<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="cell small-12 contentContainer printArea"> <b><font face="RotisSansSerif ExtraBold" size="4">IV.2007.01267</font></b><br/> <b><font face="RotisSansSerif ExtraBold" size="4"> </font></b><br/> <font face="RotisSansSerif ExtraBold" size="6">Sozialversicherungsgericht</font><br/> <font face="RotisSansSerif ExtraBold" size="6">des Kantons Zürich</font><br/> <br/> <font size="4">IV. Kammer</font><br/> <br/> <font size="4">Sozialversicherungsrichter Engler, Vorsitzender</font><br/> <font size="4">Sozialversicherungsrichter Hurst</font><br/> <font size="4">Sozialversicherungsrichterin Weibel-Fuchs</font><br/> <font size="4">Gerichtssekretär Brügger</font><br/> <br/> <b><font face="RotisSansSerif" size="5">Urteil vom 29. Oktober 2008</font></b><br/> <br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">in Sachen</font><br/> <br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">X.___</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4"> </font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">Beschwerdeführer</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4"> </font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">gesetzlich vertreten durch die Mutter Y.___</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4"> </font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4"> </font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">diese vertreten durch Rechtsanwalt Dominique Chopard</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">Werdstrasse 36, 8004 Zürich</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4"> </font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">gegen</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4"> </font><br/> <font face="RotisSansSerif ExtraBold" size="4">Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">Beschwerdegegnerin</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4"> </font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4"> </font> <p><font size="4"> </font> </p><p><font size="4"> </font> </p><p><font size="4"> </font> </p><p><font size="4"> </font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">Nachdem die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, mit Verfügung vom 18. September 2007 den Anspruch des X.___, geboren 1992, auf Berufsberatung abgewiesen hat, da er aus ärztlicher Sicht nur unwesentlich bei der Berufswahl eingeschränkt sei, insbesondere die minimale Funktionseinschränkung im Bereich der linken Hand kein IV-relevanter Gesundheitsschaden darstelle (Urk. 2),</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">nach Einsicht in die Beschwerde vom 27. September 2007, mit welcher der Beschwerdeführer durch seine Mutter, Y.___, die Aufhebung der angefochtenen Verfügung und die Gewährung von Berufsberatung durch die Invalidenversicherung beantragt hat (Urk. 1), und in die auf Abweisung der Beschwerde schliessende Beschwerdeantwort der Beschwerdegegnerin vom 9. November 2007 (Urk. 5),</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">in Erwägung,</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">dass gemäss Art. 15 des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG) Versicherte, die infolge Invalidität in der Berufswahl oder in der Ausübung ihrer bisherigen Tätigkeit behindert sind, Anspruch auf Berufsberatung haben,</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">dass der Leistungsanspruch voraussetzt, dass die versicherte Person an sich zur Berufswahl oder zur beruflichen Neuorientierung fähig ist, infolge ihres Gesundheitszustandes aber darin behindert ist, weil die Kenntnisse über Neigungen, berufliche Fähigkeiten und Möglichkeiten nicht ausreichen, um einen der Behinderung angepassten Beruf wählen zu können (ZAK 1977 S. 191 Erw. 2; Urteil des Eidgenössischen Versicherungsgerichtes in Sachen A. vom 15. Februar 2000, I 431/99),</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">dass jede körperliche oder psychische Beeinträchtigung in Betracht fällt, die den Kreis der für die versicherte Person nach ihrer Eignung und Neigung möglichen Berufe oder Betätigungen einengt oder die Ausübung der bisherigen Aufgabe unzumutbar macht, wobei geringste Behinderungen ausgeschlossen sind, die keine nennenswerte Beeinträchtigung zur Folge haben und deshalb die Inanspruchnahme der Invalidenversicherung nicht rechtfertigen (BGE 114 V 29 f. Erw. 1a mit Hinweisen),</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">dass der Beschwerdeführer laut Arztbericht von Dr. med. C.___, Chirurgie FMH, speziell Handchirurgie, vom 11. Dezember 2006 (Urk. 6/40/3) unter einem Status nach Amputationsverletzung Dig. IV und V links sowie einer Verletzung des ulnaren Digitalnerven Dig. III leidet, nachdem er im Alter von 4 1/2 Jahren mit der linken Hand unter einen laufenden Rasenmäher gegriffen hatte, </font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">dass gemäss Dr. C.___ der Beschwerdeführer einerseits über brennende Schmerzen im Bereiche des Mittelfingers klage, es andererseits bei kalten Temperaturen zu einer lividen Verfärbung der Finger IV sowie V komme und die Handfunktion daneben natürlicherweise beeinträchtigt sei, indessen der Endzustand erreicht sei und keine chirurgischen Verbesserungsmöglichkeiten mehr bestünden,</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">dass Dr. med. D.___, Allgemeine Medizin FMH, in seinem Arztbericht vom 17. Mai 2007 (Urk. 6/53/5) ausführte, die Funktion der linken Hand sei wesentlich eingeschränkt, grobmanuelle Arbeiten seien damit sicher unmöglich und leichtere Arbeiten nur mit gewissen Einschränkungen, wobei dies nicht genau beurteilt werden könne,</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">dass Dr. D.___ auch nicht beurteilen konnte, was nach einer Ausbildungs- und Trainingsphase an manuellen Tätigkeiten möglich ist, er aber darauf hinwies, dass die intellektuellen Ressourcen des Beschwerdeführers knapp sein dürften wie auch die familiären Ressourcen in Bezug auf eine konstruktive Verarbeitung der Frage nach Verantwortlichkeit, Schuld und Leistungsanspruch, </font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">dass Dr. med. E.___ vom Regionalen Ärztlichen Dienst (RAD) der Beschwerdegegnerin unter diesen Umständen in seiner Stellungnahme vom 9. Juli 2007 zu Recht zum Ergebnis gekommen ist, dass beim Beschwerdeführer nur eine minimale Funktionseinschränkung im Bereich der linken Hand resultiere, welche keinen IV-relevanten Gesundheitsschaden bedinge (Urk. 6/61/2), </font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">dass dem Beschwerdeführer der Gebrauch seiner linken Hand tatsächlich noch in einem weitgehenden Ausmass möglich ist und ihm zwar nicht mehr die ganze, aber immer noch eine breite Palette an möglichen Berufen offen steht, </font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">dass der Unfall schon im frühen Alter von 4 1/2 Jahren stattgefunden hat, womit sich der Beschwerdeführer weitgehend an die vorhandenen Einschränkungen gewöhnen und diese kompensieren konnte, </font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">dass beim Beschwerdeführer insbesondere auch die Kenntnisse über Neigungen, berufliche Fähigkeiten und Möglichkeiten gesundheitsbedingt in keiner Art und Weise eingeschränkt sind, womit die in zahlreichem Mass ausserhalb der Invalidenversicherung zur Verfügung stehenden Berufsberatungsmöglichkeiten als ausreichend erscheinen, um für ihn einen passenden Beruf zu finden, </font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">dass die Beschwerdegegnerin somit einen Leistungsanspruch des Beschwerdeführers zu Recht verneint hat, was zur Abweisung der Beschwerde führt, </font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">dass die Gerichtskosten in Höhe von Fr. 600.- ausgangsgemäss dem Beschwerdeführer aufzuerlegen sind,</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4"> </font><br/> <font face="RotisSerif" size="4"> </font><br/> <b><font face="RotisSansSerif" size="5">erkennt das Gericht:</font></b><br/> <br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">1. Die Beschwerde wird abgewiesen.</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">2. Die Gerichtskosten von Fr. 600.-- werden dem Beschwerdeführer auferlegt. Rechnung und Einzahlungsschein werden dem Kostenpflichtigen nach Eintritt der Rechtskraft zugestellt.</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">3. Zustellung gegen Empfangsschein an:</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">- Rechtsanwalt Dominique Chopard</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">- Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">- Bundesamt für Sozialversicherungen</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">sowie an:</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">- Gerichtskasse (im Dispositiv nach Eintritt der Rechtskraft)</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">4. Gegen diesen Entscheid kann innert </font><b><font face="RotisSansSerif" size="4">30 Tagen</font></b><font face="RotisSansSerif" size="4"> seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundesgesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 15. Juli bis und mit 15. August sowie vom 18. Dezember bis und mit dem 2. Januar (Art. 46 BGG).</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4"> Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzustellen.</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4"> Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismittel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat (Art. 42 BGG).</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4"> </font> </p></div></body></html>