A bteilung III C -825/2006 {T 0/2} U rteil vom 20. A pril 2007 M itw irkung: R ichterin Beutler; R ichter Trom m er; R ichter Vuille; G erichtsschreiberin Kradolfer. X._______ Beschw erdeführerin, gegen B undesam t für M igration (B FM ), Q uellenw eg 6, 3003 Bern, Vorinstanz betreffend Verw eigerung der Einreisebew illigung in B ezug auf Y._______. B u n d e s v e rw a ltu n g s g e ric h t T rib u n a l a d m in is tra tif fé d é ra l T rib u n a le a m m in is tra tiv o fe d e ra le T rib u n a l a d m in is tra tiv fe d e ra l2 Sachverhalt: A. D er kubanische Staatsangehörige Y._______ (nachfolgend G esuchsteller) beantragte am 3. Juli 2006 bei der schw eizerischen Botschaft in H avanna ein Visum für einen dreim onatigen Besuchsaufenthalt bei X._______ in A._______ (SG ). D ie Auslandvertretung überw ies das G esuch dem Bundesam t für M igration zum Entscheid. B. N achdem das Ausländeram t des Kantons St. G allen bei der G astgeberin ergänzende Auskünfte eingeholt hatte, lehnte das Bundesam t für M igration (nachfolgend Vorinstanz) das Einreisegesuch m it Verfügung vom 11. Au- gust 2006 ab. D ie Vorinstanz begründete ihre Verfügung im W esentlichen dam it, dass die fristgerechte W iederausreise des G esuchstellers aufgrund der politischen und sozioökonom ischen Verhältnisse in seinem H erkunfts- land sow ie aufgrund fehlender zw ingender fam iliärer, beruflicher oder ge- sellschaftlicher Verpflichtungen nicht gew ährleistet sei. C . M it Beschw erde vom 29. August 2006 beantragt X._______ (nachfolgend Beschw erdeführerin) beim dam als zuständigen Eidgenössischen Justiz- und Polizeidepartem ent (EJPD ) die Aufhebung der Verfügung vom 11. August 2006 sow ie die Erteilung der Einreisebew illigung an den G e- suchsteller. Als Begründung w ird im W esentlichen vorgebracht, dass die Vorinstanz w esentliche U m stände zu w enig oder gar nicht berücksichtigt habe. D er G esuchsteller habe einen unehelichen, siebenjährigen Sohn, den er zusam m en m it dessen M utter betreue. Beruflich sei er M usiker. Für die Zeit des Aufenthaltes in der Schw eiz w erde er von seinem O nkel ver- treten. Auf D auer sei er jedoch für die Band nicht entbehrlich. D ie Be- schw erdeführerin habe m ehrm als Besuch von einem früheren kubanischen Freund gehabt, der jew eils fristgerecht w ieder ausgereist sei. Sie enga- giere sich in Vereinigungen, die sich für die Beziehung zw ischen Kuba und der Schw eiz einsetzten. Sie könne m it ihrer inneren Einstellung nicht ver- einbaren, einen Kubaner einzuladen, bei dem der Verdacht bestehe, dass er nicht w ieder ausreisen w erde. D . D ie Vorinstanz beantragt m it ihrer Vernehm lassung vom 19. O ktober 2006 die Abw eisung der Beschw erde. Sie ergänzt die Begründung der ange- fochtenen Verfügung m it dem H inw eis auf die restriktiven R ückkehrrege- lungen des kubanischen Staates sow ie dam it, dass der von der Beschw er- deführerin erw ähnte frühere G ast m ittlerw eile m it einer Aufenthaltsbew illi- gung dauerhaft in der Schw eiz lebe. E. In ihrer R eplik vom 6. N ovem ber 2006 hält die Beschw erdeführerin sinnge- m äss an ihren Anträgen fest. Sie äussert Verständnis für die restriktive Vi- sum spolitik gegenüber Kubanern. W enn restriktiv jedoch heisse, dass ge- nerell keine Besuchervisa ausgestellt w ürden, so sollte dies klar kom m uni- ziert w erden. Es gehe nicht nur um die R echte ihres Freundes, sondern auch um ihre als Schw eizerin, der verw ehrt w erde, ihrem Freund ihr Land zu zeigen. Zum Schluss m acht sie geltend, dass ihr früherer G ast nicht im Zusam m enhang m it einem Besuch bei ihr in der Schw eiz geblieben sei, sondern inzw ischen eine Schw eizerin geheiratet habe.3 D as B undesverw altungsgericht zieht in Erw ägung: 1. 1.1 G em äss Art. 31 des Verw altungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (VG G , SR 173.32) beurteilt das Bundesverw altungsgericht unter Vorbehalt der in Art. 32 VG G genannten Ausnahm en Beschw erden gegen Verfü- gungen nach Art. 5 des Bundesgesetzes vom 20. D ezem ber 1968 über das Verw altungsverfahren (Vw VG , SR 172.021), w elche von einer in Art. 33 VG G aufgeführten Behörde erlassen w urden, sow ie gegen Be- schlüsse gem äss Art. 34 VG G . D arunter fallen die Verfügungen des Bundesam tes für M igration betreffend Bew illigung der Einreise (Art. 20 Abs. 1 des Bundesgesetzes über Aufent- halt und N iederlassung der Ausländer vom 26. M ärz 1931 [AN AG , SR 142.20]) und Art. 18 Abs. 1 der Verordnung über die Einreise und An- m eldung von Ausländerinnen und Ausländern vom 14. Januar 1998 (VEA, SR 142.211). D as Bundesverw altungsgericht entscheidet endgültig (Art. 83 Bst. c Ziff. 1 des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BG G , SR 173.110]). 1.2 D as Bundesverw altungsgericht übernim m t, sofern es zuständig ist, die Be- urteilung der am 1. Januar 2007 bei den Eidgenössischen R ekurs- oder Schiedskom m issionen oder bei den Beschw erdediensten der D eparte- m ente hängigen R echtsm ittel. D as neue Verfahrensrecht ist anw endbar (Art. 53 Abs. 2 VG G ). G em äss Art. 37 VG G richtet sich das Verfahren vor dem Bundesverw altungsgericht nach dem Vw VG , sow eit das G esetz nichts anderes bestim m t. 1.3 D ie Beschw erdeführerin ist als G astgeberin aufgrund von Art. 48 Abs. 1 Vw VG in Verbindung m it Art. 20 Abs. 2 AN AG zur Beschw erde legitim iert. Auf die frist- und form gerecht eingereichte Beschw erde ist som it einzutre- ten (Art. 49 ff. Vw VG ). 2. Ausländer und Ausländerinnen sind zur Anw esenheit in der Schw eiz be- rechtigt, w enn sie eine Aufenthalts- oder N iederlassungsbew illigung haben oder keiner solchen bedürfen (Art. 1a AN AG ). G ew isse G ruppen von Aus- länderinnen und Ausländern benötigen für die Einreise in die Schw eiz ein Visum (vgl. Art. 3 ff. VEA). D as Bundesam t für M igration entscheidet im R ahm en der gesetzlichen Vorschriften und der Verträge m it dem Ausland nach freiem Erm essen über die Bew illigung von Aufenthalt und N iederlassung (Art. 4 und Art. 16 Abs. 1 AN AG , Art. 9 VEA). D ies bedeutet, dass die schw eizerische R echtsordnung w eder ein allgem eines R echt auf Einreise kennt, noch ei- nen besonderen Anspruch auf Erteilung eines Visum s gew ährt (vgl. PETER U EBE R SAX, Einreise und Anw esenheit, in: Peter U ebersax/Peter M ünch/Tho- m as G eiser/M artin Arnold [H rsg.], Ausländerrecht, H andbücher für die An- w altspraxis Bd. VIII, Basel 2002, R z. 5.28). Ein Einreisevisum w ird verw eigert, w enn die in Art. 1 VEA aufgeführten 4 Voraussetzungen nicht erfüllt sind (vgl. Art. 14 Abs. 1 VEA). Insbesondere m üssen G esuchstellerinnen und G esuchsteller, die in die Schw eiz reisen m öchten, G ew ähr bieten, dass sie fristgerecht w ieder ausreisen w erden (Art. 1 Abs. 2 Bst. c VEA). 3. D er G esuchsteller benötigt aufgrund seiner N ationalität zur Einreise in die Schw eiz neben dem Pass ein Visum . D ie Vorinstanz verw eigerte die Ertei- lung eines solchen Visum s m it der Begründung, die fristgerechte W ieder- ausreise erscheine nicht als hinreichend gesichert. 4. W enn es zu beurteilen gilt, ob das Kriterium der gesicherten W iederausrei- se erfüllt ist, m uss ein zukünftiges Verhalten beurteilt w erden. D azu lassen sich in der R egel keine Feststellungen, sondern lediglich Prognosen m a- chen. D abei rechtfertigt es sich durchaus, Einreisegesuchen von Bürge- rinnen und Bürgern aus Staaten beziehungsw eise R egionen m it politisch oder w irtschaftlich vergleichsw eise ungünstigen Verhältnissen von vornhe- rein m it Zurückhaltung zu begegnen, da die persönliche Interessenlage in solchen Fällen häufig nicht m it dem Ziel und Zw eck einer zeitlich befri- steten Einreisebew illigung in Einklang steht. 4.1 D ie aktuelle Lage in Kuba ist – neben den noch im m er bestehenden Ein- schränkungen politischer Freiheitsrechte durch das kom m unistische R e- gim e – insbesondere durch eine seit dem Ende des kalten Krieges anhal- tende schw ierige w irtschaftliche Situation gekennzeichnet. Jährlich versu- chen Tausende von kubanischen Staatsangehörigen das Land zu verlas- sen (vgl. etw a N eue Zürcher Zeitung vom 18. Januar 2006: "Im m er m ehr Kubaner suchen die Freiheit"). Aus diesen G ründen ist Kuba nach w ie vor zu denjenigen Staaten zu zählen, deren Staatsangehörige erfahrungsge- m äss nach einer Einreise versucht sein können, ausländerrechtliche Be- stim m ungen zu um gehen. Im Falle von Kuba bestehen zudem – w ie die Vorinstanz in ihrer Vernehm lassung vom 19. O ktober 2006 bereits erw ähnt hat – besondere Schw ierigkeiten bei der R ückreise ins H eim atland (vgl. M ichael Kirschner, Kuba: Legale und illegale Aus- und Einreise, Schw eize- rische Flüchtlingshilfe, Bern 2006). Solche U m stände sind beim Visum s- entscheid zu berücksichtigen. D ies um so m ehr, als es um die Beurteilung eines zukünftigen Verhaltens geht, bezüglich dessen in der R egel keine gesicherten Erkenntnisse vorliegen. 4.2 In Anbetracht der schw ierigen Situation im H erkunftsland ist daher nicht zu beanstanden, dass die Vorinstanz das R isiko einer nicht fristgerechten W iederausreise allgem ein als hoch einschätzte. Bei der R isikoanalyse sind allerdings nicht nur solch allgem eine U m stände und Erfahrungen, sondern auch säm tliche G esichtspunkte des konkreten Einzelfalles zu berücksichti- gen. O bliegt dem G esuchsteller oder der G esuchstellerin beispielsw eise eine besondere berufliche, gesellschaftliche oder fam iliäre Verantw ortung, so kann dieser U m stand durchaus die Prognose für eine anstandslose W iederausreise begünstigen. U m gekehrt m uss bei G esuchstellern und G e- suchstellerinnen, die in ihrer H eim at keine besonderen Verpflichtungen ha- ben, das R isiko, dass sie sich nach einer bew illigten Einreise nicht gem äss den frem denpolizeilichen R egeln verhalten, als hoch eingeschätzt w erden.5 4.3 Beim G esuchsteller handelt es sich um einen 31-jährigen, ledigen M ann. D er Beschw erdeschrift ist zu entnehm en, dass er einen siebenjährigen Sohn hat, um den er sich zusam m en m it dessen M utter küm m ert. D er G e- suchsteller ist M usiker und leitet eine Salsa-G ruppe. Für den geplanten Aufenthalt in der Schw eiz w ürde ihn ein O nkel vertreten; auf D auer sei er jedoch für die G ruppe unabköm m lich. 4.4 G em äss den Ausführungen oben können besondere fam iliäre, berufliche oder gesellschaftliche Verpflichtungen die Prognose bezüglich der fristge- rechten und anstandslosen W iederausreise positiv beeinflussen. In ihrer Vernehm lassung vom 19. O ktober 2006 hält die Vorinstanz diesbezüglich fest, dass im vorliegenden Fall durchaus gew isse fam iliäre und berufliche Verbindlichkeiten geltend gem acht w ürden. D ie Erfahrung zeige jedoch, dass selbst solche Verpflichtungen oft nicht ausreichten, Personen m it M i- grationsabsichten zurückzuhalten. 4.4.1 D ie angesprochene fam iliäre Verpflichtung besteht aus einer Vater-Sohn- Beziehung. G em äss Angaben der Beschw erdeführerin handelt es sich um eine gelebte Beziehung. So küm m ere sich der G esuchsteller tagsüber um seinen Sohn, w enn dessen M utter bei der Arbeit sei. Aus diesen Angaben ergibt sich eine gew isse Bindung ans H eim atland. Allerdings kann daraus nicht m it hinreichender Sicherheit geschlossen w erden, dass diese Bezie- hung den G esuchsteller von einer Em igration abzuhalten verm ag. D ies liegt einerseits an der allgem einen Erfahrung, dass ein Elternteil eines m inderjährigen Kindes sich oftm als durch diese Beziehung nicht von der Em igration abhalten lässt. Andererseits ist nicht ersichtlich, dass das Kind in aussergew öhnlich hohem M asse von der Betreuung des G esuchstellers abhängig w äre. Vielm ehr könnte die Betreuung w ährend der Arbeitszeit der M utter durchaus von einer anderen Person w ahrgenom m en w erden. D er Verpflichtung gegenüber dem Sohn kann daher objektiv gesehen nicht ein so grosses G ew icht zukom m en, dass dadurch die aufgrund der allge- m einen Lage im H erkunftsland für den G esuchsteller nachteilige Prognose günstig beeinflusst w ürde. 4.4.2 W as die beruflichen Verpflichtungen anbelangt, ist es nachvollziehbar, dass der G esuchsteller als Leiter der G ruppe nicht so leicht zu ersetzen ist. Andererseits ist jedoch kein M usiker unersetzbar. D ies zeigt auch die Tatsache, dass für die geplante Abw esenheit offenbar problem los ein Er- satz gefunden w erden konnte. Auch aus der beruflichen Tätigkeit kann dem zufolge nichts zugunsten einer starken Verpflichtung zur R ückkehr ins H eim atland abgeleitet w erden, w as die Prognose bezüglich der fristge- rechten W iederausreise des G esuchstellers begünstigen könnte. 4.4.3 Aus der persönlichen Situation des G esuchstellers, w ie sie sich aus den Akten ergibt, können som it keine Schlussfolgerungen gezogen w erden, die die Prognose betreffend der fristgerechten W iederausreise des G esuch- stellers aus der Schw eiz gegenüber der allgem eine Einschätzung der Situ- ation im H erkunftsland zu seinen G unsten entscheidend beeinflussen könnte. Auch in Bezug auf die persönliche Situation des G esuchstellers er-6 w eist sich die Einschätzung der Vorinstanz som it als haltbar. 4.5 Aus den Akten geht im W eiteren hervor, dass die Beschw erdeführerin und der G esuchsteller ein Paar sind. So bezeichnet der G esuchsteller die Be- schw erdeführerin in seinem Einreiseantrag als Verlobte (novia). D ie Be- schw erdeführerin schreibt, der G esuchsteller sei ihr Freund, m it dem sie seit M ärz 2005 zusam m en sei. Es handelt sich offenbar um eine ernsthafte Beziehung, obw ohl nicht klar aus den Akten hervorgeht, ob beide Partner der Beziehung das gleiche G ew icht geben (Verlobung). Beide Partner m öchten jedenfalls ihre Beziehung vertiefen. D ie Beschw erdeführerin kennt die Fam ilie und das Land des G esuchstellers aufgrund m ehrerer Be- suche und aufgrund ihres Engagem ents zugunsten Kubas offenbar bereits recht gut; der G esuchsteller hingegen kennt die Lebensum stände der Be- schw erdeführerin in der Schw eiz noch gar nicht aus eigener Erfahrung. D er W unsch der Beschw erdeführerin, dem G esuchsteller zu erm öglichen, die hiesigen Verhältnisse im R ahm en eines Besuchsaufenthaltes kennen zu lernen und auf diese W eise die gem einsam e Beziehung zu vertiefen, ist nachvollziehbar. Allerdings ist dieser W unsch, so verständlich er ist, ob- jektiv nicht gew ichtig genug, um von den in den Erw ägungen oben (Ziff. 4.1. bis 4.4.3) gezogenen Schlussfolgerungen abzuw eichen. D ies nicht zu- letzt aufgrund der Erfahrung, dass häufig ein Besuchsaufenthalt – allen- falls auch entgegen der ursprünglichen ernsthaften Absicht, zurückzukeh- ren – zur Em igration genutzt w ird oder als erster Schritt zu deren Vorberei- tung dient (vgl. auch unten Ziff. 4.6). 4.6 Im W eiteren bringt die Beschw erdeführerin vor, dass sie es sich aufgrund ihrer Tätigkeit für O rganisationen, die sich für die Beziehung zw ischen Kuba und der Schw eiz einsetzen sow ie w egen ihrer inneren Einstellung nicht leisten könnte, einen G ast einzuladen, bei dem der geringste Ver- dacht bestehe, dass er nicht m ehr ausreisen w erde. Zudem verw eist sie darauf, dass sie bereits m ehrm als einen früheren Freund aus Kuba zu Be- such gehabt habe, der jedes M al fristgerecht w ieder ausgereist sei. D ie Vorinstanz bringt zu diesem Punkt in ihrer Vernehm lassung vor, dass der erw ähnte frühere Freund m ittlerw eile dauerhaft m it einer Aufenthaltsbew il- ligung in der Schw eiz lebe. D azu ist zunächst festzuhalten, dass frühere Besuche einer anderen Per- son bei der Beurteilung grundsätzlich nicht zu berücksichtigen sind, da je- der Fall einzeln aufgrund der allgem einen Lage im H erkunftsland und der individuellen Situation der gesuchstellenden Person beurteilt w erden m uss. Im vorliegenden Fall geht die Vorinstanz jedoch in ihrer Vernehm - lassung auf den Einw and in der Beschw erde ein, w onach ein früherer G ast jew eils anstandslos w ieder ausgereist sei. Sie w eist nach, dass dieser frü- here G ast der Beschw erdeführerin sich m ittlerw eile m it einer Schw eizerin verheiratet hat und deshalb eine Aufenthaltsbew illigung besitzt. D ie Vorin- stanz m acht jedoch zu R echt nicht geltend, dass diese Aufenthaltsbew illi- gung auf eine nicht fristgerechten W iederausreise nach einem Besuch bei der Beschw erdeführerin zurückzuführen w äre. Im m erhin dient dieses Bei- spiel aber zur Illustration der oben erw ähnten Erfahrung, dass ein Be- suchsaufenthalt häufig der erste Schritt zur Em igration ist (Ziff. 4.5 a.E.).7 W as die Ausführungen der Beschw erdeführerin zur Verantw ortung anbe- langt, die sie aufgrund ihrer Tätigkeit für O rganisationen hat, die sich für die Beziehung Schw eiz-Kuba einsetzen, so gibt es keinen G rund, an ihrem festen W illen und ihrer persönlichen Integrität zu zw eifeln. Allerdings kann ein G astgeber das Verhalten seines G astes naturgem äss nicht oder nur sehr beschränkt beeinflussen (vgl. dazu den Entscheid des Eidgenös- sischen Justiz- und Polizeidepartem entes [EJPD ] vom 27. Juli 1992 publi- ziert in Verw altungspraxis der Bundesbehörden [VPB] 57.24 am Ende). In- sofern können den Ausführungen der Beschw erdeführerin, so ernsthaft sie gem eint sind, w oran übrigens auch die Vorinstanz keine Zw eifel äussert, kein entscheidendes G ew icht beigem essen w erden. 5. Zusam m enfassend ergibt sich, dass die fristgerechte und anstandslose W iederausreise des G esuchstellers als nicht gesichert erscheint. D abei handelt es sich nicht um eine sichere Erkenntnis, sondern um eine Pro- gnose betreffend das zukünftige Verhalten des G esuchstellers im Falle seiner Einreise in die Schw eiz; doch reicht praxisgem äss eine negative Prognose aus, um den Antrag auf Erteilung einer Einreisebew illigung, w o- rauf, w ie erw ähnt, ohnehin kein R echtsanspruch besteht, abzulehnen. Aus diesen D arlegungen folgt, dass die angefochtene Verfügung im Ergebnis rechtm ässig ist (Art. 49 Vw VG ). D ie Beschw erde ist dem zufolge abzuw ei- sen. 6. Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind die Kosten der Beschw erdefüh- rerin aufzuerlegen (vgl. Art. 63 Abs. 1 Vw VG i.V.m . Art. 1 und Art. 3 des R eglem ents über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesver- w altungsgericht vom 11. D ezem ber 2006 [VG KE, SR 173.320.2). (D ispositiv S. 8)8 D em nach erkennt das B undesverw altungsgericht: 1. D ie Beschw erde w ird abgew iesen. 2. D ie Verfahrenskosten von Fr. 600.-- w erden der Beschw erdeführerin auferlegt. Sie w erden m it dem am 27. Septem ber 2006 in gleicher H öhe geleisteten Kostenvorschuss verrechnet. 3. D ieses U rteil w ird eröffnet: - der Beschw erdeführerin (eingeschrieben, Beilage: 4 Fotos) - der Vorinstanz (eingeschrieben), Akten R ef-N r. 2 239 410 Srr/H ak retour D ie vorsitzende R ichterin: D ie G erichtsschreiberin: R uth Beutler Barbara Kradolfer Versand am :