<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2010.00310</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=209951&amp;W10_KEY=13013544&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2010.00310</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 26.08.2010</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">3. Abteilung/3. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Ãbriges Verwaltungsrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Hundehaltung</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Hundehaltung: Anordnung einer Leinenpflicht im öffentlich zugänglichen Raum sowie einer Pflicht, den Hund nur einzeln zu führen. Die Beschwerdeführerin ist Adressatin der Anordnung, wonach sie sicherzustellen hat, das der betroffene Hund von ihr bzw. von einer anderen volljährigen Person, die das Tier im öffentlich zugänglichen Raum ausführt, zurückgehalten werden kann, weshalb ihrem Antrag, diese Massnahme sei lediglich für sie auszusprechen, bereits entsprochen wurde und mangels Beschwer darauf nicht einzutreten ist (E. 1.3). Rechtsgrundlagen für die Anordnung von Massnahmen zur Hundehaltung (E. 3.1-2). Das öffentliche Interesse an den vorliegend streitbetroffenen Massnahmen besteht darin, Artgenossen vor Attacken und Bissen des Hundes zu schützen, sodass für die Öffentlichkeit und insbesondere für andere Hunde keine Gefahr besteht, womit die öffentliche Sicherheit gewahrt bleibt (E. 4.1). Die verfügten Massnahmen sind nicht aufzuheben, weil es seit Erlass der Verfügung des Beschwerdegegners keine weiteren Vorfälle gegeben hätte (E. 4.2). Angesichts des in der Vergangenheit an den Tag gelegten aggressiven Verhaltens gegenüber anderen Artgenossen erscheint die Leinenpflicht als verhältnismässig (E. 4.3.1). Das einzelne Führen des Hundes im öffentlich zugänglichen Raum ist ebenfalls verhältnismässig, da ihm aufgrund seiner Grösse und Verhaltensauffälligkeit grössere Aufmerksamkeit zukommen und er daher intensiver kontrolliert werden muss (E. 4.3.2). Es scheint unwahrscheinlich, dass der Hund Drittpersonen, mit welchen er offensichtlich weniger zu tun hat, besser gehorcht wie der Beschwerdeführerin als Hundehalterin und Hauptbezugsperson, weshalb die generelle Leinenpflicht für den Hund im öffentlich zugänglichen Raum nicht zu beanstanden ist (E. 4.4.1). Es ist davon auszugehen, dass der Hund Dritten noch weniger Gehorsam entgegen bringen dürfte und damit schlechter abgerufen werden kann als durch die Beschwerdeführerin, die immerhin Halterin und Hauptbezgusperson ist. Das einzelne Führen des Hundes in allgemeiner Weise anzuordnen, erweist sich folglich als zulässig (E. 4.4.2). Abweisung der Beschwerde. </b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: BISSIG">BISSIG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: HUND">HUND</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: HUNDEHALTUNG">HUNDEHALTUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: LEINENPFLICHT">LEINENPFLICHT</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: LEINENZWANG">LEINENZWANG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: PFLICHT ZUM EINZELN AUSFÃHREN">PFLICHT ZUM EINZELN AUSFÃHREN</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: VERHÃLTNISMÃSSIGKEIT">VERHÃLTNISMÃSSIGKEIT</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="gerade">Art. 77 TSchV</span><br/><span class="ungerade">Art. 78 TSchV</span><br/><span class="gerade">Art. 79 TSchV</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 3 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <table border="1" cellpadding="0" cellspacing="0" class="MsoNormalTable"> <tr> <td valign="top"> <p class="Kopf1"><span>Verwaltungsgericht</span></p> <p class="Kopf1"><span>des Kantons ZÃ¼rich</span></p> <p class="Kopf1"><span>3. Abteilung</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Kopf1"> </p> </td> <td valign="top"> <p class="Kopf1"><span><img alt="" height="77" src="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getImage&amp;nF38_KEY=11856" width="123"/></span></p> </td> </tr> </table> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">VB.2010.00310</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"><b><span>Entscheid</span></b></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="Zwischentitel"> </p> <p class="MsoNormal"><span>der 3. Kammer</span></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">vom <a id="VF_DAT_ENTSCHEID">26. August 2010</a></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">Mitwirkend: AbteilungsprÃ¤sident Rudolf Bodmer<span> (Vorsitz)</span>, Verwaltungsrichterin Bea <br/> Rotach Tomschin, Verwaltungsrichterin Elisabeth Trachsel, <a id="TN_AUTOTEXT_RICHTER"></a><a id="TN_AUTOTEXT_GS"></a>GerichtssekretÃ¤rin Anja Tschirky. </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">In Sachen</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>A<a id="Anonym_Ruolo_BESF_1_1_3">,</a> </span></p> <p class="MsoNormal"><b><span>BeschwerdefÃ¼hrerin,</span></b><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="Zwischentitel">gegen</p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><a id="Anonym_Ruolo_BESG_1_2_7"><span>VeterinÃ¤ramt des Kantons ZÃ¼rich,</span></a><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><b><span>Beschwerdegegner,</span></b><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"><b>betreffend Hundehaltung,</b></p> <p class="Zwischentitel">hat sich ergeben: </p> <p class="Sachverhalt1"><b>I. </b> </p> <p class="Sachverhalt2"><b>A. </b>A ist Halterin des im Juni 1999 geborenen NeufundlÃ¤nder-RÃ¼den B. Am 8. Januar 2008 kam es zu einem Beissvorfall, als A mit dem unangeleinten B sowie der ihrem Ehemann gehÃ¶renden NeufundlÃ¤nder-HÃ¼ndin C nahe dem Wald unterwegs war: Die Hunde rannten auf einen anderen Hund der Rasse Podenco zu, der auf der gegenÃ¼berliegenden Strassenseite an der Leine gefÃ¼hrt wurde. B griff den Podenco sofort an und biss ihm in den Hals. Dessen Hundehalter wurde in den Zeigfinger gebissen, als er versuchte, seinen Hund am Haltegeschirr zu sich zu ziehen. A versuchte mit Rufen, die Hunde zu stoppen, was ihr indessen nicht gelang. Im Schreiben vom 3. April 2008 wies das VeterinÃ¤ramt des Kantons <br/> ZÃ¼rich A im Sinn einer Verwarnung auf deren generelle Aufsichtspflicht als verantwortliche Hundehalterin hin und forderte sie auf, die von ihr gefÃ¼hrten Hunde in unÃ¼bersichtlichen Situationen und bei Begegnungen mit angeleinten Artgenossen immer an der Leine zu fÃ¼hren. Ãberdies sollte der Gehorsam, insbesondere der Appell ihrer Hunde, verbessert werden. Am 6. August 2008 kam es abermals zu einem Vorfall, als A die Hunde ausfÃ¼hrte: An einer unÃ¼bersichtlichen Stelle rannte der freilaufende B los, stÃ¼rzte sich auf einen an der Leine gefÃ¼hrten Samojeden/Collie-Mischling und biss diesem in den Hals. Die HÃ¼ndin C hatte sich wÃ¤hrend des Vorfalls von der Leine losgerissen. Der Opferhund musste spÃ¤ter notoperiert werden.</p> <p class="Sachverhalt2"><b>B. </b>Nach EinrÃ¤umung einer Frist an A zur schriftlichen Stellungnahme, die sie unbenutzt verstreichen liess, verfÃ¼gte das VeterinÃ¤ramt des Kantons ZÃ¼rich am 8. Dezember 2008, der Hund B sei ab sofort im Ã¶ffentlich zugÃ¤nglichen Raum an der Leine zu fÃ¼hren (Disp.-Ziff. I) und dÃ¼rfe dort nur einzeln gefÃ¼hrt werden (Disp.-Ziff. II). A wurde Ã¼berdies verpflichtet sicherzustellen, dass der Hund B von ihr bzw. von einer anderen volljÃ¤hrigen Person, die den Hund im Ã¶ffentlich zugÃ¤nglichen Raum ausfÃ¼hre, zurÃ¼ckgehalten werden kÃ¶nne (Disp.-Ziff. III). Ãberdies wurde auf die Bussenregelung von Art. 28 Ziff. 3 des Tierschutzgesetzes vom 16. Dezember 2005 (TSchG) hingewiesen (Disp.-Ziff. VII). Schliesslich wurde in den ErwÃ¤gungen erwÃ¤hnt, unter welchen Voraussetzungen die angeordneten Massnahmen aufgehoben wÃ¼rden.</p> <p class="Sachverhalt1"><b>II. </b> </p> <p class="Urteilstext">Dagegen erhob A am 28. Dezember 2008 Rekurs bei der Gesundheitsdirektion des Kantons ZÃ¼rich und beantragte sinngemÃ¤ss, die Massnahmen in Disp.-Ziff. I und II der VerfÃ¼gung vom 8. Dezember 2008 (Leinenzwang und einzelnes AusfÃ¼hren) seien aufzuheben. Eventualiter seien die Massnahmen gemÃ¤ss Disp.-Ziff. I und II sowie die Sicherstellung bezÃ¼glich ZurÃ¼ckhaltung des Hundes (siehe Disp.-Ziff. III) lediglich fÃ¼r A auszusprechen. Die Gesundheitsdirektion wies den Rekurs mit VerfÃ¼gung vom 17. Mai 2010 ab, soweit darauf eingetreten wurde, und auferlegte A die Kosten des Verfahrens. </p> <p class="Sachverhalt1"><b>III. </b> </p> <p class="MsoNormal"><span>A reichte am 5. Juni 2010 Beschwerde beim Verwaltungsgericht ein und wiederholte die im Rekursverfahren gestellten AntrÃ¤ge. Die Gesundheitsdirektion beantragte am 17. Juni 2010 die Abweisung der Beschwerde und verwies zur BegrÃ¼ndung auf die ErwÃ¤gungen ihres Entscheids. Mit Beschwerdeantwort vom 12. Juli 2010 beantragte das VeterinÃ¤ramt die Abweisung der Beschwerde und nahm dazu Stellung. </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die Kammer</span><span> zieht in ErwÃ¤gung:</span></p> <p class="Erwgung1"><b>1. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>1.1 </b>Das Gesetz Ã¼ber die Anpassung des kantonalen Verwaltungsverfahrensrechts vom 22. MÃ¤rz 2010 ist am 1. Juli 2010 in Kraft getreten; es revidiert namentlich das Verwaltungsrechtspflegegesetz vom 24. Mai 1959 (VRG; OS 65, 390 ff.; 394â405 und 437). Die intertemporalen Regeln, wonach grundsÃ¤tzlich neues Prozessrecht sofort Anwendung findet, die ZustÃ¤ndigkeit sich jedoch fÃ¼r wie hier schon hÃ¤ngige Verfahren nach altem Recht bestimmt (vgl. RB 2004 Nr. 8), spielen insofern keine Rolle, als sich fÃ¼r den vorliegenden Fall inhaltlich nichts geÃ¤ndert hat. Nachfolgend werden die Bestimmungen des Verwaltungsrechtspflegegesetzes in der vor dem 1. Juli 2010 geltenden Fassung mit âa§ â¦ VRGâ bezeichnet.</p> <p class="Erwgung2"><b>1.2 </b>Das Verwaltungsgericht ist gemÃ¤ss § 41 Abs. 1 in Verbindung mit § 19 Abs. 1 lit. a VRG (a§ 41 Abs. 1 in Verbindung mit a§ 19b Abs. 1 VRG) zustÃ¤ndig. Da auch die Ã¼brigen Prozessvoraussetzungen erfÃ¼llt sind, ist auf die Beschwerde grundsÃ¤tzlich einzutreten. </p> <p class="Erwgung2"><b>1.3 </b>Die BeschwerdefÃ¼hrerin beantragt unter anderem, â[d]ie Massnahme I und II (Leinenzwang, einzelnes AusfÃ¼hren sowie Sicherstellung bezÃ¼glich der ZurÃ¼ckhaltung von B) seien lediglich fÃ¼r A auszusprechenâ. Sie erwÃ¤hnt dabei insbesondere die in Disp.-Ziff. III verfÃ¼gte Verpflichtung, wonach sie sicherzustellen habe, dass der Hund B von ihr bzw. von einer anderen volljÃ¤hrigen Person, die das Tier im Ã¶ffentlich zugÃ¤nglichen Raum ausfÃ¼hre, zurÃ¼ckgehalten werden kÃ¶nne. Adressat dieser Anordnung ist die BeschwerdefÃ¼hrerin, welche zu gewÃ¤hrleisten hat, dass B vom jeweiligen LeinentrÃ¤ger im Ã¶ffentlich zugÃ¤nglichen Raum zurÃ¼ckgehalten wird. Somit wurde ihrem Antrag bereits entsprochen. Die Vorinstanz weist schliesslich zutreffend darauf hin, dass es sich bei dieser Massnahme um eine allgemeine Pflicht eines jeden Hundehalters handle, was sich insbesondere aus Art. 77 der Tierschutzverordnung vom 23. April 2008 (TSchV) oder aus Art. 31 Abs. 4 der Tierschutzverordnung vom 27. Mai 1981 (aTSchV) ergibt (siehe E. 3.1; vgl. auch Art. 68 Abs. 1 TSchV, worin die fÃ¼r die Betreuung verantwortliche Person nunmehr den Sachkundenachweis zu erbringen hat, dass der erworbene Hund in Alltagssituationen kontrolliert gefÃ¼hrt werden kann). Mit der in Disp.-Ziff. III des vorinstanzlichen Entscheids erwÃ¤hnten Sicherstellung bezÃ¼glich der ZurÃ¼ckhaltung von B werden der BeschwerdefÃ¼hrerin folglich keinerlei neue Pflichten auferlegt. Mangels Beschwer (vgl. § 49 in Verbindung mit § 21 Abs. 1 VRG) ist demnach auf das besagte Begehren nicht einzutreten.</p> <p class="Erwgung1"><b>2. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>2.1 </b>Die BeschwerdefÃ¼hrerin bringt vor, dass die Leinenpflicht sowie das einzelne FÃ¼hren von B im Ã¶ffentlich zugÃ¤nglichen Raum nach wie vor allgemein und losgelÃ¶st von der Person, welche die Hunde fÃ¼hre, verfÃ¼gt seien. Beide Hunde seien in der Regel gemeinsam ausgefÃ¼hrt worden, dabei mindestens zur HÃ¤lfte von ihrem Ehemann, weshalb die verfÃ¼gten Massnahmen weder gerechtfertigt noch verhÃ¤ltnismÃ¤ssig seien. Sollten diese Massnahmen nach 2 ½ Jahren nicht ohnehin hinfÃ¤llig geworden und aufzuheben sein, da es keine weiteren VorfÃ¤lle gegeben habe, sollten sich diese auf die Aufsicht durch die BeschwerdefÃ¼hrerin beschrÃ¤nken.</p> <p class="Erwgung2"><b>2.2 </b>Aufgrund der VorfÃ¤lle vom 8. Januar 2008 und vom 6. August 2008 stufte der Beschwerdegegner in seiner VerfÃ¼gung vom 8. Dezember 2009 das Risiko als erhÃ¶ht ein, dass es erneut zu VorfÃ¤llen kommen kÃ¶nnte, bei denen Menschen oder andere Hunde durch B und C verletzt wÃ¼rden. Um weitere VorfÃ¤lle zu vermeiden und da keine neuen Erkenntnisse vorlÃ¤gen, wÃ¼rden die Leinenpflicht, das einzelne FÃ¼hren von B und die Sicherstellung von dessen ZurÃ¼ckhaltung im Ã¶ffentlich zugÃ¤nglichen Raum verfÃ¼gt. </p> <p class="Erwgung2">In seiner Stellungnahme vom 12. Juli 2010 prÃ¤zisiert der Beschwerdegegner Ã¼berdies, die genannten VorfÃ¤lle wÃ¼rden deutlich zeigen, dass die BeschwerdefÃ¼hrerin ihren freilaufenden Hund B nicht ausreichend kontrollieren kÃ¶nne, um eine GefÃ¤hrdung von Drittpersonen und Artgenossen auszuschliessen. Die physische Kontrolle eines 75 kg schweren Hundes bei einem seinerseits ungenÃ¼genden Gehorsam sei aufgrund des GewichtsverhÃ¤ltnisses Hund â Hundehalter/in nicht gegeben. Dies gelte auch, wenn zwei grosse und massige Hunde wie die der BeschwerdefÃ¼hrerin bzw. ihres Ehemannes gemeinsam von einer einzelnen Person ausgefÃ¼hrt wÃ¼rden. Erschwerend komme hinzu, dass zwei Hunde bereits ein Rudel bildeten, welches naturgemÃ¤ss schwieriger zu kontrollieren sei. Dies habe sich auch beim Vorfall vom 6. August 2008 gezeigt, weshalb die Massnahme des einzelnen FÃ¼hrens von B notwendig und verhÃ¤ltnismÃ¤ssig sei. Es mÃ¼sse schliesslich davon ausgegangen werden, dass die BeschwerdefÃ¼hrerin die Hauptbezugsperson von B sei, ihn dadurch am besten kenne und kontrollieren kÃ¶nne. Es sei unwahrscheinlich, dass der Hund gegenÃ¼ber anderen Personen, die ihn weniger gut kennen wÃ¼rden, einen besseren Gehorsam aufweise. Ãberdies bezeichne die BeschwerdefÃ¼hrerin nicht, welche Personen von der generellen Leinenpflicht sowie von der Massnahme des einzelnen FÃ¼hrens ihres Hundes ausgenommen werden sollten. Eine generelle Leinenpflicht sei folglich verhÃ¤ltnismÃ¤ssig. Es gelte zu erwÃ¤hnen, dass auch bei einer generellen Leinenpflicht dem Hund genÃ¼gend Bewegungs- und BeschÃ¤ftigungsmÃ¶glichkeiten geboten werden kÃ¶nnten.</p> <p class="Erwgung2"><b>2.3 </b>Die Vorinstanz wiederholte die RisikoeinschÃ¤tzung des Beschwerdegegners und prÃ¤zisierte, dass derartige VorfÃ¤lle mit einer Leinenpflicht fÃ¼r B im Ã¶ffentlich zugÃ¤nglichen Raum vermieden werden kÃ¶nnten. Es gÃ¤be keine mildere Massnahme, habe sich doch deutlich ergeben, dass die BeschwerdefÃ¼hrerin den unangeleinten Hund nicht rechtzeitig abrufen kÃ¶nne. Die Massnahme sei auch differenziert, bestehe doch die MÃ¶glichkeit, den Hund im Wohngebiet an der kurzen, im offenen Ã¼berschaubaren GelÃ¤nde jedoch an der langen Leine zu fÃ¼hren. Damit erweise sich die angeordnete Leinenpflicht als verhÃ¤ltnismÃ¤ssig. Gleiches gelte auch fÃ¼r die festgelegte Pflicht, B im Ã¶ffentlich zugÃ¤nglichen Raum nur einzeln zu fÃ¼hren. So hÃ¤tten die geschilderten VorfÃ¤lle deutlich gezeigt, dass die BeschwerdefÃ¼hrerin nicht in der Lage sei, zwei NeufundlÃ¤nder gleichzeitig zu beaufsichtigen. Als Halterin von B werde der Hund im Wesentlichen von der BeschwerdefÃ¼hrerin ausgefÃ¼hrt, weshalb sich fÃ¼r Letztere die Anordnung der Leinenpflicht bzw. die Verpflichtung, den Hund einzeln auszufÃ¼hren, rechtfertige. Dies mÃ¼sse aber umso mehr auch fÃ¼r weitere Drittpersonen gelten, die den Hund weniger gut kennen wÃ¼rden und folglich schlechter abrufen und beaufsichtigen kÃ¶nnten. </p> <p class="Erwgung1"><b>3. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>3.1 </b>Am 1. September 2008 sind das neue Tierschutzgesetz vom 16. Dezember 2005 sowie die Tierschutzverordnung vom 23. April 2008 in Kraft getreten. Der fÃ¼r die vorliegend zu beurteilenden Massnahmen infrage stehende Sachverhalt hat sich zwar vor dem 1. September 2008 ereignet. Da die Leinenpflicht fÃ¼r B, das einzelne FÃ¼hren dieses Hundes sowie die Sicherstellung von dessen ZurÃ¼ckhaltung im Ã¶ffentlich zugÃ¤nglichen Raum jedoch auf Dauer angeordnet wurden und erst mit Nachweis eines entsprechenden Trainings mit Ergebnisbericht, unter Vorbehalt der ÃberprÃ¼fung des Trainingserfolgs durch den Beschwerdegegner, aufgehoben werden kÃ¶nnen, ist deren RechtmÃ¤ssigkeit auch unter dem neuen Recht zu prÃ¼fen, wobei die alten und die neuen hier relevanten Bestimmungen weitgehend gleich lauten. </p> <p class="Erwgung2"><b>3.2 </b>NÃ¤here Vorschriften Ã¼ber die Hundehaltung finden sich in Art. 68 ff. TSchV bzw. in Art. 30a ff. aTSchV. Einzelne Bestimmungen verfolgen dabei auch das Ziel der Sicherheit von Menschen und Tieren (Art. 77â79 TSchV, Art. 34a ff. aTSchV). Wer einen Hund hÃ¤lt, hat die nÃ¶tigen Vorkehrungen zu treffen, dass der Hund Menschen und Tiere nicht gefÃ¤hrdet (Art. 77 TSchV, Art. 31 Abs. 4 aTSchV). FÃ¼r Feststellungen Ã¼ber Hunde, die Menschen oder Tiere erheblich verletzt haben oder ein Ã¼bermÃ¤ssiges Aggressionsverhalten zeigen, besteht eine Meldepflicht zuhanden der zustÃ¤ndigen kantonalen Stelle, welche die âerforderlichen Massnahmenâ anzuordnen hat (Art. 78 und 79 TSchV, Art. 34b Abs. 3 aTSchV). ZustÃ¤ndig fÃ¼r den Erlass und die Anwendung von Vorschriften, welche die Hundehaltung aus GrÃ¼nden der Ã¶ffentlichen Sicherheit beschrÃ¤nken, sind die Kantone (zum Ganzen siehe BGr, 31. Oktober 2008, 2_386/2008, E. 2.1, www.bger.ch).