<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2004.00391</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=204770&amp;W10_KEY=13013566&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2004.00391</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 28.01.2005</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">3. Abteilung/3. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Raumplanungs-, Bau- und Umweltrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Baubewilligung nach Art. 22 Abs. 2 und Art. 16a Abs. 1 RPG</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Baubewilligung für Gewächshaus und Folientunnels in Landwirtschaftszone (2. Rechtsgang nach VB.2003.00149) Vorgeschichte und Streitgegenstand (E. 1). Ein Augenschein des Verwaltungsgerichts ist nicht erforderlich (E. 2). Für die Einordnung ist § 238 Abs. 1 (und nicht Abs. 2) PBG zu beachten, auch wenn während des 2. Rechtsgangs zwei Gebäude des Weilers unter Schutz gestellt worden sind (E. 3.1). In der Landwirtschaftszone gelten keine über die genannte Vorschrift hinausgehenden Anforderungen an Bauten (E. 3.2). Die Bauten ordnen sich mit einer befriedigenden Gesamtwirkung ein, gerade auch unter Berücksichtigung der vorinstanzlichen Auflage, die Umgebung der Bauten möglichst grün zu gestalten (E. 3.3 f.). Ortsfeste Anlagen dürfen nur errichtet werden, wenn die Lärmimmissionen (vorliegend durch Heizlüfter verursacht) die Planungswerte nicht überschreiten. Dazu war hier eine Lärmprognose nach Art. 25 Abs. 1 USG und Art. 36 Abs. 1 LSV erforderlich; Volkswirtschaftsdirektion und Regierungsrat sind dem mit der Überprüfung des von der Bauherrschaft eingereichten Lärmgutachtens nachgekommen (E. 4.1). Die Vorinstanz hat als Auflage die Verwendung von Materialien mit einer bestimmten Lärmdämpfung sowie die Betriebsdauer der Heizlüfter festgelegt (E. 4.3). Die örtliche Baubehörde hat die Einhaltung der Auflage im Rahmen der normalen Baukontrolle zu überprüfen. Ein spezielles Verfahren ist hiefür nicht notwendig (E. 4.4). Der zukünftige Lärm lässt sich wegen ungewisser Faktoren (Baumaterial; Konstruktionsweise; Anzahl, Standort sowie Betriebsdauer der Heizlüfter) nur schwer beurteilen; auf ein Obergutachten ist zu verzichten (E. 4.5). Eine Projektänderung im Verlauf des 2. Rechtsganges in Bezug auf das Baumaterial (mit entsprechend geringerer Lärmdämpfung) ist im Beschwerdeverfahren nicht zu berücksichtigen (E. 4.6). Wesentlich ist, dass die Planungswerte eingehalten werden, wozu die vorinstanzliche Auflage zweckmässig ist (E. 4.7 f.). Abweisung der Beschwerde der Nachbarn undder Bauherrschaft.</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: AUFLAGE">AUFLAGE</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: BAUKONTROLLE">BAUKONTROLLE</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: EINORDNUNG">EINORDNUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: FOLIENTUNNEL">FOLIENTUNNEL</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: GARTENBAU">GARTENBAU</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: Planungs- und Baurecht ST: GESTALTUNG UND EINORDNUNG">GESTALTUNG UND EINORDNUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: GEWÃCHSHAUS">GEWÃCHSHAUS</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: LANDWIRTSCHAFTSZONE">LANDWIRTSCHAFTSZONE</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: LÃRM">LÃRM</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: LÃRMGUTACHTEN">LÃRMGUTACHTEN</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: LÃRMPROGNOSE">LÃRMPROGNOSE</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: Umweltschutz ST: LÃRMSCHUTZ">LÃRMSCHUTZ</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade">Art. 12 LSV</span><br/><span class="gerade">Art. 36 LSV</span><br/><span class="ungerade">§ 238 PBG</span><br/><span class="gerade">§ 321 Abs. I PBG</span><br/><span class="ungerade">§ 327 PBG</span><br/><span class="gerade">Art. 16 RPG</span><br/><span class="ungerade">Art. 25 Abs. I USG</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 3 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Sachverhalt1"><b><span>I. </span></b><span> </span></p> <p class="Sachverhalt2"><b><span>A. </span></b><span> Die K AG mit Sitz in R bezweckt laut Eintrag im Handelsregister die Produktion und Veredelung sowie den Handel mit GemÃ¼se- und FrÃ¼chteproduktionen aller Art. Die seit 1945 bestehende Gesellschaft beschÃ¤ftigt rund 50 Arbeitnehmer und baut auf einer FlÃ¤che von insgesamt ca. 40 ha in Ortsbezeichnung S, Q sowie in R GemÃ¼se an. UngefÃ¤hr 3,5 % dieser FlÃ¤che sind mit mobilen Folientunnels bedeckt. Nachdem ein bisheriger Produktionsstandort von rund 3 ha (davon 1,2 ha Folientunnel und 0,7 ha DoppelfoliengewÃ¤chshÃ¤user) in R im Anschluss an eine Einzonung durch die EigentÃ¼merin Ã¼berbaut worden war, suchte die K AG einen Ersatzstandort auf den ihr gehÃ¶renden GrundstÃ¼cken Kat.Nrn. 1 (im Halte von 23'368 m<sup>2</sup>; "Ortsbezeichnung T") und 2123 (im Halte von 9'599 m<sup>2</sup>; "U") sÃ¼dwestlich des Weilers Ortsbezeichnung S. Die K AG sieht vor, dort bodenabhÃ¤ngig nach den Richtlinien Ã¼ber die integrierte Produktion GemÃ¼se anzubauen. Nach einem ersten Kontakt zwischen der GrundeigentÃ¼merin und der Baudirektion reichte jene im Januar 2002 den Entwurf zu einem Gestaltungsplan "U-T" ein. In der Folge Ã¼berarbeitete die K AG das Projekt und ersuchte fÃ¼r eine verkleinerte Version um eine Baubewilligung. Das der spÃ¤ter erteilten Baubewilligung zugrunde liegende Gesuch vom 22. April/16. Mai 2002 umfasst folgende Projektteile:</span></p> <p class="Einzug1">- ein PlastikgewÃ¤chshaus mit einer Ausdehnung von 100 m x 70.4 m und einer HÃ¶he von 5 m (ab "neuem" Terrain, das gegenÃ¼ber gewachsenem Boden um maximal 1.63 m aufgeschÃ¼ttet werden sollte; im Lauf des Beschwerdeverfahrens im ersten Rechtsgang verminderte die K AG die Senkung des gewachsenen Terrains an der sÃ¼dwestlichen Ecke des GewÃ¤chshauses von 1.86 m auf 1 m und die ErhÃ¶hung der Nordwestecke auf 1 m statt auf 1.89 m);</p> <p class="Einzug1">- acht unterschiedlich grosse Folientunnels mit einer LÃ¤nge zwischen 40 m und 100 m, einer Breite von je 9.3 m und einer HÃ¶he von 3.5 m;</p> <p class="Einzug1">- zwei bereits erstellte Materialcontainer mit einer Ausdehnung von 6 m x 2.45 m x 2.6 m fÃ¼r die Lagerung von Werkzeugen bzw. 12.05 m x 5.05 m x 2.7 m als Unterstand fÃ¼r die Feldarbeiter bei schlechten WitterungsverhÃ¤ltnissen;</p> <p class="Einzug1">- ein Sammelbecken fÃ¼r Meteorwasser mit einem Radius von 8 m und einer HÃ¶he von 3 m, ein Versickerungsbecken fÃ¼r Ã¼berschÃ¼ssiges Meteorwasser von 25 m x 10 m und mit einer HÃ¶he von 2 m;</p> <p class="Einzug1">- mehrere neue Erschliessungswege mit einer Breite von 3.5 m und einer GesamtlÃ¤nge von rund 320 m sowie eine Zufahrt;</p> <p class="Einzug1">- eine Zufahrt zum GewÃ¤chshaus von 15 m LÃ¤nge und 8 m Breite;</p> <p class="Einzug1">- Wasserleitungen, Stromleitungen, einen HeizÃ¶ltank.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Urteilstext"><span>Laut Baugesuch bestehen die GewÃ¤chshÃ¤user aus Kunststofffolien. Sie bedecken eine FlÃ¤che von (7'040 m<sup>2</sup> + 5'530 m<sup>2</sup> =) 12'570 m<sup>2</sup>; der umbaute Raum betrÃ¤gt (24'600 m<sup>3</sup> + 10'700 m<sup>3</sup>) = 35'300 m<sup>3</sup>. Die Beheizung erfolgt im Rahmen einer sog. Kalthaus-Nutzung durch Ãl. Die Baukosten werden auf Fr. 100'000.- geschÃ¤tzt. </span></p> <p class="Urteilstext"><span> </span></p> <p class="Sachverhalt2"><b><span>B. </span></b><span> Der Gemeinderat Q erteilte der K AG am 19. August 2002 unter zahlreichen Bedingungen und Auflagen die baurechtliche Bewilligung. Diese Nebenbestimmungen ergaben sich weitestgehend aus den nachfolgend genannten VerfÃ¼gungen der kantonalen BehÃ¶rden.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Zuvor hatte die Baudirektion, Amt fÃ¼r Raumordnung und Vermessung (ARV), am 4. Juni 2002 festgestellt, dass das Projekt unter Einhaltung nÃ¤her bezeichneter Nebenbestimmungen gestÃ¼tzt auf Art. 22 Abs. 2 und Art. 16a Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 22. Juni 1979/20. MÃ¤rz 1998 Ã¼ber die Raumplanung (RPG) dem Zweck der Landwirtschaftszone entspreche. Mit VerfÃ¼gungen vom 1. bzw. 4. Juli 2002 erteilte die Baudirektion unter Auflagen und Bedingungen sodann die gewÃ¤sserschutzrechtliche (Amt fÃ¼r Abfall, Wasser, Energie und Luft [AWEL]) und die strassenpolizeiliche Zustimmung. Schliesslich erteilte die Volkswirtschaftsdirektion (Amt fÃ¼r Wirtschaft und Arbeit [AWA]) dem Vorhaben am 7. August 2002 die lÃ¤rmschutzrechtliche Bewilligung.</span></p> <p class="Sachverhalt1"><b><span>II. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Gegen diese VerfÃ¼gungen (mit Ausnahme der strassenpolizeilichen Bewilligung) erhoben fÃ¼nf Einwohner des Weilers Ortsbezeichnung S, ein LandeigentÃ¼mer sowie der Dorfverein S am 19. September 2002 Rekurs beim Regierungsrat. Sie beantragten, die angefochtenen VerfÃ¼gungen seien aufzuheben und die Baubewilligung sei zu verweigern. Der Regierungsrat wies das Rechtsmittel am 5. MÃ¤rz 2003 ab.</span></p> <p class="Sachverhalt1"><b><span>III. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Das Verwaltungsgericht hiess eine Beschwerde der unterlegenen Rekurrierenden am 22. August 2003 teilweise gut, hob den Rekursentscheid auf und wies die Sache zur Fortsetzung des Verfahrens an den Regierungsrat zurÃ¼ck (VB.2003.00149, www.vgrzh.ch). Das Gericht erklÃ¤rte das Projekt als mit dem Zweck der Landwirtschaftszone vereinbar. FÃ¼r diese Feststellung habe ein Bewilligungsverfahren genÃ¼gt; erst fÃ¼r die von der Bauherrschaft in Aussicht genommene Erweiterung der Anlage bedÃ¼rfe es eines Gestaltungsplans. Zur WÃ¼rdigung der rechtsgenÃ¼genden Einordnung hÃ¤tte der Regierungsrat einen Augenschein durchfÃ¼hren mÃ¼ssen. Mit dem Verzicht auf diese Untersuchungshandlung habe er den Sachverhalt ungenÃ¼gend untersucht und den BeschwerdefÃ¼hrenden das rechtliche GehÃ¶r verweigert. Dieser Mangel sei von der Rekursinstanz in einem zweiten Rechtsgang zu heilen. Ferner habe der Regierungsrat nicht hinreichend geklÃ¤rt, ob die BelÃ¼ftung und Beheizung des GewÃ¤chshauses fÃ¼r die AnstÃ¶sser Ã¼bermÃ¤ssige LÃ¤rmimmissionen erzeugten.</span></p> <p class="Sachverhalt1"><b><span>IV. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Im wieder aufgenommenen Rekursverfahren fÃ¼hrte der Regierungsrat am 28. Januar 2004 einen Augenschein durch. Am 4. Februar 2004 beurteilte die Volkswirtschaftsdirektion (AWA) das Vorhaben nochmals mit Bezug auf den LÃ¤rmschutz. Mit VerfÃ¼gungen vom 21. Januar bzw. 16. April 2004 stellte die Baudirektion die Liegenschaften Vers.Nrn. 2 und 3 in Ortsbezeichnung S gestÃ¼tzt auf § 203 Abs. 1 lit. c des Planungs- und Baugesetzes vom 7. September 1975 (PBG) als "wichtige Zeugen verschiedener politischer, sozialer sowie bauhistorischer Epochen" unter Schutz und mass beiden Schutzobjekten regionale Bedeutung zu.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Mit Entscheid vom 7. Juli 2004 hiess der Regierungsrat den Rekurs im Sinne der ErwÃ¤gungen teilweise gut, im Ãbrigen wies er das Rechtsmittel ab. Die K AG wurde verpflichtet, fÃ¼r die Fassaden und die Bedachung des GewÃ¤chshauses Materialien zu verwenden, die eine EinfÃ¼gungsdÃ¤mpfung D<sub>e</sub> von mindestens 20 dB(A) aufweisen, und die HeizlÃ¼fter nur solange zu betreiben, als dies erforderlich sei, um die fÃ¼r die Anbaukulturen notwendige Mindesttemperatur zu gewÃ¤hrleisten. Aus den ErwÃ¤gungen ist festzuhalten:</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Hinsichtlich der Ã¤sthetischen Beurteilung des Projekts habe sich der Sachverhalt seit dem ersten Rechtsgang insoweit verÃ¤ndert, als die beiden GebÃ¤ude Vers.Nrn. 2 und 3 in Ortsbezeichnung S als Objekte des Ortsbildschutzes im Ã¼berkommunalen Inventar gemÃ¤ss §§ 4 ff. der kantonalen Natur- und Heimatschutzverordnung vom 20. Juli 1977 aufgenommen bzw. nach § 203 Abs. 1 lit. c PBG unter Schutz gestellt worden seien. Die Vorschriften der kommunalen Bau- und Zonenordnung vom 19. Januar 1996 (BZO) gelangten fÃ¼r Projekte in der