B u n d e s v e rw a l t u n g s g e r i ch t T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i f f éd é r a l T r i b u n a l e am m i n i s t r a t i vo f e d e r a l e T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i v fe d e r a l Abteilung III C-6459/2010 U r t e i l v o m 9 . J a n u a r 2 0 1 3 Besetzung Richter Andreas Trommer (Vorsitz), Richter Blaise Vuille, Richterin Ruth Beutler, Gerichtsschreiber Lorenz Noli. Parteien X._______, Beschwerdeführerin, vertreten durch lic. iur. Stefan Galligani, Rechtsanwalt, gegen Bundesamt für Migration (BFM), Quellenweg 6, 3003 Bern, Vorinstanz. Gegenstand Zustimmung zur Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung. C-6459/2010 Seite 2 Sachverhalt: A. Die Beschwerdeführerin, eine 1985 geborene serbische Staatsangehör i- ge, gelangte im August 2000 zusammen mit zwei älteren Geschwistern il- legal in die Schweiz , nachdem ein von ihren mit Niederlassungsbewill i- gung im Kanton Aargau lebenden Eltern gestelltes Familiennachzugsge- such im November 1999 abgelehnt worden war. B. Mit Verfügung vom 4. September 2000 lehnte die kantonale Migration s- behörde auch ein neuerliches Gesuch um Aufenthaltsregelung der Be- schwerdeführerin und ihre r beiden mit ihr eingereisten Geschwister ab und ordnete die Wegweisung aus der Schweiz an. Dagegen beschritten die Betroffenen erfolglos den Rechtsmittelweg. C. Die Beschwerdeführerin verliess die Schweiz auch nach Rechtskraft des zweiten verweigernden kantonalen Bewilligungsentscheides nicht. Am 13. Februar 2006 verheiratete sie sich in Y .______ (AG) mit einem Schweizer Bürger. Gestützt auf diese Heirat wurde ihr im Kanton Aargau eine Aufenthaltsbewilligung erteilt. D. Im Dezember 2006 wurde die kantonale M igrationsbehörde vom Zivil- standsamt Y ._______ (AG) darauf aufmerksam gemacht, dass die Eh e- gatten bisher nicht zusammengelebt hätten . Auf Vorladung hin bestätigte der Ehemann gegenüber der kantonalen Migrationsbehörde am 31. Juli 2007 diesen Sachverhalt, wendete aber ein, dass die getrennten Wohn- sitze nur vorübergehend sei en, ausschliesslich finanzielle Gründe hätten und sie sich regelmässig sehen würden. In der Folge wurde die Aufen t- haltsbewilligung der Beschwerdeführerin verlängert. E. Am 19. Dezember 2008 meldete sich die Beschwerdeführerin am Wohn- ort ihres Ehemannes an . Von dort meldete sie sich mit Wirkung per 31. August 2009 an die Adresse ihrer Mutter wieder ab. F. Am 22. März 2010 unterbreitete die kantonale Migrationsbehörde die B e- willigungsangelegenheit der Vorinstanz mit einem Antrag auf "Zustim-C-6459/2010 Seite 3 mung zur Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung nach Auflösung der ehelichen Gemeinschaft". G. In einem Schreiben vom 27. April 2010 informierte die Vorinstanz die B e- schwerdeführerin über ihre Absicht, die Zustimmung zur Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung zu verweigern. Die Beschwerdeführerin nahm in einer Eingabe vom 19. Mai 2010 Stellung. H. Mit Verfügung vom 14. Juli 2010 verweigerte die Vorinstanz die Zusti m- mung zur Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung und ordnete die Weg- weisung aus der Schweiz an. I. Dagegen gelangte die Beschwerdeführerin mit einer Rechtsmitteleingabe vom 8. September 2010 an das Bundesverwaltungsgericht . Sie stellt dar- in den Antrag, die Verfügung der Vorinstanz sei aufzuheben und die Zu- stimmung zur Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung sei zu erteilen. J. Die Vorinstanz verzichtete in einem Schreiben vom 13. Oktober 2010 auf eine inhaltliche Stellungnahme zur Beschwerde und beantragte deren Abweisung. K. Die Beschwerdeführerin liess in der Folge noch mit diversen Eingaben Belege zu ihrer beruflichen und sozialen Integration edieren. Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 1. 1.1. Verfügungen des BFM unterliegen der Beschwerde an das Bunde s- verwaltungsgericht (Art. 31, Art. 32 sowie Art. 33 Bst. d des Verwal - tungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (VGG, SR 173.32). Das Bu n- desverwaltungsgericht entscheidet endgültig, soweit nicht die Beschwe r- de in öffentlich -rechtlichen Angelegenheiten an das Bundesgericht offen steht (vgl. Art. 83 Bs t. c Ziff. 2 und 4 des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]). C-6459/2010 Seite 4 1.2. Das Verfahren vor dem Bundesverwaltungsgericht richtet sich nach dem Verwaltungsverfahrensgesetz vom 20. Dezember 1968 (VwVG, SR 172.021), soweit das Verwaltungsgerichtsgesetz nichts anderes bestimmt (Art. 37 VGG). 1.3. Die Beschwerdeführerin ist als Verfügungsadressat in zur Beschwer- de legitimiert (Art. 48 Abs. 1 VwVG). Auf die im Übrigen frist- und formge- recht eingereichte Beschwerde ist einzutreten (Art. 50 und 52 VwVG). 2. Mit Beschwerde an das Bundesverwaltungsgericht kann die Verletzung von Bundesrecht einschliesslich Überschreitung oder Missbrauch des Er - messens, die unrichtige oder unvollständige Feststellung des rechts - erheblichen Sachverhalts und – soweit nicht eine kan tonale Behörde als Beschwerdeinstanz verfügt hat – die Unangemessenheit gerügt werden (Art. 49 VwVG). Das Bundesverwaltungsgericht wendet im Beschwerde - verfahren das Bundesrecht von Amtes wegen an. Es ist gemäss Art. 62 Abs. 4 VwVG an die Begründung der Begehren nicht gebunden und kann die Beschwerde auch aus anderen als den geltend gemachten Gründen gutheissen oder abweisen. Massgebend ist grundsätzlich die Sachlage zum Zeitpunkt seines Entscheides (vgl. BVGE 2011/1 E. 2 mit Hinweis). 3. 3.1. Gemäss Art. 40 des Bundesgesetzes vom 16. Dezember 2005 über die Ausländerinnen und Ausländer (AuG, SR 142.20) sind die Kantone zuständig für die Erteilung und Verlängerung von Bewilligungen. Vorb e- halten bleibt die Zuständigkeit des Bundes im Zustimmungsverfahren, zu dessen Ausgestaltung der Bundes rat in Art. 99 AuG ermächtigt wird, so- wie die Zuständigkeit des Bundes zum Entscheid über Abweichungen von den Zulassungsvoraussetzungen nach Art. 30 AuG. 3.2. Die Notwendigkeit der Zustimmung durch das BFM ergibt sich im Falle der Beschwerdeführerin aus Art. 85 Abs. 1 Bst. a der Verordnung vom 24. Oktober 2007 über Zulassung, Aufenthalt und Erwerbstätigkeit (VZAE, SR 142.201) in Verbindung mit Ziffer 1.3.1.4 Bst. e der Weisu n- gen des BFM im Ausländerbereich in der Fassung vom 1 6. Juli 2012 (on- line abrufbar unter: www.bfm.admin.ch > Dokumentation > Rechtliche Grundlagen > Weisun gen und Kreisschreiben > I. Ausländerbereich > 1 Verfahren und Zuständigkeiten). Danach ist die Verlängerung der Aufen t- haltsbewilligung einer Ausländerin oder eines Ausländers nach Auflösung der ehelichen Ge meinschaft mit dem schweizerischen oder ausländ i-C-6459/2010 Seite 5 schen Ehegatten oder nach dessen Tod, falls die Ausländerin oder der Ausländer nicht aus ei nem Mitgliedstaat der EG oder der EFTA stammt, dem BFM zur Zustimmung zu unterbreiten. 3.3. Das BFM kann die Zustimmung verweigern, den kantonalen Ent - scheid einschränken oder mit Bedingungen verbinden (Art. 99 AuG, Art. 86 Abs. 1 VZAE). Es verweigert seine Zustimmung unter anderem dann, wenn die Zulassungsvora ussetzungen nicht oder nicht mehr erfüllt sind (Art. 86 Abs. 2 Bst. a und Bst. c Ziff. 2 VZAE). 4. 4.1. Ausländische Ehegatten von Schweizer Bürgern haben unter Vorb e- halt von Art. 51 Abs. 1 AuG einen Anspruch auf Erteilung und Verläng e- rung der Aufenthaltsbewilligung, wenn sie mit diesen zusammenwohnen (Art. 42 Abs. 1 AuG). Nach einem ordnungsgemässen und ununterbr o- chenen Aufenthalt von fünf Jahren erwerben sie einen Anspruch auf Ertei- lung der Niederlassungsbewilligung (Art. 42 Abs. 3 Au G), der vom weit e- ren Schicksal der Ehe unabhängig ist (Art. 34 Abs. 1 AuG, Urteil des Bundesgerichts 2C_241/2009 vom 23. September 2009 E. 3). A fortiori verfügen sie über einen Anspruch auf Verlängerung der Aufenthaltsbewil- ligung. Wird die eheliche Haushaltgemeinschaft vor Ablauf dieser fünfjäh- rigen Frist aufgegeben, besteht ein Anspruch auf Verlängerung der Au f- enthaltsbewilligung weiter, wenn die E hegatten mindestens drei Jahre in der Schweiz zusammengewohnt haben (BGE 136 II 113 E. 3.2 und E. 3.3 S. 117 ff.) und eine erfolgreiche Integration besteht (Art. 50 Abs. 1 Bst. a AuG) oder wenn wichtige persönliche Gründe vorliegen, die einen weit e- ren Aufenthalt in der Schweiz erforderlich machen (Art. 50 Abs. 1 Bst. b AuG). Dies kann namentlich dann der Fall sei n, wenn der ausländische Ehegatte Opfer ehelicher Gewalt wurde und die soziale Wiedereinglied e- rung im Herkunftsland stark gefährdet erscheint (Art. 50 Abs. 2 AuG). 4.2. Vom Erfordernis des Zusammenlebens wird gemäss Art. 49 AuG a b- gesehen, wenn die Familiengemei nschaft weiter besteht und für ge - trennte Wohnorte wichtige Gründe vorliegen. Diese können sich nament - lich aus beruflichen Verpflichtungen ergeben oder bei vorübergehender Trennung wegen erheblicher familiärer Probleme (Art. 76 VZAE). Zu b e- achten ist, das s Art. 49 AuG nicht darauf abzielt, den Ehegatten ein lä n- gerfristiges oder gar dauerhaftes Getrenntleben in der Schweiz zu ermög- lichen (Urteil des Bundesgerichts 2C_488/2010 vom 2. November 2010 E. 3.2). Art. 49 AuG trägt den Charakter einer Ausnahmebestimmung, die in besonderen, nicht leichthin anzunehmenden Konstellationen von der C-6459/2010 Seite 6 grundsätzlichen Notwendigkeit des ehelichen Zusammenlebens befreit (Urteil des Bundesgerichts 2C_635/2009 vom 26. Februar 2010 E. 4.4). Allgemein lässt sich sagen, dass wichtig e Gründe objektivierbar sein und eine gewisse Erheblichkeit aufweisen müssen. Sie werden umso eher anzunehmen sein , je weniger die Ehegatten auf die Situation des G e- trenntlebens Einfluss nehmen können, ohne schwere Nachteile in Kauf nehmen zu müssen (Urtei l des Bundesgerichts 2C_544/2010 vom 23. Dezember 2010 E. 2.3.1). 5. 5.1. Die Vorinstanz stellt sich in der angefochtenen Verfügung auf den Standpunkt, dass die Beschwerdeführerin und ihr Ehemann lediglich in der Zeit vom 12. Dezember 2008 bis 31. August 2009 t atsächlich zu- sammengelebt und zuvor keine wichtigen Gründe dafür bestanden hä t- ten, getrennte Wohnsitze zu begründen. Damit seien die zeitlichen Vo r- aussetzungen von Art. 50 Abs. 1 Bst. a AuG nicht erfüllt und eine Beurtei- lung der Integration erübrige sich. Die Beschwerdeführerin macht de m- gegenüber geltend, dass die Ehe von der Heirat im Februar 2006 bis zur Trennung im August 2009 gelebt worden sei und sie deshalb einen von der Ehe unabhängigen Anspruch auf Verlängerung ihrer Aufenthaltsbewil- ligung habe. 5.2. Die Schilderung der Verhältnisse, in denen die eheliche Gemei n- schaft bis zur Anmeldung der Beschwerdeführerin bei ihrem Ehegatten im Dezember 2008 gelebt worden sein soll, weist gravierende Ungereimthei- ten auf. 5.2.1. In Ihrer Rechtsmitteleingabe lässt die Beschw erdeführerin geltend machen, dass es ihnen "anfangs aus finanziellen Gründen nicht möglich" gewesen sei, eine eigene Wohnung zu beziehen, weshalb sie in der Wohnung der Eltern des Ehemannes gelebt hätten. Zwischendurch habe sie sich "immer wieder" um ihre gesundheitlich angeschlagene Mutter ge- kümmert und "ab und zu" bei ihr übernachtet. Am 18. Dezember 2008 hätten sie schliesslich "eine gemeinsame Wohnung" bezogen. Nachdem sie dann erfahren habe, dass ihr Ehemann sie betrüge, habe sie diese Wohnung wieder verlassen und sei zu ihrer Mutter gezogen (Beschwerde vom 8. September 2010, E. II. 1.1). An anderer Stelle in der Rechtsschrift (E. II. 2.2) lässt die Beschwerdeführerin darlegen, sie habe sich "rege l- mässig" um ihre Mutter gekümmert, was "oftmals" eine Übe rnachtung in deren Wohnung notwendig gemacht habe. C-6459/2010 Seite 7 Diese Sicht der Dinge hatte die Beschwerdeführerin im Wesentlichen schon in ihrer Stellungnahme an die Vorinstanz vom 19. Mai 2010 geäus- sert. Dort hatte sie durch ihren damaligen Rechtsvertreter ausführen las- sen, sie und ihr Ehemann seien aus finanziellen Gründen nicht in der L a- ge gewesen, eine gemeinsame Wohnung zu nehmen. Deshalb hätten sie in der Wohnung der Eltern des Ehemannes gelebt. 5.2.2. Der Ehemann, am 31. Juli 2007 von der kantonalen Migrationsb e- hörde z u den Verhältnissen befragt, hatte zwar einleitend auch geltend gemacht, dass sie aus finanziellen Gründen nicht zusammen wohnten. Er habe Schulden in der Grössenordnung von 30'000 Franken. Die Woh n- verhältnisse hingegen hatte er wesentlich anders geschilde rt als die B e- schwerdeführerin. Er hatte zu Protokoll gegeben, er wohne in Q._______ (AG) in einem von ihm für 265 Franken gemieteten Zimmer (bzw. einer Einzimmerwohnung), während seine Ehefrau bei ihrer Mutter und ihren Geschwistern in Y ._______ (AG) wohne. Auf die Anschlussfrage, ob bei diesen Verhältnissen überhaupt von einem Eheleben gesprochen werden könne, hatte der Ehemann ausgesagt, sie sähen sich regelmässig. Am Abend gehe er in der Regel zu seiner Frau und ihrer Familie. Manchmal komme sie auch zu ihm in seine Wohnung. Diese sei aber klein und "nicht gerade sehr bequem für 2 Leute". Sobald er seine Schulden abb e- zahlt habe, wollten sie zusammenziehen. 5.2.3. Aus den Akten der Vorinstanzen ergeben sich keine Indizien für die Richtigkeit der von der Beschwerd eführerin behaupteten Tatsache, w o- nach man bei den Eltern des Ehemannes zusammengewohnt habe. Hi n- gegen ergeben sich diverse Indizien für die Richtigkeit der Darstellung s- weise des Ehemannes. So hielt beispielsweise die kantonale Migration s- behörde in einer N otiz vom 20. Dezember 2006 (also rund 10 Monate nach der Heirat der Beschwerdeführerin) das Ergebnis eines Telefonats mit dem Zivilstandsamt Y ._______ (AG) fest, wonach der Ehemann in Q._______ (AG), die Ehefrau bei ihren Eltern (in Y ._______ [AG]) wohne und das Ehepaar noch nie zusammengelebt habe. Weiter fällt auf, dass die im Verfahren edierten postalischen Sendungen für die Beschwerd e- führerin (eingereichte Arbeitsbestätigungen usw.) bis zur förmlichen Wohnsitznahme beim Ehemann im Dezember 2008 allesamt an die A d- resse ihrer Familie in Y ._______ (AG) gerichtet worden waren. Umge- kehrt ist der Wohnort des Ehemannes in den Akten der kantonalen Migra- tionsbehörde immer an der Adresse in Q._______ (AG) vermerkt, an der er die Einzimmerwohnung gemietet hatte. C-6459/2010 Seite 8 5.2.4. Irgendwelche Beweise für die von der Beschwerdeführerin behaup- teten Wohnverhältnisse wurden auch im Rechtsmittelverfahren nicht ediert. Der eingereichten schriftlichen Bestätigung des Ehemannes vom 31. August 2010, wonach sie abwechslungsweise bei ihm und bei ihr zu- hause "fast die ganzen 4 Jahre zusammen gelebt" hätten, kann aus n a- heliegenden Gründen kein Beweiswert zugesprochen werden. 6. 6.1. Aus Art. 50 Abs. 1 AuG liesse sich nach dem bereits Gesagten nur dann ein die Ehe überdauernder Verlängerungsanspruch ab leiten, wenn die Ehegatten in Anwendung von Art. 49 AuG während der anspruchsb e- gründenden Zeitspanne vom Erfordernis des Zusammenlebens befreit gewesen wären oder wenn im Sinne von Art. 50 Abs. 1 Bst. b AuG wichti- ge persönliche Gründe vorlägen, die einen w eiteren Aufenthalt der B e- schwerdeführerin in der Schweiz erforderten. Darauf ist nachfolgend ei n- zugehen. 6.2. 6.2.1. Die Ehegatten wollen aus finanziellen Gründen lange Zeit daran gehindert gewesen sein, gemeinsam eine eigene Wohnung anzumieten. Der Ehe mann hatte gegenüber der kantonalen Migrationsbehörd e dazu am 31. Juli 2007 – also fast eineinhalb Jahre nach der Heirat und mehr als 16 Monate vor der Anmeldung der Beschwerdeführerin bei ihm – er- läutert, er habe Schulden in der Grössenordnung von 30'000 Franken und die von ihm angemietete Einzimmerwohnung sei für zwei Personen nicht ideal. Dass es den Ehegatten aus den geltend gemachten Gründen und während beinahe drei Jahren nicht möglich gewesen sein soll, in einer gemeinsamen Wohnung zusammenzuziehen, muss vernünfti gerweise ausgeschlossen werden. Die Beteiligten haben denn auch für den fragl i- chen Zeitraum weder ihre Einkommenssituation offengelegt noch irgen d- welche erfolglosen Versuche dokumentiert, zu einer bezahlbaren Wo h- nung zu kommen. Tritt hinzu, dass sie schliesslich ihren ersten (und gleichzeitig einzigen) gemeinsamen Wohnsitz nicht an einem neuen Ort, sondern in der jenigen Wohnung deklarierten , die der Ehemann zuvor schon seit Jahren alleine bewohnt hatte. Wichtige Gründe im Sinne von Art. 49 AuG, die die Beschwerdeführerin und ihren Ehemann während so langer Zeit vom Erfordernis des Zusammenwohnens hätten dispensieren können, lagen offensichtlich nicht vor. 6.2.2. Unter den gegebenen Umständen fehlt es an einer der beiden kummulativ zu erfüllenden Voraussetzun gen zur Geltendmachung eines C-6459/2010 Seite 9 Anspruches auf Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung gestützt auf Art. 50 Abs. 1 Bst. a AuG und es ist in diesem rechtlichen Kontext nicht weiter zu prüfen, ob sich die Beschwerdeführerin in der Schweiz erfolgreich zu integrieren vermochte. Die mit der Beschwerde diesbezüglich erhobene Rüge, wonach die Vorinstanz es rechtsfehlerhaft unterlassen habe, sie zu ihren Integrationsleistungen zu befragen, erweist sich als unbegründet . Der für das Beschwerdeverfahren erneuerte Antrag wurde mit Zwischen- verfügung des Bundesverwaltungsgerichts vom 17. September 2010 a b- gelehnt. 6.3. 6.3.1. Bleibt somit zu prüfen, ob wichtige persönliche Gründe im Sinne von Art. 50 Abs. 1 Bst. b AuG gegeben sind, die den weiteren Aufenthalt der Beschwerdeführerin in der Schweiz erforderlich machten und ihr de s- halb einen Anspruch auf Verlängerung ihrer Aufenthaltsbewilligung ve r- mitteln können. Solche Gründe können gemäss Art. 50 Abs. 2 AuG n a- mentlich vorliegen, wenn der ausländische Ehegatte Opfer ehelicher G e- walt wurde und die soziale Wiedereingliederung im Herkunfts land stark gefährdet erscheint (vgl. BGE 136 II 1 E. 5.3 S. 4). Mit der offenen U m- schreibung des Tatbestands durch die unbestimmten Rech tsbegriffe des "wichtigen persönlichen Grundes" und der "Erforderlich keit" des weiteren Aufenthalts öffnete der Gesetzgeber den rechtsanwendenden Behörden Gestaltungsspielräume, die im Rahmen sei ner Vorgaben zwecks Real i- sierung einer individualisierenden Fallgerechtigkeit zu konkretisieren sind (MARTINA CARONI, in: AuG-Handkommentar, Art. 50 N. 23 mit Hinweisen). 6.3.2. Die Regelung in Art. 50 Abs. 1 Bst. b AuG bezweckt, schwerwie - gende Härtefälle zu vermeiden, die sich aus dem Verlust eines Aufen t- haltsrechts nach Auflösung der Ehegemeinschaft ergeben können (vgl. Botschaft zum Bundesgesetz über die Ausländerinnen und Auslän der vom 8. März 2002, BBl 2002 3753 Ziff. 1.3.7.5). Massgebend sind die konkreten Umstände des Einzelfalles. Entscheidend ist, ob diese U m- stände eine Lebenslage konstituieren, die einen weiteren Aufenthalt in der Schweiz erforderlich macht. Davon kann nicht schon dann ausgegan - gen werden, wenn ein Leben in der Schweiz einfacher wäre und bevor - zugt würde. Dem Betroffenen müssen vielmehr Kon sequenzen von e r- heblicher Intensität drohen, wäre er gezwungen, den Aufenthalt in der Schweiz abzubrechen und in sein Herkunftsland zurückzukehren (Urteil des Bundesgerichts 2C_781/2010 vom 16. Februar 2011 E. 2.2). Die Rückkehr in das Herkunftsland ist daher zumutbar und ein wichtiger pe r- sönlicher Grund im Sinne des Gesetzes nicht gegeben, wenn der Aufent -C-6459/2010 Seite 10 halt in der Schweiz nur kürzere Zeit gedauert hat, keine engen Bezie - hungen zur Schweiz geknüpft wurden und die erneute Integration im He r- kunftsland keine besonderen Probleme stellt (BBl 2002 3754 Ziff. 1.3.7.6). 6.3.3. Nach dem Gesetz und der bundesgerichtlichen Rechtsprechung kann sich ein wichtiger persönlicher Grund namentlich bei ehelicher G e- walterfahrung und/oder stark gefährdeter Wiedereingliederung im Her- kunftsland ergeben (BGE 136 II 1 E. 5 S. 3 ff.). Als weitere mögliche A n- wendungsfälle nennt die Botschaft beispielhaft den Tod des Ehepart ners (vgl. hierzu grundlegend BGE 138 II 393 E. 3 mit Hinweisen), die Existenz gemeinsamer Kinder, zu denen ein e enge Beziehung be steht und die in der Schweiz gut integriert sind, sowie die Umstände, die zur Auflösung der Ehe geführt haben (BBl 2002 3754 Ziff. 1.3.7.6). Die in Art. 31 Abs. 1 VZAE beispielhaft aufgeführten Kriterien, die der Rechtsprechung zum schwerwiegenden persönlichen Härtefall nach Art. 13 Bst. f der Veror d- nung vom 6. Oktober 1986 über die Begrenzung der Zahl der Ausländer (BVO, AS 1986 1791) entstammen ( vgl. dazu Urteil des Bundesge richts 2C_216/2009 vom 20. August 2009 E. 2.2), können bei de r Beurteilung ebenfalls eine wesentliche Rolle spielen. Es handelt sich hierbei um den Grad der Integra tion, die Respektierung der Rechtsord nung, die famili ä- ren und wirt schaftlichen Verhältnisse, die Dauer der Anwe senheit in der Schweiz und den Gesundheitszustand (BGE 137 II 1 E. 4.1 S. 7 f.). 6.3.4. Im Zusammenhang mit der Ehe resp. deren Auflösung sind bei der Beschwerdeführerin keine Besonderheiten zu erkennen, welche im Ra h- men von Art. 50 Abs. 1 Bst. b AuG eine Relevanz aufweisen könnten. E i- ne eheliche G emeinschaft hat – wenn überhaupt – nur während relativ kurzer Zeit bestanden und Gewalt war im Zusammenhang mit der Aufl ö- sung nicht im Spiel . Gemeinsame Kinder sind aus der Beziehung nicht hervorgegangen. 6.3.5. Die Beschwerdeführerin lässt aber geltend machen , ihre Wiede r- eingliederung im Herkunftsland wäre stark gefährdet. Sie stamme aus Serbien und habe dort in einem Ort, wo eigentlich serbisch gesprochen werde, auf Geheiss der Eltern eine albanische Schule besucht. Deshalb spreche sie heute nicht serbisch. Zudem sei sie Muslima, was ihr in einer serbischen Stadt zusätzlich Angst mache. Das Haus ihrer Familie habe sie seit ihrer Einreise in die Schweiz nicht mehr gesehen. Ihr Vater habe sich wegen einer anderen Frau vor geraumer Zeit von der Mutter g e- trennt. Das Haus in Serbien beanspruche er nun für sich selbst und lasse seine Kinder nicht mehr in die Nähe. Aus diesem Grund habe sie (die Be-C-6459/2010 Seite 11 schwerdeführerin) sich seither nur zweimal in den Kosovo, nicht aber nach Serbien begeben. Im Kosovo habe sie Verwandte besu cht, die sie seit Jahren nicht mehr gesehen habe. 6.3.6. Aus den Akten der kantonalen Migrationsbehörde zu schliessen wurde die Beschwerdeführerin in Z._______, einer Ortschaft in Südse r- bien, unweit der Grenze zum Kosovo geboren und ist auch dort aufg e- wachsen. Gemäss den Feststellungen der kantonalen Migrationsbehörde in deren Verfügung vom 16. November 1999 , mit der sie den Familien- nachzug zugunsten der Beschwerdeführerin abgelehnt hatte, liess der Vater, der in der Schweiz seit 1988 über eine Niederlassungsbewil ligung verfügte, seine Ehefrau und die beiden ältesten Kinder 1993 hierher nachkommen. Für die drei jüngeren Kinder (darunter die Beschwerdefüh- rerin) stellte er erst 1999 ein entsprechendes Gesuch, obwohl die Vo r- aussetzungen nach Auffassung der Migrationsb ehörde schon sechs Ja h- re zuvor gegeben gewesen wären. Im Falle der Beschwerdeführerin b e- gründete er sein Zuwarten offenbar damit, dass diese in ihrer Heimat zu- erst die obligatorische Schulzeit beenden sollte. Daraus ist zumindest zu schliessen, dass die Be treuung der Beschwerdeführerin in den sieben Jahren, in denen sie ohne einen Elternteil in Serbien lebte, sichergestellt und der Vater nicht an einem möglichst raschen Nachzug in die Schweiz interessiert war. 6.3.7. In der Schilderung der Gründe, die eine Wieder eingliederung ernsthaft gefährden sollen, blieb die Beschwerdeführerin auffallend obe r- flächlich und pauschal. Teilweise widersprechen ihre Vorbringen auch der allgemeinen Lebenserfahrung. So ist nicht davon auszugehen, dass die in Südserbien geborene und a ufgewachsene Beschwerdeführerin nicht serbisch sprechen kann , nur weil in ihrem Elternhaus offenbar albanisch gesprochen wurde und sie eine albanische Schule besucht hat. Bezeic h- nenderweise äusserte sich die Beschwerdeführerin auch nicht etwa zu den Betreu ungsverhältnissen in den sieben Jahren nach dem Wegzug der Mutter und der älteren Geschwister bis zu ihrer eigenen Ausreise in die Schweiz oder dazu, welche Verwandten und Bekannten heute noch in ihrem Heimatort bzw. in der Region oder im benachbarten Koso vo leben. Nicht überzeugen kann auch die pauschale Behauptung, wonach der Kontakt zum aus der Schweiz nach Serbien zurückgekehrten Vater a b- gebrochen und nicht mehr zu reaktivieren sei. Auch wenn die krieger i- schen Ereignisse und anschliessenden Spannungen z wischen den Ethnien in den Jahren 1999 und 2000 in der Herkunftsregion vieles ve r- ändert haben dürften, so kann dennoch nicht ohne weiteres davon au s-C-6459/2010 Seite 12 gegangen werden, dass die Beschwerdeführerin dort heute überhaupt kein soziales Beziehungsnetz mehr hat, auf das sie im Falle einer Rüc k- kehr greifen könnte. 6.3.8. Vor dem aufgezeigten Hintergrund kann nicht angenommen we r- den, dass die heute 27 -jährige, gesunde und arbeitsfähige Beschwerd e- führerin ernsthaft darin beeinträchtigt sein sollte, sich in ihre r Heimatregi- on oder allenfalls im benachbarten Kosovo innert nützlicher Frist zu rein- tegrieren. 6.4. Anspruchsbegründend können – wie bereits erwähnt – auch sonstige wichtige persönliche Gründe sein, da Art. 50 Abs. 1 Bst. b AuG bewusst auf eine abschliessende Aufzählung verz ichtet. Gemäss de n (ebenfalls nicht erschöpfend zu verstehenden) Wertungsgesichtspunkten von Art. 31 Abs. 1 VZAE gilt es insbesondere die Integration (Bst. a), die Respektie- rung der Rechtsordnung (Bst. b), die Familienverhältnisse (Bst. c), die f i- nanziellen Verhältnisse sowie die den Willen zur Teilhabe am Wirtschafts- leben und am Erwerb von Bildung (Bst. d), die Dauer der Anwesenheit (Bst. e), den Gesundheitszustand (Bst. f) und die Möglichkeit einer Wi e- dereingliederung im Herkunftsland (Bst. g) zu berücksichtigen. 6.5. Auch vor dem Hintergrund der genannten Wertungsgesichtspunkte sind in den Verhältnissen der Beschwerdeführerin keine Besonderheiten auszumachen, die auf einen schwerwiegenden persönlichen Härtefall schliessen liessen. Wohl befindet sie sich mittlerweile seit fast 12 Jahren in der Schweiz. Ihr bisheriger Aufenthalt war aber zu einem erheblichen Teil entweder überhaupt nicht geregelt oder durch hängige Verfahren bloss faktisch toleriert. Auch ihre Integration scheint eher unterdurc h- schnittlich. Über Kontakte ausserhalb der Familie, Mitgliedschaften in Vereinen oder sonstige soziale und kulturelle Betätigungen ist nichts a k- tenkundig. Irgend welche Bemühungen, hier in der Schweiz noch eine be- rufliche Ausbildung zu absolvieren, hat die Beschwerd eführerin offenbar auch nicht unternommen. Zwischen 2007 und 2009 ging sie diversen be- fristeten Hilfsarbeiten nach und erst seit April 2010 hat sie eine Stelle in einem Produktionsbetrieb, die mittlerweile in ein unbefristetes Arbeitsve r- hältnis umgewandelt wurde. In sprachlicher Hinsicht besuchte die B e- schwerdeführerin 2007 (also sieben Jahre nach ihrer Einreise in die Schweiz) einen Basis -Deutschkurs (Stufe A1) und erst in jüng erer Zeit noch weitere Kurse bis zur Erreichung des Niveaus B2. Dass die B e- schwerdeführerin keine Sozialhilfe beansprucht hat und keine Einträge im Straf- und im Betreibungsregister aufweist, ist zwar beachtenswert, kann C-6459/2010 Seite 13 aber nicht als besondere Integrationsleistung honoriert werden. Beein- trächtigungen gesundheitlicher Art sind bei de r Beschwerdeführerin nicht aktenkundig und die Möglichkeiten einer Wiedereingliederung im He r- kunftsland wurden bereits in anderem Zusammenhang bejaht. 7. Nach dem bisher Gesagten kann die Beschwerdeführerin weder gestützt auf Art. 50 Abs. 1 Bst. a AuG noch gestützt auf Art. 50 Abs. 1 Bst. b AuG einen Anspruch auf Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung geltend ma- chen. Sie kann aber auch nicht dartun, dass die Vorinstanz im Rahmen der Ermessensbewilligung nach Art. 30 Abs. 1 Bst. b AuG (vgl. dazu BGE 137 II 345 E. 3.2.1 S. 348) rechtsfehlerhaft entschieden hat. 8. 8.1. Mit Verweis auf die Tatsache, dass die Mutter, deren Geschwister sowie ihre eigenen Geschwister in der Schweiz leben und zur Familie des Vaters kein Kontakt mehr bestehe, macht die Beschwerdeführerin in ihrer Rechtsmitteleingabe andeutungsweise Ansprüche aus Art. 8 der Konven- tion zum Schutze der Menschenrechte und Grundfreiheiten vom 4. N o- vember 1950 (EMRK; SR 0.101) geltend. 8.2. Die von der Beschwerdeführerin angerufene Norm garant iert zwar (gleichsam wie Art. 13 der Bundesverfassung der Schweizerischen Ei d- genossenschaft vom 18. April 1999 (BV, SR 101) kein Recht auf Aufen t- halt in einem bestimmten Staat. Es kann aber das in Art. 8 EMRK g e- schützte Recht auf Achtung des Privat - und Fa milienlebens verletzen, wenn einem Ausländer, dessen Familienangehörige hier weilen, die A n- wesenheit untersagt und damit das Familienleben vereitelt wird. Der sich hier aufhaltende Familienangehörige muss nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung seinerseits über ein gefestigtes Anwesenheitsrecht ve r- fügen, was praxisgemäss der Fall ist, wenn er das Schweizer Bürgerrecht besitzt, ihm die Niederlassungsbewilligung gewährt wurde oder er über eine Aufenthaltsbewilligung verfügt, die ihrerseits auf einem gefes tigten Rechtsanspruch beruht (BGE 135 I 143 E. 1.3.1 S. 145 mit Hinweisen). Art. 8 EMRK schützt im Zusammenhang mit der Bewilligung der Anw e- senheit in der Schweiz in erster Linie die Kernfamilie, d.h. die Gemei n- schaft der Ehegatten mit ihren minderjährigen Kindern. Das Bundesg e- richt anerkennt in seiner Rechtsprechung aber auch Ansprüche unter Er- wachsenen, wenn zwischen nahen Familienangehörigen – beispielsweise aufgrund von Krankheit oder Invalidität – ein besonderes Abhängigkeits-C-6459/2010 Seite 14 verhältnis besteht (Urteil des Bundesgerichts 2C_942/2010 vom 27. April 2011 E. 1.3). 8.3. Im Falle der Beschwerdeführerin wird nicht dargetan, inwiefern ein solches besonderes Abhängigkeitsverhältnis bestehen soll. Der im Z u- sammenhang mit den Wohnverhältnissen der Ehegatten geltend gemach- te Betreuungsbedarf bei der Mutter der Beschwerdeführerin wurde jeden- falls nicht in einer Form dargetan , die auf ein solches Abhängigkeitsver- hältnis schliessen und einen Eingriff in konventionsrechtlich geschütztes Familienleben annehmen liesse. 9. Als gesetzliche Folge der nicht mehr verlängerten Aufenthaltsbewilligung hat die Beschwerdeführerin die Schweiz zu verlassen (vgl. Art. 64 Abs. 1 Bst. c AuG in der Fassung gemäss Art. 2 Zif. 1 des Bundesbe schlusses vom 18. Juni 2010 betreffend die Übernahme der EG-Rückführungs- richtlinie [Richtlinie 2008/115/EG], in Kraft seit 1. Januar 2011, der dem zeitgleich aufgehobenen Art. 66 Abs. 1 AuG in der Fas sung vom 16. Dezember 2005 [AS 2007 5437] entspricht). Es bliebe zu prü fen, ob dem Wegweisungsvollzug Hindern isse im Sinne von Art. 83 AuG entg e- genstehen. Da sich solche weder aus den Akten ergeben, noch seitens der Beschwerdeführerin substantiiert vorgebracht w erden, ist die ang e- fochtene Verfügung auch unter diesem Gesichtspunkt zu Recht erga n- gen. 10. Aus dem bisher Gesagten ergibt sich, dass die angefochtene Verfügung Bundesrecht nicht verletzt und den rechtserheblichen Sachverhalt richtig und vollständig feststellt; sie ist auch angemessen (Art. 49 VwVG). Die Beschwerde ist daher abzuweisen. 11. Entsprechend dem Ausgang des Verfahrens wird die unterliegende Be - schwerdeführerin kostenpflichtig (Art. 63 Abs. 1 VwVG, Art. 1, 2 und 3 Bst. b des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und En t- schädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [SR 173.320.2]). (Dispositiv Seite 15) C-6459/2010 Seite 15 Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 2. Die Verfahrenskosten von Fr. 800.- werden der Beschwerdeführerin auf- erlegt. Sie werden mit dem in gleicher Höhe geleisteten Kostenvor schuss verrechnet. 3. Dieses Urteil geht an: – die Beschwerdeführerin (Gerichtsurkunde) – die Vorinstanz (Beilage: Dossier ZEMIS […]) – das Amt für Migration und Integration des Kantons Aargau (ad ZEMIS […]) Der vorsitzende Richter: Der Gerichtsschreiber: Andreas Trommer Lorenz Noli Rechtsmittelbelehrung: Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen nach Eröffnung beim Bun- desgericht, 1000 Lausanne 14 , Beschwerde in öffentlich -rechtlichen An- gelegenheiten geführt werden (Art. 82 ff., 90 ff. und 100 des Bundesg e- richtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]). Die Rechtsschrift ist in einer Amtssprache abzufassen und hat die Begehren, deren B e- gründung mit Angabe der Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. Der angefochtene Entscheid und die Beweismittel sind, soweit sie der Beschwerdeführer in Händen hat, beizulegen (Art. 42 BGG). Versand: