Kantonsgericht Schwyz Urteil vom 27. Dezember 2022 ZK1 2020 44 Mitwirkend Kantonsgerichtsvizepräsident lic. iur. Stefan Weber, Kantonsrichter Pius Schuler, Jeannette Soro, Bettina Krienbühl und Dr. Veronika Bürgler Trutmann. Gerichtsschreiber MLaw Patrick Neidhart. In Sachen A.________, Beklagter, Berufungsführer und Anschlussberufungsgegner, vertreten durch Rechtsanwältin B.________, gegen C.________, Klägerin, Berufungsgegnerin und Anschlussberufungsführerin, vertreten durch Rechtsanwalt D.________, betreffend Ehescheidung (Unterhalt, Güterrecht) (Berufung und Anschlussberufung gegen das Urteil des Einzelrichters am Be- zirksgericht Schwyz vom 13. November 2020, ZEO 2017 101);- hat die 1. Zivilkammer,Kantonsgericht Schwyz 2 nachdem sich ergeben: A. Die Klägerin reichte am 12. Dezember 2017 eine unbegründete Schei- dungsklage ein (Vi-act. 1). An der Einigungsverhandlung vom 30. Januar 2018 anerkannte der Beklagte den geltend gemachten Scheidungsgrund des zwei- jährigen Getrenntlebens. Eine Einigung über die Scheidung konnte nicht er- zielt werden (Vi-act. 7). Am 7. Mai 2018 reichte die Klägerin die Klagebegrün- dung ein (Vi-act. 13). Der Beklagte erstattete am 30. August 2018 die Kla- geantwort (Vi-act. 18). An der Instruktionsverhandlung vom 8. November 2018 erklärten sich die Parteien mit der Erstellung einer Verkehrswertschätzung der Liegenschaft E.________weg zz einverstanden (Vi-act. 21). Am 28. Oktober 2019 fand die Hauptverhandlung statt und die Parteien erhielten Gelegenheit zu je zwei Parteivorträgen (Vi-act. 35). Die Vorinstanz forderte die Parteien mit Verfügung vom 26. Februar 2020 auf, weitere Unterlagen einzureichen und ordnete die Befragung der Tochter L.________ als Zeugin sowie einen Au- genschein an der Liegenschaft des Beklagten an (Vi-act. 42-44). Am 31. Au- gust 2020 wurde zunächst der Augenschein an der Liegenschaft des Beklag- ten durchgeführt (Vi-act. 63) und anschliessend die Hauptverhandlung mit Befragung der Zeugin L.________ sowie der Parteien fortgesetzt (Vi-act. 64). Die von der Klägerin zuletzt aufrecht erhaltenen Rechtsbegehren lauteten wie folgt (Vi-act. 65): 1. Die zwischen den Parteien am ________ vor dem Zivilstandsamt Schwyz/SZ geschlossene Ehe sei nach Art. 114 ZGB zu scheiden. 2. Der Beklagte sei zu verpflichten, der Klägerin monatlich und im Voraus einen Unterhaltsbeitrag von CHF 2’979.65/Monat zu be- zahlen, und zwar ab Rechtskraft des Scheidungspunktes bis zum Eintritt des Beklagten in das ordentliche AHV-Alter. 3. Die Unterhaltsbeiträge gemäss Ziff. 2 vorstehend seien praxis- gemäss zu indexieren. 4.1 Der Beklagte sei zu verpflichten, der Klägerin in Abgeltung ihrer güterrechtlichen Ansprüche einen Betrag von CHF 340’863.85, zzgl. Zins seit 12.12.2017, zu bezahlen.Kantonsgericht Schwyz 3 4.2 Davon Vormerk zu nehmen sei, dass etwaige, ausstehende Unter- haltsbeiträge für die Zeit ab heute bis zur Rechtskraft des Schei- dungsurteils vorbehalten bleiben. 5. Die Pensionskasse M.________ sei anzuweisen, vom Freizügig- keitsguthaben des Beklagten, Mitglieder-Nr. yy, den Betrag von CHF 135’853.50, zzgl. Zins seit 12.12.2017 (Datum der Einleitung des Scheidungsverfahrens) auf das Vorsorgekonto der Klägerin, Versicherten-Nr. xx, Dossier-Nr. ww, Sozialversicherungs-Nr. vv, bei der G.________, zu überweisen. 6. Die anderslautenden Anträge des Beklagten seien abzuweisen, soweit überhaupt darauf einzutreten ist. 7. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen (zzgl. MwSt.) zulasten des Beklagten. Der Beklagte stellte folgende Anträge (Vi-act. 38): 1. Die Anträge der Scheidungsklage seien vollumfänglich abzuwei- sen. 2. Es sei von nachehelichem Unterhalt zugunsten der Ehefrau abzu- sehen. 3.1 In güterrechtlicher Hinsicht sei der Beklagte zu verpflichten, - der Klägerin innert 90 Tagen seit Rechtskraft des Schei- dungsurteils den Betrag von Fr. 107’986.50 zu bezahlen, wobei sie die bereits unter ihrem Namen laufenden Konti und Vermögenswerte im Eigentum behält. - nach Eintritt der Rechtskraft des Scheidungsurteils zuguns- ten seines Sohnes N.________ an der Liegenschaft KTN uu Schwyz ein Vorkaufsrecht und ein (bedingtes) Kaufrecht einzuräumen und im Grundbuch eintragen zu lassen, wobei ein limitiertes Vorkaufsrecht mit Kaufpreis von Fr. 690’000.00 festzulegen sei, sofern bei der güterrechtli- chen Auseinandersetzung mit diesem Liegenschaftsver- kehrswert effektiv gerechnet wird. 3.2 Sofern bei der güterrechtlichen Auseinandersetzung hinsichtlich des Liegenschaftsverkehrswertes mit Fr. 780’000.00 gerechnet wird, sei die Klägerin zu verpflichten, sich an einem allfälligen Ver- lustanteil bei der zukünftigen Veräusserung der Liegenschaft zu beteiligen und dem Beklagten der alsdann errechnete Verlustanteil innert 30 Tagen seit der Eigentumsübertragung zu bezahlen. 4. Es seien die Pensionskassenguthaben gemäss Gesetz zu teilen.Kantonsgericht Schwyz 4 5. Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zulasten der Kläge- rin. Mit Urteil vom 13. November 2020 erkannte der Einzelrichter am Bezirksge- richt Schwyz was folgt: 1. Die am ________ vor dem Zivilstandsamt Schwyz/SZ geschlosse- ne Ehe der Parteien wird geschieden. 2.1 Der Ehemann wird verpflichtet, der Ehefrau folgende nacheheli- chen, zu indexierenden Unterhaltsbeiträge zu bezahlen, zahlbar monatlich im Voraus jeweils auf den Ersten eines jeden Monats: - ab Rechtskraft des Scheidungspunkts bis Ende des sechs- ten Monats nach Rechtskraft des Scheidungspunkts: Fr. 2’090.00; - ab dem siebten Monat nach Rechtskraft des Scheidungs- punkts bis zum Eintritt des ordentlichen AHV-Alters des Ehemanns: Fr. 960.00. 2.2 Die Unterhaltsbeiträge gemäss Ziffer 2.1 basieren auf dem heuti- gen Stand des Landesindexes der Konsumentenpreise von 101.2 Punkten (Stand September 2020, Basis Dezember 2015). Sie wer- den jeweils auf den 1. Januar dem Indexstand des vorangehenden Novembers angepasst, und zwar gemäss der nachstehenden Formel, wobei auf ganze Franken auf- oder abzurunden ist: erster UB x neuer Indexstand neuer Unterhaltsbeitrag = ------------------------------------------- erster Indexstand Der Ehemann kann eine Anpassung an den neuen Index in dem Umfang verweigern, als er bis zum 31. Januar des betreffenden Jahrs urkundlich nachweist, dass sich sein Lohn im Verhältnis zum Lohn im Zeitpunkt der Scheidung nicht entsprechend erhöht hat. 3.1 Der Ehemann wird verpflichtet, der Ehefrau in Abfindung ihres güterrechtlichen Anspruchs innert 90 Tagen nach Rechtskraft die- ses Urteils den Betrag von Fr. 308’425.65 zu bezahlen. 3.2 Offene Unterhaltsforderungen bis zur Rechtskraft des Scheidungs- urteils sowie offene Forderungen aus Gerichtskostenersatz und Parteientschädigung der Ehefrau gegenüber dem Ehemann blei- ben vorbehalten. 4. Die Pensionskasse M.________ wird angewiesen, vom Freizügig- keitsguthaben des Ehemanns (Mitglied-Nr. yy) den Betrag von Fr. 135’853.50 zzgl. Zins seit 12. Dezember 2017 (Datum Einlei-Kantonsgericht Schwyz 5 tung des Scheidungsverfahrens; Art. 122 ZGB) auf das Konto der Ehefrau (AHV-Nr. vv) bei der G.________, zu überweisen. 5. Im Übrigen werden die Anträge der Ehegatten abgewiesen. 6. Die Gerichtskosten von Fr. 9’169.10 (inkl. Kosten Beweisführung von Fr. 2’169.10) werden zu 1/3 der Ehefrau (mithin Fr. 3’056.35) und zu 2/3 dem Ehemann (mithin Fr. 6’112.75) auferlegt. Sie wer- den liquidiert, indem sie mit dem von der Ehefrau geleisteten Kos- tenvorschuss von Fr. 6’000.00 verrechnet werden. Die Bezirksge- richtskasse hat beim Ehemann einen Betrag von Fr. 3’169.10 nachzufordern. Der Ehemann hat der Ehefrau den Betrag von Fr. 2’943.65 direkt zu ersetzen. 7. Der Ehemann wird verpflichtet, der Ehefrau eine Parteientschädi- gung von Fr. 5’527.85 (inkl. Auslagen und MWSt) zu bezahlen. 8. [Rechtsmittel] 9. [Zufertigung] B. Dagegen erhob der Berufungsführer am 16. Dezember 2020 Berufung und stellte folgende Rechtsbegehren (KG-act. 1): 1. Das Scheidungsurteil vom 13.11.2020 sei betr. Dispositivziffern 2.1, 2.2, 3.1, 3.2, 6 und 7 aufzuheben und in Gutheissung der Be- rufung sei was folgt zu entscheiden: 2. Es sei der Berufungsführer von der Pflicht zur Zahlung von Ehegat- tenunterhalt an die Berufungsgegnerin ab 1.1.2018 (rückwirkend), eventuell ab 1.1.2021 (Rechtskraft Scheidungspunkt) zu befreien. 3. Der Berufungsführer sei zu verpflichten, der Ehefrau in Abfindung ihres güterrechtlichen Anspruchs innert 90 Tagen nach rechtskräf- tigem Urteilsspruch den Betrag von Fr. 261’617.50 zu bezahlen. 4. Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen – sowohl für das erstinstanzliche wie auch das zweitinstanzliche Verfahren – zulas- ten der Berufungsgegnerin. Am 1. Februar 2021 reichte die Berufungsgegnerin die Berufungsantwort ein und erhob Anschlussberufung mit folgenden Anträgen (KG-act. 7): 1. Die Berufung sei vollumfänglich abzuweisen, soweit darauf einzu- treten sei.Kantonsgericht Schwyz 6 2.1 Es sei Dispositiv-Ziffer 2.1 des angefochtenen Urteils aufzuheben und es sei der Berufungskläger/Anschlussberufungsbeklagte zu verpflichten, der Berufungsbeklagten/Anschlussberufungsklägerin ab Rechtskraft des Scheidungspunktes bis zum Eintritt des ordent- lichen AHV-Alters des Berufungsklägers/Anschlussberufungs- beklagten monatlich und im Voraus jeweils auf den Ersten eines jeden Monats einen nachehelichen, zu indexierenden Unterhalts- beitrag von CHF 2’200.00 zu bezahlen. 2.2 Eventualiter sei Dispositiv-Ziffer 2.1 des angefochtenen Urteils auf- zuheben und es sei die Angelegenheit zur Neubeurteilung an die Vorinstanz zurückzuweisen. 2.3 Subeventualiter sei Dispositiv-Ziffer 2.1 des angefochtenen Urteils aufzuheben und es sei der Berufungskläger/Anschlussberufungs- beklagte zu verpflichten, der Berufungsbeklagten/Anschlussberu- fungsklägerin folgende nacheheliche, zu indexierende Unterhalts- beiträge zu bezahlen, zahlbar monatlich und im Voraus jeweils auf den Ersten eines jeden Monats: a) Ab Rechtskraft des Scheidungspunktes bis Ende des sechs- ten Monats nach Vollstreckbarkeit des Berufungsentschei- des: CHF 2’200.00; b) Anschliessend bis zum Eintritt des ordentlichen AHV-Alters des Berufungsklägers/Anschlussberufungsbeklagten: CHF 1’270.00. 3. Es sei Dispositiv-Ziffer 3.1 des angefochtenen Urteils aufzuheben und es sei der Berufungskläger/Anschlussberufungsbeklagte zu verpflichten, der Berufungsbeklagten/Anschlussberufungsklägerin in Abfindung ihres güterrechtlichen Anspruchs innert 90 Tagen nach Vollstreckbarkeit des Berufungsentscheides den Betrag von CHF 335’920.75 zu bezahlen. 4. Es sei Dispositiv-Ziffer 6 des angefochtenen Urteils aufzuheben und es seien die erstinstanzlichen Gerichtskosten von CHF 9’169.10 zu 1/4 der Berufungsbeklagten/Anschlussberufungs- klägerin (d.h. CHF 2’292.25) und zu 3/4 dem Berufungsklä- ger/Anschlussberufungsbeklagten (d.h. CHF 6’876.85) aufzuerle- gen. Sie seien zu liquidieren, indem sie mit dem von der Beru- fungsbeklagten/Anschlussberufungsklägerin geleisteten Kosten- vorschuss von CHF 6’000.00 verrechnet werden. Die Bezirksge- richtskasse habe beim Berufungsklä- ger/Anschlussberufungsbeklagten den Betrag von CHF 3’169.10 nachzufordern. Der Berufungskläger/Anschlussberufungsbeklagte habe der Berufungsbeklagten/Anschlussberufungsklägerin den Be- trag von CHF 3’707.75 direkt zu ersetzen.Kantonsgericht Schwyz 7 5. Es sei Dispositiv-Ziffer 7 des angefochtenen Urteils aufzuheben und es sei der Berufungskläger/Anschlussberufungsbeklagte zu verpflichten, der Berufungsbeklagten/Anschlussberufungsklägerin für das erstinstanzliche Verfahren eine Parteientschädigung von CHF 8’291.80 (inkl. Auslagen und MwSt.) zu bezahlen. 6. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen (zzgl. MwSt.) zulasten des Berufungsklägers/Anschlussberufungsbeklagten. Der Berufungsführer erstattete am 5. März 2021 die Anschlussberufungsant- wort und beantragte, die Anschlussberufung unter Kosten- und Entschädi- gungsfolgen zulasten der Berufungsgegnerin abzuweisen (KG-act. 10). Am 29. April 2021 reichte die Berufungsgegnerin eine Stellungnahme zur An- schlussberufungsantwort ein (KG-act. 14). C. Auf die einzelnen Vorbringen der Parteien wird, soweit notwendig, in den nachfolgenden Erwägungen eingegangen;- in Erwägung: 1. a) Die Parteien fochten mit Berufung bzw. Anschlussberufung das Urteil des Einzelrichters am Bezirksgericht Schwyz vom 13. November 2020 hin- sichtlich des nachehelichen Unterhalts (Dispositivziffern 2.1 und 2.2), des Güterrechts (Dispositivziffern 3.1 und 3.2), sowie der Kosten- und Entschädi- gungsfolgen (Dispositivziffern 6 und 7) an (KG-act. 1 und 7). Nicht angefoch- ten wurden der Scheidungspunkt (Dispositivziffer 1) und die Teilung der Pen- sionskassenguthaben (Dispositivziffer 4), die somit in Rechtskraft erwuchsen. b) Für das Scheidungsverfahren statuiert die Zivilprozessordnung in erster Linie die Sachverhaltsfeststellung von Amtes wegen (Art. 277 Abs. 3 ZPO; sog. soziale Untersuchungsmaxime; vgl. BGer Urteil 4A_229/2017 vom 7. De- zember 2017 E. 3.3.1). Für die güterrechtliche Auseinandersetzung und den nachehelichen Unterhalt gilt indessen der Verhandlungsgrundsatz (Art. 277 Abs. 1 ZPO; mit Abschwächung in Art. 277 Abs. 2 ZPO) und überdies die Dis- positionsmaxime (Art. 58 Abs. 1 ZPO; im Gegensatz zur beruflichen Vorsorge Kantonsgericht Schwyz 8 [vgl. BGE 129 III 481 E. 3.3; BGer Urteil 5A_408/2018 vom 28. November 2018 E. 5; Sutter-Somm/Lazic, in: Sutter-Somm/Hasenböhler/Leuenberger [Hrsg.], Kommentar zur Schweizerischen Zivilprozessordnung, 3. A., 2016, Art. 290 ZPO N 22]). 2. Unterhalt a) Anwendbare Methode Der Berufungsführer rügt die Anwendung der zweistufigen Methode bei der Unterhaltsberechnung. Die Vorinstanz zitiere einen Bundesgerichtsentscheid zum Eheschutz. Das Ergebnis der Vorinstanz komme einem Eheschutzent- scheid gleich, womit sie nicht nur den clean-break-Grundsatz bei einer Ehe- scheidung, sondern auch Art. 125 ZGB verletze (KG-act. 1 S. 4 ff. Rn. 2.4). In BGE 147 III 293 erklärte das Bundesgericht im Bereich des nachehelichen Unterhalts die zweistufig-konkrete Methode für verbindlich, soweit nicht aus- nahmsweise eine Situation vorliegt, bei welcher diese schlicht keinen Sinn macht, wie dies insbesondere bei aussergewöhnlich günstigen finanziellen Verhältnissen der Fall sein kann (BGE 147 III 293 E. 4.5). Die Vorinstanz ging zum Zeitpunkt der Trennung von einem Einkommen des Berufungsführers von Fr. 5’761.58 (zzgl. Genossennutzen von Fr. 11.65 und Wertschriftenertrag von Fr. 20.83) und von einem Einkommen der Berufungsgegnerin von Fr. 1’143.58 aus (angefochtenes Urteil E. 2.4.1). Somit liegen keine aussergewöhnlich günstigen finanziellen Verhältnisse vor. Die Anwendung der zweistufigen Me- thode durch die Vorinstanz ist somit nicht zu beanstanden bzw. entspricht sie der neueren bundesgerichtlichen Rechtsprechung. b) Qualifizierung als lebensprägende Ehe Ist einem Ehegatten nicht zuzumuten, dass er für den ihm gebührenden Un- terhalt unter Einschluss einer angemessenen Altersvorsorge selbst aufkommt, Kantonsgericht Schwyz 9 so hat ihm der andere einen angemessenen Beitrag zu leisten (Art. 125 Abs. 1 ZGB). Ausgangspunkt ist, ob die Ehe lebensprägend war oder nicht. Lebens- prägend ist eine Ehe jedenfalls dann, wenn der eine Ehegatte aufgrund eines gemeinsamen Lebensplanes sein Erwerbsleben und damit seine ökonomi- sche Selbständigkeit zugunsten der Besorgung des Haushaltes und der Er- ziehung der Kinder aufgegeben hat und es ihm zufolge dieser gemeinsamen Entscheidung nach langjähriger Ehe nicht mehr möglich ist, an seiner früheren beruflichen Stellung anzuknüpfen oder einer anderen Erwerbstätigkeit nach- zugehen, welche ähnlichen ökonomischen Erfolg verspricht. Diesfalls soll der- jenige Ehegatte, der auf seine frühere wirtschaftliche Selbständigkeit verzich- tet hat, um während vieler Ehejahre seine Unterhaltsleistungen an die Ge- meinschaft im Sinne von Art. 163 ZGB in nicht pekuniärer Form zu erbringen, auch nach der Ehe in angemessener Weise die Solidarität des anderen in Anspruch nehmen dürfen, soweit er darauf angewiesen ist (BGE 147 III 249 E. 3.4.3). Das Bundesgericht liess in BGE 147 III 249 ausdrücklich offen, ob die in der früheren bundesgerichtlichen Rechtsprechung aufgestellte Vermu- tung, dass eine lebensprägende Ehe vorliegt, wenn die Ehe mindestens zehn Jahre dauerte oder wenn gemeinsame Kinder während der Ehe geboren wur- den, heute noch zeitgemäss ist. Es betont aber, dass Richtlinien nie schema- tisch, d.h. losgelöst von den Besonderheiten des Einzelfalles gehandhabt werden dürfen (BGE 147 III 249 E. 3.4.3). Die Parteien bestreiten die vorinstanzliche Qualifizierung als lebensprägende Ehe nicht. Die Ehe dauerte 36 Jahre bzw. 30 Jahre bis zur Trennung und aus ihr gingen drei mittlerweile volljährige Kinder hervor. Sodann hielt die Vor- instanz fest, es sei unbestritten geblieben, dass die Berufungsgegnerin nach der Geburt des ersten Kinds im Jahr 1986 während mehrerer Jahre keiner Erwerbstätigkeit nachgegangen sei, sondern primär den Haushalt und die Kindererziehung übernommen habe (angefochtenes Urteil E. 2.2). Der Beru- fungsführer rügt zwar, der vorinstanzliche Entscheid supponiere, dass die Be- rufungsgegnerin aus der Ehe nur Nachteile gezogen hätte, womit sie die Ehe Kantonsgericht Schwyz 10 auf eine die berufliche Entfaltung hinderliche Institution reduziere, was dem Sinn der Ehe nicht gerecht werde. Darüber hinaus erwähnte er wie bereits im erstinstanzlichen Verfahren, dass die Berufungsgegnerin im Jahr 2004 eine Pacht im Restaurant F.________ übernommen habe (KG-act. 1 S. 4 Rn. 2.2). Mit diesen Ausführungen bestreitet der Berufungsführer die Ausführungen der Berufungsgegnerin und die Feststellungen der Vorinstanz, wonach die Beru- fungsgegnerin nach der Geburt des ersten Kindes im Jahr 1986 keiner Er- werbstätigkeit nachgegangen sei und sich stattdessen um den Haushalt und die Kindererziehung gekümmert habe, nicht. Die Berufungsgegnerin hat somit während ca. 18 Jahren auf eine wirtschaftliche Selbständigkeit verzichtet und ihre Unterhaltsleistungen an die Gemeinschaft im Sinne von Art. 163 ZGB in nicht pekuniärer Form erbracht. Folglich war die Ehe lebensprägend. c) Einkommen im Zeitpunkt der Trennung aa) Die Bejahung einer lebensprägenden Ehe führt nicht automatisch zu einem Anspruch auf nachehelichen Unterhalt. Ab dem Zeitpunkt der Schei- dung bzw. ab dem Trennungszeitpunkt, wenn keine vernünftige Aussicht auf Wiederaufnahme des Ehelebens mehr besteht, gilt nach dem klaren Wortlaut von Art. 125 Abs. 1 ZGB das Primat der Eigenversorgung und damit grundsätzlich eine Obliegenheit zur (Wieder-)Eingliederung in den Arbeitspro- zess bzw. zur Ausdehnung einer bestehenden Tätigkeit. Der Zuspruch eines Unterhaltsbeitrages ist hierzu subsidiär und nur geschuldet, wenn der ge- bührende Unterhalt bei zumutbarer Anstrengung nicht oder nicht vollständig durch Eigenleistung gedeckt werden kann. Bei der Eigenversorgungskapazität ist als Rechtsfrage zu prüfen, was unter den konkreten Umständen an eigener Erwerbstätigkeit zumutbar ist, und in tatsächlicher Hinsicht, was sich ange- sichts der konkreten Verhältnisse bei hinreichenden Anstrengungen effektiv als möglich erweist. Aufgrund des Vorrangs der Eigenversorgung muss für die Eigenversorgungsobliegenheit des potentiell anspruchsberechtigten Teils der gleiche Massstab gelten wie für den unterhaltsverpflichteten Ehegatten. Kantonsgericht Schwyz 11 Grundsätzlich gilt ein Vollzeiterwerb als zumutbar. Davon ist nur abzuweichen, wenn der betreffende Teil gemeinsame Kinder betreut. Bei den tatsächlichen Verhältnissen ist auf das Alter, die körperliche Gesundheit, die sprachlichen Kenntnisse, die bisherigen Tätigkeiten, die bisherigen und die für den Wieder- einstieg zumutbaren Aus- und Weiterbildungen, die persönliche Flexibilität, die Lage auf dem Arbeitsmarkt, mithin generell auf die konkreten Chancen abzu- stellen, in einem bestimmten Bereich, der nicht zwingend dem früheren Tätig- keitsfeld entsprechen muss, einer Erwerbstätigkeit nachzugehen. Auch hier stehen nicht generalisierende Vermutungen, sondern die konkreten Umstände des Einzelfalles im Zentrum (BGE 147 III 249 E. 3.4.4 m.w.H.). bb) Der Berufungsführer bestreitet die Höhe der Einkommen zum Zeitpunkt der Trennung nicht, rügt aber das Abstellen der Vorinstanz auf den Tren- nungszeitpunkt (KG-act. 1 S. 9 f. Rn. 2.7). Sowohl beim ehelichen als auch beim nachehelichen Unterhalt bildet die bisherige Lebensführung den Aus- gangspunkt für die Bestimmung des gebührenden Unterhaltes beider Ehegat- ten. Der nacheheliche Unterhalt muss sich darauf beschränken, die Aufrecht- erhaltung des zuletzt gemeinsam gelebten Standards zu ermöglichen, auf dessen Fortführung bei genügenden Mitteln beide Teile Anspruch haben. Gleichzeitig bildet der betreffende Standard aber auch die Obergrenze des gebührenden Unterhalts (BGE 147 III 293 E. 4.4 m.w.H.). Abzustellen ist folg- lich auf den zuletzt gelebten Standard. Indem die Vorinstanz auf den Tren- nungszeitpunkt abstellte, wählte sie gerade den Zeitpunkt, der dem zuletzt gelebten Standard entspricht. Unerheblich ist das Vorbringen des Berufungs- führers, das Einkommen der Berufungsgegnerin sei nicht immer gleich hoch gewesen während des Zusammenlebens und es habe kein zweites Einkom- men gebraucht, damit die Eheleute ihr bescheidenes Leben hätten finanzieren können (KG-act. 1 S. 9 Rn. 2.7), weil der Berufungsführer damit auf einen früheren Zeitpunkt des Zusammenlebens und nicht auf den zuletzt gelebten Standard verweist. Abzustellen ist auf den zuletzt gelebten Standard, der auch Kantonsgericht Schwyz 12 das Einkommen der Berufungsgegnerin zu berücksichtigen hat. Das vor- instanzliche Urteil ist diesbezüglich nicht zu beanstanden. cc) Die Berufungsgegnerin bringt vor, die Vorinstanz hätte beim Einkommen des Berufungsführers einen Mietertrag von Fr. 433.33 berücksichtigen müs- sen, weil der gemeinsame Sohn in der Einliegerwohnung gelebt habe und der Betrag aus der Steuererklärung 2013 hervorgehe (KG-act. 7 S. 10 f. Rn. 27). Die Parteien gaben an, der gemeinsame Sohn habe zwischenzeitlich in der Einliegerwohnung gewohnt (Vi-act. 64 S. 6 f. Frage 50 und S. 14 Frage 121). Ob er dafür einen Mietzins bezahlt hatte und wie hoch der war, geht aus den Aussagen der Berufungsgegnerin aber nicht hervor. Der Berufungsführer sag- te aus, der Sohn habe diese als zweites Zuhause gehabt, dem könne man nicht vermieten sagen (Vi-act. 64 S. 14 Frage 121). In der Steuererklärung 2013 gaben die Parteien auf Formular 5 nebst dem Eigenmietwert von Fr. 11’479.00 (Ziff. B.3) unter Ziff. B.5 „Ertrag aus Vermietung/Verpachtung v. Privat- u. Geschäftsräumen“ einen Ertrag von Fr. 5’200.00 an (Vi-act. 37/22 S. 13). Auf S. 14 der Steuererklärung deklarierten sie unter dem Titel „B.5 De- tails zum Mietertrag“, dass es sich um die Einliegerwohnung handle und der Mieter N.________ sei (Vi-act. 37/22 S. 14). Angesichts dessen trifft es nicht zu, dass lediglich der Eigenmietwert in der Steuererklärung angegeben wurde. Vielmehr muss aus der Steuererklärung 2013, die von beiden Parteien unter- zeichnet wurde, geschlossen werden, dass der gemeinsame Sohn N.________ monatlich Fr. 433.33 (= Fr. 5’200.00 /12) Miete bezahlte. Folglich ist der entsprechende Betrag beim Einkommen der Ehegatten zum Tren- nungszeitpunkt hinzuzurechnen, womit das Gesamteinkommen Fr. 7’370.97 (= Fr. 6’937.64 + Fr. 433.33) pro Monat beträgt.Kantonsgericht Schwyz 13 d) Bedarf im Zeitpunkt der Trennung aa) Gesundheitskosten, 3. Säule und Steuern Hinsichtlich des Bedarfs im Zeitpunkt der Trennung rügt der Berufungsführer die Gesundheitskosten, die Kosten für die 3. Säule und die Steuern, die nicht zum Existenzminimum gehören würden (KG-act. 1 S. 10 Rn. 2.8). Bei der Er- mittlung des gebührenden Bedarfs bilden die Richtlinien der Konferenz der Betreibungs- und Konkursbeamten der Schweiz für die Berechnung des be- treibungsrechtlichen Existenzminimums (zuletzt veröffentlicht in: BlSchK 2009 S. 193 ff.; nachfolgend: Richtlinien Notbedarf) den Ausgangspunkt. Bei knap- pen Verhältnissen muss es für den Barunterhalt dabei sein Bewenden haben. Soweit es die finanziellen Mittel zulassen, ist jedoch der gebührende Unterhalt zwingend auf das sogenannte familienrechtliche Existenzminimum zu erwei- tern. Dazu gehören bei den Eltern typischerweise die Steuern, ferner eine Kommunikations- und Versicherungspauschale, unumgängliche Weiterbil- dungskosten, den finanziellen Verhältnissen entsprechende statt am betrei- bungsrechtlichen Existenzminimum orientierte Wohnkosten, Kosten zur Ausü- bung des Besuchsrechts und allenfalls angemessene Schuldentilgung. Bei gehobeneren Verhältnissen können namentlich auch über die obligatorische Grundversicherung hinausgehende Krankenkassenprämien und allenfalls pri- vate Vorsorgeaufwendungen von Selbständigerwerbenden im Bedarf berück- sichtigt werden (BGE 147 III 265 E. 7.2 m.w.H.). Die Vorinstanz kam unter Berücksichtigung der Gesundheitskosten, der Steuern sowie der bis zur Tren- nung bezahlten Beiträge an die 3. Säule des Berufungsführers auf einen Be- darf von Fr. 4’826.66, mithin verblieb ein Überschuss von Fr. 2’110.98 (ange- fochtenes Urteil E. 2.4.2 f.). Angesichts dessen ist die Berücksichtigung der Gesundheitskosten, die ohnehin zum Existenzminimum zählen (vgl. „verschiedene Auslagen“ unter Ziff. II Richtlinien Notbedarf), sowie der Steuern als Teil des familienrechtlichen Existenzminimums (BGE 147 III 265 E. 7.2) nicht zu beanstanden. Inwiefern der Berufungsführer die Berücksichti-Kantonsgericht Schwyz 14 gung der Beiträge in seine 3. Säule rügt bzw. darin einen Nachteil zu seinen Ungunsten sieht, ist nicht ersichtlich. Jedenfalls ist aber nicht zu beanstanden, wenn die Vorinstanz diese Beiträge berücksichtigte, nachdem sie nachweis- lich bis zur Trennung bezahlt wurden und somit zum gelebten Standard gehör- ten. bb) Wohnkosten Sodann habe die Vorinstanz in Bezug auf die Wohnkosten ohne Begründung auf die Angaben der Berufungsgegnerin abgestellt. Richtigerweise seien die allgemeinen Unterhaltskosten mit Fr. 278.00 pro Monat anzurechnen, womit sich monatliche Wohnkosten von Fr. 950.45 ergeben würden (KG-act. 1 S. 10 f. Rn. 2.8). Die Vorinstanz berechnete gestützt auf die Ausführungen der Beru- fungsgegnerin und die Steuererklärung 2013 die Wohnkosten auf Fr. 914.83 (angefochtenes Urteil E. 2.3.2). Gemäss der Steuererklärung 2013 betrugen die Hypothekarzinsen Fr. 4’708.00 pro Jahr bzw. Fr. 392.33 pro Monat (= Fr. 4’708.00 / 12; Vi-act. 37/22 S. 15). Zudem beliefen sich die effektiven Unterhaltskosten laut Steuererklärung 2013 auf Fr. 6’270.00, mithin Fr. 522.50 pro Monat (= Fr. 6’270.00 / 12). Demnach ergeben sich gestützt auf die Steu- ererklärung 2013 Wohnkosten von Fr. 914.83 (= Fr. 392.33 + Fr. 522.50). Das vorinstanzliche Urteil kommt zum selben Ergebnis und ist somit nicht zu bean- standen. Der zuletzt gelebte eheliche Bedarf beträgt somit wie von der Vor- instanz festgestellt Fr. 4’826.66. e) Zuletzt gelebter ehelicher Standard Die Gegenüberstellung von Einkommen (Fr. 7’370.97) und Bedarf (Fr. 4’826.66) im Zeitpunkt der Trennung ergibt somit einen Überschuss von Fr. 2’544.31. Die Vorinstanz rechnete zudem den Beitrag an die Säule 3 hinzu mit der Begründung, die Säule 3 sei von den Ehegatten im aktuellen, familien- rechtlichen Bedarf nicht mehr als eigenständige Position geltend gemacht Kantonsgericht Schwyz 15 worden. Würde man diesen Betrag beim zuletzt gelebten ehelichen Standard nicht zum Überschuss zählen und zugleich im familienrechtlichen Bedarf der Ehegatten im Zeitpunkt der Scheidung unberücksichtigt lassen, würde dies nicht dem gelebten ehelichen Lebensstandard entsprechen (angefochtenes Urteil E. 2.4.3). Der Berufungsführer bringt dagegen vor, die Parteien hätten offensichtlich während des Zusammenlebens für die Säule 3 sparen können, was aktenkundig und belegt sei. Es sei daher nicht logisch, die Säule 3 nicht anzurechnen, sondern zum Überschuss zu schlagen. Dies sei inkonsequent und diene einzig dazu, den Überschussanteil im Endeffekt zulasten des Beru- fungsführers aufzublasen (KG-act. 1 S. 12 Rn. 2.9). Aus der Steuererklärung 2013 geht hervor, dass die Parteien in die Säule 3a des Berufungsführers Fr. 5’550.00 bzw. Fr. 462.50 pro Monat (= Fr. 5’550.00 / 12) bezahlten (Vi- act. 37/22 S. 10). Somit gehörte dieser Betrag auf Seiten des Berufungsfüh- rers zum zuletzt gelebten ehelichen Lebensstandard, was auch die Vorinstanz feststellte, indem sie diesen Betrag beim Bedarf des Berufungsführers an- rechnete. Ob es sich dabei tatsächlich um eine Position des Bedarfs oder eine ausgewiesene Sparquote des Berufungsführers handelt, spielt bei der Be- rechnung grundsätzlich keine Rolle. Jedenfalls ist dieser Betrag auf Seiten des Berufungsführers ausgewiesen und somit ihm anzurechnen. Indem die Vorinstanz den Betrag jedoch zum Überschuss hinzurechnete und letzteren anschliessend hälftig teilte, stellte sie den zuletzt gelebten ehelichen Lebens- standard nicht korrekt fest. Unerheblich bei der Feststellung des zuletzt geleb- ten ehelichen Lebensstandards ist grundsätzlich, ob die Säule 3a beim Bedarf im Zeitpunkt der Scheidung weiterhin zu berücksichtigen ist, weil der zuletzt gelebte Standard nicht davon abhängt, welche Bedarfspositionen und Spar- quoten inskünftig aufrecht erhalten bleiben können. Die ausgewiesenen Bei- träge in die Säule 3a des Berufungsführers sind somit nicht zum Überschuss hinzuzurechnen. Folglich ist der festgestellte Überschuss von Fr. 2’544.31 hälftig zu teilen, womit jedem Ehegatten ein freier Betrag von Fr. 1’272.15 zu- kommt. Zusammen mit dem Bedarf des unterhaltsberechtigten Ehegatten (in-Kantonsgericht Schwyz 16 kl. scheidungsbedingter Mehrkosten) bildet er die Obergrenze eines allfälligen Unterhaltsanspruchs. f) Einkommen im Zeitpunkt der Scheidung aa) Einkommen des Berufungsführers im Zeitpunkt der Scheidung aaa) Hinsichtlich des Einkommens des Berufungsführers im Zeitpunkt der Scheidung rechnete ihm die Vorinstanz gestützt auf den Lohnausweis 2019 ein monatliches Einkommen von Fr. 5’932.40 an (angefochtenes Urteil E. 2.5.1.1). Die Berufungsgegnerin bringt vor, es sei davon auszugehen, dass der Berufungsführer im Jahr 2020 eine Einkommenssteigerung habe verbu- chen können, weshalb er sich über das Einkommen 2020 auszuweisen habe. Dieses Editionsbegehren sei zulässig, weil es ohne Verzug vorgebracht wor- den sei und nicht bereits vor Vorinstanz habe gestellt werden können, weil das Jahreseinkommen 2020 damals noch nicht festgestanden habe (KG-act. 7 S. 12 Rn. 31). Die Vorinstanz führte mit Verweis auf § 47 Abs. 3 Personal- und Besoldungsgesetz aus, der Berufungsführer sei in einer Aufstiegsstufe einge- reiht, weswegen – anders als in den Anlauf- und Erfahrungsstufen – kein au- tomatischer Lohnanstieg erfolge. Somit treffe die Behauptung der Berufungs- gegnerin, das Einkommen des Berufungsführers würde sich jedes Jahr um eine Stufe der Lohntabelle erhöhen, nicht zu (angefochtenes Urteil E. 2.5.1.1). Mit diesen Ausführungen setzte sich die Berufungsgegnerin nicht auseinan- der. Insbesondere führt sie nicht aus, weshalb beim Berufungsführer mit einer Lohnerhöhung zu rechnen ist. Folglich kann auf die Erwägungen der Vor- instanz abgestellt werden und der Beweisantrag ist mangels Substantiierung abzuweisen. bbb) In Bezug auf den Mietertrag rügt der Berufungsführer, die Vorinstanz habe zu Unrecht ausgeführt, ihm sei grundsätzlich ein Mietertrag von gerundet Fr. 620.00 anzurechnen. Sie übersehe, dass er angegeben habe, dass es Kantonsgericht Schwyz 17 ähnliche Objekte in der Nachbarschaft gebe, und dass es schlicht unmöglich sei, diese zu vermieten. Vielleicht gehe jemand rein, der überhaupt kein Geld habe und den Zins nicht bezahle. Aber der Markt und die Leute würden einen gewissen Komfort wollen. Betreffend den Augenschein habe er in der Stel- lungnahme zum Beweisergebnis ausgeführt, dass es zahlreiche Mängel und Renovationsarbeiten an der Wohnung gebe. Es fehle ein Kochherd, ein Dampfabzug, ein Kühlschrank sowie ein Lavabo im Bad, die Türen würden klemmen und könnten nicht mehr geschlossen werden, das Balkongeländer sei morsch und entspreche nicht mehr der geforderten Mindesthöhe von ei- nem Meter, Schwellen müssten erneuert werden, die Wände müssten gestri- chen und tapeziert werden, die Decke würde „herunterfledern“, die Wohnung sei niedrig und ringhörig und es sei Feuchtigkeit an der Wand aufgetreten, was kein unzulässiges Novum darstelle, weil dies damals erst jüngst aufgetre- ten sei. Aufgrund der Beschaffenheit der Wohnung resp. der aufgezeigten Mängel an der Einliegerwohnung sei ein Vermieten unmöglich und unzumut- bar. Die Vorinstanz verschliesse die Augen vor diesen Fakten. Dennoch komme sie dann zum Ergebnis, dass die Anrechnung eines Mietertrages je- doch ohnehin keinen Einfluss auf die Höhe des Unterhaltsbeitrages habe. Er bestreite, dass ein Mietertrag, der während der gemeinsamen Ehezeit nie existiert habe, nun bei der Frage des gebührenden Unterhaltes auf einmal als hypothetisches Einkommen grundsätzlich zu berücksichtigen sei. Die Parteien könnten mit ihren Erwerbseinkommen ihren jeweiligen gebührenden Unterhalt decken. Allenfalls könnte sich die Forderung, Mietertrag zu generieren, recht- fertigen, wenn die Familie nicht anderweitig unterhalten werden könnte, was jedoch für den ehelichen und nachehelichen Unterhalt je unterschiedlich zu betrachten sei. Es treffe vorliegend aber nicht zu, dass der Unterhalt der Fami- lie nicht ausreichend gedeckt werden könne. Der Berufungsführer müsse sei- ne Einliegerwohnung nicht vermieten, um seine Leistungsfähigkeit zu steigern. Er arbeite bereits zu 100 % und schöpfe damit seine Leistungsfähigkeit vollständig aus. Es sei nicht angezeigt, ihm ein hypothetisches Zusatzein- kommen anhand von fingierten Mietzinsen anzurechnen. Ein hypothetisches Kantonsgericht Schwyz 18 Einkommen sei anzurechnen, wenn das Einkommen freiwillig reduziert oder für den Familienunterhalt nicht ausreichen würde und ein höheres Einkommen tatsächlich möglich und zumutbar wäre (KG-act. 1 S. 12 ff. Rn. 2.10). Die Vorinstanz hielt fest, anlässlich des Augenscheins habe festgestellt wer- den können, dass noch keine Sanierungen vorgenommen worden seien. Es bedürfe eines Kühlschranks, eines Backofens und einer Dunstabzugshaube. Ein Kochfeld und ein Schwedenofen seien vorhanden. Dass das Terassen- geländer ebenfalls saniert bzw. zwingend erhöht werden müsse, habe sich nicht erstellen lassen, zumal dieses mit einer Höhe von 0.96 Meter die Emp- fehlungen der Beratungsstelle für Unfallverhütung nur knapp nicht erreiche. Sodann habe sich gezeigt, dass im Bereich der Küche Feuchtigkeit durch die Wände eintrete, allerdings habe der Berufungsführer nicht erläutert, weshalb es sich dabei um ein zulässiges Novum handeln soll. Dieses erstmals anläss- lich des Schlussvortrags vorgebrachte Argument sei deshalb als verspätet zu betrachten. Somit sei weiterhin von einer möglichen Sanierung und Vermie- tung auszugehen, wie dies bereits vom Kantonsgericht und vom Bundesge- richt im vorsorglichen Massnahmeverfahren ausgeführt worden sei. Hinsicht- lich der Höhe des Mietertrags stützte sich die Vorinstanz auf die gerichtliche Verkehrswertschätzung, gegen die keine substantiierten Einwendungen vor- gebracht worden seien. Folglich erscheine ein Mietzins für die Einliegerwoh- nung von Fr. 620.00 realistisch und deshalb sei grundsätzlich ein entspre- chendes zusätzliches Einkommen anzurechnen (angefochtenes Urteil E. 2.5.1.2). Bei der Unterhaltsberechnung für die erste Phase berücksichtigte die Vorinstanz dieses zusätzliche Einkommen aber zunächst nicht und kam zum Schluss, dass der Berufungsführer sowohl das Manko der Berufungs- gegnerin von Fr. 801.20 zu decken habe als auch ihr den Überschussanteil gemäss dem zuletzt gelebten Standard von Fr. 1’286.75 zu bezahlen habe. Darüber hinaus erklärte die Vorinstanz, dem Berufungsführer würden alsdann Fr. 950.35 aus seinem Erwerbseinkommen verbleiben. Die Differenz zur De- ckung seines gebührenden Bedarfs (inkl. Überschussanteil) betrage demnach Kantonsgericht Schwyz 19 Fr. 336.40. Darin könne kein Eingriff in das familienrechtliche Existenzmini- mum des Berufungsführers gesehen werden, nachdem er sich diesen Betrag aus der Vermietung der Einliegerwohnung anrechnen lassen müsse (ange- fochtenes Urteil E. 2.6). Demzufolge rechnete die Vorinstanz dem Berufungs- führer das hypothetische Einkommen aus Vermietung der Einliegerwohnung (zumindest faktisch) an. Bei der Bemessung des Unterhaltsbeitrages ist grundsätzlich vom tatsächlich erzielten Einkommen des Unterhaltpflichtigen auszugehen. Soweit dieses Ein- kommen allerdings nicht ausreicht, um den ausgewiesenen Bedarf zu decken, kann ein hypothetisches Einkommen angerechnet werden, sofern dieses zu erreichen zumutbar und möglich ist (BGE 143 III 233 E. 3.2; BGE 137 III 118 E. 2.3). Im Zusammenhang mit der Zumutbarkeit ist zu bemerken, dass der unterhaltsverpflichtete Ehegatte seit jeher zur vollen Ausschöpfung seiner Er- werbskraft angehalten wurde, wenn dies zur Finanzierung von familienrechtli- chen Unterhaltsleistungen erforderlich ist, und ihm ein hypothetisches Ein- kommen aufgerechnet wird, falls er seinen Verpflichtungen ungenügend nachkommt. Angesichts des Vorranges der Eigenversorgung muss der glei- che Massstab für die Eigenversorgungsobliegenheit des potentiell anspruchs- berechtigten Teils gelten (BGE 147 III 249 E. 3.4.4 m.w.H.). In Bezug auf die vorinstanzlichen Feststellungen betreffend den Augenschein wiederholt der Berufungsführer im Wesentlichen seine Vorbringen anlässlich der Stellungnahme zum Beweisergebnis, ohne sich mit den vorinstanzlichen Erwägungen auseinanderzusetzen (vgl. Vi-act. 64 S. 24 f.). Die Behauptung, dass die Feuchtigkeit erst anlässlich des Augenscheins bemerkt worden sei bzw. neu aufgetreten sei und daher ein zulässiges Novum darstelle, überzeugt nicht angesichts der Tatsache, dass gemäss der Fotodokumentation des Au- genscheins bereits ein Luftentfeuchter in der Küche installiert worden war (Vi- act. 63 S. 7). Die vom Berufungsführer behauptete Feuchtigkeit musste ihm daher schon vor dem Augenschein bekannt sein. Somit kann sachverhalts-Kantonsgericht Schwyz 20 mässig auf die vorinstanzlichen Erwägungen abgestellt werden und es ist mit der Vorinstanz davon auszugehen, dass eine Instandstellung und Vermietung der Liegenschaft weiterhin möglich ist. Nachdem dem Berufungsführer bereits im vorsorglichen Massnahmeverfahren eine angemessene Übergangsfrist gewährt wurde, ist keine neue Übergangsfrist zu gewähren. Hinsichtlich der Höhe des Mietertrags stellte die Vorinstanz auf die gerichtliche Verkehrswert- schätzung ab (Vi-act. 25). Der Berufungsführer setzt sich damit nicht ausein- ander und bringt insbesondere nicht vor, weshalb nicht darauf abzustellen sein soll. Somit ist mit Verweis auf die vorinstanzlichen Erwägungen ein Miet- ertrag von Fr. 620.00 grundsätzlich erzielbar (angefochtenes Urteil E. 2.5.1.2). Die Vorinstanz berücksichtigte (zumindest indirekt) den Mietertrag aber nur in der ersten Phase (angefochtenes Urteil E. 2.6). Weil ein hypothetisches Ein- kommen nur angerechnet werden darf, wenn das tatsächliche Einkommen den ausgewiesenen Bedarf nicht zu decken vermag, in der ersten Phase das Einkommen der Parteien nicht ausreicht, um den gebührenden Bedarf zu de- cken (vgl. E. 2.g.cc.aaa) und der Berufungsgegnerin erst ab der zweiten Pha- se die Erhöhung ihres Arbeitspensums zugemutet werden kann bzw. ihr eine angemessene Übergangsfrist zu gewähren ist (vgl. E. 2.f.bb), kam die Vor- instanz zu Recht zum Schluss, dass der Berufungsführer zur vollen Ausschöp- fung seiner Erwerbsraft anzuhalten ist, wozu eben auch die Vermietung der Wohnung gehört (vgl. auch E. 2.g.cc.aaa). bb) Einkommen der Berufungsgegnerin im Zeitpunkt der Scheidung Bezüglich des Einkommens der Berufungsgegnerin kam die Vorinstanz zum Schluss, dass künftig nach einer Übergangsfrist von sechs Monaten ein 100 %-Arbeitspensum anzurechnen sei, im Wesentlichen deshalb, weil keine Arztberichte im Recht lägen, die eine Arbeitsunfähigkeit der Berufungsgegne- rin belegen würden, und weil sich die Frage der Eigenversorgungskapazität bei der Festsetzung des nachehelichen Unterhalts akzentuierter stelle als beim ehelichen Unterhalt im Rahmen vorsorglicher Massnahmen. Eine weite-Kantonsgericht Schwyz 21 re Ausdehnung ihres bisherigen 80 %-Pensums sei ihr zuzumuten, nachdem sie ihr anfängliches 70 %-Pensum per 1. Januar 2018 bereits auf 80 % habe aufstocken können. Dass ihr eine Aufstockung nicht möglich sei, behaupte die Berufungsgegnerin nicht, sondern sie halte ausdrücklich fest, sie habe nie danach gefragt (angefochtenes Urteil E. 2.5.1.4). Die Berufungsgegnerin hält im Wesentlichen an ihren erstinstanzlichen Aus- führungen, wonach ihr eine Erhöhung des Pensums aus gesundheitlichen Gründen (Hüftbeschwerden, Schmerzen und bevorstehende Operation an der Blase) nicht möglich sei, fest und macht geltend, sie habe deshalb keine ärzt- lichen Arbeitsunfähigkeitszeugnisse eingereicht, weil Atteste von behandeln- den Ärzten aufgrund des Vertrauensverhältnisses regelmässig als reine Par- teibehauptungen abgetan würden und sie die eingeschränkte Arbeitsfähigkeit damit ohnehin nicht hätte beweisen können. Sie habe aber im vor- instanzlichen Verfahren die Einholung eines ärztlichen Gutachtens offeriert. Indem der Vorderrichter diese Beweisofferte nicht abgenommen habe, habe er das Recht der Klägerin auf Beweis verletzt (KG-act. 7 S. 13 ff. Rn. 34 ff.). Der Berufungsführer bringt vor, es sei auf die Übergangsfrist von sechs Mona- ten zu verzichten. Es entspreche einer Ungleichbehandlung, dass ihm für die Mieterträge keine Übergangsfrist eingeräumt werde, während der Berufungs- gegnerin eine sechsmonatige Übergangsfrist für die Erhöhung des Arbeits- pensums zugesprochen werde (KG-act. 1 S. 15 Rn. 2.11). Die Vorinstanz verzichtete auf die Erstellung eines gerichtlichen Gutachtens mit der Begründung, die Berufungsgegnerin habe zwar Arztberichte einge- reicht, diese würden eine Arbeitsunfähigkeit aber nicht erwähnen (angefoch- tenes Urteil E. 2.5.1.4). Die Berufungsgegnerin reichte erstinstanzlich die Sprechstundenberichte von Dr. med. H.________ vom 8. Februar 2018 und vom 14. Februar 2018, den OP- und Austrittsbericht vom 6. März 2018 sowie die Sprechstundenberichte vom 25. April 2018 und 12. Juni 2018 ein (Vi-Kantonsgericht Schwyz 22 act. 37/28-30). Daraus lässt sich entnehmen, dass die Berufungsgegnerin am 5. März 2018 eine zweite Hüftoperation durchführen liess, nachdem sie trotz einer ersten Operation im Jahr 2011 nicht schmerzfrei war. Gemäss dem Be- richt vom 21. Juni 2018 zeigte sich die Hüfte nach der Operation schmerzfrei. Aufgrund einer Beinlängendifferenz entwickelte die Berufungsgegnerin aber Probleme im Bereich der Wirbelsäule und des ISGs mit Ausstrahlungen bis in den Unterschenkel und den lateralen linken Fussrand (Vi-act. 37/30). Eine Arbeitsunfähigkeit wird in diesen Berichten nicht thematisiert. Auch wenn die Berufungsgegnerin erstinstanzlich angab, eine Erhöhung des Arbeitspensums sei nicht möglich, weil sie Erholungsphasen benötige, handelt es sich dabei lediglich um eine persönliche Einschätzung, die nicht durch entsprechende Arztberichte oder -zeugnisse belegt wird. Dass entsprechende Atteste von behandelnden Ärzten als reine Parteibehauptungen abgetan würden und die Berufungsgegnerin die eingeschränkte Arbeitsfähigkeit damit ohnehin nicht hätte beweisen können, stellt eine auf blosse Vermutung der Berufungsgegne- rin basierende Vorwegnahme der Beweiswürdigung dar. Über die Beweiskraft eines entsprechenden Attests hat das Gericht zu befinden. Käme es zum Schluss, dass das Attest aufgrund des ärztlichen Vertrauensverhältnisses an- zuzweifeln wäre, bestünde die Möglichkeit, diesen Beweis durch ein gericht- lich angeordnetes Gutachten zu überprüfen. Weil die Berufungsgegnerin aber kein solches Attest einreichte, das ihre subjektive Einschätzung bestätigt, ist es nicht zu beanstanden, wenn die Vorinstanz auf die Erstellung eines Gut- achtens verzichtete, zumal auch die Möglichkeit bestünde, ein entsprechen- des Attest bei einem nicht behandelnden Arzt in Auftrag zu geben. Somit kann auf die vorinstanzlichen Erwägungen abgestellt werden und das aktuelle Ein- kommen der Berufungsgegnerin (Fr. 2’934.90; angefochtenes Urteil E. 2.5.1.4) ist auf ein 100 %-Pensum aufzurechnen. Demnach beträgt das monatliche Nettoeinkommen der Berufungsgegnerin gerundet Fr. 3’660.00 (vgl. angefochtenes Urteil E. 2.5.1.4).Kantonsgericht Schwyz 23 Die Vorinstanz berechnete die sechsmonatige Frist ab Rechtskraft des Schei- dungspunkts (angefochtenes Urteil Dispositivziffer 2.1). Die Berufungsgegne- rin bringt vor, ihr sei eine neue Übergangsfrist von mindestens sechs Monaten nach Vollstreckbarkeit des Berufungsentscheides einzuräumen, zumal ihr Ein- kommen resp. das mögliche und zumutbare Arbeitspensum während des ge- samten Verfahrens umstritten gewesen sei, die Anrechnung eines hypotheti- schen Einkommens nur für die Zukunft und nicht rückwirkend möglich sei und ihr hinreichend Zeit zu lassen sei, die rechtlichen Vorgaben in die Tat umzu- setzen (KG-act. 7 S. 15 Rn. 40). Wird einer Partei ein hypothetisches Ein- kommen angerechnet, ist dies grundsätzlich nur für die Zukunft und nicht rückwirkend möglich. Darüber hinaus ist dem betreffenden Ehegatten hinrei- chend Zeit zu lassen, die rechtlichen Vorgaben in die Tat umzusetzen. Bis zur Anrechnung eines hypothetischen Einkommens ist eine dem Zweck und den Umständen angemessene Übergangsfrist einzuräumen. Ein von dem erwähn- ten Grundsatz abweichender Entscheid, mit dem ein hypothetisches Einkom- men ohne Umstellungsfrist oder gar rückwirkend angerechnet wird, rechtfertigt sich bloss bei Vorliegen von besonderen Umständen, so wenn der betroffenen Partei ein unredliches Verhalten vorgeworfen werden muss oder wenn die geforderte Umstellung und das Erfordernis eines vermehrten beruflichen Ein- satzes für sie klar vorhersehbar waren. Diese Voraussehbarkeit kann grundsätzlich frühestens mit der Zustellung des erstinstanzlichen Urteils be- jaht werden (OGer des Kantons Zürich, Beschluss und Urteil LE180048-O/U vom 11. April 2019 E. III./B./2.7 mit Verweisen). Für die Frage, ob und inwie- weit der Partei für die Umstellung der Lebensverhältnisse eine entsprechende Übergangsfrist zuzugestehen ist, kann also von Bedeutung sein, ob die gefor- derte Umstellung für sie voraussehbar war (BGer, Urteil 5A_184/2015 vom 22. Januar 2016 E. 3.2). Die Berufungsgegnerin stellte sich im gesamten Verfahren auf den Stand- punkt, ihr sei es nicht möglich, das Arbeitspensum weiter zu erhöhen. Das Urteil der Vorinstanz erging am 13. November 2020 und knüpft an der Kantonsgericht Schwyz 24 Rechtskraft des Scheidungspunkts an. Mit Zugang dieses Urteils musste die Berufungsgegnerin damit rechnen, dass sie ihr Arbeitspensum auf 100 % auf- stocken muss. Nachdem der Scheidungspunkt nicht angefochten wurde und und die Berufungsfrist am 16. Dezember 2020 ablief, rechtfertigt es sich, diese von der Vorinstanz festgelegte Übergangsfrist beizubehalten. Der Berufungs- gegnerin ist folglich ab 1. Juli 2021 das berechnete 100 %-Einkommen anzu- rechnen. g) Bedarf im Zeitpunkt der Scheidung aa) Bedarf des Berufungsführers im Zeitpunkt der Scheidung aaa) Hinsichtlich seines Bedarfs rügt der Berufungsführer, die Vorinstanz habe ihm zu Unrecht nur Fr. 863.75 Wohnkosten angerechnet. Es stimme nicht, dass er im vorsorglichen Massnahmeverfahren tiefere Wohnkosten gel- tend gemacht habe. Der allgemeine Gebäudeunterhalt im Umfang von Fr. 278.00 monatlich sei mit der Steuererklärung 2016 belegt, die den Eigen- mietwert von Fr. 16’679.00 ausweise. 20 % des Eigenmietwerts seien Fr. 3’335.80 jährlich bzw. Fr. 278.00 monatlich (KG-act. 1 S. 15 ff. Rn. 2.12). Die Vorinstanz führte aus, die Differenz zwischen den vom Berufungsführer geltend gemachten Wohnkosten und jenen, die ihm die Berufungsgegnerin zugestehe, beruhe einzig auf der Annahme unterschiedlicher Eigenmietwerte. Der von der Berufungsgegnerin angenommene Wert von Fr. 11’479.00 sei durch die Steuererklärung 2016 belegt. Im Übrigen habe der Berufungsführer nicht dargetan, weshalb seine Wohnkosten heute höher sein sollten als im Zeitpunkt des vorsorglichen Massnahmeentscheids, in welchem ihm vom Be- zirksgericht Schwyz Fr. 863.75 angerechnet worden seien. Diese Wohnkosten seien auch vom Kantonsgericht für den Vergleich der Wohnkosten der Ehe- gatten herangezogen worden. Der Berufungsführer habe an seiner Befragung zudem bestätigt, die Wohnkosten seien gleichgeblieben (angefochtenes Urteil E. 2.5.2.1). Gemäss der Steuererklärung 2016 beträgt der Eigenmietwert der Kantonsgericht Schwyz 25 vom Berufungsführer bewohnten Wohnung Fr. 11’479.00 (Vi-act. 13/6 S. 1 Pos. B.1; Vi-act. 4/1 S. 8 Pos. B.1). Der vom Berufungsführer geltend ge- machte Wert (Fr. 16’679.00) beinhaltet auch die Position B.5 „Ertrag aus Ver- mietung/Verpachtung v. Privat- u. Geschäftsräumen“ von Fr. 5’200.00 (Vi- act. 13/6 S. 1 Pos. B.5; Vi-act. 4/1 S. 8 Pos. B.5), der bei der Berechnung des allgemeinen Gebäudeunterhalts für die Wohnkosten des Berufungsführers nicht zu berücksichtigen ist. Folglich kann auf die erstinstanzlich festgestellten Wohnkosten von Fr. 863.75 abgestellt werden. bbb) Bezüglich der Krankenkassenprämien bringt der Berufungsführer vor, Fr. 295.30 seien anstatt Fr. 293.20 korrekt (KG-act. 1 S. 17). Die Vorinstanz rechnete mit Fr. 295.30 (angefochtenes Urteil E. 2.5.2.1). Die Rüge ist somit unbegründet. ccc) Die Berufungsgegnerin macht in Bezug auf die von der Vorinstanz ange- rechneten Gesundheitskosten von Fr. 50.00 geltend, diese seien mangels Nachweises der Regelmässigkeit nicht zu berücksichtigen (KG-act. 7 S. 16 Rn. 44). Die Vorinstanz hielt fest, der Berufungsführer habe im Jahr 2017 Kos- ten für die Brille von Fr. 489.80 und für Zahnbehandlungen von Fr. 595.65 belegt. Für das Jahr 2019 habe er Zahnarztkosten von Fr. 204.30 belegt. Auch wenn er die Regelmässigkeit mangels Unterlagen des Jahres 2018 nicht lückenlos belegt habe, rechtfertige es sich aufgrund der vorhandenen Belege und der gerichtsnotorischen Tatsache, dass sowohl Zahnarzt- wie auch Bril- lenkosten mit einer gewissen Regelmässigkeit anfallen, deren jährlicher Anfall allerdings nicht hinreichend belegt sei, hierfür einen Durchschnittswert von pauschal Fr. 50.00 im Bedarf einzurechnen, dies auch im Sinne der Gleichbe- handlung beider Ehegatten und unter Berücksichtigung des ehelichen Stan- dards (angefochtenes Urteil E. 2.5.2.1). Der Berufungsführer belegte Zahna- rztkosten im Jahr 2017 von Fr. 595.65 und im Jahr 2019 von Fr. 204.30 (Vi- act. 39/36 und 36a). Zudem belegte er Kosten für die Brille im Jahr 2017 von Fr. 431.00 (Vi-act. 19/8a). Im Jahr 2017 beliefen sich die ungedeckten Ge-Kantonsgericht Schwyz 26 sundheitskosten somit auf Fr. 1’026.65 (= Fr. 595.65 + Fr. 431.00) bzw. Fr. 85.55 monatlich (= Fr. 1’026.65 / 12). Zwar belegt der Berufungsfüh- rer mit diesen Eingaben die Regelmässigkeit nicht. Trotzdem ist es nicht zu beanstanden, wenn die Vorinstanz im Sinne der Gleichbehandlung und ge- stützt auf die notorische Tatsache, dass sowohl Zahnarztkosten als auch Kos- ten für die Brille mit einer gewissen Regelmässigkeit anfallen, dem Berufungs- führer einen Betrag von Fr. 50.00 anrechnete. ddd) Der Berufungsführer rügt, die Vorinstanz habe ihm zu Unrecht keinen Betrag für auswärtige Verpflegung angerechnet, obwohl er mit Quittungen belegt habe, dass diese Kosten anfallen würden. Demgegenüber habe sie bei der Berufungsgegnerin Kosten für die auswärtige Verpflegung hinzugerech- net, obwohl sie diese weder behauptet noch bewiesen habe (KG-act. 1 S. 18 f.). Die Berufungsgegnerin führt aus, der Berufungsführer habe insbesondere nicht nachgewiesen, dass diese auswärtige Verpflegung notwendig sei (KG- act. 7 S. 16 Rn. 45). Die Vorinstanz gab die Vorbringen der Parteien wieder und führte dann aus, der Berufungsführer habe Quittungen des Restaurants F.