<h2>SubmittedText<h2><p>Google und Microsoft bieten der Gesellschaft Chatbots mit KI zur Beantwortung von Fragen.</p><p>Diese Tools beantworten Fragen zuweilen falsch. Falschaussagen können vielerart gefährlich sein.</p><p>- Werden Vorkehrungen getroffen?</p><p>- Wie bereitet sich die Justiz auf die dadurch zu erwartenden Gefahren und Schäden vor?</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Wer digitale Werkzeuge wie Chatbots, die künstliche Intelligenz nutzt, muss deren Antworten kritisch beurteilen können. Diese Fähigkeit wird in unserer Gesellschaft immer wichtiger. Andere Instrumente wie Suchmaschinen oder Online-Enzyklopädien bringen ähnliche Herausforderungen mit sich. Das schweizerische Recht folgt einem technologieneutralen Ansatz. Dieser findet auch beim Einsatz von Systemen künstlicher Intelligenz Anwendung. Allfällige Schäden im Zusammenhang mit dem Einsatz dieser Systeme wären in Anwendung des geltenden Rechts, insbesondere der Verantwortlichkeits- bzw. Haftungsregeln, zu beurteilen. Die Bundesverwaltung prüft gegenwärtig die Schaffung eines "Knotenpunkts Recht". Dieser soll eine "unité de doctrine" in der rechtlichen Beurteilung künstlicher Intelligenz und ihrer Anwendungen in der Verwaltung fördern. Auf internationaler Ebene setzt sich die Schweiz im "Committee on Artificial Intelligence" des Europarates (CAI) bereits dafür ein, dass die Risiken von Chatbots, die künstliche Intelligenz verwenden, im Rahmen des zukünftigen Übereinkommens über künstliche Intelligenz, Menschenrechte, Demokratie und Rechtsstaatlichkeit angemessen berücksichtigt werden.</p>