B u n d e s v e rw a l t u n g s g e r i ch t T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i f f éd é r a l T r i b u n a l e am m i n i s t r a t i vo f e d e r a l e T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i v fe d e r a l Abteilung IV D-4630/2013 U r t e i l v o m 10 . Ju l i 2 0 14 Besetzung Richter Fulvio Haefeli (Vorsitz), Richter Markus König, Richter Yanick Felley, Gerichtsschreiberin Ulrike Raemy. Parteien A._______, geboren (…), Nationalität unbekannt, alias B._______, geboren (…), China (Volksrepublik), alias C._______, geboren (…), China (Volksrepublik), vertreten durch lic. iur. Dominik Löhrer, Beschwerdeführer, gegen Bundesamt für Migration (BFM), Quellenweg 6, 3003 Bern, Vorinstanz. Gegenstand Feststellung der Flüchtlingseigenschaft und Vollzug der Wegweisung; Verfügung des BFM vom 19. Juli 2013 / N _______. D-4630/2013 Seite 2 Sachverhalt: A. A.a Eigenen Angaben zufolge verliess der Beschwerdeführer seinen Hei- matstaat am 15. Dezember 2012 und gelangte nach einem einmonatigen Aufenthalt in Nepal auf dem Luftweg in ein ihm unbekanntes Land, von wo aus er am 22. Februar 2013 illegal in die Schweiz gelangte. Hier stel l- te er am selben Tag ein Asylgesuch. Am 11. März 2013 fand die Be fra- gung zur Person (BzP) statt und am 11. Juli 2013 wurde der Beschwerde- führer direkt zu seinen Asylgründen angehört. A.b Zur Begründung seines Asylgesuches machte der Beschwerdeführer im Wesentlichen geltend, er gehöre der Ethnie der Tibeter an und sei am 15. Januar 1989 in D._______ respektive E._______, Gemeinde E._______ (F._______), Kreis D._______, Präfektur G._______, Aut o- nome Region Tibet, Volksrepublik China, geboren, wo er bis zu seiner Ausreise gelebt habe. Am 10. Dezember 2012 habe er gesehen, wie ein Chinese einem Mönch einen Zigarettenstummel beziehungsweise Zig a- rettenasche angeworfen habe. Nachdem der Mönch auf den Chinesen zugegangen sei, habe der Chinese den Mönch umgestossen, so dass sich dieser am Arm verletzt habe. Danach habe er mit dem Chinesen r e- den wollen, worauf sie sich gestritten hätten, und es zu einer Schlägerei gekommen sei. Dabei habe der Beschwerdeführer dem Chinesen ins Ge- sicht geschlagen, woraufhin dieser umgefallen sei und im Gesicht gebl u- tet habe, re spektive sei es zu einem Handgemenge gekommen, wobei der Chinese zu Boden gefallen sei und der Beschwerdeführer ihm dann mit ganzer Kraft ins Gesicht ge schlagen habe, so dass der Chinese g e- blutet habe. Zudem sei der Chi nese ohnmächtig beziehungsweise fas t ohnmächtig geworden. Dann sei der Beschwerdeführer nach Hause g e- flohen und habe seiner Familie von dem Vorfall berichtet. Sein Vater sei besorgt gewesen und habe deshalb die Flucht des Beschwerdeführers organisiert. Mit Hilfe seines Cousins mütterlichers eits sei er nach H._______, Nepal, marschiert. Dann sei er mit ei nem Bus nach I._______ gefahren. Nach fünf Tagen sei sein Onkel mütterlicherseits ge- kommen und habe ihm gesagt, dass die Fami lie des Beschwerdeführers von den chinesischen Behörden festgenommen worden sei. Am 20. Fe b- ruar 2013 sei er mit dem Flugzeug, welches er zweimal gewechselt habe, an einen ihm unbekannten Ort geflogen. Mit dem Zug sei er dann in die Schweiz gefahren. D-4630/2013 Seite 3 B. Im Auftrag des BFM wurde am 18. Juni 201 3 mittels eines Telefon-Inter- views eine Sprach - und Herkunftsanalyse mit dem Beschwerdeführer durchgeführt (sogenannte Lingua -Analyse). Die sachverständige Person kam in ihrem landeskundlich-kulturellen Herkunftsgutachten vom 1. Juli 2013 zum Schluss, dass die Hauptsozialis ation des Beschwerdeführers eindeutig ausserhalb der Autonomen Region Tibet beziehungsweise der Republik China erfolgt sei. Anlässlich der Anhörung vom 11. Juli 2013 ge- währte das BFM dem Beschwerdeführer zum Abklärungsergebnis der Lingua-Analyse das recht liche Gehör. Der Beschwerdeführer hielt dabei an seinen Aussagen fest, in Tibet aufgewachsen zu sein und bis zu seiner Ausreise dort gelebt zu haben. C. C.a Mit Verfügung vom 19. Juli 2013 – eröffnet am 24. Juli 2013 – lehnte das BFM das Asylgesuch des Beschwer deführers ab, ordnete dessen Wegweisung aus der Schweiz an und bezeichnete den Vollzug als zuläs- sig, zumutbar und möglich. C.b Zur Begründung führte das BFM unter anderem aus, der sachverständige Gutachter sei zum Schluss gekommen, dass die landeskundlichen Kennt- nisse des Beschwerdeführers nicht genügend detailliert seien, um die Herkunft aus Tibet und aus der behaupteten Region zu belegen. Dessen Kenntnisse über die administrative Einteilung seines angeblichen He r- kunftsortes E._______ und über weitere Namen dieses Ortes seien nur ungenügend gewesen. Auch habe er im Widerspruch dazu bei der BzP angegeben, dass er aus D._______ stamme. Seine Aufzählung von Nachbarorten von E._______ sei ebenfalls lückenhaft gewesen. Er sei zudem nicht in der Lage gewesen, korrekte Angaben zur Lage des Flu s- ses J._______ beziehungsweise K._______ zu machen oder den Namen der örtlichen Schule zu nennen. Als der Beschwerdeführer zum Resta u- rant, welches seine Familie besitze, befragt worden sei, habe er zu hohe Preise für eine Nudelsuppe angegeben. Auch seine Aussagen zu den Modalitäten des Tee -Verkaufs seien unglaubhaft gewesen. Der B e- schwerdeführer habe im Rahmen des ihm gewährten rechtlichen Gehörs den Abklärungsergebnissen der Lingua -Analyse nichts entgegensetzen können. Vielmehr habe er seine bereits im Gespräch mit der sachve r- ständigen Person gemachten Aussagen wiederholt, dessen Kenntnisse angezweifelt oder ausweichende Antworten gegeben. Somit würden die D-4630/2013 Seite 4 aus der Lingua -Analyse gezogenen Schlüsse den geltend ge machten Ausreise- und Asylvorbringen des Beschwerdeführers die Grundlage en t- ziehen. Diese würden zudem dadurch bestätigt, dass dem Beschwerd e- führer aufgrund seiner überaus substanzlosen und rea litätsfremden Aus- sagen auch seine Reise von seinem Heimatort nach Nepal nicht geglaubt werden könne (vgl. BFM-Akten A19/12 F. 43 – F. 48 S. 6 und F. 53 f. S. 7). Seine Erklärung, er habe nicht viel gesehen, weil er in Tibet immer nachts marschiert sei und tagsüber im Wald geschlafen habe (vgl. A19/12 F. 44 S. 6), könne an dieser Einschätzung nichts ändern. Dem Beschwer- deführer könne aufgrund seiner gehaltlosen Schilde rungen ohnehin nicht geglaubt werden, dass er tagsüber im Wald geschlafen habe (vgl. A19/12 F. 45 ff. S. 6). Zudem habe er auch über seine Reise im nepalesischen Staatsgebiet, welche er tagsüber absolviert haben wolle (vgl. A19/12 F. 43 S. 6), keine ausführlichen und konkreten Ausführungen machen kö n- nen. Auch die substanzlosen, widersprüchlichen und gegen jegliche Logik des menschlichen Handelns sprechenden Aussagen des Beschwerdefüh- rers zu seinen Asylgründen würden die aus dem Gutachten gezogenen Schlüssen bestätigen. So habe er beispiels weise in der Anhörung zuerst angegeben, der Mönch habe den Chinesen gefragt, weshalb ihm dieser Zigarettenasche angeworfen habe (vgl. A19/12 F. 13 S. 3), um dann nach dem Wortlaut dieses Gesprächs gel tend zu machen, er habe nicht hören können, was für ein Gespräch die beiden geführt hätten (vgl. A19/12 F. 15 S. 3) beziehungsweise der Mönch und der Chinese hätten kein Gespräch geführt (vgl. A19/12 F. 17 S. 3), und in der gleichen Antwort zu Protokoll gegeben, er habe gese hen, wie die beiden gestritten hätten (vgl. A19/12 F. 17 S. 3). Der Beschwerdeführer habe auch im Zusammenhang mit der geltend gemachten Schlägerei widersprüchliche Angaben bezüglich d e- ren Ablauf gemacht (vgl. A19/12 F. 25 – 33 S. 4 f.), das Ereignis überaus substanzlos und pauschal geschildert (vgl. A19/12 F. 21 – 26 S. 4 sowie F. 34 – 38 S. 5), und ausweichende Antworten gegeben. Au f die Frage, was in ihm vorgegangen sei, als er gesehen habe, wie der Mönch g e- schubst worden sei, habe er nur in oberflächlicher Art und W eise antwor- ten können (vgl. A19/12 F. 18 ff. S. 3 f.). Zudem sei nicht nachvollziehbar, warum er keine Neuigkeiten bezüglich seiner inhaftierten Familie respe k- tive keinen Kontakt zu seinem Onkel haben wolle (A19/12 F. 39 f. S. 5 f.). Seine Erklärung, er habe die Telefonnummer seines Onkels nicht aufg e- schrieben, weil es ihm aus lauter Angst nicht in den Sinn gekommen sei, (vgl. A19/12 F. 41 S. 6), müsse als Ausflucht bezeichnet werden. Wäre die Familie des Beschwerdeführers tatsächlich inhaftiert worden, wäre vom Beschwerdeführer zu erwarten gewesen, dass er auch die Telefo n-D-4630/2013 Seite 5 nummer seines Onkels aufgeschrieben hätte, um allenfalls später weitere Informationen über die Haft seiner Familie erhalten zu können. Die Vorinstanz verwies im angefochtenen Entscheid ferner auf die Praxis des Bundesverwaltungsgerichts. Gemäss BVGE 2009/29 stünden illegal ausgereiste Tibeter und Tibeterinnen unter dem Verdacht, den Dalai L a- ma unterstützt zu haben. Sie würden Gefahr laufen, als separatistisch ge- sinnte Oppositionelle zu gelten. Bei einer Rückkehr müssten sie Haft oder Misshandlung in einem flü chtlingsrechtlich relevanten Ausmass be - fürchten. Im Lichte dieser Rechtsprechung hätte der Beschwerdeführer, welcher geltend gemacht habe, chinesischer Staatsbürger und illegal aus China ausgereist zu sein , demnach bei einer Rückkehr in den behaupte - ten H eimatstaat begründete Furcht, flüchtlingsrelevanten Übergriffen ausgesetzt zu werden, weshalb er die Flüchtlingseigenschaft aufgrund von subjektiven Nachfluchtgründen erfüllen würde. Wie bereits festge - stellt, sei dessen Hauptsozialisation aber nicht in Ti bet beziehungsweise der Volksrepublik China erfolgt. Mangels Aussagen des Beschwerdefüh - rers, welche seine offensichtliche Unkenntnis der dortigen Gegebenheiten plausibel hätten erklären können, sei davon auszugehen, dass er in sei - nem Leben nie einen Fuss auf tibetischem beziehungsweise chinesi - schem Gebiet gesetzt habe und er somit weder illegal noch legal von dort ausgereist und den chinesischen Behörden auch nicht als ausgereister Staatsangehöriger bekannt sei. Die Ausführungen in BVGE 2009/29 se i- en daher nicht auf den vorliegenden Fall anwendbar und es würden keine subjektiven Nachfluchtgründe vorliegen. C.c Es bleibe die Frage zu klären, ob die geltend gemachte Staatsbürger- schaft allenfalls trotzdem geglaubt werden könne. Hierzu sei Folgendes festzuhalten: Zwar habe das Bundesverwaltungsgericht wiederholt fes t- gestellt, dass eine Täuschung bezüglich des Ortes der Hauptsozialisation per se noch keinen Beweis darstelle, dass ein Gesuchsteller zugleich b e- züglich der behaupteten Staatsangehörigkeit zu täuschen versucht habe. Trotzdem würden in der Praxis entsprechende Nichteintretensentscheide des BFM gemäss Art. 32 Abs. 2 Bst. b Asylgesetz (AsylG; SR 142.31) aufgrund versuchter Identitätstäuschung vom Bundesverwaltungsgericht grundsätzlich geschützt. Dies erscheine nur logisch, da es gemäss Ent- scheidungen und Mitteilungen der ehemaligen Schweizerischen Asylr e- kurskommission [EMARK] 2005 Nr. 8 den Asylsuchenden obliege, im Rahmen ihrer Mitwirkungspflicht gemäss Art. 8 AsylG ihre Staatsangehö- rigkeit, von welcher s ie bessere Kenntnisse als die Behörden hätten, o f- fen zu legen. Sie würden die Folgen der Beweislosigkeit tragen, wobei D-4630/2013 Seite 6 nicht ein strikter Beweis erforderlich sei, sondern wie der Prüfung der Flüchtlingseigenschaft die Glaubhaftmachung ausreiche. Beim Fehle n von Identitätspapieren seien, wie im vorliegenden Fall, in erster Linie die Aussagen des Beschwerdeführers als Beweismittel zur berücksichtigen. Die Aussagen des Beschwerdeführers seien nicht geeignet, die angege - bene Staatsangehörigkeit glaubhaft zu machen. Allein die Tatsache, dass er tibetisch spreche und wahrscheinlich tibetischer Ethnie sei, stelle n a- turgemäss keinen hinreichenden Beweis dafür dar, dass er chinesischer Staatsangehöriger sei. Auch wenn zahlreiche Tibeter ihre chinesischen Staatsangehörigkeit im Exil beibehalten würden , sei darauf hinzuweisen, dass insbesondere Tibeter aus Indien vermehrt auch die indische Staat s- angehörigkeit beantragten und diese auch erhalten würden, zumal es in Indien und Nepal Regionen gebe, die zum tibetischen Kulturkreis gehören würden und in welchen es eine einheimische tibetische Bevölkerung gebe (u.a. Ladakh in Indien und Mustang in Nepal). Diesbezüglich sei zu sätzlich festzuhalten, dass der Gesuchsteller keine umgehenden und ernsthaften Bemühungen zur Papierbeschaffung unter - nommen habe (vgl. A19/12 S. 2 f. F. 7 – F. 12). Auch deshalb müsse da - von ausgegangen werden, dass der Beschwerdeführer den Asylbehörden seine wahre Identität und Staatsagehörigkeit vorzuenthalten versucht h a- be. Es sei ihm somit nicht gelungen, die behauptete chinesische Staat s- angehörigkeit glaubhaft zu machen, und seine tatsächliche Staatsang e- hörigkeit sei unbekannt. D. Mit Beschwerde vom 16 . August 2013 an das Bundesverwaltungsgericht liess der Beschwerdeführer die Aufhebung der angefochtenen Verfügung und die Zurückweisung an die Vorinstanz zur Neubeurteilung beantragen. Es sei das Lingua-Gutachten zu edieren und so zusammenzufassen, dass ü ber dessen Inhalt Klarheit bestehe. Eventualiter sei die Flüch t- lingseigenschaft festzustellen sowie die vorläufige Aufnahme anzuordnen. In prozessualer Hinsicht wurde um Gewährung der unentgeltlichen Pr o- zessführung sowie um Verzicht auf die Erhebung eines Kostenvorschus- ses ersucht. Auf die Begründung der Beschwerdebegehren wird – soweit für den En t- scheid wesentlich – in den nachfolgenden Erwägungen eingegangen. D-4630/2013 Seite 7 E. Mit Zwischenverfügung des Bundesverwaltungsgerichts vom 22. August 2013 wurde antragsgemäss auf die Erhebung eines Kostenvorschusses verzichtet. Über das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Prozess- führung werde zu einem späteren Zeitpunkt befunden. Gleichzeitig wurde das BFM zu Einreichung einer Stellungnahme unter Beilage der gesa m- ten Akten eingeladen. F. Mit Vernehmlassung vom 28. August 2013 beantragte das BFM die A b- weisung der Beschwerde. G. Mit Replik vom 16. September 2013 liess sich der Beschwerdeführer diesbezüglich vernehmen. H. Mit Eingabe vom 11. Dezember 2013 liess der Beschwerdeführer fo lgen- de Unterlagen zu den Akten reichen […]. Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 1. 1.1 Gemäss Art. 31 VGG beurteilt das Bundesverwaltungsgericht B e- schwerden gegen Verfügungen nach Art. 5 VwVG. Das BFM gehört zu den Behörden nach Art. 33 VGG und ist daher eine Vorinstanz des Bu n- desverwaltungsgerichts. Eine das Sachgebiet betreffende Ausnahme im Sinne von Art. 32 VGG liegt nicht vor. Das Bundesverwaltungsgericht ist daher zuständig für die Beurteilung der vorliegenden Beschwerde und entscheidet auf dem Gebiet des Asyls endgültig , ausser bei Vorliegen e i- nes Auslieferungsersuchens des Staates, vor welchem die beschwerd e- führende Person Schutz sucht (Art. 105 AsylG; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG). Eine solche Ausnahme im Sinne von Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG liegt nicht vor, weshalb das Bundesverwaltungsgericht endgültig entscheidet. 1.2 Die Beschwerde ist frist - und formgerecht eingereicht. Der Beschwerdeführer hat am Verfahren vor der Vorinstanz teilgenommen, ist durch die angefochtene Verfügung besonders berührt und hat ein schutz- würdiges Interesse an deren Aufhebung beziehungsweise Änderung. Er D-4630/2013 Seite 8 ist daher zur Einreichung der Beschwerde legitimiert (Art. 105 und Art. 108 Abs. 1 AsylG, Art. 48 Abs. 1 sowie Art. 52 VwVG). Auf di e Be - schwerde ist einzutreten. 2. Mit Beschwerde kann die Verletzung von Bundesrecht (einschliesslich Missbrauch und Überschreitung des Ermessens) sowie die unrichtige oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts ge - rügt werden (Art. 106 Abs. 1 AsylG). 3. 3.1 Gemäss Art. 2 Abs. 1 AsylG gewährt die Schweiz Flüchtlingen grund - sätzlich Asyl. Flüchtlinge sind Personen, die in ihrem Heimatstaat oder im Land, in dem sie zuletzt wohnten, wegen ihrer Rasse, Religion, Nationali- tät, Zugehörigkeit zu einer bestimmten sozialen Gruppe oder wegen ihrer politischen Anschauungen ernsthaften Nachteilen ausgesetzt sind oder begründete Furcht haben, solchen Nachteilen ausgesetzt zu werden (Art. 3 Abs. 1 AsylG). Als ernsthafte Nachteile gelten namentlich die G e- fährdung des Leibes, des Lebens oder der Freiheit sowie Massnahmen, die einen unerträglichen psychischen Druck bewirken. Den frauenspezif i- schen Fluchtgründen ist Rechnung zu tragen (Art. 3 AsylG). 3.2 Wer um Asyl nachsucht, muss die Flüchtlingseigenschaft nach weisen oder zumindest glaubhaft machen. Diese ist glaubhaft gemacht, wenn die Behörde ihr Vorhandensein mit überwiegender Wahrscheinlichkeit für g e- geben hält. Unglaubhaft sind insbesondere Vorbringen, die in wesentli - chen Punkten zu wenig begründet oder in sich widersprüchlich sind, den Tatsachen nicht entsprechen oder massgeblich auf gefälschte oder ver - fälschte Beweismittel abgestützt werden (Art. 7 AsylG). 4. In der Beschwerdeschrift wird in formeller Hinsicht gerügt, dass das Bu n- desamt unvollständige Akten einsicht gewährt habe. Die angefochtene Verfügung stütze sich auf das Lingua-Gutachten (A15/5), welches dem Beschwerdeführer nicht ediert worden sei. Deshalb habe das BFM die Pflicht, den Inhalt sorgfältig zusammenzufassen. Es sei jedoch nicht mög- lich, fünf Seiten in nur neun Zeilen zusammenzufassen. Die Begründung , weshalb die s achverständige Person davon ausgehe, dass der B e- schwerdeführer nicht in Tibet sozialisiert worden sei, gehe aus dem Gut - achten beziehungsweise der Zusammenfassung nicht hervor. D er Be - schwerdeführer habe bereits bei der BzP bewiesen, dass er erstaunliche D-4630/2013 Seite 9 Kenntnisse über Tibet besitze. Die sachverständige Person stehe erst seit sechs Monaten bei Lingua unter Vertrag. Sie dürfte deshalb bei der E r- stellung von Lingua-Gutachten noch n icht über viel Erfahrung verfügen. Die vorinstanzliche Verfügung sei deshalb aufzuheben und an das BFM zurückzuweisen. Das BFM müsse das Gutachten edieren oder dessen In- halt so zusammenzufassen, dass Klarheit darüber bestehe. 4.1 Vorab ist an dieser Stelle festzuhalten, dass sämtliche am Asylverfah- ren teilnehmenden Personen hinsichtlich ihrer Vertrauenswürdigkeit und charakterlichen sowie fachlichen Eignung sorgfältig geprüft werden und somit das volle Vertrauen der Behörden geniessen. Demnach kann auch aus e iner relativ kurzen Anstellung beim BFM beziehungsweise bei der Lingua-Fachstelle nicht auf mangelnde fachliche Qualifikation geschlo s- sen werden. Vielmehr geh t aus den aktenkundigen Qualifikationen der erwähnten sachverständigen Person hervor, dass diese über die notwen- digen sprachlichen und geografischen Kenntnisse der vo m Beschwerde- führer angeführten Herkunftsregion verfügt. Im Übrigen ist es für die Ex- perten weder zwingend im Heimatdorf des Beschwerdeführers gelebt zu haben noch dessen Muttersprache zu beherrschen. Vielmehr müssen sie befähigt sein, aufgrund ihrer Qualifikationen und ihres Wissens schlüss i- ge und nachvollziehbare Erkenntnisse zu den sprachlichen und lande s- kundlich-kulturellen Begebenheiten der Heimatregion des Beschwerd e- führers zu besitzen und dementsprechend die diesbezüglichen Angaben und Sprachkenntnisse des Beschwerdeführers einordnen und beurteilen zu können. Diese Voraussetzungen sind vorliegend erfüllt. 4.2 Im Rahmen der Offenlegung der Lingua-Analyse hat sich das BFM bei der Anwendung v on Art. 27 und Art. 28 VwVG an den durch die Rechtsprechung festgelegten Umfang gehalten. Insbesondere wurde das Erfordernis von Art. 28 VwVG erfüllt, wonach, falls einer Partei die Ei n- sichtnahme in ein Aktenstück verweigert wird, auf dieses nur dann abg e- stellt werden darf, wenn ihr die Behörde von seinem für die Sache w e- sentlichen Inhalt mündlich oder schriftlich Kenntnis und ausserdem Gel e- genheit gegeben hat, sich zu äussern und Gegenbeweismittel zu nennen. Bereits mit Vernehmlassung vom 28. August 2013 w urde der Be - schwerdeführer darauf hingewiesen, dass das fünfseitige Gutachten (A15/5) nicht auf fünf Seiten materielle Ausführungen enthält. Vielmehr beinhalten zwei Seiten (A15/5 S. 4.f.) lediglich die Kopie des Auftrags für die Lingua-Analyse via Fax. Ei ner Seite lässt sich nur die einzeilige Schlussfolgerung sowie das Datum der Analyse, der Stempel und die Un- terschrift entnehmen (A15/5 S. 3), und die erste Seite der Analyse besteht D-4630/2013 Seite 10 fast zur Hälfte aus formellen Angaben. Folglich fanden die materiellen Ausführungen tatsächlich auf gerade einmal eineinhalb Seiten Platz. Dem Beschwerdeführer wurde im Rahmen der Anhörung vom 11. Juli 2013 zum Ergebnis des Lingua-Gutachtens das rechtliche Gehör ge währt. In diesem Zusammenhang wurde er auf seine falschen beziehungsweise widersprüchlichen Aussagen aufmerksam gemacht und über den Werd e- gang und den Herkunftsort de r sachverständigen Person orientiert. Auch machte ihn der Befrager darauf aufmerksam, dass seine Aussagen von auffallendem Nichtwissen gekennzeichnet seien. So habe er weder über Alltagskenntnisse noch über geografische Grundkennt nisse ( er kannte keine Nachbardörfer von E._______, wusste den Namen der Schule in E._______ nicht oder wo der Fluss […] liegt) verfügt oder rudimentäre Kenntnisse seines Arbeitsplatzes vorweisen können (vgl. A19/12 F. 60-64 S. 8). Somit wurde dem Beschwerdeführer der wesentli che Inhalt des Gutachtens vollständig und korrekt wiedergegeben und ihm gleichzeitig die Möglichkeit zur Stellungnahme eingeräumt. Es liegt demnach kei ne Verletzung des rechtlichen Gehörs vor. 4.3 Zur Frage, ob das BFM im angefochtenen Entscheid die Begrü n- dungspflicht verletzt hat, ist vorderhand festzuhalten, dass die Behörden verpflichtet sind, Vorbringen tatsächlich zu hören, ernsthaft zu prüfen und in ihrer Entscheidfindung angemessen zu berücksichtigen. Nicht erforder- lich ist jedoch, dass sich die Begründung mit allen Parteistandpunkten einlässlich auseinandersetzt und jedes Vorbringen ausdrücklich wiede r- legt (vgl. Urteil des Bundesverwaltungsgerichts E -2798/2014 vom 2. Juni 2014 E. 6.1 m. w. H.). 4.4 Das Bundesverwaltungsgericht hat die Anforderungen an das Glaub - haftmachen der Vorbringen in einem jüngeren Entscheid dargelegt und folgt dabei ständiger Praxis. Darauf k ann hier verwiesen werden (vgl. BVGE 2010/57 E. 2.2 und 2.3). 5. 5.1 Die Vorinstanz hat in ihrer Verfügung zu Recht und mit ausführlicher Begründung – so dass zur Vermeidung von Wiederholungen darauf und auf die Vernehmlassung vom 28. August 2013 verwiesen werden kann – festgestellt, dass die Vorbringen des Beschwerdeführers unglaubhaft sei- en. Gewichtige Zweifel entstehen insbesondere aufgrund des Lingua-Gut- achtens, wonach der Beschwerdeführer nicht aus der von ih m angege- benen Herkunftsregion (E._______ beziehungsweise D._______), wo er sein Leben lang gewohnt haben will, stamme. Das Beharren in seiner Be-D-4630/2013 Seite 11 schwerdeschrift auf der Richtigkeit seiner Angaben bezüglich seines Her- kunftsortes sowie den topographischen Verhältnisse n vermögen an di e- ser Einschätzung nichts zu ändern. Insbesondere der Einwand, wonach er bereits bei der BzP unter Beweis gestellt habe, dass er erstaunliche Kenntnisse über Tibet besitze, vermag nicht zu überzeugen, zumal der Beschwerdeführer bei der BzP zu Protokoll gab , er komme aus dem Dorf D._______, L._______, M._______ (vgl. A6/11 S. 4), währendem er bei der Lingua -Analyse geltend machte, er stamme aus E._______ und im Rahmen des ihm bei der Anhörung zu seinen Asylgründen gewährten rechtlichen Gehörs erklärte, nie geltend gemacht zu haben, dass er aus D._______ stamme (vgl. A19/12 S. 8 F. 65). 5.2 Auch der Hinweis in der Replik vom 16. September 2013 auf das Ur - teil des Bundesverwaltungsgerichts E -163/2012 vom 12. August 2012, welches EMARK 2005 Nr. 1 berücksichtigt habe, vermag zu keiner ande - ren Betrachtungsweise zu führen. Das Bundesverwaltungsgericht hat nämlich im zur Publikation bestimmten L änderurteil E -2981/2012 vom 20. Mai 2014 seine Praxis gemäss EMARK 2005 Nr. 1 dahi ngehend prä- zisiert, dass bei Personen tibetischer Ethnie, die ihre wahre Herkunft ve r- schleiern oder verheimlichen, vermutungsweise davon auszugehen sei, dass keine flüchtlings - oder wegweisungsbeachtlichen Gründe gegen e i- ne Rückkehr an ihren bisherigen Auf enthaltsort bestünden. Denn die Ab- klärungspflicht der Asylbehörden finde t ihre Grenze an der Mitwirkung s- pflicht der asylsuchenden Person. Verunmöglicht ein tibeti scher Asylsu- chender durch die Verletzung seiner Mitwirkungspflicht die Abklärung, welchen effektiven Status er in Nepal respektive in Indien inneha t, kann namentlich keine Drittstaatenabklärung im Sinne von Art. 31a Abs. 1 Bst. c AsylG stattfinden. Überdies wird durch die Verheimlichung und Ver- schleierung der wahren Herkunft auch die Prü fung der Flüchtlingseigen- schaft der betreffenden Person in Bezug auf ihr effektives Heimatland verunmöglicht (vgl. E-2981/2012 E. 5.9 f.). 5.3 Zusammenfassend ist somit festzuhalten, dass die Asylvorbringen des Beschwerdeführers weder den Anforderungen an das Glaubhaft ma- chen im Sinne von Art. 7 AsylG noch denjenigen an die Flüchtlingseige n- schaft im Sinne von Art. 3 AsylG genügen. An dieser Ein schätzung ver- mögen weder die weiteren Ausführungen in der Rechtsmit teleingabe so- wie in der Replik noch die mit Eingabe vom 11. Dezember 2013 zu den Akten gereichten Bestätigungen etwas ändern, zumal es sich bei letzt e- ren lediglich um private Schreiben handelt, denen nur ein geringer B e-D-4630/2013 Seite 12 weiswert zukommt. Das BFM hat das Asylgesuch des Beschwerdeführers demnach zu Recht abgelehnt. 6. 6.1 Lehnt das Bundesamt das Asylgesuch ab oder tritt es darauf nicht ein, so verfügt es in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz und ordnet den Vollzug an; es berücksichtigt dabei den Grundsatz der Einheit der Familie (Art. 44 Abs. 1 AsylG). 6.2 Der Beschwerdeführer verfügt weder über eine ausländerrechtliche Aufenthaltsbewilligung noch über einen Anspruch auf Erteilung einer sol- chen. Die Wegweisung wurde demnach zu Recht angeordnet ( vgl. BVGE 2009/50 E. 9 S. 733, BVGE 2011/24 E. 10.1 S. 502). 7. 7.1 Ist der Vollzug der Wegweisung nic ht zulässig, nicht zumutbar oder nicht möglich, so regelt das Bundesamt das Anwesenheitsverhältnis nach den gesetzlichen Bestimmungen über die vorläufige Aufnahme (Art. 44 Abs. 2 AsylG; Art. 83 Abs. 1 Ausländergesetz (AuG, SR 142.20). 7.2 Grundsätzlich ist die Zulässigkeit, die Zumutbarkeit und die Möglich - keit des Wegweisungsvollzugs von Amtes wegen zu prüfen. Diese Unte r- suchungspflicht findet jedoch ihre Grenze an der Mitwirkungspflicht der asylsuchenden Person (Art. 8 AsylG), welche auch die Substanziie - rungslast trägt (Art. 7 AsylG). Es ist jedoch nicht Sache der Asylbehörden, nach allfälligen Wegweisungshindernissen in hypothetischen Heimat - oder Herkunftsländern zu forschen, wenn eine asylsuchende Person ihre Herkunft verschleiert und keine eindeutigen Hinweise auf die tatsächliche Staatangehörigkeit vorliegen (vgl. EMARK 2005 Nr. 1 E. 3.2.2, mit weit e- ren Hinweisen). Ein Vollzug der Wegweisung in die Volksrepublik China ist im vorinstanzlichen Entscheid ausdrücklich ausgeschlossen (vgl. BFM- Verfügung vom 19. Juli 2013, S. 6 E. 2), dieser Ausschluss wurde jedoch nicht in das Dispositiv aufgenommen. An dieser Stelle ist, im Sinne einer Klarstellung und in Übereinstimmung mit der erwähnten Erwägung der angefochtenen Verfügung, darauf hinzuweisen, dass für alle Exil-Tibeter und Exil -Tibeterinnen ein Vollzug der Wegweisung nach China ausz u- schliessen ist. 7.3 Im vorliegenden Fall hat der Beschwerdeführer, der tibetischer Ethnie ist, keine Identitätspapiere eingereicht und auch seine behauptete chine- sische Staatsangehörigkeit nicht glaubhaft gemacht. Hingegen erlaubt die D-4630/2013 Seite 13 Herkunftsanalyse der BFM -internen Fachstelle " Lingua" die Annahme, welchem Land beziehungsweise welcher Region der Beschwerdeführer aufgrund seiner sprachlichen und kulturellen Sozialisation zuzuordnen ist. Eine Zuordnung der Staatsangehörigkeit ist indes nicht möglich, da der Ort der Sozialisation mit demjenigen der Staatsangehörigkeit nicht gleich- zusetzen ist (vgl. EMARK, a.a.O. E. 3.2.1). Aufgrund des ausführlichen Lingua -Gutachtens und der wenig überze u- genden Erklärungsversuche des Beschwerdeführers anlässlich des recht- lichen Gehörs sowie seiner unsubstanziierten Ausführungen, ist seine angebliche Herkunft aus der Volksrepublik China nicht glaubhaft. Viel - mehr ist mit überwiegender Wahrscheinlichkeit davon auszugehen, dass er vor seiner Ankunft in der Schweiz in der exiltibetischen Diaspora gelebt hat, wodurch sich allerdings noch keine schlüssigen Erkenntnisse hin - sichtlich seiner Staatsangehörigkeit ergeben. 7.4 7.4.1 Im zur Publikation b estimmten Länderurteil E-2981/2012 hat das Bundesverwaltungsgericht in E. 5 ausgeführt, dass seine Rechtspre - chung in Bezug auf die Frage der Staatsangehörigkeit von im Exil leben - den Personen tibetischer Ethnie (EMARK, a.a.O., E. 4.3) insoweit zu pr ä- zisieren sei, als dass bei Personen tibetischer Ethnie, die ihre wahre He r- kunft verschleiern oder verheimlichen, vermutungsweise davon auszug e- hen sei, dass keine flüchtlings - oder wegweisungsbeachtlichen Gründe gegen eine Rückkehr an ihren bisherigen Aufenthaltsort bestünden. 7.4.2 Im vorliegenden Fall hat der Beschwerdeführer , der tibetischer Ethnie ist, keine Identitätspapiere eingereicht. Zudem erscheint seine be- hauptete chinesische Staatsangehörigkeit aufgrund des Alltagswissens - tests – wie vorne dargelegt – nicht glaubhaft. Sodann sind seine Ausfüh- rungen bezüglich seiner Reise in die Schweiz unsubstanziiert ausgefallen und somit ebenfalls unglaubhaft. Es ist davon auszugehen, der Be- schwerdeführer habe nur unter Verwendung authentischer Identitäts- und Reisepapiere in die Schweiz gelangen können. Es kann seitens der Asy l- behörden nicht eruiert werden, welche Staatsangehörigkeit er besitzt, wodurch er die ihr obliegende Mitwirkungspflicht verletzt, deren Folgen er insofern zu tragen hat, als seitens der Asylbehörden der Schluss gezogen werden muss, es spreche nichts gegen eine Rückkehr an den bisherigen Aufenthaltsort, da er keine konkreten glaubhaften Hinweise geltend g e- macht hat, die gegen eine Rückkehr dorthin sprechen würden. D-4630/2013 Seite 14 7.5 Es obliegt de m Beschwerdeführer, sich die für eine Rückkehr allen - falls benötigten Reisedokumente zu beschaffen (Art. 8 Abs. 4 AsylG; vgl. BVGE 2008/34 E. 12), weshalb der Vollzug der Wegweisung auch als möglich zu bezeichnen ist. 8. Aus diesen Erwägungen ergibt sich, dass die angefochtene Verfü gung Bundesrecht nicht verletzt und den rechtserheblichen Sachverhalt richtig sowie vollständig feststellt (Art. 106 Abs. 1 AsylG). Die Beschwerde ist abzuweisen. 9. Das Gesuch um Gewährung der unentg eltlichen Rechtspflege ge mäss Art. 65 Abs. 1 VwVG ist abzuweisen, da sich die Rechtsbegehren wegen einer Verletzung der Mitwirkungspflicht als aussichtslos erwiesen haben. 10. Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind die Kosten dem Beschwerde- führer aufzuerlegen (Art. 63 Abs. 1 VwVG) und auf insgesamt Fr. 600.– festzusetzen (Art. 1 -3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]). (Dispositiv nächste Seite) D-4630/2013 Seite 15 Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 1. Die Beschwerde wird im Sinne der Erwägungen abgewiesen. 2. Der Vollzug der Wegweisung in die Volksrepublik China wird ausg e- schlossen. 3. Das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege gemäss Art. 65 Abs. 1 VwVG wird abgewiesen. 4. Die Verfahrenskosten von Fr. 600. – werden dem Beschwerdeführer auf- erlegt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zuguns- ten der Gerichtskasse zu überweisen. 5. Dieses Urteil geht an den Beschwerdeführer, das BFM und die kantonale Migrationsbehörde. Der vorsitzende Richter: Die Gerichtsschreiberin: Fulvio Haefeli Ulrike Raemy Versand: