<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="cell small-12 contentContainer printArea"> <div><table><tr><td><p class="Normal Heading1"><span id="_GoBack"></span><span class="Normal Heading1">Sozialversicherungsgericht</span></p><p class="Normal Heading1"><span class="Normal Heading1">des Kantons Zürich</span></p></td><td><p class="Normal Heading1"></p></td></tr></table><p><span>IV.2017.00059</span></p><p><span> </span></p><p><span> </span></p><p><br/></p><p>IV. Kammer</p><p>Sozialversicherungsrichter Hurst, Vorsitzender<br/>Sozialversicherungsrichterin Arnold Gramigna<br/>Sozialversicherungsrichter Vogel<br/>Gerichtsschreiberin Leicht</p><p class="Normal Heading2"><span class="Normal Heading2">Urteil vom 22. August 2018</span></p><p class="Normal StandardEinzug"><span class="Normal StandardEinzug">in Sachen</span></p><p class="Normal StandardFett RubrumFett"><span class="Normal StandardFett RubrumFett">X.___</span></p><p class="Normal StandardFett RubrumFett"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Beschwerdeführerin</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">vertreten durch Rechtsanwalt Thomas Laube</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">KSPartner</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Ulrichstrasse 14, 8032 Zürich</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">gegen</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardFett RubrumFett"><span class="Normal StandardFett RubrumFett">Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Beschwerdegegnerin</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Sachverhalt:</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die 1959 geborene X.___ war von 1991 bis 2007, als sie ihre </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Einzelfirma (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Y.___</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">) an die </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Z.___</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> verkaufte (Urk. 7/58</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> = Urk. 3/24), selbständig erwerbend. Vom 1. Februar 2007 bis März 2009 war sie bei der Z.___ als Filialleiterin, </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">zunächst in einem 60%- und ab 1. Juli 2007 in einem 80%-Pensum,</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> angestellt (Urk. 3/25 und Urk. 7/15). Von Juli 2009 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">bis Juli 2014</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> war sie bei der A.___ im Bereich allgemeine Sekretariats</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">arbeiten im Stundenlohn (Urk. 7/18 und Urk. 7/32) und vom 1. Oktober 2009 bis zum 31. Oktober 2010 bei der B.___ als Fachberaterin Seniorendienste in einem 60 %-Pensum tätig (Urk. 7/17).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Am 20. Februar 1998 meldete sich die Versicherte unter Hinweis auf ein Rücken- /</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Wirbelsäulenleiden erstmals bei der Invalidenversicherung zum Leistungsbezug an (Urk. 7/141). Das Leistungsbegehren wurde mit Verfügung vom 18. Mai 1999 abgewiesen (Urk. 7/2). Diese Verfügung erwuchs unangefochten in Rechtskraft.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Am 20. Juni 2005 erlitt die Versicherte bei einem Verkehrsunfall ein HWS-</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Dis</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tor</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sionstrauma sowie eine LWS-Distorsion (Urk. 7/149 S. 28). Am 11. Mai 2009</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> stürzte die Beschwerdeführerin nach einer Schnittverletzung und war für ein paar Sekunden bewusstlos (Urk. 7/90 S. 27). Wegen sekundären Kopfschmerzen und Konzentrationsstörungen wurde ein Schädel-Angio-MRI durchgeführt, welches unauffällig war (Urk. 7/90 S. 24). Am 18. Oktober 2010 wurde in der C.___ eine operative Spondylodese L3/4 bei progressiver Segment</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">destruktion L3/4 durchgeführt (Urk. 7/12 S. 7). Am </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">18. Juni 2013 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">erfolgte in der D.___ eine Dekompressions- und Verlängerungsspondylodese L2-L5 (Urk. 7/36 S. 5). Am 20. September 2016 wurde eine Osteosynthesematerialent</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">fernung lumbal und eine Stabilitätsprüfung durchgeführt (Urk. 3/5a)</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Am 31. August 2011 meldete sich die Versicherte unter Angabe von diversen Beschwerden erneut bei der Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, zum Leistungsbezug an (Urk. 7/5). Die IV-Stelle liess einen Auszug aus dem Individuellen Konto der Versicherten erstellen (IK-Auszug, Urk. 7/15), zog die Akten der Krankentaggeldversicherung und der Unfallversicherung bei und tätigte medizinische und erwerbliche Abklärungen. Am 17. Juli 2014 ordnete die IV-Stelle eine polydisziplinäre Begutachtung (Allgemeine Innere Medizin/Ortho</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">pädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates/Psychiatrie und </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Psychotherapie) bei der Abklärungsstelle </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">E.___ an (Urk. 7/43). Das Gutachten wurde am 4. November 2014 erstattet (Urk. 7/47). Mit Vorbescheid vom 4. Mai 2015 stellte die IV-Stelle der Versicherten die Abweisung ihres Rentenbegehrens in Aussicht (Urk. 7/66). Im Rahmen des Einwandverfahrens holte die Beschwerdegegnerin eine Stellung</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nahme der orthopädischen und psychiatrischen Fachärzte der E.___ ein (Urk. 7/81). In der Folge beauftragte sie die Medas F.___ mit einer erneuten poly</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">disziplinären Begutachtung (Allgemeine Innere Medizin/Neurologie/Orthopädie/ Psychiatrie). Das Gutachten wurde am 30. Mai 2016 erstattet (Urk. 7/105). Mit Verfügung vom 13. Dezember 2016 verneinte die IV-Stelle einen Leistungsan</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">spruch der Versicherten (Urk. 7/153 = Urk. 2).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Dagegen erhob die Versicherte mit Eingabe vom 16. Januar 2016 (recte: 16. Janu</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">a</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">r 2017) Beschwerde und beantragte, die angefochtene Verfügung sei aufzuheben und es seien ihr nach Vornahme der notwendigen Abklärungen die gesetzlichen Leistungen zuzusprechen (Urk. 1 S. 2). Mit Beschwerdeantwort vom 21. Februar 2017 beantragte die Beschwerdegegnerin die Abweisung der Beschwerde (Urk. 6), </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">was der Beschwerdeführerin mit Verfügung vom 27. Februar 2017 mitgeteilt wurde</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> (Urk. 8). Am 6. März 2017 reichte die Beschwerdeführerin eine Stellung</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nahme ein (Urk. 9), welche der Beschwerdegegnerin am 8. März 2017 zur Kenntnis</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nahme zugestellt wurde (Urk. 10). Mit Eingabe vom 15. Januar 2018 reichte sie einen Arztbericht ein, welcher der Beschwerdegegnerin am 18. Januar 2018 zur Kennt</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nis gebracht wurde (Urk. 14).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Auf die Vorbringen der Parteien und die eingereichten Unterlagen ist, soweit für </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">die Entscheidfindung erforderlich, in den n</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">achfolgenden Erwägungen einzuge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">h</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">en.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Das Gericht</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> zieht in Erwägung:</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.</span><span> </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Sie kann Folge von Ge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">burts</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">-</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1 IVG). </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesund</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">heit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verblei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">bende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurtei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">lung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Beeinträchtigungen der psychischen Gesundheit können in gleicher Weise wie körperliche Gesundheitsschäden eine Invalidität im Sinne von Art. 4 Abs. 1 IVG in Verbindung mit Art. 8 ATSG bewirken. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Rechtsprechungsgemäss ist bei psy</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">chischen Beeinträchtigungen zu prüfen, </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ob ein psychischer Gesundheitsschaden mit Krankheitswert besteht, welcher</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> die versicherte Person auch bei Aufbietung </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">allen guten Willens daran hindert, ein rentenausschliessendes Erwerbsein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">kom</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">men </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">zu erzielen (vgl. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">BGE 139 V 547</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> E. 5, </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">131 V 49</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> E. 1.2, </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">130 V 352</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> E. 2.2.1; vgl</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">. Urteil des Bundesgerichts 9C_125/2015 vom 18. November 2015 E. 5.4). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die Annahme </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">eines psychischen Gesundheitsschadens im Sinne von Art. 4 Abs. 1 IVG sowie Art. 3 Abs. 1 und Art. 6 ATSG setzt </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">eine psychiatrische, </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">lege artis auf </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">die Vorgaben eines anerkannten Klassifikationssystems abgestützte Diagnose vor</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">aus (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">vgl. BGE 143 V 409 E. 4.5.2, </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">141 V 281 E. 2.1</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">, 130 V 396 E. 5.3 und E. 6</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">). Eine fachärztlich </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">einwandfrei </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">festgestellte psychische Krankheit ist jedoch nicht ohne weiteres gleichbedeutend mit dem Vorliegen einer Invalidität. In jedem Einzelfall muss eine Beeinträchtigung der Arbeits- und Erwerbsfähigkeit unab</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">hängig von der Diagnose und grundsätzlich unbesehen der Ätiologie ausgewiesen und in ihrem Ausmass bestimmt sein. Entscheidend ist die </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">nach einem weitgehend objektivierten Massstab zu beurteilende </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Frage, ob es der versicherten Person zumutbar ist, eine Arb</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">eitsleistung zu erbringen (BGE 143 V 409 E. 4.2.1, 141 V 281 E. 3.7, </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">139 V 547 E. 5.2</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">, 127 V 294 E. 4c, je mit Hinweisen; vgl. Art. 7 Abs. 2 ATSG</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Anspruch auf eine Rente haben gemäss </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">28 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Abs. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1 IVG Versicherte, die:</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">a.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können;</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">b.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindes</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tens 40 % arbeitsunfähig (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">6 ATSG) gewesen sind; und</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">c.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">8 ATSG) sind.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine Vier</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">telsrente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine Dreiviertelsrente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">28 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Abs. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">2 IVG).</span></p><p></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1.4</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im Be</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">schwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gege</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">-</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">benenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeits</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">unfähig ist (BGE 125 V 256 E. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4). Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten Person no</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ch zugemutet werden können (BGE 125 V 256 E. 4 mit Hinweisen; AHI 2002 S. 70 E. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4b/cc).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1.5</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Das Sozialversicherungsgericht hat den Sachverhalt von Amtes wegen festzu</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">stellen und alle Beweismittel objektiv zu prüfen, unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden, ob sie eine zuverlässige Beurteilung des strittigen Leistungsanspruches gestatten. Insbesondere darf es beim Vorliegen einander widersprechender medizinischer Berichte den Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzugeben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt (ZAK 1986 S. 188 E. 2a). Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Gutachtens ist im Lichte dieser Grundsätze entscheidend, ob es für die Beantwortung der gestellten Fragen umfassend ist, auf den erforderlichen allseitigen Untersu</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">chungen beruht, die geklagten Beschwerden berücksichtigt und sich mit diesen sowie dem Verhalten der untersuchten Person auseinander setzt – was vor allem bei psychischen Fehlentwicklungen nötig ist –, in Kenntnis der und gegebenen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">falls in Auseinandersetzung mit den Vorakten abgegeben worden ist, ob es in der Darlegung der medizinischen Zustände und Zusammenhänge einleuchtet, ob die Schlussfolgerungen der medizinischen Experten in einer Weise begründet sind, dass die rechtsanwendende Person sie prüfend nachvollziehen kann, ob der Experte oder die Expertin nicht auszuräumende Unsicherheiten und Unklarheiten, welche die Beantwortung der Fragen erschweren oder verunmöglichen, gegebe</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">nen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">falls deutlich macht (BGE 134 V 231 E. 5.1; 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c; Ulrich Meyer, Die Rechtspflege in der Sozialversicherung, BJM 1989, S. 30 f.; derselbe in: Hermann Fredenhagen, Das ärztliche Gutachten, 4. Auflage 2003, S. 24 f.).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1.6</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">In intertemporalrechtlicher Hinsicht ist sinngemäss wie in BGE 137 V 210 (be</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">treffend die rechtsstaatlichen Anforderungen an die medizinische Begutach</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tung) vorzugehen. Nach diesem Entscheid verlieren gemäss altem Verfahrens</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">standard eingeholte Gutachten nicht per se ihren Beweiswert. Vielmehr ist im Rahmen einer gesamthaften Prüfung des Einzelfalls mit seinen spezifischen Ge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">geben</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">heiten und den erhobenen Rügen entscheidend, ob ein abschliessendes Abstellen auf die vor</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">handenen Beweisgrundlagen vor Bundesrecht standhält (BGE a.a.O. E. 6 in initio). In sinngemässer Anwendung der nunmehr materiell-beweisrecht</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">lich geänderten Anforderungen ist in jedem einzelnen Fall zu prü</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">fen, ob die beigezogenen admi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">nistrativen und/oder gerichtlichen Sachverständi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gengutach</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ten – gegebenenfalls im Kontext mit weiteren fachärztlichen Berich</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ten – eine schlüssige Beurteilung im Lichte der massgeblichen Indikatoren er</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">lauben oder nicht. Je nach Abklärungstiefe und -dichte kann zudem unter Um</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ständen eine punktuelle Ergänzung genügen (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">BGE 141 V 281</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> E. 8).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.</span><span> </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Im angefochtenen Entscheid erwog die IV-Stelle, die Abklärungen hätten erge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ben, dass die Beschwerdeführerin seit Oktober 2011 zu 30 % arbeitsunfähig sei. Im Rahmen einer postoperativen Rehabilitation sei sie von Juni bis Dezember 2013 vollständig arbeitsunfähig gewesen. Danach habe wieder eine Arbeitsun</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">fähigkeit von 30 % bestanden. In der angestammten Tätigkeit als Akustikerin oder Büroassistentin sowie in einer angepassten Tätigkeit sei ihr ein Arbeits</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">pensum von 70 % zuzumuten. Da der Invaliditätsgrad 30 % betrage, bestehe kein Rentenanspruch (Urk. 2).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Beschwerdeführerin machte demgegenüber im Wesentlichen geltend, es treffe nicht zu, dass die Arbeitsunfähigkeit erst im Oktober 2011 aufgetreten sei. Eine gewisse Einschränkung habe bereits gemäss IV-Verfügung vom 18. Mai 1999 bestanden. Eine durchgehende Arbeitsunfähigkeit seit dem Unfall vom 20. Mai 2005 sei durchgehend belegt. Sie habe ihre Firma „Y.___" aus gesundheitlichen Gründen verkaufen müssen. Ihre angestammte Tätigkeit sei weder Physiotherapeutin noch Büroassistentin noch Hörgeräte-Akustikerin, sondern Inhaberin und Geschäftsführerin der Einzelfirma „Y.___</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">". Das Valideneinkommen betrage nicht Fr. 81'118.10 sondern Fr. 236'000.--.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Bei einem Invalideneinkommen von Fr. 55'824.55 ergebe dies einen Invaliditätsgrad von 76 %. Das Medas-Gutachten sei formell mangelhaft, die Zusatzfragen seien nicht beantwortet worden und es liege keine gültige Beurteilung der angestammten Tätigkeit vor. Die bildgebenden Befunde seien nicht berücksichtigt worden und es liege keine umfassende psychiatrische Beur</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">teilung vor (Urk. 1 S. 6 ff.).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">In formeller Hinsicht ist zunächst die Rüge der Verletzung des Anspruchs auf rechtliches Gehör sowie des Untersuchungsgrundsatzes (Urk. 1 S. 3) zu prüfen.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die Begründungspflicht als Ausfluss des Anspruchs auf rechtliches Gehör be</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">deutet nicht, dass sich die Behörde mit allen Parteistandpunkten einlässlich aus</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">einandersetzen und jedes einzelne Vorbringen ausdrücklich widerlegen muss. Es genügt, wenn die Begründung kurz die Überlegungen nennt, auf die sich der Ent</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">scheid stützt und dieser sachgerecht angefochten werden kann (BGE 124 V 180 E. 1a, Urteil des Bundesgerichts 8C_30/2016 vom 8. März 2016 E. 2 mit weiteren Hinweisen). Im Übrigen kann eine nicht besonders schwerwiegende Verletzung des rechtlichen Gehörs nach der Rechtsprechung als geheilt gelten, wenn die betroffene Person die Möglichkeit erhält, sich vor einer Beschwerde</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">instanz zu äussern, die sowohl den Sachverhalt wie auch die Rechtslage frei überprüfen kann (BGE 133 I 201 E.2.2; BGE 127 V 431 E. 3d/aa). </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Da die Be</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">s</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">chwerdeführerin</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> die angefochtene Verfügung sachgerecht anfechten konnte,</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> ist eine Verletzung der Begründungspflicht und damit des Anspruchs auf rechtliches Gehör zu verneinen.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Inwiefern die Beschwerdegegnerin ihre Abklärungspflicht verletzt haben soll, ist nicht ersichtlich. Die von der Beschwerdeführerin gestellten Zusatzfragen be-treffen die Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin, welche im Medas-Gutachten ausführlich umschrieben wurde (vgl. Urk. 7/105 S. 39 ff.). Die Zusatzfragen sind damit – soweit sie relevant sind – beantwortet worden.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.</span><span> </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">4.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">In materieller Hinsicht gilt es zu prüfen, </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ob bei der Beschwerdeführerin ein Gesundheitsschaden vorliegt, der sie derart in der Erwerbsfähigkeit einschränkt, dass sie</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> nunmehr</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Anspruch auf Leistungen der Invalidenversicherung hat</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.2</span><span> </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.2.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Im </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">polydisziplinären Gutachten der </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">E.___</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> vom 4. November 2014</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> wurden </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">die folgenden Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit gestellt (Urk. 7/47</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> S. 37):</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Mässige Osteochondrose C6/7 mit nicht neurokompressiver Diskushernie und Unkarthrosen mit mässigen osteodiskalen Foraminalstenosen</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">mässige Osteochondrose und mediane Diskushernie Th2/3 ohne neurale Kompression sowie mediane Diskushernie Th7/8 mit leichter Eindellung des Myelons ohne Kompressionsmyelomalazie</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Failed low back surgery Syndrom bei Status nach Dekompression L3/4 beidseits mit Spondylodese L3/4 10/2010 und Dekompression L2/3 und Spondylodese L2-5 6/2013</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Anpassungsstörungen mit längerer depressiver Reaktion, bestehend seit etwa 10/2011, mit Übergang in eine chronische depressive Verstimmung (Dysthymie), ICD-Nr. F43.21, F 34.1</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Als Diagnosen ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit wurden die folgenden erwähnt:</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Arterielle Hypertension</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Migräne</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Rhino-Konjunktivitis allergica mit Asthma bronchiale</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Es wurde ausgeführt, seit dem dreissigsten Lebensjahr bestünden Schmerzen am Übergang der Brust- zur Lendenwirbelsäule und nach erfolgloser konservativer Behandlung sei am 18. Oktober 2010 an der C.___ bei prog</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ressiver Segmentdestruktion L3/4 mit degenerativer Skoliose L3/4, fixierter Spondy</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">lolisthese L3 und Kyphose L3/4 sowie degenerativer Spinalkanalstenose L3/4 eine Dekompression L3/4 beidseits mit Diskotomie von links und Repo</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sitionsspondylodese L3/4 vorgenommen worden. Postoperativ hätten unverän</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">derte Schmerzen bestanden und nach weiterhin nutzloser konservativer Therapie habe der Orthopäde Dr. G.___ am 18. Juni 2013 bei zunehmender Abkippung und dynamischer Einengung L2/3 eine mikrotechnisch interlaminäre Dekompression L2/3 links und rechts over the top mit Entfernung des Fixateur externe und eine transpedikuläre korrigierende Spondylodese L2-5 mit Spongiosaplastik L2/3 rechts und L4/5 beidseits durchgeführt. Auch nach diesem Eingriff hätten unveränderte Schmerzen am BWS/LWS-Übergang persistiert, die in den Nacken und in beide Oberschenkel ausgestrahlt und die körperliche Leistungsfähigkeit subjektiv deutlich eingeschränkt hätten. Analgetika würden täglich gebraucht. Die immer noch durchgeführte Physiotherapie lindere die Schmerzen. Es werde eine Hyposensibilität lateral am linken Unterschenkel angegeben. Stationäre Rehabilitationsaufenthalte vom 30. April bis 28. Mai 2012 an der H.___ sowie vom 2. bis 20. Juli 2013 in der I.___ seien letztlich nutzlos gewesen. Die Schmerzen im Nacken und die abnormen Unter</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">suchungsbefunde der Halswirbelsäule könnten auf die im MRI sichtbare mässige Osteochondrose C6/7 mit Unkarthrose und mässigen osteodiskalen Foraminal</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">stenosen zurückgeführt werden. Die Beschwerden im Brustwirbelsäulenbereich seien mit der im MRI nachgewiesenen Diskushernie Th2/3 und Th7/8 bei mässiger Osteochondrose Th2/3 vereinbar. Die postoperativ persistierenden lumbalen Schmerzen und die leicht pathologischen objektiven Befunde der LWS könnten bei postoperativ unauffälligem MRI im Rahmen eines Failed low back surgery Syndroms interpretiert werden. Die bei der Untersuchung angegebene Hyposen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sibilität des gesamten linken Beins könne bei fehlender neuraler Kompression im MRI nicht nachvollzogen werden. Generell sei das Ausmass der subjektiven Ein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">schränkungen der körperlichen Leistungsfähigkeit mit den Befunden im MRI nur unvollständig erklärbar. Körperlich schwere Arbeiten in kalter und feuchter Um</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gebung, die vorwiegend sitzend oder stehend ausgeübt werden müssten und mit häufigen inklinierten, reklinierten und rotierten Körperhaltungen verbunden seien, könnten wegen der mässigen Osteochondrose C6/7 mit mässigen osteodis</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">kalen Foraminalstenosen bei Unkarthrosen, der nicht neurokompressiven Dis</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">kus</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">hernie Th2/3, der medianen Diskushernie Th7/8 mit leichter Eindellung des Myelons ohne Kompressionsmyelomalazie sowie dem Failed low back surgery Syndrom bei Status nach Dekompression L2/3 und L3/4 sowie Spondylodese L2-5 nicht mehr vollumfänglich zugemutet werden (Urk. 7/47 S. 35 f.). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Aus psychiatrischer Sicht liessen sich im Zusammenhang mit einer anhaltenden Schmerzsymptomatik seit etwa Oktober 2011 Anpassungsstörungen mit längerer depressiver Reaktion erheben und dabei handle es sich um einen leichten depres</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">siven Zustand als Reaktion auf eine länger anhaltende Belastungssituation. Diese Anpassungsstörungen mit längerer depressiver Reaktion seien gekennzeichnet durch bedrückte Stimmung mit verminderter Lust, verminderter Freude, vermehr</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ter Traurigkeit, vermindertem Antrieb und die Beschwerdeführerin zwinge sich zu jeder Tätigkeit. Hinzu käme ein negativistisch eingeengtes Denken mit Suche nach dem Sinn des Lebens und Suche nach einer Lösung infolge der anhaltenden Schmerzsymptomatik und den damit einhergehenden körperlichen Beeinträchti-</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gungen. Es fänden sich subjektive Erschöpfungszustände, Verzweiflung, nachdem</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> die operativen Behandlungen nicht zu dem gewünschten Erfolg geführt hätten </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">und Enttäuschung und mangelnde Zukunftsperspektiven. Suizidgedanken würden</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> verneint, jedoch empfinde die Beschwerdeführerin keine Lebensfreude. Trotzdem versuche sie sich mit ihren Beschwerden zu arrangieren. Es lägen Schlafstörungen mit schmerzbedingten Durchschlafstörungen sowie Angstgefühle mit Zukunfts- und Versagensängsten und die Angst aufzugeben vor. Damit kämpfe sie gegen ihre Beeinträchtigungen, nachdem ihr bisher die Arbeit den Lebenssinn gegeben habe. Hinzu kämen Affektlabilität mit weinerlichem Verhalten, Neigung zu psychomotorischer Unruhe, die auch während der Untersuchung zu beobachten gewesen sei, sowie Hinweise für psychogene Überlagerungen der Beschwerden mit wiederholten Enttäuschungen über die bisherigen Behandlungen, wobei sie sich im Rahmen einer Rehabilitationsbehandlung an der H.___ auch nicht ernst genommen gefühlt habe und damit vorübergehend auch verstärkte depressive Reaktionen gezeigt habe. Es fänden sich keine Hinweise für eine somatoforme Schmerzstörung und die Schmerzen seien zumindest teilweise orga</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">nisch erklärbar, wobei aufgrund der Intensität der beklagten Beschwerden eine psychogene Überlagerung anzunehmen sei. Aufgrund der Anpassungsstörung mit längerer depressiver Reaktion mit Übergang in eine chronische depressive Ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">stimmung (Dysthymie) seien die emotionale Belastbarkeit, die geistige Flexibili</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tät, der Antrieb, die Interessen, die Motivation, die Kontaktfähigkeit und die Dauerbelastbarkeit beeinträchtigt, aber es liessen sich Ressourcen erheben. Die berichteten und beklagten Beschwerden seien in sich weitgehend konsistent und es liessen sich keine wesentlichen Diskrepanzen oder Widersprüche feststellen. Allerdings habe die Beschwerdeführerin während der Untersuchung eine deut</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">liche Unruhe mit Hinweisen für eine psychogene Überlagerung der Beschwerden gezeigt. Aufgrund der Anpassungsstörung mit längerer depressiver Reaktion mit Übergang in eine chronische depressive Verstimmung (Dysthymie) und Beein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">trächtigung der emotionalen Belastbarkeit, der geistigen Flexibilität, des Antriebs, der Interessen, der Motivation, der Kontaktfähigkeit und der Dauerbelastbarkeit betrage die Arbeitsfähigkeit als Büroassistentin gesamthaft bei voller Stunden</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">präsenz seit Oktober 2011 70 %, unterbrochen von einer 100%igen Arbeitsun</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">fähigkeit im Rahmen der postoperativen Rehabilitation von Juni bis Dezember 2013. Tätigkeiten ohne erhöhte emotionale Belastung, ohne Stressbelastung, ohne erforderliche geistige Flexibilität, ohne erhöhte Verantwortung, ohne ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">mehrte Kundenkontakte und ohne überdurchschnittliche Dauerbelastung sowie körperlich leichte Arbeiten in temperierten Räumen, die abwechslungsweise sitzend und stehend ausgeübt werden, könnten ihr, ohne dass dabei häufig </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">inklinierte, reklinierte oder rotierte Körperhaltungen eigenommen werden müssten</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">, gesamthaft bei voller Stundenpräsenz seit Oktober 2011 zu 90 % zugemutet werden, unterbrochen von einer 100%igen Arbeitsunfähigkeit im Rahmen der postoperativen Rehabilitation von Juni bis Dezember 2013 (Urk. 7/47 S. 36 ff.).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.2.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Im </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">polydisziplinären Gutachten der Medas </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">F.___</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> vom 30. Mai 2016</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> wurden die folgenden Diagnosen mit Relevanz für die Arbeitsfähigkeit genannt (Urk. 7/105 S. 42):</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Chronisches zervikospondylogenes Schmerzsyndrom bei degenerativen Veränderungen der Halswirbelsäule mit nachfolgenden Funktions</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">ein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">schränkungen ohne Hinweise für eine cervikale radikuläre Störung</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">chro</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">nisches lumbothorakales spondylogenes Schmerzsyndrom bei deut</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">lichen degenerativen Veränderungen und nachfolgender Dekompression L3/4 beidseits, Diskotomie L3/4 und Repositionsspondylodese L3/4 am 18.10.2010 sowie einer nachfolgenden mikrotechnischen interlaminären Dekompression L2/3 und transpedikulären korrigierenden Spondylodese L2-5, Spongiosaplastik L2/3 rechts und L4/5 beidseits, augmentiert mit Knochenexpander am 18.06.2013 und nachfolgender knöcherner Konsoli</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">dierung der Spondylodese bei deutlichen Funktionsein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">schrän</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">kungen der Lendenwirbelsäule</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">sonstige rezidivierende Störung im Sinne einer somatisierten larvierten Erschöpfungsdepression (F33.8 ICD-10)</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">undifferenzierte Somatisierungsstörung (F45.1 ICD-10)</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Als Diagnosen ohne Relevanz für die Arbeitsfähigkeit wurden die folgenden erwähnt (Urk. 7/105 S. 43):</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Fehlhaltung der Wirbelsäule bei leichter Skoliose mit deutlicher muskulärer Dysbalance</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Knick-Spreizfuss mit Hallux valgus beidseits</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Status nach Anpassungsstörung (F43.2 ICD-10)</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Dysthymia (F34.1 ICD-10)</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">rezidivierende Kopfschmerzen, vorwiegend Spannungskopfschmerzen, frag</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">lich auch seltene Migräne</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">pseudoradikuläre lumbale Schmerzen bei St. n. partieller sensibler Wurzel</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">kompromittierung L 4/5 links</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">strumpfförmige Sensibilitätsstörung linkes Bein ohne somatische Ursache</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Karpaltunnelsyndrom beidseits</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Haltetremor der Beine unklarer Genese (DD positionsspezifischer Tremor)</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Asymptomatische cerebrale Mikroangiopathie Typ 1 nach Fazekas</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Asymptomatische venöse Entwicklungsstörung im Bereich des Gyrus cinguli links</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Insomnie, vermutlich psychophysiologisch</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">St. n. blutender Schnittverletzung am linken Mittelfinger mit vasovagaler Synkope</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Status nach HWS-Distorsion am 20.05.2005</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">arterielle Hypertonie (medikamentös therapiert)</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">leichte Hypercholesterinämie</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">V. a. Steatosis hepatis</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Dr. med. J.___, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates hielt fest, auf orthopädischem Gebiet sei eine </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Fehlhaltung der Wirbelsäule bei einer leichten Skoliose</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> nachweisbar. Es bestünden erhebliche muskuläre Dysbalancen. Es zeigten sich zum Teil deutliche Funktions</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">einschrän</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">kungen, vor allem der Lendenwirbelsäule und eine geringere Funktion der Hals</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">wirbelsäule. Hierbei könnten nicht alle Funktionseinschränkungen, speziell der Halswirbelsäule, nachvollzogen werden. Radiologisch seien teilweise </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">erhebliche degenerative Veränderungen im Bereich der Hals-, Brust- und Lendenwirbelsäule</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> belegbar. Die Segmente L2-L5 seien versteift. Die Spondylodese sei knöchern konsolidiert. Radiologisch zeigten sich Hinweise auf mögliche Affektionen einiger Nervenwurzeln in der Hals- wie in der Lendenwirbelsäule. Subjektiv werde ein erhebliches Schmerzsyndrom mit einer ausstrahlenden Symptomatik in die Beine und die Arme angegeben. Ein in der Abheilungsphase erlittener Muskelfaserriss im Bein am 13. Mai 2011 sei verheilt. Es sei ein Knick-Spreizfuss mit einem Hallux valgus beiderseits sichtbar (Urk. 7/105 S. 34 f.).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Dr. med. K.___, Facharzt für Neurologie FMH, führte aus, die Beschwerdeführerin habe am 20. Mai 2005 einen Autounfall erlitten, bei dem das nachfolgende Fahrzeug auf das Heck ihres Wagens aufgeprallt sei und diesen in das vorausfahrende Fahrzeug geschoben habe. Da sie den Unfallhergang detail</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">liert erinnere, könne keine Bewusstlosigkeit vorgelegen haben. In der Folge habe sie Nackenschmerzen, Kopfschmerzen und diffuse kognitive Einschränkungen in </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Form von Konzentrationsstörungen und Vergesslichkeit bemerkt. Da die Beschw</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">er</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">den lange bestehen geblieben seien, sei vom 5. Dezember 2005 bis zum 31. Januar 2006 eine stationäre Neurorehabilitation in der L.___ durchgeführt worden. Die neuropsychologische Testung habe psychisch bedingte kognitive Leistungseinschränkungen ergeben, sodass ein Coaching empfohlen worden sei. Zentral neurologische Ausfälle sowie eine zervikale Wurzelreizung oder zervikale Wurzelkompression seien nicht festgestellt worden. Von rheumatologischer Seite sei daher ein zervikospondylogenes Syndrom diag</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">nostiziert worden. Bei der beim Unfall erlittenen HWS-Distorsion ohne trau</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">matische Schädigung der HWS und ohne erlittene Schädelverletzung und ohne Commotio cerebri seien keine persistierenden neurologischen Störungen, keine dauerhaften Nacken- bzw. Kopfschmerzen und keine dauerhaften Leistungs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">mängel posttraumatisch zu erwarten. Die Dauer der Belastungsminderung der HWS nach der Distorsion sei orthopädisch festzulegen, da auch unfallunab</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">hängige degenerative HWS-Veränderungen bestünden, die unfallunabhängig zu einer Belastungsminderung der HWS, aber auch zu einer Neurokompression führen könnten. Das spätere </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">MRI der HWS vom 11. September 2014 zeige jedoch nur eine mässige bis deutliche Osteochondrose mit nicht neurokompressiver Diskus</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">hernie HWK6/7 und auch nur mässigen Einengungen der Foramina. Im darauffolgenden MRI der gesamten Wirbelsäule vom 15. April 2015 zeige sich eine leichte Progression mit nunmehr auch degenerativen Veränderungen HWK2/3, HWK3/4, HWK4/5 und HWK5/6 sowie HWK6/</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">7. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Denkbar sei eine Kompromittierung von Nervenwurzeln für C4 links, C5 rechts und C6 beidseits, wobei sich aber klinisch-neurologisch kein Zeichen der Kompromittierung dieser zervikalen Nervenwurzeln zeigten.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> Die Beschwerdeführerin gebe nämlich weder typische radikuläre Schmerzen an den Armen noch sensible und motorische Ausfälle an. Die angegebenen nächtlichen Brachialgien und Parästhesien der Finger mit morgendlicher Faustschlussschwäche seien typische Symptome eines Karpaltunnelsyndroms beidseits, deuteten aber nicht auf eine zervikale Wurzel</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">irri</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tation hin. Hinweise für eine hirnsubstanziell bedingte kognitive Einschrän</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">kung lägen nicht vor. Der aktuelle klinisch-neuropsychologische Befund zeige </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">eine unauffällige geistige Leistungsfähigkeit. Insbesondere bestehe kein Störmuster</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> einer hirnorganischen Erkrankung passend zum Ergebnis der MRI-Diagnostik. Das MRI des Schädels zeige nach dem erlittenen Unfall vom 20. Mai 2005, aber auch nach der Schädelprellung vom Mai 2009 bei Untersuchung am 30. Juni 2009 einen weitgehend unauffälligen Befund mit auch unauffälliger Perfusion im Bereich der intrakraniellen Arterien. Einzelne kleinfleckige Gliosen im supraten</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">toriellen Marklager stellten einen unspezifischen Befund ohne pathologische Wertbarkeit dar. Solche Gliosen fänden sich häufig bei von Gefässrisikofaktoren Betroffenen als asymptomatischer Zufallsbefund. Er erkläre in der bei der Beschwerdeführerin vorliegenden Form weder neurokognitive Leistungseinschrän</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">kungen noch rezidivierende Kopfschmerzen. Eine dauerhaft persistierende Kopf</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">schmerzsymptomatik gebe die Beschwerdeführerin sowieso nicht an, sondern nur einen länger anhaltenden Kopfschmerz nach der HWS-Distorsion 2005 und nach der sturzbedingten Schädelprellung 2009. Kopfschmerzen würden zwar immer wieder thematisiert, jedoch in Form kurzdauernder, aber häufig rezidivierender Kopfschmerzen vom Spannungstyp, vermutlich mitverursacht durch die Wirbelsäulendegeneration. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die überwiegend von der HWS ausgehenden unangenehmen Parästhesien bis zu den Augen seien überwiegend wahrscheinlich pseudora</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">di</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">culäre Schmerzen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">. Die Kopfschmerzen seien auch durch chronische Spannungs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">kopfschmerzen mit psychosomatischem Hintergrund bedingt. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die von der Beschwerdeführerin angegebene Schmerzintensität könne aufgrund von Befundinkonsistenzen nicht linear übernommen werden. Trotz der subjektiv als häufig sehr stark berichteten Schmerzen, lägen die Wirkspiegel von Duloxetin, Oxycodon, Paracetamol und Ibuprofen unterhalb des untersten Wirkbereiches, was als Inkon</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sistenz zu bewerten sei. Zudem seien in der Untersuchungssituation Ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">deut</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">lichungstendenzen aufgefallen.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> Die Kopfschmerzsymptomatik sei schwer fassbar und sei von der Beschwerdeführerin bei mehrfachem Nachfragen immer wieder anders geschildert worden. Eine Migräne mit einfachen Attacken lasse sich nicht sicher ausschliessen, zumal schwere und hämmernde Kopfschmerzen angegeben würden. Dieser Kopfschmerztyp sei gemäss Angabe der Beschwerdeführerin aber nur äusserst selten. Vereinzelte seltene Migräneattacken, die zudem durch Analgetika und migränespezifischen Therapeutika behandelbar seien, wirkten sich nicht dauerhaft negativ auf die Arbeitsfähigkeit aus. Da bislang von der Beschwerdeführerin auch keine kopfschmerzspezifischen Therapiemass</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">nah</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">men eingefordert worden seien, stelle sich auch kein wesentlich erhöhter Leidens</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">druck dar, gerade auch unter Berücksichtigung der Ergebnisse der Serumspiegel der verordneten Medikamente.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die Bewusstlosigkeit beim Sturz vom 11. Mai 2009 sei sekundär gewesen. Es sei nach der Schnittverletzung am linken Daumen zur Blutung und zu einer vaso</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">vagalen Synkope gekommen, welche die Sturzursache dargestellt habe. Es lägen keine Hinweise für einen erlittenen Grand mal vor, denn es sei dokumentiert, dass die Beschwerdeführerin nach einigen Sekunden das Bewusstsein wiedererlangt habe. Daher und ohne äussere Verletzung am Schädel könne nicht überwiegend wahrscheinlich von einer erlittenen Gehirnerschütterung im Sinne einer Commotio cerebri gesprochen werden. Die Umstände und die nur mehrsekündige Bewusstlosigkeit sprächen für eine rasch vorübergehende Kreislaufreaktion. In der Folge seien weder eine traumatische hirnsubstanzielle Schädigung noch commotionelle Begleitsymptome wie Übelkeit und Erbrechen festgestellt worden. Die nach dem Ereignis aufgetretenen Kopfschmerzen könnten durch eine Distor-sion der HWS, aber auch durch einen leichten Anprall des Schädels beim Sturz bedingt sein. Das im Rahmen der Begutachtung durchgeführte Kontroll-MRI des Schädels habe keine relevante Befundänderung zur Voruntersuchung vom 30. Juni 2009 ergeben. Wieder finde sich eine sehr geringe cerebrale Mikro</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">angiopathie, verursacht vermutlich vorwiegend durch milde Hypertonie, die aber unter Concor mittlerweile gut reguliert sei. Eine traumatische Hirnschädigung zeige sich nicht. Trotz Neufeststellung einer kleinen venösen Entwicklungsano</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">malie bestünden keine Hinweise für ein epileptisches Erkrankungsgeschehen. Seit dem Bewusstlosigkeitsereignis 2009, das am ehesten vasovagal zu bewerten sei, sei es nicht neuerlich zu Bewusstlosigkeiten gekommen. Zeichen eines stattge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">habten Blutabganges aus der venösen Fehlbildung seien bildmorphologisch nicht festgestellt worden. Die venöse Veränderung sei als asymptomatischer Zufalls</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">befund zu bewerten. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die von der Beschwerdeführerin angegebenen Rückenschmerzen und sensomoto</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">rischen Störungen im Bereich der Beine beruhten auf einer LWS-Degeneration, die bildmorphologisch gesichert sei und zwei Mal operativ behandelt worden sei.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> Im Oktober 2010 sei eine Dekompression, Diskektomie und Repositionsspondy</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">lodese mit Instrumentation bei degenerativer Spinalkanalstenose LWK3/4 bei degenerativer Skoliose durchgeführt worden. Zunächst seien keine neurolo</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gischen Ausfälle mitgeteilt worden, sondern im Bericht vom 4. Oktober 2010 lediglich belastungsabhängige Gefühlsstörungen am linken Bein. Später sei allerdings doch ein leichtes Taubheitsgefühl am linken Bein berichtet worden (Bericht Dr. M.___ vom 19. Mai 2011). Im weiteren Verlauf seien durch die C.___ am 6. September 2011 lediglich Reflexanomalien festgestellt worden, später durch den Neurologen Dr. N.___ am 10. Dezember 2011 eine diffuse Sensibilitätsminderung am linken Bein mit Betonung durch eine leichte Ausfallssymptomatik S1 links, jedoch mit Besserungstendenz der sensib</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">len Störung S1 links bei der Nachuntersuchung vom 28. März 2012. Aktuell würden am linken Bein diffuse sensible Störungen mit strumpfförmiger Ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">lung und mit einer lokalen Betonung im distalen sensiblen Wurzelbereich L5 links und dem des R. infrapatellaris links berichtet. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die strumpfförmig verteilten sensiblen Störungen am linken Bein seien somatisch nicht zu erklären, da sie über alle Dermatom- und Nervengrenzen hinweggingen und auch nicht zentralnervös zu erklären seien</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">. Funktionelle Auswirkungen hätten sie und auch die in den Arealen distal L5 und R. infrapatellaris links etwas betonten sensiblen Störungen nicht, da sie nicht mit neuropathischen Schmerzen verbunden seien</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">. Motorische Schäden lumbaler Nervenwurzeln bestünden nicht, da alle Fuss- und Bein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">mus</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">keln beidseits den normalen Kraftgrad M5 erreichten</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">. Eine somatische Ursache für die bei der Untersuchung vorgeführte Stand- und Gangunsicherheit unter erschwerten Bedingungen sei nicht festzustellen gewesen. Über eine vermehrte Sturzneigung sei bislang auch nicht berichtet worden. Die Beschwerdeführerin sei auch ohne abstützende Hilfsmittel zur Untersuchung gekommen. Es lägen keine Zeichen einer peripheren Ataxie oder einer Schädigung der Labyrinthorgane und keine Störungen der Hirnstamm- oder Kleinhirnfunktion vor. Auffällig sei nur ein Tremor beim Halten der Beine beim Beginn des Zeigeversuches gewesen. Dieser Tremor sei eher irregulär gewesen und habe intendiert gewirkt. Mit letzter Sicherheit sei aber ein positionsspezifischer Tremor, der der Gruppe der idiopathischen Tremores zugehöre, nicht auszuschliessen. Dadurch und auch im Hinblick auf die körperliche Gesamtsituation sei von Tätigkeiten mit erhöhten Anforderungen an das Gleichgesicht, insbesondere dem Ersteigen von Leitern, abzuraten. Da zeitweise eine medulläre Signalveränderung in Höhe BWK8 fest</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gestellt worden sei und auch im MRI des Schädels Glioseherde vorlägen, sei nochmals mit dem aktuellen MRI des Schädels in Richtung einer Multiplen Sklerose untersucht worden, für die sich aber – entsprechend dem klinischen Untersuchungsbefund – bildmorphologisch keine Hinweise feststellen liessen, da die Glioseherde keinen entzündlichen Aspekt hätten und keine Veränderung im Verlauf zeigten (Urk. 7/105 S. 35 ff.).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Med. prakt. O.___, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, hielt fest, aus psychiatrischer Sicht erscheine eine diagnostische Einordnung der bei der Beschwerdeführerin vorliegenden psychischen Störung nicht einfach. Vor dem Hintergrund der ausführlichen Exploration und Untersuchung sowie des erhobenen psychischen Befundes stelle sich dar, dass eine dysthyme depressive Störung bestehe, die jedoch deutlich larviert und überlagert sei, so dass man leicht zu der Diagnose Anpassungsstörung mit längerer depressiver Reaktion mit Übergang in eine chronisch depressive Verstimmtheit kommen könne, wie dies Dr. P.___ im psychiatrischen Gutachten vom 3. September 2014 gemacht habe. Beim Studium der Aktenlage falle auf, dass bereits zuvor, aktenkundig nach dem Unfall vom 20. Juni 2005, psychiatrische Diagnosen wie etwa eine reaktive Anpas</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sungsstörung in einem Arztbericht der L.___ vom 31. Januar 2006 angeführt worden seien. Damals sei die Beschwerdeführerin bereits mit einem trizyklischen Antidepressivum, das leider nicht genauer benannt worden sei, behandelt worden. Es sei berichtet worden, dass eine deutliche Überforderung und Erschöpfung bestanden habe. Weiter sei in einem Arztbericht vom 12. März 2008 von Dr. Q.___ die Diagnose reaktive Anpassungsstörung gestellt und be</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">schrieben worden, dass bereits eine psychiatrische Behandlung bestanden habe. In einem Therapiebericht vom 12. März 2008 sei die Diagnose leichte depressive Episode gestellt worden, so dass anzunehmen sei, dass schon </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">im Vorfeld zumin</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">dest „unterschwellig" depressive Symptome bestanden hätten</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">. Bei der genauen Exploration der Vorgeschichte stelle sich dar, dass bereits vor dem bezeichneten Zeitraum Mai 2005 zumindest depressive dysthyme Einsprengsel bestanden hätten. Diese schienen sich weiter verfestigt zu haben, so dass neben der Diagnose der </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Dysthymie</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> auch die Diagnose einer </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">rezidivierenden depressiven Störung (sonstige rezidivierende depressive Störungen F33.8 ICD-10) im Sinne einer Erschöpfungsdepression</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> zu stellen sei. Es dürften sich neben der ausgebildeten Dysthymie, der anhaltenden affektiven Störung (Dysthymie) </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">immer wieder Phasen mit depressiven Einbrüchen eingestellt haben, die jedoch larviert gewesen zu sein schienen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">. Daneben sei vor dem Hintergrund des persistierenden Schmerzes und den damit verbundenen Beschwerden und Einschränkungen auch an der Teilhabe, die Diagnose einer </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">undifferenzierten Somatisierungsstörung (F45.1 ICD-10)</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> zu stellen. Hier zeige sich, dass die körperlichen Beschwerden zahlreich, unterschiedlich und hartnäckig seien, aber nicht dem vollständigen und dem typischen Bild einer ausgeprägten Somatisierungsstörung entsprächen. Mit den beiden Diagnosen, insbesondere mit der Diagnosestellung einer rezidi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">vierenden depressiven Störung werde über die zuvor bestehenden Diagnosen hinausgegangen. Dies erscheine jedoch aus dem beschriebenen Bild, dem erhobe</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">nen Befund und der Krankengeschichte ableitbar, wenngleich die Beschwerden mit einer </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Verdeutlichungstendenz</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> psychogen, konversionsneurotisch geschildert würden und auch eine laienätiologische Deutung erfahren würden, trotz der zu erwartenden Vorkenntnisse der Beschwerdeführerin als Physiotherapeutin. Es handle sich um eine </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">larvierte depressive Symptomatik,</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> vielleicht vor dem Hinter</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">grund einer Alexithymie bei langjähriger Überforderung, auch wenn sich diese psychodynamisch aus der Biographie nicht sofort und ganz offensichtlich ablei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ten lasse. Die Diagnose der behandelnden Psychiaterin Dr. R.___ in ihrem Befund vom 4. Juni 2000 (recte: 4. Juni 2015, Urk. 7/78) als andauernde Persön</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">lichkeits</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">veränderung mit chronischem Schmerzsyndrom F62.8 halte er für sehr unwahr</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">scheinlich, da die Kriterien wie Belastung mit katastrophalem Ausmass, wobei die Belastung extrem sein müsse, und die weiteren Voraussetzungen in keiner Weise erfüllt würden (Urk. 7/105 S. 37 f.).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Dr. med. S.___, Facharzt für Innere Medizin FMH, hielt fest, aus inter</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">nistischer Sicht fänden sich ausser einer seit ca. 2011 bekannten und medika</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">mentös therapierten arteriellen Hypertonie keine Diagnosen und keine Funktions</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ausfälle (Urk. 7/105 S. 38).