B u n d e s v e rw a l t u n g s g e r i ch t T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i f f éd é r a l T r i b u n a l e am m i n i s t r a t i vo f e d e r a l e T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i v fe d e r a l Abteilung IV D-2837/2011 U r t e i l v o m 1 9 . D e z e m b e r 2 0 1 2 Besetzung Richter Robert Galliker (Vorsitz), Richterin Regula Schenker Senn, Richter Walter Lang, Gerichtsschreiber Matthias Jaggi. Parteien A._______, geboren (…), Sri Lanka, vertreten durch Gabriel Püntener, Rechtsanwalt, Beschwerdeführer, gegen Bundesamt für Migration (BFM), Quellenweg 6, 3003 Bern, Vorinstanz. Gegenstand Asyl und Wegweisung; Verfügung des BFM vom 15. April 2011 / N (…). D-2837/2011 Seite 2 Sachverhalt: A. A.a Eigenen Angaben zufolge gela ngte der Beschwerdeführer am 5. Mai 2008 in die Schweiz, wo er am gleichen Tag im Empfangs - und Verfahrenszentrum (EVZ) B._______ um Asyl nachsuchte. Dazu wurde er am 13. Mai 2008 im EVZ B._______ befragt (Kurzbefragung) und am 3. Juni 2008 am selben Ort angehört (Anhörung). A.b Zur Begründung seines Asylgesuchs machte er im Wesentlichen ge l- tend, er sei tamil ischer Ethnie und stamme a us C._______ (Distrikt Jaff- na). Er habe als Fischer gearbeit et und sei Mitglied der C._______ Fis- hing Developement Society gewesen. Nachdem die LTTE (Liberation Ti- gers of Tamil Eelam) im Jahre 2005 auf dem Meer ein Fischerboot b e- schossen und mehrere Boote konfisziert hätten, sei es in C._______ zu Unruhen gekommen. Deshalb habe er sich eine Woche nach dem Zw i- schenfall zusammen mit anderen Mitgliedern der Fischereigesellschaft ins Vanni-Gebiet begeben, um mit den LTTE zu reden. Unterwegs seien sie bei einem Checkpoint der Armee angehalten, kontrolliert und regis t- riert worden, da man sie ver dächtigt habe, von den LTTE an Waffen aus- gebildet zu werden. Anschliessend hätten sie ins Vanni-Gebiet gehen dür- fen, wo es ihnen gelungen sei, die konfiszierten Boote von d en LTTE zu- rückzuerhalten. Nach dem Wiederaufflammen der Kämpfe im Jahre 2006 seien die Führer verschiedener Gesellschaften von der Armee und den paramilitärischen Gruppierungen umgebracht worden. Er (Beschwerd e- führer) habe dann erfahren, dass der Nachricht endienst der Armee dieje- nigen Personen, die sich ins Vanni-Gebiet begeben hätten, suche, da die Armee glaube, dass diese Leute eine Waffenausbildung bei de n LTTE absolviert hätten und mit dieser Organisation in Kontakt stünden. Aus diesem Grund werde auch er von der Armee gesucht. Zudem seien meh- rere seiner Freunde vom Nachrichtendienst der Armee über ihn befragt worden. Am 8. Februar 2008 seien Angehörige einer paramilitärischen Gruppierung in seiner Abwesenheit bei ihm zu Hause erschienen und hät- ten sich bei seinem Vater nach ihm erkundigt. Nach diesem Vorfall habe er nur noch bei sei nem Onkel übernachtet . Am 10. März 2008 habe z u- dem die sri-lankische Armee das Haus seiner Familie kontrolliert und ihm dabei vorgeworfen, er unterstütze die LTTE. Die Soldaten hätten ihn auch geschlagen, bevor sie wieder weggegangen seien. Seit Anfang 2008 ha- be er überdies von Mitgliedern der Anti -LTTE-Bewegung Telefonanrufe erhalten, in denen man ihm vorgeworfen h abe, er unterstütz e die LTTE. Man habe ihm gedroht und gesagt, man lasse von ihm ab, wenn er Geld D-2837/2011 Seite 3 bezahle. Nachdem er erfahren habe, dass Bekannte von ihm, die e r- schossen worden seien, vor ihrem Tod ebenfalls solche Anrufe erhalten hätten, habe er sich auf Anraten seines Vaters zur Ausreise entschlossen. Nachdem ihm v on den sri -lankischen Behörden eine "Clearance" ausg e- stellt worden sei, sei er von D._______ nach Colombo geflogen, von wo er am 1. Mai 2008 via Dubai nach Italien gereist sei. Von dort sei er schliesslich mit dem Auto in die Schweiz gelangt . Bezüglich der weiteren Asylvorbringen des Beschwerdeführers wird auf die Protokolle bei den Akten verwiesen. A.c Im Verfahren vor der Vorinstanz reichte der Beschwerdeführer unter anderem die folgenden Dokumente ein: Eine sri-lankische Identitätskarte, eine "Fishermen's I dentity Card", eine Fischerlizenz, ein Bestätigung s- schreiben der (…) vom 21. Juni 2008, ein Bestätigungsschreiben des Friedensrichters E._______ vom 6. Mai 2008, ein Bestätigungsschreiben der C._______ Fishing Developement Society vom 10. Mai 2008 sowie mehrere fremdsprachige Zeitungsausschnitte. B. B.a Mit Verfügung vom 15. April 2011 – eröffnet am 18. April 2011 – stellte das BFM fest, der Beschwerdeführer erfülle die Flüchtlingseigenschaft nicht, und lehnte das Asylgesuch ab. Gleichzeitig verfügte es die We g- weisung aus der Schweiz und den Vollzug. B.b Zur Begründung führte die Vorinstanz im Wesentlichen aus, der B e- schwerdeführer bringe vor, er habe als Fischer gearbeitet. Nach einem Zwischenfall der Fischer mit den LTTE auf dem Meer habe er sich zu den LTTE ins Vanni-Gebiet begeben. In der Folge sei er von Leuten einer p a- ramilitärischen Gruppierung und der sri -lankischen Armee der Kontakte mit den LTTE verdächtigt und zu Hause gesucht worden. Nach telefoni- schen Drohungen durch paramilitärische Gruppierungen habe er Sri Lan- ka verlassen. Die vom Beschwerdeführer geltend gemachten Kontrol l- massnahmen der sri -lankischen Armee und die Behelligungen durch die paramilitärischen Gruppierungen wegen Verdachts der Aktivitäten für die LTTE nach dem Vorfall von 2005 müssten vo r dem Hintergrund der al l- gemein angespannten Situation in Sri Lanka betrachtet werden, welche während des Bürgerkriegs geherrscht habe. Unter den Auseinanderse t- zungen im Norden und Osten Sri Lankas habe insbesondere die Zivilb e- völkerung zu leiden gehabt. T amilen und Tamilinnen seien von lokal b e- dingten Verfolgungsmassnahmen seitens der sri -lankischen Sicherheits- kräfte und von paramilitärischen Gruppen besonders betroffen gewesen. D-2837/2011 Seite 4 Die Situation in Sri Lanka stelle sich heute jedoch anders dar: Der Krieg zwischen der sri-lankischen Regierung und den separatistischen LTTE sei im Mai 2009 mit deren Niederlage zu Ende gegangen. Seither befinde sich das gesamte Land wieder unter Regierungskontrolle und es sei zu keinen terroristischen Aktivitäten der LTTE mehr gek ommen. Die Anzahl von Gewaltereignissen wie Entführungen, Verschleppungen und Tötu n- gen sei markant zurückgegangen. "Auf eine Zusammenarbeit der Regi e- rung mit bewaffneten Organi - (…) merken, dass der Beschwerdeführer sich nie aktiv für die LTTE betätigt hab e". Er verfüge deshalb üb er kein politisches Profil, das ihn zum jetzigen Zeitpunkt mit erheblicher Wah r- scheinlichkeit einer Verfolgung seitens der Behö rden aussetzen würde. Vor diesem Hintergrund habe der Beschwerdeführer keine begründete Furcht vor einer Verfolgung durch die heimatlichen Behörden. Seine Vo r- bringen hielten daher den Anforderungen an die Flüchtlingseigenschaft gemäss Art. 3 des Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 (AsylG, SR 142.31) nicht stand. Überdies sei der Vollzug der Wegweisung als zulässi g, zu- mutbar und möglich zu bezeichnen. Für die weitere Begründung wird auf die vorinstanzliche Verfügung verwiesen. C. Mit Beschwerde vom 18. Mai 2011 an das Bundesverwaltungsgericht liess der Beschwerdeführer durch seinen Rechtsvertreter die nachst e- hend aufgeführten Anträge stellen: 1. Dem Beschwerdeführer sei vollständige Einsicht in seine Asylakten zu gewähren, insbesondere sei ihm Einsicht in die von ihm eingereichten Beweismittel zu gewähren, dies verbunden mit der Ansetzung einer a n- gemessenen Frist zur Einreichung einer Beschwerdeergänzung. 2. Dem Beschwerdeführer sei vollständige Einsicht in die gesamten Asyl - und Vollzugsakten zu gewähren. Insbesondere sei ihm Einsicht in den vom BFM im Entscheid vom 15. April 2011 zitierten Dienstreisebericht des BFM vom Herbst 2010 und allfällige weitere Länderanalysen (COI - Informationen) des BFM zu Sri Lanka zu gewähren und ebenso Einsicht in die vom Beschwerdeführer eingereichten Beweismittel. Diesbezüglich werde darum ersucht, dass dem Beschwerdeführer eine angeme ssene Frist zur Einreichung einer Beschwerdeergänzung angesetzt werde. 3. Die Verfügung des BFM vom 15. April 2011 sei wegen Verletzung fo r- mellen Rechts aufzuheben und die Sache sei zur Neubeurteilung an das BFM zurückzuweisen. 4. Eventuell sei die Verfügung des BFM vom 15. April 2011 aufzuheben und die Sache sei zur Feststellung des vollständigen und richtigen D-2837/2011 Seite 5 rechtserheblichen Sachverhalts und zur Neubeurteilung an das BFM z u- rückzuweisen. 5. Eventuell sei d ie Verfügung des BFM vom 15. April 2011 aufzuheben und es sei die Flüchtlingseigenschaft des Beschwerdeführers festzuste l- len. Es sei ihm in der Schweiz Asyl zu gewähren. 6. Eventuell sei die Verfügung des BFM vom 15. April 2011 betreffend die Ziffern 3 und 4 (recte: 4 und 5) aufzuheben und es sei die Unzumutbarkeit des Wegweisungsvollzugs festzustellen. 7. Vor Gutheissung der vorliegenden Verwaltungsbeschwerde sei dem unterzeichnenden Anwalt eine angemessene Frist zur Einreichung einer detaillierten Kostennote zur Bestimmung der Parteientschädigu ng anzu- setzen. 8. Dem unterzeichnenden Anwalt sei zudem mitzuteilen, welcher Bu n- desverwaltungsrichter oder welche Bundesverwaltungsrichterin und we l- cher Gerichtsschreiber oder welche Gerichtsschreiberin mit der Instrukt i- on im vorliegenden Verfahren betrau t sei und welche Richter an einem Entscheid weiter mitwirken würden. Auf die Begründung der Beschwerdebegehren wird, soweit wesentlich, in den nachfolgenden Erwägungen eingegangen. Mit der Rechtsmi ttelschrift wurden unter anderem ein Artikel über die Verwendung von Herkunftsländerinformationen in Entscheiden der Asy l- instanzen, mehrere Bericht e über Sri Lanka sowie die Kopie eines Checkbeleges zu den Akten gereicht. D. Mit V erfügung vom 1. Juni 2011 bestätigte der Instruktionsrichter des Bundesverwaltungsgerichts die Berechtigung des Beschwerdeführers zur Anwesenheit in der Schweiz bis zum Abschluss des Verfahrens und ve r- zichtete auf die Erhebung eines Kostenvorschusses. Zudem wies er die Vorinstanz an, dem Beschwerdeführer Akteneinsicht bezüglich des A k- tenstücks A 10 (Beweismittelcouvert) zu gewähren. Zur Begründung hielt er im Wesentlichen fest, gestützt auf Art. 26 Abs. 1 Bst. b des Bundesge- setzes vom 20. Dezember 1968 über das Verwaltungsverfahren (VwVG, SR 172.021) habe die Partei oder ihr Vertreter Anspruch darauf, in alle als Beweismittel dienenden Aktenstücke Einsicht zu nehmen. Das Aktenei n- sichtsrecht beziehe sich auch auf Aktenstücke, deren Inhalt der Partei be- reits bekannt sei. Das BFM habe somit das Recht des Beschwerdefü h- rers auf Akteneinsicht verletzt, indem es ihm die sich im Dossier befindl i- chen Beweismitteleingaben nicht zugestellt habe. Im Weiteren stellte der D-2837/2011 Seite 6 Instruktionsrichter fest, dass die Begründung der angefochtenen Verf ü- gung teilweise unvollständig sei. Diesbezüglich werde die Vorin stanz im Rahmen der Vernehmlassung zur Einreichung einer Stellungnahme bis zum 22. Juni 2011 aufgefordert. Überdies gab der Instruktionsrichter dem Beschwerdeführer bekannt, dass sich das Spruchgremium im vorliege n- den Beschwerdeverfahren – unter Vorbehalt nachträglicher Veränderun- gen namentlich bei allfälligen Abwesenheiten – aus den Richtern Robert Galliker (Vorsitz) und Walter Lang, der Richterin Regula Schenker Senn sowie Gerichtsschreiber Matthias Jaggi zusammensetze. Ausserdem ver- fügte der Instruktions richter, dass über die weiteren Anträge zu einem späteren Zeitpunkt befunden werde. E. Am 15. Juni 2011 gewährte die Vorinstanz dem Beschwerdeführer Ei n- sicht in das Aktenstück A 10 (Beweismittelcouvert). F. Die Vorinstanz führte in ihrer Vernehmlassung vom 28. Juni 2011 unter anderem aus, die Beschwerdeschrift enthalte keine neuen erheblichen Tatsachen oder Beweismittel, welche eine Änderung ihres Standpunktes rechtfertigen könnten. Bezüglich der erwähnten Unvollständigkeit der Entscheidbegründung sei festzuhalten, dass aus technischen Gründen auf Seite 3 die letzte Zeile aus unerklärlichen Gründen nicht gedruckt worden sei. Der auf Seite 3 und 4 des Entscheides gedruckte Satz laute wie folgt: Auf eine Zusammenarbeit der Regierung mit bewa ffneten Orga- nisationen und Gruppierungen bestünden zudem keinerlei Hinweise mehr. Hierzu sei zu bemerken, dass der Beschwerdeführer sich nie aktiv für die LTTE betätigt hab e. Dieser fehlende Satzteil vermöge jedoch an der Entscheidbegründung und insbesondere an der auf Seite 4 des En t- scheides gezogenen Schlussfolgerung nichts zu ändern. Für den weit e- ren Inhalt wird auf die Vernehmlassung verwiesen. G. Mit Verfügung vom 8. Juli 2011 gewährte der Instruktionsrichter dem B e- schwerdeführer Gelegenheit, bis zum 25. Juli 2011 eine Replik einzure i- chen. H. Mit Eingabe vom 25. Juli 2011 liess der Beschwerdeführer replizieren und seine Beschwerde ergänzen. Auf den Inhalt wird – soweit wesentlich – in den nachfolgenden Erwägungen eingegangen. D-2837/2011 Seite 7 Mit der Replik wurden die Kopie eines Ausweises sowie mehrere Berichte über Sri Lanka zu den Akten gereicht. I. Mit Eingabe vom 19. Dezember 2011 liess der Beschwerdeführer eine Beschwerdeergänzung zu den Akten reichen. Auf deren Inhalt wird, s o- weit entscheidrelevant, in den nachfolgenden Erwägungen eingegangen. Mit der Beschwerdeergänzung wurde eine Vielzahl von Berichten über die Situation in Sri Lanka sowie eine Kostennote vom 19. Dezember 2011 zu den Akten gereicht. J. Mit Verfügung des Instruktionsrichters vom 27 . März 2012 wurde dem Beschwerdeführer mitgeteilt, dass Akten aus dem Verfahren D-3747/2011 – der BFM-Bericht vom 22. Dezember 2011 betreffend eine Dienstreise nach Sri Lanka und die diesbezügliche Stellungnahme des Rechtsvertr e- ters des Beschwerdeführers v om 23. Januar 2012 – zu den Akten g e- nommen worden seien. Bezüglich dieses Berichts sowie hinsichtlich der Praxisänderung des Bundesverwaltungsgerichts wurde dem Beschwe r- deführer Gelegenheit gegeben, bis zum 13. April 2012 eine Stellungna h- me einzureichen. K. Mit Eingabe vom 13. April 2012 liess der Beschwerdeführer eine Ste l- lungnahme einreichen. Auf deren Inhalt wird – soweit wesentlich – in den Erwägungen eingegangen. Mit der Eingabe wurden erneut mehrere Berichte über die Situation in Sri Lanka eingereicht. L. Mit Schreiben vom 7. Juni 2012 liess der Beschwerdeführer die folgenden Dokumente zu den Akten reichen: Ein Bestätigungsschreiben der C._______ Fishing Developement Society vom 24. April 2012, ein Best ä- tigungsschreiben der (…) vom 9. April 2012, einen Z eitungsbericht sowie zwei Berichte über die Situation in Sri Lanka. D-2837/2011 Seite 8 Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 1. 1.1 Gemäss Art. 31 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (VGG, SR 173.32) beurteilt das Bundesverwaltungsgericht Beschwerden gegen Verfügungen nach Art. 5 VwVG. Das BFM gehört zu den Behörden nach Art. 33 VGG und ist daher eine Vorinstanz des Bunde sverwaltungs- gerichts. Eine das Sachgebiet betreffende Ausnahme im Sinne von Art. 32 VGG liegt nicht vor. Das Bundesverwaltungsgericht ist daher z u- ständig für die Beurteilung der vorliegenden Beschwerde und entscheidet auf dem Gebiet des Asyls endgültig, au sser bei Vorliegen eines Ausliefe- rungsersuchens des Staates, vor welchem die beschwerdeführende Pe r- son Schutz sucht (Art. 105 AsylG; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des Bundesg e- richtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]). Eine solche Aus- nahmekonstellation liegt nicht vor. 1.2 Das Verfahren richtet sich nach dem VwVG, dem VGG und dem BGG, soweit das AsylG nichts anderes bestimmt (Art. 37 VGG und Art. 6 AsylG). 1.3 Die Beschwerde ist frist- und formgerecht eingereicht (Art. 108 Abs. 1 AsylG, Art. 105 AsylG i.V.m. Art . 37 VGG und Art. 52 VwVG). Der B e- schwerdeführer hat am Verfahren vor der Vorinstanz teilgenommen, ist durch die angefochtene Verfügung besonders berührt und hat ein schutz - würdiges Interesse an deren Aufhebung beziehungsweise Änderung; er ist daher zur Ei nreichung der Beschwerde legitimiert (Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 37 VGG und Art. 48 Abs. 1 VwVG). Auf die Beschwerde ist s o- mit einzutreten. 2. Mit Beschwerde kann die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige oder unvollständige Feststellung des rechtserheb lichen Sachverhalts und die Unangemessenheit gerügt werden (Art. 106 Abs. 1 AsylG). 3. 3.1 In der Beschwerde werden verschiedene formelle Rechtsbegehren erhoben. Diese sind vorab zu beurteilen, da sie allenfalls geeignet sein könnten, eine Kassation der vorinstanzlichen Verfügung zu bewirken (vgl. Entscheidungen und Mitteilungen der [vormaligen] Schweizerischen Asyl- rekurskommission [EMARK] 2004 Nr. 38 und EMARK 1994 Nr. 1; FRITZ GYGI, Bundesverwaltungsrechtspflege, 2. Aufl., Bern 1983, S. 233, mit weiteren Hinwei sen, S. 287 und 297 f.; ALFRED KÖLZ/ISABELLE HÄNER, D-2837/2011 Seite 9 Verwaltungsverfahren und Verwaltungsrechtspflege des Bundes, 2. Aufl., Zürich 1998, S. 225, mit weiteren Hinweisen). 3.2 3.2.1 In der Beschwerde wird einerseits gerügt, die Vorinstanz habe das Akteneinsichtsrecht respektive das rechtliche Gehör verletzt, da sie es unterlassen habe, Einsicht in die vom Beschwerdeführer am 15. Juli 2008 eingereichten Beweismittel zu gewähren. 3.2.2 Bezüglich dieser geltend gemachten Verletzung des Akteneinsichts- rechts ist Folgendes festz uhalten: Mit Zwisch enverfügung vom 1. Juni 2011 stellte das Bundesverwaltungsgericht fest, dass das BFM das Recht des Beschwerdeführers auf Akteneinsicht verletzt hat, in dem es ihm die sich im Dossier befindlichen Beweismitteleingaben (Bewei s- mittelcouvert A 10) nicht zugestellt hat (vgl. vorstehend Bst. D.) . Der An- trag des Beschwerdeführers, es sei ihm Ein sicht in die von ihm eing e- reichten Beweismittel zu gewähren und ihm diesbezüglich eine angemes- sene Frist zur Einreichung einer Beschwerdeergänzung anzuset zen, wä- re daher an sich gutzuheissen. Da ihm am 15. Juni 2011 Einsicht in diese Dokumente eingeräumt wurde und er im vorliegenden Verfahren dazu Stellung nehmen konnte (vgl. Replik vom 25. Juli 2011) , ist der entspr e- chende Antrag hinfällig geworden. 3.2.3 Der Anspruch auf rechtliches Gehör ist formeller Natur, eine Verlet - zung desselben führt deshalb grundsätzlich – das heisst ungeachtet der materiellen Auswirkungen – zur Aufhebung des daraufhin ergangenen Entscheides (vgl. BVGE 2008/47 E. 3.3.4 S. 676 f., BVGE 2008/14 E. 4.1 S. 185, BVGE 2007/30 E. 8.2 S. 371, BVGE 2007/27 E. 10.1 S. 332). Die Heilung von Gehörsverletzungen aus prozessökonomischen Gründen ist auf Beschwerdeebene möglich, sofern das Versäumte nachgeholt wird, der Beschwerdeführer dazu Stellung nehmen kann und der Beschwerd e- instanz im streitigen Fall die freie Überprüfungsbefugnis in Bezug auf Tat- bestand und Rechtsanwendung zukommt sowie die festgestellte Verle t- zung nicht schwerwiegender Natur ist und die fehlende Entscheidreife durch die Beschwerdeinstanz mit vertretbarem Aufwand hergestellt we r- den kann (vgl. BVGE 2008/47 E. 3.3.4 S. 676 f.). 3.2.4 Mit Verfügung vom 1 5. Juni 2011 gab die Vorinstanz dem B e- schwerdeführer Einsicht in die von ihm eingereichten Beweismittel. Mit Eingabe seines Rechtsvertreters vom 25. Juli 2011 nahm er zu diesen Dokumenten Stellung (vgl. vor stehend Bst. H.). Darin hat te er ausrei-D-2837/2011 Seite 10 chend Gelegenheit, sich vernehmen zu lassen. Da die festgestellte Ve r- letzung des rechtlichen Gehörs nicht schwerwiegender Natur ist und dem Bundesverwaltungsgericht volle Kognition zukommt, kann der gerügte Verfahrensmangel als geheilt erachtet werden, zumal der rechtserhebl i- che Sachverhalt erstellt und somit die notwendige Entscheidreife geg e- ben ist (vgl. dazu nachfolgende Erwägungen). 3.3 3.3.1 Im Weiteren wird vom Beschwerdeführer gerügt, die Vorinstanz ha- be sein Recht auf Akteneinsicht beziehungsweise ihre Begründungspflicht verletzt, indem sie es unterlassen habe, ihren Dienstreisebericht vom Herbst 2010 sowie die übrigen relevanten Herkunftsl änderinformationen, auf welche sie ihren Entscheid stütze, offenzulegen. Diesbezüglich ist festzuhalten, dass in der angefochtenen Verfügung kein ausdrücklicher Hinweis auf einen konkreten Dienstreisebericht enthalten ist. Indessen ist unbestritten, dass d as Bundesamt im September 2010 eine Dienstreise nach Sri Lanka durchführte, um Erkenntnisse zur dortigen Lage nach dem Ende des Bürgerkriegs sowie zur Frage zu gewinnen, ob und inwi e- fern sich die Zumutbarkeit einer allfälligen Rückkehr sri -lankischer Asyl- suchender in ihren Heimatstaat verändert habe. In diesem Zusamme n- hang wird auf die erwähnte Dienstreise sowie die UNHCR -Richtlinien vom 5. Juli 2010 hingewiesen. Es werden keine anderweitigen Quellen genannt. Somit ist objektiv davon auszugehen, dass die Erkenntnisse des Bundesamts, welche zur Begründung einer Praxisänderung in Bezug auf die Beurteilung der Durchführbarkeit des Wegweisungsvollzugs nach Sri Lanka herangezogen werden, unter anderem auf die Dienstreise vom September 2010 zurückgehen. Mit andere n Worten stützt sich die ang e- fochtene Verfügung in entscheidwesentlicher Weise auf die Informati o- nen, welche aufgrund der Reise einer Delegation des BFM nach Sri La n- ka gewonnen wurden. Ungeachtet dessen, ob in der angefochtenen Ve r- fügung ein konkreter Beri cht zur fraglichen Dienstreise und mithin ein spezifisches Aktenstück genannt wird oder ob nur auf die Dienstreise an sich verwiesen wird, ist festzustellen, dass das aus dem verfassung s- mässigen Anspruch auf rechtliches Gehör resultierende Recht des B e- schwerdeführers auf Information über die wesentlichen Entscheidgrun d- lagen im vorliegenden Fall nicht ausreichend gewahrt worden ist. Indem sich das BFM in der angefochtenen Verfügung argumentativ wesentlich auf die Erkenntnisse der Dienstreise nach Sri Lanka v om September 2010 gestützt hat, wäre es jedenfalls unter dem Gesichtspunkt der B e- gründungspflicht gehalten gewesen, dem Beschwerdeführer diese E r- kenntnisse mit angemessener Transparenz offenzulegen. Eine knappe D-2837/2011 Seite 11 Wiedergabe lediglich der wichtigsten aus der Dienstreise gezogenen Schlüsse, wie mit der angefochtenen Verfügung geschehen, wird dem I n- formationsanspruch des Beschwerdeführers nicht gerecht. Bezüglich des Antrags des Beschwerdeführers, es seien ihm – über die Ergebnisse der erwähnten Dienstreise hi naus – auch die anderen rel e- vanten Herkunftsländerinformationen, auf welche die Vorinstanz ihren Entscheid stütze, offenzulegen, ist festzuhalten, dass sich nach Sinn und Zweck des verfassungsmässigen Gehörsanspruchs die entsprechenden Informationsrechte a uf jene Erkenntnisquellen der entscheidenden B e- hörde richten, die tatsächlich argumentativ herbeigezogen werden bezi e- hungsweise als Grundlage für den Entscheid genannt werden. Unter B e- rufung auf das Akteneinsichtsrecht kann es somit nicht darum gehen, Z u- gang zu irgendwelchen nicht konkret benannten Dokumenten zu erla n- gen. In Bezug auf die UNHCR -Richtlinien vom 5. Juli 2010 ist im Übrigen festzustellen, dass diese öffentlich zugänglich sind – so auch im Inter- net –, weshalb diesbezüglich keine Verletzung des Akteneinsichtsrechts beziehungsweise der Begründungspflicht vorliegt. 3.3.2 Aus dem Gesagten ergibt sich zusammenfassend, dass die Vori n- stanz dem Beschwerdeführer zu Unrecht keine Einsicht in die Ergebnisse der Dienstreise nach Sri Lanka vom September 20 10 gewährte, wodurch sie dessen Anspruch auf rechtliches Gehör verletzte, weshalb sein Antrag auf Einsicht in diese Ergebnisse an sich gutzuheissen wäre. Da jedoch – wie das Bundesverwaltungsgericht mit Verfügung vom 27. März 2012 feststellte – dem Rechtsv ertreter des Beschwerdeführers der BFM - Bericht vom 22. Dezember 2011 betreffend eine Dienstreise nach Sri Lanka aus einem anderen Verfahren bereits bekannt war und der B e- schwerdeführer im vorliegenden Verfahren dazu Stellung nehmen konnte, ist der entsprechende Antrag hinfällig geworden. Hinsichtlich der anderen verwendeten Herkunftsländerinformationen hat die Vorinstanz dem B e- schwerdeführer die Akteneinsicht zu Recht verweigert. Dessen weiterg e- hender Antrag, es sei ihm auch Einsicht in allfällige weitere v erwendete Herkunftsländerinformationen zu geben und ihm diesbezüglich eine a n- gemessene Frist zur Einreichung einer Beschwerdeergänzung anzuse t- zen, ist folglich abzuweisen. 3.3.3 Wie bereits erwähnt ist der Anspruch auf rechtliches Gehör forme l- ler Natur, eine Ve rletzung desselben führt deshalb grundsätzlich – das heisst ungeachtet der materiellen Auswirkungen – zur Aufhebung des daraufhin ergangenen Entscheides. Unter bestimmten Voraussetzungen D-2837/2011 Seite 12 ist jedoch die Heilung von Gehörsverletzungen aus prozessökonom i- schen Gründen auf Beschwerdeebene mög lich (vgl. dazu vorstehend E. 3.2.4). 3.3.4 Im vorliegenden Fall teilte das Bundesverwaltungsgericht dem B e- schwerdeführer mit Verfügung vom 27. März 2012 mit, dass eine Kopie der vom BFM angefertigten Zusammenfassung der Ergebnisse der Dienstreise nach Sri Lanka vom September 2010 zu den Akten geno m- men werde und gab ihm diesbez üglich Gelegenheit, bis zum 13. April 2012 eine Stellungnahme einzureichen. In der gleichen Verf ü- gung stellte das Gericht fest, dass dem Rechtsvertr eter des Beschwerde- führers der BFM-Bericht vom 22. Dezember 2011 betreffend eine Diens t- reise nach Sri Lanka bereits bekannt sei (vgl. vorstehend Bst. J.). Mit Eingabe seines Rechtsvertreters vom 13. April 2012 nahm der B e- schwerdeführer zum Dienstreiseberic ht des BFM Stellung (vgl. vorst e- hend Bst. K.). Darin hatte er Gelegenheit, sich vernehmen zu lassen. Da die festgestellte Verletzung des rechtlichen Gehörs nicht schwerwiege n- der Natur ist und dem Bundesverwaltungsgericht volle Kognition z u- kommt, kann der g erügte Verfahrensmangel als geheilt erachtet werden, zumal der rechtserhebliche Sachverhalt erstellt und somit die notwend ige Entscheidreife gegeben ist. 3.4 3.4.1 Sodann wird in der Rechtsmittelschrift gerügt, die Vorinstanz habe ihre Begründungspflicht verletzt, da sie ohne ausreichende Begründung von der ständigen Praxis, wonach der Wegweisungsvollzug von Tamilen in die Nord- und Ostprovinz unzumutbar sei, abgewichen sei. 3.4.2 Aus dem Anspruch auf rechtliches Gehör folgt unmittelbar die b e- hördliche Begründungspflicht (Art. 35 Abs. 1 VwVG), wonach die verf ü- gende Behörde ihre Überlegungen, von denen sie sich leiten liess und auf die sich ihr Entscheid stützt, substantiiert nennen muss. Eine hinre i- chende Begründung bildet die Grundlage für eine sachgerechte Anfec h- tung der Verfügung und stellt daher eine unabdingbare Voraussetzung für die Beurteilung ihrer Rechtmässigkeit durch die Beschwerdeinstanz dar. 3.4.3 Hinsichtlich dieser Rüge ist festzustellen, dass das BFM in der a n- gefochtenen Verfügung nachvollziehbar und im Einzelnen hinreichend dif- ferenziert aufgezeigt hat, weshalb es zum Schluss gelangt ist, dass sich die allgemeine Sicherheitslage in Sri Lanka nach Ende des bewaffneten Konfliktes zwischen der sri -lankischen Regierung und den LTTE im Mai D-2837/2011 Seite 13 2009 deutlich entspannt ha be und sich die Lebensbedingungen insoweit verbessert hätten, dass eine Rückkehr auch in den Norden und Osten Sri Lankas grundsätzlich wieder zumutbar sei, während im ehemals von den LTTE kontrollierten Vanni -Gebiet die Lebensbedingungen nach wie vor als s ehr schwierig einzustufen seien. Das BFM muss sich als Vori n- stanz zwar auch hinsichtlich der Frage der generellen Zumutbarkeit des Vollzugs der Wegweisung in Herkunftsländer abgewiesener Asylsuche n- der an die Praxis des Bundesverwaltungsgerichts halten, es ist aber sehr wohl befugt, mit einlässlicher Begründung von einer bestehenden Praxis abzuweichen, wenn es diese als anpassungsbedürftig erachtet (vgl. BVGE 2010/54 E. 9.2.1 S. 801 f.). Dass das BFM den Vollzug der We g- weisung in die Nord - und Ostprovinz Sri Lankas aufgrund der jüngsten Entwicklungen in Sri Lanka aus den in der Verfügung dargelegten Grü n- den als zumutbar einschätzt, ist daher nicht zu be anstanden. Das Bu n- desverwaltungsgericht hat sich im Übrigen kurz nach Erlass der ang e- fochtenen Verfügung in seinem Urteil E-6220/2011 vom 27. Oktober 2011 (vgl. BVGE 2011/24) zur aktuellen Situation in Sri Lanka geäussert und eine Anpassung seiner in BVGE 2008/2 publizierten Praxis vorgeno m- men, welche mit derjenigen des BFM im Ergebnis weitgehend überei n- stimmt (vgl. E. 6.3.2 nachstehend). Inwiefern das BFM mit seinem Vorge- hen die Begründungspflicht verletzt haben soll, ist in Anbetracht der in s- gesamt ausgewogenen und differenzierten Erwägungen in der angefoc h- tenen Verfügung ohnehin nicht ersichtlich. Nach dem Gesagten geht auch die in der Eingabe vom 19. Dezember 2011 erhobene Rüge, wonach die Vorinstanz bezüglich der Situation im Norden und Osten Sri Lankas eine unrichtige Sachverhaltsabklärung und -feststellung vorgenommen habe, fehl. 3.5 In der Rechtsmittelschrift wird im Weiteren moniert, die angefocht e- nen Verfügung sei unvollständig begründet, da eine wesentliche Textpas- sage, auf die sich der negative Asylentscheid stütze, fehle. Diesbezü glich ist festzuhalten, dass die angefochtene Verfügung tatsächlich unvollstän- dig begründet ist, da auf Seite 3 unten respektive Seite 4 oben offensicht- lich eine kurze Textpassage fehlt. Nachdem jedoch der Instruktionsrichter in seiner Zwischenverfügung vom 1. Juni 2011 festgestellt hatte, dass die Begründung der angefocht enen Verfügung unvollständig sei, reichte das BFM in seiner Vernehmlassung vom 28. Juni 2011 die fehlende Textpas- sage nach (vgl. vorstehend Bst. F .). Da der Instruktionsrich ter dem B e- schwerdeführer mit Verfügung vom 8. Juli 2011 Gelegenheit gab, bis zum 25. Juli 2011 eine Replik zur Vernehmlassung der Vorinstanz einzure i- chen, die ser somit zur in der angefochtenen Verfügung fehlenden Text-D-2837/2011 Seite 14 passage Stellung nehmen konnte, kann der Verfahrensman gel (unvol l- ständige Begründung) als geheilt betrachtet werden, zumal die festg e- stellte Verletzung des rechtlichen Gehörs nicht schwerwiegender Natur ist (vgl. BVGE 2008/47 E. 3.3.4). 3.6 3.6.1 Ausserdem wird i n der Rechtsmittelschrift gerügt, die Vorinstanz habe ihre Begründungspflicht verletzt, indem sie es unterlassen habe, wesentliche Teile des Sachverhalts in der Verfügung zu erwähnen und somit auch zu würdi gen. Insbesondere habe das BFM unberücksichtigt gelassen, dass der Beschwerdefüh rer geltend gemacht habe, mehrere seiner Kollegen, die wie er als Interessenvertreter der Fis chereigesell- schaft tätig gewesen seien, seien unter dem V erdacht, eine Ausbildung bei den LTTE zu absolvieren und diese zu unterstützen, festgenommen, verhört, mit Geld erpresst und/oder von paramilitärischen Gruppen e r- mordet worden. 3.6.2 Diesbezüglich ist festzuhalten, dass sich das BFM bei der Begrü n- dung seiner Verfügung auf die für den Entscheid wesentlichen Gesicht s- punkte beschränken durfte und nicht gehalten war, sich ausdrücklich mit jeder tatbeständlichen Behauptung auseinander zu setzen (BGE126 I 97 E. 2.b S.102 f.). Es ist festzustellen, dass den Akten keine Hinweise zu entnehmen sind, wonach das BFM den Sachverhalt ungenügend festg e- stellt beziehungsweise sich mit diesem nicht auseinandergesetzt hätte. Insbesondere ist darauf hinzuweisen , dass der Situation der (angebli- chen) Kollegen des Beschwerdeführers für die Beurteilung von dessen Flüchtlingseigenschaft keine entscheidende Bedeutung zu kommt, we s- halb die Vorinstanz davon absehen konnte, diese Kollegen in der ang e- fochtenen Verfügung zu erwähnen. Es ist in diesem Zusammenhang dar- auf hinzuweisen , dass die vom Beschwerdeführer im vorinstanzlichen Verfahren vorgebrachten Verfolgungsvorbringen von der Vorinstanz zu Recht als nicht asylrelevant beurteilt wurd en (vgl. nachfolgend E. 4.6 ). Die vom Beschwerdeführer erhobene Rüge, die Vorinstanz habe ihre B e- gründungspflicht verletzt, indem sie es unterlassen habe, wesentliche Tei- le des Sachverhalts in der Verfügung zu erwähnen und somit auch zu würdigen, ist daher unbegründet. 3.7 3.7.1 In der Rechtsmittelschrift wird überdies (sinngemäss) vorgebracht, das BFM habe den rechtserheblichen Sachverhalt unvollständig und u n- richtig abgeklärt, da es sich bei der Entscheidfindung nur auf die UNHCR-D-2837/2011 Seite 15 Richtlinien vom 5. Juli 2010 gestützt und es versäumt habe, aktuelle und relevante Herkunftsländerinformationen beizuziehen. 3.7.2 Diese Rüge entbehrt jeder Grundlage. Vielmehr kann – insbesonde- re au ch in Berücksichtigung der aktuellen Praxis des Bundesverwa l- tungsgerichts (BVGE 2011/24) – der angefochtenen Verfügung nicht en t- nommen werden, inwiefern das BFM die aktuellen Länderinformationen über Sri Lanka unberücksichtigt gelassen hätte. Allein aus der Tatsache, dass in der angefochtenen Verfügung nur die Richtlinie des UNHCR e r- wähnt wurde, kann nicht der Schluss gezogen werden, sie sei die einzige Informationsquelle für den Entscheid gewesen. Davon wird im Übrigen auch in der Beschwerdeschrift – trotz der entsprechenden Rüge – selber nicht ernsthaft ausgegangen, weil gleichzeitig auch geltend gemacht wu r- de, das BFM habe bei der Entscheidfin dung wohl nicht nur auf die UNHCR-Richtlinie abgestellt, sondern weitere Länderinformationen zug e- zogen, welche jedoch nicht offengelegt worden seien, weshalb das rech t- liche Gehör auch aus diesem Grund verletzt worden sei. Abgesehen d a- von, dass sich die vorgebrachten Rügen somit gegenseitig ausschliessen und damit an einem inneren Widerspruch leiden, ist hinsichtlich der Rüge, die Länderinformationen seien nicht offengelegt worden, auf die vorste- hende Erwägung 3.3.1 f. zu verweisen. Da sich ferner das BFM mi t aus- reichender Begründung und unter Hinweis auf die Entwicklung der S i- cherheitslage und der Lebensumstände im heutigen Zeitpunkt zum We g- weisungsvollzug nach Sri Lanka geäussert hat, sind der angefochtenen Verfügung keine hinreichenden Anhaltspunkte zu entnehmen, welche den Schluss zuliessen, das BFM habe seine Begründungspflicht verletzt. In s- gesamt ist deshalb auch die in diesem Zusammenhang geltend gemachte Verletzung des rechtlichen Gehörs unbegründet. Anzumerken ist diesbe- züglich, dass sich der Beschwerdeführer in der Beschwerde offensichtlich zu den in der angefochtenen Verfügung festgehaltenen Argumenten au s- führlich äussern konnte. 3.8 Hinsichtlich der weiteren Rüge des Beschwerdeführers in der Rechtsmittelschrift, die Vorinstanz habe den Sachverhalt weder vollstän- dig noch richtig abgeklärt, da sie es unterlassen habe, die Vorbringen des Beschwerdeführers auch entlang der vom UNHCR dargestellten Risik o- profile zu prüfen und zu beurteilen, ist festzuhalten, dass das BFM in der angefochtenen Verfügung unter an derem ausführte, der Beschwerdefü h- rer verfüge über kein politisches Profil, das ihn zum jetzigen Zeitpunkt mit erheblicher Wahrscheinlichkeit einer Verfolgung seitens der Behörden aussetzen würde. Daraus wird deutlich, dass die Vorinstanz in der ang e-D-2837/2011 Seite 16 fochtenen Verfügung sehr wohl die Flüchtlingseigenschaft des Beschwer- deführers unter Berücksichtigung der in den UNHCR -Richtlinien vom 5. Juli 2010 aufgeführten Risikoprofile geprüft hat. 3.9 Bezüglich der Rüge in der Replik, wonach die Vorinstanz den A n- spruch des Beschwerdeführers auf rechtliches Gehör verletzt respektive den Sachverhalt unvollständig abgeklärt habe, in dem sie ihn nie zu den eingereichten Beweismitteln konkret befragt habe, ist festzuhalten, dass die Behörde – im Sinne einer antizipierten Beweiswürdigung – von einer Beweisabnahme dann absehen darf, wenn angenommen werden kann, die rechtliche Überzeugung würde durch weitere Beweiserhebungen nicht geändert. Dies gilt insbesondere dann, wenn der betreffende Sachverhalt bereits hinreichend erst ellt erscheint, die Behörde den Sachverhalt au f- grund eigener Sachkunde und der Aktenlage ausreichend würdigen kann oder von vornherein gewiss ist, dass der angebotene Beweis keine w e- sentlichen Erkenntnisse zu vermitteln vermag. Da die Vorinstanz im vo r- liegenden Fall den Sachverhalt bereits aufgrund der Aktenlage ausre i- chend würdigen konnte, durfte sie darauf verzichten, den Beschwerdefüh- rer zu den Beweismitteln zu befragen, weswegen auch diese Rüge unbe- gründet ist. 3.10 3.10.1 In der Rech tsmittelschrift wird ausserde m vorgebracht, die Vori n- stanz habe den Sachverhalt auch deshalb unvollständig abgeklärt, da sie den Beschwerdeführer letztmals am 3. Juni 2008 angehört habe. Die S i- tuation in Sri Lanka präsentiere sich heute – nach Beendigung des Bü r- gerkrieges – wesentlich anders als damals und dadurch möglicherweise auch die Gefährdungssituation des Beschwerdeführers. Angesichts des Grundsatzes, dass die Beurteilung der Flüchtlingseigenschaft stets vor dem Hintergrund der aktuellen Situation erfolgen müsse, hätte der B e- schwerdeführer vor Erlass der angefoc htenen Verfügung zwingend nochmals zu sei ner asylrelevanten Gefährdungssituation angehört we r- den müssen. 3.10.2 Bezüglich dieser Rüge ist festzuhalten, dass die Untersuchung s- pflicht der Behörden ihre Grenzen an der Mitwirkungspf licht eines G e- suchstellers findet (vgl. Art. 8 AsylG), der auch die Substanziierungslast trägt (vgl. Art. 7 AsylG). Aus den Akten ist ersichtlich, dass der Beschwer- deführer nach seiner letzten Befragung (Anhörung vom 3. Juni 2008) bis zum Ergehen der angefochtenen Verfügung keine aktuellen Ereignisse zu Handen des BFM zu vermelden hatte, weshalb das Bundesamt zu Recht D-2837/2011 Seite 17 keine weiteren Abklärungen vornahm und insbesondere darauf verzicht e- te, den Beschwerdeführer nochmals anzuhören. An dieser Einschätzung ändert auch die Tatsache nichts, dass sich die Situation in Sri Lanka seit dem Ende des Bürgerkrieges erheblich geändert hat, zumal die Vori n- stanz bezüglich dieser Veränderung ausreichend informiert ist. Nach dem Gesagten ist auch die Rüge, wonach die Vorinstanz den Sachverhalt u n- vollständig festgestellt habe , da sie den Beschwerdeführer nicht noc h- mals angehört habe, unbegründet. 3.11 Somit wurde der relevante Sachverhalt entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers vom BFM hinreichend abgeklärt , zumal auch keine Fragen ersichtlich sind, die einer näheren Prüfung bedürfen. Daher ist auch der Antrag des Beschwerdeführers in der Rechtsmittelschrift, es seien zu verschiedenen Punkten des Sachverhalts und der sich daraus ergebenden Gefährdung für ihn zusätzliche Abkläru ngen vorzunehmen, abzuweisen, da nicht ersichtlich ist, inwiefern diese geeignet wären, zu einer anderen Einschätzung der flüchtlingsrechtlichen Relevanz seiner Vorbringen zu führen. Die Rüge des Beschwerdeführers, der Sachverhalt sei unvollständig erhoben worden, erweist sich daher nicht als stichhaltig. Folglich ist auch sein Eventualbegehren, wonach die Verfügung des BFM vom 15. April 2011 aufzuheben und die Sache zur Feststellung des vol l- ständigen und richtigen rechtserheblichen Sachverhalts und zur Neubeur- teilung an das BFM zurückzuweisen sei, abzuweisen. Nach dem Gesag- ten erweisen sich auch die beantragten weiteren Abklärungen durch das Bundesverwaltungsgericht (vgl. Beschwerde S. 15) als gegenstandslos. 3.12 Bei dieser Sachlage besteht somit keine Veranlassung, die ang e- fochtene Verfügung aus formellen Gründen aufzuheben, weshalb das Begehren des Beschwerdeführers , die Verfügung des BFM vom 15. April 2011 sei wegen Verletzung formellen Rechts aufzuheben und die Sache sei zur Neubeurteilung an das BFM zurückzuweisen, abzuweisen ist. An dieser Einschätzung ändert – entgegen der Behauptung in der Rechtsmittelschrift – auch der Umstand nichts, dass die a ngefochtene Verfügung unter mehreren Verfahrensmängeln litt, zumal die festgestel l- ten Mängel n icht schwerwiegender Natur sind und daher auf Beschwe r- deebene geheilt werden konnten. Die festgestellten Verfahrensmängel werden indessen im Kosten - und Entschädigungspunkt zu berücksicht i- gen sein (vgl. nachfolgend E. 8.). D-2837/2011 Seite 18 4. 4.1 Im Weiteren ist zu prüfen, ob das BFM im vorliegenden Fall zu Recht die Flüchtlingseigenschaft des Beschwerdeführers verneint und dessen Asylgesuch abgewiesen hat. 4.2 Gemäss Art. 2 Abs. 1 AsylG gewährt die Schweiz Flüchtlingen grun d- sätzlich Asyl. Flüchtlinge sind Personen, die in ihrem Heimatstaat oder im Land, in dem sie zuletzt wohnten, wegen ihrer Rasse, Religion, National i- tät, Zugehörigkeit zu einer bestimmten sozialen Gruppe oder wegen ihrer politischen Anschauungen ernsthaften Nachteilen ausgesetzt sind oder begründete Furcht haben, solchen N achteilen ausgesetzt zu werden. Als ernsthafte Nachteile gelten namentlich die Gefährdung des Leibes, des Lebens oder der Freiheit sowie Massnahmen, die einen unerträglichen psychischen Druck bewirken (Art. 3 AsylG). 4.3 Wer um Asyl nachsucht, muss die Flüchtl ingseigenschaft nachweisen oder zumindest glaubhaft machen. Diese ist glaubhaft gemacht, wenn die Behörde ihr Vorhandensein mit überwiegender Wahrscheinlichkeit für g e- geben hält. Unglaubhaft sind insbesondere Vorbringen, die in wesentl i- chen Punkten zu weni g begründet oder in sich widersprüchlich sind, den Tatsachen nicht entsprechen oder massgeblich auf gefälschte oder ve r- fälschte Beweismittel abgestützt werden (Art. 7 AsylG). 4.4 Vorab ist darauf hinzuweisen, dass der Beschwerdeführer den Wor t- laut der Protokol le mit seiner Unterschrift bestätigt hat und sich deshalb seine Aussagen entgegenhalten lassen muss, zumal er die übersetze n- den Personen bei beiden Befragungen gut verstanden haben will (vgl. BFM-Akten A 1/11 S. 9, A 6/15 S. 2). 4.5 Im Verfahren vor der Vorins tanz machte der Beschwerdeführer im Wesentlichen geltend, er werde in Sri Lanka von der Armee gesucht, da er sich im Jahre 2005 ins Vanni -Gebiet begeben habe, wobei er von der Armee angehalten, kontrolliert und registriert worden sei, da man ihn ve r- dächtigt habe, von den LTTE an Waffen ausgebildet zu werden. Am 8. Februar 2008 seien Angehörige einer paramilitärischen Gruppierung in seiner Abwesenheit bei ihm zu Hause erschienen und hätten sich bei se i- nem Vater nach ihm erkundigt. Am 10. März 2008 hab e zudem die sri - lankische Armee das Haus seiner Familie kontrolliert und ihm dabei vo r- geworfen, er unterstütze die LTTE. Seit Anfang 2008 habe er überdies von Mitgliedern einer paramilitärischen Gruppierung Drohanrufe erhalten. Nachdem er erfahren habe, dass Bekannte von ihm, die erschossen wor-D-2837/2011 Seite 19 den seien, vor ihrem Tod ebenfalls solche Anrufe erhalten hätten, habe er sich auf Anraten seines Vaters zur Ausreise entschlossen. 4.6 Bezüglich dieser geltend gemachten Verfolgungsvorbringen ist übe r- einstimmend mit der Vorinstanz festzustellen, dass diese nicht asylrel e- vant sind. Soweit de r Beschwerdeführer vorbringt, er befürchte, bei einer Rückkehr nach Sri Lanka weiterhin als LTTE-Unterstützer verdächtigt und deswegen inhaftiert beziehungsweise von paramilitärischen G ruppierun- gen verfolgt zu werden, ist Folgendes festzuhalten: Die Sicherheits- und Menschenrechtslage hat sich in Sri Lanka seit dem Ende des Bürgerkri e- ges im Mai 2009 erheblich verbessert. Insbesondere die Aktivitäten der paramilitärischen Gruppierungen haben stark abgenommen. Aus Quellen und Berichten unabhängiger Institutionen und Organisationen geht he r- vor, dass die Wahrscheinlichkeit einer konkreten asylrechtlich relevanten Gefährdung (auch) zum heutigen Zeitpunkt ein entsprechendes Profil der betreffenden Person voraussetzt. Dabei ist der Umstand allein, dass ein Angehöriger der tamilischen Ethnie im Zeitraum vor dem Ende des Bü r- gerkriegs mit den LTTE in Kontakt kam, nicht als ausreichendes Kriterium für eine solche Gefährdungswahrscheinlichkeit aufzufassen. Aufgrund der in den ehemals von den LTTE kontrollierten Gebieten von dieser Organ i- sation aufgebauten Strukturen ist vielmehr davon auszugehen, dass prak- tisch die gesamte dortige Bevölkerung in bestimmter Weise entspreche n- de Kontakte aufwies (vgl. ans telle vieler etwa Amnesty International [AI], Report 2012, London 2012, S. 314 ff. [AI-Index: POL 10/001/2012]; dies., Sri Lanka: Locked away: Sri Lanka's security detainees, London 2012 [AI- Index: ASA 37/003/2012]; Human Rights Watch, World Report 2012, New York 2012, S. 388 ff.; International Crisis Group, Sri Lanka's North I: The Denial of Minority Rights, Crisis Group Asia Report N°219, Colo m- bo/Brüssel 2012; Schweizerische Flüchtlingshilfe (SFH), Sri Lanka: Situa- tion für aus dem Norden oder Osten stamme nde TamilInnen in Colombo und für RückkehrerInnen nach Sri Lanka, Bern 2011). Bezüglich des Be- schwerdeführers ist festzustellen, dass er gemäss seinen Angaben mehrmals das Büro der LTTE bei den Heldengedenktagen geschmückt und Fische an diese Organisation verkauft hat. Zudem will er von den LTTE angefragt worden sein, ihnen beizutreten, was er jedoch nicht getan habe. Aus diesen Angaben resultiert, dass er vor s einer Ausreise aus Sri Lanka zwar gewisse Kontakte mit den LTTE aufwies. Jedoch gingen di e- se Kontakte nicht in wesentlicher Weise über das hinaus, was ein grosser Teil der lokalen Bevölkerung in den nördlichen und östlichen tamilischen Siedlungsgebieten Sri Lankas in jenem Zeitraum erlebte. Eine besondere persönliche Exponiertheit, die auch zum heutigen Zeitpunkt zu einer sp e-D-2837/2011 Seite 20 zifischen Gefährdung des Beschwerdeführers führen würde, ist aufgrund dieser Kontakte nicht anzunehmen. Gegen ein heute noch bestehend es Verfolgungsinteresse der sri -lankischen Behörden am Beschwerdeführer spricht auch die Tatsache, dass er am 10. März 2008 zu Hause von der sri-lankischen Armee kontrolliert wurde, ohne dass sie ihn verhaftet hätte. Hätte die Armee den Beschwerdeführer tatsächlich ernsthaft verdächtigt, die LTTE in irgendeiner Form zu unterstützen, hätte sie ihn nicht einfach nur kontrolliert. Wäre der Beschwerdeführer den sri -lankischen Siche r- heitsbehörden tatsächlich als LTTE -Unterstützer bekannt gewesen und hätten diese deswegen ein Interesse an seiner Per son gehabt, wäre er mit Sicherheit verhaftet und gegen ihn ein Verfahren eröffnet worden. Der Umstand, dass dies nicht geschehen ist, lässt die geltend gemachte G e- fährdung als unwahrscheinlich erscheinen. An dieser Eins chätzung ä n- dert auch die Aussage des Beschwerdeführers nichts, wonach eine se i- ner Cousinen für die LTTE gestorben sei und einer seiner Cousins bei den LTTE gewesen sei, worauf die Armee im Jahre 2007 intensiv nach diesem gesucht habe. Soweit der Beschwerde führer auf Beschwerd e- ebene geltend macht, er weise ein Risikoprofil auf, da er aus der Schweiz nach Sri Lanka zurückkehren würde, ist Folgendes festzuhalten: Der U m- stand, dass er sich seit über vier Jahren in der Schweiz aufhält und hier ein Asylgesuch ein gereicht hat, vermag auch nicht zur Annahme einer begründeten Furcht vor zukünftiger Verfolgung zu führen, da keine A n- haltspunkte dafür bestehen, dass er sich im nahen Umfeld der LTTE b e- wegt. An dieser Einschätzung vermögen auch die vom Beschwerdeführer vorgelegten Beweismittel nichts zu ändern. Dies gilt insbesondere für die Vielzahl an eingereichten Berichten, die sich entweder zur allgemeinen Situation in Sri Lanka oder zu einzelnen Fällen von Menschenrechtsve r- letzungen äussern und ohne konkreten Bezug z ur Person des Beschwer- deführers und dessen individuellen Asylvorbringen sind. In der Eingabe vom 13. April 2012 macht der Beschwerdeführer geltend, im Dezember 2011 und März 2012 seien seine Schwes ter und sein Schwager durch Mitarbeiter des CID (Criminal Investigation Department) nach seiner Person befragt worden. Diese hätten erwähnt, dass allg e- mein bekannt sei, dass Fischer den LTTE beim Waffenschmuggel behil f- lich gewesen seien und sie müssten auch hier Abklärungen bezüglich des Beschwerdeführers vornehmen, zumal dieser verschwunden sei. Diesbe- züglich ist festzuhalten, dass es sehr unwahrscheinlich erscheint, dass der CID erst dreieinhalb Jahre nach der Ausreise des Beschwerdeführers aus Sri Lanka diesbezügliche Abklärungen vornimmt, zumal der B e- schwerdeführer – wie soeben dargelegt – kein spezifisches Risikoprofil D-2837/2011 Seite 21 aufweist. Die Glaubhaftigkeit der geltend gemachten Nachforschung durch den CID ist auch deshalb z weifelhaft, da sie durch nichts belegt wird. Nach dem Gesagten ist zu schliessen, dass es sich bei der vom Be- schwerdeführer behaupteten Verfolgungssituation durch den CID lediglich um ein Konstrukt aus Informationen, Quellen Dritter und frei Erfundenem handelt. Soweit der Beschwerdeführer auf Beschwerdeebene vorbringt, sein in C._______ lebender Vater bekomme regelmässig Besuch von Leuten der EPDP (Eelam People's Democratic Party), die diesen einschüchtern wür- den und wegen seiner Person zu erpressen versuchten, woraus ersicht- lich sei, dass er nach wie vor gefährdet sei, ist Folgendes festzuhalten: Der Umstand, dass der Beschwerdeführer im fast drei Jahre dauernden Verfahren vor der Vorinstanz – trotz der ihm obliegenden Mitwirkung s- pflicht – nichts von diesen Erpressungsversuchen erwähnte, sondern die- se erst auf Beschwerdestufe vorbringt, lä sst sie als nachgeschoben e r- scheinen. Die vorgebrachten Erpressungsversuche des Vaters des B e- schwerdeführers durch Leute der EPDP erscheinen auch deswegen als unglaubhaft, da die diesbezüglichen Vorbringen unsubstanziiert sind. Ins- besondere wird nicht dargelegt, wie oft und in welchen Abständen der Va- ter erpresst wurde, sondern es wird nur geltend gemacht , dies sei regel- mässig geschehen. An der Unglaubhaftigkeit dieser behaupteten Erpres- sungsversuche ändert auch die eingereichte Kopie des Checkbeleges nichts, zumal daraus nicht ersichtlich ist, dass es sich bei dieser Zahlung tatsächlich um eine Erpressungszahlung handelt. Gestützt auf das s o- eben Ausgeführte ist zu schliessen, dass es sich bei den vom Beschwe r- deführer behaupteten Erpressu ngsversuchen durch die EPDP lediglich um ein Konstrukt handelt. Abgesehen davon ist darauf hinzuweisen, dass die sri -lankischen Behörden als grundsätzlich schutzfähig und -willig zu erachten sind, weshalb es dem Beschwerdeführer bei einer Rückkehr nach Sri Lanka auch zuzumuten wäre, bei Bedarf die lokalen Sicherheits- behörden um Schutz vor der EPDP nach zusuchen, zumal aufgrund der Aktenlage davon auszugehen ist, er habe von Seiten d er Behörden im heutigen Zeitpunkt nichts mehr zu befürchten. Aus diesen Gründen sind den Asylvorbringen des Beschwerdeführers – entgegen der Behauptung in der Rechtsmittelschrift – keine konkreten und stichhaltigen Hinweise zu entnehmen, dieser weise ein Risikoprofil auf, das ihn zum heutigen Zeitpunkt und unter den derzeit in Sri Lanka herrschenden Bedingungen in seinem Heimatstaat als in asylrelevanter Weise gefährdet erscheinen lässt. Sodann ist festzustellen, dass auch D-2837/2011 Seite 22 den Ausführungen des Beschwerdeführers – im Rahmen des diesbezü g- lichen rechtlichen Gehörs – in Bezug auf die Ergebnisse der Dienstreise des BFM nach Sri Lanka vom September 2010 im vorliegenden Fall keine entscheidwesentliche Bedeutung zukommt. Soweit mit diesen Ausführun- gen gestützt auf die eingereichten Beweismittel divergierende Ansichten des Beschwerdeführers hinsichtlich der herrschenden Situation in Sri Lanka geltend gemacht werden, lassen sich keine Gründe erkennen, dessen individuelle Asylvorbringen anders als in der soeben dargele gten Weise zu beurteilen. 4.7 Nach dem Gesagten ergibt sich, dass die Vorinstanz die Flüchtling s- eigenschaft des Beschwerdeführers zu Recht verneint und das Asylg e- such abgelehnt hat. Bei dieser Sachlage erübrigt es sich, auf die weiteren Vorbringen betreffend A syl in der Rechtsmittelschrift sowie die übrigen Eingaben und die als Beweismittel eingereichten Dokumente näher ei n- zugehen, zumal diese insgesamt nicht zu einem anderen Entscheid zu führen vermögen. 5. 5.1 Lehnt das Bundesamt das Asylgesuch ab oder tritt es darauf nicht ein, so verfügt es in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz und ordnet den Vollzug an; es berücksichtigt dabei den Grundsatz der Einheit der Familie (Art. 44 Abs. 1 AsylG). 5.2 Der Beschwerdeführer verfügt weder über eine ausländerrechtliche Aufenthaltsbewilligung noch über einen Anspruch auf Erteilung einer so l- chen. Die Wegweisung wurde demnach zu Recht angeordnet (Art. 44 Abs. 1 AsylG; BVGE 2009/50 E. 9). 6. 6.1 Ist der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar oder nicht möglich, so regelt das Bundesamt das Anwesenheitsverhältnis nach den gesetzlichen Bestimmungen über die vorläufige Aufnahme von Au s- ländern (Art. 44 Abs. 2 AsylG; Art. 83 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 16. Dezember 2005 über die Ausländerinnen und Ausländer [AuG, SR 142.20]). Bezüglich der Geltendmachung von Wegweisungshindernissen gilt g e- mäss ständiger Praxis des Bundesverwaltungsgerichts der gleiche B e- weisstandard wie bei der Flüchtlingseigenschaft, das heisst, sie sind zu beweisen, wenn der strikte Beweis möglich ist, und andernfalls wenigs-D-2837/2011 Seite 23 tens glaubhaft zu machen (vgl. BVGE 2011/24 E. 10.2; WALTER STÖCKLI, Asyl, in: Uebersax/Rudin/Hugi Yar/Geiser [Hrsg.], Ausländerrecht, 2. Aufl., Basel 2009, Rz. 11.148). 6.2 6.2.1 Der Vollzug ist nicht zulässig, wenn völkerrechtliche Verpflichtungen der Schweiz einer Weiterreise der Ausländerin oder des Ausländers in den Heimat-, Herkunfts- oder in einen Drittstaat entgegenstehen (Art. 83 Abs. 3 AuG). So darf keine Person in irgendeiner Form zur Ausreise in ein Land gezwungen werden, in dem ihr Leib, ihr Leben oder ihre Freiheit aus einem Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet ist oder in dem sie Gefahr läuft, zur Ausreise in ein solches Land gezwungen zu werden (Art. 5 Abs. 1 Asyl G; vgl. ebenso Art. 33 Abs. 1 des Abkommens vom 28. Juli 1951 über die Rechtsstellung der Flüchtlinge [FK, SR 0.142.30]). Gemäss Art. 25 Abs. 3 BV , Art. 3 des Übereinkommens vom 10. Dezember 1984 gegen Folter und andere grausame, unmenschliche oder erniedr igende Behandlung oder Strafe (FoK, SR 0.105) und der Praxis zu Art. 3 der Konvention vom 4. November 1950 zum Schutze der Menschenrechte und Grundfreiheiten (EMRK, SR 0.101) darf niemand der Folter oder unmenschlicher oder erniedrigender Strafe oder Behan d- lung unterworfen werden. 6.2.2 Die Vorinstanz wies in der angefochtenen Verfügung zutreffend dar- auf hin, dass das Prinzip des flüchtlingsrechtlichen Non -Refoulement nur Personen schützt, die die Flüchtlingseigenschaft erfüllen. Da es dem B e- schwerdeführer nicht gelungen ist, eine asylrechtlich erhebliche Gefäh r- dung nachzuweisen oder glaubhaft zu machen, kann der in Art. 5 AsylG verankerte Grundsatz der Nichtrückschiebung im vorliegenden Verfahren keine Anwendung finden. Eine Rückkehr des Beschwerdeführers nach Sri Lanka ist demnach unter dem Aspekt von Art. 5 AsylG rechtmässig. Sodann ergeben sich weder aus den Aussagen des Beschwerdeführers noch aus den Akten Anhaltspunkte dafür, dass er für den Fall einer Au s- schaffung nach Sri Lanka dort mit beachtlicher Wahrsc heinlichkeit einer nach Art. 3 EMRK oder Art . 1 FoK verbotenen Strafe oder Behandlung ausgesetzt wäre. Gemäss Praxis des Europäischen Gerichtshofes für Menschenrechte (EGMR) sowie jener des UN -Anti-Folterausschusses müsste der Beschwerdeführer eine konkrete Gefahr ("real risk") nachwei- sen oder glaubhaft machen, dass ihm im Fall einer Rückschiebung Folter oder unmenschliche Behandlung drohen würde (vgl. EGMR [Grosse Kammer], Saadi gegen Italien, Urteil vom 28. Februar 2008, Beschwerde D-2837/2011 Seite 24 Nr. 37201/06, §§ 124 - 127, mit weiteren Hinweisen). Der EGMR hat sich mit der Gefährdungssituation im Hinblick auf eine EMRK widrige Behan d- lung namentlich für Tamilen, die aus einem europäischen Land nach Sri Lanka zurückkehren müssen, wiederholt befasst (vgl. NA. v. United Kin g- dom, Application no. 25904/07, Entscheid vom 17. Juli 2008 P .K. v. Den- mark, Application no. 54705/08, Entscheid vom 20. Januar 2011 T.N. v. Denmark, Application no. 20594/08, Entscheid vom 20. Januar 2011 E.G. v. United Kingdom, Application no. 41178/08, Entscheid vom 31. Mai 2011). Der Gerichtshof unterstreicht, dass nicht in genereller Weise davon auszugehen sei, zurückkehrenden Tamilen drohe eine unmenschliche Behandlung; eine entsprechende Risikoeinschätzung müsse vielmehr verschiedene Faktoren in Betr acht ziehen, aus denen sich insgesamt im Einzelfall schliessen lasse, dass der Betreffende ernsthafte Gründe für die Befürchtung habe, die Behörden hätten an seiner Festnahme und Be- fragung ein Interesse. Nachdem der Beschwerdeführer nicht glaubhaft gemacht hat, dass er befürchten müsse, bei einer Rückkehr ins Heima t- land die Aufmerksamkeit der sri -lankischen Behörden in einem flüch t- lingsrechtlich relevanten Ausmass auf sich zu ziehen, bestehen auch ke i- ne Anhaltspunkte dafür, ihm würde aus demselben Grund ein e me n- schenrechtswidrige Behandlung im Heimatland drohen. Auch die allg e- meine Menschenrechtssituation in Sri Lanka lässt den Wegweisungsvol l- zug zum heutigen Zeitpunkt nicht als unzulässig erscheinen (vgl. BVGE 2011/24 E. 10.4.2). An dieser Einschätzung ändern auch die diesbezügl i- chen Vorbringen des Beschwerdeführers in der Beschwerdeschrift sowie die dort zitierten Berichte nichts, weshalb es sich erübrigt, weiter darauf einzugehen. Nach dem Gesagten ist der Vollzug der Wegweisung sowohl im Sinne der asyl- als auch der völkerrechtlichen Bestimmungen zulässig. 6.3 6.3.1 Gemäss Art. 83 Abs. 4 AuG kann der Vollzug für Ausländerinnen und Ausländer unzumutbar sein, wenn sie im Heimat- oder Herkunftsstaat auf Grund von Situationen wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und medizinischer Notlage konkret gefährdet sind. Wird eine konkrete Gefährdung festgestellt, ist – unter Vorbehalt von Art. 83 Abs. 7 AuG – die vorläufige Aufnahme zu gewähren (vgl. Botschaft zum Bundesgesetz über die Ausländerinnen und Ausländer vom 8. März 2002, BBl 2002 3818). 6.3.2 Im bereits erwähnten Grundsatzurteil BVGE 2011/24 vom 27. Okto- ber 2011 hat das Bundesverwaltungsgericht eine aktuelle Analyse der all- gemeinen, heute herrschenden Sicherheits - und politischen Lage in Sri D-2837/2011 Seite 25 Lanka vorgenommen und die in BVGE 2008/2 publizierte Wegweisung s- vollzugspraxis teilweise angepasst. Danach hat sich seit dem Ende des bewaffneten Konflikts zwischen der sri -lankischen Armee und den LTTE im Mai 2009 die allgemeine Lage in Sri Lanka erheblich verbessert (vgl. BVGE a.a.O. E. 13.1). Die Lage in der Nordprovinz ist indes gebietsweise sehr unterschiedlich. So herrscht in den Gebieten, die bereits seit läng e- rer Zeit unter Regierungskontrolle stehen, das heisst in den Distrikten Jaffna und in den südlichen Teilen der Distrikte Vavuniya und Mannar (mit anderen Worten: die Nordprovinz unter Ausschluss des sogenannten "Vanni-Gebietes") keine Situation allgemeiner Gewalt. Zudem ist die do r- tige politische Lage nicht dermassen angespannt, dass eine Rückkehr dorthin als generell u nzumutbar eingestuft werden müsste. Angesichts der im humanitären und wirtschaftlichen Bereich nach wie vor fragilen Lage drängt sich aber beim Wegweisungsvollzug in dieses Gebiet eine sorgfältige, zurückhaltende Beurteilung der individuellen Zumutbarkeit s- kriterien auf. Nebst der allgemeinen Zumutbarkeit (u.a. sozio - ökonomische und medizinische Aspekte, Kindeswohl etc.) ist dabei auch dem zeitlichen Element gebührend Rechnung zu tragen. Für Personen, die aus der Nordprovinz stammen und dieses Gebiet erst na ch Beendi- gung des Bürgerkrieges im Mai 2009 verlassen haben, ist der Wegwe i- sungsvollzug (zurück) in dieses Gebiet als grundsätzlich zumutbar zu b e- urteilen, wenn davon ausgegangen werden kann, dass die betreffende Person auf die gleiche oder gleichwertige L ebens- und Wohnsituation zu- rückgreifen kann, die im Zeitpunkt der Ausreise geherrscht hat und dem Wegweisungsvollzug zurück dorthin nichts im Wege steht. Liegt der letzte Aufenthalt der betreffenden Person in der Nordprovinz indessen längere Zeit zurück (vor Beendigung des Bürgerkrieges im Mai 2009) oder gehen konkrete Umstände aus den Verfahrensakten hervor, dass sich die L e- bensumstände seit der Ausreise massgeblich verändert haben können, sind die aktuell vorliegenden Lebens - und Wohnverhältnisse sorgfält ig abzuklären und auf die Zumutbarkeit des Wegweisungsvollzuges hin zu überprüfen. In diesem Zusammenhang erscheinen namentlich die Exi s- tenz eines tragfähigen Beziehungsnetzes und die konkreten Möglichke i- ten der Sicherung des Existenzminimums und der Wohns ituation als massgebliche Faktoren. Falls solche begünstigenden Faktoren in der Nordprovinz nicht vorliegen, ist die Zumutbarkeit einer innerstaatlichen Aufenthaltsalternative im übrigen Staatsgebiet, namentlich im Grossraum Colombo zu prüfen (vgl. BVGE a.a.O. E. 13.2.1). 6.4 Gestützt auf diese Beurteilung der allgemeinen, heute herrschenden Sicherheits- und politischen Lage in Sri Lanka sowie nach Prüfung der D-2837/2011 Seite 26 Akten kommt das Bundesverwaltungsgericht in Übereinstimmung mit dem BFM zum Schluss, dass der Wegweisu ngsvollzug des Beschwerde- führers im heutigen Zeitpunkt zumutbar ist. An dieser Einschätzung ve r- mögen auch die von ihm im Rahmen des Beschwerdeverfahrens eing e- reichten Berichte bezüglich der Situation in Sri Lanka nichts zu ändern, da sich ihnen nicht eine wesentlich andere Beurteilung der Lage in Sri Lanka entnehmen lässt. Es erübrigt sich daher, darauf weiter einzugehen. Der Beschwerdeführer stammt aus dem Distrikt Jaffna, wo er die letzten acht Jahre vor seiner Ausreise aus Sri Lanka zusammen mit seiner Fami- lie wohnte (A 1/11 S. 1). Anlässlich der Kurzbefragung gab er zu Protokoll, sein (…), seine (…) sowie mehrere (…) und (…) lebten in Jaffna (A 1 /11 S. 3). Es liegen keine aktuelleren Erkenntnisse vor, die zur Annahme führ- ten, dass die Familienangehörigen des Beschwerdeführers sich heute nicht mehr im Distrikt Jaffna aufhalten würden. In Erwägung zu ziehen ist ausserdem, dass der Beschwerdeführer gemäss eigenen Aussagen über eine gute Schulbildung verfügt und in Sri Lanka jahre lang als Fischer so- wie als Fischhändler tätig war. Den vorliegenden Akten sind zudem keine Hinweise auf gesundheitliche Schwierigkeiten des Beschwerdeführers zu entnehmen. Es erweist sich somit, dass der relativ junge Beschwerdeführer die vom Bundesverwaltungsgericht in BVGE 2011/24 bezüglich der Zumutbarkeit des Wegweisungsvollzugs nach Sri Lanka formulierten Kriterien erfüllt. Er wird nach der Rückkehr in sein Heimatland sowohl auf die Unterstützung seiner im Distrikt Jaffna lebenden Verwandten zählen können und bei i h- nen eine Unterkunftsmöglichkeit vorfinden, als auch in Zukunft in der L a- ge sein, sich dank seiner beruflichen Kenntnisse wieder wirtschaftlich zu integrieren. Allein die Vorbringen in der Eingabe vom 7. Juni 2012, w o- nach die Familienangehörigen nicht in der Lage seien, den Beschwerd e- führer (vorübergehend) bei dessen Rückkehr nach Sri Lanka bei sich auf- zunehmen, sind nicht geeignet, die Unzumutbarkeit des Wegweisung s- vollzuges zu belegen, da er unabhängig u nd ohne familiäre Verpflichtun- gen ist. Im Bedarfsfall dürfte er vorübergehend auf die (finanzielle) Unter- stützung seiner (…) zählen können, die in der Schweiz lebt. Sodann wird die Rückkehrhilfe der Schweiz dem Beschwerdeführer den Wiederei n- stieg in Sri Lanka ebenfalls erleichtern (vgl. Art. 62 ff. der Asylverordnung 2 über Finanzierungsfragen vom 11. August 1999 [AsylV 2, SR 142.312). Schliesslich ist darauf hinzuweisen, dass bloss soziale und wirtschaftliche Schwierigkeiten, von denen die ansässige Bevölk erung im Allgemeinen betroffen ist, nicht genügen, um eine konkrete Gefährdung im Sinne von Art. 83 Abs. 4 AuG darzustellen (vgl. BVGE 2008/34 E. 11.2.2). Entgegen D-2837/2011 Seite 27 den Vorbringen des Beschwerdeführers im Beschwerdeverfahren ist so- mit nicht anzunehmen, dass er bei einer Rückkehr in seinen Heimatstaat in eine existenzielle Notlage geraten wird. Der Vollzug der Wegweisung erweist sich damit sowohl in genereller als auch in individueller Hinsicht als zumutbar. 6.5 Schliesslich obliegt es dem Beschwerdeführer, sich bei der zuständi - gen Vertretung des Heimatstaates die für eine Rückkehr notwendigen Reisedokumente zu beschaffen (vgl. Art. 8 Abs. 4 AsylG), weshalb der Vollzug der Wegweisung nicht als unmöglich zu bezeichnen ist (Art. 83 Abs. 2 AuG). 6.6 Zusammenfassend hat die Vorinstanz den Wegweisungsvollzug zu Recht als zulässig, zumutbar und möglich erachtet. Nach dem Gesagten fällt eine Anordnung der vorläufigen Aufnahme ausser Betracht (Art. 83 Abs. 1 - 4 AuG). 7. Aus diesen Erwägungen ergibt sich, dass die angefochtene Verfügung Bundesrecht nicht verletzt, den rechtserheblichen Sachverhalt richtig und vollständig feststellt und angemessen ist (Art. 106 Abs. 1 AsylG). Die Be- schwerde ist nach dem Gesagten abzuweisen. 8. 8.1 Die Kosten des Verfahrens sind grundsätzlich dem unterliegenden Beschwerdeführer aufzuerlegen (Art. 63 Abs. 1 und 5 VwVG). Aufgrund des sich aus dem Beschwerdeverfahren produzierten Aktenumfang s er- gebenden erhöhten Aufwands sind diese auf insgesam t Fr. 900.- festzu- setzen (Art 1 - 3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht (VGKE, SR 173.320.2). Indessen wurde dem Beschwerdeführer mit Verfügung vom 15. Juni 2011 Einsicht in die eingereichten Beweismittel gewährt (vgl. Bst. E. vorstehend). Zudem wurde ihm mit Verfügung vom 27. März 2012 die Gelegenheit gegeben, sich zum BFM-Bericht vom 22. Dezember 2011 betreffend eine Dienstreise nach Sri Lanka zu äussern (vgl. Bst. J. vor- stehend). Überdies rü gte der Beschwer deführer berechtigterweise , die angefochtene Verfügung sei unvollständig begründet. Insofern wurden in der Beschwerde zu Recht Verfahrens mängel gerügt, diese jedoch durch die Rechtsmittelinstanz geheilt (vgl . E. 3 .2 ff. vorste hend). Es ersc heint daher gerechtfertigt, die Verfahrenskosten in Anwendung von Art. 6 Bst. b VGKE zu ermässigen (vgl. dazu ANDRÉ MOSER/MICHAEL BEUSCH/LORENZ D-2837/2011 Seite 28 KNEUBÜHLER, Prozessieren vor dem Bundesverwaltungsgericht, Basel 2008, S. 212 Rz. 4.60). Eine Reduktion der Verfahrenskosten auf Fr. 600.- erscheint daher angemessen. 8.2 Angesichts des soeben Gesagten ist dem Beschwerdeführer schliess- lich trotz des Umstandes, dass er im vorliegenden Beschwerdeverfahren letztlich mit seinen Rechtsbegehren nicht durchgedrungen ist, eine a n- gemessene Parteientschädigung für die ihm aus der Beschwerdeführung erwachsenen notwendigen Kosten zuzusprechen. Diesbezüglich ist j e- doch vorab auf das Urteil des Bundesverwaltungsgerichts D -3747/2011 vom 13. Juli 2012 hinzuweisen, wo in E. 10. 3 festgelegt wurde, dass mit der in jenem Verfahren zugesprochenen Parteientschädigung in allen weiteren Verfahren, in welchen Rechtsanwalt Gabriel Püntener ebenfalls als Rechtsvertreter fungiert und in welchen der gleiche prozessuale A n- trag auf Einsicht i n die Ergebnisse der Dienstreise des BFM nach Sri Lanka vom September 2010 gestellt wurde oder künftig gestellt werden wird, der anteilsmässige Aufwand für die rechtliche Vertretung bezüglich dieses Antrags als abgegolten zu erachten ist. Daraus folgt, das s vorlie- gend dem Beschwerdeführer lediglich eine Entschädigung für die ihm aus der Beschwerdeführung im Zusammenhang mit der Verletzung des recht- lichen Gehörs erwachsenen notwendigen Kosten zuzusprechen ist und nicht für das Verfassen der Stellungnahme bez üglich der Ergebnisse der Dienstreise des BFM nach Sri Lanka vom September 2010. Das in der Kostennote vom 19. Dezember 2011 ausgewiesene Honorar (25.88 Stunden à Fr. 240.-, Auslagen: Fr. 97.30) erscheint zu hoch und ist an- gemessen zu kürzen, da nur die notwendigen und nicht die unnötigen, im Zusammenhang mit dem Beschwerdeverfahren entstandenen Aufwe n- dungen zu ersetzen sind. Gestützt auf die in Betracht zu ziehenden B e- messungsfaktoren (Art. 8 - 13 VGKE) ist die Parteientschädigung, die vom BFM zu en trichten ist, auf insgesamt Fr. 2'000. - (inkl. Auslagen und Mehrwertsteuer) festzusetzen. (Dispositiv nächste Seite) D-2837/2011 Seite 29 Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 2. Die Verfahrenskosten von Fr. 600.- werden dem Beschwerdeführer aufer- legt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zu Gunsten der Gerichtskasse zu überweisen. 3. Das BFM wird angewiesen, dem Beschwerdeführer eine Parteientschäd i- gung von Fr. 2'000.- zu entrichten. 4. Dieses Urteil geht an den Beschwerdeführer, das BFM und die zuständ i- ge kantonale Behörde. Der vorsitzende Richter: Der Gerichtsschreiber: Robert Galliker Matthias Jaggi Versand: