<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2002.00168</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=107091&amp;W10_KEY=13013573&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2002.00168</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 19.02.2003</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">1. Abteilung/1. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Raumplanungs-, Bau- und Umweltrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Baubewilligung</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Legitimation: Bauten innerhalb (E. 1a) und ausserhalb der Bauzone (E. 1b/c). Unsubstanziierte Rüge der mangelhaften Einordnung (E. 2a); Abweisung des beantragten Augenscheins (E. 2b). Keine Notwendigkeit eines zweiten Schriftenwechsels (E. 3). Die Beschwerdeführerinnen mussten nicht zur Änderung der BZO angehört werden; diese erfolgte in einem öffentlichen Planungsprozess nach Art. 4 RPG (E. 4a); gerechtfertigte Kostenauflage durch die Vorinstanz (E. 4b). Vollständigkeit des Baugesuchs (E. 5a); keine Anhaltspunkte, dass ein Hundeheim errichtet werden sollte (E. 5b). Keine übermässigen Immissionen zu erwarten (E. 6a); zulässige Umnutzung im Baulinienbereich (E. 6b); zulässige Abweichung von den Zugangsnormalien (E. 6c); korrekte Anzahl Pflichtparkplätze (E. 6d); keine weiteren Nebenbestimmungen erforderlich; Pflicht zur Zustellung weiterer baurechtlicher Entscheide ergibt sich bereits aus § 316 Abs. 2 PBG (E. 6e). Abweisung der Beschwerde (E. 7).</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: AUSNAHMEBEWILLIGUNGEN">AUSNAHMEBEWILLIGUNGEN</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: Planungs- und Baurecht ST: BAUBEWILLIGUNG UND BAUBEWILLIGUNGSVERFAHREN">BAUBEWILLIGUNG UND BAUBEWILLIGUNGSVERFAHREN</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: BAULINIENBEREICH">BAULINIENBEREICH</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsprozessrecht UR: Allgemeines ST: LEGITIMATION">LEGITIMATION</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: MEHRWERTREVERS">MEHRWERTREVERS</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: MITWIRKUNGSPFLICHT">MITWIRKUNGSPFLICHT</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: PFLICHTPARKPLATZ">PFLICHTPARKPLATZ</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: REPLIK">REPLIK</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: RÃGEPRINZIP">RÃGEPRINZIP</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: SUBSTANZIIERUNG">SUBSTANZIIERUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ZUGANGSNORMALIEN">ZUGANGSNORMALIEN</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="gerade">Art. 29 lit. II BV</span><br/><span class="ungerade">PBG</span><br/><span class="gerade">§ 101 Abs. II PBG</span><br/><span class="ungerade">§ 243 Abs. I PBG</span><br/><span class="gerade">Art. 33 lit. III a RPG</span><br/><span class="ungerade">§ 54 VRG</span><br/><span class="gerade">§ 58 VRG</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 3 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Einzug1"><span>I. Am 8. Juni 1999 erteilte die Bausektion der Stadt ZÃ¼rich X die Baubewilligung zur Erstellung von Neubauten fÃ¼r eine "Tierschutzakademie" an der K-strasse und in ZÃ¼rich (GrundstÃ¼cke Kat.-Nrn. 01 und 02). Die Baudirektion des Kantons ZÃ¼rich hatte bereits am 4. Dezember 1998 eine Ausnah­mebewilligung fÃ¼r einen Kleintier-Auslauf in der Freihaltezone erteilt. Bau- und Ausnahmebewilligung wurden gleichzeitig erÃ¶ffnet.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>II. Die Nachbarinnen B und C zogen die VerfÃ¼gungen gestÃ¼tzt auf die Rechtsmittel­belehrungen an den Regierungsrat des Kantons ZÃ¼rich weiter. In ihrer gemeinsamen Rekurs­eingabe beantragten sie die Aufhebung von Bau- und Ausnahmebewilligung. Der Regierungsrat trat auf den Rekurs nicht ein und Ã¼berwies die Sache am 22. Au­gust 2001 zur Behandlung an die Baurekurskommission I.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die Baurekurskommission hiess den Rekurs am 12. April 2002 teilweise gut und ver­pflichtete X, vor Baubeginn PlÃ¤ne einzureichen, aus denen hervorgehen sollte, dass vom Bauvorhaben ein Wohn­anteil von 66% eingehalten wurde. Im Ãbrigen wies sie den Rekurs ab, soweit sie Ã¼berhaupt darauf eintrat. Die Verfahrenskosten auferlegte sie hauptsÃ¤chlich B und C und verpflichtete diese zu einer Partei­entschÃ¤digung an X.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>III. Am 13. Mai 2002 erhoben B und C fristgerecht Beschwerde ans Verwaltungsgericht. Der vorinstanzliche Entscheid sei aufzuheben und die Sache zur weiteren Untersuchung und Neubeurteilung an die Baurekurskommission I zurÃ¼ckzuweisen, eventuell an die Bausektion der Stadt ZÃ¼rich. Eventualiter sei die erstinstanzliche Bau­bewilligung aufzuheben, subeventualiter die Bewilligung mit den erforderlichen Nebenbestimmungen zu ergÃ¤nzen, alles unter Kosten- und EntschÃ¤digungsfolgen zulasten von X. In formeller Hinsicht beantragten sie die Sistierung des Verfahrens sowie die DurchfÃ¼hrung eines Augenscheins.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die Baurekurskommission I beantragte am 30. Mai 2002 die Abweisung der Beschwer­de, ebenso die Bausektion der Stadt ZÃ¼rich am 7. Juni 2002 sowie X am 13. August 2002, Letzterer unter Kosten- und EntschÃ¤digungsfolgen zulasten von B und C.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Am 14. August 2002 wies der AbteilungsprÃ¤sident den Antrag auf Sistierung ab.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die Kammer zieht in ErwÃ¤gung:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1">1. a) Die BeschwerdefÃ¼hrerinnen sind EigentÃ¼merinnen von unmittelbar an die Bau­­grundstÃ¼cke angrenzenden Parzellen. Damit sind sie grundsÃ¤tzlich zur Beschwerde le­gi­­timiert, soweit sich diese gegen das Bauen innerhalb der Bauzone richtet (§ 338a Abs. 1 des Planungs- und Baugesetzes vom 7. September 1975, PBG). Allerdings wird bei den je­weiligen RÃ¼gen noch zu prÃ¼fen sein, ob die BeschwerdefÃ¼hrerinnen Ã¼ber das fÃ¼r die Legiti­mation notwendige schutzwÃ¼rdige Interesse verfÃ¼gen (vgl. BGE 118 Ia 112 E. 2a).</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">b) Soweit sich die BeschwerdefÃ¼hrerinnen gegen die Abgrabung ausserhalb der Bau­­zone wenden, hat die Vorinstanz ihre Legitimation dagegen mangels eines schutzwÃ¼rdi­gen Interesses verneint.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Zur Anfechtung einer Ausnahmebewilligung ist legitimiert, wer durch die angefoch­­tene Anordnung berÃ¼hrt ist und ein schutzwÃ¼rdiges Interesse an deren Ãnderung oder Aufhebung hat (§ 338a PBG; Art. 34 Abs. 1 und Art. 33 Abs. 3 lit. a des Raumplanungsgesetzes vom 22. Juni 1979, RPG, in Verbindung mit Art. 103 lit. a des Bundesrechtspflegege­setzes vom 16. Dezember 1943, OG; BGE 112 Ib 170 E. 5a). Im Gegensatz zum Verfahren der staatsrechtlichen Beschwerde mÃ¼ssen sich die Parteien nicht auf eine nachbarschÃ¼tzende Norm stÃ¼tzen kÃ¶nnen (Christoph Auer, Streitgegenstand und RÃ¼geprinzip im Spannungsfeld der verwaltungsrechtlichen Prozessmaximen, Bern 1997, S. 162 f.; Peter Karlen, in: Thomas Geiser/Peter MÃ¼nch [Hrsg.], Prozessieren vor Bundesgericht, 2.A., Basel/ Frank­furt a.M. 1998, Rz. 3.41). In der Regel sind Nachbarn bereits dann beschwerdelegiti­miert, wenn ihr GrundstÃ¼ck, wie hier, an den umstrittenen Abschnitt des Bauvorhabens un­mittelbar angrenzt (BGE 112 Ib 170 E. 5b). Auch bei unmittelbarer Nachbarschaft muss je­doch zusÃ¤tzlich die Voraussetzung der besonderen BeziehungsnÃ¤he zur Streitsache erfÃ¼llt sein (vgl. BGE 111 Ib 159 E. 1b): So muss das streitige Bauvorhaben