<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="cell small-12 contentContainer printArea"> <div><table><tr><td><p class="Standard berschrift1"><span class="Standard berschrift1">Sozialversicherungsgericht</span></p><p class="Standard berschrift1"><span class="Standard berschrift1">des Kantons Zürich</span></p></td><td><p class="Standard berschrift1"></p></td></tr></table><p><span id="G_NR"></span><span>IV.2018.00264</span></p><p><span id="AHV_NR"></span><span> </span></p><p><span id="G_NR_VI"></span><span> </span></p><p><br/></p><p>IV. Kammer</p><p>Sozialversicherungsrichter Hurst, Vorsitzender<br/>Sozialversicherungsrichterin Philipp<br/>Ersatzrichterin Bänninger Schäppi<br/>Gerichtsschreiberin Meier</p><p class="Standard berschrift2"><span class="Standard berschrift2">Urteil vom 30. April 2019</span></p><p class="Standard StandardEinzug"><span class="Standard StandardEinzug">in Sachen</span></p><p class="Standard StandardFett RubrumFett"><span class="Standard StandardFett RubrumFett">X.___</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">z.Zt.: Justizvollzugsanstalt </span><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">Pöschwies</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">Roosstrasse</span><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"> 49, 8105 Regensdorf</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">Beschwerdeführer</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">vertreten durch Rechtsanwalt Gian Andrea </span><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">Danuser</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">Danuser</span><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"> &amp; </span><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">Hoppler</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">Freyastrasse</span><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"> 21, 8004 Zürich</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">gegen</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Standard StandardFett RubrumFett"><span class="Standard StandardFett RubrumFett">Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">Beschwerdegegnerin</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p><br/></p><p></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Sachverhalt:</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.</span><span> </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.1</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Der 1968 geborene X.___ verfügt über keine berufliche Ausbildung. Nach seiner Einreise in die Schweiz im Jahr 1992 war er hier zuletzt als selbständiger Maler erwerbstätig. Am 12. Dezember 2005 (Eingangsdatum) meldete er sich bei der Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle zum Leistungsbezug an (Urk. 6/2). Er gab an, aufgrund der Trennung und bevorstehenden Scheidung von seiner Ehefrau an einer Depression zu leiden (vgl. Urk. 6/12 und 6/21). Nach</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">dem die IV-Stelle medizinische Abklärungen getätigt hatte, auferlegte sie dem Versicherten eine Schadenminderungspflicht im Sinne einer Behandlungsopti</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">mie</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rung der depressiven Störung (vgl. Urk. 6/30) und sprach ihm bei einem Inva</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">liditätsgrad von 55 % und Wirkung ab 1. November 2005 eine halbe Rente der Invalidenversicherung zu (Verfügung vom 18. Dezember 2006; Urk. 6/48 </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">i.V.m</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">. Urk. 6/38-39). </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.2</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Am 18. Dezember 2006 (Eingangsdatum) erhielt die IV-Stelle einen Hinweis da</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rauf, dass der Versicherte entgegen seinen Angaben einer Arbeitstätigkeit nach</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gehe (Urk. 6/46, 6/47). Am 13. Juli 2007 stellte der Versicherte ein Gesuch um Revision der Invalidenrente aufgrund eines (durch einen im Februar 2007 erlitte</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nen Unfall) verschlimmerten Gesundheitszustands (Urk. 6/61). Die IV</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Stelle tätigt</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">e in der Folge weitere medizinische Abklärungen. Am 4. Dezember 2007 liess die Suva der IV-Stelle ihre Akten, unter anderem einen Observationsbericht für den Zeitraum von Februar bis April 2007 sowie diverse medizinische Akten, zu</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">kommen (Urk. 6/81 bis Urk. 6/85). Mit Verfügung vom 13. Dezember 2007 sis</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tierte die IV-Stelle mit sofortiger Wirkung die Rentenleistungen des Versicherten. Sie wies darauf hin, dass aufgrund des von der Suva erhaltenen Observations</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">materials, welches eine uneingeschränkte Arbeitsfähigkeit aufzeige, der Verdacht auf einen ungerechtfertigten Leistungsbezug bestehe (Urk. 6/90). Daraufhin wurden weitere medizinische Abklärungen eingeleitet (vgl. Urk. 6/92, 6/97). Auf</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">grund einer im März 2008 begangenen Straftat befand sich der Versicherte ab diesem Zeitpunkt in Haft (vgl. Urk. 6/107), weshalb das invalidenver</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sicherungs</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rechtliche Revisionsverfahren für einige Jahre nicht weitergeführt wurde.