<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2024.00134</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=224417&amp;W10_KEY=13045533&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2024.00134</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 16.10.2024</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">2. Abteilung/2. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Das Bundesgericht hat eine Beschwerde in Ã¶ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten gegen diesen Entscheid am 20.08.2025 abgewiesen.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">AuslÃ¤nderrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Aufenthaltsbewilligung</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>[Umstritten ist, ob die Aufenthaltsbewilligung des Beschwerdeführers zufolge Verspätung erloschen ist und ob ihm eine Aufenthaltsbewilligung wiederzuerteilen ist.] Dem Beschwerdeführer mussten die negativen Konsequenzen einer verspäteten Gesuchseinreichung aufgrund des langjährigen Aufenthalts und der im Jahr 2014 erfolgten Strafanzeige wegen verspäteter Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung auch ohne Aufforderung bewusst gewesen sein (E. 2). Der Beschwerdeführer kann sich für seinen weiteren Aufenthalt aufgrund seines nicht tadellosen Verhaltens nicht auf die Garantie des Familienlebens berufen (E. 3.2.1). Angesichts seiner langjährigen Sozialhilfeabhängigkeit, seiner Verschuldung und seines nicht tadellosen Verhaltens kann von einer besonders ausgeprägten Integration keine Rede sein, weshalb ihm auch der Anspruch auf Achtung des Privatlebens keinen Anspruch auf Neuerteilung einer Aufenthaltsbewilligung verschafft (E. 3.2.2). Angesichts der jahrelangen Sozialhilfeabhängigkeit des Beschwerdeführers, der Schulden und der Straffälligkeit erweist sich der Entscheid der Vorinstanz, dem Beschwerdeführer nicht im Rahmen des pflichtgemässen Ermessen wiederzuzulassen, auch nicht als rechtsverletzend (E. 4). Auch erweist sich der Entscheid, dem Beschwerdeführer keine Härtefallbewilligung zu erteilen, nicht als rechtsverletzend (E. 5). Abweisung der Beschwerde. </b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> - keine -<br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> - keine -<br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 3 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="WordSection1"> <table border="1" cellpadding="0" cellspacing="0" class="MsoNormalTable" width="591"> <tr> <td valign="top"> <p class="Kopf1"><span>Verwaltungsgericht</span></p> <p class="Kopf1"><span>des Kantons ZÃ¼rich</span></p> <p class="Kopf1"><span>2. Abteilung</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Kopf1"> </p> </td> <td valign="top"> <p class="Kopf1"><span><img alt="" height="78" id="Bild 1" src="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getImage&amp;nF38_KEY=68219" width="123"/></span></p> </td> </tr> </table> <p class="MsoNormal">VB.2024.00134</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"><b><span>Urteil</span></b></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="Zwischentitel"> </p> <p class="MsoNormal"><span>der 2. Kammer</span></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">vom <a id="VF_DAT_ENTSCHEID">16. Oktober 2024</a></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">Mitwirkend: AbteilungsprÃ¤sident Andreas Frei<span> (Vorsitz)</span>, Verwaltungsrichterin Elisabeth Trachsel, Verwaltungsrichterin Viviane Sobotich, <a id="TN_AUTOTEXT_RICHTER"></a><a id="TN_AUTOTEXT_GS"></a>Gerichtsschreiberin Linda <br/> Rindlisbacher. </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">In Sachen</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>A, vertreten durch RA B,</span></p> <p class="MsoNormal"><b><span>BeschwerdefÃ¼hrer,</span></b><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="Zwischentitel">gegen</p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>Migrationsamt des Kantons ZÃ¼rich, </span></p> <p class="MsoNormal"><b><span>Beschwerdegegner,</span></b><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><b><span>betreffend Aufenthaltsbewilligung,</span></b></p> <p class="Zwischentitel">hat sich ergeben: </p> <p class="Sachverhalt1"><b>I. </b> </p> <p class="Sachverhalt1">A, geboren 1984, StaatsangehÃ¶riger von Serbien, heiratete am 23. August 2005 in Serbien die in der Schweiz niederlassungsberechtigte C, geboren 1980. Am 30. November 2005 reiste er in die Schweiz ein und erhielt im Rahmen des Familiennachzugs eine Aufenthaltsbewilligung (zunÃ¤chst im Kanton Aargau, spÃ¤ter im Kanton ZÃ¼rich), letztmals verlÃ¤ngert bis am 31. August 2016. Aus der Ehe gingen die beiden SÃ¶hne D, geboren 2005, und E, geboren 2012, hervor. Beide SÃ¶hne besitzen die Niederlassungsbewilligung.</p> <p class="Urteilstext">A wurde wegen Sozialhilfebezugs am 30. Juni 2010 auslÃ¤nderrechtlich verwarnt und am 21. Juli 2015 auf die Folgen weiteren Bezugs (Widerruf der Aufenthaltsbewilligung) hingewiesen. Er musste Ã¼berdies betrieben werden und trat mehrfach strafrechtlich in Erscheinung.</p> <p class="Urteilstext">Das MietverhÃ¤ltnis der Familienwohnung in F wurde per 31. MÃ¤rz 2016 aufgelÃ¶st. Das zustÃ¤ndige Einwohneramt meldete A per dieses Datum nach unbekannt ab.</p> <p class="MsoNormal"><span>A zog am 1. Juni 2017 in den Kanton Solothurn. Am 26. Juni 2017 ging beim Migrationsamt des Kantons Solothurn sein Gesuch um Kantonswechsel ein. Noch im Jahr 2017 trennten sich die Ehegatten. Mit VerfÃ¼gung vom 5. August 2021 wies das Migrationsamt des Kantons Solothurn das Gesuch um Erteilung einer Aufenthaltsbewilligung (Kantonswechsel) ab. Die VerfÃ¼gung erwuchs in Rechtskraft.</span></p> <p class="MsoNormal"><span>A trat am 24. November 2021 ins die Institution G (Sozialtherapeutisches Wohnen) in H ein. Am 9. Dezember 2021 ersuchte er die Vorinstanz um eine Einreisebewilligung. Diese gelangte in der Folge mit Fragen an A und seine Ehegattin und klÃ¤rte den Sachverhalt bei den SozialbehÃ¶rden der Wohnorte im Kanton ZÃ¼rich, Aargau und Solothurn sowie der IV-Stelle Solothurn ab.</span></p> <p class="MsoNormal"><span>Mit VerfÃ¼gung vom 7. August 2023 stellte das Migrationsamt fest, dass die Aufenthaltsbewilligung von A erloschen ist und wies das Gesuch um Wiedererteilung der Aufenthaltsbewilligung ab. Es wies A aus der Schweiz und dem Schengen-Raum weg und setzte ihm Frist zum Verlassen des schweizerischen Staatsgebiets und des Schengen-Raums bis am 6. November 2023. Das Migrationsamt stellte zudem fest, dass A Ã¼ber keine weitergehende Aufenthaltsberechtigung in der Schweiz verfÃ¼ge, weshalb ihm das Einreichen eines Rekurses keine Berechtigung einrÃ¤ume, weiterhin in der Schweiz zu verbleiben und dem Vollzug der Wegweisung nicht entgegenstehe.</span></p> <p class="Sachverhalt1"><b>II. </b> </p> <p class="MsoNormal"><span>Den dagegen am 6. September 2023 erhobenen Rekurs wies die Rekursabteilung der Sicherheitsdirektion mit Entscheid vom 7. Februar 2024 ab und setzte A eine neue Frist zum Verlassen der Schweiz und des Schengen-Raums bis am 2.</span><span> </span><span>Mai 2024. </span></p> <p class="Sachverhalt1"><b>III. </b> </p> <p class="MsoNormal"><span>Mit Beschwerde vom 11. MÃ¤rz 2024 beantragte A dem Verwaltungsgericht, es sei in Aufhebung des Entscheids der Rekursabteilung der Sicherheitsdirektion vom 7. Februar 2024 das Migrationsamt anzuweisen, seine Aufenthaltsbewilligung zu verlÃ¤ngern bzw. ihm eine Aufenthaltsbewilligung zu erteilen. In prozessrechtlicher Hinsicht beantragte er, es sei ihm die unentgeltliche ProzessfÃ¼hrung zu bewilligen und auf die Erhebung eines Kostenvorschusses zu verzichten. Weiter sei ihm in der Person von Rechtsanwalt B ein unentgeltlicher Rechtsbeistand zu bestellen, alles unter Kosten- und EntschÃ¤digungsfolgen.</span></p> <p class="MsoNormal"><span>Die Vorinstanz verzichtete am 14. MÃ¤rz 2024 auf Vernehmlassung; das Migrationsamt reichte keine Beschwerdeantwort ein.</span></p> <p class="MsoNormal"><span>Am 22. MÃ¤rz 2024 und am 12. April 2024 reichte A weitere Beweismittel zu den Akten. </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die Kammer</span><span> erwÃ¤gt:</span></p> <p class="Erwgung1"><b>1. </b> </p> <p class="Erwgung1">Mit der Beschwerde an das Verwaltungsgericht kÃ¶nnen Rechtsverletzungen, einschliesslich Ermessensmissbrauch, ErmessensÃ¼berschreitung und Ermessensunterschreitung, und die unrichtige oder ungenÃ¼gende Feststellung des Sachverhalts gerÃ¼gt werden, nicht aber die Unangemessenheit des angefochtenen Entscheids (§ 20 Abs. 1 in Verbindung mit § 50 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 [VRG]).</p> <p class="Erwgung1"><b>2. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>2.1 </b>Die Aufenthaltsbewilligung ist befristet (Art. 33 Abs. 3 des AuslÃ¤nder- und Integrationsgesetzes vom 16. Dezember 2005 [AIG]) und erlischt mit Ablauf der GÃ¼ltigkeitsdauer (Art. 61 Abs. 1 lit. c AIG). Ein Gesuch um VerlÃ¤ngerung der Aufenthaltsbewilligung muss spÃ¤testens 14 Tage vor Ablauf der GÃ¼ltigkeitsdauer eingereicht werden (Art. 59 Abs. 1 Satz 1 VZAE). Anders als beim absoluten ErlÃ¶schensgrund nach Art. 61 Abs. 2 AIG (Auslandaufenthalt ohne Abmeldung) geht ein allfÃ¤lliger Bewilligungsanspruch nicht definitiv unter, wenn die Bewilligung abgelaufen ist und das VerlÃ¤ngerungsgesuch verspÃ¤tet gestellt wurde. Bei fahrlÃ¤ssig verspÃ¤teter Gesuchseinreichung ist die Bewilligung â zwecks Vermeidung Ã¼berspitzten Formalismus und zur Wahrung der VerhÃ¤ltnismÃ¤ssigkeit â wiederzuerteilen, wenn der weitere Verbleib auch bei rechtzeitiger Gesuchstellung zu bewilligen gewesen wÃ¤re und keine WiderrufsgrÃ¼nde vorliegen. Dieser Grundsatz darf allerdings nicht dazu fÃ¼hren, dass die auslÃ¤ndische Person, die einmal Ã¼ber eine Aufenthaltsbewilligung verfÃ¼gt hat, noch unbeschrÃ¤nkte Zeit nach deren Ablauf wieder ein VerlÃ¤ngerungsgesuch stellen kann. Eine feste Grenze, innert welchem Zeitraum ein VerlÃ¤ngerungsgesuch auch noch nach Ablauf der Bewilligung gestellt werden darf, kann dabei freilich nicht gezogen werden (BGr, 4. August 2022, 20_404/2022, E. 6.3; VGr, 27. Oktober 2020, VB.2020.00373, E. 2.1).</p> <p class="Erwgung2"><b>2.2 </b>Die Vorinstanz hielt im angefochtenen Entscheid fest, dass die Aufenthaltsbewilligung des BeschwerdefÃ¼hrers zuletzt bis am 31. August 2016 gÃ¼ltig gewesen sei. Das Gesuch um Erteilung einer Aufenthaltsbewilligung im Kanton Solothurn (Kantonswechsel) sei erst am 26. Juni 2017 und damit rund zehn Monate spÃ¤ter beim Migrationsamt des Kantons Solothurn eingegangen. Das VerlÃ¤ngerungsgesuch sei folglich verspÃ¤tet gestellt worden. Der BeschwerdefÃ¼hrer sei bereits per 31. MÃ¤rz 2016 nach unbekannt abgemeldet worden. Zwischen seinem Untertauchen und dem VerlÃ¤ngerungsgesuch liege ein Jahr und drei Monate. Nachdem sich der BeschwerdefÃ¼hrer seit Ende 2005 in der Schweiz aufhalte und zahlreiche Male um VerlÃ¤ngerung seiner Aufenthaltsbewilligung habe ersuchen mÃ¼ssen, kÃ¶nne davon ausgegangen werden, dass er mit den VorgÃ¤ngen vertraut sei. Ebenso mÃ¼sse ihm bekannt sein, dass ein verspÃ¤tetes Gesuch nachteilige Folgen nach sich ziehen kÃ¶nne. So habe er bereits im Februar 2014 zu spÃ¤t um VerlÃ¤ngerung seiner Aufenthaltsbewilligung ersucht, woraufhin die Vorinstanz bei der Kantonspolizei H eine Strafanzeige eingereicht habe. Der BeschwerdefÃ¼hrer kÃ¶nne daher in Bezug auf den VerlÃ¤ngerungsprozess nicht als rechtsunkundig bezeichnet werden. Aus diesem Grund kÃ¶nne nicht davon ausgegangen werden, er habe das VerlÃ¤ngerungsgesuch aus blosser FahrlÃ¤ssigkeit nicht eingereicht. Daran vermÃ¶ge auch seine seit Langem bestehende AbhÃ¤ngigkeitserkrankung nichts zu Ã¤ndern. Ausserdem habe der BeschwerdefÃ¼hrer aufgrund seiner aufgegebenen Ehegemeinschaft, seines Sozialhilfebezugs, seiner Verschuldung und seines nicht tadellosen Verhaltens nicht ohne Weiteres mit der VerlÃ¤ngerung der Aufenthaltsbewilligung rechnen kÃ¶nnen. Das Verbot des Ã¼berspitzten Formalismus sei somit nicht verletzt worden.</p> <p class="Erwgung2"><b>2.3 </b>Was der BeschwerdefÃ¼hrer dagegen vorbringt, vermag nicht zu Ã¼berzeugen: Es ist unbestritten, dass der BeschwerdefÃ¼hrer von Amtes wegen in F abgemeldet worden ist, nachdem das MietverhÃ¤ltnis per 31. MÃ¤rz 2016 aufgelÃ¶st wurde. Der BeschwerdefÃ¼hrer gibt an, dass er im Jahr 2015 in das Haus I der psychiatrischen Abteilung des Spitals F eingetreten sei und in dieser Zeit die Abmeldung nach unbekannt ohne seine Kenntnis erfolgt sei. Vor seiner Abmeldung sei er jeweils mittels dem durch die MigrationsbehÃ¶rden zugestellten Formular ''Verfallsanzeige'' dazu aufgefordert worden, seine Aufenthaltsbewilligung zu verlÃ¤ngern. Es sei ihm nicht bekannt gewesen, dass er von sich aus die Aufenthaltsbewilligung verlÃ¤ngern mÃ¼sse. Er habe es schlicht Ã¼bersehen. Auch habe er sich in einer akuten psychischen Situation befunden. Dem ist entgegenzuhalten, dass er fÃ¼r seinen Aufenthalt im Haus I und seinen gesundheitlichen Zustand keinerlei Belege eingereicht hat. Abgesehen davon entbindet ihn auch der Aufenthalt in einer psychiatrischen Klinik nicht von der Pflicht, die BehÃ¶rden Ã¼ber seinen Aufenthalt zu informieren bzw. sich ordnungsgemÃ¤ss ab- und anzumelden. Sodann ist das Ablaufdatum der Aufenthaltsbewilligung auf dem AuslÃ¤nderausweis ersichtlich und dem BeschwerdefÃ¼hrer musste auch ohne Aufforderung bekannt gewesen sein, wann seine Aufenthaltsbewilligung ablÃ¤uft. Weiter ist der Vorinstanz zuzustimmen, dass ihm aufgrund des langjÃ¤hrigen Aufenthalts in der Schweiz die AblÃ¤ufe bekannt gewesen sein mÃ¼ssen und ihm die negativen Konsequenzen einer verspÃ¤teten Gesuchseinreichung aufgrund der im Jahr 2014 erstatteten Strafanzeige wegen verspÃ¤teter VerlÃ¤ngerung der Aufenthaltsbewilligung bewusst gewesen sein mÃ¼ssen. Entgegen der Meinung des BeschwerdefÃ¼hrers verschafft ihm der Umstand, dass seine Aufenthaltsbewilligung im Jahr 2014 trotz verspÃ¤tetem Gesuch verlÃ¤ngert wurde, kein berechtigtes Vertrauen darauf, dass dies auch zukÃ¼nftig der Fall sein wird. Eine schÃ¼tzenswerte Vertrauensbasis setzt voraus, dass die BehÃ¶rde Ã¼ber den Sachverhalt richtig und vollstÃ¤ndig orientiert worden ist und in Kenntnis aller UmstÃ¤nde eine vorbehaltlose Zusicherung erteilte (vgl. BGr, 18. Juni 2007, 2C_126/2007, E. 2.7). In erteilten BewilligungsverlÃ¤ngerungen kann grundsÃ¤tzlich kein vertrauensbegrÃ¼ndendes Verhalten der MigrationsbehÃ¶rde gesehen werden, zumal sie die Beweislage bei jeder VerlÃ¤ngerung neu beurteilen muss (vgl. BGr, 4. Dezember 2014, 2C_184/2014, E. 4.3). Auch die Ã¼brigen Voraussetzungen des Vertrauensschutzes, namentlich eine falsche Zusicherung des Migrationsamts sowie unumkehrbare Dispositionen aufseiten des BeschwerdefÃ¼hrers, sind nicht erfÃ¼llt (vgl. zum Vertrauensschutz BGE 131 V 472 E. 5; BGr, 13. Februar 2013, 2C_655/2012, E. 4.2). Gleiches gilt bezÃ¼glich des Umstands, dass das Migrationsamt des Kantons Solothurn auf das Kantonswechselgesuch des BeschwerdefÃ¼hrers eingetreten ist und dieses abgewiesen hat, statt das ErlÃ¶schen der Aufenthaltsbewilligung festzustellen. Der BeschwerdefÃ¼hrer kann sich somit nicht auf eine Vertrauensgrundlage berufen. Eine Verletzung des Rechts auf Treu und Glauben ist daher nicht ersichtlich. Es ist deshalb mit der Vorinstanz festzustellen, dass die Aufenthaltsbewilligung des BeschwerdefÃ¼hrers erloschen ist.</p> <p class="Erwgung1"><b>3. </b> </p> <p class="Urteilstext">Es bleibt zu prÃ¼fen, ob dem BeschwerdefÃ¼hrer die Aufenthaltsbewilligung wiederzuerteilen ist. </p> <p class="Erwgung2"><b>3.1 </b>Nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung zu Art. 8 Ziff. 1 EMRK sowie Art. 13 Abs. 1 BV ist die Erteilung einer Aufenthaltsbewilligung an einen weder sorge- noch hauptsÃ¤chlich betreuungsberechtigten auslÃ¤ndischen Elternteil zur AusÃ¼bung seines Besuchsrechts in der Regel nicht erforderlich. Unter dem Gesichtswinkel des Schutzes des Anspruchs auf Familienleben genÃ¼gt es nach den UmstÃ¤nden, dass der Kontakt zum Kind im Rahmen von Kurzaufenthalten, Ferienbesuchen oder Ã¼ber die modernen Kommunikationsmittel vom Ausland her wahrgenommen werden kann; gegebenenfalls sind die zivilrechtlichen ModalitÃ¤ten hierfÃ¼r den auslÃ¤nderrechtlichen Vorgaben anzupassen (BGE 144 I 91 E. 5.1). GemÃ¤ss der Rechtsprechung kann ein weitergehender Anspruch nur dann in Betracht fallen, wenn eine in affektiver und in wirtschaftlicher Hinsicht besonders enge Beziehung zum Kind besteht, diese Beziehung wegen der Distanz zum Heimatland des AuslÃ¤nders praktisch nicht aufrechterhalten werden kÃ¶nnte und das bisherige Verhalten der auslÃ¤ndischen Person in der Schweiz zu keinerlei namhaften Klagen Anlass gegeben hat (vgl. BGE 144 I 91 E. 5.2; 143 I 21 E. 5.2; 142 II 35 E. 6.2; jeweils mit Hinweisen). Dies ist in der Regel nicht der Fall, wenn gegen die auslÃ¤ndische Person, welche sich auf Art. 8 EMRK beruft, fremdenpolizeiliche Entfernungs- und FernhaltegrÃ¼nde sprechen, insbesondere sie sich massgebliches, strafrechtlich oder fremdenpolizeilich verpÃ¶ntes Fehlverhalten hat zuschulden kommen lassen (BGE 144 I 91 E. 5.2.4, mit Hinweisen). </p> <p class="Erwgung2">UnabhÃ¤ngig vom Vorliegen einer familiÃ¤ren Beziehung kann eine migrationsrechtliche Entfernungsmassnahme und Wegweisung unter besonderen UmstÃ¤nden den Schutzbereich des Rechts auf Privatleben nach Art. 8 Abs. 1 EMRK bzw. Art. 13 Abs. 1 BV berÃ¼hren. Erforderlich sind hierzu besonders intensive, Ã¼ber eine normale Integration hinausgehende Beziehungen beruflicher oder gesellschaftlicher Natur (BGE 144 II 1 E. 6.1, 130 II 281 E. 3.2.1). Bei der Beurteilung, ob der Schutzbereich des Rechts auf Privatleben nach Art. 8 Abs. 1 EMRK berÃ¼hrt ist, kommt der bisherigen Aufenthaltsdauer eine erhebliche Bedeutung zu. Je lÃ¤nger jemand in einem bestimmten Land lebt, desto enger werden im Allgemeinen die Beziehungen sein, die er oder sie dort geknÃ¼pft hat (BGE 144 I 266 E. 3.9, auch zum Folgenden). Nach einer rechtmÃ¤ssigen Aufenthaltsdauer von rund zehn Jahren kann deshalb regelmÃ¤ssig davon ausgegangen werden, dass die sozialen Beziehungen in diesem Land so eng geworden sind, dass es fÃ¼r eine Aufenthaltsbeendigung besonderer GrÃ¼nde bedarf bzw. der Schutzbereich des Rechts auf Privatleben berÃ¼hrt ist (BGE 146 I 185 E. 5.2). Im Einzelfall kann es sich freilich anders verhalten und die Integration zu wÃ¼nschen Ã¼briglassen.</p> <p class="Erwgung2"><b><span>3.2 </span></b><span> </span></p> <p class="Erwgung3"><b>3.2.1 </b>Der BeschwerdefÃ¼hrer hat das gemeinsame Sorgerecht mit der Kindsmutter, jedoch wurde ihnen das Aufenthaltsbestimmungsrecht fÃ¼r die gemeinsamen Kinder entzogen. Der minderjÃ¤hrige Sohn wohnt in der Institution J in K und der erwachsene Sohn in der Institution L (begleitetes Wohnen) in M fÃ¼r junge Erwachsene. Wie die Vorinstanz zutreffend festhielt, lebt der BeschwerdefÃ¼hrer seit 2017 getrennt von seiner Familie und zog am 24. November 2021 in die Institution G in H. Seit Mai 2022 verbringt der minderjÃ¤hrige Sohn alle zwei Wochen ein Wochenende beim BeschwerdefÃ¼hrer. Es ist unbestritten, dass die beiden eine enge affektive Beziehung fÃ¼hren. BezÃ¼glich der wirtschaftlichen Beziehung hielt die Vorinstanz fest, dass der BeschwerdefÃ¼hrer keine Unterhaltszahlungen leiste, er mangels Einkommen dazu auch nicht in der Lage sei. Weiter hielt sie fest, dass der BeschwerdefÃ¼hrer seit dem 1. August 2020 Anspruch auf eine ganze IV-Rente habe und sein Sohn ab 1. Februar 2024 Anspruch auf Ausrichtung einer IV-Kinderrente. Sie liess offen, ob damit von einer engen Beziehung in finanzieller Hinsicht auszugehen ist, da sich der BeschwerdefÃ¼hrer in der Schweiz nicht tadellos verhalten habe. Den ErwÃ¤gungen der Vorinstanz ist zuzustimmen. Ob der BeschwerdefÃ¼hrer eine in wirtschaftlicher Hinsicht besonders enge Beziehung zu seinem minderjÃ¤hrigen Kind pflegt, braucht nicht abschliessend beurteilt zu werden, da ein allfÃ¤lliger Anspruch auf Verbleib im Land im Hinblick auf diese Beziehung bereits aufgrund seiner Verschuldung und seines strafrechtlichen Verhaltens am Kriterium des klaglosen Verhaltens scheitert (vgl. BGr, 21. November 2019, 2C_512/2019, E. 6.4). Hinsichtlich seiner StraffÃ¤lligkeit lÃ¤sst sich den Akten entnehmen, dass der BeschwerdefÃ¼hrer nicht nur Bagatelldelikte beging (UrkundenfÃ¤lschung, Vergehen gegen das Bundesgesetz Ã¼ber die obligatorische Arbeitslosenversicherung und die InsolvenzentschÃ¤digung, mehrfache Vergehen gegen das Bundesgesetz Ã¼ber die BetÃ¤ubungsmittel, mehrfache Ãbertretung des Bundesgesetzes Ã¼ber die BetÃ¤ubungsmittel, EinfÃ¼hren, Erwerben und Lagern falschen Geldes, Ungehorsam des Schuldners im Betreibungs- und Konkursverfahren, SachbeschÃ¤digung, Hausfriedensbruch). Ausserdem kann der Kontakt zu seinem Sohn in Zukunft auch aus Serbien Ã¼ber gegenseitige Besuche und mittels moderner Kommunikationsmittel weiterhin gepflegt werden. Damit kann er sich nicht auf die Garantie des Familienlebens berufen.</p> <p class="Erwgung3"><b><span>3.2.2 </span></b><span>Wie die Vorinstanz zutreffend festgestellt hat, kann angesichts seiner langjÃ¤hrigen SozialhilfeabhÃ¤ngigkeit, seiner Verschuldung und seines nicht tadellosen Verhaltens von einer besonders ausgeprÃ¤gten Integration keine Rede sein, weshalb ihm der in Art. 8 EMRK verankerte Anspruch auf Achtung des Privatlebens keinen Anspruch auf Neuerteilung einer Aufenthaltsbewilligung verschafft.</span></p> <p class="Erwgung1"><b>4. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>4.1 </b>GemÃ¤ss Art. 30 Abs. 1 lit. k AIG in Verbindung mit Art. 49 Abs. 1 VZAE kÃ¶nnen an AuslÃ¤nderinnen und AuslÃ¤nder, die frÃ¼her im Besitz einer Aufenthalts- oder Niederlassungsbewilligung waren, Kurzaufenthalts- oder Aufenthaltsbewilligungen erteilt werden, wenn ihr frÃ¼herer Aufenthalt in der Schweiz mindestens fÃ¼nf Jahre gedauert hat und nicht nur vorÃ¼bergehender Natur war (lit. a) und ihre freiwillige Ausreise aus der Schweiz nicht lÃ¤nger als zwei Jahre zurÃ¼ckliegt (lit. b). Dabei handelt es sich um Ermessensentscheide (vgl. BGr, 18. Januar 2018, 2C_691/2017, E. 1.1 und 20. Juli 2016, 2C_1115/2015, E. 1.3.4). Das Verwaltungsgericht kann die besagten Ermessensentscheide nur auf das Ãberschreiten, Unterschreiten oder den Missbrauch des Ermessens Ã¼berprÃ¼fen, hingegen nicht auf deren Angemessenheit (§ 50 in Verbindung mit § 20 Abs. 1 lit. a und b VRG; Marco Donatsch, Kommentar VRG § 50 N. 25 ff., N. 66 ff.). </p> <p class="Erwgung2"><b>4.2 </b>Der Beschwerdegegner hielt fest, dass der BeschwerdefÃ¼hrer diese zeitlichen Voraussetzungen fÃ¼r die Wiederzulassung gestÃ¼tzt auf Art. 30 Abs. 1 lit. k AIG in Verbindung mit Art. 49 Abs. 1 VZAE erfÃ¼lle. Der BeschwerdefÃ¼hrer sei jedoch in der Vergangenheit verschiedentlich straffÃ¤llig geworden. Mit Strafbefehl des Bezirksamts N vom 27. Januar 2009 sei er wegen UrkundenfÃ¤lschung sowie Vergehen gegen das Bundesgesetz Ã¼ber die obligatorische Arbeitslosenversicherung und die InsolvenzentschÃ¤digung mit einer Geldstrafe von 20 TagessÃ¤tzen zu Fr. 60.- und einer Busse von Fr. 300.- bestraft worden. Das Bezirksamt N habe ihn mit Strafbefehl vom 30. MÃ¤rz 2010 wegen mehrfachen Vergehen gegen das BetÃ¤ubungsmittelgesetz und mehrfachen Ãbertretungen des BetÃ¤ubungsmittelgesetzes mit gemeinnÃ¼tziger Arbeit von 120 Stunden und einer Busse von Fr. 100.-. bestraft. Mit Strafbefehl der Staatsanwaltschaft N vom 13. Februar 2013 sei der BeschwerdefÃ¼hrer wegen EinfÃ¼hren, Erwerben und Lagern falschen Geldes, Ungehorsam des Schuldners im Betreibungs- und Konkursverfahren sowie Ãbertretungen des BetÃ¤ubungsmittelgesetzes mit einer Geldstrafe von 30 TagessÃ¤tzen zu Fr. 30.- und einer Busse von Fr. 400.- bestraft worden. Mit Strafbefehl der Staatsanwaltschaft des Kantons Solothurn vom 30. Januar 2020 sei er wegen SachbeschÃ¤digung und Hausfriedensbruch mit einer Geldstrafe von 30 TagessÃ¤tzen zu Fr. 30.- bestraft worden. Insgesamt lÃ¤gen mannigfaltige Straftaten vor, die der BeschwerdefÃ¼hrer Ã¼ber mehrere Jahre verteilt begangen habe, die einer nur geringfÃ¼gigen Delinquenz entgegenstÃ¼nden. Sodann habe er Schulden. GemÃ¤ss Betreibungsregisterauszug des Betreibungsamts O vom 28. MÃ¤rz 2022 lÃ¤gen gegen den BeschwerdefÃ¼hrer 22 nicht getilgte Verlustscheine im Umfang von Fr. 13'744.70 vor. Obwohl ein Grossteil der Schulden Gerichtsschulden betreffen wÃ¼rden, vom BeschwerdefÃ¼hrer mutwillig verursacht worden seien und ihm damit qualifiziert vorwerfbar seien, lÃ¤ge umfangmÃ¤ssig keine erhebliche Verschuldung vor, weshalb alleine aufgrund der Schuldenwirtschaft kein Integrationsdefizit zu bejahen sei. Weiter sei der BeschwerdefÃ¼hrer seit dem 13. September 2012 nicht mehr im ersten Arbeitsmarkt erwerbstÃ¤tig und habe auch keine Aus- oder Weiterbildung besucht. Er habe seit 2005 in den Kantonen Aargau, ZÃ¼rich und Solothurn Sozialhilfe im Umfang von Fr. 668'334.10 bezogen. Auch nach seinem Zuzug in den Kanton ZÃ¼rich am 24. November 2021 habe er weiter Sozialhilfe bezogen. Der Sozialhilfebezug mÃ¼sse als erheblich bezeichnet werden, sei nur teilweise unverschuldet und ihm als Integrationsdefizit vorwerfbar. Der BeschwerdefÃ¼hrer erhalte rÃ¼ckwirkend per 1. August 2020 eine volle IV-Rente von monatlich Fr. 1'686.-. Diese Rente reiche nicht aus, um den Lebensbedarf zu decken, weshalb er auf ErgÃ¤nzungsleistungen angewiesen sein werde. Vorliegend lÃ¶se die IV-Rente und die ErgÃ¤nzungsleistung lediglich die vorbestehende langjÃ¤hrige SozialhilfeabhÃ¤ngigkeit des Rekurrenten ab. Unter BerÃ¼cksichtigung der zÃ¼rcherischen Rechtsprechung und dem Umstand, dass die AblÃ¶sung von der Sozialhilfe erst in jÃ¼ngerer Zeit erfolgt sei, liege trotz Ausrichtung einer IV-Rente ein Integrationsdefizit gemÃ¤ss Art. 58a Abs. 1 lit. d AIG vor. Gesamthaft gesehen mangle es dem BeschwerdefÃ¼hrer fÃ¼r eine Wiederzulassung nach Art. 30 Abs. 1 lit. k AIG i.V.m. Art. 49 Abs. 1 VZAE an einer genÃ¼genden Integration.</p> <p class="Erwgung2"><b>4.3 </b>Der BeschwerdefÃ¼hrer zeigt nicht auf, dass und inwiefern die Vorinstanz ihr Ermessen rechtsverletzend ausgeÃ¼bt hÃ¤tte. Solches ist auch nicht ersichtlich. Entgegen dem Einwand des BeschwerdefÃ¼hrers hat die Vorinstanz berÃ¼cksichtigt, dass sein Sozialhilfebezug (teilweise) in Zusammenhang mit seiner Suchterkrankung und psychischen Erkrankungen stand. Sodann ist der Vorinstanz zuzustimmen, dass der BeschwerdefÃ¼hrer mit einer IV-Rente in der HÃ¶he von Fr. 1'686.-. kaum in der Lage sein wird, seinen Lebensunterhalt ohne ErgÃ¤nzungsleistungen zu bestreiten. Selbst wenn der BeschwerdefÃ¼hrer nicht auf ErgÃ¤nzungsleistungen angewiesen sein sollte, erweist sich der Entscheid der Vorinstanz angesichts der jahrelangen SozialhilfeabhÃ¤ngigkeit des BeschwerdefÃ¼hrers, der Schulden und der StraffÃ¤lligkeit nicht als rechtsverletzend. </p> <p class="Erwgung1"><b>5. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>5.1 </b>Bei der Beurteilung, ob eine Aufenthaltsbewilligung wegen eines schwerwiegenden persÃ¶nlichen HÃ¤rtefalls im Sinn von Art. 30 Abs. 1 lit. b AIG zu erteilen ist, sind nach Art. 31 Abs. 1 VZAE insbesondere die Integration der gesuchstellenden Person anhand der Integrationskriterien nach Art. 58a Abs. 1 AIG, die FamilienverhÃ¤ltnisse, die finanziellen VerhÃ¤ltnisse, die Dauer der Anwesenheit in der Schweiz, der Gesundheitszustand und die MÃ¶glichkeiten fÃ¼r eine Wiedereingliederung im Herkunftsstaat zu berÃ¼cksichtigen. FÃ¼r die Bejahung eines HÃ¤rtefalls mÃ¼ssen die Kriterien nach Art. 31 Abs. 1 VZAE nicht kumulativ erfÃ¼llt sein, vielmehr ist eine GesamtwÃ¼rdigung aller UmstÃ¤nde vorzunehmen. Bei Art. 30 Abs. 1 lit. b AIG handelt es sich um eine Ausnahmebestimmung. Die auslÃ¤ndische Person muss sich in einer persÃ¶nlichen Notlage befinden; ihre Lebens- und Daseinsbedingungen mÃ¼ssen gemessen am durchschnittlichen Schicksal von AuslÃ¤nderinnen und AuslÃ¤ndern in gesteigertem Mass infrage gestellt sein bzw. die Verweigerung einer Aufenthaltsbewilligung muss einen schweren Nachteil zur Folge haben. Die Anerkennung eines persÃ¶nlichen HÃ¤rtefalls setzt jedoch nicht voraus, dass die Anwesenheit in der Schweiz der einzige mÃ¶gliche Ausweg aus der Notlage darstellt. Umgekehrt begrÃ¼ndet allein die Tatsache, dass die auslÃ¤ndische Person sich seit lÃ¤ngerer Zeit in der Schweiz aufhÃ¤lt, hier sozial und beruflich gut integriert ist und ihr Verhalten zu keinen Klagen Anlass gegeben hat, fÃ¼r sich allein keinen schwerwiegenden persÃ¶nlichen HÃ¤rtefall. Die Beziehung der gesuchstellenden Person zur Schweiz muss darÃ¼ber hinaus vielmehr so eng sein, dass man von ihr nicht verlangen kann, in einem anderen Land â insbesondere im Heimatland â zu leben (VGr, 3. MÃ¤rz 2022, VB.2021.00615, E. 4.3.1 und 20. MÃ¤rz 2019, VB.2019.00123, E. 6.1).</p> <p class="Erwgung2"><b>5.2 </b>Die Vorinstanz verneinte das Vorliegen eines schwerwiegenden persÃ¶nlichen HÃ¤rtefalls im Sinn von Art. 30 Abs. 1 lit. b AIG. Sie fÃ¼hrte diesbezÃ¼glich insbesondere aus, der BeschwerdefÃ¼hrer halte sich zwar seit Ã¼ber 18 Jahren in der Schweiz auf, es sei ihm jedoch trotz der langen Anwesenheitsdauer nicht annÃ¤hrend gelungen, sich in der Schweiz zu integrieren. Er habe immer wieder delinquiert, sei verschuldet und habe erhebliche Sozialhilfegelder bezogen. Auch mit der inzwischen ausgerichteten IV-Rente werde er seinen Lebensunterhalt nicht bestreiten kÃ¶nnen. Die IV-Rente werde ihm auch in Serbien ausbezahlt (Abkommen zwischen der Schweizerischen Eidgenossenschaft und der Republik Serbien Ã¼ber soziale Sicherheit vom 11. Oktober 2010). In der Schweiz habe er bis auf seine beiden fremdplatzierten SÃ¶hne keine weiteren Verwandten. Zu seinen SÃ¶hnen habe er seit der Trennung von seiner Ehefrau im 2017 kaum mehr Kontakte gepflegt. Erst seit Mitte Mai 2022 pflege er die Beziehung zu ihnen wieder. Diese Beziehung kÃ¶nne â wenn auch eingeschrÃ¤nkt â mittels der modernen Mittel der Kommunikation und gegenseitigen Besuchen gelebt werden. Ãber (weitere) soziale Kontakte verfÃ¼ge der BeschwerdefÃ¼hrer nicht. Die psychische Erkrankung und die AbhÃ¤ngigkeitserkrankungen des BeschwerdefÃ¼hrers seien auch im Heimatland behandelbar. Serbien verfÃ¼ge Ã¼ber das Land verteilt Ã¼ber staatliche und private psychiatrische Kliniken, in denen grundsÃ¤tzlich alle psychiatrischen Krankheitsbilder in Form von stationÃ¤ren Aufenthalten oder beratenden GesprÃ¤chen behandelt werden. Medikamente gegen Depressionen seien vorhanden. Medikamente, die auf der staatlichen Medikamentenliste aufgefÃ¼hrt sind, seien kostenlos erhÃ¤ltlich. FÃ¼r DrogenabhÃ¤ngige gebe es drei Versorgungsstufen: Allgemeinmediziner oder Psychiater, die diagnostische Massnahmen und medizinische Behandlungen anbieten, Psychiater, die ambulante oder stationÃ¤re Behandlungen anbieten und spezialisierte, nationale Zentren, die die Behandlung von DrogenabhÃ¤ngigen anbieten. Solche Zentren gebe es in den vier StÃ¤dten Belgrad, Novi Sad, Nis und Kragujevac. In denselben StÃ¤dten seien auch Methadonzentren zu finden. Damit kÃ¶nne der BeschwerdefÃ¼hrer auch bei einer Wegweisung nach Serbien weitere medizinische und psychiatrische UnterstÃ¼tzung erhalten. Zu Serbien habe der BeschwerdefÃ¼hrer zwar offenbar keinen Bezug, weil er in Frankreich aufgewachsen sei. Ein Leben in Serbien sei fÃ¼r den BeschwerdefÃ¼hrer zwar mit Herausforderungen verbunden. Dennoch sei ihm solches nicht gÃ¤nzlich unzumutbar. Er sei mit der serbischen Sprache grundsÃ¤tzlich vertraut. Er habe sein Heimatland zwischen 2012 und 2014 wÃ¤hrend mehrerer Wochen Ferien besucht. Ein schwerwiegender persÃ¶nlicher HÃ¤rtefall liege nicht vor.</p> <p class="Erwgung2"><b>5.3 </b>Was der BeschwerdefÃ¼hrer dagegen vorbringt, vermag nicht zu Ã¼berzeugen: Soweit der BeschwerdefÃ¼hrer geltend macht, er spreche kein Serbisch, erscheint dies nicht glaubhaft. Aus den Akten geht hervor, dass er als Muttersprache Serbisch und FranzÃ¶sisch angegeben hatte (vgl. Neuropsychologisches Teilgutachten der P AG vom 13. Oktober 2021). Weiter lÃ¤sst sich den Akten entnehmen, dass er im Jahr 2005 aus Serbien herkommend in die Schweiz eingereist ist und er die Ehe mit einer Landsfrau im Jahr 2005 in Serbien geschlossen hat. Es ist deshalb davon auszugehen, dass er vor seiner Einreise in die Schweiz zumindest vorÃ¼bergehend in Serbien gewohnt hat und der serbischen Sprache mÃ¤chtig ist. Auch dÃ¼rfte er aufgrund der Ferienaufenthalte nach wie vor mit den VerhÃ¤ltnissen in seinem Heimatland vertraut sein. Auch der Gesundheitszustand des Beschwerde-<br/> fÃ¼hrers gebietet keinen weiteren Verbleib in der Schweiz: Medizinische GrÃ¼nde kÃ¶nnen zur Anerkennung eines HÃ¤rtefalls fÃ¼hren, sofern der Betroffene nachweist, dass er ernsthafte gesundheitliche Probleme aufweist, die Ã¼ber lÃ¤ngere Zeit eine permanente Behandlung oder punktuelle medizinische Notfallmassnahmen notwendig machen, die im Herkunftsland nicht verfÃ¼gbar sind, sodass eine RÃ¼ckkehr dorthin zu schwerwiegenden gesundheitlichen Konsequenzen fÃ¼hren kÃ¶nnte. Hingegen vermag allein der Umstand, dass der Betroffene in der Schweiz eine bessere medizinische Versorgung erhÃ¤lt als in seinem Herkunftsland, keine Ausnahme von den Begrenzungsmassnahmen zu rechtfertigen (vgl. VGr, 5. Oktober 2016, VB.2016.00377, E. 4.3.1, mit weiteren Hinweisen). Es wird nicht verkannt, dass seine Ausreise auch die Kinder des BeschwerdefÃ¼hrers schwer trifft. Allerdings besteht der Kontakt zu seinen Kindern erst seit 2022 wieder und lebt der BeschwerdefÃ¼hrer seit 2017 nicht mehr mit seinen Kindern zusammen. Er konnte auch wÃ¤hrend dieser Zeit nicht fÃ¼r seine Kinder da sein. Die Kinder wÃ¼rden in ihrem vertrauten Umfeld bleiben. Die Wegweisung des BeschwerdefÃ¼hrers aus der Schweiz ist fÃ¼r ihn zweifelsohne mit einer HÃ¤rte verbunden, diese geht aber nicht Ã¼ber das Mass hinaus, welches nicht in Kauf genommen werden kann. Der Entscheid, dem BeschwerdefÃ¼hrer gestÃ¼tzt auf Art. 30 Abs. 1 lit. b AIG keine Aufenthaltsbewilligung zu erteilen, erweist sich als nicht rechtsverletzend.</p> <p class="Urteilstext">Dies fÃ¼hrt zur Abweisung der Beschwerde.</p> <p class="Erwgung1"><b>6. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>6.1 </b>AusgangsgemÃ¤ss sind die Gerichtskosten dem BeschwerdefÃ¼hrer aufzuerlegen (§ 65a Abs. 2 in Verbindung mit § 13 Abs. 2 Satz 1 VRG) und steht ihm keine ParteientschÃ¤digung zu (§ 17 Abs. 2 VRG). Der BeschwerdefÃ¼hrer ersucht um GewÃ¤hrung unentgeltlicher Rechtspflege. </p> <p class="Erwgung2"><b>6.2 </b>GemÃ¤ss § 16 VRG sind Privaten, denen die nÃ¶tigen Mittel fehlen und deren Begehren nicht offensichtlich aussichtslos erscheint, auf Ersuchen die Bezahlung von Verfahrenskosten und KostenvorschÃ¼ssen zu erlassen sowie eine unentgeltliche Rechtsvertretung zu bestellen, wenn sie nicht in der Lage sind, ihre Rechte im Verfahren genÃ¼gend zu wahren.</p> <p class="Erwgung2"><b>6.3 </b>Die Rechtsbegehren des BeschwerdefÃ¼hrers waren nicht offensichtlich aussichtslos. Ebenso ist seine Mittellosigkeit erwiesen. Dem BeschwerdefÃ¼hrer ist daher die unentgeltliche ProzessfÃ¼hrung zu bewilligen. Angesichts der KomplexitÃ¤t gewisser Fragen erscheint auch eine anwaltliche Vertretung als sachlich notwendig, weshalb ihm fÃ¼r das Beschwerdeverfahren in der Person seines Anwalts ein unentgeltlicher Rechtsvertreter zu bestellen ist.</p> <p class="Erwgung2"><b>6.4 </b>Rechtsanwalt B weist in der Kostennote vom 10. Oktober 2024 einen angemessenen Aufwand von Fr. 2'599.05 (inklusive Spesen und Mehrwertsteuer) aus. Er ist daher mit diesem Betrag aus der Gerichtskasse zu entschÃ¤digen.</p> <p class="Erwgung2"><b>6.5 </b>Der BeschwerdefÃ¼hrer wird darauf hingewiesen, dass eine Partei, der die unentgeltliche Rechtspflege gewÃ¤hrt wurde, zur Nachzahlung verpflichtet ist, sobald sie dazu in der Lage ist. Der Anspruch des Kantons verjÃ¤hrt zehn Jahre nach Verfahrensabschluss (§ 16 Abs. 4 VRG).</p> <p class="Erwgung1"><b>7. </b> </p> <p class="Urteilstext">Der vorliegende Entscheid kann mit Beschwerde in Ã¶ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten nach Art. 82 ff. des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (BGG) angefochten werden, soweit ein Rechtsanspruch auf eine fremdenpolizeiliche Bewilligung geltend gemacht wird. Ansonsten steht die subsidiÃ¤re Verfassungsbeschwerde nach Art. 113 ff. BGG offen. Werden beide Rechtsmittel ergriffen, hat dies in der gleichen Rechtsschrift zu geschehen (Art. 119 Abs. 1 BGG).</p> <p class="Einzug1"><span>DemgemÃ¤ss erkennt <span>die Kammer</span>:</span></p> <p class="Einzug2"><span>1. Dem BeschwerdefÃ¼hrer wird fÃ¼r das Beschwerdeverfahren die unentgeltliche ProzessfÃ¼hrung gewÃ¤hrt und in der Person von Rechtsanwalt B ein unentgeltlicher Rechtsbeistand bestellt.</span></p> <p class="Einzug2"><span>2. Die Beschwerde wird abgewiesen.</span></p> <p class="Einzug2"><span>3. Die GerichtsgebÃ¼hr wird festgesetzt auf <br/> Fr. 2'000.--; die Ã¼brigen Kosten betragen:<br/> <u>Fr. 70.--</u> Zustellkosten,<br/> <u>Fr. 2'070.--</u> Total der Kosten.</span></p> <p class="Einzug2"><span>4. Die Gerichtskosten werden dem BeschwerdefÃ¼hrer auferlegt, jedoch einstweilen zufolge GewÃ¤hrung der unentgeltlichen ProzessfÃ¼hrung auf die Gerichtskasse genommen. Die Nachzahlungspflicht des BeschwerdefÃ¼hrers nach § 16 Abs. 4 VRG bleibt vorbehalten.</span></p> <p class="Einzug2"><span>5. Eine ParteientschÃ¤digung wird nicht zugesprochen.</span></p> <p class="Einzug2"><span>6. Rechtsanwalt B wird fÃ¼r das Beschwerdeverfahren mit Fr. 2'599.05 (inklusive Auslagen und Mehrwertsteuer) aus der Gerichtskasse entschÃ¤digt. Die Nachzahlungspflicht des BeschwerdefÃ¼hrers gemÃ¤ss § 16 Abs. 4 VRG bleibt vorbehalten.</span></p> <p class="Einzug2"><span>7. Gegen dieses Urteil kann Beschwerde an das Bundesgericht im Sinn der ErwÃ¤gungen erhoben werden. Die Beschwerde ist innert 30 Tagen, von der Zustellung an gerechnet, beim Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, einzureichen.</span></p> <p class="Einzug2"><span>8. Mitteilung an:<br/> a) die Parteien;<br/> b) die Rekursabteilung der Sicherheitsdirektion;<br/> c) das Staatssekretariat fÃ¼r Migration (SEM);</span></p> <p class="Einzug2"><span> d) die Kasse des Verwaltungsgerichts (zur Anweisung der EntschÃ¤digung).</span></p> <p class="Urteilstext"> </p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>