B u n d e s v e rw a l t u n g s g e r i ch t T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i f f éd é r a l T r i b u n a l e am m i n i s t r a t i vo f e d e r a l e T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i v fe d e r a l Abteilung III C-5151/2012 U r t e i l v o m 1 5 . S e p t e m b e r 2 0 1 4 Besetzung Richter Christoph Rohrer (Vorsitz), Richter Michael Peterli und Richterin Madeleine Hirsig-Vouilloz, Gerichtsschreiberin Madeleine Keel. Parteien A._______, vertreten durch lic. iur. Daniel Altermatt, Rechtsanwalt, Beschwerdeführer, gegen IV-Stelle für Versicherte im Ausland IVSTA, Avenue Edmond-Vaucher 18, Postfach 3100, 1211 Genf 2, Vorinstanz. Gegenstand Invalidenversicherung (Verfügung vom 30. August 2012). C-5151/2012 Seite 2 Sachverhalt: A. Nachdem sich A._______ (im Folgenden: der Beschwerdeführer) am 7. Juli 2008 bei der IV -Stelle des Kantons (…) (im Folgenden: IV -Stelle) zum Bezug von IV -Leistungen angemeldet h atte (vgl. Akten der Vori n- stanz [im Folgenden: IVSTA-act.] 1), kam die IV-Stelle nach den notwe n- digen Abklärungen am 27. Juni 2012 ( IVSTA-act. 27, S. 2 -5) zum Schluss, dass der Beschwerdeführer rückwirkend ab 1. Oktober 2008 An- spruch auf eine ganze IV-Rente habe. Die IV-Stelle beauftragte daher die IV-Stelle für Versicherte im Ausland (im Folgenden: IVSTA oder Vori n- stanz) zwecks Zuständigkeit , die geschuldeten Geldleistungen zu b e- rechnen, di e Verfügung zu erstellen und zu versenden (vgl. IVSTA- act. 27, S. 1). B. Nachdem die IVSTA die entsprechenden Berechnungen vorgenommen hatte (vgl. IVSTA-act. 28-30), erliess sie am 18. Juli 2012 drei Verfügu n- gen (IVSTA-act. 31-33). Darin wurden die Renten für den Beschwerdefüh- rer sowie für die Kinder B._______ und C._______ (IVSTA-act. 31), D._______ (IVSTA-act. 32) und E._______ (IVSTA-act. 33) berechnet. In den Berechnungen im Anhang der jeweiligen Verfügung en wurden die rückwirkend geschuldeten Renten einschliesslich des Rentenbetrags für den Monat Juli 2012 vom zu überweisenden Betrag abgezogen und es wurde angegeben, dass diese auf ein "Wartekonto" überwiesen würden. C. Mit Schreiben vom 27. Juli 2012 ( IVSTA-act. 37, S. 3 -8) informierte die Swica den Beschwerdeführer, dass sie ihre zu viel ausbezahlten Vo r- schussleistungen, nämlich Krankentaggelder nach V ersicherungsver- tragsgesetz (Bundesgesetz über den Versicherungsvertrag, im Folge n- den: VVG, SR 221.229.1) in Höhe von Fr. (…) mit der Rentennachza h- lung der IV verrechnen werde. D. Am 31. Juli 2012 ging bei der Vorinstanz der Verrechnungsantrag der Swica ein (IVSTA-act. 37, S. 1-2). E. Mit Schreiben vom 13. August 2012 ( IVSTA-act. 39, S. 5) machte die S o- zialregion F._______ ihre Verrechnungsansprüche über F r. (…) bei der Vorinstanz geltend und legte das vom Beschwerdeführer unterzeichnete C-5151/2012 Seite 3 Verrechnungsformular (IVSTA-act. 39, S. 1 ff.) sowie eine Aufstellung der Unterstützungsleistungen bei (IVSTA-act. 39, S. 6-13). F. Mit Mitteilung vom 30. August 2012 wurde d em Beschwerdeführer s o- dann eine "Abrechnung" zugestellt (IVSTA-act. 41) , in welcher die g e- schuldeten Leistungen der IV von Fr. (…) (Nachzahlung) den Verrech- nungsansprüchen der Swica von Fr. (…) sowie der Sozialen Dienste F._______ von Fr. (...) gegenübergestellt wurden. Es verblieb ein Saldo zu Gunsten des Beschwerdeführers von Fr. 587.55. G. Ebenfalls mit Datum vom 30. August 2012 erliess die Vorinstanz eine Ver- fügung, in welcher , gestützt auf die monatlichen IV -Leistungen, die Ver- zugszinsen von Fr. 47.- berechnet wurden (IVSTA-act. 40). H. Gegen diese Verfügung vom 30. August 2012 erhob der Beschwerdefü h- rer, vertreten durch Rechtsanwa lt Daniel Altermatt, mit Schreiben vom 2. Oktober 2012 Beschwerde beim Bundesverwaltungsgerich t (Akten im Beschwerdeverfahren [im Folgenden: BVGer-act.] 1) . Es wurde bea n- tragt, die Verfügung vom 30. August 2012 sei aufzuheben und es sei die Beschwerdegegnerin anzuweisen, die Nachzahlung der Rentenleistu n- gen für den Zeitraum vom 1. Oktober 2008 bis 30. September 2012 n eu zu berechnen. Ebenso wurde beantragt, es sei die unentgeltliche Pr o- zessführung zu gewähren und der Rechtsanwalt als unentgeltlicher Rechtsbeistand einzusetzen. Zur Begründung wurde angeführt, die Verfügung der Vorinstanz weise Unstimmigkeiten auf. Insb esondere beginne die Tabelle mit den nachz u- zahlenden Beträgen erst mit dem Monat November 2008, obwohl der Rentenanspruch bereits seit Oktober 2008 bestehe (Punkt 1) und es sei der Teuerungsausgleich erst per zweiten Monat des Jahres vorgeno m- men worden (Punkt 2). Ebenso wenig sei eine Nachzahlung der Kinde r- renten verfügt worden (Punkt 3). Weiter wurde ausgeführt, nach der Ve r- rechnung verbleibe dem Beschwerdeführer nur ein Betrag von Fr. 588. -, er habe jedoch für die Monate November 2010, Dezember 2010 und J a- nuar 2011 keine Krankentaggelder mehr erhalten und die Unterstützung der Sozialhilfe habe erst im Februar 2012 begonnen. Für die erwähnten drei Monate habe die Nachzahlung der Rente an den Beschwerdeführer zu erfolgen (Punkt 4). C-5151/2012 Seite 4 I. Nach Aufforderung des Instruktionsrichters, eine Vernehmlassung einz u- reichen ( BVGer-act. 2) und einer gewährten Fristverlängerung ( BVGer- act. 4), ging am 20. Februar 2013 die Vernehmlassung der Vorinstanz vom 15. Februar 2013 beim Bundesverwaltungsgericht ein ( BVGer- act. 5). D ie Vorinstanz beantragte, die Beschwerde sei, insoweit übe r- haupt darauf einzutreten sei, abzuweisen. Zur Begründung wurde geltend gemacht, dass g egen die Ver fügungen vom 18. Juli 2012 keine B e- schwerde beim Versicherungsgericht (…) eingereicht worden sei, wes- halb sie i n Rechtskraft erwachsen seien. Die Höhe des Rentennachza h- lungsbetrages sei im Rahmen dieser Verfügungen verbindlich festgestellt worden. Nach der Klärung der Verrechnungsansprüche sei am 30. August 2012 die Abrechnung über die Nachzahlung erst ellt worden , wobei nur noch Fr. 587.55 zur Auszahlung an den Versicherten selbst gelangt seien. Im Rahmen der Verzugszinsverfügung vom 30. August 2012 sei lediglich noch die Höhe des Verzugszinsanspruchs festgestellt worden, weshalb auf den Hauptantrag, es sei die Rentennachzahlung neu zu berechnen, nicht einzutreten sei. Bezüglich der Verrechnungsanträge der Swica und der Sozialregion F._______ seien die Beschwerdeeinwände offensichtlich unbegründet, wären aber ohnehin nicht im Rahmen der Beschwerde g e- gen die Verzugszinsverfügung geltend zu machen: Bestand und Höhe der Rückforderungen beträfen das Rechtsverhältnis zwischen dem Versicher- ten und der Krankenkasse bzw. der Sozialhilfebehörde, weshalb ein Rechtsstreit zwischen diesen Parteien auszutragen wäre. Bezüglich der Verzugszinsberechnung wurde geltend gemacht, der Ver- zugszins werde monatlich gemäss Art. 7 Abs. 2 Satz 1 ATSV auf dem bis Ende des Vormonats aufgelaufenen Leistungsan spruch berechnet und auch die Anpassung der Rentenleistungen an die Lohn- und Preisen t- wicklung sei korrekt erfolgt. Da von der ursprünglichen Rentennachza h- lung von Fr. (…) lediglich Fr. 588.- an den Versicherten gegangen seien, betrage der Zinsanteil nur (…)%, weshalb ein Betrag von Fr. 47.- resultie- re (Art. 7 Abs. 3 ATSV). J. Nach zwei gewährten Fristerstreckungen vom 27. März 2013 (vgl. BVGer-act. 8) und vom 2. Mai 2013 ( BVGer-act. 10) und einer let z- ten gewährten Frist von fünf Tagen ( BVGer-act. 13) ging am 3. Juli 2013 die Replik des Beschwerdeführers vom 29. Juni 2013 ( BVGer-act. 15) beim Bundesverwaltungsgericht ein. Darin wurde das Gesuch um unen t- geltliche Rechtspflege zurückgezogen . Es wurde geltend gemacht, dass C-5151/2012 Seite 5 Einwendungen gegen die Verrechnungszahlungen an die Swica und an die Sozialregion F._______ nicht früher hätt en geltend gemacht werden können, da diese erst in der Verfügung vom 30. August 2012 aufgeführt gewesen seien. Es müsse dem Beschwerdeführer daher die Möglichkeit gegeben werden, im Rahmen der Anfechtung der Verfügung bezüglich der Verzugszinsen diese teilweise zu Unrecht erfolgten Verrechnungszah- lungen zu rügen. K. Die Vorinstanz verzichtete in der Folge auf eine Duplik (vgl. BVGer- act. 17). L. Auf den weiteren Inhalt der Akten und der Rechtsschriften der Parteien ist – soweit erforderlich – in den nachfolg enden Erwägungen einzugehen. Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 1. 1.1 Gemäss Art. 31 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (VGG, SR 173.32) beurteilt das Bundesverwaltungsgericht Be schwerden gegen Verfügungen nach Art. 5 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 über das Verwaltungsverfahren (VwVG, SR 172.021). Zu den a n- fechtbaren Verfügungen gehören jene der IVSTA, welche eine Vorinstanz des Bundesverwaltungsgerichts darstellt (Art. 33 Bst. d VGG; vgl. auch Art. 69 Abs. 1 Bst. b des Bundesgesetzes vom 19. Juni 1959 über die I n- validenversicherung [IVG, SR 831.20]). Eine Ausnahme, was das Sac h- gebiet angeht, ist in casu nicht gegeben (Art. 32 VGG). 1.2 Das Verfahren vor dem Bundesverwaltungsgericht richtet sich nach dem VwVG, soweit das VGG nichts anderes bestimmt (vgl. Art. 37 VGG). Gemäss Art. 3 Bst. d bis VwVG bleiben in sozialversicherungsrechtlichen Verfahren die besonderen Bestimmungen des Bundesgesetzes vom 6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherung s- rechts (ATSG, SR 830.1) vorbehalten. Gemäss Art. 2 ATSG sind die B e- stimmungen dieses Gesetzes auf die bundesgesetz lich geregelten Soz i- alversicherungen anwendbar, wenn und soweit die einzelnen Sozialvers i- cherungsgesetze es vorsehen. Nach Art. 1 IVG sind die Besti mmungen des ATSG auf die IV anwendbar (Art. 1a bis 70 IVG), soweit das IVG nicht ausdrücklich eine Abweichung vom ATSG vorsieht. Dabei finden nach C-5151/2012 Seite 6 den allgemeinen intertemporalrechtlichen Regeln in formellrechtlicher Hinsicht mangels anderslautender Überga ngsbestimmungen grundsät z- lich diejenigen Rechtssätze Anwendung, welche im Zeitpunkt der B e- schwerdebeurteilung Geltung haben (BGE 130 V 1 E. 3.2). 1.3 Die Beschwerde wurde frist - und formgerecht eingereicht (vgl. Art. 22a VwVG in Verbindung mit Art. 60 ATSG und Art. 52 Abs. 1 VwVG). Als Adressat der angefochtenen Verfügung vom 30. August 2012 (IVSTA-act. 40; vgl. dazu auch E. 3) ist der Beschwerdeführer berührt und hat ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung oder Änderung (vgl. Art. 59 ATSG). 1.4 Das Bundesverwaltungsgericht prüft die Verletzung von Bundesrecht einschliesslich der Überschreitung oder des Missbrauchs des Ermessens, die unrichtige oder unvollständige Feststellung des rechts erheblichen Sachverhalts und die Unangemessenheit (Art. 49 VwVG). 2. Im Folgenden sind vorab die im vorliegenden Verfahren anwendbaren Normen und Rechtsgrundsätze darzustellen. 2.1 Der Beschwerdeführer ist (…) Staatsangehöriger, so dass das am 1. Juni 2002 in Kraft getretene Abkommen zwischen der Schweizerischen Eidgenossenschaft einerseits und der Europäischen Gemeinschaft und ihren Mitgliedstaaten andererseits über die Freizügig keit vom 21. Juni 1999 (Freizügigkeitsabkommen, SR 0.142.112.681, im Folgenden: FZA) anwendbar ist (Art. 80a IVG in der Fassung ge mäss Ziff. I 4 des Bundes- gesetzes vom 14. Dezember 2001 betreffend die Bestimmungen über die Personenfreizügigkeit im Abkommen zur Änderung des Übereinkommens zur Errichtung der EFTA, in Kraft seit 1. Juni 2002). Das Freizügigkeitsab- kommen setzt die verschiedenen bis dahin geltenden bilateralen Abko m- men zwischen der Schweizeri schen Eidgenossenschaft und den einze l- nen Mitgliedstaaten der Euro päischen Union insoweit aus, als darin der - selbe Sachbereich geregelt wird (Art. 20 FZA). Gemäss Art. 8 Bst. a FZA werden die Systeme der sozialen Sicherheit koordiniert, um insbesondere die Gleichbehandlung aller Mitglieder der Vertragsstaaten zu gewährlei s- ten. Nach Art. 3 Abs. 1 der Verordnung (EWG) 1408/71 des Rates vom 14. Juni 1971 (AS 2004 121) haben die Personen, die im Gebiet eines Mitgliedstaates wohnen, für die diese Verordnung gilt, die gleichen Rec h- te und Pflichten aufgrund der Rechtsvorschriften eines Mitglied staates wie die Staatsangehörigen dieses Staates selbst, soweit be sondere Be-C-5151/2012 Seite 7 stimmungen dieser Ver ordnung nichts anderes vorsehen. Dabei ist im Rahmen des FZA und der Verordnung auch die Schweiz als „Mit - gliedstaat“ zu betrachten (Art. 1 Abs. 2 von Anhang II des FZA). Demnach richten sich die Be stimmung des I nvaliditätsgrades und die Be rechnung der Rentenhöhe auch nach dem Inkrafttreten des FZA nach schweizer i- schem Recht ( vgl. auch BGE 130 V 253 E. 2.4). Ebenso finden die am 1. April 2012 in Kraft gesetzten Verordnungen (EG) Nr. 883/2004 des Eu- ropäischen Parlaments und Ra tes vom 29. April 2004 zur Koordi nation der Systeme der sozialen Sicherheit (SR 0.831.109.268.1) sowie (EG) Nr. 987/2009 des Europäischen Parlaments und Rates vom 16. September 2009 zur Festlegung der Modalitäten für die Durchführung der Verordnung (EG) Nr. 883/2004 über die Systeme der sozialen Sicher- heit (SR 0.831.109.268.11) Anwendung. 2.2 Am 1. Januar 2008 sind im Rahmen der 5. IV -Revision Änderungen des IVG und des ATSG in Kraft getreten. Weil in zeitlicher Hinsicht – vor- behältlich besonderer übergangsrecht licher Regel ungen – grundsätzlich diejenigen Rechtssätze massgeblich sind, die bei der Erfüllung des rech t- lich zu ordnenden oder zu Rechts folgen führenden Tatbestandes Geltung haben (BGE 132 V 220 E. 3.1.1; 131 V 11 E. 1), finden demnach jene Vorschriften Anwendung, die spätesten s beim Erlass der Verfü gung vom 30. August 2012 in Kraft standen (so auch die Normen des auf den 1. Januar 2012 in Kraft gesetzten ersten Teils der 6. IV-Revision [IV - Revision 6a], AS 2011 5659 vom 18. März 2011); weiter aber auch Vo r- schriften, die zu jenem Zeitpunkt bereits ausser Kraft getre ten waren, die aber für die Be urteilung allen falls früher entstan dener Leistungsanspr ü- che von Belang sind (das IVG ab dem 1. Januar 2008 in der Fassung vom 6. Oktober 2006 [AS 2007 5129; 5. IV -Revision]; die Verordnung über die Invalidenversicherung (IVV) in der entsprechenden Fassung der 5. IV-Revision [AS 2003 3859 und 2007 5155]). 2.3 Art. 22 ATSG sieht grundsätzlich in Abs. 1 die Nichtigkeit von Abtr e- tungen und Verpfändungen von Leistungen vor. Abs. 2 statui ert jedoch eine Ausnahme für Nachzahlungen von Leistungen des Sozialversich e- rers, z.B. also der IV. Demnach können Nachzahlungen an den Arbeitg e- ber oder die öffentliche oder private Fürsorge abgetreten werden, soweit Vorschusszahlungen geleistet wurden (li t. a) oder wenn eine Versich e- rung Vorleistungen erbracht hat (lit. b). Der Begriff der Abtretung in Art. 22 ATSG stimmt dabei mit demjenigen der Zession nach Art. 164 ff. OR überein (vgl. BGE 135 V 2 E. 6.1, zu den Voraussetzungen auch BGE 136 V 381). C-5151/2012 Seite 8 2.4 Art. 85bis IVV konkretisiert Art. 22 ATSG für die Invalidenversicherung. Abs. 1 hält fest, dass bevorschussende Dritte, welche im Hinblick auf eine Rente der Invalidenversicherung Vorschussleistungen erbracht haben, verlangen können, dass die Nachzahlung dieser Rente bis zur Höhe ihrer Vorschussleistung verrechnet und an sie ausbezahlt wird. Dabei haben die bevorschussenden Stellen ihren Anspruch mit besonderem Formular frühestens bei der Rentenanmeldung und spätestens im Zeitpunkt der Verfügung der IV-Stelle geltend zu ma chen (vgl. BGE 123 V 25 E. 4 zur Gesetzes- und Verfassungskonformität von Art. 85bis IVV und BGE 128 V 108 zur Frage der Anwendbarkeit auf rückwirkend ausgerichtete Tagge l- der). 3. 3.1 Anfechtungsobjekt bildet zunächst die Verfügung der Vorinstanz vom 30. August 2012 ( IVSTA-act. 40) mit welcher dem Beschwerdeführer für den rückwirkend geschuldeten Rentenbetrag Verzugszinsen in der Höhe von insgesamt Fr. 47.- zugesprochen wurden. 3.2 Der mit der angefochtenen Verfügung umschriebene Streitgegen - stand bi ldet nicht nur den Ausgangspunkt, sondern auch den Rahmen und die Begrenzung des Streitgegenstandes. Über diejenigen Punkte, welche von der Vorinstanz nicht verfügungsweise entschieden wurde, kann das Bundesverwaltungsgericht daher im Allgemeinen nicht urt eilen (vgl. BGE 131 V 164 E. 2.1. m.H., BGE 125 V 413 E. 1a). 3.3 Die Vorinstanz hat am 30. August 2012 indessen zwei Schreiben ver- fasst: Die sogenannte "Abrechnung" (vgl. vorne Bst. F.), welche , obwohl anwaltlich vertreten, direkt an den Beschwerdeführer adressiert wurde und die Verfügung über die Verzugszinsen vom selben Datum (vgl. vorne Bst. G.), welche dem Rechtsvertreter zugestellt wurde. 3.3.1 Zunächst ist festzustellen, dass bei einer zweig - oder systemüber- greifenden Verrechnung zweifellos eine (Verrechnungs-)Verfügung zu er- lassen ist (vgl. implizit Urteil des Bundesgerichts I 684/00 vom 19. Febr u- ar 2002, E. 3.b; Urteil des Versicherungsgerichts St.Gallen vom 22. November 2010 IV 2008/458 E. 1.3; FRANZ SCHLAURI, Die zweigüber- greifende Verrechnung und weitere Instrumente der Vollstreckungskoo r- dination des Sozialversicherungsrechts, S. 147, S. 148, S. 159 und in s- besondere S. 165, in: René Schaffhauser/Franz Schlauri [Hrsg.], Sozial- versicherungsrechtstagung 2004, S. 137-201; vgl. sodann auch die Weg-C-5151/2012 Seite 9 leitung über d ie Renten [RWL] in der eidgenössischen Alters -, Hinterlas- senen- und Invalidenversicherung, Rz. 9403, 10076, 10077 bzw. für den Verweis bezüglich der Leistungen nach Versicherungsvertrag das Krei s- schreiben über die Verrechnung von Nachzahlungen der IV mit L eis- tungsrückforderungen von zugelassenen Krankenkassen, Rz. 100). 3.3.2 Verfügungen im Sinne von Art. 5 VwVG sind individuelle, an den Einzelnen gerichtete Hoheitsakte, durch die eine konkrete, verwaltung s- rechtliche Rechtsbeziehung rechtsgestaltend oder feststellend in verbind- licher und erzwingbarer Weise geregelt wird ( ULRICH HÄFELIN/GEORG MÜLLER/FELIX UHLMANN, Allgemeines Verwaltungsrecht, 6. Aufl., Z ü- rich/St.Gallen 2010, Rz. 854). Für das Vorliegen einer Verfügung ist dabei nicht massgebend, ob sie als solche gekennzeichnet ist oder den gesetz- lichen Formvorgaben für eine Verfügung entspricht. Massgebend ist vie l- mehr, ob die Strukturmerkmale einer Verfügung vorhanden sind ( PIERRE TSCHANNEN/ULRICH ZIMMERLI/MARKUS MÜLLER, Allgemeines Verwaltungs- recht, 3. Aufl., B ern 2009, § 28, Rz. 17 ff.; vgl. auch Urteile des Bunde s- verwaltungsgerichts C -1454/2008 vom 8. Juni 2010 E. 2.2 und A - 8518/2007 vom 18. September 2008 E. 4.4). 3.3.3 Bezüglich der sogenannten "Abrechnung" vom 30. August 2012 (IVSTA-act. 41) ist festzustellen, dass es sich dabei um eine Verfügung im Sinne von Art. 5 VwVG, genauer um eine – wie soeben in E. 3.3.1 darge- stellte – Verrechnungs-Verfügung handelt, obwohl sie nicht als solche be- zeichnet und auch nicht mit einer Rechtsmittelbelehrung versehen wurde. Indem die Vorinstanz wie beschrieben vorgegangen ist und die "Abrec h- nung" direkt dem Beschwerdeführer zugestellt hat, hat sie die se Verfü- gung im Sinne von Art. 35 i.V.m. Art. 38 VwVG mangelhaft eröffnet. 3.4 Art. 38 VwVG bestimmt, dass den Parteien aus einer mangelhaften Eröffnung kein Nachteil erwachsen darf. Es handelt sich um eine Konkr e- tisierung des Prinzips von Treu und Glauben (Art. 5 Abs. 3 und Art. 9 BV). Rechtsfolge des Vertrauensschutzes ist, dass ein Rechtsmittel trotz Mä n- geln als gültig anerkannt wird ( LORENZ KNEUBÜHLER zu Art. 38 VwVG , in: Christoph Auer/Markus Müller/Benjamin Schindler [Hrsg.], Kommentar zum Bundesgesetz über das Verwaltungsverfahren, Zürich/St.Gallen 2008, Rz. 2). Da dem Beschwerdeführer bzw. seinem Rechtsvertreter keine grobe pro- zessuale Unsorgfalt vorzuwerfen ist und er seiner Beschwerde sowohl die Verfügung bezüglich der Verzugszinsen vom 30. August 2012, als auch C-5151/2012 Seite 10 die "Abrechnung" vom 30. August 2012 beilegte, rechtfertigt es sich im Grundsatz, auch die Rügen gegen die Verrechnungsverfügung im vorlie- genden Verfahren zuzulassen. 4. 4.1 Replikweise machte der Beschwerdeführer geltend, dass Einwendun- gen gegen die Verrechnungszahlungen an die Swica und die Sozialregion F._______ nicht früher hätten geltend gemacht werden können, d a diese erst in der hier angefochtenen Verfügung vom 30. August 2012 aufgeführt gewesen seien. Es müsse dem Beschwerdeführer daher im Rahmen der Anfechtung dieser Verfügung die M öglichkeit gegeben werden, die teil- weise zu Unrecht erfolgten Verrechnungszahlungen zu rügen (BVGer- act. 15, S. 2 und vorne, Bst. J.). Wie die Vorinstanz jedoch zutreffend ausgeführt hat, sind Einwände be- züglich der materiellen Begründetheit der Verrechnungsforderungen (der Swica bzw. der Sozialhilfe) nicht im hier zu beurteilenden Verfahren gel- tend zu machen. War der Beschwerdeführer mit der Höhe der zurückge- forderten Beträge nicht einverstanden, so hätte er dies in einem Verfa h- ren gegen die Krankenversicherung vorbringen müssen, da die materielle Begründetheit dieser Rückforderung vom Bezüger direkt mit dem Erbri n- ger der Vorschussleistungen auszuhandeln ist (vgl. dazu Urteile des Bun- desgerichts I 296/03 vom 21. Oktober 2004 E. 4.1.1, 4.2 und 4.4 mit Hi n- weisen; 4A_24/2012 vom 30. Mai 2012 E. 4.3 und P1/05 vom 11. Januar 2006 E. 4.3 s owie Urteil des Versicherungsgerichts St. Gallen vom 27. Februar 2008 IV 2007/205 E. 1.3). Sowohl der Ausgleichskasse als auch der IVSTA fehlt es an einer diesbezüglichen Verfügungs - bzw. Prü- fungsbefugnis (vgl. Urteil des Bundesverwaltungsgerichts C -3251/2009 vom 12. November 2012, E. 1.4.2). Aus diesem Grund kann dieses Vo r- bringen nicht Gegenstand des hier vorliegenden Beschwerdeverfahrens bilden und es ist auf die entsprechende Rüge nicht einzutreten. 4.2 Der Beschwerdeführer machte sodann geltend, er habe für die Mona- te November 2010 bis Januar 2011 keine Krankentaggelder erhalten und die Sozialhilfe habe erst seit Februar 2012 [recte: Februar 2011] bezahlt, weshalb eine Nachzahlung der Rente für diese drei Monate an ihn zu e r- folgen habe (vgl. BVGer-act. 1, S. 3 und vorne, H., Punkt 4). Der Beschwerdeführer übersieht mit diesem Vorbringen, dass sein Ren- tenanspruch für die Monate November 2010 bis Januar 2011 in den Ver-C-5151/2012 Seite 11 fügungen vom 18. Juli 2012 bei der Berechnung des rückwirkend g e- schuldeten Rentenbetrags vollumfänglich berücksichtigt wurde (vgl. IVSTA-act. 31 -33, jeweils S. 3) . Auf die in der Verrechnungsverf ü- gung vom 30. August 2012 (IVSTA-act. 40) angegebene Höhe des für Ja- nuar 2011 geschuldeten Rentenbetrags ist unter E. 5.4 zurückzukommen. 4.3 Der Beschwerdeführer bringt weiter vor, es sei keine Nachzahlung der Kinderrenten verfügt worden ( vgl. BVGer-act. 1, Ziff. 4 und vorne Bst. H, Punkt 3). Dieses Vorbringen wurde nicht weiter substantiiert oder begrün- det. 4.3.1 In den drei rechtskräftigen Verfügungen vom 18. Juli 2012 (alle zu- gestellt an den Rechtsvertreter des Beschwerdeführers) wurden zunächst in der ersten Verfügung zusätzlich zur Rente des Beschwerdeführers zwei ordentliche Kinderrenten zugesprochen (ab 1. Oktober 2008 bis und mit 31. Juli 201 2 für B._______ und C._______, vgl. IVSTA-act. 31). Mit den beiden weiteren Verfügungen wurden die Kinderrenten für D._______ (ab 1.Oktober 2008 und bis 30. Juni 2011, vgl. IVSTA-act. 32) und für E._______ (ab 1. Oktober 2008 bis und mit Juli 2012, vgl. IVSTA- act. 33) zugesprochen. Seite 3 dieser Verfügungen führte jeweils das T o- tal des rückwirkend geschuldeten Rentenbetrags auf mit der Anmerkung, dass diese Beträge auf ein Wartekonto verbucht w ürden. Dass die Vorin- stanz die rückwirkend geschuldeten Renten zur Verrechnung mit den Forderungen der Swica bzw. der Sozialdienste F._______ zurückbehalten hat, ist in Art. 85bis IVV so vorgesehen, weshalb dieses Vorgehen wie be- reits ausgeführt nicht zu beanstanden ist. Hinzu kommt, dass sich der Versicherte explizit mit einer Verrechnung mit den Leistungen der Sozia l- region F._______ einverstanden erklärt hat (vgl. IVSTA-act. 7, S. 3). Die Rüge, es sei keine Nachzahlung der Kinderrenten verfügt worden, erweist sich demnach als aktenwidrig. 4.3.2 Auffallend ist jedoch, dass die "Abrechnung" vom 30. August 2012 (IVSTA-act. 41) an den Beschwerdeführer von einem einbehaltenen Ren- tentotal von Fr. (…) ausgeht, was dem Total der rückwirkend einbehalt e- nen Renten für den Beschwerdeführer und die Kinder B._______, C._______ und D._______ (vgl. IVSTA-act. 31 und 32, jeweils S. 3) ent- spricht. Bezüglich der Kinderrente für E._______ ist aufgrund der Verf ü- gung vom 18. Juli 2012 (vgl. IVSTA-act. 33, Name des Anspruchsberech- tigten, Bankverbindung), welche ebenfalls an Rechtsan walt Altermatt ge- sendet wurde, davon auszugehen, dass die Rente spätestens ab August 2012 direkt an E._______ ausbezahlt wurde. Aktenkundig ist zudem ein C-5151/2012 Seite 12 Antrag vom 13. Februar 2012, in welchem die Mutter von E._______ um direkte Auszahlung der Kinderrente an diesen sel bst ersucht (IVSTA-act. 24). Mit Schreiben vom 13. März 2012 (vgl. IVSTA-act. 26) wandte sich die Vorinstanz entsprechend an den Beschwerdeführer und räumte ihm eine Frist von 30 Tagen ein, um gegen eine Direktauszahlung der Kinder- rente zu Gunsten von E._______ durch die Vorinstanz Einwände erheben zu können. Ob Einwände erhoben wurden sowie, ob in der Folge, wie im Schreiben vom 13. März 2012 angekündigt, eine beschwerdefähi ge Ver- fügung erlassen wurde, lässt sich jedoch weder aus den vorgelegten A k- ten noch den Vorbringen des Beschwerdeführers entnehmen, umso w e- niger, als dieser ohne nähere Ausführungen beanstandet, es sei keine Nachzahlung der Kinderrente verfügt worden. Es ist daher nicht ersicht- lich, was mit den aufgelaufenen, rückwirkend zu Gunsten von E._______ geschuldeten Rentenleistungen im Umfang von Fr. (…) passiert ist bzw. ob diese ebenfalls bereits an E._______ ausbezahlt wurden. Es kommt hinzu, dass die Vorinstanz in einer internen Notiz vom 13. Juli 2012 die "arrérages" auf Fr. (…) beziffert (IVSTA-act. 30), in der "Abrech- nung" vom 30. August 2012 (IVSTA-act. 41) jedoch nur mehr ein Betrag von Fr. (…) angegeben wird. Eine Erklärung hierfür fehlt aber gänzlich. Aufgrund der nicht klar begründeten und daher nicht nachvollziehbaren Berechnung sowie der unvollständig vorgelegten Akten ist es für das Bundesverwaltungsgericht nicht möglich, festzustellen, ob in den Verfü- gungen vom 30. August 2012 allenfalls zu wenig Kinderrenten berück- sichtigt wurden. 5. Der Beschwerdeführer beantragt hauptsächlich, die Beschwerdegegnerin sei anzuweisen, die Nachzahlung der Rentenleistungen neu zu berec h- nen (vgl. BVGer-act. 1 sowie Bst. H. vorne, Punkt 1) . Die Vorinstanz wendet dagegen ein, der Rentennachzahlungsbetrag sei im Rahmen der Verfügungen vom 18. Juli 2012 verbindlich fe stgestellt worden und es könne in diesem Verfahren nicht mehr darauf eingetreten werden (vgl. BVGer-act. 5 und vorne Bst. I.). 5.1 Zwar ist richtig, dass in den Verfügungen vom 18. Juli 2012 die Re n- tenansprüche rechtskräftig festgelegt wurden. Hingegen wurden die Ren- tenansprüche Oktober 2008 bis und mit Juli 2012 damals auf ein "Wart e- konto" gebucht, da die Verrechnung mit den bevorschussenden Lei s- tungserbringern noch ausstand. Die Schluss -Abrechnung mit den total geschuldeten Rentennachzahlungen, den Verrechnungsforderungen der Swica Versicherung und der Sozialregion F._______ und mit den Ve r-C-5151/2012 Seite 13 zugszinsen wurde erstmalig in den hier angefochtenen Verfügungen vom 30. August 2012 verfügt, weshalb insbesondere – und entgegen der A n- nahme der Vorinstanz – Prüfgegenstand des vorliegenden Verfahrens bildet, ob die Abrechnung korrekt erfolgte bzw. ob alle Ansprüche, welche in den Verfügungen vom 18. Juli 2012 rechtskräftig zugesprochen wu r- den, auch bei der Abrechnung berücksichtigt wurden (vgl. diesbezüglich bereits die in E. 4.3 gemachten Ausführungen zu den Kinderrenten). 5.2 Der Beschwerdeführer rügt insbesondere, die Tabelle in der Verf ü- gung vom 30. August 2012 (IVSTA -act. 40, S. 3) mit den monatlichen Leistungen beginne erst im November 2008, obwohl der Rent enanspruch bereits ab Oktober 2008 bestehe. 5.3 Es lässt sich feststellen, dass di e Vorinstanz zwar zunächst richtiger- weise als Zeitpunkt, in welchem der Anspruch auf Verzugszinsen en t- stand, Anfang Oktober 2010 angenommen hat (vgl. IVSTA-act. 40, S. 3 oben, " Beginn Verzugszinsen: 01.10.2010"), mithin 24 Monate nach der Entstehung des Rentenanspruchs ( vgl. dazu Art. 26 Abs. 2 ATSG). J e- doch, und wie der Beschwerdeführer zu Recht bemängelte, fehlt in der Auflistung der monatlichen IV -Leistungen der Rentenanspruch des Mo- nats Oktober 2008 über Fr. (…) (die Auflistung beginnt erst mit November 2008), welcher aber in den Verfügungen vom 28. Juli 2012 (IVSTA-act. 31-33) verbindlich festgestellt wurde. 5.4 Bei einer genauen Betrachtung der Verfügung vom 30. August 2012 (IVSTA-act. 40) fällt weiter auf, dass die Abrechnung auf S. 3 für Januar 2009 (Fr. …) und für Januar 2011 (Fr. …) falsche Beträge aufführt; die Anpassung auf den teuerungsbereinigten höheren Betrag wurde erst per Februar 2009 bzw. Februar 2011 vorgenommen, obwohl bereits jeweils per Januar der höhere Betrag geschuldet war. Ebenso hätte der Betrag für den Monat Juli 2011 bereits tiefer ausfallen müssen (wie in der Folge ab August 2011 a ngegeben), da der Anspruch auf Kinderrente für den Sohn D._______ nur bis Juni 2011 bestand. Sodann erscheint in der A b- rechnung auch der Monat August 2012, welcher aber nicht mehr in die Abrechnung der rückwirkend geschuldeten Renten mit einzubeziehen gewesen wäre, da die entsprechenden Renten gemäss den Verfügungen vom 18. Juli 2012 ja bereits ausbezahlt worden waren (vgl. IVSTA- act. 33). 6. Aufgrund der gemachten Ausführungen kann daher vorliegen d nicht ab-C-5151/2012 Seite 14 schliessend geprüft werden, ob die Vorinstanz in ihr er Verfügung vom 30. August 2012 (IVSTA-act. 40) – und sodann auch in der Verrec h- nungsverfügung vom selben Datum ("Abrechnung"; IVSTA-act. 41) – von einer falschen Gesamt-Nachzahlungssumme (Fr. …) und damit nach der Verrechnung mit den Ansprüchen der Swica und der Sozialregion F._______ in der Folge auch von einer falschen Nachzahlungssumme zu Gunsten des Versicherten (Fr. 587.55) ausgegangen ist. Da sich die B e- rechnung der Verzugszinsen auf die Höhe der Rentennachzahlungen be- zieht, ist auch die Berechnung der Höhe der Verzugszinsen nicht a b- schliessend prüfbar, auch wenn die Art und Weise der Verzugszinsbe- rechnung (vgl. Art. 7 Abs. 1 und 2 ATSV) an sich korrekt war. 7. Nach dem Gesagten sind d ie Verfügungen vom 30. August 2012 (IVSTA- act. 40 und IVSTA-act. 41) a ufzuheben und die Sache ist an die Vori n- stanz zurückzuweisen. Diese ist anzuweisen, im Sinne der Erwägungen eine nachvollziehbare und korrekte Abrechnung der rückwirkend g e- schuldeten Rentenleistungen sowie eine neue und bereinigte Verzugs- zinsberechnung vorzunehmen und anschliessend neu zu verfügen. Dabei hat sie ihre Begründungspflicht zu beachten. 8. Zu befinden bleibt über die Verfahrenskosten und eine allfällige Parteient- schädigung. 8.1 In der Regel werden die Verfahrenskosten gemäss Art. 63 Abs. 1 VwVG der unterliegenden Partei auferlegt. Der Beschwerdeführer ist mit seinem Hauptbegehren durchgedrungen und hat eine Rückweisung zur Neuberechnung an die Vorinstanz erwirkt, was praxisgemäss als Obsi e- gen gilt (vgl. BGE 137 V 57 E. 2.1 m.H.), weshalb ihm im vorliegenden Fall keine Kosten auferlegt werden (vgl. Art. 63 Abs. 1 letzter Satz VwVG i.V.m. Art. 6 lit. b des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 73.320.2]). Der unterliegenden Vorinstanz können keine Kosten aufer- legt werden (Art. 63 Abs. 2 VwVG). 8.2 Der im Sinne der Rückweisung obsiegende Beschwerdeführer hat gemäss Art. 64 Abs. 1 VwVG in Verbindung mit Art. 7 VGKE Anspruch auf eine Parteientschädigung zu Lasten der Verwaltung (vgl. dazu auch Urtei- le des Bundesgerichts 9C_122/2010 vom 4. Mai 2010 und 9C_592/2010 vom 23. März 2011). Da keine Kostennote eingereicht wurde, ist die En t-C-5151/2012 Seite 15 schädigung aufgrund der Akten festzusetzen (Art. 14 Abs. 2 Satz 2 VGKE). Unter Berücksichtigung des Verfahrensausgangs, des gebotenen und aktenkundigen Aufwandes, der Bedeutung der Streitsache und der Schwierigkeit des vorliegend zu beurteilenden Verfahrens, ist eine Parte i- entschädigung von Fr. (…) (inkl. Auslagen, ohne Mehrwertsteuer [vgl. dazu auch Urtei l des Bundesverwaltungsgerichts C -6173/2009 vom 29. August 2011 mit Hinweis]; Art. 9 Abs. 1 i.V.m. Art. 10 Abs. 2 VGKE) gerechtfertigt. (Dispositiv auf der nächsten Seite) C-5151/2012 Seite 16 Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 1. Auf die Beschwerde wird, soweit sie die Höhe der zugesprochenen Rente und die Verrechnungsforderungen der Swica und der Sozialregion F._______ betrifft, nicht eingetreten. 2. Im Übrigen wird die Beschwerde insofern gutgeheissen, als d ie Verf ü- gung vom 30. August 2012 und die Verrechnungsverfügung " Abrech- nung" vom selben Datum aufgehoben werden und die Sache an die Vor- instanz zurückgewiesen wird, damit diese im Sinne der Erwägungen die Höhe der geschuldeten Rentennachzahlung so wie der Verzugszinsen neu berechne und anschliessend neu verfüge. 3. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. 4. Dem Beschwerdeführer wird zu Lasten der Vorinstanz eine Parteien t- schädigung von Fr. (…) zugesprochen. 5. Dieses Urteil geht an: – den Beschwerdeführer (Gerichtsurkunde) – die Vorinstanz (Ref-Nr. …; Einschreiben) – das Bundesamt für Sozialversicherungen (Einschreiben) Für die Rechtsmittelbelehrung wird auf die nächste Seite verwiesen. Der vorsitzende Richter: Die Gerichtsschreiberin: Christoph Rohrer Madeleine Keel C-5151/2012 Seite 17 Rechtsmittelbelehrung: Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen nach Eröffnung beim Bun- desgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern , Beschwerde in öffentlich - rechtlichen Angelegenheiten geführt werden, sofern die Voraussetzungen gemäss den Art. 82 ff., 90 ff. und 100 des Bundesgeri chtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (BGG, SR 173.110) gegeben sind. Die Rechtsschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismittel und die U n- terschrift zu enthalten. Der angefochtene Entscheid und die Beweismittel sind, soweit sie der Beschwerdeführer in Händen hat, beizulegen (Art. 42 BGG). Versand: