Kantonsgericht Schwyz Verfügung vom 8. April 2025 BEK 2025 38 Mitwirkend Kantonsgerichtspräsident Reto Heizmann, a.o. Gerichtsschreiberin Patrizia Castellazzi. In Sachen 1. A.________, Privatkläger und Beschwerdeführer, 2. B.________, Privatklägerin und Beschwerdeführerin, gegen 1. Staatsanwaltschaft, 3. Abteilung, Postfach 128, Bahnhofstrasse 4, 8832 Wollerau, Strafverfolgungsbehörde und Beschwerdegegnerin, vertreten durch Staatsanwalt C.________, 2. D.________, Beschuldigter und Beschwerdegegner, vertreten durch Rechtsanwalt E.________, betreffend Nichtanhandnahme Strafverfahren (Beschwerde gegen die Nichtanhandnahmeverfügung der Staatsanwaltschaft vom 4. März 2025, SU 2025 831);- hat der Kantonsgerichtspräsident,Kantonsgericht Schwyz 2 nachdem sich ergeben und in Erwägung: 1. Die Beschwerdeführer erstatteten am 23. Januar 2025 Strafanzeige ge- gen den Beschuldigten und machten geltend, dieser habe das öffentlich beur- kundete Testament vom 26. Mai 2023 des verstorbenen F.________, Bruder der Beschwerdeführer, manipuliert bzw. verfälscht. Die Staatsanwaltschaft ver- fügte am 4. März 2025 die Nichtanhandnahme. Diese Nichtanhandnahmever- fügung wurde den in Deutschland wohnhaften Beschwerdeführern am 6. März 2025 zugestellt. Gegen die Verfügung erhoben sie am 14. März 2025 Be- schwerde (KG-act. 1). Diese erreichte die Schweizer Grenzstelle am 19. März 2025 und ging beim Kantonsgericht am 20. März 2025 ein (vgl. KG-act. 1). Verfahrensleitend wurden die Beschwerdeführer mit Verfügung vom 21. März 2025 darauf hingewiesen, dass die Beschwerde verspätet erscheine und auf- grund der fehlenden Unterschriften nicht den rechtsgenügenden Anforderungen entspreche. Mit der Androhung, dass im Säumnisfall auf das Rechtsmittel nicht eingetreten werde und mit dem Hinweis auf die Voraussetzungen der Fristwie- derherstellung gemäss Art. 94 StPO wurde den Beschwerdeführern eine 10- tägige Frist angesetzt, um zur Frage der verspäteten Beschwerde Stellung zu- nehmen sowie die Beschwerde im Original unterzeichnet nachzureichen (KG- act. 2). Die Beschwerdeführer reichten am 24. März 2025 (Postaufgabe Deutschland; Ankunft Grenzstelle Schweiz: 26. März 2025; Datum Eingang: 27. März 2025) ihre Beschwerde im Original unterzeichnet nach (KG-act. 3). 2. Die Beschwerde ist innert 10 Tagen schriftlich und begründet bei der Be- schwerdeinstanz einzureichen (Art. 396 Abs. 1 StPO). Die Beschwerdefrist kann als gesetzliche Frist nicht erstreckt werden (Art. 89 Abs. 1 StPO). Gemäss Art. 90 Abs. 1 StPO beginnen Fristen, die durch eine Mitteilung ausgelöst wer- den, am folgenden Tag zu laufen. Eingaben müssen spätestens am letzten Tag der Frist bei der Strafbehörde abgegeben oder zu deren Handen der Schwei- zerischen Post übergeben werden (Art. 91 Abs. 2 StPO). Die Übergabe an aus- ländische Postgesellschaften hat keine fristwahrende Wirkung. Abzustellen ist in diesem Fall auf den Tag, an dem die Schweizerische Post die Eingabe zur Kantonsgericht Schwyz 3 Weiterbeförderung in Empfang nimmt (BGer 6B_522/2021 vom 6. September 2021 E. 1.1 m.w.H.). Wohnt der Zustellungsempfänger im Ausland, muss die Rechtsmittelbelehrung grundsätzlich einen Hinweis enthalten, dass die Rechts- mitteleingabe spätestens am letzten Tag der Frist der Schweizerischen Post zu übergeben ist oder fristwahrend auch bei einer schweizerischen diplomatischen oder konsularischen Vertretung im Ausland eingereicht werden kann (BGE 145 IV 259 E. 1.4.3.). Gemäss Sendungsverfolgung der Schweizerischen Post wurde die Nichtan- handnahmeverfügung den Beschwerdeführern am 6. März 2025 zugestellt. Die 10-tägige Beschwerdefrist endete mithin am 17. März 2025. Die Beschwerde- führer wurden in der Nichtanhandnahmeverfügung ausdrücklich darauf hinge- wiesen, dass die Beschwerde spätestens am letzten Tag der Frist beim Kan- tonsgericht Schwyz abgegeben oder zu dessen Handen der Schweizerischen Post, einer schweizerischen diplomatischen oder konsularischen Vertretung oder, im Falle von inhaftierten Personen, der Anstaltsleitung übergeben werden müsse (vgl. Dispositivziffer 3 der Nichtanhandnahmeverfügung). Die Beschwerdeführer gaben ihre Beschwerde am 14. März 2025 in Deutsch- land bei der Post auf. Diese wurde jedoch erst am 19. März 2025, zwei Tage nach Fristablauf am 17. März 2025, von der Schweizerischen Post zur Weiter- beförderung in Empfang genommen und erfolgte somit verspätet. 3. Die Beschwerdeführer unterliessen es, innerhalb der ihnen angesetzten Frist zur Frage der Verspätung der Beschwerde sowie zu allfälligen Fristwieder- herstellungsgründen gemäss Art. 94 StPO Stellung zu nehmen (vgl. KG-act. 2 und 3). Androhungsgemäss ist auf die verspätete Beschwerde somit verfah- rensleitend bzw. präsidial nicht einzutreten (Art. 388 Abs. 2 lit. a StPO; § 40 Abs. 2 JG). Entsprechend dem Ausgang des Verfahrens sind die (wegen des Nichteintretens reduzierten) Kosten des Beschwerdeverfahrens den Beschwer- deführern solidarisch aufzuerlegen (Art. 428 Abs. 1 StPO).Kantonsgericht Schwyz 4 verfügt: 1. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten. 2. Die Kosten des Beschwerdeverfahrens von Fr. 100.00 werden den Be- schwerdeführern solidarisch auferlegt. 3. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit Zustellung nach Mass- gabe von Art. 78 ff. des Bundesgerichtsgesetzes (BGG) Beschwerde in Strafsachen beim Bundesgericht in Lausanne eingereicht werden. Die Beschwerdeschrift muss den Anforderungen von Art. 42 BGG entspre- chen. 4. Zufertigung an die Beschwerdeführer (je 1/AR), den Vertreter des Be- schuldigten (2/R) und die Staatsanwaltschaft (1/A an die 3. Abteilung so- wie 1/R an die Amtsleitung/zentraler Dienst) sowie nach definitiver Erledi- gung an die 3. Abteilung der Staatsanwaltschaft (1/R) und an die Kan- tonsgerichtskasse (1/ü, im Dispositiv). Der Kantonsgerichtspräsident Die a.o. Gerichtsschreiberin Versand 8. April 2025 amu