<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2000.00128</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=105669&amp;W10_KEY=13013580&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2000.00128</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 30.08.2000</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">4. Abteilung/4. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Das Bundesgericht hat eine staatsrechtliche Beschwerde gegen diesen Entscheid am 14.05.2001 abgewiesen.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Ãbriges Verwaltungsrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Kostenübernahme für Privatschulung</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Die Schulgemeinde ist nicht zur Kostenübernahme für Privatschulung verpflichtet, wenn ein sprachbehinderter Schüler ohne Zuteilungsbeschluss der Schulpflege und ohne dringende Notwendigkeit in eine Privatschule eintritt. Zuständigkeit des Verwaltungsgerichts (E. 1). Voraussetzungen der Sonderschulung (E. 2). Übertritt in die Privatschule ohne vorgängige Zustimmung der Schulpflege (E. 3). Anspruch auf Zuweisung in eine Sonderschule hier nicht gegeben (E. 4). Unzuständigkeit des Verwaltungsgerichts, soweit ein von den Zivilgerichten zu beurteilender Schadenersatzanspruch wegen Verletzung der Sorgfaltspflicht geltend gemacht wird (E. 5).</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: Besonderes Verwaltungsrecht (ohne...) ST: ERZIEHUNG, BILDUNG, WISSENSCHAFT">ERZIEHUNG, BILDUNG, WISSENSCHAFT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: KOSTENÃBERNAHME">KOSTENÃBERNAHME</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: PRIVATSCHULKOSTEN">PRIVATSCHULKOSTEN</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: SONDERKLASSEN">SONDERKLASSEN</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: SONDERSCHULUNG">SONDERSCHULUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: Urteile: Staats- und Verfassungsrecht UR: Grundrechte ST: ÃBRIGE GRUNDRECHTE">ÃBRIGE GRUNDRECHTE</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsprozessrecht UR: Kantonale Verwaltungsgerichtsbeschwerde ST: ZUSTÃNDIGKEIT DES VERWALTUNGSGERICHTS">ZUSTÃNDIGKEIT DES VERWALTUNGSGERICHTS</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="gerade">§ 2 VRG</span><br/><span class="ungerade">§ 41 VRG</span><br/><span class="gerade">§ 12 VolksschulG</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 2 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Einzug1">I. D, geboren 1984, besuchte bis zum Abschluss der 6. Klasse im Sommer 1996 die Volksschule in C. GemÃ¤ss dem fÃ¼r den Ãbertritt in die Oberstufe massgeblichen Zwischen­zeugnis vom 13. April 1996 erzielte er einen Notendurchschnitt von 4,75 (act. 5/3).</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Wegen Sprachschwierigkeiten, die sich vor allem bei der Rechtschreibung zeigten, und graphomotorischer Probleme, derentwegen er eine Graphomotorik-Therapie besuchte, wurde D im Verlauf der 6. Klasse auf Wunsch der Eltern zum Schulpsychologischen Be­ratungsdienst des Bezirks E zur AbklÃ¤rung geschickt. Im Bericht vom 18. Juni 1996 kam dieser zum Schluss, D erbringe noch nicht die aufgrund seiner intellektuel­len Begabung zu erwartenden Schulleistungen. Es liege bei ihm eine konstitu­tionell be­dingte geringe Belastbarkeit vor; er sei relativ jung eingeschult worden und den erhÃ¶hten Anforderungen im Zusammenhang mit den graphomotorischen Schwierigkeiten nur knapp gewachsen gewesen. Er zeige wenig Interesse fÃ¼r die Rechtschreibung, und es fehle ihm nun die Grundlage, um die nÃ¶tige Eigenkontrolle durchfÃ¼hren zu kÃ¶nnen; es fehlten die Regelkenntnisse, doch zeige er keine legasthenischen Anzeichen. Als Mass­nahmen wurde im Bericht schulseitig der Besuch der Sekundarschule in einer Kleinklasse an einer Privat­schule vorgeschlagen, wo die Eltern D bereits angemeldet hatten; sodann sollte die Gra­phomotorik-Therapie, wenn mÃ¶glich unter Einschluss eines gezielten Rechtschreibe-Trai­nings, fortgesetzt werden. Diese Therapie wurde am 11. Dezember 1996 nach Absprache mit den Eltern abgebrochen, nachdem die Therapiestunden D eher belastet als entlastet hatten.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">In der Folge besuchte D in den Schuljahren 96/97 und 97/98 die Sekundarschule sowie im Schuljahr 98/99 das Mittelschulvorbereitungsjahr an der privaten Tagesschule in F, wofÃ¼r die Eltern insgesamt Fr. 60'620.- aufwendeten. Seit August 1999 besucht D die Mittelschule an der privaten Schule in X, fÃ¼r welche ein Schulgeld von Fr. 16'800.- pro Jahr zu leisten ist.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Nachdem sich mit dem Fremdsprachenunterricht an der Sekundarschule die Sprachprobleme verschÃ¤rft hatten, liessen die Eltern D am 11. Dezember 1998 durch G, "Konsiliar. fÃ¼r PÃ¤daudiologie und LogopÃ¤die", untersuchen, welcher im Unter­suchungsbericht vom 7. Januar 1999 (act. --) eine "Schwere SprachstÃ¶­rung IVG" dia­gnostizierte, welche die weitere Schulung und den Ãbertritt in die berufliche Ausbildung gefÃ¤hrde, nÃ¤mlich "RZ 234 Entwicklungs-Dysphasie mit Rz 237 Dyslexie/ Dysorthogra­phie bei normalem GehÃ¶r, verwachsener Gaumenspalte, sehr guter Intelligenz und einer ausgeprÃ¤gten StÃ¶rung der Entwicklung der Wahrnehmung und Wahrnehmungs­verarbei­tung vorwiegend im serialen Bereich (zeitliche Integration)".</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Mit VerfÃ¼gung vom 27. Mai 1999 sprach die Sozialversicherungsanstalt des Kan­tons ZÃ¼rich "Sonderschulmassnahmen vom 01.01.1999 bis 31.01.2001/Legastheniebehand-lung gemÃ¤ss Therapieplan der AbklÃ¤rungsstelle fÃ¼r Sprachgebrechen" zu.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Mit Eingabe vom 11. Juni 1999 an die Schulpflege C ersuchten die Eltern um Ãbernahme der Kosten der letzten drei Schuljahre an der Privatschule in F sowie der weite­ren Schulungskosten an der Privatschule in X mindestens im Rahmen der Kosten, welche fÃ¼r ein zehntes Schuljahr von der Gemeinde Ã¼bernommen wÃ¼rden; zudem sei zu prÃ¼fen, ob nicht die Schulungskosten bis mindestens zum 18. Altersjahr Ã¼bernommen werden mÃ¼ss­ten. </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Die Schulpflege C wies das Gesuch am 30. Juni 1999 ab.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">II. Gegen diesen Beschluss erhoben die Eltern Rekurs an die Bezirksschulpflege, deren Rekurskommission das Rechtsmittel am 6. September 1999 abwies. Auch die in der Folge angerufene Schulrekurskommission erkannte am 21. Februar 2000 auf Abweisung des Rekurses.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">III. Mit Beschwerde vom 31. MÃ¤rz 2000 liess die Mutter dem Verwaltungsgericht beantragen, </p> <p class="EinzugZitat"> </p> <p class="EinzugZitat"> "1. Es sei der Entscheid der Schulrekurskommission aufzuheben;</p> <p class="EinzugZitat"> 2. es sei die Beschwerdegegnerin zu verpflichten, die Kosten der letzten drei Schuljahre fÃ¼r die Schulung von D in der Privatschule in F im Gesamtbetrag von Fr. 60'620.- zu Ã¼bernehmen;</p> <p class="EinzugZitat"> 3. es seien die Schulungskosten von D fÃ¼r die Privatschule in X im Be­trag von Fr. 16'800.- fÃ¼r das 10. Schuljahr zu Ã¼bernehmen, eventuali­ter mindestens im Rahmen der Kosten, die fÃ¼r ein zehntes Schuljahr von der Schulgemeinde Ã¼blicherweise Ã¼bernommen werden;</p> <p class="EinzugZitat"> 4. es sei festzustellen, dass die Schulgemeinde C die Schulungskosten von D in der Privatschule in X bis zum 18. Altersjahr zu Ã¼bernehmen hat;</p> <p class="EinzugZitat">alles unter Kosten- und EntschÃ¤digungsfolgen zu Lasten der Beschwer­degegnerin."