A bteilung III C -759/2007 {T 0/2} U rte il v o m 1 1 . S e p te m b e r 2 0 0 7 R ichter Andreas Trom m er (Vorsitz), R ichter Blaise Vuille, R ichterin Elena Avenati-C arpani, G erichtsschreiber Lars Birgelen. G ._______, Beschw erdeführerin, gegen B undesam t für M igration (B FM ), Q uellenw eg 6, 3003 Bern, Vorinstanz. Einreisebew illigung für M ._______. B u n d e s v e rw a ltu n g s g e ric h t T rib u n a l a d m in is tra tif fé d é ra l T rib u n a le a m m in is tra tiv o fe d e ra le T rib u n a l a d m in is tra tiv fe d e ra l B esetzung P arteien G egenstandC -759/2007 Sachverhalt: A . D er 1978 geborene kubanische Staatsangehörige M ._______ (nach- folgend: G esuchsteller) beantragte am 23. N ovem ber 2006 bei der Schw eizerischen Vertretung in H avanna ein Visum für einen dreim ona- tigen Besuchsaufenthalt bei G ._______ (nachfolgend: G astgeberin bzw . Beschw erdeführerin) in Bern, die er als Freundin bezeichnete. D ie Schw eizerische Vertretung verw eigerte eine E rteilung des Visum s in eigener Kom petenz form los und leitete das G esuch an das Bundes- am t für M igration (BFM ) zur Prüfung und zum form ellen Entscheid w ei- ter. B . N achdem die M igrationsbehörde der Stadt Bern bei der G astgeberin w eitere Abklärungen getroffen hatte, w ies die Vorinstanz das G esuch um Bew illigung der Einreise m it Verfügung vom 11. Januar 2007 ab. Zur Begründung führte sie aus, der G esuchsteller stam m e aus einer R egion, aus w elcher der Zuw anderungsdruck als Folge der dort herr- schenden w irtschaftlichen und soziokulturellen Verhältnisse bekannter- w eise nach w ie vor stark anhalte. Viele seiner Landsleute w ürden ver- suchen, ihren Aufenthalt in der Schw eiz durch Ausschöpfung säm tli- cher rechtlicher M ittel zu verlängern, um sich so in U m gehung der bundesrätlichen Begrenzungsm assnahm en eine verm eintlich bessere Zukunft aufzubauen. Persönlich w ürden dem G esuchsteller in seinem H erkunftsland keine zw ingenden beruflichen Verantw ortlichkeiten ob- liegen, w elche gegebenenfalls G ew ähr für eine fristgerechte R ückkehr bieten könnten. Schliesslich lägen auch keinerlei G ründe vor, w elche eine Einreise trotzdem zw ingend notw endig m achen w ürden. C . M it Beschw erde vom 29. Januar 2007 beantragte die G astgeberin beim Bundesverw altungsgericht die Aufhebung der vorinstanzlichen Verfügung und die E rteilung eines dreim onatigen Visum s. Zur Begrün- dung m acht sie sinngem äss geltend, die Vorinstanz gehe zu U nrecht davon aus, die fristgerechte und anstandslose W iederausreise nach einem Besuchsaufenthalt w äre nicht gew ährleistet. Sie und der G e- suchsteller w ürden sich seit drei Jahren kennen. Ihre Freundschaft sei seit ihrem letzten Besuch in Kuba w eiter gew achsen und sie m öchte ihn nun in der Schw eiz in ihrer gew ohnten U m gebung noch besser kennenlernen. D er G esuchsteller arbeite als Tänzer in einem Projekt S eite 2C -759/2007 m it der Bezeichnung "R ._______". D aneben sei er M itglied einer Tanz- gruppe nam ens „C ._______“. Letztere geniesse hohen politischen R ückhalt, trete an säm tlichen politischen und revolutionären Anlässen in Kuba auf und nehm e nur vertrauensw ürdige Personen auf. Vom da- m it erzielten Verdienst könne der G esuchsteller gut leben. Seine Ar- beitgeber w ürden ihn für drei M onate von der Arbeit dispensieren; keh- re er nicht rechtzeitig zurück, w ürde er ersetzt und som it entlassen. Zudem habe er auf Kuba seine gesam te Fam ilie und seine Freunde. Er sei ein vertrauensw ürdiger und nationalistischer Kubaner, der sich nicht m it dem kubanischen R egim e anlegen w olle. D as R isiko, dass in Kuba ein R ückreiseverbot ausgesprochen w erde, w eil er nicht recht- zeitig zurückkehre, w