<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="cell small-12 contentContainer printArea"> <div><table><tr><td><p class="Normal Heading1"><span id="_GoBack"></span><span class="Normal Heading1">Sozialversicherungsgericht</span></p><p class="Normal Heading1"><span class="Normal Heading1">des Kantons Zürich</span></p></td><td><p class="Normal Heading1"></p></td></tr></table><p><span>IV.2017.00163</span></p><p><br/></p><p><br/></p><p>II. Kammer</p><p>Sozialversicherungsrichter Mosimann, Vorsitzender<br/>Sozialversicherungsrichterin Fehr<br/>Ersatzrichterin Romero-Käser<br/>Gerichtsschreiberin Tiefenbacher</p><p class="Normal Heading2"><span class="Normal Heading2">Urteil vom 7. Mai 2018</span></p><p class="Normal StandardEinzug"><span class="Normal StandardEinzug">in Sachen</span></p><p class="Normal StandardFett RubrumFett"><span class="Normal StandardFett RubrumFett">X.___</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Beschwerdeführer</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">vertreten durch Rechtsanwältin Christine Fleisch</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Meier Fingerhuth Fleisch Häberli, Rechtsanwälte</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Lutherstrasse 36, 8004 Zürich</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">gegen</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardFett RubrumFett"><span class="Normal StandardFett RubrumFett">Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Beschwerdegegnerin</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p><br/></p><p></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Sachverhalt:</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">X.___, geboren 1956, zuletzt von 9. Januar 2001 bis 30. November 2003 (letzter effektiver Arbeitstag: 30. November 2003) als Lagermitarbeiter angestellt gewesen, meldete sich erstmals am 16. September 2003 bei der Invaliden</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">versicherung zum Leistungsbezug an (Urk. 7/2). Gestützt auf ihre medizinischen und erwerblichen Abklärungen sprach ihm die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, mit Einspracheentscheid vom 18. April 2006 bei einem Invaliditätsgrad von 44 % ab 1. Mai 2003 eine Viertelsrente und bei Vorliegen eines Härtefalls eine halbe Rente vom 1. Mai bis 31. Dezember 2003 zu (Urk. 7/49). Diese Rentenzusprache wurde vom Gericht mit Urteil vom 4. Septem</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ber 2007 im Prozess Nr. IV.2006.00459 bestätigt (Urk. 7/77).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Im Zuge eines am 28. Dezember 2007 (Urk. 7/78) eingeleiteten Revisions</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">verfahrens erhöhte die IV-Stelle die Rente gestützt auf ihre medizinischen Abklä</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rungen und nach durchgeführtem Vorbescheidverfahren mit Verfügung vom 19. März 2009 ab Dezember 2007 auf eine Dreiviertelsrente (Urk. 7/105).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Am 19. August 2009 leitete die IV-Stelle erneut ein amtliches Revisions</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">verfah</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ren ein (Urk. 7/109), in dessen Verlauf sie beim Y.___ das interdisziplinäre Gutachten vom 28. Dezember 2010 (Urk. 7/125) einholte. Gestützt darauf kündigte sie dem Versicherten mit Vorbescheid vom 19. Oktober 2011 die Herabsetzung der Rente auf eine Viertelsrente an (Urk. 7/134). Nachdem der Versicherte hiergegen am 14. November 2011 Ein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">wände erhoben hatte (Urk. 7/136; Ergänzungen vom 16. Januar 2012, Urk. 7/139, und 22. Oktober 2012, Urk. 7/154), gab die IV-Stelle beim Y.___ erneut eine interdisziplinäre Begutachtung in Auftrag (Gutachten vom 24. Febru</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ar 2014, Urk. 7/173). Nach einem stationären Aufenthalt des Versicher</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ten in einer psychiatrischen Klinik holte die IV-Stelle beim Y.___ das psychiatrische Gutachten vom 20. Oktober 2015 (Urk. 7/214) ein. Dazu nahm der Versicherte am 4. und 8. Januar 2016 Stellung (Urk. 7/219-220). Mit Vor</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">bescheid vom 10. August 2016 stellte die IV-Stelle dem Versicherten die Einstellung der Invalidenrente in Aussicht (Urk. 7/235). Dagegen erhob dieser am 13. September 2016 Einwände (Urk. 7/239), worauf die IV-Stelle am 5. Januar 2017 die Renteneinstellung verfügte (Urk. 7/253 = Urk. 2).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Gegen die Verfügung vom 5. Januar 2017 (Urk. 2) erhob der Versicherte am 5. Februar 2017 Beschwerde und beantragte deren Aufhebung und die Weiter</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ausrichtung der Dreiviertelsrente. Im Eventualantrag ersuchte er um Ausric</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">h</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tung einer Viertelsrente (Urk. 1). Mit Beschwerdeantwort vom 15. März 2017 schloss die IV-Stelle auf Abweisung der Beschwerde (Urk. 6). Am 4. April 2017 ersuchte das Gericht das Y.___ um eine ergänzende Stellungnahme (Urk. 8), welche am 9. Mai 2017 erstattet wurde (Urk. 11). Der Beschwerdeführer nahm dazu am 6. Oktober 2017 Stellung (Urk. 17), wohingegen die Beschwerde</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">geg</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nerin auf eine Stellungnahme sowohl zur Eingabe des Y.___ als auch zu der</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">jenigen des Beschwerdeführers verzichtete (vgl. Urk. 15 und Urk. 22).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Das Gericht zieht in Erwägung:</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Ändert sich der Invaliditätsgrad einer Rentenbezügerin oder eines Rentenbezügers erheblich, so wird die Rente von Amtes wegen oder auf Gesuch hin für die Zukunft entsprechend erhöht, herabgesetzt oder aufgehoben (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">17 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Abs. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts, </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ATSG). Anlass zur Rentenrevision gibt jede wesentliche Änderung in den tatsächlichen Verhältnissen, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit den Rentenanspruch zu beeinflussen. Insbesondere ist die Rente nicht nur bei einer wesentlichen Änderung des Gesundheitszustandes, sondern auch dann revidier</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">bar, wenn sich die erwerblichen Auswirkungen des an sich gleich gebliebenen Gesundheitszustandes erheblich verändert haben (BGE 130 V 343 E.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3.5 mit Hinweisen). Eine Veränderung der gesundheitlichen Verhältnisse liegt auch bei gleich gebliebener Diagnose vor, wenn sich ein Leiden in seiner Intensität und in seinen Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit verändert hat (Urteile des Bundesgerichts 9C_261/2009 vom 1</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Mai</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">2009 E.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1.2 und I 212/03 vom 28. August 2003 E. 2.2.3). Dagegen stellt die bloss unterschiedliche Beurteilung der Auswirkungen eines im Wesentlichen unverändert gebliebenen Gesund</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">heits</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">zustandes auf die Arbeitsfähigkeit für sich allein genommen keinen Revisionsgrund im Sinne von </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">17 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Abs. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1 ATSG dar. Zeitliche Vergleichsbasis für die Beurteilung einer anspruchserheblichen Änderung des Invaliditätsgrades bilden die letzte rechtskräftige Verfügung oder der letzte rechtskräftige Einspra</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">cheentscheid, welche oder welcher auf einer materiellen Prüfung des Renten</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">anspruchs mit rechtskonformer Sachverhaltsabklärung, Beweiswürdigung und Invaliditätsbemessung beruht (BGE 133 V 108; vgl. auch BGE 130 V 71 E. 3.2.3; Urteil des Bundesgerichts 9</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">C_438/2009 vom 26. März 2010 E. 2.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1 mit Hin</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">weisen).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im Be</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">schwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gegebe</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">nenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeits</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">unfähig ist (BGE 125 V 256 E. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4). Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten Person no</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ch zugemutet werden können (BGE 125 V 256 E. 4 mit Hinweisen; AHI 2002 S. 70 E. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4b/cc).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Berichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vor</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">akten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuch</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tet und ob die Schlussfolgerungen in der Expertise begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Beschwerdegegnerin begründete die Rentenaufhebung damit (Urk. 2), dass eine Verbesserung des Gesundheitszustandes vorliege und dem Beschwerde-führer seit Dezember 2013 angepasste Tätigkeiten zu 100 % zumutbar seien (S. 2 oben).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Der Beschwerdeführer wandte dagegen im Wesentlichen ein (Urk. 1), bezüglich der rheumatologischen Befunde liege keine Verbesserung vor, sondern die Gut</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">achter des Y.___ hätten den gleichen Sachverhalt anders beurteilt als die Vor</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gutachter (S. 10 Ziff. 11). Die psychiatrischen und neuropsychologischen Abklärungen bewiesen eine seit der Zusprache der Dreiviertelsrente bestehende depressive Störung (S. 14 Ziff. 13). Anhand der somatischen und psycho</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">pathologischen Befunde sei erwiesen, dass keine Zustandsverbesserung eingetreten sei. Die unterschiedliche Beurteilung eines im Wesentlichen gleich gebliebenen Zustandes sei im Rahmen der Revision unbeachtlich, weshalb der Anspruch auf eine Dreiviertelsrente weiterhin ausgewiesen sei (S. 15 Ziff. 14). </span></p><p></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Streitig und zu prüfen ist, ob sich der Gesundheitszustand des Beschwerde</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">führers seit der Zusprache der Dreiviertelsrente am 19. März 2009 derart ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">bessert hat, so dass kein Anspruch mehr auf eine Invalidenrente besteht. Damals ging die Beschwerdegegnerin davon aus, dass sich in somatischer Hinsicht keine wesentliche Veränderung des Gesundheitszustandes seit dem 18. April 2006 ergeben habe, und nahm die Verschlechterung des Gesundheitsschadens allein aufgrund der psychiatrischen Beschwerden an (vgl. Feststellungsblatt vom 24. Juli 2008, Urk. 7/89 S. 2).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Der frühere Gesundheitszustand des Beschwerdeführers ergibt sich aus den folgenden ärztlichen Beurteilungen:</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3.2</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3.2.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die Gutachter der Z.___ stellten im Gutachten vom 6. Juni 2005 folgende Diagnosen (Urk. 7/31 S. 22 Ziff.4):</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">chronisches lumbospondylogenes Syndrom rechts mit/bei:</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">breitbasiger mediolateral rechtsseitiger Diskusprotrusion L4/5 mit wahrscheinlich Behinderung des Abgangs der Nervenwurzel L5 intra</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">spinal, Discopathie L3/4</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">intermittierendem lumboradikulären Reiz- und sensiblem Ausfalls-syn</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">drom L5 rechts und L3/4 links</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">rechtskonvexer Skoliose und muskulärer Dysbalance mit/bei:</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">Beinlängendifferenz 1 Zentimeter rechts gegenüber links mit Beckenschiefstand rechts</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">Symptomausweitung und Selbstlimitierung</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">Differenzialdiagnose: anhaltende somatoforme Schmerzstörung</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">chronisches Cervicobrachialsyndrom links</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">ohne fassbare Strukturpathologie</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Aufgrund der klinischen Untersuchung, der vorhandenen Strukturpathologie im Bereich der Lendenwirbelsäule mit Discopathie und der nun vorliegenden Deko</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">nditionierung, aber auch aufgrund der somatoformen Schmerzausweitung erachteten die Gutachter eine 50%ige Arbeitsfähigkeit für körperlich leichte Tätigkeiten als maximales Pensum. Eine Steigerung der Arbeitsfähigkeit im Rahmen eines therapeutischen Belastungsaufbaus habe nicht erreicht werden können (Urk. 7/31 S. 22 Ziff. 5). Das Aufbringen des Willens für das postulierte 50%ige Restpensum entspreche daher auch dem, was vom Beschwerdeführer im Sinne der Schadenminderungspflicht als Einsatz bei der Überwindung seines Leidens beziehungsweise seiner wirtschaftlichen Situation gefordert werden könne (Urk. 7/31 S. 23 unten).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3.2.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">In der ergänzenden Stellungnahme vom 19. September 2005 (Urk. 7/36) führten die Gutachter aus, auch ohne Berücksichtigung der im Gutachten vom 6. Juni 2005 aufgeführten Symptomausweitung, der wiederholt dokumentierten Selbst</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">limi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tation beziehungsweise einer ebenfalls im Gutachten aufgeführten differen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tialdiagnostisch nebst den degenerativen Veränderungen möglichen anhaltenden somatoformen Schmerzstörung und der Dekonditionierung sei eine höhere Arbeitsfähigkeit in qualitativer und quantitativer Hinsicht nicht gegeben.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Dr. med. A.___, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, nannte im Bericht vom 14. Februar 2008 (Urk. 7/81) bei den bekannten somatischen Diag</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">nosen rezidivierende depressive Episoden mit somatischen Symptomen, mittel</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gradig, bestehend seit 2006 (Ziff. 2.1 S. 1). Der Beschwerdeführer sei psy</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">chomotorisch etwas verlangsamt, bewege sich mit Vorsicht (auch ausserhalb der Praxis) und sitze verkrampft. Er spreche wenig spontan und beklage sich über starke Schmerzen, die ein normales Leben verunmöglichten. Eine Gedächt</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">nis</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">schwäche habe anhand der klinischen Prüfung nicht bestätigt werden können und sei als subjektive Störung zu interpretieren. Bei der Prüfung der Aufmerk</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">samkeit und Konzentration mache der Beschwerdeführer wiederholte Fehler in der Mitte der Subtraktion (100 minus 7 usw.), was für eine mittlere Störung </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">spreche. Das formale Denken sei eingeengt auf Schmerzen. Es seien keine inhalt</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">liche Störung, keine Zwangssymptome oder Phobien und keine Sinnes</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">täuschungen beziehungsweise Wahnsymptome zu beobachten. Die Grundstim</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">mung sei mässig depressiv, der Beschwerdeführer erlebe die invalidisierenden Schmer</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">zen als Kränkung. Früher sei er sportlich sehr aktiv (Fussballspieler und Jungend</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">trainer) gewesen, habe aber das Interesse dafür verloren und schaue sogar im Fernsehen nur selten Spiele. Er habe Durchschlafstörungen, der Appetit sei eher schlecht, er müsse sich zum Essen zwingen (Ziff. 4.5 S. 2). Seit Dezember 2004 habe eine 50%ige Arbeitsunfähigkeit bestanden, seit Januar 2007 bestehe eine solche von 65 % (Ziff. 3 S. 2).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3.4</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Dr. med. B.___, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin und für Kar</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">dio</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">logie, diagnostizierte im Bricht über die kardiologische Abklärung vom 24. Juni 2008 (Urk. 7/117/5) Folgendes (S. 1):</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">koronare Herzkrankheit</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">akuter inferoposteriorer Myokardinfarkt mit erfolgreicher Strepto</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">ki</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">nase-Lyse März 2008</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">elektive Koronarangiographie April 2008</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Hypercholesterinämie</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Status nach Nikotinabusus, seit März 2008 sistiert</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">dilatative Aortopathie</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">leichtgradig dilatierte Aortenwurzel (43 mm) und Aorta ascendens (41 mm)</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Drei Monate nach erlittenem Myokardinfarkt als Erstmanifestation einer koro</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">naren Herzkrankheit weise der Beschwerdeführer ein exzellentes Verlaufs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">resul</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tat auf. Weder im Ruhe-EKG noch echokardiographisch könnten Residuen des stattgehabten Myokardinfarktes nachgewiesen werden. Bei den seit dem Ereig</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">nis wiederholt beklagten belastungsunabhängig manifesten Thoraxschmerzen handle es sich um funktionelle Beschwerden mit begleitenden Hyperventila</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tions</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">symptomen. Als Zufallsbefund habe eine leichtgradige Dilatation der Aortenwurzel wie auch der Aorta ascendens nachgewiesen werden können. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Der aktuelle Gesundheitszustand stellt sich folgendermassen dar:</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Dr. med. C.___, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin, diagnostizierte im Bericht vom 4. September 2009 (Urk. 7/112/5) eine chronische Lumboischialgie bei Diskushernie L5, eine koronare Herzkrankheit mit Status nach inferio</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">pos</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">te</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">riorem Myokardinfarkt am 1. März 2008 sowie einen Verdacht auf PAVK rechts. Nach dem Myokardinfarkt habe sich der Beschwerdeführer nur schleppend erholt. Aufgrund der chronischen Lumboischialgie habe er wiederholt die Rheu</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">matologin aufgesucht und habe regelmässig Physiotherapie erhalten. Diesbe</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">züglich sei der Zustand unverändert mit starker Einschränkung der Mobilität, insbesondere langes Stehen, Gehen oder Sitzen sei nicht möglich. Bezüglich der kardiopulmonalen Situation sei er kompensiert, jedoch körperlich wenig belast</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">bar. Aufgrund der rheumatologischen und kardiologischen Situation bestehe eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit in jeder Tätigkeit.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Dr. med. D.___, Fachärztin für Physikalische Medizin und Rehabili</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tation, stellte im Bericht vom 4. September 2009 (Urk. 7/113) folgende Diag</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">no</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sen (Ziff. 1.1 S. 2):</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">chronisches lumboradikuläres Reizsyndrom mit sensiblem Ausfall L5 und S1 rechts bei bilateraler Discushernie L4/5 mit geringer L5-Nerven</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">wurzel</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">kom</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">pression beidseits, Retrolisthesis LWK4 und Sacralisation LWK5, mediane Protrusionen L3/4 und L4/5</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">chronisches Cervicovertebralsyndrom bei Fehlhaltung und Fehlbelastung der Wirbelsäule</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">koronare Herzkrankheit, Status nach inferoposteriorem Myocardinfarkt</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">dilatative Aortopathie</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">chronische Periarthropathia humeroscapularis polytendinotica beidseits, links</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">betont</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">arterielle Hypertonie</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die Lumbalgien/Lumboischialgien seien chronifiziert bei recht fortgeschrittenen degenerativen Veränderungen der distalen/lumbalen Segmente mit persistie</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ren</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">den Dysästhesien in beiden Beinen, vor allem rechts, wobei der Beschwer</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">deführer weder rückenbelastende Arbeiten noch solche mit längerem Stehen oder Gehen ausüben könne. Seit dem Herzinfarkt sei seine körperliche und auch geistige Belastbarkeit limitiert, dabei bleibe eine Arbeitsfähigkeit in angepasster Tätigkeit von 20 bis 30 % pro Tag (S. 6).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.4</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Dr. A.___ wiederholte im Bericht vom 27. Oktober 2009 (Urk. 7/114) die im Bericht vom 14. Februar 2008 (E. 3.3) gestellte psychiatrische Diagnose (Ziff. 1.1 S. 2). Der psychopathologische Befund entspricht demjenigen im Bericht vom 14. Februar 2008 (E. 3.3). Bis Juni 2008 habe eine Arbeitsunfähigkeit von 65 % bestanden, seit Juli 2008 bestehe eine solche von 70 % (Ziff. 1.6 S. 3).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.5</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Nach der kardiologischen Abklärung vom 25. August 2009 berichtete Dr. B.___ (Urk. 7/116/2-3 = Urk. 7/117/2), gegenüber der Voruntersuchung von Juni 2008 bei damals als Zufallsbefund festgestellter dilatativer Aortopathie könne echo</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">kardiographisch erfreulicherweise keine zwischenzeitliche Progression derselben nachgewiesen werden. Die anamnestische Schilderung der gelegentlich beklag</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ten belastungsunabhängig manifesten Thoraxschmerzen seien sehr gut mit einer muskuloskelettalen Genese vereinbar.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.6</span><span> </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.6.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Am 28. Dezember 2010 erstatteten Dr. med. E.___, Facharzt für Allge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">meine Medizin, Dr. med. F.___, Fachärztin für Physikalische Medizin und Rehabilitation, und Dr. med. G.___, Facharzt für Psychiatrie und Psy</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">cho</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">therapie, das polydisziplinäre Gutachten des Y.___ (Urk. 7/125).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.6.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die Gutachter des Y.___ stellten folgende Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit (Ziff. 6.1 S. 39)</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">chronisches lumbospondylogenes Schmerzsyndrom rechtsbetont mit/bei:</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">diskreter Fehlhaltung</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">Status nach Morbus Scheuermann</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">medio-bilateraler Diskushernie LWK4/5 mit geringer L5-Nerven</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">wurzel</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">kompression beidseits, geringer Retrolisthesis von LWK4 auf LWK5</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">Hinweisen auf früher durchgemachte Wurzelschädigungen L5 und S1 rechts im EMG vom 20. Dezember 2007, jedoch ohne Hinweise für eine frische Läsion</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">aktuell ohne radikuläre Symptomatik</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">anhaltende somatoforme Schmerzstörung (F45.4)</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Als Diagnosen ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit nannten sie folgende verkürzt dargestellten Diagnosen (Ziff. 6.2 S. 40):</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">chronisches cervicothorakales-cervicospondylogenes Schmerzsyndrom</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">rezidivierendes</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"> cervicocephales Schmerzsyndrom </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">anamnestisch Gonarthralgie links</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">leichte depressive Episode (F32.0)</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Agoraphobie (F40.00)</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">koronare Eingefässerkrankung</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">dilatative Aortopathie </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.6.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die klinische internistische Untersuchung sei altersentsprechend normal, ohne Hinweise für eine Links- oder Rechtsherzinsuffizienz oder für eine Lungener</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">krankung. Anamnestisch bestehe eine stabile beziehungsweise asymptomatische koronare Herzkrankheit bei erhaltender linksventrikulärer Pumpfunktion; die kar</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">diovaskulären Risikofaktoren seien unter der aktuellen medikamentösen Behandlung gut eingestellt. Die vom Hausarzt vermutete periphere arterielle Verschlusskrankheit sowie ein vermuteter Diabetes mellitus Typ 2 habe nicht bestätigt werden können. Somit lasse sich aus internistischer Sicht keine Ein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">schränkung der Arbeitsfähigkeit begründen (S. 44).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.6.4</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Bei der rheumatologischen Untersuchung imponierten beim Beschwerdeführer eine erhebliche Selbstlimitation und zahlreiche Inkonsistenzen. Die demon</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">strierten Beschwerden seien deutlich variabel und im beklagten Ausmass nicht plausibel. Die aktuellen Bildgebungen von Halswirbelsäule (HWS), Brustwirbel</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">säule (BWS) und Lendenwirbelsäule (LWS) ergäben zwar multisegmentale dege</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ne</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">rative Veränderungen, diese seien gesamthaft jedoch nicht über das alters</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">entsprechende Mass hinausgehend und erklärten das Ausmass der beklag</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ten Schmerzen nicht. Es bestehe aber eine gewisse Insuffizienz der wirbelsäulen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">stabilisierenden Muskulatur, welche zusammen mit der Fehlhaltung und der diskreten Fehlstatik zu einer ständigen Fehlbelastung des Achsenorgans und aufgrund des Schonverhaltens zu muskulären Dysbalancen geführt habe. Be</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">züglich der beklagten belastungsabhängigen Knieschmerzen links hätten in der klinischen und radiologischen Untersuchung keine entsprechenden Pathologien objektiviert werden können. Auch habe keine Schultergelenkspathologie objek</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tiviert werden können, der Beschwerdeführer habe auch keine Schulter</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gelenks</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">beschwerden beklagt habe. Aktuell bestehe aus rheumatologischer Sicht eine reduzierte Belastbarkeit der LWS, welche als die Arbeitsfähigkeit limitierender Gesundheitsschaden imponiere. Aufgrund der aktuellen Arbeitsplatzanamnese mit hälftig leichten und hälftig mittelschweren körperlichen Tätigkeiten bestehe für die bisherige Tätigkeit eine Arbeitsfähigkeit von 50 %. Für eine angepasste Tätigkeit bestehe eine Arbeitsfähigkeit von 100 % (S. 45 f.).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.6.5</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Aus psychiatrischer Sicht handle es sich diagnostisch um eine anhaltende somatoforme Schmerzstörung. Die dafür erforderlichen ICD-10-Kriterien seien beim Beschwerdeführer durchaus erfüllt. In der Schmerzschilderung wirke er leidend, die Schmerzen ständen im Hauptfokus seiner Aufmerksamkeit, er ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">suche die Schmerzen aktiv zu lindern, allerdings ohne bleibenden Erfolg. Auch die stationären Aufenthalte hätten bisher keine ausreichende Besserung ge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">bracht. Der Beschwerdeführer sei fest davon überzeugt, körperlich krank zu sein, einen psychischen Auslöser für die Schmerzen sehe er nicht. Im Verlauf der Jahre sei es zu einer deutlichen Symptomausweitung gekommen. Neben den Schmerzen gebe der Beschwerdeführer agoraphobische Ängste mit Schweissaus</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">bruch, Herzrasen und Atemproblemen an. Die Angststörung stelle allerdings aufgrund ihrer Ausprägung keine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit dar. Weiter klage der Beschwerdeführer über eine seit circa 4-5 Jahren bestehende depressive Symptomatik, die allerdings nur leichtgradig ausgeprägt sei. Hin</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">weise für eine Aggravation seien während des Untersuchungsgespräches nicht festzustellen. Unter Berücksichtigung der Förster-Kriterien könne eine 30%ige Einschränkung der Arbeitsfähigkeit postuliert werden (S. 45 f.).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.6.6</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Zusammenfassend bestehe aus rheumatologischer Sicht für die bisherige Tätigkeit eine 50%ige Arbeitsfähigkeit, für eine angepasste Tätigkeit bestehe eine solche von 100 %. Aus psychiatrischer Sicht bestehe eine zumutbare Rest</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">arbeitsfähigkeit von 70 %. Aus internistischer Sicht bestehe eine uneinge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">schränkte Arbeitsfähigkeit (S. 46). In einer dem Leiden optimal angepassten, körperlich leichten Tätigkeit bestehe aus interdisziplinärer Sicht eine Restar</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">beitsfähigkeit von 70 % (S. 47). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.6.7</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Am 21. März 2011 führten Dr. med. H.___, Chefarzt des Y.___, und Dr. E.___ ergänzend aus (Urk. 7/127), die Zusprache der Dreiviertelsrente ab Dezember 2007 habe auf einem Bericht des damals behandelnden Psychiaters, Dr. A.___, beruht, der aufgrund der gestellten Diagnosen einer rezidivierenden depressiven Störung mittelgradiger Ausprägung (F33.11) von einer Einschrän</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">kung der Arbeitsfähigkeit von 65 bzw. 70 % ausgegangen sei. Aus psychia</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tri</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">scher Sicht liege derzeit nur noch eine leichte depressive Episode vor (F32.0). Dafür spreche unter anderem die fehlende antidepressive Medikation und die nur noch selten stattfindenden therapeutischen Gespräche. Es sei somit von einer Verbesserung des psychischen Gesundheitszustandes auszugehen.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.7</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Im Bericht des I.___, wo sich der Beschwerde</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">füh</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">rer vom 21. Mai bis 16. Juli 2012 in tagesklinischer Rehabilitationsbe</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">hand</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">lung befand, wurde im Bericht vom 18. Oktober 2012 (Urk. 7/153 = Urk. 3/2) neben den bekannten somatischen Diagnosen eine mittelgradige depressive Episode (F32.1) und eine anhaltende somatoforme Schmerzstörung (F45.4) genannt (S. 1). Den psychopathologischen Befund beschrieben die Behandler folgender</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">massen: «äusserlich gepflegt, altersentsprechend, bewusstseinsklar und allseits orientiert; in der emotionellen Kontaktaufnahme abwartend, distanziert, sach</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">lich, aktiv im Spontanverhalten; Stimmung deutlich depressiv-resigniert, affek</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tiv unkontrolliert, im Gesprächsverlauf verbal mitteilungsaktiv, schildert sein Symptomerleben und -verhalten in Zusammenhang mit den Schmerzen. Kogni-tiv in Aufmerksamkeit, Konzentration, Merkfähigkeit und Gedächtnis verlang-samt bzw. deutlich eingeschränkt, deutliche Vergesslichkeit, Denken formal beweglich, inhaltlich problemzentriert. Keine AP für psychotische Erlebnis</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">weisen (Wahn, Wahrnehmungs- oder Ich-störungen). Anamnestisch deutlichere Suizid</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gedanken/-wünsche, keine SV, keine konkreten Ausführungspläne, aktuell keine akute Suizidalität.» (S. 3 Mitte). Der Beschwerdeführer sei leicht gebessert, weiterhin zu 100 % arbeitsunfähig aus der Behandlung entlassen worden (S. 4 unten).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.8</span><span> </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.8.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Am 24. Februar 2014 erstatteten med. pract. J.___, Fachärztin für Chirurgie, Dr. med. K.___, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin, Dr. med. L.___, Facharzt für orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsappa</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">rates, Dr. med. M.___, Facharzt für Neurologie, Dr. sc. hum. Dipl. Psych. N.___ und Dr. med. O.___, Facharzt für Psychiatrie und Psychothe</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">rapie, ein weiteres polydisziplinäres Gutachten des Y.___ (Urk. 7/173).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.8.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die - hier verkürzt dargestellten - Diagnosen mit Einfluss auf die Arbeits</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">fähig</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">keit lauten folgendermassen (S. 69):</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">chronisches lumbospondylogenes Schmerzsyndrom rechtsbetont mit/bei:</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">MRI-nachgewiesener zirkulärer Diskusprotrusion auf Höhe L4/5</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Als Diagnosen ohne Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit wurden die folgenden (ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">kürzt dargestellt) genannt (S. 69):</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">stattgehabter Morbus Scheuermann in der Adoleszenz mit verbliebenen Schmorlschen Knötchen im Bereich der Deckplatte BWK6</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Beinlängenverkürzung um 1 cm zu Ungunsten des rechten Beines mit konsekutivem Beckenschiefstand rechts</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">chronisches cervicothorakales-cervicospondylogenes Schmerzsyndrom</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">depressive Störung, gegenwärtig leichte Episode (F32.0)</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">koronare Eingefässerkrankung</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">dilatative Aortopathie</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.8.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Im Rahmen der chirurgisch-allgemeinmedizinischen Untersuchung könne in Anbetracht der schon früher beschriebenen Diskrepanzen und der aktuell fest</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gestellten zahlreichen Inkonsistenzen von einer uneingeschränkten kardiopul</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">monalen Leistungsfähigkeit ausgegangen werden. Aus chirurgisch-allgemein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">me</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">di</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">zinischer Sicht lasse sich keine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit begrün</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">den, weder in der zuletzt ausgeübten Tätigkeit noch in einer dem Alter und dem Habitus angepassten Verweistätigkeit (S. 72 f.).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.8.4</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Bei der orthopädischen Untersuchung habe sich eine augenfällige Diskrepanz zwischen den beschriebenen Beschwerden, dem Bewegungsmuster und den Befunden der klinischen Untersuchung gezeigt. Aufgrund der klinischen und radio</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">logischen Befunde bestehe auf orthopädisch-chirurgischem Fachgebiet eine Einschränkung hinsichtlich der Lendenwirbelsäule. Schwere körperliche Arbei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ten, insbesondere das Heben von Lasten, Arbeiten in Zwangshaltungen, häu</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">figes Bücken sowie rein stehende Tätigkeiten mit Rotationsbewegungen seien nicht mehr zumutbar. In der bisherigen Tätigkeit als Lagermitarbeiter sei der Beschwerdeführer nicht mehr arbeitsfähig. Eine behinderungsangepasste, wech</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">selbelastende, leichte bis mittelschwere Tätigkeit ohne Tragen und Heben von Lasten, ohne mehr als gelegentliche Arbeiten in Zwangshaltungen, ohne mehr als gelegentliche Arbeiten über die Horizontale hinaus und ohne repetitive, stereotype Bewegungsabläufe sei bezogen auf ein volles Schichtpensum nach wie vor zu 100 % möglich.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.8.5</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Bei der neurologischen Untersuchung hätten sich - bis auf eine Hypästhesie im </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Oberschenkelbereich ventral, lateral und dorsolateral und im Unterschenkel rechts</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> lateral sowie eine Hypästhesie bis Analgesie rechter Fuss an der Aussenkante und Grosszehe rechts - keine weiteren fokal neurologischen Defizite ergeben. Während der Untersuchung seien ein Aggravationsverhalten und eine Selbst</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">limitierung deutlich geworden.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die im Rahmen der Abklärung durchgeführte native multiplanare MRI der HWS, BWS und LWS hätten bis auf eine mediale Diskushernie auf Höhe Th8/Th9 ohne wesentliche raumfordernde Wirkung, Discopathien auf Höhe L2/L3 und L3/L4 ohne wesentliche raumfordernde Wirkung und eine zirkuläre Diskusprotrusion auf Höhe L4/L5 mit möglicher rezessaler Affektion der Radix L5 beidseits und möglicher foraminaler Affektion der Radix L4 beidseits keine weiteren patho</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">logischen Auffälligkeiten ergeben. Im Hinblick auf die berichteten HWS-Ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">spannungen und -Schmerzen mit Ausstrahlung bis zum Kopf okzipital beidseits fänden sich in der Untersuchung keine Auffälligkeiten. Im Hinblick auf die LWS-Schmerzen hätten bis auf die oben beschriebene Sensibilitätsstörung im Bereich der rechten unteren Extremität keine weiteren fokal neurologischen Defizite festgestellt werden können. Insbesondere sei der Zehen- und Hacken-gang ohne Probleme durchführbar gewesen.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Auf neurologischem Fachgebiet bestehe durch die eingeschränkte Belastbarkeit der LWS eine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit. In einer behinderungs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ange</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">passten, wechselbelastenden, leichten bis mittelschweren Tätigkeit ohne Tragen und Heben von Lasten, ohne Arbeiten in Zwangshaltungen und ohne repetitive stereotype Bewegungsabläufe bestehe aus neurologischer Sicht eine 100%ige Arbeitsfähigkeit (S. 73 f.).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.8.6</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Bei der neuropsychologischen Untersuchung lasse die Zusammenstellung der Befunde auf ein Aggravationsverhalten schliessen. Daher könnten die Ergebnisse der Leistungstests nicht inhaltlich ausgewertet werden und lieferten wegen mangelnder Mitarbeit keine verwertbaren neuropsychologischen Befunde. Unter diesen Umständen bestehe andererseits auch das Risiko, dass tatsächliche und spezifische kognitive Defizite differenzialdiagnostisch nicht festgestellt werden könnten (S. 74).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.8.7</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Bei der psychiatrischen Exploration seien die Kriterien für eine depressive Störung mit leichter Episode erfüllt. Dazu gehörten die depressive Stimmung, die Interesselosigkeit, die Schlafstörungen und der reduzierte Antrieb. Die Krite</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">rien für eine mittelgradige depressive Episode seien nicht ganz erfüllt, da die Gesamtzahl von mindestens 6-7 Symptomen nicht vorlägen. Es bestehe einzig ein sozialer Rückzug, welcher im Rahmen der depressiven Störung auftrete. Eine schwerwiegende psychische Störung bestehe nicht, Konflikte seien nicht eruier</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">bar. Der Beschwerdeführer gebe an, keine sonstigen Ängste oder Panikattacken zu haben. Das Einkaufen sei möglich, es bestünden auch keine Ängste in Menschenmassen oder in freien Räumen. Das Liftfahren sei in Begleitung mög</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">lich, hier gebe es eine gute Besserungstendenz. Der Beschwerdeführer sehe sich durch die Schmerzempfindungen stark beeinträchtigt. Es falle auf, dass die Stimmung und auch die Libido vom Schmerzempfinden abhängig seien. Auch die Konzentration sei abhängig vom Schmerzempfinden. Im Labor habe das Efexor nicht im therapeutischen Bereich gelegen. Somit sei die Medika</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">men-teneinnahme fraglich beziehungsweise nicht wirksam genug. Eine somatoforme Schmerzstörung sei nicht mehr nachweisbar.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Aus psychiatrischer Sicht bestehe eine 100%ige Arbeitsfähigkeit.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.8.8</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Zusammenfassend sei der Beschwerdeführer in der angestammten Tätigkeit als Lagermitarbeiter nicht mehr arbeitsfähig. Für eine dem Leiden optimal ange</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">passte, wechselbelastende, leichte bis mittelschwere Tätigkeit sei er zu 100 % arbeitsfähig. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.9</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die Ärzte der P.___, in welcher der Beschwerdeführer vom 9. Januar bis 26. Februar 2015 hospitalisiert war, diagnostizierten im Bericht vom 2. März 2015 (Urk. 7/185) eine rezidivierende de</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">pressive Störung, gegenwärtig mittelgradige Episode (S. 2; vgl. auch Kurzaus</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">trittsbericht vom 26. Februar 2015, Urk. 3/5 S. 1). Der Beschwerdeführer sei allseits orientiert mit depressiver Stimmung. Formalgedanklich sei er auf das Thema Schmerzen eingeschränkt. Die Merkfähigkeit und das Gedächtnis seien beeinträchtigt. Es gebe keine Hinweise auf inhaltliche Denkstörungen, keine Ängste, keine Zwänge, keine Sinnestäuschungen und keine Ich-Störungen. Der Antrieb sei deutlich reduziert, der Appetit regelrecht. Der Schlaf sei mit Unter</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">brüchen nicht erholsam. Es träten intermittierende passive Suizidgedanken auf, es bestünden keine Hinweise auf Fremdgefährdung. Während der Dauer des Aufenthaltes habe eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit bestanden (S. 4).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.10</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Im Bericht vom 28. August 2015 des </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">I.___</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> (Urk. 7/207</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> = Urk. 3/3), wo sich der Beschwerdeführer vom 26. Mai bis 17. Juli 2015 erneut in tagesklinischer Rehabilitationsbehandlung befand, wurden aus dem psychiatrischen Fachbereich eine mittelgradige depressive Episode (F32.1) und eine anhaltende somatoforme Schmerzstörung (F45.4) diagnostiziert (S. 1). Der psychopathologische Befund entspricht wortwörtlich demjenigen im Bericht vom 18. Oktober 2012 (E. 4.7). Der Beschwerdeführer sei stabilisiert, weiterhin zu 100 % arbeitsunfähig aus der Behandlung entlassen worden (S. 4 unten).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.11</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Dr. med. D.___ diagnostizierte im Bericht vom 1. September 2015 (Urk. 7/211) eine rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig mittelgradige Episode, eine koronare Herzkrankheit bei Status nach inferiorem Myokardinfarkt, eine dila</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tative Aortopathie, ein chronisches lumbospondylogenes und rezidivierendes lumboradikuläres Reizsyndrom L5 rechts bei Diskushernie L5/S1 sowie ein </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">chronisches Thorakovertebralsyndrom bei Diskushernie BWK8/9. In einer leidens</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">angepassten Tätigkeit ohne Heben und Tragen schwerer Lasten bestehe eine Arbeitsfähigkeit von 30 %.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.12</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Im psychiatrischen Verlaufsgutachten des Y.___ vom 20. Oktober 2015 (Urk. 7/214) stellte Dr. O.___ keine Diagnosen mit Einfluss auf die Arbeits</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">fähigkeit (S. 11). Ohne Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit führte er eine depressive Störung, gegenwärtig leichte depressive Episode (F32.0) sowie eine chronische Schmerzstörung mit somatischen und psychischen Faktoren (F45.41) an (S. 11).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Im Vergleich zur letzten Begutachtung zeige der Beschwerdeführer bezüglich der depressiven Störung keine wesentliche Änderung. Weiterhin sei von einer leichten depressiven Episode auszugehen. Es falle auf, dass der Beschwerde</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">führer stärkere körperliche und psychovegetative Beschwerden angebe. Trotz der ambulanten psychiatrischen und tagesklinischen Behandlungsmassnahmen berichte er, dass er keine Besserung der gesundheitlichen Situation bemerkt habe. Es bestehe hier eine Diskrepanz zwischen der subjektiv geschilderten Inten</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sität und der Vagheit der Beschwerden zu den objektiv wahrgenommenen psychopathologischen Befunden. Eine Aggravationstendenz der geschilderten Beschwerden sei deutlich ersichtlich. Der psychopharmakologische Medikamen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tenspiegel zeige, dass von einer Compliance bezüglich Medikamenteneinnahme ausgegangen werden könne, wobei die Dosierung des einen Medikaments noch angepasst werden müsste. Aufgrund der geschilderten Schmerzsymptomatik sei von einer chronischen Schmerzstörung mit somatischen und psychischen Fak</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">to</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ren auszugehen, welche keinen Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit habe. Ein sozialer Rückzug bestehe nicht und eine stärkere psychiatrische Komorbidität auch nicht (S. 10 f).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.13</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Am 5. Januar 2016 berichteten die Ärzte des I.___ (Urk. 7/221/1-3= Urk. 3/4/1-3) über die weiteren neuropsychologischen Abklä</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">rungen und beschrieben die im Juni 2012 (S. 1), Juli und Dezember 2015 (S. 2 f.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">) vorgelegenen Resultate.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.14</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Nachdem der Beschwerdeführer vom 22. September bis 12. Oktober 2016 in der Q.___ hospitalisiert gewesen war, stellten die Ärzte im vorläufigen Austrittsbericht vom 11. Oktober 2016 folgende – hier verkürzt dargestellte – Diag</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">nosen (Urk. 7/246 = Urk. 3/6, S. 1 f.):</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Schmerzexazerbation mit Schmerzausstrahlung in den linken lateralen Ober</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">schenkel</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">chronischer Schulter-/Armschmerz links</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Kopfschmerz- und Schwindelsymptomatik unklarer Genese</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">koronare Herzerkrankung</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">arterielle Hypertonie</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Somatisierungsstörung</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Depression</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Aufgrund der multifokalen Schmerzsymptomatik sei der Rehabilitationsprozess lang</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sam verlaufen. Daneben habe eine Muskelverspannung paravertebral über die ganze Wirbelsäule bestanden (S. 2). Unter Lyrica gegen neuropathische Schmer</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">zen und Wassertherapie habe sich eine leichte Verbesserung der Schmer</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">zen gezeigt und die Gehstrecke habe verlängert werden können. Der Be</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">schwerdeführer sei in stabilem Allgemeinzustand und gebesserter Mobilität sowie gebesserter Schmerzsymptomatik entlassen werden (S. 3).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.15</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Am 9. Mai 2017 nahm Dr. K.___ des Y.___ zu vom Gericht gestellten Fragen zu den Gutachten des Y.___ Stellung (Urk. 11). Anlässlich der ersten Begutachtung (vgl. E. 4.6) seien die diagnostischen Kriterien einer anhaltenden somatoformen Schmerzstörung (F45.40) aus näher dargelegten Gründen nicht ausreichend erfüllt gewesen, sondern es hätte stattdessen eine chronische Schmerzstörung mit somatischen und psychischen Faktoren gemäss F45.41 diagnostiziert werden müssen (S. 2). Im Gutachten vom 24. Februar 2014 (E. 4.8) habe keine psychiatrische Diagnose mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit mehr vor</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">legen. Die damals gestellten Diagnosen seien ohne Auswirkung auf die Arbeits</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">fähigkeit. Die zum ersten Mal durchgeführte neuropsychologische Untersuchung habe auf ein Aggravationsverhalten des Beschwerdeführers schliessen lassen, weshalb die Ergebnisse inhaltlich nicht hätten ausgewertet werden können. Auch die Beobachtungen im Verhalten des Beschwerdeführers hätten eine klare Diskrepanz und Inkonsistenzen belegt (S. 3). Auch im Verlaufsgutachten vom 20. Oktober 2015 (E. 4.12) seien nur Diagnosen ohne Einfluss auf die Arbeits</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">fähigkeit gestellt worden. Die neuropsychologische Untersuchung habe erneut auf ein Aggravationsverhalten schliessen lassen. Im Vergleich zur psychia</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">trischen Begutachtung im polydisziplinären Gutachten vom 24. Februar 2014 habe sich die depressive Störung betreffend keine wesentliche Änderung erge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ben. Im Vergleich falle auf, dass der Beschwerdeführer stärkere körperliche und psychovegetative Beschwerden angegeben habe (S. 4).</span></p><p><br/></p><p><br/></p><p>5.</p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">5.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Gestützt auf das Gutachten der Z.___ (E. 3.2) wurde dem Beschwerdeführer mit Wirkung ab Mai 2003 eine Viertelsrente zugesprochen. Das Gericht erachtete das Gutachten der Z.___ im Urteil vom 4. September 2007 als beweistauglich und ging mit den Gutachtern davon aus, dass allein schon aus rheumatologischer Sicht - ohne Berücksichtigung der anhaltenden somatoformen Schmerzstörung - bloss eine 50%ige Arbeits</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">fähig</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">keit für leichte Tätigkeiten bestehe (Urk. 7/77 E. 4.4).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Anlässlich der erstmaligen Rentenrevision ging die Beschwerdegegnerin auf-grund der eingeholten Berichte der behandelnden Ärzte davon aus, dass sich in somatischer Hinsicht trotz des stattgehabten Herzinfarktes nichts Wesentliches geändert, sich der Gesundheitszustand des Beschwerdeführers jedoch in psy</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">chiatrischer Hinsicht derart verschlechtert hatte, dass ihm in behinderungs-angepasster Tätigkeit nur noch eine Arbeitsfähigkeit von 35 % zumutbar war (vgl. Feststellungsblatt vom 24. Juli 2008, Urk. 7/89 S. 2 f.).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Als aktuellen Revisionstatbestand, der nunmehr zur angefochtenen Rentenauf</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">hebung (Urk. 2) führte, nahm die Beschwerdegegnerin eine Verbesserung des Gesundheitszustandes in somatischer als auch in psychiatrischer Hinsicht an.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">5.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Der Beschwerdeführer erlitt im März 2008 einen Myokardinfarkt. Der behan</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">delnde Herzspezialist (E. 3.4) beschrieb drei Monate nach dem Infarkt ein exzellentes Verlaufsresultat ohne echokardiographischen Nachweis von Residuen. Die wiederholt beklagten belastungsunabhängig manifesten Thoraxschmerzen ord</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ne</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">te er funktionellen Beschwerden mit begleitenden Hyperventilationssymp</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">to</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">men zu. Die Beschwerdegegnerin ging damit im Zeitpunkt der erstmaligen Rentenrevision, welche mit Verfügung vom 19. März 2009 (Urk. 7/105) ihren Abschluss fand, zu Recht davon aus, dass sich aufgrund des Herzinfarktes in somatischer Hinsicht keine die Arbeitsfähigkeit beeinflussende Änderung erge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ben hatte.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">5.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die Gutachten der Z.___ (E. 3.2) und des Y.___ (E. 4.6 und E. 4.8) stimmen dahingehend überein, als dass in allen Gutachten ein chronisches lumbospondylogenes Schmerzsyndrom rechts als die Arbeitsfähigkeit einschrän</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">kende wesentliche Diagnose genannt wurde (E. 3.2.1, E. 4.6.2 und E. 4.8.2). Die Gutachter der Z.___ beschrieben eine breitbasige mediolaterale rechtsseitige Diskusprotrusion L4/5 und eine weitere Discopathie L3/4. Klinisch bestanden beidseits segmentale Sensibilitätsstörungen, die durchaus den Inner</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">vationsgebieten der betroffenen Segmente entsprechen konnten, andere objek</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tivierbare neurologische Defizite konnten nicht nachgewiesen werden (Urk. 7/31 S. 23). Die Gutachter des Y.___ beschrieben multisegmentale degenerative Ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">än</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">derungen und eine gewisse Insuffizienz der wirbelsäulenstabilisierenden Muskulatur, welche zusammen mit der Fehlhaltung und der diskreten Fehlstatik zu einer ständigen Fehlbelastung des Achsenorgans und aufgrund des Schon</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">verhaltens zu muskulären Dysbalancen geführt haben (E. 4.6.4). Die bildge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ben</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">den Abklärungen ergaben eine mediale Diskushernie auf Höhe Th8/Th9 und Discopathien auf Höhe L2/L3 und L3/L4 je ohne wesentliche raumfordernde Wirkung und eine zirkuläre Diskusprotrusion auf Höhe L4/L5 mit möglicher rezessaler Affektion der Radix L5 beidseits und möglicher foraminaler Affektion der Radix L4 beidseits (E. 4.8.5). Die Y.___-Gutachter gingen wie die Gutachter der Z.___ davon aus, dass eine reduzierte Belastbarkeit der Len</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">denwirbelsäule vorliege, welche als die Arbeitsfähigkeit limitierender Gesund</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">heitsschaden imponiere (E. 4.6.5 und E. 4.8.4).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die Gutachter des Y.___ attestierten dem Beschwerdeführer in somatischer Hinsicht in behinderungsangepasster Tätigkeit im Unterschied zu den Gutachtern der Z.___ eine vollständige Arbeitsfähigkeit und wiesen darauf hin, dass laut den Gutachtern der Z.___ eine Steigerung der 50%igen Arbeitsfähigkeit bisher nicht möglich gewesen sei, ohne dass diese die geringe Leistungsbereitschaft und Selbstlimitierung des Beschwerdeführers er</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">wähnt hätten. Dieser Argumentation kann nicht gefolgt werden, hielten doch die Gutachter der Z.___ in ihrer ergänzenden Stellungnahme vom 19. September 2005 (E. 3.2.2) fest, dass auch ohne Berücksichtigung der Symp</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tomausweitung, der wiederholt dokumentierten Selbstlimitation und der Dekonditionierung eine höhere Arbeitsfähigkeit als die von ihnen attestierte nicht gegeben sei. Selbst wenn dem so wäre, liegt keine Verbesserung des Gesundheitszustandes vor, sondern lediglich eine andere Beurteilung des gleich</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gebliebenen Sachverhalts, was im Übrigen von den Y.___-Gutachtern auch be</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">stätigt wurde (vgl. etwa Urk. 7/173 S. 77) und unbeachtlich ist.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">6.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">6.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Im Zeitpunkt der Rentenerhöhung im März 2009 litt der Beschwerdeführer laut Bericht von Dr. A.___ in psychiatrischer Hinsicht an rezidivierenden mittel</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gradigen depressiven Episoden mit somatischen Symptomen (E. 3.3). Die Be</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">schwer</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">degegnerin erachtete die psychischen Beschwerden im Zeitpunkt der </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Renten</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">auf</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">hebung gestützt auf die </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Y.___</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">-Gutachten (E. 4.6.5, E. 4.8.7 und E. 4.12</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">) als der</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">art gebessert, dass sie die Arbeitsfähigkeit nicht mehr einschränken.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Laut den Gutachten des Y.___ hat sich der Gesundheitszustand des Beschwerdeführers in psychiatrischer Hinsicht seit März 2009 stetig verbessert: So wurde im Gutachten vom 28. Dezember 2010 in psychiatrischer Hinsicht eine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit von 30 % (E. 4.6.5), im Gutachten vom 24. Februar 2014 eine vollständige Arbeitsfähigkeit (E. 4.8.7) und im Gutachten vom 20. Oktober 2015 ebenfalls eine vollständige Arbeitsfähigkeit postuliert, unter dem Hinweis, dass sich der Gesundheitszustand seit der letzten Begut</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">achtung verbessert habe (E. 4.12). Diagnostisch wurde im Gutachten vom 28. Dezember 2010 eine anhaltende somatoforme Schmerzstörung (F45.4), welche sich auf die Arbeitsfähigkeit auswirkt (E. 4.6.2), im Gutachten vom 24. Februar 2014 eine depressive Störung, gegenwärtig leichte Episode (F32.0), welche sich nicht auf die Arbeitsfähigkeit auswirkt (E. 4.8.2), und im Verlaufsgutachten vom 20. Oktober 2015 eine depressive Störung, gegenwärtig leichte depressive Episode (F32.0) sowie eine chronische Schmerzstörung mit somatischen und psychischen Faktoren (F45.41), welche sich beide nicht auf die Arbeitsfähigkeit auswirkten (E. 4.12), erhoben.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Auf entsprechende Nachfrage des Gerichts hin (vgl. Urk. 8) führte Dr. K.___ des Y.___ aus, aufgrund der diagnostischen Kriterien hätte im Gutachten vom 28. Dezember 2010 statt eine anhaltende somatoforme Schmerzstörung (F45.4) eine chronische Schmerzstörung mit somatischen und psychischen Faktoren (F45.41) diagnostiziert werden müssen (E. 4.15). Die Frage indessen, weshalb im Gutachten vom 24. Februar 2014 die somatoforme Schmerzstörung als remit</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tiert erachtet wurde, aber die Diagnose einer chronischen Schmerzstörung nicht erwähnt wurde, obwohl sich die geklagten Schmerzen nicht objektivieren beziehungsweise nicht im angegebenen Ausmass erklären liessen, sodann aber im Gutachten vom 20. Oktober 2015 eine chronische Schmerzstörung mit soma</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tischen und psychischen Faktoren wieder diagnostiziert wurde, blieb unbeant</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">wortet. Unbeantwortet blieb auch die Frage, welches Verhalten sich anlässlich der Begutachtung vom 20. Oktober 2015 gegenüber den Vorgutachten verän-dert hat, so dass nunmehr von einem aggravatorischen Verhalten auszugehen war.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">6.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Laut Dr. G.___ des Y.___ (E. 4.6.5) muss, um eine anhaltende somatoforme Schmerzstörung zu diagnostizieren, ein emotionaler Konflikt oder eine psy</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">cho</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">soziale Belastungssituation in zeitlichem Zusammenhang mit dem Auftre-ten der Schmerzsymptomatik gegeben sein, die schwerwiegend genug sein sollte, um als entscheidender ursächlicher Faktor gelten zu können. Als schmerz</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">aus</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">lösende Belastungssituation sah er die Zerstörung des Eigenheimes in Bosnien durch den Krieg im Jahre 1995 und den Tod des Vaters im gleichen Jahr (Urk. 7/125 S. 36).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Dr. O.___ (E. 4.8.7) begründete die Remission der somatoformen Schmerz</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">störung damit (Urk. 7/173 S. 68), dass die Kriterien für die Diagnose nicht erfüllt seien. Es fehle der mit den Schmerzen gekoppelte emotionale und entscheidende innere Konflikt. Die Schmerzzustände hätten einen psychogenen Ursprung, die im Verlauf der depressiven Störung aufgetreten seien. Weshalb der von Dr. G.___ angeführte Verlust des Eigenheims und der Tod des Vaters als schmerzauslösendes Element nicht (mehr) herangezogen werden kann, erklärt Dr. O.___ ebenso wenig wie den Umstand, weshalb er - angesichts dessen, dass schon bei der ursprünglichen Rentenzusprache eine Symptom</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">aus</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">weitung bekannt war - davon ausging, die Schmerzen seien im Verlauf der depressiven Störung aufgetreten.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Wäre von Dr. G.___, was gemäss Dr. K.___ (E. 4.15) richtig gewesen wäre, anstelle einer somatoformen Schmerzstörung eine chronische Schmerzstörung diagnostiziert worden, fragt es sich, weshalb Dr. O.___ angesichts der im Gut</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">achten vom 24. Februar 2014 erwähnten Schmerzzustände eine chronische Schmerzstörung nicht nannte, dagegen aber im Gutachten vom 20. Oktober 2015 unter Hinweis auf die geschildete Schmerzsymptomatik, die er als seit jeher vorhanden betrachtete, die Diagnose aufführte. Auch kann keine Erklä</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">rung dafür gefunden werden, weshalb Dr. O.___ bei ähnlichen neuropsychologischen Ergebnissen wie im Vorgutachten eine Aggravationstendenz erst im Gutachten vom 20. Oktober 2015 in seine Beurteilung hat einfliessen lassen.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Schliesslich erachtete Dr. O.___ im Gutachten vom 24. Februar 2014 (E. 4.8.7) die Kriterien einer mittelgradigen depressiven Episode als nicht ganz erfüllt, was für den medizinischen Laien so viel bedeutet, wie wenn die leichte Episode an der Grenze zur mittelgradigen liegt. Daher erscheint die von den behandelnden Ärzten des I.___ (E. 4.7) diagnostizierte mittel</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gradige Depression nicht abwegig, zumal diese entgegen der Ansicht von Dr. O.___ mit einem ausführlichen Befund untermauert wurde. Dass der Beschwerdeführer - wie von Dr. O.___ im Gutachten vom 20. Oktober 2015 behauptet (Urk. 7/214 S. 12) - während des Aufenthalts in der P.___ keine antidepressive Medikation erhalten haben soll, ist aktenwidrig, wurde ihm doch ab 20. Januar 2015 Venlafaxin abgegeben (vgl. Urk. 7/221/5).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">6.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Angesichts der widersprüchlichen psychiatrischen Beurteilungen der Fachärzte des Y.___ erweisen sich ihre Einschätzungen nicht als geeignet, eine Verbesse</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">rung des psychischen Leidens des Beschwerdeführers auszuweisen.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">7.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Nachdem eine Verbesserung der gesundheitlichen Situation weder in soma</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tischer noch psychiatrischer Hinsicht ausgewiesen ist und keine Hinweise be</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">stehen, dass sich die erwerblichen Verhältnisse wesentlich verändert haben, besteht kein Grund zur revisionsweisen Aufhebung der bisherigen Rente. Dem</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">entsprechend ist die Verfügung vom 5. Januar 2017 (Urk. 2) in Gutheissung der Beschwerde ersatzlos aufzuheben.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">8.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">8.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die Verfahrenskosten gemäss Art. 69 Abs. 1</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">bis</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> IVG sind ermessensweise auf Fr. 900.-- festzusetzen und ausgangsgemäss der Beschwerdegegnerin aufzuer</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">legen.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">8.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Dem obsiegenden und anwaltlich vertretenen Beschwerdeführer steht eine Pro</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">zess</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">entschädigung zu, die beim praxisgemässen Stundenansatz von Fr. 220.-- (zuzüglich Mehrwertsteuer) ermessensweise auf Fr. 3’000.-- (inklusive Baraus</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">lagen und Mehrwertsteuer) festzusetzen und ausgangsgemäss der Beschwer</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">degegnerin aufzuerlegen ist. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Heading3"><span class="Normal Heading3">Das Gericht erkennt:</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span class="Normal Dispotext DispoHngend">1.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">In Gutheissung der Beschwerde wird die Verfügung der Beschwerdegegnerin vom 5. Januar 2017 (Urk. 2) aufgehoben.</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span class="Normal Dispotext DispoHngend">2.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Die Gerichtskosten von Fr. </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">900</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">.-- werden </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">der Beschwerdegegnerin</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend"> auferlegt. Rechnung</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend"> und Einzahlungsschein werden </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">der</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend"> Kostenpflichtigen nach Eintritt der Rechtskraft zugestellt.</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span class="Normal Dispotext DispoHngend">3.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Die Beschwerdegegnerin wird</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend"> verpflichtet, </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">dem Beschwerdeführer</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend"> eine Prozessent</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">schädigung von </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Fr. </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">3</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">’</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">000</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">.-- (inkl. Barauslagen und MWSt) zu bezahlen.</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span class="Normal Dispotext DispoHngend">4.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Zustellung gegen Empfangsschein an:</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Rechtsanwältin Christine Fleisch unter Beilage einer Kopie von Urk. 15</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Bundesamt für Sozialversicherungen</span></p><p class="Normal Dispotext DispoEinzug"><span class="Normal Dispotext DispoEinzug">sowie an:</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Gerichtskasse (im Dispositiv nach Eintritt der Rechtskraft)</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">5.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Gegen diesen Entscheid kann innert </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">30 Tagen</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"> seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundesgesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 15. Juli bis und mit 15. August sowie vom 18. Dezember bis und mit dem 2. Januar (Art. 46 BGG).</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">stellen.</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweis</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">mittel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthal</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">ten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat (Art. 42 BGG).</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><br/></p><p class="Normal Heading3"><br/></p><p class="Normal Heading3"><span class="Normal Heading3">Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich</span></p><p><br/></p><p>Der VorsitzendeDie Gerichtsschreiberin</p><p><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p>MosimannTiefenbacher</p></div> </div></body></html>