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.3</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Im Sommer 2011 zog die IV-Stelle die relevanten Akten der Ehescheidung (Urk. 6/111) und des Strafverfahrens (Urk. 6/113) bei. In der Folge liess sie den Versicherten in der Strafvollzugsanstalt medizinisch begutachten (Urk. 6/123). </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Gestützt darauf sowie auf die zuvor erhobenen medizinischen Unterlagen hob sie die Rente des Versicherten mit Verfügung vom 30. April 2013 auf (Urk. 6/131). </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.4</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Am 20. Oktober 2017 (Eingangsdatum) meldete sich der Versicherte unter Hin</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">weis auf diverse seit 2004 bestehende gesundheitliche Probleme erneut bei der IV-Stelle zum Leistungsbezug an (Urk. 6/141). Nach entsprechender Aufforde</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rung durch die IV-Stelle legte der Versicherte zur Begründung seines Gesuches einen ärztlichen Bericht des Gefängnisarztes auf (Urk. 6/150). Nach durchge</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">führtem </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Vorbescheidverfahren</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> (Vorbescheid vom 19. Dezember 2017, Urk. 6/152; Einwand vom 17. Januar 2018, Urk. 6/155) trat die IV-Stelle mit Verfügung vom 13. Februar 2018 (Urk. 2 [=Urk. 6/159]) mangels Glaubhaftmachung einer rele</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">vanten Änderung des Sachverhalts auf das Leistungsgesuch nicht ein.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Dagegen liess der Versicherte am 16. März 2018 Beschwerde (Urk. 1) erheben und beantragen, es sei auf das Revisionsgesuch einzutreten und sein Gesund</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">heit</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">szu</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">stand sei mittels eines polydisziplinären Gutachtens abzuklären. In prozessualer Hinsicht ersuchte er um Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung und </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Rechtsverbeiständung</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> in der Person von Rechtsanwalt Gian Andrea </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Danuser</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">. Mit Beschwerdeantwort vom 2. Mai 2018 (Urk. 5) schloss die Beschwerdegegnerin auf Abweisung der Beschwerde, was dem Beschwerdeführer am 25. Mai 2018 mit</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">geteilt wurde (Urk. 8). Mit Verfügung vom 25. Mai 2018 wurde das prozessuale Gesuch um unentgeltliche Prozessführung und </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Rechtsverbeiständung</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> mangels Substantiierung innert Frist abgewiesen (Urk. 8). </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Auf die Vorbringen der Parteien und die eingereichten Unterlagen wird, soweit erforderlich, im Rahmen der nachfolgenden Erwägungen eingegangen. </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span id="FUNKTION1"></span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Das Gericht</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> zieht in Erwägung:</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.</span><span> </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">1.1</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Wurde eine Rente wegen eines zu geringen Invaliditätsgrades verweigert, so wird nach Art. 87 Abs. 3 der </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Verordnung über die Invalidenversicherung (IVV)</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> eine neue Anmeldung nur geprüft, wenn die Voraussetzungen gemäss Abs. 2 dieser Be</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">stimmung erfüllt sind. Danach ist im Revisionsgesuch glaubhaft zu machen, dass sich der Grad der Invalidität der versicherten Person in einer für den An</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">spruch </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">erheblichen Weise geändert hat. Tritt die Verwaltung auf die Neuan</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">mel</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">dung ein, so hat sie die Sache materiell abzuklären und sich zu vergewissern, ob die von der versicherten Person glaubhaft gemachte Veränderung des Invalidi</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">tätsgrades auch tatsächlich eingetreten ist; sie hat demnach in analoger Weise wie bei einem Revisionsfall nach Art. 17 Abs. 1 des </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Bundesgesetz</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">es</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG)</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> vorzugehen (BGE 117 V 198 E. 3a, vgl. auch BGE 133 V 108 E. 5.2). Stellt sie fest, dass der Invaliditätsgrad seit Erlass der früheren rechtskräftigen Verfügung keine Veränderung erfahren hat, so weist sie das neue Gesuch ab. Andernfalls hat sie zunächst noch zu prüfen, ob die festgestellte Veränderung genügt, um nunmehr eine anspruchsbe</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">grün</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">dende Invalidität zu bejahen, und hernach zu beschliessen. Im Beschwerdefall obliegt die gleiche materielle Prüfungspflicht auch dem Gericht (BGE 117 V 198 E. 3a, 109 V 108 E. 2b).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">1.2</span><span> </span><span id="XX107"></span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Nach Eingang einer Neuanmeldung ist die Verwaltung zunächst zur Prüfung verpflichtet, ob die Vorbringen der versicherten Person überhaupt glaubhaft sind; verneint sie dies, so erledigt sie das Gesuch ohne weitere Abklärungen durch Nichteintreten. Dabei wird sie unter anderem zu berücksichtigen haben, ob die frühere Verfügung nur kurze oder schon längere Zeit zurückliegt, und dement</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">sprechend an die Glaubhaftmachung höhere oder weniger hohe Anforderungen stellen (ZAK 1966 S. 279, vgl. auch BGE 130 V 64 E. 5.2, 72 E. 2.2 mit Hinweisen). Insofern steht ihr ein gewisser Beurteilungsspielraum zu, den das Gericht grund</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">sätzlich zu respektieren hat. Daher hat das Gericht die Behandlung der </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Ein</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">tre</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">tensfrage</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> durch die Verwaltung nur zu überprüfen, wenn das Eintreten streitig ist, das heisst wenn die Verwaltung gestützt auf Art. 87 Abs. 3 IVV Nichteintreten beschlossen hat und die versicherte Person deswegen Beschwerde führt; hingegen unterbleibt eine richterliche Beurteilung der </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Eintretensfrage</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">, wenn die Verwal</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">tung auf die Neuanmeldung eingetreten ist (BGE 109 V 108 E. 2b).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.</span><span> </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.1</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Beschwerdegegnerin begründete ihr Nichteintreten damit (Urk. 2), dass eine wesentliche Änderung der beruflichen oder medizinischen Situation nicht fest</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">zu</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">stellen sei. Die im Bericht des Gefängnisarztes postulierte Arbeitsfähigkeit von 20-25 % sei nicht begründet. Die neuen genannten Diagnosen wie etwa die </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Gicht</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">arthropathie</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">, die Hypertonie und das Glaukom seien behandelbar und würden die Arbeitsfähigkeit nicht beeinträchtigen; ebenso wenig sei eine relevante Ein</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">schränkung im Alltag durch den Sehverlust am linken Auge zu erwarten. Es </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">bestünden daher keine Hinweise auf eine relevante dauerhafte Verschlechterung des Gesundheitszustandes. </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.2</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Demgegenüber brachte der Beschwerdeführer im Wesentlichen vor (Urk. 1), der medizinische Sachverhalt habe sich seit der Begutachtung im Jahr 2012 verän</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">dert. Neu bestünden zusätzlich ein schweres </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">lumbospondylogenes</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">, teils radiku</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">lä</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">res Syndrom, eine </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Gichtarthropathie</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">, ein Glaukom, eine Zentralvenenthrom</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">bose mit hochgradigem Sehverlust des linken Auges und eine chronische Depression. Nach Einschätzung des Gefängnisarztes bestehe neu lediglich noch eine Arbeits</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">fähigkeit von 20-25 %, was entgegen der Ansicht der Beschwerdegegnerin nach</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">vollziehbar sei. Der Sachverhalt habe sich wesentlich verändert und es sei dem</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">zufolge auf das Leistungsgesuch einzutreten. Es sei angezeigt, zur Abklärung der Restarbeitsfähigkeit ein polydisziplinäres Gutachten einzuholen. </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">3.</span><span> </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">3.1</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Referenzzeitpunkt zur Überprüfung, ob eine wesentliche Änderung des Sachverhalts glaubhaft gemacht wurde, bildet die rentenaufhebende Verfügung vom 30. April 2013 (Urk. 6/131), da zu diesem Zeitpunkt letztmals eine materielle Prüfung des Rentenanspruchs erfolgte. Zu diesem Zeitpunkt präsentierte sich der medizinische Sachverhalt wie folgt:</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">3.1.1</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Vor seiner Inhaftierung im März 2008 befand sich der Beschwerdeführer bei Dr. med. Y.___, Facharzt für Innere Medizin, in allgemeinmedizini</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">scher (hausärztlicher) Behandlung. In seinem Bericht vom 17. Dezember 2007 (Urk. 6/92) führte Dr. Y.___ aus, beim Beschwerdeführer bestünden drei </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Problemkreise. Seine Beschwerden im Zusammenhang mit den wiederholten (Auto-)</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Unfällen würden durch die Klinik Z.___ betreut und aufgrund psy</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">chischer Beschwerden befinde er sich bei einem Psychiater in Behandlung. Er, Dr. Y.___, betreue den Beschwerdeführer hinsichtlich der Colitis </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">ulcerosa</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">. Diesbezüglich gehe es dem Beschwerdeführer derzeit gut, es bestünden keine Infekt-Werte und der Beschwerdeführer komme mit entsprechender Medikation gut zurecht. Die </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">colitis</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">ulcerosa</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> sei invalidenversicherungsrechtlich nicht rele</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">vant. Bezüglich der Nacken- und Rückenbeschwerden gebe der Beschwerdeführer ein therapieresistentes Schmerzsyndrom an. Zudem gebe er an, unter Schlaflosig</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">keit zu leiden. </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">3.1.2</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Während des Strafvollzugs wurde durch die Rehaklinik A.___ eine psychia</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">trische und physikalisch-medizinische Untersuchung durchgeführt (Urk. 6/123). </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">In der psychiatrischen Stellungnahme vom 9. Mai 2012 (Urk. 6/123/1-35) wurde ausgeführt, es sei derzeit keine psychopathologische Störung mehr zu diagnos</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">tizieren. Es bestehe eine Missstimmung aufgrund der Inhaftierung und akzen</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">tu</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">ierte Persönlichkeitszüge seien wahrscheinlich (Urk. 6/123/33). Vermutlich habe im Zeitpunkt der </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Rentenzusprache</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> nicht wie angenommen eine Depression be</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">standen; viel eher habe aufgrund der Trennung respektive Scheidung von der </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Exfrau eine Verbitterungsstörung vorgelegen. Eine solche liege heute jedoch nic</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">ht mehr vor, ebenso wenig wie ein depressives Syndrom. Aktuell zeige sich der Beschwerdeführer vermindert emotional ansprechbar, leicht missmutig und be</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">drückt. Wenngleich angesichts der Haftsituation eine emotionale Herabstimmung offensichtlich und nachvollziehbar sei, könne ein eigentliches depressives Syn</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">drom nicht festgestellt werden. Eine psychisch zu begründende Arbeitsun</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">fähig</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">keit liege nicht vor (Urk. 6/123/30-32). </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">In der physikalisch-medizinischen Stellungnahme vom 15. Oktober 2012 (Urk. 6/123/41-48) wurden als Diagnosen ein Trauma des Kniegelenks, ein Unfall mit HWS-Distorsion im Jahr 2007, ein Status nach Operation an der rechten </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Schulter und ein </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">lumbospondylogenes</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> Schmerzsyndrom aufgeführt (Urk. 6/123</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">/47). Der Beschwerdeführer </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">klage</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> über Knie- und Schulterschmerzen rechtsseitig. Seit den Autounfällen im Jahr 2007 bestünden Nackenschmerzen. Zudem leide er unter ständigen Rückenschmerzen. Die meisten Beschwerden würde ihm die </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">colitis</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">ulcerosa</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> (respektive der Morbus Crohn; es sei nicht klar an welchem von beiden er leide) bescheren. Er müsse deswegen häufig auf die Toilette (bis zu 50mal am Tag, vgl. Urk. 6/123/26) und habe Schmerzen. Zudem müsse er wegen der </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">colitis</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">ulcerosa</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> Medikamente einnehmen (Urk. 6/123/42-43).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Die Gutachterin führte aus, im rechten Kniegelenk habe sich eine deutliche arthrotische Veränderung mit Knorpeldefekten und einem Meniskusriss finden lassen, welche seine diesbezüglichen Beschwerden erklären würden. An der Hals</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">wirbelsäule liessen sich klinisch radiologische Befunde objektivieren. Diese dege</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">nerativen Veränderungen würden ein zervikales Schmerzsyndrom leichten Aus</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">masses bewirken. In der Lendenwirbelsäule liessen sich globale </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">chondrotische</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> Ver</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">änderungen finden. Klinisch beschreibend liege ein </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">lumbospondylogenes</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> Schmerz</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">syndrom vor. Dem MRI des rechten Schultergelenks könne eine aktivierte AC-Gelenksarthrose und eine </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Tendinopathie</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> der Supraspinatussehne entnommen werden. Nebst der </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">artrophierten</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> Muskulatur in diesem Bereich seien die Be</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">schwerden durch diese strukturellen Läsionen erklärbar (Urk. 6/123/45-46). Aus physikalisch-medizinischer Sicht seien daher wechselbelastende, leichte bis mittelschwere Tätigkeiten ohne ständiges Kauern oder Bücken, ohne längeres </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Gehen und Stehen am Stück, ohne längeres Gehen im Gelände sowie ohne längeres Arbeiten am Stück über Brusthöhe, Heben von Gewichten über 5 kg über Brusthöhe sowie ständige </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Umwendbewegungen</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> der rechten Hand ganztags zumut</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">bar (Urk. 6/123/47). </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">3.2</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Im Zeitpunkt der Neuanmeldung präsentierte sich der Sachverhalt im Wesent</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">lichen wie folgt:</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">3.2.1</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Am 21. November 2017 berichtete der Gefängnisarzt (Urk. 6/150), beim Beschwe</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">r</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">de</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">führer würden seit Haftbeginn im Jahr 2010 die Diagnosen eines schweren </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">lumbospondylogenen</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">, teils radikulären Syndroms, eine schwere </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">colitis</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">ulcerosa</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">, eine chronische Periarthritis </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">humeroscapularis</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">, eine </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Gichtarthropathie</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">, ein Glau</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">kom, eine Zentralvenenthrombose mit Sehverlust des linken Auges, Kniebe</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">schwerden, eine Hypertonie, ein Diabetes mellitus Typ II und eine chronische Depression vorliegen. Während der Haftzeit hätten sich diese Krankheiten ver</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">schlechtert. Der Beschwerdeführer sei deswegen in der Strafanstalt nicht mehr für normale Arbeiten einsetzbar, obschon die Anforderungen dafür nicht sonderlich hoch seien. In seiner früheren Tätigkeit als Maler sei er überhaupt nicht mehr arbeitsfähig. In einer seiner körperlichen Verfassung angepassten Tätigkeit bestehe eine Restarbeitsfähigkeit von höchstens 20-25 %. </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">3.2.2</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">In der Stellungnahme des regionalen ärztlichen Dienstes (RAD) vom 15. Dezember 2017 (Urk. 6/151/3) wurde ausgeführt, der Gefängnisarzt führe für seine Einschätzung der Verschlechterung des Gesundheitszustandes und der Arbeits</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">fähigkeit keine Befunde auf. Die Zunahme degenerativer Veränderungen im Verlauf sei nicht ungewöhnlich. Neu seien die Diagnosen </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Gichtarthropathie</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">, Glaukom, Diabetes mellitus, Hypertonie und Zentralvenenthrombose mit Sehver</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">lust des linken Auges hinzugetreten. Die restlichen Diagnosen seien bereits bei der Rentenaufhebung bekannt gewesen. Die neuen Diagnosen seien einer Be</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">handlung zugänglich und würden die Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers nicht relevant einschränken. Es bestünden keine Hinweise auf eine Verschlech</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">te</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">rung des Gesundheitszustandes. </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">4.</span><span> </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">4.1</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Strittig und zu prüfen ist, ob glaubhaft dargelegt ist, dass der Gesundheitszustand des Beschwerdeführers seit dem 30. April 2013 eine anspruchsrelevante Ände</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">rung erfahren hat. </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">4.2</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">In der 2012 stattgefundenen psychiatrischen Begutachtung konnte kein depres</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">sives Syndrom (mehr) festgestellt werden und es lagen auch keine Anzeichen für eine Verbitterungsstörung mehr vor. Der Beschwerdeführer zeigte sich zwar ver</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">mindert emotional ansprechbar, leicht missmutig und bedrückt, was gemäss gut</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">achterlicher Einschätzung jedoch nicht auf eine depressive Symptomatik schliessen</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> lasse, sondern Ausdruck der Haftsituation sei (vgl. E. 3.1.2). Der Gefängnisarzt </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">beschreibt den Beschwerdeführer demgegenüber als chronisch depressiv. Befunde</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">, welche auf diese Diagnose schliessen lassen würden, führte er nicht auf (vgl. E. 3.2.1). Hinweise darauf, dass sich die psychische Situation verändert hätte, bestehen daher nicht.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">4.3</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">In der physikalisch-medizinischen Einschätzung aus dem Jahr 2012 wurde beim Beschwerdeführer bereits sowohl ein zervikales als auch ein </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">lumbospondylogenes</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> Schmerzsyndrom diagnostiziert. Sowohl an der Hals- als auch an der Lenden</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">wirbelsäule wurden degenerative Veränderungen festgestellt, welche als ursäch</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">lich für entsprechende Beschwerden erachtet wurden. Ebenso waren Beschwerden im Knie und der Schulter rechtsseitig bereits damals aktenkundig und wurden auf entsprechende degenerative Veränderungen zurückgeführt (vgl. E. 3.1.2). Bereits im Jahr 2007 wurde nebst den Befunden an Wirbelsäule, Knie und Schulter ausserdem eine Gicht mit Gonarthritis festgestellt (vgl. Urk. 6/65/5). Im Bericht des Gefängnisarztes werden keine Befunde aufgeführt, welche darauf hinweisen würden, dass sich die bereits 2012 festgestellten Beschwerden und Einschrän</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">kungen des Bewegungsapparates massgeblich verändert hätten. </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Auch die </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">colitis</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">ulcerosa</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> war bereits vor der Inhaftierung des Beschwerdeführers bekannt. Nach Angabe seines damals behandelnden Arztes war diese unter Ein</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">nahme entsprechender Medikamente gut eingestellt (vgl. E. 3.1.1). Ebenso litt der Beschwerdeführer 2012 unter den Schmerzen und den Beschwerden verursacht durch die </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">colitis</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">ulcerosa</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> und war diesbezüglich auf die Einnahme von Medi</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">ka</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">menten angewiesen (vgl. E. 3.1.2). Die nun weiterhin bestehende und </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">behand</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">lungsbedürftige</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">colitis</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">ulcerosa</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> weist daher ebenfalls nicht auf eine anspruchs</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">relevante Änderung des Gesundheitszustandes hin.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">4.4</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Neu werden die Diagnosen Glaukom, Zentralvenenthrombose mit Sehverlust des linken Auges, Hypertonie und Diabetes mellitus Typ II aufgeführt. Befunde, welche für diese Diagnosen sprechen würden, werden demgegenüber nicht ge</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">nannt (vgl. E. 3.2.1). Nach Einschätzung des RAD sind diese Beschwerden einer Behand</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">lung zugänglich und schränken die Arbeitsfähigkeit des Beschwerde</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">füh</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">rers nicht weiter ein (vgl. E. 3.2.2). Anhaltspunkte dafür, dass dadurch eine an</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">spruchsrelevante Änderung des Gesundheitszustandes bestehen könnte, be</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">steh</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">en daher nicht. </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">4.5</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Dass der RAD in seiner Stellungnahme gestützt auf die aufliegenden Akten zum Schluss gelangte, eine anspruchsrelevante Änderung des medizinischen Sachver</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">halts sei nicht ausgewiesen, ist vor diesem Hintergrund nicht zu beanstanden. Ebenso wenig finden sich Hinweise darauf, dass dem Beschwerdeführer – trotz allenfalls fortschreitender bekannter und neu gestellter Diagnosen - eine ange</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">passte Tätigkeit, entsprechend dem 2012 formulierten Belastungsprofil (vgl. E. 3.1.2) nun nicht mehr zumutbar sein sollte (vgl. auch die Angaben in der Neu</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">anmeldung, wonach die gesundheitlichen Beeinträchtigungen seit 2004 bestehen, Urk. 6/141/6). Die unbegründete Angabe des Gefängnisarztes, eine angepasste Tätigkeit sei angesichts der Diagnosen lediglich noch zu 20-25 % zumutbar, ver</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">mag jedenfalls keine entsprechenden Anhaltspunkte aufzuzeigen. Es bestehen daher weder Anhaltspunkte für eine wesentliche Änderung des Gesundheits</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">zu</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">standes noch auf dessen Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit. </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">5.</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Vor diesem Hintergrund vermag der Beschwerdeführer eine anspruchsrelevante, das heisst Auswirkungen auf die Leistungsfähigkeit zeitigende, Änderung seines Gesundheitszustandes und damit eine Änderung des Invaliditätsgrades nicht glaubhaft darzulegen. Die angefochtene Verfügung mit welcher die Beschwerde</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">gegnerin auf sein Leistungsgesuch nicht eingetreten ist, erweist sich daher als rechtens, weshalb die Beschwerde abzuweisen ist.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">6.</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Die Kost</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">en des Verfahrens sind auf Fr. 6</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">00.-- festzusetzen und ausgangsgemäss vo</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">m</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> Beschwerdeführer zu tragen (</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Art. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">69 </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Abs. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">1</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">bis</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> IVG).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Standard berschrift3"><span class="Standard berschrift3">Das Gericht erkennt:</span><span id="BeginnMateriell"></span></p><p class="Standard Dispotext DispoHngend"><span class="Standard Dispotext DispoHngend">1.</span><span> </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">Die </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">Beschwerde</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend"> wird abgewiesen.</span></p><p class="Standard Dispotext DispoHngend"><span class="Standard Dispotext DispoHngend">2.</span><span> </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">Die Gerichtskosten von </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">Fr. </span><span id="Text1"></span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">600</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">.-- werden </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">dem Beschwerdeführer</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend"> auferlegt.</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend"> </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">Rechnung und Einzahlungsschein werden </span><span id="Text2"></span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">dem</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend"> Kostenpflichtigen nach Eintritt der Rechtskraft zugestellt.</span></p><p class="Standard Dispotext DispoHngend"><span class="Standard Dispotext DispoHngend">3.</span><span> </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">Zustellung gegen Empfangsschein an:</span></p><p class="Standard Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">Rechtsanwalt Gian Andrea </span><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">Danuser</span></p><p class="Standard Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle</span></p><p class="Standard Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">Bundesamt für Sozialversicherungen</span></p><p class="Standard Dispotext DispoEinzug"><span class="Standard Dispotext DispoEinzug">sowie an:</span></p><p class="Standard Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">Gerichtskasse (im Dispositiv nach Eintritt der Rechtskraft)</span></p><p class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span id="CURSOR"></span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">4.</span><span> </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Gegen diesen Entscheid kann innert </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">30 Tagen</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"> seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundes</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">gesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 15. Juli bis und mit 15. August sowie vom 18. Dezember bis und mit dem 2. Januar (Art. 46 BGG).</span></p><p class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span> </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzustellen.</span></p><p class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span> </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweis</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">mittel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat (Art. 42 BGG).</span></p><p class="Standard Dispotext DispoHngend"><br/></p><p class="Standard berschrift3"><br/></p><p class="Standard berschrift3"><span class="Standard berschrift3">Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich</span></p><p><br/></p><p>Der VorsitzendeDie Gerichtsschreiberin</p><p><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p>HurstMeier </p><p></p></div> </div></body></html>