<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="content"> <div class="para">Eidgenössisches Versicherungsgericht </div> <div class="para">Tribunale federale delle assicurazioni </div> <div class="para">Tribunal federal d'assicuranzas </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Sozialversicherungsabteilung </div> <div class="para">des Bundesgerichts </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Prozess {T 0} </div> <div class="para">I 794/05 </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Urteil vom 14. September 2006 </div> <div class="para">II. Kammer </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Besetzung </div> <div class="para">Präsidentin Leuzinger, Bundesrichter Borella und Kernen; Gerichtsschreiberin Durizzo </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Parteien </div> <div class="para">R.________, 1956, Beschwerdeführer, vertreten </div> <div class="para">durch Rechtsanwalt Dr. Roland Ilg, Rämistrasse 5, </div> <div class="para">8001 Zürich, </div> <div class="para"> </div> <div class="para">gegen </div> <div class="para"> </div> <div class="para">IV-Stelle des Kantons Solothurn, Allmendweg 6, </div> <div class="para">4528 Zuchwil, Beschwerdegegnerin </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Vorinstanz </div> <div class="para">Versicherungsgericht des Kantons Solothurn, Solothurn </div> <div class="para"> </div> <div class="para">(Entscheid vom 12. Oktober 2005) </div> <div class="para"> </div> <div class="para">In Erwägung, </div> <div class="para">dass die IV-Stelle des Kantons Solothurn den Anspruch des R.________, geboren 1956, auf eine Invalidenrente mit Verfügung vom 29. April 2004 und Einspracheentscheid vom 6. Dezember 2004 unter Hinweis auf einen rentenausschliessenden Invaliditätsgrad verneint hat, </div> <div class="para">dass das Versicherungsgericht des Kantons Solothurn die dagegen erhobene Beschwerde mit Entscheid vom 12. Oktober 2005 abgewiesen hat, </div> <div class="para">dass R.________ Verwaltungsgerichtsbeschwerde führen lässt mit dem Antrag, unter Aufhebung des angefochtenen Entscheides sei die Sache zur Neubeurteilung an die Vorinstanz zurückzuweisen oder ihm eine ganze Invalidenrente zuzusprechen, </div> <div class="para">dass die IV-Stelle auf Abweisung der Verwaltungsgerichtsbeschwerde schliesst, während das Bundesamt für Sozialversicherungen auf eine Vernehmlassung verzichtet, </div> <div class="para">dass das kantonale Gericht die zur Beurteilung des Rentenanspruchs erforderlichen Rechtsgrundlagen zutreffend dargelegt hat (Art. 36a Abs. 3 zweiter Satz OG), </div> <div class="para">dass der Beschwerdeführer im Wesentlichen geltend macht, nachdem die schweren Schmerzzustände somatisch nicht erklärbar seien, müsse ein invalidisierendes psychisches Leiden beziehungsweise eine somatoforme Schmerzstörung vorliegen, was die IV-Stelle hätte abklären müssen, </div> <div class="para">dass die Annahme eines psychischen Gesundheitsschadens eine fachärztlich (psychiatrisch) gestellte Diagnose nach einem wissenschaftlich anerkannten Klassifikationssystem voraussetzt (<a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=17&amp;from_date=07.09.2006&amp;to_date=26.09.2006&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F130-V-396%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page398">BGE 130 V 398</a> ff. Erw. 5.3 und Erw. 6), </div> <div class="para">dass indes auch eine diagnostizierte anhaltende somatoforme Schmerzstörung - wie jede andere psychische Beeinträchtigung - als solche noch keine Invalidität begründet, sondern vielmehr eine Vermutung besteht, die somatoforme Schmerzstörung oder ihre Folgen seien mit einer zumutbaren Willensanstrengung überwindbar, </div> <div class="para">dass bestimmte Umstände, welche die Schmerzbewältigung intensiv und konstant behindern, den Wiedereinstieg in den Arbeitsprozess unzumutbar machen können, weil die versicherte Person alsdann nicht über die für den Umgang mit den Schmerzen notwendigen Ressourcen verfügt, </div> <div class="para">dass sich im Einzelfall anhand verschiedener Kriterien entscheidet, ob ein solcher Ausnahmefall vorliegt, wobei die Feststellung einer psychischen Komorbidität von erheblicher Schwere, Ausprägung und Dauer im Vordergrund steht (<a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=17&amp;from_date=07.09.2006&amp;to_date=26.09.2006&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F131-V-49%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page49">BGE 131 V 49</a>), </div> <div class="para">dass der Beschwerdeführer aus dieser Rechtsprechung nichts zu seinen Gunsten ableiten kann, </div> <div class="para">dass bereits die Vorinstanz zu Recht erwogen hat, dass sich bis zu dem für die richterliche Überprüfungsbefugnis massgebenden Zeitpunkt des Einspracheentscheides (<a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=17&amp;from_date=07.09.2006&amp;to_date=26.09.2006&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F129-V-167%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page169">BGE 129 V 169</a> Erw. 1 mit Hinweis) in den medizinischen Akten keine Anhaltspunkte für eine psychische Beeinträchtigung solchen Ausmasses finden, </div> <div class="para">dass deshalb kein Anlass bestand, den psychischen Gesundheitszustand gutachterlich abzuklären, </div> <div class="para">dass sich auch aus den im letztinstanzlichen Verfahren nachgereichten Arztzeugnissen nichts anderes ergibt, da sie nicht den Zeitraum vor Erlass des Einspracheentscheides beziehungsweise nicht das hier streitige psychische Leiden betreffen, </div> <div class="para">dass weder das durch die Behörden der Arbeitslosenversicherung dokumentierte passive und unmotivierte Verhalten noch die subjektive Angabe, mit den Schmerzen nicht umgehen zu können, genügen, um auf eine invalidisierende psychische Störung zu schliessen, </div> <div class="para">dass im Übrigen auch keine somatoforme Schmerzstörung diagnostiziert wurde, </div> <div class="para">dass die Verwaltungsgerichtsbeschwerde offensichtlich unbegründet ist und im Verfahren nach <span class="artref">Art. 36a OG</span> erledigt wird, </div> <div class="para"> </div> <div class="para">erkennt das Eidg. Versicherungsgericht: </div> <div class="para">1. </div> <div class="para">Die Verwaltungsgerichtsbeschwerde wird abgewiesen. </div> <div class="para">2. </div> <div class="para">Es werden keine Gerichtskosten erhoben. </div> <div class="para">3. </div> <div class="para">Dieses Urteil wird den Parteien, dem Versicherungsgericht des Kantons Solothurn, der Ausgleichskasse SPIDA und dem Bundesamt für Sozialversicherungen zugestellt. </div> <div class="para">Luzern, 14. September 2006 </div> <div class="para">Im Namen des Eidgenössischen Versicherungsgerichts </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Die Präsidentin der II. Kammer: Die Gerichtsschreiberin: </div> <div class="para"> </div> </div></body></html>