B u n d e s v e rw a l t u n g s g e r i ch t T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i f f éd é r a l T r i b u n a l e am m i n i s t r a t i vo f e d e r a l e T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i v fe d e r a l Abteilung III C-6247/2012, C-6252/2012, C-6254/2012, C-6255/2012, C-6258/2012, C-6261/2012, C-6263/2012, C-6265/2012, C-6267/2012 U r t e i l v o m 1 5 . A u g u s t 2 0 1 4 Besetzung Richter Daniel Stufetti (Vorsitz), Richter Vito Valenti, Richterin Franziska Schneider, Gerichtsschreiberin Regula Hurter Urech. Parteien 1. A._______, 2. B._______, 3. C._______, 4. D._______, 5. E._______, 6. F._______, 7. G._______, 8. H._______, 9. I._______, alle vertreten durch Alexander Kernen, Rechtsanwalt, und Andrea Lanz Müller, Fürsprecherin, Beschwerdeführende, gegen Pensionskasse X._______, vertreten durch Rechtsanwalt Daniel Hoffet, Beschwerdegegnerin, BBSA Bernische BVG- und Stiftungsaufsicht, Belpstrasse 48, Postfach, 3000 Bern 14, Vorinstanz Gegenstand Teilliquidation, Voraussetzungen; Verfügung BBSA vom 2. November 2012. C-6247/2012, C-6252/2012, C-6254/2012, C-6255/2012, C-6258/2012, C-6261/2012, C-6263/2012, C-6265/2012, C-6267/2012 Seite 3 Sachverhalt: A. Die Pensionskass e X._______ (Beschwerdegegnerin) ist eine selbs t- ständige öffentlich-rechtliche Anstalt der Einwohnergemeinde X._______. Sie bezweckt die berufliche Vorsorge der Mitglieder gegen die wirtschaft- lichen Folgen von Alter, Tod und Invalidität. Sie versichert das Personal der Einwohnergemeinde Biel für die berufliche Vorsorge. Ihr können sich Institutionen und Körperschaften des öffentlichen oder privaten Rechts anschliessen, deren Tätigkeit im öffentlichen Interesse liegt. Sie erbringt die Leistungen gemäss den Statuten und den zugehörigen Ausführu ngs- bestimmungen sowie den Anschlussverträgen, in jedem Fall mindestens die Leistungen nach BVG. Sie ist im Register des Kantons Bern für die berufliche Vorsorge eingetragen (Art. 2 der Statuten vom 29. Mai 2007 [act. 17/1]). Die Beschwerdegegnerin steht unter Aufsicht der Bernischen BVG- und Stiftungsaufsicht BBSA (Aufsichtsbehörde oder Vorinstanz). B. Der Beschwerdegegnerin ist unter anderen die Asyl X._______ (Arbeit- geberin) mit einem eigenen Vorsorgewerk angeschlossen (Anschlussver- trag vom 2. Dezember 2003 [Vorakten S. 27-32]). Die Asyl X._______ ist eine privatrechtliche zweisprachige Organisation und bezweckt die B e- gleitung und Unterstützung von asylsuchenden Personen und vorläufig Aufgenommenen (<http://www._______>, abgerufen am 04.06.2014). Die Asyl X._______ war bis 31. Dezember 2011 unter anderem auch für die Führung der drei im Berner Oberland gelegenen Durchgangszentren Unterseen, Matten und Hondrich zuständig gewesen. Im Rahmen der vom Amt für Migration und Personenstand des Kantons Bern (MIP) be- schlossenen Regionalisierung des Asylbereichs musste die Asyl X._______ die Zuständigkeit für die drei genannten Zentren per 1. Januar 2012 an die Asyl Y ._______ abtreten. Die betreffenden Mitarbeitenden wechselten zur Stadt Y ._______ als neuer Arbeitgeberin und mithin von der Beschwerdegegnerin zur Pensionskasse Y ._______ (PK Y ._______). In der Folge stellte d ie Verwaltungskommission der Beschwerdegegnerin fest, es habe per 31. Dezember 2011 ein kollektiver Austritt stattgefunden, somit sei bei der Beschwerdegegnerin eine Teilliquidation durchzuführen, und da s ie pe r 31. Dezember 2011 einen Deckungsgrad von 89.77 % aufweise, seien die Austrittsleistungen der Ausgetretenen entsprechend zu kürzen (act. 11/7). C-6247/2012, C-6252/2012, C-6254/2012, C-6255/2012, C-6258/2012, C-6261/2012, C-6263/2012, C-6265/2012, C-6267/2012 Seite 4 C. Mit Bri ef vom 3. Februar 2012 (act. 17/5) sowie mit einem als Vor - Verfügung bezeichneten Schreiben vom 2. April 2012 (act. 17/9) wurden die 13 von der Kürzung betroffenen Personen durch die Beschwerdegeg- nerin entsprechend informiert. Die PK Y ._______ gelangte ihrerseits mit einer als aufsichtsrechtliche Anzeige genannten Eingabe vom 11. April 2012 (act. 1/7) an die Aufsichtsbehörde und brachte vor, die Vorausse t- zungen für eine Teilliquidation seien nicht erfüllt, die Aufsichtsbehörde möge bei der Beschwerdegegnerin gegen die Durchführung der Teilliqu i- dation intervenieren. Die Asyl X._______ gelangte mit Schreiben vom 3. Mai 2012 (act. 1/8) an die Beschwerdegegnerin und machte geltend, ei- nerseits seien die formalen Voraussetzungen für eine Teilliquidation nicht erfüllt, andererseits seien im Asylbereich Schwankungen im Persona l- bestand normal, weshalb vorliegend die Bestimmungen des Teilliquidati- onsreglements nicht bedingungslos angewendet werden sollten. Die Be- schwerdegegnerin blieb jedoch bei ihrem Entscheid, eine Teilliquidation infolge Restrukturierung bei der Asyl X._______ durchzuführen, was sie den Betroffenen mit dem als Verfügung bezeichneten Schreiben vom 22. Juni 2012 (act. 17/16) kundtat. Gegen diesen Beschluss erhoben 12 Be- troffene Einsprache bei der Aufsichtsbehörde und beantragten, es sei ei- ne Überprüfung der Teilliquidation vorzunehmen (Vorakten S. 258, 243, 228, 213, 198, 182, 167, 152, 137, 125, 113, 100). D. Mit Verfügung vom 2. November 2012 (act. 1/1) stellte die Aufsichtsbe- hörde gegenüber den 12 Einspreche nden fest, dass der Tatbestand der Teilliquidation infolge Restrukturierung bei der Asyl X._______ erfüllt sei und die Beschwerdegegnerin die Teilliquidation rechtmässig durchgeführt habe (Dispositivziff. 1) und dass die Beschwerdegegnerin die Austrittsleis- tung der Einsprechenden reglementskonform gekürzt habe (Dispositivziff. 2). In ihrer Begründung führte sie im Wesentlichen aus, bis zum 31. D e- zember 2011 seien die Durchgangszentren im Oberland Teil der Asyl X._______ gewesen, der Migrationsdienst des Kantons Bern habe en t- schieden, die genannten Zentren an die Trägerschaft Asyl Y ._______ zu übergeben bzw. aus der Asyl X._______ auszugliedern. Bei einem Pe r- sonalbestand von 69 Mitarbeitenden per 31. Dezember 2011 hätten 13 Mitarbeitende die Asyl X._______ verlassen und zur Stadt Y ._______ als neuer Arbeitgeberin übertreten müssen. Es habe sich um eine tiefgreifen- de organisatorische Änderung bei der Asyl X._______ und somit um eine Restrukturierung der Asyl X._______ gehandelt, welche allerdings nicht C-6247/2012, C-6252/2012, C-6254/2012, C-6255/2012, C-6258/2012, C-6261/2012, C-6263/2012, C-6265/2012, C-6267/2012 Seite 5 von ihr sondern vom Migrationsdienst des Kantons Bern entschieden worden sei und welche die Asyl X._______ habe vollziehen müssen. Zwi- schen der erfolgten Ausgliederung der Durchgangszentren und den Ne u- eröffnungen in der Region X._______ bestehe kein ursächlicher Zusa m- menhang, auch müsse eine Restrukturierung nicht zwingend zu einer dauernden Verminderung der Belegschaft führen. Die reglementarisch vorgesehene notwendige Reduktion des Alterskapitals infolge der 13 Aus- tritte sei erreicht . Die Stichtage 31. Dezember 2011 bzw. 1. Januar 2012 seien korrekt festgelegt worden. Im Hinblick auf das Gleichbehandlung s- gebot dürften die in der Vorsorgeeinrichtung Verbleibenden nicht schlech- ter gestellt werden als die unfreiwillig Ausgeschiedenen. Der Experte für berufliche Vorsorge habe bestätigt, dass die Berechnung des Fehlbetrags bzw. der gekürzten Austrittsleistungen den reglementarischen Besti m- mungen entspreche. E. Gegen diese Verfügung liessen am 4. Dezember 2012 A._______ (act. 1), B._______, C._______, D._______, E._______, F._______, G._______, H._______ sowie I._______ beim Bundesverwaltungsgericht je eine identisch lautende Beschwerde erheben. Sie beantragten, die Ver- fügung der Vorinstanz vom 2. November 2012 sei aufzuheben und es sei festzustellen, dass kein Tatbestand der Teilliquidation im Sinne von Art. 2.2 des Teilliquidationsreglements vorliegt (1) und die Beschwerdegegne- rin sei anzuweisen, die Übertritte der Bes chwerdeführenden in die P K Y ._______ per 1. Januar 2012 als individuelle Austritt e zu behandeln und die volle Freizügigkeit zu gewähren (2). Sie rügten, die Vorinstanz und die Beschwerdegegnerin seien bei der Anwendung des Teilliquidationsregl e- ments von ei nem falschen Sachverhalt ausgegangen , sie hätten den Begriff der Teilliquidation im Sinne von Art. 5 3b BVG verkannt , d ie B e- schwerdegegnerin habe zu Unrecht eine erhebliche Verminderung der Belegschaft im Sinne des Teilliquidationsreglements erkannt , die Vorin- stanz sei fälschlicherweise von einer Restrukturierung eines angeschlo s- senen Arbeitgebers ausgegangen, die Vorinstanz berücksichtige die kon- kreten Umstände im Asylwesen nicht , und es werde der reglementarisch festgelegte Zeitraum im Sinne des Teilliquidationsreglements nicht ei n- gehalten. Sie begründeten ihre Rügen im Wesentlichen dahingehend, es habe nur eine geringe Fluktuation des Gesamtpersonalbestands stattg e- funden und damit liege keine erhebliche Verminderung der Belegschaft vor, wobei die reglementarische Regelung der erheblichen Verminderung teilweise nicht haltbar sei. Es könne auch nicht von einer Restrukturi e-C-6247/2012, C-6252/2012, C-6254/2012, C-6255/2012, C-6258/2012, C-6261/2012, C-6263/2012, C-6265/2012, C-6267/2012 Seite 6 rung gesprochen werden, da aufgrund der 2012 erfolgten Neueröffnu n- gen von Asylzentren und der damit verbundenen Neueintritte bei der Asyl X._______ die reglementarisch festgesetzte Reduktion des Gesamtvor- sorgekapitals von mindestens 0.25 % nicht erreicht worden sei. Schliess- lich sei auch der reglementarisch vorgesehene Beobachtungszeitrahmen von 12 Monaten nicht eingehalten worden. F. Nach dem Einverlangen des Kostenvorschusses von jeweils Fr. 2'500.- bei den Beschwerdeführenden stellten diese am 19. Dezember 2012 das Gesuch (act. 4), es seien ihre Verfahren zu vereinigen und es sei ihnen der Kostenvorschuss ohne solidarische Haftbarke it j e zu einem Neuntel aufzuerlegen, eventuell sei die Zahlungsfrist um 3 Wochen zu erstrecken. Mit Zwischenverfügung vom 4. Januar 2013 (act. 5) vereinigte das Bu n- desverwaltungsgericht die Verfahren C -6247/2012, C-6252/2012, C - 6254/2012, C -6255/2012, C -6258/2012, C -6261/2012, C -6263/2012, C - 6265/2012, C -6267/2012, um sie unter der Geschäftsnummer C- 6247/2012 weiterzuführen. G. Am 24. Januar 2013 haben die Beschwerdeführenden den ihnen neu mit Fr. 9'000.- auferlegten Kostenvorschuss (vgl. act. 5) einbezahlt (act. 10). H. In ihrer Beschwerdeantwort vom 5. April 2013 (act. 17) beantragte die Beschwerdegegnerin die Abweisung der Beschwerden gegen die ang e- fochtene Verfügung . Die Erwägungen der Vorinstanz seien zutreffend. Der rechtserhebliche Sachverhalt bestehe darin, dass die Asyl X._______ die Führung von drei Durchgangszentren und in diesem Zusammenhang das Arbeitsverhältnis von 1 3 Mitarbeitenden an die Asyl Y ._______ habe übertragen müssen, wodurch sich der Personalbestand um 19 % und das Vorsorgekapital der Beschwerdegegnerin um 0.32 % verringert hätten. Die Asyl X._______ habe 2012 die Führung von zwei neuen Durc h- gangszentren übernommen und so ihren Personalbestand erhöht, was aber nicht im Zusammenhang mit dem Verlust der Führung der drei Zent- ren im Oberland stehe und deshalb nichts am Tatbestand der Teilliquida- tion ändere. Die Reglementsbestimmung betreffend die Verminderung der Belegschaft sei nicht willkürlich. Die Reglementsbestimmung betreffend den Zeitrahmen bedeute nicht, erst nach 12 