<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="content"> <div class="para">Tribunale federale </div> <div class="para">Tribunal federal </div> <div class="para"> </div> <div class="para">{T 0/2} </div> <div class="para">6S.78/2007 /hum </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Urteil vom 23. Februar 2007 </div> <div class="para">Kassationshof </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Besetzung </div> <div class="para">Bundesrichter Schneider, Präsident, </div> <div class="para">Bundesrichter Wiprächtiger, Mathys, </div> <div class="para">Gerichtsschreiber Monn. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Parteien </div> <div class="para">X.________, </div> <div class="para">Beschwerdeführerin, </div> <div class="para"> </div> <div class="para">gegen </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Oberstaatsanwaltschaft des Kantons Zürich, Postfach, 8090 Zürich. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Gegenstand </div> <div class="para">Nichteintretensverfügung (falsche Anschuldigung), </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Nichtigkeitsbeschwerde gegen die Verfügung des Bezirksgerichts Zürich, Einzelrichter für Zivil- und Strafsachen, vom 20. Dezember 2006. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Das Bundesgericht zieht in Erwägung: </div> <div class="para">1. </div> <div class="para">Am 21. Juli 2006 erstattete X.________ gegen eine andere Person Anzeige wegen falscher Anschuldigung. Mit Verfügung vom 31. Juli 2006 trat die Staatsanwaltschaft Limmattal-Albis darauf nicht ein. Einen dagegen gerichteten Rekurs wies der Einzelrichter am Bezirksgericht Zürich mit Verfügung vom 20. Dezember 2006 ab. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">X.________ führt Beschwerde beim Bundesgericht mit dem Antrag, die Verfügungen vom 20. Dezember 2006 und 31. Juli 2006 seien aufzuheben und die Sache zur Eröffnung und Durchführung von Strafuntersuchungen an die zuständigen Amtsstellen zurückzuweisen. </div> <div class="para">2. </div> <div class="para">Die angefochtenen Verfügungen sind vor dem Inkrafttreten des Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG) am 1. Januar 2007 ergangen. Auf das Rechtsmittel dagegen ist noch das frühere Verfahrensrecht anwendbar (<span class="artref">Art. 132 Abs. 1 BGG</span>, e contrario), hier somit dasjenige der eidgenössischen Nichtigkeitsbeschwerde nach <span class="artref">Art. 268 ff. BStP</span> oder der staatsrechtlichen Beschwerde nach <span class="artref">Art. 84 ff. OG</span>. </div> <div class="para">3. </div> <div class="para">Zur Nichtigkeitsbeschwerde ist nicht jede durch eine angebliche Straftat Geschädigte legitimiert, sondern nur das Opfer im Sinne des Opferhilfegesetzes (OHG), die Strafantragstellerin, soweit es um das Strafantragsrecht als solches geht, und die Privatstrafklägerin, wenn sie nach den Vorschriften des kantonalen Rechts das Verfahren allein und ohne Beteiligung des öffentlichen Anklägers geführt hat (<span class="artref"><artref id="CH/312.0/f" type="start"></artref><artref id="CH/312.0/270/g" type="start"></artref><artref id="CH/312.0/270/f" type="start"></artref><artref id="CH/312.0/270/e" type="start"></artref>Art. 270 lit. e, f und g BStP</span><artref id="CH/312.0/270/f" type="end"></artref><artref id="CH/312.0/270/g" type="end"></artref><artref id="CH/312.0/f" type="end"></artref><artref id="CH/312.0/g" type="end"></artref>). Die Beschwerdeführerin ist nicht Opfer im Sinne von <span class="artref">Art. 2 Abs. 1 OHG</span>, da sie durch die angebliche falsche Anschuldigung nicht unmittelbar in ihrer körperlichen, sexuellen oder psychischen Integrität verletzt wurde. Es geht auch nicht um das Strafantragsrecht als solches. Und schliesslich war die Staatsanwaltschaft als öffentliche Anklägerin des Kantons Zürich am Verfahren beteiligt, so dass die Beschwerdeführerin nicht Privatstrafklägerin im Sinne der BStP ist. Auf die Beschwerde ist, soweit sie eine Nichtigkeitsbeschwerde sein soll, mangels Legitimation der Beschwerdeführerin nicht einzutreten. </div> <div class="para">4. </div> <div class="para">Zur staatsrechtlichen Beschwerde ist nebst dem Opfer ebenfalls nicht jede Geschädigte legitimiert, sondern nur diejenige, die geltend macht, es seien Verfahrensrechte verletzt worden, die ihr nach dem kantonalen Recht oder unmittelbar aufgrund der Bundesverfassung zustehen und deren Missachtung eine formelle Rechtsverweigerung darstellt (<a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=19&amp;from_date=14.02.2007&amp;to_date=05.03.2007&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F128-I-218%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page218">BGE 128 I 218</a> E. 1.1). Dabei muss in der Beschwerde ausgeführt werden, welche Verfahrensrechte und inwiefern sie im kantonalen Verfahren verletzt worden sein sollen (<span class="artref">Art. 90 Abs. 1 lit. b OG</span>). Diesen Begründungsanforderungen genügt die Beschwerde, die sich in appellatorischer Kritik erschöpft, nicht. Soweit die Eingabe eine staatsrechtliche Beschwerde sein soll, kann darauf folglich ebenfalls nicht eingetreten werden. </div> <div class="para">5. </div> <div class="para">Bei diesem Ausgang des Verfahrens hat die Beschwerdeführerin die bundesgerichtlichen Kosten zu tragen (<span class="artref">Art. 278 Abs. 1 BStP</span>; <span class="artref">Art. 156 Abs. 1 OG</span>). </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Demnach erkennt das Bundesgericht </div> <div class="para">im Verfahren nach <span class="artref">Art. 36a OG</span>: </div> <div class="para">1. </div> <div class="para">Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten. </div> <div class="para">2. </div> <div class="para">Die Gerichtsgebühr von Fr. 1'000.-- wird der Beschwerdeführerin auferlegt. </div> <div class="para">3. </div> <div class="para">Dieses Urteil wird der Beschwerdeführerin, der Oberstaatsanwaltschaft des Kantons Zürich und dem Bezirksgericht Zürich, Einzelrichteramt für Zivil- und Strafsachen, schriftlich mitgeteilt. </div> <div class="para">Lausanne, 23. Februar 2007 </div> <div class="para">Im Namen des Kassationshofes </div> <div class="para">des Schweizerischen Bundesgerichts </div> <div class="para">Der Präsident: Der Gerichtsschreiber: </div> <div class="para"> </div> </div></body></html>