</p> <p class="Erwgung2"><b>3.3 </b>Bei der Anordnung der erforderlichen Massnahmen steht der VollzugsbehÃ¶rde ein Ermessen zu. Sie ist jedoch nicht vÃ¶llig frei, sondern hat ihr Ermessen pflichtgemÃ¤ss auszuÃ¼ben. Insbesondere ist sie an das Verbot des Ermessensmissbrauchs und der Ermessens-Ã¼ber- bzw. -unterschreitung gebunden. Ferner hat sie sich an den allgemeinen RechtsgrundsÃ¤tzen und den verwaltungsrechtlichen Grundprinzipien, namentlich dem Rechtsgleichheitsgebot, dem Gebot von Treu und Glauben und dem VerhÃ¤ltnismÃ¤ssigkeitsprinzip zu orientieren (Alfred KÃ¶lz/JÃ¼rg Bosshart/Martin RÃ¶hl, Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons ZÃ¼rich, 2. A., ZÃ¼rich 1999, § 50 N. 74, 80; vgl. ferner <br/> Ulrich HÃ¤felin/Georg MÃ¼ller/Felix Uhlmann, Allgemeines Verwaltungsrecht, 5. A., ZÃ¼rich etc. 2006, Rz. 441). </p> <p class="Erwgung1"><b>4. </b><b> </b></p> <p class="Erwgung2"><b>4.1 </b>ZunÃ¤chst ist festzuhalten, dass das Ã¶ffentliche Interesse an den vorliegend streitbetroffenen Massnahmen â die allgemeine Leinenpflicht fÃ¼r B sowie das einzelne FÃ¼hren des Hundes im Ã¶ffentlich zugÃ¤nglichen Raum â im Wesentlichen darin besteht, Artgenossen vor Attacken und Bissen von B zu schÃ¼tzen, sodass fÃ¼r die Ãffentlichkeit und insbesondere fÃ¼r andere Hunde keine Gefahr besteht, womit die Ã¶ffentliche Sicherheit gewahrt bleibt. </p> <p class="Erwgung2"><b>4.2 </b>Entgegen den AusfÃ¼hrungen der BeschwerdefÃ¼hrerin sind die verfÃ¼gten Massnahmen nicht hinfÃ¤llig und aufzuheben, weil es seit Erlass der VerfÃ¼gung des Beschwerdegegners keine weiteren VorfÃ¤lle gegeben hÃ¤tte. Vielmehr ist fÃ¼r den Rechtsmittelentscheid die Sachlage zur Zeit der erstinstanzlichen Anordnung massgebend (KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 52 N. 16), zumal der Beschwerdegegner aufgrund seither eingetretener UmstÃ¤nde oder neuer Erkenntnisse grundsÃ¤tzlich jederzeit einen neuen Entscheid treffen kann. Die VerfÃ¼gung des Beschwerdegegners datiert vom 8. Dezember 2008. Dies schliesst nicht aus, auch nach diesem Zeitpunkt eingetretene UmstÃ¤nde hilfsweise zu berÃ¼cksichtigen, insbesondere wenn sie RÃ¼ckschlÃ¼sse auf die Situation zur Zeit des erstinstanzlichen Entscheids erlauben.</p> <p class="Erwgung2"><b>4.3 </b>Im Folgenden ist die VerhÃ¤ltnismÃ¤ssigkeit der gerÃ¼gten Massnahmen zu prÃ¼fen. Dieses Prinzip ist gewahrt, wenn die streitbetroffene staatliche Massnahme geeignet ist, den im Ã¶ffentlichen Interesse verfolgten Zweck herbeizufÃ¼hren, wenn diese Massnahme in sachlicher, rÃ¤umlicher, zeitlicher und personeller Hinsicht nicht Ã¼ber das Notwendige hinausgeht und der angestrebte Zweck in einem vernÃ¼nftigen VerhÃ¤ltnis zu den Belastungen steht, die den Privaten auferlegt werden (BGE 130 II 438 f. E. 5.2).</p> <p class="Erwgung3"><b>4.3.1 </b>Aufgrund der geschilderten BissvorfÃ¤lle erscheint die Leinenpflicht fÃ¼r B im Ã¶ffentlich zugÃ¤nglichen Raum als geeignet, um Artgenossen vor weiteren Attacken dieses Hundes und um Menschen vor damit in Zusammenhang stehenden UnfÃ¤llen zu schÃ¼tzen. Angesichts des von B in der Vergangenheit an den Tag gelegten aggressiven Verhaltens gegenÃ¼ber anderen Hunden erscheint die Leinenpflicht Ã¼berdies als notwendig, um einer GefÃ¤hrdung der belebten Umwelt vorzubeugen. Es ist sodann zu erwÃ¤hnen, dass es der BeschwerdefÃ¼hrerin bei beiden VorfÃ¤llen jeweils nicht mÃ¶glich war, den freilaufenden B rechtzeitig zurÃ¼ckzurufen oder wenigstens zu stoppen, weshalb keine mildere Massnahme als die Leinenpflicht infrage kommt. Wie die Vorinstanzen ausfÃ¼hrten, ist der Hund im Wohngebiet zwar an der kurzen, im offenen Ã¼berschaubaren GelÃ¤nde jedoch an der langen Leine zu fÃ¼hren, sodass die Bewegungsfreiheit des Tiers gewÃ¤hrleistet bleibt und ihm genÃ¼gend BeschÃ¤ftigungsmÃ¶glichkeiten geboten werden kÃ¶nnen. Die angeordnete Massnahme erscheint somit auch differenziert und nicht Ã¼ber das Notwendige hinausgehend. Da das Ã¶ffentliche Interesse, weitere ZwischenfÃ¤lle wie die vorgenannten zu verhindern, das Interesse der BeschwerdefÃ¼hrerin, B ohne Leine auszufÃ¼hren, klar Ã¼berwiegt und da die Leinenpflicht nicht als einschneidend erscheint, indem sie unter Vorlage einer schriftlichen BestÃ¤tigung eines entsprechenden Trainings mit Ergebnisbericht vom Beschwerdegegner Ã¼berprÃ¼ft und allenfalls aufgehoben werden kann, erweist sich diese Massnahme auch als verhÃ¤ltnismÃ¤ssig. </p> <p class="Erwgung3"><b>4.3.2 </b>Das einzelne FÃ¼hren von B im Ã¶ffentlich zugÃ¤nglichen Raum stellt eine geeignete Massnahme dar, um unkontrollierte Begegnungen mit fremden Artgenossen im Freien zu verhindern und somit Situationen wie die sich zugetragenen zu vermeiden. Beim fraglichen Hund handelt es sich um einen immerhin 75 kg schweren NeufundlÃ¤nder, der in der Vergangenheit einen schlechten Gehorsam und gegenÃ¼ber fremden Artgenossen ein auffÃ¤lliges Aggressionsverhalten zeigte. Einem solch grossen, verhaltensauffÃ¤lligen Tier muss grÃ¶ssere Aufmerksamkeit zukommen und es muss intensiver kontrolliert werden. Um diesen Hund in genÃ¼gendem Mass zu beaufsichtigen und ihn konsequent zu fÃ¼hren, verbietet es sich, dass eine einzelne Person B zusammen mit anderen Hunden, insbesondere mit der NeufundlÃ¤nder-HÃ¼ndin C, im Ã¶ffentlichen Raum ausfÃ¼hrt, um eine Rudelbildung zu vermeiden. Die angeordnete Pflicht des einzelnen FÃ¼hrens des Hundes B im Ã¶ffentlich zugÃ¤nglichen Raum erweist sich demnach als erforderlich. Zudem Ã¼berwiegt das Interesse an der Wahrung der Ã¶ffentlichen Sicherheit durch Vermeidung von BissvorfÃ¤llen das private Interesse der BeschwerdefÃ¼hrerin, B mit anderen Hunden auszufÃ¼hren. Es bleibt anzufÃ¼gen, dass es sich nicht um eine Abschottungsmassnahme handelt, wenn B einzeln ausgefÃ¼hrt wird. Vielmehr besteht weiterhin die MÃ¶glichkeit, B mit einem zweiten Hund auszufÃ¼hren, wenn sichergestellt ist, dass eine weitere Person zugegen ist und das andere Tier beaufsichtigt. DarÃ¼ber hinaus kann die streitbetroffene Massnahme unter den bereits genannten Bedingungen aufgehoben werden. Somit hat es die BeschwerdefÃ¼hrerin in der Hand, mittels Absolvierung eines entsprechenden Trainings die Massnahme zur Aufhebung zu bringen. Unter diesen UmstÃ¤nden ist keine Verletzung des VerhÃ¤ltnismÃ¤ssigkeitsprinzips ersichtlich. </p> <p class="Erwgung2"><b>4.4 </b>Es ist schliesslich zu prÃ¼fen, ob die Leinenpflicht fÃ¼r B und das einzelne FÃ¼hren dieses Hundes im Ã¶ffentlich zugÃ¤nglichen Raum nicht in allgemeiner Weise angeordnet werden dÃ¼rfen, sondern nur auf die BeschwerdefÃ¼hrerin zu beschrÃ¤nken sind. In der Beschwerdeschrift ist diesbezÃ¼glich neuerdings festgehalten, dass die beiden Hunde B und C in der Regel gemeinsam ausgefÃ¼hrt wÃ¼rden, wobei mindestens zur HÃ¤lfte vom Ehemann der BeschwerdefÃ¼hrerin.</p> <p class="Erwgung3"><b>4.4.1 </b>Es ist davon auszugehen, dass die BeschwerdefÃ¼hrerin als Halterin von B dessen Hauptbezugsperson ist, sich somit im Wesentlichen um ihn kÃ¼mmert und ihn am besten kennt. Dies ergibt sich insbesondere aus dem Fragebogen vom 4. September 2008, wonach die BeschwerdefÃ¼hrerin die Hunde zur Arbeit mitnehme und sich diese in ihrem GeschÃ¤ft aufhalten wÃ¼rden. DarÃ¼ber hinaus ereigneten sich die VorfÃ¤lle jeweils im Beisein der BeschwerdefÃ¼hrerin, was ebenfalls darauf hindeutet, dass Letztere sich hauptsÃ¤chlich um die Hunde sorgt. Es scheint somit unwahrscheinlich, dass B Drittpersonen, mit welchen er offensichtlich weniger zu tun hat, besser gehorcht als der BeschwerdefÃ¼hrerin als seine Hauptbezugsperson. Dies gilt auch fÃ¼r den Ehemann der BeschwerdefÃ¼hrerin, auch wenn er die Hunde zu einem grossen Teil ausfÃ¼hren sollte. Unter diesen UmstÃ¤nden ist die generelle Leinenpflicht fÃ¼r den Hund B im Ã¶ffentlich zugÃ¤nglichen Raum nicht zu beanstanden.</p> <p class="Erwgung3"><b>4.4.2 </b>BezÃ¼glich der angeordneten Pflicht, B im Ã¶ffentlich zugÃ¤nglichen Raum einzeln zu fÃ¼hren, ist festzuhalten, dass die beiden BissvorfÃ¤lle sich zwar ereigneten, als die BeschwerdefÃ¼hrerin mit den Hunden unterwegs war. Daraus kann aber nicht geschlossen werden, einzig Letztere sei nicht in der Lage, die zwei NeufundlÃ¤nder gleichzeitig zu beaufsichtigen. Angesichts der KÃ¶rpermasse dieser Hunde und angesichts des aggressiven Verhaltens gegenÃ¼ber fremden Artgenossen, das B in der Vergangenheit unbestrittenermassen an den Tag legte, erscheint die Aufsicht der beiden Hunde durch eine Drittperson vielmehr ebenfalls als ungenÃ¼gend; dies umso mehr, da davon auszugehen ist, dass B Dritten noch weniger Gehorsam entgegen bringen dÃ¼rfte und damit schlechter abgerufen werden kann als durch die BeschwerdefÃ¼hrerin, die immerhin seine Halterin und Hauptbezugsperson ist. Schliesslich ist darauf hinzuweisen, dass zwei Hunde naturgemÃ¤ss schwieriger zu kontrollieren sind als einer. Das einzelne FÃ¼hren von B in allgemeiner Weise anzuordnen, erweist sich folglich als zulÃ¤ssig, um den Hund im Ã¶ffentlichen Raum bestmÃ¶glich beaufsichtigen zu kÃ¶nnen und einer GefÃ¤hrdung der Umwelt durch BissvorfÃ¤lle entgegenzuwirken.</p> <p class="Erwgung1"><b>5. </b> </p> <p class="Urteilstext">Zusammenfassend ist festzuhalten, dass die vom Beschwerdegegner getroffenen Massnahmen der generellen Leinenpflicht fÃ¼r B und die allgemeine Pflicht, diesen Hund im Ã¶ffentlich zugÃ¤nglichen Raum nur einzeln zu fÃ¼hren, im Rahmen der dem Verwaltungsgericht zustehenden Ermessenskontrolle (§ 50 Abs. 1 in Verbindung mit § 20 Abs. 1 lit. a VRG) nicht zu beanstanden sind. Eine WirkungseinschrÃ¤nkung dieser Massnahmen auf eine Person, nÃ¤mlich die BeschwerdefÃ¼hrerin, rechtfertigt sich nicht. Demzufolge ist die Beschwerde abzuweisen.</p> <p class="Erwgung1"><b>6. </b> </p> <p class="Erwgung1">Bei diesem Ausgang sind die Kosten des Verfahrens der BeschwerdefÃ¼hrerin aufzuerlegen (§ 65a Abs. 1 in Verbindung mit § 13 Abs. 2 VRG). </p> <p class="Einzug1"><span>DemgemÃ¤ss entscheidet <span>die Kammer</span>:</span></p> <p class="Einzug2"><span>1. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird.</span></p> <p class="Einzug2"><span>2. Die GerichtsgebÃ¼hr wird festgesetzt auf <br/> Fr. 2'000.--; die Ã¼brigen Kosten betragen:<br/> Fr. 60.-- Zustellungskosten,<br/> Fr. 2'060.-- Total der Kosten.</span></p> <p class="Einzug2"><span>3. Die Gerichtskosten werden der BeschwerdefÃ¼hrerin auferlegt.</span></p> <p class="Einzug2"><span>4. Gegen diesen Entscheid kann Beschwerde in Ã¶ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten nach Art. 82 ff. des Bundesgerichtsgesetzes erhoben werden. Die Beschwerde ist innert 30 Tagen, von der Zustellung an gerechnet, beim Bundesgericht, 1000 Lau-sanne 14, einzureichen.</span></p> <p class="Urteilstext">5. Mitteilung anâ¦</p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>