<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: SB.2004.00054</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="https://vgrzh.djiktzh.ch/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=https://vgrzh.djiktzh.ch&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=204539&amp;W10_KEY=4467140&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>SB.2004.00054</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 20.10.2004</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">2. Abteilung/2. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Steuerrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Einschätzung 2000 (1.1. - 30.9.2000)</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Zieht eine Person aus dem Kanton, in welchem sie Grundeigentümerin ist, weg, endet damit die unbeschränkte Steuerpflicht auf Grund persönlicher Zugehörigkeit in diesem Kanton; der beschränkten Steuerpflicht bleibt sie jedoch unterworfen. Hinsichtlich der Vermögenssteuer ergibt sich daraus, dass die Person bis zu ihrem Wegzug für ihr gesamtes bewegliches und unbewegliches Vermögen im Kanton nach dem Stand am Ende der unbeschränkten Steuerpflicht und für die Zeit ab Wegzug bis zum Ende der Steuerperiode für ihr unbewegliches Vermögen nach dem Stand am Ende der Steuerperiode zum Satz des gesamten Vermögens zu besteuern ist, nach Massgabe der Dauer der Steuerpflicht (pro rata temporis). Es liegt eine Beendigung der Steuerpflicht im Sinne von § 51 StG vor, wenn bei fortbestehender subjektiver Steuerpflicht die unbeschränkte Steuerpflicht im Kanton endet.</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ÃNDERUNG DER STEUERPFLICHT">ÃNDERUNG DER STEUERPFLICHT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: BEENDIGUNG DER STEUERPFLICHT">BEENDIGUNG DER STEUERPFLICHT</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: BESCHRÃNKTE STEUERPFLICHT">BESCHRÃNKTE STEUERPFLICHT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: GRUNDEIGENTUM">GRUNDEIGENTUM</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: PERSÃNLICHE ZUGEHÃRIGKEIT">PERSÃNLICHE ZUGEHÃRIGKEIT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: UNBESCHRÃNKTE STEUERPFLICHT">UNBESCHRÃNKTE STEUERPFLICHT</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: VERMÃGENSBESTEUERUNG">VERMÃGENSBESTEUERUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: WIRTSCHAFTLICHE ZUGEHÃRIGKEIT">WIRTSCHAFTLICHE ZUGEHÃRIGKEIT</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: WOHNSITZVERLEGUNG">WOHNSITZVERLEGUNG</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="gerade">Art. 29II BV</span><br/><span class="ungerade">§ 3 StG</span><br/><span class="gerade">§ 4 StG</span><br/><span class="ungerade">§ 5 StG</span><br/><span class="gerade">§ 6 StG</span><br/><span class="ungerade">§ 10II StG</span><br/><span class="gerade">§ 51 StG</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade">RB 2004 Nr. 87 S. 169</span><br/> </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 2 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Sachverhalt1"><b><span>I. </span></b><span> </span></p> <p class="Sachverhalt2"><span>A verlegte am 1. Oktober 2000 ihren Wohnsitz von der Stadt ZÃ¼rich in den Kanton U â nach V â und von dort am 1. Oktober 2002 wieder in den Kanton ZÃ¼rich â nach W â, wo sie im Dezember 2002 starb. WÃ¤hrend all dieser Zeit war sie EigentÃ¼merin von Grund­eigentum in der Stadt ZÃ¼rich.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>AnlÃ¤sslich der EinschÃ¤tzung fÃ¼r die Steuerperiode 2000 vertraten A und nach ihrem Ableben deren Erben B und C die Auffassung, das steuerbare VermÃ¶gen sei fÃ¼r die Zeitspanne vom 1. Januar bis 30. September 2000 auf Fr. 0 festzulegen, weil Stichtag fÃ¼r die VermÃ¶genssteuer jeweils der 31. Dezember sei; am 31. Dezember 2000 sei sie indessen nicht mehr im Kanton ZÃ¼rich wohnhaft gewesen. DemgegenÃ¼ber stellte sich das kantonale Steueramt auf den Standpunkt, das steuerbare VermÃ¶gen bemesse sich bei der Beendigung der Steuerpflicht nach den VerhÃ¤ltnissen am Tag der Beendigung. Auf dieser Grundlage schÃ¤tzte es die Erben fÃ¼r die Staats- und Gemeindesteuern der pflichtigen Erblasserin mit Bezug auf die Zeit vom 1. Januar bis 30. September 2000 mit einem steuerbaren Einkommen von Fr. â¦ und einem steuerbaren VermÃ¶gen von Fr. â¦ ein. An dieser EinschÃ¤tzung hielt das kantonale Steueramt mit Einspracheentscheid vom 25. Februar 2004 fest.</span></p> <p class="Sachverhalt1"><b><span>II. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Die Steuerrekurskommission II wies den hiergegen von den Erben der Pflichtigen erhobenen Rekurs am 27. Mai 2004 ab.</span></p> <p class="Sachverhalt1"><b><span>III. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Mit Beschwerde vom 5. Juli 2004 an das Verwaltungsgericht erneuerten die Erben der Pflichtigen den Antrag, sie seien fÃ¼r die Staats- und Gemeindesteuern 2000 der pflichtigen Erblasserin hinsichtlich der Zeit vom 1. Januar bis 30. September 2000 mit einem steuerbaren Einkommen von Fr. 0 und einem steuerbaren VermÃ¶gen von Fr. 0 einzuschÃ¤tzen. Ausserdem verlangten sie die Zusprechung einer ParteientschÃ¤digung.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Die Steuerrekurskommission II und das kantonale Steueramt schlossen auf Abweisung des Rechtsmittels.</span></p> <p class="Urteilstext"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die Kammer</span><span> zieht in ErwÃ¤gung:</span></p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Erwgung1"><b><span>1. </span></b><span> </span></p> <p class="Erwgung2"><span>Mit der Steuerbeschwerde an das Verwaltungsgericht kÃ¶nnen laut § 153 Abs. 3 des Steuergesetzes vom 8. Juni 1997 (StG) alle Rechtsverletzungen, einschliesslich Ãberschreitung oder Missbrauch des Ermessens, und die unrichtige oder unvollstÃ¤ndige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts geltend gemacht werden. </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Das Verwaltungsgericht hat sich infolgedessen auf die reine Rechtskontrolle zu beschrÃ¤nken; dazu gehÃ¶rt auch die PrÃ¼fung, ob die Vorinstanzen den rechtserheblichen Sachverhalt gesetzmÃ¤ssig festgestellt haben. Dem Gericht ist es daher verwehrt, das von der Rekurskommission in <span>Ã¼</span>bereinstimmung mit dem Gesetz ausgeÃ¼bte Ermessen auf Angemessenheit hin zu Ã¼berprÃ¼fen und so sein Ermessen anstelle desjenigen der Rekursinstanz zu<br/> setzen. Die PrÃ¼fungsbefugnis des Verwaltungsgerichts erstreckt sich lediglich auf rechtsverletzende Ermessensfehler, d.h. auf ErmessensÃ¼berschreitung und auf Ermessensmissbrauch (RB 1999 Nr. 147).</span></p> <p class="Erwgung1"><b><span>2. </span></b><span> </span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>2.1 </span></b><span>GemÃ¤ss § 148 Abs. 1 Satz 2 StG wird dem Rekurrenten auf Verlangen ein Doppel der Rekursantwort zugestellt. Laut Abs. 2 derselben Bestimmung kann ein weiterer Schrif­tenwechsel oder eine mÃ¼ndliche Verhandlung durchgefÃ¼hrt werden. </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Nach der Rechtsprechung des Verwaltungsgerichts muss die Zustellung der Rekursantwort jedenfalls so frÃ¼h erfolgen, dass der Rekurrent ohne weiteres in der Lage ist, in seinem Rechtsmittel zu den Vorbringen des Rekursgegners Stellung zu nehmen, das heisst in der Regel spÃ¤testens mit der ErÃ¶ffnung des Rekursentscheids. Eine frÃ¼here Zustellung der Rekursantwort drÃ¤ngt sich naturgemÃ¤ss dann auf, wenn sie Grundlage eines ausnahmsweise anzuordnenden zweiten Schriftenwechsels bzw. einer mÃ¼ndlichen Verhandlung bildet (VGr, 6. Mai 1997, SB.96.00057, ZStP 1997, 292). Zur Wahrung des in Art. 29 Abs. 2 der Bundesverfassung vom 18. April 1999 garantierten Anspruchs auf rechtliches GehÃ¶r muss ein zweiter Schriftenwechsel von Amtes wegen dann angeordnet werden, wenn die Rekursinstanz in ihrem Entscheid auf erstmals in der Vernehmlassung vorgetragene Behauptungen abstellen will, wenn sie von sich aus beabsichtigt, neu eingetretene oder bisher ausser Acht gelassene Tatsachen ihrem Entscheid zugrunde zu legen, oder wenn sie ein Verfahren gestÃ¼tzt auf einen von keiner Partei angerufenen Rechtsgrund entscheiden will, dessen Heranziehung von den Beteiligten nicht vorausgesehen werden kann (RB 1982 Nr. 6; RB 2002 Nr. 115; BGE 126 I 19 E. 2d/bb S. 24).</span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>2.2 </span></b><span>Im Rekursverfahren haben keine UmstÃ¤nde vorgelegen, die nach einem zweiten Schriftenwechsel verlangt hÃ¤tten bzw. den Verzicht darauf im Nachhinein als gehÃ¶rsverletzend erscheinen lassen: Die Rekurskommission hat ihren Entscheid weder aufgrund neu eingetretener oder in der (von ihr telefonisch eingeholten) ergÃ¤nzenden Vernehmlassung der Abteilung Rechtsdienst des kantonalen Steueramts vom 28. April 2004 neu aufgeworfener Tatsachen noch gestÃ¼tzt auf einen â von keiner Partei angerufenen â unvorhersehbaren Rechtsgrund getroffen. </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Inwiefern die BeschwerdefÃ¼hrenden in ihren Parteirechten dadurch beeintrÃ¤chtigt worden sein sollen, dass ihnen die erwÃ¤hnte Vernehmlassung der Abteilung Rechtsdienst des kantonalen Steueramts erst mit dem angefochtenen Rekursentscheid zugestellt worden ist, vermÃ¶gen sie nicht darzutun und ist auch nicht ersichtlich. </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Ihre RÃ¼ge, die Rekurskommission habe ihnen das rechtliche GehÃ¶r verweigert, ist daher unbegrÃ¼ndet.</span></p> <p class="Erwgung1"><b><span>3. </span></b><span> </span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>3.1 </span></b><span> Das steuerbare VermÃ¶gen bemisst sich laut § 51 Abs. 1 StG nach dem Stand am Ende der Steuerperiode oder der Steuerpflicht. Besteht die Steuerpflicht nur wÃ¤hrend eines Teils der Steuerperiode, wird gemÃ¤ss Abs. 3 dieser Bestimmung die diesem Zeitraum entsprechende Steuer erhoben. Diese Regelung gilt nach § 51 Abs. 4 StG sinngemÃ¤ss, wenn der Steuerpflichtige wÃ¤hrend der Steuerperiode VermÃ¶gen erbt oder die wirtschaftliche ZugehÃ¶rigkeit zu einem anderen Kanton wÃ¤hrend der Steuerperiode entfÃ¤llt.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Die Steuerpflicht endet kraft § 10 Abs. 2 StG mit dem Tod oder dem Wegzug des Steuerpflichtigen aus dem Kanton oder mit dem Wegfall der im Kanton steuerbaren Werte.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Bei persÃ¶nlicher ZugehÃ¶rigkeit, d.h. bei steuerrechtlichem Wohnsitz oder Aufenthalt im Kanton (§ 3 Abs. 1 StG), ist die Steuerpflicht laut § 5 Abs. 1 StG unbeschrÃ¤nkt; sie erstreckt sich aber nicht auf GeschÃ¤ftsbetriebe, BetriebsstÃ¤tten und GrundstÃ¼cke ausserhalb des Kantons. Bei wirtschaftlicher ZugehÃ¶rigkeit beschrÃ¤nkt sich nach § 5 Abs. 2 StG die Steuerpflicht auf die Teile des Einkommens und VermÃ¶gens, fÃ¼r die gemÃ¤ss § 4 StG eine Steuerpflicht im Kanton besteht, d.h. nach Abs. 1 lit. b dieser Bestimmung bei natÃ¼rlichen Personen ohne steuerrechtlichen Wohnsitz oder Aufenthalt im Kanton auf deren Eigentum (unter anderem) an GrundstÃ¼cken im Kanton. Steuerpflichtige, die im Kanton nur fÃ¼r einen Teil ihres Einkommens und VermÃ¶gens steuerpflichtig sind, entrichten aufgrund von § 6 Abs. 1 StG die Steuern fÃ¼r die im Kanton steuerbaren Werte nach dem Steuersatz, der ihrem gesamten Einkommen und VermÃ¶gen entspricht; steuerfreie BetrÃ¤ge werden ihnen anteilsmÃ¤ssig gewÃ¤hrt.</span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>3.2 </span></b><span>Zieht eine Person â wie die verstorbene Pflichtige â aus dem Kanton, in welchem sie Eigentum an einem GrundstÃ¼ck hat, weg, endet demnach ihre unbeschrÃ¤nkte Steuerpflicht mit der Preisgabe des Wohnsitzes im Kanton (§ 10 Abs. 2 in Verbindung mit § 5 Abs. 1 StG). Wegen des fortbestehenden Grundeigentums im Kanton bleibt sie jedoch dessen â nunmehr beschrÃ¤nkten â Steuerpflicht unterworfen (§ 4 Abs. 1 lit. b StG). Der Kanton ist daher berechtigt, die Person in der Steuerperiode fÃ¼r den Zeitraum bis zum Wegzug fÃ¼r ihr gesamtes Einkommen und VermÃ¶gen (§ 5 Abs. 1 StG) und fÃ¼r den Zeitraum bis Ende der Steuerperiode (nur noch) fÃ¼r die auf das Grundeigentum im Kanton entfallenden Teile des Einkommens und VermÃ¶gens (§ 5 Abs. 2 StG) zu besteuern (§ 51 Abs. 3 StG), letztere allerdings zum Steuersatz, der ihrem gesamten Einkommen und VermÃ¶gen entspricht (§ 6 Abs. 1 StG). </span></p> <p class="Erwgung2"><span>Daraus ergibt sich im Licht von § 51 Abs. 1 und 3 StG mit Blick auf die hier streitige VermÃ¶genssteuer, dass die aus dem Kanton wegziehende Person fÃ¼r den Zeitraum bis zum Wegzug fÃ¼r ihr gesamtes bewegliches und unbewegliches VermÃ¶gen im Kanton nach dem Stand am Ende der unbeschrÃ¤nkten Steuerpflicht zu besteuern ist. FÃ¼r den Zeitraum ab Wegzug bis Ende der Steuerperiode ist die nunmehr ausserkantonal wohnhafte Person fÃ¼r ihr unbewegliches VermÃ¶gen im Kanton nach dem Stand am Ende der Steuerperiode zum Satz des gesamten VermÃ¶gens zu besteuern. </span></p> <p class="Erwgung2"><span>Die entsprechende Ordnung wÃ¼rde nach § 51 Abs. 4 StG gelten, wenn die im Kanton wohnhafte und daher unbeschrÃ¤nkt steuerpflichtige Person im Lauf der Steuerperiode ihr in einem andern Kanton gelegenes GrundstÃ¼ck verÃ¤ussern und so die wirtschaftliche ZugehÃ¶rigkeit zum Liegenschaftskanton entfallen wÃ¼rde. Diesfalls wÃ¤re die Person fÃ¼r den Zeitraum bis zur VerÃ¤usserung des ausserkantonalen Grundeigentums fÃ¼r ihr VermÃ¶gen ohne das ausserkantonale GrundstÃ¼ckvermÃ¶gen und fÃ¼r den Zeitraum ab Wegzug bis Ende der Steuerperiode fÃ¼r ihr gesamtes bewegliches und unbewegliches VermÃ¶gen nach dem Stand am Ende der Steuerperiode zu besteuern.</span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>3.3 </span></b><span> </span></p> <p class="Erwgung3"><b><span>3.3.1 </span></b><span>Die BeschwerdefÃ¼hrenden wenden hiergegen ein, mit der Wohnsitzverlegung aus dem Kanton im Lauf der Steuerperiode trete bloss eine Ãnderung der Steuerpflicht ein, nÃ¤mlich von der unbeschrÃ¤nkten zur beschrÃ¤nkten Steuerpflicht. Von der Beendigung der Steuerpflicht (als solcher) in der Steuerperiode kÃ¶nne deshalb keine Rede sein. Da der am 30. September 2000 erfolgte Wegzug der Pflichtigen aus dem Kanton ZÃ¼rich auch nicht mit dem Ende der Steuerperiode 2000 zusammenfalle, kÃ¶nne das VermÃ¶gen der Pflichtigen bei deren Wegzug nicht besteuert werden. Diese blosse Ãnderung der Steuerpflicht sei "kein Stichtag fÃ¼r die Besteuerung des VermÃ¶gens". </span></p> <p class="Erwgung3"><span>Tritt die beschrÃ¤nkte an die Stelle der bisher unbeschrÃ¤nkten Steuerpflicht kann zwar nicht von der Beendigung der Steuerpflicht im Sinn des Wegfalls der kantonalen Steuerhoheit gesprochen werden. Der in § 51 StG verwendete Begriff der Steuerpflicht erschÃ¶pft sich jedoch nicht im subjektiven Element der persÃ¶nlichen oder wirtschaftlichen ZugehÃ¶rigkeit zum Kanton gemÃ¤ss § 3 und § 4 StG, sondern umfasst auch das damit verbundene objektive Element der unbeschrÃ¤nkten und beschrÃ¤nkten Steuerpflicht im Sinn von § 5 und § 6 StG, das â abhÃ¤ngig von der Art der ZugehÃ¶rigkeit â den Umfang des kantonalen Besteuerungsrechts bestimmt. Mit anderen Worten schliesst der Begriff der Steuerpflicht von § 51 StG sowohl die subjektiven Elemente der persÃ¶nlichen und wirtschaftlichen ZugehÃ¶rigkeit als auch die objektiven Elemente der unbeschrÃ¤nkten und beschrÃ¤nkten Steuerpflicht ein. Dieses BegriffsverstÃ¤ndnis wird auch aus dem jeweiligen Wortlaut der Vorschriften von § 3 bis § 6 StG ersichtlich, welche im Ãbrigen allesamt systematisch im zweiten Abschnitt des Gesetzes unter dem Marginale "A. Steuerpflicht" zu finden sind. Schliesslich verweist § 51 StG selber in Abs. 4 fÃ¼r den Wegfall der wirtschaftlichen ZugehÃ¶rigkeit zu einem anderen Kanton und damit fÃ¼r einen Tatbestand des Wechsels im Umfang der Steuerpflicht auf die Vorschrift von Abs. 3, welche die Steuererhebung nach Massgabe der Dauer der Steuerpflicht regelt, wenn diese nur wÃ¤hrend eines Teils der Steuerperiode besteht.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Demzufolge liegt auch dann eine Beendigung der Steuerpflicht im Sinn von § 51 StG vor, wenn bei fortbestehender subjektiver Steuerpflicht die auf persÃ¶nlicher ZugehÃ¶rigkeit beruhende unbeschrÃ¤nkte Steuerpflicht im Kanton endet. Dass das Gesetz den Begriff der "Ãnderung" der Steuerpflicht nicht verwendet, vermag diese Auslegung nicht als sachwidrig erscheinen zu lassen. Soweit sich die BeschwerdefÃ¼hrenden fÃ¼r ihren gegenteiligen Standpunkt auf den Abs. 3 von § 10 StG berufen, dessen Marginale im Ãbrigen "VII. Beginn und Ende der Steuerpflicht" lautet und der als einzige einschlÃ¤gige Bestimmung den Begriff der "Ãnderung der Steuerpflicht" enthÃ¤lt, ist ihnen entgegenzuhalten, dass diese Vorschrift, die fÃ¼r die interkantonale Steuerausscheidung auf das Steuerharmonisierungsgesetz und das Verbot der interkantonalen Doppelbesteuerung verweist, erst nachtrÃ¤glich mit Novelle vom 11. September 2000 eingefÃ¼gt worden ist und deshalb gesetzessystematisch keine Auslegungshilfe zu vermitteln vermag. </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Auch die Hinweise der BeschwerdefÃ¼hrenden auf das frÃ¼here Recht des Steuergesetzes vom 8. Juli 1951 (aStG) vermÃ¶gen ihnen nicht zu helfen. Dieses beruhte auf der Vorjahresbemessung und sah unter anderem die ZwischeneinschÃ¤tzung bei wesentlicher Ãnderung der EinschÃ¤tzungsgrundlagen vor (§ 59 aStG). Diese sollte durch die Gegenwartsbemessung der von der Ãnderung betroffenen Einkommens- oder VermÃ¶gensteile mit der Steuergerechtigkeit nicht zu vereinbarende erhebliche DisparitÃ¤ten zwischen wirtschaftlicher LeistungsfÃ¤higkeit und Steuerbelastung beheben. § 61 Abs. 2 aStG ordnete fÃ¼r die Anwendung der Gegenwartsbemessung die entsprechende Anwendung der "Bestimmungen Ã¼ber die Besteuerung bei Beginn und Ende der Steuerpflicht" an, d.h. der §§ 57 und 58 StG, welche indessen den Begriff "Ãnderung der Steuerpflicht" ebenfalls nicht kannten. </span></p> <p class="Erwgung3"><b><span>3.3.2 </span></b><span>Ist eine Beendigung der Steuerpflicht im Sinn von § 51 StG trotz fortbestehender subjektiver Steuerpflicht auch bei Beendigung der unbeschrÃ¤nkten Steuerpflicht im Kanton anzunehmen, ergibt sich daraus ohne weiteres, dass sich das VermÃ¶gen gemÃ¤ss Abs. 1 dieser Vorschrift sowohl nach dem Stand am Ende der persÃ¶nlichen ZugehÃ¶rigkeit als auch nach dem Stand am Ende der Steuerperiode bemisst, und zwar â laut Abs. 3 â nach Massgabe der Dauer der Steuerpflicht ("pro rata temporis"). Die AusfÃ¼hrungen der BeschwerdefÃ¼hrenden zum Stichtagscharakter der VermÃ¶gensbesteuerung sind daher unbehelflich. </span></p> <p class="Urteilstext"><span>UnbegrÃ¼ndet ist sodann deren Argument, aus der vom Gericht mit der Vorinstanz vertretenen Auffassung ergebe sich im Licht von § 10 Abs. 2 StG, wonach die Steuerpflicht mit dem Tod oder dem Wegzug des Steuerpflichtigen aus dem Kanton oder mit dem Wegfall der im Kanton steuerbaren Werte endet, dass der Verkauf der einzigen im Kanton ZÃ¼rich gelegenen Liegenschaft durch einen im Kanton wohnhaften Steuerpflichtigen zur Beendigung der beschrÃ¤nkten Steuerpflicht trotz Weiterbestehens der unbeschrÃ¤nkten Steuerpflicht fÃ¼hre. Die BeschwerdefÃ¼hrenden Ã¼bersehen dabei, dass bei diesem Sachverhalt die unbeschrÃ¤nkte Steuerpflicht vor und nach dem Verkauf der Liegenschaft aufgrund persÃ¶nlicher ZugehÃ¶rigkeit besteht, so dass auf deren weiteren diesbezÃ¼glichen Ãberlegungen nicht eingegangen werden muss. </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Das fÃ¼hrt zur Abweisung der Beschwerde.</span></p> <p class="Erwgung1"><b><span>4. </span></b><span> </span></p> <p class="Erwgung1"><span>Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind die Kosten den BeschwerdefÃ¼hrenden aufzuerlegen (§ 151 Abs. 1 in Verbindung mit § 153 Abs. 4 StG) und steht ihnen keine ParteientschÃ¤digung zu (§ 17 Abs. 2 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 in Verbindung mit § 152 und § 153 Abs. 4 StG).</span></p> <p class="Urteilstext"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>DemgemÃ¤ss entscheidet <span>die Kammer</span>:</span></p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug2">1. Die Beschwerde wird abgewiesen.</p> <p class="Einzug2">2. Die GerichtsgebÃ¼hr wird festgesetzt auf </p> <p class="Einzug2"> Fr. 8'000.--; die Ã¼brigen Kosten betragen:</p> <p class="Einzug2"> Fr. 60.-- Zustellungskosten,</p> <p class="Einzug2"> Fr. 8'060.-- Total der Kosten.</p> <p class="Einzug2">3. Die Gerichtskosten werden den BeschwerdefÃ¼hrenden je zur HÃ¤lfte auferlegt, unter solidarischer Haftung fÃ¼r die gesamten Kosten.</p> <p class="Einzug2">4. Eine ParteientschÃ¤digung wird nicht zugesprochen.</p> <p class="Urteilstext"><span>5. Mitteilung an â¦</span></p> <p class="MsoNormal"> </p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>