<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2000.00101</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=105557&amp;W10_KEY=13013581&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2000.00101</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 07.06.2000</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">1. Abteilung/1. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Submissionsrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Submission</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>. Die Tatsache allein, dass der eröffnete Vergabeentscheid keine ausreichende Begründung enthält, führt noch nicht zu einer vom Unterliegerprinzip abweichenden Kostenregelung. Die Kosten des Beschwerdeverfahrens können nur dann als durch die mangelhafte Begründung verursacht gelten, wenn die folgenden Voraussetzungen kumulativ erfüllt sind: - Der Vergabeentscheid war bei seiner Eröffnung nicht mit einer ausreichenden Begründung versehen; - der abgewiesene Anbieter hat die Vergabestelle im Sinn von § 33 Abs. 2 SubmV rechtzeitig um Bekanntgabe der wesentlichen Entscheidgründe ersucht, von der Behörde jedoch vor dem Einreichen der Beschwerde nicht rechtzeitig eine ausreichende Begründung erhalten; - der Beschwerde führende Anbieter hat die massgeblichen Entscheidgründe danach im Verlauf des Beschwerdeverfahrens (im Rahmen des Schriftenwechsels oder aus eingereichten Unterlagen) erfahren; - und er hat seine Beschwerde gestützt auf die für ihn neuen Entscheidgründe zurückgezogen. Wo diese Voraussetzungen erfüllt sind, erscheint eine Kostenbefreiung des Beschwerdeführers trotz Rückzugs der Beschwerde gestützt auf § 13 Abs. 2 VRG als gerechtfertigt. Auch die Zusprechung einer Parteientschädigung an den Beschwerdeführer ist in einer Situation dieser Art denkbar (E. 2b).</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: BESCHWERDERÃCKZUG">BESCHWERDERÃCKZUG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: KOSTEN">KOSTEN</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: KOSTENTRAGUNG">KOSTENTRAGUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: RÃCKZUG">RÃCKZUG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: SUBMISSION">SUBMISSION</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: Besonderes Verwaltungsrecht (ohne...) ST: SUBMISSIONSRECHT">SUBMISSIONSRECHT</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: VERURSACHERPRINZIP">VERURSACHERPRINZIP</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="gerade">§ 33 lit. II SubmV</span><br/><span class="ungerade">§ 13 lit. II VRG</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="gerade">BEZ 2000 Nr. 45</span><br/><span class="ungerade">RB 2000 Nr. 71</span><br/> </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 3 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Einzug1"><span>I. Die Baudirektion des Kantons ZÃ¼rich erÃ¶ffnete mit Ausschreibung vom 30. November 1999 das Submissionsverfahren fÃ¼r die Vergabe eines Auftrags zur Instand­setzung einer Pfahlwand an der Xstrasse in <b>G</b> (Beton- und Ankerarbeiten, Ob­jekt <b>1</b>). Sie erhielt sieben Angebote mit Offertpreisen zwischen Fr. 2'287'573.70 und Fr. 3'078'914.35; die Firma <b>A</b> offerierte den niedrigsten Preis. Mit VerfÃ¼gung vom 28. Februar 2000 vergab die Baudirektion den Auftrag an die Firma <b>E</b>. Der Entscheid wurde den nicht berÃ¼cksich­tigten Anbietern durch schriftliche Mitteilung vom gleichen Tag erÃ¶ffnet. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>II. Gegen den Vergabeentscheid erhob die Firma <b>A </b>zusammen mit den an ihrem Angebot beteiligten Unterakkordantinnen, nÃ¤mlich der Firma <b>B</b> und der Firma <b>C</b>, am 9. MÃ¤rz 2000 Beschwerde an das Verwaltungsge­richt. Sie beantragte in erster Linie, der angefochtene Entscheid sei aufzuheben und der Zuschlag sei den BeschwerdefÃ¼hrerinnen, eventualiter der BeschwerdefÃ¼hrerin Nr. 1 zu erteilen, unter Kosten- und EntschÃ¤digungs­folgen zu Lasten der Beschwerdegegnerin. Gleichzeitig ersuchte sie darum, der Beschwer­de die aufschiebende Wirkung zu erteilen. Die Baudirek­tion des Kantons ZÃ¼rich stellte in ihrer Beschwerdeantwort vom 31. MÃ¤rz 2000 Antrag auf Abweisung der Beschwerde unter Kosten- und EntschÃ¤digungsfolgen zu Lasten der Be­schwerdefÃ¼hrerinnen. Ferner bean­tragte sie, der Beschwerde keine aufschie­bende Wirkung zu erteilen. Mit PrÃ¤sidialverfÃ¼­gung vom 17. April 2000 wurde das Gesuch um Erteilung der aufschiebende Wirkung abgewiesen. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Mit Eingabe vom 27. April 2000 erklÃ¤rten die BeschwerdefÃ¼hrerinnen den RÃ¼ckzug ihrer Beschwerde. Gleichzeitig beantragten sie, die Kosten des Beschwerdeverfahrens seien der Beschwerdegegnerin aufzuerlegen und diese sei zu verpflichten, den Beschwer­defÃ¼hrerinnen eine angemessene ProzessentschÃ¤digung zu leisten. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die AusfÃ¼hrungen der Parteien werden, soweit erheblich, in den nachstehenden ErwÃ¤gungen wiedergegeben. </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>Das Verwaltungsgericht zieht in ErwÃ¤gung:</span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>1. Die Beschwerde an das Verwaltungsgericht war zulÃ¤ssig (VGr, 24. MÃ¤rz 1999, BEZ 1999 Nr. 13, E. 1; vgl. Al­fred KÃ¶lz/JÃ¼rg Bosshart/Martin RÃ¶hl, Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons ZÃ¼rich, 2. A., ZÃ¼rich 1999, § 41 N. 22), und die BeschwerdefÃ¼hrerin Nr. 1 war auch ohne weiteres zur Anfechtung des Vergabeent­scheids legitimiert. Ob die BeschwerdefÃ¼hrerinnen Nrn. 2 und 3, die lediglich als Unterak­kordantinnen am Angebot der BeschwerdefÃ¼hrerin Nr. 1 beteiligt waren, ebenfalls zur Be­schwerde befugt waren, erscheint dagegen als fraglich. Im Gegensatz zum Angebot einer aus mehreren gleichberechtigten Unternehmungen zusammengesetzten Anbietergemein­schaft (VGr, 1. Februar 2000, BEZ 2000 Nr. 7) bestand hier keine notwendige Streitgenos­senschaft. Die BeschwerdefÃ¼hrerinnen Nrn. 2 und 3 waren durch den angefochtenen Ver­gabeentscheid zwar faktisch betroffen, doch wÃ¤re es ihnen, falls die BeschwerdefÃ¼hrerin Nr. 1 auf die BeschwerdefÃ¼hrung verzichtet und sich nicht weiter am Vergabeverfahren beteiligt hÃ¤tte, nicht mÃ¶glich gewesen, den Zuschlag an sich selber zu erstreiten. Ob auf ihre Beschwerde hÃ¤tte eingetreten werden kÃ¶nnen, kann jedoch offen bleiben.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>FÃ¼r die materielle Beurteilung der Beschwerde wÃ¤ren, da der Wert der strittigen Vergabe den Schwellenwert gemÃ¤ss Art. 7 Abs. 1 lit. a der Interkantonalen Vereinbarung Ã¼ber das Ã¶ffentliche Beschaffungswesen vom 25. November 1994 (IVÃ¶B) nicht erreichte, die Bestimmungen der Vereinbarung nebst jenen der kantonalen Submissionsverordnung vom 18. Juni 1997 (SubmV) analog zur Anwendung gekommen (§ 1 Abs. 2 SubmV). </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>2. Die BeschwerdefÃ¼hrerinnen vertreten die Auffassung, dass ihnen trotz erfolgtem RÃ¼ckzug der Beschwerde keine Verfahrenskosten auferlegt werden dÃ¼rfen und ihnen Ã¼ber­dies eine angemessene ParteientschÃ¤digung zuzusprechen sei. Zur BegrÃ¼ndung ihres dahin gehenden Antrags machen sie geltend, dass sie Ã¼ber die GrÃ¼nde, die zur NichtberÃ¼cksichti­gung ihres Angebots gefÃ¼hrt hatten, bis zum Einreichen der Beschwerde nicht informiert gewesen seien. Sie hÃ¤tten sich daher in guten Treuen zur BeschwerdefÃ¼hrung veranlasst gesehen, und das Beschwerdeverfahren sei einzig durch die Beschwerdegegnerin verur­sacht worden. Auch der Beizug eines Anwalts sei fÃ¼r die BeschwerdefÃ¼hrerinnen erforder­lich gewesen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>a) Die Kosten eines Beschwerdeverfahrens vor dem Verwaltungsgericht werden den Parteien in der Regel nach Massgabe ihres Unterliegens auferlegt. Ohne RÃ¼cksicht auf den Ausgang des Verfahrens sind einem Beteiligten jedoch die Kosten aufzuerlegen, die er durch eine Verletzung von Verfahrensvorschriften oder durch nachtrÃ¤gliches Vorbringen von Tatsachen oder Beweismitteln verursacht, die er schon frÃ¼her hÃ¤tte geltend machen kÃ¶nnen (§ 13 Abs. 2 in Verbindung mit § 70 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959/8. Juni 1997 [VRG]). </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) Ein Vergabeentscheid bedarf als VerfÃ¼gung, die mit den Rechtsmitteln des kan­tonalen Rechts und des Bundesrechts angefochten werden kann, einer BegrÃ¼ndung, die nach der Rechtsprechung des Verwaltungsgerichts in schriftlicher Form erfolgen muss (VGr, 17. Februar 2000, VB.1999.00015, E. 4a). Aufgrund der speziellen Regeln von § 33 Abs. 1 und 2 SubmV ist die Vergabestelle allerdings bei der ErÃ¶ffnung des Entscheids einstweilen nur zur Mitteilung einiger vorwiegend formeller Angaben verpflichtet (Abs. 1); erst auf Gesuch eines Anbieters muss sie diesem die wesentlichen GrÃ¼nde fÃ¼r seine Nicht­berÃ¼cksichtigung bekannt geben (Abs. 2). Die beiden Stufen der BegrÃ¼ndung bilden eine Einheit; nur wo sie zusammen keine ausreichende BegrÃ¼ndung ergeben, ist die BegrÃ¼n­dungspflicht verletzt (VGr AG, AGVE 1998, S. 425, 429 f., auch zum Folgenden). Voraus­zusetzen ist jedoch, dass die nachtrÃ¤gliche Bekanntgabe der wesentlichen Entscheidungs­grÃ¼nde so rechtzeitig erfolgt, dass diese fÃ¼r eine Beschwerde noch verwertet werden kÃ¶n­nen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>ErhÃ¤lt ein Anbieter vor dem Einreichen der Beschwerde trotz entsprechender Auf­forderung im Sinn von § 33 Abs. 2 SubmV keine ausreichende BegrÃ¼ndung, und erfÃ¤hrt er die massgeblichen GrÃ¼nde erst im Verlauf des Beschwerdeverfahrens aus Angaben der Vergabestelle oder des bevorzugten Anbieters bzw. aus den von diesen eingereichten Un­terlagen, so stellt sich die Frage, wieweit diesem Umstand beim Entscheid Ã¼ber die Kosten­folgen Rechnung zu tragen ist. In der Lehre wird die Auffassung vertreten, dass bei der nachtrÃ¤glichen Heilung einer GehÃ¶rsverletzung durch das Nachschieben von GrÃ¼nden im Rechtsmittelverfahren der betroffene BeschwerdefÃ¼hrer nicht benachteiligt werden darf; diesem seien daher keine Verfahrenskosten zu auferlegen und er sei Ã¼berdies fÃ¼r seinen ProzessfÃ¼hrungsaufwand zu entschÃ¤digen (Lorenz KneubÃ¼hler, Die BegrÃ¼ndungspflicht, Bern 1998, S. 228, 230). Diese Rechtsfolge kommt allerdings nur in Betracht, wenn der BeschwerdefÃ¼hrende sein Rechtsmittel nach Kenntnis der neuen EntscheidgrÃ¼nde zurÃ¼ck­zieht (VGr, 17. Februar 2000, VB.1999.00015, E. 11). </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die Tatsache allein, dass der erÃ¶ffnete Vergabeentscheid keine ausreichende Be­grÃ¼ndung enthÃ¤lt, fÃ¼hrt somit noch nicht zu einer vom Unterliegerprinzip abweichenden Kostenregelung. Die Kosten des Beschwerdeverfahrens kÃ¶nnen nur dann als durch die mangelhafte BegrÃ¼ndung verursacht gelten, wenn die folgenden Voraussetzungen kumula­tiv erfÃ¼llt sind:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="EinzugZitat"><span>â Der Vergabeentscheid war bei seiner ErÃ¶ffnung nicht mit einer ausrei­chenden BegrÃ¼ndung versehen;</span></p> <p class="EinzugZitat"><span>â der abgewiesene Anbieter hat die Vergabestelle im Sinn von § 33 Abs. 2 SubmV rechtzeitig um Bekanntgabe der wesentlichen Entscheid­grÃ¼nde ersucht, von der BehÃ¶rde jedoch vor dem Einreichen der Be­schwerde nicht rechtzeitig eine ausreichende BegrÃ¼ndung erhalten; </span></p> <p class="EinzugZitat"><span>â der Beschwerde fÃ¼hrende Anbieter hat die massgeblichen Entscheid­grÃ¼nde danach im Verlauf des Beschwerdeverfahrens (im Rahmen des Schriftenwechsels oder aus eingereichten Unterlagen) erfahren;</span></p> <p class="EinzugZitat"><span>â und er hat seine Beschwerde gestÃ¼tzt auf die fÃ¼r ihn neuen Entscheid­grÃ¼nde zurÃ¼ckgezogen. </span></p> <p class="EinzugZitat"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Wo diese Voraussetzungen erfÃ¼llt sind, erscheint eine Kostenbefreiung des Be­schwerdefÃ¼hrers trotz RÃ¼ckzugs der Beschwerde gestÃ¼tzt auf § 13 Abs. 2 in Verbindung mit § 70 VRG als gerechtfertigt. Auch die Zusprechung einer ParteientschÃ¤digung an den BeschwerdefÃ¼hrer ist in einer Situation dieser Art denkbar; wie es sich damit verhÃ¤lt, braucht hier jedoch nicht entschieden zu werden. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>c) Der vorliegend angefochtene Vergabeentscheid enthielt bei seiner ErÃ¶ffnung mit Schreiben vom 28. Februar 2000 nebst den formellen Angaben gemÃ¤ss § 33 Abs. 1 SubmV lediglich den Hinweis "beste ErfÃ¼llung der Zuschlagskriterien". Daraus ergab sich keine ausreichende BegrÃ¼ndung. Ob die BeschwerdefÃ¼hrerinnen vor dem Einreichen der Be­schwerde eine ergÃ¤nzende BegrÃ¼ndung im Sinn von § 33 Abs. 2 SubmV verlangt haben, wird aus der Sachdarstellung der Parteien nicht deutlich; die BeschwerdefÃ¼hrerinnen ma­chen lediglich geltend, dass bis zum Ablauf der Beschwerdefrist keine Stellungnahme der Be­schwer­de­geg­ne­rin im Sinn dieser Vorschrift habe eintreffen kÃ¶nnen. Die Frage kann jedoch offen bleiben, da die BeschwerdefÃ¼hrerinnen, wie sich aus den nachstehenden Er­wÃ¤gungen ergibt, schon vor dem Beschwerdeverfahren von den GrÃ¼nden erfahren haben, die zum Ausschluss ihres Angebots fÃ¼hren mussten. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>3. Die Beschwerdegegnerin begrÃ¼ndet die NichtberÃ¼cksichtigung der Beschwerde­fÃ¼hrerinnen in erster Linie damit, dass deren Angebot vom Verfahren habe ausgeschlossen werden mÃ¼ssen, weil die BeschwerdefÃ¼hrerin Nr. 1 nicht Ã¼ber die geforderte QualitÃ¤tsma­nagement-Zertifikation gemÃ¤ss ISO 9001/2 verfÃ¼gt habe. Dieser Sachverhalt und der dazu erhobene Einwand der Beschwerdegegnerin waren den BeschwerdefÃ¼hrerinnen im Zeit­punkt der Einreichung der Beschwerde bekannt.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>a) Bereits die publizierte Ausschreibung enthielt den Hinweis: "Es werden nur zerti­fizierte Unternehmungen (ISO 90012) berÃ¼cksichtigt, resp. bei Arbeitsgemeinschaften muss mindestens die federfÃ¼hrende Firma zertifiziert sein" (act.--). Die BeschwerdefÃ¼h­rerinnen haben die Anforderung trotz der ungenauen Schreibweise zutreffend als Hinweis auf die Normen ISO 9001/2 verstanden. In den Ausschreibungsunterlagen wurden sodann unter dem Titel "R 719 QualitÃ¤tsmanagement" die "QM-Anforderungen im Nationalstras­senbau ab 1997" des Bundesamtes fÃ¼r Strassen (ASTRA) gemÃ¤ss Beilage zum Schreiben vom 3. April 1997 als verbindliche Grundlage bezeichnet. Ferner wurde darauf hingewie­sen, dass das ausgeschriebene Bauwerk der Bauwerksklasse BWK III und der QM-Anfor­derungsstufe C entspreche (act. --). GemÃ¤ss Schreiben des ASTRA vom 3. April 1997 ("QM-Anforderungen im Nationalstrassenbau ab 1997"; act--) sind Bauwerke der Klasse III (QM-Anforderungsstufe C) ab 1. Januar 1999 nur noch an zertifizierte Unter­nehmer zu vergeben. Dabei trÃ¤gt der Hauptunternehmer die Verpflichtung, dass auch seine Subunternehmer und Hauptlieferanten qualitÃ¤tsgesicherte Leistungen erbringen (minde­stens gemÃ¤ss Stufe B), wofÃ¼r ein Nachweis erforderlich ist. Bei Arbeitsgemeinschaften muss mindestens die federfÃ¼hrende Firma zertifiziert sein. Firmen, die gemÃ¤ss BestÃ¤tigung der Zertifizierungsstelle unmittelbar vor der Zertifizierung stehen, sind unter dem Vorbe­halt zuzulassen, dass das Zertifikat vor der Arbeitsvergabe vorliegt (act--). </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Diese Anforderungen waren den BeschwerdefÃ¼hrerinnen, wie sie mit der Be­schwerdeschrift bestÃ¤tigen, bekannt. Es handelte sich dabei um zulÃ¤ssige und sachgerechte Kriterien fÃ¼r die Eignung der Anbietenden. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) Der BeschwerdefÃ¼hrerin Nr. 1 war ferner bekannt, dass sie im Zeitpunkt der An­gebots-Eingabe keine Zertifizierung nach den Normen ISO 9001 oder 9002 besass. Sie machte allerdings im Beschwerdeverfahren geltend, dass zumindest die BeschwerdefÃ¼hre­rin Nr. 3 nach der Norm ISO 9001 zertifiziert gewesen sei. Die BeschwerdefÃ¼hrerin Nr. 3 war jedoch lediglich als Unterakkordantin fÃ¼r einen Teil der Arbeiten vorgesehen; das bei ihr bestehende QualitÃ¤tsmanagement konnte der BeschwerdefÃ¼hrerin Nr. 1 als eigentlicher Anbieterin nicht angerechnet werden. Selbst wenn man die drei BeschwerdefÃ¼hrerinnen als Mitglieder einer gemeinsam bietenden Arbeitsgemeinschaft hÃ¤tte auffassen wollen, hÃ¤tte nach den dargestellten Anforderungen zumindest die federfÃ¼hrende Firma zertifiziert sein mÃ¼ssen; federfÃ¼hrend war zweifellos die BeschwerdefÃ¼hrerin Nr. 1.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>c) Die BeschwerdefÃ¼hrerin Nr. 1 macht des Weiteren geltend, dass sie zur Zeit der Angebotseingabe bereits im Begriff gewesen sei, das ISO-Zertifikat zu erwerben. Sie habe daher im Angebot darauf hingewiesen, dass der Qualifizierungsnachweis nachgeliefert werde. Nachdem sie von einem Vertreter der Beschwerdegegnerin in einem Telefonge­sprÃ¤ch vom 14. Februar 2000 darauf aufmerksam gemacht worden sei, dass wegen der fehlenden ISO-Zertifizierung nicht auf ihr Angebot eingetreten werden kÃ¶nne, habe sie mit einem Schreiben vom gleichen Tag bestÃ¤tigt, dass das Zertifikat am 3. MÃ¤rz 2000 erwor­ben wÃ¼rde. Mit der Beschwerde reichte sie dem Verwaltungsgericht sodann ein vom 6. MÃ¤rz 2000 datiertes QualitÃ¤tsmanagement-Zertifikat ISO 9002 ein (act--).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Diese Sachdarstellung stimmt nicht in allen Teilen mit den von den Beschwerde­fÃ¼hrerinnen eingereichten Unterlagen Ã¼berein. Die BeschwerdefÃ¼hrerin Nr. 1 hatte im Technischen Bericht zu ihrem Angebot lediglich unter dem Titel "Subunternehmer" ver­merkt: "QualitÃ¤tsnachweis: Wird auf Wunsch fÃ¼r die wichtigsten Arbeitsgattungen nach­geliefert" (act--). Der Hinweis entsprach der in den QualitÃ¤tsmanagement-Anfor­derungen des Bundesamtes fÃ¼r Strassen aufgestellten Forderung, dass auch die Subunter­nehmer und Hauptlieferanten eines Unternehmers qualitÃ¤tsgesicherte Leistungen zu erbrin­gen haben. Ein Hinweis auf ein pendentes Zertifizierungsverfahren bezÃ¼glich der Be­schwerdefÃ¼hrerin Nr. 1 konnte der Anmerkung nicht entnommen werden. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Mit Schreiben vom 14. Februar 2000 teilte die BeschwerdefÃ¼hrerin Nr. 1 der Be­schwerdegegnerin erstmals mit, dass sie selber eine Zertifizierung anstrebe; nach ihrer da­maligen Angabe hÃ¤tte sie die Zertifizierung am 3. MÃ¤rz 2000 erhalten sollen (act--). Diese Mitteilung erfolgte jedoch lange nach Ablauf der auf den 17. Januar 2000 angesetz­ten Eingabefrist fÃ¼r die Angebote. Ãberdies lag dem Brief keine BestÃ¤tigung der Zertifizie­rungsstelle Ã¼ber eine unmittelbar bevorstehende Zertifizierung bei, wie sie nach den An­forderungen des Bundesamtes fÃ¼r Strassen erforderlich gewesen wÃ¤re. Auch der nach den Anforderungen des Bundesamtes notwendige Vorbehalt, dass die Zertifizierung vor der Arbeitsvergabe vorliegen mÃ¼sse, hÃ¤tte nicht erfÃ¼llt werden kÃ¶nnen. Das Zertifikat wurde der BeschwerdefÃ¼hrerin Nr. 1 erst am 6. MÃ¤rz 2000 erteilt, nachdem die Vergabe bereits am 28. Februar 2000 erfolgt war. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>d) Aufgrund dieses den BeschwerdefÃ¼hrerinnen bekannten Sachverhalts waren auch die RechtsgrÃ¼nde, aus denen nicht auf ihr Angebot eingetreten werden konnte, ohne weite­res ersichtlich. Angebote im Vergabeverfahren mÃ¼ssen rechtzeitig und vollstÃ¤ndig bei der bezeichneten Stelle eingereicht werden; ein verspÃ¤tetes oder unvollstÃ¤ndiges Angebot fÃ¼hrt zum Ausschluss von der Teilnahme (§ 26 Abs. 1 lit. d SubmV). Die Rechtsfolge des Aus­schlusses ist zwar nur adÃ¤quat, wenn es sich um wesentliche MÃ¤ngel handelt; ein Aus­schluss vom Verfahren wegen unwesentlichen MÃ¤ngeln widersprÃ¤che dem Verbot des Ã¼berspitzten Formalismus (VGr, 17. Februar 2000, VB.1999.00015, E. 8b; VGr, 16. Juni 1999, BEZ 1999 Nr. 25, E. 6). Bei den vorliegend in Frage stehenden Anforderungen an die Eignung der Anbieter bezÃ¼glich QualitÃ¤tsmanagement handelte es sich jedoch zwei­fellos um eine wesentliche Voraussetzung, ohne deren Vorliegen ein Anbieter nicht be­rÃ¼cksichtigt werden durfte. Die Beschwerdegegnerin hatte denn auch bereits im publizier­ten Ausschreibungstext deutlich auf dieses Erfordernis hingewiesen. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Eine nachtrÃ¤gliche ErgÃ¤nzung der mit dem Angebot eingereichten Unterlagen wÃ¤re nur im engen Rahmen von Berichtigungen und ErlÃ¤uterungen nach § 27 und § 28 SubmV zulÃ¤ssig gewesen. Von einer Berichtigung offensichtlicher Fehler wie Rechnungs- oder Schreibfehler im Sinn von § 27 SubmV konnte vorliegend nicht die Rede sein. Fragen konnte sich hÃ¶chstens, ob es Sache der Beschwerdegegnerin gewesen wÃ¤re, bei der Be­schwerdefÃ¼hrerin Nr. 1 im Sinn von § 28 SubmV ErlÃ¤uterungen bezÃ¼glich des fehlenden Zertifikats einzuholen. ErlÃ¤uterungen nach § 28 SubmV dienen jedoch in erster Linie der Beseitigung von Unklarheiten. Sie kÃ¶nnen ferner zur Behebung von geringfÃ¼gigen MÃ¤n­geln dienen, um derentwillen ein Ausschluss vom Verfahren unverhÃ¤ltnismÃ¤ssig wÃ¤re. Da­gegen sind die Vergabestellen weder verpflichtet noch berechtigt, den Anbietenden in je­dem Fall Gelegenheit zur nachtrÃ¤glichen ErgÃ¤nzung oder Verbesserung ihrer Angebote zu geben. In ZweifelsfÃ¤llen steht das Einholen von ErlÃ¤uterungen im Ermessen der Vergabe­behÃ¶rden, wobei sie die Gleichbehandlung der Anbietenden zu gewÃ¤hrleisten haben (vgl. VGr, 17. Februar 2000, VB.1999.00015, E. 10). Eine RÃ¼ckfrage seitens der Beschwerde­gegnerin hÃ¤tte im Ãbrigen kein positives Resultat erbringen kÃ¶nnen, da die Beschwerde­fÃ¼hrerin Nr. 1, wie sich zeigte, nicht in der Lage war, den Zertifizierungsprozess rechtzeitig abzuschliessen. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>AnlÃ¤sslich des TelefongesprÃ¤chs vom 14. Februar 2000 wurde die BeschwerdefÃ¼h­rerin darauf hingewiesen, dass ihr wegen der fehlenden ISO-Zertifizierung der Ausschluss von der Teilnahme drohte. SpÃ¤testens zu diesem Zeitpunkt hÃ¤tte ihr klar sein mÃ¼ssen, dass die Vorlage einer entsprechenden BestÃ¤tigung von hÃ¶chster Dringlichkeit war; sie hat eine solche aber auch mit ihrem Schreiben vom 14. Februar 2000 nicht eingereicht. Ob eine BestÃ¤tigung zu diesem Zeitpunkt Ã¼berhaupt noch hÃ¤tte entgegengenommen werden dÃ¼rfen, kann hier offen bleiben. Da die fÃ¼r die Beurteilung einer Offerte erforderlichen Angaben und Unterlagen rechtzeitig beim Einreichen des Angebots vorliegen mÃ¼ssen, kam insofern auch keine Berufung auf neue Tatsachen oder Beweismittel im Beschwerdeverfahren ge­mÃ¤ss § 52 VRG in Betracht (vgl. VGr, 13. April 2000, VB.1999.00348, E. 5.c.bb). </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>4. Den BeschwerdefÃ¼hrerinnen war somit schon vor der Vergabe bekannt, dass ihr Angebot wegen der fehlenden ISO-Zerti­fizierung der BeschwerdefÃ¼hrerin Nr. 1 voraus­sichtlich nicht berÃ¼cksichtigt werden konnte. Zu diesem Einwand haben sie in der Be­schwerdeschrift umfassend Stellung genommen. Aus der Beschwerdeantwort der Be­schwerdegegnerin ergaben sich keine fÃ¼r die Beurteilung der Beschwerde wesentlichen neuen Gesichtspunkte. Die Beschwerdegegnerin machte zwar noch zusÃ¤tzliche MÃ¤ngel der Offerte geltend, doch wÃ¤ren diese fÃ¼r den Ausgang des Verfahrens angesichts der offen­sichtlich fehlenden ISO-Zertifizierung nicht mehr relevant gewesen. Aus diesem Grund wurde auch auf die Anordnung eines zweiten Schriftenwechsels verzichtet.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Den BeschwerdefÃ¼hrerinnen waren damit beim Einreichen der Beschwerde die we­sentlichen Sachverhaltselemente und Rechtsstandpunkte, die einer Gutheissung ihrer Be­schwerde entgegen standen, bekannt. Die mangelhafte BegrÃ¼ndung der angefochtenen Ver­fÃ¼gung und die nachtrÃ¤gliche Bekanntgabe von EntscheidgrÃ¼nden durch die Beschwerde­gegnein waren unter diesen UmstÃ¤nden fÃ¼r die Verursachung des (unnÃ¶tigen) Beschwerde­aufwands nicht kausal.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>5. Mit ihrer Eingabe vom 27. April 2000 bringen die BeschwerdefÃ¼hrerinnen vor, die Beschwerdegegnerin hÃ¤tte ihnen im Rahmen des Vergabeverfahrens mittels anfechtba­rer VerfÃ¼gung erÃ¶ffnen mÃ¼ssen, dass ihr Angebot aus dem Verfahren ausgeschlossen werde. WÃ¤re dieser Entscheid korrekt erÃ¶ffnet worden, wÃ¤re den BeschwerdefÃ¼hrerinnen eine nachtrÃ¤gliche Beschwerde gegen die Vergabe erspart geblieben. Auch unter diesem Gesichtspunkt habe daher die Beschwerdegegnerin den Aufwand fÃ¼r das Beschwerdever­fahren verursacht. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die Rechtsauffassung der BeschwerdefÃ¼hrerinnen, wonach ein Ausschluss vom Vergabeverfahren stets mit einem separaten Entscheid â vor dem Entscheid Ã¼ber die Ver­gabe als solche â erÃ¶ffnet werden mÃ¼sse, trifft indessen nicht zu. Der Ausschluss vom Ver­gabeverfahren stellt zwar nach § 4 lit. d des Gesetzes Ã¼ber den Beitritt des Kantons ZÃ¼rich zur Interkantonalen Vereinbarung vom 22. September 1996 einen anfechtbaren Entscheid dar; dass dieser vorgÃ¤ngig des Zuschlags gesondert ergehen mÃ¼sse, ergibt sich aus dieser Vorschrift jedoch nicht. Im Gegensatz zum selektiven Verfahren (§ 10 SubmV) wird im offenen Verfahren in der Regel kein selbstÃ¤ndiger Entscheid Ã¼ber die Eignung der Anbieter getroffen, und Entsprechendes gilt auch fÃ¼r die Ã¼brigen AusschlussgrÃ¼nde gemÃ¤ss § 26 SubmV. Die Anbieter haben somit keinen Anspruch darauf, dass vorweg Ã¼ber einen allfÃ¤l­ligen Ausschluss von der Teilnahme entschieden wird (VGr, 17. Februar 2000, VB.1999.00015, E. 6c; vgl. EBRK, Baurecht 1998, S. 126 Nr. 334; a.M. Peter Gauch, Urteilsanmerkung, Baurecht 1998, S. 126 f., Ziff. 5). Ein solches Vorgehen wÃ¼rde denn auch in der Regel nur zu einer VerzÃ¶gerung des Verfahrens fÃ¼hren, die weder im Interesse der Anbietenden noch der Vergabeinstanz liegt. Die BeschwerdefÃ¼hrerinnen kÃ¶nnen daher aus dem Umstand, dass sie vor dem Entscheid Ã¼ber den Zuschlag nicht vom Verfahren ausgeschlossen wurden, nichts zu ihren Gunsten ableiten.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>6. ...</span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>DemgemÃ¤ss beschliesst das Verwaltungsgericht:</span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>1. Das Verfahren wird als durch RÃ¼ckzug der Beschwerde erledigt abgeschrieben. </span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>2. ...</span></p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>