<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="content"> <div class="para">Bundesgericht </div> <div class="para">Tribunal fédéral </div> <div class="para">Tribunale federale </div> <div class="para">Tribunal federal </div> <div class="para"> </div> <div class="para">{T 0/2} </div> <div class="para">6B_756/2011 </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Urteil vom 12. Dezember 2011 </div> <div class="para">Strafrechtliche Abteilung </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Besetzung </div> <div class="para">Bundesrichter Mathys, Präsident, </div> <div class="para">Bundesrichter Wiprächtiger, </div> <div class="para">Bundesrichterin Jacquemoud-Rossari, </div> <div class="para">Gerichtsschreiber C. Monn. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Verfahrensbeteiligte </div> <div class="para">X.________, </div> <div class="para">Beschwerdeführer, </div> <div class="para"> </div> <div class="para">gegen </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Oberstaatsanwaltschaft des Kantons Aargau, </div> <div class="para">Frey-Herosé-Strasse 12, Wielandhaus, 5001 Aarau, </div> <div class="para">Beschwerdegegnerin. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Gegenstand </div> <div class="para">Einfache Körperverletzung, </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Beschwerde gegen das Urteil des Obergerichts des Kantons Aargau, Strafgericht, 2. Kammer, vom 23. September 2011. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Das Bundesgericht zieht in Erwägung: </div> <div class="para"> </div> <div class="para">1. </div> <div class="para">Am 31. Januar 2006, nach Beendigung ihrer Schicht um 14 Uhr, fuhren X.________ und A._______ mit dem Fahrrad nach Hause. Wie schon am Arbeitsplatz kam es erneut zu einer Auseinandersetzung, wobei sich die Fahrräder berührten und X.________ das Gleichgewicht verlor. In der Folge stiess dieser seinen Gegner mit einem Messer, das er aus dem Rucksack genommen hatte, zweimal gegen den linken Arm. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Das Bezirksgericht Rheinfelden sprach X.________ am 8. September 2010 der einfachen Körperverletzung (sowie eines SVG-Deliktes) schuldig und verurteilte ihn zu 45 Tagessätzen zu je Fr. 10.--, bedingt aufgeschoben bei einer Probezeit von zwei Jahren, sowie einer Busse von Fr. 300.-- bzw. einer Ersatzfreiheitsstrafe von drei Tagen. Eine dagegen gerichtete Berufung wurde durch das Obergericht des Kantons Aargau am 23. September 2011 abgewiesen. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Der Beschwerdeführer wendet sich ans Bundesgericht und beantragt sinngemäss einen Freispruch. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">2. </div> <div class="para">Der Beschwerdeführer hatte im kantonalen Verfahren geltend gemacht, er habe in Notwehr gehandelt. Die Vorinstanz kommt indessen zum Schluss, er habe nicht mit dem Willen sich zu verteidigen gehandelt, sondern aus Wut und Verzweiflung darüber, dass der Gegner ihn nach dem Hinfallen auch noch ausgelacht habe (angefochtener Entscheid S. 9 Ziff. 4.4). </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Zu den Vorgängen, die sich früher abspielten, stellt die Vorinstanz fest, eine verbale Auseinandersetzung zwischen den beiden Gegnern habe sich rund zwei Stunden vor der vermeintlichen Abwehrhandlung ereignet. Daraus könne mangels unmittelbar bevorstehender Gefahr keine Notwehrlage abgeleitet werden (angefochtener Entscheid S. 8). Der Beschwerdeführer betont demgegenüber, dass sein Gegner um 12 Uhr gedroht habe, ihm etwas anzutun. Auch wenn der Gegner zwei Stunden vor dem Vorfall eigentliche Drohungen ausgestossen haben sollte, ergäbe sich aus diesem Umstand keine unmittelbar drohende Gefahr für den Tatzeitpunkt. </div> <div class="para">Weiter stellt die Vorinstanz fest, am Tatort hätten sich die beiden Fahrräder touchiert, so dass der Beschwerdeführer das Gleichgewicht verloren habe, worauf ihn sein Gegner ausgelacht habe. Dieses Verhalten sei als Provokation, nicht aber als Angriffshandlung zu verstehen (angefochtener Entscheid S. 8). Der Beschwerdeführer macht geltend, mit seinem Verhalten habe der Gegner seinen bereits am Mittag angekündigten Angriff gestartet. Mit dieser blossen Behauptung vermag er indessen nicht darzutun, dass die Feststellung der Vorinstanz, es habe sich nur um eine Provokation gehandelt, offensichtlich unrichtig im Sinne von <span class="artref">Art. 97 Abs. 1 BGG</span> bzw. willkürlich im Sinne von <span class="artref">Art. 9 BV</span> sein könnte. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Gesamthaft gesehen ist der Schuldspruch bundesrechtlich nicht zu beanstanden. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">3. </div> <div class="para">Der Beschwerdeführer rügt, dass ihm die Kosten für ein psychiatrisches Gutachten auferlegt wurden. In seiner kantonalen Berufung, die sich ausdrücklich nur gegen die Bestrafung richtete, waren die Kosten für das Gutachten indessen kein Thema (vgl. Beilage zur Beschwerde). Folglich kann sich das Bundesgericht in Anwendung von <span class="artref">Art. 99 Abs. 2 BGG</span> heute damit nicht befassen. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">4. </div> <div class="para">Die Beschwerde ist im Verfahren nach <span class="artref">Art. 109 BGG</span> abzuweisen, soweit darauf einzutreten ist. Bei diesem Ausgang sind die Gerichtskosten dem Beschwerdeführer aufzuerlegen (<span class="artref">Art. 66 Abs. 1 BGG</span>). </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Demnach erkennt das Bundesgericht: </div> <div class="para"> </div> <div class="para">1. </div> <div class="para">Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf einzutreten ist. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">2. </div> <div class="para">Die Gerichtskosten von Fr. 2'000.-- werden dem Beschwerdeführer auferlegt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">3. </div> <div class="para">Dieses Urteil wird den Parteien und dem Obergericht des Kantons Aargau, Strafgericht, 2. Kammer, schriftlich mitgeteilt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Lausanne, 12. Dezember 2011 </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Im Namen der Strafrechtlichen Abteilung </div> <div class="para">des Schweizerischen Bundesgerichts </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Der Präsident: Mathys </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Der Gerichtsschreiber: C. Monn </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> </div></body></html>