Abteilung III C-4210/2007 {T 0/2} U r t e i l v o m 2 6 . A u g u s t 2 0 0 9 Richterin Maria Amgwerd (Vorsitz), Richter Michael Peterli, Richterin Eva Schneeberger, Gerichtsschreiberin Beatrice Brügger. Z._______, vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Andreas Fäh, Waisenhausstrasse 17, Postfach 223, 9001 St. Gallen, Beschwerdeführerin, gegen IV-Stelle für Versicherte im Ausland IVSTA, avenue Edmond-Vaucher 18, Postfach 3100, 1211 Genf 2, Vorinstanz. Invalidenrente. B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t T r i b u n a l a d m i n i s t r a t i f f é d é r a l T r i b u n a l e a m m i n i s t r a t i v o f e d e r a l e T r i b u n a l a d m i n i s t r a t i v f e d e r a l Besetzung Parteien GegenstandC-4210/2007 Sachverhalt: A. Die aus Serbien stammende Beschwerdeführerin arbeitete vom 1. Ja- nuar 2002 bis 31. März 2004 als Küchenhilfe (vgl. den vom damaligen Arbeitgeber ausgefüllten Fragebogen für den Arbeitgeber der IV vom 6. August 2004) bzw. vom 5. Juli bis 15. September 2003 im Reini- gungsdienst. B. Am 14. Oktober 2003 stürzte die Beschwerdeführerin zu Hause auf ei- ner Treppe. Nach dem Bericht der SUVA vom 12. Mai 2004, in dem auf verschiedene behandelnde Ärzte verwiesen wird, erlitt sie Prellungen lumbal und thoracal links und machte anlässlich einer Vorsprache vom 12. Mai 2004 vielseitige Schmerzen geltend. Eine Untersuchung im Kantonsspital X._______ am 3. Mai 2004 ergab - gemäss Arztbericht vom 4. Mai 2004 - folgende Diagnose: 1. Panvertebrales Schmerzsyn- drom; 2. somatisierte Depression; 3. St. n. Treppensturz am 14. 10. 2003 ohne Hinweis auf Unfallfolgen. Mit Verfügung von 11. Juni 2004 stellte die SUVA, welche Leistungen für die Folgen des Unfalls erbracht hatte, fest, aus medizinischer Sicht hinterlasse der Unfall vom 14. Oktober 2003 keine Folgen, die die Er- werbsfähigkeit messbar beeinträchtigen könnten. Ebenfalls resultiere keine unfallbedingte bleibende Schädigung der körperlichen oder geis- tigen Integrität. Somit seien die Voraussetzungen für weitere Geldleis- tungen der SUVA (Invalidenrente/Integritätsentschädigung) nicht er- füllt. C. Mit Datum vom 7. Juli 2004 (Eingangsstempel: 5. August 2004) reichte die Beschwerdeführerin eine Anmeldung zum Bezug von IV-Leistun- gen für Erwachsene ein. Sie machte krankheits- oder unfallbedingte Arbeitsunfähigkeit von 100% ab dem 14. Oktober 2003 geltend (Ziff. 6.6.1) und präzisierte die Art der Behinderung mit "Rückenschmerzen, depr. Verstimmung" bestehend seit Oktober 2003 (Ziff. 7.2 und 7.3). Im Ergänzungsblatt R zur Anmeldung (betreffend Rückgriff) werden zum Ereignis, das die Anmeldung zum Leistungsbezug veranlasst hat, als verursachendes Ereignis "Sturz von Treppe", das Datum vom 14. Okto- ber 2003 und als genaue Schilderung "im Treppenhaus gestürzt" ange- geben (Ziff. 1, 2, 5). Seite 2C-4210/2007 D. D.a Die IV-Stelle des Kantons St. Gallen gab am 8. April 2005 eine in- terdisziplinäre Abklärung in Auftrag. In der Zwischenzeit war die Be- schwerdeführerin aus der Schweiz ausgewiesen und eine Einreise- sperre bis zum 3. April 2010 verhängt worden. D.b Nachdem ihr die Einreise bewilligt worden war, wurde die Be- schwerdeführerin am 28. und 30. August 2006 durch die Medizinische Abklärungsstelle (MEDAS) Ostschweiz einer polydisziplinären medizi- nischen Begutachtung unterzogen. Das am 21. September 2006 er- stellte Gutachten stützte sich auf die IV-Akten, Berichte der SUVA St. Gallen, von der Beschwerdeführerin mitgebrachte Röntgenbilder, ein psychiatrisches Consiliargutachten durch A._______, Eidg. Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, S._______, sowie die Befragung der Beschwerdeführerin und aktuelle Untersuchungsbefunde. D.c Im psychiatrischen Gutachten vom 14. September 2006 stellte der Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie A._______ folgende Dia- gnose: Mittelgradige depressive Episode ohne somatisches Syndrom (ICD-10: F32.10); Verdacht auf Somatisierungsstörung (ICD-10: F45.0). Er erachtete die Beschwerdeführerin seit ca. Mitte 2004 in der bisherigen wie auch einer adaptierten Tätigkeit zu 50% arbeitsfähig. Berufliche Massnahmen seien nicht durchführbar. Medizinische Mass- nahmen seien wünschenswert, hätten aber kaum Auswirkungen auf die aktuelle Arbeitsfähigkeit. Weiter führt er aus, die mittelgradige de- pressive Episode ohne somatisches Syndrom sei eine psychische Er- krankung von erheblicher Schwere, Intensität, Ausprägung und Dauer. Hingegen könne im Augenblick nur der Verdacht auf eine somatoforme Schmerzstörung gestellt werden, und dies stelle deshalb aus seiner Sicht keine sichere psychische Komorbidität dar. Im Vordergrund stehe die depressive Symptomatik mit Einschränkung der Arbeitsfähigkeit von 50%. Die restliche Arbeitsfähigkeit sei der Beschwerdeführerin zu- mutbar, werde aber durch IV-fremde Faktoren limitiert. Im Gutachten (S. 6) findet sich ebenfalls die Aussage, die von der Beschwerdeführe- rin subjektiv gezeigte Arbeitsunfähigkeit sei nachvollziehbar, aber min- destens 50% auf nicht IV-relevante Faktoren zurückzuführen (fehlende Sprachkenntnisse, mangelnde Integration, familiäre Situation). D.d Das MEDAS Gutachten vom 21. September 2006 kam zum Schluss, dass in den zuletzt ausgeübten Tätigkeiten (Reinigungs- dienst, Küchenhilfe) aus somatischen Gründen aufgrund aller verfüg- Seite 3C-4210/2007 baren klinischen und radiologischen Daten keine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit bestehe. Aus psychiatrischen Gründen sei eine Ar- beitsunfähigkeit von 50% seit etwa Mitte 2004 wegen der mittelgradig depressiven Episode ohne somatisches Syndrom mit Verdacht auf So- matisierungsstörung anzugeben. Polydisziplinär betrachtet seien die Untersuchungsbefunde nicht Folge des Unfalls vom 14. Oktober 2003. Aus somatischen Gründen müssten von Seiten des Bewegungsappa- rates her gesehen keine qualitativen Einschränkungen angegeben werden. Für adaptierte Tätigkeiten würden die gleichen Angaben gel- ten. Aus psychiatrischen Gründen wären medizinische Massnahmen wünschenswert, dürften aber auf die Arbeitsfähigkeit keinen Einfluss haben. Weiter wird festgestellt, dass berufliche Massnahmen vorwie- gend aus IV-rechtlich fremden Faktoren (genannt werden in nicht ab- schliessender Weise fehlende Deutschkenntnisse, fehlende Integration und subjektives Krankheitsverständnis) nicht indiziert seien. Die Prog- nose müsse aus psychiatrischer Sicht und vorwiegend aus sozialen Gründen als eher schlecht bezeichnet werden. E. Mit Schreiben vom 2. Oktober 2006 übergab die IV-Stelle St. Gallen das Dossier der IV-Stelle für Versicherte im Ausland (IVSTA), da die Beschwerdeführerin ihren Wohnsitz seit längerem im Ausland (Ser- bien) hatte. F. Das Dossier wurde dem ärztlichen Dienst der IVSTA unterbreitet. F.a Dr. med. M._______ vom medizinischen Dienst der IVSTA kam in einem Bericht vom 5. Dezember 2006 zum Schluss, die Expertisen seien übertrieben ("totalement exagérée") bezüglich der diagnostizier- ten Depression und der fehlenden Wiedereingliederungsmöglichkeit. Die Beschwerdeführerin sei schlecht in der Schweiz integriert, zeige eine rein subjektive Symptomatologie und eine leichte Depression, aber keine wirkliche Einschränkung in der Arbeitsfähigkeit betreffend der von ihr in der Schweiz ausgeführten Arbeiten. F.b Aufgrund dieser Stellungnahme wurden die Akten Dr. med. G._______, ebenfalls vom medizinischen Dienst der IVSTA, zur psych- iatrischen Stellungnahme unterbreitet und ihm die Fragen gestellt, ob der Bericht von A._______ probant sei und bei der Beschwerdeführe- rin somatoforme Schmerzstörungen festgestellt werden könnten. Seite 4C-4210/2007 Dr. med. G._______ kam in einem Bericht vom 11. März 2007 zum Schluss, der psychische Status der Beschwerdeführerin weise keine Besonderheiten auf, ausser einigen diskret genannten depressiven Anzeichen. Es handle sich eher um eine leichte als eine mittlere de- pressive Episode. Es bestehe keine psychiatrische Komorbidität, wie dies der Expertenbericht auf S. 7 feststelle; es bestünde nur ein Ver- dacht der Somatisierung. Festgestellt wurde eine Arbeitsunfähigkeit von 20% seit Mitte 2004, dem Anfang der psychiatrischen Behand- lung. Die Frage, ob von der Beschwerdeführerin erwartet werden kön- ne, sich einer ärztlichen Behandlung zu unterziehen, um ihre Arbeits- fähigkeit signifikant zu verbessern, wurde bejaht, wobei die Behand- lung mit Antidepressiva unter regelmässiger ärztlicher Aufsicht ge- nannt wurde. G. Mit Vorbescheid vom 14. März 2007 teilte die IVSTA der Beschwerde- führerin mit, dass ihr Gesuch abgewiesen werden müsste, da ihr eine Tätigkeit noch in rentenausschliessender Weise zumutbar sei. H. Mit Stellungnahme vom 16. April 2007 liess die Beschwerdeführerin, vertreten durch Rechtsanwalt Andreas Fäh, ohne weitere Begründung Einwand gegen die beabsichtigte Verfügung erheben und um Akten- einsicht ersuchen. I. Mit Einspracheentscheid vom 21. Mai 2007 wies die IVSTA das Leis- tungsbegehren ab. Zur Begründung führte sie wiederum aus, aus den Akten ergebe sich, dass weder eine bleibende Erwerbsunfähigkeit noch eine ausreichende durchschnittliche Arbeitsunfähigkeit während eines Jahres vorliege. Trotz des Gesundheitsschadens sei eine dem Gesundheitszustand angepasste gewinnbringende Tätigkeit noch im- mer in rentenausschliessender Weise zumutbar. J. Am 20. Juni 2007 erhob die Beschwerdeführerin, vertreten durch Rechtsanwalt Andreas Fäh, Beschwerde beim Bundesverwaltungsge- richt. Sie beantragt die Aufhebung der Verfügung vom 21. Mai 2007 und die Ausrichtung einer IV-Rente aufgrund eines Invaliditätsgrads von mindestens 50%. Ferner sei ihr die unentgeltliche Rechtspflege und Rechtsverbeiständigung zu gewähren. Zur Begründung wird im Wesentlichen geltend gemacht, das Gutachten der MEDAS sei Seite 5C-4210/2007 äusserst deutlich und es sei nicht nachvollziehbar, dass die IVSTA, an- ders als üblich, von diesem abweiche. Aufgrund des fachärztlichen Gutachtens sei zweifelsfrei auf einen Invaliditätsgrad von 50% abzu- stellen. Allenfalls seien bei Berücksichtigung eines angemessenen Teilzeit- und Leidensabzugs sogar die Voraussetzungen für eine Drei- viertelsrente gegeben. K. Mit Vernehmlassung vom 27. August 2007 beantragt die IVSTA die Ab- weisung der Beschwerde. Sie macht geltend, ausnahmsweise sei von der Beurteilung des MEDAS Gutachtens abzuweichen. Die Fachärzte ihres ärztlichen Dienstes hätten die Meinung vertreten, das psychiatri- sche Teilgutachten sei nicht schlüssig. Sie seien davon ausgegangen, dass die Beschwerdeführerin, abgesehen von einigen eher diskreten depressiven Symptomen keine Besonderheiten aufweise, so dass eher von einer leichten als einer mittleren depressiven Episode auszugehen sei und keine psychische Komorbidität gegeben sei, da lediglich ein Verdacht auf Somatisierung bestehe. Der Gutachter habe im Übrigen gemäss ihrem ärztlichen Dienst invaliditätsfremden Gesichtspunkten eindeutig zu viel Gewicht beigemessen. Der Facharzt ihres Dienstes habe lediglich die Annahme einer Arbeitsunfähigkeit von 20% als ge- rechtfertigt betrachtet. L. Mit Replik vom 29. Oktober 2007 wird die vom MEDAS Gutachten ab- weichende Einschätzung der gesundheitlichen Situation bemängelt. Diese sei lediglich aufgrund von Aktennotizen des internen ärztlichen Dienstes, ohne persönliche Untersuchung der Beschwerdeführerin er- folgt. M. Mit Zwischenverfügung vom 9. November 2007 hiess das Bundesver- waltungsgericht das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege und Ver- beiständigung gut. N. Auf die dargelegten und weitere Vorbringen und Eingaben der Verfah- rensbeteiligten wird, soweit sie rechtserheblich sind, in den nachfol- genden Erwägungen eingegangen. Seite 6C-4210/2007 Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 1. 1.1 Gemäss Art. 31 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (VGG, SR 173.32) in Verbindung mit Art. 33 lit. d VGG und Art. 69 Abs. 1 lit. b des Bundesgesetzes vom 19. Juni 1959 über die Invali- denversicherung (IVG, SR 831.20) beurteilt das Bundesverwaltungs- gericht Beschwerden von Personen im Ausland gegen Verfügungen der IV-Stelle für Versicherte im Ausland. Eine Ausnahme im Sinne von Art. 32 VGG liegt nicht vor. 1.2 Aufgrund von Art. 3 lit. dbis des Bundesgesetzes vom 20. Dezem- ber 1968 über das Verwaltungsverfahren (VwVG, SR 172.021) findet das VwVG keine Anwendung in Sozialversicherungssachen, soweit das Bundesgesetz vom 6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG, SR 830.1) anwendbar ist. Gemäss Art. 1 Abs. 1 IVG sind die Bestimmungen des ATSG auf die Invaliden- versicherung (Art. 1a-26bis IVG und 28 bis 70 IVG) anwendbar, soweit das IVG nicht ausdrücklich eine Abweichung vom ATSG vorsieht. 1.3 Die Beschwerdeführerin ist durch den angefochtenen Entscheid besonders berührt und hat an dessen Aufhebung oder Änderung ein schutzwürdiges Interesse (Art. 48 Abs. 1 VwVG, vgl. auch Art. 59 ASTG). Sie ist daher zur Beschwerde legitimiert. 1.4 Die Beschwerde wurde frist- und formgerecht eingereicht (Art. 50 Abs. 1, Art. 52 Abs. 1 VwVG; vgl. auch Art. 60 ATSG) und der Vertreter hat sich rechtsgenüglich ausgewiesen (Art. 11 VwVG). Auf die Beschwerde ist somit einzutreten. 1.5 Gemäss Art.19 Abs. 3 VGG sind die Richter und Richterinnen des Bundesverwaltungsgerichts zur Aushilfe in anderen Abteilungen ver- pflichtet. Vorliegend ist der Vorsitz im Beschwerdeverfahren auf die Ab- teilung II übergegangen. 2. Die Beschwerdeführenden können im Rahmen des Beschwerdeverfah- rens die Verletzung von Bundesrecht unter Einschluss des Miss- Seite 7C-4210/2007 brauchs oder der Überschreitung des Ermessens, die unrichtige oder unvollständige Feststellung des Sachverhalts sowie Unangemessen- heit des Entscheids rügen (Art. 49 VwVG). 3. 3.1 Nach dem Zerfall der Föderativen Volksrepublik Jugoslawien blie- ben zunächst die Bestimmungen des Abkommens vom 8. Juni 1962 zwischen der Schweizerischen Eidgenossenschaft und der Föderati- ven Volksrepublik Jugoslawien über Sozialversicherung (SR 0.831.109.818.1) für alle Staatsangehörigen des ehemaligen Jugosla- wiens anwendbar (BGE 126 V 198 E. 2b, 122 V 381 E. 1 mit Hinweis). Zwischenzeitlich hat die Schweiz mit Nachfolgestaaten des ehemali- gen Jugoslawiens (Kroatien, Slowenien, Mazedonien), nicht aber mit Serbien, neue Abkommen über Soziale Sicherheit abgeschlossen. Für die Beschwerdeführerin als Bürgerin von Serbien findet demnach wei- terhin das schweizerisch-jugoslawische Sozialversicherungsabkom- men vom 8. Juni 1962 Anwendung. Nach Art. 2 dieses Abkommens stehen die Staatsangehörigen der Vertragsstaaten in ihren Rechten und Pflichten aus den in Art. 1 genannten Rechtsvorschriften, zu wel- chen die schweizerische Bundesgesetzgebung über die Invalidenversi- cherung gehört, einander gleich, soweit nichts anderes bestimmt ist. Da vorliegend keine abweichenden Bestimmungen zur Anwendung ge- langen, bestimmt sich der Anspruch der Beschwerdeführerin auf Leis- tungen der schweizerischen Invalidenversicherung gemäss vorstehen- der Ausführungen auf Grund des IVG, der Verordnung über die Invali- denversicherung vom 17. Januar 1961 (IVV, SR 831.201), des ATSG sowie der Verordnung vom 11. September 2002 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSV, SR 830.11). 3.2 Gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung sind im Beschwer- deverfahren grundsätzlich für die Bestimmung des rechtserheblichen Sachverhalts die tatsächlichen Verhältnisse zur Zeit des Erlasses des strittigen Einspracheentscheids, vorliegend ist dies der 21. Mai 2007, massgebend (BGE 132 V 368 E. 6.1 mit Hinweisen). Weiter sind in zeitlicher Hinsicht grundsätzlich diejenigen Rechtssätze massgebend, die bei der Erfüllung des zu Rechtsfolgen führenden Tatbestandes Gel- tung hatten (BGE 130 V 329). Für das vorliegende Verfahren ist des- halb das per 1. Januar 2003 in Kraft getretene ATSG anwendbar. Die darin enthaltenen Formulierungen der Arbeitsunfähigkeit, der Erwerbs- unfähigkeit, der Invalidität und der Einkommensvergleichsmethode ent- Seite 8C-4210/2007 sprechen den bisherigen von der Rechtsprechung dazu entwickelten Begriffen in der Invalidenversicherung. Demzufolge haben die von der Rechtsprechung dazu herausgebildeten Grundsätze unter der Herr- schaft des ATSG weiterhin Geltung (BGE 130 V 343). Bei den materi- ellen Bestimmungen des IVG und der IVV ist auf die Fassung gemäss den am 1. Januar 2004 in Kraft getretenen Änderungen (4. IV-Revi- sion) abzustellen. Nicht zu berücksichtigen sind die durch die 5. IV-Re- vision eingeführten Änderungen, welche am 1. Januar 2008 in Kraft getreten sind (AS 2007 5129). Im Folgenden werden deshalb die ab 1. Januar 2004 (bis Ende 2007) gültig gewesenen Bestimmungen des IVG und der IVV zitiert. 4. 4.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dau- ernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Die Invalidität kann Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Un- fall sein (Art. 4 Abs. 1 IVG). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beein- trächtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung ver- bleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 ATSG). Arbeitsunfähigkeit ist die durch eine Beeinträchtigung der kör- perlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit bedingte, volle oder teilweise Unfähigkeit, im bisherigen Beruf oder Aufgabenbereich zu- mutbare Arbeit zu leisten. Bei langer Dauer wird auch die zumutbare Tätigkeit in einem anderen Beruf oder Aufgabenbereich berücksichtigt (Art. 6 ATSG). 4.2 Beeinträchtigungen der psychischen Gesundheit können in glei- cher Weise wie körperliche Gesundheitsschäden eine Invalidität im Sinne von Art. 4 Abs. 1 IVG in Verbindung mit Art. 8 ATSG bewirken. Eine fachärztlich festgestellte psychische Krankheit kann indessen nicht ohne weiteres einer Invalidität gleichgesetzt werden. Entschei- dend ist die nach einem weitgehend objektivierten Massstab erfolgte Beurteilung, ob und inwiefern der versicherten Person trotz ihres Lei- dens die Verwertung ihrer Restarbeitsfähigkeit auf dem ihr nach ihren Fähigkeiten offen stehenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt noch sozi- al-praktisch zumutbar und für die Gesellschaft tragbar ist (BGE 127 V 294 E. 4c). Nicht als Folgen eines psychischen Gesundheitsschadens und damit invalidenversicherungsrechtlich nicht als relevant gelten Ein- Seite 9C-4210/2007 schränkungen der Erwerbsfähigkeit, welche die versicherte Person bei Aufbietung allen guten Willens, die verbleibende Leistungsfähigkeit zu verwerten, abwenden könnte (BGE 131 V 49 E. 1.2, vgl. auch BGE 102 V 165; AHI 2001 S. 228 E. 2b mit Hinweisen). 4.3 Gemäss Art. 28 Abs. 1 IVG haben Versicherte bei einem Invalidi- tätsgrad von mindestens 70% Anspruch auf eine ganze Rente, bei mindestens 60% auf eine Dreiviertelsrente, bei mindestens 50% auf eine halbe Rente oder auf eine Viertelsrente, wenn sie mindestens zu 40% invalid sind. Laut Abs. 1ter dieser Norm werden Renten, die einem Invaliditätsgrad von weniger als 50% entsprechen, nur an Versicherte ausgerichtet, die ihren Wohnsitz und gewöhnlichen Aufenthalt (Art. 13 ATSG) in der Schweiz haben. Nach der bundesgerichtlichen Recht- sprechung stellt Art. 28 Abs. 1ter IVG nicht eine blosse Auszahlungsvor- schrift, sondern eine besondere Anspruchsvoraussetzung dar (BGE 121 V 264 E. 6c). Eine Ausnahme von diesem Prinzip gilt seit dem 1. Juni 2002 für Schweizer Bürger und Staatsangehörige der Europäi- schen Gemeinschaft, denen bei einem Invaliditätsgrad ab 40% eine Rente ausgerichtet wird, wenn sie in einem Mitgliedstaat der Europäi- schen Gemeinschaft Wohnsitz haben; keine Ausnahme gilt für Staats- angehörige von Serbien. 4.4 Anspruch auf eine ordentliche Rente der schweizerischen Invali- denversicherung hat, wer invalid im Sinne des Gesetzes ist (Art. 8 ATSG) und beim Eintritt der Invalidität während mindestens eines vol- len Jahres Beiträge an die schweizerische AHV/IV geleistet hat (Art. 36 Abs. 1 IVG). 5. 5.1 Die Beschwerdeführerin hat während mehr als einem Jahr Beiträ- ge an die schweizerische Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenversi- cherung entrichtet, so dass sie die gesetzliche Mindestbeitragsdauer erfüllt. 5.2 Streitig ist, ob die Beschwerdeführerin bis zum Erlass des Ein- spracheentscheides im Mai 2007 in einem rentenberechtigenden Aus- mass invalid geworden ist. Zu prüfen ist in erster Linie, ob eine lang- dauernde Arbeitsunfähigkeit im Sinne von Art. 6 ATSG aufgrund einer psychischen Störung vorliegt. Seite 10C-4210/2007 6. 6.1 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesund- heitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person ar- beitsunfähig ist. Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichti- ge Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten Person noch zugemutet werden können (BGE 125 V 256 E. 4, BGE 115 V 133 E. 2; AHI 2002 S. 62 E. 4b/cc). 6.2 Für das gesamte Verwaltungs- und Beschwerdeverfahren gilt der Grundsatz der freien Beweiswürdigung. Danach haben Versicherungs- träger und Gerichte die Beweise frei, d.h. ohne Bindung an förmliche Beweisregeln, sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen. Für das vorliegende Beschwerdeverfahren bedeutet dies, dass alle Be- weismittel, unabhängig davon, von wem sie stammen, objektiv zu prü- fen sind. Danach ist zu entscheiden, ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruchs gestat- ten, und, wenn dies der Fall ist, aufgrund des als massgeblich befun- denen Ergebnisses zu entscheiden. Hinsichtlich des Beweiswertes ei- nes Arztberichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Be- lange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Ana- mnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen der Expertinnen und Experten begründet sind (BGE 125 V 352 E. 3a, 122 V 160 E. 1c; AHI 2001 S. 112 f.). Wird im Wesentlichen oder sogar ausschliesslich gestützt auf vom Versiche- rungsträger intern eingeholte medizinische Unterlagen entschieden, sind an die Beweiswürdigung strenge Anforderungen in dem Sinne zu stellen, dass bei auch nur geringen Zweifeln an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der ärztlichen Feststellungen ergänzende Abklärun- gen vorzunehmen sind (BGE 122 V 157 E. 1d; Urteil U 365/06 vom 26. Januar 2007 E. 4.1 mit Hinweisen). Dabei hat das Gericht grundsätz- lich die Wahl, ob es die Sache zur weiteren Beweiserhebung an die verfügende Instanz zurückweisen oder die erforderlichen Instruktionen insbesondere durch Anordnung eines Gerichtsgutachtens selber vor- nehmen will (BGE 125 V 351 E. 3a mit Hinweisen; AHI 2001 S. 113 E. Seite 11C-4210/2007 3a; Rechtsprechung und Verwaltungspraxis - Kranken- und Unfallversi- cherung [RKUV] 1999 Nr. U 332 S. 193 E. 2a/bb und 1998 Nr. U 313 S. 475 E. 2a). 6.3 Im Sozialversicherungsrecht hat das Gericht seinen Entscheid, so- fern das Gesetz nicht etwas Abweichendes vorsieht, nach dem Be- weisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu fällen. Die blosse Möglichkeit eines bestimmten Sachverhalts genügt den Beweisanfor- derungen nicht. Der Richter und die Richterin haben jener Sachver- haltsdarstellung zu folgen, die sie von allen möglichen Geschehensab- läufen als die Wahrscheinlichste würdigen (BGE 126 V 353 E. 5b, 125 V 193 E. 2, je mit Hinweisen). 7. Der Vorinstanz stand ein MEDAS Gutachten vom 21. September 2006 zur Verfügung, das sich auf die Vorakten, ein psychiatrisches Teilgut- achten sowie eine Untersuchung der Beschwerdeführerin stützte. Ge- mäss diesem Gutachten besteht in den zuletzt ausgeübten Tätigkeiten (Reinigungsdienst, Küchenhilfe) aus somatischen Gründen aufgrund aller verfügbaren klinischen und radiologischen Daten keine Ein- schränkung der Arbeitsfähigkeit. Aus psychiatrischen Gründen ist von einer Arbeitsunfähigkeit von 50%, seit etwa Mitte 2004 wegen der mit- telgradig depressiven Episode ohne somatisches Syndrom mit Ver- dacht auf Somatisierungsstörung auszugehen. Das Gutachten geht davon aus, dass medizinische Massnahmen wünschenswert wären, aber keinen Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit hätten (vgl. oben D.d). Die Vorinstanz wich von diesem Gutachten ab. In ihrer Verfügung vom 21. Mai 2007, wie auch in der Vernehmlassung vom 27. August 2007, hält sie sich an die Stellungnahmen ihres medizinischen Dienstes, wel- cher mit der im MEDAS Gutachten diagnostizierten Arbeitunfähigkeit von 50% nicht einverstanden ist und von einem geringeren Prozent- satz, 20%, ausgeht. Sie führte aus, es werde ausnahmsweise vom MEDAS Gutachten abgewichen, da dieses IV-fremden Aspekten zu viel Gewicht gebe. Die Vorinstanz stützte sich dabei auf Stellungnahmen ihres medizini- schen Dienstes. Dr. med. M._____ kam in einem Bericht vom 5. De- zember 2006 zum Schluss, die Expertisen seien bezüglich der diag- nostizierten Depression und der fehlenden Wiedereingliederungsmög- Seite 12C-4210/2007 lichkeit übertrieben. Die Beschwerdeführerin sei schlecht in der Schweiz integriert, zeige eine rein subjektive Symptomatologie und eine leichte Depression, aber keine wirkliche Einschränkung in der Ar- beitsfähigkeit betreffend der von ihr in der Schweiz ausgeführten Ar- beiten. Er leitete die Akten weiter an Dr. med. G._______ zur psychiat- rischen Stellungnahme. Dr. med. G._______ kam in einem Bericht vom 11. März 2007 zum Schluss, der psychische Status der Beschwerde- führerin weise keine Besonderheiten auf, ausser einigen diskret ge- nannten depressiven Anzeichen. Es handle sich eher um eine leichte als eine mittlere depressive Episode. Es bestehe keine psychiatrische Komorbidität, nur ein Verdacht der Somatisierung. Dr. med. G._______ kam zu Schluss, es bestehe eine Arbeitsunfähigkeit von 20% seit Mitte 2004 und ging von einer möglichen Behandlung mit Antidepressiva un- ter regelmässiger ärztlicher Aufsicht aus (vgl. oben F.). Dem umfassenden ärztlichen MEDAS Gutachten steht somit die Beur- teilung des medizinischen Dienstes der IVSTA, die von der Vorinstanz in ihrem Entscheid übernommen wurde, gegenüber. Obwohl die Ärzte der IVSTA zu einem anderen Schluss kommen, werden von ihnen kei- ne offensichtlichen Schwächen des Gutachtens in nachvollziehbarer Weise genannt. Zwar geht aus ihren Stellungnahmen klar hervor, dass sie die Diagnose des Facharztes bezüglich des Ausmasses der psy- chisch bedingten Arbeitsunfähigkeit (20% anstatt 50%) in Frage stellen und im Gegensatz zu diesem davon ausgehen, dass eine medikamen- töse Behandlung zu einer Verbesserung der Arbeitsfähigkeit führen würde. Es lässt sich aus ihren Ausführungen auch entnehmen, dass sie der Meinung sind, die sozio-kulturellen Faktoren seien vom Fach- arzt überbewertet worden. Nicht nachvollziehbar ist jedoch die von ih- nen abweichende Beurteilung der psychischen Krankheit der Be- schwerdeführerin und deren Arbeits(un)fähigkeit. Die Ärzte der IVSTA haben die Beschwerdeführerin nicht untersucht. Ihren sehr kurzen Stellungnahmen lässt sich auch nicht entnehmen, wie sie zu ihren Schlussfolgerungen bezüglich der Diagnose und insbesondere der Ar- beitsunfähigkeit von 20% gelangt sind. Diese Beurteilungen der Ärzte der IVSTA, die von der Vorinstanz übernommen werden, sind somit für das Bundesverwaltungsgericht weder genügend begründet noch nach- vollziehbar. Aufgrund der vorliegenden ärztlichen Berichte und Gutachten muss der Schluss gezogen werden, dass der rechtserhebliche Sachverhalt nicht genügend abgeklärt ist und der für die Entscheidung erforderli- Seite 13C-4210/2007 che Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit nicht erreicht wurde. Bestanden aber Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssig- keit der ärztlichen Feststellungen und Schlussfolgerungen des MEDAS Gutachtens und konnte nicht auf die bestehenden medizinischen Un- terlagen abgestellt werden, war die Vorinstanz verpflichtet, ergänzen- de gutachterliche Abklärungen vorzunehmen. 8. 8.1 Demnach ist die Beschwerde insoweit gutzuheissen, als der ange- fochtene Entscheid vom 21. Mai 2007 aufgehoben und die Sache an die Vorinstanz zu neuer Entscheidung zurückgewiesen wird (Art. 61 Abs. 1 VwVG). Die Vorinstanz wird angewiesen, ein Zusatzgutachten bzw. ein neues Gutachten einzuholen, welches eine zuverlässige Be- urteilung der Arbeits- und Erwerbsfähigkeit der Beschwerdeführerin er- möglicht. Der Gutachter wird sich dazu äussern, ob, in welchem Um- fang und bezüglich welcher Tätigkeiten die Beschwerdeführerin ar- beits(un)fähig ist sowie welche Arbeitsleistungen ihr aus medizinischer Sicht zugemutet werden können. Gestützt auf diese Abklärungen hat die Vorinstanz sodann den Rentenanspruch zu beurteilen. 9. 9.1 Es werden keine Verfahrenskosten erhoben (Art. 63 VwVG). 9.2 Der Beschwerdeführerin ist eine angemessene Parteientschädi- gung zuzusprechen (Art. 64 Abs. 1 VwVG). Der Rechtsvertreter hat keine Kostennote eingereicht. Die Parteientschädigung ist somit von Amtes wegen festzusetzen. Aufgrund des Arbeitsumfangs erscheint eine Parteientschädigung von Fr. 1'500.- (exkl. Mehrwertsteuer) praxis- gemäss als angemessen. Die Mehrwertsteuer ist nur für Dienstleistun- gen geschuldet, die im Inland gegen Entgelt erbracht werden, nicht je- doch im vorliegenden Fall, in dem die Dienstleistung des Rechtsvertre- ters der Beschwerdeführerin mit Wohnsitz im Ausland erbracht worden ist (Art. 5 Bst. b des Bundesgesetzes vom 2. September 1999 über die Mehrwertsteuer [Mehrwertsteuergesetz, MWSTG, SR 641.20] in Ver- bindung mit Art. 14 Abs. 3 Bst. c MWSTG und Art. 9 Abs. 1 Bst. c VGKE). Seite 14C-4210/2007 Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 1. Die Beschwerde wird im Sinne der Erwägungen teilweise gutgeheis- sen, der Entscheid vom 21. Mai 2007 aufgehoben und die Sache mit der Weisung an die Vorinstanz zurückgewiesen, eine erneute Begut- achtung durchführen zu lassen und gestützt auf die Ergebnisse den Grad der Arbeitsfähigkeit festzulegen bzw. über den Rentenanspruch der Beschwerdeführerin zu verfügen. 2. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. 3. Die Vorinstanz wird verpflichtet, der Beschwerdeführerin innert 30 Ta- gen ab Eintritt der Rechtskraft des vorliegenden Urteils eine Parteient- schädigung in der Höhe von Fr. 1'500.- auszurichten. 4. Dieses Urteil geht an: - die Beschwerdeführerin (Gerichtsurkunde) - die Vorinstanz (Ref-Nr. 987.64.559.258) - das Bundesamt für Sozialversicherung Die vorsitzende Richterin: Die Gerichtsschreiberin: Maria Amgwerd Beatrice Brügger Rechtsmittelbelehrung: Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen nach Eröffnung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten geführt werden (Art. 82 ff., 90 ff. Seite 15C-4210/2007 und 100 des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]). Die Rechtsschrift ist in einer Amtssprache abzufassen und hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. Der angefochtene Entscheid und die Beweismittel sind, soweit sie die beschwerdeführende Partei in Händen hat, beizulegen (vgl. Art. 42 BGG). Versand: Seite 16