Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche- rungsrecht vom 11. August 2016 (720 15 327/ 198) ____________________________________________________________________ Invalidenversicherung Die Einschätzung der Arbeitsfähigkeit beruht auf umfassenden medizinischen Abklärun- gen. Die Einschränkungen, die der Beschwerdeführer aufgrund seiner Erkrankung erlei- det, lassen eine Verwertbarkeit der Restarbeitsfähigkeit nicht völlig unrealistisch er- scheinen. Das Valideneinkommen sowie das Invalideneinkommen wurden durch die Be- schwerdegegnerin in der Verfügung vom 17. September 2015 korrekt festgestellt. Soweit eine Verletzung des rechtlichen Gehörs vorliegt, ist diese geheilt worden. Die Beschwer- de wird abgewiesen. Besetzung Präsidentin Eva Meuli, Kantonsrichter Bea t Hersberger, Kantonsrich- ter Daniel Noll, Gerichtsschreiber i.V. Robin Eschbach Parteien A.____, Beschwerdeführer gegen IV -Stelle Basel -Landschaft , Hauptstrasse 109 , 4102 Binningen , Beschwerdegegnerin Betreff IV-Rente A. Der 1961 geborene A.____ war bis am 30. Juli 201 1 als Betriebsmitarbeiter bei der B.____ AG beschäftigt. Am 21. Juni 2012 meldete er sich unter Hinweis auf Diabetes bei der Seite 2 http://www.bl.ch/kantonsgericht IV-Stelle Basel-Landschaft (IV-Stelle) zum Bezug von Leistungen an. Nach Abklärung der ge- sundheitlichen und erwerblichen Verhältnisse, erfolglosen beruflichen Massnahmen und nach durchgeführtem Vorbescheidverfahren lehnte die IV-Stel le mit Verfügung vom 17. September 2015 einen Anspruch auf eine Invalidenrente gestützt auf einen Invaliditätsgrad von 20 % ab. B. Hiergegen erhob A.____ mit Eingabe vom 16. Oktober 2015 Beschwerde beim Kan- tonsgericht Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversicher ungsrecht (Kantonsgericht). Er bean- tragte sinngemäss die Aufhebung der Verfügung der IV-Stelle vom 17. September 2015 und die Rückweisung der Angelegenheit an die Vorinstanz zur Neube urteilung. In der Begründung wur- de im Wesentlichen ausgeführt, die IV-Stelle habe sei ne Arbeitsfähigkeit nicht korrekt einge- schätzt und den Einkommensvergleich nicht korrekt vorgenommen. C. In ihrer Vernehmlassung vom 5. November 2015 schloss die IV-Stelle auf Abweisung der Beschwerde. D. Mit Eingabe vom 9. November 2015 reichte der Beschw erdeführer ein Gesuch um un- entgeltliche Rechtspflege ein, welches mit Verfügung der Präsidentin vom 12. November 2015 abgewiesen wurde. E. In der Replik vom 2. Februar 2016 hielt der Beschwe rdeführer an seinen Anträgen fest. Des Weiteren beantragte er im Wesentlichen die vollständ ige Aushändigung der Akten sowie die Einholung der Unterlagen der Klinik C.____, in w elcher er wegen Trübung der Augenlinsen behandelt und operiert worden sei. F. Mit Duplik vom 17. Februar 2016 hielt die Beschwerde gegnerin an ihrem Antrag auf Ab- weisung der Beschwerde fest. G. Mit Eingabe vom 10. März 2016 nahm der Beschwerdefü hrer erneut zum Verfahren Stellung. H. In der Folge forderte das Kantonsgericht die Akten b ei der Klinik C.____ an. Mit Schrei- ben vom 22. März 2016 gingen diese ein. Daraufhin nah men der Beschwerdeführer mit Einga- be vom 23. April 2016 und die Beschwerdegegnerin mit den Eingaben vom 28. April 2016 und vom 4. Mai 2016 erneut Stellung. Das Kantonsgericht zieht i n E r w ä g u n g : 1. Gemäss Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG) vom 19. Juni 1959 können Verfügungen der kantonalen IV- Stellen direkt vor dem Versiche- rungsgericht am Ort der IV-Stelle angefochten werde n. Anfechtungsobjekt des vorliegenden Verfahrens bildet eine Verfügung der IV-Stelle Basel-Landschaft, sodass die örtliche Zuständig- keit des Kantonsgerichts zu bejahen ist. Laut § 54 Abs. 1 lit. b des Gesetzes über die Verfas- sungs- und Verwaltungsprozessordnung (VPO) vom 16. Dezember 1993 beurteilt das Kantons- Seite 3 http://www.bl.ch/kantonsgericht gericht als Versicherungsgericht als einzige gerichtliche Instanz des Kantons Beschwerden ge- gen Verfügungen der kantonalen IV-Stelle. Es ist somit auch sachlich zur Behandlung der vor- liegenden Beschwerde zuständig. Auf die – im Übrigen frist- und formgerecht erhobene – Be- schwerde des Versicherten vom 16. Oktober 2015 ist demnach einzutreten. 