<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2003.00175</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="https://vgrzh.djiktzh.ch/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=https://vgrzh.djiktzh.ch&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=107440&amp;W10_KEY=4467143&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2003.00175</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 22.10.2003</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">2. Abteilung/2. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Das Bundesgericht hat eine Verwaltungsgerichtsbeschwerde gegen diesen Entscheid am 02.03.2004 abgewiesen.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">AuslÃ¤nderrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Aufenthaltsbewilligung</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Zielsetzung des FZA; keine Anwendbarkeit des FZA auf eine britisch-schweizerische Doppelbürgerin, die seit Jahrzehnten in der Schweiz lebt<br/><br/>Hauptzweck des FZA ist es, Staatsangehörigen eines Vertragsmitglieds die Aufnahme und Ausübung einer Erwerbstätigkeit in einem Vertragsstaat zu ermöglichen. Anwendbar ist das Abkommen nur, wenn ein Sachverhalt mit Auslandbezug vorliegt. Die für das FZA zu berücksichtigende Rechtsprechung des EuGH befasst sich bezüglich Doppelbürgern stets mit deren Aufnahme einer Erwerbstätigkeit in einem Vertragsstaat (E. 2a-d). Die Stiefmutter der Beschwerdeführenden besitzt die GB+CH Staatsangehörigkeit und hält sich seit vielen Jahren ununterbrochen in der CH auf, ohne jedoch zur Aufnahme einer Erwerbstätigkeit eingereist zu sein. Sie ist daher als Teil der schweizerischen Residenzbevölkerung zu betrachten, auf die das FZA keine Anwendung findet. Aus den vorerwähnten Gründen ändert daran auch die EuGH-Rechtsprechung zu den Doppelbürgern nichts (E. 3a+b). Die Beschwerdeführenden können daher aus dem FZA keine Ansprüche ableiten und zwar weder aus den Übergangsbestimmungen von Art. 10 FZA, den Bestimmungen für Personen ohne Erwerbstätigkeit (Art. 24 Anhang I FZA) noch aus jenen für Familienangehörige (Art. 3 Anhang I FZA). Die CH darf für ihre Staatsangehörigen im eignen Land den Aufenthaltsstatus definieren, wie dies auch in der EU der Fall ist. Gegenüber dem Freizügigkeitsrecht kann dies jedoch zur sog. Inländerdiskriminierung führen (E. 4a-i). Besteht kein Anspruch auf der Grundlage des FZA, so ist zu prüfen, ob das Landesrecht eine vorteilhaftere Regelung kennt. Aufgrund ihrer Volljährigkeit stehen den Beschwerdeführenden 1 und 2 keine Rechtsansprüche nach ANAG oder EMRK zu. Beim Beschwerdeführer 3 wäre ein solcher Anspruch denkbar, doch scheitert er am Nachweis einer vorrangigen Beziehung zum Vater. Die Verneinung dieser Beziehung durch die Vorinstanz blieb unwidersprochen (E. 5a-c).</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ABKOMMENSZWECK">ABKOMMENSZWECK</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: AuslÃ¤nderrecht ST: AUFENTHALTSBEWILLIGUNG">AUFENTHALTSBEWILLIGUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: DOPPELBÃRGER/-IN">DOPPELBÃRGER/-IN</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ERWERBSTÃTIGKEIT">ERWERBSTÃTIGKEIT</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: AuslÃ¤nderrecht ST: FAMILIENNACHZUG">FAMILIENNACHZUG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: FREIER ZUG">FREIER ZUG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: INTERNATIONALER SACHVERHALT">INTERNATIONALER SACHVERHALT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: RESIDENZBEVÃLKERUNG">RESIDENZBEVÃLKERUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: STIEFMUTTER">STIEFMUTTER</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="gerade">Art. 4 FZA</span><br/><span class="ungerade">Art. 7 FZA</span><br/><span class="gerade">Art. 10 lit. d FZA</span><br/><span class="ungerade">Art. 10 lit. e FZA</span><br/><span class="gerade">Art. 16 lit. I FZA</span><br/><span class="ungerade">Art. 16 lit. II FZA</span><br/><span class="gerade">Art. 2 lit. I Anhang I FZA</span><br/><span class="ungerade">Art. 2 lit. II Anhang I FZA</span><br/><span class="gerade">Art. 3 lit. I Anhang I FZA</span><br/><span class="ungerade">Art. 3 lit. II Anhang I FZA</span><br/><span class="gerade">Art. 6 lit. I Anhang I FZA</span><br/><span class="ungerade">Art. 24 Anhang I FZA</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="gerade">RB 2003 Nr. 32 S. 90</span><br/> </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 1 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Einzug1">I. Der 1957 geborene E, ursprÃ¼nglich pakistanischer StaatsangehÃ¶riger, hÃ¤lt sich seit 1991 in der Schweiz auf. Nach der Scheidung seiner Ehe in Pakistan heiratete er am 5. Juni 1992 die schweizerisch-britische DoppelbÃ¼rgerin F und erhielt aufgrund dieser Ehe eine Aufenthaltsbewilligung zum Verbleib bei der Schweizer Ehefrau. Am 1. November 2000 wurde er eingebÃ¼rgert.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Im Jahr 1995 beantragte E erstmals den Nachzug seiner Kinder aus erster Ehe, A, geboren 1981 und B, geboren 1982, nicht aber des jÃ¼ngsten Sohns, C, geboren 1989. Alle Instanzen sowie das Bundesgericht mit Urteil vom 23. Juni 1998 wiesen die Gesuche mangels vorrangiger Beziehung der Kinder zu ihrem Vater ab.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Am 9. Januar 2002 reisten die Kinder A, B und C mit Besuchervisa in die Schweiz und ersuchten am 2. und 5. April 2002 um Erteilung der Aufenthaltsbewilligung zum Verbleib beim Vater. Das Migrationsamt der Direktion fÃ¼r Soziales und Sicherheit verweigerte am 16. Juli 2002 den inzwischen 20-, 19- und 13-jÃ¤hrigen Gesuchstellenden die Bewilligung.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">II. Der Regierungsrat wies den dagegen erhobenen Rekurs am 9. April 2003 ab. Er befand, dass die beiden Ã¤lteren Kinder aufgrund ihrer VolljÃ¤hrigkeit keinen Anspruch auf Familiennachzug mehr hÃ¤tten und mit Bezug auf den jÃ¼ngsten Sohn nach wie vor keine vorrangige familiÃ¤re Beziehung zum Vater erwiesen sei. Das wÃ¤hrend des Verfahrens am 1. Juni 2002 in Kraft getretene PersonenfreizÃ¼gigkeitsabkommen der Schweiz mit der EG und ihren Mitgliedstaaten vom 21. Juni 1999 (PersonenfreizÃ¼gigkeitsabkommen; FZA) sei nicht anwendbar.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">III. Mit Eingabe vom 12. Mai 2003 liessen A, B und C Beschwerde beim Verwaltungsgericht erheben. Sie beantragten die Erteilung einer "Aufenthaltsbewilligung B-EG". Sodann seien die Verfahrenskosten der beschwerdebeklagten Direktion fÃ¼r Soziales und Sicherheit aufzuerlegen, und diese sei zu verpflichten, die BeschwerdefÃ¼hrenden fÃ¼r das Rekurs- und Beschwerdeverfahren angemessen zu entschÃ¤digen.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">WÃ¤hrend die Staatskanzlei im Namen des Regierungsrats dem Gericht beantragte, die Beschwerde sei abzuweisen, liess sich die Direktion fÃ¼r Soziales und Sicherheit nicht vernehmen.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Die Kammer zieht in ErwÃ¤gung:</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">1. a) Die Beschwerde an das Verwaltungsgericht ist auf dem Gebiet der Fremdenpolizei nur zulÃ¤ssig gegen die Verweigerung einer Bewilligung, auf deren Erteilung gestÃ¼tzt auf das Bundesrecht oder einen Staatsvertrag ein Anspruch besteht (§ 43 Abs. 1 lit. h in Verbindung mit Abs. 2 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 [VRG] und Art. 100 Abs. 1 lit. b Ziff. 3 des Bundesgesetzes Ã¼ber die Organisation der Bundesrechtspflege vom 16. Dezember 1943). Die BeschwerdefÃ¼hrenden 1 und 2 waren im Zeitpunkt der Gesuchsstellung Ã¼ber 18-jÃ¤hrig. Ein besonderes AbhÃ¤ngigkeitsverhÃ¤ltnis zu ihrem Vater wird nicht geltend gemacht, weshalb ihnen nach dem Bundesrecht kein Anspruch auf Verbleib bei einem Elternteil zusteht. Aus demselben Grund ist ein Rechtsanspruch aufgrund von Art. 8 Abs. 1 der EuropÃ¤ischen Menschenrechtskonvention vom 4. November 1950 (EMRK) oder Art. 13 Abs. 1 der Bundesverfassung vom 18. April 1999 (BV) nicht ersichtlich. Was den 1989 geborenen BeschwerdefÃ¼hrer 3 betrifft, wird nicht geltend gemacht, es stehe ihm ein Rechtsanspruch des Bundesrechts, der Verfassung oder der EMRK zu. Vielmehr berufen sich alle BeschwerdefÃ¼hrenden ausschliesslich auf das PersonenfreizÃ¼gigkeitsabkommen, namentlich auf den Umstand, dass ihr Schweizer Vater mit einer schweizerisch-britischen DoppelbÃ¼rgerin verheiratet sei. Dadurch werde fÃ¼r den Vater ein abgeleitetes Aufenthaltsrecht gemÃ¤ss FZA begrÃ¼ndet, was wiederum den Kindern unter 21 Jahren ein vom Vater abgeleitetes Recht auf Aufenthalt vermittle.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">b) Zum VerhÃ¤ltnis von schweizerischem Landesrecht zum PersonenfreizÃ¼gigkeitsabkommen bestimmt Art. 1 des Bundesgesetzes Ã¼ber Aufenthalt und Niederlassung der AuslÃ¤nder vom 26. MÃ¤rz 1931 (ANAG) in der Fassung vom 14. Dezember 2001 und in Kraft seit dem 1. Juni 2002, dass dieses Gesetz fÃ¼r AngehÃ¶rige eines Mitgliedstaats der EuropÃ¤ischen Gemeinschaft und deren FamilienangehÃ¶rige nur soweit gilt, als das FZA keine abweichenden Bestimmungen enthÃ¤lt oder das ANAG keine vorteilhaftere Rechtsstellung vorsieht. Somit ist vorab die Rechtslage gemÃ¤ss FZA zu prÃ¼fen.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Die Bestimmungen des FZA sind grundsÃ¤tzlich unmittelbar anwendbar (self-executing; vgl. Botschaft zur Genehmigung der sektoriellen Abkommen zwischen der Schweiz und der EG vom 23. Juni 1999, BBl 1999, S. 6128). Die den Aufenthalt betreffenden Bestimmungen von Anhang I FZA vermitteln individuelle AnsprÃ¼che auf Erteilung einer der in Art. 4 der Verordnung Ã¼ber die EinfÃ¼hrung des freien Personenverkehrs vom 22. Mai 2002 (VEP) erwÃ¤hnten fremdenpolizeilichen Anwesenheitsbewilligungen.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">c) Ob das FZA Ã¼berhaupt auf den vorliegenden Fall Anwendung findet, ist Eintretensfrage. Von Beginn weg steht fest, dass den BeschwerdefÃ¼hrenden als pakistanische Staats<span class="msoDel"><del cite="mailto:Verwaltungsgericht%20ZÃ¼rich" datetime="2003-11-11T08:56">­</del></span>angehÃ¶rige kein selbststÃ¤ndiges Aufenthaltsrecht aus dem FZA zusteht, sondern sie ein solches nur von demjenigen ihres Vaters ableiten kÃ¶nnten. Dieser wiederum, als Schwei<span class="msoDel"><del cite="mailto:Verwaltungsgericht%20ZÃ¼rich" datetime="2003-11-11T08:56">­</del></span>zer mit Wohnsitz in der Schweiz, vermag aus dem FZA ebenso wenig ein selbststÃ¤ndiges Recht in Anspruch zu nehmen. Zu prÃ¼fen ist, ob die BeschwerdefÃ¼hrenden aus der Tatsache, dass die Ehefrau des Vaters schweizerisch-britische DoppelbÃ¼rgerin ist und daher auch einem EU-Mitgliedstaat zugehÃ¶rt, Rechte als FamilienangehÃ¶rige ableiten kÃ¶nnen (vgl. Art. 7 lit. d und e FZA in Verbindung mit Art. 3 Abs. 1 und Abs. 2 lit. a Anhang I FZA).</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">2. a) Ob ein DoppelbÃ¼rger mit der StaatsangehÃ¶rigkeit der Schweiz sowie eines Mitglieds der EU unter das FZA fÃ¤llt, ist aufgrund des Wortlauts und des Zwecks des Abkommens zu ermitteln. </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">b) GemÃ¤ss dem Ingress und dem Zweckartikel (Art. 1 lit. a FZA) hat das Abkommen zum Inhalt, die FreizÃ¼gigkeit der Personen im Hoheitsgebiet der anderen Vertragspartei zu fÃ¶rdern, indem durch die EinrÃ¤umung eines Rechts auf Einreise und Aufenthalt sowie eines Verbleiberechts die AusÃ¼bung einer unselbststÃ¤ndigen oder selbststÃ¤ndigen ErwerbstÃ¤tigkeit ermÃ¶glicht wird. Zentrales Element des Abkommens bildet dabei das Recht auf Aufenthalt und Zugang zu einer ErwerbstÃ¤tigkeit (Art. 4 FZA). Um dieses Abkommensziel zu erreichen, streben die Vertragsparteien "gleichwertige Rechte und Pflichten wie in den Rechtsakten der EuropÃ¤ischen Gemeinschaft" an (Art. 16 Abs. 1 FZA). Entsprechend gilt fÃ¼r die Vertragsparteien die Rechtsprechung des Gerichtshofs der EuropÃ¤ischen Gemeinschaften (EuGH), soweit das Abkommen auf Begriffe des Gemeinschaftsrechts verweist und diese der Auslegung bedÃ¼rfen (Art. 16 Abs. 2 FZA). Die einzelnen Voraussetzungen der FreizÃ¼gigkeit sind in Anhang I FZA