<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2002.00249</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=204485&amp;W10_KEY=13013568&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2002.00249</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 09.09.2004</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">3. Abteilung/3. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Raumplanungs-, Bau- und Umweltrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Nutzungsplanung</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Nutzungsplanung: Aufhebung einer Festsetzung einer kommunalen Erholungszone im Rekursverfahren vor der Baurekurskommission (BRK), weil die übergeordneten richtplanerischen Festsetzungen im Zeitpunkt des Rekursentscheids noch ausstehend waren (Golfplatz Bonstetten/Wettswil a.A.) Abwicklung und Koordination von Rechtsmittelverfahren bei der Anfechtung einer Festsetzung einer kommunalen Zone. Wird eine solche Festsetzung nicht genehmigt und diese Nichtgenehmigung anschliessend nicht angefochten, so fehlt es im Rechtsmittelverfahren gegen die Festsetzung selber an einem Anfechtungsobjekt. Dieses Rechtsmittelverfahren ist deshalb infolge Gegenstandslosigkeit abzuschreiben (E. 2.1). Diese Konstellation trifft vorliegend insofern zu, als drei Grundstücke von der Genehmigung ausgenommen wurden (E. 2.2). Charakterisierung der Lage des für den Golfplatz vorgesehenen Gebiets nach kantonalem und regionalem Richtplan (E. 3.1). Im Zeitpunkt des Rekursentscheids entsprach die für das Gebiet festgesetzte kommunale Erholungszone nicht den übergeordneten richtplanerischen Festsetzungen, was die BRK veranlasste, die Zonenfestsetzung aufzuheben (E. 3.2, 3.3). Diese fehlenden Festsetzungen im Richtplan sind inzwischen vorgenommen worden, und sie dürfen unter den konkreten Umständen im Beschwerdeverfahren berücksichtigt werden. Damit entfällt der Rechtsgrund, der die BRK dazu geführt hat, die Zonenfestsetzung aufzuheben (E. 3.4). Der Verzicht der BRK, das Rekursverfahren bis zum Vorliegen der notwendigen Festsetzungen im Richtplan zu sistieren, stellt keine Rechtsverletzung dar (E. 3.5). Gutheissung der Beschwerde der beiden Gemeinden und Rückweisung an die BRK (E. 3.6, 4). </b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: BONSTETTEN">BONSTETTEN</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ERHOLUNGSZONE">ERHOLUNGSZONE</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: GOLFPLATZ">GOLFPLATZ</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: KOORDINATION">KOORDINATION</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: LANDSCHAFTSFÃRDERUNGSGEBIET">LANDSCHAFTSFÃRDERUNGSGEBIET</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: LANDWIRTSCHAFTSGEBIET">LANDWIRTSCHAFTSGEBIET</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: NUTZUNGSPLANUNG">NUTZUNGSPLANUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: PLANABSTIMMUNG">PLANABSTIMMUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: PLANHIERARCHIE">PLANHIERARCHIE</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: Planungs- und Baurecht ST: RAHMENNUTZUNGSPLÃNE">RAHMENNUTZUNGSPLÃNE</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: RICHTPLAN">RICHTPLAN</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: Planungs- und Baurecht ST: RICHTPLÃNE (PLANUNGSGRUNDSÃTZE)">RICHTPLÃNE (PLANUNGSGRUNDSÃTZE)</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: SISTIERUNG">SISTIERUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: VERFAHRENSERLEDIGUNG">VERFAHRENSERLEDIGUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: WETTSWIL A.A.">WETTSWIL A.A.</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="gerade">§ 16 PBG</span><br/><span class="ungerade">§ 23 PBG</span><br/><span class="gerade">§ 30 PBG</span><br/><span class="ungerade">§ 36 PBG</span><br/><span class="gerade">Art. 16 RPG</span><br/><span class="ungerade">§ 42 Abs. I lit. d VRG</span><br/><span class="gerade">§ 43 Abs. I lit. d VRG</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade">RB 2004 Nr. 57 S. 114</span><br/> </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 3 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Sachverhalt1"><b><span>I. </span></b><span> </span></p> <p class="Sachverhalt1"><span>Mit BeschlÃ¼ssen vom 10. Mai bzw. 18. Juni 2001, publiziert am 29. Juni 2001 im kantonalen Amtsblatt, setzten die Gemeinden Bonstetten und Wettswil a.A. in teilweiser Revision ihrer Bau- und Zonenordnungen eine gemeindeÃ¼bergreifende Erholungszone fÃ¼r einen Golfplatz im Gebiet Stierenmaas und Vorschriften fÃ¼r diese Zone fest. Dadurch soll die bestehende GolfÃ¼bungsanlage "Driving Range" ChrÃ¼gelmatte, Wettswil a.A., zu einem 18-Loch-Golfplatz erweitert werden. </span></p> <p class="Sachverhalt1"><b><span>II. </span></b><span> </span></p> <p class="Sachverhalt1"><span>Dagegen erhoben unter anderem die heutigen Beschwerdegegner â Nr. 2 als GrundeigentÃ¼mer sowie Nrn. 1, 3, 4, 5 und 6 als PÃ¤chter von bislang landwirtschaftlich genutzten GrundstÃ¼cken innerhalb der neu ausgeschiedenen Erholungszone â mit gemeinsamer Eingabe vom 24. Juli 2001 Rekurs an die Baurekurskommission II. Diese fÃ¼hrte nach Einholung der Vernehmlassungen der Gemeinde Bonstetten und Wettswil a.A. am 5. MÃ¤rz 2002 einen Augenschein durch. Mit Entscheid vom 25. Juni 2002 hiess sie die vereinigten Rekurse der heutigen Beschwerdegegner gut und hob die BeschlÃ¼sse der beiden Gemeinden vom 10. Mai bzw. 18. Juni 2001 betreffend Festsetzung der Erholungszone einschliesslich der zugehÃ¶rigen Vorschriften auf (Disp.-Ziff. III). Die Rekurskosten von Fr. 7'242.- auferlegte sie je zur HÃ¤lfte den Gemeinden Bonstetten und Wettswil a.A. (Disp.-Ziff. IV), welche sie zudem je zur Zahlung einer ParteientschÃ¤digung von je Fr. 150.- an die sechs Rekurrenten (insgesamt also von Fr. 1'800.-) verpflichtete (Disp.-Ziff. V). </span></p> <p class="Sachverhalt1"><span>Die Kommission erwog im Wesentlichen (E. 7): Das zur Umzonung vorgesehene Gebiet liege gemÃ¤ss dem kantonalen Siedlungs- und Landschaftsplan vom 31. Januar 1995/2. April 2001 im Landwirtschaftsgebiet mit FruchtfolgeflÃ¤che. Der mit Regierungsratsbeschluss Nr. 1251 vom 3. Juni 1998 festgesetzte Siedlungs- und Landschaftsplan der Region Knonaueramt habe das fragliche Gebiet dem LandschaftsfÃ¶rderungsgebiet zugewiesen. Am 15./21. Mai 2001 habe die Delegiertenversammlung der ZÃ¼rcher Planungsgruppe Knonaueramt die Revision des regionalen Siedlungs- und Landschafsplanes 1998 zwecks Festlegung eines Erholungsgebiets C fÃ¼r einen 18-Loch-Golfplatz im streitbetroffenen Gebiet beschlossen; mit Eingabe vom 28. Juni 2001 an das Amt fÃ¼r Raumordnung und Vermessung (ARV) habe sie sodann den Regierungsrat um Festsetzung dieser Ãnderung ersucht. Letzterer habe jedoch hierÃ¼ber noch nicht Beschluss gefasst, was daran liege, dass das ARV (offenbar praxisgemÃ¤ss) mit der Weiterleitung des Ãnderungsantrags zuwarte, bis die Baurekurskommission Ã¼ber die angefochtene ZonenplanÃ¤nderung entschieden habe. Ein solches Vorgehen widerspreche jedoch der planerischen Stufenfolge gemÃ¤ss § 16 des Planungs- und Baugesetzes vom 7. September 1975 (PBG), wonach die Gemeinden ihre Zonenordnung in Nachachtung der Ã¼bergeordneten richtplanerischen Festlegungen auszuge-stalten hÃ¤tten. Letztere bildeten daher auch den Massstab fÃ¼r die Beurteilung der Rechtsmittel gegen die ZonenplanÃ¤nderungen. Ãber den Antrag der Planungsgruppe Knonau-eramt um Ãnderung des regionalen Richtplanes (Festsetzung eines regionalen Erholungsgebiets) werde der Regierungsrat in umfassender AbwÃ¤gung aller sich entgegenstehenden Ã¶ffentlichen und privaten Interessen zu entscheiden haben. Der Baurekurskommission stehe es nicht zu, den Regierungsrat "zum Entscheid Ã¼ber die beantragte richtplanerische Festlegung zu verpflichten". Sie habe demnach beim Entscheid Ã¼ber die gegen die ZonenplanÃ¤nderung erhobenen Rekurse "ohne weiteres" vom geltenden regionalen Richtplan von 1998 auszugehen. Das dort festgesetzte LandschaftsfÃ¶rderungsgebiet bilde keine genÃ¼gende richtplanerische Grundlage fÃ¼r die streitbetroffene Erholungszone. Diese verstosse daher gegen § 16 PBG. </span></p> <p class="Urteilstext"><span> </span></p> <p class="Sachverhalt1"><b><span>III. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Mit gemeinsamer (vorsorglicher) Beschwerde vom 26. Juli 2002 beantragten die GemeinderÃ¤te Bonstetten und Wettswil a.A. dem Verwaltungsgericht, den Entscheid der Baurekurskommission II vom 25. Juni 2002 aufzuheben und die Sache zum Neuentscheid an diese BehÃ¶rde zurÃ¼ckzuweisen; unter Kosten- und EntschÃ¤digungsfolge zulasten der Beschwerdegegner.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Mit PrÃ¤sidialverfÃ¼gung vom 14. August 2002 wurde den BeschwerdefÃ¼hrerinnen gestÃ¼tzt auf § 155 Abs. 1 und 4 des Gemeindegesetzes vom 6. Juni 1926 aufgegeben, baldmÃ¶glichst den Beschluss ihrer Gemeindeversammlungen Ã¼ber die definitive Beschwerdeerhebung einzuholen und einzureichen. Diese Beschlussfassungen erfolgten am 26. bzw. 27. April 2004, wobei beide Gemeindeversammlungen der Beschwerdeerhebung zustimmten. </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Mit weiteren verfahrensleitenden Anordnungen wurde in der Zwischenzeit zunÃ¤chst im Hinblick darauf zugewartet, dass der Regierungsrat die von ihm zu treffenden Entscheide betreffend die Ãnderung des regionalen Richtplans Knonaueramt (Festsetzung des Erholungsgebiets C) sowie betreffend eine noch hÃ¤ngige Stimmrechtsbeschwerde gegen den Beschluss der Gemeindeversammlung Wettswil a.A. vom 18. Juni 2001 (bzw. gegen den abweisenden Rekursentscheid des Bezirksrats Affoltern a.A. vom 26. November 2001) bis Ende 2002 in Aussicht stellte (vgl. PrÃ¤sidialverfÃ¼gung vom 9. Oktober 2002). Mit Beschluss vom 18. Dezember 2002 wies der Regierungsrat die erwÃ¤hnte Stimmrechtsbeschwerde ab. Die dagegen erhobene staatsrechtliche Beschwerde wurde mit VerfÃ¼gung des bundesgerichtlichen Instruktionsrichters vom 3. November 2003 bis zum rechtskrÃ¤ftigen Abschluss des vorliegenden Beschwerdeverfahrens VB.2002.00249 sistiert. Mit Beschluss vom 8. Januar 2003 ergÃ¤nzte der Regierungsrat entsprechend dem Antrag der Delegiertenversammlung der regionalen Planungsgruppe Knonaueramt den regionalen Richtplan mit der Festlegung eines besonderen Erholungsgebietes C fÃ¼r den Golfplatz Stierenmaas.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Mit PrÃ¤sidialverfÃ¼gung vom 29. Januar 2003 wurde die Baudirektion gestÃ¼tzt auf § 329 Abs. 4 PBG eingeladen, bezÃ¼glich der streitbetroffenen Festlegungen der Bau- und Zonenordnung gemÃ¤ss BeschlÃ¼ssen der Gemeindeversammlungen Bonstetten vom 10. Mai 2001 bzw. Wettswil a.A. vom 18. Juni 2001 baldmÃ¶glichst den Genehmigungsentscheid zu treffen bzw. beim Regierungsrat einzuholen und dem Verwaltungsgericht zuzustellen. Auf eine von neun Personen (worunter fÃ¼nf der heutigen Beschwerdegegner) gegen diese VerfÃ¼gung erhobene staatsrechtliche Beschwerde trat das Bundesgericht mit Urteil vom 20. MÃ¤rz 2003 nicht ein. Mit Beschluss vom 6. Januar 2004 genehmigte der Regierungsrat die streitbetroffene Teilrevision des Zonenplans (Disp.-Ziff. I). Von der Genehmigung ausgenommen wurden die auf Gemeindegebiet Bonstetten liegenden GrundstÃ¼cke Kat.Nr. 439, 440 und 441 (Disp.-Ziff. II), dies mit der BegrÃ¼ndung, der EigentÃ¼mer dieser drei GrundstÃ¼cke (der heutige Beschwerdegegner X) habe seine definitive Zustimmung zum Golfplatzprojekt verweigert (vgl. auch Regierungsratsbeschluss Nr. 1065 vom 14. Juli 2004 mit Beantwortung einer parlamentarischen Anfrage betreffend die Genehmigung). Zu diesem Genehmigungsbeschluss nahmen die Beschwerdegegner sowie eine weitere Person mit Eingabe vom 18. Februar 2004 unaufgefordert Stellung.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Im Rahmen des am 12. Mai 2004 angeordneten Schriftenwechsels beantragten die Beschwerdegegner mit Eingabe vom 30. August 2004, die Beschwerde abzuweisen, soweit darauf einzutreten sei; in verfahrensrechtlicher Hinsicht wurde die DurchfÃ¼hrung eines Augenscheins, die Anordnung eines zweiten Schriftenwechsels sowie die Zusprechung einer ParteientschÃ¤digung beantragt.</span></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="Einzug1"><span>Die Kammer</span><span> zieht in ErwÃ¤gung:</span></p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Erwgung1"><b><span>1. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Das Verwaltungsgericht ist nach § 41 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 (VRG) zur Behandlung der vorliegenden Beschwerde zustÃ¤ndig. Weil auch die Ã¼brigen Prozessvoraussetzungen erfÃ¼llt sind, ist auf die Beschwerde einzutreten.