<h2>SubmittedText<h2><p>Der Bundesrat wird ersucht, Bericht zu erstatten über die zunehmenden Risiken der derivaten Finanzgeschäfte und deren vorhandene oder mögliche Auswirkungen auf den Finanz- und Wirtschaftsplatz Schweiz sowie auf die Geldpolitik der Nationalbank.</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Am 14. März 1994 erstellte die Eidgenössische Bankenkommission einen "Bericht über derivate Finanzinstrumente" zuhanden der Kommission für Wirtschaft und Abgaben des Nationalrates (WAK-N). Am 23. November 1994 präsentierte die Schweizerische Nationalbank (SNB) der WAK-N ihre Studie über "Die volkswirtschaftliche Bedeutung der Finanzderivate". Die SNB-Studie wurde aufgrund eines Fragenkataloges der WAK-N erstellt. Eine überarbeitete Fassung der SNB-Studie wurde inzwischen von der Nationalbank in ihrem Quartalsheft "Geld, Währung und Konjunktur", Nr. 4, Dezember 1994, veröffentlicht. Die SNB-Studie nimmt ausführlich Stellung zu den folgenden drei Bereichen:</p><p>1. der Erfolg der Finanzderivate: Gründe für die Entwicklung der Derivate, deren gesamtwirtschaftlicher Nutzen sowie die Entwicklung der Derivatmärkte;</p><p>2. Risiken und mögliche negative externe Effekte der Derivate: Risiken und Gefahren für die involvierten Parteien und den Zahlungsverkehr; Verstärkung von Preisbewegungen;</p><p>3. der Handlungsbedarf für Behörden und Gesetzgeber: Folgen für das Rechnungswesen, die Bankenaufsicht und die Geldpolitik.</p><p>Im Bericht der EBK und in der SNB-Studie werden die im Postulat aufgeführten Fragenbereiche - qualitative und quantitative Merkmale der Derivate und ihre Märkte, Risiken sowie allfällige Auswirkungen auf die Geldpolitik - ausführlich beschrieben.</p><p>Im Anschluss an die Präsentation wurde der in der SNB-Studie aufgezeigte Handlungsbedarf im Bereich der Rechnungslegungsvorschriften eingehend diskutiert. In der Folge lud die WAK-N den Bundesrat mit einer Kommissionsmotion ein, die Rechnungslegungsvorschriften des OR und des Banken- und Börsenrechts so anzupassen, dass die Risiken der Finanzderivate in der Bilanzierung angemessen zum Ausdruck kommen (Motion WAK-N 94.3485). Die Stellungnahme des Bundesrates auf die Motion wurde dem Parlament bereits überwiesen.</p><p>Wir erachten somit die im Postulat aufgeworfenen Fragen als beantwortet.</p>