<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2001.00406</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=106761&amp;W10_KEY=13013575&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2001.00406</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 20.08.2002</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">1. Abteilung/1. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Submissionsrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Submission</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Beurteilung von Offerten anhand der Zuschlagskriterien im selektiven Vergabeverfahren Die Beurteilung der Kriterien "Erfahrung" und "Referenzen", die allein auf im Rahmen der Präqualifikation eingereichten Unterlagen beruht, stellt in casu keinen wesentlichen Verfahrensmangel dar (E. 3). Die Bewertung des Zuschlagskriteriums "Preis" hat dessen Gewichtung Rechnung zu tragen (E. 4b). </b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: BEWERTUNGSMETHODE">BEWERTUNGSMETHODE</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: EIGNUNG">EIGNUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ERFAHRUNG">ERFAHRUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: PREIS">PREIS</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: REFERENZ">REFERENZ</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: Besonderes Verwaltungsrecht (ohne...) ST: SUBMISSIONSRECHT">SUBMISSIONSRECHT</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ZUSCHLAGSKRITERIEN">ZUSCHLAGSKRITERIEN</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="gerade">Art. 16 lit. II IVÃ¶B</span><br/><span class="ungerade">§ 31 lit. I SubmV</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 3 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Einzug1">I. Die politische Gemeinde X erÃ¶ffnete mit Ausschreibung vom 21. Septem­ber 2001 eine Submission im selektiven Verfahren fÃ¼r die beim Neubau BWS in X (Berufswahl- und Weiterbildungsschule) anfallenden Baumeisterarbei­ten (BKP 211). Aufgrund der durchgefÃ¼hrten PrÃ¤qualifikation wurden 10 der insgesamt 16 Bewerber zur Einreichung eines Angebots eingeladen. Innert der Eingabefrist gingen 9 Offerten mit Angebotspreisen zwischen Fr. 1'941'465.- und Fr. 2'620'701.- ein. Mit VerfÃ¼gung vom 12. Dezember 2001 erging der Zu­schlag an die Firma B, in Y, mit dem zweittiefsten Angebot Ã¼ber Fr. 2'011'454.-. Das tiefste Angebot stammte von der Firma A AG .</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">II. Gegen den Vergabeentscheid erhob die Firma A AG am 18. Dezember 2001 Be­schwer­de an das Ver­wal­tungs­ge­richt. Sie beantragte, der Vergabeentscheid sei auf­zuheben und der Zuschlag sei an sie zu erteilen, unter Ko­sten- und Ent­schÃ¤­di­gungs­fol­gen zu Lasten der Beschwerdegegnerin. Eventuell sei die Vergabe an die Vorinstanz zur Neubeurteilung zurÃ¼ckzuweisen. Ferner wurde beantragt, der Beschwerde sei aufschiebende Wirkung zu erteilen. â Die Gemeinde X und die Mitbeteiligte schlossen jeweils am 29. Januar 2002 auf Abweisung des Gesuchs um Erteilung der aufschiebenden Wirkung und der Beschwerde. Die Mitbeteiligte liess zudem die Zusprechung einer ParteientschÃ¤digung beantragen.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Mit PrÃ¤sidialverfÃ¼gung vom 31. Januar 2002 wurde das Gesuch um Erteilung der auf­schiebenden Wirkung abgewiesen.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Die BeschwerdefÃ¼hrerin verzichtete in der Folge auf die Erstattung einer Replik.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Die AusfÃ¼hrungen der Parteien werden, soweit erforderlich in den nachstehenden ErwÃ¤gungen wiedergegeben.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1"> </p> <span><br/> </span> <p class="MsoNormal">Die Kammer zieht in ErwÃ¤gung:</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">1. Vergabeentscheide kantonaler und kommunaler Auftraggeber kÃ¶nnen unmittel­bar mit Beschwerde an das Verwaltungsgericht weitergezogen werden (RB 1999 Nr. 27 = BEZ 1999 Nr. 13 = ZBl 100/1999, S. 372; vgl. Alfred KÃ¶lz/JÃ¼rg Bosshart/Martin RÃ¶hl, Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons ZÃ¼rich, 2. A., ZÃ¼rich 1999, § 41 N. 22). Auf das Beschwer­de­verfahren gelangen die Art. 15 ff. der Interkantonalen Ver­einbarung Ã¼ber das Ã¶ffentliche Beschaffungswesen vom 25. November 1994 (IVÃ¶B) sowie die §§ 3 ff. des Gesetzes Ã¼ber den Beitritt des Kantons ZÃ¼rich zur Inter­kantonalen Vereinbarung vom 22. September 1996 (IVÃ¶B-BeitrittsG) zur Anwendung. </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">2. Ein nicht berÃ¼cksichtigter Anbieter ist zur Beschwerde gegen den Vergabeent­scheid legitimiert, wenn er bei deren Gutheissung eine realistische Chance hat, mit dem eigenen Angebot zum Zug zu kommen, oder wenn die Gutheissung zu einer Wiederholung des Submissionsverfahrens fÃ¼hrt, bei welcher er ein neues Angebot einreichen kann. An­dern­falls fehlt ihm das schutzwÃ¼rdige Interesse an der BeschwerdefÃ¼hrung (RB 1999 Nr. 18 = BEZ 1999 Nr. 11). Vorliegend hat die Be­schwer­de­fÃ¼h­re­rin gemÃ¤ss der BegrÃ¼n­dung des angefochtenen Ent­scheids nur das viertbeste Resultat erzielt. Mit den in der Be­schwer­de erhobenen RÃ¼gen stellt sie jedoch gerade diese Bewertung in Frage, wozu sie ohne weiteres legitimiert ist. </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">3. Die BeschwerdefÃ¼hrerin macht im Wesentlichen geltend, dass die VergabebehÃ¶rde die einzelnen Zuschlagskriterien nicht korrekt bewertet und dementsprechend einseitig zu ihrem Nachteil gewichtet habe.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">a) Nach § 31 Abs. 1 der Submissionsverordnung vom 18. Juni 1997 (SubmV) erfolgt der Zuschlag - sofern nicht ausnahmsweise das alleinige Kriterium des niedrigsten Preises (§ 31 Abs. 2 SubmV) zur Anwendung kommt - auf das wirtschaftlich gÃ¼nstigste Angebot. Bei der Bewertung der Angebote ist das Preis-Leistungs-VerhÃ¤ltnis zu beachten, wobei neben dem Preis insbesondere die folgenden Kri­terien berÃ¼cksichtigt werden kÃ¶nnen: QualitÃ¤t, Termine, Wirtschaftlichkeit, Betriebskosten, Kundendienst, Ãkologie, Zweck­­mÃ¤ssigkeit, technischer Wert, Ãsthetik, KreativitÃ¤t, Lehr­lingsausbildung, Infrastruk­tur. Die fÃ¼r eine bestimmte Beschaffung massgeblichen Zu­schlagskriterien werden von der VergabebehÃ¶rde im Hinblick auf die Besonderheiten des Auftrags festgelegt. Dabei steht ihr ein erheblicher Beurteilungsspielraum zu. Um die not­wendige Transparenz des Vergabe­verfahrens zu gewÃ¤hrleisten, sind die Zuschlagskriterien den Interessenten zu Beginn des Verfahrens in den Ausschreibungsunterlagen bekannt zu geben (§ 17 Abs. 1 lit. i SubmV), und aus der Bekanntgabe muss ersichtlich sein, welches Gewicht den einzelnen Kriterien zukommt. Um die relative Bedeutung der einzelnen Krite­rien ersichtlich zu machen, mÃ¼ssen diese zumindest in der Reihenfolge ihrer Bedeutung bekannt gegeben werden (vgl. zum Ganzen RB 1999 Nr. 62 = BEZ 1999 Nr. 13 E. 3b = ZBl 100/1999, S. 372). </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Bei der Beurteilung der Angebote anhand der Zuschlagskriterien steht der Vergabe­stelle wiederum ein Ermessensspielraum zur VerfÃ¼gung. In diesen greift das Verwaltungs­ge­richt, dem keine ÃberprÃ¼fung der Angemessenheit des Entscheids zusteht (Art. 16 Abs. 2 IVÃ¶B), nicht ein; zu prÃ¼fen ist dagegen eine allfÃ¤llige Ãberschreitung oder ein Miss­brauch des Ermessens (VGr, 7. Juli 1999, BEZ 1999 Nr. 26 E. 6a). </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">b) Die Beschwerdegegnerin hat die Beurteilungskriterien in der Ausschreibung wie folgt festgelegt:</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="EinzugZitat">"Alle WÃ¤nde im GebÃ¤ude werden in Sichtbeton ausgefÃ¼hrt. QualitÃ¤t und AusfÃ¼hrung werden speziell qualifiziert. Referenz-Objektangaben Ã¼ber ausgefÃ¼hrte Bauten sind von Vorteil. Zuschlagskriterien: Preis 60%; Erfahrung mit Sichtbeton 20%; Referenzobjekte 20%. (...) Es werden nur Bewerberinnen/Bewerber zum Ausschreibungsverfahren zugelassen, die zusammen mit ihrem Antrag zur Teilnahme am Wettbewerb auf Grund eines ausgefÃ¼llten Fragebogens ihre finanzielle, fachliche und organisatorische Eignung nachweisen."</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Im Fragebogen fÃ¼r Anbieterinnen und Anbieter im Submissionsverfahren heisst es sodann: </p> <p class="Einzug1"> </p> <span><br/> </span> <p class="EinzugZitat">"Geforderte Eignungskriterien / Nachweis Ã¼ber spezifische, ausgefÃ¼hrte Objekte mit Angaben Ã¼ber Fachpersonal und Kostenrahmen der ausgefÃ¼hrten Arbeiten.<br/> Referenzangaben mit Arch./Bauleitung und Bauherrschaft.<br/> Es sind mindestens 3 Objekte (Sichtbetonarbeiten) mit Fotos abzu­geben. <br/> Offertbewertungen, bei welchen diese Forderungen fehlen, werden nicht zur Submission eingeladen." </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Wie die Beschwerdegegnerin in der Beschwerdeantwort ausfÃ¼hrt, wurden die daraufhin eingereichten Unterlagen "beurteilt und nach den vorgesehenen Eignungskriterien (Erfahrung mit Sichtbeton und Referenzobjekte, je mit der Note 1 bis 6) bewertet". Es wur­den alle Bewerber berÃ¼cksichtigt, die mit "mindestens den Noten 4/4 bewertet wurden". Im Rahmen der zweiten Stufe waren die Offerten einzureichen, welche rechnerisch geprÃ¼ft und in der Folge anhand der Zuschlagskriterien bewertet wurden. Mit Bezug auf die <i>Zuschlags­kriterien</i> "Erfahrung mit Sichtbeton" und "Referenzobjekte" hiess das offenbar, dass deren im Rahmen der EignungsprÃ¼fung vorgenommene Benotung mit dem angekÃ¼ndig­ten Gewicht von 20% Ã¼bernommen wurde. </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">c) Dass die Merkmale "Erfahrung mit Sichtbeton" und "Referenzobjekte" fÃ¼r die PrÃ¼fung der Eignung herangezogen wurden, liegt vorliegend nicht Streit. Indessen macht die BeschwerdefÃ¼hrerin geltend, mit der Einladung zur Offertstellung habe die Bauherrschaft ausdrÃ¼cklich erklÃ¤rt, dass sie die Unternehmung bezÃ¼glich "Erfahrung mit Sichtbeton" und "Referenzobjekte" in allen Belangen fÃ¼r qualifiziert halte. Sie habe jedoch bezÃ¼glich beider Merkmale lediglich die Note 5 erhalten, was bei dem angewendeten Gewichtungssystem einen Ã¼bermÃ¤ssigen Punkteverlust bedeute.