<h2>SubmittedText<h2><p>Der Bundesrat wird beauftragt, im Rahmen des neuen Berufsbildungsgesetzes dafür zu sorgen, dass sich der Bund finanziell mehr als im Vorentwurf vorgesehen engagiert. Insbesondere in folgenden Bereichen ist der Bund zu verpflichten, Berufsverbände und Betriebe gegenüber der heutigen Situation vermehrt direkt zu unterstützen:</p><p>- beim Aufbau und bei der Entwicklung von Innovationen und neuen Technologien im gesamten Bildungsbereich;</p><p>- bei den überbetrieblichen Kursen (heute Einführungskurse);</p><p>- bei den Lehrabschlussprüfungen;</p><p>- für Interessierte, die direkt im Anschluss an die Lehre eine Berufsmatur absolvieren wollen.</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Dem Bundesrat ist bewusst, dass eine echte Reform der Berufsbildung nicht ohne ein verstärktes finanzielles Engagement der Beteiligten möglich ist.</p><p>In seiner Botschaft vom 25. November 1998 über die Förderung von Bildung, Forschung und Technologie in den Jahren 2000-2003 hat der Bundesrat in Bezug auf die Berufsbildung festgehalten, dass die Kostenfolgen, die mit den anstehenden Reformen verbunden sind, vom Ausgang der inhaltlichen Auseinandersetzung um Überbrückungsmassnahmen (Lehrstellenbeschluss II) und um die Revision des Berufsbildungsgesetzes abhängen.</p><p>Am 5. Mai 1999 hat der Bundesrat das Eidgenössische Volkswirtschaftsdepartement beauftragt, ein Vernehmlassungsverfahren über den Vorentwurf eines neuen Berufsbildungsgesetzes durchzuführen. Im erläuternden Bericht zum Vorentwurf wurde festgehalten, dass die erweiterten Fördermöglichkeiten, Anschubfinanzierungen zur Milderung struktureller Probleme am Lehrstellenmarkt und der beobachtbare Trend zur Erhöhung schulischer Anteile, Mehrbelastungen der Träger der Berufsbildung und namentlich des Bundeshaushaltes haben werden. Ebenfalls wurde erwähnt, dass die zum Teil noch allzu offen formulierten Subventionsbestimmungen zu konkretisieren und im Lichte der Vernehmlassung zu ergänzen sind.</p><p>Der Bundesrat gedenkt, den eingeschlagenen Weg fortzusetzen. Dabei wird er auch prüfen, ob die vom Motionär vorgebrachten Anliegen mit den Ergebnissen der Vernehmlassung zum Vorentwurf des Berufsbildungsgesetzes vereinbar sind. Das Resultat dieser Prüfung wird er in den überarbeiteten Entwurf zum BBG einfliessen lassen. Zum jetzigen Zeitpunkt verzichtet daher der Bundesrat auf eine materielle Stellungnahme zum vorliegenden Vorstoss; er wird aber das Thema in seiner Botschaft zum neuen Berufsbildungsgesetzes wieder aufnehmen.</p>  Der Bundesrat beantragt, die Motion in ein Postulat umzuwandeln.