<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="cell small-12 contentContainer printArea"> <div><table><tr><td colspan="2"><p class="Standard berschrift1"><span class="Standard berschrift1">Sozialversicherungsgericht</span></p><p class="Standard berschrift1"><span class="Standard berschrift1">des Kantons Zürich</span></p></td><td><p class="Standard berschrift1"><img src="file:///L:/LOGO/DOPPLEU3.BMP"/></p></td></tr><tr><td><p class="Standard berschrift1"><br/></p></td><td colspan="2"><p><span>IV.2005.00796: </span><span> </span></p><p><span> </span></p><p></p></td></tr></table><p>II. Kammer</p><p>Sozialversicherungsrichter Mosimann als Einzelrichter</p><p>Gerichtssekretärin Schnellmann</p><p class="Standard berschrift2"><span class="Standard berschrift2">Urteil vom 5. Januar 2006</span></p><p class="Standard StandardEinzug"><span class="Standard StandardEinzug">in Sachen</span></p><p class="Standard StandardFett RubrumFett"><span class="Standard StandardFett RubrumFett">X.___</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">Beschwerdeführer</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">gegen</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Standard StandardFett RubrumFett"><span class="Standard StandardFett RubrumFett">Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich (</span><span class="Standard StandardFett RubrumFett">SVA</span><span class="Standard StandardFett RubrumFett">)</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">IV-Stelle</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">Beschwerdegegnerin</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p></p><p class="Standard berschrift3"><span class="Standard berschrift3">Sachverhalt:</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">1.</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">X.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">, geboren 1956, absolvierte von 1973 bis 1974 eine Lehre als Verkäufer bei der </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Y.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> AG. Er arbeitete seit 1995 als Lastwagenführer, ab 2002 bei der </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Z.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> AG (Urk. 12/78 S. 1 Ziff. 1.3, S. 4 Ziff. 6.2, Ziff. 6.3.1). Am 26. August 2002 erlitt er einen Berufsunfall (Urk. 12/82/1 Ziff. 4) und meldete sich am 30. September 2002 wegen einer instabilen Th-12-Berstungsfraktur mit Paraplegie ab L1 bei der</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Invalidenversicherung zum Leistungsbezug (Berufsberatung, Umschulung auf eine neue Tätigkeit, Arbeitsvermittlung, Hilfsmittel [Rollstuhl], Rente) an (Urk. 12/78 S. 5 Ziff. 7.2, S. 6 Ziff. 7.8, S. 7).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, sprach dem Ver</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">sicherten die folgenden Leistungen zu: Sie gewährte ihm vom 12. Mai 2003 bis 12. Februar 2004 berufliche Massnahmen (Urk. 12/17, Urk. 12/22), erteilte ihm Kostengutsprache für Änderungen am Motorfahrzeug, für bauliche Änderungen an Badezimmer und WC (Urk. 12/21, 12/20) sowie für einen Badelift und einen Kippspiegelschrank (Urk. 12/10-11). Ferner sprach sie ihm mit Verfügung vom 11. Juli 2005 ab dem 1. August 2003 eine ganze Invalidenrente zu (Urk. 12/2). </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">In der Folge verneinte sie einen weitergehenden Anspruch auf berufliche Mass</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">nahmen und die Übernahme der Kosten für einen Umbau eines Pendel</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">fahrzeu</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">ges sowie für ein Elektrobett (Urk. 12/12-14). </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Mit Verfügung vom 4. Mai 2005 lehnte die IV-Stelle auch eine Kostengut</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">spra</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">che für einen Fensteröffner ab (Urk. 12/9). Die gegen die Verfügung erhobene Einsprache vom 3. Juni 2005 (Urk. 3/4) wies sie mit Entscheid vom 9. Juni 2005 ab (Urk. 12/3 = Urk. 2). </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">2.</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Gegen den </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Einspracheentscheid</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> vom 9. Juni 2005 (Urk. 2) erhob der Versicherte am 8. Juni (richtig wohl: Juli) 2005 Beschwerde (Urk. 1) und beantragte sinn</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">gemäss die Aufhebung des angefochtenen </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Einspracheentscheides</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> und die Er</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">teilung der Kostengutsprache für einen Fensteröffner (Urk. 1). Mit Beschwerde</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">antwort vom 13. Oktober 2005 beantragte die IV-Stelle die Abweisung der Beschwerde (Urk. 10). Daraufhin wurde der Schriftenwechsel mit Gerichts</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">verfügung vom 24. Oktober 2005 als geschlossen erklärt (Urk. 13).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p></p><p class="Standard berschrift3"><span class="Standard berschrift3">Der Einzelrichter zieht in Erwägung:</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span id="VV153"></span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">1.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">1.1</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Da der Streitwert Fr. 20’000.-- nicht übersteigt, fällt die Beurteilung der Be</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">schwerde in die einzelrichterliche Zuständigkeit (§ 11 Abs. 1 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span id="IV556"></span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">1.2</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Gemäss Art. 21 Abs. 1 IVG hat die versicherte Person im Rahmen einer vom Bundesrat aufzustellenden Liste Anspruch auf jene Hilfsmittel, deren sie für die Ausübung der Erwerbstätigkeit oder der Tätigkeit im Aufgabenbereich, zur Erhaltung oder Verbesserung der Erwerbsfähigkeit, für die Schulung, die Aus- und Weiterbildung oder zum Zwecke der funktionellen Angewöhnung bedarf. Ferner bestimmt Art. 21 Abs. 2 IVG, dass Versicherte, die infolge ihrer In</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">validität für die Fortbewegung, für die Herstellung des Kontaktes mit der Um</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">welt oder für die Selbstsorge kostspieliger Geräte bedürfen, im Rahmen einer vom Bundesrat aufzustellenden Liste ohne Rücksicht auf die Erwerbsfähigkeit Anspruch auf solche Hilfsmittel haben. </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Die Befugnis zur Aufstellung der Hilfsmittelliste und zum Erlass ergänzender Vorschriften im Sinne von Art. 21 Abs. 4 des Bundesgesetzes über die Inva</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">liden</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">versicherung (IVG) hat der Bundesrat in Art. 14 </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">IVV</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> der Verordnung über die Invalidenversicherung (</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">IVV</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">) an das Eidgenössische Departement des Innern übertragen, welches die Verordnung über die Abgabe von Hilfsmitteln durch die Invalidenversicherung (</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">HVI</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">) mit anhangsweise aufgeführter Hilfsmittelliste er</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">lassen hat. Laut Art. 2 </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">HVI</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> besteht im Rahmen der im Anhang aufgeführten Liste Anspruch auf Hilfsmittel, soweit diese für die Fortbewegung, die Herstel</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">lung des Kontaktes mit der Umwelt oder für die Selbstsorge notwendig sind (Abs. 1). Anspruch auf die in dieser Liste mit * bezeichneten Hilfsmittel besteht nur, soweit diese für die Ausübung einer Erwerbstätigkeit oder die Tätigkeit im Aufgabenbereich, für die Schulung, die Ausbildung, die funktio</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">nel</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">le Angewöh</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">nung oder für die in der zutreffenden Ziffer des Anhangs ausdrücklich genannte Tätigkeit notwendig sind (Abs. 2; BGE 122 V 214 </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Erw</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">. 2a).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">1.3</span><span id="IV557"></span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Das Hilfsmittel muss im Einzelfall dazu bestimmt und geeignet sein, der gesund</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">heitlich beeinträchtigten versicherten Person in wesentlichem Umfange zur Erreichung eines der gesetzlich anerkannten Ziele zu verhelfen. Praxis</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">gemäss ist unter einem Hilfsmittel des IVG ein Gegenstand zu verstehen, dessen Gebrauch den Ausfall gewisser Teile oder Funktionen des menschlichen Körpers zu ersetzen vermag (BGE 131 V 13 </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Erw</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">. 3.3, 115 V 194 </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Erw</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">. 2c und 112 V 15 </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Erw</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">. 1b). Daraus ist zu schliessen, dass der Gegenstand ohne strukturelle Ände</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">rung ablegbar und wieder verwendbar sein muss. Dieses Erfordernis bezieht sich jedoch </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">nicht nur auf den Gegenstand selbst, sondern auch auf den mensch</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">lichen Körper und dessen Integrität. Ein Gegenstand, der seine Ersatzfunktionen nur erfüllen kann, wenn er zuerst durch einen eigentlichen chirurgischen Eingriff ins Körperinnere verbracht wird und nur auf gleiche Weise wieder zu ersetzen ist, stellt kein Hilfsmittel im Sinne des Gesetzes dar (BGE 115 V 194 </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Erw</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">. 2c mit Hinweisen; ZAK 1990 S. 197 </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Erw</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">. 2).</span><span id="IV559"></span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">1.4</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">In ständiger Rechtsprechung hat das Eidgenössische Versicherungsgericht festgehalten, dass die im Anhang zur </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">HVI</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> enthaltene Liste der von der Invali</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">den</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">versicherung abzugebenden Hilfsmittel insofern abschliessend ist, als sie die in Frage kommenden Hilfsmittelkategorien aufzählt, wogegen bei jeder Hilfs</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">mit</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">tel</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">kategorie zu prüfen ist, ob die Aufzählung der einzelnen Hilfsmittel (innerhalb der Kategorie) ebenfalls abschliessend oder bloss exemplifikatorisch ist (BGE 121 V 260 </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Erw</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">. 2b, 117 V 181 </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Erw</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">. 3b mit Hinweisen).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">2.</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Strittig und zu prüfen ist, ob ein Anspruch auf Kostenübernahme des Fenster</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">öffners besteht oder nicht.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Die Beschwerdegegnerin führte hierzu aus, der Fensteröffner ermögliche weder das selbständige Fortbewegen innerhalb des Wohnbereichs noch die Kontakt</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">aufnah</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">me mit der Umwelt im Sinne von Ziff. 15.05 </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">HVI</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">-Anhang. Zudem sei der Beschwerdeführer vor allem in der Nacht auf den Fensteröffner angewiesen, weshalb insgesamt die Voraussetzungen für die Übernahme eines Hilfsmittels nicht gegeben seien (Urk. 2 S. 2 f.).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Der Beschwerdeführer hielt dem entgegen, den Fensteröffner auch tagsüber zu benötigen, da er aufgrund seines Gesundheitszustandes auch am Tage sehr viel liege (Urk. 1).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">3.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">3.1</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Im Sinne von 15.05 </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">HVI</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> sind Umweltkontrollgeräte von der Beschwerde</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">gegne</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">rin zu übernehmen, sofern eine schwerstgelähmte versicherte Person, welche nicht in einem Spital oder in einer spezialisierten Institution für </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Chronisch</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">kranke</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> untergebracht ist, nur durch diese Vorrichtung mit der Umwelt in Kontakt treten kann oder sofern ihr dadurch die selbständige Fortbewegung mit dem Elektrostuhl innerhalb ihres Wohnbereichs ermöglicht wird. </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">3.2</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Das Bundesamt für Sozialversicherung (</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">BSV</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">) hat die Anspruchsvoraussetzungen für Umweltkontrollgeräte gemäss Ziff. 15.05 </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">HVI</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">-Anhang unter anderem dahin</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">gehend konkretisiert, dass der Anspruch auf ein Umweltkontrollgerät sich auf ein </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Sendegerät sowie auf die für die täglichen Verrichtungen und für die selb</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">stän</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">dige Fortbewegung notwendigen Empfangs- und Steuergeräte zur Bedie</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">nung folgender Einrichtungen beziehe: 1 Elektrorollstuhl, 1 Telefon, 1 Seiten</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">wende</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">gerät, 1 Elektrobett, 2 Türöffner, 2 Fensteröffner oder Fensterstoren, 1 Ruf</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">anlage, 1 Fernsteuerung für den Lift sowie 4 Lichtschalter (</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Rz</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> 15.05.3 des Kreisschreibens über die Abgabe von Hilfsmitteln durch die Invalidenversiche</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">rung, gültig ab 1. Februar 2000).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">3.3</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Gemäss </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Rz</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> 1006 </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">KHMI</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> ist bei Gegenständen, die ihrer Natur nach sowohl den Charakter eines Hilfsmittels als auch denjenigen eines Behandlungsgeräts aufweisen können (z. B. orthopädische Stützkorsetts und Lendenmieder, Krück</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">stöcke, Perücken usw.), zu beachten, dass das Gerät den vom Gesetz genannten Zweck (Fortbewegung, Herstellung des Kontakts mit der Umwelt, Selbstsorge) unmittelbar erfüllt. So könne beispielsweise ein Behelf, der nur nachts verwen</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">det werde, den Hilfsmittelbegriff nicht erfüllen.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">4.</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Unter </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Rz</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> 15.05.3 </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">KHMI</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> wird der Fensteröffner explizit als </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Unweltkontrollgerät</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> genannt und aufgezählt. Damit gilt der vom Beschwerdeführer zur Kosten</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">übernah</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">me beantragte Fensteröffner unmissverständlich als Hilfsmittel für den Kontakt mit der Umwelt im Sinne von Ziff. 15.05 </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">HVI</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">-Anhang. Durch die klare Subsumtion bleibt entgegen der Ansicht der Beschwerdegegnerin kein Inter</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">preta</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">tionsspielraum bezüglich der Frage, ob die Kosten des Fensteröffners zu überneh</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">men sind oder nicht. Auch handelt es sich dabei nicht um einen „anderen Behelf“ im Sinne von </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Rz</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> 1006 </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">KHMI</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">, denn ein Abgrenzungsproblem entsteht bei Hilfsmitteln, die in der Hilfsmittelliste oder im </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">KHMI</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> explizit aufgezählt sind, nicht. Derartige Problemstellungen können sich lediglich bei Hilfsmitteln ergeben, welche sich nicht klar einer Kategorie zuordnen lassen. Das ist vorliegend aber nicht der Fall.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Ferner ist nachvollziehbar, dass der Beschwerdeführer aufgrund seiner Para</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">plegie des Öfteren auch tagsüber liegen muss und der Fensteröffner auch während diesen Ruhephasen zum Einsatz kommt, was beschwerdeweise auch vor</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">gebracht wurde (Urk. 1). Daher kann nicht auf die Begründung der Be</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">schwer</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">degegnerin, wonach die Kosten gestützt auf </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Rz</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> 1006 </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">KHMI</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> nicht zu übernehmen seien, da es sich beim Fensteröffner um einen Behelf handle, der nur nachts verwendet werde, abgestellt werden.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Aus dem Gesagten geht hervor, dass die Voraussetzungen zur Übernahme der Kosten des Fensteröffners gegeben sind. Somit ist die Beschwerde gutzuheissen </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">und festzustellen, dass der Beschwerdeführer Anspruch auf die beantragte Kostenübernahme hat.</span></p><p><br/></p><p><br/></p><p class="Standard berschrift3"><span class="Standard berschrift3">Der Einzelrichter erkennt:</span></p><p class="Standard Dispotext DispoHngend"><span id="_GoBack"></span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">1.</span><span> </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">In Gutheissung der </span><span id="Beschwerde"></span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">Beschwerde</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend"> wird festgestellt, dass der Beschwerdeführer Anspruch </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">auf Kostenübernahme für einen Fensteröffner hat.</span></p><p class="Standard Dispotext DispoHngend"><span class="Standard Dispotext DispoHngend">2.</span><span> </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">Das Verfahren ist kostenlos.</span></p><p class="Standard Dispotext DispoHngend"><span class="Standard Dispotext DispoHngend">3.</span><span> </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">Zustellung gegen Empfangsschein an:</span></p><p class="Standard Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">X.___</span></p><p class="Standard Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle</span></p><p class="Standard Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">Bundesamt für Sozialversicherung</span></p><p class="Standard Dispotext DispoHngend"><span class="Standard Dispotext DispoHngend">4.</span><span> </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">Gegen diesen Entscheid kann innert </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">30 Tagen</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend"> seit der Zustellung beim Eidgenös</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">sischen Versicherungsgericht Verwaltungsgerichtsbeschwerde eingereicht werden.</span></p><p class="Standard Dispotext DispoEinzug"><span class="Standard Dispotext DispoEinzug">Die Beschwerdeschrift ist dem Eidgenössischen Versicherungsgericht, Schweizerhof</span><span class="Standard Dispotext DispoEinzug">quai 6, 6004 Luzern, in dreifacher Ausfertigung zuzustellen.</span></p><p class="Standard Dispotext DispoEinzug"><span class="Standard Dispotext DispoEinzug">Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweis</span><span class="Standard Dispotext DispoEinzug">mittel und die Unterschrift der </span><span class="Standard Dispotext DispoEinzug">beschwerdeführenden</span><span class="Standard Dispotext DispoEinzug"> Person oder ihres Vertreters zu enthalten; die Ausfertigung des angefochtenen Entscheides und der dazugehörige Briefumschlag sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die </span><span class="Standard Dispotext DispoEinzug">beschwerdeführende</span><span class="Standard Dispotext DispoEinzug"> Person sie in Händen hat (Art. 132 in Verbindung mit Art. 106 und 108 OG).</span></p><p><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p class="Standard berschrift3"><span class="Standard berschrift3">Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich</span></p><p><br/></p><p>Der EinzelrichterDie Gerichtssekretärin</p><p><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p>MosimannSchnellmann</p></div> </div></body></html>