2. Juni 1994 489 Postulat Urek-SR Proposition du Conseil fédéral Classer les interventions parlementaires selon lettre aux Chambres fédérales Angenommen -Adopté Gesamtabstimmung - Vote sur l'ensemble Für Annahme des Entwurfes 18 Stimmen Dagegen 1 Stimme An den Nationalrat - Au Conseil national #ST# 94.3005 Motion Urek-SR Einführung von Lenkungsabgaben auf Mineraldüngern, Hofdüngerüberschüssen und Pflanzenbehandlungsmitteln Motion Ceate-CE Introduction de taxes d'incitation sur les engrais minéraux, les excédents d'engrais de ferme et produits pour le traitement des plantes Wortlaut der Motion vom 27. Januar 1994 Der Bundesrat wird beauftragt, dem Parlament in spätestens fünf Jahren eine Gesetzesvorlage über die Einführung von Lenkungsabgaben auf Mineraldüngern, Hofdüngerüber- schüssen und Pflanzenbehandlungsmitteln zu unterbreiten, falls mit den neu eingeführten umweit- und agrarpolitischen In- strumenten für eine umweltverträgliche landwirtschaftliche Be- wirtschaftung nicht die beabsichtigte Wirkung erzielt worden ist Anderenfalls erstattet er Bericht an das Parlament, dass mit den bereits eingeführten Instrumenten die beabsichtigte Wir- kung erzielt worden ist. Texfe de la motion du 27 janvier 1994 Le Conseil fédéral est chargé de présenter au Parlement, au plus tard dans cinq ans, un projet de loi portant introduction de taxes d'incitation sur les engrais minéraux, les excédents d'engrais de ferme et produits pour le traitement des plantes, au cas où les nouveaux instruments de politique environne- mentale et de politique agricole en vue d'une exploitation agricole favorable à l'environnement n'auront pas produit les effets visés. Autrement, il présente un rapport au Parlement pour démon- trer que les instruments déjà à disposition auront permis d'at- teindre les objectifs visés. #ST# 94.3006 Postulat Urek-SR Rahmenbedingungen für Emissions- gutschriften und Emissionsverbunde imUSG Postulat Ceate-CE Révision de la LPE. Permis d'émissions négociables et associations d'entreprises Wortlaut des Postulates vom 27. Januar 1994 Der Bundesrat wird eingeladen, zu prüfen und zu berichten, wie es Kantonen oder Gruppen von Kantonen durch eine Fle- xibilisierung der Emissionsgrenzwerte des USG ermöglicht werden kann, gleichzeitig eine Senkung der Schadstofffrach- ten wie auch eine volkswirtschaftliche Kostenoptimierung durch die Einführung von Emissionsgutschriften und -verbun- den nach dem Muster der kantonalen Umweltschutzgesetze der beiden Basel zu erreichen. Texfe du postulat du 27 janvier 1994 Le Conseil fédéral est invité à examiner la manière dont il serait possible aux cantons ou groupes de cantons, grâce à un as- souplissement des valeurs limites d'émissions de la LPE, d'oc- casionner une diminution du taux de pollution en même temps qu'une optimisation des coûts en instaurant des permis d'émissions négociables et des associations d'entreprises sur le modèle du système prévu par les lois cantonales de Baie- Ville et de Baie-Campagne sur la protection de l'environne- ment. Le Conseil fédéral présentera ses conclusions dans un rapport Schule Kurt (R, SH), Berichterstatter: Die Motion 94.3005, Ein- führung von Lenkungsabgaben auf Mineraldüngern, Hofdün- gerüberschüssen und Pflanzenbehandlungsmitteln, ist die Konsequenz aus der Streichung von Artikel 35c. Ich bitte Sie, hier zuzustimmen. Ich habe das bei der Behandlung der Arti- kel betreffend Lenkungsabgabe begründet. Zum Postulat 94.3006: Hier stand uns eine parlamentarische Initiative Plattner zur Einführung von Emissionsgutschriften zur Beratung an. Wir haben angesichts der Komplexität des Themas darauf verzichtet, entsprechende Bestimmungen, die in der parlamentarischen Initiative vorgeschlagen werden, in die jetzige USG-Revision aufzunehmen. Das Thema soll je- doch vom Bundesrat vertieft ausgelotet werden. Ich bitte Sie, das Postulat zu überweisen. Der Urheber der par- lamentarischen Initiative wird Ihnen bestätigen, dass seine In- itiative damit zurückgezogen ist Dreifuss Ruth, conseillère fédérale: Le Conseil fédéral est tout à fait disposé à accepter la motion de votre commission. Cela est la conséquence absolument logique de la décision que vous venez de prendre de biffer la formule potestative concer- nant la possibilité d'introduire des taxes d'incitation dans le domaine de l'agriculture. Nous serions très heureux de reve- nir, comme nous en avions manifesté l'intention, avec une analyse de la situation et des propositions. La motion corres- pond à nos intentions. En ce qui concerne le postulat de la commission, nous avons eu un peu plus d'hésitation à l'accepter, mais nous allons le faire quand même. Un peu d'hésitation parce que nous avons le sentiment que l'analyse des raisons pour lesquelles l'expé- rience bâloise n'a pas abouti au résultat que l'on pouvait en espérer, a déjà été largement faite et qu'elle n'aboutirait pas non plus à des résultats beaucoup plus efficaces au niveau de la Suisse. Nous sommes un petit pays, nous ne pouvons pas comparer nos instruments à ceux qui peuvent avoir des effets dans des pays tels que les Etats-Unis d'Amérique.Motion du Conseil national 490 2 juin 1994 Nous avons aussi le sentiment que, contrairement à ce que l'on peut espérer, ces mesures créeraient en fait des nécessi- tés de contrôle qui seraient supérieures à celles d'une législa- tion qui fixerait une limite valant pour tous. Loin d'arriver à une dérégulation, ou à une déréglementation, ou à une «désadmi- nistration», nous resterions dans ce domaine avec un instru- ment lourd sur le plan du contrôle administratif. Mais nous sommes prêts à réexaminer les choses d'autant plus que nous avons dans le programme prioritaire recher- che/environnement également une analyse sur l'instrument des certificats en général qui est prévue. Nous pouvons donc nous appuyer sur des recherches scientifiques. Nous pouvons accepter ce postulat, mais je tenais à vous aver- tir que nous n'en attendons pas des conclusions extrêmement révolutionnaires. Plattner Gian-Peto (S, BS): Trotz der vorgerückten Stunde möchte ich als Urheber der Idee, die zu diesem Postulat ge- führt hat, ganz kurz noch etwas sagen. Dieses Postulat ist der einigermassen klägliche Rest einer par- lamentarischen Initiative, die ich vor geraumer Zeit zusammen mit Kollege Rhinow zu diesem Thema eingereicht hatte mit dem Ziel, den Anwendungsbereich der europaweit beachte- ten, innovativen marktwirtschaftlichen Instrumente - Emissi- onszertifikathandel und Emissionsverbund - zu vergrössern. Diese waren von den beiden Basel in einer gemeinsamen ge- setzgeberischen Aktion im Rahmen ihrer Luftreinhaltepolitik in ihren gemeinsamen kantonalen Umweltschutzgesetzen ein- geführt worden. Die Initiative beruhte nicht nur auf dem ausdrücklichen Wunsch der regionalen Wirtschaft - ich habe von Herrn Roch gehört, dass gestern Vertreter von ihr offenbar auch zu Ge- sprächen mit dem Buwal zu diesem Thema gekommen sind, weil die Wirtschaft wirklich daran interessiert ist -, sondern auch auf dem Wunsch der beiden kantonalen Regierungen. Die Initiative wurde auch in den Kantonsparlamenten durch parallele überparteiliche Motionen gestützt Sie sehen also: Wenn ich vorher als Naturwissenschafter vielleicht gegen die Interessen der baselstädtischen und basellandschaftlichen Wirtschaft verstossen habe, so bin ich jetzt wieder voll einge- spannt in das, was sie möchte. Leider hat sich nun die Kommission - trotz des tadellosen fö- deralistischen Stammbaums der parlamentarischen Initiative, mit diesem klaren und von der gesamten Nordwestschweiz getragenen Wunsch - mit der knappen Mehrheit von einer Stimme nicht dazu entschliessen können, ihr Folge zu geben. Der Grund ist vor allem, dass das Buwal - hier muss ich einmal Kritik am Buwal üben - den im Denken notwendigen Schritt zur Flexibilisierung der Luftreinhaltegrenzwerte nicht tun wollte und sich mangels «geistiger Einstellung» dann mit Hän- den und Füssen, also am anderen Ende seines Körpers, ge- gen diese Initiative wehrte. Meines Erachtens hat das Buwal damit der Weiterentwicklung eines effizienten Umweltschutzes einen Bärendienst erwie- sen. Ich möchte jetzt doch bitten, von dieser harten Position bezüglich der Wünsche aus der Nordwestschweiz einmal ab- zurücken. Ich habe die Initiative nach ihrer Ablehnung durch die Kom- mission zugunsten dieses Kommissionspostulates zurückge- zogen, so dass sie aus dem Geschäftsverzeichnis gestrichen werden kann. Mein Ziel war es, wenigstens noch etwas von dem Gedanken zu retten, den diese regionale nordwest- schweizerische, alsotransjurane Luftreinhaltepolitik eigentlich getragen hat. Diese regionale Luftreinhaltepolitik wird - das möchte ich dem Buwal auch ins Stammbuch schreiben - als einzige in der Lage sein mitzuhelfen, dass seine Ziele in bezug auf die Luftreinhaltung wirklich erreicht werden. Es wäre sinnvoll gewesen, diese innovative Idee im Rahmen der jetzigen Revision ins USG einzubringen, denn wir bewerk- stelligen ja gerade den Übergang zur Marktwirtschaft, weg vom Polizeirecht, hin zu einem sinnvollen Mix von Marktwirt- schaft und Polizeirecht. Aber es hat nicht sollen sein. Ich hoffe, dass der Bundesrat das Postulat, welches er ja offen- bar entgegennehmen will - dafür danke ich Frau Bundesrätin Dreifuss -, wirklich ernst nimmt und es nicht einfach in vier- eckigen oder runden Entsorgungsbehältern versteckt Vor al- lem hoffe ich, dass die Departementschefin dem Buwal nun trotz dessen Widerstand, dessen geistigem Widerstand, die entsprechenden verbindlichen Aufträge gibt, diese Untersu- chungen auch wirklich durchzuführen und speditiv darüber Bericht zu erstatten. In der Nordwestschweiz ist man eigentlich recht ungehalten über das Schicksal, das hier unserem Vorstoss beschieden worden ist; wir möchten nicht ewig auf diesen Bericht warten müssen. Vor dem Sankt-Nimmerleins-Tag möchten wir gerne Auskunft haben, Frau Bundesrätin Dreifuss. Motion 94.3005, Postulat 94.3006 Überwiesen - Transmis #ST# 92.3402 Motion des Nationalrates (Cavadini Adriano) Für eine verbesserte und raschere Umweltverträglichkeitsprüfung Motion du Conseil national (Cavadini Adriano) Défense de l'environnement. Etudes d'impact Wortlaut der Motion vom 30. November 1993 Der Bundesrat wird eingeladen, eine Änderung von Artikel 9 und Artikel 55 des Bundesgesetzes über den Umweltschutz vorzuschlagen, mit welcher das Verfahren zur Umweltverträg- lichkeitsprüfung vereinfacht und rascher wird, indem 1. die Koordinationspflicht im Gesetz geregelt; 2. die Prüfung frühzeitig ermöglicht und auf die wesentlichen Umweltanliegen beschränkt; 3. die zu prüfenden Projekte nicht nur anhand technischer Ge- gebenheiten, sondern auch durch Vorgabe von Zielen (z. B. Grenzwerten) genehmigt werden können. Texte de la motion du 30 novembre 1993 Afin de simplifier et d'accélérer la procédure concernant l'étude de l'impact sur l'environnement, le Conseil fédéral est invité à proposer une modification des articles 9 et 55 de la loi sur la protection de l'environnement, par laquelle: 1. l'obligation d'assurer la coordination serait réglée dans la loi; 2. l'examen pourrait se faire précocement et se limiter aux exi- gences écologiques essentielles; 3. les projets à examiner pourraient être approuvés non seule- ment en se fondant sur les données techniques, mais aussi sur la base d'objectifs à atteindre (p. ex. de valeurs limites). Schule Kurt (R, SH), Berichterstatter: Ich bin der Meinung, wir hätten diese Diskussion schon bei Artikel 9 USG geführt. Kol- lege Bisig hat dort bereits begründet, warum er diesen Vor- stoss als Motion überwiesen haben will. Noch ganz kurz in Stichworten zusammengefasst: Zum einen hat der Bundesrat die neue Verordnung zur UVP mit genau dieser Zielsetzung in die Vernehmlassung gegeben; zum an- deren muss das allgemeine Verwaltungsrecht generell über- prüft werden. Zur Beschleunigung und Koordination der Verfahren: Es ist in der Urek wieder einmal von «offenen Türen» gesprochen wor- den. Wir waren uns einig, diesen Vorstoss als Postulat an den Bundesrat zu überweisen. Ich bitte Sie, diesem Antrag zu folgen.Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali Postulat Urek-SR Rahmenbedingungen für Emissionsgutschriften und Emissionsverbunde im USG Postulat Ceate-CE Révision de la LPE. Permis d'émissions négociables et associations d'entreprises In Amtliches Bulletin der Bundesversammlung Dans Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale In Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale Jahr 1994 Année Anno Band II Volume Volume Session Sommersession Session Session d'été Sessione Sessione estiva Rat Ständerat Conseil Conseil des Etats Consiglio Consiglio degli Stati Sitzung 04 Séance Seduta Geschäftsnummer 94.3006 Numéro d'objet Numero dell'oggetto Datum 02.06.1994 - 08:00 Date Data Seite 489-490 Page Pagina Ref. No 20 024 304 Dieses Dokument wurde digitalisiert durch den Dienst für das Amtliche Bulletin der Bundesversammlung. Ce document a été numérisé par le Service du Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale. Questo documento è stato digitalizzato dal Servizio del Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale.