<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2004.00331</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="https://vgrzh.djiktzh.ch/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=https://vgrzh.djiktzh.ch&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=204607&amp;W10_KEY=4467140&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2004.00331</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 24.11.2004</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">1. Abteilung/1. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Submissionsrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Submission</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Zweistufiger Studienauftrag im selektiven Verfahren: Ausschluss wegen Nichteinhaltung der Eingabefrist<br/><br/>Vergabeentscheide sind anfechtbare Verfügungen, die im Verfahren nach dem VRG ergehen, soweit das Vergaberecht keine eigenen Verfahrensvorschriften kennt. Vorliegend stellt sich die Frage, ob die allgemeine verwaltungsrechtliche Weiterleitungs- und Überweisungspflicht auch im Vergabeverfahren gilt. (...) <br/>Die Eingabefrist und das Eintreffen am von der Vergabebehörde bezeichneten Ort sind derart eng verknüpft, dass für die Anwendung der allgemeinen Weiterleitungs- bzw. Übergabepflicht von § 5 Abs. 2 VRG im Fall der Einreichung der Offerte bei einer falschen Amtsstelle keinen Raum bleibt. Diese Lösung entspricht auch den praktischen Erfordernissen des Vergabeverfahrens. (...) Nur eine strikte Respektierung von Eingabefrist und des Eintreffens am richtigen Ort kann die effiziente Abwicklung des Vergabeverfahrens sicherstellen und die Gleichbehandlung der Antragsteller wahren. § 5 Abs. 2 VRG kommt deshalb nicht zur Anwendung und eine rechtzeitig bei der falschen Amtsstelle eingereichte Eingabe vermag die Frist nicht zu wahren. <br/>Weil ein Antrag auf Teilnahme am Präqualifikationsverfahren nicht nur rechtzeitig, sondern auch am richtigen, angegebenen Ort eintreffen muss, stellt auch die Abgabe am falschen Ort ein wesentlicher Formfehler dar, demgemäss der Antragsteller vom Verfahren ausgeschlossen wird (E. 2.1).<br/>Abweisung</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ABGABEORT">ABGABEORT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: AUSSCHLUSS EINES ANBIETERS">AUSSCHLUSS EINES ANBIETERS</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: EINGABEFRIST">EINGABEFRIST</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: FORMERFORDERNIS">FORMERFORDERNIS</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: GLEICHBEHANDLUNG">GLEICHBEHANDLUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: TRANSPARENZ">TRANSPARENZ</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ÃBERWEISUNG">ÃBERWEISUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: VERGABESTELLE">VERGABESTELLE</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: VERSPÃTUNG">VERSPÃTUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: WEITERLEITUNG">WEITERLEITUNG</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade">Art. 15 Abs. 1BIS lit. D IVÃ¶B</span><br/><span class="gerade">§ 25 SubmV</span><br/><span class="ungerade">§ 28 lit. h SubmV</span><br/><span class="gerade">§ 5 Abs. II VRG</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade">RB 2004 Nr. 40</span><br/> </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 3 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Sachverhalt1"><b><span>I. </span></b><span> </span></p> <p class="Sachverhalt2"><span>Das Amt fÃ¼r Hochbauten der Stadt Y</span> erÃ¶ffnete mit Ausschreibung vom 9. Juli 2004 einen zweistufigen Studienauftrag fÃ¼r den Neubau eines Bettenhauses bzw. den Umbau des Hochhauses des Spitals X (BKP 291-296) im selektiven Verfahren. Im Rahmen des PrÃ¤qualifikationsverfahrens (1. Stufe) gingen bei der VergabebehÃ¶rde bis zum 12. August 2004 insgesamt 54 AntrÃ¤ge auf Teilnahme am Submissionsverfahren ein. Darunter befand sich auch die Bewerbung von A. Mit Schreiben vom 13. August 2004 teilte das Amt fÃ¼r Hochbauten A mit, dass seine Bewerbung verspÃ¤tet eingegangen sei und er deshalb gestÃ¼tzt auf § 28 lit. h der Submissionsverordnung vom 23. Juli 2003 (SubmV) nicht berÃ¼cksichtigt werden kÃ¶nne.</p> <p class="Sachverhalt1"><b>II. </b> </p> <p class="Urteilstext">Am 20. August 2004 erhob A beim Verwaltungsgericht Beschwerde gegen den Entscheid des Amts fÃ¼r Hochbauten der Stadt Y und beantragte, seine Bewerbung fÃ¼r die Teilnahme am PrÃ¤qualifikationsverfahren zuzulassen. Mit Beschwerdeantwort vom 8. September 2004 liess die Stadt Y die Abweisung der Beschwerde beantragen; unter Kosten- und EntschÃ¤digungsfolgen zulasten des BeschwerdefÃ¼hrers. A verzichtete auf eine Replik, hielt aber gleichwohl an seiner Beschwerde fest.</p> <p class="Einzug1"><span>Die Kammer</span><span> zieht in ErwÃ¤gung:</span></p> <p class="Erwgung1"><b><span>1. </span></b><span> </span></p> <p class="Erwgung2"><span>Vergabeentscheide kantonaler und kommunaler Auftraggeber kÃ¶nnen unmittelbar mit Beschwerde an das Verwaltungsgericht weitergezogen werden (RB 1999 Nr. 27 = BEZ 1999 Nr. 13 = ZBl 100/1999, S. 372; vgl. Alfred KÃ¶lz/JÃ¼rg Bosshart/Martin RÃ¶hl, Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons ZÃ¼rich, 2. A., ZÃ¼rich 1999, § 41 N. 22). Auf das Beschwerdeverfahren gelangen die Art. 15 ff. der revidierten Interkantonalen Vereinbarung Ã¼ber das Ã¶ffentliche Beschaffungswesen vom 15. MÃ¤rz 2001 (IVÃ¶B) sowie § 2 des Gesetzes vom 15. September 2003 Ã¼ber den Beitritt zur revidierten Interkantonalen Vereinbarung zur Anwendung.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>GemÃ¤ss Art. 15 Abs. 1bis lit. d IVÃ¶B gilt der Ausschluss aus dem Verfahren als durch Beschwerde selbstÃ¤ndig anfechtbare VerfÃ¼gung. Mithin ist der Entscheid der Beschwerdegegnerin anfechtbar. Als ein vom PrÃ¤qualifikationsverfahren ausgeschlossener Antragsteller ist der BeschwerdefÃ¼hrer zur Beschwerde legitimiert.</span></p> <p class="Erwgung1"><b><span>2. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Der BeschwerdefÃ¼hrer bringt vor, seine Bewerbung pÃ¼nktlich dem Amt fÃ¼r Hochbauten eingereicht zu haben. Er habe die Unterlagen am 12. August 2004 im BÃ¼ro 208 einem Herrn B Ã¼bergeben. Herr B habe ihn instruiert, die Bewerbung Frau C, Sachbearbeiterin des Submissionswesens, zu Ã¼bergeben. Dass die Unterlagen bei Frau C zu spÃ¤t angekommen seien, dÃ¼rfe nicht bedeuten, dass er nicht zum PrÃ¤qualifikationsverfahren zuzulassen sei. Aus diesem Grund beantragte der BeschwerdefÃ¼hrer die Zulassung zum Submissionsverfahren.</span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>2.1 </span></b><span>Vergabeentscheide sind anfechtbare VerfÃ¼gungen, die im Verfahren nach dem Verwaltungsrechtspflegegesetz vom 24. Mai 1959 (VRG) ergehen, soweit das Vergaberecht keine eigenen Verfahrensvorschriften kennt (vgl. RB 2000 Nr. 59 Erw. 4a = BEZ 2000 Nr. 25).</span></p> <p class="Erwgung2"><span>GemÃ¤ss § 5 Abs. 2 VRG mÃ¼ssen Eingaben an eine unzustÃ¤ndige VerwaltungsbehÃ¶rde von Amtes wegen und in der Regel unter Benachrichtigung des Absenders an die zustÃ¤ndige VerwaltungsbehÃ¶rde weitergeleitet werden; fÃ¼r die Einhaltung der Fristen ist der Zeitpunkt der Einreichung bei der unzustÃ¤ndigen BehÃ¶rde massgebend. Es stellt sich die Frage, ob diese allgemeine verwaltungsrechtliche Weiterleitungs- und Ãberweisungspflicht auch im Vergabeverfahren gilt.</span></p> <p class="Erwgung2"><span>Im selektiven Verfahren muss die VerÃ¶ffentlichung der Ausschreibung neben Angaben Ã¼ber die Vergabestelle und anderen fÃ¼r eine Vergabe relevanten Informationen auch Adresse und Frist fÃ¼r den Antrag auf Teilnahme enthalten (§ 13 Abs. 1 lit. j SubmV). AntrÃ¤ge auf Teilnahme im selektiven Verfahren mÃ¼ssen laut § <span class="UrteilstextChar">25 SubmV innerhalb der Frist schriftlich, durch direkte Ãbergabe, per Post, oder soweit die Vergabestelle dies zulÃ¤sst, per Fax oder elektronische Ãbermittlung erfolgen und vollstÃ¤ndig bei der in der Ausschreibung genannten Stelle <i>eintreffen</i>. Dadurch sind Eingabefrist und Eintreffen am von der VergabebehÃ¶rde bezeichneten Ort derart eng verknÃ¼pft, dass fÃ¼r </span>die Anwendung der allgemeinen Weiterleitungs- bzw. Ãbergabepflicht von § 5 Abs. 2 VRG im Fall der Einreichung der Offerte bei einer falschen Amtsstelle kein Raum bleibt. Diese LÃ¶sung entspricht auch den praktischen Erfordernissen des Vergabeverfahrens: Die Vertreter der Vergabestelle mÃ¼ssen alle fristgerecht eingereichten AntrÃ¤ge auf Teilnahme am selektiven Verfahren gleichzeitig Ã¶ffnen und danach ein so genanntes ErÃ¶ffnungsprotokoll erstellen (vgl. § 27 Abs. 2 und 3 SubmV). Nur eine strikte Respektierung von Eingabefrist und des Eintreffens am richtigen Ort kann die effiziente Abwicklung des Vergabeverfahrens sicherstellen und die Gleichbehandlung der Antragsteller wahren. § 5 Abs. 2 VRG kommt deshalb nicht zur Anwendung und eine rechtzeitig bei der falschen Amtsstelle eingereichte Eingabe vermag die Frist nicht zu wahren.</span></p> <p class="Erwgung2"><span class="UrteilstextChar"><span>Die Nichteinhaltung der Eingabefrist gilt gemÃ¤ss § 28 lit. h SubmV als Verletzung eines wesentlichen Formerfordernisses und fÃ¼hrt dazu, dass der Anbietende von der Teilnahme am selektiven Verfahren ausgeschlossen wird. Die verspÃ¤tete Einreichung des Antrags auf Teilnahme stellt auch dann einen Formfehler dar, wenn die Eingabefrist nur geringfÃ¼gig Ã¼berschritten wurde. Diese strenge Respektierung der genauen Eingabefrist liegt im Interesse der Gleichbehandlung der Antragsteller und der Transparenz des Verfahrens â dies muss im Ãbrigen auch fÃ¼r die Abgabe am angegebenen Ort gelten. Der Ausschluss vom Verfahren infolge verspÃ¤teten Teilnahmeantrags stellt demnach keinen Ã¼berspitzten Formalismus dar (vgl. auch Peter Galli/AndrÃ© Moser/Elisabeth Lang, Praxis des Ã¶ffentlichen Beschaffungsrechts, Eine systematische Darstellung der Rechtsprechung des Bundes und der Kantone, ZÃ¼rich 2003, N. 263 f.). Die Abgabe des Teilnahmeantrags an einem nicht von der VergabebehÃ¶rde angegebenen Ort gilt demgegenÃ¼ber nicht explizit als wesentlicher Formfehler im Sinn von § 28 lit. h SubmV. Weil ein Antrag auf Teilnahme </span></span><span>am PrÃ¤qualifikationsverfahren nicht nur rechtzeitig, sondern auch am richtigen, angegebenen Ort eintreffen muss, stellt auch die Abgabe am falschen Ort ein wesentlicher Formfehler dar, <span class="UrteilstextChar">demgemÃ¤ss der Antragsteller vom Verfahren ausgeschlossen wird (§ 25 in Verbindung mit § 28 lit. h SubmV).</span></span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>2.2 </span></b><span class="UrteilstextChar"><span>In der Ausschreibung vom 9. Juli 2004 wurde â § 13 Abs. 1 lit. j SubmV entsprechend â festgehalten, dass die Bewerbung entweder persÃ¶nlich im Amtshaus 1, M-Strasse 3, BÃ¼ro 208 abgegeben oder postal an das Amt fÃ¼r Hochbauten der Stadt Y gesendet werden solle. Ausserdem wurde darauf hingewiesen, dass das Datum des Poststempels nicht massgebend sei. Eingabefrist war in jedem Fall der 12. August 2004, 16 Uhr.</span></span></p> <p class="Urteilstext"><span>Wie aus dem "Protokoll der Bewerbenden" vom 13. August 2004 hervorgeht, war der BeschwerdefÃ¼hrer der einzige Bewerber, welcher seine Anmeldung nicht postal, sondern persÃ¶nlich abgegeben hatte. Des Weiteren folgt aus dem Protokoll, dass der BeschwerdefÃ¼hrer seine Unterlagen am 12. August 2004 um 16.27 Uhr eingereicht hatte. Damit war die Bewerbung fÃ¼r das PrÃ¤qualifikationsverfahren nicht rechtzeitig â d.h. vor 16 Uhr â an der von der VergabebehÃ¶rde angegebenen Adresse eingetroffen. Einen Beweis, dass der Antrag rechtzeitig im BÃ¼ro 208 im Amtshaus 1 an der M-Strasse 3 angekommen ist, vermag der BeschwerdefÃ¼hrer nicht zu erbringen. Im Gegenteil, er fÃ¼hrt selbst an, dass die Bewerbung bei Frau C, welche fÃ¼r die Vergabestelle im BÃ¼ro 208 im Amtshaus 1 arbeitet, zu spÃ¤t eingetroffen sei. Die Beschwerdegegnerin fÃ¼hrt hierzu aus, dass der BeschwerdefÃ¼hrer seine Anmeldung um ca. 16 Uhr Herrn B, Kreisarchitekt im Amt fÃ¼r Baubewilligung, Amtshaus 2 an der M-Strasse 4, BÃ¼ro 207 abgegeben habe. Dieser habe ihn darauf aufmerksam gemacht, dass er sich im falschen Amtshaus befinde und verwies ihn an die richtige Adresse, Amtshaus 1 an der M-Strasse 3 (Beschwerdeantwort, S. 2 f.). Es bleibt unklar, weshalb der BeschwerdefÃ¼hrer erst nach einer halben Stunde (um 16.27 Uhr) im ungefÃ¤hr einhundert Meter entfernten Amtshaus 1 an der M-Strasse 3 im (richtigen) BÃ¼ro 208 seine Bewerbung fÃ¼r das PrÃ¤qualifikationsverfahren abgegeben hatte.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Entgegen dem DafÃ¼rhalten des BeschwerdefÃ¼hrers geht der Einwand, er habe den Antrag im BÃ¼ro 208 bei Herrn B pÃ¼nktlich am 12. August 2004 abgegeben, fehl. Ein Antrag auf Teilnahme am PrÃ¤qualifikationsverfahren muss nicht nur rechtzeitig, sondern auch am richtigen, in der Ausschreibung angegebenen Ort eintreffen (vgl. E. 2.1). Der Ausschluss vom Submissionsverfahren erfolgte somit rechtmÃ¤ssig, weshalb die Beschwerde abzuweisen ist.</span></p> <p class="Erwgung1"><b><span>3. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Bei diesem Verfahrensausgang wird der BeschwerdefÃ¼hrer kostenpflichtig (§ 70 in Verbindung mit § 13 Abs. 2 VRG). Eine ParteientschÃ¤digung steht ihm als unterliegende Partei von vornherein nicht zu. Hingegen ist der Beschwerdegegnerin gestÃ¼tzt auf § 17 Abs. 2 lit. b VRG eine ParteientschÃ¤digung von Fr. 500.- (Mehrwertsteuer inbegriffen) zuzusprechen.</span></p> <p class="Einzug1"><span>DemgemÃ¤ss </span><span><a id="Text25"></a>entscheidet</span><span> </span><span>die Kammer</span><span>:</span></p> <p class="Einzug2">1. Die Beschwerde wird abgewiesen.</p> <p class="Einzug2">2. Die GerichtsgebÃ¼hr wird festgesetzt auf <br/> Fr. 1'500.--; die Ã¼brigen Kosten betragen:<br/> Fr. 100.-- Zustellungskosten,<br/> Fr. 1'600.-- Total der Kosten.</p> <p class="Einzug2">3. Die Gerichtskosten werden dem BeschwerdefÃ¼hrer auferlegt.</p> <p class="Einzug2">4. Der BeschwerdefÃ¼hrer wird verpflichtet, der Beschwerdegegnerin innert 30 Tagen ab Rechtskraft dieses Entscheids eine ParteientschÃ¤digung von Fr. 500.- (Mehrwertsteuer inbegriffen) zu bezahlen.</p> <p class="Urteilstext"><span>5. Mitteilung an â¦</span></p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>