Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Verfassungs- und Verwaltungsrecht vom 14. April 2021 (810 20 180) ____________________________________________________________________ Kindes- und Erwachsenenschutzrecht Prüfung von Erwachsenenschutzmassnahmen / Beschwerdelegitimation Besetzung Präsidentin Franziska Preiswerk-Vögtli, Kantonsri chter Stefan Schulthess, Markus Clausen, Daniel Ivanov, Niklaus Ruckstuhl , Gerichtsschreiberin Chiara Piras Beteiligte A.____ , Beschwerdeführer , vertreten durch Dr. Balthasar Settelen , Advokat gegen Kindes - und Erwachsenenschutzbehörde B.____ , Vorinstanz C.____ , Beigeladene , vertreten durch Dr. Bernhard Bodmer , Advokat D.____ , Beigeladener E.____ , Beigeladene beide vertreten durch Dr. Yves Waldmann, Advokat Betreff Prüfung von Erwachsenenschutzmassnahmen (Entscheid der Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde B.____ vom 2. Juni 2020) Seite 2 http://www.bl.ch/kantonsgericht A. C.____ (geb. 1931) ist Mutter von D.____ (geb. 19 60), E.____ (geb. 1962) und A.____ (geb. 1962) und seit dem 28. Januar 2014 Witwe von F. ____ (geb. 1926). Sie ist Eigentümerin von Liegenschaften in G.____, H.____ und I.____ (Schwe den) und unterhält bei diversen Ban- ken Konten und Wertschriften mit einem insgesamt beträchtlichen Vermögen. B. Im Februar 2014 wurde Prof. Dr. iur. J.____, Rech tsanwalt in K.____, als Willens- vollstrecker eingesetzt. Sein Auftrag lautet, das gemein same eheliche Vermögen und die auf den Namen von C.____ lautenden Konten und Depots zu verwalten, bis die güterrechtliche Auseinandersetzung und die Erbteilung stattgefunden haben. C. Am 23. Februar 2014 unterzeichnete C.____ eine al lgemeine Vollmacht für eine Bank- beziehung bei der L.____ AG zugunsten ihrer Tochter. D. Am 14. August 2015 unterschrieb C.____ eine unbefri stete Generalvollmacht zuguns- ten ihrer Kinder D.____ und E.____. Damit wurden di ese berechtigt, C.____ (gemeinsam) in sämtlichen Angelegenheiten jeder Art vermögensmässig un d rechtlich zu vertreten. Am selben Tag unterzeichnete C.____ eine Patientenverfügung. Ihre Tochter wurde als erste und ihr Sohn D.____, im Falle einer Verhinderung ihrer Tochter, als zweiten Patientenvertreter bezeichnet. E. Am 19. August 2015 musste sich C.____ einer Lungenka rzinombehandlung unterzie- hen lassen. Am 31. August 2015 erlitt sie einen ersten, am 6. September 2015 einen zweiten Hirnschlag. Aus den ärztlichen Berichten geht hervor, dass C.____ gleich nach den Schlagan- fällen schwer eingeschränkt gewesen sei. Sie habe ihre r echte Körperhälfte nicht bewegen können, zusätzlich habe eine Aphasie (schwere Störung der Sprache) bestanden. Seit Ende Oktober 2015 werde sie Zuhause betreut. Sie habe pfle gerische Betreuung und eine Haus- haltshilfe rund um die Uhr. Ihr Hausarzt besuche sie e inmal in der Woche (und später alle 14 Tage), zusätzlich erhalte sie physiotherapeutische Behandl ungen und regelmässige Ergothera- pie. Ihr Zustand habe sich stabilisieren können. C.____ habe in der Folge zunehmend ihre rech- te Körperhälfte wahrnehmen und eine leichte motorisch e Aktivität im rechten Arm und im rech- ten Bein aufnehmen können. Sie könne mittlerweile f rei sitzen. In Bezug auf die Aphasie könne sie einfache Befehle verstehen und ausführen. Weiterhin stark eingeschränkt sei ihre sprachli- che Ausdrucksweise. Es bestehe ein gutes Sprachverständnis, sie sei jedoch nicht in der Lage, das auszudrücken, was sie sagen möchte, könne jedoch klare und einfache Befehle ausführen, mit Handbewegungen zeigen, ob sie etwas brauche und sie versuche zu schreiben. Ihre Fort- schritte hätten derart zugenommen, dass der Hausarzt von einem "aussergewöhnlich guten Verlauf" sprach. Eine Hospitalisierung, um ihr Sprachve rständnis neuropsychologisch abklären zu lassen, sei wegen der damit verbundenen somatischen und psychischen Belastungen medi- zinisch indes nicht zu verantworten (vgl. Verlaufsberichte des Hausarztes vom 16. Mai 2016, vom 1. Mai 2017 und vom 30. September 2019 sowie Abklä rungsbericht des Sozialarbeiters vom 3. Mai 2017 zuhanden der Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde [KESB] B.____). F. Am 8. April 2016 sprachen die beiden bevollmächtig ten Geschwister im Namen von C.____, vertreten durch Dr. Bernhard Bodmer, Advokat, mit sofortiger Wirkung ein Hausverbot gegenüber A.____ betreffend die Liegenschaft in G.____ aus. Seite 3 http://www.bl.ch/kantonsgericht G. Mit Schreiben vom 6. April 2017 wandte sich A.____ , vertreten durch Dr. Balthasar Settelen, Advokat, mit einer Gefährdungsmeldung an di e KESB B.____. Er stellte ein Gesuch um Einleitung der notwendigen Massnahmen zur Errichtung einer Vertretungsbeistandschaft für die Vermögensverwaltung sowie die Vertretung im Rechtsv erkehr gegenüber seiner Mutter. In verfahrensrechtlicher Hinsicht beantragte er unter andere m die Anordnung einer fachärztlich- psychiatrischen und allgemeinmedizinischen Begutachtung des G esundheitszustands seiner Mutter. A.____ begründete diesen Schritt damit, dass er seit 2015 nichts mehr von seiner Mut- ter gehört habe, er sich aufgrund der ihm zugetragene n Informationen über ihren Gesundheits- zustand grosse Sorgen mache und der Ansicht sei, dass seine Mutter in der Vermögensverwal- tung unerfahren und mit grosser Wahrscheinlichkeit nich t mehr in der Lage sei, die von ihr be- vollmächtigten Kinder – insbesondere ihren Sohn D.____ – zu kontrollieren und Vermögensver- schiebungen zu ihren Ungunsten zu unterbinden. Für die Verwaltung ihres Vermögens brauche es deshalb eine fachkundige und neutrale Unterstützung. H. Am 6. Juli 2017 informierte die KESB B.____ A.__ __ darüber, dass das Verfahren be- treffend Anordnung einer Erwachsenenschutzmassnahme hängi g und bisher keine Erwachse- nenschutzmassnahme verfügt worden sei. Ferner verneinte di e KESB B.____ eine weiterge- hende Auskunftsberechtigung, da A.____ weder am Verfa hren beteiligt sei noch zu den nahe- stehenden Personen gehöre und auch kein rechtlich geschüt ztes Interesse an der Sache auf- weise. Mit Schreiben vom 18. Juli 2017 an die KESB B. ____ verlangte A.____ diesbezüglich eine anfechtbare Verfügung, woraufhin die KESB B.___ _ am 24. August 2017 einen ent- sprechenden Entscheid erliess und sein Gesuch um Akteneinsicht förmlich abwies. I. Für das Verfahren setzte die KESB B.____ am 31. Ok tober 2017 den seit Februar 2014 C.____ im Nachlass ihres Ehemanns vertretenden Dr. B ernhard Bodmer, Advokat, als ihren Rechtsvertreter ein. J. Eine von A.____ gegen die Verfügung der KESB B.__ __ vom 24. August 2017 erho- bene Beschwerde hiess das Kantonsgericht, Abteilung Verf assungs- und Verwaltungsrecht (Kantonsgericht), mit Urteil vom 10. Januar 2018 (Dossier-Nr. 810 17 228) gut. Das Kantonsge- richt entschied, dass A.____ als nahestehende Person im Si nne von Art. 450 Abs. 2 Ziff. 2 des Schweizerischen Zivilgesetzbuchs (ZGB) vom 10. Dezember 1 907 gelte und ihm deshalb eine Beschwerdelegitimation und damit ein Akteneinsichtsrecht zukomme. Die Angelegenheit wurde an die KESB B.____ zur Gewährung der Akteneinsicht zurüc kgewiesen. Diese habe über den konkreten Umfang des Einsichtsrechts zu entscheiden. Auf eine am 30. April 2018 dagegen erhobene Beschwerde von C.____ trat das Bundesgericht, II. zivilrechtliche Abteilung, mit Urteil vom 31. Oktober 2018 nicht ein (5A_371/2018). K. Zwei von der KESB B.____ in Auftrag gegebene Revisi onen für die Zeiträume 2015 bis 2017 und 2017 bis 2019 kamen zum Schluss, dass die Administration durch E.____ zuverlässig geführt werde (Zeitraum 2015/2017, Revision vom 1. Se ptember 2017) und, auch wenn ein enormer Vermögensschwund zu erkennen sei, kein unbegrün deter Abgang von Geld oder Wertschriften festgestellt werden könne (Zeitraum 2017 /2019, Revision vom 13. Dezember 2019). Seite 4 http://www.bl.ch/kantonsgericht L. Mit Entscheiden der KESB B.____ vom 22. August 2019 und vom 15. Mai 2020 wurde das Akteneinsichtsrecht von A.____ konkretisiert. Beide Entscheide erwuchsen in Rechtskraft. M. Mit Zeugnis vom 27. August 2019 fasste der Neffe von C.____, Dr. med. M.____, N.____, seine Erkenntnisse aus den am 24. und am 25. August 2019 von ihm durchgeführten Untersuchungen zusammen: "Selon ma meilleure connaissance et compréhension, la patiente possède actuellement une compréhen- sion auditive, un traitement mental, et la capacité de prendre des décisions suffisantes pour répondre à des questions simples telles que l’autorisation de la personne qui, en cas d'incapacité mentale, pourrait être responsable de faciliter ses soins, gérer ses avoirs et la représenter dans des procédures judiciaires contre des tiers, comme fait en ma présence." N. Am 9. Oktober 2019 unterzeichnete C.____ einen öffe ntlich beurkundeten Vorsorge- auftrag mit den Anweisungen, dass wenn sie dauernd oder vorübergehend urteilsunfähig wer- den würde, ihre Tochter E.____ die Personensorge und die Vermögenssorge übernehmen und sie im Rechtsverkehr vertreten solle. Sollte E.____ ver hindert sein, gehe der Auftrag ersatzwei- se an den Sohn D.____. O. Am 7. November 2019 führte der Präsident der KESB B.____ einen Hausbesuch bei C.____ durch. P. Mit Entscheid vom 2. Juni 2020 verfügte die KESB B. ____, dass davon abgesehen werde, für C.____ eine Massnahme des Erwachsenenschutzrecht s zu errichten (Ziff. 1); die Verfahrenskosten der KESB B.____ wurden auf Fr. 6’050. -- festgelegt und gingen zu Lasten von C.____ (Ziff. 2) und die Sicherheitsdirektion wurd e beantragt, die Aufsichtsbeschwerde im Sinne der Erwägungen zu beantworten (Ziff. 3). Die K ESB B.____ begründete ihren Entscheid im Wesentlich damit, dass C.____ zwei ihrer Kinder, i nsbesondere ihre Tochter, bewusst damit betraut habe, für sie die Angelegenheiten zu besorgen , die sie aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr selbst ausführen könne. Dabei handelten di e Vollmachtnehmenden innerhalb des Rahmens, den ihnen die Vollmachten gegeben hätten. Di e persönliche Betreuung sei bestens organisiert, und die Erledigung der finanziellen und administrativen Angelegenheiten funktionie- re, soweit die Vermögensverwaltung nicht dem Willensvollstrecker obliege. An den nachweislich seit vielen Jahren bestehenden Familienstreitigkeiten kö nne eine Beistandschaft nichts ändern. Da die KESB B.____ davon überzeugt sei, dass eine behö rdliche Massnahme das Wohlbefin- den von C.____ nicht verbessern könne, werde von der An ordnung von Erwachsenenschutz- massnahmen abgesehen. Q. Am 3. Juli 2020 wandte sich A.____, vertreten durch D r. Balthasar Settelen, Advokat, an das Kantonsgericht mit den Anträgen, der Entscheid de r KESB B.____ vom 2. Juni 2020 in Sachen C.____ sei aufzuheben und an die Vorinstanz mit der Auflage zurückzuweisen, eine Vertretungsbeistandschaft für die Vermögensverwaltung gemäss Art. 394 und Art. 395 ZGB für C.____ anzuordnen (Ziff. 1); es sei die KESB B.____ a nzuweisen, die Urteilsfähigkeit von C.____ durch eine lege artis durchgeführte fachärztli che Begutachtung überprüfen zu lassen Seite 5 http://www.bl.ch/kantonsgericht (Ziff. 2); sollte sich deren Urteilsfähigkeit durch ei ne lege artis durchgeführte fachärztliche Be- gutachtung nicht zweifelsfrei erweisen lassen, sei die KESB B.____ anzuweisen C.____ einen Vertretungsbeistand gemäss Art. 395 ZGB zu ernennen (Z iff. 3); es sei dem Beschwerdeführer und seinem Rechtsvertreter die volle Einsicht in die Akt en der KESB B.____ zu gewähren, mit dem Recht, diese auch kopieren zu dürfen (Ziff. 4); es seien die Akten des (kantonsgerichtli- chen) Verfahrens Nr. 810 17 228 von Amtes wegen beizuzi ehen (Ziff. 5); unter o/e-Kostenfolge (Ziff. 6). Der Beschwerdeführer rügt im Wesentlichen, dass die KESB B.____ die offensichtliche Schutzbedürftigkeit und eine zumindest eingeschränkte Ur teilsfähigkeit seiner Mutter festge- stellt, jedoch auf eine korrekte medizinische Abklärung verzichtet habe. Zudem bestreitet er, dass die von seiner Schwester vorgenommenen Zahlungen i m Rahmen der vorliegenden Voll- machten erfolgt seien und dem frei gebildeten Willen seiner Mutter entsprochen hätten. Er kriti- siert insbesondere Zahlungen, die unter der Rubrik "Ha ushaltskosten" zugunsten seiner Ge- schwister und diverser schwedischer Anwälte getätigt worden seien. Der Beschwerdeführer stellt sich deshalb auf den Standpunkt, dass die Urteilsfä higkeit seiner Mutter mit einem korrek- ten medizinischen Gutachten festgestellt werden müsse u nd entsprechend dem Resultat des Gutachtens eine Vertretungsbeistandschaft für die Vermöge nsverwaltung anzuordnen sei. In seinen Augen könne nur so die freie Willensbildung seiner Mutter im Umgang mit ihrem Vermö- gen den verdienten und gesetzlich vorgesehenen Schutz erhalten. R. Mit Schreiben vom 14. Juli 2020 reichte die KESB B. ____ die Akten und ihre Vernehm- lassung ein und beantragte sinngemäss die Abweisung der Beschwerde. S. Am 10. August 2020 liess C.____ ihre Stellungnahme mit den Begehren einreichen, auf die Beschwerde sei nicht einzutreten (Ziff. 1); e ventualiter sei die Beschwerde abzuweisen (Ziff. 2); es seien die Akten zum Urteil des Kantonsger ichts vom 10. Januar 2018 (Dossier- Nr. 810 17 228) beizuziehen (Ziff. 3); unter o/e-Koste nfolge (Ziff. 4). Sie stellt sich im Wesentli- chen auf den Standpunkt, dass auf die Beschwerde nicht ei nzutreten sei, weil der Beschwerde- führer keine nahestehende Person und deshalb nicht zur Beschwerde legitimiert sei. Das Kan- tonsgericht habe im Verfahren Nr. 810 17 228 zu Unr echt die Beschwerdelegitimation des Be- schwerdeführers bejaht, was im vorliegenden Verfahren zu korrigieren sei. Eventualiter sei die Beschwerde im Wesentlichen abzuweisen, weil die vom Beschwerdeführer monierten, an seine Geschwister erfolgten Zahlungen schon zu Lebzeiten des Va ters getätigt und nach dessen Tod durch C.____ weitergeführt worden seien (Schulgelder der Kinder von D.____, Erstattung von Reisekosten von D.____ und E.____ etc.). Es handle sich dabei um Gelegenheitsgeschenke im Sinne von Art. 632 ZGB. Ob diese einer Ausgleichspfli cht unterliegen sollten, werde in einem allfälligen Zivilprozess zu entscheiden sein. Die erbrech tlichen Anwartschaften des Beschwer- deführers im künftigen Nachlass seiner Mutter würden dam it jedoch nicht geschmälert. Ferner weist C.____ jegliche Kritik des Beschwerdeführers an ih rer Urteils- und Handlungsfähigkeit zum Zeitpunkt der Beglaubigung des Vorsorgeauftrags zurü ck. Schliesslich habe die KESB B.____ unter Einhaltung des Subsidiaritätsprinzips zu Recht entschieden, dass das bestehende Setting für C.____ optimal sei und nicht zu ihrem Nachteil geändert werde sollte. T. Am 11. August 2020 reichten D.____ und E.____, be ide vertreten durch Dr. Yves Waldmann, Advokat, ihre Stellungnahme mit den Begeh ren ein, es sei auf die Beschwerde Seite 6 http://www.bl.ch/kantonsgericht nicht einzutreten (Ziff. 1); eventualiter sei die Bes chwerde abzuweisen (Ziff. 2); auf den Antrag, dem Beschwerdeführer und seinem Rechtsvertreter sei die volle Einsicht in die Akten der KESB B.____ zu gewähren, mit dem Recht diese auch kopieren zu dürfen, sei nicht einzutreten. Even- tualiter sei der Antrag abzuweisen (Ziff. 3); unter o /e-Kostenfolge (Ziff. 4). Sie stellen sich im Wesentlichen auf den Standpunkt, dass es dem Beschwerdeführer nicht um die Interessen oder um das Wohlergehen von C.____, sondern nur um seine e igenen finanziellen Interessen gehe. Seit dem Tod seines Vaters gehe er immer wieder rechtli ch gegen seine Mutter vor. Diese sei jedoch immer noch in der Lage, Entscheidungen zu treff en und sei nicht dauernd und umfas- send urteilsunfähig. Es bestehe keinerlei Erforderlichke it, Erwachsenenschutzmassnahmen anzuordnen. Zudem weisen sie darauf hin, dass die drei Kinder durch Abschlagszahlungen durch den Willensvollstrecker den vermutlich grössten Ante il aus ihrem Erbe bereits erhalten hätten und dass der von der KESB B.____ eingesetzte Re visor keine Unstimmigkeiten in der Buchhaltung festgestellt habe. Die bisher erfolgten Z ahlungen seien mit C.____ abgesprochen worden, so auch Reisekosten und die Schulkosten für die Kinder von D.____. Die vom Be- schwerdeführer kritisierten Kosten für die schwedischen Rec htsvertreter von C.____ seien auf die Klagefreudigkeit des Beschwerdeführers zurückzuführen. Es gebe keine Zahlungen ohne Einverständnis von C.____. Diese bedürfe zwar dauernder Unterstützung im Alltag, sei jedoch sehr wohl in der Lage, einem Gespräch zu folgen, Fra gen zu bejahen und zu verneinen und Zweifel auszudrücken. Die persönliche Betreuung sei besten s organisiert und die Erledigung der finanziellen und administrativen Angelegenheiten funktioniere einwandfrei. Allfällige Aus- gleichsansprüche des Beschwerdeführers seien im Rahmen d er Erbteilung und seine Zweifel an der Gültigkeit des Vorsorgeauftrags seien im Zeitpunkt der Validierung des Vorsorgeauftrags geltend zu machen. U. Mit Präsidialverfügung vom 29. Oktober 2020 wurde da s Gesuch des Beschwerdefüh- rers um Akteneinsicht im Sinne der Erwägungen teilweis e gutgeheissen und verfügt, dass C.____ durch das Präsidium persönlich angehört werde. V. Am 22. Dezember 2020 fand eine persönliche Anhörung von C.____ durch das Präsi- dium der Abteilung Verfassungs- und Verwaltungsrecht statt. W. Mit Verfügung vom 11. Januar 2021 wurde der Fall d er Kammer zur Beurteilung über- wiesen und verfügt, dass das Urteil schriftlich eröffnet werde. Der Antrag des Beschwerdefüh- rers auf Einholung eines neurologischen Gutachtens wurde abgewiesen, die Rechtsvertreter des Beschwerdeführers und der Beigeladenen ersucht, ihr e detaillierte Honorarnote enzu- reichen und den Verfahrensbeteiligten eine Kopie des Anhörungsprotokolls vom 22. Dezember 2020 zur Kenntnisnahme zugestellt. X. Am 20. Januar 2021, am 22. Januar 2021 und am 25. Januar 2021 reichten die Rechts- vertreter ihre Honorarnoten ein. Seite 7 http://www.bl.ch/kantonsgericht Das Kantonsgericht zieht i n E r w ä g u n g : 1. Gemäss Art. 450 Abs. 1 ZGB kann gegen Entscheide ein er Erwachsenenschutzbehör- de Beschwerde beim zuständigen Gericht erhoben werden. Das Verfahren richtet sich nach den Art. 450 bis 450e ZGB. Im Übrigen sind die Bestimmung en des kantonalen Verwaltungspro- zessrechts anwendbar (vgl. § 66 Abs. 2 des kantonalen Ges etzes über die Einführung des Zi- vilgesetzbuchs [EG ZGB] vom 16. November 2006). Demnach ist die Fünferkammer der Abtei- lung Verfassungs- und Verwaltungsrecht des Kantonsgeric hts zur Beurteilung der vorliegenden Beschwerde zuständig (§ 1 Abs. 2 des Gesetzes über die Verfassungs- und Verwaltungspro- zessordnung [VPO] vom 16. Dezember 1993). Nach Art. 450 A bs. 2 ZGB sind Personen zur Beschwerde befugt, die am Verfahren beteiligt sind (Z iff. 1), die der betroffenen Person nahe- stehen (Ziff. 2) oder die ein rechtlich geschütztes Int eresse an der Aufhebung oder Änderung des angefochtenen Entscheids haben (Ziff. 3). Gemäss Ar t. 450a Abs. 1 ZGB können mit der Beschwerde Rechtsverletzungen (Ziff. 1), die unrichtig e oder unvollständige Feststellung des Sachverhalts (Ziff. 2) sowie die Unangemessenheit (Ziff. 3) gerügt werden. Dem Kantonsgericht kommt bei der Beurteilung der vorliegenden Beschwerde somit volle Kognition zu. 2.1 Im vorliegenden Verfahren machen die Beigeladene n zunächst geltend, der Be- schwerdeführer sei nicht zur Beschwerde legitimiert, da er unter objektiven Gesichtspunkten nicht als geeignet erscheine, im Erwachsenenschutzverfahre n die Interessen seiner Mutter zu vertreten. Er befinde sich mit der Mutter in einem Er bstreit, in welchem der Beschwerdeführer eigene fiskalische Interessen verfolge. Seine Beziehung zur Beigeladenen sei seit vielen Jahren von diesem Streit geprägt, weshalb der Beschwerdeführer nicht als nahestehende Person im Sinne des Gesetzes gelte. In diesem Zusammenhang verwei st der Beschwerdeführer im We- sentlichen auf das Urteil des Kantonsgerichts vom 10. Jan uar 2018. Darin habe das Gericht festgestellt, dass er als nahestehende Person zu gelten h abe und ihm damit die Be- schwerdelegitimation zustehe. 2.2 Streitgegenstand des kantonsgerichtlichen Verfahren s Nr. 810 17 228 und somit des Urteils vom 10. Januar 2018 bildete die Frage, ob dem Beschwerdeführer ein Recht auf Akten- einsicht hinsichtlich des seine Mutter betreffenden Erwa chsenenschutzverfahrens zukomme. Das Gericht führte aus, dass ein gewisses fiskalisches Interesse des Beschwerdeführers an der Sache nicht von der Hand zu weisen sei, dennoch werde der Beschwerdeführer – als Sohn der Beigeladenen – auch ein Interesse an ihrem Wohlergeh en haben, wie er dies auch nachweis- lich bei seinem Vater gehabt habe. Das Kantonsgericht entschied sodann, dass der Beschwer- deführer als Sohn der Beigeladenen als nahestehende Pe rson gelte, ihm die Beschwerdelegi- timation und damit ein Akteneinsichtsrecht zukommen wür den. Es wies die Sache zur Gewäh- rung des Akteneinsichtsrechts an die KESB B.____ zurück, da mit sie über den konkreten Um- fang des Einsichtsrechts entscheide (Urteil des Kantonsgerich ts, Abteilung Verfassungs- und Verwaltungsrecht [KGE VV], vom 10. Januar 2018 [810 17 228] E. 6.2 ff.). Auf die gegen dieses Urteil eingereichte Beschwerde der Beigeladenen trat das Bundesgericht mit Urteil 5A_371/2018 vom 31. Oktober 2018 nicht ein, weil da s Urteil des Kantonsgerichts kein Endent- scheid im Sinne von Art. 90 des Bundesgesetzes über da s Bundesgericht (Bundesgerichtsge- setz, BGG) vom 17. Juni 2005, sondern ein Zwischenentscheid darstelle. Seite 8 http://www.bl.ch/kantonsgericht 2.3 Im Erwachsenenschutzrecht statuiert Art. 450 Abs. 2 Z GB, wer zur Beschwerde gegen Entscheide der Erwachsenenschutzbehörde befugt ist. Nahe stehende Personen berufen sich deshalb in erster Linie auf Art. 450 Abs. 2 Ziff. 2 ZGB, wo sie als direkt Legitimierte ausdrücklich aufgeführt werden. Die Möglichkeit von nahestehenden Personen, Rechtsmittel gegen Ent- scheide zu erheben, geht zurück auf Art. 397d aZGB der B estimmungen zum altrechtlichen Fürsorgerischen Freiheitsentzug (FFE; jetzt: Fürsorger ische Unterbringung [FU]). Nahestehen- de Personen wurden als beschwerdeberechtigt vorgesehen , um eine gerichtliche Überprüfung zu ermöglichen, wenn sich der Betroffene selbst nicht für sich wehren konnte. Dabei ging es um die Wahrung der Interessen des Betroffenen und nicht um Eigeninteressen. Dies zeigt sich auch darin, dass als nahestehende Personen im Sinne von A rt. 397d aZGB diejenigen ausge- schlossen waren, die eigene Interessen verfolgten. Eine A usnahme galt nur, wenn die Eigenin- teressen (im Sinne eines Anspruchs) hätten berücksichtigt werden müssen, diese mithin als schutzwürdig galten (ROLAND FANKHAUSER /N ADJA FISCHER , Die Stellung nahestehender Perso- nen im Kindes- und Erwachsenenschutzrecht, in: FamPra.ch 2019 S. 1069 ff., S. 1081 m.w.H.). Das Bundesgericht hat sich in seiner jüngsten Rechtsprechung klar dafür ausgesprochen, dass nahestehende Personen im Sinne von Art. 450 Abs. 2 Zif f. 2 ZGB nur legitimiert sind, wenn sie Interessen des Betroffenen wahrnehmen (Urteile des Bun desgerichts 5A_112/2015 vom 7. De- zember 2015 E. 2.5.1.1, 5A_522/2016 vom 14. März 2017 E. 2.2.2 und 5A_746/2016 vom 5. April 2017 E. 2.3.2). Das Wort "Nahestehen" meine – so das Bundesgericht – eine auf unmit- telbarer Kenntnis der Persönlichkeit des Betroffenen, von diesem bejahte und von Verantwor- tung für dessen Ergehen geprägte Beziehung, die den Dr itten geeignet erscheinen lasse, Inte- ressen des Betroffenen wahrzunehmen. Diese Beziehung bzw. die Anforderungen daran – (1.) unmittelbare Kenntnis der Persönlichkeit des Betroff enen, (2.) Bejahung durch den Betroffenen und (3.) Verantwortung für das Ergehen des Betroffene n – müssten glaubhaft gemacht werden (Urteil des Bundesgerichts 5A_112/2015 vom 7. Dezember 2015 E. 2.5.1.2). Mit anderen Wor- ten werden die vom Gesetzgeber für nahestehende Pers onen und Familienangehörige vorge- sehenen (Partizipations-)Rechte diesen nicht zu ihren G unsten eingeräumt. Sie stehen im Dienste der Betroffenen und haben eine dienende Funkt ion. Damit stützen sie die tragenden Gedanken des Erwachsenenschutzrechts, nämlich das Wohl der hilfsbedürftigen Betroffenen und die Stärkung derer Selbstbestimmung (F ANKHAUSER /FISCHER , a.a.O., S. 1069 ff., S. 1072). Gestützt auf Art. 450 Abs. 2 Ziff. 2 ZGB ist somit nu r legitimiert, wer der betroffenen Person na- hesteht, dadurch geeignet erscheint, deren Interessen wahrzunehmen, und mit der Beschwerde auch tatsächlich die Interessen der betroffenen Person v erfolgt. Nimmt die Drittperson eigene Interessen wahr, ist unerheblich, ob sie als nahestehe nde Person qualifizieren könnte. Ihre Be- schwerdelegitimation richtet sich diesfalls nach den Voraussetzungen von Art. 450 Abs. 2 Ziff. 3 ZGB (Urteil des Bundesgerichts 5A_112/2015 vom 7. Dezember 2015 E. 2.5.1.1). Ein Dritter ist gestützt auf Art. 450 Abs. 2 Ziff. 3 ZGB jedoch nur dann zur Beschwerde legitimiert, wenn er die Verletzung eigener Rechte geltend macht und ein recht liches Interesse verfolgt, das durch das Erwachsenenschutzrecht geschützt werden soll. Die Gelte ndmachung dieses eigenen (wirt- schaftlichen oder ideellen) rechtlich geschützten Interesse s ist nur zulässig, wenn es mit der fraglichen Massnahme direkt zusammenhängt bzw. mit der M assnahme geschützt werden soll und deshalb von der Kindes- und Erwachsenenschutzbehör de hätte berücksichtigt werden müssen (Urteil des Bundesgerichts 5A_112/2015 vom 7. Dezem ber 2015 E. 2.5.1.3 m.w.H.). Wirtschaftliche Interessen des Dritten begründen indes ke ine Beschwerdebefugnis im Sinn von Seite 9 http://www.bl.ch/kantonsgericht Art. 450 Abs. 2 Ziff. 3 ZGB (Urteil des Bundesgerichts 5 A_483/2015 vom 24. September 2015 E. 3.2). 3. Als Sohn der betroffenen Person ist der Beschwerdefü hrer vermutungsweise als nahe- stehende Person anzuerkennen. Die Vermutung kann jedoch im Einzelfall widerlegt werden, wenn die genannten Anforderungen nicht vorliegen, da s heisst er nicht geeignet erscheint, die Interessen der Betroffenen wahrzunehmen. Ferner kann si ch nicht auf die Legitimation der na- hestehenden Person berufen, wer gar nicht die Intere ssenwahrung der betroffenen Person ver- folgt (vgl. Urteil des Bundesgerichts 5A_112/2015 vom 7. Dezember 2015 E. 2.5.2). Das kan- tonsgerichtliche Verfahren Nr. 810 17 228 nahm wenige Monate nach der Gefährdungsmeldung des Beschwerdeführers vom 6. April 2017 seinen Lauf un d richtete sich gegen die Verfügung der KESB B.____ vom 24. August 2017, mit welcher dem Beschwerdeführer ein Akteneinsichts- recht verweigert worden war. Die Vorinstanz hatte ihre n Entscheid dahingehend begründet, dass der Beschwerdeführer als Sohn zwar vermutungsweise a ls nahestehende Person zu gel- ten habe, aufgrund von Abklärungen jedoch Hinweise aufg etaucht seien, welche eine solche Stellung bezweifeln liessen. Namentlich habe zwischen de m Beschwerdeführer und der Beige- ladenen kein hinreichender Kontakt bestanden, die Betr offene habe die Fürsorge durch den Beschwerdeführer abgelehnt und würde dies auch im Ve rfügungszeitpunkt noch tun. Die Vor- instanz stellte deshalb fest, dass der Beschwerdeführer u nter Berücksichtigung dieser Umstän- de keine nahestehende Person sei. Das Urteil des Kant onsgerichts Nr. 810 17 228 stützte sich auf die sich in den Akten befindenden Hinweise auf di e Qualität der Beziehung zwischen dem Beschwerdeführer und der Beigeladenen, welche keinen eindeutigen Schluss zuliessen, der die Tatsachenvermutung der Beschwerdelegitimation widerlegen würde. Das Kantonsgericht konn- te im Urteilszeitpunkt den Akten keine Anhaltspunkte entn ehmen, welche darauf hingedeutet hätten, dass die Beigeladene eine ausgeprägte Ablehnun g gegenüber dem Beschwerdeführer empfunden habe. Zur Frage, ob der Beschwerdeführer a uch tatsächlich die Interessen seiner Mutter wahrnahm, äusserte sich das Gericht indes nicht (v gl. KGE VV vom 10. Januar 2018 [810 17 228] E. 6.1 f.). Eine Verweigerung der Akte neinsicht war unter diesen Gesichtspunkten nicht zu rechtfertigen und das Akteneinsichtsrecht wurde au fgrund der Stellung des Beschwer- deführers als Sohn der Betroffenen grosszügig erteilt, da das Gericht – trotz der Kenntnis eines erbrechtlichen Verfahrens – offensichtlich davon ausgega ngen war, dass es sich beim Be- schwerdeführer um eine nahestehende Person handelte, welche als geeignet erschien, die Inte- ressen der Betroffenen zu wahren und dies auch tatsächli ch beabsichtigte. An dieser Beurtei- lung kann heute nicht mehr festgehalten werden. Aus de n heute vorliegenden Akten geht für das Kantonsgericht klar hervor, dass der Beschwerdeführer n icht die Interessen seiner Mutter wahrnimmt, sondern für ihn vielmehr eigene finanziell e Interessen im Vordergrund stehen bzw. mit dem vorliegenden Verfahren überwiegend ein wirtsch aftlicher Zweck verfolgt wird, nämlich den Schutz allfälliger erbrechtlicher Ansprüche gegenübe r seiner Mutter und seinen Geschwis- tern. Davon zeugen die weitschweifigen Ausführungen i n der Beschwerdeschrift und in den Eingaben an die Vorinstanz über an seine Geschwister u nd an schwedische Anwälte erfolgte Zahlungen, über in seinen Augen verschwundene Vermögen swerte und die für ihn aus diesem Grunde verbundene Notwendigkeit der Einsetzung einer Vertretungsbeistandschaft für die Vermögensverwaltung. Klare Hinweise, dass er tatsächlich um das Wohlergehen der Mutter besorgt ist, sind keine ersichtlich. Zudem ist zu beachten, dass Parteien, die sich in einem strei- Seite 10 http://www.bl.ch/kantonsgericht tigen gerichtlichen Verfahren gegenüberstehen, klarer weise nicht geeignet sind, in diesem Zu- sammenhang Interessen der anderen Partei wahrzunehmen. Dasselbe gilt hinsichtlich der im Rahmen der Streitigkeit angeordneten erwachsenenschutzre chtlichen Massnahmen (vgl. Urteil des Bundesgerichts 5A_112/ 2015 vom 7. Dezember 2015 E . 2.5.2.2). Das Kantonsgericht kommt heute deshalb zum Schluss, dass der Beschwerdefüh rer mit der vorliegenden Be- schwerde offensichtlich nicht die Interessen seiner Mutte r verfolgt, weshalb unerheblich ist, ob er als nahestehende Person zu gelten habe (Art. 450 A bs. 2 Ziff. 2 ZGB). Im vorliegenden Zu- sammenhang ist auch nicht ersichtlich, inwiefern die vom B eschwerdeführer wahrgenommenen Interessen durch das Erwachsenenschutzrecht im Sinne vo n Art. 450 Abs. 1 Ziff. 3 ZGB ge- schützt sein könnten, er legt auch keine solchen dar, so dass nicht näher darauf einzugehen ist. Der Beschwerdeführer ist nach dem Vorstehenden somit auch nicht nach Art. 450 Abs. 2 Ziff. 3 ZGB beschwerdelegitimiert. Zusammenfassend ist festzustel len, dass der Beschwerdeführer nicht zur Beschwerdeführung legitimiert ist und deshalb auf die Beschwerde nicht einzutreten ist. Wäre auf die Beschwerde einzutreten, so weist das Ge richt darauf hin, dass sie aus den folgenden Erwägungen ohnehin abzuweisen wäre. 4.1 Der Beschwerdeführer hat mit Eingabe vom 6. April 2017 bei der Vorinstanz ein Ge- such um Errichtung einer Vertretungsbeistandschaft für die Vermögensverwaltung sowie für die Vertretung im Rechtsverkehr über seine Mutter gestellt. Die Vorinstanz wies dieses Gesuch ab und erwog im Wesentlichen, dass einerseits die persönliche Betreuung von C.____ optimal ein- gerichtet sei. Andererseits sei bei der Prüfung der No twendigkeit erwachsenenschutzrechtlicher Massnahmen bei der Besorgung der finanziellen und admin istrativen Angelegenheiten zu be- rücksichtigen, dass die Vermögensverhältnisse in einem namhaften Umfang durch den Willens- vollstrecker verwaltet würden. Die Vorinstanz führte au s, dass bei C.____ keine dauernde und umfassende Urteilsunfähigkeit vorliege. Sie sei indes schutzbedürftig, da sie in allen Bereichen umfassend auf die Hilfe Dritter angewiesen sei. Diese Schlussfolgerungen decken sich im We- sentlichen mit den Einschätzungen der Präsidentin anlässlich ihres Besuchs vom 22. Dezember 2020 und den Feststellungen in den Verlaufsberichten de s Hausarztes aus den Jahren 2016, 2017 und 2019, im Abklärungsbericht des Sozialarbeiters vom 3. Mai 2017 und im Zeugnis von Dr. med. M.____ vom 27. August 2019. Anlass zu einer I ntervention der Erwachsenenschutz- behörde bestünde nur insofern, als die Behörde zu Recht die Urteilsfähigkeit (Art. 16 ZGB) der Beigeladenen in Frage stellen würde. Der Begriff der Urteilsfähigkeit enthält zwei Elemente: Die intellektuelle Komponente besteht in der Fähigkeit, Sinn, Zweckmässigkeit und Wirkungen einer bestimmten Handlung zu erkennen; das Willens- bzw. Charakterelement im Vermögen, gemäss der vernünftigen Erkenntnis nach freiem Willen zu han deln und allfälliger fremder Willensbeein- flussung in normaler Weise Widerstand zu leisten (BGE 12 4 III 5 E. 1a m.w.H.; Urteil des Bun- desgerichts 5A_773/2013 vom 5. März 2014 E. 4.1). C.__ __ erscheint durchaus in der Lage zu sein, Entscheidungen zu treffen, auch wenn sie diese nur in stark begrenztem Ausmass mittei- len kann. Es ist unbestritten, dass bei ihr eine Sprachst örung vorliegt, bei der die lautsprachli- che Äusserung beeinträchtigt ist. Für die Annahme einer Störung des Sprachverständnisses liegen in den Akten dagegen keine Hinweise vor. 4.2 Im Weiteren weist die Vorinstanz richtigerweise da rauf hin, dass das Erwachsenen- schutzrecht als zentrale Leitlinie die Stärkung der Solidarität der Familie, der Selbstbestimmung Seite 11 http://www.bl.ch/kantonsgericht und der eigenen Vorsorge festhält. Die zentrale Funkti on des Erwachsenenschutzrechts liegt in der Fürsorge für hilfsbedürftige Personen, sowohl in p ersönlicher als auch finanzieller Hinsicht (Personen- und Vermögenssorge). Geschütztes Rechtsgut des E rwachsenenschutzrechts ist das Wohl der unterstützungsbedürftigen Person, der trag ende Leitgedanke ist deshalb das "Wohl des Schwachen" (Art. 388 Abs. 1 ZGB; FANKHAUSER /FISCHER, a.a.O., S. 1070). Gleich- zeitig sollen Erwachsenenschutzmassnahmen die Selbstbestimm ung der betroffenen Person soweit wie möglich erhalten und fördern (Art. 388 Abs. 2 ZGB). Solange die betroffene Person selber in der Lage ist, die nötige Hilfe zu organisiere n und zu überwachen, besteht kein Anlass für eine behördliche Massnahme. Namentlich bezüglich der Überwachungsmöglichkeiten sind nicht nur die eigenen Fähigkeiten der betroffenen Pe rson von Bedeutung, sondern auch die verschiedenen Beziehungen im Umfeld. Je nach Familienkonst ellation ist mehr oder weniger eigene Überwachung notwendig, weil sich das Umfeld unt er Umständen gegenseitig ausrei- chend kontrolliert. Insoweit sind die Voraussetzungen f ür das behördliche Eingreifen mit der Gesetzesrevision strenger geworden (Urteil des Bundesgericht s 5A_427/2017 vom 6. Februar 2018 E. 2.3; zum früheren Recht vgl. BGE 134 III 385). In der Doktrin wird aus der neusten bundesgerichtlichen Rechtsprechung abgeleitet, dass die eigene Vorsorge auch darin bestehen kann, dass jemand rechtzeitig, d.h. solange noch uneingeschränkte Handlungsfähigkeit besteht, einer Vertrauensperson gestützt auf Art. 35 des Bunde sgesetzes betreffend die Ergänzung des Schweizerischen Zivilgesetzbuchs (Fünfter Teil: Obligation enrecht, OR) vom 30. März 1911 resp. Art. 405 OR für alle nötigen Bereiche Vollmachte n bzw. Aufträge erteilt, welche bei Eintritt einer Urteilsunfähigkeit nicht erlöschen. Dies namentli ch um den Geist des revidierten Rechts, die Selbstbestimmung und den Subsidiaritätsgrundsatz b ezüglich behördlicher Massnahmen des Erwachsenenschutzes (Art. 389 ZGB) ungeschmälert zum Zug kommen zu lassen (Y VO BIDERBOST , Der Vorsorgeauftrag in der Beratung - ein Dutzend Fragen der Praxis, in: Schwei- zerische Zeitschrift für Beurkundungs- und Grundbuchrecht [ ZBGR] 101/2020 S. 337 ff., 342). Mit anderen Worten ist eine Massnahme dann nicht angeze igt, wenn jemand rechtzeitig, d.h. solange eine noch uneingeschränkte Handlungsfähigkeit bes teht, einer vertrauenswürdigen Person für wichtige Bereiche Vollmachten und Aufträge erteilt, die bei Eintritt der Urteilsunfähig- keit nicht erlöschen. Diese Ermächtigungen und Aufträge behalten ihre Gültigkeit, selbst wenn die Vollmacht bzw. Auftrag erteilende Person die Handl ung der Bevollmächtigten nicht mehr überwachen kann (vgl. Urteil des Verwaltungsgerichts Gla rus vom 2. April 2014 [VG.2013. 00131] E. 4.2 m.w.H.). C.____ hat im Oktober 2019 ei nen Vorsorgeauftrag öffentlich beurkun- den lassen. Darin vertraute sie sich in sämtlichen Belan gen (Personensorge, Vermögenssorge und Vertretung im Rechtsverkehr) ihrer Tochter an. Di e im vorliegenden Verfahren geäusserte Kritik des Beschwerdeführers am Vorsorgeauftrag läuft i ns Leere. Wie er selbst darlegt, wurde kein Antrag auf Validierung des Vorsorgeauftrags geste llt, weshalb sich die Frage nach dessen Gültigkeit auch gar nicht stellt. Die Bestimmung von Ar t. 363 Abs. 2 Ziff. 1 ZGB sieht nämlich vor, dass im Prüfungsverfahren im Hinblick auf die Validie rung in einem ersten Schritt geklärt wird, ob der Vorsorgeauftrag "gültig errichtet worden ist". Die rechtsgültige Errichtung des zu validierenden Vorsorgeauftrags hängt von einer Reihe von Voraussetzungen ab, unter anderem vom Bestehen der Handlungsfähigkeit des Auftraggebers im Zeitpunkt der Errichtung des zu validierenden Vorsorgeauftrags (NICO RENZ , Der Vorsorgeauftrag und seine Validierung, Zürich/ Basel/Genf 2020, Zürcher Studien zum Privatrecht [ZSt P], S. 159, S. 162 ff.). Der Beschwerde- führer wird seine Bedenken in Bezug auf die Handlungsf ähigkeit seiner Mutter somit im Rah- Seite 12 http://www.bl.ch/kantonsgericht men des Validierungsverfahrens vorbringen können. Auch o hne Validierung des Vorsorgeauf- trags zeigt das Vorgehen der Beigeladenen immerhin, d ass sie ihrer Tochter volles Vertrauen für den Zeitpunkt schenkt, an dem sie mangels Urteilsfähigkeit die Handlungen der bevollmäch- tigten Personen nicht mehr beurteilen kann. Ferner ha t C.____ früher bereits spezifische Ein- zelvollmachten zu Gunsten ihrer Tochter und eine Generalvollmacht mit kollektiver Zeichnungs- befugnis zu Gunsten beider beigeladenen Kinder ausgest ellt. In ihrer Generalvollmacht vom 14. August 2015 hat sie anerkannt, dass die Vollmacht auc h im Falle ihrer Handlungsunfähig- keit unverändert weiterbestehen soll und unter anderem ausdrücklich vorgesehen, dass ihre beigeladenen Kinder auch Schenkungen machen, Liegenschaften veräussern und belasten und Zahlungen zu ihren Lasten vornehmen können. Die Zahlun g der laufenden und gewöhnlichen Rechnungen fällt dabei aufgrund der Bankvollmacht der Tochter zu. Im persönlichen Bereich liegt ferner eine Patientenverfügung vor, bei der C .____ dieselben Kinder als Vertreter einge- setzt hat. Die Betroffene hat somit offensichtlich von de n rechtlichen Möglichkeiten der eigenen Vorsorge Gebrauch gemacht und in Bezug auf die Vertretung in administrativen und finanziellen Angelegenheiten unbestrittenermassen vorgesorgt. Die I ntegrität und Fachkompetenz der Tochter für diese Aufgabe werden auch vom Beschwerdeführ er nicht in substantiierter Art an- gezweifelt. Im Übrigen war C.____ bei der Erteilung der Vollmachten über das Zerwürfnis zwi- schen den Geschwistern im Bilde und vertraute ihrer Toc hter dennoch diese Aufgaben an. Hin- weise darauf, dass C.____ bei der Vollmachterteilung n icht urteilsfähig gewesen wäre, können weder den Akten entnommen werden noch werden solche vo rgebracht. Die Vorinstanz kam zu Recht zum Schluss, dass C.____ bewusst zwei ihrer Kinder und insbesondere ihre Tochter da- mit betraut hat, für sie die Angelegenheiten zu besor gen, die sie aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr selbst ausführen kann. Aufgrund dieser hinreichenden Eigenvorsorge ist dem Subsi- diaritätsprinzip (Art. 389 Abs. 1 ZGB) Rechnung zu tragen (vgl. Botschaft vom 28. Juni 2006 zur Änderung des Schweizerischen Zivilgesetzbuchs [Erwachsenenschutz, Personenrecht und Kin- desrecht] Bundesblatt [BBl] 2006 7042, Ziff. 2.2.1). Ist die gebotene Unterstützung der hilfsbe- dürftigen Person auf andere Art – durch die Familie, andere nahestehende Personen (vgl. dazu Urteil des Bundesgerichts 5A_663/2013 vom 5. November 2 013 E. 3) oder private oder öffentli- che Dienste – schon gewährleistet, so ordnet die Erwachs enenschutzbehörde keine Massnah- me an (Art. 389 Abs. 1 Ziff. 1 ZGB). 4.3 Die Argumentation des Beschwerdeführers, wonach eine erwachsenenschutzrechtliche Massnahme vorliegend notwendig sei, weil beträchtliche V ermögenswerte verbraucht worden seien, vermag ebenfalls nicht zu überzeugen. Von keiner Seite wird bestritten, dass die Bezah- lung der Schulgelder für die in den Vereinigten Staa ten eingeschulten Grosskinder und die Er- stattung von Reisekosten für Besuche in Europa schon vor l ängerer Zeit respektive bereits zu Lebzeiten des Ehemanns von C.____ etabliert worden waren. Die Vorinstanz hat zu Recht nicht daran gezweifelt, dass die Zahlungen und – ganz allgem ein – die Begünstigung der beiden bei- geladenen Kinder C.____s Willen entsprechen. Es ist jed och ohnehin mit C.____ einig zu ge- hen, dass die Frage, ob diese Zuwendungen in der Höhe von rund Fr. 320’000.-- in ihrem künf- tigen Nachlass auf die Erbteile anrechenbar sein werde n, von einem Zivilrichter zu entscheiden sein wird. Die erbrechtliche Behandlung von – allenfal ls zu wertvollen – Gelegenheitsgeschen- ken ist nicht Gegenstand des Verfahrens um Erlass von Erwa chsenenschutzmassnahmen. Der Beschwerdeführer wird seine Beanstandungen in einem a llfälligen Erbteilungsprozess vorbrin- Seite 13 http://www.bl.ch/kantonsgericht gen können. An dieser Stelle bleibt jedoch darauf hi nzuweisen, dass die Frage, inwiefern es sich bei Zuwendungen um (erlaubte) Gelegenheitsgeschenke handelt, im Lichte des Selbstbe- stimmungsrechts der betroffenen Person grosszügig zu beurte ilen ist (C HRISTOPH HÄFELI , Grundriss zum Kindes- und Erwachsenenschutz, 2. Aufl., Be rn 2016, S. 244). Ganz allgemein gelangt das Kantonsgericht zum Schluss, dass insbesondere au ch unter Berücksichtigung der Revisionsberichte aus den Jahren 2017 und 2019 die Au sgaben dokumentiert und nachvoll- ziehbar sind, kein unbegründeter Abgang von Geld oder W ertschriften erkannt werden kann und sich aus den Akten keine Hinweise ergeben, die geg enüber den Geschwistern des Be- schwerdeführers einen Vorwurf der Misswirtschaft bzw. der B ereicherung rechtfertigen würde. Zudem würde auch eine nach landläufiger Auffassung unve rnünftige Art und Weise, wie eine Person mit ihrem Geld umgeht, allein nicht genügen, um die Betroffene zu verbeiständen. Es ist an dieser Stelle nochmals daran zu erinnern, dass das Er wachsenenschutzrecht dem Schutz der hilfsbedürftigen Person dient, nicht jenem ihrer Erben oder des Gemeinwesens. 5. Zusammenfassend ist festzustellen, dass mangels Legitimat ion des Beschwerdefüh- rers auf die Beschwerde nicht einzutreten ist. Im Übrig en wäre die Beschwerde nach dem vor- stehend Dargelegten ohnehin abzuweisen. Damit erübrige n sich weitere Ausführungen zu den Begehren des Beschwerdeführers im Zusammenhang mit ein er fachärztlichen Begutachtung von C.____ und seinem Gesuch um volle Akteneinsicht. 6.1 Es bleibt über die Kosten zu befinden. Gemäss § 20 Abs. 1 VPO ist das Verfahren vor dem Kantonsgericht kostenpflichtig. Die Verfahrenskosten u mfassen die Gerichtsgebühren so- wie die Beweiskosten und werden in der Regel der unte rliegenden Partei in angemessenem Ausmass auferlegt (§ 20 Abs. 3 VPO). Demzufolge sind d ie Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 3’000.-- dem Beschwerdeführer aufzuerlegen und mi t dem geleisteten Kostenvorschuss in der Höhe von Fr. 1’800.-- zu verrechnen. Der Beschwerd eführer hat somit noch restliche Ver- fahrenskosten in der Höhe von Fr. 1’200.-- zu bezahlen. 6.2 Beim vorliegenden Ausgang des Verfahrens hat der Be schwerdeführer den Beigelade- nen eine Parteientschädigung auszurichten. Der Vertreter von C.____ macht in seiner Honorar- note vom 20. Januar 2021 einen Aufwand von 33.7 Stu nden à Fr. 500.-- und 7.7% MWST gel- tend. Ferner macht er für die Auslagen eine Kleinspese npauschale in der Höhe von 3% des Gesamthonorars geltend. Eine derartige Berechnung der Auslagen widerspricht § 16 Abs. 1 der Tarifordnung für die Anwältinnen und Anwälte (TO) vo m 17. November 2011, wonach Telefon- auslagen, Porti und ähnliche Auslagen nach dem tatsächlichen Aufwand in Rechnung zu stellen sind (§ 16 Abs. 1 TO). Da im vorliegenden Verfahren j edoch offensichtlich Spesen angefallen sind, erscheint eine pauschale Auslagenentschädigung in d er Höhe von Fr. 500.-- als ange- messen. Der ausgewiesene Aufwand von 33.7 Stunden erscheint als angemessen. Der geltend gemachte Aufwand ist praxisgemäss jedoch zu einem Ansa tz von Fr. 250.-- pro Stunde zu ent- schädigen und deshalb entsprechend zu kürzen. Der Vertr eter von D.____ und E.____ bean- tragt in seiner Honorarnote vom 22. Januar 2021 eine n Aufwand von 36.8 Stunden à Fr. 300.-- sowie Auslagen in der Höhe von Fr. 983.60 und 7.7% MWS T. Der ausgewiesene Aufwand von 36.8 Stunden und die geltend gemachten Auslagen erschei nen für das vorliegende Verfahren als angemessen. Der geltend gemachte Aufwand ist ebenf alls praxisgemäss zu einem Ansatz Seite 14 http://www.bl.ch/kantonsgericht von Fr. 250.-- pro Stunde zu entschädigen und deshalb z u kürzen. Demzufolge ist der Beigela- denen C.____ eine reduzierte Parteientschädigung in d er Höhe von Fr. 9’612.25 (inkl. Ausla- genpauschale in der Höhe von Fr. 500.-- und 7.7% MWS T) und den Beigeladenen D.____ und E.____ eine reduzierte Parteientschädigung in der Höh e von Fr. 10’967.75 (inkl. Auslagen und 7.7% MWST) auszurichten. Die übrigen Parteikosten sind wettzuschlagen. Seite 15 http://www.bl.ch/kantonsgericht Demgemäss wird e r k a n n t : ://: 1. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten. 2. Die Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 3’000.-- werden dem Be- schwerdeführer auferlegt und mit dem geleisteten Koste nvorschuss in der Höhe von Fr. 1’800.-- verrechnet. Der Beschwerdeführer hat somit noch restliche Verfahren skosten in der Höhe von Fr. 1’200.-- zu bezahlen. 3. Der Beschwerdeführer hat der Beigeladenen C.____ für das Verfahren vor Kantonsgericht eine reduzierte Parteientschädigung in der Höhe von Fr. 9’612.25 (inkl. Auslagen und 7.7% MWST) auszurichten. Der Beschwerdeführer hat den Beigeladenen D.____ und E.____ für das Verfahren vor Kantonsgericht eine reduzierte Parteient schädigung in der Höhe von Fr. 10’967.75 (inkl. Auslagen und 7.7% MWST) auszurichten. Die übrigen Parteikosten werden wettgeschlagen. Präsidentin Gerichtsschreiberin Gegen diesen Entscheid wurde am 25. Juni 2021 Beschwerde beim Bundesgericht (Verfah- rensnummer 5A_522/2021) erhoben.