Abkommen vom 29. Februar 2000 zwischen dem Schweizerischen Bundesrat und der Regierung der Republik Albanien über die Rückübernahme von Personen mit unbefugtem Aufenthalt (mit Prot.) <?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><akomaNtoso xmlns="http://docs.oasis-open.org/legaldocml/ns/akn/3.0" xmlns:fedlex="http://fedlex.admin.ch/"><act name="publicLaw"><meta><identification source="#ch.bk"><FRBRWork><FRBRthis value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/2001/8/20020703/main-text"/><FRBRuri value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/2001/8/20020703"/><FRBRdate date="2002-07-03" name="jolux:dateApplicability"/><FRBRdate date="2000-02-29" name="jolux:dateDocument"/><FRBRdate date="2000-09-01" name="jolux:dateEntryInForce"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#publisher"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#rightsHolder"/><FRBRcountry value="CH"/><FRBRnumber value="0.142.111.239"/><FRBRname xml:lang="fr" value="Accord du 29 février 2000 entre le Conseil fédéral suisse et le Gouvernement de la République d'Albanie relatif à la réadmission de personnes en situation irrégulière (avec prot.)" shortForm=""/><FRBRname xml:lang="it" value="Accordo del 29 febbraio 2000 tra il Consiglio federale svizzero e il Governo della Repubblica d'Albania concernente la riammissione di persone senza dimora autorizzata (con prot.)" shortForm=""/><FRBRname xml:lang="de" value="Abkommen vom 29. Februar 2000 zwischen dem Schweizerischen Bundesrat und der Regierung der Republik Albanien über die Rückübernahme von Personen mit unbefugtem Aufenthalt (mit Prot.)" shortForm=""/><FRBRauthoritative value="true"/></FRBRWork><FRBRExpression><FRBRthis value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/2001/8/20020703/de/main-text"/><FRBRuri value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/2001/8/20020703/de"/><FRBRdate date="2002-07-03" name="jolux:dateApplicability"/><FRBRdate date="2000-02-29" name="jolux:dateDocument"/><FRBRdate date="2000-09-01" name="jolux:dateEntryInForce"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#publisher"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#rightsHolder"/><FRBRlanguage language="de"/></FRBRExpression><FRBRManifestation><FRBRthis value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/2001/8/20020703/de/xml/main-text"/><FRBRuri value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/2001/8/20020703/de/xml"/><FRBRdate date="2002-07-03" name="jolux:dateApplicability"/><FRBRdate date="2000-02-29" name="jolux:dateDocument"/><FRBRdate date="2000-09-01" name="jolux:dateEntryInForce"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#publisher"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#rightsHolder"/><FRBRformat value="xml" fedlex:generator="2024-q4-rel-1.6.5"/></FRBRManifestation></identification><references source="#ch.bk"><TLCOrganization eId="ch.bk" href="https://fedlex.data.admin.ch/vocabulary/legal-institution/2" showAs="Bundeskanzlei"/><TLCRole eId="publisher" href="http://data.legilux.public.lu/resource/ontology/jolux#publisher" showAs="Editeur"/><TLCRole eId="rightsHolder" href="http://data.legilux.public.lu/resource/ontology/jolux#rightsHolder" showAs="Détenteur des droits"/><TLCReference name="language" href="http://publications.europa.eu/resource/authority/language/DEU" showAs="de"/><TLCReference name="format" href="https://fedlex.data.admin.ch/vocabulary/user-format/xml" showAs="xml"/></references></meta><preface><p><docNumber>0.142.111.239 </docNumber></p><p> AS <b>2001</b> 27</p><p xmlns:mig="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:migration">Übersetzung<i><authorialNote><p> Der französischen Originaltext findet sich unter der gleichen Nummer in der  entsprechenden Ausgabe dieser Sammlung. </p></authorialNote></i></p><p><docTitle>Abkommen<br/>zwischen dem Schweizerischen Bundesrat und der Regierung <br/>der Republik Albanien über die Rückübernahme von Personen <br/>mit unbefugtem Aufenthalt</docTitle></p><p>(Rückübernahmeabkommen)</p><p>Abgeschlossen am 29. Februar 2000</p><p>In Kraft getreten durch Notenaustausch am 1. September 2000</p><p> (Stand am 3. Juli 2002)</p></preface><preamble><p>Der Schweizerische Bundesrat <br/>und <br/>die Regierung der Republik Albanien,</p><p>nachstehend Vertragsparteien genannt,</p><p>in dem Bestreben, die Rückübernahme von Personen und die Durchbeförderung von Personen im Geiste der solidarischen Zusammenarbeit zu erleichtern – </p><p>haben Folgendes vereinbart:</p></preamble><body><article eId="art_1"><num><b>Art. 1</b></num><heading>Übernahme eigener Staatsangehöriger</heading><paragraph eId="art_1/para_1"><num>(1)</num><content><p>Jede Vertragspartei übernimmt auf Antrag der anderen Vertragspartei die Person, die im Hoheitsgebiet der ersuchenden Vertragspartei die geltenden Voraussetzungen für die Einreise oder den Aufenthalt nicht oder nicht mehr erfüllt, wenn nachgewiesen oder glaubhaft gemacht wird, dass sie die Staatsangehörigkeit der ersuchten Vertragspartei besitzt.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_1/para_2"><num>(2)</num><content><p>Die ersuchende Vertragspartei nimmt diese Person unter denselben Voraussetzungen wieder zurück, wenn die Nachprüfung ergibt, dass sie zum Zeitpunkt der Ausreise aus dem Hoheitsgebiet der ersuchenden Vertragspartei nicht im Besitz der Staatsangehörigkeit der ersuchten Vertragspartei war.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_1/para_3"><num>(3)</num><content><p>Besitzt die Person eine mehrfache Staatsangehörigkeit oder eine dauernde Aufenthaltsbewilligung in einem Drittstaat, so besteht keine Pflicht zur Rückübernahme, wenn sie in den Drittstaat ausreisen kann.</p></content></paragraph></article><article eId="art_2"><num><b>Art. 2</b></num><heading>Übernahme der Angehörigen von Drittstaaten</heading><paragraph eId="art_2/para_1"><num>(1)</num><content><p>Artikel 1 dieses Abkommens findet sinngemäss auf Angehörige von Drittstaaten Anwendung, denen im Hoheitsgebiet der ersuchten Vertragspartei eine dauernde Aufenthaltsbewilligung ausgestellt oder die Flüchtlingseigenschaft zuerkannt wurde.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_2/para_2"><num>(2)</num><content><p>Die ersuchende Vertragspartei nimmt die in Absatz 1 genannten Personen wieder zurück, wenn sich nachträglich herausstellt, dass diese zum Zeitpunkt der Ausreise aus dem Hoheitsgebiet der ersuchten Vertragspartei nicht über eine dauernde Aufenthaltsbewilligung oder den Flüchtlingsstatus im Hoheitsgebiet der ersuchten Vertragspartei verfügten.</p></content></paragraph></article><article eId="art_3"><num><b>Art. 3</b></num><heading>Dauernde Aufenthaltsbewilligung</heading><paragraph eId="art_3/para"><content><p>Als dauernde Aufenthaltsbewilligung nach Artikel 2 gilt jede von den zuständigen Behörden einer Vertragspartei nach ihrem nationalen Recht ausgestellte Erlaubnis, die im Protokoll aufgelistet ist.</p></content></paragraph></article><article eId="art_4"><num><b>Art. 4</b></num><heading>Fristen</heading><paragraph eId="art_4/para_1"><num>(1)</num><content><p>Die ersuchte Vertragspartei beantwortet die an sie gerichteten Rückübernahmeersuchen innerhalb von fünfzehn Arbeitstagen.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_4/para_2"><num>(2)</num><content><p>Die ersuchte Vertragspartei übernimmt die Person, deren Rückübernahme zugestimmt wurde, innerhalb eines Monats. Diese Frist kann auf Antrag der ersuchenden Vertragspartei verlängert werden.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_4/para_3"><num>(3)</num><content><p>Hält sich eine ausländische Person mit Wissen einer Vertragspartei nachweisbar länger als ein Jahr ununterbrochen in ihrem Hoheitsgebiet auf, kann sie kein Rückübernahmeersuchen mehr stellen.</p></content></paragraph></article><article eId="art_5"><num><b>Art. 5</b></num><heading>Durchbeförderung</heading><paragraph eId="art_5/para_1"><num>(1)</num><content><p>Jede Vertragspartei übernimmt auf Ersuchen der anderen Vertragspartei Angehörige von Drittstaaten zur Durchbeförderung unter behördlicher Aufsicht (nachstehend Durchbeförderung genannt), wenn die Weiterreise durch Durchgangsstaaten und die Übernahme durch den Zielstaat von der ersuchenden Vertragspartei sicher- gestellt worden ist. Ein Transitvisum der ersuchten Vertragspartei ist in diesem Fall nicht erforderlich.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_5/para_2"><num>(2)</num><content><p>Die Durchbeförderung der in Absatz 1 genannten Personen wird nicht erbeten oder wird abgelehnt, wenn hinreichende Anhaltspunkte dafür vorliegen, dass die Person im Zielstaat oder in einem allfälligen Durchgangsstaat mit unmenschlicher Behandlung oder Todesstrafe bedroht oder ihr Leben, ihre körperliche Integrität oder ihre Freiheit wegen ihrer Nationalität, Religion, Rasse oder politischen Überzeugung in Gefahr ist.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_5/para_3"><num>(3)</num><content><p>Die Durchbeförderung kann ausserdem abgelehnt werden, wenn die Person im Hoheitsgebiet der ersuchten Vertragspartei, in einem Durchgangsstaat oder im Zielstaat eine Strafverfolgung oder eine Strafvollstreckung, ausgenommen wegen illegalen Grenzübertrittes, zu erwarten hätte.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_5/para_4"><num>(4)</num><content><p>Das Gesuch um Durchbeförderung wird schriftlich auf direktem Wege zwischen dem Justiz- und Polizeidepartement der Schweizerischen Eidgenossenschaft und dem Ministerium für öffentliche Ordnung der Republik Albanien gestellt und beantwortet. Form und Inhalt des Gesuches richten sich nach dem Protokoll.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_5/para_5"><num>(5)</num><content><p>Weist die ersuchte Vertragspartei das Gesuch um Durchbeförderung wegen Nichterfüllung der Voraussetzungen gemäss den Absätzen 1–3 ab, teilt sie der ersuchenden Vertragspartei schriftlich die dafür massgeblichen Gründe mit. Zur Durchbeförderung übernommene Personen können trotz vorgängiger Zusicherung an die ersuchende Vertragspartei wieder zurückgegeben werden, wenn nachträglich bekannt wird, dass Voraussetzungen nach Absatz 1 fehlen oder Hinderungsgründe nach den Absätzen 2 oder 3 vorliegen. Beim Vorliegen solcher Umstände ist die ersuchende Vertragspartei zur Rückübernahme verpflichtet.</p></content></paragraph></article><article eId="art_6"><num><b>Art. 6</b></num><heading>Datenschutz </heading><paragraph eId="art_6/para_1"><num>(1)</num><content><p>Soweit für die Durchführung des Abkommens personenbezogene Daten zu übermitteln sind, dürfen diese Informationen ausschliesslich betreffen </p><blockList><item eId="art_6/para_1/bull_u1"><num>– </num><p>personenbezogene Angaben der zu übergebenden Person und gegebenenfalls der Angehörigen (Name, Vorname, gegebenenfalls früherer Name, Beinamen oder Pseudonyme, Geburtsdatum und -ort, Geschlecht, derzeitige und frühere Staatsangehörigkeit),</p></item><item eId="art_6/para_1/bull_u2"><num>– </num><p>Identitätskarte oder Reisepass (Nummer, Gültigkeitsdauer, Datum und Ort der Ausstellung, ausstellende Behörde usw.),</p></item><item eId="art_6/para_1/bull_u3"><num>– </num><p>sonstige zur Identifizierung der zu übergebenden Person erforderliche Angaben,</p></item><item eId="art_6/para_1/bull_u4"><num>– </num><p>Aufenthaltsorte und Reisewege,</p></item><item eId="art_6/para_1/bull_u5"><num>– </num><p>Aufenthaltsbewilligungen oder die durch eine der Vertragsparteien erteilten Visa.</p></item></blockList></content></paragraph><paragraph eId="art_6/para_2"><num>(2)</num><content><p>In diesem Zusammenhang</p><blockList><item eId="art_6/para_2/lbl_a"><num>a) </num><p>benutzt die ersuchte Vertragspartei die übermittelten personenbezogenen Daten ausschliesslich zu dem im Abkommen vorgesehenen Zweck;</p></item><item eId="art_6/para_2/lbl_b"><num>b) </num><p>setzt jede der beiden Vertragsparteien auf Ersuchen hin die andere Vertragspartei über den Verwendungszweck der übermittelten Daten und über die dadurch erzielten Ergebnisse in Kenntnis;</p></item><item eId="art_6/para_2/lbl_c"><num>c) </num><p>dürfen personenbezogene Daten von den zuständigen Behörden ausschliesslich im Sinn und zum Zwecke des vorliegenden Abkommens übermittelt und verwendet werden. Eine Übermittlung solcher Daten an andere Behörden darf nur mit vorheriger Zustimmung der übermittelnden Behörde erfolgen;</p></item><item eId="art_6/para_2/lbl_d"><num>d) </num><p>ist die Vertragspartei, welche die personenbezogenen Daten übermittelt, verpflichtet, sich der Richtigkeit der Daten, ihrer Erforderlichkeit und Verhältnismässigkeit bezüglich des mit der Übermittlung verfolgten Zweckes zu vergewissern. Dabei sind die nach dem jeweiligen nationalen Recht geltenden Übermittlungsverbote zu beachten. Stellt es sich heraus, dass unrichtige Daten übermittelt wurden, oder dass sie gar nicht hätten übermittelt werden dürfen, ist dies dem Empfänger unverzüglich mitzuteilen. Der Empfänger ist verpflichtet, die Berichtigung oder Vernichtung der betroffenen Daten vorzunehmen;</p></item><item eId="art_6/para_2/lbl_e"><num>e) </num><p>ist der betroffenen Person auf ihr Gesuch hin über die sie betreffenden personenbezogenen Daten und über deren vorgesehenen Verwendungszweck Auskunft zu erteilen. Eine Verpflichtung zur Auskunftserteilung besteht dann nicht, wenn das öffentliche Interesse, die Auskunft zu verweigern, das Interesse der betroffenen Person, die Auskunft erhalten zu wollen, überwiegt;</p></item><item eId="art_6/para_2/lbl_f"><num>f) </num><p>sind die personenbezogenen Daten nur so lange aufzubewahren, wie es der Zweck, zu dem sie übermittelt wurden, erfordert. Jede der Vertragsparteien beauftragt ein unabhängiges Gremium mit der Aufsicht hinsichtlich Ver-arbeitung und Verwendung dieser Daten;</p></item><item eId="art_6/para_2/lbl_g"><num>g) </num><p>sind beide Vertragsparteien verpflichtet, Übermittlung und Erhalt von Personen bezogenen Daten aktenkundig zu machen;</p></item><item eId="art_6/para_2/lbl_h"><num>h) </num><p>sind beide Vertragsparteien verpflichtet, die übermittelten personenbezogenen Daten wirksam gegen unbefugten Zugriff, unbefugte Veränderung und unbefugte Verbreitung zu schützen. Die übermittelten Daten geniessen auf jeden Fall zumindest den Schutz, der auf Grund des Rechts der empfangenden Vertragspartei für Daten gleicher Art gilt.</p></item></blockList></content></paragraph></article><article eId="art_7"><num><b>Art. 7</b></num><heading>Kosten</heading><paragraph eId="art_7/para_1"><num>(1)</num><content><p>Die Kosten für die Feststellung der Nationalität sowie die Kosten für die Erstellung der Reisepapiere gehen zu Lasten der ersuchenden Vertragspartei.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_7/para_2"><num>(2)</num><content><p>Die Kosten für die Beförderung von Personen bis zur Grenze der ersuchten Vertragspartei trägt die ersuchende Vertragspartei. Sie entrichtet diesen Personen eine Zulage zur Sicherung der Rückkehr zum Zielort.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_7/para_3"><num>(3)</num><content><p>Die Kosten für die Beförderung von Personen bis zur Grenze des Zielstaates und, falls erforderlich, auch die aus dem Rücktransport erwachsenen Kosten trägt die ersuchende Vertragspartei.</p></content></paragraph></article><article eId="art_8"><num><b>Art. 8</b></num><heading>Durchführung des Abkommens</heading><paragraph eId="art_8/para"><content><p>Das Justiz- und Polizeidepartement der Schweizerischen Eidgenossenschaft und das Ministerium der Öffentlichen Ordnung der Republik Albanien unterzeichnen ein Protokoll zur Durchführung des vorliegenden Abkommens. Dieses Protokoll vereinbart</p><blockList><item eId="art_8/para/lbl_a"><num>a) </num><p>die zuständigen Amtsstellen sowie die Modalitäten der Verfahren für die gegenseitige Verständigung und für die Übergabe beziehungsweise Rückübernahme,</p></item><item eId="art_8/para/lbl_b"><num>b) </num><p>die zur Übergabe beziehungsweise Rückübernahme notwendigen Dokumente und Angaben sowie</p></item><item eId="art_8/para/lbl_c"><num>c) </num><p>die Modalitäten der Kostenbegleichung nach Artikel 7 dieses Abkommens.</p></item></blockList></content></paragraph></article><article eId="art_9"><num><b>Art. 9</b></num><heading>Unberührtheitsklausel</heading><paragraph eId="art_9/para"><content><blockList><listIntroduction eId="art_9/para/listintro">Das vorliegende Abkommen lässt die bestehenden Verpflichtungen der Vertragsparteien unberührt. Es sind dies die Verpflichtungen:</listIntroduction><item eId="art_9/para/bull_u1"><num>– </num><p>der Vereinbarung vom 28. Juli 1951<authorialNote><p> <ref href="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/1955/443_461_469" xmlns:data="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:data" xmlns:tmp="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:temp">SR <b>0.142.30</b></ref></p></authorialNote> über die Rechtsstellung der Flüchtlinge in der Fassung des Protokolls vom 31. Januar 1967<authorialNote><p> <ref href="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/1968/1189_1233_1148" xmlns:data="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:data" xmlns:tmp="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:temp">SR <b>0.142.301</b></ref></p></authorialNote> über die Rechtsstellung der Flüchtlinge,</p></item><item eId="art_9/para/bull_u2"><num>– </num><p>der internationalen Verträge über die Auslieferung,</p></item><item eId="art_9/para/bull_u3"><num>– </num><p>der von den Vertragsparteien unterzeichneten Abkommen im Bereich des Schutzes der Menschenrechte.</p></item></blockList></content></paragraph></article><article eId="art_10"><num><b>Art. 10</b></num><heading>Grundsatz der guten Zusammenarbeit</heading><paragraph eId="art_10/para_1"><num>(1)</num><content><p>Die Vertragsparteien verpflichten sich, eng zusammenzuarbeiten und Probleme, die bei der Anwendung dieses Abkommens entstehen könnten, einvernehmlich zu lösen. Sie unterrichten sich gegenseitig laufend über die Einreisevoraussetzungen in ihr Hoheitsgebiet für Angehörige von Drittstaaten.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_10/para_2"><num>(2)</num><content><p>Falls es sich als notwendig herausstellt, kann jede Vertragspartei die unverzügliche Durchführung einer Expertensitzung beantragen, um Fragen zur praktischen Umsetzung des vorliegenden Abkommens beantworten zu können.</p></content></paragraph></article><article eId="art_11"><num><b>Art. 11</b></num><heading>Inkrafttreten</heading><paragraph eId="art_11/para"><content><p>Dieses Abkommen tritt am ersten Tag des zweiten Monats nach dem Empfang der zweiten Notifikation in Kraft, mittels welcher die Vertragsparteien einander den Abschluss der diesbezüglichen, verfassungsmässig vorgeschriebenen Verfahren mitteilen.</p></content></paragraph></article><article eId="art_12"><num><b>Art. 12</b></num><heading>Suspendierung</heading><paragraph eId="art_12/para"><content><p>Jede Vertragspartei kann Artikel 5 dieses Abkommens vorübergehend aus Gründen der öffentlichen Ordnung, Sicherheit und Gesundheit ganz oder teilweise suspendieren. Die Einführung oder Aufhebung der Suspendierung ist unverzüglich der anderen Vertragspartei schriftlich auf diplomatischem Weg mitzuteilen.</p></content></paragraph></article><article eId="art_13"><num><b>Art. 13</b></num><heading>Kündigung</heading><paragraph eId="art_13/para"><content><p>Dieses Abkommen bleibt auf unbestimmte Zeit in Kraft. Es kann auf diplomatischem Weg mittels einer Frist von dreissig Tagen gekündigt werden.</p><p>Geschehen zu Bern am 29. Februar 2000, in zwei Urschriften, jeweils in franzö-sischer und albanischer Sprache verfasst.</p><table fedlex:function="layout"><tr><td><p>Für den <br/>Schweizerischen Bundesrat:</p><p>Ruth Metzler-Arnold</p></td><td><p>Für die Regierung <br/>der Republik Albanien:</p><p>Spartak Poçi</p></td></tr></table></content></paragraph></article><level eId="lvl_u14"><heading>Protokoll</heading><p xmlns:mig="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:migration">Das Eidgenössische Justiz- und Polizeidepartement <br/>und <br/>das Ministerium der Öffentlichen Ordnung der Republik Albanien,</p><p>nachstehend Vertragsparteien genannt,</p><p>sind zur Durchführung des Abkommens zwischen dem Schweizerischen Bundesrat und der Regierung der Republik Albanien über die Rückübernahme von Personen mit unbefugtem Aufenthalt (nachstehend Abkommen genannt) auf Grund des Artikels 8 des Abkommens wie folgt übereingekommen:</p><p>1. Zu Artikel 1 und 10 des Abkommens:</p><blockList eId="lvl_u14/list_u1"><listIntroduction eId="lvl_u14/list_u1/listintro">1.1  Der Nachweis der Staatsangehörigkeit wird insbesondere mit folgenden authentischen Dokumenten erbracht: </listIntroduction><item eId="lvl_u14/list_u1/lbl_a"><num>a) </num><blockList><listIntroduction eId="lvl_u14/list_u1/lbl_a/listintro">für die schweizerische Staatsangehörigkeit:</listIntroduction><item eId="lvl_u14/list_u1/lbl_a/bull_u1"><num>– </num><p>gültige Identitätskarte;</p></item><item eId="lvl_u14/list_u1/lbl_a/bull_u2"><num>– </num><p>gültiges Passersatzdokument mit Foto;</p></item><item eId="lvl_u14/list_u1/lbl_a/bull_u3"><num>– </num><p>gültige Reisepässe aller Art;</p></item><item eId="lvl_u14/list_u1/lbl_a/bull_u4"><num>– </num><p>Militärdienstbüchlein.</p></item></blockList></item><item eId="lvl_u14/list_u1/lbl_b"><num>b) </num><blockList><listIntroduction eId="lvl_u14/list_u1/lbl_b/listintro">für die albanische Staatsangehörigkeit:</listIntroduction><item eId="lvl_u14/list_u1/lbl_b/bull_u1"><num>– </num><p>gültiger Pass eines Bürgers der Republik Albanien;</p></item><item eId="lvl_u14/list_u1/lbl_b/bull_u2"><num>– </num><p>Identitätskarte;</p></item><item eId="lvl_u14/list_u1/lbl_b/bull_u3"><num>– </num><p>Geburtsurkunde mit Foto;</p></item><item eId="lvl_u14/list_u1/lbl_b/bull_u4"><num>– </num><p>Führerausweise;</p></item><item eId="lvl_u14/list_u1/lbl_b/bull_u5"><num>– </num><p>Militärbüchlein.</p></item></blockList></item></blockList><p>Bei Vorlage derartiger Dokumente wird die so nachgewiesene Staatsangehörigkeit unter den Vertragsparteien verbindlich anerkannt, ohne dass es einer weiteren Überprüfung bedarf.</p><blockList eId="lvl_u14/list_u2"><listIntroduction eId="lvl_u14/list_u2/listintro">1.2  Die Staatsangehörigkeit wird insbesondere mit folgenden Dokumenten glaubhaft gemacht:</listIntroduction><item eId="lvl_u14/list_u2/lbl_a"><num>a) </num><blockList><listIntroduction eId="lvl_u14/list_u2/lbl_a/listintro">für die schweizerische Staatsangehörigkeit:</listIntroduction><item eId="lvl_u14/list_u2/lbl_a/bull_u1"><num>– </num><p>alle Dokumente gemäss Ziffer 1.1 a) dieses Protokolls, selbst wenn deren Gültigkeit abgelaufen ist;</p></item><item eId="lvl_u14/list_u2/lbl_a/bull_u2"><num>– </num><p>Personalausweise, welche die Zugehörigkeit zur Schweizerischen Armee belegen;</p></item><item eId="lvl_u14/list_u2/lbl_a/bull_u3"><num>– </num><p>Führerausweise;</p></item><item eId="lvl_u14/list_u2/lbl_a/bull_u4"><num>– </num><p>Geburtsurkunde;</p></item><item eId="lvl_u14/list_u2/lbl_a/bull_u5"><num>– </num><p>Zeugenaussagen;</p></item><item eId="lvl_u14/list_u2/lbl_a/bull_u6"><num>– </num><p>eigene Angaben der betroffenen Person;</p></item><item eId="lvl_u14/list_u2/lbl_a/bull_u7"><num>– </num><p>die Sprache der betroffenen Person.</p></item></blockList></item><item eId="lvl_u14/list_u2/lbl_b"><num>b) </num><blockList><listIntroduction eId="lvl_u14/list_u2/lbl_b/listintro">für die albanische Staatsangehörigkeit:</listIntroduction><item eId="lvl_u14/list_u2/lbl_b/bull_u1"><num>– </num><p>alle Dokumente gemäss Ziffer 1.1 b) dieses Protokolls, selbst wenn deren Gültigkeit abgelaufen ist;</p></item><item eId="lvl_u14/list_u2/lbl_b/bull_u2"><num>– </num><p>Geburtsurkunde;</p></item><item eId="lvl_u14/list_u2/lbl_b/bull_u3"><num>– </num><p>Zeugenaussagen;</p></item><item eId="lvl_u14/list_u2/lbl_b/bull_u4"><num>– </num><p>eigene Angaben der betroffenen Person;</p></item><item eId="lvl_u14/list_u2/lbl_b/bull_u5"><num>– </num><p>die Sprache der betroffenen Person.</p></item></blockList></item></blockList><p>In diesen Fällen gilt die Staatsangehörigkeit unter den Vertragsparteien als feststehend, solange die ersuchte Vertragspartei dies nicht innert fünfzehn Arbeitstagen widerlegt hat.</p><blockList eId="lvl_u14/list_u3"><listIntroduction eId="lvl_u14/list_u3/listintro">1.3  Wenn die ersuchende Vertragspartei die Staatsangehörigkeit im Sinne von Ziffer 1.2 dieses Protokolls als glaubhaft erachtet, übermittelt sie der ersuchten Vertragspartei folgende schriftliche Angaben über die betroffene Person:</listIntroduction><item eId="lvl_u14/list_u3/lbl_a"><num>a) </num><p>Vor- und Familienname, gegebenenfalls Mädchenname bei Frauen;</p></item><item eId="lvl_u14/list_u3/lbl_b"><num>b) </num><p>Geburtsdatum und -ort;</p></item><item eId="lvl_u14/list_u3/lbl_c"><num>c) </num><p>letzte bekannte Wohnadresse im Heimatstaat;</p></item><item eId="lvl_u14/list_u3/lbl_d"><num>d) </num><p>Fotokopien der die Staatsangehörigkeit bzw. die Identität glaubhaft machenden Dokumente.</p></item></blockList><p>Die Antwort wird der ersuchenden Vertragspartei umgehend und schriftlich mitgeteilt.</p><p>1.4  Bei der Übernahme pflegebedürftiger Personen wird zusätzlich eine Beschreibung des Gesundheitszustandes und allenfalls die Notwendigkeit besonderer Behandlung, wie ärztlicher oder anderer Betreuung, Beaufsichtigung oder Transport mit Ambulanz (eventuell Arztzeugnis), mitgeteilt.</p><p>1.5  Die Auslandsvertretung der ersuchten Vertragspartei unterstützt die ersuchende Vertragspartei bei der Überprüfung der Staatsangehörigkeit, insbesondere bei gemeinsamen Anhörungen von Personen vor Verlassen des Landes.</p><p>2. Zu Artikel 2 und 3 des Abkommens:</p><blockList eId="lvl_u14/list_u4"><listIntroduction eId="lvl_u14/list_u4/listintro">2.1  Die Übernahme auf Grund von Artikel 2 des Abkommens erfolgt auf schriftliches Gesuch der ersuchenden Vertragspartei. Das Übernahmegesuch soll folgende Angaben enthalten:</listIntroduction><item eId="lvl_u14/list_u4/lbl_a"><num>a) </num><p>Vor- und Familienname, gegebenenfalls Mädchenname bei Frauen;</p></item><item eId="lvl_u14/list_u4/lbl_b"><num>b) </num><p>Geburtsdatum und -ort;</p></item><item eId="lvl_u14/list_u4/lbl_c"><num>c) </num><p>Staatsangehörigkeit;</p></item><item eId="lvl_u14/list_u4/lbl_d"><num>d) </num><p>letzte bekannte Wohnadresse im ersuchten Vertragsstaat;</p></item><item eId="lvl_u14/list_u4/lbl_e"><num>e) </num><p>Art, Seriennummer, Gültigkeitsdauer des Reisepasses oder sonstiger Reisedokumente sowie Bezeichnung der ausstellenden Behörde unter Beilage der Fotokopie des Reisedokumentes.</p></item></blockList><blockList eId="lvl_u14/list_u5"><listIntroduction eId="lvl_u14/list_u5/listintro">2.2  Der dauernde Aufenthalt wird nachgewiesen durch:</listIntroduction><item eId="lvl_u14/list_u5/lbl_a"><num>a) </num><blockList><listIntroduction eId="lvl_u14/list_u5/lbl_a/listintro">auf dem Gebiet der Schweizerischen Eidgenossenschaft:</listIntroduction><item eId="lvl_u14/list_u5/lbl_a/bull_u1"><num>– </num><p>einen gültigen Ausländerausweis C, ausgestellt durch eine kantonale Fremdenpolizei für einen in der Schweiz niedergelassenen Ausländer;</p></item><item eId="lvl_u14/list_u5/lbl_a/bull_u2"><num>– </num><p>ein gültiges Reisedokument für Flüchtlinge im Sinne des Abkommens über die Rechtsstellung der Flüchtlinge vom 28. Juli 1951<authorialNote><p> <ref href="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/1955/443_461_469" xmlns:data="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:data" xmlns:tmp="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:temp">SR <b>0.142.30</b></ref></p></authorialNote> (Konventionsreisedokument);</p></item><item eId="lvl_u14/list_u5/lbl_a/bull_u3"><num>– </num><p>einen gültigen Pass für Ausländer.</p></item></blockList></item><item eId="lvl_u14/list_u5/lbl_b"><num>b) </num><blockList><listIntroduction eId="lvl_u14/list_u5/lbl_b/listintro">auf dem Gebiet der Republik Albanien:</listIntroduction><item eId="lvl_u14/list_u5/lbl_b/bull_u1"><num>– </num><p>ein gültiges Reisedokument für Flüchtlinge im Sinne des Abkommens über die Rechtsstellung der Flüchtlinge vom 28. Juli 1951 (Konventionsreisedokument).</p></item></blockList></item></blockList><p>2.3  Zur Glaubhaftmachung des dauernden Aufenthaltes findet die Ziffer 1.2 dieses Protokolls sinngemässe Anwendung. In diesen Fällen erfolgt die Übernahme nur auf Grund einer ausdrücklichen Zustimmung durch die ersuchte Vertragspartei. Diese beantwortet das Ersuchen innert fünfzehn Arbeitstagen.</p><p>3. Zu Artikel 1 und 2 des Abkommens:</p><p>Wird der Antrag auf Übernahme gutgeheissen, stellt die Auslandsvertretung der ersuchenden Vertragspartei ein Reisedokument für die Rückkehr ohne Fristangabe aus.</p><p>4. Zu Artikel 1–3 des Abkommens:</p><blockList eId="lvl_u14/list_u6"><listIntroduction eId="lvl_u14/list_u6/listintro">4.1  Für die Stellung, den Empfang und die Erledigung der Rückübernahmegesuche sind folgende Behörden zuständig:</listIntroduction><item eId="lvl_u14/list_u6/lbl_a"><num>a)<authorialNote><p> Fassung gemäss Notenaustausch vom 4. Juni/3. Juli 2002 (<ref href="https://fedlex.data.admin.ch/eli/oc/2004/149" xmlns:data="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:data" xmlns:tmp="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:temp">AS <b>2004</b> 1275</ref>).</p></authorialNote> </num><p>für die Schweizerische Eidgenossenschaft: </p><p>Eidgenössisches Justiz- und Polizeidepartement </p><p>Abteilung Vollzugsunterstützung<authorialNote><p> Heute: Staatssekretariat für Migration, Direktionsbereich Internationale Zusammenarbeit, Abteilung Rückkehr, Postadresse: Quellenweg 6, CH-3003 Bern-Wabern, Fax: ++41 /58 325 91 04, Tel: ++41 /58 325 94 14 (siehe <ref href="https://fedlex.data.admin.ch/eli/oc/2014/741" xmlns:data="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:data" xmlns:tmp="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:temp">AS <b>2014</b> 4451</ref>).</p></authorialNote> </p><p>Postadresse: Quellenweg 6, CH-3003 Bern-Wabern </p><p>Fax: (0041) 31 325 85 50 </p><p>Tel.: (0041) 31 325 94 14</p></item><item eId="lvl_u14/list_u6/lbl_b"><num>b) </num><p>für die Republik Albanien: </p><p>Ministerium der Öffentlichen Ordnung </p><p>Polizeidirektion der Öffentlichen Ordnung </p><p>Postadresse: 3, Scanderbej, Tirana, Albanien </p><p>Fax (00 355) 42 283 17 </p><p>Tel. (00 355) 42 64 361</p></item></blockList><blockList eId="lvl_u14/list_u7"><listIntroduction eId="lvl_u14/list_u7/listintro">4.2  Die Rückübernahme von Personen kann an den folgenden Grenzübergangsstellen stattfinden:</listIntroduction><item eId="lvl_u14/list_u7/lbl_a"><num>a) </num><blockList><listIntroduction eId="lvl_u14/list_u7/lbl_a/listintro">für die Schweizerische Eidgenossenschaft:</listIntroduction><item eId="lvl_u14/list_u7/lbl_a/bull_u1"><num>– </num><p>Zürich, Internationaler Flughafen Kloten;</p></item><item eId="lvl_u14/list_u7/lbl_a/bull_u2"><num>– </num><p>Genf, Internationaler Flughafen Cointrin;</p></item></blockList></item><item eId="lvl_u14/list_u7/lbl_b"><num>b) </num><blockList><listIntroduction eId="lvl_u14/list_u7/lbl_b/listintro">für die Republik Albanien:</listIntroduction><item eId="lvl_u14/list_u7/lbl_b/bull_u1"><num>– </num><p>Tirana, Internationaler Flughafen Rinas.</p></item></blockList></item></blockList><p>5. Zu Artikel 4 des Abkommens:</p><p>Die Fristen nach Artikel 4 sind Höchstfristen. Die Frist beginnt mit der Bekanntgabe des Rückübernahmeersuchens an die ersuchte Vertragspartei.</p><p>6. Zu Artikel 5 des Abkommens:</p><blockList eId="lvl_u14/list_u8"><listIntroduction eId="lvl_u14/list_u8/listintro">6.1  Für die Stellung, den Empfang und die Erledigung der Durchbeförderungsgesuche sind folgende Behörden zuständig:</listIntroduction><item eId="lvl_u14/list_u8/lbl_a"><num>a)<authorialNote><p> Fassung gemäss Notenaustausch vom 4. Juni/3. Juli 2002 (<ref href="https://fedlex.data.admin.ch/eli/oc/2004/149" xmlns:data="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:data" xmlns:tmp="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:temp">AS <b>2004</b> 1275</ref>).</p></authorialNote> </num><p>für die Schweizerische Eidgenossenschaft: </p><p>swissREPAT<authorialNote><p> Heute: Staatssekretariat für Migration, Direktionsbereich Internationale Zusammenarbeit, Abteilung Rückkehr, Sektion SwissREPAT, Postadresse: Postfach 314, 8058 Zürich-Flughafen, Fax: ++41 /43 816 74 58, Tel: ++41 /43 816 74 55 (siehe <ref href="https://fedlex.data.admin.ch/eli/oc/2014/741" xmlns:data="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:data" xmlns:tmp="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:temp">AS <b>2014</b> 4451</ref>).</p></authorialNote> </p><p>Rückkehrunterstützung des Bundes </p><p>Postadresse: Postfach 1425 </p><p>CH-8058 Zürich-Flughafen </p><p>Fax: (0041) 1 816 74 58 </p><p>Tel.: (0041) 1 816 74 43</p></item><item eId="lvl_u14/list_u8/lbl_b"><num>b) </num><p>für die Republik Albanien: </p><p>Ministerium der Öffentlichen Ordnung </p><p>Polizeidirektion der Öffentlichen Ordnung </p><p>Postadresse: 3, Scanderbej, Tirana, Albanien </p><p>Fax (00 355) 42 283 17 </p><p>Tel. (00 355) 42 64 361</p></item></blockList><blockList eId="lvl_u14/list_u9"><listIntroduction eId="lvl_u14/list_u9/listintro">6.2  Das Durchbeförderungsgesuch hat folgende Angaben der betroffenen Person zu enthalten:</listIntroduction><item eId="lvl_u14/list_u9/lbl_a"><num>a) </num><p>Vor- und Familienname, gegebenenfalls Mädchenname bei Frauen;</p></item><item eId="lvl_u14/list_u9/lbl_b"><num>b) </num><p>Geburtsdatum und -ort;</p></item><item eId="lvl_u14/list_u9/lbl_c"><num>c) </num><p>Staatsangehörigkeit;</p></item><item eId="lvl_u14/list_u9/lbl_d"><num>d) </num><p>letzte bekannte Adresse im Zielstaat;</p></item><item eId="lvl_u14/list_u9/lbl_e"><num>e) </num><p>Art, Seriennummer, Gültigkeitsdauer des Reisepasses oder sonstiger Reisedokumente sowie Bezeichnung der ausstellenden Behörde unter Beilage der Fotokopie des Reisedokumentes.</p></item></blockList><p>6.3  Im Durchbeförderungsgesuch ist anzugeben, ob für die zu befördernde Person spezielle Sicherheitsmassnahmen, ärztliche oder andere Betreuung notwendig sind.</p><p>6.4  Das Durchbeförderungsgesuch ist schriftlich zu stellen. Die ersuchte Vertragspartei antwortet schriftlich innert 10 Arbeitstagen nach Erhalt des Gesuches.</p><p>6.5  Stimmt die ersuchte Vertragspartei einem Begehren zu, wird die Durchbeförderung innert 30 Tagen ab Datum der Empfangsbestätigung abgewickelt.</p><p>6.6  Der endgültige Zeitpunkt und die Modalitäten der Übergabe und der Durchbeförderung (Flugnummer,. Abflugs- und Ankunftszeit, Personalien allfälliger Begleitpersonen) werden direkt zwischen den zuständigen Behörden der Vertragsparteien vereinbart. Soll die Durchbeförderung im ersuchten Vertragsstaat auf dem Landweg erfolgen, können höchstens 30 Personen pro Transport beantragt werden.</p><p>7. Zu Artikel 7 des Abkommens:</p><p>7.1  Innert 30 Tagen nach Erhalt der Rechnung werden die Kosten gemäss Artikel 7 des Abkommens durch die ersuchende Vertragspartei in CHF auf das Bankkonto des Ministeriums bzw. des Departements der anderen Vertragspartei überwiesen. Die Vertragsparteien teilen sich gegenseitig ihre Bankkonto-Nummern per Notenwechsel mit.</p><p>7.2  Die Vertragsparteien sind bestrebt, die Durchbeförderung – unter Wahrung des notwendigen und genügenden Sicherheitsmasses – in der rationellsten und kostensparendsten Weise durchzuführen.</p><p>7.3  Die Vertragsparteien bevollmächtigen die Leiter ihrer zuständigen Finanzorgane, die Spesenarten und ihre Tarifsätze, die verrechnet werden können, jährlich zu vereinbaren.</p><p><b>8. </b>Die zuständigen Organe der Vertragsparteien benutzen – vorbehältlich abweichender Vereinbarungen – zur Durchführung des Abkommens oder dieses Protokolls die französische oder die englische Sprache.</p><p><b>9. </b>Die unterzeichnenden Behörden können per Notenwechsel das vorliegende Protokoll modifizieren.</p><p><b>10. </b>Das vorliegende Protokoll tritt gleichzeitig mit dem Abkommen in Kraft.</p><p>Geschehen zu Bern am 29. Februar 2000, in zwei Urschriften, jeweils in französischer und albanischer Sprache verfasst.</p><table fedlex:function="layout"><tr><td><p>Für das <br/>Justiz- und Polizeidepartement <br/>der Schweizerischen Eidgenossenschaft:</p><p>Ruth Metzler-Arnold</p></td><td><p>Für das Ministerium <br/>der Öffentlichen Ordnung<br/>der Republik Albanien:</p><p>Spartak Poçi</p></td></tr></table></level></body></act></akomaNtoso>