B u n d e s v e rw a l t u n g s g e r i ch t T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i f f éd é r a l T r i b u n a l e am m i n i s t r a t i vo f e d e r a l e T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i v fe d e r a l Abteilung V E-591/2012 U r t e i l v o m 1 4 . M ä r z 2 0 1 2 Besetzung Einzelrichter Kurt Gysi, mit Zustimmung von Richter Daniele Cattaneo; Gerichtsschreiber Christoph Berger. Parteien A._______, Sri Lanka, vertreten durch lic. iur. Dominik Löhrer, (…), Beschwerdeführer, gegen Bundesamt für Migration (BFM), Quellenweg 6, 3003 Bern, Vorinstanz. Gegenstand Vollzug der Wegweisung; Verfügung des BFM vom 4. Januar 2012 / N (…). E-591/2012 Seite 2 Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest, dass der aus B._______ (Jaffna, Nordprovinz) stammende Beschwerd e- führer tamilischer Ethnie eigenen Anga ben zufolge am 1. März 2009 auf dem Luftweg von Colombo über Qatar in die Schweiz einreiste, wo er am 2. März 2009 um Asyl nachsuchte, dass er am 6. März 2009 im Empfangs - und Verfahrenszentrum befragt und am 16. März 2009 vom BFM zu seinem Asylgesuch angehört wurde, dass bezüglich seiner Vorbringen auf die Akten und, soweit entscheidw e- sentlich, auf die nachfolgenden Erwägungen zu verweisen ist, dass das BFM mit Verfügung vom 4. Januar 2012 – eröffnet am 7. Januar 2012 – feststellte, der Beschwerdeführer erfülle die Flücht - lingseigenschaft nicht, sein Asylgesuch ablehnte, die Wegweisung aus der Schweiz verfügte, den Beschwerdeführer unter Androhung von Zwangsmitteln im Unterlassu ngsfall auffordert e, die Schweiz bis am 1. März 2012 zu verlassen, und die zuständige kantonale Behörde mit dem Vollzug der Wegweisung beauftragte, dass de r Beschwerdeführer mit Rechtsmitteleingabe vom 1. Februar 2012 gegen die Ver fügung vom 4. Jan uar 2012 beim Bundesverwa l- tungsgericht Be schwerde erhob und beantragt, der angefochtene En t- scheid sei in den Dispositionspunkten 4 und 5 aufzuheben und zur Ne u- beurteilung der Sache an das BFM zurückzuweisen, es sei die Unzumut- barkeit des Vollzugs der Wegwe isung festzustel len und die vorläufige Aufnahme anzuordnen, dass er in verfahrensrechtlicher Hinsich t unter Beilage einer am 20. Januar 2012 ausgestellten B estätigung der Sozialhilfe um den Ve r- zicht auf die Erhebung eines Kostenvorschusses sowie um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege ersucht, dass das Bundesverwaltungsgericht den Eingang der Beschwerde mit Verfügung vom 3. Februar 2012 bestätigte, und zieht in Erwägung, dass das Bundesverwaltungsgericht auf dem Gebiet des Asyls endgültig über Beschwerden gegen Verfügungen (Art. 5 des Bundesgesetzes vom E-591/2012 Seite 3 20. Dezember 1968 über das Verwaltungsverfahren [ VwVG, SR 172.021]) des BFM entscheidet, ausser bei Vorliegen eines Auslief e- rungsersuchens des Staates, vor welchem die beschwerdeführ ende Per- son Schutz sucht (Art. 105 des Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 [AsylG, SR 142.31] i. V. m. Art. 31 - 33 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [VGG, SR 173.32]; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des Bundesg e- richtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]), dass eine solche Ausnahme im Sinne von Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG nicht vorliegt, weshalb das Bundesverwaltungsgericht endgültig entscheidet, dass der Beschwerdeführer am Verfahren vor der Vorinstanz teilgeno m- men hat, durch die angefochtene Verfügung besonders berührt ist, ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung beziehungsweise Änd e- rung hat und daher zur Einreichung der Beschwerde legitimiert ist (Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 7 VGG und Art. 48 Abs. 1 VwVG), dass auf die frist - und formgerecht eingereichte Beschwerde einzutreten ist (Art. 108 Abs. 1 AsylG; Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 37 VGG und Art. 52 Abs. 1 VwVG), dass sich die Beschwerdebegehren lediglich gegen den in den Dispos i- tivziffern 4 und 5 des angefochtenen Entscheids angeordneten Vo llzug der Wegweisung und dabei ausschliesslich gegen die Zumutbarkeit des Wegweisungsvollzuges richtet, womit das Dispositiv der angefochtenen Verfügung vom 4. Januar 2012 – soweit die Verneinung der Flüchtlingsei- genschaft, die Ablehnung des Asylgesuchs un d die Anordnung der We g- weisung betreffend – in Rechtskraft erwachsen ist, dass mit Beschwerde die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts und die Unangemessenheit gerügt werden können (Art. 106 Abs. 1 AsylG), dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterlicher Zuständigkeit mit Zustimmung eines zweiten Richters entschieden wird (Art. 111 Bst. e AsylG), und es sich vorliegend, wie nachfolgend aufge - zeigt, um eine sol che handelt, weshalb der Beschwerdeentscheid nur summarisch zu begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG), dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG auf einen Schriftenwechsel ver - zichtet wurde, E-591/2012 Seite 4 dass das Bundesamt das Anwesenheitsverhältnis nach den gesetzlic hen Bestimmungen über die vorläufige Aufnahme regelt, wenn der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar oder nicht möglich ist (Art. 44 Abs. 2 AsylG; Art. 83 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 16. Dezember 2005 über die Ausländerinnen und Ausländer [AuG, SR 142.20]), dass bezüglich der Geltendmachung von Wegweisungshindernissen g e- mäss ständiger Praxis der gleiche Beweisstandard wie bei der Flüch t- lingseigenschaft gilt, das heisst, sie sind zu beweisen, wenn der strikte Beweis möglich ist, und andernfalls wenigstens glaubhaft zu machen (vgl. WALTER STÖCKLI, Asyl, in: Uebersax/Rudin/Hugi Yar/Geiser [Hrsg.], Au s- länderrecht, 2. Aufl., Basel 2009, Rz. 11.148), dass sich der Vollzug für Ausländerinnen und Ausländer als unzumutbar erweist, wenn sie im Heimat- oder Herkunftsstaat auf Grund von Situatio- nen wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und medizinischer Notl a- ge konkret gefährdet sind (Art. 83 Abs. 4 AuG), dass das BFM sich in der angefochtenen Verfügung bei der Bejahung der Zumutbarkeit des Wegweisungsvollzugs auf das Grundsatzurteil BVGE E-6220/2006 vom 27. Oktober 2011 gestützt hat, dass auch in der Rechtsmitteleingabe dieses Urteil zu Recht als Grundl a- ge für die Beurteilung der vorliegenden Sach verhalte herangezogen und – mit Vorbehalten – grossen Teils zutreffend wiedergegeben wird, dass jedoch der in der Rechtsmitteleingabe vertretenen rechtlichen Wü r- digung der vorliegend zu beurteilenden Sachverhalte nicht gefolgt werden kann, dass der Beschwerdeführer in der Hauptsache beantragt, die an gefoch- tene Verfügung sei aufzuheben und zur Neubeurteilung an das BFM z u- rückzuweisen, dass aufgrund der gesamten Aktenlage entgegen dem Vorbringen in der Rechtsmitteleingabe das BFM den Beschwerdeführer nicht dringend noch einmal hätte befragen müssen, um sich seriös mit den massgeblichen Kriterien der Zumutbarkeit eines Wegweisungsvollzuges auseinanderz u- setzen, dass der rechtserhebliche Sachverhalt als hinreichend erstellt erachtet werden kann und der Antrag des Beschwerdeführers auf Rückweisung E-591/2012 Seite 5 der Sache an das BFM, wie sich aus den nachfolgenden Erwägungen er- gibt, abzuweisen ist, dass im Übrigen der Beschwerdeführer selbst in der Rechtsmitteleingabe für den Sachverhalt auf die angefochtene Verfügung verweist und best ä- tigt, die im angefochtenen Entscheid g emachten Ausführungen gäben dessen Inhalt im Wesentlichen korrekt wieder (Beschwerde S. 2 unter III. Materielles 1. Sachverhalt), dass gemäss dem Grundsatzurteil de s Bundesverwaltungsgerichts in der Nordprovinz unter Ausschluss des sogenannten "Vanni -Gebietes" keine Situation allgemeiner Gewalt herrscht und die politische Lage nicht de r- massen angespannt ist, dass eine Rückkehr dorthin als generell unz u- mutbar eingestuft werden müsste, jedoch angesichts der im humanitären und wirtschaftlichen Bereich nach w ie vor fragilen Lage im Hinblick auf den Vollzug der Wegweisung in dieses Gebiet eine sorgfältige, zurückhal- tende Beurteilung der individuellen Zumutbarkeitskriterie n vor zunehmen und dabei auch dem zeitlichen Element gebührend Rechnung zu tragen ist (vgl. BVGE E-6220/2006 vom 27. Oktober 2011 E. 13.2.1), dass, liegt der letzte Aufenthalt der Personen, die aus der Nordprovinz stammen, dort längere Zeit zurück (vor Beendigung des Bürgerkrieges im Mai 2009) oder gehen konkrete Umstände aus den Verfahrensakten her- vor, dass sich die Lebensumstände seit der Ausreise massgeblich verä n- dert haben könnten , die aktuell vorliegenden Lebens - und Wohnverhält- nisse sorgfältig abzuklären und auf die Zumutbarkeit des Wegweisung s- vollzugs hin zu überprüfen sind, wobei namentlic h die Existenz eines tragfähigen Beziehungsnetzes sowie die konkreten Möglichkeiten der S i- cherung des Existenzminimums und der Wohnsituation als massgebliche begünstigende Faktoren erscheinen (vgl. BVGE E -6220/2006 vom 27. Oktober 2011 E. 13.2.1.2), dass der Beschwerdeführer eigenen Angaben zufolge in B._______, Jaff- na, geboren wurde und bis zu seinem fünften Lebensjahr dort lebte (A k- ten BFM A1/12 S. 1 und 2), dass er anschliessend unbestrittenermassen bis zu seinem 26. Leben s- jahr in Vavuniya gelebt hat, dass er danach seit August 2003 bis Januar 2009, somit zirka fünfeinhalb Jahre, im Vanni-Gebiet verbrachte und das BFM zu Recht feststellte, eine Rückkehr dorthin sei aktuell nicht zumutbar, E-591/2012 Seite 6 dass der Beschwerdeführer demnach Vavuniya vor Beendigung des Bü r- gerkrieges im Mai 2009 verlassen hatte, womit zu prüfen ist, ob begünst i- gende Faktoren im oben dargelegten Sinn vorliegen, die e ine Rückkehr dorthin zumutbar erscheinen lassen, dass mit der Berücksichtigung des zeitlichen Elemen tes allfällige mas s- gebliche Veränderungen der Lebensumstände seit dem letzen Aufenthalt in dem grundsätzlich für eine Rückkehr als zumutbar bezeichneten G e- biet durch das Vorliegen begünstigender Faktoren aufgefangen werden sollen, dass sich der Beschwerdeführer auch in der Zeit zwisc hen dem 15. J a- nuar 2009 und dem 15. Februar 2009 in Vavuniya bei seiner Tante au f- gehalten hat (A1/12 S. 2, A18/18 F25, F109), dass dies insoweit zu berücksichtigen ist, als der Beschwerdeführer kurz vor seiner Ausreise aus dem Heimatland am 1. März 2009 während eines Monats bei seiner Tante an seinem langjährigen Wohnort eine Bleibe g e- funden hat, dass das Vorbringen in der Rechtsmitteleingabe, der Beschwerdeführer habe sich seit neun Jahren nicht mehr in Vavuniya aufgehalten, jedenfalls insofern aktenwidrig ist, dass der einmonatige Aufenthalt in Vavuniya zwar zeitlich kurz, jedoch qualitativ nicht unbedeutend ist, hat die Tante den Beschwerdeführer o f- fenbar nicht nur ohne Vorbehalte bei sich aufgenommen, sondern ihn ak- tiv durch die Kontaktnahme mit einem se iner (ehemaligen) Schulkamera- den, der die Ausreise für den Beschwerdeführer organisiert habe, unte r- stützte (A10/18 F100-F102), dass demnach der Darstellung in der Rechtsmitteleingabe, was die Tante betreffe, gehe aus den Protokollen nichts Wesentliches hervor, nicht ge- folgt werden kann, dass der Beschwerdeführer im Weiteren selbst zum Ausdruck brachte, er sei davon ausgegangen, ein normales Leben in Vavuniya leben zu kö n- nen und eigentlich in Vavuniya habe bleiben wollen (A10/18 F99), dass er den angeblic hen Hinderungsgrund dieses Vorhabens , die Fes t- nahme vom 10. Januar 2009, die darauf folgende fünftägige Inhaftierung, die damit verbundene ihm angedrohte Exekution und demnach den ge l- tend gemachten unmittelbaren Grund für seine Ausreise aus dem Heimat-E-591/2012 Seite 7 land nicht hat glaubhaft machen können und die angefochtene Verfügung des BFM vom 4. Januar 2012 insoweit in Rechtskraft erwuchs, dass der Einwand des Beschwerdeführers in der Rechtsmitteleingabe , das im Eigentum seiner Familie gestandene Haus in Vavuniya sei n ach Beendigung des Krieges vom Militär in Besitz genommen worden und dieses Haus könne ihm bei einer Rückkehr nicht als Bleibe dienen, au f- grund der Aktenlage als blosse unbelegte Behauptung zu gelten hat, z u- mal keine entsprechenden Belege eingereicht wurde n, obwohl dies i n- nerhalb der Beschwerdefrist hätte möglich sein müssen und der B e- schwerdeführer auch keine diesbezüglichen Beweismittel in Aussicht stellt, dass demnach aufgrund der Aktenlage mit dem BFM zu folgern ist, für den Beschwerdeführer bestehe eine gesicherte Wohnsituation ausserhalb des Vanni-Gebietes, dass im Weiteren darauf zu verweisen ist, dass das UNHCR und andere Organisationen unter anderem in Vavuniya unentgeltlichen Rechtsbe i- stand zur Verfügung stellen, um die Rückkehrer in rechtlichen An gele- genheiten zu unterstützen (BVGE E -6220/2006 vom 27. Oktober 2011 E. 13.2.1), dass der Beschwerdeführer in der Rechtsmitteleingabe einräumt, weite r- hin in Kontakt mit seinem Vater zu stehen, der in Vavuniya in einem Flüchtlingslager lebe und der Beschwer deführer somit dort einen famili ä- ren Beziehungspunkt vorfinden würde, sowie weiter davon auszugehen ist, dass auch seine Tante nach wie vor in Vavuniya lebt, dass im Übrigen entgegen den Vorbringen in der Rechtsmitteleingabe das Gericht kein tragfähiges fa miliäres, sondern lediglich ein tragfähiges Beziehungsnetz voraussetzt, um als Faktor geeignet gehalten zu werden, sich begünstigend für eine Rückkehr auszuwirken (BVGE E -6220/2006 vom 27. Oktober 2011 E. 13.2.1.2), dass unter dem Gesichtspunkt eines tragf ähigen Beziehungsnetzes auch der Umsta nd zu berücksichtigen ist , dass der Beschwerdeführer zw i- schen seinem fünften und 26. Lebensjahr und somit 21 Jahre in Vavuniya gelebt hat und es an ihm liegt, vormalige soziale Kontakte wieder aufz u- nehmen und zu pflegen, E-591/2012 Seite 8 dass dieser Umstand auch bezüglich der Möglichkeit, sich eine wirtschaft- liche Existenzgrundlage zu schaffen, als erleichternder Faktoren zu gelten hat und massgeblich begünstigend hinzukommt, als alleinstehender 34-jähriger Mann keinen Verpflichtung en und Verantwortlichkeiten einer eigenen Familie im engeren Sinn gegenüber nachkommen zu müssen, dass der Beschwerdeführer zudem elf Schuljahre absolvierte (A1/12 S. 3), dass er im weiteren - wenn auch in bescheidener Form - Berufserfahrung als selbständiger Lebensmittelhändler und Zwiebelbauer aufweisen kann (A10/18 F12-F17), dass sich demnach in Berücksichtigung der gesamten Umstände aus den Akten keine Anhaltspunkte ergeben, die darauf schliessen liessen, der Beschwerdeführer gerate im Falle der Rü ckkehr in den Heimatstaat aus sozialen, wirtschaftlichen oder gesundheitlichen Gründen in eine exi s- tenzbedrohende Situation, und e r somit die vorstehend von der Rech t- sprechung formulierten Kriterien zur Bejahung der Zumutbarkeit des Wegweisungsvollzugs nach Sri Lanka erfüllt, dass die entsprechenden Einwände in der Rechtsmitteleingabe in en t- scheidwesentlicher Hinsicht nicht stichhaltig erscheinen und auf die we i- teren Ausführungen in der Beschwerde nicht weiter eingegangen zu we r- den braucht, dass der Vollzug der Wegweisung des Beschwerdeführers nach Sri Lan- ka schliesslich möglich ist, da keine Vollzugshindernisse bestehen (Art. 83 Abs. 2 AuG) und es ihm obliegt, bei der Beschaffung gültiger Rei- sepapiere mitzuwirken (vgl. Art. 8 Abs. 4 AsylG, BVGE 2008/34 E. 12 S. 513 ff.), dass es dem Beschwerdeführer demnach nicht gelungen ist darzutun, inwiefern die angefochtene Verfügung Bundesrecht verletzen, den rechtserheblichen Sachverhalt unrichtig oder unvollständig feststellen oder unangemessen sein sollte (Art. 106 AsylG), weshalb die Beschwe r- debegehren als aussichtlos abzuweisen sind, dass bei diesem Ausgang des Verfahrens die Kosten von Fr. 600.– (Art. 1-3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, E-591/2012 Seite 9 SR 173.320.2]) dem Beschwerdeführer aufzuerlegen (Art. 63 Abs. 1 VwVG) sind, dass das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung abzuweisen ist, da sich die Beschwerdebegehren als aussichtslos erwi e- sen (Art. 65 Abs. 1 VwVG), dass mit dem vorliegenden Urteil das Gesuch um Verzicht auf die Erh e- bung eines Kostenvorschusses gegenstandslos ist. (Dispositiv nächste Seite) E-591/2012 Seite 10 Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 2. Das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung wird a b- gewiesen. 3. Die Verfahrenskosten von Fr. 600.– werden dem Beschwerdeführer au f- erlegt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zugun s- ten der Gerichtskasse zu überweisen. 4. Dieses Urteil geht an den Beschwerdeführer, das BFM und die zuständ i- ge kantonale Behörde. Der Einzelrichter: Der Gerichtsschreiber: Kurt Gysi Christoph Berger Versand: