Beschluss vom 3. Juni 2014 Beschwerdekammer Besetzung Bundesstrafrichter Stephan Blättler, Vorsitz, Andreas J. Keller und Cornelia Cova, Gerichtsschreiber Stefan Graf Parteien A., vertreten durch Rechtsanwalt Adrian Strütt, Beschwerdeführer gegen BUNDESANWALTSCHAFT, Beschwerdegegnerin Gegenstand Nichtanhandnahmeverfügung (Art. 310 i.V.m. Art. 322 Abs. 2 StPO) B u n d e s s t r a f g e r i c h t T r i b u n a l p é n a l f é d é r a l T r i b u n a l e p e n a l e f e d e r a l e T r i b u n a l p e n a l f e d e r a l Geschäftsnummer: BB.2013.192 Sachverhalt: A. A. war von 2008 bis Juli 2012 Mitglied der Kommission für nukleare Sicher- heit (nachfolgend "KNS"). Im Sommer 2012 erklärte er unter Protest seinen Rücktritt aus der KNS. Gleichzeitig wurde am 24. Juni 2012 (…) ein Inter- view mit A. publiziert, in welchem er seinen Rücktritt u. a. damit begründ e- te, dass die Suche nach einem Tiefe nlager für die Endlagerung von radi o- aktiven Materialien aus dem Ruder laufe, weil zwischen dem Bundesamt für Energie, dem Eidgenössischen Nuklearinspektorat und der Nationalen Genossenschaft für die Lagerung radioaktiver Abfälle (nachfolgend "NAGRA") eine Verfilzung bestehe und die Entschädigung für die Mitglieder der KNS zu gering sei. Dieselben Vorwürfe hatte A. ebenfalls in seinem Rücktrittsschreiben an die Vorsteherin und an den Generalsekretär des UVEK sowie an den Präsidenten der KNS gerichtet. Auf Gr und dieser Vor- würfe leitete das Generalsekretariat des UVEK ein Untersuchungsverfa h- ren ein, was zum im November 2012 veröffentlichten Bericht "Abklärungen des Generalsekretariats des UVEK zu den Vorwürfen betreffend die U m- setzung des Sachplans geologische Tiefenlager" führte (vgl. act. 1.2, S. 1). B. Mit Eingabe vom 1. Juli 2013 erhob A. bei der Bundesanwaltschaft Strafan- zeige und stellte die folgenden Rechtsbegehren (act. 1.3): "1. Es sei eine Strafuntersuchung gegen Unbekannt einzuleiten und durc hzuführen wegen Amtsgeheimnisverletzung im Zusammenhang mit der Bekanntmachung von Bezügen des Geschädigten sowie der Veröffentlichung von Ergebnissen einer hängigen Untersuchung. 2. Es seien der oder die Täter angemessen zu bestrafen. 3. Es seien der oder die Täter zur Zahlung einer angemessenen Genugtuung in der Höhe von mindestens Fr. 2'000.-- an den Geschädigten zu verpflichten. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten des oder der unbekannten Beschuldi g- ten." Gegenstand der Strafanzeige bildete n einerseits die Weitergabe vertraul i- cher Informationen über A. an die Presse im Zusammenhang mit einem Ar- tikel (…) vom 16. September 2012 (act. 1.4) sowie die Weitergabe vertrau- licher behördlicher Informationen an eine externe Kommunikationsagentur (vgl. im Einzelnen act. 1.3, Rz. 5 ff.) . Am 16. Dezember 2013 verfügte die Bundesanwaltschaft, die Strafanzeige werde nicht anhand genom men (act. 1.2). C. Hiergegen gelangte A. mit Beschwerde vom 27. Dezember 2013 an die Beschwerdekammer des Bundesstrafgerichts . Er beantragt Folgendes (act. 1): "Es sei die Nichtanhandnahmeverfügung vom 16. Dezember 2013 aufzuheben und die B e- schwerdegegnerin anzuweisen, Untersuchungsverfahren wegen Amtsgeheimnisverletzung gegen Unbekannt zu eröffnen. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zulasten der Beschwerdegegnerin." In ihrer Beschwerdeantwort vom 6. Februar 2014 schliesst die Bundesa n- waltschaft auf kostenfällige Abweisung der Beschwerde (act. 6). In seiner Replik vom 12. März 2014 hält A. vollumfänglich an seinen Beschwerdean- trägen fest (act. 9). Die Replik wurde der Bundesanwaltschaft am 13. März 2014 zur Kenntnis gebracht (act. 10). Auf die Ausführungen der Parteien und die eingereichten Akten wird, s o- weit erforderlich, in den folgenden rechtlichen Erwägungen B ezug genom- men. Die Beschwerdekammer zieht in Erwägung: 1. 1.1 Gegen eine Nichtanhandnahmeverfügung der Bundesanwaltschaft ist die Beschwerde nach den Vorschriften der Art. 393 ff. StPO an die Beschwe r- dekammer des Bundesstrafgerichts zulässig (Art. 310 Abs. 2 i.V.m. Art. 322 Abs. 2 StPO und Art. 37 Abs. 1 StBOG). Die Beschwerde ist innert zehn Tagen nach Eröffnung der Nichtanhandnahmeverfügung schriftlich und b e- gründet einzureichen (Art. 322 Abs. 2 und Art. 396 Abs. 1 StPO). Die B e- schwerde stellt gemäss Art. 393 Abs. 2 StPO ein umfassendes ordentliches Rechtsmittel dar. Mit ihr können alle Mängel des angefochtenen Entsche i- des geltend gemacht werden. Die Beschwerdekammer verfügt demnach über eine volle Kognition (vgl. hierzu u. a. den Beschluss des Bunde sstraf- gerichts BB.2011.5 vom 18. März 2011, E. 1.1 m.w.H.). 1.2 Zur Beschwerde legitimiert sind die Parteien, sofern sie ein rechtlich g e- schütztes Interesse an der Aufhebung oder Änderung des angefochtenen Entscheides haben, mithin durch die Nichtanhandnahmev erfügung b e- schwert sind (Art. 310 Abs. 2 i.V.m. Art. 322 Abs. 2 und Art. 382 Abs. 1 StPO). Die geschädigte Person ist somit gemäss dem Wortlaut des Gese t- zes grundsätzlich nur insoweit zur Beschwerde legitimiert, als sie sich im Sinne der Art. 118 f. StPO a ls Privatklägerschaft konstituiert hat. Als Au s- fluss des Anspruchs auf rechtliches Gehör ist jedoch auch die geschädigte Person zur Beschwerde legitimiert , welche – was gerade bei der Nichta n- handnahmeverfügung der Fall sein kann – noch keine Gelegenheit ha tte, sich als Privatklägerschaft zu konstituieren (Botschaft vom 21. De zem- ber 2005 zur Vereinheitlichung des Strafprozessrechts, BBl 2006 S. 1308 Fn 427; GRÄDEL/HEINIGER, Basler Kommentar, Basel 2011, Art. 322 StPO N. 6; LANDSHUT, Kommentar zur Schweizeri schen Strafprozessordnung [StPO], Zürich/Basel/Genf 2010, Art. 322 StPO N. 9). Gemäss Art. 115 Abs. 1 StPO gilt als geschädigte Person die Person, die durch die Straftat in ihren Rechten unmittelbar verletzt worden ist. Bei den Rechten im Sinne dieser Bestimmung handelt es sich primär um individuel- le Rechtsgüter wie Leib und Leben, Vermögen, Ehre etc. (vgl. hierzu die Botschaft vom 21. Dezember 2005 zur Vereinheitlichung des Strafprozes s- rechts, BBl 2006 S. 1169 f.). Der Straftatbestand der Verletzung des Amts- geheimnisses (Art. 320 StGB) schützt zwar primär das Interesse der Al l- gemeinheit an der zur ungehinderten Erfüllung der staatlichen Aufgaben unabdingbaren Verschwiegenheit der Behördenmitglieder und Beamten. Betrifft das Amtsgeheimnis jedoch eine Tatsache aus der Privatsphäre des Einzelnen, so ist auch dieser in Bezug auf die Straftat der Verletzung des Amtsgeheimnisses als Geschädigter anzusehen (vgl. hierzu ausführlich das Urteil des Bundesgerichts 6B_28/2012 vom 11. Dezember 2012, E. 1.4 m.w.H.; siehe auch die Urteile des Bundesgerichts 1C_96/2013 vom 17. Juni 2013, E. 1.2; 1C_344/2012 vom 31. Oktober 2012, E. 2.3 ; B e- schluss des Bundesstrafgerichts BB.2013.178 vom 26. März 2014, E. 1.3.2). 