zumindest grundsÃ¤tz­lich Auswirkungen auf das GrundstÃ¼ck des BeschwerdefÃ¼hrers haben (Isabelle HÃ¤ner, Die Beteiligten im Verwaltungsverfahren und Verwaltungsprozess, ZÃ¼rich 2000, Rz. 717). â Auf­­grund der Akten ist vorliegend ersichtlich, dass der geplante Kleintier-Auslauf ca. 25 Meter von der gemeinsamen GrundstÃ¼cksgrenze entfernt liegt. Der Auslauf soll in einer Art Grube verlaufen, die nicht Ã¼ber das gestaltete Terrain hinausreicht und somit von aus­sen nicht weiter einsehbar ist. Vor diesem Hintergrund durfte die Vorinstanz eine besondere BeziehungsnÃ¤he zum Streitgegenstand grundsÃ¤tzlich zu Recht verneinen.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">c) Die BeschwerdefÃ¼hrerinnen halten der Argumentation der Vorinstanz nun entgegen, dass sie sehr wohl ein Anfechtungsinteresse besÃ¤ssen, da die LÃ¤rm- und Geruchsimmis­­sionen ohne den Kleintier-Auslauf offensichtlich geringer seien.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Auch bei LÃ¤rm verursachenden Anlagen ist in erster Linie darauf abzustellen, ob die beschwerdefÃ¼hrenden Personen vom LÃ¤rm mehr als andere betroffen sein werden (vgl. BGE 124 II 293, E. 3a bezÃ¼glich des Ausbaus des Flughafens ZÃ¼rich). Bei der PrÃ¼fung der Legitimation reicht es aus, wenn die BeschwerdefÃ¼hrenden diese Voraussetzung glaubhaft machen (HÃ¤ner, Rz. 720). Ist die Vorinstanz jedoch, wie hier, auf die entsprechende RÃ¼gen nicht eingetreten, mÃ¼ssen die BeschwerdefÃ¼hrenden darlegen, aus welchen GrÃ¼nden die Re­­kursinstanz auf ihren Rekurs hÃ¤tte eintreten sollen (RB 1980 Nr. 20): Aufgrund von § 54 <span>des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 (</span>VRG) haben sie die SachumstÃ¤nde, welche ihre Legitimation begrÃ¼nden, genÃ¼gend zu substanziieren (Alfred KÃ¶lz/JÃ¼rg Boss­­hart/Mar­tin RÃ¶hl, Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons ZÃ¼rich, 2.A. ZÃ¼rich 1999, § 54 Rz. 9 f.; RB 1989 Nr. 10). â Die Beschwerdegegnerin mÃ¶chte mit ihrer Tierschutzakademie eine artgerechte Kleintierhaltung veranschaulichen. Im vorge­sehenen Auslauf sollen sich Igel, SchildkrÃ¶ten und Katzen bewegen (vgl. hinten E. 5b). Solche Tiere verursachen keinen LÃ¤rm, der fÃ¼r die LegitimationsbegrÃ¼ndung ausreichend wÃ¤re. Aus welchen GrÃ¼nden die Vorinstanz dennoch auf den Rekurs hÃ¤tte eintreten sollen, wird von den BeschwerdefÃ¼hrerinnen nicht dargetan. Damit bleibt es beim Ergebnis, dass auf das Rechtsmittel nicht eingetreten werden kann, soweit es sich gegen das Bauen aus­ser­halb der Bauzone und damit gegen die erteilte Ausnahmebewilligung richtet.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1"><span>2. Im Rekursverfahren machten die BeschwerdefÃ¼hrerinnen geltend, dass sich die pro­jektierten Neubauten nicht Ã¼berzeugend in die Umgebung einordnen wÃ¼rden im Sinne von </span>§ 238 PBG; die Frage sei durch einen Augenschein abzuklÃ¤ren. Die Vorinstanz trat dem­­gegenÃ¼ber auf die RÃ¼ge der mangelnden Einordnung mangels Substanziierung gar nicht erst ein; ein Augenschein erÃ¼brige sich ohnehin, da die tatsÃ¤chlichen VerhÃ¤ltnisse aus den Akten ersichtlich seien. Nach Ansicht der BeschwerdefÃ¼hrerinnen hat die Vorinstanz da­durch ihr rechtliches GehÃ¶r und damit <span>Art. 29 Abs. 2 der Bundesverfassung vom 18. Ap­ril 1999 (BV) verletzt. Falls der Vorwurf zutreffen wÃ¼rde, wÃ¤re der angefochtene Entscheid unabhÃ¤ngig von den Erfolgsaussichten in der Sache selbst aufzuheben. Die RÃ¼ge ist daher vorweg zu prÃ¼fen (BGE 124 V 389 E. 1):</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>a) GemÃ¤ss § 7 Abs. 1 und § 60 VRG mÃ¼ssen Verwaltungs- und GerichtsbehÃ¶rden den Sachverhalt grundsÃ¤tzlich von Amtes wegen untersuchen. Daraus und aus Art. 29 Abs. 2 BV folgt die Verpflichtung, Beweismittel zu rechtserheblichen Tatsachen abzunehmen (BGE 122 V 157 E. 1d). Im