Eine gegen dieses Urteil erhobene Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten hat das Bundesgericht am 2. Mai 2016 abgewiesen (9C_664/2016). 200 14 909 IV SCP/PRN/SEE Verwaltungsgericht des Kantons Bern Sozialversicherungsrechtliche Abteilung Urteil vom 15. Juli 2015 Verwaltungsrichter Schütz, Kammerpräsident Verwaltungsrichter Loosli, Verwaltungsrichter Ackermann Gerichtsschreiberin Prunner A.________ vertreten durch Fürsprecher B.________ Beschwerdeführer gegen IV-Stelle Bern Scheibenstrasse 70, Postfach, 3001 Bern Beschwerdegegnerin und Pensionskasse des Bundes PUBLICA Eigerstrasse 57, Postfach, 3000 Bern 23 Beigeladene betreffend Verfügung vom 25. August 2014 Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 15. Juli 2015, IV/14/909, Seite 2 Sachverhalt: A. Der 1960 geborene A.________ (Versicherter bzw. Beschwerdeführer) meldete sich am 6. August 2004 bei der IV-Stelle Bern (IVB bzw. Be- schwerdegegnerin) zum Leistungsbezug an (Akten der IVB, Antwortbeilage [AB] 2). Nach Einholung diverser medizinischer und erwerblicher Unterla- gen - insbesondere eines Berichts von Dr. med. C.________, Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie FMH, Regionaler Ärztlicher Dienst (RAD), vom 12. April 2005 (AB 19 f.) - und Gewährung beruflicher Einglie- derungsmassnahmen (AB 21) verfügte die IVB am 6. Juli 2005 die Zuspra- che einer ganzen Invalidenrente ab 1. August 2005 (AB 27). Mit Verfügung vom 10. Januar 2006 wies die IVB das Leistungsbegehren betreffend be- rufliche Massnahmen ab (AB 32). Mit Mitteilungen vom 6. Dezember 2007 (AB 37) und 27. April 2009 (AB 42) wurde der Anspruch auf die bisherige ganze Rente revisionsweise bestätigt. B. Im Rahmen einer Revision von Amtes wegen machte der Versicherte am 18. Januar 2013 eine Verschlechterung des Gesundheitszustandes gel- tend. Seit dem Frühling 2012 leide er unter psychosomatischen Beschwer- den (AB 46). Daraufhin holte die IVB unter anderem ein psychiatrisch- psychotherapeutisches Gutachten von Dr. med. D.________, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie FMH, vom 4. Januar 2013 (recte: 2014; AB 75.1) ein. Mit Vorbescheid vom 19. März 2014 stellte die IVB die Auf- hebung der Rente auf Ende des der Zustellung der Verfügung folgenden Monates in Aussicht (AB 76). Auf den hiergegen erhobenen Einwand (AB 79) hin holte die IVB eine Stellungnahme des RAD vom 9. Mai 2014 (AB 82) ein und bestätigte mit Verfügung vom 25. August 2014 - bei einem Invaliditätsgrad von 25% - die Aufhebung der Rente per 30. September 2014 (AB 86).Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 15. Juli 2015, IV/14/909, Seite 3 C. Hiergegen erhob der Versicherte, vertreten durch Fürsprecher B.________, mit Eingabe vom 25. September 2014 beim Verwaltungsgericht des Kan- tons Bern Beschwerde und stellte folgende Rechtsbegehren: 1. Die Verfügung der IV-Stelle Bern vom 25. August 2014 sei aufzuheben. 2. Es sei dem Beschwerdeführer weiterhin eine ganze Invalidenrente zuzuspre- chen. Eventualiter sei die Sache zur neuen Beurteilung an die Vorinstanz zurückzu- weisen und es seien weitere medizinische Untersuchungen vorzunehmen. 3. Es sei der Beschwerde aufschiebende Wirkung zu erteilen. - Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen - Zur Begründung liess er im Wesentlichen vorbringen, auf das Gutachten von Dr. med. D.________ vom 4. Januar 2014 könne nicht abgestellt wer- den. Der Beschwerdeführer sei sowohl in seinem angestammten Beruf als auch in einer anderen Tätigkeit nicht arbeits- bzw. erwerbsfähig. Weiter sei das Validen- und auch das Invalideneinkommen falsch berechnet worden. Es sei von einem Invaliditätsgrad von mindestens 70% auszugehen. In der prozessleitenden Verfügung vom 30. September 2014 wies der In- struktionsrichter den Antrag auf Erlass vorsorglicher Massnahmen (Weiter- ausrichtung der Rentenleistungen während bzw. bis zum rechtskräftigen Abschluss des Rechtsstreites) ab. Mit Beschwerdeantwort vom 6. November 2014 beantragte die IVB die Ab- weisung der Beschwerde. Am 13. November 2014 lud der Instruktionsrichter im Rahmen von weiteren Abklärungen betreffend das Valideneinkommen die Pensionskasse des Bundes PUBLICA zum Verfahren bei. Auf Aufforderung des Instruktionsrichters reichte die ehemalige Arbeitgebe- rin des Beschwerdeführers mit Eingabe vom 22. Januar 2015 weitere Un- terlagen zu den Akten. Auf die in der Folge gegebene Gelegenheit zur Einreichung von Schluss- bemerkungen verzichtete die Beigeladene mit Eingabe vom 11. Februar 2015 auf eine Stellungnahme. Die Beschwerdegegnerin hielt im Schreiben Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 15. Juli 2015, IV/14/909, Seite 4 vom 17. Februar 2015 an ihrem Antrag fest. Mit Eingabe vom 20. April 2015 reichte der Beschwerdeführer eine versicherungspsychiatrische Stel- lungnahme von Dr. med. E.________, Fachärztin für Psychiatrie und Psy- chotherapie FMH, vom 23. März 2015 (Beschwerdebeilage [BB] 16) zu den Akten und hielt ebenfalls an seinen Begehren fest. Vom daraufhin gewährten rechtlichen Gehör machte die IVB mit Eingabe vom 30. April 2015 Gebrauch. Am 20. Mai 2015 liess sich die Beigeladene vernehmen. Mit Verfügung vom 29. Mai 2015 erfolgten der Austausch des weiteren Schriftenwechsels und die Überweisung der Akten an die Spruch- behörde. Erwägungen: 1. 1.1Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche- rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts vom 6. Oktober 2000 (ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes über die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staatsanwaltschaft vom 11. Juni 2009 (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. Der Beschwerdeführer ist im vorinstanzlichen Verfahren mit seinen Anträ- gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb er zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist gegeben (Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes über die Invalidenversi- cherung vom 19. Juni 1959 [IVG; SR 831.20]). Da auch die Bestimmungen über Frist (Art. 60 ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 i.V.m. Art. 32 des kantonalen Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege vom 23. Mai 1989 [VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Be- schwerde einzutreten.Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 15. Juli 2015, IV/14/909, Seite 5 1.2Angefochten ist die Verfügung der IVB vom 25. August 2014 (AB 86). Streitig und zu prüfen ist der Anspruch auf eine Invalidenrente und dabei insbesondere die revisionsweise Rentenaufhebung per 30. Septem- ber 2014. 1.3Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG). 1.4Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG). 2. 2.1Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dau- ernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Er- werbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behand- lung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Er- werbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Ar- beitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). 2.2Neben den geistigen und körperlichen Gesundheitsschäden können auch solche psychischer Natur eine Invalidität bewirken (Art. 8 i.V.m. Art. 7 ATSG). Nicht als Folgen eines psychischen Gesundheitsschadens und damit invalidenversicherungsrechtlich nicht als relevant gelten Einschrän- kungen der Erwerbsfähigkeit, welche die versicherte Person bei Aufbietung allen guten Willens, die verbleibende Leistungsfähigkeit zu verwerten, ab- wenden könnte; das Mass des Forderbaren wird dabei weitgehend objektiv bestimmt (BGE 131 V 49 E. 1.2 S. 50, 130 V 352 E. 2.2.1 S. 353; SVR 2014 IV Nr. 2 S. 5 E. 3.1). Psychosoziale und soziokulturelle Faktoren lassen sich oft nicht klar vom medizinisch objektivierbaren Leiden trennen. Trotzdem können solche äus- seren Umstände nicht als gesundheitliche Beeinträchtigungen im Sinne des Gesetzes verstanden werden, weil der gesetzliche Invaliditätsbegriff selber Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 15. Juli 2015, IV/14/909, Seite 6 klar zwischen der versicherten Person als Trägerin des (invalidisierenden) Gesundheitsschadens und der durch ihn verursachten Erwerbsunfähigkeit unterscheidet. Infolgedessen können psychische Störungen, welche durch soziale Umstände verursacht werden und bei Wegfall der Belastung wieder verschwinden, nicht zur Invalidenrente berechtigen. Zwar kann einer fach- gerecht diagnostizierten psychischen Krankheit der invalidisierende Cha- rakter nicht mit dem blossen Hinweis auf eine bestehende psychosoziale Belastungssituation abgesprochen werden. Je stärker aber psychosoziale und soziokulturelle Faktoren im Einzelfall in den Vordergrund treten und das Beschwerdebild mitbestimmen, desto ausgeprägter muss eine fachärztlich festgestellte psychische Störung von Krankheitswert vorhanden sein (BGE 127 V 294 E. 5a S. 299; SVR 2012 IV Nr. 52 S. 189 E. 3.2). Nur wenn und soweit psychosoziale und soziokulturelle Faktoren einen derart verselbstständigten Gesundheitsschaden aufrechterhalten oder seine – unabhängig von den invaliditätsfremden Elementen bestehenden – Folgen verschlimmern, können sie sich mittelbar invaliditätsbegründend auswirken (BGE 139 V 547 E. 3.2.2 S. 552; SVR 2010 IV Nr. 19 S. 59 E. 5.2). In die- sem Sinn werden Wechselwirkungen zwischen sich körperlich und psy- chisch manifestierenden Störungen und der sozialen Umwelt berücksich- tigt, wenn auch bedeutend weniger stark als nach dem in der Medizin ver- breiteten bio-psycho-sozialen Krankheitsmodell (SVR 2008 IV Nr. 62 S. 204 E. 4.2). 2.3Gemäss Art. 28 Abs. 2 IVG besteht der Anspruch auf eine ganze Rente, wenn die versicherte Person mindestens 70%, derjenige auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie mindestens 60% invalid ist. Bei einem Invali- ditätsgrad von mindestens 50% besteht Anspruch auf eine halbe Rente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40% ein solcher auf eine Vier- telsrente. 2.4Für die Bestimmung des Invaliditätsgrades wird das Erwerbsein- kommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliede- rungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (Invalideneinkommen), in Beziehung ge-Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 15. Juli 2015, IV/14/909, Seite 7 setzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht in- valid geworden wäre (Valideneinkommen; Art. 16 ATSG). 2.5Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die Ärzte und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen ha- ben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüg- lich welcher Tätigkeiten die Versicherten arbeitsunfähig sind. Im Weiteren sind ärztliche Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen den Versicherten noch zugemutet werden können (BGE 140 V 193 E. 3.2 S. 195, 132 V 93 E. 4 S. 99). 2.6Ändert sich der Invaliditätsgrad einer Rentenbezügerin oder eines Rentenbezügers erheblich, so wird die Rente von Amtes wegen oder auf Gesuch hin für die Zukunft entsprechend erhöht, herabgesetzt oder aufge- hoben (Art. 17 Abs. 1 ATSG). 2.6.1Anlass zur Rentenrevision gibt jede wesentliche Änderung in den tatsächlichen Verhältnissen, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit den Rentenanspruch zu beeinflussen. Die Invalidenrente ist deshalb nicht nur bei einer wesentlichen Veränderung des Gesundheitszustandes, son- dern auch dann revidierbar, wenn sich die erwerblichen Auswirkungen (oder die Auswirkungen auf die Betätigung im üblichen Aufgabenbereich) des an sich gleich gebliebenen Gesundheitszustandes erheblich verändert haben. Ein Revisionsgrund ist ferner unter Umständen auch dann gegeben, wenn eine andere Art der Bemessung der Invalidität zur Anwendung ge- langt oder eine Wandlung des Aufgabenbereichs eingetreten ist (BGE 130 V 343 E. 3.5 S. 349, 117 V 198 E. 3b S. 199; SVR 2013 IV Nr. 44 S. 135 E. 3.1.1). 2.6.2Liegt eine erhebliche Änderung des Sachverhalts vor, ist der Ren- tenanspruch in rechtlicher und tatsächlicher Hinsicht allseitig, d.h. unter Berücksichtigung des gesamten für die Leistungsberechtigung ausschlag- gebenden Tatsachenspektrums neu und ohne Bindung an frühere Invali- ditätsschätzungen zu prüfen ( BGE 117 V 198 E. 4b S. 200; SVR 2011 IV Nr. 37 S. 109 E. 1.1).Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 15. Juli 2015, IV/14/909, Seite 8 2.6.3Als zeitliche Vergleichsbasis ist einerseits der Sachverhalt im Zeit- punkt der ursprünglichen Rentenverfügung und anderseits derjenige zur Zeit der streitigen Revisionsverfügung zu berücksichtigen (BGE 130 V 343 E. 3.5.2 S. 351, 125 V 368 E. 2 S. 369; SVR 2010 IV Nr. 53 S. 166 E. 3.1). Wurde die Rente zuvor bereits revidiert oder bestätigt, so ist als zeitliche Vergleichsbasis die letzte rechtskräftige Verfügung heranzuziehen, sofern eine materielle Überprüfung des Leistungsanspruches tatsächlich stattge- funden hat, d.h. eine rechtskonforme (medizinische) Sachverhaltsab- klärung, eine Beweiswürdigung und gegebenenfalls – sofern Hinweise für eine Änderung in den erwerblichen Auswirkungen des Gesundheitszu- stands bestanden – ein Einkommensvergleich durchgeführt worden sind (BGE 133 V 108 E. 5.4 S. 114; SVR 2013 IV Nr. 44 S. 135 E. 3.1.2). 3. 3.1Zu vergleichen ist der Sachverhalt zur Zeit der rentenzusprechen- den Verfügung vom 6. Juli 2005 (AB 27) mit demjenigen, der sich bis zum Zeitpunkt der angefochtenen Verfügung vom 25. August 2014 (AB 86) ent- wickelt hat. Die Bestätigungen der ganzen Rente mit Mitteilungen vom 6. Dezember 2007 (AB 37) und 27. April 2009 (AB 42) sind unbeachtlich, erfolgte doch jeweils keine umfassende Überprüfung des Leistungsan- spruchs (vgl. E. 2.6.3 hiervor). 3.2Die ursprüngliche Verfügung vom 6. Juli 2005 (AB 27) stützte sich in medizinischer Hinsicht insbesondere auf den Bericht der RAD-Ärztin Dr. med. C.________ vom 12. April 2005 (AB 20). Darin diagnostizierte sie mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit eine rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig mittelgradige Episode (ICD-10: F33.1; AB 20, S. 1). Die bishe- rige Tätigkeit als ... sei täglich zwei Stunden mit einer Leistung von 60% zumutbar (AB 20, S. 2; vgl. auch AB 21). 3.3Bezüglich der Situation im Zeitpunkt der vorliegend angefochtenen Verfügung vom 25. August 2014 (AB 86) lassen sich den Akten in medizi- nischer Hinsicht im Wesentlichen folgende Angaben entnehmen:Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 15. Juli 2015, IV/14/909, Seite 9 3.3.1Im psychiatrisch-psychotherapeutischen Gutachten vom 4. Januar 2014 diagnostizierte Dr. med. D.________ einen Verdacht auf eine kombi- nierte Persönlichkeitsstörung (ICD-10: F61.0) mit emotional instabilen (ängstlich/vermeidend/abhängig, depressiv, emotional expressiv, paranoid), hypochondrisch/neurasthenischen und narzisstischen Anteilen, mit depres- siver Störung, gegenwärtig remittiert (ICD-10: F32.4/ F33.4), und mit einem Status nach Suizidversuch (Pulsaderschnitt, 1982; AB 75.1, S. 17). Die bisherige Tätigkeit sei ganztags zumutbar. Dabei bestehe eine verminderte Leistungsfähigkeit von 25% (von 100%) wegen eines erhöhten Betreu- ungsaufwands (AB 75.1, S. 27). Eine angepasste Tätigkeit sei ganztags - ohne verminderte Leistungsfähigkeit - zumutbar (AB 75.1, S. 29). 3.3.2Med. pract. F.________, Fachärztin für Psychiatrie und Psychothe- rapie FMH, bei welcher der Beschwerdeführer seit dem 12. August 2011 in psychiatrisch-psychotherapeutischer Behandlung steht, führte im Bericht vom 25. April 2014 aus, dass der Beschwerdeführer an einer rezidivieren- den depressiven Störung leide. Dass eine erneute depressive Episode mit akuter gefährlicher Suizidalität anlässlich der jetzigen für ihn existenziell bedrohlichen Situation auftrete, sei höchst wahrscheinlich. Weiter erachte sie die kombinierte Persönlichkeitsstörung mindestens als mittelgradig (AB 79, S. 15; vgl. auch AB 47, S. 2 f.). 3.3.3Der RAD-Arzt Dr. med. G.________, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, schloss sich in der Stellungnahme vom 9. Mai 2014 der Beurteilung des psychiatrischen Gutachtens von Dr. med. D.________ vom 4. Januar 2014 an (AB 82, S. 2). 3.3.4Im Bericht vom 15. September 2014 führte med. pract. F.________ ergänzend zur Stellungnahme vom 25. April 2014 aus, der Beschwerdefüh- rer leide an einer rezidivierenden depressiven Störung mit einer erneuten gegenwärtig mittelschweren depressiven Episode und einer ausgeprägten depressiv-neurasthenischen, narzisstischen, ängstlich-vermeidenden, pa- ranoiden und hypochondrischen Persönlichkeitsstörung. Er sei in seinem Beruf nicht arbeitsfähig bzw. nicht erwerbsfähig, da er auch nicht eingliede- rungs- oder umschulungsfähig sei (BB 9, S. 2).Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 15. Juli 2015, IV/14/909, Seite 10 3.3.5In der vom Beschwerdeführer in Auftrag gegebenen versicherungs- psychiatrischen Stellungnahme vom 23. März 2015 diagnostizierte Dr. med. E.________ eine rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig mittelgradig ausgeprägte depressive Episode (ICD-10: F33.11), eine kom- binierte Persönlichkeitsstörung (ICD-10: F61.0) und eine Zwangsstörung (ICD-10: F42.2; BB 16, S. 7). Der Beschwerdeführer sei zeitlebens ganz erheblich in seiner Arbeits- und Leistungsfähigkeit eingeschränkt (BB 16, S. 8). 3.4Das Prinzip inhaltlich einwandfreier Beweiswürdigung besagt, dass das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel objektiv zu prüfen hat, unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden hat, ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des strittigen Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf das Gericht bei einander widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzuge- ben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt (SVR 2010 IV Nr. 58 S. 178 E. 3.1; AHI 2001 S. 113 E. 3a). Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizi- nischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situa- tion einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Ausschlag- gebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Herkunft ei- nes Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern dessen Inhalt (BGE 137 V 210 E. 6.2.2 S. 269, 134 V 231 E. 5.1 S. 232, 125 V 351 E. 3a S. 352). 3.5 3.5.1Das psychiatrisch-psychotherapeutische Gutachten von Dr. med. D.________ vom 4. Januar 2014 (AB 75.1) erfüllt die von der höchstrichter- lichen Rechtsprechung an den Beweiswert eines medizinischen Gutach- tens gestellten Anforderungen (vgl. E. 3.4 hiervor), weshalb ihm volle Be-Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 15. Juli 2015, IV/14/909, Seite 11 weiskraft zukommt (vgl. BGE 125 V 351 E. 3b/bb S. 353). Die darin enthal- tenen Feststellungen beruhen auf eigenen Abklärungen und sind in Kennt- nis der Vorakten sowie unter Berücksichtigung der geklagten Beschwerden getroffen worden (vgl. auch AB 82). Soweit der Beschwerdeführer betreffend den Beweiswert des Gutachtens rügt, dass dieses nach nur einem eineinhalbstündigen Gespräch und einem 30-minütigen Test zustande gekommen sei (Beschwerde, S. 14 unten), ist auf die bundesgerichtliche Rechtsprechung hinzuweisen, wonach es für den Aussagegehalt eines medizinischen Gutachtens grundsätzlich nicht auf die Dauer der Untersuchung ankommt. Massgebend ist in erster Linie, ob die Expertise inhaltlich vollständig und im Ergebnis schlüssig ist. Immerhin muss der für eine psychiatrische Untersuchung zu betreibende zeitliche Aufwand der Fragestellung und der zu beurteilenden Psychopathologie angemessen sein (Entscheid des Bundesgerichts [BGer] vom 29. März 2010, 8C_942/2009, E. 5.2). Dies ist vorliegend zu bejahen. 3.5.2Dr. med. D.________ führte schlüssig und nachvollziehbar aus, dass sich der Gesundheitszustand des Beschwerdeführers seit Juni 2004 bzw. Juli 2007 wesentlich verbessert hat. Die depressive Störung (zusätz- lich zur Persönlichkeitsstörung) war im Begutachtungszeitpunkt remittiert und es war der Zustand vor dem Jahr 2003 erreicht (AB 75.1, S. 24, 30). So konnte anlässlich der Untersuchung vom 30. Oktober 2013 weder in Anbetracht der anamnestischen Angaben, wonach der Beschwerdeführer den Tag strukturiert verbringt und kulturell interessiert ist (AB 75.1, S. 6), noch aufgrund der durchgeführten Tests Belastungsfaktoren (welche zu depressiven Episoden führten) erhoben werden, wie sie im Zeitpunkt der Rentenzusprechung festgestellt worden sind (mehrere grosse, mit Suizida- lität einhergehende Krisen wie zum Beispiel Trennung/Scheidung von Part- nerin, Stellenverlust, Tod der Mutter; AB 35, S. 5; vgl. auch AB 20, S. 2). Der Gutachter legt überzeugend dar, dass der Beschwerdeführer aufgrund der kombinierten Persönlichkeitsstörung in der angestammten Tätigkeit in seinem funktionellen Leistungsvermögen zu 25% (von 100%) einge- schränkt ist (AB 75.1, S. 27). In einer angepassten Tätigkeit in einem freundlichen und verständnisvollen Umfeld, bei erhöhtem Betreuungsauf- wand des Arbeitgebers und mit wenig sozialen Kontakten (AB 75.1, S. 23, Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 15. Juli 2015, IV/14/909, Seite 12 26, 28 f.) attestierte er eine ganztägige Arbeitsfähigkeit ohne Einschrän- kung der Leistungsfähigkeit (AB 75.1, S. 29). Hinsichtlich der von Dr. med. D.________ aufgrund einer kombinierten Persönlichkeitsstörung festgelegten Beeinträchtigung des funktionellen Leistungsvermögens von 25%, bestehend seit der Kindheit/Adoleszenz (AB 75.1, S. 27), bleibt festzustellen, dass der Beschwerdeführer in der Lage war, eine Berufslehre erfolgreich abzuschliessen und in diesem Beruf - bis zum Beginn der reaktiv-depressiven Episoden im Jahr 2003 - auch ohne erkennbare Komplikationen tätig zu sein (vgl. AB 2, 5 f.), weshalb sich diese Beurteilung mit Bezug auf eine dem Zumutbarkeitsprofil entspre- chende wohlwollende Arbeitsumgebung als grosszügig erweist. Der Um- stand, dass der Beschwerdeführer mit seiner … Ausbildung in der Tätigkeit als ... fachlich überfordert war, ergibt sich aus den edierten Personalakten, weshalb die Leistungseinschränkung in dieser Tätigkeit nur sekundär bzw. im überlagernden Sinn auf die Persönlichkeitsstörung zurückzuführen ist. 3.5.3An dieser Beurteilung vermögen die übrigen ärztlichen Einschät- zungen nichts zu ändern. Wie die behandelnde Ärztin med. pract. F.________ (AB 79, S. 14 f.; BB 9) geht auch der Gutachter Dr. med. D.________ von einer rezidivierenden depressiven Störung (AB 75.1, S. 17) im Rahmen der kombinierten Persön- lichkeitsstörung aus. Wie bereits ausgeführt konnte er jedoch anlässlich der Untersuchung vom 30. Oktober 2013 keine eigenständige depressive Epi- sode mehr feststellen bzw. erachtete diese nachvollziehbar als remittiert (AB 75.1, S. 24, 27). Soweit med. pract. F.________ von einer erneuten depressiven Episode mit akuter gefährlicher Suizidalität infolge des vorlie- genden Verfahrens ausgeht, ist dem entgegenzuhalten, dass es sich dabei um psychosoziale Faktoren bzw. ein reaktives und damit invaliditätsfrem- des Geschehen handelt (vgl. E. 2.2 hiervor). Schliesslich ist darauf hinzu- weisen, dass die unterschiedliche Natur von Behandlungsauftrag des the- rapeutisch tätigen (Fach-)Arztes einerseits und Begutachtungsauftrag des amtlich bestellten fachmedizinischen Experten anderseits es nicht zulässt, ein medizinisches Administrativ- oder Gerichtsgutachten stets in Frage zu stellen und zum Anlass weiterer Abklärungen zu nehmen, wenn die behan- delnden Ärzte zu anderslautenden Einschätzungen gelangen. Vorbehalten Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 15. Juli 2015, IV/14/909, Seite 13 bleiben Fälle, in denen sich eine abweichende Beurteilung aufdrängt, weil die behandelnden Ärzte wichtige - und nicht rein subjektiver ärztlicher In- terpretation entspringende - Aspekte benennen, die im Rahmen der Begut- achtung unerkannt oder ungewürdigt geblieben sind (SVR 2008 IV Nr. 15 S. 44 E. 2.2.1). Dies ist vorliegend jedoch nicht der Fall. Die "versicherungspsychiatrische Stellungnahme" von Dr. med. E.________ vom 23. März 2015 (BB 16) ändert ebenfalls nichts. In diesem Zusammenhang ist vorab darauf hinzuweisen, dass sich die Ärzte in ihren Beurteilungen lediglich in medizinischer Hinsicht bzw. betreffend die Ar- beits- und Leistungsfähigkeit und nicht zu rechtlichen (Verfahrens-)Fragen zu äussern haben (vgl. E. 2.5 hiervor). Sodann verkennt Dr. med. E.________ in ihrer Stellungnahme vom 23. März 2015 (BB 16, S. 7), dass die Rente im vorliegenden Fall gestützt auf Art. 17 ATSG (vgl. E. 2.6 hier- vor) revisionsweise aufgehoben worden ist (vgl. AB 86), selbst wenn im Rahmen einer schriftlichen Anfrage an den RAD im März 2013 - fälschli- cherweise - von einem Revisionsverfahren nach den Schlussbestimmun- gen des IVG zur 6. IV-Revision die Rede ist (AB 49). Insoweit ist darauf hinzuweisen, dass Depressionen nicht unter die pathogenetisch-ätiologisch unklaren syndromalen Beschwerdebilder ohne nachweisbare organische Grundlage (BGE 139 V 547 E. 2.2 S. 550) fallen und der Gutachter das Vorliegen eines solchen Gesundheitsschadens auch explizit ausgeschlos- sen hat (AB 75.1, S. 31 Ziff. 4.4). Betreffend ihre Einschätzung der Arbeits- fähigkeit, wonach der Beschwerdeführer zeitlebens erheblich in seiner Ar- beitsfähigkeit eingeschränkt sei, ist diese weder genau beziffert noch näher begründet worden. Vielmehr führt Dr. med. E.________ zudem selber aus, zu den Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit gegebenenfalls in einem aus- führlicheren Gutachten Stellung zu nehmen (BB 16, S. 8). Diesbezügliche weitere Erhebungen erübrigen sich, da auch Dr. med. D.________ davon ausgeht, die Persönlichkeitsstörung beeinträchtige das funktionelle Leis- tungsvermögen in erheblicher Weise, entsprechend einer Leistungsein- schränkung von 25% (vgl. dazu auch E. 3.5.2 hiervor). Kommt hinzu, dass das Sozialversicherungsgericht die Gesetzmässigkeit des angefochtenen Entscheides in der Regel nach dem Sachverhalt beurteilt, der zur Zeit sei- nes Erlasses gegeben war. Tatsachen, die jenen Sachverhalt seither ver- ändert haben, sollen im Normalfall Gegenstand einer neuen Verwaltungs-Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 15. Juli 2015, IV/14/909, Seite 14 verfügung sein (BGE 130 V 138 E. 2.1 S. 140). Nach dem Erlass des Ent- scheides verfasste Arztberichte sind nicht in die Beurteilung miteinzubezie- hen, soweit sie keine Rückschlüsse auf die im Zeitpunkt des Abschlusses des Verwaltungsverfahrens bestehende Situation erlauben (SVR 2008 IV Nr. 8 S. 25 E. 3.4). Diesbezüglich ist festzustellen, dass die Stellungnahme von Dr. med. E.________ vom 23. März 2015 datiert bzw. die entspre- chenden Untersuchungen am 26. Februar und 12. März 2015 stattfanden (BB 16, S. 1). Die angefochtene Verfügung wurde bereits am 25. August 2014 erlassen, weshalb die Einschätzung von Dr. med. E.________ vorlie- gend nicht mehr zu berücksichtigen ist. Soweit Dr. med. E.________ in Abweichung von Dr. med. D.________, welcher den Beschwerdeführer im Oktober 2013 untersuchte, hinsichtlich der Depression von einem anderen Gesundheitszustand ausgeht, lässt sich dies allenfalls auf den unterschied- lichen Überprüfungszeitpunkt zurückführen. So handelt es sich bei der von ihr diagnostizierten Zwangsstörung denn auch um eine nach Erlass des angefochtenen Entscheides erstmals gestellte Diagnose. 3.6Somit ist erstellt, dass im massgebenden Vergleichszeitraum (vgl. E. 3.1 hiervor) eine Veränderung bzw. Verbesserung der gesundheitlichen Situation sowie der Arbeits- und Leistungsfähigkeit eingetreten ist. Damit ist das Vorliegen eines Revisionsgrundes zu bejahen und der Rentenanspruch ist in der Folge umfassend zu prüfen (vgl. E. 2.5.2 hiervor). Dabei ist auf das psychiatrisch-psychotherapeutische Gutachten von Dr. med. D.________ vom 4. Januar 2014 abzustellen und davon auszugehen, dass das funktionelle Leistungsvermögen des Beschwerdeführers in der ange- stammten Tätigkeit um 25% eingeschränkt bzw. der Beschwerdeführer in einer angepassten Tätigkeit zu 100% arbeitsfähig ist (vgl. dazu E. 4.4 hier- nach). 4. 4.1 4.1.1Sowohl im Rahmen einer erstmaligen Prüfung des Rentenan- spruchs als auch anlässlich einer Rentenrevision stellt sich unter dem Ge- sichtspunkt von Art. 8 ATSG die Frage nach der anwendbaren Invaliditäts-Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 15. Juli 2015, IV/14/909, Seite 15 bemessungsmethode (Art. 16 ATSG sowie Art. 28a Abs. 2 und 3 IVG). Ob eine versicherte Person als ganztägig oder zeitweilig Erwerbstätige oder als Nichterwerbstätige einzustufen ist – was je zur Anwendung einer ande- ren Methode der Invaliditätsbemessung (Einkommensvergleich, Betäti- gungsvergleich, gemischte Methode) führt –, ergibt sich aus der Prüfung, was sie bei im Übrigen unveränderten Umständen täte, wenn keine ge- sundheitliche Beeinträchtigung bestünde (BGE 125 V 146 E. 2c S. 150). Entscheidend ist nicht, welches Ausmass der Erwerbstätigkeit der versi- cherten Person im Gesundheitsfall zugemutet werden könnte, sondern in welchem Pensum sie hypothetisch erwerbstätig wäre (BGE 133 V 504 E. 3.3 S. 508). Erfolgt die Reduktion des zumutbaren erwerblichen Arbeitspensums, ohne dass die dadurch frei werdende Zeit für die Tätigkeit in einem Aufgabenbe- reich nach Art. 5 Abs. 1 IVG verwendet wird, ist dies für die Methode der Invaliditätsbemessung ohne Bedeutung. Die Gründe für eine ohne Ge- sundheitsschaden bloss teilzeitlich ausgeübte Erwerbstätigkeit sind für die Wahl der Bemessungsmethode lediglich insofern von Interesse, als sie in Zusammenhang stehen mit der Tätigkeit in einem Aufgabenbereich nach Art. 5 Abs. 1 IVG (und Art. 8 Abs. 3 ATSG). Insbesondere werden allein stehende Personen bei einer Reduktion des Beschäftigungsgrades aus freien Stücken nicht gleichsam automatisch zu Teilerwerbstätigen mit ei- nem Aufgabenbereich Haushalt neben der Berufsausübung. Ist im konkre- ten Fall von einer Teilzeiterwerbstätigkeit ohne Aufgabenbereich auszuge- hen, so gelangt die gemischte Methode nicht zur Anwendung (BGE 131 V 51 E. 5.1.2 S. 53 und E. 5.2 S. 54). 4.1.2Den vorliegenden Unterlagen ist zu entnehmen, dass der Be- schwerdeführer bei seiner letzten Arbeitgeberin, für welche er bis 31. Mai 2005 tätig war, in einem 100%-Pensum beschäftigt war (vgl. die im Be- schwerdeverfahren eingereichten Unterlagen der H.________). Dem Fra- gebogen Arbeitgeber vom 18. August 2004 ist hingegen zu entnehmen, dass er seit Juni 2004 nur noch einen Lohn von 90% erhielt (AB 5; vgl. auch AB 2, S. 4). Dies spricht für eine Reduktion des Arbeitspensums auf 90% – ungeachtet dessen, dass diese Reduktion des Beschäftigungsgra- des im Rahmen eines Arbeitszeitmodelles erfolgte. Dafür würde auch das Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 15. Juli 2015, IV/14/909, Seite 16 im Gutachten von Dr. med. D.