<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD HTML 4.01//EN"> <html> <head> <title>AGVE - Archiv</title> <meta charset="utf-8"/><meta content="text/html; charset=utf-8" http-equiv="CONTENT-TYPE"/> <meta content="Weblaw - www.weblaw.ch" name="Publisher"/> </head> <body> <div class="header"><span class="year">2012</span> <span class="title">Bau-, Raumentwicklungs- und Umweltschutzrecht</span> <span class="page_no">113</span></div> <div class="page" id="S1"> <div role="main"><br/> <span class="ft1"><b>III. Bau-, Raumentwicklungs- und Umweltschutzrecht</b></span><br/> <br/> <br/> <br/> <span class="ft2"><b>18 Mobilfunkantenne</b></span><br/> <span class="ft2"><b>Grundsätze der Standortevaluation gemäss § 26 EG UWR</b></span><br/> <br/> <span class="ft3">Urteil des Verwaltungsgerichts, 3. Kammer, vom 28. November 2012 in Sa-</span><br/> <span class="ft3">chen A. AG gegen Regierungsrat sowie Gemeinderat B. (WBE.2011.208).</span><br/> <br/> <span class="ft4"><i>Aus den Erwägungen</i></span><br/> <br/> <span class="ft5">2.</span><br/> <span class="ft5">Es ist unstreitig, dass die geplante Mobilfunkanlage mit den im</span><br/> <span class="ft5">Standortdatenblatt angegebenen Sendeleistungen und Neigungs-</span><br/> <span class="ft5">winkel die Anlage- und Immissionsgrenzwerte der Verordnung über</span><br/> <span class="ft5">den Schutz vor nichtionisierender Strahlung vom 23. Dezember 1999</span><br/> <span class="ft5">(NISV; SR 814.710) rechnerisch einhält. Ebenfalls unbestritten ist</span><br/> <span class="ft5">die Zonenkonformität der Anlage. Streitig ist im vorliegenden</span><br/> <span class="ft5">Verfahren einzig die Bedeutung von § 26 EG UWR und die Frage,</span><br/> <span class="ft5">ob eine rechtsgenügende Standortevaluation im Sinne der Bestim-</span><br/> <span class="ft5">mung stattgefunden hat.</span><br/> <span class="ft5">§ 26 EG UWR lautet:</span><br/> <span class="ft3">"Der am besten geeignete Standort von Antennen, die den bundesrechtlichen</span><br/> <span class="ft3">Vorschriften über den Schutz vor nichtionisierender Strahlung unterstehen, ist ge-</span><br/> <span class="ft3">stützt auf eine Abwägung der Interessen der Betreiberinnen beziehungsweise der</span><br/> <span class="ft3">Betreiber und der Standortgemeinde sowie gegebenenfalls betroffener Nachbarge-</span><br/> <span class="ft3">meinden zu wählen. Die Interessenabwägung berücksichtigt insbesondere Aspekte</span><br/> <span class="ft3">des Landschafts- und des Ortsbildschutzes sowie der Siedlungsentwicklung."</span><br/> <span class="ft5">3. (...)</span><br/> <span class="ft5">4.</span><br/> <span class="ft5">4.1.</span><br/> <span class="ft5">Der Beschwerdeführerin ist dahingehend zu folgen, dass ein</span><br/> <span class="ft5">Rechtsanspruch auf Erteilung der Baubewilligung besteht, wenn ein</span><br/></div> </div> <div class="header"><span class="year">2012</span> <span class="title">Verwaltungsgericht</span> <span class="page_no">114</span></div> <div class="page" id="S2"> <div role="main"><br/> <span class="ft5">Bauvorhaben sämtliche Bewilligungsvoraussetzungen erfüllt</span><br/> <span class="ft5">(vgl. Art. 22 Abs. 2 und 3 RPG). Gemäss bundesgerichtlicher Recht-</span><br/> <span class="ft5">sprechung sind Gemeinden und Kantone jedoch im Rahmen ihrer</span><br/> <span class="ft5">Zuständigkeiten grundsätzlich befugt, Bau- und Zonenvorschriften</span><br/> <span class="ft5">zu Mobilfunkanlagen zu erlassen, sofern sie die bundesrechtlichen</span><br/> <span class="ft5">Schranken beachten, die sich insbesondere aus dem Umwelt- und</span><br/> <span class="ft5">Fernmelderecht ergeben. Unter Vorbehalt der gewährleisteten Grund-</span><br/> <span class="ft5">versorgung mit Fernmeldediensten ist es beispielsweise zulässig,</span><br/> <span class="ft5">baupolizeilich eine Standortevaluation als Voraussetzung der Er-</span><br/> <span class="ft5">stellung von Mobilfunkantennen vorzuschreiben, wobei der Standort</span><br/> <span class="ft5">in einer umfassenden Interessenabwägung festzulegen sei</span><br/> <span class="ft5">(BGE 133 II 353, Erw. 4.2).</span><br/> <span class="ft5">Der Kanton Aargau hat mit § 26 EG UWR die erforderliche</span><br/> <span class="ft5">Grundlage geschaffen, welche am 1. September 2008 in Kraft getre-</span><br/> <span class="ft5">ten ist.</span><br/> <span class="ft5">4.2.</span><br/> <span class="ft5">4.2.1.</span><br/> <span class="ft5">Die Beschwerdeführerin bestreitet, dass § 26 EG UWR eine ge-</span><br/> <span class="ft5">nügende gesetzliche Grundlage darstelle und bringt im Wesentlichen</span><br/> <span class="ft5">vor, es handle sich um eine Norm mit weitgehend programmati-</span><br/> <span class="ft5">schem Charakter, welche nicht genügend bestimmt sei. Sie weise</span><br/> <span class="ft5">keiner Partei spezifische Rechte oder Pflichten zu und unterlasse es</span><br/> <span class="ft5">sowohl die Beweislast bzw. Nachweispflicht für den besten Standort</span><br/> <span class="ft5">zu regeln als auch der Baubehörde oder einem anderen Beteiligten</span><br/> <span class="ft5">das "letzte Wort" zuzuweisen. Ferner sei sie rein raumplanungsrecht-</span><br/> <span class="ft5">lich motiviert. Dagegen erfasse sie keineswegs irgendeine Form von</span><br/> <span class="ft5">Radioplanung, welche nicht zum Gegenstand des Baubewilligungs-</span><br/> <span class="ft5">verfahrens gemacht werden könne. Entsprechend sei die Betreiberin</span><br/> <span class="ft5">nicht verpflichtet eine spezifische Standortkoordination mit beste-</span><br/> <span class="ft5">henden und zukünftigen Mobilfunkantennen vorzunehmen oder ei-</span><br/> <span class="ft5">nen Bedürfnisnachweis zu erbringen. Sie müsse weder eine Netzab-</span><br/> <span class="ft5">deckungslücke nachweisen noch Aufschluss über die konkrete Ab-</span><br/> <span class="ft5">deckungssituation geben.</span><br/> <span class="ft5">4.2.2.</span><br/> <span class="ft5">Ein Rechtssatz, auf den sich eine Verfügung stützt, muss genü-</span><br/> <span class="ft5">gend bestimmt sein. Gemäss Bundesgericht muss das Gesetz so prä-</span><br/></div> </div> <div class="header"><span class="year">2012</span> <span class="title">Bau-, Raumentwicklungs- und Umweltschutzrecht</span> <span class="page_no">115</span></div> <div class="page" id="S3"> <div role="main"><br/> <span class="ft5">zis formuliert sein, dass der Bürger sein Verhalten danach einrichten</span><br/> <span class="ft5">und die Folgen eines bestimmten Verhaltens mit einem den Umstän-</span><br/> <span class="ft5">den entsprechenden Grad an Gewissheit erkennen kann (BGE 109</span><br/> <span class="ft5">IA 273, Erw. 4d; vgl. zum Ganzen Ulrich Häfelin/Georg Müller/Felix</span><br/> <span class="ft5">Uhlmann, Allgemeines Verwaltungsrecht, 6. Auflage, Zürich/</span><br/> <span class="ft5">St. Gallen 2010, Rz. 387).</span><br/> <span class="ft5">Entgegen der Ansicht der Beschwerdeführerin erfüllt die Re-</span><br/> <span class="ft5">gelung gemäss § 26 EG UWR diese Voraussetzungen. Die Bestim-</span><br/> <span class="ft5">mung legt fest, dass die Errichtung jeder Mobilfunkanlage auch</span><br/> <span class="ft5">innerhalb der Bauzone am bestgeeigneten Standort zu erfolgen hat,</span><br/> <span class="ft5">wobei sich dieser aus einer Abwägung sowohl der Interessen der</span><br/> <span class="ft5">Betreiberinnen als auch jener der Standortgemeinde sowie allenfalls</span><br/> <span class="ft5">betroffener Nachbargemeinden ergibt. Konkretisierend statuiert sie,</span><br/> <span class="ft5">dass insbesondere die Aspekte des Landschafts- und des Ortsbild-</span><br/> <span class="ft5">schutzes sowie der Siedlungsentwicklung zu berücksichtigen sind.</span><br/> <span class="ft5">Sie setzt ferner die kantonale Kompetenz zur Standortsteuerung von</span><br/> <span class="ft5">Mobilfunkanlagen um, für welche gemäss Rechtsprechung des Bun-</span><br/> <span class="ft5">desgerichts ausdrücklich Raum besteht (siehe oben, Erw. 4.1). Ihr</span><br/> <span class="ft5">Grad an Bestimmtheit erinnert durchaus auch an andere baurechtli-</span><br/> <span class="ft5">che Bestimmungen; zu denken ist etwa an die Standortprüfung und</span><br/> <span class="ft5">Interessenabwägung gemäss Art. 24 RPG. Mithin ordnet sie als</span><br/> <span class="ft5">Voraussetzung der Bewilligung und nicht bloss programmatisch an,</span><br/> <span class="ft5">dass kein die relevanten Interessen insgesamt besser wahrender</span><br/> <span class="ft5">Standort für eine Anlage vorhanden sein darf. Sinn und Zweck von</span><br/> <span class="ft5">§ 26 EG UWR ist, die Standorte von Mobilfunkanlagen aus raum-</span><br/> <span class="ft5">planerischer Sicht zu optimieren (Botschaft des Regierungsrats des</span><br/> <span class="ft5">Kantons Aargau an den Grossen Rat vom 17. Januar 2007, 07.17,</span><br/> <span class="ft5">S. 29). § 26 EG UWR allein bietet in keinem Fall Hand dazu, eine</span><br/> <span class="ft5">Mobilfunkanlage gänzlich zu verhindern, bildet aber die Grundlage</span><br/> <span class="ft5">dafür, diese dem bestgeeigneten Standort zuzuführen. Entgegen der</span><br/> <span class="ft5">Ansicht der Beschwerdeführerin verhindert die Bestimmung inso-</span><br/> <span class="ft5">fern, dass die Bewilligungsbehörde eine Anlage ohne weiteres am</span><br/> <span class="ft5">vom Betreiber gewählten Standort zu bewilligen hat, obschon sie</span><br/> <span class="ft5">zonenkonform ist und alle sonst anwendbaren Bauvorschriften und</span><br/> <span class="ft5">Grenzwerte einhält (vgl. Benjamin Wittwer, Bewilligung von Mobil-</span><br/> <span class="ft5">funkanlagen, 2. Auflage, Zürich 2008, S. 119 ff.). Die Interessenab-</span><br/></div> </div> <div class="header"><span class="year">2012</span> <span class="title">Verwaltungsgericht</span> <span class="page_no">116</span></div> <div class="page" id="S4"> <div role="main"><br/> <span class="ft5">wägung kann dabei lediglich im Rahmen bundesrechtlicher Schran-</span><br/> <span class="ft5">ken, namentlich des Umweltrechts, erfolgen: Insbesondere darf das</span><br/> <span class="ft5">Kriterium der Minimierung der Strahlenbelastung (etwa in einem</span><br/> <span class="ft5">Wohngebiet) keine Rolle spielen, da der Schutz vor nichtionisieren-</span><br/> <span class="ft5">der Strahlung in der NISV unter Festlegung von Grenzwerten ab-</span><br/> <span class="ft5">schliessend geregelt ist (Botschaft des Regierungsrats, a.a.O., S. 29;</span><br/> <span class="ft5">vgl. Wittwer, a.a.O., S. 92, 97). Entsprechend sind auch rein subjek-</span><br/> <span class="ft5">tive Befindlichkeiten oder Gesundheitsbedenken der Anwohner nicht</span><br/> <span class="ft5">zu berücksichtigen. Im Rahmen der Abwägung stehen sich einerseits</span><br/> <span class="ft5">die raumplanerischen Interessen der Standortgemeinde - je nach</span><br/> <span class="ft5">Standort auch der Nachbargemeinden - und andererseits die privaten</span><br/> <span class="ft5">Interessen der Betreiber unter Beachtung ihrer Wirtschaftsfreiheit</span><br/> <span class="ft5">und der auch bundesrechtlich bezweckten Versorgung der Bevölke-</span><br/> <span class="ft5">rung mit Fernmeldediensten gegenüber. Die Materialien machen</span><br/> <span class="ft5">deutlich, dass der Gesetzgeber auch die Verminderung der Verkaufs-</span><br/> <span class="ft5">chancen von Liegenschaften und den (objektiven) Attraktivitätsver-</span><br/> <span class="ft5">lust von Wohnquartieren als planerisch relevante Auswirkungen ver-</span><br/> <span class="ft5">stand (Botschaft Regierungsrat, a.a.O., S. 29).</span><br/> <span class="ft5">Entgegen der Ansicht der Beschwerdeführerin ist eine aus-</span><br/> <span class="ft5">drückliche Bezeichnung der pflichtigen Rechtssubjekte durch den</span><br/> <span class="ft5">Gesetzeswortlaut weder im Lichte des Bestimmtheitsgebots notwen-</span><br/> <span class="ft5">dig noch entspricht sie der Regel bei anderen bewilligungsrelevanten</span><br/> <span class="ft5">Vorschriften (siehe bereits Art. 22 RPG). Einsichtigerweise obliegt es</span><br/> <span class="ft5">der zuständigen Baubehörde, das Baugesuch unter Vornahme der</span><br/> <span class="ft5">Interessenabwägung zu prüfen und über die Bewilligungsfähigkeit</span><br/> <span class="ft5">des Bauvorhabens zu entscheiden. Insofern (und nur insofern) hat sie</span><br/> <span class="ft5">"das letzte Wort", wie es die Beschwerdeführerin ausdrückt. Soweit</span><br/> <span class="ft5">die Beschwerdeführerin eine Regelung der "Beweislast" bzw.</span><br/> <span class="ft5">"Nachweispflicht" vermisst, greifen zunächst die allgemein und in</span><br/> <span class="ft5">jedem baurechtlichen Verfahren anwendbaren Verfahrensgrundsätze.</span><br/> <span class="ft5">So trifft die Bauherrschaft eine Mitwirkungspflicht (§ 23 VRPG),</span><br/> <span class="ft5">welche der Ermittlung des Sachverhalts von Amtes wegen (§ 17</span><br/> <span class="ft5">VRPG) Schranken setzt. Insbesondere muss das Baugesuch die für</span><br/> <span class="ft5">die Beurteilung notwendigen Angaben, Pläne, Begründungen und</span><br/> <span class="ft5">Unterlagen enthalten (§ 31 ABauV; § 51 BauV), damit die relevanten</span><br/></div> </div> <div class="header"><span class="year">2012</span> <span class="title">Bau-, Raumentwicklungs- und Umweltschutzrecht</span> <span class="page_no">117</span></div> <div class="page" id="S5"> <div role="main"><br/> <span class="ft5">Vorschriften überhaupt angewendet und die Bewilligungsvorausset-</span><br/> <span class="ft5">zungen überprüft werden können.</span><br/> <span class="ft5">Entsprechend ist der Beschwerdeführerin zwar darin zuzustim-</span><br/> <span class="ft5">men, dass § 26 EG UWR raumplanerische Optimierung und nicht</span><br/> <span class="ft5">behördliche "Radioplanung" bezweckt. Doch hat die gesetzlich vor-</span><br/> <span class="ft5">geschriebene Interessenabwägung nicht nur raumplanerische, son-</span><br/> <span class="ft5">dern auch die privaten Interessen der Betreiberinnen respektive jenes</span><br/> <span class="ft5">an guter Versorgung einzubeziehen, was bedingt, dass diese nach-</span><br/> <span class="ft5">weis- und ermittelbar sind. Entsprechend ist die Gemeinde darauf</span><br/> <span class="ft5">angewiesen, dass ihr die Betreiberinnen ihre relevanten Bedürfnisse</span><br/> <span class="ft5">offen legen (vgl. auch den Leitfaden Mobilfunk für Gemeinden und</span><br/> <span class="ft5">Städte, Hrsg.: Bundesamt für Umwelt [BAFU] et al., Bern 2010,</span><br/> <span class="ft5">S. 32). Beispielsweise kann die Abwägung zu Gunsten der Betreibe-</span><br/> <span class="ft5">rin ergeben, dass die raumplanerischen Interessen an einem Alterna-</span><br/> <span class="ft5">tivstandort aufgrund seiner geringen funktechnischen Geeignetheit,</span><br/> <span class="ft5">mangels tatsächlicher bzw. rechtlicher Verfügbarkeit des Standorts</span><br/> <span class="ft5">oder infolge wirtschaftlicher Nachteile der Betreiberin nicht durch-</span><br/> <span class="ft5">zuschlagen vermögen.</span><br/> <span class="ft5">Nach dem Gesagten obliegt es der Mobilfunkbetreiberin zu-</span><br/> <span class="ft5">nächst, im Baugesuch respektive in einem begründeten Standort-</span><br/> <span class="ft5">evaluationsbericht überprüfbare Grundlagen dazu beizubringen, in</span><br/> <span class="ft5">angemessenem Umkreis den aus ihrer Sicht bestgeeigneten von</span><br/> <span class="ft5">mehreren realistischen Standorten gewählt zu haben. Dabei ist die</span><br/> <span class="ft5">Versorgungssituation und der funktechnische Nutzen im ent-</span><br/> <span class="ft5">sprechenden Gebiet - soweit für die Interessenabwägung relevant</span><br/> <span class="ft5">und technisch zumutbar - mit Hilfe von Simulationsmodellen zu</span><br/> <span class="ft5">veranschaulichen. In diesem Sinne ist auch ausreichend detailliertes</span><br/> <span class="ft5">Kartenmaterial notwendig. Die Standortevaluation ist aber keines-</span><br/> <span class="ft5">wegs allein Sache der Betreiberinnen, zumal § 26 EG UWR der Ge-</span><br/> <span class="ft5">danke der Kooperation zugrunde liegt (siehe unten, Erw. 4.3) und</span><br/> <span class="ft5">eine Hilfestellung seitens der mit den örtlichen Verhältnissen am</span><br/> <span class="ft5">besten vertrauten Baubehörde erwartet werden kann. Die zuständige</span><br/> <span class="ft5">Baubehörde kann mit Blick auf die planerischen öffentlichen Interes-</span><br/> <span class="ft5">sen einzelne und aus ihrer Sicht besser geeignete Alternativstandorte</span><br/> <span class="ft5">innert nützlicher Frist einbringen und der Betreiberin in geeigneter</span><br/> <span class="ft5">Form zur Stellungnahme vorlegen. Zudem hat sie für ein beförderli-</span><br/></div> </div> <div class="header"><span class="year">2012</span> <span class="title">Verwaltungsgericht</span> <span class="page_no">118</span></div> <div class="page" id="S6"> <div role="main"><br/> <span class="ft5">ches Verfahren zu sorgen und fehlende Grundlagen rechtzeitig einzu-</span><br/> <span class="ft5">fordern. Die zuständige Baubehörde hat die Interessen am beantrag-</span><br/> <span class="ft5">ten Standort pflichtgemäss gegenüber denjenigen an einem Alterna-</span><br/> <span class="ft5">tivstandort abzuwägen und - insbesondere bei einem vom anbegehr-</span><br/> <span class="ft5">ten abweichenden Standort - detailliert und nachvollziehbar zu be-</span><br/> <span class="ft5">gründen, inwieweit die planerischen Interessen dort besser gewähr-</span><br/> <span class="ft5">leistet sind.</span><br/> <span class="ft5">4.2.3.</span><br/> <span class="ft5">Nach Ansicht der Beschwerdeführerin zeigt sich die Konkreti-</span><br/> <span class="ft5">sierungsbedürftigkeit von § 26 EG UWR auch darin, dass es entge-</span><br/> <span class="ft5">gen dem Wortlaut der Norm kaum je für eine Antenne den einen</span><br/> <span class="ft5">geeignetsten Standort, sondern stets eine Mehrzahl von möglichen</span><br/> <span class="ft5">Standorten gebe, wovon sich manche besser, manche schlechter eig-</span><br/> <span class="ft5">nen. Der Einwand sticht ins Leere: Zwar können sich durchaus meh-</span><br/> <span class="ft5">rere Standorte als grundsätzlich geeignet erweisen. Die gemäss § 26</span><br/> <span class="ft5">EG UWR gebotene Interessenabwägung zielt indes gerade darauf ab,</span><br/> <span class="ft5">auch unter mehreren möglichen den am besten geeigneten Standort</span><br/> <span class="ft5">zu bestimmen, welcher den gegenübergestellten Interessen insgesamt</span><br/> <span class="ft5">am besten Rechnung trägt. Hat die Abwägung tatsächlich im Einzel-</span><br/> <span class="ft5">fall zum Ergebnis, dass mehrere nahezu gleichermassen geeignete</span><br/> <span class="ft5">Standorte existieren, so steht der Gemeinde im Einklang mit der</span><br/> <span class="ft5">Ansicht der Beschwerdeführerin kein "Zuweisungsrecht" zu. Der</span><br/> <span class="ft5">Grundsatz der Verhältnismässigkeit (Art. 5 Abs. 2 BV) und die Wirt-</span><br/> <span class="ft5">schaftsfreiheit (Art. 27 BV) gebieten, dass die Mobilfunkbetreiberin</span><br/> <span class="ft5">unter gleichermassen geeigneten Standorten wählen kann. Steht kein</span><br/> <span class="ft5">besser geeigneter Alternativstandort zur Verfügung, ist die Verweige-</span><br/> <span class="ft5">rung der Baubewilligung für den beantragten Standort unverhältnis-</span><br/> <span class="ft5">mässig bzw. unrechtmässig. Durch verfassungskonforme Auslegung</span><br/> <span class="ft5">von § 26 EG UWR im besagten Sinne ergibt sich ferner, dass ein</span><br/> <span class="ft5">Standort nicht bereits aufgrund jedes noch so geringfügigen Unter-</span><br/> <span class="ft5">schieds zum Alternativstandort als besser geeignet gelten kann.</span><br/> <span class="ft5">Vielmehr muss sich die graduelle Abstufung an Geeignetheit nach-</span><br/> <span class="ft5">vollziehbar und klar begründbar aus der Abwägung ergeben.</span><br/> <span class="ft5">Auch unter diesem Aspekt lässt sich die genügende Bestimmt-</span><br/> <span class="ft5">heit von § 26 EG UWR demgemäss nicht in Frage stellen. Vielmehr</span><br/> <span class="ft5">stellt die Norm eine genügende Gesetzesgrundlage dar.</span><br/></div> </div> <div class="header"><span class="year">2012</span> <span class="title">Bau-, Raumentwicklungs- und Umweltschutzrecht</span> <span class="page_no">119</span></div> <div class="page" id="S7"> <div role="main"><br/> <span class="ft5">4.3.</span><br/> <span class="ft5">Hinzuweisen ist darauf, dass die Absicht des Gesetzgebers bei</span><br/> <span class="ft5">Erlass von § 26 EG UWR in erster Linie war, ein möglichst frühzei-</span><br/> <span class="ft5">tiges Zusammenwirken zwischen Mobilfunkbetreibern und Behörden</span><br/> <span class="ft5">zu fördern. Die planerischen Auswirkungen einer Mobilfunkanlage</span><br/> <span class="ft5">sollen bereits vor einem öffentlichen Bewilligungsverfahren eine</span><br/> <span class="ft5">Optimierung erfahren und die Betreiberinnen schon vor Einreichung</span><br/> <span class="ft5">des Baugesuchs zur Kontaktaufnahme mit der Standortgemeinde</span><br/> <span class="ft5">angehalten sein (Botschaft Regierungsrat, a.a.O., S. 29; vgl. auch den</span><br/> <span class="ft5">Leitfaden Mobilfunk für Gemeinden und Städte, a.a.O., S. 33;</span><br/> <span class="ft5">BGE 133 II 353, Erw. 4.2). Ziel ist dabei, dass das Baugesuch bereits</span><br/> <span class="ft5">für jenen Standort eingegeben wird, der vor Einleitung des Ver-</span><br/> <span class="ft5">fahrens als bestgeeigneter aus der Evaluation hervorgegangen ist.</span><br/> <span class="ft5">Das Gesagte bildet gleichsam klare Leitlinie für das gebotene</span><br/> <span class="ft5">Vorgehen und befördert die Prozessökonomie. Der entsprechenden</span><br/> <span class="ft5">Umsetzung dient in diesem Stadium auch die "Vereinbarung über die</span><br/> <span class="ft5">Standortevaluation und -koordination" zwischen dem Departement</span><br/> <span class="ft5">Bau-, Verkehr und Umwelt des Kantons Aargau und den Mobil-</span><br/> <span class="ft5">funkbetreibern inklusive Beschwerdeführerin (siehe insbesondere</span><br/> <span class="ft5">Art. 2 f.), welche im vorliegenden Fall zum Zeitpunkt der Gesuchs-</span><br/> <span class="ft5">einreichung noch nicht in Kraft stand.</span><br/> <span class="ft5">Wo wie vorliegend ausnahmsweise und entgegen der gesetzge-</span><br/> <span class="ft5">berischen Intention kein eigentliches Evaluationsverfahren vor dem</span><br/> <span class="ft5">Baubewilligungsverfahren stattgefunden hat, ist die Standortprüfung</span><br/> <span class="ft5">in letzterem - grundsätzlich erstinstanzlich - nachzuholen. Gegen-</span><br/> <span class="ft5">teiliges lässt sich aus § 26 EG UWR mangels entsprechender Ein-</span><br/> <span class="ft5">schränkung nicht ableiten. Zudem erscheint naheliegend, dass die</span><br/> <span class="ft5">Betreiberinnen sich nicht durch vor dem Verfahren unterlassene Ko-</span><br/> <span class="ft5">operation einer Standortevaluation entziehen können. Umgekehrt</span><br/> <span class="ft5">sind die Behörden genauso zur Kooperation angehalten. Insbeson-</span><br/> <span class="ft5">dere entspricht es nicht dem Zweck von § 26 EG UWR, den Verfah-</span><br/> <span class="ft5">rensverlauf unverhältnismässig zu erschweren. So ist es den Ge-</span><br/> <span class="ft5">meinden beispielsweise verwehrt, ein Zusammenwirken in Bezug auf</span><br/> <span class="ft5">betreiberseits vorgeschlagene Standorte zu verweigern oder im Laufe</span><br/> <span class="ft5">des Verfahrens gestaffelt immer "neue" mögliche Standorte in den</span><br/> <span class="ft5">Raum zu stellen. Auch Schwierigkeiten der Verfahrenskoordination</span><br/></div> </div> <div class="header"><span class="year">2012</span> <span class="title">Verwaltungsgericht</span> <span class="page_no">120</span></div> <div class="page" id="S8"> <div role="main"><br/> <span class="ft5">oder unnötig angestrengte Verfahren sind tunlichst zu vermeiden.</span><br/> <span class="ft5">Ebenfalls kann nicht Sinn von § 26 EG UWR respektive der Koope-</span><br/> <span class="ft5">rationspflicht sein, dass sich verschiedene Gemeinwesen gegenseitig</span><br/> <span class="ft5">Standorte geradezu "zuzuschieben" versuchen. Die Bestimmung hat</span><br/> <span class="ft5">grundsätzlich auch keine Änderung der gesetzlichen Zuständigkeits-</span><br/> <span class="ft5">ordnung zum Inhalt. Ausdrücklich ist schliesslich darauf hinzuwei-</span><br/> <span class="ft5">sen, dass hinsichtlich der Alternativstandorte, die während des hän-</span><br/> <span class="ft5">gigen Baubewilligungsverfahrens ins Auge gefasst werden, die</span><br/> <span class="ft5">Rechte und Rechtsmittelwege der dort Betroffenen respektive Ein-</span><br/> <span class="ft5">wendungsberechtigten nicht beschnitten werden dürfen (in Bezug auf</span><br/> <span class="ft5">Alternativstandorte ist vorab an die Veröffentlichung und Auflage</span><br/> <span class="ft5">gemäss § 60 BauG zu denken). Es ist ihnen die Ausübung jener</span><br/> <span class="ft5">Rechte zu ermöglichen, die ihnen auch zuteil würden, wenn das</span><br/> <span class="ft5">Baugesuch für den Alternativstandort eingereicht worden wäre. Dies</span><br/> <span class="ft5">bedeutet auch, dass die Gemeinde das Verfahren für ursprünglich im</span><br/> <span class="ft5">Baugesuch bezeichnete Standorte nicht vorab erledigen darf und</span><br/> <span class="ft5">rechtskräftige Entscheide über nur einzelne Standorte zu verhindern</span><br/> <span class="ft5">hat. Vielmehr hat sie die Beurteilung sämtlicher in Frage stehender</span><br/> <span class="ft5">Standorte unter Beachtung der Rechtsgleichheit in demselben for-</span><br/> <span class="ft5">mellen Entscheid gleichzeitig zu eröffnen und dazu entsprechende</span><br/> <span class="ft5">Massnahmen der Verfahrenskoordination vorzunehmen.</span><br/> <span class="ft5">5.</span><br/> <span class="ft5">5.1.</span><br/> <span class="ft5">Im vorliegenden Fall stellt sich ferner die Frage, ob der Ge-</span><br/> <span class="ft5">meinderat gestützt auf § 26 EG UWR trotz innerhalb der Bauzone</span><br/> <span class="ft5">anbegehrten Standorts auch einen solchen ausserhalb der Bauzone</span><br/> <span class="ft5">(hier auf dem Hochspannungsmast Nr. ...) in die Standortprüfung</span><br/> <span class="ft5">einbeziehen durfte. Auf dem rund 200 m vom ersuchten Standort</span><br/> <span class="ft5">entfernten Mast sind unbestrittenermassen bereits die Antennenanla-</span><br/> <span class="ft5">gen der anderen Betreiberinnen errichtet.</span><br/> <span class="ft5">5.2.</span><br/> <span class="ft5">Der Beschwerdeführerin ist ohne weiteres darin zuzustimmen,</span><br/> <span class="ft5">dass die kantonalrechtlich vorgeschriebene Evaluation des bestge-</span><br/> <span class="ft5">eigneten Standorts nicht die Grenze zwischen Bau- und Nichtbauge-</span><br/> <span class="ft5">biet aufheben kann. Zum Vornherein steht fest, dass nicht auf einen</span><br/> <span class="ft5">Alternativstandort ausserhalb der Bauzone ausgewichen werden</span><br/></div> </div> <div class="header"><span class="year">2012</span> <span class="title">Bau-, Raumentwicklungs- und Umweltschutzrecht</span> <span class="page_no">121</span></div> <div class="page" id="S9"> <div role="main"><br/> <span class="ft5">kann, wenn für die Anlage keine bundesrechtlich geregelte Ausnah-</span><br/> <span class="ft5">mebewilligung im Sinne von Art. 24 RPG erteilt werden könnte.</span><br/> <span class="ft5">Dies trifft namentlich zu, wenn es ihr an der erforderlichen Standort-</span><br/> <span class="ft5">gebundenheit (Art. 24 lit. a RPG) fehlt. Mobilfunkanlagen aber sind</span><br/> <span class="ft5">in der Bauzone zonenkonform, soweit sie der Abdeckung dienen</span><br/> <span class="ft5">(BGE 133 II 353, Erw. 4.2). In der Regel sind sie nicht auf einen</span><br/> <span class="ft5">Standort ausserhalb der Bauzone angewiesen und dort entsprechend</span><br/> <span class="ft5">nicht bewilligungsfähig. Als Ausnahme vorbehalten sind Deckungs-</span><br/> <span class="ft5">oder Kapazitätslücken, welche aus funktechnischen Gründen mit</span><br/> <span class="ft5">einem oder mehreren Standorten innerhalb der Bauzone nicht genü-</span><br/> <span class="ft5">gend beseitigt werden können (BGE 133 II 321, Erw. 4.3.3; Urteil</span><br/> <span class="ft5">des Bundesgerichts vom 29. Januar 2009 [1C_345/2008], Erw. 2.3</span><br/> <span class="ft5">mit Hinweisen). Nach bundesgerichtlicher Rechtsprechung können</span><br/> <span class="ft5">Mobilfunkantennen ausserhalb der Bauzone aber auch darüber</span><br/> <span class="ft5">hinaus unter besonderen qualifizierten Umständen ausnahmebewilli-</span><br/> <span class="ft5">gungsfähig sein: Werden sie nämlich auf bereits bestehenden Bauten</span><br/> <span class="ft5">und Anlagen (insbesondere Antennen- und Hochspannungsmasten)</span><br/> <span class="ft5">angebracht und nehmen folglich - im Unterschied zu anderen Bauten</span><br/> <span class="ft5">und Anlagen - kein neues unüberbautes Nichtbauzonenland in An-</span><br/> <span class="ft5">spruch, kann sich eine Mobilfunkantenne ausserhalb der Bauzone</span><br/> <span class="ft5">dann als standortgebunden im Sinne von Art. 24 lit. a RPG erweisen,</span><br/> <span class="ft5">wenn sich der Standort unter Abwägung aller Interessen gegenüber</span><br/> <span class="ft5">jenen innerhalb der Bauzone als wesentlich geeigneter erweist.</span><br/> <span class="ft5">Voraussetzung ist dabei, dass die Anlage keine erhebliche Zweck-</span><br/> <span class="ft5">entfremdung von Nichtbauzonenland bewirkt und nicht störend in</span><br/> <span class="ft5">Erscheinung tritt (Urteil des Bundesgerichts vom 28. August 2009</span><br/> <span class="ft5">[1C_478/2008], Erw. 4.1; BGE 133 II 321, Erw. 4.3.3). Auch vorlie-</span><br/> <span class="ft5">gend steht mit dem vom Gemeinderat alternativ vorgeschlagenen</span><br/> <span class="ft5">Hochspannungsmasten eine bestehende Anlage zur Errichtung der</span><br/> <span class="ft5">Mobilfunkanlage in Frage, wobei offenbar aufgrund der Akten zu-</span><br/> <span class="ft5">mindest Aussicht auf eine Ausnahmebewilligung bestünde: Die Ab-</span><br/> <span class="ft5">teilung für Baubewilligungen des BVU jedenfalls führte in der Ver-</span><br/> <span class="ft5">nehmlassung vom 6. Oktober 2010 zu den entsprechenden Voraus-</span><br/> <span class="ft5">setzungen aus, dass eine Zweckentfremdung von Nichtbauzonenland</span><br/> <span class="ft5">oder eine störende Erscheinung der Antennenanlage wohl ausge-</span><br/> <span class="ft5">schlossen werde könne.</span><br/></div> </div> <div class="header"><span class="year">2012</span> <span class="title">Verwaltungsgericht</span> <span class="page_no">122</span></div> <div class="page" id="S10"> <div role="main"><br/> <span class="ft5">5.3.</span><br/> <span class="ft5">Danach bleibt zu prüfen, ob § 26 EG UWR den Einbezug von</span><br/> <span class="ft5">Alternativstandorten ausserhalb der Bauzone in die Standortprüfung</span><br/> <span class="ft5">nicht nur vor Einleitung des Verfahrens, sondern auch nach Ein-</span><br/> <span class="ft5">reichung eines ordentlichen Baugesuchs zulässt. Die Standortprüfung</span><br/> <span class="ft5">nach Art. 24 RPG und jene gemäss § 26 EG UWR beruhen auf un-</span><br/> <span class="ft5">terschiedlichen Rechtsgrundlagen. Offen gelassen werden kann je-</span><br/> <span class="ft5">doch, ob sich im Sinne der Vorinstanzen die bundesgerichtliche</span><br/> <span class="ft5">Rechtsprechung zu ausserhalb der Bauzone beantragten Ausnahme-</span><br/> <span class="ft5">bewilligungen auf § 26 EG UWR übertragen lässt, dergemäss - für</span><br/> <span class="ft5">die Standortprüfung im Rahmen von Art. 24 RPG - sowohl Standorte</span><br/> <span class="ft5">innerhalb wie ausserhalb der Bauzone zu berücksichtigen sind</span><br/> <span class="ft5">(BGE 133 II 409, Erw. 4.2.; BGE 133 II 321, Erw. 4.3.3; Urteil des</span><br/> <span class="ft5">Bundesgerichts vom 24. April 2012 [1C_405/2011], Erw. 3.1). § 26</span><br/> <span class="ft5">EG UWR jedenfalls enthält keine Einschränkung der Standortprü-</span><br/> <span class="ft5">fung auf das Baugebiet für den Fall der Einreichung eines ordentli-</span><br/> <span class="ft5">chen Baugesuchs. Soweit wie hier eine Installation auf bestehenden</span><br/> <span class="ft5">Antennenstandorten ausserhalb des Siedlungsgebiets in Frage steht,</span><br/> <span class="ft5">kann der entsprechende Standort folglich (unter Voraussetzung der</span><br/> <span class="ft5">Bewilligungsfähigkeit) durchaus einbezogen werden (vgl. auch</span><br/> <span class="ft5">Wittwer, a.a.O., S. 119). Zu beachten sind aber insbesondere die im</span><br/> <span class="ft5">vorliegenden Entscheid statuierten Grundsätze der Verfahrensfüh-</span><br/> <span class="ft5">rung (siehe oben, Erw. 4.3). Ferner bedeutet dies zum Vornherein</span><br/> <span class="ft5">nicht, dass die Mobilfunkbetreiberinnen Standorte ausserhalb der</span><br/> <span class="ft5">Bauzone aus eigener Initiative zu evaluieren verpflichtet sind.</span><br/> <span class="ft5">Demgemäss ist für das vorliegende Bauvorhaben zu evaluieren,</span><br/> <span class="ft5">ob der alternative Standort auf dem Hochspannungsmast oder der</span><br/> <span class="ft5">von der Beschwerdeführerin beantragte Standort sich als geeigneter</span><br/> <span class="ft5">erweist.</span><br/> <br/> <br/></div> </div> </body> </html>