B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i ch t T ri b u n a l ad m i n i s t r a t i f f éd é r a l T ri b u n a l e am m i n i s t r a t i vo f e d e r a l e T ri b u n a l ad m i n i s t r a t i v fe d e r a l Abteilung I A-2425/2022 U r t e i l v o m 1 0 . M ä r z 2 0 2 3 Besetzung Richterin Iris Widmer (Vorsitz), Richterin Emilia Antonioni Luftensteiner, Richter Jürg Steiger, Gerichtsschreiberin Anna Begemann. Parteien A._________, (…), vertreten durch Philipp Zünd, Rechtsanwalt, und Rinaldo Neff, (…), Beschwerdeführer, gegen Eidgenössische Steuerverwaltung ESTV, Dienst für Informationsaustausch in Steuersachen SEI, Eigerstrasse 65, 3003 Bern, Vorinstanz. Gegenstand Amtshilfe (DBA CH-ES). A-2425/2022 Seite 2 Sachverhalt: A. A.a Mit E-Mail vom (…) liess die spanische Steuerbehörde Agencia Tribu- taria (nachfolgend: AT) der Eidgenössischen Steuerverwaltung (nachfo l- gend: ESTV oder Vorinstanz) drei zusammenhängende Amtshilfeersuchen betreffend A._________ (nachfolgend auch: betroffene Person) zukom- men. Im Ersuchen mit der Referenz (…) ersuchte sie um Info rmationen (u.a. Kontoeröffnungsunterlagen und Bankauszüge für den Zeitraum vom […] bis […]) zu einem mittels IBAN Nummer identifizierten Konto, welches wahrscheinlich von der betroffenen Person bei der O._________ (nachfol- gend: O._________ oder Informationsinhaberin) gehalten werde. Zudem ersuchte sie um dieselben Informationen zu allfälligen weiteren Konten, bei denen die betroffene Person als Kontoinhaber («holder»), wirtschaftlich Berechtigter («beneficial owner») oder Bevollmächtigter («authorized per- son») in Erscheinung trete. Schliesslich ersuchte sie auch um Informatio- nen zu allfälligen Bankkarten, die mit den erwähnten Konten verbunden sind und bei denen der Beschwerdeführer Inhaber («holder») oder Bevoll- mächtigter («authorized person») ist, darunt er insbesondere eine Auflis- tung der damit zwischen dem (…) und dem (…) getätigten Transaktionen. A.b Zur Begründung führte die AT im Wesentlichen aus, dass eine Unter- suchung zur Einkommenssteuer von A._________ für die Steuerjahre (…) und (…) durchgeführt werde. Dieser habe sich selbst von (…) bis (…) als in Spanien steuerlich ansässig erklärt. Seit dem Jahr (…) reiche er aber keine Steuererklärungen mehr ein. Auch für die Steuerjahre (…) und (…) habe er keine Steuererklärungen in Spanien eingereicht (weder als ansäs- sige noch als nicht ansässige Person). Es bestünden jedoch Hinweise, wo- nach er sich in den fraglichen Jahren während längerer Zeit in Spanien aufgehalten und dort auch den Schwerpunkt seiner wirtschaftlichen Inte- ressen gehabt sowie auch Freizeitaktivitäten ausgeübt habe. Ziel der Un- tersuchung sei es, diesen Hinweisen nachzugehen, um seine steuerliche Ansässigkeit in diesen Jahren zu ermitteln. A._________ habe angegeben, in den fraglichen Jahren seinen Wohnsitz in (Staat) gehabt zu haben. Er habe eine Wohnsitzbestätigung, die Kopie eines Mietvertrags und die in (Staat) erstellten Steuererklärungen einge- reicht. Er habe in den fraglichen Jahren jedoch nachweislich etwa 120 Tage pro Jahr in Spanien verbracht, während nur Aufenthalte von durchschnitt- lich 4 Tagen pro Jahr in (Staat) nachgewiesen seien. A-2425/2022 Seite 3 A._________ sei Eigentümer der C._________-Unternehmensgruppe, welche auf (…), hauptsächlich für (…), spezialisiert sei. Er verfüge in (Ort) über ein Haus im Wert von mehr als EUR (…), über ein Fahrzeug der Spit- zenklasse sowie über spanische Bankkonten, auf welche beträchtliche Summen aus dem Ausland flössen. Er sei auch Eigentümer des spani- schen Unternehmens C.a._________, welches das beherrschende Unter- nehmen der C._________-Gruppe sei und insgesamt über Vermögens- werte von mehr als EUR (…) verfüge. Die wirtschaftlichen Tätigkeiten des Unternehmens würden mehrheitlich in Spanien ausgeübt. Hinsichtlich der wirtschaftlichen Tätigkeiten von A._________ in (Staat) sei lediglich be- kannt, dass er über ein Bankkonto verfüge, mit welchem er die Mietzinsen für seine Wohnung überweise. Zudem sei er Eigentümer des Unterneh- mens D._________. Über dieses Unternehmen erhalte er ein Einkommen für Beratungsdienste, welche er einem anderen Unternehmen der C._________-Gruppe mit Sitz in (…) leiste. D._________ habe, wie auch der Rest der C._________-Gruppe, in den fraglichen Jahren keine weite- ren Aktivitäten in (Staat) ausgeübt. A._________ sei in Spanien im Rahmen des Steuerverfahrens aufgefor- dert worden, Auskunft über sein weltweites Einkommen und seine auslän- dischen Vermögenswerte zu geben. Dies habe er mit Verweis auf seine fehlende steuerliche Ansässigkeit in Spanien verweigert. Bei der Durchsicht der Auszüge zu seinen spanischen Bankkonten habe die Steuerbehörde unter anderem Zahlungseingänge von dem mittels IBAN Nummer identifizierten Konto festgestellt. Die geforderten Informati- onen seien notwendig, um die Herkunft der überwiesenen Gelder zu ermit- teln und um festzustellen, ob es sich um Einkünfte aus seinen beruflichen Tätigkeiten handle. Es müsse auch festgestellt werden, ob mit diesem Konto verbundene Bankkarten existierten und wie diese genutzt wurden. Dies könne für die Bestimmung seiner Anwesenheit in Spanien oder in an- deren Ländern und seiner wirtschaftlichen Verbindungen zu diesen Län- dern relevant sein. Sollte sich erweisen, dass A._________ in den fragli- chen Jahren seinen steuerlichen Wohnsitz in Spanien hatte, würden sich die Informationen zudem als für die Besteuerung des weltweiten Einkom- mens und Vermögens notwendig erweisen. Selbst wenn sich erweisen sollte, dass er seinen steuerlichen Wohnsitz nicht in Spanien hatte, könn- ten die Informationen für die Besteuerung des in Spanien erzielten Einkom- mens erheblich sein. Insgesamt seien die geforderten Informationen daher notwendig, um die Steuersituation der betroffenen Person für die Steuer- jahre (…) - (…) zu überprüfen. A-2425/2022 Seite 4 B. B.a Mit Editionsverfügung vom 3. Januar 2022 forderte die ESTV die O._________ dazu auf, ihr die geforderten Informationen zuzustellen und die im Ausland ansässige betroffene Person sowie allenfalls beschwerde- berechtigte Personen über das Amtshilfeverfahren zu informieren. B.b Mit Schreiben vom 14. Januar 2022 übermittelte die O._________ die ersuchten Informationen. Gleichzeitig teilte sie der ESTV mit, dass sie die Informationsschreiben der ESTV an die betroffene Person, die C.a._________ in (…) (nachfolgend: beschwerdeberechtigte Person 1), die D._________ in (…) (nachfolgend: beschwerdeberechtigte Person 2), die C.b._________ Sàrl in (…) (nachfolgend: beschwerdeberechtigte Per- son 3) und die C.c._________ Sàrl in (…) (nachfolgend: beschwerdebe- rechtigte Person 4) übermittelt habe. Im Falle der beschwerdeberechtigten Person 1 war die Zustellung erfolglos. B.c Am 8. Februar 2022 informierte die ESTV die beschwerdeberechtigte Person 1 mittels Veröffentlichung im Bundesblatt über das Amtshilfeverfah- ren. C. C.a Mit E-Mail vom 14. Januar 2022 wandte sich der Rechtsvertreter der betroffenen Person an die ESTV, wies sich als Vertreter und Zustellungs- bevollmächtigter aus und ersuchte um Akteneinsicht. C.b Mit Schreiben vom 3. März 2022 gewährte die ESTV der betroffenen Person Akteneinsicht. Gleichzeitig informierte sie die betroffene Person, dass sie beabsichtige, dem Amtshilfeersuchen vom (…) zu entsprechen und setzte eine Frist von 10 Tagen für das Einreichen einer Stellungnahme an. Mit E-Mail vom 14. März 2022 wurde diese Frist bis am 31. März 2022 erstreckt. Es wurde innerhalb der angesetzten Frist keine Stellungnahme eingereicht. C.c Mit E-Mail vom 19. und 22. April 2022 zeigte der Vertreter der betroffe- nen Person der ESTV an, auch die beschwerdeberechtigen Personen 1 - 4 zu vertreten und liess ihr die entsprechenden Vollmachten zukommen. D. Mit Schlussverfügung vom 27. April 2022 hielt die ESTV fest, dass der AT Amtshilfe betreffend A._________ geleistet wird (Dispositiv-Ziff. 1). Sie be- zeichnete die zu übermittelnden Informationen, in welchen auch die be- schwerdeberechtigten Personen 1 - 4 erscheinen (Dispositiv-Ziff. 2). Die A-2425/2022 Seite 5 ESTV werde die AT darauf hinweisen, dass d ie erhaltenen Informationen geheim zu halten sind und nur in Verfahren gegen die betroffene Person verwendet werden dürfen (Dispositiv-Ziff. 3). E. Mit Eingabe vom 30. Mai 2022 erhebt die betroffene Person (nachfolgend: der Beschwerdeführer) Beschwerde gegen die Schlussverfügung vom 27. April 2022 beim Bundesverwaltungsgericht. Er beantragt die Aufhe- bung der Schlussverfügung und die Verweigerung der Amtshilfe an Spa- nien. Eventualiter sei das Verfahren zur Vornahme näher bezeichneter Aussonderungen und Schwärz ungen (Eventualbegehren 2.a - g) an die ESTV zurückzuweisen; unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zulasten der Vorinstanz. F. Mit Vernehmlassung vom 15. Juli 2022 beantragt die Vorinstanz, die Be- schwerde sei kostenpflichtig abzuweisen, soweit darauf einzutreten sei. Mit Bezug auf das Eventualbegehren 2.g hält die Vorinstanz fest, dass der Beschwerdeführer damit die Aussonderung von Informationen zu P._________ beantrage, die im zur Übermittlung vorgesehenen Annex Nr. 2 (S. 40 bis 44) enthalten seien. Eine zwischenzeitliche Rücksprache mit der O._________ habe ergeben, dass diese Informationen versehent- lich ediert worden seien. Die ESTV werde die entsprechenden Informatio- nen unabhängig des Ausgangs des Verfahrens aussondern und nicht über- mitteln. Im Zuge der Rückfrage an die Informationsinhaberin seien ihr je- doch anstelle der fälschlicherweise edierten Unterlagen zusätzliche, den Beschwerdeführer betreffende Unterlagen zugestellt worden. Diese Unter- lagen seien zu übermitteln (Akte [act.] Nr. 37 gemäss Aktenverzeichnis der ESTV). Gleichzeitig übermittelt die ESTV die mit der Informationsinhaberin erfolgte Korrespondenz (act. Nr. 35 - 36 gemäss Aktenverzeichnis der ESTV). G. Mit Schreiben vom 9. August 2022 ersuchte der Beschwerdeführer um Ein- sicht in die Akten Nr. 35 - 37 gemäss Aktenverzeichnis der ESTV. H. Mit Zwischenverfügung vom 23. August 2022 hiess das Bundesverwal- tungsgericht das Gesuch um Akteneinsicht gut. Gleichzeitig wies es die In- formationen betreffend P ._________ aus den Akten. A-2425/2022 Seite 6 I. Mit Schreiben vom 1. September 2022 nimmt der Beschwerdeführer zur Vernehmlassung der Vorinstanz Stellung. Er macht unter anderem geltend, die zusätzlichen, nach Einreichung der Beschwerde bei der O._________ eingeholten Unterlagen seien nicht Teil des Streitgegenstands des vorlie- genden Beschwerdeverfahrens. Das Bundesverwaltungsgericht habe demnach nicht die Kognition, über deren Weiterleitung zu befinden. J. Mit Stellungnahme vom 14. September 2022 macht die Vorinstanz im We- sentlichen geltend, dass das Dispositiv der Schlussverfügung vom 27. April 2022 mit der Übermittlung der von der O._________ übermittelten korrek- ten Seiten nicht erweitert werde. Es würden lediglich die falschen Bankdo- kumente durch die korrekten, neu edierten Bankdokumente ersetzt. Auf die detaillierten Vorbringen der Verfahrensparteien wird – soweit dies für den Entscheid wesentlich ist – im Rahmen der folgenden Erwägungen eingegangen. Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 1. 1.1 Dem vorliegenden Verfahren liegt ein Amtshilfeersuchen de r AT ge- stützt auf das Abkommen vom 26. April 1966 zwischen der Schweizeri- schen Eidgenossenschaft und Spanien zur Vermeidung der Doppelbesteu- erung auf dem Gebiete der Steuern vom Einkommen und vom Vermögen (SR 0.672.933.21; nachfolgend: DBA CH-ES) zugrunde. Die Durchführung der mit diesem Abkommen vereinbarten Bestimmungen richtet sich nach dem Bundesgesetz vom 28. September 2012 über die internationale Amts- hilfe in Steuersachen (Steueramtshilfegesetz, StAhiG, SR 651.1). Vorbe- halten bleiben abweichende Besti mmungen des im vorliegenden Fall an- wendbaren DBA CH-ES (Art. 1 Abs. 2 StAhiG). 1.2 Das Bundesverwaltungsgericht ist zur Beurteilung von Beschwerden gegen Schlussverfügungen der ESTV betreffend die Amtshilfe gestützt auf das DBA CH -ES zuständig (vgl. Art. 19 Abs. 5 StAhiG i.V.m. Art. 31 - 33 des Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesverwaltungsge- richt [Verwaltungsgerichtsgesetz, VGG, SR 173.32]). Das Verfahren richtet sich nach dem Bundesgesetz vom 20. Dezember 1968 über das Verwal-A-2425/2022 Seite 7 tungsverfahren (Verwaltungsverfahrensgesetz, VwVG, SR 172.021), so- weit das VGG oder das StAhiG nichts anderes bestimmen (Art. 37 VGG und Art. 19 Abs. 5 StAhiG). Die Zuständigkeit des Bundesverwaltungsge- richts zur Behandlung der Beschwerde ist folglich gegeben. 1.3 Der Beschwerdeführer ist zur Beschwerde berechtigt (Art. 19 Abs. 2 StAhiG). Auf die frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde ist – ge- mäss des unter E. 1.4 und unter Vorbehalt des unter E. 4.1.3.7 Ausgeführ- ten – einzutreten (Art. 50 Abs. 1 VwVG, Art. 52 Abs. 1 VwVG). 1.4 Der Beschwerdeführer macht geltend, die zusätzlichen, nach Einrei- chung der Beschwerde bei der O._________ eingeholten Unterlagen seien nicht Teil des Streitgegenstands des vorliegenden Beschwerdeverfahrens. 1.4.1 Im Verfahren vor dem Bundesverwaltungsgericht bildet der vorinstanzliche Entscheid als Anfechtungsobjekt den Rahmen, der den möglichen Umfang des Streitgegenstands begrenzt (BGE 133 II 35 E. 2; 133 II 181 E. 3.3). Letzterer darf im Laufe des Beschwerdeverfahrens we- der erweitert noch qualitativ verändert werden; er kann sich höchstens ver- engen und um nicht mehr streitige Punkte reduzieren, grundsätzlich aber nicht ausweiten (BVGE 2010/19 E. 2.1). Fragen, über welche die erstin- stanzlich verfügende Behörde nicht entschieden hat, darf die zweite In- stanz nicht beurteilen; sonst würde in die funktionelle Zuständigkeit der ers- ten Instanz eingegriffen ( BVGE 2010/5 E. 2, MOSER/BEUSCH/KNEUBÜH- LER/KAYSER, Prozessieren vor dem Bundesverwaltungsgeri cht, 3. Aufl. 2022, Rz. 2.7 f.). 1.4.2 Die Schlussverfügung vom 27. April 2022 bildet das Anfechtungsob- jekt im vorliegenden Verfahren und begrenzt zugleich den Streitgegen- stand. In Ziff. 2 der Schlussverfügung bezeichnet die Vorinstanz die an die AT zu übermittelnden Informationen; darunter den «annex 2», in welchem auch Informationen betreffend P._________ enthalten waren (vgl. Sach- verhalt Bst. F und H). Bei den mit E-Mail vom 6. Juli 2022 nachträglich von der O._________ an die ESTV überm ittelten Unterlagen (act. Nr. 37 ge- mäss Aktenverzeichnis der Vorinstanz) handelt es sich um Unterlagen, die anstelle der fälschlicherweise edierten Unterlagen übermittelt werden sol- len. Es handelt sich folglich um einen Ersatz der falschen «Portfolio valua- tion» Unterlagen von P ._________ mit den korrekten «Portfolio valuation» Unterlagen des Beschwerdeführers; es ging aber stets um dieselbe Gat- tung von Unterlagen. Insofern handelt es sich nicht um eine Erweiterung des Dispositivs. Der Beschwerdeführer erhielt zudem die Gelegenheit, sich A-2425/2022 Seite 8 zu diesen Unterlagen zu äussern (Sachverhalt Bst. H.). Eine Rückweisung der Sache an die Vorinstanz zur Anpassung und Neuausstellung der Schlussverfügung, wie der Beschwerdeführer fordert, käme einem pro- zessualen Leerlauf gleich. Auf die Beschwerde ist folglich einzutreten. 1.5 Das Bundesverwaltungsgericht kann den angefochtenen Entscheid in vollem Umfang überprüfen. Der Beschwerdeführer kann neben der Verlet- zung von Bundesrecht (Art. 49 Bst. a VwVG) und der unrichtigen oder un- vollständigen Fe ststellung des rechtserheblichen Sachverhalts (Art. 49 Bst. b VwVG) auch die Unangemessenheit rügen (Art. 49 Bst. c VwVG). 2. 2.1 2.1.1 Staatsvertragliche Grundlage für die Leistung von Amtshilfe in Steu- ersachen gegenüber Spanien ist vorliegend Art. 25bis DBA CH-ES sowie Ziff. IV des dazugehörigen Protokolls (nachfolgend: Protokoll zum DBA CH-ES). Die aktuell geltenden Fassungen sind diejenigen gemäss Art. 9 bzw. Art. 12 des Protokolls vom 27. Juli 2011 zwischen der Schweizeri- schen Eidgenossenschaft und dem Königreich Spanien zur Änderung des Abkommens zur Vermeidung der Doppelbesteuerung auf dem Gebiete der Steuern vom Einkommen und vom Vermögen (AS 2013 2367, nachfol- gend: Änderungsprotokoll vom 27. Juli 2011). Diese sind am 24. August 2013 in Kraft getreten und auf das vorliegende Amtshilfeersuchen, welches Einkommenssteuern für die Jahre (…) - (…) betrifft, anwendbar (vgl. Art. 13 Abs. 2 Bst. [iii] des Änderungsprotokolls vom 27. Juli 2011). 2.1.2 Artikel 25bis DBA CH-ES entspricht weitgehend dem Wortlaut von Ar- tikel 26 des OECD-Musterabkommens (vgl. Botschaft des Bundesrats vom 23. November 2011 zur Genehmigung eines Protokolls zur Änderung des Doppelbesteuerungsabkommens vom 26. April 1966 zwischen der Schweiz und Spanien auf dem Gebiete der Steuern vom Einkommen und vom Vermögen, BBl 2011 9153, 9160). Gemäss Art. 25bis Abs. 1 DBA CH- ES tauschen die zuständigen Behörden der Vertragsstaaten diejenigen In- formationen aus, die zur Durchführung des Abkommens oder zu r Anwen- dung oder Durchsetzung des innerstaatlichen Rechts über Steuern jeder Art und Bezeichnung, die für Rechnung der Vertragsstaaten, ihrer politi- schen Unterabteilungen oder lokalen Körperschaften erhoben werden, vo- raussichtlich erheblich sind, soweit di e diesem Recht entsprechende Be- steuerung nicht dem Abkommen widerspricht. Dabei ist der Informations- austausch nicht durch Art. 1 DBA CH -ES (persönlicher Geltungsbereich) A-2425/2022 Seite 9 und Art. 2 DBA CH -ES (unter das Abkommen fallende Steuern) einge- schränkt. 2.2 2.2.1 Die formellen Voraussetzungen für Amtshilfebegehren gestützt auf das DBA CH-ES sind in Ziff. IV Abs. 2 des Protokolls zum DBA CH-ES ge- regelt. Demnach besteht Einvernehmen darüber, dass die Steuerbehörden des ersuchenden Staats bei der Stellung eines Amtshilfebegehren s nach Artikel 25bis den Steuerbehörden des ersuchten Staats die nachstehenden Angaben zu liefern haben: a) die Identität der in eine Überprüfung oder Untersuchung einbezogenen Person; b) die Zeitperiode, für welche die Informationen verlangt werden; c) eine Beschreibung der verlangten Informationen sowie Angaben hin- sichtlich der Form, in der der ersuchende Staat diese Informationen vom ersuchten Staat zu erhalten wünscht; d) den Steuerzweck, für den die Informationen verlangt werden; e) soweit bekannt, den Namen und die Adresse des mutmasslichen Inha- bers der verlangten Informationen. 2.2.2 Das Amtshilfeersuchen vom (…) erfüllt diese formellen Vorausset- zungen. Etwas anderes wird vom Beschwerdeführer auch nicht geltend ge- macht. 2.3 Gemäss Art. 25bis Abs. 1 DBA CH-ES tauschen die zuständigen Behör- den der Vertragsstaaten diejenigen Informationen aus, die zur Durchfüh- rung des Abkommens oder zur Anwendung oder Durchsetzung des inner- staatlichen Rechts über Steuern jeder Art und Bezeichnung voraussichtlich erheblich sind, soweit die diesem Recht entsprechende Besteuerung nicht dem Abkommen widerspricht. 2.3.1 Gemäss Ziff. IV Abs. 3 des Protokolls zum DBA CH-ES besteht Ein- vernehmen darüber, dass der Zweck der Verweisung auf Informationen, die voraussichtlich erheblich sind, darin besteht, ein en möglichst weitge- henden Informationsaustausch in Steuerbelangen zu gewährleisten, ohne den Vertragsstaaten zu erlauben, «fishing expeditions» zu betreiben oder A-2425/2022 Seite 10 um Informationen zu ersuchen, deren Erheblichkeit hinsichtlich der Steu- erbelange einer bestimmten steuerpflichtigen Person unwahrscheinlich ist. Ziff. IV Abs. 2 des Protokolls sieht zwar wichtige verfahrenstechnische Vor- aussetzungen für die Vermeidung von «fishing expeditions» vor; seine Buchstaben a-e sind jedoch nicht so auszulegen, dass sie ein en wirksa- men Informationsaustausch behindern. 2.3.2 Als zur Anwendung oder Durchsetzung des innerstaatlichen Rechts voraussichtlich erheblich gelten Informationen, die für den ersuchenden Staat notwendig sind, um eine in diesem Staat steuerpflichtige Person dort korrekt zu besteuern (vgl. BGE 143 II 185 E. 3.3.1; 141 II 436 E. 4.4.3). Die Voraussetzung der voraussichtlichen Erheblichkeit ist erfüllt, wenn im Zeit- punkt der Einreichung des Amtshilfeersuchens eine vernünftige Möglich- keit besteht, dass sich die verlangten Informationen als erheblich erweisen werden (BGE 143 II 185 E. 3.3.2). Keine Rolle spielt, ob sich diese Infor- mationen nach deren Übermittlung für die ersuchende Behörde als nicht erheblich herausstellen. Ob eine Information erheblich ist, kann in der Re- gel nur der ersuchende Staat abschliessend feststellen (BGE 145 II 112 E. 2.2.1; 142 II 161 E. 2.1.1). Der ersuchte Staat hat sich im Rahmen des Amtshilfeverfahrens nicht zum innerstaatlichen Steuer - und Verfahrens- recht des ersuchenden Staats zu äussern. Für die voraussichtliche Erheb- lichkeit reicht vielmehr aus, dass die ersuchten Informationen für eine Ver- wendung im ausländischen Verfahren als potenziell geeignet erscheinen (BGE 144 II 206 E. 4.3; Urteil des BGer 2C_662/2021 und 2C_663/2021 vom 18. März 2022 E. 5.4.1). Soweit das nationale Verfahrensrecht des ersuchenden Staats einer Verwertung der im Amtshilfeverfahren ersuchten Informationen entgegensteht, hat die betroffene Person dies im Grundsatz vor den Behörden des ersuchenden Staats geltend zu machen (vgl. BGE 144 II 206 E. 4.6; 142 II 218 E. 3.6; 142 II 161 E. 2.2; Urteil des BGer 2C_662/2021 und 2C_663/2021 vom 18. März 2022 E. 5.4.1). 2.3.3 Die Rolle des ersuchten Staates beschränkt sich darauf, zu überprü- fen, ob die vom ersuchenden Staat verlangte n Informationen und Doku- mente mit dem im Ersuchen dargestellten Sachverhalt zusammenhängen und ob sie möglicherweise dazu geeignet sind, im ausländischen Verfah- ren verwendet zu werden. In diesem Sinne hat der ersuchte Staat lediglich eine Plausibilitätskontrolle vorzunehmen (BGE 142 II 161 E. 2.1.1; vgl. Ur- teile des BVGer A-6507/2020 vom 11. Oktober 2022 E. 2.3.4; A-186/2021 vom 21. Dezember 2021 E. 2.1.2; A -5146/2018 vom 28. Juli 2020 E. 5.2.2). Vor diesem Hintergrund darf der ersuchte Staat Auskünfte mit der A-2425/2022 Seite 11 Begründung, die verlangten Informationen seien nicht «voraussichtlich er- heblich», nur verweigern, wenn ein Zusammenhang zwischen den verlang- ten Angaben und der im ersuchenden Staat durchgeführten Untersuchung wenig wahrscheinlich erscheint, sodass das Ersuchen als Vorwand für eine unbestimmte Suche nach Beweismitteln erscheint. Die ersuchte Behörde hat somit nicht zu entscheiden, ob der im Amtshilfeersuchen dargestellte Sachverhalt gänzlich der Realität entspricht, sondern muss nur überprüfen, ob die ersuchten Informationen einen Bezug zu diesem Sachverhalt haben (BGE 144 II 206 E. 4.3; 143 II 185 E. 3.3.2; 141 II 436 E. 4.4.3; statt vieler: Urteil des BVGer A -6507/2020 vom 11. Oktober 2022 E. 2.3.4). In letzte- rem Sinne ist Art. 17 Abs. 2 StAhiG anzuwenden, wonach Informationen, welche voraussichtlich nicht erheblich sind, nicht übermittelt werden dürfen und von der ESTV auszusondern oder unkenntlich zu machen sind (statt vieler: Urteile des BVGer A-5146/2018 vom 28. Juli 2020 E. 5.2.2 m.w.H.). Die Beurte ilung der voraussichtlichen Erheblichkeit der Informationen kommt demnach in erster Linie dem ersuchenden Staat zu. Der Begriff (der voraussichtlichen Erheblichkeit) bildet dabei eine nicht sehr hohe Hürde für ein Amtshilfeersuchen (BGE 143 II 185 E. 3.3.2; 142 II 161 E. 2.1.1). 2.3.4 Die Übermittlung von Informationen zu Personen, die nicht formell betroffene Personen sind, ist gemäss Art. 4 Abs. 3 StAhiG unzulässig, wenn diese Informationen für die Beurteilung der Steuersituation der be- troffenen Person nicht voraussichtlich relevant sind oder wenn berechtigte Interessen von Personen, die nicht betroffene Personen sind, das Inte- resse der ersuchenden Seite an der Übermittlung der Informationen über- wiegen (vgl. Urteile des BVGer A-4987/2021 vom 20. Mai 2022 E. 2.2.5; A- 5447/2020 vom 6. Oktober 2021 E. 2.4.4). 2.3.5 Rechtsprechungsgemäss ist der Begriff der «nicht betroffenen Per- son» nach Art. 4 Abs. 3 StAhiG restriktiv zu verstehen (vgl. BGE 142 II 161 E. 4.6.1 f.). Damit sollen in Anwendung des Verhältnismässigkeitsprinzips Personen geschützt werden, die nichts mit dem im Amtshilfeersuchen ge- schilderten Sachverhalt zu tun haben, deren Namen also rein zufällig in den weiterzuleitenden Dokumenten auftauchen («fruit d'un pur hasard»; vgl. statt vieler: Urteil des BGer 2C_287/2019 vom 13. Juli 2020 E. 5; Urteil des BVGer A-4987/2021 vom 20. Mai 2022 E. 2.2.6 m.w.H.). In gewissen Konstellationen ist es unumgänglich, auch über Personen Informationen zu erteilen, deren Steuerpflicht im ersuchenden Staat nicht geltend ge- macht wird (statt vieler: Urteil des BVGer A -4228/2018 vom 26. August 2019 E. 2.6.3). Können die ersuchten Informationen für die Steuerpflicht A-2425/2022 Seite 12 der im ersuchenden Staat zu besteuernden Person voraussichtlich erheb- lich sein und ist ihre Übermittlung unter Verhältnismä ssigkeitsgesichts- punkten erforderlich, d.h. wenn die Aussonderung, Schwärzung oder an- derweitige Unkenntlichmachung der Informationen den Zweck des Amts- hilfeersuchens vereiteln würde, so sind sie dem ersuchenden Staat zu übermitteln (vgl. ausführlich mit Beispielen: BGE 144 II 29 E. 4.2.2 ff.; 141 II 436 E. 4.2.3 f.; Urteil des BGer 2C_615/2018 vom 26. März 2019 E. 3.1; Urteil des BVGer A-4987/2021 vom 20. Mai 2022 E. 2.2.6 m.w.H.). 2.4 2.4.1 Gemäss Ziff. IV Abs. 1 des Protokolls zum DBA CH-ES «besteht Ein- vernehmen darüber, dass der ersuchende Vertragsstaat ein Begehren um Austausch von Informationen erst dann stellt, wenn er zur Beschaffung der Informationen alle in seinem innerstaatlichen Steuerverfahren vorgesehe- nen üblichen Mittel, die nicht mit unverhältnismässig en Schwierigkeiten verbunden sind, ausgeschöpft hat» (sog. Subsidiaritätsprinzip). 2.4.2 Aufgrund des völkerrechtlichen Vertrauensprinzips (nachfolgend E. 2.5) besteht rechtsprechungsgemäss kein Anlass, an einer von der er- suchenden Behörde abgegebenen Erklärung der Ausschöpfung aller übli- chen innerstaatlichen Mittel zu zweifeln, es sei denn, es liegt ein gegen die Einhaltung des Subsidiaritätsprinzips sprechendes sowie ein ernsthafte Zweifel an der Richtigkeit der Erklärung begründendes konkretes Element vor (vg l. BGE 144 II 206 E. 3.3.2; Urteile des BVGer A -2324/2021 vom 26. Oktober 2022 E. 2.3.3; A -4987/2021 vom 20. Mai 2022 E. 2.4.2; A-6744/2019 vom 15. Dezember 2020 E. 2.5.2). 2.4.3 Der ersuchende Staat hat schliesslich bei der Verwendung der er- suchten Information en das Spezialitätsprinzip einzuhalten. Gemäss Art. 25bis Abs. 2 DBA CH-ES sind alle Informationen, die ein Vertragsstaat im Rahmen der internationalen Steueramtshilfe erhalten hat, von diesem ebenso geheim zu halten wie die aufgrund des innerstaatlichen Rechts die- ses Staats beschafften Informationen. Die Informationen dürfen nur Perso- nen oder Behörden (einschliesslich der Gerichte und Verwaltungsbehör- den) zugänglich gemacht werden, die mit der Veranlagung oder Erhebung, der Vollstreckung oder der Strafverf olgung, mit der Entscheidung von Rechtsmitteln hinsichtlich der in Art. 25bis Abs. 1 DBA CH -ES genannten Steuern oder mit der Aufsicht über diese Funktionen befasst sind. Diese Personen oder Behörden dürfen die Informationen grundsätzlich nur für die hiervor genannten Zwecke verwenden. A-2425/2022 Seite 13 2.4.4 Gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung weist das Spezialitäts- prinzip nicht nur eine sachliche, sondern auch eine persönliche Dimension auf. Demnach dürfen Informationen nicht nur bloss für Steuerzwecke ge- mäss dem DBA CH -ES, sondern auch nur gegenüber denjenigen Perso- nen, gegen welche sich das Amtshilfegesuch ausdrücklich richtet, verwen- det werden (BGE 147 II 13 E. 3.1 ff.; Urteil des BGer 2C_780/2018 vom 1. Februar 2021 E. 3.7.4). 2.5 Ein wichtiges Element in der internationalen Behördenzusammenarbeit bildet der Grundsatz, wonach – ausser bei offenbarem Rechtsmissbrauch oder bei berechtigten Fragen im Zusammenhang mit den in Art. 7 StAhiG genannten Konstellationen – prinzipiell kein Anlass besteht, an Sachver- haltsdarstellungen und Erklärungen anderer Staaten zu zweifeln (sog. völ- kerrechtliches Vertrauensprinzip; BGE 146 II 150 E. 7; 144 II 206 E. 4.4; 143 II 224 E. 6.3, je mit weiteren Hinweisen; Urteil des BVGer A-2175/2021 vom 22. September 2021 E. 2.3). Auf diesem Vertrauen gr ündet letztlich das ganze Amtshilfeverfahren. Die Vermutung des guten Glaubens kann nur aufgrund konkreter, nachgewiesener Anhaltspunkte umgestossen wer- den (vgl. BGE 146 II 150 E. 7.1; 144 II 206 E. 4.4). Dementsprechend ist die ESTV an die Darstellung des Sachverhalts im Ersuchen insoweit ge- bunden, als diese nicht wegen offensichtlicher Fehler, Lücken oder Wider- sprüche sofort entkräftet werden kann (vgl. BGE 139 II 451 E. 2.2.1; Urteile des BVGer A -4987/2021 vom 20. Mai 2022 E. 2.3; A-2175/2021 vom 22. September 2021 E. 2.3). Gleiches gilt für die vom ersuchenden Staat abgegebenen Erklärungen. Werden diese sofort ent- kräftet, kann der ersuchte Staat ihnen nicht mehr vertrauen (vgl. Urteil des BVGer A-674/2020 vom 24. August 2021 E. 3.9). Es liegt dabei an der be- troffenen Person, den Sachverhalt mittels Urkunden klarerweise und ent- scheidend zu widerlegen (zum Ganzen vgl. Urteile des BVGer A-674/2020 vom 24. August 2021 E. 3.9; A-4163/2019 vom 22. April 2020 E. 2.2, je mit Hinweisen). 3. Im vorliegenden Fall be antragt der Beschwerdeführer in der Hauptsache die Aufhebung der Schlussverfügung vom 27. April 2022 und die Verwei- gerung der Amtshilfe an Spanien. 3.1 Zur Begründung macht der Beschwerdeführer geltend, die AT habe nicht alle nach innerstaatlichem Recht vorgesehenen üblichen Mittel aus- geschöpft, bevor sie das Amtshilfeersuchen gestellt habe. Somit sei das Subsidiaritätsprinzip verletzt. Die AT habe im Ers uchen zwar angegeben, A-2425/2022 Seite 14 dass die geforderten Informationen vorgängig erfolglos beim ihm eingefor- dert worden seien. Aus dem Ersuchen gehe aber nicht hervor, ob daraufhin allfällige weitere, zur Verfügung stehende Mittel ausgeschöpft wurden. Je- denfalls habe er (der Beschwerdeführer) mit der AT kooperiert und dieser im Rahmen der Steuerrevision zahlreiche Dokumente und Informationen zukommen lassen. Zur Untermauerung dieses Vorbringens reicht er einen Bericht der spanischen Steuerverwaltung vom (…) (in spanischer Sprache) zu den Akten. Es fänden auch weiterhin Gespräche zwischen seinen Ver- tretern in Spanien und den spanischen Steuerbehörden mit Bezug auf die Steuerjahre 2017 - 2018 statt. Die ersuchende Behörde habe somit weitere übliche innerstaatliche Mittel ergreifen können, welche nicht mit einem un- verhältnismässigen Aufwand verbunden gewesen wären. 3.2 Die AT bestätigte in Rubrik 17 des Ersuchens vom (…) ausdrücklich, dass sie alle üblichen, im spanischen Steuerverfahren verfügbaren Aus- kunftsquellen ausgeschöpft habe («The requesting competent authority confirms that (…) [i]t has exhausted all regular sources of information avail- able under its domestic tax procedure”). Sie führt auch aus, dass A._________ für die betreffenden Steuerjahre keine Steuererklärungen eingereicht habe. Er sei im Rahmen der Steuerüberprüfung aufgefordert worden, Informationen zu seinem weltweiten Einkommen und Vermögen einzureichen, habe dies jedoch verweigert (vgl. Sachverhalt Bst. A.b). Wie die ESTV zu Recht ausführt, war sie rechtsprechungsgemäss in Anwen- dung des völkerrechtlichen Vertrauensprinzips grundsätzlich verpflichtet, auf diese Erklärungen zu vertrauen (vgl. E. 2.4.2). Die Ausführungen des Beschwerdeführers sind vorliegend auch nicht geeignet, die Erklärung der AT zu widerlegen. Der Beschwerdeführer äussert lediglich die vage Ver- mutung, der AT hätten nach der erfolgten Aufforderung zur Einreichung der Informationen noch weitere innerstaatliche Mittel zur Verfügung gestanden. Damit verkennt er jedoch, dass ein ersuchender Staat rechtsprechungsge- mäss gar nicht verpflichtet ist, sämtliche verfügbaren Mittel auszuschöpfen und dass etwa eine theoretische Möglichkeit der Androhung von Zwangs- massnahmen einem Amtshilfeersuchen nicht entgegensteht (vgl. statt vie- ler: Urteil des BVGer A -5650/2021 vom 2. November 2022 E. 3.2.6, mit weiteren Hinweisen). Auch aus dem Hinweis, dass der Beschwerdeführer mit der spanischen Steuerbehörde kooperiert und zahlreiche Dokumente eingereicht habe und über seine spanischen Anwälte auch weiterhin in Kontakt mit dieser stehe, vermag der Beschwerdeführer nichts zu seinen Gunsten abzuleiten. Bei dem von ihm zu den Akten gereichten Dokument in spanischer Sprache handelt es sich soweit für das Bundesverwaltungs-A-2425/2022 Seite 15 gericht ersichtlich um den Ausdruck eines elektronischen Aktenverzeich- nisses der AT betreffend den Beschwerdeführer («Indice de expediente electrónico»). Dem Verzeichnis ist zu entnehmen, dass die spanische Be- hörde zahlreiche Aufforderungen zur Einre ichung von Informationen an Dritte richtete (Ziff. […], «Requerimientos de información a terceros efec- tuados»). Darunter ist auch eine Aufforderung betreffend Bankkonten bei der «O._________» (sic) genannt, wobei es sich um das vorliegende Er- suchen handeln dürfte (Ziff. […]; «Requerimientos inter cuentas bancarias suiza pendientes de contestación - O._________»). Bei den Einträgen zu Steuerbescheinigungen (Ziff. […]; «Información fiscal bancos») oder Bank- auszügen (Ziff. […], «Movimientos cuentas bancarias») sind die vom Amts- hilfeersuchen betroffenen Konten jedoch nicht aufgeführt. Damit ist das Verzeichnis nicht geeignet, die Erklärung der AT zu widerlegen. Es deutet vielmehr darauf hin, dass die Ausführungen der AT, wonach der Beschwer- deführer die geforderten Informationen zu seinem weltweiten Einkommen und Vermögen nicht eingereicht habe, zutreffend sind. Schliesslich kann es rechtsprechungsgemäss einem Staat auch nicht verwehrt werden, mit dem Steuerpflichtigen weiter in Kontakt zu bleiben bzw. diesen zu b efra- gen, auch wenn bereits ein Amtshilfegesuch gestellt wurde (vgl. Urteile des BVGer A -3755/2020 vom 14. Juli 2022 E. 4.2.3; A -3716/2015 vom 16. Februar 2016 E. 5.2.2). 3.3 Damit ist das Subsidiaritätsprinzip vorliegend eingehalten. Das Haupt- begehren um Aufh ebung der Schlussverfügung vom 27. April 2022 und Verweigerung der Amtshilfe an Spanien ist abzuweisen. 4. Als Eventualbegehren fordert der Beschwerdeführer die Rückweisung des Verfahrens an die ESTV zur Vornahme diverser Aussonderungen bzw. Schwärzungen in den gemäss Schlussverfügung vom 27. April 2022 zu übermittelnden Anhängen (Annex Nr. 2 - 7). 4.1 4.1.1 Mit den «Eventualbegehren 2.a - f» fordert der Beschwerdeführer die Aussonderung diverser Unterlagen, die zu den «Stammakten» gehörten. Zur Begründung führt er aus, im Ersuchen seien nicht alle sich bei der Bank befindlichen «Stammakten» verlangt worden, sondern aus diesen Unterla- gen nur die Kontoeröffnungsformulare und das Formular A bzw. weitere Dokumente, welche den wirtschaftlich Berechtigten des Kontos festlegen würden. Dass die Formulierung im Ersuchen nicht alle «Stammakten» be-A-2425/2022 Seite 16 träfe, würde auch dadurch bestätigt, dass die Informationsinhaberin im Pa- rallelverfahren A-2424/2022 diese bei identischer Formulierung des Ersu- chens nicht geliefert habe. Die Übermittlung der nicht ersuchten Unterla- gen würde eine unzulässige spontane Amts hilfeleistung darstellen. Über- dies handle es sich bei den Unterlagen um allgemeine Hintergrundinforma- tionen, welche für die im Ersuchen genannten Zwecke nicht voraussichtlich erheblich seien. 4.1.2 Gemäss der bundesgerichtlichen Rechtsprechung sind Amtshilfeer- suchen im Hinblick auf das von der ersuchten Behörde verfolgte Ziel nach Treu und Glauben auszulegen (BGE 147 II 116 E. 5.2). In Rubrik 13 des Ersuchens vom (…) ersuchte die AT um die folgenden Informationen zu Konten bei der O._________, bei denen der Beschwerdeführer als Inhaber («holder»), wirtschaftlich Berechtigter («beneficial owner») oder Bevoll- mächtigter («authorized person») in Erscheinung trete: - Identifikation des / der Inhaber, des / der wirtschaftlich Berechtigten und des / der Bevollmächtigten («Identification of the account holder[s], the beneficial owner[s] or the authorized person[s]»); - Kopien der fol genden Dokumente: Kontoeröffnungsformulare (inkl. «Formular A» und andere Dokumente zur Beurteilung der wirtschaftli- chen Berechtigung) («Account opening form[s] [incl. Form A or other documents assessing the beneficial ownership»]); - Kontoauszüge für den Zeitraum vom (…) bis (…) («Account statements from […] to […]»). Ziel des Ersuchens ist die Ermittlung der steuerrechtlichen Ansässigkeit des Beschwerdeführers im fraglichen Zeitraum sowie die Gewährleistung seiner korrekten Besteuerung (vgl. Sachverhalt Bst. A.b). 4.1.3 In Folge werden die verschiedenen Aussonderungsanträge einzeln gewürdigt. 4.1.3.1 Der Beschwerdeführer fordert zunächst die Aussonderung der Sei- ten 1 - 3 des gemäss Schlussverfügung vom 27. April 2022 zu übermitteln- den Annex Nr. 2. Dabei handelt es sich um eine auf den (…) datierte Rech- nung der (…) für die vom Beschwerdeführer anlässlich der Eröffnung des Kontos Nr. (…) angegebene Adresse in (Staat). A-2425/2022 Seite 17 Wie dem Schreiben der O._________ vom 14. Januar 2022 (act. Nr. 8, S. 1) zu entnehmen ist, handelt es sich dabei um einen Teil der Kontoeröff- nungsunterlagen zu diesem Konto. Das Ersuchen vom (…) ist nach Treu und Glauben dahingehend auszulegen, da ss nicht nur die Kontoeröff- nungsformulare, sondern auch dazugehörende Bankkontoeröffnungsun- terlagen erfasst sind (vgl. für einen vergleichbaren Sachverhalt: Urteil des BGer 2C_703/2020 vom 15. März 2021 E. 7.4.1). Überdies wird mit der Rechnung die vom Beschwerdeführer angegebene Adresse bestätigt. Das Dokument dient also auch der Identifikation des Kontoinhabers. Es ist so- mit vom Ersuchen erfasst. Gleiches gilt für die vom Beschwerdeführer ebenfalls geforderte Ausson- derung der S. 5 - 7 von Annex Nr. 3. Dabei handelt es sich um die gleiche Rechnung der (…). Diese wurde auch anlässlich der Eröffnung des Kontos (…) bei der O._________, lautend auf die beschwerdeberechtigte Person 2 (die D._________ Limited), hinterlegt. Der Beschwerdeführer ist als al- leiniger wirtschaftlich Berechtigter dieses Kontos angegeben. Das Doku- ment dient hier somit auch der Identifikation des wirtschaftlich Berechtig- ten. Das Dokument ist auch voraussichtlich erheblich für den im Ersuchen ge- nannten Zweck der Ermittlung der steuerlichen Ansässigkeit des Be- schwerdeführers in den Jahren (…) und (…). Daraus lassen sich nämlich unter Umständen Informationen zum Aufenthalt des Beschwerdeführers in (Staat) gewinnen. 4.1.3.2 Der Beschwerdeführer fordert weiter die Aussonderung der S. 8 - 42 von Annex Nr. 3. Dabei handelt es sich um Informationen zur Inhaberin des Kontos (…) bei der O._________, der beschwerdeberechtigten Person 2 (u.a. Einträge im […] Handelsregister, Gründungsurkunde, Statuten). Diese Informationen dienen dem Nachweis der Identität der Kontoinhabe- rin und sind Bestandteil der Kontoeröffnungsunterlagen. Sie sind vom Er- suchen erfasst (vgl. E. 4.1.3.1.). Die Informationen sind auch voraussichtlich erheblich im Hinblick auf die mit dem Ersuchen verfolgten Z iele. Sie sind unter anderem geeignet, zur Feststellung der wirtschaftlichen Verbindungen des Beschwerdeführers nach (Staat) beizutragen. A-2425/2022 Seite 18 4.1.3.3 Der Beschwerdeführer fordert weite r die Ausson derung der S. 6 - 23 von Annex Nr. 4. Dabei handelt es sich um Informationen zur In- haberin des Kontos (…) bei der O._________, der beschwerdeberechti- gen Person 1 (die C.a._________ SL) (u.a. Einträge im Handelsregister von […]). Diese Informationen dienen dem Nachweis der Identität der Kon- toinhaberin und sind Bestandteil der Kontoeröffnungsunterlagen. Sie sind vom Ersuchen erfasst (vgl. E. 4.1.3.1). Die Informationen sind auch voraussichtlich erheblich im Hinblick auf die mit dem Ersuchen verfo lgten Ziele. Bei der beschwerdeberechtigten Per- son 1 handelt es sich gemäss Angaben der AT um das beherrschende Un- ternehmen der Unternehmensgruppe des Beschwerdeführers (vgl. Sach- verhalt Bst. A.b). Die Informationen können zur Klärung der wirtschaftli- chen Verbindungen des Beschwerdeführers nach Spanien relevant sein. 4.1.3.4 Der Beschwerdeführer fordert weiter die Aussonderung der S. 15 - 91 und 94 - 107 von Annex Nr. 5. Diese stehen in Zusammenhang mit dem Konto (…) bei der O._________, welches aktuell von der be- schwerdeberechtigten Person 3 (der C.b._________ Sàrl) gehalten wird (vgl. Schreiben der O._________ vom 14. Januar 2022 [act. Nr. 8], S. 2). Frühere Inhaberin des Kontos war die C.d._________ Sàrl (vgl. S. 3 - 4 von Annex Nr. 5). Bei den streitbetroffenen Unterlagen handelt es sich um Informationen zu der ursprünglichen und derzeitigen Inhaberin des Kontos (u.a. Einträge im Handelsregister […] betreffend die zwei Gesellschaften, darunter auch Informationen zur erfolgten Fusion zwischen der C.b._________ Sàrl und der C.d._________ Sàrl). Diese Informationen dienen dem Nachweis der Identität der Kontoinhaberin. Sie sind vom Ersu- chen erfasst (vgl. E. 4.1.3.1). Diese Informationen sind auch voraussichtlich erheblich im Hinblick auf die mit dem Ersuchen verfolgten Ziele, namentlich die Klärung der wirtschaft- lichen Verbindungen des Beschwerdeführers zu anderen Ländern (in casu […]). 4.1.3.5 4.1.3.5.1 Der Beschwerdeführer fordert weiter die Aussonderung der S. 11 - 22 von Annex Nr. 6. Dabei handelt es sich im Wesentlichen um In- formationen zur Inhaberin des Kontos (…) bei der O._________, der be- schwerdeberechtigten Person 4 (der C.c._________ Sàrl) (Auszüge aus dem Handelsregister […]). Diese Informationen dienen dem Nachweis der A-2425/2022 Seite 19 Identität der Kontoinhaberin und sind Bestandteil der Kontoeröffnungsun- terlagen. Sie sind vom Ersuchen erfasst (vgl. E. 4.1.3.1). Diese Informationen sind auch voraussichtlich erheblich im Hinblick auf die mit dem Ersuchen verfolgten Ziele, namentlich die Klärung der wirtschaft- lichen Verbindungen des Beschwerdeführers zu anderen Ländern (in casu […]). 4.1.3.5.2 Bei den S. 16 - 17 des Annex Nr. 6 ist hingegen keinerlei Bezug zum Beschwerdeführer oder den mit ihm verbundenen Gesellschaften er- kennbar. Es handelt sich offensichtlich um versehentlich edierte Unterla- gen. Die Vorinstanz ist anzuweisen, diese auszusondern. 4.1.3.6 Der Beschwerdeführer fordert weiter die Aussonderung der S. 9 - 12 von Annex 7. Dabei handelt es sich um Informationen zur Inhabe- rin des Kontos (…) bei der O._________, der beschwerdeberechtigten Person 3 (der C.b._________ Sàrl) (Auszug aus dem […]). Diese Informa- tionen dienen dem Nachweis der Identität der Kontoinhaberin und sind Be- standteil der Kontoeröffnungsunterlagen. Sie sind vom Ersuchen erfa sst (vgl. E. 4.1.3.1). Diese Informationen sind auch voraussichtlich erheblich im Hinblick auf die mit dem Ersuchen verfolgten Ziele, namentlich die Klärung der wirtschaft- lichen Verbindungen des Beschwerdeführers zu anderen Ländern (in casu […]). 4.1.3.7 Schliesslich fordert der Beschwerdeführer die Aussonderung der S. 4 - 6, 14 - 16 und 30 - 32 von Annex Nr. 2; S. 24 - 26 von Annex Nr. 4; S. 111 - 113 von Annex Nr. 5 und S. 26 - 28 von Annex Nr. 6. Dabei handelt es sich um Begleitschreiben der O._________ an ihre Kunden, wel- che - soweit für das Bundesverwaltungsgericht ersichtlich - zusammen mit der jährlichen Kontoübersicht an den Beschwerdeführer bzw. die be- schwerdeberechtigten Personen als Kontoinhaber versandt wurden. Die Schreiben enthalten generelle Informat ionen über die Geschäftstätig- keit der O._________ und stehen mit dem Beschwerdeführer nur insoweit in Verbindung, als dieser ein Kunde der Bank ist. Der Beschwerdeführer legt auch nicht dar, inwiefern er ein eigenes Interesse an der Schwärzung dieser Unterlagen haben könnte. Rechtsprechungsgemäss ist auf diese im Interesse von Dritten gestellten Schwärzungsanträge nicht einzutreten A-2425/2022 Seite 20 (vgl. Urteil des BGer 2C_1037/2019 vom 27. August 2020 E. 6.2 [nicht pu- bliziert in BGE 147 II 116], BGE 143 II 506 E. 5.1; Urte il des BVGer A-3119/2020 vom 7. Dezember 2022 E. 5.4.1 m.w.H.). 4.2 4.2.1 Als «Eventualbegehren 2.f» fordert der Beschwerdeführer die Aus- sonderung der Unterlagen betreffend P._________ auf S. 40 - 44 von An- nex Nr. 2. Diese Person stehe in keiner Beziehung zu ihm und sei ihm gänzlich unbekannt. 4.2.2 Aufgrund der Rückfrage der Vorinstanz bei der Informationsinhaberin ist erstellt, dass die Unterlagen betreffend P ._________ versehentlich ediert wurden (vgl. Sachverhalt Bst. F). Demgemäss hat das Bundesver- waltungsgericht diese bereits aus den Akten gewiesen (vgl. Sachverhalt Bst. H). 4.3 Zusammenfassend ist festzuhalten, dass die Anträge um Schwärzung bzw. Aussonderung von Unterlagen teilweise gutzuheissen sind (vgl. E. 4.1.3.5.2). Die übrigen Anträge sind abzuweisen, soweit darauf ein- zutreten ist (vgl. E. 4.1.3.7). 5. Demnach ist die Beschw erde im Sinne der Erwägungen teilweise gutzu- heissen. Die Vorinstanz ist anzuweisen, die Aussonderung im Sinne von E. 4.1.3.5.2 vorzunehmen. Damit erübrigt sich die beantragte Rückwei- sung des Verfahrens an die Vorinstanz. Im Übrigen ist die Beschwerde ab- zuweisen, soweit darauf einzutreten ist. 6. Der Beschwerdeführer obsiegt lediglich marginal, weshalb er die Verfah- renskosten vollumfänglich zu tragen hat (Art. 63 Abs. 1 VwVG). Diese sind auf Fr. 2'500.– festzulegen (vgl. Art. 2 Abs. 1 i.V.m. Art. 4 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bun- desverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]). Der in gleicher Höhe ge- leistete Kostenvorschuss ist für die Bezahlung der Verfahrenskosten zu verwenden. Eine Parteientschädigung ist nicht zuzusprechen (vgl. Art. 64 Abs. 1 VwVG e contrario und Art. 7 Abs. 1 VGKE e contrario sowie Art. 7 Abs. 3 VGKE. (Das Dispositiv folgt auf der nächsten Seite.) A-2425/2022 Seite 21 Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 1. Die Beschwerde wird teilweise gutgeheissen. Die Vorinstanz wird angewie- sen, die zusätzliche Aussonderung im Sinne der E. 4.1.3.5.2 vorzuneh- men. Im Übrigen wird die Beschwerde abgewiesen , soweit darauf einge- treten wird. 2. Die Verfahrenskosten von Fr. 2'500.– werden dem Beschwerdeführer auf- erlegt. Der einbezahlte Kostenvorschuss in gleicher Höhe wird zur Bezah- lung der Verfahrenskosten verwendet. 3. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen. 4. Dieses Urteil geht an den Beschwerdeführer und die Vorinstanz. Für die Rechtsmittelbelehrung wird auf die nächste Seite verwiesen. Die vorsitzende Richterin: Die Gerichtsschreiberin: Iris Widmer Anna Begemann A-2425/2022 Seite 22 Rechtsmittelbelehrung: Gegen einen Entscheid auf dem Gebiet der internationalen Amtshilfe in Steuersachen kann innert 10 Tagen nach Eröffnung nur dann beim Bun- desgericht, 1000 Lausanne 14, Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Ange- legenheiten geführt werden, wenn sich eine Rechtsfrage von grundsätzli- cher Bedeutung stellt oder wenn es sich aus anderen Gründen um einen besonders bedeutenden Fall im Sinne von Art. 84 Abs. 2 BGG handelt (Art. 82, Art. 83 Bst. h, Art. 84a, Art. 90 ff. und Art. 100 Abs. 2 Bst. b BGG). Die Frist ist gewahrt, wenn die Beschwerde spätestens am letzten Tag der Frist beim Bundesgericht eingereicht oder zu dessen Handen der Schwei- zerischen Post oder einer schweizerischen diplomatischen oder konsulari- schen V ertretung übergeben worden ist (Art. 48 Abs. 1 BGG). In der Rechtsschrift ist auszuführen, warum die jeweilige Voraussetzung erfüllt ist. Im Übrigen ist die Rechtsschrift in einer Amtssprache abzufassen und hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. Der angefochtene Entscheid und die Beweismit- tel sind, soweit sie die beschwerdeführende Partei in Händen hat, beizule- gen (Art. 42 BGG). Versand: A-2425/2022 Seite 23 Zustellung erfolgt an: – den Beschwerdeführer (Gerichtsurkunde) – die Vorinstanz (Ref-Nr. […]; Gerichtsurkunde)