B u n d e s v e rw a l t u n g s g e r i ch t T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i f f éd é r a l T r i b u n a l e am m i n i s t r a t i vo f e d e r a l e T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i v fe d e r a l Abteilung IV D-4687/2012 U r t e i l v o m 1 4 . S e p t e m b e r 2 0 1 2 Besetzung Einzelrichterin Nina Spälti Giannakitsas, mit Zustimmung von Richter Daniele Cattaneo; Gerichtsschreiber Lorenz Mauerhofer. Parteien A._______, geboren angeblich am … , Nigeria, Beschwerdeführer, gegen Bundesamt für Migration (BFM), Quellenweg 6, 3003 Bern, Vorinstanz. Gegenstand Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung; Verfügung des BFM vom 31. August 2012 / N … . D-4687/2012 Seite 2 Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest, dass der Beschwerdeführer am 27. Dezember 2011 in der Schweiz um Asyl nachsuchte, worauf er am 3. Januar 2012 vom BFM zu seiner Pe r- son, seinem Reiseweg und summarisch zu seinen Gesuchsgründen b e- fragt wurde (vgl. dazu act. A4), dass er dabei vorbrachte, er sei ein Staatsangehöriger von Nigeria und er sei … [ vor deutlich weniger als 18 Jahren] als Sohn eines Moslem und einer Christin in R._______ bei S._______ in T._______ State geboren (im Nordosten des Landes), er habe aber von 1998 bis zum 24. Nove m- ber 2011 mit seiner Mutter in V._______ gelebt (in W._______ State, ganz im Süden von Nigeria), dass er auf die Frage des Bundesamtes nach dem Verbleib seiner Reise- und Identitätspapiere angab, er habe sich kurz vor seiner Ausreise bei den Behörden einen Pass ausstellen lassen, diesen dann aber nicht mit- genommen, sondern bei einem Freund seines Vaters zurückgelassen, zumal er ja zum ersten Mal in seinem Leben gereist sei, dass er diesbezüglich geltend machte , er könne weder den Pass noch andere Papiere beschaffen, da er den Freund seines Vaters nicht mehr kontaktieren könne und alle seine übrigen Dokumente durch eine Bombe vernichtet worden seien, dass er zum Grund für sein Asylgesuch ausführte, er sei am 24. Januar 2011 mit seiner Mutter von V._______ zu seinem Vater nach R._______ zurückgekehrt, um mit dem Vater seine Probleme respektive die Frage seiner Religion zu klären, dass es dann aber am 27. November 2011 zu Unruhen zwischen Musl i- men und Christen gekommen sei, wobei seine Eltern bei einem Bomben- anschlag getötet worden seien, dass er daraufhin mit der Hilfe eines Freundes seines Vaters ausgereist sei, dass der Beschwerdeführer im Verlauf der Kurzbefragung vom BFM wie- derholt auf sein tatsäch liches Alter angesprochen wurde , wobei er zur Hauptsache geltend machte, sein Geburtsdatum habe er von seinen E l- tern erfahren und er sehe nur aufgrund seines Körperbaus viel älter aus, D-4687/2012 Seite 3 dass dem Beschwerdeführer am Ende der Kurzbefragung vom BFM e r- öffnet w urde, die behauptete Minderjährigkeit werde als nicht glaubhaft erachtet, weshalb von seiner Volljährigkeit ausgegangen werde, dass der Beschwerdeführer vom BFM am 1. Juni 2012 einlässlich zu den Gründen für sein Asylgesuch angehört wurde (vgl. dazu act. A12), dass er bei dieser Gelegenheit fünf Beweismittel aus der Heimat vorlegte, nämlich eine polizeiliche und eine gerichtliche Bestätigung aus V._______ vom 24. Mai 2012, zudem eine Schulbestätigung vom 5. Mai 2012 und eine Wohnsitzbestätigung vom 5. Juni 1997, und schliesslich einen Tauf- schein vom 30. August 1998 (alle Dokumente in Farbkopie), dass er dazu anführte, diese Dokumente habe er sich in der Zwischenzeit über eine in V._______ wohnhafte Freundin erhältlich machen können, dass das BFM mit V erfügung vom 31. August 2012 – eröffnet am 3. September 2011 – in Anwendung von Art. 32 Abs. 2 Bst. a des Asylge- setzes vom 26. Juni 1998 (AsylG, SR 142.31) auf das Asylgesuch des Beschwerdeführers nicht eintrat und dessen Wegweisung aus der Schweiz sowie den Wegweisungsvollzug nach Nigeria anordnete, dass das Bundesamt in seinem Entscheid vorab festhielt, vom Beschwer- deführer seien keine rechtsgenüglichen Papiere eingereicht worden und für die Nichtabgabe von Reise - oder Identitätspapieren im Original läge n keine entschuldbaren Gründe vor, zumal aufgrund der Akten davon aus- zugehen sei, dass der Beschwerdeführer zwar über Reise - respektive Identitätspapiere verfüge, er diese dem Bundesamt aber vorenthalte, dass es im Anschluss daran zum Schluss gelangte, der Beschwerdefüh- rer erfülle die Flüchtlingseigenschaft offensichtlich nicht und es seien auch keine zusätzlichen Abklärungen zur Feststellung der Flüchtlingse i- genschaft oder eines Wegweisungsvollzugshindernisses erforderlich, zu- mal die Darstellungen zu sein en angeblichen Ausreisegründen auf den ersten Blick als offenkundig unglaubhaft zu erkennen seien, nachdem der Beschwerdeführer bloss zu stereotypen und unsubstanziierten Schild e- rungen in der Lage gewesen sei und er sich in zentralen Punkten in W i- dersprüche verwickelt habe, dass es abschliessend den Wegweisungsvollzug nach Nigeria als zulä s- sig, zumutbar und möglich erklärte, D-4687/2012 Seite 4 dass der Beschwerdeführer gegen diesen Entscheid am 10. September 2012 (Poststempel) Beschwerde erhob, wobei er in seiner Eingabe na- mentlich die Aufhebung der angefochtenen Verfügung und Rückweisung der Sache ans BFM zum neuen Entscheid, eventualiter die Anordnung einer vorläufigen Aufnahme in der Schweiz beantragte, dass er gleichzeitig um Erteilung der aufschiebenden Wirkung der B e- schwerde sowie um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege und insbesondere um Befreiung von der Kostenvorschusspflicht ersuchte, dass er im Rahmen der Beschwerdebegründung seine Gesuchsvorbrin- gen bekräftigte und namentlich an der geltend gemachten Minderjährig- keit festhielt, wobei er neben den bekannten Beweismitteln zusätzlich zwei angebliche persönliche Bestätigungsschreiben aus der Heimat nachreichte (wiederum alle Dokumente in Farbkopie), dass er den vorinstanzlichen Erwägungen entgegen hielt, vom Bundes- amt sei der entscheidrelevante Sachverhalts nicht richtig erfasst und se i- ne Erklärungen nicht richtig bewertet respektive vom Bundesamt teilweise falsch aufgefasst worden, dass er gleichzeitig die Nichtvorlage von Reise - oder Identitätspapieren als entschuldbar erklärte, mithin sein Reisepass tats ächlich bei seinem Begleiter geblieben sei und er im Rahmen der einlässlichen Anhöru ng al- les vorgelegt habe, was ihm an Dokumenten noch zur Verfügung stehe, dass damit der Vorhalt, er verheimliche ihm zustehende Identitätspapiere, nicht zutreffend sei, und es namentlich nicht angehe, dass ihn das Bu n- desamt ohne Abklärungen vor Ort und ohne Vornahme erkennung s- dienstlicher Massnahmen als volljährig erkläre, zumal er alleine für seine äussere Erscheinung keine Schuld trage und sein tatsächliches Geburt s- datum in den von ihm vorgelegten Beweismitteln bestätigt werden, dass das BFM daher die von ihm vorgelegten Beweismittel vor Ort auf i h- re Echtheit hin zu überprüfen habe, wie auch von Amtes wegen sein Pass beim Freund seines Vaters zu requirieren sei, dass er sich ferner zur Lage in Nigeria äusserte, wobei er unter Berufung auf die in seiner Heimat herrschenden Verhältnisse , seinen christlichen Hintergrund sowie auf seine Minderjährigkeit den Wegweisungsvollzug nach Nigeria sowohl als unzulässig als auch als unzumutbar erklärte, D-4687/2012 Seite 5 dass die Beschwerdeeingabe keine Unterschrift aufwies , jedoch am 12. September 2012 eine unterschriebene Version nachgereicht wurde, dass die vorinstanzlichen Akten am 12. September 2012 beim Bundes - verwaltungsgericht eintrafen (vgl. dazu Art. 109 Abs. 2 AsylG), und zieht in Erwägung, dass das Bundesverwaltungsgericht auf dem Gebiet des Asyls endgültig über Beschwerden gegen Verfügungen des BFM entscheidet, ausser – was vorliegend nicht der Fall ist – bei Vorliegen eines Auslieferungsersu- chens des Staates, vor welchem die beschwerdeführende Person Schutz sucht (vgl. Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 31 und 33 des Verwaltungsgericht s- gesetzes vom 17. Juni 2005 [VGG, SR 173.32] sowie Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]), dass sich das Verfahren nach dem Verwaltungsverfahrensgesetzes vom 20. Dezember 1968 (VwVG, SR 172.021) richtet, soweit das VGG oder das AsylG nichts anderes bestimmt (Art. 37 VGG; Art. 6 und 105 AsylG), dass mit Beschwerde die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts und die Unangemessenheit gerügt werden können (Art. 106 Abs. 1 AsylG), dass der Beschwerdeführer legitimiert ist (Art. 48 Abs. 1 VwVG), er seine Eingabe fristgerecht eingereicht hat (Art. 108 Abs. 2 AsylG) und sich die Beschwerde nach erfolgter Verbesserung auch als formgerecht erweist (Art. 52 Abs. 1 VwVG), weshalb auf die Beschwerde einzutreten ist, dass sich die Beschwerde indes – wie nachfolgend aufgezeigt – als of- fensichtlich unbegründet erweist, weshalb darüber in einzelrichterlicher Zuständigkeit mit Zustimmung eines zweiten Richters zu entscheiden ist (Art. 111 Bst. e AsylG), dass gleichzeitig auf einen Schriftenwechsel zu verzichten und der En t- scheid nur summarisch zu begründen ist (Art. 111a Abs. 1 und 2 AsylG), dass die Beurteilung von Beschwerden gegen Nichteintretensentscheide, mit denen es das BFM ablehnt, ein Asylgesuch auf seine Be gründetheit hin zu überprüfen (Art. 32 - 35 AsylG), grundsätzlich auf die Überprüfung D-4687/2012 Seite 6 der Frage beschränkt ist, ob das Bundesamt zu Recht auf das Asylg e- such nicht eingetreten ist, dass sich das Bundesverwaltungsgericht dementsprechend – sofern es den Nicht eintretensentscheid als unrechtmässig erachtet – einer selb - ständigen materiellen Prüfung enthält, die angefochtene Verfügung auf - hebt und die Sache zur neuen Entscheidung ans BFM zurückweist, dass beim Nichteintretenstatbestand von Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG – auf welchen sich die angefochtene Verfügung stützt – immerhin die Beso n- derheit besteht, dass das BFM im Rahmen einer summarischen Prüfung das offenkundige Nichterfüllen der Flüchtlingseigenschaft im Sinne von Art. 3 AsylG und das offenkundige Fehle n von Wegweisungsvollzugshin- dernissen zu beurteilen hat (vgl. dazu nachfolgend), weshalb insoweit bei dagegen erhobenen Beschwerden auch die Flüchtlingseigenschaft Pr o- zessgegenstand bildet, soweit dies im Rahmen einer summarischen Pr ü- fung möglich ist (vgl. dazu BVGE 2007/8, insbes. E. 5.6.5 f. S. 90 f.), dass demgegenüber hinsichtlich der Frage der Wegweisung und deren Vollzuges die Beurteilungszuständigkeit des Bundesverwaltungsgerichts nicht beschränkt ist, da sich das BFM diesbezüglich auch materiell zur Sache zu äussern hatte, dass in vorliegender Sache der entscheidrelevante Sachverhalts bereits aufgrund der bestehenden Aktenlage als hinreichend erstellt zu erkennen ist, mithin es vor dem Hintergrund der nachfolgenden Erwägungen – im Sinne einer antizi pierten Beweiswürdigung – der beantragten Nachfo r- schungen im Heimatstaat nicht bedarf (vgl. dazu Art. 33 Abs. 1 VwVG), dass in diesem Zusammenhang festzuhalten ist, dass der Beschwerde- führer – welcher keine rechtsgültigen Identitätspapiere vorgelegt hat – in keiner Weise in sich stimmige und insgesamt überzeugende Angaben zu seinem Alter, zu seinem persönlichen Werdegang, seinem familiären Hin- tergrund und seiner Herkunft gemacht hat, wie solche ohne weiteres auch von einer angeblich noch jugendlichen Person erwartet werden dürfen, dass demnach die angebliche Minderjährigkeit auch nicht ansatzweise glaubhaft gemacht ist, weshalb das BFM zu Recht von dessen Volljähri g- keit ausgegangen ist und dementsprechend auf die Beiordnung einer Ver- trauensperson verzichtet hat (vgl. dazu Entscheidungen und Mitteilungen der Schweizerischen Asylrekurskommission [EMARK] 2004 Nr. 30 m.w.H.), D-4687/2012 Seite 7 dass daran – wie nachfolgend aufgezeigt – auch die von ihm vorgelegten Beweismittel nichts zu ändern vermögen, dass auf ein Asylgesuch nicht eingetreten wird, wenn Asylsuchende den Behörden nicht innerhalb von 48 Stunden nach Einreichung des Gesuchs Reise- oder Identitätspapiere abgeben (Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG), dass indes auch im Falle einer Nichtabgabe von Pa pieren auf ein Asylge- such einzutreten ist, wenn Asylsuchende glaubhaft machen können, sie seien zur fristgerechten Vorlage von Papieren aus entschuldbaren Grü n- den nicht in der Lage (Art. 32 Abs. 3 Bst. a AsylG), oder wenn aufgrund der Anhörung sowie gestützt auf Art. 3 und 7 AsylG die Flüchtlingseige n- schaft festgestellt wird (Art. 32 Abs. 3 Bst. b AsylG), oder wenn sich au f- grund der Anhörung die Notwendigkeit zusätzlicher Abklärungen zur Feststellung der Flüchtlingseigenschaft oder eines Wegweisungsvollzugs- hindernisses ergibt (Art. 32 Abs. 3 Bst. c AsylG), dass vorliegend die Grundvoraussetzung für einen Nichteintretensen t- scheid in Anwendung von Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG ohne weiteres erfüllt ist, da der Beschwerdeführer im Verfahren vor dem BFM kein rec htsge- nügliches Papier eingereicht hat (vgl. dazu BVGE 2007/7), dass im Falle des Beschwerdeführers – wie vom BFM zu Recht erkannt – keine entschuldbaren Gründe für das Fehlen von Papieren ersichtlich sind (im Sinne von Art. 32 Abs. 3 Bst. a AsylG), dass die Ausführungen des Beschwerdeführers über die Umstände seine Ausreise aus Nigeria – angeblich auf dem Luftweg über den Flughafen von Lagos, ohne dabei seinen Pass mitzunehmen und ohne das Ziel der Reise zu kennen – als realitätsfremd und von daher insgesamt haltlos zu bezeichnen sind, dass der Beschwerdeführer in seiner Eingabe zwar vorbringt, sein Beglei- ter habe ihm Nachfragen nach ihrem Ankunftsort (in Europa ) verboten und mutmasslich seinen Pass behalten, zumal Helfer oft die Reisepässe ihrer Kunden behalten würden, und schliesslich habe er im Rahmen der Anhörung alle ihm zur Verfügung stehenden Dokumente nachgereicht, dass diese Vorbringen indes aufgrund der Akten als unbehelfliche Schutz- behauptungen zu erkennen sind, zumal es sich beim geltend gemachten Helfer schliesslich um den Freund seines Vaters gehandelt haben soll, D-4687/2012 Seite 8 dass das gleiche auch für den Antrag zu gelten hat, sein Pass sei direkt bei seinem Helfer zu requirieren, zumal der Beschwerdeführer ja in dire k- tem persönlichen Kontakt zu d ieser Person stehen will, nachdem er mit seiner Beschwerde als Beweismittel eine angebliche persönliche Bestät i- gung dieser Person nachgereicht hat, dass nach dem Gesagten respektive des offenkundig widersprüchlichen Aussageverhaltens zur Frage des Verblei bs seiner Reise- und Identitäts- papiere mit dem BFM davon auszugehen ist, vom Beschwerdeführer würden ihm zustehende Papiere bewusst unterdrückt, was nach dem Wil- len des Gesetzgebers sanktioniert werden soll (vgl. dazu BVGE 2007/7, insbes. E. 4.4.1 S. 61 f.), dass der Beschwerdeführer in diesem Zusammenhang auch nichts aus den von ihm beim BFM eingereichten Beweismitteln ableiten kann, zumal solche Bestätigungen in seiner Heimat erfahrungsgemäss relativ leicht gegen Bezahlung erhältlich gemacht werden können, dass denn auch in den aus V._______ stammenden Bestätigungen – gemäss ihrem klarem Wortlaut – ausgeführt wird, der Beschwerdeführer (welcher sich seit Ende 2011 in der Schweiz befindet) habe am 24. Mai 2012 persönlich bei der Polizei und bei einem Richt er vorgesprochen und dort über den Verlust seiner Papiere am 27. November 2011 in S._______ berichtet, was die Haltlosigkeit der Bestätigungen belegt, dass der Beschwerdeführer mit den beim BFM vorgelegten Beweismitteln einzig aufzuzeigen vermag, dass er weiterhin über ausgezeichnete Ve r- bindungen zu seinem tatsächlichen Heimatort V._______ verfügt, hat er sich doch von dort verschiedenste Unterlagen zukommen lassen, dass das BFM in seinen weiteren Erwägungen – auf welche anstelle ei - ner Wiederholung zu ve rweisen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG) – zu Recht auf massgebliche Widersprüche im Sachverhaltsvortrag sowie eine in s- gesamt mangelnde Substanziierung der Gesuchsvorbringen verweist, dass in dieser Hinsicht vorab auf den markanten Wiederspruch in den Aussagen zum angeblichen Tod der Eltern zu verweisen ist, mithin der Beschwerdeführer anlässlich der Kurzbefragung vorgebracht hat, er habe seine toten Eltern mit eigenen Augen gesehen und er sei daraufhin von zuhause weggerannt (vgl. …), wogegen er im Ra hmen der einlässlichen Anhörung geltend gemacht hat, er habe sich am 27. November 2011 vor einer Rückkehr nach Hause gefürchtet, worauf er den Freund seines Va-D-4687/2012 Seite 9 ters angetroffen habe, welcher ihn mitgenommen und ihm später vom Tod seiner Eltern berichtet habe (vgl. …), dass es dem Beschwerdeführer im Übrigen auch nicht gelungen ist, die von ihm angeblich miterlebten Ereignisse in S._______ substanziiert und realitätsnah zu schildern, sondern er sich in seinen diesbezüglichen Schil- derungen in Gemeinplätzen verloren hat, wie sie von jedermann vorgetra- gen werden können, der diesbezügliche Medienberichte gesehen hat, dass die klaren Mängel in den Schilderungen auch mit der Beschwerd e- eingabe nicht erklärt, geschweige denn die diesbezüglichen Schlüsse des BFM umgestossen werden, erschöpfen sich doch die Vorbringen bei ob- jektiver Betrachtung vorab im Versuch, die als mangelhaft erkannten Schilderungen mit allgemein bekannten Elementen anzureichern, dass der Beschwerdeführer auch aus den auf Beschwerdeebene nachge- reichten angeblichen persönlichen Bestätigungen nichts für sich ableiten kann, da diesen jegliche Beweiskraft abzusprechen ist, zumal aufgrund der Akten davon auszugehen ist, die zwei "Letter of Witness" vom 6. Sep- tember 2012 seien vom Beschwerdeführer selbst fabriziert worden, dass nach dem Gesagten mit dem BFM von insgesamt konstruierten Ge- suchsvorbringen auszugehen ist, womit die angegebenen Fluchtgründe als offenkundig haltlos zu erkennen sind, dass demzufolge die Flüchtlingseigenschaft offensic htlich nicht gege ben ist, und aufgrund der Akten auch keine Notwendigkeit zur Vornahme von weiteren Abklärungen zur Feststellung der Flüchtlings eigenschaft oder eines Weg weisungsvollzugshindernisses be steht (im Sin ne von Art. 32 Abs. 3 Bstn. b und c AsylG), dass bei dieser Sachlage der Nichteintretensentscheid des BFM in A n- wendung von Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG zu bestätigen ist, dass die Anordnung der Wegweisung im Einklang mit den gesetzlichen Bestimmungen steht und ebenfalls zu bestätigen ist (vgl. daz u Art. 44 Abs. 1 AsylG sowie BVGE 2009/50 E. 9 S. 733 m.w.H.), dass somit zu prüfen bleibt, ob es Gründe gibt, die dem Vollzug der Weg - weisung entgegenstehen, da das BFM eine vorläufige Aufnahme von Ausländern anzuordnen hat, wenn der Vollzug der Wegweisung als unzu- lässig, unzumutbar oder unmöglich zu erkennen ist (vgl. Art. 44 Abs. 2 D-4687/2012 Seite 10 AsylG i.V.m. Art. 83 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 16. Dezember 2005 über die Ausländerinnen und Ausländer [AuG, SR 142.20]), dass indes im Falle des Beschwerdeführers keine Vollzugshindernisse im Sinne von Art. 83 Abs. 2 - 4 AuG zu erblicken sind, dass sich der Vollzug der Wegweisung in Beachtung der massgeblichen völker- und landesrechtlichen Bestimmungen als zulässig erweist, da vor- liegend weder Hinweise auf Verfolgung ersichtlich sind noch Anhaltspunk- te dafür bestehen, dem Beschwerdeführer würde in seiner Heimat eine menschenrechtswidrige Behandlung drohen, dass daran auch seine Beschwerdevorbringen betreffend seine r angebli- chen Gefährdung als Christ nichts zu ändern vermög en, zumal der B e- schwerdeführer offenkundig nicht aus de m muslimischen geprägten Nor- den von Nigeria stammt, sondern aus V._______, welches weit ab vom Norden im christlich geprägten Südosten des Landes liegt, dass gleichzeitig von der Zumutbarkeit des Wegweisungsvollzuges aus- zugehen ist, zumal im Falle des jungen und soweit ersichtlich gesunden Beschwerdeführers, welcher in V._______ auch weiterhin über ein Bezie- hungsnetz verfügen dürfte, keine individuellen Vollzugshindernisse zu er- blicken sind, dass letztlich von der Möglichkeit des Wegweisungsvollzugs auszugehen ist, da es dem Beschwerdeführer obliegt, an der Beschaffung gültiger Reisepapiere mitzuwirken (Art. 8 Abs. 4 AsylG), dass nach dem Gesagten die Anordnung einer vorläufigen Aufnahme in der Schweiz ausser Betracht fällt, womit auch die Anordnung des We g- weisungsvollzuges zu bestätigen ist, dass nach den vorstehenden Erwägungen die angefochtene Verfügung zu bestätigen und die eingereichte Beschwerde als offensichtlich unbe - gründet abzuweisen ist, dass das Gesuch um Befreiung von der Kostenvorschusspflicht (gemäss Art. 63 Abs. 4 VwVG) mit dem vorliegenden Urteil in der Hauptsache g e- genstandslos geworden ist, dass das Gesuch um Gewährung der unentgeltliche Rechtspflege res- pektive um Erlass der Verfahrenskosten ( im Sinne von Art. 65 Abs. 1 D-4687/2012 Seite 11 VwVG) abzuweisen ist, da sich die Beschwerde von Anfang an als au s- sichtslos erweisen hat, dass demnach die Kosten des Verfahrens von Fr. 600.– dem Beschwer- deführer aufzuerlegen sind ( vgl. Art. 63 Abs. 1 VwVG sowie Art. 1-3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]). (Dispositiv nächste Seite) D-4687/2012 Seite 12 Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 2. Das Gesuch um Erlass der Verfahrenskosten wird abgewiesen. 3. Die Verfahrenskosten von Fr. 600.– werden dem Beschwerdeführer auf- erlegt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zu Guns- ten der Gerichtskasse zu überweisen. 4. Dieses Urteil geht an den Beschwerdeführer, das BFM und die zuständ i- ge kantonale Behörde. Die Einzelrichterin: Der Gerichtsschreiber: Nina Spälti Giannakitsas Lorenz Mauerhofer Versand: