B u n d e s v e rw a l t u n g s g e r i ch t T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i f f éd é r a l T r i b u n a l e am m i n i s t r a t i vo f e d e r a l e T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i v fe d e r a l Abteilung IV D-4503/2013 U r t e i l v o m 2 1 . A u g u s t 2 0 1 3 Besetzung Einzelrichter Martin Zoller, mit Zustimmung von Richterin Gabriela Freihofer; Gerichtsschreiber Daniel Widmer. Parteien A._______, Eritrea, vertreten durch lic. iur. Mario Amato, Soccorso operaio svizzero SOS Ticino, (…), Beschwerdeführer, gegen Bundesamt für Migration (BFM), Quellenweg 6, 3003 Berna, Vorinstanz. Gegenstand Asylgesuch aus dem Ausland und Einreisebewilligung; Verfügung des BFM vom 9. Juli 2013 / (…). D-4503/2013 Seite 2 Sachverhalt: A. Mit Eingabe vom 21. Oktober 2011 (Datum des Poststempels) an das BFM liess der Beschwerdeführer , der sich in B._______ aufhalte, durch seinen durch Vollmacht vom (…) mandatierten Rechtsvertreter unter Bei- lage eines handschriftlich verfassten und persönlich unterzeichneten Schreibens vom (…) um Asyl nachsuchen. B. B.a Mit Schreiben vom (…) erkundigte sich der Rechtsvertreter nach dem Verfahrensstand. B.b Mit Schreiben vom (…) teilte das BFM dem Rechtsvertreter mit, dass das Instruktionsverfahren demnächs t erfolgen würde und ersuchte ihn angesichts der grossen Anzahl hängiger Auslandverfahren um Geduld. B.c Mit Zwischenverfügung vom (…) teilte das Bundesamt de m Rechts- vertreter unter Hinweis auf das Urteil BVGE 2007/30 mit, die schweizer i- sche Botschaft in C._______ sei aufgrund der Zunahme der eingereic h- ten Asylgesuche, des begrenzten Personalbestands sowie wegen fehle n- der Voraussetzungen im sicherheitstechnischen und räumlichen Bereich nicht mehr in der Lage, eine persönliche Befragung durchzuführen ; das BFM ersuchte ihn in diesem Zusammenhang unter Hinweis auf die Mit- wirkungspflicht des Beschwerdeführers zur Vervollständigung des rechts- erheblichen Sachverhalts um Beantwortung konkreter Fragen betreffend persönliche Angaben (letzte Adresse im Heimatland, Zivilstand, Persona- lien der Eltern, Religions- und Clanzugehörigkeit, Sprachkenntnisse, letz- te berufliche Tätigkeit, Personalien der Familienmitglieder, weitere in das Asylverfahren einzubeziehende enge Angehörige samt Verwandtschafts- grad und Abhängigkeitsverhält nis), Familie und Angehörige in einem Drittstaat, Asylgründe , Aufenthalt i n B._______, sowie um Einreichung von Dokumenten und Beweismitteln bis zum (…), wobei für den Fall schuldhafter Verletzung der Mitwirkungspflicht Nichteintreten auf d as Asylgesuch an gedroht beziehungsweise für den Unterlassungsfall die Abschreibung de s Asylgesuchs als gegenstandlos in Aussicht gestellt wurde. B.d Mit Schreiben vom (…), in welchem unter anderem mitgeteilt wurde, dass sich der Beschwerdeführer nunmehr in D._______ aufhalte, reichte der Rechtsvertreter eine Stellungnahme zum Fragekatalog des BFM ein. D-4503/2013 Seite 3 B.e Mit Schreiben vom (…) teilte das BFM dem Rechtsvertreter mit, dass auch die schweizerische Botschaft in E._______ gemäss ihrer Mitteilung vom (…) nicht mehr in der Lage sei, Befr agungen von Asylsuchenden durchzuführen, und ersu chte den Beschwerdeführer unter Hinweis auf seine Mitwirkungspflicht