Rechtsmittelverfahren wird diese Pflicht indes durch § 7 Abs. 2, § 23 Abs. 1 und § 54 VRG eingeschrÃ¤nkt, indem der BeschwerdefÃ¼hrer seine EinwÃ¤nde substanziiert vorzutragen und die seine RÃ¼gen untermauernden Tatsachen zumindest in den GrundzÃ¼gen darzulegen hat (RÃ¼ge- und Mitwirkungspflicht; vgl. BGE 110 V 48, 53; KÃ¶lz/Boss­hart/RÃ¶hl § 7 Rz. 5; </span>Attilio R. Gadola, Das verwaltungsinterne Beschwer­­deverfahren, ZÃ¼rich 1990, S. 82 f.). Diese EinschrÃ¤nkung ist Folge des RÃ¼geprinzips, welches das Rechtsmittelverfahren im Baurecht weitgehend beherrscht (RB 1997 Nr. 7; Auer, S. 203 ff., 205 f.; Christian MÃ¤der, Das Baubewilligungsverfahren, ZÃ¼rich 1990, Rz. 301).</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">In ihrem Rekurs machten die BeschwerdefÃ¼hrerinnen gegenÃ¼ber der genÃ¼genden Ein­ordnung einzig subjektive Bedenken geltend: So fanden sie "wenig Gefallen an der uniformen Befensterung der Nordostfassade" des Bauvorhabens; im Ãbrigen erschien ihnen der Dachaufbau "viel zu massig" (Rekursschrift S. 16). â Bei der Beurteilung der Einordnung spielt das rein subjektive architektonische Empfinden der Parteien indessen keine Rol­­le (BGE 114 Ia 343, 345). Die Ã¶rtliche BaubehÃ¶rde hat in ihrem Bewilligungsentscheid bereits eingehend begrÃ¼ndet, weshalb die projektierten Neubauten eine befriedigende Gesamtwirkung im Sinne von § 238 Abs. 1 PBG erzielen (E. kâo sowie ee). In ihrer Rekursschrift hÃ¤tten die BeschwerdefÃ¼hrerinnen somit darlegen mÃ¼ssen, <i>inwiefern </i>die Ã¶rtliche Bau­­behÃ¶rde ihr Ermessen falsch ausgeÃ¼bt habe; dies umso mehr, als sich die Rekursinstanz bei der ÃberprÃ¼fung dieses Ermessens aufgrund der Gemeindeautonomie besondere ZurÃ¼ck­­haltung auferlegen musste (Art. 48 der Kantonsverfassung vom 18. April 1869 in Verbindung mit Art. 50 Abs. 1 BV; vgl. RB 1979 Nr. 10 sowie KÃ¶lz/Boss­hart/RÃ¶hl § 20 Rz. 19). Es ist nicht Aufgabe der Rekursinstanz, an einem Augenschein die bauliche und landschaftliche Umgebung einer Baute danach abzusuchen, ob sich die gÃ¤nzlich subjektiven architektonischen Bedenken einer Partei anhand eines Vergleichs mit einem der umliegenden GebÃ¤ude objektivieren lassen kÃ¶nnten (vgl. Auer, S. 205 f.). Vielmehr wÃ¤re es an den BeschwerdefÃ¼hrerinnen gewesen, sich mit den erstinstanzlichen Bewilligungen auseinander zu setzen und wenigstens in minimaler Weise darzutun, welche Ziele mit einem Augen­schein hÃ¤tten verfolgt werden sollen (vgl. KÃ¶lz/Boss­hart/RÃ¶hl § 23 Rz. 16 sowie BGer, 5. April 2002, 1P.736/2001, E. 5.2, www.bger.ch). Nachdem sie dies unterliessen, durfte die Vorinstanz davon absehen, einen Augenschein durchzufÃ¼hren. Eine Verletzung des recht­lichen GehÃ¶rs liegt damit nicht vor. Ebenso wenig hat die Vorinstanz eine Rechtsverweigerung begangen, indem sie auf den Rekurs nicht eintrat, soweit damit in Bezug auf die Einordnung einzig subjektive Bedenken geltend gemacht wurden. Vielmehr wÃ¤re es an den BeschwerdefÃ¼hrerinnen gewesen, darzulegen, inwiefern sie durch eine unzureichende Einordnung in schutzwÃ¼rdigen Interessen betroffen sein kÃ¶nnten (vgl. BGE 118 Ia 232 E. 1b).</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">b) Die BeschwerdefÃ¼hrerinnen beantragen im Hinblick auf den Aspekt der Einordnung die DurchfÃ¼hrung eines Augenscheins durch das Gericht. Davon kann indes aus denselben GrÃ¼nden abgesehen werden wie bereits im Rekursverfahren (vgl. KÃ¶lz/Boss­hart/ RÃ¶hl § 60 Rz. 1 und 3): Inwiefern sich das Bauvorhaben mangelhaft in die Umgebung einordnet, wird von den BeschwerdefÃ¼hrerinnen auch vor Verwaltungsgericht nicht dargetan. Ob sich ein Augenschein bei der PrÃ¼fung der Ã¼brigen RÃ¼gen aufdrÃ¤ngt, wird dort zu prÃ¼fen sein.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">3. In formeller Hinsicht beantragen die BeschwerdefÃ¼hrerinnen schliesslich, dass ihnen die Beschwerdeantworten zur Stellungnahme zuzustellen seien.