<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD HTML 4.01//EN"> <html> <head> <title>AGVE - Archiv</title> <meta charset="utf-8"/><meta content="charset=utf-8" http-equiv="CONTENT-TYPE"/> <meta content="Weblaw - www.weblaw.ch" name="Publisher"/> </head> <body> <div class="header"><span class="year">2014</span> <span class="title">Kantonale Steuern</span> <span class="page_no">83</span></div> <div class="page" id="S1"> <div role="main"><br/> <span class="ft1"><b>10</b></span> <span class="ft1"><b>§ 177 Abs. 3 lit. b StG</b></span><br/> <span class="ft1"><b>Einreichen einer Steuererklärung als verjährungsunterbrechende Hand-</b></span><br/> <span class="ft1"><b>lung</b></span><br/> <span class="ft3">Urteil des Verwaltungsgerichts, 2. Kammer, vom 26. Juni 2014 in Sachen</span><br/> <span class="ft3">KStA gegen A.X. und B.X. (WBE.2014.14).</span><br/> <span class="ft5"><i>Aus den Erwägungen</i></span><br/> <span class="ft7">1.</span><br/> <span class="ft7">Materiell ist umstritten, ob die Veranlagungsverjährung betref-</span><br/> <span class="ft7">fend die Kantons- und Gemeindesteuern 2005 gemäss § 177 StG ein-</span><br/> <span class="ft7">getreten ist. Die fünfjährige Verjährungsfrist für die Veranlagung der</span><br/> <span class="ft7">Kantons- und Gemeindesteuern 2005 begann am 1. Januar 2006 zu</span><br/> <span class="ft7">laufen und wäre ohne Unterbrechung am 31. Dezember 2010 abge-</span><br/> <span class="ft7">laufen. Die Veranlagung im vorliegenden Fall erfolgte erst am</span><br/> <span class="ft7">20. November 2012 und ist daher nur rechtzeitig, wenn zuvor die</span><br/> <span class="ft7">Verjährung unterbrochen wurde.</span><br/> <span class="ft7">1.1.</span><br/> <span class="ft7">Die Beschwerdeführerin sieht im vorbehaltlosen Einreichen der</span><br/> <span class="ft7">Steuererklärung eine die Verjährung unterbrechende Handlung, da so</span><br/> <span class="ft7">die Steuerforderung im Sinne von § 177 Abs. 3 lit. b StG ausdrück-</span><br/> <span class="ft7">lich anerkannt werde. Der von der Vorinstanz zitierte Entscheid des</span><br/> <span class="ft7">Verwaltungsgerichts vom 17. März 2010 (WBE.2009.198) betreffe</span><br/> <span class="ft7">einen mit dem hier zu beurteilenden nicht vergleichbaren Sachver-</span><br/> <span class="ft7">halt.</span><br/> <span class="ft7">Die Beschwerdegegner bestreiten die Unterbrechungswirkung</span><br/> <span class="ft7">der Einreichung einer Steuererklärung, da mit dem Einreichen der-</span><br/> <span class="ft7">selben keine betraglich fixierte Steuerforderung entstehe und somit</span><br/> <span class="ft7">auch nicht anerkannt werden könne. Das Einreichen an sich stelle</span><br/> <span class="ft7">keine ausdrückliche, sondern, wenn überhaupt, eine konkludente</span><br/> <span class="ft7">Anerkennung dar.</span><br/> <span class="ft7">1.2.</span><br/> <span class="ft7">Die Vorinstanz ist unter Berufung auf ein Urteil des Verwal-</span><br/> <span class="ft7">tungsgerichts vom 17. März 2010 (WBE.2009.198) zur Auffassung</span><br/></div> </div> <div class="header"><span class="year">2014</span> <span class="title">Obergericht, Abteilung Verwaltungsgericht</span> <span class="page_no">84</span></div> <div class="page" id="S2"> <div role="main"><br/> <span class="ft7">gelangt, in diesem Entscheid habe das Verwaltungsgericht die Einrei-</span><br/> <span class="ft7">chung einer Steuererklärung nicht als Anerkennungshandlung im</span><br/> <span class="ft7">Sinne von Art. 120 Abs. 3 lit. b DBG genügen lassen. Dementspre-</span><br/> <span class="ft7">chend sei auch hier im Rahmen der Anwendung von § 177 Abs. 3</span><br/> <span class="ft7">lit. b StG gleich zu entscheiden.</span><br/> <span class="ft7">1.2.1.</span><br/> <span class="ft7">Wie die Beschwerdeführerin zu Recht erkannt hat, wurde im</span><br/> <span class="ft7">angeführten Entscheid beurteilt, ob mit dem Einreichen der einmali-</span><br/> <span class="ft7">gen Übergangssteuererklärung 2001 für die ordentlich und perio-</span><br/> <span class="ft7">disch erhobene Einkommenssteuer zugleich eine Anerkennung für</span><br/> <span class="ft7">eine ausnahmsweise und nur unter besonderen Voraussetzungen ge-</span><br/> <span class="ft7">schuldete Sondersteuer einherging. Speziell war insbesondere, dass</span><br/> <span class="ft7">dazumal das Steuersystem von der zweijährigen Vergangenheitsbe-</span><br/> <span class="ft7">messung auf die einjährige Gegenwartsbemessung umgestellt wurde,</span><br/> <span class="ft7">wobei ordentliche Einkünfte in eine Bemessungslücke fielen und</span><br/> <span class="ft7">steuerfrei blieben. Das Verfahren war in dieser Periode darauf ausge-</span><br/> <span class="ft7">richtet, im Normalfall keine Steuerforderung entstehen zu lassen,</span><br/> <span class="ft7">was zur Folge hatte, dass auch keine Steuerforderung hätte anerkannt</span><br/> <span class="ft7">werden können. Nur die Deklaration von ausserordentlichen</span><br/> <span class="ft7">Einkünften hätte eine Sondersteuer auslösen können und eine Steuer-</span><br/> <span class="ft7">forderung nach sich gezogen, welche einer Anerkennung zugänglich</span><br/> <span class="ft7">gewesen wäre.</span><br/> <span class="ft7">Damit konnte das Einreichen einer Steuererklärung in dieser</span><br/> <span class="ft7">speziellen Ausnahmesituation lediglich für den Fall, dass ausseror-</span><br/> <span class="ft7">dentliche Einkünfte deklariert wurden, zu einer Anerkennung einer</span><br/> <span class="ft7">Steuerforderung führen. Die Deklaration von ordentlichen Einkünf-</span><br/> <span class="ft7">ten in der Übergangssteuererklärung war nicht geeignet, eine Steuer-</span><br/> <span class="ft7">forderung entstehen zu lassen. Aus diesem Grund geht auch der Ein-</span><br/> <span class="ft7">wand der Beschwerdegegner fehl, wonach eine unterschiedliche</span><br/> <span class="ft7">Qualifikation einer Erklärung Steuerpflichtiger nach der Natur des</span><br/> <span class="ft7">Steuerobjekts nicht gerechtfertigt sei. In der besonderen Konstella-</span><br/> <span class="ft7">tion des zitierten Entscheids musste zwingend eine unterschiedliche</span><br/> <span class="ft7">Qualifikation vorgenommen werden, da dort ausnahmsweise ordent-</span><br/> <span class="ft7">liche Einkünfte zu keiner Steuerforderung führen konnten. Im vorlie-</span><br/> <span class="ft7">genden Fall führen jedoch ordentliche Einkünfte zu einer Steuer-</span><br/> <span class="ft7">forderung. Die unterschiedliche Qualifikation wird denn auch nicht</span><br/></div> </div> <div class="header"><span class="year">2014</span> <span class="title">Kantonale Steuern</span> <span class="page_no">85</span></div> <div class="page" id="S3"> <div role="main"><br/> <span class="ft7">aufgrund einer unterschiedlichen Natur des Steuerobjekts vorgenom-</span><br/> <span class="ft7">men, sondern ausschliesslich aufgrund der unterschiedlichen Folgen</span><br/> <span class="ft7">des Deklarationsverhaltens im Falle einer Bemessungslücke.</span><br/> <span class="ft7">Der aktuelle Fall und der von der Vorinstanz zitierte Entscheid</span><br/> <span class="ft7">unterscheiden sich somit erheblich. Wie die Beschwerdeführerin zu</span><br/> <span class="ft7">Recht geltend macht, kann daher der zitierte Entscheid nicht ohne</span><br/> <span class="ft7">weiteres für die Entscheidfindung des vorliegenden Falls herangezo-</span><br/> <span class="ft7">gen werden.</span><br/> <span class="ft7">1.2.2.</span><br/> <span class="ft7">Genau betrachtet, ist für den vorliegenden Fall nur Erwägung</span><br/> <span class="ft7">3.2. des zitierten Entscheids relevant, wo das Gericht allgemein fest-</span><br/> <span class="ft7">hält, dass unter früherem Recht neben ausdrücklichen auch konklu-</span><br/> <span class="ft7">dente Handlungen, wie das Einreichen der Steuererklärung, als Aner-</span><br/> <span class="ft7">kennung in Betracht gekommen seien, während gemäss heutiger Re-</span><br/> <span class="ft7">gelung ausschliesslich eine ausdrückliche Handlung die Verjährung</span><br/> <span class="ft7">unterbrechen könne. Demnach hätte damals das Verwaltungsgericht</span><br/> <span class="ft7">es im zitierten Entscheid jedoch bei der Feststellung belassen kön-</span><br/> <span class="ft7">nen, wonach das Einreichen der Steuererklärung den Lauf der Ver-</span><br/> <span class="ft7">jährung nicht unterbreche und die Beschwerde gutheissen können. Es</span><br/> <span class="ft7">prüfte dennoch, ob die von den Beschwerdeführern in der Steuer-</span><br/> <span class="ft7">erklärung aufgeführten Bemerkungen eine ausdrückliche Anerken-</span><br/> <span class="ft7">nung darstellten. Daraus wird ersichtlich, dass das Gericht nicht von</span><br/> <span class="ft7">vornherein ausschliessen wollte, dass dem Einreichen einer Steuer-</span><br/> <span class="ft7">erklärung unter gewissen Umständen verjährungsunterbrechende</span><br/> <span class="ft7">Wirkung zukommen kann.</span><br/> <span class="ft7">2.</span><br/> <span class="ft7">Zu prüfen ist daher, ob die Beschwerdeführerin bei richtiger</span><br/> <span class="ft7">Auslegung von Art. 177 Abs. 3 lit. b StG etwas für ihren Standpunkt</span><br/> <span class="ft7">ableiten kann.</span><br/> <span class="ft7">2.1.</span><br/> <span class="ft7">Das Recht, eine Steuer zu veranlagen, verjährt - abgesehen von</span><br/> <span class="ft7">hier nicht zutreffenden Ausnahmen - fünf Jahre nach Ablauf der</span><br/> <span class="ft7">Steuerperiode (Veranlagungsverjährung, § 177 Abs. 1 StG). Die Ver-</span><br/> <span class="ft7">jährung beginnt nicht oder steht still insbesondere während eines</span><br/> <span class="ft7">Einsprache-, Rekurs-, Beschwerde- oder Revisionsverfahrens (§ 177</span><br/> <span class="ft7">Abs. 2 lit. a StG). Der Lauf der Verjährungsfrist kann unterbrochen</span><br/></div> </div> <div class="header"><span class="year">2014</span> <span class="title">Obergericht, Abteilung Verwaltungsgericht</span> <span class="page_no">86</span></div> <div class="page" id="S4"> <div role="main"><br/> <span class="ft7">werden und die Verjährung beginnt neu u.a. mit jeder auf Feststel-</span><br/> <span class="ft7">lung oder Geltendmachung der Steuerforderung gerichteten Amts-</span><br/> <span class="ft7">handlung, die einer steuerpflichtigen oder einer mithaftenden Person</span><br/> <span class="ft7">zur Kenntnis gebracht wird (§ 177 Abs. 3 lit. a StG) sowie mit der</span><br/> <span class="ft7">ausdrücklichen Anerkennung der Steuerforderung durch die steuer-</span><br/> <span class="ft7">pflichtige Person (§ 177 Abs. 3 lit. b StG). Die absolute Verjährung</span><br/> <span class="ft7">beträgt 15 Jahre (§ 177 Abs. 4 StG).</span><br/> <span class="ft7">2.2.</span><br/> <span class="ft7">Ausgangspunkt jeder Auslegung bildet der Wortlaut der Bestim-</span><br/> <span class="ft7">mung. Ist der Text nicht ganz klar und sind verschiedene Auslegun-</span><br/> <span class="ft7">gen möglich, so muss nach der wahren Tragweite gesucht werden</span><br/> <span class="ft7">unter Berücksichtigung aller Auslegungselemente. Abzustellen ist</span><br/> <span class="ft7">namentlich auf die Entstehungsgeschichte der Norm und ihren</span><br/> <span class="ft7">Zweck sowie auf die Bedeutung, die der Norm im Kontext mit ande-</span><br/> <span class="ft7">ren Bestimmungen zukommt. Das Bundesgericht hat sich bei der</span><br/> <span class="ft7">Auslegung von Erlassen stets von einem Methodenpluralismus leiten</span><br/> <span class="ft7">lassen und hat nur dann allein auf den Wortlaut abgestellt, wenn sich</span><br/> <span class="ft7">daraus zweifelsfrei die sachlich richtige Lösung ergibt. Sind mehrere</span><br/> <span class="ft7">Interpretationen denkbar, soll jene gewählt werden, welche die</span><br/> <span class="ft7">verfassungsrechtlichen Vorgaben am besten berücksichtigt (BGE 135</span><br/> <span class="ft7">II 416 Erw. 2.2 mit weiteren Hinweisen).</span><br/> <span class="ft7">2.2.1.</span><br/> <span class="ft7">Gemäss § 177 Abs. 3 lit. b StG beginnt die Verjährung mit jeder</span><br/> <span class="ft7">ausdrücklichen Anerkennung der Steuerforderung durch den Steuer-</span><br/> <span class="ft7">pflichtigen neu. Der Begriff der Anerkennung findet sich in Art. 135</span><br/> <span class="ft7">Ziff. 1 OR). Die Anerkennung ist eine Erklärung oder Handlung des</span><br/> <span class="ft7">Schuldners bzw. des von ihm ermächtigten Vertreters, mit der gegen-</span><br/> <span class="ft7">über dem Gläubiger das Bewusstsein zum Ausdruck gebracht wird,</span><br/> <span class="ft7">dass gegenüber dem Gläubiger eine bestimmte rechtliche Leistungs-</span><br/> <span class="ft7">pflicht besteht. Eine wirksame Anerkennung setzt u.a. das Verpflich-</span><br/> <span class="ft7">tungsbewusstsein des Schuldners, Bestimmtheit und Kenntnisnahme</span><br/> <span class="ft7">der Anerkennung voraus. Unter Anerkennung kann nur ein solches</span><br/> <span class="ft7">Verhalten verstanden werden, das klar und unzweideutig in einer er-</span><br/> <span class="ft7">kennbaren Weise das Bewusstsein von der Existenz der Schuld be-</span><br/> <span class="ft7">zeugt (vgl. zum Ganzen: S</span><span class="ft3">TEPHEN</span> <span class="ft7">V.</span> <span class="ft7">B</span><span class="ft3">ERTI</span><span class="ft7">, in: Zürcher Kommentar,</span><br/> <span class="ft7">Obligationenrecht, Teilband V1h: Das Erlöschen der Obligationen,</span><br/></div> </div> <div class="header"><span class="year">2014</span> <span class="title">Kantonale Steuern</span> <span class="page_no">87</span></div> <div class="page" id="S5"> <div role="main"><br/> <span class="ft7">Art. 127 - 142 OR, 3. Aufl., Zürich 2002, Art. 135 Rz. 11 ff. mit Hin-</span><br/> <span class="ft7">weisen; vgl. auch BGE 134 III 591 Erw. 5.2.1). Eine Anerkennungs-</span><br/> <span class="ft7">handlung nach Art. 135 Ziff. 1 OR setzt keinen auf Unterbrechung</span><br/> <span class="ft7">der Verjährung gerichteten Willen voraus. Als Anerkennung mit Un-</span><br/> <span class="ft7">terbrechungswirkung gilt jedes Verhalten des Schuldners, das vom</span><br/> <span class="ft7">Gläubiger nach Treu und Glauben im Verkehr als Bestätigung seiner</span><br/> <span class="ft7">rechtlichen Verpflichtung aufgefasst werden darf <a href="http://relevancy.bger.ch/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=1&amp;from_date=&amp;to_date=&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=Anerkennung+135&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F119-II-368%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page368">(BGE 119 II 368</a></span><br/> <span class="ft7">Erw. 7b; BGE <a href="http://relevancy.bger.ch/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=1&amp;from_date=&amp;to_date=&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=Anerkennung+135&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F110-II-176%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page176">110 II 176</a> Erw. 3).</span><br/> <span class="ft7">2.2.2.</span><br/> <span class="ft7">Im Unterschied zu Art. 135 OR, der generell von der "Anerken-</span><br/> <span class="ft7">nung der Forderung von seiten des Schuldners" spricht, verlangt</span><br/> <span class="ft7">§ 177 Abs. 3 lit. b StG, der von Art. 120 Abs. 3 lit. b DBG inspiriert</span><br/> <span class="ft7">ist (vgl. Botschaft des Regierungsrates des Kantons Aargau an den</span><br/> <span class="ft7">Grossen Rat vom 21. Mai 1997 zur Totalrevision des aargauischen</span><br/> <span class="ft7">Steuergesetzes, Bericht und Entwurf zur 1. Beratung, S. 115) und</span><br/> <span class="ft7">sich im Wortlaut weitgehend an diese Vorschrift anlehnt, für die Un-</span><br/> <span class="ft7">terbrechung der Verjährung eine "ausdrückliche Anerkennung der</span><br/> <span class="ft7">Steuerforderung". Daraus wird in der Lehre zum Teil geschlossen,</span><br/> <span class="ft7">konkludente Anerkennungshandlungen zeitigten bei der Kantons-</span><br/> <span class="ft7">und Gemeindesteuer sowie bei der direkten Bundessteuer keine</span><br/> <span class="ft7">Unterbrechungswirkung (so M</span><span class="ft3">ARKUS</span> <span class="ft7">B</span><span class="ft3">INDER</span><span class="ft7">, Die Verjährung im</span><br/> <span class="ft7">schweizerischen Steuerrecht, Dissertation Zürich 1985, § 11 VI.B.3.</span><br/> <span class="ft7">S. 283; ebenso für § 177 Abs. 3 lit. b StG - mit unzutreffender Beru-</span><br/> <span class="ft7">fung auf einen Entscheid des Verwaltungsgerichts aus dem Jahr 1970</span><br/> <span class="ft7">[AGVE 1970, 209, wo das Verwaltungsgericht auf einen Entscheid</span><br/> <span class="ft7">des Bundesgerichts Bezug nimmt, in dem dieses ausdrücklich die</span><br/> <span class="ft7">Möglichkeit einer konkludenten Anerkennung anerkennt] - D</span><span class="ft3">IETER</span><br/> <span class="ft7">E</span><span class="ft3">GLOFF</span><span class="ft7">, in: M</span><span class="ft3">ARIANNE</span> <span class="ft7">K</span><span class="ft3">LÖTI</span><span class="ft8">-W</span><span class="ft3">EBER</span><span class="ft7">/D</span><span class="ft3">AVE</span> <span class="ft7">S</span><span class="ft3">IEGRIST</span><span class="ft7">/D</span><span class="ft3">IETER</span><br/> <span class="ft7">W</span><span class="ft3">EBER</span><span class="ft7">, Kommentar zum Aargauischen Steuergesetz, 3. Aufl., Muri</span><br/> <span class="ft7">2009, [Kommentar StG] § 177 N 38).</span><br/> <span class="ft7">2.2.3.</span><br/> <span class="ft7">Dieser Auffassung kann mit Blick auf die weiteren Auslegungs-</span><br/> <span class="ft7">methoden (systematische, teleologische und historische Auslegung)</span><br/> <span class="ft7">nicht gefolgt werden: Zum einen enthalten verschiedene andere Bun-</span><br/> <span class="ft7">desgesetze Bestimmungen, wonach die Verjährung durch Anerken-</span><br/> <span class="ft7">nungshandlungen unterbrochen wird (vgl. die Zusammenstellung bei</span><br/></div> </div> <div class="header"><span class="year">2014</span> <span class="title">Obergericht, Abteilung Verwaltungsgericht</span> <span class="page_no">88</span></div> <div class="page" id="S6"> <div role="main"><br/> <span class="ft7">T</span><span class="ft3">HOMAS</span> <span class="ft7">M</span><span class="ft3">EIER</span><span class="ft7">, Verjährung und Verwirkung öffentlich-rechtlicher</span><br/> <span class="ft7">Forderungen, Fribourg 2013, S. 215, der neben der Regel des DBG</span><br/> <span class="ft7">Normen aus weiteren sechs Bundesgesetzen auflistet). Alle diese</span><br/> <span class="ft7">Bestimmungen machen die Unterbrechungswirkung nicht von einer</span><br/> <span class="ft7">ausdrücklichen Anerkennung abhängig. Ebenso wird in der allgemei-</span><br/> <span class="ft7">nen Bestimmung des kantonalen Rechts zur Verjährung öffentlich-</span><br/> <span class="ft7">rechtlicher Forderungen (§ 5 Abs. 3 lit. c VRPG) für die Unterbre-</span><br/> <span class="ft7">chung der Verjährung lediglich die Anerkennung, nicht hingegen</span><br/> <span class="ft7">eine ausdrückliche Anerkennung verlangt. Angesichts dessen be-</span><br/> <span class="ft7">dürfte es starker Indizien dafür, dass und warum der Gesetzgeber</span><br/> <span class="ft7">beim Erlass von Art. 120 Abs. 3 lit. b DGB sowie § 177 Abs. 3 lit. b</span><br/> <span class="ft7">StG nur die ausdrückliche Anerkennung hätte genügen und damit</span><br/> <span class="ft7">konkludente Anerkennungshandlungen als verjährungsunterbre-</span><br/> <span class="ft7">chende Tatbestände ausschliessen wollen. Hinweise auf einen ent-</span><br/> <span class="ft7">sprechenden Willen des Gesetzgebers und allfällige unterliegende</span><br/> <span class="ft7">Motive sind indessen den Materialien zum DBG (vgl. Botschaft des</span><br/> <span class="ft7">Bundesrats zu Bundesgesetzen über die Harmonisierung der direkten</span><br/> <span class="ft7">Steuern der Kantone und Gemeinden sowie über die direkte Bundes-</span><br/> <span class="ft7">steuer, BBl 1983 III 1 ff, 207) nicht zu entnehmen und auch in den</span><br/> <span class="ft7">Materialien zum StG fehlen entsprechende Anhaltspunkte (vgl. Bot-</span><br/> <span class="ft7">schaft des Regierungsrates des Kantons Aargau an den Grossen Rat</span><br/> <span class="ft7">vom 21. Mai 1997 zur Totalrevision des aargauischen Steuergesetzes,</span><br/> <span class="ft7">Bericht und Entwurf zur 1. Beratung, S. 115). Unter diesen Umstän-</span><br/> <span class="ft7">den müssen auch konkludente Anerkennungshandlungen, d.h. jedes</span><br/> <span class="ft7">Verhalten, das nach Treu und Glauben als Bestätigung der rechtli-</span><br/> <span class="ft7">chen schuldnerischen Verpflichtung aufgefasst werden kann, unter</span><br/> <span class="ft7">den Begriff der ausdrücklichen Anerkennung gemäss § 177 Abs. 3</span><br/> <span class="ft7">lit. b StG subsumiert werden (so auch die generelle Aussage für das</span><br/> <span class="ft7">Steuerrecht bei M</span><span class="ft3">ICHAEL</span> <span class="ft7">B</span><span class="ft3">EUSCH</span><span class="ft7">, Der Untergang der Steuerforde-</span><br/> <span class="ft7">rung, Zürich, 2012, S. 298 mit Hinweisen [FN 2454]).</span><br/> <span class="ft7">Das Einreichen der Steuererklärung ist, wie die Beschwerde-</span><br/> <span class="ft7">gegner selber ausführen, eine konkludente Anerkennungshandlung</span><br/> <span class="ft7">und nach dem Gesagten geeignet, die Verjährung zu unterbrechen.</span><br/> <span class="ft7">2.2.4.</span><br/> <span class="ft7">Die Beschwerdeführerin wirft zu Recht die Frage auf, welche</span><br/> <span class="ft7">Handlungen der Steuerpflichtigen denn noch als ausdrückliche Aner-</span><br/></div> </div> <div class="header"><span class="year">2014</span> <span class="title">Kantonale Steuern</span> <span class="page_no">89</span></div> <div class="page" id="S7"> <div role="main"><br/> <span class="ft7">kennung einer Steuerforderung zu qualifizieren seien, wenn das</span><br/> <span class="ft7">vorbehaltlose Einreichen der Steuererklärung dazu nicht ausreiche.</span><br/> <span class="ft7">Übrig blieben wohl ausschliesslich schriftliche oder mündliche</span><br/> <span class="ft7">Äusserungen von Steuerpflichtigen gegenüber der Steuerbehörde mit</span><br/> <span class="ft7">dem Wortlaut, sie würden "die Steuerforderung anerkennen". Der</span><br/> <span class="ft7">Anwendungsbereich von § 177 Abs. 3 lit. b StG wäre damit aber im</span><br/> <span class="ft7">Wesentlichen auf theoretische Fälle beschränkt, macht es doch für ei-</span><br/> <span class="ft7">nen Steuerpflichtigen keinen Sinn, die Steuerforderung ausdrücklich</span><br/> <span class="ft7">anzuerkennen, wenn das Einreichen der Steuererklärung bereits eine</span><br/> <span class="ft7">(mindestens konkludente) Anerkennungshandlung darstellt. Mit der</span><br/> <span class="ft7">Abgabe der Steuererklärung hat der Steuerpflichtige seine Verfah-</span><br/> <span class="ft7">renspflichten vorläufig erfüllt und der Steuerbehörde einen Antrag</span><br/> <span class="ft7">auf Veranlagung gestellt. Er muss daher erst wieder reagieren, wenn</span><br/> <span class="ft7">die Steuerbehörde ihn dazu auffordert, beispielsweise wenn er ver-</span><br/> <span class="ft7">gessen hat, die Steuererklärung zu unterzeichnen. Die entsprechende</span><br/> <span class="ft7">Aufforderung der Steuerbehörde ist im Übrigen verjährungsunter-</span><br/> <span class="ft7">brechend (D</span><span class="ft3">IETER</span> <span class="ft7">E</span><span class="ft3">GLOFF</span><span class="ft7">, Kommentar StG, § 177 Rz. 32). Es be-</span><br/> <span class="ft7">steht somit für die steuerpflichtige Person keine Veranlassung, die</span><br/> <span class="ft7">Steuerforderung, nachdem sie diese bereits mittels Einreichung der</span><br/> <span class="ft7">Steuererklärung (mindestens konkludent) anerkannt hat, zusätzlich</span><br/> <span class="ft7">separat nochmals anzuerkennen. Anders verhält es sich lediglich hin-</span><br/> <span class="ft7">sichtlich der Bezugsverjährung: So ist im Einreichen eines Erlassge-</span><br/> <span class="ft7">suchs (auch) eine Anerkennung der bereits rechtskräftig veranlagten</span><br/> <span class="ft7">Steuer zu erblicken (vgl. dazu M</span><span class="ft3">ARTIN</span> <span class="ft7">Z</span><span class="ft3">WEIFEL</span><span class="ft7">/H</span><span class="ft3">UGO</span> <span class="ft7">C</span><span class="ft3">ASANOVA</span><span class="ft7">,</span><br/> <span class="ft7">Schweizerische Steuerverfahrensrecht Direkte Steuern, Zürich 2008,</span><br/> <span class="ft7">S. 250 FN 855). Neben dem Einreichen der Steuererklärung ist kein</span><br/> <span class="ft7">vernünftiger Anwendungsfall ersichtlich, welcher als ausdrückliche,</span><br/> <span class="ft7">verjährungsunterbrechende Forderungsanerkennung gemäss § 177</span><br/> <span class="ft7">Abs. 3 lit. b StG zu qualifizieren wäre. Der in der Steuererklärung</span><br/> <span class="ft7">enthaltene Antrag auf Veranlagung gemäss den deklarierten Faktoren</span><br/> <span class="ft7">stellt somit eine Anerkennung der auf Selbstdeklaration fussenden</span><br/> <span class="ft7">und bereits im Einreichungszeitpunkt umrissenen Steuerforderung</span><br/> <span class="ft7">dar.</span><br/> <span class="ft7">2.2.5.</span><br/> <span class="ft7">Für die Qualifizierung der Steuererklärung als ausdrückliche</span><br/> <span class="ft7">Anerkennung der Steuerforderung spricht auch die rechtliche Bedeu-</span><br/></div> </div> <div class="header"><span class="year">2014</span> <span class="title">Obergericht, Abteilung Verwaltungsgericht</span> <span class="page_no">90</span></div> <div class="page" id="S8"> <div role="main"><br/> <span class="ft7">tung der Steuererklärung und ihrer Einreichung, welche zweifacher</span><br/> <span class="ft7">Natur ist. Sie ist Wissens- und Willenserklärung und stellt einen</span><br/> <span class="ft7">integrierenden Bestandteil des Veranlagungsverfahrens dar. Die</span><br/> <span class="ft7">Steuererklärung bildet eine Form der persönlichen Teilnahme am</span><br/> <span class="ft7">Veranlagungsverfahren (E</span><span class="ft3">RNST</span> <span class="ft7">B</span><span class="ft3">LUMENSTEIN</span><span class="ft7">/P</span><span class="ft3">ETER</span> <span class="ft7">L</span><span class="ft3">OCHER</span><span class="ft7">, Sys-</span><br/> <span class="ft7">tem des schweizerischen Steuerrechts, 6. Aufl., Zürich 2002, S. 413).</span><br/> <span class="ft7">Mit der Steuererklärung beantragt die steuerpflichtige Person die</span><br/> <span class="ft7">Steuerfaktoren entsprechend der Selbstdeklaration festzusetzen</span><br/> <span class="ft7">(M</span><span class="ft3">ARTIN</span> <span class="ft7">S</span><span class="ft3">CHADE</span><span class="ft7">, Kommentar StG, § 180 Rz. 13).</span><br/> <span class="ft7">2.2.6.</span><br/> <span class="ft7">Die Beschwerdegegner reichten ihre Steuererklärung ohne Vor-</span><br/> <span class="ft7">behalt ein und beantragten damit, gestützt auf die von ihnen dekla-</span><br/> <span class="ft7">rierten Steuerfaktoren veranlagt zu werden (Wissens- und Willens-</span><br/> <span class="ft7">erklärung). Mit dem Einreichen der unterzeichneten Steuererklärung</span><br/> <span class="ft7">wird gegenüber der Steuerverwaltung das Bewusstsein zum Aus-</span><br/> <span class="ft7">druck gebracht, dass eine bestimmte rechtliche Leistungspflicht be-</span><br/> <span class="ft7">steht. Durch das eigenhändige Unterzeichnen bezeugt der Steuer-</span><br/> <span class="ft7">pflichtige, die Steuererklärung wahrheitsgemäss und vollständig</span><br/> <span class="ft7">ausgefüllt zu haben und stellt gleichzeitig den Antrag, gemäss diesen</span><br/> <span class="ft7">Angaben veranlagt zu werden. Das Erfordernis der Schriftlichkeit</span><br/> <span class="ft7">unterstreicht einerseits die Bedeutung des Deklarationsverfahrens</span><br/> <span class="ft7">und andererseits liegt damit eine explizite Erklärung des Steuer-</span><br/> <span class="ft7">pflichtigen vor. Diese ausdrückliche Erklärung erstreckt sich auf die</span><br/> <span class="ft7">Angaben in der Steuererklärung sowie auf die bereits mit der Einrei-</span><br/> <span class="ft7">chung der Steuererklärung konkretisierte Steuerforderung. Damit ist</span><br/> <span class="ft7">das Einreichen der Steuererklärung als verjährungsunterbrechende</span><br/> <span class="ft7">ausdrückliche Anerkennung einer Steuerforderung im Sinne von</span><br/> <span class="ft7">§ 177 Abs. 3 lit. b StG zu qualifizieren.</span><br/> <span class="ft7">2.2.7.</span><br/> <span class="ft7">Entgegen den Ausführungen der Beschwerdegegner ist es für</span><br/> <span class="ft7">eine verjährungsunterbrechende Anerkennung durch den Steuer-</span><br/> <span class="ft7">pflichtigen nicht notwendig, dass der Steuerbetrag, respektive die</span><br/> <span class="ft7">Steuerforderung bereits feststehen. Der steuerbegründende Tatbe-</span><br/> <span class="ft7">stand muss bloss im Wesentlichen umrissen sein - der Steuerpflich-</span><br/> <span class="ft7">tige muss wissen, worum es geht - und die Steuer braucht noch nicht</span><br/> <span class="ft7">einmal ziffernmässig festgelegt zu sein (M</span><span class="ft3">ICHAEL</span> <span class="ft7">B</span><span class="ft3">EUSCH</span><span class="ft7">, in:</span><br/></div> </div> <div class="header"><span class="year">2014</span> <span class="title">Kantonale Steuern</span> <span class="page_no">91</span></div> <div class="page" id="S9"> <div role="main"><br/> <span class="ft7">M</span><span class="ft3">ARTIN</span> <span class="ft7">Z</span><span class="ft3">WEIFEL</span><span class="ft7">,</span> <span class="ft7">P</span><span class="ft3">ETER</span> <span class="ft7">A</span><span class="ft3">THANAS</span> <span class="ft7">[Hrsg], Kommentar zum</span><br/> <span class="ft7">Schweizerischen Steuerrecht, I/2b, 2. Auflage, Basel 2008, Art. 120</span><br/> <span class="ft7">DBG N 47, mit Hinweis auf BGE 126 II 1). Der mit dem Einreichen</span><br/> <span class="ft7">der Steuererklärung einhergehende Antrag der Beschwerdegegner</span><br/> <span class="ft7">auf Veranlagung gemäss den deklarierten Faktoren bestimmt nun</span><br/> <span class="ft7">aber bereits den mutmasslich zu bezahlenden Steuerbetrag, zumal</span><br/> <span class="ft7">das Steueramt im Internet einen Steuerrechner anbietet und in der</span><br/> <span class="ft7">Wegleitung zur Steuererklärung Auszüge aus dem Steuertarif ab-</span><br/> <span class="ft7">druckt, wodurch der Steuerpflichtige in der Lage ist, die zu bezah-</span><br/> <span class="ft7">lende Steuer zu berechnen. Ausserdem ist sich die Lehre einig, dass</span><br/> <span class="ft7">das Einreichen der Steuererklärung zumindest eine konkludente</span><br/> <span class="ft7">Anerkennung der Steuerforderung beinhaltet (M</span><span class="ft3">ARKUS</span> <span class="ft7">B</span><span class="ft3">INDER</span><span class="ft7">,</span><br/> <span class="ft7">a.a.O., § 11 VI.B.2, S. 282 f.; D</span><span class="ft3">IETER</span> <span class="ft7">E</span><span class="ft3">GLOFF</span><span class="ft7">, Kommentar StG,</span><br/> <span class="ft7">§ 177 Rz. 38). Damit ist auch der Einwand der Beschwerdeführer, es</span><br/> <span class="ft7">entstehe mit dem Einreichen der Steuererklärung gar keine Steuerfor-</span><br/> <span class="ft7">derung, nicht stichhaltig.</span><br/> <span class="ft7">2.2.8.</span><br/> <span class="ft7">Im Ergebnis unterbrachen die Beschwerdegegner wie dargelegt</span><br/> <span class="ft7">mit dem Einreichen der Steuererklärung am 20. Februar 2007 die</span><br/> <span class="ft7">Veranlagungsverjährung ein erstes Mal, wodurch der Ablauf der Ver-</span><br/> <span class="ft7">jährung auf den 20. Februar 2012 zu liegen kam. Das Gemein-</span><br/> <span class="ft7">desteueramt unterbrach sodann die laufende Verjährung mit Schrei-</span><br/> <span class="ft7">ben vom 8. Dezember 2011 an die Beschwerdegegner, respektive de-</span><br/> <span class="ft7">ren Vertreterin, womit die relative Verjährungsfrist von fünf Jahren</span><br/> <span class="ft7">wiederum neu zu laufen begann. Dieses Schreiben ist, wie die Be-</span><br/> <span class="ft7">schwerdegegner selber ausführen, zur Unterbrechung der Verjährung</span><br/> <span class="ft7">geeignet, sodass sich weitere Ausführungen dazu erübrigen. Die Be-</span><br/> <span class="ft7">schwerde ist demnach gutzuheissen und der angefochtene Entscheid</span><br/> <span class="ft7">aufzuheben.</span><br/></div> </div> </body> </html>