<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2002.00176</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=106926&amp;W10_KEY=13013575&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2002.00176</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 13.11.2002</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">1. Abteilung/1. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Raumplanungs-, Bau- und Umweltrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Baubewilligung</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Weiterbetrieb einer Rampenheizung, Anpassung an geltendes Recht Eine Rampe, die innerhalb von 6 m ab Strassengrenze eine Neigung von 14,8 % aufweist, verstösst gegen die im technischen Anhang zur Verkehrssicherheitsverordnung festgehaltenen Mindestanforderungen für Ausfahrten. Ihr wohnt ein erhebliches Gefahrenpotential inne (E. 3a). Den von der zu steilen Rampe ausgehenden Gefahren lässt sich nur mit einer Heizung hinreichend begegnen. Damit erweist sich die Rampenheizung gemäss § 12 Abs. 2 EnergieG als zulässig. Dass sie nur in Betrieb gesetzt wird, wenn dies aus Sicherheitsgründen zwingend erforderlich ist, ist durch eine entsprechende Steuerung sicherzustellen (E. 3b). Gutheissung (E. 4).</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ABWÃRME">ABWÃRME</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: AUSFAHRT">AUSFAHRT</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: Besonderes Verwaltungsrecht (ohne...) ST: ENERGIE">ENERGIE</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ERNEUERBARE ENERGIE">ERNEUERBARE ENERGIE</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: GEFAHR">GEFAHR</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: GEFÃHRDUNGSPOTENTIAL">GEFÃHRDUNGSPOTENTIAL</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: GEFÃLLE">GEFÃLLE</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: HEIZUNGEN IM FREIEN">HEIZUNGEN IM FREIEN</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: RAMPE">RAMPE</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: RAMPENHEIZUNG">RAMPENHEIZUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: RAMPENNEIGUNG">RAMPENNEIGUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: SCHNEE- UND EISGLÃTTE">SCHNEE- UND EISGLÃTTE</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: Besonderes Verwaltungsrecht (ohne...) ST: VERKEHR (INKL. STRASSENRECHT, WANDERWEGE)">VERKEHR (INKL. STRASSENRECHT, WANDERWEGE)</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="gerade">Art. 12 lit. II EnG</span><br/><span class="ungerade">Art. 1 VerkehrssicherheitsV</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 3 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Einzug1"><span>I. Am 18. September 2001 verweigerte die Baukommission X der Stockwerkeigen­tÃ¼mergemeinschaft A die Bewilligung fÃ¼r den Weiterbetrieb der Rampenheizung fÃ¼r das Ge­bÃ¤ude Vers.-Nr. 01 auf dem GrundstÃ¼ck Kat.-Nr. 02 in X.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>II. Die Baurekurskommission II wies den hiergegen von der StockwerkeigentÃ¼mergemeinschaft A erhobe­nen Rekurs am 16. April 2002 ab.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>III. Mit Beschwerde vom 22. Mai 2002 liess die StockwerkeigentÃ¼mergemeinschaft A dem Verwaltungs­­gericht die Aufhebung des Rekursentscheids und des Be­schlusses der Baukommission beantragen, unter Kosten- und EntschÃ¤digungsfolgen zu Lasten der Gegen­partei.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Zur BegrÃ¼ndung wurde im Wesentlichen vorgebracht, die Rekurskommission habe der BeschwerdefÃ¼hrerin das rechtliche GehÃ¶r verweigert, indem sie auf mehrere der vorgebrachten EinwÃ¤nde nicht oder nur rudimentÃ¤r eingegangen sei. § 12 Abs. 2 des Energiegesetzes vom 19. Juni 1983/25. Juni 1995 (EnergieG; LS 730.1), wonach FreiluftbÃ¤der und Heizungen im Freien mit erneuerbarer Energie oder nicht anders nutzbarer AbwÃ¤rme zu be­­­treiben seien, lasse bei Heizungen im Freien Abweichungen zu, wenn Gefahren nicht an­ders abwendbar seien. Die Baurekurskommission habe in Verkennung der Anforderungen ge­mÃ¤ss Verkehrssicherheitsverordnung vom 15. Juni 1983 (LS 722.15) und der Normen der Vereinigung Schweizerischer Strassenfachleute (VSS SN 640 603a) die streitbetroffene Rampe unzutreffenderweise als sicherheitsmÃ¤ssig unbedenklich qualifiziert. Die von der Vor­­instanz zur Gefahrenabwehr vorgeschlagenen Massnahmen wie SchneerÃ¤umung, Verwendung von Salz oder Splitt, teilweise Ãberdachung oder zeitweise Sperrung seien unpraktikabel, aus baurechtlichen GrÃ¼nden nicht mÃ¶glich bzw. unverhÃ¤ltnismÃ¤ssig.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die Vorinstanz beantragte am 25. Juni 2002 Abweisung der Beschwerde. Die Baukommission X verzichtete am 13. Juni 2002 auf Beschwerdeantwort.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die Kammer zieht in ErwÃ¤gung:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>1. </span>Der BeschwerdefÃ¼hrer wirft der Vorinstanz eine unzureichende BegrÃ¼ndung des Rekursentscheids vor und will ihn schon aus diesem Grund aufgehoben haben. </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">a) Laut § 28 Abs. 1 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959/8. Juni 1997 (VRG) umschreibt der Rekursentscheid kurz den Sachverhalt und fasst die ErwÃ¤gungen zusammen; soweit der Darstellung des Tatbestandes und den ErwÃ¤gungen der Vorinstanz zugestimmt wird, kann auf sie verwiesen werden. Inhalt und Umfang der BegrÃ¼ndung des Rekursentscheids richten sich nach § 10 VRG <span>(Alfred KÃ¶lz/JÃ¼rg Bosshart/Martin RÃ¶hl, Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons ZÃ¼rich, 2. A., ZÃ¼rich 1999,­ § 28 N. 4). BezÃ¼glich der Aus­fÃ¼hr­­lichkeit einer BegrÃ¼ndung lassen sich keine allgemeinen Regeln aufstellen; die Anforderungen richten sich nach den UmstÃ¤nden des Einzelfalls und den Interessen des Betroffenen. Die BegrÃ¼ndung einer Anordnung erscheint als an­­­gemessen, wenn sie so ab­gefasst ist, dass sich der Betroffene Ã¼ber die Tragweite des Ent­scheids Rechenschaft zu geben und allenfalls in voller Kenntnis der GrÃ¼nde ein Rechtsmit­tel zu ergreifen vermag; in diesem Sinn mÃ¼ssen wenigstens kurz die Ãberlegungen genannt sein, von denen sich die BehÃ¶rde leiten liess und auf welche sich ihr Entscheid stÃ¼tzt (KÃ¶lz/ Boss­hart/­RÃ¶hl, § 10 N. 39 mit Hinweisen). Bei einem Rechtsmittelentscheid ist grund­sÃ¤tz­lich eine einlÃ¤sslichere BegrÃ¼ndung erforderlich; verweist die Rekursinstanz gemÃ¤ss § 28 Abs. 1 VRG auf die von ihr als zutreffend befundenen ErwÃ¤gungen der Vorinstanz, so kann sie sich jedoch darauf beschrÃ¤nken, die neuen Parteivorbringen zu wÃ¼rdigen (KÃ¶lz/Bosshart/ RÃ¶hl, § 10 N. 43).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) Die Baurekurskommission hat in Ziffer 2 ihrer ErwÃ¤gungen die Bedenken der Be­schwerdefÃ¼hrerin bezÃ¼glich der Sicherheit der streitbetroffenen Rampe bei winterlichen VerhÃ¤ltnissen zusammengefasst und in Ziffer 3.b ausgefÃ¼hrt, im Baubewilligungsverfahren wÃ¼rden ungedeckte und unbeheizte Rampen mit einem GefÃ¤lle von unter 15 % noch als un­­­bedenklich qualifiziert. Im Winter kÃ¶nne das gefahrlose und sichere Befahren der Rampe ohne weiteres durch SchneerÃ¤umung und den zusÃ¤tzlichen Einsatz von Streumitteln ge­wÃ¤hrleistet werden.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Diese BegrÃ¼ndung ist angesichts der eingehenden und sachdienlichen Vorbringen in der Rekursschrift vom 18. Oktober 2001 in einem Rechtsmittelverfahren ungenÃ¼gend. Die BeschwerdefÃ¼hrerin hat in der Rekursschrift darauf hingewiesen, dass nach den Normen der Vereinigung Schweizerischer Strassenfachleute ein solches GefÃ¤lle im hier massgeblichen Regelfall nicht akzeptabel sei und die Verkehrssicherheitsverordnung innerhalb von 6 m ab Strassengrenze eine maximale Neigung von 5 % zulasse. Mit diesen Vorbringen, die immerhin einen Hinweis auf das Gefahrenpotenzial geben, hat sich die Rekurs­kom­­mission nicht auseinander gesetzt. Sodann hat sie auf die MÃ¶glichkeit einer teilweisen Ãberdachung verwiesen, ohne sich mit dem Hinweis auseinander zu setzen, dass eine solche gerade im sicherheitsmÃ¤ssig kritischsten EinmÃ¼ndungsbereich aus baurechtlichen GrÃ¼n­­den nicht realisierbar ist. Anzumerken ist schliesslich, dass die Baurekurskommission auf Fotografien im Protokoll verweist, ohne dass ersichtlich ist, wie diese Eingang in die Akten gefunden haben. Weder dem angefochtenen Entscheid noch dem Protokollheft lÃ¤sst sich ein Hinweis auf einen Augenschein entnehmen. Jedenfalls hÃ¤tte die ErgÃ¤nzung der Akten durch die Fotografien den Parteien zur Stellungnahme angezeigt werden mÃ¼ssen. Auch insofern liegt eine GehÃ¶rsverweigerung vor.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>2. Hebt das Verwaltungsgericht die angefochtene Anordnung auf, so entscheidet es selbst (§ 63 Abs. 1 VRG) oder weist die Angelegenheit zu neuer Entscheidung an die Vor­instanz zurÃ¼ck (§ 64 Abs. 1 VRG). Da sich die Sache als spruchreif erweist, kann eine RÃ¼ck­­weisung unterbleiben.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>3. GemÃ¤ss § 12 Abs. 2 EnergieG sind FreiluftbÃ¤der und Heizungen im Freien mit erneuerbaren Energien oder nicht anders nutzbarer AbwÃ¤rme zu betreiben. Abweichungen sind mÃ¶glich bei Heizungen im Freien, wenn Gefahren nicht anders abwendbar sind.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Ob die umstrittene Rampenheizung bewilligungsfÃ¤hig ist, hÃ¤ngt demnach in erster Linie davon ab, ob der Betrieb der Rampe aufgrund ihres GefÃ¤lles Gefahren birgt. In zwei­ter Linie stellt sich die Frage, ob solchen Gefahren gegebenenfalls mit anderen Massnahmen als durch den Betrieb einer Rampenheizung begegnet werden kann.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>a) GemÃ¤ss der VSS-Norm SN 640 603a sollen Fahrwege bei Parkierungsanlagen im Regelfall (Anlagetyp I), das heisst bei Ã¶ffentlich zugÃ¤nglichen Anlagen und Wohnbauten, eine Neigung von 10 % nicht Ã¼berschreiten; bei Anlagen, wo schwierige ManÃ¶ver und enge VerhÃ¤ltnisse eine tolerierbare Behinderung sind oder mit geringem Umschlag zu rechnen ist (Anlagetyp III), kann bei Rampen im Freien die Neigung bis 15 % betragen. Sodann hÃ¤lt Ziffer 11 der Norm einleitend fest, dass die Neigung von 15 % nicht Ã¼berschritten werden darf. Das kann nur so verstanden werden, dass die Neigung von 15 % das aus SicherheitsgrÃ¼nden zulÃ¤ssige Maximum bildet. Eine Rampe, die wie die streitbetroffene eine etwas geringere Neigung aufweist, ist deshalb gemÃ¤ss der in der Norm zum Ausdruck kommenden Fachmeinung grundsÃ¤tzlich als ungefÃ¤hrlich zu qualifizieren. Unerheblich ist, dass die Rampe zwei Kurven aufweist, da mit einer Lichtsignalanlage dafÃ¼r gesorgt ist, dass kein Gegenverkehr herrscht. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Hingegen macht die BeschwerdefÃ¼hrerin zutreffend geltend, dass die Rampe mit einer durchgehenden Neigung von 14,8 % gegen die im technischen Anhang zur Verkehrs­sicherheitsverordnung festgehaltenen Mindestanforderungen fÃ¼r Ausfahrten verstÃ¶sst, welche innerhalb von 6 m ab Strassengrenze nur eine maximale Neigung von +/- 5 % zulassen. Dieser Regelverstoss ist ein deutliches Indiz dafÃ¼r, dass der Steilheit der Rampe im Ausfahrts­­bereich ein Gefahrenpotenzial innewohnt. Eine zu grosse Neigung im Ausfahrtsbereich behindert bei ansteigender Rampe nicht bloss die Sicht, sondern kann bei Schnee- und EisglÃ¤tte dazu fÃ¼hren, dass bei abfallender Rampe nicht vor der Strassengrenze angehal­ten werden kann bzw. bei ansteigender Rampe ein gebotener Sicherheitshalt unterlassen wird.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) Damit stellt sich die Frage, ob der Gefahr, die von der im Ausfahrtsbereich zu steilen Rampe ausgeht, auf andere Weise als mit der umstrittenen Heizung begegnet werden kann. Offenkundig ist, dass jedenfalls im kritischen Ausfahrtsbereich eine Ãberdachung der Rampe nicht in Betracht kommt. Zwar trifft es zu, dass der Schnee gerÃ¤umt und gegen Schnee- und EisglÃ¤tte mit Salz und Splitt vorgegangen werden kann. Diese Vorkehren lassen sich aber mit vertretbarem Aufwand nicht lÃ¼ckenlos sicherstellen; vor allem nachts und in den frÃ¼hen Morgenstunden, wenn die Gefahr von EisglÃ¤tte besonders gross ist, ist zwangslÃ¤ufig damit zu rechnen, dass die gebotenen Massnahmen nicht immer rechtzeitig getroffen werden kÃ¶nnen. Dasselbe gilt hinsichtlich einer vÃ¶lligen Sperre der Einfahrt. Damit lÃ¤sst sich mit solchen Massnahmen den von der zu steilen Rampe ausgehenden Gefahren nicht hinreichend begegnen. Die Heizung erweist sich somit als zulÃ¤ssig. Dass die Heizung nur in Betrieb gesetzt wird, wenn dies aus SicherheitsgrÃ¼nden zwingend erforderlich ist, ist durch eine entsprechende Steuerung sicherzustellen; nÃ¶tigenfalls hat die Baukommission die Bewilligung mit diesbezÃ¼glichen Auflagen zu versehen. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>4. Die Beschwerde erweist sich damit als begrÃ¼ndet und ist gutzuheissen. DemgemÃ¤ss sind der Beschluss der Baukommission X vom 18. September 2001 sowie der Rekurs­entscheid vom 16. April 2002 aufzuheben, und die Baukommission X ist ein­zuladen, die Rampenheizung unter den gebotenen Nebenbestimmungen zu bewilligen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>...</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>DemgemÃ¤ss entscheidet die Kammer:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>1.<span> </span></span><span>Die Beschwerde wird gutgeheissen. DemgemÃ¤ss werden der Beschluss der Baukommission X vom 18. September 2001 sowie der Rekursentscheid vom 16. April 2002 aufgehoben und wird die Baukommission X eingeladen, die Rampenheizung unter den gebotenen Nebenbestimmungen zu bewilligen.</span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>2. ...</span></p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>