________ eingereicht, die zwar den Anfall, nicht jedoch die Notwendigkeit der auswärtigen Verpflegung zu beweisen vermögen würden. Auch wenn der Berufungsführer an der Parteibefragung ausgeführt habe, er müsse sich pro Jahr 40 bis 70 Mal auswärts verpflegen, die Arbeitszeiten würden zwischen morgens 06:45 Uhr und abends 23:00 Uhr variieren bzw. er müsse an be- stimmten Anlässen über Mittag arbeiten und verpflege sich dann im Restau- rant F.________, vermöge er damit nicht zu beweisen, dass er tatsächlich regelmässig auf auswärtige Verpflegung angewiesen sei und es ihm nicht möglich sei, von zu Hause etwas mitzunehmen bzw. er nicht nach Hause ge- hen und sich dort verpflegen könne, zumal die Distanz zwischen Arbeits- und Wohnort lediglich 3.4 Kilometer betrage, er in der Festlegung der Mittagspau- sen flexibel sei und ihm ein Fahrzeug zur Verfügung stehe (angefochtene Ver- fügung E. 2.5.2.1). Gemäss Ziff. II Richtlinien Notbedarf sind unumgängliche Berufsauslagen zum monatlichen Grundbetrag zu schlagen, sofern der Ar-Kantonsgericht Schwyz 27 beitgeber nicht dafür aufkommt. Dazu zählen Auslagen u.a. für auswärtige Verpflegung von Fr. 9.00 bis Fr. 11.00 für jede Hauptmahlzeit bei Nachweis von entsprechenden Mehrauslagen (lit. b). Somit können die Kosten für aus- wärtige Verpflegung nur angerechnet werden, wenn sie einerseits unumgäng- lich sind und die Mehrauslagen anderseits belegt sind. Dies ist für jeden Ehe- gatten separat zu prüfen. Aus dem Gleichbehandlungsgebot kann somit nicht gefolgert werden, dass der Zuspruch von Kosten für auswärtige Verpflegung beim einen Ehegatten zur Berücksichtigung derselben beim anderen Ehegat- ten führen muss. Der Berufungsführer wohnt gemäss der Feststellung der Vorinstanz leidglich 3.4 Kilometer vom Arbeitsort entfernt. Zudem bejahte die Vorinstanz den Kompetenzcharakter eines Fahrzeugs und rechnete dem Be- rufungsführer entsprechende Mobilitätskosten an (vgl. E. 2.g.aa.eee). Ferner hielt die Vorinstanz fest, der Berufungsführer sei in der Festlegung der Mit- tagspausen flexibel. Von diesen Feststellungen rügte der Berufungsführer einzig die Höhe der angerechneten Mobilitätskosten (vgl. E. 2.g.aa.eee), nicht jedoch die Entfernung von Wohn- und Arbeitsort, den Kompetenzcharakter des Fahrzeugs und auch nicht, dass er in der Festlegung der Mittagspausen flexibel sei. Sodann legte der Berufungsführer auch nicht dar, inwiefern es ihm nicht möglich ist, von zu Hause etwas mitzunehmen. Angesichts dessen kam die Vorinstanz zu Recht zum Schluss, dass es dem Berufungsführer nicht ge- lingt, die Notwendigkeit der auswärtigen Verpflegung zu beweisen. Somit ist nicht dargetan, dass die für auswärtige Verpflegung eingereichten Belege un- umgängliche Auslagen darstellen, weshalb kein Betrag für auswärtige Ver- pflegung zu berücksichtigen ist. eee) In Bezug auf die Mobilitätskosten bringt der Berufungsführer vor, obwohl die Vorinstanz ausgeführt habe, anstelle von auswärtiger Verpflegung würden entsprechende Fahrkosten berücksichtigt, habe sie sich wortgetreu auf seine Aussagen gestützt, wonach er an 4.5 Tagen im Monat am Mittag nicht nach Hause gehe und somit den Arbeitsweg nur zweimal statt viermal fahre, an den übrigen 17.5 Tagen fahre er die Strecke viermal. Konsequenterweise müsste Kantonsgericht Schwyz 28 die Vorinstanz ihm aber 22 Tage à 4 x 3.6 km berechnen. Sodann sei nicht der Armenrechtstarif von Fr. 0.60 pro Kilometer zu rechnen, sondern Fr. 0.70 pro Kilometer. Dies ergebe Fr. 221.76. Ein Abzug für Ferien sei nicht ange- zeigt; 21.75 bzw. 22 Tage sei das gerichtsübliche Monatssoll, in dem die Feri- en bereits berücksichtigt seien. Er habe Fr. 200.00 pro Monat geltend ge- macht und begründet. Im Massnahmeverfahren habe die Vorinstanz diesen Betrag akzeptiert. Auch in der Steuererklärung 2016 habe er Fr. 211.75 pro Monat deklariert (KG-act. 1 S. 19 f.). Die Vorinstanz gab zunächst die Argu- mentationen der Parteien wieder und führte dann aus, die Differenz zwischen dem vom Berufungsführer und dem von der Berufungsgegnerin geltend ge- machten Betrag basiere auf dem Ferienabzug, den die Berufungsgegnerin vorgenommen habe, der Wegstrecke (3.6 bzw. 3.4 km) sowie der Kilomete- rentschädigung (Fr. 0.60 bzw. Fr. 0.70). Weil der Ferienabzug zu Recht erfol- ge, die Wegstrecke 3.4 km betrage (Google Maps) und mit einer Kilomete- rentschädigung von Fr. 0.60 zu rechnen sei, seien dem Berufungsführer Mobi- litätskosten von Fr. 163.00 anzurechnen. Dieser Betrag setze sich gemäss den Ausführungen der Berufungsgegnerin wie folgt zusammen: 4 x 3.4 km x 5 Tage/Woche x 48 Wochen/Jahr x Fr. 0.60, dividiert durch 12 Monate (ange- fochtenes Urteil E. 2.5.2.1). Angesichts dieser Rechnung wird klar, dass die Vorinstanz für jeden Tag vier Fahrten rechnete; die diesbezügliche Rüge des Berufungsführers zielt somit ins Leere. Ferner äussert sich der Berufungsfüh- rer nicht dazu, weshalb er mit 3.6 Kilometern pro Weg rechnet und setzt sich insbesondere nicht mit den Ausführungen der Vorinstanz auseinander, wo- nach der Weg gemäss Google Maps nur 3.4 Kilometer betrage. Es ist folglich auf die Sachverhaltsfeststellung der Vorinstanz abzustellen, dass der Weg 3.4 Kilometer beträgt. Die Vorinstanz rechnete mit 48 Wochen pro Jahr und nahm somit einen Ferienabzug von vier Wochen pro Jahr vor. Weshalb dieser Ferienabzug nicht vorgenommen werden sollte, begründet der Berufungsfüh- rer nicht näher. Unabhängig davon rechtfertigt es sich, diesen Abzug vorzu- nehmen, weil der Berufungsführer mindestens Anspruch auf vier Wochen Fe- rien hat und in dieser Zeit nicht mit dem Auto zur Arbeit fahren muss. Sodann Kantonsgericht Schwyz 29 stützt sich die Vorinstanz bei der Höhe der Kilometerentschädigung auf die (kantonalen) Richtlinien für die Berechnung des betreibungsrechtlichen Exis- tenzminimums nach Art. 93 SchKG (Notbedarf) vom 7. Dezember 2009, die in Ziff. II.4.4 Fr. 0.60 pro Kilometer vorsehen. Nachdem die für die Unterhaltsbe- rechnung im Familienrecht anwendbaren Richtlinien der Konferenz der Betrei- bungs- und Konkursbeamten der Schweiz für die Berechnung des betrei- bungsrechtlichen Existenzminimums (vgl. dazu BGE 147 III 265 E. 7.2) die Höhe der Kilometerentschädigung nicht vorschreiben, ist es nicht zu bean- standen, dass die Vorinstanz diesbezüglich auf die kantonalen Richtlinien ab- stellte. Somit ist betreffend die Mobilitätskosten von Fr. 163.00 pro Monat (= [4 x 3.4 km x 5 Tage/Woche x 48 Wochen/Jahr x Fr. 0.60] / 12 Monate) auf das vorinstanzliche Urteil abzustellen. fff) Des Weiteren macht der Berufungsführer geltend, er habe betreffend die Berufsbekleidung dargelegt, dass er handwerklich tätig sei. Er habe die Posi- tionen klar belegt. Einmal mehr erachte die Vorinstanz seine Aussagen als nicht stichhaltig, während sie die Ausführungen der Berufungsgegnerin ein- fach so hinnehme. Der Grundsatz der Gleichbehandlung der Parteien werde verletzt. Gemäss der Richtlinie des Kantonsgerichts zum betreibungsrechtli- chen Existenzminimum sei die Anrechnung von notwendiger Berufskleidung im Umfang von Fr. 50.00 pro Monat zulässig. Im Übrigen sei diese Position bei einem offensichtlichen Einkommensüberschuss und damit unter dem Titel gebührender Unterhalt zu berücksichtigen (KG-act. 1 S. 20). Die Vorinstanz erwog, die eingereichten Quittungen würden die Notwendigkeit bzw. den überdurchschnittlichen Kleiderverbrauch nicht beweisen. Zwar habe der Beru- fungsführer an der Parteibefragung bestätigt, dass er jährlich schätzungswei- se zwischen Fr. 300.00 bis Fr. 600.00 für Berufskleidung ausgebe, was jedoch deren Notwendigkeit nicht erstelle. Weitergehende Beweise, wie beispielswei- se eine Arbeitgeberbestätigung hierzu, offeriere der Berufungsführer nicht. Die Ausführungen, er brauche die Kleider für handwerkliche Arbeiten, das Mähen von Gras, das Reparieren von Maschinen und Reinigungen, seien im Kantonsgericht Schwyz 30 Schlussvortrag und somit verspätet erfolgt (angefochtenes Urteil E. 2.5.2.1). Zu den anzurechnenden Berufsauslagen gemäss Ziff. II Richtlinien Notbedarf zählt auch ein überdurchschnittlicher Kleider- und Wäscheverbrauch (lit. c). Als Beispiele genannt werden Servicepersonal oder Handelsreisende. Der Berufungsführer müsste somit für die Anrechnung von Auslagen für Berufs- kleidung einerseits darlegen, dass diese Kosten unumgänglich sind und an- derseits, dass es bei seinem Beruf zu einem überdurchschnittlichen Kleider- und Wäscheverbrauch kommt. Hierzu äusserte sich der Berufungsführer nicht. Insbesondere legte er nicht dar, inwiefern sein Beruf als I.________ einen überdurchschnittlichen Kleiderverbrauch mit sich bringt. Angesichts dessen hat die Vorinstanz zu Recht keine Kosten für Berufskleidung berücksichtigt. Im Übrigen handelt es sich hierbei um eine Position, die gemäss den Richtlinien Notbedarf als Zuschlag zum Grundbetrag zwingend zu berücksichtigen ist, wenn die Voraussetzungen erfüllt sind. Sind die Voraussetzungen hingegen nicht erfüllt, zählen diese Auslagen auch dann nicht zum Bedarf, wenn es die finanziellen Verhältnisse zulassen würden. ggg) Hinsichtlich der Steuern macht der Berufungsführer geltend, er habe seine Steuerbelastung von Fr. 591.00 pro Monat klar belegt. Wenn es gemäss Parteibefragung derzeit Fr. 500.00 seien, beruhe dies auf den höheren Unter- haltsbeiträgen. Nach Wegfall von Unterhaltszahlungen werde auch die Steu- erbelastung steigen. Die Angabe von Fr. 700.00 sei eine realistische Schät- zung. Die Vorinstanz sei bei ihrer Berechnung einmal mehr inkonsequent und rechne nach Gutdünken. Inkonsequent sei sie, indem sie von einem Eigen- mietwert von Fr. 11’479.00 ausgehe, obwohl in der Steuererklärung 2017 Fr. 16’669.00 angegeben seien. Sodann ziehe die Vorinstanz gestützt auf die Steuererklärung 2017 irgendwelche Abzüge ab. Wie hoch diese seien, lege sie nicht substantiiert dar. Alsdann berücksichtige sie steuerliches Vermögen gemäss der Steuererklärung 2017 und bemerke, dass dem einmal nicht mehr so sei und komme dann letztlich – nicht substantiiert belegt – auf Fr. 320.00 für die erste Phase und auf Fr. 420.00 für die zweite Phase. Diese Zahlen sei-Kantonsgericht Schwyz 31 en nicht nachvollziehbar und daher würden sie bestritten (KG-act. 1 S. 20). Die Berufungsgegnerin bringt vor, die Verpflichtung zur Leistung von nachehe- lichem Unterhalt falle nicht weg. Mit seinen Ausführungen vermöge der Beru- fungsführer die Herleitung der zu berücksichtigenden Steuern der Vorinstanz nicht ansatzweise infrage zu stellen. Es sei maximal ein Betrag von Fr. 320.00 zu berücksichtigen. Für den Fall, dass sich die Unterhaltsbeiträge nach einer ersten Phase reduzieren sollten, wäre anschliessend für Steuern maximal ein Betrag von Fr. 420.00 einzusetzen (KG-act. 7 S. 17 Rn. 48). Die Vorinstanz hielt fest, die Steuern seien als zusätzliche Bedarfspositionen bei beiden Ehe- gatten zu berücksichtigen, weil ein Einkommensüberschuss resultiere. An der Parteibefragung habe der Berufungsführer ausgeführt, er bezahlte Fr. 6’000.00 pro Jahr Steuern, was Fr. 500.00 im Monat entspreche. Gehe man von einem jährlichen Nettoeinkommen von rund Fr. 71’200.00 sowie ei- nem Eigenmietwert für die Liegenschaft von Fr. 11’479.00 aus und subtrahiere man die Abzüge entsprechend der vom Berufungsführer eingereichten Steu- ererklärung 2017 (Unterhalt, Zinsen, Versicherungsprämien, Sozialabzüge, Berufsauslagen und -kosten) sowie Unterhaltsbeiträge von rund Fr. 25’000.00 pro Jahr, ergebe dies unter Berücksichtigung eines steuerbaren Vermögens von rund Fr. 221’000.00 einen monatlichen Steuerbetrag von rund Fr. 320.00. Ab dem Zeitpunkt, in welchem der Unterhaltsbeitrag auf ca. Fr. 11’500.00 pro Jahr reduziert werde, steige das steuerbare Einkommen des Berufungsfüh- rers. Aufgrund der güterrechtlichen Ausgleichszahlung sei alsdann jedoch von keinem steuerbaren Vermögen mehr auszugehen. Folglich resultiere ein mo- natlicher Steuerbetrag von rund Fr. 420.00 (angefochtenes Urteil E. 2.5.2.1). Dass die Vorinstanz von einem Eigenmietwert von Fr. 11’479.00 ausging ist – wie bereits dargelegt (vgl. E. 2.g.aa.aaa) – korrekt; entgegen der Annahme des Berufungsführers ist nämlich der Eigenmietwert bzw. Mietertrag für die Einliegerwohnung nicht hinzuzurechnen. Auch wenn die Vorinstanz nicht für jeden Abzug genau ausweist, wie hoch dieser ist, geht aus dem angefochte- nen Urteil hervor, welche Abzüge (Unterhalt, Zinsen, Versicherungsprämien, Sozialabzüge, Berufsauslagen und -kosten) berücksichtigt wurden, und dass Kantonsgericht Schwyz 32 sich diese auf die Steuererklärung 2017 stützen. Hinsichtlich des steuerbaren Vermögens gibt die Vorinstanz sodann an, dass sie in der ersten Phase von rund Fr. 221’000.00 entsprechend der Steuererklärung 2017 ausgehe. Bezüg- lich der zweiten Phase erklärte die Vorinstanz, dass aufgrund der güterrechtli- chen Ausgleichszahlung von keinem steuerbaren Vermögen mehr auszuge- hen sei. Der Berufungsführer setzt sich mit diesen Ausführungen nicht aus- einander und legt nicht dar, inwiefern das angefochtene Urteil fehlerhaft ist, sondern bringt ohne nähere Erklärung pauschal vor, die Zahlen seien nicht nachvollziehbar. Wie aufgezeigt wird, sind die Unterhaltsbeiträge nur gering- fügig anzupassen (vgl. E. 2.g.cc), weshalb auf die vorinstanzliche Berechnung abgestellt werden kann. hhh) Somit ergibt sich für den Berufungsführer der Bedarf für die erste Phase wie folgt: Grundbetrag Fr. 1’200.00 Wohnkosten Fr. 863.75 Krankenkassenprämie KVG und VVG Fr. 295.30 Gesundheitskosten Fr. 50.00 Mobilitätskosten Fr. 163.00 Steuern Fr. 320.00 Total Fr. 2’892.05 Für die zweite Phase, d.h. ab dem Zeitpunkt, in dem die Berufungsgegnerin ihr Arbeitspensum erhöhen muss, ergibt sich folgender Bedarf des Berufungs- führers: Grundbetrag Fr. 1’200.00 Wohnkosten Fr. 863.75 Krankenkassenprämie KVG und VVG Fr. 295.30 Gesundheitskosten Fr. 50.00Kantonsgericht Schwyz 33 Mobilitätskosten Fr. 163.00 Steuern Fr. 420.00 Total Fr. 2’992.05 bb) Bedarf der Berufungsgegnerin im Zeitpunkt der Scheidung aaa) Nicht angefochten wurde die vorinstanzliche Berechnung des Bedarfs der Berufungsgegnerin im Zeitpunkt der Scheidung in Bezug auf den Grund- betrag (Fr. 1’200.00), die Wohnkosten samt Parkplatzmiete (Fr. 1’055.00 bzw. Fr. 30.00), die KVG- und VVG-Prämien (Fr. 403.60), die ungedeckten Gesundheitskosten (Fr. 100.00) und die Mobilitätskosten (Fr. 52.50). bbb) Hinsichtlich des Betrags für auswärtige Verpflegung bringt der Beru- fungsführer vor, die Vorinstanz habe diese Kosten rein auf Aussagen der Be- rufungsgegnerin angenommen, die jedoch nicht klar seien und in keiner Weise eine Notwendigkeit belegen würden. Zudem übersehe die Vorinstanz kom- plett, dass die Berufungsgegnerin Essensentschädigungen von der Arbeitge- berin erhalte, wenn sie längere Arbeitsschichten ausführe. In der Regel könne sie sich jedoch vor oder nach ihrem Arbeitseinsatz verpflegen. Ansonsten nehme sie etwas von zu Hause mit, das sie in der Mikrowelle aufwärmen kön- ne (KG-act. 1 S. 21 f. Rn. 2.13). Die Berufungsgegnerin macht geltend, es sei unzutreffend, dass sie Essensentschädigungen erhalte, wenn sie längere Ar- beitsschichten ausführe. Solche bekomme sie nur, wenn sie Spätschicht leis- te, also bis um 21:30 Uhr arbeite, was lediglich ein- bis zweimal pro Monat der Fall sei. Für die anderen Schichten erhalte sie keine Essensentschädigungen. Insbesondere bei den Schichten von 13:00 Uhr bis 20:30 Uhr oder von 06:00 Uhr bis 19:00 Uhr sei sie auf auswärtige Mittags- bzw. Abendverpflegung an- gewiesen, zumal sie hierfür – aufgrund der kurzen Essenspausen – auch nicht nach Hause gehen könne. Ebenso habe sie ausgeführt, dass sie das Essen teilweise im Restaurant einnehme. Die Kosten seien auf mindestens Fr. 60.00 resp. – sollte ihr ein Vollzeitpensum angerechnet werden – auf Fr. 75.00 zu Kantonsgericht Schwyz 34 veranschlagen (KG-act. 7 S. 18 Rn. 51). Die Vorinstanz führte aus, aus den Aussagen der Berufungsgegnerin ergebe sich, dass sie insbesondere bei der langen Schicht von 06:00 bis 18:00 Uhr bzw. 19:00 Uhr am Mittag auf auswär- tige Verpflegung angewiesen sei, zumal sie an ihre Schichtzeiten gebunden und in der Pausengestaltung im Gegensatz zum Berufungsführer nicht flexibel sei. Anders als im vorsorglichen Massnahmeverfahren, in welchem sie bei der Parteibefragung ausgeführt habe, sie esse jeweils in der Kantine und müsse zweimal auswärts essen, wenn sie über den Mittag arbeite, führe sie nun aus, sie nehme teilweise etwas von zu Hause mit oder esse vor der Arbeit und für das Abendessen bei Spätschichten erhalte sie eine Spesenentschädigung. Deshalb könne nicht auf den im vorsorglichen Massnahmeverfahren ermes- sensweise festgelegten Betrag von Fr. 88.00 entsprechend der Hälfte ihrer Arbeitstage abgestellt werden. Es rechtfertige sich allerdings, ihr aufgrund der verschiedenen Schichten – gemäss Ausführungen der Berufungsgegnerin sind es drei Schichten – für einen Drittel ihrer Arbeitstage eine auswärtige Verpflegung anzurechnen, was einen Betrag von rund Fr. 60.00 ergebe. Ab Anrechnung eines 100 %-Pensums seien ihr alsdann Fr. 75.00 anzurechnen (angefochtenes Urteil E. 2.5.2.2). Die Berufungsgegnerin sagte aus, sie erhal- te nur bei Spätschichten am Freitagabend, die bis 21:30 Uhr dauern, eine Es- sensentschädigung von ihrem Arbeitgeber (Vi-act. 64 S. 4 Frage 23). Dies berücksichtigte die Vorinstanz im angefochtenen Urteil entsprechend. Dass die Berufungsgegnerin darüber hinaus weitere Essensentschädigungen erhält, belegt der Berufungsführer nicht und lässt sich auch den Akten nicht entneh- men. Sodann gab die Berufungsgegnerin an, ihre übrigen Arbeitsschichten würden unterschiedlich ausfallen. Die Schichten würden je nach Woche und Wochentag von 13:00 Uhr bis 20:30 Uhr, von 06.00 Uhr bis 13:00 Uhr, von 06:00 bis 19:00 Uhr oder von 06:00 Uhr bis 19:00 Uhr dauern (Vi-act. 64 S. 4 Frage 21). Insbesondere mit Blick auf die Arbeitsschichten von 06:00 Uhr bis 19:00 Uhr bzw. bis 18:00 Uhr erscheint die Behauptung des Berufungsführers, die Berufungsgegnerin könne sich in der Regel vor oder nach der Arbeit zu Hause verpflegen, nicht nachvollziehbar. Weil die Berufungsgegnerin – wie Kantonsgericht Schwyz 35 von der Vorinstanz festgestellt und vom Berufungsführer nicht angefochten – in der Gestaltung ihrer Pausen nicht flexibel ist, ist sie zumindest an diesen Tagen auf eine auswärtige Verpflegung angewiesen. Die Vorinstanz berück- sichtigte zudem die Aussagen der Berufungsgegnerin, wonach sie teilweise etwas von zu Hause mitnehme oder vor der Arbeit esse und für die Spät- schichten eine Spesenentschädigung erhalte. Angesichts dessen ist es nicht zu beanstanden, dass die Vorinstanz für einen Drittel der Arbeitstage eine auswärtige Verpflegung anrechnete. Zu der dafür festgesetzten Höhe von Fr. 60.00 bzw. Fr. 75.00 bei einem Vollzeitpensum äusserte sich der Beru- fungsführer nicht. Angesichts der vorgesehenen Entschädigung von Fr. 9.00 bis Fr. 11.00 pro Hauptmahlzeit entspricht die Vergütung sechs bzw. maximal acht Hauptmahlzeiten (bei einem 100 %-Pensum) pro Monat, was angemes- sen erscheint. ccc) Der Berufungsführer macht in Bezug auf die Steuern geltend, die Vor- instanz berechne eine Steuerlast von Fr. 370.00 bis Fr. 420.00, womit ein Mit- telwert von Fr. 395.00 resultiere. Weil keine Übergangsphase berechnet wer- den dürfe, sei ein Mittelwert einer Steuerschuld von Fr. 390.00 zu akzeptieren. Im Übrigen habe die Vorinstanz die Abzüge eines Einkommens von Fr. 60’200.00 (= Fr. 35’200.00 + Fr. 25’000.00) nicht substantiiert dargelegt. Es sei nicht klar, welche höheren Berufsauslagen die Vorinstanz bei einem 100 %-Einkommen in Abzug bringe. Auswärtige Verpflegung gebe es nicht und das öV-Abonnement im Umfang von Fr. 52.20 bleibe identisch. Das zukünftige steuerbare Vermögen bezeichne die Vorinstanz auch nicht (KG- act. 1 S. 22). Die Berufungsgegnerin bringt vor, es seien bei ihrem Bedarf mindestens der bereits vor der Vorinstanz geltend gemachte Betrag von Fr. 450.00 zu berücksichtigen, zumal ihr höhere Unterhaltsbeiträge zuzuspre- chen seien und folglich eine höhere Steuerlast resultieren werde (KG-act. 7 S. 18 Rn. 52). Die Vorinstanz erwog, die Berufungsgegnerin habe an der Par- teibefragung ausgeführt, sie bezahle aktuell ca. Fr. 2’600.00 jährlich, was Fr. 216.00 pro Monat entspreche. Gehe man von einem jährlichen Nettoein-Kantonsgericht Schwyz 36 kommen von rund Fr. 35’200.00 sowie Unterhaltsbeiträgen von rund Fr. 25’000.00 aus, subtrahiere man die Abzüge entsprechend der von der Be- rufungsgegnerin eingereichten Steuererklärung 2017 (Versicherungsprämien, Sozialabzüge, Krankheitskosten, Berufsauslagen und -kosten), ergebe dies – unter Berücksichtigung eines steuerbaren Vermögens von Fr. 0.00 (entspre- chend der Steuererklärung 2017) – einen monatlichen Steuerbetrag von rund Fr. 370.00. Ab der Pensumsaufstockung generiere die Berufungsgegnerin ein höheres Einkommen, jedoch würden sich die Unterhaltsbeiträge entsprechend reduzieren und sie könne zusätzliche Berufsauslagen in Abzug bringen. Sie werde alsdann aufgrund der güterrechtlichen Ausgleichszahlung steuerbares Vermögen ausweisen. Ihr sei deshalb ein leicht erhöhter Steuerbetrag von rund Fr. 420.00 anzurechnen (angefochtenes Urteil E. 2.5.2.2). Die Vorinstanz berechnet somit für die erste Phase eine Steuerlast von Fr. 370.00 und für die zweite Phase Fr. 420.00. Daraus kann entgegen den Vorbringen des Beru- fungsführers nicht auf einen Mittelwert geschlossen werden. Sodann legte die Vorinstanz dar, welche Abzüge sie berücksichtigte, und dass sie sich dabei auf die Steuererklärung 2017 stützte. Dass bei einem 100 %-Pensum höhere Berufsauslagen in Abzug gebracht werden können, ist ebenfalls nachvollzieh- bar, was sich bereits an den höheren zu berücksichtigenden Kosten für aus- wärtige Verpflegung zeigt. Ferner berechnete die Vorinstanz einen höheren Steuerbetrag in der zweiten Phase aufgrund des steuerbaren Vermögens, das sich durch die güterrechtliche Ausgleichszahlung ergibt. Insofern äusserte sie sich (zumindest indirekt) zur Höhe des steuerbaren Vermögens. Die Vorbrin- gen des Berufungsführers zielen somit ins Leere, zumal – wie noch aufzuzei- gen ist – die Höhe der güterrechtlichen Ausgleichszahlung nur minimal herab- zusetzen ist (vgl. E. 3.d). Inwiefern die vorinstanzliche Berechnung dennoch fehlerhaft sein soll, legt der Berufungsführer nicht dar. Es kann somit auf die vorinstanzlichen Feststellungen und Erwägungen abgestützt werden. ddd) Der Berufungsführer bringt betreffend die Altersvorsorge vor, die Beru- fungsgegnerin habe aufgrund ihrer Eigenversorgungsverantwortung auch für Kantonsgericht Schwyz 37 ihre Altersvorsorge zu schauen. Nur weil er inskünftig mehr verdienen werde, sei er nicht verpflichtet, über die Hintertüre Vorsorgeunterhalt zu bezahlen; dies widerspräche dem Clean-Break-Gedanken. Hinsichtlich der von der Vor- instanz vorgesehenen Übergangszeit von sechs Monaten für die Aufstockung auf ein 100 %-Pensum habe er bereits dargelegt, dass keine Übergangsfrist gewährt werden sollte. Es treffe nicht zu, dass die Vorsorgelücke der Beru- fungsgegnerin ehebedingt sei. Die Vorinstanz übersehe, dass die Berufungs- gegnerin im Jahr 2004 eine 100 %-ige Erwerbstätigkeit angenommen und danach im Jahr 2009 freiwillig ihre Erwerbsmöglichkeiten reduziert habe, ob- wohl sie damals nicht mehr an eine Kinderbetreuung gebunden gewesen sei. Zudem werde der von der Vorinstanz errechnete Betrag von Fr. 465.00 be- stritten. Die Eheleute hätten gemäss Ausführungen der Vorinstanz beim zu- letzt gelebten Standard Fr. 462.50 in die Säule 3a einbezahlt. Die Hälfte wür- de Fr. 231.25 betragen und wäre – wenn überhaupt – eine sachgerechte Be- trachtungsweise. Gemäss den Lohnabrechnungen 2019 würden der Beru- fungsgegnerin Abzüge für die AHV und das BVG von Fr. 428.75 getätigt. Das zusätzliche Berücksichtigen eines Betrages von Fr. 465.00 führe zu mehr als dem Doppelten des heutigen Betrages von Fr. 428.75. Folglich sei das Berücksichtigen von Fr. 465.00 nicht sachgerecht. Eine simple Dreisatzrech- nung ausgehend von den Lohnabrechnungen ergebe, dass bei einem 100 %- Pensum Beiträge von ca. Fr. 536.00 zu bezahlen wären, womit eine Differenz von ca. Fr. 107.00 resultiere. Es sei aber aus den genannten Gründen ohne- hin kein Vorsorgebetrag zu berücksichtigen. Zudem habe die Vorinstanz bei ihrer Berechnung des Vorsorgeunterhalts den Vorsorgeausgleich und die güterrechtliche Auseinandersetzung und deren Auswirkungen in keiner Weise berücksichtigt (KG-act. 1 S. 22 f.). Die Berufungsgegnerin macht geltend, der gebührende Unterhalt schliesse eine angemessene Altersvorsorge ein. Weil sie auch nach der Scheidung kein Vollzeitpensum ausüben könne, werde sie nur geringe Beiträge in die Alters- vorsorge einzahlen können. Im Gegensatz zum Berufungsführer müsse sie Kantonsgericht Schwyz 38 zudem einer Tätigkeit im Niedrigstlohnbereich nachgehen. Das daraus resul- tierende Vorsorgedefizit stelle ebenso einen ehebedingten Nachteil dar. Ob sie die Möglichkeit habe, länger als der Berufungsführer zu arbeiten, sei nicht von Relevanz, ebenso wenig, ob sie Beiträge in die 3. Säule leisten könne oder nicht. Sie habe die Gründe dargelegt, weshalb sie die Arbeitstätigkeit im Restaurant F.________ nicht mehr habe weiterführen können; von einer frei- willigen Reduzierung ihrer Erwerbsmöglichkeit könne nicht die Rede sein. Darüber hinaus verkenne der Berufungsführer, dass es beim Vorsorgeunter- halt um die Berechnung von Vorsorgelücken in der ersten und zweiten Säule gehe und deswegen nicht von Relevanz sei, ob und wie viel die Parteien in die 3. Säule einbezahlt haben. Wie der Vorsorgeunterhalt zu ermitteln sei, habe das Bundesgericht in BGE 135 III 158 ausführlich dargelegt. Die simple Drei- satzrechnung des Beklagten gehe deshalb an der Sache vorbei. Weil die Vor- instanz von zu tiefen Steuern ausgehe, ergebe sich ein Verbrauchsunterhalt von Fr. 4’623.25, was umgerechnet brutto Fr. 5’314.00 pro Monat bzw. Fr. 63’768.00 pro Jahr entspreche. Anzumerken sei, dass die Vorinstanz ohnehin einen falschen Bruttobetrag errechnet habe. Sollte man von einem Verbrauchsunterhalt von Fr. 4’557.85 ausgehen, würde der Bruttoertrag Fr. 5’239.00 betragen. Von den brutto Fr. 5’314.00 pro Monat sei der Eigen- verdienst der Berufungsgegnerin von brutto Fr. 3’487.00 in Abzug zu bringen. Damit ergebe sich ein AHV- und BVG-Vorsorgeunterhalt von Fr. 512.00 pro Monat. Sollte der Berufungsgegnerin nach einer Übergangsfrist wider Erwar- ten ein Vollzeitpensum bzw. ein Nettoeinkommen von Fr. 3’660.00 angerech- net werden, würde dennoch ein AHV- und BVG-Vorsorgeunterhalt in Höhe von Fr. 292.00 resultieren, der in der zweiten Phase zu berücksichtigen wäre. Dass und inwiefern der Vorsorgeausgleich und das Ergebnis der güterrechtli- chen Auseinandersetzung bei der Berechnung des Vorsorgeunterhalts eine Rolle spielen sollten, begründe der Berufungsführer nicht (KG-act. 7 S. 18 f. Rn. 53).Kantonsgericht Schwyz 39 Die Vorinstanz hielt fest, solange die Berufungsgegnerin noch 80 % arbeite, könne sie nicht die vollen Beträge einbezahlen, weshalb ein Vorsorgeunterhalt anzurechnen sei. Diese Vorsorgelücke sei denn auch ehebedingt, nachdem die Berufungsgegnerin aufgrund der gelebten Rollenverteilung erst nach einer Übergangsfrist ein 100 %-Pensum ausüben müsse. Der Vorsorgeunterhalt bemesse sich wie folgt: Verbrauchsunterhalt für die massgebende Lebenshal- tung im Sinne „gebührenden Unterhalts“, umgerechnet auf einen Bruttobetrag, zuzüglich der vollumfänglichen Altersvorsorge im Rahmen der AHV und des BVG, abzüglich des tatsächlichen gegenwärtigen bzw. zukünftigen Eigenver- dienstes. Der gebührende Verbrauchsunterhalt betrage Fr. 4’557.85 monat- lich, was umgerechnet brutto Fr. 5’150.35 monatlich bzw. Fr. 61’804.20 jähr- lich ergebe. Davon abzuziehen sei das von der Berufungsgegnerin effektiv erzielte Bruttoeinkommen von Fr. 3’487.05 pro Monat bzw. Fr. 41’844.60 pro Jahr, was eine (Bruttolohn-)Differenz von rund Fr. 1’663.30 pro Monat ergebe. Gestützt darauf würden die (vereinfachend) auf 10 % zu veranschlagenden AHV-Beiträge (Arbeitnehmer und Arbeitgeber) Fr. 166.35 pro Monat betragen (= „AHV-Vorsorge“). Für die Berechnung der Beiträge an die berufliche Vor- sorge sei somit sowohl vom fiktiven Bruttoeinkommen als auch vom effektiven Bruttoeinkommen der Koordinationsbetrag gemäss Art. 8 Abs. 1 BVG abzu- ziehen. Der koordinierte fiktive Bruttolohn der Berufungsgegnerin betrage Fr. 36’919.20 pro Jahr (= Fr. 61’804.20 – Fr. 24’885.00). Davon abzuziehen sei das koordinierte effektive Bruttoeinkommen von Fr. 16’959.00 (= Fr. 41’844.60 – Fr. 24’885.00; recte: Fr. 16’959.60) pro Jahr, was Fr. 19’960.20 (recte: Fr. 19’959.60) ergebe. Aufgrund des Alters der Beru- fungsgegnerin von 56 Jahren sei von einem Beitragssatz (Arbeitnehmer und Arbeitgeber) von 18 % auszugehen, woraus ein Betrag von rund Fr. 3’592.85 (recte: Fr. 3’592.70) pro Jahr bzw. Fr. 299.40 pro Monat resultiere. Die Beru- fungsgegnerin habe somit einen Anspruch auf Vorsorgeunterhalt von gerundet Fr. 465.00 (AHV Fr. 166.35 + BVG Fr. 299.40), der aufgrund der Leistungs- fähigkeit des Berufungsführers im Bedarf der Berufungsgegnerin aufzuneh- men sei. Sobald der Berufungsgegnerin ein 100 %-Pensum angerechnet wer-Kantonsgericht Schwyz 40 de, könne sie die vollen Beiträge in die eigene Altersvorsorge einzahlen und für die Deckung ihres gebührenden Bedarfs stehe ihr kein Vorsorgeunterhalt mehr zu, selbst wenn ihre Beiträge aufgrund des Einkommensgefälles tiefer seien als jene des Berufungsführers, weil dies nicht als ehebedingter Nachteil angesehen werden könne (angefochtenes Urteil E. 2.5.2.2). Durch die Teilung der Austrittsleistungen der beruflichen Vorsorge und mit dem Splitting und den Betreuungsgutschriften im Rahmen der AHV wird die Altersvorsorge für die Zeit bis zur Scheidung geregelt. Bezüglich der Vergan- genheit sollte keine Lücke in der Altersvorsorge mehr bestehen. Der soge- nannte Vorsorgeunterhalt im Sinne von Art. 125 Abs. 1 ZGB betrifft den Aus- gleich allfälliger künftiger nachehelicher Einbussen, wenn ein Ehegatte wegen Kinderbetreuungspflichten in den Jahren nach der Scheidung keiner oder nur einer beschränkten Erwerbstätigkeit wird nachgehen und deshalb auch nicht die vollen Beiträge in die eigene Altersvorsorge wird einbezahlen können (BGE 135 III 158 E. 4.1 m.w.H.). Demzufolge kam die Vorinstanz zu Recht zum Schluss, dass es der Berufungsgegnerin in der ersten Phase, in der sie nur 80 % arbeitet, nicht möglich ist, die vollen Beiträge einzubezahlen, und dass sie daher in dieser Phase Anspruch auf Vorsorgeunterhalt hat. Demge- genüber wird sie ab dem Zeitpunkt, in dem es ihr zumutbar ist, ihr Pensum auf 100 % aufzustocken, die vollen Beiträge einzahlen, weswegen ihr Anspruch auf Vorsorgeunterhalt entfällt. Die Altersvorsorge ist auf Grund der für die Ehegatten massgebenden Le- benshaltung zu bemessen, d.h. die Lebenshaltung, auf deren Fortführung der unterhaltsberechtigte Ehegatte grundsätzlich Anspruch hat, in ein fiktives Brut- toeinkommen umzurechnen und darauf die Arbeitgeber- und Arbeitnehmerbei- träge zu berechnen, die zusammen, erweitert um eine allfällige Steuerbelas- tung, den Vorsorgeunterhalt ergeben (BGE 135 III 158 E. 4.4; vgl. zur konkre- ten Berechnung die nicht publizierte E. 7). Die für die Berufungsgegnerin massgebende Lebenshaltung in der ersten Phase setzt sich zusammen aus Kantonsgericht Schwyz 41 dem Grundbetrag (Fr. 1’200.00), den Wohnkosten (Fr. 1’055.00), den Kran- kenkassenprämien (Fr. 403.60), den ungedeckten Gesundheitskosten (Fr. 100.00), den Mobilitätskosten (Fr. 52.50), der Parkplatzmiete (Fr. 30.00), den Kosten für auswärtige Verpflegung (Fr. 60.00), den Steuern (Fr. 370.00) sowie dem Anteil am letzten ehelichen Lebensstandard (Fr. 1’272.15; vgl. E. 2.e) und beläuft sich folglich auf Fr. 4’543.25. Zur Berechnung des Vor- sorgeunterhalts ist das Bruttoeinkommen massgebend. Auszugehen ist da- von, dass Arbeitnehmer rund 13 % des Bruttoeinkommens für Beiträge an die verschiedenen Versicherungs- und Vorsorgewerke verwenden. Das Nettoein- kommen entspricht damit 87 % des Bruttoeinkommens, weshalb sich das Bruttoeinkommen wie folgt berechnet (BGE 135 III 158 nicht publizierte E. 7.2): Bruttoeinkommen = Nettoeinkommen / 87 x 100. Die Lebenshaltung beträgt brutto somit Fr. 5’222.10 monatlich (= Fr. 4’543.25 / 87 x 100) bzw. Fr. 62’665.20 jährlich (= Fr. 5’222.10 x 12). Der Eigenverdienst der Beru- fungsgegnerin in dieser Phase beträgt brutto Fr. 3’487.05 pro Monat (ange- fochtenes Urteil E. 2.5.2.2; Vi-act. 37/27), was einem jährlichen Bruttoein- kommen von Fr. 41’844.60 entspricht (= Fr. 3’487.05 x 12). Im Bereich der AHV berechnet sich der Vorsorgeunterhalt aus den Arbeitgeber- und Arbeit- nehmerbeiträgen von rund 10 % auf dem Bruttoeinkommen nach folgender Formel (BGE 135 III 158 nicht publizierte E. 7.3): (Lebenshaltung [brutto] – Eigenverdienst [brutto]) / 100 x 10. Von der Lebenshaltung (brutto) ist somit zunächst der Eigenverdienst (brutto) abzuziehen, was vorliegend Fr. 1’735.05 ergibt (= Fr. 5’222.10 – Fr. 3’487.05). Der AHV-Vorsorgeunterhalt beläuft sich folglich auf Fr. 173.50 (= Fr. 1’735.05 / 100 x 10). Im Bereich des BVG be- rechnet sich der Vorsorgeunterhalt aus den Arbeitgeber- und Arbeitnehmer- beiträgen auf dem koordinierten Lohn (Art. 8 BVG), d.h. auf dem jährlichen Bruttoeinkommen abzüglich des Koordinationsbetrags, der zum Zeitpunkt der Scheidung Fr. 24’885.00 jährlich bzw. Fr. 2’073.75 pro Monat betrug (Art. 8 Abs. 1 BVG in der bis zum 31. Dezember 2020 gültigen Fassung; vgl. auch angefochtenes Urteil E. 2.5.2.2). Nach den unangefochtenen Feststellungen der Vorinstanz ist aufgrund des Alters der Berufungsgegnerin von einem Bei-Kantonsgericht Schwyz 42 tragssatz von 18 % auszugehen (Arbeitnehmer- und Arbeitgeberbeiträge). Der BVG-Vorsorgeunterhalt ist wie folgt zu berechnen (vgl. BGE 135 III 158 nicht publizierte E. 7.4): (Lebenshaltung [brutto/koordiniert] – Eigenverdienst [brut- to/koordiniert]) / 100 x 18. Von der Lebenshaltung (brutto; Fr. 5’222.10) ist zunächst der Koordinationsbeitrag abzuziehen, was Fr. 3’148.35 (= Fr. 5’222.10 – Fr. 2’073.75) ergibt. Sodann ist vom effektiven Bruttoein- kommen (Fr. 3’487.05) ebenfalls der Koordinationsbeitrag in Abzug zu brin- gen, was Fr. 1’413.30 ergibt. Von der Lebenshaltung (brutto/koordiniert; Fr. 3’148.35) ist der Eigenverdienst (brutto/koordiniert; Fr. 1’413.30) abzuzie- hen, womit Fr. 1’735.05 resultieren. Der BVG-Vorsorgeunterhalt beträgt somit Fr. 312.30 (= Fr. 1’735.05 / 100 x 18). Der gesamte Vorsorgeunterhalt für die erste Phase beträgt somit Fr. 485.80 (= Fr. 173.50 + Fr. 312.30). eee) Demnach ergibt sich für die Berufungsgegnerin folgender Bedarf für die erste Phase vom 1. Januar 2021 bis 30. Juni 2021: Grundbetrag Fr. 1’200.00 Wohnkosten Fr. 1’055.00 Krankenkassenprämie KVG und VVG Fr. 403.60 Gesundheitskosten Fr. 100.00 Mobilitätskosten Fr. 52.50 Parkplatzmiete Fr. 30.00 Auswärtige Verpflegung Fr. 60.00 Steuern Fr. 370.00 Vorsorge Fr. 485.80 Total Fr. 3’756.90 Für die zweite Phase ab 1. Juli 2021 berechnet sich der Bedarf der Beru- fungsgegnerin wie folgt: Grundbetrag Fr. 1’200.00Kantonsgericht Schwyz 43 Wohnkosten Fr. 1’055.00 Krankenkassenprämie KVG und VVG Fr. 403.60 Gesundheitskosten Fr. 100.00 Mobilitätskosten Fr. 52.50 Parkplatzmiete Fr. 30.00 Auswärtige Verpflegung Fr. 75.00 Steuern Fr. 420.00 Vorsorge Fr. 0.00 Total Fr. 3’336.10 cc) Gegenüberstellung aaa) Für die erste Phase vom 1. Januar 2021 bis 30. Juni 2021 ergibt sich folgende Gegenüberstellung: Berufungsgegnerin Berufungsführer Einkommen Fr. 2’934.90 Fr. 5’932.40* Bedarf Fr. -3’756.90 Fr. -2’892.05 Total Fr. -822.00 Fr. 3’040.35 (* exkl. Mietertrag) Der Berufungsführer hat zunächst das Manko der Berufungsgegnerin von Fr. 822.00 zu decken in ihr überdies den Überschussanteil von Fr. 1’272.15 gemäss dem zuletzt gelebten ehelichen Standard zu bezahlen, was insgesamt (gerundet) Fr. 2’090.00 ergibt. Es zeigt sich somit, dass – wenn auch mit leicht anderen Zahlen berechnet – der gleich hohe Unterhaltsanspruch resultiert wie von der Vorinstanz festgestellt. Dem Berufungsführer verbleiben nach Abzug des zu bezahlenden Unterhalts noch Fr. 950.35 Überschuss. Wie bereits dar- gelegt (vgl. E. 2.f.aa.bbb) und von der Vorinstanz zutreffend festgestellt (ange- fochtenes Urteil E. 2.6), rechtfertigt es sich, den Mietertrag von Fr. 620.00 hin-Kantonsgericht Schwyz 44 zuzurechnen, mit dem der Berufungsführer in der Lage ist, die Differenz zu seinem gebührenden Bedarf (inkl. Überschussanteil) zu decken. bbb) Ab der zweiten Phase, also ab 1. Juli 2021 ergibt sich folgende Ge- genüberstellung: Berufungsgegnerin Berufungsführer Einkommen Fr. 3’660.00 Fr. 5’932.40* Bedarf Fr. -3’336.10 Fr. -2’992.05 Total Fr. 323.90 Fr. 2’940.35 (* exkl. Mietertrag) Die Berufungsgegnerin erzielt einen Überschuss von Fr. 323.90. Bis zum zu- letzt gelebten ehelichen Standard von Fr. 1’272.15 fehlen ihr somit gerundet Fr. 950.00. Somit hat der Berufungsführer einen Unterhaltsbeitrag in dieser Höhe zu bezahlen. Ihm verbleiben somit Fr. 1’990.35, womit auch sein ge- bührender Bedarf inkl. Überschussanteil ohne Hinzurechnung des Mietertrags gewährleistet ist. 3. Güterrecht a) Hinsichtlich der rechtlichen Ausführungen sowie den Feststellungen zu den Konti erhoben die Parteien keine Rügen. Es kann auf das vorinstanzliche Urteil verwiesen werden (angefochtenes Urteil E. 3-3.3). b) Der Berufungsführer bestreitet die Schuld der Berufungsgegnerin ge- genüber der Tochter L.________ in der Höhe von Fr. 3’841.00 und bringt vor, L.________ habe als Zeugin nie ausgesagt, sie hätte die Möbel bezahlt, son- dern lediglich, dass die Möbel die ihrigen seien. Ausser bei der Rechnung vom 15. November 2014 über Fr. 398.00 fungiere sie denn auch nicht als Rech- nungsadresse. Die Zeugin habe ohne zu zögern resp. „wie aus der Pistole Kantonsgericht Schwyz 45 geschossen“, den von der Berufungsgegnerin in deren Rechtsschriften gel- tend gemachten Betrag von Fr. 3’841.00 benennen können, was darauf schliessen lasse, dass die Zeugin mit der Berufungsgegnerin über diese Zahl vorgängig gesprochen habe, andernfalls hätte sie diese nie so genau benen- nen können, schliesslich habe sie die Belege zu Hause und nicht selbst mit- gebracht gehabt. Die Zeugin habe ausgesagt, ein Betrag von Fr. 400.00 sei abgezogen, was beim Betrag von Fr. 3’841.00 bereits berücksichtigt sei. Rechne man die Belege KB 33 bis 36 zusammen, ergebe dies einen Betrag von Fr. 3’843.00. Rechne man nun Fr. 400.00 ab, würde dies einen Betrag von Fr. 3’443.00 ergeben, womit eine Diskrepanz bestehe. Die Möbel seien zudem im Jahr 2014 angeschafft worden und dürften bis zum 12. Dezember 2017 abgeschrieben sein. Dies erkläre auch, weshalb die Berufungsgegnerin und die Zeugin die Schuld per Dezember 2017 noch nicht abgerechnet hätten und nun behaupten würden, man nehme die Begleichung der angeblichen Schuld erst nach der Scheidung vor. Die Aussagen, wonach man bewusst habe die Scheidung abwarten wollen, würden nicht überzeugen. Es sei nicht nachvollziehbar, weshalb die Mutter ihrer Tochter L.________ einen Betrag von angeblichen Fr. 3’841.00 von im 2014 angeschaffenen Möbeln nach wie vor schulde oder am 12. Dezember 2017 noch geschuldet habe, obwohl hin- reichend finanzielle Mittel zur Bezahlung vorhanden seien. Es handle sich um eine unfaire Parteiergreifung gegen den Berufungsführer und Vater, aus wel- chen Gründen auch immer. Die Vorinstanz sei von der Richtigkeit der Aussa- gen überzeugt, obwohl dies nicht plausibel sei. Während sie beim Berufungs- führer einen übermässig strengen Massstab bei der Würdigung der Beweise anlege und beispielsweise die Ausführungen zum Liegenschaftskaufpreis in Tranchen als nicht plausibel resp. bewiesen erachte, obwohl eine sachliche Begründung dargebracht worden sei, glaube sie daran, dass die Mutter der Tochter am „Sankt Nimmerleinstag“ diese angebliche Schuld zurückzahlen werde. Der Betrag von Fr. 594.00 dürfe ebenso wenig Berücksichtigung fin- den, weil die Rechnung gemäss KB 35 auf J.________ laute (KG-act. 1 S. 27 f. Rn. 3.2).Kantonsgericht Schwyz 46 Die Berufungsgegnerin führt aus, der Berufungsführer bestreite im Berufungs- verfahren erstmals, dass die Tochter L.________ die Möbel bezahlt habe. Damit sei er nicht mehr zu hören. Abgesehen davon habe die Tochter L.________ an der Parteibefragung explizit bestätigt, die neuen Möbel finan- ziert zu haben. Wer Rechnungsadressat sei, sei nicht relevant (KG-act. 7 S. 23 Rn. 63). Es sei nicht erstaunlich, dass die Tochter L.________ die Höhe der Schuld habe benennen können, weil offensichtlich gewesen sei, dass es bei der Zeugeneinvernahme um dieses Thema gehen würde (KG-act. 7 S. 23 Rn. 64). Der Berufungsführer verkenne, dass zwei Sideboards à je Fr. 398.00 gekauft worden seien. Addiere man die Kaufpreise in den KB 33 bis 36 kor- rekt, komme man auf einen Betrag von Fr. 4’241.00. Ziehe man davon die Fr. 400.00 ab, resultiere genau der Betrag von Fr. 3’841.00 (KG-act. 7 S. 23 f. Rn. 65). Ob die Möbel am 12. Dezember 2017 abgeschrieben gewesen seien oder nicht, sei nicht von Relevanz; im Übrigen seien die Ausführungen des Berufungsführers neu und daher nicht mehr zu hören. Von einer Parteiergrei- fung könne keine Rede sein. Selbst der Berufungsführer vermöge keine Gründe zu nennen, weshalb seine Tochter in Kenntnis der strafrechtlichen Folgen einer falschen Zeugenaussage vor Gericht Unwahrheiten sagen bzw. bestätigen sollte (KG-act. 7 S. 24 Rn. 66). Die Vorinstanz wende keinen anderen Massstab an. Tatsache sei und bleibe, dass der Berufungsführer den ihm obliegenden Beweis, dass die Fr. 40’000.00 aus Mitteln des Eigenguts stammten, nicht ansatzweise erbracht habe. Ebenso wenig habe eine sachli- che Begründung vorgelegen, zumal nicht ersichtlich sei, dass und inwiefern eine tranchenweise Zahlung steuerrechtliche Vorteile bringen sollte (KG-act. 7 S. 24 Rn. 67). Die Vorinstanz erwog, der vom Berufungsführer zumindest implizit geäusserte Verdacht, dass sich die Zeugin L.________ mit der Berufungsgegnerin abge- sprochen habe, lasse sich nicht erhärten. L.________ habe unter Wahrheits- pflicht bestätigt, sie habe sich im Vorfeld nicht mit ihrer Mutter abgesprochen. Die Tatsache, dass sie den offenen Betrag ohne entsprechende Frage von Kantonsgericht Schwyz 47 sich aus angeführt habe, lasse sich erklären, indem sie sich nach Erhalt der Vorladung als Zeugin für das Scheidungsverfahren Gedanken gemacht haben dürfte, um was es gehen könnte, und auch entsprechende Unterlagen konsul- tiert haben dürfte. Ihre Erläuterungen, wie die Schuld entstanden sein soll, nämlich, dass es ihre Möbel seien, welche die Mutter übernommen habe, als sie (L.________) mit ihrem Freund zusammengezogen sei, seien plausibel. Der Berufungsführer habe auch nicht bestritten, dass die Tochter dannzumal mit ihrem Freund zusammengezogen sei. Die von der Berufungsgegnerin und der Zeugin L.________ getätigten Aussagen würden überdies durch die im Recht liegenden Kauf- und Möbelverträge untermauert, zumal die Addition der dort aufgeführten Beträge – abzüglich der behaupteten Abzahlung von Fr. 400.00 – die genannte Summe ergebe und die Belege die von der Beru- fungsgegnerin erwähnten Möbelstücke bezeichnen würden. Zudem sei auf dem letzten Beleg handschriftlich vermerkt: „400 Franken Mami den Rest L.________“, datiert mit dem 15. November 2014 und unterzeichnet von L.________, was ebenfalls für die Glaubhaftigkeit der von der Berufungsgeg- nerin und L.________ getätigten Aussagen spreche. Dass die Kauf- bzw. Möbelverträge teilweise die Berufungsgegnerin oder O.________ statt L.________ als Kundin oder Rechnungs- bzw. Lieferadressatin aufführen würden, wie dies der Berufungsführer vorbringe, stelle keinen unlösbaren Wi- derspruch zu den Ausführungen von L.________ und der Berufungsgegnerin dar, zumal L.________ diese trotzdem für die Berufungsgegnerin bezahlt ha- ben könne. Es sei irrelevant, was der Grund für die Vereinbarung sei, dass die Schuld trotz vorhandener liquider finanzieller Mittel bei der Berufungsgegnerin erst nach der Scheidung getilgt werden soll, zumal andernfalls die Errungen- schaft entsprechend um diesen Betrag reduziert ausgefallen wäre. Hieraus abzuleiten, die Schuld bestehe nicht bzw. habe am Stichtag nicht bestanden, sei deshalb nicht nachvollziehbar. Zusammenfassend gelinge der Berufungs- gegnerin der Nachweis, dass sie per Stichtag über eine offene Schuld von Fr. 3’841.00 verfügt habe (angefochtenes Urteil E. 3.4).Kantonsgericht Schwyz 48 Die Vorbringen des Berufungsführers stellen im Wesentlichen Wiederholun- gen dessen dar, was er bereits erstinstanzlich vorbrachte (vgl. Vi-act. 64 S. 27). L.________ sagte zusammengefasst aus, die Berufungsgegnerin habe bei ihr offene Schulden in Höhe von Fr. 3’841.00 (Vi-act. 64 S. 2 Frage 2), sie habe erst Fr. 400.00 zurückerstattet, was bereits berücksichtigt sei (Vi-act. 64 S. 2 Frage 5), sie hätten abgemacht, dass die Berufungsgegnerin dies erst nach der Scheidung begleiche (Vi-act. 64 S. 2 Frage 6) und sie habe sich im Vorfeld nicht mit der Berufungsgegnerin abgesprochen (Vi-act. 64 S. 2 Fra- ge 8). Die Berufungsgegnerin reichte zudem Kauf- und Möbelverträge im Ge- samtwert von Fr. 4’241.00 ein (Vi-act. 37/33 [Fr. 2’453.00]; Vi-act. 37/34 [Fr. 398.00]; Vi-act. 35 [Fr. 594.00]; Vi-act. 36 [2 x Fr. 398.00 = Fr. 796.00]). Auf dem Möbelvertrag des zweiten Sideboards befindet sich zudem der Ver- merk „400 Franken Mami den Rest L.________“ mit Datum vom 15. Novem- ber 2014 und der Unterschrift von L.________ (Vi-act. 37/36 S. 2). Angesichts dessen, dass die Behauptungen der Berufungsgegnerin mit den Aussagen der Zeugin L.________ übereinstimmen, und dass diese Aussagen zudem mit den eingereichten Kauf- und Möbelverträgen in Einklang stehen, kam die Vor- instanz zu Recht zum Schluss, dass die Berufungsgegnerin den Nachweis über die offene Schuld von Fr. 3’841.00 erbrachte. Der Berufungsführer bringt sodann keine Gründe vor, weshalb L.________ trotz Hinweis auf die straf- rechtlichen Folgen einer falschen Zeugenaussage die Unwahrheit gesagt ha- ben soll. Nachvollziehbar erscheint sodann, dass sie sich bereits im Vorfeld der Zeugenbefragung denken konnte, dass es um diese Schulden gehen wird, schliesslich wurde sie auch nur dazu befragt. Somit ist es auch nicht unge- wöhnlich, dass sie den geschuldeten Betrag von sich aus nennen konnte. c) aa) In Bezug auf die Zuordnung der ehelichen Liegenschaft zur Errun- genschaft des Berufungsführers und den Verkehrswert von Fr. 495’000.00 (= Fr. 780’000.00 – Fr. 264’000 [Hypothekarschuld] – Fr. 21’000.00 [latente Grundstückgewinnsteuer]) erhoben die Parteien keine Rügen. Es kann somit Kantonsgericht Schwyz 49 auf die vorinstanzlichen Erwägungen abgestellt werden (angefochtenes Urteil E. 3.5.1 f.). bb) aaa) Hinsichtlich der Ersatzforderungen bringt der Berufungsführer vor, es sei falsch, dass die mit Liegenschaftskaufvertrag vom 12. September 1986 bezahlten Fr. 40’000.00 aus der Errungenschaft gestammt hätten. Er habe vor Vorinstanz geltend gemacht, dass er zwischen 1984 und 1986 – also innert zwei Jahren seit Eheschluss – keine finanziellen Mittel aus Arbeitserwerb im Umfang von Fr. 40’000.00 habe erwirtschaften oder ersparen können, um die- sen Betrag zu bezahlen. Dieses Geld sei vorhanden gewesen, weil er es in die Ehe eingebracht habe. Die drei Tranchenzahlungen für den Kaufpreis an den Vater seien wie folgt geflossen: Fr. 10’000.00 im Jahre 1986, Fr. 10’000.00 am 10. März 1987 und Fr. 20’000.00 am 23. September 1988. Er habe damals bei der P.________ zwischen Fr. 3’500.00 bis Fr. 4’000.00 verdient und alleine für die Hypothek monatliche Zinsen von Fr. 1’150.00 zu bezahlen gehabt. Er habe dazu als Beweis die Auszüge aus seinem Lohnkon- tobuch geliefert. Im Mai 1986 sei zudem das erste Kind geboren, womit zu- sätzliche finanzielle Auslagen auf die junge Familie zugekommen seien. Die Berufungsgegnerin habe in dieser Zeit nicht gearbeitet. Es sei offensichtlich, dass er mit Nettoeinnahmen von Fr. 2’350.00 bis Fr. 2’850.00 seine Familie habe ernähren müssen und Sparen nicht infrage gekommen sei. Die Beru- fungsgegnerin habe zu diesen Ausführungen keinen Beitrag leisten können, sie habe sie aber auch nicht bestritten in dem Sinne, dass sie beispielsweise die Auszüge aus dem Lohnkontobuch als nicht existent betrachtet oder die Schrift des Berufungsführers bestritten habe. Die Vorinstanz tue die Beweise als ungeeignet ab und führe aus, es sei nicht nachvollziehbar, weshalb der Berufungsführer bei vorhandenen Mitteln nicht auf einmal den Betrag von Fr. 40’000.00 bezahlt habe. Er habe sich auch dazu geäussert und erklärt, dass die Tranchenzahlungen gegenüber dem Vater aus steuerlichen Gründen erfolgt sei. Dies sei ihnen von der Bank so geraten worden. Der steuerliche Vorteil habe beim Vater gelegen. Der Berufungsführer habe erklärt, dass dies Kantonsgericht Schwyz 50 mit der beim Vater anfallenden Progression zusammengehangen habe. Es sei nicht ersichtlich, weshalb diese Begründung nicht überzeugen soll. Die Zah- lungen an den Vater, insbesondere in den Jahren 1987 und 1988 hätten ein- wandfrei bewiesen werden können. Es könne schlicht keine anderen Gründe gegeben haben, seinem Vater Geld zu überweisen als eben für diesen Haus- kauf (KG-act. 1 S. 29 f. Rn. 3.5). bbb) Die Berufungsgegnerin bringt zusammengefasst vor, die Vorinstanz sei korrekterweise zum Schluss gekommen, dass dem Beklagten der Nachweis einer Ersatzforderung seines Eigenguts von Fr. 40’000.00 gegenüber seiner Errungenschaft nicht gelungen sei. Der Berufungsführer habe den genannten Betrag auch nicht zwischen 1984 und 1986 ansparen müssen, zumal selbst nach seiner bestrittenen Darstellung die letzte Tranche erst im Jahr 1988 be- zahlt worden sei. Zudem sei das erste Kind erst zwei Jahre nach der Ehe- schliessung zur Welt gekommen und die Tranchen seien allesamt mit eheli- chen Mitteln beglichen worden. Hätte der Berufungsführer über ausreichend Vermögen verfügt, hätte er den Betrag von Fr. 40’000.00 bereits beim Erwerb vollständig bezahlen können. Dem sei aber gerade nicht so gewesen, was belege, dass der Berufungsführer im Zeitpunkt des Erwerbs noch nicht über die entsprechenden Mittel verfügt habe. Deshalb sei der Restbetrag von Fr. 40’000.00 zunächst als Darlehen stehen gelassen worden (KG-act. 7 S. 25 Rn. 71 f.). Im Übrigen sei das Konto, ab welchem die beiden letzten Tranchen bezahlt worden seien, als „Mietzinskonto“ bezeichnet, entsprechend sei davon auszugehen, dass der Berufungsführer damals über entsprechende Mietein- nahmen, welche ebenso Errungenschaft darstellen würden, verfügt habe (KG- act. 7 S. 25 Rn. 73). Bestritten werde, dass der Berufungsführer in den fragli- chen Jahren lediglich ein Einkommen zwischen Fr. 3’500.00 und Fr. 4’000.00 erzielt habe, zumal er weder entsprechende Lohnabrechnungen noch Lohnausweise noch Steuererklärungen eingereicht habe, sondern sich auf die Einreichung von mit „Lohnkonto“ betitelten handschriftlichen Notizen begnüge (KG-act. 7 S. 25 Rn. 74). Wie vorinstanzlich ausgeführt, sei auch nicht ersicht-Kantonsgericht Schwyz 51 lich, aus welchen steuerrechtlichen Überlegungen der Restkaufpreis hätte aufgesplittet werden sollen. Der Berufungsführer liefere selber auch keine Er- klärung dafür. Es dürfe als notorisch gelten, dass der streitgegenständliche Betrag von Fr. 40’000.00 nicht der Einkommenssteuer unterlegen habe (KG- act. 7 S. 25 f. Rn. 75). ccc) Die Vorinstanz erwog, der Berufungsführer reiche keine Belege ins Recht, die sein voreheliches Vermögen dokumentieren würden. Er stütze sei- ne Behauptung, er habe vor der Ehe über ein Vermögen von Fr. 80’000.00 verfügt, lediglich auf sein Erinnerungsvermögen, was als Beweis nicht genü- ge. Infolgedessen vermöge er ebenso wenig nachzuweisen, dass er voreheli- ches Vermögen von Fr. 40’000.00 für die Liegenschaft bezahlt habe, zumal er auch keinen Geldfluss von vorehelichem Vermögen in die Liegenschaft zu belegen vermöge. Die eingereichten Belastungsanzeigen betreffend das Miet- zinskonto des Berufungsführers bei der Q.________ (Bank I) weise Zahlun- gen von Fr. 10’000.00 per 10. März 1987 und Fr. 20’000.00 per 23. Septem- ber 1988 an den Vater des Berufungsführers nach, würden sich jedoch nicht als Beweis eignen, dass es sich hierbei um Eigengut gehandelt habe. Daran würden auch die Aussagen an der Parteibefragung nichts ändern. Wie die Berufungsgegnerin zu Recht ausgeführt habe, erscheine es nicht ohne Weite- res nachvollziehbar, dass dieser Betrag nicht sogleich bei Erwerb bezahlt worden wäre, wenn er tatsächlich als voreheliches Vermögen vorhanden ge- wesen wäre. Dass dies aus steuerrechtlichen Gründen gewesen sein soll und eine einmalige Zahlung die Einkommenssteuern des Vaters infolge Progressi- on erhöht hätte, habe der Berufungsführer nicht weiter belegt. Es sei zudem nicht nachvollziehbar, weshalb auf den erwirtschafteten Kaufpreis Einkom- menssteuern hätten bezahlt werden müssen. Dass der Berufungsführer gel- tend gemacht habe, mit dem vorehelichen Vermögen auch die Hochzeit, die Wohnungsausstattung und das Fahrzeug bezahlt zu haben, vermöge den fehlenden Nachweis des in die Liegenschaft investierten Eigenguts nicht zu ersetzen. Ebenso gut könnte aus diesen Ausführungen hergeleitet werden, Kantonsgericht Schwyz 52 dass der Berufungsführer das voreheliche Vermögen hierfür ausgegeben und folglich kein Eigengut mehr für die Liegenschaft zur Verfügung gehabt habe und deshalb dem Vater den Betrag von Fr. 40’000.00 erst ein Jahr bzw. zwei Jahre nach Abschluss des Kaufvertrags und drei bzw. vier Jahre nach der Heirat in Tranchen bezahlt habe. Dass ein Ansparen dieses Betrags in dieser Zeitspanne nicht möglich gewesen wäre, sei nicht belegt. Die handschriftliche Aufstellung mit der Überschrift „Lohn Konto“ vermöge keinen rechtsgenügli- chen Beweis zu erbringen, zumal diese lediglich einen Zeitraum vom 2. Sep- tember 1988 bis 31. Januar 1989 umfasse. Ausserdem sei nicht ersichtlich, wer diese handschriftliche Auflistung erstellt habe, was darin aufgeführt sei bzw. ob es sich um eine vollständige Übersicht sämtlicher Einkommen und Auslagen dieses Zeitraums handle und wie sich die Vermögensverhältnisse präsentiert hätten. Mangels Nachweises, dass ein Ansparen des Betrags von Fr. 40’000.00 während der Ehe nicht möglich gewesen wäre, würden die Aus- führungen des Berufungsführer, die Hypothek sei am 26. September 1988 für die Sanierung der Terrasse aufgestockt worden, keine Rolle spielen, zumal der Beweis, dass der Betrag von Fr. 40’000.00 aus Eigengut bezahlt worden wäre, damit nicht möglich wäre. Trotzdem könne angemerkt werden, dass weder die Aufstockung noch die Bezahlung einer Terrassensanierung nach- gewiesen seien, zumal sich der Berufungsführer hierbei ebenfalls lediglich auf den erwähnten Auszug „Lohn Konto“ stütze und keine diesbezüglichen Rech- nungen oder dergleichen ins Recht lege. Dem Berufungsführer gelinge somit der Nachweis einer Ersatzforderung seines Eigenguts gegenüber seiner Er- rungenschaft nicht (angefochtenes Urteil E. 3.5.3.1). ddd) Alles Vermögen eines Ehegatten gilt bis zum Beweis des Gegenteils als Errungenschaft (Art. 200 Abs. 3 ZGB). Obschon gerade in einer langjährigen Ehe im Einzelfall der Nachweis der Herkunft der Mittel schwierig sein kann, ist vom Regelbeweismass auszugehen (Hausheer/Aebi-Müller, in: Gei- ser/Fountoulakis [Hrsg.], Basler Kommentar, Zivilgesetzbuch I, 6. A. 2018, Art. 200 ZGB N 24). Der Berufungsführer macht im Wesentlichen die gleichen Kantonsgericht Schwyz 53 Argumente geltend wie vor Vorinstanz. Dabei setzt er sich insbesondere nicht mit der vorinstanzlichen Argumentation auseinander, wonach er keine Belege ins Recht lege, die sein voreheliches Vermögen dokumentieren würden. Die Vorinstanz kam zu Recht zum Schluss, dass die Aussagen des Berufungsfüh- rers, wonach er noch wisse, dass der Betrag von Fr. 55’500.00 im Büchlein der R.________ (Bank II) gestanden habe (Vi-act. 64 S. 14 f. Frage 128), kei- nen rechtsgenüglichen Beweis für das behauptete voreheliche Vermögen er- bringe. Entsprechende Bankbelege oder anderweitige Unterlagen, die den behaupteten Bestand des vorehelichen Vermögens bestätigen, liegen nicht vor. Sodann ist auch die Argumentation, die Fr. 40’000.00 habe er aus steuer- rechtlichen Gründen bzw. wegen der Progression in drei Tranchen dem Vater bezahlt, nicht nachvollziehbar, weil die Zahlung des Kaufpreises für die Lie- genschaft nicht der Einkommenssteuer unterliegt. Andere Gründe, weshalb die Zahlung in Tranchen für den Vater steuerliche Vorteile mit sich gebracht haben soll, bringt der Berufungsführer nicht vor. Jedenfalls genügt die Aussa- ge, die Bank habe dies damals so empfohlen nicht aus, zumal – wie dargelegt – kein Grund erkennbar ist, weshalb diese Aufteilung der Zahlung für den Va- ter steuerrechtlich relevant sein soll. Angesichts dessen sind keine Gründe ersichtlich, weshalb der Berufungsführer den Betrag von Fr. 40’000.00 nicht bereits beim Kauf der Liegenschaft vollständig hätte bezahlen sollen, wenn das Geld tatsächlich als voreheliches Vermögen bereits vorhanden gewesen wäre. Vielmehr deutet der Umstand, dass der Berufungsführer den Kaufpreis in drei Tranchen bezahlte, darauf hin, dass der Betrag eben gerade nicht li- quide war und aus diesem Grund in mehreren Teilzahlungen beglichen wer- den musste. Jedenfalls gelingt dem Berufungsführer der Beweis, dass es sich bei den Fr. 40’000.00 um voreheliches Vermögen handelte, das seinem Ei- gengut zuzuordnen ist, nicht. Das angefochtene Urteil ist daher nicht zu bean- standen. cc) aaa) Die Berufungsgegnerin rügt, entgegen der Ansicht des Vorderrich- ters sei dem Berufungsführer aber auch der Nachweis einer Ersatzforderung Kantonsgericht Schwyz 54 seines Eigenguts von Fr. 23’000.00 gegenüber seiner Errungenschaft nicht gelungen. Die Vorinstanz verkenne, dass bei behaupteten Investitionen in Vermögenswerte einer anderen Gütermasse der Zahlungsfluss nachzuweisen sei. Wie vorinstanzlich ausgeführt, habe der Berufungsführer nicht ansatzwei- se aufgezeigt, geschweige denn belegt, wann, wofür konkret und in welchem Umfang angebliche Eigengutsmittel in die Liegenschaft investiert worden sein sollen. Unbestritten sei, dass vom Mitgliedersparkonto bei der S.________ (Bank III) am 18. September 2001 ein Bezug von Fr. 23’000.00 getätigt wor- den sei. Fakt sei jedoch, dass es sich dabei um ein Konto und damit um Ver- mögenswerte der Klägerin gehandelt habe. Der Berufungsführer habe weder stringent behauptet geschweige denn belegt, wofür konkret der entsprechen- de Betrag verwendet worden sei, was selbst die Vorinstanz im angefochtenen Entscheid anerkannt habe. In der Duplik habe der Berufungsführer zunächst geltend gemacht, dass der Betrag für die Sanierung der Küche verwendet worden sei. Eine entsprechende Rechnung oder Ähnliches habe er jedoch nicht ins Recht gelegt. Ebenso wenig habe er ausgeführt, welche konkreten Sanierungsmassnahmen überhaupt vorgenommen worden sein sollen. An der Parteibefragung habe er dann plötzlich zu Protokoll gegeben, dass der Betrag für einen Parkplatz verwendet worden sein soll. Auch wenn diese Behauptung nach Aktenschluss erfolgt sei, könne sie zugunsten der Berufungsgegnerin zum Beleg der Widersprüchlichkeit der Behauptungen des Berufungsführers herangezogen werden. Zudem habe der Berufungsführer weder behauptet noch belegt, wann die Küche saniert und/oder der Parkplatz erstellt worden sein soll. Auch die Berufungsgegnerin habe nur bestätigt, dass Sanierungen vorgenommen worden seien. Es lägen aber von keiner Partei Aussagen im Recht, wann Sanierungen erfolgt sein sollen. Somit sei kein konkreter zeitli- cher Zusammenhang substantiiert behauptet worden. Im Übrigen sei es auch nicht die Aufgabe der Berufungsgegnerin aufzuzeigen, wofür der Betrag ver- wendet worden sein könnte. Lebensnah wäre aber etwa, dass die Fr. 23’000.00 für den Erwerb eines Fahrzeugs, für andere Bedürfnisse der Familie oder persönliche Bedürfnisse des Beklagten verwendet worden sei. Kantonsgericht Schwyz 55 Das Vorhandensein von Geldmitteln auf Seiten des Beklagten, sofern sie demselben überhaupt zugerechnet werden könnten, gestatte nicht den Schluss, sie seien für Investitionen verwendet worden. Hierfür bedürfe es wei- terer, konkreter Indizien, die einen Zusammenhang zwischen dem Verbrauch der Geldbeträge und der Vornahme von Investitionen zeitlich und sachlich nahelegen würden. Solche seien in casu jedoch nicht geltend gemacht wor- den. Entsprechend bleibe es bei einer theoretischen Möglichkeit, die für sich allein indes keinen Beweis bedeute und mit der sich das Sachgericht nicht begnügen dürfe. Entgegen der Ansicht des Vorderrichters sei demnach nicht rechtsgenüglich belegt, dass die Fr. 23’000.00 tatsächlich in die Liegenschaft geflossen seien. Entsprechend gelinge dem Berufungsführer auch insoweit der Nachweis einer Ersatzforderung seines Eigenguts in Höhe von Fr. 23’000.00 gegenüber seiner Errungenschaft nicht (KG-act. 7 S. 26 f. Rn. 77 ff.). bbb) Der Berufungsführer bestreitet diese Ausführungen und bringt vor, die Qualifizierung des Betrags von Fr. 23’000.00 zur Gütermasse des Eigengutes sei von der Vorinstanz korrekt vorgenommen worden. Er habe seine Liegen- schaft über all die Jahre gut unterhalten und sein gesamtes Erbe von Fr. 50’400.00 für Umbauarbeiten/Erneuerungen/Verbesserungen/Sanierungen verwendet. Die Erbschaft über Fr. 50’400.00 und deren Überweisung am 6. März 2001 auf das Mitgliedersparkonto der Berufungsgegnerin sei mit ent- sprechenden Belegen bewiesen worden. Am 18. September 2001 sei von diesem Konto der Betrag von Fr. 23’000.00 zwecks Sanierung der Küche in der 4.5-Zimmerwohnung abgehoben worden. Aufgrund des Umstandes, dass es sich beim Mitgliedersparkonto um ein Konto der Berufungsgegnerin ge- handelt habe, supponieren zu wollen, dass es sich gar nicht um Eigengutsmit- tel des Berufungsführers handeln könnte, sei nicht angebracht und eine sol- che Behauptung käme vor zweiter Instanz denn auch zu spät. Der Berufungs- führer habe anlässlich der Parteibefragung am 31. August 2020 ausgeführt, dass er sein Erbe bzw. den grössten Teil davon in die Liegenschaft investiert Kantonsgericht Schwyz 56 habe. Als Beispiel, was er als Letztes mit dem Geld gemacht habe, habe er den Parkplatz genannt. Dieser habe allein ca. Fr. 35’000.00 gekostet. Mit der Küche von Fr. 23’000.00 und mit dem Parkplatz von ca. Fr. 35’000.00 entste- he ein Betrag von ungefähr Fr. 58’000.00, womit das Erbe von Fr. 50’400.00 längstens konsumiert worden sei. Der Betrag lasse somit den Schluss zu, dass noch weitere Mittel geflossen seien und zwar aus Errungenschaftsmit- teln. Er habe nie behauptet, er habe anstelle der Küche den Parkplatz aus der Erbschaft bezahlt, wie dies die Berufungsgegnerin verstanden haben wolle. Mit dem Beleg des Bezugs der Fr. 23’000.00 am 18. September 2001 sei die zeitliche Komponente festgehalten. Der Bezug im September 2001 habe im direkten Zusammenhang mit den Sanierungsarbeiten gestanden. Dass damit ein Fahrzeug oder Bedürfnisse der Familie oder gar des Berufungsführers selber bezahlt worden sein sollen, ziele an der Sache vorbei. Zudem handle es sich um neue Behauptungen. Es habe nicht den familiären Verhältnissen und schon gar nicht den Gepflogenheiten entsprochen, mit einem Betrag von Fr. 23’000.00 familiäre Bedürfnisse zu finanzieren. Die familiären Bedürfnisse seien stets aus dem Einkommen des Berufungsführers bezahlt worden. Von welcher Art diese angeblichen Bedürfnisse denn nach den Vorstellungen der Berufungsgegnerin sein sollten, lege sie nicht im Geringsten dar. Entgegen den Ausführungen der Berufungsgegnerin und in Übereinstimmung mit der Vorinstanz sei einwandfrei belegt, dass der Betrag von Fr. 23’000.00 aus Ei- gengutsmitteln des Berufungsführers gestammt habe, die auf einem separa- ten Konto platziert gewesen seien. Die Investition von Fr. 23’000.00 habe ausschliesslich der Liegenschaft zugeführt werden können. Andere Verwen- dungszwecke seien nie thematisiert worden und hätten aufgrund der beschei- denen Verhältnisse der Eheleute zum damaligen Zeitpunkt nicht für die Le- benshaltung verbraucht worden sein können (KG-act. 10 S. 16 f.). ccc) Die Vorinstanz erwog, das dem Berufungsführer angefallene Erbe im Betrag von Fr. 50’400.00 sei unbestritten geblieben. Der Betrag sei gemäss Gutschriftenanzeige am 6. März 2001 auf dem Mitgliedersparkonto der Beru-Kantonsgericht Schwyz 57 fungsgegnerin bei der S.________ (Bank III) eingegangen (angefochtenes Urteil E. 3.5.3.2 mit Verweis auf Vi-act. 4/11 und 19/23). Mit dem Kontoauszug dieses Kontos vermöge der Berufungsführer nachzuweisen, dass von jenem Betrag am 18. September 2001 ein Betrag von Fr. 23’000.00 ausbezahlt wor- den sei, zumal zwischenzeitlich keine Kontobewegungen stattgefunden hätten (angefochtenes Urteil E. 3.5.3.2 mit Verweis auf Vi-act. 39/42). Was mit dem Betrag von Fr. 23’000.00 bezahlt worden sei, sei nicht belegt und der Beru- fungsführer habe keinerlei Unterlagen hierzu ins Recht gelegt. Jedoch habe er anlässlich der Einvernahme bestätigt, der grösste Teil des Erbes von rund Fr. 50’000.00 sei ins Haus geflossen, z.B. zuletzt in den Parkplatz, der allein ca. Fr. 35’000.00 gekostet habe. Die Berufungsgegnerin habe anlässlich ihrer Parteibefragung bestätigt, dass Sanierungen vorgenommen worden seien, und sie habe festgehalten, sie wisse nicht, ob Erbe des Berufungsführers in die Liegenschaft investiert worden sei. Sie habe aber nicht ausgeführt, wofür der vom Konto abgehobene Betrag von Fr. 23’000.00 ansonsten hätte ver- braucht worden sein sollen, und insbesondere aufgrund des bescheidenen Lebensstandards der Ehegatten erscheine eine anderweite Anschaffung in diesem Preissegment oder beispielsweise das Verwenden dieses Gelds für Ferien ausgeschlossen. Es sei demzufolge rechtsgenüglich erwiesen, dass der aus dem Eigengut des Berufungsführers bestehende, vom Konto bezoge- ne Betrag von Fr. 23’000.00 in die Liegenschaft geflossen sei und das Eigen- gut des Berufungsführers eine entsprechende Ersatzforderung gegenüber seiner Errungenschaft habe. Demgegenüber sei nicht rechtsgenüglich erstellt, dass auch der Restbetrag von Fr. 27’000.00 in die Liegenschaft investiert worden sei, zumal nicht belegt sie, ob das Geld überhaupt vom Konto abge- hoben worden sei (angefochtenes Urteil E. 3.5.3.2). ddd) Obwohl die Berufungsgegnerin vorbringt, das fragliche Geld habe sich auf einem Konto befunden, das auf ihren Namen gelautet habe, bestritt sie die vorinstanzlichen Sachverhaltsfeststellungen, wonach unbestritten geblieben sei, dass dem Berufungsführer ein Erbe in Höhe von Fr. 50’400.00 zugefallen Kantonsgericht Schwyz 58 sei, und dass dieses Geld gemäss Gutschriftenanzeige am 6. März 2001 auf dem Mitgliedersparkonto der Berufungsgegnerin eingegangen sei, nicht expli- zit. Ebenso wenig setzte sie sich mit der vorinstanzlichen Feststellung ausein- ander, dass am 18. September 2001 ein Betrag von Fr. 23’000.00 ausbezahlt worden sei und dass zwischenzeitlich keine Kontobewegungen stattgefunden hätten. Somit ist auf diese Sachverhaltsfeststellungen, die im Übrigen akten- kundig sind (vgl. Vi-act. 4/11, 19/23 und 39/42), abzustellen. Mit anderen Wor- ten ist davon auszugehen, dass es sich bei dem am 18. September 2001 ab- gehobenen Betrag von Fr. 23’000.00 um Eigengutsmittel des Berufungsfüh- rers handelte. Fraglich ist einzig die Verwendung dieses Geldes bzw. ob die- ser Betrag tatsächlich – wie vom Berufungsführer behauptet und von der Vor- instanz festgestellt – in die Liegenschaft, namentlich die Sanierung der Küche, floss. Der Berufungsführer reicht hierfür keine Belege ein, insbesondere keine Rechnungen oder Zahlungsbelege, sondern er behauptet die entsprechende Verwendung und macht geltend, aufgrund des bescheidenen Lebensstan- dards der Parteien sei eine anderweitige Anschaffung oder Verwendung des Geldes ausgeschlossen. Die Berufungsgegnerin bestreitet zwar pauschal, dass dieses Geld in die Liegenschaft geflossen sei, sie bestätigte aber an der Parteibefragung, dass Sanierungen und Erneuerungen vorgenommen wur- den, und insbesondere, dass die Küche saniert wurde (Vi-act. 64 S. 8 Fra- ge 61). Somit ist die Sanierung der Küche erstellt. Entgegen den Ausführun- gen der Berufungsgegnerin widerspricht sich der Berufungsführer hinsichtlich der Verwendung des Geldes nicht, indem er an der Parteibefragung aussagte, der grösste Teil des Erbes sei ins Haus geflossen (Vi-act. 64 S. 15 Fra- ge 130). Er konkretisierte diese Aussage nämlich wie folgt: „Zum Beispiel das Letzte, wo der Parkplatz noch zustande gekommen ist, hat allein um Fr. 35’000.00 gekostet. Das ist aus diesem Geld bezahlt worden“ (Vi-act. 64 S. 15 Frage 131). Das Erbe bezifferte er mit „rund Fr. 50’000.00“ (Vi-act. 64 S. 15 Frage 130). Somit wird klar, dass er sich mit seiner Aussage bezüglich des Parkplatzes nicht auf die Fr. 23’000.00 bezog, sondern auf das gesamte Erbe von ca. Fr. 50’000.00. Indem der Berufungsführer zudem behauptet, die Kantonsgericht Schwyz 59 Fr. 23’000.00 seien in die Küchensanierung geflossen, stellt er gleichzeitig eine Behauptung auf, wann die Küchensanierung erfolgt sein soll. Soweit die Berufungsgegnerin im Berufungsverfahren ausführt, es sei nicht ihre Aufgabe aufzuzeigen, wofür der Betrag verwendet worden sei bzw. es sei lebensnah, dass die Fr. 23’000.00 für den Erwerb eines Fahrzeugs oder andere Bedürf- nisse der Familie oder des Berufungsführers verwendet worden seien, bestrei- tet sie die Behauptung des Berufungsführers, wonach die am 18. September 2001 abgehobenen Fr. 23’000.00 für die (unbestrittene) Sanierung der Küche verwendet worden seien, lediglich pauschal. Sie macht insbesondere keine andere konkrete grössere Anschaffung im besagten Zeitraum geltend und bestreitet die berufungsführerische Behauptung somit nicht substantiiert. An- gesichts der sehr detaillierten und mit den genannten Belegen untermauerten Behauptung des Berufungsführers genügt es nicht, lediglich pauschal die Verwendung für die Küchensanierung zu bestreiten. Vielmehr muss von der Berufungsgegnerin diesbezüglich verlangt werden, dass sie eine konkrete andere Verwendung des Geldes substantiiert behauptet. Die Vorinstanz kam somit zu Recht zum Schluss, dass die Verwendung der Fr. 23’000.00 für die Sanierung der Küche erstellt ist (vgl. angefochtenes Urteil E. 3.5.3.2). dd) Unbestritten blieb sodann die von der Vorinstanz festgestellte Ersatzfor- derung von Fr. 3’000.00 der Errungenschaft der Berufungsgegnerin gegenü- ber der Errungenschaft des Berufungsführers (angefochtenes Urteil E. 3.5.3.3). ee) Somit kann bezüglich der Zuordnung zur Gütermasse und den jeweili- gen Ersatzforderungen auf die vorinstanzlich festgestellten Zahlen abgestellt werden. Zu prüfen bleibt die von den Parteien gerügte Berechnung der Vor- instanz. d) Der Berufungsführer rügt die von der Vorinstanz berechneten Investition von Fr. 157’800 (vgl. angefochtenes Urteil E. 3.5.3.4) und bringt vor, die Inves-Kantonsgericht Schwyz 60 titionen beliefen sich auf Fr. 157’400.00. Sie bestünden aus den Beträgen von Fr. 50’000 (Eigenangaben), Fr. 27’400.00 (nicht akzeptiertes Erbe), Fr. 23’000.00 (Erbe), Fr. 3’000.00 (Eigenangaben zur Errungenschaft der Be- rufungsgegnerin) und Fr. 54’000.00 (Hypothek; KG-act. 1 S. 31 Rn. 3.6). Die Vorinstanz rechnete als Investitionen Fr. 3’000.00 aus Errungenschaft der Berufungsgegnerin und Fr. 54’000.00 aus Erhöhung der Hypothek, die beide unbestritten blieben, Fr. 23’000.00 aus Eigengut des Berufungsführers (vgl. E. 3.c.cc) und Fr. 117’800.00 aus Errungenschaft des Berufungsführers. Dieser letzte Betrag setze sich zusammen aus Fr. 40’000.00 Abzahlung des Kaufpreises und Fr. 100’800.00 unbestrittene Investitionen abzüglich der Ei- gengutsforderung von Fr. 23’000.00 (angefochtenes Urteil E. 3.5.3.4). Hin- sichtlich der als unbestrittene Investitionen von Fr. 100’800.00 bezeichneten Position fällt auf, dass zwar die Berufungsgegnerin einen solchen Betrag im erstinstanzlichen Verfahren akzeptierte (Vi-act. 36 S. 13), der Berufungsführer aber nicht Investitionen in dieser Höhe behauptet hatte, sondern lediglich im Umfang von Fr. 100’400.00 (Vi-act. 18 S. 22). Folglich ist lediglich der Betrag von Fr. 100’400.00 unbestritten geblieben, weshalb die vorinstanzliche Be- rechnung diesbezüglich zu korrigieren ist. Somit ergibt sich folgendes Bild: Errungen- schaft Beru- fungsgeg- nerin Eigengut Berufungs- führer Errungenschaft Berufungsfüh- rer Hypothek Darlehen Total Erwerb Fr. 0.00 Fr. 0.00 Fr. 120’000.00 Fr. 210’000.00 Fr. 40’000.00 Fr. 370’000.00 Investition Fr. 3’000.00 Fr. 23’000.00 Fr. 117’400.00* Fr. 54’000.00 -Fr. 40’000.00 Fr. 157’400.00 (* = Fr. 40’000.00 [Abzahlung Kaufpreis] + Fr. 100’400.00 [unbestrittene Investition] – Fr. 23’000.00 [Eigengutsforderung]) Nominal- investition Fr. 3’000.00 Fr. 23’000.00 Fr. 237’400.00 Fr. 264’000.00 Fr. 0.00 Fr. 527’400.00 Beteili- gungsver- hältnis 0.57 % 4.36 % 45.01 % 50.06 % 0 % 100 % Mehrwert (auf ganze Zahlen gerun- det) Fr. 1’440.00 Fr. 11’013.00 Fr. 113’695.00 Fr. 126’452.00 Fr. 0.00 Fr. 252’600.00Kantonsgericht Schwyz 61 Der Berufungsführer macht sodann geltend, der auf die Hypothek fallende Anteil am Mehrwert sei anteilsmässig auf seine beiden Gütermassen zu ver- teilen (KG-act. 1 S. 31 f. Rn. 3.6). Nach der Rechtsprechung muss der Mehr- oder Minderwert, der auf die Drittfinanzierung mittels Hypothek entfällt, propor- tional auf die Gütermassen aufgeteilt werden, die den Erwerb, die Verbesse- rung oder die Erhaltung der Liegenschaft mitfinanziert haben (BGE 132 III 145 = Pra 95 [2006] Nr. 142 E. 2.3.2; BGE 123 III 152 Regeste und E. 6.b). Dem- zufolge ist der Mehrwertanteil, der auf die Hypothek entfällt, proportional auf die beteiligten Gütermassen, d.h. die Errungenschaft des Berufungsführers, das Eigengut des Berufungsführers und die Errungenschaft der Berufungs- gegnerin wie folgt zu verteilen: Errungen- schaft Beru- fungsgegne- rin Eigengut Berufungs- führer Errungen- schaft Beru- fungsführer Hypothek Darlehen Total Nominal- investition Fr. 3’000.00 Fr. 23’000.00 Fr. 237’400.00 Fr. 264’000.00 Fr. 0.00 Fr. 527’400.00 Beteili- gungsver- hältnis 1.14 % 8.73 % 90.13 % 100 % Mehrwertan- teil Hypothek (auf ganze Zahlen gerun- det) Fr. 1’442.00 Fr. 11’039.00 Fr. 113’971 Fr. 126’452.00 (total) Somit ergibt sich folgendes Total: Errungen- schaft Beru- fungsgegne- rin Eigengut Berufungs- führer Errungen- schaft Beru- fungsführer Hypothek Darlehen Total Nominal- investition Fr. 3’000.00 Fr. 23’000.00 Fr. 237’400.00 Fr. 264’000.00 Fr. 0.00 Fr. 527’400.00 Mehrwert (auf ganze Zahlen gerun- det) Fr. 1’440.00 Fr. 11’013.00 Fr. 113’695.00 (Fr. 126’452.00) Fr. 0.00 Fr. 252’600.00 Mehrwertan- teil Hypothek (auf ganze Zahlen gerun- det) Fr. 1’442.00 Fr. 11’039.00 Fr. 113’971.00 ↲ Total Fr. 5’882.00 Fr. 45’052.00 Fr. 465’066.00 Fr. 264’000.00 Fr. 0.00 Fr. 780’000.00Kantonsgericht Schwyz 62 Zusammengefasst ergibt sich folgende Gegenüberstellung aus Güterrecht:Kantonsgericht Schwyz 63 Eigengut Berufungsgegnerin Eigengut Berufungsführer Fr. 0.00 Ersatzforderung in- kl. Mehrwertanteil ge- genüber Errungenschaft Berufungsführer Fr. 45’052.00 Errungenschaft Berufungsgegnerin Errungenschaft Berufungsführer Konti (inkl. Säule 3; angefochtenes Ur- teil E. 3.6) Fr. 115’098.80 Konti (inkl. Säule 3), Aktien, Lebensversiche- rungen (angefochtenes Urteil E. 3.6) Fr. 267’099.25 Abzgl. Schuld ge- genüber Tochter -Fr. 3’841.00 Liegenschaft (Nettover- kehrswert) Fr. 495’000.00 Ersatzforderung (inkl. Mehrwert) gegenüber Errun- genschaft Beru- fungsführer Fr. 5’882.00 Abzgl. Ersatzschuld (inkl. Mehrwert) ge- genüber Errungenschaft Berufungsgegnerin -Fr. 5’882.00 Abzgl. Ersatzschuld (inkl. Mehrwert) ge- genüber Eigengut Beru- fungsführer -Fr. 45’052.00 Total Errungen- schaft Berufungs- gegnerin Fr. 117’139.80 Total Errungenschaft Berufungsführer Fr. 711’165.25 Nach Verrechnung der Ansprüche auf die Hälfte des Vorschlags des anderen Ehegatten ergibt dies eine Forderung der Berufungsgegnerin gegenüber dem Berufungsführer von Fr. 302’894.70 (= Fr. 297’012.70 [Vorschlagsbeteiligung] + Fr. 5’882.00 [Ersatzforderung inkl. Mehrwert gegenüber Errungenschaft Be- rufungsführer]). e) Hinsichtlich der Erwägungen der Vorinstanz zu den weiteren Forderun- gen (angefochtenes Urteil E. 3.8), zur Verzinsung und zur Zahlungsfrist betref- fend die güterrechtliche Ausgleichszahlung (angefochtenes Urteil E. 3.9) so- wie zum Vorkaufsrecht und bedingten Kaufrecht für Sohn N.________ (ange- fochtenes Urteil E. 3.10) äusserten sich die Parteien im Berufungsverfahren Kantonsgericht Schwyz 64 nicht, weshalb es damit sein Bewenden hat und auf das vorinstanzliche Urteil abzustellen ist. 4. a) Zusammengefasst ist die Berufung teilweise gutzuheissen dahinge- hend, dass der Unterhaltsbeitrag in der zweiten Phase um Fr. 10.00 pro Mo- nat zu reduzieren ist und die güterrechtliche Ausgleichszahlung um Fr. 5’530.95 auf total Fr. 302’894.70 zu reduzieren ist. Die Anschlussberufung ist abzuweisen. b) Die Parteien beantragen eine Anpassung der erstinstanzlichen Kosten- und Entschädigungsfolgen gemäss ihren Anträgen (KG-act. 1 S. 33 Rn. 4; KG-act. 7 S. 30 Rn. 92). Trifft die Rechtsmittelinstanz einen neuen Entscheid, so entscheidet sie auch über die Prozesskosten des erstinstanzlichen Verfah- rens (Art. 318 Abs. 3 ZPO). Die Parteien bringen nicht vor, die Vorinstanz ha- be Fehler bei der Kostenverlegung begangen, sondern begründen ihre Anträ- ge mit den von ihnen beantragten Änderungen betreffend den Unterhalt und das Güterrecht. Mit anderen Worten verlangen sie die Anpassung der erstin- stanzlichen Kosten gestützt darauf, dass sie davon ausgehen, es werde sich aufgrund ihrer Berufungsanträge am Ausgang des Verfahrens Wesentliches ändern. Hat keine Partei vollständig obsiegt, so werden die Prozesskosten nach dem Ausgang des Verfahrens verteilt (Art. 106 Abs. 2 ZPO). In familien- rechtlichen Verfahren kann das Gericht von den Verteilungsgrundsätzen ab- weichen und die Prozesskosten nach Ermessen verteilen (Art. 107 Abs. 1 lit. c ZPO). Die Vorinstanz stützte sich bei ihrem Kostenentscheid auf diese gesetz- liche Grundlage und erwog, die Parteien hätten bezüglich des Scheidungs- punkts und des Vorsorgeausgleichs übereinstimmende Anträge gestellt, wes- halb keine der Parteien als unterliegend gelte. Hinsichtlich des nachehelichen Unterhalts obsiege keine Partei vollumfänglich, nachdem zwar – entgegen dem Antrag des Berufungsführers – nachehelicher Unterhalt zugesprochen werde, dieser jedoch erheblich unter dem von der Berufungsgegnerin bean- tragten Unterhaltsbeitrag liege. Betreffend die güterrechtliche Ausgleichszah-Kantonsgericht Schwyz 65 lung obsiege die Berufungsgegnerin in grossem Umfang. Insgesamt rechtfer- tige es sich, die Entscheidgebühr sowie die Kosten der Beweisführung zu 2/3 dem Berufungsführer und zu 1/3 der Berufungsgegnerin aufzuerlegen und den Berufungsführer zu verpflichten, der Berufungsgegnerin 1/3 ihrer Anwaltskos- ten als Parteientschädigung zu bezahlen (angefochtenes Urteil E. 5.2). Mit diesen Ausführungen setzten sich die Parteien nicht auseinander. Angesichts dessen, dass das angefochtene Urteil lediglich minimal anzupassen ist, treffen die vorinstanzlichen Ausführungen betreffend Obsiegen und Unterliegen nach wie vor zu, weshalb an der vorinstanzlichen Kostenverteilung festgehalten und zur Begründung auf die zutreffenden Erwägungen der Vorinstanz (angefoch- tenes Urteil E. 5.2) verwiesen werden kann. Hinsichtlich der Höhe der Ge- richtskosten und der Parteientschädigung äusserten sich die Parteien nicht, weshalb es damit sein Bewenden hat. c) In Bezug auf die Kosten des Berufungsverfahrens ist die Berufung zwar teilweise gutzuheissen und die Anschlussberufung abzuweisen. Dennoch ob- siegt der Berufungsführer nur minimal angesichts der geringfügigen Anpas- sungen des angefochtenen Urteils. Vielmehr unterliegen beide Parteien mit ihren Abänderungsanträgen vollumfänglich (Berufungsgegnerin) bzw. fast vollumfänglich (Berufungsführer). Angesichts dessen rechtfertigt es sich, die Kosten des Berufungsverfahrens den Parteien je zur Hälfte aufzuerlegen und die Entschädigungen wettzuschlagen (Art. 107 Abs. 1 lit. c ZPO);-Kantonsgericht Schwyz 66 erkannt: 1. In teilweiser Gutheissung der Berufung und in Abweisung der An- schlussberufung werden die Dispositivziffern 2.1 und 3.1 des angefoch- tenen Urteils des Einzelrichters am Bezirksgericht Schwyz vom 13. No- vember 2020 (ZEO 2017 101) aufgehoben und wie folgt ersetzt: 2.1 Der Ehemann wird verpflichtet, der Ehefrau folgende nacheheli- chen, zu indexierenden Unterhaltsbeiträge zu bezahlen, zahlbar monat- lich im Voraus jeweils auf den Ersten eines jeden Monats: - ab Rechtskraft des Scheidungspunkts bis Ende des sechsten Mo- nats nach Rechtskraft des Scheidungspunkts: Fr. 2’090.00; - ab dem siebten Monat nach Rechtskraft des Scheidungspunkts bis zum Eintritt des ordentlichen AHV-Alters des Ehemanns: Fr. 960.00. 3.1 Der Ehemann wird verpflichtet, der Ehefrau in Abfindung ihres güterrechtlichen Anspruchs innert 90 Tagen nach Rechtskraft dieses Ur- teils den Betrag von Fr. 302’894.70 zu bezahlen. Im Übrigen wird die Berufung abgewiesen. 2. Die Kosten des Berufungsverfahrens von Fr. 9’000.00 werden den Par- teien je zur Hälfte (je Fr. 4’500.00) auferlegt und von den jeweiligen Kos- tenvorschüssen der Parteien bezogen. Die Kantonsgerichtskasse hat dem Berufungsführer den Restbetrag von Fr. 4’500.00 und der Beru- fungsgegnerin den Restbetrag von Fr. 3’500.00 zurückzuerstatten. 3. Die Parteientschädigungen werden gegenseitig wettgeschlagen.Kantonsgericht Schwyz 67 4. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit Zustellung nach Art. 72 ff. des Bundesgerichtsgesetzes (BGG) Beschwerde in Zivilsa- chen beim Bundesgericht in Lausanne eingereicht werden; die Be- schwerdeschrift muss den Anforderungen von Art. 42 BGG entsprechen. Der Streitwert übersteigt Fr. 30’000.00. 5. Zufertigung an Rechtsanwältin B.________ (2/R), Rechtsanwalt D.________ (2/R), die Vorinstanz (1/A) sowie nach definitiver Erledigung an die Vorinstanz (1/R, unter Rückgabe der Akten) und an die Kantons- gerichtskasse (1/ü, im Dispositiv). Namens der 1. Zivilkammer Der Kantonsgerichtsvizepräsident Der Gerichtsschreiber Versand 29. Dezember 2022 kau