um die Beantwortung konkreter Fragen zum Auf- enthalt in D._______ und unbeantwortet gebliebener Fragen gemäss der Zwischenverfügung vom (…) sowie um Klärung weiterer Fragen zum Sachverhalt bis zum (…), wobei für den Unterlassungsfall ein Entscheid aufgrund der Aktenlage in Aussicht gestellt wurde. B.f Mit Antwortschreiben vom (…), (…), nahm der Rechtsvertreter Ste l- lung zum Fragekatalog des BFM vom (…). C. In seinen s chriftlichen Eingaben machte der Beschwerdeführer zur B e- gründung seines Asylgesuchs im Wesentlichen das Folgende geltend, wobei er zur Stützung seiner Vorbringen eine bis zum (…) gültige (…) temporäre Aufenthaltsbewilligung in Kopie zu den Akten reichte: Er sei eritreischer Staatsangehöriger. Sein F._______ sei im (…) aus Erit- rea geflohen. Wegen dessen illegaler Ausreise sei er am (…) in (…) fest- genommen und aufgefordert worden, ein Bussgeld von (…) Nakfa zu be- zahlen. Nachdem eine Bürgsch aft geleistet worden sei, sei er nach (…) freigelassen worden. Daraufhin habe er Eritrea am (…) in Richtung B._______ verlassen. Aus Angst v or einer möglichen Deportation sei er am (…) in G._______ weitergereist, jedoch dort von H._______ in I._______ verschleppt und misshandelt worden. Seine Entführer hätten ein Lösegeld von (…) gefordert. Nachdem J._______ (…) bezahlt habe, sei er freigelassen worden. Seit (…) halte er sich in D._______ auf. Dort sei er von einer Ausschaffung bedroht und erhalte keine Unterstützung. D. Mit Verfügung vom 9. Juli 2013 – eröffnet am (…) – verweigerte das Bun- desamt de m Beschwerdeführer die Einreise in die Schweiz und lehnte dessen Asylgesuch ab. E. Mit Eingabe vom 9. August 2013 (Datum des Poststempels) an das Bun- desverwaltungsgericht beantragte der Beschwerdeführer durch seinen Rechtsvertreter unter Kosten- und Entschädigungsfolge, es sei die ange- fochtene Verfügung aufzuheben und ihm die Einreise in die Schweiz zu D-4503/2013 Seite 4 bewilligen beziehungsweise Asyl zu gewähren. In prozessualer Hinsicht liess er den Verzicht auf die Erhebung eines Kostenvorschusses beantra- gen. Als Beweismittel wurde (…) zu den Akten gereicht. Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 1. 1.1 Gemäss Art. 31 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (VGG, SR 173.32) beurteilt das Bundesverwaltungsgericht Beschwerden gegen Verfügungen nach Art. 5 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 über das Verwaltungsverfahren (VwVG, SR 172.021). Das BFM ge- hört zu den Behörden nach Art. 33 VGG und ist daher eine Vorinstanz des Bundesverwaltungsgerichts. Eine das Sachgebiet betreffende Aus - nahme im Sinne von Art. 32 VGG liegt nicht vor. Das Bundesverwa l- tungsgericht ist daher zuständig für die Beurteilung de r vorliegenden Be- schwerde; es entscheidet auf dem Gebiet des Asyls endgültig, ausser – was hier nicht der Fall ist – bei Vorliegen eines Auslieferungsersuchens des Staates, vor welchem die beschwerdeführende Partei Schutz sucht (Art. 105 des Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 [AsylG, SR 142.31]; Art. 83 Bst. c Ziff. 1 und Bst. d Ziff. 1 des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]). 1.2 Mit den dringlichen Änderungen des Asylgesetzes vom 28. Septem- ber 2012 (AS 2012 5359), welche am 29. September 2012 in Kraft getre- ten sind, wurden unter anderem die Bestimmungen betreffend das Stellen von Asylgesuchen aus dem Ausland aufgehoben. Die Übergangsbesti m- mung (Ziffer III) hält jedoch fest, dass für die im Ausland vor dem Inkraf t- treten der Änderung vom 28. September 2012 gestellten Gesuche die massgeblichen Artikel (Art. 12, 19, 20, 41 Abs. 2, 52 und 68 AsylG) in der bisherigen Fassung anwendbar sind. Demnach sind auf den vorliegenden Fall die bisherigen Bestimmungen betreffend das Auslandverfahren a n- zuwenden. 2. Der Beschwerdeführer hat am Verfahren vor der Vorinstanz teilgeno m- men, ist durch die angefochtene Verfügung besonders berührt, ha t ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung beziehungsweise Änd e- rung und ist daher zur Einreichung der Beschwerde le gitimiert. Auf die frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde ist einzutreten (Art. 108 D-4503/2013 Seite 5 Abs. 1 AsylG; Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 37 VGG und Art. 48 Abs. 1 und Art. 52 Abs. 1 VwVG). 3. Mit Beschwerde kann die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts und die Unangemessenheit gerügt werden (Art. 106 Abs. 1 AsylG). 4. Über offensichtlich unbegründete Beschwerden wird in einzelrichterlicher Zuständigkeit mit Zustimmung eines zweiten Richters o der einer zweiten Richterin entschieden (Art. 111 Bst. e AsylG), weshalb der Beschwerd e- entscheid nur summarisch zu begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG). Ge- stützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG wurde auf die Durchführung eines Schrif- tenwechsels verzichtet. 5. 5.1 Das Bundesamt kann ein im Ausland gestelltes Asylgesuch ablehnen, wenn die asylsuchende Person keine Verfolgung glaubhaft machen kann oder ihr die Aufnahme in einem Drittstaat zugemutet werden kann (Art. 3, Art. 7 und Art. 52 Abs. 2 AsylG). Gemäss Art. 20 Abs. 2 AsylG bewilligt das Bundesamt einer asylsuchenden Person die Einreise zur Abklärung des Sachverhaltes, wenn ihr nicht zugemutet werden kann, im Wohnsitz - oder Aufenthaltsstaat zu bleiben oder in ein anderes Land auszureisen. Gestützt auf Art. 20 Abs. 3 AsylG kann das Eidgenössische Justiz - und Polizeidepartement (EJPD) schweizerische Vertretungen ermächtigen, Asylsuchenden die Einreise zu bewilligen, die glaubhaft machen, dass e i- ne unmittelbare Gefahr für Leib und Leben oder für die Freiheit aus einem Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG bestehe. 5.2 Für die Erteilung einer Einreisebewilligung gelten restriktive Vorau s- setzungen, wobei den Behörden ein weiter Ermessensspielraum z u- kommt. Neben der erforderlichen Gefährdung im Sinne von Art. 3 AsylG sind namentlich die Beziehungsnähe zur Schweiz, die Möglichkeit der Schutzgewährung durch einen anderen Staat, die Beziehungsnähe zu anderen Staaten, die praktische Möglichkeit und objektive Zumutbarkeit zur anderweitigen Schutzsuche sowie die voraussichtlichen Einglied e- rungs- und Assimilationsmöglichkeiten in Betracht zu ziehen. Ausschla g- gebend für die Erteilung der Einreisebewilligung ist dabei die Schutzb e- dürftigkeit der betreffenden Person, mithin die Prüfung der Fragen, ob e i- ne Gefährdung im Sinne von Art. 3 AsylG glaubhaft gemacht wird und ob D-4503/2013 Seite 6 der Verbleib am Aufenthaltsort für die Dauer der Sachverhaltsabklärung zugemutet werden kann (vgl. BVGE 2011/10 E. 3.3 S. 126 und E. 5.1 S. 128, vgl. auch die Zusammenfassung der Rechtsprechung im Urteil D-2018/2011 vom 14. September 2011 E. 7.1). 5.3 Gemäss neuer Rechtsprechung schliesst indes im Auslandverfahren das Bestehen der Flüchtlingseigenschaft allein aufgrund von subjektiven Nachfluchtgründen die Bewilligung zur Einreise von vornherein aus. Dem- zufolge kommt der Frage mas sgebliches Gewicht zu, ob die Person, die aus einem Drittstaat ein Asylgesuch stellt, bereits zum Zeitpunkt der Au s- reise eine asylrechtlich relevante Gefährdung zu gewärtigen hatte (vgl. zum Ganzen BVGE 2012/26 E. 7 S. 519 f.). 6. Ein Asylgesuch kann gemäss Art. 19 AsylG im Ausland bei einer schwe i- zerischen Vertretung gestellt werden, die es mit einem Bericht an das Bundesamt überweist (Art. 20 Abs. 1 AsylG). Hinsichtlich des Verfah rens bei der schweizerischen Vertretung im Ausland sieht Art. 10 der Asyl - verordnung 1 vom 11. August 1999 über Verfahrensfragen (AsylV 1, SR 142.311) vor, dass diese mit der asylsuchenden Person in der Regel eine Befragung durchführt (Art. 10 Abs. 1 AsylV 1). Ist dies nicht möglich, so wird die asylsuchende Person aufgefordert, ih re Asylgründe schriftlich festzuhalten (Art. 10 Abs. 2 AsylV 1). Eine Befragung beziehungsweise eine schriftliche Sachverhaltsabklärung kann sich erübrigen, wenn der Sachverhalt bereits aufgrund des eingereichten Asylgesuchs als en t- scheidreif erstellt ersc heint; der asylsuchenden Person ist aber diesfalls im Sinne des rechtlichen Gehörs die Gelegenheit zu geben, sich zu ei - nem abzusehenden negativen Entscheid zumindest schriftlich zu äussern (vgl. BVGE 2007/30 E. 5.7). 6.1 Der Beschwerdeführer wurde nicht zu seinem Asylgesuch befragt. Er hat seine Vorbringen jedoch bereits im Asylgesuch vom 21. Oktober 2011 dargelegt (vgl. Sachverhalt Bst. A). Zudem wurde n ihm in der Folge mit Zwischenverfügung und Schreiben d es BFM vom (…) und (…) Kataloge von für die vollständige Erstellung des rechtserheblichen Sachverhalts noch zu beantwortenden offenen Fragen zugestellt, wozu er am (…) und (…) schriftlich Stellung genommen ha t (vgl. Sachverhalt Bst. B). Der ent- scheidwesentliche Sachverhalt erscheint angesichts der schriftlichen Dar- legung der Asylgründe soweit erstellt, dass die entscheidrelevanten El e- mente vorliegen. D-4503/2013 Seite 7 6.2 Bei dieser Sachlage bestand keine Veranlassung, d en Beschwerde- führer vorgängig eines Entscheides durch eine schweizerische Vertretung zusätzlich persönlich anhören zu lassen. Das BFM hat den verfahren s- rechtlichen Anforderungen damit Genüge getan. 7. 7.1 Das BFM führte zur Begründung seiner Verfügung im Wesentlichen aus, aus den Akten ergäben sich keine glaubhaft dargelegten Anhalt s- punkte dafür, dass der Beschwerdeführer vor seiner Ausreise aus Eritrea ernstzunehmende Schwierigkeiten mit den heimatlichen Behörden gehabt hätte oder ihm solche drohen würden. Zwar sei nicht von vornherein aus- zuschliessen, dass er kurzzeitig in Haft gewe sen sei. Aus der Tatsache, dass er bereits nach (…) wieder freigelassen worden sei – auch wenn ei- ne Drittperson eine Bürgschaft geleistet habe – könne geschlossen we r- den, dass seitens der heimatlichen Behörden keine ernsthafte Verfo l- gungsabsicht vorhanden gewesen sei. Was die angebliche Verschle p- pung in I._______ – diesbezüglich lägen keinerlei Beweismittel vor – betreffe, handle es sich selbst bei angenommener Richtigkeit um kriminel- le Akte Dritter. Ausserdem halte sich der Beschwerdeführer seit (…) Jah- ren in D._______ auf. D._______ habe die FK am 1. Oktober 1954 unter- zeichnet sowie am 14. Juni 1968 deren Zusatzprotokolle. Grundsätzlich respektiere D._______ das Non-Refoulemant-Prinzip. Da der Beschwe r- deführer in D._______ über effektiven Schutz vor einer Rückführung ge- niesse und sich legal in diesem Land aufhalten könne, verfüge er somit über die praktische Möglichkeit einer anderweitigen Schutzsuche. Z u- sammenfassend lägen keine glaubhaft dargelegten Anhaltspunkte dafür vor, dass der Beschwerdeführer vor d er Ausreise aus dem Heimatstaat von einreiserelevanten Nachteilen bedroht worden sei, solche erlitten h a- be oder ein Aufenthalt in D._______ nicht zugemutet werden könnte. Er sei weder in Eritrea noch in D._______, wo er sich seit (…) Jahren auf- halte, offensichtlich gefährdet. Damit erübrige sich eine Prüfung der we i- teren Voraussetzungen der Erteilung einer Einreisebewilligung im asy l- rechtlichen Auslandverfahren. Auch wenn davon ausgegangen werden könne, dass er seinen Heimatstaat illegal verlassen habe, han dle es sich hierbei um einen subjektiven Nachfluchtgrund im Sinne von Art. 54 AsylG, weshalb gestützt darauf im Hinblick auf die auszusprechende Wegwe i- sung keine Einreisebewilligung erteilt werden könne. Eine vorläufigen Aufnahme – auch als Flüchtling – setze aber immer eine Wegweisung voraus, weshalb die Erteilung einer Einreiseb ewilligung der gesetzlichen Logik widerspreche (vgl. BVGE 2011/10 E. 7). Zusammenfassend sei der Beschwerdeführer nicht schutzbedürftig im Sinne von Art. 3 AsylG. D-4503/2013 Seite 8 7.2 Die Beschwerde beschränkt sich sinngemäss auf eine Wiederholung der bisherigen Vorbringen . Zusätzlich wird unter Bezugnahme auf den eingereichten (…) ausgeführt, die Situation der afrikanischen Migranten in D._______ habe sich verschlechtert, wobei diesen die Rückführung in af- rikanische Staaten drohe. Auch habe die Vorinstanz die Beziehungsnähe des Beschwerdeführers zur Schweiz nicht angemessen berücksichtigt, zumal dessen F._______ hier als Flüchtling vorläufig aufgenommen sei. 8. Die Überprüfung der Akten ergibt, dass das BFM dem Beschwerdeführer zu Recht die Einreise in die Schweiz verweigert und das Asylgesuch a b- gelehnt hat. 8.1 Vorweg ist – im Lichte der bereits erwähnten, neuen Praxis des Bu n- desverwaltungsgerichts besehen (vgl. vorstehend E. 5.3 bzw. BVGE 2012/26 E. 7 S. 519 f.) – zu prüfen, ob d er Beschwerdeführer zum Zeit- punkt der Ausreise aus Eritrea einer Gefährdung im Sinne von Art. 3 Abs. 1 AsylG ausgesetzt war. 8.1.1 Das BFM verneinte in der angefochtenen Verfügung das Bestehen einer Gefährdungssituation im Heimatstaat de s Beschwerdeführers zu Recht (vgl. vorstehend E. 7.1). Zwar könnte im Zusammenhang mit einer an den Beschwerdeführer ergangenen Aufforderung, wegen seines g e- flüchteten F._______ ein Bussgeld zu zahlen, eine Reflexverfolgung nicht ausgeschlossen werden. Indes erscheint zunächst als kaum wahrschei n- lich, dass eine solche Aufforderung erst mehr als (…) Jahre nach der Flucht des F._______s ergangen sein soll. Auch bei Wahrunterstellung dieses Vorbringens verneint das Bundesverwaltungsgericht – in Überein- stimmung mit der Vorinstanz – das Bestehen einer ernsthaften Verfo l- gungsabsicht, nachdem der Beschwerdeführer bereits (…) nach der Leis- tung einer Bürgschaft einer Drittperson freigelassen worden sein soll. 8.2 Aufgrund der Akten ist indessen davon auszugehen, dass der Be- schwerdeführer seinen Heimatstaat im Alter von (…) Jahren illegal, das heisst ohne behördliches Ausreisevisum, verlassen hat, weshalb ihm bei einer Rückkehr in den Heimatstaat eine Freiheitsstrafe von bis zu fünf Jahren drohen würde. Wie diesbezüglich be reits vorstehend unter E. 5.3 festgehalten, wäre dem Beschwerdeführer unter diesen Umständen die Einreise trotz allfälligen Bestehens der Flüchtlingseigenschaft und Bezi e- hungsnähe zur Schweiz nicht zu bewilligen, da er aufgrund subjektiver Nachfluchtgründe vom Asyl auszuschliessen wäre (vgl. zu subjektiven D-4503/2013 Seite 9 Nachfluchtgründen BVGE 2009/29 E. 6.2-6.5 [Präzisierung der Rech t- sprechung]; im eritreischen Kontext: Urteil des Bundesverwaltungsg e- richts D-3892/2008 vom 6. April 2010 E.5.3-5.3.3). 8.3 Zusammenfassend ist f estzustellen, dass es dem Beschwerdeführer nicht gelungen ist, eine zum Zeitpunkt der Ausreise aus Eritrea aktuelle Verfolgung im Sinne von Art. 3 AsylG darzulegen. Da die drohende Ve r- folgung allein auf subjektive Nachfluchtgründe zurückzuführen ist, ist i hm die Einreisebewilligung zu verweigern und das Asylgesuch aus dem Au s- land abzulehnen. Bei dieser Sachlage erübrigen sich weitere Erörteru n- gen zum Schutz beziehungsweise zur Zumutbarkeit des Verbleibs im Drittstaat – in casu D._______ – und zu einer allfälligen Beziehungsnähe zur Schweiz. Es erübrigt sich auch, auf die weiteren Vorbringen in der Beschwerde und den Inhalt des Beweismittels einzugehen, da diese ke i- ne neuen Begründungselemente enthalten, welche geeignet wären, die Einschätzung des BFM entsche idend zu relativieren. Das BFM hat de m- nach dem Beschwerdeführer zu Recht die Einreise in die Schweiz ve r- weigert und das Asylgesuch abgelehnt. 9. Aus diesen Erwägungen ergibt sich, dass die angefochtene Verfügung Bundesrecht nicht verletzt, den rechtserheblic hen Sachverhalt richtig und vollständig feststellt und angemessen ist ( Art. 106 Abs. 1 AsylG). Die Be- schwerde ist demnach abzuweisen. 10. Bei diesem Ausgang des Verfahrens wären dessen Kosten grundsätzlich dem Beschwerdeführer aufzuerlegen (Art. 63 Abs. 1 VwV G). Aus ver - waltungsökonomischen Gründen und in Anwendung von Art. 63 Abs. 1 in fine VwVG und Art. 2 und 3 Bst. b des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsg e- richt (VGKE, SR 173.320.2) ist indes auf di e Erhebung von Verfahren s- kosten zu verzichten. Das Gesuch um Verzicht auf die Erhebung eines Kostenvorschusses wird durch das vorliegende Urteil gegenstandslos. (Dispositiv nächste Seite) D-4503/2013 Seite 10 Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 2. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. 3. Dieses Urteil geht an den Beschwerdeführer und das BFM. Der Einzelrichter: Der Gerichtsschreiber: Martin Zoller Daniel Widmer Versand: