<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="content"> <div class="para"> </div> <div class="para">Bundesgericht </div> <div class="para">Tribunal fédéral </div> <div class="para">Tribunale federale </div> <div class="para">Tribunal federal </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <img height="74" src="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/clir/http/displayimage.php?id=2018-03-14-5A_230-2018.1&amp;type=gif" width="95"/> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>5A_230/2018</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>Urteil vom 14. März 2018</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>II. zivilrechtliche Abteilung</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Besetzung </div> <div class="para">Bundesrichter von Werdt, Präsident, </div> <div class="para">Gerichtsschreiber Möckli. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Verfahrensbeteiligte </div> <div class="para">A.________, </div> <div class="para">Beschwerdeführerin, </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <i>gegen</i> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Psychiatrische Dienste des Kantons Solothurn. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Gegenstand </div> <div class="para">Zwangsmedikation, </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Beschwerde gegen das Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Solothurn vom 27. Februar 2018 (VWBES.2018.52). </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>Sachverhalt:</b> </div> <div class="para">A.________ war vom 27. Februar 2015 bis zum 22. August 2016 in der Psychiatrischen Klinik B.________ fürsorgerisch untergebracht. In der Folge trat sie in ein Wohnheim ein. </div> <div class="para">Mit Entscheid vom 17. August 2016 erliess die KESB Thal-Gäu/Dorneck-Thierstein die Weisung, sie habe sich in regelmässige ambulante Behandlung im Psychiatrischen Ambulatorium U.________ zu begeben und dabei den aufgestellten Behandlungsplan, einschliesslich der verordneten medikamentösen Therapie, lückenlos einzuhalten. </div> <div class="para">Während des Aufenthalts im Wohnheim musste A.________ wegen Exazerbation ihrer paranoiden Schizophrenie immer wieder fürsorgerisch untergebracht werden, so auch am 2. Februar 2018. </div> <div class="para">An diesem Tag wurde A.________ in der Klinik mit dem Medikament Abilify Maintena 400 zwangsmediziert. In der entsprechenden Verfügung für die Behandlung ohne Zustimmung wurde zur Begründung angegeben, dass sie am 30. Januar 2018 die Depot-Injektion verweigert habe. Gemäss den Betreuern des Wohnheims sei sie am Tag darauf derart psychotisch, agitiert und fremdaggressiv gewesen, dass sie nicht länger in der Gruppe tragbar gewesen sei. In der Klinik sei zunächst versucht worden, A.________ wieder auf Clopin einzustellen, was sie aber konsequent verweigert habe. </div> <div class="para">Mit Urteil vom 27. Februar 2018 wies das Verwaltungsgericht des Kantons Solothurn die gegen die Zwangsmedikation erhobene Beschwerde ab. </div> <div class="para">Gegen dieses Urteil hat A.________ am 3. März 2018 (Postaufgabe 8. März 2018) beim Bundesgericht eine Beschwerde eingereicht. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>Erwägungen:</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>1.</b> </div> <div class="para">Angefochten ist der kantonal letztinstanzliche Entscheid betreffend eine Behandlung ohne Zustimmung im Sinn von <span class="artref">Art. 434 ZGB</span>; die Beschwerde in Zivilsachen steht offen (Art. 72 Abs. 2 lit. b Ziff. 6, <span class="artref">Art. 75 Abs. 1 und <artref id="CH/173.110/90" type="start"></artref>Art. 90 BGG</span><artref id="CH/173.110/75/1" type="end"></artref>). </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>2.</b> </div> <div class="para">Die Beschwerde hat ein Rechtsbegehren und eine Begründung zu enthalten (Art. 42. Abs. 1 BGG), in welcher in gedrängter Form dargelegt wird, inwiefern der angefochtene Entscheid Recht verletzt (<span class="artref">Art. 42 Abs. 2 BGG</span>), was eine Auseinandersetzung mit der Begründung des angefochtenen Entscheides erfordert (<a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=36&amp;from_date=08.03.2018&amp;to_date=27.03.2018&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F140-III-115%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page115">BGE 140 III 115</a> E. 2 S. 116). </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>3.</b> </div> <div class="para">Die Beschwerdeführerin macht geltend, sie sei gegen Abilify Maintena 400, weil ihre Stimme tief genug sei und sie vermutlich gar nicht zu wenig männliche Hormone habe; die Ärzte wüssten, was es bedeute, wenn der Hormonhaushalt einer Frau durcheinander gerate. </div> <div class="para">Die Beschwerde enthält kein eigentliches Rechtsbegehren; aber es ist klar, dass die Beschwerdeführerin nicht mit dem Medikament Abilify Maintena 400 behandelt werden möchte. Dies genügt den Anforderungen an Laieneingaben im Zusammenhang mit <span class="artref">Art. 42 Abs. 1 BGG</span>. </div> <div class="para">Indes fehlt es an einer auch nur ansatzweisen Auseinandersetzung mit den ausführlichen Erwägungen des angefochtenen Entscheides, in welchen die ernsthafte Gesundheitsgefährdung, die Behandlungsbedürftigkeit und die betreffende Urteilsunfähigkeit sowie der Behandlungsplan unter Bezugnahme auf das erstellte Gutachten vom 21. Februar 2018 behandelt werden. Es ist nicht ersichtlich, inwiefern das Verwaltungsgericht mit dem abweisenden angefochtenen Entscheid Recht verletzt haben könnte. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>4.</b> </div> <div class="para">Nach dem Gesagten erweist sich die Beschwerde als offensichtlich nicht hinreichend begründet, weshalb auf sie nicht eingetreten werden kann und der Präsident im vereinfachten Verfahren entscheidet (<span class="artref">Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG</span>). </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>5.</b> </div> <div class="para">Angesichts der konkreten Umstände wird auf die Erhebung von Gerichtskosten verzichtet (<span class="artref">Art. 66 Abs. 1 BGG</span>). </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>Demnach erkennt der Präsident:</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>1.</b> </div> <div class="para">Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>2.</b> </div> <div class="para">Es werden keine Gerichtskosten erhoben. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>3.</b> </div> <div class="para">Dieses Urteil wird der Beschwerdeführerin, den Psychiatrischen Diensten des Kantons Solothurn und dem Verwaltungsgericht des Kantons Solothurn schriftlich mitgeteilt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Lausanne, 14. März 2018 </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Im Namen der II. zivilrechtlichen Abteilung </div> <div class="para">des Schweizerischen Bundesgerichts </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Der Präsident: von Werdt </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Der Gerichtsschreiber: Möckli </div> </div></body></html>