<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="content"> <div class="para">Tribunale federale </div> <div class="para">Tribunal federal </div> <div class="para"> </div> <div class="para">{T 0/2} </div> <div class="para">7B.16/2004 /rov </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Urteil vom 16. Februar 2004 </div> <div class="para">Schuldbetreibungs- und Konkurskammer </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Besetzung </div> <div class="para">Bundesrichterin Escher, Präsidentin, </div> <div class="para">Bundesrichter Meyer, Bundesrichterin Hohl, </div> <div class="para">Gerichtsschreiber Schett. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Parteien </div> <div class="para">Z.________ AG, </div> <div class="para">Beschwerdeführerin, </div> <div class="para"> </div> <div class="para">gegen </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Aufsichtsbehörde über das Betreibungs- und Konkursamt des Kantons Basel-Stadt, Bäumleingasse 5, Postfach 964, 4001 Basel. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Gegenstand </div> <div class="para">Pfändung, </div> <div class="para"> </div> <div class="para">SchKG-Beschwerde gegen das Urteil der Aufsichtsbehörde über das Betreibungs- und Konkursamt des Kantons Basel-Stadt vom 2. Dezember 2003. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Die Kammer zieht in Erwägung: </div> <div class="para"> </div> <div class="para">1. </div> <div class="para">1.1 In der vom Kanton Basel-Stadt gegen die Z.________ AG angestrengten Betreibung Nr. xxx stellte die Polizei am 28. April 2003 Y.________ den Zahlungsbefehl zu. Die Z.________ AG erhob Rechtsvorschlag. Das Einzelgericht in Zivilsachen bewilligte am 16. Oktober 2003 auf Ersuchen des Gläubigers die definitive Rechtsöffnung. Am 24. Oktober 2003 stellte der Kanton Basel-Stadt das Fortsetzungsbegehren, worauf das Betreibungsamt Y.________ von der Z.________ AG zum Pfändungsvollzug vorlud. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Mit Beschwerde vom 23. November 2003 beantragte die Z.________ AG, die Pfändung sei zu sistieren, bis sie die schriftliche Ausfertigung des Urteils vom 16. Oktober 2003 erhalten habe. Die Aufsichtsbehörde über das Betreibungs- und Konkursamt Basel-Stadt wies das Rechtsmittel mit Urteil vom 2. Dezember 2003 ab. </div> <div class="para">1.2 Die Z.________ AG hat den Entscheid der Aufsichtsbehörde mit Eingabe vom 24. Januar 2004 an die Schuldbetreibungs- und Konkurskammer des Bundesgerichts weitergezogen. Sie beantragt im Wesentlichen, den angefochtenen Entscheid aufzuheben. </div> <div class="para">1.3 Aus dem Begleitschreiben der Aufsichtsbehörde vom 28. Januar 2004, mit dem die kantonalen Akten der Kammer überwiesen wurden, kann nicht entnommen werden, wie gemäss <span class="artref">Art. 80 Abs. 1 OG</span> verlangt, wann die Beschwerdeführerin den angefochtenen Entscheid in Empfang genommen hat. Aus den Akten ergibt sich immerhin, dass das Urteil vom 2. Dezember 2003 am 9. Januar 2004 versendet und am 14. Januar 2003 (recte: 2004) in Empfang genommen worden ist. Mithin erweist sich die Beschwerde vom 24. Januar 2004 (Postaufgabe: Montag, 26. Januar 2004) als rechtzeitig. </div> <div class="para">Es wurden keine Vernehmlassungen eingeholt. </div> <div class="para">2. </div> <div class="para">2.1 Im angefochtenen Entscheid wird in der Hauptsache ausgeführt, die Beschwerdeführerin habe den ihr vom Einzelgericht in Zivilsachen per Post und mit Rückschein zugesandten Rechtsöffnungsentscheid nicht entgegengenommen. Gleichwohl müsse dieser als zugestellt angesehen werden. Wer als Partei rechtsgültig in ein Gerichtsverfahren einbezogen worden sei, habe dafür zu sorgen, dass ihr die Entscheide, die dieses Verfahren hervorbringe, zugestellt werden könnten (<a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=19&amp;from_date=10.02.2004&amp;to_date=29.02.2004&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F115-IA-12%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page12">BGE 115 Ia 12</a> E. 3a S. 15). Der Beschwerdeführerin sei als Rechtsöffnungsbeklagten die Vorladung zur Rechtsöffnungsverhandlung ordnungsgemäss ausgehändigt worden. Als Prozesspartei habe sie damit prozessuale Pflichten dem Zivilgericht gegenüber übernommen. Der Rechtsöffnungsentscheid sei von der Post nach Ablauf der Abholfrist dem Einzelgericht in Zivilsachen retourniert worden. Damit sei die erwähnte Zustellfiktion gegenüber der Beschwerdeführerin eingetreten. </div> <div class="para">2.2 Die Beschwerdeführerin wendet dagegen Folgendes ein: </div> <div class="para">2.2.1 Sie habe am 7. Oktober 2003 der Post einen Zurückbehaltungsauftrag für die Zeit vom 9. Oktober bis 29. Oktober 2003 erteilt, welcher jedoch von der Post nicht weitergeleitet worden sei. </div> <div class="para">Mit betreibungsrechtlicher Beschwerde sind nur Verfügungen der Vollstreckungsorgane überprüfbar (<span class="artref">Art. 17 Abs. 1 SchKG</span>). Rügen, die sich auf das (gerichtliche) Rechtsöffnungsverfahren (<span class="artref">Art. 80 ff. SchKG</span>) im Allgemeinen und auf die Zustellung des Entscheids im Besonderen beziehen, sind im betreffenden Rechtsmittelverfahren, und nicht im Beschwerdeverfahren, vorzubringen (<span class="bgeref_err">BGE 64 III 10</span> S. 12). Auf das Vorbringen kann somit nicht eingetreten werden. Das Gleiche gilt auch für den Vorwurf, das Fortsetzungsbegehren sei bereits am 24. Oktober 2003, also vor Ablauf der Abhol- und Beschwerdefristen gestellt worden. Im Übrigen hat die Beschwerdeführerin zur Kenntnis zu nehmen, dass Entscheide des Einzelrichters nur mit kantonalrechtlicher Beschwerde, einem ausserordentlichen Rechtsmittel ohne aufschiebende Wirkung, an das Appellationsgericht weitergezogen werden können (Staehelin/Sutter, Zivilprozessrecht, § 21 Rz. 8 und 67, § 20 Rz. 10). </div> <div class="para">2.2.2 Als Nächstes macht die Beschwerdeführerin geltend, es seien <span class="artref">Art. 29 BV</span> und <span class="artref">Art. 159 ZPO</span>/BS verletzt worden, weil ihr nur ein Urteilsdispositiv ohne Begründung zugestellt worden sei. Auch darauf kann nicht eingetreten werden, denn im Beschwerdeverfahren gemäss <span class="artref">Art. 19 Abs. 2 SchKG</span> kann weder die Verletzung von kantonalem Recht noch von Verfassungsrecht gerügt werden (Art. 43 Abs. 1 i.V.m. <span class="artref">Art. 81 OG</span>; <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=19&amp;from_date=10.02.2004&amp;to_date=29.02.2004&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F120-III-60%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page60">BGE 120 III 60</a> E. 1; <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=19&amp;from_date=10.02.2004&amp;to_date=29.02.2004&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F122-III-34%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page34">122 III 34</a> E. 1). </div> <div class="para">2.2.3 Ebenfalls nicht gehört werden kann der sinngemässe Vorwurf, es hätten im Rechtsöffnungsverfahren keine Kosten auferlegt werden dürfen. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">2.3 Gemäss den vorstehenden Ausführungen hat die Beschwerdeführerin gegenüber dem angefochtenen Entscheid bloss Beanstandungen vorgebracht, die das Rechtsöffnungsverfahren, nicht aber das Pfändungsverfahren betreffen. Die Eingabe der Beschwerdeführerin kann jedoch nicht in eine staatsrechtliche Beschwerde umgewandelt werden, da sämtliche Vorbringen den Begründungsanforderungen an dieses Rechtsmittel nicht genügen (<span class="artref">Art. 90 Abs. 1 lit. b OG</span>; <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=19&amp;from_date=10.02.2004&amp;to_date=29.02.2004&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F127-III-279%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page279">BGE 127 III 279</a> E. 1c S. 282<span class="artref">; <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=19&amp;from_date=10.02.2004&amp;to_date=29.02.2004&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F125-I-492%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page492">125 I 492</a></span> E. 1b S. 495, je mit Hinweisen). </div> <div class="para">3. </div> <div class="para">Auf die Beschwerde kann nach dem Ausgeführten insgesamt nicht eingetreten werden. Das Gesuch der Beschwerdeführerin um unentgeltliche Rechtspflege wird hinfällig, denn das Beschwerdeverfahren ist grundsätzlich kostenlos (<span class="artref">Art. 20a SchKG</span> und <span class="artref">Art. 61 Abs. 2 lit. a GebV SchKG</span>), und es darf keine Parteientschädigung zugesprochen werden (<span class="artref">Art. 62 Abs. 2 GebV SchKG</span>). </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Demnach erkennt die Kammer: </div> <div class="para">1. </div> <div class="para">Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten. </div> <div class="para">2. </div> <div class="para">Dieses Urteil wird der Beschwerdeführerin, dem Beschwerdegegner (Kanton Basel-Stadt, vertreten durch Steuerverwaltung Basel-Stadt, Fischmarkt 10, 4051 Basel), dem Betreibungsamt Basel-Stadt, Bäumleingasse 1/3, 4001 Basel, und der Aufsichtsbehörde über das Betreibungs- und Konkursamt des Kantons Basel-Stadt schriftlich mitgeteilt. </div> <div class="para">Lausanne, 16. Februar 2004 </div> <div class="para">Im Namen der Schuldbetreibungs- und Konkurskammer </div> <div class="para">des Schweizerischen Bundesgerichts </div> <div class="para">Die Präsidentin: Der Gerichtsschreiber: </div> <div class="para"> </div> </div></body></html>