<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="cell small-12 contentContainer printArea"> <div><table><tr><td><p class="Normal Heading1"><span id="_GoBack"></span><span class="Normal Heading1">Sozialversicherungsgericht</span></p><p class="Normal Heading1"><span class="Normal Heading1">des Kantons Zürich</span></p></td><td><p class="Normal Heading1"></p></td></tr></table><p><span>IV.2016.00883</span></p><p><span> </span></p><p><span> </span></p><p><br/></p><p>III. Kammer</p><p>Sozialversicherungsrichter Gräub, Vorsitzender<br/>Sozialversicherungsrichterin Annaheim<br/>Sozialversicherungsrichterin Fehr<br/>Gerichtsschreiber Schetty</p><p class="Normal Heading2"><span class="Normal Heading2">Urteil vom 28. Februar 2018</span></p><p class="Normal StandardEinzug"><span class="Normal StandardEinzug">in Sachen</span></p><p class="Normal StandardFett RubrumFett"><span class="Normal StandardFett RubrumFett">X.___</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Beschwerdeführer</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">vertreten durch Stadt Zürich Soziale Dienste</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">lic. iur. Y.___, Sozialversicherungsrecht, Team Recht</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Hönggerstrasse 24, 8037 Zürich</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">gegen</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardFett RubrumFett"><span class="Normal StandardFett RubrumFett">Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Beschwerdegegnerin</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p><br/></p><p></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Sachverhalt:</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Der im Jahre 1985 geborene X.___ absolvierte in Berlin die obligatorische Schulzeit und erwarb in der Folge keine berufliche Ausbildung. Nach einigen Praktikas und ansonsten ergebnisloser Stellensuche reiste der Ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sicherte im April 2007 in die Schweiz ein (Urk. 7/4 S. 1-4, Urk. 7/13), wo er zuletzt ab 1. Dezember 2011 bei der Z.___ als Betriebsmitarbeiter Garten und Wald bei einem Pensum von 50 % angestellt war (Urk. 7/14). Infolge psychischer Probleme meldete er sich am 20. März 2012 bei der Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, zum Leistungsbezug an (Urk. 7/4 S. 6). Mit Mitteilung vom 22. Februar 2013 erteilte diese dem Versicherten Kostengutsprache für eine Potentialabklärung (Urk. 7/28), welche in der Zeit vom 25. Februar bis 22. März 2013 durchgeführt wurde (Urk. 7/36). Mit Mitteilung vom 26. April 2013 wurde die Berufsberatung abgeschlossen (Urk. 7/38). Mit Schreiben vom 24. Oktober 2014 teilte die IV</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Stelle dem Versicherten mit, dass sein Gesundheitszustand mit einer min</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">destens dreimonatigen kontrollierten Drogen- und Alkoholabstinenz wesentli</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">chen ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">bessert werden könne, und wies ihn auf die geltende Schadenminde</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rungspflicht hin (Urk. 7/49). Mit Vorbescheid vom 2. Februar 2016 wies die IV</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Stelle das Leistungsbegehren unter Hinweis auf die nicht erfüllte Schaden</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">minderungs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">pflicht ab (Urk. 7/59) und hielt an diesem Entscheid mit Verfügung vom 15. Juni 2016 fest (Urk. 7/69 = Urk. 2).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Dagegen erhob die Vertreterin des Versicherten am 22. August 2016 Beschwer</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">de und beantragte, es sei dem Beschwerdeführer eine ganze Rente zuzuspre</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">chen, eventualiter sei eine externe Begutachtung anzusetzen. Weiter sei die unentgeltliche Prozessführung zu gewähren, unter Kostenfolge zu Lasten der Beschwerdegegnerin (Urk. 1 S. 2).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Mit Beschwerdeantwort vom 20. September 2016 beantragte die Beschwerde</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gegnerin die Abweisung der Beschwerde (Urk. 6), was dem Beschwerdeführer mit Verfügung vom 22. September 2016 zur Kenntnis gebracht wurde (Urk. 8).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Das Gericht zieht in Erwägung:</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Beeinträchtigungen der psychischen Gesundheit können in gleicher Weise wie körperliche Gesundheitsschäden eine Invalidität im Sinne von Art. 4 Abs. 1 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">IVG</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">)</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> in Verbindung mit Art. 8 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ATSG</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">)</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> bewirken. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Rechtsprechungsgemäss ist bei psychischen Beeinträchtigun</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gen zu prüfen, ob ein seelisches Leiden mit Krankheitswert besteht, welches die versicherte Person auch bei Aufbietung allen guten Willens daran hindert, ein rentenausschliessendes Erwerbseinkommen zu erzielen (Art. 7 Abs. 2 Satz 2 ATSG; </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">BGE 139 V 547</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> E. 5; </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">131 V 49</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> E. 1.2; </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">130 V 352</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> E. 2.2.1). </span></p><p><span> </span><span>Die Annahme eines psychischen Gesundheitsschadens im Sinne von Art. 4 Abs. 1 IVG sowie Art. 3 Abs. 1 und Art. 6 ATSG setzt grundsätzlich eine lege artis auf die Vorgaben eines anerkannten Klassifikationssystems abgestützte psychiatrische Diagnose voraus (BGE 130 V 396; 141 V 281 E. 2.1). Eine fach</span><span>ärztlich festgestellte psychische Krankheit ist jedoch nicht ohne weiteres gleich</span><span>bedeutend mit dem Vorliegen einer Invalidität. In jedem Einzelfall muss eine Beeinträchtigung der Arbeits- und Erwerbsfähigkeit unabhängig von der Diag</span><span>nose und grundsätzlich unbesehen der Ätiologie ausgewiesen und in ihrem Ausmass bestimmt sein. Entscheidend ist die nach einem weitgehend objekti</span><span>vierten Massstab zu beurteilende Frage, ob es der versicherten Person zumutbar ist, eine Arbeitsleistung zu erbringen (vgl. BGE 127 V 294 E. 4c; 139 V 547 E. 5.2; zur Publikation in der amtlichen Sammlung vorgesehenes Urteil des Bundesgerichts 8C_841/2016 vom 30. November 2017 E. 4.2.1).</span></p><p><span> </span><span>Gemäss der für somatoforme Schmerzstörungen und vergleichbare psychosoma</span><span>tische Leiden entwickelten Rechtsprechung des Bundesgerichts ist die tatsächli</span><span>che Arbeits- und Leistungsfähigkeit der versicherten Person grundsätzlich in einem strukturierten, ergebnisoffenen Beweisverfahren anhand von auf den funktionellen Schweregrad bezogenen Standardindikatoren zu ermitteln (BGE</span><span> </span><span>141 V 281). Mit zur Publikation in der amtlichen Sammlung vorge</span><span>sehenem Urteil 8C_130/2017 vom 30. November 2017 hat das Bundesgericht erkannt, dass grundsätzlich sämtliche psychischen Leiden einem strukturierten Beweis</span><span>verfahren nach BGE 141 V 281 zu unterziehen seien, wobei es je nach Krank</span><span>heitsbild allenfalls gewisser Anpassungen hinsichtlich der Wertung einzelner Indikatoren bedürfe. Diese Abklärungen enden laut Bundesgericht stets mit der Rechtsfrage, ob und in welchem Umfang die ärztlichen Fest</span><span>stellungen anhand der nach BGE 141 V 281 rechtserheblichen Indikatoren auf Arbeitsunfähigkeit schliessen lassen (E. 7). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Nach der Rechtsprechung führt Drogensucht (wie auch Alkoholismus und Medi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">kamentenmissbrauch) als solche nicht zu einer Invalidität im Sinne des Gesetzes. Dagegen wird sie im Rahmen der Invalidenversicherung relevant, wenn sie eine Krankheit oder einen Unfall bewirkt hat, in deren Folge ein kör</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">perlicher oder geistiger, die Erwerbsfähigkeit beeinträchtigender Gesundheits</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">schaden eingetreten ist, oder wenn sie selber Folge eines körperlichen oder geis</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tigen Gesundheitsschadens ist, dem Krankheitswert zukommt (BGE 124 V 265 E. 3c). Aus letzterem Leitsatz folgt nicht, dass die Auswirkungen einer Drogen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sucht, die ihrerseits auf einen Gesundheitsschaden zurückgeht, per se invalidi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tätsbegründend sind. Die zitierte Praxis setzt vielmehr den Grundsatz um, dass funktionelle Einschränkungen nur anspruchs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">begründend sein können, wenn sie sich als Folgen selbständiger Gesundheits</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">schädigungen darstellen (Art. 6 ff. ATSG und Art. 4 Abs. 1 IVG). Insofern verhält es sich ähnlich wie im Verhältnis zwischen psychosozialen oder sozio</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">kulturellen Umständen und fachärztlich festgestellten psychischen Störungen von Krankheitswert (BGE 127 V 294 E. 5a): Wo die Gutachter im Wesentlichen nur Befunde erheben, welche in der Drogensucht ihre hinreichende Erklärung finden, gleichsam in dieser aufgehen, ist kein invalidisierender psychischer Gesundheitsschaden gegeben. Dies trifft zu, wenn davon auszugehen ist, dass sich beispielsweise ein depressives Zustandsbild bei einer (angenommenen) positiven Veränderung der suchtbe</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">dingten psychosozialen Problematik wesent</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">lich bessern (und die damit verbun</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">dene Beeinträchtigung des Leistungs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">mögens sich entsprechend verringern) würde (Urteil des Bundesgerichts 8C_582/2015 vom 8. Oktober 2015 E. 2.2.1 unter Hinweis auf 8C_580/2014 vom 11. März 2015 E. 2.2.1 und 9C_856/2012 vom 19. August 2013 E. 2.2.1). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Angesichts der insoweit finalen Natur der Invalidenversicherung (BGE 120 V 95 E. 4c; Meyer/Reichmuth, Bundesgesetz über die Invalidenversicherung, 3. Aufl. 2014, Rz 51 zu Art. 4 IVG) ist nicht entscheidend, ob die Drogensucht Folge eines körperlichen oder geistigen Gesundheitsschadens ist oder ob die Sucht ausserhalb eines Kausalzusammenhangs mit dem versicherten Gesundheits</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">schaden steht. In beiden Konstellationen sind reine Suchtfolgen IV-rechtlich irrelevant, soweit sie als solche allein leistungsmindernd wirken. Hingegen sind sie gleichermassen IV-rechtlich relevant, soweit sie in einem engen Zusammen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">hang mit einem eigenständigen Gesundheitsschaden stehen. Dies kann der Fall sein, wenn die Drogensucht – einem Symptom gleich – Teil eines Gesundheits</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">schadens bildet (BGE 99 V 28 E. 3b); dies unter der Voraussetzung, dass nicht allein die unmittelbaren Folgen des Rauschmittelkonsums, sondern wesentlich auch der psychiatrische Befund selber zu Arbeitsunfähigkeit führt. Sodann können selbst reine Suchtfolgen invalidisierend sein, wenn daneben ein psychi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">scher Gesundheitsschaden besteht, welcher die Betäubungsmittel</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">abhängigkeit aufrecht erhält oder deren Folgen massgeblich verstärkt. Umge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">kehrt können die Auswirkungen der Sucht (unabhängig von ihrer Genese) wie andere psychosozi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ale Faktoren auch mittelbar zur Invalidität beitragen, wenn und soweit sie den Wirkungsgrad der Folgen eines Gesundheitsschadens beeinflussen (Urteil des Bundesgerichts 8C_582/2015 vom 8. Oktober 2015 E. 2.2.2 unter Hinweis auf 8C_580/2014 vom 11. März 2015 E. 2.2.2 und 9C_856/2012 vom 19. August 2013 E. 2.2.2).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Im</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> erwähnten Urteil 8C_582/2015 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">vom 8. Oktober 2015 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">E. 4 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">hat das Bundesge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">richt entschieden, dass die Rechtsprechung gemäss BGE 141 V 281 psychoso</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">matische Leiden betrifft und auf Suchtproblematiken nicht anwendbar ist (vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_6/2016 vom 3. Februar 2016 E. 4.2.3 mit Hinweis auf die Kritik</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> von Liebrenz/Uttinger/Ebner, Sind Abhängigkeits</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">erkrankungen aus höchstrichterlicher Sicht [weiterhin] nicht mit anderen psychischen Stö</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">rungen [z.B. somatoformen Störungen] vergleichbar? - Eine Urteils</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">besprechung von BGE 8C_582/2015 im Lichte der theoretischen Anwendbarkeit des ergeb</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">nisoffenen, strukturierten Beweisverfahrens, in: SZS</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> 2016 S. 96; ferner: Liebrenz et</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> alii, Das Suchtleiden bzw. die Abhängigkeits</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">erkrankungen - Mög</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">lichkeiten der Begutachtung nach </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">BGE 141 V 281</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">[=</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">9C_492/2014]</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">, in: SZS 2016 S.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">12).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Gemäss </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">7 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Abs. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">IVG</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> muss die versicherte Person alles ihr Zumutbare unter</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nehmen, um die Dauer und das Ausmass der Arbeitsunfähigkeit (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">6 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ATSG</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">) zu verringern und den Eintritt einer Invalidität (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">8 ATSG) zu verhin</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">dern. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">21 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Abs. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">4 ATSG bestimmt, dass einer versicherten Person die Leistun</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gen vorübergehend oder dauernd gekürzt oder verweigert werden können, wenn sie sich einer zumutba</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ren Behandlung oder Eingliederung ins Erwerbsleben, die eine wesentliche Ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">besserung der Erwerbsfähigkeit oder eine neue Erwerbs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">möglichkeit verspricht, entzieht oder widersetzt oder nicht aus eigenem Antrieb das ihr Zumutbare dazu beiträgt. Sie muss vorher schriftlich gemahnt und auf die Rechtsfolgen hinge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">wiesen werden; ihr ist eine angemessene Bedenkzeit ein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">zuräumen. Behandlungs- oder Eingliederungsmassnahmen, die eine Gefahr für Leben und Gesundheit darstellen, sind nicht zumutbar. Die Regelungen von </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">43 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Abs. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3 ATSG (Nichteintreten oder Sachentscheid aufgrund der Akten) und </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">7b </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Abs. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1 IVG (Kürzung oder Verweigerung der Leistung) sind grund</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">s</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ätzlich nebeneinander anwendbar</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">. Die Sanktion bei verletzter Schadenminde</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rungs- oder Mitwirkungspflicht hat sich an d</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">as Verhältnismässigkeitsprinzip</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> zu halten und insbesondere das Ausmass des Verschuldens der versicherten Person zu berücksichtigen (Urteil des Bundesgerichts 9C_370</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">/2013 vom 22. November 2013 E. 3 mit Hinweisen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">)</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Beschwerdegegnerin begründete die angefochtene Verfügung damit, dass der Beschwerdeführer die ihm auferlegte Schadenminderungspflicht in Form eines zumindest dreimonatigen Drogen- und Alkoholentzugs nicht erfüllt habe. Aufgrund der Akten sei von einem primären Suchtgeschehen auszugehen, was zur Abweisung des Leistungsbegehrens führe. Ohne die geforderte Abstinenz sei eine diagnostische Klärung nicht möglich; erst dann sei abschätzbar, ob ein IV</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">relevanter Gesundheitsschaden vorliege (Urk. 2).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Demgegenüber machte die Vertreterin des Beschwerdeführers im Wesentlichen geltend, dass der Beschwerdeführer aufgrund seiner ungünstigen Lebensum</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">stände eine schwere Persönlichkeitsstörung entwickelt habe, welche es ihm nicht erlaube, einer Erwerbstätigkeit nachzugehen. Sollte diesbezüglich Zweifel daran bestehen, seien weitere medizinische Abklärung in Form einer psychiatri</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">schen und neuropsychiatrischen Begutachtung an die Hand zu nehmen. Dem</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gegenüber habe Dr. med. pract. A.___ vom Regionalen Ärztlichen Dienst (RAD) den Beschwerdeführer nie zu einer Untersuchung aufgeboten und auch keine externe Begutachtung angeordnet; seine Aussagen seien demnach rein theoreti</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">scher Natur (Urk. 1 S. 12).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die für den Bericht der B.___, Zentrum für Abhängigkeitserkrankungen (ZAE), vom 26. Juni 2012 verantwortlichen, seit 28. Mai 2010 behandelnden Fachpersonen stellten mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit die folgenden Diagnosen:</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Persönlichkeitsstörung vom ängstlich-vermeidenden Typ (ICD-10 F60.6, 2010)</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">rezidivierende depressive Störung, zurzeit mittelgradig (ICD-10 F32.1)</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">einfache Aufmerksamkeits- und Hyperaktiviätsstörung (ICD-10 F90.0, seit der Kindheit)</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Ohne Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit bestehe ein Status nach Panikatta</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">cken (ICD-10 F41.0) sowie ein Status nach schädlichem Kokainkonsum (ICD-10 F14.1, 2002). Stationäre Behandlungen und Kuren hätten in den Jahren 2002, 2004 und 2006 in Berlin stattgefunden. Aufgrund der stabilen Abstinenz wür</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">den sie eine Berufsabklärung sowie eine IV-gestützte berufliche Integration empfehlen. Seit dem 1. September 2010 sei auf dem ersten Arbeitsmarkt von einer 100%igen Arbeitsunfähigkeit auszugehen. Eine geeignete behinderungs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">angepasste Tätigkeit mit anleitender Unterstützung wäre zu 50 % möglich. Die Prognose sei zurzeit noch unklar (Urk. 7/11/1-5).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die für den Potentialabklärungsbericht vom 21. März 2013 verantwortlichen Fachpersonen hielten fest, dass der Beschwerdeführer während der Abklärung wiederholt von Panikzuständen (z. B. auf dem Arbeitsweg) und Nachgrübeln über die Situation (auch nachts) berichtet habe. Bei der Arbeit sei die Kon</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">zentrationsfähigkeit gering gewesen und auch ein Wechsel der Medikation habe nicht den gewünschten Erfolg gebracht. Selbst die für den Beginn der Abklä</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rung geringe Präsenzzeit von 3.5 Stunden pro Tag habe der Beschwerdeführer aus diesen Gründen nicht einhalten können. Trotz anfänglicher Motivation sei ihnen der Beschwerdeführer zunehmend überfordert mit seiner Situation erschienen und damit verbunden enttäuscht, demotiviert und manchmal teil</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nahmslos (vermutlich auch wegen der dämpfenden Wirkung der verschriebenen Psychopharmaka; Urk. 7/36 S. 2). Ein Ausbildungspotential sei derzeit nicht gegeben. Selbst ein Wechsel zu einer niederschwelligeren Integrationsmass</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nahme erscheine zum jetzigen Zeitpunkt nicht erfolgsversprechend, da es dem Beschwerdeführer nicht möglich sei, täglich zur Arbeit zu erscheinen. Aufgrund der Resultate der Abklärung würden sie die Prüfung der Rentenfrage sowie die Weiterführung, respektive Intensivierung der medizinischen Massnahmen (Tagesklinik) empfehlen (S. 6).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die für den Bericht des ZAE der B.___ vom 27. April 2014 verantwortlichen Fachpersonen stellten mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit die folgenden Diagnosen:</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">kombinierte Persönlichkeitsstörung mit ängstlich- vermeidenden und dissozialen Anteilen (ICD-10 F61.0)</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">einfache Aufmerksamkeits- und Hyperaktiviätsstörung (ICD-10 F90.0, seit der Kindheit)</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">rezidivierende depressive Störung, zurzeit mittelgradig (ICD-10 F32.1)</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Ohne Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit bestehe eine Opiatabhängigkeitser</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">krankung im Methadonprogramm (ICD-10 F11.2, 2013), ein Status nach Panik</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">attacken (ICD-10 F41.0, 2010) sowie ein Status nach schädlichem Kokainkon</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sum (ICD-10 F14.1, 2002). Aufgrund seiner Instabilität und Unzuverlässigkeit als Folge seiner Persönlichkeitsstörung sei der Beschwerdeführer nach ihrer Ansicht den Anforderungen einer Arbeitsstelle auf dem ersten Arbeitsmarkt nicht gewachsen. Aufgrund der obgenannten Schwierigkeiten seien sämtliche Integrationsmassnahmen an behinderungsangepassten Tätigkeiten gescheitert (Urk. 7/43).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.4</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Mit Bericht vom 20. Oktober 2015 stellten die behandelnden Fachpersonen des ZAE der B.___ die folgenden Diagnosen:</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">kombinierte Persönlichkeitsstörung mit ängstlich- vermeidenden und dissozialen Anteilen (ICD-10 F61.0)</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">einfache Aufmerksamkeits- und Hyperaktiviätsstörung (ICD-10 F90.0, seit der Kindheit)</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">rezidivierende depressive Störung, zurzeit mittelgradig (ICD-10 F32.1)</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Kokainabhängigkeit, episodischer Konsum (ICD-10 F14.26, 2002)</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Ohne Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit bestehe ein Opiatabhängigkeits</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">syndrom, Methadonsubstitution, episodischer Konsum (ICD</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">10 F11.22/F11.26, 2013), ein Status nach Panikattacken (ICD-10 F41.0, 2010) sowie ein Status nach schädlichem Kokainkonsum mit psychotischer Störung, schizophrenieform (ICD-10 F14.50). Eine stationäre Behandlung (zum Kokainkonsumstopp und zur Stabilisierung) habe in der Zeit vom 7. bis 24. August 2015 stattgefunden (vgl. Urk. 7/57/7-11). Nach einer ersten Stabi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">lisierung habe sich der Beschwer</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">de</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">führer nicht für eine längere stationäre Behandlung oder eine teilstationäre Anschluss</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">behandlung entscheiden können und sei aus der Klinik in die vorbestehenden Verhältnisse ausgetreten. Aufgrund der Persönlichkeits</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">störung zeige er weiter ein ausgeprägtes Vermeidungs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">verhalten, um Anforde</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rungen und Konfron</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tationen aus dem Weg zu gehen. Nebst der ADHS-bedingten Ablenk</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">barkeit durch äussere Gegebenheiten bestehe auch eine grosse Unsicher</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">heit und emotio</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nale Instabilität. Aufgrund seiner Persönlichkeits</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">struktur und seiner Bio</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">graphie könne er sich auf kein stabilisierendes und strukturierendes Setting ein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">lassen. Dies sei auf seine Bindungsstörung (durch emotionale Verwahr</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">losung) mit Misstrauen und Angst vor Beziehungsabbruch sowie durch Minder</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">wertigkeits</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gefühle und Selbstun</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sicherheit (nicht zu genügen, versagt zu haben) zurückzu</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">führen. Die Prognose sei vor allem aufgrund der Schwere der Per</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sön</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">lich</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">keits</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">störung weiterhin schlecht, insbe</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sondere was die Arbeitsfähigkeit betreffe. Aufgrund der Schwere der Erkrankung schaffe es der Beschwerdeführer auch mit Unterstützung der ambulanten und stationären Behandlung nicht, sei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nen Gesundheitszustand stabil zu halten oder gar zu verbessern (Urk. 7/57).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.5</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Mit Schreiben vom 30. März 2016 zu Handen des Rechtsvertreters führten die Fachpersonen des ZAE der B.___ ergänzend aus, dass für sie klar sei, dass das Hauptproblem des Beschwerdeführers heute eine schwere kombinierte Per</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sön</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">lich</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">keits</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">störung mit ängstlich-vermeidenden und dissozialen Anteilen sei, kompliziert durch eine grenzwertige Intelligenz und durch eine langjährige Drogen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">krankheit. Aufgrund der schweren Persönlichkeitsstörung sei der Beschwer</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">de</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">führer nicht in der Lage, eine dreimonatige kontrollierte Drogen- und Alkoholabstinenz einzuhalten. Nach ihrer Einschätzung habe zuerst eine genetische Vulnerabilität vorgelegen, dann sei die gestörte und traumatisierte Kindheit und dann das Aufmerksamkeitsdefizit/Hyperaktivitätssyndrom dazuge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">kommen. Typisch sekundär zu diesen Problemen sei es zur Suchterkrankung gekommen und schliesslich habe die Summe dieser Probleme zur Entwicklung der beschriebenen schweren Persönlichkeitsstörung geführt. Auch wenn es dem Beschwerdeführer gelingen sollte, abstinent zu werden (wahrscheinlich wäre dies nur in einer geschlossenen Anstalt/Gefängnis möglich), würde dies nach ihrer Erfahrung bei einem so schwer gestörten Patienten keine wirklich ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">wertbare Arbeitsfähigkeit mehr ergeben (Urk. 7/65).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">4.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Auferlegung des dreimonatigen Drogen- und Alkoholentzugs erfolgte im Rahmen der Schadenminderungspflicht, indem die Beschwerdegegnerin davon ausging, dass damit eine wesentliche Verbesserung des Gesundheitszustandes möglich wäre (Urk. 7/49). Diese Einschätzung der medizinischen Sachlage findet in den medizinischen Akten keine Stütze, insbesondere betrachten die Fachper</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sonen des ZAE der B.___ bezüglich der Arbeitsfähigkeit die schwere kombinierte Persönlichkeitsstörung als Hauptproblem. Mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit werden zudem vorwiegend die ADHS-Problematik sowie die depressive Erkran</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">kung genannt. Die Auferlegung einer Schadenminderungspflicht erscheint vor diesem Hintergrund nicht möglich zu sein. In diesem Sinne äussert sich auch Dr. A.___, Psychiatrie und Psychotherapie, vom Regionalen Ärztlichen Dienst (RAD) der Beschwerdegegnerin in seiner Stellungnahme vom 29. April 2016, indem er ausführte, dass die Abstinenz nicht auf eine Arbeitsfähigkeit ziele, sondern der diagnostischen Klärung diene (Urk. 7/68 S. 3).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Anordnung einer </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">(kurzfristigen) </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Entzugsbehandlung und der Nachweis einer Abstinenz bereits im Abklärungsverfahren kann unter dem Titel der Mitwir</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">kungspflicht angezeigt sein, wenn es darum geht, einen invaliditätsfremden Alkoholkonsum bei der Einschätzung der A</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rbeitsunfähigkeit auszublenden </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">(Urteil des Bundesgerichts 9C_370</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">/2013 vom 22. November 2013 E. 4.2.1 mit Hinwei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">)</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">. Die Zulässigkeit der Anordnung einer längeren Entzugsbehandlung unter dem Titel Mitwirkungspflicht liess das Bundesgericht offen (E. 4.2.2) und verwies im Falle einer möglichen wesentlichen Verbesserung der Arbeitsfähig</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">keit auf die Anordnung unter dem Titel der Schadenminderungspflicht. Auch wenn man aufgrund der bislang ergangenen Rechtsprechung eine längere Ent</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">zugsbehandlung unter dem Titel der Mitwirkungspflicht für zulässig erachten würde, müsste eine solche, wie dies auch für die Schadenminderungspflicht gilt, zumutbar sein. Die behandelnden Fachpersonen des ZAE halten einen solchen Entzug aber krankheitsbedingt für nicht möglich (Urk. 7/65 S. 2). Anzumerken ist dabei, dass auch die durchgeführte Potentialabklärung zu keiner Stabili</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sierung der Lebensumstände geführt hat (Urk. 7/36); weiter konnte auch im Rahmen der stationären Behandlung vom 7. bis 24. August 2015 keine Absti</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nenz erreicht werden. Vor diesem Hintergrund ist nicht erstellt, dass dem Beschwerdeführer die Einhaltung der Schadenminderungs-/Mitwirkungspflicht möglich gewesen wäre, so dass aus dem Nichteinhalten nichts zu seinen Ungunsten abgeleitet werden kann </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">(</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">43 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Abs. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3 ATSG; Urteil des Bundesge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">richts 8C_733/2010 vom 1</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">0. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Dezember 2010 E. 5.3 mit Hinweisen).</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Anzumerken ist dabei, dass die Fachpersonen des ZAE die Arbeitsfähigkeit des Beschwerde</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">führers auch ohne Abstinenz einschätzen konnten, zudem ist nach deren Ein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">schätzung mittlerweile auch bei einer dauerhaften Abstinenz nicht mehr mit einer verwertbaren Arbeitsfähigkeit zu rechnen.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.2.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Auch die diagnostischen Überlegungen der Fachpersonen des ZAE sind nicht zu beanstanden. Die eindrückliche Lebensgeschichte ergibt sich dabei bereits aus dem Bericht vom 26. Juni 2012 (Urk. 7/11 S. 2). Die mit Schreiben vom 30. März 2016 vorgenommene diagnostische Einschätzung beruht demnach nicht nur auf der anerkannten Fachkompetenz des ZAE, sondern auch auf einer jahrelangen Betreuung des Beschwerdeführers. Daran vermag die abweichende Beurteilung durch Dr. A.___ nichts zu ändern, insbesondere mangelt es dieser an einer persönlichen Untersuchung des Beschwerdeführers.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Entgegen der Auffassung der Beschwerdegegnerin geht es unter diesen Umstän</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">den</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> nicht an, infolge der nicht erfüllten Mitwirkungspflicht aufgrund der (vor</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">handenen) Akten zu entscheiden. Vielmehr hat die Beschwerdegegnerin in Nachachtung ihrer Untersuchungspflicht den Leistungsanspruch umfassend abzuklären. Dieser kann nicht allein gestützt auf die Ausführungen des RAD, der den Beschwerdeführer nicht untersucht hat, beurteilt werden. Im Übrigen nahm die Beschwerdegegnerin nur deshalb Umgang von einer psychiatrischen Begutachtung, weil sie - nach dem Gesagten zu Unrecht - annahm, die gefor</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">derte dreimonatige Abstinenz sei nicht eingehalten worden (Urk. 2 S. 3). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Angesichts der widersprechenden Einschätzung durch den RAD kann auch nicht ohne Weiteres auf d</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ie Berichte </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">der</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> behandelnden Fach</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">personen abgestellt wer</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">den, zumal deren Beurteilungen </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">im Hinblick auf ihre auftragsrechtliche Ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">trauensstellung rechtsprechungsgemäss mit Zurückhaltung zu würdigen sind (BGE 135 V 465 E.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.5, 125 V 351 E. 3b/cc).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Bezüglich der Einschätzung der Arbeitsfähigkeit ist nunmehr anzumerken, dass das Bundesgericht m</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">it zur Publikation in der amtlichen Sammlung vorgesehe</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">nem Urteil 8C_130/2017 vom 30. November 2017 erkannt</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> hat</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">, dass grundsätz</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">lich sämtliche psychischen Leiden einem strukturierten Beweisverfahren nach BGE 141 V 281 zu unterziehen seien, wobei es je nach Krankheitsbild allenfalls gewisser Anpassungen hinsichtlich der Wertung einzelner Indikatoren bedürfe. Diese Abklärungen enden laut Bundesgericht stets mit der Rechtsfrage, ob und in welchem Umfang die ärztlichen Feststellungen anhand der nach BGE 141 V 281 rechtserheblichen Indikatoren auf Arbeitsunfähigkeit schliessen lassen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Bei dieser Ausgangslage drängen sich ergänzende Abklärungen wohl in Form einer psychiatrischen Begutachtung auf. Diese wird sich zur </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Kausalität des Suchtgeschehens (primäres v</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ersus</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> sekundäres Suchtgeschehen) </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">zu äussern haben, zum </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Gesundheitsschaden</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> an sich und zur Arbeitsfähigkeit. Die Abklä</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">rung wird zudem die nunmehr massgebenden Standardindikatoren gemäss BGE 141 V 281 zu berücksichtigen haben.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.4</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Zusammenfassend führt dies zur Gutheissung der Beschwerde in dem Sinn, dass die Sache zu weiteren Abklärungen an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen ist.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">5.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Da es im vorliegenden Verfahren um die Bewilligung oder Verweigerung von IV-Leistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichtskosten sind nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert festzulegen (Art. 69 Abs. 1</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">bis</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> IVG) und auf Fr. 800.-- anzusetzen. Entsprechend dem Aus</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gang des Verfahrens sind sie der Beschwerdegegnerin aufzuerlegen.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung wird bei diesem Ausgang des Verfahrens gegenstandslos.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Heading3"><span class="Normal Heading3">Das Gericht erkennt:</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span class="Normal Dispotext DispoHngend">1.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Die </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Beschwerde</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend"> wird </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">in dem Sinne gutgeheissen, dass die angefochtene Verfügung vom </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">15. Juni 2016</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend"> aufgehoben und die Sache an die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, zurückgewiesen wird, damit diese, nach erfolgter Abklärung im Sinne der Erwägungen, über den Rentenanspruch des Beschwerdeführers neu ver</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">füge.</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span class="Normal Dispotext DispoHngend">2.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Die Gerichtskosten von </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Fr. </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">800</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">.-- werden </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">der Beschwerdegegnerin</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend"> auferlegt.</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend"> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Rechnung und Einzahlungsschein werden </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">der</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend"> Kostenpflichtigen nach Eintritt der Rechtskraft zugestellt.</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span class="Normal Dispotext DispoHngend">3.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Zustellung gegen Empfangsschein an:</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Stadt Zürich Soziale Dienste</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Bundesamt für Sozialversicherungen</span></p><p class="Normal Dispotext DispoEinzug"><span class="Normal Dispotext DispoEinzug">sowie an:</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Gerichtskasse (im Dispositiv nach Eintritt der Rechtskraft)</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">4.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Gegen diesen Entscheid kann innert </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">30 Tagen</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"> seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundes</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">gesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 15. Juli bis und mit 15. August sowie vom 18. Dezember bis und mit dem 2. Januar (Art. 46 BGG).</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">stellen.</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweis</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">mittel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthal</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">ten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat (Art. 42 BGG).</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><br/></p><p class="Normal Heading3"><span class="Normal Heading3">Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich</span></p><p><br/></p><p>Der VorsitzendeDer Gerichtsschreiber</p><p><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p>GräubSchetty</p><p><br/></p><p><br/></p><p><span> </span></p><p><br/></p><p></p></div> </div></body></html>