A bteilung II B -2204/2006 {T 0/2} U rteil vom 28. M ärz 2007 M itw irkung: R ichter Francesco Brentani (vorsitzender R ichter), R ichter R onald Flury, R ichterin Eva Schneeberger; G erichtsschreiber C orrado Bergom i. S., ____________ vertreten durch ________________, Beschw erdeführer gegen Schw eizerischer Verband Technischer K aderleute svtk, Berufsprüfung technische Kaufleute m it eidg. Fachausw eis, Prüfungsleitung, U ntere Sonnenbergstrasse 10, 9214 Kradolf, Erstinstanz, B undesam t für B erufsbildung und Technologie (B B T), Effingerstrasse 27, 3003 Bern, Vorinstanz betreffend B erufsprüfung B u n d e s v e rw a ltu n g s g e ric h t T rib u n a l a d m in is tra tif fé d é ra l T rib u n a le a m m in is tra tiv o fe d e ra le T rib u n a l a d m in is tra tiv fe d e ra l2 Sachverhalt: A. Im H erbst 2005 legte S. die Berufsprüfung für Technische Kaufleute ab. Am 13. O ktober 2005 teilte ihm der Schw eizerische Verband technischer Kaderfachleute (svtk; Prüfungsleitung der Berufsprüfung Technische Fachleute m it eidgenössischem Fachausw eis; nachfolgend Prüfungskom m ission) m it, er habe die Prüfung nicht bestanden. D em N otenausw eis ist zu entnehm en, dass seine Leistungen in den Fächern D eutsch, Volks- und Betriebsw irtschaftslehre sow ie Finanz- und R echnungsw esen m it den N oten 3,0, 3,8 und 3,5 bew ertet w urden und dass die von ihm erzielte Endnote 3,9 beträgt. G egen diesen Entscheid erhob S. am 11. N ovem ber 2005 sow ie m it Ergänzung vom 15. N ovem ber 2005 Beschw erde beim Bundesam t für Berufsbildung und Technologie (Bundesam t, Vorinstanz) und beantragte sinngem äss dessen Aufhebung. Bezüglich der Prüfung "Volks- und Betriebsw irtschaftslehre (schriftlich)" führte S. aus, die Prüfungsaufgaben im Fachgebiet U nternehm enslogistik seien - w ie dies im Ü brigen auch der entsprechenden Stellungnahm e der Prüfungskom m ission zu entnehm en sei - m it Fehlern behaftet, w elche ihn gleich w ie andere Prüfungskandidaten stark verunsichert hätten. D ie Prüfung im Fachgebiet Betriebsw irtschaftslehre sei zudem am gleichen Tag w ie diejenige im Fachgebiet U nternehm enslogistik durchgeführt w orden. D ie dadurch bei ihm ausgelöste N ervosität habe ihm einen ordnungsgem ässen Prüfungsablauf verunm öglicht. H insichtlich der Prüfung "Volks- und Betriebsw irtschaftslehre (m ündlich)" bem ängelte S., ihm sei das im Prüfungsreglem ent vorgesehene R echt nicht eingeräum t w orden, w onach ein Kandidat w ählen dürfe, m it w elchem der zw ei Teilfächer er beginnen m öchte. Ausserdem seien seine Leistungen nicht objektiv beurteilt w orden, denn er habe alle Fragen m it Ausnahm e derjenigen über die Preiselastizität zum indest im Ansatz richtig beantw ortet, w as eine ungenügende N ote nicht rechtfertige. M it Bezug auf das Fach "Finanz- und R echnungsw esen" rügte S. eine U nterbew ertung seiner Leistungen in den Aufgaben 1.1.3., 1.1.5., 4.6., 5.1., 6.1., 7.1.1., 7.1.3. und 8.2.2. . Seiner M einung nach ist er jew eils um einen Punkt pro Aufgabe zu tief bew ertet w orden. Eine R ücksprache m it externen Fachleuten habe ergeben, dass bei der Bew ertung m indestens vier zusätzliche Punkte zu berücksichtigen seien. M it Stellungnahm e vom 5. Januar 2006 beantragte die Prüfungskom m ission die Abw eisung der Beschw erde. Betreffend die Prüfung im Fach "Volks- und Betriebsw irtschaft (schriftlich)" hielt diese fest, die Pause zw ischen den beiden Prüfungsfächern habe knapp 2 1/2 Stunden betragen. In jener Zeit sollte es m öglich sein, sich auf ein neues Prüfungsfach einzustellen. Alle anderen Kandidaten seien auch von 3 diesem Prüfungsablauf betroffen gew esen, so dass im Einzelfall auf eine solche Beschw erdebegründung nicht einzutreten sei. Bezüglich der Prüfung "Volks- und Betriebsw irtschaft (m ündlich)" w ies die Prüfungskom m ission darauf hin, w eder aus dem R eglem ent noch aus der W egleitung könne ein W ahlrecht abgeleitet w erden. H insichtlich der Prüfung im Fach "Finanz- und R echnungsw esen" führte die Prüfungskom m ission an, sie könne auf Äusserungen von externen Fachexperten nicht eingehen. D es W eiteren verw ies sie auf die Stellungnahm en der Experten. M it R eplik vom 23. Februar 2006 hielt S. an seiner Beschw erde fest. M it Bezug auf das Fach "Volks- und Betriebsw irtschaft (m ündlich)" hielt er die Stellungnahm en der Prüfungskom m ission und der Fachexperten zum R echt der Kandidaten auf Fachausw ahl bei Prüfungsbeginn für w idersprüchlich. Entgegen der Ansicht der Prüfungskom m ission sei der von ihr beigelegten Stellungnahm e der Fachexperten klar zu entnehm en, dass jedem Kandidaten ausnahm slos die W ahl gew ährt w orden sei, m it w elchem Fach die Prüfung begonnen w erden soll. Som it liege ein Verfahrensfehler vor, der den Prüfungsablauf verfälscht habe. Im Ü brigen seien die Experten in der Stellungnahm e zu w enig detailliert auf die einzelnen Fragen im Fachgebiet eingegangen. H insichtlich der Prüfung im Fach "Volks- und Betriebsw irtschaft (schriftlich)" m achte S. geltend, in ihrer Stellungnahm e habe die Prüfungskom m ission Fehler in der endgültigen Prüfungsfassung eingestanden. D a ein Kandidat an einer eidgenössischen Prüfung eine fehlerfreie Aufgabenstellung erw arten könne, könne von ihm nicht verlangt w erden, dass zuerst die Fragestellung auf allfällige Fehler überprüft w erden m üsse, liege auch hier ein Verfahrensfehler vor, der bei der Bew ertung seiner Leistungen berücksichtigt w erden m üsse. W as die Prüfung im Fach "Finanz- und R echnungsw esen" anbelangt, stellte S. die Stellungnahm e der Experten in Frage, denn einerseits seien die bereits erteilten Punkte nachträglich w ieder abgezogen w orden und andererseits seien nachträglich zusätzliche Punkte gegeben w orden. M it D uplik vom 1. M ärz 2006 hielt die Prüfungskom m ission an der Abw eisung der Beschw erde fest. Bezüglich des m utm asslichen W ahlrechts, m it w elchem Prüfungsteil im Fach Volks- und Betriebsw irtschaftslehre (m ündlich) begonnen w erden könne, führte sie ergänzend aus, die Experten seien frei, in w elcher Form sie das Prüfungsgespräch einleiten m öchten. D ie von S. angesprochene W ahl falle in die G estaltungsfreiheit der Experten, w eshalb nicht von einem Verfahrensfehler gesprochen w erden könne. Zum Fehler im Fach "U nternehm ungslogistik" hob die Prüfungskom m ission hervor, dass sie anlässlich des Schulhearings für ihr Krisenm anagem ent und die faire H altung gegenüber den Kandidaten in diesem Fall ausdrücklich gelobt w orden sei. Bezüglich des Fachs " Finanz- und R echnungsw esen" übersehe S., dass in einem Beschw erdeverfahren auch Punkte zuungunsten des Beschw erdeführers eingebracht w erden könnten. D och 4 selbst bei Belassung der ihm in der Aufgabe 6.1. abgezogenen Punkte ergäbe sich ein Punktetotal von 53 Punkten, w as unverändert der N ote 3,5 entspreche. M it Entscheid vom 6. Juli 2006 w ies das Bundesam t die Beschw erde ab. Zur Begründung führte es aus, es seien keine Anhaltspunkte für einen ordnungsw idrigen Prüfungsablauf im Fachbereich "U nternehm enslogistik" ersichtlich. D adurch, dass die aufgetretenen Fehler in der Aufgabenstellung bei der Korrektur der Prüfungen berücksichtigt w orden und zugunsten der Kandidaten beurteilt w orden seien, habe sichergestellt w erden können, dass den Kandidaten durch die fehlerhaften Prüfungsfragen keine N achteile entstanden seien. H insichtlich der Prüfung im Fach "Volks- und Betriebsw irtschaftslehre (m ündlich)" hielt das Bundesam t fest, dem R eglem ent oder der W egleitung sei kein R echt zu entnehm en, w onach der Kandidat w ählen könnte, m it w elchem Prüfungsfach er beginnen m öchte. Som it sei den Experten freigestellt, w elche R eihenfolge sie w ählten. D a Prüfungsreglem ent und W egleitung die einzige G rundlage des Prüfungsablaufs bildeten, könne einer externen Stellungnahm e keine R elevanz zukom m en. Ausserdem legte das Bundesam t dar, S. habe seine R üge, w onach er säm tliche Fragen dieser m ündlichen Prüfung m indestens im Ansatz korrekt habe beantw orten können, nicht präzisiert, w eshalb auf diese R üge nicht eingegangen w erden könne. Bezüglich der Prüfung im Fach "Finanz- und R echnungsw esen" hielt das Bundesam t fest, die von S. gerügten Prüfungsleistungen seien w eder zu tief noch falsch beurteilt w orden. D ie Experten seien in der Stellungnahm e hinreichend und in klarer W eise auf die R ügen des Beschw erdeführers eingegangen und hätten verdeutlicht, dass eine Vergabe von m ehreren Punkten aufgrund der Lösungen des Kandidaten nicht in Frage kom m e. D aher sei die Bew ertung der Aufgaben nicht zu beanstanden. In Anbetracht, dass die ungenügende N ote im Fach "D eutsch" nicht gerügt w urde, gelangte das Bundesam t zur Schlussfolgerung, dass m it m ehr als zw ei ungenügenden N oten feststehe, dass der Beschw erdeführer die Prüfung nicht bestanden habe. B. G egen diesen Entscheid erhob S., vertreten durch R echtsanw alt G . (Beschw erdeführer) am 6. Septem ber 2006 Beschw erde bei der R ekurskom m ission EVD . Er beantragt die Aufhebung des angefochtenen Entscheids, sow ie es sei festzustellen, dass der Beschw erdeführer im Fach "Volks- und Betriebsw irtschaftslehre (m ündlich und schriftlich)" sow ie im Fach "Finanz- und R echnungsw esen" m indestens die N ote 4 erzielt habe und es sei dem nach festzustellen, dass der Beschw erdeführer die eidgenössische Berufsprüfung Technische Kaufleute 2005 bestanden habe. Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten der Prüfungskom m ission. Bezüglich der Prüfung im Teilbereich "U nternehm enslogistik" führt er an, es sei unbestritten, dass es in diesem Prüfungsfach zu 5 U nregelm ässigkeiten gekom m en sei. Es sei allgem ein bekannt, dass solche Vorfälle in Prüfungssituationen eine m assive seelische Belastung darstellten. D am it seien die psychischen Einschränkungen des Beschw erdeführers ohne w eiteres nachvollziehbar. Ebenso allgem ein bekannt sei, dass die m eisten Kandidaten an Prüfungen eine m entale Vorbereitungszeit für die nachfolgende Prüfung brauchten. W erde diese gestört, könne das Leistungsverm ögen nicht abgerufen w erden. Es könne som it nicht behauptet w erden, der Beschw erdeführer habe daraus keine N achteile erlitten. D aran verm öge der U m stand nicht zu ändern, dass alle Kandidaten davon betroffen gew esen seien. D ie Prüfungskom m ission m ache nicht geltend, dass bei der N otengebung eine m ildere Beurteilung angew endet w orden sei, w elche auf die Konzentrationseinschränkungen R ücksicht genom m en hätte. D aher erscheine es gerechtfertigt, zum indest die N ote im Fach "Volks- und Betriebsw irtschaftslehre (schriftlich)" um eine halbe N ote anzuheben, w om it der Beschw erdeführer alle Bedingungen für das Bestehen der Prüfung erfüllt hätte. H insichtlich der R üge, w onach kein W ahlrecht im Fach "Volks- und Betriebsw irtschaftslehre (m ündlich)" eingeräum t w orden sei, verw eist der Beschw erdeführer zuerst auf die Stellungnahm e der Prüfungsexperten vom 19. D ezem ber 2005. Entgegen der zusam m enfassenden Stellungnahm e w erde dort geltend gem acht, beide Experten hätten ausnahm slos jedem Kandidaten die W ahl gew ährt, m it w elchem Fach er die Prüfung beginnen m öchte. D araus lasse sich zum indest die vom Beschw erdeführer geltend gem achte Praxis der Prüfungsexperten ableiten. D ies w erde auch vom R ektor des Kaufm ännischen Lehrinstitutes Zürich im Schreiben vom 20. Februar 2006 bestätigt. D ieses könne zum indest als zusätzliches Indiz für eine langjährig geübte Praxis gew ertet w erden. Insofern könne der Auffassung der Vorinstanz nicht gefolgt w erden, w onach nur das Prüfungsreglem ent und die W egleitung G rundlage für den Prüfungsablauf bilden könnten. Auch eine langjährige und bei allen Kandidaten angew endete Praxis könne eine Basis für einen verbindlichen Prüfungsablauf bilden. D urch die N ichtgew ährung des W ahlrechts sei der Beschw erdeführer verunsichert w orden. Es sei üblich, dass sich die Kandidaten auf einen Prüfungsablauf vorbereiteten und einstellten. W enn dieser plötzlich anders sei als erw artet, könne dies unter Prüfungsstress zu einer erheblichen Verunsicherung führen. U nter diesen U m ständen rechtfertige es sich, die N ote im Fach "Volks- und Betriebsw irtschaftslehre (m ündlich)" um 0,5 N otenpunkte auf die N ote 4,0 anzuheben, w om it auch in diesem Fall die Prüfung als bestanden zu gelten habe. Betreffend die Prüfung im Fach "Finanz- und R echnungsw esen" kom m t der Beschw erdeführer zum Schluss, ihm m üssten neben den zw ei ihm bereits im R ahm en des Beschw erdeverfahrens zusätzlich gew ährten Punkten noch m indestens vier w eitere Punkte zugestanden w erden (2 Punkte in der Aufgabe 5.1., 1 Punkt in der Aufgabe 7.1.1. und 1 Punkt in der Aufgabe 8.2.2.). W eiter sei festzuhalten, dass der im 6 Beschw erdeverfahren erfolgte Abzug von zw ei Punkten bei der Aufgabe 6.1. nicht zulässig sei. Som it erziele der Beschw erdeführer - statt der bereits vergebenen 51 - insgesam t 57 Punkte, w as für die N ote 4,0 genüge. Im Ü brigen sei festzuhalten, dass der Beschw erdeführer die N ote 4 (w elche bei 55 Punkten erreicht w erde) selbst dann erzielen w ürde, w enn eine R eduktion der Punktezahl in der Aufgabe 6.1. als zulässig zu erachten w äre. Schliesslich beanstandet der Beschw erdeführer, w eder die Prüfungskom m ission noch die Vorinstanz hätten sich angesichts seiner N otensituation - ihm fehlten zw ei Punkte im Fach "Finanz- und R echnungsw esen" zur Erreichung der N ote 4 - m it der Frage auseinander gesetzt, ob er einen G renzfall darstellen könnte. D eshalb sei die Prüfungskom m ission aufzufordern, allfällige G renzfallregelungen herauszugeben. Aber selbst w enn eine solche nicht vorhanden w äre, sei der Entscheid der Vorinstanz w eder verhältnism ässig noch zum utbar. C . M it Vernehm lassung vom 24. O ktober 2006 hält das Bundesam t am angefochtenen Entscheid fest und beantragt die Abw eisung der Beschw erde. Ergänzend führte die Vorinstanz aus, es lasse sich aufgrund der Akten nicht abschliessend beurteilen, ob eine entsprechende Praxis zum W ahlrecht existiere und der Beschw erdeführer das Fach für den Beginn der Prüfung nicht habe w ählen können. D ie Kandidaten m üssten die geprüften Fächer "Volks- und Betriebsw irtschaftslehre" gleich intensiv vorbereiten, da beide Teile Prüfungsgrundlage bildeten. So dürfe einem allfälligen W ahlrecht keine allzu grosse Bedeutung beigem essen w erden. Selbst w enn von einem bestehenden W ahlrecht auszugehen w äre, entstünde für die Kandidaten allein bei dessen N ichtgew ährung nicht ein derartiger N achteil, der per se einen gravierenden Verfahrensm angel begründete. H insichtlich der Bew ertung der Leistungen im Fach "Finanz- und R echnungsw esen" hält die Vorinstanz der R üge des Beschw erdeführers entgegen, w onach es nicht zulässig sei, einer Aufgabe - w ie in casu Aufgabe 6.1. - nach nochm aliger Bew ertung w eniger Punkte zuzusprechen, dass ihrer Ansicht nach nur eine unbegründete oder allgem ein begründete reform atio in peius unzulässig w äre. Vorliegend sei aber von einer nachvollziehbaren Begründung auszugehen. Bezüglich der Anw endung des Verhältnism ässigkeitsprinzips hält die Vorinstanz fest, dieses Prinzip finde bloss auf das Verfahren und nicht auf die m aterielle Begründung Anw endung. So könne es vorkom m en, dass sie bei einem knappen R esultat aus Verhältnism ässigkeitsüberlegungen auf die D urchführung eines dritten Schriftenw echsels verzichte. N ie aber w ürden zusätzliche Punkte aus G ründen der Verhältnism ässigkeit zugesprochen, w enn die Erstinstanz ihren Entscheid ausreichend begründet habe, w as hier vorliege. 