<h2>SubmittedText<h2><p>Der Bundesrat wird beauftragt, dafür zu sorgen, dass die Genferseeregion angemessen mit den internationalen Bahnverbindungen und Nachtzügen bedient wird, die die SBB planen.</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Der Bundesrat erachtet es als wichtig, dass alle Landesteile in den internationalen Bahnverkehr eingebunden sind, sei es mit Direktverbindungen oder mit guten Umsteigeverbindungen. Als Vertreter des Eigners erwartet der Bundesrat eine aktive Rolle der SBB im Bereich des internationalen Verkehrs. Dementsprechend hält der Bundesrat in den strategischen Zielen 2019-2022 für die SBB fest, dass sie ihre Marktstellung im internationalen Personenfernverkehr, namentlich durch Kooperationen, stärken und somit den Zugang zum europäischen Hochgeschwindigkeitsnetz sowie gute Verbindungen zu wichtigen Wirtschaftszentren sicherstellen soll.</p><p>Er begrüsst daher den von der SBB in Kooperation mit anderen Staatsbahnen lancierten Ausbau der Angebote im internationalen Personenverkehr und insbesondere auch im Nachtreiseverkehr. Der Bundesrat hat am 4. Juni 2020 anlässlich des EU-Verkehrsministerrats ein "Memorandum for consideration of transport Ministers" unterstützt. Damit soll der internationale Schienenpersonenverkehr vorangetrieben werden. Im Rahmen der Eröffnung des Ceneri-Basistunnels wurde am 3. September 2020 die "Declaration of Locarno" unterzeichnet, welche diese Ziele bekräftigt.</p><p>Es bestehen verschiedene Initiativen auf europäischer Ebene, um das Angebot über eine Erweiterung des Angebots, die Beschaffung von neuem Rollmaterial sowie über die Schaffung einer gemeinsamen Buchungsplattform deutlich attraktiver zu gestalten.</p><p>Die Umsetzung dieser Initiativen liegt in der Verantwortung der SBB. Beim Entscheid, auf welchen Linien Nachtzüge verkehren sollen, gilt es neben wirtschaftlichen auch betriebliche Abhängigkeiten zu berücksichtigen. Der Bundesrat ist daran interessiert, dass nach Möglichkeit alle Landesteile mit neuen internationalen Nachtlinien bedient werden.</p>  Das Büro beantragt die Ablehnung der Motion.