<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="cell small-12 contentContainer printArea"> <div><table><tr><td><p class="Standard berschrift1"><span class="Standard berschrift1">Sozialversicherungsgericht</span></p><p class="Standard berschrift1"><span class="Standard berschrift1">des Kantons Zürich</span></p></td><td><p class="Standard berschrift1"><img src="word/media/image1.png"/></p></td></tr></table><div><div><p><span>IV.2018.00958</span></p></div><div><p><span> </span></p></div><div><p><span> </span></p></div><p><br/></p><div><p>II. Kammer</p></div><div><p>Sozialversicherungsrichter Mosimann, Vorsitzender<br/>Sozialversicherungsrichter Bachofner<br/>Ersatzrichterin Romero-Käser<br/>Gerichtsschreiberin Tiefenbacher</p></div><p class="Standard berschrift2"><span class="Standard berschrift2">Urteil</span><span class="Standard berschrift2"> vom </span><span class="Standard berschrift2">26. April 2019</span></p></div><p class="Standard StandardEinzug"><span class="Standard StandardEinzug">in Sachen</span></p><p class="Standard RubrumFett"><span class="Standard RubrumFett">X.___</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">Beschwerdeführer</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">vertreten durch Rechtsanwalt Viktor </span><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">Györffy</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">Peyrot</span><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">, Schlegel und </span><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">Györffy</span><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"> Rechtsanwälte</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">Beethovenstrasse 47, 8002 Zürich</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">gegen</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Standard RubrumFett"><span class="Standard RubrumFett">Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">Beschwerdegegnerin</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p><br/></p><p></p><p class="Standard ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard ErwgungHngend Erwgungen">Sachverhalt:</span></p><p class="Standard ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard ErwgungHngend Erwgungen">1.</span><span> </span></p><p class="Standard ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard ErwgungHngend Erwgungen">1.1</span><span> </span><span class="Standard ErwgungHngend Erwgungen">X.___</span><span class="Standard ErwgungHngend Erwgungen">, geboren 1977, meldete sich am 13. November 2015 bei der Invalidenversicherung zum Leistungsbezug an (Urk. 10/6). Die Sozialversi</span><span class="Standard ErwgungHngend Erwgungen">che</span><span class="Standard ErwgungHngend Erwgungen">rungs</span><span class="Standard ErwgungHngend Erwgungen">anstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, verneinte mit Verfügung vom 14. Dezem</span><span class="Standard ErwgungHngend Erwgungen">ber 2016 (Urk. 10/31) einen Leistungsanspruch. Die dagegen erhobene Beschwerde hiess das hiesige Gericht mit Urteil vom 23. Juni 2017 im Verfahren Nr. IV.2017.00067 gut und wies die Sache zu ergänzenden Abklärungen an die IV-Stelle zurück (Urk. 10/36).</span></p><p class="Standard ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard ErwgungHngend Erwgungen">1.2</span><span> </span><span class="Standard ErwgungHngend Erwgungen">Die IV-Stelle holte sodann Arztberichte (Urk. 10/41-43) ein und veranlasste ein psychiatrisches Gutachten, das am 7. April 2018 erstattet wurde (Urk. 10/69). Nach am 15. August 2018 ergangenem Vorbescheid (Urk. 10/52) verneinte die IV-Stelle mit Verfügung vom 26. September 2018 einen Leistungsanspruch (Urk. 10/52 = Urk. 2). </span></p><p class="Standard ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Standard ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard ErwgungHngend Erwgungen">2.</span><span> </span><span class="Standard ErwgungHngend Erwgungen">Der Versicherte erhob am 1. November 2018 (Urk. 1), mit Ergänzungen vom 3. Dezember 2018 (Urk. 7), Beschwerde gegen die Verfügung vom 26. September 2018 (Urk. 2) und beantragte (Urk. 1 S. 2 oben), diese sei aufzuheben (Ziff. 1) und es seien ihm Leistungen, namentlich eine ganze Rente, zuzusprechen (Ziff. 2); eventuell sei die Sache an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen (Ziff. 3). </span></p><p class="Standard ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Standard ErwgungHngend Erwgungen">Die IV-Stelle beantragte mit Beschwerdeantwort vom 9. Januar 2019 (Urk. 9) die Abweisung der Beschwerde, was dem Beschwerdeführer am 11. Januar 2019 zur Kenntnis gebracht wurde (Urk. 11).</span></p><p class="Standard ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Standard ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Standard ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard ErwgungHngend Erwgungen">Das Gericht</span><span class="Standard ErwgungHngend Erwgungen"> zieht in Erwägung:</span></p><p class="Standard ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard ErwgungHngend Erwgungen">1.</span><span> </span></p><p class="Standard ErwgungHngend"><span class="Standard ErwgungHngend">1.1</span><span> </span><span id="XX001"></span><span class="Standard ErwgungHngend">Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 </span><span class="Standard ErwgungHngend">des Bundesgesetzes über den Allge</span><span class="Standard ErwgungHngend">meinen Teil des Sozialversicherungsrechts</span><span class="Standard ErwgungHngend">, </span><span class="Standard ErwgungHngend">ATSG)</span><span class="Standard ErwgungHngend">.</span><span class="Standard ErwgungHngend"> Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kom</span><span class="Standard ErwgungHngend">men</span><span class="Standard ErwgungHngend">den ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der ge</span><span class="Standard ErwgungHngend">sundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt </span><span class="Standard ErwgungHngend">zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).