<h2>SubmittedText<h2><p>Der Bundesrat wird beauftragt, dem Parlament einen Bericht zur durchschnittlichen Entwicklung der Anzahl Tage für überbetriebliche Kurse (ÜK), die in den letzten zehn Jahren in den vom SBFI erlassenen Bildungsverordnungen oder vom SBFI genehmigten Bildungsplänen über die berufliche Grundbildung vorgesehen waren, vorzulegen. Im Bericht soll ebenfalls angegeben werden, ob zwischen den Berufen erhebliche Unterschiede bestehen und insbesondere wie sich die Anzahl ÜK-Tage bei den letzten Revisionen der Bildungsverordnungen oder der Bildungspläne veränderte. Zudem soll die Entwicklung der durchschnittlichen Kosten der ÜK pro Tag und lernende Person aufgezeigt werden. Schliesslich soll der Bundesrat in diesem Bericht über das Zuteilungsverfahren der ÜK sowie über die Befugnisse der Kontrollbehörde im Rahmen der Kosten, die von den Anbietern der ÜK in Rechnung gestellt werden, informieren.</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Der Bundesrat teilt die Einschätzung des Postulanten in Bezug auf die Komplexität der Berechnung der Finanzierung von überbetrieblichen Kursen (üK). Eine vom Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation (SBFI) im Rahmen der Initiative "Berufsbildung 2030" in Auftrag gegebene Studie zur Finanzierung der Berufsbildung hat sich dieser Problematik bereits angenommen (www.sbfi.admin.ch &gt; Publikationen und Dienstleistungen &gt; Publikationen &gt; "Analyse zur Finanzierung in der Berufsbildung").</p><p>Die Thematik wird seit dem Nationalen Spitzentreffen der Berufsbildung vom November 2020 untersucht. Die Tripartite Berufsbildungskonferenz (TBBK) wurde beauftragt, im Projekt "Optimierung von Prozessen und Anreizen in der Berufsbildung" verschiedenen Fragen nachzugehen. Eines der Teilprojekte betrifft die Finanzierung der überbetrieblichen Kurse. Das Thema wurde mit den verschiedenen Akteuren an der Verbundpartnertagung 2021 bearbeitet. Gestützt darauf wird in einer ersten Phase dieses Teilprojekts unter der Leitung des SBFI eine breite Studie zu den Finanzströmen und -mechanismen durchgeführt. Untersucht werden sollen insbesondere die Organisation, die Zuständigkeiten und die Prozesse der üK. Zudem sind detaillierte Erhebungen zur Kostenentwicklung vorgesehen. Ein besonderes Augenmerk wird auf die regionalen Unterschiede und die verschiedenen Finanzierungsformen gelegt. Darauf aufbauend sollen Verbesserungsvorschläge formuliert werden. In einer zweiten Phase erhalten die Organisationen der Arbeitswelt (OdA) und die Kantone die Aufgabe, die Verbesserungsvorschläge zu prüfen und konkrete Massnahmen vorzuschlagen.</p><p>Die Kantone wie auch die OdA beteiligen sich in jeder Phase des Projekts. Der Bundesrat ist der Ansicht, dass die seit 2020 laufenden Abklärungen die Anliegen des Postulats bereits berücksichtigen.</p>  Der Bundesrat beantragt die Ablehnung des Postulates.