Abkommen vom 7. Februar 1979 zwischen der Schweizerischen Eidgenossenschaft und dem Königreich Schweden zur Vermeidung der Doppelbesteuerung auf dem Gebiete der Nachlass- und Erbschaftssteuern <?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><akomaNtoso xmlns="http://docs.oasis-open.org/legaldocml/ns/akn/3.0" xmlns:fedlex="http://fedlex.admin.ch/"><act name="publicLaw"><meta><identification source="#ch.bk"><FRBRWork><FRBRthis value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/1985/1787_1787_1787/19851111/main-text"/><FRBRuri value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/1985/1787_1787_1787/19851111"/><FRBRdate date="1985-11-11" name="jolux:dateApplicability"/><FRBRdate date="1979-02-07" name="jolux:dateDocument"/><FRBRdate date="1985-11-11" name="jolux:dateEntryInForce"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#publisher"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#rightsHolder"/><FRBRcountry value="CH"/><FRBRnumber value="0.672.971.42"/><FRBRname xml:lang="fr" value="Convention du 7 février 1979 entre la Confédération suisse et le Royaume de Suède en vue d'éviter les doubles impositions en matière d'impôts sur les successions" shortForm=""/><FRBRname xml:lang="it" value="Convenzione del 7 febbraio 1979 tra la Confederazione Svizzera e il Regno di Svezia per evitare le doppie imposizioni in materia d'imposte sulle successioni" shortForm=""/><FRBRname xml:lang="de" value="Abkommen vom 7. Februar 1979 zwischen der Schweizerischen Eidgenossenschaft und dem Königreich Schweden zur Vermeidung der Doppelbesteuerung auf dem Gebiete der Nachlass- und Erbschaftssteuern" shortForm=""/><FRBRauthoritative value="true"/></FRBRWork><FRBRExpression><FRBRthis value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/1985/1787_1787_1787/19851111/de/main-text"/><FRBRuri value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/1985/1787_1787_1787/19851111/de"/><FRBRdate date="1985-11-11" name="jolux:dateApplicability"/><FRBRdate date="1979-02-07" name="jolux:dateDocument"/><FRBRdate date="1985-11-11" name="jolux:dateEntryInForce"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#publisher"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#rightsHolder"/><FRBRlanguage language="de"/></FRBRExpression><FRBRManifestation><FRBRthis value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/1985/1787_1787_1787/19851111/de/xml/main-text"/><FRBRuri value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/1985/1787_1787_1787/19851111/de/xml"/><FRBRdate date="1985-11-11" name="jolux:dateApplicability"/><FRBRdate date="1979-02-07" name="jolux:dateDocument"/><FRBRdate date="1985-11-11" name="jolux:dateEntryInForce"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#publisher"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#rightsHolder"/><FRBRformat value="xml" fedlex:generator="2024-q4-rel-1.6.5"/></FRBRManifestation></identification><references source="#ch.bk"><TLCOrganization eId="ch.bk" href="https://fedlex.data.admin.ch/vocabulary/legal-institution/2" showAs="Bundeskanzlei"/><TLCRole eId="publisher" href="http://data.legilux.public.lu/resource/ontology/jolux#publisher" showAs="Editeur"/><TLCRole eId="rightsHolder" href="http://data.legilux.public.lu/resource/ontology/jolux#rightsHolder" showAs="Détenteur des droits"/><TLCReference name="language" href="http://publications.europa.eu/resource/authority/language/DEU" showAs="de"/><TLCReference name="format" href="https://fedlex.data.admin.ch/vocabulary/user-format/xml" showAs="xml"/></references></meta><preface><p><docNumber>0.672.971.42</docNumber></p><p> AS <b>1985</b> 1787; BBl <b>1979</b> II 277</p><p xmlns:mig="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:migration">Originaltext</p><p><docTitle>Abkommen<br/>zwischen der Schweizerischen Eidgenossenschaft <br/>und dem Königreich Schweden <br/>zur Vermeidung der Doppelbesteuerung auf dem Gebiete <br/>der Nachlass‑ und Erbschaftssteuern</docTitle></p><p>Abgeschlossen am 7. Februar 1979 <br/>Von der Bundesversammlung genehmigt am 17. September 1985<authorialNote><p> <ref href="https://fedlex.data.admin.ch/eli/oc/1985/1786_1786_1786" xmlns:data="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:data" xmlns:tmp="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:temp">AS <b>1985</b> 1786</ref></p></authorialNote> <br/>Ratifikationsurkunden ausgetauscht am 11. November 1985 <br/>In Kraft getreten am 11. November 1985</p><p> (Stand am 11. November 1985)</p></preface><preamble><p>Die Schweizerische Eidgenossenschaft <br/>und <br/>das Königreich Schweden,</p><p>von dem Wunsche geleitet, ein Abkommen zur Vermeidung der Doppelbesteuerung auf dem Gebiete der Nachlass‑ und Erbschaftssteuern abzuschliessen,</p><p>haben folgendes vereinbart:</p></preamble><body><chapter eId="chap_I"><num>Abschnitt I</num><heading>Geltungsbereich des Abkommens</heading><article eId="art_1"><num><b>Art. 1</b></num><heading>Unter das Abkommen fallende Nachlässe</heading><paragraph eId="art_1/para"><content><p>Dieses Abkommen gilt für Nachlässe von Erblassern, die im Zeitpunkt ihres Todes einen Wohnsitz in einem Vertragsstaat oder in beiden Vertragsstaaten hatten.</p></content></paragraph></article><article eId="art_2"><num><b>Art. 2</b></num><heading>Unter das Abkommen fallende Steuern</heading><paragraph eId="art_2/para_1"><num>1.</num><content><p>Dieses Abkommen gilt, ohne Rücksicht auf die Art der Erhebung, für Nachlass‑ und Erbschaftssteuern, die für Rechnung eines der beiden Vertragsstaaten, seiner politischen Unterabteilungen oder seiner lokalen Körperschaften (auch in Form von Zuschlägen) erhoben werden.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_2/para_2"><num>2.</num><content><p>Als Nachlass‑ und Erbschaftssteuern gelten alle Steuern, die von Todes wegen als Nachlasssteuern, Erbanfallsteuern, Abgaben vom Vermögensübergang oder Steuern von Schenkungen auf den Todesfall erhoben werden.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_2/para_3"><num>3.</num><content><p>Zu den bestehenden Steuern, für die das Abkommen gilt, gehören insbesondere</p><blockList><item eId="art_2/para_3/lbl_a"><num>a) </num><p>in Schweden: </p><p>die Erbschaftssteuer;</p></item><item eId="art_2/para_3/lbl_b"><num>b) </num><p>in der Schweiz: </p><p>die von den Kantonen, Bezirken, Kreisen und Gemeinden erhobenen Nachlass‑ und Erbanfallsteuern.</p></item></blockList></content></paragraph><paragraph eId="art_2/para_4"><num>4.</num><content><p>Das Abkommen gilt auch für alle Nachlass‑ und Erbschaftssteuern, die nach der Unterzeichnung dieses Abkommens neben den bestehenden Steuern oder an deren Stelle erhoben werden. Die zuständigen Behörden der Vertragsstaaten teilen einander die in ihren Steuergesetzen eingetretenen wesentlichen Änderungen mit.</p></content></paragraph></article></chapter><chapter eId="chap_II"><num>Abschnitt II</num><heading>Begriffsbestimmungen</heading><article eId="art_3"><num><b>Art. 3</b></num><heading>Allgemeine Begriffsbestimmungen</heading><paragraph eId="art_3/para_1"><num>1.</num><content><blockList><listIntroduction eId="art_3/para_1/listintro">Im Sinne dieses Abkommens:</listIntroduction><item eId="art_3/para_1/lbl_a"><num>a) </num><p>bedeuten die Ausdrücke «ein Vertragsstaat» und «der andere Vertragsstaat», je nach dem Zusammenhang, Schweden oder die Schweiz;</p></item><item eId="art_3/para_1/lbl_b"><num>b) </num><p>bedeutet der Ausdruck «zuständige Behörde»</p><blockList><item eId="art_3/para_1/lbl_b/lbl_1"><num>1) </num><p>in Schweden: </p><p>der Budgetminister oder sein bevollmächtigter Vertreter;</p></item><item eId="art_3/para_1/lbl_b/lbl_2"><num>2) </num><p>in der Schweiz: </p><p>der Direktor der Eidgenössischen Steuerverwaltung oder sein bevollmächtigter Vertreter.</p></item></blockList></item></blockList></content></paragraph><paragraph eId="art_3/para_2"><num>2.</num><content><p>Bei Anwendung des Abkommens durch einen Vertragsstaat hat, wenn der Zusammenhang nichts anderes erfordert, jeder im Abkommen nicht definierte Ausdruck die Bedeutung, die ihm nach dem Recht dieses Staates über die Steuern zukommt, für die das Abkommen gilt.</p></content></paragraph></article><article eId="art_4"><num><b>Art. 4</b></num><heading>Steuerlicher Wohnsitz</heading><paragraph eId="art_4/para_1"><num>1.</num><content><p>Ob ein Erblasser im Zeitpunkt seines Todes einen Wohnsitz in einem Vertragsstaat hatte, bestimmt sich bei Anwendung dieses Abkommens nach dem Recht dieses Staates.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_4/para_2"><num>2.</num><content><blockList><listIntroduction eId="art_4/para_2/listintro">Hatte nach Absatz 1 ein Erblasser in beiden Vertragsstaaten einen Wohnsitz, so gilt folgendes:</listIntroduction><item eId="art_4/para_2/lbl_a"><num>a) </num><p>Der Wohnsitz des Erblassers gilt als in dem Staat gelegen, in dem er über eine ständige Wohnstätte verfügte. Verfügte er in beiden Staaten über eine ständige Wohnstätte, so gilt sein Wohnsitz als in dem Staat gelegen, zu dem er die engeren persönlichen und wirtschaftlichen Beziehungen hatte (Mittelpunkt der Lebensinteressen).</p></item><item eId="art_4/para_2/lbl_b"><num>b) </num><p>Kann nicht bestimmt werden, in welchem Staat der Erblasser den Mittelpunkt seiner Lebensinteressen hatte, oder verfügte er in keinem der Staaten über eine ständige Wohnstätte, so gilt sein Wohnsitz als in dem Staat gelegen, in dem er seinen gewöhnlichen Aufenthalt hatte.</p></item><item eId="art_4/para_2/lbl_c"><num>c) </num><p>Hatte der Erblasser seinen gewöhnlichen Aufenthalt in beiden Staaten oder in keinem der Staaten, so gilt sein Wohnsitz als in dem Staat gelegen, dessen Staatsangehöriger er war.</p></item><item eId="art_4/para_2/lbl_d"><num>d) </num><p>War der Erblasser Staatsangehöriger beider Staaten oder keines der Staaten, so regeln die zuständigen Behörden der Vertragsstaaten die Frage in gegenseitigem Einvernehmen.</p></item></blockList></content></paragraph></article></chapter><chapter eId="chap_III"><num>Abschnitt III</num><heading>Besteuerungsregeln</heading><article eId="art_5"><num><b>Art. 5</b></num><heading>Unbewegliches Vermögen</heading><paragraph eId="art_5/para_1"><num>1.</num><content><p>Unbewegliches Vermögen, das einem Erblasser, der im Zeitpunkt des Todes seinen Wohnsitz in einem Vertragsstaat hatte, gehörte und das im anderen Vertragsstaat liegt, kann im anderen Staat besteuert werden.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_5/para_2"><num>2.</num><content><p>Der Ausdruck «unbewegliches Vermögen» hat die Bedeutung, die ihm nach dem Recht des Vertragsstaates zukommt, in dem das Vermögen liegt. Der Ausdruck umfasst in jedem Fall die Zugehör zum unbeweglichen Vermögen, das lebende und tote Inventar land‑ und forstwirtschaftlicher Betriebe, die Rechte, für die die Vorschriften des Privatrechts über Grundstücke gelten, die Nutzungsrechte an unbeweglichem Vermögen sowie die Rechte auf veränderliche oder feste Vergütungen für die Ausbeutung oder das Recht auf Ausbeutung von Mineralvorkommen, Quellen und anderen Bodenschätzen; Schiffe und Luftfahrzeuge gelten nicht als unbewegliches Vermögen.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_5/para_3"><num>3.</num><content><p>Die Absätze 1 und 2 gelten auch für unbewegliches Vermögen eines Unternehmens und für unbewegliches Vermögen, das der Ausübung eines freien Berufes oder einer sonstigen selbständigen Tätigkeit ähnlicher Art dient.</p></content></paragraph></article><article eId="art_6"><num><b>Art. 6</b></num><heading>Vermögen einer Betriebsstätte und Vermögen einer der Ausübung eines freien Berufes dienenden festen Einrichtung</heading><paragraph eId="art_6/para_1"><num>1.</num><content><p>Vermögen (ausgenommen das nach den Artikeln 5 und 7 zu behandelnde Vermögen), das Betriebsvermögen einer Betriebsstätte eines Unternehmens ist, die ein Erblasser, der im Zeitpunkt des Todes seinen Wohnsitz in einem Vertragsstaat hatte, im anderen Vertragsstaat hatte, kann im anderen Staat besteuert werden.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_6/para_2"><num>2.</num><content><p>Der Ausdruck «Betriebsstätte» bedeutet eine feste Geschäftseinrichtung, in der die Tätigkeit des Unternehmens ganz oder teilweise ausgeübt wird.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_6/para_3"><num>3.</num><content><blockList><listIntroduction eId="art_6/para_3/listintro">Der Ausdruck «Betriebsstätte» umfasst insbesondere:</listIntroduction><item eId="art_6/para_3/lbl_a"><num>a) </num><p>einen Ort der Leitung,</p></item><item eId="art_6/para_3/lbl_b"><num>b) </num><p>eine Zweigniederlassung,</p></item><item eId="art_6/para_3/lbl_c"><num>c) </num><p>eine Geschäftsstelle,</p></item><item eId="art_6/para_3/lbl_d"><num>d) </num><p>eine Fabrikationsstätte,</p></item><item eId="art_6/para_3/lbl_e"><num>e) </num><p>eine Werkstätte,</p></item><item eId="art_6/para_3/lbl_f"><num>f) </num><p>ein Bergwerk, einen Steinbruch oder eine andere Stätte der Ausbeutung von Bodenschätzen,</p></item><item eId="art_6/para_3/lbl_g"><num>g) </num><p>eine Bauausführung oder Montage, deren Dauer zwölf Monate überschreitet.</p></item></blockList></content></paragraph><paragraph eId="art_6/para_4"><num>4.</num><content><blockList><listIntroduction eId="art_6/para_4/listintro">Als Betriebsstätten gelten nicht:</listIntroduction><item eId="art_6/para_4/lbl_a"><num>a) </num><p>Einrichtungen, die ausschliesslich zur Lagerung, Ausstellung oder Auslieferung von Gütern oder Waren des Unternehmens benutzt werden;</p></item><item eId="art_6/para_4/lbl_b"><num>b) </num><p>Bestände von Gütern oder Waren des Unternehmens, die ausschliesslich zur Lagerung, Ausstellung oder Auslieferung unterhalten werden;</p></item><item eId="art_6/para_4/lbl_c"><num>c) </num><p>Bestände von Gütern oder Waren des Unternehmens, die ausschliesslich zu dem Zweck unterhalten werden, durch ein anderes Unternehmen bearbeitet oder verarbeitet zu werden;</p></item><item eId="art_6/para_4/lbl_d"><num>d) </num><p>eine feste Geschäftseinrichtung, die ausschliesslich zu dem Zweck unterhalten wird, für das Unternehmen Güter oder Waren einzukaufen oder Informationen zu beschaffen;</p></item><item eId="art_6/para_4/lbl_e"><num>e) </num><p>eine feste Geschäftseinrichtung, die ausschliesslich zu dem Zweck unterhalten wird, für das Unternehmen zu werben, Informationen zu erteilen, wissenschaftliche Forschung zu betreiben oder ähnliche Tätigkeiten auszuüben, die vorbereitender Art sind oder eine Hilfstätigkeit darstellen.</p></item></blockList></content></paragraph><paragraph eId="art_6/para_5"><num>5.</num><content><p>Ist eine Person – mit Ausnahme eines unabhängigen Vertreters im Sinne des Absatzes 6 – in einem Vertragsstaat für ein Unternehmen des anderen Vertragsstaates tätig, so gilt eine im erstgenannten Staat gelegene Betriebsstätte als gegeben, wenn die Person eine Vollmacht besitzt, im Namen des Unternehmens Verträge abzuschliessen, und die Vollmacht in diesem Staat gewöhnlich ausübt, es sei denn, dass sich ihre Tätigkeit auf den Einkauf von Gütern oder Waren für das Unternehmen beschränkt.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_6/para_6"><num>6.</num><content><p>Ein Unternehmen eines Vertragsstaates wird nicht schon deshalb so behandelt, als habe es eine Betriebsstätte im anderen Vertragsstaat, weil es dort seine Tätigkeit durch einen Makler, Kommissionär oder einen anderen unabhängigen Vertreter ausübt, sofern diese Personen im Rahmen ihrer ordentlichen Geschäftstätigkeit handeln.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_6/para_7"><num>7.</num><content><p>Vermögen (ausgenommen das nach Artikel 5 zu behandelnde Vermögen), das zu einer festen Einrichtung gehört, die einem Erblasser, der im Zeitpunkt des Todes seinen Wohnsitz in einem Vertragsstaat hatte, für die Ausübung eines freien Berufes oder einer sonstigen selbständigen Tätigkeit ähnlicher Art im anderen Vertragsstaat zur Verfügung stand, kann im anderen Staat besteuert werden.</p></content></paragraph></article><article eId="art_7"><num><b>Art. 7</b></num><heading>Schiffe und Luftfahrzeuge</heading><paragraph eId="art_7/para"><content><p>Schiffe und Luftfahrzeuge, die im internationalen Verkehr von einem Unternehmen betrieben werden, das einem Erblasser gehörte, der im Zeitpunkt des Todes seinen Wohnsitz in einem Vertragsstaat hatte, und bewegliches Vermögen, das dem Betrieb dieser Schiffe und Luftfahrzeuge dient, können im anderen Vertragsstaat besteuert werden, wenn sich der Ort der tatsächlichen Geschäftsleitung des Unternehmens im anderen Staat befindet.</p></content></paragraph></article><article eId="art_8"><num><b>Art. 8</b></num><heading>Nicht ausdrücklich erwähntes Vermögen</heading><paragraph eId="art_8/para"><content><p>Das nicht nach den Artikeln 5, 6 und 7 zu behandelnde Vermögen kann ohne Rücksicht darauf, wo es sich befindet, nur in dem Vertragsstaat besteuert werden, in dem der Erblasser im Zeitpunkt des Todes seinen Wohnsitz hatte.</p></content></paragraph></article><article eId="art_9"><num><b>Art. 9</b></num><heading>Schuldenabzug</heading><paragraph eId="art_9/para_1"><num>1.</num><content><p>Schulden, die durch das in Artikel 5 genannte Vermögen besonders gesichert sind, werden vom Wert dieses Vermögens abgezogen. Schulden, die zwar nicht durch das in Artikel 5 genannte Vermögen besonders gesichert sind, die aber im Zusammenhang mit dem Erwerb, der Änderung, der Instandsetzung oder der Instandhaltung solchen Vermögens entstanden sind, werden vom Wert dieses Vermögens abgezogen.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_9/para_2"><num>2.</num><content><p>Vorbehaltlich des Absatzes 1 werden Schulden, die mit einer Betriebsstätte eines Unternehmens oder mit einer der Ausübung eines freien Berufes oder einer sonstigen selbständigen Tätigkeit ähnlicher Art dienenden festen Einrichtung zusammenhängen, und Schulden, die mit einem Betrieb der Schiffahrt oder Luftfahrt zusammenhängen, vom Wert des in Artikel 6 beziehungsweise des in Artikel 7 genannten Vermögens abgezogen.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_9/para_3"><num>3.</num><content><p>Die anderen Schulden werden vom Wert des Vermögens abgezogen, für das Artikel 8 gilt.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_9/para_4"><num>4.</num><content><p>Übersteigt eine Schuld den Wert des Vermögens, von dem sie in einem Vertragsstaat nach den Absätzen 1, 2 und 3 abzuziehen ist, so wird der übersteigende Betrag vom Wert des übrigen Vermögens, das in diesem Staat besteuert werden kann, abgezogen.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_9/para_5"><num>5.</num><content><p>Verbleibt nach den Abzügen, die auf Grund der vorstehenden Absätze vorzunehmen sind, ein Schuldenrest, so wird dieser vom Wert des Vermögens, das im anderen Vertragsstaat besteuert werden kann, abgezogen.</p></content></paragraph></article></chapter><chapter eId="chap_IV"><num>Abschnitt IV</num><heading>Methoden zur Vermeidung der Doppelbesteuerung</heading><article eId="art_10"><num><b>Art. 10</b></num><paragraph eId="art_10/para_1"><num>1.</num><content><p>Hatte der Erblasser im Zeitpunkt des Todes seinen Wohnsitz in Schweden, so rechnet Schweden, vorbehaltlich des Absatzes 2, auf die nach seinem Recht festgesetzte Steuer den Betrag an, der den Steuern entspricht, die in der Schweiz für das Vermögen gezahlt werden, das nach diesem Abkommen in der Schweiz besteuert werden kann. Der anzurechnende Betrag darf jedoch den Teil der vor der Anrechnung ermittelten Steuer nicht übersteigen, der auf das Vermögen entfällt, das in der Schweiz besteuert werden kann.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_10/para_2"><num>2.</num><content><p>War der Erblasser, der im Zeitpunkt des Todes seinen Wohnsitz in Schweden hatte, schweizerischer Staatsangehöriger ohne gleichzeitig schwedischer Staatsangehöriger zu sein, so nimmt Schweden unbewegliches Vermögen im Sinne des Artikels 5, das nach dem Abkommen in der Schweiz besteuert werden kann, von der Besteuerung aus.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_10/para_3"><num>3.</num><content><p>War ein Erblasser, der im Zeitpunkt des Todes nach Artikel 4 seinen Wohnsitz in der Schweiz hatte, schwedischer Staatsangehöriger ohne gleichzeitig schweizerischer Staatsangehöriger zu sein und hatte er innerhalb der letzten fünf Jahre vor seinem Tod einen Wohnsitz in Schweden, so kann Schweden das Nachlassvermögen ungeachtet anderer Bestimmungen des Abkommens nach schwedischem Recht besteuern. Die nach dem Abkommen in der Schweiz zulässige Besteuerung bleibt unberührt. Schweden rechnet auf den Teil der nach seinem Recht festgesetzten Steuer, der auf das nach Artikel 8 zu behandelnde Vermögen entfällt, den Betrag an, der den Steuern entspricht, die in der Schweiz für das gleiche Vermögen gezahlt werden.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_10/para_4"><num>4.</num><content><p>Hatte der Erblasser im Zeitpunkt des Todes seinen Wohnsitz in der Schweiz, so nimmt die Schweiz Vermögen, das nach dem Abkommen in Schweden besteuert werden kann, von der Besteuerung aus.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_10/para_5"><num>5.</num><content><p>Ist Vermögen nach dem Abkommen von der Besteuerung ausgenommen, so kann es bei der Festsetzung der Steuer für das andere Vermögen oder zur Bemessung des Satzes dieser Steuer gleichwohl in Rechnung gestellt werden.</p></content></paragraph></article></chapter><chapter eId="chap_V"><num>Abschnitt V</num><heading>Besondere Bestimmungen</heading><article eId="art_11"><num><b>Art. 11</b></num><heading>Gleichbehandlung</heading><paragraph eId="art_11/para_1"><num>1.</num><content><p>Die Staatsangehörigen eines Vertragsstaates dürfen im anderen Vertragsstaat weder einer Besteuerung noch einer damit zusammenhängenden Verpflichtung unterworfen werden, die anders oder belastender sind als die Besteuerung und die damit zusammenhängenden Verpflichtungen, denen die Staatsangehörigen des anderen Staates unter gleichen Verhältnissen unterworfen sind oder unterworfen werden können.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_11/para_2"><num>2.</num><content><blockList><listIntroduction eId="art_11/para_2/listintro">Der Ausdruck «Staatsangehörige» bedeutet:</listIntroduction><item eId="art_11/para_2/lbl_a"><num>a) </num><p>alle natürlichen Personen, die die Staatsangehörigkeit eines Vertragsstaats besitzen;</p></item><item eId="art_11/para_2/lbl_b"><num>b) </num><p>alle juristischen Personen, Personengesellschaften und andere Personenvereinigungen, die nach dem in einem Vertragsstaat geltenden Recht errichtet worden sind.</p></item></blockList></content></paragraph><paragraph eId="art_11/para_3"><num>3.</num><content><p>Die Besteuerung einer Betriebsstätte, die ein Unternehmen eines Vertragsstaats im anderen Vertragsstaat hat, darf im anderen Staat nicht ungünstiger sein als die Besteuerung von Unternehmen des anderen Staates, die die gleiche Tätigkeit ausüben.</p><p>Diese Bestimmung ist nicht so auszulegen, als verpflichte sie einen Vertragsstaat, den im anderen Vertragsstaat ansässigen Personen Steuerfreibeträge, ‑vergünstigungen und ‑ermässigungen auf Grund des Personenstandes oder der Familienlasten zu gewähren, die er den in seinem Gebiet ansässigen Personen gewährt.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_11/para_4"><num>4.</num><content><p>Die Unternehmen eines Vertragsstaats, deren Kapital ganz oder teilweise, unmittelbar oder mittelbar, einer im anderen Vertragsstaat ansässigen Person oder mehreren solchen Personen gehört oder ihrer Kontrolle unterliegt, dürfen im erstgenannten Staat weder einer Besteuerung noch einer damit zusammenhängenden Verpflichtung unterworfen werden, die anders oder belastender sind als die Besteuerung und die damit zusammenhängenden Verpflichtungen, denen andere ähnliche Unternehmen des erstgenannten Staates unterworfen sind oder unterworfen werden können.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_11/para_5"><num>5.</num><content><p>In diesem Artikel bedeutet der Ausdruck «Besteuerung» Steuern jeder Art und Bezeichnung.</p></content></paragraph></article><article eId="art_12"><num><b>Art. 12</b></num><heading>Verständigungsverfahren</heading><paragraph eId="art_12/para_1"><num>1.</num><content><p>Ist eine Person der Auffassung, dass die Massnahmen eines Vertragsstaats oder beider Vertragsstaaten für sie zu einer Besteuerung geführt haben oder führen werden, die diesem Abkommen nicht entspricht, so kann sie unbeschadet der nach innerstaatlichem Recht dieser Staaten vorgesehenen Rechtsmittel ihren Fall der zuständigen Behörde eines der beiden Staaten unterbreiten.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_12/para_2"><num>2.</num><content><p>Hält diese zuständige Behörde die Einwendung für begründet, und ist sie selbst nicht in der Lage, eine befriedigende Lösung herbeizuführen, so wird sie sich bemühen, den Fall durch Verständigung mit der zuständigen Behörde des anderen Vertragsstaats so zu regeln, dass eine dem Abkommen nicht entsprechende Besteuerung vermieden wird.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_12/para_3"><num>3.</num><content><p>Die zuständigen Behörden der Vertragsstaaten werden sich bemühen, Schwierigkeiten oder Zweifel, die bei der Auslegung oder Anwendung des Abkommens entstehen, in gegenseitigem Einvernehmen zu beseitigen. Sie können auch gemeinsam darüber beraten, wie eine Doppelbesteuerung in Fällen, die im Abkommen nicht behandelt sind, vermieden werden kann.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_12/para_4"><num>4.</num><content><p>Werden Schenkungen oder Vorempfänge sowohl in Schweden als auch in der Schweiz einer Schenkungs‑, Nachlass‑ oder Erbschaftssteuer unterworfen, so werden die zuständigen Behörden der Vertragsstaaten sich bemühen, in gegenseitigem Einvernehmen die Doppelbesteuerung nach den im Abkommen enthaltenen Grundsätzen zu beseitigen. Diese Bestimmung gilt ungeachtet der Artikel 1 und 2 auch für Personen, die in keinem Vertragsstaat einen Wohnsitz haben und für Steuern von Schenkungen unter Lebenden.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_12/para_5"><num>5.</num><content><p>Die zuständigen Behörden der Vertragsstaaten können zur Herbeiführung einer Einigung im Sinne der vorstehenden Absätze unmittelbar miteinander verkehren. Erscheint ein mündlicher Meinungsaustausch für die Herbeiführung der Einigung zweckmässig, so kann ein solcher Meinungsaustausch in einer Kommission durchgeführt werden, die aus Vertretern der zuständigen Behörden der Vertragsstaaten besteht.</p></content></paragraph></article><article eId="art_13"><num><b>Art. 13</b></num><heading>Diplomatische Vertreter und Konsularbeamte</heading><paragraph eId="art_13/para_1"><num>1.</num><content><p>Dieses Abkommen berührt nicht die steuerlichen Vorrechte, die den diplomatischen Vertretern und Konsularbeamten nach den allgemeinen Regeln des Völkerrechts oder auf Grund besonderer Vereinbarungen zustehen.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_13/para_2"><num>2.</num><content><p>Soweit Vermögen wegen der einer Person nach den allgemeinen Regeln des Völkerrechts oder auf Grund besonderer zwischenstaatlicher Verträge zustehenden diplomatischen oder konsularischen Vorrechte im Empfangsstaat nicht besteuert werden, steht das Besteuerungsrecht dem Entsendestaat zu.</p></content></paragraph></article></chapter><chapter eId="chap_VI"><num>Abschnitt VI</num><heading>Schlussbestimmungen</heading><article eId="art_14"><num><b>Art. 14</b></num><heading>Inkrafttreten</heading><paragraph eId="art_14/para_1"><num>1.</num><content><p>Dieses Abkommen soll ratifiziert und die Ratifikationsurkunden sollen so bald wie möglich in Bern ausgetauscht werden. Das Abkommen tritt an dem Tag in Kraft, an dem die Ratifikationsurkunden ausgetauscht werden, und seine Bestimmungen finden auf Nachlässe von Personen Anwendung, die an oder nach diesem Tag sterben.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_14/para_2"><num>2.</num><content><p>Mit dem Inkrafttreten dieses Abkommens tritt das Abkommen zwischen der Schweizerischen Eidgenossenschaft und dem Königreich Schweden zur Vermeidung der Doppelbesteuerung auf dem Gebiete der Erbschaftssteuern vom 16. Oktober 1948<authorialNote><p> [<ref href="https://fedlex.data.admin.ch/eli/oc/1949/435_437_439" xmlns:data="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:data" xmlns:tmp="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:temp">AS <b>1949</b> 435</ref>]</p></authorialNote> ausser Kraft. Seine Bestimmungen finden nicht mehr Anwendung auf Steuern, auf die dieses Abkommen nach Absatz 1 anzuwenden ist.</p></content></paragraph></article><article eId="art_15"><num><b>Art. 15</b></num><heading>Ausserkrafttreten</heading><paragraph eId="art_15/para"><content><p>Dieses Abkommen bleibt in Kraft, solange es nicht von einem der Vertragsstaaten gekündigt worden ist. Jeder Vertragsstaat kann das Abkommen auf diplomatischem Weg unter Einhaltung einer Frist von mindestens sechs Monaten zum Ende eines Kalenderjahres kündigen. In diesem Fall findet das Abkommen nicht mehr auf Nachlässe von Personen Anwendung, die nach Ablauf des Kalenderjahres verstorben sind, zu dessen Ende das Abkommen gekündigt worden ist.</p></content></paragraph></article></chapter><signature><p><i>Zu Urkund dessen</i> haben die hiezu gehörig Bevollmächtigten dieses Abkommen unterzeichnet und mit Siegeln versehen.</p><p>Geschehen zu Stockholm, im Doppel, am 7. Februar 1979 in deutscher und in schwedischer Urschrift, die gleicherweise authentisch sind.</p><table fedlex:function="layout"><tr><td><p>Für die <br/>Schweizerische Eidgenossenschaft:</p></td><td><p>Für das <br/>Königreich Schweden:</p></td></tr><tr><td><p>Jacques‑Bernard Rüedi</p></td><td><p>Hans Blix</p></td></tr></table></signature></body></act></akomaNtoso>