A bteilung IV D -5551/2006 law /w ic {T 0/2} U rteil vom 24. M ai 2007 M itw irkung: R ichter W alter Lang, R ichterin M arianne Teuscher, R ichter G érald Bovier G erichtsschreiberin C orinne W irthner A._______, geboren _______, N epal, alias B._______, geboren _______, N epal, w ohnhaft _______, Beschw erdeführer gegen B undesam t für M igration (B FM ), Q uellenw eg 6, 3003 Bern, Vorinstanz betreffend Verfügung vom 12. Juni 2006 i.S. A syl und W egw eisung / N _______ B u n d e s v e rw a ltu n g s g e ric h t T rib u n a l a d m in is tra tif fé d é ra l T rib u n a le a m m in is tra tiv o fe d e ra le T rib u n a l a d m in is tra tiv fe d e ra l2 Sachverhalt: A. Eigenen Angaben zufolge verliess der Beschw erdeführer seinen H eim atstaat am 19. Januar 2005 und reiste über Indien und Frankreich - unter U m gehung der G renzkontrolle - am 24. Februar 2005 in die Schw eiz ein, w o er anderntags im Em pfangszentrum _______ ein Asylgesuch stellte. D as Bundesam t erhob am 7. M ärz 2005 seine Personalien, befragte ihn sum m arisch zum R eisew eg und zu den G ründen für das Verlassen der H eim at und w ies ihn am 10. M ärz 2005 für die D auer des Asylverfahrens dem Kanton _______ zu. Am 1. April 2005 führte die zuständige kantonale Behörde eine Anhörung zu den Asylgründen des Beschw er- deführers durch. Zur Begründung seines Asylgesuches m achte der Beschw erdeführer im W esentli- chen geltend, er stam m e aus C ._______ im D istrikt D ._______ und habe seit 1998 als Trekkingführer gearbeitet. Seine R oute habe durch das von den M aoisten kontrollierte G ebiet geführt, w eshalb diese von den Touristen jew eils G eldspenden verlangt hätten. D ie M aoisten hätten ihn angehalten, nicht m ehr für am erikanische und englische Touristen zu arbeiten. Am 8. April 2003 sei er m it zw ei Am erikanern unterw egs gew esen. D ie M aoisten hätten ihm desw egen vorgew orfen, ihre Anw eisungen nicht befolgt zu haben. Am 18. April 2003 seien sie an seinem W ohnort erschienen und hätten von ihm verlangt, sich ihnen anzuschliessen. Seine Eltern hätten versucht, m it den M aoisten zu verhandeln und seien bereit gew esen, ihnen zu helfen, w enn er dafür nicht der G ruppierung beitreten m üsse. D esw egen hätten die M aoisten in der Folge eines der beiden H äuser seiner Fam ilie als Büro benutzt und dort ihre G ew ehre deponiert. Am 4. N ovem ber 2004 sei die Arm ee erschienen und habe eine H ausdurchsuchung gem acht. D abei habe sie Zeitungen und Plakate der M aoisten gefunden. Er sei festgenom m en und zum M ilitärposten von E._______ gebracht w orden, w o m an ihn geschlagen und bezüglich der M aoisten verhört habe. M it der H ilfe des G em eindepräsidenten von F._______ sei es seinem Vater gelungen, ihn unter den Bedingungen, sich jeden M onat im Arm eecam p zu m elden und nicht m ehr für die M aoisten zu arbeiten, nach fünf Tagen freizubekom m en. N ach seiner R ückkehr sei er von den M aoisten, w elche von seiner Verhaftung erfahren hätten, befragt w orden. In der Folge hätten sie seine vom M ilitär zugefügten Verletzungen versorgt, sich um das Vieh geküm m ert und seinem Vater im H ause geholfen. Schliesslich sei er von den gu- ten Absichten der M aoisten, arm en Leuten zu helfen, überzeugt und bereit gew e- sen, m it ihnen zusam m enzuarbeiten. Am 3. Januar 2005 sei das M ilitär erneut an seinen W ohnsitz gekom m en. Sein Vater habe sich zu dem Zeitpunkt in G ._______ und er selbst sich in einem N ebenhaus aufgehalten. Von dort aus habe er ge- sehen, w ie das M ilitär sein H aus durchsucht und dabei Patronengürtel, G ew ehre und D okum ente der M aoisten gefunden habe. D araufhin habe er die Flucht ergrif- fen und sich zu einem guten Bekannten seiner M utter begeben, bevor er das Land verlassen habe.3 B. M it Verfügung vom 12. Juni 2006 - eröffnet am 14. Juni 2006 - lehnte das Bundes- am t das Asylgesuch des Beschw erdeführers ab und ordnete gleichzeitig die W eg- w eisung aus der Schw eiz und deren Vollzug an. C . M it Beschw erde an die Schw eizerische Asylrekurskom m ission (AR K) vom 14. Juli 2006 (Poststem pel) beantragte der Beschw erdeführer, es sei die Verfügung des Bundesam tes für M igration vom 12. Juni 2006 aufzuheben, es sei seine Flücht- lingseigenschaft anzuerkennen und es sei ihm Asyl zu gew ähren, eventuell sei festzustellen, dass der Vollzug der W egw eisung unzulässig und unzum utbar sei und es sei die vorläufige Aufnahm e anzuordnen. In verfahrensrechtlicher H insicht ersuchte er zudem um G ew ährung der unentgeltlichen R echtspflege sow ie um Verzicht auf die Erhebung eines Kostenvorschusses. D . M it Zw ischenverfügung vom 4. August 2006 bestätigte der zuständige Instruktions- richter der AR K das dem Beschw erdeführer von G esetzes w egen zustehende R echt auf Aufenthalt in der Schw eiz bis zum Abschluss des Verfahrens, verw ies das G esuch um G ew ährung der unentgeltlichen R echtspflege auf einen späteren Zeitpunkt und verzichtete auf die Erhebung eines Kostenvorschusses. E. M it Zw ischenverfügung vom 22. August 2006 hiess der zuständige Instruktions- richter der AR K die G esuche um G ew ährung der unentgeltlichen R echtspflege und um Verzicht auf die Erhebung eines Kostenvorschusses gut, sow eit die Anordnung der vorläufigen Aufnahm e infolge U nzum utbarkeit des W egw eisungsvollzugs bean- tragt w urde; im Ü brigen w urden sie abgew iesen, das G esuch um Verzicht auf die Erhebung eines Kostenvorschusses in teilw eiser W iedererw ägung von Ziffer 3 der Zw ischenverfügung vom 4. August 2006. D em Beschw erdeführer w urde Frist zur Bezahlung eines Kostenvorschuss im Betrag von Fr. 300.-- bis zum 6. Septem ber 2006 angesetzt. Ferner w urde ihm die M öglichkeit geboten, der AR K innert derselben Frist m itzuteilen, ob er die Beschw erde teilw eise zurückziehen w olle, sow eit die Anerkennung der Flüchtlingseigenschaft und die Asylgew ährung beantragt w ürden, w obei ihm in Aussicht gestellt w urde, im Falle eines Teilrückzugs w erde die Beschw erde im erw ähnten U m fang ohne Erhebung von Prozesskosten abgeschrieben und die Beschw erde als auf den Vollzugspunkt beschränkt w eiter behandelt. F. M it Eingabe vom 6. Septem ber 2006 teilte der Beschw erdeführer der AR K m it, er sei nicht in der Lage, einen Kostenvorschuss von Fr. 300.-- zu leisten und ziehe deshalb seine Beschw erde hinsichtlich des Asylpunktes zurück. 4 D as B undesverw altungsgericht zieht in Erw ägung: 1. 1.1 G em äss Art. 31 des Verw altungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (VG G ; SR 173.32) beurteilt das Bundesverw altungsgericht Beschw erden gegen Verfügungen nach Art. 5 des Bundesgesetzes vom 20. D ezem ber 1968 über das Verw altungs- verfahren (Vw VG ; SR 172.021), sofern keine Ausnahm e nach Art. 32 VG G vor- liegt. Als Vorinstanzen gelten die in Art. 33 und 34 VG G genannten Behörden. D azu gehören Verfügungen des BFM gestützt auf das Asylgesetz vom 26. Juni 1998 (AsylG ; SR 142.31); das Bundesverw altungsgericht entscheidet in diesem Bereich endgültig (Art. 105 AsylG ; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des Bundesgerichtsge- setzes vom 17. Juni 2005 [BG G ; SR 173.110]). 1.2 D as Bundesverw altungsgericht übernim m t am 1. Januar 2007, sofern es zuständig ist, die Beurteilung der bei der ehem aligen AR K hängigen R echtsm ittel. D as neue Verfahrensrecht ist anw endbar (vgl. Art. 53 Abs. 2 VG G ). 1.3 M it Beschw erde kann die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige oder unvoll- ständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts und die U nangem essen- heit gerügt w erden (Art. 106 Abs. 1 AsylG ). 2. 2.1 D ie Beschw erde ist form - und fristgerecht eingereicht; der Beschw erdeführer ist bezüglich seiner Begehren legitim iert (Art. 6 AsylG i.V.m . Art. 48 und 50 ff. Vw VG ). Auf die Beschw erde ist m ithin einzutreten. 2.2 D er Beschw erdeführer hat die Beschw erde hinsichtlich des Asylpunktes zurückge- zogen. D ie Beschw erde ist som it als durch R ückzug gegenstandslos gew orden abzuschreiben, sow eit die Anerkennung der Flüchtlingseigenschaft und die Asylgew ährung beantragt w urden. D ie Ziffern 1 und 2 des D ispositivs der angefochtenen Verfügung sind dem zufolge in R echtskraft erw achsen, ebenso w ie die form ell nicht angefochtene Ziffer 3 des D ispositivs der Verfügung betreffend die vom BFM gestützt auf Art. 44 Abs. 1 AsylG verfügte W egw eisung aus der Schw eiz. G egenstand des vorliegenden Beschw erdeverfahrens bildet som it entsprechend der R echtsbegehren lediglich die Frage, ob das Bundesam t den Vollzug der W egw eisung zu R echt angeordnet hat (vgl. Art. 44 Abs. 1 AsylG ) oder ob w egen U nzum utbarkeit beziehungsw eise U nzulässigkeit des Vollzugs der W egw eisung die vorläufige Aufnahm e anzuordnen ist (vgl. Art. 44 Abs. 2 AsylG i.V.m . Art. 14a Abs. 3 und 4 des Bundesgesetzes über Aufenthalt und N iederlassung der Ausländer [AN AG ; SR 142.20]). 3. G em äss Art. 44 Abs. 2 AsylG regelt das Bundesam t das Anw esenheitsverhältnis nach den gesetzlichen Bestim m ungen über die vorläufige Aufnahm e von Auslän- dern nach dem Bundesgesetz über Aufenthalt und N iederlassung der Ausländer vom 26. M ärz 1931, w enn der Vollzug nicht m öglich, nicht zulässig oder nicht 5 zum utbar ist. 3.1 3.1.1 D as Bundesam t hat in seiner Verfügung zutreffend darauf hingew iesen, dass der G rundsatz der N ichtrückschiebung gem äss Art. 5 Abs. 1 AsylG nur Personen schützt, die die Flüchtlingseigenschaft erfüllen (vgl. M AR IO G ATTIKE R , D as Asyl- und W egw eisungsverfahren, Bern 1999, S. 89). D a rechtskräftig feststeht, dass der Be- schw erdeführer die Flüchtlingseigenschaft nicht erfüllt, kann das in Art. 5 AsylG , Art. 25 Abs. 2 der Bundesverfassung der Schw eizerischen Eidgenossenschaft vom 18. April 1999 (BV, SR 101) und Art. 33 des Abkom m ens über die R echtsstellung der Flüchtlinge vom 28. Juli 1951 (FK, SR 0.142.30) verankerte Prinzip des flücht- lingsrechtlichen N on-refoulem ents im vorliegenden Verfahren keine Anw endung finden. 3.1.2 U nzulässig ist der Vollzug der W egw eisung gem äss Art. 14a Abs. 3 AN AG , w enn dem Beschw erdeführer für den Fall einer Ausschaffung nach N epal dort m it beachtlicher W ahrscheinlichkeit einer nach Art. 3 der Konvention zum Schutze der M enschenrechte und G rundfreiheiten vom 4. N ovem ber 1950 (EM R K, SR 0.101) oder Art. 1 des Ü bereinkom m ens gegen Folter und andere grausam e, unm enschliche oder erniedrigende Behandlung oder Strafe (FoK, SR 0.105) verbotenen Strafe oder Behandlung ausgesetzt w äre. G em äss Praxis des Europäischen G erichtshofes für M enschenrechte sow ie jener des U N -Anti- Folterausschusses m üsste der Beschw erdeführer eine konkrete G efahr ("real risk") nachw eisen oder glaubhaft m achen, dass ihm im Fall einer R ückschiebung Folter oder unm enschliche Behandlung drohen w ürde (vgl. EM AR K 2001 N r. 16 S. 122 m .w .H .). Vorliegend zog der Beschw erdeführer m it Eingabe vom 5. Septem ber 2006 an die AR K seine Beschw erde hinsichtlich des Asylpunktes zurück. G leichzeitig erklärte er jedoch, er halte an seinen Vorbringen w eiterhin fest. Es sei für ihn zurzeit viel zu gefährlich, nach N epal zurückzukehren. Er sei von den M aoisten festgehalten w orden und w erde von der Arm ee gesucht. Falls er erw ischt w erden w ürde, m üsste er Freiheitsentzug, Folter, gar seinen Tod und Ü bergriffe auf seine Fam ilie befürchten. D iese G efahr sei nach w ie vor aktuell und trotz R egierungsw echsel nicht von der H and zu w eisen. 3.1.3 D as Bundesam t hat sich in der angefochtenen Verfügung eingehend m it den Vor- bringen des Beschw erdeführers auseinandergesetzt und es hat aufgezeigt, inw ie- fern es dessen Aussagen als w idersprüchlich und realitätsfrem d erachtet. Indem es abschliessend festhält, seine Vorbringen w ürden den Anforderungen an die G laubhaftigkeit gem äss Art. 7 AsylG nicht standhalten, hat es klar gestellt, dass es den zur Begründung des Asylgesuches geltend gem achten Sachverhalt als m it überw iegender W ahrscheinlichkeit nicht für gegeben hält. D ieser Beurteilung schliesst sich das Bundesverw altungsgericht nach D urchsicht der Akten an. D em Beschw erdeführer gelingt es m it seinen Einw änden in der Beschw erde nicht, seinen bisherigen Vorbringen Konturen zu verleihen, die allenfalls zu einer von derjenigen des BFM abw eichenden Beurteilung führen könnten. G em äss seinen Angaben beim Kanton hat der Beschw erdeführer im Zentrum seines D orfes zw ei beieinander liegende H äuser (A9/14) besessen, 6 w ovon die M aoisten eines als Büro benutzten; sie hätten ihre G ew ehre dort deponiert (A9/10). Laut D arstellung in der Beschw erde soll die Arm ee bei der ersten D urchsuchung bloss das W ohnhaus durchsucht und dort Q uittungen über Zuw endungen, die er den M aoisten m achen m usste, gefunden haben. Bei der zw eiten D urchsuchung hätten sie ihr zw eites H aus durchsucht, das eher eine Scheune und Stall sei, w o sie H eu aufbew ahrt hätten und w o sich der Kuhstall befinde. D ieses H aus hätten zu jener Zeit die M aoisten benutzt und dort auch W affen gelagert. In Anbetracht der geschilderten Abläufe m utet es vorw eg realitätsfrem d an, dass es die durch eine D rittperson auf den Beschw erdeführer aufm erksam gem achte Arm ee bei der D urchsuchung des von ihm bew ohnten H auses hat bew enden lassen. N achdem bei ihm dort Zeitungen und Plakate und – so die Version in der Beschw erde - sogar Q uittungen über Zuw endungen an die M aoisten gefunden w urden, erstaunt es, dass die m it 60 Personen angerückte Arm ee (A9/13) nicht sogleich auch das nebenan gelegene zw eite, von den M aoisten als W affendepot benutzte H aus des Beschw erdeführers durchsucht hat. G esetzt der Fall, das zw eite H aus des Beschw erdeführer sei von der Arm ee tatsächlich nicht durchsucht w orden, hätte für die M aoisten jedenfalls hinreichend Anlass bestanden, ihre W affen nicht w eiterhin dort deponiert zu belassen. W eshalb die M aoisten ungeachtet der erst rund zw ei M onate zurückliegenden D urchsuchung des ersten H auses des Beschw erdeführers das R isiko eingegangen sein sollen, das ihnen zur Verfügung gestellte zw eite H aus w eiterhin als W affendepot zu benutzen, bleibt trotz der in der Beschw erde präzisierend geschilderten Variante der G eschehnisse nach w ie vor unplausibel. N achdem es dem Beschw erdeführer w eiterhin nicht gelingt, diesen zentralen Punkt seiner Vorbringen glaubhaft zu m achen, erübrigt es sich auf die w eiteren Einw ände in der Beschw erde näher einzugehen, da diese zu keiner anderen Beurteilung führen können. Aufgrund der Angaben des Beschw erdeführers besteht m ithin kein G rund für die Annahm e, er m üsse für den Fall der R ückkehr nach N epal m it Folter oder m enschenrechtw idriger Behandlung rechnen. 3.1.4 M angels anderw eitiger konkreter Anhaltspunkte in den Akten, die zu einem gegenteiligen Schluss führen könnten, ist der Vollzug der W egw eisung nach dem G esagten sow ohl im Sinne der asyl- als auch der völkerrechtlichen Bestim m ungen zulässig (Art. 14 Abs. 3 AN AG ). 3.2 Aus hum anitären G ründen, nicht in Erfüllung völkerrechtlicher Pflichten der Schw eiz, w ird auf den Vollzug der W egw eisung verzichtet, w enn die R ückkehr in den H eim atstaat für den Betroffenen eine konkrete G efährdung darstellt. Eine sol- che G efährdung kann angesichts der im H eim atland herrschenden allgem einen politischen Lage, die sich durch Krieg, Bürgerkrieg oder durch eine Situation allge- m einer G ew alt kennzeichnet, oder aufgrund anderer G efahrenm om ente, w ie bei- spielsw eise einer notw endigen m edizinischen Behandlung, angenom m en w erden (vgl. Botschaft zum Bundesbeschluss über das Asylverfahren vom 22. Juni 1990, BBl 1990 II 668). 3.2.1 D ie Vorinstanz erachtet den W egw eisungsvollzug des Beschw erdeführers nach N epal als zum utbar. D azu führte sie in der angefochtenen Verfügung aus, w eder die in N epal herrschende politische Situation noch andere G ründe w ürden gegen die Zum utbarkeit der R ückführung des Beschw erdeführers dorthin sprechen. Im 7 April 2006 seien in N epal sow ohl die R egierung als auch das Parlam ent vom König w ieder eingesetzt w orden. Zudem hätten die M aoisten einen W affenstillstand ver- kündet und ihre Kooperationsbereitschaft m it der neuen R egierung im H inblick auf die vorgesehene verfassungsgebende Versam m lung bekundet. D arauf habe auch die R egierung ihrerseits m it einem W affenstillstand reagiert. Som it bestehe in N e- pal keine Situation allgem einer G ew alt. 3.2.2 D er Beschw erdeführer m acht dagegen in der Eingabe vom 14. Juli 2006 im W esentlichen geltend, das BFM beurteile die Situation in N epal sehr optim istisch, obw ohl es schon Berichte über sehr beunruhigende Entw icklungen in N epal gebe. O b es tatsächlich zur angestrebten Kooperation der M aoisten m it der R egierung kom m en w erde, sei alles andere als sicher. 3.2.3 D as Bundesverw altungsgericht geht davon aus, dass die allgem eine Lage in N e- pal nicht durch Krieg, Bürgerkrieg oder durch eine Situation allgem einer G ew alt gekennzeichnet ist, aufgrund derer die Zivilbevölkerung als konkret gefährdet be- zeichnet w erden m üsste (vgl. dazu die Analyse der jüngsten Entw icklung in N epal im U rteil der AR K vom 17. O ktober 2006. i.S. R .P.B., N epal, publiziert unter EM AR K 2006 N r. 31 E. 4.3.3.-4.3.5. S. 331 ff.). D iese Einschätzung w ird auch durch die unlängst erfolgten Friedensgespräche zw ischen den m aoistischen R ebellen und der Sieben-Parteien-Allianz bestärkt, w elche am 21. N ovem ber 2006 in einem um fassenden Friedensabkom m en m ündeten, w elches unter anderem die Verstaatlichung des Verm ögens des nepalesischen Königshauses sow ie die Entw affnung der R ebellen und Teilm obilisierung der Arm ee unter Aufsicht der U N O vorsieht. M itte D ezem ber 2006 schlossen N epals R egierungsallianz und die m aoistischen R ebellen ihre Verhandlungen zu einer Ü bergangsverfassung ab, w elche die M onarchie vorübergehend ausser Kraft setzt. D em nach ist bis M itte des Jahres 2007 anstelle von König G yanendra der R egierungschef das Staatsoberhaupt. N ach Auflösung des bisherigen Parlam entes w urde am 15. Januar 2007 eine neue Ü bergangsregierung eingesetzt, an der erstm als auch die M aoisten beteiligt sind. Sie verfügen über 83 der insgesam t 330 M andate, w om it sie zw eitgrösste Kraft im Parlam ent in Kathm andu stellen. D ie Ü bergangsverfassung w ird gelten, bis eine Sonderkom m ission eine dauerhafte Verfassung ausgearbeitet hat. D ieses G rem ium soll im Laufe des Jahres gew ählt w erden. Ebenfalls noch in diesem Jahr sollen W ahlen zu einer verfassungsgebenden Versam m lung stattfinden (vgl. N ZZ O nline vom 7. N ovem ber 2006, m zbern.ch vom 8. N ovem ber 2006, N ZZ O nline vom 23. N ovem ber 2006, N ZZ O nline vom 16. D ezem ber 2006, Spiegel O nline vom 15. Januar 2007, N ZZ O nline vom 16. Januar 2007, tagesschau.de vom 4. M ärz 2007, N ZZ O nline vom 13. M ärz 2007, tagesschau.de vom 1. April 2007 und tagesschau.de vom 24. April 2007). D er Vollzug der W egw eisung ist unter diesen U m ständen nicht generell als unzum utbar zu bezeichnen (Art. 14a Abs. 4 AN AG ). Aufgrund der Aktenlage besteht ferner kein G rund zur Annahm e, der Beschw erdeführer gerate im Falle der R ückkehr aus individuellen G ründen w irtschaftlicher, sozialer oder gesundheitlicher N atur in eine existenzbedrohende Situation, w elche den Vollzug der W egw eisung als unzum utbar erscheinen liesse. D er offenbar gesunde Beschw erdeführer verfügt über eine Schulbildung sow ie Englischkenntnisse und hat sechs Jahre lang als Trekkingführer gearbeitet. Seine Eltern leben nach w ie vor in seinem H eim atdorf, w om it der Beschw erdeführer auf 8 ein bestehendes Beziehungsnetz zurückgreifen kann. Es kann unter diesen U m ständen davon ausgegangen w erden, dass es ihm im Falle der R ückkehr in seine H eim at aus eigener Kraft oder allenfalls m it U nterstützung der Fam ilie gelingen w ird, sich eine w irtschaftliche Existenzgrundlage aufzubauen. 3.2.4 Zusam m enfassend ergibt sich, dass das BFM den Vollzug der W egw eisung zu R echt als zum utbar erachtet hat. D ie Anordnung der vorläufigen Aufnahm e ge- stützt auf Art. 14a Abs. 3-4 AN AG fällt som it nicht in Betracht. 4. Aus diesen Erw ägungen ergibt sich, dass die angefochtene Verfügung Bundes- recht nicht verletzt, den rechtserheblichen Sachverhalt richtig und vollständig fest- stellt und angem essen ist (Art. 106 AsylG ). In der Zw ischenverfügung vom 22. August 2006 hat der Instruktionsrichter der AR K die Beschw erde im R ahm en des G esuches um G ew ährung der unentgeltlichen R echtspflege als nicht von vornherein aussichtslos beurteilt, sow eit darin die Anordnung der vorläufigen Aufnahm e infolge U nzum utbarkeit des W egw eisungsvollzugs beantragt w ird. W ie sich aus den vorstehenden Erw ägungen ergibt, hat sich die allgem eine Situation in N epal in der Zw ischenzeit jedoch erheblich geändert. G estützt auf Art. 111 Abs. 1 und 3 AsylG ist die aus heutiger Sicht offensichtlich unbegründete Beschw erde deshalb unter Verzicht auf die D urchführung eines Schriftenw echsels und m it sum m arischer Begründung im vereinfachten Verfahren abzuw eisen, sow eit sie nicht als durch R ückzug gegenstandslos gew orden abzuschreiben ist. 5. M it Zw ischenverfügung vom 22. August 2006 w urde dem Beschw erdeführer die unentgeltliche R echtspflege gem äss Art. 65 Abs. 1 Vw VG gew ährt, sow eit die An- ordnung der vorläufigen Aufnahm e beantragt w ird. G leichzeitig w urde ihm im Fall eines Teilrückzugs der Beschw erde, sow eit die Asylgew ährung betreffend, die Abschreibung des Verfahrens ohne Erhebung von Prozesskosten in Aussicht gestellt. M it Eingabe vom 5. Septem ber 2006 zog der Beschw erdeführer seine Beschw erde im entsprechenden U m fang zurück. Auf die Auferlegung von Verfahrenskosten ist dem nach zu verzichten (Art. 6 Bst. a des R eglem ents über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverw altungsgericht vom 11. D ezem ber 2006 [VG KE; SR 173.320.2]). 6. G estützt auf Art. 15 i.V.m . Art. 5 VG KE ist dem Beschw erdeführer keine Parteientschädigung zuzusprechen. (D ispositiv nächste Seite)9 D em nach erkennt das B undesverw altungsgericht: 1. D ie Beschw erde w ird als durch R ückzug gegenstandslos gew orden abgeschrieben, sow eit die Feststellung der Flüchtlingseigenschaft und die Asylgew ährung beantragt w erden. 2. D ie Beschw erde w ird abgew iesen, sow eit beantragt w ird, es sei festzustellen, dass der Vollzug der W egw eisung w eder zulässig noch zum utbar ist. 3. Es w erden keine Verfahrenskosten auferlegt. 4. Es w ird keine Parteientschädigung zugesprochen. 5. D ieses U rteil geht an: - den Beschw erdeführer (eingeschrieben) - die Vorinstanz, Abteilung Aufenthalt und R ückkehrförderung (R ef.-N r. N _______) - das _______ (Beilage: Identity C ard for Trekking G uide) D er R ichter: D ie G erichtsschreiberin: W alter Lang C orinne W irthner Versand am :