<h2>SubmittedText<h2><p>Der Bundesrat wird ersucht, dem Parlament einen Bericht über seine Politik zur Förderung der partnerschaftlichen Arbeitsteilung in der Familie zu unterbreiten. Der Bericht soll insbesondere die folgenden Punkte behandeln:</p><p>1. Welches sind die Ziele der bundesrätlichen Politik? Bis wann will der Bundesrat welche - wenn möglich quantifizierten - Ziele erreicht haben?</p><p>2. Welche Massnahmen wurden bereits ergriffen, und weshalb haben sie offenbar die Ziele nicht erreicht?</p><p>3. Welche Massnahmen gedenkt der Bundesrat zu ergreifen bzw. vorzuschlagen?</p><p>4. Welche Massnahmen, die in anderen europäischen Ländern ergriffen wurden, will der Bundesrat nicht ergreifen bzw. vorschlagen? Warum nicht?</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Das Postulat verlangt einen Bericht des Bundesrates über seine Politik zur Förderung der partnerschaftlichen Arbeitsteilung in der Familie. Diese Forderung deckt sich weitgehend mit derjenigen des Postulates Hochreutener 08.3391, "Wirtschafts- und familienpolitische Bedeutung aktiver Vaterschaft". In seiner Antwort auf diesen Vorstoss umriss der Bundesrat kurz die bestehenden Erwerbsmuster bei Paaren mit Kindern und verwies auf die Schwerpunkte seiner Politik. Diese hat in erster Linie eine bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie zum Ziel, wozu auch die Information und die Sensibilisierung von Bevölkerung und Wirtschaft gehören. Der Bundesrat erachtete die Erstellung eines Berichtes nicht für nötig und beantragte deshalb die Ablehnung des Postulates.</p><p>Der Nationalrat folgte dem Antrag des Bundesrates und lehnte das Postulat am 19. Dezember 2008 ab. Seit diesem Zeitpunkt gibt es keine neuen Erkenntnisse, und im vorliegenden Postulat werden auch keine neuen Argumente geltend gemacht, die heute zu einer anderen Schlussfolgerung führen würden. Der Bundesrat bleibt somit bei seiner Meinung, dass die Erstellung eines entsprechenden Berichtes nicht zielführend ist. Er lehnt deshalb das vorliegende Postulat ab und erachtet es als zweckdienlicher, die für den Bericht erforderlichen Ressourcen direkt in konkrete Massnahmen zu investieren.</p><p>Soweit im vorliegenden Postulat aus den früheren Ausführungen des Bundesrates der Schluss gezogen wird, die bundesrätliche Politik sei ineffizient bzw. gescheitert, ist ihm zu widersprechen. Die bisherigen Massnahmen des Bundesrates stellen wichtige Schritte zur Förderung der Familie bzw. der besseren Vereinbarkeit von Beruf und Familie dar. Allerdings ändern sich in einer durch persönliche Freiheit und Privatautonomie geprägten Gesellschaft die Rollenverständnisse im Verhältnis von Frau und Mann nicht von heute auf morgen.</p>  Der Bundesrat beantragt die Ablehnung des Postulates.