<h2>SubmittedText<h2><p>Der Bundesrat wird beauftragt, mit einem Zusatzartikel in der Lebensmittel- und Gebrauchsgegenständeverordnung die Angabe von mehreren Herkünften und einem entsprechenden Hinweis für die Konsumentinnen und Konsumenten für online angebotene Lebensmittel zu ermöglichen.</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Eines der Ziele des Lebensmittelgesetzes (LMG; SR 817.0) ist es, den Konsumentinnen und Konsumenten die für den Erwerb von Lebensmitteln notwendigen Informationen zur Verfügung zu stellen (Art. 1 Bst. d LMG). Dies gilt auch für Einkäufe im Internet. Die <span style="color:black;">Lebensmittel- und Gebrauchsgegenständeverordnung (LGV; SR 817.02)&nbsp;</span>schreibt vor, dass bei vorverpackten Lebensmitteln, die mit Einsatz von Fernkommunikationstechniken (z.B. Internet) angeboten werden, die Konsumentinnen und Konsumenten vor dem Kaufentscheid über die gleichen Angaben verfügen müssen, die bei der Abgabe im Laden zur Verfügung gestellt werden müssen (<span style="color:black;">Art. 44 Abs. 1 LGV)</span>. Dies bedeutet, dass für das im Internet angebotene Lebensmittel ebenfalls nur ein Produktionsland angegeben werden darf.&nbsp;</p><p>Die Herkunft von Lebensmitteln, insbesondere von Fleisch, Obst und Gemüse, ist für die Konsumentinnen und Konsumenten bei der Kaufentscheidung sehr wichtig. Die Angabe mehrerer, je nach Verfügbarkeit wechselnder Produktionsländer stellt aus Sicht des Bundesrates keine genügende Information dar. Eine Auswahl von verschiedenen Ländern wie «Schweiz, Ungarn oder Argentinien» birgt zudem ein grosses Täuschungspotential, indem die Produkte beispielsweise nur in einzelnen Fällen aus der Schweiz, aber meistens aus Argentinien oder Ungarn kommen können. Konsumentinnen und Konsumenten tätigen zunehmend Einkäufe im Internet. Es würde dieser Entwicklung widersprechen, wenn dabei nicht mehr dieselben Informationen zur Verfügung stehen wie bei der Abgabe vor Ort.&nbsp;</p><p>Die Angabe des zutreffenden Produktionslands im Internethandel ist in der technologisch hochentwickelten Schweiz möglich. Der Bundesrat ist sich bewusst, dass dies für die Unternehmen mit einem zusätzlichen Aufwand verbunden sein kann. Er ist jedoch der Auffassung, dass das Interesse der Konsumentinnen und Konsumenten an einer eindeutigen Information über das Produktionsland überwiegt und lehnt daher die geforderte Anpassung der Lebensmittel- und Gebrauchsgegenständeverordnung ab.&nbsp;</p><p>Die Anforderungen zur Information der Konsumentinnen und Konsumenten beim Internethandel sind zudem mit jenen der EU harmonisiert. Eine Annahme der Motion würde im Vergleich zur EU zu einer unerwünschten abweichenden Regelung führen.&nbsp;</p>