Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Verfassungs- und Verwaltungsrecht vom 25. Januar 2023 (810 22 201) ____________________________________________________________________ Kindes- und Erwachsenenschutzrecht Beschränkung der elterlichen Sorge im Bereich Gesundheit Besetzung Präsidentin Franziska Preiswerk-Vögtli, Kantonsri chterin Ana Dettwiler, Kantonsrichter Markus Clausen, Daniel Ivanov, Niklaus Ruckstuhl , Gerichtsschreiber Marco Belser Beteiligte A.____ und B.____ , Beschwerdeführer, vertreten durch Dominique Anwander, Advokatin gegen Kindes - und Erwachsenenschutzbehörde C.____ , Vorinstanz D.____ und E.____ , Beigeladene, vertreten durch Susanne Acker- mann, Advokatin Betreff Beschränkung der elterlichen Sorge (Entscheid der Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde C.____ vom 25. August 2022) Seite 2 http://www.bl.ch/kantonsgericht A. A.____ und B.____ sind die Eltern von D.____ (geb . 2016) und E.____ (geb. 2018). Beide Kinder sind aufgrund ihrer Erkrankungen schwer beeinträchtigt. D.____ leidet unter ande- rem an einem Cholesterol-Stoffwechsel-Defekt, einer sc hweren globalen Entwicklungsstörung, einer fokalen Epilepsie sowie einer schweren cerebralen spastischen Bewegungsstörung. E.____ leidet ebenfalls an einem Cholesterol-Stoffwec hsel-Defekt und einer fokalen Epilepsie. Zudem liegen bei ihm eine globale Entwicklungsstörung und eine spastisch-dystone Cerebral- parese vor. B. Die Kindesschutzgruppe des Spitals M.____ erstattete m it Schreiben an die Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde C.____ (KESB) vom 20. April 2022 eine Gefährdungsmeldung in Bezug auf das Wohl von D.____ und E.____. Verschied ene Therapeuten und betreuende Fachpersonen hätten einen groben Umgang der Kindselte rn mit D.____ festgestellt. Das glei- che Verhalten sei in der Vergangenheit auch bei E.___ _ aufgefallen, wobei dieser jedoch nicht Patient des Spitals M.____ sei. Zudem seien bei D.____ wiederholt Hämatome gesehen wor- den. C. Aufgrund dessen leitete die KESB am 29. Mai 2022 e in Abklärungsverfahren zur Eruie- rung eines allfälligen Unterstützungs- und Schutzbedarfs ein. D. Da die KESB aufgrund ihrer Abklärungen zum damali gen Zeitpunkt von einer akuten Kindeswohlgefährdung ausging, entzog sie den Kindselter n mit superprovisorischem Entscheid vom 29. Juni 2022 das Aufenthaltsbestimmungsrecht und pla tzierte D.____ und E.____ im Spi- tal M.____. Sodann errichtete die KESB für beide Kin der eine Erziehungsbeistandschaft ge- mäss Art. 308 Abs. 1 und 2 des Schweizerischen Zivilgesetz buches (ZGB) vom 10. Dezember 1907 und setzte F.____ als Mandatsperson mit der Aufga be ein, die Platzierung von D.____ und E.____ zu begleiten und deren Finanzierung sicherz ustellen, den persönlichen Verkehr zwischen den Kindseltern und ihren Kindern zu koordinier en und stets für eine hinreichende medizinische und therapeutische Behandlung sowie pfleger ische Betreuung der beiden Kinder zu sorgen. Zudem beschränkte die KESB die elterliche Sor ge für den Bereich Gesundheit und setzte Susanne Ackermann, Advokatin, als Kindsvertreterin ein. Noch am selben Tag gewährte die KESB den Kindseltern im Rahmen einer persönlichen Anhörung das rechtliche Gehör. E. Am 21. Juli 2022 fand ein Rund-Tisch-Gespräch mit verschiedenen Ärzten und Fach- personen des Spitals M.____ sowie F.____ statt, anlässlich dessen die allgemeine Situation dargelegt und eine Empfehlung in Bezug auf das weitere Vorgehen festgehalten wurden. F. Die Kindsvertreterin erstattete der KESB am 22. Jul i 2022 Bericht über ihre bisherigen Eindrücke betreffend die beiden Kinder sowie den Umgang mit den Eltern. G. Mit Schreiben vom 23. Juli 2022 berichtete F.____ d er KESB von den Therapiebesu- chen von D.____ und E.____ sowie von ihrer Zusammenarbeit mit den Eltern. H. Am 2. August 2022 reichten die Kindseltern, nachfo lgend vertreten durch Dominique Anwander, Advokatin, bei der KESB eine Stellungnahme ein. Darin führten sie zusammenge- Seite 3 http://www.bl.ch/kantonsgericht fasst aus, dass sie so gut wie möglich für ihre Kinder sor gen und diese im Bereich des medizi- nisch Möglichen unterstützen und fördern würden. Es hab e einige Missverständnisse in der Kommunikation mit dem Spital M.____ gegeben und es ha be sich eine Eigendynamik entwi- ckelt, was schliesslich zur Gefährdungsmeldung geführt habe. Es stimme nicht, dass sie die medizinischen und therapeutischen Behandlungsmöglichkeit en nicht wahrnähmen. Die Krank- heit von D.____ und E.____ sei ihnen sehr wohl bewusst und sie hätten sich zu Hause entspre- chend eingerichtet und sich bereits Gedanken zu einem allf älligen Umbau des Hauses ge- macht, wodurch die Behandlung der Kinder vereinfacht würde. Was die Hämatome anbelange, sei zu beachten, dass D.____ und E.____ auch von anderen Personen angefasst würden. Ihren Kindern gehe es im Spital M.____ offensichtlich nicht g ut und sie würden einen unglücklichen Eindruck machen. Die Nahrungsaufnahme im Spital M.____ gestalte sich schwierig, wobei dies im Kindergarten und zu Hause bisher nie ein Problem dargestellt habe. I. Am 4. August 2022 fanden separate Anhörungen der KESB mit den Kindseltern und der Kindsvertreterin statt, anlässlich deren sich sowohl die Kindseltern als auch die Kindsvertre- terin zu den eingereichten Stellungnahmen und den Em pfehlungen der Fachpersonen äussern konnten. Die Kindseltern bemängelten dabei, dass das Sp ital M.____ beim Eintritt der Kinder keine EEG gemacht und sich nicht mit Dr. med. G.____, d er behandelnden Neurologin, abge- sprochen habe. Sie beteuerten, ihren Kindern stets die verschriebene Medikamentendosis ge- geben zu haben. D.____ und E.____ hätten seit ihrem Eintritt in das Spital M.____ Rückschritte gemacht und es gehe ihnen dort nicht gut. Weder verstä nden sie, dass die Kinder teilsondiert würden, noch würden sie dies unterstützen, da diese sonst ohne Einschränkung alles ässen und die Nahrungsaufnahme bisher kein Problem gewesen se i. Die Kindsvertreterin erklärte, sie nehme die Kinder bei Anwesenheit der Eltern anders wahr als bei deren Abwesenheit. Sie habe das Gefühl, dass die Nasensonde die Kinder störe und d iese bei ihnen zu einer komischen At- mung führe. J. Im Nachgang zu den beiden Anhörungen nahm die KESB unter anderem Rücksprache mit Dr. med. G.____ und Dr. med. H.____, Neuro- und Entwicklungspädiatrie des Spitals M.____, dies hinsichtlich Absprache, Medikation, Wahrneh mung der empfohlenen ärztlichen Kontrollen und Nahrungsaufnahme. Dr. med. G.____ tei lte mit E-Mail vom 8. August 2022 mit, dass sie den Kindseltern sechsmonatige Kontrollen empfoh len habe, diese jedoch nur einmal jährlich bei ihr erschienen seien. Es sei problematisch, dass die Kindseltern Dinge nicht berich- teten, die Situation ihrer Kinder verleugneten und u m jeden Preis wollten, dass diese gesund seien und keine Krampfanfälle hätten. Die Eltern hät ten während der Sprechstunde vorgefalle- ne Krampfanfälle negiert und diese als andere Beschwerden abgetan. Dr. med. H.____ äusser- te sich anlässlich eines Telefonats mit der KESB vom 15. A ugust 2022 dahingehend, dass er die Einwände der Kindseltern betreffend Anpassung der Medikation ohne elterliche Rückspra- che klar widerlegt und zurückgewiesen habe. Relevant sei nicht der Wille der Kindseltern, son- dern das aus medizinischer Sicht Notwendige. Insbesondere über den Zeitpunkt eines EEG entscheide die Ärzteschaft und nicht die Kindseltern. Er habe diesen mitgeteilt, dass Kontroll- termine eingehalten werden müssten und Ärzte nicht geg eneinander ausgespielt werden soll- ten. Seite 4 http://www.bl.ch/kantonsgericht K. Die KESB teilte den Kindseltern und der Kindsvertr eterin am 16. August 2022 mit, dass sie die sofortige Aufhebung der superprovisorischen Plat zierung, den Erlass von Weisungen gemäss Art. 307 Abs. 3 ZGB betreffend die Inanspruchn ahme der interdisziplinären Betreuung beider Kinder im Spital M.____, die regelmässigen neu ropädiatrischen Kontrollen im Spital M.____, die zu Hause stattfindenden Therapien sowie die Unterstützung durch die Kinderspitex, die Weiterführung der Beistandschaften und der Kindsver tretung und die Aufrechterhaltung der Einschränkung der elterlichen Sorge für den Bereich Gesu ndheit zu verfügen gedenke. Das ihnen zu den vorgesehenen Massnahmen bzw. zum beabsichtig ten Entscheid eingeräumte rechtliche Gehör nahmen die Kindsvertreterin mit Schreib en vom 18. August 2022 und die Kindseltern mit Schreiben vom 19. August 2022 wahr. L. Mit Entscheid vom 25. August 2022 erteilte die KESB den Kindseltern das Aufenthalts- bestimmungsrecht über D.____ und E.____ per sofort wied er und bestätigte die superproviso- risch errichtete Erziehungsbeistandschaft. Als Mandatsper son wurde F.____ bestätigt und es wurden ihr die Aufgaben übertragen, die Eltern in i hrer Sorge um D.____ und E.____ mit Rat und Tat zu unterstützen und stets für eine hinreichende medizinische und therapeutische Be- handlung sowie pflegerische Betreuung besorgt zu sein u nd D.____ und E.____ bei allen dafür erforderlichen Vorkehren soweit nötig zu vertreten. Sodann entschied die KESB, dass die elter- liche Sorge für den Bereich Gesundheit beschränkt bleibe. Im Weiteren wies sie die Kindseltern an, die interdisziplinäre Betreuung von D.____ und E. ____ im Spital M.____ in Anspruch zu nehmen und mit Dr. med. H.____ zusammenzuarbeiten, re gelmässige neuropädiatrische Kon- trollen im Spital M.____ wahrzunehmen, für D.____ un d E.____ in Zusammenarbeit mit F.____ die erforderlichen Domizil-Therapietermine sowie Thera pietermine im Spital M.____ zu nutzen und für die pflegerischen Grundbedürfnisse der Kinder so wie die Verabreichung von Medika- menten die Unterstützung durch die Kinderspitex I.____ beizuziehen. Schliesslich bestätigte die KESB Susanne Ackermann als Kindsvertreterin und entzog einer allfälligen Beschwerde die aufschiebende Wirkung. M. Gegen den vorgenannten Entscheid der KESB erhoben die Kindseltern mit Eingabe vom 26. September 2022 Beschwerde beim Kantonsgericht Basel-Landschaft, Abteilung Ver- fassungs- und Verwaltungsrecht (Kantonsgericht). Die Beschw erdeführenden beantragen unter Kosten- und Entschädigungsfolge, es sei Ziffer 2 des a ngefochtenen Entscheids dahingehend aufzuheben, dass die superprovisorisch errichtete Erziehun gsbeistandschaft zu bestätigen, je- doch die elterliche Sorge für den Bereich Gesundheit n icht einzuschränken sei. Eventualiter sei die Sache zur Neubeurteilung an die Vorinstanz zurückzuweisen. N. In ihrer Vernehmlassung vom 10. November 2022 schlie sst sich die Kindsvertreterin der Beschwerde der Beschwerdeführenden an und beantragt die Aufhebung der Beschränkung der elterlichen Sorge für den Bereich Gesundheit. O. Die KESB beantragt mit Vernehmlassung vom 10. Nove mber 2022 die kostenfällige Abweisung der Beschwerde. Seite 5 http://www.bl.ch/kantonsgericht P. Mit Präsidialverfügung vom 14. November 2022 wurde der Fall der Kammer zur Beur- teilung überwiesen. Q. Mit Schreiben vom 19. November 2022 (beim Kantonsge richt eingegangen am 25. November 2022) nahmen die Beschwerdeführenden zur Vernehmlassung der KESB vom 10. November 2022 unaufgefordert Stellung und hielten an ihren Anträgen fest. R. Am 28. November 2022 reichte die Rechtsvertreterin d er Beschwerdeführenden ihre Honorarnote ein. Das Kantonsgericht zieht i n E r w ä g u n g : 1.1 Gemäss Art. 450 Abs. 1 ZGB in Verbindung mit Art . 314 Abs. 1 ZGB kann gegen Ent- scheide einer Kindesschutzbehörde Beschwerde beim zuständi gen Gericht erhoben werden. Zuständiges Gericht im Sinne dieser Regelung ist nach § 66 Abs. 1 des Gesetzes über die Ein- führung des Zivilgesetzbuches (EG ZGB) vom 16. Novembe r 2006 das Kantonsgericht, Abtei- lung Verfassungs- und Verwaltungsrecht. Das Verfahren richtet sich nach den Art. 450 bis 450e ZGB. Im Übrigen sind die Bestimmungen des kantonalen Verwaltungsprozessrechts anwendbar (§ 66 Abs. 2 EG ZGB). Nach Art. 450 Abs. 2 ZGB sind Pe rsonen zur Beschwerde befugt, die am Verfahren beteiligt sind (Ziff. 1), die der betroffenen Person nahestehen (Ziff. 2) oder die ein rechtlich geschütztes Interesse an der Aufhebung oder Änd erung des angefochtenen Ent- scheids haben (Ziff. 3). Die Beschwerdeführenden sind als direkte Verfahrensbeteiligte zur Be- schwerdeerhebung legitimiert. Da auch die übrigen form ellen Voraussetzungen erfüllt sind, ist auf die Beschwerde einzutreten. 1.2 Gemäss Art. 450a Abs. 1 ZGB können mit der Beschwerd e Rechtsverletzungen (Ziff. 1), die unrichtige oder unvollständige Feststel lung des Sachverhalts (Ziff. 2) sowie die Un- angemessenheit (Ziff. 3) gerügt werden. Dem Kantonsg ericht kommt bei der Beurteilung der vorliegenden Beschwerde somit volle Kognition zu. 2. Streitgegenstand bildet die Frage, ob die Vorinsta nz die elterliche Sorge der Be- schwerdeführenden für den Bereich Gesundheit zu Recht beschränkt hat. 3.1 Die elterliche Sorge dient dem Wohl des Kindes (A rt. 296 Abs. 1 ZGB). Sie umfasst die Gesamtheit der elterlichen Verantwortlichkeiten und Be fugnisse in Bezug auf das Kind, d.h. die Bestimmung des Aufenthaltsorts, die Erziehung und die gesetzliche Vertretung des Kindes so- wie dessen Vermögensverwaltung (vgl. I NGEBORG SCHWENZER /M ICHELLE COTTIER , in: Geiser/ Fountoulakis [Hrsg.], Basler Kommentar, Zivilgesetzbuch I, 7. Aufl., Basel 2022, N 2 zu Art. 296 ZGB). Die Eltern leiten im Blick auf das Wohl des Kin des seine Pflege und Erziehung und tref- fen unter Vorbehalt seiner eigenen Handlungsfähigkei t die nötigen Entscheidungen (Art. 301 Abs. 1 ZGB). Seite 6 http://www.bl.ch/kantonsgericht 3.2 Ist das Wohl des Kindes gefährdet und sorgen die El tern nicht von sich aus für Abhilfe oder sind sie dazu ausserstande, so trifft die Kindesschutzbehörde gemäss Art. 307 Abs. 1 ZGB die geeigneten Massnahmen zum Schutz des Kindes. Erforder n es die Verhältnisse, ernennt die Kindesschutzbehörde gestützt auf Art. 308 Abs. 1 ZG B einen Beistand, der die Eltern in ihrer Sorge um das Kind mit Rat und Tat unterstützt. D em Beistand können besondere Befug- nisse übertragen werden (Art. 308 Abs. 2 ZGB). 3.3 Wenn die Anordnung einer Beistandschaft nach Art . 308 Abs. 1 und 2 ZGB nicht ge- nügt, kann die elterliche Sorge entsprechend beschränk t werden (Art. 308 Abs. 3 ZGB). Dabei wird die konkurrierende Vertretungsmacht von Eltern und Beistand ausgeschlossen. Im Gegen- satz zur Anordnung nach Art. 308 Abs. 2 ZGB setzt die Beschränkung der elterlichen Sorge nach Art. 308 Abs. 3 ZGB ein höheres Mass an Gefährdun g des Kindeswohls voraus, da diese einen stärkeren Eingriff darstellt (Urteil des Bundesge richts 8C_147/2016 vom 13. Juli 2016 E. 5.3 mit Hinweisen). Sie kann sich auf Teile oder de n gesamten dem Beistand übertragenen Aufgabenbereich beziehen und ist angezeigt, wo die Elt ern wenig kooperativ sind und Gefahr besteht, dass sie die Anordnungen des Beistands unterlaufen (vgl. PETER BREITSCHMID , in: Gei- ser/Fountoulakis [Hrsg.], a.a.O., N 20 zu Art. 308 ZGB). Mithin ist dies etwa anzunehmen, wenn die Eltern aus Überzeugung oder bösem Willen eine de m Kindeswohl widerstrebende Haltung einnehmen. Von einer Beschränkung ist abzusehen, wenn K indseltern augenscheinlich am sel- ben Strick ziehen, jedoch aus Unwissenheit oder Unbeholf enheit nichts unternehmen können. Besteht eine darüber hinausgehende Unsicherheit über da s elterliche Kooperationsverhalten, ist für den konkreten Fall im Hinblick auf das Kindeswohl zu entscheiden (vgl. zum Ganzen YVO BIDERBOST , Die Erziehungsbeistandschaft [Art. 308 ZGB], Freibu rg 1996, S. 374). Die Be- schränkung der elterlichen Sorge soll Ultima Ratio sein , da damit häufig nur unnötige Gegen- wehr statt Kooperation provoziert wird (vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_147/2016 vom 13. Juli 2016 E. 5.3). Handeln die Eltern trotz der Beschränkung ihrer Befugnisse, ist das Ge- schäft genehmigungsbedürftig und allenfalls unwirksam (P ETER BREITSCHMID , a.a.O., N 21 zu Art. 308 ZGB). 3.4 Die Beschränkung der elterlichen Sorge im Rahmen e iner Erziehungsbeistandschaft nach Art. 308 Abs. 1 ZGB stellt eine Kindesschutzmassnahm e dar, deren Anordnung den im Kindesschutz geltenden Grundsätzen zu genügen hat. Da die oberste Maxime im Kindes- schutzrecht das Kindeswohl bildet, ist somit primär eine Ge fährdung des Kindeswohls notwen- dig (vgl. R UTH REUSSER , in: Fountoulakis/Affolter-Fringeli/Biderbost/Steck [H rsg.], Fachhand- buch Kindes- und Erwachsenenschutzrecht, Zürich/Basel/Gen f 2016, Rz. 2.15). Kindesschutz- massnahmen haben sich sodann stets am verfassungsrechtlichen P rinzip der Verhältnismäs- sigkeit zu orientieren. Demnach muss der Gefährdung des K indeswohls nicht durch die Eltern und auch nicht durch weniger einschneidende Massnahmen b egegnet werden können und hat die Massnahme zur Erreichung des angestrebten Zwecks als geeignet zu erscheinen (vgl. Urteil des Bundesgerichts 5A_404/2015 vom 27. Juni 2016 E. 5. 2.1 mit Hinweisen). Im Weiteren müssen Kindesschutzmassnahmen erforderlich sein (Subsidiarität) und es ist immer die mildes- te, einen Erfolg versprechende Massnahme anzuordnen (Pr oportionalität); diese soll elterliche Bemühungen nicht ersetzen, sondern ergänzen (Kompleme ntarität; zum Ganzen P ETER BREIT - SCHMID , a.a.O., N 4 ff. zu Art. 307 ZGB; CYRILL HEGNAUER , Grundriss des Kindesrechts, 5. Aufl., Seite 7 http://www.bl.ch/kantonsgericht Bern 1999, Rz. 27.10 ff.). Die zuständige Behörde hat sich bei der Anordnung von Kindes- schutzmassnahmen an die Stufenfolge des Kindesschutzes zu h alten, wobei sich die Mass- nahme am Gefährdungsgrad des Kindeswohls auszurichten ha t (vgl. dazu BGE 141 III 472 E. 4.5). 4.1 Die Vorinstanz begründet die Beschränkung der elte rlichen Sorge im Bereich Gesund- heit damit, dass die Beschwerdeführenden die Kontrollen bei Dr. med. G.____ entgegen den Empfehlungen nicht halbjährlich, sondern maximal jähr lich wahrgenommen hätten. Von den Beschwerdeführenden seien Krampfanfälle der Kinder n egiert und gesundheitliche Vorkomm- nisse nicht berichtet worden. Bei der Medikation ihrer Kinder hätten sie festgehalten, dass sie diese am besten kennen würden und wüssten, was am besten für diese sei. Die Zusammenar- beit mit den Beschwerdeführenden sei zwar grundsätzlich als sehr kooperativ beschrieben wor- den, jedoch hätten diese versucht, die Fachpersonen ge geneinander auszuspielen oder Schuldzuweisungen zu machen, indem sie bemängelt hätten, das Spital M.____ habe sich nicht mit Dr. med. G.____ abgesprochen, die Medikation ohne Rücksprache angepasst und kein EEG gemacht. Nachfragen hätten jedoch gezeigt, dass ei ne Absprache sehr wohl stattgefun- den habe und das EEG aus medizinischen Gründen nicht ber eits bei Eintritt durchgeführt wor- den sei. Sodann sei die bisherige Anbindung der Kinde r an verschiedenste Therapiepersonen auffällig, da diese jeweils nicht von der Existenz eines Geschwisters mit derselben Beeinträchti- gung gewusst hätten. Problematisch sei weiter, dass die Beschwerdeführenden über krank- heitsbezogene Ereignisse nicht berichten würden. Zudem hätten sie die Hoffnung nach der Entdeckung eines heilbaren Medikaments nicht aufgegeben und wollten um jeden Preis, dass ihre Kinder gesund seien. Im Übrigen bestehe noch im mer Unklarheit über die medizinisch not- wendige Ernährungsweise der Kinder. Während die medi zinischen Fachpersonen eine (Teil)- Sondierung als dringend angezeigt erachtet hätten, w ürden sich die Beschwerdeführenden komplett dagegenstellen. Es bestehe die Gefahr, dass sie i n medizinsicher Hinsicht nicht zum Wohle der Kinder handeln würden. 4.2 Demgegenüber stellen sich die Beschwerdeführenden auf den Standpunkt, sie würden sich kooperativ verhalten, hätten auf Anliegen der Behö rden jeweils sofort reagiert und stets mitgewirkt, um die bestmögliche Betreuung für ihre Kin der sicherzustellen. Dies habe auch die Erziehungsbeiständin bestätigt. Diese erachte zudem eine n Einbezug der Eltern als sinnvoll und notwendig und habe ausgeführt, dass sie ihre Kinder nicht in körperlich gefährliche Situa- tionen brächten und die medizinischen und therapeutisch en Behandlungsmöglichkeiten wahr- nähmen. Auch die Kindsvertreterin bestätige eine unkom plizierte und angenehme Zusammen- arbeit mit ihnen und habe angegeben, dass sie in der L age seien, sich in den Standpunkt der Behörden zu versetzen. Angesichts der Ausführungen der E rziehungsbeiständin sowie der Kindsvertreterin bestünden keine Anhaltspunkte für ein unkooperatives oder den Anordnungen der Erziehungsbeiständin widersprechendes Verhalten. Soda nn hätten die Kinder bei Eintritt in das Spital M.____ keine Hämatome aufgewiesen, jedoch seien solche während ihres Aufent- halts plötzlich festgestellt worden. Diese Hämatome sei en somit klarerweise in der Obhut des Spitals M.____ entstanden. Im Weiteren entspreche es n icht den Tatsachen, dass sie die emp- fohlenen Arzt- und Therapiebesuche nicht wahrgenommen bzw. abgesagt hätten, andernfalls Dr. med. G.____ auf sie oder die KESB zugegangen wäre . Auch könne von einer fehlenden Seite 8 http://www.bl.ch/kantonsgericht Krankheitseinsicht keine Rede sein. Betreffend die E rnährung sei festzuhalten, dass beide Kin- der jeweils gut genährt gewesen seien und normale Kost zu sich genommen hätten. Die Gefahr einer Aspiration habe dabei nie bestanden. So sei es de nn auch in der Vergangenheit von ärzt- licher Seite oder sonstigen Betreuungspersonen zu keine m Zeitpunkt zu irgendwelchen Be- schwerden im Zusammenhang mit der Ernährung gekommen. D ie im Spital M.____ erfolgte Sondierung sei nur aus Zeitgründen initiiert worden und könne somit nicht zur Behauptung füh- ren, die Kinder könnten keine normale Kost zu sich n ehmen. Zu beachten gelte es, dass die Sonden von der Kinderspitex gezogen worden seien. Im Ü brigen habe Dr. med. G.____ entge- gen ihren Ausführungen gegenüber der Vorinstanz mit ihnen eine Kontrolle spätestens in einem Jahr und nicht halbjährlich vereinbart. Mit der Beschwerd eführerin habe sie zudem eine leichte Erhöhung des Medikaments O.____ vereinbart, wobei sich keine Hinweise für eine Nichteinhal- tung der Medikation fänden. Sie hätten sich stets an di e von Dr. med. G.____ verordnete Medi- kation gehalten. Wenn das Spital M.____ die Medikation anders beurteile, könne das nicht zu ihrem Nachteil ausgelegt werden. Sodann habe die Beschw erdeführerin bei Dr. med. G.____ auf eigene Initiative eine Ergotherapie in der Klin ik J.____ angeregt. Wenn es um die Erneue- rung der Physioverordnung gegangen sei, hätten sie von si ch aus rechtzeitig Kontakt mit Dr. med. G.____ aufgenommen. Auch die Termine im Sp ital M.____ seien stets eingehalten worden. So habe am 25. Mai 2022 die postoperative Verlaufskontrolle von D.____ nach dessen Hüftoperation stattgefunden. Nach einer Empfehlung fü r Botox-Injektionen bei D.____ sei von ihnen unverzüglich ein entsprechender Termin vereinbar t worden, wobei dieser aufgrund eines Magen-Darm-Infekts habe verschoben werden müssen. Es sei som it erstellt, dass sie die ent- sprechenden Termine wahrgenommen und sich stets an die Empfehlungen der Ärzte gehalten bzw. diese umgesetzt hätten. Entgegen der Vorinstanz wür den sie sehr wohl über eine Krank- heitseinsicht verfügen und täten alles für das Wohl ihr er Kinder. Von einer Gefährdung des kör- perlichen Wohls der Kinder durch sie könne nicht ausgega ngen werden, weshalb eine Be- schränkung der elterlichen Sorge im Bereich Gesundheit w eder notwendig noch verhältnismäs- sig erscheine. Die Notwendigkeit einer Beschränkung ihrer elterlichen Sorge werde denn auch von der Erziehungsbeiständin sowie der Kindsvertreterin ve rneint. Mit den regelmässigen Be- suchen der Kinderspitex sei eine externe Überprüfung der gesundheitlichen Situation der Kinder im Sinne einer milderen Massnahme bereits sichergestellt. 4.3 Die Vorinstanz entgegnet in ihrer Vernehmlassung im Wesentlichen, die Beschwerde- führenden würden weiterhin den Rat von Fachpersonen nicht befolgen und Entscheidungen nicht zum Wohl von D.____ und E.____ treffen. Die mit Dr. med. G.____ jährlich vereinbarten Kontrolltermine hätten unter der Voraussetzung eines anfallsfreien Verlaufs gestanden. Beim Eintritt in das Spital M.____ habe sich jedoch gezeigt, dass D.____ innerhalb der Zeitspanne bis zum nächsten Kontrolltermin nicht anfallsfrei gewe sen sei, weshalb auch die Dosierung der Medikation angepasst worden sei. Es sei deshalb davon au szugehen, dass sich die Beschwer- deführenden nicht bei Dr. med. G.____ gemeldet hätte n, obwohl der Gesundheitszustand von D.____ dies indiziert habe. Sodann erscheine die ableh nende Haltung der Kindseltern, beide Kinder von den gleichen Fachpersonen behandeln zu lass en, im Hinblick auf deren Wohl als problematisch. Da weiterhin unklar sei, ob und in welcher Form D.____ und E.____ fähig seien, Nahrung aufzunehmen und wie die Nahrungsaufnahme gestaltet sein müsse, seien zudem wei- tere Abklärungen in die Wege geleitet worden. Im Wei teren sei noch keine detaillierte Rückmel- Seite 9 http://www.bl.ch/kantonsgericht dung seitens der Kinderspitex erfolgt und liege eine so lche auch in Bezug auf die erste Kon- trolluntersuchung im Spital M.____ vom 8. November 2 022 noch nicht vor. Diese Umstände liessen eine abschliessende Beurteilung über eine allfäll ige Aufhebung der Beschränkung der elterlichen Sorge im Bereich Gesundheit derzeit nicht zu. 4.4 Dem entgegnen die Beschwerdeführenden in ihrer un aufgeforderten Stellungnahme vom 19. November 2022 zusammengefasst, ihre Kinder würden aufgrund ihrer Erkrankungen ein stabiles Umfeld und einen routinierten Alltag ben ötigen. Die von der Vorinstanz erwähnten epileptischen Anfälle im Spital M.____ stünden mögliche rweise im Zusammenhang mit der durch die Platzierung ausgelösten Angst bei den Kindern und der ungewöhnlichen Situation. D.____ leide neben der Epilepsie auch an einem erhöht en Muskeltonus bzw. einer Spastik. Die betreuenden Fachpersonen, insbesondere die Betreuerinn en im Kindergarten, hätten die bei ihm auftretenden Spasmen wiederholt mit epileptischen Anfällen verwechselt. Was die Ernäh- rung angehe, stünden die Auffassungen der Vorinstanz so wie der betreuenden Fachpersonen im Kindergarten im Widerspruch zu deren früheren Auss agen. Demnach habe es bei D.____ nie Probleme gegeben. Es sei auffällig, dass die Nah rungsaufnahme bei den Kindern im Spital M.____ jeweils gut funktioniert habe, wenn sie selbst a nwesend gewesen seien und den Kin- dern dabei geholfen hätten, während dies bei Fachper sonen wie beispielsweise der Logopädin überhaupt nicht der Fall gewesen sei. Dass die Nahrung saufnahme kein Problem darstelle, be- weise auch die Vorgehensweise der Kinderspitex, welche d en Kindern bereits einen bzw. zwei Tage nach ihrem Austritt aus dem Spital M.____ ihre S onden entfernt habe, da diese keinen Nutzen für die Kinder brächten und für diese störend s eien. Die Beschwerdeführenden führen weiter an, der Ursprung für das vorinstanzliche Handeln liege in den vom Spital M.____ festge- stellten Hämatomen. Allerdings seien bei den Kindern auch während des Aufenthalts im Spital M.____ solche Hämatome entdeckt worden, wobei das Spit al M.____ dieselben Erklärungen (Druckpunkte durch Hilfsmittel, Druckpunkte vom An- und Au sziehen, Spastik bei D.____, an- geschlagen bei Physiotherapie oder am Bettgestell) ab gegeben habe, wie sie dies im Vorfeld gegenüber der Vorinstanz auch schon getan hätten. Das d urch die Vorkommnisse gestörte Verhältnis mit dem Spital M.____ habe sich in der Zwi schenzeit bereits wieder normalisiert und man begegne sich wieder im Rahmen eines wertschätzenden Vertrauensverhältnisses zwi- schen Arzt und Patient, so wie es schon jahrelang zuvor der Fall gewesen sei. 4.5 Die Kindsvertreterin führt in ihrer Vernehmlassung aus, die Kindseltern seien vernünftig und besonnen sowie sehr kooperativ. Sie hätten ihr Le ben auf die Bedürfnisse der Kinder aus- gerichtet und würden eng mit Fachpersonen zusammenarbe iten. Die Kinder würden eine gros- se Anhänglichkeit und emotionale Verbundenheit zu ihre n Eltern zeigen. Während des Aufent- halts im Spital M.____ habe sich gezeigt, dass die Kind er sehr eingeschränkt bzw. überhaupt nichts ässen, was sich anlässlich der Besuche der Kindselter n geändert habe. Sie habe dabei keine Anzeichen für die Gefahr einer Aspiration wahrge nommen und die Essenseinnahme als völlig normal empfunden. Mit einer Beschränkung der el terlichen Sorge im Gesundheitsbereich bestehe die Gefahr, dass Entscheidungen zu Ungunsten der Kinder getroffen würden. Da die Kinder an einer höchst seltenen Krankheit leiden würde n, sei das Wissen um die genauen Zu- sammenhänge und die optimale medizinische Versorgung auch unter Fachleuten nicht gross. Dies zeige sich etwa an den unterschiedlichen Auffassungen des Spitals M.____ und von Seite 10 http://www.bl.ch/kantonsgericht Dr. med. G.____ betreffend die empfohlene Medikation . Die Eltern würden ihre Kinder am bes- ten kennen und spüren, welche Bedürfnisse diese hätten. 5.1 Die Vorinstanz begründet die Beschränkung der elte rlichen Sorge im Bereich Gesund- heit hauptsächlich mit einer problematischen Anbindung der Kinder an verschiedene Fachper- sonen, der unzureichenden Wahrnehmung von Kontrolltermi nen bei Dr. med. G.____, Schuld- zuweisungen und dem Versuch, Ärzte und Fachpersonen gege neinander auszuspielen, dem Nichtbefolgen von Ratschlägen von Fachpersonen sowie Ent scheiden entgegen dem Wohl von D.____ und E.____ und mit der unklaren Situation bet reffend die Nahrungsaufnahme der Kin- der. Auf diese Punkte gilt es nachfolgend näher einzugehen. 5.2 Der von der Vorinstanz erhobene Vorwurf, die Beschwe rdeführenden würden ihre Kin- der von unterschiedlichen Therapiepersonen behandeln lassen und damit deren Wohl gefähr- den, erscheint mittlerweile gegenstandslos. Den Akten kan n entnommen werden, dass sowohl D.____ als auch E.____ bei Dr. med. H.____ in Behand lung stehen und die Physio- und Ergo- therapie am gleichen Ort stattfinden (Zentrum K.____ […] und Klinik J.____). Zudem stehen sie weiterhin – wie bereits vor der Platzierung im Spita l M.____ – bei Dr. med. L.____, dem Haus- arzt, sowie Dr. med. G.____ in Behandlung. 5.3 Was die Kontrolltermine bei Dr. med. G.____ anbe langt, sind anhand der Akten gewis- se Widersprüchlichkeiten festzustellen. Einerseits äusserte sich die Neurologin gegenüber der Vorinstanz dahingehend, dass aus ihrer Sicht alle sechs Mo nate Kontrollen angebracht seien, die Beschwerdeführenden jedoch maximal einmal jährlich zu ihr gekommen seien (vgl. E-Mail vom 8. August 2022). Andererseits führt sie in ihrem Be richt vom 20. April 2022 betreffend D.____ aus, seit August 2018 bestehe wahrscheinlich eine weitgehende Anfallsfreiheit und eine Kontrolle sei bei anfallsfreiem Verlauf spätestens in einem Jahr vereinbart worden. Sodann empfiehlt sie im Bericht vom 1. Dezember 2021 betreffe nd E.____ bei einem Verlauf ohne spe- zielle Problemstellung eine Verlaufskontrolle in neun bis zwölf Monaten. Fraglich ist somit, was – in Anbetracht der bei D.____ und E.____ diagnostizie rten Epilepsie und Spastizität – unter einem anfallsfreien Verlauf bzw. einer speziellen Prob lemstellung zu verstehen ist. Darauf ist vorliegend jedoch nicht weiter einzugehen. Wie nachfolgend aufgezeigt wird, kann nämlich nicht davon ausgegangen werden, dass die Beschwerdeführenden entgegen dem Wohl ihrer Kinder handeln und Termine bei Ärzten und Fachpersonen nicht wahrnehmen. Insofern kann den Be- schwerdeführenden der Vorwurf nicht zum Nachteil gereich en, sie nähmen die Kontrolltermine bei Dr. med. G.____ nicht in der gewünschten Häufigke it wahr, zumal diesbezüglich – wie vor- stehend aufgezeigt – widersprüchliche Angaben bestehen und die Angaben von Dr. med. G.____ (vgl. E-Mail vom 18. August 2020; Bericht vom 1. Dezember 2021; Bericht vom 20. April 2022) diejenigen der Beschwerdeführenden, wonach sie k eine anfallsverdächtigen Ereignisse registriert hätten, grundsätzlich bestätigen und zudem für eine wirksame Medikation sprechen. 5.4 Im Weiteren ist der Vorwurf der Vorinstanz zu beur teilen, die Beschwerdeführenden würden Fachpersonen gegeneinander ausspielen und Schu ldzuweisungen machen. Die Vor- instanz bezieht sich dabei auf die von den Beschwerdeführ enden erhobene Kritik, wonach eine Absprache zwischen dem Spital M.____ und Dr. med. G.___ _ unterblieben, beim Eintritt der Seite 11 http://www.bl.ch/kantonsgericht Kinder kein EEG erfolgt und die Medikation ohne Rücksprache angepasst worden sei (vgl. unter anderem E-Mail der Beschwerdeführenden vom 12. Juli 2022). Tatsächlich wurde bei Eintritt der Kinder in das Spital M.____ kein EEG durchgeführt , wie aus einer E-Mail des Spitals M.____ an die Vorinstanz vom 9. August 2022 hervorgeht. Gemäss dem Spital M.____ ist die- ser Umstand jedoch medizinischen Gründen geschuldet. Soda nn gibt das Spital M.____ an, Dr. med. G.____ entgegen der Auffassung der Beschwerde führenden über den Klinikaufenthalt von D.____ und E.____ informiert zu haben. Insoweit d ie Beschwerdeführenden die Medikation ihrer Kinder kritisieren, gilt es festzuhalten, dass es u nmittelbar nach Klinikeintritt insbesondere bei E.____ zu vermehrten Spasmen kam, weshalb die bish erige Medikation geändert wurde. Infolgedessen erscheint nachvollziehbar, dass die Beschwerd eführenden Zweifel an der von Dr. med. G.____ verordneten Medikation hegten. Als tr otz den Anpassungen keine Besserung eintrat, stellten sie wiederum die Vorgehensweise des Spitals M.____ in Frage. Auch dies ist grundsätzlich verständlich. Zwar waren die diesbezüglichen Äusserungen der Beschwerdefüh- renden bzw. ihre kritische Haltung betreffend die Medika tion von D.____ und E.____ für einen konstruktiven Austausch und eine Vertrauensbasis zwischen ihne n und der Ärzteschaft nicht förderlich. Jedoch sind diese im Kontext der für sie schw ierigen und belastenden Situation mit der Trennung von den Kindern zu beurteilen. Dass sie a ls medizinische Laien ihren Missmut äussern und eine gewisse Verantwortung bei den für di e Medikation verantwortlichen Ärzten ausmachen, wenn es ihren Kindern nicht gut geht, ist nach vollziehbar. Weder kann darin aber der Versuch, die Fachpersonen gegeneinander auszuspiele n, erblickt werden noch handelt es sich dabei um absichtliche Schuldzuweisungen oder lässt sich daraus eine Gefährdung des Kindeswohls ableiten, zumal die Kooperation sowie der Austausch mit den Ärzten seit Klinik- austritt reibungslos funktionieren (vgl. E. 5.5.2 hier nach). Auch im Übrigen finden sich in den Akten keine hinreichenden Nachweise für die von der V orinstanz vertretene Auffassung, die Beschwerdeführenden würden Fachpersonen gegeneinander ausspielen und Schuldzuweisun- gen machen. 5.5.1 Die Vorinstanz ist sodann der Auffassung, die Be schwerdeführenden würden Rat- schläge von Fachpersonen nicht befolgen und träfen Entsc heide entgegen dem Wohl von D.____ und E.____. Aus den vorliegenden Akten lässt sich im Zusammenhang mit deren Epi- lepsieerkrankung entnehmen, dass die Beschwerdeführenden die Medikation grundsätzlich den ärztlichen Anordnungen entsprechend vornahmen und vorne hmen. Gemäss dem Bericht von Dr. med. G.____ vom 20. April 2022 wurde beispielsweise für D.____ eine Reduktion des Medi- kaments N.____ vereinbart, um den in letzter Zeit auftr etenden Durchschlafstörungen entge- genzutreten, was nach den Ausführungen der Beschwerdefü hrerin zu einer Verbesserung bei- getragen hat. Sodann kann der vorinstanzlichen Aktennoti z vom 29. Juni 2022 entnommen werden, dass die Beschwerdeführenden nach der vorsorglich en Platzierung der Kinder pflicht- bewusst sämtliche Medikamente von D.____ und E.____ zur Vorinstanz brachten, damit diese dem Spital M.____ weitergeleitet werden konnten. Auch die guten Werte aus dem EEG sowohl bei D.____ als auch bei E.____ (vgl. Berichte von Dr. med. G.____ vom 1. Dezember 2021 und 20. April 2022) sprechen für eine regelmässige und ordnungsgemässe Medikation. Generell fällt auf, dass die Beschwerdeführenden sehr detailliert beobachten, wie ihre Kinder auf die Medika- tion und vorgenommene Anpassungen reagieren und ihre Erkenntnisse im Austausch mit Fachpersonen gezielt einbringen. Zu beachten ist, dass di e Epilepsie grundsätzlich schwer zu Seite 12 http://www.bl.ch/kantonsgericht behandeln ist, wie auch in der Gefährdungsmeldung vom 20. April 2022 festgehalten wird. Dies zeigt sich nicht zuletzt anhand der unterschiedlichen A uffassungen von Dr. med. G.____ und des Spitals M.____ betreffend die richtige Einstellung der Medikation von D.____ und E.____. Dieser Umstand und die diversen vorgenommenen Anpassung en der Medikation belegen an- schaulich, wie schwierig sich eine adäquate Epilepsiemedik ation gestaltet, was wohl der äus- serst seltenen Erkrankung der Kinder und dem auch bei m edizinischen Fachpersonen noch überschaubaren Wissen geschuldet ist. Auf Grundlage des G esagten und mit Blick auf die Ak- ten lässt sich den Beschwerdeführenden nicht anlasten, sie hätten eigenständig an der Medika- tion der Kinder herumgeschraubt oder diese nicht ordnu ngsgemäss und den ärztlichen Anwei- sungen bzw. Empfehlungen entsprechend umgesetzt. Der Vo rwurf an die Beschwerdeführen- den, sie würden Ratschläge von Fachpersonen nicht befol gen und entgegen dem Wohl der Kinder handeln, entkräftet sich auch in Betrachtung we iterer Aspekte im Rahmen derer ge- sundheitlichen Versorgung. So sind die Beschwerdeführend en unter anderem der ärztlichen Empfehlung einer Botox-Behandlung an den Füssen von D. ____ zwecks besserer Verträglich- keit mit den Orthesen und Vermeidung von Druckstellen gefolgt. Weiter haben sie die Verlänge- rung der auslaufenden Physioverordnung selbstständig initi iert (vgl. E-Mail der Beschwerdefüh- rerin vom 8. Juni 2022 an Dr. med. G.____) und von si ch aus den Anstoss zu einer Ergothera- pie gegeben (vgl. Bericht von Dr. med. G.____ vom 1. Dezember 2021). 5.5.2 Den vorinstanzlichen Ausführungen kann sodann auch im Hinblick auf die Berichte der Erziehungsbeiständin sowie der Kindsvertreterin nicht gef olgt werden. In ihrem Bericht vom 23. Juli 2022 attestiert die Erziehungsbeiständin den Be schwerdeführenden eine offene und kooperative Verhaltensweise, obschon diese sich in einer ä usserst schwierigen Ausgangslage befänden. Trotz ihres Vertretungsrechts in medizinische n Belangen erachtet sie deren Einbe- zug als sinnvoll und notwendig und verweist darauf, dass die Eltern D.____ und E.____ viel besser kennen würden. Die Zusammenarbeit mit dem Spit al M.____ beurteilt sie ebenfalls als gut. Die Kindsvertreterin beschreibt in ihrem Bericht v om 22. Juli 2022 die beiden Kinder bei Abwesenheit der Eltern als sehr belastet. Sind die Elt ern hingegen anwesend, machen die Kin- der einen glücklichen und entspannten Eindruck. Gemäss der Kindsvertreterin ist die Zusam- menarbeit mit den Beschwerdeführenden unkompliziert un d angenehm. Die Kindsvertreterin erläutert in ihrer Vernehmlassung (vgl. dazu auch E. 4 .5 hiervor) zudem, dass die Beschwer- deführenden sich intensiv mit den Bedürfnissen ihrer Kin der auseinandersetzen würden und ihr Leben danach eingerichtet hätten, eng mit Fachpersonen zusammenarbeiten würden und die Kinder eine grosse Anhänglichkeit sowie emotionale Verbundenheit zu ihnen zeigten. 5.5.3 Nichts anderes ergibt sich aus dem Bericht der Kinde rspitex vom 23. November 2022 sowie den Angaben von Dr. med. H.____ (vgl. E-Mail vom 28. Oktober 2022). Demnach halten sich die Beschwerdeführenden an die Therapietermine sow ie die Empfehlungen, verabreichen die verordneten Medikamente und sind sehr um das Wohl ihrer Kinder besorgt. Die regelmässi- gen Besuche der Physio- und Ergotherapie werden auch anhand des E-Mail-Verkehrs zwischen der Beschwerdeführerin und der Klinik J.____ ersichtlich (vgl. E-Mails der Beschwerdeführerin vom 22. November 2022). Schliesslich ist zu erwähnen, da ss Dr. med. H.____ den Kindseltern ein Ausschleichschema für das Medikament N.____ für den Zeitraum 15. November 2022 bis 15. Februar 2023 ausgehändigt hat. Daraus ist das in d ie Beschwerdeführenden gelegte Ver- Seite 13 http://www.bl.ch/kantonsgericht trauen ersichtlich, ihren Kindern die verschriebenen Med ikamente ohne weiteres selbstständig zu verabreichen. 5.5.4 Ergänzend ist auf die Gefährdungsmeldung vom 20 . April 2022 und die darin erwähnte grobe Umgangsweise der Beschwerdeführenden mit ihren K indern sowie die bei D.____ fest- gestellten Hämatome hinzuweisen. Diesbezüglich haben sich allfällige Vorwürfe gegenüber den Beschwerdeführenden nicht erhärtet. Vielmehr muss gestü tzt auf die Akten davon ausgegan- gen werden, dass bei beiden Kindern auch während des Au fenthalts im Spital M.____ Häma- tome entstanden sind. Zu beachten ist dabei insbesonde re die Aktennotiz des Spitals M.____ vom 26. Juli 2022, wonach Hämatome unter anderem dan n entstehen könnten, wenn die Kin- der während der Spastiken an einem Gegenstand anschlag en und es durchaus denkbar sei, dass spastische Kinder zur Vermeidung von Verletzungen g ehalten werden müssten. Darüber hinaus hat sich auch der Vorwurf eines groben Umgangs m it den Kindern nicht bestätigt, son- dern decken sich die Aussagen der Erziehungsbeiständin, d er Kindsvertreterin und der Kinder- spitex, wonach bei den Beschwerdeführenden eine liebe- und hingebungsvolle Umgangsweise mit ihren Kindern beobachtet worden sei. Somit kann den Beschwerdeführenden auch diesbe- züglich keine Gefährdung des Kindeswohls entgegengehalten werden. 5.6 Schliesslich ist die Ernährung der Kinder umstritte n. Gemäss Angaben des Spitals M.____ waren D.____ und E.____ bei Spitaleintritt w ohlgenährt und gut gepflegt (vgl. Protokoll Rund-Tisch-Gespräch vom 21. Juli 2022). Dennoch wurden sie während des Aufenthalts im Spital M.____ voll- (E.____) bzw. teilsondiert (D.____). Grund hierfür waren die Beobachtungen und Empfehlungen der zuständigen Logopädin, welche oh ne Sondierung das Risiko einer le- bensbedrohlichen Aspiration ausmachte und die Ernährung teilweise als Zwang für die Kinder beschrieb. Wie sich allerdings rasch herausstellte, wurde n die Kinder von den Beschwerdefüh- renden anlässlich der elterlichen Besuche gefüttert, wob ei sie auf natürlichem Weg gegessen haben. Sowohl die Erziehungsbeiständin als auch die Kind svertreterin berichteten, dass die Kinder recht gut essen und die Nahrungsabgabe durch di e Beschwerdeführenden problemlos verlaufe (vgl. E-Mail der Erziehungsbeiständin vom 8. Juli 2022 und Bericht der Kindsvertreterin vom 22. Juli 2022). Sodann hat die Kindsvertreterin di e Essensabgabe als normal und ohne Zwang, die Sonden für die Kinder jedoch als störend wa hrgenommen. Zudem haben die Kinder ihrer Meinung nach keinen mangelernährten Eindruck gemacht (vgl. Protokoll der Anhörung der Kindsvertreterin vom 4. August 2022, S. 1 f.). Gemäss dem Spital M.____ wurden die Sondie- rungen unter anderem als Pflegeerleichterung aufgrund des sehr hohen Pflegeaufwands vorge- nommen (vgl. provisorischer Austrittsbericht vom 29. August 2022, S. 4). Wie dem Bericht der Kinderspitex vom 23. November 2022 entnommen werden kan n, wurden den Kindern die Son- den jedoch bereits einen bzw. zwei Tage nach ihrem Aus tritt aus dem Spital M.____ gezogen, um ihnen mehr Komfort beim Essen zu bieten. Darüber hinaus berichtet die Kinderspitex, dass sie regelmässig bei D.____ und E.____ vorbeischauen wür den und während der Nahrungsab- gabe durch die Beschwerdeführenden anwesend seien. Dem nach nähmen sich die Beschwer- deführenden ausreichend Zeit, um die Kinder zu ernähren, wobei diese Kost vom Tisch – meist Gemüse, Kartoffeln und Fleisch – ässen und dabei keine Probleme ersichtlich seien. Die Kinder wirkten wohlgenährt und würden keine Anzeichen einer M angelernährung zeigen. Aus den Be- richten der Erziehungsbeiständin sowie der Kindsvertret erin und insbesondere demjenigen der Seite 14 http://www.bl.ch/kantonsgericht Kinderspitex erhellt, dass die Ernährung entgegen der Auffassung der Vorinstanz keine Gefähr- dung des Wohls von D.____ und E.____ darstellt und ei ne Sondierung aktuell nicht notwendig erscheint. 5.7 Zusammengefasst ist festzuhalten, dass die Beschwerdef ührenden gemäss den über- einstimmenden Berichten der Erziehungsbeiständin, der K indsvertreterin, der behandelnden Fachpersonen und von Dr. med. H.____ in Bezug auf die Gesundheit ihrer Kinder ein nicht zu beanstandendes Verhalten an den Tag legen. So werden im Zusammenhang mit der medizini- schen und therapeutischen Behandlung und Betreuung der Kinder sämtliche Termine wahrge- nommen, die Empfehlungen umgesetzt und gestaltet sich die Zusammenarbeit mit den Be- schwerdeführenden offen und kooperativ. Darüber hinaus sind keine Probleme hinsichtlich der Ernährung der Kinder ersichtlich und werden die Medikam ente zuverlässig verabreicht. Eine durch das Verhalten der Beschwerdeführenden begründete Gefährdung des Kindeswohls von D.____ und E.____ in Bezug auf die von der Vorinstanz angeführten gesundheitlichen Aspekte ist somit nicht erstellt. Vor diesem Hintergrund ist ein e weitere Beschränkung der elterlichen Sorge im Bereich Gesundheit nicht gerechtfertigt (vgl. E. 3.4 hiervor). In Anbetracht der übrigen – von den Beschwerdeführenden akzeptierten und nicht a ngefochtenen – Massnahmen (Erzie- hungsbeistandschaft und diverse Anweisungen an die Elt ern betreffend die Behandlung und Betreuung; vgl. dazu den Entscheid der Vorinstanz vom 25 . August 2022) ist die gesundheitli- che Versorgung von D.____ und E.____ bereits genügend sichergestellt, weshalb eine Ein- schränkung der elterlichen Sorge zudem auch unverhältnismä ssig wäre. Nach dem Gesagten ist die vorliegende Beschwerde begründet, weshalb sie g utzuheissen und Ziffer 2 des ange- fochtenen Entscheids der Vorinstanz vom 25. August 2022 e ntsprechend aufzuheben ist. Da sich die Beschränkung der elterlichen Sorge im Bereich G esundheit auch in Ziffer 4 des ange- fochtenen Entscheids – soweit darin einleitend auf Art . 308 Abs. 3 ZGB verwiesen wird – nie- derschlägt, ist der Entscheid auch diesbezüglich aufzuheben. 6.1 Es bleibt über die Kosten zu entscheiden. Gemäss § 20 Abs. 1 VPO ist das Verfahren vor dem Kantonsgericht kostenpflichtig. Die Verfahrensko sten umfassen die Gerichtsgebühren und die Beweiskosten und werden in der Regel in angemessenem Ausmass der unterliegenden Partei auferlegt (§ 20 Abs. 3 VPO). Ausgangsgemäss sind die Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 1'500.-- der Vorinstanz aufzuerlegen. Damit ist den Beschwerdeführenden der von ihnen bereits geleistete Kostenvorschuss in der Höhe von Fr. 1'200.-- zurückzuerstatten. 6.2 Nach § 21 Abs. 1 VPO kann der ganz oder teilweise ob siegenden Partei für den Bei- zug eines Anwalts bzw. einer Anwältin eine angemessene P arteientschädigung zulasten der Gegenpartei zugesprochen werden. Entsprechend dem Au sgang des Verfahrens hat die Vor- instanz den Beschwerdeführenden eine Parteientschädigung zu bezahlen. Der von der Rechts- vertreterin der Beschwerdeführenden in der Honorarnot e vom 28. November 2022 geltend ge- machte Aufwand von 12.25 Stunden à Fr. 250.-- ist nich t zu beanstanden. Demgemäss hat die Vorinstanz den Beschwerdeführenden eine Parteientschädig ung in der Höhe von Fr. 3'298.30 (inkl. Auslagen und 7.7% Mehrwertsteuer) zu bezahlen. Seite 15 http://www.bl.ch/kantonsgericht Demgemäss wird e r k a n n t : ://: 1. In Gutheissung der Beschwerde werden die Ziff ern 2 und 4 des Ent- scheids der Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde C.____ vo m 25. August 2022 aufgehoben und wie folgt neu gefasst: 2. Die für D.____ und E.____ superprovisorisch errichtete Erzie- hungsbeistandschaft gemäss Art. 308 Abs. 1–2 ZGB wird b estätigt. Die elterliche Sorge für den Bereich Gesundheit wird n icht be- schränkt. 4. Gestützt auf Art. 308 Abs. 1–2 ZGB werden F.____ f olgende Aufgaben übertragen: a) die Eltern in ihrer Sorge um D.____ und E.____ mit Rat und Tat zu unterstützen; b) stets für eine hinreichende medizinische und therapeu tische Behandlung sowie pflegerische Betreuung besorgt zu sei n und D.____ und E.____ bei allen dafür erforderlichen Vorkehren so- weit nötig zu vertreten. 2. Die Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 1'500.-- werden der Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde C.____ auferlegt. Der von den Be- schwerdeführenden geleistete Kostenvorschuss in der Höhe vo n Fr. 1'200.-- wird den Beschwerdeführenden zurückerstattet. 3. Die Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde C.____ hat den Beschwer- deführenden eine Parteientschädigung in der Höhe von Fr. 3'298.30 (inkl. Auslagen und 7.7% Mehrwertsteuer) zu bezahlen. Präsidentin Gerichtsschreiber