2. Streitig und zu prüfen ist, ob der Beschwerdeführer Anspruch auf eine Invalidenrente hat. 3.1 Anspruch auf eine Rente haben nach Art. 28 Abs. 1 IVG Versicherte, die ihre Erwerbs- fähigkeit oder ihre Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Ein- gliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können (lit. a), während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40 % arbeitsunfähig gewesen sind (lit. b) und nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid sind (lit. c). 3.2 Nach Art. 6 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungs- rechts (ATSG) vom 6. Oktober 2000 ist die Arbeitsunfähigk eit die durch eine Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit be dingte, volle oder teilweise Unfä- higkeit, im bisherigen Beruf oder Aufgabenbereich zumut bare Arbeit zu leisten (Satz 1). Bei langer Dauer wird auch die zumutbare Tätigkeit in ei nem anderen Beruf oder Aufgabenbereich berücksichtigt (Satz 2). 3.3 Als Invalidität gilt nach Art. 8 ATSG die voraussich tlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit. Sie k ann im IV-Bereich Folge von Geburts- gebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1 IVG). Unter Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommende n allgemeinen Arbeitsmarkt zu ver- stehen (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des V orliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind nach Art. 7 Abs. 2 ATSG ausschliesslich die Folgen der ge sundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen (Satz 1). Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Satz 2). 3.4 Gemäss Art. 28 Abs. 2 IVG wird die Rente nach dem Grad der Invalidität wie folgt ab- gestuft: Die Versicherten haben Anspruch auf eine ganze Rente, wenn sie zu mindestens 70 %, auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie zu mindestens 60 %, auf eine halbe Rente, wenn sie zu mindestens 50 % und auf eine Viertelsrente, wenn sie zu mindestens 40 % invalid sind. 3.5 Für die Bemessung der Invalidität von erwerbstätige n Versicherten ist Art. 16 ATSG anwendbar (Art. 28a Abs. 1 IVG). Danach wird für die Bestimmung des Invaliditätsgrades das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchfüh- rung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eing liederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (Invalideneinkom- men), in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (Valideneinkommen). Der Einkomm ensvergleich hat in der Regel in der Seite 4 http://www.bl.ch/kantonsgericht Weise zu erfolgen, dass die beiden hypothetischen Erwerbseinkommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und einander gegenübergestellt werde n. Aus der Einkommensdifferenz lässt sich der Invaliditätsgrad bestimmen (BGE 128 V 30 E. 1). 4.1 Bei der Feststellung des Gesundheitszustandes und insb esondere auch bei der Beur- teilung der Arbeitsfähigkeit einer versicherten Person ist die rechtsanwendende Behörde – die Verwaltung und im Streitfall das Gericht – auf Unterl agen angewiesen, die vorab von Ärztinnen und Ärzten zur Verfügung zu stellen sind. Deren Aufgabe ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkei- ten die versicherte Person arbeitsunfähig ist (BGE 115 V 134 E. 2, 114 V 314 E. 3c, 105 V 158 E. 1 in fine). Darüber hinaus bilden die ärztlichen S tellungnahmen eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Zumutbarkeit, also der Frage, we lche anderen Erwerbstätigkeiten als die zuletzt ausgeübte Berufsarbeit von der versicherten Perso n auf dem allgemeinen, ausgegliche- nen und nach ihren persönlichen Verhältnissen in Frage kommenden Arbeitsmarkt zumutbarer- weise noch verrichtet werden können (U LRICH MEYER -BLASER , Zur Prozentgenauigkeit in der Invaliditätsschätzung, in: Schaffhauser/Schlauri [Hrsg.], Rechtsfragen der Invalidität in der Sozi- alversicherung, St. Gallen 1999, S. 20 f. mit Hinweisen). 4.2 Das Gericht hat die medizinischen Unterlagen nach de m für den Sozialversicherungs- prozess gültigen Grundsatz der freien Beweiswürdigung (vg l. Art. 61 lit. c ATSG) – wie alle an- deren Beweismittel – frei, d.h. ohne Bindung an förm liche Beweisregeln, sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen. Dies bedeutet, dass das Sozialversicherungsgericht alle Beweismit- tel, unabhängig, von wem sie stammen, objektiv zu prüfe n und danach zu entscheiden hat, ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilun g des streitigen Rechtsanspruchs ge- statten. Insbesondere darf es bei einander widerspreche nden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzu- geben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt. Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist demnach entscheidend , ob dieser für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen be ruht, auch die geklagten Beschwer- den berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darle- gung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurte ilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen der Expertin oder des Experten begründet sind (BGE 134 V 232 E. 5.1, 125 V 352 E. 3a, 122 V 160 E. 1c). Dennoch erachtet es die bundesge- richtliche Rechtsprechung mit dem Grundsatz der freien Bew eiswürdigung als vereinbar, in Be- zug auf bestimmte Formen medizinischer Berichte und Gutach ten Richtlinien für die Beweis- würdigung aufzustellen (vgl. die ausführlichen Zusamme nstellungen dieser Richtlinien in BGE 125 V 352 E. 3b mit zahlreichen Hinweisen; vgl. dazu auch BGE 135 V 469 f. E. 4.4 und 4.5). So ist den im Rahmen des Verwaltungsverfahrens ein geholten Gutachten externer Spezi- alärztinnen und -ärzte, welche aufgrund eingehender Be obachtungen und Untersuchungen so- wie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei der Erörterung der Befunde zu schlüs- sigen Ergebnissen gelangen, bei der Beweiswürdigung vo lle Beweiskraft zuzuerkennen, solan- ge nicht konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der E xpertise sprechen (BGE 125 V 353 E. 3b/bb mit weiteren Hinweisen). Seite 5 http://www.bl.ch/kantonsgericht 5. Ausgangspunkt der Ermittlung des Invaliditätsgrades bildet die Frage, in welchem Ausmass die versicherte Person aufgrund ihrer gesundheit lichen Beeinträchtigungen arbeitsun- fähig ist. Zur Beurteilung des Gesundheitszustands des Besc hwerdeführers sind im Wesentli- chen die folgenden medizinischen Unterlagen zu berücksichtigen: 5.1 Die Beschwerdegegnerin stützte sich in ihrer Verfü gung vom 17. September 2015 bei der Beurteilung des Gesundheitszustandes des Beschwerdefü hrers und seiner Arbeitsfähigkeit vollumfänglich auf das polydisziplinäre Gutachten der D._ ___ vom 25. Oktober 2013, in den Disziplinen Allgemeine Innere Medizin, Endokrinologie, Rheumatologie und Psychiatrie. Darin stellten die Gutachter folgende Diagnosen mit Auswirkun g auf die Arbeitsfähigkeit: Ein metabo- lisches Syndrom mit Adipositas „simplex“, ein Diabetes mellitus Typ 2, eine arterielle Hypertonie sowie eine Dyslipidämie. Für die angestammte Tätigkeit als Mitarbeiter in einer Fabrik, ohne Schwerarbeit und ohne Schichtbetrieb und so modifiziert wie bei seiner letzten dortigen Tätig- keit sei die Arbeitsfähigkeit des Versicherten ab 20. Ju ni 2012 auf 80 % festzusetzen. Grenzen würden dabei die endokrinologisch-diabetologischen Gege benheiten setzen. Diese Einschät- zung gelte analog auch für sämtliche andere in Frage kommenden körperlich leichten bis mittel- schweren beruflichen Verweistätigkeiten, ohne Schichtbetr ieb und mit möglichen Pausen. Für die angestammte körperliche Schwerarbeit im Schichtbetr ieb, wie sie von 1986 bis 2003 vom Versicherten ausgeübt wurde, attestierte der Hauptgutachter Dr. med. E.____, FMH Innere Me- dizin und Endokrinologie/Diabetologie, dagegen eine A rbeitsunfähigkeit von 100 %. Rheumato- logische oder psychiatrische Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit wurden keine gestellt. 5.2 Im Bericht der Klinik C.____ vom 30. Juni 2014 wur de ausgeführt, dass der Versicherte zur Abklärung eines weisslichen präretinalen Herdes überw iesen worden sei. Dieser erweise sich als ältere organisierte Blutung, welche sich im retro hyaloidalen Raum hochoval zu einer weisslichen Läsion organisiert habe. Als Ursache sei eine Bl utung im Zusammenhang mit der mässigen nicht proliferativen diabetischen Retinopathie wahrscheinlich, wobei eine darunterlie- gende Neovaskularisation nicht mit Sicherheit ausgeschlosse n werden könne. Die Makula wei- se beidseits zudem eine beginnende ischämische Makulopath ie, jedoch keine wesentliche exsudative Makulopathie auf. Am rechten Auge finde sich a uch eine beginnende periphere Minderperfusion inferonasal. Am linken Auge weise ein Mikroaneurysma in der superioren Mit- telperipherie eine atypische starke Leckage auf, so dass hier eine Neovaskularisation und somit eine beginnende proliferative diabetische Retinopathie nicht mit Sicherheit ausgeschlossen werden könne. Hinweise auf eine entzündliche Erkrankung oder Tumorerkrankung gäbe es hin- gegen keine. Eine Einschätzung der Arbeitsfähigkeit wurde im Bericht nicht vorgenommen. 5.3 Dr. med. F.____, FMH Endokrinologie/Diabetologie , Allgemeine Innere Medizin, diag- nostizierte im Bericht vom 11. November 2014 mit Auswir kung auf die Arbeitsfähigkeit einen Diabetes mellitus Typ 2 sowie einen Status nach aethylisch er Hepatitis und nekrotisierender Pankreatitis. Der Versicherte klage seit Jahren über Leist ungsintoleranz und Müdigkeit, welche durch die somatischen Erkrankungen alleine nicht erklärt seien. Die Diabetestherapie werde konsequent durchgeführt, die Blutzuckereinstellung sei mi t einem HbA1c um 7 % gut. Schwere Blutzuckerentgleisungen würden nicht auftreten. Hinwei se für eine exokrine Pankreasinsuffizi- Seite 6 http://www.bl.ch/kantonsgericht enz bestünden nicht. Das Körpergewicht sei seit vielen Ja hren stabil. Eine Abklärung bezüglich Schlafapnoe-Syndrom werde durchgeführt. Es dürfte sich vorwiegend um eine depressive Er- schöpfung handeln. Aufgrund der verschiedenen Krankheiten scheine jedoch eine volle Berufs- tätigkeit nicht mehr möglich. Es sei vor allem darauf zu achten, dass der Versicherte geregelte Arbeitszeiten habe und keine körperlich sehr belastende Tätigkeit oder Schichtbetrieb ausübe, weil dann die Gefahr von Unterzuckerung bestehe. Eine 50 %-ige Tätigkeit scheine ihr aufgrund der genannten Diagnosen zumutbar. Sie sehe den Versich erten selber mittlerweile nur noch einmal pro Jahr, um die Diabeteseinstellung zu überpr üfen. Eine umfassende Beurteilung der Arbeitsfähigkeit sei ihr aus diesem Grund nicht möglich. 5.4 Im Bericht der Klinik C.____ vom 2. Dezember 2014 wurde festgehalten, es sei an bei- den Augen bei proliferativer Retinopathie die Indika tion zur panretinalen ALK gegeben. Es er- folgte keine Beurteilung der Arbeitsfähigkeit. 5.5 Am 15. Dezember 2014 diagnostizierte Dr. med. G._ ___, FMH Ophthalmologie, eine diabetische Retinopathie, die beidseits stabil sei und ke ine Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit habe. Aus rein ophtalmologischer Sicht bestehe keine Arbeitsunfähigkeit. 5.6 Mit Stellungnahme vom 26. Februar 2015 hielt Dr. med. H.____, Facharzt für Orthopä- die und Physikalische und Rehabilitative Medizin, region aler ärztlicher Dienst (RAD) fest, die Würdigung der neuesten medizinischen Unterlagen ergäbe keine richtungsweisenden neuen Aspekte mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit. 5.7 Im Bericht der Klinik C.