A bteilung III C -1274/2006 {T 0/2} U rteil vom 29. A ugust 2007 M itw irkung: R ichter Antonio Im oberdorf; R ichterin Elena Avenati-C arpani; R ichter Blaise Vuille; G erichtsschreiber D aniel G rim m . L._______, Zustelladresse: _______ Beschw erdeführer, gegen B undesam t für Justiz (B J), Bundesrain 20, 3003 Bern, Vorinstanz betreffend Fürsorgeleistungen an A uslandschw eizer (A SFG ). B u n d e s v e rw a ltu n g s g e ric h t T rib u n a l a d m in is tra tif fé d é ra l T rib u n a le a m m in is tra tiv o fe d e ra le T rib u n a l a d m in is tra tiv fe d e ra l2 Sachverhalt: A. L._______ (nachfolgend Beschw erdeführer) w urde am _______ in Lim a geboren. D urch Abstam m ung erw arb er die schw eizerische und durch seine G eburt in Peru die peruanische Staatsangehörigkeit. Seit einem schw eren Autounfall im Jahre 1963 ist er an den R ollstuhl gebunden. D urch die jahrelange Invalidität geriet er allm ählich in finanzielle Engpäs- se. Am 9. O ktober 1991 w andte sich der Beschw erdeführer deshalb erst- m als an die Schw eizerische Botschaft in Lim a und ersuchte um U nter- stützung in Form einer m onatlichen R ente für den Lebensunterhalt. Auf- grund eines Beschw erdeentscheids des Eidgenössischen Justiz- und Poli- zeidepartem ents (EJPD ) vom 24. August 1992 erhielt er fortan m aterielle H ilfen gem äss dem Bundesgesetz vom 21. M ärz 1973 über Fürsorgeleis- tungen an Auslandschw eizer (ASFG , SR 852.1). B. W eil der G esuchsteller über Jahre hinw eg Invalidenrenten der peruani- schen Sozialversicherung nicht deklariert hatte, verfügte das ehem als zu- ständige Bundesam t für Polizei (BAP, heute Bundesam t für Justiz [BJ], hiernach Bundesam t) am 23. O ktober 2000, der Betroffene habe die zuviel bezogenen U nterstützungsleistungen innerhalb von 18 M onaten zurückzu- erstatten. Auf Beschw erde hin w urde die Zeitdauer für die R ückerstattun- gen am 12. Januar 2001 w iedererw ägungsw eise auf drei Jahre ausge- dehnt. N achdem w eitere U ngereim theiten zum Vorschein gekom m en w a- ren, nam entlich w urde dem Beschw erdeführer vorgew orfen, Sozialhilfe- leistungen m issbräuchlich verw endet, bew usst falsche Angaben zu Ver- kehrsauslagen gem acht und eine neue W ohnung bezogen zu haben ohne die Schw eizervertretung darüber zu inform ieren, stellte das Bundesam t die bisher gew ährte U nterstützung am 13. M ai 2003 per sofort ein. D iese An- ordnung, die nicht nur die m onatlichen Beiträge für den Lebensunterhalt sondern auch die m edizinisch bedingten Auslagen um fasste, erging nicht in Verfügungsform . C . Am 26. April 2004 ersuchte der Beschw erdeführer im N achhinein um den Erlass einer anfechtbaren Verfügung. W egen der seither verstrichenen Zeit em pfahl ihm das Bundesam t, ein neues U nterstützungsgesuch vorzu- legen. Ein solches ging am 30. Juni 2004 bei der Schw eizerischen Bot- schaft in Lim a ein. D arin verlangte er m aterielle H ilfen von m onatlich PEN (Peruanischer Sol) 3'580.40. Infolge um fangreicher Abklärungen verzöger- te sich die W eiterbearbeitung der Angelegenheit durch die Vorinstanz. M it Schreiben vom 4. Juli 2005 bekräftigte der G esuchsteller seinen Antrag auf W iederaufnahm e der U nterstützung. D ie unklaren Eigentum s- bzw . Be- sitzverhältnisse der von ihm bew ohnten Liegenschaft und sonstige offene Fragen führten danach zu w eiteren Verzögerungen. D . M it Verfügung vom 18. Septem ber 2006 lehnte die Vorinstanz die W ieder- ausrichtung von Sozialhilfeleistungen ab. Zur Begründung führte sie aus, nach Art. 5 ASFG habe ein Sozialhilfeem pfänger alle M öglichkeiten auszu- schöpfen, um seine Auslagen niedrig zu halten und Einnahm en zu erzie-3 len. U m eine neuerliche U nterstützung prüfen zu können, sei vollständige Klarheit über die finanzielle Situation erforderlich. Bis heute w ürden aber m assgebliche U nterlagen w ie die verlangten Bankauszüge oder eine Kopie des M ietvertrages bzw . Belege für M ietzinszahlungen fehlen. Auch die Frage, w ie der Antragsteller sein Budgetdefizit seit der Einstellung der U n- terstützung durch den Bund gedeckt habe, sei unbeantw ortet geblieben. D er Beschw erdeführer bew ohne eine M ietw ohnung im teuren R esidenz- viertel. Er lege nicht stichhaltig dar, w arum ihm eine R ückkehr in die 176 m 2 grosse, im gleichen Viertel liegende Eigentum sw ohnung der M ut- ter oder ein U m zug in ein billigeres Q uartier nicht m öglich sei. Ausserdem stünde es ihm offen, die AH V-R ente vorzubeziehen. D as vom Bundesam t aufgrund der verfügbaren D aten berechnete Budgetdefizit betrage zur Zeit PEN 572.-- (um gerechnet Fr. 216.15). Auf der Ausgabenseite seien die Aufw endungen für die G arage und diejenigen für die Krankenschw ester gestrichen w orden. D ie G elder in der H öhe von $ 650.--, w elche der Be- schw erdeführer jeden M onat von der Im m obilienagentur G ._______ erhalte, seien hingegen als Einnahm en anzurechnen. D am it sei die Bedürftigkeit nicht ausgew iesen und eine U nterstützung von Seiten des Bundes kom m e unter solchen Voraussetzungen nicht in Betracht. E. Am 30. O ktober 2006 reichte der Beschw erdeführer bei der Schw eizeri- schen Botschaft in Lim a eine R eihe von U nterlagen nach und ersuchte (sinngem äss) um die Aufhebung des angefochtenen Entscheids und die Zusprechung von Fürsorgeleistungen. D ie Eingabe w urde als Beschw erde gegen die vorinstanzliche Verfügung vom 18. Septem ber 2006 betrachtet und zuständigkeitshalber an das EJPD überw iesen. In der Eingabe führt der Antragsteller aus, seine w irtschaftliche Lage präsentiere sich gleich w ie 1992/93. Ausser der leicht gestiegenen R ente der peruanischen So- zialversicherung verfüge er über keine Einkünfte. Seit ihm die Eidgenos- senschaft ungerechtfertigterw eise die U nterstützung entzogen habe, seien seine M utter und die m it der Fam ilie L._______ befreundete K._______ in die Bresche gesprungen. Von Frau K._______ erhalte er jeden M onat ein rückzahlbares D arlehen von $ 650.--, von denen $ 400.-- für die M iete des Appartem ents und $ 250.-- für den Lebensunterhalt bestim m t seien. M it den PEN 600.-- der M utter begleiche er die für Essen, W ohnen, M edizin und Transport anfallenden Kosten. F. D ie eingereichten Belege bew ogen die Vorinstanz am 18. Januar 2007 im R ahm en des Vernehm lassungsverfahrens dazu, eine neue Verfügung zu erlassen. D arin w urden dem Beschw erdeführer für den Zeitraum von Juli 2006 bis längstens Juli 2007 in teilw eiser W iedererw ägung des ursprüngli- chen Entscheides vom 18. Septem ber 2006 Sozialhilfeleistungen im U m - fang von PEN 605.-- (Fr. 237.--) m onatlich zugesprochen. In diesem Zu- sam m enhang hielt das Bundesam t fest, das aufgrund der erhaltenen Infor- m ationen erstellte Budget w eise ein D efizit von PEN 605.-- aus. D er Be- schw erdeführer erreiche aber bald das Alter für den Vorbezug einer AH V- R ente, w om it er im Stande sein w erde, die aktuellen Lebenshaltungskos- ten künftig selber zu decken. Es w erde ihm daher nahegelegt, sich m it ei- nem entsprechenden Antrag um gehend an die zuständige Zentralstelle in 4 G enf zu w enden. Aus diesem G runde w ürden die rückw irkend ab Juli 2006 gew ährten Sozialhilfeleistungen nur bis zum Zeitpunkt der Auszahlung der ersten AH V-R ente, längstens jedoch bis Juli 2007 ausgerichtet. G . In ihrer Vernehm lassung vom 19. Januar 2007 beantragt die Vorinstanz, die Beschw erde sei als gegenstandslos gew orden abzuschreiben. H . In der R eplik vom 23. M ärz 2007 betonte der Beschw erdeführer unter H in- w eis auf eine Erklärung von K._______ vom 15. M ärz 2007 nochm als, bei den $ 650.-- handle es sich nicht um Einkom m en, sondern eine vorüberge- hende Schuld. I. Auf den w eiteren Akteninhalt w ird, sow eit rechtserheblich, in den Erw ägun- gen eingegangen. D as B undesverw altungsgericht zieht in Erw ägung: 1. 1.1 Verfügungen des BJ betreffend Fürsorgeleistungen an Auslandschw eize- rinnen und Auslandschw eizer unterliegen der Beschw erde an das Bundes- verw altungsgericht (Art. 31 und Art. 33 Bst. d des Verw altungsgerichtsge- setzes vom 17. Juni 2005 [VG G , SR 173.32]). 1.2 D as Bundesverw altungsgericht übernim m t die Beurteilung der beim In- krafttreten des Verw altungsgerichtsgesetzes am 1. Januar 2007 bei Eidge- nössischen R ekurs- oder Schiedskom m issionen oder bei Beschw erde- diensten der D epartem ente hängigen R echtsm ittel. Für die Beurteilung gilt das neue Verfahrensrecht (Art. 53 Abs. 2 VG G ). 1.3 G em äss Art. 37 VG G richtet sich das Verfahren vor dem Bundesverw al- tungsgericht nach dem Bundesgesetz vom 20. D ezem ber 1968 über das Verw altungsverfahren (Vw VG , SR 172.021), sow eit das G esetz nichts an- deres bestim m t. 1.4 D er Beschw erdeführer ist als Verfügungsbetroffener legitim iert (Art. 48 ff. Vw VG ). Auf die frist- und form gerechte Beschw erde ist, sow eit sie durch die teilw eise W iedererw ägung der angefochtenen Verfügung nicht gegen- standslos w urde, einzutreten (vgl. unten Ziff. 2). 2. D ie Vorinstanz hat ihren ursprünglichen Entscheid vom 18. Septem ber 2006 am 18. Januar 2007 in Anw endung von Art. 58 Abs. 1 Vw VG teilw ei- se in W iedererw ägung gezogen. Anstatt überhaupt keine m ateriellen H ilfen gem äss ASFG zu gew ähren, ist das Bundesam t nunm ehr bereit, vom Juli 2006 bis längstens Juli 2007 m onatlich PEN 605.-- auszurichten. D en An- gaben des Beschw erdeführers zufolge beläuft sich der m onatlich Fehlbe- trag allerdings auf PEN 3'580.40 (vgl. sein G esuch um W iederaufnahm e der U nterstützung von Ende Juni 2004) bzw . PEN 3'619.90 (Budget zum Zeitpunkt des angefochtenen Entscheids). G em äss Art. 58 Abs. 3 Vw VG setzt die Beschw erdeinstanz die Behandlung der Beschw erde fort, sow eit 5 diese durch die neue Verfügung nicht gegenstandslos gew orden ist. Eine Anfechtung der Verfügung vom 18. Januar 2007 w ar – entgegen der erteil- ten R echtsm ittelbelehrung – nicht erforderlich (vgl. BG E 126 lll 85 E. 3 S. 88 f.). 3. M it Beschw erde an das Bundesverw altungsgericht kann die Verletzung von Bundesrecht einschliesslich Ü berschreitung oder M issbrauch des Er- m essens, die unrichtige oder unvollständige Feststellung des rechtserheb- lichen Sachverhaltes sow ie die U nangem essenheit gerügt w erden (Art. 49 Vw VG ). D as Bundesverw altungsgericht w endet im Beschw erdeverfahren das Bundesrecht von Am tes w egen an. Es ist gem äss Art. 62 Abs. 4 Vw VG an die Begründung der Begehren nicht gebunden und kann die Be- schw erde auch aus anderen als den geltend gem achten G ründen gut- heissen oder abw eisen. M assgebend ist grundsätzlich die Sach- und R echtslage zum Zeitpunkt seines Entscheides. 4. 4.1 N ach Art. 1 ASFG gew ährt der Bund im R ahm en dieses G esetzes Aus- landschw eizerinnen und Auslandschw eizern, die sich in einer N otlage be- finden, Fürsorgeleistungen. G em äss Art. 5 ASFG w erden solche U nterstüt- zungen nur an Personen ausgerichtet, die ihren Lebensunterhalt nicht hin- reichend aus eigenen Kräften und M itteln, Beiträgen von privater Seite oder H ilfeleistungen des Aufenthaltsstaates bestreiten können. 4.2 Schw eizerisch-ausländische D oppelbürger, deren ausländisches Bürger- recht vorherrscht, w erden nach Art. 6 ASFG in der R egel nicht unterstützt. Für die Bestim m ung des vorherrschenden Bürgerrechts sind vor allem die U m stände, w elche zum Erw erb des ausländischen Bürgerrechts geführt haben und die Beziehungen zur Schw eiz m assgebend (vgl. Art. 8 Abs. 1 der Verordnung vom 26. N ovem ber 1973 über Fürsorgeleistungen an Aus- landschw eizer [ASFV, SR 852.11]). 5. 5.1 Art. 6 ASFG setzt eine Bedürftigkeit der zu unterstützenden Person vor- aus. U nter den vorliegenden U m ständen (vgl. Ziffer 5.2 – 6.3 unten) erüb- rigt es sich indessen, auf besagten Aspekt näher einzugehen. Auch die Frage des vorherrschenden ausländischen Bürgerrechts bedarf keiner nochm aliger Erörterungen, hat sich die diesbezügliche Situation seit dem in gleicher Angelegenheit ergangenen Entscheid des EJPD vom 24. Au- gust 1992 (publiziert in Verw altungspraxis der Bundesbehörden [VPB] 57.25) doch kaum verändert. Vielm ehr ist nach w ie vor davon auszugehen, dass beim Beschw erdeführer das peruanische Bürgerrecht vorherrscht. 5.2 Bei dieser Sachlage gilt es in erster Linie zu prüfen, ob G ründe vorliegen, um (erneut) von der R egel von Art. 6 ASFG abzuw eichen. D er W ortlaut dieser Bestim m ung lässt Ausnahm en vom G rundsatz der N ichtunter- stützung bei vorherrschendem ausländischen Bürgerrecht zu. D er G esetz- geber w ollte dam it H ärten, U nbilligkeiten und U nzulänglichkeiten vorbeu- gen, die sich w egen der Besonderheit eines Sachverhalts aus der strikten Anw endung des G esetzes ergeben könnten (VPB 57.25). D ie R echtspre-6 chung legt Art. 6 ASFG , auch in Berücksichtigung der Botschaft des Bun- desrates vom 6. Septem ber 1972 zum Entw urf eines Bundesgesetzes über Fürsorgeleistungen an Auslandschw eizer (BBl 1972 ll S. 548 ff.), dahinge- hend aus, Ausnahm etatbestände auf besonders krasse Fälle zu beschrän- ken, bei denen es aufgrund der gesam ten U m stände nicht zu verantw orten w äre, eine hilfsbedürftige Person von der U nterstützung auszuschliessen. Zu denken ist nam entlich an Konstellationen, in denen die physische Exis- tenz der Betroffenen auf dem Spiel steht, die M öglichkeit ein m enschen- w ürdiges Leben zu führen tangiert ist oder w enn Auslandschw eizerinnen und Auslandschw eizer durch kriegerische Ereignisse in N ot geraten (VPB 57.25). Voraussetzung der Ausrichtung m aterieller H ilfen bleibt dem Sinn und Zw eck des ASFG entsprechend aber stets, dass sich das schw eizeri- sche Bürgerrecht nicht in einem blossen Form alism us erschöpft. 5.3 D as EJPD gelangte im bereits zitierten Entscheid vom 24. August 1992 zum Schluss, der Beschw erdeführer befinde sich in einer Situation, w elche m aterielle H ilfen nach dem ASFG zu rechtfertigen verm öchten. G estützt auf diesen Beschw erdeentscheid w urde er in der Folge bis M itte M ai 2003 m it m onatlichen Beiträgen unterstützt. O bw ohl das schw eizerische Bürger- recht auf Seiten des Betroffenen auch heute nicht nur der Form nach be- steht, lassen verschiedene Entw icklungen, die sich in der Zw ischenzeit zu- getragen haben, die Ausrichtung von Sozialhilfeleistungen über das vom Bundesam t in der Verfügung vom 18. Januar 2007 festgelegte M ass hin- aus keinesw egs m ehr als unum gänglich erscheinen. W ie eben dargetan, stellt die U nterstützung trotz Vorherrschens des ausländischen Bürger- rechts einen Ausnahm etatbestand dar. N ur schon diese Ausgangslage legt es nahe, die entsprechenden Bestim m ungen des ASFG strikt anzuw en- den. 6. 6.1 Einem Auslandschw eizer stehen im R ahm en eines U nterstützungsverfah- rens nicht nur R echte zu, sondern es obliegen ihm selbstredend auch ge- w isse M itw irkungspflichten (vgl. Art. 7 ASFG ). D ie U nterstützung kann un- ter anderem verw eigert w erden, w enn die betroffene Person das ihr Zu- m utbare, um ihre Lage zu verbessern, offensichtlich unterlässt (Art. 7 Bst. e ASFG ). D er Beschw erdeführer w urde w iederholt auf seine M itw irkungs- pflichten, die noch andere Sachverhalte um fassen (vgl. Art. 7 Bst. a – Bst. f ASFG ), aufm erksam gem acht. D ie Prüfung der Akten bringt in dieser H insicht einiges an Sparpotenzial zum Vorschein. So sind die veranschlag- ten M ietkosten m it $ 400.-- vergleichsw eise hoch. D ies hängt dam it zu- sam m en, dass der Betroffene im gehobenen R esidenzviertel von Lim a w ohnt. M it Sozialhilfeleistungen nach dem ASFG sind nicht die w ünschba- ren, sondern lediglich die notw endigen Auslagen zu finanzieren (Art. 8 Abs. 1 ASFG ). D as ASFG bezw eckt, in N ot geratenen Auslandschw eize- rinnen und Auslandschw eizern eine einfache, angem essene Lebensfüh- rung zu erm öglichen (zum G anzen vgl. die bundesrätliche Botschaft zum ASFG , a.a.O . S. 559/560). D em Beschw erdeführer w äre es daher m öglich, den W ohnsitz an eine w eniger attraktive W ohnlage resp. in einen kosten- günstigeren Stadtteil zu verlegen, w as nam hafte Einsparungen m it sich 7 brächte (zu den M ietaufw endungen anderer unterstützungsbedürftiger Per- sonen in Lim a siehe die Stellungnahm e der Schw eizervertretung vom 28. Juni 2006). D enkbar w äre ebenfalls eine R ückkehr in die selbst für zw ei Personen noch sehr geräum ige W ohnung der M utter, w ie dies die Vertretung vor O rt vorschlägt. Inw iefern ihm dies unzum utbar sein sollte, w ird nicht in plausibler W eise dargetan. Eine w eitere Alternative bedeutete für den alleinstehenden, pflegebedürftigen Beschw erdeführer die U nter- bringung in einem von D eutschen geführten Pflegeheim , w o zur Zeit eben- falls zw ei Auslandschw eizer leben und unterstützt w erden (zu den beiden letztgenannten Varianten vgl. den Bericht der Schw eizerischen Botschaft in Lim a vom 19. Januar 2006). D ie Periode seit der Einstellung der U nter- stützung im M ai 2003 m acht sodann offenkundig, dass er auf Zuw endun- gen von privater Seite (einerseits K._______, andererseits seine M utter O ._______) zählen konnte und kann. Solche Beiträge haben gegenüber H ilfeleistungen des Bundes Vorrang (Art. 5 ASFG ). O b es opportun ist, die Ü berw eisungen von K._______ als rückzahlbare D arlehen bzw . Schuld zu behandeln, erscheint unter den gegebenen U m ständen (der Beschw erde- führer agierte bei einem Im m obilienerw erb als M ittelsm ann von K._______, entsprechende Einkünfte hat er nie deklariert) fraglich, m ag aber offen bleiben, hat der Betroffene w ie erw ähnt doch nicht alle Sparm öglichkeiten ausgeschöpft. 6.2 Aufgrund des G esagten w äre das BJ nach Art. 7 ASFG eigentlich gehalten gew esen, ganz auf die Zusprechung von Fürsorgeleistungen zu verzich- ten. G leichw ohl w urde in der teilw eise in W iedererw ägung gezogenen Ver- fügung vom 18. Januar 2007 G utsprache für die Ausrichtung m aterieller H ilfen geleistet. D ie Vorinstanz schlug dem Beschw erdeführer (der M itglied der freiw illigen AH V ist) hierbei vor, bei der zuständigen Stelle um gehend einen Antrag auf Vorbezug der AH V einzureichen und befristete die U nter- stützung bis längstens Juli 2007. O b er den Em pfehlungen inzw ischen Fol- ge geleistet hat, ist nicht bekannt, ändert jedoch nichts an der Tatsache, dass der Vorbezug von AH V-Leistungen für ihn eine zusätzliche M ilderung bedeuten w ürde. Ein w eiteres Entgegenkom m en ist angesichts der vom Beschw erdeführer in den vergangenen Jahren an den Tage gelegten H al- tung, die im Kontext von Art. 7 ASFG nicht hinzunehm en ist, w eder gebo- ten noch aus sonstigen G ründen angezeigt. Bei dieser Sachlage braucht nicht geprüft zu w erden, ob bei den übrigen Budgetposten zusätzliche Ein- sparungen realisierbar w ären. 6.3 N ach dem G esagten ist dem Beschw erdeführer zuzum uten, w eitere An- strengungen zu unternehm en (U m zug in eine günstigere W ohnung, Inan- spruchnahm e von Zuw endungen D ritter, Vorbezug von Leistungen der AH V), um sein Budget auszugleichen. D ie Ausrichtung von U nterstüt- zungsleistungen nach dem ASFG über das m it der Verfügung vom 18. Ja- nuar 2007 gew ährte M ass hinaus w urde ihm daher zu R echt verw eigert. 7. Zusam m enfassend ergibt sich, dass die angefochtene Verfügung, nach- dem das Bundesam t sie in W iedererw ägung zog, Bundesrecht nicht ver- letzt. D er rechtserhebliche Sachverhalt w urde – im Ergebnis – richtig und vollständig festgestellt und die Vorinstanz hat auch ihr Erm essen pflichtge-8 m äss ausgeübt (Art. 49 Vw VG ). D ie Beschw erde ist deshalb abzuw eisen, sow eit sie durch die teilw eise W iedererw ägung nicht gegenstandslos w ur- de. 8. Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind keine Kosten aufzuerlegen (Art. 63 Abs. 1 in fine Vw VG i.V.m . Art. 6 Bst. b des R eglem ents vom 11. D e- zem ber 2006 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesver- w altungsgericht [VG KE, SR 173.320.2]). D a dem Verfügungsbetroffenen keine verhältnism ässig hohen Kosten erw achsen sind, ist – sow eit er ob- siegt – keine Parteientschädigung zuzusprechen (Art. 64 Abs. 1 Vw VG , Art. 7 Abs. 4 VG KE). D em nach erkennt das B undesverw altungsgericht: 1. D ie Beschw erde w ird abgew iesen, sow eit sie nicht gegenstandslos gew or- den ist. 2. Es w erden keine Verfahrenskosten auferlegt. 3. Es w ird keine Parteientschädigung zugesprochen. 4. D ieses U rteil w ird eröffnet: - dem Beschw erdeführer (G erichtsurkunde) - der Vorinstanz (G erichtsurkunde, Akten R ef-N r. A 29 005/01 retour) D er Kam m erpräsident: D er G erichtsschreiber: Antonio Im oberdorf D aniel G rim m R echtsm ittelbelehrung G egen dieses U rteil kann innert 30 Tagen nach Eröffnung beim Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, Beschw erde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten ge- führt w erden (Art. 82 ff., 90 ff. und 100 des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BG G , SR 173.110]). D ie R echtsschrift ist in einer Am tssprache abzufassen und hat die Begehren, deren Begründung m it Angabe der Bew eis- m ittel und die U nterschrift zu enthalten. D as angefochtene U rteil und die Be- w eism ittel sind, sow eit sie die Partei in H änden hat, beizulegen (vgl. Art. 42 BG G ). Versand am :