<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2000.00350</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="https://vgrzh.djiktzh.ch/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=https://vgrzh.djiktzh.ch&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=105908&amp;W10_KEY=4467149&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2000.00350</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 17.01.2001</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">4. Abteilung/4. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Ãbriges Verwaltungsrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Handelsregister</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Der Handelsregistereintrag einer Kapitalerhöhung ist nicht zu verweigern, wenn die Generalversammlung die Kapitaleinlage entweder in Geld oder durch Verrechnung vorsieht.<br/>Zuständigkeit der Direktion der Justiz und des Innern sowie des Verwaltungsgerichts (E. 1). Zwingende Gründe, weshalb die Generalversammlung bei der ordentlichen Kapitalerhöhung keine alternative Liberierung durch Geld oder Verrechnung vorsehen darf, sind nicht zu erkennen (E. 2).</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: AKTIENLIBERIERUNG">AKTIENLIBERIERUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: EINTRAGUNG">EINTRAGUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: Urteile: Privatrecht UR: Obligationenrecht ST: HANDELS- UND GESELLSCHAFTSRECHT">HANDELS- UND GESELLSCHAFTSRECHT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: Besonderes Verwaltungsrecht (ohne...) ST: HANDELSREGISTER">HANDELSREGISTER</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: HANDELSREGISTEREINTRAG">HANDELSREGISTEREINTRAG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: KAPITALEINLAGE">KAPITALEINLAGE</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: KAPITALEINZAHLUNG">KAPITALEINZAHLUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: KAPITALERHÃHUNG">KAPITALERHÃHUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ÃBERPRÃFUNGSBEFUGNIS">ÃBERPRÃFUNGSBEFUGNIS</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: VERRECHNUNG">VERRECHNUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsprozessrecht UR: Allgemeines ST: ZUSTÃNDIGKEIT">ZUSTÃNDIGKEIT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsprozessrecht UR: Kantonale Verwaltungsgerichtsbeschwerde ST: ZUSTÃNDIGKEIT DES VERWALTUNGSGERICHTS">ZUSTÃNDIGKEIT DES VERWALTUNGSGERICHTS</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade">Art. 3 HRegV</span><br/><span class="gerade">Art. 80a lit. I d HRegV</span><br/><span class="ungerade">Art. 650 lit. II OR</span><br/><span class="gerade">Art. 698 lit. II OR</span><br/><span class="ungerade">Art. 927 lit. III OR</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 3 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Einzug1"><span>I. Die Generalversammlung der X AG beschloss am 10. De­zember 1999, das Kapital von Fr. 100'000.- zwecks Beseitigung einer Unterbilanz auf Fr. 20'000.- herabzu­setzen und sogleich wieder um Fr. 80'000.- zu erhÃ¶hen; die neuen Aktien sollten mit einem ihrem Nennwert gleichen Agio ausgegeben werden und die ent­sprechenden "Einlagen ... ent­weder in Geld oder ... durch Verrechnung mit verrechenbaren Forderungen gegenÃ¼ber der Gesellschaft" erfolgen (act. --). Am 8. MÃ¤rz 2000 stellte der Verwaltungsrat der X AG fest, sÃ¤mtliche frischen Titel seien gÃ¼ltig gezeich­net und die erforderlichen Einla­gen durch Verrechnung von Gegenforderungen Ã¼ber insge­samt Fr. 160'000.- geleistet wor­den.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Mit Schreiben vom 6., 8. und 9. MÃ¤rz 2000 ersuchte der Verwaltungsrat das Han­dels­registeramt des Kantons ZÃ¼rich um Eintragung dieser in Beilagen Ã¶ffentlich beurkun­deten VorgÃ¤nge. Das fÃ¼hrte zu Diskussionen zwischen Amt und Rat (vgl. act. --).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Schliesslich verfÃ¼gte das Handelsregisteramt am 19. Juni 2000 kostenfÃ¤llig, die Ein­tragung der angemeldeten KapitalerhÃ¶hung werde verweigert, weil sich die Generalver­samm­lung bei der vorliegenden ordentlichen KapitalerhÃ¶hung zwingend zur Art der Ein­lage Ã¤ussern mÃ¼sse und nicht wie hier mehrere MÃ¶glichkeiten offen lassen dÃ¼rfe (act. --).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>II. Die X AG beschwerte sich am 5. sowie 27. Juli 2000 mit dem An­sinnen, es sei der Eintragung der KapitalerhÃ¶hung unter Aufhebung der handelsregister­amt­lichen VerfÃ¼­gung vom 19. Juni 2000 stattzugeben (act. --). Mit VerfÃ¼gung vom 6. September 2000, zu­gestellt am 16. des nÃ¤mlichen Monats (siehe in act. --), wies die Direktion der Justiz und des Innern des Kantons ZÃ¼rich das Rechtsmittel kostenfÃ¤llig ab.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>III. Am 10./11. Oktober 2000 kam die X AG mit Beschwerde an das Verwal­tungsgericht darum ein, der Eintragung von Herabsetzung und gleichzeitiger ErhÃ¶­hung des Aktienkapitals unter Aufhebung der VerfÃ¼gungen von Handelsregisteramt sowie Direktion der Justiz und des Innern stattzugeben. Die Direktion liess sich am 16./18. Ok­to­ber 2000 mit dem Antrag auf Beschwerdeabweisung vernehmen; Gleiches tat das Amt mit Be­schwer­­deantwort vom 6./8. November 2000.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>Das Verwaltungsgericht zieht in ErwÃ¤gung:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>1. Die Vorinstanz fungierte als AufsichtsbehÃ¶rde des Beschwerdegegners (§ 42 Abs. 3 des EinfÃ¼hrungsgesetzes zum Schweizerischen Zivilgesetzbuch vom 2. April 1911 [LS 230] in Verbindung mit § 23 Ziff. 1 lit. b des Gesetzes betreffend die Organisation und GeschÃ¤ftsordnung des Regierungsrates und seiner Direktionen vom 26. Februar 1899 [LS 172.1], Art. 927 Abs. 3 des Obligationenrechts [OR, SR 220] sowie Art. 3 Abs. 3 und 4 der Handelsregisterverordnung vom 7. Juni 1937 [HRegV, SR 221.411]). Ihr Rechts­mittelentscheid unterliegt der Beschwerde an das Verwaltungsgericht (§ 19b Abs. 1 in Ver­bindung mit §§ 41 ff. des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959/­8. Juni 1997 [VRG, LS 175.2] sowie Art. 3 Abs. 4<sup>bis</sup> HRegV). Da hier auch die Ã¼brigen Eintretensvor­aus­­setzun­gen ohne weiteres erfÃ¼llt sind, gilt es die Sache an die Hand zu nehmen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>2. Art. 650 Abs. 2 Ziff. 4 OR gebietet der Generalversammlung, im Beschluss zur ordentlichen KapitalerhÃ¶hung die Art der Einlagen zu nennen. Laut Art. 80a Abs. 1 lit. d HRegV prÃ¼ft der RegisterfÃ¼hrer bei Anmeldung der Heraufsetzung, ob dieser Beschluss An­gaben Ã¼ber die Art der Einlagen (Geld, Sacheinlagen, Verrechnung oder Umwandlung von Eigenkapital) enthalte.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>a) Zutreffend problematisieren Beschwerdegegner und Vorinstanz das Begehren der BeschwerdefÃ¼hrerin nur vor dem Hintergrund der eben genannten Vorschriften. Ihre An­ord­nungen verletzen im Sinn von § 50 VRG Recht, wenn sich als statthaft erweist, im Er­hÃ¶hungsbeschluss die Aktienliberierung alternativ durch Geld oder Verrechnung zuzulas­sen. Alsdann gilt es das Rechtsmittel in Anwendung von § 63 Abs. 1 VRG gutzuheissen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Der angefochtene Entscheid erwÃ¤gt, zwar sage Art. 650 Abs. 2 Ziff. 4 OR nicht aus­drÃ¼cklich, in welchem Detaillierungsgrad die Generalversammlung die Art der Einlage bezeichnen mÃ¼sse; der Erlass dieser Bestimmung und ihr Gesamtkontext machten jedoch klar, der einschlÃ¤gige Beschluss habe bei einer Mehrheit von Liberierungsweisen eine nach­­vollziehbare