<h2>SubmittedText<h2><p>Der Bundesrat wird beauftragt, Massnahmen und geeignete Instrumente vorzuschlagen, damit das Potenzial der Wärme-Kraft-Kopplung besser genutzt werden kann.</p><p>Die folgende Minderheit beantragt, die Motion abzulehnen: Killer, Amstutz, Bigger, Brunner, Messmer, Parmelin, Rutschmann.</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Wärme-Kraft-Kopplungs-Anlagen (WKK) können gleichzeitig Wärme und Strom produzieren und erreichen dadurch einen hohen Wirkungsgrad des eingesetzten Primärenergieträgers. In der Vergangenheit wurde das technische Potenzial allerdings wenig genutzt. Dies hat mehrere Gründe:</p><p>- WKK sind eine zwar effiziente, aber fossile Technologie. </p><p>- Es ist denkbar, den erwarteten Versorgungsengpass durch den breiten Einsatz dezentraler, primär mit Gas betriebener WKK zu decken. Dabei ist allerdings festzuhalten, dass das grösste technische Potenzial im Bereich der kleinen und mittleren WKK liegt. Dies hat vergleichsweise hohe Gesamtkosten zur Folge. Gemäss den Energieperspektiven des Bundesamts für Energie (BFE) ist eine solche Variante gleich teuer, wie wenn der Zubau der Stromproduktion rein auf erneuerbaren Quellen beruht, und rund doppelt so teuer wie eine Angebotsvariante mit zentraler Stromproduktion in Grossanlagen.</p><p>Eine weiterführende Studie hat zusätzliche Hemmnisse eruiert, die dem Einsatz der verschiedenen WKK-Technologien in der Schweiz in einzelnen Anwendungsbereichen entgegenstehen. Die Studie kommt zum Schluss, dass aufgrund der grossen Zahl ökonomischer, technischer und politischer Hemmnisse keine Anwendung zu erkennen ist, die sich in den nächsten Jahren am Markt selbstständig durchsetzen könnte.</p><p>Da ein grossflächiger Einsatz von WKK technische und ökonomische Auswirkungen auf unsere Netzinfrastruktur haben kann, sind diesbezüglich Abklärungen im Gange. Ferner sind die WKK primär auf die Wärmeproduktion auszurichten, damit der Wirkungsgrad hoch ist. Dies macht Potenzialabschätzungen über den künftigen Wärmebedarf in Mehrfamilienhäusern sowie Industrie- und Dienstleistungsbetrieben notwendig. Die ersten Ergebnisse sind in Kürze zu erwarten.</p><p>Sobald die Resultate aus den einzelnen Studien vorliegen, wird das BFE im Rahmen einer WKK-Strategie alle Argumente gewichten und geeignete Instrumente und Massnahmen vorschlagen. Vor der Auswertung der genannten Studien möchte der Bundesrat keine Massnahmen und Instrumente vorschlagen und beantragt deswegen die Ablehnung der Motion. </p><p>Bei einer allfälligen Annahme der Motion im Erstrat wird der Bundesrat im Zweitrat beantragen, den Vorstoss in einen Prüfungsauftrag abzuändern.</p>  Der Bundesrat beantragt die Ablehnung der Motion.