7 D . D ie Prüfungskom m ission beantragt m it Vernehm lassung vom 16. O ktober 2006 die Abw eisung der Beschw erde. Betreffend die geltend gem achte U nm öglichkeit der Vorbereitung auf das Fach "Volks- und Betriebsw irtschaftslehre" hält sie fest, dass sich diese Störung auf alle Kandidaten gleich ausgew irkt habe. D ie Pause zw ischen den Prüfungen sei ausreichend gew esen, um sich w ieder zu fassen und neu zu m otivieren. D as N otenbild des Beschw erdeführers zeige, dass er ganz offensichtlich nicht in einem seine Konzentration stark beeinträchtigenden M asse gestört w orden sei. Er habe sow ohl im Fach "U nternehm ungslogistik" w ie im Fach "Volks- und Betriebsw irtschaftslehre" die genügende N ote 4 erzielt. Zum nicht gew ährten W ahlrecht im Fach "Volks- und Betriebsw irtschaftslehre (m ündlich)" führt die Prüfungskom m ission aus, es sei den Experten in jedem Einzelfall überlassen, ob sie den Kandidaten das zuerst zu prüfende Teilgebiet w ählen liessen oder nicht. Es gebe keine entsprechende W eisung der Prüfungskom m ission an die Experten. D ie vom Beschw erdeführer beigelegte Bestätigung des Experten Süess sei deshalb irrelevant, w eil eine entsprechende Kom m unikation gegenüber den Schulen nie stattgefunden habe. Auch fehle die notw endige Kausalität zw ischen der nicht gew ährten W ahlfreiheit und dem Scheitern an der Prüfung beziehungsw eise die Schw ere der Bedeutung eines solchen W ahlrechts, um einen Verfahrensfehler zu begründen. Zur R üge der U nterbew ertung der Leistungen im Fach "Finanz- und R echnungsw esen" äussert sich die Prüfungskom m ission dahingehend, der Beschw erdeführer übersehe, dass kein Entscheid zu seinen U ngunsten erfolgt sei. D er Entscheid bleibe der gleiche, er sei nur anders begründet. D ie Bew ertung der Antw orten sow ie die Punktezuteilung bilde lediglich die Begründung für den Prüfungsentscheid. D ie Begründung dürfe im R echtsm ittelverfahren geändert w erden, w enn dadurch die gleich bleibende Verfügung rechtlich korrekt begründet w erde. Es handle sich dabei um eine M otivsubstitution und nicht um einen Fall der reform atio in peius. Schliesslich hält die Prüfungskom m ission fest, der Beschw erdeführer könne nicht in den G enuss der G renzfallregelung kom m en, da er m it drei N oten unter 4,0 und einer Endnote von 3,9 nur eines der drei M indestanforderungen zum Bestehen der Prüfung erfülle. E. M it Schreiben vom 27. N ovem ber 2006 teilte die R ekurskom m ission EVD dem Beschw erdeführer m it, dass keine öffentliche Verhandlung vorgesehen sei. Im N ovem ber 2006 teilte die R ekurskom m ission EVD dem Beschw erdeführer m it, dass das vorliegende Beschw erdeverfahren ab 1. Januar 2007 vom Bundesverw altungsgericht übernom m en w erde.8 M it Verfügung vom 10. Januar 2007 bestätigte das Bundesverw altungsgericht die Ü bernahm e dieses Beschw erdeverfahrens und teilte dem Beschw erdeführer die Zusam m ensetzung des Spruchkörpers m it. Auf die vorstehend genannten und w eiteren Vorbringen w ird, sow eit sie rechtserheblich sind, in den Erw ägungen eingegangen. D as B undesverw altungsgericht zieht in Erw ägung: 1. D er Beschw erdeentscheid des Bundesam tes vom 6. Juli 2006 ist eine Ver- fügung im Sinne des Bundesgesetzes vom 20. D ezem ber 1968 über das Verw altungsverfahren (Vw VG , SR 172.021; Art. 5 Abs. 2). D iese Verfü- gung kann nach dem Berufsbildungsgesetz (Art. 61 Abs. 2 BBG in der revi- dierten Fassung in Kraft seit 1. Januar 2007, zitiert in E. 2) im R ahm en der allgem einen Bestim m ungen über die Bundesverw altungsrechtspflege (Art. 44 ff. Vw VG i. V. m . Art. 31,33 Bst. d, 37 ff. und Ziffer 35 des Anhangs des Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Verw altungsgericht, Ver- w altungsgerichtsgesetz, VG G , AS 2006 2197, SR 173.32, in Kraft seit 1. Januar 2007) m it Beschw erde beim Bundesverw altungsgericht angefoch- ten w erden. D as Bundesverw altungsgericht hat am 1. Januar 2007 seine Tätigkeit auf- genom m en und beurteilt Beschw erden gegen Verfügungen nach Artikel 5 Vw VG (vgl. Art. 31 VG G ). D iese Instanz ersetzt die bisherigen Eidgenös- sischen R ekurs- und Schiedskom m issionen sow ie die Beschw erdedienste der Eidgenössischen D epartem ente. Sofern es zuständig ist, übernim m t das Bundesverw altungsgericht die Beurteilung der beim Inkrafttreten des Verw altungsgerichtsgesetzes bei Eidgenössischen R ekurs- oder Schieds- kom m issionen oder bei Beschw erdediensten der D epartem ente hängigen R echtsm ittel (Art. 53 Abs. 2 VG G ). D er Beschw erdeführer ist als Adressat durch die angefochtene Verfügung berührt und hat ein schutzw ürdiges Interesse an ihrer Aufhebung oder Än- derung. Er ist daher zur Beschw erdeführung legitim iert (Art. 48 Bst. a Vw VG ). D ie Eingabefrist sow ie die Anforderungen an Form und Inhalt der Beschw erdeschrift sind gew ahrt (Art. 50 und 52 Abs. 1 Vw VG ), der Kostenvorschuss w urde fristgem äss bezahlt (Art. 63 Abs. 4 Vw VG ), der Vertreter hat sich rechtsgenüglich ausgew iesen (Art. 11 Vw VG ) und die übrigen Sachurteilsvoraussetzungen liegen vor (Art. 46 ff. Vw VG ). Auf die Verw altungsbeschw erde ist som it, unter Vorbehalt der nachfolgenden Erw ägung 2, einzutreten.9 2. N eben der Erteilung des Fachausw eises und der Aufhebung des ange- fochtenen Entscheids beantragt der Beschw erdeführer, es sei festzustel- len, dass er im Fach "Volks- und Betriebsw irtschaftslehre (m ündlich und schriftlich)" sow ie im Fach "Finanz- und R echnungsw esen" m indestens die N ote 4 erzielt habe. G em äss Praxis der R ekurskom m ission EVD kann in einem Beschw erde- verfahren bezüglich einer Berufs- oder höheren Fachprüfung einzig die Frage des Bestehens oder N ichtbestehens der Prüfung beziehungsw eise die Erteilung oder N ichterteilung des D iplom s Streitgegenstand sein. D ie einzelnen (Teil-)N oten begründen dagegen w eder eine direkte Verände- rung der R echtsstellung des G eprüften, noch haben sie den C harakter ei- ner Feststellungsverfügung. Entsprechend w erden sie lediglich als Teil der Begründung angesehen; diese hat keine dispositive N atur und ist daher nicht anfechtbar (VPB 45.38 E. 6; vgl. auch die unveröffentlichten Be- schw erdeentscheide der R EKO /EVD vom 28. Juli 2004 i. S. E. [H B/2003- 11] E. 4.1., vom 28. August 2003 i. S. W . [H B/2002-34] E. 5.2.2, und vom 13. D ezem ber 2002 i. S. B. [02/H B-010] E. 5.3). Für das Bundesverw al- tungsgericht sind keine G ründe ersichtlich, dass und inw iefern von dieser Praxis abgew ichen w erden soll. Auf die Beschw erde ist daher nur insow eit einzutreten, als der Beschw er- deführer das Bestehen der Berufsprüfung und dam it die Erteilung des Fachausw eises verlangt. Sow eit er darüber hinaus eine Erhöhung einzel- ner N oten verlangt, kann auf seine Beschw erde nicht eingetreten w erden. 3. Am 1. Januar 2004 ist das Bundesgesetz vom 13. D ezem ber 2002 über die Berufsbildung (Berufsbildungsgesetz, BBG , SR 412.10) in Kraft getre- ten. Es löste das (alte) Bundesgesetz vom 19. April 1978 über die Berufs- bildung ab (aBBG , AS 1979 1687, 1985 660, 1987 600, 1991 857, 1992 288 2521, 1996 2588, 1998 1822, 1999 2374, 2003 187 4557). Zum sel- ben Zeitpunkt hat die Verordnung vom 19. N ovem ber 2003 über die Be- rufsbildung (Berufsbildungsverordnung, BBV, SR 412.101) die (alte) Ver- ordnung vom 7. N ovem ber 1979 über die Berufsbildung abgelöst (aBBV, AS 1979 1712, 1985 670, 1990 848, 1993 7, 1996 208, 1998 1822, 2001 979, 2003 5047). N ach dem (neuen) BBG kann die höhere Berufsbildung unter anderem durch eine eidgenössische Berufsprüfung oder eine eidgenössische hö- here Fachprüfung erw orben w erden (vgl. Art. 27 Bst. a BBG ). D ie zustän- digen O rganisationen der Arbeitsw elt regeln die Zulassungsbedingungen, Lerninhalte, Q ualifikationsverfahren, Ausw eise und Titel. Sie berücksichti- gen dabei anschliessende Bildungsgänge. D ie Vorschriften unterliegen der G enehm igung durch das Bundesam t (Art. 28 Abs. 2 BBG ). N ach dem bisherigen R echt konnten die Berufsverbände vom Bund aner-10 kannte, Berufsprüfungen veranstalten (vgl. Art. 51 Abs. 1 aBBG und Art. 44 Abs. 1 aBBV). Sie hatten darüber ein R eglem ent aufzustellen, das der G enehm igung des Eidgenössischen Volksw irtschaftsdepartem ents be- durfte (Art. 51 Abs. 2 aBBG und Art. 45 aBBV). G estützt auf die - dam als geltenden - D elegationsbestim m ungen des alten Berufsbildungsgesetzes erliess der Schw eizerische Verein Technischer Kaufleute (neu: Schw eizerischer Verband Technischer Kaderleute; svtk) am 29. N ovem ber 1989 das R eglem ent für die D urchführung der Berufs- prüfung Technische Kauffrau / Technischer Kaufm ann m it eidgenös- sischem Fachausw eis (R eglem ent; BBl 1990 I 90), w elches in seiner er- sten Fassung vom dam als zuständigen Eidgenössischen Volksw irtschafts- departem ent am 22. Februar 1990 genehm igt w urde. Eine R evision dieses R eglem ents w urde am 22. Septem ber 1998 genehm igt und erstm als m it W irkung für die Prüfung 2001 angew andt. D er Kandidat hat durch die Prüfung den N achw eis zu erbringen, dass er auf G rund seiner technischen und kaufm ännisch-betriebsw irtschaftlichen Kenntnisse und Fähigkeiten eine untere bis m ittlere Kaderposition einneh- m en, als qualifizierter Sachbearbeiter in den Funktionsbereichen Beschaf- fung, Produktion und Absatz tätig sein sow ie in Planung, O rganisation, R ealisation und Kontrolle eingesetzt w erden kann (vgl. Art. 2 R eglem ent). D ie Prüfung um fasst die Fachgebiete "D eutsch", "Verhandlungs- und Prä- sentationstechnik", "R echt", "Volks- und Betriebsw irtschaftslehre", "Finanz- und R echnungsw esen", "O rganisation", "M itarbeiterführung", "M arketing", "U nternehm enslogistik" und "Inform atik" (vgl. Art. 17 R eglem ent). D ie Leistungen w erden m it den N oten 6 (qualitativ und quantitativ sehr gut) bis 1 (unbrauchbar oder nicht ausgeführt) bew ertet. Es können auch halbe N oten gesetzt w erden (vgl. Art. 20 R eglem ent). D ie N oten in den einzelnen Prüfungsfächern setzen sich aus Positionsnoten zusam m en. D ie Schluss- note ist das arithm etische M ittel der 10 Fachnoten. Sie w erden auf eine D ezim alstelle gerundet (Art. 21 R eglem ent). D ie Prüfung gilt gem äss Artikel 23 R eglem ent als bestanden, w enn fol- gende M indestanforderungen erfüllt sind: (1.) D ie Schlussnote liegt gem ä- ss Artikel 20 nicht unter 4,0; (2.) nicht m ehr als 2 der 10 Fachnoten liegen unter 4,0; (3.) keine der Fachnoten liegt unter 3,0. 4. Bei der Prüfung der R ügen des Beschw erdeführers w aren für die R ekurs- kom m ission EVD folgende G rundsätze w egleitend: Als Beschw erdeinstanz hatte sie nach Artikel 49 Vw VG grundsätzlich auf G rund freier Prüfung der Sach- und R echtslage zu entscheiden. Indessen konnte sie gestützt auf die R echtsprechung ihre Kognition ohne Verstoss gegen den G rundsatz der R echtsgleichheit (vgl. Art. 8 der Bundesverfas-11 sung der Schw eizerischen Eidgenossenschaft vom 18. April 1999, BV, SR 101) einschränken, sow eit die N atur der Streitsache einer unbe- schränkten Ü berprüfung des angefochtenen Entscheides entgegenstand (vgl. BG E 106 Ia 1 E. 3c; 99 Ia 586 E. 1c). D ies w ar nam entlich der Fall, w enn die R echtsm ittelbehörde die dem angefochtenen Entscheid zu G run- de liegenden tatsächlichen Verhältnisse nicht in gleicher W eise w ie die un- tere Instanz zu beurteilen verm ochte sow ie bei der Bew ertung von Prü- fungsleistungen (vgl. VPB 59.76 E. 2). D a nicht ohne N ot von der Beurtei- lung der erstinstanzlichen Prüfungsorgane und Exam inatoren in Fragen abgew ichen w erden sollte, die naturgem äss seitens der Verw altungsjustiz- behörden schw er überprüfbar sind (vgl. VPB 45.43 E. 2; 50.45 E. 2; 56.16 E. 2.1; BG E 121 I 225 E. 4b; BG E 118 Ia 488 E. 4c), w ar es der Beschw er- deinstanz in diesem Fall verw ehrt, ihr Erm essen an die Stelle desjenigen der unteren Instanz zu setzen. D em zufolge hob die R ekurskom m ission EVD einen Entscheid nur auf, w enn das Prüfungsergebnis m ateriell nicht vertretbar erschien, sei dies, w eil die Prüfungsorgane in ihrer Beurteilung eindeutig zu hohe Anforde- rungen gestellt hatten oder, ohne übertriebene Anforderungen zu stellen, die Arbeit des Kandidaten offensichtlich unterbew ertet hatten (vgl. unveröf- fentlichten Beschw erdeentscheid der R EKO /EVD vom 23. D ezem ber 1998 i. S. H . [98/H B-009] E. 4.2; VPB 45.43 E. 2; 50.45 E. 2; 56.16 E. 2.1). D iese Zurückhaltung rechtfertigte sich allerdings nur bei der Beurteilung der eigentlichen Prüfungsleistungen. W urden Verfahrensm ängel im Prü- fungsablauf gerügt oder w ar die Auslegung und Anw endung von R echts- vorschriften streitig, hatte die R echtsm ittelbehörde die Einw endungen ohne Einschränkung zu prüfen (vgl. BG E 106 Ia 1 E. 3c; VPB 56.16 E. 2.2; R hinow / Krähenm ann, Schw eizerische Verw altungsrechtsprechung, Er- gänzungsband, Basel 1990, N r. 80 B I f). Auf Verfahrensfragen hatten alle Einw endungen Bezug, die den äusseren Ablauf der Prüfung oder das Vor- gehen bei der Bew ertung betreffen. Ein Verfahrensm angel im Prüfungsablauf oder eine R eglem entsverletzung galt aber nur dann als Beschw erdegrund im Sinne von Artikel 49 Buchsta- be a Vw VG , der es rechtfertigte, die Beschw erde gutzuheissen, w enn An- haltspunkte dafür bestanden, dass er das Prüfungsergebnis m öglicherw ei- se ungünstig beeinflusst hatte (vgl. VPB 45.43 E. 3; 50.45 E. 4.1; 56.16 E. 4). W eiter w ar zu beachten, dass auch die Anerkennung eines Verfahrensfeh- lers nach ständiger Praxis der R ekurskom m ission EVD nicht hätte dazu führen können, eine Prüfung als bestanden zu erklären, denn ein gültiges Prüfungsresultat ist die grundsätzliche Voraussetzung für die Erteilung des entsprechenden Fachausw eises oder D iplom s (vgl. R EKO /EVD 98/H B-012 E. 6.6.2, publiziert in: VPB 64.106, m it Verw eis auf R EKO /EVD 95/4K-037 E. 8.1, publiziert in: VPB 61.31; unveröffentlichter Beschw erdeentscheid der R EKO /EVD vom 17. D ezem ber 2001 i. S. L. [00/H B-028] E. 3.3). Läge 12 ein Verfahrensfehler vor, der das Prüfungsergebnis m öglicherw eise ungün- stig beeinflusst hat, so könnte dies daher nur zu Folge haben, dass dem Beschw erdeführer die nochm alige Ablegung der Prüfung - oder eines Teils der Prüfung - erm öglicht w ürde. Für das Bundesverw altungsgericht sind keine G ründe ersichtlich, dass und inw iefern von dieser Praxis abgew ichen w erden sollte. 5. G em äss N otenblatt erzielte der Beschw erdeführer in den Fächern "D eutsch" (schriftlich), "Volks- und Betriebsw irtschaftslehre" (nur in der m ündlichen Prüfung) sow ie "Finanz- und R echnungsw esen" (schriftlich) jew eils ungenügende Fachnoten. Auf G rund des Erzielens von m ehr als zw ei ungenügenden N oten und einer unter 4,0 liegenden Endnote (3,9) erfüllt der Beschw erdeführer zw ei der M indestvoraussetzungen nicht, um die Prüfung überhaupt zu bestehen. D am it die Prüfung als bestanden gilt, m üsste eine der in den drei genann- ten Fächern erzielten ungenügenden N oten auf eine genügende N ote an- gehoben w erden, w as autom atisch auch die Endnote auf m indestens 4,0 anheben w ürde. D abei ist dem U m stand R echnung zu tragen, dass ange- sichts der nicht gerügten Bew ertung im Fach "D eutsch" die M öglichkeit ei- ner N otenanhebung nur bezüglich der zw ei Fächer "Finanz- und R ech- nungsw esen" (vgl. nachfolgend E. 8.) und "Volks- und Betriebsw irtschaftslehre" (vgl. nachfolgend E. 6. und 7.) zu prüfen ist. Anschliessend ist allenfalls zu erm itteln, ob der Beschw erdeführer einen G renzfall darstellen könnte (vgl. nachfolgend E. 9.). 6. D er Beschw erdeführer m acht geltend, die anlässlich der Prüfung im Fach "U nternehm enslogistik" aufgetretenen "U nregelm ässigkeiten" hätten bei ihm eine m assive seelische Belastung verursacht. D adurch habe er sich auf die darauf folgende Prüfung im Fach "Volks- und Betriebsw irt- schaftslehre" (schriftlich) nicht genügend m ental vorbereiten können. Auf G rund des ihm daraus entstandenen N achteils erscheine es als gerechtfer- tigt, die N ote in der schriftlichen Prüfung "Volks- und Betriebsw irtschafts- lehre" m indestens um eine halbe N ote anzuheben. Aus der Stellungnahm e der Prüfungskom m ission vom 12. O ktober 2005 betreffend das Fach "U nternehm enslogistik" (schriftlich) geht hervor, dass sich in der endgültigen Fassung der entsprechenden Prüfungsaufgabe ef- fektiv Fehler eingeschlichen haben. D abei handelte es sich um fehlerhafte oder fehlende Angaben in der Aufgabenstellung. D ie Prüfungskom m ission räum te allerdings ein, sie habe den festgestellten Fehlern in der Aufgaben- stellung bei der Bew ertung der Prüfung R echnung getragen und allfällige Annahm en von Kandidaten zu ihren G unsten beurteilt beziehungsw eise 13 die Prüfungszeit nach entsprechender Bekanntgabe um 10 M inuten verlän- gert. Es ist auf G rund der Akten davon auszugehen, dass die Prüfungskom m is- sion die in den Prüfungsaufgaben enthaltenen Fehler aufgew ogen hat, in- dem sie diese bei der Leistungsbeurteilung aller Kandidaten angem essen berücksichtigt und die zur Verfügung stehende Prüfungszeit verlängert hat. D er Beschw erdeführer m acht im Ü brigen auch nicht geltend, die Prüfungskom m ission habe die in diesem Prüfungsfach aufgetretenen U nregelm ässigkeiten nicht angem essen oder nicht gleich für jeden Kandidaten gew ürdigt. Er beschränkt sich lediglich darauf, die ungenügende beziehungsw eise gestörte Vorbereitungszeit im H inblick auf die nachfolgende schriftliche Prüfung im Fach "Volks- und Betriebsw irtschaftslehre" zu bem ängeln, w obei er in dieser H insicht vorbringt, er habe w eitere Fehler im nachfolgenden Prüfungsfach befürchtet. D iesbezüglich ist den Vorakten zu entnehm en, dass die Pause zw ischen der Prüfung im Fach "U nternehm enslogistik" und derjenigen im Fach "Volks- und Betriebsw irtschaftslehre" knapp zw eieinhalb Stunden betragen hat, w as vom Beschw erdeführer im Ü brigen nicht in Abrede gestellt w ird. D as Prüfungsreglem ent sieht bloss vor, dass das Aufgebot zur Prüfung m indestens einen M onat vor Prüfungsbeginn durch Zustellung des Prüfungsprogram m s m it genauer Angabe des O rtes, der Lokalität, des Prüfungsplanes und der Experten erfolgt (Art. 14 Abs. 1 R eglem ent). Sow eit w eitergehend, lassen sich w eder dem Prüfungsreglem ent noch der W egleitung entnehm en, ob täglich nur eine schriftliche Prüfung oder m ehrere durchgeführt w erden dürfen beziehungsw eise w ie lange die Pause zw ischen der einen und der anderen Prüfung zu dauern hat. D ie R egelung dieser Fragen liegt dem nach im Erm essensspielraum der Prüfungskom m ission. D adurch, dass trotz Pannen in der Prüfung "U nternehm ungslogistik" allen Kandidaten eine Pause von im m erhin knapp zw eieinhalb Stunden bis zur nächst abzulegenden schriftlichen Prüfung eingeräum t w urde, hat die Prüfungskom m ission ihnen eine angem essene Zeitspanne gew ährt, um die m it der Prüfung "U nternehm enslogistik" verbundenen Ereignisse hinter sich zu lassen und sich auf die neue Prüfung einzustellen. In diesem Sinne w äre es jedem Kandidaten und m ithin auch dem Beschw erdeführer m öglich gew esen, sich trotz der Fehler in der Aufgabenstellung des Prüfungsfachs "U nternehm enslogistik" m ental auf die nachfolgende Prüfung vorzubereiten. M it diesem Vorgehen hat die Prüfungskom m ission keine H inw eise geliefert, dass sie ihren Erm essensspielraum überschritten oder m issbraucht hätte. G em äss bundesgerichtlicher R echtsprechung stellen M ängel im Prüfungsablauf nur dann einen rechtserheblichen Verfahrensm angel dar, w enn sie das Prüfungsergebnis eines Kandidaten in kausaler W eise entscheidend beeinflussen können oder beeinflusst haben (vgl. unveröffentlichter Entscheid des Bundesgerichts vom 3. O ktober 2000 1P.420/2000/sch, E. 4b; w ie auch VPB 45.43 E. 3; VPB 50.45 E. 4.1; VPB 56.16 E. 4). Ein Kandidat sollte seine Prüfung unter U m ständen erbringen 14 können, die eine volle Konzentration auf die ihm gestellten Aufgaben erm öglichen. Störungen und Ablenkungen, die ihn in der Konzentrationsfähigkeit beeinträchtigen, sind zu verm eiden. D as w ill jedoch nicht besagen, dass jede noch so geringfügige Störung oder U nterbrechung zum Anlass genom m en w erden kann, um die D urchführung des Prüfungsverfahrens in Frage zu stellen. Vielm ehr m uss die Beeinträchtigung so schw erw iegend sein, dass sie nach dem Lauf der D in- ge und der allgem einen Erfahrung geeignet ist, die Feststellung der Leistungsfähigkeit und des W issens des Kandidaten zu verunm öglichen oder doch w esentlich zu erschw eren (vgl. VPB 41.101, E. 2.). Im vorliegenden Fall, nachdem hat festgestellt w erden können, dass die Prüfungskom m ission allen Kandidaten eine angem essene Pause zw ischen den zw ei schriftlichen Prüfungen eingeräum t hat, kann die vom Beschw erdeführer als zu kurz em pfundene Zeit für die Prüfungsvorbereitung nicht als rechtserheblicher M angel im Prüfungsablauf angesehen w erden. D er Beschw erdeführer substantiiert nicht, inw iefern die aufgrund der U nregelm ässigkeiten im Fach "U nternehm enslogistik" kürzer gew ordene Vorbereitungszeit im H inblick auf die nächste Prüfung im Fach "Volks- und Betriebsw irtschaftslehre" als schw erw iegende Beeinträchtigung zu betrachten w äre. Er m acht lediglich geltend, er befürchte, dass die anlässlich der Prüfung "U nternehm enslogistik" aufgetretene Störung m öglicherw eise zur Begehung von w eiteren Fehlern in der nächsten Prüfung führen könnte. D iesbezüglich gilt zunächst anzum erken, dass zw ischen den w ährend der ersten Prüfung festgestellten U nregelm ässigkeiten und der m öglichen Zunahm e der Anzahl Fehler in der folgenden, ein ganz anderes Fach betreffenden Prüfung kaum ein logischer Zusam m enhang bestehen dürfte. Zudem reicht die blosse Annahm e, w onach in der folgenden Prüfung w eitere Fehler gem acht w erden könnten, allein nicht aus, um die Erheblichkeit eines M angels im Prüfungsablauf zu bejahen. N ach dem G esagten erw eist sich die R üge des Beschw erdeführers als unbegründet. D em nach kann seinem Antrag auf Anhebung der N ote in der Prüfung "Volks- und Betriebsw irtschaftslehre" (schriftlich) um eine halbe N ote nicht gefolgt w erden, unabhängig von den in Erw ägung 4 in fine gem achten Ausführungen. 7. W eiter beanstandet der Beschw erdeführer, ihm sei im Fach "Volks- und Betriebsw irtschaftslehre (m ündlich)" kein W ahlrecht eingeräum t w orden, m it w elchem Fach er die Prüfung beginnen m öchte. In dieser H insicht ver- w eist er zuerst auf die Stellungnahm e der Prüfungsexperten vom 19. D e- zem ber 2005 sow ie auf das Schreiben vom 20. Februar 2006 des R ektors des Kaufm ännischen Lehrinstitutes Zürich. D iese könnten zum indest als Indizien für eine langjährig geübte Praxis gew ertet w erden. Insofern könne der Auffassung der Vorinstanz nicht gefolgt w erden, w onach nur das 15 Prüfungsreglem ent und die W egleitung G rundlage für den Prüfungsablauf bilden könne. Auch eine langjährige und bei allen Kandidaten angew endete Praxis könne eine Basis für einen verbindlichen Prüfungsablauf bilden. D urch die N ichtgew ährung des W ahlrechts sei der Beschw erdeführer verunsichert w orden. U nter diesen U m ständen rechtfertige es sich, die N ote im Fach "Volks- und Betriebsw irtschaftslehre (m ündlich)" um 0,5 N otenpunkte auf die N ote 4,0 anzuheben, w om it auch in diesem Fall die Prüfung als bestanden zu gelten habe. U nbestrittenerm assen äussern sich w eder das R eglem ent noch die W egleitung zur Frage der Einräum ung eines allfälligen W ahlrechts. In der Stellungnahm e der Experten vom 19./20. D ezem ber 2006, w elche der Vernehm lassung der Prüfungskom m ission vom 5. Januar 2006 im Verfahren vor dem Bundesam t beigelegt w urde, w ird jedoch geltend gem acht, dass die Experten ausnahm slos jedem Kandidaten die W ahl gew ährt haben, m it w elchem Fach er die Prüfung beginnen m öchte. D em Schreiben des R ektors des Kaufm ännischen Lehrinstituts Zürich vom 20. Februar 2006 ist sodann zu entnehm en, dass der Prüfungskandidat gem äss den ihm bekannten Inform ationen im Fachgebiet "Volks- und Betriebsw irtschaftslehre" (m ündlich) die W ahl hat, ob er die Prüfung m it Volksw irtschaft- oder Betriebsw irtschaftslehre beginnen m öchte. D em nach stützen die zw ei genannten Stellungnahm en die Behauptung des Beschw erdeführers, w onach diesbezüglich eine langjährige Praxis bestehe. Aus den Akten ist ersichtlich, dass die Kandidaten schon vor Prüfungsantritt um die ihnen zustehende W ahlm öglichkeit gew usst haben. N ach ständiger Praxis der R ekurskom m ission EVD sind behauptete M ängel im Prüfungsablauf, sow eit m öglich, aber sofort zu rügen (vgl. statt vieler: R EKO /EVD 95/4K-020 E. 9.1, publiziert in: VPB 62.60 sow ie unveröffentlichte Beschw erdeentscheide der R EKO /EVD vom 16. O ktober 1998 i. S. S. [98/H B-010], E. 5). Vorliegend hat der Beschw erdeführer den Einw and der N ichtberücksichtigung seines W ahlrechts an seiner Prüfung erst nach Bekanntgabe des negativen Prüfungsresultats vorgebracht, obw ohl es ihm ohne w eiteres zum utbar gew esen w äre, dies bereits w ährend der Prüfung zu beanstanden. D araus könnte folgen, dass die in diesem Zusam m enhang erhobene R üge im Sinne der genannten Praxis als verspätet gilt. D iese Frage kann im vorliegenden Fall aber offen gelassen w erden. D enn von jedem Prüfungskandidaten der höheren Fachprüfung kann erw artet w erden, dass er die zw ei zur Prüfung gehörenden Teilbereiche in gleich gründlicher W eise vorbereitet, bevor er zur Prüfung antritt, so dass es an sich keine R olle m ehr spielen m üsste, m it w elchen von diesen Teilbereichen angefangen w erden soll. O b die R eihenfolge von den Prüfungskandidaten oder von den Experten bestim m t w ird, ist entschieden zu w enig, um das Prüfungsergebnis in kausaler W eise entscheidend zu beeinflussen beziehungsw eise beeinflussen zu können. N ach dem G esagten ergibt sich, dass die N ichtgew ährung des W ahlrechts 16 nicht als rechtserheblicher M angel im Prüfungsablauf bezeichnet w erden kann. D ie in diesem Zusam m enhang erhobenen R ügen erw eisen sich dem nach als nicht stichhaltig. Vor diesem H intergrund kann dem Antrag auf N otenanhebung nicht stattgegeben w erden. 8. D er Beschw erdeführer m acht w eiter eine U nterbew ertung seiner Leistungen im Fach "Finanz- und R echnungsw esen" geltend. In der ent- sprechenden Prüfung erhielt der Beschw erdeführer 51 von m axim al 100 Punkten. D ie Prüfungskom m ission bestätigte dieses R esultat auch nach der nochm aligen Beurteilung der gerügten Aufgaben im vorinstanzlichen Beschw erdeverfahren. Bei dieser Anzahl Punkte beträgt die N ote 3,5. U m die N ote 4,0 in diesem Fach zu erreichen, bedarf der Beschw erdeführer zusätzlicher 4 Punkte. In diesem Beschw erdeverfahren rügt der Beschw erdeführer die Bew ertung seiner Prüfungsleistungen in den Aufgaben 5.1., 6.1., 7.1.1. und 8.2.2.. Auf die im vorinstanzlichen Verfahren zusätzlich gerügten Aufgaben 1.1.3., 1.1.5., 4.6. und 7.1.3. kom m t er nicht m ehr zurück. 8.1 In der Aufgabe 5.1. w urden dem Beschw erdeführer erstinstanzlich 4 von 9 Punkten zugeteilt. Anlässlich der N achprüfung im R echtsm ittelverfahren vor dem Bundesam t bestätigte die Prüfungskom m ission dieses R esultat. D er Beschw erdeführer beantragt die Zuteilung von zw ei zusätzlichen Punkten. Er anerkenne, drei Fehler gem acht zu haben. Er habe die Bank- schuld nicht als Passivum bilanziert, w eil er dabei irrtüm licherw eise die Bankkreditlim ite berücksichtigt habe. W eiter habe er das D elkredere nicht abgezogen und die langfristigen R ückstellungen nicht unter die Passiven eingetragen. D ie Aufführung der G ruppenbegriffe U m laufverm ögen (U V), Anlageverm ögen (AV), kurzfristiges Frem dkapital (KFK), langfristiges Frem dkapital (LFK) und Eigenkapital (EK) sei nicht zw ingend. Auch dürfe die Berücksichtigung der Bankkreditlim ite beim Bilanzposten "Bank" nicht noch als zusätzlicher Fehler gew ertet w erden, handle es sich hier doch um einen klassischen Folgefehler. In dieser Aufgabe ging es darum , m it den im Prüfungstext aufgeführten Angaben eine korrekt gegliederte Bilanz zu erstellen. G em äss Expertenbe- richt w urde dem Beschw erdeführer bei jedem begangenen Fehler jew eils ein Punkt abgezogen. D ie Experten gehen von einem Total von fünf Feh- lern aus: D ie Banklim ite sei beim Bilanzposten Bank = 5 berücksichtigt w orden; die Bankschuld sei nicht als Passivum bilanziert w orden; das D el- kredere sei addiert und die langfristigen R ückstellungen seien als Aktiva bilanziert w orden; ein w eiterer Abzug sei für fehlende G ruppenbegriffe U V, AV, KFK, LFK und EK vorgenom m en w orden. D ie Stellungnahm e der Ex- perten zählt in nachvollziehbarer W eise die G ründe auf, w elche zum Ab- zug von fünf Punkten geführt haben.17 Bei der Beurteilung der Frage, ob ein Folgefehler vorliegt und w ie ein sol- cher bei der Punktevergabe zu berücksichtigen ist, w ird den Experten pra- xisgem äss ein grosser Erm essensspielraum zugestanden (vgl. unveröf- fentlichte Beschw erdeentscheide der R EKO /EVD vom 14. D ezem ber 2001 i. S. A. [H B/2004-39] E. 3., vom 12. D ezem ber 2003 i. S. B. [H B/2002-40] E. 5.3. und vom 1. April 2005 i. S. S. H B/2004-10, E. 6.1.2.). D ie Vorinstanz darf nur eingreifen, w enn dieser Spielraum w illkürlich oder unsachlich angew endet w urde. N ach dem G esagten ist dies hier nicht der Fall. D er Beschw erdeführer erachtet die Berücksichtigung der Bankkreditlim ite beim Bilanzposten "Bank" lediglich als Folgefehler dafür, dass er die Bank- schuld nicht als Passivum bilanziert habe. D agegen w endet die Prüfungskom m ission in der Vernehm lassung zu diesem Verfahren ein, es handle sich vorliegend nicht um einen klassischen Folgefehler, sondern um zw ei voneinander unabhängige System fehler, deren G em einsam keit darin bestehe, dass beide M ale das Konto "Bank" beteiligt sei. G em äss Artikel 662a Absatz 2 Ziffer 6 O R gelte der G rundsatz, w onach Aktiven und Passiven nicht gegeneinander verrechnet w erden dürften. D as habe der Beschw erdeführer getan. D azu habe er die Kreditlim ite als Aktivum berücksichtigt. U nter einem Folgefehler versteht m an einen Fehler im R esultat, der sich einzig deshalb ergibt, w eil an sich korrekt, aber m it einem falschen Zw ischenresultat w eitergearbeitet w orden ist. D as trifft bei den zw ei gerügten Bilanzpositionen nicht zu, w as von den Experten in der Stellungnahm e vom 15. D ezem ber 2005 überzeugend erklärt w ird. W ie der Beschw erdeführer hervorhebt w ird die N ennung der G ruppenbegriffe U V, AV, KFK, LFK und EK von der Aufgabe nicht ausdrücklich verlangt. D ie Prüfungskom m ission betont in ihrer Vernehm lassung, dass die Aufgabenstellung eine "korrekt gegliederte" Bilanz verlange. M an kann sich diesbezüglich effektiv fragen, ob der Abzug von einem Punkt gerechtfertigt w äre, solange die Angaben der einzelnen Bilanzposten – auch ohne N ennung der G ruppenbegriffe – an richtiger Stelle erfolgt. O b der Abzug von einem Punkt w egen der fehlenden Angabe der G ruppenbegriffe U V, AV, KFK, LFK und EK letztlich gerechtfertigt ist oder nicht, kann jedoch offen gelassen w erden, da die Erteilung eines zusätzlichen Punktes, w ie aus den nachfolgenden Erw ägungen hervorgeht, am G esam tergebnis ohnehin nichts verändern könnte. 8.2 In der Aufgabe 6.1. erhielt der Beschw erdeführer erstinstanzlich 3 von m a- xim al 4 Punkten. Anlässlich der N achkorrektur im Beschw erdeverfahren zog ihm die Prüfungskom m ission 2 Punkte ab, so dass ihm neu nur 1 Punkt zugeteilt w urde. In dieser Aufgabe w urde verlangt, in den fehlenden Feldern einer dreistu-18 figen Erfolgsrechnung die korrekten Begriffe einzutragen. D er Beschw er- deführer erachtet den im vorinstanzlichen Verfahren getätigten Punkteab- zug gestützt auf das Vertrauensprinzip für unzulässig. D am it habe die Prü- fungskom m ission auch den G leichbehandlungsgrundsatz verletzt. Zunächst einm al ist m it der Prüfungskom m ission festzuhalten, dass die Punktevergabe - w ie in der R egel auch die Erteilung der Zw ischen- und Fachnoten - grundsätzlich Teil der Begründung des Prüfungsentscheids und nicht des D ispositivs ist. Eine Änderung der Begründung im R echts- m ittelverfahren ist dem nach zulässig, sow eit sich eine solche auf sachliche Argum ente stützt. Entgegen der M einung der Vorinstanz handelt es sich beim vorgenom m enen Punkteabzug nicht um einen Fall der reform atio in peius, denn m it ihm w ird lediglich die Begründung des negativen Prüfungs- ergebnisses geändert. In einem Beschw erdeverfahren kann es ohne w eiteres vorkom m en, dass die Experten m erken, die Prüfungsleistungen bei der ersten Korrektur ent- w eder zu grosszügig oder zu streng bew ertet zu haben. D ies kann zu Ver- änderungen des Punktebilds sow ohl zugunsten als auch zuungunsten des Prüfungskandidaten führen. Für die Beschw erdeinstanz ist m assgeblich, dass die Prüfungskom m ission den ihr bei der Bew ertung von Prüfungsleistungen zustehenden Erm essensspielraum nicht überschritten oder m issbraucht hat (vgl. zu dieser Problem atik den unveröffentlichten Beschw erdeentscheid der R EKO /EVD vom 4. N ovem ber 2005 i. S. G . [H B/2004-68] E. 5.1.). D ie Prüfungskom m ission hat im Verfahren vor dem Bundesam t den nach- träglichen Punkteabzug dam it begründet, dass m it Ausnahm e von "Total Erträge" alle anderen drei Eintragungen falsch seien. Es erscheint nach- vollziehbar, dass eine einzig richtige Eintragung von m öglichen vier zur Zuteilung von nur einem von m öglichen vier Punkten berechtigt. D en Akten ist zu entnehm en, w ie viele Punkte bei korrekter Lösung der jew eiligen Aufgaben m axim al zu erteilen w aren. D ie N achkorrektur durch die Prüfungskom m ission im Verfahren vor dem Bundesam t korrigiert insofern einen Erm essensfehler der Experten bei der Erstkorrektur und gibt infolgedessen zu keinen Beanstandungen Anlass. In dieser H insicht ist zudem darauf hinzuw eisen, dass dem Beschw erdeführer sow ohl in diesem w ie auch im Verfahren vor dem Bundesam t hinreichend G elegenheit geboten w urde, sich über die N achkorrektur zu äussern. Er m acht im Ü brigen auch nicht geltend, dass seine Lösung korrekt sei. Konkrete H inw eise, w onach die N achkorrektur den R echtsgleichheitsgrundsatz verletzt oder gar die Voraussetzungen für eine G leichbehandlung im U n- recht gegeben sein könnten, verm ag das Bundesverw altungsgericht auch nicht zu erkennen. N ach dem G esagten sind im vorliegenden Fall w eder eine Ü berschreitung noch ein M issbrauch des der Prüfungskom m ission zustehenden Erm es- sensspielraum s ersichtlich. D ie R ügen des Beschw erdeführers erw eisen 19 sich als unbegründet. D er vorgenom m ene Punkteabzug ist dem nach zu bestätigen. 8.3 In der Aufgabe 7.1.1. w urde verlangt, die W erte der Liquidität II sow ie Q uick R atio auf G rund der gegebenen Bilanz- und Erfolgsrechnungszahlen zu berechnen und zu beurteilen. Für seine Antw ort erhielt der Beschw er- deführer 2 von 3 Punkten. Zu keinem neuen Ergebnis führte auch die N achkorrektur. D er Beschw erdeführer beantragt die Zuteilung eines w eiteren Punkts. Zur Begründung bringt er vor, gem äss übereinstim m ender Lehrm einung gelte ein W ert von 100 % als ideal. D avon gehe auch die M usterlösung aus. Je- der W ert unter 100 % sei deshalb nicht ideal, w as der Form ulierung des Beschw erdeführers in seiner Lösung entspreche. Laut Expertenbericht ist die Antw ort des Beschw erdeführers "nicht so opti- m al" zu einfach. W enn der Kandidat in der Lösung w eiter schreibe, dass die flüssigen M ittel und die D ebitoren das kurzfristige Frem dkapital gut de- cken sollten, dann m üsste es auch m it den berechneten 98 % "D eckung in O rdnung" lauten. In der Vernehm lassung ergänzte die Prüfungskom m issi- on die Stellungnahm e im Verfahren vor dem Bundesam t dahingehend, dass in der Antw ort des Beschw erdeführers "nicht so optim al" zu w enig zum Ausdruck kom m e, dass bei einem idealen W ert von 100 % der in der Aufgabe erm ittelte W ert von 98 % im m er noch gut sei und kein H andlungs- bedarf hinsichtlich der D eckung bestehe. D iese Erklärung überzeugt und lässt in nachvollziehbarer W eise erkennen, w arum dem Beschw erdeführer die volle Punktezahl für diese Aufgabe nicht zugeteilt w erden kann. 8.4 In der Aufgabe 8.2.2. w urde verlangt zu beurteilen, ob und w arum sich die Investition in eine Anlage lohne. Für seine Antw ort erhielt der Beschw erdeführer 0 von 2 Punkten. W ie im vorinstanzlichen Verfahren vertritt er die Ansicht, dass ihm für seine Lö- sung m indestens ein Punkt zuzuteilen ist. Für ihn lohne sich die Investiti- on, w eil sich die Abschreibung jew eils nur "buchhalterisch" ausw irke. Es sei näm lich allgem ein bekannt, dass buchhalterisch gesehen Abschrei- bungen auf N ull erfolgten, jedoch durchaus faktisch noch ein G ebrauchs- w ert vorhanden sei. In der Stellungnahm e vor dem Bundesam t hielt die Prüfungskom m ission fest, die Antw ort des Beschw erdeführers sei "in Bezug auf die richtige Kandidatenlösung 8.2.1." falsch. In der Vernehm lassung vor der R ekurs- kom m ission EVD hielt die Prüfungskom m ission ausserdem fest, dass die Aufgabe klar eine Lebensdauer von 4 Jahren vorgebe. W enn nun ein Pay- back von 5 Jahren erm ittelt w erde, w ie richtigerw eise in der Aufgabe 8.2.1. errechnet w orden sei, sei der einzig m ögliche Schluss, dass die "W iedergew innungszeit" höher sei als die Lebensdauer, w eshalb sich die 20 Investition nicht lohne. D as vom Beschw erdeführer abgehandelte Problem der Abschreibungen stelle sich in dieser Aufgabe nicht. D ie Stellungnahm en der Prüfungskom m ission bringen in nachvollziehbarer W eise zum Ausdruck, w arum die Antw ort des Beschw erdeführers m it kei- nem einzigen Punkt gew ürdigt w erden kann. D ie von ihm erhobene R üge erw eist sich som it als unbegründet. 8.5 Aus den vorstehenden Ausführungen ergibt sich, dass bei einer unverän- derten Punktzahl von 51 Punkten die N ote 3,5 im Fach "Finanz- und R ech- nungsw esen" zu bestätigen ist. Selbst w enn der Punkteabzug in der Auf- gabe 6.1. nicht zulässig w äre, w ürden dem Beschw erdeführer noch 2 Punkte fehlen, um eine genügende N ote zu erreichen. 9. Schliesslich stösst sich der Beschw erdeführer daran, dass w eder die Prü- fungskom m ission noch das Bundesam t sich angesichts seiner N otensitua- tion m it der Frage auseinander gesetzt hätten, ob er einen G renzfall dar- stellen könne. 9.1 Im R ahm en des Berufsbildungsgesetzes existiert keine allgem ein gültige G renzfallregelung. Falls w eder in den jew eiligen Prüfungsreglem enten noch in den W egleitungen eine R egelung für G renzfälle getroffen w urde, darf die Prüfungskom m ission grundsätzlich selber Kriterien zur Behand- lung von G renzfällen aufstellen. D iese Kom petenz ergibt sich aus der Be- fugnis der Prüfungskom m ission, über die Erteilung des D iplom s zu ent- scheiden (vgl. Art. 5 Abs. 1 Bst. h Prüfungsreglem ent 2000/2002). Eine solche R egelung m uss aber sachlich vertretbar sein und rechtsgleich für alle Prüfungskandidaten zur Anw endung gelangen (vgl. unveröffentlichte Beschw erdeentscheide der R EKO /EVD vom 22. M ärz 2000 i. S. F. [99/H B- 022] E. 7 und vom 15. D ezem ber 1999 i. S. S. [99/H B-028] E. 7.1 m it H inw eisen). Im Fall, dass die Prüfungskom m ission keine G renzfallregelung erlassen hatte, so w andte die R ekurskom m ission EVD praxisgem äss ihre eigene, subsidiäre G renzfallregelung an (vgl. die unveröffentlichten Beschw erdeentscheide der R EKO /EVD vom 19. M ärz 1999 i. S. R . [98/H B- 002] E. 4, vom 18. D ezem ber 2001 i. S. M . [01/H B-005] E. 4.2 und vom 3. M ai 2002 i. S. A. [00/H B-019] E. 6). 9.2 D ie Prüfungskom m ission führt in der Vernehm lassung zu diesem Be- schw erdeverfahren an, sie habe in G renzfällen eine H ärtefallregelung an- gew andt. W enn zw ei der drei Kriterien (für das Bestehen der Prüfung im Sinne von Artikel 23 R eglem ent) erfüllt seien, verhalte es sich m it dem nicht erfüllten dritten Kriterium w ie folgt: Bei N ichterfüllung des Kriterium s der genügenden Schlussnote und bei einer Schlussnote von 3,9 w erde die Schlussnote auf 4,0 angehoben und das N otenbild entsprechend ange-21 passt. Bei N ichterfüllung des Kriterium s der genügenden Fachnoten und bei höchstens 3 N oten unter 4 w erde eine Fachnote um eine halbe N ote angehoben, w enn dadurch das Kriterium erfüllt w erde. D as gleiche Vorge- hen gelte, w enn eine Fachnote unter 3,0 liege. D ie angew andte R egelung erscheint als sachlich vertretbar, und es bestehen keine Anhaltspunkte da- für, dass diese in rechtsungleicher Art und W eise angew endet w urde. D ie Prüfung gilt gem äss Artikel 23 R eglem ent als bestanden, w enn fol- gende M indestanforderungen erfüllt sind: 1. D ie Schlussnote liegt gem äss Artikel 20 nicht unter 4,0; 2. nicht m ehr als 2 der 10 Fachnoten liegen unter 4,0; 3. keine der Fachnoten liegt unter 3,0. D er Beschw erdeführer m üsste zw ei dieser Kriterien erfüllen, um in den G enuss der G renzfallregelung zu kom m en. Bis anhin erfüllt er jedoch nur das Kriterium im Sinne von Artikel 23 Ziffer 3 R eglem ent, denn gem äss seinem N otenbild liegt keine der ihm erteilten Fachnoten unter 3,0. Auf G rund einer unter 4,0 liegenden Schlussnote (3,9) und drei unter 4,0 lie- gender Fachnoten sind die zw ei anderen Kriterien nicht erfüllt. D em nach kann der Beschw erdeführer aus der G renzfallregelung nichts zu seinen G unsten ableiten. D a es gem äss Lehre und R echtsprechung keinen Anspruch darauf gibt, dass eine N ote bei einem knappen Prüfungsresultat aufgerundet w ird, geht der Beschw erdeführer m it seiner Berufung auf eine G renzfallklausel sow ie die allfällige Verletzung der Verhältnism ässigkeit fehl. Im Ü brigen ist da- rauf hinzuw eisen, dass die R üge einer zu strengen Beurteilung nicht eine Frage der Verhältnism ässigkeit, sondern der Bew ertung darstellt und sich m ithin auf eine korrekte Erm essensausübung bezieht (vgl. BG E 113 IA 286, E. 4. i. f.). 10. Zusam m enfassend ergibt sich, dass keine rechtlich erheblichen Verfah- rensfehler vorliegen, dass die Bew ertung im Fach "Finanz- und R ech- nungsw esen" zu keinen Beanstandungen Anlass gibt und dass das Prüfungsresultat des Beschw erdeführers keinen G renzfall darstellt. Seine Beschw erde erw eist sich som it als unbegründet und ist in der Folge abzuw eisen, sow eit darauf einzutreten ist (vgl. vorne E. 2.). 11. Bei diesem Verfahrensausgang hat der Beschw erdeführer die Verfahrens- kosten zu tragen (vgl. Art. 63 Abs. 1 Vw VG ). D ie G erichtsgebühr richtet sich nach dem R eglem ent über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverw altungsgericht (VG KE, SR 173.320.2 i.V. m it Art. 63 Abs. 5 22 Vw VG und Art. 16 Abs. 1 Bst. a VG G ). D iese w ird m it dem am 22. Septem ber 2006 geleisteten Kostenvorschuss verrechnet (vgl. Art. 5 Abs. 3 der Verordnung vom 10. Septem ber 1969 über Kosten und Entschädigungen im Verw altungsverfahren, Kostenverordnung, SR 172.041.0). Parteientschädigung w ird keine gesprochen (vgl. Art. 64 Abs. 1 Vw VG ). 12. D ieser Entscheid kann nicht m it Beschw erde an das Bundesgericht w eiter gezogen w erden (vgl. Art. 83 Bst. t des Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht, Bundesgerichtsgesetz, SR 173.110). Er ist som it endgültig. D em nach erkennt das B undesverw altungsgericht: 1. D ie Beschw erde w ird abgew iesen, sow eit darauf eingetreten w ird. 2. D em Beschw erdeführer w ird eine Spruchgebühr von Fr. 900.- auferlegt, die m it dem am 22. Septem ber 2006 geleisteten Kostenvorschuss von Fr. 900.00 verrechnet w ird. 3. Es w ird keine Parteientschädigung zugesprochen. 4. D ieses U rteil w ird eröffnet: - dem Beschw erdeführer (eingeschrieben; Beschw erdebeilagen zurück) - der Vorinstanz (R ef-N r. 122/thd; eingeschrieben; Akten zurück) - dem Schw eizerischer Verband Technischer Kaderleute svtk (eingeschrieben; Akten zurück) D er vorsitzende R ichter: D er G erichtsschreiber: Francesco Brentani C orrado Bergom i Versand am : 3. April 2007