Nr. 25 Grundstückgewinnsteuer. Art. 6 Abs. 2 in fine, Art. 9 Abs. 1, Art. 10 Abs. 1, Art. 16 Abs. 1 GStG. Bei gemeinsamer und gleichzeitiger Übertragung von Miteigen- tumsanteilen auf einen Dritten hat jede r Miteigentümer die auf seinem Miteigen- tumsanteil anfallende Grundstückgewinnsteuer - berechnet auf Grund der Steuer für den Gesamtgewinn - zu übernehmen. Bei der Grundstückgewinnsteuer als Ob- jektsteuer ist der Freibetrag nur einmal bei der Ermittlung der Steuer für den Ge- samtgewinn des Grundstücks anzurechnen. An den Erwerbspreis werden alle Leis- tungen des Erwerbers angerechnet, welc he in kausalem Zusammenhang mit der Handänderung stehen, die der Erwerber dem Veräusserer persönlich oder auf des- sen Rechnung einem Dritten erbringt. Auf den formelle n Empfänger der Leistung kommt es nicht an. Der Wert des kapitalisie rten Wohnrechts der Eltern der Veräus- serer ist in concreto zum Erwerbspreis des Erwerbers zu zählen. Obergericht, 18. Mai 2001, OG V 99 57