<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="cell small-12 contentContainer printArea"> <div><table><tr><td colspan="2"><p class="Normal Heading1"><span class="Normal Heading1">Sozialversicherungsgericht</span></p><p class="Normal Heading1"><span class="Normal Heading1">des Kantons Zürich</span></p></td><td><p class="Normal Heading1"></p></td></tr><tr><td><p class="Normal Heading1"><br/></p></td><td colspan="2"><p><span>UV.2015.00168</span></p><p><br/></p><p><br/></p><p></p></td></tr></table><p><br/></p><p><span id="_GoBack"></span>IV. Kammer</p><p>Sozialversicherungsrichter Hurst, Vorsitzender</p><p>Sozialversicherungsrichter Vogel</p><p>Ersatzrichterin Bänninger Schäppi</p><p>Gerichtsschreiber Hübscher</p><p class="Normal Heading2"><span class="Normal Heading2">Urteil vom 15. Dezember 2016</span></p><p class="Normal StandardEinzug"><span class="Normal StandardEinzug">in Sachen</span></p><p class="Normal StandardFett RubrumFett"><span class="Normal StandardFett RubrumFett">SWICA Krankenversicherung AG</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">SWICA Gesundheitsorganisation, Rechtsdienst</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Römerstrasse 38, 8401 Winterthur</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Beschwerdeführerin</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">vertreten durch SWICA Krankenversicherung AG</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">SWICA Gesundheitsorganisation, Regionaldirektion Lausanne</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">lic. iur. X.___</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Bd. de Grancy 39, 1001 Lausanne</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">gegen</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardFett RubrumFett"><span class="Normal StandardFett RubrumFett">AXA Versicherungen AG</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Generaldirektion</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">General Guisan-Strasse 40, Postfach 357, 8401 Winterthur</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Beschwerdegegnerin</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">weitere Verfahrensbeteiligte:</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardFett RubrumFett"><span class="Normal StandardFett RubrumFett">Y.___</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Beigeladene</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Sachverhalt:</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Y.___, geboren 1959, arbeitete seit 1. Mai 2010 bei der Z.___ AG als Document Manager und war in dieser Eigenschaft bei der AXA Versiche</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rungen AG (nachfolgend: AXA) gegen die Folgen von Unfällen versichert (Urk. 9/A1). Am 17. August 2014 fuhr sie als Beifahrerin in einem Bugatti 37, Jahrgang 1926, von Lignières/Kanton Neuenburg nach Morges/Kanton Waadt (Urk. 9/A1, Urk. 9/A5). Die Versicherte begab sich am 19. August 2014 in die A.___, wo sie angab, dass sie sich während der Fahrt mit dem Bugatti an dessen Getriebe verbrannt habe. Die Ärzte diagnostizierten eine Verbrennung Grad IIa bis IIb an der rechten Wade der Versicherten und versorgten die Wunde (Urk. 9/M1). Nachdem sich die Wunde infiziert hatte, fand die weitere Behandlung im B.___ statt, wo am 23. August 2014 eine tangentiale Exzision Unter</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">schenkel rechts mit Spalt</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">hauttransplantat vom rechten Oberschenkel durch</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">geführt wurde (Urk. 9/M1-M3).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Mit Verfügung vom 17. März 2015 verneinte die AXA ihre Leistungspflicht mit der Begründung, dass bezüglich des Ereignisses vom 17. August 2014 der Unfallbegriff nicht erfüllt sei (Urk. 9/A16). Dagegen erhob die Krankenkasse der Versicherten, die SWICA Kran</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">kenver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sicherung AG (nachfolgend: SWICA), am 17. April 2015 Ein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sprache (Urk. 9/A21, mit Einsprachebegrün</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">dung vom 28. April 2015 [Urk. 9/A22]), welche die AXA mit Entscheid vom 4. August 2015 abwies (Urk. 2).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Dagegen erhob die SWICA am 11. September 2015 Beschwerde und bean</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tragte, in Aufhebung des angefochtenen Einspracheentscheids vom 4. August 2015 sei die Beschwerdegegnerin zu verpflichten, die Leistungen nach UVG, insbesondere Heilungskosten nach Art. 10 ff. UVG, im Zusammenhang mit den Folgen des Ereignisses vom 17. August 2014 zu erbringen (Urk. 1 S. 2). Die Beschwerdege</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gnerin beantragte mit Beschwerdeantwort vom 28. Oktober 2015 Abweisung der Beschwerde (Urk. 8, unter Beilage ihrer Akten [Urk. 9/A1-A24, Urk. 9/M1-M3]).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Mit Gerichtsverfügung vom 9. November 2015 wurde Y.___ zum Prozess beigeladen und der Beschwerdeführerin das Doppel der Beschwerde</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">antwort vom 28. Oktober 2015 (Urk. 8) zur Kenntnisnahme zugestellt (Urk. 11). Die Beigeladene liess sich nicht vernehmen.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Beschwerdeführerin nahm mit Eingabe vom 8. Dezember 2015 zur Beschwerdeantwort vom 28. Oktober 2015 (Urk. 8) Stellung (Urk. 13, Urk. 14/17), wovon die übrigen Verfahrensbeteiligten in Kenntnis gesetzt wurden (Urk. 15).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Auf die Vorbringen der Verfahrensbeteiligten und die eingereichten Akten wird, soweit erforderlich, in den nachfolgenden Erwägungen eingegangen. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Das Gericht zieht in Erwägung:</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.</span><span> </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Gemäss Art. 6 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Un</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">fallver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sicherung (UVG) werden – soweit das Gesetz nichts anderes bestimmt – die Versicherungs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">leistungen bei Berufsunfällen, Nichtberufsunfällen und Berufskrankheiten gewährt. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Ein Unfall ist gemäss Art. 4 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG) die plötzliche, nicht beabsichtigte schädigende Einwirkung eines ungewöhnlichen äusseren Faktors auf den menschlichen Körper, die eine Beeinträchtigung der kör</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">per</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">lichen oder geisti</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gen Gesundheit oder den Tod zur Folge hat.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Strittig und zu prüfen ist, ob die Beschwerdegegnerin aufgrund des Ereignis</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ses vom 17. August 2014 eine Leistungspflicht trifft.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Im angefochtenen Einspracheentscheid vom 4. August 2015 erwog die Be</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">schwerdegegnerin, die Beigeladene habe bei der Sachverhaltsbe</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">schreibung vom 12. September 2014 angegeben, dass sie während der ca. zweistündigen Fahrt keine übermässige Hitze an den Beinen verspürt habe. Es sei lediglich warm gewesen. Auch die von ihr getragenen dicken Strümpfe hätten keine Beschädigung aufgewiesen, so dass sie nicht bemerkt habe, dass sich ihre Haut verbrannt habe. Auch der Fahrzeugführer habe keine aus</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">seror</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">dentliche Hitze im Beinbereich erwähnt. Zudem sei ihr bewusst gewesen, dass der Platz eng sei und es im Fussbereich warm werden könne, da sie schon früher mit diesem Auto gefahren sei (Urk. 2 S. 2). Die Beschwerdegegnerin führte weiter aus, dass die Blase am rechten Unterschenkel der Beigeladenen am ehesten durch die kontinuierliche Wärmeentwicklung während der ca. zweistündigen Fahrt ent</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">standen sei, eventuell begünstigt durch die dicken Strümpfe, welche sie dabei getragen habe. Es sei von einer allmählichen Wärme</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">entwicklung über ca. zwei Stunden auszugehen, weshalb das Merkmal der Plötzlichkeit nicht gegeben sei. Da für das Vorliegen eines Unfalles sämt</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">liche Unfallbe</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">griffsele</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">mente erfüllt sein müssten, sei vorliegend nicht von einem Unfall im Sinne des Gesetzes auszugehen (Urk. 2 S. 3).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Beschwerdeführerin bringt demgegenüber vor, bezüglich des Erfordernis</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ses der Plötzlichkeit sei nicht notwendig, dass die schädigende Einwirkung auf einen blossen Augenblick beschränkt sei. Es gehe vorliegend nicht um Ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">brennungen wie zum Beispiel einen Sonnenbrand, bei welchem gemäss der Rechtsprechung die Plötzlichkeit zu verneinen sei. Dass die Beigeladene den Schmerz nicht sofort gefühlt habe, bedeute nicht, dass die schädigende Einwirkung nicht plötz</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">lich gewesen sei. Das Getriebe sei heiss gewesen und die Ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">brennung sei plötzlich ausgelöst worden. Nachdem die Beigeladene ihren Unter</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">schenkel während der weniger als zwei Stunden dauernden Fahrt am Ge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">triebe des Oldtimer-Autos gehabt habe, hätten die Ärzte der A.___ und des B.___ Verbrennungen II. bis III. Grades fest</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">stellt. Es sei nicht möglich, solche Verbrennungen „schleichend“ zu erleiden (Urk. 1 S. 5). Hinzu komme, dass eine Erkrankung, wie zum Beispiel eine Polyneuropathie, vorgelegen haben könnte, welche er</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">klären könnte, weshalb die Beigeladene die Verbrennung nicht gespürt habe (Urk. 13 S. 2). Die Beschwerdegegnerin habe es daher zu Unrecht unterlassen, dies und die weiteren Umstände des Ereignisses vom 17. August 2014 näher abzuklären (Urk. 13 S. 3). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Hinsichtlich der äusserlichen Einwirkung, welche zur Verbrennung am rech</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ten Unterschenkel der Beigeladenen geführt haben soll, gab diese bei der Befra</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gung durch den Sachbearbeiter der Beschwerdegegnerin vom 12. September 2014 an, dass sie bei der Fahrt mit dem rechtsgesteuerten Bugatti das rechte Bein beziehungsweise die rechte Wade am Getriebe des Bugatti gehabt habe (Urk. 9/A5). Nicht dargetan wurde namentlich, dass die Beigeladene, etwa weil der Fahrer im Strassenverkehr abrupt habe abbremsen müssen, während der Fahrt unfreiwillig mit ihrer rechten Wade an das heisse Getriebe des Bugatti gestossen sei. Vielmehr ist sie während der Fahrt- welche von ca. 16.20 Uhr bis ca. 18.10 Uhr gedauert habe (vgl. Urk. 9/A22 S. 1) - so gesessen, dass sich ihr rechter Unterschenkel neben oder am warmen Getriebe des Bugatti befunden habe. Dabei habe sie, so die Beigeladene weiter, während der Fahrt nicht gespürt, dass es heiss geworden sei. Es sei einfach nur warm gewesen. Zudem habe sie dicke Strümpfe getragen. Diese seien nicht beschädigt gewesen. Sie habe gar nicht bemerkt, dass sie sich verbrannt habe. Auf dem Heimweg mit dem Zug habe sie ebenfalls keine Schmerzen verspürt (Urk. 9/A5). Mit dem zum Unfallbegriff gemäss Art. 4 ATSG (E. 1.2 vorstehend) gehören</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">den Kriterium der Plötzlich</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">keit soll ein zeitlicher Rahmen gesteckt werden, in dem Sinne, dass eine Einwirkung während eines kurzen, abgrenzbaren Zeit</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">raums verlangt wird (Kieser, ATSG-Kommentar, 3. Aufl., 2015, N 17 zu Art. 4 ATSG). Nach der Rechtsprechung des Bundesgerichts ist mit dem Erfordernis der Plötz</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">lichkeit zwar nicht notwendig verbunden, dass die schä</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">digende Ein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">wir</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">kun</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">g auf einen blossen Augenblick beschränkt ist, jedoch muss sie plötzlich eingesetzt haben und eine einmalige gewesen sein (EVGE 1943 S. 69, Urteile des Bundesgerichts U 178/02 vom 7. Februar 2003 E. 1.1 und 8C_280/2010 vom 21. Mai 2010 E. 3.2.2, je mit weiteren Hinweisen). Eine solche plötzliche Einwirkung ist vorliegend bei einer Wärmeeinwirkung während der ganzen Autofahrt zu verneinen. Wenn nämlich die Verbren</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">nung der Beigeladenen deswegen auftrat, weil sie während ca. zwei Stunden ihren Unterschenkel an das warme Getriebe des Bugatti gehalten hat, so ist der Unfallbegriff im Sinne von Art. 4 ATSG mangels Plötzlichkeit nicht erfüllt. Nicht behauptet wurde, dass die Beigeladene sich während der Fahrt wegen Platzmangel - sie gab an, dass der Platz im Bugatti eng sei und sich damals auf dem Bei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">fahrersitz zudem noch das Gepäck des Fahrers befunden habe (Urk. 9/A5) - gar nicht habe anders positionieren können, mithin neben dem warmen Getriebe eine Zwangshaltung habe einnehmen müssen (vgl. RKUV 1987 Nr. U 25 S. 375 E. 3a). Weil sich in den aufgelegten medizini</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">schen Berichten keine entsprechenden Angaben finden, ist zudem nicht davon aus</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">zu</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gehen, dass die Beigeladene wegen einer Erkrankung nicht gespürt haben soll, dass sie eine - plötzlich aufgetretene - Verbrennung er</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">litten hat (E. 2.3 vorstehend).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die Beschwerdegegnerin hat ihre Leistungspflicht daher zu Recht verneint, weil der Unfallbegriff gemäss Art. 4 ATSG nicht erfüllt ist. Dies führt zur Abweisung der Beschwerde.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Heading3"><span class="Normal Heading3">Das Gericht erkennt:</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span class="Normal Dispotext DispoHngend">1.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Die </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Beschwerde </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">wird abgewiesen.</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span class="Normal Dispotext DispoHngend">2.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Das Verfahren ist kostenlos.</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span class="Normal Dispotext DispoHngend">3.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Zustellung gegen Empfangsschein an:</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">SWICA Krankenversicherung AG</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">AXA Versicherungen AG</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Y.___</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Bundesamt für Gesundheit</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">4.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Gegen diesen Entscheid kann innert </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">30 Tagen</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"> seit der Zustellung beim Bundesge</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">richt Beschwerde eingereicht werden (Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundesgesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 15. Juli bis und mit 15. August sowie vom 18. Dezember bis und mit dem 2. Januar (Art. 46 BGG).</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzustellen.</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweis</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">mittel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat (Art. 42 BGG).</span></p><p class="Normal Heading3"><br/></p><p class="Normal Heading3"><span class="Normal Heading3">Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich</span></p><p><br/></p><p>Der VorsitzendeDer Gerichtsschreiber</p><p><br/></p><p><br/></p><p>HurstHübscher</p><p></p></div> </div></body></html>