Landwirtschaftszone nicht zur Anwendung. Art. 3 BZO, wonach Hauptziele der Kernzonen die Erhaltung und die sorgfÃ¤ltige Erneuerung der bestehenden Altbauten sowie die Erhaltung des Umfeldes durch den Schutz und die StÃ¤rkung der gewachsenen Dorfstruktur und der zugehÃ¶rigen AussenrÃ¤ume als Ganzes sei, falle daher ausser Betracht. Wie das Verwaltungsgericht im ersten Rechtsgang erkannt habe, mÃ¼sse das Vorhaben nur den bescheideneren Anforderungen von § 238 Abs. 1 PBG genÃ¼gen. AnlÃ¤sslich des Augenscheins habe sich gezeigt, dass das Projekt, insbesondere das GewÃ¤chshaus, am vorgesehenen Standort sehr gut wahrgenommen werden kÃ¶nne. Angesichts einer Distanz von mindestens 50 m zwischen dem Vorhaben und dem Weiler bestehe eine rÃ¤umliche Trennung, so dass die Schutzobjekte nicht beeintrÃ¤chtigt wÃ¼rden. Dies gelte namentlich fÃ¼r die beiden Schutzobjekte Vers.Nrn. 2 und 3, zu denen kaum eine Sichtverbindung bestehe und die somit auch nicht im Ã¤sthetischen Einflussbereich lÃ¤gen. GewÃ¤chshaus und Folientunnel trÃ¤ten aufgrund ihres grossen Volumens wie auch wegen der verwendeten weisslich-durchsichtigen Plastikfolien (allenfalls auch gleichfarbige PlexiglasflÃ¤chen beim GewÃ¤chshaus) namentlich im Sommerhalbjahr markant in Erscheinung. Freilich sei das Projekt mit 5 m (GewÃ¤chshaus) bzw. 3.50 m (Folientunnel) nicht besonders hoch. Im Winterhalbjahr sowie bei regnerischer oder trÃ¼ber Witterung falle der Kontrast geringer aus. Unter BerÃ¼cksichtigung des Umstands, dass der Gemeinderat in der Baubewilligung verlangt habe, die nahe Umgebung der GewÃ¤chshÃ¤user sei mit GrÃ¼npflanzen zu gestalten, was die Trennwirkung verstÃ¤rke und den Eingriff in die Landschaft abschwÃ¤che, dÃ¼rfe dem Projekt noch eine befriedigende Gesamtwirkung zugebilligt werden. Dabei schrÃ¤nke der Umstand, dass unmittelbar sÃ¼dlich des BaugrundstÃ¼cks die Nationalstrasse verlaufe, die Empfindlichkeit des betroffenen Landschaftsabschnitts ein.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Entsprechend der Anordnung des Verwaltungsgerichts habe das AWA das Vorhaben lÃ¤rmschutzrechtlich neu beurteilt. Laut seiner Stellungnahme vom 4. Februar 2004 betrage der Beurteilungspegel beim Betrieb von sieben HeizlÃ¼ftern am meistbelasteten Empfangspunkt 3 (EP 3; Z-Strasse 7) 68,1 dB(A) und bei fÃ¼nf HeizlÃ¼ftern 66,6 dB(A) (nachts, jeweils 12-Stunden-Betrieb). Bei einem 6-Stunden-Betrieb wÃ¤hrend der Nacht vermindere sich der Beurteilungspegel L<sub>r</sub> um jeweils 3 dB(A). Die Volkswirtschaftsdirektion fÃ¼hre hierzu aus, dass der an den Immissionspunkten EP1-EP3 geltende Belastungsgrenzwert fÃ¼r die Nacht um mehr als 15 dB(A) Ã¼berschritten werde, obwohl fÃ¼r die vorgesehene Doppelfolie eine EinfÃ¼gungsdÃ¤mpfung D<sub>e</sub> von 1,5 dB(A) angenommen worden sei. Selbst unter der Annahme, dass nur fÃ¼nf HeizlÃ¼fter und diese wÃ¤hrend bloss sechs Stunden in der Nacht betrieben wÃ¼rden, betrage die GrenzwertÃ¼berschreitung am Standort EP3 immer noch mehr als 13 dB(A). Der Belastungsgrenzwert fÃ¼r den Tag werde indessen an allen Standorten eingehalten. Mithin dÃ¼rften fÃ¼r das beheizte GewÃ¤chshaus keine Folien verwendet werden. Die EinfÃ¼gungsdÃ¤mpfung D<sub>e</sub> mÃ¼sse fÃ¼r Fassaden- und Deckenelemente mindestens 18 dB(A) betragen; bei Verwendung der ursprÃ¼nglich vorgesehenen Plexiglaselemente "RÃ¶hm RESIST SDP 16" beliefe sich die EinfÃ¼gungsdÃ¤mpfung D<sub>e</sub> auf rund 23 dB(A). Dem Vorsorgeprinzip werde insofern Rechnung getragen, als die verlangte SchalldÃ¤mpfung auf eine Betriebszeit von 12 Stunden nachts bezogen sei; erfahrungsgemÃ¤ss liefen solche Anlagen thermostaatgesteuert jedoch meistens wÃ¤hrend rund 6 Stunden pro Nacht. Das von der K AG eingereichte LÃ¤rmgutachten der Firma I vom 2. MÃ¤rz 2004 kÃ¶nne als Privatgutachten grundsÃ¤tzlich nicht berÃ¼cksichtigt werden. Das Amtsgutachten zeige, dass die Verwendung von Plastikfolien fÃ¼r das GewÃ¤chshaus ausser Betracht falle; deren Verwendung wÃ¼rde beim Einsatz von fÃ¼nf HeizlÃ¼ftern aufgrund ihrer geringen EinfÃ¼gungsdÃ¤mpfung D<sub>e</sub> von 1,5 dB (A) zu einer erheblichen Ãberschreitung des in der Empfindlichkeitsstufe III geltenden Belastungsgrenzwerts von 50 dB(A) um 13,6 bis 16,6 dB(A) fÃ¼hren. Daran Ã¤ndere auch der Umstand nichts, dass das Privatgutachten eine SchalldÃ¤mmung der GebÃ¤udehÃ¼lle (Plastikfolie) von 8 dB(A) berechne; selbst wenn diese Annahme zutreffen sollte, wÃ¼rden die Belastungsgrenzwerte nachts erheblich Ã¼berschritten. Der von den Rekurrierenden erhobene Einwand, wonach die Pegelkorrektur K2 (2 = schwach hÃ¶rbarer Tongehalt), die gemÃ¤ss Anhang 6 Ziffer 33 Abs. 3 zur LÃ¤rmschutz-Verordnung vom 15. Dezember 1986 (LSV) die HÃ¶rbarkeit des Tongehalts des LÃ¤rms am Immissionsort berÃ¼cksichtige, unzutreffend gewÃ¤hlt worden sei, gehe fehl. Da die Verwendung von Plastikfolien fÃ¼r das GewÃ¤chshaus von vornherein ausser Betracht falle, sei der am Augenschein aufgetretenen Kontroverse, ob die K AG fÃ¼r das GewÃ¤chshaus eine "doppelte Wand aus einfacher Plastikfolie" oder eine "Doppelfolie" verwende, nicht weiter nachzugehen. GemÃ¤ss Stellungnahme der Volkswirtschaftsdirektion vom 4. Februar 2004 mÃ¼ssten die Fassaden- und Deckenelemente eine EinfÃ¼gungsdÃ¤mpfung D<sub>e</sub> von 18 dB(A) aufweisen; jedoch sei im Rahmen der vorsorglichen Emissionsbegrenzung im Sinn von Art. 11 Abs. 2 des Umweltschutzgesetzes vom 7. Oktober 1983 (USG) eine EinfÃ¼gungsdÃ¤mpfung D<sub>e</sub> von mindestens 20 dB(A) zu verlangen. Zugleich sei festzuhalten, dass die Bauherrin fÃ¼r die Beheizung des GewÃ¤chshauses fÃ¼nf HeizlÃ¼fter vorsehe und auf die mechanische Beheizung wie BelÃ¼ftung der Folientunnel verzichte. Unter diesen UmstÃ¤nden ergebe sich bei einem Nachtbetrieb von 12 Stunden ein Spielraum von 3,4 dB(A), womit auch gewÃ¤hrleistet sei, dass der Planungswert nachts von 50 dB(A) nicht Ã¼berschritten und die LÃ¤rmbelastung auf ein Mindestmass herabgesetzt werde. Im Rahmen der Vorsorge sei die K AG Ã¼berdies zu verpflichten, die HeizlÃ¼fter nur so lange zu betreiben, als die fÃ¼r die GemÃ¼sekulturen notwendige Mindesttemperatur gewÃ¤hrleistet sei.