</span></p><p class="Standard ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard ErwgungHngend Erwgungen">1.2</span><span> </span><span id="XX007"></span><span class="Standard ErwgungHngend Erwgungen">Alkoholismus und Medikamentenmissbrauch (wie auch Drogensucht) begründen nach ständiger Rechtsprechung keine Invalidität im Sinne des Gesetzes. Vielmehr wird eine solche Sucht invalidenversicherungsrechtlich erst bedeutsam, wenn sie ihrerseits eine Krankheit oder einen Unfall bewirkt hat, in deren Folge ein körperlicher oder geistiger die Erwerbsfähigkeit beeinträchtigender Gesundheits</span><span class="Standard ErwgungHngend Erwgungen">schaden eingetreten ist, oder aber wenn sie selber Folge eines körperlichen oder geistigen Gesundheitsschadens ist, welchem Krankheitswert zukommt (vgl. </span><span class="Standard ErwgungHngend Erwgungen">BGE 124 V 265</span><span class="Standard ErwgungHngend Erwgungen"> E. 3c; AHI 2002 S. 30, I 454/99 E. 2a). Dabei ist das </span><span class="Standard ErwgungHngend Erwgungen">ganze</span><span class="Standard ErwgungHngend Erwgungen"> für die Alkoholsucht massgebende Ursachen- und Folgespektrum in eine Gesamtwür</span><span class="Standard ErwgungHngend Erwgungen">di</span><span class="Standard ErwgungHngend Erwgungen">gung einzubeziehen, was impliziert, dass einer allfälligen Wechselwirkung zwi</span><span class="Standard ErwgungHngend Erwgungen">schen Suchtmittelabhängigkeit und psychischer Begleiterkrankung Rechnung zu tragen ist. Was die krankheitsbedingten Ursachen der Alkoholsucht betrifft, ist für die invalidenversicherungsrechtliche Relevanz der Abhängigkeit erforderlich, dass dem Alkoholismus eine ausreichend schwere und ihrer Natur nach für die Entwicklung einer Suchtkrankheit geeignete Gesundheitsstörung zugrunde liegt, welche zumindest eine erhebliche Teilursache der Alkoholsucht darstellt. Mit dem Erfordernis des Krankheitswerts einer allfälligen verursachenden psychischen Krank</span><span class="Standard ErwgungHngend Erwgungen">heit wird verlangt, dass diese die Arbeits- und Erwerbsfähigkeit ein</span><span class="Standard ErwgungHngend Erwgungen">schränkt. Wenn der erforderliche Kausalzusammenhang zwischen Alkoholsucht und krankheitswertigem psychischem Gesundheitsschaden besteht, sind für die </span><span class="Standard ErwgungHngend Erwgungen">Frage der noch zumutbaren Erwerbstätigkeit die psychischen und die sucht</span><span class="Standard ErwgungHngend Erwgungen">bedingten Beeinträchtigungen gesamthaft zu berücksichtigen (vgl. Urteile des Bundesgerichts 8C_906/2013 vom 23. Mai 2014 E. 2.2 und 9C_701/2012 vom 10. April 2013 E. 2 mit Hinweisen sowie 9C_706/2012 vom 1. Juli 2013 E. 3.2 mit Hinweis auf I 169/06 vom 8. August 2006 E. 2.2).</span></p><p class="Standard ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard ErwgungHngend Erwgungen">1.3</span><span> </span><span id="UV153"></span><span class="Standard ErwgungHngend Erwgungen">Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob dieser für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der </span><span class="Standard ErwgungHngend Erwgungen">Vorakten</span><span class="Standard ErwgungHngend Erwgungen"> (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schluss</span><span class="Standard ErwgungHngend Erwgungen">folgerungen der Experten begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a mit Hinweis).</span></p><p class="Standard ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p></p><p class="Standard ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard ErwgungHngend Erwgungen">2.</span></p><p class="Standard ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard ErwgungHngend Erwgungen">2.1</span><span> </span><span class="Standard ErwgungHngend Erwgungen">Die Beschwerdegegnerin ging in der angefochtenen Verfügung (Urk. 2) davon aus, gemäss dem eingeholten psychiatrischen Gutachten liege keine psychische Krankheit vor, welche die Arbeitsfähigkeit einschränke, sondern ein jahrelanges reines Suchtgeschehen (S. 1 unten). </span></p><p class="Standard ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard ErwgungHngend Erwgungen">2.2</span><span> </span><span class="Standard ErwgungHngend Erwgungen">Der Beschwerdeführer stellte sich demgegenüber auf den Standpunkt (Urk. 7), die Einordnung der Problematik als reines Suchtgeschehen sei falsch, effektiv liege eine medizinische Problematik mit Krankheitswert vor, welche die Arbeits</span><span class="Standard ErwgungHngend Erwgungen">fähig</span><span class="Standard ErwgungHngend Erwgungen">keit derart einschränke, dass Anspruch auf eine ganze Rente bestehe (S. 2 Ziff. 2.). Soweit das psychiatrische Gutachten zu einem anderen Schluss gelange, erfasse es den massgebenden medizinischen Sachverhalt unrichtig und zu dessen Klä</span><span class="Standard ErwgungHngend Erwgungen">rung bedürfe es weiterer Abklärungen (S. 3 Ziff. 3). </span></p><p class="Standard ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard ErwgungHngend Erwgungen">2.3</span><span> </span><span class="Standard ErwgungHngend Erwgungen">Strittig und zu prüfen ist mithin, ob ein anspruchsrelevanter Gesundheitsschaden vorliegt. </span></p><p class="Standard ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Standard ErwgungHngend"><span class="Standard ErwgungHngend">3.</span></p><p class="Standard ErwgungHngend"><span class="Standard ErwgungHngend">3.1</span><span> </span><span class="Standard ErwgungHngend">Der Beschwerdeführer weilte vom 16. Juni bis 18. September 2015 in </span><span class="Standard ErwgungHngend">der Klinik im </span><span class="Standard ErwgungHngend">Y.___</span><span class="Standard ErwgungHngend">, worüber</span><span class="Standard ErwgungHngend"> am 1. Oktober 2015 berichtet</span><span class="Standard ErwgungHngend"> wurde</span><span class="Standard ErwgungHngend"> (Urk. </span><span class="Standard ErwgungHngend">10/</span><span class="Standard ErwgungHngend">17</span><span class="Standard ErwgungHngend">/4-6 = Urk. 10/49/59-61). Dabei wurden die folgenden Diag</span><span class="Standard ErwgungHngend">nosen genannt (S. 2 Ziff. 3):</span></p><p class="Standard ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Standard ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Standard ErwgungAufzhlung Diagnose1">Polytoxikomanie</span><span class="Standard ErwgungAufzhlung Diagnose1"> (ICD-10 F19.2)</span></p><p class="Standard ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Standard ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Standard ErwgungAufzhlung Diagnose1">rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig leichte bis mittelgradige Episode (ICD-10 F33.0; ICD-10 F33.1)</span></p><p class="Standard ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Standard ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Standard ErwgungAufzhlung Diagnose1">Verdacht auf kombinierte Persönlichkeitsstörung mit ängstlich-vermei</span><span class="Standard ErwgungAufzhlung Diagnose1">den</span><span class="Standard ErwgungAufzhlung Diagnose1">den und abhängigen Anteilen (ICD-10 F61.0), Differentialdiagnose (DD): Soziale Phobie (ICD-10 F40.1)</span></p><p class="Standard ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Standard ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Standard ErwgungAufzhlung Diagnose1">Nikotinabhängigkeit (ICD-10 F17.2)</span></p><p class="Standard ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard ErwgungHngend">Der Beschwerdeführer habe eine sehr lange und sehr komplexe Vorgeschichte. Seit dem 11. Lebensjahr sei er depressiv und seit dem 14. Lebensjahr sei er bei verschiedenen Psychologen und Psychiatern in Behandlung gewesen. Seit sechs bis sieben Jahren sei er regelmässig in eine ambulante Behandlung gegangen. 1998 sei er im Sanatorium </span><span class="Standard ErwgungHngend">Z.