B u n d e s v e rw a l t u n g s g e r i ch t T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i f f éd é r a l T r i b u n a l e am m i n i s t r a t i vo f e d e r a l e T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i v fe d e r a l Abteilung III C-503/2012 U r t e i l v o m 2 4 . S e p t e m b e r 2 0 1 2 Besetzung Richter Daniel Stufetti (Vorsitz), Richter Vito Valenti, Richterin Franziska Schneider, Gerichtsschreiberin Karin Wagner. Parteien X._______, vertreten durch Y._______, Zustelladresse: Z._______, Beschwerdeführer, gegen IV-Stelle für Versicherte im Ausland IVSTA, Ave- nue Edmond-Vaucher 18, Postfach 3100, 1211 Genf 2, Vorinstanz. Gegenstand Invalidenrente, Verfügung der IVSTA vom 6. Dezember 2011. C-503/2012 Seite 2 Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest und erwägt, dass die I V-Stelle für Versicherte im Ausland ( im Folgenden : IVSTA oder Vorinstanz ) mit Verfügung vom 6. Dezember 2011 das Gesuch von X._______ (im Fo lgenden: Beschwerdeführer), italienischer Staatsangehöriger, wohnhaft in Italien, um Gewährung einer In validen- rente abwies (vgl. act. 1 / 2 ), dass der Beschwerdeführer diese Verfügung mit Beschwerde vom 27. Januar 2012 anfocht und sinngemäss beantragte, die Verfügung sei aufzuhe ben und ihm sei weiterhin eine ganze Rent e der Invalide n- versicherung aus zurichten, eventualiter sei die Sache zur Durchfü h- rung weiterer Abklärungen an die Vorinstanz zurückzuweisen (vgl. act. 1), dass er in verfahrensrechtlicher Hi nsicht um Gewährung der unentgel t- lichen Prozessführung und Verbeiständung ersuchte, dass die IVSTA mit Vernehmlassung vom 3. Juli 2012 unter Bezu g- nahme auf den Bericht des ärztlichen Dienstes der IV -Stelle vom 4. Mai 2012 (vgl. act. IVSTA 85) und 14. Juni 2012 (vgl. act. I VSTA 87) beantragte, die Beschwerde sei gutzuheissen, die ange fochtene Ve r- fügung aufzuheben und die Sache im Sinne der erwähn ten Stellun g- nahme an die Verwaltung zurückzuweisen, dass das Bundesverwaltungsgericht gemäss Art. 31 des Verwalt ungs- gerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (VGG, SR 173.32) in Verbindung mit Art. 69 Abs. 1 Bst. b des Bundesgesetzes über die Invalidenversi - cherung vom 19. Ju ni 1959 (IVG, SR 831.20) zur Be urteilung von Be - schwerden gegen Verfügun gen der IVSTA zuständig is t, und vorlie - gend keine Ausnahme im Sinne von Art. 32 VGG vorliegt, dass der Beschwerdeführer im Si nne von Art. 59 des Bundesgeset zes vom 6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversi - cherungsrechts (ATSG, SR 830.1) beschwerdelegitimiert ist, dass die Beschwerde formgerecht und fristgerecht ein gereicht wurde (Art. 52 des Bun desgesetzes vom 20. Deze mber 1968 über das Ve r- waltungs verfahren [VwVG, SR 172.021], Art. 60 Abs. 1 ATSG) und s o- mit auf die Beschwerde einzutreten ist, dass Dr. H._______ des ärztlichen Dienstes der IV -Stelle in seiner Stellungnahme vom 4. Mai 2012 und 14. Juni 2012 darauf hinwies, C-503/2012 Seite 3 dass aus dem psychiatrischen Gutachten von Dr. B ._______ nicht he r- vorgehe, inwieweit die psychischen Beschwerden des Beschwerdefü h- rers seine Arbeitsfähigkeit einschränken würden und er das Einholen eines internistischen Gutachtens notwendig erachte, dass sich die IVSTA in ihrer Stellungnahme vom 3. Juli 2012 der Beu r- teilung des ärztlichen Dien stes anschloss und sinngemäss beantragte, die Besch werde sei gutzuheissen, die angefochtene Verfügung sei aufzuheben und die Sache im Sinne der erwähnten Stellungnahme an die Verwaltung zurückzuweisen und damit sinngemäss fest stellte, dass die Verfügung vom 6. Dezember 2011 auf einem mangelhaft eruierten medizinischen Sachverhal t beruhte und sich die Durchfüh rung ergä n- zender mediz inischer Abklärungen als notwen dig erweist, dass sich der Beschwerdefü hrer in seiner Replik vom 31. Juli 2012 dem Antrag der Vorinstanz anschloss, dass nach Einsicht in die Akten f ür das Bundesverwaltungsgericht kei - ne Anhaltspunkte ersichtlich sind, weshalb dem übereinstimmenden Antrag der Parteien nicht entsprochen werden sollte, dass Art 49 Bst. b VwVG die unvollständige Feststellung des rechtser - heblichen Sachverhalts ausdrückli ch als Beschwerdegrund nennt, dass eine Sache gemäss Art. 61 Abs. 1 VwVG mit verbindlichen Wei - sungen an die Vorinstanz zurückgewiesen werden kann, dass die Beschwerde deshalb gutzuheissen, die angefochtene Verfü - gung vom 6 Dezember 2011 aufzuheben und die Sache zur ergänzen- den Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts , zur allfälligen neuen Begutachtung und zum Erlass einer neuen Ver fügung an die Vorinstanz zurückzuweisen ist, dass eine Rückweisung praxisgemäss als Obsiegen der Beschwerde führenden P artei gilt (BGE 132 V 215 E. 6), dass bei diesem Ausgang des Verfahrens keine Verfahrenskosten auf - zuerlegen sind (Art. 63 Absätze 1 und 2 VwVG), womit das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung gegenstandslos wird, dass die Beschwerdeinsta nz gemäss Art. 64 Abs. 1 VwVG der ganz oder teilweise obsiegenden Partei von Amtes wegen oder auf Begeh -C-503/2012 Seite 4 ren eine Entschädigung für ihr erwachsene notwendige und verhältnis - mässig hohe Kosten zusprechen kann, dass dem vertretenen Beschwerdeführer unter Berü cksichtigung des notwendigen Aufwandes eine Parteientschädigung von pauschal Fr. 2'200.- (inkl. Auslagen, ohne Mehrwertsteuer [vgl. Art. 9 Abs. 1 in Verbindung mit Art. 10 Abs. 2 VGKE resp. Art. 1 Abs. 2 in Verbindung mit Art. 8 des Mehrwertsteuergesetzes vom 2. September 1999 [MWSTG, SR 641.20]) auszurichten ist. Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 1. Die Beschwerde wird insoweit gutgeheissen, als die Verfügung vom 6. Dezember 2011 aufgehoben und die Sache an die Vorinstanz zurüc k- gewiesen wird, damit diese nach erfolgter Abklärung im Sinne der Erw ä- gungen über den Leistungsanspruch neu verfüge. 2. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. 3. Dem Beschwerdeführer wird zu Lasten der Vorinstanz eine Parteien t- schädigung von Fr. 2'200.-- exkl. MwST zugesprochen. 4. Dieses Urteil geht an: – den Beschwerdeführer (Gerichtsurkunde) – die Vorinstanz (Ref-Nr. ______; Gerichtsurkunde) – Bundesamt für Sozialversicherungen Für die Rechtsmittelbelehrung wird auf die nächste Seite verwiesen. Der vorsitzende Richter: Die Gerichtsschreiberin: Daniel Stufetti Karin Wagner C-503/2012 Seite 5 Rechtsmittelbelehrung: Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen nach Eröffnung beim Bun- desgericht, Schweizerhofquai 6, 600 4 Luzern, Beschwerde in öffentlich - rechtlichen Angelegenheiten geführt werden, sofern die Voraussetzungen gemäss den Art. 82 ff., 90 ff. und 100 des Bundesgeri chtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (BGG, SR 173.110) gegeben sind. Die Rechtsschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismittel und die U n- terschrift zu enthalten. Der angefochtene Entscheid und die Beweismittel sind, soweit sie der Beschwerdeführer in Händen hat, beizulegen (Art. 42 BGG). Versand: