<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2002.00204</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="https://vgrzh.djiktzh.ch/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=https://vgrzh.djiktzh.ch&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=107075&amp;W10_KEY=4467145&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2002.00204</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 19.02.2003</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">1. Abteilung/1. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Raumplanungs-, Bau- und Umweltrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Befehl</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Die Festsetzung bzw. Anordnung einer Ersatzvornahme ist eine anfechtbare Verfügung (E. 1a); ausnahmsweiser Verzicht auf das Erfordernis des aktuellen Interesses (E. 1b).<br/>Formelle Natur der Ausstandsbestimmungen (E. 2a); Ausstandsgründe müssen auch im Vollstreckungsverfahren beachtet werden (E. 2b); Rüge der Befangenheit muss rechtzeitig erhoben werden (E. 2c); ungeschickte Äusserung allein lässt noch nicht auf Befangenheit schliessen (E. 2d).<br/>Die Grundeigentümerin hätte die Ersatzvornahme durch eigenes Handeln vermeiden können (E. 3a); angemessene Frist für die Erfüllung der Anordnung (E. 3b); weitere Fristen mussten nicht angeordnet werden (E. 3c); vorliegend keine Fristverlängerung (E. 3d); es liegt in der Natur der Ersatzvornahme, dass bei einem Rückbau Baumaterial zerstört wird (E. 3e); kein Ermessensmissbrauch bezüglich der Kostenhöhe (E. 3f).<br/>Abweisung der Beschwerde (E. 4).</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ABBRUCHBEFEHL">ABBRUCHBEFEHL</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ABNEIGUNG">ABNEIGUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsprozessrecht UR: Allgemeines ST: AUSSTAND">AUSSTAND</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: BEFANGENHEIT">BEFANGENHEIT</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: DRITTVORNAHME">DRITTVORNAHME</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ERFÃLLUNGSFRIST">ERFÃLLUNGSFRIST</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ERSATZVORNAHME">ERSATZVORNAHME</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: FEINDSCHAFT">FEINDSCHAFT</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: GEMEINDEBEHÃRDE">GEMEINDEBEHÃRDE</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: HEILUNG">HEILUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: RÃCKBAU">RÃCKBAU</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: Urteile: Staats- und Verfassungsrecht UR: Artikel 8, 9, 29 ff BV ST: ÃBRIGES ZU ART. 8,9,29 FF. BV">ÃBRIGES ZU ART. 8,9,29 FF. BV</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: VERWALTUNGSZWANG, VOLLSTRECKUNG">VERWALTUNGSZWANG, VOLLSTRECKUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsprozessrecht UR: Allgemeines ST: VERWALTUNGSZWANG, VOLLSTRECKUNG">VERWALTUNGSZWANG, VOLLSTRECKUNG</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade">Art. 29 lit. I BV</span><br/><span class="gerade">§ 341 PBG</span><br/><span class="ungerade">lit. I VRG</span><br/><span class="gerade">§ 21 lit. a VRG</span><br/><span class="ungerade">§ 30 lit. I b VRG</span><br/><span class="gerade">§ 31 lit. I VRG</span><br/><span class="ungerade">§ 31 lit. II VRG</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 3 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Einzug1"><span>I. Mit PrÃ¤sidialverfÃ¼gung vom 4. Februar 2002 wurde A von der Bau­kommission X angekÃ¼ndigt, dass am 13. Februar 2002 der obere Teil ihrer Garten­mauer (M, Kat.-Nr. 01) abgebrochen werde. FÃ¼r die Ersatzvornahme hatte die Baukommission ein Bauunternehmen beauftragt; gemÃ¤ss der VerfÃ¼gung wÃ¼rden die Kosten separat in Rechnung gestellt und A auferlegt.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>II. Gegen diese FestsetzungsverfÃ¼gung erhob A Rekurs an die Baure­kurskommis­sion II. Diese wies das Rechtsmittel am 21. Mai 2002 ab.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>III. Am 24. Juni 2002 verlangte A mit rechtzeitiger Beschwerde ans Verwaltungsge­richt die Aufhebung des angefochtenen Entscheids der Baurekurskommission sowie des erstinstanzlichen Entscheids der Baukommission X. Zudem sei festzustel­len, dass die Art der vorgenommenen Ersatzvornahme widerrechtlich sei; eventualiter sei die Widerrechtlichkeit der angefochtenen Entscheide festzustellen, alles unter Kosten- und EntschÃ¤digungs­folgen zulasten der Baukommission X.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die Baurekurskommission II beantragte am 30. Juli 2002 die Abweisung der Beschwerde; die Baukommission X liess sich nicht vernehmen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die Kammer zieht in ErwÃ¤gung:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>1. a) Die BeschwerdefÃ¼hrerin hatte ihre Gartenmauer trotz mittlerweile rechtskrÃ¤ftig gewordenem Abbruchbefehl von sich aus nicht verkleinert. Mit der angeordneten Ersatz­­vornahme (bzw. Drittvornahme durch ein Bauunternehmen) bezweckte die Beschwerde­­gegnerin die unmittelbare Durchsetzung jenes Abbruchbefehls (so genannte exekutorische Massnahme; vgl. Ulrich HÃ¤felin/Georg MÃ¼ller, Allgemeines Verwaltungsrecht, 4. A., ZÃ¼rich/Basel/Genf 2002, Rz. 1135). Eine solche Ersatzvornahme stÃ¼tzt sich auf § 341 des Planungs- und Baugesetzes vom 7. September 1975 (PBG) in Verbindung mit § 30 Abs. 1 lit. b des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 (VRG; vgl. Walter Haller/ Pe­ter Karlen, Raumplanungs-, Bau- und Umweltschutzrecht, 3. A., ZÃ¼rich 1999, Rz. 839). GemÃ¤ss § 31 Abs. 2 Satz 2 VRG ist die Androhung einer Ersatzvornahme "nicht durch Re­kurs anfechtbar" (analog Art. 101 lit. c des Bundesrechtspflegegesetzes vom 16. Dezember 1943). Eine wÃ¶rtliche Auslegung dieser Bestimmung wÃ¼rde den Schluss nahe legen, dass auch die vorliegend zu beurteilende Anordnung bzw. Festsetzung der Ersatzvornahme kein zulÃ¤ssiges Anfechtungsobjekt darstellt. Ebenso bestimmt § 30 Abs. 1 lit. b VRG, dass bei der Ersatzvornahme (nur) der Entscheid Ã¼ber die Kostenauflage weitergezogen werden kann; daraus kÃ¶nnte man umgekehrt ableiten, dass auf die vorliegende Beschwerde nicht ein­­zutreten wÃ¤re.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Zu einem anderen Resultat gelangt man freilich, wenn man § 31 Abs. 2 Satz 2 VRG systematisch (insbesondere verfassungskonform) auslegt. Danach will die Bestimmung le­dig­­lich den Streitgegenstand eingrenzen. â Die Zwangsandrohung setzt stets voraus, dass die der Vollstreckungsmassnahme zugrunde liegende SachverfÃ¼gung rechtskrÃ¤ftig wurde (§ 30 Abs. 1 VRG). Ist die SachverfÃ¼gung erst einmal in Rechtskraft erwachsen, fehlt der be­troffenen Person jegliches Rechtsschutzinteresse, die SachverfÃ¼gung erneut Ã¼berprÃ¼fen zu lassen (Marcel Ogg, Die verwaltungsrechtlichen Sanktionen und ihre Rechtsgrundlagen, ZÃ¼rich 2002, S. 72 mit Hinweisen). Deshalb darf bei der Rechtskontrolle der Vollstre­ckungs­­massnahme die SachverfÃ¼gung nicht mehr Ã¼berprÃ¼ft werden (RB 1990 Nr. 16 = BEZ 1991 Nr. 13; analog BGE 118 Ia 209, 212, E. 2b; BGE 104 Ia 172 E. 2b). Entgegen seinem Wortlaut will § 31 Abs. 2 Satz 2 VRG nur eine solche "doppelte PrÃ¼fung" verhindern (vgl. Alfred KÃ¶lz/JÃ¼rg Bosshart/Martin RÃ¶hl, Kommentar zum Verwaltungsrechtspfle­gegesetz des Kantons ZÃ¼rich, 2. A., ZÃ¼rich 1999, Vorbemerkungen zu §§ 29â31, Rz. 2 ff., § 31 Rz. 4). Allen anderen RÃ¼gen steht die Bestimmung grundsÃ¤tzlich nicht entgegen: So muss schon wegen dem Gebot der Verfahrensfairness (Art. 29 Abs. 1 der Bundesverfassung vom 18. April 1999, BV) mit der Beschwerde gegen eine VollzugsverfÃ¼gung geltend gemacht werden kÃ¶nnen, dass die Anordnung unter einem Mangel leidet, der in ihr selbst be­grÃ¼ndet ist (KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl § 30 Rz. 59; Alfred KÃ¶lz/Isabelle HÃ¤ner, Verwaltungsverfahren und Verwaltungsrechtspflege des Bundes, 2. A., ZÃ¼rich 1998, Rz. 520; offen ge­lassen in VGr, 6. Juli 2000, VB.2000.00050, E. 1b). Wie gravierend ein solcher Mangel sein muss, damit er im Beschwerdeverfahren gegen die Zwangsanordnung Ã¼berprÃ¼ft werden kann, wurde in der Rechtsprechung und Lehre noch zu wenig geklÃ¤rt. Fest steht jedenfalls, dass die Gerichte die Einhaltung verfassungsrechtlicher Minimalgaran­tien Ã¼berprÃ¼fen kÃ¶nnen, so die rechtsstaatlichen GrundsÃ¤tze (Art. 5 BV) sowie die Verfahrensgarantien (Art. 29 ff. BV; analog fÃ¼r die Verwaltungsgerichtsbeschwerde BGE 121 IV 345, 348 E. 1a). Solche RÃ¼gen erhebt die BeschwerdefÃ¼hrerin vorliegend: diese betreffen einzig die Anordnung der Ersatzvornahme; die ursprÃ¼ngliche SachverfÃ¼gung wird von der Beschwerde­fÃ¼hrerin zu Recht nicht in Frage gestellt.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) Als weitere Eintretensvoraussetzung muss die BeschwerdefÃ¼hrerin Ã¼ber eine aktuelles Rechtsschutzinteresse verfÃ¼gen (§ 21 lit. a in Verbindung mit § 70 VRG). Ein solches aktuelles Interesse fehlt zwar grundsÃ¤tzlich, wenn die Vollstreckung, wie hier, bereits erfolgt ist (vgl. Isabelle HÃ¤ner, Die Beteiligten im Verwaltungsverfahren und Verwaltungs­prozess, ZÃ¼rich 2000, Rz. 676). Andererseits ist die ZulÃ¤ssigkeit der Festsetzung der Ersatz­­vornahme fÃ¼r spÃ¤tere Verfahrensstadien relevant, so insbesondere fÃ¼r die ÃberwÃ¤lzung der Kosten auf die BeschwerdefÃ¼hrerin. Von der Voraussetzung des aktuellen Interesses kann zudem abgesehen werden, wenn sonst kaum je ein rechtzeitiger Entscheid gefÃ¤llt wer­den kÃ¶nnte (das Erfordernis der grundsÃ¤tzlichen Bedeutung hat in der Verwaltungsgerichts­­barkeit demgegenÃ¼ber nicht dieselbe Bedeutung wie im Verfahren der staatsrechtlichen Beschwerde; vgl. BGE 123 II 285 E. 4c; vgl. auch RB 1998 Nr. 41; KÃ¶lz/Boss­hart/ RÃ¶hl § 21 Rz. 25). Eine Ersatzvornahme dÃ¼rfte in aller Regel auf einen Zeitpunkt angeordnet werden, der die rechtzeitige ÃberprÃ¼fung durch ein Gericht kaum je gestatten wÃ¼rde. Zu­dem kÃ¶nnten sich die hier zu prÃ¼fenden Fragen unter Ã¤hnlichen UmstÃ¤nden wieder stellen. Damit ist auf die Beschwerde einzutreten.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>2. Die BeschwerdefÃ¼hrerin rÃ¼gt als Erstes, dass der PrÃ¤sident der Baukommission beim Erlass der angefochtenen VerfÃ¼gung befangen gewesen sei und somit seine Ausstands­pflicht gemÃ¤ss § 5a Abs. 1 VRG verletzt habe.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>a) WÃ¤re die erhobene BefangenheitsrÃ¼ge begrÃ¼ndet, mÃ¼sste der erstinstanzliche Ent­­scheid (bzw. jener der Vorinstanz) nach konstanter bundesgerichtlicher Rechtsprechung zwingend aufgehoben werden </span>(so genannte "formelle Natur": BGr, 14. Februar 1997, ZBl 99/1998, S. 289, E. 4 mit weiteren Hinweisen; <span>anders einzig </span>BGr, 20. Juni 2000, ZBl 103/2002, S. 36, E. 2c/bb, wonach der <span>Entscheid nur dann aufgehoben werden mÃ¼sse, wenn Befangenheit "</span>das Ergebnis entscheidend habe beeinflussen kÃ¶nnen", allerdings ohne BegrÃ¼ndung). An dieser Rechtsprechung ist festzuhalten: Wenn der PrÃ¤sident der Baukom­mis­­sion tatsÃ¤chlich befangen war, leidet der erstinstanzliche Entscheid unter einem grundle­genden Mangel, der nur durch dessen Aufhebung beseitigt werden kann; eine so genannte "Heilung" durch eine korrekt besetzte RechtsmittelbehÃ¶rde fÃ¤llt grundsÃ¤tzlich ausser Betracht (VGr, 23. Oktober 2002, VB.2001.00189 E. 3b, www.vgrzh.ch). Damit ist die <span>RÃ¼ge der Befangenheit vorweg zu prÃ¼fen (vgl. BGE 124 V 389 E. 1).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Als im vorangehenden Erkenntnisverfahren die BewilligungsfÃ¤higkeit der Mauer­er­hÃ¶hung untersucht werden musste, hat der PrÃ¤sident der Baukommission die Gartenmauer an einem Augenschein mit der Berliner Mauer verglichen. Das Protokoll der Baurekurs­kom­­mission vom 17. August 1999 gibt die Ãusserung des KommissionsprÃ¤sidenten wie folgt wieder: "Es </span>gehe aber nicht an, dass einfach eine Mauer aufgestellt werde, wie dies in Berlin geschehen sei". <span>Die BeschwerdefÃ¼hrerin ist der Auffassung, dass der PrÃ¤sident durch diese Ãusserung seine Voreingenommenheit zum Ausdruck gebracht habe. Bei der vor­liegend zu beurteilenden Vollstreckungsmassnahme hÃ¤tte er folglich nicht mitwirken dÃ¼r­fen. Indem er dies trotzdem getan habe, sei der Anspruch auf eine korrekt, mit unbefange­nen Mitgliedern besetzte BehÃ¶rde verletzt.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) Als Erstes fragt sich, ob der PrÃ¤sident der Baukommission die AusstandsgrÃ¼nde Ã¼berhaupt beachten musste. â Die Garantie der Verfahrensfairness in Art. 29 Abs. 1 BV so­wie die Ausstandspflicht gemÃ¤ss § 5a Abs. 1 VRG gewÃ¤hrleisten, dass kein befangenes Mit­­glied an einer Anordnung mitwirkt. Unter "Anordnungen" im Sinne von § 5a Abs. 1 VRG sind auch Vollstreckungsmassnahmen im Sinne von § 29 ff. VRG zu verstehen, soweit diese nicht rein untergeordneter bzw. administrativer Natur sind. Die Ausstandsbestim­­mungen finden selbstredend dann keine Anwendung, wenn es um blosse ausfÃ¼hrende Ar­beiten geht, wie etwa das Kopieren und den Versand einer VerfÃ¼gung (KÃ¶lz/Boss­hart/ RÃ¶hl, § 5a Rz. 9). Wenn der Vollstreckungsmassnahme jedoch ein Gewicht zukommt, das eine selbstÃ¤ndige Anfechtung rechtfertigt, mÃ¼ssen die Ausstandsbestimmungen beachtet werden (analog auf Bundesebene Art. 10 Abs. 1 in Verbindung mit Art. 5 Abs. 2 und Art. 41 Abs. 1 lit. a des Verwaltungsverfahrensgesetzes vom 20. Dezember 1968; Benjamin Schindler, Die Befangenheit der Verwaltung, ZÃ¼rich 2002, S. 84 f.). </span>Zwar kommt der BehÃ¶rde beim Entscheid Ã¼ber die Vollstreckung ihrer Anordnungen in aller Regel kein Er­messen zu (Ogg, S. 99 f.). Andererseits will das in Art. 29 Abs. 1 BV enthaltene Unbefangenheitsgebot die Verfahrensfairness sicherstellen, womit es grundsÃ¤tzlich auf sÃ¤mtliche Verwaltungsverfahren Anwendung finden muss, seien diese nun Erkenntnis- oder Vollstre­ckungsverfahren. Da die angefochtene Anordnung hier selbstÃ¤ndig anfechtbar ist (E. 1a), musste der KommissionsprÃ¤sident bei deren Erlass die Ausstandsnormen beachten.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">c) Weiter fragt sich, ob die BeschwerdefÃ¼hrerin die RÃ¼ge der Befangenheit Ã¼berhaupt rechtzeitig erhoben hat. â Aufgrund des Grundprinzips von Treu und Glauben (Art. 5 Abs. 3 BV) ist ein BehÃ¶rdenmitglied so frÃ¼h wie mÃ¶glich abzulehnen. Wer weiss oder wissen muss, dass eine BehÃ¶rde mit einem ausstandspflichtigen Mitglied besetzt sein wird, und sich trotzdem auf das Verfahren einlÃ¤sst, verwirkt grundsÃ¤tzlich den Anspruch, das be­tref­fende Mitglied spÃ¤ter noch abzulehnen (<span>BGE 121 I 225 E. 3; </span>BGE 114 Ia 278 E. 3e). <span>Nur wenn eine Verfahrenspartei von UmstÃ¤nden, welche ein Ausstandsbegehren begrÃ¼ndet erscheinen lassen, erst zusammen mit der VerfÃ¼gung Kenntnis erhÃ¤lt, kann sie die Verletzung der Ausstandsregeln auch noch im anschliessenden Rechtsmittelverfahren rÃ¼gen, sofern ihr keine mangelnde Sorgfalt vor­zuwerfen ist (VGr, 6. April 2001, VB.2000.00068, E. 3c/aa, www.vgrzh.ch). Der PrÃ¤sident der Baukommission zog den Vergleich mit der Ber­liner Mauer im vorangehenden Erkenntnisverfahren anlÃ¤sslich eines Augenscheins der Baurekurskommission. Die BeschwerdefÃ¼hrerin leitete daraus ab, dass der PrÃ¤sident bereits bei der Verweigerung der nachtrÃ¤glichen Baubewilligung, mithin im ersten Stadium des Er­kenntnisverfahrens, befangen war. Das Bundesgericht hat diese RÃ¼ge abgewiesen (BGr, 1P.50/2000, E. 3b, www.bger.ch). Nicht zu entscheiden hatte das Bundesgericht, ob aus dem Vergleich mit dem Mauerbau auch fÃ¼r das nachfolgende Vollstreckungsverfahren Befangenheit abzuleiten wÃ¤re (vgl. zur Unterscheidung Schindler, S. 130). Die Frage der Befangenheit konnte somit grundsÃ¤tzlich nochmals aufgeworfen werden. Allerdings hÃ¤tte die BeschwerdefÃ¼hrerin nach Zustellung des erwÃ¤hnten Bundesgerichtsentscheids damit rechnen mÃ¼ssen, dass der KommissionsprÃ¤sident am darauf folgenden Vollstreckungsverfahren mitwirken wÃ¼rde, da VerwaltungsbehÃ¶rden ihre Anordnungen grundsÃ¤tzlich selbst vollstre­­cken (§ 29 Abs. 1 Satz 1 VRG). Damit erweist sich die RÃ¼ge der BeschwerdefÃ¼hrerin als verspÃ¤tet. </span></p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">d) Im Ãbrigen ist die RÃ¼ge der Befangenheit auch unbegrÃ¼ndet. â <span>Wenn ein AngehÃ¶riger einer BehÃ¶rde gegenÃ¼ber einem Verfahrensbeteiligten seine Abneigung oder persÃ¶nliche GeringschÃ¤tzung zum Ausdruck bringt, fÃ¼hrt dies zwingend zum Ausstand (BGr, 16. Juli 2001, 1P.208/2001, E. 3b, www.bger.ch; BGE 125 I 119 E. 3g = Pra 88/ 1999 Nr. 165, S. 871). Zwar ist zu berÃ¼cksichtigen, dass politische EntscheidungstrÃ¤ger oft zu brisanten Themen wie etwa zu bedeutsamen StreitfÃ¤llen oder zu besonders umstrittenen Projekten Stellung beziehen mÃ¼ssen (BGr, 14. Februar 1997, ZBl 99/1998, S. 289, 292, E. 3b). Das ist allerdings keine Rechtfertigung fÃ¼r Polemik oder gar persÃ¶nliche Verunglimpfungen (Schindler, S. 134). Wenn ein BehÃ¶rdenmitglied etwa in einer Zeitungskolum­­ne einem Unternehmer indirekt asoziales und geldgieriges Verhalten vorwirft, liegt dies klar ausserhalb der Ã¼blichen politischen TÃ¤tigkeit eines Exekutivmitglieds, womit das betreffende Mitglied in den Ausstand treten muss (BGr, 14. Februar 1997, ZBl 99/1998, S. 289, E. 3c; analog fÃ¼r einen KommissionssekretÃ¤r BGE 97 I 91 E. 3). Dasselbe muss fÃ¼r den AngehÃ¶rigen einer BehÃ¶rde gelten, der auf das zu spÃ¤te Erscheinen einer Partei Ã¼bermÃ¤s­­sig heftig reagiert (BGE 120 V 357 E. 3b). DemgegenÃ¼ber fÃ¼hren objektive, sachliche und faire Ãusserungen nie zur Befangenheit des EntscheidungstrÃ¤gers (Entscheid des Bundesrates vom 1. MÃ¤rz 2000, VPB 64.58 E. 8.1). Auch ungeschickte oder scherzhafte Ãus­se­­rungen vermÃ¶gen fÃ¼r sich alleine nicht den Anschein der Befangenheit zu bewirken, so et­wa wenn ein Gutachter gegenÃ¼ber einem Verfahrensbeteiligten bemerkt, dessen "Akten seien dicker als alle je vorher von ihm behandelten Dossiers" (BGr, 25. September 2001, U 184/2000, E. 3c, www.bger.ch).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Der vorliegend zu beurteilende Vergleich mit der Berliner Mauer war Ã¼berflÃ¼ssig und sachlich in keiner Weise gerechtfertigt. Die Ãusserung darf allerdings nicht losgelÃ¶st von den Ã¼brigen AusfÃ¼hrungen des PrÃ¤sidenten der Baukommission betrachtet werden (BGr, 24. Januar 2001, 1P.50/2000, E. 3b, www.bger.ch). Das erwÃ¤hnte Protokoll der Baurekurskommission gibt die Aussagen wie folgt wieder:</span></p> <p class="EinzugZitat"> "Es gehe beim vorliegenden Fall auch um die prÃ¤judizielle Wirkung. Ganz X wisse, dass die Mauer ohne Baubewilligung erstellt worden sei. Die Baukommission habe einen schweren Stand, wenn der Mauer­bau nicht sanktioniert werde. Die Bauherrschaft habe aber ein Recht auf eine Mauer. Wie diese im Konkreten auszusehen habe, kÃ¶nne in Ruhe besprochen werden. Es gehe aber nicht an, dass einfach eine Mauer aufgestellt werde, wie dies in Berlin geschehen sei."</p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Dem KommissionsprÃ¤sidenten geht es zu Beginn des zitierten Abschnitts zunÃ¤chst um die GlaubwÃ¼rdigkeit der BehÃ¶rdentÃ¤tigkeit, die in Frage gestellt wÃ¼rde, wenn die Baube­hÃ¶rde im dort zu entscheidenden Fall untÃ¤tig geblieben wÃ¤re. Ausserdem bringt der PrÃ¤si­dent zum Ausdruck, dass im Einzelfall angemessene LÃ¶sungen gefunden werden kÃ¶nnten, wenn er festhÃ¤lt, dass die BeschwerdefÃ¼hrerin "ein Recht auf eine Mauer" habe und man "in Ruhe besprechen" kÃ¶nne, wie die Mauer im Einzelnen auszusehen habe. Die Bemerkung, dass man eine Mauer verhindern wolle, wie sie "in Berlin" gebaut worden sei, war unnÃ¶tig und der Vergleich unangebracht. Die Ã¼brigen Bemerkungen waren jedoch sach­lich gerechtfertigt (Wahrung der Rechtssicherheit, Gleichbehandlung der Bauherrn). Der Sachverhalt ist insofern mit jenem vom Bundesgericht entschiedenen Fall vergleichbar, in dem ein Gutachter eine Partei "mit deutlichen Worten" â in der Sache jedoch durchaus berechtigt â kritisierte (BGr, 19. Februar 2001, 2P.21/2001, E. 2b, www.bger.ch). Das Bundesgericht hatte dort Befangenheit verneint. Weiter ist zu berÃ¼cksichtigen, dass der PrÃ¤­­sident die gerÃ¼gte Ãusserung im Rechtsmittelverfahren machte, in einem Verfahrenssta­dium also, in dem er die Sichtweise der BaubehÃ¶rde darzustellen hatte. Als Parteivertreter im Rechtsmittelverfahren durfte er seinen Standpunkt durchaus pointierter vertreten als im vorangehenden Verwaltungsverfahren. Zudem dÃ¼rfen </span>an die Ausstandspflichten von BehÃ¶r­­denmitgliedern kleiner Landgemeinden nicht die gleich strengen Anforderungen gestellt </p> <p class="Einzug1">werden wie an die Mitglieder eines Gerichts (BGr, 9. Mai 1979, ZBl 80/1979, S. 488 f.; BGr, 20. Juni 2000, ZBl 103/2002, S. 36, E. 2b; VGr, 23. Oktober 2002, VB.2001.00189, E. 1b, www.vgrzh.ch). Aus dem Vergleich mit dem Berliner Mauerbau <span>allein kann damit nicht auf Befangenheit geschlossen werden. Der PrÃ¤sident durfte demnach an der angefoch­tenen Vollstreckungsanordnung mitwirken. Selbst wenn man annehmen wÃ¼rde, dass die BeschwerdefÃ¼hrerin die BefangenheitsrÃ¼ge rechtzeitig erhoben hÃ¤tte, wÃ¤re sie ohne Er­folg.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>3. In der Sache macht die BeschwerdefÃ¼hrerin geltend, die BaubehÃ¶rde hÃ¤tte in ihrem Entscheid vom 4. Februar 2002 den Beginn der Abbrucharbeiten nicht vor Ablauf der 30tÃ¤gigen Rechtsmittelfrist (§ 22 VRG) festsetzen dÃ¼rfen. Indem die BaubehÃ¶rde die Drittvornahme bereits auf den 13. Februar 2002 festgesetzt habe, habe sie der BeschwerdefÃ¼hrerin die MÃ¶glichkeit genommen, die Ersatzvornahme durch eigenes Handeln zu verhindern und darÃ¼ber hinaus in einem gerichtlichen Verfahren Ã¼berprÃ¼fen zu lassen. Eine Frist von sechs Tagen zwischen Zustellung (7. Februar 2002) und Ersatzvornahme (13. Februar 2002) sei zu kurz und damit unverhÃ¤ltnismÃ¤ssig.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>a) Der Ersatzvornahme muss eine entsprechende Androhung vorangehen. Dem Pflich­tigen ist gleichzeitig eine angemessene Frist zur ErfÃ¼llung anzusetzen (§ 31 Abs. 1 VRG), womit die Frist dem VerhÃ¤ltnismÃ¤ssigkeitsgrundsatz (Art. 5 Abs. 2 BV) entsprechen muss. â In der ursprÃ¼nglichen SachverfÃ¼gung vom 23. Februar 1999 ordnete die Beschwerdegegnerin an, dass die ohne Bewilligung erstellte ErhÃ¶hung innerhalb von 90 Tagen abzubauen sei. FÃ¼r den Fall, dass die Arbeiten bis zu diesem Zeitpunkt nicht beendet sein sollten, werde der BeschwerdefÃ¼hrerin die Ersatzvornahme angedroht. Die Angemessenheit jener Frist ist nicht mehr Gegenstand dieses Verfahrens; sie wurde bereits von der Vorinstanz und vom Verwaltungsgericht rechtskrÃ¤ftig als verhÃ¤ltnismÃ¤ssig beurteilt (VGr, 9. MÃ¤rz 2000, VB.1999.00341, E. 2a). FÃ¼r die Beurteilung der vorliegend erhobenen RÃ¼ge ist das damalige Urteil des Verwaltungsgerichts jedoch insofern relevant, als das Gericht dort ausdrÃ¼cklich festhielt, dass die Frist fÃ¼r den Abbau der Mauer mit Rechtskraft des Ur­teils zu laufen beginne (VGr, 9. MÃ¤rz 2000, VB.1999.00341, E. 2b/dd). Der Fristenlauf be­gann entgegen der Auffassung der BeschwerdefÃ¼hrerin nicht erst mit dem Versand des bun­­desgerichtlichen Urteils vom 24. Januar 2001, sondern bereits mit der Zustellung des Urteils des Verwaltungsgerichts (30. MÃ¤rz 2000). Damit endete die Frist <i>Ende Juni 2000: </i>Zu diesem Zeitpunkt hÃ¤tte die BeschwerdefÃ¼hrerin die Arbeiten vollendet haben mÃ¼ssen (zu­­mal sie in ihrer staatsrechtlichen Beschwerde keinen Antrag auf aufschiebende Wirkung gestellt hatte). SpÃ¤testens Ende Januar 2001 jedoch, als das Bundesgericht die erhobene Be­schwerde abwies, hÃ¤tte der BeschwerdefÃ¼hrerin klar sein mÃ¼ssen, dass die Arbeiten unverzÃ¼glich an die Hand zu nehmen sind. Dass ihr fÃ¼r die Arbeiten zu wenig Zeit geblieben wÃ¤re oder dass sie keine MÃ¶glichkeit gehabt hÃ¤tte, die Ersatzvornahme durch eigenes Handeln zu vermeiden, kann nach dem Gesagten nicht ernsthaft behauptet werden.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) Das Bauamt, eine der Baukommission unterstellte BehÃ¶rde im Sinne von § 29 Abs. 1 VRG, drohte am 16. August 2001 die Ersatzvornahme an. Das ist zwar ungewÃ¶hnlich, nachdem die Beschwerdegegnerin die Ersatzvornahme ja bereits in ihrer ursprÃ¼nglichen SachverfÃ¼gung vom 23. Februar 1999 angedroht hatte. Der Wortlaut von § 31 Abs. 2 VRG schliesst ein solches Vorgehen jedoch keineswegs aus: Danach kann die Androhung der Ersatzvornahme (unselbstÃ¤ndig) mit der zu vollstreckenden Anordnung verbunden oder aber selbstÃ¤ndig erlassen werden. Wenn die zu vollstreckende SachverfÃ¼gung, wie hier, einem lÃ¤ngeren Rechtsmittelverfahren unterlag, kann es im Interesse der Rechtssicherheit durchaus gerechtfertigt sein, die zwangsweise Durchsetzung in einer separaten VerfÃ¼gung nochmals anzudrohen (vgl. Christine Ackermann Schwendener, Die klassische Ersatzvornahme als Vollstreckungsmittel des Verwaltungsrechts, ZÃ¼rich 2000, S. 74 f., 79). Das Bau­­amt hÃ¤tte dies nach dem Gesagten (E. 3a) freilich schon frÃ¼her tun kÃ¶nnen, so etwa, als die Frist zur Fertigstellung der Arbeiten unbenutzt verstrichen war (Ende Juni 2000). Auf der anderen Seite gilt es zu berÃ¼cksichtigen, dass der BehÃ¶rde bei der Wahl des Zeitpunktes fÃ¼r die Androhung naturgemÃ¤ss ein gewisses Ermessen zukommt. Dass die BaubehÃ¶rde hier fÃ¼r die ErfÃ¼llung der Anordnung eine relativ kurze Frist von rund einem Monat ansetz­te, ist ebenso wenig zu beanstanden. § 31 Abs. 1 VRG verlangt eine "angemessene" Frist; die BehÃ¶rde hat bei der Festsetzung der FristlÃ¤nge dem bisherigen Verhalten des Pflichtigen Rechnung zu tragen und darf dabei namentlich berÃ¼cksichtigen, dass dieser trotz BestÃ¤­tigung der angefochtenen VerfÃ¼gung durch sÃ¤mtliche Rechtsmittelinstanzen seinen daraus resultierenden Pflichten nicht nachgekommen ist (vgl. VGr, 6. Juli 2000, VB.2000.00050, E. 3c; ferner Ackermann Schwendener, S. 70 f.). Ein Ermessensmissbrauch, der vom Verwaltungsgericht zu korrigieren wÃ¤re (§ 52 Abs. 2 lit. c VRG), liegt weder in Bezug auf die Wahl des Zeitpunktes noch bezÃ¼glich der FristenlÃ¤nge vor.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>c) Die BeschwerdefÃ¼hrerin machte in ihrer Rekursschrift geltend, dass sie "bereits im Dezember" mit dem RÃ¼ckbau begonnen habe; dies vor dem Hintergrund, dass sie vom Bauamt dazu nochmals ("ein allerletztes Mal") am 21. November 2001 aufgefordert wurde. Damit hatte die BeschwerdefÃ¼hrerin freilich viel zu lange zugewartet. Ihre ferienbedingte Ab­wesenheit im Januar 2002 konnte sie voraussehen, ebenso, dass der Wintereinbruch be­reits begonnene Arbeiten verzÃ¶gern wÃ¼rde. Weshalb sie die Arbeiten nicht bereits Ende Juni 2000 beendete hatte, liess sie im vorinstanzlichen Verfahren offen, ebenso, weshalb sie diese nicht nach Zustellung des bundesgerichtlichen Urteils vornahm (E. 3a). Nach der VerfÃ¼gung des Bauamtes hÃ¤tten die Arbeiten jedenfalls spÃ¤testens Mitte September 2001 beendet sein sollen, ansonsten eben zur Ersatzvornahme geschritten werde. Die Ansetzung einer weiteren Monatsfrist war nicht notwendig; sie wÃ¤re im Gegenteil dem Verbot der Rechts­verzÃ¶gerung (Art. 29 Abs. 1 BV) zuwidergelaufen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>d) Die BeschwerdefÃ¼hrerin macht weiter wie bereits im Rekursverfahren geltend, dass das Bauamt Ende November 2001 die Frist zum RÃ¼ckbau der Mauer auf Mitte Februar 2002 verlÃ¤ngert habe. Dass eine solche VerlÃ¤ngerung mÃ¼ndlich â ohne jeglichen schriftlichen Beleg â gewÃ¤hrt worden sein soll, ist angesichts der zahlreichen gefÃ¼hrten Korres­pon­­denzen hÃ¶chst unglaubhaft. Die BeschwerdefÃ¼hrerin wurde vom Bauamt am 21. Novem­­ber 2001 dazu aufgefordert, umgehend den Termin und das Unternehmen anzugeben, das mit dem RÃ¼ckbau beauftragt werde. Eine Frist wurde nicht angesetzt. Dass das Bauamt nun plÃ¶tzlich von dieser Anordnung abgerÃ¼ckt sein soll, wÃ¤re schlicht nicht nachvollziehbar und mit dem Gebot des Handelns nach Treu und Glauben (Art. 5 Abs. 3 BV) auch kaum zu vereinbaren. Die Vorinstanz ging somit in sachverhaltsmÃ¤ssiger Hinsicht korrekt davon aus, dass die behauptete "FristverlÃ¤ngerung" nicht stattfand. Auf ihre zutreffenden Aus­fÃ¼hrungen kann verwiesen werden (§ 28 Abs. 1 in Verbindung mit § 70 VRG). Weitere Beweismittel sind dazu nicht abzunehmen, da das Verwaltungsgericht vorliegend als zwei­te gerichtliche Instanz entscheidet und neue tatsÃ¤chliche Behauptungen somit nicht mehr mÃ¶glich sind (§ 52 Abs. 2 VRG).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>e) Dass bei einem RÃ¼ckbau durch einen Dritten Baumaterial zerstÃ¶rt werden muss, rÃ¤umt die BeschwerdefÃ¼hrerin selbst ein. Sie bemÃ¤ngelt nun allerdings, dass ihren WÃ¼nschen bezÃ¼glich der Art des RÃ¼ckbaus zu wenig Rechnung getragen worden sei, indem das beauftragte Bauunternehmen die Steine zu wenig sorgfÃ¤ltig aus der Wand herausgetrennt habe. Dabei Ã¼bersieht die BeschwerdefÃ¼hrerin freilich, dass sie es nach Rechtskraft des ver­­waltungsgerichtlichen Urteils (30. MÃ¤rz 2000) und insbesondere nach der erneuten Androhung vom 16. August 2001 in der Hand gehabt hÃ¤tte, Schaden zu vermeiden. Mit dem Ignorieren der beiden Androhungen nahm sie den Schaden in Kauf. Im Ãbrigen kann auch hier auf die zutreffenden AusfÃ¼hrungen der Vorinstanz verwiesen werden (§ 28 Abs. 1 in Verbindung mit § 70 VRG).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>f) Die BeschwerdefÃ¼hrerin ist schliesslich der Auffassung, dass die Kosten fÃ¼r die Festsetzung der Ersatzvornahme (Fr. 400.-) Ã¼berhÃ¶ht seien. â Die gesetzliche Grundlage fÃ¼r die GebÃ¼hr befindet sich in § 13 Abs. 1 VRG. GestÃ¼tzt auf diese Bestimmung hat der Regierungsrat in einer Verordnung die HÃ¶he der kommunalen GebÃ¼hren festgelegt (Verordnung Ã¼ber die GebÃ¼hren der GemeindebehÃ¶rden vom 8. Dezember 1966, LS 681, GemeindegebV). GemÃ¤ss § 1 Abschnitt E.2 GemeindegebV kann die BehÃ¶rde fÃ¼r Anordnungen ausserhalb eines Baubewilligungsverfahrens eine GebÃ¼hr von Fr. 100.- bis Fr. 5000.- erheben. Innerhalb dieses Rahmens ist die GebÃ¼hr unter anderem nach dem Verwaltungsaufwand und der Bedeutung des GeschÃ¤fts zu bemessen (§ 5 GemeindegebV). Aufgrund von § 50 Abs. 2 lit. c VRG hat das Verwaltungsgericht nur zu prÃ¼fen, ob die BehÃ¶rde bei der Festlegung der GebÃ¼hr ihr Ermessen missbrÃ¤uchlich gehandhabt hat (KÃ¶lz/Boss­hart/ RÃ¶hl, § 13 Rz. 37). Inwiefern die BaubehÃ¶rde hier in Ermessensmissbrauch verfallen sein soll, wird von der BeschwerdefÃ¼hrerin nicht dargetan. Ihre Beschwerde erweist sich somit auch in diesem Punkt als unbegrÃ¼ndet.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>4. Zusammenfassend ist die Beschwerde abzuweisen. Die Kosten sind gemÃ¤ss § 13 Abs. 2 in Verbindung mit § 70 VRG der unterliegenden BeschwerdefÃ¼hrerin aufzuerlegen; als angemessen erweist sich eine HÃ¶he von Fr. 2'000.-. Aufgrund von § 17 Abs. 2 VRG steht ihr keine ParteientschÃ¤digung zu.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>DemgemÃ¤ss entscheidet die Kammer:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>1. Die Beschwerde wird abgewiesen.</span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>2. ...</span></p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>