___</span><span class="Standard ErwgungHngend"> wegen Depressionen nach Konsum behan</span><span class="Standard ErwgungHngend">delt worden. 1999/2000 habe eine Behandlung in der</span><span class="Standard ErwgungHngend"> A.___</span><span class="Standard ErwgungHngend">klinik</span><span class="Standard ErwgungHngend"> (</span><span class="Standard ErwgungHngend">A.___</span><span class="Standard ErwgungHngend">) wegen Depressionen nach Ecstasy Konsum stattgefunden. Im Jahr 2011 habe eine 10-tätige Entzugsbehandlung in der Klinik </span><span class="Standard ErwgungHngend">B.___</span><span class="Standard ErwgungHngend"> stattgefunden, welche der Beschwerdeführer abgebrochen habe, da er es mit den Personen nicht mehr ausgehalten habe. Im Mai 2015 habe für 2.5 Wochen eine Entzugsbehandlung im Sanatorium </span><span class="Standard ErwgungHngend">Z.___</span><span class="Standard ErwgungHngend"> stattge</span><span class="Standard ErwgungHngend">funden. Diese sei aufgrund intransparenter Rückfälle nach 2.5 Wochen anstatt nach </span><span class="Standard ErwgungHngend">sechs geplanten Wochen abgebrochen worden. Der Beschwerdeführer habe bis zum Übertritt in die Klinik im </span><span class="Standard ErwgungHngend">Y.___</span><span class="Standard ErwgungHngend"> bei einem Freund verbleiben können (S. 1 Ziff. 1). </span></p><p class="Standard ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard ErwgungHngend">Der Beschwerdeführer habe aufgrund der sozialen Ängste und der depressiven Stimmung beide Lehren nicht abschliessen können. Eine </span><span class="Standard ErwgungHngend">Polytoxikomanie</span><span class="Standard ErwgungHngend"> liege seit zirka zehn Jahren vor (S. 1 Ziff. 1). </span></p><p class="Standard ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard ErwgungHngend">Die Therapie in der Klinik im </span><span class="Standard ErwgungHngend">Y.___</span><span class="Standard ErwgungHngend"> sei seitens der Klinik am 18. September 2015 </span><span class="Standard ErwgungHngend">aufgrund wiederholter intransparenter Rückfälle abgebrochen worden (S. 3 Mitte</span><span class="Standard ErwgungHngend">). Während der </span><span class="Standard ErwgungHngend">Hospitalisation</span><span class="Standard ErwgungHngend"> sei der Beschwerdeführer zu 100 % arbeitsunfähig gewesen. Die Prognose sei aufgrund der verschiedenen Rückfälle und Therapie</span><span class="Standard ErwgungHngend">abbrüche eher schlecht. Vermutlich benötige er zurzeit ein </span><span class="Standard ErwgungHngend">niederschwelligeres</span><span class="Standard ErwgungHngend"> Therapieangebot (S. 3 Ziff. 5). Eine längerdauernde Abstinenz wäre eine Grund</span><span class="Standard ErwgungHngend">voraussetzung für einen Wiedereinstieg in den Arbeitsprozess (S. 3 Ziff. 6).</span></p><p class="Standard ErwgungHngend"><span class="Standard ErwgungHngend">3.2</span><span> </span><span class="Standard ErwgungHngend">Die Ärzte des Sanatoriums </span><span class="Standard ErwgungHngend">Z.___</span><span class="Standard ErwgungHngend"> führten mit Austrittsbericht vom 29. Dezem</span><span class="Standard ErwgungHngend">ber 2015 (Urk. 10/</span><span class="Standard ErwgungHngend">28/1-4</span><span class="Standard ErwgungHngend"> = Urk. 10/49/62-65) aus, der Beschwerdeführer habe sich vom 24. November bis 15. Dezember 2015 </span><span class="Standard ErwgungHngend">zum </span><span class="Standard ErwgungHngend">vierten </span><span class="Standard ErwgungHngend">Mal in </span><span class="Standard ErwgungHngend">ihrer statio</span><span class="Standard ErwgungHngend">när-psychiatrischen </span><span class="Standard ErwgungHngend">Behandlung</span><span class="Standard ErwgungHngend"> befunden und nannten folgende</span><span class="Standard ErwgungHngend"> </span><span class="Standard ErwgungHngend">Hauptd</span><span class="Standard ErwgungHngend">iagnose</span><span class="Standard ErwgungHngend">:</span></p><p class="Standard ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Standard ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Standard ErwgungAufzhlung Diagnose1">p</span><span class="Standard ErwgungAufzhlung Diagnose1">sychische und Verhaltensstörungen durch multiplen Substanzgebrauch und Konsum anderer psychotroper Substanzen: Schä</span><span class="Standard ErwgungAufzhlung Diagnose1">dlicher Gebrauch (ICD-10 F19.1)</span><span class="Standard ErwgungAufzhlung Diagnose1"> </span></p><p class="Standard ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard ErwgungHngend">Zudem führten sie die folgenden </span><span class="Standard ErwgungHngend">Nebendiagnosen</span><span class="Standard ErwgungHngend"> auf:</span></p><p class="Standard ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Standard ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Standard ErwgungAufzhlung Diagnose1">psychische und Verhaltensstörungen durch Opioide (</span><span class="Standard ErwgungAufzhlung Diagnose1">ICD-10 F11.2): Abhängigkeitssyndrom</span></p><p class="Standard ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Standard ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Standard ErwgungAufzhlung Diagnose1">psychische und Verhaltensstörungen durch Kokain (ICD-10 </span><span class="Standard ErwgungAufzhlung Diagnose1">F</span><span class="Standard ErwgungAufzhlung Diagnose1">14.2)</span><span class="Standard ErwgungAufzhlung Diagnose1">:</span><span class="Standard ErwgungAufzhlung Diagnose1"> Abhängigkeitssyndrom</span></p><p class="Standard ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Standard ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Standard ErwgungAufzhlung Diagnose1">psychische und Verhaltensstörungen durch </span><span class="Standard ErwgungAufzhlung Diagnose1">Alkohol</span><span class="Standard ErwgungAufzhlung Diagnose1"> (</span><span class="Standard ErwgungAufzhlung Diagnose1">ICD-10 F10.2): Abhängigkeitssyndrom</span></p><p class="Standard ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Standard ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Standard ErwgungAufzhlung Diagnose1">kombinierte und andere Persönlichkeitsstörungen (ICD-10 F61)</span></p><p class="Standard ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard ErwgungHngend">Nach einer Entwöhnungstherapie in der Klinik </span><span class="Standard ErwgungHngend">Y.___</span><span class="Standard ErwgungHngend"> habe der Beschwerdeführer allmählich wieder vermehrt Alkohol konsumiert, sodass er zuletzt auf eine täg</span><span class="Standard ErwgungHngend">liche Menge von sechs bis sieben Bier und eine halbe Flasche Whisky ge</span><span class="Standard ErwgungHngend">kommen sei. Zuletzt habe er am Tag vor Eintritt Alkohol konsumiert. Des Wei</span><span class="Standard ErwgungHngend">teren habe er fast täglich 2-3 Gramm Kokain konsumiert, ebenfalls zirka zeitgleich mit dem Austritt aus der Klinik </span><span class="Standard ErwgungHngend">Y.___</span><span class="Standard ErwgungHngend">. Zudem habe er, neben den verordneten Gaben </span><span class="Standard ErwgungHngend">Sevre</span><span class="Standard ErwgungHngend"> Long 920 mg täglich, des Öfteren </span><span class="Standard ErwgungHngend">Targin</span><span class="Standard ErwgungHngend"> und MST in unbekannten Mengen, alle drei Tage Heroin nasal und durch Rauchen und schliesslich täglich 3 x 2 mg </span><span class="Standard ErwgungHngend">Xanax</span><span class="Standard ErwgungHngend"> und zirka 150 mg Valium, ebenfalls täglich, konsumiert. Er habe ge</span><span class="Standard ErwgungHngend">wünscht, im Anschluss an eine stationäre Stabilisierungsphase in die </span><span class="Standard ErwgungHngend">C.___</span><span class="Standard ErwgungHngend"> überzutreten (S. 1). </span></p><p class="Standard ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard ErwgungHngend">Der Eintritt in die Klinik sei erfolgt, um einen geplanten Alkoholentzug durch</span><span class="Standard ErwgungHngend">zuführen. Der Beschwerdeführer habe sich bei Eintritt in einem deutlich sedier</span><span class="Standard ErwgungHngend">ten Zustand präsentiert. Sie hätten mit einem durch Valium gestützten Alkoholentzug begonnen. Der Alkoholentzug sei, unter engmaschiger somatischer Abklärung, kom</span><span class="Standard ErwgungHngend">plikationslos verlaufen. Da der Beschwerdeführer erfreulicherweise, abge</span><span class="Standard ErwgungHngend">sehen von den verordneten Medikamenten, frei von jeglichem weiteren Sub</span><span class="Standard ErwgungHngend">stanz</span><span class="Standard ErwgungHngend">konsum geblieben sei, habe der geplante Übertritt in die </span><span class="Standard ErwgungHngend">C.___</span><span class="Standard ErwgungHngend"> ins Auge gefasst werden können (S. 3 unten). Er habe im Zuge des stationären Auf</span><span class="Standard ErwgungHngend">enthaltes eine massive </span><span class="Standard ErwgungHngend">Koprostase</span><span class="Standard ErwgungHngend"> mit Druckschmerzhaftigkeit sowie Abwehr</span><span class="Standard ErwgungHngend">spannung über dem gesamten Abdomen, die auch kurzfristig eine Überweisung ins Seespital </span><span class="Standard ErwgungHngend">D.___</span><span class="Standard ErwgungHngend"> zur Folge gehabt habe, entwickelt (S. 4 oben). Er habe in klinisch ge</span><span class="Standard ErwgungHngend">besser</span><span class="Standard ErwgungHngend">tem Zustand sowie bei fehlender Fremd- und Selbstgefährdung ihre Klinik verlassen können (S. 4).</span></p><p class="Standard ErwgungHngend"><span class="Standard ErwgungHngend">3.3</span><span> </span><span class="Standard ErwgungHngend">Dipl. med. </span><span class="Standard ErwgungHngend">E.___</span><span class="Standard ErwgungHngend">, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie und für Neurologie, Regionaler Ärztlicher Dienst (RAD), führte mit Stellung</span><span class="Standard ErwgungHngend">nahme vom 7. Juni 2016 (Urk. 10/29/3-4) aus, es liege eine Suchterkrankung vor. Der Beschwerdeführer befinde sich in einer Substitutionsbehandlung, es fände jedoch regelmässig </span><span class="Standard ErwgungHngend">Beikonsum</span><span class="Standard ErwgungHngend"> statt. Grundsätzlich würde es notwendig sein, auf den </span><span class="Standard ErwgungHngend">Beikonsum</span><span class="Standard ErwgungHngend"> zu verzichten, da dieser die Arbeitsfähigkeit ein</span><span class="Standard ErwgungHngend">schränke und lang</span><span class="Standard ErwgungHngend">fristig zu Sekundärschäden führen würde. Ohne den Verzicht des </span><span class="Standard ErwgungHngend">Beikonsums</span><span class="Standard ErwgungHngend"> und eine stationäre Entwöhnungsbehandlung sei eine Unter</span><span class="Standard ErwgungHngend">stützung durch die Beschwerdegegnerin beim Arbeitsplatzerhalt nicht möglich. </span></p><p class="Standard ErwgungHngend"><span class="Standard ErwgungHngend">3.4</span><span> </span><span class="Standard ErwgungHngend">Gemäss Bericht vom 17. November 2017 (Urk. 10/41) weilte der Beschwerde</span><span class="Standard ErwgungHngend">führer vom 23. Oktober bis 7. November 2017 im </span><span class="Standard ErwgungHngend">Spital F.___</span><span class="Standard ErwgungHngend"> (Ziff. 1.2), dies aufgrund einer Sepsis bei ausgeprägtem Erysipel des Ober- und Unter</span><span class="Standard ErwgungHngend">schen</span><span class="Standard ErwgungHngend">kels rechts (Ziff. 1.4). </span></p><p class="Standard ErwgungHngend"><span class="Standard ErwgungHngend">3.5</span><span> </span><span class="Standard ErwgungHngend">Dr. med. </span><span class="Standard ErwgungHngend">G.___</span><span class="Standard ErwgungHngend">, Praktischer Arzt und Facharzt für Psychiatrie und </span><span class="Standard ErwgungHngend">Psychotherapie, führte in seinem Bericht vom 4. Dezember 2017 (Urk. 10/42/6-12</span><span class="Standard ErwgungHngend">) aus, er behandle den Beschwerdeführer seit dem 16. November 2016 (Ziff. 1.2), und nannte folgende Diagnosen (Ziff. 1.1):</span></p><p class="Standard ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Standard ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Standard ErwgungAufzhlung Diagnose1">rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig mittelgradige bis </span><span class="Standard ErwgungAufzhlung Diagnose1">schwer</span><span class="Standard ErwgungAufzhlung Diagnose1">gradige</span><span class="Standard ErwgungAufzhlung Diagnose1"> Episode (ICD-10 F33.1)</span></p><p class="Standard ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Standard ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Standard ErwgungAufzhlung Diagnose1">soziale Phobie (ICD-10 F40.1), Differentialdiagnose (DD) ängstlich-ver</span><span class="Standard ErwgungAufzhlung Diagnose1">mei</span><span class="Standard ErwgungAufzhlung Diagnose1">dende Persönlichkeitsstörung</span></p><p class="Standard ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Standard ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Standard ErwgungAufzhlung Diagnose1">Abhängigkeitssyndrom von Opioiden und Hypnotika, gegenwärtig Teil</span><span class="Standard ErwgungAufzhlung Diagnose1">nahme an einem ärztlich überwachten Ersatzdrogenprogramm (kontrol</span><span class="Standard ErwgungAufzhlung Diagnose1">lierte Abhängigkeit; ICD-10 F11.2 und F13.2)</span></p><p class="Standard ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard ErwgungHngend">Aktuell erfolgten zirka dreiwöchentliche Konsultationen (Ziff. 1.5; vgl. Urk. 10/49 S. 15 oben: «alle 2-3 Wochen»). Der Patient sei seit Behandlungs</span><span class="Standard ErwgungHngend">be</span><span class="Standard ErwgungHngend">ginn zu keinem Zeitpunkt auch nur annähernd arbeitsfähig gewesen (Ziff. 1.6).</span></p><p class="Standard ErwgungHngend"><span class="Standard ErwgungHngend">3.6</span><span> </span><span class="Standard ErwgungHngend">Dr. med. </span><span class="Standard ErwgungHngend">H.___</span><span class="Standard ErwgungHngend">, Fachärztin für Allgemeine Innere Medizin, führte in ihrem Bericht vom 7. Dezember 2017 (Urk. 10/43) aus, sie behandle den Be</span><span class="Standard ErwgungHngend">schwerdeführer seit Februar 2015 (Ziff. 1.2). Sie nannte - lediglich unter Angabe der ICD-Codierung - folgende Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit (Ziff. 1.1.):</span></p><p class="Standard ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Standard ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Standard ErwgungAufzhlung Diagnose1">kombinierte und andere Persönlichkeitsstörungen (ICD-10 F61, Erst</span><span class="Standard ErwgungAufzhlung Diagnose1">diagnose Kindheit), Depression</span></p><p class="Standard ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Standard ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Standard ErwgungAufzhlung Diagnose1">psychische und Verhaltensstörungen durch multiplen Substanzgebrauch und Konsum anderer psychotroper Substanzen, schädlicher Gebrauch (ICD-10 F19.1)</span></p><p class="Standard ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Standard ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Standard ErwgungAufzhlung Diagnose1">psychische und Verhaltensstörungen durch Opioide, Abhängig</span><span class="Standard ErwgungAufzhlung Diagnose1">keits</span><span class="Standard ErwgungAufzhlung Diagnose1">syn</span><span class="Standard ErwgungAufzhlung Diagnose1">drom (ICD-10 F11.2)</span></p><p class="Standard ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Standard ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Standard ErwgungAufzhlung Diagnose1">psychische und Verhaltensstörungen durch Kokain, Abhängigkeitssyn</span><span class="Standard ErwgungAufzhlung Diagnose1">drom (F14.2)</span></p><p class="Standard ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Standard ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Standard ErwgungAufzhlung Diagnose1">psychische und Verhaltensstörungen durch Alkohol, Abhängigkeitssyn</span><span class="Standard ErwgungAufzhlung Diagnose1">drom (F10.2)</span></p><p class="Standard ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard ErwgungHngend">Sie führte aus, zurzeit sei der Patient zu 100 % arbeitsunfähig (Ziff. 1.7), über eine Wiederaufnahme der Arbeit sei noch keine Aussage möglich (Ziff. 1.9). </span></p><p class="Standard ErwgungHngend"><span class="Standard ErwgungHngend">3.7</span><span> </span><span class="Standard ErwgungHngend">Dr. med. </span><span class="Standard ErwgungHngend">I.___</span><span class="Standard ErwgungHngend">, Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie, erstattete am 7. April 2018 ein Gutachten im Auftrag der Beschwerdegegnerin (Urk. 10/49/1-36). Sie stützte sich auf die ihr überlassenen und von ihr zusätzlich eingeholten (Urk. 10/49/37-58) Akten, die Angaben des Beschwerdeführers und die von ihr am 5. April 2018 (S. 2 Ziff. 1.1) erhobenen Befunde (S. 19 ff.). </span></p><p class="Standard ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard ErwgungHngend">Die Gutachterin nannte folgende Diagnose mit Auswirkung auf die Arbeitsfähig</span><span class="Standard ErwgungHngend">keit (S. 28 Ziff. 6.1):</span></p><p class="Standard ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Standard ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Standard ErwgungAufzhlung Diagnose1">Polytoxikomanie</span><span class="Standard ErwgungAufzhlung Diagnose1"> mit Alkohol-, Opiat-, Kokain-, Benzodiazepin-, Cannabis</span><span class="Standard ErwgungAufzhlung Diagnose1">- und Stimulanzien-Abhängigkeit, gegenwärtig schwerpunktmässig aktive Opiat- und </span><span class="Standard ErwgungAufzhlung Diagnose1">Benzodiazepinabhängigkeit</span><span class="Standard ErwgungAufzhlung Diagnose1"> (ständiger Konsum und Sub</span><span class="Standard ErwgungAufzhlung Diagnose1">sti</span><span class="Standard ErwgungAufzhlung Diagnose1">tution; ICD-10 F19.2)</span></p><p></p><p class="Standard ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard ErwgungHngend">Als Diagnosen ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit nannte sie (S. 28 Ziff. 6.2):</span></p><p class="Standard ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Standard ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Standard ErwgungAufzhlung Diagnose1">Dysthymia</span><span class="Standard ErwgungAufzhlung Diagnose1"> (ICD-10 F34.1)</span></p><p class="Standard ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Standard ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Standard ErwgungAufzhlung Diagnose1">klaustrophobische Züge bei Fahren in überfülltem Bus oder Zug (ICD-10 F40.2) </span></p><p class="Standard ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Standard ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Standard ErwgungAufzhlung Diagnose1">akzentuierte Persönlichkeitszüge (ICD-10 Z73.1)</span></p><p class="Standard ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard ErwgungHngend">Die Gutachterin berichtete, gemäss eigenen Angaben sei der Versicherte ein Jahr später als üblich in den Kindergarten eingetreten und habe auch – schul</span><span class="Standard ErwgungHngend">psy</span><span class="Standard ErwgungHngend">chologisch begleitet - drei Schuljahre in einer Kleinklasse absolviert (S. 23 Mitte). Seine erste Lehre als Innendekorateur habe er wegen Überforderung mit den hand</span><span class="Standard ErwgungHngend">werklichen praktischen Anforderungen sowie mit den intellektuellen Anfor</span><span class="Standard ErwgungHngend">derungen in der Berufsschule im zweiten Jahr abgebrochen. 1996 (mit 19 Jahren) habe er zu einer </span><span class="Standard ErwgungHngend">Bodenlegerfirma</span><span class="Standard ErwgungHngend"> gewechselt, wo er angelernt worden und bis 2015/2016 knapp 20 Jahre lang geblieben sei (S. 23 unten). </span></p><p class="Standard ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard ErwgungHngend">Aus subjektiver Sicht benütze der Versicherte die Formulierung, seit Kindergarten an «Depressionen» zu leiden, vermöge aber auf eingehende Befragung hin nur diffus und ausweichend, generalisierend zu berichten beziehungsweise es sei «alles nur schlimm» gewesen (S. 24 oben). Ob in der Vergangenheit je klinische Phasen mit relevanter Depressivität aufgetreten seien, erscheine fraglich. Der Ver</span><span class="Standard ErwgungHngend">sicherte sei zwar mehrmals psychiatrisch zum Entzug hospitalisiert gewesen, da</span><span class="Standard ErwgungHngend">bei seien dann auch jeweils Verstimmungen und Suizidandrohungen aufgetreten, diese schienen aber angesichts der komplexen Entzüge, denen sich der bald polytoxikomane Versicherte wiederholt zu unterziehen gehabt habe, sucht- und entzugsbedingt, und nicht als eigentliche primäre (depressive) Affektstörung. Nur einmal, 1997, sei der Versicherte für zwei Monate auf einer Spezialabteilung für Depressionskrankheiten hospitalisiert gewesen, alle anderen Klinikaufenthalte hätten auf Akutstationen oder in Suchtinstitutionen stattgefunden. Während er 1997 noch im zweiwöchigen Aufenthalt auf einer Akutstation unmittelbar zuvor als «mittelgradig depressiv» eingestuft worden sei, seien die Depressions</span><span class="Standard ErwgungHngend">spe</span><span class="Standard ErwgungHngend">zia</span><span class="Standard ErwgungHngend">listen bei ihrer zweimonatigen Observation zur Schlussfolgerung gelangt, der Versicherte leide an einer </span><span class="Standard ErwgungHngend">Dysthymia</span><span class="Standard ErwgungHngend"> beziehungsweise neurotischer Depression, </span><span class="Standard ErwgungHngend">die bekanntlich keine eigentliche arbeitsmedizinische Relevanz habe (S. 24 unten</span><span class="Standard ErwgungHngend">).</span></p><p class="Standard ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard ErwgungHngend">Es sei auf die selektiven Angaben des Versicherten zur Substanzanamnese hin</span><span class="Standard ErwgungHngend">zuweisen. Aus den Akten gehe hervor, dass er seit 16-jährig Alkohol und Cannabis, seit zumindest 19-jährig Benzodiazepine, zudem ab etwa 30-jährig auch in grossen Mengen Kokain und Opiate, teilweise intravenös, konsumiert habe, dabei auch medizinische Substrate wie beispielsweise </span><span class="Standard ErwgungHngend">Fentanylpflaster</span><span class="Standard ErwgungHngend"> gekaut habe, und dass die von ihm erst als Folge der Opiat-Analgesie für die Rippenfraktur 2015 geltend </span><span class="Standard ErwgungHngend">gemachte Opiatabhängigkeit mindestens schon </span><br/><span class="Standard ErwgungHngend">6-7 Jahre zuvor bestanden habe (S. 25 Mitte).</span></p><p class="Standard ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard ErwgungHngend">Es könne auf keinerlei Weise argumentiert werden, dass die Abhängigkeit von diesen verschiedenen Substanzen etwa Folge einer relevanten psychischen Stö</span><span class="Standard ErwgungHngend">rung gewesen wäre. Die Dysthymie an sich, sowie die Klaustrophobie, und die beschriebene neurotische Akzentuierung (histrionisch, haltlos, in Opferrolle) erfüllten den Tatbestand einer ins Gewicht fallenden, primären, relevanten, insbe</span><span class="Standard ErwgungHngend">sondere arbeitsmedizinisch relevanten psychischen Störung nicht. Auch als Bode</span><span class="Standard ErwgungHngend">n</span><span class="Standard ErwgungHngend">leger sei der Versicherte weder von seiner Mühe, sich in überfülltem Bus oder Zug zu bewegen, noch durch die neurotisch-</span><span class="Standard ErwgungHngend">dysthymen</span><span class="Standard ErwgungHngend"> Verstimmungen je massgeb</span><span class="Standard ErwgungHngend">lich in seiner Arbeitsfähigkeit eingeschränkt gewesen (S. 25 unten).</span></p><p class="Standard ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard ErwgungHngend">Eine Antriebsstörung könne nicht objektiviert werden. Der Versicherte schildere spontan Lust und Freude, auch Stolz (selber seine Wohnung sehr schön renoviert zu haben), Plausch am Gärtnern und Plaudern mit seinem besten Freund, Abend</span><span class="Standard ErwgungHngend">essen mit seinem Bruder, </span><span class="Standard ErwgungHngend">Solariumbesuch</span><span class="Standard ErwgungHngend">, Schwimmen mit seiner Schwester, Besuch von Schwester und Kindern, Geniessen von Ferien in Italien «an der Sonne», zuletzt noch wenige Tage vor der Begutachtung etc. Dann werde hand</span><span class="Standard ErwgungHngend">kehrum und in Kontrast mit der spontan dargestellten Tagesstrukturierung und Aktivitäten eine Störung der Vitalität und schwere Depressivität beklagt (S. 27 oben).</span></p><p class="Standard ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard ErwgungHngend">Aus diagnostischer Sicht sei abschliessend ein primäres Suchtgeschehen zu diag</span><span class="Standard ErwgungHngend">nostizieren, dies auch auf dem Hintergrund offensichtlicher familiär-hereditärer Belastung mit Suchtkrankheiten. Die ständige Intoxikation mit vor allem sedie</span><span class="Standard ErwgungHngend">renden Substanzen und die dadurch schwankende Vigilanz lasse das Arbeiten als Bodenleger, auf Baustellen, mit Manipulation von möglicherweise gefährlichen </span><span class="Standard ErwgungHngend">Maschinen</span><span class="Standard ErwgungHngend">/Geräten (Schleifmaschinen, Messer etc.) als risikobehaftet erscheinen</span><span class="Standard ErwgungHngend">; aus dieser Perspektive sei Arbeitsunfähigkeit zu attestieren (S. 27 Mitte).</span></p><p class="Standard ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard ErwgungHngend">Die </span><span class="Standard ErwgungHngend">Dysthymia</span><span class="Standard ErwgungHngend"> (ICD-10 F34.1) und die akzentuierten Persönlichkeitszüge hätten, als neurotische Stimmungs- beziehungsweise Persönlichkeitsvarianten, keine </span><span class="Standard ErwgungHngend">arbeitsmedizinische oder IV-Relevanz beziehungsweise die Arbeitsfähigkeit werde</span><span class="Standard ErwgungHngend"> von ihnen nicht tangiert. Auch die klaustrophobischen Gefühle beim Fahren in einem überfüllten Bus oder Zug könnten keine Arbeitsunfähigkeit als Bodenleger begründen. Der Versicherte habe seine beruflichen Fähigkeiten im Übrigen auch durchaus durch seine langjährige Anstellung als Bodenleger bewiesen (S. 27 unten).</span></p><p class="Standard ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard ErwgungHngend">Im Sinne einer Konsistenz- und Plausibilitätsprüfung führte die Gutachterin unter anderem aus, die psychiatrische Aktenlage (IV-Akten, Akten des Taggeldver</span><span class="Standard ErwgungHngend">sicherers) sei, auch mit der zusätzlichen Dokumentation der von ihr eingeholten psychiatrischen Austrittsberichte aus dem Zeitraum von 1997-2015, hinreichend dokumentiert. Im aktuellen Alltag liessen sich keine relevanten Einschränkungen </span><span class="Standard ErwgungHngend">der Arbeitsfähigkeit und auch keine Einschränkungen beim Pflegen von Frei</span><span class="Standard ErwgungHngend">zeit</span><span class="Standard ErwgungHngend">aktivitäten oder sozialen Aktivitäten objektivieren. Die spontanen Alltags-Be</span><span class="Standard ErwgungHngend">schreibungen des Versicherten anlässlich der Begutachtung - mit Spazier</span><span class="Standard ErwgungHngend">gän</span><span class="Standard ErwgungHngend">gen, Velofahren nach Rüschlikon, Zürich-Wollishofen und </span><span class="Standard ErwgungHngend">Horgen</span><span class="Standard ErwgungHngend">, Schwimme</span><span class="Standard ErwgungHngend">n und </span><span class="Standard ErwgungHngend">Solariumbesuch</span><span class="Standard ErwgungHngend">, Plausch im Garten des Freundes und beim Plaudern mit bestem Freund, reger Aktivität in der Familie (Besuchen von Bruder, Schwester und Kindern, Mutter und Stiefvater), regelmässige Ferien in Italien, sowie mit spontan geäusserter Sehnsucht nach Sexualität und Frauen, was aber «durch die Opiate und den Libidoverlust nicht möglich» sei - liessen auf keinerlei depressive oder sozial gehemmte Antriebsstörung schliessen. Auch Lust und Freude würden spon</span><span class="Standard ErwgungHngend">tan geschildert. Dies sei kaum mit einer erheblichen psychischen Störung verein</span><span class="Standard ErwgungHngend">bar (S. 30 Ziff. 7.3). </span></p><p class="Standard ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard ErwgungHngend">Der geschilderte heutige Alltag sowie der psychopathologische Befund entsprä</span><span class="Standard ErwgungHngend">chen einer Dysthymie. Es lägen dabei genügend Hinweise auf sofort mobilisier</span><span class="Standard ErwgungHngend">bare Ressourcen vor, die auch mit einer 100%igen Arbeitstätigkeit in der freien Wirtschaft zu vereinbaren seien, mit Einschränkungen für Arbeiten mit Ma</span><span class="Standard ErwgungHngend">schinen oder auf grossen Höhen wegen der substanzbedingt verminderten Vigi</span><span class="Standard ErwgungHngend">lanz (S. 30 f.).</span></p><p class="Standard ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard ErwgungHngend">In Würdigung der vorhandenen Akten/Arztberichte führte die Gutachterin unter anderem aus, während des zweimonatigen Klinikaufenthalts im Jahr 1997 seien die Depressionsspezialisten zur Schlussfolgerung gelangt, der Versicherte leide an einer </span><span class="Standard ErwgungHngend">Dysthymia</span><span class="Standard ErwgungHngend"> (F34.1) beziehungsweise neurotischer Depression. Auch eine etwaige Persönlichkeitsstörung sei hier nicht observiert worden. Etwaige kli</span><span class="Standard ErwgungHngend">nisch</span><span class="Standard ErwgungHngend">/</span><span class="Standard ErwgungHngend">ar</span><span class="Standard ErwgungHngend">beitsmedizinisch relevante depressive Erkrankungsphasen könnten konkret auch</span><span class="Standard ErwgungHngend"> nach 1997 nicht abgegrenzt werden. Wenn Depressionen aufgetreten be</span><span class="Standard ErwgungHngend">zieh</span><span class="Standard ErwgungHngend">ungsweise diagnostiziert worden seien, seien sie wohl in Wirklichkeit Begleit</span><span class="Standard ErwgungHngend">phänomen der chronischen Sucht/</span><span class="Standard ErwgungHngend">Polytoxikomanie</span><span class="Standard ErwgungHngend"> (und Entzugsphänomen) ge</span><span class="Standard ErwgungHngend">wesen. Entsprechend finde sich dann und wann, aber auch dies nicht durch</span><span class="Standard ErwgungHngend">geh</span><span class="Standard ErwgungHngend">end, die Diagnose einer «rezidivierenden depressiven Störung» in den Austritts</span><span class="Standard ErwgungHngend">berichten. Diese affektive Störungskomponente sei aber aus gutachterlicher Sicht nicht separat festzuhalten, da sie in der Diagnose einer schweren </span><span class="Standard ErwgungHngend">Polytoxi</span><span class="Standard ErwgungHngend">komanie</span><span class="Standard ErwgungHngend"> impliziert sei (S. 31). </span></p><p class="Standard ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard ErwgungHngend">2015 tauche dann der «Verdacht» einer Persönlichkeitsstörung (ICD-10 F61.0) in einem Versicherungsbericht der Klinik im </span><span class="Standard ErwgungHngend">Y.___</span><span class="Standard ErwgungHngend"> (vgl. vorstehend E. 3.1) auf, und werde dann im recht summarischen Austrittsbericht der Psychiatrischen Klinik Sanatorium </span><span class="Standard ErwgungHngend">Z.___</span><span class="Standard ErwgungHngend"> vom Dezember 2015</span><span class="Standard ErwgungHngend"> </span><span class="Standard ErwgungHngend">übernommen (vgl. vorstehend E. 3.2), nun quasi als «Faktum». Die Diagnose einer Persönlichkeitsstörung werde dann auch kommentarlos vom aktuell behandelnden Psychiater 2017 übernommen, allerdings nun als Differentialdiagnose zu einer allfälligen Soziophobie (vgl. vorstehend E. 3.5), </span><span class="Standard ErwgungHngend">die aber</span><span class="Standard ErwgungHngend"> </span><span class="Standard ErwgungHngend">- siehe auch Psychostatus und Befunde/Beobach</span><span class="Standard ErwgungHngend">tungen der Gutachterin anlässlich der Begutachtung - ebenso wenig objektiviert werden könne (S. 32 oben). </span></p><p class="Standard ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard ErwgungHngend">Keine der Instanzen, welche die Diagnose einer Persönlichkeitsstörung in ihren Berichten aufnehme, prüfe die Annahme aber an den diagnostischen ICD-10-Kriterien. Die Differentialdiagnose einer Persönlichkeitsstörung mit Krankheits</span><span class="Standard ErwgungHngend">wert könne anlässlich der Begutachtung nicht bestätigt werden. Nach ICD-10 Kriterien F60 handle es sich dabei um Menschen, deren «charakteristische und dauerhafte innere Erfahrungs- und Verhaltensmuster insgesamt deutlich von kulturell erwarteten und akzeptierten Vorgaben, in mehr als einem der Bereichen Kognition, Affektivität, Impulskontrolle/Bedürfnisbefriedigung und die Art des Umgangs mit anderen Menschen, abweichen». Der Versicherte beschreibe immer</span><span class="Standard ErwgungHngend">hin ein erfülltes Beziehungs- und Sexualleben (das ihm erst durch den Libido</span><span class="Standard ErwgungHngend">verlust seit einer Medikamenten-Einstellung abhandengekommen sei), einen zwanzigjährigen beruflichen Werdegang mit pausenloser Anstellung, seine Inte</span><span class="Standard ErwgungHngend">ressen an Sport, Reisen, Schwimmen, Velofahren, Solarium und Plausch am Garten etc. beziehungsweise auch - trotz gleichzeitig langjähriger polytoxiko</span><span class="Standard ErwgungHngend">maner Entwicklung - hinreichend differenzierte Persönlichkeitsentwicklung und Befriedigung von sozialen, lebensinhaltlichen Berufs- und Freizeit-Bedürfnissen (S. 32).</span></p><p class="Standard ErwgungHngend"><span class="Standard ErwgungHngend">3.8</span><span> </span><span class="Standard ErwgungHngend">Dipl. med. </span><span class="Standard ErwgungHngend">E.___</span><span class="Standard ErwgungHngend">, RAD (vorstehend E. 3.3), führte am 18. April 2018 aus, aus näher dargelegten Gründen sei auf das Gutachten von Dr. </span><span class="Standard ErwgungHngend">I.___</span><span class="Standard ErwgungHngend"> abzustellen (Urk. 10/50 S. 3 f.).</span></p><p class="Standard ErwgungHngend"><br/></p><p class="Standard ErwgungHngend"><span class="Standard ErwgungHngend">4.</span></p><p class="Standard ErwgungHngend"><span class="Standard ErwgungHngend">4.1</span><span> </span><span class="Standard ErwgungHngend">Das Gutachten von Dr. </span><span class="Standard ErwgungHngend">I.___</span><span class="Standard ErwgungHngend"> erfüllt die praxisgemässen Kriterien (vorstehend E. 1.3) vollumfänglich, insbesondere weil die Gutachterin auch bis 1997 zurück</span><span class="Standard ErwgungHngend">reichende Akten berücksichtigt hat und entsprechend fundiert zu einem all</span><span class="Standard ErwgungHngend">fälligen Langzeitverlauf Stellung nehmen konnte. Dafür, dass - wie beschwerde</span><span class="Standard ErwgungHngend">weise angeführt - der medizinische Sachverhalt «unrichtig» erfasst worden sein sollte, gibt es weder Anhaltspunkte noch wurde dazu in der Beschwerde Näheres ausgeführt.</span></p><p class="Standard ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard ErwgungHngend">Mithin ist auf das Gutachten abzustellen. </span></p><p class="Standard ErwgungHngend"><span class="Standard ErwgungHngend">4.2</span><span> </span><span class="Standard ErwgungHngend">Gemäss den schlüssigen Darlegungen der Gutachterin lässt sich keine Persönlich</span><span class="Standard ErwgungHngend">keitsstörung diagnostizieren, und die entsprechende, erstmals 2015 erwähnte und sodann weiter übernommene Diagnose wurde nie nachvollziehbar begründet. Da</span><span class="Standard ErwgungHngend">mit scheidet eine Persönlichkeitsstörung als Auslöser des im Alter von 16 Jahren einsetzenden Suchtgeschehens aus. </span></p><p class="Standard ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard ErwgungHngend">Auch die vom Beschwerdeführer umgangssprachlich als Depressionen bezeich</span><span class="Standard ErwgungHngend">neten Befindlichkeiten im Vorschul- und Schulalter lassen sich nicht zu einer Diagnose verdichten, welche der Suchtproblematik unterlegt werden könnte. Gleiches gilt für die vom Beschwerdeführer berichteten anfänglichen Schul</span><span class="Standard ErwgungHngend">schwie</span><span class="Standard ErwgungHngend">rigkeiten.</span></p><p class="Standard ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard ErwgungHngend">Die Gutachterin hat die </span><span class="Standard ErwgungHngend">Polytoxikomanie</span><span class="Standard ErwgungHngend"> des Beschwerdeführers unmissver</span><span class="Standard ErwgungHngend">ständlich als primäres Suchtgeschehen eingeordnet. Es gibt keine sachliche Ver</span><span class="Standard ErwgungHngend">anlassung, davon abzuweichen. Vielmehr ist ihrer sorgfältigen und überzeugend begründeten Beurteilung zu folgen und vom so erstellten Sachverhalt auszu</span><span class="Standard ErwgungHngend">gehen.</span></p><p class="Standard ErwgungHngend"><span class="Standard ErwgungHngend">4.3</span><span> </span><span class="Standard ErwgungHngend">Nachdem ein primäres Suchtgeschehen praxisgemäss nicht anspruchsbegründend ist (vorstehend E. 1.2), erweist sich die angefochtene Verfügung als rechtens, was zur Abweisung der dagegen erhobenen Beschwerde führt.</span></p><p class="Standard ErwgungHngend"><br/></p><p class="Standard ErwgungHngend"><span class="Standard ErwgungHngend">5.</span><span> </span><span class="Standard ErwgungHngend">Die Verfahrenskosten gemäss Art. 69 Abs. 1</span><span class="Standard ErwgungHngend">bis</span><span class="Standard ErwgungHngend"> des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG) sind ermessensweise auf Fr. 700.-- festzusetzen und ausgangsgemäss dem Beschwerdeführer aufzuerlegen. </span></p><p class="Standard ErwgungHngend"><br/></p><p class="Standard ErwgungHngend"><br/></p><p class="Standard berschrift3"><span class="Standard berschrift3">Das Gericht erkennt:</span><span id="BeginnMateriell"></span></p><p class="Standard DispoHngend"><span class="Standard DispoHngend">1.</span><span> </span><span class="Standard DispoHngend">Die </span><span class="Standard DispoHngend">Beschwerde</span><span class="Standard DispoHngend"> wird abgewiesen.</span></p><p class="Standard DispoHngend"><span class="Standard DispoHngend">2.</span><span> </span><span class="Standard DispoHngend">Die Gerichtskosten von </span><span class="Standard DispoHngend">Fr. </span><span id="Text1"></span><span class="Standard DispoHngend">700</span><span class="Standard DispoHngend">.-- werden </span><span class="Standard DispoHngend">dem Beschwerdeführer</span><span class="Standard DispoHngend"> auferlegt.</span><span class="Standard DispoHngend"> </span><span class="Standard DispoHngend">Rechnung und Einzahlungsschein werden </span><span id="Text2"></span><span class="Standard DispoHngend">dem</span><span class="Standard DispoHngend"> Kostenpflichtigen nach Eintritt der Rechtskraft zugestellt.</span></p><p></p><p class="Standard DispoHngend"><span class="Standard DispoHngend">3.</span><span> </span><span class="Standard DispoHngend">Zustellung gegen Empfangsschein an:</span></p><p class="Standard DispoAufzhlung"><span class="Standard DispoAufzhlung">- </span><span class="Standard DispoAufzhlung">Rechtsanwalt Viktor </span><span class="Standard DispoAufzhlung">Györffy</span></p><p class="Standard DispoAufzhlung"><span class="Standard DispoAufzhlung">- </span><span class="Standard DispoAufzhlung">Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle</span></p><p class="Standard DispoAufzhlung"><span class="Standard DispoAufzhlung">- </span><span class="Standard DispoAufzhlung">Bundesamt für Sozialversicherungen</span></p><p class="Standard DispoEinzug"><span class="Standard DispoEinzug">sowie an:</span></p><p class="Standard DispoAufzhlung"><span class="Standard DispoAufzhlung">- </span><span class="Standard DispoAufzhlung">Gerichtskasse (im Dispositiv nach Eintritt der Rechtskraft)</span></p><p class="Standard Rechtsmittelbelehrung"><span class="Standard Rechtsmittelbelehrung">4.</span><span> </span><span class="Standard Rechtsmittelbelehrung">Gegen diesen Entscheid kann innert </span><span class="Standard Rechtsmittelbelehrung">30 Tagen</span><span class="Standard Rechtsmittelbelehrung"> seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundes</span><span class="Standard Rechtsmittelbelehrung">gesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 15. Juli bis und mit 15. August sowie vom 18. Dezember bis und mit dem 2. Januar (Art. 46 BGG).</span></p><p class="Standard Rechtsmittelbelehrung"><span> </span><span class="Standard Rechtsmittelbelehrung">Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu</span><span class="Standard Rechtsmittelbelehrung">stellen.</span></p><p class="Standard Rechtsmittelbelehrung"><span> </span><span class="Standard Rechtsmittelbelehrung">Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweis</span><span class="Standard Rechtsmittelbelehrung">mittel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat (Art. 42 BGG).</span></p><p class="Standard DispoHngend"><br/></p><p class="Standard berschrift3"><br/></p><p class="Standard berschrift3"><br/></p><p class="Standard berschrift3"><span class="Standard berschrift3">Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich</span></p><p><br/></p><p>Der VorsitzendeDie Gerichtsschreiberin</p><p><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p>MosimannTiefenbacher</p><p></p></div> </div></body></html>