Monaten Bilanz zu ziehen. Die Restrukturierung setze keine erhebliche Verminderung der Bele g-C-6247/2012, C-6252/2012, C-6254/2012, C-6255/2012, C-6258/2012, C-6261/2012, C-6263/2012, C-6265/2012, C-6267/2012 Seite 7 schaft voraus, sondern liege auch bei Verschiebungen des Persona l- bestandes vor, diese Grundsätze könnten auch auf im sozialen Bereich tätige Unternehmen angewendet werden. Im vorliegenden Fall habe die Asyl X._______ durch den Verlust der Führung der drei Durchgangszen t- ren drei eigenständige Geschäftsbereiche aufgeben müssen, was in qu a- litativer Hinsicht die Voraussetzungen der Restrukturierung im Sinne von Art. 53b Abs. 1 lit. b BVG erfülle, und da auf die 13 ausgetretenen Mitar- beitenden ein Vorsorgekapital von 0.32 % des Gesamtvorsorgekapitals entfalle, sei auch die reglementarische Voraussetzung für eine Restruktu- rierung gegeben. Es sei aber auch der Tatbestand der erhebliche n Ver- minderung der Belegschaft im Sinne von Art. 53 b Abs. 1 Bst a BVG e r- füllt, daran ändere die Aufstockung des Personalbestandes nichts. Die Voraussetzungen für eine Teilliquidation seien erfüllt, die Beschwerdefüh- renden hätten sich deshalb an der Unterde ckung der Beschwerdegegne- rin zu beteiligen und es könne ihnen die volle Freizügigkeit nicht gewährt werden. I. Die Vorinstanz vertrat in ihrer Vernehmlassung vom 5. April 2013 (act. 18) die Auffassung, relevant sei nicht , ob die Eröffnung der Asylzentren da u- ernder oder vorübergehender Natur sei, sondern einzig die Anzahl der er- folgten Austritte. Vorliegend beliefen sich diese auf 19 %, was sowohl bei der erheblichen Verminderung der Belegschaft gemäss Art. 53 b Abs. 1 Bst. a BVG als auch bei der Restrukturierung nach Art. 53b Abs. 1 Bst. b BVG als erheblich betrachtet werde. Die Darstellung der Beschwerdefüh- renden blende aus, dass aufgrund der Entlassung von 13 Personen der Asyl X._______ der Personalbestand zeitweise auf 55 Personen gesu n- ken und damit nicht als geringe Fluktuation zu bezeichnen sei . Bei der Prüfung der Teilliquidationstatbestände würden nicht die Personalbestä n- de unterschiedlicher Zeitpunkte einander gegenübergestellt, sondern die Austritte mit dem verbleibenden Bestand verglichen. Bei einer Restruktu- rierung müsse sich der Personalbestand nicht für eine längere Dauer vermindern; es seien - wie im vorliegenden Fall - die speziellen Umstände gemeint, wo nach am einen Ort Betriebsteile ausgelagert und an einem andern Ort neue Betriebsteile eröf fnet w ürden, so dass der Personal- bestand im Resultat nicht abnehmen müsse. Beim reglementarischen Kri- terium der Reduzierung des Gesamtvorsorgekapitals um 0.25 % sei das Vorsorgekapital der austretenden mit dem Vorsorgekapital der verble i- benden Mitarbeiter zu vergleichen. Schliesslich könne bei einer Restru k-C-6247/2012, C-6252/2012, C-6254/2012, C-6255/2012, C-6258/2012, C-6261/2012, C-6263/2012, C-6265/2012, C-6267/2012 Seite 8 turierung der Zeitpunkt des Tatbestands der Teilliquidation genau festge- legt werden, ohne einen Zeitrahmen zu berücksichtigen. J. Mit Replik vom 1. Juli 2013 (act. 27) bestätigten die Beschwerdeführe n- den ihre bisherigen Anträge und Begründungen. Insbesondere beharrten sie darauf, dass zwischen den Aus- und Eintritten des Personals der Asyl X._______ ein Zusammenhang bestehe: in sachlicher Hinsicht, indem beides auf den Regionalisierungsbeschluss des MIP zurückzuführen sei, in zeitlicher Hinsicht , indem die Reduktion von 12 Personen höchstens während einer juristisch logischen Sekunde bestand, da per 1. Januar 2012 wieder 7 Personen in die Asyl X._______ eintraten, auf diese Se- kunde abzustellen wäre aber ü berspitzter Formalismus. Werde nicht auf den Zeitrahmen von 12 Monaten abgestellt , müsse man von gleichzeitig erfolgten Ein- und Austritten ausgehen. Das gleiche Prinzip gelte auch für die Berechnung des Gesamtvorsorgekapitals. Ferner seien nicht 13 so n- dern nur 12 Austritte per 31. Dezember 2011 aus der Asyl X._______ er- folgt. Die Beschwerdeführenden bestanden weiterhin auch auf ihrer An- sicht, dass die reglementarische Definition der Verminderung der Bele g- schaft widersprüchlich sei, daran ändere das zusätzl iche Kriterium der Verminderung des Gesamtkapitals nichts, eine inzidente Kontrolle des Teilliquidationsreglements sei ohne Weiteres möglich. K. Die Beschwerdegegnerin bekräftigte mit Duplik vom 19. September 2013 (act. 33) ihre bishe rigen Anträge und Ausfü hrungen, räumte jedoch ein, dass nicht 13 , sondern nur 12 Personen vom kollektiven Austritt aus der Asyl X._______ zur Stadt Y ._______ betroffen waren. Die Vorinstanz bestätigte mit ihrer Duplik vom 27. September 2013 (act. 34) die angefochtene Verfügung und ihre Vernehmlassung. L. Mit Verfügung vom 14. Oktober 2013 (act. 35) schloss der Instruktion s- richter den Schriftenwechsel. M. Auf die weiteren Vorbringen der Parteien wird - sofern notwendig - in den nachfolgenden Erwägungen näher eingegangen. C-6247/2012, C-6252/2012, C-6254/2012, C-6255/2012, C-6258/2012, C-6261/2012, C-6263/2012, C-6265/2012, C-6267/2012 Seite 9 Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 1. 1.1 Gemäss Art. 31 VGG beurteilt das Bundesverwaltungsgericht B e- schwerden gegen Verfügungen nach Art. 5 VwVG , sofern keine Ausnah- me nach Art. 32 VGG vorliegt. Als Vorinstanzen gelten die in Art. 33 VGG genannten Behörden. 1.2 Zu den beim Bundesverwaltungsgericht anfechtbaren Verfügungen gehören jene der Aufsichtsbehörden im Bereiche der beruflichen Vorsor - ge nach Art. 74 Abs. 1 BVG (SR 831.40), dies in Verbindung mit Art. 33 Bst. i VGG. 2. 2.1 Anfechtungsgegenstand des vorliegenden Verfahrens ist die Verfü - gung der Bernischen BVG- und Stiftungsaufsicht BBSA vom 2. November 2012, die eine Verfügung im Sinne von Art. 5 VwVG darstellt. 2.2 Zur Beschwerdeführung berechtigt ist, wer vor der Vorinstanz am Ver- fahren teilgenommen oder keine Möglichkeit zur Teilnahme erhalten hat, durch die angefochtene Verfügung besonders berührt ist und ein schutz - würdiges Interesse an deren Aufhebung oder Änderung hat (Art. 48 Bst. a, b und c VwVG). Als schutzwürdig in diesem Sinn gilt j edes fakti- sche und rechtliche Interesse, welches eine von der Verfügung betroffene Person an deren Änderung oder Aufhebung geltend machen kann. 2.3 Die Beschwerdeführenden waren Versicherte der Beschwerdegegne- rin und sind von der Teilliquidation und den daraus resultierenden Kür- zungen der Austrittsleistungen , welche die Vorinstanz mit der angefoc h- tenen Verfügung bestätigt hat, unmittelbar betroffen. Sie sind daher von dieser Verfügung besonders berührt und haben an deren Aufhebung oder Änderung ein schutzwürdiges Interesse. Zudem haben sie am vor - instanzlichen Verfahren nach Art. 53d Abs. 5 und Abs. 6 BVG teilgeno m- men. Die Beschwerdeführenden sind daher im Sinne von Art. 48 VwVG zur Beschwerde legitimiert. 2.4 Den Beschwerdeführenden wurde die angefochtene Verfügung eröf f- net, und sie haben dagegen frist- und formgerecht Beschwerde erhoben (Art. 50 und 52 VwVG). Nachdem auch der verfügte Kostenvorschuss fristgemäss geleistet worden ist, ist auf die Beschwerde einzutreten. C-6247/2012, C-6252/2012, C-6254/2012, C-6255/2012, C-6258/2012, C-6261/2012, C-6263/2012, C-6265/2012, C-6267/2012 Seite 10 3. 3.1 Das Bundesverwaltungsgericht prüft die Verletzung von Bundesrecht einschliesslich der Überschreitung oder des Missbrauchs des Ermessens, die unrichtige oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts und die Unangemessenheit, wenn nicht eine kantonale Be - hörde als Beschwerdeinstanz verfügt hat (Art. 49 VwVG). 3.2 Ermessensmissbrauch ist gegeben, wenn die entscheidende Stelle zwar im Rahmen des ihr eingeräumten Ermessens bleibt, sich aber von unsachlichen, dem Zweck der massgebenden Vorschriften fremden Er - wägungen leiten lässt oder allgemeine Rechtsprinzipien, wie das Verbot von Willkür und von rechtsungleicher Behandlung, das Gebot von Treu und Glauben sowie den Grundsatz der Verhältnismässigk eit verletzt (BGE 123 V 152 E. 2 mit Hinweisen). Ermessensüberschreitung liegt vor, wenn die Behörden Ermessen ausüben, wo das Gesetz kein oder nur ein geringes Ermessen einräumt ( ALFRED KÖLZ/ISABELLE HÄNER/MARTIN BERTSCHI, Verwaltungsverfahren und Verwalt ungsrechtspflege des Bun - des, 3. Aufl. 2013, Rz. 1037). 4. 4.1 Gemäss Art. 62 Abs. 1 BVG wacht d ie Aufsichtsbehörde darüber, dass die Vorsorgeeinrichtungen, die Revisionsstellen für berufliche Vo r- sorge, die Experten für berufliche Vorsorge sowie die Einrichtunge n, die nach ihrem Zweck der beruflichen Vorsorge dienen, die gesetzlichen Vor- schriften einhalten und dass das Vorsorgevermögen zweckgemäss ve r- wendet wird, indem sie insbesondere die Übereinstimmung der statutari- schen und reglementarischen Bestimmungen mit den gesetzlichen Vo r- schriften prüft (Bst. a), von den Vorsorgeeinrichtungen und den Einric h- tungen, die nach ihrem Zweck der beruflichen Vorsorge dienen, jährlich Berichterstattung fordert, namentlich über die Geschäftstätigkeit (Bst. b), Einsicht in die Be richte der Kontrollstelle und des Experten für berufliche Vorsorge nimmt (Bst. c), die Massnahmen zur Behebung von Mängeln trifft (Bst. d) und Streitigkeiten betreffend das Recht der versicherten Pe r- son auf Information beurteilt (Bst. e). 4.2 Im Rahmen ihrer Aufsichtstätigkeit hat sich die Aufsichtsbehörde auch mit der Teilliquidation einer Vorsorgeeinrichtung zu befassen, wenn Versi- cherte und Rentenbeziehende an sie gelangen, um die Voraussetzungen, das Verfahren und den Verteilungsplan einer von der Vorsorgeeinrichtung C-6247/2012, C-6252/2012, C-6254/2012, C-6255/2012, C-6258/2012, C-6261/2012, C-6263/2012, C-6265/2012, C-6267/2012 Seite 11 aufgrund ihres Reglements beschlossenen Teilliquidation (Art. 53b BVG) überprüfen zu lassen (Art. 53d Abs. 6 BVG). 4.3 Vorliegend hat die Verwaltungskommission der Beschwerdegegnerin beschlossen, es sei aufgrund der Übergabe der Führung der drei im Ber- ner Oberland gelegenen Durchgangszentren für Asylsuchende von der Asyl X._______ an die Asyl Y ._______ und den entsprechenden Übertrit- ten von 13 Mitarbeitenden per 31. Dezember 2011 eine Teilliquidation durchzuführen, und da der Deckungsgrad der Beschwerdegegnerin per Ende 2011 nur 89.77 % betrage, seien die Austrittsleistungen der Ausge- tretenen um den entsprechenden Fehlbetrag anteilsmässig zu kürz en. Die Vorinstanz hat diesen Beschluss im Rahmen des Vorver fahrens überprüft ( vorne C; Vorakten S. 61 -262). M it der angefochtenen Verf ü- gung hat sie den Tatbestand der Teilliquidation per 31. Dezember 2011 in- folge Restrukturierung bei der Asyl X._______ festgestellt und die Kü r- zungen der Austrittsleistungen der Beschwerdeführenden als regl e- mentskonform beurteilt (vorne D) . Beide Punkte werden von den Be- schwerdeführenden bestritten. 5. Als Erstes ist zu prüfen, ob per 31. Dezember 2011 der Tatbestand der Teilliquidation bei der Beschwerdegegnerin eingetreten ist. 5.1 Gemäss Art. 53b Abs. 1 BVG regeln die Vorsorgeeinrichtungen in ih - ren Reglementen die Voraussetzungen und das Verfahren zur Teilliquida- tion. Die Voraussetzungen für eine Teilliquidation sind vermutungsweise erfüllt, wenn eine erhebliche Verminderung der Belegschaft erfo lgt ist (Bst. a), eine Unternehmung restrukturiert wird (Bst. b) oder der A n- schlussvertrag aufgelöst wird (Bst. c). Gemäss Abs. 2 müssen die regl e- mentarischen Vorschriften über die Voraussetzungen und das Ver fahren zur Teilliquidation von der Aufsichtsbehörde genehmigt werden. Das Teilliquidationsreglement der Beschwerdegegnerin (act. 1/11) wurde am 30. September 2008 von der Verwaltungskommission verabschiedet, die Gültigkeit auf den 1. Januar 2007 festgesetzt und mit Verfügung vom 5. Dezember 2008 von der Vorinstanz genehmigt (Vorakten S. 11, 12). Die vorliegend massgeblichen Bestimmungen lauten wie folgt: "Art. 2.2 Voraussetzungen für eine Teilliquidation Die Voraussetzungen für eine Teilliquidation sind erfüllt, wenn: C-6247/2012, C-6252/2012, C-6254/2012, C-6255/2012, C-6258/2012, C-6261/2012, C-6263/2012, C-6265/2012, C-6267/2012 Seite 12  Bei einer erheblichen Verminderung d er Belegschaft eines angeschlo s- senen Arbeitgebers. Eine erhebliche Verminderung der Belegschaft ist gegeben, wenn bei einer angeschlossenen Unternehmung o bei bis zu 5 Arbeitnehmern mindestens 2 o bei 6 bis 10 Arbeitnehmern mindestens 3 o bei 11 bis 25 Arbeitnehmern mindestens 6 o bei 26 bis 50 Arbeitnehmern mindestens 8 o bei über 50 Arbeitnehmern mindestens 10 % unfreiwillige Austritte erfolgen und sich das Vorsorgekapital der aktiven Versicherten der PK X._______ um mindestens 0.25 % reduziert.  Bei einer Restrukturierung eines angeschlossenen Arbeitgebers, sofern sich dadurch das Vorsorgekapital der aktiven Versicherten der PK X._______ um mindestens 0.25 % reduziert.  Bei der Auflösung der Anschlussvereinbarung [...].  Bei einer Massenentlassung im Sinne von Art. 335d OR. Massgeblich ist die Verminderung der Belegschaft oder die Restrukturierung, welche sich innert eines Zeitrahmens von 12 Monaten nach einem entspr e- chenden Beschluss der zuständigen Organe der Stifterfirma oder der ang e- schlossenen Unternehmu ng realisiert. Erfolgt der Abbau über eine längere oder kürzere Periode, ist diese Frist massgebend. Bei einem schleichenden Abbau beträgt die Frist mindestens 24 Monate. Art. 2.3 Verfahren bei Teilliquidation Die Verwaltungskommission bestimmt  den Zeitpunkt oder den Zeitraum, welcher die bei der Teilliquidation zu berücksichtigenden ausgetretenen Personen umfasst;  die freien Mittel und den zu verteilenden Anteil;  den Fehlbetrag und dessen Zuweisung;  den Verteilungsplan;  ob aus ökonomischen Überlegun gen von der Durchführung einer Teill i- quidation abgesehen wird. Massgebender Bilanzstichtag ist der 31.12., welcher dem die Teilliquidation auslösenden Ereignis am nächsten liegt. [Information der Versicherten]." Die Vorinstanz bejaht eine erheblichen Verm inderung des Persona l- bestandes der Asyl X._______ , begründet aber die Feststellung einer Teilliquidation nicht mit Art. 53b Abs. 1 Bst. a BVG, sondern mit dem Vo r- liegen der Restrukturierung nach Art. 53b Abs. 1 Bst. b BVG (vgl. Disposi-C-6247/2012, C-6252/2012, C-6254/2012, C-6255/2012, C-6258/2012, C-6261/2012, C-6263/2012, C-6265/2012, C-6267/2012 Seite 13 tivziff. 1 der angefo chtenen Verfügung). Zu prüfen ist, ob diese r Tatbe- stand erfüllt ist. 5.2 Der Begriff der Restrukturierung beinhaltet sowohl qualitative als auch quantitative Aspekte. Er impliziert sowohl eine Umgestaltung der Arbei t- geberfirma als auch einen bedeutenden Person alabbau ( ISABELLE VET- TER-SCHREIBER, Kommentar zum BVG und FZG, 3. Aufl. 2013, Rz. 17 zu Art. 53b). Beim qualitativen Element muss es sich um eine die Struktur des Unternehmens betreffende Neu - oder Umgestaltung handeln, die Schliessung eines Betriebsteils, die Zusammenlegung einzelner Abteilun- gen, der Verkauf einer Tochtergesellschaft durch den Konzern, oder tie f- greifende organisatorische Änderungen, wozu auch ein Outsourcing zu zählen ist ( UELI KIESER, in Schneider/Geiser/Gächter [Hrsg.], Handko m- mentar zum BVG und FZG, 2010, Rz. 18 zu Art. 53b mit Hinweisen; HANS-ULRICH STAUFFER, Berufliche Vorsorge, 2. Aufl. 2012, S. 495 Rz. 1335). Diesen Vorgängen liegt in der Regel ein Beschluss der G e- schäftsleitung oder des Verwaltungsrates zugrunde, womit auch der Zei t- punkt des Beginns der Restrukturierung feststeht ( STAUFFER, a.a.O. S. 495). Zum andern muss mit dieser Umstrukturierung eine Veränderung im Personalbestand v erbunden sein. Diese kann aber - dies im Gege n- satz zur Voraussetzung nach Art. 53 b Abs. 1 Bst a BVG - auch in einer Erhöhung des Personalbestandes bestehen; nicht entscheidend ist die ef- fektive Gesamtzahl der Versicherten nach der Restrukturierung, sondern einzig der Umstand, dass infolge des Restrukturierungstatbestandes Ve r- sicherte die Kasse verlassen, auch wenn quasi gleichzeitig wieder neue Versicherte eintreten ( KIESER, a.a.O. Rz. 19 zu Art. 53b mit Hinweisen; VETTER-SCHREIBER, a.a.O. S. 197). Blosse organisatorische Änderungen, die keine vollständige oder teilweise Schliessung eine s Unternehmen s- teils und keine damit verbundene Personalreduktion zur Folge haben, sondern sich in einer Umgestaltung der Führungsstrukturen erschöpfen, können nicht als Unternehmensumstrukturierung gelten ( VETTER- SCHREIBER, a.a.O. Rz. 19 zu Art. 53b mit einem Hinweis). 5.3 Vorliegend herrscht unter den Parteien grundsätzlich Einigkeit dar- über, dass die Eröffnung und Schliessung von Asylzentren abhängig ist von der Anzahl der Asylsuchenden, die vom Kanton den im Asylwesen tä- tigen Institutionen zugewiesen werden. Dabei müssen diese flexibel und rasch auf die Migrationsströme reagieren können; Neueröffnungen und Schliessungen von Durchgangszentren und Not unterkünften und die da- mit verbund enen Personalfluktuationen und -verschiebungen sind de s-C-6247/2012, C-6252/2012, C-6254/2012, C-6255/2012, C-6258/2012, C-6261/2012, C-6263/2012, C-6265/2012, C-6267/2012 Seite 14 halb nicht aussergewöhnlich. Insofern sind die betreffenden Institutionen vergleichbar mit Betrieben, die ihre Produktion laufend dem Markt anpa s- sen müssen, wie die Beschwerdeführenden zu Recht darstellen. 