<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2000.00158</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=105555&amp;W10_KEY=13013580&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2000.00158</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 10.07.2000</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">3. Abteilung/Einzelrichter</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Abgaberecht ohne Steuern</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Gebühren der Wasserversorgung</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>. Wasserversorgung: Kosten für die Erneuerung der Hauszuleitung; Kosten des Rekursverfahrens: Keine mündliche Verhandlung erforderlich, da die Akten eine hinreichende Entscheidungsgrundlage bilden und Art. 6 EMRK in Abgabestreitigkeiten eine mündliche Verhandlung nicht verlangt (E. 1b). Keine Verletzung des Anspruchs auf Gewährung des rechtlichen Gehörs, da die für den vorinstanzlichen Entscheid relevanten Akten einsehbar waren oder öffentlich zugänglich sind (E. 2). Die in Rechnung gestellten Kosten für die Erneuerung der Wasser-Hauszuleitung sind als Benützungsgebühren zu charakterisieren. Anforderungen für deren Erhebung, namentlich Äquivalenz- und Kostendeckungsprinzip (E. 3). Konzept der Gebühren für den Wasserbezug in der Stadt Zürich. Die U n t e r h a l t s kosten bei den Hauszuleitungen haben nach kommunalen Recht die Wasserbezüger zu 75 % selber zu tragen (E. 4). Die Höhe der Gebühr erweist sich als angemessen: Namentlich hätte aufgrund der gewählten Bautechnik eine Koordination mit der gleichzeitigen Erstellung anderer Versorgungseinrichtungen keine Kostenersparnis gebracht (E. 6a), und die konkrete Berechnung der Kosten ist aufgrund der vorgenommenen Nachkalkulation nicht als rechtsverletzend zu beurteilen (E. 6b/c). Die Höhe der Kosten für das Rekursverfahren von Fr. 900 entspricht dem Rahmen gemäss der Gebührenverordnung für die Verwaltungsbehörden und stellt keinen Ermessensfehler dar (E. 7). </b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: AKTENEINSICHT">AKTENEINSICHT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ÃQUIVALENZPRINZIP">ÃQUIVALENZPRINZIP</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: BENÃTZUNGSGEBÃHR">BENÃTZUNGSGEBÃHR</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: Abgaberecht ST: GEBÃHREN">GEBÃHREN</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: KOSTENDECKUNGSPRINZIP">KOSTENDECKUNGSPRINZIP</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: MÃNDLICHE VERHANDLUNG">MÃNDLICHE VERHANDLUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: RECHTLICHES GEHÃR">RECHTLICHES GEHÃR</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsprozessrecht UR: Verwaltungsinterne Rechtspflege ST: REKURS">REKURS</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: SPRUCHGEBÃHR">SPRUCHGEBÃHR</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: WASSERBEZUG">WASSERBEZUG</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade">Art. 45 EG GSchG</span><br/><span class="gerade">Art. 6 lit. I EMRK</span><br/><span class="ungerade">§ 8 lit. I VRG</span><br/><span class="gerade">§ 59 lit. I VRG</span><br/><span class="ungerade">§ 29 WasserwirtschaftsG</span><br/><span class="gerade">Art. 2 WAR ZÃ¼rich</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 3 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Einzug1"><span>I. Am 18. Februar 1998 teilte die Wasserversorgung der Stadt ZÃ¼rich (WVZ) <b>A</b>, Ei­gentÃ¼mer der Liegenschaft <b>X</b>strasse , ZÃ¼rich, mit, sie sehe im Rahmen der Erneuerung der Hauptleitung im Bereich <b>X</b>strasse vor, auch seine sanierungsbedÃ¼rftige Hauszuleitung zu ersetzen. Am 2. April 1998 stellte die WVZ <b>A</b> einen Kosten­voranschlag zu, in welchem die zu erwartenden Kosten mit Fr. 4'387.50 (zuzÃ¼glich Mehr­wertsteuer) beziffert wurden. Am 27. April 1998 besprach der zustÃ¤ndige Sachbearbeiter mit <b>A</b> die LeitungsfÃ¼hrung, und im Oktober 1998 wurde die neue Leitung gelegt und angeschlossen. Die WVZ stellte <b>A</b> am 31. Dezember 1998 Rechnung Ã¼ber Fr. 4'413.10 (inkl. MwSt). </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><b><span>A</span></b><span> lehnte die Bezahlung der Rechnung in mehreren Schreiben ab, worauf der Vor­steher des Departementes der Industriellen Betriebe am 1. Juni 1999 eine formelle GebÃ¼h­renauflage verfÃ¼gte. Eine hiergegen erhobene Einsprache <b>A</b>s an den Stadt­rat von ZÃ¼rich blieb ohne Erfolg.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>II. <b>A</b> erhob gegen den Einspracheentscheid des Stadtrates vom 22. September 1999 Rekurs an den Bezirksrat ZÃ¼rich. Dieser wies das Rechtsmittel am 16. MÃ¤rz 2000 ab.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>III. Mit Beschwerde vom 20. April 2000 beantragte <b>A</b> dem Ver­wal­tungsgericht, den angefochtenen Beschluss aufzuheben und von der Erhebung von GebÃ¼h­ren fÃ¼r die Erneuerung der Hauszuleitung abzusehen; evtl. sei die GebÃ¼hr auf hÃ¶chstens Fr. 1'600.- bis Fr. 1'800.- festzulegen; subeventuell sei die Sache an die Vorinstanz zur Neufestsetzung zurÃ¼ckzuweisen, unter Kosten‑ und Ent­schÃ¤digungsfolgen. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Der Bezirksrat ZÃ¼rich reichte am 22. Mai 2000 die Akten ein und erklÃ¤rte Verzicht auf Vernehmlassung. Der Stadtrat von ZÃ¼rich beantragte am 24. Mai 2000 die Abweisung der Beschwerde, unter Kosten- und EntschÃ¤digungsfolgen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>Der Einzelrichter zieht in ErwÃ¤gung:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>1. a) Das Verwaltungsgericht ist zur Behandlung der vorliegenden Beschwerde nach § 19c Abs. 2 und § 41 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959/8. Juni 1997 (VRG) sachlich und funktionell zustÃ¤ndig. Aufgrund des Streitwerts ist die Behandlung Sache des Einzelrichters (§ 38 Abs. 2 VRG).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) FÃ¼r den Fall, dass das Verwaltungsgericht weder einen zweiten Schriftenwechsel noch ein Beweisverfahren anordne, beantragt der BeschwerdefÃ¼hrer vorsorglich eine mÃ¼ndliche Verhandlung. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die Verfahrensbeteiligten erhalten gemÃ¤ss § 58 Satz 1 VRG Gelegenheit zur schriftlichen Vernehmlassung. Der Entscheid, ob ein weiterer Schriftenwechsel durchge­fÃ¼hrt wird, liegt im pflichtgemÃ¤ssen Ermessen des Verwaltungsgerichts (§ 58 Satz 2 VRG; Alfred KÃ¶lz/JÃ¼rg Bosshart/Martin RÃ¶hl, Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons ZÃ¼rich, 2. A., ZÃ¼rich 1999, § 58 N. 9). Im Interesse der befÃ¶rderlichen Verfah­rensabwicklung Ã¼bt es dabei ZurÃ¼ckhaltung. Die Beschwerdegegnerin hat erst mit der Be­schwerdeantwort ein Exemplar der stadtrÃ¤tlichen Weisung zur 1989 vorgenommenen Ãn­derung des Reglements Ã¼ber die Abgabe von Wasser durch die stÃ¤dtische Wasserversor­gung ZÃ¼rich vom 25. Januar 1961 (Wasserabgabereglement, WAR) eingereicht, um damit gewisse Behauptungen des BeschwerdefÃ¼hrers zu widerlegen. Darin liegt keine neue Tat­sache, die Anlass zur DurchfÃ¼hrung eines zweiten Schriftenwechsels bieten wÃ¼rde. Auch sonst liegen keine GrÃ¼nde fÃ¼r einen solchen vor.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>GemÃ¤ss § 59 Abs. 1 VRG kann das Gericht eine mÃ¼ndliche Verhandlung anordnen. Auf eine solche besteht jedoch unter Vorbehalt von Art. 6 Abs. 1 der EuropÃ¤ischen Men­schenrechtskonvention (EMRK) kein Rechtsanspruch. Vielmehr liegt es nach dem Wort­laut von § 59 Abs. 1 VRG im Ermessen des Verwaltungsgerichts, ob es eine mÃ¼ndliche Verhandlung durchfÃ¼hren will. Das Verwaltungsgericht Ã¼bt ZurÃ¼ckhaltung in der Anord­nung mÃ¼ndlicher Verhandlungen. Insbesondere sieht es von einer solchen ab, wenn die Akten nach durchgefÃ¼hrtem Schriftenwechsel eine hinreichende Entscheidungsgrundlage bieten (RB 1961 Nr. 27). Nachdem die Parteien Gelegenheit hatten, ihren Standpunkt im Rahmen von BeschwerdebegrÃ¼ndung und ‑antwort eingehend darzulegen und nachdem dem Verwaltungsgericht die vollstÃ¤ndigen Akten vorliegen, besteht kein Anlass, dem Be­gehren des BeschwerdefÃ¼hrers auf DurchfÃ¼hrung einer Ã¶ffentlichen Verhandlung gestÃ¼tzt auf § 59 Abs. 1 VRG stattzugeben.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>In FÃ¤llen, die als zivilrechtliche Streitigkeiten oder als strafrechtliche Anklagen im Sinn von Art. 6 Ziff. 1 EMRK gelten, ergibt sich ein Anspruch auf mÃ¼ndliche Verhandlung mittelbar dadurch, dass die in dieser Konventionsbestimmung verlangte (Publikums-)Ãf­fentlichkeit des Verfahrens nur im Rahmen einer mÃ¼ndlichen Verhandlung gewÃ¤hrleistet werden kann (KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 59 N. 5). Ãffentlichen Abgaben, insbesondere Steuern und anderen Abgaben, kommt indessen nach der Praxis der Strassburger Organe kein zivil­rechtlicher Charak­ter gemÃ¤ss Art. 6 Abs. 1 Satz 1 EMRK zu (Mark E. Villiger, Handbuch der EuropÃ¤ischen Menschenrechtskonvention, 2. A., ZÃ¼rich 1999, N. 399; Ruth Herzog, Art. 6 EMRK und kantonale Verwaltungsrechtspflege, Bern 1995, S. 281; vgl. auch An­dreas Kley-Struller, Der richterliche Rechtsschutz gegen die Ã¶ffentliche Verwaltung, ZÃ¼­rich 1995, § 10 N. 25; BGr, 4. April 1997, 4A.6/1996). Der vorliegende Streit um eine Wasseranschluss- bzw. BenÃ¼tzungsgebÃ¼hr stellt einen Abgabestreit dar; er ist daher nicht als zivilrechtliche Streitigkeit im Sinne von Art. 6 EMRK zu qualifizieren. Auch insofern hat der BeschwerdefÃ¼hrer keinen Anspruch auf eine mÃ¼ndliche Verhandlung.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>2. Der BeschwerdefÃ¼hrer wirft dem Bezirksrat vor, dieser habe ihm das rechtliche GehÃ¶r verweigert, indem er sich auf einseitige Vorbringen der Rekursgegnerin gestÃ¼tzt habe. Der Bezirksrat habe sich auf dem BeschwerdefÃ¼hrer nicht bekannte Akten bezogen. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Der Bezirksrat hat seinen Entscheid auf die Unterlagen gestÃ¼tzt, die ihm der Be­schwerdefÃ¼hrer und die Beschwerdegegnerin im Rahmen des Schriftenwechsels einge­reicht haben. Dass dazu auch Akten gehÃ¶ren, die der BeschwerdefÃ¼hrer zuvor nicht zur Kenntnis genommen hat, begrÃ¼ndet den Vorwurf der GehÃ¶rsverweigerung nicht, wÃ¤re es dem BeschwerdefÃ¼hrer doch mÃ¶glich gewesen, diese Akten bei der Verwaltung einzusehen § 8 Abs. 1 VRG). â Das selbe gilt hinsichtlich der bereits erwÃ¤hnten Weisung zur Revision von 1989 des Wasserabgabereglements. Dieses Dokument ist Ã¶ffentlich zugÃ¤nglich. Der BeschwerdefÃ¼hrer hat es sich selbst zuzuschreiben, wenn er es im Rahmen der Abfassung der Beschwerde nicht konsultiert und damit mÃ¶glicherweise gewisse Argumente Ã¼bersehen hat.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>3. Die streitige Abgabe charakterisiert sich als BenÃ¼tzungsgebÃ¼hr, allenfalls als Beitrag bzw. Vorzugslast (vgl. BGE 112 Ia 260 E. 5a). Die Erhebung solcher Kausalabga­ben ist zulÃ¤ssig, wenn sie auf gesetzlicher Grundlage beruhen, im Ã¶ffentlichen Interesse stehen und das Ãquivalenz- und das Kostendeckungsprinzip beachten. Im Einzelnen belas­sen diese GrundsÃ¤tze den BehÃ¶rden einen erheblichen Spielraum bei der Ausgestaltung der Abgabe.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Vorliegend beruht die Abgabe auf den Wasserabgabereglement und dem zugehÃ¶ri­gen Tarif Ã¼ber die Abgabe von Wasser durch die Wasserversorgung ZÃ¼rich vom 5. Juli 1989 (Wasserabgabetarif), welche die Stadt ZÃ¼rich entsprechend § 29 des Wasserwirt­schaftsgesetzes vom 2. Juni 1991 (WasserwirtschaftsG; LS 724.11) erlassen hat. Der Be­schwerdefÃ¼hrer stellt nicht mehr grundsÃ¤tzlich in Frage, dass damit eine hinreichende ge­setzliche Grundlage vorhanden ist, so dass es insoweit bei den (zutreffenden) AusfÃ¼hrun­gen im angefochtenen Entscheid sein Bewenden haben kann. Ebenso steht ausser Frage, dass an der Erhebung der Abgabe ein hinreichendes Ã¶ffentliches Interesse besteht.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Nach dem Kostendeckungsprinzip darf der Gesamtertrag der GebÃ¼hren die gesam­ten Kosten des betreffenden Verwaltungszweigs nicht Ã¼bersteigen (Max Imboden/RenÃ© Rhinow und RenÃ© Rhinow/Beat KrÃ¤henmann, Schweizerische Verwaltungsrechtsprechung, Basel/Stuttgart/Frankfurt a.M., Band II (6.A.) 1986 und ErgÃ¤nzungsband 1990, je Nr. 110 B IV und V; Ulrich HÃ¤felin/Georg MÃ¼ller, Grundriss des Allgemeinen Verwaltungsrechts, 3. A., ZÃ¼rich 1998, Rz. 2050 - 2053; Fritz Gygi, Verwaltungsrecht, Bern 1986, S. 275 ff.; RB 1991 Nr. 78). Nach dem Ãquivalenzprinzip muss die HÃ¶he der GebÃ¼hr im Einzelfall in einem vernÃ¼nftigen VerhÃ¤ltnis zum Wert stehen, den die staatliche Leistung fÃ¼r den Abga­bepflichtigen hat; dieser Wert bemisst sich entweder nach dem Nutzen fÃ¼r den Pflichtigen oder nach dem Kostenaufwand der konkreten Inanspruchnahme der Verwaltung im Ver­hÃ¤ltnis zum gesamten Aufwand des betreffenden Verwaltungszweigs. Das Ãquivalenz­prinzip schliesst Pauschalierungen nicht aus; solche sind indessen nach dem WillkÃ¼rverbot nur zulÃ¤ssig, sofern der massgebliche Tarif nach sachlich haltbaren Gesichtspunkten aus­gestaltet ist und keine Unterscheidungen trifft, fÃ¼r die ein vernÃ¼nftiger Grund nicht er­sichtlich ist (HÃ¤felin/MÃ¼ller, Rz. 2054 - 2058a; RB 1976 Nr. 112; RB 1977 Nr. 110 = ZBl 78/1977, S. 536 = ZR 76 Nr. 83; RB 1991 Nr. 78; BGE 103 Ia 85 E.5b). </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>4. Der BeschwerdefÃ¼hrer rÃ¼gt, er werde fÃ¼r den Unterhalt der Hauszuleitung dop­pelt belastet, einmal durch die jÃ¤hrlich erhobene GebÃ¤udegebÃ¼hr und anderseits durch die angefochtene Rechnung. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die Stadt ZÃ¼rich erhebt von den WasserbezÃ¼gern einerseits eine einmalige An­schlussgebÃ¼hr und andererseits wiederkehrende WassergebÃ¼hren. Diese setzen sich zu­sammen aus der GrundgebÃ¼hr und dem Verbrauchspreis. Die GrundgebÃ¼hr enthÃ¤lt ihrer­seits die Komponenten LeistungsgebÃ¼hr und GebÃ¤udegebÃ¼hr (vgl. Art. 3 und 31 WAR sowie Ziff. 1.1, 1.2 und 4 des Wasserabgabetarifs). Die LeistungsgebÃ¼hr knÃ¼pft an die Nennleistung des im GebÃ¤ude installierten WasserzÃ¤hlers an, die GebÃ¤udegebÃ¼hr an den GebÃ¤udeversicherungswert. Diese Differenzierung der GrundgebÃ¼hr wurde erst mit der Revision des WAR vom 5. Juli 1989, in Kraft seit 1. Januar 1991, eingefÃ¼hrt. Insofern trifft die Auffassung des BeschwerdefÃ¼hrers nicht zu, fÃ¼r sein 1908 erstelltes GebÃ¤ude sei mit den GebÃ¤udegebÃ¼hren jahrzehntelang ein Unterhaltsanteil fÃ¼r die Hauszuleitung bezahlt worden. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Der Bezirksrat hat erwogen, die WassergebÃ¼hren dienten zur Deckung der Kosten des Wasserverbrauches sowie der damit verbundenen Aufwendungen (Betriebskosten etc.). Die AnschlussgebÃ¼hr hingegen bilde das pauschale Entgelt fÃ¼r die Lieferbereitschaft der WVZ, welche insbesondere den Unterhalt, die Erweiterung und die Erneuerung der zen­tralen (Ã¼bergeordneten) Anlagen der Wasserversorgung umfasse. Die individuellen Haus­zuleitungen seien darin nicht eingeschlossen. Der Bezirksrat erlÃ¤utert nicht, worauf sich diese AusfÃ¼hrungen stÃ¼tzen. Aus den einschlÃ¤gigen Vorschriften geht jedenfalls nicht her­vor, mit welchen GebÃ¼hren welche Aufwandkomponenten zu finanzieren sind. Das Was­serabgabereglement enthÃ¤lt keine entsprechenden Vorschriften. § 29 WasserwirtschaftsG schreibt in Abs. 2 lediglich vor, dass fÃ¼r die BenÃ¼tzung der Wasserversorgungsanlagen kostendeckende Anschluss- und BenÃ¼tzungsgebÃ¼hren oder BenÃ¼tzungsgebÃ¼hren allein zu erheben sind, und verweist im Ãbrigen in Abs. 4 auf die massgeblichen Bestimmungen des EinfÃ¼hrungsgesetzes zum GewÃ¤sserschutzgesetz (EG GSchG, LS 711.1). § 45 EG GSchG (in der Fassung vom 25. September 1994) verpflichtet die Gemeinden, (fÃ¼r die BenÃ¼tzung der Ã¶ffentlichen Abwasser- und Abfallbeseitigungsanlagen) kostendeckende GebÃ¼hren zu erheben, wobei die Kosten fÃ¼r Bau, Betrieb, Unterhalt, Verzinsung und Abschreibung der Anlagen sowie die Ã¼brigen Kosten zu erfassen sind. Bei der AufschlÃ¼sselung der Kosten bzw. der Tarifgestaltung richtet sich die Beschwerdegegnerin offenbar nach den Richtli­nien fÃ¼r die Erhebung von GebÃ¼hren und BeitrÃ¤gen des SVGW (Schweiz. Verein des Gas- und Wasserfaches) sowie nach Empfehlungen des Kantons (vgl. Weisung des Stadtrates von ZÃ¼rich vom 11. Januar 1989 zur Ãnderung des Wasserabgabereglements und des Was­sertarifs, act. --). Wie es sich damit im Einzelnen verhÃ¤lt, kann offen bleiben. FÃ¼r den zu beurteilenden Streitfall ist massgeblich, dass mit Art. 2 WAR die Pflicht zur Tragung der Unterhaltskosten bei den Hauszuleitungen ausdrÃ¼cklich geregelt ist.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Bis Ende 1990 war nur die Neuerstellung von Hauszuleitungen vom HauseigentÃ¼­mer zu bezahlen, wÃ¤hrend die Wasserversorgung die Unterhaltskosten einschliesslich einer allfÃ¤lligen Totalsanierung Ã¼bernahm (Art. 2 Abs. 2, 4 und 5 WAR in der bis Ende 1990 geltenden Fassung [AS 36 S. 34], vgl. auch act.--). Solange die WVZ diesen Unter­halt aus den GebÃ¼hreneinnahmen bestreiten konnte und nicht z.B. auf Steuermittel zurÃ¼ck­gegriffen werden musste, lÃ¤sst sich nicht leugnen, dass die GebÃ¼hrenpflichtigen mit ihren Leistungen diesen Aufwand finanzierten. Rechtlich massgeblich ist indessen, dass mit den Wasserge­bÃ¼hren nie gesetzlich vorgesehene RÃ¼ckstellungen zu bilden waren, auf deren Nutzung die HauseigentÃ¼mer, deren Hauszuleitung saniert werden muss, Anspruch gehabt hÃ¤tten und vor allem heute noch hÃ¤tten. Vielmehr verhÃ¤lt es sich so, dass der Aufwand fÃ¼r den Unter­halt der Hauszuleitungen wie der Ã¼brige Aufwand der WVZ mit den ordentlichen Einnah­men zu finanzieren war. Im Verlauf der 80er Jahre stiegen offenbar die Kosten fÃ¼r die Er­neuerung von Hauszuleitungen von unter 2 Mio. Fr./Jahr auf gegen oder sogar Ã¼ber 4 Mio. Fr./Jahr. Dies fÃ¼hrte zur Revision von Art. 2 WAR, gemÃ¤ss dem die WVZ seither nur noch einen Teil (seit 1. Januar 1995: 25%) der Unterhaltskosten Ã¼bernimmt. Aufgrund dieser Regelung ist der Vorwurf des BeschwerdefÃ¼hrers, fÃ¼r diese Kosten doppelt bezahlen zu mÃ¼ssen, unberechtigt. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>5. Der BeschwerdefÃ¼hrer hat der WVZ schon im Einsprache- und Rekursverfahren vorgeworfen, diese habe es abgelehnt, ihre Arbeiten mit jenen fÃ¼r die allenfalls geplante Installation einer Gasleitung zu koordinieren. In der Beschwerde kritisiert er, der Bezirksrat habe diesen Vorwurf Ã¼bergangen und in diesem Zusammenhang seine Beweisofferte nicht beachtet. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Vorweg ist festzustellen, dass der vom BeschwerdefÃ¼hrer angerufene Zeuge, ein Mitarbeiter der Firma B, hinsichtlich des Verhaltens der WVZ nur hÃ¤tte bezeu­gen kÃ¶nnen, was ihm der BeschwerdefÃ¼hrer dazu mitgeteilt hatte. Damit wÃ¤re ein Beweis Ã¼ber das Ver­halten der WVZ aber noch nicht erbracht gewesen. Schon aus diesem Grund durfte der Bezirksrat von der Einvernahme des Zeugen absehen. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Vor allem hat der Bezirksrat zwar festgehalten, dass sich den vorhandenen Akten nichts entnehmen lasse, was die Behauptung des BeschwerdefÃ¼hrers stÃ¼tze, wonach die WVZ nicht bereit gewesen sei, die Arbeiten mit der Firma B zu koordinieren, anschlie­ssend aber festgestellt, dass sich daraus ohnehin nichts zu Gunsten des Beschwer­defÃ¼hrers ableiten lasse. Der Bezirksrat hat mit anderen Worten erwogen, dass diese Frage nicht ent­scheidwesentlich sei. Diese WÃ¼rdigung ist, wie sogleich zu zeigen ist, nicht zu beanstan­den. Unter diesen UmstÃ¤nden war der Bezirksrat aber auch nicht gehalten, den Sachverhalt in diesem Punkt zu klÃ¤ren. Die Einvernahme des Zeugen war auch aus diesem Grunde nicht erforderlich.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>6. Der zentrale Vorwurf des BeschwerdefÃ¼hrers geht dahin, dass die ihm verrech­nete GebÃ¼hr unangemessen hoch sei. Er macht in diesem Zusammenhang (sinngemÃ¤ss) geltend, es seien mÃ¶gliche Kosteneinsparungen verhindert worden, weil die WVZ sich geweigert habe, ihre Arbeiten mit jenen der Gasversorgung zu koordinieren, und rÃ¼gt ex­plizit, dass die Leistungen der WVZ zu hoch in Rechnung gestellt worden seien.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>a) Der Bezirksrat hat erwogen, dass ein koordiniertes Vorgehen beim Sanieren der Wasserleitung und beim Legen einer Gasleitung â da bisher kein Gasanschluss besteht, hÃ¤tte es sich um eine neue Leitung gehandelt â auf keinen Fall eine Kostenersparnis er­bracht hÃ¤tte. Diese ErwÃ¤gung stÃ¼tzt der Bezirksrat auf den Vergleich von drei Vorgehens­varianten bzw. deren Preisen. In Variante 1 wÃ¼rde die Wasserleitung von der Hauptleitung zum Haus in einem offenen Graben gelegt, was rund Fr. 1'350.- pro Laufmeter kosten wÃ¼rde. In Variante 2 wÃ¼rden sowohl Wasser- wie Gasleitung (koordiniert) in einem offe­nen Graben verlegt; hier belaufen sich die Kosten pro Laufmeter auf insgesamt Fr. 2'100.- bzw. Fr. 1'050.- je fÃ¼r Wasser und Gas. In der dritten Variante wird die Leitung im sog. Durchstossverfahren gelegt. Hierbei kann auf einen durchgehenden Graben verzichtet wer­den. Erforderlich ist nur eine Stossgrube bei der Abzweigung von der Hauptleitung und allenfalls eine Zielgrube bei der Hauswand des anzuschliessenden GebÃ¤udes. Die Zielgrube ist nÃ¶tig, wenn bereits eine HauseinfÃ¼hrung besteht, an welche die neue Leitung ange­schlossen werden soll. Im Durchstossverfahren belaufen sich die Laufmeterkosten gemÃ¤ss dem angefochtenen Entscheid auf Fr. 850.- je fÃ¼r Wasser und Gas. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Aus diesen Preisangaben ergibt sich, dass beim Durchstossverfahren die geringsten Kosten entstehen. Das Durchstossverfahren ist auch jenes Verfahren, bei welchem eine Koordination weitgehend unnÃ¶tig ist. So betrachtet spielt es tatsÃ¤chlich keine Rolle, ob eine Koordination bei Anschluss der beiden Leitungen erfolgt ist oder nicht. Dies gilt umso mehr, als eine Zielgrube nur fÃ¼r den Wasseranschluss erforderlich war, wÃ¤hrend die Haus­einfÃ¼hrung fÃ¼r eine Gasleitung auch vom GebÃ¤udeinnern her hÃ¤tte installiert werden kÃ¶n­nen. Die Bemerkung des BeschwerdefÃ¼hrers, er habe nur verlangt, dass nicht dieselben Gruben zweimal ausgehoben und bezahlt werden mÃ¼ssten, stÃ¶sst daher ins Leere. Aller­dings wendet der BeschwerdefÃ¼hrer auch ein, er bestreite, dass die Kosten beim Durch­stossverfahren richtig ermittelt worden seien. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) Das Verwaltungsgericht hat zu prÃ¼fen, ob der angefochtene Entscheid an RechtsmÃ¤ngeln leidet (§ 50 VRG). Soweit die GebÃ¼hrenhÃ¶he angefochten ist, sind das Ãquivalenz­prin­zip und das Kostendeckungsprinzip massgeblich (vgl. E. 3). Soweit die Beschwerdegegnerin und der Bezirksrat im vorliegenden Fall von plausiblen Angaben zu den Kosten verschiedener Leistungen ausgegangen sind, hat das Verwaltungsgericht nur dort Anlass, diese Zahlen zu hinterfragen, wo der BeschwerdefÃ¼hrer eine hinreichend sub­stanziierte Kritik vortrÃ¤gt. Es ist daher im Lichte seiner EinwÃ¤nde zu prÃ¼fen, ob die Ko­stenangaben, auf welche sich die Vorinstanzen gestÃ¼tzt haben, vertretbar sind.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>aa) Der BeschwerdefÃ¼hrer macht geltend, es habe nicht mehr als zwei Halbtage an der Zuleitung gearbeitet werden mÃ¼ssen. Die Nachkalkulation der WVZ (vgl. act.--) setzt demgegenÃ¼ber fÃ¼r den Leitungsbau bis 8 m LÃ¤nge zweimal 6 Stunden ein, zuzÃ¼glich des Aufwandes fÃ¼r die Grabarbeiten bei Stoss- und Zielgrube. Das ist nicht zu beanstanden, umso mehr, als es sich bei den Angaben des BeschwerdefÃ¼hrers nur um eine grobe SchÃ¤t­zung handelt. Der BeschwerdefÃ¼hrer wendet weiter ein, eine Stossgrube habe nicht erstellt werden mÃ¼ssen, weil die Hauptleitung ohnehin habe freigelegt werden mÃ¼ssen, und dies in keinem Fall zu Lasten der AnstÃ¶sser. Dieser Einwand Ã¼bersieht, dass trotz freigelegter Hauptleitung zusÃ¤tzlicher Platz fÃ¼r das EinfÃ¼hren der zu stossenden Leitung geschaffen werden muss (vgl. act.--), so dass der Aushub einer Stossgrube gerechtfertigt ist. Offen­sichtlich unzutreffend ist der weitere Einwand, die administrativen Kosten fÃ¼r Planung, Bauleitung, PlannachfÃ¼hrung etc. kÃ¶nnten vernachlÃ¤ssigt werden. Auch wenn alte PlÃ¤ne vorhanden sind, war die Vorbereitung der Sanierung mit verschiedenem Planungsaufwand verbunden â als Beispiel kÃ¶nnen hier die Arbeitsplanung, Korrespondenz und allfÃ¤llige Besprechungen mit den GrundeigentÃ¼mern erwÃ¤hnt werden. Zudem mÃ¼ssen die neuen Leitungen vermessen und planlich korrekt erfasst werden. Weiter macht der Beschwerde­fÃ¼hrer geltend, die Nachkalkulation der WVZ beziehe unzulÃ¤ssigerweise auch die Kosten fÃ¼r die Hauptleitungen ein. Diese Behauptung trifft nicht zu, wie die PrÃ¼fung von act. -- eindeutig ergibt.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>bb) Der BeschwerdefÃ¼hrer Ã¼bt weitere Kritik an der Nachkalkulation der WVZ, die fÃ¼r seine Liegenschaft effektive Laufmeterkosten von Fr. 1'186.50, also wesentlich mehr als die durchschnittlich kalkulierten Fr. 850.-, ergeben hat. Was der BeschwerdefÃ¼hrer aus dieser Kritik fÃ¼r sich ableiten will, ist insofern unklar, als ihm nicht mehr als Fr. 850.-/m' in Rechnung gestellt worden sind. Im Ãbrigen erweisen sich seine EinwÃ¤nde als nicht stich­haltig. Der BeschwerdefÃ¼hrer kritisiert, die Zielgrube sei in der Nachkalkulation zu gross angegeben. Selbst wenn aber die Kosten fÃ¼r die Zielgrube - entsprechend einem deutlich reduzierten Aushubvolumen - mit Fr. 1'179.20 statt mit Fr. 3'179.20 eingesetzt wÃ¼rden, so ergÃ¤be sich ein Laufmeterpreis von Fr. 7'491.80 : 8 = Fr. 936.50, was immer noch deutlich Ã¼ber dem verrechneten Preis liegt. Gegen den Kalkulationspreis fÃ¼r die Durchstossarbeiten (Fr. 265.- pro m') wendet der BeschwerdefÃ¼hrer ein, diese Arbeit kÃ¶nne maschinell in we­nigen Minuten erledigt werden. Abgesehen davon, dass damit der Zeitaufwand doch deut­lich unterschÃ¤tzt sein dÃ¼rfte, versteht es sich, dass in diesem Preis auch Abschreibungsko­sten fÃ¼r die verwendeten GerÃ¤te inbegriffen sind. Dass nur 4,5 m' verrechnet wurden, er­klÃ¤rt sich ohne weiteres damit, dass die zu durchstossende Distanz um die LÃ¤nge der Stoss- und der Zielgrube verkÃ¼rzt war. Die Kritik des BeschwerdefÃ¼hrers erscheint daher ohne Grundlage. Auf die Kritik an den Materialkosten ist nicht einzugehen. Die WVZ versichert, das Material vorschriftsgemÃ¤ss zu Selbstkosten zu verrechnen. Es gibt keinen Anlass, an dieser Angabe zu zweifeln. Wenn der BeschwerdefÃ¼hrer etwas anderes behauptet, hÃ¤tte es ihm oblegen, geeignete Vergleichsunterlagen (Preislisten o.Ã¤.) ins Recht zu legen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>cc) Der BeschwerdefÃ¼hrer macht schliesslich auch geltend, die Firma B wÃ¼rde eine entsprechende Leitung fÃ¼r Fr. 1'600.- bis Fr. 1'800.- legen. Die von der WVZ verrechneten Kosten seien daher Ã¼berhÃ¶ht. Die Beschwerdegegnerin hat schon im Rekurs­verfahren eingewendet, diese Preisangabe beziehe sich auf das Rohrrelining, nicht auf das Legen einer neuen Leitung im Durchstossverfahren. Rohrrelining bedeutet, dass eine neue RÃ¶hre innerhalb der alten Leitung gezogen wird. Der Rohrdurchmesser wird dabei verklei­nert. Dieses Verfahren ist, was ohne weiteres einleuchtet, gÃ¼nstiger als der Bau einer neuen Leitung, auch wenn diese im Durchstossverfahren gelegt werden kann. Der Anwort der Beschwerdegegnerin beruht auf einer mÃ¼ndlichen Nachfrage der WVZ bei der Firma B, bei der auch der BeschwerdefÃ¼hrer â ebenfalls mÃ¼ndlich â seine Informationen eingeholt hat. Das Verwaltungsgericht hat keinen Anlass, hierzu ein Beweisverfahren durchzufÃ¼hren, weil die Antwort der Beschwerdegegnerin Ã¼berzeugt. Es besteht unter den gegebenen Um­stÃ¤nden kein Grund, den Wahrheitsgehalt der Auskunft der Beschwerde­gegnerin in Frage zu stellen. Der BeschwerdefÃ¼hrer hÃ¤tte es in der Hand gehabt, spÃ¤testens im Beschwerde­verfahren seine Behauptungen durch eine prÃ¤zise schriftliche BestÃ¤tigung der Firma B zu erhÃ¤rten. Die Tatsache, dass er dies unterlassen hat, spricht eben­falls dafÃ¼r, dass sich seine Preisangabe nicht auf eine neue, im Durchstossverfahren ver­legte Leitung bezieht.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Der BeschwerdefÃ¼hrer macht nicht geltend, und es weist auch nichts darauf hin, dass ein Rohrrelining bei seiner sanierungsbedÃ¼rftigen Wasserleitung mÃ¶glich und sinnvoll gewesen wÃ¤re. Aus dem Vergleich mit den Preisen der Firma B kann der Be­schwerdefÃ¼h­rer daher nichts fÃ¼r sich ableiten.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>c) Die WVZ ist grundsÃ¤tzlich â d.h. abgesehen von ihrem Beitrag von 25 % an den Unterhalt der Anlageteile ausserhalb des Hauses â gehalten, ihre Leistungen zu kosten­deckenden Preisen zu verrechnen (§ 29 Abs. 2 WasserwirtschaftsG). Die vorstehenden ErwÃ¤gungen fÃ¼hren zum Ergebnis, dass die angefochtene Rechnung fÃ¼r die Leitungssanie­rung korrekt und die dagegen erhobene Kritik des BeschwerdefÃ¼hrers unberechtigt ist. Namentlich fÃ¼hrt der Vergleich der effektiven Kosten gemÃ¤ss der Nachkalkulation (act. --) mit den verrechneten Kosten zum Schluss, dass das Ãquivalenz- und das Ko­sten­deckungsprinzips keinesfalls zu Lasten des BeschwerdefÃ¼hrers verletzt worden sind.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>7. Schliesslich rÃ¼gt der BeschwerdefÃ¼hrer die ihm vom Bezirksrat auferlegte SpruchgebÃ¼hr von Fr. 900.- als Ã¼berhÃ¶ht. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die GebÃ¼hren im Rechtsmittelverfahren bei Staats- und BezirksbehÃ¶rden, damit auch beim Bezirksrat, belaufen sich gemÃ¤ss § 5 der GebÃ¼hrenordnung fÃ¼r die Verwal­tungsbehÃ¶rden vom 30. Juni 1966 (GebÃ¼hrenO, LS 682) auf Fr. 50.- bis Fr. 4'000.-. Andere Rechtserlasse, wie namentlich die Verordnung Ã¼ber die GerichtsgebÃ¼hren (LS 211.11) oder die GebÃ¼hrenverordnung des Verwaltungsgerichts (LS 175.252), sind nicht anwendbar. In­nerhalb des durch die GebÃ¼hrenordnung festgelegten Rahmens hat die BehÃ¶rde nach pflichtgemÃ¤ssem Ermessen, unter BerÃ¼cksichtigung namentlich von Zeitaufwand, Bedeu­tung des GeschÃ¤fts, finanzieller und rechtlicher Tragweite sowie Schwierigkeit des Falls, die GebÃ¼hr festzulegen. Sie verfÃ¼gt dabei Ã¼ber einen weiten Ermessensspielraum. Dement­sprechend prÃ¼ft das Verwaltungsgericht die Kostenauflage im Anfechtungsfall nicht frei, sondern nur daraufhin, ob ein Ermessensfehler vorliegt (KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 13 N. 8 und 37; vgl. § 9 GebÃ¼hrenO).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Wie erwÃ¤hnt, hat der Bezirksrat das rechtliche GehÃ¶r des BeschwerdefÃ¼hrers nicht verletzt. Er hat sich im Gegenteil sorgfÃ¤ltig mit den vom BeschwerdefÃ¼hrer vorgebrachten RÃ¼gen auseinandergesetzt, was mit erheblichem Aufwand verbunden war. Es kann keine Rede davon sein, dass sich der Aufwand mit jenem in einem summarischen Verfahren, bei formeller Erledigung oder dergleichen vergleichen liesse. Auch sonst bringt der Beschwer­defÃ¼hrer nichts vor, was die Kostenauflage im angefochtenen Entscheid als mit einem Er­messensfehler behaftet erscheinen liesse. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>8. Die Beschwerde erweist sich in allen Punkten als unbegrÃ¼ndet und ist daher ab­zuweisen. ...</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>DemgemÃ¤ss entscheidet der Einzelrichter:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>1. Die Beschwerde wird abgewiesen.</span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>2. ...</span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>