<h2>SubmittedText<h2><p>Wenn gegenwärtig im Zusammenhang mit verschiedenen Steuerreformen über die Belastung bzw. Entlastung einzelner Bevölkerungsgruppen diskutiert wird, fehlen für die politische Beurteilung die nötigen Daten über die realen Wohlstandsverhältnisse nach Abzug aller Steuern und Abgaben. Aus diesem Grund bitte ich den Bundesrat um die Beantwortung folgender Fragen:</p><p>1. Wie sehen die Einkommens- und Vermögensverhältnisse der Bevölkerung nach Abzug aller Steuern und Abgaben aus? Aus Zeitgründen sollen diese Verhältnisse exemplarisch anhand einiger "durchschnittlicher" Gemeinden dargestellt werden.</p><p>2. Wie haben sich diese Verhältnisse in den letzten zehn Jahren verändert?</p><p>Die Frage des sozialen Zusammenhaltes wird in den kommenden Jahren stark an Bedeutung gewinnen. Um die anstehenden Steuer- und Sozialversicherungsvorlagen beurteilen zu können, brauchen wir rasch einen Überblick über die Entwicklung der tatsächlichen Wohlstandsverhältnisse in der Schweiz.</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Mit dem Postulat Fehr Jacqueline 01.3246 vom 9. Mai 2001 wird der Bundesrat beauftragt, einen Bericht in Auftrag zu geben, der die Wohlstandsverhältnisse und die Verteilung der Konsumkraft in der Schweiz darstellt. Dabei soll insbesondere dargestellt werden, wie sich die Einkommens- und Vermögensverhältnisse nach Abzug aller Steuern und Abgaben in den letzten zehn Jahren entwickelt haben. Es geht der Autorin des Postulates darum, für die politische Beurteilung der Belastung und Entlastung einzelner Bevölkerungsgruppen im Rahmen verschiedener Steuerreformen über Daten zu den realen Wohlstandsverhältnissen zu verfügen. Damit stimmen die Stossrichtungen des Postulates und der vorliegenden Einfachen Anfrage vollständig miteinander überein.</p><p>Der Bundesrat hat sich mit Beschluss vom 5. September 2001 bereit erklärt, das Postulat entgegenzunehmen und das Eidgenössische Finanzdepartement beauftragt, in Zusammenarbeit mit dem Bundesamt für Statistik einen Bericht zu verfassen. Im Bericht werden daher - im Rahmen des Möglichen - auch die dem Bundesrat mit dem vorliegenden Vorstoss gestellten Fragen beantwortet werden. Nach dessen Fertigstellung wird der Bundesrat den Bericht an die eidgenössischen Räte weiterleiten.</p><p>Die Beantwortung der gestellten Fragen bedarf einer Reihe von Untersuchungen und Abklärungen, welche einen nicht zu unterschätzenden Zeitbedarf erfordern. Es wäre daher nicht möglich gewesen, bereits im Rahmen der für die Beantwortung von parlamentarischen Vorstössen vorgegebenen Fristen die materiellen Antworten zu liefern.</p>  Antwort des Bundesrates.