<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2003.00124</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=107198&amp;W10_KEY=13013573&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2003.00124</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 30.04.2003</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">4. Abteilung/4. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">AuslÃ¤nderrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Aufenthaltsbewilligung (Familiennachzug) Wegweisung</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Dass die Bewilligungsbehörde über das Gesuch um eine Aufenthaltsbewilligung erst nach Ausreise der über einen grundsätzlichen Anwesenheitsanspruch verfügenden Person befinden will, ist rechtsverletzend. Beschwerdebehandlung in Dreierbesetzung; Gegenstandslosigkeit des Gesuchs um vorsorgliche Massnahme (E. 1). Zuständigkeit des Verwaltungsgerichts zur Hauptsache gegeben, nicht jedoch zur Beurteilung der Wegweisung (E. 2). Die Beschwerdegegnerin hätte das Gesuch um Erteilung der Aufenthaltsbewilligung unabhängig von der Frage der Wegweisung sofort behandeln müssen, weshalb die Sache direkt an sie zurückzuweisen ist (E. 3). Kostenauflage für beide Verfahren je zur Hälfte an die Parteien; keine Parteientschädigung (E. 4). Zur Rechtsmittelbelehrung (E. 5). </b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: AuslÃ¤nderrecht ST: AUFENTHALTSBEWILLIGUNG">AUFENTHALTSBEWILLIGUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: AuslÃ¤nderrecht ST: FAMILIENNACHZUG">FAMILIENNACHZUG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: NICHTEINTRETEN">NICHTEINTRETEN</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: RECHTSVERWEIGERUNG">RECHTSVERWEIGERUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: RECHTSVERZÃGERUNG">RECHTSVERZÃGERUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: RÃCKWEISUNG">RÃCKWEISUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsprozessrecht UR: Allgemeines ST: ÃBRIGES ALLGEMEINES VERWALTUNGSPROZESSRECHT">ÃBRIGES ALLGEMEINES VERWALTUNGSPROZESSRECHT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: AuslÃ¤nderrecht ST: ÃBRIGES FÃRSORGE UND GESUNDHEIT">ÃBRIGES FÃRSORGE UND GESUNDHEIT</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: WEGWEISUNG">WEGWEISUNG</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="gerade">Art. 17 lit. II ANAG</span><br/><span class="ungerade">Art. 1 lit. I ANAV</span><br/><span class="gerade">Art. 17 lit. I ANAV</span><br/><span class="ungerade">Art. 13 lit. I BV</span><br/><span class="gerade">Art. 8 lit. I EMRK</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 2 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Einzug1">I. A D kam anno 1935 in W zur Welt; die dortige StaatsangehÃ¶rigkeit verlor er, als ihn vor Ã¼ber 20 Jahren die Stadt ZÃ¼rich einbÃ¼rgerte, wo er auch heute wohnt. B D, den 15. Mai 1985 aus­ser­ehelich geborener StaatsangehÃ¶riger von X, gelangte am 23. April 2002 mit einem lÃ¤ngstens drei Mona­te gÃ¼ltigen Besuchervisum in die Schweiz; am 13. Mai 2002 ersuchte er um eine Aufent­halts­bewilligung zwecks Verbleibs beim Vater, fÃ¼r den es an einem amtlichen Sorge­rechts­nachweis gebrach.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Die Direktion fÃ¼r Soziales und Sicherheit des Kantons ZÃ¼rich, Migrationsamt, erÃ¶ffnete A D mit einen Tag spÃ¤ter zugestelltem Schreiben vom 10. Juni 2002, B D mÃ¼sse bei Ab­lauf des Visums das Land wieder verlassen; hieran Ã¤ndere das Gesuch nichts, welches erst nach der Ausreise geprÃ¼ft werde.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">A D antwortete unter dem 17. Juni 2002 nebst anderem: "B's Mutter hat sich 1986... entschlossen, das Kind zu verlassen. Seit dieser Zeit bestand kein Kontakt mehr mit der Mutter und ihr Aufenthaltsort ist mir nicht bekannt. Meine Ehefrau... und ich haben deshalb beschlossen, uns um das Kind ... zu kÃ¼m­mern und er ist bisher in X aufgewachsen mit einer von uns finanzierten Pflegemut­ter, da ich jÃ¤hrlich nur kurzfristig nach X reisen konn­te. Meine Familie hat sich nun­mehr entschlossen, B in der Schweiz eine Chance fÃ¼r eine gute Schul- und Berufs­ausbildung zu geben." Mit Brief vom 24. Juni 2002 hielt das Migra­tionsamt an seinem Standpunkt fest und prÃ¤zisierte: "Die ... angesetzte Ausreisefrist ist eine reine Voll­zugshandlung. Als solche konkretisiert sie lediglich die ohnehin von Gesetzes wegen bestehende Rechtslage. Sie ist, da sie dem Betroffenen keine neue Belastung auferlegt, nicht mit fÃ¶rmlichem Rechtsmittel weiterziehbar. GestÃ¼tzt auf diesen Sachverhalt hat B ... die Schweiz daher mit Ablauf der gemÃ¤ss Visum bewilligten Aufenthaltsdauer... wieder zu verlassen."</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">II. A und B D liessen am 11. Juli 2002 rekurrieren mit den An­sinnen, die VerfÃ¼gung der Direktion fÃ¼r Sicherheit und Soziales vom 10. Juni 2002 aufzuheben, B eine Aufenthaltsbewilligung zum Verbleib beim Vater oder jedenfalls im Kanton ZÃ¼rich zu erteilen, eventualiter die Sache zur materiellen Behandlung an die Direk­tion zurÃ¼ckzuweisen sowie im Sinn einer vorsorglichen Massnahme B's Anwesenheit bis zum Rechtsmittelentscheid zu gestatten, alles unter EntschÃ¤digungsfolge zu Lasten der Direktion.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Unter dem 16. Juli 2002 ordnete die Staatskanzlei des Kantons ZÃ¼rich an, bis zum Entscheid Ã¼ber das Gesuch betreffend vorsorgliche Massnahmen dÃ¼rften keine Vollziehungs­­vorkehrungen erfolgen. Die Rekursantwort des Migrationsamts vom 29. Au­gust 2002 Ã¤usserte sich nebst anderem dahin, es sei mit Schreiben vom 10. Juni 2002 auf das Begehren um Erteilung einer Aufenthaltsbewilligung nicht eingetreten. Und eine rekurrentische Eingabe vom 12. Februar 2003 betonte, es gehe hier ebenso um den Wunsch, die Einheit der Familie aufrecht zu erhalten.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Mit Beschluss vom 26. Februar 2003 â dem rekurrentischen Vertreter am 6. MÃ¤rz 2003 ausgehÃ¤ndigt â trat der Regierungsrat auf das Rechtsmittel nicht ein (Dispositiv-Zif­fer I), stellte fest, dass die Direktion keine Rechtsverweigerung begangen habe (Dispo­sitiv-Ziffer II), beauftragte jene, nach Ausreise bzw. Vollzug der Wegweisung von B D das Aufent­haltsbegehren zu behandeln (Dispositiv-Ziffer III), auferlegte die Verfahrenskosten von Fr. 1'442.- A D (Dispositiv-Ziffer IV) und sprach in Dispositiv-Ziffer V keine UmtriebsentschÃ¤digung zu. Die BegrÃ¼ndung beginnt damit, das Anliegen vorsorglicher Massnahmen habe durch den Endentscheid den Gegenstand verloren (E. 1). Sie verneint als­dann insbesondere VerfÃ¼gungscharakter wie Anfechtbarkeit der migrationsamtlichen Schreiben vom 10. und 24. Juni 2002 (E. 4), welche im Ãbrigen das Gesuch um Aufenthalts­bewilligung weder materiell geprÃ¼ft noch durch Nichteintreten erledigt hÃ¤tten (E. 4 f.). Schliesslich werden das Abwarten des Sachentscheids im Ausland als zumutbar und die Er­folgs­aus­sich­ten der Rekurrenten als gering bezeichnet (E. 6).</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">III. A und B D liessen am Montag, 7. April 2003, mit Beschwer­de und dem Antrag an das Verwaltungsgericht gelangen, in vollumfÃ¤nglicher Aufhebung des Beschlusses vom 26. Februar 2003 sei B D (BeschwerdefÃ¼hrer 2) eine Aufenthaltsbewilligung zum Verbleib bei A D (BeschwerdefÃ¼hrer 1) zu erteilen, eventualiter die Sache zur materiellen Behandlung an den Regierungsrat, subeventuali­ter an das Migrationsamt zurÃ¼ckzuweisen, unter EntschÃ¤digungsfolge zu Lasten des Regierungsrats bzw. des Staats; zudem wurde im Sinn einer vorsorglichen Massnahme darum er­sucht, dem BeschwerdefÃ¼hrer 2 den Verbleib im Kanton ZÃ¼rich bis zum Abschluss des Rechts­mittelverfahrens zu erlauben.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Mit PrÃ¤sidialverfÃ¼gung vom 9. April 2003 wurde der Direktion fÃ¼r Soziales und Sicherheit als Beschwerdegegnerin sowie dem Regierungsrat als Vorinstanz eine Frist von zehn Tagen angesetzt, um sich zum Gesuch betreffend einstweiligen Rechtsschutz zu Ã¤us­sern, und eine weitere Frist von 30 Tagen fÃ¼r die Beschwerdeantwort bzw. -vernehmlas­sung. Die Staatskanzlei schloss in ihrer Eingabe vom 15./17. April 2003 auftrags des Regierungsrats auf Abweisung des Rechtsmittels, soweit darauf einzutreten sei, und auf Abwei­sung des Begehrens um Erlass einer vorsorglichen Massnahme, wÃ¤hrend die Beschwer­de­gegnerin die kÃ¼rzere Frist stillschweigend nicht nutzte.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Die BeschwerdefÃ¼hrer liessen dem Gericht mit Begleitschreiben vom 23. April 2003 einen Bericht des Instituts fÃ¼r Rechtsmedizin an der UniversitÃ¤t ZÃ¼rich vom 14. gleichen Monats zukommen, wonach gemÃ¤ss DNA-Analyse der BeschwerdefÃ¼hrer 1 "praktisch erwiesen" der Vater des BeschwerdefÃ¼hrers 2 sei.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Die Kammer zieht in ErwÃ¤gung:</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">1. Schon weil der Regierungsrat als Vorinstanz gewaltet hat, gilt es nach § 38 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 (VRG, LS 175.2) das vorliegende Rechts­mittel in Dreierbesetzung zu erledigen. Das kann ohne Abwarten der Frist fÃ¼r die Beschwerdeantwort geschehen, auf deren Erstatten die Beschwerdegegnerin als solche ja stets zu verzichten pflegt. Der sofortige Endentscheid macht das Gesuch der BeschwerdefÃ¼hrer um Erlass einer vorsorglichen Massnahme gegenstandslos.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">2. <span>§ 43 Abs. 1 lit. h in Verbindung mit Abs. 2 VRG gestattet die Beschwerde beim Verwaltungsgericht auf dem hier gegebenen Gebiet der Fremdenpolizei nur, soweit die Ver­­­waltungsgerichtsbeschwerde an das Bundesgericht offen steht. Das trifft zu fÃ¼r Entschei­de Ã¼ber Aufenthalts- und Niederlassungsbewilligungen, die AuslÃ¤nderInnen bundesrechtlich oder staatsvertraglich beanspruchen dÃ¼rfen (Art. 100 Abs. 1 lit. b Ziff. 3 des Bundesrechtspflegegesetzes vom 16. Dezember 1943 [OG, SR 173.110], e contrario; BGE 128 II 145 E. 1.1.1). Alsdann lÃ¤sst sich auch eine Rechtsverweigerung oder -verzÃ¶gerung anfech­­ten (Alfred KÃ¶lz/JÃ¼rg Bosshart/Martin RÃ¶hl, Kommentar zum Verwaltungsrechtspflege­gesetz des Kantons ZÃ¼rich, 2. A., ZÃ¼rich 1999, §§ 19 N. 66, 41 N. 19 und 43 N. 56). Un­abhÃ¤ngig von solchen AnsprÃ¼chen schliesst indes Art. 100 Abs. 1 lit. b Ziff. 4 OG die (Ver­­waltungsgerichts-)Beschwerde gegen eine Wegweisung absolut aus (BGr, 13. Mai 2002, 2A.20/2002, E. 3.1 Abs. 1, www.bger.ch).</span></p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">a) Vorinstanz und Beschwerdegegnerin stimmen zu Recht Ã¼berein, das Migrations­amt habe mit seinen zwei Schreiben vom Juni 2002 den BeschwerdefÃ¼hrer 2 weggewiesen. Gleichviel, ob das nun wirk­lich "formlos" geschehen sei, wie die VerwaltungsbehÃ¶rden an­nehmen, oder ob es sich in­haltlich doch um VerfÃ¼gungen handle: Soweit der angefochtene Entscheid diese Wegweisung durch die Beschwerdegegnerin beschlÃ¤gt und die Beschwerde sich hiergegen wendet, lÃ¤sst sich nach dem Gesagten auf das Rechtsmittel nicht eintreten. Und insofern die Wegwei­sung in Konflikt geriet mit der fÃ¼r die Dauer des Rekurs- und dann des verwaltungsgerichtlichen Verfahrens vorsorglich nachgesuchten Anwesenheitsbe­willigung zu Gunsten des BeschwerdefÃ¼hrers 2 (vgl. BGr<span>, 13. Mai 2002, 2A.20/2002, ab E. 3.1 Abs. 2, www.bger.ch)</span>, ist der Streitgegenstand inzwischen â wie ebenfalls gesehen â untergegangen.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">b) Im Ãbrigen lÃ¤sst sich die Beschwerde, weil auch die ferneren Eintretensbedingun­­gen ohne weiteres als erfÃ¼llt erscheinen, an die Hand nehmen. Denn der BeschwerdefÃ¼hrer 1 ist Schweizer. Das aktuelle Landesrecht verleiht zwar nicht ausdrÃ¼ck­lich Anspruch auf Nachzug eines Kinds, das nicht einem EG/EFTA-Staat angehÃ¶rt. Auf einen solchen Fall findet aber der fÃ¼r niedergelassene AuslÃ¤nderInnen geltende Art. 17 Abs. 2 Satz 3 des Bundesgesetzes vom 26. MÃ¤rz 1931 Ã¼ber Aufenthalt und Niederlassung der AuslÃ¤nder (ANAG, SR 142.20) analoge Anwendung, wonach ledige Kinder unter 18 Jah­ren in die Niederlassungsbewilligung eingeschlossen werden, wenn sie mit den Eltern zusammen wohnen (werden), oder direkt Art. 8 der EuropÃ¤ischen Menschenrechtskonvention (EMRK, SR 0.101) bzw. der Gleiches besagende Art. 13 Abs. 1 der Bundesverfassung vom 18. Ap­ril 1999 (BV, SR 101) (NiccolÃ² Raselli/Christina Hausammann, AuslÃ¤ndische Kinder sowie andere AngehÃ¶rige, in: Peter Uebersax/Peter MÃ¼nch/Thomas Geiser/Martin Arnold [Hrsg.], AuslÃ¤nderrecht, Basel/Genf/MÃ¼nchen 2002, Rz. 13.22 â auch zum Folgenden â und 13.53 ff.; BGE 126 II 377 E. 7 und 425 E. 2a). Da es im Zusammenhang mit Art. 17 Abs. 2 Satz 3 ANAG fÃ¼r die Beurteilung des Anspruchs auf den Zeitpunkt des Gesuchs an­kommt (BGE 129 II 11 E. 2 S. 13) und der BeschwerdefÃ¼hrer 2, welcher offenbar beim Be­schwerdefÃ¼hrer 1 lebt, am 13. Mai 2002 das MÃ¼ndigkeitsalter noch nicht erreicht hat, liegt ein Anspruch im Sinn von Art. 100 Abs. 1 lit. b Ziff. 3 OG vor. Freilich zweifelt der angefochtene Beschluss am Vater/Sohn-VerhÃ¤ltnis der BeschwerdefÃ¼hrer; diese haben es je­doch unterdessen zumindest glaubhaft gemacht, was fÃ¼r die Bejahung der Eintretensfrage genÃ¼gt (VGr, 23. Oktober 2002, VB.2002.00248, E. 3d).</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Anders als bei Art. 17 Abs. 2 Satz 3 ANAG stellt der Anspruch nach Art. 8 EMRK bzw. Art. 13 Abs. 1 BV nicht auf den Zeitpunkt des Gesuchs ab, sondern auf jenen des Ent­­scheids (BGE 129 II 11 E. 2, auch zum Folgenden). Damit dÃ¼rfte die letztere Rechtsgrund­lage, auf welche sich die BeschwerdefÃ¼hrer berufen, mit Vollendung des 18. Lebens­jahrs durch den BeschwerdefÃ¼hrer 2 am 15. Mai 2003 entfallen. HauptsÃ¤chlich wollen sie sich allerdings auf das am 1. Juni 2002 in Kraft getretene Abkom­men vom 21. Juni 1999 zwischen der EuropÃ¤ischen Gemeinschaft und ihren Mitgliedstaaten einerseits und der Schweizerischen Eidgenossenschaft anderseits Ã¼ber die FreizÃ¼gig­keit (SR 0.142.112.681) stÃ¼tzen; das Bundes­gericht hat aber dessen Anwendbarkeit fÃ¼r den hier verlangten Familien­nachzug einer nicht aus einem EG/EFTA-Staat stammenden Person zu einem im Inland lebenden Schwei­zer BÃ¼rger mit Urteilen vom 17. Januar 2003 verneint (2A.226+246/2002, je E. 3 ff., www.bger.ch; bestÃ¤tigt etwa am 3. MÃ¤rz 2003, 2A.16/2003, E. 1.2; ebenso VGr, 29. Januar 2003, VB.2002.00294, E. 5 ff., www.vgrzh.ch/rechtsprechung).</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Ob die Voraussetzungen des Familiennachzugs immerhin im Sinn der Praxis zu Art. 17 Abs. 2 Satz 3 ANAG effektiv erfÃ¼llt seien (dazu BGE 129 II 11 E. 3), stellt eine Frage der materiellen Beurteilung dar, wozu sich der angefochtene Entscheid erst beilÃ¤ufig, jedoch in bedenkenswerter Weise geÃ¤ussert hat.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">3. Einerlei, ob nun die beiden migrationsamtlichen Schreiben vom Juni 2002 Ã¼berein­stimmend mit der Rekursantwort ein (einstweiliges) Nichteintreten auf das Gesuch um Er­teilung der hier interessierenden Aufenthaltsbewilligung bedeuten oder im Sinn des angefochtenen Beschlusses gerade nicht: <i>Weil ein einschlÃ¤giger Anspruch vorliegt</i>, hÃ¤tte die Be­schwerdegegnerin das Gesuch sofort an die Hand nehmen bzw. â nach der regierungsrÃ¤t­li­chen Denkart â einfach materiell behandeln mÃ¼ssen, ohne abzuwarten, bis die Wegwei­sung des BeschwerdefÃ¼hrers 2 aus der Schweiz greife. Das ergibt sich durch Umkehrschluss aus einem Urteil des Bundesgerichts, welches gefunden hat (13. Mai 2002, 2A.20/2002, E. 2.3, www.bger.ch): "Wenn vorliegend die Fremdenpolizei und der Regierungsrat eine materielle PrÃ¼fung des Gesuchs um Aufenthaltsbewilligung von der vorgÃ¤ngigen Wiederausreise der BeschwerdefÃ¼hrerin abhÃ¤n­gig machen, bedeutet dies nichts anderes, als dass die anbegehrte Bewilligung jedenfalls bis zur ErfÃ¼llung der betreffenden Bedingung zum Vornherein verweigert wird. Damit liegt ein formeller Entscheid Ã¼ber das Bewilligungsgesuch vor. <i>Zur materiellen Behandlung von solchen Bewilligungsgesuchen sind die Kantone, soweit keine gesetzlichen oder staatsvertraglichen AnsprÃ¼che bestehen, nicht verpflichtet, weshalb das Nichteintreten auf ein solches Gesuch keine formelle Rechtsverweigerung darstellt</i> [im Original nicht kursiv] ... FragwÃ¼rdig ist das Vorgehen der Fremdenpolizei allenfalls insoweit, als sie das â nach dem Gesagten haltbare â Nichtanhandnehmen des Gesuchs nicht in der Form einer VerfÃ¼gung (sei es als Nichteintretensentscheid, sei es als SistierungsverfÃ¼gung) mitteilte..." Gewiss verlieren die Verwaltungs­behÃ¶rden alsdann ein Druckmittel, um die Wegweisung durch­zusetzen. Trotzdem las­sen sich kraft Art. 17 Abs. 1 Satz 1 in Verbindung mit Art. 1 Abs. 1 der Vollziehungsverord­nung vom 1. MÃ¤rz 1949 zum Bundesgesetz Ã¼ber Aufenthalt und Niederlassung der AuslÃ¤nder (SR 142.201) selbst rechtmÃ¤ssig eingereiste, aber dem ur­sprÃ¼nglichen Zweck zuwider im Land verbliebene AuslÃ¤nderInnen mit hÃ¤n­gi­gem Anwesen­heitsgesuch unter UmstÃ¤nden aus­schaffen (vgl. zur Problematik Marc Spescha/Peter StrÃ¤uli, AuslÃ¤nderrecht, ZÃ¼rich 2001, S. 114 f., mit Kritik an BGr, 4. Oktober 2000, 2A.367/2000, www.bger.ch, welcher Entscheid jedoch vom gleichen Gericht inhaltlich bestÃ¤tigt wurde am 13. Mai 2002, 2A.20/2002, E. 3.2 Abs. 2, www.bger.ch).</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Soweit sich auf die Beschwerde eintreten lÃ¤sst, gilt es sie mithin gutzuheissen, aber nur teilweise, weil sie principaliter eine sofortige Aufenthaltsbewilligung anstrebt. ZunÃ¤chst mÃ¼ssen nÃ¤mlich deren Voraussetzungen â und zwar unabhÃ¤ngig davon, ob der BeschwerdefÃ¼hrer 2 noch in der Schweiz weile â erstmals eingehend geprÃ¼ft werden, wozu sich eine direkte RÃ¼ckweisung an die Beschwerdegegnerin aufdrÃ¤ngt (vgl. KÃ¶lz/Boss­hart/ RÃ¶hl, Vorbem. zu §§ 19â28 N. 46 ff. sowie §§ 41 N. 20 und 64 N. 1 ff.). Entsprechend sind Dispositiv-Ziffer I des angefochtenen Beschlusses teilweise sowie Dispositiv-Zif­fern II und III gÃ¤nzlich aufzuheben.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">FÃ¼r das weitere Verfahren lÃ¤sst sich zuhanden der Beschwerdegegnerin anfÃ¼gen, dass der Rekurs gerÃ¼gt hat, das Migrationsamt hÃ¤tte laut Art. 12 des Ãbereinkommens vom 20. November 1989 Ã¼ber die Rechte des Kindes (SR 0.107) den BeschwerdefÃ¼hrer 2 anhÃ¶ren mÃ¼ssen. Das trifft indes jedenfalls dann nicht (mehr) zu, wenn ein Kind wie hier selbst Partei ist (BGr, 8. Mai 2002, 2A.550/2001, E. 5.4, und 11. Dezember 2002, 2A.456/2002, E. 3.6, beide unter www.bger.ch; Alexander Misic, Der Grundrechtskatalog, in: Thomas Fleiner/Peter Forster/Alexander Misic/Urs Thalmann [Hrsg.], BV-CF 2000, Die neue schwei­zerische Bundesverfassung, Basel/Genf/MÃ¼nchen 2000, S. 86).</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">4. Bleibt das Grundansinnen der Beschwerde noch in der Schwebe und lÃ¤sst sich bloss der (Sub-)Eventualantrag des Rechtsmittels gutheissen, erscheinen die beiden Beschwer­defÃ¼hrer als nur hÃ¤lftig obsiegend. Sie mÃ¼ssen deshalb nach § 70 in Verbindung mit § 13 Abs. 2 Satz 1 und § 14 VRG die verwaltungsgerichtlichen Kosten zu je einem Viertel tragen, und zwar wegen gemeinsamen Vorgehens unter solidarischer Haftung fÃ¼reinander (KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 14 N. 3), wÃ¤hrend die Beschwerdegegnerin den Rest zu Ã¼bernehmen hat.</p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1">AusgangsgemÃ¤ss kÃ¶nnen die BeschwerdefÃ¼hrer vor Verwaltungsgericht keine Partei­entschÃ¤digung erhalten (§ 17 Abs. 2 VRG). Insofern ist auch Dispositiv-Ziffer V des an­gefochtenen Beschlusses, welche die gleiche Frage fÃ¼r das Rekursverfahren beantwortet, nicht zu beanstanden.</p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1">Hingegen mÃ¼ssen die Kosten des Rekursverfahrens in AbÃ¤nderung von Dispositiv-Ziffer IV des vorinstanzlichen Entscheids gleich wie die verwaltungsgerichtlichen aufgeteilt werden (KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 13 N. 28).</p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1">5. RÃ¼ckweisungsentscheide des Verwaltungsgerichts, welche eine fÃ¼r die Streiterledigung grundsÃ¤tzliche (bundesrechtliche oder staatsvertragliche Haupt-)Frage beurteilen, lassen sich wie Endentscheide mit Verwaltungsgerichtsbeschwerde an das Bundesgericht weiterziehen (KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 64 N. 9). Solches ist hier denkbar, und in diesem Sinn erteilt das nachfolgende Dispositiv eine Rechtsmittelbelehrung. Sollte es sich hier ansons­ten lediglich um einen Zwischenentscheid handeln, bedÃ¼rfte es fÃ¼r seine Anfechtbarkeit eines<span> nicht wieder gut zu machenden Nachteils (KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 56 N. 11+13); alsdann mÃ¼sste die Verwaltungsgerichtsbeschwerde beim Bundesgericht gemÃ¤ss Art. 106 Abs. 1 OG innert zehn Tagen seit ErÃ¶ffnung eingereicht werden.</span></p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1"><a id="Text12"></a>DemgemÃ¤ss entscheidet die Kammer:</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug2">1. Soweit auf die Beschwerde eingetreten wird, wird sie teilweise gutgeheissen.<br/> <br/> Es werden Dispositiv-Ziffer I des regierungsrÃ¤tlichen Beschlusses vom 26. Februar 2003 im Sinn der ErwÃ¤gungen teilweise sowie die dort folgenden Dispositiv-Ziffern II und III gÃ¤nzlich aufgehoben. In teilweiser AbÃ¤nderung von Dispositiv-Ziffer IV des nÃ¤m­lichen Entscheids werden die Kosten des Rekursverfahrens den beiden Rekurrenten, unter solidarischer Haftung fÃ¼reinander, je zu einem Viertel und fÃ¼r den Rest der Re­kursgegnerin auferlegt.<br/> <br/> Die Sache wird an die Beschwerdegegnerin zurÃ¼ckgewiesen, damit diese entgegen den migrationsamtlichen Schreiben vom 10. und 24. Juni 2002 Ã¼ber die Erteilung der nach­gesuchten Aufenthaltsbewilligung fÃ¼r den BeschwerdefÃ¼hrer 2 unbesehen den Erfolg von dessen Wegweisung befinde.<br/> <br/> Im Ãbrigen wird die Beschwerde abgewiesen.</p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2">2. â¦</p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>