<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2000.00035</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="https://vgrzh.djiktzh.ch/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=https://vgrzh.djiktzh.ch&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=105559&amp;W10_KEY=4467150&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2000.00035</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 07.06.2000</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">1. Abteilung/1. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Raumplanungs-, Bau- und Umweltrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Baubewilligung</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b><br/>Dem offenkundig gegebenen Einordnungsmangel der beiden streitbetroffenen Wohncotainern, die als Unterkünfte für Asylanten dienen sollen, kann unter Umständen mit einer Befristung der Baubewilligung begegnet werden. Voraussetzung hierzu ist, dass eine baurechtskonforme Lösung nicht sofort gefunden werden kann, die Normverletzung aber angesichts des gewichtigen öffentlichen Interesses an der Unterbringung von Asylanten für eine beschränkte Zeit hingenommen werden kann (E. 3a).</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: Planungs- und Baurecht ST: BAUBEWILLIGUNG UND BAUBEWILLIGUNGSVERFAHREN">BAUBEWILLIGUNG UND BAUBEWILLIGUNGSVERFAHREN</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: CONTAINER">CONTAINER</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: EINORDNUNG">EINORDNUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: FRIST/-EN">FRIST/-EN</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: GEBÃHREN">GEBÃHREN</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: NEBENBESTIMMUNG">NEBENBESTIMMUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: WOHNCONTAINER">WOHNCONTAINER</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="gerade">§ 35 lit. I OV BRK</span><br/><span class="ungerade">§ 238 Abs. I PBG</span><br/><span class="gerade">§ 321 Abs. I PBG</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 3 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Einzug1"><span>I. Am 1. MÃ¤rz 1999 erteilte die Baukommission <b>A</b> der Politischen Ge­meinde <b>A</b> die baurechtliche Bewilligung fÃ¼r das Aufstellen eines Schlaf- und eines Wohncontainers fÃ¼r die Unterbringung von Asylbewerbern auf dem gemÃ¤ss Bau- und Zo­nenordnung der Gemeinde <b>A</b> vom xx. (BZO) in der Wohnzone W1 ge­legenen GrundstÃ¼ck Kat.Nr. <b>1</b> an der Strasse x. In Dispositiv Ziffer I. 1. der Bau­bewilligung hielt die Baukommission fest, dass die Bauten als Provisorium fÃ¼r die Dauer von fÃ¼nf Jahren bewilligt wÃ¼rden. FÃ¼r allfÃ¤llige Erweiterungen oder Ausbauten kÃ¶nne keine Bewilligung in Aussicht gestellt werden. - Mit VerfÃ¼gung vom 27. April 1999 er­teilte die Baudirektion fÃ¼r das genannte Vorhaben die Bewilligung aufgrund der Landanla­gekonzession und des Abfallgesetzes. - Gegen die koordiniert erÃ¶ffneten Bewilligungen wehrten sich verschiedene nachbarliche GrundeigentÃ¼mer mit Eingaben vom 4. und vom 8. Juni 1999 bei der Baurekurskommission II, je mit dem Antrag, die Baubewilligung so­wie die VerfÃ¼gung der Baudirektion seien aufzuheben.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>II. Nach DurchfÃ¼hrung eines Augenscheins vereinigte die Baurekurskommission II die Verfahren mit Beschluss vom 21. Dezember 1999 und hob die angefochtenen Bewilli­gungen in Gutheissung der Rechtsmittel auf. Die Rekurskommission kam zusammengefasst zum Schluss, der Augenschein habe gezeigt, dass die nÃ¤here Umgebung seeseitig der Hauptstrasse, nÃ¤mlich die Parkanlage, der Hafen, das Seeufer und das Villen­grundstÃ¼ck Kat.Nr. <b>2</b>, eine ausserordentlich hohe Ã¤sthetische QualitÃ¤t aufwiesen. Der Park bilde wegen des anstossenden Sees ein kleines, aber feines Naherholungsgebiet, das ausser an der Strassenseite kaum durch irgendwelche Bauten oder Anlagen Ã¤sthetisch be­eintrÃ¤chtigt werde. In diese Umgebung ordneten sich Wohncontainer, die wie hier als be­helfsmÃ¤ssige und eher ungastliche Bauten in Erscheinung trÃ¤ten, trotz der geringen Bau­hÃ¶he und der Kaschierung durch BÃ¤ume, Hecken und StrÃ¤ucher keinesfalls ein. Aus die­sem Grund falle nicht ins Gewicht, dass die bergseits der Strasse x gelegene Ueberbauung als heterogen erscheine. Der Entscheid der Baukommission, dass das streitige Vorhaben die Voraussetzungen von § 238 Abs. 1 des Planungs- und Baugesetzes vom 7. September 1975 (PBG) erfÃ¼lle, sei daher nicht mehr vertretbar. Die Voraussetzungen fÃ¼r die befristete Tolerierung des Einordnungsmangels seien hier nicht gegeben. Der Nachweis sei nicht erbracht, dass sich vorschriftskonforme Bauten auf dem BaugrundstÃ¼ck oder an anderer Stelle aus zeitlichen GrÃ¼nden nicht errichten liessen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>III. Mit rechtzeitiger Beschwerde vom 19. Januar 2000 liess die Politische Ge­meinde <b>A</b> als Baugesuchstellerin dem Verwaltungsgericht beantragen, der Rekurs­entscheid vom 21. Dezember 1999 sei aufzuheben und die Baubewilligung vom 1. MÃ¤rz 1999 wiederherzustellen. Die nachbarliche Beschwerdegegnerschaft liess je Abweisung der Beschwerde beantragen. Alle Parteien verlangten ferner die Zusprechung einer Partei­entschÃ¤digung. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die AusfÃ¼hrungen der Parteien gemÃ¤ss Rechtsschriften werden - soweit erforder­lich - nachstehend wiedergegeben.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Das Verwaltungsgericht zieht in ErwÃ¤gung:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>1. a) Materiell streitig ist allein die Frage der Einordnung. Die Baurekurskommis­sion II ist mit der vorstehend wiedergegebenen BegrÃ¼ndung zum Schluss gekommen, dass die beiden Container angesichts der qualifizierten Umgebung den Anforderungen von § 238 Abs. 1 PBG nicht genÃ¼gten. Die BeschwerdefÃ¼hrerin lÃ¤sst diesbezÃ¼glich zusammen­gefasst vorbringen, die Baukommission <b>A</b> sei mit vernÃ¼nftigen und sachlichen GrÃ¼nden zum Schluss gekommen, dass die beiden unauffÃ¤lligen Wohncontainer den An­forderungen von § 238 Abs. 1 PBG genÃ¼gten. Das Bauvorhaben befinde sich unbestritte­nermassen in schÃ¶ner Lage direkt am See. Auch die Baukommission habe die hohen Ã¤sthe­tischen QualitÃ¤ten der nÃ¤heren Umgebung erkannt, weshalb die beiden Container lediglich als Provisorien geplant und bewilligt worden seien. Zu beachten sei jedoch, dass die Con­tainer nur geringe Aussenmasse und insbesondere eine HÃ¶he von lediglich 3.2 m aufwie­sen. Ferner seien sie kaum einsehbar. Entlang der Strasse x sei eine LÃ¤rmschutzwand und gegen den See hin eine Hecke geplant. Ferner befinde sich auf der Nordwestseite zwischen BaugrundstÃ¼ck und Park eine Vielzahl von BÃ¤umen und StrÃ¤uchern. All dem habe die Bau­rekurskommission II zu wenig Rechnung getragen. Sie habe auch nicht berÃ¼cksichtigt, dass das BaugrundstÃ¼ck in der Bauzone liege und grundsÃ¤tzlich Ã¼berbaut werden dÃ¼rfe. Sodann habe sie die Frage der Einordnung lediglich zum See hin geprÃ¼ft. Zu Unrecht halte sie die VerhÃ¤ltnisse zur Strasse x hin als irrelevant. Die gegenÃ¼berliegende Seite der Strasse x befinde sich in der Wohn- und Gewerbezone WG3. Diese Umgebung prÃ¤sentiere sich bau­lich heterogen. Nicht beachtet worden sei im Rekursentscheid sodann, dass die beiden Container lediglich fÃ¼r eine Dauer von fÃ¼nf Jahren bewilligt worden seien. Es sei unrealis­tisch, zu verlangen, dass befristete NotunterkÃ¼nfte nicht behelfsmÃ¤ssig in Erscheinung treten dÃ¼rften. An der Bereitstellung solcher UnterkÃ¼nfte bestehe im Ãbrigen ein gewichti­ges Ã¶ffentliches Interesse. Insgesamt habe die Baurekurskommission II in rechtsverletzen­der Weise in das der Baukommission <b>A</b> zustehende Ermessen eingegriffen. Das Verwaltungsgericht habe im Zusammenhang mit der Beurteilung von Wohncontainern fÃ¼r die Unterbringung von Asylbewerbern wiederholt Entscheide der Baurekurskommissionen mit der BegrÃ¼ndung aufgehoben, dass zu Unrecht in das der BewilligungsbehÃ¶rde zuste­hende Ermessen eingegriffen worden sei.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) Die Beschwerdegegnerschaft vertritt im Wesentlichen die von der Baure­kurskommission II geÃ¤usserte Auffassung.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>2. a) Die Baurekurskommission II ist aufgrund eines Kommissionsaugenscheins zum Schluss gekommen, dass die nÃ¤here Umgebung auf der Seeseite der Hauptstrasse (Parkanlage, Hafen, Seeufer und VillengrundstÃ¼ck Kat.Nr. <b>2</b>) eine ausserordentlich hohe Ã¤sthetische QualitÃ¤t aufweise. Der Park bilde wegen des anstossenden Sees ein klei­nes, aber feines Naherholungsgebiet, das ausser an der Strassenseite kaum durch irgend­welche Bauten oder Anlagen Ã¤sthetisch beeintrÃ¤chtigt werde. Auf das Resultat dieses Kommissionaugenscheins darf auch im vorliegenden Beschwerdeverfahren abgestellt wer­den (RB 1995 Nr. 12, 1981 Nr. 2). Im Ãbrigen widerspricht auch die BeschwerdefÃ¼hrerin den genannten Feststellungen der Baurekurskommission II nicht. Sie anerkennt im Gegen­teil die hohen Ã¤sthetischen QualitÃ¤ten der nÃ¤heren Umgebung ausdrÃ¼cklich und weist selbst darauf hin, dass sich das Bauvorhaben an schÃ¶ner Lage direkt am See befindet. Von diesen tatsÃ¤chlichen VerhÃ¤ltnissen hat damit auch das Verwaltungsgericht auszugehen, ohne dass ein verwaltungsgerichtlicher Augenschein durchzufÃ¼hren wÃ¤re. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>An der hohen Ã¤sthetischen QualitÃ¤t der nÃ¤heren Umgebung des BaugrundstÃ¼cks Ã¤n­dert nichts, dass die Seestrasse unmittelbar an dem in Frage stehenden Gebiet vorbeifÃ¼hrt und bergseits dieser Strasse eine dreigeschossige Wohn- und Gewerbezone mit entspre­chend vielfÃ¤ltigen und uneinheitlichen Bauten von unterschiedlicher architektonischer QualitÃ¤t ausgeschieden ist. Die Erholungszone, die auf drei Seiten des BaugrundstÃ¼cks und der Ã¼berbauten Nachbarparzelle ausgeschieden ist, stellt einen in sich geschlossenen Be­reich dar, in dem die beiden BaugrundstÃ¼cke insel- bzw. halbinselartig liegen. Dieser Nah­bereich ist fÃ¼r die PrÃ¼fung der Frage der Einordnung in erster Linie entscheidend. Ob sich im weiteren Umfeld, insbesondere jenseits der Strasse x, Bauzonenbereiche von minderer Ã¤sthetischer QualitÃ¤t befinden, kann fÃ¼r die hier wesentliche Frage der Einordnung nicht von entscheidender Bedeutung sein. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) Damit lautet die Kernfrage, Ã¼ber die zu befinden ist, ob sich die auf dem Grund­stÃ¼ck Kat.Nr. <b>1</b> geplanten Wohncontainer in die landschaftliche Umgebung mit der angrenzenden Erholungszone A mit Parkanlage, Hafen und Seeufer und dem unmittelbar anstossenden VillengrundstÃ¼ck Kat.Nr. <b>2</b> befriedigend einordnen. Die Baurekurskom­mission II bezeichnet die streitigen Container im angefochtenen Entscheid als behelfsmÃ¤s­sige und eher ungastliche Bauten, deren Gestaltung sich direkt aus ihrer FunktionalitÃ¤t ergebe. Die Container sollten vor Ort rasch und ohne grossen Aufwand aus vorgefertigten Normelementen zusammengesetzt und spÃ¤ter wieder demontiert werden kÃ¶nnen. Die Be­schwerdefÃ¼hrerin selber lÃ¤sst unter anderem geltend machen, dass es unrealistisch sei, dass befristete NotunterkÃ¼nfte so erstellt werden kÃ¶nnten, dass sie nicht behelfsmÃ¤ssig in Er­scheinung trÃ¤ten (Beschwerdeschrift S. 9 unten). Diese im Wesentlichen Ã¼bereinstimmende Sachverhaltsdarstellung der Parteien wird durch die bei den Akten liegenden PlÃ¤ne bestÃ¤­tigt. Hinzu kommt, dass es gerichtsnotorisch ist, dass Container, wie sie hier geplant sind, einen wenig ansprechenden, klar behelfsmÃ¤ssigen sowie unfertigen Eindruck machen und wie zufÃ¤llig aufgestellte BÃ¼chsen oder Schachteln wirken. Mit der Baurekurskommission II ist festzuhalten, dass sich solche Bauten in eine Ã¤sthetisch qualifizierte Umgebung, wie sie hier in Frage steht, nicht hinreichend einordnen. Daran Ã¤ndert nichts Entscheidendes, dass auf der Seite der Strasse x eine LÃ¤rmschutzwand sowie gegen den See hin eine Hecke geplant ist und dass die Container durch BÃ¤ume und StrÃ¤ucher teilweise verdeckt werden. Wesentlich ist, ob sich die hier streitigen Bauten innerhalb des in Frage stehenden Bereichs befriedigend in die landschaftliche Umgebung einordnen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>c) Nicht zu helfen vermag der BeschwerdefÃ¼hrerin der Hinweis auf das Polizeige­fÃ¤ngnis auf dem Kasernenareal. Diese Baute betrifft die Stadt ZÃ¼rich und steht in vÃ¶llig anderer Umgebung als die im vorliegenden Fall streitigen Container. Richtig ist, dass das Verwaltungsgericht auch schon Bauverweigerungsentscheide der Baurekurskommissionen fÃ¼r AsylantenunterkÃ¼nfte in Wohncontainern aufgehoben hat. Aber auch diesbezÃ¼glich ist festzuhalten, dass den von der BeschwerdefÃ¼hrerin zitierten FÃ¤llen vÃ¶llig andere tatsÃ¤chli­che VerhÃ¤ltnisse zugrunde lagen, als sie hier in Frage stehen. In keinem dieser FÃ¤lle war auf eine Ã¤sthetisch qualifizierte Umgebung RÃ¼cksicht zu nehmen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>d) Zusammengefasst ist festzuhalten, dass die beiden Wohncontainer angesichts der Umgebung, in die sie zu stehen kommen sollen, den Anforderungen von § 238 Abs. 1 PBG nicht zu genÃ¼gen vermÃ¶gen. Davon, dass die Baukommission <b>A</b> mit vernÃ¼nftigen und sachlichen GrÃ¼nden zum Schluss gekommen sei, die geplanten beiden Bauten erfÃ¼llten die Anforderungen von § 238 Abs. 1 PBG und die Baurekurskommission II habe unzulÃ¤s­sigerweise in die vertretbare ErmessensausÃ¼bung der kommunalen BaubehÃ¶rde eingegrif­fen, kann nicht die Rede sein.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>3. Damit stellt sich die Frage, ob dem offenkundig gegebenen Einordnungsmangel der beiden Container mittels der hier statuierten Nebenbestimmung (Befristung im Sinn von § 321 Abs. 1 PBG) in hinreichender Weise begegnet werden kann. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>a) In den vergangenen Jahren hatte sich das Verwaltungsgericht im Zusammenhang mit containerartigen UnterkÃ¼nften fÃ¼r Asylbewerber wiederholt mit befristeten Baubewilli­gungen zu befassen. In einem grundlegenden Entscheid vom 16. November 1990 (RB 1990 Nr. 83 = BEZ 1991 Nr. 1) hat sich das Gericht mit der Unterscheidung zwischen provisori­schen Bauten und befristet bewilligten Projekten auseinandergesetzt und zur Nebenbe­stimmung der Befristung Stellung genommen. GegenÃ¼ber der Auflage, welche auf die Be­hebung des Projektmangels gerichtet sei, komme der Befristung, die sich mit der Rechts­widrigkeit abfinde, hingegen deren zeitliche Folge mildere, geringe Bedeutung zu (vgl. zur Befristung auch Christian MÃ¤der, das Baubewilligungsverfahren, ZÃ¼rich 1991, N. 489 ff.). Sodann hat das Gericht festgehalten, dass eine befristete Bewilligung fÃ¼r baurechtswidrige (insbesondere zonenwidrige) Wohncontainer nur dann in Frage komme, wenn fristgerecht kein geeigneter zonenkonformer Alternativstandort gefunden werden kÃ¶nne. An diesen Nachweis seien jedoch keine strengen Anforderungen zu stellen. Insgesamt sei aufgrund einer GÃ¼terabwÃ¤gung zu entscheiden (Gewicht der Rechtsverletzung; Ã¶ffentliches Interesse an der Unterbringung von Asylbewerbern). Diese Praxis hat das Verwaltungsgericht in zahlreichen nachfolgenden Entscheiden bestÃ¤tigt und je nach den tatsÃ¤chlichen VerhÃ¤ltnis­sen Befristungen von zwei bis fÃ¼nf Jahren als angemessen erachtet. Stets hat das Verwal­tungsgericht jedoch betont, dass eine befristete Baubewilligung nur solange Bestand haben kÃ¶nne, bis es der Gemeinde mÃ¶glich sei, eine baurechtskonforme LÃ¶sung zu schaffen. So hat das Gericht letztmals in einem Urteil vom 22. August 1996 (VB.96.00097) festgehal­ten, unbedingte Voraussetzung fÃ¼r die befristete Bewilligung einer baurechtswidrigen Baute sei, dass eine baurechtskonforme LÃ¶sung nicht sofort gefunden werden kÃ¶nne, die Normverletzung aber angesichts des gewichtigen Ã¶ffentlichen Interesses an der Unterbrin­gung von Asylanten fÃ¼r eine beschrÃ¤nkte Zeit hingenommen werden kÃ¶nne. Zu verweisen ist im Zusammenhang mit der Verletzung von § 238 Abs. 1 PBG schliesslich auch auf ein ebenfalls die Gemeinde <b>A</b> betreffendes Urteil vom 17. Dezember 1991 (VB 91/0117). In diesem Entscheid hat das Verwaltungsgericht unter anderem erwogen, dass befristete Bewilligungen fÃ¼r Vorhaben, die lediglich Einordnungsvorschriften zuwiderlie­fen, eher hinzunehmen seien, als zeitlich begrenzte Bewilligungen fÃ¼r Projekte, die massiv gegen Abstands- oder HÃ¶henvorschriften verstiessen. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) Im vorliegenden Fall liegt wie dargelegt ein gewichtiger Verstoss gegen die Ein­ordnungsbestimmung von § 238 Abs. 1 PBG vor. Dass es der Gemeinde <b>A</b> nicht mÃ¶glich sein sollte, innert angemessener Frist andernorts eine baurechtskonforme LÃ¶sung zu finden bzw. zu verwirklichen, ist nicht glaubhaft. Es kann auch nicht angenommen wer­den, dass es in <b>A</b> keine Ãrtlichkeiten gibt, wo sich Wohncontainer der streitigen Art ohne Verletzung von § 238 Abs. 1 PBG platzieren lassen. Es leuchtet nicht ein, warum die beiden Container ausgerechnet in landschaftlich empfindlichster Lage aufgestellt wer­den sollen. Im Ãbrigen haben die Beschwerdegegnerinnen Nr. 2 geltend gemacht, dass die Gemeinde <b>A</b> auf ihr offerierte Mietobjekte nicht eingetreten sei und die Gemeinde sogar den Vertrag fÃ¼r eine von ihr fÃ¼r die Unterbringung von Asylbewerbern gemietete Liegenschaft gekÃ¼ndigt habe. Zu verweisen ist ferner auf das den Stadt- und GemeindeprÃ¤­sidenten seitens der Direktion fÃ¼r Soziales und Sicherheit des Kantons ZÃ¼rich zugestellte Schreiben vom 15. Dezember 1999 (Titel: "Neues Aufnahmekontingent der ZÃ¼rcher Ge­meinden fÃ¼r Asyl Suchende im Jahr 2000"). Darin wurde mitgeteilt, dass das Aufnahme­kontingent der Gemeinden wegen stark rÃ¼cklÃ¤ufigen EingÃ¤ngen und erhÃ¶hter RÃ¼ckkehr­quote von 1,2% neu auf 0,9% der WohnbevÃ¶lkerung festgesetzt werde. Aus diesem Schreiben darf geschlossen werden, dass die Dringlichkeit fÃ¼r die Schaffung neuer Asy­lantenunterkÃ¼nfte stark abgenommen hat. Daraus folgt, dass das (Ã¼berwiegende) Ã¶ffentli­che Interesse an der befristeten Hinnahme baurechtlicher MÃ¤ngel von Asylantenunter­kÃ¼nften heute nicht mehr so gewichtig ist, wie das in frÃ¼heren Jahren der Fall war. Die Gemeinden sind daher aufgrund der neuen Situation vermehrt gehalten, wenn immer mÃ¶g­lich baurechtskonforme UnterkÃ¼nfte zur VerfÃ¼gung zu stellen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Angesichts dieser Sach- und Rechtslage sind die Voraussetzungen fÃ¼r die Erteilung einer auf fÃ¼nf Jahre befristeten Bewilligung fÃ¼r das Aufstellen der streitigen Container auf dem GrundstÃ¼ck Kat.Nr. <b>1</b> an der Strasse x nicht gegeben. Die Beschwerde erweist sich als unbegrÃ¼ndet und ist abzuweisen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>4. Mit ihrem Eventualantrag verlangt die Gemeinde <b>A</b> eine Reduktion der von der Baurekurskommission II festgesetzten Verfahrenskosten, insbesondere der SpruchgebÃ¼hr. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>a) Die GebÃ¼hren der Baurekurskommissionen werden in §§ 34 ff. der vom Regie­rungsrat erlassenen Verordnung Ã¼ber die Organisation und den GeschÃ¤ftsgang der Baure­kurskommissionen vom 20. Juli 1977 (mit seitherigen Aenderungen; OV BRK) geregelt. Die SpruchgebÃ¼hr betrÃ¤gt je nach Zeitaufwand sowie der finanziellen und rechtlichen Tragweite, die dem Entscheid im Einzelfall zukommt, Fr. 100.- bis Fr. 12'000.- (§ 35 Abs. 1 OV BRK); in besonders aufwendigen Verfahren kann die GebÃ¼hr unter Angabe der GrÃ¼nde bis auf das Doppelte erhÃ¶ht werden (§ 35 Abs. 2 OV BRK). Die GebÃ¼hrenhÃ¶he ist aufgrund der genannten Kriterien von der Baurekurskommission nach pflichtgemÃ¤ssem Ermessen zu bestimmen. Weiter zu berÃ¼cksichtigen sind der Aufwand durch Verhandlun­gen, der Umfang der Akten und eines Beweisverfahrens, die Klarheit der Rechtslage sowie die finanzielle Leistungskraft des Pflichtigen. Insgesamt verfÃ¼gen die BehÃ¶rden bei der GebÃ¼hrenbemessung Ã¼ber einen weiten Ermessensspielraum (vgl. RB 1995 Nr. 90; Alfred KÃ¶lz/JÃ¼rg Bosshart/Martin RÃ¶hl, Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons ZÃ¼rich, 2. A., ZÃ¼rich 1999, § 13 N. 8 und N. 37). Dem Verwaltungsgericht steht diesbezÃ¼glich keine freie ErmessensÃ¼berprÃ¼fung zu. Es kann nur rechtsverletzende Ermes­sensfehler korrigieren (§ 50 Abs. 1 in Verbindung mit § 50 Abs. 2 lit. c des Verwaltungs­rechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959/8. Juni 1997; VRG).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) FÃ¼r den vorliegenden Fall ist zu beachten, dass fÃ¼r das streitige Vorhaben zwei Bewilligungen erforderlich waren, nÃ¤mlich einerseits die kommunale baurechtliche Bewil­ligung und anderseits eine Bewilligung der Baudirektion. Gegen beide VerfÃ¼gungen sind je zwei (unterschiedlich begrÃ¼ndete) Rekurse eingereicht worden, Ã¼ber die durch die Baure­kurskommission II als erste einheitliche Rechtsmittelinstanz in einem koordinierten Ver­fahren zu befinden war. Sodann hat die Rekurskommission am 16. November 1999 einen Kommissionsaugenschein durchgefÃ¼hrt. Auch wenn es insgesamt vom Umfang her nicht um ein gewichtiges Bauvorhaben ging und die SpruchgebÃ¼hr aus dieser Sicht eher als hoch erscheinen mag, so kann jedenfalls von einem rechtsverletzenden Entscheid nicht die Rede sein. Die Beschwerde erweist sich auch hinsichtlich des Eventualantrags als unbegrÃ¼ndet.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>5. ...</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>DemgemÃ¤ss entscheidet das Verwaltungsgericht:</span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>1. Die Beschwerde wird abgewiesen.</span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>2. ... </span></p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>