<h2>SubmittedText<h2><p>1. Hat der Bundesrat Kenntnis davon, dass die Systeme zur kontrollierten Wohnungslüftung anscheinend Gesundheitsprobleme verursachen?</p><p>2. Wenn ja, wurde den kantonalen Behörden, insbesondere den Gesundheitsämtern und den Ämtern für Energie, einschliesslich der Ärztegesellschaften, aufgetragen, die Bürgerinnen und Bürger, die ein System zur kontrollierten Wohnungslüftung haben, dazu aufzurufen, einen richtigen Luftwechsel durchzuführen? </p><p>3. Beabsichtigt der Bundesrat, eine vertiefte Auseinandersetzung mit diesem Thema vorzunehmen, damit schnellstmöglich eine Lösung gefunden werden kann?</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Dem Bundesrat ist bekannt, dass es in mechanisch gelüfteten Räumen zu Klagen der Gebäudenutzer über gesundheitliche Beschwerden und Beeinträchtigungen des Wohlbefindens kommen kann. Ursache können Mängel oder Störungen der Funktion der Anlage sein, wie etwa zu tiefe, zu hohe oder nichtausgeglichene Luftströme, Belästigungen durch Anlagengeräusche oder auch hygienische Mängel wie falsch platzierte Aussenluftfassungen oder verschmutzte Befeuchter, Filter und Kanäle.</p><p>Werden Lüftungsanlagen gemäss den geltenden Normen und Richtlinien geplant, installiert und betrieben, sind sie hygienisch sicher und durchwegs vorteilhaft für Gesundheit, Wohlbefinden und Produktivität. Sie stellen die für eine gute, gesunde Raumluftqualität notwendige Frischluftzufuhr sicher und führen verbrauchte, verschmutzte Luft aus den Räumen ab. Schlechte Raumluftqualität in ungenügend gelüfteten Gebäuden stellt ein nicht zu unterschätzendes Gesundheitsrisiko dar.</p><p>Ob und inwieweit der Einfluss einer Lüftungsanlage auf die Ionenkonzentration in der Innenraumluft überhaupt von gesundheitlicher Relevanz ist, kann zurzeit wissenschaftlich nicht schlüssig beantwortet werden. Die Datenlage zu den häufig postulierten Wirkungen von Luftionen auf den Menschen ist lückenhaft, und die Ergebnisse durchgeführter Studien sind inkonsistent. Zudem werden Ionenkonzentrationen im Raum auch durch andere Faktoren beeinflusst. Es gilt jedoch als sicher, dass ein allfälliger nachteiliger Einfluss gegenüber den mehrfach nachgewiesenen gesundheitlichen Vorteilen einer guten Durchlüftung - die generelle Senkung der Belastung der Innenraumluft mit Schadstoffen, Gerüchen und Verunreinigungen - von untergeordneter Bedeutung ist.</p><p>Der Bundesrat sieht keine Notwendigkeit, spezifische Massnahmen in diesem Bereich zu treffen. Er empfiehlt, die geltenden Normen und Richtlinien für raumlufttechnische Anlagen konsequent umzusetzen.</p>  Antwort des Bundesrates.