A bteilung II B -7406/2006 {T 0/2} {T 0 /2 } U rteil vom 1. Juni 2007 M itw irkung: R ichterin Vera M arantelli (Vorsitz), R ichterin M aria Am gw erd, R ichter D avid Aschm ann; G erichtsschreiber Said H uber. X._______Inc., vertreten durch R echtsanw ältin Angela D urrer, Beschw erdeführerin gegen Eidgenössisches Institut für G eistiges Eigentum , Vorinstanz betreffend M arkeneintragungsgesuch N r. 56435/2004 A M ER IC A N B EA U TY. B u n d e s v e rw a ltu n g s g e ric h t T rib u n a l a d m in is tra tif fé d é ra l T rib u n a le a m m in is tra tiv o fe d e ra le T rib u n a l a d m in is tra tiv fe d e ra l2 Sachverhalt: A. M it Eingangsdatum vom 22. Septem ber 2004 ersuchte die Beschw erdefüh- rerin die Vorinstanz um Schutz für die W ortm arke 56435/2004 AM ER IC AN BEAU TY für D ienstleistungen der Klassen 35 und 44 sow ie für folgende W aren der Klasse 3: "Seifen, Parfüm eriew aren, ätherische Ö le, M ittel zur Körper- und Schönheitspflege, H aarw ässer und Zahnputzm ittel". B. Am 23. N ovem ber 2004 beanstandete die Vorinstanz das Eintragungsge- such m it der Begründung, das Zeichen AM ER IC AN BEAU TY könne w egen des Zeichenbestandteils AM ER IC AN täuschend w irken, w eshalb alle W a- ren der Klasse 3 auf Produkte am erikanischer H erkunft eingeschränkt w er- den m üssten. C . D em entgegnete die Beschw erdeführerin am 24. Januar 2005, die Angabe AM ER IC AN w erde in Verbindung m it BEAU TY nicht als geografische H er- kunfts-, sondern - w ie etw a die geschützte M arke 5th AVEN U E (fig.) - als Fantasiebezeichnung w ahrgenom m en, w elche für einen gew issen Frauen- typ und "Lifestyle" stehe. AM ER IC AN BEAU TY w erde vom schw eizeri- schen Publikum m it einer lässigen, freiheitsliebenden, natürlichen Frau, dem "pretty girl next door" oder "jeans girl" in Verbindung gebracht. Ver- stärkt w erde der Fantasiecharakter von AM ER IC AN BEAU TY durch den U m stand, dass Am erika keinen besonderen R uf als H erstellungsort für Schönheitsprodukte geniesse und auch sonst kein nahe liegender Zusam - m enhang zw ischen Am erika und der H erstellung von Schönheitsprodukten bestehe. Schliesslich w urde auf die M arke C H 529343 H O LLYW O O D SM I- LE hingew iesen, w elche für W aren der Klasse 3 ohne Einschränkung der Produkte ins M arkenregister eingetragen w orden sei. D . W ährend die Vorinstanz am 19. April 2005 m it einlässlicher Begründung an der teilw eisen Zurückw eisung des G esuchs festhielt, erneuerte die Be- schw erdeführerin m it Eingabe vom 20. Juni 2005 ihre Ansicht, w onach der sym bolische C harakter von AM ER IC AN BEAU TY in Bezug auf die bean- spruchten W aren im Vordergrund stehe. E. Am 13. Septem ber 2005 trug die Vorinstanz das Zeichen C H 56435/2004 AM ER IC AN BEAU TY für alle D ienstleistungen der Klassen 35 und 44 ins M arkenregister ein, w ies das G esuch jedoch für die W aren der Klasse 3 zurück. Zur Begründung w urde im W esentlichen ausgeführt, das Zeichen AM ER IC AN BEAU TY könne für W aren der Klasse 3 nicht eingetragen w er- den, da es für nicht aus Am erika stam m ende Produkte täuschend w äre. D aran ändere auch der von der Beschw erdeführerin angerufene Vergleich m it den Zeichen 5th AVEN U E (fig.) und H O LLYW O O D SM ILE nichts, da in beiden Fällen der Sachverhalt nicht vergleichbar sei und deshalb der G leichbehandlungsgrundsatz nicht zur Anw endung gelange.3 F. D iese Verfügung focht die Beschw erdeführerin am 17. O ktober 2005 bei der Eidgenössischen R ekurskom m ission für geistiges Eigentum (nachfol- gend: R ekurskom m ission) an m it dem Antrag, die Verfügung sei aufzuhe- ben und die Vorinstanz sei anzuw eisen, die angem eldete M arke AM ER I- C AN BEAU TY für alle beanspruchten W aren der Klasse 3 einzutragen (un- ter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten der Vorinstanz). Zur Begründung hält die Beschw erdeführerin im W esentlichen erneut fest, AM ER IC AN BEAU TY sei keine H erkunfts-, sondern eine einschränkungs- los eintragbare Fantasiebezeichnung, w elche beim schw eizerischen Publi- kum Vorstellungen über einen gew issen Frauentyp w ecke und dam it für ei- nen gew issen Typ von Frau stehe. Es handle sich um eine sym bolische Anspielung auf einen Frauen- und Schönheitstyp, ein Schönheitsideal. O b m it den fraglichen Produkten dieses Schönheitsideal erreicht w erden kön- ne, sei m arkenrechtlich zw ar irrelevant, falls es dennoch relevant w äre, m üsste dies bejaht w erden. So w erde das am erikanische Schönheitsideal beispielsw eise auch m it "perfekter H aut" assoziert, w eshalb auch Seifen zur Erreichung dieses Ideals eingesetzt w erden könnten. Ferner w erde AM ER IC AN BEAU TY nicht allein als Anspielung auf ein äusseres Erschei- nungsbild verstanden, sondern m it einem Typ von Frau assoziiert, der ei- nen gew issen "Lifestyle" verkörpere. D er Konsum ent w erde daher etw a eine Seife AM ER IC AN BEAU TY m it einem Personentyp assoziieren, der allenfalls auch eine solche Seife benützen könnte. G . Am 16. Januar 2006 verzichtete die Vorinstanz auf eine Stellungnahm e. H . M it Schreiben vom 10. M ärz 2006 verzichtete die Beschw erdeführerin auf eine m ündliche und öffentliche Verhandlung. I. Auf Ersuchen der Vorinstanz sistierte die R ekurskom m ission am 12. Juni 2006 das vorliegende Verfahren bis zum Entscheid des Bundegerichts über die vom Eidgenössischen Justiz- und Polizeidepartem ent gegen ei- nen Entscheid der R ekurskom m ission eingereichte Verw altungsgerichtsbe- schw erde betreffend die M arke C O LO R AD O (fig.). J. Am 8. Septem ber 2006 hiess das Bundesgericht diese Verw altungsge- richtsbeschw erde gut (vgl. BG E 132 III 770 C O LO R AD O ). K. M it Verfügung vom 24. N ovem ber 2006 hob die R ekurskom m ission die Sistierung des Verfahrens auf und gab der Beschw erdeführerin G elegen- heit, zum Entscheid des Bundesgerichts Stellung zu nehm en. L. Im N ovem ber 2006 teilte der Präsident der R ekurskom m ission den Partei- en m it, die Verfahrensakten w ürden zur W eiterbehandlung ans Bundesver- w altungsgericht überm ittelt.4 M . Am 16. Januar 2007 gab das Bundesverw altungsgericht die Ü bernahm e des Verfahrens sow ie die Besetzung des Spruchkörpers bekannt. N . M it Eingabe vom 15. Januar 2007 nahm die Beschw erdeführerin zum Ent- scheid des Bundesgerichts Stellung. D abei hielt sie an ihrer Beschw erde vom 17. O ktober 2005 und an den darin gestellten Anträgen fest. D ieses Schreiben w urde am 24. Januar 2007 der Vorinstanz zur Kenntnis gebracht. O . Auf die dargelegten und w eitere Vorbringen der Parteien w ird, sow eit sie rechtserheblich sind, in den Erw ägungen eingegangen. D as B undesverw altungsgericht zieht in Erw ägung: 1. 1.1 D er Entscheid der Vorinstanz stellt eine Verfügung nach Art. 5 Abs. 1 Bst. c des Bundesgesetzes vom 20. D ezem ber 1968 über das Verw altungsverfah- ren dar (Vw VG , SR 172.021). D iese Verfügung w ar bei der R ekurskom m is- sion für geistiges Eigentum angefochten, w elche vor dem Inkrafttreten des Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesverw altungsgericht (VG G , SR 173.32) am 1. Januar 2007 (vgl. AS 2006 1069) zur Beurteilung der Streitsache sachlich und funktionell zuständig w ar (vgl. Art. 36 Abs. 1 des M arkenschutzgesetzes vom 28. August 1992, M SchG , SR 232.11 [aufge- hoben gem äss Anhang Ziff. 21 des VG G ] i.V.m . Art. 44 Vw VG ). D as Bundesverw altungsgericht, das gem äss Art. 31 VG G als Beschw erdein- stanz Beschw erden gegen Verfügungen nach Artikel 5 Vw VG beurteilt, ist nach Art. 53 Abs. 2 VG G (i.V.m . Art. 33 Bst. e VG G ) für die Behandlung der vorliegenden Streitsache zuständig, zum al keine Ausnahm e nach Art. 32 VG G greift. 1.2 D ie Beschw erdeführerin hat am Verfahren vor der Vorinstanz teilgenom m en und ist durch die angefochtene Verfügung besonders berührt. Sie hat zu- dem ein als schutzw ürdig anzuerkennendes Interesse an deren Aufhebung und Änderung, w eshalb sie zur Beschw erde legitim iert ist (Art. 48 Abs. 1 Vw VG ). Eingabefrist und -form sind gew ahrt (Art. 50 und 52 Abs. 1 Vw VG ), die Vertreterin hat sich rechtsgenüglich ausgew iesen (Art. 11 Vw VG ), der Kostenvorschuss w urde fristgem äss bezahlt (Art. 63 Abs. 4 Vw VG ), und die übrigen Sachurteilsvoraussetzungen liegen vor (Art. 44 ff. Vw VG ). Auf die Verw altungsbeschw erde ist daher einzutreten. 2. N ach Art. 49 Vw VG (i.V.m . Art. 37 VG G ) kann m it der Beschw erde ans Bundesverw altungsgericht die Verletzung von Bundesrecht, einschliesslich Ü berschreitung oder M issbrauch des Erm essens, unrichtige oder unvoll-5 ständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhaltes sow ie U nange- m essenheit der angefochtenen Verfügung gerügt w erden. G em äss Art. 62 Abs. 4 Vw VG ist das Bundesverw altungsgericht als Be- schw erdeinstanz an die rechtliche Begründung der Begehren nicht gebun- den. N ach dem G rundsatz der R echtsanw endung von Am tes w egen ist es vielm ehr verpflichtet, auf den festgestellten Sachverhalt jenen R echtssatz anzuw enden, den es als den zutreffenden erachtet, und ihm jene Ausle- gung zu geben, von der es überzeugt ist (vgl. BG E 119 V 347 E. 1a). D ies bedeutet, dass es eine Beschw erde auch aus einem andern als den gel- tend gem achten G ründen gutheissen oder den angefochtenen Entscheid im Ergebnis m it einer Begründung bestätigen kann, die von jener der Vor- instanz abw eicht (sogenannte M otivsubstitution, vgl. Verw altungspraxis der Bundesbehörden [VPB] 63.64 E. 1b, VPB 63.29 E. 4a). 3. D ie Beschw erdeführerin m acht im W esentlichen geltend, die M arke AM E - R IC AN BEAU TY enthalte zw ar m it dem Elem ent AM ER IC AN eine Angabe m it geografischem G ehalt, w elche vom m assgeblichen Schw eizer Publi- kum m ühelos verstanden w erde. In Verbindung m it dem Begriff BEAU TY w erde diese Angabe aber erkennbar als Fantasiebezeichnung und nicht als geografische H erkunftsangabe der beanspruchten Produkte w ahrge- nom m en, zum al m it dieser Kennzeichnung den Produkten ein gew isses Im age verliehen w erden soll. D ie Bezeichnung w ecke beim schw eizeri- schen Publikum Vorstellungen über einen gew issen Typ von Frau. Ein er- heblicher Teil des Publikum s w erde daher das Zeichen AM ER IC AN BEAU - TY im Zusam m enhang m it Körper- und Schönheitspflegeprodukten als H inw eis auf ein Schönheitsideal oder einen gew issen Frauentypus verste- hen und nicht als H inw eis auf den Produktionsort der beanspruchten W a- ren auffassen. D ie Produkte w ürden - selbst w enn es dabei beispielsw eise um Seife ginge - sehr w ohl dazu beitragen, dieses Schönheitsideal zu er- reichen, das unter anderem m it "perfekter H aut" in Verbindung gebracht w ird. Bei einer Seife w erde der Konsum ent AM ER IC AN BEAU TY nicht als geografische H erkunftsangabe verstehen, sondern m it einem Personentyp assoziieren, der allenfalls auch eine solche Seife benützen könnte. Inso- fern w erde AM ER IC AN BEAU TY nicht nur als Anspielung auf ein äusseres Erscheinungsbild verstanden, sondern auch m it einem Frauentyp asso- ziert, der "Lifestyle" verkörpere und auch solche W aren benutze. 3.1 Angesichts des letzten von der Beschw erdeführerin vorgebrachten Argu- m entes, w onach AM ER IC AN BEAU TY auch Assoziationen w ecke zu am e- rikanischen Schönheiten, w elche ebenfalls entsprechend gekennzeichnete Lifestyle-Produkte benutzen, stellt sich die Frage, ob - abw eichend von der Begründung in der angefochtenen Verfügung (vgl. dazu die vorangehende Erw ägung 2) - der anbegehrte M arkenschutz hier nicht bereits gestützt auf Art. 2 Bst. a M schG zu verw eigern ist. 6 3.1.1 N ach dieser Bestim m ung sind Zeichen, die G em eingut sind, vom M arken- schutz ausgeschlossen, sofern sie sich nicht im Verkehr als M arke für be- stim m te W aren oder D ienstleistungen durchgesetzt haben, für die sie be- ansprucht w erden. Zum G em eingut gehören Zeichen, die für den W irt- schaftsverkehr w esentlich oder sogar unentbehrlich und deshalb freizuhal- ten sind, sow ie auch Zeichen, die m angels U nterscheidungskraft nicht ge- eignet sind, eine W are oder eine D ienstleistung zu individualisieren. N ach bundesgerichtlicher R echtsprechung w erden Zeichen vom Publikum im m er dann nicht als H inw eis auf eine bestim m te Betriebsherkunft, sondern un- m ittelbar als Sachbezeichnungen oder Beschaffenheitsangaben verstan- den, w enn sie die Art, Zusam m ensetzung, Q ualität, Q uantität oder Bestim - m ung, den G ebrauchszw eck, W ert, U rsprungsort oder die H erstellungszeit der W aren angeben, auf die sie sich beziehen. Auch direkte H inw eise auf den D estinatärkreis sind als gem einfreie Beschaffenheitsangaben m indes- tens für sich allein nicht schutzfähig (BG E 4A.13/1995 vom 20. August 1996 E. 4b ELLE, veröffentlicht in sic! 1997 S. 159; Entscheid R KG E M A- AA 08/04 vom 23. D ezem ber 2004 BO YSW O R LD , veröffentlicht in sic! 2005 S. 467). D ass die M arke G edankenassoziationen w eckt oder Anspielungen enthält, die nur entfernt auf M erkm ale der W are hinw eisen, reicht indessen dafür nicht aus. D er beschreibende C harakter des Zeichens m uss vielm ehr ohne besonderen Aufw and an Fantasie zu erkennen sein, w obei es genügt, dass dies in einem Sprachgebiet der Schw eiz zutrifft. D ass eine Angabe neuartig, ungew ohnt oder frem dsprachig ist, schliesst ihren beschreiben- den C harakter nicht aus. Entscheidend ist, ob das Zeichen nach dem Sprachgebrauch oder den R egeln der Sprachbildung von den beteiligten Verkehrskreisen in der Schw eiz als Aussage über bestim m te M erkm ale oder Eigenschaften der gekennzeichneten W are oder D ienstleistung auf- gefasst w ird (BG E 4C .439/2006 vom 4. April 2007 E. 5.1 EU R O JO BS m it H inw eisen). 3.1.2 U m beurteilen zu können, ob das Zeichen AM ER IC AN BEAU TY in Bezug auf die beanspruchten "Seifen, Parfüm eriew aren, ätherischen Ö le, M ittel zur Körper- und Schönheitspflege, H aarw ässer und Zahnputzm ittel" (Klas- se 3) eine beschreibende Angabe im Sinne von Art. 2 Bst. a M SchG dar- stellt, ist die Zeichenkom bination AM ER IC AN BEAU TY als G anzes zu be- trachten. Ausgehend vom Sinngehalt der einzelnen Bestandteile ist zu prü- fen, ob das Zeichen in seinem G esam teindruck, d.h. die Verbindung dieser Bedeutungen, einen logischen Sinn ergibt, der von den angesprochenen Verkehrskreisen ohne besondere D enkarbeit oder besonderen Fantasie- aufw and als beschreibende Angabe aufgefasst w ird. 3.1.3 D ie aus dem elem entaren englischen G rundw ortschatz zusam m engesetze und offensichtlich suggestiv w irkende Bezeichnung AM ER IC AN BEAU TY dürfte einem breiten Publikum in der Schw eiz ohne w eiteres verständlich sein, w ie auch die Beschw erdeführerin zu R echt einräum t. In Ü bereinstim -7 m ung m it ihr und der Vorinstanz ist davon auszugehen, dass sich diese Bezeichnung effektiv m it einem Personentypus assoziieren lässt, der dem "am erikanischen Schönheitsideal" entspricht, auch w enn sich dieses Ideal "am erikanischer Schönheit" (oder individualisiert und konkret aufgefasst als "am erikanische Schönheiten") letztlich im W esen ebenso w enig fassen lässt, w ie die kulturelle Vielfalt, in der "am erikanische Schönheit" in Er- scheinung tritt ("schw arz/braun/gelb/w eiss") oder als "am erican beauty" je- w eils in W erbung und Film vorgestellt und allenfalls als erstrebensw ert hin- gestellt w ird. Zu folgen ist auch der Auffassung der Beschw erdeführerin, dass AM ER I- C AN BEAU TY abgesehen von m öglichen Assoziationen m it den vielfälti- gen äusseren Erscheinungsbilder (sinnlich ausstrahlender) "am erikani- scher Schönheiten" auch auf einen gew issen, aus Film und W erbung allge- m ein bekannten "Lifestyle" hinw eist, den das Adjektiv "am erican" im nicht geografischen Sinne zum Ausdruck bringen soll. In diesem Sinne dürften die angesprochenen M arkenadressaten im Kennzeichen AM ER IC AN BEAU TY einen H inw eis auf w esentliche Eigenschaften der dam it gekenn- zeichneten W aren erkennen, gew isserm assen das im gekauften Produkt verkörperte G ut "am erikanischer Schönheit". H inzu kom m t, dass im Bereich der beanspruchten Schönheitspflegepro- dukte die m ehrdeutigen Assoziationen von "Schönheit" m it "Am erika" ein- deutig positiv sind und deshalb das Zeichen AM ER IC AN BEAU TY einen qualitätsanpreisenden C harakter für die dam it gekennzeichneten W aren erhält. D enn gerade die im Zeichen AM ER IC AN BEAU TY angesprochene Schönheit und lifestyle-verheissende W erbebotschaft w ird den M arkenad- ressaten hierzulande einen engen Zusam m enhang suggerieren zw ischen dem G ebrauch dieser W aren und der M öglichkeit, dadurch diesem Schön- heitsideal näher zu kom m en. In diesem Sinne betont die Beschw erdefüh- rerin auch, dass beispielsw eise durch den G ebrauch entsprechend ge- kennzeichneter Seifen die vom "am erikanischen Schönheitsideal" gefor- derte "perfekte H aut" erreicht w erden könne. Abgesehen von diesen Ü berlegungen, w elche für den G em eingutcharakter von AM ER IC AN BEAU TY sprechen, ist im Sinne der Argum entation der Beschw erdeführerin auch davon auszugehen, dass insbesondere Frauen (in und ausserhalb der U SA), w elche dem angepriesenen Frauentyp ent- sprechen oder zu entsprechen w ünschen, unter der Bezeichnung AM ER I- C AN BEAU TY gehandelte Produkte erw erben und benützen, um ihrem Ideal zu entsprechen oder näher zu kom m en. Insofern ist das Zeichen AM ER IC AN BEAU TY auch als H inw eis auf den von diesem Zeichen ange- sprochenen D estinatärkreis aufzufassen, der sich im sym bolischen Sinne m it diesem Schönheitsideal identifiziert, es anstrebt und deshalb auch die so gekennzeichneten Seifen, Parfüm eriew aren, ätherischen Ö le, M ittel zur Körper- und Schönheitspflege, H aarw ässer und Zahnputzm ittel in der Er- w artung kauft, ein Stück "am erikanische Schönheit" zu erstehen. D a AM E-8 R IC AN BEAU TY in der W ahrnehm ung eines beachtlichen Teils des ange- sprochenen Publikum s vorab eine - w enn auch teilw eise sym bolische - U m schreibung des Zielpublikum s darstellt, ist dieses Zeichen auch des- halb als gem einfreie Beschaffenheitsangabe zu erachten, die ohne unter- scheidungskräftige Elem ente für sich alleine nach Art. 2 Bst. a M SchG grundsätzliche nicht schutzfähig ist (vgl. Entscheid R KG E vom 23. D ezem - ber 2004 BO YSW O R LD , a.a.O ., E. 6 m it H inw eis auf BG E 4A.13/1995 vom 20. August 1996 E. 4 ELLE, a.a.O ., und BG er in PM M BI 1994 I, S. 47 VIP C AR D ). D ie erw ähnten G esichtspunkte unterstreichen den C harakter von AM ER I- C AN BEAU TY als Zeichen des G em eingutes, w eshalb hier auch kein ein- tragungsfähiger G renzfall anzunehm en ist (vgl. BG E 129 III 225 E. 5.3 M ASTER PIEC E, veröffentlicht in D ie Praxis des Bundesgerichts [Pra] 2003 N r. 139, S. 752). 3.2 Angesichts der überragenden Bedeutung, w elche das dem G em eingut zu- gehörige Zeichen "am erican beauty" für die Verm arktung von Schönheits- pflegeprodukten haben kann, besteht ein die Interessen der Beschw erde- führerin überw iegendes Interesse der übrigen aktuellen und potenziellen Konkurrenten, diese Kennzeichnung für den W irtschaftsverkehr freizuhal- ten. D ie Berufung auf das schillernde "am erikanische Schönheitsideal" bei der Verm arktung von Schönheitspflegeprodukten ist zw eifelsohne freihal- tebedürftig und darf daher von der Beschw erdeführerin grundsätzlich nicht m onopolisiert w erden, es sei denn, AM ER IC AN BEAU TY hätte sich im M arkt für die beanspruchten Produkte der Beschw erdeführerin als unter- scheidungskräftiges Zeichen durchgesetzt, w as die Beschw erdeführerin je- doch nicht geltend m acht. 3.3 U nbegründet ist schliesslich auch die von der Beschw erdeführerin verlangte G leichbehandlung m it den Eintragungen der M arken 5th AVEN U E und H O L- LYW O O D SM ILE. D ie Erw ägung 6 der angefochtenen Verfügung gibt dies- bezüglich die R echtslage zutreffend w ieder, w eshalb darauf verw iesen w ird. 3.4 Zusam m enfassend ergibt sich, dass die Vorinstanz die Eintragung der hin- terlegten M arke AM ER IC AN BEAU TY für die beanspruchten W aren der Klasse 3 ("Seifen, Parfüm eriew aren, ätherische Ö le, M ittel zur Körper- und Schönheitspflege, H aarw ässer und Zahnputzm ittel") - w enn auch m it unzu- treffender Begründung jedenfalls im Ergebnis - zu R echt zurückgew iesen hat. D ie Beschw erde ist daher als unbegründet abzuw eisen. 4. Bei diesem Ausgang des Verfahrens hat die Beschw erdeführerin die Verfah- renskosten zu tragen (Art. 63 Abs. 1 Vw VG ). D ie Spruchgebühr ist nach U m fang und Schw ierigkeit der Streitsache, Art der Prozessführung und fi- nanzieller Lage der Parteien zu bestim m en (Art. 63 Abs. 4bis Vw VG , Art. 2 Abs. 1 des R eglem ents vom 11. D ezem ber 2006 über die Kosten und Ent-9 schädigungen vor dem Bundesverw altungsgericht, VG KE, SR 173.320.2). In M arkeneintragungsverfahren ist dafür das Interesse der beschw erdefüh- renden Partei am Aufw and einer neuen M arkeneintragung und an der Vor- bereitung der M arkteinführung im Fall der R ückw eisung der hängigen M ar- kenanm eldung zu veranschlagen. M angels anderer streitw ertrelevanter Angaben ist der U m fang der Streitsache darum nach Erfahrungsw erten auf Fr. 35'000.-- festzulegen (JO H AN N ZÜ R C H ER , D er Streitw ert im Im m aterialgüter- und W ettbew erbsprozess, sic! 2002, S. 505, LEO N Z M EYER , D er Streitw ert in Prozessen um Im m aterialgüterrechte und Firm en, sic! 2001, S. 559 ff., LU C AS D AVID , D er R echtsschutz im Im m aterialgüterrecht, Schw eizerisches Im m ate- rialgüter- und W ettbew erbsrecht [SIW R ] I/2, 2. Aufl. Basel 1998, S. 29 f.). D ie von der Beschw erdeführerin geschuldete G erichtsgebühr ist m it dem von ihr am 24. N ovem ber 2005 geleisteten Kostenvorschuss zu verrechnen. Eine Parteientschädigung ist der unterliegenden Beschw erdeführerin nicht zuzusprechen (Art. 64 Abs. 1 Vw VG , Art. 7 Abs. 1 VG KE). D em nach erkennt das B undesverw altungsgericht: 1. D ie Beschw erde w ird abgew iesen und die angefochtene Verfügung bestä- tigt. 2. D ie G erichtsgebühr von Fr. 2'500.-- w ird der Beschw erdeführerin auferlegt und nach R echtskraft dieses U rteils m it dem erhobenen Kostenvorschuss von Fr. 2'500.-- verrechnet. 3. Es w ird keine Parteientschädigung zugesprochen. 4. D ieses U rteil w ird eröffnet: - der Beschw erdeführerin (m it G erichtsurkunde) - der Vorinstanz (m it G erichtsurkunde) - dem Eidgenössischen Justiz- und Polizeidepartem ent (m it G erichtsurkunde) D ie vorsitzende R ichterin: D er G erichtsschreiber: Vera M arantelli Said H uber10 R echtsm ittelbelehrung D ieses U rteil kann innert dreissig Tagen seit Eröffnung beim Schw eizerischen Bundes- gericht in Lausanne angefochten w erden. Versand am : 6. Juni 2007