A bteilung V E -6831/2007 {T 0/2} U rte il v o m 1 2 . O k to b e r 2 0 0 7 R ichter M arkus König (Vorsitz), R ichter Thom as W espi, R ichter Jean-Pierre M onnet, G erichtsschreiberin Eveline C hastonay. X._______, D eutschland, Beschw erdeführer, gegen B undesam t für M igration (B FM ), Q uellenw eg 6, 3003 Bern, Vorinstanz. Verfügung vom 13. Septem ber 2007 i.S. N icht- eintreten auf A sylgesuch aus dem A usland / N _______ B u n d e s v e rw a ltu n g s g e ric h t T rib u n a l a d m in is tra tif fé d é ra l T rib u n a le a m m in is tra tiv o fe d e ra le T rib u n a l a d m in is tra tiv fe d e ra l B esetzung P arteien G egenstandE -6831/2007 D as B undesverw altungsgericht stellt fest, dass der Beschw erdeführer m it Schreiben vom 1. Septem ber 2007 um Asyl ersuchte, dass das BFM m it Verfügung vom 13. Septem ber 2007 - eröffnet am 1. O ktober 2007 - in Anw endung von A rt. 34 des Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 (AsylG , SR 142.31), auf dieses Asylgesuch nicht eintrat, dass das BFM zur Begründung im W esentlichen anführte, D eutschland sei ein R echtsstaat m it einer stabilen D em okratie, w elcher die grund- legenden M enschenrechte und Freiheiten seiner Bürger garantiere und über ein unabhängiges G erichtsw esen verfüge, dass w eiter ausgeführt w urde, D eutschland sei sow ohl M itglied des Europarates - und habe dam it die Konvention vom 4. N ovem ber 1950 zum Schutze der M enschenrechte und G rundfreiheiten (EM R K, SR 0.101) ratifiziert - als auch der Europäischen U nion (EU ), w elche im Am sterdam er Vertrag Verfahren m it dem Ziel des Schutzes der G rundrechte ihrer Bürger festgelegt habe, dass D eutschland vom Bundesrat daher m it Beschluss vom 25. Juni 2003 als verfolgungssicherer Staat im Sinne von A rt. 34 AsylG be- zeichnet w orden sei, w eshalb auf Asylgesuche deutscher Staatsange- höriger nicht eingetreten w erde, ausser es ergäben sich H inw eise auf eine Verfolgung, dass den Vorbringen des Beschw erdeführers keine solchen konkreten H inw eise zu entnehm en seien, w eshalb auf das Asylgesuch gestützt auf A rt. 34 AsylG nicht einzutreten sei, dass es dem Beschw erdeführer gestützt auf das bestehende Freizü- gigkeitsabkom m en im Ü brigen unbenom m en sei, in die Schw eiz einzu- reisen und hier W ohnsitz zu nehm en, dass der Beschw erdeführer m it Eingabe an das Bundesverw altungs- gericht vom 2. O ktober 2007 (Aufgabestem pel D eutsche Post) gegen diesen Entscheid Beschw erde erhob, sinngem äss die Aufhebung der S eite 2E -6831/2007 vorinstanzlichen Verfügung beantragte und um politisches Asyl in der Schw eiz ersuchte, dass der Beschw erdeführer zur Begründung im W esentlichen die be- reits im Asylgesuch vom 1. Septem ber 2007 erw ähnten G ründe sow ie fam iliäre Problem e darlegte, die sich sow ohl auf privater als auch auf behördlicher Ebene m anifestierten, und für den Fall der Abw eisung des Asylgesuchs beantragte, es sei ihm m indestens die Publikation seiner A._______ Arbeiten und Schriften sow ie seine H abilitation zu erm öglichen, dass die vorinstanzlichen Akten am 10. O ktober 2007 beim Bundes- verw altungsgericht eintrafen (A rt. 109 Abs. 2 AsylG ), und zieht in Erw ägung, dass das Bundesverw altungsgericht endgültig über Beschw erden ge- gen Verfügungen (A rt. 5 des Bundesgesetzes vom 20. D ezem ber 1968 über das Verw altungsverfahren [Vw VG , SR 172.021]) des BFM ent- scheidet (A rt. 105 AsylG i.V.m . A rt. 31 - 34 des Verw altungsgerichtsge- setzes vom 17. Juni 2005 [VG G , SR 173.32]; A rt. 83 Bst. d Ziff. 1 des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BG G , SR 173.119]), dass der Beschw erdeführer legitim iert ist, w eshalb auf die frist- und form gerecht eingereichte Beschw erde einzutreten ist (A rt. 108a AsylG sow ie A rt. 6 AsylG i.V.m . A rt. 48 und 52 Vw VG ), dass m it Beschw erde an das Bundesverw altungsgericht die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts und die U nangem essenheit gerügt w erden können (A rt. 106 Abs. 1 AsylG ), dass die Beurteilung von Beschw erden gegen N ichteintretensentschei- de praxisgem äss auf die Ü berprüfung der Frage beschränkt ist, ob die Vorinstanz zu R echt auf das Asylgesuch nicht eingetreten ist, dass die Beurteilungszuständigkeit der Beschw erdeinstanz som it dar- auf beschränkt ist, bei Begründetheit des R echtsm ittels die angefoch- S eite 3E -6831/2007 tene Verfügung aufzuheben und die Sache zu neuer Entscheidung an die Vorinstanz zurückgehen zu lassen (vgl. Entscheidungen und M ittei- lungen der Schw eizerischen Asylrekurskom m ission [EM AR K] 2004 N r. 34 E. 2.1. S. 240 f.), dass die vorliegende Beschw erde - w ie sich aus den nachstehenden Erw ägungen ergibt - offensichtlich unbegründet ist, w eshalb auf einen Schriftenw echsel verzichtet w erden kann und der Beschw erdeent- scheid lediglich sum m arisch zu begründen ist (A rt. 111 Abs. 1 und 3 AsylG ; vereinfachtes Verfahren), dass auf Asylgesuche oder Beschw erden von Asylsuchenden aus vom Bundesrat bezeichneten verfolgungssicheren Staaten (sog. "Safe C ountries") nicht eingetreten w ird, ausser es gebe H inw eise auf eine Verfolgung, die sich nicht als offensichtlich haltlos erw eisen bezie- hungsw eise bereits auf den ersten Blick als unglaubhaft erkennbar sind (A rt. 34 Abs. 2 AsylG ; EM AR K 1993 N r. 16 S. 102 ff.; 2004 N r. 5 E. 4c.bb. S. 36), dass der Schw eizerische Bundesrat D eutschland am 25. Juni 2003 als verfolgungssicheren Staat bezeichnet hat, dass som it vorliegend die form elle Bedingung für den Erlass eines N ichteintretensentscheides auf der G rundlage von A rt. 34 AsylG erfüllt ist, dass sodann die m aterielle Bedingung des Fehlens von Verfolgungs- hinw eisen zu prüfen ist, w obei gem äss Praxis der vorm als (bis 31. D e- zem ber 2006) zuständigen Schw eizerischen Asylrekurskom m ission (AR K), der sich das Bundesverw altungsgericht anschliesst, derselbe w eite Verfolgungsbegriff w ie in A rt. 18 und A rt. 33 Abs. 3 Bst. b AsylG zur Anw endung gelangt (vgl. EM AR K 2004 N r. 35 E. 4.3 S. 247), w el- cher nicht bloss ernsthafte N achteile im Sinne von A rt. 3 AsylG , son- dern auch die von M enschenhand verursachten W egw eisungshinder- nisse im Sinne von A rt. 44 Abs. 2 AsylG i.V.m . m it A rt. 14a Abs. 3 und 4 des Bundesgesetzes vom 26. M ärz 1931 über Aufenthalt und N ieder- lassung der Ausländer (AN AG , SR 142.20) um fasst (vgl. EM AR K 2004 N r. 5 E. 3c.aa S. 35 ff., 2004 N r. 35 E. 4.3. S. 247), dass ein gegenüber der G laubhaftm achung reduzierter Bew eism ass- stab anzuw enden ist und auch bei Asylsuchenden aus einem verfol- gungssicheren Staat auf das Asylgesuch eingetreten w erden m uss, S eite 4E -6831/2007 sobald sich aus den Akten H inw eise auf Verfolgung im erläuterten Sin- ne ergeben, deren U nglaubhaftigkeit sich nicht auf den ersten Blick er- gibt (vgl. EM AR K 2005 N r. 2 E. 4.3. S. 16 f.), dass die Vorinstanz zur E rkenntnis gelangt ist, die Vorbringen des Be- schw erdeführers verm öchten keine H inw eise auf eine Verfolgung w ie oben dargelegt zu belegen respektive es gelinge ihm nicht, die Verm u- tung fehlender Verfolgung zu w iderlegen, dass vorliegend bezüglich der geltend gem achten Verfolgung bezie- hungsw eise der Furcht vor künftiger Verfolgung auf die zutreffenden und hier zu bestätigenden Ausführungen in den Erw ägungen der an- gefochtenen Verfügung verw iesen w erden kann, dass auch nach Auffassung des Bundesverw altungsgerichts die vom Beschw erdeführer dargelegten G ründe für sein Asylgesuch einerseits rein fam iliärer und beruflicher A rt sind (Publikation verfasster Arbeiten und H abilitation), andererseits nur vage Verm utungen dahingehend ge- äussert w erden, w onach die angeblich erlittenen Ü bergriffe, Einbrüche oder anderw eitigen N achteile von behördlicher (geheim dienstlicher) Seite initiiert w orden seien, dass die Vorbringen des Beschw erdeführers in W ürdigung der gesam - ten vorliegenden Aktenlage als offensichtlich haltlos zu qualifizieren sind, und auch die Ausführungen in der Beschw erde nicht geeignet sind, zu einem anderen Schluss zu führen, dass es dem Beschw erdeführer nach W ürdigung der Akten m öglich und zuzum uten w äre, die zuständigen deutschen Polizeibehörden um Schutz vor allfälligen Ü bergriffen durch U nbekannte zu ersuchen, dass das BFM dem nach in Anw endung von A rt. 34 AsylG zu R echt auf das Asylgesuch des Beschw erdeführers nicht eingetreten ist, dass es dem Beschw erdeführer in W ürdigung der gesam ten Aktenlage nicht gelungen ist darzutun, inw iefern die angefochtene Verfügung Bundesrecht verletze, den rechtserheblichen Sachverhalt unrichtig oder unvollständig feststelle oder unangem essen sei (A rt. 106 AsylG ), w eshalb die Beschw erde abzuw eisen ist, dass bei diesem Ausgang des Verfahrens die Kosten von Fr. 600.-- (A rt. 16 Abs. 1 Bst. a VG G i.V.m . A rt. 2 und 3 des R eglem ents vom S eite 5E -6831/2007 11. D ezem ber 2006 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverw altungsgericht [VG KE, SR 173.320.2]) dem Beschw erde- führer aufzuerlegen sind (A rt. 63 Abs. 1 Vw VG ). (D ispositiv nächste Seite) S eite 6E -6831/2007 D em nach erkennt das B undesverw altungsgericht: 1. D ie Beschw erde w ird abgew iesen. 2. D ie Verfahrenskosten von Fr. 600.-- w erden dem Beschw erdeführer auferlegt. D ieser Betrag ist innert 30 Tagen zu G unsten der G erichts- kasse zu überw eisen. 3. D ieses U rteil geht an: - den Beschw erdeführer (durch Verm ittlung B._______) - B._______, m it der Bitte um Eröffnung des U rteils an den Beschw erdeführer und um Zustellung der beiliegenden Em pfangsbestätigung an das Bundesverw altungsgericht sow ie um Einforderung der in R echnung gestellten Verfahrenskosten (Ziff. 2 des D ispositivs) - die Vorinstanz, m it den Akten (R ef.-N r. N _______) D er vorsitzende R ichter: D ie G erichtsschreiberin: M arkus König Eveline C hastonay Versand: S eite 7E -6831/2007 Em pfangsbestätigung N am e: X._______ Vornam e: X._______ G eburtsdatum : X._______ H ierm it bestätige ich, heute folgendes D okum ent erhalten zu haben: U rteil des Bundesverw altungsgerichtes vom 12. O ktober 2007 O rt: ....................................................... D atum /Eröffnung: ....................................................... U nterschrift: ....................................................... B em erkungen: ....................................................... D iese Em pfangsbestätigung ist nach U nterzeichnung durch B._______ dem Bundesverw altungsgericht, Abt. V, R ef.-N r. E-6831/2007, zuzustellen. S eite 8