<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="content"> <div class="para"> </div> <div class="para">Bundesgericht </div> <div class="para">Tribunal fédéral </div> <div class="para">Tribunale federale </div> <div class="para">Tribunal federal </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <table border="0"> <tr> <td> <img height="68" src="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/clir/http/displayimage.php?id=2015-05-09-2C_103-2015.1&amp;type=gif" width="95"/> </td> <td> <div class="para"> </div> </td> <td> <div class="para"> </div> </td> </tr> <tr> <td> <div class="para">{T 0/2} </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>2C_103/2015 </b> </div> </td> <td> <div class="para"> </div> </td> <td> <div class="para"> </div> </td> </tr> </table> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>Urteil vom 9. Mai 2015</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>II. öffentlich-rechtliche Abteilung</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Besetzung </div> <div class="para">Bundesrichter Zünd, Präsident, </div> <div class="para">Bundesrichterin Aubry Girardin, </div> <div class="para">Bundesrichter Haag, </div> <div class="para">Gerichtsschreiber Zähndler. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Verfahrensbeteiligte </div> <div class="para">A.________, </div> <div class="para">Beschwerdeführer, </div> <div class="para">vertreten durch Rechtsanwalt Dominic Frey, </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <i>gegen</i> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Amt für Migration und Integration </div> <div class="para">des Kantons Aargau. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Gegenstand </div> <div class="para">Nichtverlängerung der Aufenthaltsbewilligung, </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Beschwerde gegen das Urteil des Verwaltungs- </div> <div class="para">gerichts des Kantons Aargau, 2. Kammer, </div> <div class="para">vom 16. Dezember 2014. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>Erwägungen:</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>1.</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> Der 1988 geborene kosovarische Staatsangehörige A.________ heiratete am 6. Februar 2009 im Kosovo eine in der Schweiz niederlassungsberechtigte Landsfrau und reiste am 22. Januar 2010 in die Schweiz ein, wo er eine Aufenthaltsbewilligung erhielt. Am 17. Dezember 2012 meldete A.________ seine Ehefrau sowie die inzwischen geborene gemeinsame Tochter als vermisst. Gemäss seinen Angaben reiste seine Gattin mit dem Kind aufgrund eines "religiösen Erweckungserlebnisses" ins Ausland, mutmasslich nach Tadschikistan. Kontakte zwischen A.________ und seiner Ehefrau bestehen seit diesem Datum nicht mehr. </div> <div class="para">Mit Verfügung vom 29. August 2013 verweigerte das Amt für Migration und Integration des Kantons Aargau die Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung von A.________ unter Hinweis auf die nicht mehr bestehende Familiengemeinschaft. Die vom Betroffenen dagegen ergriffenen kantonalen Rechtsmittel wurden abgewiesen. </div> <div class="para">Mit Eingabe vom 29. Januar 2015 führt A.________ Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten beim Bundesgericht und beantragt im Wesentlichen, es sei seine Aufenthaltsbewilligung zu verlängern. Das Bundesgericht verzichtet auf die Anordnung eines Schriftenwechsels. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>2.</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> Wie die nachfolgenden Erwägungen zeigen, erweist sich die Beschwerde als offensichtlich unbegründet, weshalb sie im vereinfachten Verfahren nach <span class="artref">Art. 109 BGG</span> mit summarischer Begründung und Verweis auf die vorinstanzlichen Erwägungen zu beurteilen ist. </div> <div class="para">Gemäss Art. 43 Abs. 1 AuG haben ausländische Ehegatten von Personen mit Niederlassungsbewilligung Anspruch auf Erteilung der Aufenthaltsbewilligung, wenn sie mit diesen zusammenwohnen. Vorliegend wohnt der Beschwerdeführer unbestrittenermassen nicht mehr mit seiner Gattin zusammen. Er beruft sich daher auf Art. 50 Abs. 1 lit. a und lit. b AuG, wonach der Bewilligungsanspruch des Ehegatten nach Auflösung der Ehe oder Familiengemeinschaft fortbesteht, wenn (lit. a) "die Ehegemeinschaft mindestens drei Jahre bestanden hat und eine erfolgreiche Integration besteht" oder (lit. b) "wichtige persönliche Gründe einen weiteren Aufenthalt in der Schweiz erforderlich machen". </div> <div class="para">Die Voraussetzungen der genannten Bestimmungen sind jedoch entgegen der Ansicht des Beschwerdeführers nicht erfüllt: Wie bereits ausgeführt, reiste seine Gattin am 17. Dezember 2012 ins Ausland und kehrte seither nicht wieder in die Schweiz zurück. Somit hatte das seit dem 22. Januar 2010 bestehende eheliche Zusammenleben bei Auflösung der Haushaltsgemeinschaft keine drei Jahre gedauert. Das vom Beschwerdeführer behauptete Vorliegen von wichtigen Gründe für getrennte Wohnsitze gemäss Art. 49 AuG scheidet von vornherein aus, da diese Bestimmung das Fortbestehen der Familiengemeinschaft voraussetzt, was hier in Anbetracht des Abbruchs jeglicher Kontakte gerade nicht der Fall ist. Ebenso wenig sind wichtige persönliche Gründe für einen weiteren Aufenthalt in der Schweiz ersichtlich: Die vom Beschwerdeführer geltend gemachte gute Integration genügt hierfür nicht (Urteil 2C_873/2013 vom 25. März 2014 E. 4.6, nicht publ. in: <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=30&amp;from_date=03.05.2015&amp;to_date=22.05.2015&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F140-II-289%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page289">BGE 140 II 289</a>). Gleiches gilt für den Umstand, dass die wirtschaftlichen Aussichten im Kosovo weniger gut sein mögen als in der Schweiz; von der Wirtschaftslage im Kosovo sind sämtliche dort lebenden Einwohner in gleicher Weise betroffen (Urteil 2C_870/2014 vom 24. April 2015 E. 2.3). Inwiefern dem knapp 27-jährigen, gesunden Beschwerdeführer, der den grössten Teil seines Lebens im Kosovo verbracht hat, eine Rückkehr in sein Heimatland unzumutbar sein sollte, ist umso weniger ersichtlich, als er sogleich nach dem Verschwinden seiner Ehefrau gemeinsam mit deren angestammter Familie im Kosovo Ferien verbrachte. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>3.</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> Nach dem Ausgeführten ist die Beschwerde abzuweisen. </div> <div class="para">Bei diesem Ausgang des Verfahrens trägt der Beschwerdeführer die Gerichtskosten (<span class="artref">Art. 66 Abs. 1 BGG</span>). </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>Demnach erkennt das Bundesgericht:</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>1.</b> </div> <div class="para">Die Beschwerde wird abgewiesen. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>2.</b> </div> <div class="para">Die Gerichtskosten von Fr. 2'000.-- werden dem Beschwerdeführer auferlegt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>3.</b> </div> <div class="para">Dieses Urteil wird den Verfahrensbeteiligten, dem Verwaltungsgericht des Kantons Aargau, 2. Kammer, sowie dem Staatssekretariat für Migration schriftlich mitgeteilt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Lausanne, 9. Mai 2015 </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Im Namen der II. öffentlich-rechtlichen Abteilung </div> <div class="para">des Schweizerischen Bundesgerichts </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Der Präsident: Zünd </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Der Gerichtsschreiber: Zähndler </div> </div></body></html>