<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2022.00607</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=223308&amp;W10_KEY=13045529&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2022.00607</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 14.06.2023</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">2. Abteilung/2. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Das Bundesgericht hat eine Beschwerde in Ã¶ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten gegen diesen Entscheid am 05.06.2024 abgewiesen.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">AuslÃ¤nderrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Verlängerung und (Wieder-)Erteilung der Aufenthaltsbewilligung</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Keine (Wieder-)Erteilung der Aufenthaltsbewilligung aufgrund von Widerrufsgründen und kein nacheheliches Aufenthaltsrecht der Ehegattin mit abgeleitetem Aufenthaltsrecht aufgrund der erst nach dem Bewilligungsverlust erfolgten Trennung. [Der mit einer Landsfrau verheiratete kosovarische Beschwerdeführer verpasste die Verlängerungsfrist für seine aufgrund von Schuldenwirtschaft auf eine Aufenthaltsbewilligung zurückgestufte Bewilligung. Vor Verwaltungsgericht macht seine Ehefrau neu geltend, sich vom Beschwerdeführer getrennt zu haben. Die für beide Ehegatten zunächst getrennt eröffneten Beschwerdeverfahren wurden wegen ihres engen Sachzusammenhangs vereinigt.] Kognition des Verwaltungsgerichts und Hinweis auf engen Sachzusammenhang zwischen den beiden vereinigten Verfahren der Ehegatten (E. A). Beschwerde des Beschwerdeführers (E. B): Bei fahrlässig verspätet eingereichten Verlängerungsgesuchen ist die Wiedererteilung der Bewilligung im Regelfall geboten, wenn der Bewilligungsablauf noch nicht zu lange zurückliegt, vertretbare Gründe für die verspätete Gesuchseinreichung vorgebracht werden und ohne Weiteres (zum Zeitpunkt des Bewilligungsablaufs) mit einer Bewilligungsverlängerung zu rechnen war (E. B/1). Der Beschwerdeführer erfüllte bei Ablauf seiner Aufenthaltsbewilligung aufgrund seiner fortgesetzten mutwilligen Schuldenwirtschaft und der Nichterfüllung der im Rückstufungsentscheid formulierten Bedingungen gleich mehrere Widerrufsgründe, weshalb er auch bei rechtzeitiger Gesuchstellung kaum Aussichten auf eine Bewilligungsverlängerung gehabt hätte (E. B/2). Verhältnismässigkeit der Bewilligungsverweigerung, Verneinung eines Härtefalls, konventionsrechtlich geschützter Beziehungen und von Vollzugshindernissen (E. B/3-5). Ausgangsgemässe Regelung der Kosten- und Entschädigungsfolgen (E. B/7). Beschwerdeabweisung, soweit auf diese einzutreten ist. Beschwerde der Beschwerdeführerin (E. C): Abgeleitetes Aufenthaltsrecht der Beschwerdeführerin und fehlender Anspruch auf eine Niederlassungsbewilligung (E. C/1). Kein (nach-)eheliches Anwesenheitsrecht der Beschwerdeführerin: Ein prekärer Aufenthalt nach Ablauf der Aufenthaltsbewilligung vermag ein (prozedural) fortbestehendes Anwesenheitsrecht des originär aufenthaltsberechtigten Ehegatten höchstens dann zu vermitteln, wenn rechtzeitig um Bewilligungsverlängerung ersucht und diese (zum Trennungszeitpunkt) noch nicht rechtskräftig verweigert wurde oder der (Wieder-)Erteilung der Aufenthaltsbewilligung zumindest keine Widerrufsgründe entgegenstehen. Wenn jedoch eine Aufenthaltsbewilligung infolge Zeitablaufs bereits erloschen und auch nicht mehr wiederzuerteilen ist, liegt kein fortbestehendes Anwesenheitsrecht mehr vor, welches dem nachgezogenen Ehegatten ein abgeleitetes eheliches oder nacheheliches Anwesenheitsrecht vermitteln könnte (E. C/2). Verhältnismässigkeit der Bewilligungsverweigerung, Verneinung eines Härtefalls, konventionsrechtlich geschützter Beziehungen und von Vollzugshindernissen (E. C/3-5). Ausgangsgemässe Regelung der Kosten- und Entschädigungsfolgen (E. C/6). Beschwerdeabweisung. Schlussfazit und Rechtsmittelbelehrung (E. D). </b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ABGELEITETE AUFENTHALTSBEWILLIGUNG">ABGELEITETE AUFENTHALTSBEWILLIGUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ABGELEITETES AUFENTHALTSRECHT">ABGELEITETES AUFENTHALTSRECHT</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ABLAUF">ABLAUF</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: EHEGATTENNACHZUG">EHEGATTENNACHZUG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: EHETRENNUNG">EHETRENNUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: EPILEPSIE">EPILEPSIE</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ERLÃSCHEN DER AUFENTHALTSBEWILLIGUNG">ERLÃSCHEN DER AUFENTHALTSBEWILLIGUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ERLÃSCHEN DES AUFENTHALTSRECHTS">ERLÃSCHEN DES AUFENTHALTSRECHTS</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: INTEGRATIONSBEDINGUNGEN">INTEGRATIONSBEDINGUNGEN</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: INTEGRATIONSEMPFEHLUNG">INTEGRATIONSEMPFEHLUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: INTEGRATIONSVEREINBARUNG">INTEGRATIONSVEREINBARUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: MUTWILLIGKEIT">MUTWILLIGKEIT</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: NIEDERLASSUNGSBEWILLIGUNG">NIEDERLASSUNGSBEWILLIGUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: PRÃMIENVERBILLIGUNG">PRÃMIENVERBILLIGUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: RECHTSMISSBRAUCH">RECHTSMISSBRAUCH</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: RÃCKSTUFUNG">RÃCKSTUFUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: SCHULDENABBAU">SCHULDENABBAU</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: SCHULDENSANIERUNG">SCHULDENSANIERUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: SCHULDENTILGUNG">SCHULDENTILGUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: SCHULDENWIRTSCHAFT">SCHULDENWIRTSCHAFT</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: STRAFFÃLLIGKEIT">STRAFFÃLLIGKEIT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: TRENNUNG">TRENNUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: VERFAHRENSVEREINIGUNG">VERFAHRENSVEREINIGUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: VERLÃNGERUNG AUFENTHALTSBEWILLIGUNG">VERLÃNGERUNG AUFENTHALTSBEWILLIGUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: VERSPÃTETES VERLÃNGERUNGSGESUCH">VERSPÃTETES VERLÃNGERUNGSGESUCH</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: WIEDERERTEILUNG DER AUFENTHALTSBEWILLIGUNG">WIEDERERTEILUNG DER AUFENTHALTSBEWILLIGUNG</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade">AIG</span><br/><span class="gerade">Art. 30 Abs. I lit. b AIG</span><br/><span class="ungerade">Art. 30 Abs. I lit. k AIG</span><br/><span class="gerade">Art. 33 Abs. III AIG</span><br/><span class="ungerade">Art. 42 AIG</span><br/><span class="gerade">Art. 43 AIG</span><br/><span class="ungerade">Art. 44 AIG</span><br/><span class="gerade">Art. 47 AIG</span><br/><span class="ungerade">Art. 50 AIG</span><br/><span class="gerade">Art. 51 AIG</span><br/><span class="ungerade">Art. 51 Abs. II AIG</span><br/><span class="gerade">Art. 58a AIG</span><br/><span class="ungerade">Art. 58b AIG</span><br/><span class="gerade">Art. 61 Abs. I lit. c AIG</span><br/><span class="ungerade">Art. 62 AIG</span><br/><span class="gerade">Art. 62 Abs. I lit. a AIG</span><br/><span class="ungerade">Art. 62 Abs. I lit. b AIG</span><br/><span class="gerade">Art. 62 Abs. I lit. c AIG</span><br/><span class="ungerade">Art. 62 Abs. I lit. d AIG</span><br/><span class="gerade">Art. 62 Abs. I lit. g AIG</span><br/><span class="ungerade">Art. 63 Abs. II AIG</span><br/><span class="gerade">Art. 83 AIG</span><br/><span class="ungerade">Art. 90 AIG</span><br/><span class="gerade">Art. 96 AIG</span><br/><span class="ungerade">Art. 96 Abs. II AIG</span><br/><span class="gerade">Art. 13 Abs. I BV</span><br/><span class="ungerade">Art. 36 BV</span><br/><span class="gerade">Art. 8 EMRK</span><br/><span class="ungerade">Art. 8 Abs. I EMRK</span><br/><span class="gerade">Art. 8 Abs. II EMRK</span><br/><span class="ungerade">§ 2 GebV VGr neu</span><br/><span class="gerade">Art. 59 Abs. I VZAE</span><br/><span class="ungerade">Art. 62a Abs. I VZAE</span><br/><span class="gerade">Art. 62a Abs. II VZAE</span><br/><span class="ungerade">Art. 77 Abs. I lit. A VZAE</span><br/><span class="gerade">Art. 77a Abs. I lit. b VZAE</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 1 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="WordSection1"> <table border="1" cellpadding="0" cellspacing="0" class="MsoNormalTable" width="0"> <tr> <td valign="top"> <p class="Kopf1"><span>Verwaltungsgericht</span></p> <p class="Kopf1"><span>des Kantons ZÃ¼rich</span></p> <p class="Kopf1"><span>2. Abteilung</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Kopf1"> </p> </td> <td valign="top"> <p class="Kopf1"><span><img alt="" height="78" id="Bild 1" src="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getImage&amp;nF38_KEY=62193" width="123"/></span></p> </td> </tr> </table> <p class="MsoNormal">VB.2022.00607<br/> VB.2022.00609</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"><b><span>Urteil</span></b></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="Zwischentitel"> </p> <p class="MsoNormal"><span>der 2. Kammer</span></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">vom <a id="VF_DAT_ENTSCHEID">14. Juni 2023</a></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">Mitwirkend: AbteilungsprÃ¤sident Andreas Frei<span> (Vorsitz)</span>, Verwaltungsrichterin Silvia Hunziker, Verwaltungsrichterin Viviane Sobotich, <a id="TN_AUTOTEXT_RICHTER"></a><a id="TN_AUTOTEXT_GS"></a>Gerichtsschreiber Felix Blocher. </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">In Sachen</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>1. A, vertreten durch RA B, </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>2. C, vertreten durch RA D, </span></p> <p class="MsoNormal"><b><span>BeschwerdefÃ¼hrende,</span></b><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="Zwischentitel">gegen</p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>Migrationsamt des Kantons ZÃ¼rich, </span></p> <p class="MsoNormal"><b><span>Beschwerdegegner,</span></b><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><b><span>betreffend VerlÃ¤ngerung und (Wieder-)Erteilung der Aufenthaltsbewilligung,</span></b></p> <p class="Zwischentitel">hat sich ergeben: </p> <p class="Sachverhalt1"><b>I. </b> </p> <p class="Sachverhalt2">Der 1967 geborene kosovarische StaatsangehÃ¶rige C (BeschwerdefÃ¼hrer 2, nachfolgend: BeschwerdefÃ¼hrer bzw. Ehemann) reiste am 19. April 1993 in die Schweiz ein, wo er am 16. Juli 1993 die Schweizerin E ehelichte und eine spÃ¤ter in eine Niederlassungsbewilligung umgewandelte Aufenthaltsbewilligung zum Verbleib bei seiner Schweizer Ehefrau erhielt. Am 14. Januar 2004 wurde die Ehe geschieden. Der BeschwerdefÃ¼hrer hat insgesamt fÃ¼nf Kinder. Von den erwachsenen Kindern leben gemÃ¤ss den Angaben des BeschwerdefÃ¼hrers bei seiner polizeilichen Befragung vom 22. MÃ¤rz 2022 zwei in den Kantonen F und G und zwei im Kosovo bzw. in Kroatien. Einzig das jÃ¼ngste Kind ist noch minderjÃ¤hrig und lebt im Land I.</p> <p class="Urteilstext">Am 15. Mai 2007 wurde der BeschwerdefÃ¼hrer wegen StraffÃ¤lligkeit auslÃ¤nderrechtlich verwarnt (zum Legalverhalten des BeschwerdefÃ¼hrers siehe ErwÃ¤gung B.2.2.2 nachstehend).</p> <p class="Urteilstext">Am 21. September 2015 heiratete der BeschwerdefÃ¼hrer im Kosovo die 1979 geborene Landsfrau A (BeschwerdefÃ¼hrerin 1, nachfolgend: BeschwerdefÃ¼hrerin bzw. Ehefrau), welche er am 28. April 2016 in die Schweiz nachzog. Am 6. Mai 2016 erhielt seine kosovarische Ehefrau eine Aufenthaltsbewilligung zum Verbleib beim BeschwerdefÃ¼hrer, welche in der Folge regelmÃ¤ssig verlÃ¤ngert wurde.</p> <p class="Urteilstext">Mit VerfÃ¼gung vom 28. November 2017 wurde der BeschwerdefÃ¼hrer wegen mutwilliger Schuldenwirtschaft erneut auslÃ¤nderrechtlich verwarnt und ihm der Widerruf seiner Niederlassungsbewilligung angedroht. </p> <p class="Urteilstext">In der Folge verschuldete sich der BeschwerdefÃ¼hrer weiter, weshalb seine Niederlassungsbewilligung am 12. Mai 2020 zu einer Aufenthaltsbewilligung zurÃ¼ckgestuft und eine weitere VerlÃ¤ngerung an diverse Bedingungen (AusÃ¼bung einer existenzsichernden ErwerbstÃ¤tigkeit, lÃ¼ckenlose ErfÃ¼llung der finanziellen Verpflichtungen, Abbau bestehender Schulden und strafloses Verhalten) geknÃ¼pft wurde. </p> <p class="Urteilstext">Am 22. November 2021 ersuchte der BeschwerdefÃ¼hrer um die VerlÃ¤ngerung seiner bereits am 11. Mai 2021 abgelaufenen Aufenthaltsbewilligung. Am 24. Februar 2022 ersuchte auch seine Ehefrau um die VerlÃ¤ngerung ihrer Aufenthaltsbewilligung. In der Folge wurde der BeschwerdefÃ¼hrer mehrfach unter Hinweis auf seine Mitwirkungspflicht dazu aufgefordert, aktuelle AuszÃ¼ge aus dem Betreibungs- und Verlustscheinregister beizubringen, die GrÃ¼nde fÃ¼r die verspÃ¤tete Gesuchstellung und seine Verschuldung darzulegen sowie seine Erwerbssituation und seine Anstrengungen zur Schuldensanierung zu beschreiben und zu belegen, ansonsten aufgrund der Akten entschieden wÃ¼rde. Da sich der BeschwerdefÃ¼hrer nicht vernehmen liess, wurden er und seine Ehefrau am 17. MÃ¤rz 2022 durch die Kantonspolizei ZÃ¼rich befragt. Danach zog das Migrationsamt selbst den Betreibungsregisterauszug des Betreibungsamts seiner Wohngemeinde bei, woraus sich eine weitere Zunahme der Verschuldung ergab. </p> <p class="Urteilstext">Hierauf wies das Migrationsamt am 13. Mai 2022 die VerlÃ¤ngerungsgesuche beider Eheleute ab, unter Ansetzung einer Ausreisefrist bis zum 17. Februar 2022.</p> <p class="Sachverhalt1"><b>II. </b> </p> <p class="Urteilstext">Den hiergegen von beiden Eheleuten erhobenen Rekurs wies die Sicherheitsdirektion am 5. September 2022 ab, soweit sie diesen nicht als gegenstandslos erachtete. Zugleich verweigerte sie den Eheleuten die unentgeltliche Rechtspflege und setzte ihnen eine Ausreisefrist bis zum 5. Dezember 2022 an.</p> <p class="Sachverhalt1"><b>III. </b> </p> <p class="Urteilstext">Seit dem 1. Oktober 2022 lebt der BeschwerdefÃ¼hrer eigenen Angaben zufolge getrennt von seiner Ehefrau.</p> <p class="Urteilstext">In zwei getrennt eingereichten Beschwerden vom 10. Oktober 2022 liessen sowohl der BeschwerdefÃ¼hrer als auch dessen Ehefrau dem Verwaltungsgericht jeweils die Aufhebung des vorinstanzlichen Entscheids beantragen. Sodann ersuchten beide Ehegatten jeweils um die VerlÃ¤ngerung ihrer Aufenthaltsbewilligung und die Zusprechung einer ParteientschÃ¤digung. Der BeschwerdefÃ¼hrer ersuchte Ã¼berdies um die GewÃ¤hrung der unentgeltlichen Rechtspflege. </p> <p class="Urteilstext">In der Folge erÃ¶ffnete das Verwaltungsgericht die zunÃ¤chst getrennt gefÃ¼hrten Verfahren VB.2022.00607 betreffend die BeschwerdefÃ¼hrerin (Ehefrau) und VB.2022.00609 betreffend den BeschwerdefÃ¼hrer. Das vom BeschwerdefÃ¼hrer gestellte Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege wies es mit PrÃ¤sidialverfÃ¼gung vom 12. Oktober 2022 mangels nachgewiesener Mittellosigkeit und der prima facie offensichtlichen Aussichtslosigkeit der Begehren ab. Zugleich setzte es dem BeschwerdefÃ¼hrer Frist zur Nachreichung weiterer Unterlagen und zur Leistung eines Prozesskostenvorschusses, welcher in der Folge fristgerecht geleistet wurde.</p> <p class="Urteilstext">Mit PrÃ¤sidialverfÃ¼gung vom 20. Oktober 2022 vereinigte das Verwaltungsgericht die Verfahren VB.2022.00607 betreffend die VerlÃ¤ngerung der Aufenthaltsbewilligung der BeschwerdefÃ¼hrerin (Ehefrau) und VB.2022.00609 betreffend die (Wieder-)Erteilung der Aufenthaltsbewilligung an den BeschwerdefÃ¼hrer aufgrund ihres engen Sachzusammenhangs.</p> <p class="Urteilstext">Mit Eingabe vom 27. Oktober 2022 nahm der Rechtsvertreter der Ehefrau die Verfahrensvereinigung zur Kenntnis, wobei ein wesentlicher Zusammenhang zwischen den Verfahren in Abrede gestellt wurde. Zugleich wurde unter Beilage eines entsprechenden Arbeitsvertrages mitgeteilt, dass die bisherige stundenweise Anstellung der Ehefrau bei der J GmbH per 1. Oktober 2022 in eine Festanstellung mit Vollzeitpensum umgewandelt worden sei und die Ehefrau damit kÃ¼nftig einen fixen Monatslohn von Fr. 4'000.- erzielen werde. Weiter wurde eine Deutschkursanmeldung nachgereicht und eine Belegung der verminderten SprachlernfÃ¤higkeiten der Ehefrau durch einen Neurologen in Aussicht gestellt.</p> <p class="Urteilstext">Der BeschwerdefÃ¼hrer reiche am 21. November 2022 aufforderungsgemÃ¤ss einen aktuellen Betreibungsregisterauszug und Belege fÃ¼r seine Schuldentilgung nach. Zugleich ersuchte er um FristverlÃ¤ngerung zur Nachreichung weiterer Unterlagen und beanstandete die Anpassung des Betreffs bzw. Verfahrensgegenstands, da es im Verfahren um die VerlÃ¤ngerung seiner Aufenthaltsbewilligung und nicht um deren (Wieder-)Erteilung gehe.</p> <p class="Urteilstext">Mit PrÃ¤sidialverfÃ¼gung vom 22. November 2022 wurde dem BeschwerdefÃ¼hrer die beantragte Fristerstreckung gewÃ¤hrt und festgehalten, dass mit dem Endentscheid darÃ¼ber zu befinden sei, inwiefern auch eine BewilligungsverlÃ¤ngerung Verfahrensgegenstand bilden mÃ¼sse.</p> <p class="Urteilstext">Hierauf reichte der BeschwerdefÃ¼hrer mit Eingabe vom 12. Dezember 2022 fristgerecht die vom Verwaltungsgericht einverlangten Unterlagen und die Kopie einer Scheidungsvereinbarung mit seiner Ehefrau vom 8. November 2022 nach. </p> <p class="Urteilstext">Am 20. Dezember 2022 liess die Ehefrau ein neurologisches Zeugnis ihres Hausarztes nachreichen, wonach sie aufgrund einer neurologischen Krankheit beim Lernen von Sprachen beeintrÃ¤chtigt sei.</p> <p class="Urteilstext">Alle genannten Eingaben wurden sÃ¤mtlichen Parteien jeweils zur Kenntnisnahme zugestellt. Am 13. Juni 2023 liess der BeschwerdefÃ¼hrer eine weitere Quittung betreffend seine Anwalts- und Verfahrenskosten nachreichen. </p> <p class="Urteilstext">WÃ¤hrend sich das Migrationsamt weder zu den Beschwerden der Eheleute noch zu den nachfolgenden Eingaben vernehmen liess, verzichtete die Sicherheitsdirektion in beiden (vereinigten) Verfahren auf eine Stellungnahme.</p> <p class="Einzug1"><span>Die Kammer</span><span> erwÃ¤gt:</span></p> <p class="Sachverhalt2"><b><i>A. </i></b><b><i>Einleitung:</i></b></p> <p class="Erwgung1"><b>1. </b> </p> <p class="Erwgung2">Mit der Beschwerde an das Verwaltungsgericht kÃ¶nnen Rechtsverletzungen einschliesslich Ermessensmissbrauch, ErmessensÃ¼berschreitung oder Ermessensunterschreitung und die unrichtige oder ungenÃ¼gende Feststellung des Sachverhalts gerÃ¼gt werden (§ 20 in Verbindung mit § 50 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 [VRG]).</p> <p class="Erwgung1"><b>2. </b> </p> <p class="Urteilstext">Wie das Verwaltungsgericht bereits mit PrÃ¤sidialverfÃ¼gung vom 20. Oktober 2022 festhielt, stÃ¼tzen sich die getrennt erhobenen Beschwerden der Eheleute zwar auf unterschiedliche Rechtsgrundlagen, weisen jedoch gleichwohl einen engen Sachzusammenhang auf und richten sich gegen denselben Rekursentscheid der Sicherheitsdirektion vom 5. September 2022, weshalb sie zu Recht vereinigt wurden und auch im vorliegenden Entscheid gemeinsam zu behandeln sind. Insbesondere hÃ¤ngt aus nachfolgend noch darzulegenden GrÃ¼nden der weitere (nacheheliche) Aufenthalt der Ehefrau (BeschwerdefÃ¼hrerin) vom Aufenthaltsstatus des BeschwerdefÃ¼hrers bei AuflÃ¶sung der Ehegemeinschaft ab, weshalb im Folgenden zuerst die Beschwerde VB.2022.00609 des BeschwerdefÃ¼hrers (ErwÃ¤gung B) und hernach die Beschwerde VB.2022.00607 der Ehefrau bzw. BeschwerdefÃ¼hrerin (ErwÃ¤gung C nachstehend) zu erÃ¶rtern und zusammenfassend (ErwÃ¤gung D) zu wÃ¼rdigen ist. Inwieweit die Eheleute inzwischen geschieden sind, erschliesst sich nicht aus den Akten, ist aber im Sinn nachfolgender AusfÃ¼hrungen auch nicht entscheiderheblich.</p> <p class="Sachverhalt2"><b><i>B. </i></b><b><i>Beschwerde VB.2022.00609 des BeschwerdefÃ¼hrers 2:</i></b></p> <p class="Erwgung1"><b>1. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>1.1 </b>Die Aufenthaltsbewilligung ist befristet und erlischt unter anderem mit Ablauf der GÃ¼ltigkeitsdauer (Art. 33 Abs. 3 in Verbindung mit Art. 61 Abs. 1 lit. c des AuslÃ¤nder- und Integrationsgesetzes vom 16. Dezember 2005 [AIG]). Das Gesuch um VerlÃ¤ngerung der Aufenthaltsbewilligung muss spÃ¤testens 14 Tage vor Ablauf der GÃ¼ltigkeitsdauer eingereicht werden (Art. 59 Abs. 1 der Verordnung Ã¼ber Zulassung, Aufenthalt und ErwerbstÃ¤tigkeit vom 24. Oktober 2007 [VZAE]). VerspÃ¤tet eingereichte VerlÃ¤ngerungsgesuche sind grundsÃ¤tzlich als Gesuche um Wiedererteilung einer Aufenthaltsbewilligung zu behandeln. Jedoch ist aus GrÃ¼nden der VerhÃ¤ltnismÃ¤ssigkeit und zur Vermeidung von Ã¼berspitztem Formalismus bei fahrlÃ¤ssig verspÃ¤teter Gesuchseinreichung die Wiedererteilung der Bewilligung im Regelfall geboten, wenn der Bewilligungsablauf noch nicht zu lange zurÃ¼ckliegt, vertretbare GrÃ¼nde fÃ¼r die verspÃ¤tete Gesuchseinreichung vorgebracht werden und ohne Weiteres (zum Zeitpunkt des Bewilligungsablaufs) mit einer BewilligungsverlÃ¤ngerung zu rechnen war (vgl. BGr, 29. Mai 2017, 2C_123/2017, E. 2.1; BGr, 6. Dezember 2013, 2C_1050/2012, E. 2.3; vgl. auch Art. 30 Abs. 1 lit. k AIG und Art. 49 VZAE). </p> <p class="Erwgung2"><b>1.2 </b>Die Aufenthaltsbewilligung des BeschwerdefÃ¼hrers ist am 11. Mai 2021 abgelaufen. In der Folge wurde er von der Einwohnerkontrolle seiner Wohngemeinde mehrfach erfolglos zur BewilligungsverlÃ¤ngerung aufgefordert, wobei ihm am 2. September 2021 eine letztmalige Frist bis zum 15. September 2021 angesetzt wurde, ansonsten dem Migrationsamt sein Desinteresse an einer weiteren VerlÃ¤ngerung mitgeteilt werde. Erst nachdem ihn das Migrationsamt mit Schreiben vom 3. November 2021 dazu aufforderte, die GrÃ¼nde fÃ¼r die Nichteinreichung eines VerlÃ¤ngerungsgesuchs darzulegen und weitere Unterlagen zu seinen finanziellen VerhÃ¤ltnissen und seiner Erwerbssituation einzureichen, stellte er am 22. November 2021 ein VerlÃ¤ngerungsgesuch fÃ¼r seine bereits seit Ã¼ber einem halben Jahr abgelaufene Aufenthaltsbewilligung.</p> <p class="Erwgung2">Der BeschwerdefÃ¼hrer hat damit unbestrittenermassen verspÃ¤tet um die VerlÃ¤ngerung seiner Aufenthaltsbewilligung ersucht, weshalb sein Gesuch entgegen seinem Antrag nicht als VerlÃ¤ngerungsgesuch, sondern als Gesuch um (Wieder-)Erteilung einer Aufenthaltsbewilligung zu betrachten ist. Insbesondere kann die migrationsamtliche Aufforderung, die GrÃ¼nde fÃ¼r die Nichteinreichung eines VerlÃ¤ngerungsgesuchs darzulegen, entgegen den AusfÃ¼hrungen in der Beschwerdeschrift nicht als Nachfristansetzung aufgefasst werden. Das Ablaufdatum der Aufenthaltsbewilligung war auf dem AuslÃ¤nderausweis ersichtlich und auch in der RÃ¼ckstufungsverfÃ¼gung vom 12. Mai 2020 wurde auf die beschrÃ¤nkte GÃ¼ltigkeit der Aufenthaltsbewilligung hingewiesen. Ohnehin wÃ¤re es Sache des BeschwerdefÃ¼hrers gewesen, sich rechtzeitig um eine BewilligungsverlÃ¤ngerung zu kÃ¼mmern und sich Ã¼ber die entsprechenden Fristen zu informieren (BGr, 2. Oktober 2017, 2C_776/2017, E. 3.2.3). Der BeschwerdefÃ¼hrer muss sich damit die verspÃ¤tete Stellung seines VerlÃ¤ngerungsgesuchs selbst dann vorwerfen lassen, wenn ihn entsprechende Aufforderungen (angeblich) nicht erreicht haben sollten. Der BeschwerdefÃ¼hrer rÃ¤umt sodann in der Beschwerdeschrift (Rz. 18 f.) selbst ein, sein VerlÃ¤ngerungsgesuch fahrlÃ¤ssig zu spÃ¤t eingereicht zu haben. Inwiefern der BeschwerdefÃ¼hrer fahrlÃ¤ssig oder gar vorsÃ¤tzlich die Frist zur VerlÃ¤ngerung seiner Aufenthaltsbewilligung verpasst hat, kann indes im Sinn nachfolgender ErwÃ¤gungen ohnehin offengelassen werden, da ihm selbst bei entschuldbarer FristsÃ¤umnis eine weitere VerlÃ¤ngerung zu verweigern gewesen wÃ¤re.</p> <p class="Erwgung1"><b>2. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>2.1 </b>Einer erneuten Bewilligungserteilung stehen generell die WiderrufsgrÃ¼nde nach Art. 62 AIG entgegen, muss doch eine Bewilligung, die widerrufen werden kÃ¶nnte, gar nicht erst erteilt (oder verlÃ¤ngert) werden (vgl. VGr, 16. MÃ¤rz 2016, VB.2016.00038, E. 4.3 und Art. 33 Abs. 3 AIG; vgl. auch Art. 51 AIG fÃ¼r die AnsprÃ¼che nach Art. 42 f. AIG). </p> <p class="Erwgung2"><b>2.2 </b> </p> <p class="Erwgung3"><b>2.2.1 </b>Laut Art. 62 Abs. 1 lit. c AIG kann die Aufenthaltsbewilligung insbesondere widerrufen werden, wenn erheblich oder wiederholt gegen die Ã¶ffentliche Sicherheit und Ordnung verstossen oder dieselbe gefÃ¤hrdet wird. Wiederholte Verurteilungen zu unterjÃ¤hrigen Freiheitsstrafen kÃ¶nnen im Sinn von Art. 62 Abs. 1 lit. c AIG in Verbindung mit Art. 77a Abs. 1 lit. a der Verordnung Ã¼ber Zulassung, Aufenthalt und ErwerbstÃ¤tigkeit vom 24. Oktober 2007 (VZAE) einen Widerruf bzw. die NichtverlÃ¤ngerung einer Aufenthaltsbewilligung rechtfertigen, sofern die RechtsverstÃ¶sse in ihrer Gesamtheit als erhebliche Missachtung der Rechtsordnung aufzufassen und mit der Verurteilung zu einer lÃ¤ngerfristigen bzw. Ã¼berjÃ¤hrigen Freiheitsstrafe nach Art. 62 Abs. 1 lit. b AIG vergleichbar sind (Marc Spescha in: Marc Spescha et al. [Hrsg.], Migrationsrecht, 5. A. ZÃ¼rich 2019, Art. 62 AIG N. 11).</p> <p class="Erwgung3"><b>2.2.2 </b>GemÃ¤ss den StrafregisterauszÃ¼gen vom 18. MÃ¤rz 2015, 17. Mai 2019, 1. Februar 2022 und 23. November 2022 sowie den weiteren Verfahrensakten wurde der BeschwerdefÃ¼hrer zu folgenden Strafen verurteilt:</p> <p class="Urteilstext">-<span> </span>GefÃ¤ngnisstrafe von 60 Tagen wegen Veruntreuung gemÃ¤ss Strafbefehl des KantonsverhÃ¶ramts G vom 16. Juni 1993;</p> <p class="Urteilstext">-<span> </span>GefÃ¤ngnisstrafe von 10 Tagen und Busse von Fr. 500.- wegen Diebstahls gemÃ¤ss Strafmandat des VerhÃ¶rrichters Glarus vom 27. Februar 1997;</p> <p class="Urteilstext">-<span> </span>Geldstrafe von 60 TagessÃ¤tzen zu je Fr. 50.- und Busse von Fr. 600.- wegen Fahrens trotz Aberkennung des FÃ¼hrerausweises gemÃ¤ss Strafbefehl der Staatsanwaltschaft I des Kantons ZÃ¼rich vom 9. Mai 2007;</p> <p class="Urteilstext">-<span> </span>Geldstrafe von 10 TagessÃ¤tzen zu je Fr. 30.- und Busse von Fr. 300.- wegen Hausfriedensbruchs gemÃ¤ss Strafbefehl der Staatsanwaltschaft See/Oberland vom 29. Oktober 2012;</p> <p class="Urteilstext">-<span> </span>Busse von Fr. 100.- wegen Reisens ohne gÃ¼ltigen Fahrausweis gemÃ¤ss Strafbefehl der Staatsanwaltschaft HÃ¶fe Einsiedeln vom 8. November 2013;</p> <p class="Urteilstext">-<span> </span>Geldstrafe von 50 TagessÃ¤tzen zu Fr. 80.- wegen einfacher KÃ¶rperverletzung gegenÃ¼ber seiner damaligen Partnerin gemÃ¤ss Strafbefehl der Staatsanwaltschaft March vom 9. Dezember 2013;</p> <p class="Urteilstext">-<span> </span>Geldstrafe von 40 TagessÃ¤tzen zu Fr. 80.- als Zusatzstrafe zu vorgenanntem Strafbefehl wegen mehrfachen FÃ¼hrens eines Motorfahrzeugs ohne den erforderlichen FÃ¼hrerausweis gemÃ¤ss Strafbefehl des Untersuchungsamts Uznach vom 27. Januar 2014;</p> <p class="Urteilstext">-<span> </span>Busse von Fr. 100.- wegen Reisens ohne gÃ¼ltigen Fahrausweis gemÃ¤ss Strafbefehl der Staatsanwaltschaft HÃ¶fe Einsiedeln vom 7. MÃ¤rz 2014;</p> <p class="Urteilstext">-<span> </span>Geldstrafe von 100 TagessÃ¤tzen zu Fr. 30.- wegen FÃ¼hrens eines Motorfahrzeugs ohne den erforderlichen FÃ¼hrerausweis gemÃ¤ss Strafbefehl der Staatsanwaltschaft See/Oberland vom 16. Januar 2017.</p> <p class="Erwgung3">Obwohl der BeschwerdefÃ¼hrer damit bereits wiederholt verurteilt wurde, sind seine bisherigen strafrechtlichen Verfehlungen auch in einer Gesamtbetrachtung seines Legalverhaltens nicht mit der Verurteilung zu einer lÃ¤ngerfristigen Freiheitsstrafe zu vergleichen. Zudem liegt seine letzte strafrechtliche Verfehlung bereits einige Jahre zurÃ¼ck und hat er sich seit seiner auslÃ¤nderrechtlichen Verwarnung und der RÃ¼ckstufung seiner auslÃ¤nderrechtlichen Bewilligung diesbezÃ¼glich nichts mehr zuschulden kommen lassen. Sein mangelhaftes Legalverhalten vermag somit unbestrittenermassen keinen Widerrufsgrund zu begrÃ¼nden und rechtfertigt fÃ¼r sich betrachtet keine Bewilligungsverweigerung. </p> <p class="Erwgung2"><b>2.3 </b> </p> <p class="Erwgung3"><b>2.3.1 </b>GemÃ¤ss Art. 77a Abs. 1 lit. b VZAE ist ein schwerwiegender Verstoss gegen die Ã¶ffentliche Sicherheit und Ordnung im Sinn von Art. 62 Abs. 1 lit. c AIG auch bei mutwilliger NichterfÃ¼llung Ã¶ffentlich-rechtlicher oder privatrechtlicher Verpflichtungen im Sinn einer mutwilligen bzw. vorwerfbaren Schuldenwirtschaft anzunehmen, wobei die migrationsrechtliche Praxis ab Betreibungen und Verlustscheinen in HÃ¶he von etwa Fr. 80'000.- eine Wegweisung in Betracht zieht (vgl. VGr, 12. November 2014, VB.2014.00531, E. 4.1.3 mit Hinweisen; vgl. auch BGr, 21. Juli 2014, 2C_997/2013, E. 2.2). Schuldenwirtschaft stellt indes nur dann einen schwerwiegenden Verstoss gegen die Ã¶ffentliche Ordnung der Schweiz dar, wenn sie selbstverschuldet und qualifiziert vorwerfbar ist; blosse Liederlichkeit genÃ¼gt dafÃ¼r nicht (BGr, 20. Februar 2020, 2C_797/2019, E. 3.1; BGr, 7. MÃ¤rz 2018, 2C_789/2017, E. 3.3.1). Wurde bereits eine auslÃ¤nderrechtliche Verwarnung (Art. 96 Abs. 2 AIG) oder eine RÃ¼ckstufung ausgesprochen, ist entscheidend, ob die auslÃ¤ndische Person danach weiterhin mutwillig Schulden gemacht hat und welche Anstrengungen sie zur Sanierung unternommen hat. Positiv ist etwa zu wÃ¼rdigen, wenn vorbestandene Schulden abgebaut worden sind. Ein Bewilligungswiderruf drÃ¤ngt sich hingegen auf, wenn in vorwerfbarer Weise weitere Schulden geÃ¤ufnet worden sind (vgl. zum Ganzen BGr, 20. Februar 2020, 2C_797/2019, E. 3.2; BGr, 7. MÃ¤rz 2018, 2C_789/2017, E. 3.3.1; BGr, 21. Juli 2014, 2C_997/2013, E. 2.3; BGr, 6. Oktober 2010, 2C_273/2010, E. 3.4). Sodann kann es widersprÃ¼chlich erscheinen, wenn in Kenntnis der aktuellen Schuldensituation vorbehaltslos eine Aufenthaltsbewilligung erteilt und diese in der Folge ohne eine vorwerfbare VerÃ¤nderung bzw. Verschlimmerung der Schuldenlast widerrufen bzw. nicht mehr verlÃ¤ngert wurde.</p> <p class="Erwgung3"><b>2.3.2 </b>Der BeschwerdefÃ¼hrer ist hoch verschuldet und hat auch nach der RÃ¼ckstufung seiner auslÃ¤nderrechtlichen Bewilligung weitere Schulden angehÃ¤uft. FÃ¼r den 6. MÃ¤rz 2019, 25. Januar 2022, 21. MÃ¤rz 2022, 7. November 2022 und 16. Mai 2023 liegen jeweils BetreibungsregisterauszÃ¼ge vor, aus welchen sich folgende SchuldenstÃ¤nde ergeben:</p> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0" class="MsoNormalTable" width="0"> <tr> <td rowspan="2"> <p class="MsoNormal"><b><span>Datum</span></b></p> </td> <td colspan="2" valign="bottom"> <p class="MsoNormal"><b><span>offene Verlustscheine</span></b></p> </td> <td rowspan="2" valign="bottom"> <p class="MsoNormal"><b><span> eingeleitete<br/> Betreibungen/<br/> PfÃ¤ndungen</span></b></p> </td> <td rowspan="2"> <p class="MsoNormal"><b><span>Total</span></b></p> </td> </tr> <tr> <td valign="bottom"> <p class="MsoNormal"><b><span>Anzahl</span></b></p> </td> <td valign="bottom"> <p class="MsoNormal"><b><span> Summe </span></b></p> </td> </tr> <tr> <td valign="bottom"> <p class="MsoNormal"><span>06.03.2019</span></p> </td> <td valign="bottom"> <p class="MsoNormal"><span>69</span></p> </td> <td valign="bottom"> <p class="MsoNormal"><span> Fr. 121'346.00 </span></p> </td> <td valign="bottom"> <p class="MsoNormal"><span> Fr. 11'939.50 </span></p> </td> <td valign="bottom"> <p class="MsoNormal"><span> Fr. 133'285.50 </span></p> </td> </tr> <tr> <td valign="bottom"> <p class="MsoNormal"><span>25.01.2022</span></p> </td> <td valign="bottom"> <p class="MsoNormal"><span>99</span></p> </td> <td valign="bottom"> <p class="MsoNormal"><span> Fr. 158'951.65 </span></p> </td> <td valign="bottom"> <p class="MsoNormal"><span> Fr. 4'804.05 </span></p> </td> <td valign="bottom"> <p class="MsoNormal"><span> Fr. 163'755.70 </span></p> </td> </tr> <tr> <td valign="bottom"> <p class="MsoNormal"><span>21.03.2022</span></p> </td> <td valign="bottom"> <p class="MsoNormal"><span>99</span></p> </td> <td valign="bottom"> <p class="MsoNormal"><span> Fr. 158'951.65 </span></p> </td> <td valign="bottom"> <p class="MsoNormal"><span> Fr. 4'804.05 </span></p> </td> <td valign="bottom"> <p class="MsoNormal"><span> Fr. 163'755.70 </span></p> </td> </tr> <tr> <td valign="bottom"> <p class="MsoNormal"><span>07.11.2022</span></p> </td> <td valign="bottom"> <p class="MsoNormal"><span>95</span></p> </td> <td valign="bottom"> <p class="MsoNormal"><span> Fr. 160'426.70 </span></p> </td> <td valign="bottom"> <p class="MsoNormal"><span> Fr. 1'409.00 </span></p> </td> <td valign="bottom"> <p class="MsoNormal"><span> Fr. 161'835.70 </span></p> </td> </tr> <tr> <td valign="bottom"> <p class="MsoNormal"><span>16.05.2023</span></p> </td> <td valign="bottom"> <p class="MsoNormal"><span>93</span></p> </td> <td valign="bottom"> <p class="MsoNormal"><span> Fr. 159'401.15</span></p> </td> <td valign="bottom"> <p class="MsoNormal"><span> Fr. 5'693.01</span></p> </td> <td valign="bottom"> <p class="MsoNormal"><span> Fr. 165'094.16</span></p> </td> </tr> </table> <p class="Erwgung3">FÃ¼r den RÃ¼ckstufungszeitpunkt (12. Mai 2020) und den Zeitpunkt des Ablaufs der Aufenthaltsbewilligung (11. Mai 2021) liegen keine BetreibungsregisterauszÃ¼ge vor, jedoch erschliesst sich aus dem Abgleich der vorliegenden AuszÃ¼ge, dass der BeschwerdefÃ¼hrer auch nach der RÃ¼ckstufung seiner Bewilligung zahlreiche Male betrieben werden musste (letztmals am 8. Mai 2023), er bei Ablauf seiner Aufenthaltsbewilligung (11. Mai 2021) bereits rund Fr. 150'000.- offene Verlustscheinforderungen gegen sich erwirkt hatte und zwischen dem RÃ¼ckstufungszeitpunkt (12. Mai 2020) und dem aktuellsten Betreibungsregisterauszug (16. Mai 2023) 21 neue Verlustscheine im Gesamtbetrag von Ã¼ber Fr. 26'000.- hinzugekommen sind, der BeschwerdefÃ¼hrer sich also auch nach der RÃ¼ckstufung seiner Bewilligung und dem Ablauf seiner Aufenthaltsbewilligung immer weiter verschuldet hat. Die Neuverschuldung betrifft dabei vor allem unbezahlte Krankenkassen- und Steuerforderungen. Die Dienste eines professionellen Schuldensanierers nahm der BeschwerdefÃ¼hrer erst nach der migrationsamtlichen Bewilligungsverweigerung in Anspruch (Auftragserteilung an die P GmbH vom 15. Juli 2022). WÃ¤hrend der BeschwerdefÃ¼hrer bei Beschwerdeeinreichung noch behaupten liess, seither monatlich Fr. 1'360.- zur Schuldentilgung zu verwenden und seine laufenden Krankenkassenkosten fristgerecht zu begleichen, sind tatsÃ¤chlich nur folgende RÃ¼ckzahlungen seit der Auftragserteilung an die P GmbH dokumentiert: </p> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0" class="MsoNormalTable" width="0"> <tr> <td valign="bottom"> <p class="MsoNormal"><b><span>Zahlungsdatum</span></b></p> </td> <td valign="bottom"> <p class="MsoNormal"><b><span>Betrag</span></b></p> </td> </tr> <tr> <td valign="bottom"> <p class="MsoNormal"><span>07.11.2022</span></p> </td> <td valign="bottom"> <p class="MsoNormal"><span> Fr. 5'440.00 </span></p> </td> </tr> <tr> <td valign="bottom"> <p class="MsoNormal"><span>11.11.2022</span></p> </td> <td valign="bottom"> <p class="MsoNormal"><span> Fr. 1'360.00 </span></p> </td> </tr> <tr> <td valign="bottom"> <p class="MsoNormal"><span>15.05.2023</span></p> </td> <td valign="bottom"> <p class="MsoNormal"><span> Fr. 1'360.00 </span></p> </td> </tr> <tr> <td valign="bottom"> <p class="MsoNormal"><b><span>Total</span></b></p> </td> <td valign="bottom"> <p class="MsoNormal"><b><span> Fr. 8'160.00 </span></b></p> </td> </tr> </table> <p class="Erwgung2">Der BeschwerdefÃ¼hrer lag damit im Mai 2023 bereits rund fÃ¼nf RÃ¼ckzahlungsraten zu je Fr. 1'360.- bzw. insgesamt Fr. 6'800.- hinter seinem in der Beschwerdeschrift angekÃ¼ndigten RÃ¼ckzahlungsplan zurÃ¼ck. Zwischen Dezember 2022 und Mitte Mai 2023 leistete er gerade einmal eine einzige der angekÃ¼ndigten (monatlichen) RÃ¼ckzahlungsraten, wofÃ¼r er mit Schreiben vom 16. Mai 2023 und 13. Juni 2023 seine Anwaltskosten und die im vorliegenden Verfahren geleistete Kaution verantwortlich machte. Sodann verringerten sich die offenen Verlustscheinforderungen im selben Zeitraum zwar geringfÃ¼gig um rund Fr. 1'000.-, zugleich stieg aber die Summe der offenen Betreibungen um Ã¼ber Fr. 4'000.- an, womit trotz der geleisteten RÃ¼ckzahlungen nicht von einem RÃ¼ckgang, sondern von einer weiteren Zunahme der Gesamtverschuldung auszugehen ist. Nachdem der BeschwerdefÃ¼hrer am 30. MÃ¤rz 2023 erneut von seiner Krankenkasse betrieben wurde, erscheint Ã¼berdies auch die fristgerechte Zahlung seiner laufenden KrankenkassenprÃ¤mien zweifelhaft, wobei allerdings nicht ganz ausgeschlossen werden kann, dass damit lediglich eine alte (Verlustschein-)Forderung erneut betrieben wurde. ErgÃ¤nzend ist hierzu anzumerken, dass es dem BeschwerdefÃ¼hrer entgegen den AusfÃ¼hrungen in der Beschwerdeschrift keineswegs zum Vorteil gereicht, wenn er trotz Verbilligungsanspruchs und frÃ¼herer Arbeitslosigkeit nie um Verbilligung seiner KrankenkassenprÃ¤mien ersucht hatte. Vielmehr hÃ¤tte er es mit der Stellung eines PrÃ¤mienverbilligungsgesuchs selbst in der Hand gehabt, seine Belastung mit KrankenkassenprÃ¤mien zu reduzieren und dafÃ¼r seinen Ã¼brigen finanziellen Verpflichtungen besser nachzukommen. Die frÃ¼hzeitige Geltendmachung von PrÃ¤mienverbilligungsansprÃ¼chen gehÃ¶rt nicht zuletzt zu einer Schuldensanierung dazu.</p> <p class="Erwgung2">Damit sind ernsthafte BemÃ¼hungen zur Schuldensanierung erst ab Juli 2022 dokumentiert, wobei der BeschwerdefÃ¼hrer bislang weder seine Gesamtverschuldung zu reduzieren noch seinen eigenen RÃ¼ckzahlungsplan einzuhalten vermochte.</p> <p class="Erwgung3"><b>2.3.3 </b>Der BeschwerdefÃ¼hrer macht fÃ¼r seine Neuverschuldung die pandemiebedingten Verwerfungen auf dem Arbeitsmarkt verantwortlich. GemÃ¤ss einem BestÃ¤tigungsschreiben seines Arbeitgebers vom 29. September 2022 ist er seit dem 1. MÃ¤rz 2022 im Bereich â¦ tÃ¤tig, zunÃ¤chst in einem 60%-Pensum und seit dem 1. Juni 2022 in einem Vollzeitpensum. GemÃ¤ss eingereichtem Arbeitsvertrag ist er seit dem 1. Juli 2022 zu einem Bruttolohn von Fr. 4'645.35 Vollzeit als Barmann angestellt. Zuvor will er sich erfolglos um Arbeit bemÃ¼ht haben, wofÃ¼r er eine Aufstellung seiner SuchbemÃ¼hungen einreichte. </p> <p class="Erwgung3"><b>2.3.4 </b>Der BeschwerdefÃ¼hrer wurde vom Verwaltungsgericht am 12. Oktober 2022 ausdrÃ¼cklich und unter Hinweis auf seine Mitwirkungspflicht nach Art. 90 AIG dazu aufgefordert, seine SuchbemÃ¼hungen auf dem Arbeitsmarkt mÃ¶glichst lÃ¼ckenlos, datiert und unter Einreichung konkreter Bewerbungs- und Absageschreiben etc. darzulegen, ansonsten aufgrund der Akten entschieden und die Sachlage zu seinen Ungunsten gewÃ¼rdigt werden kÃ¶nne. Die hierauf eingereichte Aufstellung von SuchbemÃ¼hungen genÃ¼gt diesen Anforderungen offenkundig nicht, da sie aus einer blossen Auflistung von Betrieben und Telefonnummern besteht, ohne konkrete Angaben zum Bewerbungszeitpunkt. Zudem reichte der BeschwerdefÃ¼hrer keinerlei Bewerbungs- und Absageschreiben oder eine sonstige Korrespondenz mit potenziellen Arbeitgebern ein, obwohl heutzutage auch im Niedriglohnbereich schriftliche Bewerbungen Ã¼blich sind und deshalb bei ernsthaften BewerbungsbemÃ¼hungen entsprechende Dokumente vorhanden sein mÃ¼ssten. Zudem musste dem BeschwerdefÃ¼hrer aufgrund der erfolgten RÃ¼ckstufung und seiner vorangegangenen Verwarnung auch bewusst sein, dass er seine ArbeitsbemÃ¼hungen zu dokumentieren hatte. Dass er trotz verwaltungsgerichtlicher Aufforderung lediglich eine undatierte Betriebsauflistung einzureichen vermochte, lÃ¤sst an seriÃ¶sen Bewerbungsanstrengungen zweifeln. AnlÃ¤sslich seiner Befragung durch die Kantonspolizei ZÃ¼rich vom 17. MÃ¤rz 2022 gab er an, kein Bewerbungsdossier zusammengestellt zu haben und sich nie schriftlich, sondern ausschliesslich durch spontane und unangekÃ¼ndigte Vorsprachen bei potenziellen Arbeitgebern beworben zu haben. Derartige Bewerbungsversuche entsprechen offenkundig nicht den Ã¼blichen Bewerbungsstandards in der Schweiz, was dem seit drei Jahrzehnten im Land lebenden BeschwerdefÃ¼hrer auch ohne Weiteres klar sein musste (vgl. VGr, 26. Mai 2021, VB.2020.00851, E. 6.3 [bestÃ¤tigt in BGr, 13. Oktober 2021, 2C:570/2021]; VGr, 20. MÃ¤rz 2019, VB.2018.00783, E. 3.2.3 [bestÃ¤tigt in BGr, 27. September 2019, 2C_458/2019, insbesondere E. 5.1]). Auch quantitativ entsprechen die wenigen Bewerbungen nicht einer ernsthaften Arbeitssuche.</p> <p class="Urteilstext">Soweit der BeschwerdefÃ¼hrer die Folgen der Coronaviruspandemie fÃ¼r seine spÃ¤te Arbeitsintegration verantwortlich macht, ist ihm einerseits entgegenzuhalten, dass er sich auch wÃ¤hrend der Pandemie ernsthaft um eine Arbeitsstelle hÃ¤tte bemÃ¼hen kÃ¶nnen, entsprechende BemÃ¼hungen jedoch weder hinreichend dokumentiert noch glaubhaft sind. Andererseits sind ernsthafte BemÃ¼hungen zur AusschÃ¶pfung des Erwerbspotenzials auch vor Ausbruch der Pandemie und der VerhÃ¤ngung von Schutzmassnahmen nicht belegt, obwohl dem BeschwerdefÃ¼hrer bereits bei seiner vorangegangenen Verwarnung (28. November 2017) hÃ¤tte bewusst sein sollen, dass er sich zum Bewilligungserhalt intensiv um Arbeit zu bemÃ¼hen hat. Sodann war der BeschwerdefÃ¼hrer auch keineswegs gezwungen, im von der Pandemie besonders betroffenen Bereich â¦ nach Arbeit zu suchen, sondern wÃ¤ren ihm auch weniger von den Pandemiefolgen betroffene Branchen â wie z.<span> </span>B. das Bau- und das Reinigungsgewerbe â offengestanden, wo er sich im Ãbrigen auch sporadisch beworben haben will.</p> <p class="Erwgung3">Dem BeschwerdefÃ¼hrer ist seine prekÃ¤re finanzielle Situation deshalb bis zum Stellenantritt bzw. bis zur Stellenaufstockung im MÃ¤rz/Juli 2022 ohne Weiteres vorzuwerfen, da er sein Arbeitspotenzial zunÃ¤chst nicht ausschÃ¶pfte und sich nicht hinreichend um Arbeit bemÃ¼hte. Entsprechend ist ihm auch seine Schuldenwirtschaft (weiterhin) vorzuwerfen und ist folglich bis mindestens Mitte Juli 2022 von einer fortgesetzten mutwilligen Schuldenwirtschaft auszugehen. </p> <p class="Erwgung3"><b>2.3.5 </b>Die jÃ¼ngsten BemÃ¼hungen zur AusschÃ¶pfung des Erwerbspotenzials und fÃ¼r eine Schuldensanierung setzten wiederum viel zu spÃ¤t â mehr als zwei Jahre nach der RÃ¼ckstufung â und erst unter dem Druck der unmittelbar drohenden Wegweisung ein. Wie bereits dargelegt wurde, vermochte der BeschwerdefÃ¼hrer Ã¼berdies seinen eigenen RÃ¼ckzahlungsplan nicht einzuhalten und hat sich seine Gesamtverschuldung â unter BerÃ¼cksichtigung der laufenden Betreibungen â bislang nicht reduziert, sondern sogar einen neuen HÃ¶chststand erreicht. Seine unzureichenden TilgungsbemÃ¼hungen lassen sich auch nicht mit den Verfahrens- und Anwaltskosten des vorliegenden Beschwerdeverfahrens entschuldigen, war bei der Kundgabe des Tilgungsplans in der Beschwerdeschrift vom 10. Oktober 2022 doch bereits absehbar, dass entsprechende Kosten anfallen werden. Gleichwohl liess der BeschwerdefÃ¼hrer selbst nach der Verweigerung der unentgeltlichen Rechtspflege mit Fristerstreckungsgesuch vom 21. November 2022 noch verlauten, dass er "zusÃ¤tzlich zu den Schulden und Gerichtskosten von CHF 2'570.- sowie den Anwaltskosten" seine "offenen Rechnungen zuverlÃ¤ssig bezahlt und zusÃ¤tzlich die bestehenden Schulden saniert" habe. Der BeschwerdefÃ¼hrer muss sich entsprechend vorhalten lassen, das Verwaltungsgericht nicht transparent Ã¼ber seinen RÃ¼ckzahlungsplan informiert zu haben, da in der Folge â entgegen der AnkÃ¼ndigung in der Beschwerdeschrift bzw. im erwÃ¤hnten Fristerstreckungsgesuch und den bereits damals absehbaren Anwalts- und Verfahrenskosten â nur ein Bruchteil der angekÃ¼ndigten RÃ¼ckzahlungsraten geleistet wurden. </p> <p class="Erwgung3"><b>2.3.6 </b>All dies lÃ¤sst einerseits an der VerlÃ¤sslichkeit der Angaben des BeschwerdefÃ¼hrers und an einer nachhaltigen VerhaltensÃ¤nderung zweifeln. Andererseits ist ohnehin nicht mehr entscheidend, welche Anstrengungen der BeschwerdefÃ¼hrer Ã¼ber ein Jahr nach Ablauf seiner Aufenthaltsbewilligung unternommen hat: Wie bereits dargelegt wurde, sind verspÃ¤tet eingereichte VerlÃ¤ngerungsgesuche grundsÃ¤tzlich als Gesuche um Wiedererteilung einer Aufenthaltsbewilligung zu behandeln und bei fahrlÃ¤ssig verspÃ¤teter Gesuchseinreichung die Wiedererteilung grundsÃ¤tzlich nur geboten, wenn der Bewilligungsablauf noch nicht zu lange zurÃ¼ckliegt, vertretbare GrÃ¼nde fÃ¼r die verspÃ¤tete Gesuchseinreichung vorgebracht werden und ohne Weiteres mit einer BewilligungsverlÃ¤ngerung zu rechnen war (vgl. vorn, ErwÃ¤gung B.1). Massgeblich ist damit, ob das VerlÃ¤ngerungsgesuch bei rechtzeitiger Gesuchseinreichung bewilligungsfÃ¤hig gewesen wÃ¤re, womit die VerlÃ¤ngerungsvoraussetzungen schon bei Ablauf der Bewilligungsvoraussetzungen erfÃ¼llt sein mÃ¼ssen und nicht erst nachtrÃ¤glich erfÃ¼llt werden kÃ¶nnen. Ansonsten kÃ¶nnte mit einer nachlÃ¤ssigen und verspÃ¤teten Stellung des VerlÃ¤ngerungsgesuchs zusÃ¤tzliche Zeit zur ErfÃ¼llung der VerlÃ¤ngerungsvoraussetzungen gewonnen werden, was nicht sinnvoll erscheint und zu einer stossenden Ungleichbehandlung mit denjenigen Personen fÃ¼hren wÃ¼rde, die sich fristgerecht um die VerlÃ¤ngerung ihrer Aufenthaltsbewilligung bemÃ¼ht haben. Dies gilt erst recht fÃ¼r den BeschwerdefÃ¼hrer, dessen weiterer Aufenthalt mit RÃ¼ckstufungsentscheid vom 12. Mai 2020 ausdrÃ¼cklich von der ErfÃ¼llung bestimmter Bedingungen <i>innerhalb der noch einmal gewÃ¤hrten BewilligungsverlÃ¤ngerung</i> abhÃ¤ngig gemacht wurde (siehe dazu auch E. 2.4 nachfolgend).</p> <p class="Urteilstext">Der BeschwerdefÃ¼hrer hÃ¤tte damit aufgrund der Fortsetzung seiner mutwilligen Schuldenwirtschaft auch bei rechtzeitigem VerlÃ¤ngerungsgesuch kaum Aussichten auf eine BewilligungsverlÃ¤ngerung gehabt (zur VerhÃ¤ltnismÃ¤ssigkeit der Bewilligungsverweigerung siehe E. B.3 nachfolgend). Seine letztlich bis heute andauernde mutwillige Schuldenwirtschaft erfÃ¼llt somit weiterhin den Widerrufsgrund von Art. 62 Abs. 1 lit. c AIG in Verbindung mit Art. 77a Abs. 1 lit. b VZAE.</p> <p class="Erwgung2"><b>2.4 </b> </p> <p class="Erwgung3"><b>2.4.1 </b>GemÃ¤ss Art. 62 Abs. 1 lit. d AIG kann eine Aufenthaltsbewilligung sodann widerrufen und entsprechend auch nicht mehr verlÃ¤ngert werden, wenn die betroffene AuslÃ¤nderin oder der betroffene AuslÃ¤nder eine mit der VerfÃ¼gung verbundene Bedingung nicht einhÃ¤lt. Als Spezialfall dieses Widerrufsgrunds sieht Art. 62 Abs. 1 lit. g in Verbindung mit Art. 58b AIG Ã¼berdies die schuldhafte Nichteinhaltung einer Integrationsvereinbarung als Widerrufsgrund vor.</p> <p class="Erwgung3"><b>2.4.2 </b>Wenngleich die RÃ¼ckstufung im Sinn von Art. 63 Abs. 2 AIG gemÃ¤ss Art. 62a Abs. 1 VZAE grundsÃ¤tzlich mit einer Integrationsvereinbarung oder -empfehlung im Sinn von Art. 58b AIG verbunden werden kÃ¶nnte, ist dies vorliegend nicht geschehen und wurden stattdessen im Sinn von Art. 62a Abs. 2 VZAE folgende Bedingungen fÃ¼r den weiteren Aufenthalt direkt in der migrationsamtlichen RÃ¼ckstufungsverfÃ¼gung vom 12. Mai 2020 festgehalten: </p> <p class="Urteilstext">-<span> </span>AusÃ¼bung einer existenzsichernden ErwerbstÃ¤tigkeit;</p> <p class="Urteilstext">-<span> </span>lÃ¼ckenlose ErfÃ¼llung der finanziellen Verpflichtungen;</p> <p class="Urteilstext">-<span> </span>Abbau der bestehenden Schulden;</p> <p class="Urteilstext">-<span> </span>strafloses Verhalten.</p> <p class="Urteilstext">Nach dargelegter Sachlage vermochte der BeschwerdefÃ¼hrer zum Zeitpunkt des Ablaufs seiner Aufenthaltsbewilligung lediglich die letztgenannte Bedingung zu erfÃ¼llen, wÃ¤hrend er zu diesem Zeitpunkt weder eine existenzsichernde ErwerbstÃ¤tigkeit ausÃ¼bte noch seinen finanziellen Verpflichtungen nachkam oder seine bestehenden Schulden abbaute. Der BeschwerdefÃ¼hrer erfÃ¼llte damit bei Bewilligungsablauf klarerweise nicht alle Bedingungen fÃ¼r seinen weiteren Aufenthalt und hat damit auch den Widerrufsgrund des erfÃ¼llten Aufenthaltszwecks im Sinn von Art. 62 Abs. 1 lit. d AIG gesetzt. </p> <p class="Urteilstext">Auch aus diesem Grund hÃ¤tte der BeschwerdefÃ¼hrer bei rechtzeitiger Gesuchstellung kaum Aussichten auf eine BewilligungsverlÃ¤ngerung gehabt. Selbst zum heutigen Zeitpunkt erfÃ¼llt er nur einen Teil der im RÃ¼ckstufungsentscheid formulierten Bedingungen, nachdem ein nachhaltiger Abbau der bestehenden Schulden nicht dokumentiert wurde und der BeschwerdefÃ¼hrer auch in der jÃ¼ngsten Vergangenheit erneut betrieben werden musste. </p> <p class="Erwgung2"><b>2.5 </b>Zusammenfassend begrÃ¼ndete der BeschwerdefÃ¼hrer bei Ablauf seiner Aufenthaltsbewilligung aufgrund seiner fortgesetzten mutwilligen Schuldenwirtschaft und der NichterfÃ¼llung der im RÃ¼ckstufungsentscheid formulierten Bedingungen gleich mehrere WiderrufsgrÃ¼nde, weshalb er auch bei rechtzeitiger Gesuchstellung kaum Aussichten auf eine BewilligungsverlÃ¤ngerung gehabt hÃ¤tte. Inwiefern er sich danach um eine existenzsichernde ErwerbstÃ¤tigkeit und seine Schuldenregulierung bemÃ¼ht hat, kann grundsÃ¤tzlich offenbleiben, jedoch ist im bereits dargelegten Sinn festzuhalten, dass seine Gesamtverschuldung bis heute weiter angestiegen ist und er seine eigenen RÃ¼ckzahlungsplÃ¤ne nicht einzuhalten vermochte.</p> <p class="Erwgung1"><b>3. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>3.1 </b>Das Vorliegen von WiderrufsgrÃ¼nden fÃ¼hrt nicht automatisch zur Bewilligungsverweigerung. Diese rechtfertigt sich nur, wenn die jeweils im Einzelfall vorzunehmende InteressenabwÃ¤gung diese Massnahme als verhÃ¤ltnismÃ¤ssig erscheinen lÃ¤sst, wobei namentlich die Schwere des Verschuldens, die Dauer der Anwesenheit sowie die dem Betroffenen und seiner Familie drohenden Nachteile zu berÃ¼cksichtigen sind (vgl. Art. 96 AIG; BGE 135 II 377 E. 4.3 mit Hinweisen). Sodann ist bei der Wegweisung von Ã¼berschuldeten auslÃ¤ndischen Personen zu beachten, dass nach ihrer Ausreise kaum noch Aussichten auf eine Befriedigung der GlÃ¤ubigerforderungen bestehen. Demnach sind bei der InteressenabwÃ¤gung auch die kÃ¼nftigen Aussichten auf einen Schuldenabbau mitzuberÃ¼cksichtigen, sofern ein Schuldenabbau bei weiterer Anwesenheit in der Schweiz erwartet werden kann (vgl. BGr, 7. MÃ¤rz 2018, 2C_789/2017, E. 3.3.1; BGr, 14. September 2009, 2C_329/2009, E. 4.2.3). Inwieweit die Schuldentilgung durch eine Wegweisung aus der Schweiz erschwert werden kÃ¶nnte, darf jedoch nicht dazu fÃ¼hren, dass verschuldete AuslÃ¤nder gegenÃ¼ber denjenigen AuslÃ¤ndern privilegiert werden, die ihren finanziellen Verpflichtungen jeweils fristgerecht nachgekommen sind (vgl. VGr, 20. MÃ¤rz 2019, VB.2019.000092, E. 5.1; VGr, 15. November 2017, VB.2017.00571, E. 2.3.3 [nicht auf www.vgrzh.ch verÃ¶ffentlicht]).</p> <p class="Urteilstext">Nachfolgend ist demnach zu klÃ¤ren, ob eine Bewilligungsverweigerung bei rechtzeitiger Gesuchseinreichung trotz der gesetzten WiderrufsgrÃ¼nde unverhÃ¤ltnismÃ¤ssig gewesen wÃ¤re.</p> <p class="Erwgung2"><b>3.2 </b>Wie bereits dargelegt wurde, hat der BeschwerdefÃ¼hrer bis heute Schulden von Ã¼ber Fr. 165'000.- (offene Verlustscheinforderungen und hÃ¤ngige Betreibungen) angehÃ¤uft, was ohne Weiteres einen Betrag darstellt, welcher eine Bewilligungsverweigerung zu rechtfertigen vermag. Der BeschwerdefÃ¼hrer hat auch nach der RÃ¼ckstufung seiner Bewilligung weitere Schulden angehÃ¤uft und sich nur unzureichend und nur unter dem Druck des unmittelbar drohenden Bewilligungsverlusts um eine Regulierung seiner Schulden und eine Ausweitung seiner ErwerbstÃ¤tigkeit bemÃ¼ht. Seine fortgesetzte Schuldenwirtschaft und seine unzureichenden BemÃ¼hungen um eine Schuldentilgung sind ihm ohne Weiteres vorzuwerfen, zumal er inzwischen Ã¼ber ein Einkommen verfÃ¼gt, das einen Abbau der bestehenden Schulden erlauben wÃ¼rde: Sein bisheriges Verhalten lÃ¤sst Zweifel aufkommen, ob er sich inskÃ¼nftig um einen Schuldenabbau bemÃ¼hen wird. Vielmehr ist ernsthaft mit einer Fortsetzung der Schuldenwirtschaft zu rechnen, weshalb seine Wegweisung nicht zuletzt auch dem Schutz potenzieller GlÃ¤ubiger dient. Hinzu kommt seine wiederholte StraffÃ¤lligkeit, welche zwar zu lange zurÃ¼ckliegt und zu geringfÃ¼gig ist, um einen eigenstÃ¤ndigen Widerrufsgrund zu begrÃ¼nden, jedoch zumindest im Rahmen einer GesamtwÃ¼rdigung des bisherigen Verhaltens mitberÃ¼cksichtigt werden darf. Das Ã¶ffentliche Interesse an seiner Wegweisung wird damit weiter erhÃ¶ht.</p> <p class="Erwgung2"><b>3.3 </b>ZusÃ¤tzlich erschwerend kommt hinzu, dass weder frÃ¼here Ermahnungen noch die am 28. November 2017 ausgesprochene Verwarnung noch die zuletzt verfÃ¼gte RÃ¼ckstufung eine nachhaltige VerhaltensÃ¤nderung beim BeschwerdefÃ¼hrer zu bewirken vermochten.</p> <p class="Urteilstext">All dies lÃ¤sst auf ein insgesamt weiterhin sehr hohes Ã¶ffentliches Fernhalteinteresse schliessen, welches auch durch die jÃ¼ngsten RÃ¼ckzahlungsbemÃ¼hungen kaum relativiert wird, soweit diese im vorliegenden Verfahren Ã¼berhaupt zu berÃ¼cksichtigen sind.</p> <p class="Erwgung2"><b>3.4 </b>Dem Ã¶ffentlichen Fernhalteinteresse sind die privaten Interessen des BeschwerdefÃ¼hrers und seiner AngehÃ¶rigen gegenÃ¼berzustellen: </p> <p class="Erwgung3"><b>3.4.1 </b>Der BeschwerdefÃ¼hrer reiste kurz vor seinem 26. Geburtstag in die Schweiz ein und hÃ¤lt sich seit bald drei Jahrzehnten im Land auf, was grundsÃ¤tzlich ein hohes privates Interesse an einem weiteren Verbleib im Land impliziert, weshalb es zur Beendigung seines Aufenthalts besonderer GrÃ¼nde bedarf (vgl. BGE 144 I 266 E. 3). Eine Wegweisung in den Kosovo wÃ¼rde ihn zweifellos hart treffen, ihn aber auch nicht vor unÃ¼berwindbare Hindernisse stellen: Er wurde noch Ã¼berwiegend in seiner kosovarischen Heimat sozialisiert. Auch wÃ¤hrend seines Aufenthalts in der Schweiz besuchte er wiederholt sein Heimatland, welches ihm damit nach wie vor vertraut ist. In seinem Heimatland leben zahlreiche Verwandte, zu welchen er eigenen Angaben zufolge weiterhin Kontakt unterhÃ¤lt und welche ihm bei der Wiedereingliederung behilflich sein kÃ¶nnten. Sodann ist ihm zuzumuten, sich in seinem Heimatland ein neues Beziehungsnetz aufzubauen, sollte er dort nicht mehr Ã¼ber tragfÃ¤hige soziale und familiÃ¤re Kontakte verfÃ¼gen. Ãberdies besitzt er eigenen Angaben zufolge zusammen mit seiner Familie im Kosovo ein Eigenheim. </p> <p class="Erwgung3"><b>3.4.2 </b>Generell ist der BeschwerdefÃ¼hrer trotz seines langen Aufenthalts in der Schweiz nicht sonderlich stark verwurzelt: In sprachlicher Hinsicht verfÃ¼gt er inzwischen Ã¼ber gute Deutschkenntnisse, was aufgrund seines langjÃ¤hrigen Aufenthalts in der Schweiz aber auch ohne Weiteres erwartet werden kann. Sodann ist aufgrund der langen Landesanwesenheit auch davon auszugehen, dass er hier Ã¼ber verfestigte soziale Kontakte verfÃ¼gt. Seine hiesige Integration ist gleichwohl durch seine mangelhafte wirtschaftliche Integration stark getrÃ¼bt, wÃ¤hrend seine sprachliche und soziale Integration jedenfalls nicht Ã¼ber Ã¼bliche Integrationserwartungen hinausgeht. Eine massgebliche berufliche Integration war zumindest zum Zeitpunkt des Bewilligungsablaufs noch nicht vorhanden und der jÃ¼ngste Stellenantritt erfolgte erst unter dem Eindruck des unmittelbar drohenden Wegweisungsvollzugs. Es kann deshalb noch nicht von einer tiefgreifenden Verwurzelung in der Schweiz ausgegangen werden. </p> <p class="Erwgung3"><b>3.4.3 </b>Hinsichtlich der familiÃ¤ren Situation des BeschwerdefÃ¼hrers ist festzuhalten, dass seine Kinder allesamt im Ausland leben und/oder erwachsen sind und er sich von seiner Ehefrau getrennt hat. Zwar wÃ¼rde seine Wegweisung zumindest die Beziehungspflege zu seinen beiden im Kanton G und F lebenden Kindern erschweren, zugleich wÃ¤re aber auch zumindest der Kontakt zu seinem im Kosovo lebenden Sohn erleichtert.</p> <p class="Erwgung3">Damit Ã¼berwiegt das Ã¶ffentliche Fernhalteinteresse auch klar die privaten Interessen des BeschwerdefÃ¼hrers und erscheint die NichtverlÃ¤ngerung seiner Aufenthaltsbewilligung eindeutig verhÃ¤ltnismÃ¤ssig. </p> <p class="Erwgung2"><b>3.5 </b>Mildere Massnahmen sind nicht ersichtlich, nachdem weder die ausgefÃ¤llten Strafen noch frÃ¼here Ermahnungen und Verwarnungen oder die zuletzt verfÃ¼gte RÃ¼ckstufung einen nachhaltigen Sinneswandel beim BeschwerdefÃ¼hrer zu bewirken vermochten. </p> <p class="Erwgung2"><b>3.6 </b>Das klar Ã¼berwiegende Ã¶ffentliche Fernhalteinteresse steht sodann auch der Erteilung einer HÃ¤rtefallbewilligung im Sinn von Art. 30 Abs. 1 lit. b AIG, einer Wiederzulassung nach Art. 30 Abs. 1 lit. k AIG oder einer Bewilligungserteilung nach pflichtgemÃ¤ssem Ermessen im Sinn von Art. 96 AIG entgegen. </p> <p class="Urteilstext">Der BeschwerdefÃ¼hrer kann damit aus den auslÃ¤nderrechtlichen Bestimmungen weder einen Anspruch auf (Wieder-)Erteilung einer Aufenthaltsbewilligung ableiten noch ist ihm eine solche nach pflichtgemÃ¤ssem Ermessen zu erteilen.</p> <p class="Erwgung1"><b>4. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>4.1 </b>Ein Anspruch auf Wiedererteilung besteht sodann, wenn ansonsten das Recht auf Privat- oder Familienleben nach Art. 8 Abs. 1 der EuropÃ¤ischen Menschenrechtskonvention (EMRK) bzw. Art. 13 Abs. 1 der Bundesverfassung (BV) verletzt wÃ¤re. Eine eheliche Beziehung fÃ¤llt nur wÃ¤hrend der Dauer des intakten ehelichen Zusammenlebens in den Schutzbereich des Familienlebens. Wer in der Schweiz weder Ã¼ber eine intakte eheliche Beziehung verfÃ¼gt noch enge Beziehungen zu hier lebenden Verwandten der Kernfamilie (insbesondere minderjÃ¤hrige Kinder) mit gefestigtem Anwesenheitsrecht unterhÃ¤lt, kann sich auf das Recht auf Privatleben berufen, wenn er in der Schweiz Ã¼ber besonders intensive, Ã¼ber eine normale Integration hinausgehende private Bindungen gesellschaftlicher oder beruflicher Natur bzw. vertiefte soziale Beziehungen zum ausserfamiliÃ¤ren Bereich verfÃ¼gt. Nach einer rund zehnjÃ¤hrigen Aufenthaltsdauer kann regelmÃ¤ssig von so engen sozialen Beziehungen in der Schweiz ausgegangen werden, dass es fÃ¼r eine Aufenthaltsbeendigung besonderer GrÃ¼nde bedarf, z.<span> </span>B. wenn die Integration trotz der langen Aufenthaltsdauer zu wÃ¼nschen Ã¼brig lÃ¤sst oder WiderrufsgrÃ¼nde gesetzt wurden (BGr, 20. Juli 2018, 2C_1035/2017, E. 5.1; vgl. auch BGE 144 I 266 E. 3.4 und 3.8 f. sowie BGr, 17. September 2018, 2C_441/2018, E. 1.3.1).</p> <p class="Erwgung2"><b>4.2 </b>Der BeschwerdefÃ¼hrer lebt eigenen Angaben zufolge seit dem 1. Oktober 2022 getrennt von seiner Ehefrau und hat sich mit dieser Ã¼ber die Scheidung verstÃ¤ndigt. Ob die Ehe inzwischen geschieden wurde, ist aus den Akten nicht ersichtlich, jedoch ist nicht mehr von einer intakten Ehe auszugehen und auch sonst sind keine durch das konventions- und verfassungsmÃ¤ssig geschÃ¼tzte Recht auf Familienleben geschÃ¼tzte Beziehungen ersichtlich. Insbesondere sind solche mangels ersichtlichen AbhÃ¤ngigkeitsverhÃ¤ltnisses auch nicht in Bezug auf die beiden in der Schweiz lebenden volljÃ¤hrigen Kinder anzunehmen.</p> <p class="Erwgung2"><b>4.3 </b>Trotz der langen Aufenthaltsdauer des BeschwerdefÃ¼hrers ist auch nicht von konventions- und verfassungsmÃ¤ssig geschÃ¼tzten ausserfamiliÃ¤ren Beziehungen in der Schweiz auszugehen, nachdem der BeschwerdefÃ¼hrer sich erst in der jÃ¼ngsten Vergangenheit beruflich zu integrieren vermochte und mit seiner (frÃ¼heren) Delinquenz und (fortgesetzten) mutwilligen Schuldenwirtschaft zu zahlreichen Klagen Anlass gab. Ohnehin wÃ¼rden die von ihm gesetzten WiderrufsgrÃ¼nde auch eine EinschrÃ¤nkung des Rechts auf Privatleben im Sinn von Art. 8 Abs. 2 EMRK bzw. Art. 36 BV rechtfertigen, weshalb ihm der weitere Aufenthalt selbst bei Bejahung konventionsrechtlich geschÃ¼tzter Beziehungen zu verweigern wÃ¤re.</p> <p class="Erwgung1"><b>5. </b> </p> <p class="Urteilstext">Vollzugshindernisse im Sinn von Art. 83 AIG wurden weder substanziiert geltend gemacht, noch sind solche bei einer RÃ¼ckkehr in den Kosovo ersichtlich. Der Kosovo gilt sodann auch als verfolgungssicherer Herkunftsstaat im Sinn von Anhang 2 der Asylverordnung 1 vom 11. August 1999 (AsylV 1).</p> <p class="Erwgung1"><b>6. </b> </p> <p class="Erwgung2">Da die Sache spruchreif erscheint und insbesondere auch die Verschuldungssituation des BeschwerdefÃ¼hrers keiner weiteren KlÃ¤rung bedarf, sind weitere SachverhaltsabklÃ¤rungen nicht erforderlich und kann von einer RÃ¼ckweisung an die Vorinstanz zur weiteren KlÃ¤rung des Sachverhalts abgesehen werden. Anzumerken ist, dass selbst bei Wegfall eines der beiden aufgezÃ¤hlten WiderrufsgrÃ¼nde immer noch hinreichend Anlass bestÃ¼nde, dem BeschwerdefÃ¼hrer die Aufenthaltsbewilligung zu verweigern.</p> <p class="Erwgung2">Dies fÃ¼hrt zur vollumfÃ¤nglichen Abweisung der Beschwerde VB.2022.00609 des BeschwerdefÃ¼hrers, soweit auf diese im Rahmen des Streitgegenstands Ã¼berhaupt einzutreten ist.</p> <p class="Erwgung1"><b>7. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>7.1 </b>AusgangsgemÃ¤ss sind die Gerichtskosten dem BeschwerdefÃ¼hrer aufzuerlegen und steht ihm auch keine ParteientschÃ¤digung zu (§ 13 Abs. 2 in Verbindung mit § 65a sowie § 17 Abs. 2 VRG). </p> <p class="Erwgung2"><b>7.2 </b>Aufgrund der dargelegten Rechtslage besteht sodann auch kein Anlass, auf den bereits <br/> gefÃ¤llten Entscheid betreffend die Verweigerung der unentgeltlichen Rechtspflege zurÃ¼ckzukommen.</p> <p class="Erwgung2"><b>7.3 </b>Die GerichtsgebÃ¼hr ist aufgrund des sehr aufwÃ¤ndigen Verfahrens angemessen zu erhÃ¶hen (§ 2 der GebÃ¼hrenverordnung des Verwaltungsgerichts vom 3. Juli 2018 (GebV VGr), zumal beim BeschwerdefÃ¼hrer auch vorab Ã¼ber dessen Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege zu befinden war. Zugleich rechtfertigt sich aber aufgrund der zugleich bestehenden Synergieeffekte mit dem Parallelverfahren VB.2022.00607 nur eine mÃ¤ssige ErhÃ¶hung der in auslÃ¤nderrechtlichen Verfahren Ã¼blichen GebÃ¼hren, weshalb insgesamt eine Kostenauflage in HÃ¶he der vorgenommenen Kautionierung angemessen erscheint.</p> <p class="Erwgung2"><b>7.4 </b>Da der BeschwerdefÃ¼hrer unabhÃ¤ngig von seiner Ehefrau Beschwerde eingereicht und sein Rechtsmittel â anders als dasjenige seiner Ehefrau â auch unabhÃ¤ngig vom Ausgang des Parallelverfahrens VB.2022.00607 beurteilt werden kann, rechtfertigt es sich, ihm lediglich die Gerichtskosten des eigenen Beschwerdeverfahrens VB.2022.00609 aufzuerlegen. </p> <p class="Sachverhalt2"><b><i>C. </i></b><b><i>Beschwerde VB.2022.00607 der BeschwerdefÃ¼hrerin 1:</i></b></p> <p class="Erwgung1"><b>1. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>1.1 </b>AuslÃ¤ndische Ehegatten von Personen mit Niederlassungsbewilligung haben gemÃ¤ss Art. 43 Abs. 1 und 2 AIG Anspruch auf die Erteilung und VerlÃ¤ngerung einer Aufenthaltsbewilligung, wenn sie mit diesen zusammenwohnen, eine bedarfsgerechte Wohnung vorhanden ist, sie weder auf Sozialhilfe noch ErgÃ¤nzungsleistungen angewiesen sind und sie sich in der am Wohnort gesprochenen Landessprache verstÃ¤ndigen kÃ¶nnen bzw. sich zu einem entsprechenden SprachfÃ¶rderungsangebot anmelden. Nach einem ordnungsgemÃ¤ssen und ununterbrochenen Aufenthalt von fÃ¼nf Jahren haben sie Anspruch auf die Erteilung der Niederlassungsbewilligung, wenn die Integrationskriterien nach Art. 58a AIG erfÃ¼llt sind.</p> <p class="Erwgung2"><b>1.2 </b>Die am 28. April 2016 in die Schweiz eingereiste BeschwerdefÃ¼hrerin wurde ursprÃ¼nglich gestÃ¼tzt auf die Nachzugsbestimmungen von Art. 43 AIG (in Verbindung mit Art. 47 AIG) nachgezogen. Sie konnte ihren weiteren Aufenthalt aber seit der RÃ¼ckstufung der Aufenthaltsbewilligung ihres Ehegatten (12. Mai 2020) unbestrittenermassen nur noch auf die Bestimmung von Art. 44 AIG stÃ¼tzen. Die Erteilung einer Niederlassungsbewilligung aufgrund eines mehr als fÃ¼nfjÃ¤hrigen ordnungsgemÃ¤ssen und ununterbrochenen Aufenthalts scheitert sodann bereits an den zeitlichen Voraussetzungen.</p> <p class="Erwgung1"><b>2. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>2.1 </b>Analog zu den vorgenannten Voraussetzungen kann auslÃ¤ndischen Ehegatten von Personen mit Aufenthaltsbewilligung gemÃ¤ss Art. 44 Abs. 1 und 2 AIG eine Aufenthaltsbewilligung erteilt und verlÃ¤ngert werden, wenn sie mit diesen zusammenwohnen, eine bedarfsgerechte Wohnung vorhanden ist, sie weder auf Sozialhilfe noch ErgÃ¤nzungsleistungen angewiesen sind und sie sich in der am Wohnort gesprochenen Landessprache verstÃ¤ndigen kÃ¶nnen bzw. sich zu einem entsprechenden SprachfÃ¶rderungsangebot anmelden. Nach AuflÃ¶sung der Ehegemeinschaft kann die im Rahmen des Familiennachzugs erteilte (abgeleitete) Aufenthaltsbewilligung gemÃ¤ss Art. 77 Abs. 1 lit. a VZAE verlÃ¤ngert werden, wenn die in der Schweiz gelebte Ehegemeinschaft min­destens drei Jahre bestanden hat und kumulativ die Integrationskriterien von Art. 58a AIG erfÃ¼llt sind, sofern keine ErlÃ¶schensgrÃ¼nde vorliegen, insbesondere keine WiderrufsgrÃ¼nde gegeben sind und die Ehe nicht in rechtsmissbrÃ¤uchlicher Weise zur blossen Aufenthaltssicherung bis zum Erreichen der Dreijahresfrist aufrechterhalten wurde (vgl. Art. 51 Abs. 2 AIG, welcher dem Wortlaut nach allerdings nur analog anwendbar ist). RechtsmissbrÃ¤uchlich ist Ã¼berdies auch eine (fingierte) Ehetrennung, welche allein der Aufenthaltssicherung dient bzw. wenn ein definitives Scheitern der Ehe erst behauptet wird, nachdem die Wegweisung der originÃ¤r aufenthaltsberechtigten Person bereits eindeutig erscheint (VGr, 20. MÃ¤rz 2019, VB.2019.00045, E. 3; VGr, 10. November 2021, VB.2021.00405/415, E. 3.2). Im Gegensatz zu den BewilligungsansprÃ¼chen nach Art. 42 und 43 AIG steht die Erteilung und VerlÃ¤ngerung einer Aufenthaltsbewilligung nach Art. 44 AIG im pflichtgemÃ¤ssen Ermessen der BewilligungsbehÃ¶rde.</p> <p class="Erwgung3"><span>Der nacheheliche Aufenthaltsanspruch setzt somit unter anderem voraus, dass bis zum Zeitpunkt der AuflÃ¶sung der Ehegemeinschaft noch ein (abgeleitetes) Aufenthaltsrecht gestÃ¼tzt auf die familienrechtlichen Nachzugsbestimmungen bestand. Ist ein derartiges Recht bereits vor der AuflÃ¶sung der Ehegemeinschaft untergegangen, kann auch ein nacheheliches Aufenthaltsrecht nicht mehr entstehen. Damit ist massgeblich, zu welchem Zeitpunkt die Ehegemeinschaft aufgelÃ¶st wurde: Erfolgte die AuflÃ¶sung der Ehegemeinschaft erst nachdem das (abgeleitete) eheliche Aufenthaltsrecht bereits untergegangen war, kann ein (nacheheliches) Aufenthaltsrecht nicht durch Aufgabe des ehelichen Zusammenlebens neu entstehen (VGr, 20. MÃ¤rz 2019, VB.2019.0045, E. 3.2.1.1; BGE 140 II 129 E. 3; </span>Thomas Geiser/Felix Blocher/Marc Busslinger in: Peter Uebersax et al., AuslÃ¤nderrecht, 3. A., Basel 2022, § 23 Rz. 23.297 ff.)<span>. </span></p> <p class="Erwgung3">Ein prekÃ¤rer Aufenthalt nach Ablauf der Aufenthaltsbewilligung vermag ein (prozedural) fortbestehendes Anwesenheitsrecht des originÃ¤r aufenthaltsberechtigten Ehegatten hÃ¶chstens dann zu vermitteln, wenn rechtzeitig um BewilligungsverlÃ¤ngerung ersucht und diese (zum Trennungszeitpunkt) noch nicht rechtskrÃ¤ftig verweigert wurde (siehe dazu die Konstellation in VGr, 10. November 2021, VB.2021.00405/415, E. 3.2) oder der (Wieder-)Erteilung der Aufenthaltsbewilligung zumindest keine WiderrufsgrÃ¼nde entgegenstehen. Wenn jedoch eine Aufenthaltsbewilligung infolge Zeitablaufs bereits erloschen und auch nicht mehr wieder zu erteilen ist, liegt kein fortbestehendes Anwesenheitsrecht mehr vor, welches dem nachgezogenen Ehegatten ein abgeleitetes eheliches oder nacheheliches Anwesenheitsrecht vermitteln kÃ¶nnte.</p> <p class="Erwgung2"><b>2.2 </b>WÃ¤hrend beide Eheleute vor Vorinstanz noch geltend machten, in ehelicher Gemeinschaft zusammenzuleben, behauptet die BeschwerdefÃ¼hrerin vor Verwaltungsgericht, sich inzwischen von ihrem Ehemann getrennt zu haben. Wie sich aus den Akten, den Adressangaben der beiden Beschwerdeschriften und den Angaben ihres Ehemannes erschliesst, soll die Trennung inzwischen auch rÃ¤umlich vollzogen worden sein (gemÃ¤ss den Angaben des Ehemannes am 1. Oktober 2022) und haben die Eheleute am 8. November 2022 eine Scheidungsvereinbarung unterzeichnet. Damit ist davon auszugehen, dass die Eheleute zumindest bei Einleitung des vorinstanzlichen Verfahrens im Juni 2022 (und im Ãbrigen auch bei Ablauf der Aufenthaltsbewilligung der BeschwerdefÃ¼hrerin am 27. April 2022) noch in ehelicher Gemeinschaft zusammenlebten und sich erst danach getrennt haben. Die eheliche Gemeinschaft hatte damit unbestrittenermassen noch weit Ã¼ber ein Jahr Bestand, nachdem die Aufenthaltsbewilligung des BeschwerdefÃ¼hrers am 11. Mai 2021 abgelaufen war. </p> <p class="Erwgung2">Folglich fÃ¤llt sowohl ein eheliches als auch ein nacheheliches Aufenthaltsrecht gestÃ¼tzt auf Art. 44 AIG bzw. Art. 77 Abs. 1 lit. a VZAE ausser Betracht, da beide Bestimmungen nach dargelegter Rechtslage ein fortbestehendes bzw. zumindest zum Zeitpunkt der AuflÃ¶sung der Ehegemeinschaft noch bestehendes Anwesenheitsrecht des originÃ¤r aufenthaltsberechtigten Ehegatten vor­aussetzen. Der Ehemann der BeschwerdefÃ¼hrerin verlor jedoch bereits im FrÃ¼hjahr 2021 seine Aufenthaltsbewilligung, nachdem er sich nicht rechtzeitig um deren VerlÃ¤ngerung gekÃ¼mmert hatte, eine Wiedererteilung aufgrund der von ihm gesetzten WiderrufsgrÃ¼nde nicht in Betracht kommt und vor der Trennung der Ehegatten bereits durch mehrere Instanzen verweigert wurde. Dass sein Aufenthalt im nachfolgenden Rechtsmittelverfahren gleichwohl noch geduldet wurde, Ã¤ndert nichts daran, dass seine Bewilligung lÃ¤ngst erloschen ist.</p> <p class="Erwgung2"><b>2.3 </b>Die ErfÃ¼llung der Integrationskriterien von Art. 58a AIG und die weiteren Voraussetzungen von Art. 44 AIG (in Verbindung mit Art. 77 Abs. 1 lit. a VZAE) sind bei dieser Sachlage nicht nÃ¤her zu erÃ¶rtern, da deren ErfÃ¼llung kumulatives Erfordernis zu einem bei AuflÃ¶sung der Ehegemeinschaft noch fortbestehenden Anwesenheitsrecht (im dargelegten Sinn) bilden und damit zwar erforderlich, aber nicht hinreichend fÃ¼r eine BewilligungsverlÃ¤ngerung sind. Bei dieser Sachlage muss auch nicht mehr weiter abgeklÃ¤rt werden, ob die vor Verwaltungsgericht behauptete Trennung der Ehegatten allenfalls allein der Sicherung des weiteren Aufenthalts der BeschwerdefÃ¼hrerin dienen kÃ¶nnte, worauf zumindest der auffÃ¤llige Trennungszeitpunkt inmitten des Bewilligungsverfahrens hindeutet. Ebenso kann offenbleiben, ob die Ehe inzwischen schon geschieden wurde.</p> <p class="Erwgung2"><b>2.4 </b>Lediglich ergÃ¤nzend ist deshalb anzufÃ¼gen, dass die bisherige Integration der BeschwerdefÃ¼hrerin hinter Ã¼blichen Integrationserwartungen zurÃ¼ckblieb und sie wÃ¤hrend ihres noch relativ kurzen Aufenthalts auch selbst betrieben wurde. Trotz grundsÃ¤tzlicher ArbeitsfÃ¤higkeit war sie in beruflicher Hinsicht bis September 2021 nur in einem sehr geringen Pensum als Reinigungsfachkraft tÃ¤tig. In sozialer Hinsicht ist sie weitgehend isoliert geblieben, jedenfalls verfÃ¼gt sie auch eigenen Angaben zufolge nur Ã¼ber wenige Freunde in der Schweiz. Dass sie durch neurologische Defizite bzw. eine Epilepsieerkrankung in massgeblicher Weise beim Spracherwerb behindert wird, erscheint eher unglaubhaft, nachdem sie in ihrem Heimatland die Mittelschule besucht hatte, bei ihrer polizeilichen Einvernahme vom 17. MÃ¤rz 2022 noch behauptete, mehrere Sprachen zu sprechen (Albanisch, Serbisch und "etwas Deutsch") und es ihr inzwischen viel besser als frÃ¼her gehe, wÃ¤hrend sie vor allem in den ersten Jahren ihres Aufenthalts in der Schweiz durch ihre Epilepsieerkrankung eingeschrÃ¤nkt gewesen sein will. Das hierzu eingereichte Ã¤rztliche Zeugnis eines behandelnden Neurologen vom 24. Oktober 2022 ist jedenfalls Ã¤usserst rudimentÃ¤r und allgemein gehalten und nur von geringer Aussagekraft. Selbst wenn ihre Erkrankung ihre Lernfortschritte behindert haben kÃ¶nnte, hÃ¤tte sie sich zumindest intensiver um den Spracherwerb bemÃ¼hen und sich frÃ¼hzeitiger fÃ¼r entsprechende Sprachangebote anmelden kÃ¶nnen. Ein Sprachnachweis ist bis heute nicht eingereicht worden.</p> <p class="Erwgung2"><b>2.5 </b>Kommt hinzu, dass die BeschwerdefÃ¼hrerin bei ihrer polizeilichen Befragung vom 17. MÃ¤rz 2022 falsche Angaben zu ihrer Verschuldung machte und wahrheitswidrig bestritt, bereits betrieben worden zu sein. Dass sie von dieser Betreibung nichts gewusst haben will, erscheint nicht glaubhaft, nachdem sie fÃ¼r diese persÃ¶nlich betrieben wurde. Es kann offenbleiben, ob das Bestreiten dieser durchaus bewilligungsrelevanten Information nicht schon den Widerrufsgrund von Art. 62 Abs. 1 lit. a AIG erfÃ¼llt (falsche Angaben im Bewilligungsverfahren), zumal die entsprechende Betreibung von ihr nicht bloss verschwiegen, sondern aktiv in Abrede gestellt wurde. </p> <p class="Erwgung2">Zudem muss sich die BeschwerdefÃ¼hrerin â neben ihren eigenen Schulden â auch die von ihrem Ehemann fÃ¼r die eheliche Gemeinschaft eingegangenen Schulden anrechnen lassen, insbesondere auch die in Betreibung gesetzten Steuerforderungen (soweit sie fÃ¼r diese nicht ohnehin schon persÃ¶nlich betrieben wurde), fÃ¼r welche sie zumindest wÃ¤hrend der gemeinsamen Veranlagung der Ehegatten solidarisch mithaftet. Deshalb erfÃ¼llt sie mÃ¶glicherweise auch selbst den Widerrufsgrund von Art. 62 Abs. 1 lit. c AIG, wobei auch diese Frage letztlich offengelassen werden kann.</p> <p class="Erwgung1"><b>3. </b> </p> <p class="Erwgung2">Die BeschwerdefÃ¼hrerin ist in ihrem Heimatland Kosovo (und in Albanien) aufgewachsen und sozialisiert worden, wo sie zwÃ¶lf Jahre die Schule besuchte und auf einem landwirtschaftlichen Betrieb tÃ¤tig war. Auch nach ihrer Einreise in die Schweiz hielt sie den Kontakt zu ihrer Heimat aufrecht, wo auch mehrere Verwandte leben, welche sie bei ihrer Reintegration unterstÃ¼tzen kÃ¶nnen. Sie lebt erst seit etwas Ã¼ber sieben Jahren in der Schweiz, wo sie sich allerdings nicht sonderlich gut zu integrieren vermochte. Somit ist sie hier nicht derart verwurzelt und ihrer Heimat entfremdet, als dass ihr eine RÃ¼ckkehr nicht mehr zumutbar wÃ¤re. Ihre gesundheitlichen Probleme (Epilepsie-Erkrankung) haben sich ihren eigenen Angaben zufolge verbessert und nicht an einer ErwerbstÃ¤tigkeit gehindert, weshalb sie auch nicht massgeblich ihrer Wiedereingliederung im Kosovo entgegenstehen. Zudem ist ihre medizinische Versorgung auch im Kosovo gewÃ¤hrleistet (vgl. hierzu die Focus-Berichte des Staatssekretariats fÃ¼r Migration (SEM) zur medizinischen Grundversorgung und den Behandlungsangeboten bei psychischen Erkrankungen im Kosovo vom 9. MÃ¤rz 2017 bzw. 25. Oktober 2016, abrufbar auf www.sem.admin.ch). </p> <p class="Erwgung2">Ein HÃ¤rtefall im Sinn von Art. 30 Abs. 1 lit. b AIG ist damit nicht ersichtlich und wird von der BeschwerdefÃ¼hrerin auch nicht substanziiert geltend gemacht. Ihre Reintegrationschancen im Kosovo, ihre relativ kurze Aufenthaltsdauer und ihre Integrationsdefizite stehen sodann auch einer Bewilligungserteilung nach pflichtgemÃ¤ssem Ermessen im Sinn von Art. 96 AIG entgegen. </p> <p class="Erwgung1"><b>4. </b> </p> <p class="Erwgung2">Durch Art. 8 EMRK bzw. Art. 13 Abs. 1 BV geschÃ¼tzte familiÃ¤re Beziehungen zu hier lebenden Personen sind bei der inzwischen getrennt von ihrem Ehemann lebenden BeschwerdefÃ¼hrerin nicht (mehr) ersichtlich. Auch das in denselben Bestimmungen garantierte Recht auf Privatleben vermittelt der BeschwerdefÃ¼hrerin kein Anwesenheitsrecht, da sie sich schon aufgrund der noch relativ kurzen Dauer ihres hiesigen Aufenthalts und ihrer hinter Ã¼blichen Integrationserwartungen zurÃ¼ckgebliebenen Integration nicht auf die entsprechenden Bestimmungen berufen kann (vgl. BGE 144 I 266 E. 3).</p> <p class="Erwgung1"><b>5. </b> </p> <p class="Urteilstext">Vollzugshindernisse im Sinn von Art. 83 AIG sind bei der BeschwerdefÃ¼hrerin ebenfalls nicht ersichtlich. </p> <p class="Erwgung1"><b>6. </b> </p> <p class="Erwgung2">AusgangsgemÃ¤ss sind die Gerichtskosten des Verfahrens VB.2022.00607 der BeschwerdefÃ¼hrerin aufzuerlegen und steht ihr ebenfalls keine ParteientschÃ¤digung zu (§ 13 Abs. 2 in Verbindung mit § 65a sowie § 17 Abs. 2 VRG). Auch sie ist lediglich zur Zahlung ihrer eigenen Verfahrenskosten verpflichtet und haftet nicht solidarisch fÃ¼r die Verfahrenskosten ihres Ehemannes mit. Die KostenhÃ¶he ist analog zum Verfahren VB.2022.00607 festzulegen, wobei aber dem etwas geringeren Aufwand in der Prozessleitung Rechnung zu tragen ist, nachdem lediglich ihr Ehemann um unentgeltliche Rechtspflege ersucht hat.</p> <p class="Sachverhalt2"><b><i>D. </i></b><b><i>Schlussfazit und Rechtsmittelbelehrung:</i></b></p> <p class="Erwgung1"><b>1. </b> </p> <p class="Urteilstext">Aufgrund der gesetzten WiderrufsgrÃ¼nde ist die am 11. Mai 2021 abgelaufene Aufenthaltsbewilligung des BeschwerdefÃ¼hrers nicht wieder zu erteilen und auch seiner ebenfalls Beschwerde fÃ¼hrenden Ehefrau ist der weitere Aufenthalt in der Schweiz zu verweigern, da sich ihr (nachehelicher) Aufenthalt von demjenigen des BeschwerdefÃ¼hrers zum Zeitpunkt der AuflÃ¶sung der Ehegemeinschaft ableitet und ihr Aufenthaltsrecht damit mit dessen Bewilligungsverlust mit untergegangen ist. Sodann erscheint eine Bewilligungsverweigerung und die Wegweisung in das gemeinsame Heimatland bei beiden BeschwerdefÃ¼hrenden verhÃ¤ltnismÃ¤ssig, womit beide Beschwerden abzuweisen sind, soweit auf das VerlÃ¤ngerungsgesuch des BeschwerdefÃ¼hrers Ã¼berhaupt einzutreten ist. </p> <p class="Urteilstext">Weiter ist anzumerken, dass die beiden BeschwerdefÃ¼hrenden jeweils nur fÃ¼r die Verfahrenskosten ihres eigenen Beschwerdeverfahrens aufkommen mÃ¼ssen und nicht solidarisch fÃ¼r die Gerichtskosten haften.</p> <p class="Erwgung1"><b>2. </b> </p> <p class="Urteilstext"><span>Der vorliegende Entscheid kann mit Beschwerde in Ã¶ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten nach Art. 82 ff. des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (BGG) angefochten werden, soweit ein Rechtsanspruch auf eine fremdenpolizeiliche Bewilligung geltend gemacht wird. Ansonsten steht die subsidiÃ¤re Verfassungsbeschwerde nach Art. 113 ff. BGG offen. Werden beide Rechtsmittel ergriffen, hat dies in der gleichen Rechtsschrift zu geschehen (Art. 119 Abs. 1 BGG).</span></p> <p class="Einzug1"><span>DemgemÃ¤ss erkennt <span>die Kammer</span>:</span></p> <p class="Einzug2"><span>1. Die Beschwerde VB.2022.00607 betreffend VerlÃ¤ngerung der Aufenthaltsbewilligung (A) wird abgewiesen.</span></p> <p class="Einzug2"><span>2. Die Beschwerde VB.2022.00609 betreffend VerlÃ¤ngerung bzw. (Wieder-)Erteilung der Aufenthaltsbewilligung (C) wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird.</span></p> <p class="Einzug2"><span>3. Die GerichtsgebÃ¼hr im Verfahren VB.2022.00607 wird festgesetzt auf <br/> Fr. 2'000.--; die Ã¼brigen Kosten betragen:<br/> <u>Fr. 70.--</u> Zustellkosten,<br/> <u>Fr. 2'070.--</u> Total der Kosten.</span></p> <p class="Einzug2"><span>4. Die GerichtsgebÃ¼hr im Verfahren VB.2022.00609 wird festgesetzt auf <br/> Fr. 2'500.--; die Ã¼brigen Kosten betragen:<br/> <u>Fr. 70.--</u> Zustellkosten,<br/> <u>Fr. 2'570.--</u> Total der Kosten.</span></p> <p class="Einzug2"><span>5. Die Gerichtskosten im Verfahren VB.2022.00607 werden der BeschwerdefÃ¼hrerin 1 auferlegt.</span></p> <p class="Einzug2"><span>6. Die Gerichtskosten im Verfahren VB.2022.00609 werden dem BeschwerdefÃ¼hrer 2 auferlegt.</span></p> <p class="Einzug2"><span>7. ParteientschÃ¤digungen werden nicht zugesprochen.</span></p> <p class="Einzug2"><span>8. Gegen dieses Urteil kann Beschwerde an das Bundesgericht im Sinn der ErwÃ¤gungen erhoben werden. Die Beschwerde ist innert 30 Tagen, von der Zustellung an gerechnet, beim Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, einzureichen.</span></p> <p class="Einzug2"><span>9. Mitteilung an:<br/> a) die Parteien;<br/> b) die Rekursabteilung der Sicherheitsdirektion;<br/> c) das Staatssekretariat fÃ¼r Migration (SEM).</span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>