<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="content"> <div class="para">[AZA 7] </div> <div class="para">H 367/99 Gb </div> <div class="para"> </div> <div class="para">IV. Kammer </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Bundesrichter Borella, Rüedi und Bundesrichterin Leuzinger; </div> <div class="para">Gerichtsschreiber Arnold </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Urteil vom 9. Januar 2001 </div> <div class="para"> </div> <div class="para">in Sachen </div> <div class="para"> </div> <div class="para">S.________, Beschwerdeführer, vertreten durch Rechtsanwältin Patricia Mieth, Zollikerstrasse 4, Zürich, </div> <div class="para"> </div> <div class="para">gegen </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Ausgleichskasse des Kantons Zürich, Röntgenstrasse 17, Zürich, Beschwerdegegnerin, </div> <div class="para"> </div> <div class="para">und </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich, Winterthur </div> <div class="para"> </div> <div class="para">In Erwägung, </div> <div class="para"> </div> <div class="para">dass S.________ vom 29. September 1989 bis 10. April 1990 Mitglied und anschliessend bis 6. April 1993 Präsident des Verwaltungsrates (mit Einzelunterschrift) der in X.________ domizilierten Firma F.________ AG für Ausbau und </div> <div class="para">Fensterbau war, </div> <div class="para">dass die Ausgleichskasse des Kantons Zürich im Konkurs der Gesellschaft - eröffnet am 4. April 1995, mangels Aktiven am 19. Mai 1995 wieder eingestellt - mit paritätischen Sozialversicherungsbeiträgen und Beiträgen an die kantonale Familienausgleichskasse samt dazugehörigen Folgekosten zu Verlust kam, </div> <div class="para">dass die Ausgleichskasse mit Verfügung vom 23. Februar 1996 S.________ in seiner Eigenschaft als ehemaliger Verwaltungsrat der konkursiten Gesellschaft, wie übrigens auch H.________ und A.________, gestützt auf <span class="artref">Art. 52 AHVG</span> ins </div> <div class="para">Recht fasste, </div> <div class="para">dass S.________ zur Leistung von Schadenersatz in Höhe von Fr. 50'809. 15 verpflichtet wurde, unter solidarischer Haftung von H.________ und A.________, </div> <div class="para">dass S.________ - wie auch H.________ und A.________ - Verwaltungsgerichtsbeschwerde führt und sinngemäss beantragen lässt, in Aufhebung des vorinstanzlichen Entscheides, soweit ihn betreffend, sei die Schadenersatzklage abzuweisen, insoweit sie sich gegen ihn richte, </div> <div class="para">dass die Ausgleichskasse auf eine Vernehmlassung verzichtet, das Bundesamt für Sozialversicherung wie A.________ innert Frist keine Stellungnahme einreichen und H.________ sich zur Sache äussert, ohne einen Antrag zu stellen, </div> <div class="para">dass die Verwaltungsgerichtsbeschwerde unzulässig ist, soweit der vorinstanzlich zugesprochenen Schadenersatzforderung entgangene Beiträge an die kantonale Familienausgleichskasse zu Grunde liegen (<span class="artref">Art. 128 OG</span> e contrario; </div> <div class="para">BGE 124 V 146 Erw. 1 mit Hinweis), </div> <div class="para">dass es sich bei der angefochtenen Verfügung nicht um die Bewilligung oder Verweigerung von Versicherungsleistungen handelt, weshalb das Eidgenössische Versicherungsgericht nur prüft, ob das vorinstanzliche Gericht Bundesrecht verletzt hat, einschliesslich Überschreitung oder Missbrauch des Ermessens, oder ob der rechtserhebliche Sachverhalt offensichtlich unrichtig, unvollständig oder unter Verletzung wesentlicher Verfahrensbestimmungen festgestellt worden ist (Art. 132 in Verbindung mit Art. 104 lit. a und b sowie <span class="artref">Art. 105 Abs. 2 OG</span>), </div> <div class="para">dass das kantonale Gericht die in materiellrechtlicher Hinsicht massgebenden Normen (<span class="artref">Art. 52 AHVG</span>, <span class="artref">Art. 14 Abs. 1 AHVG</span> in Verbindung mit <span class="artref">Art. 34 ff. AHVV</span>) und die Rechtsprechung zur subsidiären Haftbarkeit der Organe (<a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=7&amp;from_date=27.12.2000&amp;to_date=15.01.2001&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F123-V-12%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page15">BGE 123 V 15</a> Erw. 5b), zur Haftungsvoraussetzung des zumindest grobfahrlässigen Verschuldens (<a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=7&amp;from_date=27.12.2000&amp;to_date=15.01.2001&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F108-V-183%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page186">BGE 108 V 186</a> Erw. 1b, 193 Erw. 2b) sowie bezüglich dem dabei zu berücksichtigenden - differenzierten - Sorgfaltsmassstab (<a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=7&amp;from_date=27.12.2000&amp;to_date=15.01.2001&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F108-V-199%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page202">BGE 108 V 202</a> Erw. 3a; vgl. auch Thomas Nussbaumer, Die Haftung des Verwaltungsrates nach <span class="artref">Art. 52 AHVG</span>, in: AJP 9/96, S. 1081), zutreffend wiedergegeben hat, worauf verwiesen werden kann, </div> <div class="para">dass die Vorinstanz, anknüpfend an die im Rahmen von <span class="artref">Art. 105 Abs. 2 OG</span> für das Eidgenössische Versicherungsgericht verbindliche Feststellung des erlittenen Schadens, auch die weiteren Haftungsvoraussetzungen gemäss <span class="artref">Art. 52 AHVG</span> (Organstellung, Widerrechtlichkeit, Verschulden, Kausalität, Nichtverwirkung) und damit den Anspruch der Kasse gegenüber S.________ auf Schadenersatz im Betrag von Fr. 50'809. 15 bejahte, </div> <div class="para">dass das kantonale Gericht in tatsächlicher Hinsicht zutreffend erkannte, dass die in der Folge konkursite Arbeitgeberfirma der ihr obliegenden Beitragsablieferungspflicht (<span class="artref">Art. 14 Abs. 1 AHVG</span>) während längerer Zeit in widerrechtlicher und schuldhafter Weise nicht nachgekommen ist, was sich der Beschwerdeführer als Mitglied und nachmaliger Präsident des Verwaltungsrates unter den gegebenen Umständen, namentlich den einfachen und überschaubaren Verhältnissen, anrechnen lassen muss, </div> <div class="para">dass auch diesbezüglich vollumfänglich auf den angefochtenen Entscheid zu verweisen ist, zumal in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde nichts Wesentliches vorgebracht wird, was nicht bereits Gegenstand der einlässlichen vorinstanzlichen Erwägungen bildete und in deren Rahmen zu Recht verworfen wurde, </div> <div class="para">dass es insbesondere den Beschwerdeführer mit Blick auf die konkreten Verhältnisse nicht zu entlasten vermag, wenn er sich versicherte, dass die Gesellschaft nicht überschuldet war, </div> <div class="para">dass der Beschwerdeführer - bei offenkundig ungenügender Liquidität, im Lichte der im Bericht der Kontrollstelle über die Prüfung der Jahresrechnung per 31. Dezember 1991 (vom 29. Juli 1992) gemachten Vorbehalte betreffend ordnungsgemässer Buchhaltung sowie auf Grund des Auszugs aus dem Betreibungsprotokoll vom 2. November 1992 - vielmehr gehalten gewesen wäre, eine genaue und strenge Kontrolle hinsichtlich der Beobachtung der gesetzlichen Vorschriften auszuüben (<a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=7&amp;from_date=27.12.2000&amp;to_date=15.01.2001&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F114-V-219%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page223">BGE 114 V 223</a> Erw. 4a mit Hinweisen; nicht veröffentlichtes Urteil E. vom 25. Juli 1991, H 224/90) und geeignete Vorkehren für die - rechtzeitige - Beitragszahlung zu treffen, </div> <div class="para">dass dies offensichtlich nicht geschah, weshalb sich der Beschwerdeführer nach dem Gesagten zu Unrecht auf seine Gutgläubigkeit beruft, </div> <div class="para"> </div> <div class="para">erkennt das Eidg. Versicherungsgericht: </div> <div class="para"> </div> <div class="para">I. Die Verwaltungsgerichtsbeschwerde wird abgewiesen, soweit darauf einzutreten ist. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">II. Die Gerichtskosten in Höhe von Fr. 4'000. - werden dem Beschwerdeführer auferlegt und mit dem geleisteten Kostenvorschuss verrechnet. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">III. Dieses Urteil wird den Parteien, dem Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich, dem Bundesamt für Sozialversicherung sowie A.________ und H.________ zugestellt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Luzern, 9. Januar 2001 </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Im Namen des </div> <div class="para">Eidgenössischen Versicherungsgerichts </div> <div class="para">Der Präsident der IV. Kammer: </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Der Gerichtsschreiber: </div> </div></body></html>