<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2005.00285</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=205402&amp;W10_KEY=13013563&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2005.00285</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 19.10.2005</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">1. Abteilung/1. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Raumplanungs-, Bau- und Umweltrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Baubewilligung und weitere Bewilligungen</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Abbruch einer Scheune und Neubau eines Wohnhauses Soweit sich die Beschwerdeführenden auf Normen berufen, denen auch nachbarschützende Funktion zukommt, wie insbesondere den Abstandsvorschriften, ist die Entfernung ihrer Liegenschaften zum Baugrundstück zu gross, als dass allein aus der Anrufung dieser Normen ihre Betroffenheit ersichtlich ist. Sie haben in keiner Weise darzulegen vermocht, inwiefern sie durch die behauptete Verletzung der Abstandsvorschriften in eigenen Interessen beeinträchtigt werden. - Die häufige Benutzung einer Strasse schafft für sich allein keine legitimationsbegründende Beziehungsnähe, der behauptete Nachteil muss den Rechtsmittelkläger in besonderer Weise treffen. Eine solche Betroffenheit lässt sich nicht schon aufgrund des Umstands schliessen, dass die Beschwerdeführenden Eigentümer von Grundstücken auf beiden Seiten der Engnis sind. Eine besondere Betroffenheit könnte sich allenfalls ergeben, wenn zwischen beiden Grundstücken eine besondere Verbindung bestünde. Vorliegend wurde jedoch keine über die Eigentümerschaft hinaus gehende Verbindung zwischen den beiden Grundstücken geltend gemacht (E. 2.4). Abweisung</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: BERÃHRTSEIN">BERÃHRTSEIN</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: NACHBARLEGITIMATION">NACHBARLEGITIMATION</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: RAUMBEZIEHUNG">RAUMBEZIEHUNG</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="gerade">§ 338a Abs. I PBG</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 3 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Sachverhalt1"><b>I. </b> </p> <p class="Sachverhalt2">Am 9. MÃ¤rz 2005 erteilte der Gemeinderat Hinwil E und D die baurechtliche Bewilligung fÃ¼r den Abbruch einer <span class="UrteilstextChar">Scheune und den Neubau eines Wohnhauses mit zwei Wohnungen auf dem GrundstÃ¼ck Kat.-Nr. 01 an der L-Strasse 02 in Wernetshausen. Gleichzeitig wurden die im koordinierten Verfahren ergangenen VerfÃ¼gungen der Baudirektion des Kantons ZÃ¼rich vom 18. Januar</span> 2005 (strassenpolizeiliche Bewilligung) und vom 8. Februar 2005 (landschaftsschutzrechtliche Bewilligung) sowie des Amtes fÃ¼r Abfall, Wasser, Energie und Luft des Kantons ZÃ¼rich (AWEL) vom 14. Januar 2005 (wasserbaupolizeiliche Bewilligung) erÃ¶ffnet.</p> <p class="Sachverhalt1"><b>II. </b> </p> <p class="Urteilstext">Auf die von A und B gegen diese Bewilligungen erhobenen Rekurse trat die Baurekurskommission am 18. Mai 2005 nicht ein. Verschiedene EinwÃ¤nde wÃ¼rden Fragen betreffen, die nicht Gegenstand der angefochtenen Anordnungen bildeten und deshalb auch nicht zum Gegenstand des Rekursverfahrens gemacht werden kÃ¶nnten. Hinsichtlich der Ã¼brigen RÃ¼gen hÃ¤tten die Rekurrenten als EigentÃ¼mer von GrundstÃ¼cken, die vom BaugrundstÃ¼ck 90 bzw. 130 m entfernt lÃ¤gen, nicht dargelegt, inwiefern sie vom Bauvorhaben mehr als beliebige Dritte betroffen seien.</p> <p class="Sachverhalt1"><b>III. </b> </p> <p class="Urteilstext">Mit Beschwerde vom 29. Juni 2005 liessen A und B dem Verwaltungsgericht Aufhebung des Rekursentscheids und RÃ¼ckweisung der Sache an die Vorinstanz, eventuell die Aufhebung der angefochtenen Bewilligungen beantragen, unter Kosten- und EntschÃ¤digungsfolgen zulasten der Beschwerdegegnerschaft.</p> <p class="Urteilstext">Die Baudirektion am 5., das AWEL am 19. und die Vorinstanz am 21. Juli 2005 schlossen auf Abweisung der Beschwerde. Der Gemeinderat Hinwil und die privaten Beschwerdegegner liessen sich nicht vernehmen.</p> <p class="Einzug1"><span>Die Kammer</span><span> zieht in ErwÃ¤gung:</span></p> <p class="Erwgung1"><b>1. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>1.1 </b>Die BeschwerdefÃ¼hrenden machen geltend, die Baurekurskommission sei zu Unrecht nicht auf ihr Rechtsmittel eingetreten. â Als formell unterlegene Rekurrierende sind sie befugt, den Nichteintretensentscheid mit Beschwerde beim Verwaltungsgericht anzufechten und geltend zu machen, die Vorinstanz sei zu Unrecht auf ihr Rechtsmittel nicht eingetreten (Alfred KÃ¶lz/JÃ¼rg Bosshart/Martin RÃ¶hl, Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons ZÃ¼rich, 2. A., ZÃ¼rich 1999, Vorbem. zu §§ 19â28 N. 98 sowie § 21 N. 28).</p> <p class="Erwgung2"><b>1.2 </b>Die BeschwerdefÃ¼hrenden rÃ¼gen den Beschluss der Vorinstanz nur insofern, als diese ihr Nichteintreten mit der fehlenden Legitimation der Rekurrenten begrÃ¼ndet hat. Nicht angefochten wird der Nichteintretensbeschluss insofern, als sich die EinwÃ¤nde der Rekurrenten auf Fragen bezogen, die nicht Gegenstand der angefochtenen Bewilligungen waren und auch nicht hÃ¤tten sein mÃ¼ssen, das heisst bezÃ¼glich der Parzellierung des BaugrundstÃ¼cks, der landwirtschaftlichen Zufahrt auf diesem, der Offenlegung des M-Bachs auf anderen Parzellen sowie der Bodensanierung anderer GrundstÃ¼cke.</p> <p class="Erwgung1"><b>2. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>2.1 </b>Zum Rekurs und zur Beschwerde ist gemÃ¤ss § 338a Abs. 1 des Planungs- und Baugesetzes vom 7. September 1975 (PBG) berechtigt, wer durch die angefochtene Anordnung berÃ¼hrt ist und ein schutzwÃ¼rdiges Interesse an ihrer Aufhebung oder Ãnderung hat. Nach dieser Bestimmung ist die Rechtsmittelbefugnis des Nachbarn gegeben, wenn fÃ¼r ihn<br/> einerseits eine hinreichend enge nachbarliche Raumbeziehung zum BaugrundstÃ¼ck besteht, er anderseits durch die Erteilung der Baubewilligung mehr als irgendein Dritter oder die Allgemeinheit in eigenen qualifizierten (tatsÃ¤chlichen oder rechtlichen) Interessen betroffen ist und er MÃ¤ngel rÃ¼gt, deren Behebung diese Betroffenheit zu beseitigen vermag (KÃ¶lz/Bosshard/RÃ¶hl, § 21 N. 21 und 34 ff.).</p> <p class="Urteilstext">Wie jede Prozessvoraussetzung muss auch die Rekurs- und Beschwerdebefugnis von Amtes wegen geprÃ¼ft werden. Die behÃ¶rdliche PrÃ¼fung entbindet den Anfechtenden aber nicht davon, bereits im erstinstanzlichen Rechtsmittelverfahren die SachumstÃ¤nde zu substanziieren (RB 1965 Nr. 4 = ZBl 66/1965, S. 506; RB 1995 Nr. 11 E. 3), welche die Legitimation begrÃ¼nden sollen (RB 1980 Nr. 8, 1989 Nr. 10; KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 21 N. 29 und 41).</p> <p class="Erwgung3"><b>2.1.1 </b>Zur Frage der fÃ¼r die LegitimationsbegrÃ¼ndung erforderlichen engen nachbarlichen Raumbeziehung hat das Verwaltungsgericht in RB 1982 Nr. 18 (= BEZ 1982 Nr. 39) erwogen, sie hÃ¤nge nicht von einer in Metern gemessenen Distanz, sondern davon ab, auf welche Entfernung sich das streitige Bauvorhaben im Sinn des geltend gemachten Anfechtungsinteresses auszuwirken vermÃ¶ge (so auch Walter Haller/Peter Karlen, Rechtsschutz im Raumplanungs- und Baurecht, SupplÃ©ment zur 2. A., ZÃ¼rich 1998, N. 984 f.; Attilio R. Gadola, Das verwaltungsinterne Beschwerdeverfahren, ZÃ¼rich 1991, S. 221). Dabei gibt es keine feste und allgemein gÃ¼ltige, in Metern bestimmte Entfernung, die als hinreichend enge nachbarliche Raumbeziehung gilt. Es muss vielmehr in jedem Verfahren geprÃ¼ft werden, ob die konkret in Metern gegebene Distanz zum BaugrundstÃ¼ck noch als genÃ¼gend enge Raumbeziehung gewÃ¼rdigt werden kann. Das hÃ¤ngt insbesondere auch von den behaupteten Einwirkungen bzw. von den materiell gerÃ¼gten RegelverstÃ¶ssen ab (FranÃ§ois Ruckstuhl, Der Rechtsschutz im zÃ¼rcherischen Planungs- und Baurecht, ZBl 86/1985, S. 296; vgl. dazu auch RB 1995 Nr. 9 E. 1).</p> <p class="Erwgung3"><b>2.1.2 </b>ZusÃ¤tzlich zum Erfordernis der engen nachbarlichen Raumbeziehung muss eine qualifizierte persÃ¶nliche Betroffenheit geltend gemacht werden kÃ¶nnen. Ein schutzwÃ¼rdiges Anfechtungsinteresse hat der Nachbar nur, falls die Auswirkungen des bekÃ¤mpften Bauvorhabens auf seine Liegenschaft nach Art und IntensitÃ¤t so beschaffen sind, dass sie auch bei objektivierter Betrachtungsweise als Nachteil empfunden werden mÃ¼ssen (RB 1985 Nr. 8). Je nachdem, was fÃ¼r eine Bestimmung des materiellen Rechts als verletzt bezeichnet wird, muss die BeeintrÃ¤chtigung eigener Interessen mehr oder minder ausfÃ¼hrlich dargestellt werden (vgl. RB 1982 Nr. 18 = BEZ 1982 Nr. 39). An den Nachweis eigener (tatsÃ¤chlicher oder rechtlicher) Interessen dÃ¼rfen dann keine hohen Anforderungen gestellt werden, wenn aufgrund der bestehenden Sach- und Rechtslage ohne weiteres ersichtlich ist, dass die Bewilligung der streitigen Baute in ihrer konkreten Ausgestaltung den Nachbarn unmittelbar berÃ¼hrt und dieser mithin mehr betroffen ist als Dritte oder die Allgemeinheit (RB 1995 Nr. 9; KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 21 N. 35 und 41). Das ist nach der verwaltungsgerichtlichen Rechtsprechung zum Beispiel dann der Fall, wenn sich der Nachbar auf die Verletzung von Bestimmungen beruft, die neben der Wahrung Ã¶ffentlicher Interessen auch den Schutz der Nachbarn bezwecken, wie beispielsweise Abstands- oder AusnÃ¼tzungsvorschriften (RB 1982 Nr. 19 = BEZ 1982 Nr. 40). In einem solchen Fall kann sich das qualifizierte BerÃ¼hrtsein schon aus der engen nachbarlichen Raumbeziehung allein ergeben. Trifft das nicht zu, so ist es nicht Aufgabe der Rechtsmittelinstanz, nach allfÃ¤lligen BeeintrÃ¤chtigungen des Rekurrenten zu forschen. Vielmehr bleibt es diesem Ã¼berlassen, die fÃ¼r die BegrÃ¼ndung der Legitimation erforderliche enge rÃ¤umliche Beziehung und die schutzwÃ¼rdigen Interessen aufzuzeigen (RB 1986 Nr. 10 E. a, 1980 Nr. 8; KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 21 N. 41; Ruckstuhl, S. 297).</p> <p class="Erwgung2"><b>2.2 </b>BezÃ¼glich der rÃ¤umlichen VerhÃ¤ltnisse machten die BeschwerdefÃ¼hrenden in ihrer Rekursschrift vom 11. April 2005 gegen die vier koordiniert ergangenen kommunalen und kantonalen Anordnungen geltend, sie seien "als AnstÃ¶sser auf der SÃ¼dseite des Objektes an der L-Strasse sowie als AnstÃ¶sser auf der Nordseite des Objektes an der N-Strasse" direkt betroffen. Sodann erwÃ¤hnten sie im Zusammenhang mit den EinwÃ¤nden bezÃ¼glich "Baureife/Erschliessung" ihre "Liegenschaft Kat.-Nr. 03 in 80 Meter Entfernung nÃ¶rdlich an der L-Strasse" mit der Hausnummer N-Strasse 04. BezÃ¼glich der Betroffenheit wurde geltend gemacht, die zahlreichen Ausnahmebewilligungen verletzten nicht nur Ã¶ffentliche Interessen, sondern benachteiligten die Nachbarn auf der sÃ¼dlichen Seite des Bauobjekts sowie der N-Strasse in unzumutbarer Weise; insbesondere wÃ¼rde verkehrs- und gewÃ¤sserschutzmÃ¤ssig eine dem Gemeinwesen obliegende Aufgabe verunmÃ¶glicht respektive Ã¼bermÃ¤ssig erschwert. Sodann wurde im Zusammenhang mit der "Stellung/kubischen Gestaltung" des Bauvorhabens ausgefÃ¼hrt:</p> <p class="EinzugZitat"><span>"Von grossem Ã¶ffentlichen Interesse und Interesse der Nachbarschaft und Anwohner ist es jedoch, an dieser Lage eine verkehrssichere Verbindung vom sÃ¼dlichen Dorfteil ins Dorfzentrum mit Kindergarten, der Schule und dem Anschluss an die Ã¶ffentlichen Verkehrsmittel sowie an die Fortsetzung der P-Strasse vom O ins Dorfzentrum zu gewÃ¤hrleisten.</span></p> <p class="EinzugZitat"><span> Durch die Lage des Neubaus wird dies alles verhindert. Jedenfalls stehen hier die Ã¶ffentlichen Interessen Ã¼ber den Privatinteressen".</span></p> <p class="Urteilstext">In materieller Hinsicht rÃ¼gten die BeschwerdefÃ¼hrenden, soweit die EinwÃ¤nde den Gegenstand der angefochtenen Bewilligungen betrafen, im Wesentlichen die aus GrÃ¼nden der Verkehrssicherheit ungenÃ¼gende Zufahrt zum BaugrundstÃ¼ck bzw. zu den dort geplanten ParkplÃ¤tzen und eine PrÃ¤judizierung des aus GrÃ¼nden der Verkehrssicherheit gebotenen Ausbaus der L-Strasse im Bereich des BaugrundstÃ¼cks, sodann die BeeintrÃ¤chtigung des Ortsbildes, eine Verletzung von Grenz-, Strassen- und GewÃ¤sserabstÃ¤nden sowie von Bestimmungen des GewÃ¤sserschutzes.</p> <p class="Erwgung2"><b>2.3 </b>Die Baurekurskommission hat aufgrund dieser Darlegungen erwogen, die Rekurrenten als EigentÃ¼mer von GrundstÃ¼cken, die ca. 90 bzw. 130 m vom BaugrundstÃ¼ck entfernt lÃ¤gen, kÃ¶nnten nicht mehr als direkte Nachbarn gelten. Aus den vorgebrachten RÃ¼gen gehe sodann nicht hervor, in welcher Art die Rekurrierenden durch das Bauvorhaben in ihren persÃ¶nlichen Interessen mehr als beliebige Dritte betroffen seien, sondern sie machten bezÃ¼glich der WÃ¼nschbarkeit einer verkehrssicheren Verbindung zum Dorfkern, der Offenlegung des M-Bachs und der Notwendigkeit einer Bodensanierung Ã¶ffentliche Interessen geltend. Es sei nicht ersichtlich, welche darÃ¼ber hinausgehenden Vorteile die Rekurrierenden aus einer Gutheissung dieser RÃ¼gen ziehen kÃ¶nnten. Dasselbe gelte bezÃ¼glich der Ã¼brigen RÃ¼gen. Zwar hÃ¤tten die Vorschriften Ã¼ber Verkehrssicherheit, die Anzahl der AbstellplÃ¤tze, die Grenz- und GebÃ¤udeabstÃ¤nde sowie den Ortsbildschutz auch nachbarschÃ¼tzende Funktionen, jedoch seien die Rekurrierenden fÃ¼r die Anrufung dieser Normen zu weit vom BaugrundstÃ¼ck entfernt. Durch die behauptete BeeintrÃ¤chtigung der Verkehrssicherheit seien die Rekurrierenden nicht als Nachbarn, sondern als Verkehrsteilnehmer betroffen; ein besonderes BerÃ¼hrtsein, das sich von jenem der Ã¼brigen BenÃ¼tzer der L-Strasse unterscheide, werde weder geltend gemacht noch sei es ersichtlich. Erscheinung und Stellung des neuen GebÃ¤udes kÃ¶nnten sich aufgrund der Entfernung nicht mehr in einer Weise auf die rekurrentischen GrundstÃ¼cke auswirken, die bei objektivierter Betrachtungsweise als Nachteil gewertet werden mÃ¼sste.</p> <p class="Erwgung2"><b>2.4 </b>Auf diese ErwÃ¤gungen der Baurekurskommission ist in zustimmendem Sinn zu verweisen (§ 70 in Verbindung mit § 28 Abs. 1 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 [VRG]). Insbesondere durfte die Vorinstanz von der Darstellung der rÃ¤umlichen Beziehungen in der Rekursschrift ausgehen; dass die BeschwerdefÃ¼hrenden neben den dort aufgefÃ¼hrten noch andere Liegenschaften in der NÃ¤he des BaugrundstÃ¼cks besitzen, wie sie in der Beschwerde verspÃ¤tet geltend machen, brauchte die Rekurskommission nicht von Amtes wegen zu ermitteln (vgl. E. 2.1). Soweit sich die BeschwerdefÃ¼hrenden auf Normen berufen, denen auch nachbarschÃ¼tzende Funktion zukommt, wie insbesondere den Abstandsvorschriften, ist die Entfernung ihrer Liegenschaften zum BaugrundstÃ¼ck zu gross, als dass allein aus der Anrufung dieser Normen ihre Betroffenheit ersichtlich ist; das trifft insbesondere fÃ¼r die geltend gemachte Verletzung von Grenz-, GebÃ¤ude- und GewÃ¤sserabstÃ¤nden zu. Sie haben denn auch in keiner Weise darzulegen vermocht, inwiefern sie durch die behauptete Verletzung von Abstandsvorschriften in eigenen Interessen beeintrÃ¤chtigt werden.</p> <p class="Urteilstext">Was die Frage der Verkehrssicherheit und damit zusammenhÃ¤ngend die PrÃ¤judizierung des Ausbaus der L-Strasse im Bereich des BaugrundstÃ¼cks betrifft, so trifft es zwar zu, dass die BeschwerdefÃ¼hrenden in ihrer Rekursschrift sinngemÃ¤ss geltend gemacht haben, dass die L-Strasse wegen der Engnis im Bereich des BaugrundstÃ¼cks keine verkehrssichere Verbindung zwischen dem sÃ¼dlichen Dorfteil und dem Zentrum von Wernetshausen darstelle und dass das Bauvorhaben den aus ihrer Sicht gebotenen Strassenausbau prÃ¤judiziere. Es ist jedoch nicht ersichtlich und wurde auch nicht geltend gemacht, inwiefern durch den behaupteten Mangel die BeschwerdefÃ¼hrenden als EigentÃ¼mer der 80 bzw. 120 m von dieser Stelle entfernten Liegenschaften mehr betroffen sind als irgendwelche Verkehrsteilnehmer, welche diese Stelle ebenfalls passieren mÃ¼ssen. Insbesondere ist nicht die verkehrssichere Erschliessung ihrer eigenen Liegenschaft betroffen. Wie das Verwaltungsgericht neulich im Zusammenhang mit der Anfechtung einer Strassenaufhebung (VGr, 8. April 2004, BEZ 2004 Nr. 29) und von so genannten funktionellen VerkehrsbeschrÃ¤nkungen (VGr, 23. Juni 2005, VB.2005.00172, auf www.vgrzh.ch) erwogen hat, schafft die hÃ¤ufige Benutzung einer Strasse fÃ¼r sich allein keine legitimationsbegrÃ¼ndende BeziehungsnÃ¤he; der behauptete Nachteil muss den RechtsmittelklÃ¤ger in besonderer Weise treffen. Das trifft hier, wie die Baurekurskommission zutreffend erkannt hat, nicht zu. Jedenfalls war entgegen der in der Beschwerdeschrift vertretenen Auffassung auf eine solche besondere Betroffenheit nicht schon aufgrund des Umstands zu schliessen, dass die BeschwerdefÃ¼hrenden EigentÃ¼mer von GrundstÃ¼cken auf beiden Seiten der Engnis sind. Eine solche besondere Betroffenheit kÃ¶nnte sich allenfalls dann ergeben, wenn zwischen beiden GrundstÃ¼cken eine besondere Verbindung bestÃ¼nde, beispielsweise weil es sich um BetriebsgrundstÃ¼cke des nÃ¤mlichen Gewerbebetriebs handelt und aus diesem Grund ein besonderes Interesse an einer verkehrssicheren Verbindung besteht. Eine Ã¼ber die EigentÃ¼merschaft hinaus gehende Verbindung zwischen den beiden GrundstÃ¼cken der BeschwerdefÃ¼hrenden ist hier aber nicht geltend gemacht worden, weshalb es an einer besonderen Betroffenheit fehlt.</p> <p class="Erwgung1"><b>3. </b> </p> <p class="Urteilstext">Die Beschwerde erweist sich damit als unbegrÃ¼ndet und ist abzuweisen. AusgangsgemÃ¤ss sind die Verfahrenskosten den BeschwerdefÃ¼hrenden aufzuerlegen (§ 70 in Verbindung mit § 13 Abs. 2 VRG), unter solidarischer Haftung eines jeden fÃ¼r den Gesamtbetrag. Eine ParteientschÃ¤digung steht den erfolglosen BeschwerdefÃ¼hrenden von vornherein nicht zu (§ 17 Abs. 2 VRG).</p> <p class="Einzug1"><span>DemgemÃ¤ss </span><span><a id="Text25"></a>entscheidet</span><span> </span><span>die Kammer</span><span>:</span></p> <p class="Einzug2"><span>1. Die Beschwerde wird abgewiesen.</span></p> <p class="Einzug2"><span>2. Die GerichtsgebÃ¼hr wird festgesetzt auf <br/> Fr. 3'000.--; die Ã¼brigen Kosten betragen:<br/> Fr. 150.-- Zustellungskosten,<br/> Fr. 3'150.-- Total der Kosten.</span></p> <p class="Einzug2"><span>3. Die Gerichtskosten werden den BeschwerdefÃ¼hrenden unter solidarischer Haftung je zur HÃ¤lfte auferlegt</span></p> <p class="Einzug2"><span>4. Eine ParteientschÃ¤digung wird nicht zugesprochen.</span></p> <p class="Urteilstext">5. Mitteilung an â¦</p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>