Übereinkommen vom 25. Januar 1965 über die Eintragung von Binnenschiffen (mit Prot. Nr. 1) <?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><akomaNtoso xmlns="http://docs.oasis-open.org/legaldocml/ns/akn/3.0" xmlns:fedlex="http://fedlex.admin.ch/"><act name="publicLaw"><meta><identification source="#ch.bk"><FRBRWork><FRBRthis value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/1982/1256_1256_1256/20060628/main-text"/><FRBRuri value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/1982/1256_1256_1256/20060628"/><FRBRdate date="1982-06-24" name="jolux:dateEntryInForce"/><FRBRdate date="1965-01-25" name="jolux:dateDocument"/><FRBRdate date="2006-06-28" name="jolux:dateApplicability"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#publisher"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#rightsHolder"/><FRBRcountry value="CH"/><FRBRnumber value="0.747.201"/><FRBRname xml:lang="fr" value="Convention du 25 janvier 1965 relative à l'immatriculation des bateaux de navigation intérieure (avec protocole n&lt;sup&gt;o&lt;/sup&gt; 1)" shortForm=""/><FRBRname xml:lang="it" value="Convenzione del 25 gennaio 1965 sull'intavolazione delle navi della navigazione interna (con Protocollo n. 1)" shortForm=""/><FRBRname xml:lang="de" value="Übereinkommen vom 25. Januar 1965 über die Eintragung von Binnenschiffen (mit Prot. Nr. 1)" shortForm=""/><FRBRauthoritative value="true"/></FRBRWork><FRBRExpression><FRBRthis value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/1982/1256_1256_1256/20060628/de/main-text"/><FRBRuri value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/1982/1256_1256_1256/20060628/de"/><FRBRdate date="1982-06-24" name="jolux:dateEntryInForce"/><FRBRdate date="1965-01-25" name="jolux:dateDocument"/><FRBRdate date="2006-06-28" name="jolux:dateApplicability"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#publisher"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#rightsHolder"/><FRBRlanguage language="de"/></FRBRExpression><FRBRManifestation><FRBRthis value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/1982/1256_1256_1256/20060628/de/xml/main-text"/><FRBRuri value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/1982/1256_1256_1256/20060628/de/xml"/><FRBRdate date="1982-06-24" name="jolux:dateEntryInForce"/><FRBRdate date="1965-01-25" name="jolux:dateDocument"/><FRBRdate date="2006-06-28" name="jolux:dateApplicability"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#publisher"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#rightsHolder"/><FRBRformat value="xml" fedlex:generator="2024-q4-rel-1.6.5"/></FRBRManifestation></identification><references source="#ch.bk"><TLCOrganization eId="ch.bk" href="https://fedlex.data.admin.ch/vocabulary/legal-institution/2" showAs="Bundeskanzlei"/><TLCRole eId="publisher" href="http://data.legilux.public.lu/resource/ontology/jolux#publisher" showAs="Editeur"/><TLCRole eId="rightsHolder" href="http://data.legilux.public.lu/resource/ontology/jolux#rightsHolder" showAs="Détenteur des droits"/><TLCReference name="language" href="http://publications.europa.eu/resource/authority/language/DEU" showAs="de"/><TLCReference name="format" href="https://fedlex.data.admin.ch/vocabulary/user-format/xml" showAs="xml"/></references></meta><preface><p><docNumber>0.747.201 </docNumber></p><p><sup> </sup>AS <b>1982</b> 1256; BBl <b>1970</b> II 1262</p><p xmlns:mig="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:migration">Übersetzung<inline name="man-font-style-normal"><authorialNote><p> Der französische Originaltext findet sich unter der gleichen Nummer in der  entsprechenden Ausgabe dieser Sammlung.</p></authorialNote></inline></p><p><docTitle>Übereinkommen<i><br/></i>über die Eintragung von Binnenschiffen</docTitle></p><p>Abgeschlossen in Genf am 25. Januar 1965<br/>Von der Bundesversammlung genehmigt am 24. Juni 1971<authorialNote><p> Art. 1 Ziff. 1 des BB vom 24. Juni 1971 (<ref href="https://fedlex.data.admin.ch/eli/oc/1972/881_892_811" xmlns:data="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:data" xmlns:tmp="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:temp">AS <b>1972 </b>881</ref>)</p></authorialNote><br/>Schweizerische Ratifikationsurkunde hinterlegt am 14. Januar 1976<br/>In Kraft getreten für die Schweiz am 24. Juni 1982</p><p> (Stand am 20. Februar 2007)</p></preface><preamble/><body><article eId="art_1"><num><b>Art. 1</b></num><paragraph eId="art_1/para_1"><num>1.</num><content><p>Für die Anwendung dieses Übereinkommens</p><blockList><item eId="art_1/para_1/lbl_a"><num>a) </num><p>bezeichnet der Ausdruck «Registerbehörde» jede Behörde, die ein Register nach Artikel 2 führt;</p></item><item eId="art_1/para_1/lbl_b"><num>b) </num><p>stehen den Binnenschiffen gleich: Gleitboote, Fähren sowie schwimmende Bagger, Krane, Elevatoren und alle anderen schwimmenden Anlagen und Geräte ähnlicher Art.</p></item></blockList></content></paragraph><paragraph eId="art_1/para_2"><num>2.</num><content><p>Es besteht Einverständnis darüber, dass der in diesem Übereinkommen verwendete Ausdruck «Eigentümer» eines Binnenschiffs im Sinne der innerstaatlichen Rechtsordnung der Vertragspartei zu verstehen ist, in deren Register das Schiff eingetragen ist.</p></content></paragraph></article><article eId="art_2"><num><b>Art. 2</b></num><paragraph eId="art_2/para_1"><num>1.</num><content><p>Die Vertragsparteien verpflichten sich, Register für die Eintragung von Binnenschiffen zu führen. Diese gemäss der innerstaatlichen Rechtsordnung angelegten Register müssen den Bestimmungen dieses Übereinkommens entsprechen.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_2/para_2"><num>2.</num><content><p>Jede Vertragspartei bestimmt die Voraussetzungen und die Verpflichtung zur Eintragung in ihre Register insoweit, als die Voraussetzungen und die Verpflichtung nicht in diesem Übereinkommen festgelegt sind.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_2/para_3"><num>3.</num><content><p>Jeder, der es verlangt, hat das Recht, sich gegen Zahlung der Kosten beglaubigte Auszüge aus den Registereintragungen sowie aus den bei der Registerbehörde hinterlegten Urkunden ausstellen zu lassen, soweit die Eintragungen zu ihrer Ergänzung auf diese Urkunden verweisen.</p></content></paragraph></article><article eId="art_3"><num><b>Art. 3</b></num><paragraph eId="art_3/para_1"><num>1.</num><content><blockList><listIntroduction eId="art_3/para_1/listintro">Eine Vertragspartei darf die Eintragung eines Binnenschiffs in ihre Register nur zulassen, wenn mindestens eine der folgenden Voraussetzungen gegeben ist:</listIntroduction><item eId="art_3/para_1/lbl_a"><num>a) </num><p>dass sich der Ort, von dem aus das Schiff gewöhnlich betrieben wird, im Hoheitsgebiet dieser Vertragspartei befindet;</p></item><item eId="art_3/para_1/lbl_b"><num>b) </num><p>dass der Eigentümer des Schiffs, wenn er eine natürliche Person ist, Staatsangehöriger dieser Vertragspartei ist oder seinen gewöhnlichen Aufenthalt im Hoheitsgebiet dieser Vertragspartei hat;</p></item><item eId="art_3/para_1/lbl_c"><num>c) </num><p>dass der Eigentümer des Schiffs, wenn er eine juristische Person oder eine Handelsgesellschaft ist, seinen Sitz oder die Hauptleitung seiner Geschäfte im Hoheitsgebiet dieser Vertragspartei hat;</p></item><item eId="art_3/para_1/bull_u4"><num/><p>die unter b) und c) genannten Voraussetzungen werden bei einem im Miteigentum stehenden Binnenschiff nur dann als gegeben angesehen, wenn Personen, denen das Schiff mindestens zur Hälfte gehört, diese Voraussetzungen erfüllen.</p></item></blockList></content></paragraph><paragraph eId="art_3/para_2"><num>2.</num><content><p>Jede Vertragspartei verpflichtet sich vorzuschreiben, dass – vorbehaltlich der Bestimmungen von Artikel 4 Absätze 1 und 2 – jedes Binnenschiff in ihre Register eingetragen wird, wenn es die Voraussetzungen für die Eintragung erfüllt, die entsprechend Absatz 1 in ihrer Rechtsordnung vorgesehen sind. Diese Verpflichtung der Vertragsparteien besteht jedoch weder für Binnenschiffe, die für die Beförderung von Gütern verwendet werden und eine Tragfähigkeit von weniger als 20 metrischen Tonnen haben, noch für andere Binnenschiffe mit einer Wasserverdrängung von weniger als 10 Kubikmetern.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_3/para_3"><num>3.</num><content><p>Jede Vertragspartei verpflichtet sich, die erforderlichen Massnahmen zu treffen, damit ein Binnenschiff nicht gleichzeitig in mehr als einem ihrer Register eingetragen sein kann. Diese Bestimmung steht jedoch der Einrichtung von Zentralregistern nicht entgegen, in denen die in den örtlichen Registern enthaltenen Eintragungen wiedergegeben sind.</p></content></paragraph></article><article eId="art_4"><num><b>Art. 4</b></num><paragraph eId="art_4/para_1"><num>1.</num><content><p>Erfüllt ein Binnenschiff die Voraussetzungen, unter denen es nach den innerstaatlichen Rechtsvorschriften in die Register mehrerer Vertragsparteien eingetragen werden könnte oder eingetragen werden müsste, so darf es nur in ein Register einer einzigen dieser Vertragsparteien eingetragen werden; der Eigentümer hat die Wahl, in welchem Staat das Schiff eingetragen werden soll.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_4/para_2"><num>2.</num><content><p>Keine Vertragspartei kann die Eintragung eines Binnenschiffs, das die von ihrer Rechtsordnung für die Eintragung bestimmten Voraussetzungen erfüllt, in ihre Register verlangen, wenn das Schiff in einem Staat eingetragen ist, der nicht Vertragspartei ist, und wenn es in diesem Staat eine der in Artikel 3 Absatz 1 vorgesehenen Voraussetzungen erfüllt.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_4/para_3"><num>3.</num><content><p>Jede Vertragspartei kann jedoch verlangen, dass natürliche Personen, die ihre Staatsangehörigen sind, und juristische Personen oder Handelsgesellschaften, deren Sitz sich in ihrem Hoheitsgebiet befindet, die Binnenschiffe, die ihnen zu mehr als der Hälfte gehören, in ein Register dieser Vertragspartei eintragen lassen, wenn sie ihren gewöhnlichen Aufenthalt oder – bei juristischen Personen oder Handelsgesellschaften – die Hauptleitung ihrer Geschäfte im Hoheitsgebiet dieser Vertragspartei haben.</p></content></paragraph></article><article eId="art_5"><num><b>Art. 5</b></num><paragraph eId="art_5/para_1"><num>1.</num><content><p>Jede Vertragspartei kann die Voraussetzungen festlegen, unter denen ein in ihrem Hoheitsgebiet im Bau befindliches Binnenschiff in ihre Register eingetragen werden kann oder eingetragen werden muss. Artikel 8 ist auf diese Eintragungen nicht anzuwenden.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_5/para_2"><num>2.</num><content><p>Ein im Hoheitsgebiet einer Vertragspartei im Bau befindliches Binnenschiff kann nur in die Register dieser Vertragspartei eingetragen werden.</p></content></paragraph></article><article eId="art_6"><num><b>Art. 6</b></num><paragraph eId="art_6/para_1"><num>1.</num><content><p>Die in Artikel 3 Absatz 2 vorgesehene Verpflichtung gilt nicht für Binnenschiffe, die während des Baues nicht gemäss Artikel 5 eingetragen worden sind und die sich nach ihrer Fertigstellung in den Staat begeben, in dem sie eingetragen werden sollen.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_6/para_2"><num>2.</num><content><p>Die in Artikel 3 Absatz 2 vorgesehene Verpflichtung gilt auch nicht für Binnenschiffe, die aus einem Staat kommen, der nicht Vertragspartei ist, und die sich in den Staat begeben, in dem sie eingetragen werden sollen.</p></content></paragraph></article><article eId="art_7"><num><b>Art. 7</b></num><paragraph eId="art_7/para_1"><num>1.</num><content><p>Alle Eintragungen, die dasselbe Binnenschiff betreffen, müssen in demselben Register enthalten sein.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_7/para_2"><num>2.</num><content><p>Jede Registereintragung ist mit dem Datum zu versehen; das gleiche gilt für eine Eintragung, durch die eine frühere Eintragung geändert oder gelöscht wird.</p></content></paragraph></article><article eId="art_8"><num><b>Art. 8</b></num><paragraph eId="art_8/para_1"><num>1.</num><content><p>Das Binnenschiff wird auf Antrag des Eigentümers eingetragen; dieser hat die erforderlichen Belege vorzulegen. Der Antrag muss die Angabe enthalten, dass das Binnenschiff nicht anderswo eingetragen ist, oder, falls es schon eingetragen ist, die Registerbehörde bezeichnen, bei der es eingetragen ist; er muss ausserdem jede Registerbehörde bezeichnen, bei der das Schiff gegebenenfalls früher eingetragen war.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_8/para_2"><num>2.</num><content><p>Die Registerbehörde muss im Register jedes Binnenschiff unter einer eigenen Nummer so eintragen, dass diese Nummern eine fortlaufende Reihe bilden.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_8/para_3"><num>3.</num><content><blockList><listIntroduction eId="art_8/para_3/listintro">Die Registereintragung muss mindestens folgende Angaben enthalten:</listIntroduction><item eId="art_8/para_3/lbl_a"><num>a) </num><p>den Namen oder die sonstige Bezeichnung des Binnenschiffs;</p></item><item eId="art_8/para_3/lbl_b"><num>b) </num><p>die Gattung des Binnenschiffs, die Baustoffe des Schiffskörpers, das Baujahr und den Bauort; bei Binnenschiffen mit – wenn auch nur hilfsweise – maschinellem Antrieb die Art und die Leistung der Maschine;</p></item><item eId="art_8/para_3/lbl_c"><num>c) </num><p>die Tragfähigkeit in metrischen Tonnen oder die Wasserverdrängung in Kubikmetern laut Eichschein oder, falls ein Eichschein nicht erforderlich ist, nach den gemachten Angaben und der Berechnungsweise der Eichung, die auf Grund dieser Angaben in dem Staat angewendet wird, in dem die Eintragung beantragt wird;</p></item><item eId="art_8/para_3/lbl_d"><num>d) </num><p>den Namen und die Anschrift oder den Wohnsitz des Eigentümers und bei Miteigentum den Anteil jedes Miteigentümers.