A bteilung V E -4752/2007 {T 0/2} U rte il v o m 1 4 . S e p te m b e r 2 0 0 7 R ichterin C hrista Luterbacher (Vorsitz), R ichter Bruno H uber, R ichter Beat W eber, G erichtsschreiber M ario Vena. A_______, geboren (...), Türkei, zurzeit in der Türkei, vertreten durch H errn lic. iur. D om inique W etli, (...) Beschw erdeführerin, gegen B undesam t für M igration (B FM ), Q uellenw eg 6, 3003 Bern, Vorinstanz. Verfügung des BFM vom 31. M ai 2007 i.S. Einreisebew illigung und Asyl / N _______ B u n d e s v e rw a ltu n g s g e ric h t T rib u n a l a d m in is tra tif fé d é ra l T rib u n a le a m m in is tra tiv o fe d e ra le T rib u n a l a d m in is tra tiv fe d e ra l B esetzung P arteien G egenstandE -4752/2007 D as B undesverw altungsgericht stellt fest: A . D ie Beschw erdeführerin stellte am 2. August 2006 bei der Schw eizer Botschaft in Ankara schriftlich ein Asylgesuch, dessen Begründung in der Folge m it einer Eingabe einer türkischen R echtsanw ältin vom 13. O ktober 2006 sow ie einem w eiteren Schreiben der Beschw erdeführe- rin vom 20. D ezem ber 2006 ergänzt w urde. Am 12. April 2007 w urde sie durch die Schw eizer Botschaft befragt und m achte dabei im W esentlichen Folgendes geltend: Sie stam m e aus der R egion von (...) und gehöre zur arm enischen Volksgruppe. Sie sei m it einem C ousin religiös verheiratet gew esen, der später in die N iederlande gezogen und dort im Jahre 2001 verstorben sei. Bereits eine W oche nach dessen Tod sei sie von ihrer Fam ilie dazu gedrängt w orden, einen B ruder ihres verstorbenen M annes zu heiraten, w as sie aber abgelehnt habe. Zu dieser Zeit habe sie eine Beziehung zu einem anderen M ann unterhalten. Sie habe Angst, dass sie von Angehörigen ihrer Fam ilie w egen dieser Beziehung, die sie inzw ischen abgebrochen habe, oder infolge ihrer W eigerung, den für sie bestim m - ten M ann zu heiraten, um gebracht w erden könnte. Sie sei M itglied der D TP (D em okratik Toplum Partisi; Partei für eine dem okratische G esell- schaft) und in der Frauenbew egung dieser Partei aktiv. Seit 1996 un- terstütze sie die PKK (Partiya Karkeren Kurdistan; Arbeiterpartei Kurdistans) m it Lebensm itteln, Kleidern, R adiogeräten und Batterien sow ie durch die W eiterleitung von Inform ationen an G efängnisin- sassen. Im Jahre 1996 oder 1997 sei sie bei einer D em onstration in Istanbul festgenom m en, im Verlauf desselben Tages aber w ieder frei- gelassen w orden. M itte 2006 habe sie versucht, ihren Bruder B_______, der sich im Jahre 1993 der PKK angeschlossen habe, durch Verm ittlung anderer, m it ihm befreundeter PKK-Käm pfer ausfindig zu m achen. Sie sei daraufhin eines N achts im Juli 2006 von sechs U nbekannten zu H ause aufgesucht w orden; diese hätten sie nach draussen gezerrt und von ihr w issen w ollen, ob sie Kontakt zu ihrem Bruder B_______ habe; sie sei vier Stunden lang über ihren Bruder ausgefragt und dabei geschlagen und sexuell m isshandelt w orden; m an habe ihr gedroht, sie auch in Zukunft zu verfolgen. In der Folge habe sie w ährend etw a 15 Tagen zahlreiche anonym e Telefonanrufe von Personen erhalten, die sie nach ihrem Bruder B_______ gefragt hätten; auch sei von U nbekannten an ihrer Tür geklingelt w orden. Sie sei überzeugt, beschattet zu w erden. C irca im S eite 2E -4752/2007 Septem ber 2006 sei sie nach einem G efängnisbesuch von zw ei Polizisten in Zivil befragt und bedrängt w orden. Anlässlich des N ew roz- Festes (kurdisches N eujahresfest) des Jahres 2007 sei sie von einem Angehörigen der lokalen Polizei gezw ungen w orden, m ehrere Stunden lang neben ihm sitzen zu bleiben. Es seien auch andere Fam ilienm itglieder von den Behörden unter D ruck gesetzt w orden, näm lich ihre Schw ester C _______, die nach Teilnahm e an einem H ungerstreik im Jahre 1999 eine W oche lang festgehalten w orden sei, und ihr B ruder D _______, der (im Jahre ...) w egen eines Sprengstoff- fundes in seinem G eschäft festgenom m en und bis circa (...) inhaftiert geblieben sei, w orauf es später zu einer erneuten Festnahm e gekom m en sei, deren G rund sie aber nicht kenne. Anlässlich der Befragung durch die Schw eizer Botschaft reichte die Beschw erdeführerin folgende w eitere D okum ente zu den Akten: ein D TP-Form ular; eine D TP-Karte; eine angeblich ihren B ruder B_______ abbildende Fotografie; zw ei englischsprachige Berichte des Sonderbe- richterstatters der früheren M enschenrechtskom m ission (heute: M en- schenrechtsrat) der Vereinten N ationen beziehungsw eise der Türki- schen M enschenrechtsstiftung (Türkiye Insan H aklari Vakfi, TIH V) über einen Vorfall in einem G efängnis in D iyarbakir vom 24. Septem ber 1996; verschiedene A rtikel in türkischer Sprache, in denen nach Anga- ben der Beschw erdeführerin unter anderem über Ehrenm orde berich- tet w ird. B . M it Verfügung vom 31. M ai 2007 - eröffnet am 15. Juni 2007 - verw ei- gerte das BFM der Beschw erdeführerin die Einreise in die Schw eiz und lehnte das Asylgesuch ab, dies m it folgender Begründung: D ie von der Beschw erdeführerin angeführte Festnahm e im Jahre 1996 bezie- hungsw eise 1997 liege zeitlich zu w eit zurück, um den Anforderungen an die Aktualität einer Verfolgung zu genügen. W eiter m ache sie nicht geltend, im Zusam m enhang m it der von ihr vorgebrachten U nterstüt- zung der PKK in der Vergangenheit bereits Verfolgungsm assnahm en der heim atlichen Sicherheitskräfte erlebt zu haben; aus diesem G rund könne sie aus diesem U m stand auch für die Zukunft keine begründete Furcht vor einer Verfolgung gem äss A rt. 3 des Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 (AsylG , SR 142.31) ableiten, da davon auszugehen sei, dass die heim atlichen Behörden keine Kenntnis von diesen Aktivitäten hätten. Ü berdies führe sie an, w egen ihres Bruders B______, w elcher der PKK angehöre, von den heim atlichen Sicherheitskräften unter S eite 3E -4752/2007 D ruck gesetzt zu w erden. G em äss ihrer eigenen Schilderung seien aber die Ü bergriffe in einer N acht im Juli 2006 und die anschliessenden anonym en Anrufe und die Beschattung von unbekannten Personen ausgegangen, w eshalb eine staatliche Beteiligung beziehungsw eise ein Einfluss der türkischen Sicherheitskräfte in diesem Zusam m enhang nicht feststehe. D ie Befragung durch zw ei Zivilpolizisten anlässlich eines G efängnisbesuches sow ie der angebliche Zw ang durch einen Polizisten, ihren Platz neben ihm bei der N ew roz-Feier nicht verlassen zu dürfen, stellten aufgrund ihrer A rt und Intensität noch keine M assnahm en dar, die eine Schutzbedürftigkeit zu begründen verm öchten. Im W eiteren handle es sich bei den geschilderten Ü bergriffen und Behelligungen offensichtlich um lokal begrenzte M assnahm en, die sich aus der Bekanntheit ihrer Fam ilie durch die Brüder der Beschw erdeführerin ableiten w ürden und denen sie sich durch eine W ohnsitznahm e in einem anderen Landesteil der Türkei erfolgreich entziehen könne. Es könne som it offen gelassen w erden, ob die Vorbringen der Beschw erdeführerin überhaupt glaubhaft seien. W as ihre innerfam iliären Problem e angehe, sei darauf hinzuw eisen, dass ihr Ehem ann bereits im Jahre 2001 verstorben sei. D ass sie trotz der angeblichen D rohungen im Zusam m enhang m it der von ihr verw eigerten W iederverheiratung "im m er noch unversehrt und am Leben" sei, rufe einige Zw eifel an der G laubhaftigkeit dieser Vorbringen hervor. W eiter könnten die betreffenden D rohungen nicht auf eines der in A rt. 3 AsylG genannten M otive zurückgeführt w erden. Es handle sich vielm ehr um eine Form von häuslicher G ew alt, w elche an sich nicht einreiserelevant sei, zum al sie sich diesbezüglich an die heim ischen Behörden w enden könne, die in diesen Fällen im R ahm en der naturgem äss beschränkten Eingriffsm öglichkeiten schutzw illig und auch schutzfähig seien. D aneben gebe es auch verschiedene, von N ichtregierungsorganisationen betriebene Einrichtungen zum Schutz gefährdeter Frauen, deren Anrufung ihr leicht fallen sollte, da sie gem äss eigenen Angaben regelm ässig für die D TP-Frauenbew egung in D iyarbakir aktiv sei. C . D iese Verfügung focht die Beschw erdeführerin m it Eingabe ihres R echtsvertreters vom 12. Juli 2007 beim Bundesverw altungericht an. Sie beantragte in der H auptsache die Aufhebung der angefochtenen Verfügung und - in Feststellung einer flüchtlingsrechtlich erheblichen G efährdung - die Bew illigung der Einreise in die Schw eiz. In verfah- S eite 4E -4752/2007 rensrechtlicher H insicht ersuchte sie um die G ew ährung der unentgelt- lichen R echtspflege im Sinne von A rt. 65 Abs. 1 des Verw altungsver- fahrensgesetzes vom 20. D ezem ber 1968 (Vw VG , SR 172.021) und den Verzicht auf die Erhebung eines Kostenvorschusses. D . M it Zw ischenverfügung vom 17. Juli 2007 hiess die zuständige Instruk- tionsrichterin des Bundesverw altungsgerichts das G esuch um unent- geltliche R echtspflege gut und verzichtete auf die Erhebung eines Kos- tenvorschusses. E. In seiner Vernehm lassung vom 30. Juli 2007 hielt das BFM an der an- gefochtenen Verfügung fest und beantragte die Abw eisung der Be- schw erde. Ergänzend stellte es zudem fest, dass die von der Be- schw erdeführerin beziehungsw eise ihrer türkischen R echtsvertreterin an die Schw eizer Botschaft in Ankara gerichteten Schreiben nichts enthielten, w as die Verfügung vom 31. M ai 2007 zu ändern verm öchte. D ie Vernehm lassung des BFM ging am 3. August 2007 zur Kenntnis- nahm e an die Beschw erdeführerin. F. Am 29. August 2007 reichte der R echtsvertreter aufforderungsgem äss seine Kostennote zu den Akten. D as B undesverw altungsgericht zieht in Erw ägung: 1. 1.1 D as Bundesverw altungsgericht beurteilt gem äss A rt. 31 des Ver- w altungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (VG G , SR 173.32) Be- schw erden gegen Verfügungen nach A rt. 5 Vw VG , sofern keine Aus- nahm e nach A rt. 32 VG G vorliegt. Als Vorinstanzen gelten die in A rt. 33 und 34 VG G genannten Behörden. Zu den anfechtbaren Entschei- den gehören auch Verfügungen des BFM gestützt auf das Asylgesetz; das Bundesverw altungsgericht entscheidet in diesem Bereich endgül- tig (A rt. 105 Abs. 1 AsylG ; A rt. 83 Bst. d Ziff. 1 des Bundesgerichtsge- setzes vom 17. Juni 2005 [BG G , SR 173.110]). S eite 5E -4752/2007 1.2 D as Bundesverw altungsgericht hat am 1. Januar 2007 im R ahm en seiner Zuständigkeit die Beurteilung der bei der vorm als zuständigen Schw eizerischen Asylrekurskom m ission (AR K) hängigen R echtsm ittel übernom m en. Es w endet neues Verfahrensrecht an (vgl. A rt. 53 Abs. 2 VG G ), w obei sich das Verfahren nach dem Vw VG richtet, sow eit das VG G nichts anderes bestim m t (A rt. 37 VG G ). Auf die am 1. Januar 2007 bereits hängigen Asylverfahren sind zudem die in diesem Zeit- punkt in Kraft getretenen Bestim m ungen der Asylgesetzänderung vom 16. D ezem ber 2005 (vgl. im Einzelnen AS 2006 4767) anw endbar (Abs. 1 der Ü bergangsbestim m ungen zur Änderung vom 16. D ezem ber 2005). 1.3 M it Beschw erde kann die Verletzung von Bundesrecht, die unrich- tige oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachver- halts und die U nangem essenheit gerügt w erden (A rt. 106 Abs. 1 AsylG ). 1.4 D ie Beschw erde ist form - und fristgerecht eingereicht; die Be- schw erdeführerin ist legitim iert (A rt. 48 Abs. 1 und 50 ff. Vw VG i.V.m . A rt. 6 AsylG ). Auf die Beschw erde ist einzutreten. 2. D as Bundesam t kann ein im Ausland gestelltes Asylgesuch ablehnen, w enn die asylsuchende Person keine Verfolgung glaubhaft m achen kann (A rt. 3 und 7 AsylG ) oder ihr die Aufnahm e in einem D rittstaat zu- gem utet w erden kann (vgl. A rt. 52 Abs. 2 AsylG ). Ist dagegen eine G e- fährdung im Sinne von A rt. 3 AsylG glaubhaft gem acht w orden oder kann der asylsuchenden Person der Verbleib am Aufenthaltsort für die D auer der Sachverhaltsabklärung nicht zugem utet w erden, ist die Ein- reise in die Schw eiz zu bew illigen, sei dies im H inblick auf die Aner- kennung als Flüchtling und Asylgew ährung, sei dies zur näheren Ab- klärung des Sachverhalts (vgl. A rt. 20 Abs. 2 und 3 AsylG ). D ie Voraussetzungen für die E rteilung einer Einreisebew illigung sind grundsätzlich restriktiv um schrieben. D en Asylbehörden kom m t dabei ein w eiter E rm essensspielraum zu. N eben der erforderlichen G efähr- dung im Sinne von A rt. 3 AsylG sind nam entlich die Beziehungsnähe zur Schw eiz und zu anderen Staaten, die M öglichkeit der Schutzge- w ährung durch einen anderen Staat, die praktische M öglichkeit und objektive Zum utbarkeit einer anderw eitigen Schutzsuche sow ie die voraussichtlichen Eingliederungs- und Assim ilationsm öglichkeiten in Betracht zu ziehen. Ausschlaggebend ist m it anderen W orten die S eite 6E -4752/2007 Schutzbedürftigkeit der betreffenden