Betragsausscheidung fÃ¼r jede einzelne zu beinhalten; denn die verschie­denen Einlagearten unterstÃ¼nden je eigenen Formvorschriften, und es gelte sicherzustellen, dass Dritte diejenigen mit qualifizierten Bedingungen zu erkennen vermÃ¶chten; da die Iden­tifikation der Liberierungsweise nicht wie hier dem Verwaltungsrat anheim gestellt bleiben dÃ¼rfe, habe der Beschwerdegegner das Vorgehen der BeschwerdefÃ¼hrerin zu Recht nicht akzeptiert (E. 3+4). Die Vernehmlassung der RechtsmittelbehÃ¶rde ergÃ¤nzt, Hinter­grund der besonderen Formerfordernisse bei Aktienliberierung durch Verrechnungsforde­rungen bilde, dass AktionÃ¤re und GlÃ¤ubiger im KapitalerhÃ¶hungsverfahren konstatieren kÃ¶nnen sollten, ob und gegebenenfalls in welchem Umfang der Gesellschaft tatsÃ¤chlich neue Mittel zuflÃ¶ssen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Obendrein betont der Beschwerdegegner in seiner mitangefochtenen VerfÃ¼gung wie in den Rechtsmittelantworten, bei der ordentlichen KapitalerhÃ¶hung mÃ¼ssten alle Grund­satzentscheide, wozu auch die Art der Einlage gehÃ¶re, der Generalversammlung Ã¼berlassen bleiben; deren ErhÃ¶hungsbeschluss gebe die durch den Verwaltungsrat zu beschliessende StatutenÃ¤nderung vollstÃ¤ndig vor. Hingegen befinde bei der genehmigten KapitalerhÃ¶hung der Verwaltungsrat Ã¼ber die Art der Einlage. Das Vorgehen der BeschwerdefÃ¼hrerin ent­halte mithin ebenso Elemente der letzteren Variante. Bei der KapitalerhÃ¶hung gÃ¤lten je­doch die Prinzipien des Formenzwangs und der Formenfixierung. Diese verbÃ¶ten es, auf einen Teil des Vorgangs das Recht der einen ErhÃ¶hungsform, auf einen weiteren aber jenes der andern anzuwenden (vgl. etwa act. --).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) Nach Auffassung der HandelsregisterÃ¤mter ZÃ¼rich, Olten-GÃ¶sgen, Basel-Stadt, Basel-Landschaft und Aargau anlÃ¤sslich ihrer Oltner Arbeitstagung von 1993 darf die Ge­neralversammlung bei der ordentlichen KapitalerhÃ¶hung nicht beschliessen, die Einlagen sollten alternativ in bar oder durch Verrechnung erfolgen (Gregor Thomi, Zusammenfas­sung Oltner Tagung, in: Jahrbuch des Handelsregisters 1994, S. 325 ff., 327). Eine wirkli­che BegrÃ¼ndung hierfÃ¼r fehlt indes. Und trotz aller Zitate von Beschwerdegegner und Vor­instanz gibt es ansonsten â soweit ersichtlich â zu diesem besonderen Problem verÃ¶ffent­licht weder Literatur noch Judikatur.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Der angefochtene Entscheid hÃ¤lt sinngemÃ¤ss richtig fest, der Wortlaut von Gesetz (und Verordnung) verbiete das Vorgehen der BeschwerdefÃ¼hrerin nicht. Deswegen hilft auch kaum, dass der Generalversammlung kraft Art. 698 Abs. 2 Ziff. 6 OR die unÃ¼bertrag­bare Befugnis zusteht, bei der ordentlichen KapitalerhÃ¶hung die Liberierungsweise zu be­stimmen (Peter Forstmoser/Arthur Meier-Hayoz/Peter Nobel, Schweizerisches Aktien­recht, Bern 1996, S. 199). Eher spricht fÃ¼r die BeschwerdefÃ¼hrerin, wenn es die General­versammlung bei der genehmigten KapitalerhÃ¶hung laut Art. 651 Abs. 3 OR gÃ¤nzlich dem Verwaltungsrat Ã¼berlassen kann, die Art der Einlage zu regeln (Walter Stoffel in: Aktien­recht, ZÃ¼rich 2000, N. 357). Das heisst aber entgegen dem Beschwerdegegner nicht, die Be­schwerdefÃ¼hrerin habe zwei ErhÃ¶hungsformen vermischt, was um so minder gilt, als die Generalversammlung vorliegend das Wahlrecht zwischen Barzahlung und Kompensation genau betrachtet nicht dem Verwaltungsrat, sondern den AktionÃ¤ren verlieh. Ebenso wenig beeinflusst die alternative Liberierung durch Geld oder Verrechnung die durch den Verwal­tungsrat zu beschliessende StatutenÃ¤nderung; denn diese Nuance gelangt hierbei zu gar kei­nem Ausdruck (Karl Rebsamen, Das Handelsregister, 2. A., ZÃ¼rich 1999, Rz. 363). Zur LÃ¶­sung der sich hier stellenden Frage kommt es also darauf an, ob schÃ¼tzenswerte Interes­sen fÃ¼r die Interpretation von Beschwerdegegner sowie Vorinstanz streiten und insbeson­dere die ErwÃ¤gungen der letzteren eine kritische PrÃ¼fung aushalten.