<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2006.00171</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=205983&amp;W10_KEY=13013560&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2006.00171</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 29.06.2006</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">3. Abteilung/Einzelrichter</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">FÃ¼rsorgerecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Sozialhilfe</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Sozialhilfe: Kürzung wegen fehlender Arbeitsbemühungen Zuständigkeit des Verwaltungsgerichts; Einschränkung des Streitgegenstands; kein aufsichtsrechtliches Einschreiten durch das Verwaltungsgericht (E. 1.1-1.3). Ein mündliche Anhörung des Beschwerdeführers ist nicht geboten (E. 1.5). Rechtsgrundlagen zur Erteilung von Auflagen im Sozialhilferecht und zur Leistungskürzung (E. 2.1). Der Beschwerdeführer hat sich passiv verhalten, weshalb die Leistungskürzung wegen fehlender Arbeitsbemühungen rechtmässig ist. Der vom Beschwerdeführer angegebene Bedarf von Fr. 400.-/Monat für Tabakwaren steht der Kürzung nicht entgegen (E. 2.3). Abweisung, soweit Eintreten. </b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ANHÃRUNG">ANHÃRUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ARBEITSSUCHE">ARBEITSSUCHE</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: AUFLAGE">AUFLAGE</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: KÃRZUNG">KÃRZUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: RECHTLICHES GEHÃR">RECHTLICHES GEHÃR</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: SOZIALHILFE">SOZIALHILFE</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: FÃ¼rsorge ST: WIRTSCHAFTLICHE HILFE">WIRTSCHAFTLICHE HILFE</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="gerade">§ 14 SHG</span><br/><span class="ungerade">§ 21 SHG</span><br/><span class="gerade">§ 24 SHG</span><br/><span class="ungerade">§ 23 lit. c SHV</span><br/><span class="gerade">§ 24 SHV</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 4 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Sachverhalt1"><b>I. </b> </p> <p class="Sachverhalt2"><span>Mit Beschluss vom 18. August 2004 machte die FÃ¼rsorgebehÃ¶rde der Gemeinde X A die Auflage, sich intensiv um Arbeit zu bemÃ¼hen und den Nachweis der persÃ¶nlichen ArbeitsbemÃ¼hungen unaufgefordert monatlich vorzulegen. Die Nichtbefolgung wÃ¼rde eine KÃ¼rzung der wirtschaftlichen Hilfe zur Folge haben. Am 20. Oktober 2004 erfolgte wegen Nichteinhaltung der Auflage eine schriftliche Verwarnung. AnlÃ¤sslich einer Besprechung vom 7. Juni 2005 wurde A erneut aufgefordert, monatliche ArbeitsbemÃ¼hungen einzureichen. Am 11. Oktober 2005 setzte die FÃ¼rsorgebehÃ¶rde A eine zehntÃ¤gige Frist an, um die nach wie vor fehlenden ArbeitsbemÃ¼hungen zu erbringen, andernfalls der Grundbedarf ab November 2005 fÃ¼r die Dauer von zwÃ¶lf Monaten um 15 % bzw. Fr. 144.- im Monat gekÃ¼rzt wÃ¼rde. Einem allfÃ¤lligen Rekurs wurde die aufschiebende Wirkung entzogen.</span></p> <p class="Sachverhalt1"><b>II. </b> </p> <p class="Urteilstext"><span>Dagegen erhob A mit Schreiben vom 11. November 2005 Rekurs beim Bezirksrat Y. Dieser wies den Rekurs mit Beschluss vom 16. MÃ¤rz 2006 ab.</span></p> <p class="Sachverhalt1"><b>III. </b> </p> <p class="Urteilstext"><span>In der Folge gelangte A mit Beschwerde vom 15. April 2006 an das Verwaltungsgericht. SinngemÃ¤ss beantragte er die RÃ¼ckgÃ¤ngigmachung der LeistungskÃ¼rzungen oder aber die Ãbernahme der Kosten fÃ¼r Raucherwaren von monatlich Fr. 400.-. Zudem beantragte er, dass er nach achteinhalb Jahren "endlich einmal angehÃ¶rt werde." Der Bezirksrat Y beantragte mit Vernehmlassung vom 24. April 2006 die Abweisung der Beschwerde. Die SozialhilfebehÃ¶rde der Gemeinde X verzichtete mit Schreiben vom 12. Mai 2006 auf eine Beschwerdeantwort. Am 27. April 2006 stellte der BeschwerdefÃ¼hrer dem Verwaltungsgericht schriftlich die Frage, was er tun solle, da er wegen Nichtbezahlung zweier Mietzinse von der Hausverwaltung einen eingeschriebenen Brief mit entsprechender Zahlungsaufforderung erhalten habe. AnlÃ¤sslich eines Telefonates vom 28. April 2006 bestÃ¤tigte der BeschwerdefÃ¼hrer, dass die Beschwerdegegnerin die Mietzinsen tatsÃ¤chlich auszahle, er das Geld aber fÃ¼r andere Zwecke verwenden mÃ¼sse. </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die Einzelrichterin</span><span> zieht in ErwÃ¤gung:</span></p> <p class="Erwgung1"><b>1. </b> </p> <p class="Urteilstext"><b><span>1.1 </span></b><span>Das Verwaltungsgericht ist nach § 19c Abs. 2 und § 41 Abs. 1 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 (VRG) zur Behandlung der vorliegenden Beschwerde grundsÃ¤tzlich zustÃ¤ndig. Der Streitwert liegt unter Fr. 20'000.-, sodass die Sache in die einzelrichterliche Kompetenz fÃ¤llt (§ 38 Abs. 2 VRG). Da auch die Ã¼brigen Prozessvoraussetzungen erfÃ¼llt sind, ist auf die Beschwerde einzutreten, soweit sie die KÃ¼rzung des Grundbedarfs um Fr. 144.- fÃ¼r die Dauer von zwÃ¶lf Monaten ab November 2005 gemÃ¤ss Beschluss der Beschwerdegegnerin vom 11. Oktober 2005 zum Inhalt hat.</span></p> <p class="Urteilstext"><b><span>1.2 </span></b><span>Hingegen hat das Verwaltungsgericht vorliegend nicht Ã¼ber die neu aufgetretene Problematik zu befinden, dass der BeschwerdefÃ¼hrer die fÃ¼r die Begleichung der Mietzinsbetreffnisse ausbezahlten Gelder anderweitig verwendet hat, was ihm denn auch telefonisch bereits mitgeteilt worden ist. Gegebenenfalls diesbezÃ¼glich zu treffende Vorkehrungen (zum Beispiel Direktzahlungen) wÃ¤ren vorab von der Beschwerdegegnerin einzuleiten (vgl. Alfred KÃ¶lz/JÃ¼rg Bosshart/Martin RÃ¶hl, Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons ZÃ¼rich, 2. A., ZÃ¼rich 1999, § 52 N. 16). Insbesondere hat das Verwaltungsgericht auch nicht Ã¼ber den neuen Eventualantrag des BeschwerdefÃ¼hrers zu befinden, wonach bei Belassen der LeistungskÃ¼rzung die Ausgaben fÃ¼r Raucherwaren von monatlich Fr. 400.- in seine Bedarfsrechnung aufzunehmen wÃ¤ren, sozusagen als situationsbedingte Leistungen (vgl. Richtlinien fÃ¼r die Ausgestaltung und Bemessung der Sozialhilfe, hrsg. von der Konferenz fÃ¼r Sozialhilfe, Fassung vom Dezember 2004, Ziff. C [SKOS-Richtlinien]), kÃ¤me dies doch einer unzulÃ¤ssigen "KlageÃ¤nderung" gleich (KÃ¶lz/Boss­hart/RÃ¶hl, § 52 N. 3)</span></p> <p class="Urteilstext"><b><span>1.3 </span></b><span>An dieser Stelle ist auch festzuhalten, dass dem Verwaltungsgericht gegenÃ¼ber den VerwaltungsbehÃ¶rden keine Aufsichtsfunktion zukommt (KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 41 N. 16; Art. 94 der Verfassung des Kantons ZÃ¼rich vom 27. Februar 2005). Entsprechend kann das Verwaltungsgericht auf Vorkommnisse der letzten achteinhalb Jahre, welche der BeschwerdefÃ¼hrer nun beanstandet, nicht eingehen. Dazu gehÃ¶ren namentlich die geltend gemachte Verflechtung eines von ihm aufgesuchten Psychiaters in Z mit der Beschwerdegegnerin oder aber die pauschale Behauptung, Verurteilte seien immer wieder Angriffen und der WillkÃ¼r verschiedener Ãmter ausgesetzt. Aber auch auf das Vorbringen, die Gemeinde habe versucht, ihn umzusiedeln, kann aus dem dargelegten Grund nicht weiter abgestellt werden.</span></p> <p class="Urteilstext"><b><span>1.4 </span></b><span>Vor Vorinstanz hatte der BeschwerdefÃ¼hrer darauf hingewiesen, schon per 1. Oktober 2005 sei eine "KÃ¼rzung" um Fr. 107.- verfÃ¼gt worden. Im Rekursentscheid wurde dazu ausgefÃ¼hrt, dabei habe es sich nicht um eine eigentliche KÃ¼rzung gehandelt, sondern um eine Folge der Neuberechnung des Monatsbudgets aufgrund der neu in Kraft getretenen revidierten SKOS-Richtlinien. Der BeschwerdefÃ¼hrer wirft dieses Thema in der Beschwerdeschrift nicht mehr auf. Der VollstÃ¤ndigkeit halber ist darauf hinzuweisen, dass die ab 1. Oktober 2005 geltende Neuberechnung nicht Gegen­stand dieses Verfahrens sein kann. Vorliegend geht es allein um die mit Entscheid vom 11. Oktober 2005 getroffene KÃ¼rzung um Fr. 144.- ab 1. November 2005 fÃ¼r die Dauer von zwÃ¶lf Monaten.</span></p> <p class="Erwgung2"><b>1.5 </b>Der BeschwerdefÃ¼hrer beantragt, dass er nach achteinhalb Jahren "endlich einmal angehÃ¶rt werde". Das rechtliche GehÃ¶r kann <i>mÃ¼ndlich oder schriftlich</i> gewÃ¤hrt werden (KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 8 N. 20). Der BeschwerdefÃ¼hrer hat seinen Standpunkt in seiner Beschwerdeschrift rechtsgenÃ¼gend dargelegt, worauf im Folgenden â soweit erforderlich â einzugehen sein wird. Die DurchfÃ¼hrung einer mÃ¼ndlichen AnhÃ¶rung erÃ¼brigt sich somit. Selbst wenn der BeschwerdefÃ¼hrer mit dem Antrag auf AnhÃ¶rung die DurchfÃ¼hrung einer mÃ¼ndlichen Verhandlung gemeint haben sollte, wÃ¤re dem nicht stattzugeben. Unter Vorbehalt der sich aus Art. 6 Abs. 1 der EuropÃ¤ischen Menschenrechtskonvention (EMRK) ergebenden Anforderungen haben die Beteiligten nÃ¤mlich grundsÃ¤tzlich keinen Rechtsanspruch auf eine mÃ¼ndliche Verhandlung, sofern die Akten nach durchgefÃ¼hrtem Schriftenwechsel eine hinreichende Entscheidungsgrundlage bieten, auch nicht im Rahmen des rechtlichen GehÃ¶rs (Ulrich HÃ¤felin/Georg MÃ¼ller, Allgemeines Verwaltungsrecht, 4. A., ZÃ¼rich etc. 2002, Rz. 1682). Ebenso wenig fliesst aus Art. 29 Abs. 2 der Bundesverfassung (BV) ein entsprechender Anspruch (KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 59 N. 1 ff.). Art. 30 Abs. 3 BV gewÃ¤hrt den Parteien ebenfalls keinen Anspruch darauf, vor einem Gericht im Rahmen einer Ã¶ffentlichen Verhandlung mÃ¼ndlich angehÃ¶rt zu werden, sondern gewÃ¤hrleistet einzig, dass, sofern eine Verhandlung abgehalten wird, diese Ã¶ffentlich ist, es sei denn, das Gesetz sehe eine Ausnahme vor (BGE 128 I 288 E. 2.3+2.6 = Pra 2003 Nr. 80). Im hier zu beurteilenden Fall verleiht das anwendbare Verfahrensrecht (§ 59 Abs. 1 VRG) keinen Anspruch auf GerichtsÃ¶ffentlichkeit; insofern handelt es sich dabei um eine der in Art. 30 Abs. 3 Satz 2 BV vorgesehenen gesetzlichen Ausnahmen von der VerhandlungsÃ¶ffentlichkeit (zum Ganzen VGr, 29. MÃ¤rz 2005, VB.2004.00534, E. 1.4, www.vgrzh.ch).</p> <p class="Erwgung1"><b>2. </b> </p> <p class="Urteilstext"><b>2.1 </b>GemÃ¤ss § 21 des Sozialhilfegesetzes vom 14. Juni 1981 (SHG) kÃ¶nnen Sozialhilfeleistungen mit Auflagen und Weisungen verbunden werden, die sich auf die richtige Verwendung der BeitrÃ¤ge beziehen oder geeignet sind, die Lage des HilfeempfÃ¤ngers und seiner AngehÃ¶rigen zu verbessern. Insbesondere kann die wirtschaftliche Hilfe mit der Weisung verbunden werden, eine zumutbare Arbeit aufzunehmen oder entsprechende BemÃ¼hungen nachzuweisen (§ 23 lit. d der Verordnung zum Sozialhilfegesetz vom 21. Oktober 1981, SHV). Wenn der Hilfesuchende Anordnungen der FÃ¼rsorgebehÃ¶rde nicht befolgt, indem er Auflagen und Weisungen missachtet, kÃ¶nnen Leistungen gekÃ¼rzt werden. Er muss zuvor auf die MÃ¶glichkeit einer LeistungskÃ¼rzung schriftlich hingewiesen worden sein, wobei ein solcher Hinweis schon mit der Anordnung verbunden werden kann (§ 24 SHG). § 24 SHV konkretisiert die gestÃ¼tzt auf § 24 SHG zulÃ¤ssigen LeistungskÃ¼rzungen in quantitativer Hinsicht; danach darf dadurch der Lebensunterhalt des HilfeempfÃ¤ngers und seiner AngehÃ¶rigen nicht gefÃ¤hrdet werden. Allenfalls wÃ¤re aber selbst eine vollstÃ¤ndige Einstellung der Leistungen zulÃ¤ssig, so wenn sich der HilfeempfÃ¤nger beharrlich weigert, eine ihm zumutbare Arbeitsstelle zu suchen und anzutreten. Diesfalls kann sich der Schluss rechtfertigen, es liege keine Notlage im Sinn von § 14 SHG vor, jedenfalls keine Notlage gemÃ¤ss Art. 12 BV, denn zur Annahme einer solchen Notlage, die den verfassungsrechtlichen Anspruch auf wirtschaftliche Hilfe auslÃ¶st, genÃ¼gt es nicht, dass die betroffene Person in Not gerÃ¤t; der verfassungsrechtliche Anspruch auf Nothilfe setzt zusÃ¤tzlich voraus, dass sie nicht in der Lage ist, fÃ¼r sich zu sorgen (VGr, 3. Februar 2005, VB.2004.00428, www.vgrzh.ch, BGE 131 I 166 E. 4.3).</p> <p class="Urteilstext"><span>Bei der KÃ¼rzung von Sozialhilfeleistungen ist unter anderem zu prÃ¼fen, ob die Auflage der SozialhilfebehÃ¶rde zumutbar war (SKOS-Richtlinien, Ziff. A.8.2). Als Sanktion kÃ¶nnen unter Beachtung des Grundsatzes der VerhÃ¤ltnismÃ¤ssigkeit situationsbedingte Leistungen gestrichen werden. DarÃ¼ber hinaus kann der Grundbedarf fÃ¼r den Lebensunterhalt fÃ¼r die Dauer von maximal zwÃ¶lf Monaten um hÃ¶chstens 15 % gekÃ¼rzt werden. Die Massnahme kann um jeweils hÃ¶chstens weitere zwÃ¶lf Monate verlÃ¤ngert werden, sofern die materiellen KÃ¼rzungsvoraussetzungen weiterhin gegeben sind und ein neuer Entscheid getroffen wird (SKOS-Richtlinien, Ziff. A.8.3).</span></p> <p class="Urteilstext"><b>2.2 </b>Der BeschwerdefÃ¼hrer weist darauf hin, ihm sei der FÃ¼hrerausweis entzogen worden. Das erste Jahr des Ausweisentzugs habe er ohne zu stempeln auf sich genommen und ca. 300 Bewerbungen erfolglos geschrieben. Es sei seine demokratische Pflicht, passiv Widerstand zu leisten, weil er keine andere MÃ¶glichkeit habe. GemÃ¤ss den SKOS-Richtlinien mÃ¼ssten ihm auch die Ausgaben fÃ¼r Raucherwaren bezahlt werden, fÃ¼r welche er ca. Fr. 400.- im Monat brauche. Solange er keine andere Perspektive im Leben sehen kÃ¶nne, sei es ihm fast unmÃ¶glich, von dieser Sucht loszukommen. Das sei das einzige, was er mache, zu Hause "wie im Knast" zu sitzen und zu rauchen. </p> <p class="Urteilstext">Die Beschwerdegegnerin hatte sich vor Vorinstanz dahingehend geÃ¤ussert, der BeschwerdefÃ¼hrer sei wegen des jahrelangen FÃ¼hrerausweisentzugs verbittert und verweigere sich fÃ¼r alle Angebote. Es sei ihm aufgezeigt worden, in welchen Bereichen er auch ohne Fahrausweis arbeiten kÃ¶nne. Trotz Verwarnung und anschliessender LeistungskÃ¼rzung sei sein Verhalten unverÃ¤ndert geblieben. Obwohl kein Grund ersichtlich sei, weigere er sich hartnÃ¤ckig, eine Arbeit anzunehmen und so aus der FÃ¼rsorgeabhÃ¤ngigkeit wegzukommen. </p> <p class="Urteilstext">Die Vorinstanz erachtete die an den BeschwerdefÃ¼hrer ergangenen Auflagen und Weisungen als der Praxis entsprechend und als verhÃ¤ltnis- sowie zweckmÃ¤ssig. Ebenso seien ihm die Androhungen der Folgen, welche sich aus der Nichtbeachtung der ausgesprochenen Weisung ergeben, im Sinn von § 24 Abs. 1 SHG rechtmÃ¤ssig erÃ¶ffnet worden (SKOS-Richtlinien, Ziff. A.8.2). Der BeschwerdefÃ¼hrer sei von der Beschwerdegegnerin mehrmals darauf hingewiesen worden, sich intensiv um Arbeit zu bemÃ¼hen und die entsprechenden ArbeitsbemÃ¼hungen einzureichen. Mehrmals sei er auch auf die Folgen aufmerksam gemacht worden. Dennoch habe er sich geweigert, in irgendeiner Form eine Arbeitsstelle zu suchen. Die Voraussetzungen von § 24 SHG und § 24 SHV fÃ¼r die KÃ¼rzung von UnterstÃ¼tzungsleistungen seien somit erfÃ¼llt.</p> <p class="Urteilstext"><b><span>2.3 </span></b><span>Vorab ist auf diese zutreffenden AusfÃ¼hrungen der Vorinstanz zu verweisen (§ 70 in Verbindung mit § 28 Abs. 1 Satz 2 VRG). Damit soll die schwierige Situation des BeschwerdefÃ¼hrers und seine EnttÃ¤uschung nach 300 erfolglosen frÃ¼heren Bewerbungsschreiben nicht in Abrede gestellt werden. Dies Ã¤ndert aber nichts daran, dass der BeschwerdefÃ¼hrer nach wie vor alles in seiner Kraft Stehende tun muss, um die Notlage zu lindern oder zu beheben, wird doch von unterstÃ¼tzten Personen ein aktiver Beitrag zu ihrer beruflichen und sozialen Integration erwartet (SKOS-Richtlinien, Ziff. A.5.2). Das passive Verhalten des BeschwerdefÃ¼hrers kann daher nicht geschÃ¼tzt werden, zumal der von der Beschwerdegegnerin geforderte Nachweis von persÃ¶nlichen ArbeitsbemÃ¼hungen â wie dargelegt â Ã¼blich, zumutbar und auch verhÃ¤ltnismÃ¤ssig ist. Daran Ã¤ndert auch nichts, dass der BeschwerdefÃ¼hrer keinen FÃ¼hrerausweis besitzt, setzt doch bei weitem nicht jede offene Arbeitsstelle einen Fahrausweis voraus. Der BeschwerdefÃ¼hrer hÃ¤tte es somit in seiner Hand gehabt, die mehrfach angedrohte LeistungskÃ¼rzung zu verhindern. </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Der Grundbedarf fÃ¼r den Lebensunterhalt soll unter anderem die durchschnittlichen Aufwendungen fÃ¼r Nahrungsmittel, GetrÃ¤nke und Tabakwaren decken (SKOS-Richtlinien, Ziff. B.2.1). Vorliegend wÃ¼rde der Grundbedarf ohne KÃ¼rzung Fr. 960.- im Monat betragen. Nach der erfolgten KÃ¼rzung von 15 % erhÃ¤lt der BeschwerdefÃ¼hrer aber nur noch Fr. 816.- fÃ¼r den Grundbedarf ausbezahlt. Dass er damit die behaupteten Ã¼berdurchschnittlichen Ausgaben von monatlich Fr. 400.- fÃ¼r Tabakwaren nicht bezahlen kann, leuchtet ein. DafÃ¼r wÃ¼rde auch ein Grundbetrag von Fr. 960.- kaum ausreichen. Dies kann aber nicht zur Folge haben, dass deswegen von einer LeistungskÃ¼rzung Umgang zu nehmen oder gar ein hÃ¶herer Betrag auszuzahlen wÃ¤re (worÃ¼ber hier aber nicht zu befinden ist, vgl. E. 1.2). Es kann nÃ¤mlich auch von einem Konsumenten von Raucherwaren ohne weiteres erwartet werden, sich trotzdem aktiv um eine Stelle zu bemÃ¼hen. Der BeschwerdefÃ¼hrer hat die LeistungskÃ¼rzung somit seinem eigenen passiven Verhalten zuzuschreiben. Unter den gegebenen UmstÃ¤nden kann von ihm wenigstens das Ergreifen von Massnahmen zur Reduktion des Konsums von Raucherwaren erwartet werden, gegebenenfalls unter Inanspruchnahme medizinischer Hilfe. Sollte sich beim BeschwerdefÃ¼hrer eine weitergehende behandlungsbedÃ¼rftige Suchtproblematik medizinisch feststellen lassen, wÃ¤re dem allenfalls in geeigneter Weise Rechnung zu tragen. Es liegt aber am BeschwerdefÃ¼hrer, im Rahmen seiner Mitwirkungspflicht Hand zu bieten, sei es durch kÃ¼nftige aktive BemÃ¼hungen um eine Arbeit oder aber â sofern er aus medizinischen GrÃ¼nden dazu nicht in der Lage sein sollte â durch das Aufsuchen einer geeigneten medizinischen Stelle. Erst alsdann wÃ¤re die Frage zu prÃ¼fen, ob dem BeschwerdefÃ¼hrer eine minimale Integrationszulage (MIZ; SKOS-Richtlinien, Ziff. C.3) auszurichten sei.</span></p> <p class="Erwgung1"><b>3. </b> </p> <p class="Urteilstext"><span>Die Beschwerde ist demnach abzuweisen, soweit darauf einzutreten ist. Da der BeschwerdefÃ¼hrer unterliegt, sind ihm die Gerichtskosten aufzuerlegen (§ 70 in Verbindung mit § 13 Abs. 2 VRG).</span></p> <p class="Einzug1"><span>DemgemÃ¤ss </span><span><a id="Text25"></a>entscheidet</span><span> die Einzelrichterin</span><span>:</span></p> <p class="Einzug2"><span>1. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit auf sie eingetreten wird.</span></p> <p class="Einzug2"><span>2. Die GerichtsgebÃ¼hr wird festgesetzt auf <br/> Fr. 300.--; die Ã¼brigen Kosten betragen:<br/> Fr. 60.-- Zustellungskosten,<br/> Fr. 360.-- Total der Kosten.</span></p> <p class="Einzug2"><span>3. Die Gerichtskosten werden dem BeschwerdefÃ¼hrer auferlegt.</span></p> <p class="Einzug2"><span>4 Mitteilung an â¦</span></p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>