<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="content"> <div class="para">[AZA 7] </div> <div class="para">U 109/01 Vr </div> <div class="para"> </div> <div class="para">II. Kammer </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Präsident Schön, Bundesrichterin Widmer und nebenamtlicher </div> <div class="para">Richter Brunner; Gerichtsschreiber Jancar </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Urteil vom 24. Juni 2002 </div> <div class="para"> </div> <div class="para">in Sachen </div> <div class="para"> </div> <div class="para">V.________, 1952, Beschwerdeführer, vertreten durch Rechtsanwalt </div> <div class="para">David Husmann, Untermüli 6, 6300 Zug, </div> <div class="para"> </div> <div class="para">gegen </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Schweizerische Unfallversicherungsanstalt, Fluhmattstrasse </div> <div class="para">1, 6004 Luzern, Beschwerdegegnerin, </div> <div class="para"> </div> <div class="para">und </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich, Winterthur </div> <div class="para"> </div> <div class="para">A.- Der 1952 geborene V.________ arbeitete seit </div> <div class="para">8. April 1980 als Hilfsarbeiter im Baugeschäft C.________ </div> <div class="para">und war bei der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt </div> <div class="para">(SUVA) gegen die Folgen von Unfällen obligatorisch versichert. </div> <div class="para">Am 5. Oktober 1980 wurde er als Fussgänger auf dem </div> <div class="para">Trottoir von einem Auto angefahren und erlitt Verletzungen </div> <div class="para">an Kopf (Commotio cerebri, Rissquetschwunde an der Stirn, </div> <div class="para">Schädelbasisfraktur), Nieren (Kontusion) und Knie (Seitenbandläsion </div> <div class="para">rechts). Vom 5. bis 20. Oktober 1980 war der </div> <div class="para">Versicherte im Spital X.________ hospitalisiert. Vom </div> <div class="para">9. Februar bis 7. April 1981 sowie vom 16. November bis </div> <div class="para">18. Dezember 1981 hielt er sich zur Abklärung und Behandlung </div> <div class="para">im Nachbehandlungszentrum D.________ auf. Mit Verfügung </div> <div class="para">vom 16. September 1982 erklärte die SUVA den Versicherten </div> <div class="para">wieder zu 100 % arbeitsfähig und stellte ihre </div> <div class="para">Leistungen per 15. September 1982 ein. Bereits im Zeitpunkt </div> <div class="para">des Verfügungserlasses war er in sein Heimatland Kosovo </div> <div class="para">(Jugoslawien) zurückgekehrt. Im Oktober 1986 liess er durch </div> <div class="para">einen jugoslawischen Rechtsanwalt die Ausrichtung einer </div> <div class="para">Invalidenrente und einer Integritätsentschädigung beantragen; </div> <div class="para">mit Verfügung vom 23. Oktober 1986 wurde die Ablehnung </div> <div class="para">einer Invalidenrente bestätigt; ebenso wurde die Ausrichtung </div> <div class="para">einer Integritätsentschädigung abgelehnt. </div> <div class="para">Nachdem der Versicherte im Jahre 1995 seinen Wohnsitz </div> <div class="para">wieder in die Schweiz verlegt hatte, liess er mit Schreiben </div> <div class="para">vom 15. Dezember 1997 einen Rückfall melden. Nach Durchführung </div> <div class="para">medizinischer Abklärungen verneinte die SUVA mit </div> <div class="para">Verfügung vom 31. März 1999 ihre Leistungspflicht; eine </div> <div class="para">erhebliche Verschlimmerung der Folgen des Unfalles vom </div> <div class="para">5. Oktober 1980 sei nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit </div> <div class="para">nachgewiesen. Die hiegegen vom Versicherten erhobene </div> <div class="para">Einsprache wies sie - nach Beizug eines zuhanden der Invalidenversicherung </div> <div class="para">erstellten Gutachtens des Zentrums für </div> <div class="para">Medizinische Begutachtung (ZMB) vom 7. Mai 1999 - mit Entscheid </div> <div class="para">vom 29. Juni 1999 ab. Der Krankenversicherer </div> <div class="para">Q.________ zog die am 9. April 1999 erhobene Einsprache mit </div> <div class="para">Schreiben vom 4. Juni 1999 zurück. </div> <div class="para">Die Invalidenversicherung, bei der sich der Versicherte </div> <div class="para">am 9. Februar 1998 zum Leistungsbezug angemeldet hatte, </div> <div class="para">sprach ihm ab 1. Februar 1997 eine ganze Invalidenrente auf </div> <div class="para">der Basis einer 70 %igen Invalidität zu (Verfügung vom </div> <div class="para">3. Dezember 1999). </div> <div class="para"> </div> <div class="para">B.- Die gegen den Einspracheentscheid der SUVA vom </div> <div class="para">29. Juni 1999 erhobene Beschwerde wies das Sozialversicherungsgericht </div> <div class="para">des Kantons Zürich mit Entscheid vom 8. Februar </div> <div class="para">2001 ab. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">C.- Mit Verwaltungsgerichtsbeschwerde beantragt der </div> <div class="para">Versicherte die Aufhebung des kantonalen Entscheides und </div> <div class="para">die Ausrichtung der gesetzlichen Leistungen aus UVG. Ferner </div> <div class="para">ersucht er um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege </div> <div class="para">und Verbeiständung. </div> <div class="para">Die SUVA beantragt Abweisung der Verwaltungsgerichtsbeschwerde, </div> <div class="para">während der beigeladene Krankenversicherer </div> <div class="para">Q.________ und das Bundesamt für Sozialversicherung auf </div> <div class="para">eine Vernehmlassung verzichten. </div> <div class="para">Mit Eingabe vom 21. August 2001 lässt der Versicherte </div> <div class="para">Gutachten der Frau Dr. phil. O.________, Neuropsychologisches </div> <div class="para">Ambulatorium, vom 27. Juni 2001 und des Dr. med. </div> <div class="para">H.________, Neurologie FMH, vom 7. August 2001 auflegen. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Das Eidg. Versicherungsgericht zieht in Erwägung: </div> <div class="para"> </div> <div class="para">1.- Die Vernehmlassung der SUVA vom 9. Mai 2001 weist </div> <div class="para">Ausführungen ungebührlichen Inhalts auf. Gegenüber dem Vertreter </div> <div class="para">des Versicherten handelt es sich um die Formulierungen </div> <div class="para">"die Einwendungen hinsichtlich der angeblich unfallbedingten </div> <div class="para">Rückenbeschwerden sind offensichtlich an den </div> <div class="para">Haaren herbeigezogen", die Berufung auf die Schleudertrauma- </div> <div class="para">bzw. Schädel-Hirntraumapraxis sei ein "Versuchsballon" </div> <div class="para">und "Verlieren kann man ja nichts, wenn einem noch </div> <div class="para">die Wohltat der unentgeltlichen Rechtspflege in Aussicht </div> <div class="para">steht". Dasselbe gilt gegenüber dem Eidgenössischen Versicherungsgericht, </div> <div class="para">indem seine Rechtsprechung zur Adäquanzbeurteilung </div> <div class="para">bei psychischen und organisch nicht (hinreichend) </div> <div class="para">nachweisbaren Unfallfolgen bezeichnet wird als </div> <div class="para">"jeder Rechtssicherheit abträgliche Gerichtspraxis", seit </div> <div class="para">10 Jahren "selbstkritiklos" durchgezogene Praxis, "welche </div> <div class="para">vor den in der täglichen Anwendung offenkundig zutage </div> <div class="para">tretenden Unzulänglichkeiten die Augen verschliesst" und </div> <div class="para">als "Pendel", von dem man nicht wisse, wohin es ausschlage. </div> <div class="para">Bei einer Verwaltungsbehörde, von der eine gewisse </div> <div class="para">Objektivität und Neutralität zu erwarten ist, auch wenn sie </div> <div class="para">im Verfahren als Partei auftritt, ist bezüglich der Rechtsschriften </div> <div class="para">ein höherer Standard als bei einem Parteivertreter </div> <div class="para">anzusetzen. Gerade der Hinweis des Vertreters des Beschwerdeführers </div> <div class="para">in einem anderen Verfahren auf diese Vernehmlassung </div> <div class="para">der SUVA zeigt, dass derartige Äusserungen </div> <div class="para">einer Verwaltungsstelle aufmerksam aufgenommen werden und </div> <div class="para">Anlass sowie Rechtfertigung für ähnliche Bemerkungen in </div> <div class="para">anderen Verfahren bieten. Insofern tragen solche Verlautbarungen </div> <div class="para">einer Verwaltung in einem besonderen Masse zu </div> <div class="para">einer Verrohung des Stils der gerichtlichen Auseinandersetzung </div> <div class="para">bei. </div> <div class="para">Die SUVA wird daher verwarnt und darauf hingewiesen, </div> <div class="para">dass künftig solche Äusserungen mit Ordnungsbusse belegt </div> <div class="para">werden (Art. 31 in Verbindung mit <span class="artref">Art. 135 OG</span>). </div> <div class="para"> </div> <div class="para">2.- Das kantonale Gericht hat die Bestimmungen über </div> <div class="para">den Anspruch auf Heilbehandlung (<span class="artref">Art. 10 Abs. 1 UVG</span>), auf </div> <div class="para">Taggelder (<span class="artref">Art. 16 Abs. 1 UVG</span>), auf eine Invalidenrente </div> <div class="para">(<span class="artref">Art. 18 Abs. 1 und <artref id="CH/832.20/19/1" type="start"></artref>Art. 19 Abs. 1 UVG</span><artref id="CH/832.20/18/1" type="end"></artref>) und auf eine </div> <div class="para">Integritätsentschädigung (<span class="artref">Art. 24 Abs. 1 UVG</span>) sowie die </div> <div class="para">vorliegend massgebenden Übergangsbestimmungen (<span class="artref"><artref id="CH/832.20/118/1" type="start"></artref>Art. 118 </span></div> <div class="para">Abs. 1 und 2 lit. c UVG<artref id="CH/832.20/118/2/c" type="end"></artref>) zutreffend dargelegt. Dasselbe </div> <div class="para">gilt hinsichtlich des Gegenstandes der Versicherung und der </div> <div class="para">Versicherungsleistungen nach Art. 67 Abs. 1 und Art. 72 des </div> <div class="para">am 31. Dezember 1983 aufgehobenen Zweiten Titels des Kranken- </div> <div class="para">und Unfallversicherungsgesetzes vom 13. Juni 1911 </div> <div class="para">(KUVG). Richtig sind auch die Ausführungen zu den Begriffen </div> <div class="para">Rückfall und Spätfolge (<span class="artref">Art. 11 UVV</span>; <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=24&amp;from_date=20.06.2002&amp;to_date=09.07.2002&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F118-V-293%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page296">BGE 118 V 296</a> f. </div> <div class="para">Erw. 2c), zu dem für die Leistungspflicht des Unfallversicherers </div> <div class="para">vorausgesetzten natürlichen Kausalzusammenhang </div> <div class="para">zwischen dem Unfall und dem eingetretenen Schaden (Krankheit, </div> <div class="para">Invalidität, Tod; <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=24&amp;from_date=20.06.2002&amp;to_date=09.07.2002&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F123-V-45%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page45">BGE 123 V 45</a> Erw. 2b, 121 V 329 </div> <div class="para">Erw. 2a, je mit Hinweisen; SVR 2000 UV Nr. 8 S. 26 Erw. 2), </div> <div class="para">zur vorausgesetzten Adäquanz des Kausalzusammenhangs im </div> <div class="para">Allgemeinen (<a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=24&amp;from_date=20.06.2002&amp;to_date=09.07.2002&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F127-V-102%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page102">BGE 127 V 102</a> Erw. 5b/aa, 125 V 461 Erw. 5a, </div> <div class="para">je mit Hinweisen), bei psychischen Unfallfolgen (BGE 127 V </div> <div class="para">103 Erw. 5b/bb, 124 V 45 Erw. 5c/bb und 213 f., 115 V 133 </div> <div class="para">ff.; RKUV 2001 Nr. U 412 S. 80) sowie Folgen eines Unfalls </div> <div class="para">mit Schädel-Hirntrauma ohne organisch nachweisbare Funktionsausfälle </div> <div class="para">(<a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=24&amp;from_date=20.06.2002&amp;to_date=09.07.2002&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F117-V-369%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page380">BGE 117 V 380</a> Erw. 3f, 382 ff. Erw. 4b und 4c) </div> <div class="para">im Besonderen, zu dem im Sozialversicherungsrecht geltenden </div> <div class="para">Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit (BGE 126 V </div> <div class="para">360 Erw. 5b mit Hinweisen) und zum Beweiswert von Arztberichten, </div> <div class="para">insbesondere auch solcher versicherungsinterner </div> <div class="para">Ärztinnen und Ärzte (<a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=24&amp;from_date=20.06.2002&amp;to_date=09.07.2002&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F125-V-351%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page352">BGE 125 V 352</a> Erw. 3a und b; RKUV 2000 </div> <div class="para">Nr. KV 124 S. 214). Darauf wird verwiesen. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">3.- Ausserhalb des ordentlichen Schriftenwechsels </div> <div class="para">eingebrachte Aktenstücke werden nur dann berücksichtigt, </div> <div class="para">wenn sie neue erhebliche Tatsachen oder entscheidende Beweismittel </div> <div class="para">im Sinne von <span class="artref">Art. 137 lit. b OG</span> darstellen und </div> <div class="para">als solche eine Revision des Gerichtsurteils rechtfertigen </div> <div class="para">könnten (<a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=24&amp;from_date=20.06.2002&amp;to_date=09.07.2002&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F127-V-353%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page353">BGE 127 V 353</a>). </div> <div class="para">Die Gutachten der Frau Dr. phil. O.________ vom </div> <div class="para">27. Juni 2001 und des Dr. med. H.________ vom 7. August </div> <div class="para">2001 wurden nach Abschluss des Schriftenwechsels eingereicht. </div> <div class="para">Weil sie im Wesentlichen eine neue Würdigung </div> <div class="para">bereits bekannter medizinischer Tatsachen beinhalten bzw. </div> <div class="para">die damit zu beweisenden Tatsachen für die Beurteilung </div> <div class="para">nicht massgeblich sind, sind sie nicht zu berücksichtigen </div> <div class="para">(Erw. 5b hiernach). </div> <div class="para"> </div> <div class="para">4.- a) Der zu beurteilende Leistungsanspruch wurde als </div> <div class="para">Rückfall geltend gemacht. Der Grundfall wurde mit in </div> <div class="para">Rechtskraft erwachsener Verfügung der SUVA vom 16. September </div> <div class="para">1982 unter Verneinung andauernder Unfallfolgen abgeschlossen. </div> <div class="para">Mit einer weiteren, ebenfalls in Rechtskraft </div> <div class="para">erwachsenen Verfügung vom 23. Oktober 1986 wurde die Ablehnung </div> <div class="para">des Anspruches auf eine Invalidenrente bestätigt </div> <div class="para">und eine solche auf eine Integritätsentschädigung aus </div> <div class="para">rechtlichen - Anwendbarkeit des KUVG, welches keine Integritätsentschädigung </div> <div class="para">vorsah - sowie tatsächlichen - keine </div> <div class="para">erhebliche Verschlimmerung des Gesundheitsschadens - Gründen </div> <div class="para">verneint. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">b) Ändern sich die tatsächlichen Verhältnisse nach </div> <div class="para">einem verfügten Fallabschluss, entfällt zwar die Möglichkeit </div> <div class="para">einer Rentenrevision gemäss <span class="artref">Art. 22 Abs. 1 UVG</span>, weil </div> <div class="para">sich diese Bestimmung auf die Revision laufender Renten </div> <div class="para">bezieht. Eine Anpassung an geänderte unfallkausale Verhältnisse </div> <div class="para">kann im Unfallversicherungsrecht aber dadurch </div> <div class="para">bewirkt werden, dass ein Rückfall oder Spätfolgen des </div> <div class="para">seinerzeit rechtskräftig beurteilten Unfallereignisses </div> <div class="para">geltend gemacht werden (RKUV 1994 Nr. U 189 S. 139; RumoJungo, </div> <div class="para">Rechtsprechung des Bundesgerichts zum Sozialversicherungsrecht, </div> <div class="para">Bundesgesetz über die Unfallversicherung, </div> <div class="para">2. Aufl., Zürich 1995, S. 57). </div> <div class="para"> </div> <div class="para">c) In der Rückfallmeldung vom 15. Dezember 1997 machte </div> <div class="para">der Beschwerdeführer eine Verschlechterung des Gesundheitszustandes </div> <div class="para">geltend. Damit hat er den an sich zulässigen Weg </div> <div class="para">der Neuanmeldung eines Falles nach dessen Abschluss gewählt. </div> <div class="para">Dieser Weg kann aber nur dann und nur soweit zum </div> <div class="para">Ziel führen, als veränderte tatsächliche Verhältnisse vorliegen. </div> <div class="para">Die Meldung eines Rückfalles oder von Spätfolgen </div> <div class="para">kann nicht dazu führen, dass eine neue Überprüfung der </div> <div class="para">bereits im Zeitpunkt des Fallabschlusses bestehenden Leiden </div> <div class="para">bezüglich der Unfallkausalität oder deren Auswirkungen auf </div> <div class="para">die Arbeits- bzw. Erwerbsfähigkeit erfolgt. </div> <div class="para">Im Folgenden ist deshalb zu prüfen, inwiefern sich der </div> <div class="para">Gesundheitszustand des Beschwerdeführers im massgeblichen </div> <div class="para">Zeitpunkt des Einspracheentscheides vom 29. Juni 1999 (BGE </div> <div class="para">122 V 423 Erw. 4a mit Hinweis) anders als im Zeitpunkt des </div> <div class="para">Fallabschlusses am 16. September 1982 darstellt. Nur soweit </div> <div class="para">aufgrund der medizinischen Beurteilungen eine Änderung der </div> <div class="para">tatsächlichen Verhältnisse eingetreten ist, kann der Gesundheitszustand </div> <div class="para">des Beschwerdeführers im vorliegenden </div> <div class="para">Verfahren hinsichtlich des ursächlichen Zusammenhangs mit </div> <div class="para">dem Unfallereignis vom 5. Oktober 1980 geprüft werden. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">5.- a) Die Verfügung vom 16. September 1982 erging </div> <div class="para">unter ausdrücklicher Bezugnahme auf die Untersuchungen und </div> <div class="para">den entsprechenden Bericht von Dr. med. S.________, Spezialarzt </div> <div class="para">FMH für Neurologie und für Psychiatrie und Psychotherapie, </div> <div class="para">vom 5. bzw. 19. August 1982. Dieser diagnostizierte </div> <div class="para">ein "verzögertes posttraumatisches vegetatives </div> <div class="para">Syndrom mit zusätzlichen Symptomen, Aggravationen und psychischen </div> <div class="para">Fehlleistungen im Rahmen einer stark begehrungsneurotisch </div> <div class="para">geprägten Fehlentwicklung". Aus dem Bericht geht </div> <div class="para">weiter hervor, dass der Beschwerdeführer an Schmerzen am </div> <div class="para">rechten Knie, beidseitigen Kopfschmerzen in der Schläfenregion, </div> <div class="para">Schlafstörungen und Schwindelerscheinungen litt. </div> <div class="para">Im Bericht des Nachbehandlungszentrums D.________ vom </div> <div class="para">23. Dezember 1981 wurden wetterabhängige Kopfschmerzen in </div> <div class="para">beiden Schläfen, Schwindelerscheinungen bei Kopfbewegungen, </div> <div class="para">Belastungsschmerzen im rechten Kniegelenk und eine leicht </div> <div class="para">schmerzhafte Schwellung im Bereich der Fessel links erwähnt. </div> <div class="para">Als Diagnose wurde Folgendes angegeben: Zustand nach </div> <div class="para">Commotio cerebri/psychoreaktive Störung im Abklingen, Zustand </div> <div class="para">nach fronto-basaler Schädelfraktur links, laterale </div> <div class="para">Knieinstabilität rechts bei Zustand nach Seitenbandläsion, </div> <div class="para">Zustand nach Nierenkontusion rechts sowie ausgeprägte </div> <div class="para">Unterschenkelvarikosis links. </div> <div class="para">Zwischen der Beurteilung des Dr. med. S.________ vom </div> <div class="para">19. August 1982 bis zum Bericht der Notfallstation der </div> <div class="para">Spitals Y.________ vom 9. Januar 1996 liegen keine medizinischen </div> <div class="para">Berichte vor. Im letztgenannten Bericht wurde die </div> <div class="para">Diagnose einer Lumboischialgie sowie eines postcommotionellen </div> <div class="para">Residualsyndroms mit bitemporalen Kopfschmerzen und </div> <div class="para">ausgeprägter Unterschenkelvarikosis links gestellt; erwähnt </div> <div class="para">wurden massive Schmerzen in Rücken, Kopf und Thorax. </div> <div class="para">Im Bericht des Rheumatologen Dr. med. W.________ vom </div> <div class="para">10. Januar 1996 wurden ein chronisches lumbo-spondylogenes </div> <div class="para">Syndrom links zunehmend, ein lumbo-radikuläres sensibles </div> <div class="para">Syndrom S1 links bei Chondrose L5/S1, eine linkskonvexe </div> <div class="para">Torsionsskoliose sowie multiple funktionelle Beschwerden </div> <div class="para">diagnostiziert. </div> <div class="para">Im Bericht des Spitals Y.________, Rheumaklinik und </div> <div class="para">Institut für Physiotherapie mit Poliklinik, vom 7. Februar </div> <div class="para">1996 wurden einerseits ein lumbo-radikuläres Syndrom S1 </div> <div class="para">links sowie ein leichtes radikuläres Reizsyndrom S1 rechts </div> <div class="para">bei medio-lateraler Diskushernie L5/S1 mit Kompression der </div> <div class="para">Nervenwurzel S1 links sowie Tangierung der Nervenwurzel S1 </div> <div class="para">rechts und andererseits ein Status nach Autounfall 1980 mit </div> <div class="para">postcommotionellem Residualsyndrom mit Kopfschmerzen, </div> <div class="para">Schwindel und anamnestisch psychischen Störungen diagnostiziert. </div> <div class="para">In der Beurteilung wurde auf die ausstrahlenden </div> <div class="para">Gesässschmerzen hingewiesen, die durch die bis an den </div> <div class="para">Nervenwurzel-Abgang von S1 reichende Diskushernie gut </div> <div class="para">erklärbar erschienen. </div> <div class="para">Im Bericht der Rheumaklinik des Spitals Y.________ vom </div> <div class="para">9. März 1996 wurde ein lumbo-radikuläres Syndrom S1 links, </div> <div class="para">weniger rechts, bei medio-lateraler Diskushernie L5/S1, </div> <div class="para">eine Varikosis des linken Unterschenkels und eine psychoreaktive </div> <div class="para">Störung bei Status nach Schädel-Hirn-Trauma 1980 </div> <div class="para">diagnostiziert; erwähnt wurden vor allem Schmerzen im Bereich </div> <div class="para">des rechten Gesässes mit Ausstrahlung in den rechten </div> <div class="para">dorso-lateralen Ober-/Unterschenkel. </div> <div class="para">Der praktische Arzt Dr. med. K.________ erwähnte am </div> <div class="para">12. Mai 1998 Lumboischialgien links mit positivem Lasègue </div> <div class="para">links sowie chronische Kopfschmerzen; ein am 13. Juni 1996 </div> <div class="para">angefertigtes Computertomogramm des Schädels habe keine </div> <div class="para">wesentlichen Abnormitäten ergeben. </div> <div class="para">Im Bericht des Spitals Z.________, Rheumaklinik und </div> <div class="para">Institut für physikalische Medizin, vom 24. August 1998 </div> <div class="para">wurden folgende Diagnosen gestellt: ein lumbo-spondylogenes </div> <div class="para">Syndrom rechts bei BWS- und LWS-Shift nach rechts, eine </div> <div class="para">somatoforme Schmerzstörung und ein anamnestisch postcommotionelles </div> <div class="para">Residualsyndrom mit bitemporalen Kopfschmerzen </div> <div class="para">bei Status nach Schädelbasisfraktur 1980. Auch bei jener </div> <div class="para">Untersuchung standen die Rückenbeschwerden im Vordergrund. </div> <div class="para">Rheumatologisch könne nicht beurteilt werden, ob ein Zusammenhang </div> <div class="para">zwischen der festgestellten Schmerzverarbeitungsstörung </div> <div class="para">und dem postcommotionellen Residualsyndrom </div> <div class="para">bestehe oder ob sich dahinter eine Depression verberge. </div> <div class="para">Das ZMB-Gutachten vom 7. Mai 1999 enthält folgende </div> <div class="para">Diagnosen: </div> <div class="para">-Hauptdiagnose (mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit): </div> <div class="para">-lumbo-spondylogenes Syndrom und lumbo-radikuläres Reizsyndrom </div> <div class="para">S1 rechts bei im CT (1996) nachgewiesener </div> <div class="para">grosser links medio-lateraler, zusätzlich nach rechts </div> <div class="para">ausladender Diskushernie L5/S1; </div> <div class="para">-depressives Syndrom bei anhaltender somatoformer </div> <div class="para">Schmerzstörung bei einfachst strukturierter Persönlichkeit. </div> <div class="para">-Nebendiagnose (ohne Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit): </div> <div class="para">-Periarthropathia humerus scapularis tendopathica rechts </div> <div class="para">(Bizepstyp); </div> <div class="para">-Status nach Autounfall 1980 mit konsekutiven Schädelverletzungen, </div> <div class="para">Schädelbasisfraktur, Nierenkontusion links, </div> <div class="para">Rissquetschwunden und Prellungen. </div> <div class="para">Gemäss diesem Gutachten stehen die Rückenschmerzen mit </div> <div class="para">Ausstrahlung in Arme und Beine im Vordergrund; daneben bestehen </div> <div class="para">Kopfschmerzen und Nervosität. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">b) Aufgrund dieser medizinischen Berichte und Gutachten </div> <div class="para">ist davon auszugehen, dass sich das Beschwerdebild </div> <div class="para">zwischen dem ursprünglichen Fallabschluss am 16. September </div> <div class="para">1982 und dem Zeitpunkt des Einspracheentscheides am 29. Juni </div> <div class="para">1999 tatsächlich verändert hat. Die heute im Vordergrund </div> <div class="para">stehenden Rückenschmerzen sind in den Arztberichten zwischen </div> <div class="para">1980 und 1982 nicht dokumentiert. Allgemein hat sich </div> <div class="para">die Schmerzsymptomatik ausgeweitet. Hingegen ist bezüglich </div> <div class="para">der durchgehend erwähnten Kopfschmerzen, Schwindelgefühle </div> <div class="para">und psychischen Auffälligkeiten festzustellen, dass sich </div> <div class="para">diese seit 1982 weder verändert noch verstärkt haben. Bezüglich </div> <div class="para">der Kopfschmerzen wird im ZMB-Gutachten vom 7. Mai </div> <div class="para">1999 ausdrücklich bestätigt, dass sie seit dem Unfall unverändert </div> <div class="para">bestehen. Schwindelgefühle erwähnte der Beschwerdeführer </div> <div class="para">gegenüber den ZMB-Gutachtern offenbar nicht mehr; </div> <div class="para">dies im Gegensatz zu den ärztlichen Untersuchungen in den </div> <div class="para">Jahren 1981/1982 (vgl. zum Beispiel die Berichte des Dr. </div> <div class="para">med. F.________ vom 10. Dezember 1981 und des Dr. med. </div> <div class="para">S.________ vom 19. August 1982). Auch die vom Beschwerdeführer </div> <div class="para">selber angegebenen psychischen Auffälligkeiten </div> <div class="para">wurden in den Arztberichten 1981/1982 erwähnt (Berichte des </div> <div class="para">Nachbehandlungszentrums D.________ vom 23. Dezember 1981 </div> <div class="para">und des Dr. med. S.________ vom 19. August 1982); diese </div> <div class="para">Auffälligkeiten haben sich seitdem nicht verstärkt. Insgesamt </div> <div class="para">ergibt sich, dass bezüglich der Kopfschmerzen, der </div> <div class="para">Schwindelgefühle und der psychischen Auffälligkeiten seit </div> <div class="para">dem rechtskräftigen Fallabschluss am 16. September 1982 </div> <div class="para">keine Änderung eingetreten ist. Es liegen weder ein Rückfall </div> <div class="para">noch Spätfolgen vor. Bezüglich dieser Beschwerden muss </div> <div class="para">die Unfallkausalität ebenso wenig neu geprüft werden wie </div> <div class="para">die Frage ihrer allfälligen Auswirkungen auf die Arbeits- </div> <div class="para">und Erwerbsfähigkeit. Im Übrigen entspricht die damalige </div> <div class="para">Beurteilung der Auswirkungen dieser Leiden der Einschätzung </div> <div class="para">der Unfallfolgen im ZMB-Gutachten vom 7. Mai 1999, in dem </div> <div class="para">der Status nach Autounfall 1980 als Nebendiagnose ohne Einfluss </div> <div class="para">auf die Arbeitsfähigkeit bezeichnet wird. </div> <div class="para">In diesem Zusammenhang ist zu prüfen, ob ergänzende </div> <div class="para">medizinische Abklärungen - insbesondere in Form eines </div> <div class="para">neuropsychologischen Gutachtens - durchzuführen sind, wie </div> <div class="para">dies der Beschwerdeführer verlangt. Grundsätzlich trifft es </div> <div class="para">zu, dass bei einem Schädel-Hirntrauma die neuropsychologische </div> <div class="para">Diagnostik bei der Kausalitätsbeurteilung von Belang </div> <div class="para">sein kann (vgl. <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=24&amp;from_date=20.06.2002&amp;to_date=09.07.2002&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F117-V-369%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page381">BGE 117 V 381</a> f. Erw. 3f). Im vorliegenden </div> <div class="para">Fall ist allerdings darauf hinzuweisen, dass im Nachbehandlungszentrum </div> <div class="para">D.________ im Jahre 1981 zweimal neuropsychologische </div> <div class="para">Abklärungen durchgeführt wurden, welche aber wegen </div> <div class="para">sprachlichen Verständigungsschwierigkeiten keine klaren </div> <div class="para">Resultate ergaben; das heisst eine Hirnleistungsschwäche </div> <div class="para">konnte weder nachgewiesen noch ausgeschlossen werden (Bericht </div> <div class="para">des Nachbehandlungszentrums D.________ vom 23. Dezember </div> <div class="para">1981). Die gleichen Schwierigkeiten würden sich bei </div> <div class="para">einer erneuten neuropsychologischen Untersuchung ergeben, </div> <div class="para">mittlerweile verstärkt durch die Tatsache, dass sich die </div> <div class="para">seitdem entwickelte depressive Symptomatik sowie die </div> <div class="para">Schmerzproblematik auf die Ergebnisse einer solchen Untersuchung </div> <div class="para">auswirken würden. Selbst wenn sich aber aus der </div> <div class="para">neuropsychologischen Abklärung Erkenntnisse zur Kausalitätsfrage </div> <div class="para">gewinnen liessen, ist davon auszugehen, dass die </div> <div class="para">Kausalität höchstens bezüglich Beschwerden (Kopfschmerzen, </div> <div class="para">psychische Auffälligkeiten) bejaht werden könnte, die bereits </div> <div class="para">im Zeitpunkt des Abschlusses des Grundfalles am </div> <div class="para">16. September 1982 bestanden. Für die Unfallkausalität der </div> <div class="para">heute im Vordergrund stehenden Rückenbeschwerden sowie des </div> <div class="para">depressiven Syndroms bei somatoformer Schmerzstörung kann </div> <div class="para">eine neuropsychologische Untersuchung keine schlüssigen </div> <div class="para">Erkenntnisse liefern. Die Einholung eines neuropsychologischen </div> <div class="para">Gutachtens ist deshalb nicht notwendig. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">6.- a) Gemäss den ärztlichen Berichten ab dem Jahre </div> <div class="para">1996 und auch gemäss den subjektiven Angaben des Beschwerdeführers </div> <div class="para">standen im Zeitpunkt des Einspracheentscheides </div> <div class="para">die in die Glieder ausstrahlenden Rückenbeschwerden sowie </div> <div class="para">das depressive Syndrom im Vordergrund. In Bezug auf diese </div> <div class="para">Beschwerden ist deshalb im Folgenden die Unfallkausalität </div> <div class="para">zu untersuchen. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">b) Die Vorinstanz hat mit überzeugender Begründung und </div> <div class="para">in umfassender Würdigung der Arztberichte den Kausalzusammenhang </div> <div class="para">zwischen dem Unfallereignis und den Rückenbeschwerden </div> <div class="para">verneint. Dieser Auffassung ist beizupflichten. Es </div> <div class="para">fällt auf, dass in den Arztberichten, die in den Jahren </div> <div class="para">1980 bis 1982 erstellt wurden, Rückenbeschwerden nicht erwähnt </div> <div class="para">wurden. Hinsichtlich der Unfallkausalität der Diskushernie </div> <div class="para">ist ohnehin darauf hinzuweisen, dass gemäss </div> <div class="para">Rechtsprechung die Symptome der Diskushernie (vertebrales </div> <div class="para">oder radikuläres Syndrom) unmittelbar nach dem Unfall auftreten </div> <div class="para">müssen, damit der Unfall als deren eigentliche Ursache </div> <div class="para">gelten kann (RKUV 2000 Nr. U 379 S. 193 Erw. 2a). </div> <div class="para">Wenn der Versicherte als Argument für die Unfallkausalität </div> <div class="para">der Rückenbeschwerden anführt, die Wirbelsäule liege </div> <div class="para">räumlich zwischen den vom Unfallereignis betroffenen Körperteilen </div> <div class="para">Schädel und Nieren, so muss diesem Argument entgegengehalten </div> <div class="para">werden, dass sich eine überwiegende Wahrscheinlichkeit </div> <div class="para">einer unfallbedingten Verletzungsfolge auf </div> <div class="para">diese Weise nicht herleiten lässt. Etwas einleuchtender ist </div> <div class="para">das Argument, direkt nach dem Unfall hätten die Ärzte ihr </div> <div class="para">Augenmerk auf die lebensbedrohenden Verletzungen gerichtet, </div> <div class="para">weshalb die Rückenbeschwerden nicht beachtet worden seien. </div> <div class="para">Allerdings finden die Rückenbeschwerden auch in den beiden </div> <div class="para">Berichten des Nachbehandlungszentrums D.________ vom </div> <div class="para">9. April und vom 23. Dezember 1981 keine Erwähnung; bei </div> <div class="para">diesen Rehabilitationsaufenthalten waren die Ärzte aber </div> <div class="para">nicht durch die Behandlung lebensbedrohender Verletzungen </div> <div class="para">abgelenkt. Es kann auch nicht überzeugend begründet werden, </div> <div class="para">sprachliche Gründe hätten einer Erwähnung dieser Beschwerden </div> <div class="para">im Wege gestanden, wies der Beschwerdeführer doch bei </div> <div class="para">den ärztlichen Untersuchungen und Abklärungen seit 1996 </div> <div class="para">jeweils immer und an erster Stelle auf die Rückenbeschwerden </div> <div class="para">hin. Zutreffend ist, dass im ZMB-Gutachten vom 7. Mai </div> <div class="para">1999 davon die Rede ist, der Beschwerdeführer gebe Beschwerden </div> <div class="para">im Gesäss seit dem Zeitpunkt des Unfallereignisses </div> <div class="para">an; diese subjektiven Angaben finden aber eben keine </div> <div class="para">Stütze in den früheren ärztlichen Berichten. Es bleibt deshalb </div> <div class="para">dabei, dass der natürliche Kausalzusammenhang zwischen </div> <div class="para">dem Unfallereignis und den derzeit geklagten Rückenbeschwerden </div> <div class="para">zu verneinen ist. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">c) In Übereinstimmung mit der Vorinstanz ist auch die </div> <div class="para">Unfallkausalität der erst 1999 aufgetretenen und diagnostizierten </div> <div class="para">Schulterbeschwerden (Periarthropathia humeroscapularis </div> <div class="para">tendopathica rechts) zu verneinen, wobei diese Leiden </div> <div class="para">gemäss dem ZMB-Gutachten vom 7. Mai 1999 ohnehin ohne Auswirkung </div> <div class="para">auf die Arbeitsfähigkeit sind. </div> <div class="para">d) aa) Der Beschwerdeführer weist gemäss dem ZMB-Gutachten </div> <div class="para">vom 7. Mai 1999 ein depressives Zustandsbild auf und </div> <div class="para">leidet an einer somatoformen Schmerzstörung. Die seit dem </div> <div class="para">Unfall beschriebenen Schmerzen hätten sich verstärkt und </div> <div class="para">ausgeweitet. Ein eigentliches "postcommotionelles Syndrom" </div> <div class="para">wird - offenbar angesichts des weit zurückliegenden Unfallzeitpunktes </div> <div class="para">- nicht angenommen. Die Gutachter führen die </div> <div class="para">"massive psychische Schmerzfehlverarbeitung" im Wesentlichen </div> <div class="para">auf die einfache Struktur des Versicherten zurück; es </div> <div class="para">könne nicht entschieden werden, "wie weit Unfallfolgen aus </div> <div class="para">dem stattgehabten Unfall von 1980 noch eine Rolle spielen". </div> <div class="para">Diese letzte Bemerkung und der Verzicht auf die Diagnose </div> <div class="para">eines postcommotionellen Syndroms führen zum Schluss, dass </div> <div class="para">die ZMB-Gutachter die Unfallkausalität der heutigen psychischen </div> <div class="para">Beschwerden nicht mit dem Beweisgrad der überwiegenden </div> <div class="para">Wahrscheinlichkeit zu bejahen vermögen. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">bb) Im Bericht des Spitals Z.________ vom 24. August </div> <div class="para">1998 wird zwar ein "anamnestisches postcommotionelles </div> <div class="para">Syndrom mit bitemporalen Kopfschmerzen bei Status nach </div> <div class="para">Schädelbasisfraktur 1980" an dritter Stelle hinter einem </div> <div class="para">"lumbospondylogenen Syndrom rechts" und einer "somatoformen </div> <div class="para">Schmerzstörung" diagnostiziert; in der Beurteilung wird </div> <div class="para">aber darauf hingewiesen, dass rheumatologisch nicht beurteilt </div> <div class="para">werden könne, inwieweit die Schmerzverarbeitungsstörung </div> <div class="para">in einem Zusammenhang mit dem "postcommotionellen </div> <div class="para">Residualsyndrom bei Status nach Schädelbasisfraktur" stehe </div> <div class="para">oder ob sich dahinter eine Depression verberge. </div> <div class="para">Im Bericht des Spitals Y.________ vom 7. Februar 1996 </div> <div class="para">wird - an zweiter Stelle nach einem lumbo-radikulären </div> <div class="para">Syndrom bei Diskushernie - ein Status nach Autounfall mit </div> <div class="para">postcommotionellem Residualsyndrom mit Kopfschmerzen, </div> <div class="para">Schwindel und anamnestisch psychischen Störungen diagnostiziert. </div> <div class="para">In der Beurteilung wird dann allerdings einzig auf </div> <div class="para">das lumbo-radikuläre Syndrom eingegangen, welches durch die </div> <div class="para">Diskushernie als erklärbar bezeichnet wird. </div> <div class="para">Auch aus diesen beiden Berichten lässt sich trotz der </div> <div class="para">Diagnose eines postcommotionellen Residualsyndroms höchstens </div> <div class="para">ein möglicher, nicht aber ein überwiegend wahrscheinlicher </div> <div class="para">Zusammenhang zwischen dem Unfall und der heute im </div> <div class="para">Vordergrund stehenden allgemeinen Schmerzproblematik mit </div> <div class="para">depressivem Hintergrund ableiten. Soweit in den ärztlichen </div> <div class="para">Berichten ein Zusammenhang zwischen dem Unfallereignis und </div> <div class="para">den Leiden hergestellt wird, handelte es sich immer um den </div> <div class="para">Beschwerdekomplex (Kopfschmerzen, Schwindel, psychische </div> <div class="para">Auffälligkeit), der bereits im Zeitpunkt des Fallabschlusses </div> <div class="para">vom 16. September 1982 bestand und im vorliegenden Verfahren </div> <div class="para">nicht neu zu überprüfen ist. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">7.- In den vorstehenden Erwägungen wurde die Unfallkausalität </div> <div class="para">der einzelnen Beschwerden je einzeln untersucht. </div> <div class="para">In einem nächsten Schritt ist zu prüfen, ob das Gesamtbild </div> <div class="para">der Leiden dem typischen Beschwerdebild nach Schädel-Hirntrauma </div> <div class="para">entspricht. Sollte ein solches typisches Beschwerdebild </div> <div class="para">zu bejahen sein, so wäre allenfalls die Frage des </div> <div class="para">natürlichen Kausalzusammenhangs zwischen dem Unfall und der </div> <div class="para">Arbeits- bzw. Erwerbsfähigkeit unter dieser besonderen Perspektive </div> <div class="para">gesamtheitlich zu prüfen (<a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=24&amp;from_date=20.06.2002&amp;to_date=09.07.2002&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F117-V-369%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page369">BGE 117 V 369</a> ff.). </div> <div class="para">Zum Beschwerdebild nach einem Unfall mit Schädel-Hirntrauma </div> <div class="para">(wie auch Schleudertrauma der Halswirbelsäule) gehören: </div> <div class="para">Kopf- und Nackenschmerzen, Schwindel, Konzentrationsstörungen </div> <div class="para">mit Verlangsamung und Fehlerhaftigkeit sowie </div> <div class="para">erheblichen Lern- und Gedächtnisstörungen, rasche Ermüdbarkeit, </div> <div class="para">Visusstörungen bzw. Lichtempfindlichkeit, Lärmempfindlichkeit, </div> <div class="para">Reizbarkeit und Nervosität, Schlafstörungen, </div> <div class="para">Angstzustände und Depression sowie Wesensveränderung </div> <div class="para">(<a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=24&amp;from_date=20.06.2002&amp;to_date=09.07.2002&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F117-V-369%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page382">BGE 117 V 382</a> Erw. 4b mit Hinweis). Beim Versicherten </div> <div class="para">liegen einige dieser Leiden vor, so Kopfschmerzen, Konzentrationsstörungen, </div> <div class="para">Schwindel sowie Reizbarkeit und Nervosität. </div> <div class="para">Im Vordergrund der Beschwerden stehen aber die vom </div> <div class="para">Gesäss ausstrahlenden Rücken- und Gliederschmerzen, die </div> <div class="para">einem objektivierbaren Befund, nämlich der Diskushernie, </div> <div class="para">zuzuordnen sind, welche aber eben nicht unfallkausal ist. </div> <div class="para">Es fällt im Weiteren auf, dass die in den Jahren 1980 bis </div> <div class="para">1982 festgestellten Leiden eher dem typischen Beschwerdebild </div> <div class="para">nach Schädel-Hirntrauma entsprechen als das heutige </div> <div class="para">Beschwerdebild. Ohne Zweifel ist die heute bestehende Arbeits- </div> <div class="para">und Erwerbsunfähigkeit wesentlich auf die Rückenbeschwerden </div> <div class="para">zurückzuführen, weshalb sich die Annahme verbietet, </div> <div class="para">der für diese Rückenbeschwerden nicht ursächliche </div> <div class="para">Unfall vom 8. April 1980 sei allgemein als die natürliche </div> <div class="para">Ursache für die eingetretene Arbeits- und Erwerbsunfähigkeit </div> <div class="para">anzusehen. Somit bestätigt auch der Blick auf das gesamte </div> <div class="para">Beschwerdebild, dass der natürliche Kausalzusammenhang </div> <div class="para">zwischen dem Unfall und den Leiden zumindest nicht mit </div> <div class="para">überwiegender Wahrscheinlichkeit feststeht. </div> <div class="para">Ist aber der natürliche Kausalzusammenhang zu verneinen, </div> <div class="para">erübrigt sich eine Prüfung der Adäquanz des Kausalzusammenhanges. </div> <div class="para">Es besteht keine Leistungspflicht des Unfallversicherers, </div> <div class="para">weshalb die Verwaltungsgerichtsbeschwerde </div> <div class="para">abzuweisen ist. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">8.- Da es im vorliegenden Verfahren um Versicherungsleistungen </div> <div class="para">geht, sind keine Gerichtskosten zu erheben </div> <div class="para">(<span class="artref">Art. 134 OG</span>), womit sich das Begehren um Bewilligung der </div> <div class="para">unentgeltlichen Rechtspflege im Sinne der Befreiung von den </div> <div class="para">Gerichtskosten als gegenstandslos erweist. </div> <div class="para">Dem Beschwerdeführer kann die unentgeltliche Verbeiständung </div> <div class="para">gewährt werden (Art. 152 in Verbindung mit </div> <div class="para"><span class="artref">Art. 135 OG</span>), da die Bedürftigkeit aktenkundig ist, die </div> <div class="para">Beschwerde nicht als aussichtslos zu bezeichnen und die </div> <div class="para">Vertretung geboten war (<a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=24&amp;from_date=20.06.2002&amp;to_date=09.07.2002&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F125-V-201%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page202">BGE 125 V 202</a> Erw. 4a und 372 </div> <div class="para">Erw. 5b, je mit Hinweisen). Anzumerken bleibt in diesem </div> <div class="para">Zusammenhang, dass der Umfang der Begründung eines vorinstanzlichen </div> <div class="para">Entscheides nur bedingt als Indiz für die </div> <div class="para">Erfolgschancen einer Beschwerde geeignet erscheint. </div> <div class="para">Es wird ausdrücklich auf <span class="artref">Art. 152 Abs. 3 OG</span> aufmerksam </div> <div class="para">gemacht, wonach die begünstigte Partei der Gerichtskasse </div> <div class="para">Ersatz zu leisten haben wird, wenn sie später dazu im Stande </div> <div class="para">ist. </div> <div class="para">Demnach erkennt das Eidg. Versicherungsgericht: </div> <div class="para"> </div> <div class="para">I.Die Verwaltungsgerichtsbeschwerde wird abgewiesen. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">II.Es werden keine Gerichtskosten erhoben. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">III.Die Schweizerische Unfallversicherungsanstalt wird </div> <div class="para">verwarnt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">IV.Zufolge Gewährung der unentgeltlichen Verbeiständung </div> <div class="para">wird Rechtsanwalt David Husmann für das Verfahren vor </div> <div class="para">dem Eidgenössischen Versicherungsgericht aus der Gerichtskasse </div> <div class="para">eine Entschädigung von Fr. 2500.- (einschliesslich </div> <div class="para">Mehrwertsteuer) ausgerichtet. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">V.Dieses Urteil wird den Parteien, dem Sozialversicherungsgericht </div> <div class="para">des Kantons Zürich, dem Bundesamt für </div> <div class="para">Sozialversicherung und dem Krankenversicherer </div> <div class="para">Q.________ zugestellt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Luzern, 24. Juni 2002 </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Im Namen des </div> <div class="para">Eidgenössischen Versicherungsgerichts </div> <div class="para">Der Präsident der II. Kammer: </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Der Gerichtsschreiber: </div> </div></body></html>