<h2>SubmittedText<h2><p>Immer mehr Jugendliche werden an "Technoparties" und anderen Anlässen mit der Einnahme von Ecstasy konfrontiert.</p><p>Ecstasy ist offensichtlich gesundheitsschädigend. Die schädliche Wirkung ist vor allem an die Gefahr der Vermischung gebunden.</p><p>Das Bundesamt für Gesundheitswesen hat in den letzten Jahren ein vielfältiges Aids- und Drogenpräventionsprogramm ausgearbeitet.</p><p>Will der Bundesrat demnach das Bundesamt für Gesundheitswesen mit der Erarbeitung eines Präventionsprogramms gegen Mittel wie Ecstasy beauftragen?</p><p>Gedenkt der Bundesrat andererseits, die Kantone im Kampf gegen den Verkauf, den Handel und den Konsum von Ecstasy zu unterstützen?</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Das Bundesamt für Gesundheitswesen (BAG) hat aufgrund des Bundesratsbeschlusses vom 20. Februar 1991 zur Verminderung der Drogenprobleme eine Impulsstrategie zur Verstärkung der Suchtprävention entwickelt. Diese ist auch beschrieben in der Botschaft des Bundesrates vom 19. Juni 1995 zu den zwei Volksinitiativen "Jugend ohne Drogen" und "für eine vernünftige Drogenpolitik". Diese Strategie umfasst sowohl Massnahmen zur Prävention des Konsums einzelner Drogen wie auch Massnahmen, die ein generell vernünftiges Verhalten im Umgang mit gesundheitlichen Risiken fördern. Einzelne Massnahmen richten sich speziell an Jugendliche, andere eher an deren Bezugsgruppen wie Eltern, Schule, Freizeitgruppen oder Heime. Eine enge Zusammenarbeit findet zwischen Fachleuten auf nationaler, kantonaler und lokaler Ebene statt.</p><p>In bezug auf Ecstasy hat das BAG im Rahmen seiner Präventionsstrategie bereits verschiedene Massnahmen durchgeführt:</p><p>a. Es wurden Informationen gesammelt über den Gebrauch von Ecstasy bei Jugendlichen und Erwachsenen sowie über die damit verbundenen Risiken; Dokumentationen wurden erstellt, und zwei Untersuchungen bei Ecstasy-Konsumenten sind im Gange;</p><p>b. zur Information von erwachsenen Bezugspersonen wie Eltern, Lehrern, sozial Tätigen, Verantwortlichen von Freizeitveranstaltungen usw. hat die Schweizerische Fachstelle für Alkohol- und andere Drogenprobleme ein Informationsblatt realisiert und breit gestreut;</p><p>c. junge "Technoparty"-Teilnehmer werden direkt über die Risiken von Ecstasy informiert: Mit Unterstützung des Bundes wurde ein Infostand mit Video, Infoblatt ("Ecstasy Info") und dem Angebot für persönliche Information geschaffen; der Infostand war bisher bei über 60 Technoveranstaltungen in Aktion und soll bei anhaltendem Erfolg weitergeführt werden;</p><p>d. Verantwortliche von Technoveranstaltungen sollen für angepasste Massnahmen zur Risikoverminderung (Ruhezonen, kühle Getränke, Erste Hilfe) sensibilisiert werden;</p><p>e. die Ecstasy-Problematik soll in die allgemeine Suchtprävention eingebaut werden.</p><p>Das BAG ist in regelmässigem Kontakt mit den kantonalen Verantwortlichen für Drogenfragen und prüft mit diesen zurzeit eine Verstärkung der Präventionsbemühungen. Den Fragen rund um die Substanzbeimischung zu Ecstasy und des gleichzeitigen Beikonsums von Alkohol und anderen Drogen werden besondere Aufmerksamkeit geschenkt.</p><p>Bezüglich der Verfolgung des illegalen Ecstasy-Handels unterstützen das Bundesamt für Polizeiwesen und die Oberzolldirektion die Anstrengungen der Kantone und überwachen insbesondere die illegale Einfuhr solcher Substanzen.</p>  Antwort des Bundesrates.