<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2005.00543</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=205774&amp;W10_KEY=13013562&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2005.00543</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 22.03.2006</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">1. Abteilung/1. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Submissionsrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Submission</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Schwimmbadtechnik Kinderplanschbecken Seebad Uster. Der Einbezug des Preises für die Option "Erzeugen von Wasserbildern" in den Gesamtbetrag der Offerte stellt einen offensichtlichen Fehler der Mitbeteiligten dar, der im Rahmen der Bereinigung gestützt auf § 29 Abs. 2 SubmV berichtigt werden durfte. Anders verhält es sich bei der Korrektur, welche die Beschwerdegegnerin bei der Position "Steuerschrank" vorgenommen hat: Allein die Tatsache, dass die Korrektur einer telefonischen Nachfrage beim Anbieter bedurfte, zeigt, dass der Fehler nicht offensichtlich war. Dasselbe gilt auch für die Mehrwertsteuer. Der Offerte der Mitbeteiligten lässt sich kein Hinweis darauf entnehmen, dass die Mehrwertsteuer bereits in den einzelnen Teilleistungen mitenthalten gewesen ist. Sodann ist nicht nachvollziehbar, inwiefern die Mitbeteiligte durch die Darstellung in den Ausschreibungsunterlagen zu ihrem Fehler veranlasst worden sein könnte. Offensichtlich zulässig ist dagegen die Bereinigung von Rabatt und Skonto aufgrund des um die Option "Erzeugen von Wasserbildern" verminderten Gesamtbetrags (E. 2.3). Beschränkt sich die Bereinigung der Offerte der Mitbeteiligten auf den zulässigen Umfang, so liegt der massgebliche Angebotspreis der Mitbeteiligten über dem von der Beschwerdeführerin offerierten. Nachdem die Beschwerdeführerin und die Mitbeteiligte bei den qualitativen Kriterien dieselbe Punktzahl erreicht haben, liegt die Beschwerdeführerin somit insgesamt an erster Stelle (E. 2.4). Rügen betreffend die Zuschlagskriterien "fachliche Kompetenz", "Referenzen" und "eigene Infrastruktur" (E. 3). Gutheissung (E. 4).</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: BERICHTIGUNG">BERICHTIGUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ERLÃUTERUNG">ERLÃUTERUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: FEHLER">FEHLER</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: MEHRWERTSTEUER">MEHRWERTSTEUER</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: OFFENSICHTLICHER FEHLER">OFFENSICHTLICHER FEHLER</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: OFFERTBEREINIGUNG">OFFERTBEREINIGUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: OPTIONEN">OPTIONEN</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: RABATT">RABATT</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: REFERENZAUSKÃNFTE">REFERENZAUSKÃNFTE</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: SKONTO">SKONTO</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: Besonderes Verwaltungsrecht (ohne...) ST: SUBMISSIONSRECHT">SUBMISSIONSRECHT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: TEILLEISTUNG">TEILLEISTUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: TELEFONISCHE AUSKUNFT">TELEFONISCHE AUSKUNFT</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="gerade">§ 29 SubmV</span><br/><span class="ungerade">§ 30 SubmV</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 3 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Sachverhalt1"><b>I. </b> </p> <p class="Urteilstext">Mit Schreiben vom 27. September 2005 lud die E Consulting namens der Stadt Uster mehrere Anbieter zur Einreichung von Offerten ein fÃ¼r die Lieferung der Schwimmbadtechnik (BKP 35) des zu erneuernden Kinderplanschbeckens im Seebad Uster. Innert Frist gingen 3 Angebote ein, darunter diejenigen der A AG mit einem nicht bereinigten Offertbetrag von Fr. 74'100.40 und der D GmbH mit einem solchen von Fr. 79'162.80. Laut OffertÃ¶ffnungsprotokoll vom 11. Oktober 2005 wurde der Offertbetrag der D GmbH in der Offertbereinigung auf Fr. 60'537.35 reduziert. Mit Beschluss vom 1. November 2005 erteilte der Stadtrat Uster den Zuschlag dieser Anbieterin, was den Bewerbern am 4. November 2005 erÃ¶ffnet wurde.</p> <p class="Sachverhalt1"><b><span>II. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext">Gegen diese Vergabe erhob die A AG am 17. November 2005 Beschwerde an das Verwaltungsgericht mit den AntrÃ¤gen, den Zuschlag unter Kosten- und EntschÃ¤digungsfolgen aufzuheben und den Auftrag der BeschwerdefÃ¼hrerin zu erteilen, eventuell die Rechtswidrigkeit der Vergabe festzustellen. Ausserdem sei der Beschwerde aufschiebende Wirkung zu erteilen.</p> <p class="Urteilstext">Die Stadt Uster liess am 14. Dezember 2005 beantragen, das Gesuch um aufschiebende Wirkung und die Beschwerde, soweit auf diese einzutreten sei, abzuweisen, unter Kosten- und EntschÃ¤digungsfolgen zulasten der A AG.</p> <p class="Urteilstext">Mit PrÃ¤sidialverfÃ¼gung vom 20. Dezember 2005 wurde der Beschwerde aufschiebende Wirkung erteilt.</p> <p class="Urteilstext">Mit Replik vom 7. Februar und Duplik vom 2. MÃ¤rz 2006 hielten die Parteien an ihren Standpunkten fest. Die Mitbeteiligte liess sich nicht vernehmen.</p> <p class="Zwischentitel">Die Kammer zieht in ErwÃ¤gung:</p> <p class="Erwgung1"><b>1. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>1.1 </b>Vergabeentscheide kantonaler und kommunaler Auftraggeber kÃ¶nnen unmittelbar mit Beschwerde an das Verwaltungsgericht weitergezogen werden (RB 1999 Nr. 27 = BEZ 1999 Nr. 13 = ZBl 100/1999, S. 372; vgl. Alfred KÃ¶lz/JÃ¼rg Bosshart/Martin RÃ¶hl, Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons ZÃ¼rich, 2. A., ZÃ¼rich 1999, § 41 N. 22). Auf das Beschwerdeverfahren gelangen die Art. 15 ff. der revidierten Interkantonalen Vereinbarung Ã¼ber das Ã¶ffentliche Beschaffungswesen vom 15. MÃ¤rz 2001 sowie § 2 des Gesetzes vom 15. September 2003 Ã¼ber den Beitritt zur revidierten Interkantonalen Vereinbarung zur Anwendung.</p> <p class="Erwgung2"><b>1.2 </b>§ 21 lit. a des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 (VRG) setzt ein schutzwÃ¼rdiges Interesse an der BeschwerdefÃ¼hrung voraus. Ein solches liegt unter anderem dann vor, wenn ein nicht berÃ¼cksichtigter Anbieter im Fall der Gutheissung seiner Beschwerde gegen einen Vergabeentscheid eine realistische Chance hÃ¤tte, mit dem eigenen Angebot zum Zug zu kommen (RB 1999 Nr. 18 = BEZ 1999 Nr. 11). Das trifft bei der BeschwerdefÃ¼hrerin, die gemÃ¤ss den ErwÃ¤gungen zum angefochtenen Vergabeentscheid an zweiter Stelle rangierte, ohne weiteres zu.</p> <p class="Erwgung1"><b>2. </b> </p> <p class="Urteilstext">In erster Linie ist umstritten, ob die Korrektur der Eingabesumme der Mitbeteiligten von Fr. 79'162.80 auf Fr. 60'537.35 eine gemÃ¤ss §§ 29 und 30 der Submissionsverordnung vom 23. Juli 2003 (SubmV) zulÃ¤ssige Bereinigung der Offerte darstellt.</p> <p class="Erwgung2"><b>2.1 </b>Die Beschwerdegegnerin begrÃ¼ndet die Korrektur damit, dass die Mitbeteiligte die optionale Teilleistung "Erzeugen von Wasserbildern" (BKP 357.21) im Betrag von Fr. 3'400.- anders als die anderen Anbieter beim Gesamttotal addiert und zudem fÃ¤lschlicherweise die elektronische Steuerung, welche fÃ¼r das Erzeugen von unterschiedlichen Wasserbildern erforderlich sei, in der Teilleistung Steuerschrank (BKP 357.20) mit einkalkuliert habe. Weil deshalb der Preis dieser Teilleistung bei der Mitbeteiligten um mehr als Fr. 10'000.- hÃ¶her gewesen sei als bei den andern Anbietern, hÃ¤tte der von der Beschwerdegegnerin beauftragte SachverstÃ¤ndige bei der Mitbeteiligten nachgefragt und aufgrund der am 14. Oktober 2005 telefonisch erteilten Auskunft, dass der fÃ¼r den Steuerschrank offerierte Preis auch die Steuerung fÃ¼r die optionale Erzeugung von Wasserbildern enthalte, den Preis fÃ¼r die Teilleistung Steuerschrank (ohne Steuerung fÃ¼r die Erzeugung von Wasserbildern) entsprechend den Angaben der Mitbeteiligten von Fr. 17'200.- auf Fr. 7'200.- reduziert. In der Folge hÃ¤tten auch Rabatt (5 %) und Skonto (2 %) neu berechnet werden mÃ¼ssen, wogegen die Mehrwertsteuer in den von der Mitbeteiligten offerierten TeilbetrÃ¤gen bereits enthalten gewesen sei. Sodann habe die Mitbeteiligte, worauf sie am 10. Oktober 2005 mÃ¼ndlich und schriftlich hingewiesen habe, die Mehrwertsteuer sowohl bei den Teilleistungen als auch irrtÃ¼mlich noch beim Zwischentotal, also doppelt berÃ¼cksichtigt, was bei der Bereinigung ebenfalls korrigiert worden sei.</p> <p class="Urteilstext">Die BeschwerdefÃ¼hrerin hÃ¤lt diese Bereinigungen fÃ¼r unzulÃ¤ssig. Die Bereinigung im Zusammenhang mit der Steuerung laufe auf eine unzulÃ¤ssige Abgebotsrunde hinaus, und fÃ¼r die Behauptung, dass die Mehrwertsteuer bereits bei den Teilleistungen berÃ¼cksichtigt gewesen sei, fehle ein Nachweis. </p> <p class="Erwgung2"><b>2.2 </b>MÃ¤ngel und Unklarheiten der Offerte, die nicht den Ausschluss gebieten, dÃ¼rfen im Rahmen der PrÃ¼fung der Angebote (§ 29 SubmV) und von ErlÃ¤uterungen (§ 30 SubmV) behoben werden. Dabei lÃ¤sst § 29 Abs. 2 SubmV ausdrÃ¼cklich nur die Berichtigung offensichtlicher Schreib- und Rechnungsfehler zu. Auch ErlÃ¤uterungen dÃ¼rfen lediglich dazu dienen, die Angebote rechnerisch und fachlich auf eine vergleichbare Basis zu bringen; sie mÃ¼ssen sich, wie beispielsweise mit der KlÃ¤rung oder ErgÃ¤nzung technischer Einzelheiten, auf die Interpretation der vorliegenden Angebote beschrÃ¤nken und dÃ¼rfen nicht zu nachtrÃ¤glichen Ãnderungen des Leistungsinhalts fÃ¼hren (RB 2000 Nr. 69 = BEZ 2000 Nr. 25; RB 1999 Nr. 72 = BEZ 2000 Nr. 6; RB 1998 Nr. 69 = BEZ 1999 Nr. 12, E. 2c; Herbert Lang, Offertenbehandlung und Zuschlag im Ã¶ffentlichen Beschaffungswesen, ZBl 101/2000 S. 238).</p> <p class="Erwgung2"><b>2.3 </b>Der Einbezug von Fr. 3'400.- fÃ¼r die Option "Erzeugen von Wasserbildern" (BKP 357.21) in den Gesamtbetrag der Offerte stellt einen offensichtlichen Fehler der Mitbeteiligten dar, der im Rahmen der Bereinigung gestÃ¼tzt auf § 29 Abs. 2 SubmV ohne weiteres korrigiert werden durfte. Anders verhÃ¤lt es sich bei der Korrektur, welche die Beschwerdegegnerin bei der Position BKP 357.20 "Steuerschrank" vorgenommen hat: Allein die Tatsache, dass die Korrektur einer telefonischen Nachfrage bei der Anbieterin bedurfte, zeigt, dass der Fehler nicht offensichtlich war. Zwar trifft es zu, dass der von der Mitbeteiligten fÃ¼r diese Position offerierte Betrag rund Fr. 10'000.- Ã¼ber den von den Mitbewerbern offerierten Preisen lag. Eine Ã¤hnlich hohe Preisdifferenz besteht aber beispielsweise auch bei BKP Position 354 "Leitungen", wo die Mitbeteiligte (ohne diese Position in der in den Offertunterlagen vorgegebenen Weise nÃ¤her aufzuschlÃ¼sseln) rund Fr. 10'000.- tiefer als die BeschwerdefÃ¼hrerin offeriert hat. Da fÃ¼r eine Preisdifferenz in diesem Ausmass verschiedene ErklÃ¤rungen in Betracht fallen, lÃ¤sst sich daraus allein nicht auf einen offensichtlichen Fehler schliessen. Das wÃ¤re nur dann zulÃ¤ssig gewesen, wenn die Mitbeteiligte die Zusatzkosten fÃ¼r die Steuerung der Wasserbilder in der Offerte separat ausgewiesen hÃ¤tte, was jedoch nicht zutrifft.</p> <p class="Urteilstext">Dasselbe gilt auch fÃ¼r die Mehrwertsteuer. Der Offerte lÃ¤sst sich kein Hinweis darauf entnehmen, dass die Mehrwertsteuer bereits in den einzelnen Teilleistungen mitenthalten gewesen ist. Sodann ist nicht nachvollziehbar, inwiefern die Mitbeteiligte durch die Darstellung in den Ausschreibungsunterlagen, wo der Zeile fÃ¼r die Mehrwertsteuer ein Minuszeichen vorangestellt war, zu ihrem Fehler veranlasst worden sein kÃ¶nnte. Das Gegenteil ist der Fall: Die Mitbeteiligte hat dieses Minuszeichen durch ein Pluszeichen ersetzt, was zeigt, dass ihre Mitarbeiterin zur Frage der Berechnung der Mehrwertsteuer Ãberlegungen angestellt, aber anscheinend die MÃ¶glichkeit ausgeschlossen hat, dass die Mehrwertsteuer in ihren Preisen fÃ¼r die Teilleistungen bereits enthalten sei. Dass die Mitbeteiligte auf ihren Fehler am 10. Oktober 2005, das heisst entgegen der Darstellung der BeschwerdefÃ¼hrerin noch vor der OffertÃ¶ffnung am 11. Oktober 2005 hingewiesen hat, rechtfertigt keine andere Betrachtungsweise. Die Korrektur des aufgrund der Offertunterlagen allein nicht erkennbaren Fehlers lÃ¤uft auf eine nach Ablauf der Eingabefrist vorgenommene PreisÃ¤nderung hinaus.</p> <p class="Urteilstext">Offensichtlich zulÃ¤ssig ist dagegen die Bereinigung von Rabatt und Skonto aufgrund des um die Option "Erzeugen von Wasserbildern" verminderten Gesamtbetrags.</p> <p class="Erwgung2"><b>2.4 </b> BeschrÃ¤nkt sich die Bereinigung der Offerte der Mitbeteiligten auf den zulÃ¤ssigen Umfang, so reduziert sich der Bruttobetrag um Fr. 3'400.- auf Fr. 75'624.-. Nach Abzug von 5 % Rabatt und 2 % Skonto ergibt sich ein Zwischentotal 2 von Fr. 70'406.-, das heisst mit Mehrwertsteuer von 7,6 % ein Total netto von Fr. 75'756.80. Damit liegt der massgebliche Angebotspreis der Mitbeteiligten Ã¼ber dem von der BeschwerdefÃ¼hrerin offerierten von Fr. 74'100.40. Nachdem die BeschwerdefÃ¼hrerin und die Mitbeteiligte bei den qualitativen Kriterien dieselbe Punktzahl erreicht haben, liegt die BeschwerdefÃ¼hrerin somit insgesamt an erster Stelle.</p> <p class="Erwgung1"><b>3. </b> </p> <p class="Urteilstext">Damit erweist sich die Beschwerde bereits aufgrund der unzulÃ¤ssigen Korrekturen am von der Mitbeteiligten offerierten Preis als begrÃ¼ndet. Es braucht deshalb der weiteren RÃ¼ge nicht nachgegangen zu werden, wonach es nicht nachvollziehbar sei, dass die Mitbeteiligte als kleine SanitÃ¤rinstallationsfirma mit wenigen Mitarbeitern bei den Kriterien fachliche Kompetenz, Referenzen und eigene Infrastruktur gleich bewertet worden sei wie die BeschwerdefÃ¼hrerin, die mit 36 Mitarbeitern seit mehr als 25 Jahren auf dem Gebiet der Schwimmbadtechnik tÃ¤tig sei. Immerhin ist anzumerken, dass sich weder den Rechtsschriften noch den von der Beschwerdegegnerin eingereichten Unterlagen entnehmen lÃ¤sst, wie die fÃ¼r BeschwerdefÃ¼hrerin und Mitbeteiligte gleich ausgefallenen Beurteilungen in Bezug auf fachliche Kompetenz, Referenzen, eigene Infrastruktur, angewendetes QS/QM-System und nachweisbare Serviceinfrastruktur zustande gekommen sind. Wenn die Beschwerdegegnerin der BeschwerdefÃ¼hrerin entgegenhÃ¤lt, dass sie in Bezug auf diese Bewertungen keine konkreten EinwÃ¤nde vorgebracht habe, so Ã¼bersieht sie, dass es ihr obliegt, spÃ¤testens mit der Beschwerdeantwort eine BegrÃ¼ndung des Vergabeentscheids vorzulegen. Dieser Aufgabe ist sie mit der blossen Bekanntgabe der Punkteverteilung nicht nachgekommen, weshalb der BeschwerdefÃ¼hrerin eine substanziiertere Auseinandersetzung mit dem Vergabeentscheid auch in der Replik verwehrt geblieben ist. So bleibt es beispielsweise nicht nachvollziehbar, was die Beschwerdegegnerin veranlasste, die beiden Anbieterinnen bezÃ¼glich Referenzen und QS/QM-System gleich zu bewerten, obwohl die Referenzangaben der Mitbeteiligten unvollstÃ¤ndig sind (in einem Fall kein AusfÃ¼hrungsdatum und keinerlei Angaben Ã¼ber Auftragssummen) und Angaben zum QS/QM-System Ã¼berhaupt fehlen, wÃ¤hrend die BeschwerdefÃ¼hrerin neben vollstÃ¤ndigen Referenzangaben darauf verwiesen hat, dass die EinfÃ¼hrung eines QualitÃ¤tssicherungssystems in Vorbereitung sei. Auch darÃ¼ber, wie die Beschwerdegegnerin, die dazu immerhin ein spezialisiertes Consulting-Unternehmen beigezogen hat, fachliche Kompetenz, eigene Infrastruktur der Anbieter und den Nachweis ihrer Serviceinfrastruktur Ã¼berprÃ¼ft haben will, lÃ¤sst sich den Akten nichts entnehmen. Die in der Duplik vorgebrachten sehr allgemein gehaltenen AusfÃ¼hrungen, dass GrÃ¶sse allein nicht fÃ¼r QualitÃ¤t spreche und die Verbreitung der Mobiltelefonie auch kleineren Unternehmen die GewÃ¤hrleistung eines 24-Stundenservices ermÃ¶gliche, sind zur BegrÃ¼ndung des Vergabeentscheids ohnehin verspÃ¤tet und als Argumente wertlos.</p> <p class="Erwgung1"><b>4. </b> </p> <p class="Urteilstext">Der angefochtene Zuschlag ist somit in Gutheissung der Beschwerde aufzuheben. PraxisgemÃ¤ss ist die Sache an die Beschwerdegegnerin zurÃ¼ckzuweisen, um den Zuschlag an die BeschwerdefÃ¼hrerin zu erteilen (VGr, 13. Februar 2002, BEZ 2002 Nr. 33).</p> <p class="Urteilstext">AusgangsgemÃ¤ss hat die Beschwerdegegnerin die Verfahrenskosten zu tragen (§ 13 Abs. 2 Satz 1 in Verbindung mit § 70 VRG). Sie ist Ã¼berdies zu verpflichten, der BeschwerdefÃ¼hrerin eine ParteientschÃ¤digung von Fr. 1'000.- (Mehrwertsteuer inbegriffen) zu bezahlen (§ 17 Abs. 2 VRG).</p> <p class="Zwischentitel">DemgemÃ¤ss entscheidet die Kammer:</p> <p class="Einzug2"><span>1. Die Beschwerde wird gutgeheissen und der Vergabeentscheid des Stadtrats Uster vom 1. November 2005 aufgehoben. Die Sache wird zu neuem Entscheid im Sinn der ErwÃ¤gungen an den Stadtrat Uster zurÃ¼ckgewiesen.</span></p> <p class="Einzug2"><span>2. Die GerichtsgebÃ¼hr wird festgesetzt auf <br/> Fr. 2'000.--; die Ã¼brigen Kosten betragen:<br/> Fr. 270.-- Zustellungskosten,<br/> Fr. 2'270.-- Total der Kosten.</span></p> <p class="Einzug2"><span>3. Die Gerichtskosten werden der Beschwerdegegnerin auferlegt.</span></p> <p class="Einzug2"><span>4. Die Beschwerdegegnerin wird verpflichtet, der BeschwerdefÃ¼hrerin eine ParteientschÃ¤digung von Fr. 1'000.- (Mehrwertsteuer inbegriffen) zu zahlen, zahlbar innert 30 Tagen nach Rechtskraft des vorliegenden Entscheids.</span></p> <p class="Urteilstext">5. Mitteilung an â¦</p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>