</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Zur BegrÃ¼ndung wurde nach Darlegung des Sachverhalts in rechtlicher Hinsicht vorgebracht, der Bericht des schulpsychologischen Dienstes, welcher keine Legasthenie festgestellt habe, stelle ein unter Verletzung der Sorgfaltspflicht zustande gekommenes GefÃ¤lligkeitsgutachten dar. Aus zwei Stellungnahmen von G vom 29. MÃ¤rz 2000 (act. --) und 27. Januar 2000 (act. --) ergebe sich, dass der schulpsy­chologische Dienst die schwere SprachstÃ¶rung von D hÃ¤tte erkennen mÃ¼ssen. Damit habe sich die Schulrekurskommission unter Verletzung ihrer Untersuchungspflicht und des rechtlichen GehÃ¶rs nicht auseinandergesetzt. Die Eltern, die immer wieder darauf hinge­wiesen hÃ¤tten, dass bei D eine Legasthenie/Sprachbehinderung bestehen kÃ¶nnte, hÃ¤tten sich als Laien auf den Bericht des schulpsychologischen Dienstes vom 18. Juni 1996 (act. 5/4), der eine sol­che StÃ¶rung verneint habe, verlassen dÃ¼rfen. In der Folge hÃ¤tten die Eltern die weitere Entwicklung abwarten dÃ¼rfen und kÃ¶nne ihnen nicht zum Vorwurf ge­macht werden, dass die Begutachtung durch G erst zwei Jahre spÃ¤ter er­folgt sei. Der Hinweis der Schulre­kurskommission, die Schwierigkeiten von D hÃ¤tten im ISF (Integrative Schulungsform)-Unterricht behoben werden kÃ¶nnen, sei unzutreffend; ein solcher sei im massgeblichen Zeitpunkt nicht angeboten worden und er hÃ¤tte eine logopÃ¤­dische Therapie nicht zu erset­zen vermÃ¶gen. Unter diesen UmstÃ¤nden seien die Eltern von D gezwungen gewesen, D in F einzuschulen, was nicht erforderlich gewesen wÃ¤re, wenn die Legasthenie rechtzeitig erkannt worden wÃ¤re und eine Therapie an der Ã¶ffentlichen Schule hÃ¤tte eingeleitet werden kÃ¶nnen. Das falsche Gutachten, das heisst der Bericht des schulpsychologischen Dienstes vom 18. Juni 1996 sei somit der AuslÃ¶ser dafÃ¼r, dass sich die Eltern fÃ¼r die Privatschule in F entschieden hÃ¤tten. Sodann treffe es wohl zu, dass das die Privatschule nicht als Sonder­schule zugelassen sei; dort seien aber auch SchÃ¼lerinnen und SchÃ¼ler zugeteilt, bei welchen die Schulgemeinde im Rahmen einer einzelfallweisen Sonderschulung fÃ¼r das Schulgeld aufkomme; bei Anerkennung durch die Schulgemeinde wÃ¼rden fÃ¼r diese private Sonder­schulung auch IV-BeitrÃ¤ge geleistet. Die Privatschule in F sei gewÃ¤hlt worden, weil D dort in einer Kleinklasse unterrichtet worden und eine individuelle FÃ¶rderung anders als in der Ã¶ffentlichen Schule garantiert gewesen sei. Der schulpsychologische Dienst und spÃ¤ter auch G hÃ¤tten die Wahl dieser Schule befÃ¼rwortet. Eine Reintegration in die Oberstufe der Volksschule sei nicht in Betracht gefallen, weil dort eine der Intelligenz gerecht werdende Schulung von Kindern mit Legasthenie nicht gewÃ¤hrleistet werden kÃ¶nne, was auch be­zÃ¼glich des ISF-Unterrichts gelte. Der weitere Besuch der Privatschule habe D die Gymna­sialreife ermÃ¶glicht. Dass die IV das Schulgeld nicht Ã¼bernommen habe, hÃ¤nge damit zu­sammen, dass die Schulpflege die Notwendigkeit der privaten Schulung bis heute nicht anerkannt habe. Der Besuch des 10. Schuljahrs in der Privatschule in F und nachfolgend einer privaten Mittelschule seien adÃ¤quat kausale Folgen des von der Schulpflege zu ver­antwortenden falschen Berichts des schulpsychologischen Dienstes; bei korrekter Diagnose der Legasthenie hÃ¤tte diese schon in der 6. Klasse therapiert werden kÃ¶nnen und hÃ¤tte D keine Privatschulen besuchen mÃ¼ssen. Es sei stossend, wenn die BehÃ¶rden die Folgen der Fehlerhaftigkeit dieses Berichts und des Fehlverhaltens des Primarlehrers, der die Schwie­rigkeiten von D bagatellisiert habe, auf die Eltern abzuschieben versuchten.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Die Beschwerdegegnerin reichte am 28. April 2000 ihre Akten ein. Die Schulre­kurskommission beantragte am 5. Juni 2000 Abweisung der Beschwerde.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Die Parteivorbringen im Einzelnen werden â soweit erforderlich â im Rahmen der nachfolgenden ErwÃ¤gungen wiedergegeben.</p> <p class="Einzug1"> </p> <span><br/> </span> <p class="Einzug1">Das Verwaltungsgericht zieht in ErwÃ¤gung:</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">1. Das Verwaltungsgericht prÃ¼ft seine ZustÃ¤ndigkeit von Amtes wegen (§ 70 in Verbindung mit § 5 Abs. 1 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 [VRG]; Alfred KÃ¶lz/JÃ¼rg Bosshart/Martin RÃ¶hl, Kommentar zum Verwaltungsrechtspfle­gegesetz des Kantons ZÃ¼rich, 2. A., ZÃ¼rich 1999, § 5 N. 3).</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">GemÃ¤ss § 5 Abs. 2 des Unterrichtsgesetzes vom 23. Dezember 1859 (in der Fas­sung vom 29. November 1998) entscheidet die Schulrekurskommission abschliessend, soweit das Verwaltungsrechtspflegegesetz nicht den Weiterzug an das Verwaltungsgericht vorsieht. Ein solcher Weiterzug ist gemÃ¤ss § 41 VRG (in der Fassung vom 8. Juni 1997) grundsÃ¤tzlich zulÃ¤ssig, und die Streitigkeiten um die Ãbernahme von Kosten der Sonder­schulung fÃ¤llt nicht unter die in § 43 Abs. 1 lit. f VRG (in der Fassung gemÃ¤ss § 42 des Mittelschulgesetzes vom 13. Juni 1999; OS 55, 424 sowie bezÃ¼glich Inkraftsetzung OS 56, 54) fÃ¼r den Schulbereich vorgesehenen Ausnahmen. Sodann entfÃ¤llt seit dem 1. MÃ¤rz 2000 auch der Ausnahmegrund von § 42 VRG, nachdem auf diesen Zeitpunkt das Bundesgesetz vom 8. Oktober 1999 Ã¼ber prozessuale Anpassungen an die neue Bundesverfassung (AS 2000, 416) in Kraft getreten und damit Art. 73 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 Ã¼ber das Verwaltungsverfahren (VwVG) aufgehoben worden ist, welcher in Streitig­keiten betreffend die verfassungsrechtliche Garantie des unentgeltlichen Primarschulunter­richts die Beschwerde an den Bundesrat vorsah (vgl. RB 1998 Nr. 29). Auf die rechtzeitig erhobene Beschwerde ist deshalb grundsÃ¤tzlich einzutreten.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1"> 2. GemÃ¤ss § 12 des Volksschulgesetzes vom 11. Juni 1899 (VolkssschulG) sind bildungsfÃ¤hige Kinder, die dem Unterricht in Normalklassen nicht zu folgen vermÃ¶gen oder ihn wesentlich behindern, Sonderklassen zuzuweisen (Abs. 1); Kinder, fÃ¼r die auch ein Unterricht in Sonderklassen nicht in Frage kommt, sind einer Sonderschulung zuzufÃ¼h­ren, und sie haben fÃ¼r die Dauer der Schulpflicht Anspruch auf eine ihren Gebrechen und ihrer BildungsfÃ¤higkeit besonders angepasste Schulung und Erziehung; die Schulpflege sorgt in Verbindung mit den Eltern fÃ¼r die geeignete Schulung (Abs. 2).</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Laut § 29 des Sonderklassenreglements vom 3. Mai 1984 (SonderklassenR) dient die Sonderschulung Kindern, die in Normal- und Sonderklassen nicht ihren MÃ¶glichkeiten entsprechend gefÃ¶rdert werden kÃ¶nnen. Anspruch auf Sonderschulung haben unter ande­rem Sprachbehinderte (§ 32 SonderklassenR); zur Sonderschulung gehÃ¶ren neben Sonder­schulen und dergleichen Einzelunterricht, Sonderschulmassnahmen im Sinn der Invaliden­versicherung sowie StÃ¼tz- und FÃ¶rdermassnahmen, welche den Unterricht an Normal- und Sonderklassen sowie an Sonderschulen ergÃ¤nzen und der Behebung oder Milderung von Lern- und Verhaltensschwierigkeiten dienen, soweit diese nicht durch den Klassenlehrer und im Rahmen des Klassenverbandes behoben werden kÃ¶nnen (§§ 33, 48, 49 Sonderklas­senR). Die StÃ¼tz- und FÃ¶rdermassnahmen umfassen unter anderem insbesondere Leg­astheniebehandlung und Psychomotorische Therapie (§§ 53, 57, 60 SonderklassenR). Laut § 34 SonderklassenR sorgt die Schulpflege in Verbindung mit den Eltern fÃ¼r die geeignete Schulung (Abs. 1); die Zuteilung zur Sonderschulung muss geprÃ¼ft werden, wenn die El­tern es wÃ¼nschen bzw. wenn die Lehrperson, der schulÃ¤rztliche oder der schulpsychologi­sche Dienst es beantragen (Abs. 2); nach Veranlassung der schulÃ¤rztlichen und schulpsy­chologischen Untersuchungen fÃ¤llt die Schulpflege den Entscheid aufgrund eines Zeugnis­ses des Schularztes, eines Berichts des Schulpsychologen und nach AnhÃ¶rung der Eltern, wobei sie im Zuteilungsbeschluss die Eltern auf die RekursmÃ¶glichkeit aufmerksam zu machen hat (Art. 34 Abs. 3 â 6 SonderklassenR). </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">In den von der Erziehungsdirektion (heute Bildungsdirektion) erlassenen Richtli­nien zum Sonderklassenreglement vom 27. Dezember 1985 (Richtlinien) werden die Vor­aussetzungen fÃ¼r die Anordnung einer Sonderschulung bzw. von StÃ¼tz- und FÃ¶rdermass­nahmen nÃ¤her ausgefÃ¼hrt: BezÃ¼glich der Sonderschulung wird insbesondere festgehalten, dass sie fÃ¼r Kinder bestimmt ist, die den Anforderungen einer Normal- oder Sonderklasse nicht gewachsen sind (Ziff. 4.1). Anspruch auf Sonderschulung haben Kinder, die wegen ihrer Behinderung den Unterricht weder in einer Normal- noch in einer Sonderklasse besu­chen kÃ¶nnen (Ziff. 4.2.2 Abs. 1). Eine Sonderschulung, die nicht lehrplangebunden erfolgt, ist in der Regel erst dann als abgeschlossen zu betrachten, wenn der SonderschulabgÃ¤nger danach in der Lage ist, eine ihm gemÃ¤sse weitere BeschÃ¤ftigungs- oder berufliche Ausbil­dungsmÃ¶glichkeit zu ergreifen; entsprechende Leistungen der Schulgemeinden sollen fÃ¼r die Dauer der von der EidgenÃ¶ssischen Invalidenversicherung verfÃ¼gten Sonderschulung in der Regel bis zum vollendeten 18. Altersjahr gewÃ¤hrt werden (Ziff. 4.2.2 Abs. 4). Ziff. 4.3 regelt, unter welchen UmstÃ¤nden im Einzelfall eine Sonderschulung in einer nicht als Son­derschule anerkannten Privatschule zulÃ¤ssig ist. Vorbehalten bleibt auch hier ein formeller Zuweisungsbeschluss der Schulpflege (Ziff. 4.3.4). Ziffer 4.2.7.9 der Richtlinien lautet:</p> <p class="EinzugZitat"> </p> <p class="EinzugZitat"> "Eine Sonderschulung im Einzelfall wird grundsÃ¤tzlich von der Schul­pflege angeordnet. Entschliessen sich die Eltern ausnahmsweise in ei­gener Kompetenz zu einer Sonderschulung, Ã¼berprÃ¼ft die Schulpflege auf Gesuch hin die schulische Notwendigkeit und die Richtigkeit der Schulung im Sinne von Ziff. 4.3.</p> <p class="EinzugZitat"> </p> <p class="EinzugZitat">Liegt eine Sonderklassen- bzw. SonderschulbedÃ¼rftigkeit vor und eig­net sich die Schule im Sinne von Ziffer 4.3.2 als Sonderschule im Ein­zelfall, wird die Schulgemeinde kostenpflichtig, wenn ein gleichwerti­ges Angebot fehlt, zurzeit insbesondere wegen Vollbelegung nicht verfÃ¼gbar ist oder der Besuch einer vorhandenen Sonderklasse bzw. Sonderschule fÃ¼r das Kind unzumutbar ist oder ein Schulangebot zwar vorhanden wÃ¤re, sie es aber versÃ¤umt hat, eine notwendige Massnah­me anzuordnen, so dass die privaten Massnahmen unerlÃ¤sslich waren.</p> <p class="EinzugZitat"> </p> <p class="EinzugZitat">Bei grober Pflichtverletzung der Schulpflege kann von einzelnen Er­fordernissen an die gewÃ¤hlte Privatschule im Sinne von Ziffer 4.3.2 abgesehen werden.</p> <p class="EinzugZitat"> </p> <p class="EinzugZitat">Sobald die Schulpflege eine geeignete Schulung anbietet und dem Kind ein Schulwechsel zuzumuten ist, entfÃ¤llt die Kostenpflicht der Schulgemeinde."</p> <p class="EinzugZitat"> </p> <p class="EinzugZitat"> </p> <p class="Einzug1">BezÃ¼glich der StÃ¼tz- und FÃ¶rdermassnahmen wird ausgefÃ¼hrt (Ziff. 5.1):</p> <p class="EinzugZitat"> </p> <p class="EinzugZitat"> "StÃ¼tz- und FÃ¶rdermassnahmen dienen der Behebung oder Milderung von Lern- und Verhaltensschwierigkeiten. Sie sind in jenen FÃ¤llen an­zuordnen, in denen die Behandlung von den BedÃ¼rfnissen des Kindes aus gesehen notwendig ist und in engem Zusammenhang mit dem Verhalten und dem LeistungsvermÃ¶gen des Kindes in der Schule steht. Die Notwendigkeit einer StÃ¼tz- und FÃ¶rdermassnahme muss immer dann als gegeben erachtet werden, wenn das schulische Fort­kommen eines Kindes ohne die betreffende Massnahme erheblich be­eintrÃ¤chtigt wÃ¤re. Fragen nach Erheblichkeit der BeeintrÃ¤chtigung oder AusgeprÃ¤gtheit der Behinderung sind weitgehend Ermessensfra­gen und mÃ¼ssen von der Schulpflege gestÃ¼tzt auf die Untersuchungs­berichte im Interesse des Kindes nach pflichtgemÃ¤ssem Ermessen be­antwortet werden. Kinder, bei denen diese Fragen und damit die Not­wendigkeit der StÃ¼tz- und FÃ¶rdermassnahmen bejaht werden, haben einen Rechtsanspruch auf ambulante Massnahmen. Dieser ergibt sich aus dem Rechtsanspruch auf umfassende Sonderschulung gemÃ¤ss § 12 des Volksschulgesetzes.</p> <p class="EinzugZitat"> </p> <p class="EinzugZitat"> Die angeordneten Massnahmen sollen zeitlich befristet und nach Ab­lauf der Zeitspanne auf ihre ZweckmÃ¤ssigkeit hin geprÃ¼ft werden. Auch empfiehlt es sich, als Therapiekontrolle periodische Zwischen­berichte einzufordern."</p> <p class="EinzugZitat"> </p> <p class="Einzug1">Anzumerken ist, dass es sich bei diesen Richtlinien zwar nicht um allgemeinver­bindliche RechtssÃ¤tze handelt<span>, sie aber doch die Gesetzesauslegung erleichtern und unter­stÃ¼tzen kÃ¶nnen</span>. </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Die Invalidenversicherung leistet gemÃ¤ss Art. 19 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 19. Juni 1959/7. Oktober 1994 Ã¼ber die Invalidenversicherung (IVG) BeitrÃ¤ge an die Son­derschulung bildungsfÃ¤higer Versicherter, die das 20. Altersjahr noch nicht vollendet ha­ben und denen infolge InvaliditÃ¤t der Besuch der Volksschule nicht mÃ¶glich oder nicht zumutbar ist. </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">3. Nach Ausfertigung des fÃ¼r den Ãbertritt in die Oberstufe massgeblichen Zwi­schenzeugnisses vom 13. April 1996 wurde D auf Wunsch der Eltern schulpsychologisch abgeklÃ¤rt. Der Bericht hÃ¤lt zwar unter dem Titel "Vorgeschlagene Massnahmen" fest, D werde ab Sommer 1996 auf Wunsch der Eltern in die Privatschule in F eintreten und die Graphomotorik-Therapie solle fortgesetzt werden. Ein Antrag auf Zuteilung zur Sonder­schulung wurde indessen weder von den Eltern noch von der Schulpsychologin gestellt. Dementsprechend fehlte es beim Eintritt von D in die Privatschule in F sowohl an den fÃ¼r die Zuteilung zur Sonderschulung vorausgesetzten AbklÃ¤rungen (Art. 34 Abs. 3 und 5 SonderklassenR) als auch an einem Zuteilungsbeschluss der hierfÃ¼r zustÃ¤ndigen Schul­pflege (Art. 34 Abs. 4 SonderklassenR). Dieser wÃ¤re um so eher erforderlich gewesen, als die Privatschule in F unbestrittenermassen nicht als Sonderschule anerkannt ist, sodass die Schulpflege vor einer Zuweisung zusÃ¤tzlich hÃ¤tte prÃ¼fen mÃ¼ssen, ob ein gleichwertiges Angebot fehle oder der Besuch einer vorhandenen Sonderklasse bzw. Sonderschule fÃ¼r das Kind nicht zumutbar sei (Ziff. 4.3.1 Richtlinien). </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Die BeschwerdefÃ¼hrerin stÃ¼tzt ihr nachtrÃ¤glich eingereichtes Gesuch auf Zif­fer 4.2.7.9 der Richtlinien, wonach die Kosten einer von den Eltern in eigener Kompetenz gewÃ¤hlten Sonderschulung nachtrÃ¤glich Ã¼bernommen werden kÃ¶nnen. Man kann sich al­lerdings fragen, ob auf ein solches Gesuch Ã¼berhaupt einzutreten ist, wenn wie hier die Eltern keinen Antrag auf Sonderschulung gestellt und sich nach dem Bericht der Schulpsy­chologin mit dem Verzicht auf die Anordnung weiterer Massnahmen abgefunden haben und insbesondere das Gesuch um nachtrÃ¤gliche Anordnung der Sonderschulung an einer Privatschule nicht unmittelbar nach der in eigener Kompetenz vorgenommenen Einschu­lung in die Privatschule in F im Herbst 1996, sondern erst am 11. Juni 1999 stellten. Wenn die BeschwerdefÃ¼hrerin vorbringt, sie habe ein solches Gesuch erst aufgrund des Berichts G vom 7. Januar 1999 einreichen kÃ¶nnen, so beruft sie sich der Sache nach auf ei­nen Revisionsgrund im Sinn von § 86a lit. b VRG, der mit der Gesuchseinreichung vom 11. Juni 1999 allerdings verspÃ¤tet geltend gemacht worden ist (§ 86b Abs. 2 VRG). Da jedoch die Vorinstanzen auf das Gesuch eingetreten sind und es sich in der Sache als unbe­grÃ¼ndet erweist, braucht diesen Fragen nicht weiter nachgegangen zu werden.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">4. Geht man von der Sachverhaltsdarstellung der BeschwerdefÃ¼hrerin aus, so zeigte D bereits vor dem Ãbertritt in die Oberstufe den Befund "einer schweren SprachstÃ¶rung IVG", welchen der Bericht G aufgrund der Untersuchung vom 11. Dezember 1998 festgehalten hat. Ungeachtet dieser SprachstÃ¶rung war jedoch D, wie das Zwischenzeugnis vom 13. April 1996 (act. --) mit einem Notendurchschnitt von 4,75 zeigt, offenkundig in der Lage, dem Unterricht in der Normalklasse zu folgen. Es fragt sich, ob unter diesen Um­stÃ¤nden die Zuweisung zu einer Sonderschule im Sinn der §§ 40 ff. SonderklassenR Ã¼ber­haupt in Betracht gefallen wÃ¤re.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">a) WÃ¤hrend § 12 Abs. 1 VolksschulG fÃ¼r die Zuweisung zu Sonderklassen voraus­setzt, dass ein Kind dem Unterricht in der Normalklasse nicht zu folgen vermag, enthÃ¤lt § 12 Abs. 2 VolksschulG fÃ¼r die Sonderschulung keine entsprechend restriktive Umschrei­bung der Voraussetzungen; der Sonderschule sind Kinder zuzuweisen, fÃ¼r die auch ein Unterricht in Sonderklassen nicht in Frage kommt. Entsprechend hÃ¤lt § 29 SonderklassenR allgemein fest, dass die Sonderschulung Kindern dienen soll, die in Normal- und Sonder­klassen sowie in KindergÃ¤rten nicht ihren MÃ¶glichkeiten entsprechend gefÃ¶rdert werden kÃ¶nnen. Zur Sonderschulung gehÃ¶ren StÃ¼tz- und FÃ¶rdermassnahmen, die laut § 48 Sonder­klassenR auch den Unterricht an der Normalklasse ergÃ¤nzen sollen; und auch fÃ¼r die Son­derschulen im Sinn von §§ 40 ff. SonderklassenR wird nicht durchwegs vorausgesetzt, dass die SchÃ¼ler der Normalklasse nicht folgen kÃ¶nnen. So soll gemÃ¤ss § 43 Abs. 1 Sonderklas­senR die Sonderschule fÃ¼r Sprachbehinderte Kindern dienen, deren Behinderung durch eine ambulante Behandlung nicht behoben werden kann.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Aufgrund dieser Bestimmungen, zu deren Auslegung auch die Richtlinien heranzu­ziehen sind, ergibt sich, dass ein Anspruch auf Sonderschulung nicht erst besteht, wenn ein Kind dem Unterricht in der Normalklasse nicht folgen kann, sondern bereits dann, wenn es aufgrund einer Behinderung in der Normalklasse nicht seinen (intellektuellen) FÃ¤higkeiten entsprechend gefÃ¶rdert werden kann. Allerdings beinhaltet der Anspruch auf Sonderschu­lung nicht zwingend einen solchen auf Zuweisung in eine Sonderschule, sondern gilt im­plizit der Grundsatz, dass ein Anspruch nur auf eine dem Grad der Behinderung angemes­sene Massnahme geht. BezÃ¼glich der Sprachbehinderungen ist dies in § 43 Abs. 1 Sonder­klassenR sogar ausdrÃ¼cklich festgehalten.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1"> Der Sohn der BeschwerdefÃ¼hrerin hÃ¤tte nach diesen GrundsÃ¤tzen nur dann einer Sonderschule zugewiesen werden mÃ¼ssen, wenn er trotz StÃ¼tz- und FÃ¶rdermassnahmen im Sinn von § 53 SonderklassenR, insbesondere durch eine (ambulante) Legastheniebehand­lung, in der Normalklasse nicht seinen (intellektuellen) FÃ¤higkeiten entsprechend hÃ¤tte gefÃ¶rdert werden kÃ¶nnen. Dies trifft indessen nicht zu, wie sich unter anderem auch auf­grund der Berichte G vom 7. Januar 1999 und 27. Januar 2000 ergibt. Laut G konnte D die seiner Begabung entsprechende Oberstufe nicht in der Normalklasse an seinem Wohnort besuchen, weil seine Sprachentwicklungsprobleme nicht erfasst und nicht therapiert worden waren (act. --). Jedoch hÃ¤tte die von G empfohlene Betreuung durch eine Legasthenietherapeutin im Rahmen des Privatschulbesu­ches in F bei entsprechender Diagnose auch als Legastheniebehandlung im Sinn von § 57 SonderklassenR ergÃ¤nzend zum Unterricht in der Normalklasse angeordnet werden kÃ¶n­nen. Zur guten Zusammenarbeit der Beteiligten, welche laut Bericht zum raschen Erfolg beigetragen hat (act. --), sind gemÃ¤ss § 62 SonderklassenR auch Lehrer, Therapeu­ten und AbklÃ¤rungsstellen an Ã¶ffentlichen Schulen verpflichtet. Dass die Privatschule dank kleineren Klassen eine individuellere Betreuung zu gewÃ¤hrleisten vermag, gilt allgemein und vermag fÃ¼r sich allein keine Sonderschulung in einer nicht als Sonderschule anerkann­ten Privatschule zu rechtfertigen (vgl. Richtlinien Ziff. 4.3.1). Dass die gebotene FÃ¶rderung von D auch an der Ã¶ffentlichen Schule hÃ¤tte gewÃ¤hrleistet werden kÃ¶nnen, anerkennt im Grund genommen auch die BeschwerdefÃ¼hrerin, wenn sie in Ziff. 38 der Beschwerde­schrift ausfÃ¼hren lÃ¤sst, die Eltern hÃ¤tten D nicht in die Privatschule in F geschickt, wenn die Legasthenie rechtzeitig erkannt worden wÃ¤re und alsdann eine Therapie an der Ã¶ffentli­chen Schule hÃ¤tte eingeleitet werden kÃ¶nnen. </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">b) Auch mit dem von der BeschwerdefÃ¼hrerin geltend gemachten Umstand, dass die Legasthenie von D bereits anlÃ¤sslich der AbklÃ¤rung durch die Schulpsychologin am 18. Juni 1996 hÃ¤tte erkannt werden mÃ¼ssen, lÃ¤sst sich die Notwendigkeit der Zuweisung zu einer Sonderschulung an einer Privatschule im Einzelfall nicht begrÃ¼nden. Bis zur AbklÃ¤­rung durch G erfolgte auch an der Privatschule in F keine entsprechende therapeuti­sche Betreuung, und nach diesem Zeitpunkt hÃ¤tte die Therapie als StÃ¼tz- und FÃ¶rdermass­nahme im Sinn von §§ 48 ff. SonderklassenR ergÃ¤nzend zum Unterricht in der Normal­klasse angeordnet werden kÃ¶nnen. Auch bei einer allfÃ¤lligen Reintegration in die Oberstufe der Volksschule wÃ¤re damit eine den FÃ¤higkeiten und der Behinderung von D entspre­chende Schulung gewÃ¤hrleistet gewesen. Ob bereits eine FÃ¶rderung im Rahmen des ISF-Unterrichts mÃ¶glich gewesen wÃ¤re, kann damit offen bleiben.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Sodann kÃ¶nnen der Schulpflege, der weder von der abklÃ¤renden Schulpsychologin noch von den Eltern ein Antrag auf Zuweisung zu einer Sonderschule gestellt worden ist, keinerlei VersÃ¤umnisse vorgeworfen werden. Selbst wenn man mit der BeschwerdefÃ¼hre­rin annehmen wollte, eine allenfalls ungenÃ¼gende AbklÃ¤rung durch den Schulpsychologi­schen Dienst wÃ¤re der Beschwerdegegnerin zuzurechnen, so kÃ¶nnte dies jedenfalls nicht zur beantragten nachtrÃ¤glichen Bewilligung einer Sonderschulung an einer privaten Schule im Einzelfall fÃ¼hren, nachdem der Grad der Behinderung des Kindes eine solche Mass­nahme in keinem Zeitpunkt gerechtfertigt hat. </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">c) Waren die Voraussetzungen zu einer nachtrÃ¤glichen Zuweisung zur Sonder­schulung an einer privaten Schule schon wÃ¤hrend der Dauer der Volksschulpflicht nicht erfÃ¼llt, so fehlt es von vornherein auch an den Voraussetzungen fÃ¼r die Ãbernahme von spÃ¤ter angefallenen oder noch zu erwartenden Schulungskosten. Die BeschwerdefÃ¼hrerin legt auch in keiner Weise dar, inwiefern die Praxis der Beschwerdegegnerin, (freiwillige) BeitrÃ¤ge fÃ¼r das Zehnte Schuljahr nur bei Besuch eines Jahreskurses an der Berufswahl­schule Z zu leisten (vgl. act. --), rechtsverletzend sein soll. </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">5. Wenn die BeschwerdefÃ¼hrerin beantragt, es seien nicht nur die Kosten der Schulung in F, sondern bis zum 18. Altersjahr von D auch diejenigen der Mittelschule in der Privatschule in Z zu Ã¼bernehmen, und diesen Anspruch letztlich damit begrÃ¼ndet, dass alle diese Kosten durch das unter Verletzung der Sorgfaltspflicht zustande gekommene falsche Gutachten des schulpsychologischen Dienstes verursacht worden seien, so macht sie der Sache nach einen Schadenersatzanspruch geltend. FÃ¼r die Beurteilung eines solchen Anspruchs ist jedoch nicht das Verwaltungsgericht, sondern sind gemÃ¤ss § 2 Abs. 1 VRG und § 19 Abs. 1 des Haftungsgesetzes vom 14. September 1969 die kantonalen Zivilge­richte zustÃ¤ndig.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">6. ...</p> <span><br/> </span> <p class="Einzug1">DemgemÃ¤ss entscheidet das Verwaltungsgericht:</p> <p class="Einzug2"> </p> <p class="Einzug2"> </p> <p class="Einzug2">1. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird.</p> <p class="Einzug2"> </p> <p class="Einzug2">2. ...</p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>