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Zwingende GrÃ¼nde, wieso die Generalversammlung bei der ordentlichen Kapitaler­hÃ¶hung keine alternative Liberierung durch Geld oder Verrechnung gestatten dÃ¼rfen sollte, lassen sich nicht erkennen. Art. 650 Abs. 2 Ziff. 4 OR ergibt selbst dann einen Sinn, weil er bei Sacheinlagen immerhin die Angabe von deren Gegenstand und Bewertung verlangt (Forstmoser/Meier-Hayoz/Nobel, S. 730). Bei einem Beschluss der Generalversammlung der hier kontroversen Art wissen Interessierte zumindest, dass eben gerade noch nicht fest­steht, ob die Einlagen in bar oder durch Kompensation erfolge; schwerer wiegt ohnehin, dass das Zustandekommen der KapitalerhÃ¶hung Ã¼berhaupt offen bleibt (vgl. Art. 650 Abs. 1+3, 652, 652e Ziff. 2 sowie 652f-h OR, auch zum Folgenden). Die Unsicherheit Ã¼ber die Einlageweise unterscheidet sich zudem kaum von jener bei anfÃ¤nglicher Teilliberie­rung, wo Art. 634a OR die nachtrÃ¤gliche Restleistung ohne EinflussmÃ¶glichkeit der Gene­ralversammlung allemal in Geld oder durch Verrechnung erlaubt (dazu Peter BÃ¶ckli, Schweizer Aktienrecht, 2. A., ZÃ¼rich 1996, Rz. 47k+l sowie 455). Im Ãbrigen lÃ¤uft die Li­berierung der Aktien in bar oder durch Tilgung von Gegenforderungen fÃ¼r die finanzielle Situation einer Gesellschaft auf das NÃ¤mliche hinaus. Und jedenfalls gilt es bei effektiver Verrechnungseinlage die dafÃ¼r aufgestellten Spezialvorschriften zu beachten, wie das ge­genwÃ¤rtig geschehen ist; alsdann geniesst zwar die Tatsache der Verrechnungsliberierung keinerlei PublizitÃ¤t (Gaudenz Zindel/Peter Isler in: Basler Kommentar, 1994, Art. 650 N. 21 OR), doch kÃ¶nnen etwa GlÃ¤ubiger jene beim Handelsregisteramt wenigstens durch Einsicht in den KapitalerhÃ¶hungsbericht entdecken (Forstmoser/Meier-Hayoz/Nobel, S. 738).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>c) Demnach dringt die BeschwerdefÃ¼hrerin mit ihrem Antrag durch. Es mag des­halb dahin stehen, ob die vorinstanzlich geschÃ¼tzte Anordnung des Beschwerdegegners nicht bereits die handelsregisteramtliche Kognition Ã¼berdehnt habe; denn diese beschrÃ¤nkt sich auf offensichtliche und unzweideutige Verletzungen von im Ã¶ffentlichen oder Interes­se Dritter statuiertem zwingendem Recht (Arthur Meier-Hayoz/Peter Forstmoser, Schwei­zerisches Gesellschaftsrecht, 8. A., Bern 1998, S. 135 f.; Jean Druey in: Theo Guhl, Das Schweizerische Obligationenrecht, 9. A., ZÃ¼rich 2000, S. 867; zur Problematik und Kritik dieser Formel vgl. Peter Forstmoser, Die Kognitionsbefugnis des HandelsregisterfÃ¼hrers, REPRAX 2/1999, S. 1 ff., sowie Rolf BÃ¤r, Die Kognition des HandelsregisterfÃ¼hrers, RE­PRAX 1/2000, S. 53 ff.). Anzumerken bleibt, dass die Vorbringen der BeschwerdefÃ¼h­rerin, die sich im Wesentlichen auf eine Wiederholung der Eingabe vom 27. Juli 2000 an die Vor­instanz beschrÃ¤nken, von dieser im Ãbrigen zu Recht verworfen worden sind (E. 5+6).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>3. â¦</span></p> <span><br/> </span> <p class="Einzug1"><span>DemgemÃ¤ss entscheidet das Verwaltungsgericht:</span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>1.<span> </span></span><span>In Gutheissung der Beschwerde werden die VerfÃ¼gungen des Beschwerdegegners vom 19. Juni 2000 sowie der Direktion der Justiz und des Innern vom 6. September 2000 auf­gehoben und der Beschwerdegegner angehalten, die durch die Kapitalherabsetzung und -erhÃ¶hung der BeschwerdefÃ¼hrerin bedingten Eintragungen vorzunehmen.</span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>2. â¦</span></p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>