<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2005.00257</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="https://vgrzh.djiktzh.ch/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=https://vgrzh.djiktzh.ch&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=205292&amp;W10_KEY=4467137&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2005.00257</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 25.08.2005</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">3. Abteilung/3. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Gesundheitswesen</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Bewilligung zur selbständigen Berufsausübung als Psychotherapeutin</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Bewilligung zur selbstständigen Berufsausübung als Psychotherapeutin:<br/><br/>Zuständigkeit des Verwaltungsgerichts (E.1). Die Beschwerdeführerin anerkennt, dass sie keine unselbstständige Tätigkeit im Sinn von § 22 Abs. 1 lit.c GesundheitsG erfüllt hat. Sie stellt jedoch das Begehren, dass ihre langjährige Berufserfahrung sowie die ständige Weiterbildung weit über das Mindestmass hinaus als äquivalent zur geforderten unselbstständigen Tätigkeit zu betrachten sei (E.2.2). Dem Begehren kann nicht stattgegeben werden. Eine noch so gute Spezialausbildung vermag die unselbstständige Tätigkeit nicht zu ersetzen (E.2.3.1). Ebenfalls lässt sich die Überwachung durch eine Supervisorin oder durch einen Supervisor nicht mit der Kontrolle der unselbstständigen Tätigkeit gleichsetzen (E.2.3.2). Auch gestützt auf das Binnenmarktgesetz ist eine ist eine Zulassung nicht möglich (E.2.3.3). Abweisung der Beschwerde und Kostenfolge (E.3).</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: Gesundheit ST: BERUFSAUSÃBUNG">BERUFSAUSÃBUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: BERUFSAUSÃBUNGSBEWILLIGUNG">BERUFSAUSÃBUNGSBEWILLIGUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: BINNENMARKTGESETZ">BINNENMARKTGESETZ</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: PSYCHOTHERAPEUT/-IN">PSYCHOTHERAPEUT/-IN</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: UNSELBSTÃNDIGE ERWERBSTÃTIGKEIT">UNSELBSTÃNDIGE ERWERBSTÃTIGKEIT</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="gerade">§ 22 Abs. I lit. c aGesundheitsG</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 3 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Sachverhalt1"><b>I. </b> </p> <p class="Sachverhalt2">A, Jahrgang 1950, erwarb 1982 das Lizentiat der UniversitÃ¤t ZÃ¼rich mit Allgemeiner und Spezieller Psychologie im Hauptfach sowie Psychopathologie im ersten Nebenfach. 1989 erÃ¶ffnete sie in X (Kanton Z) eine eigene psychotherapeutische Praxis. Von 1995 bis 1998 und von 2001 bis 2004 absolvierte sie am Institut fÃ¼r kÃ¶rperorientierte Psychotherapie einer psychotherapeutische Ausbildung.</p> <p class="Sachverhalt2">Am 17. Februar 2005 ersuchte A die Gesundheitsdirektion des Kantons ZÃ¼rich um Bewilligung der selbststÃ¤ndigen psychotherapeutischen TÃ¤tigkeit und reichte unter anderem diverse Belege zu ihrer psychotherapeutischen Ausbildung sowie fÃ¼r 525 Stunden Selbsterfahrung und 609 Stunden Supervision ein. Die Gesundheitsdirektion teilte der Gesuchstellerin am 24. MÃ¤rz 2005 mit, dass die von ihr absolvierte Erstausbildung sowie psychotherapeutische Spezialausbildung anerkannt werden kÃ¶nne; mangels Vorliegen der unselbststÃ¤ndigen TÃ¤tigkeit mÃ¼sse ihr Gesuch jedoch abgewiesen werden.</p> <p class="Urteilstext">A ersuchte die Gesundheitsdirektion am 4. April 2005 um Zustellung einer beschwerdefÃ¤higen VerfÃ¼gung. Die Gesundheitsdirektion wies das Gesuch um Bewilligung zur selbststÃ¤ndigen BerufsausÃ¼bung der Psychotherapie mit VerfÃ¼gung vom 13. Mai 2005 ab.</p> <p class="Sachverhalt1"><b>II. </b> </p> <p class="Urteilstext">Gegen diese VerfÃ¼gung gelangte A am 13. Juni 2005 rechtzeitig mit Beschwerde an das Verwaltungsgericht und beantragte sinngemÃ¤ss, die VerfÃ¼gung sei aufzuheben und ihr die Bewilligung zur selbststÃ¤ndigen BerufsausÃ¼bung als Psychotherapeutin zu erteilen. Am 4. Juli 2005 reichte sie zwei Belege nach.</p> <p class="Urteilstext">Die Gesundheitsdirektion beantragte am 14. Juli 2005 die Abweisung der Beschwerde, soweit darauf einzutreten sei, unter Kosten- und EntschÃ¤digungsfolgen zulasten der BeschwerdefÃ¼hrerin.</p> <p class="Einzug1"><span>Die Kammer</span><span> zieht in ErwÃ¤gung:</span></p> <p class="Erwgung1"><b>1. </b> </p> <p class="Urteilstext"><span>Das Verwaltungsgericht ist fÃ¼r die vorliegende Streitsache gemÃ¤ss § 19a Abs. 2 Ziff. 2 und § 41 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 (VRG) zustÃ¤ndig. Da auch die Ã¼brigen Prozessvoraussetzungen erfÃ¼llt sind, ist auf die Beschwerde einzutreten. Im Verfahren der Direktbeschwerde hat das Verwaltungsgericht den angefochtenen Entscheid nicht nur auf Rechtsverletzungen, sondern auch auf seine Angemessenheit hin zu Ã¼berprÃ¼fen (§ 50 Abs. 3 VRG).</span></p> <p class="Erwgung1"><b>2. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>2.1 </b>GemÃ¤ss § 22 Abs. 1 des Gesundheitsgesetzes vom 4. November 1962 (in der Fassung vom 21. August 2000, GesundheitsG) wird die Bewilligung zur selbststÃ¤ndigen nichtÃ¤rztlichen psychotherapeutischen BerufstÃ¤tigkeit an Gesuchstellende erteilt, die sich ausweisen Ã¼ber</p> <p class="EinzugZitat"><span> a) ein abgeschlossenes Psychologiestudium einschliesslich Psychopatho­logie an einer schweizerischen Hochschule,</span></p> <p class="EinzugZitat"><span> </span></p> <p class="EinzugZitat"><span> b) eine integrale Spezialausbildung in mindestens einer anerkannten, bei der Behandlung von psychischen und psychosomatischen Krankheiten und StÃ¶rungen bewÃ¤hrten Psychotherapiemethode, die Theorie, Selbsterfahrung und Supervision in der entsprechenden Richtung umfasst, sowie</span></p> <p class="EinzugZitat"><span> </span></p> <p class="EinzugZitat"><span> c) eine mindestens zweijÃ¤hrige klinische psychotherapeutische TÃ¤tigkeit in unselbststÃ¤ndiger Stellung an einer anerkannten Institution unter psychiatrischer oder psychotherapeutischer Leistung oder in einer anerkannten psychotherapeutischen Fachpraxis.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Erwgung2"><b>2.2 </b>Die Gesundheitsdirektion anerkannte, dass die BeschwerdefÃ¼hrerin die Voraussetzungen gemÃ¤ss § 22 Abs. 1 lit. a und b GesundheitsG (absolvierte Erstausbildung sowie psychotherapeutische Spezialausbildung) erfÃ¼llt. Die Gesundheitsdirektion stellte weiter fest, dass sich die BeschwerdefÃ¼hrerin Ã¼ber keine unselbststÃ¤ndige TÃ¤tigkeit im Sinne von § 22 Abs. 1 lit. c GesundheitsG ausweisen kÃ¶nne, weshalb die Bewilligung zur selbststÃ¤ndigen TÃ¤tigkeit nicht erteilt werden kÃ¶nne. </p> <p class="Erwgung2"><b>2.3 </b>Die BeschwerdefÃ¼hrerin anerkennt, dass sie keine unselbststÃ¤ndige TÃ¤tigkeit im Sinn von § 22 Abs. 1 lit. c GesundheitsG absolviert hat. Sie stellt jedoch das Begehren, dass ihre langjÃ¤hrige Berufserfahrung sowie die stÃ¤ndige Weiterbildung weit Ã¼ber das Mindestmass hinaus als Ã¤quivalent zur geforderten unselbststÃ¤ndigen TÃ¤tigkeit zu betrachten sei.</p> <p class="Erwgung3"><b>2.3.1 </b>Dem Begehren kann nicht stattgegeben werden: Aus dem klaren Wortlaut des § 22 Abs. 1 GesundheitsG ergibt sich, dass die Bewilligung zur selbststÃ¤ndigen nichtÃ¤rztlichen psychotherapeutischen TÃ¤tigkeit nur erteilt werden kann, wenn alle drei Voraussetzungen gemÃ¤ss lit. a bis lit. c der genannten Bestimmung erfÃ¼llt sind. Eine KompensationsmÃ¶glichkeit in dem Sinne, dass eine psychotherapeutische Spezialausbildung, die weit Ã¼ber die Minimalvoraussetzungen gemÃ¤ss § 22 Abs. 1 lit. b GesundheitsG hinausgeht, die Voraussetzung der unselbststÃ¤ndigen TÃ¤tigkeit gemÃ¤ss § 22 Abs. 1 lit. c GesundheitsG zu ersetzen vermag, sieht das Gesetz nicht vor. Der Regierungsrat fÃ¼hrte im Antrag vom 20. Januar 1999 zur Ãnderung des Gesundheitsgesetzes aus, bei der Spezialausbildung gemÃ¤ss § 22 Abs. 1 lit.b GesundheitsG handle es sich um die eigentliche Ausbildung. Sie habe den Stellenwert einer eigenstÃ¤ndigen Fachausbildung und solle dem Psychotherapeuten und der Psychotherapeutin unmittelbar diejenigen therapeutischen FÃ¤higkeiten vermitteln, die fÃ¼r eine bestmÃ¶gliche Versorgung der Patientinnen und Patienten erforderlich seien; die klinische TÃ¤tigkeit als unselbststÃ¤ndige Psychotherapeutin oder unselbststÃ¤ndiger Psychotherapeut unter der Verantwortung einer weisungsberechtigten Person sei unerlÃ¤sslich zur VervollstÃ¤ndigung der Ausbildung. Sie solle dazu dienen, dass Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten den Umgang mit seelisch kranken Menschen lernen, Therapien unter Aufsicht durchfÃ¼hren und Erfahrungen in einem mÃ¶glichst breiten Spektrum an Krankheitsbildern sammeln (ABl 1999, 216). Daraus ergibt sich klar, dass noch so eine gute Spezialausbildung die unselbststÃ¤ndige TÃ¤tigkeit nicht zu ersetzen vermag.</p> <p class="Erwgung3"><b>2.3.2 </b>Die BeschwerdefÃ¼hrerin macht weiter geltend, dass sie sich seit 1996 respektive 2001 von zwei verschiedenen Psychiatern und Psychotherapeuten FMH supervidieren lasse. Die Arbeit Ã¼ber mehrere hundert Therapiestunden sei unter Aufsicht, wenn auch ohne Weisungsbefugnis durchgefÃ¼hrt worden. Sie macht damit sinngemÃ¤ss geltend, dass die Ã¼ber die fÃ¼r die Spezialausbildung notwendige Supervision die fehlende unselbststÃ¤ndige TÃ¤tigkeit zu kompensieren vermag. Die Gesundheitsdirektion fÃ¼hrt hierzu in ihrer Beschwerdeantwort aus, die Aufgabe einer Supervisorin bzw. eines Supervisors kÃ¶nne nicht mit derjenigen einer Arbeitgeberin bzw. eines Arbeitgebers gleichgesetzt werden, da jene bzw. jener gegenÃ¼ber der unselbststÃ¤ndig TÃ¤tigen nicht weisungsberechtigt sei und auch nicht die fachliche Verantwortung trÃ¤gt.</p> <p class="Urteilstext">Dem Antrag des Regierungsrats lÃ¤sst sich entnehmen, dass sich die unselbststÃ¤ndige TÃ¤tigkeit dadurch auszeichnet, dass sie unter der Verantwortung einer <i>weisungsberechtigten</i> Person ausgefÃ¼hrt werde (vgl. E. 2.3.1). Im Gegensatz zu einem Supervisor oder einer Supervisorin, die gerade nicht weisungsberechtigt sind, wie die BeschwerdefÃ¼hrerin selber ausfÃ¼hrt, trÃ¤gt diejenige Person, die unselbststÃ¤ndig tÃ¤tige Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten anstellen will, ausserdem eine erhÃ¶hte Verantwortung, ist sie doch fÃ¼r die gesamte TÃ¤tigkeit der unselbststÃ¤ndig tÃ¤tigen Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten verantwortlich (vgl. § 18 der am 1. Juni 2005 in Kraft getretenen Verordnung Ã¼ber die nichtÃ¤rztlichen Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten vom 1. Dezember 2004). Damit lÃ¤sst sich die Ãberwachung durch eine Supervisorin oder durch einen Supervisor, entgegen der Ansicht der BeschwerdefÃ¼hrerin, nicht mit der Kontrolle der unselbststÃ¤ndigen TÃ¤tigkeit gleichsetzen.</p> <p class="Erwgung3"><b>2.3.3 </b>Die BeschwerdefÃ¼hrerin macht schliesslich geltend, dass sie in ihren Praxen in Y und X (beide Kanton Z) seit vielen Jahren Patientinnen und Patienten in selbststÃ¤ndiger TÃ¤tigkeit betreue. Es stellt sich somit die Frage, ob ihr die Bewilligung gestÃ¼tzt auf das Binnenmarktgesetz vom 6. Oktober 1995 (BGBM) erteilt werden muss (vgl. auch der Hinweis der BeschwerdefÃ¼hrerin in der Eingabe vom 4. Juli 2005). Diese Frage beantwortet sich natÃ¼rlich nach dem zurzeit in Kraft stehenden Gesetz; der Hinweis der BeschwerdefÃ¼hrerin auf ein laufendes Gesetzgebungsverfahren ist somit unbehelflich.</p> <p class="Urteilstext">Mit ihren Ausbildungsnachweisen und deren Anerkennung durch den Kanton Z fÃ¼r die Zulassung als selbststÃ¤ndige Psychotherapeutin verfÃ¼gt die BeschwerdefÃ¼hrerin Ã¼ber einen kantonal anerkannten FÃ¤higkeitsausweis zur AusÃ¼bung einer ErwerbstÃ¤tigkeit im Sinn von Art. 4 Abs. 1 BGBM. Damit sind MarktbeschrÃ¤nkungen nur unter den Voraussetzungen von Art. 3 Abs. 1 BGBM zulÃ¤ssig. Nach dieser Bestimmung mÃ¼ssen die BeschrÃ¤nkungen gleichermassen auch fÃ¼r ortsansÃ¤ssige Personen gelten, und sie mÃ¼ssen zur Wahrung Ã¼berwiegender Ã¶ffentlicher Interessen unerlÃ¤sslich und verhÃ¤ltnismÃ¤ssig sein. Als Ã¼berwiegende Ã¶ffentliche Interessen fallen nach Art. 3 Abs. 2 BGBM unter anderem insbesondere der Gesundheitsschutz sowie die GewÃ¤hrleistung eines hinreichenden Ausbildungsstandes fÃ¼r bewilligungspflichtige BerufstÃ¤tigkeiten in Betracht. BeschrÃ¤nkungen des freien Zugangs zum Markt sind unter anderem insbesondere dann verhÃ¤ltnismÃ¤ssig, wenn die angestrebte Schutzwirkung nicht bereits durch die Vorschriften des Herkunfts­ortes erzielt wird (Art. 3 Abs. 3 BGBM).</p> <p class="Urteilstext">Der schweizerische Gesetzgeber wollte mit dem Binnnenmarktgesetz analog zum EG-Recht eine Diskriminierung Kantonsfremder und einen offenen oder verdeckten Protektionismus zu Gunsten einheimischer Wirtschaftsinteressen vermeiden. Aus dieser Zielsetzung folgt kein Ã¼ber Art. 31 aBV (= Art. 27 der heutigen Bundesverfassung) hinausgehender bundesrechtlicher Schutz gegen jegliche kantonalrechtliche EinschrÃ¤nkung des Wirtschaftsgeschehens. Das BGBM findet daher keine Anwendung auf innerkantonale Regelungen, die weder rechtlich noch faktisch ausserkantonale Anbieter diskriminieren (BGE 125 I 276 E. 4f). Das BGBM verwehrt es den Kantonen auch nicht, mit ihren Zulassungsvorschriften hÃ¶here Schutzwirkungen anzustreben als andere Kantone (BGE 128 I 92 E. 3, 125 I 322 E. 4c). Allerdings wird mit der binnenmarktlichen FreizÃ¼gigkeitskonzeption vorerst die Gleichwertigkeit der kantonalen FÃ¤higkeitsausweise vermutet (BGE 125 I 322 E. 4b, 125 I 276 E. 5b, 125 II 56 E. 4b; VGr, 10. Juli 2003, VB.2003.00153, E. 3b; 13. November 2003, VB.2003.00152, E. 4b, www.vgrzh.ch). </p> <p class="Urteilstext">GemÃ¤ss § 22 Abs. 1 lit. c GesundheitsG verlangt der Kanton ZÃ¼rich fÃ¼r die Bewilligung zur selbststÃ¤ndigen nichtÃ¤rztlichen psychotherapeutischen BerufstÃ¤tigkeit eine mindestens zweijÃ¤hrige klinische psychotherapeutische TÃ¤tigkeit in unselbststÃ¤ndiger Stellung an einer anerkannten Institution unter psychiatrischer oder psychotherapeutischer Leitung oder in einer anerkannten psychotherapeutischen Fachpraxis. Der ZÃ¼rcher Gesetzgeber hat mit dem Erfordernis eines Hochschulstudiums in Psychologie einschliesslich Psychopathologie, der nachfolgenden Psychotherapieausbildung und der praktischen TÃ¤tigkeit eine konsistente Regelung getroffen, die einen wirksamen Gesundheitsschutz gewÃ¤hrleistet, ohne dass sich sagen lÃ¤sst, die Anforderungen seien unnÃ¶tig streng oder unzumutbar hoch. Im Interesse des Patientenschutzes verlangt der zÃ¼rcherische Gesetzgeber einen verhÃ¤ltnismÃ¤ssig hohen Ausbildungsstand. Das Binnenmarktgesetz kann nicht dazu fÃ¼hren, dass die Kantone ihre jeweiligen Anforderungen demjenigen Kanton anpassen mÃ¼ssten, der die geringsten Anforderungen stellt (BGE 128 I 92 E. 2c und 3).</p> <p class="Urteilstext">Die Gesundheitsdirektion erwog hierzu, dass es sich bei der unselbststÃ¤ndigen TÃ¤tigkeit im Hinblick auf die selbststÃ¤ndige BerufsausÃ¼bung um ein unverzichtbares Erfordernis handle. In gesundheitspolizeilicher Hinsicht und damit im Sinne des Patientenschutzes sei es wesentlich, dass die zukÃ¼nftig praxisberechtigte Person Erfahrung in der Betreuung von Patientinnen und Patienten <i>unter Aufsicht </i>sammle. Dabei kÃ¶nnten sich diese Personen unter der fachlichen Verantwortung einer genÃ¼gend ausgebildeten Fachperson, welche insbesondere auch die Weisungsbefugnis innehabe, auf die selbststÃ¤ndige BerufsausÃ¼bung vorbereiten und das in der Erstausbildung und in der Spezialausbildung erworbene Wissen unter Aufsicht anwenden. GemÃ¤ss dem Recht vom Kanton Z setzt die Zulassung zur selbststÃ¤ndigen psychotherapeutischen TÃ¤tigkeit keine zweijÃ¤hrige unselbststÃ¤ndige TÃ¤tigkeit voraus. Die Zulassung vom Kanton Z verpflichtet den Kanton ZÃ¼rich daher nicht dazu, an die BeschwerdefÃ¼hrerin geringere Anforderungen als an andere Psychotherapeuten ohne ausserkantonale Zulassung zu stellen. Die strittige Verweigerung der BerufsausÃ¼bungsbewilligung erweist sich damit als recht- und verhÃ¤ltnismÃ¤ssig.</p> <p class="Erwgung1"><b>3. </b> </p> <p class="Urteilstext">Die Beschwerde ist abzuweisen. Da sich die in Art. 4 Abs. 2 BGBM vorgesehene Kostenlosigkeit nach ihrem Sinn und Zweck nur auf das erstinstanzliche, nicht jedoch auf ein allfÃ¤lliges Rechtsmittelverfahren bezieht (vgl. unverÃ¶ffentlichte ErwÃ¤gung 5 aus RB 1998 Nr. 77 und Nr. 78), wird die BeschwerdefÃ¼hrerin fÃ¼r das Beschwer­deverfahren kostenpflichtig (§ 70 in Verbindung mit § 13 Abs. 1 VRG). Der Gesundheitsdirektion steht keine ParteientschÃ¤digung zu, da die Erhebung und Beantwortung von Rechtsmitteln zu ihren angestammten amtlichen Aufgaben gehÃ¶rt (Alfred KÃ¶lz/JÃ¼rg Bosshart/Martin RÃ¶hl, Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons ZÃ¼rich, 2. A., ZÃ¼rich 1999, § 17 N. 19).</p> <p class="Einzug1"><span>DemgemÃ¤ss <a id="Text25">entscheidet</a> <span>die Kammer</span>:</span></p> <p class="Einzug2"><span>1. Die Beschwerde wird abgewiesen.</span></p> <p class="Einzug2"><span>2. Die GerichtsgebÃ¼hr wird festgesetzt auf <br/> Fr. 2'500.--; die Ã¼brigen Kosten betragen:<br/> Fr. 60.-- Zustellungskosten,<br/> Fr. 2'560.-- Total der Kosten.</span></p> <p class="Einzug2"><span>3. Die Gerichtskosten werden der BeschwerdefÃ¼hrerin auferlegt.</span></p> <p class="Einzug2"><span>4. Es werden keine ParteientschÃ¤digungen zugesprochen.</span></p> <p class="Urteilstext">5. Mitteilung an â¦</p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>