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">GemÃ¤ss § 58 Satz 2 VRG <i>kann </i>das Verwaltungsgericht einen zweiten Schriftenwech­sel anordnen, womit dem Gericht bei der Frage grundsÃ¤tzlich Ermessen zusteht (RB 1983 Nr. 21). Aufgrund der Prinzipien der Verfahrensfairness (Art. 29 Abs. 1 BV) und des rechtlichen GehÃ¶rs (Art. 29 Abs. 2 BV) <i>muss </i>das Gericht dagegen einen zweiten Schrif­tenwech­sel anordnen, wenn es auf neue tatsÃ¤chliche Behauptungen oder rechtliche Vor­bringen abstel­­len will, die erst in den Beschwerdeantworten vorgebracht wurden (Euro­pÃ¤ischer Gerichts­­hof fÃ¼r Menschenrechte, 28. Juni 2001, F.R. gegen die Eidgenossenschaft, 37292/97, § 36, www.echr.coe.int, VPB 65/2001 Nr. 129, ZBl 102/2001, S. 662; KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl § 58 Rz. 10). Die Beschwerdeantworten der Ã¶rtlichen BaubehÃ¶rde und der Vorinstanz er­fÃ¼l­len die genannten Voraussetzungen schon aufgrund ihrer KÃ¼rze nicht. Die Beschwerde­ant­wort des privaten Beschwerdegegners wiederum enthÃ¤lt weder neue rechtliche noch neue tat­sÃ¤chliche Gesichtspunkte, die dem Entscheid zugrunde zu legen wÃ¤ren. Damit sind keine GrÃ¼nde vorhanden, aus denen ein zweiter Schriftenwechsel zwingend anzuordnen wÃ¤re. Eben­­so wenig bestÃ¼nden dafÃ¼r fakultative GrÃ¼nde; vielmehr ist vorliegend im Interesse einer befÃ¶rderlichen Verfahrensabwicklung (Art. 29 Abs. 1 BV) auf diese MÃ¶glichkeit zu verzich­ten (vgl. KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl § 58 Rz. 9).</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">4. a) Die Vorinstanz hat die BeschwerdefÃ¼hrerinnen nicht zur BewilligungsfÃ¤higkeit des Projekts gemÃ¤ss der revidierten Bau- und Zonenordnung 1999 angehÃ¶rt (Teil I; Kernzonenausscheidungen). Damit hat sie nach Auffassung der BeschwerdefÃ¼hrerinnen deren rechtliches GehÃ¶r verletzt.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">RechtsmittelbehÃ¶rden dÃ¼rfen ihren Entscheid nicht auf vÃ¶llig neue rechtliche Grund­­lagen stÃ¼tzen, mit deren Anwendung die Parteien nicht rechnen konnten (BGr, 18. MÃ¤rz 1964, ZBl 65/1964, S. 266, 268). Ist jedoch wÃ¤hrend der Erteilung einer Baubewilligung die Ãnderung einer kommunalen Bau- und Zonenordnung bereits im Gang oder gar bereits beschlossen, ist im Rechtsmittelverfahren auf das zur Zeit des letztinstanzlichen Entscheids geltende Recht abzustellen (VGr, 6. Juli 2000, VB.2000.00124, E. 3c/aa, www.vgrzh.ch; RB 1985 Nr. 116). â Die Bau- und Zonenordnung 1992 wies mehrere Gebie­te einer Kernzone zu, so auch den alten Dorfkern von X. Die Zuweisungen wur­den in den darauf folgenden Rekursverfahren mehrheitlich bestÃ¤tigt. Der Teil I der Bau- und Zonen­ordnung 1999 konnte sich demgemÃ¤ss auf jene Anpassungen beschrÃ¤nken, die aufgrund von Rechtsmittelverfahren notwendig geworden waren. Ansonsten wiederholt die BZO 1999 in der Sache die Regelung der BZO 1992 (Felix Christen, Die Stadt ZÃ¼rich auf dem Weg zu einer neuen Bau- und Zonenordnung, PBG aktuell 4/2000, S. 5 ff., 8 f., 16 f., 47; Wal­ter Haller/Peter Karlen, Raumplanungs-, Bau- und Umweltrecht, 3.A. ZÃ¼rich 1999, Rz. 427 f.). Aufgrund von Art. 4 RPG konnte sich jedermann zu jedem Zeitpunkt Ã¼ber den Planungsprozess informieren. Von einer Ã¼berraschenden Anwendung des neuen Rechts kann somit keine Rede sein. Der Vorwurf der GehÃ¶rsverletzung erweist sich damit als unbe­grÃ¼ndet.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">b) Die BeschwerdefÃ¼hrerinnen halten in diesem Zusammenhang auch die Verteilung der Kosten- und EntschÃ¤digungsfolgen vor der Vorinstanz fÃ¼r rechtsverletzend, da sie bei der Erhebung des Rekurses nicht hÃ¤tten abschÃ¤tzen kÃ¶nnen, ob Teil I der BZO 1999 in Kraft treten werde.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Mehrere am Verfahren Beteiligte tragen die Kosten in der Regel entsprechend ihrem Unterliegen (§ 13 Abs. 2 Satz 1 VRG). Analoges gilt fÃ¼r die Ausrichtung von Parteient­schÃ¤digungen (§ 17 Abs. 2 VRG). Aus BilligkeitsgrÃ¼nden kann von dem Unterliegerprinzip abgesehen werden, wenn sich die unterliegende Partei in guten Treuen zur Rechtsmit­telergreifung veranlasst sah (KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl § 13 Rz. 23). â Die BeschwerdefÃ¼hrerinnen erhoben ihren Rekurs am 12. Juli 1999. Der Stadtrat ZÃ¼rich hat die Teile I und II der BZO bereits ein halbes Jahr zuvor dem Gemeinderat unterbreitet. Als der Gemeinderat die­se im November 1999 verabschiedete, hÃ¤tten es die BeschwerdefÃ¼hrerinnen in der Hand ge­­habt, ihre Rekurse zurÃ¼ckzuziehen. Diese MÃ¶glichkeit bestand auch noch im Juli 2000, als die Baudirektion die kommunalen BeschlÃ¼sse genehmigte (der Regierungsrat beschloss sein Nichteintreten auf die Rekurse erst ein Jahr spÃ¤ter, nÃ¤mlich im August 2001). Anfangs September 2000 trat Teil I der BZO 1999 in Kraft (Christen S. 7). SpÃ¤testens ab diesem Zeit­­punkt mussten die BeschwerdefÃ¼hrerinnen davon ausgehen, dass ihr Rechtsmittel nach der BZO 1999 (bzw. materiell der BZO 1992) behandelt wÃ¼rde. Darauf wies im Ãbrigen be­­reits die Ã¶rtliche BaubehÃ¶rde in der angefochtenen Baubewilligung vom 8. Juni 1999 hin. Nach dem Gesagten bestand fÃ¼r die Vorinstanz kein Anlass, beim Entscheid Ã¼ber die Nebenfolgen vom Unterliegerprinzip abzuweichen. Die Beschwerde erweist sich somit auch in diesem Punkt als unbegrÃ¼ndet.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">5. Die BeschwerdefÃ¼hrerinnen bemÃ¤ngeln wie bereits im Rekursverfahren, dass (a) das Baugesuch der privaten Beschwerdegegnerin unvollstÃ¤ndig und folglich (b) der massgebliche Sachverhalt unrichtig ermittelt worden sei.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">a) Baugesuche haben alle Unterlagen zu enthalten, welche fÃ¼r die Beurteilung des Vor­habens nÃ¶tig sind (§ 310 Abs. 1 PBG). Die Vorinstanz hat in Ziffer 7 des angefochtenen Entscheids eingehend und zutreffend dargelegt, dass diese Voraussetzung erfÃ¼llt ist. Auf ihre ErwÃ¤gungen kann verwiesen werden (§ 70 in Verbindung mit § 28 Abs. 1 Satz 2 VRG).</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">b) Die BeschwerdefÃ¼hrerinnen Ã¤ussern wie bereits im Rekursverfahren die BefÃ¼rch­tung, dass die private Beschwerdegegnerin ein Hundeheim einrichten werde. Die BefÃ¼rchtungen finden in den Akten jedoch keinerlei konkreten Anhaltspunkte: Der private Beschwer­­degegner mÃ¶chte gemÃ¤ss seinem ErlÃ¤uterungsbericht und den eingereichten PlÃ¤nen eine artgerechte Kleintierhaltung veranschaulichen, so zum Beispiel anhand von Hamstern, Kaninchen, SchildkrÃ¶ten, Katzen und Igeln. Auf diesen Angaben ist die private Beschwerde­gegnerin zu behaften. Von einem "Hundeheim" oder einem "Privatzoo" keine damit Rede sein. Weitere AbklÃ¤rungen mussten weder die BaubehÃ¶rde noch die Vorinstanz treffen; der Vorwurf der unrichtigen Sach­verhaltsermittlung geht fehl.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">6. Die BeschwerdefÃ¼hrerinnen rÃ¼gen sodann die Verletzung einer Reihe materieller Bestimmungen.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">a) Die BeschwerdefÃ¼hrerinnen machen zunÃ¤chst geltend, dass die Nutzung der pro­jek­tierten Bauten als "Tierschutzakademie" zonenwidrig sei. â Die beabsichtigten Bauten sol­len in einer Kernzone mit einem Wohnanteil von 66% zu liegen kommen. In solchen Ge­­bieten sind mÃ¤ssig stÃ¶rende Gewerbe und Dienstleis­tungsbetriebe zugelassen (Art. 41 Abs. 2 der Bauordnung der Stadt ZÃ¼rich vom 23. Ok­tober 1991; revidiert am 24. November 1999), was der LÃ¤rmempfindlichkeitsstufe III entspricht (vgl. Art. 44 Abs. 1 in Verbindung mit Art. 43 Abs. 1 lit. c der LÃ¤rmschutzverordnung vom 15. Dezember 1986). Anders als bei einem Hundeheim sind hier, wie bereits erwÃ¤hnt (E. 5b), keine Immissionen zu befÃ¼rchten, die das Wohlbefinden der Nachbarn erheblich stÃ¶ren wÃ¼rden (vgl. Art. 15 des Um­­weltschutzgesetzes vom 7. Oktober 1983; BGr, 13. August 2001, URP 2001, S. 1101 E. 4c betreffend Hundegebell in der Empfindlichkeitsstufe III). Inwiefern durch die Errich­tung der vorgesehenen Kleintier-Station dennoch Immission auftreten sollten, die das erlaub­te Mass Ã¼berschreiten werden, wurde von den BeschwerdefÃ¼hrerinnen auch im Beschwer­deverfahren nicht ausreichend dargetan. Die Vorinstanz hat die RÃ¼gen zu Recht als unsubstanziiert angesehen. Eine Rechtsverweigerung liegt nach dem Gesagten nicht vor.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">b) GemÃ¤ss dem Bauvorhaben soll ein ehemaliges Waschhaus, das im Baulinienbereich liegt, neu als Werkstatt fÃ¼r den Hauswart genutzt werden. Die BeschwerdefÃ¼hrerinnen rÃ¼gen eine Verletzung von § 101 und 357 PBG. â Baulinienwidrige Bauten dÃ¼rfen ent­sprechend dem bisherigen Verwendungszweck unterhalten und modernisiert werden (§ 101 Abs. 1 PBG). Die geplante Umnutzung geht Ã¼ber diesen Zweck hinaus (vgl. Christoph Fritz­sche/Peter BÃ¶sch, ZÃ¼rcher Planungs- und Baurecht, 2.A., WÃ¤denswil 2000, S. 304). Sie darf folglich nur unter den Voraussetzungen von § 101 Abs. 2 PBG bewilligt werden; aufgrund dieser Spezialvorschrift bleibt fÃ¼r die Anwendung der allgemeinen Norm in § 357 Abs. 1 PBG kein Raum (BEZ 1986 Nr. 45). § 101 Abs. 2 PBG verlangt, dass die Baulinie in absehbarer Zeit nicht durchgefÃ¼hrt wird und eine sichernde Nebenbestimmung ausschliesst, dass das Gemeinwesen bei DurchfÃ¼hrung der Baulinie den entstandenen Mehrwert zu entschÃ¤digen hat (Mehrwertrevers). Beide Voraussetzungen sind vorliegend erfÃ¼llt (Ziff. II. C.6 der Baubewilligung sowie deren E. cc). Eine Rechtsverletzung liegt somit nicht vor. Selbst wenn man annehmen wÃ¼rde, die Voraussetzungen von § 101 Abs. 2 PBG seien nicht erfÃ¼llt, ist nicht ersichtlich, inwiefern die BeschwerdefÃ¼hrerinnen dadurch in schutz­wÃ¼rdigen Interessen betroffen sein sollten. Die Vorinstanz ist deshalb zu Recht auf den Rekurs insoweit nicht eingetreten.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">c) Die BeschwerdefÃ¼hrerinnen rÃ¼gen weiter, die Baurekurskommission hÃ¤tte bei der Breite des Trottoirs nicht von den Zugangsnormalien abweichen dÃ¼rfen. â GemÃ¤ss § 360 Abs. 3 PBG darf von den Zugangsnormalien nur aus wichtigen GrÃ¼nden abgewichen werden. Die Vorschrift konkretisiert das VerhÃ¤ltnismÃ¤ssigkeitsprinzip (Art. 5 Abs. 2 BV): So rechtfertigt sich eine Abweichung insbesondere dann, wenn dem Bauherrn bei starrer Anwendung der Normalien die Ãberbauung seines Areals verwehrt wÃ¤re (RB 1983 Nr. 97). Eine solche Konsequenz wÃ¼rde sich auch im vorliegenden Fall in der Tat als unverhÃ¤ltnismÃ¤ssig erweisen. Die Ã¶rtliche BaubehÃ¶rde hat dem Ã¶ffentlichen Interesse an der Verkehrs­sicherheit bereits genÃ¼gend Rechnung getragen, indem sie die private Beschwerdegegnerin </p> <p class="Einzug1">auf einer LÃ¤nge von 17 m zu einem Ausbau des Trottoirs auf eine Breite von 2 m verpflich­tete. Die Vorinstanz hat diese InteressenabwÃ¤gung zu Recht geschÃ¼tzt. Die BeschwerdefÃ¼h­­rerinnen halten dem entgegen, dass sich zur Zeit des vorinstanzlichen Entscheids an der K-strasse eine Blinden- und Sehbehindertenbibliothek befunden habe. Der Einwand geht fehl; der Ausleihverkehr der Bibliothek erfolgt gemÃ¤ss deren Homepage via Post (www.sbs-on­line.ch/info/hinweis/nutzung/). Die Vorinstanz hat die massgeblichen In­te­res­sen ausreichend berÃ¼cksichtigt; weitere SachverhaltsabklÃ¤rungen waren unnÃ¶tig (vgl. BGE 124 I 208, E. 4a).</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">d) Die BeschwerdefÃ¼hrerinnen rÃ¼gen schliesslich, dass zu wenig PflichtparkplÃ¤tze be­stÃ¼nden. â GemÃ¤ss § 243 Abs. 1 lit. a PBG sind bei der Neuerstellung von Bauten FahrzeugabstellplÃ¤tze in gebotenem Ausmass zu schaffen. Wenn die RÃ¼ge der BeschwerdefÃ¼hrerinnen begrÃ¼ndet wÃ¤re, hÃ¤tte dies hÃ¶chstens zur Folge, dass sich der Bauherr an einer Ge­meinschaftsanlage (§ 245 PBG) beteiligen oder eine Ersatzabgabe (§ 246 PBG) leisten mÃ¼ss­­te. Zur Bauverweigerung wÃ¼rde jedoch selbst eine begrÃ¼ndete RÃ¼ge nicht fÃ¼hren, da der Mangel durch eine Nebenbestimmung geheilt werden kÃ¶nnte (RB 1995 Nr. 8 = BEZ 1995 Nr. 14). Ein Nachbar kann jedoch durch die Festsetzung der Parkplatzzahl in speziel­le­rer Hinsicht betroffen sein als die Allgemeinheit, wenn er durch erfolgreiche RÃ¼gen einen Nachteil abwenden kann, der ihn mehr als andere betrifft (zum Beispiel erhÃ¶hte Immissionen wegen Suchverkehr; vgl. VGr, 15. MÃ¤rz 2002, VB.2001.00317, E. 1c, unpubliziert). Ob die BeschwerdefÃ¼hrerinnen solche RÃ¼gen genÃ¼gend substanziiert vorgetragen haben, er­scheint fraglich. Die Frage kann indessen offen gelassen werden, da die RÃ¼gen auch in der Sache unberechtigt sind: Aufgrund der projektierten GeschossflÃ¤che (WohnflÃ¤che: 384 m<sup>2</sup>; BÃ¼ro- und PraxisflÃ¤che: 504 m<sup>2</sup>) sind 5 PflichtparkplÃ¤tze nachzuweisen (Art. 4 der stÃ¤dt­­ischen Parkplatzverordnung vom 8. Januar 1986; AS der Stadt ZÃ¼rich 41/1992â1994, S. 200, 201 f., SR 741.500, www.stzh.ch/kap01/departemente/skz/as/). Diesen Nachweis hat der private Beschwerdegegner erbracht, womit die Beschwerde auch in diesem Punkt abzuweisen ist.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">e) Die Vorinstanz verpflichtete den Bauherrn, vor Baubeginn PlÃ¤ne einzureichen und bewilligen zu lassen, aus denen hervorgeht, dass ein Wohnanteil von 66% auf beiden GrundstÃ¼cken gesamthaft eingehalten wird. Die BeschwerdefÃ¼hrerinnen beantragen eine Er­gÃ¤nzung dieser Nebenbestimmung: Danach sei die Ã¶rtliche BaubehÃ¶rde zu verpflichten, einen anfechtbaren Beschluss zu erlassen, in dem die ErfÃ¼llung der Auflage festzustellen sei. Dieser Beschluss sei den BeschwerdefÃ¼hrerinnen zuzustellen. Eine solche ErgÃ¤nzung ist nicht erforderlich. Die Pflicht zur Zustellung ergibt sich bereits aus § 316 Abs. 2 PBG (vgl. Fritzsche/BÃ¶sch, S. 484). Danach sind demjenigen, der rechtzeitig die Zustellung des baurechtlichen Entscheids verlangt hat, alle weiteren Entscheide Ã¼ber das Vorhaben von Amtes wegen zuzustellen.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">7. Zusammengefasst ist die Beschwerde abzuweisen, soweit Ã¼berhaupt darauf einzu­­treten ist. Die unterliegenden BeschwerdefÃ¼hrerinnen haben die Verfahrenskosten je zur HÃ¤lfte zu tragen, unter solidarischer Haftung fÃ¼r den Gesamtbetrag (§ 13 Abs. 2 Satz 1 und § 14 je in Verbindung mit § 70 VRG; RB 1996 Nr. 9). Als angemessen erweisen sich vorliegend Fr. 6'000.- (vgl. § 2 und 3 der GebÃ¼hrenverordnung des Verwaltungsgerichts vom 26. Juni 1998, LS 175.252; KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl § 13 Rz. 8 f.). Die BeschwerdefÃ¼hrerinnen sind weiter zur Leistung einer UmtriebsentschÃ¤digung von je Fr. 1'000.- an den obsiegenden privaten Beschwerdegegner zu verpflichten, ebenfalls unter solidarischer Haftung fÃ¼r den gesamten Betrag von Fr. 2'000.- (§ 17 Abs. 2 lit. a VRG; RB 1996 Nr. 9). Soweit der vorliegende Entscheid das Bauen ausserhalb der Bauzone betrifft, ist dagegen gemÃ¤ss Art. 34 Abs. 1 RPG die Verwaltungsgerichtsbeschwerde ans Bundesgericht gegeben.</p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>DemgemÃ¤ss entscheidet die Kammer:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>1. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird.</span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>2. ...</span></p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>