<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: SB.2004.00062</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=205313&amp;W10_KEY=13013564&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>SB.2004.00062</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 31.08.2005</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">2. Abteilung/2. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Steuerrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Einschätzung 2001 (1.1.-31.5.)/Direkte Bundessteuer</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Berufliche Vorsorge/zeitliche Nähe von Einkauf und Kapitalbezug Der Pflichtige hat im Mai 2001 Einkäufe in die Personalvorsorgestiftung seiner Arbeitgeberin in Höhe von insgesamt rund Fr. 500'000.- getätigt. Per Ende Mai 2001 beendete er sein Arbeitsverhältnis und verlegte seinen Wohnsitz ins Ausland, worauf er sich die Austrittsleistung in Höhe von rund Fr. 650'000.- ausbezahlen liess. Weder Art. 33 Abs. 1 lit. d DBG noch Art. 79a BVG sehen eine zeitliche Beschränkung im Zusammenhang mit der Abzugsfähigkeit von Einkaufsbeiträgen vor; es liegt diesbezüglich auch keine Gesetzeslücke vor. Indessen kann das Verhalten des Pflichtigen, welcher durch die geleisteten Einkaufsbeiträge weit mehr als 3/4 der kurze Zeit später ausbezahlten Kapitalabfindung finanziert hat, nicht mehr unter den Begriff der Vorsorgeförderung subsumiert werden, weil es bei objektiver Betrachtungsweise nichts mehr mit der Förderung der beruflichen Vorsorge zu tun haben kann. Indem das gestützt auf das FZG bar ausbezahlte Vorsorgekapital nur unwesentlich höher als der zuvor geleistete Einkaufsbeitrag ausfällt, der zeitliche Abstand zwischen dem Einkauf und dem Kapitalbezug lediglich einen Monat beträgt und der Einkauf zudem in Kenntnis der Tatsache erfolgt, dass das Arbeitsverhältnis wenig später aufgelöst, der Wohnsitz ins Ausland verlegt und die Barauszahlung verlangt würde, erwiese sich die Abziehbarkeit der geleisteten Beiträge als willkürlich und daher als verfassungswidrig. Ohne dass auf die traditionelle Steuerumgehungsdoktrin zurückgegriffen werden müsste, ist das Begehren des Steuerpflichtigen abzulehnen. Abweisung.</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ABZUGSFÃHIGKEIT">ABZUGSFÃHIGKEIT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: AUSLEGUNG">AUSLEGUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: BERUFLICHE VORSORGE">BERUFLICHE VORSORGE</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: DIREKTE BUNDESSTEUER">DIREKTE BUNDESSTEUER</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: EINKAUF IN VORSORGEEINRICHTUNG">EINKAUF IN VORSORGEEINRICHTUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: Urteile: Steuerrecht UR: Steuern von Einkommen und VermÃ¶gen, Kapital, Ertra ST: EINKOMMENSSTEUER">EINKOMMENSSTEUER</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: FREIZÃGIGKEITSLEISTUNG">FREIZÃGIGKEITSLEISTUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: GESETZESLÃCKE">GESETZESLÃCKE</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: GESETZESVORRANG">GESETZESVORRANG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: KAPITALLEISTUNG">KAPITALLEISTUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: PENSIONSKASSE">PENSIONSKASSE</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: STEUERUMGEHUNG">STEUERUMGEHUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: VERFASSUNGSWIDRIGKEIT">VERFASSUNGSWIDRIGKEIT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: VORSORGEFÃRDERUNG">VORSORGEFÃRDERUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: WILLKÃRVERBOT">WILLKÃRVERBOT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ZEITLICHE BESCHRÃNKUNG">ZEITLICHE BESCHRÃNKUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ZEITLICHE NÃHE">ZEITLICHE NÃHE</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="gerade">Art. 9 BV</span><br/><span class="ungerade">Art. 79a BVG</span><br/><span class="gerade">Art. 33 Abs. I lit. d DBG</span><br/><span class="ungerade">Art. 5 Abs. I lit. a FZG</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="gerade">RB 2005 Nr. 85 S. 193</span><br/><span class="ungerade">STE 2006 Nr. 13</span><br/> </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 2 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Sachverhalt1"><b>I. </b> </p> <p class="Sachverhalt2">Der 1947 geborene und mit B verheiratete A war fÃ¼r die D AG als "Vice President Human Resources" tÃ¤tig. Im Jahr 2001 wurde die D AG von der E AG Ã¼bernommen. Diese Gesellschaft teilte A mit Schreiben vom 11. September 2000 unter anderem mit, er habe die MÃ¶glichkeit, innerhalb der ersten zwÃ¶lf Monate nach der Fusion sein ArbeitsverhÃ¤ltnis unter Einhaltung einer KÃ¼ndigungsfrist von drei Monaten aufzulÃ¶sen. Von dieser MÃ¶glichkeit machte A Gebrauch und beendete das ArbeitsverhÃ¤ltnis am 31. Mai 2001. Auf diesen Zeitpunkt schied er auch aus der Pensionskasse aus und gab gleichzeitig seinen Wohnsitz in der Schweiz auf. A ist seit der Wohnsitzverlegung ins Ausland fÃ¼r die E tÃ¤tig. Am 9. und 10. Mai 2001 tÃ¤tigte er in die Personalvorsorgestiftung seiner Arbeitgeberin zur Deckung einer VorsorgelÃ¼cke EinkÃ¤ufe von Fr. 238'223.45 bzw. Fr. 262'386.10, insgesamt Fr. 500'609.55 (gemÃ¤ss Angaben der Bescheinigung der Pensionskasse Fr. 501'523.-). In der Austrittsabrechnung der Pensionskasse vom 29. Mai 2001 wird per Stichtag 31. Mai 2001 eine Austrittsleistung von Fr. 656'809.35 bescheinigt. Im Juni 2001 wurde Ã¼ber diese Kapitalleistung die Quellensteuer abgerechnet. Am 19. August 2001 folgte auch B ihrem Ehemann ins Ausland.</p> <p class="Sachverhalt2">Die SteuerkommissÃ¤rin veranlagte A und B fÃ¼r die direkte Bundessteuer 2001 mit einem steuerbaren Einkommen von Fr. â¦ (satzbestimmend Fr. â¦). Dabei verweigerte sie den von den Eheleuten in der SteuererklÃ¤rung 2001 vorgenommenen Abzug von insgesamt Fr. 501'523.- fÃ¼r die im Mai 2001 geleisteten EinkaufsbeitrÃ¤ge. Das kantonale Steueramt stellte sich auf den Standpunkt, der erwÃ¤hnte Einkaufsbeitrag habe nicht der Schliessung einer VorsorgelÃ¼cke gedient, sondern sei lediglich zu Steuerumgehungszwecken geleistet worden, weshalb er nicht abzugsfÃ¤hig sei.</p> <p class="Sachverhalt2">Die dagegen erhobene Einsprache hiess das kantonale Steueramt am 9. Oktober 2003 teilweise gut, indem es den Wertschriftenertrag auf Fr. â¦ herabsetzte, und veranlagte A und B neu mit einem steuerbaren Einkommen von Fr. â¦ (satzbestimmend Fr. â¦). Den fÃ¼r die Leistung von EinkaufsbeitrÃ¤gen steuermindernd geltend gemachten Betrag liess es weiterhin nicht zum Abzug zu. </p> <p class="Sachverhalt1"><b><span>II. </span></b><span> </span></p> <p class="Sachverhalt2">Die Bundessteuer-Rekurskommission wies die dagegen erhobene Beschwerde mit Entscheid vom 12. Mai 2004 ab.</p> <p class="Sachverhalt1"><b><span>III. </span></b><span> </span></p> <p class="Sachverhalt2">Mit Beschwerde vom 5. August 2004 liessen A und B dem Verwaltungsgericht beantragen, das steuerbare Einkommen sei auf Fr. â¦ (satzbestimmend Fr. â¦) festzusetzen. Ferner verlangten sie die Zusprechung einer ParteientschÃ¤digung.</p> <p class="Sachverhalt2">WÃ¤hrend die Steuerrekurskommission II auf Vernehmlassung verzichtete, schloss das kantonale Steueramt auf Abweisung der Beschwerde.</p> <p class="Einzug1"><span>Die Kammer</span><span> zieht in ErwÃ¤gung:</span></p> <p class="Erwgung1"><b>1. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>1.1 </b>Von den EinkÃ¼nften werden laut Art. 33 Abs. 1 lit. d des Bundesgesetzes vom 14. Dezember 1990 Ã¼ber die direkte Bundessteuer (DBG) die gemÃ¤ss Gesetz, Statut oder Reglement geleisteten Einlagen, PrÃ¤mien und BeitrÃ¤ge zum Erwerb von AnsprÃ¼chen aus der Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenversicherung und aus Einrichtungen der beruflichen Vorsorge abgezogen. Diese Bestimmung vollzieht die bundesrechtliche Vorschrift von Art. 81 Abs. 2 des Bundesgesetzes Ã¼ber die berufliche Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenvorsorge in der Fassung vom 25. Juni 1982 (BVG), wonach die von den Arbeitnehmern und SelbstÃ¤ndigerwerbenden an Vorsorgeeinrichtungen nach Gesetz oder reglementarischen Bestimmungen geleisteten BeitrÃ¤ge bei den direkten Steuern des Bundes, der Kantone und Gemeinden abziehbar sind. AbzugsfÃ¤hig sind nicht nur die ordentlichen BeitrÃ¤ge an die Vorsorgeeinrichtung, sondern auch die BeitrÃ¤ge fÃ¼r den Einkauf von LohnerhÃ¶hungen und verbesserten Leistungen sowie von Beitragsjahren. Dabei spielt es keine Rolle, ob die Vorsorge auf dem Leistungs- oder dem Beitragsprimat beruht oder den obligatorischen oder Ã¼berobligatorischen Bereich betrifft (Rainer Zigerlig/Guido Jud in: Kommentar zum Schweizerischen Steuerrecht I/2a, Basel etc. 2000, Art. 33 DBG N. 23 und 25; RB 1996 Nr. 48; VGr, 23. Januar 2002, SB.2001.00053 = StE 2002 B 27.1 Nr. 26). Hingegen ist gemÃ¤ss Art. 79a BVG (in Kraft seit 1. Januar 2001) ein Einkauf betragsmÃ¤ssig begrenzt.</p> <p class="Erwgung2"><b>1.2 </b>In einem PrÃ¤judiz vom 23. Januar 2002 (StE 2002 B 27.1 Nr. 26) hatte das Verwaltungsgericht im Zusammenhang mit der Leistung von EinkaufsbeitrÃ¤gen erwogen, es dÃ¼rfe nicht von einem zu engen VorsorgeverstÃ¤ndnis ausgegangen werden. Wenn unter dem Begriff der beruflichen Vorsorge allgemein die Abdeckung der Risiken Alter, Tod und InvaliditÃ¤t zu verstehen sei, so diene jeder Erwerb eines diese Risiken abdeckenden Vorsorgeanspruchs der beruflichen Vorsorge, und zwar unabhÃ¤ngig davon, ob dies als Ã¶konomisch sinnvolle VermÃ¶gensanlage erscheine. Auch dÃ¼rfe die AbzugsfÃ¤higkeit von EinkaufsbeitrÃ¤gen nicht von der Form der Vorsorgeleistung â Rente oder Kapitalabfindung â abhÃ¤ngig gemacht werden. Das Vorgehen des Pflichtigen, welcher im Oktober 1999 einen Einkauf von Beitragsjahren in HÃ¶he von Fr. 150'000.- geleistet habe, per Ende 1999 vorzeitig pensioniert worden sei und im Januar 2000 das gesamte Vorsorgeguthaben als Kapitalabfindung ausbezahlt erhalten habe, sei deshalb gesetzmÃ¤ssig und nicht als Steuerumgehung zu wÃ¼rdigen. Im Ergebnis sei hinzunehmen, dass er in den Genuss eines Steuervorteils gelange, welchen der Gesetzgeber nach dem anwendbaren Recht nicht verhindert habe.</p> <p class="Erwgung1"><b>2. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>2.1 </b>Es ist zunÃ¤chst zu prÃ¼fen, inwieweit sich der Sachverhalt, welcher dem vorerwÃ¤hnten PrÃ¤judiz zugrunde lag, vom hier zu beurteilenden Sachverhalt unterscheidet. In tatsÃ¤chlicher Hinsicht lassen sich folgende Unterschiede feststellen: Im PrÃ¤judiz vom 23. Januar 2002 wurde das ArbeitsverhÃ¤ltnis infolge einer vorzeitigen Pensionierung beendet und das Vorsorgeguthaben als Kapitalabfindung bei Eintritt des Vorsorgefalls ausbezahlt. Die Frist zwischen Ein- und Auszahlung des Kapitals betrug rund drei Monate. Der Pflichtige hatte bereits in den Jahren 1995 und 1997 entsprechende Einlagen von je Fr. 100'000.- geleistet. Im Gegensatz dazu wurde das ArbeitsverhÃ¤ltnis im vorliegenden Fall durch KÃ¼ndigung aufgelÃ¶st und das Vorsorgeguthaben im Rahmen einer Barauszahlung gestÃ¼tzt auf Art. 5 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes vom 17. Dezember 1993 Ã¼ber die FreizÃ¼gigkeit in der beruflichen Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenvorsorge (FZG) aufgrund einer Wohnsitzverlegung ins Ausland ausbezahlt. Zwischen Ein- und Auszahlung des Kapitals lag eine Frist von rund einem Monat, wobei der pflichtige Ehemann in den Vorjahren keine entsprechenden EinkaufsbeitrÃ¤ge geleistet hatte. Am meisten ins Gewicht fÃ¤llt jedoch die Tatsache, dass im erwÃ¤hnten PrÃ¤judiz der Einkaufssumme von Fr. 150'000.- ein ausbezahltes Vorsorgekapital von rund Fr. 1,7 Mio. gegenÃ¼berstand, wÃ¤hrend im hier interessierenden Fall die Einkaufssumme Fr. 500'609.55 ausmacht, das ausbezahlte Kapital jedoch nur gerade Fr. 656'809.35 betrÃ¤gt. In einem weiteren Schritt ist somit abzuklÃ¤ren, ob sich angesichts der konkreten UmstÃ¤nde vorliegend eine andere rechtliche Beurteilung aufdrÃ¤ngt.</p> <p class="Erwgung2"><b>2.2 </b>Unbestritten ist, dass die streitigen EinkaufsbeitrÃ¤ge reglementskonform geleistet wurden. Ferner sind die BeitrÃ¤ge insofern gesetzeskonform, als sie in ihrer HÃ¶he den Anforderungen von Art. 79a BVG genÃ¼gen. Fraglich ist allerdings, ob die Leistung von EinkaufsbeitrÃ¤gen einer zeitlichen BeschrÃ¤nkung unterworfen ist und ob die EinkÃ¤ufe tatsÃ¤chlich der FÃ¶rderung der beruflichen Vorsorge dienten.</p> <p class="Erwgung3"><b>2.2.1 </b>Durch das Bundesgesetz vom 19. MÃ¤rz 1999 Ã¼ber das Stabilisierungsprogramm 1998 wurde der Einkauf in die berufliche Vorsorge durch eine umfangmÃ¤ssige Begrenzung eingeschrÃ¤nkt, indem die Vorsorgeeinrichtung dem Versicherten den Einkauf in die reglementarischen Leistungen hÃ¶chstens bis zum oberen Grenzbetrag nach Art. 8 Abs. 1 BVG, multipliziert mit der Anzahl Jahre vom Eintritt in die Vorsorgeeinrichtung bis zum Erreichen des reglementarischen RÃ¼cktrittsalters, ermÃ¶glichen darf (vgl. Art. 79a BVG, in Kraft seit 1. Januar 2001). </p> <p class="Erwgung3">In Literatur und Rechtsprechung war bisher stark umstritten, ob damit gleichzeitig eine zeitliche EinschrÃ¤nkung verbunden ist oder ob auch EinkÃ¤ufe und KapitalbezÃ¼ge in unmittelbarer zeitlicher NÃ¤he zulÃ¤ssig sind. In Entscheiden, welche die ZulÃ¤ssigkeit verneinten, wird jeweils eine unechte GesetzeslÃ¼cke angenommen und mit dem Institut der Steuerumgehung argumentiert, weil die entsprechende Vorgehensweise nicht der Bildung einer hÃ¶heren Altersvorsorge diene, sondern hauptsÃ¤chlich zum Zweck der Steuerersparnis erfolge (vgl. etwa Verwaltungsgericht Luzern, 30. Juni 2003 = StE B 27.1 Nr. 30 E. 4; Bundessteuer-Rekurskommission ZÃ¼rich, 26. Juni 2002 = StE B 27.1 Nr. 27 E. 3 ff.; eine GesetzeslÃ¼cke und Steuerumgehung dagegen verneinend: Verwaltungsgericht Aargau, 10. Dezember 2002 = StE B 27.1 Nr. 29 E. 3 f.; Verwaltungsrekurskommission I/1 St. Gallen, 24. Juni 2004 = StE B 27.1 Nr. 31 E. 2c).</p> <p class="Erwgung3">Art. 33 Abs. 1 lit. d DBG sieht keine ausdrÃ¼ckliche zeitliche BeschrÃ¤nkung im Zusammenhang mit der AbzugsfÃ¤higkeit von geleisteten EinkaufsbeitrÃ¤gen vor. Der Gesetzgeber hat auch in Art. 79a BVG bewusst keine zeitliche Schranke gesetzt. So lÃ¤sst sich der Botschaft des Bundesrats zum Stabilisierungsprogramm entnehmen, dass sich BeschrÃ¤nkungen des Steuerprivilegs grundsÃ¤tzlich vom Leistungsziel her ergÃ¤ben, wonach die berufliche Vorsorge dem Versicherten zusammen mit den Leistungen der AHV die Fortsetzung der gewohnten Lebenshaltung in angemessener Weise zu ermÃ¶glichen habe. Es entspreche nicht dem Sinn des Verfassungsgebers in Art. 34quater der (alten) Bundesverfassung vom 29. Mai 1874 (aBV), durch die berufliche Vorsorge Ã¼bermÃ¤ssige BegÃ¼nstigungen einzurÃ¤umen und luxuriÃ¶se Lebenshaltungen zu unterstÃ¼tzen (vgl. BBl 1999 IV 86 ff.). Die hÃ¶henmÃ¤ssige Begrenzung des Einkaufs hÃ¤ngt somit in erster Linie mit der Absicht zusammen, das in Art. 34quater aBV bzw. Art. 113 Abs. 2 lit. a der Bundesverfassung vom 18. April 1999 (BV) in Bezug auf die Leistungen der beruflichen Vorsorge vorgesehene Kriterium der Fortsetzung der gewohnten Lebenshaltung in "angemessener" Weise sachgerecht umzusetzen. Dieses Ziel wird mit der EinfÃ¼hrung von zulÃ¤ssigen MaximaleinkaufsbeitrÃ¤gen zweifellos erfÃ¼llt. Hingegen ergeben sich â entgegen der Ansicht der Vorinstanz â keinerlei Anhaltspunkte dafÃ¼r, dass in Bezug auf Art. 79a BVG und Art. 33 Abs. 1 lit. d DBG eine (unechte) LÃ¼cke vorliegen wÃ¼rde, weil der Einkauf auch in zeitlicher Hinsicht beschrÃ¤nkt werden mÃ¼sste. Es kann nÃ¤mlich keineswegs von einer planwidrigen UnvollstÃ¤ndigkeit des Gesetzes gesprochen werden, wurde doch das Gesetzespaket im Rahmen des Stabilisierungsprogramms 1998 im Anschluss an den Bericht der Expertenkommission zur PrÃ¼fung des Systems der direkten Steuern auf LÃ¼cken und in Kenntnis der einschlÃ¤gigen Rechtsprechung erlassen (vgl. Martin Steiner, Vorsorgerecht und Steuern, ASA 71 [2002/03] 178); daraus kann gefolgert werden, dass die fehlende zeitliche BeschrÃ¤nkung des Einkaufs in die berufliche Vorsorge gerade nicht als LÃ¼cke erachtet wurde, es finden sich nÃ¤mlich in diesem Bericht keine Hinweise, wonach ein Einkauf in zeitlicher NÃ¤he zum Bezug des Vorsorgekapitals vom Abzug auszuschliessen sei. Zwar wird die fehlende gesetzliche Umschreibung der Angemessenheit der beruflichen Vorsorge als steuersystematische LÃ¼cke bezeichnet, welche vom Gesetzgeber auszufÃ¼llen sei, indessen wurde dabei primÃ¤r an eine hÃ¶henmÃ¤ssige Begrenzung des versicherbaren Verdienstes und der EinkaufsbeitrÃ¤ge gedacht (vgl. Linda Peter-Szerenyi, Der Begriff der Vorsorge im Steuerrecht, ZÃ¼rich 2001, S. 97). Indem aber der Gesetzgeber im Bewusstsein, dass ein Einkauf auch noch kurz vor dem Eintritt des Vorsorgefalls mÃ¶glich sein wÃ¼rde, darauf verzichtet hat, diesbezÃ¼glich gesetzliche Schranken einzufÃ¼hren, ist grundsÃ¤tzlich davon auszugehen, dass er auch bei einem engen zeitlichen Zusammenhang zwischen der Leistung von EinkaufsbeitrÃ¤gen und dem Kapitalbezug die steuerliche Privilegierung nicht ausschliessen wollte. Diese umstrittene Frage wird sich indes kÃ¼nftig nicht mehr stellen, weil mit Inkrafttreten der 1. BVG-Revision per 1. Januar 2006 Art. 79a BVG durch den neuen Art. 79b Abs. 3 rBVG ersetzt werden wird, welcher vorsieht, dass nach getÃ¤tigten EinkÃ¤ufen die daraus resultierenden Leistungen innerhalb der nÃ¤chsten drei Jahre nicht in Kapitalform aus der Vorsorge zurÃ¼ckgezogen werden dÃ¼rfen (vgl. Peter Lang, Steuerliche Aspekte der 1. BVG-Revision, StR 2004, S. 10 f., mit Hinweisen). Allein die von der Vorinstanz angefÃ¼hrte Tatsache, dass die entsprechende neue Norm in den Beratungen der eidgenÃ¶ssischen RÃ¤te zur BVG-Revision ausdrÃ¼cklich als Vorschrift zur BekÃ¤mpfung von MissbrÃ¤uchen bezeichnet und einstimmig angenommen worden ist, fÃ¼hrt nicht zur Annahme einer unechten GesetzeslÃ¼cke. Nur weil bestimmte Vorgehensweisen als dem Zweck der beruflichen Vorsorge widersprechend erkannt werden, kann nicht darauf geschlossen werden, die Regelung des frÃ¼heren Gesetzgebers sei planwidrig unvollstÃ¤ndig (vgl. Martin Steiner, Standortbestimmung zur steuerlichen Behandlung der beruflichen Vorsorge, ST 2000, 560).</p> <p class="Erwgung3"><b>2.2.2 </b>Voraussetzung fÃ¼r die AbzugsfÃ¤higkeit ist jedoch in jedem Fall, dass der Einkauf der beruflichen Vorsorge dient. Das BVG enthielt bis anhin keine ausdrÃ¼ckliche Legaldefinition der beruflichen Vorsorge, sondern nannte lediglich das Leistungsziel, nÃ¤mlich die Fortsetzung der gewohnten Lebenshaltung in angemessener Weise fÃ¼r Betagte, Hinterlassene und Invalide. Unter dem Begriff der beruflichen Vorsorge ist deshalb allgemein die Abdeckung der Risiken Alter, Tod und InvaliditÃ¤t zu verstehen (vgl. Art. 1 Abs. 2 BVG; Peter-Szerenyi, S. 18). In der Praxis haben sich dabei inhaltlich die GrundsÃ¤tze der ausschliesslichen Zweckbindung der Vorsorgemittel, der Angemessenheit, der PlanmÃ¤ssigkeit sowie der KollektivitÃ¤t herausgebildet (vgl. Lang, S. 2). Das revidierte BVG wird mit Art. 1 rBVG neu einen umfangreichen Zweckartikel mit zahlreichen Elementen enthalten. GrundsÃ¤tzlich dient jeder Erwerb eines die Risiken Tod, Alter und InvaliditÃ¤t abdeckenden Vorsorgeanspruchs der beruflichen Vorsorge.</p> <p class="Erwgung3">Der pflichtige Ehemann (nachfolgend: der Pflichtige) leistete die EinkaufsbeitrÃ¤ge, deren AbzugsfÃ¤higkeit streitig ist, am 9. und 10. Mai 2001 und damit zu einem Zeitpunkt, in dem ihm schon bekannt war, dass er per 31. Mai 2001 sein ArbeitsverhÃ¤ltnis aufgeben und ins Ausland gehen wÃ¼rde. Zwar ist nicht bekannt, wann genau er den Entscheid gefÃ¤llt hat, sich sein Guthaben bei der Pensionskasse als Kapitalleistung auszahlen zu lassen, doch datiert die Austrittsberechnung der Pensionskasse vom 29. Mai 2001, weshalb er sich noch vor diesem Datum fÃ¼r den Bezug der Kapitalleistung entschieden haben muss. Ferner liess der Vertreter des Pflichtigen im Schreiben vom 16. Juni 2003 die SteuerkommissÃ¤rin wissen, dass nach den Angaben des Pflichtigen der Antrag auf Barauszahlung schon kurz nach der Wohnsitzverlegung gestellt worden sei. Die Abrechnung Ã¼ber die Quellensteuer erfolgte im Juni 2001. Folglich ist davon auszugehen, dass bereits zum Zeitpunkt des Einkaufs feststand, dass sich der Pflichtige das einbezahlte Kapital schon kurze Zeit spÃ¤ter wieder auszahlen lassen wÃ¼rde.</p> <p class="Erwgung3">Der hier zu beurteilende Sachverhalt ist durch die Besonderheit gekennzeichnet, dass den geleisteten EinkaufsbeitrÃ¤gen von mehr als Fr. 500'000.- ein ausbezahltes Vorsorgekapital von lediglich Fr. 656'809.35 gegenÃ¼ber steht. Durch die beiden im Mai 2001 einbezahlten BetrÃ¤ge wurden weit mehr als 3/4 der gesamten Kapitalabfindung finanziert, so dass im Ergebnis zwischen dem einbezahlten und dem kurze Zeit spÃ¤ter ausbezahlten Kapital kein vernÃ¼nftiges VerhÃ¤ltnis mehr besteht. Bewegen sich aber die BetrÃ¤ge in einer solchen GrÃ¶ssenordnung bzw. stehen sie in einem so auffÃ¤lligen VerhÃ¤ltnis zueinander, ist Ã¤usserst zweifelhaft, ob Ã¼berhaupt noch von einer echten VorsorgefÃ¶rderung gesprochen werden kann. Hinzu kommt, dass der Pflichtige in den Vorjahren keine entsprechenden BeitrÃ¤ge geleistet hatte und sein Vorgehen deshalb nicht einem im Voraus festgelegten Vorsorgeplan entsprach. Es muss deshalb in Frage gestellt werden, ob er mit seinen EinkaufsbeitrÃ¤gen tatsÃ¤chlich die Verbesserung seines Vorsorgeschutzes angestrebt und nicht vielmehr eine vorteilhafte Kapitalanlage bezweckt hat. Es wurden hauptsÃ¤chlich ungebundene VermÃ¶gensmittel in gebundene umgeschichtet, um sie kurze Zeit spÃ¤ter â wie der Pflichtige selbst einrÃ¤umt â aus GrÃ¼nden der PraktikabilitÃ¤t wie auch aus anlagestrategischen Ãberlegungen wieder frei verfÃ¼gbar zu machen. Zwar ist davon auszugehen, dass auch vorliegend ein gewisser Vorsorgeanteil enthalten ist, weil nach der Einzahlung kurzzeitig ein verbesserter Versicherungsschutz im Sinn erhÃ¶hter Todesfall- und InvaliditÃ¤tsleistungen bestand, aber dieser muss als derart untergeordnet bezeichnet werden, dass er vernachlÃ¤ssigbar ist. Das vom Pflichtigen gewÃ¤hlte Vorgehen kann bei objektiver Betrachtungsweise vernÃ¼nftigerweise nichts mehr mit der FÃ¶rderung der beruflichen Vorsorge zu tun haben, zumal mit der Barauszahlung gestÃ¼tzt auf das FZG nicht lÃ¤nger garantiert ist, dass die Mittel der Vorsorge dienen. Ob sich aber der betreffende Einkauf auch bei extensiver Auslegung tatsÃ¤chlich nicht mehr unter den Begriff der VorsorgefÃ¶rderung subsumieren lÃ¤sst, kann offen bleiben, weil das Verhalten des Pflichtigen bereits aus einem anderen Grund nicht geschÃ¼tzt werden kann, wie nachfolgend aufzuzeigen ist:</p> <p class="Erwgung3"><b>2.2.3 </b>Das Bundesgericht nimmt in konstanter Rechtsprechung eine Steuerumgehung dann an, wenn das gewÃ¤hlte Vorgehen ungewÃ¶hnlich ("insolite"), sachwidrig oder absonderlich, jedenfalls den wirtschaftlichen Gegebenheiten unangemessen erscheint, wenn zudem anzunehmen ist, dass die gewÃ¤hlte Rechtsgestaltung nur aus GrÃ¼nden der Steuerersparnis gewÃ¤hlt worden ist, und wenn das entsprechende Vorgehen tatsÃ¤chlich eine erhebliche Steuerersparnis bewirkt (BGr, 28. Januar 2005 = StE 2005 B 25.2 Nr. 7 E. 4; BGr, 9. November 2001 = StE 2002 B 24.4 Nr. 66 E. 6, mit Hinweisen). Sind diese Voraussetzungen erfÃ¼llt, fÃ¼hrt dies gemÃ¤ss Bundesgericht zu einer Sachverhaltsfiktion, indem anstelle des konkreten Sachverhalts ein bezÃ¼glich der formalen privatrechtlichen Ausgestaltung anderer Sachverhalt der Besteuerung zugrunde gelegt wird, welcher einem mit Blick auf das vom Steuerpflichtigen angestrebte wirtschaftliche Ziel sachgemÃ¤ssen Vorgehen entspricht (BGr, 2. April 1993 = StE 1995 A 12 Nr. 5 E. 1).</p> <p class="Erwgung3">In jÃ¼ngerer Zeit sind nun aber neue Tendenzen feststellbar, welche den Steuerumgehungsvorbehalt mit der Gleichrangigkeit der Verfassungsprinzipien begrÃ¼nden, wonach bei der Rechtsanwendung neben dem zentralen Gesichtspunkt des Gesetzesvorrangs auch die anderen Verfassungsziele zu berÃ¼cksichtigen sind. Deshalb darf und muss vom Gesetz abgewichen werden, wenn ein Verfassungsgrundsatz bei der Anwendung des Gesetzesvorrangs im Einzelfall gÃ¤nzlich ausgehÃ¶hlt zu werden droht (vgl. hierzu insbesondere Thomas GÃ¤chter, Rechtsmissbrauch im Ã¶ffentlichen Recht, ZÃ¼rich 2005, S. 338 ff., S. 378 ff.; Markus Reich, Damoklesschwerter der Steuerplanung: Steuerumgehung und SteuerkriminalitÃ¤t, Manuskript des Referats vom 23. Juni 2005 am Seminar des Instituts fÃ¼r Schweizerisches und Internationales Steuerrecht [ISIS] in Lugano Ã¼ber Probleme und Grenzen der Steuerplanung, S. 6 [noch nicht publiziert]). Als Grundlage fÃ¤llt vorab das WillkÃ¼rverbot von Art. 9 BV in Betracht, das eine Korrektur der anwendbaren gesetzlichen Regelung erlaubt, wenn das Auslegungsergebnis im konkreten Fall zu unannehmbaren Steuerfolgen fÃ¼hrt (vgl. GÃ¤chter, S. 378 ff., Reich, S. 6). Das ist in Ãbereinstimmung mit der bundesgerichtlichen Rechtsprechung zum WillkÃ¼rverbot dann der Fall, wenn das durch Auslegung der anwendbaren Gesetzesnorm<span> gefundene Ergebnis mit der tatsÃ¤chlichen Situation in klarem und offensichtlichem Widerspruch steht, eine Norm oder einen unumstrittenen Rechtsgrundsatz krass verletzt oder in stossender Weise dem Gerechtigkeitsgedanken zuwiderlÃ¤uft. WillkÃ¼r liegt nicht schon dann vor, wenn eine andere LÃ¶sung ebenfalls vertretbar erscheint oder gar vorzuziehen wÃ¤re (BGr, 15. April 2003, 2P.300/2002, E. 3.1, www.bger.ch; BGE 123 I 1 E. 4a; BGE 125 II 10 E. 3a). </span></p> <p class="Erwgung3">Das Vorgehen des Pflichtigen im vorliegenden Fall fÃ¼hrt zu einem unhaltbaren Ergebnis, welches von den Absichten des Gesetzgebers in keiner Weise abgedeckt ist: Indem das gestÃ¼tzt auf das FZG bar ausbezahlte Vorsorgekapital nur unwesentlich hÃ¶her als der zuvor geleistete Einkaufsbeitrag ausfÃ¤llt, der zeitliche Abstand zwischen dem Einkauf und dem Kapitalbezug lediglich einen Monat betrÃ¤gt und der Einkauf zudem angesichts der Tatsache erfolgt ist, dass das ArbeitsverhÃ¤ltnis wenig spÃ¤ter aufgelÃ¶st, der Wohnsitz ins Ausland verlegt und die Barauszahlung verlangt wÃ¼rde, gelangt der Pflichtige in den Genuss eines Steuerprivilegs, das nicht anders als stossend, im Licht des in Art. 113 Abs. 2 BV statuierten Grundsatzes der FÃ¶rderung der beruflichen Vorsorge als sachwidrig und den Intentionen des Gesetzgebers klar und offensichtlich zuwiderlaufend bezeichnet werden kann. Der vom Pflichtigen geltend gemachte Abzug wÃ¼rde somit zu einem unter dem Gesichtswinkel von Art. 9 BV willkÃ¼rlichen Ergebnis fÃ¼hren und ist somit nicht zu gewÃ¤hren. </p> <p class="Erwgung3">Infolgedessen ist die Beschwerde abzuweisen.</p> <p class="Erwgung1"><b>3. </b> </p> <p class="Erwgung2">Bei diesem Verfahrensausgang sind die Kosten den BeschwerdefÃ¼hrenden aufzuerlegen (Art. 144 Abs. 1 Satz 2 in Verbindung mit Art. 145 Abs. 2 DBG) und ist ihnen keine ParteientschÃ¤digung zuzusprechen (Art. 64 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 Ã¼ber das Verwaltungsverfahren in Verbindung mit Art. 144 Abs. 4 und Art. 145 Abs. 2 DBG).</p> <p class="Einzug1"><span>DemgemÃ¤ss entscheidet </span><span>die Kammer</span><span>:</span></p> <p class="Einzug2"><span>1. Die Beschwerde wird abgewiesen.</span></p> <p class="Einzug2"><span>2. Die GerichtsgebÃ¼hr wird festgesetzt auf <br/> Fr. 5'000.--; die Ã¼brigen Kosten betragen:<br/> Fr. 60.-- Zustellungskosten,<br/> Fr. 5'060.-- Total der Kosten.</span></p> <p class="Einzug2"><span>3. Die Gerichtskosten werden den BeschwerdefÃ¼hrenden je zur HÃ¤lfte auferlegt, unter solidarischer Haftung fÃ¼r die gesamten Kosten.</span></p> <p class="Einzug2"><span>4. Eine ParteientschÃ¤digung wird nicht zugesprochen.</span></p> <p class="Einzug2"><span>5. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen, von der Zustellung an gerechnet, Verwaltungsgerichtsbeschwerde beim Bundesgericht erhoben werden.</span></p> <p class="Urteilstext">6. Mitteilung an â¦</p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>