Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz Kammer III III 2021 24 Entscheid vom 15. Juli 2021 Besetzung lic.iur. Achilles Humbel, Präsident lic.iur. Karl Gasser, Richter Dr.oec. Andreas Risi, Richter MLaw Manuel Gamma, Gerichtsschreiber Parteien A.________ AG, Beschwerdeführerin, vertreten durch Rechtsanwältin MLaw B.________, gegen 1.Gemeinderat Wollerau, Hauptstrasse 15, Postfach 335, 8832 Wollerau, vertreten durch Rechtsanwalt lic.iur. C.________, 2.Amt für Raumentwicklung ARE, Bahnhofstrasse 14, Postfach 1186, 6431 Schwyz, 3.Regierungsrat des Kantons Schwyz, Bahnhofstrasse 9, Postfach 1260, 6431 Schwyz, Vorinstanzen, 4.Gemeinde Wollerau, handelnd durch den Gemeinderat Wollerau, Hauptstrasse 15, Postfach 335, 8832 Wollerau, Beschwerdegegnerin, vertreten durch Rechtsanwalt lic.iur. C.________, Gegenstand Planungs- und Baurecht (Neu- und Erweiterungsbau zu Schul- anlagen)2 Sachverhalt: A.Mit Beschluss (GRB) Nr. 2016.308 vom 5. Dezember 2016 erliess der Ge- meinderat den Gestaltungsplan "D.________" betreffend die Grundstücke KTN __01, KTN __02, KTN __03 und KTN __04, Wollerau. Die hiergegen erho- benen Einsprachen, unter anderem diejenige der A.________ AG (Eigentümerin des östlich an KTN __03 und KTN __01 [durch das E.________ von diesen ge- trennt] anschliessenden Grundstückes KTN __05), wies der Gemeinderat ab. Die gegen diesen GRB vom 5. Dezember 2016 von der A.________ AG erhobene Beschwerde wies der Regierungsrat mit Beschluss (RRB) Nr. 515/2017 vom 4. Juli 2017 ab und genehmigte den Gestaltungsplan "D.________". Das Verwal- tungsgericht bestätigte diesen Beschluss mit VGE III 2017 143 vom 26. Januar 2018 in Abweisung der von der A.________ AG erhobenen Beschwerde. B.Am 26. Oktober 2018 reichte die Gemeinde Wollerau ein Baugesuch (in: Vi-act. III-02/B7) für den Bau des "F.________, E.________ __, Schulhaus G.________, Wollerau, KTN __01, __03, __02 und __04" ein, welches im Amts- blatt Nr. __ vom ____ 2018 (S. ____) publiziert und öffentlich aufgelegt wurde. Dagegen erhob u.a. die A.________ AG am 22. November 2018 Einsprache (in: Vi-act. III-02/B9). Am 14. Januar 2019 (Eingang Baugesuchszentrale) liess die Gemeinde Wollerau eine Projektänderung einreichen, was den Einsprechern an- gezeigt wurde (Vi-act. III-02/B8, B11 f.). Während des Baubewilligungsverfahrens wurde an der kommunalen Volksab- stimmung vom 19. Mai 2019 eine Pluralinitiative "Stop beim Neubau F.________" mit 1'244 Ja- gegen 1'339 Nein-Stimmen bei einer Stimmbeteiligung von 57.03% abgelehnt. Mit Gesamtentscheid vom 30. Oktober 2019 (Vi-act. III-02/B2) erteilte das ARE die kantonale Baubewilligung für das Baugesuch im Sinne der Erwägungen und unter Auflagen und Nebenbestimmungen (Disp.-Ziff. 1). Eine Dritteinsprache wurde abgeschrieben, die übrigen Einsprachen, so auch jene der A.________ AG, wurden abgewiesen, soweit aus kantonaler Sicht auf sie eingetreten wurde (Disp.-Ziff. 2 f.). Mit GRB Nr. 2019.400 vom 16. Dezember 2019 erteilte der Gemeinderat Woller- au die Baubewilligung wie folgt (Vi-act. III-02/B1): 1. Der Abbruch der bestehenden Bauten wird mit Auflagen bewilligt. (…). 2. Das Bauvorhaben wird mit Auflagen bewilligt. (…). 3.-6. (Eröffnung Gesamtentscheid und Stellungnahme H.________ als integrie- rende Bestandteile der Baubewilligung; Abschreibung zweier Dritteinspra- chen). 3 7. Die Einsprache von A.________ AG (…) wird im Sinne der Erwägungen ab- gewiesen. (…). 8. (Abweisung im Sinne der Erwägungen einer Dritteinsprache). 9.-21. (Auflagen und Nebenbestimmungen; Baufreigabe; Gebühren; Geltungsdau- er; Rechtsmittelbelehrung; Zustellung). C.Gegen diesen GRB erhob die A.________ AG mit Eingabe vom 27. Januar 2020 Verwaltungsbeschwerde beim Regierungsrat des Kantons Schwyz mit den folgenden Anträgen (Vi-act. I-01): 1. Der Beschluss des Gemeinderates Wollerau Nr. 2019.400 vom 16.12.2019 (Baugesuch Nr. 2015-7122) sei aufzuheben. 2. Das im Amtsblatt des Kantons Schwyz Nr. __ vom ____2018 für die Grunds- tücke KTN __01, __03, __02 und __04, alle Grundbuch Wollerau, publizierte Baugesuch für die Erstellung eines F.________ sei abzuweisen. 3. Eventualiter sei die Sache an die Vorinstanz zurückzuweisen. 4. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zzgl. MwSt. zu Lasten der Vor- instanzen. D.Mit Beschluss (RRB) Nr. 36/2021 vom 19. Januar 2021 entschied der Re- gierungsrat wie folgt (Bf-act. 1): 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 2. Die Verfahrenskosten (inklusive Kanzleikosten) im Betrag von Fr. 2000.-- werden der Beschwerdeführerin auferlegt (…). 3. Die Beschwerdeführerin hat der Beschwerdegegnerin eine Parteientschädi- gung von Fr. 2200.-- zu bezahlen. 4.-6. (Rechtsmittelbelehrung; Zustellung; Zustellung elektronisch). E.Gegen diesen RRB (Versand am 26.1.2021) lässt die A.________ AG mit Eingabe vom 15. Februar 2021 (Postaufgabe am gleichen Tag) fristgerecht Be- schwerde beim Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz erheben mit den fol- genden Anträgen: 1. Der Beschluss des Regierungsrats des Kantons Schwyz Nr. 36/2021 vom 19.01.2021 sei aufzuheben. 2. Der Beschluss des Gemeinderates Wollerau Nr. 2019.400 vom 16.12.2019 (Baugesuch Nr. 2015-7122) sei aufzuheben. 3.1 Das im Amtsblatt des Kantons Schwyz Nr. __ vom ____2018 für die Grunds- tücke KTN __01, __03, __02 und __04, alle Grundbuch Wollerau, publizierte Baugesuch für die Erstellung eines F.________ sei abzuweisen. 3.2 Eventualiter sei die Sache an die Vorinstanz zurückzuweisen. 4. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zzgl. MwSt. zu Lasten der Vor- instanzen und der Beschwerdegegnerin. 4 F.Das Sicherheitsdepartement beantragt mit Eingabe vom 24. Februar 2021 die Abweisung der Beschwerde unter Kostenfolge zulasten der Beschwerdefüh- rerin. Das ARE beantragt mit Vernehmlassung vom 4. März 2021 die Beschwer- deabweisung. Am 18. März 2021 lässt der Gemeinderat Wollerau beantragen, die Beschwerde sei unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zulasten der Be- schwerdeführerin abzuweisen. G.Am 25. Mai 2021 repliziert die Beschwerdeführerin. Mit Eingaben vom 14. Juni 2021 bzw. 16. Juni 2021 nehmen das Sicherheitsdepartement bzw. der Gemeinderat Wollerau hierzu Stellung. Das Verwaltungsgericht zieht in Erwägung: 1.1Der Projektperimeter des vorliegenden Projekts "F.________" (F.________ [Abkürzung]) liegt im Gestaltungsplangebiet "D.________" bzw. im Schulhausa- real I.________ auf gemeindeeigenen Grundstücken. Das Schulhausareal betrifft die bestehenden Schulhäuser "J.________" (KTN __02, 7'602 m 2) und "I.________" (KTN __01, 3'372 m 2), einen Kinderhort (KTN __03, 718 m 2) und, von diesen Gebäuden durch das E.________ getrennt, das östlich dieser Gasse liegende Mehrzweckgebäude (KTN __04, 2'919 m2; im nordöstlichen Bereich von KTN __04 befindet sich das Parkhaus G.________). Das Gestaltungsplangebiet mit einem Perimeter von 12'915 m 2 liegt in der Zone für öffentliche Bauten und Anlagen (ÖBA). Im Norden grenzt eine Wohnzone 2 (W2) und im Westen eine Wohnzone 3 (W3) ans Gestaltungsplangebiet an. Im Süden und südöstlichen Be- reich verläuft das Trassee der Südostbahn (SOB) bzw. die M.________, nach welcher eine Kernzone folgt; eine (kleine) Kernzone (welcher das Grundstück der Beschwerdeführerin angehört) sowie eine Landschafts- und Gewässerschutzzo- ne (LG) schliessen östlich des E.________ an die Grundstücke KTN __01 und KTN __03 an. Das Schulhaus I.________ (Gebäude Nr. __) wie auch das sich − neben anderen Gebäuden − auf dem Grundstück KTN __05 der Beschwerdefüh- rerin befindende K.________ (Gebäude Nr. __) sind im Kantonalen Schutzinven- tar (KSI) unter der Nr. ____ bzw. Nr. ____ verzeichnet (vgl. zum Ganzen VGE III 2017 143 vom 26.1.2018 Sachverhalt lit. A und Erw. 1.1.1; Vi-act. II-03/B-1 = Ge- staltungsplan [Situationsplan] "D.________"). 1.2Der Neubau für das F.________ soll auf der Nordostseite "des Grunds- tücks" (recte wohl: des Gestaltungsplanperimeters) in die Topografie eingefügt werden. Es soll ein kompakter, einfacher und übersichtlich organisierter Neubau entstehen (vgl. Baubeschrieb, in: Vi-act. III-02/B7). Das neu geplante Gebäude umfasst im Wesentlichen (von oben nach unten; vgl. auch den Baubeschrieb):5 - im Obergeschoss neben diversen Räumen (Sitzungszimmer, Abteilungs- leitung, Schulverwaltung, Schulleitung, WC Knaben und WC Mädchen) drei Gruppenräume, mittig eine "Halle OG" sowie 5 Schul- bzw. Klassen- zimmer (vgl. Plan Nr. 3-100-003, OG Obergeschoss, vom 24.10.2018); - im Erdgeschoss neben diversen Räumen (Künstler-Garderobe, "Office", "wc K Gard.", Lager Saal), eine Mediathek (299 m 2), ein Multifunktions- zimmer (88.1 m 2), einen Saal (bzw. Aula; 304.8 m 2; mit Bühne [12 m x 5 m]; Möglichkeit der Raumteilung durch einen Vorhang sowie ein Foyer (120.8 m2) (vgl. Plan Nr. 3-100-001, EG Erdgeschoss, vom 24.10.2018); - im Tiefparterre im westlichen Gebäudeteil drei (Gruppen-)Räume für den Kinderhort und eine "Halle Hort" sowie einen Ruheraum, im östlichen Ge- bäudeteil eine "Küche Krippe", zwei Krippenräume mit je separaten Räu- men "Schlafen" und WCs, eine "Halle Krippe". Sodann finden sich neben weiteren Räumen ("Mat., "Du / wc Beh.", Waschraum, "Arch.", Aussen- geräte Kinderwagen, "Bü. GL", "Bü./ Sitzungszi.", Pausenraum) im Stockwerkzentrum - sowohl vom Hort als auch von der Krippe zugänglich - eine Küche, ein "Lag. Off. u. Kü.", WCs, "UV Elektro", ein Gang und eine "Verbindung Krippe Hort" (vgl. Plan Nr. 3-100-004, TP Tiefparterre, vom 20.12.2018); - im Untergeschoss im westlichen Gebäudeteil ein Raum "Lernschwimm- becken" (303.6 m2; Masse eigentliches Schwimmbecken 10 m x 16.65 m) und im übrigen Bereich des Stockwerks diverse Infrastruktur- und Techni- kräume (WC, Garderoben, Lüftung etc.) (vgl. Plan Nr. 3-100-005, UG Un- tergeschoss, vom 20.12.2018). Zur Nutzung der Räume lassen sich der Botschaft zur ausserordentlichen Ge- meindeversammlung vom 28. September 2016 betreffend den Verpflichtungs- kredit für das F.________ Angaben entnehmen (vgl. S. 12 f., Raumprogramm). Die Kinderkrippe bietet 24 Tagesplätze in zwei Gruppen und eine Aussengruppe (Waldgruppe) für 12 Kinder an; der Kinderhort bietet Platz für insgesamt 99 Plät- ze à drei Gruppen (je 22 Tagesplätze plus 11 Mittagstischplätze). Der Garten ist ausserhalb der Schulzeiten auch für die Öffentlichkeit zugänglich. Die Aula bietet Platz für 228 Sitzplätze bei (maximaler) Bestuhlung sowie ein Fassungsvermö- gen von 400 Personen (Stehplätze). Der Multifunktionsraum bietet je nach Nut- zung (maximal) 60 Sitzplätze. Als mögliche Nutzungen werden Anlässe von Ver- einen (Winterkonzert; Vereinsempfänge nach eidg. Wettkämpfen), kulturelle An- lässe, Fasnachts-, Musik- und Theateranlässe genannt. Die fünf Klassenzimmer enthalten Raum für maximal 115 Schüler. 6 Es ist sodann ein geschwungenes Dach des neuen (teilweise) gedeckten Pau- senplatzes geplant, welches die bestehenden Schulhäuser J.________ und I.________ mit dem F.________ verbindet. 2.1.1Die Beschwerdeführerin offeriert als Beweismittel vor Verwaltungsgericht einen Augenschein (Beschwerde S. 27, 29 f., 39 ff., 44 f., 56, 72, 75). 2.1.2Beim Augenschein handelt es sich um ein Beweismittel (§ 24 Abs. 1 lit. d des Verwaltungsrechtspflegegesetzes [VRP; SRSZ 234.110] vom 6.6.1974). Bei der Beurteilung der Frage, ob solche Beweismittel notwendig sind, kommt der entscheidenden Behörde ein erheblicher Ermessensspielraum zu (vgl. VGE III 2014 136 vom 30.3.2016 Erw. 7.2 m.H.a. Plüss, in: Griffel, Kommentar VRG, § 7 Rz. 67 m.H.; VGE III 2012 51 vom 23.5.2012 Erw. 3.2; VGE III 2010 122 vom 21.9.2010 Erw. 2.2; VGE III 2007 111 vom 29.8.2007 Erw. 2 mit Verweis auf VGE 1032/05 vom 28.9.2005 Erw. 1.2 mit Hinweisen; vgl. auch Urteil BGer 1A.202/2003 vom 17.2.2004 Erw. 2 mit Hinweisen). 2.1.3Der Sachverhalt ist vorliegend zum einen mit den aktenkundigen Plänen, Fotos (namentlich in der Beschwerdeschrift), Videos (vgl. Bf-act. 4) und Unterla- gen dokumentiert. Zum andern vermitteln die allgemein zugänglichen elektroni- schen Hilfsmittel zur Beurteilung der Streitsache einen rechtsgenüglichen Ein- blick in die örtliche Struktur, die Umgebung und auch die Situierung des Bauvor- habens (WebGIS; Google Earth; Google Street View; vgl. Urteile BGer 1C_138/2014 vom 3.10.2014 Erw. 5.2; 1C_157/2016 vom 6.9.2016 Erw. 2.2 [i.S. P. c. GR Schwyz betr. Eruierung des gewachsenen Terrains]). Soweit im Folgen- den (im Wesentlichen) Rechtsfragen zu klären sind, hilft ein Augenschein nicht weiter. 2.2.1Die Beschwerdeführerin rügt eine Verletzung des rechtlichen Gehörs. Die Vorinstanz sei ihrer Begründungspflicht nicht nachgekommen (vgl. Beschwerde S. 11 f. Ziff. 4.2, S. 59 f. Ziff. 6.2). 2.2.2Das rechtliche Gehör nach Art. 29 Abs. 2 Bundesverfassung der Schweize- rischen Eidgenossenschaft (BV; SR 101) vom 18. April 1999 verlangt, dass die Behörde die Vorbringen des vom Entscheid in seiner Rechtsstellung Betroffenen auch tatsächlich hört, prüft und in der Entscheidfindung berücksichtigt. Daraus folgt die Verpflichtung der Behörde, ihren Entscheid zu begründen. Nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung soll die Begründungspflicht verhindern, dass sich die Behörde von unsachlichen Motiven leiten lässt, und es dem Betrof- fenen ermöglichen, die Verfügung gegebenenfalls sachgerecht anzufechten. Da- bei ist es nicht erforderlich, dass sich die Behörde mit allen Parteistandpunkten 7 einlässlich auseinandersetzt und jedes einzelne Vorbringen ausdrücklich wider- legt. Vielmehr kann sie sich auf die für den Entscheid wesentlichen Punkte bzw. auf jene Aspekte beschränken, die von der Behörde ohne Willkür als wesentlich betrachtet werden. Die Begründung muss so abgefasst sein, dass sich der Be- troffene über die Tragweite des Entscheids Rechenschaft geben und ihn in voller Kenntnis der Sache an die höhere Instanz weiterziehen kann (vgl. BGE 136 I 229 Erw. 5.2; BGE 136 I 184 Erw. 2.2.1; Urteile BGer 2C_1035/2016 vom 20.7.2017 i.Sa. B. vs. kantonales Amt für Gesundheit Erw. 3; 1C_452/2012 vom 18.11.2013 i.Sa. A. et al. vs. VerwGer SZ Erw. 2.2). 2.2.3Diesen bundesgerichtlichen Anforderungen an die Begründungsdichte wird der angefochtene Beschluss gerecht. Auf die wesentlichen Vorbringen des Be- schwerdeführers ging der Regierungsrat ein und es ist ohne Weiteres erkennbar, von welchen Überlegungen er sich bei seinem Beschluss hat leiten lassen. Die Beschwerdeführerin konnte den Entscheid entsprechend sachgerecht anfechten, wofür auch im Umfang der Rechtsmitteleingaben ein Indiz gesehen werden kann. 3.Der Regierungsrat erwog im angefochtenen Beschluss im Wesentlichen, beim neuen F.________ handle es sich nicht um eine Konsum- und Freizeitanla- ge. Bereits im Gestaltungsplanverfahren habe er ausgeführt, das Gestaltungs- planareal liege im weitestgehend überbauten Gebiet; zur Erschliessung des Ge- staltungsplanperimeters dienten die bestehenden drei Zufahrten ab der L.________ und der M.________; es sei nicht ersichtlich, weshalb die langjähri- gen, bestehenden Zufahrten nicht mehr genügen sollten (Erw. 2.3; Erw. 3.2). Es sei nachvollziehbar und grundsätzlich nicht zu beanstanden, dass die Beschwer- degegnerin im Baubewilligungsverfahren zunächst kein Verkehrsgutachten ein- gereicht habe. Im regierungsrätlichen Beschwerdeverfahren habe die Beschwer- degegnerin zusammen mit der Vernehmlassung insbesondere ein Gutachten der N.________ AG vom 27. Februar 2020 (nachfolgend: Verkehrsgutachten) nach- gereicht. Die beschwerdeführerische Rüge, die Baugesuchsakten seien unvoll- ständig, da insbesondere ein Verkehrsgutachten fehle, ziele damit ins Leere (Erw. 2.4 i.V.m. Erw. 2). Im Gegensatz zur hinreichenden Erschliessung nach § 37 des Planungs- und Baugesetzes (PBG; SRSZ 400.100) vom 14. Mai 1987 stelle die Frage der Bau- stellenerschliessung keinen Bauverweigerungsgrund dar. Die Beschwerdegegne- rin habe die Realisierbarkeit der Erschliessung aufgezeigt; Details müssten erst im Rahmen der Baufreigabe dargelegt werden (Erw. 3.1). Das Verkehrsgutachten sei nachvollziehbar begründet und logisch aufgebaut. Der Regierungsrat sehe sich nicht veranlasst, von diesem Gutachten abzuwei-8 chen, selbst wenn es sich um ein Parteigutachten handle. In Bezug auf das von den Beschwerdeführern eingereichte Gegengutachten der O.________ AG (nachfolgend: O.________-Gutachten) vom 27. Oktober 2020 erwog er, die genügenden Kapazitäten im bestehenden Parkhaus stellten nicht primär eine Frage der hinreichenden Erschliessung dar; im Übrigen sei darauf hinzuweisen, dass trotz des neu geplanten Gebäudes kein bedeutender Mehrverkehr bzw. keine erhebliche Zunahme von Anlieferungsfahrten zu erwarten sei (Erw. 3.5). Die SOB habe bestätigt, dass grundsätzlich alle Bahnübergänge auf dem Stre- ckennetz gesetzeskonform und sicher seien; an einem Bahnübergang vor einem Schulhaus bestehe jedoch das latente Risiko von Stürzen oder illegalen Querun- gen in besonderem Masse. Dazu erwog der Regierungsrat, eine wesentliche Mehrbenutzung der Bahnübergänge sei nicht zu erwarten. Im Bereich des Bahnübergangs P.________ wende bereits im bestehenden Zustand der Bus und es bestünden sechs Parkfelder, aus welchen häufig rückwärts aufs E.________ ausgefahren werde. Bislang sei es nicht zu einer Gefährdung der Schulkinder gekommen. Insbesondere beim Bahnübergang P.________ sei die Situation übersichtlich (Erw. 3.6). Das bestehende Verkehrsaufkommen auf dem E.________ sei hinreichend bekannt. Der Abschnitt des E.________ zwischen dem Mehrzweckgebäude und dem Parkhaus werde seit jeher als Zufahrt zum Schulhaus und zu den angrenzenden Liegenschaften, darunter jener der Be- schwerdeführerin, genutzt; es sei nicht ersichtlich, weshalb die bestehenden Zu- fahrtsmöglichkeiten nicht mehr ausreichen sollten. Mängel beim Parkhaus G.________ und der dort eingerichteten Drop-off- und Pick-up-Zone seien eben- falls nicht ersichtlich. Das Phänomen der Eltern-Taxis sei ein grundsätzliches Problem, das schon heute bestehe und nicht direkt mit dem neuen F.________ zusammenhänge. Kurzzeitige Behinderungen im Verkehrsfluss zum Schulbeginn und -schluss änderten grundsätzlich nichts an der hinreichenden Erschliessung der Schule (Erw. 3.7). Das vorliegende Projekt sei mit der Q.________, wobei es sich um einen Neubau gehandelt habe, nicht vergleichbar (Erw. 4). Das Amt für Umweltschutz (AfU, bis 30.6.2020; heute: Amt für Umwelt und Ener- gie) als Fachbehörde habe das von der Beschwerdegegnerin im regierungsrätli- chen Verfahren vernehmlassend eingereichte Lärmgutachten der R.________ AG (nachfolgend: Lärmgutachten) vom 26. Februar 2020 überprüft und für kor- rekt befunden; der Regierungsrat sehe sich nicht veranlasst, von dieser Beurtei- lung abzuweichen (Erw. 5.4, Erw. 5.4.4). Die Ausnützungsziffer werde eingehalten (Erw. 6.2). Nicht nachvollziehbar sei, inwiefern das geplante F.________ mit dem Landschafts-, Orts- und Strassenbild 9 nicht verträglich sei. Ebenso wenig sei einzusehen, weshalb es das KSI-Objekt "Schulhaus I.________" beeinträchtige (Erw. 7.6). Von einer übermässigen Be- einträchtigung durch Schattenwurf könne nicht die Rede sein (Erw. 9.3). 4.1Die Beschwerdeführerin trägt verschiedene Rügen betreffend die Er- schliessung vor. So beanstandet sie, eine Beurteilung der Erschliessung sei nicht möglich (S. 13 f. Ziff. 4.3). Das Parkhaus habe eine über die blosse Parkierung hinausgehende Funktion und stelle gemäss Verkehrsgutachten die einzige Zu- fahrt für die "übrigen Nutzergruppen" und das Drop-off der Elterntaxis dar und sei als Zufahrt i.S.v. § 19 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Raumplanung (Raumplanungsgesetz, RPG; SR 700) vom 22. Juni 1979 zu qualifizieren. Im Verkehrsgutachten fehlten namentlich Planunterlagen zum Parkhaus G.________, Zahlen über die aktuelle Auslastung unter Berücksichtigung der Überlagerung der Nutzergruppen sowie Zahlen über die aktuelle und zu erwar- tende Beanspruchung des E.________. Ferner fehle eine detaillierte Auseinan- dersetzung mit den Nutzergruppen und deren Mobilitätsbedürfnissen. Es fehlten alle Grundlagen, um die Erschliessung in Bezug auf alle Nutzergruppen mit Aus- nahme von Unterhalts- und Lieferfahrzeugen zu überprüfen. Art. 19 Abs. 1 RPG sowie Art. 22 Abs. 2 RPG seien verletzt. Der Hinweis, wonach durch das F.________ kein bedeutender Mehrverkehr bzw. keine erhebliche Zunahme von Anlieferungsfahrten zu erwarten seien, ändere daran nichts (S. 13 f. Ziff. 4.3). Das TVZ-Gutachten habe Mängel am Verkehrsgutachten festgestellt. Es stünden sich zwei beweisrechtlich gleichwertige Parteibehauptungen mit widerstreitenden Aussagen gegenüber. Indem die Vorinstanz auf die Abnahme weiterer Beweis- mittel "einfach auf das N.________-Parteigutachten abgestellt" habe, verstosse sie gegen das Verbot willkürlicher Beweiswürdigung (S. 14 f. Ziff. 4.4). Dem Un- tersuchungsgrundsatz folgend hätte die Vorinstanz weitere Ermittlungen anstel- len müssen, um den rechtserheblichen Sachverhalt abzuklären - die Vorinstanz habe § 18 Abs. 1 VRP verletzt (S. 16 f. Ziff. 4.5). Beim F.________ handle es sich um eine Freizeitanlage i.S.v. Art. 67 Abs. 1 des kommunalen Baureglements (BauR) vom 7. März 2010/28. Februar 2016; der Neubau sehe neben der Schul- nutzung auch zahlreiche neue Freizeitnutzungen vor. Dass - sinngemäss - die Beschwerdegegnerin im erstinstanzlichen Verfahren kein Verkehrsgutachten eingereicht habe, sei baurechtswidrig, was festzustellen und im Hinblick auf § 72 Abs. 2 VRP zu berücksichtigen sei (S. 17 f. Ziff. 4.6). Sodann sei die Erschliessung ungenügend bzw. fehle es an einer rechtsgenügli- chen Erschliessung (S. 19 Ziff. 5). Das Gebiet rund um das Gestaltungsplanareal sei nicht weitgehend überbaut. Aus dem Umstand, dass das Schulgelände heute erschlossen sei, könne nichts zugunsten des Neubaus abgeleitet werden, da das 10 Gelände unternutzt sei und der geplante Neubau erheblichen Mehrverkehr gene- rieren werde (S. 21 f. Ziff. 5.2.1); die Feststellung, wonach die Erschliessungsva- rianten hauptsächlich der Versorgung der öffentlichen Schulgebäude bezwecken sollten, sei aktenwidrig (S. 22 Ziff. 5.2.2); es liege kein Worst-Case-Szenario bei der Parkfeldbedarf-Ermittlung vor, vielmehr müsse mindestens vom im Verkehrs- gutachten errechneten Mehrverkehr, der erheblich sei, ausgegangen werden (S. 22 f. Ziff. 5.2.3); die neuen Nutzungen führten zur Mehrbenutzung der Bahnübergänge - die gegenteilige Feststellung der Vorinstanz sei unrichtig - und die Situation beim Bahnübergang P.________ könne nicht als übersichtlich be- zeichnet werden (S. 23 Ziff. 5.2.4; S. 25 f. Ziff. 5.2.9); ebenfalls aktenwidrig seien die Feststellungen, dass die Schulanlagen von Langsamverkehr geprägt seien und dass das bestehende Verkehrsaufkommen auf dem E.________ hinreichend bekannt sei (S. 24 Ziff. 5.2.5 f.); das Problem der Elterntaxis hänge direkt mit dem Neubau zusammen und es sei mindestens unklar, ob auf dem Parkhaus- dach genug Platz sei, damit dieser als Drop-off-Bereich für die Elterntaxis genutzt werden könne (S. 25 Ziff. 5.2.7 f.). Die südliche Zufahrt via Bahnübergang P.________ sei bereits heute nicht ver- kehrssicher; im Minimum wären die Wendemanöver auf dem Schulhausplatz und zu definierende Schutzmassnahmen aufzuzeigen (S. 27). Die Barrieren beim Bahnübergang P.________ seien im Verkehrsgutachten nicht berücksichtigt worden; da diese mit Schlössern gesichert seien und entsprechend geöffnet werden müssten, sei mit längerem Parkieren auf dem Schulhausplatz bzw. auf dem E.________ zu rechnen. Wohl kaum würden alle Liefer-, Unterhalts- und Entsorgungsfahrzeuge über einen Schlüssel für die Barrieren verfügen; es sei davon auszugehen, dass der Bahnübergang P.________ für Anlieferungsfahrten nicht mehr zur Verfügung stehe und faktisch nur noch die östliche Zufahrt via E.________ genutzt werden könne. Die(se östliche) Zufahrt sei nicht verkehrssi- cher (S. 29 f., S. 40). Sodann bezeichne das O.________-Gutachten die nord- westliche Ecke des Parkhauses G.________ als Defizit. Im Ergebnis bestehe für Lieferung/Unterhalt/Entsorgung nur die Zufahrt Ost, welche bereits heute nicht verkehrssicher und damit nicht als hinreichende Erschliessung qualifiziert werden könne. Die M.________ und der S.________-kreisel seien bereits heute überlas- tet und es müsse aufgrund des Mehrverkehrs von 180 Fahrten/Tag von einer wesentlichen Verschärfung der Überlastung ausgegangen werden (S. 40 ff.). Die Überlagerung der Nutzergruppen komme im Verkehrsgutachten zu kurz und das Parkhaus G.________ sei für das Drop-Off (Parkdeck) ungeeignet; zudem seien die Parkplätze auf dem Parkdeck oft besetzt und schliesslich sei auch der Zu- gang vom Parkhaus zur Schule nicht verkehrssicher, da dieser im "direkten Be- reich der Anlieferung" liege (S. 43 ff.). Zur Schneeräumung werde das Parkdeck 11 gesperrt und zudem sollen darauf 20 Parkfelder an private Pendler vermietet werden (S. 56 f.). Es fehle zusammenfassend für Unterhalt/Lieferung/Entsorgung als auch für die weiteren Nutzergruppen an einer hinreichenden Erschliessung (S. 58 Ziff. 5.3.3). 4.2.1Gemäss Art. 22 Abs. 2 lit. b RPG ist die Erschliessung des zu überbauen- den Landes eine Bewilligungsvoraussetzung. Land ist erschlossen, wenn unter anderem die für die betreffende Nutzung hin- reichende Zufahrt besteht (vgl. Art. 19 Abs. 1 RPG; § 37 Abs. 1 PBG). Bei der Erschliessung ist auf eine haushälterische Nutzung des Bodens Rücksicht zu nehmen (§ 37 Abs. 2 PBG). Genügende Zugänglichkeit setzt eine rechtlich gesi- cherte und technisch hinreichende Zufahrt, ausnahmsweise einen blossen Zu- gang voraus. Technisch hinreichend ist eine Zufahrt, wenn sie verkehrssicher und so beschaffen ist, dass sie der zu erwartenden Beanspruchung durch Benüt- zer und öffentliche Dienste gewachsen ist (§ 37 Abs. 3 PBG). Der Erschlies- sungspflicht wird primär mit der Grob- und Feinerschliessung gemäss Art. 4 f. des Wohnbau- und Eigentumsförderungsgesetzes (WEG; SR 843) vom 4. Okto- ber 1974 nachgekommen (zur Groberschliessung vgl. Art. 4 Abs. 1 WEG; § 37 Abs. 4 PBG; zur Feinerschliessung vgl. Art. 4 Abs. 2 WEG; § 37 Abs. 5 PBG). 4.2.2Gemäss ständiger Rechtsprechung des Bundesgerichts sollen die Zufahr- ten verkehrssicher sein und haben sich nach den zonengerechten Baumöglich- keiten jener Flächen zu richten, die sie erschliessen sollen (BGE 136 III 135 Erw. 3.3.2; BGE 117 Ib 314 Erw. 4.a; Urteil BGer 1C_290/2011 vom 1.2.2012 Erw. 3.1). Ebenso hat das Bundesgericht im den Kanton Schwyz betreffenden Urteil 1P.539/2000 vom 20.12.2000 (Erw. 2.d) klargestellt, dass sich "aus der Bau- und Zonenordnung die zulässige Nutzungsintensität" ergibt, "so dass be- kannt ist, für welche Verkehrsansprüche die Zufahrt ausgelegt werden muss". Die konkrete Ausgestaltung der Erschliessung ist entsprechend je nach Nut- zungszone unterschiedlich. Für die Beurteilung des Genügens einer Zufahrt ist die gesamte aus dem Einzugsgebiet zu erwartende Verkehrsbelastung, unter Einschluss der Nachbarschaft und der Allgemeinheit, miteinzubeziehen. Mass- gebend ist die zu erwartende Verkehrsbelastung des ganzen Gebietes bei Be- bauung nach zonengerechten Baumöglichkeiten (Häuptli, in: Baumann et al., Kommentar zum Baugesetz des Kantons Aargau, Bern 2013, § 32 N 25 f. mit weiteren Hinweisen; Fritzsche/Bösch/Wipf; Zürcher Planungs- und Baurecht, Planungsrecht, Verfahren und Rechtsschutz, 5. Aufl., Zürich 2011, S. 187; Hänni, Planungs-, Bau- und besonderes Umweltschutzrecht, 6. Aufl., Bern 2016, S. 278; vgl. Waldmann/Hänni, Kommentar zum RPG, Bern 2006, Art. 19 N 21). 12 Das Erschliessungserfordernis bezieht sich auch auf die Basiserschliessung (VGE III 2013 103 vom 19.2.2014 Erw. 2.2). Gemäss der Rechtsprechung des Verwaltungsgerichts ist aufgrund der konkreten Verhältnisse zu beurteilen, in welchem Umkreis eines Bauvorhabens das übergeordnete Strassennetz in die Beurteilung mit einzubeziehen ist (vgl. VGE III 2015 228 vom 26.10.2016 Erw. 2.3.3; VGE III 2008 6+7 vom 15.4.2008 Erw. 3.1). Demgemäss ist nament- lich auch zu beachten, dass der Aspekt der Überlastung, je weiter ein überge- ordneter und überlasteter Strassenknoten vom Bauvorhaben entfernt ist, desto weniger ins Gewicht fällt, da sich in der Regel das Verkehrsaufkommen eines konkreten Bauobjektes mit der Zunahme der Entfernung auf verschiedene Ver- kehrsträger verteilt und die Kurzfahrten nicht zu entfernteren Engpässen führen. 4.3Das im regierungsrätlichen Verfahren von der Beschwerdegegnerin ver- nehmlassend eingereichte Verkehrsgutachten (Vi-act. II-03/E-1) kommt zum Er- gebnis, die Erschliessung des geplanten F.________ sei ausreichend und das Verkehrsaufkommen werde, insbesondere in den Hauptverkehrszeiten, als ge- ring eingeschätzt. Die Parkierungssituation erachtet das Verkehrsgutachten mit dem angrenzenden Parkhaus G.________ als ideal; sie genüge den Anforderun- gen. Schliesslich sei das Konzept der Baustellenerschliessung zweckmässig (S. 8 i.f.). Das Gutachten hält zunächst fest, dass "zurzeit" auf dem Schulareal rund 350 Schüler von ca. 40 Lehrpersonen unterrichtet würden und dass die Entwicklung der Schülerzahlen von den Jahrgängen abhänge. Die Unterrichtszeiten verortet das Gutachten auf ca. 07.45 bis 16.15 Uhr, der Hort sei von 07.00 bis 18.30 Uhr geöffnet (S. 2 i.f.). Anlieferung und Entsorgung seien auch künftig (ab der L.________) über die Zufahrt über den Bahnübergang P.________ geplant. Die- se Zufahrt habe den Charakter einer Erschliessungsstrasse (Zufahrtswege/- strassen), welche mit tiefer Geschwindigkeit befahren werde. Das maximale Ver- kehrsaufkommen auf solchen Zufahrtswegen (50) bzw. -strassen (100) werde durch die Frequenzen für die Anlieferung des Schulareales bei weitem nicht er- reicht; die bestehende Erschliessungsstrasse genüge den Anforderungen der Nutzung und sei ausreichend. Ferner erkennt das Verkehrsgutachten im Ab- schnitt des E.________ entlang des Parkhauses G.________ einen zulässigen Zufahrtsweg für ausnahmsweise Anlieferungen der Schule. Für den Fussverkehr ändere sich mit dem F.________ ebenfalls wenig: Bestehende Zugänge blieben erhalten, innerhalb des Areals würden die Verbindungen grosszügiger ausgestal- tet. Die Situation mit den drei im Umfeld der Schulanlage befindlichen, mit Schranken gesicherten Bahnübergängen könne für die Anlieferung fallweise um- ständlich sein, stelle indes kein Sicherheitsproblem dar. Die Erschliessung für 13 den Fussverkehr, mithin auch jene für die Schulkinder, führe auch über diese Bahnübergänge; aufgrund der Sicherung mittels Schranken stelle dies kein Si- cherheitsproblem dar; die Querung der Schulwege über die umliegenden Stras- sen seien mit Fussgängerstreifen ausgestattet (S. 3). Das Verkehrsgutachten prüfte bzgl. Verkehrsaufkommen (S. 4 f. Ziff. 3) zunächst das Parkplatzangebot nach der VSS-Norm 40281. Mit dem um 10% abgeminder- ten Bedarf gemäss ÖV-Güteklasse D wurde als Zwischentotal ein maximaler Parkplatzbedarf von 69 bzw. unter Berücksichtigung von Doppelnutzungen ein Total von 57 ermittelt. Das Gutachten weist darauf hin, dass dieser theoretische Bedarf nicht berücksichtige, dass gewisse Nutzungen nicht neu hinzukämen, sondern nur verschoben würden (Schulleitung, Hort, Krippe), und es sich dem- entsprechend um ein Worst-Case-Szenario handle (S. 4). Um das zu erwartende Verkehrsaufkommen im Zusammenhang mit den F.________-Nutzungen zu beziffern, wurde dieses anhand der Fahrten pro Park- feld an einem Tag sowie in den Hauptverkehrszeiten morgens (MSP) sowie abends (ASP) wie folgt ermittelt (S. 5 Ziff. 3.2): Nutzung PF Fahrten/PF und Tag Fahrten/Tag Fahrten MSP Fahrten ASP Schulleitung 2 8 16 2 2 Schulräume 5 4 20 5 5 Hort 3 4 12 3 3 Krippe 2 4 8 2 2 Aula 41 2 82 0 41 Multifunktionszimmer 11 2 22 0 11 Mediathek 3 4 12 0 6 Lernschwimmbecken 2 4 8 0 4 Total 180 12 74 Im Zusammenhang mit der Abendspitze (74) wurde dargelegt, dass die Wahr- scheinlichkeit gering sei, dass eine Veranstaltung in der Aula bereits während der ASP beginne. Zur Beurteilung der Belastung des umliegenden Strassennetzes verweist das Verkehrsgutachten auf eine Dokumentation des Verkehrsaufkommens zwischen 2012 und 2014. Schon damals habe sich die Verkehrsbelastung am Kreisel M.________/L.________/T.________ im Zentrum an der Leistungsgrenze be- wegt und es sei prognostiziert worden, dass die Leistungsgrenze durch das Ver- kehrsaufkommen wegen diversen Entwicklungen in und um Wollerau vermehrt überschritten werde. Jedes zusätzliche Verkehrsaufkommen verschärfe die Si- tuation weiter. Mit dem Umbau der U.________ werde (ab 2020) die Einfahrt in die T.________ nicht mehr möglich sein und den Kreisel um rund 8% entlasten. 14 Der Kanton Schwyz führe ein Monitoring über diese Massnahme und es würden ggf. weitere Massnahmen (LSA [Lichtsignalanlage]/Pförtneranlage) ergriffen werden. Es könne davon ausgegangen werden, dass sich aufgrund der hohen Aufmerksamkeit des Kantons Schwyz für die Verkehrssituation in Wollerau und den Massnahmen die Situation verbessern werde. Im Vergleich zum übrigen Verkehrsaufkommen zu Spitzenstunden in Wollerau sei das durch das F.________ erzeugte Verkehrsaufkommen sehr gering; da Veranstaltungen in der Aula, welche den grössten Anteil des Verkehrsaufkommens verursachten, meistens nach der ASP stattfinden würden, verschärfe sich die Situation dadurch nicht (S. 5 Ziff. 3.3). Hinsichtlich Parkierungssituation macht das Gutachten Aussagen zu den öffentli- chen Parkplätzen und zu den Elterntaxis (S. 6). Rund um die Schulanlage seien keine öffentlichen Strassenparkplätze vorhanden. Für Benützer der Turnhalle J.________ gebe es 11 reservierte Parkplätze (07.00 bis 22.00 Uhr) entlang der Turnhalle; ein Parkfeld sei für Personen mit eingeschränkter Mobilität. Das Gut- achten zeigt sodann auf, dass sich im östlich arealangrenzenden Parkhaus G.________ 121 Parkfelder, wovon 3 für mobilitätseingeschränkte Personen re- serviert, befinden. 45 Parkfelder seinen durchschnittlich von Lehrpersonen und anderen Gemeindeangestellten und weitere fünf Parkfelder durch Pendelnde mit Monatskarten belegt. Während der Schulzeit stünden rund 70 Parkfelder zur öf- fentlichen Benutzung zur Verfügung, ausserhalb der Schulzeit seien sehr viele Parkfelder frei. Durch das F.________ würden maximal 57 Parkplätze benötigt. Das Angebot im Parkhaus G.________ reiche aus, um den Bedarf zu decken (S. 6 Ziff. 4.1). Bezüglich Elterntaxis sei davon auszugehen, dass die Erweiterung der schuli- schen Nutzungen im Rahmen des F.________ zusätzliche Fahrten generiere; vor allem der Hort und noch stärker die Krippe seien Angebote, welche prädesti- niert seien, dass Eltern ihre Kinder mit dem Auto bringen und abholten. Das Pro- blem bestehe bereits heute und sei unabhängig vom Vorhaben des F.________. Es sei an der Gemeinde/Schule zu entscheiden, ob und wie diese Problematik angegangen werden solle. Ein im 2. Semester 2019/2020 versendeter Elternbrief der Schulleitung habe auf die Gefahren für die Kinder und Anwohner hingewie- sen und Eltern, welche das Kind trotzdem holen und bringen, aufgefordert, das Dach des Parkhauses G.________ zu benützen. Es gebe weitere Ansätze, wel- che die Problematik reduzieren könnten (Informations- /Sensibilisierungskampagne, Halte-/ Fahrverbote, etc.). 4.4.1Gemäss den gutachterlichen Feststellungen kann bei einem derzeitigen (bzw. im Zeitpunkt des Gutachtens) Bestand von 350 Schüler und rund 40 Lehr-15 personen nicht gesagt werden, ob und wann die mit dem F.________ neu ge- schaffenen Kapazitäten (+ 5 Schulzimmer) ihre maximale Auslastung erreichen. Die Initianten der Pluralinitiative (vgl. vorstehend Ingress lit. B) argumentierten sogar mit sinkenden Schülerzahlen seit 1997 (von 521 auf 375 Schüler; vgl. Bot- schaft zur Gemeindeversammlung vom 3.4.2019, S. 62). Dennoch geht das Ver- kehrsgutachten - zu Recht - von einer vollen Auslastung unter Einbezug der Nut- zungsmöglichkeiten sämtlicher Räume aus; die Aula, das Multifunktionszimmer und das Lernschwimmbecken, welche bei der Nutzung (nach zutreffender) Auf- fassung der Beschwerdeführerin am meisten Verkehr generieren, werden also ebenso berücksichtigt wie auch die neuen Räumlichkeiten für Hort und Krippe. Diverse Nutzungen kommen mit dem F.________ allerdings nicht neu hinzu, sondern werden (lediglich) "verschoben" (Schulleitung, Hort, Krippe; vgl. ange- focht. RRB Erw. 3.4). Mit dem Verkehrsgutachten und dem Regierungsrat ist da- her festzuhalten, dass es sich bei den angenommenen Zahlen und Verkehrsbe- wegungen auch tatsächlich um Maxima im Sinne eines "Worst-Case-Szenarios" handelt (vgl. Gutachten S. 4 i.f.; angefochtener RRB Erw. 3.4; Vernehmlassung des Sicherheitsdepartements S. 2 Ziff. 4). Dies gilt umso mehr, als auch die aus- serschulische Nutzung der Aula sowie des Multifunktionszimmers mit den 82 bzw. 22, total 104, errechneten Fahrten/Tag (ASP: 41 bzw. 11, total 52) bei der ASP mitberücksichtigt werden, in der Regel jedoch erst zu einem späteren Zeit- punkt (ganz oder teils) einsetzen. Das Gutachten geht auch auf die Auswirkungen auf das umliegende Strassen- netz, namentlich beim sich an der Leistungsgrenze befindenden Kreisel M.________, L.________, und T.________, ein und hat das durch das F.________ bewirkte zusätzlich erzeugte Verkehrsaufkommen als (sehr) gering veranschlagt. Dies wird zusätzlich dadurch relativiert, dass Veranstaltungen in der Aula, wodurch der Hauptanteil am Verkehrsaufkommen generiert wird, wie gesagt, hauptsächlich nach der ASP (d.h. nach [17.00 bis] 18.00 Uhr [vgl. VGE III 2019 99 vom 21.9.2018 Erw. 4.3.2]) stattfinden oder - sofern einmal an einem Mittwochnachmittag - ausserhalb der ASP/Hauptverkehrszeiten (vgl. Vi-act. II- 03/E-5 S. 2). 4.4.2Eine gewisse zusätzliche Belastung der - insbesondere zu Spitzenzeiten - ohnehin stark beanspruchten Verkehrsanlagen in der Umgebung ist jedem zu- sätzlichen Verkehrsaufkommen immanent. Eine Baute wie das vorliegende F.________ kann indessen nicht etwa mit einem (Lebensmittel-)Markt oder gar einem Einkaufszentrum verglichen werden, handelt es sich doch beim F.