<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2004.00202</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="https://vgrzh.djiktzh.ch/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=https://vgrzh.djiktzh.ch&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=204418&amp;W10_KEY=4467140&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2004.00202</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 18.08.2004</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">1. Abteilung/1. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Raumplanungs-, Bau- und Umweltrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Baubewilligung und Befehl</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Bauverweigerung für Nutzungsänderung eines Geräteraums / Wiederherstellungsbefehl<br/><br/>Legitimation: Wenn die Gemeinde zur richtigen Anwendung und Durchsetzung ihres kommunalen Rechts befugt ist, muss sie auch geltend machen können, durch die unrichtige Auslegung kantonalen Rechts werde ihr kommunales Recht fälschlicherweise nicht angewendet (E. 1).<br/><br/>Massgeblicher Terrainverlauf: Laut der Baurekurskommission ist der in der seinerzeitigen Neubaubewilligung ausgewiesene Boden massgebend, wenn an bestehenden Gebäuden Änderungen vorgenommen werden, deren Zulässigkeit unter Bezugnahme auf den gewachsenen Boden zu prüfen sind. An diese Praxis ist anzuknüpfen; dem steht auch der Wortlaut von § 5 Abs. 1 ABauV nicht entgegen. (...) Es geht darum zu vermeiden, dass eine Änderung des Bauwerks, die im Rahmen des Neubaus ohne weiteres bewilligungsfähig gewesen wäre, nur deshalb nicht mehr zulässig ist, weil wegen der Neugestaltung des Grundstücks und als Folge des Zeitablaufs das gewachsene Terrain als massgeblicher Bezugspunkt eine neue Festlegung erfährt (E. 4.2).<br/><br/>Abgrabungen: Beim Entscheid darüber, ob ein unter- oder oberirdisches Gebäude vorliegt, ist stets vom gewachsenen Boden auszugehen. Abgrabungen machen ein unter dem gewachsenen Terrain liegendes Gebäude nicht zu einem oberirdischen. Die Regel von § 269 PBG gilt nicht nur für die das gewachsene Terrain um bis zu 50 cm überragenden, sondern auch für die durch Abgrabungen freigelegten Teile einer unterirdischen Baute (E. 5).<br/><br/>Abweisung</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ABSTANDSPRIVILEGIERT">ABSTANDSPRIVILEGIERT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: Planungs- und Baurecht ST: BAUBEWILLIGUNG UND BAUBEWILLIGUNGSVERFAHREN">BAUBEWILLIGUNG UND BAUBEWILLIGUNGSVERFAHREN</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: BESCHWERDELEGITIMATION">BESCHWERDELEGITIMATION</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: GRENZABSTAND">GRENZABSTAND</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: UNTERIRDISCHES GEBÃUDE">UNTERIRDISCHES GEBÃUDE</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="gerade">§ 5 Abs. I ABauV</span><br/><span class="ungerade">§ 5 Abs. II lit. a ABauV</span><br/><span class="gerade">§ 269 PBG</span><br/><span class="ungerade">§ 21 lit. b VRG</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="gerade">BEZ 2004 Nr. 66 S. 21</span><br/><span class="ungerade">RB 2004 Nr. 74</span><br/> </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 3 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Sachverhalt1"><b><span>I. </span></b><span> </span></p> <p class="Sachverhalt2"><span>Am 10. Dezember 2002 verweigerte die BaubehÃ¶rde Meilen B und C als EigentÃ¼mer einer Wohnung im Mehrfamilienhaus an der M-Strasse (Kat.-Nr. 01) die Baubewilligung fÃ¼r einen bereits vorgenommenen Mauerdurchbruch vom Schlafzimmer in den angrenzenden GerÃ¤teraum und die Nutzung dieses Raums zu Wohnzwecken. Gleichzeitig ordnete die BaubehÃ¶rde an, die im GerÃ¤teraum vorhandenen Heizungsinstallationen zu entfernen bzw. unbrauchbar zu machen und den Durchbruch wieder zu schliessen.</span></p> <p class="Sachverhalt1"><b><span>II. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Den hiergegen erhobenen Rekurs hiess die Baurekurskommission II am 30. MÃ¤rz 2004 gut; die Bauverweigerung wurde aufgehoben und die BaubehÃ¶rde zur Erteilung der Baubewilligung unter den allenfalls gebotenen Nebenbestimmungen eingeladen. Der Nachbar, welcher das Bewilligungsverfahren mit seiner Anzeige ausgelÃ¶st hatte, nahm trotz Bei­ladung durch die Rekurskommission nicht am Verfahren teil.</span></p> <p class="Sachverhalt1"><b><span>III. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Gegen den Rekursentscheid liess die Gemeinde Meilen am 30. April 2004 Beschwerde erheben mit dem Antrag, den Rekursentscheid aufzuheben und die Bauverweigerung wieder herzustellen. Eventuell seien die Akten bezÃ¼glich der Frage der VerhÃ¤ltnismÃ¤ssigkeit des RÃ¼ckbaus an die Baurekurskommission bzw. an die BaubehÃ¶rde zurÃ¼ckzuweisen.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Die Vorinstanz schloss am 3. Juni 2004 auf Abweisung der Beschwerde. Die Beschwerdegegner liessen am 7. Juli 2004 die Abweisung der Beschwerde unter Kosten- und EntschÃ¤digungsfolgen beantragen.</span></p> <p class="Urteilstext"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die Kammer</span><span> zieht in ErwÃ¤gung:</span></p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Erwgung1"><b><span>1. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Die beschwerdefÃ¼hrende Gemeinde macht geltend, die Nutzung des streitbetroffenen Anbaus zu Wohnzwecken fÃ¼hre dazu, dass dieser gemÃ¤ss kommunalem Recht einen GebÃ¤udeabstand von mindestens 4 m einhalten mÃ¼sse. Der Entscheid der Vorinstanz, welche den Anbau zu Unrecht als nach kantonalem Recht nicht abstandspflichtigen unterirdischen GebÃ¤udeteil wÃ¼rdige, fÃ¼hre zur Nichtanwendung der kommunalen Abstandsvorschriften.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Mit dieser RÃ¼ge muss die Gemeinde in AnknÃ¼pfung an die neuere Praxis zu § 21 lit. b des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 (VRG) zur Beschwerde zugelassen werden. Wenn sie zur richtigen Anwendung und Durchsetzung ihres kommunalen Rechts befugt ist, muss sie auch geltend machen kÃ¶nnen, durch die unrichtige Auslegung kantonalen Rechts werde ihr kommunales Recht fÃ¤lschlicherweise nicht angewendet (VGr, 8. Oktober 2002, VB.2003.00196, E. 2, www.vgrzh.ch; Alfred KÃ¶lz/JÃ¼rg Bosshart/Martin RÃ¶hl, Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons ZÃ¼rich, 2. A., ZÃ¼rich 1999, § 21 N. 65). Auf die frist- und formgerecht erhobene Beschwerde ist deshalb einzutreten.</span></p> <p class="Erwgung1"><b><span>2. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Soweit die Bau- und Zonenordnung nichts anderes bestimmt, unterliegen laut § 269 des Planungs- und Baugesetzes vom 7. September 1975 (PBG) unterirdische GebÃ¤ude und GebÃ¤udeteile sowie oberirdische, die den gewachsenen Boden um nicht mehr als einen halben Meter Ã¼berragen und die keine Ãffnungen gegen NachbargrundstÃ¼cke aufweisen, keinen Abstandsvorschriften. Der Begriff des gewachsenen Bodens ergibt sich aus § 5 der Allgemeinen Bauverordnung vom 22. Juni 1977 (ABauV). Laut dessen Absatz 1 ist dies der bei Einreichung des Baugesuchs bestehende Terrainverlauf. GemÃ¤ss § 5 Abs. 2 lit. a ABauV ist auf frÃ¼here VerhÃ¤ltnisse zurÃ¼ckzugreifen, wenn der Boden innert eines Zeitraums von zehn Jahren vor der Baueingabe in einem im Zeitpunkt der AusfÃ¼hrung der Bewilligungspflicht unterliegenden Ausmass aufgeschÃ¼ttet und das neue Terrain in der baurechtlichen Bewilligung oder in einem fÃ¶rmlichen Planungs- oder Projektgenehmigungsverfahren nicht ausdrÃ¼cklich als kÃ¼nftig gewachsener Boden erklÃ¤rt worden ist.</span></p> <p class="Erwgung1"><b><span>3. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Der streitbetroffene Anbau, der mit der Baubewilligung fÃ¼r das Mehrfamilienhaus am 5. April 1994 als GerÃ¤teraum bewilligt wurde, liegt im Untergeschoss des GebÃ¤udes. Soweit anhand der BaueingabeplÃ¤ne erkennbar, befindet dieser sich weit gehend unter dem gemÃ¤ss dieser Baubewilligung gestalteten Terrain. Lediglich die SÃ¼dfassade ist fast vollstÃ¤ndig freigelegt, wÃ¤hrend gegen Osten, wo sich die Frage des Grenzabstands stellt, nur die SÃ¼dost-Ecke um rund 70 cm aus dem gestalteten Terrain ragt. Ob und inwieweit auch ein "Oblicht" das gestaltete Terrain Ã¼berragt, ist aufgrund der Akten nicht ersichtlich. Offenkundig ist indessen, dass der gesamte Anbau deutlich unter dem Terrainverlauf liegt, der bei der seinerzeitigen Baubewilligung vom 5. April 1994 den gewachsenen Boden bildete.</span></p> <p class="Erwgung1"><b><span>4. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Ob der Anbau als abstandsbefreites unterirdisches GebÃ¤ude im Sinn von § 269 PBG gelten kann, hÃ¤ngt deshalb in erster Linie davon ab, welches der massgebliche Terrainverlauf ist. Ist vom heutigen, gemÃ¤ss der Baubewilligung vom 5. April 1994 gestalteten Boden auszugehen oder vom gewachsenen Boden, wie er in den damaligen BaueingabeplÃ¤nen ausgewiesen ist?</span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>4.1 </span></b><span>Die Baurekurskommission hat erwogen, dass gemÃ¤ss ihrer in BEZ 2000 Nr. 12 publizierten Praxis der in der seinerzeitigen Neubaubewilligung ausgewiesene Boden massgebend sei, wenn an bestehenden GebÃ¤uden Ãnderungen vorgenommen wÃ¼rden, deren ZulÃ¤ssigkeit unter Bezugnahme auf den gewachsenen Boden zu prÃ¼fen sei. Das Verwaltungsgericht habe sich in VB.2002.00413/414 vom 9. April 2003 (BEZ 2003 Nr. 23) mit dieser Praxis auseinander gesetzt und, ohne sich festzulegen, erwogen, dass sich diese Rechtsauffassung auf beachtliche GrÃ¼nde stÃ¼tzen kÃ¶nne: Einerseits werde damit vermieden, dass ein GebÃ¤ude allein durch den Zeitablauf baurechtswidrig werde. Andererseits erklÃ¤re § 5 Abs. 1 ABauV den bei der Einreichung des Baugesuchs bestehenden Verlauf in erster Linie deshalb als massgebend, weil in vielen FÃ¤llen der frÃ¼here Verlauf nicht zuverlÃ¤ssig festgestellt werden kÃ¶nnte; dieser Zweck verliere an Bedeutung bei der Ãnderung bestehender Bauten, wo sich der frÃ¼here Terrainverlauf aufgrund der seinerzeit genehmigten PlÃ¤ne in der Regel ohne weiteres feststellen lasse.</span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>4.2 </span></b><span>An diese Ãberlegungen, welche die Praxis der Rekurskommission aus praktischer Sicht Ã¼berzeugend rechtfertigen, ist anzuknÃ¼pfen. ErgÃ¤nzend ist anzufÃ¼gen, dass der Wortlaut von § 5 Abs. 1 ABauV der Rechtsauffassung der Rekurskommission nicht entgegensteht, da sich dieser zwanglos so verstehen lÃ¤sst, dass der bei Einreichung des ursprÃ¼nglichen Baugesuchs bestehende Verlauf des GelÃ¤ndes als gewachsener Boden gelten soll. Auch die BeschwerdefÃ¼hrerin stellt sich der Praxis der Vorinstanz nicht grundsÃ¤tzlich entgegen, sondern will sie nur dort angewendet haben, wo GebÃ¤ude "ohne Ãnderung der relevanten Rechtsnormen und ohne tatsÃ¤chliche Ãnderung" rechtswidrig werden. Mit einer solchen EinschrÃ¤nkung wÃ¼rde jedoch der von der vorinstanzlichen Praxis angestrebte Zweck infrage gestellt. Es soll nicht nur verhindert werden, dass eine Baute durch den Ablauf von zehn Jahren baurechtswidrig wird, sondern auch sichergestellt werden, dass nicht allein durch den Zeitablauf BaumÃ¶glichkeiten verfallen, die bei der Errichtung der Baute nicht vollstÃ¤ndig ausgeschÃ¶pft wurden. Das kann wie in dem in BEZ 2000 Nr. 12 entschiedenen Fall eine nicht vollstÃ¤ndig ausgeschÃ¶pfte GebÃ¤udehÃ¶he betreffen oder wie in der hier zu entscheidenden Streitsache eine nicht beanspruchte NutzungsmÃ¶glichkeit. Es geht darum zu vermeiden, dass eine Ãnderung des Bauwerks, die im Rahmen des Neubaus ohne weiteres bewilligungsfÃ¤hig gewesen wÃ¤re, nur deshalb nicht mehr zulÃ¤ssig ist, weil wegen der Neugestaltung des GrundstÃ¼cks und als Folge des Zeitablaufs das gewachsene Terrain als massgeblicher Bezugspunkt eine neue Festlegung erfÃ¤hrt. Mit der von der BeschwerdefÃ¼hrerin vorgeschlagenen EinschrÃ¤nkung wÃ¼rde dieser Zweck nicht erreicht; die Verhinderung der Baurechtswidrigkeit wÃ¼rde kaum je einen Sinn ergeben, wenn damit nicht auch die Ãnderung des betroffenen GebÃ¤udes oder GebÃ¤udeteils ermÃ¶glicht wÃ¼rde.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>FÃ¼r die Beurteilung der Frage, ob der Anbau ein unterirdisches oder ein das Terrain um weniger als 50 cm Ã¼berragendes GebÃ¤ude sei, ist deshalb der GelÃ¤ndeverlauf massgebend, wie er in den BaueingabeplÃ¤nen fÃ¼r die Baubewilligung vom 5. April 1994 als gewachsenes Terrain ausgewiesen wurde.</span></p> <p class="Erwgung1"><b><span>5. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Die BeschwerdefÃ¼hrerin wendet ein, die Umnutzung des GerÃ¤teraums in einen Wohnraum wÃ¤re nur bewilligungsfÃ¤hig, wenn eine WiederaufschÃ¼ttung so vorgenommen wÃ¼rde, dass die mehr als 50 cm aus dem Terrain ragenden Bauteile den fÃ¼r das HauptgebÃ¤ude massgebenden Grenzabstand einhielten. Damit macht sie implizit geltend, § 269 PBG verlange nicht nur, dass die betreffenden GebÃ¤ude oder GebÃ¤udeteile unter bzw. nicht mehr als 50 cm Ã¼ber dem gewachsenen Boden liegen, sondern es dÃ¼rften auch keine Abgrabungen vorgenommen werden, die das GebÃ¤ude im Abstandsbereich um mehr als 50 cm aus dem gestalteten Boden herausragen liessen.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Dieser Auffassung kann nicht gefolgt werden. Wie das Verwaltungsgericht in RB 1986 Nr. 97 erwogen hat, ist beim Entscheid darÃ¼ber, ob ein unter- oder oberirdisches GebÃ¤ude vorliege, stets vom gewachsenen Boden auszugehen. Das bedeutet nicht nur, dass, wie in jenem Fall entschieden wurde, ein oberirdisches GebÃ¤ude nicht durch AufschÃ¼ttungen zu einem unterirdischen wird, sondern auch, dass Abgrabungen ein unter dem gewachsenen Terrain liegendes GebÃ¤ude nicht zu einem oberirdischen machen. Die Regel von § 269 PBG, wonach das nicht abstandspflichtige GebÃ¤ude keine Ãffnungen gegen NachbargrundstÃ¼cke aufweisen darf, gilt nicht nur fÃ¼r die das gewachsene Terrain um bis zu 50 cm Ã¼berragenden, sondern auch fÃ¼r die durch Abgrabungen freigelegten Teile einer unterirdischen Baute. Dem Schutz der Nachbarn wird damit hinreichend Rechnung getragen. Im Rahmen der Anwendung von § 269 PBG ist kein Grund ersichtlich, den Bauherrn dazu zu zwingen, das abgegrabene Terrain wieder soweit aufzuschÃ¼tten, dass bei unter dem gewachsenen Terrain liegenden oder dieses nicht mehr als 50 cm Ã¼berragenden GebÃ¤uden die unter dem gewachsenen Boden liegenden GebÃ¤udeteile vollstÃ¤ndig Ã¼berdeckt werden.</span></p> <p class="Erwgung1"><b><span>6. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Zusammenfassend ergibt sich damit, dass der streitbetroffene Anbau von der Vorinstanz zutreffend als abstandsprivilegiertes unterirdisches GebÃ¤ude qualifiziert worden ist. Damit ist es unter dem Gesichtswinkel des Grenzabstands bedeutungslos, ob der Anbau als GerÃ¤teraum oder als Wohnraum genutzt wird. Die Beschwerde ist deshalb als unbegrÃ¼ndet abzuweisen.</span></p> <p class="Erwgung1"><b><span>7. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind die Gerichtskosten der BeschwerdefÃ¼hrerin aufzuerlegen (§ 70 in Verbindung mit § 13 Abs. 2 VRG). Zudem ist die BeschwerdefÃ¼hrerin gestÃ¼tzt auf § 17 Abs. 2 lit. a VRG zu einer ParteientschÃ¤digung von Fr. 1'000.- (Mehrwertsteuer inbegriffen) an den Beschwerdegegner zu verpflichten.</span></p> <p class="Einzug1"><span>DemgemÃ¤ss entscheidet </span><span>die Kammer</span><span>:</span></p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug2">1. Die Beschwerde wird abgewiesen.</p> <p class="Einzug2">2. Die GerichtsgebÃ¼hr wird festgesetzt auf <br/> Fr. 2'000.--; die Ã¼brigen Kosten betragen:<br/> Fr. 60.-- Zustellungskosten,<br/> Fr. 2'060.-- Total der Kosten.</p> <p class="Einzug2">3. Die Gerichtskosten werden der BeschwerdefÃ¼hrerin auferlegt.</p> <p class="Einzug2">4. Die BeschwerdefÃ¼hrerin wird zu einer ParteientschÃ¤digung von Fr. 1'000.- (Mehrwertsteuer inbegriffen) an die Beschwerdegegner verpflichtet, zahlbar innert 30 Tagen nach Rechtskraft des Entscheids.</p> <p class="Urteilstext"><span>5. â¦</span></p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>