</span></p> <p class="MsoHeader"> </p> <p class="Sachverhalt1"><b><span>V. </span></b><span> </span></p> <p class="Sachverhalt2"><b><span>A. </span></b><span> Mit Beschwerde vom 17. September 2004 (VB.2004.00391) liessen die erwÃ¤hnten Nachbarn sowie der Dorfverein S dem Verwaltungsgericht â unter Zusprechung einer ParteientschÃ¤digung â beantragen:</span></p> <p class="Urteilstext"><span>"1. Es sei der Beschluss des Regierungsrates vom 7. Juli 2004 ... aufzuheben und die Baubewilligung zu verweigern.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>2.<span> </span></span><span>Eventuell sei die Auflage betreffend die Anforderungen an den LÃ¤rmschutz in Dispositiv Ziffer III dahingehend zu prÃ¤zisieren,</span></p> <p class="Urteilstext"><span>a.<span> </span></span><span>dass die durch die Beschwerdegegnerin â¦ [K AG] zu treffenden baulichen und betrieblichen Massnahmen vor Baubeginn in einem fÃ¶rmlichen Verfahren durch das Amt fÃ¼r Wirtschaft und Arbeit bewilligt werden mÃ¼ssen, der entsprechende Entscheid den BeschwerdefÃ¼hrern erÃ¶ffnet wird und im Rechtsmittelverfahren angefochten werden kann;</span></p> <p class="Urteilstext"><span>b.<span> </span></span><span>dass die angeordnete EinfÃ¼gungsdÃ¤mpfung D<sub>e</sub> von mindestens 20 dB(A) bei der tatsÃ¤chlichen Frequenz der geplanten HeizgeblÃ¤se zu gewÃ¤hrleisten ist.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>3.<span> </span></span><span>..."</span></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="Sachverhalt2"><b><span>B. </span></b><span> Am 20. September 2004 erhob auch die Bauherrin mit folgenden AntrÃ¤gen Beschwerde (VB.2004.00392):</span></p> <p class="Urteilstext"><span>"1. Der angefochtene RRB sei insoweit aufzuheben, als verlangt wird, fÃ¼r die Fassaden und die Bedachung des GewÃ¤chshauses sei Material mit einer EinfÃ¼gungsdÃ¤mpfung von mindestens 20 dB(A) zu verwenden. ...</span></p> <p class="Urteilstext"><span> 2. Das Verwaltungsgericht mÃ¶ge in der Sache selbst entscheiden oder diese allenfalls zwecks Beurteilung im Sinne der ErwÃ¤gungen (Feststellung des Sachverhaltes, Abnahme von Beweismitteln) an die Vorinstanz zurÃ¼ckweisen.</span></p> <p class="Urteilstext"><span> 3. Der ... Beschwerde sei mittels Vorentscheid die aufschiebende Wirkung zu entziehen ...</span></p> <p class="Urteilstext"><span> 4. Der BeschwerdefÃ¼hrerin sei eine angemessene ParteientschÃ¤digung zuzusprechen."</span></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="Sachverhalt2"><b><span>C. </span></b><span> Mit VerfÃ¼gung vom 28. September 2004 vereinigte der AbteilungsprÃ¤sident die Verfahren VB.2004.00391 und VB.2004.00392. Sodann wies er am 13. Oktober 2004 das Begehren der Bauherrin um Entzug der aufschiebenden Wirkung der Beschwerden ab. </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Die Baudirektion verzichtete am 6. Oktober 2004 auf eine Stellungnahme zu den Beschwerden. Der Gemeinderat Q beantragte am 18./20. Oktober 2004 Abweisung beider Beschwerden unter Zusprechung einer ParteientschÃ¤digung. Namens des Regierungsrats schloss auch die Staatskanzlei am 21. Oktober 2004 auf Abweisung der Rechtsmittel. Die Nachbarn sowie die K AG beantragten am 29. Oktober 2004 bzw. am 10. November 2004 Abweisung der Beschwerde der Gegenpartei samt einer ParteientschÃ¤digung. Am 15. November 2004 stellte die Volkswirtschaftsdirektion (AWA) folgenden Antrag, zu dem sich die Nachbarn am 26. November 2004 Ã¤usserten:</span></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="Urteilstext"><span>"Die geplante Anlage mit fÃ¼nf HeizlÃ¼ftern an dem im LÃ¤rmgutachten vom 2. MÃ¤rz 2004 bezeichneten Standort und unter der Voraussetzung, dass die HeizlÃ¼fter in der Nacht nicht lÃ¤nger als sechs Stunden in Betrieb sind, sei â aufgrund der deutlichen Unterschreitung der Belastungsgrenzwerte â unter Verzicht auf weitere Massnahmen im Sinne des Vorsorgeprinzips zu bewilligen."</span></p> <p class="Einzug1"><span>Die Kammer</span><span> zieht in ErwÃ¤gung:</span></p> <p class="Erwgung1"><b><span>1. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Im ersten Rechtsgang hat das Verwaltungsgericht das Projekt als mit der Landwirtschaftszone vertrÃ¤glich und das Baubewilligungsverfahren fÃ¼r diese Feststellung als noch ausreichend befunden. Ferner hat es festgestellt, dass die EntwÃ¤sserung der BetriebsgrundstÃ¼cke nicht zu rechtswidrigen VerhÃ¤ltnissen fÃ¼hre. Nachdem das betreffende Urteil unangefochten in Rechtskraft erwachsen ist, kann auf diese Aspekte im zweiten Rechtsgang nicht mehr zurÃ¼ckgekommen werden. Streitig geblieben sind einzig noch die Fragen der rechtsgenÃ¼genden Einordnung sowie des hinreichenden LÃ¤rmschutzes.</span></p> <p class="Erwgung1"><b><span>2. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Entsprechend der Anordnung des Verwaltungsgerichts im Erstentscheid hat der Regierungsrat am 28. Januar 2004 einen Augenschein durchgefÃ¼hrt und darÃ¼ber ein ausfÃ¼hrliches Protokoll mit zahlreichen Fotos erstellt. Dass kein Mitglied des Regierungsrats daran teilgenommen hat, sondern einzig ein juristischer SekretÃ¤r der Rekursabteilung der Staatskanzlei, ist zwar problematisch, wird vom Verwaltungsgericht jedoch toleriert (Alfred KÃ¶lz/JÃ¼rg Bosshart/Martin RÃ¶hl, Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons ZÃ¼rich, ZÃ¼rich 1999, § 7 N. 43; BGE 110 Ia 81 E. 5c; VGr, 5. Dezember 2002, VB.2002.00225 E. 2e, www.vgrzh.ch). Nach stÃ¤ndiger Rechtsprechung ist es zulÃ¤ssig, dass sich eine Rechtsmittelinstanz auf das Ergebnis eines vorinstanzlichen Augenscheins abstÃ¼tzt (KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 7 N. 45 und § 60 N. 14 mit Hinweisen). Angesichts der sehr anschaulichen fotografischen Dokumentation durch die Rekursabteilung und des zahlreichen weiteren Bildmaterials in den Akten wÃ¼rde ein gerichtlicher Augenschein keine wesentlichen neuen Erkenntnisse bringen, weshalb auf eine solche Untersuchungshandlung verzichtet werden darf.</span></p> <p class="Erwgung1"><b><span>3. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Weder die Bau- und Zonenordnung Q noch eine andere Vorschrift steht dem Projekt in den in Ziffer I.A der Prozessgeschichte genannten Dimensionen entgegen. Nach zutreffender Auffassung des Regierungsrats bezieht sich Art. 3 BZO gemÃ¤ss seinem klaren Wortlaut allein auf Bauvorhaben in der Kernzone und kommt daher hier nicht zur Anwendung. Indessen steht ausser Frage, dass § 238 PBG auch bei der Erstellung von landwirtschaftlichen Bauten und Anlagen in der Landwirtschaftszone zu beachten ist (RB 1984 Nr. 74).</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Unter Hinweis auf die klare rÃ¤umliche und funktionale Trennung zwischen dem Weiler Ortsbezeichnung S einerseits und den GewÃ¤chshausanlagen anderseits hat das Verwaltungsgericht im ersten Rechtsgang erwogen, dass nur die bescheideneren Anforderungen von Absatz 1 des § 238 PBG gestellt werden dÃ¼rfen. An diesem Umstand Ã¤ndert die zwischenzeitlich erfolgte Unterschutzstellung von zwei WohnhÃ¤usern im Weiler nichts. Selbst ein umfassender Schutz von Ortsbezeichnung S wÃ¼rde sich nicht unbedingt auf das nÃ¤here Umfeld erstrecken. Entgegen der Auffassung der beschwerdefÃ¼hrenden Nachbarn ruft die rÃ¤umliche NÃ¤he allein nicht nach einer anderen Beurteilung. Dies gilt ungeachtet dessen, dass die (Eck-)Distanz zwischen dem GebÃ¤ude Vers.Nr. 5 vor dem Schutzobjekt Vers.Nr. 3 und dem nordwestlichen Abschluss der GewÃ¤chshÃ¤user nur etwa 42 m betrÃ¤gt. Denn trotz der engen Nachbarschaft treten der SiedlungskÃ¶rper von Ortsbezeichnung S und die landwirtschaftlichen Zweckbauten als zwei grundverschiedene Gebilde in Erscheinung.</span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>3.1 </span></b><span> Der GrundeigentÃ¼mer ist innerhalb der Schranken der Rechtsordnung berechtigt, den Boden baulich und gewerblich zu nutzen. Mit Bezug auf die Ã¤sthetischen Anforderungen darf die Eigentumsfreiheit nicht durch Ã¼berspannte Anforderungen ausgehÃ¶hlt werden (RB 1984 Nr. 104 [Leitsatz] = ZBl 86/1985, 70 = BEZ 1984 Nr. 29; vgl. auch Walter Haller/Peter Karlen, Raumplanungs-, Bau- und Umweltrecht, 3. A., Band I, ZÃ¼rich 1999, N. 655; Peter HÃ¤nni, Planungs-, Bau und besonderes Umweltschutzrecht, 4. A., Bern 2002, S. 303 f.). Auch wenn diese Praxis vorab auf den Sachverhalt zugeschnitten ist, dass ein Bauherr das ihm von der Bau- und Zonenordnung zugestandene Bauvolumen in aller Regel ausschÃ¶pfen darf und sich nur in besonderen FÃ¤llen an kleinmassstÃ¤bliche GebÃ¤udeformen in der Nachbarschaft anpassen muss (RB 1992 Nr. 66), lÃ¤sst sie sich auch auf andere Konstellationen Ã¼bertragen. In der Landwirtschaftszone gelten keine Ã¼ber § 238 Abs. 1 PBG hinausgehenden Anforderungen, nicht einmal in einem Landschafts-FÃ¶rderungsgebiet (RB 2000 Nr. 87 [Leitsatz] = BEZ 2000 Nr. 37). Hinsichtlich des vorliegend umstrittenen Projekts mit GewÃ¤chshaus und acht Folientunnels lÃ¤sst sich sagen, dass keine Ã¼berhÃ¶hten gestalterischen Anforderungen gestellt werden dÃ¼rfen. Moderne Ãkonomiebauten eines Landwirtschafts- oder GÃ¤rtnereibetriebs sind auf FunktionalitÃ¤t und RentabilitÃ¤t ausgerichtet. So wirken etwa Scheunen und StÃ¤lle neben WohnhÃ¤usern oft Ã¼berdimensioniert und nehmen deren traditionelle Formensprache nicht auf; Hochsilos wirken gar als ausgesprochene FremdkÃ¶rper. Ein GewÃ¤chshaus und Folientunnels mit den vorliegenden Ausmassen bewirken fast Ã¼berall ausserhalb von Industriezonen einen Ã¤sthetischen Eingriff in die Umgebung. Die Erscheinung solcher Zweckbauten ist kaum je gefÃ¤llig, und Verbesserungen liessen sich hÃ¶chstens mit Ã¼bermÃ¤ssigem finanziellem Aufwand erzielen. Weil sich der Betrachter an solche Ortsbilder gewÃ¶hnt hat und zwischen WohnhÃ¤usern und Ã¼brigen GebÃ¤uden unterscheidet, stÃ¶rt er sich kaum daran. Selbst in geschÃ¼tzten Ortsbildern braucht es Ãkonomiebauten, damit die Urproduktion erhalten bleibt; die Verbannung solcher Bauten und Anlagen wÃ¼rde einer Siedlung im Gegenteil ein museales GeprÃ¤ge verleihen. Schliesslich kommt der Gestaltungsvorschrift von § 238 PBG keine Aussichtsschutzfunktion zu (RB 2000 Nr. 98 = BEZ 2000 Nr. 51).</span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>3.2 </span></b><span> Eine Beurteilung der geplanten Bauten zeigt, dass deren Lage nicht das ganze Ortsbild des Weilers Ortsbezeichnung S berÃ¼hrt, sondern nur die von der Z-Strasse her sichtbaren ersten Liegenschaften. Die Ã¼brigen Teile des Weilers sind von diesem Standort nicht erkennbar, weil sie sich hinter einer leichten Kuppe befinden oder teilweise durch die Liegenschaften am Dorfrand verdeckt werden. Von einer Zufahrt von Norden her (X-Strasse) sind die Bauten nicht zu sehen. Auch von der leichten AnhÃ¶he bei U aus erscheinen die Bauten gerade infolge derer eher geringen HÃ¶he weniger auffÃ¤llig. Insgesamt wird der Weiler lediglich partiell betroffen. Es kann keine Rede davon sein, dass das Ortsbild insgesamt beeintrÃ¤chtigt und der lÃ¤ndliche Charakter des Weilers zerstÃ¶rt wird. Ortsbezeichnung S ist ein Weiler, dessen Ortsbild dem Durchschnitt eines lÃ¤ndlichen Dorfs entspricht, jedoch nicht darÃ¼ber hinausgehende QualitÃ¤ten aufweist (zum Beispiel nur im Groben einheitliche Bauweise, Ã¤sthetisch zweifelhafte Anbauten) und auch nicht gesamthaft unter Schutz steht. Dadurch sind dem Interesse an einer uneingeschrÃ¤nkten Erhaltung des gesamten Ortsbilds Grenzen gesetzt. In Bezug auf die Liegenschaften am Dorfrand, die den geplanten landwirtschaftlichen Zweckbauten benachbart sind, mindern der Abstand dazwischen und die seitwÃ¤rts versetzte Lage der neuen Bauten die von den Nachbarn beanstandete erdrÃ¼ckende Wirkung. Wie der Regierungsrat zutreffend erwogen hat, gewÃ¤hrleistet die vom Gemeinderat in Dispositiv Ziffer 1.8 der Baubewilligung vom 19. August 2002 statuierte Auflage, wonach "die Umgebung der GewÃ¤chshÃ¤user ... mÃ¶glichst grÃ¼n zu gestalten" ist, dass der Gegensatz zwischen dem Weiler Ortsbezeichnung S und der Gartenbauanlage gedÃ¤mpft wird. Eine grosszÃ¼gige und geeignete BegrÃ¼nung kÃ¶nnte gleichsam als kÃ¼nstliche Hecke oder Waldrand sogar gefÃ¤llig in Erscheinung treten, Ã¶kologisch wertvoll sein und Ã¼berdies die LÃ¤rmimmissionen dÃ¤mpfen. Im Ãbrigen werden die Bauten im Bereich der Nationalstrasse durch BÃ¤ume verdeckt, so dass die Bauten auch aus der Sicht von der Z-Strasse (ab der Abzweigung von der Y-Strasse) und von der Y-Strasse aus selber nicht besonders auffallen.</span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>3.3 </span></b><span> Unter all diesen UmstÃ¤nden ist der WÃ¼rdigung des Regierungsrats, wonach sich das Projekt rechtsgenÃ¼gend einordnet, beizupflichten; zumindest liegt darin keine Rechtsverletzung, in die das Verwaltungsgericht kraft § 50 Abs. 1 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 (VRG) korrigierend eingreifen mÃ¼sste (vgl. KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 50 N. 84; RB 1974 Nr. 17 = ZBl 75/1974, S. 479 E. 6b; RB 1970 Nr. 12). HÃ¤lt ein Vorhaben den gesetzlichen Anforderungen an die Einordnung stand, so kann ein Gesuchsteller nicht verpflichtet werden, nach besseren LÃ¶sungen zu suchen. Im vorliegenden Fall ist also der Frage, ob ein Standort sÃ¼dlich der Nationalstrasse einen geringeren Eingriff in das Landschaftsbild verursachen wÃ¼rde, nicht weiter nachzugehen. Anzumerken ist, dass diese einzelfallweise WÃ¼rdigung der VerhÃ¤ltnisse keine weiteren generalisierenden RÃ¼ckschlÃ¼sse zulÃ¤sst. Beliebig grosse Bauten und Anlagen sind auch in der Landwirtschaftszone nicht zulÃ¤ssig, selbst wenn in einer solchen Zone direkt anwendbare Dimensionierungsvorschriften fehlen. DiesbezÃ¼glich erhÃ¤lt § 238 Abs. 1 PBG, welche Vorschrift Ã¼brigens auch im Rahmen eines Gestaltungsplans zu beachten wÃ¤re, eine lenkende Funktion, die aber erst aufgrund der konkreten UmstÃ¤nde wirksam wird.</span></p> <p class="Erwgung1"><b><span>4. </span></b><span> </span></p> <p class="Erwgung2"><span>Die Vereinbarkeit des Projekts mit den LÃ¤rmschutzvorschriften war schon im ersten Rechtsgang umstritten. ZunÃ¤chst hielt das AWA in der Bewilligung vom 7. August 2002 gestÃ¼tzt auf ein Gutachten der Firma I vom 5. August 2002 eine Regelung fÃ¼r unnÃ¶tig und begnÃ¼gte sich mit dem Hinweis auf das Vorsorgeprinzip. Im anschliessenden Rekursverfahren Ã¤usserte sich die Firma I am 20. November 2002 wiederum zustimmend zum Vorhaben und verteidigte das AWA diesen Standpunkt in seiner Vernehmlassung vom 29. November 2002, worauf der Regierungsrat im Rekursentscheid vom 5. MÃ¤rz 2003 die Einwendungen der Nachbarn als unbegrÃ¼ndet betrachtete. Nach dem RÃ¼ckweisungsentscheid des Verwaltungsgerichts vom 22. August 2003 verfasste das AWA am 4. Februar 2004 eine weitere Stellungnahme. Am 2. MÃ¤rz 2004 erstellte die Firma I ein revidiertes LÃ¤rmgutachten. Dieses wurde vom AWA nicht mehr im Lauf des zweiten Rekursverfahrens, sondern erst am 15. November 2004 wÃ¤hrend des jetzigen Beschwerdeverfahrens geprÃ¼ft.</span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>4.1 </span></b><span> Ortsfeste Anlagen dÃ¼rfen nach Art. 25 Abs. 1 USG nur errichtet werden, wenn die durch diese Anlagen erzeugten LÃ¤rmimmissionen die Planungswerte in der Umgebung nicht Ã¼berschreiten; die BewilligungsbehÃ¶rde kann eine LÃ¤rmprognose verlangen. Laut Art. 36 Abs. 1 LSV ermittelt die VollzugsbehÃ¶rde die AussenlÃ¤rmimmissionen ortsfester Anlagen oder ordnet deren Ermittlung an, wenn sie Grund zur Annahme hat, dass die massgebenden Belastungsgrenzen Ã¼berschritten sind oder ihre Ãberschreitung zu erwarten ist. Als Mittel zur Untersuchung der LÃ¤rmbelastung dienen Messungen und â vor allem wo es um kÃ¼nftige Auswirkungen geht â Berechnungen; diese kÃ¶nnen von der zustÃ¤ndigen Amtsstelle oder von externen Experten vorgenommen werden. Wird ein externer Experte beigezogen, kann die zustÃ¤ndige BehÃ¶rde den Auftrag selbst erteilen oder den Ersteller der Anlage damit betrauen (Robert Wolf in: Kommentar zum Umweltschutzgesetz, ZÃ¼rich 2000, Art. 25 N. 95 ff.). Volkswirtschaftsdirektion und Regierungsrat sind mit dem vorstehend beschriebenen Ablauf auf diese Weise vorgegangen.</span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>4.2 </span></b><span> GemÃ¤ss Baugesuch besteht das zu beheizende GewÃ¤chshaus aus "Kunststoff Folien"; im LÃ¤rmgutachten vom 5. August 2002 ist von "Kunststoff" die Rede; der Regierungsrat ging im ersten Rekursentscheid vom 5. MÃ¤rz 2003 von Plexiglaselementen "RÃ¶hm Resist 16" aus. Am Augenschein vom 28. Januar 2004 erklÃ¤rte K, dass er fÃ¼r das GewÃ¤chshaus nicht Plexiglas, sondern Doppelfolien zu verwenden beabsichtige. In seiner Stellungnahme vom 4. Februar 2004 berÃ¼cksichtigte das AWA diesen Umstand und kam zum Schluss, dass fÃ¼r das GewÃ¤chshaus keine Folien verwendet werden dÃ¼rften, weil diese eine ungenÃ¼gende EinfÃ¼gungsdÃ¤mpfung aufwiesen. Das von der K AG daraufhin in Auftrag gegebene revidierte LÃ¤rmgutachten der Firma I vom 2. MÃ¤rz 2004 gelangte zum Ergebnis, dass der massgebende Planungswert von 50 dB(A) bei den drei Empfangspunkten W-Strasse 6 und Z-Strasse 7 und 8 eingehalten sei. Dieser Beurteilung liegen die Annahmen zugrunde, dass die AussenwÃ¤nde und das Dach des GewÃ¤chshauses mit Doppelfolie (PE-Folie/Luftschicht/PE-Folie) erstellt werden, fÃ¼nf HeizlÃ¼fter des Typs Thermotecnica Pericol, Model Babyser 160C zum Einsatz kommen, die an der von den betroffenen WohnhÃ¤usern am weitesten entfernten RÃ¼ckwand des GewÃ¤chshauses platziert und nachts wÃ¤hrend sechs Stunden betrieben werden. Die HeizlÃ¼fter erzeugten einen mittleren Hallenpegel von rund 70 dB(A), welcher infolge der Hallenabsorption mit Verdoppelung der Distanz um 4.5 dB(A) abnehme; das BauschalldÃ¤mmmass (R'w) betrage 8 dB(A). Zum revidierten Gutachten sprach sich das AWA erst im Lauf des jetzigen Beschwerdeverfahrens am 15. November 2004 aus.</span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>4.3 </span></b><span> Im angefochtenen Entscheid vom 7. Juli 2004 hat der Regierungsrat unwidersprochen und zutreffend festgehalten, dass die von der Gartenbauanlage erzeugten LÃ¤rmimmissionen fÃ¼r das kraft Art. 1 BZO der Empfindlichkeitsstufe III zugeordnete BaugrundstÃ¼ck die Planungswerte von 50 dB(A) in der Nacht und 60 dB(A) am Tag nicht Ã¼berschreiten dÃ¼rfen (Anhang 6 Ziffer 2 LSV). GemÃ¤ss Bericht des AWA vom 4. Februar 2004 wird dieses Mass bei der vorgesehenen Konstruktion des GewÃ¤chshauses, den verwendeten HeizlÃ¼ftern und der HeizungsintensitÃ¤t mit 13.6 bis 16.6 dB(A) klar Ã¼bertroffen. Aus diesem Grund hat der Regierungsrat im angefochtenen Entscheid die Verwendung von Materialien mit einer minimalen EinfÃ¼gungsdÃ¤mpfung D<sub>e</sub> von 20 dB(A) verlangt sowie den Betrieb der Heizung auf das erforderliche Mindestmass beschrÃ¤nkt. In ihrer Beschwerdeantwort vom 15. November 2004 beantragt die Volkswirtschaftsdirektion (AWA) nunmehr, dass die Anlage mit fÃ¼nf HeizlÃ¼ftern an den im Gutachten<span> </span>vom 2. MÃ¤rz 2004 angegebenen Standorten zu bewilligen sei, falls diese GeblÃ¤se wÃ¤hrend hÃ¶chstens sechs Stunden pro Nacht betrieben wÃ¼rden. Unter Hinweis darauf, dass die neue LÃ¤rmprognose des AWA sich in acht von zehn Parametern von jener des Gutachtens vom 4. Februar 2004 unterscheide und zudem neue Eigenschaften nenne, bezweifeln die Nachbarn in ihrer Eingabe vom 26. November 2004 deren Korrektheit.</span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>4.4 </span></b><span> Bei der angefochtenen Anordnung des Regierungsrats handelt es sich um eine Auflage im Sinne von § 321 Abs. 1 PBG. Im Rahmen der ihr nach § 327 PBG obliegenden Baukontrolle prÃ¼ft die BaubehÃ¶rde, ob der Gesuchsteller die Auflagen der Baubewilligung gehÃ¶rig vollzogen hat. Laut Art. 12 LSV ist diese Kontrolle spÃ¤testens ein Jahr nach Inbetriebnahme der neuen Anlage vorzunehmen; in ZweifelsfÃ¤llen prÃ¼ft die VollzugsbehÃ¶rde auch die Wirksamkeit der angeordneten Massnahmen<span>.</span> Von Gesetzes wegen ist die Kontrolle â wie auch allfÃ¤llige Zwangsmassnahmen (RB 1998 Nr. 122 = BEZ 1998 Nr. 22) â Sache der kommunalen BaubehÃ¶rde und nicht einer kantonalen (Fach-)Instanz (Christian MÃ¤der, Das Baubewilligungsverfahren, ZÃ¼rich 1991, N. 592); es versteht sich jedoch von selbst, dass die BaubehÃ¶rde SachverstÃ¤ndige beizieht, wenn der Gegenstand der Kontrolle â wie auch bei LÃ¤rmimmissionen â besondere Fachkenntnisse erfordert (vgl. auch § 24 Abs. 2 der Bauverfahrensverordnung vom 3. Dezember 1997). Mit der ErklÃ¤rung, dass die Nebenbestimmungen erfÃ¼llt seien, findet das Bewilligungsverfahren seinen Abschluss (vgl. Christoph Fritzsche/Peter BÃ¶sch, ZÃ¼rcher Planungs- und Baurecht, 3. A., ZÃ¼rich 2003, S. 22-10; MÃ¤der, N. 601). Entgegen der Auffassung der beschwerdefÃ¼hrenden Nachbarn braucht es â im Unterschied etwa zu einer unklaren Auflage, die einer weiteren Konkretisierung bedarf (RB 1985 Nr. 120, BVR 1994, 116) â kein zusÃ¤tzliches Bewilligungsverfahren. Im Ãbrigen verkennen die beschwerdefÃ¼hrenden Nachbarn mit dem Eventualantrag 2a, dass die streitbetroffene LÃ¤rmschutzauflage des Regierungsrats eine Ãnderung der lÃ¤rmschutzrechtlichen Bewilligung des AWA vom 7. August 2002 beinhaltet. Der Eventualantrag 2a der Beschwerde VB.2004.00391 ist daher abzuweisen. Dies bedeutet freilich nicht, dass den Nachbarn im Vollzugsverfahren der Rechtsschutz versagt bliebe. Soweit sie ein schutzwÃ¼rdiges Interesse dartun, kÃ¶nnen sie bei der BaubehÃ¶rde eine â anfechtbare â FeststellungsverfÃ¼gung darÃ¼ber verlangen, ob eine Auflage gehÃ¶rig vollzogen worden ist (MÃ¤der, N. 479). Sollte dies nicht zutreffen, hÃ¤tte die BehÃ¶rde kraft § 341 PBG Zwangsmassnahmen zur Herstellung des rechtmÃ¤ssigen Zustands zu prÃ¼fen. Anzumerken ist, dass das Interesse der Nachbarn an der Einhaltung der gesetzlichen Grenzwerte schwer wiegt. Mit der Wahl des Standorts unmittelbar bei einem Weiler geht die K AG bewusst ein Risiko ein, das bei einem vom Siedlungsgebiet weiter entfernten Standort nicht bestÃ¼nde. Auch im Fall einer geringfÃ¼gigen Ãberschreitung der Grenzwerte liesse sich kaum sagen, dass wirtschaftliche Interessen der Bauherrschaft am Verzicht auf eine nachtrÃ¤gliche Verbesserung des LÃ¤rmschutzes hÃ¶her zu gewichten wÃ¤ren als das RuhebedÃ¼rfnis der Nachbarn.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Es erscheint nachvollziehbar, dass die SchalldÃ¤mpfung von Materialien von der Frequenz abhÃ¤ngt. Dieser Umstand erfordert aber keine PrÃ¤zisierung von Dispositiv Ziffer III des angefochtenen Regierungsratsentscheids. Wie nachfolgend darzulegen ist, muss der Planungswert von 50 dB(A) nachts nÃ¤mlich unabhÃ¤ngig der jeweiligen ModalitÃ¤ten des Betriebs eingehalten werden. Auch der Eventualantrag 2b der Beschwerde VB.2004.00391 erweist sich somit als unbegrÃ¼ndet.</span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>4.5 </span></b><span> Bei der materiellen Beurteilung der im GewÃ¤chshaus mutmasslich erzeugten Immissionen liegt die Schwierigkeit darin, dass verschiedene Unklarheiten in tatsÃ¤chlicher Hinsicht bestehen. Dies gilt einmal mit Bezug auf die genaue Beschaffenheit des Baumaterials und dessen DÃ¤mmwirkung. Ferner dÃ¼rfte die Konstruktion der GewÃ¤chshÃ¤user von Bedeutung sein. Die Anzahl der jeweils betriebenen HeizlÃ¼fter hat die K AG im Verlauf des Rechtsmittelverfahrens von sieben auf fÃ¼nf vermindert. Ãber die â stark von der Witterung, allenfalls auch von der jeweiligen Zusammensetzung der angebauten Pflanzen abhÃ¤ngige â Betriebsdauer lassen sich trotz Erfahrungswerten wohl kaum verbindliche Angaben machen. Namentlich bei anhaltenden und ausgeprÃ¤gten KÃ¤lteperioden dÃ¼rfte die nÃ¤chtliche Betriebsdauer die vorgesehenen sechs Stunden um einiges Ã¼bersteigen. Ob die Funktionsweise (intensivere oder geringere Heizleistung, QualitÃ¤t der Wartung der Anlage) ebenfalls Einfluss auf den verursachten LÃ¤rm hat, ist unklar. Diese Ungewissheit wird auch in der jÃ¼ngsten Stellungnahme der Volkswirtschaftsdirektion (AWA) vom 15. November 2004 nicht ausgerÃ¤umt. Zweifel<span> </span>weckt ferner die vorgesehene Positionierung der HeizlÃ¼fter an der Stirnseite des GewÃ¤chshauses; einleuchtender wÃ¤re deren â freilich mit hÃ¶heren Immissionen fÃ¼r die AnstÃ¶sser verbundene â Anordnung in der GebÃ¤udemitte<span>.</span> Weil der letztlich anfallende LÃ¤rm durch viele Parameter beeinflusst wird, die sich nur schwer quantifizieren lassen, brÃ¤chte auch ein zusÃ¤tzliches LÃ¤rm(ober)gutachten keine zuverlÃ¤ssigen Erkenntnisse.</span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>4.6 </span></b><span> </span><span>Im Urteil vom 22. August 2003 hat das Verwaltungsgericht in E. 2 die â engen â Voraussetzungen umschrieben, unter denen im Rechtsmittelverfahren eine ProjektÃ¤nderung zulÃ¤ssig ist. Diese ErwÃ¤gungen kommen auch vorliegend zur Anwendung. Die von der K AG im ersten Rechtsgang vorgenommenen ProjektÃ¤nderungen erachtete das Verwaltungsgericht deswegen als unproblematisch, weil sie auf eine Verkleinerung des Volumens bzw. eine EinschrÃ¤nkung der Nutzung hinausliefen, die keinen wesentlichen Einfluss auf die materiellrechtliche Beurteilung hatten. Die von K am Augenschein vom 28. Januar 2004 zu Protokoll gegebene ErklÃ¤rung, dass er fÃ¼r das GewÃ¤chshaus nicht Plexiglas, sondern Doppelfolien verwenden werde, stellt inhaltlich ebenfalls eine ProjektÃ¤nderung dar. Wie sich aus der Stellungnahme des AWA vom 4. Februar 2004 ergibt und im revidierten LÃ¤rmgutachten vom 2. MÃ¤rz 2004 bestÃ¤tigt wird, fÃ¼hrt die Wahl von Doppelfolien â und zwar ungeachtet der nach dem Augenschein thematisierten Unklarheit, ob tatsÃ¤chlich Doppelfolie oder eine doppelte Wand aus einfacher Plastikfolie gemeint sei â zu einer klaren Verschlechterung der SchalldÃ¤mmung. Dies wiederum hat zur Folge, dass die Einhaltung des gesetzlich gebotenen Planungswerts von 50 dB(A) zumindest als unsicher erscheint. Unter diesen UmstÃ¤nden hÃ¤tte sich der Regierungsrat als RechtsmittelbehÃ¶rde im Rekursverfahren auf diese ProjektÃ¤nderung gar nicht einlassen mÃ¼ssen. Er hat dies zwar ergÃ¤nzend gleichwohl getan und sich mit dem revidierten Gutachten vom 2. MÃ¤rz 2004 summarisch auseinandergesetzt. Er ist dabei zum Schluss gelangt, auch dieses revidierte Gutachten vermÃ¶ge nichts daran zu Ã¤ndern, dass die massgeblichen Planungswerte Ã¼berschritten wÃ¼rden. Diese Beurteilung nahm er allerdings vor, ohne dass das AWA zuvor dazu Stellung genommen hatte; eine solche Stellungnahme erfolgte wie erwÃ¤hnt erst im jetzigen Beschwerdeverfahren mit Eingabe vom 15. November 2004. Angesichts dessen, dass die SchlÃ¼ssigkeit des revidierten Gutachtens vom 2. MÃ¤rz 2004 sowie der sich diesem anschliessenden neuen Stellungnahme des AWA vom 15. November 2004 nach wie vor bestritten und auch zweifelhaft ist, besteht fÃ¼r das Verwaltungsgericht kein Anlass, sich auf die genannte ProjektÃ¤nderung einzulassen. Wie erwÃ¤hnt hÃ¤tte dies schon der Regierungsrat nicht tun mÃ¼ssen. Im Ergebnis ist demnach der Regierungsrat mit der streitbetroffenen Auflage zu Recht der erst im zweiten Rekursverfahren vorgenommenen ProjektÃ¤nderung entgegengetreten.</span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>4.7 </span></b><span> GrundsÃ¤tzlich dÃ¼rfen die BaubehÃ¶rde und die Rechtsmittelinstanzen einem Bauherrn keine Vorschriften Ã¼ber das zu verwendende Material und/oder die Konstruktionsweise machen, sondern haben sich damit zu begnÃ¼gen, dass im Einzelfall GewÃ¤hr fÃ¼r die Einhaltung der gesetzlichen Anforderungen an den Schallschutz besteht. Hier liegt es jedoch nahe, dass hauptsÃ¤chlich mit einer geeigneten GebÃ¤udehÃ¼lle die EindÃ¤mmung der Immissionen auf das gesetzliche Mass erreicht werden kann. So gesehen erscheint die vom Regierungsrat verfÃ¼gte Auflage als zweckmÃ¤ssig, jedenfalls nicht rechtsverletzend. Mit der Verwendung einer wirksamen EinfÃ¼gungsdÃ¤mpfung wird die Wahrscheinlichkeit einer Ã¼bermÃ¤ssigen BelÃ¤rmung der AnstÃ¶sser wesentlich verringert. Welches Material die K AG fÃ¼r die Einhaltung des Planungsgrenzwerts von 50 dB(A) nachts verwendet, ist ihre Sache. Es bleibt der Bauherrin Ã¼berlassen, ob sie das Projekt mit der vom Regierungsrat verlangten EinfÃ¼gungsdÃ¤mpfung D<sub>e</sub> von mindestens 20 dB(A) realisiert oder die LÃ¤rmimmissionen mit anderen, bislang ungeprÃ¼ften Massnahmen auf das gesetzliche Mass von 50 dB(A) in der Nacht senkt. Im letztgenannten Fall hÃ¤tte sie beim Gemeinderat ein ProjektÃ¤nderungsgesuch zu stellen. Dass der ausreichende Schallschutz mÃ¶glicherweise hÃ¶here Kosten nach sich zieht, hat wie gesagt die Bauherrin durch die Wahl eines hinsichtlich des LÃ¤rmschutzes ungÃ¼nstigen Standorts selbst zu vertreten.</span></p> <p class="Erwgung1"><b><span>5. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Diese ErwÃ¤gungen fÃ¼hren zur Abweisung beider Beschwerden. Bei diesem Verfahrensausgang erscheint es angemessen, die Gerichtskosten zu einem Drittel der im Ergebnis mehrheitlich obsiegenden K AG und zu zwei Dritteln den mit dem Antrag auf Bauverweigerung unterliegenden beschwerdefÃ¼hrenden Nachbarn aufzuerlegen (§ 70 in Verbindung mit § 13 Abs. 2 VRG). Die Voraussetzungen von § 17 Abs. 2 VRG fÃ¼r die Zusprechung von ParteientschÃ¤digungen sind weder mit Bezug auf die teilweise unterliegenden privaten Parteien noch â mangels eines besonderen Aufwands â mit Bezug auf den Gemeinderat Q erfÃ¼llt.</span></p> <p class="Einzug1"><span>DemgemÃ¤ss entscheidet <span>die Kammer</span>:</span></p> <p class="Einzug2">1. Die Beschwerden werden abgewiesen.</p> <p class="Einzug2">2. Die GerichtsgebÃ¼hr wird festgesetzt auf <br/> Fr. 4'000.--; die Ã¼brigen Kosten betragen:<br/> Fr. 250.-- Zustellungskosten,<br/> Fr. 4'250.-- Total der Kosten.</p> <p class="Einzug2">3. Die Gerichtskosten werden den BeschwerdefÃ¼hrenden Nrn. I.1 â I.7 je zu 2/21, unter solidarischer Haftung aller fÃ¼r 2/3 des Betrags, und der BeschwerdefÃ¼hrerin Nr. II zu 1/3 auferlegt.</p> <p class="Einzug2">4. ParteientschÃ¤digungen werden nicht zugesprochen.</p> <p class="Einzug2">5. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen, von der Zustellung an gerechnet, Verwaltungsgerichtsbeschwerde beim Bundesgericht erhoben werden, soweit eine Verletzung von Bundesrecht geltend gemacht wird.</p> <p class="Einzug2">6. Mitteilung an â¦</p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>