<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="cell small-12 contentContainer printArea"> <div><table><tr><td><p class="Normal Heading1"><span id="_GoBack"></span><span class="Normal Heading1">Sozialversicherungsgericht</span></p><p class="Normal Heading1"><span class="Normal Heading1">des Kantons Zürich</span></p></td><td><p class="Normal Heading1"></p></td></tr></table><p><span>UV.2016.00108</span></p><p><span> </span></p><p><span> </span></p><p><br/></p><p>III. Kammer</p><p>Sozialversicherungsrichter Gräub, Vorsitzender<br/>Sozialversicherungsrichterin Daubenmeyer<br/>Sozialversicherungsrichterin Fehr<br/>Gerichtsschreiber Nef</p><p class="Normal Heading2"><span class="Normal Heading2">Urteil vom 6. Juni 2017</span></p><p class="Normal StandardEinzug"><span class="Normal StandardEinzug">in Sachen</span></p><p class="Normal StandardFett RubrumFett"><span class="Normal StandardFett RubrumFett">X.___</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Beschwerdeführer</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">vertreten durch Rechtsanwältin Stephanie Schwarz</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Sigg Schwarz Advokatur</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Theaterstrasse 3, Postfach 2336, 8401 Winterthur</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">gegen</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardFett RubrumFett"><span class="Normal StandardFett RubrumFett">Suva</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Rechtsabteilung</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Postfach 4358, 6002 Luzern</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Beschwerdegegnerin</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p><br/></p><p></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Sachverhalt:</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Der 1968 geborene X.___ war seit 1. Mai 2013 bei der Y.___ als Hauswart angestellt und damit bei der Suva gegen die Folgen von Unfällen versichert. Mit Unfallmeldung vom </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">13. August 2015 wurde der Suva angezeigt, dass </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">X.___</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> am 1. Oktober 2014</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> einen Zeckenbiss erlitten habe (Urk. 8/1). Die Suva holte einen Formular</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">bericht des behandelnden Dr. med. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Z.___</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">, Arzt für Allgemeinmedizin, ein (Urk. 8/</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">7) und legte das Zeugnis ihrem Arbeitsmediziner Dr. med. A.___, </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Facharzt Allgemeinmedizin und Arbeitsmedizin FMH, vor (Urk. 8/9). Mit Schrei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ben vom 21. Oktober 2015 verneinte sie einen Anspruch auf Versicherungs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">leis</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tungen mit der Begründung, dass kein sicherer oder wahrscheinlicher Kau</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sal</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">zusammenhang zwischen Zeckenbiss und den Beschwerden bestehe (Urk. 8/11). Am 17. November 2015 erliess sie eine entsprechende Verfügung (Urk. 8/23). Die dagegen erhobene Einsprache des Versicherten vom 24. Novem</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ber 2015 (Urk. 8/25) sowie die vorsorgliche Einsprache der Helsana Versicherungen AG </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">(Urk. 8/27) wies die Suva mit Einspracheentscheid vom 5. April 2016 ab (Urk. 2).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Dagegen erhob X.___ am 3. Mai 2016 Beschwerde mit folgenden An</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">trägen (Urk. 1 S. 2): </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">„1.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Der Einspracheentscheid vom 5. April 2016 und die SUVA-Verfügung vom 17. November 2015 seien aufzuheben, die Sache sei zur ergänzenden Sachverhaltsdarstellung und neuen Entscheiden an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> 2.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Der Einspracheentscheid vom 5. April 2016 und die SUVA-Verfügung vom 17. November 2015 seien aufzuheben und es seien dem Versicherten die gesetzlichen Leistungen zu gewähren.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> 3.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Unter Entschädigungsfolgen zulasten der Beschwerdegegnerin.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Verfahrensanträge:</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> 4.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Es sei ein zweiter Schriftenwechsel anzuordnen.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">“</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">Die Suva schloss in ihrer Beschwerdeantwort vom 7. Juni 2016 (Urk. 7) auf Ab</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">weisung der Beschwerde, was dem Beschwerdeführer am 16. Juni 2016 zur </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">Kenntnis gebracht wurde (Urk. 9). Mit Eingabe vom 23. November 2016 (Urk. 10)</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug"> äusserte sich der Beschwerdeführer unaufgefordert erneut zur Sache und reichte einen Bericht von Dr. Z.___ vom 2. November 2016 (Urk. 11) ein. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Das Gericht</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> zieht in Erwägung:</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.</span><span> </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Am 1. Januar</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">2017 sind die am 25. September</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">2015 beziehungsweise am 9. Novem</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ber</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">2016 verabschiedeten geänderten Bestimmungen des Bundesge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">setzes über die Unfallversicherung (UVG) und der Verordnung über die Unfall</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">versicherung (UVV) in Kraft getreten. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Gemäss den allgemeinen übergangsrechtlichen Regeln sind der Beurteilung jene Rechtsnormen zu Grunde zu legen, </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">die in Geltung standen, als sich der zu den materiellen Rechtsfolgen führende und somit rechtserhebliche Sachverhalt ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">wirklicht hat </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">(vgl. BGE 127 V 466 E. 1, 126 V 134 E. 4b, je mit Hinweisen). Dem</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">entsprechend sehen die Übergangsbestimmungen zur Änderung vom 25. Septem</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ber</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> 2015 des UVG vor, dass Versicherungsleistungen für Unfälle, die sich vor dem 1. Januar 2017 ereignet haben, und für Berufskrankheiten, die vor diesem Zeitpunkt ausgebrochen sind, nach bisherigem Recht gewährt werden (Absatz 1 der genannten Übergangsbestimmungen).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Das</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> hier zu be</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">urteilende Ereignis datiert vom 1. Oktober 2014</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">, weshalb die bis </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">31. Dezember 2016 gültig gewesenen Normen auf den vorliegenden Fall Anwen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">dung finden und in dieser Fassung zitiert werden.</span><span> </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Ein Unfall ist gemäss Art. 4 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG) die plötzliche, nicht beabsichtigte schädigen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">de Einwirkung eines ungewöhnlichen äusseren Faktors auf den menschlichen Körper, die eine Beeinträchtigung der körperlichen oder geistigen Gesundheit oder den Tod zur Folge hat.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die Leistungspflicht eines Unfallversicherers gemäss UVG setzt voraus, dass zwischen dem Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden (Krankheit, Inva</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">lidität, Tod) ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht. Ursachen im Sinne des natürlichen Kausalzusammenhangs sind alle Umstände, ohne deren Vorhan</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">densein der eingetretene Erfolg nicht als eingetreten oder nicht als in der gleichen Weise beziehungsweise nicht zur gleichen Zeit eingetreten gedacht </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">werden kann. Entsprechend dieser Umschreibung ist für die Bejahung des natür</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">lichen Kausalzusammenhangs nicht erforderlich, dass ein Unfall die alleinige oder unmittelbare Ursache gesundheitlicher Störungen ist; es genügt, dass das schädigende Ereignis zusammen mit anderen Bedingungen die körperliche oder geistige Integrität der versicherten Person beeinträchtigt hat, der Unfall mit andern Worten nicht weggedacht werden kann, ohne dass auch die eingetretene gesundheitliche Störung entfiele (BGE 129 V 177 E. 3.1, 402 E. 4.3.1, 119 V 335 E. 1, 118 V 286 E. 1b, je mit Hinweisen).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">Ob zwischen einem schädigenden Ereignis und einer gesundheitlichen Störung ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht, ist eine Tatfrage, worüber die Verwaltung beziehungsweise im Beschwerdefall das Gericht im Rahmen der ihm obliegenden Beweiswürdigung nach dem im Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu befinden hat. Die blosse Möglichkeit eines Zusammenhangs genügt für die Begründung eines Leistungs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">anspruches nicht (BGE 129 V 177 E. 3.1, 119 V 335 E. 1, 118 V 286 E. 1b, je mit Hinweisen).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.4</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Nach der Rechtsprechung erfüllt der Zeckenbiss sämtliche Merkmale des Unfall</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">begriffs gemäss Art. 4 ATSG, wobei m</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">assgebend ist, ob aufgrund der fach</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ärztlichen Stellungnahmen darauf geschlossen werden kann, dass im Zeitpunkt der vorhandenen Versicherungsdeckung überwiegend wahrscheinlich von einem Zeckenstich auszugehen ist, der die Gesundheitsschädigung bewirkt hat</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Der erfolgte Kontakt mit dem Borreliose-Erreger kann mit serologischen Unter</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">such</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ungen belegt werden; indessen genügen diese nicht für den Schluss auf eine daraus entstandene Lyme-Borreliose. Deren Diagnose - gleich welchen Stadiums - setzt ein entsprechendes klinisches Beschwerdebild </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">(Müdigkeit, Malaise, Kopf</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">schmerzen, Schlafstörungen, Fieber, Arthralgien, Myalgien, Heiserkeit, Nausea, Erbrechen, Konjunktivitis, Gewichtsverlust, Diarrhöe)</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">und den Ausschluss von Differentialdiagnosen voraus, wobei je nach Krankheitsstadium ein patholo</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">scher laborchemischer Test die Wahrscheinlichkeit der Diagnose erhöhen kann. Ebenso hilfreich können bei rückblickender Einschätzung der Verlauf und die Ergebnisse einer Therapie sein. Weitere Indizien sind denkbar (Urteil </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">des Bun</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">des</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gerichts 8C_831/2016 vom 7. März 2017 E. 2.2 mit Hinweisen). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">E</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ine Neuroborreliose </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gilt </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">als wahrscheinlich, wenn neben dem typischen klini</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">schen Bild Borrelien-spezifische IgG- und/oder IgM-Antikörper im Serum und </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ein positiver Liquorbefund mit lymphozytärer Pleozytose, Blut/Liquorschran</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ken</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">störung und/oder intrathekaler Immunglobulinsynthese vorhanden sind; zudem müssen andere Ursachen für die Symptomati</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">k ausgeschlossen werden können </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">(Urteil des Eidgenössischen Versicherungsgerichts U 77/05 vom 22. August 2005</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> E. 3.2 mit Verweis auf </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">die Leitlinien der Deutschen Gesellschaft für Neurologie zur Neuroborreliose der Wissenschaftlichen Me</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">dizinischen Fachgesellschaften AWMF).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.5</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Berichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorak</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuch</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tet und ob die Schlussfolgerungen in der Expertise begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.</span><span> </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Beschwerdegegnerin begründete im angefochtenen Einspracheentscheid (Urk. 2</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">) </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">die Verweigerung von Leistungen aus der obligatorischen Unfallver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">si</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">cherung damit, dass </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">die Unfallkausalität in Bezug auf die Diagnose einer Lyme- bzw. Neuroborreliose als wahrscheinlich zu sehen sei, wenn neben dem typi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">schen klinischen Bild borrelienspezifische IgG- und/oder IgM-Antikörper im Serum und ein positiver Liquorbefund mit lymphzytärer Pleozytose, Blut/ </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Liquorschrankenstörung und/oder intrathekaler Immunglobulinsynthese vor</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">handen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> seien. Zudem müssten andere Ursachen für die Symptomatik ausge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">schlossen werden können (S. 3). Vorliegend seien weder die Umstände noch der genaue Zeitpunkt des nachträglich geltend gemachten Zeckenbisses näher doku</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">mentiert, weshalb es sich dabei um eine blosse Vermutung handle. Da das Arztzeugnis vom 13. Oktober 2015 das einzige medizinische Dokument dar</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">stelle, worin ein Zeckenbiss erwähnt und eine Lyme-Borreliose diagnostiziert werde, sei davon auszugehen sei, dass sich der Beschwerdeführer neun Monate nach dem fraglichen Ereignis zum ersten Mal überhaupt in ärztliche Behand</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">lung begeben habe (S. 5). Die vom behandelnden Arzt erhobenen Befunde </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">„Schwächezustand und Schmerzustand“ seien unspezifische Beschwerden, welche</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> keine Lyme-Borreliose nachzuweisen vermöchten. Der natürliche Kausalzu</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sammen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">hang zwischen den gemeldeten Körperbeschwerden und dem zeitlich nicht genau bestimmbaren Ereignis sei mit überwiegender Wahrscheinlich nicht ausgewiesen, weshalb die Leistungspflicht zu verneinen sei (S. 6). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Dem hielt der Beschwerdeführer entgegen (Urk. 1), er betreibe in seiner Freizeit intensiv Langstreckenlauf mit Wettkämpfen (5-6 Trainings pro Woche und 1-2 Wettkämpfe pro Monat). Nach einem Training habe er eine Zecke in der Leis</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tengegend gefunden, die er entfernt habe. Im Frühjahr 2015 seien dann starke Grippesymptome mit Gelenksschmerzen in den Hüften und starker Kopf</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">schmerz</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">druck im Hinterkopf aufgetreten (S. 2). Er sei sehr geschwächt gewe</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sen und habe nur mit Mühe seiner Arbeitstätigkeit nachgehen können. Aus diesem Grund habe er seinen Sportarzt Dr. B.___ aufgesucht, der nach Unter</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">suchungen eine dreimonatige Schonung ohne Training empfohlen habe. Nach</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">dem die Beschwerden persistiert hätten, habe er Dr. Z.___ aufgesucht, welcher eine Lyme-Borreliose sowie ein postinfektiöses Burn-out diagnostiziert und ihn während mehreren Monaten behandelt habe. Unterdessen sei er beschwerdefrei (S. 3 f.). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Abklärungspflicht sei durch die Beschwerdegegnerin verletzt worden, da sie sich einzig auf die Einholung eines handschriftlich ausgefüllten Formularzeug</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nisses von Dr. Z.___ beschränkt habe. Zumindest hätte sie ausführliche Berichte von Dr. B.___ und Dr. Z.___ mit Angaben zu den Befunden, einen aus</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">führ</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">li</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">chen Beschwerdebeschrieb und auch die Laborergebnisse der von beiden </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Ärzten getätigten Untersuchungen beiziehen müssen. Die Akteneinschätzung de</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">s Suva-Arztes Dr. A.___ sei damit gestützt auf einen ungenügend erhobe</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nen Sach</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">verhalt erfolgt, und damit nicht verwertbar (S. 4; vgl. auch Urk. 10). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Streitig und zu prüfen ist, ob </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">der Beschwerdeführer am 1. Oktober 2014</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> einen Zeckenstich erlitten hat, auf den </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">seine</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> gesundheitlichen Beschwerden natürlich und </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">bejahendenfalls </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">adäquat kausal zurückzuführen sind</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Dem Arztzeugnis UVG des erstbehandelnden Dr. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Z.___</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> (vgl. Schadenmeldung Urk. 8/1</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Ziff. 11) vom 13. Oktober 2015 kann entnommen werden, dass die Erstbehandlung am 21. Juli 2015 stattgefunden hat. Als Erstbefund führte er einen Schwächezustand und einen Schmerzustand auf. Unter Angaben des Patienten zu Unfallhergang und Beschwerden wies der Arzt auf Schmerzen, Leistungsverlust und neurologische Störungen hin und hielt fest, es bestünden keine Informationen über den genauen (Unfall-) Zeitpunkt. Als objektiver Befund nach erfolgter Laboruntersuchung bestehe der Verdacht auf eine neu</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rologische Störung durch eine Borrelien-Infektion bei positivem IgM und IgG (Immunglobulin). Als Diagnose nannte er eine Lyme-Borreliose und ein postin</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">fektiöses Burnout und erwähnte eine komplementärmedizinische Behandlung mittels Hormontherapie, initial eine antibiotische Behandlung. Es wurde ange</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">geben, ein Behandlungsabschluss sei nicht absehbar und eine Arbeitsun</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">fähig</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">keit bestehe nicht (Urk. 8/7). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Der Arbeitsmediziner der Beschwerdegegnerin, Dr. A.___, befand im Bericht vom 31. März 2015 gemäss Arztzeugnis UVG seien Beschwerden vorliegend, bei denen eine Borreliose als Ursache auch bei einer positiven Serologie (gemäss Arztzeugnis positives Resultat für IgG und IgM) nicht wahrscheinlich sei. Positive Laborresultate seien in der Allgemeinbevölkerung relativ häufig zu finden und reichten nicht aus, um eine Borreliose als Ursache der hier aufge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">führten, unspezifischen Beschwerden wahrscheinlich zu machen (Urk. 8/9).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Dr. Z.___ berichtete am 2. November 2016 zu Händen der Rechtsvertreterin, der Beschwerdeführer habe ihn erstmals am 21. Juli 2015 in seiner Praxis aufge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sucht. Damals habe er folgende Vorgeschichte angegeben: Er habe immer viel Sport betrieben, auch Fitnesstraining zum Muskelaufbau. Seit dem Jahr 2008 bestehe ein deutlicher Leistungseinbruch mit vorzeitiger körperlicher und geisti</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ger Erschöpfung. Es bestünden muskuläre Schmerzen und eine Einschränkung der mentalen Leistungsfähigkeit.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Es seien ihm (Dr. Z.___) Vorbefunde des Kollegen Dr. B.___ aus den Jahren 2011 bis 2015 vorgelegt worden. Auffälliger Befund hierin sei die Dokumen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ta</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tion eines körperlichen Belastungstests mit Abbruch wegen vorzeitiger körper</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">licher Erschöpfung vom 23. September 2011. Die — aktuelle —Konsultation sei mit der Fragestellung einer weiteren ganzheitlichen allgemeinmedizinischen Abklärung erfolgt, nachdem die diagnostischen und therapeutischen Mass</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nah</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">men nicht zu einer nennenswerten Verbesserung der Krankheitserscheinungen geführt hätten. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Dr. Z.___ hielt fest, dass Erkrankungen mit chronifiziertem Verlauf in aller Regel multikausal verursacht seien. Es habe eine Beurteilung unter der Summation der Wechselwirkungen einzelner Ursachen zum momentanen Gesamtzustand des Patienten zu erfolgen.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Anhand der vorliegenden Befunde könnten folgende Fakten als mitursächlich für das zum damaligen Zeitpunkt bestehende Krankheitsbild angesehen werden:</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung">Hormonelle Dysfunktion mit starkem Testosteron-Mangel</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung">Chronische bakterielle Kieferostitis bei sanierungsbedürftiger Zahnsituation</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung">Zustand nach Borrelia-burgdorferi-lnfektion nach Zeckenbiss im Oktober 2014.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung">Eine Borrelien-Infektion durch Zeckenbiss im </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung">Oktober 2014 könne als gesichert </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung">gelten</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung"> und die Behandlungs- und Folgekosten seien durch die Suva versichert (Urk. 11).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">4.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">4.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Nach Lage der Akten leidet der Beschwerdeführer bereits seit dem Jahr 2008 unter einer deutlichen Leistungseinbusse mit vorzeitiger körperlicher und geistiger Erschöpfung, muskulären Schmerzen und Einschränkungen der men</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">talen Leistungsfähigkeit, wobei in diesem Zusammenhang auch auf einen körper</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">lichen Belastungstest vom 23. September 2011 mit Abbruch wegen vor</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">zei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tiger körperlicher Erschöpfung hingewiesen wurde (E. 3.3 hiervor). Den An</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ga</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ben des Beschwerdeführers zufolge bemerkte er den Zeckenstich am 1. Okto</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ber</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> 2014, als er nach einem Training eine </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Zecke in der Leistengegend </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">entfernte. Im </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Frühjahr 2015 habe er dann starke Grippesymptome mit Gelenksschmerzen in de</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">n Hüften und </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">einen starken</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Kopfschmerzdruck im Hinterkopf </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">verspürt (E. 2.2). Als erstbehandelnder Arzt wurde Dr. Z.___ angegeben (Urk. 8/1 Ziff. 4 und Ziff. 11), welcher den Beschwerdeführer erstmals am 7. Juli 2015, mithin mehr als neun Monate nach dem fraglichen Ereignis behandelte (E. 3.3). Weitere Angaben zum Vorfall sind nicht aktenkundig und es liegen insbesondere auch keine echtzeitlichen Arztberichte oder anderweitige Unterlagen vor, die den Ereignishergang bestätigen könnten. Die im Bericht von Dr. Z.___ vom </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2. November 2016 erwähnten und in Kopie beigefügten „aussagekräftigen med</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">i</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">zinischen Befunde“ sowie die zugestellten Vorbefunde von Dr. B.___ reichte der anwaltlich vertretene Beschwerdeführer nicht ein. Dies schadet jedoch nicht, wie sich im Folgenden zeigt. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Auch wenn die von Dr. Z.___ erwähnten „aussagekräftigen medizinischen Be</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">funde“ (vgl. Urk. 11 S. 2) nicht aktenkundig sind, darf aufgrund der von ihm </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">geschilderten serologischen Erhebungen angenommen werden, dass der Beschwer</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">deführer in Kontakt kam mit Borreliose-Erregern. Dies allein genügt rechtsprechungsgemäss jedoch nicht, um auf eine daraus entstandene Lyme-Borreliose zu schliessen (E. 1.4 hievor).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Der behandelnde Dr. Z.___ äusserte zunächst lediglich einen Verdacht auf eine Störung durch Borreliose-Infektion und erwähnte daneben ein postinfektiöses Burn-Out (E. 3.1). Im Bericht vom 2. November 2016 nannte er einen Zustand </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">nach Borrelia-burgdorferi-Infektionen nach Zeckenbiss im Oktober 2014, welche</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> Formulierung für sich allein </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">keine hinreichende </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Aussage zur Frage der Kau</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sa</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">lität, sondern </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">nur eine anamnestische Feststellung liefer</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">t (Urteil des Bundes</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">richts </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">U 263/06 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">vom </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">23. Juli 2007</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">E. 4.2</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">). Dr. Z.___ legte nicht nachvollziehbar dar, welche Erkenntnisse seine anfängliche Verdachtsdiagnose ausräumten und weshalb er später die Borrelien-Infektion als gesichert erachtete. Im Weiteren ging er selbst davon aus, dass Erkrankungen mit chronifiziertem Verlauf, worun</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ter er offenbar die vom Beschwerdeführer geklagten fasste, in der Regel multi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">kausal verursacht seien. Dementsprechend führte er neben der Borreliose-Infektion auch eine hormonelle Dysfunktion mit starkem Testosteron-Mangel und eine chronische bakterielle Kieferostitis bei sanierungsbedürftiger Zahnsi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tua</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tion als Fakt für das bestehende Krankheitsbild an. Mithin schliesst er eine mögliche Differenzialdiagnose ausdrücklich nicht aus, was rechtsprechungs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">mäss Voraussetzung zur Bejahung der Kausalität wäre (E. 1.4 hievor).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Im Weiteren fällt ins Gewicht, dass sich Dr. Z.___ auf eine anfängliche Behand</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">lung mit Antibiotika, wie sie für die Borreliose üblich ist, beschränkte. Hernach therapierte er den Beschwerdeführer - erfolgreich, wie dieser darlegte, so dass er die fast täglichen Trainings für Langstreckenlauf und entsprechende Wettkämp</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">fen wieder aufnehmen konnte (Urk. 1 S. 2 unten und S. 3 oben) - mit Hor</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">mo</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">nen und einer komplementär-medizinischen Behandlung weiter (E. 3.1). Dies </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">lässt unwahrscheinlich erscheinen, dass die beklagten Beschwerden auf die Lyme-</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Borreliose zurückzuführen sind. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">4.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Bei gegebener Aktenlage ist damit zu schliessen, dass der Beschwerdeführer bei positiver serologischem Befund zwar zu irgend einem Zeitpunkt </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">eine B</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">orrelien-Infektion erworben hat, sich aber der Zeitpunkt mangels echtzeitlicher klini</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">scher Befunderhebungen nicht mehr bestimmen lässt. Sodann beklagte er sich bereits im Jahr 2008 — mithin Jahre vor der Aufnahme der Tätigkeit als Haus</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">wart bei der Y.___ am 1. Mai 2013 und vor dem fraglichen Ereignis vom 1. Oktober 2014 — über körperliche und geistige</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Erschöpfung</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">szustände</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">, </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sowie muskuläre</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Schmerzen und Einschränkungen der mentalen Leistungsfähigkeit</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">, wie sie auch gegenüber Dr. Z.___ anlässlich seiner Erstbehandlung geschildert wurden. Im Weiteren vermögen solche</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> unspezifische</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">n</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Beschwerden, </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">die</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> nach einer Lyme-Borreliose nicht häufiger auftreten als bei </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">anderen Personen, keinen Kausalitätsnachweis zwischen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">festgestellten </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Borrelien-spezifische</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">n</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Antikörper</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">n und den Beschwerden zu erbringen, worauf Dr. A.___ nachvollziehbar hinge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">wiesen hat (E. 3.2, vgl. auch E. 4.2 hiervor). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Insgesamt besteht daher kein stichhaltiger Grund, von der Schlussfolgerung </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">von Dr. A.___</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> abzugehen, wonach ein Kausalzusammenhang zwischen den be</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">steh</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">enden Beschwerden und einer Borreliose zwar möglich, nicht aber überwie</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gend wahrscheinlich ist. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">In Anbetracht der vom Beschwerdeführer geschilderten unspezifischen Symptomatik, die nur am Rande dem vom Bundesgericht be</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">schriebenen Beschwerdebild (E. 1.4 hievor) entspricht, </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">besteht auch kein Anlass zur An</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ordnung ergänzender Abklärungen, da davon keine anderen Erkennt</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nisse zu erwarten sind </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">(antizipierte Beweiswürdigung (BGE 124 V 90 E. 4b)</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">. Demzufolge erweist sich der angefochtene Einspracheentscheid vom 5. April 2016 als rechtens, was zur Abweisung der Beschwerde führt.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p></p><p class="Normal Heading3"><span class="Normal Heading3">Das Gericht erkennt:</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span class="Normal Dispotext DispoHngend">1.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Die </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Beschwerde</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend"> wird abgewiesen.</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span class="Normal Dispotext DispoHngend">2.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Das Verfahren ist kostenlos.</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span class="Normal Dispotext DispoHngend">3.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Zustellung gegen Empfangsschein an:</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Rechtsanwältin Stephanie Schwarz</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Suva unter Beilage des Doppels von Urk. 10 und einer Kopie von Urk. 11</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Bundesamt für Gesundheit</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">4.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Gegen diesen Entscheid kann innert </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">30 Tagen</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"> seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundes</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">gesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 15. Juli bis und mit 15. August sowie vom 18. Dezember bis und mit dem 2. Januar (Art. 46 BGG).</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzustellen.</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweis</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">mittel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthal</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">ten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat (Art. 42 BGG).</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><br/></p><p class="Normal Heading3"><br/></p><p class="Normal Heading3"><br/></p><p class="Normal Heading3"><span class="Normal Heading3">Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich</span></p><p><br/></p><p>Der VorsitzendeDer Gerichtsschreiber</p><p><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p>GräubNef</p><p></p></div> </div></body></html>