olle er nicht auf sich nehm en. W as sie selbst be- treffe, so stelle ihr der Arbeitgeber ein sehr gutes Zeugnis aus; zudem habe sie einen tadellosen Leum und. Sie habe bereits m it ihrer U nter- schrift für eine fristgerechte Ausreise garantiert und w erde auch für säm tliche m it dem Aufenthalt des G esuchstellers verbundenen Kosten aufkom m en. D er Beschw erdeschrift w urde ein Zw ischenarbeitszeugnis des Arbeit- gebers der Beschw erdeführerin vom 31. M ärz 2006 beigelegt. D . In ihrer Vernehm lassung vom 3. April 2007 spricht sich die Vorinstanz für eine Abw eisung der Beschw erde aus. D er G esuchsteller stam m e aus einer R egion m it starkem Zuw anderungsdruck. Zur E rteilung eines Visum s m üssten deshalb fam iliäre, berufliche oder gesellschaftliche Verpflichtungen im H eim atland von gew isser Intensität vorausgesetzt w erden. D er G esuchsteller sei ledig und auch bei seiner in der Be- schw erdeschrift erw ähnten Tätigkeit im R ahm en eines Projektes hand- le es sich nicht um eine zw ingende berufliche Verpflichtung. D ie Inte- grität der G astgeberin w erde in keiner W eise angezw eifelt. D ennoch könne sie für sich allein keine G ew ähr für eine fristgerechte W ieder- ausreise des G astes bieten. E. In einer R eplik vom 8. M ai 2007 hält die Beschw erdeführerin im plizit an ihrem R echtsbegehren und dessen Begründung fest. D er G esuch- steller arbeite als professioneller Tänzer in der in Kuba hoch angese- henen Institution "R ._______" und sei ein gefragter Künstler m it einem hervorragenden R uf. Bei dieser Tätigkeit handle es sich um eine zw in- gende Verpflichtung, w elcher er unter keinen U m ständen länger als S eite 3C -759/2007 drei M onate fernbleiben dürfe, da er ansonsten seine Anstellung und den dam it verbundenen hohen Lebensstandard aufs Spiel setzen w ür- de. Er lebe m it seiner alleinstehenden M utter sow ie m it der jüngeren Schw ester zusam m en und habe w eitestgehend die Ernährerrolle über- nom m en. W ürde er sein Visum überziehen, könnte er aufgrund des R ückreiseverbots nie m ehr in sein H eim atland zurückkehren und sich nicht m ehr um seine Fam ilie küm m ern. D er R eplik w urde ein D ispensationsschreiben des D irektors des Pro- jektes "R ._______" vom 30. April 2007 beigelegt. D as B undesverw altungsgericht zieht in Erw ägung: 1. 1.1 Verfügungen des Bundesam tes für M igration (BFM ) betreffend Verw eigerung der Einreisebew illigung unterliegen der Beschw erde an das Bundesverw altungsgericht (A rt. 20 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 26. M ärz 1931 über Aufenthalt und N iederlassung der Ausländer [AN AG , SR 142.20] i.V.m . A rt. 31, A rt. 32 sow ie A rt. 33 Bst. d des Ver- w altungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [VG G , SR 173.32]). 1.2 G em äss A rt. 37 VG G richtet sich das Verfahren vor dem Bundes- verw altungsgericht nach dem Bundesgesetz vom 20. D ezem ber 1968 über das Verw altungsverfahren (Vw VG , SR 172.021), sow eit das Ver- w altungsgerichtsgesetz nichts anderes bestim m t. D as U rteil des Bun- desverw altungsgerichts ist endgültig (A rt. 1 Abs. 2 VG G i.V.m . A rt. 83 Bst. c Ziff. 1 des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BG G , SR 173.110]). 1.3 D ie Beschw erdeführerin ist gem äss A rt. 48 Vw VG und A rt. 20 AN AG zur Beschw erde legitim iert; auf die frist- und form gerecht einge- reichte Beschw erde ist einzutreten (A rt. 49 ff. Vw VG ). 2. 