5.4 Im vorliegenden Fall handelt es sich jedoch nicht um eine Schlie s- sung eines oder mehrerer Asylzentren im Zuständigkeitsgebiet der Asyl X._______. Vielmehr geht es um die Abtretung der drei im Berner Ober- land gelegenen (weiterhin bestehenden) Durchgangszentren Unterseen, Matten und Hondrich von der Asyl X._______ an eine an dere Träger- schaft und damit um eine Ausgliederung der drei genannten Betriebsei n- heiten (vorne 5.2). Wie auch die Beschwerdeführenden nicht bestreiten, gründet dieser Vorgang auf dem im Rahmen der (so genannten) Kanto- nalen Asylstrategie 2012 gefassten Besch luss des MIP , wonach die im Asylbereich tätigen Organisationen ein geografisch zusammenhängendes Gebiet repräsentieren müssen (vgl. Fact Sheet Migrationsdienst mit Stand 13. April 2010 [act. 27/12]). Daraus erhellt, dass die Abgabe der Führung der drei Durchgangszentren von der Asyl X._______ an die Asyl Y ._______ nicht eine kurzfristige Reaktion auf die Anzahl an Asylsuche n- den und mithin nicht ein für das Asylwesen systemimmanentes Ereignis ist. Es handelt sich vielmehr um den Vollzug des Beschlusses einer kan- tonalen Behörde, mit dem die Zuständigkeiten der einzelnen im Asylb e- reich tätigen Organisationen längerfristig neu geordnet werden und damit um einen eimaligen Vorgang . Für die Asyl X._______ bedeutet dies de n Verlust der Zuständigkeit für die Region Berner Oberland und damit – wie aus ihrem Organigramm ersichtlich ist (vgl. act. 11/24) - eine tiefgreifende organisatorische Änderung; daran ändert nichts, dass ihr die Führung von neuen, innerhalb ihres Gebiets gelegenen As ylzentren zugewiesen wor- den ist. In qualitativer Hinsicht kann daher mit der Vorinstanz und der Be- schwerdegegnerin von einer Restrukturierung gesprochen werden. 5.5 Infolge der Abgabe der Zuständigkeit für die drei Asylzentren sind - zwar nicht wie zunächst angenommen 13 Personen (vorne B) - immerhin aber 12 Personen (vorne K) per 31. Dezember 2011 aus der Asyl X._______ und damit aus der Beschwerdegegnerin ausgetreten . Dies bestreiten auch die Beschwerdeführenden nicht. Sie monieren aber, die Asyl X ._______ habe aufgrund der Eröffnung neuer Asylzentren neue Mitarbeitende zu verzeichnen. Für den Tatbestand der Restrukturierung sind allfällige Neueintritte jedoch nicht von Belang (vorne 5.2) ; au s- schlaggebend ist einzig der Umstand, d ass, wie vorliegend , Versicherte wegen der Umstrukturierung des Unternehmens die Kasse verlassen C-6247/2012, C-6252/2012, C-6254/2012, C-6255/2012, C-6258/2012, C-6261/2012, C-6263/2012, C-6265/2012, C-6267/2012 Seite 15 müssen. Nicht entscheidend ist die effektive Gesamtzahl der Versicherten nach der Restrukturierung (VETTER-SCHREIBER, a.a.O. Rz. 17 zu Art. 53 b BVG). Soweit das Kriterium des Per sonalabbaus betreffend, kann also auch in quantitativer Hinsicht von einer Restrukturierung gesprochen werden. 5.6 Das vorliegend anwendbare Teilliquidationsreglement der Beschwer- degegnerin umschreibt den Begriff der Restrukturierung nicht, setzt aber für die Durchführung einer Teilliquidation voraus (vorne 5.1) , dass das Vorsorgekapital der aktiven Versicherten durch die Restrukturierung um mindestens 0.25 % reduziert wird (nachfolgend: Reduktionsquote). 5.6.1 Die reglementarische Statuierung zusätzlicher Kriterien, die der E i- genart der Vorsorgeeinrichtung Rechnung tragen sollen, ist nach Rech t- sprechung und Lehre grundsätzlich zulässig, sofern die Prinzipien der Teilliquidation eingehalten werden, wie insbesondere der Grundsatz von Treu und Glauben , wonach da s Vorsorgevermögen den Destinatären folgt, sowie die Gleichbehandlung der Versicherten (BGE 136 V 322 vom 6. Oktober 2010 E. 10.1 mit Hinweisen). Bei mehreren angeschlossenen Arbeitgebern muss es zulässig sein, die zahlenmässigen bzw. prozentua- len Kriterien in Bezug auf den gesamten Versichertenbestand zu defini e- ren (VETTER-SCHREIBER, a.a.O. Rz. 20 zu Art. 53b mit Hinweis auf BGE 136 V 322). Auch administrative Kriterien können berücksichtigt werden, so etwa der Verzicht auf die Durchführung einer Teilliqui dation, wenn das Ausscheiden des Personals zu einer minimalen Veränderung des Vorsor- gevermögens bzw. des Deckungsgrades führt ( FRITZ STEIGER, Die Teilli- quidation nach Artikel 53b BVG, AJP 8/2007, S. 1056; STAUFFER, a.a.O. S. 495). Aus diesem Blickwinkel lässt sich die reglementarische Regelung der Beschwerdegegnerin, welcher mehrere Arbeitgeber angeschlossen sind (vgl. Statuten Art. 2 Abs. 4), nicht beanstanden , zumal das Regl e- ment den Tatbestand der Restrukturierung ansonsten nicht ausformuliert. Die Parteien stellen denn auch nicht infrage, dass die Beschwerdegegne- rin zur Aufnahme dieses quantitativen Elements in ihr Reglement befugt war. 5.6.2 Umstritten ist hingegen die Anwendung dieser Reglementsbestim- mung. Die Beschwerdeführenden verneinen das Erreichen d er Redukti- onsquote sinngemäss damit, dass Beschwerdegegnerin und Vorinstanz bei der Berechnung von einer falschen Grundlage ausgegangen sei en. So setze d as Reglement einen Umsetzungszeitrahmen von 12 Monaten C-6247/2012, C-6252/2012, C-6254/2012, C-6255/2012, C-6258/2012, C-6261/2012, C-6263/2012, C-6265/2012, C-6267/2012 Seite 16 ab Restrukturierungsbeschluss fest, und da hier die Regionalisierung im August 2011 beschlossen worden sei, müssten die im Laufe von 2012 er- folgten Neueintritte und ihre eingebrachten Freizügigkeitsleistungen in die Berechnungen mit einbezogen werden. Dagegen ist die Vorinstanz der Ansicht, das Vorsorgekapital der Neueintretenden sei bei der Restrukt u- rierung nicht zu berücksichtigen, ansonsten würde ein Kriterium beachtet, das nur für den Tatbestand der erheblichen Verminderung der Bele g- schaft Geltung haben könnte. 5.6.3 Was den Zeitrahmen, in dem sich die Restrukturierung zu realisi e- ren hat (Art. 2.2 Teilliquidationsreglement) , den Zeitpunkt oder Zeitraum, welcher für die zu berücksichtigenden ausgetretene n Personen massge- bend ist (Art. 2.3 Teilliquidationsreglement) und den Bilanzstichtag der Teilliquidation (ebenfalls Art. 2.3 Teilliquidationsreglement) angeht, ist von den Vorgaben des MIP und den kantonalen gesetzlichen Regelungen auszugehen. Demnach trat die neue Gebietsregelung per 1. Januar 2012 in Kraft und war ab diesem Zeitpunkt zu vollziehen. Über diese Faktoren konnte die Verwaltungskommission der Beschwerdegegnerin also nicht nach freiem Ermessen beschliessen. Insgesamt kann ihr denn auch kein Verstoss gegen die betreffenden reglementarischen Bestimmungen vo r- gehalten werden und die Festlegung des Stichtags auf den 31. Dezember 2011 ist ebenfalls nicht zu beanstanden. 5.6.4 Hinsichtlich des erwähnten Z eitrahmens ist hier zudem zu beac h- ten, dass beim Tatbestand der Restrukturierung die effektive Gesamtzahl der Versicherten nach Durchführung der Restrukturi erung nicht relevant ist. Vorausgesetzt wird einzig, dass eine Personengruppe das Unterne h- men verlassen musste (vorne 5.2, 5.5). Infolgedessen sind die Vorsorge- kapitalien der im Jahr 2012 in die Asyl X._______ eintretenden Personen, entgegen der Sichtweise der Beschwerdeführenden, nicht zum Vorsorge- kapital der per 31. Dezember 2011 aktiven Versicherten zu addieren, wie die Vorinstanz richtig festhält. 5.6.5 Bei der Berechnung der Reduktionsquote gingen die Beschwerde- gegnerin und die Vorinstanz im Verfügungszeitpunkt zunächst von 13 aufgrund der Regionalisierung erfolgten Austritten mit einem Vorsorgeka- pital von insgesamt Fr. 1'124'334.50 aus, was vom Pensionsversich e- rungsexperten mit Schreiben vom 30. Juli 2012 (act . 17/21) a ls korrekt bestätigt worden war. Dies entspr icht einer Reduktion von 0.32 % des Vorsorgekapitals der aktiven Versicherten, das in der Teilliquidationsbilanz C-6247/2012, C-6252/2012, C-6254/2012, C-6255/2012, C-6258/2012, C-6261/2012, C-6263/2012, C-6265/2012, C-6267/2012 Seite 17 per 31. Dezember 2011 mit Fr. 356'883'118.20 angegeben wird (Bilan z- position FER 26 [Vorakten S. 34]). Dieses Resultat ist nun insoweit zu korrigieren, als sich n achträglich im Verlauf des vorliegenden Verfahrens herausstellte, dass J._______ nicht im Rahmen des kollektiven Übertritts zur Asyl Y ._______ wechselte (Vorakten S. 61 –90), zumal ihr Arbeitsver- trag ohnehin bis zum 31. Dezember 2011 befristet gewesen sei, was ke i- nen unfreiwilligen Austritt darstellt. Somit sind richtigerweise 12 anstatt 13 Austritte zu verzeichnen , wodurch sich gleichzeitig das Vorsorgekapital der Ausgetretenen um den Betrag der Austrittsleistung von J._______ in der Höhe von Fr. 24'804.80 (Vorakten S. 111) reduziert. Danach beträgt das Vorsorgekapital der Ausgetretenen noch Fr. 1'099'529.70, was einer Reduktion von 0.308 % des Vorsorgekapitals der aktiven Versicherten entspricht. Damit ist, entgegen der Ansicht der Beschwerdeführenden, die in Art. 2.2 des Reglements statuierte Voraussetzung für die Durchführung einer Teilliquidation noch immer erfüllt, wonach bei einer Restrukturierung das Vorsorgekapital der aktiven Versicherte n um mindestens 0.25 % re- duziert werden muss. 5.7 Die Beschwerde gegnerin ist des Weiteren der Auffassung, es sei auch der Tatbestand der erheblichen Verminderung der Belegschaft im Sinne von Art. 53 b Abs. 1 Bst. a BV G erfüllt, ungeachtet des U mstands, dass nach einer erheblichen Reduktion der Belegschaft diese wie der auf- gestockt werde (vgl. Replik, S. 7,8). Die Vorinstanz scheint dieser Sich t- weise zu folgen. Dem ist entgegenzuhalten, dass die Belegschaft nur in- soweit abgebaut wird, als die Austritte die Neueint ritte übersteigen (Urteil des BVGer C-5397/2011 vom 13. Janu ar 2014 E. 5.4.1 mit Hinweisen), wobei nur ein Vergleich der Personalbestände aufzeigen kann, ob die Personalfluktuation üblich ist und damit keine Teilliquidation auslöst (Urteil des BGer 2A. 48/2003 vom 26. Juni 2003 E. 3.1; KIESER, a.a.O. Rz. 16 zu Art. 53b; ARMIN STRUB, Zur Teilliquidation nach Art. 23 FZG, AJP 1994 , S. 1519ff.). Im Hinblick darauf, dass die Vorinstanz den Tatbestand der Teilliquidation infolge Restrukturierung fest gestellt hat (vorne 5.1 ), kann offen bleiben, ob hier tatsächlich auch die gesetzlichen und reglementar i- schen Voraussetzungen für die erhebliche Verminderung der Belegschaft erfüllt sind. 5.8 Insgesamt ist der Tatbestand der Teilliquidation der Beschwerdegeg- nerin infol ge Restrukturierung bei der Asyl X._______ gemäss Art. 53 b Abs. 1 Bst. b BVG und Art. 2 des Teilliquidationsreglements der B e-C-6247/2012, C-6252/2012, C-6254/2012, C-6255/2012, C-6258/2012, C-6261/2012, C-6263/2012, C-6265/2012, C-6267/2012 Seite 18 schwerdegegnerin erfüllt. Insofern erweist sich mit der Vorinstanz die Durchführung der Teilliquidation als rechtmässig. 6. Zu prüfe n bleibt, ob die Feststellung der Vorinstanz, wonach die B e- schwerdegegnerin die Austrittsleistungen der Beschwerdeführenden reglementskonform um den Fehlbetrag der Unterdeckung anteil smässig gekürzt hat, zu bestätigen ist. 6.1 Die Vorinstanz führt dazu im Wes entlichen aus, aufgrund der per 31. Dezember 2011 bestehenden Unterdeckung mit einem Deckungsgrad von knapp 90 Prozent hätten sich die in der Vorsorgeeinrichtung Verble i- benden an diversen Massnahmen zur Behebung der Unterdeckung zu beteiligen. Im Hinblick auf das Gleichbehandlungsgebot dürften die in der Vorsorgeeinrichtung Verbleibenden jedoch nicht schlechter gestellt we r- den als die unfreiwillig Ausgeschie denen. Der Experte für berufliche Vo r- sorge habe bestätigt, dass die Berechnung des Fehlbetrags bzw. d er ge- kürzten Austrittsleistungen den reglementarischen Bestimmungen en t- spreche. Die Beschwerdegegnerin macht geltend, d ie Voraussetzungen für eine Teilliquidation seien erfüllt, die Beschwerdeführenden hätten sich deshalb an der Unterdeckung der Beschwerde gegnerin zu beteiligen und es könne ihnen die volle Freizügigkeit nicht gewährt werden . Demgegen- über beantragen die Beschwerdeführenden, ihre Übertritte in die PK Y ._______ seien als individuelle Austritte zu behandeln und es sei i h- nen die volle Freizügigkeit zu gewähren; zum Bestehen einer Unterd e- ckung bei der Beschwerdegegnerin, zur Berechnung der Fehlbeträge und zu deren Anrechnung an die Austrittsleistungen äussern sich die B e- schwerdeführenden nicht. 6.2 Bei einer Teilliquidation dürfen die Vorsorgeeinrichtungen versich e- rungstechnische Fehlbeträge anteilsmässig abziehen, sofern dadurch nicht das Altersguthaben (Art. 15) geschmälert wird (Art. 53 d Abs. 3 BVG). Das paritätisch besetzte Organ oder das zuständige Organ legt im Rahmen der gesetzlichen Bestimmungen und des Reglements den Feh l- betrag und dessen Zuweisung fest (Abs. 4 Bst. c). Die versicherung s- technischen Fehlbeträge werden nach den Vorgaben von Art. 44 der Ver- ordnung über die berufliche Alters -, Hinterlassenen- und Invalidenvorsor- ge (BVV 2, SR 31.441.1) ermittelt. Diesbezügliche Regelungen enthält auch Art. 2.3.4 des Teilliquidationsreglements der Beschwerdegegnerin. C-6247/2012, C-6252/2012, C-6254/2012, C-6255/2012, C-6258/2012, C-6261/2012, C-6263/2012, C-6265/2012, C-6267/2012 Seite 19 6.3 Die Beschwerdegegnerin wies per 31. Dezember 2011 einen D e- ckungsgrad von 89.77 % auf (Teilliquidationsbilanz per 31.12. 2011 [Vor- akten S. 35]). Dies entspricht einer Unterdeckung von Fr. 78'074'610.55 (Bilanzposition FER 26 [ Vorakten S. 34]). In der Folge wurde n die Au s- trittsleistungen der kollektiv aus der Asyl X._______ und mithin aus der Beschwerdegegnerin ausgetretenen Personen ge kürzt. Die definitiven Austrittsabrechnungen mit den entsprechenden Erläuterungen stellte i h- nen die Beschwerdegegnerin mit dem als Vor-Verfügung genannten Schreiben vom 2. April 2012 zu (Vorakten S. 140, 158, 173, 188, 204, 219, 234, 249, 264). Mit Schreiben vom 30. Juli 2012 (act. 17/21) best ä- tigte der Pensionsversicherungsexperte gegenüber der Beschwerdege g- nerin, dass die Austrittsleistungen der von der Teilliquidation betroffenen Versicherten in Übereinstimmung mit Art. 2.3.4 des Teilliquidati onsregle- ments korrekt berechnet und gekürzt worden sind. Damit besteht kein An- lass, an der Richtigkeit der Berechnungen zu zweifeln. 7. Nach dem Gesagten lässt sich die angefochtene Verfügung, mit der die Vorinstanz den Tatbestand der Teilliquidation der Beschwerdegegnerin in- folge Restrukturierung bei der Asyl X._______ als erfüllt und die Durc h- führung der Teilliquidation als rechtmässig festgestellt hat und auch die jeweilige Kürzung der Austrittsleistungen der Beschwerdeführenden als reglementskonform bestätigt hat, insgesamt nicht beanstanden. Die Be- schwerde ist daher abzuweisen. 8. 8.1 Dieser Ausgang des Verfahrens hat nach Art. 63 Abs. 1 VwVG zur Folge, dass die unterliegenden Beschwerdeführenden in solidarischer Haftung kostenpflichtig werden. Nach dem Reglement vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bun desverwal- tungsgericht (VGKE, SR 173.320.2) werden die Verfahrenskosten auf Fr. 9'000.- festgelegt. Der am 24. Januar 2013 geleistete Kostenvo r- schuss in gleicher Höhe wird zur Bez ahlung der Verfahrenskosten ve r- wendet. 8.2 Gemäss Art. 64 Abs. 1 VwVG kann die Beschwerdeinstanz der ganz oder teilweise obsiegenden Partei von Amtes wegen oder auf Begehren eine Entschädigung für ihr erwachsene Kosten zusprechen. Allerdings steht der obsiegenden Vorinstanz gemäss Art. 7 Abs. 3 VGKE keine Pa r- teientschädigung zu. Der obsiegenden Beschwerdegegnerin als Trägerin C-6247/2012, C-6252/2012, C-6254/2012, C-6255/2012, C-6258/2012, C-6261/2012, C-6263/2012, C-6265/2012, C-6267/2012 Seite 20 der beruflichen Vorsorge gemäss BVG steht praxisgemäss ebenfalls ke i- ne Parteientschädigung zu. Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 2. Die Verfahrenskosten von Fr. 9'000. - werden den Beschwerdeführenden in solidarischer Haftung auferlegt. Der einbezahlte Kostenvorschuss in gleicher Höhe wird zur Bezahlung der Verfahrenskosten verwendet. 3. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen. 4. Dieses Urteil geht an: – die Beschwerdeführenden 1 – 9 (Gerichtsurkunde) – die Beschwerdegegnerin (Gerichtsurkunde) – die Vorinstanz (Ref-Nr. _______; Gerichtsurkunde – das Bundesamt für Sozialversicherungen – die Oberaufsichtskommission BVG Der vorsitzende Richter: Die Gerichtsschreiberin: Daniel Stufetti Regula Hurter Urech Rechtsmittelbelehrung: Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen nach Eröffnung beim Bun- desgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern , Beschwerde in öffentlich - rechtlichen Angelegenheiten geführt werden (Art. 82 ff., 90 ff. und 100 BGG). Die Rechtsschrift ist in einer Amtssprache abzufassen und hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismittel und die U n-C-6247/2012, C-6252/2012, C-6254/2012, C-6255/2012, C-6258/2012, C-6261/2012, C-6263/2012, C-6265/2012, C-6267/2012 Seite 21 terschrift zu enthalten. Der angefochtene Entscheid und die Beweismittel sind, soweit sie der Beschwerdeführer in Händen hat, beizulegen (Art. 42 BGG). Versand: