B u n d e s v e rw a l t u n g s g e r i ch t T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i f f éd é r a l T r i b u n a l e am m i n i s t r a t i vo f e d e r a l e T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i v fe d e r a l Abteilung V E-4109/2013 U r t e i l v om 3 0 . J u l i 2 0 1 3 Besetzung Einzelrichterin Regula Schenker Senn, mit Zustimmung von Richterin Claudia Cotting-Schalch; Gerichtsschreiberin Simona Risi. Parteien A._______ (Beschwerdeführer 1), B._______ (Beschwerdeführerin 2), C._______ (Beschwerdeführer 3), D._______ (Beschwerdeführerin 4), Armenien, Beschwerdeführende, gegen Bundesamt für Migration (BFM), Quellenweg 6, 3003 Bern, Vorinstanz. Gegenstand Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung; Verfügung des BFM vom 11. Juli 2013 / N (…). E-4109/2013 Seite 2 Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest, dass die Beschwerdeführenden ihren Heimatstaat eigenen Angaben z u- folge am 28. April 2013 gemeinsam mit den Eltern (N […]; E-4162/2013) sowie der Schwester der Beschwerdeführerin 2 verliessen, und mit einem Minibus über Georgien, Belarus und unbekannte weitere Länder in die Schweiz gelangten, dass sie am 6. Mai 2013 im Empfangs - und Verfahrenszentrum (EVZ) Vallorbe um Asyl nachsuchten, dass die Beschwerdeführenden anlässlich der Befragung zur Person vom 17. Mai 2013 un d der eingehenden Anhörung vom 2 . Juli 2013 geltend machten, sie seien durch die Regierungspartei bedroht, dass die Beschwerdeführerin 2 angab, sie sei bei der Pr äsidentschafts- wahl vom 18. Februar 2013 als Wahlbeobachterin in einem Wahlbüro in E._______ tätig gewesen, als der Bürgermeister des Ortes die Wahlzettel der Bürger selbst ausgefüllt habe und diese nur den Stimmrechtsausweis hätten unterschreiben dürfen, dass sie interveniert habe und von der ebenfalls anwesenden Polizei während einiger Minuten festgehalten worden sei, wobei sie gestürzt sei und sich das Nasenbein gebrochen habe, dass die Regierungspartei aufgrund der durch den Bürgermeister ve r- fälschten Wahlen sämtliche Stimmen des Dorfes erhalten habe, wogegen am nächsten Tag in Eriwan die erste Demonstration stattgefunden habe, bei der der Präsident zum Rücktritt aufgefordert worden sei, dass sie sich mit ihren Schülern und Studenten beim Gericht beschwer t habe, ihr Antrag jedoch mangels Beweisen nicht entgegengenommen worden sei, dass der Beschwerdeführer 1 vorbrachte, er sei seit drei Jahren Sympa- thisant der von Raffi Hovhannisian geführten Oppositionspartei Jarang u- tyun und habe an Kundgebungen teilgenom men, um Hovhannisian bei seiner Kandidatur für das Amt des Staatspräsidenten zu unterstützen, dass er am 9. April 2013 mit seiner Schwägerin und seiner Schwiege r- mutter an einer Demonstration in Eriwan teilgenommen habe und dabei verhaftet worden sei; ansc hliessend sei er während vier Tagen unter misslichen Umständen auf dem Polizeiposten festgehalten worden, bis E-4109/2013 Seite 3 man ihn aufgrund des Einflusses seines Onkels unter der Auflage, das Land bis zum Prozessbeginn am (…) Mai 2013 nicht zu verlassen, freige- lassen habe, dass die Beschwerdeführerin 2 am (…) April 2013 in ihrer Funktion als Lehrerin und Stellvertreterin der Direktorin einer Schule entlassen worden sei, dass ihnen Bekannte gesagt hätten, sie sollten weggehen, da der Verbleib in Armenien schlecht für sie enden könnte, weshalb sie gemein- sam mit den Eltern und der Schwester der Beschwerdeführerin 2 ausg e- reist seien, dass die Schwester anlässlich einer Rast bei Lausanne aus dem Auto ausgestiegen und seither verschwunden sei, dass die Beschwerdeführenden zum Beweis ihrer Vorbringen Kopien (ih- re Identität betreffende Seiten) aus ihren armenischen Re isepässen, ihre Heiratsurkunde, einen Parteimitgliedsausweises, einen Geburtsschein, ein Diplom und ein Arbeitszertifikat der Beschwerdeführerin 2, die G e- burtsscheine der Beschwerdeführenden 3 und 4 sowie eine DVD mit V i- deoaufnahmen zu den Akten reichten, dass das BFM mit Verfügung vom 11. Juli 2013 in Anwendung von Art. 32 Abs. 2 Bst. a des Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 (AsylG, SR 142.31) auf die Asylgesuche nic ht eintrat, die Wegweisung aus der Schweiz sowie deren Vollzug anordnete und die Aushändigung der edit i- onspflichtigen Akten gemäss Aktenverzeichnis an die Beschwerdefü h- renden verfügte, dass die Beschwerdeführenden mit Eingabe vom 17 . Juli 2013 (Datum Poststempel: 18. Juli 2013 ) an das Bundesverwaltungsgericht gelangten und sinngemäss beantragten, die angefochtene Verfügung sei aufzuh e- ben und auf ihre Asylgesuche sei einzutreten, dass sie zum Nachweis ihrer Identität die Reisepässe der Beschwerd e- führenden 1 und 2 im Original und verschiedene Dokumente betreffend die Eltern der Beschwerdeführerin 2 ins Recht legten, dass die vorinstanzlichen Akten am 23. Juli 2013 beim Bundesverwa l- tungsgericht eintrafen (Art. 109 Abs. 2 AsylG), E-4109/2013 Seite 4 und zieht in Erwägung, dass das Bundesverwaltungsgericht auf dem Gebiet des Asyls endgültig über Beschwerden gegen Verfügungen (Art. 5 des Verwaltungsverfa h- rensgesetzes vom 20. Dezember 1968 [VwVG, SR 172.021]) des BFM entscheidet, ausser – was vorliegend nicht der Fall ist – bei Vorliegen ei- nes Auslieferungsersuchens des Staates, vor welchem die beschwerd e- führende Person Schutz sucht (Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 31–33 des Ver- waltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [VGG, SR 173.32]; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des Bundesgerichts gesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]), dass die Beschwerdeführenden am Verfahren vor der Vorinstanz tei lge- nommen haben, durch die angefochtene Verfügung besonders berührt sind, ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung beziehungsweise Änderung haben und daher zur Einreichung einer Beschwerde legitimiert sind (Art. 105 AsylG und Art. 48 Abs. 1 VwVG), dass die Eingabe den Anforderungen an Inhalt und Form einer B e- schwerde unter Berücksichtigung der relativ k urzen Beschwerdefrist von fünf Arbeitst agen knapp genügt (Art. 52 Abs. 1 VwVG), indem ih r ein sinngemässes Be gehren um Aufhebung der vorinstanzlichen Verfügung und Eintreten auf d ie Asylgesuche sowie eine entsprechende Begrü n- dung entnommen werden können, dass somit auf die frist - und formgerecht eingereichte Beschwerde einzu- treten ist (Art. 108 Abs. 2 AsylG), dass mit Beschwerde die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts und die Unangemessenheit gerügt werden können (Art. 106 Abs. 1 AsylG), dass bei Beschwerden gegen Nichteintretensentscheide, mit denen es das BFM ablehnt, das Asylgesuch auf seine Begründetheit hin zu übe r- prüfen (Art. 32–35a AsylG), die Beurteilungskompetenz der Beschwerd e- instanz grundsätzlich auf die Frage beschränkt ist, ob die Vorinstanz zu Recht auf das Asylgesuch nicht ein getreten ist (vgl. BVGE 2011/9 E. 5 S. 116), dass sich demnach die Beschwerdeinstanz – sofern sie den Nichteintr e- tensentscheid als unrechtmässig erachtet – einer selbstständigen mat e- riellen Prüfung enthält, die angefochtene Verfügung aufhebt und die S a-E-4109/2013 Seite 5 che zu neuer Entscheidung an die Vorinstanz zurückweist (vgl. BVGE 2007/8 E. 2.1 S. 73 m.w.H.), dass indessen im Falle des Nichteintretens auf ein Asylgesuch gemäss Art. 32 Abs. 2 Bst. a und Abs. 3 AsylG über das Nichtbestehen der Flüchtlingseigenschaft abschliessend materiell zu entscheiden ist, soweit dies im Rahmen einer summarischen Prüfung möglich ist (vgl. BVGE 2007/8 insb. E. 5.6.5 S. 90 f.), dass dementsprechend in einem diesbezüglichen Beschwerdeverfahren ungeachtet der vorzunehmenden Überprüfung eines formellen Nichtei n- tretensentscheides auch die Flüchtlingse igenschaft Prozessgegenstand bildet (vgl. BVGE 2007/8 E. 2.1 S. 73), dass die Vorinstanz die Frage der Wegweisung und des Vollzugs mat e- riell prüft, weshalb dem Bundesverwaltungsgericht diesbezüglich volle Kognition zukommt, dass über offensichtlich unbegrü ndete Beschwerden in einzelrichterlicher Zuständigkeit mit Zustimmung eines zweiten Richters beziehungsweise einer zweiten Richterin entschieden wird (Art. 111 Bst. e AsylG) und es sich vorliegend, wie nachfolgend aufgezeigt, um eine solche handelt, weshalb der Beschwerdeentscheid nur summarisch zu begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG), dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG vorliegend auf einen Schrifte n- wechsel verzichtet wurde, dass gemäss Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG auf Asylgesuche nicht eingetr e- ten wird, wenn Asylsuchende den Behörden nicht innerhalb von 48 Stu n- den nach Einreichung des Gesuchs Reise - oder Identitätspapiere abg e- ben, dass diese Bestimmung keine Anwendung findet, wenn Asylsuchende glaubhaft machen können, dass sie aus entschuldbaren Grün den nicht in der Lage sind, innert dieser Zeitspanne Reise - oder Identitätspapiere ab- zugeben, wenn aufgrund der Anhörung und gestützt auf die Art. 3 und 7 AsylG die Flüchtlingseigenschaft festgestellt wird oder wenn sich au f- grund der Anhörung erweist, dass zusätzliche Abklärungen zur Festste l- lung der Flüchtlingseigenschaft oder eines Wegweisungsvollzugshinde r- nisses nötig sind (Art. 32 Abs. 3 Bst. a bis c AsylG), E-4109/2013 Seite 6 dass entschuldbare Gründe im Sinne der genannten Bestimmungen vo r- liegen, wenn eine asylsuchende Person glaubhaft darzutun vermag, dass sie ihre Reise - oder Identitätspapiere aus zwingenden Gründen zurüc k- lassen musste und sich umgehend und ernsthaft darum bemüht, diese innert angemessener Frist zu beschaffen (vgl. BVGE 2010/2 E. 6.2 und 6.3 S. 28 f.), dass die Vorinstanz zur Begründung ihres Entscheides insbesondere ausführte, die Beschwerdeführenden hätten den Asylbehörden innerhalb der eingeräumten Frist von 48 Stunden keine Reise- oder Identitätspapie- re abgegeben, dass aufgrund ihrer Asylvorbringen auszuschliessen sei, dass ihre Reise in die Schweiz mit einem Schlepper hätte stattfinden müssen, der sie über sämtliche Grenzen geschleust habe, ohne dass sie davon viel b e- merkt hätten, und nicht geglaubt werden könne, dass dieser die Reised o- kumente behalten habe, dass die Beschwerdeführenden überdies angegeben hätten, sie könnten die Pässe bald wieder erhältlich machen, mittlerweile jedoch zwei Monate vergangen seien, ohne dass die Dokumente eingereicht worden seien, dass somit keine entschuldbaren Gründ e vorlägen, die es ihnen veru n- möglichen würden, Reise- oder Identitätspapiere einzureichen, dass die Beschwerdeführenden ausserdem die Flüchtlingseigenschaft gemäss Art. 3 und 7 AsylG nicht erfüllen würden und aufgrund der Akte n- lage weder diesbezüglich noc h hinsichtlich eines Wegweisungsvollzug s- hindernisses zusätzliche Abklärungen erforderlich seien, dass der Beschwerdeführer 1 seine Teilnahme an der Demonstration vom 9. April 2013 selbst auf wiederholtes Nachfragen hin nur substanzarm ge- schildert habe, dass er auch den angeblichen Aufenthalt auf dem Polizeiposten lediglich dürftig und nicht sachgerecht beschrieben habe, dass sich in seinen Aussagen betreffend die angeblich erlittene Verfo l- gung insgesamt keine Realitätskennzeichen finden liessen, weshalb ihm diese nicht geglaubt werden könne, E-4109/2013 Seite 7 dass er auf der eingereichten DVD nicht zu sehen sei, weshalb diese als Beweismittel untauglich sei, dass die Ausführungen der Beschwerdeführerin 2 betreffend die Wahlfä l- schung nicht überzeugen würden, da davon auszugehen sei, dass sich in jenem Falle auch andere Wahlberechtigte gewehrt hätten, dass es sich bei dem angeblichen Entlassungsschreiben lediglich um e i- ne Freistellung ha ndle und sich die Beschwerdeführerin 2 gegen eine Entlassung hätte wehren können , weshalb eine asylrelevante Verfolgung jedenfalls nicht ersichtlich sei, dass daher auf die Asylgesuche der Beschwerdeführenden nicht einzutre- ten sei, diese aus der Schweiz wegzuweisen seien und sich der Wegwe i- sungsvollzug als zulässig, zumutbar und möglich erweise, dass die Beschwerdeführenden den Ausführungen der Vorinstanz im We- sentlichen entgegenhalten, sie hätten bis anhin nicht verstanden, dass sie ihre Reisepässe und andere Dokumente beibringen müssten, dass das Verschwinden der Schwester der Beschwerdeführer in 2 Stress verursacht habe und ihre herzkranke Mutter wegen gesundheitlicher B e- schwerden bereits mehrfach im Spital gewesen sei, dass sie daher nicht alle gewünschten Dokumente innert Frist hätten zu den Akten reichen können, dass die Beschwerdeführenden innert 48 Stunden nach Gesuchseinre i- chung keine rechtsgenüglichen Identitätspapiere zu den Akten reichten, womit die in Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG statuierte Grundvoraussetzung für ein Nichteintreten wegen fehlender Papiere erfüllt ist, dass sie mit ihre r Beschwerdeeinga be die Originale ihrer Reisepässe beibrachten, dass für deren verspätete Einreichung keine entschuldbaren Gründe vor- liegen, dass zunächst der Vorinstanz darin beizupflichten ist, dass keine Gründe für die Notwendigkeit einer illegalen Ausreise der Beschwerdeführenden mittels eines Schleppers ersichtlich sind, E-4109/2013 Seite 8 dass sie sodann das Merkblatt mit der Aufforderung zur Papierbescha f- fung am 6. Mai 2013 unterzeichneten (vgl. die vorinstanzliche Akte A2/2) und anlässlich der Befragung zur Person vom 17. Mai 2013 sowie der eingehenden Anhörung zu den Asylgründen vom 2. Juli 2013 – knapp zwei Monate nach der Einreise – erneut auf die Bestimmung von Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG und die Notwendigkeit der Beibringung von Reise - oder Identitätspapieren hingewiesen wurden (vgl. A4/11 Ziff. 4.07 S. 6; A15/11 Ziff. 4.07 S. 6; A11/13 F7 S. 2; A12/12 F6 S. 2), dass die Beschwerdeführenden bei der Erstbefragung eine nicht nac h- vollziehbare Erklärung dafür abgaben, dass ihre Reisepässe beim Schlepper geblieben s eien, nämlich dass mit der Mitnahme der Pässe nach Armenien ihre Rückkehr in den Heimatstaat habe bewiesen bezie- hungsweise die Reise nach Europa habe vertuscht werden sollen (vgl. A4/11 Ziff. 4.02 S. 6; A5/11 Ziff. 4.02 S. 6; A12/12 F45 S. 6), dass sie dam als ausführten, sie würden auf ihre Pässe warten, die sehr bald eintreffen sollten (vgl. A4/11 Ziff. 4.07 S. 6; A5/11 Ziff. 4.07 S. 7), dass sie die Vorinstanz bei der eingehenden Anhörung weiter vertrösteten (vgl. A11/13 F7 S. 2; A12/12 F6 S. 2 und F43–47 S. 6), dass in diesem Zusammenhang auffällt, dass neben den Beschwerdefüh- renden auch die Eltern der Beschwerdeführerin 2 im vorinstanzlichen Ver- fahren keine Reisepässe zu den Akten reichten, während der Reisepass der verschwunden Schwester der Beschwerdeführerin 2 ins Recht gelegt wurde, obwohl dies in asylrechtlicher Hinsicht das einzige Identitätsd o- kument war, das nicht hätte beigebracht werden müssen, dass die Reisepässe auf Beschwerdeebene ohne Ausführungen zum E r- halt derselben und ohne weitere Beweismittel wie etwa einen für den Ver- sand verwendeten Briefumschlag eingereicht wurden, dass der Schluss nahe liegt, dass die Beschwerdeführenden ihre Pässe der Vorinstanz vorenthielten und diese einzig als Reaktion auf den Nich t- eintretensentscheid zu den Akten reichten, dass die Beschwerdeführenden jedenfalls keine nachvollziehbaren Grün- de dafür anführen, warum sie die Reisepässe erst im Beschwe rdeverfah- ren beibringen konnten, während ihnen dies im vorinstanzlichen Verfa h- ren nicht möglich gewesen sei, E-4109/2013 Seite 9 dass ihnen der Nachweis entschuldbarer Gründe somit nicht gelingt, dass sodann aufgrund der Aktenlage, wie sie sich nach der Anhörung vom 2. Juli 2013 präsentierte, unter Verzicht auf zusätzliche Abklärungen im Rahmen einer bloss summarischen Prüfun g der Schluss gezogen werden konnte, die Beschwerdeführenden würden die Flüchtlingseige n- schaft offenkundig nicht erfüllen (vgl. Art. 32 Abs. 3 Bst. b und c AsylG), dass diesbezüglich vollumfänglich auf die überzeugenden Erwägungen der Vorinstanz zu verwiesen ist (vgl. E. I/2 der angefochtenen Verfügung), mit denen sich die Beschwerdeführenden nicht auseinandersetzen, dass das BFM demnach in Anwendung von Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG zu Recht auf die Asylgesuche der Beschwerdeführenden nicht eingetreten ist, dass die Ablehnung eines Asylgesuchs oder das Nichteintreten auf ein Asylgesuch in der Regel die Wegweisung a us der Schweiz zur Folge hat (Art. 44 Abs. 1 AsylG), vorliegend der Kanton keine Aufenthaltsbewill i- gung erteilt hat und zudem kein Anspruch auf Erteilung einer solchen b e- steht (vgl. BVGE 2009/50 E. 9 m.w.H.), weshalb die verfügte Wegweisung im Einklang mit den gesetzlichen Bestimmungen steht und demnach von der Vorinstanz zu Recht angeordnet wurde, dass das BFM das Anwesenheitsverhältnis nach den gesetzlichen B e- stimmungen über die vorläufige Aufnahme regelt, wenn der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar oder nicht möglich ist (Art. 44 Abs. 2 AsylG; Art. 83 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 16. Dezember 2005 über die Ausländerinnen und Ausländer [AuG, SR 142.20]), dass bezüglich der Geltendmachung von Wegweisungsvollzugshinde r- nissen gemäss ständiger Praxis des Bundesverwaltungsgerichts der glei- che Beweisstandard wie bei der Prüfung der Flüchtlingseigenschaft gilt, das heisst, sie sind zu beweisen, wenn der strikte Beweis möglich ist, und andernfalls wenigstens glaubhaft zu machen (vgl. BVGE 2011/24 E. 10.2 m.w.H.), dass der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig ist, wenn völkerrechtl i- che Verpflichtungen der Schweiz einer Weiterreise der Ausländerin oder des Ausländers in den Heimat -, Herkunfts - oder einen Drittstaat entg e- genstehen (Art. 83 Abs. 3 AuG), E-4109/2013 Seite 10 dass keine Person in irgendeiner Form zur Ausreise in ein Land gezwu n- gen werden darf, in dem ihr Leib, ihr Leben oder ihre Freiheit aus einem Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet ist oder in dem sie Gefahr läuft, zur Ausreise in ein solches Land gezwungen zu werden (Art. 5 Abs. 1 AsylG; vgl. ebenso Art. 33 Abs. 1 des Abkommens vom 28. Juli 1951 über die Rechtsstellung der Flüchtlinge [FK, SR 0.142.30]), dass der Vollzug der Wegweisung vorliegend in Beachtung dieser mas s- geblichen völker- und landesrechtlichen Bestimmungen zulässig ist, da es den Beschwerdeführenden nicht gelungen ist, eine asylrechtlic h erhebli- che Gefährdung nachzuweisen oder glaubhaft zu machen, weshalb das in Art. 5 AsylG verankerte Prinzip des flüchtlingsrechtlichen Non - Refoulement im vorliegenden Verfahren keine Anwendung findet und ke i- ne Anhaltspunkte für eine menschenrechtswidrige Behandlung im Sinne von Art. 25 Abs. 3 der Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgeno s- senschaft vom 18. April 1999 (BV, SR 101), von Art. 3 des Übereinko m- mens vom 10. Dezember 1984 gegen Folter und andere grausame, u n- menschliche oder erniedrigende Behandlung oder Strafe (FoK, SR 0.105) und der Praxis zu Art. 3 der Konvention vom 4. November 1950 zum Schutze der Menschenrechte und Grundfreiheiten (EMRK, SR 0.101) er- sichtlich sind, die den Beschwerdeführenden in Armenien droht, dass sich der Vollzug für Ausländerinnen und Ausländer als unzumutbar erweist, wenn sie im Heimat - oder Herkunftsstaat aufgrund von Situati o- nen wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und medizinischer Notl a- ge konkret gefährdet sind (Art. 83 Abs. 4 AuG), dass weder die allgemeine Lage in Armenien noch individuelle Gründe auf eine konkrete Gefährdung im Falle einer Rückkehr schliessen lasse n, weshalb der Vollzug der Wegweisung vorliegend zumutbar ist, dass der Vollzug der Wegweisung auch unter dem Gesichtspunkt des Kindeswohls zumutbar ist, da angesichts des bisherigen Aufenthalts von weniger als drei Monaten nicht von einer Assimilierung de r Beschwerde- führenden 3 und 4 in der Schweiz beziehungsweise von einer Entwurz e- lung in ihrer Heimat gesprochen werden kann, dass der Vollzug der Wegweisung schliesslich möglich ist, da keine Vol l- zugshindernisse bestehen (Art. 83 Abs. 2 AuG), und es den Beschwerdeführenden obliegt, bei der Beschaffung gültiger Reisepapiere E-4109/2013 Seite 11 mitzuwirken (vgl. Art. 8 Abs. 4 AsylG und dazu auch BVGE 2008/34 E. 12 S. 513–515), dass nach dem Gesagten der vom Bundesamt verfügte Vollzug der Wegweisung zu bestätigen ist, dass es den Beschwerdeführenden demnach nicht gelungen ist darzutun, inwiefern die angefochtene Verfügung Bundesrecht verletzt, den recht s- erheblichen Sachverhalt unrichtig oder unvollständig feststellt oder una n- gemessen ist (Art. 106 Abs. 1 AsylG), weshalb die Beschwerde abzuwe i- sen ist, dass bei diesem Ausgang des Verfahrens die Kosten von Fr. 600.– (Art. 1–3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]) den Beschwerdeführenden aufzuerlegen sind (Art. 63 Abs. 1 VwVG). (Dispositiv nächste Seite) E-4109/2013 Seite 12 Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 2. Die Verfahrenskosten von Fr. 600.– werden den Beschwerdeführenden auferlegt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zu- gunsten der Gerichtskasse zu überweisen. 3. Dieses Urteil geht an die Beschwerdeführenden, das BFM und die kanto- nale Migrationsbehörde. Die Einzelrichterin: Die Gerichtsschreiberin: Regula Schenker Senn Simona Risi Versand: