<h2>SubmittedText<h2><p>Der Bundesrat wird beauftragt, die erforderlichen Massnahmen zu ergreifen, damit die zollamtlichen und grenztierärztlichen Formalitäten betreffend die tägliche Weidehaltung von Nutztieren im 10 Kilometern breiten Grenzstreifen vereinfacht werden (gemäss Landwirtschaftsabkommen Schweiz-EU).</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Es gibt bei der grenzüberschreitenden Sömmerung keine Unterschiede im Kontrollverfahren zwischen saisonal gesömmerten Tieren und dem täglichen Weidegang.</p><p>Gemäss dem bilateralen Veterinärabkommen zwischen der Schweiz und der EU findet bei der Sömmerung keine grenztierärztliche Untersuchung mehr statt. Die Veterinärdienste anerkennen gegenseitig die amtstierärztliche Kontrolle zu Beginn und am Ende der Weideperiode am jeweiligen Standort der Tiere. Beim Grenzübertritt ist das amtstierärztliche Zeugnis mitzuführen. Die Zollformalitäten sind ebenfalls seit Jahren stark vereinfacht: Für die Anmeldung der vorübergehend zur Sömmerung exportierten Tiere muss eine einfache Liste eingereicht werden, die bei der Rückkehr wieder zu löschen ist. Für den täglichen Weidegang über die Grenze sind keine zusätzlichen Formalitäten zu beachten. Die amtstierärztliche Kontrolle und Anmeldung beim Zoll ist einmal zu Beginn der Weidesaison durchzuführen. Die Gebühren von Fr. 1.60 pro Tier (minimal 16, maximal 160 Franken pro Herde) werden zu Beginn der Weidesaison bei der Anmeldung beim Zoll fällig.</p><p>Der Bundesrat setzt sich für einen raschen Abbau der Auflagen im grenzüberschreitenden Tierverkehr ein. Mit den Bestrebungen zum Erreichen der Gesamtäquivalenz im Veterinärbereich ist es ein erklärtes Ziel, die grenztierärztliche Überwachung zwischen der Schweiz und der EU aufzuheben. Damit werden die Gebühren auch beim Sömmerungsverkehr entfallen. Dies wird frühestens im Jahre 2007 der Fall sein. Der Zeitpunkt hängt vom Fortschritt der laufenden Verhandlungen mit der EU ab.</p>  Der Bundesrat beantragt die Annahme der Motion.