<h2>SubmittedText<h2><p>Der Bundesrat wird beauftragt, ein Programm auszuarbeiten, mit dem für die Kantone Anreize geschaffen werden, einen Informatikunterricht ab der Primarschule zu entwickeln und das Verständnis für das Funktionieren von Computerprogrammen und für ihre Rolle als Pfeiler der digitalisierten Welt zu fördern.</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Der Vermittlung von Kompetenzen im Bereich der Informations- und Kommunikationstechnologie kommt aus Sicht des Bundes eine zentrale Bedeutung zu. Da Fragen nach den Folgen, Chancen und Risiken der Digitalisierung den pädagogischen Alltag von der obligatorischen Schule über die Berufsbildung und Hochschule bis hin zur Weiterbildung berühren, verfolgt der Bund einen systemisch koordinierten Ansatz. Im Rahmen der bildungspolitischen Zusammenarbeit koordinieren Bund und Kantone deshalb ihre Strategien zur Sicherung und Weiterentwicklung der Qualität bei der Integration von Informations- und Kommunikationstechnologie im Bildungswesen.</p><p>Für die obligatorische Schule sind in der Schweiz gemäss Artikel 62 der Bundesverfassung die Kantone zuständig. Jeder Kanton hat seine eigenen Schulgesetze. Die Kantone bemühen sich jedoch, ihre Schulsysteme und Lehrpläne zu harmonisieren. Als Instrumente dazu dienen das Harmos-Konkordat der Schweizerischen Konferenz der kantonalen Erziehungsdirektoren und in der Deutschschweiz der Lehrplan 21, in der Westschweiz der Plan d'études romand.</p><p>Der Stellenwert der Informatik wurde in der Ausarbeitung des Lehrplans 21 kontrovers beurteilt. Es wurden Forderungen laut, dass der Informatik ein grösserer Stellenwert zugemessen werde und der Unterricht in Informatik (Daten, Algorithmen, Programmieren) früh einsetzen solle. Die Gegenposition meint, dies überfordere die Volksschule, die Ziele seien zu hoch gesetzt. Gestützt darauf wurden die Kompetenzen im Bereich Informatik im Lehrplan 21 u. a. so formuliert, dass die Schülerinnen und Schüler lernen, grundlegende Lösungsstrategien zu verstehen und als Algorithmen zu beschreiben.</p><p>Der Bundesrat sieht hier keine Veranlassung für das mit der Motion geforderte Vorgehen.</p>  Der Bundesrat beantragt die Ablehnung der Motion.