<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="content"> <div class="para"> </div> <div class="para">Bundesgericht </div> <div class="para">Tribunal fédéral </div> <div class="para">Tribunale federale </div> <div class="para">Tribunal federal </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <img height="74" src="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/clir/http/displayimage.php?id=2024-05-31-7F_20-2024.1&amp;type=gif" width="95"/> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>7F_20/2024</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>Urteil vom 31. Mai 2024</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>II. strafrechtliche Abteilung</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Besetzung </div> <div class="para">Bundesrichter Abrecht, Präsident, </div> <div class="para">Bundesrichterin Koch, Bundesrichter Hurni, </div> <div class="para">Gerichtsschreiber Clément. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Verfahrensbeteiligte </div> <div class="para">A.________, </div> <div class="para">vertreten durch B._________, </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Gesuchstellerin, </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <i>gegen</i> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Staats- und Jugendanwaltschaft des Kantons Glarus, Postgasse 29, 8750 Glarus, </div> <div class="para">Gesuchsgegnerin, </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Obergericht des Kantons Glarus, </div> <div class="para">Gerichtshaus, Spielhof 6, 8750 Glarus. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Gegenstand </div> <div class="para">Revisionsgesuch gegen das Urteil 7B_595/2023 des Schweizerischen Bundesgerichts vom 11. Dezember 2023. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>Erwägungen:</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>1.</b> </div> <div class="para">Mit Urteil 7B_595/2023 vom 11. Dezember 2023 trat das Bundesgericht nicht auf die Beschwerde der damaligen Beschwerdeführerin und heutigen Gesuchstellerin gegen einen Beschluss des Obergerichts des Kantons Glarus vom 14. Juli 2023 (Verfahren OG.2023.00009) ein. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>2.</b> </div> <div class="para">Mit Eingabe vom 13. März 2024 ersucht die Gesuchstellerin um Revision dieses Urteils. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>3.</b> </div> <div class="para">Entscheide des Bundesgerichts erwachsen am Tag ihrer Ausfällung in Rechtskraft (<span class="artref">Art. 61 BGG</span>). Das Bundesgericht kann auf seine Urteile nur zurückkommen, wenn einer der in den <span class="artref">Art. 121 ff. BGG</span> abschliessend aufgeführten Revisionsgründe vorliegt. Allfällige Revisionsgründe sind in gedrängter Form darzulegen (vgl. Art. 42 Abs. 2 i.V.m. <span class="artref"><artref id="CH/173.110/121" type="start"></artref>Art. 121-123 BGG</span><artref id="CH/173.110/123" type="end"></artref>). Der Revisionsgrund hat sich auf den Gegenstand des zu revidierenden Urteils zu beziehen; handelt es sich dabei - wie vorliegend - um einen Nichteintretensentscheid, muss der Revisionsgrund die Nichteintretensmotive beschlagen. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>4.</b> </div> <div class="para">Das Bundesgericht ist mit Urteil 7B_595/2023 vom 11. Dezember 2023 aus formellen Gründen nicht auf die Beschwerde vom 8. September 2023 eingetreten, da der Beschwerdeführerin mangels eines hinreichend dargelegten Zivilanspruchs im Sinne von Art. 81 Abs. 1 lit. b Ziff. 5 BGG kein Beschwerderecht zukam. Eine materielle Prüfung des angefochtenen Beschlusses konnte damit nicht erfolgen. Diese formellrechtliche Würdigung lässt sich als solche im Revisionsverfahren nicht überprüfen. </div> <div class="para">Dass und inwiefern das Bundesgericht mit dem von ihm getroffenen Nichteintretensentscheid einen Revisionsgrund gemäss <span class="artref">Art. 121 ff. BGG</span> gesetzt haben könnte, zeigt die Gesuchstellerin in ihrer Eingabe vom 13. März 2024 nicht auf. Sie zielt mit ihren Ausführungen auf eine Wiedererwägung des angefochtenen Urteils bzw. bezweckt letztlich, die Durchführung eines Strafverfahrens gegen die angezeigten Personen zu erzwingen. Das Bundesgerichtsgesetz sieht die Wiedererwägung von rechtskräftigen Urteilen nicht vor (vgl. <span class="artref">Art. 61 BGG</span>). Zunächst finden sich im Gesuch Ausführungen allgemeiner Natur, die in keinem direkten Zusammenhang zum Urteil 7B_595/2023 vom 11. Dezember 2023 stehen. Beispielhaft kann die rhetorische Frage zitiert werden: "Wer schützt die Pflegebedürftigen?!" Alsdann enthält das Gesuch eine eigentliche Replik zu den einzelnen Erwägungen des angefochtenen Urteils (die Gesuchstellerin bezeichnet diese als "Einsprache/Stellungnahme"). Zur zentralen Erwägung 1.4.2, in welcher das Beschwerderecht mangels hinreichend begründetem Zivilanspruch im Sinne von Art. 81 Abs. 1 lit. b Ziff. 5 BGG verneint wurde, erklärt die Gesuchstellerin, das Vertragsverhältnis sei bis im bundesgerichtlichen Verfahren "kein Thema" gewesen und die diesbezügliche Erwägung des Bundesgerichts sei daher verwirrend. Mit diesem Vorbringen wird kein Revisionsgrund nach <span class="artref"><artref id="CH/173.110/121" type="start"></artref>Art. 121-123 BGG</span><artref id="CH/173.110/123" type="end"></artref> angerufen. Im Übrigen ist die Privatklägerschaft nach der genannten Bestimmung des Bundesgerichtsgesetzes - die naturgemäss (erst und einzig) im bundesgerichtlichen Beschwerdeverfahren Anwendung findet - zur Beschwerde in Strafsachen berechtigt, wenn sich der angefochtene Entscheid auf die Beurteilung ihrer Zivilansprüche auswirken kann. Dies hat die Privatklägerschaft hinreichend darzulegen, wie im angefochtenen Urteil zutreffend ausgeführt und geprüft wurde (angefochtenes Urteil E. 1.3 f.). </div> <div class="para">Insgesamt sind Revisionsgründe nach <span class="artref"><artref id="CH/173.110/121" type="start"></artref>Art. 121-123 BGG</span><artref id="CH/173.110/123" type="end"></artref> von der Gesuchstellerin weder hinreichend dargetan noch ersichtlich. Auf das Revisionsgesuch ist nicht einzutreten. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>5.</b> </div> <div class="para">Die Gerichtskosten sind der Gesuchstellerin aufzuerlegen (<span class="artref">Art. 66 Abs. 1 BGG</span>). </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b> Demnach erkennt das Bundesgericht:</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>1.</b> </div> <div class="para">Auf das Revisionsgesuch wird nicht eingetreten. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>2.</b> </div> <div class="para">Die Gerichtskosten von Fr. 1'200.-- werden der Gesuchstellerin auferlegt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>3.</b> </div> <div class="para">Dieses Urteil wird den Parteien und dem Obergericht des Kantons Glarus schriftlich mitgeteilt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Lausanne, 31. Mai 2024 </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Im Namen der II. strafrechtlichen Abteilung </div> <div class="para">des Schweizerischen Bundesgerichts </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Der Präsident: Abrecht </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Der Gerichtsschreiber: Clément </div> </div></body></html>