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Hierzu ist vorab zu bemerken, dass fÃ¼r die PrÃ¤qualifikation lediglich ein bestimmtes Mindestmass an Eignung erforderlich war, welches nicht nur unter-, sondern auch Ã¼berschrit­­ten werden konnte. Gerade bei Arbeitsleistungen wie den vorliegend in Frage stehenden Sichtbetonarbeiten, ist eine Ã¼ber das notwendige Mindestmass hinausgehende Eignung mit Blick auf die QualitÃ¤t der Arbeitsleistung und damit fÃ¼r das zuschlagsrelevante Preis-Leistungs-VerhÃ¤ltnis von grosser Bedeutung. Es ist denn auch weder zu beanstanden, dass die Beschwerdegegnerin die genannten Merkmale zu Zuschlagskriterien erhob (vgl. RB 2000 Nr. 70; VGr, 19. Juni 2002, VB.2001.00360,<span> </span>http://ww<a id="_Hlt17803132">w</a>.v<a id="_Hlt512937889">g</a>r<a id="_Hlt17803184">z</a>h.ch/rec<a id="_Hlt17803156">h</a>t<a id="_Hlt17803159">s</a>pre­chung, E. 5c<span class="MsoHyperlink"><span>)</span></span>, noch dass sie ihnen neben dem Kriterium "Preis" ein Gewicht von insgesamt 40% einrÃ¤umte. Aufgrund der vorstehend wiedergegebenen Ausschreibung waren die einzelnen Zuschlagskriterien und ihre Gewichtung zudem hinlÃ¤nglich bekannt. </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Dagegen fÃ¤llt auf, dass die Beschwerdegegnerin bei der Beurteilung der Zuschlagskriterien "Erfahrung mit Sichtbeton" und "Referenzobjekte" ausschliesslich auf Unterlagen abstellte, welche die Anbietenden im Rahmen der PrÃ¤quali­fikation (erste Stufe des selektiven Verfahrens) eingereicht hatten. Es fand mithin gar keine neuerliche Beurteilung statt, sondern es wurde die Bewertung aus der ersten Verfahrensstufe unverÃ¤ndert Ã¼bernommen. Dies muss jedenfalls aus der Argumentation der Beschwerdegegnerin in der Beschwerdeantwort geschlossen werden, wo diese ihre Bewertung einzig anhand der fÃ¼r die erste Stufe vorgelegten Referenzobjekte rechtfertigt. Dieses Vorgehen erscheint zumindest bedenklich: Aus den Ausschreibungsunterlagen ging nicht hervor, dass diesbezÃ¼glich ausschliesslich auf die mit der Bewerbung eingereichten Unterlagen abgestellt wÃ¼rde. Auch wurde in den anschliessend abgegebenen Offertunterlagen eingangs erneut auf die Zuschlagskriterien und ihre Gewichtung hingewiesen. Dementsprechend legten sowohl die BeschwerdefÃ¼hrerin als auch die Mitbeteiligte ihren Offerten jeweils umfangreiche Referenzlisten bei. Anderseits ist nicht zu beanstanden, wenn die VergabebehÃ¶rde zur fachlichen Beurteilung der Anbieter nicht alle angegebenen Referenzen einholt, sondern sich auf eine Auswahl re­prÃ¤sentativer Referenzen beschrÃ¤nkt. Auch darf vorausgesetzt werden, dass ein Bewerber, der im selektiven Verfahren vorab seine Eignung durch Vorlage von Referenzen darlegen muss, dafÃ¼r eine sehr gezielte und mÃ¶glichst reprÃ¤sentative Auswahl treffen wird. Dementsprechend kann auch vorliegend nicht ohne weiteres auf einen wesentlichen Verfahrensfeh­ler geschlossen werden, wenn es die Beschwerdegegnerin unter den gegebenen UmstÃ¤n­den </p> <p class="Einzug1">unterlassen hat, die bereits als Merkmale zur PrÃ¼fung der Eignung herangezogenen Zuschlags­kriterien in der zweiten Verfahrensstufe einer nochmaligen erweiterten Beurteilung zu unterziehen. Zu prÃ¼fen ist vielmehr, ob die Beurteilung der Be­schwer­de­geg­nerin sich als inhaltlich zutreffend erweist. </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">4. a) Das Angebot der Mitbeteiligten wurde bei den Kriterien "Erfahrung mit Sichtbeton" und "Referenzobjekte" jeweils mit der Note 6 bewertet, dasjenige der BeschwerdefÃ¼hrerin erzielte dagegen bei beiden Merkmalen lediglich die Note 5. Nach Auffassung der BeschwerdefÃ¼hrerin ist diese Beurteilung nicht haltbar, erwirtschafte sie doch rund 80% ihres Umsatzes von rund 45 Mio. Franken in der Sparte Eisen- und Sichtbetonarbeiten. Die­se Arbeiten gehÃ¶rten zu ihren eigentlichen Kernkompetenzen. In den letzten 6 Jahren habe sie denn auch fÃ¼r die Beschwerdegegnerin durchgehend Eisen- und Sichtbetonarbeiten zu deren hÃ¶chster Zufriedenheit ausgefÃ¼hrt. Seitens der Bauleitung werde vorliegend zwar darauf hingewiesen, dass die Note 5 eine gute Qualifikation sei. Dem wÃ¤re nichts bei­zufÃ¼gen, wenn diese gute Note mit dem angewendeten System nicht sogar einen Preisvorteil von 10% (entsprechend Fr. 200'000.-) zunichte machen wÃ¼rde. Auch lasse sich kaum bestreiten, dass â sofern man tatsÃ¤chlich wolle â es bei jedem Sichtbetonobjekt etwas zu be­anstanden gebe. Das komme vor allem auf die Betrachtungsweise bzw. auf die verwandt- und freundschaftlichen Bande an. Wenn alle anderen Mitbewerber in diesem flexib­len Bereich die Note 6 erhielten, dann rieche das gewaltig nach Vetternwirtschaft und Sys­tem. Sodann habe die Mitbeteiligte die Note 6 unter anderem auch fÃ¼r ein Objekt erhalten, bei dem die BeschwerdefÃ¼hrerin die FederfÃ¼hrung innehabe und 60% der Arbeiten ausfÃ¼hre (Fachhochschule M in ZÃ¼rich).</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Dem hÃ¤lt die Beschwerdegegnerin entgegen, der von der BeschwerdefÃ¼hrerin mit Eisen- und Sichtbetonarbeiten erwirtschaftete Umsatz sei nicht massgeblich, da sie grosse Teile dieses Umsatzes mit Tief- und BrÃ¼ckenbauarbeiten erbringe, wofÃ¼r andere Anforderungen gestellt wÃ¼rden. Sodann habe die Bewertung der Unterlagen beider zur Debatte ste­hender Anbieter gute Arbeiten gezeigt. Sowohl die Unterlagen der Mitbeteiligten als auch die angegebenen ausgefÃ¼hrten Arbeiten hÃ¤tten jedoch eindeutig die hÃ¶here QualitÃ¤t aufgewiesen als diejenigen der BeschwerdefÃ¼hrerin. Von den vier mit der Bewerbung eingereichten Referenzobjekten der BeschwerdefÃ¼hrerin seien zwei noch im Bau (Schulhaus O und LehrgebÃ¤ude in U) und eines dem Tief- und nicht dem Hochbau (Bahnhof W) zuzuordnen. FÃ¼r diese Referenzobjekte sei die Note 5 vergeben worden, da sie den Anforderungen des ausgeschriebenen Schulhauses nur teilweise entsprÃ¤chen. Die Mitbeteiligte habe sich in ihrer Be­werbung auf fÃ¼nf Objekte berufen, die alle den gesetzten AnsprÃ¼chen genÃ¼gten, weshalb sie die Note 6 erhalten habe. Da die Bilder bezÃ¼g­lich SichtbetonqualitÃ¤t unterschiedlich aussagekrÃ¤ftig gewesen seien, habe der Bauleiter die Objekte besichtigt. Dabei habe er an den Referenzobjekten der BeschwerdefÃ¼hrerin Fol­gendes festgestellt: Am Schulhaus Z seien sogenannte SchnÃ¤uze, d.h. BetonverfÃ¤rbungen, sowie Flickstellen infolge von Kiesnestern und von unsauber ausgefÃ¼hrten Arbeits­fugen zu finden; das Objekt der Firma D in Z entspreche den Anforderungen; am Bahnhof W seien VerfÃ¤rbungen im Beton und Flickstellen von Arbeitsfugen sichtbar. Diese Arbeiten seien hinsichtlich der SichtbetonqualitÃ¤t daher mit der Note 5 bewertet wor­den. Bei den Objekten der Mitbeteiligten seien dagegen deutlich weni­ger Fehler an den Beton­oberflÃ¤chen festzustellen gewesen und zwar: am Unterwerk der Firma E in ZÃ¼rich; an der Akademie in U; an der Siedlung N am ZÃ¼richberg. Die Mitbeteiligte habe deshalb die Note 6 erhalten.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Zu den vorstehenden AusfÃ¼hrungen der Beschwerdegegnerin in der Beschwerdeantwort wollte die BeschwerdefÃ¼hrerin keine Stellung mehr nehmen, sie blieben folglich unbestritten. Die zuvor in der Beschwerde erhobenen EinwÃ¤nde der BeschwerdefÃ¼hrerin erschÃ¶pfen sich aber weitgehend in einer allgemeinen Kritik der ihr zuge­teilten Noten im Vergleich zur Benotung der berÃ¼cksichtigten Mitbeteiligten. Dass es sich bei einem der Referenzobjekte der Mitbeteiligten um eine Zusammenarbeit der beiden Firmen handelt, vermag dessen Bewertung durch die Beschwerdegegnerin jedenfalls nicht in Frage zu stellen. FÃ¼r den in der Beschwerdeschrift pau­schal erhobenen Vorwurf, die Beschwerdegegnerin habe sich bei ihrem Vergabeentscheid von vergabefremden Kriterien leiten lassen, finden sich in den Akten sodann keinerlei Anhaltspunkte. Insbesondere trifft es auch nicht zu, dass ausser der BeschwerdefÃ¼hrerin alle anderen Anbieter mit der Note 6 bewertet worden seien. Die Vorbringen der BeschwerdefÃ¼hrerin sind mithin nicht geeignet aufzuzeigen, in­wiefern die Beschwerdegegnerin bei dieser Bewertung das ihr zustehen­de Ermessen Ã¼berschritten habe. Die vorinstanzliche Bewertung wurde demgegenÃ¼ber mit den Vorbringen in der Beschwerdeantwort hinreichend gerechtfertigt und erweist sich jedenfalls als vertretbar. </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">b) Dem Zuschlagskriterium des Preises kommt eine Gewichtung von 60% zu. Die Bewertung erfolgte anhand einer Notenskala mit der HÃ¶chstnote 6. Da die BeschwerdefÃ¼hrerin mit Fr. 1'941'464.85 das tiefste Angebot eingereicht hatte, erzielte sie die HÃ¶chstnote 6 vor der Mitbeteiligten, deren Angebotssumme von 2'011'453.55 um 3,6% hÃ¶her liegt, was umgerechnet auf eine Notenskala von 1 bis 6 die Note 5,79 ergab.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Insgesamt ergibt sich folgendes Bild:</p> <p class="Einzug1"> </p> <table border="1" cellpadding="0" cellspacing="0" class="MsoNormalTable"> <tr> <td valign="top"> <p class="Einzug1"><span>Anbieter</span></p> <p class="Einzug1"><span>Preis</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Einzug1"><span>Firma A AG </span></p> <p class="Einzug1"><span>Fr. 1'941'464.85</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Einzug1"><span>Firma B AG</span></p> <p class="Einzug1"><span>Fr. 2'011'453.55</span></p> </td> </tr> <tr> <td valign="top"> <p class="Einzug1"><span>Zuschlagskriterium Gewichtung</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Einzug1"><span>Bewertung Punkte</span></p> <p class="Einzug1"><span> (Bewertung x </span></p> <p class="Einzug1"><span> Gewichtung)</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Einzug1"><span>Bewertung Punkte</span></p> </td> </tr> <tr> <td valign="top"> <p class="Einzug1"><span> 60%</span></p> <p class="Einzug1"><span>Preis 60%</span></p> <p class="Einzug1"><span> 40%</span></p> <p class="Einzug1"><span>Referenzen 20%</span></p> <p class="Einzug1"><span>Erfahrung in Sichtbeton 20%</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> 6,0 3,60</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> 5,0 1,0</span></p> <p class="Einzug1"><span> 5,0 1,0</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> 5,79 3,47</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> 6,0 1,2 </span></p> <p class="Einzug1"><span> 6,0 1,2</span></p> </td> </tr> <tr> <td valign="top"> <p class="Einzug1"><span> 100%</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Einzug1"><span> 5,6</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Einzug1"><span> 5,87</span></p> </td> </tr> </table> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Die BeschwerdefÃ¼hrerin macht zusammengefasst geltend, die der Preisbewertung zugrundegelegte Berechnungsmethode sei willkÃ¼rlich und entbehre jeglicher Grundlage. Mit der angewendeten Berechnungsart wÃ¼rden zudem Gewichtungskriterien auf unzulÃ¤ssige und nicht nachvollziehbare Art verschoben. Sie habe mit einem Vorsprung von 3,6% das klar wirtschaftlich gÃ¼nstigste Angebot gemacht. Es sei unverstÃ¤ndlich, dass diese Preis­differenz von 3,6% (bzw. Fr. 71'000.-) nur gerade 0.13 Differenzpunkten entspreche. Das ergebe immerhin noch die hohe Note 5.79. Selbst eine Preisdifferenz von 17% (oder Fr. 340'000.-) werde mit diesem System noch mit der Note 5 bewertet. Dies stehe in krassem Widerspruch zu der in ganzen Notenschritten ausgefallenen Bewertung von Referenzen und Erfahrung. Wolle man der vorgegebenen Gewichtung gerecht werden, wonach sich der Preis zu den Ã¼brigen Zuschlagskriterien wie 60 : 40 verhalten soll, so sei die Punkt­­­zahl pro Prozent Preisdifferenz mit dem Faktor 5 zu multiplizieren. In diesem Fall resultiere aus der fraglichen Preisdifferenz von 3,6 % die Note 4.92, was wiederum bei ent­sprechender Gewichtung dazu fÃ¼hre, dass das Angebot der BeschwerdefÃ¼hrerin besser abschneide als dasjenige der Mitbeteiligten. </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Das "wirtschaftlich gÃ¼nstigste Angebot" ist nicht mit dem "billigsten" Angebot gleich­zusetzen (RB 1998 Nr. 71). Bei der Beurteilung der Angebote nach wirtschaftlichen Gesichtspunkten ist sÃ¤mtlichen Zuschlagskriterien entsprechend Rechnung zu tragen. Dies fÃ¼hrt vorliegend dazu, dass das Preisangebot der BeschwerdefÃ¼hrerin nicht bloss um 3,6% unter demjenigen der Mitbeteiligten liegen mÃ¼sste, um den Zuschlag zu erhalten. Zwar er­weist sich die vorliegend angewandte Preisbewertung tatsÃ¤chlich als etwas fragwÃ¼rdig, weil der Gewichtung des Zuschlagskriteriums "Preis" nicht genÃ¼gend Rechnung getragen wurde. Da die prozentuale Abweichung vom tiefsten Preis direkt in die Notenskala Ã¼bertragen wurde, hÃ¤tte ein Anbieter die Tiefstnote erst bei einem um 100% teureren Preis erreicht, obwohl die Preisspanne von Angeboten bei BauauftrÃ¤gen normalerweise wesentlich geringer ist und vorliegend rund 35 % betrÃ¤gt. Eine sachgerechtere Bewertung des Preises kÃ¶nnte etwa darin bestehen, dem preisgÃ¼nstigsten Angebot die HÃ¶chstnote 6 und dem preis­­­lich teuersten Angebot die Tiefstnote 1 zuzuweisen. GemÃ¤ss dieser Bewertungsmetho­de, welche der Bedeutung des Kriteriums "Preis" besser gerecht wÃ¼rde, erhielte die Mitbeteiligte die Note 5,48 bzw. in Verbindung mit der Gewichtung von 60% eine Punktzahl von 3,29. Damit erreichte die Mitbeteiligte eine Gesamtnote von 5,69 und lÃ¤ge immer noch (knapp) vor der BeschwerdefÃ¼hrerin. Demzufolge ist die Zuschlagserteilung an die Mitbeteiligte im Ergebnis nicht zu beanstanden. Die von der BeschwerdefÃ¼hrerin vorgeschlagene Aufwertung der Preisdifferenz mit einem Faktor 5 brÃ¤chte zwar das von ihr gewÃ¼nschte Er­gebnis, ist indessen inhaltlich nicht nachvollziehbar und daher auch nicht geeignet, den Ver­­gabeentscheid in Frage zu stellen. Dass andere Bewertungsmethoden zu einem fÃ¼r die BeschwerdefÃ¼hrerin gÃ¼nstigeren Ergebnis fÃ¼hren kÃ¶nnten, ist zwar denkbar, Ã¤ndert aber nichts an der RechtmÃ¤ssigkeit des angefochtenen Zuschlags. Jedenfalls ist es nicht Sache des auf die ÃberprÃ¼fung von Missbrauch und ErmessensÃ¼berschreitung beschrÃ¤nkten Verwaltungsgerichts, eine fÃ¼r die BeschwerdefÃ¼hrerin gÃ¼nstigere Methode zur Bewertung des Angebotspreises festzulegen. </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Zusammenfassend kann festgehalten werden, dass der Zuschlag an die von der Beschwerdegegnerin ausgewÃ¤hlte Anbieterin gerechtfertigt war. </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">5. Die Beschwerde ist somit abzuweisen. ...</p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1">DemgemÃ¤ss entscheidet die Kammer:</p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug2">1. Die Beschwerde wird abgewiesen.</p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2">2. ...</p> <p class="MsoNormal"> </p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>