Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Verfassungs- und Verwaltungsrecht vom 20. Mai 2015 (810 15 3) ____________________________________________________________________ Rechtspflege Feststellung der Standardarbeitskräfte Besetzung Abteilungs-Vizepräsident Beat Walther, Ka ntonsrichter Niklaus Ruckstuhl, Markus Clausen, Christian Haidlauf, Claude Jeanneret , Gerichtsschreiber Sandro Jaisli Parteien A. ____ , Beschwerdeführer , vertreten durch Reto Gantner , Advokat gegen Regierungsrat des Kantons Basel -Landschaft , 4410 Liestal , Be- schwerdegegner Betreff Feststellung der Standardarbeitskräfte (RRB Nr. 1181 vom 2. Juli 2013 / Urteil des Schweizerischen Bundes- gerichts vom 9. Dezember 2014) A. Der Pachtvertrag mit A.____ als Pächter über die Parzelle Nr. 480, Grundbuch B.____, wurde mit Schreiben vom 21. März 2005 von der Erben gemeinschaft C.____ und der Erben- gemeinschaft D.____ sowie der Erbengemeinschaft E._ ___ (Veräussererinnen) per Ende März 2006 gekündigt. Nachdem die Parzelle Nr. 480, welch e 20'913 m 2 Wiese, Acker sowie das Ge- hölz "F.____" umfasst, mit öffentlich beurkundetem Kaufvertrag vom 7. Dezember 2005 an Seite 2 http://www.bl.ch/kantonsgericht G.____ veräussert wurde, machte A.____ mit Schreiben vom 30. Januar 2006 bei der Bezirks- schreiberei H.____ das Pächter-Vorkaufsrecht geltend, welchem nicht stattgegeben wurde. Der Entscheid wurde unter anderem mit der Verfügung des Landwirtschaftlichen Zentrums Ebenrain (LZE) vom 10. April 2006 begründet, mit wel cher das LZE als kantonale Bewilligungs- behörde A.____ die Bewilligung zum Erwerb eines landw irtschaftlichen Grundstückes (Erwerb der Parzelle Nr. 480) verweigerte, da er nicht Selbst bewirtschafter im Sinne von Art. 63 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes über das bäuerliche Bodenrecht (BGBB) von 4. Oktober 1991 sei. Gegen diese ablehnende Verfügung des LZE erhob A.___ _ im Rahmen des Bewilligungsver- fahrens Beschwerde beim Regierungsrat des Kantons Basel-L andschaft (Regierungsrat), wel- cher seine Beschwerde guthiess. Die gegen diesen Regierun gsratsbeschluss (RRB Nr. 1552 vom 17. Oktober 2006) durch Advokat Caspar Baader im Namen und Auftrag der oben erwähn- ten Erbengemeinschaften erhobene Beschwerde wies das Kan tonsgericht Basel-Landschaft, Abteilung Verwaltungs- und Verfassungsrecht (Kantonsgericht) mit Urteil vom 10. Oktober 2007 ab und sprach A.____ die Selbstbewirtschaftungseigensch aft zu. Das Kantonsgericht stellte im Rahmen eines Augenscheins insbesondere fest, dass sich die Parzelle Nr. 480 Grundbuch B.____ in einem guten Zustand befindet, indem die Wi esen gepflegt sind und der für die Bo- denqualität wichtige Nutzungswechsel vorgenommen wurde. Mit Schreiben vom 3. August 2010 gelangte A.____, vertr eten durch Dr. iur. Lorenz Strebel, Fürsprecher und Notar erneut an das LZE, diesmal mit dem Antrag um Feststellung, dass es sich bei seinen Grundstücken in I.____ und B.____ um ein landwirtschaftliches Gewerbe im Sinne des BGBB handle. Gleichzeitig ersuchte er um die Vornahme der notwendigen Berech- nung der Standardarbeitskraft (SAK). Mit Schreiben vom 18. August 2010 teilte A.____ dem LZE mit, dass er sich von seinem Rechtsvertreter getrennt habe und dass er nie habe fest stellen lassen wollen, dass es sich bei seinem Hof um ein landwirtschaftliches Gewerbe handle. Es gehe nur darum, die SAK für das Jahr 2006 feststellen zu lassen, die sich durch die gesamt e Bewirtschaftung seiner Grundstü- cke (J.____: 4.5 ha Milchwirtschaft; K.____: 4 ha Mutterku h und A.____: 1 ha Futter für Berg- bauer Mutterkuh) ergeben hätten. Mit Verfügung vom 19. Oktober 2010 stellte das LZE fest, dass die Berechnung der SAK für das Eigentum von A.____ für das Jahr 2006 einen Wert von 0 .436 ergebe und dass daraus keine Feststellung über ein landwirtschaftliches Gewerbe gemäss A rt. 7 und 8 BGBB abgeleitet wer- den könne. B. Die gegen diese Verfügung am 22. November 2010 d urch A.____, vertreten durch Re- to Gantner, Advokat, beim Regierungsrat erhobene Beschwerde wies dieser mit Entscheid vom 1. Februar 2011 ab. C. Mit Eingabe vom 14. Februar 2011 erhob A.____, wi ederum vertreten durch Reto Gantner, gegen den Entscheid des Regierungsrats vom 1. Fe bruar 2011 beim Kantonsgericht Beschwerde. Er beantragte, es sei der angefochtene Ent scheid vollumfänglich aufzuheben und Seite 3 http://www.bl.ch/kantonsgericht festzustellen, dass die SAK des Hofes L.____ im Jahre 2006 mindestens 0.763 betragen habe. Eventualiter sei die Sache zur Neubeurteilung an die Vo rinstanz oder an das LZE zur Neuent- scheidung zurückzuweisen und anzuordnen, dass dem Beschwerd eführer für die angefochtene Verfügung keine Kosten entstehen dürften. D. Im parallel dazu laufenden zivilrechtlichen Verfahre n wies das Bezirksgericht H.____ mit Urteil vom 17. Mai 2011 eine Klage von A.____ be treffend die Ausübung des Vorkaufs- rechts als Pächter ab und stellte in den Erwägungen vorfr ageweise fest, dass der Betrieb von A.____ im Januar 2006 0.466 SAK erfordert habe und d ass die Aufwendungen für Erstellung, Instandstellung, Umbau oder Ersatz der für eine ortsübli che Bewirtschaftung fehlenden Gebäu- de für den Betrieb nicht tragbar seien. Die Berufung von A.____ wies das Kantonsgericht, Abtei- lung Zivilrecht, mit Urteil vom 13. März 2012 ab. Das Bundesgericht wies eine gegen dieses Urteil erhobene Beschwerde mit Urteil 5A_345/2012 vom 20. September 2012 ab, soweit es auf die Beschwerde eintrat. E. Anlässlich der Parteiverhandlung vom 22. August 2012 vor dem Kantonsgericht mit vorausgehendem Augenschein wurde die Beschwerde gegen d en angefochtenen Entscheid des Regierungsrates vom 1. Februar 2011 im Sinne der E rwägungen teilweise gutgeheissen und die Angelegenheit an das LZE zur Neubeurteilung zurückgewiesen. F. Aufgrund der vom Kantonsgericht verfügten Rückweisung und Neubeurteilung stellte das LZE mit Verfügung vom 1. März 2013 fest, dass die SA K-Berechnung für das Jahr 2006 für das Eigentum von A.____, Hof L.____ in B.____ einen W ert von 0.4665 ergebe. Das von A.____ eingereichte Betriebskonzept gehe bei der Bere chnung des Soll-Einkommens nur von einer Person, statt einer landesüblichen Familie, aus u nd erfülle damit die Anforderungen an eine objektive Betrachtungsweise nicht. A.____ könne fol glich die Tragbarkeit der notwendigen baulichen Investitionen nicht belegen. Auch das von M._ ___, Kaufinteressent für den Hof L.____, im November 2012 eingereichte Betriebskonzept könne nicht als objektives Betriebs- konzept berücksichtigt werden, da es nicht einen landesübl ichen Betrieb vorsehe. Für die Ab- sichten des Betreibers bzw. Übernehmers als subjektives Elem ent bleibe kein Raum. Das Kon- zept "N.____" beinhalte zudem keinen Nachweis der Tragb arkeit, wie er für die Geltendma- chung von Art. 7 Abs. 4 lit. b BGBB zu beachten sei. G. Am 16. April 2013 erhob A.____ gegen die Verfügu ng des LZE vom 1. März 2013 Be- schwerde beim Regierungsrat. Dieser wies die Beschwerde m it Beschluss vom 2. Juli 2013 ab. Zur Begründung führte er im Wesentlichen an, dass es sic h beim Betriebskonzept "N.____", welches die Haltung von 40 Shropshire-Schafen und den Anbau von je 2 ha Spezialkulturen Beeren (Himbeeren, Brombeeren und Erdbeeren) und Ch ristbäumen vorsehe, nicht um eine landesübliche Bewirtschaftung handle. Demgegenüber zeig e das Gutachten des Schweizeri- schen Bauernverbandes (SBV) vom 4. Februar 2010 (SBV-G utachten), welches im Rahmen eines zivilrechtlichen Gerichtsverfahrens vom Bezirksgericht H .____ angeordnet worden sei, eine landesübliche Bewirtschaftung auf. Gemäss dem Urtei l des Bundesgerichts 5A_345/2012 vom 20. September 2012 sei dieses Gutachten für die Be stimmung der SAK des Hofes L.____ für das Jahr 2006 tauglich. Das Gutachten des SBV komme a ber zum Schluss, dass die Trag- Seite 4 http://www.bl.ch/kantonsgericht barkeit einer landesüblichen Bewirtschaftung auf dem Ho f L.____ nicht gegeben sei, da der Betrieb zu klein und der Investitionsbedarf zu gross sei. H. Gegen diesen Regierungsratsbeschluss erhob A.____, n ach wie vor vertreten durch Reto Gantner, am 15. Juli 2013 Beschwerde beim Kanton sgericht. Er beantragt, es sei der an- gefochtene Entscheid vollumfänglich aufzuheben und festzust ellen, dass der Hof L.____ im Jahre 2006 über eine SAK von mindestens 0.75 verfügte. Eventualiter sei die Sache an das LZE zur Neubeurteilung zurückzuweisen. Dies alles unter o/ e-Kostenfolge zu Lasten der Ge- genpartei. Zur Begründung bringt der Beschwerdeführer im Wesentl ichen vor, dass das Betriebskonzept "N.____" eine landesübliche Bewirtschaftung vorsehe. Sowohl der Anbau von Beeren, wie auch der Anbau von Christbäumen als auch die Haltung von Schafen seien orts- und damit landesüb- lich. Shropshire-Schafe seien zwar noch nicht so verbreite t wie andere Schafsrassen, ihre Be- deutung nehme aber laufend zu. Der Begriff der Land esüblichkeit sei von den Vorinstanzen falsch angewandt worden. Das qualifizierende Element de r Landesüblichkeit beziehe sich allei- ne auf die Quantität der Bewirtschaftung. Selbst wen n feststellbar sei, dass die Landwirtschaft im zu definierenden relevanten Umkreis überwiegend aus Rindviehhaltung zur Fleisch- und Milchproduktion bestehe, bedeute dies nicht, dass nur ei ne solche als landesüblich zu gelten habe. Entscheidend sei, ob die Produktion eine landwir tschaftliche sei, ob sie in der Schweiz vorkomme und ob sie in einem vernünftigen und den klimat ologischen Bedingungen ähnlichen Raum vorkomme. Dies sei vorliegend klar zu bejahen. Hin zu komme, dass der Schafsrasse bei der Beurteilung der Landesüblichkeit nur dann eine B edeutung beizumessen wäre, wenn diese Schafsrasse eine besonders aufwändige oder sorgsame Pflege und Hege bedürfte. Dies sei bei den Shropshire-Schafen klar nicht der Fall. Der vom Bund esgericht gefällte Entscheid, wonach Jersey-Kühe nicht landesüblich seien, sei zu weit gegange n. Es sei nicht ersichtlich, weshalb eine bestimmte Rasse nicht landesüblich sein solle, wenn es sich um die gleiche Gattung von Nutztier handle, die ohne weiteres als landesüblich zu betrachten sei. Der Beschwerdeführer führt weiter aus, dass auf die im zivilrechtlichen Verfahren erstellte Ex- pertise nicht abzustellen sei, da die Zivilgerichtsbarkeit die Frage des Vorliegens eines landwirt- schaftlichen Gewerbes einzig als Vorfrage für die Beantwo rtung der zivilrechtlichen Frage, ob ein Vorkaufsrecht vorliege, kläre. Das LZE habe das entsp rechende Gutachten nicht vom Be- schwerdeführer sondern vom Bezirksgericht H.____ erhalten, was unter Berücksichtigung des Amts- bzw. Berufsgeheimnisses nicht zulässig sei. Das SBV-Guta chten sei folglich im vorlie- genden Verfahren unbeachtlich. Das SBV-Gutachten sei oh nehin unerheblich, gebe es doch mehrere landesübliche Betriebskonzepte, weshalb auch ein anderes Betriebskonzept der Be- rechnung der SAK zugrunde gelegt werden könne. Das LZE habe sich folglich nicht aus- schliesslich auf die Expertise des SBV stützen dürfen, sond ern hätte andere Konzepte zumin- dest prüfen müssen. Dies hätten die Vorinstanzen nicht bzw. fehlerhaft getan. Das LZE habe mithin den relevanten Sachverhalt nicht richtig abgeklär t und damit die Untersuchungsmaxime verletzt. Dies obwohl der Beschwerdeführer mit Schreiben vom 18. Januar 2013 und 1. Februar 2013 seine Mitwirkung angeboten habe. Seite 5 http://www.bl.ch/kantonsgericht I. Der Beschwerdegegner schliesst in seiner Vernehmlassun g vom 9. Oktober 2013 auf vollumfängliche Abweisung der Beschwerde unter o/e-Kostenfolge. Zur Begründung führt er im Wesentlichen an, der Begriff der Landesüblichkeit sei nicht als "was ist möglich" zu interpretieren, sondern vielmehr als "was die Mehrheit der Bewirtschafter bei dem auf dem Betrieb vorhandenen respektive möglichen P otential anbauen würde". Dement- sprechend gebe es zwar mehrere mögliche Betriebskonzepte, aber nur eine landesübliche Be- wirtschaftungsform. Es werde nicht bestritten, dass es im Baselbiet möglich sei, Beeren und Weihnachtsbäume anzubauen. "Möglich" sei allerdings nicht "landesüblich", denn im Jahr 2012 würden die Anbauflächen von Beeren und Weihnachtsbäume n im Kanton Basel-Landschaft bloss 0.09 bis 0.15 Prozent der landwirtschaftlichen Nut zfläche betragen. Nur gerade 1.75 bis 3.62 Prozent aller Betriebe würden Beeren oder Weih nachtsbäume anbauen. Zwar hielten 18.1 Prozent der Betriebe Schafe. Werde aber nur die gewe rbsmässige Haltung von Schafen be- rücksichtigt, seien es bloss 3.5 Prozent der Betriebe, die Schafe halten. Zudem erhalte man mit der Schafhaltung im Vergleich zur Mutterkuhhaltung pr o Hektar 16 Prozent weniger Deckungs- beitrag bei einem gleichzeitig 3.7 Mal höheren Arbei tsaufwand. Zu beachten sei zudem, dass kein Betrieb, der in den letzten Jahren die Milchprodu ktion aufgegeben habe und in einen neu- en Tierhaltungszweig umgestiegen sei, die Schafhaltung a ufgenommen habe. Ein solches Be- triebskonzept könne folglich nicht als landesüblich beze ichnet werden. Eine Tragbarkeitsbe- rechnung habe sich deshalb – wie im Entscheid des LZE er wähnt – erübrigt. Die fehlende Tragbarkeitsberechnung im Betriebskonzept "N.____" war demgegenüber kein Grund für die Ablehnung des Konzeptes "N.____". Zu beachten sei weiter, dass weder das LZE noch der Besch werdegegner die Landesüblichkeit des Betriebskonzeptes „N.____“ aufgrund der Schafsrasse v erneint haben. Im Übrigen sei zu berücksichtigen, dass das Betriebskonzept "N.____" von M.__ __ und nicht vom Beschwerde- führer eingereicht worden sei. Der Beschwerdegegner macht weiter geltend, dass sich das LZE in der angefochtenen Verfügung zu Recht auf das Gutach ten des SBV abgestützt habe. Dies ergebe sich aus der Pflicht der zuständigen Behörde, den Sachverhalt von Amtes wegen abzu- klären. J. Mit präsidialer Verfügung vom 24. Oktober 2013 wurd e der Fall der Kammer zur Beur- teilung überwiesen. K. Anlässlich der Parteiverhandlung vom 22. Januar 2014 vor dem Kantonsgericht wurde auf die Beschwerde gegen den angefochtenen Entscheid des Regierungsrates – mangels Vor- liegen eines schutzwürdigen Interesses des Beschwerdeführers – nicht eingetreten. L. Gegen dieses Urteil erhob der Beschwerdeführer am 5 . Mai 2014, vertreten durch Reto Gantner, beim Bundesgericht II. öffentlich-rechtliche Abteilung (Bundesgericht) Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten, welche das Bu ndesgericht mit Urteil vom 9. Dezember 2014 gut hiess und die Sache zur materiellen Beurteilung an das Kantonsgericht, Abteilung Ver- fassungs- und Verwaltungsrecht, zurückwies. Seite 6 http://www.bl.ch/kantonsgericht Zur Begründung führt das Bundesgericht im Wesentlichen an, der Beschwerdeführer sei mate- rieller Adressat der Verfügung des LZE vom 19. Oktober 2010 und habe im dagegen geführten Rechtsmittelverfahren Parteistellung. Zudem sei er mater ieller Adressat der auf Rückweisung hin erlassenen Verfügung des LZE vom 1. März 2013. Als ma terieller Adressat einer ihn belas- tenden und damit seine Rechtsstellung direkt beeinträ chtigenden Verfügung habe der Be- schwerdeführer ohne weiteres ein schutzwürdiges Interesse an deren Anfechtung vor der zu- ständigen kantonalen Instanz. Unabhängig vom zivilrechtlich en Verfahren habe der Beschwer- deführer daher weiterhin ein schutzwürdiges Interesse an der Feststellung der zuständigen Verwaltungs(justiz)behörden betreffend die Berechnung der SAK. M. Mit Verfügung vom 4. März 2015 wurde der Fall der Kammer zur Urteilsberatung über- wiesen. N. Auf die weiteren Ausführungen in den Rechtsschrifte n wird, soweit erforderlich, in den Urteilserwägungen eingegangen. Das Kantonsgericht zieht i n E r w ä g u n g : 1.1 Die Verwaltungsrechtspflege wird durch das formgere chte Einlegen eines Rechtsmit- tels einer Partei ausgelöst. Damit die Rechtsmittelinstanz auf eine Beschwerde eintritt und diese materiell behandelt, müssen die Prozessvoraussetzungen geg eben sein. Die angerufene Be- hörde, vorliegend das Kantonsgericht, prüft sie gemäss § 16 Abs. 2 des Gesetzes über die Ver- fassungs- und Verwaltungsprozessordnung (VPO) vom 16. Dezem ber 1993 von Amtes wegen; auf deren Bestreitung oder Nichtbestreitung kommt es nicht an (A LFRED KÖLZ /I SABELLE HÄNER /M ARTIN BERTSCHI , Verwaltungsverfahren und Verwaltungsrechtspflege des Bundes, 3. Aufl., Zürich 2013, Rz. 693 ff., mit weiteren Hinweisen). Zu den Prozessvoraussetzungen, die alle erfüllt sein müssen, damit das Gericht zur Begründet heit der Rechtsbegehren Stellung nehmen kann, gehören namentlich ein taugliches Anfecht ungsobjekt, eine frist- und formge- rechte Rechtsmittelvorkehr, die Zuständigkeit der Rechtsm ittelinstanz, die Legitimation und die Beschwer der Beschwerdeführer (R ENÉ RHINOW /H EINRICH KOLLER /C HRISTINA KISS /D ANIELA TURNHERR / DENISE BRÜHL -MOSER , Öffentliches Prozessrecht - Grundlagen und Bundesrechts- pflege, 3. vollständig überarbeitete Auflage, Basel 2014, Rz. 1035 ff.). Sind die Prozessvoraus- setzungen erfüllt, spricht sich die Behörde über die Be gründetheit oder Unbegründetheit des in Frage stehenden Begehrens aus. Ist eine Prozessvoraussetzu ng nicht erfüllt, so ist zu prüfen, ob diese bereits bei Beschwerdeerhebung gefehlt hat od er später im Verlaufe des Verfahrens weggefallen ist. Im ersten Fall wäre ein Nichteintret ensentscheid zu fällen und im zweiten das Verfahren infolge Gegenstandslosigkeit abzuschreiben (BG E 118 Ib 7 E. 2; R HINOW /K OLLER / KISS /T URNHERR /B RÜHL -MOSER , a.a.O., Rz. 1676 f.). 1.2 Gemäss § 43 Abs. 1 VPO ist gegen Verfügungen und En tscheide des Regierungsrates die verwaltungsgerichtliche Beschwerde beim Kantonsgeri cht zulässig. Da weder ein Aus- schlusstatbestand nach § 44 VPO noch ein spezialgesetzlicher Ausschlusstatbestand vorliegen, ist die Zuständigkeit des Kantonsgerichts zur Beurteilung der vorliegenden Angelegenheit ge- Seite 7 http://www.bl.ch/kantonsgericht geben. Anfechtungsobjekt bildet die Verfügung des LZE vom 19. Oktober 2010, nach welcher festgestellt wurde, dass die Berechnung der SAK für den Hof L.____ des Beschwerdeführers im Jahr 2006 einen Wert von 0.436 ergebe sowie die erneut e – auf Rückweisungsentscheid des Kantonsgerichts vom 22. August 2012 erlassene – Verfügun g des LZE vom 1. März 2013, mit welcher das LZE eine SAK von 0.4665 berechnete. 1.3 Da die übrigen formellen Voraussetzungen nach §§ 43 ff. VPO erfüllt sind und das Bundesgericht mit Entscheid vom 9. Dezember 2014 (Urtei l des Bundesgerichts 2C_420/2014 vom 9. Dezember 2014) die Beschwerdelegitimation des Be schwerdeführers bejaht hat, ist auf die Beschwerde einzutreten. 2.1 Mit der verwaltungsgerichtlichen Beschwerde können ge mäss § 45 Abs. 1 lit. a und b VPO Rechtsverletzungen einschliesslich Überschreitung, Unterschreitung oder Missbrauch des Ermessens sowie die unrichtige oder unvollständige Feststel lung des Sachverhalts gerügt wer- den. Die Beurteilung der Angemessenheit ist dem Kanton sgericht dagegen – abgesehen von hier nicht vorliegenden Ausnahmefällen – untersagt ( § 45 Abs. 1 lit. c VPO). Solange die Vo- rinstanz ihr Ermessen in diesem Rahmen pflichtgemäss ausü bt, ist es dem Kantonsgericht ver- wehrt, sein eigenes Ermessen anstelle desjenigen der Vo rinstanz zu setzen (U LRICH HÄFELIN /G EORG MÜLLER /F ELIX UHLMANN , Allgemeines Verwaltungsrecht, 6. Auflage, Zürich 2010, N 473 ff.). Eine Rechtsfolge, die weder völlig unangemessen noch gänzlich unzweck- mässig erscheint, soll der Richter bestehen bleiben lassen, wenn die Vorinstanz einen Ermes- sensspielraum hat (FRITZ GYGI , Verwaltungsrecht, Bern 1986, S. 154 f.). 2.2 Vom Begriff des Ermessens sind die unbestimmten Recht sbegriffe zu unterscheiden. Ein unbestimmter Rechtsbegriff liegt vor, wenn der R echtssatz die Voraussetzungen der Rechtsfolge oder die Rechtsfolge selbst in offener, un bestimmter Weise umschreibt. Sowohl beim Ermessen als auch beim unbestimmten Rechtsbegriff li egen offene Formulierungen vor, die den Verwaltungsbehörden einen Entscheidspielraum gewähren. Wie in Ziffer 2.1 hiervor ausgeführt, ist eine Überprüfung der Angemessenheit du rch die Verwaltungsgerichte nur aus- nahmsweise zulässig. Die unbestimmten Rechtsbegriffe sind dagegen der Auslegung zugäng- lich. Die Auslegung unbestimmter Rechtsbegriffe durch die Verwaltungsbehörden kann von den Verwaltungsgerichten grundsätzlich überprüft werden. Di e Verwaltungsgerichte und so auch das Kantonsgericht als Verwaltungsgericht üben aber eine gewisse Zurückhaltung bei der Überprüfung der Auslegung unbestimmter Rechtsbegriffe a us, da die Verwaltungsbehörden über ein fachspezifisches Wissen verfügen und näher bei de r Sache stehen (HÄFELIN /M ÜLLER /U HLMANN , a.a.O., Rz 445 ff.). Insbesondere dann, wenn die Erm essensaus- übung die Anwendung unbestimmter Rechtsbegriffe oder die Sachverhaltswürdigung hoch ste- hende, spezialisierte technische, wissenschaftliche oder wirtschaftliche Kenntnisse erfordert, ist eine Zurückhaltung des Gerichts bei der Überprüfung vo rinstanzlicher Bewertungen angezeigt (BGE 135 II 296 E. 4.4.3; BGE 133 II 35 E. 3). Dies falls stellt es auch keine unzulässige Kogni- tionsbeschränkung dar, wenn das Gericht – das nicht als F achgericht ausgestaltet ist – nicht ohne Not von der Auffassung der Vorinstanz abweicht, sowe it es um die Beurteilung techni- scher, wissenschaftlicher oder wirtschaftlicher Spezialfragen geht, in denen die Vorinstanz über ein besonderes Fachwissen verfügt (Urteil des Bundesverwal tungsgerichts C-2899/2010 vom Seite 8 http://www.bl.ch/kantonsgericht 22. August 2013 E. 1.6). Die Gerichte sind auch gegen über Anträgen auf unabhängige, techni- sche Fachgutachten grundsätzlich zurückhaltend, soweit bei der Beurteilung der Vorinstanz keine offensichtlichen Fehler festgestellt werden. 3.1 Streitgegenstand des vorliegenden Verfahrens bildet ausschliesslich die Berechnung der SAK für den Hof L.____ des Beschwerdeführers für d as Jahr 2006. Aufgrund der langen Verfahrensdauer und des sich zwischenzeitlich geänderten Be triebskonzeptes ist zwischen strittigen und nicht mehr strittigen respektive mittlerw eile geklärten Punkten zu unterscheiden, damit der Streitgegenstand genau definiert werden ka nn. Gemäss bundesgerichtlicher Recht- sprechung (BGE 129 III 186 E. 2.1; BGE 129 III 693 E. 3) können die Begriffsbestimmungen von Art. 6-10 BGBB zum Gegenstand einer Feststellungsverfügung gemacht werden. 3.2 Unbestritten ist die Berechnung der SAK durch die Vorinstanzen insoweit, als es um die Berücksichtigung der landwirtschaftlichen Grundstücke des Beschwerdeführers geht. Eben- so ist unbestritten, dass der Beschwerdeführer im Jahr 20 06 keine eigenen Grossvieheinheiten gehalten hat und dass mit den bestehenden Gebäuden und Anlagen im Jahr 2006 keine Tier- haltung möglich gewesen wäre. Vom Bundesgericht entsc hieden ist weiter der einzusetzende Faktor für die Futtergewinnung bei der SAK Berechnung . Die Futtergewinnung kann nicht zum Faktor für die Nutztiere von 0.043 SAK pro Grossviehei nheit (GVE) eingesetzt werden, sondern nur zum Faktor für landwirtschaftliche Nutzfläche von 0. 028 SAK pro ha, selbst wenn das ge- wonnene Futter tatsächlich von Grossvieh gefressen werden sollte. Auf einem viehlosen Betrieb auf dem keine oder keine nutzbaren Ställe vorhanden sind, ist auf die Fläche allein abzustellen, das heisst der höhere Berechnungsfaktor für Nutztiere dar f nur angewendet werden, wenn die Nutztiere auf dem Betrieb selbst gehalten werden (Urteil des Bundesgerichts 5A_345/2012 vom 20. September 2012 E. 4.4). Schliesslich wurde die wir tschaftliche Tragbarkeit nach Art. 7 Abs. 4 lit. b BGBB des ursprünglichen Betriebskonzeptes (Haltu ng von 10 Mutterkühen mit Kälbern und Futtergewinnung und Verkauf) für den Betrieb de s Beschwerdeführers vom Bundesgericht verneint (Urteil des Bundesgerichts 5A_345/2012 vom 20. September 2012 E. 5.4) und steht im Übrigen vorliegend – weil mit dem Konzept „N.____“ im November 2012 eine neues Betriebs- konzept eingereicht wurde – nicht mehr zur Diskussion. 3.3 Strittig dagegen ist vorliegend die Frage, ob die Vorinstanzen zu Recht keine neue Berechnung der SAK gestützt auf das Betriebskonzept „N. ____“ vorgenommen haben. In die- sem Zusammenhang ist insbesondere umstritten, ob das Betr iebskonzept „N.____“ landesüb- lich im Sinne des Gesetzes ist. Ist diese Frage zu vernei nen, wurde von den Vorinstanzen zu Recht keine neue SAK Berechnung gestützt auf das Konzept „N.____“ vorgenommen, da die Voraussetzung „landesüblich“ sowohl in Anwendung von Art. 7 Abs. 1 BGBB als auch von Art. 7 Abs. 4 lit. b BGBB gegeben sein muss (Urteil des Bundesg erichts 5A_345/2012 vom 20. Sep- tember 2012 E. 5.3). 4.1 Im Verwaltungsverfahren und im Verwaltungsbeschwer deverfahren gilt der Grundsatz der Untersuchung des Sachverhalts von Amtes wegen (sog. U ntersuchungsmaxime). Dieser besagt, dass die Behörde von sich aus für die richtige und vollständige Abklärung des ent- scheidwesentlichen Sachverhalts besorgt sein muss und sich ni cht mit den Parteivorbringen Seite 9 http://www.bl.ch/kantonsgericht begnügen darf. Die Sachverhaltsdarstellung und die Be weisanträge der Parteien binden die Behörde nicht. Sie kann und soll aus eigener Initiat ive fehlende Sachverhaltselemente ergän- zen und die Beweismittel vervollständigen (MICHAEL PFEIFER , Der Untersuchungsgrundsatz und die Offizialmaxime im Verwaltungsverfahren, Basel und Stuttgart 1980, S. 82 ff.). Der Untersu- chungsgrundsatz ändert aber nichts an der Verteilung der materiellen Beweislast, das heisst an der Regelung der Folgen der Beweislosigkeit: Der Entsch eid fällt zu Ungunsten jener Partei aus, die aus dem unbewiesen gebliebenen Sachverhalt Re chte ableiten wollte (BGE 135 II 161 E. 3 ). Der Untersuchungsgrundsatz ist im basellandschaftlichen Recht für das verwaltungsinter- ne (Beschwerde-)Verfahren gemäss § 9 des Verwaltungsver fahrensgesetzes (VwVG BL) vom 13. Juni 1988 gewährleistet. 4.2 Der Untersuchungsgrundsatz wird durch die Mitwirkun gspflicht der Parteien relativiert (HÄFELIN /M ÜLLER /U HLMANN , a.a.O., Rz 1626 ff.). § 16 Abs. 1 VwVG BL verpflichte t die Parteien denn auch, an der Ermittlung des Sachverhaltes mitzuwir ken. Die Mitwirkungspflicht gilt vorab für solche Tatsachen, welche eine Partei besser kennt als die Behörden und welche diese ohne ihre Mitwirkung gar nicht oder nicht ohne vernünftige n Aufwand erheben können (BGE 128 II 139 E. 2b; BGE 124 II 365 E. 2b). 4.3 Der Beschwerdeführer führt aus, dass das LZE das SBV-G utachten in seiner Verfügung vom 1. März 2013 nicht hätte berücksichtigen dürfen und macht in diesem Zusammenhang eine Verletzung der Untersuchungsmaxime geltend. Beim erwäh nten SBV-Gutachten handelt es sich um ein Gerichtsgutachten im Rahmen eines zivilrechtli chen Verfahrens, in welchem die sich im vorliegenden Zusammenhang stellenden Fragen vorfr ageweise untersucht wurden. Es sind keine Gründe ersichtlich, die es dem LZE untersagt hätten, das Gerichtsgutachten in seine Erwägungen miteinzubeziehen. Im Gegenteil war das LZE aufgrund der geltenden Untersu- chungsmaxime und der damit verbundenen freien Beweiswürd igung verpflichtet, dieses Be- weismittel zu berücksichtigen. Auch das Bundesgericht ist der Ansicht, dass das SBV- Gutachten zur Bestimmung der SAK für den Betrieb des Beschwerdeführers für das Jahr 2006 tauglich ist (Urteil des Bundesgerichts 5A_345/2012 vom 2 0. September 2012). Im Übrigen ist darauf hinzuweisen, dass der Beschwerdeführer auch im Rah men der Untersuchungsmaxime einer Mitwirkungspflicht unterliegt und deshalb jederze it hätte aufgefordert werden können, das entsprechende Gutachten zur Verfügung zu stellen. 4.4 Der Beschwerdeführer macht weiter geltend, dass sich die Verfügung des LZE vom 1. März 2013 zu Unrecht ausschliesslich auf das SBV-Gutacht en stütze. Vielmehr hätten im Zusammenhang mit der Berechnung der SAK weitere Betr iebskonzepte zumindest geprüft wer- den müssen. Die diesbezüglichen Vorbringen des Beschwerdeführers können nicht gehört wer- den. Das SBV-Gutachten kommt in überzeugender Weise zum Schluss, dass für den Betrieb des Beschwerdeführers als einziges landesübliches Betriebskonzep t die Mutterkuhhaltung (17 Mutterkühe mit Kälbern) in Frage komme. Dieses er fordere eine SAK von 0.944, sei aller- dings für den Betrieb wirtschaftlich nicht tragbar. Zu dieser Schlussfolgerung kommt das SBV- Gutachten, nachdem es andere potenzielle Betriebskonzepte erwähnt und in nachvollziehbarer Weise darlegt, weshalb diese für den Betrieb des Besch werdeführers nicht in Frage kommen. Die gemäss SBV-Gutachten für den Betrieb des Beschwerde führers im Hinblick auf die SAK- Seite 10 http://www.bl.ch/kantonsgericht Berechnung optimalste Lösung wurde deshalb – entgege n den Aussagen des Beschwerdefüh- rers – unter umfassender Berücksichtigung von anderen mög lichen Konzepten durch den Fachexperten festgelegt. Soweit der Beschwerdeführer in diesem Zusammenhang unter Ver- weis auf sein Schreiben vom 18. Januar 2013 weiter rüg t, das LZE habe seine angebotene Mitwirkung nie angenommen, ist festzuhalten, dass das LZE dieses Schreiben in seiner Verfü- gung vom 1. März 2013 erwähnte und damit Kenntnis davo n hatte. Es ist nicht Aufgabe der verfügenden Behörde, über die vom Gesuchsteller einger eichten Informationen hinaus, sämtli- che in Frage kommenden Möglichkeiten für den Gesuchstell er zu prüfen, welche die Bewilli- gungsvoraussetzungen erfüllen könnten. Im Übrigen hält der Beschwerdeführer sowohl vor dem Regierungsrat als auch vor dem Kantonsgericht ausschliessli ch am Betriebskonzept „N.____“ fest und zeigt in keinem Stadium des vorliegenden Verf ahrens auf, welche anderen Betriebs- konzepte für seinen Betrieb angeblich geeignet wären u nd deshalb hätten berücksichtigt wer- den müssen. Zusammenfassend ist daher festzuhalten, dass die angefochtene Verfügung des LZE vom 1. März 2013 den formalen gesetzlichen Anforderu ngen nach § 18 Abs. 1 VwVG BL entspricht. 5.1 Es bleibt zu prüfen, ob gestützt auf das Betriebskon zept „N.____“ zu Recht keine SAK Berechnung vorgenommen wurde. 5.2 Für die Berechnung der SAK ist Art. 7 BGBB massge bend. Gemäss Art. 7 Abs. 1 BGBB in der für das Jahr 2006 geltenden Fassung gilt als land wirtschaftliches Gewerbe eine Gesamt- heit von landwirtschaftlichen Grundstücken, Bauten und An lagen, die als Grundlage der land- wirtschaftlichen Produktion dient und zu deren Bewirtscha ftung, wenn sie landesüblich ist, min- destens drei Viertel einer SAK nötig sind. Im Weiteren hält Art. 7 Abs. 1 BGBB fest, dass der Bundesrat die Faktoren und die Werte für die Berechnun g der SAK in Abstimmung mit dem Landwirtschaftsrecht festlegt, denn die SAK ist auch ein wichtiges Kriterium für andere Bereiche des Landwirtschaftsrechts (so insbesondere für die Ausrich tung der Direktzahlungen sowie von Betriebshilfedarlehen und Investitionshilfen). Gemäss Ar t. 2a Abs. 1 der Verordnung über das bäuerliche Bodenrecht (VBB) vom 4. Oktober 1993 gelten für die Festlegung der Betriebsgrös- se nach Standardarbeitskräften die Faktoren von Art. 3 der Verordnung über landwirtschaftliche Begriffe und die Anerkennung von Betriebsformen (LBV ) vom 7. Dezember 1998. Ergänzend sind die in Art. 2a Abs. 2 VBB bestimmten Faktoren und Zuschläge zu berücksichtigen (Urteil des Bundesgerichts 2C_450/2009 vom 10. Februar 2011 E. 3.1.1). Art. 7 BGBB, Art. 2a VBB und Art. 3 LBV zählen die Berechnungsgrundlagen für die SAK vollständig und abschliessend auf. Die SAK ist ein Mass für die arbeitswirtschaftliche Betriebsgrösse. Art. 3 Abs. 1 LBV be- schreibt die SAK als eine Einheit für die Erfassung des gesamtbetrieblichen Arbeitszeitbedarfs mit Hilfe standardisierter Faktoren. 5.3 Der Bedarf an Standardarbeitskräften entspricht ei nem standardisierten Arbeitsauf- wand, nämlich jenem bei landesüblicher Bewirtschaftung ( EDUARD HOFER , in: Das Bäuerliche Bodenrecht, Kommentar zum BGBB, 2. Auflage, Brugg 20 11, Art. 7 N 41). Für die Berechnung der SAK eines Betriebs werden deshalb die bei landesübl icher Bewirtschaftung vorhandenen Nutzflächen (in Hektaren/ha) und die gehaltenen Nutzt iere (in Grossvieheinheiten/GVE) je mit den entsprechenden Faktoren multipliziert und anschli essend unter Hinzurechnung allfälliger Seite 11 http://www.bl.ch/kantonsgericht Zuschläge (z.B. für Hanglagen) addiert (Urteil des Bund esgerichts 5A_345/2012 vom 20. Sep- tember 2012 E. 4.2 mit weiteren Hinweisen; E DUARD HOFER , a.a.O., Art. 7 N 42d). Die Voraus- setzung „landesüblich“ nach Art. 7 Abs. 1 BGBB ist neben d em Anwendungsbereich von Art. 7 Abs. 1 BGBB auch in Anwendung von Art. 7 Abs. 4 lit. b BGBB zu beachten und verdeutlicht, dass es – sowohl für die Beurteilung des Arbeitsaufwande s als auch der Frage, ob ein landwirt- schaftliches Gewerbe vorliegt – um eine objektivierte Betr achtungsweise geht und dass für die Berücksichtigung der Absichten des Betreibers beziehungswei se Übernehmers als subjektives Element kein Raum mehr bleibt. Es ist deshalb auf durc hschnittliche Bewirtschaftungsformen abzustellen und nicht auf ausgefallene Einzelfälle (BG E 137 II 182 E. 3.1.3; Urteil des Bundes- gerichts 2C_450/2009 vom 10. Februar 2011 E. 3.1.3; E DUARD HOFER , a.a.O., Art. 7 N 101a 101b und 113). Weil die SAK ein standardisiertes Mass fü r die wirtschaftliche Betriebsgrösse ist, setzt ihre Berechnung voraus, dass dieser eine landesübliche Bewirtschaftung im Sinne des BGBB zugrunde liegt (BGE 137 II 182 E. 3.1.3). Die A nforderung der landesüblichen Bewirt- schaftung für die Berechnung des Arbeitsbedarfs wurde in Art. 7 Abs. 1 BGBB zusammen mit der SAK aufgenommen und ist seit dem 1. Januar 1994 in Kraft (EDUARD HOFER , a.a.O., Art. 7 N 101a und 101b). 5.4 Der Hinweis auf die landesübliche Bewirtschaftung soll verdeutlichen, dass es um eine objektivierte Betrachtungsweise geht und eine ungewöhn liche Bewirtschaftungsart nicht mass- geblich ist. Landesüblich können Produktionstechniken un d Verfahren sein. Was ein Betrieb produziert, richtet sich vor allem nach den Standortbedi ngungen wie Klima, Bodenverhältnisse, Hangneigung und Verkehrslage. Die Produktionsprogramme der Betriebe sind deshalb nicht im ganzen Land gleich, sondern von Region zu Region verschieden. Diesbezüglich ist, was ortsüb- lich ist, auch landesüblich (E DUARD HOFER , a.a.O., Art. 7 N 101a). Selbstredend kann nur eine rechtmässige Bewirtschaftungsform landesüblich sein (Urteil des Bundesgerichts 2C_450/2009 vom 10. Februar 2011 E. 3.2.1.1). Im Urteil 5A.12/20 04 vom 22. Juli 2004 bestätigte das Bun- desgericht, dass in Bezug auf die Definition „landwirt schaftliches Gewerbe“ darauf abzustellen ist, ob ein Betrieb – von objektiver Warte aus – ein M indestmass an Arbeitskraft abverlange oder nicht. In Bezug auf Spezialkulturen (z.B. Beeren) führte das Bundesgericht aus, dass diese entsprechend den ortsüblichen Verhältnissen in die Be rechnung einzubeziehen seien. Weise die fragliche Gegend beispielsweise eine erhöhte Niederschlagsmenge und ein erhöhtes Hagel- risiko auf und ist dies für die entsprechenden Spezialkult uren ungeeignet, können diese Spezi- alkulturen nicht zu einem Durchschnittsbetrieb gerechnet werden. Im Zusammenhang mit Spe- zialkulturen sei der Rahmen zudem eng zu stecken, wenn bisher auf dem Betrieb keine solchen Kulturen vorhanden gewesen seien (Urteil des Bundesger ichts 5A.12/2004 vom 22. Juli 2004 E. 3.3.3). In Bezug auf Kulturen, die Klima und Bode n angepasst sein müssen, ist daher nach bundesgerichtlicher Rechtsprechung auf die örtlichen Verhä ltnisse abzustellen. Schliesslich muss das geltend gemachte Betriebskonzept als Ganzes, das heisst in seiner Gesamtheit be- trachtet, landesüblich sein. 5.5 Nachdem das Bundesgericht mit Urteil 5A_345/2012 vom 20. September 2012 bestätig- te, dass das ursprüngliche Konzept (Mutterkuhhaltung) fü r den Betrieb des Beschwerdeführers nach Art. 7 Abs. 4 lit. b BGBB wirtschaftlich nicht tragbar sei (was der Beschwerdeführer anläss- lich der Parteiverhandlung vom 22. Januar 2014 auch nich t bestritt), wurde im November 2012 Seite 12 http://www.bl.ch/kantonsgericht von M.____ (Kaufinteressent für den Hof L.____) beim LZE ein neues Betriebskonzept (bekannt unter dem Namen „N.____“) eingereicht. Dieses Konzept „N.____“ beinhaltet die Bewirtschaf- tung mit 40 Schafen (Shropshire-Schafen) sowie die Erstellung von 2 ha Beerenkulturen (Him- beeren, Brombeeren und Erdbeeren) und 2 ha Christbau mkulturen. Sowohl das LZE als auch der Regierungsrat beurteilten das Konzept „N.____“ zwar als eine mögliche, nicht aber landes- übliche Bewirtschaftung. Auch wenn das in Frage stehende Betriebskonzept als Ganzes lan- desüblich sein muss (vgl. E. 5.10 f. hiernach), wird im Folgenden kurz auf die einzelnen Teil- konzepte gemäss Betriebskonzept „N.____“ eingegangen. 5.6 Bei den Beeren, welche auf 2 ha angebaut werden sollten, handelt es sich um Spezial- kulturen gemäss Art. 15 Abs. 1 LBV, welche entsprechend den ortsüblichen Verhältnissen in die Berechnung einzubeziehen sind. Bei Spezialkulturen gilt als landesüblich, was ortsüblich ist. Dabei ist der Rahmen eng zu stecken, wenn bisher auf d em Betrieb keine solchen Kulturen vorhanden gewesen sind (Urteil des Bundesgerichts 5A.12/2 004 vom 22. Juli 2004 E. 3.3.3; EDUARD HOFER , a.a.O., Art. 7 N 101b). Die Anbauflächen von Beere n seien – gemäss Ausfüh- rungen des Regierungsrates in seiner Stellungnahme vom 9. Oktober 2013 – im Kanton Basel- Landschaft mit 0.15 % der landwirtschaftlichen Nutzflä che sehr bescheiden. Nur gerade 3.6 % aller Betriebe im Kanton Basel-Landschaft würden Beer en anbauen. Zudem befinde sich der Anbau von Beeren schwerpunktmässig in den dafür klimatisch besseren Lagen in der Nähe der Stadt Basel. Der Betrieb des Beschwerdeführers liegt in der Klimaregion O.____, welche ge- mäss der Klimaeignungskarte für die Landwirtschaft in de r Schweiz für den Kunstfutterbau und teilweise auch für den Ackerbau gut geeignet ist. Grosse Bedeutung haben auch die Naturwie- sen. Spezialkulturen sind in dieser Klimaregion dagegen nur wenig begünstigt (SBV-Gutachten, S. 19 f.; Klimaeignungskarte im Internet abrufbar unt er: http://www.blw.admin.ch/dienstleistungen/00334/00336/ zuletzt besucht am 3. Juni 2015). 5.7 Im Urteil 5A.12/2004 hatte das Bundesgericht den Anbau von Spezialkulturen (Schnitt- blumen, Erdbeeren und Obstanlagen) für die Klimaregi on A4 zu beurteilen. Gemäss der Klima- eignungskarte für die Landwirtschaft in der Schweiz eig nen sich in der Klimaregion A4 Spezial- kulturen für die landwirtschaftliche Nutzung in den daf ür geeignete Boden und Lagen. Trotz der grundsätzlichen Eignung schützte das Bundesgericht den Erme ssensentscheid des Verwal- tungsgerichts, welches die Anlage von Spezialkulturen als nicht ortsüblich angesehen und bei der Berechnung der SAK ausser Acht gelassen hat (Urteil des Bundesgerichts 5A.12/2004 vom 22. Juli 2004 E. 3.3.3). Für die vorliegende Klimar egion O.____ ist der Anbau von Spezialkultu- ren – anders als in der Klimaregion A4 – wenig begünst igt, was bereits aufgrund der Höhenlage des Betriebes des Beschwerdeführers nachvollziehbar ist. Ge mäss Beschluss des Regierungs- rates vom 2. Juli 2013 seien entsprechende Kulturen am S tandort des Betriebes des Be- schwerdeführers bislang auch nicht vorhanden gewesen. Di es bedeutet nicht, dass es grund- sätzlich nicht möglich ist, trotzdem Beerenkulturen anzubau en. Sind aber gewisse Kulturen in einer konkreten Klimaregion für die landwirtschaftliche Nutzung wenig geeignet, können sie für diese Region auch nicht als orts- respektive landesüblich im Sinne des BGBB gelten. Zu die- sem Schluss kommt auch das SBV-Gutachten, welches unter dem Titel „ortsübliche Bewirt- schaftung Region I.____“ bestätigt, dass der Hof des Beschw erdeführers gemäss Klimaeig- nungskarte in der Zone O.____ liege, in welcher Spezi alkulturen wenig begünstigt seien. Des- Seite 13 http://www.bl.ch/kantonsgericht halb sei der Anbau von Spezialkulturen in dieser Kli mazone als ortsübliches Bewirtschaftungs- konzept nicht geeignet (SBV-Gutachten, S. 19 f.). Der Anbau von Beeren gemäss dem Be- triebskonzept „N.____“ ist damit vorliegend nicht orts- und damit auch nicht landesüblich. 5.8 Daran ändert auch nichts, wenn der Beschwerdeführ er zwei Betriebe aufführt, die im Umkreis des Betriebes des Beschwerdeführers (ca. 10 und 11 km entfernt) teilweise die glei- chen Betriebskonzepte verfolgen. Die Festlegung von all gemeingültigen Richtwerten, welche den ortsüblichen Bewirtschaftungsbereich in Kilometer d efinieren, würde Rechtssicherheit schaffen, wäre aber nur zulässig, wenn effektiv für eine Region festgestellt werden kann, dass die Landwirte bezüglich der Distanz zu den entferntesten Parzellen in der Regel eine bestimmte Grössenordnung nicht überschreiten (E DUARD HOFER , a.a.O., Art. 7 N 121). Im Übrigen kann ein ortsüblicher Bewirtschaftungsbereich nicht allgemei n definiert werden. Die Festlegung des ortsüblichen Bewirtschaftungsbereichs erfordert vielmehr grundsätzlich eine Erfassung der örtli- chen Verhältnisse, was – das Vorhandensein allgemeiner Ri chtwerte vorbehalten – eine Beur- teilung im Einzelfall zur Festlegung des ortsüblichen Be wirtschaftungsbereichs unumgänglich macht (EDUARD HOFER , a.a.O., Art. 7 N 121). 5.9 Was die Kritik des Beschwerdeführers im Hinblick auf d ie enge Auslegung des Begriffs „Landesüblichkeit“ betrifft, ist diesem darin beizupfl ichten, dass wenn Kuhhaltung als solche als landesüblich gilt, es nicht durchaus einleuchtet, weshalb dann bei Vorliegen einer bestimmten Kuhrasse (konkret Jersey Kühe) die Landesüblichkeit trotzdem verneint wird. Die Frage kann aber vorliegend offengelassen werden, da weder das LZE in seiner Verfügung vom 1. März 2013 noch der Regierungsrat mit Beschwerdeabweisung vom 2. Juli 2013 die Landesüblichkeit des Betriebskonzeptes „N.____“ mit Bezug auf die Schafsr asse (Shropshire-Schafe) verneint hatten. Dagegen führt der Regierungsrat in seiner St ellungnahme vom 9. Oktober 2013 in Be- zug auf das Teilkonzept Schafhaltung aus, dass von den 7' 453 im Kanton Basel-Landschaft gehaltenen Schafen ein Grossteil nur hobbymässig gehalten würde. Berücksichtige man nur die Schafe in Beständen mit über 30 Muttertieren – was zwar als gross erscheinen möge, jedoch mit umgerechnet 5 GVE nur knapp als erwerbsmässige Schafhaltung bezeichnet werden könne – sei die erwerbsmässige Schafhaltung, welche lediglich vo n 3.52% aller Betriebe im Kanton Basel-Landschaft betrieben werde, nur gering verbrei tet. Ein Vergleich zwischen den Jahren 2000 und 2012 zeige, dass die Anzahl Schafe nur leicht zugenommen habe, während die Zahl der Schafhalter dagegen markant abgenommen habe. Zude m sei dem LZE in den letzten fünf Jahren kein Betrieb bekannt, der bei der Aufgabe der M ilchproduktion (rund 25 gaben pro Jahr die Milchproduktion auf und stellten auf Tierhaltung u m) auf Schafhaltung als Haupterwerbsbe- triebszweig umgestiegen wären. Die Mehrheit habe auf Mutterkuhhaltung umgestellt. 5.10 Es ist unbestritten, dass im Kanton Basel-Landschaft sowohl die Schafhaltung als auch der Anbau von Christbäumen möglich sind und auch vorkomm en. Die Frage, ob diese Teilkon- zepte für den Betrieb des Beschwerdeführers und jeweils isoliert für sich betrachtet, landesüb- lich sind, muss dagegen – weil das Betriebskonzept „N.___ _“ als Gesamtkonzept landesüblich im Sinne des BGBB sein muss – nicht abschliessend beantwor tet werden. Vielmehr bleibt des- halb noch zu prüfen, ob das Betriebskonzept „N.____“ als Gesamtkonzept landesüblich ist. Seite 14 http://www.bl.ch/kantonsgericht 5.11 Beim Betriebskonzept „N.____“ ist nicht entscheid end, ob Schafhaltung, Beerenkultur respektive Anbau von Christbäumen je für sich betrachtet als orts- und damit auch landesüblich anzusehen sind, sondern vielmehr, ob diese konkrete Kombi nation von Bewirtschaftungskon- zepten einer landesüblichen Bewirtschaftung entspricht. Selbst wenn nämlich mit einem speziell zusammengesetzten Betriebskonzept insgesamt eine SAK von 0.75 erreicht würde, kann das entsprechende Gesamtkonzept nicht als landesüblich anges ehen werden, wenn es sich in der Kombination der einzelnen Teile um eine ganz spezifisch e und spezielle Bewirtschaftungsart handelt, die objektiv nicht dem Üblichen entspricht. Di e zahlreichen Konsequenzen, welche die Rechtsordnung an das Vorliegen eines landwirtschaftlichen Gewerbes im Sinne von Art. 7 BGBB knüpft (Direktzahlungen, Zerstückelungsverbot, Belastun gsgrenze, Vorkaufsrechte, spe- zielle erbrechtliche Behandlung usw.), machen das Vorlie gen eines landesüblichen Gesamt- konzeptes unabdingbar, da dieses über den Einzelfall h inaus den Anforderungen an ein land- wirtschaftliches Gewerbe und den daran angeknüpften re chtlichen Konsequenzen entsprechen muss. Es wäre deshalb mit der Rechtssicherheit und der rat io legis des BGBB nicht zu verein- baren, wenn durch eine Kombination von spezifischen un d speziellen Teilkonzepten im Einzel- fall bewusst ein landesübliches und damit – sofern die weiteren Voraussetzungen erfüllt sind – ein landwirtschaftliches Gewerbe konstruiert werden könnt e. Das Konzept „N.____“ ist als Ge- samtkonzept nicht landesüblich. Vielmehr wirkt die ihm zu Grunde liegende Kombination der einzelnen Teilkonzepte bewusst so konstruiert, damit die er forderliche SAK von 0.75 erreicht wird. Damit stellt das Konzept „N.____“ zwar ohne weite res eine mögliche, nicht aber eine lan- desübliche Bewirtschaftungsform im Sinne des BGBB dar. 6. Zusammenfassend ist festzuhalten, dass das LZE gestützt a uf das Betriebskonzept „N.____“ zu Recht keine SAK Berechnung vorgenommen hat , weil dieses nicht landesüblich ist. Die Verfügung vom 1. März 2013 ist auch materiell nicht zu beanstanden, womit sie vollumfäng- lich abzuweisen ist. 7.1 Es bleibt über die Kosten zu befinden. Gemäss § 20 Abs. 1 VPO ist das Verfahren vor Kantonsgericht kostenpflichtig. Die Verfahrenskosten umf assen die Gerichtsgebühren und die Beweiskosten und werden in der Regel in angemessenem Au smass der ganz oder teilweise unterliegenden Partei auferlegt (§ 20 Abs. 3 VPO). A ngesichts des Ausgangs des Verfahrens sind die Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 1'800.-- dem Beschwerdeführer aufzuerlegen und mit dem geleisteten Kostenvorschuss in der Höhe von Fr. 1'800.-- zu verrechnen. 7.2 Der ganz oder teilweise obsiegenden Partei kann g estützt auf § 21 Abs. 1 VPO für den Beizug einer Anwältin oder eines Anwalts eine angemesse ne Parteientschädigung zu Lasten der Gegenpartei zugesprochen werden. Dem Kanton wird keine Parteientschädigung zuge- sprochen (§ 21 Abs. 2 VPO), weshalb die Parteikosten wettzuschlagen sind. Seite 15 http://www.bl.ch/kantonsgericht Demgemäss wird e r k a n n t : ://: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 2. Die Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 1'800.-- w erden dem Be- schwerdeführer auferlegt und mit dem geleisteten Koste nvorschuss in der Höhe von Fr. 1'800.-- verrechnet. 3. Die Parteikosten werden wettgeschlagen. Vizepräsident Gerichtsschreiber Gegen diesen Entscheid wurde am 12. August 2015 Beschwerde beim Bundesgericht (2C_715/2015) erhoben.