<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2002.00014</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=106625&amp;W10_KEY=13013576&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2002.00014</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 11.04.2002</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">3. Abteilung/3. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Das Bundesgericht hat eine staatsrechtliche Beschwerde gegen diesen Entscheid am 13.12.2002 abgewiesen.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Abgaberecht ohne Steuern</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Wasseranschlussgebühr</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Differenzierte Gebührenansätze für die einzelnen Ortsteile je nach Erschliessungsaufwand sind zulässig Auf die Beschwerde ist einzutreten (E. 1). Die Beschwerdegegnerin hätte ihren Wiedererwägungsentscheid dem Bezirksrat mitteilen müssen. Dies stellt zwar keinen Grund zur Rückweisung dar, führt aber zur teilweisen Gutheissung (E. 2). Die Depotauflage in der Baubewilligung stellte einen Zwischenentscheid dar und wäre nicht anfechtbar gewesen (E. 3a). Zwischenentscheide erwachsen nicht in Rechtskraft. Es bestand für die Beschwerdeführenden auch kein Anlass zur sofortigen Anfechtung. Von einer Rückweisung ist jedoch abzusehen, falls sich die materielle Eventualerwägung des Bezirksrats als tragfähig erweist (E. 3b). Gebühren bedürfen der gesetzlichen Grundlage; ihre Bemessung muss dem Kostendeckungs- und Äquivalenzprinzip entsprechen und dem Willkürverbot standhalten (E. 4a). Gesetzliche Grundlagen sind § 27 V und § 29 WasserwirtschaftsG, § 45 EG GSchG, § 14 und § 126 I GemeindeG sowie das kommunale Wasserreglement (E. 4b). Die Gemeinden haben kostendeckende Gebühren zu verlangen, geniessen aber eine weitgehende Freiheit in der Ausgestaltung des Abgabesystems (E. 4c). Der Gebäudeversicherungswert stellt eine mit dem Äquivalenzprinzip vereinbare Bemessungsgrundlage dar. Die Berücksichtigung des effektiven Wasserverbrauchs ist nicht geboten (E. 4d). Es ist zulässig, bei der Ausgestaltung des Gebührentarifs die nach Ortsteilen unterschiedlich hohen Investitionskosten zu berücksichtigen. Die Liegenschaft der Beschwerdeführenden befindet sich in einem Quartier mit wesentlich höheren Kosten als im Dortzentrum. Irrelevant ist der Vergleich mit den Kosten in der Nachbargemeinde (E. 4e).</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ANSCHLUSSGEBÃHR">ANSCHLUSSGEBÃHR</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ÃQUIVALENZPRINZIP">ÃQUIVALENZPRINZIP</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: GEBÃUDEVERSICHERUNGSWERT">GEBÃUDEVERSICHERUNGSWERT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: Abgaberecht ST: GEBÃHREN">GEBÃHREN</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: KOSTENDECKUNGSPRINZIP">KOSTENDECKUNGSPRINZIP</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: RÃCKWEISUNG">RÃCKWEISUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: WASSERANSCHLUSSGEBÃHR">WASSERANSCHLUSSGEBÃHR</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: WIEDERERWÃGUNG">WIEDERERWÃGUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ZWISCHENENTSCHEID">ZWISCHENENTSCHEID</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="gerade">Art. 8 BV</span><br/><span class="ungerade">Art. 45 EG GSchG</span><br/><span class="gerade">§ 14 GemeindeG</span><br/><span class="ungerade">§ 126 lit. I GemeindeG</span><br/><span class="gerade">Art./§ 44 WR Langnau a.A.</span><br/><span class="ungerade">Art./§ 46 WR Langnau a.A.</span><br/><span class="gerade">Art./§ 47 WR Langnau a.A.</span><br/><span class="ungerade">Art./§ 49 WR Langnau a.A.</span><br/><span class="gerade">Art./§ 52 WR Langnau a.A.</span><br/><span class="ungerade">§ 19 lit. II VRG</span><br/><span class="gerade">§ 48 lit. II VRG</span><br/><span class="ungerade">§ 27 lit. V WasserwirtschaftsG</span><br/><span class="gerade">§ 29 WasserwirtschaftsG</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade">RB 2002 Nr. 38 S. 108</span><br/> </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 3 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Einzug1"><span>I. Der Gemeinderat von Langnau a.A. erteilte B und A am 4. September 1995 die Bewilligung fÃ¼r ein grÃ¶sseres Bauvorhaben auf dem GrundstÃ¼ck alt Kat.-Nr. 1 (neu 2 und 3), P‑strasse. In Disp.-Ziff. 4 verpflichtete er die Bauherrschaft zur Entrichtung eines Depositums von Fr. 48'400.- namentlich fÃ¼r Kanalisations- und WasseranschlussgebÃ¼hren, welches fristgerecht eingezahlt wurde.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Am 23. Januar 1998 rechnete die Werkkommission der Gemeinde Langnau a.A. Ã¼ber das Depositum ab. Nach Intervention von B und A korrigierte sie die Abrechnung am 30. MÃ¤rz 1998; gemÃ¤ss der Ã¼berarbeiteten VerfÃ¼gung belaufen sich die zu leistenden GebÃ¼hren auf Fr. 81'966.25, abzÃ¼glich des Depositums. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>II. Gegen diesen Beschluss rekurrierten B und A am 4. Mai 1998 an den Bezirksrat Horgen. Sie bemÃ¤ngelten insbesondere die Berechnung des fÃ¼r die GebÃ¼hrenfestlegung massgeblichen GebÃ¤udemehrwertes sowie den angewendeten GebÃ¼hrentarif, dessen akzessorische ÃberprÃ¼fung sie verlangten. Das Verfahren wurde entsprechend dem Antrag der Rekurrenten informell sistiert, u.a. wegen eines WiedererwÃ¤gungsgesuchs der Rekurrenten vom 7. September 1998. Dieses berief sich auf eine abgeÃ¤nderte SchÃ¤tzung der GebÃ¤udeversicherung des Kantons ZÃ¼rich vom 5. August 1998. Nachdem eine formelle Behandlung des WiedererwÃ¤gungsgesuchs wÃ¤hrend lÃ¤ngerer Zeit unterblieben war, setzte der Bezirksrat im FrÃ¼hling 2001 das Verfahren fort. Nach DurchfÃ¼hrung eines doppelten Schriftenwechsels wies er den Rekurs am 29. Oktober 2001 ab, soweit er darauf eintrat.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>III. B und A haben gegen diesen Beschluss am 11. Januar 2002 Beschwerde an das Verwaltungsgericht erhoben. Sie beantragen die Aufhebung des angefochtenen Beschlusses und des Beschlusses der Werkkommission der Gemeinde Langnau a.A. vom 30. MÃ¤rz 1998 sowie die RÃ¼ckweisung der Angelegenheit an die Werkkommission zu neuem Entscheid, unter Kosten- und EntschÃ¤digungsfolgen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Der Bezirksrat Horgen reichte am 11. Februar 2002 die Akten ein und erklÃ¤rte Verzicht auf Stellungnahme. Die Werkkommission der Gemeinde Langnau a.A. beantragte am selben Tag die Abweisung der Beschwerde.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die Kammer zieht in ErwÃ¤gung:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>1. Das Verwaltungsgericht ist nach § 19c Abs. 2 und § 41 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959/8. Juni 1997 (VRG) zur Behandlung der vorliegenden Beschwerde funktionell und sachlich zustÃ¤ndig. Weil auch die Ã¼brigen Voraussetzungen erfÃ¼llt sind, ist auf die Beschwerde einzutreten. Zum Entscheid berufen ist angesichts des unbestimmten Streitwerts nach § 38 VRG die Kammer.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>2. Die BeschwerdefÃ¼hrenden begrÃ¼nden ihren RÃ¼ckweisungsantrag insbesondere damit, dass die Werkkommission es zu Unrecht unterlassen habe, ihren Entscheid vom 30. MÃ¤rz 1998 in WiedererwÃ¤gung zu ziehen. Dazu habe Anlass bestanden, nachdem die kantonale GebÃ¤udeversicherung am 5. August 1998 die Versicherungssumme der HÃ¤user P-strasse von zuvor Fr. 1'822'800.- auf neu Fr. 1'587'600.- herabgesetzt hatte.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Es ist aber zu bedenken, dass die Beschwerdegegnerin den BeschwerdefÃ¼hrenden am 15. Oktober 1998 eine neue Rechnung zugestellt hat, die dem herabgesetzten GebÃ¤udeversicherungswert Rechnung trÃ¤gt. Ferner wies die Werkkommission in ihrem Fristerstreckungsgesuch vom 15. MÃ¤rz 2001 an den Bezirksrat darauf hin, dass sie mit der dritten Version der Baudepositenabrechnung (vom 15. Oktober 1998) zum WiedererwÃ¤gungsgesuch vom 4. Mai 1998 Stellung genommen habe. Ihrer Vernehmlassung ans Verwaltungsgericht legte die Werkkommission zudem einen â bisher nur intern verteilten â Protokollauszug bei, aus dem ersichtlich wird, dass sie am 21. September 1998 beschlossen hatte, eine den revidierten Versicherungswert berÃ¼cksichtigende Rechnung auszustellen. Gleichzeitig hatte sie beschlossen, auf dem Wert des Schopfanbaus von Fr. 46'000.- keine AnschlussgebÃ¼hr zu erheben.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Damit wurde dem einen Anliegen der BeschwerdefÃ¼hrenden, der BerÃ¼cksichtigung des korrekten GebÃ¤udeversicherungswertes, bereits wÃ¤hrend des noch hÃ¤ngigen Rekursverfahrens Rechnung getragen. Entgegen der Auffassung der Beschwerdegegnerin wÃ¤re es keineswegs Ã¼bertrieben formalistisch gewesen, sondern hÃ¤tte der notwendigen KlÃ¤rung der VerhÃ¤ltnisse gedient, wenn die Beschwerdegegnerin ihren Beschluss den BeschwerdefÃ¼hrenden und dem Bezirksrat schriftlich erÃ¶ffnet hÃ¤tte. Richtig ist auch die Feststellung der BeschwerdefÃ¼hrenden, dass der Bezirksrat den Rekurs insofern als gegenstandslos geworden hÃ¤tte abschreiben mÃ¼ssen. Damit hÃ¤tte er auch seiner ErwÃ¤gung 2.2.1. Rechnung getragen, die auf das revidierte SchÃ¤tzungsergebnis hinweist. In diesem Punkt ist die Beschwerde teilweise gutzuheissen und das Dispositiv des angefochtenen Beschlusses zu korrigieren. FÃ¼r eine RÃ¼ckweisung zu neuer Beurteilung bestÃ¼nde hingegen nur Anlass, wenn auch die weiteren RÃ¼gen der BeschwerdefÃ¼hrenden in der Sache selbst berechtigt wÃ¤ren. Darauf ist in ErwÃ¤gung 4 zurÃ¼ckzukommen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>3. a) Dispositiv-Ziffer 4 der Baubewilligung vom 4. September 1995 stellt hinsichtlich der GebÃ¼hrenauflage fÃ¼r den Kanalisations- und den Wasseranschluss sowie die weiteren dort erwÃ¤hnten Leistungen der Gemeinde einen Zwischenentscheid dar. Obwohl sie formell Teil des Baubewilligungsentscheides ist, kann sie nicht einfach wie dieser als EndverfÃ¼gung angesehen werden. Vielmehr bildet sie einen Zwischenschritt â in erster Linie zur Sicherung des Verfahrensgegenstandes, der geschuldeten GebÃ¼hren â im Rahmen eines grundsÃ¤tzlich eigenstÃ¤ndigen Verfahrens. Dieses hat seine eigenen Rechtsgrundlagen; zudem verlÃ¤uft der Rechtsmittelweg nicht Ã¼ber die Baurekurskommission, sondern Ã¼ber den Bezirksrat. Vorliegend ist Ã¼brigens aufgrund des kommunalen Rechts auch die VeranlagungsbehÃ¶rde (Werkkommission) von der BaubewilligungsbehÃ¶rde (Gemeinderat) verschieden. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Zwischenentscheide sind gemÃ¤ss § 19 Abs. 2 und § 48 Abs. 2 VRG weiterziehbar, wenn sie fÃ¼r den Betroffenen einen Nachteil zur Folge haben, der sich spÃ¤ter voraussichtlich nicht mehr beheben lÃ¤sst. In einem Urteil vom 7. April 1993 (RB 1993 Nr. 8) hat das Verwaltungsgericht in Abweichung von seiner frÃ¼heren Praxis (vgl. RB 1985 Nr. 91, 1991 Nr. 56) und in Anpassung seiner Rechtsprechung an jene des Bundesgerichts entschieden, dass es sich bei der Anordnung Ã¼ber die Einforderung von Akontozahlungen fÃ¼r die Administrativkosten des Quartierplanverfahrens um einen nicht weiterziehbaren Zwischenentscheid handle, da ein solcher Entscheid fÃ¼r den Betroffenen keinen nicht mehr zu behebenden Nachteil zur Folge habe. Diese neue Praxis wurde seither wiederholt bestÃ¤tigt (VGr, 29. Oktober 1997, VB. 97.00148; 26. August 1998, VB.98.00202; 17. November 1998, VB.98.00204). Bei der Beurteilung der Anfechtbarkeit von Depositenauflagen verhÃ¤lt es sich Ã¤hnlich. Das Verfahren wÃ¼rde unnÃ¶tig erschwert und verlÃ¤ngert, wenn eine doppelte Anfechtung der GebÃ¼hrenauflage â erstmals im Rahmen der VerfÃ¼gung Ã¼ber das Depositum und ein zweites Mal nach der definitiven Abrechnung bzw. GebÃ¼hrenauflage â generell zugelassen wÃ¼rde. Schon insofern ist die von den Vorinstanzen vertretene Auffassung Ã¼ber die Anfechtbarkeit von Ziff. 4 des Dispositivs der Baubewilligung vom 4. September 1995 problematisch. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) GrundsÃ¤tzlich verfehlt ist sie aber auch aus einem weiteren Grund. ZwischenverfÃ¼gungen erwachsen nicht in materielle Rechtskraft und kÃ¶nnen daher grundsÃ¤tzlich noch zusammen mit dem Endentscheid angefochten werden. Von diesem Grundsatz ist nur dann abzuweichen, wenn der Betroffene nach dem Grundsatz von Treu und Glauben zur sofortigen Geltendmachung eines behaupteten Mangels verpflichtet war, um einen unnÃ¶tigen Verfahrensaufwand zu vermeiden. So ist z.B. ein Ablehnungsbegehren sofort zu stellen, nachdem der Betroffene vom Ablehnungsgrund erfahren hat (Alfred KÃ¶lz/JÃ¼rg Bosshart/ Martin RÃ¶hl, Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons ZÃ¼rich, 2. A., ZÃ¼rich 1999, § 19 N. 47). Vorliegend bestand nach Treu und Glauben keinerlei Anlass, die Depositenauflage anzufechten. Vielmehr stand es den BeschwerdefÃ¼hrenden frei, RÃ¼gen in diesem Zusammenhang erst gegen die EndverfÃ¼gung, also gegen die Depositenabrechnung, zu erheben. UnabhÃ¤ngig davon, ob die Baubewilligung vom 4. September 1995 in diesem Punkt hÃ¤tte angefochten werden kÃ¶nnen, hÃ¤tte der Bezirksrat auf den Rekurs daher vollumfÃ¤nglich eintreten mÃ¼ssen. Seine abweichende Rechtsauffassung ist unzutreffend. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Auch dieser Mangel fÃ¼hrt indes nicht ohne Weiteres zur RÃ¼ckweisung der Angelegenheit an eine der Vorinstanzen, sondern bloss zur Aufhebung des angefochtenen Beschlusses, insoweit als der Bezirksrat auf den Rekurs nicht eingetreten ist. Von einer RÃ¼ckweisung ist abzusehen, wenn sich die materielle EventualerwÃ¤gung des Bezirksrats als tragfÃ¤hig erweist.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>4. Wie in ErwÃ¤gung 2 ausgefÃ¼hrt wurde, anerkennt die Beschwerdegegnerin, dass die AnschlussgebÃ¼hren fÃ¼r Wasser und Kanalisation ausgehend vom herabgesetzten GebÃ¤udeversicherungswert zu berechnen sind. Noch zu beurteilen ist, ob entsprechend der Auffassung der BeschwerdefÃ¼hrenden die WasseranschlussgebÃ¼hr allein anknÃ¼pfend an den GebÃ¤udeversicherungswert berechnet werden darf, und ob der GebÃ¼hrenansatz von 2 % des Versicherungswertes rechtmÃ¤ssig ist.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>a) Die streitbetroffene AnschlussgebÃ¼hr dient der Deckung der Investitionskosten fÃ¼r die Basis- und Groberschliessung der Wasserversorgung Langnau a.A. Sie ist ihrer Rechtsnatur nach kein Mehrwertbeitrag (Vorzugslast), sondern eine GebÃ¼hr im Rechtssinn (vgl. RB 1991 Nr. 78). Derartige GebÃ¼hren bedÃ¼rfen der Grundlage in einem formellen Gesetz; ihre Bemessung muss dem Kostendeckungsprinzip und dem aus dem VerhÃ¤ltnismÃ¤ssigkeitsgrundsatz abgeleiteten Ãquivalenzprinzip genÃ¼gen sowie dem WillkÃ¼rverbot standhalten. Die Gemeinden sind bei der Festsetzung der GebÃ¼hrenordnungen im Rahmen des Verfassungsrechts und der gesetzlichen Vorgaben autonom (vgl. H.R. Thalmann, Kommentar zum ZÃ¼rcher Gemeindegesetz, 3. A., WÃ¤denswil 2000, § 63 N. 2.2).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) Die gesetzliche Grundlage fÃ¼r die streitige WasseranschlussgebÃ¼hr findet sich kantonalrechtlich in § 27 Abs. 5 und § 29 des Wasserwirtschaftsgesetzes vom 2. Juni 1991 (WasserwirtschaftsG), in § 45 des EinfÃ¼hrungsgesetzes zum GewÃ¤sserschutzgesetz vom 8. Dezember 1974 (EG GSchG), ferner in § 14 und § 126 Abs. 1 des Gemeindegesetzes vom 6. Juni 1926. Kommunalrechtlich gilt das Wasserreglement vom 9. Dezember 1993 (WR), das von der Gemeindeversammlung genehmigt wurde und damit ein Gesetz im formellen Sinn darstellt. Art. 44 WR hÃ¤lt fest, dass Bau und Betrieb der Wasserversorgung selbsttragend sein soll. GemÃ¤ss Art. 46 WR sind Anschluss- und BenÃ¼tzungsgebÃ¼hren so zu bemessen, dass grundsÃ¤tzlich die Aufwendungen fÃ¼r den Betrieb und Unterhalt sowie die Verzinsung und Abschreibung des VerwaltungsvermÃ¶gens der Wasserversorgung gedeckt werden. Kraft Art. 47 WR kann die Wasserversorgung fÃ¼r die Erstellung der Hauptleitungen MehrwertsbeitrÃ¤ge gemÃ¤ss den §§ 49 und 50 Wassergesetz (heute: § 29 Abs. 1 WasserwirtschaftsG) erheben. Art. 49 WR regelt die AnschlussgebÃ¼hren, und § 52 befasst sich mit dem Wasserzins, der in eine Grund- und eine VerbrauchsgebÃ¼hr aufgeteilt ist. Die Pflicht zur Leistung einer AnschlussgebÃ¼hr entsteht gemÃ¤ss Art. 49 Abs. 1 WR mit dem Anschluss an das Wasserleitungsnetz der Wasserversorgung, was den allgemeinen GrundsÃ¤tzen Ã¼ber die Entstehung der GebÃ¼hrenpflicht entspricht (BGE 102 Ia 69 E. 3, 103 Ia 26 E. 2, 106 Ia 241 E. 3).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>c) Nach dem Kostendeckungsprinzip darf der Gesamtertrag der GebÃ¼hren die gesamten Kosten des betreffenden Verwaltungszweigs nicht Ã¼bersteigen (Max Imboden/RenÃ© A. Rhinow, Schweizerische Verwaltungsrechtsprechung, 5. A., Basel/Stuttgart 1976, Band II, Nr. 110 B IV und V; Rhinow/KrÃ¤henmann, Schweizerische Verwaltungsrechtsprechung, ErgÃ¤nzungsband, 1990, Nr. 110 B IV und V; Ulrich HÃ¤felin/Georg MÃ¼ller, Grundriss des Allgemeinen Verwaltungsrechts, 3. A., ZÃ¼rich 1998, Rz. 2050 ff.; RB 1991 Nr. 78). GemÃ¤ss dem Ãquivalenzprinzip muss die HÃ¶he der GebÃ¼hr im Einzelfall in einem </span></p> <p class="Einzug1"><span>vernÃ¼nftigen VerhÃ¤ltnis zum Wert stehen, den die staatliche Leistung fÃ¼r den Abgabepflichtigen hat; dieser Wert bemisst sich entweder nach dem Nutzen fÃ¼r den Pflichtigen oder nach dem Kostenaufwand der konkreten Inanspruchnahme der Verwaltung im VerhÃ¤ltnis zum gesamten Aufwand des betreffenden Verwaltungszweigs. Das Ãquivalenzprinzip schliesst Pauschalierungen nicht aus; solche sind indessen nach dem WillkÃ¼rverbot nur zulÃ¤ssig, sofern der massgebliche Tarif nach sachlich haltbaren Gesichtspunkten ausgestaltet ist und keine Unterscheidungen trifft, fÃ¼r die ein vernÃ¼nftiger Grund nicht ersichtlich ist (BGr, 10. Oktober 2001, URP 2002, S. 51 E. 4a; </span>HÃ¤felin/MÃ¼ller, Rz. 2054 ff.; <span>RB 1991 Nr. 78).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Zu beachten sind aber auch das Prinzip der <i>vollen</i> Kostendeckung. § 29 Abs. 2 WasserwirtschaftsG schreibt die Erhebung kostendeckender GebÃ¼hren vor, rÃ¤umt aber in Abs. 3 den Gemeinden eine weitgehende Freiheit bei der Ausgestaltung des Abgabesystems ein; namentlich kÃ¶nnen die Investitionskosten wahlweise durch MehrwertbeitrÃ¤ge und/oder AnschlussgebÃ¼hren finanziert werden. § 29 Abs. 4 WasserwirtschaftsG verweist auf § 45 EG GSchG. Nach dessen Abs. 2 sind kostendeckend GebÃ¼hren, die nach Abzug allfÃ¤lliger Bundes- und StaatsbeitrÃ¤ge die verbleibenden Kosten fÃ¼r Bau, Betrieb, Unterhalt, Verzinsung und Abschreibung der Anlagen sowie die Ã¼brigen Kosten decken.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>d) Nach stÃ¤ndiger Praxis des Bundesgerichts und des Verwaltungsgerichts ist der GebÃ¤udeversicherungswert eine mit dem Ãquivalenzprinzip vereinbare Grundlage fÃ¼r die Bemessung von WasseranschlussgebÃ¼hren (BGr, 28. Januar 1976, ZBl 77/1976, S. 386; RB 1977 Nr. 110 = ZBl 78/1977, S. 536 = ZR 76 Nr. 83). Auch KanalisationsanschlussgebÃ¼hren werden hÃ¤ufig nach dem GebÃ¤udeversicherungswert bemessen, was in der Rechtsprechung immer wieder bestÃ¤tigt worden ist (BGr, 23. November 1983, ZBl 86/1985, S. 107 ff.; RB 1977 Nr. 110; vgl. RB 1976 Nr. 112; vgl. auch BGr, 10. Oktober 2001, URP 2002, S. 51 E. 4a). Da die AnschlussgebÃ¼hren fÃ¼r Wasser gleichermassen wie jene fÃ¼r Abwasser der Deckung der Investitionskosten fÃ¼r die Basis‑ und Groberschliessung dienen (vgl. Kreisschreiben der Direktion der Ã¶ffentlichen Bauten vom 24. Juli 1981 betreffend die BenÃ¼tzung der GebÃ¤udeversicherungssummen fÃ¼r Wasser‑ und Abwasser‑AnschlussgebÃ¼hren), ist denn auch eine unterschiedliche Bemessungsregelung fÃ¼r diese beiden GebÃ¼hrenarten, zumindest was die primÃ¤re Bemessungsgrundlage, hier die AnknÃ¼pfung an die GebÃ¤udeversicherungssumme, anbelangt, nicht zwingend geboten. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Aus Art. 44 und 46 WR sowie aus dem Gleichbehandlungsgebot, dem Grundsatz der VerhÃ¤ltnismÃ¤ssigkeit, dem WillkÃ¼rverbot, dem Ãquivalenzprinzip und dem Verursacherprinzip leiten die BeschwerdefÃ¼hrenden ab, die Bemessung der AnschlussgebÃ¼hr dÃ¼rfe nicht allein an den GebÃ¤udeversicherungswert anknÃ¼pfen, sondern mÃ¼sse auch den effektiven Wasserverbrauch berÃ¼cksichtigen. Diese Auffassung ist unzutreffend. Anders als die BeschwerdefÃ¼hrenden meinen, deckt die AnschlussgebÃ¼hr als einmalige Abgabe gerade nicht die Kosten des Verbrauchs â dazu dient der Wasserzins gemÃ¤ss Art. 52 WR â, weshalb sie zu diesem auch keinen nÃ¤heren Bezug aufweisen muss. Der Hinweis auf BGE 125 </span></p> <p class="Einzug1"><span>I 1 und BGr, 10. Oktober 2001, URP 2002, S. 51 E. 4a geht daher an der Sache vorbei, ebenso der Vergleich mit den AbfallgebÃ¼hren, da dort anders als bei der leitungsgebundenen Wasserversorgung bzw. Abwasserentsorgung eine Aufteilung der GebÃ¼hren in (einmalige) Investitions- und wiederkehrende BetriebskostenbeitrÃ¤ge nicht Ã¼blich und wohl auch nicht mÃ¶glich ist. Ein allgemeiner Bezug zur Beanspruchung von Leistungen besteht bei den AnschlussgebÃ¼hren immerhin insofern, als bei Wohnbauten nach der Erfahrung grÃ¶sseren GebÃ¤udeversicherungswerten auch hÃ¶here Wasserbezugs- und Abwassermengen gegenÃ¼berstehen (vgl. das zuvor erwÃ¤hnte Kreisschreiben der Baudirektion von 1981, S. 3 ff.).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Richtig ist im Ãbrigen, dass hin und wieder die Frage gestellt wird, ob der GebÃ¤udeversicherungswert eine zutreffende BezugsgrÃ¶sse darstellt. So wird etwa gefordert, statt des die momentane GrundstÃ¼cksnutzung widerspiegelnden GebÃ¤udeversicherungswertes sei ein Kriterium zu wÃ¤hlen, welches die ganze bauliche NutzungsmÃ¶glichkeit eines GrundstÃ¼cks berÃ¼cksichtigt (vgl. Peter Karlen, Die Erhebung von Abwasserabgaben aus rechtlicher Sicht, URP 1999, S. 539 ff., 567 f.). Der Verband Schweizer Abwasser- und GewÃ¤sserschutzfachleute (VSA) und der Schweizerische StÃ¤dteverband/Fachorganisation fÃ¼r Entsorgung und Strassenunterhalt (FES) schlagen in einer 1994 herausgegebenen Richtlinie zum Thema Finanzierung der Abwasserentsorgung vor, die AnschlussgebÃ¼hr auf Grund der zonengewichteten GrundstÃ¼cksflÃ¤che zu bemessen. Als Hauptvorteil dieses Kriteriums wird erwÃ¤hnt, dass keine NachbezÃ¼ge wegen intensiverer Ãberbauung der angeschlossenen GrundstÃ¼cke nÃ¶tig sind (vgl. AndrÃ© MÃ¼ller, Finanzierung der kommunalen Abwasserentsorgung aus Ã¶konomischer Sicht, URP 1999, S. 509 ff., 534 f.). Es mag durchaus sein, dass die Bemessung der AnschlussgebÃ¼hr nach Massgabe des GebÃ¤udeversicherungswertes gewisse Nachteile aufweist. Diese fÃ¼hren aber nicht dazu, dass diese AnknÃ¼pfung im Rahmen der hier vorzunehmenden Rechtskontrolle (§ 50 VRG) als rechtswidrig zu bezeichnen wÃ¤re.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>e) Die BeschwerdefÃ¼hrenden wehren sich auch dagegen, dass ihnen entsprechend Art. 49 Abs. 2 WR die auf dem GebÃ¤udeversicherungswert erhobene AnschlussgebÃ¼hr (gegenÃ¼ber dem Grundansatz gemÃ¤ss Abs. 1) verdoppelt wird, weil sie in einer abgelegenen Siedlung im Sinne dieser Bestimmung gebaut haben. Sie machen geltend, in diesen Gebieten sei der Wasserverbrauch keineswegs hÃ¶her, so dass die Mehrbelastung eine krasse Ungleichbehandlung darstelle. Anderseits erfÃ¼hren die angeschlossenen GebÃ¤ude in diesen Gebieten auch nicht einen zwei- oder dreifachen Mehrwert, so dass der ErhÃ¶hung der GebÃ¼hr kein Ãquivalent gegenÃ¼berstehe.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>aa) Wie die BeschwerdefÃ¼hrenden selbst hervorheben, stellt die AnschlussgebÃ¼hr keine Vorzugslast dar, so dass das Argument des fehlenden Mehrwertes von vornherein nur beschrÃ¤nkte Bedeutung hat. Zwar kann der Wert einer Leistung auch bei der Beurteilung eine Rolle spielen, ob das Ãquivalenzprinzip eingehalten ist. Indessen ist es oft schwierig, wenn nicht unmÃ¶glich, den wirtschaftlichen Vorteil zu bestimmen, den ein GrundeigentÃ¼mer aus einer bestimmten Ã¶ffentlichen Leistung zieht. Die Rechtsprechung erachtet es daher als zulÃ¤ssig, AnschlussgebÃ¼hren nach dem Kostenaufwand fÃ¼r die in Frage stehende Verwaltungsleistung zu bemessen und dabei schematische Vereinfachungen vorzunehmen, solange dies nach objektiven Kriterien erfolgt (vgl. vorne E. 4c).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>bb) Wie sich schon aus den AusfÃ¼hrungen in ErwÃ¤gung 4d ergibt, spielt der Wasserverbrauch im Zusammenhang mit der AnschlussgebÃ¼hr eine untergeordnete Rolle; hinsichtlich der Frage, ob fÃ¼r Teile des Versorgungsgebiets der Wasserversorgung hÃ¶here AnschlussgebÃ¼hren bezogen werden dÃ¼rfen, ist er ohne Bedeutung. Ausschlaggebend fÃ¼r die unterschiedlichen AnschlussgebÃ¼hren in Langnau a.A. ist die schwierige Topographie mit markanten HÃ¶henunterschieden und der sehr unterschiedliche Grad der Ãberbauungsdichte. Die abgestuften GebÃ¼hrenansÃ¤tze tragen dem Umstand Rechnung, dass in den schwÃ¤cher besiedelten und gleichzeitig peripherer gelegenen Gebieten der Gemeinde die Investitionskosten pro einzelnem Hausanschluss wesentlich hÃ¶her liegen als im zentralen Siedlungsgebiet. Dabei lassen sich im Wesentlichen drei Bereiche unterscheiden. FÃ¼r das Gebiet Albis und Mittelalbis mit geringer Ãberbauungsdichte entstehen, wie sich nicht zuletzt auf der von den BeschwerdefÃ¼hrenden eingereichten Karte erkennen lÃ¤sst, aufgrund der erforderlichen LeitungslÃ¤ngen, des HÃ¶henunterschieds und der geringen Anzahl angeschlossener GebÃ¤ude besonders hohe Aufwendungen. Weniger ausgeprÃ¤gt, aber immer noch deutlich gilt dies auch fÃ¼r die Zone Rengg (mit den Siedlungen Risleten, Tobel, RÃ¤ngg und OberrÃ¤ngg) und die Zone Waldi (mit den Siedlungen Hasengarten und Waldi). Wenn die Beschwerdegegnerin sich entschieden hat, die entsprechenden Kosten differenziert zu verlegen, so entspricht dies den tatsÃ¤chlichen VerhÃ¤ltnissen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Der Bezirksrat beruft sich auf einen im Verfahren der abstrakten Normenkontrolle ergangenen Entscheid vom 27. April 1994, in welchem er zum Wasserreglement der Beschwerdegegnerin Stellung genommen hat. SelbstverstÃ¤ndlich entfaltet dieser Entscheid gegenÃ¼ber den BeschwerdefÃ¼hrenden keine Rechtskraft und ist auch das Verwaltungsgericht nicht daran gebunden (vgl. BEZ 2000 Nr. 24). Es wÃ¤re aber Sache der BeschwerdefÃ¼hrenden gewesen, nÃ¤her darzulegen, weshalb die dort entwickelte Argumentation unzutreffend sein sollte. Der Bezirksrat hat in jenem Entscheid ausgefÃ¼hrt, dass im Gebiet Albis das VerhÃ¤ltnis zwischen Investitionskostenanteil und Wasserverbrauchsanteil etwa 28 % : 3 % betrÃ¤gt, wÃ¤hrend es in den Randgebieten etwa bei 21 % : 5 % und im Ã¼brigen Gebiet (d.h. den zentralen SiedlungsrÃ¤umen) etwa 51 % : 93 % betrÃ¤gt. Daraus ergeben sich die VerhÃ¤ltniszahlen 9.3, 4.2 und 0.55 (der vom Bezirksrat im zitierten Entscheid angegebene Wert von 1.9 ist unrichtig, da ZÃ¤hler und Nenner vertauscht wurden). Sie machen deutlich, dass bei einem gegebenen Wasserverbrauch die Investitionen fÃ¼r die Wasserversorgung in den Randgebieten etwa 8 bzw. 17 mal hÃ¶her liegen als im dicht bebauten Siedlungsteil. </span></p> <p class="Einzug1"><span>Diesem Umstand trÃ¤gt der abgestufte GebÃ¼hrenansatz in Art. 49 WR angemessen Rechnung.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die BeschwerdefÃ¼hrenden wenden ein, die Gemeinde habe die Unterlagen zu diesen VerhÃ¤ltniszahlen nicht eingereicht, daher seien sie nicht Ã¼berprÃ¼fbar und wÃ¼rden bestritten. Es hÃ¤tte den BeschwerdefÃ¼hrenden frei gestanden, von der Gemeinde Einsicht in diese Unterlagen zu verlangen, wenn sie den vom Bezirksrat verwendeten Zahlen keinen Glauben schenken wollten. Sie machen nicht geltend, entsprechende Schritte unternommen zu haben, obwohl sie spÃ¤testens seit Mitte August 2001 â also seit ihnen die Duplik der Beschwerdegegnerin im Rekursverfahren zugestellt worden war â dazu Gelegenheit und Anlass gehabt hÃ¤tten. Mit ihrer unsubstanziierten Behauptung, die vom Bezirksrat im damaligen Verfahren ermittelten Zahlen seien unzutreffend, kommen sie ihrer BegrÃ¼ndungspflicht gemÃ¤ss § 54 VRG nicht nach (vgl. VGr, 12. November 1998, VB.98.00318, E. 3b, durch das BGr am 19. Mai 1999 geschÃ¼tzt [2P.1/1999]). FÃ¼r das Verwaltungsgericht besteht kein Grund, diese Zahlen in Frage zu stellen. Insbesondere kann im Licht des erwÃ¤hnten Entscheids des Bezirksrats darauf verzichtet werden, AuskÃ¼nfte Ã¼ber die laufende Wasser- und Investitionsrechnung der Wasserversorgung einzuholen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>UnbegrÃ¼ndet ist der Einwand der BeschwerdefÃ¼hrenden, das Gebiet Waldi gehÃ¶re nicht zu den Randgebieten. Das Gegenteil ergibt sich ohne Weiteres aus dem Plan; die Tatsache, dass das Gebiet Waldi an das zentrale Ringleitungssystem angeschlossen ist, belegt nicht seine ZugehÃ¶rigkeit zum dichter bebauten Siedlungsgebiet, wohl aber, dass auch fÃ¼r dieses Randgebiet ein vollwertiger Anschluss an die Wasserversorgung hergestellt wurde, mit entsprechend hÃ¶herem Aufwand pro angeschlossenem GebÃ¤ude.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>cc) Die BeschwerdefÃ¼hrenden weisen darauf hin, dass im Gebiet Waldi nur noch kleine RestflÃ¤chen der Bauzone Ã¼berbaubar seien, weshalb nicht mit wesentlich gesteigertem Wasserverbrauch und entsprechenden Investitionen zu rechnen sei. Hierzu ist erneut zu bemerken, dass die fÃ¼r den Wasseranschluss erforderlichen Infrastrukturkosten in den abgelegenen Gebieten vom voraussichtlichen Wasserverbrauch nur wenig beeinflusst werden, sondern Ã¼berwiegend als Fixkosten angesehen werden mÃ¼ssen, die gerade wegen der kleinen noch Ã¼berbaubaren FlÃ¤chen auf relative wenige GrundstÃ¼cke verlegt werden mÃ¼ssen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>dd) Weiter machen die BeschwerdefÃ¼hrenden geltend, die frÃ¼her erbauten Liegenschaften seien allesamt nicht mit dem Verdoppelungszuschlag "bestraft" worden, weshalb die Anwendung des GebÃ¼hrentarifs ihnen gegenÃ¼ber eine krasse Ungleichbehandlung darstelle. Insofern lÃ¤gen ausserordentlicher UmstÃ¤nde im Sinne von Art. 61 Abs. 1 WR vor, die eine Abweichung vom normalen Tarif rechtfertigten. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Es trifft zu, dass im Wasserreglement vom 27. MÃ¤rz 1969 noch keine ErhÃ¶hung der AnschlussgebÃ¼hr fÃ¼r abgelegene Siedlungen vorgesehen war (vgl. Art. 25). Bereits in Art. 50 Abs. 4 des Wasserreglementes vom 11. August 1981 wurde indes die MÃ¶glichkeit einfÃ¼hrt, fÃ¼r abgelegene Siedlungen und Einzelobjekte die AnschlussgebÃ¼hren bis um den doppelten Ansatz zu erhÃ¶hen. Vor allem aber beurteilt sich bei RechtsÃ¤nderungen die ZulÃ¤ssigkeit der unterschiedlichen Behandlung nach altem und nach neuem Recht weniger durch einen Vergleich der frÃ¼heren mit der geÃ¤nderten Regelung als danach, ob die neue Regelung sachlich vertretbar sei (vgl. JÃ¶rg Paul MÃ¼ller, Grundrechte in der Schweiz, 3. A., Bern 1999, S. 405). Da vorliegend wie ausgefÃ¼hrt sachliche GrÃ¼nde fÃ¼r eine Abstufung der AnschlussgebÃ¼hren vorliegen und diese auch entsprechend den tatsÃ¤chlichen VerhÃ¤ltnissen vorgenommen wird, liegt keine verfassungswidrige Ungleichbehandlung vor. Im Ãbrigen weist die Beschwerdegegnerin zu Recht darauf hin, dass das Wasserreglement von 1969 nicht zuletzt deshalb auf abgestufte AnschlussgebÃ¼hren verzichten konnte, weil damals die abgelegenen Siedlungen noch ausserhalb des Baugebietes lagen und keinen Anspruch auf Erschliessung bzw. Anschluss an die Wasserversorgung besassen. Erst durch die geÃ¤nderten raumplanungsrechtlichen Vorschriften entstand eine Erschliessungspflicht auch fÃ¼r diese Gebiete. Bereits das Wasserreglement von 1981 trug daher den besonderen Aufwendungen Rechnung, die hier zu erbringen waren. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Ebensowenig kÃ¶nnen sich die BeschwerdefÃ¼hrenden in diesem Zusammenhang auf Art. 61 WR berufen. Nach dieser Bestimmung kann die Werkkommission Abweichungen von den vorstehenden Bestimmungen bewilligen, wenn besondere VerhÃ¤ltnisse es rechtfertigen; dadurch darf aber dem Sinn des Reglementes nicht widersprochen werden. Die hÃ¶here Belastung der BeschwerdefÃ¼hrenden entspricht im vorliegenden Fall durchaus dem Sinn des Reglementes bzw. wÃ¼rde eine Entlastung diesem Sinne widersprechen; besondere VerhÃ¤ltnisse liegen hingegen nicht vor. FÃ¼r eine Ausnahmebewilligung besteht kein Raum.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>ee) Nichts abzuleiten vermÃ¶gen die BeschwerdefÃ¼hrenden schliesslich aus dem Vergleich mit der Tarifordnung von Thalwil. Weshalb es dieser Gemeinde mÃ¶glich ist, tiefere AnschlussgebÃ¼hren zu verrechnen, ist nicht Gegenstand des vorliegenden Verfahrens und fÃ¼r dieses auch nicht relevant. Massgeblich ist allein, dass sich der differenzierte GebÃ¼hrenansatz der Beschwerdegegnerin auf tatsÃ¤chlich vorhandene Unterschiede stÃ¼tzen kann und insofern dem Verursacherprinzip Rechnung trÃ¤gt. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die BeschwerdefÃ¼hrenden bringen auch nichts vor, was ihre vage Vermutung stÃ¼tzt, die erhobenen Tarife verletzten das Kostendeckungsprinzip. HierfÃ¼r bestehen keinerlei Anhaltspunkte.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>5. Im Ergebnis ist die Beschwerde im Sinn der ErwÃ¤gungen teilweise gutzuheissen. Der angefochtene Entscheid ist aufzuheben, insoweit der Bezirksrat auf den Rekurs nicht eingetreten ist. Ausserdem ist die GebÃ¼hrenauflage durch die Werkkommission nur im herabgesetzten Umfang von Fr. 76'777.20, abzÃ¼glich des Depositums von Fr. 48'400.-, zu bestÃ¤tigen. Die Kostenauflage im Rekursentscheid ist entsprechend anzupassen. Im Ãbrigen ist die Beschwerde abzuweisen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>...</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>DemgemÃ¤ss entscheidet die Kammer:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>1. Die Beschwerde wird im Sinne der ErwÃ¤gungen teilweise gutgeheissen. Der angefochtene Beschluss wird insofern aufgehoben, als der Bezirksrat auf den Rekurs nicht eingetreten ist. Die GebÃ¼hrenauflage der Werkkommission wird im reduzierten Umfang von Fr. 28'377.20 (Fr. 76'777.20, abzÃ¼glich des Depositums von Fr. 48'400.-) bestÃ¤tigt. Im Ãbrigen wird die Beschwerde abgewiesen.</span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>...</span></p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>