2.1 D ie Schw eizerische R echtsordnung gew ährt grundsätzlich keinen Anspruch auf Bew illigung der Einreise. D er Entscheid darüber ist - vor- behältlich nachfolgend zu erörternder H inderungsgründe - von der Be- w illigungsbehörde in pflichtgem ässer Ausübung ihres E rm essens zu fällen (A rt. 4 und A rt. 16 Abs. 1 AN AG , A rt. 9 Abs. 1 der Verordnung S eite 4C -759/2007 vom 14. Januar 1998 über Einreise und Anm eldung von Ausländerin- nen und Ausländern [VEA, SR 142.211], PETER U EBE R SA X, Einreise und Anw esenheit, in: PETER U EBE R SA X / PETER M Ü N C H / TH O M AS G EISER / M AR TIN AR N O LD (H rsg.), Ausländerrecht, Ausländerinnen und Ausländer im öf- fentlichen R echt, Privatrecht, Steuerrecht und Sozialrecht der Schw eiz, Basel/G enf/M ünchen 2002, S. 143; U R S BO LZ, R echtsschutz im Ausländer- und Asylrecht, Basel und Frankfurt a.M . 1990, S. 29 m it w eiteren H inw eisen; PH ILIP G R AN T, La protection de la vie fam iliale et de la vie privée en droit des étrangers, Basel usw . 2000, S. 24). 2.2 Ausländerinnen und Ausländer benötigen zur Einreise in die Schw eiz einen Pass und ein Visum , sofern sie nicht aufgrund beson- derer R egelung von diesem Erfordernis ausgenom m en sind (A rt. 1 bis 5 VEA). U m ein Visum zu erhalten, m üssen Ausländerinnen und Aus- länder die in A rtikel 1 Absatz 2 VEA aufgeführten Voraussetzungen er- füllen. Sie haben unter anderem G ew ähr für eine fristgerechte W ieder- ausreise zu bieten (A rt. 1 Abs. 2 Bst. c VEA). 3. 3.1 D er G esuchsteller bedarf aufgrund seiner N ationalität zur Einreise in die Schw eiz nebst dem Pass eines Visum s. D ie Vorinstanz verw ei- gerte die E rteilung eines solchen Visum s m it der Begründung, die an- standslose und fristgerechte W iederausreise erscheine nicht als hinrei- chend gesichert. 3.2 W enn es zu beurteilen gilt, ob das Kriterium der gesicherten W ie- derausreise erfüllt ist, m uss ein zukünftiges Verhalten beurteilt w erden. D azu lassen sich in der R egel keine Feststellungen, sondern lediglich Prognosen treffen. D abei rechtfertigt es sich durchaus, Einreisegesu- chen von Bürgerinnen und Bürgern aus Staaten oder R egionen m it po- litisch respektive w irtschaftlich vergleichsw eise ungünstigen Verhältnis- sen zum vornherein m it Zurückhaltung zu begegnen, da die persönli- che Interessenlage in solchen Fällen häufig nicht m it dem Ziel und Zw eck einer zeitlich befristeten Einreisebew illigung in Einklang steht. 3.3 D ie aktuelle Lage in Kuba ist - neben den noch im m er bestehen- den Einschränkungen politischer Freiheitsrechte durch das kom m unis- tische R egim e - insbesondere durch eine seit dem Ende des kalten Krieges anhaltende, schw ierige w irtschaftliche Situation gekennzeich- net. Eines der H auptproblem e der kubanischen Volksw irtschaft sind die ungenügenden Leistungsanreize für die arbeitende Bevölkerung. S eite 5C -759/2007 Sie w ird überw iegend in der sog. "m oneda nacional", der nicht konver- tiblen Landesw ährung, entlöhnt (D urchschnittseinkom m en um gerech- net ca. 14 Euro), m it der der Lebensunterhalt in der R egel nur zum kleineren Teil bestritten w erden kann. Viele, auch elem entare Produkte und D ienstleistungen sind nur für den "peso convertible" (C U C ) erhält- lich - zu Preisen, die oft den europäischen entsprechen oder sogar noch höher liegen. D er Lebensstandard einer kubanischen Fam ilie w ird heute w eitgehend durch den Zugang zu konvertibler W ährung (rund 40% der Bevölkerung erhalten Ü berw eisungen ihrer im Ausland lebenden Verw andten) und andere Einkom m ensquellen bestim m t (Q uelle: http://w w w .ausw aertiges-am t.de, Stand: M ärz 2007). D ie w irtschaftlichen und politischen Verhältnisse w iderspiegeln sich in einer anhaltend hohen Em igrationsrate. Jährlich versuchen Tausende von kubanischen Staatsangehörigen, das Land zu verlassen (vgl. etw a N eue Zürcher Zeitung vom 18. Januar 2006: "Im m er m ehr Kubaner su- chen die Freiheit"). D ie Bereitschaft, das Land auf der Suche nach besseren Lebensbedingungen zu verlassen, w ird erfahrungsgem äss dort noch begünstigt, w o bereits Verw andte oder Bekannte im Ausland leben und entsprechend ein m inim ales Beziehungsnetz besteht. Eine R olle bei der R isikoanalyse spielt aber auch der Aspekt, dass ku- banische Staatsangehörige, die sich länger als elf M onate im Ausland aufgehalten haben, gem äss dortigem R echt nicht m ehr in ihr H eim at- land zurückkehren können. D iese R egelung lädt M igrationsw illige gera- dezu ein, die Verpflichtung zur W iederausreise zu m issachten oder so- w eit hinauszuzögern, bis eine zw angsw eise W egw eisung durch den Aufenthaltsstaat nicht m ehr durchgesetzt w erden kann. Solche U m - stände sind beim Visum sentscheid zu berücksichtigen. D ies um so m ehr, als es um die Beurteilung eines künftigen Verhaltens geht, be- züglich dessen in der R egel keine gesicherten Erkenntnisse vorliegen. 4. 4.1 Bei der R isikoanalyse sind aber nicht nur solch allgem eine U m - stände und Erfahrungen, sondern auch säm tliche G esichtspunkte des konkreten Einzelfalles zu berücksichtigen. O bliegt einem G esuchsteller im H eim atstaat beispielsw eise eine besondere berufliche, gesellschaft- liche oder fam iliäre Verantw ortung, kann dieser U m stand durchaus die Prognose für eine anstandslose W iederausreise begünstigen. U m ge- kehrt m uss bei G esuchstellern, die in ihrer H eim at keine der erw ähn- ten Verpflichtungen haben, die sie von einer m öglichen Em igration ab- S eite 6C -759/2007 halten könnten, aufgrund entsprechender Erfahrungen das R isiko ei- nes frem denpolizeilich nicht vorschriftsgem ässen Verhaltens (nach be- w illigter Einreise zu einem Besuchsaufenthalt) hoch eingeschätzt w er- den. 4.2 Beim G esuchsteller handelt es sich um einen 29-jährigen, ledigen M ann. G em äss Angaben der Beschw erdeführerin lebt er in H ausge- m einschaft m it seiner M utter und seiner jüngeren Schw ester und küm - m ert sich um diese. Er habe gegenüber diesen Angehörigen die R olle „M ann im H aus“ und w eitestgehend die R olle des „E rnährers“ über- nom m en. W eiter habe er eine Tochter, w elche jedoch bei deren M utter lebe. Aus diesen Schilderungen kann zw ar auf den Bestand gew isser fam iliärer Verpflichtungen bzw . Bindungen geschlossen w erden. W el- cher A rt genau diese aber sind und inw iew eit die R olle des G esuch- stellers nicht auch von D ritten übernom m en w erden kann, darüber lässt sich kein Bild m achen. Kom m t hinzu, dass gerade im Falle Kubas angesichts der erw ähnten schw ierigen Lebensbedingungen die Exis- tenz naher Angehöriger für sich allein nicht schon G arant für die R ück- kehr nach einem Auslandaufenthalt sein kann. Im G egenteil: D er Ent- schluss zur Em igration kann sogar von der H offnung getragen sein, die in der H eim at zurückgelassenen Fam ilienangehörigen vom Aus- land aus finanziell besser unterstützen zu können. 4.3 D ie beruflichen und w irtschaftlichen Verhältnisse des G esuchstel- lers sind ebenfalls nicht sehr transparent: G em äss Angaben auf dem Visum antragsform ular sow ie der bei der Schw eizerischen Vertretung eingereichten Arbeitsbestätigung vom 17. N ovem ber 2006 arbeitet der G esuchsteller als Tänzer beim Projekt "R ._______" m it. D ie G astgebe- rin m acht auf Beschw erdeebene geltend, er sei noch in einer w eiteren Tanzgruppe tätig, w ährend die Schw eizerische Vertretung den G e- suchsteller als arbeitslos bezeichnet. W eiter führt die Be- schw erdeführerin - ohne die konkreten Einkom m ensverhältnisse dar- zulegen - aus, der G esuchsteller könne von seinem Einkom m en als Tänzer gut leben und habe einen hohen Lebensstandard. W ie bereits ausgeführt (vgl. Ziff. 3.3), sind die Einkom m en in Kuba in der R egel kaum existenzsichernd. Vorliegend kann auch nicht ohne w eiteres da- von ausgegangen w erden, dass der G esuchsteller m it seiner Tätigkeit tatsächlich ein regelm ässiges Einkom m en erzielt, hat er doch auf dem zusätzlichen Fragebogen der Schw eizerischen Vertretung angegeben, er w erde beim Projekt "R ._______" nur für durchgeführte Aktivitäten entlöhnt. S eite 7C -759/2007 Bem erkensw ert ist auch, dass der G esuchsteller ein Visum für volle drei M onate beantragt. Es stellt sich die Frage, w ie sich eine solch lan- ge Abw esenheit m it den Verbindlichkeiten aus den angegebenen Ar- beitsverhältnissen verträgt. Es liegt zw ar ein D ispensationsschreiben des D irektors des Projektes "R ._______" vom 30. April 2007 für die beantragte Visum sdauer vor. D ennoch zeugt die lange D auer des be- absichtigten Besuchsaufenthaltes von einer grossen Flexibilität des G esuchstellers auch in beruflicher H insicht. 4.4 D ie Beschw erdeführerin verw eist sinngem äss auf die enge Ver- bundenheit des G esuchstellers m it seinem H eim atland und dem dorti- gen R egim e und leitet daraus - insbesondere auch aufgrund eines dro- henden R ückreiseverbots bei nicht rechtzeitiger R ückkehr - die G e- w ähr für eine fristgerechte W iederausreise ab. W ie bereits erw ähnt (vgl. Ziff. 3.3), zeigt die Erfahrung aber, dass aufgrund der prekären w irtschaftlichen Verhältnisse in Kuba dieses R ückreiseverbot nicht ein Anreiz für die Beachtung, sondern vielm ehr ein solcher für die M iss- achtung der Ausreiseverpflichtung darstellt. 4.5 N ach dem bisher G esagten durfte die Vorinstanz zu R echt davon ausgehen, die fristgerechte W iederausreise sei nicht gew ährleistet (vgl. A rt. 14 Abs. 1 i.V.m . A rt. 1 Abs. 2 Bst. c VEA). Zw ar lässt sich die- se Einschätzung nicht zu einer gesicherten Feststellung verdichten; sie reicht aber aus, um die E rteilung einer Einreisebew illigung - auf w elche w ie bereits erw ähnt ohnehin kein R echtsanspruch besteht - ab- zulehnen. 5. D ie Beschw erdeführerin garantiert in ihrer Person für eine fristgerech- te und anstandslose W iederausreise des G esuchstellers. D ie Integrität und Seriosität der G astgeberin w ird vorliegend auch von der Vorin- stanz in keiner W eise in Zw eifel gezogen. Indessen geht es bei der Ab- w ägung des R isikos einer nicht fristgerechten W iederausreise nicht so sehr um das Verhalten des G astgebers, sondern vielm ehr um dasjeni- ge des G astes. N ur dieser ist in der Lage, hinreichend G ew ähr für eine fristgerechte und anstandslose W iederausreise zu bieten. D er G astge- ber kann zw ar für gew isse finanzielle R isiken G arantie leisten, nicht aber - m angels rechtlicher D urchsetzbarkeit - für ein bestim m tes Ver- halten des G astes. 6. Aus vorstehenden Erw ägungen folgt, dass die angefochtene Verfügung S eite 8C -759/2007 im Lichte von A rt. 49 Vw VG nicht zu beanstanden ist. D ie Beschw erde ist daher abzuw eisen. 7. Entsprechend dem Ausgang des Verfahrens w ird die unterliegende Be- schw erdeführerin kostenpflichtig (A rt. 63 Abs. 1 Vw VG ). D ie Verfah- renskosten sind auf Fr. 600.-- festzusetzen (A rt. 1, A rt. 2 und A rt. 3 Bst. b des R eglem ents vom 11. D ezem ber 2006 über die Kosten und Ent- schädigungen vor dem Bundesverw altungsgericht [VG KE, SR 173.320.2]). D em nach erkennt das B undesverw altungsgericht: 1. D ie Beschw erde w ird abgew iesen. 2. D ie Verfahrenskosten von Fr. 600.- w erden der Beschw erdeführerin auferlegt. Sie sind durch den am 10. Februar 2007 in gleicher H öhe geleisteten Kostenvorschuss gedeckt. 3. D ieses U rteil geht an: - die Beschw erdeführerin (Einschreiben) - die Vorinstanz m it den Akten 2 264 149 D er vorsitzende R ichter: D er G erichtsschreiber: Andreas Trom m er Lars Birgelen Versand: S eite 9