Seite 1 Entscheid vom 9. Januar 2015 (530 14 32) __________________________________________________ ___________________ Auflösung einfache Gesellschaft / güterrechtliche Auseinandersetzung Besetzung Steuergerichtspräsident C. Baader, Steuer richter Dr. P. Leumann, R. Richner, M. Zeller, J. Felix, Gerichtsschreiber D. Brügger Parteien A.____, vertreten durch WENGER PLATTNER Re chtsanwälte, Aeschenvorstadt 55, 4010 Basel Beschwerdeführer gegen Steuerverwaltung des Kantons Basel -Landschaft , Rheinstrasse 33 , 4410 Liestal, Beschwerdegegnerin betreffend direkte Bundessteuer 2011 Seite 2 Sachverhalt: 1. Mit Veranlagungsverfügung der direkten Bundessteuer 2011 vom 21. November 2013 wurde ein Einkommen aus selbständiger Erwerbstätigkeit in Höhe von Fr. 546‘961.-- aufge- rechnet. Zur Begründung führte die Steuerverwaltung a us, es handle sich dabei um den Liqui- dationserlös aus dem Ausstieg des Pflichtigen aus der ein fachen Gesellschaft in Höhe von Fr. 800‘000.--, abzüglich des Eigenkapitals von Fr. 192‘265. -- und den AHV-Beiträgen von Fr. 60‘774.--. 2. Mit Eingaben vom 20. Dezember 2013 und 30. April 2 014 erhob die Vertreterin mit dem Begehren, das steuerbare Einkommen aus selbständiger Erw erbstätigkeit sei mit Fr. 0.-- einzu- setzen, Einsprache. Zur Begründung machte sie geltend, die Ehe zwischen dem Pflichtigen und seine Ex-Ehefrau sei am 9. Januar 2013 geschieden worde n. Die güter- und vermögensrechtli- chen Folgen seien in der Scheidungskonvention sowie einer Rahmenvereinbarung geregelt worden. Die Ehegatten hätten unter dem Güterstand de r Gütertrennung gelebt. In den Jahren der gemeinsamen Bewirtschaftung des Hofes hätten sie ein bescheidenes Einkommen erzielt. Per 1. Januar 2011 sei der Pflichtige als Gesellschafter ausgetreten, wobei ihm eine Abfindung aus "Güterrecht und Rückzahlung Kapitaleinlage" zugespro chen worden sei. Die Abfindung sei in mehrere Posten aufgeteilt und deren Bezahlung von unterschiedlichen Bedingungen abhän- gig gemacht worden. Gemäss Rahmenvereinbarung habe de r Pflichtige Material im Wert von Fr. 124‘500.-- übernommen. Ebenfalls seien ihm Fr. 66'000.-- in Aussicht gestellt worden, wobei die Zahlung an die Übergabe der Betriebsschlüssel geknü pft gewesen sei. Mit den Beträgen von Fr. 124'500.-- sowie Fr. 66'000.--, total somit F r. 190‘500.-- sei beabsichtigt gewesen, die geschäftliche Verbindung der Eheleute aufzulösen. Der restliche vereinbarte Ausgleichsbetrag sei privat motiviert gewesen. So seien das Darlehen der Ehefrau in Höhe von Fr. 13’000.-- so- wie das Guthaben der Ehefrau aus der Ferienliegenschaft in B.____ in Höhe von Fr. 12‘500.-- erlassen worden. Zudem seien dem Pflichtigen Fr. 400'0 00.-- in Aussicht gestellt worden, unter der Bedingung, dass er den Hof, unter Mitnahme des Gro ssteils seiner privaten Gegenstände verlasse. Ausserdem habe die Rahmenvereinbarung eine Su mme von Fr. 134'000.-- vorgese- hen, unter der Voraussetzung, dass der Pflichtige seine re stlichen persönlichen Gegenstände weggezügelt habe. Auch dieser Betrag sei somit privat begründet gewesen. Gemäss Rahmen- vereinbarung sollten final Fr. 50‘000.-- ausbezahlt we rden, unter der Bedingung, dass die Kut- schenlager geräumt und alle entsprechenden Gegenstände vom Hof entfernt würden. Dieser Betrag sei schliesslich nicht vollumfänglich ausbezahlt, sond ern u.a. auch mit ausstehenden Seite 3 Kinderalimenten verrechnet worden. Effektiv seien hier lediglich noch Fr. 35‘000.-- bezahlt wor- den. Auch diese Zahlung sei privat begründet, schliesslich habe die Ex-Ehefrau dieselbe an die finale Räumung sämtlicher noch vorhandenen privaten Geg enstände des Pflichtigen geknüpft. Der Eintritt des Pflichtigen in die einfache Gesellscha ft im Jahre 2008 sowie der Austritt per 1. Januar 2011 seien zum Verkehrswert erfolgt. Er habe dem nach keine stillen Reserven realisie- ren können. 3. Mit Einsprache-Entscheid vom 21. August 2014 wies die Steuerverwaltung die Einspra- che ab. Zur Begründung führte sie aus, die Verhandlungen der Ehegatten über die Höhe der an den Pflichtigen zu entrichtenden Abfindung beim Austrit t aus der einfachen Gesellschaft hätten sich um entgangene zukünftige Gewinne, die Auszahlung de s Anteils an den stillen Reserven und die Rückzahlung des Eigenkapitals gedreht. Daraus f olge, dass es sich nicht um eine gü- terrechtliche Auseinandersetzung gehandelt habe, sonde rn dass der Anteil, welcher die Rück- zahlung der Kapitaleinlage überstiegen habe, steuerbares Einkommen sei. 4. Mit Eingabe vom 22. September 2014 erhob die Vert reterin mit den Begehren, 1. Der Einsprache-Entscheid sei aufzuheben und das steuerbare Ei nkommen aus selbständiger Er- werbstätigkeit mit Fr. 0.-- einzusetzen, 2. Unter o/ e-Kostenfolge, Beschwerde. Zur Begrün- dung führte sie ergänzend zu den Ausführung in der Ein sprache aus, im Zentrum der Verhand- lungen sei vorerst die Diskussion um eine Abfindung in Bezug auf die stillen Reserven, das Ei- genkapital des Beschwerdeführers, die Verzinsung des Eigen kapitals und die Aufrechnung von Abschreibungen und dergleichen gestanden. Es sei in diesem Stadium mithin um die Auflösung der einfachen Gesellschaft gegangen. Erst später sei auch die Entschädigung des Beschwerde- führers für den künftigen Erwerb in den Vordergrund getreten, mithin die Sicherung seiner Exis- tenz während der Trennungsphase sowie nach der Scheidun g. Dass generell eine finanzielle Regelung im Hinblick auf die Scheidung gesucht worden sei, werde durch den Umstand erhär- tet, dass auch über Unterhaltszahlungen an das Kind di skutiert worden sei. Der Beschwerde- führer habe denn auch in einer verzweifelten E-Mail an seine damalige Ehefrau geschrieben, er werde ausziehen, seinen Job, seine Familie, seine Heima t und Ehre verlieren. "Dafür" solle er Geld erhalten. Es sei nun eindeutig die Regelung des G üterrechts zwischen den Ehegatten im Vordergrund gestanden. Die Differenz von Fr. 40'846.60 zwischen der Soll-Verpflichtung von Fr. 800‘000.-- und der effektiven Abfindung von Fr. 759'15 3.40 sei das Entgelt für die Entlassung Seite 4 des Beschwerdeführers aus der solidarischen Schuldverpflicht ung gegenüber der Mutter der Ex-Ehefrau gewesen. 5. Mit Vernehmlassung vom 3. November 2014 beantragte die Steuerverwaltung die Ab- weisung der Beschwerde. Zur Begründung führte sie aus, ein austretender Gesellschafter erzie- le sowohl bei einer Barabfindung als auch bei einer S achwertübertragung in der Differenz zwi- schen dem Abfindungsbetrag und der einkommenssteuerlich r elevanten Kapitaleinlage einen steuerbaren Kapitalgewinn resp. ein sozialabgabepflic htiges Einkommen aus selbständiger Er- werbstätigkeit. Dass es sich bei der vorliegenden Abfindun g nicht um eine private Abgeltung eines Anspruchs aus ehelichem Güterrecht gehandelt habe , zeige auch die Aktivierung der Zahlung als Goodwill in der Erfolgsrechnung der Ex-Ehefrau per 31. Dezember 2011. 6. Mit Replik vom 11. Dezember 2014 hielt die Vertret erin an ihren Begehren fest. Zur Be- gründung führte sie aus, man bestreite die Folgerung d er Steuerverwaltung, wonach sich aus der Bilanzierung des aktivierten angeblichen Goodwills zeige, dass es sich nicht um eine private Abgeltung eines Anspruchs aus ehelichem Güterrecht gehand elt habe. Dies deshalb, weil die blosse Tatsache der Aktivierung einer Zahlung als Goodwi ll in der Bilanz einer Partei nicht per se die Steuerpflicht einer anderen Partei begründen könne. 7. Mit Eingabe vom 16. Dezember 2014 verzichtete die Steuerverwaltung auf eine Duplik. 8. Anlässlich der heutigen Verhandlung hielten die Pa rteien an ihren Anträgen fest. Ergän- zend wies die Vertreterin des Beschwerdeführers darauf hin, dass die Abfindung keine steuer- pflichtige Alimentenzahlung darstelle, da in der Scheid ungsvereinbarung zwischen den Ehegat- ten auf nacheheliche Unterhaltsforderungen verzichtet worden sei. Das Steuergericht zieht in Erwägung: Seite 5 1. Das Steuergericht ist gemäss Art. 140 des Bundesgesetz es über die direkte Bundes- steuer (DBG) vom 14. Dezember 1990 zur Anhandnahme der vorliegenden Streitsache zustän- dig, wobei gemäss § 4 der Vollzugsverordnung DBG vom 13. Dezember 1994 i.V.m. § 129 Abs. 1 des Gesetzes über die Staats- und Gemeindesteuern (Ste uergesetz, StG) vom 7. Februar 1974 Beschwerden, deren umstrittener Steuerbetrag wie im vorliegenden Fall Fr. 8’000.-- über- steigt, vom Präsidenten und vier Richterinnen und Richtern des Steuergerichts beurteilt werden. Da die in formeller Hinsicht an eine Beschwerde zu stelle nden Anforderungen erfüllt sind, ist ohne weiteres darauf einzutreten. 2. Vorliegend unterliegt der Beurteilung, ob mit de r Abfindung der Liquidationserlös aus der Übertragung des Geschäftsanteils aus der einfachen Gesell schaft oder güterrechtliche Ansprü- che abgegolten worden sind. 3. Gemäss Art. 18 Abs. 1 und 2 DBG gehören zum steuerba ren Einkommen alle Einkünfte aus selbständiger Erwerbstätigkeit, namentlich aus Hand el, Gewerbe, Industrie, Land- oder Forstwirtschaft sowie aus freien Berufen, Kapitalgewinn e aus Veräusserung, Verwertung oder buchmässiger Aufwertung von Geschäftsvermögen mit Einschl uss der Liquidationsgewinne sowie aus Überführung von Geschäftsvermögen in das Privatve rmögen oder in ausländische Betriebe oder Betriebsstätten. Gemäss Art. 24 lit. a DB G sind der Vermögenszuwachs infolge Erbschaft, Vermächtnis, Schenkung oder güterrechtlicher Auseinandersetzung der Einkom- menssteuer nicht unterworfen. 4. Der Beschwerdeführer und seine damalige Ehefrau fü hrten während drei Jahren ihrer Ehe ein Gemeinschaftsunternehmen. a) Im Jahr 2008 erwarben sie den Hof bzw. das Pachtland , die Betriebsmittel, die Vorräte und Vertragsverhältnisse für Fr. 800‘000.--. Der Übernahmevertrag bezeichnete die Käufer als einfache Gesellschaft zu gesamter Hand im Sinn e von Art. 530 ff. des Bundesgeset- zes betreffend die Ergänzung des Schweizerischen Zivilgesetzb uches (Fünfter Teil: Obligatio- nenrecht) vom 30. März 1911 (OR), wobei es sich faktisch wohl um eine Kollektivgesellschaft im Sinne von Art. 552 ff. OR handelte, hatten sich der Be schwerdeführer und seine damalige Ehe- frau doch zum Zweck vereinigt, unter einer gemeinsamen F irma ein Handels-, ein Fabrikations- oder ein anderes nach kaufmännischer Art geführtes Gew erbe zu betreiben. Welche Art von Seite 6 Gesellschaft vorliegt, kann indes offen bleiben, da vo rliegend die Auflösung der Gesellschaft, für welche sowohl bei der einfachen Gesellschaft als auc h bei der Kollektivgesellschaft grund- sätzlich dieselben Regeln gelten (vgl. Art. 574 Abs. 1 OR ), bzw. der dabei erzielte Liquidations- erlös strittig ist. b) Die Gesellschaft wurde mit einer Rahmenvereinbarun g betreffend Auflösung der einfachen Gesellschaft bzw. Abgangsentschädigung bei For tführung des Pachtvertrages und Betriebsübernahme des Hofes durch die Ehefrau vom 25./29 . März 2011 (Rahmenvereinba- rung) per 31. Dezember 2010 aufgelöst. Mit Nachtrag zu r Rahmenvereinbarung vom 15./18. März 2013 wurde ergänzend festgehalten, dass die einfach e Gesellschaft auf den 1. Januar 2011 liquidiert werde und der Pflichtige auf diesen Tag hin aus der einfachen Gesellschaft aus- trete. Unter dem Titel Vorbemerkungen in der Rahmenve reinbarung wurde darauf verwiesen, dass die Ehegatten diverse Verhandlungen und Korrespond enzen betreffend die Auflösung der einfachen Gesellschaft unter Weiterführung des Pachtver trages und der Betriebsübernahme der Ehefrau geführt hätten. c) Unter dem Titel Abfindung wurde in der Rahmenver einbarung ein Betrag von Fr. 800‘000.-- aus „Güterrecht und Rückzahlung Kapitaleinlage“ vereinbart, wovon Fr. 650‘000.-- in bar, Fr. 124‘500.-- als Sachwertübernahme, Fr. 13‘000 .-- als Forderungsverzicht aus Darlehen der Ehefrau sowie Fr. 12‘500.-- als Verzicht auf ein Guthaben der Ehefrau aus der Liegenschaft in B.____ zu leisten waren (Ziff. 16). Auf Rückfrage a nlässlich der heutigen Verhandlung hielt die Vertreterin fest, dass das Darlehen im Zusammenhang mit Umbauarbeiten an der Liegen- schaft in B.____ gestanden habe. Hinsichtlich der Barzahl ung in Höhe von Fr. 650‘000.-- wur- den in der Rahmenvereinbarung Zahlungsmodalitäten ve reinbart, gemäss welchen dem Pflich- tigen nach Erfüllung verschiedener Bedingungen (Mitnahme seiner Privatgegenstände, Wegzü- geln von Material etc.) Zahlungen in Höhe von Fr. 66‘ 000.--, Fr. 400‘000.--, Fr. 134‘000.--, Fr. 50‘000.--, total somit Fr. 650‘000.-- erhalten sollte (Ziff. 17). d) Effektiv geleistet wurde gemäss Geld-Transferkonto N r. 1090 in der Erfolgsrech- nung des Jahres 2011 des Pflichtigen wie folgt: Am 29 . März 2011 Fr. 66‘000.-- in bar, am 31. März 2011 Fr. 124‘500.-- als Sachwertübernahme, Fr. 1 3‘000.-- als Forderungsverzicht aus Darlehen der Ehefrau sowie Fr. 12‘500.-- als Verzicht a uf ein Guthaben der Ehefrau aus der Liegenschaft in B.____, am 26. Juli 2011 Fr. 200‘000.-- in bar, am 27. Juli 2011 Fr. 163‘911.15, am 27. Oktober 2011 Fr. 102‘162.80 in bar, am 31. De zember 2011 Fr. 29‘079.45 sowie Fr. Seite 7 35‘000.-- in bar, Fr. 5‘200.-- sowie Fr. 8‘100.-- a ls Verrechnung für Kinderunterhaltsbeiträge, total somit Fr. 759‘453.40. e) Die Differenz zur vereinbarten Abfindung in Höhe von Fr. 800‘000.-- beträgt da- mit Fr. 40‘546.60 (Fr. 800‘000.-- ./. Fr. 759‘453.40). Abweichend davon geht die Vertreterin des Beschwerdeführers von einer Differenz von Fr. 40‘846.6 0 auf. Die Rückfrage anlässlich der heutigen Verhandlung ergab, dass sie sich nicht auf das v orgenannte Geld-Transferkonto, son- dern auf die Zahlungsbelege abgestützt hat. Da Letzte re dem Steuergericht nicht vorliegen, ist auf die Erfolgsrechnung abzustellen, zumal dieselbe vom Pflichtigen unterzeichnet wurde, so dass er auf deren Inhalt zu behaften ist. f) Die Differenz von Fr. 40‘546.60 wird vom Pflicht igen mit der Entlassung seiner- seits aus der solidarischen Schuldverpflichtung aufgrund eines Darlehens der Mutter der Ex- Ehefrau gegenüber der einfachen Gesellschaft begründet . Diese Aussage stimmt mit dem Schreiben des Vertreters des Pflichtigen im Scheidungsve rfahren (vgl. dazu die Ausführungen weiter unten) vom 8. Januar 2013 überein, in welchem dieser darauf hinweist, dass die Erklä- rung der Mutter der Ex-Ehefrau betreffend Entlassung d es Pflichtigen aus der solidarischen Schuldverpflichtung aus dem Darlehen vorliege. Gestützt da rauf gehe er davon aus, dass sich die Parteien nun über den endgültigen Vollzug der Rahmenvereinbarung einigen könnten. Unter anderem wies er darauf hin, dass die Ex-Ehefrau dem Besc hwerdeführer somit aus der Rah- menvereinbarung noch einen Betrag von Fr. 35‘000.-- zu bezahlen habe, womit die Ehegatten per Saldo aller Ansprüche auseinandergesetzt wären. Di eses Schreiben bzw. diese Zusatzver- einbarung wurde alsdann am 9. Januar 2013 (Zusatzverein barung) vom Pflichtigen und seiner Ex-Ehefrau unterzeichnet. Die Fr. 35‘000.-- stimmen mit der letzten obengenannten Barzahlung gemäss Geld-Transferkonto in gleicher Höhe überein. Mi t dieser vergleichsweisen Per Saldo- Erklärung wurde somit der Anspruch des Pflichtigen von F r. 800‘000.-- auf Fr. 759‘453.40 redu- ziert. 5. Der Beschwerdeführer und seine damalige Ehefrau le bten unter dem Güterstand der Gütertrennung gemäss Art. 247 ff. des Schweizerischen Zivil gesetzbuches vom 10. Dezember 1907 (ZGB). a) Gemäss Art. 247 ZGB verwaltet und nutzt jeder Ehe gatte innerhalb der gesetzli- chen Schranken sein Vermögen und verfügt darüber. Die güterrechtliche Auseinandersetzung Seite 8 ist entsprechend einfach. Sie beschränkt sich auf die Rückn ahme der Vermögenswerte. Eine Beteiligung an der Errungenschaft bzw. am Vorschlag de s Ehegatten, wie dies beim Güter- stand der Errungenschaftsbeteiligung im Sinne von Art . 196 ff. ZGB der Fall ist, entfällt. Auch fehlt es an der Beteiligung an einem allfälligen Mehrwert gemäss Art. 206 ZGB. Eine Ausnahme bilden nur Wertgegenstände, welche gemeinsam angeschaf ft wurden oder welche zufolge Be- weislosigkeit nicht Alleineigentum eines Partners sind. F ür solche Vermögenswerte wird ge- mäss Art. 248 ZGB Miteigentum angenommen. b) Mit Entscheid des Gerichtspräsidenten des Bezirksgerichts C.____ vom 9. Janu- ar 2013 wurde die Ehe zwischen dem Pflichtigen und sein er Ex-Ehefrau geschieden. Dabei wurde die Vereinbarung betreffend Scheidung und Scheidungsnebenfolgen vom 9. Januar 2013 (Scheidungskonvention) inkl. der Rahmen- sowie Zusatzvereinbarung genehmigt. In Ziffer 3 der Scheidungskonvention erklärten die Ehegatten gegenseitig , auf nacheheliche Unterhaltsforde- rungen zu verzichten. Entsprechend handelt es sich bei de r Abfindung, wie die Vertreterin zu Recht festhält, nicht um die kapitalisierte nacheheliche Unterhaltsforderung. In Ziffer 6 der Scheidungskonvention wurde unter dem Titel Güterrecht bzw . vermögensrechtliche Fragen festgehalten, dass die Ehegatten auf die Rahmenvereinb arung verweisen würden (Ziff. 6.2). Weiter wurde hinsichtlich des im Gesamteigentum stehenden Ferienhauses in B.____ (Parzelle Nr. 24 GB B.____) ausgeführt, dass die Ehefrau aus der bestehenden Gesamthand ausscheide und der Ehemann die Liegenschaft mit allen darauf la stenden Hypothekar- und Darlehens- schulden in sein Alleineigentum übernehme, wobei für d en Übergang unter Hinweis auf die Rahmenvereinbarung keine finanzielle Abfindung zu zahle n sei (Ziff. 6.3) Wie gesehen, wurde in der Rahmenvereinbarung Fr. 13‘000.-- als Forderungsverzicht aus Darlehen der Ehefrau (für Umbauarbeiten) sowie Fr. 12‘500.-- als Verzicht auf ei n Guthaben der Ehefrau aus der Liegen- schaft in B.____, total somit ein Betrag von Fr. 25‘50 0.-- (Fr. 13‘000.-- + Fr. 12‘500.--) verein- bart. Gemäss Ziff. 6.6 der Scheidungskonvention waren die Parteien damit per Saldo aller An- sprüche auseinandergesetzt. 6. Nachfolgend ist zu prüfen, ob die Abgeltung von Fr. 759‘453.40 als Liquidationserlös aus der Übertragung des Geschäftsanteils an der einfachen Ge sellschaft oder als güterrechtlichen Anspruch zu qualifizieren ist. a) Führen die Ehegatten gemeinsam ein Geschäft in de r Form einer Personenge- sellschaft, berührt die Ehescheidung den Bestand der Ges ellschaft nicht, soweit die Eheschei- Seite 9 dung nicht als Auflösungsgrund im Gesellschaftsvertrag vor gesehen ist. Die Auseinanderset- zung ist ein gesellschaftsrechtliches Problem. Wird sie im Rahmen der Scheidungskonvention geregelt, was durchaus zulässig ist, so sind die diesbezüglich en Vereinbarungen unmissver- ständlich als Gegenstand der gesellschaftsrechtlichen Auseina ndersetzung kenntlich zu ma- chen bzw. die Regelung der scheidungs- und güterrechtlich en Ansprüche klar von diesem Ver- einbarungskomplex zu trennen (vgl. Holzer, Steuerrechtl iche Folgen der Ehescheidung, Diss., St. Gallen 1989, S. 391, mit weiteren Hinweisen). b) Schuldrechtlich ist das Ausscheiden eines Gesellschafte rs gegen Abfindung als Kauf im Sinne von Art. 181 OR zu qualifizieren. Der Abfindungsanspruch ist demnach der Kauf- preis, den der verbleibende Gesellschafter für den Erwer b der Beteiligung des ausscheidenden Gesellschafters zu zahlen hat. In diesem Sinn hat der ausscheidende Gesellschafter einen obli- gatorischen Anspruch auf Abfindung, der aufgrund des Ge sellschaftsvertrages oder nach der dispositiven gesellschaftsrechtlichen Norm den buchmässig ausgewiesenen Kapitalanteil sowie einen Anteil an den stillen Reserven und gegebenenfal ls am Goodwill umfasst (vgl. Holzer, a.a.O., S. 393, mit weiteren Hinweisen; Julia von Ah, Die Besteuerung Selbständigerwerbender, 2. A., Zürich, S. 188). c) Vorliegend wurden in der Rahmenvereinbarung und der Scheidungskonvention sowohl güterrechtliche als auch gesellschaftsrechtliche Pun kte geregelt. Eine klare Trennung der Vereinbarungskomplexe fehlt indes. Insbesondere was d ie pauschale Abfindungssumme angeht, ist unklar, welcher Anteil güter- und welcher gesellschaftsrechtlich motiviert ist. Der Rahmenvereinbarung lassen sich die bereits erwähnten Fr. 13‘000.-- als Forderungsverzicht aus Darlehen der Ehefrau (im Zusammenhang mit Umbauar beiten an der Liegenschaft in B.____) sowie die Fr. 12‘500.-- als Verzicht auf ein Guthaben der Ehefrau aus der Liegenschaft in B.____, total somit Fr. 25‘500.-- (Fr. 13‘000.-- + Fr. 12‘500.--) entnehmen, die nur güterrecht- lich motiviert sein können, da die Liegenschaft in B.____ keinen Zusammenhang mit dem Ge- schäftsvermögen aufweist. Vor diesem Hintergrund werden auch die Hinweise in den Vereinba- rungen auf das Güterrecht nachvollziehbar. d) Es stellt sich die Frage, welche weiteren Beträge ü ber die Auflösung des Ehegat- tenunternehmens hinaus güterrechtlich motiviert sein könnt en. Der Wortlaut des Titels und der Vorbemerkungen in der Rahmenvereinbarung sprechen klar für die Regelung der Auflösung der Gesellschaft. Auch der zeitliche und systematische Aspekt fü hrt zum selben Schluss, ging die Rahmenvereinbarung (aus dem Jahr 2011) doch der Schei dungskonvention (aus dem Jahr Seite 10 2013) voraus. Vorliegend war denn auch nicht die güterrechtliche Auseinandersetzung, sondern die Auflösung der einfachen Gesellschaft mit Schwierigke iten verbunden, zumal die Ehegatten wie gesehen unter dem Güterstand der Gütertrennung l ebten. Auch aus den Verhandlungen im Vorfeld der Rahmenvereinbarung ergibt sich nichts ander es. Das Güterrecht war lediglich hin- sichtlich der Liegenschaft in B.____ Thema. Die übrigen Diskussionen zwischen den Parteien betrafen die Bewertung des Betriebs. So war unklar, o b ein Wirtschaftsprüfer für die Bewertung bestellt werde sollte oder ob sich die Parteien auf e ine Abfindungssumme einigen könnten. Auch die stillen Reserven und überhöhten Abschreibunge n wurden thematisiert. Am 14. Juni 2010 wurde seitens des damaligen Vertreters des Beschwerde führers eine Abfindungssumme von Fr. 922‘117.40 (inkl. stillen Reserven) vorgeschlagen. Am 21. Juni 2010 hat die Ehefrau durch ihren Vertreter eine Totalabfindung in Höhe von Fr. 506‘173.-- offeriert. In einer E-Mail des Beschwerdeführers vom 1. Juli 2010 wird ausdrücklich von der „totalen Abgeltungssumme (Eigenkapitalanteil + Abfindung)“ gesprochen, wobei auf die Buchhaltung abzustellen sei. Am 3. Dezember 2010 hat die Ehefrau unter Berücksichtigung vo n Aufwertungen von buchhalteri- schen Bewertungen und steuerrechtlichen Abschreibungen ei n Angebot von Fr. 750‘000.-- für den Austritt des Beschwerdeführers aus der Gesellschaft unte rbreitet. In einer E-Mail des Pflichtigen vom 14. Dezember 2010 wird eine Abfindung für das Ausscheiden aus dem gemein- samen Betrieb in Höhe von Fr. 700‘000.-- in bar und i n Material von Fr. 150‘000.--, total somit Fr. 850‘000.-- vorgeschlagen. Auch im Schreiben des d amaligen Vertreters des Beschwerde- führers vom 22. Dezember 2010 geht es um die Barabgelt ung und Abgeltung von Inventarge- genständen im Gesamtbetrag von Fr. 800‘000.--. Die Ko rrespondenz zeigt über den gesamten Zeitraum den klaren Fokus auf die Abfindung für das Aussch eiden aus der einfachen Gesell- schaft. Einzige Ausnahme bildete wie gesagt die Liegen schaft in B.____, wobei, so weit er- kennbar, die Summe von total Fr. 25‘500.-- nie umstritten war. e) Die Vertreterin macht unter Verweis auf eine E-Ma il des Pflichtigen vom 14. Feb- ruar 2011 geltend, mit der Zeit sei die Regelung des Güterrechts zwischen den Ehegatten in den Vordergrund getreten. Die behauptete Verlagerun g der Diskussion ist der E-Mail indes nicht zu entnehmen, zumal von Güterrecht darin mit kein em Wort die Rede ist. Im Gegenteil, wird doch dort davon gesprochen, dass der Pflichtige seinen „Anteil am Hof verkaufe“. f) Die Ehegatten haben auf die Bewertung durch eine n Experten des Bauernver- bandes verzichtet und sich auf eine Abfindung für die Übe rtragung des Betriebsanteils geeinigt, wobei in der Abfindung wohl stille Reserven und die h ohen Abschreibungen der letzten Jahre berücksichtigt worden sind. Beispielhaft sei in diesem Zu sammenhang auf die Abschreibungen Seite 11 im Jahr 2010 in Höhe von Fr. 195‘522.-- auf dem Anla gevermögen von Fr. 492‘266.50 zu ver- weisen. g) Ein weiteres Indiz für eine geschäftlich motivierte Abfindungszahlung ist darin zu sehen, dass die Abfindung in der Buchhaltung der Ex-Ehe frau per 31. Dezember 2011 als „Goodwill (Abfindung A.____)“ aktiviert worden ist. Zw ar kann daraus, wie die Vertreterin des Pflichtigen richtigerweise feststellt, nicht per se au f die Steuerpflicht des Beschwerdeführers geschlossen werden. Letztere ergibt sich aber aus der E rfolgsrechnung des Pflichtigen per 31. Dezember 2011, welcher dort selbst einen „effektiven Abf indungsbetrag stille Reserven Austritt A.____“ in Höhe von Fr. 567‘188.35 (Fr. 759‘453.40 ./. Fr. 192‘265.05) eingebucht hat, worauf er zu behaften ist. h) Die Vertreterin behauptet, die vereinbarten Barz ahlungen der Ex-Ehefrau an den Beschwerdeführer seien mehrheitlich privat motiviert ge wesen. Sie stützt sich dabei auf die Zahlungsmodalitäten in der Rahmenvereinbarung. Richtig ist, dass die Ehefrau die Zahlung der Abfindung an Bedingungen geknüpft hat, weil sie wohl befürchtete, dass der Beschwerdeführer den Hof nicht mit allen geschäftlichen (insb. Kutschenlager) und privaten Gegenständen verlas- sen würde. Daraus abzuleiten, dass die Zahlungen rein privat erfolgt seien und daher güter- rechtliche Ausgleichszahlungen darstellen würden, geht al lerdings fehl, da die Zahlungsmodali- täten bzw. –bedingungen nichts daran ändern, dass die Gr undforderung bzw. der Anspruch gesellschaftsrechtlichen Ursprungs ist. i) Aus alledem folgt, dass die Abgeltung in Höhe von Fr. 759‘453.40 lediglich um den güterrechtlichen Ausgleich für die Liegenschaft B. ____ in Höhe von Fr. 25‘500.-- zu redu- zieren ist, was einen Liquidationserlös von Fr. 733‘953.40 ergibt. 7. Der Beschwerdeführer leistete bei der Gründung der einfachen Gesellschaft per 1. Mai 2008 eine Kapitaleinlage von Fr. 100‘000.--. Im Lau fe des Jahres erfolgten weitere Zuschüsse von Fr. 190‘925.75. Nach Abzug seines Privatverbrauchs und dem Hinzurechnen seines Erfolgs belief sich der Saldo seines Eigenkapitalkontos gemäss Jah resabschluss 2008 per 31. Dezem- ber auf Fr. 336‘266.80. Gemäss Jahresabschluss 2010 belie f sich der Saldo des Eigenkapital- kontos des Beschwerdeführers auf Fr. 192‘265.05. Die Steuerverwaltung hat diesen Betrag von der Abfindung abgezogen. Nachfolgend ist zu prüfen, ob die Rückzahlung der Kapitaleinlage zu Recht als steuerfrei qualifiziert wurde. Gemäss Art. 20 A bs. 3 DBG wird die Rückzahlung von Seite 12 Einlagen, Aufgeldern und Zuschüssen, die von den Inhabe rn der Beteiligungsrechte nach dem 31. Dezember 1996 geleistet worden sind, gleich behan delt wie die Rückzahlung von Grund- oder Stammkapital. Mit anderen Worten soll, was vom Ant eilsinhaber als Eigenkapital in die Gesellschaft eingebracht wird, auch wieder ohne Steuerfolgen bezogen werden können. Vorlie- gend ist unbestritten, dass die Rückzahlung der Kapital einlage in Höhe von Fr. 192‘265.05 un- ter die hiervor zitierte Norm fällt und damit als steue rfrei zu qualifizieren ist. Damit ist der Liqui- dationserlös von Fr. 733‘953.40 um die steuerfreie Rückzahlung der Kapitaleinlage in Höhe von Fr. 192‘265.05 zu reduzieren, was Fr. 541‘688.35 ergibt. Davon ist praxisgemäss ein Abzug für die AHV-Beiträge in Höhe von 10% bzw. Fr. 54‘168.85 vo rzunehmen, was ein steuerbares Ein- kommen aus selbständiger Erwerbstätigkeit von Fr. 487‘519.50 ergibt. 8. Werden gemäss Art. 64 Abs. 1 DBG Gegenstände des be triebsnotwendigen Anlage- vermögens ersetzt, so können die stillen Reserven auf die al s Ersatz erworbenen Anlagegüter übertragen werden, wenn diese ebenfalls betriebsnotwen dig sind und sich in der Schweiz be- finden. Da dieser Tatbestand vorliegend vom Pflichtigen nicht geltend gemacht wurde, kann auf eine entsprechende Prüfung verzichtet werden. Hinzuweisen bleibt immerhin darauf, dass die D.____ GmbH des Pflichtigen ihren Sitz in E.____ und damit nicht in der Schweiz hat und somit der vorgenannte Aufschubtatbestand von Vornherein nicht zur Anwendung gelangen kann. Die Beschwerde ist damit teilweise gutzuheissen und das E inkommen aus selbständiger Er- werbstätigkeit von bisher Fr. 546‘961.-- um Fr. 59‘442.-- auf neu Fr. 487‘519.-- zu reduzieren. 9. Es bleibt über die Kosten des Beschwerdeverfahrens zu befinden. a) Entsprechend dem teilweisen Obsiegen im Umfang v on rund 10% sind dem Be- schwerdeführer gemäss Art. 144 Abs. 1 DBG anteilsmässige Ve rfahrenskosten in Höhe von Fr. 900.-- aufzuerlegen. b) Nach Art. 144 Abs. 4 DBG i.V.m. Art. 64 Abs. 1 bi s 3 des Bundesgesetzes über das Verwaltungsverfahren vom 20. Dezember 1968 (VwVG) kan n bei Beschwerden in Steuer- sachen der ganz oder teilweise obsiegenden Partei für de n Beizug eines Vertreters eine ange- messene Parteientschädigung zulasten der Gegenpartei zuge sprochen werden. Für die beiden Parallelverfahren Staats- und direkte Bundessteuer 2011 machte die Vertreterin des Pflichtigen Seite 13 gemäss ihrer Honorarnote vom 18. Dezember 2014 einen Zeitaufwand von 109.70 Stunden zu einem Stundensatz von Fr. 300.-- geltend, was Fr. 32‘ 960.-- ergibt. Zusätzlich wurden Spesen geltend gemacht, einerseits eine Pauschale in Höhe von 3 % des Honorars bzw. Fr. 989.--, an- dererseits eine Rechnung der F.____ AG vom 8. Dezember 2014 für die Mithilfe bei der Ausar- beitung der Beschwerde im Umfang von Fr. 8‘610.-- (25 .40 Stunden zu einem Stundenansatz von Fr. 339.--). Überdies wurde für die Mehrwertste uer (MWSt) Fr. 3‘404.70 geltend gemacht, was folglich ein Honorar inkl. Auslagen und MWSt von gesamthaft Fr. 45‘963.70 (Fr. 32‘960.-- + Fr. 989.-- + Fr. 8‘610.-- + Fr. 3‘404.70) ergab. De r gerichtlich anerkannte Stundensatz für An- wälte beträgt Fr. 250.-- (vgl. Entscheid des Kantonsgeri cht des Kantons Basel-Landschaft vom 17. Juni 2009, abgedruckt in: Basellandschaftliche und Baselstädtische Steuerpraxis [BStPra], Bd. XIX, S. 559 ff.). Für den Beizug eines Vertreter s kann eine angemessene Parteientschädi- gung zulasten der Gegenpartei zugesprochen werden (Zwei fel/Casanova, Schweizerisches Steuerverfahrensrecht, § 24 N 69). Notwendig sind dabe i Parteikosten, die zur sachgerechten und wirksamen Rechtsverfolgung oder Rechtsverteidigung der besonderen Umstände des Ein- zelfalls objektiv unerlässlich sind (vgl. Entscheid des Bunde sgerichts [BGE] 130 II 200, E. 7). Den Gerichten kommt bei der Festsetzung der notwendig en Kosten ein weiter Ermessensspiel- raum zu (BGE vom 26. Mai 2003, 2a.363/2002, E. 5). De r betriebene Aufwand muss demnach vertretbar sein. Vorliegend beliefen sich die geltend gemachten Stunden inkl. den Bemühungen der F.____ AG auf insgesamt 135.10 Stunden (109.70 St unden + 25.40 Stunden). Selbst unter Berücksichtigung, dass die vorliegende Streitsache sowohl in sachlicher als auch rechtlicher Hinsicht einige Schwierigkeiten bot, wurde von der Ver treterin ein Aufwand betrieben, der weit über das Vertretbare hinausging. Das Steuergericht k ommt daher zum Schluss, dass für die beiden Parallelverfahren insgesamt pauschal 50 Stunden als notwendige Bemühungen zu ver- güten sind. Demnach beläuft sich das Honorar auf Fr. 1 2'500.-- (50 Stunden à Fr. 250.-- /Stunde) und folglich die Parteientschädigung auf Fr. 13‘905.-- (inklusive Spesenpauschale von 3% des Honorars bzw. Fr. 375.-- und MWSt von Fr. 1‘030. --). Entsprechend dem teilweisen Obsiegen im Umfang von rund 10% ist dem Beschwerdeführ er demnach eine Parteientschädi- gung von insgesamt Fr. 1‘400.-- (inklusive Auslagen und MWSt) bzw. für das vorliegende Ver- fahren betreffend direkte Bundessteuer 2011 von Fr. 700 .-- (Fr. 1‘400.-- : 2) zulasten des Staa- tes resp. der Steuerverwaltung zuzusprechen. Seite 14 Demgemäss w i r d e r k a n n t : ://: 1. In teilweise Gutheissung der Beschwerde im Sinn e der Erwägungen und in Abände- rung des Einsprache-Entscheides vom 21. August 2014 wird da s Einkommen aus selbständiger Erwerbsstätigkeit (Ziff. 150 der Veranla gung) von bisher Fr. 546‘961.-- um Fr. 59‘422.-- auf neu Fr. 487‘519.-- reduziert. 2. Dem Beschwerdeführer werden gemäss Art. 144 Abs. 1 D BG reduzierte Verfahrens- kosten in der Höhe von Fr. 900.-- (inkl. Auslagen von pa uschal Fr. 100.--) auferlegt, welche mit dem bereits geleisteten Kostenvorschuss verrechne t werden. Der zu viel bezahlte Kostenvorschuss von Fr. 100.-- wird dem Beschwerdeführer zurückerstattet. 3. Die Steuerverwaltung hat dem Beschwerdeführer ein e im Sinne der Erwägungen redu- zierte Parteientschädigung in Höhe von Fr. 700.-- (in klusive Auslagen und MWSt) zu bezahlen. 4. Mitteilung an die Vertreterin, für sich und zhd. d es Beschwerdeführers (2), die Eidge- nössische Steuerverwaltung, Bern (1) und die Steuerverwa ltung des Kantons Basel- Landschaft (3).