<h2>SubmittedText<h2><p>Der Bundesrat wird beauftragt, die Massnahmen zu Gunsten preisgünstiger Wohnungen gemäss Wohnraumförderungsgesetz umzusetzen</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Die aktuelle Wohnraumförderung des Bundes ist auf die gemeinnützigen Wohnbauträger beschränkt. Diese profitieren von vorteilhaften Finanzierungshilfen (zinsgünstige Darlehen und Bürgschaften). Die Darlehen werden aus dem Fonds de roulement gewährt, dessen Vermögen per Ende 2022 rund 570 Millionen Franken betrug. Gestützt auf den indirekten Gegenvorschlag zur Volksinitiative «Mehr bezahlbare Wohnungen» legt der Bund auch in den kommenden Jahren jährlich rund 26 Millionen in den Fonds ein. Aus dem Fonds werden jährlich neue Darlehen von 50 bis 60 Millionen Franken vergeben; insgesamt werden damit jährlich rund 1’500 Wohnungen gefördert. Für Bürgschaften besteht noch bis 2027 ein Rahmenkredit für Eventualverpflichtungen von 1,7 Milliarden Franken. Die angespannte Lage des Bundeshaushalts erlaubt derzeit keinen Ausbau der Finanzierungshilfen. Einige Kantone, Städte und Gemeinden ergänzen die Bundeshilfe abgestimmt auf die lokalen und regionalen Bedürfnisse.&nbsp;</p><p>Der Bundesrat verfolgt die Entwicklungen auf dem Schweizer Immobilienmarkt sehr aufmerksam. Im Wissen um die sich abzeichnende Wohnungsknappheit hat Bundesrat Guy Parmelin deshalb am 12. Mai 2023 einen runden Tisch einberufen.&nbsp;</p><p>Zusammen mit Vertreterinnen und Vertretern der Kantone, Städte und Gemeinden sowie der Bau- und Immobilienbranche wurden die aktuelle Situation analysiert und verschiedene Lösungsansätze diskutiert. Daraus werden folgende Themenbereiche weiterverfolgt: 1) Innenentwicklung erleichtern und umsetzen; 2) Verfahren klären und beschleunigen; 3) ein besonderes Augenmerk auf bezahlbaren Wohnraum legen. Bis zum Jahresende soll ein Aktionsplan mit möglichen Massnahmen erarbeitet werden, welcher den Beitrag aufzeigt, den die drei Staatsebenen und die Bau- und Immobilienbranche gemeinsam zur Verbesserung der Situation leisten können. Der Bundesrat will die Ergebnisse dieser Arbeiten abwarten und keine Massnahmen einseitig und voreilig beschliessen. Nach Vorliegen des Aktionsplans sollen im Rahmen eines weiteren Runden Tischs gemeinsam und koordiniert gezielte Massnahmen ergriffen und rasch angegangen werden.</p>