<h2>SubmittedText<h2><p>Die Schwulen-Broschüre "Selbstverständlich" der Aidshilfe Schweiz, welche pornografische Bilder und Anleitungen zu diversen Sexualpraktiken vermittelt, wurde im Kanton Bern den Schulen angeboten. Es ist damit zu rechnen, dass dies auch in anderen Kantonen geschehen wird. Diese Broschüre wurde von der Aidshilfe Schweiz - finanziert vom Bundesamt für Gesundheit (BAG) - herausgegeben. Deshalb stelle ich dem Bundesrat aus grosser Besorgnis heraus folgende Fragen:</p><p>1. Ist er nicht auch der Meinung, dass die in der Broschüre "Selbstverständlich" veröffentlichten pornografischen Bilder und Anleitungen zu diversen Sexualpraktiken für Jugendliche, welche auf der Suche nach ihrer sexuellen Identität sind, unhaltbare tendenziöse Informationen vermitteln und diese Broschüre den Schulen deshalb nicht angeboten werden darf?</p><p>2. Wie hoch ist der Beitrag, den die Aidshilfe Schweiz - finanziert vom BAG - für die Herausgabe der Broschüre eingesetzt hat? Hält er diesen Beitrag für verantwortbar?</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Die Coming-out-Broschüre "Selbstverständlich" wurde von Pink Cross und der Aidshilfe Schweiz erarbeitet und im Februar 2005 herausgegeben. Die Broschüre ist professionell gemacht und vermag die Zielgruppe, junge, gleichgeschlechtlich empfindende Männer ab 16 Jahren, dank Inhalt und Aufmachung gut zu erreichen. Sie soll gemäss Konzept der Herausgeber über Beratungsstellen, Selbsthilfeorganisationen und Gruppen verteilt werden. Die Broschüre ist nicht für die Verteilung in den Schulen konzipiert worden.</p><p>Die Broschüre wurde nach den vorliegenden Informationen bisher nur im Kanton Bern von der lokalen Aidshilfe im Einverständnis mit der Erziehungsdirektion des Kantons an die Schulleitungen im Kanton verschickt.</p><p>1. Die Broschüre leistet einen Beitrag zur sexuellen Aufklärung von Jugendlichen ab 16 Jahren und jungen Erwachsenen, die feststellen, dass sie gleichgeschlechtlich empfinden, und bietet ihnen eine ausgewogene Information über die Homosexualität. Der Bundesrat befürwortet die Abgabe der Broschüre im Rahmen von Beratungsgesprächen und bei Veranstaltungen. Für einen Einsatz in der obligatorischen Schulzeit ist die Broschüre weder vorgesehen noch geeignet.</p><p>2. Die beiden herausgebenden Organisationen haben die Broschüre mit eigenen Mitteln erarbeitet und finanziert. Bundesstellen waren weder in die Erarbeitung noch in die Beurteilung des Produktes einbezogen und haben keine finanziellen Beiträge geleistet.</p>  Antwort des Bundesrates.