A bteilung IV D -2823/2007 zom /rep {T 0/2} U rteil vom 18. Juni 2007 M itw irkung: R ichter M artin Zoller, Fulvio H aefeli, G érard Scherrer G erichtsschreiber Philipp R eim ann A ._______, geboren (...), Eritrea, vertreten durch lic. iur. Tarig H assan, (...), Beschw erdeführer gegen B undesam t für M igration (B FM ), Q uellenw eg 6, 3003 Bern, Vorinstanz betreffend Verfügung vom 21. M ärz 2007 i.S. Einreise und Fam ilienzusam m enführung / (...) B u n d e s v e rw a ltu n g s g e ric h t T rib u n a l a d m in is tra tif fé d é ra l T rib u n a le a m m in is tra tiv o fe d e ra le T rib u n a l a d m in is tra tiv fe d e ra l2 D as B undesverw altungsgericht stellt fest, dass das dam alige BFF (heute: BFM , Bundesam t für M igration) m it Verfügung vom 25. N ovem ber 2004 das Asylgesuch des Beschw erdeführers vom 7. April 2004 ablehn- te, dessen W egw eisung aus der Schw eiz anordnete und den W egw eisungsvollzug als zulässig, zum utbar und m öglich erachtete, dass der Beschw erdeführer am 13. D ezem ber 2004 bei der dam als zuständigen Schw ei- zerischen Asylrekurskom m ission (AR K) Beschw erde gegen diese Verfügung einreichte, dass das BFM am 30. M ärz 2006 seine ursprüngliche Verfügung vom 25. N ovem ber 2004 im R ahm en des Vernehm lassungsverfahrens w iedererw ägungsw eise aufhob und dem Beschw erdeführer in Zuerkennung der Flüchtlingseigenschaft Asyl in der Schw eiz gew ährte, w oraufhin die AR K das Beschw erdeverfahren m it Beschluss vom 3. April 2006 als gegenstandslos gew orden abschrieb, dass der Beschw erdeführer am 20. O ktober 2006 m ittels seines R echtsvertreters beim BFM beantragte, es sei seiner Ehefrau (B._______) sow ie seinen beiden Kindern (C ._______ und D ._______) die Einreise in die Schw eiz zw ecks Fam ilienvereinigung zu bew illigen, dass der Beschw erdeführer seiner Eingabe vom 20. O ktober 2006 drei Taufscheine be- treffend seine Ehefrau beziehungsw eise seine beiden Kinder sow ie eine Bestätigung der Verw altung des Kreises E._______ vom 24. Juli 2006 beilegte, w onach er seit dem Jahre 1994 verheiratet sei und m it seiner Ehefrau B._______ zw ei gem einsam e Kinder habe, dass das BFM den Beschw erdeführer m it Zw ischenverfügung vom 7. N ovem ber 2006 nam entlich aufforderte, bis zum 17. N ovem ber 2006 zum U m stand Stellung zu nehm en, dass er sich sow ohl anlässlich seiner Befragung in der Em pfangsstelle als auch bei sei- ner kantonalen Anhörung als ledig und kinderlos bezeichnet habe, dass der R echtsvertreter des Beschw erdeführers am 17. N ovem ber 2006 eine entspre- chende Stellungnahm e abgab, dass das BFM m it Verfügung vom 7. D ezem ber 2006 das G esuch um Fam iliennachzug ablehnte und dieser Entscheid in der Folge unangefochten in R echtskraft erw uchs, dass der R echtsvertreter des Beschw erdeführers am 1. M ärz 2007 ein zw eites G esuch um Fam iliennachzug stellte, dass der Beschw erdeführer dem G esuch vom 1. M ärz 2007 je einen Im pfausw eis bezie- hungsw eise Prim arschulzeugnisse für die beiden Kinder D ._______ und C ._______ sow ie eine H eiratsurkunde vom 10. Septem ber 1994 beilegte, dass das BFM dieses G esuch m it Verfügung vom 21. M ärz 2007 ablehnte, dass die Vorinstanz zur Begründung hauptsächlich ausführte, der Beschw erdeführer habe die behauptete fam iliäre Verbindung zu seiner angeblichen Ehefrau sow ie zu sei- nen beiden Kindern D ._______ und C ._______ nicht glaubw ürdig nachzuw eisen verm ocht,3 dass der Beschw erdeführer gegen diese Verfügung m it Eingabe vom 20. April 2007 beim Bundesverw altungsgericht Beschw erde einreichte, w orin er beantragte, die ange- fochtene Verfügung sei aufzuheben und das Asylgesuch seiner Ehegattin sow ie seiner beiden Kinder sei gestützt auf Art. 51 Abs. 1 des Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 (AsylG , SR 142.31) gutzuheissen, der Ehegattin und seinen Kindern sei gestützt auf Art. 51 Abs. 4 AsylG die Einreise in die Schw eiz zu bew illigen, eventualiter sei die Sache zur hinreichenden Abklärung des rechtserheblichen Sachverhalts an die Vorinstanz zurück- zuw eisen, dass er zudem in verfahrensrechtlicher H insicht um G ew ährung der unentgeltlichen R echtspflege im Sinne von Art. 65 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 20. D ezem ber 1968 über das Verw altungsverfahren (Vw VG , SR 172.021) sow ie um Verzicht auf die Erhe- bung eines Kostenvorschusses ersuchte, dass das Bundesverw altungsgericht m it Zw ischenverfügung vom 11. M ai 2007 das G e- such um G ew ährung der unentgeltlichen R echtspflege im Sinne von Art. 65 Abs. 1 Vw VG abw ies und den Beschw erdeführer aufforderte, bis zum 29. M ai 2007 einen Kos- tenvorschuss in H öhe von Fr. 600.-- einzuzahlen, ansonsten auf seine Beschw erde nicht eingetreten w erde, dass zur Begründung im W esentlichen ausgeführt w urde, eine erste Prüfung der Akten habe ergeben, dass die Beschw erde als zum Vornherein aussichtslos zu qualifizieren sei, dass vorab gegen die G laubhaftigkeit der im R ahm en des Fam iliennachzugsgesuchs geltend gem achten fam iliären Verbindung des Beschw erdeführers zu einer Ehefrau und zw ei gem einsam en Kindern spreche, dass er sich im R ahm en seines Asylverfahrens stets als ledig und kinderlos bezeichnet habe, dass der diesbezügliche Erklärungsversuch des Beschw erdeführers in seiner im R ah- m en des ersten Fam ilienzusam m enführungsverfahrens abgegebenen Stellungnahm e vom 17. N ovem ber 2006, er habe w ährend des hängigen Asylverfahrens die Existenz seiner Ehefrau und seiner Kinder verschw iegen, um eine m ögliche R eflexverfolgung in Eritrea für diese zu verhindern, nicht zu überzeugen verm öge, zum al der Beschw erde- führer w ährend seines Asylverfahrens ohne W eiteres bereit gew esen sei, sow ohl den W ohnort als auch die Personalien seiner in F._______ verbliebenen Eltern als auch seiner zahlreichen G eschw ister anzugeben, w om it er diese in gleichem Ausm ass w ie seine Fam ilie der G efahr einer R eflexverfolgung ausgesetzt hätte, dass sich - w ie vom BFM bereits in seiner ersten Verfügung vom 7. D ezem ber 2006 an- getönt - das m it Sicherheitsinteressen begründete Verschw eigen einer Kernfam ilie ge- genüber den Schw eizer Behörden auch schw erlich m it der durch die Asylantragsstellung bekundeten persönlichen Vertrauenshaltung eines G esuchstellers gegenüber einem um Schutz und H ilfe angegangenen Staat vereinbaren lasse, dass die Vorinstanz som it entgegen der entsprechenden Annahm e in der Beschw erde nicht gehalten gew esen sei, in ihrer Verfügung vom 21. M ärz 2007 nochm als explizit Ausführungen zum Einw and des Schutzes der Kernfam ilie vor R eflexverfolgung zu m a- chen, w eshalb sich die diesbezügliche R üge einer Verletzung der Begründungspflicht (vgl. Beschw erde S. 3, II./B./2.1.) als unbegründet erw eisen dürfte, dass ferner auffalle, dass das G eburtsdatum des Kindes C ._______ laut Taufschein auf 4 den (...) falle, w as sich indessen nicht m it dem ebenfalls im entsprechenden Taufschein verm erkten G eburtsdatum seiner angeblicher M utter - dem (...) - vereinbaren lasse, dass der diesbezügliche Erklärungsversuch in der Beschw erde, die den Taufschein aus- stellende Person habe das eingetragene G eburtsdatum des Sohnes nach dem äthiopi- schen Kalender berechnet (vgl. Beschw erde S. 4, II./B./2.3.), w enig plausibel erscheine, zum al die in den übrigen beiden Taufurkunden verm erkten G eburtsdaten allem An- schein nach der hiesigen Zeitrechnung (nach gregorianischem Kalender) zu entspre- chen schienen, dass angesichts des G esagten auch die übrigen vom Beschw erdeführer beigebrachten Bew eism ittel, w elche in F._______ ohne W eiteres käuflich erw orben w erden könnten, nicht geeignet seien, die behauptete fam iliäre Verbindung zu seiner angeblichen Ehefrau sow ie den beiden genannten Kindern in einem glaubhaften Lichte erscheinen zu lassen, dass angesichts der vorerw ähnten zahlreichen U ngereim theiten auch keine Veranlas- sung bestehe, eine allfällige verw andtschaftliche Beziehung des Beschw erdeführers zu den vorgenannten Personen via Anordnung einer D N A-Analyse zu überprüfen, w eshalb auch der diesbezügliche Antrag, die Sache zur Abklärung des rechtserheblichen Sach- verhalts an die Vorinstanz zurückzuw eisen, abzuw eisen sei, dass der Beschw erdeführer den anbegehrten Kostenvorschuss am 18. M ai 2007 fristge- recht einbezahlt hat, und zieht in Erw ägung, dass das Bundesverw altungsgericht endgültig über Beschw erden gegen Verfügungen (Art. 5 Vw VG ) des BFM entscheidet (Art. 105 AsylG i.V.m . Art. 31 - 34 des Verw altungs- gerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [VG G , SR 173.32]; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des Bun- desgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BG G , SR 173.110]), dass der Beschw erdeführer durch die angefochtene Verfügung berührt ist, ein schutz- w ürdiges Interesse an deren Aufhebung beziehungsw eise Änderung hat und daher zur Einreichung der Beschw erde legitim iert ist (Art. 6 AsylG i.V.m . Art. 48 Abs. 1 Vw VG ), dass som it auf seine frist- und form gerecht eingereichte Beschw erde einzutreten ist (Art. 6 AsylG i.V.m . Art. 50 ff. Vw VG ), dass m it Beschw erde die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige oder unvollständi- ge Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts und die U nangem essenheit gerügt w erden können (Art. 106 Abs. 1 AsylG ), dass über offensichtlich unbegründete Beschw erden in einem vereinfachten Verfahren entschieden w ird und die vorliegende Beschw erde, w ie nachfolgend aufgezeigt, offen- sichtlich unbegründet ist, w eshalb auf einen Schriftenw echsel verzichtet w erden kann und der Beschw erdeentscheid nur sum m arisch zu begründen ist (Art. 111 Abs. 1 und 3 AsylG ), dass Ehegatten von Flüchtlingen und ihre m inderjährigen Kinder als Flüchtlinge aner-5 kannt w erden und Asyl erhalten, sofern keine besonderen U m stände dagegen sprechen (Art. 51 Abs. 1 AsylG ), dass den vorgenannten Personen die Einreise auf G esuch hin zu bew iligen ist, falls sie sich noch im Ausland befinden (Art. 51 Abs. 4 AsylG ), dass das BFM in der angefochtenen Verfügung darlegt, w eshalb es vorliegend die Vor- aussetzungen von Art. 51 Abs. 1 und 4 AsylG als nicht erfüllt erachtet, dass sich aufgrund der Akten die vorinstanzlichen Erw ägungen als zutreffend erw eisen, dass zur Verm eidung von W iederholungen daher auf die nicht zu beanstandenden Aus- führungen des BFM in der angefochtenen Verfügung verw iesen w erden kann (Art. 109 Abs. 3 BG G i.V.m . Art. 6 AsylG und Art. 4 Vw VG ), dass die Vorbringen in der R echtsm itteleingabe nicht geeignet sind, eine Änderung der angefochtenen Verfügung herbeizuführen, dass dem Beschw erdeführer bereits m it Zw ischenverfügung vom 11. M ai 2007 ausführ- lich dargelegt w urde, w eshalb seine Vorbringen in der Beschw erde - da aussichtslos - keine Änderung hinsichtlich der Beurteilung der Frage der Erteilung einer Einreisebew il- ligung zw ecks Fam ilienvereinigung in der Schw eiz zu bew irken verm ögen, dass eine Änderung der Sachlage hinsichtlich der Begehren zw ischenzeitlich nicht ein- getreten ist, dass, um W iederholungen zu verm eiden, daher ebenfalls vollum fänglich auf die Ausfüh- rungen in der erw ähnten Zw ischenverfügung verw iesen w erden kann, dass zusam m enfassend festzuhalten ist, dass aufgrund gravierender U nstim m igkeiten in den Aussagen des Beschw erdeführers hinsichtlich des Bestehens einer Fam ilie - der Beschw erdeführer bezeichnete sich w ährend seiner Anhörungen im R ahm en seines Asylverfahrens stets als ledig und kinderlos - und U ngereim theiten im Zusam m enhang m it den eingereichten Bew eism itteln (beispielsw eise G eburtsdatum des Kindes C ._______ in dessen Taufurkunde sow ie in dessen Im pfausw eis) sow ie deren generell herabgesetztem Bew eisw ert (N otorietät der Käuflichkeit entsprechender D okum ente in F._______) überw iegende Zw eifel an der vom Beschw erdeführer geltend gem achten fam iliären Verbindung bestehen, dass das BFM nach dem G esagten das G esuch des Beschw erdeführers um Fam ilien- nachzug zu R echt und m it zutreffender Begründung abgelehnt hat, dass som it die Verfügung des BFM vom 21. M ärz 2007 zu bestätigen ist, dass es dem Beschw erdeführer dem nach nicht gelungen ist, darzutun, inw iefern die an- gefochtene Verfügung Bundesrecht verletze, den rechtserheblichen Sachverhalt unrich- tig oder unvollständig feststelle oder unangem essen sei (Art. 106 AsylG ), w eshalb die Beschw erde abzuw eisen ist, dass das G esuch um G ew ährung der unentgeltlichen R echtspflege im Sinne von Art. 65 Abs. 1 Vw VG bereits m it Zw ischenverfügung vom 11. M ai 2007 abgew iesen w urde, w es- halb die Kosten des Verfahrens von Fr. 600.-- (Art. 2 und 3 des R eglem ents vom 11. D ezem ber 2006 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverw altungs- gericht [VG KE, SR 173.320.2]) dem Beschw erdeführer aufzuerlegen und m it dem am 18. M ai 2007 geleisteten Kostenvorschuss in gleicher H öhe zu verrechnen sind.6 D em nach erkennt das B undesverw altungsgericht: 1. D ie Beschw erde w ird abgew iesen. 2. D ie Verfahrenskosten, bestim m t auf Fr. 600.--, w erden dem Beschw erdeführer auf- erlegt. D ie Verfahrenskosten sind durch den am 18. M ai 2007 in gleicher H öhe ge- leisteten Kostenvorschuss gedeckt und w erden m it diesem verrechnet. 3. D ieses U rteil geht an: - den R echtsvertreter des Beschw erdeführers, 2 Expl. (eingeschrieben; Beilage: eine Foto; über eine R ückgabe der bei der Vorinstanz eingereichten D okum en- te befindet das BFM auf entsprechende Anfrage hin) - die Vorinstanz, Abteilung Aufenthalt und R ückkehrförderung, m it den vorins- tanzlichen Akten (R ef.-N r. N ...) - (...) D er R ichter: D er G erichtsschreiber: M artin Zoller Philipp R eim ann Versand am :