</p></item></blockList></content></paragraph></article><article eId="art_9"><num><b>Art. 9</b></num><paragraph eId="art_9/para_1"><num>1.</num><content><p>Ändern sich die Tatsachen, die gemäss Artikel 8 im Register eingetragen sind, so hat der Eigentümer die Änderung der Eintragung bei der Registerbehörde zu beantragen und die erforderlichen Belege sowie den in Artikel 12 vorgesehenen Schiffsbrief und gegebenenfalls ein davon ausgestelltes Doppel vorzulegen.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_9/para_2"><num>2.</num><content><p>Jedoch kann jede Vertragspartei in ihrer Rechtsordnung vorsehen, dass bei der Übertragung des Eigentums an einem Binnenschiff die Änderung der Eintragung von demjenigen beantragt werden kann oder beantragt werden muss, der das Schiff erwirbt.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_9/para_3"><num>3.</num><content><p>Wenn das Binnenschiff untergeht, zerstört oder endgültig zur Schifffahrt untauglich wird, ist der Eigentümer verpflichtet, bei der Registerbehörde die Eintragung dieser Tatsache in das Register zu beantragen; er muss seinen Antrag begründen sowie den in Artikel 12 vorgesehenen Schiffsbrief und gegebenenfalls ein davon ausgestelltes Doppel vorlegen.</p></content></paragraph></article><article eId="art_10"><num><b>Art. 10</b></num><paragraph eId="art_10/para_1"><num>1.</num><content><p>Jede Vertragspartei legt die Voraussetzungen fest, unter denen die Löschung der Eintragung eines in ihren Registern eingetragenen Binnenschiffs vorgenommen werden kann oder vorgenommen werden muss.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_10/para_2"><num>2.</num><content><p>Ist jedoch das Binnenschiff Gegenstand von Eintragungen zugunsten Dritter, so darf die Löschung nur vorgenommen werden, wenn keiner der aus diesen Eintragungen Begünstigten sich der Löschung widersetzt.</p></content></paragraph></article><article eId="art_11"><num><b>Art. 11</b></num><paragraph eId="art_11/para_1"><num>1.</num><content><blockList><listIntroduction eId="art_11/para_1/listintro">Ein in einem Register einer Vertragspartei eingetragenes Binnenschiff kann in ein Register einer anderen Vertragspartei nur nach folgendem Übertragungsverfahren eingetragen werden:</listIntroduction><item eId="art_11/para_1/lbl_a"><num>a) </num><p>Die Registerbehörde, bei welcher der Eigentümer die Neueintragung des Binnenschiffs beantragt, nimmt die beantragten Eintragungen einschliesslich derjenigen zugunsten Dritter vor, vermerkt jedoch im Register, dass die Wirkung dieser Eintragungen vom Eintritt der Bedingung abhängt, dass die bisherige Eintragung des Schiffs gelöscht wird;</p></item><item eId="art_11/para_1/lbl_b"><num>b) </num><p>die Registerbehörde, in deren Register das Binnenschiff bisher eingetragen war, löscht die Eintragung gegen Vorlegung des Auszugs aus dem Register der neuen Eintragung und stellt eine Löschungsbescheinigung aus, die den Zeitpunkt der Löschung angibt. Ausser in dem in Artikel 10 Absatz 2 vorgesehenen Fall und dem Fall, in dem die Übertragung der Eintragung mit den Erfordernissen der öffentlichen Sicherheit unvereinbar wäre, kann die Registerbehörde die Löschung nur verweigern, wenn das Binnenschiff gemäss Artikel 4 Absatz 3 in ihrem Register oder in einem anderen Register ihres Staates eingetragen sein muss;</p></item><item eId="art_11/para_1/lbl_c"><num>c) </num><p>gegen Vorlegung der Löschungsbescheinigung löscht die Registerbehörde, welche die Neueintragung vorgenommen hat, in ihrem Register den gemäss Buchstabe a) angebrachten Vermerk, trägt den Zeitpunkt der Löschung der bisherigen Eintragung ein und stellt den in Artikel 12 vorgesehenen Schiffsbrief aus.</p></item></blockList></content></paragraph><paragraph eId="art_11/para_2"><num>2.</num><content><p>Für die Anwendung dieses Artikels sind die Registerbehörden der Vertragsparteien ermächtigt, unmittelbar miteinander zu verkehren. Die Schriftstücke können in der Sprache der Behörde verfasst werden, die sie absendet.</p></content></paragraph></article><article eId="art_12"><num><b>Art. 12</b></num><paragraph eId="art_12/para_1"><num>1.</num><content><p>Für jedes eingetragene Binnenschiff stellt die Registerbehörde einen Schiffsbrief aus, der die auf Grund von Artikel 8 Absätze 2 und 3 vorgenommenen Registereintragungen wiedergibt. Der Schiffsbrief enthält die Bezeichnung der ausstellenden Behörde und der Vertragspartei, der sie zugehört.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_12/para_2"><num>2.</num><content><p>Werden im Schiffsbrief wiedergegebene Eintragungen gemäss Artikel 9 im Register geändert, so wird auch der Schiffsbrief geändert.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_12/para_3"><num>3.</num><content><p>Der Schiffsbrief muss auf Verlangen der zuständigen Behörden jederzeit vorgelegt werden können.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_12/para_4"><num>4.</num><content><p>Hat die Registerbehörde ein Doppel des Schiffsbriefs ausgestellt, so kann es an dessen Stelle verwendet werden. Das Doppel muss als solches bezeichnet und seine Ausstellung auf dem Schiffsbrief vermerkt werden.</p></content></paragraph></article><article eId="art_13"><num><b>Art. 13</b></num><paragraph eId="art_13/para"><content><p>Dieses Übereinkommen ist auf Binnenschiffe, die ausschliesslich der Ausübung der öffentlichen Gewalt dienen, nicht anzuwenden.</p></content></paragraph></article><article eId="art_14"><num><b>Art. 14</b></num><paragraph eId="art_14/para_1"><num>1.</num><content><p>Jede Vertragspartei trifft die erforderlichen Massnahmen, damit bis zum Ablauf einer Frist von einem Jahre nach dem Tag, an dem dieses Übereinkommen für sie in Kraft tritt,</p><blockList><item eId="art_14/para_1/lbl_a"><num>a) </num><p>die vorher vorgenommenen Registereintragungen und die von ihren Registerbehörden vorher ausgestellten Schiffsbriefe mit den Bestimmungen dieses Übereinkommens in Einklang gebracht werden;</p></item><item eId="art_14/para_1/lbl_b"><num>b) </num><p>die nach Artikel 3 erforderlichen Neueintragungen und Löschungen durchgeführt sind.</p></item></blockList></content></paragraph><paragraph eId="art_14/para_2"><num>2.</num><content><p>Schiffsbriefe, die eine Vertragspartei vor Ablauf der nach Absatz 1 für sie geltenden Frist für ein in ihren Registern eingetragenes Binnenschiff ausgestellt hat, gelten vorübergehend bis zum Ablauf dieser Frist als gleichwertig mit den in Artikel 12 vorgesehenen Schiffsbriefen.</p></content></paragraph></article><article eId="art_15"><num><b>Art. 15</b></num><paragraph eId="art_15/para_1"><num>1.</num><content><p>Jeder Staat kann zu dem Zeitpunkt, an dem er dieses Übereinkommen unterzeichnet oder seine Ratifikations‑ oder Beitrittsurkunde hinterlegt oder zu jedem späteren Zeitpunkt erklären, dass er das beigefügte Protokoll Nr. 1 über die dinglichen Rechte an Binnenschiffen annimmt; er kann bei Abgabe dieser Erklärung oder zu jedem späteren Zeitpunkt erklären, dass er auch das beigefügte Protokoll Nr. 2 über die Sicherungsbeschlagnahme und die Zwangsvollstreckung betreffend Binnenschiffe annimmt.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_15/para_2"><num>2.</num><content><p>Das Protokoll Nr. 1 wird im Verhältnis zwischen denjenigen Vertragsparteien als Bestandteil des Übereinkommens angesehen, die auf Grund von Absatz 1 eine Erklärung hinsichtlich dieses Protokolls abgegeben haben; das gleiche gilt für das Protokoll Nr. 2 im Verhältnis zwischen den Vertragsparteien, die auch eine Erklärung hinsichtlich dieses Protokolls abgegeben haben. Wird jedoch die Erklärung eines Staates abgegeben, nachdem dieser Staat Vertragspartei des Übereinkommens geworden ist, so wird das Protokoll, für das diese Erklärung gilt, im Verhältnis zwischen dieser Vertragspartei und den anderen Vertragsparteien, welche die gleiche Erklärung abgegeben haben, erst nach Ablauf des neunzigsten Tages nach der Notifikation der Erklärung an den Generalsekretär als Bestandteil des Übereinkommens angesehen.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_15/para_3"><num>3.</num><content><p>Jede Vertragspartei, die auf Grund von Absatz 1 eine Erklärung abgegeben hat, kann diese jederzeit durch eine an den Generalsekretär gerichtete Notifikation zurückziehen; die Rücknahme der Erklärung hinsichtlich des Protokolls Nr. 1 gilt auch als Rücknahme einer hinsichtlich des Protokolls Nr. 2 abgegebenen Erklärung. Protokolle, für die eine Vertragspartei die Rücknahme der Erklärung notifiziert, treten hinsichtlich dieser Vertragspartei zwölf Monate nach dem Tag der Notifikation ausser Kraft.</p></content></paragraph></article><article eId="art_16"><num><b>Art. 16</b></num><paragraph eId="art_16/para_1"><num>1.</num><content><p>Dieses Übereinkommen steht den Mitgliedstaaten der Wirtschaftskommission für Europa sowie den nach Absatz 8 des der Kommission erteilten Auftrags in beratender Eigenschaft zu der Kommission zugelassenen Staaten zur Unterzeichnung oder zum Beitritt offen.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_16/para_2"><num>2.</num><content><p>Die Staaten, die nach Absatz 11 des der Wirtschaftskommission für Europa erteilten Auftrags berechtigt sind, an gewissen Arbeiten der Kommission teilzunehmen, können durch Beitritt Vertragsparteien des Übereinkommens nach seinem Inkrafttreten werden.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_16/para_3"><num>3.</num><content><p>Dieses Übereinkommen liegt bis einschliesslich 31. Dezember 1965 zur Unterzeichnung auf. Nach diesem Tage steht es zum Beitritt offen.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_16/para_4"><num>4.</num><content><p>Dieses Übereinkommen bedarf der Ratifikation.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_16/para_5"><num>5.</num><content><p>Die Ratifikations‑ oder Beitrittsurkunden werden beim Generalsekretär der Vereinten Nationen hinterlegt.</p></content></paragraph></article><article eId="art_17"><num><b>Art. 17</b></num><paragraph eId="art_17/para_1"><num>1.</num><content><p>Dieses Übereinkommen tritt am neunzigsten Tage nach Hinterlegung der Ratifikations‑ oder Beitrittsurkunden durch fünf der in Artikel 16 Absatz 1 bezeichneten Staaten in Kraft.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_17/para_2"><num>2.</num><content><p>Dieses Übereinkommen tritt für jeden Staat, der nach Hinterlegung der Ratifikations‑ oder Beitrittsurkunden durch fünf Staaten ratifiziert oder beitritt, am neunzigsten Tage nach Hinterlegung seiner Ratifikations‑ oder Beitrittsurkunde in Kraft.</p></content></paragraph></article><article eId="art_18"><num><b>Art. 18</b></num><paragraph eId="art_18/para_1"><num>1.</num><content><p>Jede Vertragspartei kann dieses Übereinkommen durch Notifikation an den Generalsekretär der Vereinten Nationen kündigen.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_18/para_2"><num>2.</num><content><p>Die Kündigung wird zwölf Monate nach Eingang der Notifikation beim Generalsekretär wirksam.</p></content></paragraph></article><article eId="art_19"><num><b>Art. 19</b></num><paragraph eId="art_19/para"><content><p>Dieses Übereinkommen tritt ausser Kraft, wenn die Zahl der Vertragsparteien auf weniger als zwei sinkt.</p></content></paragraph></article><article eId="art_20"><num><b>Art. 20</b></num><paragraph eId="art_20/para"><content><p>Jede Meinungsverschiedenheit zwischen zwei oder mehreren Vertragsparteien über die Auslegung oder die Anwendung dieses Übereinkommens, die von den Parteien durch Verhandlung oder auf anderem Wege nicht geregelt werden kann, wird auf Antrag einer der beteiligten Vertragsparteien dem Internationalen Gerichtshof zur Entscheidung vorgelegt.</p></content></paragraph></article><article eId="art_21"><num><b>Art. 21</b></num><paragraph eId="art_21/para_1"><num>1.</num><content><p>Jeder Staat kann bei Unterzeichnung dieses Übereinkommens oder bei Hinterlegung seiner Ratifikations- oder Beitrittsurkunde erklären,</p><blockList><item eId="art_21/para_1/lbl_a"><num>a) </num><p>dass er sich durch Artikel 20 hinsichtlich der Anrufung des Internationalen Gerichtshofes wegen der Meinungsverschiedenheiten nicht als gebunden betrachtet. Die anderen Vertragsparteien sind gegenüber jeder Vertragspartei, die einen solchen Vorbehalt gemacht hat, durch Artikel 20 nicht gebunden;</p></item><item eId="art_21/para_1/lbl_b"><num>b) </num><p>dass seine Registerbehörden Auszüge aus dem Register gemäss Artikel 2 Absatz 3 nur Antragstellern erteilen, die ein Interesse glaubhaft machen, einen solchen Auszug zu erhalten;</p></item><item eId="art_21/para_1/lbl_c"><num>c) </num><p>dass er dieses Übereinkommen nicht auf Binnenschiffe anwendet, die auf den Seen oder den anschliessenden Abschnitten von Wasserläufen verkehren und den nationalen Eisenbahnverwaltungen gehören oder ihren Dienst auf Grund einer Konzession versehen;</p></item><item eId="art_21/para_1/lbl_d"><num>d) </num><p>dass er dieses Übereinkommen nicht auf Binnenschiffe anwendet, die im Dienste eines Staates nur zu anderen als Handelszwecken verwendet werden.</p></item></blockList></content></paragraph><paragraph eId="art_21/para_2"><num>2.</num><content><p>Jeder Staat, der gemäss Artikel 15 die Annahme des beigefügten Protokolls Nr. 1 erklärt, kann gleichzeitig zu diesem Protokoll den dort zugelassenen Vorbehalt machen.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_21/para_3"><num>3.</num><content><p>Mit Ausnahme der in Absatz 1 bezeichneten Vorbehalte ist kein Vorbehalt zu diesem Übereinkommen zulässig. Die Staaten, die eine Erklärung gemäss Artikel 15 abgeben, können zu den diesem Übereinkommen beigefügten Protokollen, deren Annahme sie erklären, keine Vorbehalte ausser dem in Absatz 2 bezeichneten Vorbehalt machen.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_21/para_4"><num>4.</num><content><p>Jede Vertragspartei, die einen Vorbehalt nach Absatz 1 oder nach Absatz 2 gemacht hat, kann diesen Vorbehalt jederzeit durch Notifikation an den Generalsekretär der Vereinten Nationen zurückziehen.</p></content></paragraph></article><article eId="art_22"><num><b>Art. 22</b></num><paragraph eId="art_22/para_1"><num>1.</num><content><p>Sobald dieses Übereinkommen drei Jahre lang in Kraft ist, kann jede Vertragspartei durch Notifikation an den Generalsekretär der Vereinten Nationen die Einberufung einer Konferenz zur Revision des Übereinkommens verlangen. Der Generalsekretär notifiziert allen Vertragsparteien das ihm übermittelte Verlangen und ersucht sie gleichzeitig, ihm binnen einer Frist von vier Monaten mitzuteilen, ob sie mit der verlangten Einberufung einverstanden oder nicht einverstanden sind; er beruft eine Revisionskonferenz ein, wenn die Zahl der Vertragsparteien, die diese Einberufung verlangt oder ihre Zustimmung zu dieser Einberufung in der Frist von vier Monaten mitgeteilt haben, mindestens ein Viertel aller Vertragsparteien erreicht.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_22/para_2"><num>2.</num><content><p>Wird jedoch unter den in Absatz 1 genannten Voraussetzungen die Einberufung einer Konferenz nur zur Revision der diesem Übereinkommen beigefügten Protokolle oder eines derselben verlangt, so wird diese Konferenz einberufen,</p><blockList><item eId="art_22/para_2/bull_u1"><num>– </num><p>wenn die Zahl der Vertragsparteien, welche die Einberufung der Konferenz verlangt oder ihre Zustimmung zu dieser Einberufung in der Frist von vier Monaten mitgeteilt haben, mindestens die Hälfte sämtlicher Vertragsparteien erreicht, oder</p></item><item eId="art_22/para_2/bull_u2"><num>– </num><p>wenn von den durch das betreffende Protokoll gebundenen Vertragsparteien die Zahl jener, welche die Einberufung der Konferenz verlangt oder ihre Zustimmung zu dieser Einberufung in der Frist von vier Monaten mitgeteilt haben, mindestens zwei und mindestens ein Viertel aller durch dieses Protokoll gebundenen Vertragsparteien beträgt.</p></item></blockList></content></paragraph><paragraph eId="art_22/para_3"><num>3.</num><content><p>Damit ein Änderungsvorschlag zu einem der beigefügten Protokolle als angenommen angesehen wird, genügt es, dass er von allen durch dieses Protokoll gebundenen Vertragsparteien angenommen wird.</p></content></paragraph></article><article eId="art_23"><num><b>Art. 23</b></num><paragraph eId="art_23/para"><content><blockList><listIntroduction eId="art_23/para/listintro">Der Generalsekretär der Vereinten Nationen notifiziert den in Artikel 16 Absatz 1 bezeichneten Staaten sowie den Staaten, die auf Grund des Artikels 16 Absatz 2 Vertragsparteien geworden sind:</listIntroduction><item eId="art_23/para/lbl_a"><num>a) </num><p>den Eingang der Erklärungen oder Notifikationen nach Artikel 15 Absätze 1 und 3;</p></item><item eId="art_23/para/lbl_b"><num>b) </num><p>die Ratifikationen und Beitritte nach Artikel 16;</p></item><item eId="art_23/para/lbl_c"><num>c) </num><p>die Zeitpunkte, zu denen dieses Übereinkommen nach Artikel 17 in Kraft tritt;</p></item><item eId="art_23/para/lbl_d"><num>d) </num><p>die Kündigungen nach Artikel 18;</p></item><item eId="art_23/para/lbl_e"><num>e) </num><p>das Ausserkrafttreten dieses Übereinkommens nach Artikel 19;</p></item><item eId="art_23/para/lbl_f"><num>f) </num><p>den Eingang der Erklärungen und Notifikationen nach Artikel 21 Absätze 1, 2 und 4.</p></item></blockList></content></paragraph></article><article eId="art_24"><num><b>Art. 24</b></num><paragraph eId="art_24/para_1"><num>1.</num><content><p>Dieses Übereinkommen ist in einer einzigen Urschrift in französischer und russischer Sprache ausgefertigt, wobei beide Texte in gleicher Weise massgebend sind.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_24/para_2"><num>2.</num><content><p>Jeder Staat kann bei Hinterlegung seiner Ratifikations‑ oder Beitrittsurkunde beim Generalsekretär der Vereinten Nationen die Übersetzung des Textes des Übereinkommens in eine andere als die französische oder die russische Sprache hinterlegen oder erklären, dass er eine bereits hinterlegte Übersetzung annimmt. Diese Hinterlegung oder Erklärung bedeutet, dass für die Staaten, die den betreffenden Text hinterlegt oder dessen Annahme erklärt haben, dieser Text den Wert einer amtlichen Übersetzung hat, dass aber bei Nichtübereinstimmung dieses Textes mit dem französischen und dem russischen Text die beiden letztgenannten Texte allein massgebend sind. Der Generalsekretär notifiziert allen Staaten, die dieses Übereinkommen unterzeichnet oder ihre Beitrittsurkunde hinterlegt haben, die hinterlegten Texte und die Staaten, die sie hinterlegt oder ihre Annahme erklärt haben.</p></content></paragraph></article><article eId="art_25"><num><b>Art. 25</b></num><paragraph eId="art_25/para"><content><p>Nach dem 31. Dezember 1965 wird die Urschrift dieses Übereinkommens beim Generalsekretär der Vereinten Nationen hinterlegt, der allen in Artikel 16 Absätze 1 und 2 bezeichneten Staaten beglaubigte Abschriften übermittelt.</p></content></paragraph></article><signature><p><i>Zu Urkund dessen </i>haben die hierzu gehörig bevollmächtigten Unterzeichneten dieses Übereinkommen unterschrieben.</p><p>Geschehen zu Genf am 25. Januar 1965.</p><p xmlns:mig="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:migration">(Es folgen die Unterschriften)</p></signature></body><components><component eId="scope_u1"><doc name="scope"><meta><identification source="#ch.bk"><FRBRWork><FRBRthis value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/1982/1256_1256_1256/20060628/main-text"/><FRBRuri value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/1982/1256_1256_1256/20060628"/><FRBRdate date="1982-06-24" name="jolux:dateEntryInForce"/><FRBRdate date="1965-01-25" name="jolux:dateDocument"/><FRBRdate date="2006-06-28" name="jolux:dateApplicability"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#publisher"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#rightsHolder"/><FRBRcountry value="CH"/><FRBRnumber value="0.747.201"/><FRBRname xml:lang="fr" value="Convention du 25 janvier 1965 relative à l'immatriculation des bateaux de navigation intérieure (avec protocole n&lt;sup&gt;o&lt;/sup&gt; 1)" shortForm=""/><FRBRname xml:lang="it" value="Convenzione del 25 gennaio 1965 sull'intavolazione delle navi della navigazione interna (con Protocollo n. 1)" shortForm=""/><FRBRname xml:lang="de" value="Übereinkommen vom 25. Januar 1965 über die Eintragung von Binnenschiffen (mit Prot. Nr. 1)" shortForm=""/><FRBRauthoritative value="true"/></FRBRWork><FRBRExpression><FRBRthis value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/1982/1256_1256_1256/20060628/de/main-text"/><FRBRuri value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/1982/1256_1256_1256/20060628/de"/><FRBRdate date="1982-06-24" name="jolux:dateEntryInForce"/><FRBRdate date="1965-01-25" name="jolux:dateDocument"/><FRBRdate date="2006-06-28" name="jolux:dateApplicability"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#publisher"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#rightsHolder"/><FRBRlanguage language="de"/></FRBRExpression><FRBRManifestation><FRBRthis value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/1982/1256_1256_1256/20060628/de/xml/main-text"/><FRBRuri value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/1982/1256_1256_1256/20060628/de/xml"/><FRBRdate date="1982-06-24" name="jolux:dateEntryInForce"/><FRBRdate date="1965-01-25" name="jolux:dateDocument"/><FRBRdate date="2006-06-28" name="jolux:dateApplicability"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#publisher"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#rightsHolder"/><FRBRformat value="xml"/></FRBRManifestation></identification></meta><preface><container name="headerOfAnnex"><block name="heading">Geltungsbereich des Übereinkommens am 28. November 2006<inline name="man-font-weight-normal"><authorialNote><p> Eine aktualisierte Fassung des Geltungsbereichs ist auf der Publikationsplattform des Bundesrechts «Fedlex» unter folgender Adresse veröffentlicht (https://www.fedlex.admin.ch/de/treaty).</p></authorialNote></inline></block></container></preface><mainBody><table border="1"><tr><th xmlns:mig="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:migration"><p>Vertragsstaaten</p></th><th xmlns:mig="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:migration"><p>Ratifikation<br/>Beitritt (B)<br/>Nachfolgeerklärung (N)</p></th><th xmlns:mig="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:migration"/><th xmlns:mig="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:migration"><p>Inkrafttreten</p></th><th xmlns:mig="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:migration"/></tr><tr><th xmlns:mig="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:migration"/><th xmlns:mig="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:migration"/><th xmlns:mig="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:migration"/><th xmlns:mig="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:migration"/><th xmlns:mig="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:migration"/></tr><tr><td><p>Belarus*</p></td><td><p>30. August</p></td><td><p>2006 B</p></td><td><p>28. November</p></td><td><p>2006</p></td></tr><tr><td><p>Frankreich*</p></td><td><p>13. Juni</p></td><td><p>1972</p></td><td><p>24. Juni</p></td><td><p>1982</p></td></tr><tr><td><p>Kroatien*</p></td><td><p>31. Juli</p></td><td><p>2002 N</p></td><td><p>  8. Oktober</p></td><td><p>1991</p></td></tr><tr><td><p>Luxemburg*</p></td><td><p>26. März</p></td><td><p>1982</p></td><td><p>24. Juni</p></td><td><p>1982</p></td></tr><tr><td><p>Montenegro*</p></td><td><p>23. Oktober</p></td><td><p>2006 N</p></td><td><p>  3. Juni</p></td><td><p>2006</p></td></tr><tr><td><p>Niederlande*</p></td><td><p>14. November</p></td><td><p>1974</p></td><td><p>24. Juni</p></td><td><p>1982</p></td></tr><tr><td><p>Österreich*</p></td><td><p>26. August</p></td><td><p>1977</p></td><td><p>24. Juni</p></td><td><p>1982</p></td></tr><tr><td><p>Schweiz*</p></td><td><p>14. Januar</p></td><td><p>1976</p></td><td><p>24. Juni</p></td><td><p>1982</p></td></tr><tr><td><p>Serbien*</p></td><td><p>12. März</p></td><td><p>2001 N</p></td><td><p>27. April</p></td><td><p>1992</p></td></tr><tr><td/><td/><td/><td/><td/></tr><tr><td colspan="5"><blockList><item><num><sup xmlns:tmp="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:temp"><span>*</span></sup> </num><p>Vorbehalte und Erklärungen.<br/></p><p>Die Vorbehalte und Erklärungen werden in der AS nicht veröffentlicht, mit Ausnahme der Vorbehalte und Erklärungen der Schweiz. Die französischen und englischen Texte können auf der Internetseite der Vereinten Nationen: http://treaties.un.org/ &gt; Enregistrement et Publication &gt; Recueil des Traités des Nations Unies eingesehen oder bei der Direktion für Völkerrecht, Sektion Staatsverträge, 3003 Bern, bezogen werden.</p></item><item><num><sup xmlns:tmp="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:temp">a</sup> </num><p>Für das Königreich in Europa.</p></item></blockList></td></tr></table><level eId="scope_u1/lvl_u1"><heading>Vorbehalte und Erklärungen</heading><content><p>Schweiz</p><p>Die Schweiz bringt nach Artikel 21 Absatz 1 Buchstaben b, c und d des Übereinkommens die folgenden Vorbehalte an:</p><p><i>ad b</i>):  Ihre Registerbehörden werden die in Artikel 2 Absatz 3 des Übereinkommens umschriebenen Auszüge nur Antragstellern erteilen, die ein Interesse glaubhaft machen, einen solchen Auszug zu erhalten;</p><p><i>ad c):</i>  Sie wird das Übereinkommen nicht auf Binnenschiffe anwenden, die auf den Seen oder den anschliessenden Abschnitten von Wasserläufen verkehren und den nationalen Eisenbahnverwaltungen gehören oder ihren Dienst auf Grund einer Konzession versehen;</p><p><i>ad d):</i>  Sie wird das Übereinkommen nicht auf Binnenschiffe anwenden, die im Dienst des Staates nur zu andern als Handelszwecken verwendet werden.</p><p>Die Schweiz erklärt, dass sie das Protokoll Nr. 1 über die dinglichen Rechte an Binnenschiffen anerkennt und dass sie gemäss Artikel 19 des Protokolls und Artikel 21 Absatz 2 des Übereinkommens im Falle einer Zwangsvollstreckung in ihrem Hoheitsgebiet die Bestimmungen des Artikels 14 Absatz 2 Buchstabe b des Protokolls nicht anwendet.</p></content></level><level eId="scope_u1/lvl_u2"><heading>Protokoll Nr. 1<br/>über die dinglichen Rechte an Binnenschiffen</heading><content/></level></mainBody></doc></component><chapter eId="chap_I"><num>Kapitel I</num><heading>Allgemeine Bestimmungen</heading><article eId="chap_I/art_1"><num><b>Art. 1</b></num><paragraph eId="chap_I/art_1/para"><content><p>Im Sinne dieses Protokolls bedeutet der Ausdruck «Vertragsparteien» die durch dieses Protokoll gebundenen Vertragsparteien des Übereinkommens über die Eintragung von Binnenschiffen.</p></content></paragraph></article><article eId="chap_I/art_2"><num><b>Art. 2</b></num><paragraph eId="chap_I/art_2/para"><content><p>Dieses Protokoll ist auf die dinglichen Rechte an jedem Binnenschiff, auch an einem im Bau befindlichen, gestrandeten oder gesunkenen Schiff, anzuwenden, das in einem Register einer Vertragspartei eingetragen ist.</p></content></paragraph></article><article eId="chap_I/art_3"><num><b>Art. 3</b></num><paragraph eId="chap_I/art_3/para"><content><p>Die einzigen dinglichen Rechte, die an einem Binnenschiff bestehen können, sind das Eigentum, der Niessbrauch, die Hypothek und das Privileg; es steht jedoch den Vertragsparteien frei, der Sicherungsbeschlagnahme dingliche Wirkung beizulegen.</p></content></paragraph></article></chapter><chapter eId="chap_II"><num>Kapitel II</num><heading>Eigentum, Niessbrauch und Hypotheken</heading><article eId="chap_II/art_4"><num><b>Art. 4</b></num><paragraph eId="chap_II/art_4/para_1"><num>1.</num><content><p>Die Vertragsparteien gewährleisten die Eintragung des Eigentums, des Niessbrauchs und der Hypotheken an einem Binnenschiff in das Register, in dem das Schiff eingetragen ist.</p></content></paragraph><paragraph eId="chap_II/art_4/para_2"><num>2.</num><content><p>Als Teil des Eintragungsregisters werden Register betrachtet, die getrennt für die Eintragung dinglicher Rechte an den in diesem Register eingetragenen Binnenschiffen geführt werden, vorausgesetzt, dass zwischen diesen Registern und dem Eintragungsregister auf die das einzelne Schiff betreffenden Eintragungen verwiesen wird.</p></content></paragraph></article><article eId="chap_II/art_5"><num><b>Art. 5</b></num><paragraph eId="chap_II/art_5/para"><content><p>Das Eigentum, der Niessbrauch und die Hypothek, die in einem Register einer Vertragspartei eingetragen sind, werden im Hoheitsgebiet der anderen Vertragsparteien unter den in diesem Kapitel vorgesehenen Voraussetzungen anerkannt.</p></content></paragraph></article><article eId="chap_II/art_6"><num><b>Art. 6</b></num><paragraph eId="chap_II/art_6/para"><content><p>Für die Frage des Vorrangs zwischen den in diesem Kapitel behandelten dinglichen Rechten ist die Reihenfolge der Eintragungen entscheidend, die sich aus dem Register ergibt.</p></content></paragraph></article><article eId="chap_II/art_7"><num><b>Art. 7</b></num><paragraph eId="chap_II/art_7/para"><content><blockList><listIntroduction eId="chap_II/art_7/para/listintro">Die Eintragung der Hypothek muss mindestens enthalten:</listIntroduction><item eId="chap_II/art_7/para/lbl_a"><num>a) </num><p>den Betrag der Hypothek und, wenn die Zinsen zu diesem Betrag hinzukommen, den Zinsfuss;</p></item><item eId="chap_II/art_7/para/lbl_b"><num>b) </num><p>den Namen und die Anschrift oder den Wohnsitz des Gläubigers;</p></item><item eId="chap_II/art_7/para/lbl_c"><num>c) </num><p>die Fälligkeitsbedingungen oder eine Verweisung auf die bei der Registerbehörde hinterlegte Urkunde, in der diese Bedingungen festgesetzt sind.</p></item></blockList></content></paragraph></article><article eId="chap_II/art_8"><num><b>Art. 8</b></num><paragraph eId="chap_II/art_8/para"><content><p>Ist nach der Rechtsordnung der Vertragspartei, in deren Register eine Hypothek eingetragen ist, der Gläubiger auf Grund einer aus dem Register ersichtlichen Klausel der die Hypothek begründenden Urkunde in den Besitz des Binnenschiffs eingewiesen, so werden die Rechte, die er durch die Besitzeinweisung im Hoheitsgebiet dieser Vertragspartei erlangt, im Hoheitsgebiet aller anderen Vertragsparteien als eine Wirkung der Hypothek anerkannt, sofern die Besitzeinweisung im Register eingetragen ist.</p></content></paragraph></article><article eId="chap_II/art_9"><num><b>Art. 9</b></num><paragraph eId="chap_II/art_9/para_1"><num>1.</num><content><p>Die Hypothek erstreckt sich auf Sachen, die ihrer Zweckbestimmung nach dauernd auf dem Binnenschiff verbleiben sollen und dem Eigentümer des Schiffs gehören; die Rechtsordnung des Eintragungsstaates kann jedoch abweichende Vereinbarungen zwischen den Parteien zulassen.</p></content></paragraph><paragraph eId="chap_II/art_9/para_2"><num>2.</num><content><p>Erstreckt sich die Hypothek nach der Rechtsordnung des Eintragungsstaates des Binnenschiffs auf die Frachtforderungen oder auf Entschädigungen, die auf einem Vertrag über die Versicherung des Schiffs gegen die Gefahr des Verlustes oder der Beschädigung beruhen, so wird sie im Sinne von Artikel 5 als auf diese Frachtforderungen oder Entschädigungen erstreckt anerkannt.</p></content></paragraph><paragraph eId="chap_II/art_9/para_3"><num>3.</num><content><p>Die Anerkennung der Hypothek im Sinne von Artikel 5 erstreckt sich ausser auf das Binnenschiff auf keine anderen Gegenstände als die in den Absätzen 1 und 2 bezeichneten.</p></content></paragraph></article><article eId="chap_II/art_10"><num><b>Art. 10</b></num><paragraph eId="chap_II/art_10/para"><content><p>Für die in diesem Kapitel behandelten dinglichen Rechte gilt die Rechtsordnung des Eintragungsstaates, soweit nicht dieses Protokoll eigene Bestimmungen enthält und soweit es sich nicht um den Übergang des Eigentums oder das Erlöschen anderer dinglicher Rechte auf Grund einer Zwangsvollstreckung handelt.</p></content></paragraph></article></chapter><chapter eId="chap_III"><num>Kapitel III</num><heading>Privilegien</heading><article eId="chap_III/art_11"><num><b>Art. 11</b></num><paragraph eId="chap_III/art_11/para"><content><blockList><listIntroduction eId="chap_III/art_11/para/listintro">Die folgenden Forderungen geniessen an dem Binnenschiff ein Privileg, das den Hypotheken im Range vorgeht:</listIntroduction><item eId="chap_III/art_11/para/lbl_a"><num>a) </num><p>im Falle der Beschlagnahme die Kosten der Instandhaltung seit der Beschlagnahme einschliesslich der für die Instandhaltung des Schiffs unerlässlichen Ausbesserungskosten;</p></item><item eId="chap_III/art_11/para/lbl_b"><num>b) </num><p>die Forderungen aus Dienstverträgen des Kapitäns und der übrigen Mitglieder der Schiffsbesatzung, wobei die Forderungen auf Gehälter, Löhne oder Vergütungen nur bis zur Höhe des Betrags privilegiert sind, der einem Zeitraum von sechs Monaten entspricht;</p></item><item eId="chap_III/art_11/para/lbl_c"><num>c) </num><p>die Forderungen aus Hilfeleistung oder Bergung sowie die Beiträge des Schiffs zur Grossen Havarie.</p></item></blockList></content></paragraph></article><article eId="chap_III/art_12"><num><b>Art. 12</b></num><paragraph eId="chap_III/art_12/para_1"><num>1.</num><content><p>Jede Vertragspartei kann in ihrer Rechtsordnung vorsehen, dass im Falle der Zwangsversteigerung eines Binnenschiffs die Gerichtskosten, die durch das Zwangsversteigerungsverfahren entstanden sind, dem Versteigerungserlös vor dessen Verteilung an die Gläubiger, auch wenn diese privilegiert oder Hypothekengläubiger sind, entnommen werden; sie kann in diese Gerichtskosten die Verwahrungskosten und die Kosten der Verteilung des Versteigerungserlöses, aber nicht die Kosten des Verfahrens zur Erlangung des vollstreckbaren Titels einbeziehen.</p></content></paragraph><paragraph eId="chap_III/art_12/para_2"><num>2.</num><content><p>Jede Vertragspartei kann in ihrer Rechtsordnung vorsehen, dass im Falle des Verkaufs eines gestrandeten, manövrierunfähigen oder gesunkenen Binnenschiffs, das die Behörden im öffentlichen Interesse haben wegschaffen lassen, die Kosten der Wegschaffung im Range vor den Rechten der Gläubiger, auch wenn diese privilegiert oder Hypothekengläubiger sind, dem Verkaufserlös entnommen werden.</p></content></paragraph></article><article eId="chap_III/art_13"><num><b>Art. 13</b></num><paragraph eId="chap_III/art_13/para"><content><p>Jede Vertragspartei kann in ihrer Rechtsordnung vorsehen, dass andere als die in Artikel 11 aufgezählten Forderungen an den Binnenschiffen ein Privileg geniessen, das den Hypotheken im Range vorgeht, jedoch</p><blockList><item eId="chap_III/art_13/para/lbl_a"><num>a) </num><p>geniessen an einem Schiff, das in einem ihrer Register eingetragen ist, diese Forderungen im Hoheitsgebiet einer anderen Vertragspartei nur dann ein Privileg, das den Hypotheken im Range vorgeht, wenn sie ein solches Privileg auch nach der Rechtsordnung dieser anderen Vertragspartei geniessen;</p></item><item eId="chap_III/art_13/para/lbl_b"><num>b) </num><p>geniessen an einem Schiff, das in einem Register einer anderen Vertragspartei eingetragen ist, diese Forderungen in ihrem Hoheitsgebiet nur dann ein Privileg, das den Hypotheken im Range vorgeht, wenn sie ein solches Privileg auch nach der Rechtsordnung dieser anderen Vertragspartei geniessen.</p></item></blockList></content></paragraph></article><article eId="chap_III/art_14"><num><b>Art. 14</b></num><paragraph eId="chap_III/art_14/para_1"><num>1.</num><content><p>Geniesst nach Artikel 11 eine Forderung ein Privileg, so geniessen die Zinsen dieser Forderung und die Kosten des Verfahrens zur Erlangung eines vollstreckbaren Titels dasselbe Privileg.</p></content></paragraph><paragraph eId="chap_III/art_14/para_2"><num>2.</num><content><p>Die in Artikel 11 aufgezählten Privilegien erstrecken sich</p><blockList><item eId="chap_III/art_14/para_2/lbl_a"><num>a) </num><p>auf alle Sachen, die ihrer Zweckbestimmung nach dauernd auf dem Binnenschiff verbleiben sollen und dem Eigentümer des Schiffs gehören;</p></item><item eId="chap_III/art_14/para_2/lbl_b"><num>b) </num><p>auf die Ersatzansprüche für den Verlust des Binnenschiffs oder für die dem Schiff zugefügten, noch nicht behobenen Sachschäden einschliesslich des einem solchen Schaden entsprechenden Teils der Ansprüche aus Hilfeleistung, Bergung oder Hebung des Schiffs sowie der Vergütungsansprüche aus Grosser Havarie; dies gilt auch nach Übertragung oder Verpfändung der bezeichneten Ansprüche, zu diesen Ansprüchen gehören jedoch nicht Entschädigungsansprüche, die auf einem Vertrag über die Versicherung des Schiffs gegen die Gefahr des Verlustes oder der Beschädigung beruhen.</p></item></blockList></content></paragraph><paragraph eId="chap_III/art_14/para_3"><num>3.</num><content><p>Jede Vertragspartei kann in ihrer Rechtsordnung vorsehen, dass bei einer in ihrem Hoheitsgebiet durchgeführten Zwangsversteigerung die in Artikel 11 aufgezählten Privilegien sich auf die Frachtforderungen erstrecken.</p></content></paragraph></article><article eId="chap_III/art_15"><num><b>Art. 15</b></num><paragraph eId="chap_III/art_15/para_1"><num>1.</num><content><p>Die in Artikel 11 aufgezählten privilegierten Forderungen gehen den in Artikel 13 genannten Forderungen im Range vor.</p></content></paragraph><paragraph eId="chap_III/art_15/para_2"><num>2.</num><content><p>Der Rang zwischen den in Artikel 11 aufgezählten privilegierten Forderungen bestimmt sich nach der Reihenfolge der Aufzählung; zwischen den in Artikel 11 Buchstabe c) angeführten Forderungen bestimmt er sich jedoch nach der umgekehrten Reihenfolge der Zeitpunkte, zu denen sie entstanden sind; reicht der zu verteilende Erlös nicht aus, so wird er unter die gleichrangigen Gläubiger nach dem Verhältnis ihrer Forderungen aufgeteilt.</p></content></paragraph></article><article eId="chap_III/art_16"><num><b>Art. 16</b></num><paragraph eId="chap_III/art_16/para"><content><p>Die in Artikel 11 aufgezählten Forderungen sind auch dann privilegiert, wenn sie entstanden sind, während das Binnenschiff durch eine andere Person als den Eigentümer betrieben worden ist; dies gilt nicht, wenn das Binnenschiff dem Eigentümer durch eine unerlaubte Handlung entzogen worden und ausserdem der Gläubiger nicht in gutem Glauben gewesen ist.</p></content></paragraph></article><article eId="chap_III/art_17"><num><b>Art. 17</b></num><paragraph eId="chap_III/art_17/para_1"><num>1.</num><content><p>Die in Artikel 11 aufgezählten Privilegien erlöschen mit Ablauf eines Jahres, wenn der privilegierte Gläubiger sein Privileg nicht gerichtlich geltendgemacht hat. Die Frist beginnt mit dem Tag, an dem die Forderung fällig wird. Für die Forderungen aus Hilfeleistung oder Bergung beginnt sie jedoch mit dem Tag, an dem diese Massnahmen abgeschlossen sind.</p></content></paragraph><paragraph eId="chap_III/art_17/para_2"><num>2.</num><content><p>Das Privileg erlischt mit der Forderung.</p></content></paragraph></article><article eId="chap_III/art_18"><num><b>Art. 18</b></num><paragraph eId="chap_III/art_18/para"><content><blockList><listIntroduction eId="chap_III/art_18/para/listintro">Nach der Rechtsordnung des Eintragungsstaates werden beurteilt:</listIntroduction><item eId="chap_III/art_18/para/lbl_a"><num>a) </num><p>die Voraussetzungen sowie die Art und Weise des etwaigen Erlöschens der in Artikel 11 aufgezählten Privilegien im Falle eines freiwilligen Verkaufs des Binnenschiffs;</p></item><item eId="chap_III/art_18/para/lbl_b"><num>b) </num><p>die Frage, auf welche Gegenstände sich die in Artikel 13 bezeichneten Privilegien erstrecken, sowie der Rang und das Erlöschen dieser Privilegien;</p></item><item eId="chap_III/art_18/para/lbl_c"><num>c) </num><p>alle anderen nicht durch das Protokoll geregelten Fragen, welche die in Artikel 11 oder in Artikel 13 bezeichneten Privilegien betreffen.</p></item></blockList></content></paragraph></article></chapter><chapter eId="chap_IV"><num>Kapitel IV</num><heading>Vorbehalte</heading><article eId="chap_IV/art_19"><num><b>Art. 19</b></num><paragraph eId="chap_IV/art_19/para"><content><p>Jeder Staat kann auf Grund von Artikel 21 Absatz 2 des Übereinkommens erklären, dass er bei einer in seinem Hoheitsgebiet durchgeführten Zwangsvollstreckung Artikel 14 Absatz 2 Buchstabe b) dieses Protokolls nicht anwenden wird.</p></content></paragraph></article></chapter></components></act></akomaNtoso>