A bteilung V E -2870/2007 kom /stk/ruo {T 0/2} U rteil vom 16. M ai 2007 M itw irkung: R ichter König, Stöckli, Badoud, G erichtsschreiberin Steiner A ._______, geboren B._______, Sri Lanka, C ._______, Beschw erdeführer gegen B undesam t für M igration (B FM ), Q uellenw eg 6, 3003 Bern, Vorinstanz betreffend Verfügung vom 2. M ärz 2007 i.S. Einreisebew illigung und A syl / N ._______ B u n d e s v e rw a ltu n g s g e ric h t T rib u n a l a d m in is tra tif fé d é ra l T rib u n a le a m m in is tra tiv o fe d e ra le T rib u n a l a d m in is tra tiv fe d e ra l2 Sachverhalt: A. M it an die Schw eizerische Botschaft in C olom bo gerichteten undatierten Schreiben (Posteingang: 9. und 31. August 2006) ersuchte der Beschw erdeführer, ein M uslim aus D ._______ (E._______), sinngem äss um Bew illigung der Einreise in die Schw eiz und G ew ährung von Asyl. B. D ie Schw eizerische Botschaft in C olom bo forderte den Beschw erdeführer m it Schreiben vom 25. August 2006 auf, seine geltend gem achten Behelligungen de- tailliert aufzuschreiben und zusam m en m it allfälligen Bew eism itteln bis zum 25. Septem ber 2006 einzureichen. C . M it Schreiben vom 2., 10., 23., und 26. Septem ber 2006, vom 12. N ovem ber 2006 sow ie einem undatierten Schreiben (Posteingang: 28. N ovem ber 2006) gelangte der Beschw erdeführer erneut an die Schw eizerische Botschaft in C olom bo und er- suchte w iederum um Asyl in der Schw eiz. D . Am 3. Januar 2007 fand in der Schw eizerischen Botschaft in C olom bo die Anhö- rung zu den Ausreisegründen des Beschw erdeführers statt. E. D ie Schw eizerische Botschaft in C olom bo überm ittelte die G esuchsunterlagen dem BFM gleichentags zusam m en m it ihren Bem erkungen. F. D as Bundesam t verw eigerte dem Beschw erdeführer m it Verfügung vom 2. M ärz 2007 die Einreise in die Schw eiz und lehnte das Asylgesuch ab. G . M it Schreiben vom 16. M ärz 2007 (Posteingang: 27. M ärz 2007) teilte die Schw ei- zerische Botschaft in C olom bo dem BFM m it, dass die Verfügung gleichentags an den Beschw erdeführer geschickt w orden sei, und m it einem w eiteren Schreiben vom 29. M ärz 2007 inform ierte sie, dass die Verfügung beim Beschw erdeführer am 19. M ärz 2007 eingegangen sei. H . M it undatiertem Schreiben (Posteingang: 3. April 2007) gelangte der Beschw erde- führer direkt ans BFM , teilte m it, dass er die Verfügung nicht verstanden habe und w iederholte im W esentlichen seine bereits in den vorangehenden Schreiben ge- m achten Angaben. I. M it zw ei w eiteren undatierten Schreiben (Posteingang: 23. April 2007) gelangte der Beschw erdeführer erneut ans BFM und ersuchte sinngem äss um Aufhebung der vorinstanzlichen Verfügung, um Erteilung der Einreisebew illigung in die Schw eiz und um Asylgew ährung. D as BFM leitete die Eingaben gleichentags ans Bundesverw altungsgericht w eiter, w o sie am 24. April 2007 eingingen. J. Am 1. und am 15. M ai 2007 trafen zw ei w eitere Schreiben des Beschw erdeführers beim BFM ein, w elche ebenfalls ans Bundesverw altungsgericht w eitergeleitet w ur- den. K. Ein w eiteres undatiertes an die Schw eizer Botschaft gerichtetes und von dieser ans Bundesverw altungsgericht w eitergeleitetes Schreiben des Beschw erdeführers traf am 15. M ai 2007 ein. 3 D as B undesverw altungsgericht zieht in Erw ägung: 1. 1.1 G em äss Art. 31 des Verw altungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (VG G , SR 173.32) beurteilt das Bundesverw altungsgericht Beschw erden gegen Verfügungen nach Art. 5 des Bundesgesetzes vom 20. D ezem ber 1968 über das Verw altungs- verfahren (Vw VG , SR 172.021), sofern keine Ausnahm e nach Art. 32 VG G vor- liegt. Als Vorinstanzen gelten die in Art. 33 und 34 VG G genannten Behörden. D azu gehören Verfügungen des BFM gestützt auf das Asylgesetz vom 26. Juni 1998 (AsylG , SR 142.31); das Bundesverw altungsgericht entscheidet in diesem Bereich endgültig (Art. 105 AsylG ; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des Bundesgerichtsgeset- zes vom 17. Juni 2005 [BG G , SR 173.110]). D ie Zuständigkeit des Bundesverw al- tungsgerichts erstreckt sich aufgrund des engen sachlichen Zusam m enhangs auch auf die Verw eigerung der Einreisebew illigung im Sinne von Art. 20 Abs. 2 AsylG (vgl. die w eiterhin zutreffende Praxis der Schw eizerischen Asylrekurskom m ission (AR K) in Entscheidungen und M itteilungen der AR K [EM AR K] 2000 N r. 12). 1.2 M it Beschw erde können die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige oder un- vollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts und die U nangem es- senheit gerügt w erden (Art. 106 Abs. 1 AsylG ). 1.3 Ü ber offensichtlich unbegründete Beschw erden w ird in einem vereinfachten Ver- fahren entschieden. W ie nachstehend aufgezeigt, handelt es sich vorliegend um eine solche, w eshalb auf einen Schriftenw echsel verzichtet w erden kann und der Beschw erdeentscheid nur sum m arisch zu begründen ist (Art. 111 Abs. 1 und 3 AsylG ). 1.4 D ie Beschw erde und die w eiteren Schreiben des Beschw erdeführers sind nicht in einer Am tssprache des Bundes abgefasst. Auf die Ansetzung einer Frist zur Be- schw erdeverbesserung beziehungsw eise zur Ü bersetzung kann indessen verzich- tet w erden, da die in Englisch verfassten Eingaben genügend, klare, sinngem ässe R echtsbegehren und deren Begründung zu entnehm en sind und ohne w eiteres darüber befunden w erden kann. 2. D ie Beschw erde ist und fristgerecht eingereicht; der Beschw erdeführer ist legitim - iert (Art. 6 AsylG i.V.m . Art. 48 und 50 ff. Vw VG ). Auf die Beschw erde ist m ithin einzutreten. 3. 3.1 In seinen Eingaben und anlässlich der Befragung durch die Schw eizerische Bot- schaft vom 3. Januar 2007 m achte der Beschw erdeführer im W esentlichen Folgen- des geltend: Seit seiner Jugend sei der Beschw erdeführer propagandistisch für die U N P (U nited N ational Party) tätig; seit 1994 sei er ein M itglied dieser Partei und gehöre heute dem D istriktkom itee an. Im M ärz 2006 habe er sich an den Lokalw ahlen beteiligt, sei jedoch nicht gew ählt w orden. Am 12. April 2006 sei in der N acht eine G ruppe von M ännern vor sein H aus gefahren. Einige hätten in die Luft geschossen, w orauf der Beschw erdeführer aus Angst durch die H intertür geflüchtet sei. Als N achbarn m it Stöcken erschienen seien, seien die U nbekannten geflüchtet. In seiner W ohn-4 region sei es zw eim al zu derartigen Ereignissen gekom m en. Er verm ute, dass rei- che Leute ihn töten w ollten, w eil er als M uslim gegen sie angetreten sei und sie glaubten, er w ürde auch bei den nächsten W ahlen w ieder gegen sie antreten. Seit diesem Vorfall habe er sich nicht m ehr zu H ause, sondern an verschiedenen O rten bei Freunden aufgehalten. Er habe Angst davor getötet zu w erden, zum al er auch den srilankischen Sicherheitskräften nicht vertraue. D aher suche er Schutz in der Schw eiz. Zur Stützung seiner Vorbringen reichte der Beschw erdeführer einen Flyer m it sei- nem Foto als Bew eism ittel zu den Akten. 4. 4.1 D as Bundesam t kann ein im Ausland gestelltes Asylgesuch ablehnen, w enn die asylsuchende Person keine Verfolgung glaubhaft m achen kann oder ihr die Auf- nahm e in einem D rittstaat zugem utet w erden kann ( vgl. Art. 3, 7 und 52 Abs. 2 AsylG ). G em äss Art. 20 Abs. 2 AsylG bew illigt das Bundesam t Asylsuchenden die Einreise zur Abklärung des Sachverhaltes, w enn ihnen nicht zugem utet w erden kann, im W ohnsitz- oder Aufenthaltsstaat zu bleiben oder in ein anderes Land aus- zureisen. G estützt auf Art. 20 Abs. 3 AsylG kann das EJPD schw eizerische Vertre- tungen erm ächtigen, Asylsuchenden die Einreise zu bew illigen, die glaubhaft m a- chen, dass eine unm ittelbare G efahr für Leib und Leben oder für die Freiheit aus einem G rund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG besteht. 4.2 Bei diesem Entscheid sind die Voraussetzungen zur Erteilung einer Einreisebew il- ligung grundsätzlich restriktiv zu um schreiben, w obei den Behörden ein w eiter Er- m essensspielraum zukom m t. N eben der erforderlichen G efährdung im Sinne von Art. 3 AsylG sind nam entlich die Beziehungsnähe zur Schw eiz, die M öglichkeit der Schutzgew ährung durch einen anderen Staat, die Beziehungsnähe zu anderen Staaten, die praktische M öglichkeit der Schutzgew ährung durch einen anderen Staat, die Beziehungsnähe zu anderen Staaten, die praktische M öglichkeit und ob- jektive Zum utbarkeit zur anderw eitigen Schutzsuche sow ie die voraussichtlichen Eingliederungs- und Assim ilationsm öglichkeiten in Betracht zu ziehen (vgl. die zu- treffenden und w eiterhin geltenden Erw ägungen in EM AR K 1997 N r. 15 E. 2e-g S. 131 ff.). 5. 5.1 D as Bundesam t führte zur Begründung seiner abw eisenden Verfügung vom 2. M ärz 2007 Folgendes aus: Es sei allgem ein bekannt, dass in Sri Lanka der Kam pf zw ischen politischen G eg- nern - auch unter den etablierten Parteien - bisw eilen m it ausgesprochen harten und unfairen M ethoden geführt w erde. Verbitterte politische Auseinandersetzun- gen w ürden hie und da sogar Todesopfer fordern. Angesichts dessen sei es ver- ständlich, dass der Beschw erdeführer Angst um sein Leben habe, nachdem vor seinem H aus geschossen w orden sei. Trotzdem könne seinem Begehren um Aus- reise in die Schw eiz nicht stattgegeben w erden: G em äss ständiger Praxis der schw eizerischen Asylbehörden seien näm lich Personen, w elche sich in ihrem H er- kunftsland um Schutz vor Verfolgung bem ühen könnten, nicht auf den Schutz der Schw eiz angew iesen, w eil sie die M öglichkeit hätten, sich bei allfällig drohenden Ü bergriffen von politischen G egnern an die für die Sicherheit zuständigen Behör-5 den ihres H eim atlandes - insbesondere an die Polizei - zu w enden, w elche gem äss den Erkenntnissen des BFM grundsätzlich schutzw illig seien. Zw ar m ache der Beschw erdführer geltend, er habe kein Vertrauen in die Arm ee und die Polizei, w eil diese derartige M achenschaften nicht unterbinden könnten. D iesen Ausfüh- rungen seien indessen keine konkreten H inw eise zu entnehm en, w elche erkenne liessen, dass dem Beschw erdeführer die G ew ährung von Schutz abgeschlagen w orden sei. Ausserdem habe der Beschw erdeführer gestützt auf die in Sri Lanka herrschende N iederlassungsfreiheit die M öglichkeit, den W ohnort zu verlegen, w enn er sich in der R egion E._______ unsicher fühle. D er Beschw erdeführer könne sich beispielsw eise im G rossraum C olom bo aufhalten, w o m an ihn nicht kenne und w o ihm ein Leben ohne Angst vor Ü bergriffen m öglich sein sollte. D er Beschw erdeführer benötige som it den Schutz der Schw eiz nicht. D ie vom Beschw erdeführer geltend gem achten Vorbringen verm öchten daher eine einreiserelevante Verfolgung nicht zu begründen. D ie Frage nach deren G laubhaf- tigkeit könne dem nach offen gelassen w erden. An diesen Erw ägungen verm öchten auch die vom Beschw erdeführer eingereichten D okum ente nichts zu ändern. 5.2 In seiner Beschw erdeschrift und dem später eingereichten Schreiben (Posteingang BFM : 1. M ai 2007) w iederholte der Beschw erdeführer im W esentlichen die bereits anlässlich der Befragung durch die Schw eizer Botschaft in C olom bo gem achten Vorbringen, ohne sich inhaltlich m it den Erw ägungen der vorinstanzlichen Verfüg- ung - die er nach eigenen Angaben aufgrund der Sprache nicht verstanden habe - auseinanderzusetzen. 6. N ach Prüfung der Akten gelangt das Bundesverw altungsgericht zum Schluss, dass die Vorinstanz zu R echt festgestellt hat, dass keine im Sinne von Art. 3 AsylG rele- vante G efährdung für Leib und Leben oder für die Freiheit des Beschw erdeführers und som it keine Schutzbedürftigkeit bestehe. 6.1 W as das im Schreiben des Beschw erdeführers (Posteingang BFM : 3. April 2007) form ulierte Ersuchen um Ü bersetzung der in deutscher Sprache verfassten vorins- tanzlichen Verfügung betrifft, ist festzuhalten, dass die angefochtene Verfügung korrekterw eise in einer Am tssprache erlassen w urde (vgl. Art. 33a Abs. 1 Vw VG i.V.m . Art. 6 AsylG ; Art. 16 AsylG ) und es Sache des Beschw erdeführers ist, diese in eine für ihn verständliche Sprache übersetzen zu lassen. 6.2 Bezüglich der vom Beschw erdeführer geltend gem achten Benachteiligungen ist darauf hinzuw eisen, dass ihm seit der Einreichung seines Asylgesuchs im August 2006 - also seit acht M onaten - offenbar keine zusätzlichen Behelligungen w ider- fahren sind, zum al er in seinen verschiedenen Schreiben (auch in dem am 1. M ai 2007 beim BFM eingegangenen) im m er w ieder auf den einen Vorfall vom 12. April 2006 verw eist. Bezüglich dieses Ereignisses kann zur Verm eidung von W iederholungen auf die zutreffenden und hier zu bestätigenden Erw ägungen der Vorinstanz in der angefochtenen Verfügung verw iesen w erden, w elche aufzeigen, dass es sich dabei nicht um eine einreiserelevante Verfolgung handelt. Ausserdem ist zu bestätigen, dass es dem Beschw erdeführer offen steht, in einer anderen R egion Sril Lankas W ohnsitz zu nehm en. D as eingereichte Bew eism ittel - nam entlich der Flyer m it der Abbildung des Beschw erdeführers, w elcher offenbar zur W ahlpropaganda verw endet w orden ist - verm ag in Bezug auf die angeblich infolge der W ahlen erfolgten Benachteiligungen des Beschw erdeführers nichts zu 6 belegen. Auch die Beschw erdeschrift, w elche darauf beschränkt ist, bereits ge- m achte Angaben zu w iederholen, ist nicht geeignet, zu einer anderen Einschät- zung zu führen. 6.3 Zusam m enfassend ist festzuhalten, dass das Bundesam t dem Beschw erdeführer zu R echt und m it zutreffender Begründung die Erteilung der Einreisebew illigung verw eigert und das Asylgesuch abgew iesen hat. 7. Aus diesen Erw ägungen ergibt sich, dass die angefochtene Verfügung Bundes- recht nicht verletzt, den rechtserheblichen Sachverhalt richtig und vollständig fest- stellt und angem essen ist (vgl. Art. 106 Abs. 1 AsylG ). D ie Beschw erde ist daher abzuw eisen. 8. Bei diesem Ausgang des Verfahrens w ären die Kosten grundsätzlich dem Be- schw erdeführer aufzuerlegen (vgl. Art. 63 Abs. 1 Vw VG ); aus verw altungsökono- m ischen G ründen w ird indessen in Anw endung von Art. 6 Bst. b des R eglem ents vom 11. D ezem ber 2006 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundes- verw altungsgericht (VG KE, SR 173.320.2) auf die Erhebung von Verfahrenskosten verzichtet. (D ispositiv nächste Seite)7 D em nach erkennt das B undesverw altungsgericht: 1. D ie Beschw erde w ird abgew iesen. 2. Es w erden keine Verfahrenskosten erhoben. 3. D ieses U rteil geht an: - den Beschw erdeführer (durch Verm ittlung der Schw eizerischen Botschaft in C olom bo) - die Schw eizerische Botschaft in C olom bo, m it der Bitte um Eröffnung des U r- teils an den Beschw erdeführer sow ie um Zustellung einer Em pfangsbestäti- gung an das BFM ad acta - die Vorinstanz, Abteilung Aufenthalt und R ückkehrförderung, m it den Akten (R ef.-N r. N ._______) D er Instruktionsrichter: D ie G erichtsschreiberin: M arkus König Karin Steiner Versand am :