____ vom 19. Januar 2016 w urden folgende Diagnosen gestellt: Eine proliferative diabetische Retinopathie, eine dia betische Makulopathie beginnend ischä- misch, ein Status nach panretinaler ALK und eine HKL-P seudophakie. Eine Einschätzung der Arbeitsfähigkeit wurde nicht vorgenommen. 5.8 Mit Bericht der Klinik C.____ vom 22. März 2016 wu rde ausgeführt, an beiden Augen zeige sich bezüglich der diabetischen Retinopathie ein sta biler und ruhiger Befund mit abneh- mender Aktivität der Proliferationen im Vergleich zu d en Voraufnahmen. An beiden Augen be- stünden in der äusseren Peripherie noch einzelne ALK- Lücken, aufgrund derer der Patient Termine in der Klinik C.____ zur ALK-Ergänzung erhalten habe. Eine Beurteilung der Arbeitsfä- higkeit wurde im Bericht nicht vorgenommen. 6. Soweit der Beschwerdeführer vorbringt, es könne nich t auf das Gutachten der D.____ vom 25. Oktober 2013 abgestellt werden, kann ihm aus na chfolgenden Gründen nicht gefolgt werden. Wie oben ausgeführt (vgl. E. 4.2), ist den im Rahmen des Verwaltungsverfahrens ein- geholten Gutachten externer Spezialärzte und –innen, die aufgrund eingehender Beobachtun- gen und Untersuchungen sowie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei der Erörte- rung der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen gelangen, bei der Beweiswürdigung volle Be- weiskraft zuzuerkennen, solange nicht konkrete Indizien g egen die Zuverlässigkeit der Experti- sen sprechen. Das Gutachten der D.____ vom 25. Oktober 2013 weist weder formale noch in- haltliche Mängel auf. Es ist – wie dies vom Bundesgericht verlangt wird (vgl. E. 4.2 hiervor) – für Seite 7 http://www.bl.ch/kantonsgericht die streitigen Belange umfassend, beruht auf allseitig en Untersuchungen und berücksichtigt die geklagten Beschwerden. Es ist in Kenntnis der Vorakten abg egeben worden und setzt sich mit den vorhandenen ärztlichen Einschätzungen auseinander. Das Gutachten leuchtet ausserdem in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge bzw. der Beurteilung der medizinischen Situation ein und ist in den Schlussfolgerungen überze ugend. Daran ändert auch die medizini- sche Einschätzung von Dr. F.____ in ihrem Bericht vom 11. November 2014 nichts, in welchem sie ausführt, sie erachte eine 50 %-ige Tätigkeit aufgr und der von ihr gestellten Diagnosen als zumutbar. Dr. F.____ weist in ihrem Bericht darauf hi n, dass sie den Versicherten selber nur noch einmal pro Jahr sehe, um die Diabeteseinstellung zu überprüfen, weshalb ihr eine umfas- sende Beurteilung der Arbeitsfähigkeit nicht möglich sei. Sie widerspricht damit im Ergebnis nicht der fundierten Beurteilung der Gutachter der D. ____, gemäss welcher beim Versicherten eine 80 %-ige Arbeitsfähigkeit vorliegt. Auch das Vor bringen des Beschwerdeführers, der auf die unterschiedliche Bezeichnung der zumutbaren Verwe istätigkeit – einmal als leichte, selten mittelschwere und in der Verfügung dann als leichte bi s mittelschwere Tätigkeit – hinweist, än- dert nichts an der Zuverlässigkeit des Gutachtens. Diese Fo rmulierungen stammen beide von Dr. E.____, der die Verweistätigkeit in seinem Teilg utachten vom 13. Oktober 2013 erst als leichte, selten mittelschwere und im darauf folgenden G utachten der D.____ vom 25. Oktober 2013 als leichte bis mittelschwere Tätigkeit bezeichnet. E s ist vorliegend von einer rein sprach- lichen Unstimmigkeit auszugehen, wobei auf die Bezeichn ung im Hauptgutachten vom 25. Ok- tober 2013 abzustellen ist, da dieses zeitlich später erg angen ist. Es liegen keine konkreten Indizien vor, die gegen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen würden, weshalb auf das Gutachten abzustellen ist. Somit ist mit der Beschwerdeg egnerin davon auszugehen, dass der Beschwerdeführer aufgrund seiner Erkrankung – mit einem metabolischen Syndrom mit Adipo- sitas „simplex“, einem Diabetes mellitus Typ 2, einer arte riellen Hypertonie sowie einer Dyslipi- dämie – in einer körperlich leichten bis mittelschweren beruflichen Verweistätigkeit, ohne Schichtbetrieb und mit möglichen Pausen, zu 80 % arbeitsfähig ist. 7. Zu prüfen ist, wie sich die eingeschränkte Arbeitsfähi gkeit auf die Erwerbsfähigkeit auswirkt. Soweit der Beschwerdeführer die wirtschaftlich e Verwertbarkeit der ihm noch zumut- baren Restarbeitsfähigkeit bestreitet, kann ihm aufgru nd nachfolgender Ausführungen nicht gefolgt werden. 7.1 Für die Invaliditätsbemessung ist nicht darauf abzuste llen, ob ein Invalider unter den konkreten Arbeitsmarktverhältnissen vermittelt werden kann , sondern einzig darauf, ob er die ihm verbliebene Arbeitskraft noch wirtschaftlich nutzen kön nte, wenn die verfügbaren Arbeits- plätze dem Angebot an Arbeitskräften entsprechen würd en (Urteil des Bundesgerichts vom 23. Oktober 2007, 9C_610/2007, E. 4; Urteil des EVG vo m 16. Juni 2004, I 824/02, E. 2.2.1 zu Art. 28 Abs. 2 aIVG). Gemäss der oben (vgl. E. 3.5 hie rvor) zitierten Bestimmung von Art. 16 ATSG ist bei der Bestimmung des Invaliditätsgr ades deshalb von einer ausgeglichenen Arbeitsmarktlage auszugehen. Der Begriff umfasst einerse its ein gewisses Gleichgewicht zwi- schen dem Angebot und der Nachfrage nach Stellen; ande rerseits bezeichnet er einen Ar- beitsmarkt, der von seiner Struktur her einen Fächer versch iedenartiger Stellen offen hält, und zwar sowohl bezüglich der dafür verlangten beruflichen u nd intellektuellen Voraussetzungen wie auch hinsichtlich des körperlichen Einsatzes. Nach diese n Gesichtspunkten bestimmt sich Seite 8 http://www.bl.ch/kantonsgericht im Einzelfall, ob eine invalide Person die Möglichkeit hat, ihre restliche Erwerbsfähigkeit zu ver- werten (BGE 110 V 276 E. 4b; Zeitschrift für die Aus gleichskassen [ZAK] 1991 S. 318 E. 3b). Das restliche erwerbliche Leistungsvermögen hat sich somit in einem fiktiven Arbeitsmarkt zu bewähren, der definitionsgemäss unter anderem konjunktu rell ausgeglichen ist (Urteil des EVG vom 17. Dezember 2002, I 601/01, E. 4.3; R UDOLF RÜEDI , Im Spannungsfeld zwischen Scha- denminderungspflicht und Zumutbarkeitsgrundsatz bei der Invaliditätsbemessung nach einem ausgeglichenen Arbeitsmarkt, in: Schaffhauser/Schlauri [H rsg.], Rechtsfragen der Invalidität in der Sozialversicherung, St. Gallen 1999, S. 35). Bei de r Prüfung der wirtschaftlichen Verwert- barkeit der Restarbeitsfähigkeit darf allerdings nicht von realitätsfremden Einsatzmöglichkeiten ausgegangen und insbesondere dort nicht von einer Arb eitsgelegenheit gesprochen werden, wo die zumutbare Tätigkeit nur in so eingeschränkter Form möglich ist, dass sie der ausgegli- chene Arbeitsmarkt praktisch nicht kennt oder dass sie nur unt er nicht realistischem Entgegen- kommen eines durchschnittlichen Arbeitgebers möglich wäre und das Finden einer entspre- chenden Stelle deshalb zum Vornherein als ausgeschlosse n erscheint (Urteil des Bundesge- richts vom 23. Oktober 2007, 9C_610/2007, E. 4.1 mit Hinweisen). 7.2 Ausgehend von diesen Grundsätzen kann nicht von eine m IV-rechtlich erheblichen fehlenden Zugang des Beschwerdeführers zum Arbeitsmarkt i m Sinne des Art. 16 ATSG ge- sprochen werden. Die Einschränkungen, die der Beschwerdeführer aufgrund seiner Erkrankung erleidet, reduzieren zwar die Möglichkeiten des Beschwerde führers auf dem Arbeitsmarkt, las- sen aber eine Verwertbarkeit der Restarbeitsfähigkeit nicht völlig unrealistisch erscheinen. 8. Es bleibt deshalb die Einschränkung des Beschwerdefüh rers in seiner Erwerbsfähigkeit zu überprüfen, welche mittels Einkommensvergleich festgestellt wird. Als erster Schritt ist daher eine Kontrolle des von der Beschwerdegegnerin festgestel lten Valideneinkommens vorzuneh- men. 8.1 Das Valideneinkommen wurde von der Beschwerdegegner in gemäss der Schweizeri- schen Lohnstrukturerhebung (LSE) des Bundesamtes für Statistik (BFS) für das Jahr 2012, Ta- belle TA1, Privater Sektor Total, Kompetenzniveau 1, M änner, festgesetzt. Bei der Ermittlung des Valideneinkommens ist nach der Rechtsprechung entsche idend, was die versicherte Per- son im Zeitpunkt des frühestmöglichen Rentenbeginns nach d em Beweisgrad der überwiegen- den Wahrscheinlichkeit (BGE 126 V 360 E. 5b) als Gesund e tatsächlich verdienen würde. Die Einkommensermittlung hat so konkret wie möglich zu erfo lgen. Dabei wird in der Regel am zu- letzt erzielten, nötigenfalls der Teuerung und Einkomme nsentwicklung angepassten Verdienst angeknüpft, da es empirischer Erfahrung entspricht, dass die bisherige Tätigkeit ohne Gesund- heitsschaden fortgesetzt worden wäre (BGE 119 V 475 E. 2b). Ging eine Arbeitsstelle aus inva- liditätsfremden Gründen verloren und wäre die versicherte Person somit auch ohne gesundheit- liche Beeinträchtigung nicht mehr an der bisherigen Ste lle tätig, so ist von dem hiervor genann- ten Grundsatz abzuweichen. Das Valideneinkommen ist soda nn nicht aufgrund der Lohnanga- ben des letzten Arbeitgebers, sondern gestützt auf die Tabellenlöhne gemäss LSE zu ermitteln (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 14. April 2010, 9C_1 30/2010, E. 3.3.1 mit Hinweisen). Im vorliegenden Fall hat der Beschwerdeführer seine Anstel lung bei der B.____ AG am 31. Juli 2011 – vor Eintritt des gutachterlich festgestellten Gesu ndheitsschadens am 20. Juni 2012 – Seite 9 http://www.bl.ch/kantonsgericht und somit aus invaliditätsfremden, wirtschaftlichen Grü nden verloren. Vor diesem Hintergrund hat die IV-Stelle zu Recht auf die LSE abgestellt. Oh nehin könnte der Beschwerdeführer aus der Anknüpfung an den zuletzt erzielten Verdienst nichts zu seinen Gunsten ableiten, da dieser nur minim vom richtigerweise angewendeten LSE-Einkommen abweicht. 8.2 In Bezug auf den anzuwendenden Tabellenlohn macht der Beschwerdeführer sinnge- mäss geltend, er habe während seiner Schichtarbeit bei der B.____ AG spezielle Maschinen bedienen müssen, in deren Handhabung er angelernt wo rden sei, weshalb das Validenein- kommen aufgrund einer Tätigkeit im Kompetenzniveau 2 ei nzustufen sei. Dem ist entgegen zu halten, dass der Beschwerdeführer bis zum Verlust der Arb eitsstelle aus invaliditätsfremden Gründen als „normaler“ Betriebsmitarbeiter arbeitete und nicht mehr als Schichtarbeiter, womit der Berufswechsel nicht krankheitsbedingt erfolgt ist. Der Beschwerdeführer vermag im Übrigen nicht darzulegen, dass er bei voller Gesundheit einer T ätigkeit im Kompetenzniveau 2 nachge- hen würde. Insbesondere verfügt er über keine abgeschlossen e Berufsausbildung und erzielte bis zuletzt keinen Verdienst, der dem Kompetenzniveau 2 e ntsprechen würde. Die Einstufung des Beschwerdeführers in das Kompetenzniveau 1 erweist sich demnach als korrekt. Die vor- genommene Festlegung des Valideneinkommens durch die Beschwerdegegnerin aufgrund LSE 2012, Tabelle TA1, Privater Sektor Total, Kompetenzni veau 1, Männer, ist nicht zu beanstan- den. 9. Als zweiter Schritt ist sodann die vorgenommene Fest legung des Invalideneinkom- mens durch die Beschwerdegegnerin zu überprüfen. Bei de r Ermittlung des Invalideneinkom- mens ist zu Recht unbestritten, dass dieses unter Beizug der Tabellenlöhne der LSE 2012, Ta- belle TA1, zu bestimmen ist. Auch ging die Beschwerdegegnerin (vgl. E. 6) gestützt auf die gut- achterliche Beurteilung der D.____ vom 25. Oktober 2013 richtigerweise davon aus, dass dem Beschwerdeführer in einer körperlich leichten bis mittel schweren beruflichen Verweistätigkeit, ohne Schichtbetrieb und mit möglichen Pausen ein Pensu m von 80 % zumutbar ist. Die vorge- nommene Festlegung des Invalideneinkommens durch die Be schwerdegegnerin ist demnach nicht zu beanstanden. 10. Für die Bestimmung des Invaliditätsgrades wird das I nvalideneinkommen des Versi- cherten in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das er erzielen könnte, wenn er nicht invalid geworden wäre (Valideneinkommen). Aus der Ein kommensdifferenz lässt sich der Inva- liditätsgrad bestimmen. Wie ausgeführt wurden sowohl das Valideneinkommen sowie das Inva- lideneinkommen durch die Beschwerdegegnerin in der V erfügung vom 17. September 2015 korrekt festgestellt. Der aus der Erwerbseinbusse resulti erende Invaliditätsgrad von 20 % ist demzufolge nicht zu beanstanden. 11.1 Der Beschwerdeführer macht schliesslich geltend, dass ihm die Akten nicht vollständig ausgehändigt worden seien. Soweit er daraus eine Verl etzung des rechtlichen Gehörs ableiten möchte, ist ihm aus nachfolgenden Gründen nicht zu folgen. 11.2 Eine schwerwiegende Verletzung des rechtlichen Geh örs hat zwar – auf Antrag oder von Amtes wegen – die Aufhebung des angefochtenen Verw altungsaktes und die Rückweisung Seite 10 http://www.bl.ch/kantonsgericht der Sache zur neuen Entscheidung unter Wahrung der Ver fahrensrechte der betroffenen Partei zur Folge. Davon kann jedoch ausnahmsweise abgesehen wer den, wenn die Rechts- mittelinstanz in tatsächlicher und rechtlicher Hinsicht üb er uneingeschränkte Kognition verfügt und wenn die Rückweisung zu einem formalistischen Leerlauf und damit zu unnötigen Verzöge- rungen führen würde, die mit dem Interesse der betro ffenen Partei an einer beförderlichen Be- urteilung der Sache nicht zu vereinbaren wären (BGE 1 32 V 390 E. 5.1 mit Hinweis). Der Be- schwerdeführer konnte seinen Standpunkt im kantonalen Be schwerdeverfahren vor einer über umfassende Kognition verfügenden richterlichen Behörde erneut vorbringen (vgl. E. 4.2). Die Verletzung des rechtlichen Gehörs wiegt ausserdem nicht derart schwer, dass der Mangel von vornherein unheilbar wäre (vgl. BGE 125 V 368 E. 4c/aa S. 371 mit Hinweis). Soweit in der Vorgehensweise der IV-Stelle eine Verletzung des recht lichen Gehörs läge, würde diese im vorliegenden Verfahren demnach ohnehin geheilt. Von einer Rückweisung der Angelegenheit an die Vorinstanz aus formellen Gründen ist daher abzus ehen, zumal eine Rückweisung der Angelegenheit zu einem formalistischen Leerlauf und damit zu unnötigen Verzögerungen führen würde, die letztlich auch mit dem Interesse der Versicherten an einer beförderlichen Beurteilung der Sache nicht zu vereinbaren wäre. 12. Zusammenfassend ergibt sich, dass die angefochtene V erfügung vom 17. September 2015 nicht zu beanstanden ist. Aufgrund vorstehender A usführungen ist die Beschwerde vom 16. Oktober 2015 demnach abzuweisen. 13. Gemäss Art. 69 Abs. 1 bis IVG ist das Beschwerdeverfahren bei Streitigkeiten um die Be- willigung oder die Verweigerung von IV-Leistungen vor dem kantonalen Versicherungsgericht kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem Verfahrensau fwand und unabhängig vom Streit- wert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 1'000.-- festge legt. Bei Fällen wie dem vorliegenden, in denen ein durchschnittlicher Verfahrensaufwand entstan den ist, setzt das Gericht die Verfah- renskosten in Berücksichtigung des bundesrechtlichen Kostenrahmens einheitlich auf Fr. 600.-- fest. Nach § 20 Abs. 3 VPO werden die Verfahrenskosten in der Regel der unterliegenden Par- tei in angemessenem Ausmass auferlegt. Vorliegend ist der Beschwerdeführer unterliegende Partei, weshalb die Verfahrenskosten ihm auferlegen zu sind. Diese werden mit dem vom Be- schwerdeführer geleisteten Kostenvorschuss in der Höhe von F r. 600.-- verrechnet. Die aus- serordentlichen Kosten sind dem Prozessausgang entsprechend wettzuschlagen. Seite 11 http://www.bl.ch/kantonsgericht Demgemäss wird e r k a n n t : ://: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 2. Die Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 600.-- w erden dem Be- schwerdeführer auferlegt und mit dem geleisteten Koste nvorschuss in der Höhe von Fr. 600.-- verrechnet. 3. Die ausserordentlichen Kosten werden wettgeschlagen. http://www.bl.ch/kantonsgericht