festgehalten. In Art. 2 Abs. 1 Anhang I FZA wird neben der Ein- und Ausreise auch das Aufenthaltsrecht geregelt. Dieses steht im Zusammenhang mit der Suche und AusÃ¼bung einer ErwerbstÃ¤tigkeit. Ein originÃ¤res Aufenthaltsrecht ohne Aufnahme einer ErwerbstÃ¤tigkeit ist an zusÃ¤tzliche Bedingungen geknÃ¼pft (Art. 2 Abs. 2 Anhang I FZA und Art. 24 Anhang I FZA). Arbeitnehmende, die StaatsangehÃ¶rige einer Vertragspartei sind, erhalten bei einem mehrjÃ¤hrigen ArbeitsverhÃ¤ltnis eine Aufenthaltsbewilligung fÃ¼r fÃ¼nf Jahre, die automatisch verlÃ¤ngert wird (Art. 6 Abs. 1 Anhang I FZA). Die "mit der FreizÃ¼gigkeit zusammenhÃ¤ngenden Rechte gemÃ¤ss Anhang I" umfassen unter anderem das "Recht auf berufliche und geografische MobilitÃ¤t, das es den StaatsangehÃ¶rigen der Vertragsparteien gestattet, sich im Hoheitsgebiet des Aufnahme<span class="msoDel"><del cite="mailto:Verwaltungsgericht%20ZÃ¼rich" datetime="2003-11-11T08:56">­</del></span>staates frei zu bewegen und den Beruf ihrer Wahl auszuÃ¼ben" (Art. 7 lit. b FZA) beziehungsweise das "Recht auf Verbleib im Hoheitsgebiet einer Vertragspartei nach Beendigung einer ErwerbstÃ¤tigkeit" (Art. 7 lit. c FZA). Sodann garantiert das Abkommen das "Recht auf Gleichbehandlung mit den InlÃ¤ndern in Bezug auf den Zugang zu einer ErwerbstÃ¤tigkeit und deren AusÃ¼bung sowie auf die Lebens-, BeschÃ¤ftigungs- und Arbeitsbedingungen" (Art. 7 lit. a FZA).</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Es ergibt sich aus diesen zentralen Bestimmungen des Abkommens, dass dessen primÃ¤rer Zweck in der Erleichterung des Zugangs zur ErwerbstÃ¤tigkeit von StaatsangehÃ¶rigen der Vertragsparteien und damit verbunden in der Erleichterung von Einreise und Aufenthalt in Partnerstaaten besteht. Im Zusammenhang mit der gefÃ¶rderten beruflichen und geografischen MobilitÃ¤t, der ErmÃ¶glichung des "freien Zugs", stehen auch die erleichterten NachzugsmÃ¶glichkeiten fÃ¼r FamilienangehÃ¶rige, die als von den aus FZA direkt Berechtigten abgeleitete RechtsansprÃ¼che ausgestaltet sind. Daraus wird deutlich, dass das FZA auf in der Schweiz oder in den Vertragsstaaten residierende Personen, die vom freien Zug nicht Gebrauch machen, grundsÃ¤tzlich keine Anwendung findet. FÃ¼r diesen Personenkreis gilt erstrangig das jeweilige nationale Recht, sei es fÃ¼r die StaatsangehÃ¶rigen des Aufenthaltslands das jeweilige nationale (Landes-)Recht beziehungsweise fÃ¼r Nicht-EU-StaatsangehÃ¶rige (sog. DrittstaatsangehÃ¶rige) das jeweilige nationale AuslÃ¤nderrecht. Die Unterstellung unter das FZA erfolgt somit aufgrund eines sachlichen Kriteriums â der MobilitÃ¤t fÃ¼r ErwerbstÃ¤tige im EU-Raum und der Schweiz â und nicht allein basierend auf einer StaatsangehÃ¶rigkeit. EntfÃ¤llt der Tatbestand der ErwerbstÃ¤tigkeit, so sind grundsÃ¤tzlich und folgerichtig auch die dafÃ¼r erforderlichen Aufenthaltsrechte gefÃ¤hrdet bzw. kÃ¶nnen entzogen werden (Art. 6 Abs. 6 Anhang I FZA; Art. 23 VEP; vgl. Andreas ZÃ¼nd, Beendigung der auslÃ¤nderrechtlichen Anwesenheitsberechtigung in: Bernhard Ehrenzeller [Hrsg.], Aktuelle Fragen des schweizerischen AuslÃ¤nderrechts, St. Gallen 2002, S. 144).</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">c) Der Grundsatz, wonach nur Personen, die zum Zweck der ErwerbstÃ¤tigkeit den grenzÃ¼berschreitenden Zug beanspruchen, vom Abkommen erfasst werden, hat durch das FZA selbst eine Ausweitung auf weitere Personenkreise erfahren. So wird gemÃ¤ss Art. 10 Abs. 5 FZA im Rahmen der Ãbergangsbestimmungen fÃ¼r bei Inkrafttreten des Abkommens bereits in der Schweiz aufenthaltsberechtigte Arbeitnehmende aus EU-Staaten auf das Kriterium des grenzÃ¼berschreitenden Zugs verzichtet, indem diesen der weitere Aufenthalt zugesichert wird, sofern sie weiterhin eine ErwerbstÃ¤tigkeit ausÃ¼ben. Sodann vermittelt Art. 2 Abs. 2 Anhang I FZA den StaatsangehÃ¶rigen der Vertragsparteien, die im Aufnahmestaat keine ErwerbstÃ¤tigkeit ausÃ¼ben, ein Aufenthaltsrecht, sofern gewisse Bedingungen erfÃ¼llt sind. FÃ¼r diese Bedingungen wird auf Kapitel V von Anhang I FZA verwiesen, wonach gemÃ¤ss Art. 24 Abs. 1 Anhang I FZA eine Aufenthaltserlaubnis vom Nachweis genÃ¼gender finanzieller Mittel fÃ¼r die Bestreitung des Lebensunterhalts sowie eines umfassenden Krankenversicherungsschutzes fÃ¼r die den Aufenthalt beanspruchenden Personen und ihre FamilienangehÃ¶rigen abhÃ¤ngig gemacht wird.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">d) Bei der Anwendung des FZA hat die Schweiz, wie bereits erwÃ¤hnt (vgl. ErwÃ¤gung 2b), die im Zeitpunkt des Inkrafttretens des Abkommens geltenden Rechtsakte der EuropÃ¤ischen Gemeinschaft sowie die bis dahin ergangene Rechtsprechung des EuGH zu berÃ¼cksichtigen (Art. 16 Abs. 1 und 2 FZA). </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Die Rechtsprechung des EuGH â gestÃ¼tzt auf den Vertrag zur GrÃ¼ndung der EuropÃ¤ischen Gemeinschaft und die fÃ¼r die FreizÃ¼gigkeit der Arbeitnehmer massgeblichen Richtlinien und Verordnungen â zum Anwendungsbereich der PersonenfreizÃ¼gigkeit verlangt grundsÃ¤tzlich ebenfalls die DualitÃ¤t von persÃ¶nlichem Auslandbezug und ErwerbstÃ¤tigkeit im Ausland. Das Kriterium der "ArbeitnehmermobilitÃ¤t" bzw. des freien Zugs in Verbindung mit der Aufnahme einer ErwerbstÃ¤tigkeit ist Voraussetzung fÃ¼r die Unterstellung einer Person unter das Vertragswerk, wobei der Begriff des "grenzÃ¼berschreitenden AnknÃ¼pfungspunkts" verwendet wird (vgl. Marcel Dietrich, Die FreizÃ¼gigkeit der Arbeitnehmer in der EuropÃ¤ischen Union, ZÃ¼rich 1995, S. 233 ff.). Ein grenzÃ¼berschreitender Sachverhalt ist nicht gegeben bei rein internen (inlandbezogenen) Sachverhalten. Das FreizÃ¼gigkeitsrecht ist in den Worten des EuGH "nicht auf BetÃ¤tigungen anwendbar, deren Elemente sÃ¤mtlich nicht Ã¼ber die Grenzen eines Mitgliedstaates hinausweisen" (EuGH, 28. Januar 1992, Steen, C-332/90, Rz. 9; vgl. Dietrich, S. 234, Fn. 1632). Solche rein inlandbezogene Sachverhalte liegen namentlich vor bei DrittauslÃ¤ndern, die als FamilienangehÃ¶rige eines UnionsbÃ¼rgers in dessen Heimatstaat wohnen oder arbeiten, bei UnionsbÃ¼rgern und ihren Familienmitgliedern, die niemals in einem anderen Mitgliedstaat gearbeitet oder gewohnt haben und zudem nicht die StaatsangehÃ¶rigkeit eines anderen Mitgliedstaats als diejenige des Aufenthaltsstaats besitzen (Dietrich, S. 234/5). "Positiv ausgedrÃ¼ckt fÃ¤llt demzufolge (...) 'jeder GemeinschaftsbÃ¼rger, der von seinem Recht auf FreizÃ¼gigkeit der Arbeitnehmer Gebrauch gemacht hat und in einem anderen Mitgliedstaat eine BerufstÃ¤tigkeit ausgeÃ¼bt hat (...) unabhÃ¤ngig von seinem Wohnort und seiner StaatsangehÃ¶rigkeit in den Anwendungsbereich der genannten Vorschriften'" (Dietrich, S. 235, Fn. 1642; vgl. EuGH, 23. Februar 1994, Scholz, C-419/92, Rz. 9). Als Kriterien fÃ¼r einen ausreichenden Auslandbezug nennt Dietrich zum einen die AuslandsqualitÃ¤t und zum anderen die Arbeitsaufnahme im Ausland (S. 236/7). Die AuslandsqualitÃ¤t bedeutet die StaatsangehÃ¶rigkeit eines anderen Mitgliedstaats als diejenige des Aufenthaltsstaats, wobei unerheblich sei, ob die betroffene Person jemals vom Herkunftsstaat oder einem Drittstaat die Grenze zum Aufenthaltsstaat Ã¼berschritten hat oder ob sie seit der Geburt im Aufenthaltsstaat lebt. "Bei DoppelbÃ¼rgern dÃ¼rfte es sogar ausreichen, wenn sie neben der StaatsangehÃ¶rigkeit des Aufenthaltsstaats zusÃ¤tzlich eine weitere StaatsangehÃ¶rigkeit besitzen" (Dietrich, S. 236). Allerdings wird diese Aussage unter Hinweis auf das zu Grund liegende Urteil des EuGH vom 19. Januar 1988, Gullung, 292/86, dahingehend relativiert, dass der Gerichtshof die Frage, ob eine DoppelstaatsangehÃ¶rigkeit im angefÃ¼hrten Sinn als solche ausreichend sei, nicht habe beantworten mÃ¼ssen, weil die grenzÃ¼berschreitenden Aspekte neben der StaatsangehÃ¶rigkeit eindeutig gewesen seien.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Beim Kriterium der ErwerbstÃ¤tigkeit fordert die Rechtsprechung des EuGH, dass die Arbeitsaufnahme tatsÃ¤chlich erfolgt oder konkret beabsichtigt ist (Dietrich, S. 237 f., auch zum Folgenden). Die Wohnsitznahme im Ausland ersetzt die Arbeitsaufnahme nicht; ihr kommt entgegen einer frÃ¼heren Rechtsprechung neben der Letzteren keine selbststÃ¤ndige Bedeutung zu. </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">3. a) Die britische Stiefmutter der BeschwerdefÃ¼hrenden erhielt zufolge ihrer frÃ¼heren Ehe mit einem Schweizer zusÃ¤tzlich auch dessen StaatsangehÃ¶rigkeit und reiste gemÃ¤ss unbestrittenen Angaben bereits vor 1974 â dem Jahr der Scheidung der ersten Ehe â in die Schweiz ein und hÃ¤lt sich seit vielen Jahren ununterbrochen hier auf. Weder hat sie eine ErwerbstÃ¤tigkeit in einem Mitgliedstaat der EU/EFTA ausgeÃ¼bt, noch ist sie in den letzten Jahrzehnten vom europÃ¤ischen Ausland in die Schweiz eingereist, um hier Wohnsitz zu nehmen. Vielmehr ist sie aufgrund ihrer StaatsangehÃ¶rigkeit als Teil der schweizerischen ResidenzbevÃ¶lkerung zu betrachten, welche vom grenzÃ¼berschreitenden Zug nie Gebrauch gemacht hat und demzufolge vom FreizÃ¼gigkeitsrecht nicht betroffen ist (vgl. ErwÃ¤gung 2d). </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">b) Die BeschwerdefÃ¼hrenden berufen sich einzig darauf, dass die Ehefrau ihres Vaters neben der schweizerischen auch die britische StaatsangehÃ¶rigkeit besitze. Sie behaupten nicht, ihre Stiefmutter erfÃ¼lle die sachlichen Voraussetzungen einer Wanderarbeitnehmerin, sondern stellen sich auf den Standpunkt, ihre britische StaatsangehÃ¶rigkeit allein genÃ¼ge, um in den Anwendungsbereich des FZA zu fallen. Dazu berufen sie sich auf Aussagen in der Literatur und Entscheide des EuGH, welche in der Aussage mÃ¼ndeten, dass die Ehefrau ihres Vaters sowohl direkt unter das FZA falle als auch in analoger Anwendung der einschlÃ¤gigen Bestimmungen der EG in den Genuss der (privilegierenden) Regeln der FreizÃ¼gigkeit komme. </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">aa) Im Einzelnen berufen sich die BeschwerdefÃ¼hrenden auf Art. 10 Abs. 5 FZA; eine Vorschrift, die das Ãbergangsrecht fÃ¼r bereits in der Schweiz aufenthaltsberechtigte auslÃ¤ndische Arbeitnehmer enthÃ¤lt. Der Wortlaut und die systematische Einreihung von Art. 10 Abs. 1-8 FZA lassen keinen Zweifel daran, dass es sich um die Ã¼bergangsrechtlichen Bestimmungen handelt, welche die schrittweise EinfÃ¼hrung des Abkommens auf bereits in der Schweiz lebende Arbeitnehmende mit Jahresaufenthaltsbewilligungen regeln. Diese im freien Ermessen (Art. 4 ANAG) der FremdenpolizeibehÃ¶rde liegenden und nach Massgabe der Kontingentierungsvorschriften der Verordnung Ã¼ber die Begrenzung der Zahl der AuslÃ¤nder vom 6. Oktober 1986 (BVO) erteilten Bewilligungen sprechen die zentrale Zielgruppe des FZA an, nÃ¤mlich Personen aus EU-LÃ¤ndern, die ihre Aufenthaltsberechtigung aufgrund ihrer ErwerbstÃ¤tigkeit in der Schweiz herleiten und nicht infolge eines (nationalen) Rechtsanspruchs. Dieser Gruppe vermitteln die Ãbergangsbestimmungen gleichsam einen zeitlich vorgezogenen Rechtsanspruch auf die FortfÃ¼hrung ihrer Aufenthaltsberechtigung; allerdings geknÃ¼pft an die ErwerbstÃ¤tigkeit. Das Privileg gegenÃ¼ber neu einreisenden europÃ¤ischen Arbeitnehmenden besteht darin, dass ihnen gegenÃ¼ber eine BeschrÃ¤nkung durch das Kontingent nicht geltend gemacht werden darf (Art. 10 Abs. 1-4 FZA). Diese Bestimmung betrifft die britisch-schweizerische DoppelbÃ¼rgerin nicht, welche ihre Aufenthaltsberechtigung aus der schweizerischen StaatsbÃ¼rgerschaft und nicht aus der FreizÃ¼gigkeit zur AusÃ¼bung einer ErwerbstÃ¤tigkeit ableitet. </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">bb) Die BeschwerdefÃ¼hrenden berufen sich sodann auf Art. 3 Abs. 1 Anhang I FZA. Die Vorschrift regelt das von einer nach FZA originÃ¤r aufenthaltsberechtigten Person abgeleitete Aufenthaltsrecht der FamilienangehÃ¶rigen. Sie begrÃ¼ndet nicht das ursprÃ¼ngliche Aufenthaltsrecht, sondern stellt die Bedingungen fÃ¼r das daraus abgeleitete Recht der FamilienangehÃ¶rigen auf. AusdrÃ¼cklich nennt Art. 3 Abs. 1 Satz 2 Anhang I FZA die originÃ¤ren BewilligungstrÃ¤ger als "Arbeitnehmer", woraus sich ergibt, dass fÃ¼r die Unterstellung der Stiefmutter der BeschwerdefÃ¼hrenden unter das FZA daraus keine Antwort gewonnen werden kann.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">cc) Die in der Beschwerde weiter angerufenen Vorschriften der VEP stellen ausschliesslich AusfÃ¼hrungsvorschriften der Ãbergangsbestimmungen gemÃ¤ss Art. 10 FZA dar, welche die schrittweise EinfÃ¼hrung der FreizÃ¼gigkeit genauer regeln (Art. 1 VEP). Es gilt das unter ErwÃ¤gung 3b/aa zu den Ãbergangsbestimmungen des FZA AusgefÃ¼hrte. Aus den Regeln, welche die kontingentierten Bewilligungen fÃ¼r Arbeitnehmende betreffen, kÃ¶nnen die BeschwerdefÃ¼hrenden nichts fÃ¼r den Rechtsstatus ihrer Stiefmutter ableiten. Deren Aufenthaltsberechtigung beruht, wie ausgefÃ¼hrt, nicht auf ihrer ErwerbstÃ¤tigkeit.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">dd) Die Beschwerde setzt sich sodann mit der Rechtsprechung des EuGH und deren ErlÃ¤uterung in der bereits erwÃ¤hnten Abhandlung von Dietrich, S. 236 f., auseinander. Unter Hinweis auf den Entscheid des EuGH vom 23. Februar 1994, Scholz, C-419/92, wird die Aussage vorgebracht, dass bei DoppelbÃ¼rgern, welche neben der StaatsangehÃ¶rigkeit des Aufenthaltsstaats eine weitere StaatsangehÃ¶rigkeit eines EU-Mitgliedstaats besitzen, dieser Umstand fÃ¼r den Auslandbezug ausreichend sei, beziehungsweise dass auf "DoppelbÃ¼rger, welche die StaatsangehÃ¶rigkeit des Aufnahmestaats durch Heirat erwerben, (...) das Europarecht jedenfalls anwendbar" sei. </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Dabei wird das Umfeld der zitierten Aussagen ungenÃ¼gend beachtet. Dietrich fÃ¼hrt unter dem Abschnitt "bb. Kriterien fÃ¼r einen ausreichenden Auslandbezug" (S. 236) aus, dass zwischen einem ausreichenden Auslandbezug im Ausland und einem solchen im Inland zu differenzieren sei. Das erstere Kriterium umfasse nach der Rechtsprechung des EuGH eine "tatsÃ¤chlich[e] oder konkret beabsichtigt[e] Arbeitsaufnahme im Ausland" (S. 236), was zwei Teilkriterien umfasse: die AuslandsqualitÃ¤t der betroffenen Person und "[z]weitens (...) die Arbeitsaufnahme im Ausland" (S. 237). Die Aussage, wonach bei DoppelbÃ¼rgern die Voraussetzungen erfÃ¼llt seien, bezieht sich allein auf das Kriterium der AuslandsqualitÃ¤t. Es lÃ¤sst sich dem Text nicht entnehmen, dass mit der ErfÃ¼llung der doppelten StaatsangehÃ¶rigkeit allein das weitere Erfordernis der Arbeitsaufnahme im Ausland nicht mehr erforderlich sei. </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">ee) Im Ãbrigen vermÃ¶gen auch die von den BeschwerdefÃ¼hrenden und die von Dietrich zum Stichwort der DoppelbÃ¼rger angefÃ¼hrten Entscheide des EuGH die beantragte Rechtsfolge nicht zu stÃ¼tzen (Dietrich, S. 236 f., Fn. 1650 f.; vgl. EuGH, 19. Januar 1988, Gullung, 292/86; EuGH, 7. Juli 1992, Micheletti, C-369/90, und EuGH, 23. Februar 1994, Scholz, C-419/92, alle unter www.europa.eu.int):</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Im Entscheid des EuGH vom 19. Januar 1988, Gullung, 292/86, stand zur Beurteilung, ob ein franzÃ¶sisch-deutscher DoppelbÃ¼rger, Inhaber einer Anwaltskanzlei in Offenburg, berechtigt sei, in Frankreich den Beruf als Rechtsberater (jurisconsulte) auszuÃ¼ben. Die Rechtsfrage drehte sich ausschliesslich darum, ob dem Bewerber gewisse berufsspezifische Auflagen gemacht werden dÃ¼rfen und ob ihm allenfalls die TÃ¤tigkeit als Rechtsberater aus disziplinarischen GrÃ¼nden in Frankreich verboten werden dÃ¼rfe, unbesehen seiner Zulassung als Anwalt in Deutschland. Die DoppelbÃ¼rgerschaft des Gesuchstellers stand als solche in diesem Entscheid nur am Rand zur Diskussion und bot keinerlei Anlass zu ErwÃ¤gungen. Es stand von Anfang an fest, dass der Gesuchsteller als Deutscher eine BerufstÃ¤tigkeit in Frankreich beanspruchte und deshalb ein FreizÃ¼gigkeitstatbestand gegeben war.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Mit dem vorliegenden Fall ebenso wenig vergleichbar ist der EuGH-Entscheid vom 7. Juli 1992, Micheletti, C-369/90. Der in Argentinien lebende, argentinisch-italienische DoppelbÃ¼rger beantragte zur AusÃ¼bung der selbststÃ¤ndigen TÃ¤tigkeit als Zahnarzt eine stÃ¤ndige Aufenthaltsbewilligung in Spanien. Seine Ausbildung und Diplome wurden vom spanischen Staat anerkannt. Dieser stellte sich indessen auf den Standpunkt, nach spanischer Rechtslage sei bei DoppelbÃ¼rgern allein auf die AngehÃ¶rigkeit zu jenem Staat abzustellen, in welchem die auslÃ¤ndische Person Wohnsitz habe. Als Folge liessen die BehÃ¶rden die italienische StaatsangehÃ¶rigkeit des Gesuchstellers unbeachtet und verweigerten die Aufenthaltsbewilligung. Der EuGH verwarf diese Rechtsauffassung, welche nichts anderes bedeute, als dass ein Staat Ã¼ber die GÃ¼ltigkeit der StaatsangehÃ¶rigkeit eines anderen Staats, hier eines Mitgliedstaats der EU, verfÃ¼ge. Unbestritten war jedoch, dass die zu erteilende Aufenthaltsbewilligung im Hinblick auf die AusÃ¼bung einer beruflichen TÃ¤tigkeit stand.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Die doppelte StaatsbÃ¼rgerschaft als solche war auch im EuGH-Entscheid vom 23. Februar 1994, Scholz, C-419/92, kein Streitpunkt. Die ursprÃ¼nglich deutsche StaatsangehÃ¶rige war durch Heirat zusÃ¤tzlich Italienerin geworden und bewarb sich im Rahmen einer Ã¶ffentlichen Ausschreibung um eine Stelle in den Kantinenbetrieben einer italienischen UniversitÃ¤t. Die ausschreibende BehÃ¶rde, welche von den Bewerbern den Nachweis frÃ¼herer TÃ¤tigkeiten in Ã¶ffentlichen Dienstleistungsbetrieben verlangte, stellte sich auf den Standpunkt, die von der Bewerberin nachgewiesene frÃ¼here TÃ¤tigkeit bei der deutschen Post in Deutschland sei nicht gleich zu gewichten wie eine TÃ¤tigkeit bei einem italienischen Ã¶ffentlichen Dienstleistungsbetrieb und berÃ¼cksichtigte daher diese Bewerbung nicht. Der EuGH beantwortete die Anfrage des Tribunale Amministrativo per la Sardegna dahingehend, dass gestÃ¼tzt auf Art. 48 EWG-Vertrag vom 25. MÃ¤rz 1957 eine entsprechende TÃ¤tigkeit in einem auslÃ¤ndischen Mitgliedstaat gleich zu beurteilen sei wie eine vergleichbare inlÃ¤ndische TÃ¤tigkeit. Die DoppelbÃ¼rgerschaft der Bewerberin war kein Streitpunkt, weil sie allein als Italienerin zur Bewerbung zugelassen war.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">4. a) Zusammengefasst kÃ¶nnen die BeschwerdefÃ¼hrenden aus der erwÃ¤hnten Rechtsprechung des EuGH keinen Rechtsanspruch ableiten. In sÃ¤mtlichen Beispielen war die Einreise beziehungsweise der Aufenthalt mit einer ErwerbstÃ¤tigkeit verknÃ¼pft. Dieser fÃ¼r das europÃ¤ische â und damit auch schweizerisch-europÃ¤ische â FreizÃ¼gigkeitsrecht zentrale AnknÃ¼pfungspunkt fehlt im vorliegenden Fall. </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">b) Aber auch die Berufung auf die bilateralen Ãbergangsbestimmungen gemÃ¤ss Art. 10 FZA helfen den BeschwerdefÃ¼hrenden nicht. Diese dienen, wie ausgefÃ¼hrt, den zum Zweck der ErwerbstÃ¤tigkeit vor Inkrafttreten des FZA in die Schweiz eingereisten Arbeitnehmenden, die aufgrund ihrer ErwerbstÃ¤tigkeit und im Rahmen der Begrenzungsvorschriften der BVO zum Aufenthalt berechtigt sind, ohne sich auf einen (bisherigen) Rechtsanspruch berufen zu kÃ¶nnen. Offensichtlich hÃ¤lt sich die Ehefrau des Vaters der BeschwerdefÃ¼hrenden nicht gestÃ¼tzt auf diese Rechtsgrundlage in der Schweiz auf, sondern in ihrer Eigenschaft als Schweizerin.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">c) Analoges gilt, wie ebenfalls bereits angetÃ¶nt wurde, fÃ¼r die Bestimmungen Ã¼ber Personen, die keine ErwerbstÃ¤tigkeit ausÃ¼ben (Art. 24 Anhang I FZA). Der in den Genuss dieser Regelung gelangende Personenkreis ist definiert durch die StaatsangehÃ¶rigkeit einer Vertragspartei und das Fehlen eines Aufenthaltsrechts "auf Grund anderer Bestimmungen dieses Abkommens" (Art. 24 Abs. 1 Anhang I FZA). Abgesehen davon, dass die Ehefrau des Vaters der BeschwerdefÃ¼hrenden nicht in die Schweiz einreist, sondern hier residiert, verfÃ¼gt sie Ã¼ber ein Aufenthaltsrecht aufgrund ihrer schweizerischen StaatsangehÃ¶rigkeit. Auch aus Art. 24 Anhang I FZA lÃ¤sst sich ihre Unterstellung unter das Abkommen nicht begrÃ¼nden.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">d) Endlich begrÃ¼nden die Bestimmungen Ã¼ber FamilienangehÃ¶rige gemÃ¤ss Art. 3 Anhang I FZA und die von einem originÃ¤ren Aufenthaltsrecht abgeleiteten Rechte keine Unterstellung der Stiefmutter der BeschwerdefÃ¼hrenden unter das FZA. Der Sinn von Art. 3 Abs. 1 Anhang I FZA kann vernÃ¼nftigerweise nur derjenige sein, dass die ursprÃ¼nglich berechtigte Person ihre Berechtigung ebenfalls aus dem FZA bezieht. Dies ist bei der Ehefrau des Vaters der BeschwerdefÃ¼hrenden nicht der Fall. </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">e) Die BeschwerdefÃ¼hrenden berufen sich auf den bei Dietrich, S. 236, Fn. 1649, angefÃ¼hrten Entscheid des EuGH vom 27. September 1988, Mateucci, 235/87, der eine Italienerin betrifft, die in Belgien geboren wurde. Ihr wurden die Rechte aus den europÃ¤ischen Bestimmungen Ã¼ber die PersonenfreizÃ¼gigkeit in Belgien gewÃ¤hrt, obwohl sie nie in den Aufenthaltsstaat eingewandert war. Es ist indessen zu prÃ¤zisieren, dass der EuGH den rechtlichen Status der italienischen StaatsangehÃ¶rigen in Belgien wie folgt umschrieben hat: "Vorab ist darauf hinzuweisen, dass das Kind eines StaatsangehÃ¶rigen eines Mitgliedstaats, der im Hoheitsgebiet eines anderen Mitgliedstaats eine TÃ¤tigkeit im Lohn- oder GehaltsverhÃ¤ltnis ausÃ¼bt, nach Artikel 11 der Verordnung Nr. 1612/68 das Recht hat, in diesem Hoheitsgebiet selbst irgendeine TÃ¤tigkeit im Lohn- oder GehaltsverhÃ¤ltnis auszuÃ¼ben. Nach der Aufnahme einer solchen TÃ¤tigkeit im Lohn- oder GehaltsverhÃ¤ltnis kann sich das Kind eines Wanderarbeitnehmers als Arbeitnehmer der Gemeinschaft auf die Bestimmungen des Vertrages und der Verordnung Nr. 1612/68 Ã¼ber die Gleichbehandlung von inlÃ¤ndischen Arbeitnehmern und Arbeitnehmern anderer Mitgliedstaaten berufen" (Rz. 8).</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Damit ist aber klar ausgedrÃ¼ckt, dass das Aufenthaltsrecht der (erwachsenen) Italienerin in Belgien an die Aufnahme einer ErwerbstÃ¤tigkeit geknÃ¼pft ist. Ihre frÃ¼here Aufenthaltsberechtigung als Jugendliche leitete sich als FamilienangehÃ¶rige aus derjenigen ihrer Eltern bzw. eines in Belgien erwerbstÃ¤tigen Elternteils ab, was das Gericht nicht erwÃ¤hnt, weil dieser Umstand fÃ¼r die Streitfrage nicht von Bedeutung war. Dass die Erwerbsauf<span class="msoDel"><del cite="mailto:Verwaltungsgericht%20ZÃ¼rich" datetime="2003-11-11T08:56">­</del></span>nahme wesentliche Grundlage fÃ¼r den Aufenthalt war, geht im Ãbrigen daraus hervor, dass der EuGH befand, ob die KlÃ¤gerin als Arbeitnehmerin im Sinne der Rechtsprechung anzusehen sei, sei nicht genÃ¼gend abgeklÃ¤rt. Diese tatsÃ¤chliche AbklÃ¤rung habe das nationale Gericht nachzuholen (EuGH, 27. September 1988, Mateucci, 235/87, Rz. 9).</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">DemgegenÃ¼ber grÃ¼ndet das Aufenthaltsrecht der Stiefmutter der BeschwerdefÃ¼hrenden in der Schweiz nicht in ihrer beabsichtigten oder tatsÃ¤chlichen ErwerbstÃ¤tigkeit. </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">f) Aus dem vorerwÃ¤hnten Grund trifft die Kritik nicht zu, der angefochtene Entscheid fÃ¼hre zu einer Schlechterstellung der (an sich privilegierten) bereits in der Schweiz lebenden gegenÃ¼ber den zukÃ¼nftig einreisenden EU-StaatsangehÃ¶rigen, weil er ersteren die Familiennachzugsrechte gemÃ¤ss Art. 3 Abs. 1 Anhang I FZA entziehe. Einmal mehr ist zu entgegnen, dass aufgrund der vorgenommenen Auslegung des FZA nicht davon ausgegangen werden kann, die Stiefmutter der BeschwerdefÃ¼hrenden sei Wanderarbeitnehmerin im Sinn der Ãbergangsregeln.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Vielmehr ist die Rechtsgrundlage ihres Aufenthalts in der Schweiz â um es zu wiederholen â ihre schweizerische StaatsangehÃ¶rigkeit. Die britische StaatsangehÃ¶rigkeit wirkt sich nicht aus, weil ihr Aufenthalt in der Schweiz nicht auf der Arbeitsaufnahme als AuslÃ¤nderin beruht. Es liegt ein rein inlÃ¤ndischer Sachverhalt vor, der den Geltungsbereich des FZA ausschliesst.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">g) Die BeschwerdefÃ¼hrenden fordern im Ergebnis, dass die Ehefrau ihres Vaters sowohl als Schweizerin als auch als EU-BÃ¼rgerin zu behandeln sei und damit wahlweise und kumulativ sowohl die Rechtsvorteile einer in der Schweiz residierenden InlÃ¤nderin als auch die Rechte aus dem FreizÃ¼gigkeitsabkommen beanspruchen kÃ¶nne. Eine solche Auslegung ist indessen abzulehnen. Sie entspricht nicht dem Sinn eines Abkommens, welches die FreizÃ¼gigkeit der europÃ¤ischen WanderarbeitskrÃ¤fte zum Ziel hat. Im Ãbrigen wÃ¼rde diese Behandlung zu neuen Ungleichheiten gegenÃ¼ber Schweizern ohne doppeltes BÃ¼rgerrecht fÃ¼hren, welche im Inland residieren und gewisse Diskriminierungen gegenÃ¼ber den dem FZA unterworfenen Personen hinnehmen mÃ¼ssen (vgl. Dietrich, S. 240/1, 369, 375 und 407).</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Die Schweiz darf beanspruchen, fÃ¼r ihre StaatsangehÃ¶rigen, welche im Land leben, den Aufenthaltsstatus zu definieren. Seit die Ehefrau des Vaters der BeschwerdefÃ¼hrenden die schweizerische StaatsangehÃ¶rigkeit erlangte, gilt fÃ¼r sie die Niederlassungsfreiheit gemÃ¤ss Art. 24 BV. Dies hat die eingebÃ¼rgerte Person freiwillig in Kauf genommen. FÃ¼r die Anwendbarkeit des FreizÃ¼gigkeitsabkommens ist damit kein Raum. Ihre britische StaatsangehÃ¶rigkeit wirkt sich nicht aus, da sie das Kriterium der Wanderarbeitskraft nicht erfÃ¼llt.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Als InlÃ¤nderin kÃ¶nnte sie sich gegenÃ¼ber der Schweiz als ihrem Wohnsitz nur dann auf das FZA berufen, wenn sie sich in einer Lage befÃ¤nde, "die mit derjenigen eines von den Rechten und Freiheiten des Gemeinschaftsrechts begÃ¼nstigten AuslÃ¤nders vergleichbar ist". Dies ist dann der Fall, "wenn der InlÃ¤nder zuvor von der PersonenfreizÃ¼gigkeit Gebrauch gemacht hat" (Dietrich, S. 238). </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">h) Diese Auslegung des Anwendungsbereichs des FZA in einem einschrÃ¤nkenden Sinn entspricht im Ãbrigen der Praxis der Organe der EG. Aus der BeschrÃ¤nkung des sachlichen Geltungsbereichs des FreizÃ¼gigkeitsrechts auf grenzÃ¼berschreitende Sachverhalte mit ausreichendem Auslandsbezug kann eine Schlechterstellung von InlÃ¤ndern gegenÃ¼ber EU-AuslÃ¤ndern (sog. InlÃ¤nderdiskriminierung) resultieren. Diesfalls kann nur das Landesrecht eine Schlechterstellung von InlÃ¤ndern gegenÃ¼ber AuslÃ¤ndern verhindern (vgl. Dietrich, S. 240). Teilweise stossende Ergebnisse haben zu einer Kritik gefÃ¼hrt, die den grenzÃ¼berschreitenden AnknÃ¼pfungspunkt als Voraussetzung zur Anwendung der PersonenfreizÃ¼gigkeit zu Gunsten eines Binnenmarkts ohne Binnengrenze innerhalb der EU fordert (Dietrich, S. 241, mit Hinweisen). Dieser Kritik liegt die Auffassung zu Grund, die Freiheit des Verkehrs zwischen den Mitgliedstaaten verlange die Gleichstellung aller UnionsbÃ¼rger. Als Folge mÃ¼sste das Diskriminierungsverbot als absolutes BeschrÃ¤nkungsverbot auch die internen Angelegenheiten eines Mitgliedstaats erfassen. Die Folge wÃ¤re eine vollstÃ¤ndige Rechtsvereinheitlichung innerhalb der EU. Eine derartige Auslegung wird durch die konstante Rechtsprechung des EuGH kategorisch ausgeschlossen (Dietrich, S. 242, mit Hinweisen) und stÃ¼nde nach Darstellung des Autors im offenkundigen Widerspruch zu den Vertragszielen und der TÃ¤tigkeit der Gemeinschaft, "wonach lediglich die Hindernisse fÃ¼r den Wirtschaftsverkehr zwischen den Mitgliedstaaten zu beseitigen sind, nicht aber eine uniforme Rechtsordnung in rein innerstaatliche Angelegenheiten geschaffen werden soll" (Dietrich, S. 242).</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Was fÃ¼r die EuropÃ¤ische Union gilt, hat erst recht fÃ¼r die Schweiz zu gelten, welche mit dem FZA nicht eine vollstÃ¤ndige Ãbernahme des Gemeinschaftsrechts in Bezug auf die FreizÃ¼gigkeit im Personenverkehr vollzogen hat, und schon gar nicht Mitglied der EU ist. Umso weniger kann eine verstÃ¤rkte Einflussnahme des Staatsvertragsrechts auf das Landesrecht durch eine extensive Auslegung des Anwendungsbereichs des FZA auch auf inlÃ¤ndische Sachverhalte im Sinn und Zweck des bilateralen Vertrags liegen. Dem schweizerischen SouverÃ¤n kann mit der Zustimmung zum FZA durchaus der Wille zugebilligt werden, Arbeitnehmende aus EU-Mitgliedstaaten mit ihren FamilienangehÃ¶rigen gegenÃ¼ber DrittstaatsauslÃ¤ndern auslÃ¤nderrechtlich bevorzugt behandeln zu wollen. Weit gehend ungewollt dÃ¼rften die Folgen der InlÃ¤nderdiskriminierung gewesen sein (vgl. BGr, 17. Januar 2003, 2A.246/2002, E. 5, www.bger.ch). Dass innerhalb der schweizerischen ResidenzbevÃ¶lkerung zusÃ¤tzlich eine privilegierte Behandlung von DoppelbÃ¼rgern gewollt war, dÃ¼rfte eher auszuschliessen sein; dies erst recht, wenn sich die Privilegierung nicht nur auf die betroffene Person selbst, auch nicht zusÃ¤tzlich auf deren FamilienangehÃ¶rige, sondern auf die nicht gemeinsamen AngehÃ¶rigen des schweizerischen oder drittstaatsangehÃ¶rigen Ehepartners mit Bezug auf dessen FamilienangehÃ¶rige aus DrittlÃ¤ndern auswirkt. FÃ¼r eine derartige Ausdehnung des Wirkungskreises des Abkommens darf unterstellt werden, dass sie nicht vorgesehen und beabsichtigt war. Aus der schweizerischen Optik war es auch nicht das Ziel, "die FreizÃ¼gigkeit voll und ganz zu realisieren; aus unserer Sicht war allein die partielle Ãffnung unserer AuslÃ¤nderpolitik und unseres Arbeitsmarktes verhandelbar" (vgl. Botschaft zur Genehmigung der sektoriellen Abkommen zwischen der Schweiz und der EG vom 23. Juni 1999, BBl 1999, S. 6309).</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">i) Ist das FZA auf den vorliegenden Sachverhalt nicht anwendbar, braucht ein vom Aufenthaltsrecht der Ehefrau des Vaters der BeschwerdefÃ¼hrenden abgeleitetes Recht fÃ¼r die beschwerdefÃ¼hrenden FamilienangehÃ¶rigen nicht geprÃ¼ft zu werden. Ebenfalls erÃ¼brigt es sich zu untersuchen, ob fÃ¼r die BeschwerdefÃ¼hrenden 1 und 2 aufgrund ihres Alters ein Rechtsanspruch aus dem FZA Ã¼berhaupt mÃ¶glich wÃ¤re. </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">5. a) Besteht kein Rechtsanspruch auf der Grundlage des FZA, ist nach Art. 1 ANAG zu prÃ¼fen, ob das Landesrecht eine vorteilhaftere Regelung vorsieht. Das Familiennachzugsrecht fÃ¼r schweizerische VÃ¤ter gegenÃ¼ber Kindern mit der StaatsangehÃ¶rigkeit eines Drittstaats ist im Landesrecht nicht verankert, wird jedoch gemÃ¤ss der Rechtsprechung des Bundesgerichts analog nach den fÃ¼r niedergelassene auslÃ¤ndische Personen geltenden Regeln beurteilt (vgl. BGE 118 Ib 153; BGE 129 II 249 auch zum Folgenden). GemÃ¤ss der massgeblichen Bestimmung von Art. 17 Abs. 2 Satz 3 ANAG haben ledige Kinder unter 18 Jahren grundsÃ¤tzlich Anspruch auf eine Bewilligung im Rahmen des Familiennachzugs, wenn sie mit ihren Eltern zusammen wohnen. Ein Rechtsanspruch ist auch denkbar gestÃ¼tzt auf Art. 8 Abs. 1 EMRK und â nicht weiter gehend â auf Art. 13 Abs. 1 BV.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">b) Unter Hinweis auf die zutreffenden AusfÃ¼hrungen des Regierungsrats (§ 28 Abs. 1 in Verbindung mit § 70 VRG) kann festgestellt werden, dass die BeschwerdefÃ¼hrenden 1 und 2 aufgrund ihres Alters im Zeitpunkt der Gesuchstellung keinen Anspruch aus den genannten Rechtsgrundlagen geltend machen kÃ¶nnen. Ein besonderes AbhÃ¤ngigkeitsverhÃ¤ltnis zum Vater wurde nicht geltend gemacht.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">c) aa) Mit Bezug auf den 1989 geborenen BeschwerdefÃ¼hrer 3 ist ein Anspruch auf Nachzug zum in der Schweiz lebenden Vater aufgrund der vorerwÃ¤hnten Rechtsgrundlagen denkbar und insoweit auf die Beschwerde einzutreten. Wie der Regierungsrat zutreffend ausgefÃ¼hrt hat, setzt ein Nachzugsrecht gegenÃ¼ber einem Elternteil voraus, dass das nachzuziehende Kind zum in der Schweiz lebenden Elternteil die vorrangige familiÃ¤re Beziehung unterhÃ¤lt (vgl. BGE 125 II 586). Die Vorinstanz hat festgestellt, die IntensitÃ¤ten der Beziehungen der Kinder zu ihren geschiedenen Eltern seien im ersten Verfahren, welches durch den Entscheid des Bundesgerichts vom 23. Juni 1998 abgeschlossen wurde, beurteilt worden. Jenes Verfahren habe keine vorrangige Beziehung der Kinder zum Vater ergeben. Neue oder verÃ¤nderte VerhÃ¤ltnisse oder UmstÃ¤nde seien seither nicht behauptet worden, weshalb ohne weitere AbklÃ¤rungen davon ausgegangen werden kÃ¶nne, dass das Begehren von BeschwerdefÃ¼hrer 3 in Ermangelung einer vorrangigen Beziehung zum Vater abzuweisen sei.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">bb) In der Beschwerde werden keine AusfÃ¼hrungen zum VerhÃ¤ltnis des BeschwerdefÃ¼hrers 3 zu seinem Vater gemacht. Die AusfÃ¼hrungen des Regierungsrats sind jedoch insofern zu berichtigen, dass das Nachzugsgesuch fÃ¼r den BeschwerdefÃ¼hrer 3 wÃ¤hrend des frÃ¼heren Verfahrens zurÃ¼ckgezogen worden war und nicht mehr Gegenstand der Beurteilung durch das Bundesgericht bildete.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Mit dem Antrag der BeschwerdefÃ¼hrenden, ihnen sei die Aufenthaltsbewilligung zu erteilen, ist der Rechtsgrund fÃ¼r deren Erteilung an den BeschwerdefÃ¼hrer 3 offen gelassen worden. GemÃ¤ss § 54 VRG muss die Beschwerde nicht nur einen Antrag, sondern auch eine BegrÃ¼ndung enthalten, wobei dargetan werden muss, inwiefern der angefochtene Entscheid nach Auffassung der BeschwerdefÃ¼hrenden mangelhaft ist (Alfred KÃ¶lz/JÃ¼rg Bosshart/Martin RÃ¶hl, Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons ZÃ¼rich, 2. A., ZÃ¼rich 1999, § 54 N. 6 f.). Zwar kann die Untersuchungspflicht bewirken, dass das Gericht von Amtes wegen gewisse Tatsachen klÃ¤ren muss (§ 60 VRG); allerdings entbindet die Untersuchungsmaxime die BeschwerdefÃ¼hrenden nicht davon, den massgebenden Sachverhalt in den Rechtsschriften darzustellen (KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 60 N. 1). Dies gilt verstÃ¤rkt, wenn das Verwaltungsgericht, wie hier, als zweite Rechtsmittelinstanz handelt. Die BeschwerdefÃ¼hrenden haben sich weder zum VerhÃ¤ltnis des BeschwerdefÃ¼hrers 3 zu seinem Vater geÃ¤ussert, noch haben sie gerÃ¼gt, in diesem Zusammenhang ergangene ErwÃ¤gungen des Regierungsrats seien falsch oder mangelhaft. Ebenso wenig haben sie einen anderen Sachverhalt, der fÃ¼r die Beurteilung des Aufenthaltsrechts des BeschwerdefÃ¼hrers 3 aufgrund des Landesrechts oder der EMRK eine Rolle spielen kÃ¶nnte, behauptet. Aus diesem Grund hat das Gericht keine weiteren Untersuchungshandlungen vorzunehmen, und es bleibt bei den Feststellungen der Vorinstanz, welche nicht widerlegt worden sind. Damit ergibt sich auch fÃ¼r den BeschwerdefÃ¼hrer 3 aus dem internen Recht keine gegenÃ¼ber dem FZA vorteilhaftere LÃ¶sung. Die Beschwerde ist daher abzuweisen.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">6. Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind die Gerichtskosten den BeschwerdefÃ¼hrenden je zu einem Drittel aufzuerlegen, und es stehen ihnen keine ParteientschÃ¤digungen zu (§ 13 Abs. 2 in Verbindung mit § 70 sowie § 17 Abs. 2 VRG).</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">DemgemÃ¤ss entscheidet die Kammer:</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug2">1.<span> </span>Die Beschwerde wird abgewiesen, sowie darauf eingetreten wird.</p> <p class="Einzug2"> </p> <p class="Einzug2">2. Die GerichtsgebÃ¼hr wird festgesetzt auf<br/> Fr. 2'000.--; die Ã¼brigen Kosten betragen:<br/> Fr. 60.-- Zustellungskosten,<br/> Fr. 2'060.-- Total der Kosten.</p> <p class="Einzug2"> </p> <p class="Einzug2">3. Die Gerichtskosten werden den BeschwerdefÃ¼hrenden zu je einem Drittel auferlegt, unter solidarischer Haftung fÃ¼r den ganzen Betrag.</p> <p class="Einzug2"> </p> <p class="Einzug2">4. Eine ParteientschÃ¤digung wird nicht zugesprochen.</p> <p class="Einzug2"> </p> <p class="Einzug2">5. Gegen <ins cite="mailto:Michael%20Sutter" datetime="2004-03-05T17:48">diesen</ins> <ins cite="mailto:Michael%20Sutter" datetime="2004-03-05T17:48">Entscheid</ins> kann innert <ins cite="mailto:Michael%20Sutter" datetime="2004-03-05T17:48">30</ins> Tagen, von <ins cite="mailto:Michael%20Sutter" datetime="2004-03-05T17:48">der</ins> Zustellung an gerechnet, Verwaltungsgerichtsbeschwerde beim Bundesgericht erhoben werden.</p> <p class="Einzug2"> </p> <p class="Einzug1"><span>6. ...</span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>