B u n d e s v e rw a l t u n g s g e r i ch t T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i f f éd é r a l T r i b u n a l e am m i n i s t r a t i vo f e d e r a l e T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i v fe d e r a l Abteilung II B-5162/2019 U r t e i l v o m 8 . N o v e m b e r 2 0 1 9 Besetzung Richter Ronald Flury (Vorsitz), Richter Stephan Breitenmoser, Richterin Eva Schneeberger; Gerichtsschreiber Davide Giampaolo. Parteien X._______, Inhaber des Einzelunternehmens X._______, Rechtsanwalt, vertreten durch Dr. iur. Bruno Derrer, Rechtsanwalt, Beschwerdeführer, gegen Eidgenössische Revisionsaufsichtsbehörde RAB, Vorinstanz. Gegenstand Kostenentscheid im Verfahren B-3972/2016 nach Rückweisung durch das Bundesgericht (Urteil 2C_602/2018 vom 16. September 2019). B-5162/2019 Seite 2 Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest und erwägt, dass die Eidgenössische Revisionsaufsichtsbehörde RAB (nachfolgend: Vorinstanz) mit Verfügung vom 24. Mai 2016 X._______ sowie dem Ein- zelunternehmen "X._______, Rechtsanwalt" die Zulassung als Revisions- experte für die Dauer von jeweils zwei Jahren entzog und die Löschung der entsprechenden Eintragungen im Revisorenregister veranlasste, dass sich X._______ (nachfolgend: Beschwerdeführer) hiergegen mit Beschwerde vom 24. Juni 2016 an das Bundesverwaltungsgericht wandte (Verfahren B -3972/2016) und beantragte, in Aufhebung der vor- instanzlichen Verfügung sei das Verfahren um befristeten Entzug der Zulassung als Revisionsexperte gegen ihn persönlich sowie gegen das Einzelunternehmen "X._______, Rechtsanwalt" ohne Verhängung einer Sanktion kosten - und entschädigungsfällig einzustellen, eventualiter sei ihm persönlich ein schriftlicher Verweis zu erte ilen; des Wei teren sei die Vorinstanz anzuweisen, Akteneinsicht in eine nicht anonymisierte Version des Hinweisformulars "Informationen von dritter Stelle" zu gewähren, dass das Bundesverwaltungsgericht mit Urteil B -3972/2016 vom 5. Juni 2018 die Beschwerde teilweise g uthiess und die Dauer des Entzugs der persönlichen Zulassung des Beschwerdeführers sowie jene der Zulassung seines Einzelunternehmens als Revisionsexperte auf ein Jahr reduzierte, im Übrigen aber die Beschwerde abwies, dass das Bundesverwaltungsgericht de m Beschwerdeführer Verfahrens- kosten im Umfang von Fr. 2'400.– auferlegte und ihm zu Lasten der Vor- instanz eine reduzierte Parteientschädigung von Fr. 3'000.– zusprach, dass das Bundesgericht mit Urteil 2C_602/2018 vom 16. September 2019 die vom Beschwerde führer persönlich bzw. als Inhaber des Einzelunter- nehmens " X._______, Rechtsanwalt" dagegen geführte Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten im Sinne der Erwägungen guthiess, das Urteil des Bundesverwaltungsgerichts B-3972/2016 vom 5. Juni 2018 aufhob und dem Beschwerdeführer persönlich sowie als Inhaber des Ein- zelunternehmens einen schriftlichen Verweis erteilte (Dispositiv-Ziff. 1), dass das Bundesgericht die Sache zur Neuverlegung der Kosten und Entschädigungen des Verfahrens vor Bundesverwaltungsgericht an dieses zurückwies (Dispositiv-Ziff. 4), dass daher über die Kosten und Entschädigungen im Verfahren B-3972/2016 neu zu befinden ist, B-5162/2019 Seite 3 dass sich die Gerichtsgebühr nach Umfang und Schwierigkeit der Streit- sache, Art der Prozessführung und finanzieller Lage der Parteien bestimmt (Art. 63 Abs. 4bis des Verwaltungsverfahrensgesetzes vom 20. Dezember 1968 [VwVG, SR172.021]; Art. 2 Abs. 1 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungs- gericht [VGKE, SR 173.320.2]), dass unter Berücksichtigung des Aktenumfangs und des unabhängig vom Ergebnis entstandenen Verfahrensaufwands die Gerichtsgebühr für das Verfahren B-3972/2016 auf Fr. 4'000.– festzusetzen ist, dass die Verfahrenskosten in der Regel nach Massgabe des Unterliegens auf die Parteien zu verlegen sind (Art. 63 Abs. 1 VwVG), dass eine Partei als unterliegend gilt, wenn ihren Begehren nicht entspro- chen wird, wobei praxisgemäss die Anträge der beschwerdeführenden Partei und das Ergebnis der Anfec htung des vorinstanzlichen Entscheids zu vergleichen sind (vgl. BGE 123 V 156 E. 3c; 123 V 159 E. 4b; MARCEL MAILLARD, in: Waldmann/Weissenberger [Hrsg.], Praxiskommentar VwVG, 2. Aufl. 2016, Art. 63 VwVG N. 14), dass entsprechend dem nachinstanzlichen Urt eil der Beschwerdeführer mit seinem Hauptantrag auf Verfahrenseinstellung ohne Anordnung einer Sanktion insoweit durchdringt, als von den befristeten Zulassungsentzügen abgesehen und stattdessen – im Sinne einer milderen Sanktion entspre- chend seinem Eventualbegehren – ein schriftlicher Verweis erteilt wird, dass im Lichte dess en die Unterliegensquote des Beschwerdeführers im Verfahren B-3972/2016 neu auf einen Viertel festzusetzen ist, womit ihm reduzierte Verfahrenskosten im Umfang von Fr. 1'000.– aufzuerlegen sind, dass die Vorinstanz gemäss Art. 63 Abs. 2 VwVG von Verfahrenskosten befreit ist, dass gemäss Art. 64 Abs. 1 VwVG (i.V.m. Art. 7 ff. VGKE) der (teilweise) obsiegenden und anwaltlich vertretenen Partei von Amtes wegen oder auf Begehren hin eine (gekürzte) Parteientschädigung für die ihr erwachsenen notwendigen und verhältnismässig hohen Kosten zuzusprechen ist, dass die Entschädigung der Körperschaft oder autonomen Anstalt aufzuerlegen ist, in deren Namen die Vorinstanz verfügt hat, soweit sie nicht einer unterliegenden Gegenpartei auferlegt werden kann (Art. 64 Abs. 2 VwVG), B-5162/2019 Seite 4 dass der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers keine Kostennote ein- gereicht hat, weshalb die Parteientschädigung aufgrund der Akten und nach Ermessen festzusetzen ist (Art. 14 VGKE), dass mit Blick auf den gebotenen Aufwand im Rahmen des durchgeführten doppelten Schriftenwechsels (Beschwerdeschrift vom 24. Juni 2016; Replik vom 2. Dezember 2016) von einer ungekürzten Parteient- schädigung von Fr. 7'500.– auszugehen ist, dass demnach für das Verfahren B-3972/2016 dem – nunmehr als zu drei Viertel obsiegend zu betrachtenden – Beschwerdeführer eine um einen Viertel reduzierte Parteientschädigung, ausmachend Fr. 5'600.–, zuzu- erkennen ist, welche der Vorinstanz aufzuerlegen ist, dass für den vorliegenden Kostenentscheid (Verfahren B -5162/2019) von der Auferlegung von Verfahrenskosten und der Zusprechung von Partei- entschädigungen abzusehen ist (Art. 6 Bst. b und Art. 7 Abs. 4 VGKE). B-5162/2019 Seite 5 Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 1. Für das Verfahren B -3972/2016 werden dem Beschwerdeführer Verfahrenskosten im Umfang von Fr. 1'000.– auferlegt. Nach Eintritt der Rechtskraft des vorliegenden Entscheids wird dieser Betrag dem im Verfahren B-3972/2016 geleisteten Kostenvorschuss von Fr. 4'000.– ent- nommen und der Differenzbetrag von Fr. 3'000.– wird dem Beschwerde- führer auf ein von ihm zu bezeichnendes Konto zurückerstattet. 2. Für das Verfahren B -3972/2016 hat die Eidgenössische Revisions- aufsichtsbehörde dem Beschwerdeführer eine Parteients chädigung von Fr. 5'600.– zu bezahlen. 3. Für das vorliegende Verfahren B -5162/2019 werden keine Verfahrens- kosten erhoben und es werden keine Parteientschädigungen zuge- sprochen. 4. Dieses Urteil geht an: – den Beschwerdeführer (Rechtsvertreter; Gerichtsurkunde; Beilage: Rückerstattungsformular); – die Vorinstanz (Ref-Nr. […]; Gerichtsurkunde). Für die Rechtsmittelbelehrung wird auf die nächste Seite verwiesen. Der vorsitzende Richter: Der Gerichtsschreiber: Ronald Flury Davide Giampaolo B-5162/2019 Seite 6 Rechtsmittelbelehrung: Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen nach Eröffnung beim Bundesgericht, 1000 Lausanne 14 , Beschwerde in öffentlich -rechtlichen Angelegenheiten geführt werden (Art. 82 ff., 90 ff. und 100 des Bundes- gerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]). Die Frist ist gewahrt, wenn die Beschwerde spätestens am letzten Tag der Frist beim Bundesgericht eingereicht oder zu dessen Handen der Schweizerischen Post oder einer schweizerischen diplomatischen oder konsularischen Ver- tretung übergeben worden ist (Art. 48 Abs. 1 BGG). Die Rechtsschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweis mittel und die Unterschrift zu enthalten. Der angefochtene Entscheid und die Beweis- mittel sind, soweit sie die beschwerdeführende Partei in Händen hat, beizulegen (Art. 42 BGG). Versand: 13. November 2019