<h2>SubmittedText<h2><p>Schweizer Wissenschaftler warnen seit Jahren vor der dramatischen Ausbreitung des resistenten Keims MRSA CC398 (Methicillin-resistente Staphylococcus aureus): Kranke Bauern mit ständigem Schweinekontakt und deren Familien müssten künftig speziell auf den Erreger abgeklärt und behandelt werden.</p><p>- In wie vielen Schweizer Spitälern geschieht dies heute bereits?</p><p>- Wie viele Personen müssen wegen der erhöhten Gefahr einer Übertragung von multiresistenten Erregern isoliert behandelt werden?</p><p>- Was tut der Bund zur Vermeidung der gefährlichen Entwicklung?</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Dem Bundesrat liegen keine Zahlen vor über in den Spitälern isolierte Patientinnen und Patienten aufgrund einer Besiedlung mit MRSA oder mit anderen multiresistenten Erregern. Die nationale Überwachung der Antibiotikaresistenzen zeigt jedoch, dass das Vorkommen von MRSA bei schweren Infektionen in den Schweizer Spitälern in den letzten 10 Jahren von 12,8 Prozent auf 4,4 Prozent zurückgegangen ist. Gemäss einer Studie aus dem Jahr 2018 ist der Anteil von nutztierassoziierten MRSA an allen MRSA, welche in Schweizer Spitälern nachgewiesen werden, sehr gering. Eine Besiedlung mit MRSA kann bei Spitaleintritt durch ein Screening festgestellt werden. Es liegt in der Verantwortung der Spitäler, bei Personen, die aufgrund ihres Berufes regelmässigen Kontakt zu Nutztieren haben, ein solches Screening durchzuführen. Im Rahmen der bundesrätlichen Strategien zu Antibiotikaresistenzen (Star) und zur Überwachung, Verhütung und Bekämpfung von Healthcare-assoziierten Infektionen (Strategie Noso) werden zurzeit Richtlinien für das Screening von Infektionen mit multiresistenten Keimen, darunter auch MRSA, erstellt und anschliessend den Spitälern kommuniziert.</p>