Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Verfassungs- und Verwaltungsrecht vom 7. Dezember 2016 (810 16 159) ____________________________________________________________________ Zivilgesetzbuch Erbenvertretung; Entzug der aufschiebenden Wirkung Besetzung Präsidentin Franziska Preiswerk-Vögtli, G erichtsschreiber Stefan Suter Beteiligte A.____ , Beschwerdeführerin , vertreten durch Dr. Caspar Zellweger , Advokat gegen Regierungsrat des Kantons Basel -Landschaft , 4410 Liestal , Beschwerdegegner B.____ , Beschwerdegegner, vertreten durch Dr. Georg Schürmann, Advokat C.____ , Beschwerdegegner, vertreten durch Eduard Schoch, Rechts- anwalt und Notar Betreff Erbenvertretung; Entzug der aufschiebenden Wirkung (RRB Nr. 758 vom 24. Mai 2016) Seite 2 http://www.bl.ch/kantonsgericht A. A.____ bildet mit ihren Brüdern B.____ und C.___ _ eine Erbengemeinschaft im Nachlass ihres am 3. August 2014 verstorbenen Vaters D.____. Auf Antrag von B.____ und mit Zustimmung von C.____ bestellte die Zivilrechtsverwaltung Basel-Landschaft mit Verfügung vom 10. Dezember 2015 für die Erbengemeinschaft einen Erbenvertreter. Dagegen erhob A.____ mit Eingabe vom 22. Dezember 2015 beim Regier ungsrat des Kantons Basel- Landschaft (Regierungsrat) Beschwerde. Die das Verfahren instruierende Volkswirtschafts- und Gesundheitsdirektion entzog dieser Beschwerde mit Verfüg ung vom 10. Februar 2016 die auf- schiebende Wirkung. B. Gegen den Entzug der aufschiebenden Wirkung erhob A .____ am 23. Februar 2016 Beschwerde beim Regierungsrat. Mit Regierungsratsbeschlu ss Nr. 758 vom 24. Mai 2016 wies dieser die Beschwerde ab und stellte fest, dass der Besc hwerde vom 22. Dezember 2015 ge- gen die Verfügung der Zivilrechtsverwaltung vom 10. Dezember 2015 keine aufschiebende Wir- kung zukomme. Der Regierungsrat auferlegte A.____ Verf ahrenskosten von Fr. 400.-- und ver- pflichtete sie, als Parteientschädigung an C.____ Fr. 1' 954.80 und an B.____ Fr. 2'959.30 zu entrichten. Der Regierungsrat erwog zusammengefasst, d ie Erbengemeinschaft sei im Verhält- nis der beiden Brüder zu deren Schwester offensichtlich ti ef zerstritten und handlungsunfähig. Da die Verwaltung der sich in der Erbmasse befindlichen Mehrfamilienhäuser nicht mehr si- chergestellt sei und es bereits zu erheblichen Mietzinsaus fällen komme, lägen klare private In- teressen vor, welche die sofortige Wirksamkeit der angefochtenen Verfügung rechtfertigten. C. Mit Eingabe vom 6. Juni 2016 erhob A.____, vertre ten durch Dr. Caspar Zellweger, Advokat, beim Kantonsgericht, Abteilung Verfassungs- und Verwaltungsrecht (Kantonsgericht), Beschwerde gegen den Regierungsratsbeschluss vom 24. Mai 2016. Sie beantragte, der ange- fochtene Entscheid sei ebenso wie die vorangehende Ve rfügung der Volkswirtschafts- und Ge- sundheitsdirektion aufzuheben und es sei die aufschiebende Wirkung der am 22. Dezember 2015 beim Regierungsrat eingereichten Beschwerde zu best ätigen, eventualiter wiederherzu- stellen. Dies alles habe unter o/e-Kostenfolge zu Lasten der Beschwerdegegner, eventualiter zu Lasten des Nachlasses von D.____ zu geschehen. D. In seiner Vernehmlassung vom 7. Juli 2016 stellte B. ____, vertreten durch Dr. Georg Schürmann, Advokat, den Antrag, die Beschwe rde sei unter o/e-Kostenfolge vollum- fänglich zu abzuweisen und der angefochtene Entscheid sei zu bestätigen. E. C.____, vertreten durch Eduard Schoch, Rechtsanwa lt und Notar, schloss mit Ver- nehmlassung vom 8. Juli 2016 ebenfalls auf kosten- und e ntschädigungspflichtige Abweisung der Beschwerde. F. Der Regierungsrat verzichtete mit Eingabe vom 5. Au gust 2016 auf die Einreichung einer Stellungnahme und der Vorakten, da demnächst übe r die Hauptsache entschieden werde und die Akten für die Ausarbeitung des Regierungsratsbeschlusses benötigt würden. G. Die Beschwerdeführerin replizierte am 9. August 2016 . Seite 3 http://www.bl.ch/kantonsgericht H. Mit Regierungsratsbeschluss Nr. 1097 vom 16. August 2016 wies der Regierungsrat A.