A bteilung IV D -7540/2006 {T 0/2} U rteil vom 18. Juni 2007 M itw irkung: R ichter Schürch, G alliker und R ichterin H irsig-Vouilloz G erichtsschreiberin Zürcher Z._______, geboren _______, Serbien (Kosovo) _______ vertreten durch Frau Annelise G erber, _______, Beschw erdeführer gegen B undesam t für M igration (B FM ), Q uellenw eg 6, 3003 Bern, Vorinstanz betreffend Verfügung vom 22. N ovem ber 2006 i.S. A syl und W egw eisung / N _______ B u n d e s v e rw a ltu n g s g e ric h t T rib u n a l a d m in is tra tif fé d é ra l T rib u n a le a m m in is tra tiv o fe d e ra le T rib u n a l a d m in is tra tiv fe d e ra l2 Sachverhalt: A. D er Beschw erdeführer, ein ethnischer Ashkali aus _______ im Kosovo (Serbien), verliess seinen H eim atstaat gem äss eigenen Angaben am 3. August 2006 und reiste über M ontenegro und unbekannte Länder am 9. August 2006 unter U m gehung der G renzkontrollen in die Schw eiz ein, w o er am gleichen Tag ein Asylgesuch stellte. Am 16. August 2006 w urde er im Em pfangszentrum _______ sum m arisch befragt und am 1. Septem ber 2006 führte das BFM eine direkte Anhörung im Sinne von Art. 29 Abs. 4 des Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 (AsylG , SR 142.31) durch. M it Verfügung vom 5. Septem ber 2006 w urde er für die D auer des Asylverfahrens dem Kanton _______ zugew iesen. B. Im W esentlichen m achte der Beschw erdeführer geltend, nach dem Krieg sei er unter D ruck der ihn beleidigenden Albaner geraten, die ihm Schw ierigkeiten bereitet und ihm vorgew orfen hätten, w ährend des Krieges m it den Serben kollaboriert zu haben. Sie hätten ihn zudem geschlagen, gestossen und ihn, w enn er m it einer M eldung bei der Polizei gedroht habe, m it dem Tod bedroht, w eshalb er keine Anzeige bei der Polizei erstattet habe. Er habe nicht frei ausgehen können. D ie Polizei sehe, w as passiere, aber unternehm e nichts. Einm al sei er auf der Strasse von m ehreren Angreifern geschlagen und bedroht w orden, w orauf die Polizei eingeschritten sei, die Angreifer in die Flucht geschlagen und ihn befragt habe. D ann jedoch seien keine U ntersuchungen eingeleitet w orden, w eil ihm die N am en der Angreifer nicht bekannt gew esen seien. Aus Angst um seine persönliche Sicherheit habe er sich nicht m ehr aus dem H aus gew agt. Seine Fam ilie habe unter w irtschaftlichen Schw ierigkeiten zu leiden und keine guten Beziehungen zu den albanischen N achbarn. U nter diesen U m ständen habe er sich zur Ausreise entschlossen. D er Beschw erdeführer gab eine Identitätskarte seines H eim atlandes und einen Ausw eis der albanisch-ägyptischen Vereinigung des Kosovo ab. C . M it Verfügung vom 22. N ovem ber 2006 – eröffnet am 27. N ovem ber 2006 – stellte die Vorinstanz fest, der Beschw erdeführer erfülle die Flüchtlingseigeschschaft nicht, und lehnte das Asylgesuch ab. G leichzeitig verfügte sie seine W egw eisung aus der Schw eiz und deren Vollzug. Zur Begründung w urde insbesondere geltend gem acht, dass die Vorbringen des Beschw erdeführers den Anforderungen an die Flüchtlingseigenschaft nach Art. 3 AsylG nicht genügten, da aus der vom Beschw erdeführer vorgebrachten Verfolgung durch D rittpersonen keine asylerhebliche Verfolgung abgeleitet w erden könne, zum al er keine Anzeige erstattet habe und die Polizei – w ie von ihm dargelegt – in einem Fall sogar eingeschritten sei. Som it könne den Behörden seines H eim atlandes nicht vorgew orfen w erden, sie hätten die geltend gem achten Ü bergriffe toleriert oder seien nicht tätig gew orden. Im Ü brigen könne allein aufgrund der ethnischen Zugehörigkeit des Beschw erdeführers nicht auf eine Verfolgung gem äss in Art. 3 AsylG geschlossen w erden. D en W egw eisungsvollzug erachtete die Vorinstanz als 3 zulässig, zum utbar und m öglich. Bezüglich der Zulässigkeit des W egw eisungsvollzuges führte die Vorinstanz insbesondere aus, dass – gestützt auf die Abklärungen des Schw eizerischen Verbindungsbüros in Pristina – die Fam ilie des Beschw erdeführers keine Sicherheitsproblem e geltend gem acht und ausgesagt habe, über gute nachbarschaftliche Beziehungen zu verfügen. H insichtlich der Zum utbarkeit des W egw eisungsvollzuges führte die Vorinstanz aus, dass sich die allgem eine Sicherheitslage im Kosovo verbessert habe und die ägyptische M inderheit im Kosovo – insbesondere in _______ – kaum m ehr ethnisch bedingten Ü bergriffen oder D iskrim inierungen ausgesetzt, sondern vielm ehr in die albanische G esellschaft integriert sei. Sie sei m it einer eigenen Partei in der R egierung vertreten und verfüge über ein ausgedehntes N etz von N ichtregierungsorganisationen. Sow ohl die Polizei der U nited N ations Interim Adm inistration M ission in Kosovo (U N M IK) als auch diejenige des Kosovo Police Services (KPC ) w ürden die Sicherheit gew ährleisten. D er junge und gesunde Beschw erdeführer verfüge zudem über ein fam iliäres Beziehungsnetz, das ihn finanziell unterstützen könne, auch w enn die Fam ilie m it w irtschaftlichen Schw ierigkeiten zu käm pfen habe. D . M it Eingabe vom 27. D ezem ber 2006 an die Schw eizerische Asylrekurskom m ission (AR K) beantragte der Beschw erdeführer, der negative Asylentscheid der Vorinstanz sei aufzuheben, es sei die Flüchtlingseigenschaft zuzusprechen und Asyl zu gew ähren, eventuell sei die U nzulässigkeit respektive die U nzum utbarkeit des W egw eisungsvollzuges festzustellen und die vorläufige Aufnahm e anzuordnen, sow ie in verfahrensrechtlicher H insicht sei die unentgeltliche R echtspflege zu gew ähren. Auf die Einzelheiten der Begründung w ird in den nachfolgenden Erw ägungen näher eingegangen. E. M it Zw ischenverfügung vom 11. Januar 2007 des Bundesverw altungsgerichtes w urde dem Beschw erdeführer m itgeteilt, dass er den Ausgang des Beschw erdeverfahrens in der Schw eiz abw arten könne. Sein G esuch um unentgeltliche R echtspflege i.S. von Art. 65 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 20. D ezem ber 1968 über das Verw altungsverfahren (Vw VG , SR 172.021) w urde infolge Aussichtslosigkeit der Beschw erdebegehren abgew iesen und der Beschw erdefüh-rer aufgefordert, innert Frist einen Kostenvorschuss zu bezahlen. F. D er Kostenvorschuss w urde am 25. Januar 2007 fristgerecht bezahlt. D as B undesverw altungsgericht zieht in Erw ägung: 1. 1.1 G em äss Art. 31 des Verw altungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (VG G , SR 173.32) beurteilt das Bundesverw altungsgericht Beschw erden gegen Verfügungen nach Art. 5 Vw VG , sofern keine Ausnahm e nach Art. 32 VG G vorliegt. Als 4 Vorinstanzen gelten die in Art. 33 und 34 VG G genannten Behörden. D azu gehören Verfügungen des BFM gestützt auf das AsylG ; das Bundesverw altungsgericht entscheidet in diesem Bereich endgültig (Art. 105 AsylG ; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BG G , SR 173.110]). 1.2 D as Bundesverw altungsgericht übernim m t, sofern es zuständig ist, am 1. Januar 2007 die Beurteilung der am 31. D ezem ber 2006 bei der AR K hängigen R echtsm ittel. D as neue Verfahrensrecht ist anw endbar (vgl. Art. 53 Abs. 2 VG G ). 1.3 M it Beschw erde kann die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts und die U nangem essenheit gerügt w erden (Art. 106 Abs. 1 AsylG ). 1.4 Ü ber offensichtlich unbegründete Beschw erden w ird in einem vereinfachten Verfahren entschieden. W ie nachstehend aufgezeigt, handelt es sich vorliegend um eine solche, w eshalb auf einen Schriftenw echsel verzichtet w erden kann und der Beschw erdeentscheid nur sum m arisch zu begründen ist (Art. 111 Abs. 1 und 3 AsylG ). 2. D ie Beschw erde ist form - und fristgerecht eingereicht; der Beschw erdeführer ist legitim iert (Art. 6 AsylG i.V.m . Art. 48 Abs. 1 und 50 ff. Vw VG ). Auf die Beschw erde ist m ithin einzutreten. 3. 3.1 G em äss Art. 2 Abs. 1 AsylG gew ährt die Schw eiz grundsätzlich Flüchtlingen Asyl. Als Flüchtling w ird eine ausländische Person anerkannt, w enn sie in ihrem H eim atstaat oder im Land, w o sie zuletzt w ohnte, w egen ihrer R asse, R eligion, N ationalität, Zugehörigkeit zu einer bestim m ten sozialen G ruppe oder w egen ihrer politischen Anschauungen ernsthaften N achteilen ausgesetzt ist oder begründete Furcht hat, solchen N achteilen ausgesetzt zu w erden. Als ernsthafte N achteile gelten nam entlich die G efährdung von Leib, Leben oder Freiheit sow ie M assnahm en, die einen unerträglichen psychischen D ruck bew irken (Art. 3 AsylG ). 3.2 W er um Asyl nachsucht, m uss die Flüchtlingseigenschaft nachw eisen oder zum indest glaubhaft m achen. D iese ist glaubhaft gem acht, w enn die Behörde ihr Vorhandensein m it überw iegender W ahrscheinlichkeit für gegeben hält. U nglaubhaft sind insbesondere Vorbringen, die in w esentlichen Punkten zu w enig begründet oder in sich w idersprüchlich sind, den Tatsachen nicht entsprechen oder m assgeblich auf gefälschte oder verfälschte Bew eism ittel abgestützt w erden (Art. 7 AsylG ). 4. 4.1 D er Beschw erdeführer brachte vor, er habe m it der albanischen Bevölkerung Schw ierigkeiten, w eil sie ihn als Angehörigen der Ägypter der Kollaboration m it den Serben bezichtigten und ihm auch m it dem Tod gedroht hätten. Einm al sei die Polizei dazugekom m en, als er von ihnen angegriffen w orden sei. D ie Polizei habe 5 ihm versichert, dass dies nicht m ehr vorkom m e, aber sonst habe sie nichts unternom m en. Ein anderes M al sei er m it dem Tod bedroht w orden, als er den Albanern m it einer Anzeige bei der Polizei gedroht habe, nachdem sie ihn zusam m engeschlagen hätten. Er fühle sich nicht sicher in seinem H eim atland, könne nicht frei ausgehen und befürchte w eitere Verfolgungsm assnahm en seitens der Albaner. D ie Polizei und die U N M IK könnten ihn nicht schützen. 4.2 G em äss geltender Praxis (vgl. Entscheidungen und M itteilungen der Schw eizerischen Asylrekurskom m ission [EM AR K ] 2006 N r. 18, der auch für das Bundesverw altungsgericht gilt) erfüllt eine Person die Flüchtlingseigenschaft, die in ihrem H eim atland keinen Schutz vor nicht staatlicher Verfolgung finden kann, w obei der Schutz auch durch bestim m te internationale O rganisationen gew ährt w erden kann. W enn die betroffene Person effektiv Zugang zu einer funktionierenden und Schutz bietenden Infrastruktur hat und ihr die Inanspruchnahm e eines solchen innerstaatlichen Schutzsystem s auch individuell zuzum uten ist, kann die Schutzgew ährung vor nicht staatlicher Verfolgung als ausreichend bezeichnet w erden. N ur w enn diese Voraussetzungen nicht erfüllt sind, kom m t allenfalls der subsidiäre flüchtlingsrechtliche Schutz zur Anw endung. 4.3 U nabhängig davon, ob der Beschw erdeführer die m ateriell-rechtlichen Voraussetzungen für die Anerkennung der Flüchtlingseigenschaft – insbesondere ernsthafte N achteile in bestim m ter Intensität oder deren Befürchtung, G ezieltheit der Verfolgung, die in Art. 3 AsylG enthaltenen Verfolgungsm otivationen, die fehlende innerstaatliche Fluchtalternative – erfüllen w ürde, ist vorliegend von einer bestehenden Schutzgew ährung durch die Behörden seines H eim atlandes auszugehen, w ie die nachfolgenden Erw ägungen zeigen: 4.3.1 Entgegen den Ausführungen des Beschw erdeführers sind sow ohl die O rdnungskräfte der U N M IK als auch diejenigen der KPC in der Lage, die Bevölkerung generell vor N achteilen, w elche durch D ritte zugefügt w erden, zu schützen. W ie in EM AR K 2006 N r. 11 E. 6.2.3. S. 120 ff. (der auch für das Bundesverw altungsgericht gilt) ausführlich dargelegt w urde, hat sich die Situation im Kosovo für Angehörige albanisch-sprachiger M inderheiten seit den Ausschreitungen im Jahr 2004 entspannt, w as auch positive Ausw irkungen auf die Tätigkeit der Polizeikräfte im Kosovo hat. Im H inblick auf diese Entw icklung kann im heutigen Zeitpunkt davon ausgegangen w erden, dass die Polizeikräfte im Kosovo Ü bergriffen durch D rittpersonen nachgehen und allfällig verdächtige Personen der Justiz überführen. Ins Bild dieser Entw icklung passen auch die Angaben des Beschw erdeführers, die Polizei sei eingeschritten, nachdem er von Albanern angegriffen w orden sei, und habe die Angreifer in die Flucht geschlagen. D ass die Angreifer nicht zur R echenschaft gezogen w urden, hängt w eniger m it der vom Beschw erdeführer behaupteten U nfähigkeit der einheim ischen Polizeikräfte zusam m en, sondern ist darauf zurückzuführen, dass die N am en und Identitäten der Angreifer nicht bekannt w urden, w as eine Strafverfolgung verunm öglicht. Beim zw eiten vom Beschw erdeführer erw ähnten Vorfall sollen ihm die angreifenden Albaner im Fall einer Strafanzeige m it dem Tod gedroht haben. Trotzdem w äre es dem Beschw erdeführer zuzum uten gew esen, den Vorfall – und die Bedrohung – der Kosovo-Polizei oder den U N M IK-Sicherheitskräften zu m elden, zum al diese ohne eine Anzeige respektive ohne Kenntnisnahm e des Vorfalls nicht die nötigen Schritte zur Einleitung eines Strafvefahrens unternehm en können, w om it eine 6 allfällige Strafverfolgung der Angreifer ausbleibt, w as indessen nicht auf die U nfähigkeit der Sicherheitskräfte oder der Polizei zurückzuführen ist. Som it kann in beiden vom Beschw erdeführer vorgebrachten Fällen einer konkreten Verfolgung durch D rittpersonen in seinem H eim atland nicht von einer fehlenden Schutzgew ährung durch die Infrastruktur seines H eim atlandes gesprochen w erden. 4.3.2 D em Beschw erdeführer w äre es – im H inblick auf die geltend gem achte M itgliedschaft bei der Albanisch-Ägyptischen Vereinigung des Kosovo – auch zuzum uten gew esen, zusätzlich dort um H ilfe und Beratung nachzusuchen und – allenfalls m it H ilfe dieser Vereinigung – eine Strafuntersuchung zu bew irken. 4.4 Schliesslich sprechen die von der Vorinstanz im H eim atland des Beschw erdeführers in Auftrag gegebenen Abklärungen gegen die von ihm dargelegten Verfolgungsm assnahm en durch D rittpersonen. G em äss den Abklärungen des Schw eizerischen Verbindungsbüros in Pristina vom 6. O ktober 2006 hat kein Fam ilienm itglied der Fam ilie des Beschw erdeführers je asylrelevante Aggressionen durch Albaner erlebt und die Fam ilie sei keinen Sicherheitsproblem en unterw orfen, w ie die Fam ilienm itglieder bestätigt haben. In seiner Stellungnahm e vom 30. O ktober 2006 bestand der Beschw erdeführer indessen auf seiner Version der Vorfälle und brachte Zw eifel an der Q ualität des bei den Abklärungen eingesetzten D olm etschers vor. Zudem legte er dar, er habe seiner kranken M utter nicht im m er alles berichtet, w eshalb diese von den Vorfällen nichts w isse. D iese Einw ände verm ögen indessen nicht zu überzeugen. W äre der Beschw erdeführer – w ie er m ehrm als darlegte – in der Tat im m er w ieder den Aggressionen von Albanern ausgesetzt gew esen, hätten dies seine Angehörigen m itbekom m en. U nter diesen U m ständen sind seine Ausführungen auch zu bezw eifeln. 4.5 G estützt auf diese Erw ägungen steht für das Bundesverw altungsgericht fest, dass der Beschw erdeführer – sollte er tatsächlich Ü bergriffen durch D rittpersonen ausgesetzt gew esen sein – die ihm zum utbaren M öglichkeiten, sich innerhalb seines H eim atlandes zu w ehren, nicht ausgeschöpft hat. Es ist ihm m öglich und zuzum uten, in seinem H eim atland um Schutz nachzusuchen, w eshalb er den – subsidiären flüchtlingsrechtlichen – Schutz der Schw eiz nicht benötigt. 4.6 Aufgrund der vorstehenden Erw ägungen erübrigt es sich, auf die w eiteren Ausführungen in der Beschw erde im Einzelnen einzugehen, w eil sie am Ergebnis nichts ändern können. U nter Berücksichtigung der gesam ten U m stände folgt, dass der Beschw erdeführer keine G ründe nach Art. 3 AsylG nachw eisen oder glaubhaft m achen konnte. D as BFM hat sein Asylgesuch zu R echt abgelehnt. 5. 5.1 Lehnt das Bundesam t das Asylgesuch ab oder tritt es darauf nicht ein, so verfügt es in der R egel die W egw eisung aus der Schw eiz und ordnet den Vollzug an; dabei ist der G rundsatz der Einheit der Fam ilie zu berücksichtigen (Art. 44 Abs. 1 AsylG ). Ist der Vollzug der W egw eisung nicht m öglich, nicht zulässig oder nicht zum utbar, so regelt das Bundesam t das Anw esenheitsverhältnis nach den gesetzlichen Bestim m ungen über die vorläufige Aufnahm e von Ausländern (Art. 44 7 Abs. 2 AsylG ; Art. 14a Abs. 1 des Bundesgesetzes über Aufenthalt und N iederlassung der Ausländer [AN AG , SR 142.20]). D er Vollzug ist nicht m öglich, w enn der Ausländer w eder in den H erkunfts- oder in den H eim atstaat noch in einen D rittstaat verbracht w erden kann. Er ist nicht zulässig, w enn völkerrechtliche Verpflichtungen der Schw eiz einer W eiterreise des Ausländers in seinen H eim at-, H erkunfts- oder einen D rittstaat entgegenstehen. D er Vollzug kann insbesondere nicht zum utbar sein, w enn er für den Ausländer eine konkrete G efährdung darstellt (Art. 14a Abs. 2 - 4 AN AG ). N iem and darf in irgendeiner Form zur Ausreise in ein Land gezw ungen w erden, in dem sein Leib, sein Leben oder seine Freiheit aus einem G rund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet sind oder in dem die G efahr besteht, dass er zur Ausreise in ein solches Land gezw ungen w ird (Art. 5 Abs. 1 AsylG ). G em äss Art. 25 Abs. 3 der Bundesverfassung der Schw eizerischen Eidgenossenschaft vom 18. April 1999 (BV, SR 101), Art. 3 des Ü bereinkom m ens vom 10. D ezem ber 1984 gegen Folter und andere grausam e, unm enschliche oder erniedrigende Behandlung oder Strafe (FoK, SR 0.105) und der Praxis zu Art. 3 der Konvention zum Schutze der M enschenrechte und G rundfreiheiten vom 4. N ovem ber 1950 (EM R K, SR 0.101) darf niem and der Folter oder unm enschlicher oder erniedrigender Strafe oder Behandlung unterw orfen w erden. 5.2 D er Beschw erdeführer verfügt w eder über eine frem denpolizeiliche Aufenthaltsbew illigung noch einen Anspruch auf Erteilung einer solchen. D ie W egw eisung w urde dem nach zu R echt angeordnet (Art. 44 Abs. 1 AsylG ; EM AR K 2001 N r. 21, der auch für das Bundesverw altungsgericht gilt). 5.3 D ie Vorinstanz w ies in ihrer angefochtenen Verfügung zutreffend darauf hin, dass der G rundsatz der N ichtrückschiebung nur Personen schützt, die die Flüchtlingseigenschaft erfüllen (vgl. M ario G attiker, D as Asyl- und W egw eisungsverfahren, Bern 1999, S. 89). D a es dem Beschw erdeführer nicht gelungen ist, eine asylrechtlich erhebliche G efährdung nachzuw eisen oder glaubhaft zu m achen, kann das in Art. 5 AsylG verankerte Prinzip des flüchtlingsrechtlichen N on-refoulem ents im vorliegenden Verfahren keine Anw endung finden. Eine R ückkehr des Beschw erdeführers in sein H eim atland ist dem nach unter dem Aspekt von Art. 5 AsylG rechtm ässig. Sodann ergeben sich w eder aus den Aussagen des Beschw erdeführers noch aus den Akten Anhaltspunkte dafür, dass er für den Fall einer Ausschaffung in seinen H eim atstaat dort m it beachtlicher W ahrscheinlichkeit einer nach Art. 3 EM R K oder Art. 1 FoK verbotenen Strafe oder Behandlung ausgesetzt w äre. G em äss Praxis des Europäischen G erichtshofes für M enschenrechte sow ie jener des U N -Anti- Folterausschusses m üsste der Beschw erdeführer eine konkrete G efahr ("real risk") nachw eisen oder glaubhaft m achen, dass ihm im Fall einer R ückschiebung Folter oder unm enschliche Behandlung drohen w ürde (vgl. EM AR K 2001 N r. 16 S. 122, m it w eiteren H inw eisen). D ie Vorbringen des Beschw erdeführers sind indessen nicht geeignet, eine solche konkrete G efahr nachzuw eisen oder glaubhaft zu m achen. D abei fällt insbesondere ins G ew icht, dass die Angehörigen des Beschw erdeführers im R ahm en der Abklärungen durch das schw eizerische Verbindungsbüro in Pristina w eder Sicherheitsproblem e geltend m achten noch 8 über Aggressionen durch die albanische Bevölkerung berichteten, sondern vielm ehr deren U nterstützung erw ähnten. U nter diesen U m ständen verm ögen die Ausführungen des Beschw erdeführers nicht zu überzeugen. D ie allgem eine M enschenrechtssituation in seinem H eim atstaat lässt den W egw eisungsvollzug zum heutigen Zeitpunkt nicht als unzulässig erscheinen. N ach dem G esagten ist der Vollzug der W egw eisung sow ohl im Sinne der asyl- als auch der völkerrechtlichen Bestim m ungen zulässig. 5.4 Aus hum anitären G ründen, nicht in Erfüllung völkerrechtlicher Pflichten der Schw eiz, w ird auf den Vollzug der W egw eisung auch verzichtet, w enn die R ückkehr in den H eim atstaat für den Betroffenen eine konkrete G efährdung darstellt. Eine solche G efährdung kann angesichts der im H eim atland herrschenden allgem einen politischen Lage, die sich durch Krieg, Bürgerkrieg oder durch eine Situation allgem einer G ew alt kennzeichnet, oder aufgrund anderer G efahrenm om ente, w ie beispielsw eise einer notw endigen m edizinischen Behandlung, angenom m en w erden (vgl. Botschaft zum Bundesbeschluss über das Asylverfahren vom 22. Juni 1990, BBl 1990 II 668). W ie in EM AR K 2006 N r. 11 E. 6.2.3 S. 120 ff. dargelegt, hat sich die Situation der albanisch-sprachigen M inderheiten im Kosovo beruhigt. Entgegen den Ausführungen des Beschw erdeführers geniessen auch die albanisch-sprachigen M inderheiten w ieder vollständige Bew egungsfreiheit und im Allgem einen herrscht zw ischen der albanischen Bevölkerung und den erw ähnten M inderheiten ein Klim a der Toleranz. Zudem haben die Abklärungen des Schw eizerischen Verbindungsbüros in Pristina ergeben, dass die Fam ilie des Beschw erdeführers in einem schönen, neuen und grossen H aus lebt. Som it kann der Beschw erdeführer bei seiner R ückkehr m it einem Beziehungsnetz rechnen. Auch im H inblick darauf, dass der Aufbau einer w irtschaftliche Existenz im Kosovo – w o die Arbeitslosigkeit verhältnism ässig hoch ist – für den Beschw erdeführer nicht einfach sein w ird und seine Fam ilie m it ökonom ischen Problem en zu käm pfen hat, ist der Vollzug der W egw eisung des jungen, gesunden und ungebundenen Beschw erdeführers als zum utbar zu betrachten, zum al allein w irtschaftliche Schw ierigkeiten nicht zur U nzum utbarkeit des W egw eisungsvollzuges führen. N ach dem G esagten ist der Vollzug der W egw eisung som it auch als zum utbar zu bezeichnen. 5.5 Schliesslich obliegt es dem Beschw erdeführer, sich bei der zuständigen Vertretung seines H eim atstaates die für eine R ückkehr notw endigen R eisedokum ente zu beschaffen (Art. 8 Abs. 4 AsylG ), w eshalb der Vollzug der W egw eisung auch als m öglich zu bezeichnen ist. 5.6 Insgesam t ist die durch die Vorinstanz verfügte W egw eisung zu bestätigen. D ie Vorinstanz hat deren Vollzug zu R echt als zulässig, zum utbar und m öglich erachtet. N ach dem G esagten fällt eine Anordnung der vorläufigen Aufnahm e ausser Betracht (Art. 14a Abs. 1 - 4 AN AG ). 6. Aus diesen Erw ägungen ergibt sich, dass die angefochtene Verfügung Bundesrecht nicht verletzt, den rechtserheblichen Sachverhalt richtig und vollständig feststellt und angem essen ist (Art. 106 AsylG ). D ie Beschw erde ist 9 nach dem G esagten abzuw eisen. 7. Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind die Kosten dem Beschw erdeführer aufzuerlegen (Art. 63 Abs. 1 Vw VG ), auf insgesam t Fr. 600.-- festzusetzen (Art. 16 Abs. 1 Bst. a VG G i.V.m . Art. 2 und 3 des R eglem ents über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverw altungsgericht vom 11. D ezem ber 2006 [VG KE]) und m it dem am 25. Januar 2007 einbezahlten Kostenvorschuss zu verrechnen. (D ispositiv nächste Seite)10 D em nach erkennt das B undesverw altungsgericht: 1. D ie Beschw erde w ird abgew iesen. 2. D ie Verfahrenskosten, bestim m t auf Fr. 600.--, w erden dem Beschw erdeführer auferlegt und sind m it dem am 25. Januar 2007 einbezahlten Kostenvorschuss zu verrechnen. 3. D ieses U rteil geht an: - die R echtsvertretung des Beschw erdeführers: 2 Expl. (eingeschrieben) - die Vorinstanz, Abteilung Aufenthalt und R ückkehrförderung, m it den Akten (R ef.-N r. N _______, in Kopie) - _______ (Beilagen: Identitätskarte, M itgliederkarte; in Kopie) D er R ichter: D ie G erichtsschreiberin: H ans Schürch Eva Zürcher Versand am :