<h2>SubmittedText<h2><p>Das Bundesamt für Landwirtschaft (bzw. der Bundesrat) wird beauftragt, mit einer theoretischen Studie abzuklären, welche Mengen an chemischen Pflanzenschutzmitteln eingespart werden könnten, wenn in der Schweiz die kommerzielle Anwendung von gentechnisch veränderten Nutzpflanzen gefördert würde.</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>In diversen theoretischen Studien wurden die Auswirkungen des Anbaus von gentechnisch veränderten Pflanzen in der Schweiz abgeschätzt (u. a. im Schwerpunktprogramm Biotechnologie des Schweizerischen Nationalfonds). Bei diesen Studien wird vorausgesetzt, dass durch eine eingeführte Resistenz die Anzahl Pflanzenschutzmittel-Behandlungen reduziert werden kann. Das Einsparpotenzial hängt allerdings von vielen Faktoren ab. Neben der gewählten Kultur und der mittels Gentechnologie erzielten Resistenzwirkung ist beispielsweise auch die Präsenz weiterer Schadorganismen, welche durch eingesparte Pflanzenschutzmittel-Behandlungen nicht mehr bekämpft werden ("secondary pests"), zu berücksichtigen.</p><p>Bis Mitte 2012 wird das vom Bundesrat beschlossene Nationale Forschungsprogramm "Nutzen und Risiken der Freisetzung gentechnisch veränderter Pflanzen" (NFP 59, www.nfp59.ch) abgeschlossen sein. Die Resultate werden im Sinne des Postulates ausgewertet, und falls nötig wird der Bundesrat eine ergänzende Studie zu dessen Erfüllung in Auftrag geben.</p>  Der Bundesrat beantragt die Annahme des Postulates.