____s Beschwerde in der Hauptsache ab. Diesen Beschluss focht die Beschwerdeführerin wiederum beim Kantonsgericht an (hängiges Verfahren N r. 810 16 251). Im Rahmen dieses Verfahrens reichte der Regierungsrat am 5. September 2016 die Vorakten ein, die für das vor- liegende Verfahren beigezogen wurden. I. Aufgefordert zur Stellungnahme betreffend Abschrei bung des vorliegenden Be- schwerdeverfahrens und zur Kostenverlegung beantragen C .____ (Stellungnahme vom 23. September 2016) und B.____ (Stellungnahme vom 2 6. September 2016) übereinstimmend die Abschreibung des Verfahrens unter o/e-Kostenfolge zu Lasten der Beschwerdeführerin. Die Beschwerdeführerin erklärt sich in ihrer Eingabe vom 26. Oktober 2016 mit der Abschreibung des Verfahrens grundsätzlich einverstanden, an der Besch werde gegen den Kostenentscheid hält sie hingegen ausdrücklich fest. Die o/e-Kosten des Ve rfahrens vor der Vorinstanz wie auch des Verfahrens vor dem Kantonsgericht seien weiter dem R egierungsrat aufzuerlegen, even- tualiter seien sie gemäss dem Kostenantrag in der Beschwerde vom 6. Juni 2016 zu verlegen. Die Präsidentin zieht i n E r w ä g u n g : 1.1 Gemäss § 43 Abs. 1 des Gesetzes über die Verfassungs- un d Verwaltungsprozess- ordnung (VPO) vom 16. Dezember 1993 ist die verwaltung sgerichtliche Beschwerde beim Kan- tonsgericht zulässig gegen Verfügungen und Entscheide de s Regierungsrats. Angefochten ist vorliegend ein Entscheid über die aufschiebende Wirkung und damit ein Zwischenentscheid. Zwischenverfügungen sind nach § 43 Abs. 2 bis lit. f VPO selbständig anfechtbar, wenn sie vor- sorgliche Massnahmen und den Entzug sowie die Erteilung d er aufschiebenden Wirkung zum Gegenstand haben. Rechtsmittelentscheide des Regierungsr ats betreffend Zwischenverfügun- gen stellen ihrerseits Zwischenverfügungen im Sinne von § 43 Abs. 2 bis VPO dar (Urteil des Kantonsgerichts, Abteilung Verfassungs- und Verwaltungsre cht [KGE VV] vom 28. Oktober 2015 [810 15 243] E. 1.1; BLKGE 2011 Nr. 43 E. 1, m it weiteren Hinweisen). Über Beschwer- den gegen Zwischenverfügungen entscheidet die präsidierende Person (§ 1 Abs. 3 lit. f VPO). 1.2 Nach § 47 Abs. 1 lit. a VPO ist zur verwaltungsgeri chtlichen Beschwerde legitimiert, wer durch die angefochtene Verfügung oder den angefo chtenen Entscheid berührt ist und ein schutzwürdiges Interesse an der Beurteilung seiner Eingabe hat. Das Interesse muss nicht nur bei der Beschwerdeeinreichung, sondern auch noch im Ze itpunkt der Urteilsfällung aktuell und praktisch sein (vgl. KGE VV vom 19. März 2014 [810 13 35 8] E. 1.2.1; BGE 139 I 206 E. 1.1). Fällt das schutzwürdige Interesse im Laufe des Verfahrens dahin, wird von einem gegenstands- los gewordenen Prozess gesprochen und die Sache als erle digt erklärt (ALFRED KÖLZ /ISABELLE HÄNER /MARTIN BERTSCHI , Verwaltungsverfahren und Verwaltungsrechtspflege des Bundes, 3. Aufl., Zürich 2013, Rz. 1150; F RITZ GYGI , Bundesverwaltungsrechtspflege, 2. Aufl., Bern 1983, S. 326; BGE 137 I 23 E. 1.3). Mit dem Entschei d des Regierungsrates in der Hauptsache vom 16. August 2016 ist das zum Zeitpunkt der Beschwerdee inreichung noch vorhandene schutzwürdige Interesse der Beschwerdeführerin an der Beu rteilung der Frage der aufschie- benden Wirkung im Laufe des kantonsgerichtlichen Verfahr ens dahingefallen. Das Beschwer- Seite 4 http://www.bl.ch/kantonsgericht deverfahren ist in diesem Punkt gegenstandslos geworden u nd kann im Einverständnis mit den Parteien abgeschrieben werden. Dahingegen bleibt die Beschwerdeführerin durch die Kosten- auflage im angefochtenen Entscheid weiterhin beschwert (vgl. BGE 117 Ia 251 E. 1b). Die Be- schwerdefrist von 10 Tagen (§ 48 VPO) ist eingehalten, auf die - im Weiteren formgerecht (§ 5 VPO) erhobene - Beschwerde kann im Rahmen des nunmehr beschränkten Beschwerdegegen- stands eingetreten werden. 2. Mit der verwaltungsgerichtlichen Beschwerde können ge mäss § 45 Abs. 1 lit. a und b VPO Rechtsverletzungen einschliesslich Überschreitung, Unte rschreitung oder Missbrauch des Ermessens sowie die unrichtige oder unvollständige Feststellung des Sachverhalts gerügt werden. Die Beurteilung der Angemessenheit des angefo chtenen Rechtsaktes ist dem Kan- tonsgericht dagegen - abgesehen von hier nicht vorl iegenden Ausnahmefällen - verwehrt (§ 45 Abs. 1 lit. c VPO, e contrario). 3. Die Beschwerdeführerin hat kein aktuelles Interesse me hr an der Anfechtung des Hauptsachenentscheids, kann aber gegen den Kostenentscheid Beschwerde führen. Die Belas- tung mit Kosten verschafft ihr indes keine Möglichkeit, i ndirekt über den Kostenentscheid eine volle Überprüfung des Entscheids in der Hauptsache zu e rlangen (vgl. BGE 100 Ia 298 E. 4; Urteil des BGer 4A_352/2011 vom 5. August 2011 E. 2; Urteil des BGer 4A_637/2010 vom 2. Februar 2011 E. 4). Die Beschwerdeführerin begrün det ihre Anträge bezüglich der Kosten des vorinstanzlichen Verfahrens vorliegend einzig mit dem von ihr beantragten Obsiegen in der Hauptsache. Da letztere gegenstandslos geworden ist, kann die Beschwerde nur auf Grundlage des im Rahmen einer summarischen Überprüfung zu ermittel nden mutmasslichen Verfahrens- ausgangs zum Zeitpunkt des Eintritts der Gegenstandslosigkeit entschieden werden. 4. Unter Vorbehalt abweichender Vorschriften in andere n Erlassen haben gemäss § 34 Abs. 1 des Verwaltungsverfahrensgesetzes Basel-Landschaft (VwVG BL) vom 13. Juni 1988 der Lauf der Beschwerdefrist und die Beschwerdeeinreichun g aufschiebende Wirkung. Die Be- schwerdeinstanz kann die aufschiebende Wirkung aus wichtig en Gründen ganz oder teilweise entziehen (§ 34 Abs. 2 VwVG BL). Die aufschiebende Wir kung der Beschwerde dient wie alle anderen Massnahmen des vorsorglichen Rechtsschutzes einem ef fektiven und umfassenden Rechtsschutz. Sie sollen die tatsächliche Überprüfung eine r getroffenen Verfügung im verwal- tungsinternen oder gerichtlichen Verfahren dadurch gar antieren, dass die Veränderung der Sach- und Rechtslage sowie die Schaffung von vollendet en Tatsachen vermieden wird, welche den Entscheid in der Hauptsache vorwegnehmen oder die Beschwerde illusorisch werden las- sen. Es geht darum, die Streitsache unverändert zu bewah ren oder bedrohte rechtliche Interes- sen vorläufig sicherzustellen, um zu verhindern, dass ni cht oder nicht leicht wiedergutzuma- chende Nachteile eintreten (G EROLD STEINMANN , Vorläufiger Rechtsschutz im Verwaltungsbe- schwerdeverfahren und im Verwaltungsgerichtsverfahren, ZB l 1993, S. 143; I SABELLE HÄNER , Vorsorgliche Massnahmen im Verwaltungsverfahren und Verw altungsprozess, ZSR 116, 1997 II, Rz. 40; H ANS RUDOLF KUHN , Der vorläufige Rechtsschutz im verwaltungsgerichtlichen Be- schwerdeverfahren, Liestal 1981, S. 9). Der Entzug der aufschiebenden Wirkung setzt Dring- lichkeit voraus, d.h. es muss sich als notwendig erweisen , die Verfügung sofort vollstreckbar werden zu lassen. Sodann muss der Suspensiveffekt für die B etroffenen einen Nachteil bewir- Seite 5 http://www.bl.ch/kantonsgericht ken, der nicht leicht wieder gutzumachen ist, wobei ein t atsächliches, insbesondere wirtschaftli- ches Interesse genügen kann. Erforderlich ist schliesslich, das s die Abwägung der verschiede- nen Interessen den Ausschlag für den einstweiligen Recht sschutz gibt und dieser verhältnis- mässig erscheint. Bei der vorzunehmenden Interessenabwägung steht der zuständigen Behör- de der Natur der Sache nach ein erheblicher Beurteilu ngsspielraum zu. Sie ist nicht gehalten, für ihren Entscheid zeitraubende Abklärungen zu treffen , sondern soll in erster Linie auf die ihr zur Verfügung stehenden Akten abstellen (BGE 130 II 14 9 E. 2.2; BGE 127 II 132 E. 3; Urteil des BGer 2C_177/2015 vom 25. April 2015 E. 4.3.1; S TEINMANN , a.a.O., S. 149). Das Kantons- gericht kontrolliert im Anfechtungsfall, ob die Vorin stanz ihr Ermessen überschritten oder miss- braucht hat, und hebt deren Entscheid nur auf, wenn sie wesentliche Interessen ausser Acht gelassen oder offensichtlich falsch bewertet hat oder d ie getroffene Lösung den Sachentscheid in unzulässiger Weise präjudiziert. 5. Die Beschwerdeführerin bringt im Wesentlichen vor, d ie Vorinstanz habe den Ent- zug der aufschiebenden Wirkung ihrer Beschwerde durch die verfahrensleitende Volkswirt- schafts- und Gesundheitsdirektion zu Unrecht geschützt. 5.1 In ihrer Replik vom 9. August 2016 führt die Beschwe rdeführerin aus, der Regie- rungsrat habe in seiner Eingabe an das Kantonsgericht ke ine Anträge gestellt und auf die Ein- reichung einer Stellungnahme und der Akten verzichtet. Damit habe er eingestanden, dass der angeordnete Entzug der aufschiebenden Wirkung ein Feh ler gewesen sei und er die Be- schwerde anerkenne. Dieses Vorbringen ist insofern widersp rüchlich, als die Beschwerdeführe- rin nicht konsequenterweise die Abschreibung zufolge Be schwerdeanerkennung beantragte, sondern in der Replik ausdrücklich an ihrem Begehren auf Gutheissung der Beschwerde fest- hielt. Der Verzicht auf die Einreichung einer Stellun gnahme indiziert denn auch entgegen der Auffassung der Beschwerdeführerin mitnichten, dass sich die entsprechende Partei den Rechtsbegehren einer anderen Verfahrenspartei implizit anschliesst. Nach der Rechtsprechung müssen Prozesserklärungen wie der Rückzug oder die Anerken nung eines Rechtsmittels klar, ausdrücklich und unbedingt erfolgen (KGE VV vom 6. Febr uar 2013 [810 12 230] E. 2.2; BGE 119 V 36 E. Ib). Eine Vorinstanz anerkennt die Beschwer de, indem sie den Entscheid im Sinn der Beschwerdeanträge widerruft (vgl. KÖLZ /H ÄNER /BERTSCHI , a.a.O., Rz. 1148). Dies ist vorlie- gend nicht geschehen. 5.2.1 Die Beschwerdeführerin bestreitet zunächst zumin dest sinngemäss, dass die ge- setzlichen Voraussetzungen für die Einsetzung eines Erbenve rtreters erfüllt sind und spricht von einem Institutsmissbrauch durch die Vorinstanzen und p rivaten Beschwerdegegner. Der vermutliche Ausgang des Verfahrens fällt bei der Frage, ob der Suspensiveffekt zu belassen oder zu entziehen ist, lediglich in Betracht, soweit d ie Aussichten eindeutig sind (BGE 129 II 286 E. 3; BGE 106 Ib 115 E. 2a; BGE 99 Ib 215 E. 5). 5.2.2 Auf Begehren eines Miterben kann die zuständige Behörde für die Erbengemein- schaft bis zur Teilung eine Vertretung bestellen (Art. 602 Abs. 3 des Schweizerischen Zivilge- setzbuches [ZGB] vom 10. Dezember 1907). Das Institut der Erbenvertretung gibt den Erben eine Handhabe, um der drohenden Handlungsunfähigkei t zu entgehen, die sich aufgrund der Seite 6 http://www.bl.ch/kantonsgericht Erfordernisse der Einstimmigkeit und des gemeinsamen Hand elns in der Erbengemeinschaft (vgl. Art. 602 Abs. 1 und 2 ZGB) ergeben kann. Bei der Einsetzung eines Erbenvertreters han- delt es sich um eine Sicherungsmassregel und damit um eine vorsorgliche Massnahme, weil es dabei um die Gewährleistung einer geordneten Erledigung laufender Angelegenheiten während einer beschränkten Zeit (bis zur Teilung der Erbschaft) geht (Urteil des BGer 5A_813/2014 vom 24. November 2014 E. 1; Urteil des BGer 5A_121/2012 vom 16. April 2012 E. 1; Urteil des BGer 5A_787/2008 vom 22. Januar 2009 E. 1.1). Die Ma ssnahme bezweckt, eine Gefährdung der Substanz oder der ordentlichen Erträge des Nachlasses abzuwenden und die Interessen der Erbschaft bis zu deren Teilung insgesamt zu wahren, w enn eine rationelle Erhaltung und Verwaltung der Erbschaft unmöglich oder erheblich erschw ert ist (T HOMAS WEIBEL , in: Abt/ Weibel [Hrsg.], Praxiskommentar Erbrecht, 3. Aufl., Ba sel 2015, Rz. 56 ff. zu Art. 602 ZGB; STEPHAN WOLF , in: Hausheer/Walter [Hrsg.], Berner Kommentar zum schweizerischen Privat- recht, Bern 2014, Rz. 138 zu Art. 602 ZGB). Interessenu nterschiede und Meinungsverschie- denheiten gehören zur erbrechtlichen Auseinandersetzun g und rechtfertigen die Bestellung ei- nes Erbenvertreters für sich allein nicht (Urteil des B Ger 5A_416/2013 vom 26. Juli 2013 E. 4.3). Sinnvollerweise dürfen die Anforderungen a n die Einsetzung einer Erbenvertretung aber auch nicht zu hoch angesetzt werden, da die Eskalati on eines bestehenden Konflikts bzw. der Eintritt einer abstrakten Gefahr ja gerade vermied en werden soll (PETER BREITSCHMID , Vor- sorgliche Massnahmen im Erbrecht, successio 2009, S. 110 f.). 5.2.3 Wie aus den Akten und den Eingaben aller Partei en übereinstimmend hervorgeht, besteht zwischen der Beschwerdeführerin und ihren beiden Brüdern seit Längerem eine grosse und fortwährende Zerstrittenheit, die entgegen der Ansicht der Beschwerdeführerin weit über einzelne oder bloss temporäre Meinungsverschiedenheiten h inausgeht. Die Beschwerdeführe- rin führt selber aus, dass sämtliche ihrer Versuche, mit ihren Brüdern ins Gespräch zu kommen, in den Wind geschlagen würden (Beschwerdebegründung vom 6. Juni 2016, Rz. 6). Die Erben- gemeinschaft erscheint entscheidungs- und dementsprechend auch handlungsunfähig. Aus dieser Handlungsunfähigkeit ergibt sich - wie nachfolge nd aufgezeigt wird - eine Gefährdung der Substanz oder der ordentlichen Erträge des Nachla sses. Die Hauptsachenprognose fällt somit jedenfalls nicht klar zugunsten der Beschwerdeführerin aus, so dass sie für den Entscheid über den Suspensiveffekt keine Berücksichtigung finden kann. 5.3 Die Beschwerdeführerin vertritt weiter den Stand punkt, es habe an einem wichtigen Grund für den Entzug der aufschiebenden Wirkung ihrer Beschwerde gefehlt. 5.3.1 Bei der angefochtenen Anordnung einer Erbenver tretung handelt es sich nach bun- desgerichtlicher Rechtsprechung um eine vorsorgliche Massnah me. Vorsorgliche Massnahmen sollen bedrohte Interessen sicherstellen (vgl. oben E. 4) . Die Dringlichkeit ist jeder (zu Recht angeordneten) vorsorglichen Massnahme inhärent. In der vorliegenden Konstellation bewirkt der gesetzlich vorgesehene automatische Suspensiveffekt gen au das Gegenteil dessen, was das Institut der aufschiebenden Wirkung eigentlich bezwe ckt. Soll der tatsächliche Zustand einstweilen unverändert erhalten bleiben, ist der Besch werde in einem solchen Fall die auf- schiebende Wirkung grundsätzlich zu entziehen, zumindest wenn eine akute Gefährdung der zu sichernden Interessen glaubhaft gemacht ist. Dies entsprich t im Ergebnis auch der vom Ge- Seite 7 http://www.bl.ch/kantonsgericht setzgeber vorgesehenen Rechtslage in denjenigen Kantonen , die eine gerichtliche Behörde für die Einsetzung eines Erbenvertreters vorsehen und die S chweizerischen Zivilprozessordnung für anwendbar erklären (von Gesetzes wegen keine aufschi ebende Wirkung, vgl. Art. 315 Abs. 4 lit. b der Schweizerischen Zivilprozessordnung vom 19. Dezember 2008). 5.3.2 Wie dem öffentlichen Inventar Nr. 1454 vom 8. J anuar 2015 über den Nachlass von D.____ zu entnehmen ist, umfasst der Nachlass mehrere L iegenschaften, welche den wert- mässig grössten Anteil der Erbmasse ausmachen. Insbesondere befindet sich in der Erbmasse ein Mehrfamilienhaus mit 20 Mietwohnungen (Wohnhaus E.____). Die ursprünglich für die Lie- genschaftsverwaltung beauftragte F.____ hatte den entsp rechenden Vertrag per Ende Mai 2016 gekündigt und es war bei Ergehen des hier angef ochtenen Entscheids unklar, wie die Verwaltung künftig organisiert werden würde. Die Beschw erdeführerin bringt diesbezüglich vor, es habe keine Dringlichkeit vorgelegen, denn die Lieg enschaftsverwaltung habe trotz Kündi- gung des Vertrags weiterhin die Verwaltung der Immobi lien besorgt. Aus diesem Umstand ver- mag sie jedoch nichts zu ihren Gunsten abzuleiten. Für di e Anordnung einer Erbenvertretung genügt eine abstrakte Gefährdung der Substanz oder der ordentlichen Erträge des Nachlasses. Nicht notwendig ist, dass sich die Gefahr bereits verwirkli cht hat. Wenn die bisherige Ver- walterin - mangels Organisation einer Nachfolgelösung durch die Erbengemeinschaft - ohne vertragliche oder sonstwie rechtserhebliche Veranlassung auf Zusehen hin im Interesse der Erbengemeinschaft die unaufschiebbaren Verwaltungshandlungen vornahm, so zeigt sich darin gerade, dass die rationelle Erhaltung und Verwaltung der Erbschaft unmittelbar gefährdet war und die Handlungsfähigkeit der Erbengemeinschaft dring end wiederhergestellt werden musste. Bezeichnend für die komplette Handlungsunfähigkeit de r Erbengemeinschaft ist in diesem Zu- sammenhang, dass sich die Erben selbst über den Vorschlag der Immobilienbewirtschafterin vom 5. April 2016, ihr Mandat aufgrund der besonderen Umstände und unter gewissen Bedin- gungen bis längstens 31. Dezember 2016 weiterzuführen, nicht einigen konnten (vgl. das dies- bezügliche Schreiben der F.____ vom 16. Juni 2016). 5.3.3 Ohnehin war vorliegend nicht nur eine Gefährdu ng des Nachlasses, sondern ein bereits eingetretener konkreter Schaden glaubhaft gemac ht, denn bereits vor der Kündigung durch die Liegenschaftsverwaltung konnten vier leerstehen de Wohnungen nicht mehr renoviert und neu vermietet werden, woraus für den Nachlass eine bereits realisierte Ertragseinbusse resultiert hatte. Die Vorinstanz weist zudem zu Recht da rauf hin, dass die Erbengemeinschaft ohne externe Liegenschaftsverwaltung ihren mietvertragli chen (Neben-)Pflichten nicht mehr nachkommen konnte und ihr dadurch zusätzliche erhebliche N achteile drohten. Ohne Entzug der aufschiebenden Wirkung hätte der Suspensiveffekt vorliegend einen konkreten, nicht wieder gutzumachenden wirtschaftlichen Nachteil für die Erbm asse und damit für die privaten Be- schwerdegegner verursacht. Mit der betroffenen Mieterscha ft waren zusätzlich die schützens- werten Interessen Dritter zu berücksichtigen (vgl. hierzu U rteil des BGer 5A_416/2013 vom 26. Juli 2013 E. 4.2). Die Beschwerdeführerin - die a ls Miterbin im Übrigen von den erwähnten wirtschaftlichen Nachteilen ebenfalls betroffen ist - moniert, dass durch den Entzug der auf- schiebenden Wirkung ein fait accompli geschaffen worden sei. Hierzu ist festzuhalten, dass der Erbenvertreter die Verwaltung und die laufenden Geschäfte der Erbschaft anstelle der Erben zu besorgen hat, wobei die Erhaltung und vorsichtige Ver mehrung der Erbschaftswerte anzustre- Seite 8 http://www.bl.ch/kantonsgericht ben ist (WEIBEL , a.a.O., Rz. 74 zu Art. 602 ZGB). Die Zivilrechtsverwaltung hat ihn im vorliegen- den Fall explizit darauf hingewiesen, dass er ein besonderes Augenmerk auf den Erhalt und die Verwaltung der Nachlassliegenschaften zu legen habe (vgl . Verfügung der Zivilrechtsverwal- tung Basel-Landschaft vom 10. Dezember 2015 E. 3a). N icht zu den Aufgaben des Erbenver- treters gehört die Liquidation von Erbschaftssachen, er hat auch weder die Erbteilung durchzu- führen noch die Auflösung der Erbengemeinschaft zu besc hleunigen (Urteil des BGer 5D_133/2010 vom 12. Januar 2011 E. 5.2.2; BGE 113 II 121 E. 3c). Das zwischen den Parteien vor Zivilgericht hängige Verfahren betreffend Erbteilung wurde somit durch die sofortige Einset- zung eines Erbenvertreters nicht präjudiziert. Dass der E rbenvertreter in Ausübung seines Am- tes allenfalls Entscheidungen treffen könnte, mit denen die Beschwerdeführerin nicht einver- standen ist, und dass dadurch später nicht mehr abänderb are Fakten geschaffen werden, liegt in der Natur seines Amtes und ist von ihr wie von den and eren Erben grundsätzlich hinzuneh- men. Ohnehin ist der Beschwerdeführerin entgegenzuhalten, dass ohne Entzug des Suspensiv- effekts ebenfalls Tatsachen (u.a. die genannten finanziel le Verluste) geschaffen worden wären, die später nicht mehr hätten rückgängig gemacht werden können. 5.3.4 Die Beschwerdeführerin verweist auf ihre Bemühun gen, die Verwaltung der Liegen- schaften eigenständig zu organisieren und die Renovation von zwei leerstehenden Wohnungen selber an die Hand zu nehmen. So habe sie drei Offert en von Immobilienverwaltungsgesell- schaften und diverse Angebote von Handwerkern eingeholt. Dadurch gesteht sie indirekt zu, dass dringender Handlungsbedarf bestand. Das von der Be schwerdeführerin verfasste Proto- koll der Sitzung der Erbengemeinschaft vom 15. Juni 201 6 zeigt weiter, dass sich die Erbenge- meinschaft in der Folge nicht einmal ansatzweise über das weitere Vorgehen einigen konnte. Die Beschwerdeführerin weist die entsprechende Schuld ihren Brüdern zu, denen sie Obstrukti- on vorwirft. Sie übersieht mit dieser Argumentation, dass es für die Anordnung einer Erbenver- tretung nicht darauf ankommt, wer die Blockade in der Erbengemeinschaft zu verantworten hat (WEIBEL , a.a.O., Art. 602 Rz. 58 ZGB). 5.4 Nach dem Gesagten waren die gesetzlichen Voraussetzun gen für die Einsetzung eines Erbenvertreters prima vista erfüllt und die vor de m Regierungsrat hängige Beschwerde nicht offensichtlich begründet. Da die ordentlichen Ert räge des sich im Nachlass befindlichen Immobilienbestands unmittelbar gefährdet waren und d amit gewichtige, diejenigen der Be- schwerdeführerin überwiegende Interessen der privaten Beschwerdegegner vorlagen, erscheint der Entzug der Suspensivwirkung der dagegen gerichteten Beschwerde bei einer summari- schen Überprüfung gerechtfertigt. Es ergeben sich keine Hi nweise dafür, dass die Vorinstanz wesentliche Interessen ausser Acht gelassen oder offensichtl ich falsch bewertet haben könnte. Entgegen dem Dafürhalten der Beschwerdeführerin wird auch der Sachentscheid nicht in unzu- lässiger Weise präjudiziert. Die Beschwerdeführerin wär e demnach voraussichtlich im vorlie- genden Verfahren unterlegen. 6. Der angefochtene Entscheid ist als Folge davon im voll zu überprüfenden Kosten- punkt nicht zu beanstanden. Das Verwaltungsbeschwerdeverfa hren vor dem Regierungsrat ist unter Vorbehalt hier nicht einschlägiger Ausnahmen kost enpflichtig (§ 20a Abs. 1 VwVG BL). Nach § 20a Abs. 2 VwVG BL werden die Verfahrenskosten i n der Regel der unterliegenden Seite 9 http://www.bl.ch/kantonsgericht Partei in angemessenem Ausmass auferlegt. Im Beschwerdever fahren haben Parteien, die mit ihrem Anliegen ganz oder teilweise durchdringen, weite r Anspruch auf eine angemessene Par- teientschädigung für den Beizug einer Anwältin oder eines Anwalts (vgl. § 22 Abs. 2 lit. b VwVG BL i.V.m. § 22 Abs. 4 VwVG BL). Die Parteientschädigu ng kann gemäss § 22 Abs. 6 VwVG BL ganz oder teilweise der unterliegenden Gegenpartei a uferlegt werden, sofern diese das Verfah- ren durch eigene Begehren eingeleitet oder darin se lbständige Begehren gestellt hat. Die Be- schwerdeführerin hat das vorinstanzliche Verfahren angeh oben, als unterliegende Partei durfte der Regierungsrat ihr sowohl die Verfahrenskosten als au ch die Parteientschädigungen aufer- legen. Die Beschwerdeführerin erhebt gegen das zur Anw endung gebrachte Unterliegerprinzip oder die Höhe der auferlegten Verfahrenskosten resp. z ugesprochenen Parteientschädigungen denn auch keine spezifischen Rügen. Eine Ermessenskontroll e wäre dem Kantonsgericht oh- nehin nicht gestattet gewesen (vgl. oben E. 2). Die B eschwerde erweist sich als unbegründet und ist abzuweisen, soweit sie nicht gegenstandslos geworden ist. 7. Es bleibt über die Kosten des vorliegenden Verfahre ns zu befinden. 7.1 Gemäss § 20 Abs. 1 VPO ist das Verfahren vor dem Kant onsgericht kostenpflichtig. Die Verfahrenskosten umfassen die Gerichtsgebühren und die Beweiskosten und werden in der Regel der unterliegenden Partei in angemessenem Ausma ss auferlegt (§ 20 Abs. 3 VPO). Tritt im Laufe des Verfahrens die Gegenstandslosigkeit ein und hat keine der Parteien durch ihr Verhalten die Gegenstandslosigkeit bewirkt, so wird die K ostenverteilung nach dem mutmassli- chen Verfahrensausgang vorgenommen (G YGI , a.a.O., S. 326; BGE 106 Ib 294 E. 3). Da der Regierungsrat die Beschwerde entgegen der in der Repl ik vom 9. August 2016 vorgebrachten und in der Stellungnahme zur Kostenverlegung vom 26. Oktober 2016 wiederholten Ansicht der Beschwerdeführerin nicht anerkannt hat (vgl. oben E. 5 .1), ist er auch für die Kostenverlegung nicht als unterliegend zu betrachten. Für die eventualiter beantragte Kostenüberbindung an den Nachlass besteht keine Veranlassung, hat die Beschwerdefü hrerin doch in eigener Sache pro- zessiert. Sie wird aufgrund der Abweisung der Beschwerde kostenpflichtig. Wie die vorstehen- den Ausführungen zeigen, wäre die Beschwerdeführerin auch in der gegenstandslos geworde- nen Hauptsache voraussichtlich unterlegen. Sie hat demn ach die gesamten Verfahrenskosten zu tragen. Somit sind die Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 800.-- vorliegend der Be- schwerdeführerin aufzuerlegen und sind mit dem geleiste ten Kostenvorschuss in der Höhe von Fr. 500.-- zu verrechnen. Die Beschwerdeführerin hat demzufolge restliche Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 300.-- zu bezahlen. 7.2.1 Der ganz oder teilweise obsiegenden Partei kann für den Beizug eines Anwalts oder einer Anwältin eine angemessene Parteientschädigung zulasten der Gegenpartei zugesprochen werden (§ 21 Abs. 1 VPO). Gemäss dem Ausgang des Verfahr ens ist den anwaltlich vertrete- nen privaten Beschwerdegegnern antragsgemäss jeweils ein e Parteientschädigung zu Lasten der Beschwerdeführerin zuzusprechen. 7.2.2 Der Rechtsvertreter von B.____ weist in seiner Ho norarnote vom 26. September 2016 ein Gesamthonorar von Fr. 4'146.75 aus, bestehend aus einem eigenen Stundenaufwand von 5.375 Stunden à Fr. 280.-- und dem Aufwand der V olontärin von 16 Stunden à Fr. 140.--. Seite 10 http://www.bl.ch/kantonsgericht Dazu kommen Auslagen von insgesamt Fr. 94.60. Die Honorar ansätze bewegen sich innerhalb des durch die Tarifordnung für Anwälte und deren Volo ntäre vorgegebenen Rahmens (vgl. § 3 Abs. 2 und 3 der Tarifordnung für die Anwältinnen un d Anwälte [TO] vom 17. November 2003). Angesichts des von allem Anfang an auf die Suspensivwirkung im vorinstanzlichen Verfahren beschränkten Streitgegenstands erscheinen die Honorare a llerdings dem überschaubaren Schwierigkeitsgrad und der verhältnismässig geringen Bed eutung der Sache nicht an- gemessen. Dazu kommt, dass aus den selben Gründen der Stu ndenaufwand in seiner Ge- samtheit über das zur effektiven Wahrnehmung der Recht e des Beschwerdegegners notwendi- ge Mass hinausgeht. Soweit weiter für Kopien pauschal Fr . 60.-- berechnet werden, wider- spricht dies der Vorschrift von § 16 Abs. 1 TO, wonach für Auslagen der tatsächliche Aufwand in Rechnung zu stellen ist. Insgesamt erscheint unter Berücksichtigung der vorstehenden mass- geblichen Aspekte ermessensweise eine reduzierte pauschale Parteientschädigung von Fr. 2'800.-- (inkl. Auslagen und 8 % MWST) gerechtfert igt. Soweit die Honorarrechnung des Rechtsvertreters über diesen Betrag hinausgeht, ist die Beschwerdeführerin nicht entschädi- gungspflichtig. 7.2.3 Der Rechtsvertreter von C.____ macht in seiner Honorarnote vom 23. September 2016 einen Zeitaufwand von 6.5 Stunden à Fr. 250.-- sowie Auslagen in der Höhe von Fr. 57.10 geltend, was nicht zu beanstanden ist. Demzufolge hat die Beschwerdeführerin dem Beschwer- degegner C.____ eine Parteientschädigung in der Höhe von insgesamt Fr. 1'816.65 (inkl. Aus- lagen und 8 % MWST) auszurichten. 7.2.4 Im Übrigen sind die Parteikosten wettzuschlagen. Seite 11 http://www.bl.ch/kantonsgericht Demgemäss wird e r k a n n t : ://: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit sie nic ht infolge Gegenstands- losigkeit abgeschrieben wird. 2. Die Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 800.-- wer den der Beschwer- deführerin auferlegt und mit dem geleisteten Kostenvo rschuss in der Höhe von Fr. 500.-- verrechnet. Die Beschwerdeführerin hat demzufolge restliche Verfah renskosten in der Höhe von Fr. 300.-- zu bezahlen. 3. Die Beschwerdeführerin hat dem Beschwerdegegner B._ ___ für das Verfahren vor Kantonsgericht eine reduzierte Parteient schädigung in der Höhe von Fr. 2'800.-- (inkl. Auslagen und 8 % MWST) auszurichten. Die Beschwerdeführerin hat dem Beschwerdegegner C.___ _ für das Verfahren vor Kantonsgericht eine Parteientschädigung in der Höhe von Fr. 1'816.65 (inkl. Auslagen und 8 % MWST) auszurichten. Präsidentin Gerichtsschreiber