</span></p> <p class="Erwgung1"><b><span>2. </span></b><span> </span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>2.1 </span></b><span>Aus § 329 Abs. 4 PBG ergibt sich, dass in FÃ¤llen, in denen eine kommunale Zonenplanfestsetzung angefochten wird, der Genehmigungsentscheid der Baudirektion bzw. des Regierungsrats erst nach Vorliegen des Rekursentscheids der Baurekurskommission zu treffen ist. Wird der Rekursentscheid an das Verwaltungsgericht weiter gezogen, hat dieses den Genehmigungsentscheid der Baudirektion bzw. des Regierungsrats einzuholen und dementsprechend auch die erforderliche Koordination zwischen dem Rechtsmittelverfahren Ã¼ber die Nutzungsplanung und dem genehmigungsrechtlichen Entscheid sicherzustellen (zur RechtsbestÃ¤ndigkeit von § 329 Abs. 4 PBG vgl. BGr, 22. November 2000, ZBl 102/2001, S. 383; damit ist die frÃ¼here Praxis des Verwaltungsgerichts, die von der Bundesrechtswidrigkeit der genannten Vorschrift ausging und eine entsprechende Koordination bereits im Rekursverfahren vor Baurekurskommission fÃ¼r erforderlich hielt, hinfÃ¤llig geworden; zu dieser frÃ¼heren Praxis vgl. Alfred KÃ¶lz/JÃ¼rg Bosshart/Martin RÃ¶hl, Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons ZÃ¼rich, 2. A., ZÃ¼rich 1999, § 19 N. 38 und 106). </span></p> <p class="Erwgung2"><span>GemÃ¤ss § 43 Abs. 1 lit. d VRG ist die Beschwerde gegen Entscheide betreffend die Genehmigung von Erlassen grundsÃ¤tzlich ausgeschlossen, jedoch (im Sinn einer Gegenausnahme) gegen Nichtgenehmigungen auf dem Gebiet des Raumplanungs-, Bau- und Strassenrechts zulÃ¤ssig. Demnach ist bei genehmigungsrechtlichen Entscheiden der Baudirektion bzw. des Regierungsrats betreffend Bau- und Zonenordnungen (§ 89 in Verbindung mit § 2 lit. a und b PBG) zwischen Genehmigungen einerseits und Nichtgenehmigungen bzw. nicht vorbehaltlosen Genehmigungen anderseits zu unterscheiden; ersteren kommt kein VerfÃ¼gungscharakter zu, wÃ¤hrend letztere ein selbstÃ¤ndiges Anfechtungsobjekt bilden (KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 43 N. 12; vgl. auch § 19 N. 37). Von diesen GrundsÃ¤tzen ist auch bei der gestÃ¼tzt auf § 329 Abs. 4 PBG erforderlichen Koordination auszugehen. Nach der in Anwendung dieser Bestimmung massgebenden Praxis des Verwaltungsgerichts wird ein Beschwerdeverfahren betreffend eine kommunale Bau- und Zonenordnung gegenstandslos, soweit der Regierungsrat die streitbetroffene Festlegung nicht genehmigt und sofern die davon betroffene Prozesspartei gegen die Nichtgenehmigung nicht fristgerecht Beschwerde erhebt. </span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>2.2 </span></b><span>Auf diese Rechtsfolge ist denn auch im vorliegenden Beschwerdeverfahren in der PrÃ¤sidialverfÃ¼gung vom 29. Januar 2003 hingewiesen worden. Gegen Disp.-Ziff. II des Regierungsratsbeschlusses vom 6. Januar 2004 konnte laut zutreffender Rechtsmittelbelehrung in Disp.-Ziff. III binnen dreissig Tagen Beschwerde an das Verwaltungsgericht erhoben werden. Die Gemeinden Bonstetten und Wettswil a A., die sich im vorliegenden Verfahren als BeschwerdefÃ¼hrerin fÃ¼r die RechtsbestÃ¤ndigkeit ihrer von der Baurekurskommission aufgehobenen ZonenplanÃ¤nderung wehren, haben beim Verwaltungsgericht keine solchen Rechtsmittel eingereicht. Das Beschwerdeverfahren ist daher insoweit als gegenstandlos abzuschreiben, als die streitbetroffene ZonenplanÃ¤nderung die GrundstÃ¼cke Kat.Nrn. 439, 440 und 441 des Beschwerdegegners 2 betrifft.</span></p> <p class="Erwgung1"><b><span>3. </span></b><span> </span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>3.1 </span></b><span>Das von der Umzonung betroffene Gebiet liegt gemÃ¤ss dem kantonalen Siedlungs- und Landschaftsplan vom 31. Januar 1995 in der Fassung vom 2. April 2001 im Landwirtschaftsgebiet mit FruchtfolgeflÃ¤che. GemÃ¤ss Ziff. 3.2.2 des Textes zum kantonalen Richtplan umfasst das Landwirtschaftsgebiet in Ãbereinstimmung mit Art. 16 des Bundesgesetzes vom 22. Juni 1979 Ã¼ber die Raumplanung in der Fassung vom 20. MÃ¤rz 1998 (RPG) und § 36 PBG Land, das sich fÃ¼r die landwirtschaftliche Nutzung oder den Gartenbau eignet oder im Gesamtinteresse landwirtschaftlich genutzt werden soll. Der vom Regierungsrat am 3. Juni 1998 festgesetzte Siedlungs- und Landschaftsplan der Region Knonaueramt wies das fragliche Gebiet dem LandschaftsfÃ¶rderungsgebiet zu. GemÃ¤ss Ziff. 3.2.3 des Textes zum regionalen Richtplanes vom 3. Juni 1998 werden als LandschaftsfÃ¶rderungsgebiet FlÃ¤chen bezeichnet, die aus Ã¼berkommunaler Sicht aufgrund ihrer landschaftlichen Eigenart, ihrer biologisch-Ã¶kologischen Vielfalt und ihres Erholungswerts insgesamt in ihrem Charakter erhalten oder weiterentwickelt werden sollen. LandschaftsfÃ¶rderungsgebiete sind eine Ã¼berlagernde Festlegung, welche die Grundnutzung prinzipiell nicht einschrÃ¤nkt; hingegen sollen typische Landschaftselemente erhalten bleiben; eine nachhaltige Kulturlandpflege ist zu gewÃ¤hrleisten; zugleich sind die Voraussetzungen fÃ¼r eine auch in wirtschaftlicher Hinsicht attraktive Bewirtschaftung zu schaffen. â Diese Umschreibung steht im Einklang mit § 30 in Verbindung mit § 23 PBG. GemÃ¤ss Ziff. 3.3.1 des Textes zum regionalen Richtplan betrachtet die ZÃ¼rcher Planungsgruppe Knonaueramt â ein Zweckverband im Sinn von § 12 Abs. 1 PBG â das ganze Knonaueramt als einheitlichen Landschaftsraum, das dem LandschaftsfÃ¶rderungsgebiet zugewiesen werde; diese Ausscheidung wird aber zugleich als "etwas summarisch" bezeichnet und mit dem Vorbehalt verbunden, sie spÃ¤ter zu Ã¼berprÃ¼fen und eine differenziertere LÃ¶sung anzustreben.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Die ZÃ¼rcher Planungsgruppe Knonaueramt hat am 15. Mai 2001 beschlossen, das streitbetroffene Gebiet in Ãnderung des regionalen Richtplanes als Erholungsgebiet C fÃ¼r einen 18-Loch-Golfplatz auszuscheiden bzw. dem fÃ¼r die Festsetzung zustÃ¤ndigen Regierungsrat (vgl. § 32 Abs. 2 PBG) einen entsprechenden Ãnderungsantrag zu unterbreiten. Der Regierungsrat hat hierÃ¼ber erst am 8. Januar 2003, nach Abschluss des Rekursverfahrens vor Baurekurskommission, befunden und den regionalen Richtplan antragsgemÃ¤ss durch ein Erholungsgebiet C zum genannten Zweck ergÃ¤nzt. </span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>3.2 </span></b><span>Wie die Baurekurskommission zutreffend erwogen hat (E. 7b), ist nicht auszuschliessen, dass die im Rahmen der kommunalen Nutzungsplanung festgesetzte Erholungszone fÃ¼r das gemÃ¤ss kantonalem Richtplan im Landwirtschaftsgebiet mit FruchtfolgeflÃ¤che liegende Areal mit den Vorgaben der kantonalen Richtplanung vereinbar ist, da Letztere die MÃ¶glichkeit ausdrÃ¼cklich vorsieht, das Landwirtschaftsgebiet zu "durchstossen", das heisst fÃ¼r nichtlandwirtschaftliche Ã¶ffentliche Aufgaben oder andere spezielle Nutzungen in Anspruch zu nehmen (vgl. Ziff. 3.2.3 lit. c des Textes zum kantonalen Richtplan; zum Begriff der "Durchstossung" und dessen terminologischer Abgrenzung zu jenem der sachlich gerechtfertigten Abweichung untergeordneter Natur im Sinn von § 16 Abs. 2 PBG; vgl. RB 2003 Nr. 71 E. 2). Die Baurekurskommission hat die streitbetroffene kommunale Nutzungsplanung aufgehoben, weil sie nicht vereinbar mit dem â zur Zeit des Rekursentscheids noch geltenden â regionalen Richtplan bzw. dem dort festgesetzten LandschaftsfÃ¶rderungsgebiet sei. Dieser ErwÃ¤gung ist zuzustimmen. GemÃ¤ss Ziff. 3.4.2.2 lit. b des Textes zum kantonalen Richtplan bezeichnen die Regionen Erholungsgebiete von regionaler Bedeutung, insbesondere zur planungsrechtlichen Festlegung von Standorten fÃ¼r GolfplÃ¤tze. </span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>3.3 </span></b><span>Die BeschwerdefÃ¼hrerinnen stellen denn auch die Notwendigkeit einer derartigen Festlegung im regionalen Richtplan nicht in Abrede. Sie machen jedoch geltend, die Baurekurskommission hÃ¤tte das Rekursverfahren im Interesse der VerfahrensÃ¶konomie bis zum Vorliegen des regierungsrÃ¤tlichen Beschlusses betreffend die Ãnderung des regionalen Richtplanes sistieren mÃ¼ssen. HÃ¤tte sie dies "pflichtgemÃ¤ss" getan, wÃ¤re es Sache der BeschwerdefÃ¼hrerinnen gewesen, das ARV oder den Regierungsrat zu einer raschen Entscheidung Ã¼ber die Ãnderung des regionalen Richtplanes anzuhalten. Eine Sistierung des Rekursverfahrens hÃ¤tte sich zudem auch gestÃ¼tzt auf den Grundsatz von Treu und Glauben aufgedrÃ¤ngt. Die BeschwerdefÃ¼hrerinnen hÃ¤tten nÃ¤mlich die vorgesehene Ãnderung ihrer ZonenplÃ¤ne frÃ¼hzeitig der Baudirektion zur VorprÃ¼fung eingereicht. Diese habe in ihrer Stellungnahme vom 19. Februar 2001 sowie in den dazu gehÃ¶rigen Mitberichten mit keinem Wort erwÃ¤hnt, dass die Ãnderung des regionalen Richtplans bereits vor den Beschlussfassungen der Gemeindeversammlungen Ã¼ber die ZonenplanÃ¤nderung beschlossen sein mÃ¼sse. Zudem habe die ZÃ¼rcher Planungsgruppe Knonaueramt, wie aus deren Schreiben vom 28. Juni 2001 an das ARV hervorgehe, ihre eigene Beschlussfassung vom 15. Mai 2001 (betreffend Antrag auf Ãnderung des regionalen Richtplans) mit dem Vorbehalt verbunden, dass die Gemeindeversammlungen Bonstetten und Wettswil a.A. den diesbezÃ¼glichen ZonenplanÃ¤nderungen zustimmten; sie habe damit vermeiden wollen, dass der Richtplan nach einem negativen Ausgang des kommunalen Zonenplanverfahrens erneut geÃ¤ndert werden mÃ¼sste, und habe daher den Ãnderungsantrag erst nach dem positiven Ausgang der kommunalen Beschlussfassung dem ARV weitergeleitet.</span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>3.4 </span></b><span>Aus dem Gesagten ergibt sich, dass der angefochtene Rekursentscheid in materiellrechtlicher-inhaltlicher Hinsicht nicht zu beanstanden ist. In Frage steht einzig, ob er aus verfahrensrechtlicher Sicht aufzuheben sei. </span></p> <p class="Erwgung2"><span>Dabei ist vorab zu berÃ¼cksichtigen, dass nunmehr die im regionalen Richtplan erforderliche Grundlage, die im Zeitpunkt der Beschlussfassung der Vorinstanz fehlte, mit dem Regierungsratsbeschluss vom 8. Januar 2003 vorhanden ist. Ist eine wÃ¤hrend des verwaltungsgerichtlichen Beschwerdeverfahrens in Kraft getretene Norm intertemporal eindeutig auf den zur Beurteilung stehenden Streitgegenstand anwendbar, so ist prozessrechtlich deren BerÃ¼cksichtigung nach dem Grundsatz der richterlichen Rechtsanwendung angezeigt, sofern dadurch der Streitgegenstand nicht verÃ¤ndert wird und keine neuen Ermessensfragen aufgeworfen werden. Bei der ÃberprÃ¼fung von Dauerverwaltungsakten ist daher in der Regel das neue Recht anwendbar. Allgemein sollten wÃ¤hrend des Beschwerdeverfahrens eingetretene RechtsÃ¤nderungen stets dann berÃ¼cksichtig werden, wenn der Beschwerdeentscheid andernfalls nur theoretische Bedeutung hÃ¤tte (KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 52 N. 18, mit Hinweisen). Diese im Zusammenhang mit der ÃberprÃ¼fung von VerfÃ¼gungen entwickelten GrundsÃ¤tze sind auch dort heranzuziehen, wo es wie hier um die ÃberprÃ¼fung kommunaler Nutzungsplanungen auf ihre Ãbereinstimmung mit der Ã¼bergeordneten Richtplanung geht. Daraus folgt, dass es sich aus heutiger Sicht nicht rechtfertigt, die BeschlÃ¼sse der BeschwerdefÃ¼hrerinnen vom 10. Mai bzw. 18. Juni 2001 betreffend Festsetzung einer gemeindeÃ¼bergreifenden Erholungszone einzig deswegen aufzuheben, weil im damaligen Zeitpunkt die erforderliche Grundlage im regionalen Richtplan noch nicht vorhanden war. Damit entfÃ¤llt aber auch der Rechtsgrund, der die Baurekurskommission dazu gefÃ¼hrt hat, die genannten BeschlÃ¼sse aufzuheben. Demnach ist der Rekursentscheid der Baurekurskommission aufzuheben.</span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>3.5 </span></b><span>Eine andere Frage ist es, ob angesichts der nunmehr vorhandenen Grundlage im regionalen Richtplan der Neuentscheid betreffend die RechtmÃ¤ssigkeit der von den Beschwerdegegnern angefochtenen kommunalen ZonenplanÃ¤nderungen direkt durch das Verwaltungsgericht zu treffen oder ob die Sache zum Neuentscheid an die Baurekurskommission zurÃ¼ckzuweisen sei. </span></p> <p class="Erwgung2"><span>Eine RÃ¼ckweisung an die Baurekurskommission wÃ¼rde sich von vornherein aufdrÃ¤ngen, wenn die Kommission mit dem Verzicht auf eine Sistierung verfahrensrechtliche Bestimmungen oder GrundsÃ¤tze klar verletzt hÃ¤tte. Das kann ihr nicht ohne weiteres vorgeworfen werden. Die Kommission ist zutreffend davon ausgegangen, dass die Festsetzung einer kommunalen Erholungszone fÃ¼r den streitbetroffenen Golfplatz einer Anpassung der regionalen Richtplanung bedarf, welche grundsÃ¤tzlich vor der Ãnderung des kommunalen Zonenplans vollzogen werden mÃ¼sste. Eine Sistierung des Rekursverfahrens bis zum Vorliegen des regierungsrÃ¤tlichen Festsetzungsbeschlusses drÃ¤ngte sich nur unter der Annahme auf, dass die BerÃ¼cksichtigung einer nachtrÃ¤glichen RechtsÃ¤nderung â hier der Festlegung "Erholungsgebiet C" im regionalen Richtplan â im Rekursverfahren zulÃ¤ssig sei. Wie erwÃ¤hnt (vgl. fÃ¼r das Beschwerdeverfahren vorn E. 3.4; fÃ¼r das Rekursverfahren KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 20 N. 52) ist die BerÃ¼cksichtigung einer neuen richtplanerischen Grundlage im Rechtsmittelverfahren als zulÃ¤ssig zu erachten. Die Baurekurskommission hat indessen eine Sistierung des Verfahrens nicht von vornherein ausgeschlossen, sondern in dieser Frage Kontakt mit dem ARV aufgenommen, das sich auf den Standpunkt stellte, dass der Regierungsrat Ã¼ber die Ãnderung des regionalen Richtplans erst im Rahmen der genehmigungsrechtlichen PrÃ¼fung entscheide, also nach Abschluss des Rekursverfahrens und bei einer allfÃ¤lligen Beschwerde gegen den Rekursentscheid im Rahmen des verwaltungsgerichtlichen Beschwerdeverfahrens (vgl. Aktennotiz der Baurekurskommission vom 4. MÃ¤rz 2002, zur Koordination dieses Rechtsmittelverfahrens mit der genehmigungsrechtlichen PrÃ¼fung vgl. vorn E. 2). Dass ein derartiges Vorgehen des Regierungsrats dessen Praxis entspricht, ergibt sich aus den Vorbringen der Baudirektion im Schreiben vom 27. September 2002 sowie aus den ErwÃ¤gungen im regierungsrÃ¤tlichen Festsetzungsbeschluss vom 8. Januar 2003. Darin wird ausgefÃ¼hrt, entsprechende AntrÃ¤ge der regionalen PlanungsverbÃ¤nde auf Ãnderung des Richtplans wÃ¼rden ihm erst dann zur Festsetzung unterbreitet, wenn Klarheit Ã¼ber die Realisierungschancen des einzelnen Golfplatzprojektes bestehe; im vorliegenden Fall sei es jedoch "zweckmÃ¤ssig", den Entscheid Ã¼ber die Ãnderung des regionalen Richtplanes ausnahmsweise noch vor jenem Ã¼ber die Genehmigung des kommunalen Nutzungsplans zu treffen. (Wenn der Regierungsrat im vorliegenden Fall im Sinn einer Ausnahme von seiner Praxis abgewichen ist, so dÃ¼rfte dies wohl eher darauf zurÃ¼ckzufÃ¼hren sein, dass die Baudirektion auf entsprechende PrÃ¤sidialverfÃ¼gung des Verwaltungsgerichts vom 14. August 2002 mit Schreiben vom 27. September 2002 eine baldigen Entscheid betreffend die Ãnderung des regionalen Richtplans zugesichert hat.) â Demnach hat die Baurekurskommission einen sachlichen Grund genannt, der gegen eine Sistierung des Rekursverfahrens sprach, weshalb der Verzicht auf eine solche Sistierung kaum als Rechtsverletzung gewÃ¼rdigt werden kann, zumal den RekursbehÃ¶rden bezÃ¼glich der Frage der Verfahrenssistierung ein grosser Ermessensspielraum zusteht (vgl. KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, Vorbem. zu §§ 4-31 N. 31).</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Es kann angemerkt werden, dass die dargelegte Praxis der Baudirektion und des Regierungsrats, bei Golfplatzprojekten von privaten TrÃ¤gerschaften Ã¼ber die erforderliche Ãnderung des regionalen Richtplanes nach Ãnderung des kommunalen Zonenplans sowie nach Abschluss eines allfÃ¤llig anschliessenden Rekursverfahrens zu befinden, kaum zu Ã¼berzeugen vermag. Zwar ist einzurÃ¤umen, dass ein stufengerechtes Vorgehen (vorab Festsetzung des Richtplans und hernach Ãnderung des Zonenplans) das Risiko in sich birgt, bei Scheitern der Zonenplanrevision den regionalen Richtplan kurzfristig erneut Ã¤ndern zu mÃ¼ssen, was beim eher schwerfÃ¤lligen System der zÃ¼rcherischen Richtplanung mit erheblichen Umtrieben verbunden sein kann (vgl. Schreiben der Baudirektion vom 27. September 2002). Gegen ein stufengerechtes Vorgehen lÃ¤sst sich aber jedenfalls nicht einwenden, dass auch der regierungsrÃ¤tliche Entscheid Ã¼ber die Genehmigung des kommunalen Zonenplans erst nach Abschluss des Rekursverfahrens erfolge. Zum einen handelt es sich bei dieser Regel um eine vom Gesetzgeber bewusst getroffene Ordnung (§ 329 Abs. 4 PBG, dazu vorn E. 2). Zum andern lÃ¤sst sich die Funktion und Tragweite des regierungsrÃ¤tlichen Genehmigungsbeschlusses nicht mit jener des Festsetzungsbeschlusses betreffend die Ãnderung des regionalen Richtplanes (als Voraussetzung der diesbezÃ¼glichen kommunalen Zonenplanfestsetzung) vergleichen. â Abschliessend ist hier aber nicht darÃ¼ber zu befinden, ob es recht- und zweckmÃ¤ssig sei, bei derartigen Projekten die erforderlichen ZonenplanÃ¤nderungen der betroffenen Gemeinde vor der Beschlussfassung des Regierungsrats Ã¼ber die ebenfalls erforderlichen RichtplanÃ¤nderungen vorzunehmen. </span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>3.6 </span></b><span>Dass der Baurekurskommission hinsichtlich des Verzichts auf eine Verfahrenssistierung keine Verletzung von Verfahrensvorschriften (vgl. § 50 Abs. 2 lit. d VRG) vorgeworfen werden kann, bedeutet nicht, dass von einer RÃ¼ckweisung der Sache an diese Vorinstanz abzusehen sei. Letztere hat sich in ihrem nach dem Gesagten aufzuhebenden Entscheid im Wesentlichen erst mit einem einzelnen Aspekt, nÃ¤mlich der Frage befasst, ob die angefochtenen ZonenplanÃ¤nderungen mit dem regionalen Richtplan vereinbar seien. Alle Ã¼brigen RÃ¼gen der heutigen Beschwerdegegner sowie weitere sich stellende Fragen zur RechtmÃ¤ssigkeit der angefochtenen Zonenplanfestsetzungen sind von ihr noch nicht geprÃ¼ft worden. Zur noch erforderlichen Beurteilung gehÃ¶rt neben denn zahlreichen Einwendungen in der Rekursschrift vom 24. Juli 2001 auch die akzessorische ÃberprÃ¼fung der nunmehr vorliegenden ErgÃ¤nzung des regionalen Richtplans, das heisst der Festlegung eines Erholungsgebietes fÃ¼r das streitbetroffene Areal (zu den Voraussetzungen einer derartigen "Durchstossung" des Landwirtschaftsgebiets gemÃ¤ss kantonalem Richtplan vgl. Ziff. 3.2.3 lit. c des Richtplantextes und dazu RB 2003 Nr. 71 E. 5). Bei der ÃberprÃ¼fung kommunaler Bau- und Zonenordnungen steht der RekursbehÃ¶rde â anders als dem Verwaltungsgericht (§ 50 VRG) â neben der Rechtskontrolle auch eine Ermessenskontrolle zu (§ 20 VRG). Dass sich die Baurekurskommission in derartigen planungsrechtlichen Streitigkeiten zwecks Wahrung der Gemeindeautonomie ZurÃ¼ckhaltung bei der AusÃ¼bung der Ermessenskontrolle aufzuerlegen hat (KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 20 N. 20), Ã¤ndert nichts daran, dass ihre Kognition weiter als jene des auf Rechtskontrolle beschrÃ¤nkten Verwaltungsgerichts reicht. Hinzu kommt, dass sich aufgrund des erst nach Abschluss des Rekursverfahrens getroffenen Genehmigungsentscheids des Regierungsrats vom 6. Januar 2004 der Streitgegenstand insofern verÃ¤ndert hat, als die angefochtenen Zonenplanfestsetzungen teilweise nicht genehmigt worden sind; im Umfang der Nichtgenehmigung â bezÃ¼glich der GrundstÃ¼cke Kat.Nrn. 439, 440 und 441 des Beschwerdegegners X ist das Rechtsmittelverfahren gegenstandlos geworden (vgl. vorn E. 2), und die VerÃ¤nderung des Streitgegenstands wirft bezÃ¼glich der RechtmÃ¤ssigkeit der angefochtenen Zonenplanfestlegungen neue Fragen auf. Demnach sprechen gewichtige, sich aus der unterschiedlichen Kognition von Verwaltungsgericht und RekursbehÃ¶rde sowie aus der VerÃ¤nderung des Streitgegenstands ergebende GrÃ¼nde dafÃ¼r, die Sache zum Neuentscheid an die Baurekurskommission zurÃ¼ckzuweisen. </span></p> <p class="Erwgung2"><span>Bei der Wiederaufnahme des Rekursverfahrens wird die Baurekurskommission auch zu prÃ¼fen haben, ob die EigentÃ¼mer der von den ZonenplanÃ¤nderungen betroffenen GrundstÃ¼cke (soweit diese ZonenplanÃ¤nderungen mit Beschluss des Regierungsrats vom 6. Januar 2004 Ã¼berhaupt genehmigt worden sind) zwecks Wahrung des rechtlichen GehÃ¶rs in das Verfahren einzubeziehen seien (vgl. RB 1996 Nr. 10).</span></p> <p class="Erwgung1"><b><span>4. </span></b><span> </span></p> <p class="Erwgung1"><span>Bei diesem Ausgang des Verfahrens (Aufhebung von Disp.-Ziff. III des Rekursentscheids; RÃ¼ckweisung der Sache an die Baurekurskommission II) rechtfertigt es sich, auch Disp.-Ziff. IV (Belastung der heutigen BeschwerdefÃ¼hrerinnen mit den Rekurskosten) und Disp.-Ziff. V (Verpflichtung der heutigen BeschwerdefÃ¼hrerinnen zur Leistung einer ParteientschÃ¤digung an die heutigen Beschwerdegegner) aufzuheben. Ãber die Auflage der Rekurskosten sowie die Zusprechung von ParteientschÃ¤digungen hat die Baurekurskommission II in ihrem Neuentscheid zu befinden. Obwohl die Beschwerdegegner mit dem heutigen Urteil formell unterliegen, rechtfertigt es sich unter den vorliegenden besonderen UmstÃ¤nden, die Gerichtskosten auf die Gerichtskasse zu nehmen (KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 13 N. 23). Den formell obsiegenden BeschwerdefÃ¼hrerinnen ist schon deswegen keine ParteientschÃ¤digung zuzusprechen, weil die Erhebung und Beantwortung von Rechtsmitteln zum angestammten Aufgabenbereich des Gemeinwesens gehÃ¶rt, das hierfÃ¼r nur bei ausserordentlichen Aufwendungen eine ParteientschÃ¤digung beanspruchen kann (KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 17 N. 19), welche Voraussetzungen hier nicht erfÃ¼llt sind. </span></p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1"><span>DemgemÃ¤ss entscheidet </span><span>die Kammer</span><span>:</span></p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug2">1. Die Beschwerde wird gutgeheissen, soweit das Verfahren nicht als gegenstandslos geworden abgeschrieben wird. Der Entscheid der Baurekurskommission II vom 25. Juni 2002 wird bezÃ¼glich Disp.-Ziff. III, IV und V aufgehoben. Die Sache wird zum Neuentscheid im Sinn der ErwÃ¤gungen an die Baurekurskommission II zurÃ¼ckgewiesen.</p> <p class="Einzug2">2. Die GerichtsgebÃ¼hr wird festgesetzt auf <br/> Fr. 3'000.--; die Ã¼brigen Kosten betragen:<br/> Fr. 100.-- Zustellungskosten,<br/> Fr. 3'100.-- Total der Kosten.</p> <p class="Einzug2">3. Die Gerichtskosten werden auf die Gerichtskasse genommen.</p> <p class="Einzug2">4. ParteientschÃ¤digungen werden nicht zugesprochen.</p> <p class="Einzug2">5. Mitteilung anâ¦</p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>