<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="cell small-12 contentContainer printArea"> <div><table><tr><td colspan="2"><p class="Standard berschrift1"><span id="_GoBack"></span><span class="Standard berschrift1">Sozialversicherungsgericht</span></p><p class="Standard berschrift1"><span class="Standard berschrift1">des Kantons Zürich</span></p></td><td><p class="Standard berschrift1"><img src="file:///L:/LOGO/DOPPLEU3.BMP"/></p></td></tr><tr><td><p class="Standard berschrift1"><br/></p></td><td colspan="2"><p><span>IV.2004.00231</span></p><p><span> </span><span> </span></p><p><span> </span></p><p></p></td></tr></table><p>II. Kammer</p><p>Sozialversicherungsrichterin Pfiffner Rauber als Einzelrichterin</p><p>Gerichtssekretärin Glättli</p><p class="Standard berschrift2"><span class="Standard berschrift2">Urteil vom 27. April 2004</span></p><p class="Standard StandardEinzug"><span class="Standard StandardEinzug">in Sachen</span></p><p class="Standard StandardFett RubrumFett"><span class="Standard StandardFett RubrumFett">X.___</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">Beschwerdeführerin</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">vertreten durch Max S. Merkli</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">Praxis für Sozialversicherungsrecht</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">Schaffhauserstrasse 345, 8050 Zürich</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">gegen</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Standard StandardFett RubrumFett"><span class="Standard StandardFett RubrumFett">Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich (SVA)</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">IV-Stelle</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">Beschwerdegegnerin</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p></p><p class="Standard berschrift3"><span class="Standard berschrift3">Sachverhalt:</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">1.</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, sprach der 1966 geborenen </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">X.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> mit Verfügung vom 15. Oktober 2003 mit Wirkung ab 1. Juni 2003 eine halbe Invalidenrente, einschliesslich Zusatzrente für den Ehegatten und die drei Kinder (geboren 1998, 1999 und 2000), zu (Urk. 10/5-7= Urk. 3/4), wogegen die Versicherte, vertreten durch lic. iur. Max S. Merkli, Pra</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">xis für Sozialversicherungsrecht, Einsprache erhob mit dem Antrag, ihr sei die halbe Rente bereits spätestens ab 1. Juni 2002 auszurichten (Urk. 10/59= Urk. 3/5; Urk. 10/57= Urk. 3/6). </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Die IV-Stelle sistierte ab 1. März 2004 die bereits laufenden Rentenzahlungen, was sie der Versicherten zunächst mündlich mitteilte (Urk. 10/47= Urk. 3/9, vgl. auch Urk. 10/54; Urk. 1 S. 3 Ziff. 3; Urk. 3/10). Am 25. März 2004 erliess die IV-Stelle auf Wunsch des Rechtsvertreters der Versicherten eine (Zwi</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">schen</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">)Verfügung über die Sistierung der Rentenzahlungen während des lau</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">fenden Einspracheverfahrens. Einer Beschwerde gegen diese Verfügung entzog die IV</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Stelle die aufschiebende Wirkung (Urk. 2= Urk. 10/3). </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">2.</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Gegen diese (Zwischen-)Verfügung erhob </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">X.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">, vertreten durch Max Merkli, am 29. März 2004 Beschwerde mit den Anträgen, sie sei aufzuheben, und die Beschwerdegegnerin sei zu verpflichten, die per 1. März 2004 formlos sistierten Rentenzahlungen unverzüglich wieder aufzunehmen. In verfahrens</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">mässiger Hinsicht stellte die Versicherte den Antrag, die der vorliegenden Be</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">schwerde vorab entzogene aufschiebende Wirkung sei wiederherzustellen (Urk. 1). Die Beschwerdeschrift wurde der IV-Stelle zur Stellungnahme unter</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">breitet (Urk. 5). Mit Eingabe vom 6. April 2004 stellte die Versicherte sodann den Antrag, dass der Entscheid über das Begehren um aufschiebende Wirkung bis spätestens am 27. April 2004 ergehe und dass das Gericht die IV-Stelle ge</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">stützt auf § 17 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht (GSVGer) im Sinne einer vorsorglichen Massnahme sofort anweise, die Rentenzahlungen rückwirkend ab 1. März 2004 wieder aufzunehmen und so lange zu erbringen, bis allenfalls mit dem Einspracheentscheid die Rente aufgehoben werde (Urk. 6 S. 1). In ihrer Beschwerdeantwort vom 15. April 2004 beantragte die IV-Stelle die Abweisung der Beschwerde (Urk. 9).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Standard berschrift3"><span class="Standard berschrift3">Die Einzelrichterin zieht in Erwägung:</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">1.</span><span> </span><span id="VV153"></span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Die Beschwerdegegnerin hatte die laufenden Rentenzahlungen in der ange</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">fochtenen Verfügung vom 25. März 2004 sistiert bis im Rahmen des Ein</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">spracheverfahrens über die Rechtmässigkeit der zugesprochenen halben Renten ein rechtskräftiger Entscheid vorliege (Urk. 2 Dispositiv Ziff. 1). Die Beschwer</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">deführerin beantragte die Weiterausrichtung der Rentenzahlungen sinngemäss für die gleiche Dauer (vgl. Urk. 1 S. 4 lit. 2a) beziehungsweise bis die Rente mit dem Einspracheentscheid aufgehoben werde (Urk. 6 S. 2). </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Die Beschwerdegegnerin hat in der angefochtenen Verfügung die Einstellung ihrer Leistungen als Einstellung von Vorschusszahlungen im Sinne von Art. 19 Abs. 4 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungs</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">rechts (ATSG) bezeichnet. Darauf ist für die Streitwert</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">berechnung grundsätzlich abzustellen (vgl. Christian Zünd, Kommentar zum GSVGer, Zürich 1999, N 3 zu § 11). Da der Verwaltung darüber ein erhebliches Ermessen zusteht (Kann</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">vorschrift, vgl. auch Kieser, ATSG-Kommentar zum ATSG; Art. 19 Rz 29), rechtfertigt sich nicht, von einem zeitlich unbeschränkten Anspruch auf Vor</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">schusszahlungen auszugehen. Nimmt man eine Dauer von Vorschusszahlungen von etwa einem Jahr an, so ergibt sich, dass vorliegend von einem Streitwert von Fr. 13'620.-- (13 x Fr. 1'135.--) auszugehen ist. </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Da der Streitwert Fr. 20’000.-- nicht übersteigt, fällt die Beurteilung der Be</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">schwerde in die einzelrichterliche Zuständigkeit (§ 11 Abs. 1 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">2.</span><span> </span><span id="VV325"></span><span id="VV208"></span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Nach Art. 5 Abs. 1 VwVG gelten als Verfügungen Anordnungen der Behörden im Einzelfall, die sich auf öf</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">fent</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">liches Recht des Bundes stützen (und im Übri</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">gen noch weitere, nach dem Verfügungsgegenstand näher umschriebene Vor</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">aussetzungen erfüllen). Verfügungen im Sinne dieser Um</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">schreibung können nach dem Wortlaut des zweiten Absatzes von Art. 5 des Bundesgesetzes über das Verwaltungsverfahren (VwVG) auch Zwischenverfügungen sein, insoweit sie den Anforderungen des vorangehenden ersten Absatzes ent</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">sprechen. Zudem verweist Art. 5 Abs. 2 VwVG bezüglich der Zwischenverfügungen auf Art. 45 des gleichen Gesetzes, laut dem nur solche Zwischenverfügungen anfechtbar sind, die einen nicht wieder gut zu machenden Nachteil bewirken können (Art. 45 Abs. 1 VwVG). Dieser grundsätzliche Vorbehalt gilt als Voraussetzung für die Zulässigkeit eines selbständigen, der Endverfügung voran</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">gehenden Be</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">schwerdeverfahrens, insbe</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">sondere für alle in Art. 45 Abs. 2 VwVG </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> nicht ab</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">schlies</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">send </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> aufgezählten Zwischenverfügungen. Für das letztin</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">stanzliche Be</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">schwerde</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">verfahren ist ferner zu beachten, dass gemäss </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Art. 129 Abs. 2 in Ver</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">bindung mit Art. 101 lit. a des Bundesgesetzes über die Organisation der Bun</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">desrechtspflege (Bundesrechtspflegegesetz) die Verwal</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">tungsgerichts</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">beschwerde gegen Zwischenverfügungen nur zulässig ist, wenn sie auch gegen die Endver</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">fügung offen steht (BGE 128 V 201 Erw. 2a, 124 V 85 Erw. 2 mit Hinweisen).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span id="VV326"></span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Nach der Rechtsprechung beurteilt sich das Vorliegen eines nicht wieder gutzuma</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">chenden Nachteils nicht nur anhand eines einzigen Kriteriums. Viel</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">mehr prüft das Gericht jenes Merkmal, das dem angefochtenen Entscheid am besten entspricht. Namentlich beschränkt sich das Gericht nicht nur darauf, al</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">lein den Nachteil als nicht wieder gut</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">zumachend zu betrachten, den auch ein für die Beschwerde führende Person</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> günstiges Endurteil nicht vollständig zu beseitigen vermöchte (BGE 126 V 247 Erw. 2c, 124 V 87 Erw. 4, 121 V 116 mit Hinweisen).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span id="VV327"></span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Ein nicht wieder gutzumachender Nachteil liegt nach der Rechtsprechung vor, wenn die plötzliche Einstellung der Rentenzahlungen die versicherte Person aus dem finanziellen Gleichgewicht bringen und zu kostspieligen oder sonstwie un</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">zumutbaren Massnahmen zwingen würde (BGE 119 V 487 Erw. 2b mit Hinwei</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">sen).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Die Beschwerdegegnerin hat die Einstellung der bereits laufenden Renten</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">zahlun</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">gen (aufgrund der ihrer Auffassung nach gesamthaft nicht rechts</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">kräftigen Verfügung) als Einstellung von Vorschusszahlungen qualifiziert. Die angefochtene Verfügung erscheint damit als verfahrensleitende (Zwischen-) Verfügung. Da dagegen keine Einsprache gegeben ist (Art. 52 Abs. 1 ATSG), ist die direkte Beschwerdeerhebung ans Sozialversicherungsgericht grundsätzlich möglich. </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span id="VV128"></span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">3.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">3.1</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Der </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Einspracheentscheid</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> tritt an die </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Stelle der vorgängig erlassenen Verfügung (auch soweit er diese lediglich bestätigt)</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Anfechtungsgegenstand des nachfol</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">genden Beschwerdeverfahrens </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">bildet </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">allein der Einspracheentscheid. Damit wird lediglich gesagt, was nach Art. 56 Abs. 1 ATSG Anfechtungsgegenstand im kantonalen Beschwerdeverfahren bildet. Dagegen ergibt sich hieraus nicht, dass der Einspracheentscheid die angefochtene Verfügung stets als Ganzes ersetzt und der Versicherungsträger auf Einsprache hin sämtliche durch die primär er</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">gangene Verfügung geregelten Rechtsverhältnisse (auch soweit sie mit der Ein</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">sprache nicht angefochten wurden) zu überprüfen und hierüber neu zu ent</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">scheiden hätte. Der Einspracheentscheid ersetzt die angefochtene Verfügung nur im Umfang des durch die Einsprache bestimmten Streitgegenstandes und der effektiv neu beurteilten Rechtsverhältnisse. Dementsprechend schliesst das Ein</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">spracheverfahren eine </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Teilrechtskraft der Verfügung, soweit sie unangefochten geblieben ist, nicht aus (vgl. BGE 119 V 350 Erw. 1b).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">3.2</span><span> </span><span id="VV134"></span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Gemäss einem allgemeinen Grundsatz des Sozialversiche</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">rungsrechts kann die Verwaltung eine formell rechtskräftige Verfügung, welche nicht Gegenstand materieller richter</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">licher Beurteilung gebildet hat, in Wiedererwägung ziehen, wenn sie zweifellos unrichtig und ihre Berichtigung von erheblicher Bedeutung ist (BGE 127 V 469 Erw. 2c mit Hinweisen).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Von der Wiedererwägung ist die so genannte prozessuale Revision von Verwal</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">tungsverfügungen zu unterscheiden. Danach ist die Verwaltung verpflichtet, auf eine formell rechtskräftige Verfügung zurückzukommen, wenn neue Tatsa</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">chen oder neue Beweismittel entdeckt werden, die geeignet sind, zu einer anderen rechtlichen Beurteilung zu führen (BGE 127 V 469 Erw. 2c mit Hinweisen). Er</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">heblich können nur Tatsachen sein, die zur Zeit der Erstbeurteilung bereits be</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">standen, jedoch unverschuldeterweise unbekannt waren oder unbewiesen blie</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">ben (BGE 119 V 184 Erw. 3a, 477 Erw. 1a, je mit Hinweisen).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">4.</span><span> </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">4.1</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Die Beschwerdegegnerin hatte die Rentenzahlungen sistiert mit der Begründung, anlässlich des Einspracheverfahrens sei festgestellt worden, dass die Qualifika</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">tion der Beschwerdeführerin als 100 % Erwerbstätige angesichts ihrer drei klei</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">nen Kinder als fraglich erscheine. Eine reformatio in peius im Rahmen des Ein</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">spracheverfahrens könne die Rückforderung von bereits ausgerichteten Renten zur Folge haben. Die Sistierung sei daher notwendig, um das fiskalische Inte</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">resse der Verwaltung einstweilen zu wahren. Die Beschwerdegegnerin stützte sich im weiteren darauf, dass einer Einsprache aufschiebende Wirkung zukomme. Da die Verfügung somit noch nicht rechtskräftig sei, könnten die geleisteten Zah</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">lungen, welche als Vorschusszahlungen im Sinne von Art. 19 Abs. 4 ATSG auf</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">zufassen seien, sistiert werden. Der Erlass einer Verfügung darüber sei aufgrund von Art. 49 Abs. 1 ATSG zulässig (Urk. 2 Ziff. 1, Ziff. 2.1-4). </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Die Beschwerdeführerin führte demgegenüber an, Rechtsprechung und Verwal</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">tungspraxis seien bisher immer stillschweigend davon ausgegangen, dass verfü</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">gungsweise zugesprochene Renten auch dann, wenn die entsprechende Leis</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">tungsverfügung angefochten werde, vom Sozialversicherungsträger geschuldet werde und ausbezahlt werden müsse. Dies entspreche allgemein anerkannten Grundsätzen des Verwaltungsrechts (Urk. 1 S. 4 Ziff. 2 lit. a). </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">4.2 </span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Die Rentenzusprechung vom 15. Oktober 2003 hat die Beschwerdeführerin nicht angefochten, sondern lediglich den Rentenbeginn. Damit ist bezüglich der Ren</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">tenzusprechung von der Teilrechtskraft der entsprechenden Verfügung auszuge</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">hen. Denn da gegen diese keine Einsprache erhoben wurde, erwuchs sie etwa um den 18. November 2003, spätestens jedenfalls Ende November 2003, in Rechtskraft. Bei dieser Rechtslage sind die geleisteten Zahlungen nicht Vor</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">schusszahlungen oder freiwillige beziehungsweise usanzgemässe Zahlungen, sondern es handelt sich um Rentenzahlungen aufgrund einer insoweit rechts</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">kräftigen Verfügung. Der Beschwerdegegnerin stand es somit nicht mehr zu, uneingeschränkt über diese Leistungen im laufenden Verfahren betreffend Ren</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">tenbeginn zu verfügen. </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Die Beschwerdegegnerin ist infolge der rechtskräftigen Rentenzusprechung nur unter dem Titel der Wiedererwägung oder der Revision berechtigt, auf die ver</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">fügte halbe Rente zurückzukommen. Der Entscheid über einen dieser Rück</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">kommenstitel steht vorliegend indes nicht in Frage. Vielmehr hat die Beschwer</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">degegnerin gerade angekündigt, dass die Prüfung der Rechtmässigkeit der aus</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">gesprochenen Rente noch ausstehe und Gegenstand des Einspracheverfahrens sei (Urk. 2 S. 1 Ziff. 1). Somit besteht kein Rückkommenstitel, unter welchem die Einstellung der Zahlungen mit der angefochtenen Verfügung als rechtmäs</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">sig zu qualifizieren wäre. </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Dies gilt um so mehr, als die Beschwerdegegnerin, wie erwähnt, den Entscheid über die allfällige Aufhebung der halben Rente selbst noch nicht geprüft hat und nach der Aktenlage eine reformatio in peius nicht offenkundig erscheint. </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">4.3</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Nach dem Gesagten verfügte die Beschwerdegegnerin über keinen Rechtsgrund, um im Rahmen eines prozessleitenden Entscheides im Einspracheverfahren betreffend Rentenbeginn die Ausrichtung der rechtskräftig zugesprochenen hal</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">ben Invalidenrente zu sistieren. </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Dies führt zur Aufhebung des angefochtenen Entscheids und zur Gutheissung der Beschwerde. </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Bei diesem Ergebnis werden die Anträge der Beschwerdeführerin auf vorsorgli</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">che Massnahmen (Urk. 6 S. 2) beziehungsweise auf Wiederherstellung der der angefochtenen Verfügung entzogenen aufschiebenden Wirkung (Urk. 1 S. 2 Ziff. 3) gegenstandslos. </span></p><p></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">5.</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Ausgangsgemäss hat die vertretene Beschwerdeführerin Anspruch auf Prozess</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">ent</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">schädigung. Diese wird unter Berücksichtigung der Bedeutung der Streit</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">sache, der Schwierigkeit des Prozesses und nach Massgabe des Obsiegens auf Fr. 900.--</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">(inkl. Barauslagen und MWSt) festgesetzt. </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Standard berschrift3"><span class="Standard berschrift3">Die Einzelrichterin erkennt:</span></p><p class="Standard Dispotext DispoHngend"><span class="Standard Dispotext DispoHngend">1.</span><span> </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">In Gutheissung der Beschwerde wird die angefochtene Verfügung vom 25. März 2004 aufgehoben, und es wird festgestellt, dass die Beschwerdeführerin Anspruch auf Aus</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">richtung der halben Invalidenrente gemäss Verfügung vom 15. Oktober 2003 hat. </span></p><p class="Standard Dispotext DispoHngend"><span class="Standard Dispotext DispoHngend">2.</span><span> </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">Das Verfahren ist kostenlos.</span></p><p class="Standard Dispotext DispoHngend"><span class="Standard Dispotext DispoHngend">3. </span><span> </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">Die Beschwerdegegnerin wird verpflichtet, der Beschwerdeführerin eine Prozessent</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">schä</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">digung von Fr. 900.-- (inkl. Barauslagen und MWSt) zu bezahlen. </span></p><p class="Standard Dispotext DispoHngend"><span class="Standard Dispotext DispoHngend">4.</span><span> </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">Zustellung gegen Empfangsschein an:</span></p><p class="Standard Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">Max S. Merkli, unter Beilage einer Kopie von Urk. 9</span></p><p class="Standard Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle</span></p><p class="Standard Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">Bundesamt für Sozialversicherung</span></p><p class="Standard Dispotext DispoHngend"><span class="Standard Dispotext DispoHngend">5.</span><span> </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">Gegen diesen Entscheid kann innert </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">10 Tagen</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend"> seit der Zustellung beim Eidgenössi</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">schen Versicherungsgericht Verwaltungsgerichtsbeschwerde eingereicht werden.</span></p><p class="Standard Dispotext DispoEinzug"><span class="Standard Dispotext DispoEinzug">Die Beschwerdeschrift ist dem Eidgenössischen Versicherungsgericht, Schweizerhof</span><span class="Standard Dispotext DispoEinzug">quai 6, 6004 Luzern, in dreifacher Ausfertigung zuzustellen.</span></p><p class="Standard Dispotext DispoEinzug"><span class="Standard Dispotext DispoEinzug">Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweis</span><span class="Standard Dispotext DispoEinzug">mittel und die Unterschrift der beschwerdeführenden Person oder ihres Vertreters zu enthalten; die Ausfertigung des angefochtenen Entscheides und der dazugehörige Briefumschlag sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, so</span><span class="Standard Dispotext DispoEinzug">weit die beschwerdeführende Person sie in Händen hat (Art. 132 in Verbindung mit Art. 106 und 108 OG).</span></p><p></p><p class="Standard berschrift3"><span class="Standard berschrift3">Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich</span></p><p><br/></p><p>Die EinzelrichterinDie Gerichtssekretärin</p><p><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p>Pfiffner RauberGlättli </p><p></p></div> </div></body></html>