<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD HTML 4.01//EN"> <html> <head> <title>AGVE - Archiv</title> <meta charset="utf-8"/><meta content="charset=utf-8" http-equiv="CONTENT-TYPE"/> <meta content="Weblaw - www.weblaw.ch" name="Publisher"/> </head> <body> <div class="header"><span class="year">2015</span> <span class="title">Zivilprozessrecht</span> <span class="page_no">311</span></div> <div class="page" id="S1"> <div role="main"><br/> <span class="ft2"><b>55</b></span> <span class="ft2"><b>Art. 319 lit. b ZPO</b></span><br/> <span class="ft2"><b>Die Verfügung, mit der das "Verfahren infolge Rückzugs des Schlich-</b></span><br/> <span class="ft2"><b>tungsgesuches als gegenstandslos abgeschrieben" wird, kann mit Be-</b></span><br/> <span class="ft2"><b>schwerde nach Art. 319 lit. b ZPO angefochten werden, sofern der an-</b></span><br/> <span class="ft2"><b>fechtenden Partei ein nicht leicht wiedergutzumachender Nachteil droht.</b></span><br/> <span class="ft4">Aus dem Entscheid des Obergerichts, 1. Zivilkammer, vom 2. Juli 2015, i.S.</span><br/> <span class="ft4">Sch. gegen Sch. (ZOR.2015.24).</span><br/> <span class="ft6"><i>Aus den Erwägungen</i></span><br/> <span class="ft8">1.</span><br/> <span class="ft8">1.1.</span><br/> <span class="ft8">Die Friedensrichterin hat mit Verfügung vom 10. März 2015 das</span><br/> <span class="ft8">von der Klägerin eingeleitete Schlichtungsverfahren "infolge Rück-</span><br/> <span class="ft8">zugs des Schlichtungsgesuches als gegenstandslos abgeschrieben".</span><br/> <span class="ft8">Die Klägerin hat dagegen das Rechtsmittel der Beschwerde ergriffen.</span><br/> <span class="ft8">1.2.</span><br/> <span class="ft8">1.2.1.</span><br/> <span class="ft8">Mit Beschwerde gemäss Art. 319 ZPO anfechtbar sind nicht</span><br/> <span class="ft8">berufungsfähige erstinstanzliche Endentscheide, Zwischenentscheide</span><br/> <span class="ft8">und Entscheide über vorsorgliche Massnahmen (lit. a), andere erstin-</span><br/> <span class="ft8">stanzliche Entscheide und prozessleitende Verfügungen in den vom</span><br/> <span class="ft8">Gesetz bestimmten Fällen (lit. b Ziff. 1) oder wenn durch sie ein</span><br/> <span class="ft8">nicht leicht wiedergutzumachender Nachteil droht (lit. b Ziff. 2) so-</span><br/> <span class="ft8">wie Fälle von Rechtsverzögerung (lit. c).</span><br/> <span class="ft8">1.2.2.</span><br/> <span class="ft8">Ein Vergleich, eine Klageanerkennung oder ein Klagerückzug</span><br/> <span class="ft8">haben die Wirkung eines rechtskräftigen Entscheides (Art. 241</span><br/> <span class="ft8">Abs. 2 ZPO), führen also zu einer abgeurteilten Sache (sogenannte</span><br/> <span class="ft8">res iudicata), die einem weiteren Prozess über den gleichen Streit-</span><br/> <span class="ft8">gegenstand entgegensteht (vgl. Art. 59 Abs. 2 lit. e ZPO), bei einem</span><br/></div> </div> <div class="header"><span class="year">2015</span> <span class="title">Obergericht, Abteilung Zivilgericht</span> <span class="page_no">312</span></div> <div class="page" id="S2"> <div role="main"><br/> <span class="ft8">Klagerückzug jedenfalls dann, wenn das Gericht die Klage der</span><br/> <span class="ft8">beklagten Partei bereits zugestellt hat und diese dem Rückzug nicht</span><br/> <span class="ft8">zustimmt (Art. 65 ZPO). Die genannten Parteierklärungen beenden</span><br/> <span class="ft8">den Prozess unmittelbar; die in Art. 241 Abs. 3 ZPO vorgeschriebene</span><br/> <span class="ft8">Abschreibung des Verfahrens durch den Richter bzw. das Gericht</span><br/> <span class="ft8">stellt einen rein deklaratorischen Akt dar. Der Abschreibungs-</span><br/> <span class="ft8">beschluss bildet mithin kein Anfechtungsobjekt, das mit Berufung</span><br/> <span class="ft8">oder Beschwerde gemäss Art. 308 ff. bzw. 319 ff. ZPO angefochten</span><br/> <span class="ft8">werden könnte (nur der im Abschreibungsbeschluss enthaltene</span><br/> <span class="ft8">Kostenentscheid ist mit Beschwerde nach Art. 110 ZPO anfechtbar).</span><br/> <span class="ft8">Materielle und/oder prozessuale Mängel der Parteierklärung, die zur</span><br/> <span class="ft8">Beendigung des Prozesses geführt haben, sind ausschliesslich mit</span><br/> <span class="ft8">Revision nach Art. 328 ff. ZPO geltend zu machen (vgl. BGE 139 III</span><br/> <span class="ft8">133 f. sowie BGE 4A_562/2014 E. 1.1.).</span><br/> <span class="ft8">Ein Prozess kann auch ohne (prozessualen oder materiellen)</span><br/> <span class="ft8">Entscheid des Gerichts oder Urteilssurrogat (Klagerückzug, Klagean-</span><br/> <span class="ft8">erkennung oder Vergleich) enden. In diesen Fällen schreibt der</span><br/> <span class="ft8">Richter bzw. das Gericht das Verfahren zufolge Gegenstandslosigkeit</span><br/> <span class="ft8">ab (Art. 242 ZPO). Da das Gesetz die generelle Anfechtbarkeit einer</span><br/> <span class="ft8">Abschreibung des Verfahrens nach Art. 242 ZPO nicht vorsieht, steht</span><br/> <span class="ft8">einer Partei als Rechtsmittel nur die Beschwerde nach Art. 319 lit. b</span><br/> <span class="ft8">Ziff. 2 ZPO zur Verfügung, wenn ihr durch die Abschreibung ein</span><br/> <span class="ft8">nicht leicht wiedergutzumachender Nachteil droht. Ein solcher kann</span><br/> <span class="ft8">dem Kläger beispielsweise entstehen, wenn ihm die erneute</span><br/> <span class="ft8">Einreichung eines Schlichtungsgesuchs nichts mehr nützt, weil</span><br/> <span class="ft8">infolge des Ablaufs einer Verwirkungsfrist bei Abschreibung des</span><br/> <span class="ft8">Schlichtungsverfahrens ein materieller Rechtsverlust eingetreten ist.</span><br/> <span class="ft8">In anderen Fällen, in denen infolge der Abschreibung des</span><br/> <span class="ft8">Schlichtungsverfahrens kein Rechtsverlust eintritt, steht dem Kläger</span><br/> <span class="ft8">die Möglichkeit offen, ein neues Schlichtungsgesuch einzureichen</span><br/> <span class="ft8">(BGE 4A_131/2013 E. 2.2.2.2.).</span><br/> <span class="ft8">1.2.3.</span><br/> <span class="ft8">Während im ordentlichen (und vereinfachten) Verfahren nach</span><br/> <span class="ft8">der Zustellung der Klage an die beklagte Partei der Kläger die Klage</span><br/> <span class="ft8">- ohne Rechtskraftwirkung - nur noch mit Zustimmung der beklag-</span><br/> <span class="ft8">ten Partei zurückziehen kann (Art. 65 ZPO), ist im Schlich-</span><br/></div> </div> <div class="header"><span class="year">2015</span> <span class="title">Zivilprozessrecht</span> <span class="page_no">313</span></div> <div class="page" id="S3"> <div role="main"><br/> <span class="ft8">tungsverfahren zu unterscheiden (vgl. Gloor/Umbricht, in: Ober-</span><br/> <span class="ft8">hammer [Hrsg.], Schweizerische Zivilprozessordnung, Kurzkom-</span><br/> <span class="ft8">mentar [KUKO ZPO] 2. Auflage, Basel 2014, N. 3 zu Art. 208 ZPO)</span><br/> <span class="ft8">zwischen</span><br/> <span class="ft9">- dem (ebenfalls zulässigen "vorbehaltlosen") <i>Rückzug der Kla-</i></span><br/> <span class="ft6"><i>ge</i> (vgl. Art. 208 Abs. 2 ZPO), der eine abgeurteilte Sache</span><br/> <span class="ft8">schafft (vgl. Honegger, in: Sutter-Somm/Hasenböhler/Leuen-</span><br/> <span class="ft8">berger, Kommentar zur Schweizerischen Zivilprozessordnung,</span><br/> <span class="ft8">2. Auflage, Zürich/Basel/ Genf 2013, N. 11 zu Art. 208 ZPO)</span><br/> <span class="ft8">und</span><br/> <span class="ft9">- dem <i>Rückzug des Schlichtungsgesuchs</i> (ein solcher wird</span><br/> <span class="ft8">insbesondere bei Säumnis des Klägers in der Schlichtungsverhand-</span><br/> <span class="ft8">lung angenommen, Art. 206 Abs. 1 ZPO), aufgrund dessen das Ver-</span><br/> <span class="ft8">fah ren als gegenstandslos abgeschrieben wird (Art. 206 Abs. 1 und 3</span><br/> <span class="ft8">sowie Art. 207 Abs. 1 lit. a ZPO), ohne dass materielle Rechtskraft</span><br/> <span class="ft8">einträte (Honegger, a.a.O., N. 5 zu Art. 206 ZPO).</span><br/> <span class="ft8">1.3.</span><br/> <span class="ft8">Im vorliegenden Fall hat die Friedensrichterin das Verfahren</span><br/> <span class="ft8">nicht infolge Klagerückzugs, sondern "infolge Rückzugs des</span><br/> <span class="ft8">Schlichtungsgesuches als gegenstandlos abgeschrieben". Diese Ab-</span><br/> <span class="ft8">schreibungsverfügung ist per analogiam als solche nach Art. 242</span><br/> <span class="ft8">ZPO (und nicht nach Art. 241 ZPO) zu betrachten. Im Lichte der vor-</span><br/> <span class="ft8">stehenden Ausführungen ist gegen diese Verfügung als Rechtsmittel</span><br/> <span class="ft8">die Beschwerde nach Art. 319 ff. ZPO möglich, sofern die besondere</span><br/> <span class="ft8">Voraussetzung des nicht leicht wiedergutzumachenden Nachteils</span><br/> <span class="ft8">nachgewiesen ist (Art. 319 lit. b Ziff. 2 ZPO), nicht aber die Revision</span><br/> <span class="ft8">(vgl. Art. 328 Abs. 1 ZPO, wonach die Revision nur gegen</span><br/> <span class="ft6"><i>rechtskräftige</i> Entscheide zur Verfügung steht).</span><br/> <span class="ft8">Auch wenn in der Beschwerde ein nicht leicht wiedergutzuma-</span><br/> <span class="ft8">chender Nachteil nicht explizit geltend gemacht wird, ergibt sich ein</span><br/> <span class="ft8">solcher mit Blick auf die Ausführungen im Schlichtungsbegehren</span><br/> <span class="ft8">vom 29. Dezember 2014, worin die Klägerin geltend machte, die</span><br/> <span class="ft8">Klage gegen das Testament von X sel. vom 6. Oktober 2013, in dem</span><br/> <span class="ft8">ihr Pflichtteil verletzt worden sei, "zur Fristwahrung" zu erheben,</span><br/> <span class="ft8">ohne Weiteres. Ist die Anfechtungsfrist gemäss Art. 533 ZGB ver-</span><br/> <span class="ft8">wirkt, ist eine Herabsetzungsklage nicht mehr möglich. Ebenso evi-</span><br/></div> </div> <div class="header"><span class="year">2015</span> <span class="title">Obergericht, Abteilung Zivilgericht</span> <span class="page_no">314</span></div> <div class="page" id="S4"> <div role="main"><br/> <span class="ft8">dent ist das Rechtsschutzinteresse der Klägerin an der Beschwerde,</span><br/> <span class="ft8">mit welcher sie die Abschreibung des Verfahrens zufolge Vergleichs</span><br/> <span class="ft8">anbegehrt, nachdem einem gerichtlichen Vergleich materielle Rechts-</span><br/> <span class="ft8">kraft und Vollstreckbarkeit zukommt (Art. 208 Abs. 2 ZPO; Bot-</span><br/> <span class="ft8">schaft zur Schweizerischen Zivilprozessordnung [ZPO] vom 28. Juni</span><br/> <span class="ft8">2006, S. 7332). Auf die Beschwerde der Klägerin ist folglich ein-</span><br/> <span class="ft8">zutreten, zumal die übrigen Rechtsmittelvoraussetzungen (insbeson-</span><br/> <span class="ft8">dere Fristerfordernis und Bezahlung des Kostenvorschusses) erfüllt</span><br/> <span class="ft8">sind.</span><br/> <span class="ft8">2.</span><br/> <span class="ft8">2.1.</span><br/> <span class="ft8">Die Klägerin macht geltend, dass die Friedensrichterin des</span><br/> <span class="ft8">Kreises Y das Verfahren infolge Rückzugs des Schlichtungsgesuchs</span><br/> <span class="ft8">als gegenstandlos abgeschrieben habe, obwohl sie gestützt auf die</span><br/> <span class="ft8">mit dem Beklagten geschlossenen Vereinbarung vom 21./25. Januar</span><br/> <span class="ft8">2015 die Entgegennahme als gerichtlichen Vergleich beantragt habe.</span><br/> <span class="ft8">Die Friedensrichterin bringt in dem den Akten beigelegten</span><br/> <span class="ft8">Schreiben vom 2. April 2015 vor, dass sie von den Parteien einen un-</span><br/> <span class="ft8">terschriebenen Vergleich mit der Bitte, die Klage als erledigt abzu-</span><br/> <span class="ft8">schreiben, erhalten habe. Deshalb habe sie die Klage "infolge einer</span><br/> <span class="ft8">aussergerichtlichen Einigung" abgeschrieben. Es sei ihr nicht be-</span><br/> <span class="ft8">wusst gewesen, damit einen Fehler begangen zu haben.</span><br/> <span class="ft8">2.2.</span><br/> <span class="ft8">Entgegen den Ausführungen der Friedensrichterin im Schreiben</span><br/> <span class="ft8">vom 2. April 2015 hat sie das Verfahren nicht infolge eines Ver-</span><br/> <span class="ft8">gleichs, sondern infolge Rückzugs des Schlichtungsgesuchs als</span><br/> <span class="ft8">gegenstandslos abgeschrieben. Dies, obwohl offenkundig kein sol-</span><br/> <span class="ft8">cher Rückzug vorlag, sondern ausdrücklich verlangt worden war, den</span><br/> <span class="ft8">Vergleich als gerichtlichen Vergleich entgegenzunehmen und das</span><br/> <span class="ft8">Verfahren aufgrund des entsprechenden Antrages beider Parteien in</span><br/> <span class="ft8">Ziffer 7 des Vergleichs ["Die Parteien beantragen der Friedensrichte-</span><br/> <span class="ft8">rin, dass das Verfahren aufgrund des abgeschlossenen gerichtlichen</span><br/> <span class="ft8">Vergleiches abgeschrieben wird"] abzuschreiben (vgl. die Eingabe</span><br/> <span class="ft8">3. März 2015). Auch wenn Art. 208 Abs. 1 ZPO den Regelfall,</span><br/> <span class="ft8">nämlich den unter Mitwirkung der Schlichtungsbehörde zustande</span><br/> <span class="ft8">gekommenen Vergleich im Visier hat, kann die Schlichtungsbehörde</span><br/></div> </div> <div class="header"><span class="year">2015</span> <span class="title">Zivilprozessrecht</span> <span class="page_no">315</span></div> <div class="page" id="S5"> <div role="main"><br/> <span class="ft8">auch einen im Rahmen privater Verhandlungen zustande gekom-</span><br/> <span class="ft8">menen Vergleich zu Protokoll nehmen (Art. 208 Abs. 1 ZPO; Bot-</span><br/> <span class="ft8">schaft, S. 7331; Honegger, a.a.O., N. 8 zu Art. 208 ZPO; Staehe-</span><br/> <span class="ft8">lin/Staehelin/Grolimund, Zivilprozessrecht, 2. Auflage, Zürich/Basel/</span><br/> <span class="ft8">Genf 2013, § 20 Rz. 31). Damit hat die Friedensrichterin das</span><br/> <span class="ft8">Verfahren zu Unrecht als durch Rückzug des Schlichtungsbegehrens</span><br/> <span class="ft8">erledigt abgeschrieben.</span><br/> <span class="ft8">2.3.</span><br/> <span class="ft8">In der Lehre wird die Auffassung vertreten, das Gericht habe ei-</span><br/> <span class="ft8">nen Vergleich (wie auch einen Klagerückzug und eine Klageaner-</span><br/> <span class="ft8">kennung) auf Vergleichsfähigkeit (bzw. Anerkennungsfähigkeit),</span><br/> <span class="ft8">Klarheit und Vollständigkeit (vgl. z.B. Leumann Liebster, in: Sutter-</span><br/> <span class="ft8">Somm/Hasenböhler/Leuenberger, a.a.O., N. 19 zu Art. 241 ZPO)</span><br/> <span class="ft8">bzw. auf Rechtswidrigkeit, Übervorteilung, absichtliche Täuschung</span><br/> <span class="ft8">und Drohung zu überprüfen (Honegger, a.a.O., N. 10 zu Art. 208</span><br/> <span class="ft8">ZPO, der in diesem Zusammenhang gar von einer Genehmigungs-</span><br/> <span class="ft8">pflicht spricht). Auch wenn derartige Vorstellungen über die Aufga-</span><br/> <span class="ft8">ben des Richters nicht leicht mit der gesetzgeberischen Lösung in</span><br/> <span class="ft8">Einklang zu bringen sind, dass die entsprechenden - unterzeichneten</span><br/> <span class="ft8">(vgl. Art. 208 Abs.1 und Art. 241 Abs. 1 ZPO) - Parteierklärungen</span><br/> <span class="ft8">selber den Prozess eo ipso beenden (und sogar schon vor dem</span><br/> <span class="ft8">gerichtlichen Abschreibungsbeschluss bzw. vor der richterlichen Ab-</span><br/> <span class="ft8">schreibungsverfügung [Art. 241 Abs. 3 ZPO] einem rechtskräftigen</span><br/> <span class="ft8">Entscheid gleichgestellt sind, vgl. Naegeli, KUKO ZPO, a.a.O.,</span><br/> <span class="ft8">N. 11 zu Art. 241 ZPO), ist mit Bezug auf den vorliegenden Fall</span><br/> <span class="ft8">festzuhalten, dass die von den Parteien am 21./25. Januar 2015 ge-</span><br/> <span class="ft8">troffene und der Vorinstanz eingereichte Vereinbarung in dieser</span><br/> <span class="ft8">Hinsicht problemlos erscheint. Sie wurde über einen vergleichs-</span><br/> <span class="ft8">fähigen, vermögensrechtlichen Gegenstand geschlossen und ist</span><br/> <span class="ft8">sowohl klar als auch - gemessen am im Schlichtungsgesuch gestell-</span><br/> <span class="ft8">ten Begehren - vollständig. Insbesondere ist sie auch vom gesetz-</span><br/> <span class="ft8">lichen Vertreter des noch minderjährigen Beklagten unterzeichnet</span><br/> <span class="ft8">und es liegt eine rechtskräftige Zustimmungserklärung der Kindes-</span><br/> <span class="ft8">und Erwachsenenschutzbehörde (vgl. Art. 308 Abs. 2 und Art. 314</span><br/> <span class="ft8">Abs. 1 in Verbindung mit Art. 416 Abs. 1 Ziff. 9 ZGB) zum</span><br/> <span class="ft8">Vergleich vor. Damit ist das von der Klägerin eingeleitete Schlich-</span><br/></div> </div> <div class="header"><span class="year">2015</span> <span class="title">Obergericht, Abteilung Zivilgericht</span> <span class="page_no">316</span></div> <div class="page" id="S6"> <div role="main"><br/> <span class="ft8">tungsverfahren als zufolge gerichtlichen Vergleichs erledigt abzu-</span><br/> <span class="ft8">schreiben.</span><br/></div> </div> </body> </html>