<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="cell small-12 contentContainer printArea"> <div><table><tr><td><p class="Normal Heading1"><span class="Normal Heading1">Sozialversicherungsgericht</span></p><p class="Normal Heading1"><span class="Normal Heading1">des Kantons Zürich</span></p></td><td><p class="Normal Heading1"></p></td></tr></table><p><span>IV.2018.00024</span></p><p><br/></p><p><br/></p><p>III. Kammer</p><p>Sozialversicherungsrichter Gräub, Vorsitzender<br/>Sozialversicherungsrichterin Annaheim<br/>Sozialversicherungsrichterin Fehr<br/>Gerichtsschreiber Schetty</p><p class="Normal Heading2"><span class="Normal Heading2">Urteil vom 12. Juli 2018</span></p><p class="Normal StandardEinzug"><span class="Normal StandardEinzug">in Sachen</span></p><p class="Normal StandardFett RubrumFett"><span class="Normal StandardFett RubrumFett">X.___</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Beschwerdeführer</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">vertreten durch Stadt Zürich Soziale Dienste</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Rechtsanwältin Kathrin Hohler, Sozialversicherungsrecht, Team Recht</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Hönggerstrasse 24, 8037 Zürich</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">gegen</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardFett RubrumFett"><span class="Normal StandardFett RubrumFett">Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Beschwerdegegnerin</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p><br/></p><p></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Sachverhalt:</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Der im Jahre 1967 geborene X.___ absolvierte im Rahmen einer jugend</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gerichtlichen Massnahme eine Mechanikerlehre, die er im Jahre 1988 abschloss. Im Fernstudium erwarb er in der Folge die eidgenössische Maturität Typ C (1993), das Studium der Mathematik und Physik brach er nach ca. 4 Semestern ab. In der Folge war er für diverse Arbeitgeber im IT-Bereich tätig, zuletzt von 1999 bis 2001 für die Y.___. In der Folge bezog er Arbeitslosenentschädigung und erwarb 2004 das Diplom als Programmierer SGP (Urk. 8/88 S. 4 f., Urk. 8/2 S. 4, Urk. 8/13, Urk. 8/11). Im Zusammenhang mit seit ca. 2000 bestehenden psychi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">schen Beschwerden meldete er sich am 19. Januar 2005 bei der Sozialversiche</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rungsanstalt des Kantons, IV-Stelle, zum Leistungsbezug an (Urk. 8/2). Nach er</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">folgten Abklärungen lehnte diese eine Kostengutsprache für berufliche Massnah</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">men mit Verfügung vom 31. Oktober 2005 ab (Urk. 8/23) und sprach dem Versi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">cherten mit Verfügung vom 5. Dezember 2005 ab 1. Januar 2004 eine halbe Rente zu (Urk. 8/25, Urk. 8/31).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Am 7. Juni 2006 beantragte der Versicherte erneut berufliche Massnahmen (Urk. 8/39), welches Begehren mit Verfügung vom 25. September 2006 abgewie</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sen wurde (Urk. 8/48). Eine Ende 2010 durchgeführte revisionsweise Überprüfung des Rentenanspruchs ergab keine rentenrelevante Änderung (Mitteilung vom 5. April 2011, Urk. 8/55).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Am 31. Mai 2016 äusserte sich der Versicherte im Rahmen einer erneuten Ren</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tenrevision zu den massgebenden Fragen (Urk. 8/64). In der Folge holte die IV-Stelle einen Verlaufsbericht des behandelnden Psychiaters ein (Urk. 8/78) und veranlasste eine psychiatrische Begutachtung des Versicherten (Gutachten von Dr. med. Z.___, Facharzt FMH für Psychiatrie und Psychotherapie, vom 2. Juni 2017, Urk. 8/88). Mit Vorbescheid vom 9. Oktober 2017 stellte die IV-Stelle die wiedererwägungsweise Aufhebung der Verfügung vom 5. Dezember 2005 in Aus</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sicht (Urk. 8/90) und hielt an diesem Entscheid mit Verfügung vom 24. November 2017 fest (Urk. 2).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Dagegen erhob die Vertreterin des Versicherten am 8. Januar 2018 Beschwerde und beantragte, es sei festzustellen, dass der Beschwerdeführer nach wie vor An</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">spruch auf mindestens eine halbe Rente habe; es sei ihm ab Juni 2016 eine ganze Rente zuzusprechen. Weiter sei die aufschiebende Wirkung der vorliegenden Be</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">schwerde wiederherzustellen und dem Beschwerdeführer die unentgeltliche Pro</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">zessführung zu bewilligen; unter Kostenfolge zu Lasten der Beschwerdegegnerin (Urk. 1 S. 2).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Mit Beschwerdeantwort vom 21. Februar 2018 beantragte die Beschwerdegegne</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rin Abweisung der Beschwerde (Urk. 7).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Das Gericht zieht in Erwägung:</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Beeinträchtigungen der psychischen Gesundheit können in gleicher Weise wie körperliche Gesundheitsschäden eine Invalidität im Sinne von Art. 4 Abs. 1 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">IVG</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">)</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> in Verbindung mit Art. 8 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ATSG</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">)</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> bewirken. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Rechtsprechungsgemäss ist bei psychischen Beeinträchtigun</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gen zu prüfen, ob ein seelisches Leiden mit Krankheitswert besteht, welches die versicherte Person auch bei Aufbietung allen guten Willens daran hindert, ein rentenausschliessendes Erwerbseinkommen zu erzielen (Art. 7 Abs. 2 Satz 2 ATSG</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">,</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">BGE 139 V 547</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> E. 5</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">,</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">131 V 49</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> E. 1.2</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">,</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">130 V 352</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> E. 2.2.1). </span></p><p><span> </span><span>Die Annahme eines psychischen Gesundheitsschadens im Sinne von Art. 4 Abs. 1 IVG sowie Art. 3 Abs. 1 und Art. 6 ATSG setzt grundsätzlich eine lege artis auf die Vorgaben eines anerkannten Klassifikationssystems abgestützte psychiatri</span><span>sche Diagnose voraus (BGE 130 V 396; 141 V 281 E. 2.1). Eine fachärztlich fest</span><span>gestellte psychische Krankheit ist jedoch nicht ohne weiteres gleichbedeutend mit dem Vorliegen einer Invalidität. In jedem Einzelfall muss eine Beeinträchtigung der Arbeits- und Erwerbsfähigkeit unabhängig von der Diagnose und grundsätz</span><span>lich unbesehen der Ätiologie ausgewiesen und in ihrem Ausmass bestimmt sein. Entscheidend ist die nach einem weitgehend objektivierten Massstab zu beurtei</span><span>lende Frage, ob es der versicherten Person zumutbar ist, eine Arbeitsleistung zu erbringen (vgl. </span><span>BGE 143 V 409 E. 4.2.1 unter Hinweis auf 127 V 294 E. 4b/cc und 139 V 547 E. 5.2</span><span>).</span></p><p><span> </span><span>Gemäss der für somatoforme Schmerzstörungen und vergleichbare psychosoma</span><span>tische Leiden entwickelten Rechtsprechung des Bundesgerichts ist die tatsächliche Arbeits- und Leistungsfähigkeit der versicherten Person grundsätzlich in einem strukturierten, ergebnisoffenen Beweisverfahren anhand von auf den funktionel</span><span>len Schweregrad bezogenen Standardindikatoren zu ermitteln (BGE 141 V 281). Mit </span><span>BGE 143 V 418 </span><span>hat das Bundesgericht erkannt, dass grundsätzlich sämtliche psychischen </span><span>Erkrankungen</span><span> einem strukturierten Beweisverfahren nach BGE 141 V 281 zu unterziehen seien, wobei es je nach Krankheitsbild allenfalls gewisser Anpassungen hinsichtlich der Wertung einzelner Indikatoren bedürfe. Diese Ab</span><span>klärungen enden laut Bundesgericht stets mit der Rechtsfrage, ob und in welchem Umfang die ärztlichen Feststellungen anhand der nach BGE 141 V 281 rechtser</span><span>heblichen Indikatoren auf Arbeitsunfähigkeit schliessen lassen (E. 7). </span></p><p><span> </span><span>Im Rahmen des strukturierten Beweisverfahrens sind als Standardindikatoren die folgenden Aspekte massgebend (BGE 141 V 281 E. 4.1.3):</span></p><p><span>Funktioneller Schweregrad</span></p><p><span>- </span><span>Gesundheitsschädigung</span></p><p><span>-</span><span>Ausprägung der diagnoserelevanten Befunde</span></p><p><span>-</span><span>Behandlungs- und Eingliederungserfolg oder -resistenz</span></p><p><span>-</span><span>Komorbiditäten</span></p><p><span>- </span><span>Persönlichkeit: Persönlichkeitsdiagnostik, persönliche Ressourcen</span></p><p><span>- </span><span>sozialer Kontext</span></p><p><span>Konsistenz (Gesichtspunkte des Verhaltens)</span></p><p><span>- </span><span>gleichmässige Einschränkung des Aktivitätsniveaus in allen vergleichba</span><span>ren Lebensbereichen</span></p><p><span>- </span><span>behandlungs- und eingliederungs</span><span>anamnestisch</span><span> ausgewiesener Leidens</span><span>druck</span></p><p><span> </span><span>Diese</span><span> Standardindikatoren erlauben - unter Berücksichtigung leistungshindern</span><span>der äusserer Belastungsfaktoren einerseits und Kompensationspotenzialen (Res</span><span>sourcen) anderseits - das tatsächlich erreichbare Leistungsvermögen einzuschät</span><span>zen (BGE 141 V 281 E. 3.4-3.6 und E. 4.1; vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_2</span><span>60/2017 vom 1. Dezember 2017 E. </span><span>4.2.3). </span><span>Die Anerkennung eines rentenbe</span><span>gründenden Invaliditätsgrades ist nur zulässig, wenn die funktionellen Auswir</span><span>kungen der medizinisch festgestellten gesundheitlichen Anspruchsgrundlage im Einzelfall anhand der Standardindikatoren schlüssig und widerspruchsfrei mit (zumindest) überwiegender Wahrscheinlichkeit nachgewiesen sind. Fehlt es da</span><span>ran, hat die Folgen der Beweislosigkeit (nach wie vor) die materiell beweisbelas</span><span>tete versicherte Person zu tragen (BGE 141 V</span><span> 281 E. 6; BGE 141 V 547 E. 2).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine Vier</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">telsrente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine Dreiviertelsrente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">28 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Abs. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">2 IVG).</span></p><p></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Ändert sich der Invaliditätsgrad einer Rentenbezügerin oder eines Rentenbezü</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gers erheblich, so wird die Rente von Amtes wegen oder auf Gesuch hin für die Zukunft entsprechend erhöht, herabgesetzt oder aufgehoben (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">17 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Abs. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1 ATSG). Anlass zur Rentenrevision gibt jede wesentliche Änderung in den tatsäch</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">lichen Verhältnissen, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit den Ren</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tenanspruch zu beeinflussen. Insbesondere ist die Rente nicht nur bei einer we</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sentlichen Änderung des Gesundheitszustandes, sondern auch dann revidierbar, wenn sich die erwerblichen Auswirkungen des an sich gleich gebliebenen Ge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sundheitszustandes erheblich verändert haben (BGE 130 V 343 E. 3.5 mit Hin</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">weisen). Eine Veränderung der gesundheitlichen Verhältnisse liegt auch bei gleich gebliebener Diagnose vor, wenn sich ein Leiden in seiner Intensität und in seinen Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit verändert hat (Urteile des Bundesgerichts 9C_261/2009 vom 1</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Mai 2009 E. 1.2 und I 212/03 vom 28. August 2003 E. 2.2.3). Dagegen stellt die bloss unterschiedliche Beurteilung der Auswirkungen eines im Wesentlichen unverändert gebliebenen Gesundheitszustandes auf die Arbeitsfähigkeit für sich allein genommen keinen Revisionsgrund im Sinne von </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">17 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Abs. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1 ATSG dar. Zeitliche Vergleichsbasis für die Beurteilung einer an</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">spruchserheblichen Änderung des Invaliditätsgrades bilden die letzte rechtskräf</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tige Verfügung oder der letzte rechtskräftige Einspracheentscheid, welche oder welcher auf einer materiellen Prüfung des Rentenanspruchs mit rechtskonformer Sachverhaltsabklärung, Beweiswürdigung und Invaliditätsbemessung beruht (BGE 133 V 108; vgl. auch BGE 130 V 71 E. 3.2.3; Urteil des Bundesgerichts 9</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">C_438/2009 vom 26. März 2010 E. 2.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1 mit Hinweisen).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1.4</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Der Revisionsordnung gemäss </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">17 ATSG geht jedoch der Grundsatz vor, dass die Verwaltung befugt ist, jederzeit von Amtes wegen auf eine formell rechts</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">kräftige Verfügung, welche nicht Gegenstand materieller richterlicher Beurteilung gebildet hat, zurückzukommen, wenn diese zweifellos unrichtig und ihre Berich</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tigung von erheblicher Bedeutung ist (BGE 110 V 176 E. 2a; </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">53 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Abs. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">2 ATSG). Unter diesen Voraussetzungen kann die Verwaltung eine Rentenverfügung auch dann abändern, wenn die Revisionsvoraussetzungen des </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">17 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Abs. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1 ATSG nicht erfüllt sind. Wird die zweifellose Unrichtigkeit der ursprünglichen Renten</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">verfügung erst vom Gericht festgestellt, so kann es die auf </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">17 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Abs. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1 ATSG gestützte Revisionsverfügung der Verwaltung mit dieser Begründung schützen (BGE 125 V 368 E. 2 mit Hinweisen). Nach der Rechtsprechung lässt sich eine allgemein gültige betragliche Grenze für die Voraussetzung der Erheblichkeit der Berichtigung nicht festlegen. Massgebend sind vielmehr die gesamten Umstände des Einzelfalles. Bei periodischen Leistungen ist die Erheblichkeit der Berichti</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gung zu bejahen (BGE 119 V 475 E. 1c; Urteil des Bundesgerichts 9C_11/2008 vom 29. April 2008 E. 4.2 mit Hinweisen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">)</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Beschwerdegegnerin begründete die angefochtene Verfügung vom 24. No</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">vember 2017 damit, dass der Abbruch des Mathematikstudiums nicht aus ge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sundheitlichen Gründen erfolgt sei, sodass die Festsetzung des Valideneinkom</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">mens im Rahmen der ursprünglichen Leistungszusprache falsch gewesen sei. Aus</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gehend von einer weiterhin bestehenden Arbeitsfähigkeit in einer angepassten Tätigkeit von 100 % führe dies zur wiedererwägungsweisen Aufhebung des be</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">stehenden Rentenanspruchs (Urk. 2).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Demgegenüber machte die Vertreterin des Beschwerdeführers im Wesentlichen geltend, dass es sich bei der Frage, ob der Beschwerdeführer bei guter Gesundheit das Mathematikstudium hätte beenden können, um einen Ermessensentscheid handle. Auch wenn es die Beschwerdegegnerin unterlassen habe, zur Klärung dieser Frage weitere Abklärungen zu tätigen, könne nicht auf die zweifellose Un</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">richtigkeit der getroffenen Einschätzung geschlossen werden (Urk. 1 S. 7 f.). Be</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">züglich des aktuellen Gesundheitszustandes könne nicht auf das Gutachten von Dr. Z.___ abgestellt werden, vielmehr sei gestützt auf die Einschätzung von Dr. med. A.___, praktischer Arzt und Facharzt FMH für Psychiatrie und Psy</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">chotherapie, aktuell von einer 100%igen Arbeitsunfähigkeit auszugehen (S. 12). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Vergleichsbasis im vorliegenden Revisionsverfahren bildet die Verfügung vom 5. Dezember 2005, mit welcher dem Beschwerdeführer bei einem Invaliditätsgrad von 52 % eine halbe Rente zugesprochen wurde, dies ausgehend von einem Va</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">lideneinkommen von Fr. 130'000.-- sowie einem Invalideneinkommen von Fr. 62'400.-- (Urk. 8/25, Urk. 8/31). In medizinischer Hinsicht stützte sich die ge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nannte Verfügung auf den Bericht von Dr. med. B.___, Facharzt FMH für Psy</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">chiatrie und Psychotherapie, und lic. phil C.___, Fachpsychologe FSP, vom 18. Mai 2005. Die Fachpersonen attestierten dem Beschwerdeführer dannzumal in einer angepassten Tätigkeit eine vollständige Arbeitsfähigkeit, diagnostisch ausgehend von einer dysthymen Störung (ICD-10 F43.1; Urk. 8/16). Die revisi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">onsweise Bestätigung des Rentenanspruchs 2011 (Urk. 8/55) basierte lediglich auf einem – gar nur teilweise ausgefüllten – Formularbericht (Urk. 8/53) und kann damit nicht als Vergleichszeitpunkt herangezogen werden.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Dr. A.___ diagnostizierte in seinem Bericht vom 31. Januar 2017 eine emo</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tional-instabile Persönlichkeitsstörung (ICD-10 F60.31, Borderlinetypus) seit der Jugend. Der Gesundheitszustand sei seit 2004 stationär. Effektiv bestehe aufgrund der sozialen Schwierigkeiten eine höhergradige Leistungsunfähigkeit als 52 %; auch in einer angepassten Tätigkeit sei keine Arbeitsfähigkeit gegeben. Der Ab</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">bruch des Mathematikstudiums sei aufgrund der Antriebsstörung und der man</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gelnden Durchhaltefähigkeit erfolgt (Urk. 8/78).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Dr. Z.___ diagnostizierte in seinem Gutachten vom 2. Juni 2017 eine kombi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nierte Persönlichkeitsstörung (ICD-10 F61.0; Urk. 8/88 S. 11). Anlässlich der Un</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tersuchung seien die objektivierbaren psychopathologischen Befunde gering aus</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">geprägt gewesen. Auch mit Hilfe der MADRS sei kein klinisch relevantes depres</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sives Syndrom zu erkennen gewesen. Vorhanden gewesen sei eine Verdeutli</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">chungstendenz, bei deutlich ausweichenden und spärlichen Angaben zu den Ak</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tivitäten des täglichen Lebens. Es sei keine wesentliche Veränderung des Gesund</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">heitszustandes verglichen mit der Einschätzung von Dr. B.___ und lic. phil C.___ (zuletzt 2011) festzustellen (S. 13 f.). Von der regelmässig durchgeführten psychotherapeutischen Behandlung sei keine relevante Steigerung der Arbeitsfä</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">higkeit zu erwarten; medizinisch-theoretisch sei die Prognose einer Persönlich</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">keitsstörung meist chronisch stabil (S. 19). Die Limitierung des Aktivitätsniveaus ergebe sich für alle vergleichbaren Lebensbereiche aufgrund von Defiziten der Persönlichkeitsstörung mit deutlichen Abweichungen im Wahrnehmen, Denken, Fühlen und in den Beziehungen zu anderen. Dabei stünden mittelschwer bis zeit</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">weise schwer ausgeprägte Defizite bei der Flexibilität/Umstellungsfähigkeit, der Durchhaltefähigkeit und Kontakt- und Gruppenfähigkeit (hier insbesondere der Konfliktlösungskompetenz) im Vordergrund. Eine Willensanstrengung zur Be</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">wältigung dieser Defizite sei aus psychiatrisch-psychotherapeutischer Sicht nur eingeschränkt zumutbar und möglich (S. 21).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">In seiner Stellungnahme vom 4. Januar 2018 zum Gutachten von Dr. Z.___ führte Dr. A.___ im Wesentlichen aus, dass das Gutachten inkonsistent sei, bei wiederholt widersprüchlichen Aussagen. Der introvertierte Beschwerdeführer sei alles andere als theatralisch, zudem habe keiner der drei Vorbehandler eine narzisstische Komponente, eine Verdeutlichungstendenz oder ein Rentenbegeh</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ren feststellen können (Urk. 3/4 S. 1). Weiter sei ein Depressionskurztest nicht geeignet, eine Persönlichkeitsstörung zu messen, für eine entsprechende Unter</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">suchung auf Depressivität hätten zudem weitere Testverfahren zum Einsatz kom</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">men müssen (S. 3). Auf das Problem der gestörten Selbstwahrnehmung, der zeit</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">weiligen Suizidalität, des offensichtlichen sozialen Rückzugs und der einzigen näheren Bezugsperson, der ebenfalls aus psychischen Gründen IV-berenteten Partnerin des Beschwerdeführers, gehe der SVA-Gutachter mit keinem Wort ein (S. 4). Entsprechend den Ausführungen des SVA-Gutachters zur Limitierung des Aktivitätsniveaus sei von einer tiefgreifenden und konsistenten Störung auszu</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gehen, sodass die Abschlussbeurteilung bezüglich der Arbeitsfähigkeit nicht nachvollzogen werden könne (S. 6). Der Beschwerdeführer sei seit mehr als 15 Jahren auf dem freien Arbeitsmarkt zu 100 % arbeitsunfähig, die Persönlichkeits</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">fehlentwicklung habe in den Jahren nach 2005 völlig irreversible chronifizierte Züge angenommen (S. 7). Der Abbruch des ETH-Studiums sei weiter aus gesund</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">heitlichen Gründen erfolgt. Der Beschwerdeführer sei überdurchschnittlich intel</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ligent, aber sozial und psychisch überdurchschnittlich gestört (S. 8).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Im Rahmen des vorliegenden Revisionsverfahrens ist zunächst von Interesse, ob es (im massgeblichen Vergleichszeitraum) zu einer wesentlichen Veränderung des Gesundheitszustandes gekommen ist. In diagnostischer Hinsicht gehen sowohl Dr. Z.___ als auch Dr. A.___ von einer Persönlichkeitsstörung aus. Gemäss Dr. Z.___ ist es dabei, insbesondere was die Einschätzung der Arbeitsfähigkeit betrifft, seit der Erstbeurteilung zu keiner massgebenden Veränderung gekom</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">men. In einer angepassten Tätigkeit ist gestützt auf das Gutachten weiterhin von einer vollständigen Arbeitsfähigkeit auszugehen. Demgegenüber geht Dr. A.___ von einer vollständigen Arbeitsunfähigkeit aus, dies allerdings be</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">reits seit der erstmaligen Rentenzusprache. So erwähnte er in seinem Bericht vom 31. Januar 2017 einen stationären Gesundheitszustand seit 2004 (Urk. 8/78 S. 1); weiter hielt er in seiner Stellungnahme vom 4. Januar 2018 fest, dass der Be</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">schwerdeführer auf dem freien Arbeitsmarkt seit mehr als 15 Jahren zu 100 % arbeitsunfähig sei (Urk. 3/4 S. 7). Im Hinblick auf die Arbeitsfähigkeit ist demnach auch gestützt auf die Einschätzung von Dr. A.___ von einer im Wesentlichen unveränderten Sachlage auszugehen, wobei der behandelnde Facharzt die Situa</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tion erheblich anders einschätzt. Selbst der Beschwerdeführer geht seit 1999 von einem im Wesentlichen unveränderten Zustand aus (vgl. etwa Urk. 8/88 S. 6 f.). Bei dieser Ausgangslage erscheinen die Revisionsvoraussetzungen – entspre</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">chend der Einschätzung der Beschwerdegegnerin – als nicht erfüllt.</span></p><p></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.2</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.2.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Demgegenüber setzt die widererwägungsweise Aufhebung der ursprünglich Ren</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tenzusprache eine zweifellos unrichtige Beurteilung eines für die Rentenberech</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">nung massgebenden Kriteriums voraus.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">In medizinischer Hinsicht legt Dr. Z.___ den medizinischen Sachverhalt in einer schlüssigen und nachvollziehbaren Weise dar, insbesondere auch in Kenntnis der Einschätzung von Dr. A.___. Die teils unterschiedliche Interpretation der ob</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">jektiven Befunde gründet in der unterschiedlichen Optik der Beurteilungen, wobei Dr. Z.___ entsprechend seinem Gutachtensauftrag die medizinisch-theoretische Leistungsfähigkeit ins Zentrum rückt. In Bezug auf Berichte von Hausärztinnen und Hausärzten wie überhaupt von behandelnden Arztpersonen beziehungsweise Therapiekräften ist dabei auf die Erfahrungstatsache hinzuweisen, dass diese mit</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">unter im Hinblick auf ihre auftragsrechtliche Vertrauensstellung in Zweifelsfällen eher zu Gunsten ihrer Patientinnen und Patienten aussagen (BGE 135 V 465 E. 4.5, 125 V 351 E. 3b/cc). </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Wohl kann die einen längeren Zeitraum abdeckende und umfassende Behandlung oft wertvolle Erkenntnisse zeitigen; doch lässt es die unterschiedliche Natur von Behandlungsauftrag de</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">r therapeutisch tätigen (Fach-)</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Person einerseits und Begutachtungsauftrag des amtlich bestellten fach</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">medizinischen Experten anderseits (BGE 124 I 170</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> E. 4</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">) nicht zu, ein Admi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">nistrativ- oder Gerichtsgutachten stets in Frage zu stellen und zum Anlass wei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">terer Abklärungen zu nehmen, wenn die behandelnden Arztpersonen bzw. The</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">rapiekräfte zu anderslautenden Einschätzungen gelangen. Vorbehalten bleiben Fälle, in denen sich eine abweichende Beurteilung aufdrängt, weil die anderslau</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tenden Einschätzungen wichtige </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">–</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> und nicht rein subjektiver Interpretation ent</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">springende </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">–</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> Aspekte benennen, die bei der Begutachtung unerkannt oder unge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">würdigt geblieben sind (Urteil </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">des Bundesgerichts </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">8C_677/2014 vom 2</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">9. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Oktober 2014 E. 7.2</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> mit Hinweisen, u.a. auf </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">SVR 2008 IV Nr</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">. 15 S. 43 E. 2.2.1 [I 514/06]</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">).</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> Dies ist vorliegend nicht der Fall. Anzumerken ist weiter, dass Dr. Z.___ die MADRS nicht im Zusammenhang mit der Persönlichkeitsstörung</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">verwendet hat, sondern zum Ausschluss einer depressiven Erkrankung, auch unter Berücksichti</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gung weiterer Aspekte (vgl. S. 10). Insgesamt ist die Einschätzung von Dr. Z.___ nicht zu beanstanden, sodass sowohl aktuell als auch im Zeitpunkt der erstmali</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gen Rentenzusprache von einer vollständigen Arbeitsfähigkeit in einer angepass</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ten Tätigkeit auszugehen ist. Eine wiedererwägungsweise Aufhebung der Verfü</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gung unter Hinweis auf eine zweifellos unrichtige Beurteilung des medizinischen Sachverhalts wurde denn auch von keiner Seite ins Feld geführt.</span></p><p></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.2.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Demgegenüber ging die Beschwerdegegnerin im Zusammenhang mit der Ermitt</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">lung des Valideneinkommens von einer zweifellosen Unrichtigkeit im Rahmen der erstmaligen Leistungsbeurteilung aus, indem sie nunmehr ausführte, dass der Abbruch des ETH-Studiums nicht aus gesundheitlichen Gründen erfolgt sei.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Dr. B.___ und lic. phil C.___ führten in ihrem Bericht vom 18. Mai 2005 aus, dass der Abbruch des Studiums aufgrund der grossen Probleme mit seiner dama</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ligen Freundin erfolgt sei (Urk. 8/16 S. 2). Dem massgebenden Feststellungsblatt für den Beschluss vom 31. Oktober 2005 ist dabei zu entnehmen, dass bezüglich des Krankheitsbeginns beim Regionalen Ärztlichen Dienst (RAD) eine ergänzende Anfrage gestellt wurde. Dieser nahm dahingehend Stellung, dass sie davon aus</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gehen würden, dass der Beschwerdeführer bei guter Gesundheit als Mathematiker arbeiten würde; das Valideneinkommen wurde dabei mit Fr. 130'000.-- beziffert (Urk. 8/21 S. 2 f.).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Auch wenn die medizinische Aktenlage zur Frage des Abbruchs des ETH-Studiums nicht sehr ergiebig ist, kann daraus nicht per se auf eine zweifellose Unrichtigkeit der getroffenen Entscheidung geschlossen werden. So bestehen ent</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sprechend den Ausführungen von Dr. A.___ gute Argumente dafür, dass die instabilen Beziehungsmuster, welche zum Studienabbruch geführt haben, eine Folge der instabilen Persönlichkeitsstruktur gewesen sind (Urk. 3/4 S. 8). Zudem wurde die Frage des Valideneinkommens im Rahmen der Abklärungen der IV-Stelle explizit thematisiert, wobei immer auch ein gewisses Ermessen besteht. Ge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">rade bei solchen Ermessensentscheiden ist eine Wiedererwägung aber nur dann zulässig, wenn die neue Ermessensausübung als die klarerweise einzig richtige erscheint (Kieser, ATSG-Kommentar, 3. Auflage, Rz. 55 zu Art. 53). Von einer solchen Einschätzung der Sachlage ist im vorliegenden Fall aber keinesfalls aus</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">zugehen.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Zusammenfassend ist damit festzuhalten, dass weder die Voraussetzungen für die revisionsweise noch jene für eine wiedererwägungsweise Aufhebung der ange</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">fochtenen Verfügung gegeben sind. In teilweiser Gutheissung der Beschwerde ist damit festzustellen, dass der Beschwerdeführer weiterhin Anspruch auf die bis</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">herige halbe Rente hat.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">5.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Da es im vorliegenden Verfahren um die Bewilligung oder Verweigerung von IV-Leistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichtskosten sind nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert festzulegen (Art. 69 Abs. 1</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">bis</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> IVG) und auf Fr. 800.-- anzusetzen. Entsprechend dem Ausgang des Ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">fahrens sind sie der Beschwerdegegnerin aufzuerlegen.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Bei diesem Ausgang des Verfahrens wird das Gesuch um Gewährung der unent</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">geltlichen Prozessführung gegenstandlos. Aufgrund der beförderlichen Behand</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">lung der vorliegenden Beschwerde erübrigen sich weiter Ausführungen zum An</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">trag auf Wiederherstellung der aufschiebenden Wirkung der Beschwerde.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Heading3"><span class="Normal Heading3">Das Gericht erkennt:</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span class="Normal Dispotext DispoHngend">1.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">In teilweiser Gutheissung der Beschwerde wird die angefochtene Verfügung vom 24. November 2017 aufgehoben und es wird festgestellt, dass der Beschwerdeführer weiterhin Anspruch auf eine halbe Rente hat.</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span class="Normal Dispotext DispoHngend">2.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Die Gerichtskosten von </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Fr. 800</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">.-- werden </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">der Beschwerdegegnerin </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">auferlegt.</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend"> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Rechnung und Einzahlungsschein werden </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">der </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Kostenpflichtigen nach Eintritt der Rechtskraft zu</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">gestellt.</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span class="Normal Dispotext DispoHngend">3.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Zustellung gegen Empfangsschein an:</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Stadt Zürich Soziale Dienste, unter Beilage des Doppels von Urk. 7</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Bundesamt für Sozialversicherungen</span></p><p class="Normal Dispotext DispoEinzug"><span class="Normal Dispotext DispoEinzug">sowie an:</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Gerichtskasse (im Dispositiv nach Eintritt der Rechtskraft)</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">4.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Gegen diesen Entscheid kann innert </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">30 Tagen</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"> seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundesge</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">setzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 15. Juli bis und mit 15. August sowie vom 18. Dezember bis und mit dem 2. Januar (Art. 46 BGG).</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">stellen.</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismit</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">tel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizu</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">legen, soweit die Partei sie in Händen hat (Art. 42 BGG).</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><br/></p><p></p><p class="Normal Heading3"><span class="Normal Heading3">Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich</span></p><p><br/></p><p>Der VorsitzendeDer Gerichtsschreiber</p><p><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p><span id="_GoBack"></span>GräubSchetty</p><p></p></div> </div></body></html>