<h2>SubmittedText<h2><p>Der Bundesrat wird beauftragt, Artikel 63 der Tierschutzverordnung so anzupassen, dass Pferde weiterhin auf Weiden mit Stacheldrahtzäunen gehalten werden dürfen.</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Im Rahmen der in der zweiten Hälfte 2006 durchgeführten Anhörung zur neuen Tierschutzverordnung unterstützte die grosse Mehrheit der Stellungnahmen den Vorschlag, in der Pferdehaltung das Verwenden von Stacheldraht zu verbieten.</p><p>Im Unterschied zum Rindvieh haben Pferde ein gesteigertes Fluchtverhalten. Wenn sie in Stacheldrahtzäunen hängen bleiben, kann es zu massiven Verletzungen, vor allem an den Beinen, führen. Die Verletzungsgefahr für Pferde ist aufgrund der Beschaffenheit ihrer Haut grösser als beim Rindvieh, und Beinverletzungen sind häufig mit schweren Gelenksinfektionen verbunden. Auch in der Juraregion mit ihren weitläufigen Weiden begegnen Tierärzte und Tierärztinnen immer wieder Fällen mit tiefen und schweren Stacheldrahtverletzungen von Pferden.</p><p>Es gibt heute genügend Alternativen zu Stacheldrahtumzäunungen, die je nach Situation eingesetzt werden können und ebenfalls Sicherheit bieten.</p>  Der Bundesrat beantragt die Ablehnung der Motion.