkeit des Wegweisungsvollzuges. So handelt es sich beim Beschwerde- führer um einen mittlerweile (…)-jährigen Mann, welcher gemäss Akten- lage gesund ist und dessen Eltern weiterhin in der Stadt C._______ leben. Dies soweit ersichtlich in zwar einfachen, jedoch hinreichend gesicherten wirtschaftlichen Verhältnissen, da seinen Angaben zufolge sowohl seine Mutter als auch sein Vater über eine Anstellung verfügen. Mit Blick darauf vermag das Vorbringen über die angeblich mangelnde wirtschaftliche Trag- fähigkeit seines Beziehungsnetzes nicht zu überzeugen. Nachdem der Be- schwerdeführer an dem ihm vertrauten Herkunftsort zumindest in der Per- son seiner Eltern über enge persönliche Anknüpfungspunkte verfügt, dürfte seine Reintegration gesichert sein. Da er aus einer grösseren Stadt stammt ([…]), dürfte er dort auch Zugang zum Arbeitsmarkt finden, auch wenn er – wie von ihm geltend gemacht – die Schule nicht abgeschlossen hat. Mit Blick auf diese persönlichen Voraussetzungen spricht nichts gegen eine Rückkehr in das ihm vertraute Umfeld. Daran vermag auch sein bereits längerer Aufenthalt in der Schweiz nichts zu ändern; aus diesem ergibt sich kein rechtserhebliches Vollzugshindernis. 3.3.4 Nach dem Gesagten erweist sich der Wegweisungsvollzug insge- samt als zumutbar. 3.4 Abschliessend ist auch von der Möglichkeit des Wegweisungs vollzu- ges auszugehen (Art. 83 Abs. 2 A IG), da eine freiwillige Rückkehr nach Eritrea technisch ohne weiteres möglich und der Beschwerdeführer ver- pflichtet ist, über die für ihn zuständige Vertretung seines Heimatstaates die für eine Rückkehr notwendigen Reisedokumente zu beschaffen (Art. 8 Abs. 4 AsylG; BVGE 2008/34 E. 12). In der Sache erweist sich als uner- heblich, dass derzeit die zwangsweise Rückführung nach Eritrea generell nicht möglich ist; die Möglichkeit der freiwilligen Rückkehr steht praxisge- mäss der Feststellung der Unmöglichkeit des Wegweisungsvollzugs (im Sinne von Art. 83 Abs. 2 AIG) entgegen. 3.5 Den vorstehenden Erwägungen gemäss ist der Wegweisungsvollzug als zulässig, zumutbar und möglich zu erkennen, womit die Anordnung ei- ner vorläufigen Aufnahme ausser Betracht fällt (Art. 83 Abs. 1-4 AIG). 4. Aus diesen Erwägungen ergibt sich, dass die angefochtene Verfügung D-1892/2017 Seite 13 Bundesrecht nicht verletzt, den rechtserheblichen Sachverhalt richtig so- wie vollständig feststellt und angemessen ist (Art. 112 Abs. 1 AIG, Art. 49 VwVG). Die Beschwerde ist demnach abzuweisen. 5. 5.1 Bei diesem Ausgang des Verfahrens wären die Kosten des Verfahrens grundsätzlich dem Beschwerdeführer aufzuerlegen (Art. 63 Abs. 1 VwVG; Art. 1-3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Ent - schädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]). Aufgrund der Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege (nach Art. 65 Abs. 1 VwVG) ist jedoch von einer Kostenauflage abzusehen. 5.2 Nachdem die rubrizierte Rechtsvertreterin dem Beschwerdeführer als amtliche Rechtsbeistän din beigeordnet worden ist ( gemäss aArt. 110a Abs. 1 i.V.m. aArt. 110a Abs. 3 AsylG), ist sie für ihren Aufwand unbesehen des Ausgangs des Verfahrens zu entschädigen, soweit dieser sachlich not- wendig war (vgl. Art. 12 i.V.m. Art. 8 Abs. 2 VGKE). Die Rechts vertreterin hat mit der Beschwerde eine Kostennote vorgelegt, in welcher ein Aufwand von insgesamt fünf Stunden zu einem Ansatz von Fr. 180.– geltend ge- macht wird, zuzüglich Mehrwertsteuer, sowie einer ihren Angaben zufolge nicht mehrwertsteuerpflichtigen Spesenpauschale von Fr. 50.–. Der damit geltend gemachte Aufwand ist zunächst insoweit zu kürzen, als der Stun- denansatz für das amtlichen Honorar auf Fr. 150. – festzusetzen ist (vgl. dazu den ausdrücklichen Hinweis in der Zwischenverfügung vom 4. April 2017). Der geltend gemachte Aufwand ist indes auch in zeitlicher Hinsicht zu kürzen, da der unter den Titel "Verfassen der Verwaltungsbeschwerde inkl. Vollmacht und Honorarnote" geltend gemachte Aufwand von angeb- lich insgesamt vier Stunden als nicht schlüssig erscheint. In diesem Zu- sammenhang ist darauf hinzuweisen, dass die Beschwerdeschrift weitge- hend auf einer bekannten Vorlage basiert, was den effektiven Aufwand für deren Verfassung massgeblich reduziert haben dürfte. Der unter diesem Titel geltend gemachte Aufwand ist daher um die Hälfte zu kürzen. Nicht zu bemängeln ist der unter dem Titel "Erstgespräch" geltend gemachte Auf- wand von einer Stunde. Von Amtes wegen zu berücksichtigen ist der Auf- wand für die Replikeingabe vom 31. Mai 2017 , welcher sich abschätzen lässt (Art. 14 Abs. 2 VGKE) . In diesem Punkt ist von einem Aufwand von rund einer Stunde auszugehen, was auch den Aufwand für die kurze Ein- gabe vom 22. Oktober 2018 abdeckt . Die Spesenpauschale bewegt sich im angemessenen Bereich , womit der Rechtsvertreterin der geltend ge- machte Betrag für Auslagen zu erstatten ist . Nach dem Gesagten ist das D-1892/2017 Seite 14 amtliche Honorar aufgrund der Aktenlage und der massgebenden Bemes- sungsfaktoren (Art. 12 i.V.m. Art. 9-11 VGKE) auf Fr. 650.– (inkl. Mehrwert- steuer) festzusetzen, zuzüglich Auslangen von Fr. 50.–, ausmachend zu- sammen Fr. 700.–. (Dispositiv nächste Seite) D-1892/2017 Seite 15 Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 2. Dem Beschwerdeführer werden keine Kosten auferlegt. 3. Der rubrizierten Rechtsvertreterin werden für ihren Aufwand als amtliche Rechtsbeiständin ein Honorar von Fr. 650.– ausgerichtet und Auslagen von Fr. 50.– erstattet, ausmachend einen Betrag von insgesamt Fr. 700.–. 4. Dieses Urteil geht an den Beschwerdeführer, das SEM und die kantonale Migrationsbehörde. Die Einzelrichterin: Der Gerichtsschreiber: Contessina Theis Lorenz Mauerhofer Versand: