A bteilung III C -7731/2006 {T 0/2} U rteil vom 14. M ai 2007 M itw irkung: R ichter: Eduard Acherm ann R ichter: Francesco Parrino R ichterin: Franziska Schneider G erichtsschreiber: D aniel Stufetti O _______ C _______, vertreten durch Fürsprecher M arc R . Bercovitz, Jurastrasse 15, Postfach 3231, 2500 Biel, Beschw erdeführer, gegen Schw eizerische M aturitätskom m ission, c/o Staatssekretariat für B ildung und Forschung (SB F), Passerelleprüfungen, H allw ylstrasse 4, 3003 Bern, Vorinstanz, betreffend A nerkennung von B erufsm aturitätsausw eisen - Ergänzungsprüfung für die Zulassung zu den universitären H ochschulen (Passerellen-Prüfung), Verfügung vom 13. Septem ber 2006. B u n d e s v e rw a ltu n g s g e ric h t T rib u n a l a d m in is tra tif fé d é ra l T rib u n a le a m m in is tra tiv o fe d e ra le T rib u n a l a d m in is tra tiv fe d e ra l2 Sachverhalt: A. O _______ C _______ (im Folgenden Beschw erdeführer) hat vom 28. Au- gust bis 5. Septem ber 2006 an der Berner M aturitätsschule für Erw achse- ne BM E die Ergänzungsprüfungen "Passerelle Berufsm atur – universitäre H ochschulen" abgelegt. D abei hat er folgende N oten erzielt: Erstsprache D eutsch 3 Zw eitsprache Französisch 4.5 M athem atik 2.5 Bereich N aturw issenschaften 5 Bereich G eistes- und Sozialw issenschaften 4.5. D as Punktetotal betrug: 19.5. B. M it Verfügung vom 13. Septem ber 2006 teilte die Schw eizerische M aturi- tätskom m ission (Vorinstanz) dem Beschw erdeführer unter H inw eis auf die- ses Prüfungsergebnis und die Bestehensnorm en gem äss Art. 11 der Ver- ordnung vom 19. D ezem ber 2003 über die Anerkennung von Berufsm aturi- tätsausw eisen für die Zulassung zu den universitären H ochschulen (SR 413.14, nachfolgend Verordnung vom 19. D ezem ber 2003) m it, dass er die Prüfung nicht bestanden habe. Eine der Voraussetzungen für das Beste- hen der Prüfung bildet nach Art. 11 Abs. 1 Bst. a der Verordnung vom 19. D ezem ber 2003 ein Total von 20 Punkten. C . G egen diese Verfügung erhob der Beschw erdeführer am 30. Septem ber 2006 beim Eidgenössischen D epartem ent des Innern (nachfolgend ED I) Beschw erde. Er beantragte, die Verfügung der Schw eizerischen M aturi- tätskom m ission sei aufzuheben, und die Prüfungsresultate seien neu zu bew erten. Jedes Prüfungsfach sei durch zw ei unabhängige, nicht an der Prüfung beteiligte Experten überprüfen zu lassen, und es sei an- schliessend über die Prüfung neu zu befinden. D es W eiteren sei ihm Ein- sicht in säm tliche Prüfungsresultate und Berichte zu geben. Als vorsorgliche M assnahm e beantragte der Beschw erdeführer, es sei ihm zu gestatten, sich an der U niversität Bern zu im m atrikulieren. G leichzeitig stellte der Beschw erdeführer ein G esuch um G ew ährung der unentgeltlichen R echtspflege unter Beiordnung eines am tlichen Anw alts. Zur Begründung führte der Beschw erdeführer im W esentlichen aus, die Prüfungsprozesse seien nicht transparent, die Prüfungsfragen hätten teil- w eise nicht dem erlernten Stoff entsprochen, die N otengebung sei nicht nachvollziehbar und es sei nicht auszuschliessen, dass die Exam inatoren relevante D etails übersehen hätten. Zudem sei er im U nterricht nur unge- nügend auf die Prüfung vorbereitet w orden. Zur Begründung der beantragten vorsorglichen M assnahm e führte der Be- schw erdeführer aus, er habe in seiner gew ünschten Studienrichtung, der H um anm edizin, bereits den Eignungstest für m edizinische Studiengänge erfolgreich absolviert, w odurch ihm für das Studienjahr 2006/2007 an der U niversität Bern ein Studienplatz in der H um anm edizin zugeteilt w orden 3 sei. D eshalb m üsse er sich rechtzeitig im m atrikulieren können. D . M it Verfügung vom 4. O ktober 2006 entsprach das ED I dem Antrag des Beschw erdeführers auf Einsichtnahm e in die Prüfungsunterlagen und ver- w ies ihn dazu an das Staatssekretariat für Bildung und Forschung SBF. E. Auf den Antrag betreffend eine vorsorgliche Im m atrikulation an der U niver- sität Bern trat das ED I m it der Begründung der fehlenden Zuständigkeit nicht ein und verw ies den Beschw erdeführer an die zuständige Fakultät der U niversität Bern. F. M it Eingabe vom 22. O ktober 2006 an das ED I ergänzte der Beschw erde- führer die Beschw erdebegründung. Er m achte geltend, er sei im Fach D eutsch über einen Teil des in den R ichtlinien vorgesehenen Stoffes nicht geprüft w orden. G . D ie Vorinstanz beantragte in ihrer Vernehm lassung vom 3. N ovem ber 2006 die Abw eisung der Beschw erde. Zur Begründung verw ies sie auf die von ihr eingeholten Stellungnahm en des Prüfungsleiters und D elegierten für Passerellefragen, des R ektors der Berner M aturitätsschule für Erw ach- sene (BM E), der Lehrpersonen sow ie der Experten, denen sie sich an- schloss. D er D elegierte für Passerellefragen und der R ektor der BM E be- stätigten aufgrund der Stellungnahm en der Experten und Fachlehrer über- einstim m end die korrekte D urchführung und Bew ertung der Prüfung des Beschw erdeführers und beantragten die Abw eisung der Beschw erde. D er R ektor der BM E bestätigte allerdings den vom Beschw erdeführer erhobe- nen Einw and betreffend die Prüfung im Fach D eutsch. D ie BM E sei vom Staatssekretariat für Bildung und Forschung m it Brief vom 23. D ezem ber 2005 auf die Problem atik hingew iesen w orden. D ie BM E ihrerseits habe die Kandidaten im Januar 2006 über die D eutschlehrer inform iert. H . M it Verfügung vom 15. N ovem ber 2006 entband das ED I den Beschw erde- führer von der Leistung eines Kostenvorschusses, lehnte aber das G esuch um Bestellung eines am tlichen R echtsbeistands ab, w eil der Beschw erde- führer selbst in der Lage sei, sich, w enn nötig, noch einm al zum Prüfungs- verlauf zu äussern. I. M it Eingabe vom 21. N ovem ber 2006 liess der Beschw erdeführer über sei- nen Anw alt nochm als das G esuch um die G ew ährung der unentgeltlichen Prozessführung unter Beiordnung des von ihm inzw ischen zugezogenen Anw alts stellen. J. Aufgrund dieses erneuten G esuchs kam das ED I m it Verfügung vom 27. N ovem ber 2006 auf dessen Entscheid vom 15. N ovem ber 2006 zurück und bew illigte dem Beschw erdeführer gem äss Art. 65 des Bundesgesetzes vom 20. D ezem ber 1968 über das Verw altungsverfahren (Vw VG , SR 172.021) die unentgeltliche R echtspflege und bestim m te den vom Be- schw erdeführer m andatierten Anw alt als R echtsbeistand. K. M it Verfügung vom 4. Januar 2007 überw ies das ED I die Beschw erde dem Bundesverw altungsgericht. L. Am 9. Januar 2007 inform ierte das Staatssekretariat für Bildung und For- schung (SBF) das Bundesverw altungsgericht, dass das ED I drei gleich 4 lautende Beschw erden betreffend dieselbe Schule teilw eise gutgeheissen habe, w eshalb für die R ekurrenten - und je nach Ausgang des Verfahrens vor dem Bundesverw altungsgericht allenfalls auch für den Beschw erdefüh- rer - G elegenheit zur W iederholung der Prüfung bestehe. M . M it R eplik vom 12. Januar 2007 beantragte der Beschw erdeführer, die N ote im Fach D eutsch sei aufzuheben und die Vorinstanz anzuw eisen, ihm G elegenheit zu geben, die Prüfung im Fach D eutsch innert nützlicher Frist zu w iederholen. Zur Begründung verw ies er auf seine Ausführungen in der Beschw erde. Insbesondere m achte er nochm als geltend, er habe für das Fach D eutsch gem äss Prüfungsreglem ent beide Prüfungsteile, Textinter- pretation sow ie Fragestellung über die M aturitätsarbeit, vorbereitet. An der Prüfung sei jedoch der zw eite Teil nicht geprüft w orden, nachdem das R e- glem ent im Verlauf des Schuljahres ohne seine Kenntnis geändert w orden sei. W äre er inform iert gew esen, so hätte er sich auf den einen Prüfungs- stoff konzentrieren und entsprechend m ehr Zeit in die Vorbereitung der Textinterpretation investieren können. D adurch hätte er m it überw iegender W ahrscheinlichkeit eine bessere N ote als eine 3 erzielen können. D eshalb sei ihm G elegenheit zu geben, die Prüfung im Fach D eutsch zu w iederho- len, so dass er sein Studium term ingerecht im H erbst 2007 beginnen kön- ne. N . D er Vorinstanz w urde m it Verfügung vom 25. April 2007 G elegenheit zur Einreichung einer D uplik gegeben, doch hat sich diese nicht vernehm en lassen. O . M it Verfügung vom 30. April 2007 w urde den Parteien der Spruchkörper bekannt gegeben. Innert Frist erfolgten keine Ausstandsbegehren. D as B undesverw altungsgericht zieht in Erw ägung: 1. 1.1 Verfügungen über das Ergebnis von Ergänzungsprüfungen "Passerelle Be- rufsm atur-U niversitäre H ochschulen" unterlagen bis zum 31. D ezem ber 2006 gem äss Art. 12 der Verordnung vom 19. D ezem ber 2003 unter Ver- w eis auf Art. 29 Abs. 1 der Verordnung vom 7. D ezem ber 1998 über die schw eizerische M aturitätsprüfung (SR 413.12) der Beschw erde an das ED I. M it der Verordnung vom 8. N ovem ber 2006 über die Anpassung von Bun- desratsverordnungen an die Totalrevision der Bundesrechtspflege (AS 2006 4705) w urde Art. 29 der Verordnung vom 7. D ezem ber 1998 über die schw eizerische M aturitätsprüfung dahingehend geändert, dass sich das Beschw erdeverfahren gegen Verfügungen der Kom m ission nach den allgem einen Bestim m ungen über die Bundesrechtspflege richtet. 1.2 D ie Beurteilung der am 1. Januar 2007 beim ED I hängigen Beschw erden w ird gestützt auf Art. 53 Abs. 2 des Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesverw altungsgericht (VG G , SR 173.32) vom Bundesver- w altungsgericht übernom m en, sofern es zuständig ist. D ie Zuständigkeit ergibt sich gem äss Art. 31 und 33 Bst. f VG G , nachdem w ie hier keine 5 Ausnahm e nach Art. 32 VG G vorliegt. 1.3 N ach Art. 37 VG G richtet sich das Verfahren vor dem Bundesverw altungs- gericht nach dem Bundesgesetz vom 20. D ezem ber 1968 über das Ver- w altungsverfahren (Vw VG , SR 172.021), sofern das VG G nichts Abw ei- chendes bestim m t. 1.4 D er Beschw erdeführer hat gegen die Verfügung der Vorinstanz form - und fristgerecht Beschw erde erhoben (Art. 50 und 52 Vw VG ). 1.5 D er Beschw erdeführer hat am vorinstanzlichen Verfahren teilgenom m en (Art. 48 Abs. 1 Bst. a Vw VG ), er ist durch die angefochtene Verfügung be- sonders berührt und hat ein schutzw ürdiges Interesse an deren Aufhebung oder Änderung (Art. 48 Abs. 1 Bst. b und c Vw VG ). Er ist daher zur Be- schw erde legitim iert. 1.6 D a der Beschw erdeführer vom ED I von der Leistung eines Kostenvor- schusses entbunden und die Beschw erde form - und fristgerecht einge- reicht w urde (Art. 50, 52 und 65 Abs. 1 Vw VG ), ist auf die Beschw erde ein- zutreten. 2. 2.1 G em äss Art. 49 Vw VG kann der Beschw erdeführer m it der Beschw erde an das Bundesverw altungsgericht die Verletzung von Bundesrecht, ein- schliesslich Ü berschreitung oder M issbrauch des Erm essens, die unrichti- ge oder unvollständige Feststellung des Sachverhaltes sow ie die U nange- m essenheit des angefochtenen Entscheids rügen. 2.2 Bei der Beurteilung von Exam ensleistungen auferlegt sich die Beschw er- deinstanz indes besondere Zurückhaltung und w eicht nicht ohne N ot von der Beurteilung der Prüfungen durch Exam inatoren und Experten ab. D er- artige Bew ertungen sind nur schw er überprüfbar, w eil der Beschw erdeins- tanz zum eist nicht alle m assgebenden Faktoren der Bew ertung bekannt sind. Sie prüft daher lediglich, ob sich die entscheidenden Instanzen von sachfrem den Erw ägungen haben leiten lassen, so dass der Prüfungsent- scheid unter rechtsstaatlichen G esichtspunkten als nicht m ehr vertretbar und dam it als w illkürlich erschiene. Sow eit aber die Auslegung und Anw endung von R echtsvorschriften streitig ist oder sow eit Verfahrensm ängel gerügt w erden, hat die R echtsm ittelbe- hörde die erhobenen Einw endungen m it freier Kognition zu prüfen. Auf Verfahrensfragen haben alle Einw endungen Bezug, die den äusseren Ab- lauf des Exam ens oder der Bew ertung betreffen (Bundesgerichtsurteil 2P.311/2004 vom 31. August 2005, ferner BG E 121 I 225 E. 4b; 118 Ia 488 E. 4c; 106 Ia 1 E. 3; 105 Ia 190 E. 1; VPB 59.76 E. 2). 2.3 D er Beschw erdeführer bestritt ursprünglich die Bew ertung säm tlicher ge- prüfter Fächer sow ie die G esam tpunktzahl und beantrage eine N eubew er- tung. D abei rügte er sow ohl den Prüfungsablauf w ie auch die Beurteilung der Exam ensleistungen durch die Experten. Im Verlauf des Verfahrens än- derte der Beschw erdeführer seine Begehren und beschränkte den Streit- gegenstand auf die Prüfung in der Erstsprache D eutsch. D ie w eiteren Be- schw erdeanträge hielt er nicht m ehr aufrecht.6 H insichtlich der Prüfung im Fach D eutsch rügte der Beschw erdeführer nicht direkt die Bew ertung, sondern den Prüfungsablauf, w elcher zu dieser Bew ertung geführt hatte. Er rügt, er sei nicht gehörig darüber inform iert w orden, dass die ihm bei der Prüfungsanm eldung als m assgeblich bezeichneten R ichtlinien geän- dert w orden seien, w odurch sich der Prüfungsinhalt nachträglich unzulässi- gerw eise verändert habe. Er habe sich daher unverschuldeterw eise nicht genügend auf die Prüfung vorbereiten können beziehungsw eise nicht in gleicher W eise w ie Prüflinge, w elchen die Änderung der R ichtlinien be- kannt gew esen sei. D er Beschw erdeführer m acht dam it eine unrichtige An- w endung der m assgeblichen R ichtlinien geltend. 2.4 D iese R ügen des Beschw erdeführers beziehen sich auf Verfahrensfragen und sind nach der erw ähnten R echtsprechung und Praxis m it freier Kogni- tion zu prüfen. 2.5 G em äss Art. 6 Abs. 1 der Verordnung vom 19. D ezem ber 2003 erlässt die Schw eizerische M aturitätskom m ission in Ergänzung zu dieser Verordnung R ichtlinien, w elche inbesondere das Prüfungsverfahren und die Beurtei- lungskriterien enthalten (Bst. c). D ie für die Jahre 2005 bis 2006 erlassenen (und inzw ischen bis zum 31. D ezem ber 2007 verlängerten) R ichtlinien "Passerelle Berufsm atur - univer- sitäre H ochschulen" (definitive Version vom 2. Septem ber 2004) sehen vor (vgl. S. 5 ff.), dass das Prüfungsverfahren in der Erstsprache zw ei gleich- w ertige Prüfungsziele um fasst, w elche m it Anw eisungen versehen sind. D er erste Teil besteht aus einer Textinterpretation von Auszügen aus zw ei literarischen W erken, w elche für die Prüfungsperiode jew eils festgelegt w erden. D er zw eite Teil um fasst eine Fragestellung über die M aturitätsar- beit bzw . über das interdisziplinäre Projekt (Ziff. II). Beide Teile w erden nach eigenen Kriterien bew ertet Ziff. III). 2.6 W ie der Beschw erdeführer geltend m acht und auch von der Vorinstanz nicht bestritten w ird, bestand die Prüfung 2006 nur aus dem ersten Teil, w ährend auf den zw eiten Prüfungsteil verzichtet w urde. Zur Begründung dieser Änderung des vorgesehenen Prüfungsablaufs beruft sich die BM E in ihrer Stellungnahm e vom 2. N ovem ber 2006 auf ein Schreiben des SBF datiert vom 23. D ezem ber 2005. D anach habe dieses m itgeteilt, dass für die Prüfungen 2006 der in den m assgeblichen R ichtlinien vorgesehene zw eite Prüfungsteil w egfalle und dafür der erste Prüfungsteil entsprechend um fangreicher zu gestalten sei. D er G rund liege darin, dass ein beträchtli- cher Teil der Kandidatinnen und Kandidaten gar keine M aturitätsarbeit bzw . kein interdisziplinäres Projekt verfasst hatten. D ies hat auch die Vor- instanz in ihrer Vernehm lassung vom 3. N ovem ber 2006 bestätigt. 2.7 D iese Änderung hatte zur Folge, dass die Kandidaten über einen Teil des Prüfungsstoffes nicht zu prüfen w aren und insow eit auch nur ein Teil der Bew ertungskriterien anzuw enden w ar. Eine derart einschneidende Änderung des Prüfungsablaufs m usste von der Vorinstanz, w elche für die Einhaltung der Bedingungen für die Prüfung verantw ortlich w ar (vgl. R ichtlinien, Ingress, G rundsatz), allen Betroffenen 7 rechtzeitig m itgeteilt w erden. D a die Vorinstanz aus der Änderung des Prü- fungsablaufs R echte ableitet, ist auch sie für den N achw eis verantw ortlich, dass die entsprechende M itteilung alle Kandidaten und Kandidatinnen rechtzeitig erreicht hat. D er Beschw erdeführer m acht indes geltend, keine Kenntnis erhalten zu haben, w as die Vorinstanz unter Berufung auf die Stellungnahm e der BM E vom 2. N ovem ber 2006 bestreitet. In dieser Stellungnahm e führt der R ek- tor der BM E aus, die Kandidaten bereits im Januar 2006 über die D eutsch- lehrer darüber inform iert zu haben. D iese Aussage bestätigt der D eutsch- lehrer U _______ H _______ in seiner Stellungnahm e vom 29. O ktober 2006 in allgem einer W eise. D er H auptexperte im Fach D eutsch, H _______ H _______, äussert sich dazu in seiner Stellungnahm e vom 25. O ktober 2006 nicht. Seinen Ausführungen kann aber entnom m en w erden, dass der Prüfungsablauf nicht in jeder H insicht korrekt w ar. So sagt er deutlich: "...D ie einzelnen Beschw erdepunkte lassen Schw achstellen der Passerelle- Prüfung deutlich erkennen, m an könnte auch sagen: sie decken eine M isere auf." M it der Erklärung des R ektors der BM E, w elche bloss die Auftragserteilung an die D eutschlehrer festhält, ist dieser N achw eis nicht erbracht. D er D eutschlehrer hat festgehalten, dass die Änderung des Prüfungsablaufs nicht in den Verantw ortungsbereich des D eutschlehrers falle und die Ände- rung den Studentinnen und Studenten im Ü brigen frühzeitig kom m uniziert w orden sei. Eine Bestätigung, dass alle Studentinnen und Studenten Kenntnis der Änderung des Prüfungsablaufs erhalten haben, ist m it dieser allgem einen Aussage angesichts der Bedeutung der Änderung im Prü- fungsablauf indes nicht erbracht. D er Beschw erdeführer durfte daher davon ausgehen, dass in der Prüfung Erstsprache D eutsch entsprechend den R ichtlinien beide Teile geprüft w ürden. 2.8 N ach dem G esagten entsprach die durchgeführte Prüfung nicht den R icht- linien gem äss Art. 6 Abs. 1 der Verordnung vom 19. D ezem ber 2003. D ie Beschw erde ist deshalb gutzuheissen und die Bew ertung im Fach D eutsch aufzuheben. D em Beschw erdeführer ist G elegenheit zu geben, diese Prü- fung nach den ihm inzw ischen bekannten neuen R ichtlinien zu w iederho- len. D ie übrigen N oten, die nicht m ehr Streitgegenstand bilden, bleiben un- verändert. D ie Vorinstanz hat dem Bundesverw altungsgericht im Ü brigen- m it Schreiben vom 9. Januar 2007 m itgeteilt, dass sie in Bezug auf andere R ekurrenten, deren Beschw erden gutgeheissen w orden seien, eine Prü- fungsw iederholung in die W ege geleitet habe. 2.9 D ie Sache ist daher an die Vorinstanz zurückzuw eisen. D iese hat dem Be- schw erdeführer die G elegenheit einzuräum en, die Prüfung im Fach D eutsch im Sinne der Erw ägungen zu w iederholen. 3. 3.1 D ieser Ausgang des Verfahrens hat zur Folge, dass der obsiegende Be- schw erdeführer Anspruch auf Ausrichtung einer Parteientschädigung zu Lasten der Vorinstanz hat (Art. 64 Abs. 1 und 2 Vw VG ). D ie Parteientschä-8 digung w ird gem äss Art. 9 Abs. 1 VG KE aufgrund der eingereichten H ono- rarnote des am tlichen Anw alts auf Fr. 2'606.60 (inkl. M W ST) festgelegt. 3.2 D er Beschw erdeführer beantragt zudem die Ausrichtung einer pauschalen Entschädigung von Fr. 500.-- für die eigenen Aufw endungen und Ausla- gen. D er Beschw erdeführer hat jedoch nicht dargetan, dass ihm notw endi- ge und unverhältnism ässig hohe Kosten (Art. 64 Abs. 1 Vw VG ) oder not- w endige Auslagen (Art. 13 VG KE) erw achsen seien. D ieser Antrag w ird deshalb abgew iesen. 3.3 D er unterlegenen Vorinstanz w erden keine Verfahrenskosten auferlegt (Art. 63 Abs. 2 Vw VG ). 4. D ieses U rteil ist letztinstanzlich und kann nicht m ehr anfochten w erden (Art. 83 Bst. t des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BG G , SR 173.110]). D em nach erkennt das B undesverw altungsgericht: 1. D ie Beschw erde w ird im Sinne der Erw ägungen gutgeheissen. 2. D ie angefochtene Verfügung w ird insow eit aufgehoben, als sie die N ote 3 in der Erstsprache D eutsch betrifft und das N ichtbestehen der Prüfung festgehalten w ird. 3. D ie Sache w ird an die Vorinstanz zurückgew iesen. D ie Vorinstanz hat dem Beschw erdeführer G elegenheit zu geben, die Prüfung in der Erstsprache D eutsch zu w iederholen. 4. D em Beschw erdeführer w ird zu Lasten der Vorinstanz eine Parteientschä- digung von Fr. 2'606.60 (inkl. M W ST) zugesprochen. 5. D er w eiter gehende Antrag auf Ausrichtung einer Aufw and- und Auslagen- entschädigung an den Beschw erdeführer w ird abgew iesen. 6. Es w erden keine Verfahrenskosten erhoben. 7. D ieses U rteil w ird eröffnet (je m it G erichtsurkunde): - dem Beschw erdeführer - der Vorinstanz D er vorsitzende R ichter: D er G erichtsschreiber: Eduard Acherm ann D aniel Stufetti Versand am :