17. März 1993 N 467 Postulat der Kommission NR 90.270 neben Gesetzes- und Reglementsänderungen umfassende bauliche Massnahmen beantragt, um das Raumangebot für die Räte, Parlamentarier, Fraktionen und Parlamentsdienste den gewachsenen Bedürfnissen anzupassen. Die Kommis- sion des Nationalrates hat die baulichen Verbesserungsmög- lichkeiten durch einen Bauausschuss untersuchen lassen. An ihrer Sitzung vom 29. August 1991 kam die Kommission ein- stimmig zur Auffassung, die Idee eines Erweiterungsbaus am Aarehang südlich des Bundeshauses sei weiterzuverfolgen. Angesichts der Widerstände vor allem aus Kreisen der Fach- verbände und weiterer gewichtiger Bedenken beschloss die Kommission, die Durchführung eines Wettbewerbs in Aus- sicht zu nehmen und dem Nationalrat mit einer parlamentari- schen Initiative einen Projektierungskredit von 3 Millionen Franken zu beantragen. Das Geschäft wurde für die Frühjahrs- session 1992 traktandiert, und der parlamentarischen Initiative wurde gleichzeitig eine neue Nummer (92.402) zugeteilt. Erwägungen der Kommission Verschiedene Gründe und Erwägungen veranlassten die Kommission, das Geschäft von der Traktandenliste der Früh- jahrssession 1992 absetzen zu lassen und die Erarbeitung ei- nes detaillierten Raumprogramms mit Unterstützung einer ex- ternen Firma in Aussicht zu nehmen. Für die Vorbereitung der Auftragsvergebung wurde von der Kommission ein Aus- schuss eingesetzt, der den Kreditbedarf auf rund 400000 Franken bezifferte; seitens der beigezogenen Verwaltung wurde veranlasst, das Dringlichkeitsverfahren für diesen Kre- dit einzuleiten. Die Finanzdelegation hat in der Folge die Dringlichkeit verneint und angeregt, den Kredit in das Bud- get 1993 aufzunehmen. Angesichts der angespannten finan- ziellen Lage des Bundes sprach sich die Koordinationskon- ferenz dafür aus, auf einen derartigen Kreditantrag zu ver- zichten. Nach wie vor ist die Verbesserung der räumlichen Infrastruktur für Parlament und Parlamentsdienste dringend notwendig. In Würdigung der Gesamtsituation drängt es sich indessen auf, die von der Kommission eingereichte parlamentarische Initia- tive 92.402 «Parlamentsgebäude. Erweiterungsbau» in An- wendung von Artikel 21 quinquies Absatz 2 des Geschäftsver- kehrsgesetzes abzuschreiben. Die Parlamentsdienste und die zuständigen Stellen der Bundesverwaltung sind aufzufordern, den Raumbedarf für Parlament und Parlamentsdienste auf einfache Weise zu ermitteln und der Koordinationskonferenz Verbesserungsvorschläge zu unterbreiten. M. Hubacher présente au nom de la commission le rapport écrit suivant: Genèse Dans le rapport du 16 mai 1991 de la Commission du Conseil national 90.228 concernant l'initiative parlementaire Petit- pierre, d'importantes mesures architecturales ont été préconi- sées, parallèlement à des modifications de lois et de règle- ments, en vue de satisfaire aux nouveaux besoins des Cham- bres, des députés, des groupes et des Services du Parlement. La commission du Conseil national a chargé un comité de construction d'étudier les variantes architecturales envisagea- bles. Lors de sa séance du 29 août 1991, elle a décidé à l'una- nimité de poursuivre l'étude d'un projet prévoyant l'agrandis- sement de la partie sud du Palais fédéral, du côté de l'Aar. L'opposition manifestée par les associations professionnelles et d'autres objections importantes ont incité la commission à prévoir une mise au concours et à proposer au Conseil natio- nal, par une initiative parlementaire, d'accorder un crédit de 3 millions defrancspourélaborerunprojet L'objet a été inscrit à l'ordre du jour de la session de printemps de 1992; l'initiative parlementaire a par la même occasion reçu un nouveau nu- méro (92.402). Considérations de la commission Des raisons et des considérations diverses ont amené la com- mission à demander que l'objet soit rayé de l'ordre du jour de la session de printemps de 1992 et qu'une étude détaillée soit envisagée portant sur le nombre et les dimensions des pièces requises, ceci en collaboration avec une entreprise indépen- dante. Le comité chargé par la commission de préparer l'adju- dication du mandat a évalué à 400 000 francs environ le crédit nécessaire; l'administration, consultée, a demandé que la pro- cédure d'urgence soit appliquée pour l'ouverture de ce crédit. Par la suite, la Délégation des finances a refusé de considérer que l'affaire est urgente et a suggéré d'inscrire le crédit au bud- get de 1993. Prenant en considération l'état précaire des fi- nances fédérales, la Conférence de coordination s'est pronon- cée contre un pareil crédit L'amélioration des conditions d'hébergement du Parlement et de ses services reste néanmoins une nécessité urgente. Compte tenu de la situation générale, le classement, confor- mément à l'article 21 quinquies alinéa 2 de la loi sur les rap- ports entre les conseils, de l'initiative parlementaire 92.402 «Bâtiment du Parlement. Agrandissement», déposée par la commission, s'impose. Les Services du Parlement et les offi- ces compétents de l'administration fédérale doivent être invi- tés à recenser d'une manière plus simple les besoins en lo- caux du Parlement et de ses services et à proposer des amélio- rations à la Conférence de coordination. Antrag der Kommission Gestützt auf Artikel 21 quinquies Absatz 2 des Geschäftsver- kehrsgesetzes wird die parlamentarische Initiative 92.402 «Parlamentsgebäude. Erweiterungsbau» abgeschrieben. Proposition de la commission L'initiative parlementaire 92.402 «Bâtiment du Parlement. Agrandissement» est classée conformément à l'article 21 quin- quies alinéa 2 de la loi sur les rapports entre les conseils. Angenommen -Adopté #ST# Ad 90.270 Postulat der Kommission NR 90.270 Verstärkung der parlamentarischen Finanzaufsicht Postulat de la commission CN 90.270 Gestion financière. Renforcement du contrôle parlementaire Siehe Jahrgang 1991, Seite 1928 - Voir année 1991, page 1928 Herr Schmidhalter unterbreitet im Namen des Büros den fol- genden schriftlichen Bericht: Ursprung dieses Postulates ist die parlamentarische Initiative 90.270 der grünen Fraktion, welche eine Erweiterung der Fi- nanzdelegation forderte, so dass sämtliche Fraktionen darin vertreten wären. Diese Initiative wurde am 3. Oktober 1991 vom Nationalrat mit 58 zu 22 Stimmen abgelehnt. Zugleich wurde ein Postulat der vorberatenden Kommission diskussi- onslos überwiesen (Kategorie V). Die Kommission machte geltend, dass dem Hauptanliegen der Initiative, d. h. heisst der Erweiterung der nationalrätlichen Abordnung in der Finanzdelegation, Rechnung getragen wer- den sollte. Sie war dabei der Meinung, dass der Begriff «klei- nere Fraktion» für alle ausser für diejenigen der FDP, der CVP und der SP zutreffe und auch mögliche weitere Fraktionen ein- schliesse. Sie verzichtete darauf, das Rotationsprinzip im Postulatstext zu erwähnen, und sprach sich auch nicht über die Abordnung des Ständerates aus (vgl. Kommissionsbe- richt, AB 1991 N 1924). In ihrem Bericht vom 26. April 1991 über die Tätigkeit im Jahre 1990/91 machte die Finanzdelegation dazu folgende Bemer- kungen:Postulat de la commission CN 90.270 468 17 mars 1993 «Mit einer Erhöhung der Mitgliederzahl der Finanzdelegation würde ausserdem der Entscheidungsprozess beträchtlich verlangsamt, was angesichts des Arbeitsvolumens, das die Fi- nanzdelegation an ihren Sitzungen bewältigen muss, kaum vertretbar wäre. Psychologisch würde sich eine Erweiterung schliesslich nega- tiv auf das gegenseitige Vertrauen auswirken, das die sechs Mitglieder der Finanzdelegation heute über die politischen Grenzen hinweg vereint und das gute Funktionieren der parla- mentarischen Oberaufsicht über die Bundesfinanzen garan- tiert. »(BB11991 11616) Zu diesen Argumenten kommt hinzu, dass die Zahl der soge- nannten «kleinen» Fraktionen von vier (V, L, U, G) in der Legis- laturperiode 1987-1991 seit den Wahlen von 1991 auf sechs gestiegen ist (neue Fraktionen A und D). Die Rotation unter diesen Fraktionen könnte somit 36 Jahre dauern, sofern die Zahl der Fraktionen unverändert bleibt und die Mitglieder die maximale Amtsdauer gemäss Artikel Ssexies GVG ausschöp- fen. (Nach der Revision des GVG vom 4. Oktober 1991 gibt es für die Mitgliedschaft in Kommissionen keine zeitliche Begren- zung mehr.) Eine Erhöhung der Zahl der Mitglieder des Natio- nalrates würde im übrigen dazu führen, dass auch die Zahl der Ständeratsabordnung erhöht werden müsste (Delegation von 8 Mitgliedern), da es schwer vorstellbar ist, dass der Ständerat zugunsten des Nationalrates auf das Prinzip der Gleichwertig- keit, das zu unserem Zweikammersystem gehört, verzichten würde. Die Erhöhung der Zahl der Nationalräte in der Finanzdelega- tion würde ausserdem zu einer Erhöhung der Mitgliederzahl in anderen Organen (Verwaltungskommission, Sicherheitsdele- gation) führen. Zurzeit umfasst die Finanzdelegation 2 R, 2 C, 1 S und 1 V als Mitglieder und 2 R, 2 C, 1 S und 1 L als Stellvertreter, die klei- nen Fraktionen sind somit vertreten. Die Präsenz eines siebten oder achten Mitgliedes würde die parlamentarische Aufsicht nicht stärken, sondern die Effizienz gegenüber heute schmälern. Aus all diesen Gründen verzichtet das Büro des Nationalrates darauf, von seinem Initiativrecht Gebrauch zu machen und die verlangten Gesetzesänderungen zu beantragen. M. Schmidhalter présente au nom du Bureau le rapport écrit suivant: Le postulat trouve son origine dans l'initiative 90.270 du groupe écologiste demandant l'élargissement de la Déléga- tion des finances de façon à ce que tous les groupes y soient représentés. Cette initiative a été rejetée le 3 octobre 1991 par le Conseil national (58 voix contre 22). Le même jour, un pos- tulat émanant de la commission chargée d'examiner l'initiative était transmis sans discussion (catégorie V). La commission relevait qu'il fallait tenir compte de l'exigence principale de l'initiative qui vise à élargir la représentation du Conseil national au sein de la Délégation des finances. Elle es- timait que le terme de petits groupes était applicable, sauf dans le cas des groupes R, C et S et qu'il inclut aussi d'éven- tuels autres groupes. Elle renonçait à mentionner le principe de la rotation dans le texte du postulat, de même qu'elle ne voulait pas se prononcer sur la représentation du Conseil des Etats (cf. rapport de la commission, B01991 N 1924). Dans son rapport du 26 avril 1991 sur son activité en 1990/91, la Délégation des finances a eu l'occasion d'observer ce qui suit: «L'augmentation du nombre des membres de la Délégation des finances aurait pour conséquence, sur le plan pratique, de ralentir considérablement le processus de décision, ce qui ne serait guère supportable compte tenu du volume des affaires que doit traiter la délégation à chacune de ses séances. Sur un plan psychologique, ajoute la délégation, le relèvement des effectifs détériorerait le climat de confiance qui réunit au- jourd'hui les six membres de la Délégation des finances, par delà les clivages politiques, et qui garantit le bon fonctionne- ment et la haute surveillance parlementaire sur les finances de la Confédération.» (FF 1991 II 609) A ces arguments, il convient d'ajouter le fait que le nombre des groupes considérés comme «petits» qui était de quatre (V, L, U, G) dans la législature 1987-1991 a passé à six depuis les élections de 1991 (nouveaux groupes A et D). La rotation pour- rait donc durer 36 ans à supposer que l'effectif des groupes demeure inchangé et que les membres siègent pendant toute la période définie à l'article Ssexies LREC (la LREC révisée le 4 octobre 1991 ne fixe plus de limite à la durée du mandat dans les commissions). D'autre part, l'élévation du nombre des membres du Conseil national impliquerait que le Conseil des Etats procède lui aussi de la même façon (délégation de huit membres). On imagine mal que le Conseil des Etats aban- donne au profit du Conseil national le principe de l'égalité qui découle du système bicaméral parfait que nous connaissons. La fixation à quatre du nombre des conseillers nationaux membres de la Délégation des finances conduirait sans doute par analogie à une élévation du nombre des membres dans d'autres organes (Commission administrative, Délégation de la CdG à la sécurité). Actuellement, la délégation compte 2 R, 2 C, 1 Seti V comme titulaires et 2 R, 2 C, 1 S et 1 L comme suppléants, les petits groupes y sont donc représentés. La présence d'un septième ou d'un huitième membre ne «renforcerait pas le contrôle par- lementaire». Au contraire, elle le rendrait moins efficace qu'ac- tuellement. Pour toutes ces raisons, le Bureau du Conseil national re- nonce à faire usage de son droit d'initiative et à proposer les modifications législatives demandées. Antrag des Büros Das Büro beantragt, das Postulat abzuschreiben. Proposition du Bureau Le Bureau propose de classer le postulat. Angenommen -Adopté Schluss der Sitzung um 20.05 Uhr La séance est levée à 20 h 05Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali Postulat der Kommission NR 90.270 Verstärkung der parlamentarischen Finanzaufsicht Postulat de la commission CN 90.270 Gestion financière. Renforcement du contrôle parlementaire In Amtliches Bulletin der Bundesversammlung Dans Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale In Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale Jahr 1993 Année Anno Band I Volume Volume Session Frühjahrssession Session Session de printemps Sessione Sessione primaverile Rat Nationalrat Conseil Conseil national Consiglio Consiglio nazionale Sitzung 13 Séance Seduta Geschäftsnummer Ad 90.270 Numéro d'objet Numero dell'oggetto Datum 17.03.1993 - 15:00 Date Data Seite 467-468 Page Pagina Ref. No 20 022 394 Dieses Dokument wurde digitalisiert durch den Dienst für das Amtliche Bulletin der Bundesversammlung. Ce document a été numérisé par le Service du Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale. Questo documento è stato digitalizzato dal Servizio del Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale.