<h2>SubmittedText<h2><p>Die SBB hat verschiedenste Grundstück. Die meisten dienen direkt dem Zugsverkehr und der technischen Infrastruktur für den Unterhalt.</p><p>Auf anderen Grundstücken stehen Bahnhöfe, Verwaltungsgebäude usw. </p><p>Im Zuge der Entwicklung des Angebotes der SBB, d. h. mit der Notwendigkeit, den neuen Markterfordernissen gerecht zu werden, wird auch der Zweck verschiedener Grundstücke infrage gestellt. Man denke nur an die zahlreichen Bahnhöfe, die nicht mehr bedient werden und damit keinen spezifischen Zweck mehr erfüllen.</p><p>Darum frage ich den Bundesrat:</p><p>1. Werden Grundstücke der SBB, die im Rahmen des konzessionierten Angebotes nicht mehr benutzt werden, präzise klassifiziert?</p><p>2. Wenn ja, wie viele Grundstücke sind überbaut, und wie viele nicht?</p><p>3. Wie viele unbenutzte Bahnhöfe sind noch im Eigentum der SBB?</p><p>4. Ist eine Umnutzung dieser Bahnhöfe geplant?</p><p>5. Wurden bereits Verkaufsanstrengungen unternommen?</p><p>6. Gab es vonseiten öffentlicher oder privater Unternehmen bereits Kaufangebote?</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>1. Ja. Die SBB hat 2004/05 ihren Anlagenbestand Immobilien klassifiziert.</p><p>Dabei hat sie auch die nicht betriebsnotwendigen Liegenschaften erfasst.</p><p>2. Gesamthaft hat die SBB rund 10 500 Grundstücke (was etwa 8000 Grundbuchparzellen entspricht), wovon rund 6400 bahnbetrieblich genutzt werden; von den restlichen 4100 sind 2100 überbaut.</p><p>3. Es gibt keine unbenutzten Bahnhöfe im Eigentum der SBB, unabhängig von der kommerziellen Besetzung durch Betriebs- oder Verkaufspersonal. Als Bahnhof wird der Ein- bzw. Ausstiegspunkt bezeichnet. Es gibt aber Bahnhofsgebäude ohne bahnbetriebliche Funktion.</p><p>4. Alle grossen Bahnhöfe wurden oder werden zu Bahn- und Dienstleistungszentren weiterentwickelt (Beispiel: Konzept RaiIcity in grossen Bahnhöfen). Auch eine beachtliche Anzahl von kleinen und kleineren Bahnhöfen wurde bereits umgenutzt (z. B. im Rahmen des Konzepts "avec").</p><p>Zudem erarbeitet die SBB eine Strategie für die Gebäude und Flächen der Kleinbahnhöfe.</p><p>Dabei stehen verschiedene Optionen offen, wie Abbruch, Erhaltung wegen betriebsnotwendigen Installationen oder Umnutzung mit neuer Funktion. Auch ein Verkauf der Gebäude ist denkbar.</p><p>5. Verkaufsobjekte werden im Intranet und in Zeitungsinseraten ausgeschrieben. Der Objektwert wird von aussenstehenden Experten geschätzt. Das Objekt geht an den Meistbietenden.</p><p>6. Im Bereich der nicht betriebsnotwendigen Liegenschaften wurden bereits Objekte verkauft, von 1999 bis 2005 etwa 150 Objekte pro Jahr, davon etwa 5 Bahnhöfe pro Jahr.</p>  Antwort des Bundesrates.