1.3 Nach dem Gesagten ist der Beschwerdeführer lediglich, aber immerhin in- soweit geschädigt als die von ihm zur Anzeige gebrachten Amtsgeheimni s- verletzungen auch Tatsachen aus seiner Privatsphäre betreffen. Denkbar ist dies allein bezüglich der Angaben über ihn selber, seine Tätigkeite n und seine hierfür bezogenen Leistungen finanzieller Art. Sofern der Beschwe r- deführer darüber hinaus im Rahmen seiner Anzeige und seiner Beschwe r- de weitere, nicht näher spezifizierte Amtsgeheimnisverletzungen beansta n- det ("Ergebnisse einer hängigen Unters uchung und vieles mehr" ; vgl. act. 1, Rz. 7, 12), fehlt es ihm an der für die Parteistellung im Strafverfahren und für die Beschwerdelegitimation notwendigen Betroffenheit. Auf die B e- schwerde ist demnach nur soweit einzutreten, als sie mögliche Amtsge- heimnisverletzungen zum Gegenstand hat, welche auch Tatsachen aus der Privatsphäre des Beschwerdeführers betreffen. 2. Gemäss Art. 310 Abs. 1 StPO verfügt die Staatsanwaltschaft die Nichta n- handnahme, sobald auf Grund der Strafanzeige oder des Polizeirapports feststeht, dass die fraglichen Straftatbestände oder die Prozessvorausse t- zungen eindeutig nicht erfüllt sind (lit. a), Verfahrenshindernisse bestehen (lit. b) oder aus den in Art. 8 StPO genannten Gründen auf eine Strafverfo l- gung zu verzichten ist (lit. c). Nach dem Wortlaut von Art. 310 Abs. 1 lit. a StPO muss somit feststehen, dass "die fraglichen Straftatbestände (…) eindeutig nicht erfüllt sind". Es muss mit anderen Worten sicher sein, dass der Sachverhalt unter keinen Straftatbestand fällt. Eine Nichtanhandnahme darf nur in sachverhaltsmäs- sig und rechtlich klaren Fällen ergehen. Im Zweifelsfall ist gemäss dem Grundsatz in dubio pro duriore folglich eine Untersuchung zu eröffnen (vgl. hierzu BGE 137 IV 285 E. 2.3 S. 287 f. ; Urteil des Bundesgerichts 6B_1200/2013 vom 1. Mai 2014, E. 5.2). 3. 3.1 Gemäss Art. 320 Ziff. 1 StGB macht sich strafbar, wer ein Geheimnis o f- fenbart, das ihm in seiner Eigenschaft als Mitglied einer Behörde oder als Beamter anvertraut worden ist, oder das er in seiner amtlichen oder d ienst- lichen Stellung wahrgenommen hat. Die Vorschrift geht vom materiellen Begriff des Geheimnisses aus. Sie stellt nicht darauf ab, ob der in Frage stehende Sachverhalt als geheim erklärt worden ist, sondern darauf, ob es sich wirklich um ein Geheimnis ha ndelt (STRATENWERTH/BOMMER, Schwei- zerisches Strafrecht – Besonderer Teil II: Straftaten gegen Gemeinintere s- sen, 7. Aufl., Bern 2013, S. 454 N. 5 ; OBERHOLZER, Basler Kommentar, 3. Aufl., Basel 2013, Art. 320 StGB N. 8; DUPUIS ET AL., Petit Commentaire, Bâle 2012, n° 14 ad art. 320 CP ). Geheimnisse sind Tatsachen, die nur e i- nem begrenzten Personenkreis bekannt oder zugänglich sind, die der G e- heimnisherr geheim halten will und an deren Geheimhaltung er ein berec h- tigtes Interesse hat (BGE 127 IV 122 E. 1 m.w.H. ; Urteile des Bundesge- richts 6B_962/2013 vom 1. Mai 2014, E. 3.2 ; 6P.22/2007 vom 21. August 2007, E. 5.10.1). Unter diesen Voraussetzungen schützt Art. 320 StGB Ge- heimnisse der Behörden und Privatgeheimnisse prinzipiell in gleicher We i- se (STRATENWERTH/BOMMER, a.a.O.). Das Geheimhaltungsinteresse fehlt in der Regel aber, wenn die Beziehung des Privaten zum Gemeinwesen eine solche ist, wie sie auch