<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2001.00137</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="https://vgrzh.djiktzh.ch/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=https://vgrzh.djiktzh.ch&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=106171&amp;W10_KEY=4467148&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2001.00137</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 12.07.2001</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">1. Abteilung/1. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Submissionsrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Submission</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Dem Eigentümer eines in den Quartierplan einbezogenen Grundstückes steht die Submissionsbeschwerde für die Anfechtung der Vergabe von Arbeiten im Zusammenhang mit der Ausarbeitung des Quartierplanes und dem Bau der darin festgesetzten Erschliessungsanlagen nicht offen.<br/>Nichteintreten.</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ANBIETER">ANBIETER</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: BESCHWERDEGRUND/-GRÃNDE">BESCHWERDEGRUND/-GRÃNDE</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsprozessrecht UR: Allgemeines ST: LEGITIMATION">LEGITIMATION</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: QUARTIERPLANGENOSSE">QUARTIERPLANGENOSSE</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: RECHTSSCHUTZINTERESSE">RECHTSSCHUTZINTERESSE</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: SUBMISSIONSBESCHWERDE">SUBMISSIONSBESCHWERDE</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: Besonderes Verwaltungsrecht (ohne...) ST: SUBMISSIONSRECHT">SUBMISSIONSRECHT</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="gerade">Art. 15 lit. i IVÃ¶B</span><br/><span class="ungerade">§ 6 IVÃ¶B-BeitrittsG</span><br/><span class="gerade">§ 331 PBG</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade">RB 2001 Nr. 17</span><br/> </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 3 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>I. Der Gemeinderat X leitete am 25. Januar 2000 den Quartierplan Z ein. Mit Ver­fÃ¼gung vom 1. Dezember 2000 genehmigte die Baudirektion diese Quartierplaneinlei­tung. Der Gemeinderat Ã¼bertrug hierauf mit Beschluss vom 8. Januar 2001 die Projektie­rung des Quartierplanes Z der Firma D. <br/> <br/> </span></p> <p class="Einzug1"><span>II. Gegen den Beschluss des Gemeinderates X vom 8. Januar 2001 erhob A, Eigen­tÃ¼mer eines in den Quartierplan einbezogenen GrundstÃ¼ckes, entspre­chend der Rechtsmit­tel­belehrung am 12. Februar 2001 Rekurs an die Baudirektion und beantragte sinngemÃ¤ss, die Planungsarbeiten auszuschreiben. Die Baudirektion Ã¼berwies die Eingabe am 26. Feb­ruar 2001 zustÃ¤ndigkeitshalber an die Baurekurskommission II. <br/> <br/> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Der PrÃ¤sident der Baurekurskommission II trat mit einzelrichterlichem Entscheid vom 13. MÃ¤rz 2001 auf das Rechtsmittel von A "mangels Vorliegens eines quartierplan­rechtlich anfechtbaren Entscheides" nicht ein. Im Weiteren Ã¼berwies er die Eingabe von A an das Verwaltungsgericht "zur PrÃ¼fung ihrer ZulÃ¤ssigkeit unter submissionsrechtlichen Gesichtspunkten". Das Verwaltungsgericht fÃ¼hrte hierauf einen Schriftenwechsel durch. Der Gemeinderat X beantragte am 15. Mai 2001 die Abweisung der Beschwerde und ver­zichtete auf eine Beschwerdeantwort. <br/> <br/> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die AusfÃ¼hrungen der Parteien werden, soweit rechtserheblich, in den nachfolgen­den EntscheidgrÃ¼nden wiedergegeben. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Das Verwaltungsgericht zieht in ErwÃ¤gung:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>1. Vergabeentscheide kantonaler und kommunaler Auftraggeber kÃ¶nnen unmittel­bar mit Beschwerde an das Verwaltungsgericht weitergezogen werden (RB 1999 Nr. 27 = BEZ 1999 Nr. 13 = ZBl 100/1999, S. 372; vgl. Alfred KÃ¶lz/JÃ¼rg Bosshart/Martin RÃ¶hl, Kom­mentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons ZÃ¼rich, 2. A., ZÃ¼rich 1999, § 41 N. 22). Auf das Beschwerdeverfahren gelangen die Art. 15 ff. der Interkantonalen Vereinbarung Ã¼ber das Ã¶ffentliche Beschaffungswesen vom 25. November 1994 (IVÃ¶B) sowie die §§ 3 ff. des Gesetzes Ã¼ber den Beitritt des Kantons ZÃ¼rich zur Interkantonalen Vereinbarung vom 22. September 1996 (IVÃ¶B-BeitrittsG) zur Anwendung. <br/> <br/> </span></p> <p class="Einzug1"><span>2. a) Die (Submissions)Beschwerde steht gemÃ¤ss § 15 Abs. 1 IVÃ¶B offen "gegen VerfÃ¼gungen der Auftraggeberin oder