<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: SR.2010.00020</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="https://vgrzh.djiktzh.ch/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=https://vgrzh.djiktzh.ch&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=211095&amp;W10_KEY=4467118&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>SR.2010.00020</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 21.09.2011</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">2. Abteilung/2. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Steuerrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Nachsteuer (direkte Bundessteuer 2002)</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Nachsteuer (Sprungbeschwerde)<br/><br/>Die Voraussetzungen für eine Sprungbeschwerde (einlässlich begründete Veranlagungsverfügung, Zustimmung des Einsprechers und der übrigen Antragsteller) sind im vorliegenden Fall erfüllt (E. 1).<br/>Der Pflichtige deklarierte in den Steuerperioden 1999 bis 2006 eine Darlehensschuld gegenüber fünf seiner sechs Kinder. Weiter brachte er pro Kind einen Darlehenszins in Abzug. Auf diese Angaben der Pflichtigen durfte sich die Veranlagungsbehörde ohne Verletzung ihrer Untersuchungspflicht verlassen, zumal keine hinreichend konkreten Anhaltpunkte dafür bestanden, dass es sich hierbei um einen offensichtlich unklaren oder unvollständigen Sachverhalt handeln könnte. Sollten sich die Pflichtigen über die steuerrechtliche Bedeutung dieser Rechtsverhältnisse im Unklaren gewesen sein, hätten sie dies nicht einfach verschweigen dürfen, sondern hätten auf die Unsicherheit hinweisen müssen. Das Nachsteuerverfahren wurde mithin zu Recht eingeleitet (E. 3.1).<br/>Die Pflichtigen stützen den Abzug von Schulden und Schuldzinsen auf "Darlehen", die "durch die Begründung einer Schuld sich selber gegenüber (Schuldbekenntnis nach OR 17)" entstanden seien, hätten sie doch "an jedes ihrer fünf Kinder nach ihrer Absicht durch Schuldbekenntnis nach OR 17 eine Schenkung" ausgerichtet. Begründet der Schenker eine Forderung des Beschenkten gegen sich selbst, so ist das (abstrakte) Schuldbekenntnis nach Art. 17 OR ein Schenkungsversprechen, das zu seiner Gültigkeit der schriftlichen Form bedarf. Das Bestehen eines schriftlichen Schenkungsversprechens bzw. Schuldbekenntnisses oder einer Zessionsurkunde wurde weder behauptet noch liegt ein entsprechendes Schriftstück bei den Akten. Eine Handschenkung der Geldsumme selbst (und Rückgewährung der Summe als Darlehen durch die Kinder) scheidet von Vornherein aus, da kein Geld geflossen sei. Wegen Nichteinhaltung der gesetzlichen Formvorschriften ist die Schenkung bzw. sind die Schenkungen nach Art. 11 Abs. 2 OR ungültig (E.3.2.1). Gemäss Art. 312 OR verpflichtet sich der Darleiher durch den Darlehensvertrag zur Übertragung des Eigentums an einer Summe Geldes oder anderen vertretbaren Sachen, der Borger zur Rückerstattung von Sachen der nämlichen Art in gleicher Menge und Güte. Da im vorliegenden Fall kein Geld geflossen ist - weder von den Kindern an die Pflichtigen noch umgekehrt -, fragt sich, auf welche Weise die Kinder als Darlehensgeber ihrer Aushändigungspflicht nachgekommen sind. Es ist zwar möglich, dass bestehende Forderungen in Darlehen umgewandelt werden. Dies bedingt aber, dass solche Forderungen bestehen, d.h. gültig zustande gekommen sind. Vorliegend sind keine weiteren Rechtsgründe für das Bestehen von Forderungen der Kinder gegenüber den Pflichtigen ersichtlich noch werden sie angeführt. Somit fehlt es an einer Grundlage für die Abzugsfähigkeit der geltend gemachten Schulden und Schuldzinsen (E. 3.2.2). Um den beim Vermögen aufzurechnende Betrag zu ermitteln, müsste die Vermögenssituation der Pflichtigen vor und nach der Deklaration der Darlehen verglichen werden. Aufgrund der vorhandenen Akten ist dies jedoch nicht möglich (E. 3.3). Rückweisung.</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: DARLEHEN">DARLEHEN</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: DARLEHENSBESTÃTIGUNGEN">DARLEHENSBESTÃTIGUNGEN</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: DARLEHENSZINSEN">DARLEHENSZINSEN</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: FORMBEDÃRFTIGKEIT">FORMBEDÃRFTIGKEIT</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: FORMUNGÃLTIGKEIT">FORMUNGÃLTIGKEIT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: NACHSTEUER">NACHSTEUER</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: NACHSTEUERVERFAHREN">NACHSTEUERVERFAHREN</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: NEUE TATSACHE">NEUE TATSACHE</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: SCHENKUNG">SCHENKUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: SCHENKUNGSVERSPRECHEN">SCHENKUNGSVERSPRECHEN</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: SCHENKUNGSVOLLZUG">SCHENKUNGSVOLLZUG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: SCHRIFTLICHKEIT">SCHRIFTLICHKEIT</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: SCHULDANERKENNUNG">SCHULDANERKENNUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: SCHULDZINSEN">SCHULDZINSEN</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: SCHULDZINSENABZUG">SCHULDZINSENABZUG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: SPRUNGBESCHWERDE">SPRUNGBESCHWERDE</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: VEREINBARUNG">VEREINBARUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: VERFAHRENSPFLICHTEN">VERFAHRENSPFLICHTEN</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ZUSTIMMUNGSERKLÃRUNG">ZUSTIMMUNGSERKLÃRUNG</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="gerade">Art. 124 DBG</span><br/><span class="ungerade">Art. 126 DBG</span><br/><span class="gerade">Art. 132 Abs. II DBG</span><br/><span class="ungerade">Art. 151 DBG</span><br/><span class="gerade">Art. 153 Abs. III DBG</span><br/><span class="ungerade">Art. 182 Abs. III DBG</span><br/><span class="gerade">Art. 11 Abs. II OR</span><br/><span class="ungerade">Art. 17 OR</span><br/><span class="gerade">Art. 18 Abs. I OR</span><br/><span class="ungerade">Art. 165 Abs. I OR</span><br/><span class="gerade">Art. 239 Abs. I OR</span><br/><span class="ungerade">Art. 242 Abs. I OR</span><br/><span class="gerade">Art. 243 Abs. I OR</span><br/><span class="ungerade">Art. 312 OR</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 2 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="WordSection1"> <table border="1" cellpadding="0" cellspacing="0" class="MsoNormalTable"> <tr> <td valign="top"> <p class="Kopf1"><span>Verwaltungsgericht</span></p> <p class="Kopf1"><span>des Kantons ZÃ¼rich</span></p> <p class="Kopf1"><span>2. Abteilung</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Kopf1"> </p> </td> <td valign="top"> <p class="Kopf1"><span><img alt="" height="77" src="https://vgrzh.djiktzh.ch/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=https://vgrzh.djiktzh.ch&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getImage&amp;nF38_KEY=14644" width="123"/></span></p> </td> </tr> </table> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">SR.2010.00020</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"><b><span>Urteil</span></b></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="Zwischentitel"> </p> <p class="MsoNormal"><span>der 2. Kammer</span></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">vom <a id="VF_DAT_ENTSCHEID">21. September 2011</a></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">Mitwirkend: AbteilungsprÃ¤sident Martin Zweifel<span> (Vorsitz)</span>, Verwaltungsrichter Andreas Frei, Verwaltungsrichterin Leana Isler, <a id="TN_AUTOTEXT_RICHTER"></a><a id="TN_AUTOTEXT_GS"></a>Gerichtsschreiberin Silvia Hunziker. </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">In Sachen</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>1.<b> </b>A<a id="Anonym_Ruolo_REKU_1_1_2">,</a> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>2.<b> </b>B<a id="Anonym_Ruolo_REKU_2_2_6">,</a> <br/> <br/> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> Nr. 2 vertreten durch Nr. 1</span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoBodyText">diese vertreten durch <a id="Anonym_Ruolo_VRTR_1_3_10">C AG,</a><a id="Anonym_NAME_ZUSATZ_3_11"></a></p> <p class="MsoBodyText">RA D,</p> <p class="MsoNormal"><b><span>BeschwerdefÃ¼hrende,</span></b><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="Zwischentitel">gegen</p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><a id="Anonym_Ruolo_REKG_1_4_16"><span>Schweizerische Eidgenossenschaft,</span></a><span> <br/> vertreten durch <a id="Anonym_Ruolo_VRTR_2_5_19">das kantonale Steueramt,</a></span></p> <p class="MsoNormal"><a id="BT_Z_PLZ_N"></a><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><b><span>Beschwerdegegnerin,</span></b><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><b><span>betreffend Nachsteuer<br/> (Direkte Bundessteuer 1999−2006),</span></b></p> <p class="Zwischentitel">hat sich ergeben: </p> <p class="Sachverhalt1"><b>I. </b> </p> <p class="Sachverhalt2"><b>A. </b>A deklarierte in den Steuerperioden 1999 bis 2006 eine Darlehensschuld von je Fr. â¦ gegenÃ¼ber fÃ¼nf seiner sechs Kinder, somit total Fr. â¦. Weiter brachte er pro Kind einen Darlehenszins von Fr. â¦, insgesamt Fr. â¦, in Abzug. Nachdem eine Tochter dem Steueramt mit Brief vom 25. Mai 2008 mitgeteilt hatte, dass es sich bei den von ihr bis anhin irrtÃ¼mlicherweise als Darlehen deklarierten BetrÃ¤ge um NutzniessungsbetrÃ¤ge handle, leitete das kantonale Steueramt am 3. Oktober 2008 ein Nachsteuer- und Bussenverfahren wegen des Verdachts auf Unterbesteuerung und SteuerverkÃ¼rzung infolge Nichtdeklaration von VermÃ¶gen aus Nutzniessung und der Deklaration von nicht angefallenen Schuldzinsen ein.</p> <p class="Sachverhalt2"><b>B. </b>Nach erfolgter Untersuchung und GewÃ¤hrung des rechtlichen GehÃ¶rs auferlegte das kantonale Steueramt A â wegen Unterbesteuerung und SteuerverkÃ¼rzung infolge Deklaration einer fiktiven Darlehensschuld und Abzug von fiktiven Darlehenszinsen â mit VerfÃ¼gung vom 1. November 2010 eine Nachsteuer samt Zins von Fr. â¦ fÃ¼r die direkten Bundessteuern 1999 bis 2006 und stellte fest, dass B fÃ¼r die Jahre 2000 bis 2006 solidarisch fÃ¼r den Nachsteuerbetrag hafte. Das Bussenverfahren wurde bis zum rechtskrÃ¤ftigen Abschluss des Nachsteuerverfahrens sistiert.</p> <p class="Sachverhalt1"><b>II. </b> </p> <p class="Urteilstext">Die gegen die NachsteuerverfÃ¼gung erhobene Einsprache vom 5. Dezember 2010 leitete das kantonale Steueramt am 8. Dezember 2010 antragsgemÃ¤ss zur Behandlung als Beschwerde nach Art. 132 Abs. 2 des Bundesgesetzes vom 14. Dezember 1990 Ã¼ber die direkte Bundessteuer (DBG) weiter. Darin liessen die Pflichtigen beantragen, das Nachsteuer- und das Bussenverfahren betreffend die Steuerperioden 1999 bis 2006 einzustellen. Eventualiter seien die Nachsteuergrundlagen insofern zu korrigieren, als die Darlehen nicht doppelt (mit Fr. â¦), sondern nur einfach â mit Fr. â¦ â aufgerechnet und dementsprechend der hypothetische Ertrag von Fr. â¦ eliminiert werde.</p> <p class="Urteilstext">Der PrÃ¤sident der 2. Abteilung forderte die Pflichtigen mit VerfÃ¼gung vom 14. Dezember 2010 dazu auf, innert 20 Tagen von der Zustellung der VerfÃ¼gung an gerechnet die sie allenfalls treffenden Verfahrenskosten durch einen Vorschuss von Fr. â¦ sicherzustellen, ansonsten auf die Beschwerde nicht eingetreten wÃ¼rde. Die Pflichtigen bezahlten die Kaution fristgerecht am 24. Dezember 2010 auf das Konto des Verwaltungsgerichts ein.</p> <p class="Urteilstext">WÃ¤hrend sich die eidgenÃ¶ssische Steuerverwaltung nicht vernehmen liess, schloss das kantonale Steueramt auf Abweisung der Beschwerde. Ãberdies verlangte es eine UmtriebsentschÃ¤digung.</p> <p class="Einzug1"><span>Die Kammer</span><span> erwÃ¤gt:</span></p> <p class="Erwgung1"><b>1. </b> </p> <p class="Urteilstext">Richtet sich eine Einsprache gegen eine einlÃ¤sslich begrÃ¼ndete VeranlagungsverfÃ¼gung, so kann sie mit Zustimmung des Einsprechers und der Ã¼brigen Antragsteller als Beschwerde an die "kantonale Steuerrekurskommission" â im Kanton ZÃ¼rich das Verwaltungsgericht (§ 14 Abs. 2 der Verordnung Ã¼ber die DurchfÃ¼hrung des Bundesgesetzes Ã¼ber die direkte Bundessteuer vom 4. November 1998) â weitergeleitet werden (sog. Sprungbeschwerde; Art. 132 Abs. 2 DBG).</p> <p class="Urteilstext">Die erwÃ¤hnten Voraussetzungen fÃ¼r eine Sprungbeschwerde sind im vorliegenden Fall erfÃ¼llt. Die BeschwerdefÃ¼hrenden beantragten sogar ausdrÃ¼cklich eine Ãberweisung ihrer Einsprache als Sprungbeschwerde an das Verwaltungsgericht. Da auch die Ã¼brigen Prozessvoraussetzungen erfÃ¼llt sind, ist auf die Beschwerde einzutreten, soweit sie sich gegen die NachsteuerverfÃ¼gung vom 1. November 2010 richtet. Nicht eingetreten werden kann hingegen auf das Begehren, das Bussenverfahren betreffend die Steuerperioden 1999−2006 einzustellen, weil das Bussenverfahren nicht Gegenstand dieses Verfahrens bildet.<span class="UrteilstextChar"> Wird mit der Beschwerde die ÃberprÃ¼fung von Busse und Verschulden verlangt (vgl. Art. 182 Abs. 3 in Verbindung mit Art. 140 Abs. 1 DBG), erfolgt dies vielmehr in einem vom Nachsteuerverfahren getrennt verlaufenden Steuerstrafverfahren, auf das </span>die strafprozessualen GrundsÃ¤tze zur Anwendung gelangen (vgl. RB 2000 Nr. 135 mit Hinweisen). Im vorliegenden Fall wurde das Bussenverfahren bis zum rechtskrÃ¤ftigen Abschluss des Nachsteuerverfahrens sistiert.</p> <p class="Erwgung1"><b>2. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>2.1 </b>Ergibt sich aufgrund von Tatsachen oder Beweismitteln, die der SteuerbehÃ¶rde nicht bekannt waren, dass eine Veranlagung zu Unrecht unterblieben oder eine rechtskrÃ¤ftige Veranlagung unvollstÃ¤ndig ist, oder ist eine unterbliebene oder unvollstÃ¤ndige Veranlagung auf ein Verbrechen oder ein Vergehen gegen die SteuerbehÃ¶rde zurÃ¼ckzufÃ¼hren, so wird laut Art. 151 DBG die nicht erhobene Steuer samt Zins als Nachsteuer eingefordert (Abs. 1). Hat der Steuerpflichtige Einkommen, VermÃ¶gen und Reingewinn in seiner SteuererklÃ¤rung vollstÃ¤ndig und genau angegeben und das Eigenkapital zutreffend ausgewiesen und haben die SteuerbehÃ¶rden die Bewertung anerkannt, so kann keine Nachsteuer erhoben werden, selbst wenn die Bewertung ungenÃ¼gend war (Abs. 2).</p> <p class="Erwgung2"><b>2.2 </b>Die Nachsteuererhebung ist nach dieser Ordnung, sofern kein Verbrechen oder Vergehen gegen die SteuerbehÃ¶rde vorliegt, nur dann zulÃ¤ssig, wenn der Steuerausfall darauf zurÃ¼ckzufÃ¼hren ist, dass der Steuerpflichtige â schuldhaft oder schuldlos â seine in Art. 124 ff. DBG geregelten Pflichten zu Deklaration und Beweis rechtserheblicher Tatsa­chen verletzt hat und deswegen von der SteuerbehÃ¶rde nicht oder ungenÃ¼gend veranlagt worden ist. Irrtum der SteuerbehÃ¶rde Ã¼ber den rechtserheblichen Sachverhalt oder falsche Rechtsanwendung kÃ¶nnen nicht zu einer Nachsteuererhebung fÃ¼hren (vgl. RB 2000 Nr. 134; Klaus A. Vallender/Martin E. Looser, in: Martin Zweifel/Peter Athanas [Hrsg.], Kommentar zum Schweizerischen Steuerrecht I/2b, 2. A., Basel etc. 2008, Art. 151 DBG N. 16), denn dies verstiesse gegen das in Art. 9 der Bundesverfassung vom 18. April 1999 (BV) verankerte Gebot von Treu und Glauben (vgl. VGr Genf, 20. September 1994, StE 1995 B 97.3 Nr. 2). FÃ¼r die Erhebung einer Nachsteuer mÃ¼ssen vielmehr neue Tatsachen oder Beweismittel vorliegen, die das Verhalten des Steuerpflichtigen als objektiv gesetzwidrig erscheinen lassen.</p> <p class="Erwgung2">Massgebend fÃ¼r die Beurteilung der Frage, ob der gesetzwidrige Steuerausfall aufgrund neuer Tatsachen oder Beweismittel entdeckt worden sei, ist der Aktenstand im Zeitpunkt der Veranlagung. Tatsachen, die damals aus den Akten nicht ersichtlich waren, gelten als neu, selbst wenn sie die SteuerbehÃ¶rde bei besserer Untersuchung hÃ¤tte erfahren kÃ¶nnen. Denn diese braucht sich zwar nicht auf die Richtigkeit der SteuererklÃ¤rung oder anderer Angaben des Steuerpflichtigen zu verlassen, darf es aber in der Regel ohne Verletzung ihrer Untersuchungspflicht tun. Nur wenn die BehÃ¶rde einen als erheblich erkennbaren, aber offensichtlich noch unklaren oder unvollstÃ¤ndigen Sachverhalt nicht weiter geklÃ¤rt und da­mit ihre Untersuchungspflicht in grober Weise missachtet hat, sind die betreffenden nach­trÃ¤glich festgestellten Tatsachen nicht neu (vgl. Vallender/Looser, Art. 151 DBG N. 10; RB 1994 Nr. 47 = StE 1994 B 97.41 Nr. 7, mit Hinweisen).</p> <p class="Erwgung2"><b>2.3 </b>Nach Art. 153 Abs. 3 DBG gelten die Bestimmungen Ã¼ber die VerfahrensgrundsÃ¤tze, das Veranlagungs- und das Beschwerdeverfahren fÃ¼r das Nachsteuerverfahren sinngemÃ¤ss. Der Steuerpflichtige muss gemÃ¤ss Art. 126 DBG alles tun, um eine vollstÃ¤ndige und richtige Veranlagung zu ermÃ¶glichen. Er muss auf Verlangen der SteuerbehÃ¶rde insbesondere mÃ¼ndlich oder schriftlich Auskunft erteilen und GeschÃ¤ftsbÃ¼cher, Belege und weitere Bescheinigungen sowie Urkunden Ã¼ber den GeschÃ¤ftsverkehr vorlegen. Der Steuerpflichtige, welcher rechtskrÃ¤ftig veranlagt wurde, muss demnach auch im Nachsteuerverfahren an der Ermittlung des Sachverhalts mitwirken und hat der SteuerbehÃ¶rde die entsprechenden Beweise vorzulegen (Vallender/Looser, Art. 151 DBG N. 12 mit Hinweisen; zum kantonalen Recht: vgl. RB 2003 Nr. 99).</p> <p class="Urteilstext">Der Beweis der ungenÃ¼genden Versteuerung ist im Sinn der allgemeinen Beweislastregel (vgl. BGr, 23. Februar 1993, ASA 62 [1993/94], 720 E. 5b; BGE 121 II 257 E. 4c/aa) grundsÃ¤tzlich von der SteuerbehÃ¶rde zu leisten, da sie die steuerbegrÃ¼ndenden und steuermehrenden Tatsachen nachweisen muss (vgl. RB 2003 Nr. 99 = ZStP 2003, 350). Die Anforderungen an die VollstÃ¤ndigkeit der Sachdarstellung der SteuerbehÃ¶rde dÃ¼rfen dabei nicht Ã¼berspannt werden, ist diese doch fÃ¼r die Ermittlung der steuerbegrÃ¼ndenden Tatsachen im Wesentlichen auf die Mitwirkung des Steuerpflichtigen angewiesen. Ist der von der BehÃ¶rde angenommene Sachverhalt aufgrund bestimmter Anhaltspunkte sehr wahrscheinlich, rechtfertigt es sich, dem Steuerpflichtigen fÃ¼r die behauptete gegenteilige Tatsache den Gegenbeweis zu Ã¼berbinden (vgl. RB 1984 Nr. 28 = StE 1984 B 11.1 Nr. 2; BGr, 8. Februar 1991, ASA 60 [1991/92], 408 mit Hinweisen).</p> <p class="Erwgung1"><b>3. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>3.1 </b>In den Schuldenverzeichnissen der bei den Akten liegenden SteuererklÃ¤rungen deklarierten die Pflichtigen Schulden gegenÃ¼ber E, F, G, H und I in der HÃ¶he von je Fr. â¦ sowie Schuldzinsen von je Fr. â¦. In den SteuererklÃ¤rungen 2003 und 2005 bezeichneten sie diese Schulden ausdrÃ¼cklich als "Darlehen". Auf diese Angaben der Pflichtigen durfte sich die VeranlagungsbehÃ¶rde ohne Verletzung ihrer Untersuchungspflicht verlassen, zumal keine hinreichend konkreten Anhaltspunkte dafÃ¼r bestanden, dass es sich hierbei um einen offensichtlich unklaren oder unvollstÃ¤ndigen Sachverhalt handeln kÃ¶nnte (vgl. vorn E. 2.2). Sollten sich die Pflichtigen Ã¼ber die steuerrechtliche Bedeutung dieser RechtsverhÃ¤ltnisse im Unklaren gewesen sein, hÃ¤tten sie dies nicht einfach verschweigen dÃ¼rfen, sondern hÃ¤tten auf die Unsicherheit hinweisen mÃ¼ssen (BGr, 17. Juni 2004, 2A.604/2003, E. 3.3.1 m.w.H.<span>; vgl. auch Martin Zweifel/Hugo Casanova, Schweizerisches Steuerverfahrensrecht, ZÃ¼rich 2008, § 26 Rz. 15</span>). Sogar wenn der Mangel erkennbar gewesen sein sollte, genÃ¼gt dies nicht, um den VeranlagungsbehÃ¶rden ein entsprechendes Wissen anzurechnen. Die Tatsache, dass diesbezÃ¼glich nÃ¤here AbklÃ¤rungen â im Rahmen der Nachforschungen im Veranlagungsverfahren â schon damals hÃ¤tten getroffen werden kÃ¶nnen, hindert die Einleitung eines Nachsteuerverfahrens entgegen der Ansicht der Pflichtigen nicht.</p> <p class="Erwgung2"><b>3.2 </b>Umstritten ist sodann, ob zwischen den Pflichtigen und ihren Kindern ein RechtsverhÃ¤ltnis bestand bzw. besteht, das den Abzug von Schulden im Umfang von Fr. â¦ und Schuldzinsen in der HÃ¶he von Fr. â¦ pro Jahr zuliesse. Nach Ansicht der Pflichtigen handelt es sich hierbei um "Darlehen", die "durch die BegrÃ¼ndung einer Schuld sich selber gegenÃ¼ber (Schuldbekenntnis nach OR 17)" entstanden seien, hÃ¤tten sie doch im Jahr 1983 "an jedes ihrer fÃ¼nf Kinder nach ihrer Absicht durch Schuldbekenntnis nach OR 17 eine Schenkung" ausgerichtet.</p> <p class="Erwgung3"><b>3.2.1 </b>Eine Schenkung liegt vor, wenn vier Elemente erfÃ¼llt sind, nÃ¤mlich die Zuwendung, die Bereicherung aus dem VermÃ¶gen eines anderen, die Unentgeltlichkeit und der Schenkungswille des Zuwendenden (BGE 118 Ia 497 E. 2b; vgl. auch Art. 239 Abs. 1 OR). Gegenstand einer Schenkung kÃ¶nnen neben Fahrnis und GrundstÃ¼cken auch Forderungen oder Rechte sein. BegrÃ¼ndet der Schenker eine Forderung des Beschenkten gegen sich selbst, so ist das (abstrakte) Schuldbekenntnis nach Art. 17 OR ein Schenkungsversprechen (BGE 39 II 85 E. 3; Nedim Peter Vogt, in: Heinrich Honsell/Nedim Peter Vogt/Wolfgang Wiegand [Hrsg.], Basler Kommentar, 4. A., Basel etc. 2007, Art. 239 OR N. 7), weshalb es diesfalls zu seiner GÃ¼ltigkeit der schriftlichen Form bedarf (Art. 243 Abs. 1 OR). Ebenso der schriftlichen Form bedarf das VerfÃ¼gungsgeschÃ¤ft â die Abtretung bzw. Zession â bei einer Schenkung von Hand zu Hand i.S.v. Art. 242 Abs. 1 OR einer (bereits bestehenden) Forderung (Art. 165 Abs. 1 OR).</p> <p class="Urteilstext">Das Bestehen eines schriftlichen Schenkungsversprechens bzw. Schuldbekenntnisses oder einer Zessionsurkunde wurde weder behauptet noch liegt ein entsprechendes SchriftstÃ¼ck bei den Akten. Eine Handschenkung der Geldsumme selbst (und RÃ¼ckgewÃ¤hrung der Summe als Darlehen durch die Kinder) scheidet von vornherein aus, bestreiten die Pflichtigen doch vehement und wiederholt, dass Geld geflossen sei. Wegen Nichteinhaltung der gesetzlichen Formvorschriften ist die Schenkung bzw. sind die Schenkungen nach Art. 11 Abs. 2 OR ungÃ¼ltig.</p> <p class="Erwgung3"><b>3.2.2 </b>GemÃ¤ss Art. 312 OR verpflichtet sich der Darleiher durch den Darlehensvertrag zur Ãbertragung des Eigentums an einer Summe Geldes oder anderen vertretbaren Sachen, der Borger zur RÃ¼ckerstattung von Sachen der nÃ¤mlichen Art in gleicher Menge und GÃ¼te. Da im vorliegenden Fall kein Geld geflossen ist â weder von den Kindern an die Pflichtigen noch umgekehrt â, fragt sich, auf welche Weise die Kinder als Darlehensgeber ihrer AushÃ¤ndigungspflicht nachgekommen sind. Es ist zwar mÃ¶glich, dass bestehende Forderungen in Darlehen umgewandelt werden (sog. Vereinbarungsdarlehen; vgl. Heinz SchÃ¤rer/Benedikt Maurenbrecher, in: Heinrich Honsell/Nedim Peter Vogt/Wolfgang Wiegand [Hrsg.], Basler Kommentar, 4. A., Basel etc. 2007, Art. 312 OR N. 46). Dies bedingt aber, dass solche Forderungen bestehen, d.<span> </span>h. gÃ¼ltig zustande gekommen sind.</p> <p class="Urteilstext">Aus dem Grundsatz der Vertragsfreiheit und der Formfreiheit folgt dabei ohne Weiteres, dass die Parteien, ungeachtet einer wirtschaftlichen Rechtfertigung, formfrei irgendeine Leistungspflicht der einen Partei begrÃ¼nden kÃ¶nnen, sodass eine derartige Pflicht grundsÃ¤tzlich ohne Urkundennachweis besteht und durch die Verurkundung die Rechtslage nicht geÃ¤ndert wird. Nur indirekt ergibt sich â wie oben dargelegt (E. 3.2.1) â aus der schenkungsrechtlichen Vorschrift von Art. 243 Abs. 1 OR, dass die ohne wirtschaftlichen Grund, damit aber unentgeltlich, d.<span> </span>h. schenkungsweise erfolgende SchuldbegrÃ¼ndung der Schriftform bedarf (vgl. Eugen Bucher, Schweizerisches Obligationenrecht, Allgemeiner Teil, 2. A., ZÃ¼rich 1988, S. 60). Daran Ã¤ndert auch nichts, dass das Schuldbekenntnis nach Art. 17 OR abstrakt, d.h. ohne Angabe des zugrundeliegenden RechtsverhÃ¤ltnisses, gÃ¼ltig ist. Denn letztlich ist auch das abstrakte Schuldbekenntnis insoweit kausal, als es keine Rechtswirkungen zeitigt, wenn die ihm zugrundeliegende Forderung nicht besteht oder nicht durchsetzbar ist. Nach dem wohl Ã¼berwiegenden Teil der Lehre bewirkt es nÃ¤mlich lediglich die Umkehr der Beweislast zulasten des die Schuld bestreitenden Schuldners (vgl. BGE 131 III 268 E. 3.2 = Pra 95 [2006] Nr. 19 m.w.H.). Selbst wenn man die Auffassung vertrÃ¤te, das Schuldbekenntnis nach Art. 17 OR sei im materiellen Sinn vÃ¶llig abstrakt, d.h. losgelÃ¶st vom GrundverhÃ¤ltnis, wÃ¼rde dies â zwischen den beteiligten Parteien â zu denselben praktischen Ergebnissen fÃ¼hren, weil bei MÃ¤ngeln des GrundverhÃ¤ltnisses kondiziert werden kÃ¶nnte (vgl. Ingeborg Schwenzer, in: Heinrich Honsell/Nedim Peter Vogt/Wolfgang Wiegand [Hrsg.], Basler Kommentar, 4. A., Basel etc. 2007, Art. 17 OR N. 13 m.w.H.). GegenÃ¼ber der SteuerbehÃ¶rde sind die Pflichtigen ohnehin aufgrund ihrer Mitwirkungspflicht (siehe vorn E. 2.3) gehalten, Ã¼ber das zugrunde liegende RechtsverhÃ¤ltnis Auskunft zu erteilen.</p> <p class="Urteilstext">Vorliegend haben die Pflichtigen als Rechtsgrund "Schenkungen" durch "Schuldbekenntnisse" geltend gemacht. Andere RechtsgrÃ¼nde fÃ¼r das Bestehen von Forderungen der Kinder gegenÃ¼ber den Pflichtigen sind weder ersichtlich noch werden sie angefÃ¼hrt. Da das Schuldbekenntnis nach Art. 17 OR selbst keinen Einfluss auf das materielle Bestehen der zugrunde liegenden Forderung hat und die "Schenkungen" durch "Schuldbekenntnisse" an die Kinder wegen der Nichteinhaltung der Formvorschriften ungÃ¼ltig sind (vgl. E. 3.2.1), bestanden keine Forderungen der Kinder gegenÃ¼ber den Pflichtigen, die in Darlehensforderungen hÃ¤tten umgewandelt werden kÃ¶nnen. Dies wiederum hat zur Konsequenz, dass keine gÃ¼ltigen DarlehensvertrÃ¤ge zustande kamen.</p> <p class="Urteilstext">An dieser Schlussfolgerung Ã¤ndern auch die nachtrÃ¤glich im Jahr 2009 erstellten schriftlichen DarlehensvertrÃ¤ge sowie die Tatsache, dass sich die Pflichtigen und die Kinder einig sind, dass DarlehensvertrÃ¤ge vorlÃ¤gen, nichts. Denn DarlehensvertrÃ¤ge sind auch mÃ¼ndlich gÃ¼ltig, wie die Pflichtigen selbst zu Recht geltend machen, und fÃ¼r die Beurteilung eines Vertrages sowohl nach Form als auch nach Inhalt ist nicht die (fehlerhafte) Bezeichnung massgebend, die von den Parteien aus Irrtum oder in der Absicht verwendet wurde, die wahre Beschaffenheit des Vertrages zu verbergen (Art. 18 Abs. 1 OR). </p> <p class="Urteilstext">Da keine weiteren RechtsverhÃ¤ltnisse auszumachen sind, fehlt es somit an einer Grundlage fÃ¼r die AbzugsfÃ¤higkeit der geltend gemachten Schulden und Schuldzinsen. Daher erÃ¼brigt sich die PrÃ¼fung der Voraussetzungen der Steuerumgehung.</p> <p class="Erwgung2"><b>3.3 </b>Schliesslich sind der beim VermÃ¶gen aufzurechnende Betrag und folglich der sich daraus ergebende hypothetische Ertrag aus nicht deklariertem VermÃ¶gen umstritten. Die Vorinstanz argumentiert, dass sich das VermÃ¶gen der Pflichtigen durch die "Schenkung" des VermÃ¶gens an die Kinder um den geschenkten Betrag (Fr. ...) reduziert habe und durch die Wiederaufnahme als "Darlehen" eine Schuld geschaffen worden sei, die vom (durch die Schenkung bereits reduzierten) VermÃ¶gen abgezogen werden kÃ¶nne. Dadurch habe sich das VermÃ¶gen beim Pflichtigen um insgesamt Fr. â¦ reduziert, denn statt Fr. â¦ zusÃ¤tzliches VermÃ¶gen zu versteuern, habe er von seinem BasisvermÃ¶gen Fr. â¦ abgezogen. Die Pflichtigen erachten diese "doppelte Aufrechnung der Schulden [â¦] aus keiner Sicht [fÃ¼r] nachvollziehbar und wirtschaftlich unhaltbar". </p> <p class="Urteilstext">Um den beim VermÃ¶gen aufzurechnenden Betrag zu ermitteln, mÃ¼sste die VermÃ¶genssituation der Pflichtigen vor und nach der Deklaration der Darlehen verglichen werden. Folgt man nÃ¤mlich der Sachdarstellung der Pflichtigen, wonach durch das (formungÃ¼ltige) Schuldbekenntnis bzw. Schenkungsversprechen kein Geld aus dem VermÃ¶gen der Pflichtigen abgeflossen, sondern lediglich eine Schuld gegenÃ¼ber den Kindern begrÃ¼ndet worden sei, die alsdann in eine Darlehensforderung umgewandelt worden sei, so wÃ¤ren nicht Fr. ..., sondern nur Fr. â¦ aufzurechnen.</p> <p class="Urteilstext">Aufgrund der vorhandenen Akten ist ein Vergleich des VermÃ¶gens vor und nach der Deklaration der Darlehen nicht mÃ¶glich. Das kantonale Steueramt hat keinen solchen VermÃ¶gensvergleich vorgenommen, was es daher in einem zweiten Rechtsgang nachzuholen hat.</p> <p class="Urteilstext">Demzufolge ist die Beschwerde teilweise gutzuheissen und zur weiteren Untersuchung sowie zur AusfÃ¤llung eines neuen Einspracheentscheids im Sinn der ErwÃ¤gungen an das kantonale Steueramt zurÃ¼ckzuweisen.</p> <p class="Erwgung1"><b>4. </b> </p> <p class="Urteilstext">Da die BeschwerdefÃ¼hrenden mit ihren HauptantrÃ¤gen bezÃ¼glich der Einstellung des Nachsteuerverfahrens unterliegen und der Ausgang des Verfahrens lediglich in Bezug auf die HÃ¶he des beim VermÃ¶gen aufzurechnenden Betrags bzw. des hypothetischen VermÃ¶gensertrags noch unentschieden ist, rechtfertigt es sich, die Gerichtskosten zu 5/6 den BeschwerdefÃ¼hrenden und zu 1/6 der Beschwerdegegnerin aufzuerlegen (Art. 144 Abs. 1 in Verbindung mit Art. 145 Abs. 2 DBG). Partei- bzw. UmtriebsentschÃ¤digungen sind keine zuzusprechen <span>(Art. 144 Abs. 4 DBG in Verbindung mit Art. 64 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 Ã¼ber das Verwaltungsverfahren und Art. 8 Abs. 5 der Verordnung vom 10. September 1969 Ã¼ber Kosten und EntschÃ¤digungen im Verwaltungsverfahren [SR 172.041.0])</span>.</p> <p class="Einzug1"><span>DemgemÃ¤ss erkennt <span>die Kammer</span>:</span></p> <p class="Einzug2"><span>1. Die Beschwerde wird teilweise gutgeheissen, soweit darauf eingetreten wird. Die Sache wird zur weiteren Untersuchung und zum Neuentscheid im Sinn der ErwÃ¤gungen an das kantonale Steueramt, Dienstabteilung Spezialdienste, zurÃ¼ckgewiesen.</span></p> <p class="Einzug2"><span>2. Die GerichtsgebÃ¼hr wird festgesetzt auf <br/> Fr. 8'000.--; die Ã¼brigen Kosten betragen:<br/> Fr. 100.-- Zustellkosten,<br/> Fr. 8'100.-- Total der Kosten.</span></p> <p class="Einzug2"><span>3. Die Gerichtskosten werden den BeschwerdefÃ¼hrenden je zu 5/12, unter solidarischer Haftung fÃ¼r 5/6 der Kosten, und der Beschwerdegegnerin zu 1/6 auferlegt.</span></p> <p class="Einzug2"><span>4. Eine Umtriebs- oder ParteientschÃ¤digung wird nicht zugesprochen.</span></p> <p class="Einzug2"><span>5. Gegen dieses Urteil kann Beschwerde in Ã¶ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten nach Art. 82 ff. des Bundesgerichtsgesetzes erhoben werden. Die Beschwerde ist innert 30 Tagen, von der Zustellung an gerechnet, beim Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, einzureichen.</span></p> <p class="Einzug2"><span>6. Mitteilung an:<br/> a) die Parteien;<br/> b) das Sekretariat der GeschÃ¤ftsleitung des kantonalen Steueramts;<br/> c) die EidgenÃ¶ssische Steuerverwaltung.</span></p> <p class="MsoNormal"><span>Im Namen des Verwaltungsgerichts</span></p> <p class="MsoNormal"><span>Der Vorsitzende: Die Gerichtsschreiberin:</span></p> <p class="Urteilstext"> </p> <p class="Urteilstext"> </p> <p class="Urteilstext"> </p> <p class="Urteilstext"> </p> <p class="Urteilstext">Versandt:</p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>