________ um eine öffentliche Baute mit beschränktem ("Kunden"-)Verkehr, die insbesondere auch vom Langsamverkehr geprägt ist (VGE III 2017 143 vom 16 26.1.2018 Erw. 4.5.1). Vor dem Hintergrund, dass das Bundesgericht eine von einem mittelgrossen Lebensmittelmarkt ausgehende zusätzliche Belastung der dortigen ebenfalls "ohnehin stark beanspruchten Verkehrsanlagen" während der Spitzenstunden mit 72 bzw. 81 Zu- und Wegfahrten als im Verhältnis zum Ge- samtverkehr als gering ausfallend betrachtet hat (vgl. Urteil BGer 1C_299/2019 vom 27.8.2020 Erw. 5.4.2 [i.S. A vs. GR Schwyz]), sind - vom "Worst-Case"- Szenario ausgehend - auch die vorliegend 74 Fahrten während der ASP und erst recht die 12 Fahrten während der MSP als geringe zusätzliche Belastung der M.________ bzw. des oberwähnten Kreisels zu veranschlagen. Sodann weist das Gutachten (S. 5 Ziff. 3.3) zu Recht darauf hin, dass nach Abschluss der Bauarbeiten an der V.________ und der U.________ per Montag, 7. Dezember 2020, insofern ein neues Verkehrsregime gilt, als dass keine direkte Zufahrt mehr von der U.________ in die T.________ möglich ist und im Zuge dessen von ei- ner Entlastung des Kreisels ausgegangen werden kann (vgl. Pressemitteilung der Gemeinde Wollerau vom ____2020, abrufbar unter htt- ps://www.wollerau.ch/pressemit-teilungen /____, besucht am 10.5.2021). 4.4.3Das Gutachten zeigt im Weiteren auch auf, dass das für die Parkierung vorgesehene Parkhaus G.________ der Gemeinde Wollerau mit 121 Parkfelder selbst im "Worst-Case"-Szenario (Gutachten, S. 4 und 6 [unwahrscheinlicher Fall der Gleichzeitigkeit aller Nutzungen in vollem Umfang]) noch eine beträchtliche Reserve (13 bei 57 erforderlichen Parkplätzen) aufweist. Vernehmlassend (S. 7 P.________) hat die Gemeinde das beschwerdeführerische Vorbringen, es sei beabsichtigt, 20 Parkfelder auf dem Parkdeck an private Pendler zu vermieten, unter Hinweis auf die massgeblichen Merkblätter bzw. Reglement entkräftet mit dem Hinweis, dass nur für das 3. und 4. Untergeschoss Parkkarten abgegeben werden. 4.4.4Was die Elterntaxis bzw. "Drop-Offs" (inkl. "Pick-Ups"; Bringen und Holen) im Speziellen betrifft, ist zunächst hinzuweisen, dass die Kinder auf dem Schul- weg in erster Linie unter der Verantwortung der Eltern stehen (vgl. VGE III 2018 156 Erw. 3.3.2 mit Hinweisen, u.a. auf Urteil BGer 2C_433/2011 vom 1.6.2012 [i.Sa. Schulrat Altendorf] Erw. 4.3 und 5.1; so auch § 43 Abs. 1 Volksschulgesetz [VSG; SRSZ 611.2010] vom 19.10.2005). Zutreffend führt der Gemeinderat so- dann aus (Vernehmlassung S. 6), dass ein Schulweg von 2.5 km bzw. eine halbe Stunde Fussmarsch grundsätzlich (d.h. ohne zusätzliche Erschwernisse) als zu- mutbar gilt (vgl. Wegweiser zur Gesetzgebung der Volksschule, Stand 19.4.2021, S. 27 Ziff. 5.2, S. 89 ff. Ziff. 3.2.1). Die Vorinstanzen und das Verkehrsgutachten weisen darauf hin, dass es sich beim "Phänomen" der Elterntaxis um ein grundsätzliches Problem handelt, das 17 bereits heute und unabhängig vom F.________ besteht (vgl. Medienberichte zu "Kiss and Ride"-Plätzen für Elterntaxis, z.B. Radio SRF 1, Echo der Zeit vom 10.6.2021 sowie diverse Zeitungen; VCS, Kiss & Ride in Schulhausnähe, August 2020). Die Drop-Off-Zone (vgl. auch Vi-act. II-03/F-7 S. 3 und F-8) solle dieses Grundsatzproblem entschärfen; es werde im Bedarfsfall künftig auch andere Lösungen geben; eine Drop-Off-Zone bräuchte es gar nicht zwingend, schon gar nicht am heutigen Standort (Vernehmlassung des Gemeinderats S. 6; angefocht. RRB Erw. 3.7; Verkehrsgutachten S. 6 Ziff. 4.2, S. 8). Diese Ausführungen geben namentlich vor dem Hintergrund, i) dass "nur gerade eine Handvoll Schülerinnen und Schüler" ausserhalb der zumutbaren Schulwegdistanz wohnen (Vernehm- lassung des Gemeinderats S. 6), ii) dass die Gemeinde Wollerau für periphere Gebiete einen Schulbusbetrieb anbietet (vgl. https://www.schule-wollerau.ch/ primarschule/unsere-schule/schul-abc) und iii) dass der Schulweg für Kinder und Jugendliche einen wichtigen Stellenwert einnimmt, zur sozialen Entwicklung bei- trägt, gleichzeitig der Bewegungsförderung dient und zudem den Kindern die Möglichkeit bietet, ein sicheres und angepasstes Verhalten im Strassenverkehr zu erlernen (bfu-Fachdokumentation 2.262, Schulweg zu Fuss, Bern 2016, S. 15 Ziff. 4), zu keinen Beanstandungen Anlass. Es ist mit dem Gemeinderat (Ver- nehmlassung S. 6) sodann festzuhalten, dass die "Problematik Elterntaxis" nicht Gegenstand der Erschliessungsfrage des vorliegenden Neubauprojekts bildet, sondern ein weiter, regional unterschiedlich verbreitetes Phänomen darstellt (vgl. htt- ps://www.tcs.ch/de/testberichteratgeber/ratgeber/verkehrserziehung/elterntaxis.p hp; Elternbrief der Primarschule Wollerau vom 5.3.2020 [Vi-act. II-03/F-7] S. 3 mit dem impliziten Hinweis, Kinder nur ausnahmsweise mit dem Auto zu bringen oder zu holen). Hieran ändert die Tatsache nichts, dass bzw. wenn sich die Si- tuation betreffend die Elterntaxis gelegentlich nicht ideal abwickeln sollte, wie die von der Beschwerdeführerin eingereichten Videosequenzen (Bf-act. 4) nahele- gen. Abgesehen davon kann diesen Aufnahmen mangels hinreichender Substan- tiierung (betreffend Zeitpunkt der Aufnahme, Anzahl transportierter Schüler etc.) so oder anders keine Repräsentativität zugesprochen werden. Einer allenfalls unbefriedigenden Situation ist von den zuständigen Behörden mit geeigneten Massnahmen zu begegnen (ggf. weitere Sensibilisierungsmassnahmen [vgl. Vi- act. II-03/F-7 S. 3], Schülerlotsen [vgl. Art. 67 Abs. 1 lit. c SSV], Platzieren von Signalen [vgl. zit. bfu-Fachdokumentation 2.262, S. 34 Ziff. 2.5). 4.4.5Die Kritik des O.________-Gutachtens kann den Beweiswert des Ver- kehrsgutachtens nicht erschüttern. Die Notwendigkeit einer "detaillierten Ausein- andersetzung mit den Nutzergruppen und deren Mobilitätsbedürfnisse" (S. 1 Ziff. 3 "Beurteilung") beispielsweise ist nicht erkennbar; ebenso die vertiefte Un-18 tersuchung des Themas Anlieferung, nachdem Anlieferungen in die bestehende Schulanlage nunmehr seit Jahren erfolgten. Das Verkehrsgutachten ist sich der Verkehrssicherheitsproblematik bewusst (vgl. Anhang S. 9 zu Ziff. 41-47) und hat diesen Aspekt thematisiert. Die Ausführungen im O.________-Gutachten gehen im Ergebnis nicht darüber hinaus (S. 2 f.). Die Feststellungen zum Parkhaus G.________ (S. 4) erfolgen ohne Berücksichtigung des kommunalen Parkplatz- reglements (vgl. auch vorstehend Erw. 4.4.3). 4.5.1Die Erschliessung i.Sa. der Zufahrt auf das Gelände erfolgt gemäss Umge- bungsplan (Plan Nr. 001, Bauprojekt Umgebungsplan, vom 9.10.2018) ab der L.________ über den Bahnübergang P.________ ("Zufahrt Gesamtareal [Bau- stelle/Feuerwehr/Ambulanz/Entsorgung]"); sie besteht bereits und genügt für die bisherige Nutzung (vgl. VGE III 2017 143 vom 26.1.2018 Erw. 4.5.1). Des Weite- ren ist im Sinne des VGE III 2017 143 vom 26. Januar 2018 (Erw. 4.5.1), wie auch das Verkehrsgutachten zeigt, davon auszugehen, dass trotz der geplanten Neubaute kein (bedeutender) Mehrverkehr bzw. keine erhebliche Zunahme von Anlieferungsfahrten zu erwarten ist. Wie der Gemeinderat festhält (Vernehmlas- sung S. 6 unten), können die beim Bahnübergang P.________ angebrachten Schwenktore (vgl. Bilder Beschwerde S. 28 f.) nichts an der als hinreichend zu qualifizierenden Erschliessung ändern, zumal die Zufahrt auf das Schulhausareal bereits bis anhin mit Pfosten (erkennbar via Google Street View) gesichert bzw. für Unberechtigte beschränkt wurde. Es spricht nichts dagegen, dass die Be- schaffenheit des E.________ ab der L.________ auch der zu erwartenden (nied- rig frequentierten, vgl. Verkehrsgutachten S. 3) Beanspruchung durch Benützer und öffentlichen Dienste weiterhin gewachsen ist. Zudem sieht der kommunale Schulwegplan (abrufbar unter: https://www.schule- wollerau.ch/primarschule/unsereschule/ schul-abc/) den Weg über den westli- chen Abschnitt (westlich der SOB-Linie) nicht vor. Abgesehen davon ist es eine Realität, dass (auch) Kinder im Lebensalltag und damit auch auf dem Schulweg nicht vor sämtlichen Risiken bewahrt werden können. Ihnen muss sowohl von den Eltern als auch von der Schule der Umgang mit minimalen Unwägbarkeiten beigebracht und zugemutet werden (vgl. VGer SG, GVP 2014 Nr. 1 Erw. 2.3.1). Im Übrigen verpflichtet Art. 26 Abs. 1 SVG jedermann, sich im Verkehr so zu ver- halten, dass er andere in der ordnungsgemässen Benützung der Strasse weder behindert noch gefährdet. Dabei ist besondere Vorsicht gegenüber Kindern, Ge- brechlichen und alten Leuten geboten (Art. 26 Abs. 2 SVG). Hinsichtlich der Ge- schwindigkeit im Speziellen gilt das Gebot, dass sie stets den Umständen anzu- passen ist, namentlich den Strassen-, Verkehrs- und Sichtverhältnissen (Art. 32 Abs. 1 SVG). Dies gilt gerade und vor allem auch beim Befahren von Verkehrs- flächen im Umfeld von Schulhäusern. 19 Ohne Recht zu verletzen konnte mithin vom mit der Beschwerde (S. 27; vgl. O.________-Gutachten S. 2) geforderten Anlieferungskonzept abgesehen wer- den. Entgegen der Auffassung des O.________-Gutachtens und der Beschwer- deführerin ist planerisch ausgewiesen, wie die Wendemanöver auf dem Schul- hausplatz ablaufen sollen (vgl. Verkehrsplan: Vi-act. II-03/C-7 S. 37). Die Frage der Regelung, falls der Bahnübergang P.________ dereinst geschlossen werden sollte (vgl. Beschwerde S. 27 i.f.; Bf-act. 3 S. 3 oben), ist hypothetischer Art und nicht Verfahrensgegenstand. Das Gleiche gilt für die Ausführungen der Be- schwerdeführerin replicando (S. 6 ff.) zu allfälligen Konsequenzen des Strassen- bauprojekts "W.________" (vgl. Replik s. 6 ff. mit Beilagen 1 und 2), wofür erst eine Machbarkeitsstudie vorliegt (vgl. Duplik des Sicherheitsdepartements S. 1 Ziff. 1; Duplik des Gemeinderates S. 2 f.). Die Rüge der Verletzung des Koordi- nationsgebotes gemäss Art. 25a RPG, weil ein konkretes Bauvorhaben und ein Projekt, dass in einem Agglomerationsprogramm für die Jahre 2024 bis 2027 eingegeben wurde (Beilage 2 zur Replik), nicht koordiniert worden seien, ver- kennt Sinn und Zweck der angerufenen Norm (hierzu vgl. Fritz- sche/Bösch/Wipf/Kunz, Zürcher Planungs- und Baurecht, 6. Aufl., Wädenswil 2019, Band 1, S. 382). 4.6Am Vorbringen im Verwaltungsbeschwerdeverfahren betreffend Baustel- lenerschliessung (vgl. Vi-act. I-01 S. 12 i.f.) hält die Beschwerdeführerin soweit ersichtlich nicht mehr fest. Es kann diesbezüglich auf die zutreffende Erwägung des Regierungsrates verwiesen werden (Erw. 3.1 mit Hinweis auf VGE III 2019 242 vom 18.6.2020 Erw. 2.9.3; VGE III 2019 2 vom 25.9.2019 Erw. 3.2.3 ff.). An- zufügen ist, dass das Verkehrsgutachten (S. 7, 8 i.f.) das Konzept der Baustel- lenerschliessung als zweckmässig erachtet und hinweist, dass das Konzept mit entsprechenden Massnahmen zur Gewährleistung der Sicherheit bei der Que- rung des Schulwegs mit dem Baustellenverkehr ergänzt werden soll. 4.7Unbegründet ist auch die Rüge der Verletzung von Art. 67 BauR. Diese Bestimmung verlangt für "Konsum- und Freizeitanlagen, welche Nutzflächen von mehr als 1'000 m 2 oder mehr als 80 Motorfahrzeugabstellplätze vorsehen, ein Verkehrsgutachten. Zum einen verdeutlicht das Inhaltsverzeichnis des BauR (lit. "IV. Zonenvorschriften"), dass Art. 67 BauR "Verkehrsgutachten in WG- Zonen und Gewerbezone" normiert. Das F.________ liegt in der ÖBA-Zone, womit Art. 67 BauR folglich nicht einschlägig sein kann. Zum andern spricht die systematische Einordnung von Art. 67 BauR - nach den Bestimmungen der Wohn- und Gewerbezonen (Art. 64 ff. BauR) und vor der Bestimmung zur ÖBA (Art. 68 BauR) - gegen eine Anwendung auf Bauten in der ÖBA. Zum Dritten darf wohl mit dem Regierungsrat (angefochtener Beschluss Erw. 2.3) gesagt werden, 20 dass sich das F.________ nicht unter Konsum- oder Freizeiteinrichtungen i.S.v. Art. 67 BauR (vgl. auch Kantonaler Richtplan, Richtplantext, vom 26.6.2020 [Ge- nehmigung durch den Bund] B-7 und B-7.1 [betr. verkehrsintensive Einrichtun- gen]) subsumieren lässt. 4.8Bei dieser Sachlage erübrigen sich weitere Beweiserhebungen und Sach- verhaltsfeststellungen betreffend Fragen rund um die Erschliessung. Soweit das Verkehrsgutachten erst im regierungsrätlichen Verfahren eingereicht wurde, konnte sich die Beschwerdeführerin vor dem Regierungsrat, dem volle Kognition zukommt, hierzu umfassend äussern und ihre Rügen im verwaltungsgerichtlichen Verfahren erneuern. Das rechtliche Gehör der Beschwerdeführerin wurde (auch) diesbezüglich nicht verletzt. 4.9.1Soweit die Beschwerdeführer sinngemäss und unter Berufung auf das O.________-Gutachten die Situation hinsichtlich Langsamverkehr, namentlich Veloverkehr, beanstanden (Beschwerde S. 24 Ziff. 68 insbesondere), drängt sich folgende Anmerkung auf. 4.9.2Gemäss Art. 13 Abs. 3 SBV sind in unmittelbarer Nähe zu den Schulhäu- sern - verbindlich (vgl. Art. 3 lit. a SBV) - genügend Veloabstellplätze vorzuse- hen. Die Anzahl Veloabstellplätze oder (eine) hierfür vorgesehene Fläche(n) werden in den SBV oder im Gestaltungsplan nicht besonders definiert bzw. aus- geschieden. 4.9.3Den Baugesuchsakten, insbesondere dem Umgebungsplan (Plan Nr. 001), lassen sich keine geplanten Veloabstellplätze entnehmen. In der Baubewilligung wird hierzu, soweit ersichtlich, nichts ausgeführt, während der Regierungsrat das "Thema Veloparking" zwar kurz aufgreift, es indes unterliess, hierzu weitere Aus- führungen oder Untersuchungen zu tätigen (Erw. 3.5 S. 6). 4.9.4Damit bleibt unklar, ob, wo und in welcher Anzahl Veloabstellplätze vorge- sehen sind. Zwar ist davon auszugehen, dass ein Velounterstand besteht (vgl. Hausordnung der Primarschule Wollerau [inkl. Zusatz], abrufbar unter htt- ps://www.schule-wollerau.ch/primarschule/unsere-schule/schul-abc/, Stichwort "Hausordnung"). Doch erhellt sich nicht, wo sich diese Veloabstellplätze befin- den, in welcher Anzahl sie vorhanden sind und ob sie damit auch den Vorgaben des Gestaltungsplanes genügen. Damit wird in dieser Hinsicht eine (verbindliche) Vorgabe des Gestaltungsplanes (möglicherweise) nicht erfüllt. Die kommunale Baubewilligungsbehörde hat somit zu prüfen, wie es sich hiermit verhält, und insbesondere die Bauherrschaft zu verpflichten bzw. dafür zu sor- gen, dass die Plan- und Baugesuchsunterlagen betreffend die genügende Anzahl 21 Veloabstellplätze rechtsgenüglich ergänzt bzw. angepasst werden. Insofern ist die Beschwerde teilweise gutzuheissen. Angesichts des Verfahrensausganges (vgl. nachstehende Erwägungen, insbesondere Erw. 5.6.1 f.) ist irrelevant, ob sich dieses Manko mittels einer Nebenbestimmung im verwaltungsgerichtlichen Verfahren beheben liesse (vgl. Urteil BGer 1C_398/2016 vom 2.2.2017 i.Sa. S. vs. Gemeinderat Freienbach Erw. 2.4). 5.1Die Beschwerdeführerin beanstandet den angefochtenen Beschluss des Weiteren hinsichtlich des Lärmschutzes (S. 59 ff. Ziff. 6). Namentlich rügt sie, die Planungswerte würden überschritten; von einer nur geringfügigen Störung könne keine Rede sein. Die entsprechende (Sachverhalts-)Feststellung der Vorinstanz sei unrichtig. Das Privatgutachten R.________ AG vom 26. Februar 2020 (nach- folgend: Lärmgutachten) gehe von falschen Grundannahmen aus, habe etwa die lärmrelevanten Nutzungen der Kinderkrippe, Aula, Mediathek sowie der Schul- verwaltung nicht berücksichtigt. Dasselbe gelte für die inkorrekte Annahme, der Neubau stehe nicht in Verbindung mit einer signifikanten Erhöhung der Schüler- zahl. Da nicht alle Nutzungen berücksichtigt würden, werde von falschen Zeit- punkten der Lärmimmissionen ausgegangen; namentlich die Aula/der Konzert- saal und das Lernschwimmbecken würden auch nach 18.30 Uhr und am Wo- chenende besucht. Bei korrektem Ausfüllen des Excel-Sheets erhalte man eine Wertung von 2.33, ein erheblich störender Wert zwischen "IGW und AW" (S. 61 f.). Auch auf die Stellungnahme Innenlärmübertragung der X.________ GmbH (nachfolgend: Stellungnahme X.________) könne nicht abgestellt werden (S. 63). Die eingereichten Privatgutachten belegten die Nichteinhaltung der Pla- nungswerte, weshalb die gegenteilige Feststellung der Vor- instanz unrichtig sei (S. 64 Rz. 122). Indem die Vorinstanz die Einreichung einer Lärmprognose im Baubewilligungsverfahren als unnötig qualifiziert habe, habe sie gegen Art. 1 Abs. 2 des Bundesgesetzes über den Umweltschutz (Umwelt- schutzgesetz, USG; SR 814.01) vom 7. Oktober 1983, Art. 25 USG und Art. 36 der Lärmschutz-Verordnung (LSV; SR 814.41) vom 15. Dezember 1986 verstos- sen (S. 65 Rz. 127). Indem die Vorinstanz trotz Nichteinhaltung der Planungs- werte und des Vorsorgeprinzips die Baubewilligung schütze, verletze sie Art. 1 Abs. 2 USG, Art. 25 Abs. 1 USG und Art. 7 Abs. 1 LSV. Schliesslich seien das Lärmgutachten sowie die Stellungnahme X.________ willkürlich gewürdigt wor- den und die Vorinstanzen seien ihrer Untersuchungspflicht nicht nachgekommen (S. 66 Ziff. 6.6). 5.2.1Einwirkungen (wie Luftverunreinigungen, Lärm, Erschütterungen, Strahlen), die schädlich oder lästig sein können, müssen frühzeitig durch Massnahmen an der Quelle begrenzt werden (Art. 1 Abs. 1 und Art. 11 Abs. 1 USG). Es gilt 22 zunächst das Vorsorgeprinzip, wonach unabhängig von der bestehenden Um- weltbelastung Emissionen im Rahmen der Vorsorge so weit begrenzt werden müssen, als dies technisch und betrieblich möglich und wirtschaftlich tragbar ist (Art. 11 Abs. 2 USG). In einem zweiten Schritt werden die Emissionsbegrenzun- gen verschärft, wenn feststeht oder zu erwarten ist, dass die Einwirkungen unter Berücksichtigung der bestehenden Umweltbelastungen schädlich oder lästig werden (Art. 11 Abs. 3 USG; sog. "zweistufiges Schutzkonzept"). 5.2.2Ortsfeste Anlagen dürfen nur errichtet werden, wenn die durch diese Anla- gen allein erzeugten Lärmimmissionen die Planungswerte in der Umgebung nicht überschreiten; die Bewilligungsbehörde kann eine Lärmprognose verlangen (Art. 25 Abs. 1 USG). Die Lärmimmissionen einer neuen ortsfesten wie auch der Änderung einer neuen ortsfesten Anlage sind so weit zu begrenzen, als dies technisch und betrieblich möglich sowie wirtschaftlich tragbar ist und (kumulativ) dass die von der Anlage allein erzeugten Lärmimmissionen die Planungswerte nicht überschreiten (Art. 7 Abs. 1 lit. a und b sowie Art. 8 Abs. 4 LSV). Emissio- nen werden unter anderem eingeschränkt durch den Erlass von Emissions- grenzwerten sowie durch Bau- und Ausrüstungsvorschriften (Art. 12 Abs. 1 lit. a und b USG); nach den Immissionsgrenzwerten bestimmt sich, ob von schädli- chen oder lästigen Einwirkungen auszugehen ist (Art. 13 Abs. 1 USG). Die Anhänge 3 bis 9 der LSV mit den Planungs-, Immissions-, und Alarmwerten (vgl. Art. 2 Abs. 5 LSV) bieten objektive Beurteilungskriterien, die auf die durch- schnittliche Reaktion normal lärmempfindlicher Personen abgestützt sind (BGE 133 II 292 Erw. 3.2) und für die jeweiligen Empfindlichkeitsstufen (ES) sowie für Tag und Nacht verschieden hoch angesetzt sind. Für Industrie- und Gewer- belärm wie auch für Strassenverkehrslärm gelten in den Empfindlichkeitsstufen (ES) II und III Planungswerte bei Tag von 55 bzw. 60 dB(A) und bei Nacht von 45 bzw. 50 dB(A) (Anhänge Ziff. 3 und 6 jeweils Ziff. 2 LSV), Immissionsgrenzwerte bei von 60 bzw. 65 dB(A) bei Tag und 50 bzw. 55 dB(A) bei Nacht. Bei Räumen in Betrieben (Art. 2 Abs. 6 lit. b LSV), die in Gebieten der Empfindlichkeitsstufen I, II oder III liegen, gelten um 5 dB(A) höhere Planungswerte und Immissions- grenzwerte (Art. 42 Abs. 1 LSV). Dies gilt jedoch nicht für Räume in Schulen, An- stalten und Heimen (Art. 42 Abs. 1 Satz 1 LSV). Bei Fehlen von Belastungsgrenzwerten - wie z.B. für Tierlärm - werden die Lärm- immissionen gemäss Art. 40 Abs. 3 LSV nach Art. 15 USG (Immissionsgrenzwer- te für Lärm und Erschütterungen) unter Berücksichtigung von Art. 19 (Alarmwer- te) und 23 USG (Planungswerte) beurteilt, d.h. die Immissionen sind in solchen konkreten Einzelfällen so zu begrenzen, dass die Wohnbevölkerung in der Um- gebung in ihrem Wohlbefinden nicht erheblich gestört wird. Im Rahmen dieser 23 Einzelfallbetrachtung sind der Charakter des Lärms, Zeitpunkt und Häufigkeit seines Auftretens sowie die Lärmempfindlichkeit bzw. Lärmbelastung zu berück- sichtigen. Dabei ist nicht auf das subjektive Lärmempfinden einzelner Personen abzustellen, sondern eine objektivierte Betrachtung unter Berücksichtigung von Personen mit erhöhter Empfindlichkeit (Art. 13 Abs. 2 USG) vorzunehmen (BGE 133 II 292 Erw. 3.3; Urteil BGer 1C_297/2009 vom 18.1.2010 Erw. 2.1 f. [Glo- ckenspiel Kirche Gossau]). Der Betrieb neuer oder wesentlich geänderter ortsfes- ter Anlagen darf gemäss Art. 9 LSV nicht dazu führen, dass durch die Mehrbean- spruchung einer Verkehrsanlage die Immissionsgrenzwerte überschritten werden (lit. a) oder durch die Mehrbeanspruchung einer sanierungsbedürftigen Ver- kehrsanlage wahrnehmbar stärkere Lärmimmissionen erzeugt werden (lit. b). Als (deutlich) wahrnehmbar gilt die Zunahme des Lärms um 1 dB, was einer Ver- kehrszunahme von 26% entspricht (EGV-SZ 2003 Nr. B 8.7 Erw. 7.c). 5.2.3Wer eine ortsfeste Anlage neu errichten oder eine bestehende ändern will, die Lärmimmissionen verursacht, hat zusammen mit dem Baugesuch der zu- ständigen Vollzugsbehörde (d.h. das Amt für Umweltschutz, AfU, vgl. § 28 Abs. 2 lit. a der Vollzugsverordnung zum Einführungsgesetz zum Umweltschutzgesetz [VVzUSG; SRSZ 711.111] vom 3.7.2001) eine Lärmprognose gemäss Art. 36 LSV abzugeben (§ 42 VVzUSG). Gemäss Art. 36 Abs. 1 LSV ermittelt die Voll- zugsbehörde die Aussenlärmimmissionen ortsfester Anlagen oder ordnet deren Ermittlung an, wenn sie Grund zur Annahme hat, dass die massgebenden Belas- tungsgrenzwerte überschritten sind oder ihre Überschreitung zu erwarten ist. Die Frage, ob Grund zur Annahme besteht, dass die Belastungsgrenzwerte über- schritten werden, verlangt eine vorweggenommene Würdigung der Lärmsituati- on. Ist diese Frage zu bejahen, so ist die Behörde zur Durchführung eines Be- weis- und Ermittlungsverfahrens nach den Art. 36 ff. LSV und den Anhängen 2-7 LSV verpflichtet, ohne dass ihr insoweit noch ein Ermessensspielraum zustünde. Dies gilt für alle Bauvorhaben, auch für vermeintlich "unbedeutende": Massge- blich ist einzig, ob die zu erwartenden Aussenlärmimmissionen des Vorhabens die Planungswerte überschreiten können. Dabei dürfen keine hohen Anforderun- gen an die Wahrscheinlichkeit einer Überschreitung der Planungswerte gestellt werden. Zumindest im Kontext von Art. 25 Abs. 1 USG sind weitere Ermittlungen in Form einer Lärmprognose (i.S.v. Art. 25 Abs. 1 USG und Art. 36 ff. LSV) schon dann geboten, wenn eine Überschreitung der Planungswerte möglich erscheint, d.h. beim aktuellen Kenntnisstand nicht ausgeschlossen werden kann (Urteile BGer 1A.58/2002 vom 2.9.2002 Erw. 2.4 und 1C_311/2007 vom 21.7.2008 Erw. 3.6 mit Hinweis auf BGE 115 Ib 446 Erw. 3a, wonach die Möglichkeit einer Über- schreitung genügt). Dies muss auch für Anlagen gelten, deren Lärmimmissionen 24 direkt aufgrund von Art. 15 USG zu beurteilen sind (Urteil BGer 1A.241/2004 vom 7.3.2005 Erw. 2.2). 5.2.4Mit dem rechtlichen Begriff des Lärms werden alle Geräusche erfasst, die durch die bestimmungsgemässe Nutzung einer zu beurteilenden Anlage inner- halb oder ausserhalb des Gebäudes oder Betriebsareals verursacht werden. Un- ter die Bestimmungen des Lärmschutzrechts fallen nicht nur künstliche, techni- sche Geräusche, sondern auch der alltägliche, natürliche Lärm, der bei der Benützung von Anlagen durch Menschen oder Tiere verursacht wird. Auch Im- missionen, die als sog. Sekundärlärm ausserhalb des Gebäudes oder Betriebs- areals entstehen, wie z.B. beim Zu- und Wegfahren von Gästen eines Restau- rants oder bei Schreien, Pfiffen etc. von Besuchern einer Sportveranstaltung, werden der Anlage zugerechnet (Wagner Pfeiffer, Umweltrecht, Allgemeine Grundlagen, Zürich/St. Gallen 2017, N 451 mit Hinweisen). 5.3Unbestrittenermassen handelt es sich beim geplanten F.________ um eine neue ortsfeste Anlage i.S.v. Art. 7 Abs. 7 USG i.V.m. Art. 2 Abs. 1 LSV und bei den zu beurteilenden Emissionen der Anlage - einmal abgesehen von den haus- technischen Anlagen wie Lüftungsanlage - überwiegend um untechnischen All- tagslärm, wofür der Bundesrat keine Belastungsgrenzwerte erlassen hat (vgl. Ur- teil BGer 1C_293/2017 vom 9.3.2017 Erw. 3.1.2). Das Baugrundstück liegt in der ÖBA (Empfindlichkeitsstufe [ES] II), das Grundstück der Beschwerdeführerin (östlich gelegen) in der Kernzone (ES III); nördlich des geplanten Neubaus schliesst die Wohnzone W2 (ES II) an (vgl. Zonenplan; Lärmgutachten S. 4 Abb. 2). 5.4.1Das Lärmgutachten (Vi-act. II-03/E-3) nimmt jeweils Bezug auf die ES II (bzw. Wohnzone W2; S. 4) und stützt sich für die Beurteilung auf die Vollzugshil- fe im Umgang mit Alltagslärm "Beurteilung Alltagslärm" (2014) des Bundesamts für Umwelt (BAFU; S. 5 f.). Es kommt zum Ergebnis, dass die Nutzung des Aus- senbereichs gemäss der Einzelfallbeurteilung für Alltagslärm höchstens gering- fügig störend einzustufen sei. Der Planungswert für neue Anlagen werde einge- halten (vgl. S. 9 i.V.m. S. 5). Es müssten nur vorsorgliche Massnahmen geprüft werden (S. 9). Mangels Ermittlungsmethode fehlten in der LSV auch Belastungs- grenzwerte für Kinderkrippen und -horte; es sei eine Einzelfallbeurteilung gemäss USG durchzuführen, wobei die Störwirkung der Anlage beurteilt werde. Es werde von Hort-Betriebszeiten von 07.00 bis 18.30 Uhr und von Schulzeiten von 07.45 bis 16.15 Uhr ausgegangen; die Abend- und Nachtzeit (19.00 bis 07.00 Uhr) sei nicht betroffen und die Nachtperiode der Anwohner werde somit durch die Nutzung des Horts und der Schulanlage nicht beeinträchtigt. Die Erwei-25 terung der Schule stehe nicht in Verbindung mit einer signifikanten Schülerzah- lerhöhung; der Kinderhort sei "unter anderem" als Ersatz des bestehenden Horts geplant. Während der Mittagszeit sei aufgrund sich draussen aufhaltender Schü- ler/Kinder eine sensible Tageszeit betroffen. Es werde eine qualitative (und man- gels Grenzwerten keine quantitative) Aussage über den möglichen Störgrad er- stellt (S. 6 i.V.m. S. 5) entsprechend der Störungskategorien: 0 (höchstens ge- ringfügig störend [Verbale Beschreibung der Störung]; PW eingehalten [entspre- chend Belastungsgrenzwert]), 1 (störend; zwischen PW und IGW), 2 (erheblich störend; zwischen IGW und AW), 3 (sehr stark störend; AW überschritten). Das Projekt werde der Störungskategorie 0 zugeordnet (S. 7). Dabei werde lediglich Bezug genommen auf die neuen aussen angeordneten Spielbereiche um den Erweiterungsbau. Da das geplante Gebäude mit einer Lüftungsanlage ausgestat- tet werde, sei eine Belüftung der Räumlichkeiten ohne manuelles Fensterlüften gewährleistet; eine freie Lärmausbreitung von innen nach aussen sei nicht gege- ben. Die(se) Lärmemissionen von haustechnischen Anlagen (z.B.) Lüftungsanla- gen müsse gemäss LSV soweit begrenzt werden, dass die Planungswerte der umliegenden Liegenschaften eingehalten würden (S. 8); die Einhaltung der ge- setzlichen Grenzwerte "der beiden weiteren Lärmquellen" (Schallabstrahlung Gebäudehülle und Industrie und Gewerbelärm) könne mit geeigneten Massnah- men erreicht werden (S. 9). Im Sinne der Vorsorge wurden technische Massnahmen (geschlossene Fenster während den "lauten Zeiten"; lärmarme Spielgeräte; Anlage mit Wänden zu Nachbarn abgrenzen) und betriebliche Massnahmen (Betriebszeiten reduzieren; Aufsicht; Betriebsreglement) empfohlen. 5.4.2Aktenkundig ist sodann die Stellungnahme X.________ (Vi-act. II-03/E-3). Es wurde exemplarisch für jeden Empfangspunkt der nächste Raum als Lärm- quelle definiert (E.________ __, ES II, Planungswert Tag: 55; E.________ __, ES III, Planungswert Tag: 60) und unter Berücksichtigung des Schalldämmasses und Flächen der Bauteile, der Abstandsdämpfung und des definierten Innenpe- gels der Beurteilungspegel am Immissionsort bestimmt. Es seien durch die Öff- nungszeiten des Schulbetriebs nur die Tageswerte relevant (S. 2). Die Berech- nungen (vgl. S. 3 Ziff. 3.1 f.) zeigten, dass die Planungswerte der ES II und III an den jeweiligen Empfangsorten unter Berücksichtigung des für Standardfenster eingesetzten Schalldämmmasses deutlich unterschritten und eingehalten wür- den; durch die Innenlärmabstrahlung nach aussen seien keine relevanten Immis- sionen an den nächstgelegenen Empfangspunkten zu erwarten (S. 3 Ziff. 4). 5.4.3Das AfU, Abteilung Lärmschutz, stimmte dem Lärmgutachten der R.________ AG mit Stellungnahme (ggü. dem ARE) vom 22. Mai 2020 zu. Die-26 ser Lärmschutznachweis dokumentiere die Einzelfallbeurteilung des Alltagslärms des F.________ gemäss der Vollzugshilfe des BAFU und komme zum Schluss, dass die Lärmimmissionen höchstens geringfügig störend "(Planungswert einge- halten)" seien (Vi-act. III-04 [Vernehmlassung des ARE vom 23.6.2020] S. 2). Das AfU hat im Rahmen der oberwähnten Stellungnahme "der Vollständigkeit halber" (vgl. VI-act. III-04 S. 1) bei der Bauherrschaft ferner ein Lärmgutachten betreffend die haustechnischen Installationen (Lüftungsanlagen) nachgefordert (Lärmgutachten haustechnische Anlagen der X.________ vom 18 5.2020 = in: Vi-act. III-04/Beilagen; vgl. Vi-act. III-04 S. 1). Dieses prüfte die Lärmimmissionen der Aussenluftansaugung und der Fortluft (S. 3 oben) ebenfalls bei den Wohn- häusern E.________ __ (ES III) und __ (ES II). Dieses Gutachten kam unter Berücksichtigung von Zuschlägen gemäss LSV sowie Minderungen und Reflexi- onen (vgl. S. 4 Ziff. 2.3 f.) zum Ergebnis, dass die geplante Lüftungsanlage für das F.________ die Planungswerte und die Grenzwerte für das Vorsorgeprinzip an den massgeblichen Immissionsorten bei Tag und Nacht einhalten und gemäss Lärmschutzverordnung bewilligungsfähig sei (S. 4 f.). Das AfU erkannte in der Folge, dass die durch die Lüftungsanlage allein erzeugten Lärmimmissio- nen "gemäss Lärmschutznachweis" die Planungswerte einhalten würden (Vi-act. III-04 S. 2). 5.5Was den allenfalls durch die Schüler verursachten Lärm anbelangt, ist vorab zu beachten, dass der Lärm spielender Kinder eine hohe soziale Akzeptanz geniesst und zur Wohnzone gehört. Lärm von Kinderspielplätzen wird daher in aller Regel nicht als störend empfunden (vgl. VGE III 2018 99 vom 21.9.2018 Erw. 3.5.5 m.H.a. Urteile BGer 1C_278/2010 vom 31.1.2011 Erw. 4.4.9; 1C_148/2010 vom 6.9.2010 Erw. 2.2.3). Gemäss diesem Bundesgerichtsurteil ist es auch in einer ruhigen Wohnzone den Nachbarn zuzumuten, werktags den Lärm von in der Regel nicht mehr als 20 im Garten spielenden Kindern zwischen 06.30 Uhr und 12.00 Uhr sowie 13.00 Uhr und 19.00 Uhr zu dulden. Im Urteil 1C_521/2015 vom 9. August 2016 hat es dies (betreffend eine zweigeschossige Wohnzone in der Stadt Zürich) bestätigt (Erw. 6.5), wobei auf die Begleitung der Kinder durch eine Erzieherin und die von 12.00 Uhr bis 14.00 Uhr herrschende Mittagsruhe hinwies. Diese Rechtsprechung muss erst recht für ein Schulhaus in einer Zone ÖBA Geltung haben. Auch wenn die (maximale) Zahl von Kindern vorliegend über derjenigen der erwähnten Präzedenzfälle liegt, besteht kein Grund, die Qualifikation des Kinderlärms während der Schul- bzw. Betreuungszeiten (Hort/Krippe) als "höchs- tens geringfügig störend" anzuzweifeln. Angesichts der Situierung der Bauten in der ÖBA steht dem auch nicht entgegen, wenn im Lärmgutachten angenommen 27 wird, dass die Mittagszeit als sensible Tageszeit ebenfalls betroffen ist, zumal die Hausordnung keine Einschränkung für die Benutzung des Pausenplatzes und der weiteren Plätze durch die Schüler über die Mittagszeit vorschreibt. 5.6Die Kritik der Beschwerdeführerin am Lärmgutachten erweist sich dennoch als begründet. 5.6.1Das Dokument "F.________ Wollerau, Gebäudenutzung und sich daraus ergebende mögliche Verkehrsströme" (Stand Februar 2020; Vi-act. II-03/E-5; vgl. Vi-act. II-03/A-1 S. 12 f.), gibt eine Übersicht über die vorgesehenen Nutzungen des F.________. Demgemäss werden für die Aula (228 Sitzplätze oder 600 Stehplätze) 20 bis 25 Aufführungen pro Jahr am Abend oder am Wochenende angenommen. Eine Nutzung durch Dritte ist überdies ausserhalb der Schulzei- ten, beispielsweise am Mittwochnachmittag, denkbar; diese gleiche Nutzung über die (ordentliche) Schulnutzung hinaus wird für den Multifunktionsraum ange- nommen, wobei der zeitliche Umfang von "ausserhalb der Schulzeiten" nicht näher definiert wird. Weiter soll in die Mediathek die Gemeindebibliothek inte- griert werden; für diese wird eine "Ausdehnung der Besuchszeiten" nicht ausge- schlossen und daher Mehrfrequenzen als möglich erachtet. Das Lernschwimm- becken wird ausserhalb des Schulbetriebes (Mittwochnachmittag und an einem Abend pro Woche) der Öffentlichkeit zugänglich gemacht; überdies erfolgen wei- tere Nutzungen durch Vereine oder Aquafit rund "ein Mal pro Woche vormittags, nachmittags oder abends nach Verfügbarkeit". Die Möglichkeit der Nutzung der (bestehenden) gemeindeeigenen Anlagen wird denn auch in der Benutzungsverordnung für die Benützung gemeindeeigener An- lagen der C.________ (GRB Nr. 2017.188 vom 14.8.2017 gültig ab 1.10.2017) geregelt. Bei Dauerbewilligungen dürfen sämtliche Räume und Anlagen (nur) bis 22.00 Uhr benutzt werden (Art. 8). Die Durchführung von Anlässen mit Bewilli- gung ist bis 24.00 Uhr möglich; mit einer zusätzlichen Bewilligung können Veran- staltungen bis 24.00 Uhr verlängert werden (Art. 11). Art. 13 verpflichtet die Ver- anstalter von Anlässen, auf die Nachbarschaft Rücksicht zu nehmen, insbeson- dere in Bezug auf Verursachung von Lärm und andere störende Faktoren. Bei grösseren Anlässen (mit mehr als 100 Besuchern) ist ein Sicherheitsdispositiv mit geeigneten Massnahmen, gegebenenfalls unter Beizug einer Fachfirma, erfor- derlich. Mit anderen Worten: die Gemeinde geht - zu Recht - davon aus, dass ausserschulische Anlässe mit Lärmimmissionen verbunden sind und diesen ein besonderes Augenmerk zu schenken ist. 5.6.2Es ist daher nicht nachvollziehbar, wenn das Lärmgutachten (S. 6 oben) explizit festhält, die "Abend- und Nachtzeit (19.00 bis 07.00 Uhr)" sei "nicht be-28 troffen" und eine Beurteilung nur hinsichtlich der "sensiblen Tageszeiten" (ge- meint: Mittagszeit, vgl. Lärmgutachten, Beilage S. 1 Ziff. 5) vornimmt angesichts des nachts erhöhten Ruhebedürfnisses (vgl. Urteil BGer 1A.69/2002 vom 19.3.2003 Erw. 4.7). Dasselbe gilt es hinsichtlich der Stellungnahme X.________ zu sagen, wenn darin lediglich eine Prüfung hinsichtlich der "Planungswerte Tag", nicht aber derjenigen für die Nacht, vorgenommen wird (sodann erscheint die Stellungnahme X.________ als inkonsistent, wenn sie - ohne ersichtliche Er- läuterungen hierzu - einmal von einem Innenpegel von 85 db(A) (S. 2 f. Ziff. 2 und 3.1), und einmal von einem solchen von 93 db(A) (S. 2 Ziff. 3) ausgeht. Die- se beiden Lärmschutznachweise blenden das vorerwähnte Nutzungsspektrum und die damit einhergehenden Emissionen namentlich zur Abend- und Nachtzeit aus. 5.6.3Zusammenfassend erweist sich der Lärmschutznachweis somit als unvoll- ständig. Die Lärmsituation bedarf einer ergänzenden Abklärung und Beurteilung durch die Vorinstanz. Dabei sind auch allfällige Massnahmen im Sinne der Vor- sorge zu prüfen bzw. gegebenenfalls zu berücksichtigen (analog zum Hort-/ Schulbetrieb, vgl. vorstehend Erw. 5.4.1). 5.7Das Lärmgutachten haustechnische Anlagen der X.________ vom 18. Mai 2020 (in: Vi-act. III-04/Beilagen) berücksichtigt anders als die beiden vorerwähn- ten Gutachten auch die Grenzwerte zur Nachtzeit und wird, soweit ersichtlich, von der Beschwerdeführerin entsprechend zu Recht auch nicht kritisiert. 6.1Die Beschwerdeführer beanstanden ferner eine Verletzung von Art. 27 BauR. Infolge Nichtwissens müsse die Beschwerdeführerin die Einhaltung der Ausnützungsziffer (weiterhin) bestreiten. Die Angaben der Beschwerdegegnerin könnten nicht überprüft werden (Beschwerde S. 68 ff.). 6.2Die aktenkundige und nachvollziehbare Berechnung der aBGF weist eine Fläche total 3'465 m2 (Vi-act. II-03/C-4) für das vorliegende Projekt aus. Bei einer (bereits im Gestaltungsplanverfahren ausgewiesenen [vgl. VGE III 2017 143 vom 26.1.2018 Erw. 3.3]) zulässigen Bruttogeschossfläche von 12'915 m 2 und Kon- sumation von 6'032 m 2 durch die bestehenden beiden Schulhäuser und das Mehrzweckgebäude verbleiben noch 6'883 m 2. Die Vorinstanzen erkennen folg- lich zu Recht, dass mit dem geplanten F.________ die Ausnützungsziffer - mit einer Reserve von 3'418 m 2 - ohne Weiteres eingehalten wird (angefochtener RRB Erw. 6.2; Vernehmlassung des Gemeinderats S. 8 Ziff. 5). Bei diesem Er- gebnis durfte ohne in Willkür zu verfallen auf die weitere Beweiserhebung bzw. die beschwerdeführerisch geforderte Edition früherer Baubewilligungen verzichtet werden (vgl. Beschwerde S. 68 Rz. 141 ff.; Vernehmlassung des Gemeinderats 29 S. 8 Ziff. 5; Vernehmlassung des Sicherheitsdepartements S. 3 Ziff. 8), auch wenn eine baureglementarisch geforderte detaillierte Berechnung der Ausnüt- zungsziffer (vgl. Art. 88 Abs. 1 lit. f BauR), soweit ersichtlich, nicht bei den (Bau- gesuchs-)Unterlagen liegt. Festzuhalten ist allerdings, dass es einer Gemeinde gut anstünde, als Bauherrin die vom eigenen BauR geforderten Unterlagen auch vollständig einzureichen. Namentlich könnte damit allfälligen entsprechenden Rügen (formeller Art) a priori die Spitze gebrochen werden, was letztlich im Zei- chen des gebotenen beförderlichen Baubewilligungsverfahrens steht. 7.1Die Beschwerdeführerin rügt eine ungenügende Einordnung des geplanten F.________. Die Vorinstanz habe ihre Überprüfungs- und Begründungspflicht hinsichtlich des Landschafts- und Ortsbildschutzes bzw. § 56 Abs. 1 PBG i.V.m. Art. 68 Abs. 2 BauR verletzt (S. 71 ff. Ziff. 8.2). 7.2Bauten und Anlagen müssen sich so in die Umgebung eingliedern, dass sie das Landschafts-, Orts-, Quartier- und Strassenbild nicht stören (§ 56 Abs. 1 PBG). Die besonderen Vorschriften über den Natur- und Heimatschutz bleiben vorbehalten (§ 56 Abs. 2 PBG; vgl. nachfolgend Erw. 8). Wo die Zone für öffentliche Bauten und Anlagen an die Kernzone grenzt, ist bei der Gestaltung der Bauvorhaben in Bezug auf Grösse, Form und Massstäblich- keit besondere Rücksicht auf das Ortsbild des Kerns zu nehmen (Art. 68 Abs. 2 BauR). 7.3.1Der Regierungsrat hat von seiner Überprüfungsbefugnis angesichts des möglichen Zielkonfliktes des Gemeinderates als Vertreter der Bauherrschaft ei- nerseits und als Baubewilligungsbehörde anderseits vollumfänglich und ohne Zurückhaltung Gebrauch gemacht (angefochtener Beschluss Erw. 1; vgl. VGE III 2014 3 vom 2.10.2014 Erw. 3.1; VGE III 2012 81 v. 24.7.2012 Erw. 1.3). Dies be- trifft auch die Frage der Einordnung. 7.3.2Der Regierungsrat hat unter Bezugnahme auf das Gestaltungsplanverfah- ren namentlich ausgeführt (angefochtener RRB Erw. 7.3 f.), die umliegende Be- bauungsstruktur bestehe vorliegend grossmehrheitlich aus Ein- und Mehrfamili- enhäusern. Dies liege naturgemäss daran, dass das Gestaltungsplanareal an die Wohnzonen W2 und W3 und die Kernzone grenze. Innerhalb des Gestaltungs- plangebietes werde die Bebauungsstruktur jedoch durch einige grössere Bauten durchbrochen. Insbesondere die bestehenden Schulhäuser J.________ und I.________ höben sich durch ihre Höhe und Masse deutlich von den umliegen- den Wohnbauten ab. Der Baubereich A, welcher für das neue Bildungs- und Be- gegnungszentrum vorgesehen sei, werde dabei sorgfältig zwischen die beiden 30 bestehenden Schulanlagen gesetzt. Trotz des relativ grossen Gebäudevolumens wirke der Neubau nicht überrissen und die klaren Gebäudestrukturen des Neu- baus bestärkten das bestehende Schulhaus I.________ in seiner Erscheinung als Solitär. Im vorliegenden Fall habe eine intensive Auseinandersetzung mit den örtlichen Gegebenheiten und mit den Rahmenbedingungen für das Projekt statt- gefunden. Es seien im Rahmen des Projektwettbewerbs 107 Vorprojekte evalu- iert worden. Das Siegerprojekt sei sodann von einer Fachjury aus hochqualifizier- ten Fachleuten bestimmt worden, wobei neben funktionellen Belangen vor allem die Architektur gewichtet worden sei. Gemäss dem Wettbewerbsprogramm habe das Kriterium "Architektur/Städtebau" eines der massgeblichen Beurteilungskrite- rien gebildet. Das Verwaltungsgericht habe in seinem Entscheid VGE III 2017 143 vom 26. Januar 2018 (Erw. 4.3.3) festgehalten, dass der Regierungsrat dem Neubau bzw. Richtprojekt zu Recht eine hohe architektonische Qualität zuer- kannt habe; und zwar was die Gestaltung des Richtprojekts als solche wie auch die Einordnung des Richtprojektes in den Gesamtkontext des Gestaltungsplana- reals mit den beiden bestehenden Schulhäusern und die Gestaltung der Aussen- räume anbelange. 7.4Der zutreffenden vorinstanzlichen Beurteilung ist grundsätzlich nichts bei- zufügen. 7.4.1Ausgangspunkt bei der Beurteilung der Gestaltung und Eingliederung ist die Zonenordnung. Die Gebäude- bzw. Firsthöhe des I.________ beträgt 14.5 m bzw. 19 m, des Schulhauses J.________ 18 m bzw. 20.5 m und des Mehr- zweckgebäudes 13 m bzw. 17 m. Die Gebäude- und Firsthöhen des geplanten Gebäudes (maximale Gebäudehöhen von 14.33 m, 12.57 m, 14.31 m und 12.35 m an den West-, Ost-, Nord- und Südfassade [vgl. Pläne Nr. 3-100-014 und 3-100-015, Fassaden Ost und West bzw. Fassaden Nord und Süd) bewegen sich nicht nur unter diesen beiden Gebäuden, sondern unterschreiten auch die gemäss Gestaltungsplan zulässige Höhe (max. 15 m, Art. 16 SBV) mehr oder weniger erheblich. Vergleichbares gilt hinsichtlich der Gebäudelänge des Neu- baus von 46 m (Ost-West-Ausdehnung; vgl. Plan Nr. 3-100-007, Dachaufsicht) bei einer maximal zulässigen Länge von 47 m (Art. 16 SBV), die damit durchaus mit derjenigen des Schulhauses J.________ vergleichbar ist. Sowohl die Planun- terlagen wie die aktenkundigen Visualisierung zeigen das Bild eines wohlpropor- tionierten Bauprojekts, das sich gut ins Gestaltungsplangebiet einordnet unter gleichzeitiger Wahrung seiner architektonischen Eigenständigkeit (vgl. VGE III 2017 143 vom 26.1.2018 Erw. 4.4). Flachdachbauten bestehen in der umliegen- den Kernzone und Zentrumszone, namentlich im Bereich südlich der Haupt- und U.________, ebenso (vgl. WebGIS Kanton Schwyz und Google Maps/Street 31 View: KTN __06 [______]; KTN __07 [______]; KTN __09; KTN 518 [______]; KTN __08 [______]). Der Behauptung, dass die Kernzone vor allem von kleinvo- luminösen Bauten geprägt sei und dass es sich vornehmlich um Einfamilienhäu- ser handle, kann sodann angesichts der Vielzahl von Geschäfts-, Wirts-, Verwal- tungs- und Mehrfamilienhäuser nicht gefolgt werden. Die Planunterlagen sowie Visualisierungen zeitigt schliesslich, dass einerseits das geplante Gebäude auf eine Höhe von 522.6 m.ü.M. und damit absolut betrachtet tiefer zu liegen kommt als beispielsweise das I.________ (vgl. auch schon Vi-act. II-03/A-1 S. 8 f., 19 f.). Anderseits wird der allenfalls dominierend wirkende Fassadencharakter an der hangseitigen Nordfassade mit drei in Erscheinung tretenden Stockwerken durch eine (leichte) Zurücknahme des dritten Geschosses entschärft. Auf der bergseiti- gen Südseite weist der Neubau nur zwei Stockwerke auf. 7.4.2Für die im vorliegenden Verfahren erneut vorgetragene Kritik (vgl. Beschwerde S. 71 ff.: der moderne, kubische Bau mit Flachdach bedeute einen Bruch des bisherig gelebten Stils; aufgrund des Volumens erscheine der Neubau als Fremdkörper im Umfeld der bestehenden Bauten) behalten mithin die mit VGE III 2017 143 vom 26. Januar 2018 gemachten Erwägungen ihre Gül- tigkeit. Mit dem Regierungsrat kann festgestellt werden, dass das vorliegende konkrete Bauprojekt vom Richtprojekt im Wesentlichen nur insofern abweicht, als dass die Raumaufteilung leicht und sowie das Verbindungsdach angepasst wur- den (vgl. angefochtener RRB Erw. 7.5). Keine Relevanz für die Beurteilung kommt der von der Beschwerdeführerin angeführten Planungshilfe "Bauen in der Landschaft" des Kantons Schwyz (abrufbar unter https://www.sz.ch/public/up- load/assets/28306/Planungshilfe_Bauen_in_der_Landschaft.pdf; vgl. Beschwer- de S. 71 oben) zu, soll diese Planungshilfe doch - wie es schon der Titel nahelegt - Fragen klären und Lösungen aufzeigen hinsichtlich der Gestaltung von Bauten und Anlagen ausserhalb der Bauzone (vgl. zit. Planungshilfe S. 5). Die Einordnungsgebote gemäss § 56 Abs. 1 PBG und Art. 68 Abs. 2 BauR wur- den somit nicht verletzt. 7.5.1Die Beschwerdeführerin ist des Weiteren der Auffassung, bereits aus den zur Einordnung genannten Gründen genüge der Neubau den höheren Anforde- rungen des Denkmalschutzes nicht (vgl. Beschwerde S. 77 ff.). 7.5.2Im rechtskräftigen VGE III 2017 143 vom 26. Januar 2018 hielt das Verwal- tungsgericht hinsichtlich des Gestaltungsplans "D.________" Folgendes fest (Erw. 4.5.2): […] Vorliegend bildete es einerseits Teil der Aufgabenstellung an die Projektwettbewerbsteilnehmer im Sinne der Stellungnahme der kantonalen 32 Denkmalpflege […] darauf zu achten, dass ein Abstand zwischen dem Schulhaus I.________ und dem Neubau bestehen bleibt […]. Zum andern hat der kantonale Denkmalpfleger […] zu Handen des ARE unter Verweis auf seinen vorerwähnten früheren Bericht noch einmal Stellung zum Projekt genommen. Gemäss seinem Urteil beeinträchtigen die geplanten Volumina weder das Schulhaus I.________ noch das K.________ und ist der geplante Standort möglich. Zu beachten sei, dass ein Abstand zwischen dem Schulhaus I.________ und dem Neubau bestehen bleibe. Das K.________ sei hingegen bereits durch das E.________ und die Zwischenbauten vom Neubau abgesetzt. Es besteht kein Anlass, diese fachliche Beurteilung anzuzweifeln, zumal von der Beschwerdeführerin keine entgegenstehende (überzeugende) Argumente vorgebracht werden. 7.5.3Im Baubewilligungsverfahren stellte das Amt für Kultur Antrag um Erteilung der Baubewilligung (Gesamtentscheid [Vi-act. III-02/B2] S. 7; vgl. angefocht. RRB Erw. 7.5). Es führte u.a. aus, das Projekt sei anlässlich einer Begehung von der Architektin und der Landschaftsarchitektin vorgestellt worden. Die Situation werde durch den Neubau und die geplante Umgebungsgestaltung aufgewertet. Die sehr heterogene Umgebung bzw. die unterschiedlichen Niveaus um das Schulhaus würden bereinigt. Das Zusammenbinden der drei Schulhäuser mittels eines filigranen Daches sei möglich und der Umgebungsschutz des geschützten Schulhauses bleibe gewährleistet. 7.5.4Die von der Bauherrin (im Zuge des regierungsrätlichen Beschwerdever- fahrens) in Auftrag gegebene Expertise der Y.________ vom 13. März 2020 be- schränkte sich auf "die städtebauliche Wertung im Zusammenhang mit dem denkmalpflegerischen Umgang des bestehenden Schulhauses I.________" (Vi- act. II-03/E-4 Ziff. 2). Sie gelangt im Wesentlichen zum Ergebnis (Vi-act. II-03/E-4 Ziff. 5.1 f.), dass - aus subjektiver Wahrnehmung - der vorgegebene Projektperi- meter eine mögliche Ausgangslage zum Umgang mit dem bestehenden Schul- haus I.________ gebe. Der Denkmalschutz des Bauwerks werde über die starke, solitäre Freistellung gewährleistet. Die Gebäude erzeugten dadurch nur wenige Synergien und der städtebauliche Kontext bleibe unscharf. Aus ihrer Sicht wäre ein Verknüpfen der Gebäude ebenfalls möglich gewesen, ohne das Bauwerk im Denkmalschutz zu entwerten. Die Änderungen des Bauprojektes gegenüber dem Wettbewerbsprojekt seien "absolut vertretbar". Das Amt für Kultur (Abt. Denkmalpflege) übernahm in seiner Stellungnahme vom 5. Juni 2020 diese Einschätzung der Expertise und sah sich gestützt auf diese nicht veranlasst, das Projekt neu bzw. anders zu beurteilen (vgl. Vi-act. III- 04/S. 2; vgl. ferner die [frühere] Stellungnahme der kantonalen Denkmalpflege vom 25.2.2020 [Vi-act. III-02 S. 3 f.]; Vernehmlassung des ARE vom 4.3.2021 33 S. 3; angefochtener RRB Erw. 7.5; Duplik des Sicherheitsdepartements S. 2 Ziff. 2). 7.5.5Für das Verwaltungsgericht, dass sich gemäss ständiger Rechtsprechung (selbst bei voller Kognition) Zurückhaltung bei der Überprüfung der Ermessens- ausübung auferlegt, wenn bei der Ermessensausübung ein Fachgremium mit- wirkte, bei welchem das Fachwissen ausgeprägter vorhanden ist als beim Ver- waltungsgericht (VGE III 2013 113 vom 27.11.2013 Erw. 4.3.3; VGE III 2011 202 vom 23.5.2012 Erw. 6.2; VGE II 2011 10 vom 30.3.2011 Erw. 4.2.2; VGE III 2008 130 vom 4.9.2008 Erw. 3.4; VGE 614/03 vom 14.11.2003 Erw. 5a mit weiteren Hinweisen), besteht kein Anlass, von den überzeugenden und insbesondere übereinstimmenden Fachmeinungen, welchen auch der Regierungsrat gefolgt ist, abzuweichen. Es ist nicht erkennbar, dass bzw. inwieweit das Bauprojekt im Sin- ne des bis 31. Dezember 2019 geltenden § 6 Abs. 1 des Gesetzes über den Na- tur- und Heimatschutz und die Erhaltung von Altertümern und Kunstdenkmälern (KNHG; SRSZ 720.110) vom 29. November 1927 sowie des damit inhaltlich übereinstimmenden seit dem 1. Januar 2020 geltenden § 8 Abs. 1 der Verord- nung über die Denkmalpflege und Archäologie (Denkmalschutzverordnung, DSV; SRSZ 720.110) vom 10. Dezember 2019 die beiden im KSI inventarisierten Ge- bäude Schulhaus I.________ und K.________ verunstaltet und/oder in ihrer Wir- kung beeinträchtigt. Ob mit dem Neubau und dessen Umgebungsgestaltung gleichzeitig eine Aufwertung der Situation einhergeht, wird auch aus denkmal- pflegerischer Sicht nicht verlangt und muss daher nicht beurteilt werden. 7.5.6Das Vorbringen der Beschwerdeführerin, den aktenkundigen Unterlagen lasse sich die Gestaltung des Verbindungsdaches (gedeckter Pausenplatz) zwi- schen den bestehenden beiden Schulhäusern und dem F.________ nur "aus der Vogelperspektive" (vgl. z.B. Plan Nr. 3-100-007, DA Dachaufsicht; Plan Nr. 001, Umgebungsplan) entnehmen - weshalb die Vereinbarkeit mit dem Denkmal- schutz nicht geprüft werden könne -, kann nicht bestätigt werden. Zwar liegen soweit ersichtlich keine eigens für das Verbindungsdach gefertigte Pläne vor, in- des wird das Verbindungsdach auch anhand den Fassaden- und Schnittplänen durchaus erkenntlich (vgl. Ansicht Fassade Nord, Plan Nr. 3-100-014, Fassaden Nord und Süd; Plan Nr. 3-100-015, Fassaden Ost und West; Ansichten SC 5-5 und SC 6-6, Plan Nr. 3-100-011, Schnitte 5 / 6 / B). Aus den genannten Plänen zeitigt sich ein geschwungenes Verbindungsdach zwischen den bestehenden und dem geplanten Gebäude(n), welches eine Dicke von ca. 0.35 m aufweist und auf ca. 0.1 m breiten Stützen abgestützt wird (herausgemessen aus den er- wähnten Plänen [Mst. 1:100]). Dieser Pausenplatzüberdeckung wurde, wie sich aus den Plänen ergibt, von der Denkmalpflege zu Recht eine filigrane Gestaltung 34 zugesprochen (vgl. Gesamtentscheid des ARE [Vi-act. III-02/B2], S. 7; vgl. ange- fochtener RRB Erw. 7.5) und unterscheidet sich insofern positiv von der im Richtprojekt skizzierten Schulhausverbindung (vgl. Gestaltungsplan "D.________", Situationsplan, in: Vi-act. II-03/B-1), welche als noch nicht über- zeugend, überdimensioniert und grob in seinen Anschlüssen bezeichnet worden war (vgl. VGE III 2017 143 vom 26.1.2018 Erw. 4.3.3 i.f.). Es sind keine Argu- mente ersichtlich, welche diese in Art. 12 Abs. 8 SBV vorgesehene "überdachte Schulhausverbindung" als unzulässigen Eingriff am Schutzobjekt qualifizieren liessen, zumal offensichtlich bereits aktuell eine Überdachung zwischen dem J.________ und dem I.________ besteht (vgl. z.B. Landkarte sowie Luftbilder in WebGIS). Vor dem Hintergrund der erwähnten denkmalpflegerischen Beurteilung im Ge- staltungsplanverfahren und der im Vergleich zum Richtprojekt marginalen Ände- rungen, ist schliesslich auch nicht zu beanstanden, wenn die Vorinstanzen und die Denkmalpflege sich nicht einlässlich (noch einmal) mit der Frage der Beein- trächtigung des "K.________" auseinandergesetzt haben, zumal dieses gemäss fachlicher Beurteilung bereits durch das E.________ und die Zwischenbauten vom geplanten F.________ abgesetzt ist, was unbestritten ist, und von einer un- zulässigen Beeinträchtigung nicht die Rede sein kann, worin dem Gemeinderat (vgl. Duplik S. 3 f.) beizupflichten ist. 7.5.7Zu erwähnen ist in diesem Zusammenhang auch, dass entgegen der Auf- fassung der Beschwerdeführerin das definitive Farb- und Materialkonzept erst vor der Baufreigabe vorliegen muss, wie der Gemeinderat es verlangt hat (vgl. GRB Nr. 2019.400 vom 16.12.2019 Erw. 2.10 und Disp.-Ziff. 9.1; vgl. VGE III 2020 28 vom 24.8.2020 Ingress lit. B und Erw. 3.5 i.f.; Urteil BGer 1C_25/2019 vom 5.3.2020 Erw. 8.3). 8.1Die Beschwerdeführerin macht replizierend überdies geltend, die "Errich- tung des geplanten 4-geschossigen" Bauvorhabens laufe dem Sinn und Zweck der östlich angrenzenden Landschaftsschutz- und Gewässerschutzzone (vgl. vorstehend Erw. 1.1) zuwider; der natürliche Kretenverlauf werde durch den "Neubauriegel geblockt" und ferner würden vom "rund 15 m hohen Neubau" er- hebliche Immissionen zu Lasten der Landschaftsschutz- und Gewässerschutz- zone, namentlich Schattenwurf, ausgehen (S. 15 ff.). 8.2.1Gemäss § 69 Abs. 1 Satz 1 PBG gelten Bauten mit einer Gebäudehöhe von mehr als 20 m als Hochhäuser. Die Bewilligungsbehörde bestimmt im Einzel- fall die Grenz- und Gebäudeabstände unter Berücksichtigung des Schattenwur- fes, der Interessen der Nachbarn und der örtlichen Verhältnisse (§ 69 Abs. 2 35 zweiter Satzteil PBG). § 37 Abs. 1 der Vollzugsverordnung zum Planungs- und Baugesetz (VvPBG; SRSZ 400.111) vom 2. Dezember 1997 verlangt, dass je- dem Baugesuch für ein Hochhaus eine Darstellung des Schattenwurfes (Schat- tendiagramm) beizulegen ist (§ 37 Abs. 2 VvPBG). Das geplante F.________ mit einer Höhe von weniger als 15 m fällt folglich nicht unter die Hochhäuser im Sinne von § 69 PBG. Mithin bestand für die Bauherr- schaft (Beschwerdegegnerin) keine Pflicht zur Erstellung eines Schattendia- grammes bzw. zur Einforderung eines solchen durch die Baubewilligungsbehör- de. 8.2.2Der Regierungsrat hat das von der Beschwerdeführerin eingereichte Schat- tendiagramm (vgl. Vi-act. I-01/Beilage 9) gewürdigt (angefochtener RRB Erw. 9.2). Dabei hat er festgestellt, dass lediglich während der Frühlingstag- und -nachtgleiche das Grundstück der Beschwerdeführerin ab ca. 17.00 Uhr partiell und ab 18.00 Uhr mehrheitlich im Schatten des geplanten F.________ stehe. Weitere Liegenschaften seien im Juni nicht betroffen und im Dezember ab ca. 15.00 Uhr nur teilweise bei einem Sonnenuntergang um ca. 16.40 Uhr. Ein übermässiger bzw. unzulässiger Schattenwurf kann im Sinne dieser zutreffenden Analyse ausgeschlossen werden. Die vom Bundesgericht angenommene Regel einer zulässigen Dauer des Schattenwurfs auf eine Nachbarliegenschaft von höchstens zwei Stunden gilt für die Tag- und Nachtgleiche oder einen mittleren Wintertag und muss das ganze Gebäude betreffen. Zudem kommt dieser Re- geldauer kein absoluter Charakter zu, sondern müssen die Umstände des Einzel- falles und insbesondere die öffentlichen Interessen berücksichtigt werden, die ei- ne Erhöhung der Beschattung rechtfertigen können (vgl. Urteil BGer 1C_233/2016 vom 20.1.2017 Erw. 4.3 mit Hinweisen). Im Übrigen stellt eine nach den baupolizeilichen Vorschriften errichtete Baute für sich allein keine un- zulässige Immission dar (vgl. VGE III 2014 110 vom 29.10.2014 Erw. 2.4.2 m.H.) und sind von den betroffenen Nachbarn im Grundsatz hinzunehmen (Fritz- sche/Bösch/Wipf/Kunz, a.a.O., Band 2, S. 813). 8.2.3Betreffend die Landschaftsschutzzone weist das Sichderheitsdepartement duplizierend (S. 2 Ziff. 3) zudem zutreffend darauf hin, dass zum einen das Bau- grundstück nicht direkt an die Landschaftsschutzzone grenzt. Zum andern be- schränkt sich die Landschaftsschutzzone auf den nördlichen Teil des Grunds- tückes KTN __05, welches der Beschwerdeführerin gehört und auf welchem sich Gebäude befinden, welche folglich unmittelbar an die Landschaftsschutzzone grenzen. 36 8.2.4Nicht erkennbar ist eine direkte oder indirekte (analoge) Anwendbarkeit des von der Beschwerdeführerin angeführten BGE 145 I 156 (i.Sa. S. vs. GR Wollerau). Im jenen Fall stand die Zulässigkeit einer Baute in der Bauzone direkt an die Grenze zum Nichtbaugebiet zur Beurteilung. Vorliegend kann die Einhaltung der Grenzabstände nicht ernsthaft bestritten. 9.Gestützt auf die vorstehenden Erwägungen erweist sich die Beschwerde somit als teilweise begründet hinsichtlich der unvollständigen Abklärung betref- fend die Lärmimmissionen (vorstehend Erw. 5.6) sowie der Veloabstellplätze (vorstehend Erw. 4.9.1 ff.), wozu sich den relevanten Baugesuchsunterlagen kei- ne Angaben entnehmen lassen. Die Sache ist daher an die Vorinstanz zurück- zuweisen, damit sie die erforderlichen ergänzenden Abklärungen und Ergänzun- gen veranlasst und alsdann gestützt auf das Abklärungsergebnis das Bauprojekt neu beurteilt und allfällige erforderliche Nebenbestimmungen anordnet. Im Übri- gen ist die Beschwerde abzuweisen. 10.Aufgrund dieses Verfahrensausganges sind die Kosten und Parteientschä- digungen des regierungsrätlichen Verfahrens neu zu verlegen und die Kosten und Parteientschädigungen für das vorliegende verwaltungsgerichtliche Verfah- ren zu regeln. 10.1.1 Die Kosten für den Erlass eines Entscheides oder Zwischenbescheides werden in der Regel der unterliegenden Partei überbunden. Unterliegt sie nur teilweise, werden die Kosten auf die Parteien anteilsmässig verteilt (§ 72 Abs. 1 VRP). Das Obsiegen der Beschwerdeführerin ist auf einen Fünftel zu veran- schlagen. 10.1.2 Die Kosten des regierungsrätlichen Verfahrens von insgesamt Fr. 2'000.-- (inklusive Kanzleikosten) sind neu im Umfang von Fr. 1'600.-- der Beschwerde- führerin sowie im Umfang von Fr. 400.-- der Gemeinde aufzuerlegen. 10.1.3 Die Kosten (Gerichtsgebühr, Kanzleikosten und Barauslagen) des verwal- tungsgerichtlichen Beschwerdeverfahrens sind gestützt auf die Vorgaben der Gebührenordnung für die Verwaltung und die Rechtspflege im Kantons Schwyz (GebO; SRSZ 173.111) vom 20. Januar 1975 (§ 3 GebO) sowie den für die Be- handlung und den Entscheid einer Verwaltungsgerichtsbeschwerde vorgesehe- nen Gebührenrahmen von Fr. 100.-- bis Fr. 20'000.-- (vgl. § 25 Ziff. 29 GebO) auf insgesamt Fr. 3'500.-- festzusetzen. Hiervor entfallen Fr. 2'800.-- auf die Be- schwerdeführerin sowie je Fr. 350.-- auf die Gemeinde und den Kanton.37 10.2.1 Im Rechtsmittelverfahren und in verwaltungsgerichtlichen Klagefällen hat die unterliegende der obsiegenden Partei eine dem Aufwand angemessene Ent- schädigung auszurichten, welche die Behörde festsetzt (§ 74 Abs. 1 VRP). Die Vergütung an die Rechtsanwälte für die Parteivertretung vor den Gerichts-, Un- tersuchungs- und Anklagebehörden sowie den Verwaltungsbehörden in Rechts- mittelverfahren des Kantons Schwyz wird mit dem Gebührentarif für Rechtsan- wälte (GebTRa, SRSZ 280.411) vom 27. Januar 1975 geregelt. Die Vergütung umfasst das Honorar und die Auslagen (vgl. § 1 Abs. 1 GebTRa). Im Rahmen der in diesem Tarif festgesetzten Mindest- und Höchstansätze ist die Vergütung nach der Wichtigkeit der Streitsache, ihrer Schwierigkeit, dem Umfang und der Art der Arbeitsleistung sowie dem notwendigen Zeitaufwand zu bemessen (§ 2 Abs. 1 GebTRa). Wird die Vergütung pauschal zugesprochen, gilt die Mehrwert- steuer als in diesem Betrag enthalten. Bemisst sich das Honorar nach dem zeitli- chen Aufwand, ist die Mehrwertsteuer zusätzlich zu entschädigen (§ 2 Abs. 2 GebTRa). Für die Vertretung in Rechtsmittelverfahren vor Verwaltungsbehörden beträgt das Honorar Fr. 200.-- bis Fr. 4'800.-- (§ 15 GebTRa); im Verfahren vor Verwaltungsgericht und vor den selbständigen Rekurskommissionen beträgt das Honorar Fr. 300.-- bis Fr. 8'400.-- (§ 14 GebTRa). 10.2.2 In Anwendung dieser Bemessungskriterien und unter Ausübung des pflichtgemässen Ermessens hat die beanwaltete Beschwerdeführerin der bean- walteten Gemeinde für das regierungsrätliche Verfahren neu eine reduzierte Par- teientschädigung von Fr. 1'200.-- (inkl. Barauslagen und MwSt) zu bezahlen. 10.2.3 Für das verwaltungsgerichtliche Beschwerdeverfahren hat der Kanton der Beschwerdeführerin eine reduzierte Parteientschädigung von Fr. 500.-- und die Beschwerdeführerin der beanwalteten Gemeinde eine reduzierte Parteientschä- digung von Fr. 1'800.-- (je inkl. Barauslagen und MwSt) zu bezahlen. 11.Es ist davon auszugehen, dass dieser Rückweisungsentscheid beim Bun- desgericht nicht anfechtbar ist. Um allen Eventualitäten gerecht zu werden, wird er dennoch mit einer Rechtsmittelbelehrung versehen, woraus die Parteien im Falle eines Weiterzuges allerdings nichts zu ihren Gunsten herleiten können. 38 Demnach erkennt das Verwaltungsgericht: 1. Die Beschwerde wird insoweit gutgeheissen, als die Sache im Sinne der Erwägungen zur ergänzenden Sachverhaltsabklärung betreffend die Lärm- immissionen sowie Veloabstellplätze und Neubeurteilung an die Vorinstanz zurückgewiesen wird (vgl. insbesondere Erw. 5.6, Erw. 4.9.1 ff. sowie Erw. 9). Im Übrigen wird die Beschwerde abgewiesen. 2.1 Die Kosten des regierungsrätlichen Beschwerdeverfahrens von Fr. 2'000.-- (inklusive Kanzleikosten) werden neu zu Fr. 1'600.-- der Beschwerdeführe- rin sowie zu Fr. 400.-- der Gemeinde auferlegt. 2.2 Die Beschwerdeführerin hat der Gemeinde für das regierungsrätliche Ver- fahren neu eine reduzierte Parteientschädigung von Fr. 1'200.-- (inkl. Bar- auslagen und MwSt.) zu bezahlen. 3. Die Kosten (Gerichtsgebühr, Kanzleikosten und Barauslagen) des verwal- tungsgerichtlichen Beschwerdeverfahrens von insgesamt Fr. 3'500.-- wer- den zu Fr. 2'800.-- der Beschwerdeführerin sowie zu je Fr. 350.-- der Ge- meinde sowie dem Kanton auferlegt. Die Beschwerdeführerin hat am 25. Februar 2021 einen Kostenvorschuss von Fr. 2'500.-- bezahlt. Die Beschwerdeführerin hat ihre Restanz von Fr. 300.-- und die Gemeinde den auf sie entfallenden Anteil von Fr. 350.-- innert 30 Tagen seit Zustel- lung des Entscheids auf das Postkonto 60-22238-6 des Verwaltungsge- richts zu überweisen. Auf die kantonsinterne Verrechnung (Fr. 350.--) wird verzichtet. 4. Der Kanton hat der beanwalteten Beschwerdeführerin für das verwaltungs- gerichtliche Beschwerdeverfahren eine reduzierte Parteientschädigung von Fr. 500.-- und die Beschwerdeführerin der beanwalteten Gemeinde eine solche von Fr. 1'800.-- (je inkl. Barauslagen und MwSt) zu bezahlen. 5. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit Zustellung Beschwerde* in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten beim Bundesgericht, 1000 Lau- sanne 14, erhoben werden (Art. 42 und 82ff. des Bundesgesetzes über das Bundesgericht [BGG; SR 173.110] vom 17.6.2005).39 Soweit die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten nicht zulässig ist, kann in derselben Rechtsschrift subsidiäre Verfassungsbe- schwerde* erhoben und die Verletzung von verfassungsmässigen Rechten gerügt werden (Art. 113ff. BGG). 6. Zustellung an: - die Rechtsvertreterin der Beschwerdeführerin (2/R) - den Rechtsvertreter der Beschwerdegegnerin und zugleich des Ge- meinderats Wollerau (2/R) - den Regierungsrat - das Sicherheitsdepartement, Rechts- und Beschwerdedienst (EB) - das kantonale Amt für Raumentwicklung (EB) - und das Bundesamt für Kultur BAK, 3003 Bern (A). Schwyz, 15. Juli 2021 Im Namen des Verwaltungsgerichts Der Präsident: Der Gerichtsschreiber: *Anforderungen an die Beschwerdeschrift Die Beschwerdeschrift ist in einer Amtssprache (Deutsch, Französisch, Italienisch, Ru- mantsch Grischun) abzufassen und hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. In der Begründung ist in gedrängter Form darzulegen, inwiefern der angefochtene Entscheid Recht verletzt. Die Urkunden, auf die sich die Partei als Beweismittel beruft, sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat; der angefochtene Entscheid ist beizulegen. Versand: 28. Juli 2021