des Auftraggebers". Mit der Beschwerde kÃ¶nnen laut Art. 16 Abs. 1 IVÃ¶B Rechtsverletzungen, einschliesslich Ãberschreitung oder Missbrauch des Ermessens (lit. a) sowie die unrichtige oder unvollstÃ¤ndige Feststellung des rechtser­heblichen Sachverhaltes (lit. b) gerÃ¼gt werden. Als Rechtsverletzungen gelten Verletzun­gen des materiellen und formellen Vergaberechtes. <br/> <br/> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die Submissionsbeschwerde ist auf die Anfechtung von Vergabeentscheide durch betroffene Anbieterinnen und Anbieter ausgerichtet (vgl. auch RB 1998 Nr. 11 = BEZ 1999 Nr. 10). Dies ergibt sich schon aus dem Gesetzeswortlaut, wonach die Beschwerde zulÃ¤ssig ist "gegen VerfÃ¼gungen der <i>Auftraggeberin</i> oder des <i>Auftraggeber</i>s" (Art. 15 IVÃ¶B; § 4 IVÃ¶B-BeitrittsG), mithin durch Anbieter als â nicht zugelassene â <i>Auftragneh­mer </i>und Adressaten solcher VerfÃ¼gungen. Auch § 6 IVÃ¶B-BeitrittsG geht davon aus, dass die Beschwerde (nur) Anbietenden offensteht, indem diese Bestimmung die Haftung fÃ¼r rechtswidrige Vergabeentscheide allein auf Aufwendungen bezieht, die "der Anbieterin oder dem Anbieter" im Zusammenhang mit dem Vergabe- und Rechtsmittelverfahren er­wachsen sind (§ 6 Abs. 2 IVÃ¶B-BeitrittsG). Die Submissionsbeschwerde steht damit nicht offen fÃ¼r Rechtsschutzsuchende, deren Begehren nicht auf die Verbesserung ihrer Rechts­stellung als Anbieterin oder Anbieter ausgerichtet ist. <br/> <br/> </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) Dem GrundeigentÃ¼mer eines in den Quartierplan einbezogenen GrundstÃ¼ckes steht nach dem Gesagten die Submissionsbeschwerde nicht offen fÃ¼r die Anfechtung der Vergabe von Arbeiten im Zusammenhang mit der Ausarbeitung des Quartierplanes und mit dem Bau der darin festgesetzten Erschliessungsanlagen. Dies gilt selbst dann, wenn er gel­tend macht, bei der Vergabe seien submissionsrechtliche Bestimmungen verletzt worden, z.B. es sei zu Unrecht das freihÃ¤ndige Verfahren statt das Einladungsverfahren gewÃ¤hlt worden; denn mit dem Rechtsmittel verfolgt er Interessen an einer korrekten Arbeitsverge­bung in seiner Eigenschaft als <i>EigentÃ¼mer</i> (Quartierplangenosse) eines in den Quartierplan einbezogenen GrundstÃ¼ckes und nicht Interessen als (nicht berÃ¼cksichtigter) <i>Anbieter </i>an der Arbeitsvergabe<i>. </i>Sein Rechtsmittelinteresse zielt mit anderen Worten nicht auf die Zu­lassung als Anbieter zum (Vergabe)Verfahren oder auf die Auftragsvergabe selber; er ver­ficht vielmehr Interessen als <i>GrundeigentÃ¼mer</i>, beispielsweise an der Vergebung des Auf­trages an einen preisgÃ¼nstigeren Anbieter, an der Einholung weiterer Offerten usw. Die Submissionsbeschwerde ist auch dann ausgeschlossen, wenn dem GrundeigentÃ¼mer kein anderer Rechtsmittelweg offen steht, um seine Interessen zu verfechten. <br/> <br/> </span></p> <p class="Einzug1"><span>c) Es kann angemerkt werden, dass das Planungs- und Baugesetz vom 7. September 1975 (PBG) eine Spezialbestimmung enthÃ¤lt Ã¼ber den Rechtsweg bei Streitigkeiten Ã¼ber die Vergebung der Arbeiten und Lieferungen fÃ¼r den Bau von Erschliessungsanlagen, Ausstat­tungen und AusrÃ¼stungen, welche im Quartierplanverfahren festgesetzt wurden. Solche Strei­tigkeiten sind laut § 331 lit. a PBG von der Baudirektion als einzige Instanz zu entschei­den. Dieser Rechtsweg steht nach dem Willen des Gesetzgebers (nur) den am Quartier­plan be­teiligten GrundeigentÃ¼mern offen, nicht aber den im Submissionsverfahren nicht berÃ¼ck­sichtigten Anbietern (Peter MÃ¼ller/Peter Rosenstock/Peter Wipfli/Werner Zuppinger, Kom­mentar zum ZÃ¼rcher Planungs- und Baugesetz vom 7. September 1975, ZÃ¼rich 1985, § 169 N. 2b); diese wiederum sind aber zur Erhebung der Submissionsbeschwerde befugt (RB 1999 Nr. 57 Erw. 1b = BEZ 1999 Nr. 35, auch zum Folgenden). Dass die Spezialbe­stim­mung von § 331 lit. a PBG nur <i>bauliche</i> Massnahmen erfasst, nicht aber auch <i>pla­ne­ri­sche</i> Arbeiten fÃ¼r die Projektierung des Quartierplanes Ã¤ndert â wie gesehen (E. 2 b) â am Ausschluss der Submissionsbeschwerde im vorliegenden Fall nichts. </span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>3. Auf das Rechtsmittel von A vom 12. Februar 2001 ist nach dem Gesagten nicht einzutreten. ... </span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>DemgemÃ¤ss beschliesst das Verwaltungsgericht:</span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>1.<span> </span></span><span>Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.<br/> <br/> </span></p> <p class="Einzug2"><span>2. ...</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>