<h2>SubmittedText<h2><p>Gestützt auf Artikel 160 Absatz 1 der Bundesverfassung und Artikel 107 des Parlamentsgesetzes reiche ich folgende parlamentarische Initiative ein: </p><p>1. Mit einer Gesetzesänderung sind die dem Bund nahestehenden Unternehmen mit und ohne eigene Rechtspersönlichkeit zu verpflichten, mit einem periodischen Gender-Report über den Stand der Umsetzung des verfassungsmässigen Gleichstellungsauftrages in ihrer Unternehmung Bericht zu erstatten. Die Verpflichtung zur Berichterstattung kann gesetzestechnisch beispielsweise über einen Sammelerlass erfolgen, analog dem Bundesgesetz vom 20. Juni 2003 über die Entlöhnung und weitere Vertragsbedingungen des obersten Kaders und der Mitglieder leitender Organe von Unternehmen und Anstalten des Bundes, das am 1. Februar 2004 in Kraft getreten ist. </p><p>2. Der Bericht soll insbesondere über folgende Punkte Auskunft geben: </p><p>a. Den Stand der Umsetzung des Gleichstellungsgesetzes, insbesondere der Umsetzung der Lohngleichheit in der Unternehmung, verbunden mit einem zeitlichen Massnahmenplan, falls die Lohngleichheit noch nicht verwirklicht ist, sowie der Vorkehrungen zur Verhinderung von sexueller Belästigung. </p><p>b. Den Anteil von Frauen und Männern im Kader, verbunden mit einem Massnahmenplan zur Erreichung der Gleichstellung, falls diese im Unternehmen noch nicht erreicht ist (Zielquoten, Gleichbehandlung von Vollzeit- und Teilzeiterwerbsarbeit, Karrierepläne oder Laufbahnentwicklung, Mentoring usw.).</p><p>c. Den Stand der Vereinbarkeit von Familie und Beruf in der Unternehmung mit einer Orientierung insbesondere über das Angebot an Kinderbetreuungseinrichtungen, die Möglichkeiten zur Teilzeitarbeit für beide Geschlechter, familiengerechte Arbeitsbedingungen, das Weiterbildungsangebot bei familienbedingter Erwerbsreduktion bzw. familienbedingtem Erwerbsunterbruch. </p><p>d. Die Bezeichnung der für die Gleichstellung verantwortlichen Person in der Unternehmensleitung und unter Angabe der dafür aufgewendeten Ressourcen.</p>