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Zur Befundkonsistenz wurde festgehalten, die Beschwerdeführerin gebe eine sehr aktive Behandlungsaktivität an. Auch würde sie sich bemühen, in Eigenregie ihre gesundheitliche Situation zu verbessern und nehme auch Extrabehandlungen wahr. Sie setze ihr regelmässiges Gymnastikprogramm fort, betreibe in Eigenregie Fitnessübungen und erhalte spezielle Massagearten. Dagegen zeige sich bei der Anamneseerhebung und auch im Rahmen der Untersuchung eine </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">erhebliche Schmerzempfindlichkeit, die in diesem Ausmass nicht nachvollzogen werden könne</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">. Auch die Funktionseinschränkungen, speziell in der Halswirbelsäule, seien nur zum Teil nachvollziehbar. Eine Überbewertung ihrer Schmerzsymptomatik und Funktionseinschränkung könne anhand des orthopädischen Befundes nicht ausgeschlossen werden. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Auch bestehe ein Widerspruch zur angegebenen Aktivi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tät.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> Die psychiatrische Behandlung und vielfältige Therapieversuche wie die Einnahme von Analgetika, einem Antidepressivum wie auch die Durchführung schmerztherapeutischer Massnahmen, Dorntherapie, Akupunktur, verschiedener physiotherapeutischer Verfahren und einer Triggerpunktbehandlung hätten zu keiner Besserung des Zustandes geführt, so dass bei guter Mitarbeit und Moti</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">vation zur Wiedereingliederung von einem Scheitern gesprochen werden könne. Es bestehe auch ein sozialer Rückzug, wenn auch nicht ein völliger, sondern eine Aufgabe in bestimmten sozialen Bereichen und eine </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Minderung der sozialen Kontakte</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">. Von Seiten der Komorbidität sei schwierig festzustellen, ob zunächst eine depressive Störung schon über Jahre larviert im Vorfeld bestanden habe oder ob die Schmerzstörung auch nochmals die depressive Verstimmung verstärkt habe. Zum heutigen Zeitpunkt bestünden die beiden Diagnosen überwiegend wahr</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">scheinlich parallel. Die Beschwerdeführerin </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">bewältige ihren Alltag alleine</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">, indem sie dies sich selbst einteilen könne und glaubhaft auch unter ständig bestehenden Beschwerden. Insgesamt erscheine hier glaubhaft eine </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Einschrän</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">kung des Aktivitätsniveaus in allen vergleichbaren Lebensbereichen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> gleichmässig zu bestehen. Allerdings spreche die Untersuchung der Serumkonzentrationen der von der Beschwerdeführerin angegebenen antidepressiven und analgetischen Medi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">kation gegen eine regelmässige Einnahme in der von der Beschwerdeführerin angegebenen Dosierung. Dies dürfe als eine Realitätsverfälschung auf</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gefasst werden und sei als Inkonsistenz zu bewerten. Hieraus müsse denn auch ein </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">geringer Leidensdruck</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> abgeleitet werden. Im Rahmen der neurologischen </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Unter</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">suchung sei die Beschwerdedarstellung durch die Beschwerdeführerin ausse</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">r</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ordentlich vage</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> und kaum zu fassen </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">beziehungsweise nicht in gängige medi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">zinische Störmuster einzuordnen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> gewesen. Es sei auch aufgefallen, dass spontan nur wenige Symptome berichtet worden seien und schlagwortartig medizinische </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Diagnosen wie „Migränekopfschmerzen" oder „Nervenschmerzen" genannt worden</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> seien. Auffällig sei eine </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">inhaltliche Denkfixierung auf die Schmerzsymptomatik</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> gewesen, die ausserordentlich umfangreich geschildert worden sei und auf die die Beschwerdeführerin auch dann rasch gekommen sei, wenn andere Themenkom</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">plexe bearbeitet worden seien. Die neuroorthopädische Untersuchung sei nicht möglich gewesen, da die Beschwerdeführerin über ihren Rechtsvertreter habe mit</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">teilen lassen, dass die orthopädische Untersuchung zu einer gravierenden Ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">schlechterung ihres Gesundheitszustandes geführt habe, was letztlich als gravie</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">rende </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Befundinkonsistenz gewertet werden müsse, da sich die beschriebenen Auf</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">fälligkeiten als maximal gesteigerte Waddellzeichen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> hätten interpretieren lassen und sich somatische Ursachen der Kopfschmerzen auch beim aktuellen Schädel-MRI nicht feststellen liessen. Angaben einer Verschlechterung des Gesundheits</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">zu</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">standes durch eine klinische Untersuchung würden immer wieder bei Begut</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">achtungssituationen geäussert, seien jedoch im klinischen Alltag kaum je anzutreffen. Die neurologische Untersuchung habe sich weniger problematisch ge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">staltet, sei aber durch </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Verdeutlichungstendenzen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> im Rahmen der Untersu</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">chungs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">situation gekennzeichnet gewesen. Es hätten sich </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">unangemessene Schmerzbekundungen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> gefunden. Zudem sei eine Rumpfunsicherheit vorgeführt worden, wobei sich die Beschwerdeführerin selbst bei der Prüfung des Fersen- und Zehengangs an der Untersuchungsliege habe abstützen müssen, obwohl sie im Alltag normal gehe und auch keine Hilfsmittel wie Gehstützen verwenden müsse. Sie könne sogar zu Fuss kleinere Einkäufe erledigen mittels Einkaufs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">wagen oder Rucksack zur Gewichtsentlastung. Eine wesentliche Sturzneigung komme im Alltag nicht vor. Insgesamt falle ein </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Bemühen in der Darstellung körperlicher Defizite auf, die sich so aber nicht objektivieren liessen.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> Von der Ausprägung her handle es sich nicht nur um ein leicht hinweisend-verdeut</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">lichendes Verhalten, sondern doch um </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Aggravation.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> Inkonsistenzen fielen auch bei der Labordiagnostik auf. Die </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Wirkspiegel der zur Schmerztherapie rezepti</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">erten M</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">edikamente</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> Duloxetin, Paracetamol, Ibuprofen und Oxycodon hätten trotz Angabe einer Zunahme der Schmerzsymptomatik </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">unterhalb des untersten Wirk</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">spiegels</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> gelegen (Urk. 7/105 S. 38).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">In Bezug auf die interdisziplinäre Beurteilung der Arbeitsfähigkeit wurde ausge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">führt, die Beschwerdeführerin habe den Beruf einer Physiotherapeutin sowie Hörgeräte-Akustikerin erlernt und zuletzt eine Bürotätigkeit ausgeübt. Anhand des orthopädischen Befundes sei die Tätigkeit als Physiotherapeutin, die zu einer teilweise starken Belastung der Wirbelsäule führen könne, nicht mehr möglich. Auch die Tätigkeit als Aussendienstmitarbeiterin, bei der sie sehr viel mit dem PKW unterwegs gewesen sei, könne nicht mehr in vollem Masse ausgeführt werden. Eine Bürotätigkeit, die nur im Sitzen ausgeführt werde, sei ebenfalls als problematisch anzusehen. Sie komme aber am ehesten ihren gesundheitlichen Einschränkungen entgegen und dürfte im Wechsel zwischen Gehen, Sitzen, Stehen weiterhin möglich sein, zumal bei dieser Tätigkeit keine schweren Gegenstände gehoben und getragen werden müssten. Eine Bürotätigkeit erlaube auch Erholungs- und Belastungsphasen, die wegen der deutlichen degenerativen Veränderungen zugestanden werden müssten. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">In der zuletzt ausgeübten Tätigkeit als Büroassistentin</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> sei eine teilweise Arbeitsfähigkeit möglich. Die Tätigkeit ent</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">spreche schon teilweise einer Verweistätigkeit. Als Büroassistentin sei, wie bereits im letzten orthopädischen Gutachten festgehalten, eine 70%</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ige Arbeitsfähigkeit</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> mit einer ganztägigen Arbeitspräsenz und einer um 30 % reduzierten Leistungs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">fähigkeit zumutbar. In einer </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gut angepassten Verweistätigkeit</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> bestehe eine 90%</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ige Arbeitsfähigkeit</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> mit ganztägiger Arbeitspräsenz und einer um 10 % redu</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">zierten Leistungsfähigkeit mit Einschluss von kleineren Erholungs- und Gym</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">nastik</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">phasen in dieser Tätigkeit. Im Rahmen dieser Beschäftigung sollten die im Fähigkeitsprofil beschriebenen Einschränkungen berücksichtigt werden. Aus neu</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ro</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">logischer Sicht ergäben sich keine Einschränkungen der Arbeitsfähigkeit auf</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">grund der Diagnosen. Auch aus internistischer Sicht lägen keine Befunde bzw. Diagnosen mit versicherungsmedizinischer Relevanz für die Arbeitsfähigkeit vor (Urk. 7/105 S. 39 ff.).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die Beschwerdeführerin sei in der Lage, leichte Tätigkeiten mit Heben und Tragen von Gewichten bis zu 10 kg in rückenschulgerechter Haltung, in gut temperierten Räumen, im Wechsel zwischen Gehen, Sitzen und Stehen ohne Zeitdruck und mit Erholungsphasen für Gymnastik und Entspannung zu verrichten. Vermieden werden sollten mittelschwere und schwere Tätigkeiten, das Heben und Tragen </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">von Gewichten über 10 kg ausserhalb des Körperlotes, ständige Zwangshal</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tungen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">, häufige Vibrationen sowie ruckartige plötzliche Bewegungen, verstärktes Rumpf</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">beugen und –drehen, Überstreckungen sowie Kälte- und Nässeexposition und Zugluft. Ausserdem sollten verstärkte Überkopfarbeiten und vermehrtes Besteigen von Leitern und Treppen nicht zugemutet werden. Insgesamt sollten nur Arbeiten ohne wesentliche Stressoren, nur mit eingeschränktem Publikumsverkehr, ohne Druck und ohne besondere Anforderung an die Flexibilität und das Umstel</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">lungs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">vermögen ausgeführt werden. Die Beschwerdeführerin sollte sich ihr Arbeits</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tempo bzw. ihren Arbeitsrhythmus selbst einteilen können und ein über das betriebliche Mass hinausgehendes Einlegen von Pausen sollte möglich sein. Überwachungstätigkeiten auch für Dritte sowie Schichtarbeit oder Nachtarbeit könne die Versicherte nicht mehr ausführen. Der Arbeitsrhythmus dürfe auch nicht von Maschinen vorgegeben sein. Die frühere Tätigkeit als Physiotherapeutin sei aufgrund der verminderten Rückenbelastbarkeit nicht mehr möglich. Hin</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sichtlich der Tätigkeit als Hörgeräte-Akustikerin und als Büroassistentin ergäben die objektiven Befunde im Konsens </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">auf orthopädischem und psychiatrischem Fachgebiet eine integrale Arbeitsfähigkeit von 70 %.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> In einer angepassten Ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">weistätigkeit werde der objektive Befund durch das psychiatrische Fachgebiet dominiert mit einer integralen Arbeitsfähigkeit von 70 % seit Januar 2014. In dieser Beurteilung sei die geringe Minderung der Arbeitsfähigkeit um 10 % auf orthopädischem Gebiet mit integriert (Art. 7/105 S. 43 f.).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Hinsichtlich der retrospektiven Bewertung der Arbeitsfähigkeit wurde festge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">hal</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ten, auf orthopädischem Gebiet habe aufgrund der Befunde wegen der operativen </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Konsequenz einschliesslich des Muskelfaserrisses am 13. Mai 2011 vom 17. August</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> 2010 bis 30. Juni 2011 eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit in der angestammten und einer Verweistätigkeit bestanden. Ebenso habe aufgrund des zweiten opera</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tiven Eingriffes vom 18. Juni 2013 bis 31. Dezember 2013 eine 100%ige Arbeits</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">unfähigkeit vorgelegen. Aus neurologischer Sicht ergäben sich auch retrospektiv keine Einschränkungen der Arbeitsfähigkeit mit Ausnahme des Zeitraumes nach HWS-Distorsion ab dem 20. Mai 2005 maximal für die Dauer eines halben Jahres mit einer Arbeitsfähigkeit von zunächst 0 % langsam ansteigend auf 100 %. Eine kurze Arbeitsunfähigkeit habe in jeglicher Tätigkeit auch nach der Myelographie vom 29. November 2011 wegen Auftretens eines Postmyelographiesyndroms bezieh</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ungsweise Liquorunterdrucksyndroms bestanden. Hierfür könne ein Zeit</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">raum von maximal 14 Tagen kalkuliert werden. Auf psychiatrischem Fachgebiet sei der Aktenlage nicht klar zu entnehmen, zu welchem Zeitpunkt und mit welcher Diagnose die Beschwerdeführerin arbeitsunfähig gewesen sei. Es sei </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">anzu</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">nehmen, dass im Verlauf der Krankengeschichte Einbrüche bestanden hätten</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">, so dass zeitweise eine (Teil-)Ar</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">beitsunfähigkeit bestanden habe. Aus psychia</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">trischer Sicht sei anzunehmen, dass tatsächlich ab 2009 eine Einschränkung der Leistungsfähigkeit, aber auch der zeitlichen Präsenz, bestanden habe. Ab April 2014, mit der Aufgabe der letzten ausgeübten Tätigkeit, hätten wohl rezidivierend Arbeitsunfähigkeitszeiten bestanden, die sich im Einzelnen nicht mehr darstellen liessen (Urk. 7/105 S. 44).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.2.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Dr. med. T.___, Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie, hielt in ihrer Stellungnahme zum psychiatrischen Gutachten vom 30. Mai 2016 fest, Dr. O.___ stelle die von ihr gestellte Diagnose einer andauernden Persönlichkeitsstörung F62.8 in Frage. In der Definition des ICD-10 werde nicht erwähnt, dass die Belastung von katastrophalem Ausmass sein müsse. Es sei bekannt, dass die vorbestehende Persönlichkeitsstruktur bestimmend sei, wie traumatisierend Ereignisse erfahren und verarbeitet würden. Dies gelte auch bei der Verarbeitung und dem Umgang mit chronischen Schmerzen. Die jahrelangen Schmerzen, welche die Beschwerdeführerin mit ausgeprägter Willensanstrengung zu kompensieren versucht habe, führten zur beschriebenen Persönlichkeits</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ände</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">rung. Das Leiden der Beschwerdeführerin sei offensichtlich und es sei unvorstell</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">bar, dass sie 70 % arbeitsfähig sei. Aufgrund der psychiatrischen Diagnose und der Befunde, welche eine andauernde Veränderung in der Wahrnehmung, im Denken und Verhalten bestätigten, betrage die Arbeitsunfähigkeit 70 % in ange</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">passter Tätigkeit (Urk. 7/110).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.2.4</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Dr. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">med. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">M.___</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">, Fachärztin für Innere Medizin FMH, hielt in ihrem Bericht vom 7. Juli 2016 zuhanden des Rechtsvertreters der Beschwerdeführerin fest, die Beschwerdeführerin habe trotz allen Operationen immer noch subjektive Schmerzen im Rücken, diffuse muskuläre Schmerzen und Gelenkschmerzen. Die Schmerzen seien kompatibel mit den chirurgischen Eingriffen und aufgrund dessen sei sie weiterhin arbeitsunfähig in angestammter sowie auch in ange</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">passter Tätigkeit. Der aktuelle klinische Zustand zeige, dass sie nicht länger als 15 Minuten sitzen oder stehen könne. Sie müsse immer wieder die Position wechseln (Urk. 7/111).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.2.5</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Am 21. Juli 2016 wurde ein CT der Lendenwirbelsäule durchgeführt. Dieses ergab intaktes Osteosynthesematerial, eine regelrechte anatomische Lage der Pedikel</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">schrauben, eine deutliche Saumbildung um die Schrauben in L5 beidseits, ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">dächtig auf eine Schraubenlockerung, kein Anhalt für eine Nervenwurzel</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">kom</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">pression intraforaminal, rezessal oder intraspinal (Urk. 7/118).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.2.6</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Am 20. September 2016 erfolgte bei Schraubenlockerung L5 mit bewegungsab</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">hängigen Lumbalgien eine Osteosynthesematerialentfernung lumbal und eine Stabilitätsprüfung in der D.___ (Urk. 3/5a).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.2.7</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Im Bericht von Dr. med. U.___, Rheumatologie FMH, Physikalische Medizin FMH, vom 10. November 2017 wurde die Diagnose Systemischer Lupus erythematodes ED 2017 gestellt (Urk. 13).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">5.</span><span> </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">5.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Entgegen der in der Beschwerde vertretenen Auffassung vermag das polydiszip</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">linäre Medas-Gutachten vom </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">30. Mai 2016</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> zu überzeugen. Es erfüllt die recht</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sprechungsgemäss </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">erforderlichen Kriterien für beweiskräftige ärztliche Entschei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">dungs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">grundlagen (vgl. E. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1.5). Es ist für die streitigen Belange umfassend, beruht auf </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">fachärztli</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">chen Untersuchungen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> durch </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">die Gutachter</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> und</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> wurde in Kenntnis der relevanten Vorakten abgegeben. Es würdigt die vorhandenen Arztberichte sorgfältig, berücksichtigt die von der Beschwerdeführerin geklagten Beschwerden und setzt sich mit diesen hinreichend auseinander. Die Darlegung der medizini</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">schen </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Zusammenhänge </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ist einleuchtend und die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit nachvollziehbar und begründet</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Das Medas-Gutachten wurde am 30. Mai 2016 von allen Teilgutachtern unter</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">zeichnet (Urk. 7/105 S. 3). Es ist nicht ersichtlich, inwiefern ein formeller Mangel darin bestehen soll, dass die einzelnen fachärztlichen Einschätzungen nicht nochmals separat unterzeichnet wurden, wie dies die Beschwerdeführerin geltend macht (Urk.1 S. 5). Die Untersuchungen in den einzelnen Fachbereichen, auf welche sich das Gutachten bezieht, werden auf der den Unterschriften voran</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gehenden Seite erwähnt und es wird ausdrücklich festgehalten, dass das Gutach</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ten nach einem Konsensgespräch erstellt worden ist (Urk. 7/105 S. 2). Es steht somit fest, dass die Beurteilung von allen Teilgutachtern geteilt wird.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">5.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">In somatischer Hinsicht geht aus dem Gutachten hervor, dass </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">erhebliche dege</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ne</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">rative Veränderungen im Bereich der Hals-, Brust- und Lendenwirbelsäule bestehen.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> Die Segmente L2-L5 seien versteift. Die Spondylodese sei knöchern </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">konsolidiert. Es bestünden deutliche Funktionseinschränkungen der Lenden</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">wirbe</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">l</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">säule. Radiologisch zeigten sich Hinweise auf mögliche Affektionen einiger Nervenwurzeln in der Hals- wie in der Lendenwirbelsäule (Urk. 7/105 S. 34 f.). Die von der Beschwerdeführerin angegebenen Rückenschmerzen und sensomoto-rischen Störungen im Bereich der Beine beruhten auf einer LWS-Degeneration, die bildmorphologisch gesichert und zwei Mal operativ behandelt worden sei. Die von der Beschwerdeführerin berichteten strumpfförmig verteilten sensiblen Stö</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">rungen am linken Bein seien somatisch nicht zu erklären, da sie über alle Dermatom- und Nervengrenzen hinweggingen und auch nicht zentralnervös zu erklären seien. Funktionelle Auswirkungen hätten sie und auch die in den Arealen distal L5 und R. infrapatellaris links etwas betonten sensiblen Störungen nicht, </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">da sie nicht mit neuropathischen Schmerzen verbunden seien. Motorische Sc</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">häden lumbaler Nervenwurzeln bestünden nicht, da alle Fuss- und Beinmuskeln beidseits den normalen Kraftgrad erreichten. Die von der Beschwerdeführerin angegebene Schmerzintensität könne aufgrund von Befundinkonsistenzen nicht linear übernommen werden (Urk. 7/105 S. 36). Soweit die Beschwerdeführerin Inkonsistenzen bestreitet, ist darauf hinzuweisen, dass trotz der subjektiv als häufig sehr stark berichteten Schmerzen die Wirkspiegel von Duloxetin, Oxyco-don, Paracetamol und Ibuprofen im Zeitpunkt der Begutachtung unterhalb des untersten Wirkbereiches gelegen haben. In</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> der Untersuchungssituation </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sind zudem </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Verdeutlichungstendenzen aufgefallen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">. So wiesen die Gutachter auf </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">unan</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">-</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gemessene Schmerzbekundungen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">, ein </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Bemühen in der Da</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">rstellung körperlicher Defizite,</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> die sich nicht objektivieren </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">lassen </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">und</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> maximal gesteigerte Waddell</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">zeichen hin (Urk. 7/105 S. 38 f.).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die Beschwerdeführerin macht geltend, die Medas F.___ missachte den MR-Befund vom 15. April 2015 (Urk. 1 S. 13). Im Gutachten wird diesbezüglich aus</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">geführt, im </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">MRI der gesamten Wirbelsäule vom 15. April 2015 zeige sich eine leichte Progression mit nunmehr auch degenerativen Veränderungen HWK2/3, HWK3/4, HWK4/5 und HWK5/6 sowie HWK6/</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">7. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Denkbar sei eine Kompro</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">mit</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tierung von Nervenwurzeln für C4 links, C5 rechts und C6 beidseits, wobei </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sich </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">klinisch-neurologisch kein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">e</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> Zeichen der Kompromittierung dieser zervikalen Nervenwurzeln zeigten.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> Die Beschwerdeführerin gebe nämlich weder typische radikuläre Schmerzen an den Armen noch sensible und motorische Ausfälle an (Urk. 7/105 S. 35). Inwiefern diese Beurteilung tendenziös sein soll, ist nicht nachvollziehbar. Auch kann dem neurologischen Experten nicht unterstellt werden, er würde Befunde unterschlagen, wenn er zum Schluss gelangt, dass sich gewisse bildgebend erhobene Befunde klinisch-neurologisch nicht auswirken.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Auch die weiteren im Rahmen des Beschwerdeverfahrens eingereichten Berichte, soweit sie sich auf den Sachverhalt vor der angefochtenen Verfügung beziehen, vermögen die Beurteilung der Gutachter nicht zu entkräften. So begründet Dr. M.___ in ihrem Bericht vom 7. Juli 2016 die attestierte Arbeitsunfähigkeit lediglich mit den subjektiven Schmerzangaben der Beschwerdeführerin (Urk. 7/111). Auch die von Dr. V.___ am 10. November 2017 gestellte Diagnose Systemischer Lupus erythematodes ändert an der Einschätzung der Arbeitsfähig</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">keit nichts, zumal gemäss Dr. V.___ im Zeitpunkt der Diagnosestellung eine niedrige Aktivität der Erkrankung bestand und die eingeleitete medikamentöse Behandlung bereits zu einer deutlichen Besserung der Beschwerden führte (vgl. Urk. 13). Eine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit wurde von Dr. V.___ nicht postuliert (Urk. 13). Im Übrigen war die Beschwerdeführerin im Zeitpunkt der Begutachtung nicht in rheumatologischer Behandlung und machte auch keine </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Beschwerden geltend, die eine rheumatologische Abklärung als notwendig er</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">schei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">nen liessen. Entsprechend bestand – entgegen der Auffassung der Beschwer</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">de</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">führerin (vgl. Urk. 13) - auch kein Anlass für eine rheumatologische Begutachtung.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Was das Leistungsvermögen der Beschwerdeführerin in physischer Hinsicht anbe</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">langt, legten die Gutachter einleuchtend dar, in einer gut angepassten Tätigkeit bestehe eine weitgehende Arbeitsfähigkeit, wobei Möglichkeiten für kurze Erho</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">lungsphasen gegeben werden sollten. Es ergebe sich für eine Verweistätigkeit eine 90%ige Arbeitsfähigkeit mit einer ganztägigen Arbeitspräsenz und mit einer um 10 % reduzierten Leistungsfähigkeit (Urk. 7/105 S. 31).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">5.3</span><span> </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">5.3.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Aus psychiatrischer Sicht geht aus dem Gutachten hervor, dass die Beschwerde</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">führerin an einer Dysthymie, einer rezidivierenden depressiven Störung im Sinne einer Erschöpfungsdepression sowie einer undifferenzierten Somatisierungsstö</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">rung leidet. In Bezug auf die Arbeitsfähigkeit hält der Gutachter fest, die Be</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">schwerdeführerin sei auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt nur noch einge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">schränkt arbeitsfähig. Die zuletzt ausgeübte Tätigkeit als Büroassistentin dürfe als ange</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">passte Tätigkeit betrachtet werden. Insgesamt sollten nur Arbeiten ohne wesent-liche Stressoren, nur mit eingeschränktem Publikumsverkehr, ohne Druck und ohne besondere Anforderung an die Flexibilität und das Umstellungsvermögen ausgeführt werden. Die Beschwerdeführerin sollte ihr Arbeitstempo und ihren Arbeitsrhythmus selbst einteilen können und ein über das betriebliche Mass hinausgehendes Einlegen von Pausen sollte möglich sein. Überwachungstätig-keiten auch für Dritte sowie Schichtarbeit oder Nacharbeit könne sie nicht mehr ausführen. Der Arbeitsrhythmus dürfe auch nicht von Maschinen vorgegeben sein. Der Gutachter kommt zum Schluss, dass in der angestammten sowie in einer angepassten Tätigkeit – in Übereinstimmung mit dem Gutachten vom 4. Novem</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ber 2014 - eine Arbeitsfähigkeit von 70 % besteht (Urk. 7/105 S. 57 f.). Aus interdisziplinärer Sicht ergäben die objektiven Befunde auf orthopädischem und psychiatrischem Fachgebiet hinsichtlich der Tätigkeiten als Hörgeräte-Akusti</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">kerin und als Büroassistentin eine integrale Arbeitsfähigkeit von 70 % (Urk. 7/105</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> S. 43).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Zur Divergenz der Beurteilung von Gutachter O.___ einerseits und der behandelnden Psychiaterin Dr. R.___ anderseits ist vorab festzuhalten, dass eine psychiatrische Exploration von der Natur der Sache her nicht ermessensfrei erfolgen kann. Sie eröffnet dem begutachtenden Psychiater daher praktisch immer einen gewissen Spielraum, innerhalb dessen verschiedene medizinisch-psychiatrische Interpretationen möglich, zulässig und zu respektieren sind, sofern der Experte lege artis vorgegangen ist. Daher und unter Beachtung der Divergenz von medizinischem Behandlungs- und Abklärungsauftrag kann es nicht angehen, eine medizinische Administrativ- oder Gerichtsexpertise stets dann in Frage zu stellen und zum Anlass weiterer Abklärungen zu nehmen, wenn die behandelnden Ärzte nachher zu unterschiedlichen Einschätzungen gelangen oder an vorgängig geäusserten abweichenden Auffassungen festhalten. Anders verhält es sich hingegen, wenn die behandelnden Ärzte objektiv feststellbare Gesichts</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">punkte vorbringen, welche im Rahmen der psychiatrischen Begutachtung uner</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">kannt geblieben und die geeignet sind, zu einer abweichenden Beurteilung zu führen (Urteil des Bundesgerichts 8C_694/2008 vom 5. März 2009 E. 5.1 mit Hin</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">weis). Solche ergeben sich aus den Berichten von Dr. R.___ indessen nicht. In Bezug auf die von Dr. R.___ gestellte Diagnose einer andauernden Persönlich</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">keitsänderung (ICD 10 F62.8) führt der psychiatrische Gutachter aus, dass er diese für sehr unwahrscheinlich halte, da die Kriterien wie Belastung mit katastro</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">phalem Ausmass, wobei die Belastung extrem sein müsse, und die weiteren Voraussetzungen in keiner Weise erfüllt seien (Urk. 7/107 S. 38). Die Beschwerde</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">führerin bringt diesbezüglich vor, dies treffe für F62.0, nicht aber für F62.8 zu (Urk. 1 S. 16). Der Einleitung zu F62 ist zu entnehmen, dass es sich um Per</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sön</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">lichkeits- und Verhaltensstörungen handelt, die sich bei Personen ohne vor</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">be</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">stehende Persönlichkeitsstörung nach katastrophaler oder extrem anhaltender Belastung entwickelt haben oder nach schwerer psychiatrischer Krankheit (Dilling/Mombour/Schmidt[Hrsg.], </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Internationale Klassifikation psychischer Stö</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">rungen, ICD-10, </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Kapitel V (F), 10. Auflage 2015</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">,</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> S. 285). Insofern ist mit dem Gut</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">achter O.___ sowie dem Vorgutachter Dr. P.___ davon auszugehen, dass diese Voraussetzung für sämtliche Störungen, die unter F62 fallen, gegeben sein muss. Ausserdem ist fraglich, ob die weiteren Voraussetzungen erfüllt sind. Im Hinblick auf die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit ist das Vorliegen dieser Diagnose jedoch ohnehin nicht entscheidend, sondern es stellt sich vielmehr die Frage, ob eine ressourcenhemmende Persönlichkeitsstruktur vorliegt, was auch von Dr. R.___ nicht beschrieben wird. Ihre Beurteilung der Arbeitsunfähigkeit begründet sie denn auch zum Teil mit somatischen Beschwerden und stützt sie im Übrigen vorwiegend auf die subjektiven Angaben der Beschwerdeführerin (Urk. 7/78, Urk. 7/84 und Urk. 7/110). Mit der Argumentation des Gutachters setzt sie sich nicht auseinander, sondern bestreitet lediglich pauschal dessen Einschätzung der Arbeitsfähigkeit. Damit vermag sie das Gutachten nicht in Frage zu stellen.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">5.3.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Gemäss BGE 143 V 418 sind grundsätzlich sämtliche psychischen Erkrankungen einem strukturierten Beweisverfahren nach BGE 141 V 281 zu unterziehen (E. 7.2; vgl. BGE 143 V 409 E. 4.5.1). </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Entscheidend ist dabei, unabhängig von der diag</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">nostischen Einordnung des Leidens, ob es gelingt, auf objektivierter Beurtei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">lungs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">grundlage den Beweis einer rechtlich relevanten Arbeits- und Erwerbsunfähigkeit zu erbringen, wobei die versicherte Person die materielle Beweislast zu tragen hat (BGE 143 V 409 E. 4.5.2 unter Hinweis auf BGE</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">141 V 281 E. 3.7.2</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">; vgl. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">BGE 144 V 50 E. 4.3</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die für die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit bei psychischen Erkrankungen im </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Regelfall beachtlichen Standardindikatoren (BGE 143 V 418, 143 V 409, 141 V</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">281</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">)</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> hat das Bundesgericht wie folgt systematisiert (BGE 141 V 281 E. 4.3.1): </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Kategorie „funktioneller Schweregrad" (E. 4.3)</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung">Komplex „Gesundheitsschädigung" (E. 4.3.1)</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">-</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">Ausprägung der diagnoserelevanten Befunde (E. 4.3.1.1)</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">-</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">Behandlungs- und Eingliederungserfolg oder -resistenz (E. 4.3.1.2)</span></p><p><span>-</span><span>Komorbiditäten (E. 4.3.1.3)</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">-</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Komplex „Persönlichkeit" (Persönlichkeitsdiagnostik, persönliche Res</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">sourcen, E. 4.3.2)</span></p><p><span>-</span><span>Komplex „Sozialer Kontext" (E. 4.3.3) </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">-</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Kategorie „Konsistenz" (Gesichtspunkte des Verhaltens, E. 4.4)</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung">gleichmässige Einschränkung des Aktivitätenniveaus in allen vergleich</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung">baren Lebensbereichen (E. 4.4.1)</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung">behandlungs- und eingliederungsanamnestisch ausgewiesener Leidens</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung">druck (E. 4.4.2)</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Beweisrechtlich </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">entscheidend</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> ist der verhaltensbezogene Aspekt der Konsistenz (BGE 141 V 281 E. 4.4; vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_604/2</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">017 vom 15. März 2018 E. 7.4).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die medizinischen Akten, insbesondere die Expertise vom </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">30. Mai 2016</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">, erlauben eine schlüssige Beurteilung gestützt auf die massgebenden Standardindikatoren. Eine Ergänzung des medizinischen Sachverhalts erübrigt sich daher.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">5.3.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Der Gutachter beschreibt eine dysthyme depressive Störung bei langjähriger Überforderung, die deutlich larviert und überlagert ist, sowie eine </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">undifferenzierte Somatisierungsstörung</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Eine schwere Ausprägung der Störung</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">en</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">liegt somit nicht vor.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Weitere wichtige Indikatoren für die Ermittlung der Schwere eines Gesundheits</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">schadens sind Verlauf und Ausgang von durchgeführten Therapien. Scheitern lege artis und mit optimaler Kooperation durchgeführte Therapien, deutet dies auf eine negative Prognose hin</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">(vgl. BGE 141 V 281 E. 4.3.1.2).</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> Der Gutachter geht aufgrund der vielfältigen Therapieversuche bei guter Mitarbeit von einem Scheitern aus (Urk. 7/105 S. 28). Die Beschwerdeführerin hat zwar die notwen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">digen Therapien wahrgenommen, die von ihr angegebene antidepressive und anal</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">getische Medikation hat sie jedoch nicht regelmässig oder nicht in der ange</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gebenen Dosierung eingenommen (vgl. Urk. 7/105 S. 55). Eine Überbetonung, eine Aggravationstendenz und Hinweise auf eine Realitätsverfälschung beein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">trächtigten zudem die Therapieadhärenz (Urk. 7/105 S. 48). Unter diesen Um</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ständen kann nicht von einer Therapieresistenz ausgegangen werden.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Hinsichtlich der Gesamtbetrachtung der Wechselwirkungen und sonstigen Bezüge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">der psychischen Störung zu sämtlichen begleitenden krankheitswertigen Störungen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> (Indikator „Komorbiditäten“) ist festzuhalten, dass Störungen unab</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">hängig von ihrer Diagnose bereits dann als rechtlich bedeutsame Komorbidität in Betracht fallen, wenn ihnen im konkreten Fall ressourcenhemmende Wirkung beizumessen ist (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">BGE 143 V 418 E. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">8.1).</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> Der Gutachter geht davon aus, dass die Diagnose einer depressiven Störung und diejenige einer Schmerzstörung parallel bestehen (Urk. 7/105 S. 38). Neben den psychiatrischen Diagnosen ist den somatischen, die immerhin eine Arbeitsunfähigkeit von 10 % bewirken, Rechnung zu tragen. Der Gutachter weist darauf hin, dass die Überbetonung und die Aggravations-tendenzen, die sich auch in der psychiatrischen Diagnose einer undifferenzierten Somatisierungsstörung widerspiegeln, die orthopädischen Gesundheitsprobleme ungünstig beeinflussen und negative Auswirkungen in alle Lebensbereiche haben und die Ressourcen und Fähigkeiten begrenzen (Urk. 7/105 S. 47).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Es</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> bestehen keine Hinweise auf strukturelle Defizite im Sinne einer Persönlich</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">keits</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">störung (Komplex „</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Per</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sönlichkeit", vgl. BGE 141 V 281</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">E. 4.3.2).</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Der Gut</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">achter erwähnt lediglich eine primär dysthym strukturierte Persönlichkeit, ohne diese bereits als Persönlichkeitsakzentuierung zu werten (Urk. 7/105 S. 54). Als</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> ressourcenhemmender Faktor fällt diese nicht stark ins Gewicht.</span></p><p></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Ein sozialer Rückzug ist </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">zwar vorhanden, jedoch nicht ein völliger, sondern nur in bestimmten sozialen Bereichen sowie eine Minderung der sozialen Kontakte (Urk. 7/105 S. 56). die Beschwerdeführerin hat aber guten Kontakt zu ihren Eltern und Geschwistern sowie zu Freunden, Kollegen und in der Nachbarschaft (Urk. 7/105 S. 46 und S. 62). </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Damit enthält der soziale Lebenskontext (Komplex </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">„</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sozialer Kontext</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">“</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">; vgl. BGE 141 V 281 E. 4.3.3) </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">durchaus Ressourcen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">, </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">auf die die Beschwerdeführerin zurückgreifen kann</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Gemäss dem Gutachten besteht eine</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> gleichmässige</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> Einschränkung des Aktivitäts</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">niveaus in allen ve</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">rgleichbaren Lebensbereichen (Urk. 7/105 S. 38). </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Es sind aller</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">dings noch Aktivitäten vorhanden. So erledigt die Beschwerdeführerin Haushalts</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ar</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">beiten, geht einkaufen, nimmt Termine wahr und besucht ihre Eltern, Geschwis</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ter und Freunde (Urk. 7/105 S. 53 und S. 62). Der Antrieb ist nicht reduziert und die Motivation ist vorhanden (Urk. 7/105 S. 54). </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Es wird auf eine </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Überbewertung der Schmerzsymptomatik und einen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> Widerspruch zur angegebenen Aktivität</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">hingewiesen. Zudem sprechen die</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> Ergebnisse der Laboruntersuchung im Zeitpunkt</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> der Begutachtung gegen eine regelmässige Einnahme der angegebenen antide-pressiven und analgetischen Medikation. Dies sei als Realitätsverfälschung aufzu</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">fassen und als Inkonsistenz zu bewerten. Hieraus müsse ein geringer Leidens</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">druck abgeleitet werden (Urk. 7/105 S. 38).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">5.3.4</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Unter Berücksichtigung der massgebenden Standardindikatoren ist lediglich von leichten funktionellen Einschränkungen auszugehen und die gutachterliche Ein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">schätzung einer Restarbeitsfähigkeit von 70 % vermag zu überzeugen.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">5.4</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Gestützt auf das polydsiziplinäre Gutachten vom 30. Mai 2016 ist somit mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit erstellt, dass die Beschwerde</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">führerin als Hörgeräte-Akustikerin und als Büroassistentin zu 70 % arbeitsfähig ist (vgl. Urk. 7/105 S. 43).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p>6.<span> </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">6.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Was den umstrittenen Zeitpunkt des</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> Eintritts</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> des Gesundheitsschadens betrifft</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">,</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> ist ebenfalls auf das </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">polydisziplinäre Gutachten vom 30. Mai 2016</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> abzustellen, wonach die Arbeitsunfähigkeit von insgesamt </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">30 % seit 2014 besteht (Urk. 7/105 S. 44</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">). </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Unter Berücksichtigung des E.___-Gutachtens vom 4. November 2014 ist eine Arbeitsunfähigkeit von 30 % bereits seit 2011 ausgewiesen (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Urk. 7/47 S. 38)</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Auch wenn es sich dabei um rückblickende Beurteilung</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">en</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> handelt, so wurde</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">n</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> sie doch anamnestisch</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> sorgfältig begründet und stimmen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> mit den </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">vorhandenen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">medi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">zinischen Akten</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> überein.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> Die vorübergehenden Arbeitsunfähigkeiten auf orthopädischem Gebiet infolge Muskelfaserriss und postoperativer Rehabilitation (17. August 2010 bis 30. Juni 2011 und 18. Juni 2013 bis 31. Dezember 2013; Urk. 7/105 S. 44) vermögen am Zeitpunkt des Eintritts des Gesundheitsschadens nichts zu ändern, </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">da</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sie die </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">für die Begründung </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">eines</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> Anspruches erforderliche Art und Schwere </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">nicht erreichen. Dasselbe gilt für die Arbeitsunfähigkeit aus neurologischer Sicht nach dem Unfall vom 20. Mai 2005, welche für </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">maximal ein halbes Jahr bestand (Urk. 7/105 S. 44).</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> Aus psychiatrischer Sicht wurde im Gut</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">achten vom 4. November 2014 ab Oktober 2011 eine Arbeitsfähigkeit von 70 % attestiert (Urk. 7/47 S. 38). Ob davor längerdauernde Arbeitsunfähigkeiten be</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">stan</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">den haben, und wenn ja aufgrund welcher psychischer Beeinträchtigungen, </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">in welchem Umfang und wie lange, konnte der psychiatrische Gutachter </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">O.___</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> retrospektiv aufgrund der Aktenlage nicht beurteilen (Urk. 7/105 S. 57). Die Ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">mutung, dass bereits früher zumindest unterschwellig depressive Symptome be</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">stan</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">den hätten (Urk. 7/105 S. 37), rechtfertigt die Annahme einer Arbeitsun</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">fähigkeit nicht. Somit sind vor 2011 anspruchsbegründende Einschränkungen der Arbeitsfähigkeit nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit erstellt. Der Ein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">wand der Beschwerdeführerin, dass sie sich bereits 1998 bei der Invalidenver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sicherung angemeldet habe und diese in ihrer Verfügung vom 18. Mai 1999 festgehalten habe, dass eine gewisse Behinderung vorliege (Urk. 1 S. 6), ändert daran nichts, zumal diese Verfügung einen Leistungsanspruch verneinte und unangefochten in Rechtskraft erwuchs. Eine psychische Erkrankung mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit wurde im Rahmen des damaligen Verfahrens bei der IV-Stelle weder geltend gemacht noch abgeklärt. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Damit</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> erweist es sich als unmög</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">lich, den Sachverhalt diesbezüglich retrospektiv zu ermitteln. Die Folgen der Beweis</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">losigkeit hat die Beschwerdeführerin zu tragen.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">6.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die Beschwerdeführerin macht geltend, sie habe ihre Firma 2007 aus gesundheit</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">lichen Gründen verkauft (Urk. 1 S. 8). Anlässlich des Gesprächs bei der IV-Stelle vom 4. Oktober 2011 gab sie jedoch an, sie habe sich bereits vor Eintritt des Gesundheitsschadens neu orientieren wollen (Urk. 7/11 S. 3). Im Übrigen ist der Verkauf der Firma auch angesichts der Marktmacht der Z.___ nachvoll</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ziehbar. Dass die Beschwerdeführerin vor dem Verkauf der Firma in ihrer Arbeits</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">fähigkeit erheblich und andauernd eingeschränkt gewesen wäre, erscheint auch deshalb nicht plausibel, da das Einkommen gemäss IK-Auszug in etwa gleichblieb oder sogar anstieg, ohne dass sie geltend machen würde, sie hätte jemanden angestellt. Nach dem Gesagten, ist nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit erstellt, dass die Beschwerdeführerin im Gesundheitsfall noch Inhaberin der Einzelfirma Y.___ wäre. Es ist somit nicht zu beanstanden, dass die Beschwerdegegnerin nicht das als selbständig Erwerbstätige, sondern das zuletzt als Angestellte erzielte Erwerbseinkommen beim Einkommensvergleich berücksichtigte.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">6.3.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Da die Beschwerdeführerin sowohl in ihrer angestammten Tätigkeit als Hörge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">räte-Akustikerin wie auch in ihrer bisherigen Tätigkeit als Büroassistentin 70 % arbeitsfähig ist, </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">entspricht der Invaliditätsgrad </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">dem Grad der Arbeitsunfähigkeit. Der von der Beschwerdegegnerin ermittelte Invaliditätsgrad von 30 % erweist sich somit als korrekt. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Demzufolge hat die Beschwerdegegnerin einen Renten</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">anspruch der Beschwerdeführerin zu Recht verneint, was zur Abweisung der Beschwerde führt.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">7.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die Kosten des Verfahrens sind auf Fr. 900.-- festzusetzen und ausgangsgemäss der Beschwerdeführerin aufzuerlegen (Art. 69 Abs. 1</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">bis</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> IVG).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Heading3"><span class="Normal Heading3">Das Gericht erkennt:</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span class="Normal Dispotext DispoHngend">1.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Die </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Beschwerde</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend"> wird abgewiesen.</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span class="Normal Dispotext DispoHngend">2.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Die Gerichtskosten von Fr. </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">900</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">.-- werden </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">der Beschwerdeführerin</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend"> auferlegt.</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend"> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Rechnung und Einzahlungsschein werden </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">der</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend"> Kostenpflichtigen nach Eintritt der Rechtskraft zugestellt.</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span class="Normal Dispotext DispoHngend">3.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Zustellung gegen Empfangsschein an:</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Rechtsanwalt Thomas Laube</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Bundesamt für Sozialversicherungen</span></p><p class="Normal Dispotext DispoEinzug"><span class="Normal Dispotext DispoEinzug">sowie an:</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Gerichtskasse (im Dispositiv nach Eintritt der Rechtskraft)</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">4.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Gegen diesen Entscheid kann innert </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">30 Tagen</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"> seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundes</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">gesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 15. Juli bis und mit 15. August sowie vom 18. Dezember bis und mit dem 2. Januar (Art. 46 BGG).</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">stellen.</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweis</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">mittel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat (Art. 42 BGG).</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><br/></p><p class="Normal Heading3"><br/></p><p class="Normal Heading3"><span class="Normal Heading3">Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich</span></p><p><br/></p><p>Der VorsitzendeDie Gerichtsschreiberin</p><p><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p>HurstLeicht</p></div> </div></body></html>