________ vom 4. Januar 2014 angegebene Freizeitverhalten des Beschwerdeführers sprechen, wonach er unter ande- rem das Pferd seiner Partnerin betreut (AB 75.1, S. 6). Dabei kann offen bleiben, ob von einer freiwillig erfolgten Reduktion des Pensums auszuge- hen ist bzw. ob diese Reduktion im Hinblick darauf erfolgte, um mehr Frei- zeit (insbesondere für Hobbys) zu haben, oder ob die dadurch frei werden- de Zeit für die Tätigkeit in einem Aufgabenbereich nach Art. 5 Abs. 1 IVG verwendet wird, da selbst wenn zu Gunsten des Beschwerdeführers die Invaliditätsbemessung nach der allgemeinen Methode (vgl. E. 2.4 hiervor) mit Annahme eines 100%-Pensums vorgenommen wird, kein Anspruch auf eine Invalidenrente (mehr) besteht (vgl. E. 4.4 hiernach). 4.2 4.2.1Für die Ermittlung des Valideneinkommens ist entscheidend, was die versicherte Person im Zeitpunkt des frühestmöglichen Rentenbeginns nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit als Gesunde tatsächlich verdient hätte. Dabei wird in der Regel am zuletzt erzielten, nötigenfalls der Teuerung und der realen Einkommensentwicklung ange- passten Verdienst angeknüpft (BGE 139 V 28 E. 3.3.2 S. 30, 134 V 322 E. 4.1 S. 325). Lässt sich aufgrund der tatsächlichen Verhältnisse das ohne gesundheitli- che Beeinträchtigung realisierbare Einkommen nicht hinreichend genau beziffern, ist auf Erfahrungs- und Durchschnittswerte gemäss Tabellenlohn abzustellen. Auf sie darf jedoch im Rahmen der Invaliditätsbemessung nur unter Mitberücksichtigung der für die Entlöhnung im Einzelfall gegebenen- falls relevanten persönlichen und beruflichen Faktoren abgestellt werden (BGE 139 V 28 E. 3.3.2 S. 30; Entscheid des Eidgenössischen Versiche- rungsgerichts [EVG; heute BGer] vom 30. Oktober 2002, I 517/02, E. 1.2). 4.2.2Für die Festsetzung des Invalideneinkommens ist primär von der beruflich-erwerblichen Situation auszugehen, in welcher die versicherte Person konkret steht (BGE 139 V 592 E. 2.3 S. 593; SVR 2014 IV Nr. 37 S. 133 E. 7.1). Hat die versicherte Person nach Eintritt des Gesundheitsschadens keine oder jedenfalls keine ihr an sich zumutbare neue Erwerbstätigkeit aufge-Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 15. Juli 2015, IV/14/909, Seite 17 nommen, so können nach der Rechtsprechung Tabellenlöhne gemäss den vom Bundesamt für Statistik herausgegebenen Lohnstrukturerhebungen (LSE) herangezogen werden (BGE 139 V 592 E. 2.3 S. 593; SVR 2014 IV Nr. 37 S. 133 E. 7.1). Es gilt zu berücksichtigen, dass gesundheitlich beeinträchtigte Personen, die selbst bei leichten Hilfsarbeitertätigkeiten behindert sind, im Vergleich zu voll leistungsfähigen und entsprechend einsetzbaren Arbeitnehmern lohnmässig benachteiligt sind und deshalb in der Regel mit unterdurch- schnittlichen Lohnansätzen rechnen müssen. Diesem Umstand ist mit ei- nem Abzug vom Tabellenlohn Rechnung zu tragen (BGE 134 V 322 E. 5.2 S. 327, 129 V 472 E. 4.2.3 S. 481). Die Frage, ob und in welchem Ausmass Tabellenlöhne herabzusetzen sind, hängt von sämtlichen persönlichen und beruflichen Umständen des konkreten Einzelfalles ab (leidensbedingte Ein- schränkung, Alter, Dienstjahre, Nationalität/Aufenthaltskategorie und Be- schäftigungsgrad). Der Einfluss sämtlicher Merkmale auf das Invalidenein- kommen ist nach pflichtgemässem Ermessen gesamthaft zu schätzen, wo- bei der Abzug auf insgesamt höchstens 25% zu begrenzen ist (BGE 135 V 297 E. 5.2 S. 301, 134 V 322 E. 5.2 S. 327; SVR 2011 IV Nr. 31 S. 91 E. 4.1.1). 4.3Für den Einkommensvergleich ist auf den Zeitpunkt der Rentenrevi- sion (Entscheid des EVG vom 3. Juli 2006, I 86/06, E. 4), mithin auf das Jahr der hier angefochtenen Verfügung abzustellen. Massgebend sind so- mit die Verhältnisse des Jahres 2014 (AB 86). Entsprechende statistische Zahlen für das Jahr 2014 fehlen jedoch noch, so dass eine Festlegung auf das Jahr 2013 erfolgt. 4.4Der Beschwerdeführer, gelernter ..., arbeitete zuletzt seit Januar 2001 als ... für die H.________ (AB 5). Diese Anstellung wurde ihm aus gesundheitlichen Gründen per 31. Mai 2005 gekündigt (vgl. die von der ehemaligen Arbeitgeberin im Beschwerdeverfahren eingereichten Unterla- gen). Somit wäre grundsätzlich auf den tatsächlich erzielten Verdienst ab- zustellen. Allerdings ist den im Gerichtsverfahren edierten Unterlagen zu entnehmen, dass der Beschwerdeführer im Gesundheitsfall heute nicht mehr für die H.________ tätig wäre, da die Stelle als ... aufgehoben wor- den ist bzw. heute nicht mehr existiert (AB 84). Folglich sind für die Be-Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 15. Juli 2015, IV/14/909, Seite 18 rechnung des Valideneinkommens Tabellenlöhne heranzuziehen. Da der Beschwerdeführer nach seinen Angaben in die Tätigkeit im Bereich der ... eher „hineingerutscht“ ist bzw. den Berufswechsel nicht bewusst gewählt hat (vgl. AB 35, S. 5) und in dieser Tätigkeit denn auch fachlich überfordert war (vgl. Zwischenbeurteilungsbogen der H.________ vom 2. April 2003), ist das Valideneinkommen auf der Basis des erlernten Berufes als ... fest- zusetzen, wäre er doch im Validitätsfall mit überwiegender Wahrscheinlich- keit in diesem Bereich tätig. Insoweit ist auf die LSE 2012, Tabelle TA1, Niveau 2, Männer, Zeile 72: Forschung und Entwicklung, abzustellen. Für das Invalideneinkommen ist ebenfalls dieser Wert heranzuziehen. So be- stand die Persönlichkeitsstörung bereits im Zeitpunkt der Berufsausbildung und der Ausübung des erlernten Berufes, weshalb in Anbetracht von nicht aktenmässig dokumentierten, bereits damals aufgetretenen Problemen (vgl. AB 35, S. 5 und AB 75.1, S. 18 sowie E. 3.5.2 hiervor) mit überwie- gender Wahrscheinlichkeit davon ausgegangen werden kann, dass die Tätigkeit eines ... den im medizinisch-theoretischen Zumutbarkeitsprofil umschriebenen Anforderungen an einen Arbeitsplatz entspricht (vgl. E. 3.5.2 hiervor). Sind Validen- und Invalideneinkommen ausgehend vom selben Tabellenlohn zu berechnen, erübrigt sich deren genaue Ermittlung. Diesfalls entspricht der Invaliditätsgrad im erwerblichen Bereich dem Grad der Arbeitsunfähigkeit - hier 25% - vorbehältlich eines allfälligen Abzuges vom Tabellenlohn (vgl. Entscheid des EVG vom 15. April 2003, I 1/03, E. 5.2). Da den medizinischen Einschränkungen bereits mit der reduzierten Leistungsfähigkeit umfassend Rechnung getragen wird, besteht für einen weiteren behinderungsbedingten Abzug kein Raum (vgl. Entscheid des BGer vom 5. Juli 2011, 8C_261/2011, E. 7.3). Weiter liegen auch keine invaliditätsfremden Gründe vor, welche Anlass zu einem Abzug vom Tabel- lenlohn gäben (Schweizer Bürger, im hier massgebenden Zeitpunkt 54 Jah- re alt). Hingegen wäre ein Abzug vorzunehmen, wenn entsprechend dem Gutachten von Dr. med. D.________ vom 4. Januar 2014 davon ausge- gangen würde, dass der Beschwerdeführer in einer angepassten Tätigkeit zu 100% arbeits- und leistungsfähig wäre, da der Beschwerdeführer durch den Arbeitgeber betreut werden müsste (AB 75.1, S. 28 f.). Die genaue Höhe des Abzuges kann vorliegend offen gelassen werden, da dieser ma- ximal 25% beträgt (vgl. E. 4.2.2 hiervor) und folglich einen rentenaussch-Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 15. Juli 2015, IV/14/909, Seite 19 liessenden Invaliditätsgrad von (ebenfalls) höchstens 25% zu begründen vermöchte. Zusammenfassend resultiert (nach beiden Varianten) ein rentenausschlies- sender Invaliditätsgrad von maximal 25% (vgl. E. 2.3 hiervor). 4.5Nach dem Gesagten ist die bisherige ganze Rente unter Berück- sichtigung von Art. 88 bis Abs. 2 lit. a der Verordnung über die Invalidenver- sicherung vom 17. Januar 1961 (IVV; SR 831.201) per Ende September 2014 aufzuheben. Soweit der Beschwerdeführer rügt, es seien vorgängig zur Rentenaufhe- bung keine Eingliederungsmassnahmen geprüft worden (S. 13), ist dem entgegenzuhalten, dass der 1960 geborene Beschwerdeführer im Zeitpunkt der Rentenaufhebung (Ende September 2014) 54 Jahre alt war und erst während rund neun Jahren (vgl. AB 27) eine Rente bezogen hatte (vgl. SVR 2011 IV Nr. 73 S. 222 E. 3.3), womit diese Rechtsprechung im vorlie- genden Fall nicht zur Anwendung gelangt. Insofern er dabei auf die vom Gutachter für erforderlich gehaltene Begleitung angewiesen ist, handelt es sich somit nicht um eine vor der Rentenaufhebung durchzuführende Wie- dereingliederungsmassnahme, sondern um eine im Rahmen der Arbeits- vermittlung zu erbringende Unterstützung, welche ausserhalb des Streitge- genstandes liegt. Somit ist die angefochtene Verfügung vom 25. August 2014 (AB 86) nicht zu beanstanden. Die dagegen erhobene Beschwerde ist unbegründet und deshalb abzuweisen. 5. 5.1Gemäss Art. 69 Abs. 1 bis IVG ist das Beschwerdeverfahren vor dem kantonalen Versicherungsgericht in Streitigkeiten um die Bewilligung oder Verweigerung von IV-Leistungen kostenpflichtig. Die Kosten sind nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 1’000.-- festzulegen. Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 15. Juli 2015, IV/14/909, Seite 20 Bei diesem Ausgang des Verfahrens hat der unterliegende Beschwerdefüh- rer die Verfahrenskosten, gerichtlich bestimmt auf Fr. 700.--, zu tragen (Art. 108 Abs. 1 VRPG). Diese werden dem geleisteten Kostenvorschuss gleicher Höhe entnommen. 5.2Bei vorliegendem Verfahrensausgang besteht kein Anspruch auf eine Parteientschädigung (Art. 1 Abs. 1 IVG in Verbindung mit Art. 61 lit. g ATSG [Umkehrschluss]). Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 2. Die Verfahrenskosten von Fr. 700.-- werden dem Beschwerdeführer zur Bezahlung auferlegt und dem geleisteten Kostenvorschuss in glei- cher Höhe entnommen. 3. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen. 4. Zu eröffnen (R): - Fürsprecher B.________ z.H. des Beschwerdeführers - IV-Stelle Bern - Pensionskasse des Bundes PUBLICA - Bundesamt für Sozialversicherungen Der Kammerpräsident: Die Gerichtsschreiberin:Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 15. Juli 2015, IV/14/909, Seite 21 Rechtsmittelbelehrung Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün- dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf- fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun- desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge- führt werden.