zwischen Privaten bestehen kann ( TRECHSEL ET AL., Praxiskommentar, 2. Aufl., Zürich/St. Gallen 2013, Art. 320 StGB N. 5). Die Tathandlung besteht im Offenbaren, das heisst in einer Mitteilung, durch welche das Geheimnis gegenüber einer anderen Person gelüftet wird. Zwar kann die Bestätigung eines geheimen Sachverhalts als Tathand- lung in Frage kommen , wenn der Adressat ihn nur vermutet, nicht aber, wenn er davon schon sicheres Wissen hat (Urteil des Bundesstrafgerichts SK 003/04 vom 22. September 2004, E. 9.2 m.w.H.). 3.2 Sachverhaltsmässig betrifft die Strafanzeige zwei unterschiedliche Vorgä n- ge. Einerseits nimmt der Beschwerdeführer Bezug auf einen Presseartikel (act. 1.4), aus welchem zweifelsfrei hervorgehe, dass der Journalist Ei n- sicht in amtsinterne, geheime Berichte erhalten habe. Weiter habe der B e- schwerdeführer im September 2012 einen Briefumsch lag erhalten, in we l- chem sich ein weiterer, durch die Post geöffneter, an eine Kommunikat i- onsagentur adressierter Umschlag mit angeblich amtsinternen, nicht öffent- lichen Informationen aus dem UVEK befunden habe, welche sich auf die Kritik und die in den Medien gemachten Aussagen des Beschwerdeführers bezogen (act. 1.8). Auf Grund des oben Ausgeführten (E. 1.3) beschränkt sich die Legitimation des Beschwerdeführers bezüglich beider Sachverhalte allein auf allfällige Geheimnisverletzungen, welche möglicherweise Tatsachen aus seiner Pr i- vatsphäre betreffen. Auf die Beschwerde ist daher nur in diesem b e- schränkten Umfang einzutreten. Ob darüber hinaus eine Verletzung des Amtsgeheimnisses nicht ausgeschlossen werden kann, darf und braucht die Beschwerdekammer nicht (zu) prüfen. Sie ist dazu nicht befugt (indirekt aus Art. 397 Abs. 3 StPO sowie Art. 13 und 29 StBOG). 3.3 Im fraglichen Presseartikel (act. 1.4) wird einleitend auf die Rolle des B e- schwerdeführers als Mitglied der KNS und auf die Umstände seines Rüc k- tritts und seine diesbezüglichen Aussagen gegenüber den Medien einge- gangen. Dass diesbezüglich ein Amtsgeheimnis tangiert ist, wird zu Recht auch vom Beschwerdeführer selbst nicht vorgebracht. Weiter wird ausgeführt, der Beschwerdeführer habe für die Jahr e 2009 bis 2011 Honorarrechnungen in der Höhe von Fr. 275'000. -- gestellt – für Dienstleistungen, welche er zusätzlich zu seinen Bezügen als Kommiss i- onsmitglied verrechnet habe. So habe der Beschwerdeführer für das En d- lager-Projekt Mont Terri gearbeitet, w o er regelmässig im Auftrag der NAGRA Führungen durchgeführt habe , die von dieser beglichen worden seien. Zudem habe er sich von deren Vertretern mehrfach zum Essen ei n- laden lassen. Schliesslich gibt der Zeitungsartikel den Inhalt eines vom B e- schwerdeführer zu Handen des Journalisten verfassten dreiseitigen Stat e- ments wieder, in welchem der Beschwerdeführer seine Aufträge und seine Bezüge auflistete (inkl. der Entschädigungen für seine Tätigkeit für die KNS). Diesbezüglich ist festzuhalten, dass es sich be i der KNS um eine ausse r- parlamentarische Kommission nach Art. 57 a Abs. 1 des Regierungs - und Verwaltungsorganisationsgesetzes vom 21. März 1997 (RVOG; SR 172.010) handelt (Art. 1 der Verordnung vom 12. November 2008 über die Eidgenössische Kommission für nukleare Sicherheit [VKNS; SR 732.16]). Gemäss Art. 57 g RVOG legt der Bundesrat einheitliche Kriterien für die Entschädigung der Kommissionsmitglieder fest (Abs. 1). Die Höhe der En t- schädigungen ist öffentlich (Abs. 2). Soweit zur Anzeige gebrachte Amt s- geheimnisverletzungen diese Entschädigungen betreffen sollten, handelt es sich demnach eindeutig nicht um ein Geheimnis, weshalb auch einde u- tig keine Verletzung des Amtsgeheimnisses zur Diskussion steht. Soweit im Presseartikel darüber hinaus auf Tätigkeiten des Beschwerdeführers auf privater Mandatsbasis und die diesbezüglichen Entschädigungen Bezug genommen wird, so sind die betreffenden Informationen nicht verwaltung s- rechtlicher bzw. öffentlich -rechtlicher Natur, sondern betreffen ein privates (Mandats-)Verhältnis. Insofern fehlt es unter dem Gesichtspunkt des Stra f- tatbestandes der Verletzung des Amtsgeheimnisses an einem Geheimha l- tungsinteresse der öffentlichen Hand; ein allfälliges privates Interesse an der Geheimhaltung vermag dies nicht zu ersetzen . Die Möglichkeit strafba- ren Verhaltens im Sinne des Art. 320 StGB ist auch diesbezüglich klar zu verneinen. 3.4 Hinsichtlich der an eine Kommunikationsagentur adressierten Sendung e r- gibt eine Durchsicht des Inhalts, dass ein nicht unterzeichnetes Schreiben vom 20. September 2012 Bezug nimmt auf vom Beschwerdeführer selbst an einen Journalisten und an Vertreter verschiedener Behörden verbreitete Tabellen und Kommentare. Bei den weiteren Beilagen handelt es sich um einen Internetausdruck zu einer im Rahmen der parlam entarischen Frage- stunde gestellten Frage sowie um verschiedene Zeitungsartikel. Hinsich t- lich sämtlicher Beilagen zum Schreiben fehlt es demnach offensichtlich an einem Geheimnis und somit auch an jeglicher Grundlage einer Amtsg e- heimnisverletzung. Die im Sc hreiben zu den vom Beschwerdeführer ve r- breiteten Unterlagen gestellten Fragestellungen gehen inhaltlich nicht über die in den Beilagen enthaltenen Angaben hinaus. Auch diesbezüglich ist demnach das Vorliegen eines Geheimnisses als Grundvoraussetzung einer möglichen Amtsgeheimnisverletzung von Beginn weg zu verneinen. 3.5 Nach dem Gesagten erweist sich die Beschwerde, soweit auf diese übe r- haupt einzutreten ist, als unbegründet, ist der Straftatbestand der Verle t- zung des Amtsgeheimnisses hinsichtlich der den Beschwerdeführer pe r- sönlich tangierenden Informationen doch eindeutig nicht erfüllt. Die von der Beschwerdegegnerin unter diesen Umständen verfügte Nichtanhandnahme erweist sich als rechtmässig. 4. Bei diesem Ausgang des Verfahrens hat der Beschwerd eführer die G e- richtskosten zu tragen (Art. 428 Abs. 1 StPO). Die Gerichtsgebühr ist auf Fr. 2'000.-- festzusetzen (Art. 73 StBOG i.V.m. Art. 5 und 8 Abs. 1 des Reg- lements des Bundesstrafgerichts vom 31. August 2010 über die Kosten, Gebühren und Entschädigu ngen in Bundesstrafverfahren [BStKR; SR 173.713.162]), unter Anrechnung des geleisteten Kostenvorschusses in derselben Höhe. Demnach erkennt die Beschwerdekammer: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit auf sie eingetreten wird. 2. Die Gerich tsgebühr von Fr. 2'000. -- wird dem Beschwerdeführer auferlegt, unter Anrechnung des geleisteten Kostenvorschusses in gleicher Höhe. Bellinzona, 3. Juni 2014 Im Namen der Beschwerdekammer des Bundesstrafgerichts Der Präsident: Der Gerichtsschreiber: Zustellung an - Rechtsanwalt Adrian Strütt - Bundesanwaltschaft Rechtsmittelbelehrung Gegen diesen Beschluss ist kein ordentliches Rechtsmittel gegeben.