A bteilung V E -3516/2006 {T 0/2} U rteil vom 15. Juni 2007 M itw irkung: R ichterin Luterbacher, R ichter G alliker, R ichterin de C oulon Scuntaro G erichtsschreiberin O eler A ._______, Türkei, Baselstrasse 37, 6003 Luzern, vertreten durch lic. iur. Angela R oos, C aritas Schw eiz, Abteilung Anw altschaft, Löw enstrasse 3, Postfach, 6002 Luzern Beschw erdeführer gegen B undesam t für M igration (B FM ), vorm als Bundesam t für Flüchtlinge (BFF), Q uellenw eg 6, 3003 Bern, Vorinstanz betreffend Verfügung des B FM vom 25. Februar 2004 i.S. A syl und W egw eisung / N 441 457 B u n d e s v e rw a ltu n g s g e ric h t T rib u n a l a d m in is tra tif fé d é ra l T rib u n a le a m m in is tra tiv o fe d e ra le T rib u n a l a d m in is tra tiv fe d e ra l2 Sachverhalt: A. D er Beschw erdeführer verliess seinen H eim atstaat nach eigenen Angaben im Septem ber 1999 und reiste nach längeren Aufenthalten in G eorgien und Aserbaidschan am 25. N ovem ber 2002 in die Schw eiz ein, w o er noch gleichentags um Asyl nachsuchte. Am 4. D ezem ber 2002 w urde er in der Em pfangsstelle Basel erstm als zu seinen Ausreisegründen befragt. D abei gab er im W esentlichen zu Protokoll, er und sein Vater seien im Jahre 1990 w egen der zu U nrecht erhobenen Beschuldigung, die PKK zu unterstützen, für vierzehn Tage in Folterhaft genom m en w orden. D anach seien sie von der Staatsanw altschaft ins G efängnis von B._______ geschickt w orden, w o sie w eitere 43 bis 45 Tage inhaftiert w orden seien. Schliesslich seien sie vor G ericht gestellt w orden. N ach der Entlassung aus dem G efängnis habe m an ihn als D orfschützer rekrutieren w ollen. D am it er dieser Aufforderung nicht habe nachkom m en m üssen, habe er zusam m en m it seinen zw ei Brüdern das H eim atdorf verlassen; sie seien nach C ._______ gegangen. D ort habe er bis Ende 1994 einen (...) geführt. Er sei bei der G eschäftsführung von den Sicherheitskräften derart m assiv behindert w orden, dass er C ._______ Ende 1994 schliesslich w ieder verlassen habe und nach D ._______ gezogen sei. In all den Jahren habe er sich auch politisch und m enschenrechtlich engagiert, indem er - jew eils bis zu deren Schliessung - in der Parteileitung der Ö ZD EP, der D EP und der H AD EP gearbeitet und in Zeitungen Artikel geschrieben habe. In D ._______ sei er unzählige M ale verhaftet, zum W egzug aufgefordert und für den Säum nisfall m it dem Tode bedroht w orden. Zudem sei er im m er w ieder von der Polizei in seinem Büro aufgesucht und bedroht w orden. D ie Polizisten hätten seine Kunden w illkürlichen Personenkontrollen unterzogen. N achts sei er aus dem Bett geholt und vor seiner Fam ilie unsagbar angeschuldigt w orden. Auch seine Kinder seien aus dem Schlaf gerissen w orden. Es sei ein derart im m enser psychischer D ruck auf ihn ausgeübt w orden, dass er es zum Schluss nicht m ehr ausgehalten und das Land verlassen habe. Er sei nach G eorgien und Aserbeidschan gegangen. In Aserbeidschan habe er, in der letztlich falschen H offnung, dass ihm die Vereinten N ationen helfen w ürden, ein Asylgesuch eingereicht. B. Am 18. D ezem ber 2002 w urde der Beschw erdeführer einlässlich vom (...) angehört. D abei gab er zu Protokoll, er habe in der Türkei zw ischen 1984 und 1999 nacheinander zw ei (...) geführt und m it (...) gehandelt. Im Jahr 1999 sei er nach G eorgien und Aserbeidschan gegangen; seine Brüder hätten dann die G eschäfte w eitergeführt. Seine Schw ierigkeiten im H eim atland betreffend gab er an, etw a im Juli 1990 sei er zusam m en m it seinem Vater und m ehreren Kollegen inhaftiert w orden. Er sei erst für 14 oder 15 Tage in U ntersuchungshaft genom m en, dann dem R ichter vorgeführt und schliesslich w ährend 45 Tagen im G efängnis von B._______ inhaftiert w orden. D er R ichter habe ihn daraufhin freigelassen. N ach w eiteren Inhaftierungen gefragt, gab der Beschw erdeführer an, er sei in C ._______ zirka zehn M al und in D ._______ über zehn M al in H aft genom m en w orden, letztm als eine W oche vor seiner Ausreise für einen knappen Tag. Auch sei er einm al - verm utlich im Jahre 1995 - w egen eines Verkehrsunfalls in U ntersuchungshaft genom m en w orden. Aufgrund dieser Vorfälle und w eil er 3 vom Staat in G egenw art seiner Fam ilie zutiefst beleidigt und zu U nrecht beschuldigt w orden sei, habe er im Septem ber 1999 die Türkei verlassen und sei nach G eorgien gegangen. D ort habe er auf eine Am nestie gew artet. Als es innert eineinhalb M onaten nicht zu dieser Am nestie gekom m en sei, sei er nach Aserbeidschan w eitergereist. D ort habe er im Jahre 2000 auf Anraten seines Anw altes beim U N H C R ein Asylgesuch eingereicht. In Aserbeidschan habe er eine Zeitlang als (...) gearbeitet. Zudem sei er von seinen G eschw istern aus der Türkei finanziell unterstützt w orden. In Aserbeidschan sei ihm zum Vorw urf gem acht w orden, dass die Kurden die Arm enier, die gerade im Krieg m it Aserbeidschan gestanden hätten, unterstützen w ürden. Er habe als Einziger keine H ilfe bekom m en und sein Asylantrag sei bis zur Ausreise nicht behandelt w orden. (...) Zur U nterm auerung seiner Vorbringen reichte der Beschw erdeführer einen Einstellungsbeschluss des Staatssicherheitsgerichts B._______ vom 26. Septem ber 1990 betreffend PKK-U nterstützung, drei Vorladungsterm ine des U N H C R aus Baku (Aserbeidschan) aus dem Jahre 2002, diverse, vom Beschw erdeführer laut seinen Angaben selbst verfasste Zeitungsartikel, einen Buchauszug, eine Bescheinigung der H AD EP, eine G eburtsurkunde, einen N üfusregisterauszug, einen Eheschein, drei Steuerauszüge betreffend (...), eine Bankbestätigung betreffend Kreditgew ährung, einen Auszug aus dem Am tsblatt betreffend G eschäftseröffnung, eine G arantieerklärung, eine M itgliedsbestätigung der H andelskam m er aus dem Jahre 1994/1995, einen Kaufvertrag für ein Auto und eine M uhtarbestätigung zu den Akten. C . Am 23. O ktober 2003 w urde der eingereichte Einstellungsbeschluss vom 26. Septem ber 1990 einer D okum entenanalyse unterzogen. D abei konnten keine objektiven Fälschungsm erkm ale erkannt w erden. D . Am 14. Januar 2004 gew ährte das BFF dem Beschw erdeführer auf G esuch hin Einsicht in die bisherigen Verfahrensakten, sow eit diese nicht der G eheim haltung unterlagen. E. D as BFF stellte m it Verfügung vom 25. Februar 2004 fest, der Beschw erdeführer erfülle die Flüchtlingseigenschaft nicht, und lehnte das Asylgesuch ab. G leichzeitig verfügte es die W egw eisung des Beschw erdeführers aus der Schw eiz und ordnete den W egw eisungsvollzug an. Zur Begründung führte die Vorinstanz an, die Vorbringen verm öchten w eder den Anforderungen an die G laubhaftigkeit gem äss Art. 7 AsylG noch denjenigen an die Asylrelevanz gem äss Art. 3 AsylG standzuhalten. D en W egw eisungsvollzug erachtete die Vorinstanz als zulässig, zum utbar und m öglich. F. M it Beschw erde vom 29. M ärz 2004 an die dam alige Schw eizerische Asylrekurskom m ission (AR K) beantragte der Beschw erdeführer durch seinen dam aligen R echtsvertreter die Aufhebung der vorinstanzlichen Verfügung, die Feststellung der Flüchtlingseigenschaft und die Asylgew ährung. Eventuell seien die U nzum utbarkeit und U nzulässigkeit des W egw eisungsvollzugs festzustellen und als Folge davon sei der Beschw erdeführer vorläufig aufzuheben. Auf die Erhebung eines Kostenvorschusses sei zu verzichten. G . M it Zw ischenverfügung der zuständigen Instruktionsrichterin der AR K vom 5. April 2004 w urde antragsgem äss auf die Erhebung eines Kostenvorschusses verzichtet. 4 G leichzeitig w urde dem Beschw erdeführer eine dreissigtägige Frist eingeräum t, um die in der Beschw erde in Aussicht gestellten Bew eism ittel und die O riginale der seiner Eingabe beigelegten G erichtsdokum ente einzureichen. D ie übrigen Anträge des Beschw erdeführers w urden auf einen späteren Zeitpunkt verw iesen. H . M it Eingabe vom 6. M ai 2004 reichte der R echtsvertreter U nterlagen zum Asylgesuch in Aserbeidschan sam t einem Fax-Schreiben des U N H C R , beinhaltend die Bestätigung von Verfahrensm ängeln beim Asylverfahren des Beschw erdeführers sow ie die M itteilung der späteren Entlassung des betreffenden U N H C R -M itarbeiters, den H aftbefehl vom 15. O ktober 1999 im O riginal sow ie eine beglaubigte Kopie des Verhandlungsprotokolls vom 16. M ai 2002 zu den Akten. Am 10. M ai 2004 w urde das O riginal des U N H C R -Schreibens, auf dessen Inhalt sow eit w esentlich in den nachfolgenden Erw ägungen eingegangen w ird, nachgereicht. I. Am 4. Juni 2004 unterzog die Vorinstanz den H aftbefehl und das Verhandlungsprotokoll einer D okum entenanalyse. Im Ergebnis kam die Vorinstanz hinsichtlich des H aftbefehls zum Schluss, dass es sich dabei um eine Totalfälschung handle. H insichtlich des eingereichten Protokolls konnten keine objektiven Fälschungsm erkm ale festgestellt w erden. J. M it Vernehm lassung vom 8. Juni 2004 schloss die Vorinstanz auf Abw eisung der Beschw erde. Zur Begründung führte sie das Ergebnis der Echtheitsprüfung des H aftbefehls an. D as D okum ent stim m e w eder form al m it den gebräuchlichen Vorlagen überein, noch entspreche die N um m er des unterzeichneten R ichters der in der Türkei verw endeten. D er H aftbefehl sei som it als Totalfälschung zu qualifizieren, w elche nicht geeignet sei, den geltend gem achten Sachverhalt glaubhafter erscheinen zu lassen. Auch das nachträglich eingereichte Verhandlungsprotokoll verm öge als Fotokopie keinen Bew eisw ert zu entfalten. K. In seiner R eplik vom 1. Juli 2004 w endete der R echtsvertreter ein, er könne zur Argum entation der Vorinstanz zw ar m angels Vergleichsobjekten keine Stellung nehm en, er gehe jedoch davon aus, dass der vorliegende H aftbefehl authentisch sei, zum al der Beschw erdeführer ihn über einen R echtsanw alt erhalten habe. Zudem bestehe keine G ew ähr für die R ichtigkeit der D okum entenanalyse der Vorinstanz. D er R echtsvertreter beantragte anhand der R egisternum m er w eitere Abklärungen bei der Schw eizerischen Vertretung in der Türkei darüber, ob der H aftbefehl aus dem Jahre 1999 tatsächlich ausgestellt w orden sei und auf w en er sich beziehe. Sodann w idersprach er angesichts des U m standes, dass es sich um eine beglaubigte Kopie handle, der vorinstanzlichen Einschätzung, dass das Verhandlungsprotokoll aufgrund seiner Kopieform keinen Bew eisw ert zu entfalten verm öge. D er R echtvertreter beantragte auch diesbezüglich Abklärungen vor O rt darüber, ob der Beschw erdeführer tatsächlich behördlich gesucht w erde und ein G erichtsverfahren gegen ihn laufe. L. M it Eingabe vom 27. D ezem ber 2004 inform ierte der R echtsvertreter darüber, dass der Beschw erdeführer in der Türkei eine neue R echtsvertreterin, Frau E._______ aus D ._______, m it der W ahrung seiner Interessen beauftragt habe. D iese habe bereits am 24. D ezem ber 2004 in seiner Sache vor G ericht erscheinen m üssen. D ie R echtsvertreterin habe in Aussicht gestellt, den Beschw erdeführer so schnell w ie m öglich über seinen Fall zu inform ieren. D er Eingabe lag eine beglaubigte 5 Kopie der Vollm acht an die R echtsvertreterin bei. M . M it Zw ischenverfügung der zuständigen Instruktionsrichterin vom 4. Januar 2005 w urde der Beschw erdeführer aufgefordert, die das G erichtsverfahren vom 24. D ezem ber 2004 betreffenden D okum ente seiner türkischen Anw ältin innert dreissig Tagen zu den Akten zu reichen. N . Am 7. Februar 2005 reichte der Beschw erdeführer zw ei Schreiben der türkischen Anw ältin, das eine undatiert und im O riginal, das andere datierend vom 1. Februar 2005 als Faxkopie, beide sam t Ü bersetzung, zu den Akten. D en beiden Schreiben ist zu entnehm en, dass gegen den Beschw erdeführer Verfahren w egen G ründungsaktivitäten, Teilnahm e an verbrecherischen O rganisationen, U rkundenfälschung, Betrug und G eldw äscherei hängig seien. In der Eingabe w urden für den Zeitpunkt nach der nächstvorgesehenen G erichtsverhandlung vom 11. M ärz 2005 gerichtliche D okum ente in Aussicht gestellt. O . Am 8. N ovem ber 2005 reichte der R echtsvertreter ein Schreiben der türkischen Anw ältin des Beschw erdeführers sow ie einen beglaubigten Auszug aus dem Verfahrensprotokoll vom 11. M ärz 2005, beides übersetzt von einem Kollegen des Beschw erdeführers, zu den Akten. D em Schreiben der Anw ältin ist zu entnehm en, dass sie ihn in Abw esenheit nicht vertreten dürfe. Aus dem Protokoll geht hervor, dass der Beschw erdeführer noch im m er zur H aft ausgeschrieben und das Verfahren noch hängig sei. P. Im R ahm en eines zw eiten Vernehm lassungsverfahrens vom 13. Februar 2006 äusserte sich die Vorinstanz zu den eingereichten Bew eism itteln w ie folgt: D er Beschw erdeführer habe m it einem authentischen Bew eism ittel belegt, dass gegen ihn ein G erichtsverfahren hängig sei. Es sei anzunehm en, dass er m it Abw esenheitshaftbefehl gesucht w erde. H ingegen könne nicht davon ausgegangen w erden, dass es sich um ein politisches Verfahren handle. D er Beschw erdeführer habe es näm lich bis anhin unterlassen, säm tliche relevanten Verfahrensakten, so insbesondere eine Anklageschrift oder ein um fassendes Anw altsschreiben, einzureichen. Vielm ehr habe er seine G laubw ürdigkeit bereits erschüttert, indem er zum Bew eis seiner Verfolgungssituation einen gefälschten H aftbefehl eingereicht habe. Q . M it Zw ischenverfügung der AR K vom 21. M ärz 2006 w urde dem Beschw erdeführer G elegenheit gegeben, zur Vernehm lassung der Vorinstanz Stellung zu nehm en. G leichzeitig w urde ihm eine dreissigtägige Frist eingeräum t, um die Anklageschrift sow ie säm tliche über den politischen H intergrund Aufschluss gebenden D okum ente einzureichen. R . M it Antw ortschreiben des R echtsvertreters des Beschw erdeführers vom 24. April 2006 hielt dieser unter H inw eis auf das als authentisch anerkannte Protokoll und die Anw altsschreiben fest, die bisher eingereichten Bew eism ittel sprächen nicht gegen, sondern für den Beschw erdeführer. Er erinnerte zudem an das jahrelange, politische Engagem ent des Beschw erdeführers in der Türkei und an den U m stand, dass die türkischen Behörden des Ö fteren versuchen w ürden, kurdische G eschäftsleute aus dem Verkehr zu ziehen. G leichzeitig anerkannte der R echtsvertreter, dass Anklageschriften und andere G erichtsdokum ente grundsätzlich erhältlich seien. D er letzte Beschaffungsversuch seines M andanten 6 sei jedoch am M utterschaftsurlaub seiner Anw ältin gescheitert. D er R echtsvertreter stellte in Aussicht, dass die U nterlagen so schnell als m öglich nachgereicht w ürden und ersuchte um Fristerstreckung. S. M it Zw ischenverfügung der Instruktionsrichterin vom 5. M ai 2006 w urde dem Beschw erdeführer m itgeteilt, dass dem Fristerstreckungsgesuch nicht entsprochen w erde. D er Beschw erdeführer w urde jedoch auf Art. 32 Abs. 2 Vw VG verw iesen, w onach ausschlaggebende Parteivorbringen auch später noch berücksichtigt w erden könnten. T. M it Schreiben vom 18. M ai 2006 teilte der R echtsvertreter m it, dass der Beschw erdeführer noch nicht im Besitze der geforderten am tlichen D okum ente sei. Zudem inform ierte er darüber, dass sich sein M andant in der Schw eiz politisch betätige und auf verschiedenen Ebenen für die kurdische Sache einsetze. So sei er M itglied zw eier O rganisationen, (...) [N am e der kurdischen O rganisationen]). Zudem habe er an zahlreichen D em onstrationen teilgenom m en und ein Protestschreiben zuhanden des Schw eizerischen Parlam ents gegen die Behandlung der Kurden in Syrien unterschrieben. Zum Bew eis dieses exilpolitischen Engagem ents w urden zahlreiche D okum ente und Fotografien eingereicht. U . M it Eingabe vom 22. August 2006 reichte der R echtsvertreter seine Kostennote zu den Akten. V. M it Schreiben vom 7. N ovem ber 2006 w andte sich die AR K zw ecks diskreter Abklärung des geltend gem achten Sachverhaltes m it einem Fragenkatalog an die Schw eizerische Vertretung in Ankara. M it Antw ortschreiben vom 26. M ärz 2007 nahm diese zu den Fragen Stellung. Auf den genauen Inhalt der Botschaftsauskünfte w ird in den nachstehenden Erw ägungen eingegangen. W . M it Zw ischenverfügung vom 10. April 2007 w urden dem R echtsvertreter sow ohl die Botschaftsanfrage als auch die -antw ort zur Stellungnahm e unterbreitet. Zudem w urde der R echtsvertreter aufgefordert, seine am 22. August 2006 eingereichte Kostennote nötigenfalls zu ergänzen, ansonsten der restliche Aufw and von Am tes w egen eingeschätzt w erde. X. M it Eingabe vom 25. April 2007 nahm die heutige R echtsvertreterin zu dem ihr unterbreiteten Schriftenw echsel Stellung und reichte gleichzeitig w eitere Bew eisunterlagen betreffend die exilpolitischen Aktivitäten des Beschw erdeführers ein. Zudem reichte sie die verlangte Kostennote zu den Akten. Auf die Eingabe w ird in den nachstehenden Erw ägungen eingegangen. D as B undesverw altungsgericht zieht in Erw ägung: 1. 1.1 G em äss Art. 31 des Verw altungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (VG G , SR 173.32) beurteilt das Bundesverw altungsgericht Beschw erden gegen Verfügungen nach Art. 5 des Bundesgesetzes vom 20. D ezem ber 1968 über das Verw altungsverfahren (Vw VG , SR 172.021), sofern keine Ausnahm e nach Art. 32 7 VG G vorliegt. Als Vorinstanzen gelten die in Art. 33 und 34 VG G genannten Behörden. D azu gehören Verfügungen des BFM gestützt auf das Asylgesetz vom 26. Juni 1998 (AsylG , SR 142.31); das Bundesverw altungsgericht entscheidet in diesem Bereich endgültig (Art. 105 AsylG ; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BG G , SR 173.110]). 1.2 D as Bundesverw altungsgericht übernim m t, sofern es zuständig ist, die Beurteilung der am 31. D ezem ber 2006 bei der AR K hängigen R echtsm ittel. D as neue Verfahrensrecht ist anw endbar (vgl. Art. 53 Abs. 2 VG G ). Auf die am 1. Januar 2007 bereits hängigen Asylverfahren sind zudem die in diesem Zeitpunkt in Kraft getretenen Bestim m ungen der Asylgesetzänderung vom 16. D ezem ber 2005 (vgl. im Einzelnen AS 2006 4767) anw endbar (Abs. 1 der Ü bergangsbestim m ungen zur Änderung vom 16. D ezem ber 2005). 1.3 M it Beschw erde kann die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts und die U nangem essenheit gerügt w erden (Art. 106 Abs. 1 AsylG ). 2. D ie Beschw erde ist form - und fristgerecht eingereicht; der Beschw erdeführer ist legitim iert (Art. 6 AsylG i.V.m . Art. 48 Abs. 1 und 50 ff. Vw VG ). Auf die Beschw erde ist einzutreten. 3. 3.1 G em äss Art. 2 Abs. 1 AsylG gew ährt die Schw eiz grundsätzlich Flüchtlingen Asyl. Als Flüchtling w ird eine ausländische Person anerkannt, w enn sie in ihrem H eim atstaat oder im Land, w o sie zuletzt w ohnte, w egen ihrer R asse, R eligion, N ationalität, Zugehörigkeit zu einer bestim m ten sozialen G ruppe oder w egen ihrer politischen Anschauungen ernsthaften N achteilen ausgesetzt ist oder begründete Furcht hat, solchen N achteilen ausgesetzt zu w erden. Als ernsthafte N achteile gelten nam entlich die G efährdung von Leib, Leben oder Freiheit sow ie M assnahm en, die einen unerträglichen psychischen D ruck bew irken; den frauenspezifischen Fluchtgründen ist R echnung zu tragen (Art. 3 AsylG ). 3.2 W er um Asyl nachsucht, m uss die Flüchtlingseigenschaft nachw eisen oder zum indest glaubhaft m achen. D iese ist glaubhaft gem acht, w enn die Behörde ihr Vorhandensein m it überw iegender W ahrscheinlichkeit für gegeben hält. U nglaubhaft sind insbesondere Vorbringen, die in w esentlichen Punkten zu w enig begründet oder in sich w idersprüchlich sind, den Tatsachen nicht entsprechen oder m assgeblich auf gefälschte oder verfälschte Bew eism ittel abgestützt w erden (Art. 7 AsylG ). 4. 4.1 D ie Vorinstanz w ies das Asylgesuch des Beschw erdeführers m it der Begründung ab, dass dessen Vorbringen einerseits den Anforderungen an die G laubhaftigkeit und andererseits denjenigen an die Asylrelevanz nicht zu genügen verm öchten. So sei angesichts des m it einer Verhaftung verbundenen Verw altungsaufw andes nicht m it der allgem einen Erfahrung und der Logik des H andelns vereinbar, dass der Beschw erdeführer w ährend neun Jahren jew eils für sich gleichende, legale Parteitätigkeiten rund zw anzig M al in U ntersuchungshaft genom m en w orden sei, ohne dass desw egen Strafanzeige erstattet w orden w äre. D as andauernde 8 Interesse am Beschw erdeführer w iderspreche auch sonst den Erkenntnissen des Bundesam tes, w ürden doch vornehm lich herausragende Vertreter der Kurdenparteien Ziel von staatlichen Einschüchterungen. D ie R olle des Beschw erdeführers m üsse jedoch, sow eit sie überhaupt substanziiert vorgebracht w orden sei, als w enig exponiert bezeichnet w erden. Auch die eingereichten Zeitungsartikel, die der Beschw erdeführer unter seinem N am en veröffentlicht haben w olle, m achten eher den Anschein einer persönlichen Stellungnahm e als den eines besonderen politischen Engagem ents. Auf eine eher geringe Intensität der behördlichen Behinderungen deute w eiter die Tatsache, dass die Artikel des Beschw erdeführers über viele Jahre in den M edien hätten abgedruckt w erden können. Auch die Tatsache, dass der Beschw erdeführer eine H andelsfirm a habe betreiben können, bestärke das Bundesam t in seiner Einschätzung, dass er keinem besonderen Verfolgungsdruck ausgesetzt gew esen sei. Schliesslich zeuge auch der U m stand, dass der Beschw erdeführer nicht in eine andere Provinz um gezogen sei, von einem geringen D ruck. Aufgrund all dieser U nzulänglichkeiten genüge die Behauptung, über m ehrere Jahre von den Behörden derart intensiv verfolgt und unter D ruck gesetzt w orden zu sein, dass nur die Ausreise aus dem H eim atland geblieben sei, den Anforderungen an die G laubhaftigkeit nicht. H insichtlich des Inhaftierungsvorbringens des Jahres 1990 verneinte die Vorinstanz sodann das Bestehen eines genügend engen Zusam m enhanges zur Ausreise und som it die Asylrelevanz, und w ies gleichzeitig darauf hin, dass der Beschw erdeführer dam als freigesprochen w orden sei. 4.2 D er dam alige R echtsvertreter m acht in seiner Beschw erde vorab geltend, der U ntersuchungsgrundsatz sei durch die Vorinstanz verletzt w orden, indem sie auf ein den Sachverhalt nur unzureichend feststellendes kantonales Protokoll abgestellt und keine eigenen Abklärungen vorgenom m en habe. D er Beschw erdeführer sei beim Kanton nur gerade auf drei Seiten zu seinen Ausreisegründen befragt w orden. Sein zehnjähriges politisches Engagem ent sei nur anhand von Einzelfragen aufgerollt w orden. O b dieser m angelhaften Befragungsum stände gehe zudem der Vorw urf der Vorinstanz fehl, der Beschw erdeführer habe seine Fluchtgründe nur unsubstanziiert dargelegt. W eiter bestreitet der R echtsvertreter, dass die Vorbringen des R ekurrenten realitätsw idrig seien. D ie zahlreichen Inhaftierungen durch die Polizei ohne Anklageerhebung entsprächen vielm ehr der Praxis der türkischen Behörden, w as von verschiedenen M enschenrechtsorganisationen bestätigt w erde. Im Ü brigen habe der Begriff der legalen Partei nicht autom atisch zur Folge, dass deren M itglieder keinen Belästigungen durch die türkischen Sicherheitskräfte ausgesetzt seien, zum al die Parteien zw ischenzeitlich verboten w orden seien. W eiter bezeichnet der R echtsvertreter das politische Engagem ent des Beschw erdeführers als exponiert genug, um desw egen verfolgt zu w erden. Sodann habe die Vorinstanz in ihren Erw ägungen unerw ähnt gelassen, dass der Beschw erdeführer bei der Ausübung seiner G eschäfte im m er w ieder gehindert w orden sei. G em äss Auskunft von am nesty international w erde in kurdischen G eschäftsleuten, die einerseits eine gew isse w irtschaftliche Position innehätten und andererseits sich auch noch politisch engagierten, eine potentielle G efahr gesehen, w eshalb sie behördlich schikaniert w ürden. W eiter w ird in der Beschw erdeschrift darauf hingew iesen, dass der Beschw erdeführer entgegen dem Vorhalt der Vorinstanz von D ._______ 9 nach C ._______ und w ieder zurück nach D ._______ gezogen sei, ohne dass die Behelligungen aufgehört hätten. Er habe som it zu R echt davon ausgehen können, dass er auch andernorts nicht sicher vor Belästigungen gew esen w äre. Schliesslich verw eist der R echtvertreter auf die beiden im Beschw erdeverfahren eingereichten D okum ente, den H aftbefehl aus dem Jahre 1999 und das Verhandlungsprotokoll des Schw urgerichts aus dem Jahre 2002. D iese beiden Bew eism ittel seien geeignet, die Vorbringen in erheblicher W eise zu bekräftigen. N icht zu vergessen sei zudem , dass das G erichtsverfahren des Jahres 1990 der Auslöser für die späteren Problem e gew esen sei. D ie G esam theit der Beeinträchtigungen erfülle sodann auch die Anforderungen an die Intensität sow ie die übrigen Voraussetzungen von Art. 3 AsylG . 4.3 In ihren Vernehm lassungen vom 8. Juni 2004 und 13. Februar 2006 nim m t die Vorinstanz zu den angeblich bew eistauglichen D okum enten, dem H aftbefehl und dem Verhandlungsprotokoll, w ie folgt Stellung: Beim H aftbefehl handle es sich um eine Totalfälschung, da das D okum ent w eder form al m it den gebräuchlichen Vorlagen übereinstim m e, noch der unterzeichnete R ichter eine in der Türkei gebräuchliche N um m er trage. H insichtlich des Verhandlungsprotokolls hält die Vorinstanz fest, dieses könne aufgrund des U m standes, dass es nur in Fotokopie vorliege, keinen Bew eisw ert entfalten. In der zw eiten Vernehm lassung anerkennt die Vorinstanz, dass der Beschw erdeführer ein authentisches Bew eism ittel eingereicht habe und gegen ihn offenbar unter der N um m er (...) ein G erichtsverfahren hängig sei. Jedoch m üsse aufgrund des U m standes, dass der Beschw erdeführer keine relevanten Verfahrensakten w ie beispielsw eise die Anklageschrift eingereicht habe, der politische H intergrund bezw eifelt w erden. 4.4 In seinen w eiteren Stellungnahm en verw eist der R echtsvertreter darauf, dass die bisherige Aktenlage insgesam t nicht gegen, sondern für den Beschw erdeführer spreche. H insichtlich des angeblich gefälschten H aftbefehls verw eist er darauf, dass sein M andant diesen durch seinen türkischen R echtsvertreter erhalten habe. Auch sei bekannt, dass türkische Behörden des Ö fteren versuchen w ürden, kurdische G eschäftsleute aus dem Verkehr zu ziehen. Zudem w eist er auf das politische Engagem ent des Beschw erdeführers in der Schw eiz hin, sei dieser doch M itglied zw eier kurdischer O rganisationen, (...). Auch habe er - w ie die eingereichten Fotografien zeigen w ürden - an zahlreichen D em onstrationen teilgenom m en und ein Protestschreiben zuhanden des Schw eizerischen Parlam ents unterschrieben. M it Eingabe vom 25. April 2007 w urden schliesslich erneut Bew eisunterlagen betreffend exilpolitische Aktivitäten des Beschw erdeführers eingereicht. 5. 5.1 Zur R üge der unzureichenden Sachverhaltserm ittlung ist vorab Folgendes festzuhalten: Es ist zutreffend, dass die kantonale Befragung knapp und fragm entarisch ausgefallen ist. In der Tat finden sich im 25-seitigen kantonalen Protokoll nur etw as m ehr als drei zusam m enhängende Seiten zu den Fluchtgründen des Beschw erdeführers aus der Türkei, w ährend ein G rossteil der Anhörung den Fluchtgründen aus Aserbeidschan gew idm et ist. H ingegen lassen sich auch den übrigen Seiten im m er w ieder vereinzelte Aussagen über G ründe, die den Beschw erdeführer zum Verlassen der Türkei gebracht haben, entnehm en, 10 und ist festzustellen, dass die Em pfangsstellenbefragung überdurchschnittlich ausführlich ausgefallen ist. W ie aus den nachfolgenden Erw ägungen hervorgeht, liefern die Akten insgesam t für die jahrelange D rucksituation, w elcher der Beschw erdeführer im H eim atland ausgesetzt gew esen w ar, genügend Anhaltspunkte, um ohne zusätzliche Befragung die Verfolgungssituation erm itteln und analysieren zu können. O b dieser Sachlage ist der im plizite Antrag auf R ückw eisung der Sache zw ecks Ergänzung des Sachverhaltes abzuw eisen. 5.2 W ie nachfolgend dargelegt, verm ag das Bundesverw altungsgericht die vorinstanzliche Einschätzung der fehlenden G laubhaftigkeit der Vorbringen nicht zu teilen. Zw ar ist eingangs einzuräum en, dass das Verw enden eines gefälschten H aftbefehls, w ie von der Vorinstanz zu R echt erw ogen, nicht ohne Ausw irkungen auf die persönliche G laubw ürdigkeit des Beschw erdeführers bleibt. D ass es sich dabei in der Tat um ein gefälschtes Bew eism ittel handelt, geht einerseits aus der Analyse des D okum entes durch die Vorinstanz und andererseits aus der Botschaftsantw ort hervor. D er Beschw erdeführer verm ochte dieser Q ualifizierung m it dem einzigen Einw and, der H aftbefehl sei über den türkischen R echtsvertreter erhältlich gem acht w orden, bezeichnenderw eise nichts Stichhaltiges entgegenzusetzen; auch die Ausführungen in der Eingabe vom 25. April 2007, w onach es sich ursprünglich um einen kollektiven H aftbefehl gegen ca. 25 Personen gehandelt habe und die Verfahren später getrennt und m it neuen D ossiernum m ern versehen w orden seien, können die festgestellten Fälschungsm erkm ale nicht überzeugend erklären. Aufgrund dieser klaren Sachlage erübrigen sich w eitere Erw ägungen zum H aftbefehl; dieser ist gestützt auf Art. 10 Abs. 4 AsylG einzuziehen. N ebst diesem einen gefälschten Bew eism ittel hat der Beschw erdeführer w eitere heim atliche D okum ente zu den Akten gereicht, w elche sow ohl von der Vorinstanz als auch von der Schw eizerischen Vertretung als entw eder echt oder nicht abschliessend einschätzbar bezeichnet w urden. Es handelt sich dabei um einen Einstellungsbeschluss des D G M B._______ aus dem Jahre 1990, zw ei Verhandlungsprotokolle aus den Jahren 2002 und 2005 sow ie diverse Anw altschreiben. W ährend die Schw eizerische Vertretung hinsichtlich der erstgenannten zum Schluss kam , diese seien authentisch, äusserte sie aufgrund der Form und teilw eise des Inhalts der Anw altsschreiben gew isse Zw eifel an deren Echtheit, dies jedoch unter Anerkennung zutreffender Angaben von Anw alts- und Verfahrensnum m ern. Auf die R elevanz dieser D okum ente und die w eiteren Erhebungen der Schw eizerischen Vertretung w ird in den nachgehenden Erw ägungen einzugehen sein. 5.3 N ach eingehender Auseinandersetzung m it dem Sachvortrag des R ekurrenten kom m t das Bundesverw altungsgericht entgegen der Betrachtungsw eise der Vorinstanz zum Ergebnis, dass die für die G laubhaftigkeit der geltend gem achten, unerträglichen D rucksituation sprechenden Elem ente klarerw eise überw iegen. Eine genauere Betrachtung der Erw ägungen im angefochtenen Entscheid ergibt 11 näm lich, dass diese w eitgehend nicht haltbar sind. D ie Vorinstanz hat ihren negativen Entscheid ausschliesslich m it w enig fassbaren Begründungen w ie schw ere N achvollziehbarkeit, eigene Verw underung oder angebliche Erkenntnisw idrigkeit der Vorbringen m otiviert. D as Bundesverw altungsgericht verm ag keine einzige dieser subjektiv geprägten, teilw eise sogar vom aktenkundigen Sachverhalt abw eichenden Erw ägungen zu teilen. So bezeichnete die Vorinstanz eingangs als nicht nachvollziehbar, dass der Beschw erdeführer in C ._______ und D ._______ in einem Zeitraum von zirka neun Jahren jew eils etw a zehnm al in U ntersuchungshaft genom m en w orden sei. D ieses Verhalten sei w eder vor dem H intergrund der stets gleichen und legalen Parteiaktivitäten noch des m it den Verhaftungen verbundenen Verw altungsaufw andes oder dem Ausbleiben einer Anzeige nachvollziehbar. D ie auf Beschw erdeebene zu dieser Argum entationsw eise vorgebrachten Q uellenangaben (vgl. Beschw erdeschrift, S. 6, w o die Erhebungen des H om e O ffice, U nited Kingdom , vom O ktober 2003 dargestellt w erden), w elche sich eingehend zur Polizeihaft in der Türkei äussern, m achen deutlich, dass die Zw eifel an den w iederkehrenden Inhaftierungen als unberechtigt zu bezeichnen sind. N icht die Aussagen des Beschw erdeführers, sondern die Erkenntnisse der Vorinstanz, m it w elchen diese den Sachvortrag des R ekurrenten abgleicht, sind aufgrund dieser Erhebungen als tatsachenw idrig zu bezeichnen. Viertel- bis halbjährliche M itnahm en oder Vorladungen auf den Polizeiposten, w ie sie vom Beschw erdeführer geltend gem acht w erden, stellen in der Türkei keine Seltenheit dar und w erden m it dem Vorbringen der zw eim onatigen Inhaftierung Anfang der 90-er Jahre, der seitens der Vorinstanz nicht bestrittenen und m ittels G erichtsdokum ent belegten Anklage der PKK- U nterstützung im Jahre 1990 (ungeachtet des Einstellungsbeschlusses), dem jahrelangen politischen Engagem ent für die anfangs „legalen“, später verbotenen Parteien Ö ZD EP, D EP und H AD EP und der kritischen journalistischen Tätigkeit vorliegend in einen glaubhaften R ahm en eingebettet. W as das politische Engagem ent des Beschw erdeführers, konkret in der H AD EP, betrifft, konnten die Botschaftsabklärungen dies verifizieren; den Botschaftsauskünften zufolge sei der Beschw erdeführer eines der aktivsten M itglieder in der Partei gew esen. D as im Zusam m enhang m it den Inhaftierungen vorgebrachte Argum ent des Bundesam tes, w onach der w iederkehrende Verw altungsaufw and gegen häufige Festnahm en spreche, verliert durch die oben angeführten Erhebungen, w onach nur ein kleinster Teil der inhaftierten Personen überhaupt offiziell registriert w erden (im Jahre 2002 w aren es dreieinhalb Prozent), seine Berechtigung. G leich verhält es sich m it dem vorinstanzlichen Begründungselem ent, w onach die Legalität der Parteien und die G leichförm igkeit des politischen Engagem ents gegen die G laubhaftigkeit der Inhaftnahm en sprächen. D er Beschw erdeführer w ar in den 90-er Jahren nacheinander in drei Kurdenparteien in leitender Stellung tätig. Säm tliche drei Parteien sind staatlicherseits geschlossen w orden. In seiner leitenden Funktion hat der Beschw erdeführer an M eetings und Kongressen teilgenom m en und galt laut Ergänzungen in der Beschw erdeschrift zuletzt als offizielle Kontaktperson gegenüber den Behörden in der R egion F.______. D ass er dam it das in der Beschw erde dargelegte, vom Bundesverw altungsgericht anerkannte G efährdungsprofil (vgl. Beschw erdeschrift S. 7) erfüllt, liegt auf der H and. D am it erscheint auch die letzte Festnahm e kurz vor der Ausreise auf dem Sicherheitsposten in D ._______ unter dem Vorw urf der U nterstützung der H AD EP 12 und zugleich der PKK als plausibel. Indem die Vorinstanz in ihrem Entscheid m it der einstigen Legalität der Parteien argum entiert und die politischen Tätigkeiten des R ekurrenten auf den sim plen N enner ‚gleichförm ig’ bringt, w ird sie w eder den Vorbringen noch den realen Verhältnissen in der Türkei gerecht. Angesichts des kontinuierlichen Einsatzes des Beschw erdeführers auf Führungsebene und dessen jew eils lückenlosen und von Einverleibung der politischen G esinnung zeugenden Ü bertritts jew eils in die nächste „noch“ legale Kurdenpartei, w äre von der Vorinstanz eine tiefergreifende Auseinandersetzung m it den Verfolgungsvorbringen des R ekurrenten zu erw arten gew esen. Auch der w eitere vorinstanzliche Vorhalt, dass sich der Beschw erdeführer dem angeblich so m assiven D ruck nicht durch W egzug in eine andere Provinz oder Agglom eration entzogen habe, lässt erkennen, dass sich die Vorinstanz nicht ernsthaft m it den Vorbringen des R ekurrenten auseinandergesetzt hat. G em äss seinen übereinstim m enden Angaben bei den beiden Anhörungen ist der Beschw erdeführer näm lich nach dem zw eim onatigen G efängnisaufenthalt im Jahre 1990 dem D ruck der lokalen Behörden durch W egzug nach C ._______ entflohen. Im Jahre 1994 hat er ein w eiteres M al versucht, den Ü bergriffen durch W egzug zu entgehen, indem er seine Existenzgrundlage in C ._______ erneut zurückgelassen hat und nach D ._______ gezogen ist. Schliesslich sah er sich im Jahre 1999 ein drittes M al zum W egzug veranlasst. D ie Argum entationsw eise, der Verbleib des Beschw erdeführers an O rt spreche gegen den behaupteten D ruck und som it gegen die G laubw ürdigkeit, erw eist sich som it gar als aktenw idrig. Zusam m enfassend ist festzustellen, dass der Sachvortrag des R ekurrenten vom Bundesverw altungsgericht als im W esentlichen w iderspruchsfrei, kohärent, von zahlreichen R ealkennzeichen geprägt und m it den Begebenheiten der Türkei vereinbar w ahrgenom m en w ird. Verschiedene Aspekte der Vorbringen sind m it den eingereichten Bew eism itteln und den Abklärungen der Schw eizerischen Vertretung unterm auert w orden. U nbestritten und seitens der Schw eizerischen Botschaft bestätigt ist die Prozesseröffnung und -einstellung im Zusam m enhang m it der PKK-U nterstützung im Jahre 1990. D as Bundesverw altungsgericht hat keinen Anlass zu Zw eifeln an der in diesem Zusam m enhang geltend gem achten Folterung und dam it an der Vorverfolgung des Beschw erdeführers, w elche einen erheblichen Einfluss auf sein Em pfinden der späteren Schikanierungen und Einschüchterungen gehabt haben dürfte. N icht zuletzt sprechen auch die U m stände, dass der Beschw erdeführer vor seiner Schutzsuche in der Schw eiz w ährend dreier Jahre in Aserbeidschan auf einen Asylentscheid gew artet hat (vgl. dazu das diesen U m stand bestätigende U N H C R -Schreiben vom 6. M ai 2004, in w elcher zudem die Entlassung des für die Behandlung des G esuches des Beschw erdeführers zuständigen Sachbearbeiters w egen M issachtung der Anhörungsterm ine festgehalten und dam it die vom Beschw erdeführer geltend gem achte U ntätigkeit des U N H C R gestützt w ird), und dass sich der Beschw erdeführer auch im Exil zur Fortsetzung seines politischen Engagem ents in Form von erneuter, ausgeprägter politischer Aktivität veranlasst sah (Beitritt zu zw ei kurdischen O rganisationen, (...), diverse Kundgebungsteilnahm en sow ie U nterzeichnung eines Protestschreibens zuhanden des Schw eizerischen Parlam entes), für die G laubhaftigkeit der Verfolgungsvorbringen. N achfolgend bleibt dem nach zu prüfen, ob die N achteile, w elche der Beschw erdeführer geltend 13 m acht, auch die Anforderungen an die Asylrelevanz gem äss Art. 3 AsylG erfüllen. 5.4 D as Bundesverw altungsgericht geht bei der anstehenden Prüfung der Asylrelevanz der Vorbringen vom folgenden Sachverhalt aus: D er Beschw erdeführer ist im Jahre 1990 zusam m en m it seinem Vater und w eiteren Personen w egen Verdachts der PKK-U nterstützung in H aft genom m en w orden. D abei hat er die ersten vierzehn Tage H aft unter Folter auf dem Posten in D ._______ verbracht, bevor er - nach der Vorführung beim R ichter - für etw a 45 Tage im G efängnis von B._______ inhaftiert w orden ist (leider finden sich in den Protokollen zu diesen Inhaftierungen keine näheren Ausführungen). D ie seitens des Staatsanw altes erhobene Anklage der PKK-U nterstützung hat schliesslich m it der Einstellung des Verfahrens geendet. D er Beschw erdeführer ist in sein H eim atdorf zurückkehrt, w o er dem D ruck zur Ü bernahm e des D orfschützerpostens ausgesetzt gew esen ist. D iesem hat er sich durch W egzug nach C ._______ im Jahre 1990 entzogen. D ort hat er - w ie zuvor schon in seiner H eim atregion – ein neues G eschäft eröffnet. In dessen Ausübung ist er von der Polizei und den Einheiten für Terrorism usbekäm pfung w iederholt behindert w orden. D iese haben ihre Autos in dem onstrativer W eise vor sein G eschäft gestellt, so dass sich die Leute kaum m ehr getraut haben, einzutreten. Solche Schikanen und der U m stand, dass er etw a zehn M al in H aft genom m en w orden ist, haben den Ausschlag für den W egzug aus C ._______ gegeben. Ende 1994 ist er nach D ._______ gezogen, w o er einen anderen H andel betrieben hat. In D ._______ ist er m ehr als zehnm al in Polizeihaft genom m en w orden. Auch ist er im m er w ieder auf den Polizeiposten seines H erkunftsdorfes gerufen w orden. Zudem hat ihn die Polizei w iederholt in seinem Verkaufsbüro aufgesucht und bedroht. Seine Kunden sind dabei w illkürlich Personenkontrollen unterzogen w orden. Er ist m itten in der N acht aus dem Bett gezogen und auch seine Kinder sind aus dem Schlaf gerissen w orden. In G egenw art seiner Fam ilie ist er m it "unsagbaren" Anschuldigungen konfrontiert und bedroht w orden. Er ist im m er w ieder zum W egzug und zum Einstellen seiner journalistischen Tätigkeit aufgefordert und dabei m it dem Tod bedroht w orden. In all den Jahren ist er bei drei Kurdenparteien, näm lich der Ö ZD EP, D EP und der H AD EP, in leitender Funktion tätig gew esen, hat an Kongressen und M eetings teilgenom m en und in diversen, dem Bundesverw altungsgericht in Kopie vorliegenden Zeitungen, der (...), unter seinem N am en politisch und m enschenrechtlich orientierte Artikel verfasst, dies aus dem Bedürfnis heraus, der Bevölkerung m itzuteilen, dass er als G eschäftsm ann unter D ruck gesetzt w ird. Letztm als ist er eine W oche vor seiner Ausreise, m ithin Anfang Septem ber 1999, über N acht auf den Polizeiposten von D ._______ geholt w orden. D ort ist er beschuldigt w orden, die H AD EP und dam it zugleich die PKK zu unterstützen sow ie Terrorism us zu betreiben. Im Septem ber 1999 ist der Beschw erdeführer aufgrund des D ruckes nach G eorgien und zw ei M onate später nach Aserbeidschan ausgereist. In Aserbeidschan hat er bei den Vereinten N ationen um Asyl nachgesucht. D ie Interview term ine sind seitens eines zw ischenzeitlich entlassenen U N H C R -M itarbeiters nicht w ahrgenom m en w orden. D a er keine U nterstützung erhalten hat und diejenige seiner Brüder versiegt ist, und w eil die von ihm erhoffte Am nestie in der Türkei nicht zustande gekom m en ist, ist er im Jahre 2002 in die Schw eiz w eitergereist, w o er ebenfalls ein Asylgesuch gestellt hat.14 5.5 D iese gegen den Beschw erdeführer gerichteten U nterdrückungsm assnahm en, die ihn schliesslich nach neun Jahren zum Verlassen der Türkei veranlasst haben, verm ögen - bis auf die zw eim onatige, für die Ausreise nicht m ehr als direkt kausal zu qualifizierende Folterhaft des Jahres 1990 - für sich einzeln gesehen die Anforderungen an die Intensität von Verfolgungseingriffen gem äss Art. 3 AsylG nicht zu erfüllen. D ie vom R ekurrenten erlittenen N achteile sind jedoch w eiter daraufhin zu prüfen, ob sie nicht in ihrer Fülle M assnahm en darstellten, die einen unerträglichen psychischen D ruck im Sinne im Sinne des G esetzes zu bew irken verm ögen. U nter solche M assnahm en fallen nach Lehre und R echtsprechung Eingriffe, die sich nicht unm ittelbar gegen die R echtsgüter Leib, Leben und Freiheit richten, sondern auf andere W eise ein m enschenw ürdiges Leben verunm öglichen. D ie staatlichen M assnahm en m üssen dabei im m er derart sein, dass als Effekt eine psychische Zw angslage entsteht. D iese ist aufgrund einer objektivierten Betrachtungsw eise zu beurteilen, das heisst, die staatlichen M assnahm en, die getroffen w erden, m üssen derart sein, dass jeder M ensch in vergleichbarer Lage zur Flucht gezw ungen w ürde. Ausgangspunkt relevanten psychischen D ruckes sind sodann im m er konkrete Eingriffe, die effektiv stattgefunden haben oder m it derart grosser W ahrscheinlichkeit stattfinden, dass die Furcht vor ihnen begründet erscheint (vgl. W ALTE R KÄLIN , G rundriss des Asylverfahrens, Basel und Frankfurt a.M . 1990, S. 48f, m it w eiteren H inw eisen, sow ie die w eiterhin zutreffende Praxis der AR K in Entscheidungen und M itteilungen der AR K, EM AR K 2005, N r. 12 S. 108, 1996 N r. 29 S. 282 f.). Bei Beeinträchtigungen in den Bereichen Bildung und Beruf beziehungsw eise bei der Zufügung w irtschaftlicher N achteile ist dann eine Verfolgung zu bejahen, w enn dem Betroffenen ein m enschenw ürdiges, seiner Ausbildung und seinen Fähigkeiten entsprechendes Leben verunm öglicht oder unzum utbar erschw ert w ird. 5.6 D er Beschw erdeführer sah sich das erste M al im Jahre 1990 gezw ungen, w egen des behördlichen D ruckes nach der Anklage der PKK-U nterstützung und der erw arteten Ü bernahm e des D orfschützerpostens seine w irtschaftliche Existenz, einen (...), den er seit dem Jahre 1984 führte, hinter sich zurückzulassen. Er zog nach C ._______, w o er in der Folge w irtschaftlich erneut Fuss fasste, indem er ein neues G eschäft eröffnete und w ährend vier Jahren führte. Aufgrund der dort erlittenen Schikanen, die gezielt darauf ausgerichtet w aren, ihn in seiner w irtschaftlichen Existenz zu treffen, und der zehnm aligen Inhaftierungen, sah sich der Beschw erdeführer erneut zum W egzug veranlasst. Er verliess C ._______ im Jahre 1994 und zog nach D ._______. D ort w urde er w iederum durch die Polizei in seinem w irtschaftlichen Fortkom m en behindert, indem die Polizei seine Kundschaft m ittels Personenkontrollen schikanierte. In dram atischer, glaubhafter W eise schilderte der Beschw erdeführer die nächtlichen Polizeibesuche, Anschuldigungen, Beleidigungen und M orddrohungen in G egenw art seiner Kinder und seiner Ehefrau. D er Beschw erdeführer sah sich aufgrund dieser Vorfälle und der über zehnm aligen Inhaftierungen nicht m ehr zum w eiteren Verbleib im H eim atland in der Lage und verliess im Jahre 1999 die Türkei endgültig in R ichtung G eorgien und Aserbeidschan, w o er das U N H C R erfolglos um Schutz ersuchte. Aus diesem Abriss der G eschehnisse geht deutlich hervor, m it w elcher Ausdauer und H artnäckigkeit die heim atlichen Behörden w ährend fast eines Jahrzehnts an 15 diversen Ö rtlichkeiten und m it unterschiedlichsten M ethoden versucht haben, dem Beschw erdeführer ein m enschenw ürdiges (Berufs-) Leben zu erschw eren. D ass und m it w elcher N achhaltigkeit und Intensität diese unaufhörlichen behördlichen Beeinträchtigungen den Beschw erdeführer in seiner Psyche getroffen haben, kann sow ohl dem Em pfangsstellen- als auch dem kantonalen Protokoll entnom m en w erden. So schilderte der Beschw erdeführer das Erlebte und seine Befürchtungen jew eils unter Tränen und verfiel in ein Stottern (A2, S. 5; A7 S. 18). Auch gab er an, psychisch am Boden zu sein (A7, S. 18). D ass die psychische Zw angslage, in w elcher sich der Beschw erdeführer gesehen hat, auch die Anforderungen an die objektivierte Betrachtungsw eise erfüllt, w onach jeder sich in vergleichbarer Lage befindende M ensch die Flucht ergriffen hätte, liegt für das Bundesverw altungsgericht auf der H and. 6. 6.1 Zusam m enfassend ist festzuhalten, dass die erlittenen N achteile die Anforderungen an das Vorliegen von M assnahm en, die einen unerträglichen psychischen D ruck zu bew irken verm ögen, erfüllen. Angesichts des Erlebten m usste der Beschw erdeführer im Zeitpunkt seiner Ausreise in begründeter W eise befürchten, auch in Zukunft w eiterhin entsprechenden Verfolgungsm assnahm en ausgesetzt zu bleiben. D iese Befürchtungen m üssen auch heute noch als begründet angesehen w erden. Laut den w eiteren eingereichten, bereits von der Vorinstanz als authentisch befundenen D okum enten und den im Antw ortschreiben vom 26. M ärz 2007 festgehaltenen Abklärungsergebnissen der Schw eizerischen Vertretung ist der Beschw erdeführer im Jahre 2000, m ithin nach seiner Ausreise, der G ründung einer krim inellen O rganisation m it dem Zw eck der U rkundenfälschung angeklagt w orden. D ieses Verfahren ist laut Erhebungen der Schw eizerischen Vertretung und gem äss den eingereichten Anw altsschreiben infolge Abw esenheit des Beschw erdeführers seither (und bis zur Einvernahm e des Beschw erdeführers) beim Schw urgericht in F._______ unter der N um m er (...) hängig; eine letzte Verhandlung in dieser Sache hat am 6. M ärz 2007 stattgefunden. Laut Schw eizerischer Vertretung ist über den Beschw erdeführer desw egen im Jahre 2000 ein D atenblatt angelegt w orden und er w ird seither gesucht. W eiter konnte die Schw eizerische Vertretung in Erfahrung bringen, dass gegen ihn ein Passverbot besteht. O b dieser offiziell verm utlich einen gem einrechtlichen H intergrund aufw eisenden Fichierungen und der behördlichen Suche nach dem Beschw erdeführer m uss dieser auch heute noch befürchten, bei der Einreise in die Türkei festgenom m en und den örtlichen Behörden übergeben zu w erden, w elchen unter anderem die früheren Verfolgungsm assnahm en zuzuschreiben sind. Eine innerstaatliche Fluchtalternative stand und steht dem Beschw erdeführer aufgrund dieses Sachverhaltes nicht offen. D em Beschw erdeführer ist daher gestützt auf Art. 3 AsylG die Flüchtlingseigenschaft zuzuerkennen. 6.2 Aus den Akten sind keine H inw eise ersichtlich, die auf einen Asylausschlussgrund hindeuten w ürden. Aktenkundig in der Schw eiz ist einzig ein Verkehrsunfall m it Sachschaden vom 31. M ai 2004, dessen M eldung der Beschw erdeführer, der ohne in der Schw eiz gültigen Führerschein gefahren w ar, unterlassen hat. G em äss 16 Praxis der früheren AR K und des Bundesverw altungsgerichts verm ag dieses Verhalten keine Ausw irkungen auf die Frage der Asylw ürdigkeit zu entfalten. W as das in der Türkei hängige Verfahren w egen organisierter U rkundenfälschung betrifft, liegen dem Bundesverw altungsgericht keine aufschlussreichen D okum ente vor, w elche eine Einschätzung hinsichtlich der Begründetheit der Anklage zuliessen. O b der jahrelangen Schikanierungen des Beschw erdeführers durch die heim atlichen Behörden ist nicht von Vornherein auszuschliessen, dass auch diese Anklage Teil der Zerm ürbungstaktik der heim ischen Behörden darstellt. Für das Bundesverw altungsgericht liegen jedenfalls keine hinreichenden Anhaltspunkte dafür vor, w egen dieser Anklageerhebung von einem Asylausschlussgrund auszugehen. D ie Verfügung der Vorinstanz ist dem nach aufzuheben und dem Beschw erdeführer ist in Zuerkennung der Flüchtlingseigenschaft Asyl zu gew ähren. 7. Bei diesem Ausgang des Beschw erdeverfahrens sind keine Kosten zu erheben (Art. 63 Abs. 1 Vw VG ). N achdem der Beschw erdeführer obsiegt hat, ist ihm eine angem essene Parteientschädigung zu entrichten (vgl. Art. 64 Abs. 1 Vw VG ; Art. 7 ff. des R eglem ents vom 11. D ezem ber 2006 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverw altungsgericht [VG KE, SR 172.320.2]). D er dam alige R echtsvertreter des Beschw erdeführers reichte am 22. August 2006 eine erste Kostennote in der H öhe von Fr. 3'160.75 ein. D er darin ausgew iesene Aufw and von 19 Stunden und 15 M inuten, die Auslagen in der H öhe von Fr. 53.80 sow ie der Stundenaufw and von Fr. 161.40 erscheinen als angem essen. G leich verhält es sich m it der am 25. April 2007 nachgereichten, ergänzenden Kostenrechnung in der H öhe von Fr. 699.40 (inkl. Auslagen und M ehrw ertsteuer) D as BFM hat dem Beschw erdeführer für das Verfahren vor dem Bundesverw altungsgericht folglich eine Parteientschädigung in der H öhe von insgesam t Fr. 3'860.- zu entrichten. (D ispositiv nächste Seite)17 D em nach erkennt das B undesverw altungsgericht: 1. D ie Beschw erde w ird gutgeheissen und das BFM w ird angew iesen, dem Beschw erdeführer Asyl zu erteilen. 2. Es w erden keine Kosten erhoben. 3. D as BFM hat dem Beschw erdeführer für das Verfahren vor dem Bundesverw altungsgericht eine Parteientschädigung von Fr. 3'860.- zu entrichten. 4. D er eingereichte H aftbefehl w ird infolge Fälschung eingezogen. 5. D ieses U rteil geht an: - die R echtsvertreterin des Beschw erdeführers (eingeschrieben) - die Vorinstanz, Abteilung Aufenthalt und R ückkehrförderung (in Kopie, m it den Akten N ...) - (...) D ie R ichterin: D ie G erichtsschreiberin: C hrista Luterbacher G abriela O eler Versand am :