Person, das heisst die Beantw or- tung der Fragen, ob eine G efährdung im Sinne von A rt. 3 AsylG glaub- haft erscheint und der Verbleib am Aufenthaltsort für die D auer der Sachverhaltsabklärung zugem utet w erden kann, beziehungsw eise ob der betreffenden Person - ohne nähere Prüfung einer allfälligen G e- fährdung im Sinne von A rt. 3 AsylG - zuzum uten ist, sich in einem an- deren Staat um Aufnahm e zu bem ühen (vgl. zum G anzen die in die- sem Zusam m enhang nach w ie vor m assgeblichen Entscheidungen und M itteilungen der Schw eizerischen Asylrekurskom m ission [EM AR K] 1997 N r. 15 E. 2f S. 131 f., 2004 N r. 20 E. S. 130 f. und N r. 21 E. 2 S. 136 f., 2005 N r. 19 E. 4 S. 174 ff.). 3. D as Bundesverw altungsgericht kom m t aufgrund der Akten zum Schluss, dass die Vorinstanz den rechtserheblichen Sachverhalt in M issachtung der behördlichen U ntersuchungspflicht unrichtig bezie- hungsw eise unvollständig festgestellt und ihr angebotene Bew eism ittel zu U nrecht nicht abgenom m en hat sow ie ihrer Begründungspflicht nicht hinreichend nachgekom m en ist. 3.1 3.1.1 Im Asylverfahren ist der Sachverhalt grundsätzlich von Am tes w egen festzustellen (A rt. 12 Vw VG i.V.m . A rt. 6 AsylG ). D ie Asylbehör- den haben aufgrund dieser U ntersuchungspflicht von Am tes w egen für die richtige und vollständige Abklärung des Sachverhalts zu sorgen. U nvollständig ist die Sachverhaltsfeststellung, w enn nicht alle für den Entscheid rechtserheblichen Sachum stände berücksichtigt w urden; un- richtig ist sie, w enn dem Entscheid ein falscher und aktenw idriger Sachverhalt zugrunde gelegt w urde, w ie dies etw a auch dann der Fall sein kann, w enn die R echtserheblichkeit einer Tatsache zu U nrecht verneint w urde und diese gar nicht erst zum G egenstand eines Be- w eisverfahrens gem acht w urde. D ie behördliche U ntersuchungspflicht w ird durch die den Asylsuchenden gestützt auf A rt. 8 AsylG auferlegte M itw irkungspflicht eingeschränkt, w obei sie insbesondere bei der An- hörung vollständig anzugeben haben, w eshalb sie um Asyl nachsu- chen (vgl. A rt. 8 Abs. 1 Bst. c AsylG ). D ie Asylsuchenden trifft indessen nicht nur eine M itw irkungspflicht, sie haben vielm ehr auch einen An- spruch auf M itw irkung, w as sich unm ittelbar aus dem Anspruch auf rechtliches G ehör (A rt. 29 Abs. 2 der Bundesverfassung der Schw eize- rischen Eidgenossenschaft vom 18. April 1999 [BV, SR 101]; A rt. 29 ff. Vw VG i.V.m . A rt. 6 AsylG ) ergibt. G erade diese behördliche U ntersu- S eite 7E -4752/2007 chungspflicht schliesst im Ü brigen eine die Asylsuchenden allein tref- fende, uneingeschränkte Bew eisführungslast begriffsnotw endig aus (vgl. zum G anzen EM AR K 2004 N r. 30 E. 5.3.1 u. 6.4.2 f. S. 209 u. 212 f. m it w eiteren H inw eisen). 3.1.2 D ie Vorinstanz hat die Vorbringen der Beschw erdeführerin unter anderem insofern nicht auf ihre G laubhaftigkeit nach A rt. 7 AsylG hin geprüft, als diese eine Verfolgung durch den türkischen Staat w egen Aktivitäten anderer Fam ilienangehöriger geltend gem acht hat. D ie Vor- instanz hielt diese Vorbringen näm lich für ohnehin nicht flüchtlings- rechtlich erheblich im Sinne von A rt. 3 AsylG , w as sie sinngem äss m it dem Bestehen einer innerstaatlichen Fluchtalternative innerhalb der Türkei begründete. D as Bundesverw altungsgericht kann sich dieser Einschätzung nicht anschliessen. Zunächst ist in E rinnerung zu rufen, dass sich in der Türkei - ungeachtet der R echtsreform en im H inblick auf eine Aufnah- m e in die Europäische U nion - die G efahr allfälliger R epressalien ge- gen Fam ilienangehörige m utm asslicher Aktivisten der PKK (bezie- hungsw eise einer ihrer N achfolgeorganisationen) oder anderer von den Behörden als separatistisch eingestufter kurdischer G ruppierun- gen, m it anderen W orten also die G efahr einer sogenannten R eflexver- folgung, w eiterhin nicht ausschliessen lässt, w obei hinter einer R eflex- verfolgung auch nur die Absicht liegen kann, die gesam te Fam ilie für Taten eines Fam ilienm itglieds zu bestrafen, in der Verm utung, dessen politische Ansichten und Ziele w ürden von den engeren Angehörigen geteilt, beziehungsw eise m it dem Zw eck, sie so einzuschüchtern, dass sie sich von oppositionellen kurdischen G ruppierungen fern halten (vgl. dazu ausführlich EM AR K 2005 N r. 21 E. 10.2.3 S. 199 f. m it w eite- ren H inw eisen). Es versteht sich im Ü brigen von selbst, dass die G e- fahr einer R eflexverfolgung im Falle eines eigenen politischen Engage- m ents der betroffenen Person als entsprechend höher einzuschätzen ist. D ie Beschw erdeführerin hat geltend gem acht, w egen ihrer N achfor- schungen zu ihrem B ruder B_______, der sich im Jahre 1993 der PKK angeschlossen habe, von staatlicher Seite bedroht w orden zu sein; im W eiteren hat sie auf Festnahm en ihrer Schw ester C _______ und ihres Bruders D _______ hingew iesen. D iese Vorbringen, zu deren Stützung die Beschw erdeführerin diverse D okum ente eingereicht hat, lassen sich nicht ohne w eiteres als unglaubhaft bezeichnen. So kann etw a S eite 8E -4752/2007 dem von der Beschw erdeführerin zu den Akten gereichten, öffentlich zugänglichen Bericht des Sonderberichterstatters der früheren M enschenrechtskom m ission der Vereinten N ationen vom 24. D ezem ber 1997 entnom m en w erden, dass D _______ zu den Insassen des E-Typ-G efängnisses von D iyarbakir zählte, die am 24. Septem ber 1996 zum Ziel eines bew affneten Einsatzes von Sondereinheiten von Polizei und A rm ee w urden, bei dem unter den G efangenen zahlreiche Tote und Verw undete zu verzeichnen w aren. In dem in der Folge zur Aufklärung der Vorfälle vom 24. Septem ber 1996 eingeleiteten Strafverfahren sagte D _______ im (...) als Zeuge aus (vgl. ...). D ie Vorinstanz begnügte sich im W eiteren m it Bezug auf den von der Beschw erdeführerin geltend gem achten Vorfall im Juli 2006, als sie nachts von sechs U nbekannten zu H ause aufgesucht und m isshandelt w orden sein soll, m it der Feststellung, eine Beteiligung beziehungsw eise ein Einfluss der türkischen Sicherheitskräfte stehe in diesem Zusam m enhang nicht fest. D abei verkennt sie allerdings, dass Vorbringen nach A rt. 7 Abs. 2 AsylG bereits glaubhaft sind, w enn sie überw iegend w ahrscheinlich erscheinen, und nicht erst dann, w enn sie zw eifelsfrei "feststehen" (vgl. dazu ausführlich EM AR K 1994 N r. 5 E. 3c S. 43 f.,1996 N r. 28 E. 3a S. 270). Zu R echt w ird in der Beschw erdeschrift denn auch gerügt, es gehe nicht an, bei illiquider Sachlage verm utungsw eise von einer nichtstaatlichen U rheberschaft der betreffenden Ü bergriffe auszugehen. Aufgrund des engen zeitlichen Zusam m enhangs erscheint es jedenfalls keinesw egs abw egig, w enn die Beschw erdeführerin in den von ihr geschilderten N achforschungen nach ihrem Bruder B_______ den G rund für den geltend gem achten nächtlichen Ü berfall sieht und dabei hinter jenen U nbekannten türkische Sicherheitskräfte verm utet. D ie G efahr einer R eflexverfolgung dürfte sich bei der Beschw erdeführerin aufgrund ihres eigenen politischen Engagem ents erhöht haben. An dieser Stelle kann dabei offen bleiben, ob die türkischen Behörden von der von ihr geltend gem achten U nterstützung der PKK tatsächlich keine Kenntnis hatten, w ie dies von der Vorinstanz angenom m en w orden ist. N icht unbekannt bleiben konnte den heim atlichen Behörden näm lich jedenfalls die M itgliedschaft der Beschw erdeführerin bei der D TP, die sie m it diversen D okum enten belegt hat, aber auch - die G laubhaftigkeit der betreffenden Vorbringen vorausgesetzt - ihre Aktivitäten innerhalb der Frauenbew egung dieser Partei. Bei der D TP handelt es sich um eine im Jahre 2004 gegründete, prokurdische Partei, w elcher enge Beziehungen zur PKK nachgesagt w erden; staatliche Interventionen gegen D TP-M itglieder haben seit der S eite 9E -4752/2007 Verabschiedung der Änderungen des Antiterrorgesetzes im Juni 2006 stark zugenom m en. Sind die Ausführungen der Beschw erdeführerin zu ihren G eschw istern B_______, D _______ und C _______ sow ie zu ihrem eigenen politi- schen Engagem ent als glaubhaft zu erachten, kann nicht ohne w eite- res vom Bestehen einer innerstaatlichen Fluchtalternative ausgegan- gen w erden. Ist die D arstellung der Beschw erdeführerin näm lich glaubhaft, dürften bei den türkischen Behörden m it einiger W ahr- scheinlichkeit politische D atenblätter über ihre G eschw ister angelegt w orden sein (vgl. zu den Voraussetzungen im Einzelnen U K H om e O ffice, C ountry of O rigin Inform ation R eport, Turkey, M ärz 2007, Ziff. 30.05 ff.), deren Inhalt für die Polizeistellen in der Türkei ohne Auf- w and zugänglich w äre, w as aber auch für sie selbst - als politisch akti- ve Fam ilienangehörige behördlich fichierter Personen - landesw eit m it einer besonderen behördlichen Beobachtung verbunden w äre (EM AR K 2005 N r. 11 E. 5.1 und 5.2 S. 94 f.). 3.1.3 Im Sinne eines Zw ischenergebnisses ist daher festzuhalten, dass die Vorbringen der Beschw erdeführerin betreffend ihre G eschw is- ter B_______, D _______ und C _______ sow ie betreffend ihre eigenen politischen Aktivitäten für die D TP beziehungsw eise die PKK auf ihre G laubhaftigkeit nach A rt. 7 AsylG zu prüfen gew esen w ären, w eil ihre flüchtlingsrechtliche R elevanz nach A rt. 3 AsylG nicht m it dem blossen H inw eis auf eine innerstaatliche Fluchtalternative ausgeschlossen w er- den kann. Im R ahm en dieser G laubhaftigkeitsprüfung w ären w eitere Abklärungen vorzunehm en gew esen, so insbesondere dazu, ob die G eschw ister der Beschw erdeführerin und allenfalls auch diese selbst behördlich fichiert sind. Ebenfalls näher abzuklären gew esen w ären A rt und U m fang der Aktivitäten der Beschw erdeführerin für die D TP; zu R echt w ird in der Beschw erdeschrift geltend gem acht, dass der Sachverhalt auch diesbezüglich lückenhaft erm ittelt w orden ist. Indem die Vorinstanz zu U nrecht davon ausging, die G laubhaftigkeit der Vor- bringen der Beschw erdeführerin könne offen gelassen w erden, und w eitere Abklärungen in diesem Zusam m enhang entsprechend unter- liess, hat sie den rechtserheblichen Sachverhalt unrichtig beziehungs- w eise unvollständig festgestellt und die behördliche U ntersuchungs- pflicht nach A rt. 12 Vw VG m issachtet. Im Ü brigen erw eist sich der Sachverhalt auch insofern als unvollstän- dig festgestellt, als die Vorinstanz nicht näher geprüft hat, w ie sich auf S eite 10E -4752/2007 die persönliche G efährdungssituation der Beschw erdeführerin der U m - stand ausgew irkt haben könnte, dass sie gem äss eigenen Angaben der arm enischen Volksgruppe angehört. N ähere Fragen dazu blieben anlässlich der Befragung der Beschw erdeführerin aus; in der angefochtenen Verfügung w ird auf diesen Aspekt ebenfalls in keiner W eise eingegangen. Zw ar w ar es im R ahm en ihrer M itw irkungspflicht in erster Linie an der Beschw erdeführerin selbst, ihre Asylgründe anlässlich der Befragung vollständig anzugeben (vgl. A rt. 8 Abs. 1 Bst. c AsylG ) und entsprechend auch auf allfällige N achteile im Zusam m enhang m it ihrer arm enischen Volkszugehörigkeit hinzuw eisen. D ies ändert aber gerade vor dem H intergrund des länderspezifischen Kontextes in der Türkei und der jüngsten Ü bergriffe auf Angehörige der arm enischen G em einschaft (hingew iesen sei etw a auf die E rm ordung des arm enischstäm m igen Journalisten H rant D ink am 19. Januar 2007) nichts daran, dass die Vorinstanz aufgrund ihrer U ntersuchungspflicht w eitere Abklärungen hätte vornehm en m üssen, nachdem die Beschw erdeführerin eingangs der Befragung erw ähnt hatte, arm enischer Volkszugehörigkeit zu sein. 3.2 3.2.1 Im R ahm en ihres sich unm ittelbar aus A rt. 29 Abs. 2 BV erge- benden R echts auf M itw irkung an der Feststellung des Sachverhalts sind Asylsuchende insbesondere berechtigt, Bew eise anzubieten, w el- che grundsätzlich auch abzunehm en sind, sow eit der zu bew eisende Sachverhalt rechtserheblich ist (vgl. auch A rt. 33 Abs. 1 Vw VG i.V.m . A rt. 6 AsylG ). D ie Behörde darf von einer Abnahm e angebotener Be- w eism ittel - im Sinne einer antizipierten Bew eisw ürdigung - nur dann absehen, w enn ohne W illkür vorw eg die Annahm e getroffen w erden kann, die rechtliche Ü berzeugung w ürde durch w eitere Bew eiserhe- bungen nicht geändert, also insbesondere dann, w enn der betreffende Sachverhalt bereits hinreichend erstellt erscheint, die Behörde den Sachverhalt aufgrund eigener Sachkunde und der Aktenlage ausrei- chend w ürdigen kann oder von vornherein gew iss ist, dass der ange- botene Bew eis keine w esentlichen Erkenntnisse zu verm itteln verm ag (vgl. EM AR K 2004 N r. 17 E. 8 S. 111 f., 2003 N r. 13 E. 4c S. 84). 3.2.2 D ie Vorinstanz hat die Schreiben der Beschw erdeführerin bezie- hungsw eise ihrer türkischen R echtsanw ältin vom 2. August 2006, 13. O ktober 2006 und 20. D ezem ber 2006, bei w elchen es sich um schrift- liche Parteiauskünfte im Sinne von A rt. 12 Bst. b Vw VG und dam it um von der Beschw erdeführerin angebotene Bew eism ittel handelt (vgl. S eite 11E -4752/2007 EM AR K 2004 N r. 30 E. 6.4.1 S. 211 f. m it w eiteren H inw eisen), in der angefochtenen Verfügung in keiner W eise erw ähnt, w oraus in der Beschw erdeschrift der berechtigte Schluss gezogen w ird, eine inhaltliche Auseinandersetzung m it den betreffenden Schreiben habe im R ahm en des erstinstanzlichen Verfahrens gar nicht stattgefunden. D iesen Schreiben, m it denen die Beschw erdeführerin ihr Asylgesuch stellte beziehungsw eise näher begründete, w ar auch nach der Befragung vom 12. April 2007 durch die Schw eizer Botschaft nicht von vornherein jede Bedeutung für die Erstellung des Sachverhalts abzusprechen. Vielm ehr ist in ihrer nicht näher begründeten N ichtberücksichtigung durch die Vorinstanz eine Verletzung des Anspruchs der Beschw erdeführerin auf rechtliches G ehör zu erblicken. 3.2.3 Auf die erw ähnten Schreiben ist die Vorinstanz erst in ihrer Ver- nehm lassung vom 30. Juli 2007 eingegangen, nachdem sie von Am tes w egen deren Ü bersetzung veranlasste, w ie sie nun bei den Akten liegt und als separates Aktenstück A 10 im Aktenverzeichnis aufge- führt w ird. D er U m stand, dass die Vorinstanz die betreffenden Schrei- ben erst im R ahm en des vom Bundesverw altungsgericht eingeleiteten Schriftenw echsels übersetzen liess, bestätigt die Annahm e, dass sie im erstinstanzlichen Verfahren überhaupt nicht gew ürdigt w orden sind. In ihrer Vernehm lassung holt dies die Vorinstanz zw ar nach, be- schränkt sich dabei allerdings auf die Feststellung, die betreffenden Schreiben enthielten nichts, w as die angefochtene Verfügung zu än- dern verm öchte. W as die Vorinstanz zu dieser Annahm e veranlasst, gibt sie nicht näher an, w odurch sie aber der behördlichen Begrün- dungspflicht gem äss A rt. 35 Abs. 1 Vw VG (vgl. zu den Anforderungen im Einzelnen EM AR K 2004 N r. 38) auch in diesem Verfahrensstadium nicht genügend nachkom m t und dam it gleichzeitig den ebenfalls un- m ittelbar aus A rt. 29 Abs. 2 BV folgenden Anspruch der Beschw erde- führerin auf eine behördliche Begründung verletzt. 4. 4.1 Es stellt sich daher die Frage, ob die festgestellte Verletzung der behördlichen U ntersuchungspflicht sow ie des Anspruchs auf rechtli- ches G ehör im R ahm en des vorliegenden Beschw erdeverfahrens ge- heilt w erden kann oder zur Kassation der angefochtenen Verfügung führen m uss. Zw ar kann eine M issachtung entsprechender Verfah- rensvorschriften durch das BFM aufgrund der um fassenden Kognition S eite 12E -4752/2007 des Bundesverw altungsgerichts (vgl. A rt. 106 AsylG ) in bestim m ten Schranken durchaus geheilt w erden. Eine sachgerechte Lösung im Sinne einer H eilung oder Kassation w ird sich unter anderem auch stark an A rt und U m fang der Abklärungsm assnahm en orientieren m üssen, die im R ahm en des Beschw erdeverfahrens nachzuholen w ären, um eine noch fehlende Entscheidungsreife nachträglich her- zustellen. O b indessen die M issachtung von Verfahrensvorschriften durch die Vorinstanz auch Einfluss auf das Ergebnis hatte, kann bei einer Verletzung des Anspruchs auf rechtliches G ehör angesichts seiner form ellen N atur von vornherein keine R olle spielen (vgl. EM AR K 2004 N r. 38 E. 7.1 S. 265 m it w eiteren H inw eisen). 4.2 Von einer Kassation könnte vorab dann abgesehen w erden, w enn sich aufgrund der Akten ohne w eiteres feststellen liesse, dass die Vor- aussetzungen für die Bew illigung der Einreise der Beschw erdeführerin in die Schw eiz bereits allein aufgrund der von ihr geltend gem achten innerfam iliären Problem e - und dam it unabhängig von der G efahr einer behördlichen Verfolgung w egen ihrer G eschw ister oder ihrer eigenen politischen Aktivitäten - erfüllt w ären. D ies ist indessen nicht der Fall. Vielm ehr ist in allgem einer H insicht festzuhalten, dass in der Türkei bei G efahr einer Zw angsheirat oder eines Ehrenm ords hinreichender staatlicher Schutz vorhanden ist. Aus den Akten lässt sich nichts ent- nehm en, das zur Annahm e veranlassen w ürde, dass dieser staatliche Schutz gerade der Beschw erdeführerin - falls von ihr tatsächlich benö- tigt - verw ehrt bleiben w ürde. In der Beschw erdeschrift w ird in erster Linie die Schutzbereitschaft der türkischen Behörden angezw eifelt, dies insbesondere m it H inw eis auf die arm enische Volkszugehörigkeit und das politische Engagem ent der Beschw erdeführerin. G erade dies- bezüglich erw eist sich aber der Sachverhalt - w ie bereits dargelegt - als unvollständig festgestellt, w eshalb auch die W ahrscheinlichkeit ei- ner allenfalls ethnisch oder politisch m otivierten Schutzverw eigerung der türkischen Behörden beim aktuellen Aktenstand nicht abschlie- ssend beurteilt w erden kann. 4.3 Sinn des Beschw erdeverfahrens vor dem Bundesverw altungsge- richt kann es nicht sein, für eine vollständige W ürdigung der Vorbrin- gen und w eiteren Bew eism ittel der asylsuchenden Person sow ie für die Vornahm e zusätzlicher, zur Erstellung des rechtserheblichen Sach- verhalts noch nötiger Abklärungen zu sorgen, w enn dies - w ie im vor- liegenden Fall - bereits im vorinstanzlichen Verfahren m öglich und an- gebracht gew esen w äre, aber ohne G rund unterblieben ist. Es hiesse S eite 13E -4752/2007 denn auch w eit über den prozessrechtlichen R ahm en eines Beschw erdeverfahrens hinaus zu gehen, w ürden säm tliche im Falle der Beschw erdeführerin noch nötigen Sachverhaltsabklärungen vom Bundesverw altungsgericht nachgeholt, ganz abgesehen davon, dass ihr durch ein solches Vorgehen eine Instanz verloren ginge. Vielm ehr rechtfertigt sich nicht zuletzt auch angesichts der festgestellten Verletzung der Begründungspflicht eine Kassation der angefochtenen Verfügung. 4.4 Zusam m enfassend ist festzuhalten, dass die Vorinstanz im vorlie- genden Fall den rechtserheblichen Sachverhalt unrichtig beziehungs- w eise unvollständig festgestellt und ihren Entscheid nicht hinreichend begründet hat, w odurch der Anspruch der Beschw erdeführerin auf rechtliches G ehör verletzt w orden ist. D a eine H eilung dieser Verfah- rensm ängel im R ahm en des Beschw erdeverfahrens nicht m öglich er- scheint und jedenfalls nicht angebracht w äre, ist der angefochtene Entscheid aufzuheben und zur N eubeurteilung an die Vorinstanz zu- rückzuw eisen. 5. N ach dem G esagten ist die Beschw erde gutzuheissen, die vorinstanz- liche Verfügung vom 31. M ai 2007 aufzuheben und die Vorinstanz an- zuw eisen, in der Sache neu zu entscheiden. 6. 6.1 Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind keine Verfahrenskosten aufzuerlegen (A rt. 63 Abs. 1 Vw VG i.V.m . A rt. 37 VG G ). 6.2 D er Beschw erdeführerin ist angesichts des O bsiegens im Be- schw erdeverfahren in Anw endung von A rt. 64 Abs. 1 Vw VG i.V.m . A rt. 37 VG G für die Kosten der Vertretung und allfällige w eitere notw endige Auslagen eine Parteientschädigung zuzusprechen (vgl. auch A rt. 7 des R eglem ents vom 11. D ezem ber 2006 über die Kosten und Entschädi- gungen vor dem Bundesverw altungsgericht [VG KE, SR 173.320.2]). Ihr R echtsvertreter m acht gem äss der am 29. August 2007 eingereich- ten Kostennote ein H onorar (inkl. Auslagen) von insgesam t Fr. 1'180.-- geltend, das unter Berücksichtigung von U m fang und Schw ierigkeit des vorliegenden Verfahrens angem essen erscheint, w eshalb der Be- schw erdeführerin eine von der Vorinstanz zu entrichtende Parteient- schädigung in entsprechender H öhe zuzusprechen ist (vgl. A rt. 10 und A rt. 14 Abs. 2 VG KE). S eite 14E -4752/2007 (D ispositiv nächste Seite) S eite 15E -4752/2007 D em nach erkennt das B undesverw altungsgericht: 1. D ie Beschw erde w ird im Sinne der Erw ägungen gutgeheissen. 2. D ie Verfügung des BFM vom 30. M ai 2007 w ird aufgehoben und das BFM angew iesen, in der Sache neu zu entscheiden. 3. Es w erden keine Verfahrenskosten auferlegt. 4. D ie Vorinstanz w ird angew iesen, eine Parteientschädigung im Betrag von Fr. 1'180.-- (inkl. Auslagen) an die Beschw erdeführerin zu entrich- ten. 5. D ieses U rteil geht an: - den R echtsvertreter der Beschw erdeführerin (eingeschrieben) - die Vorinstanz, Abteilung Aufenthalt und R ückkehrförderung, m it den Akten (R ef.-N r. N _______) D ie vorsitzende R ichterin: D er G erichtsschreiber: C hrista Luterbacher M ario Vena Versand: S eite 16