<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD HTML 4.01//EN"> <html> <head> <title>AGVE 2001 11 S.52</title> <meta charset="utf-8"/><meta content="text/html; charset=utf-8" http-equiv="CONTENT-TYPE"/> <meta content="Weblaw - www.weblaw.ch" name="Publisher"/> </head> <body> <div class="header"><span class="year">2001</span> <span class="title">Obergericht/Handelsgericht</span> <span class="page_no">52</span></div> <div class="page" id="S1"> <div role="main"><br/> <span class="ft2"><b>11</b></span> <span class="ft2"><b>§ 103 Abs. 1 ZPO.</b></span><br/> <span class="ft2"><b>Wird von der Partei, die Appellation erhoben hat, der verlangte Kosten-</b></span><br/> <span class="ft2"><b>vorschuss innert der Nachfrist von § 103 Abs. 1 ZPO nicht bezahlt und</b></span><br/> <span class="ft2"><b>das stattdessen gestellte Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen</b></span><br/> <span class="ft2"><b>Rechtspflege in der Folge abgewiesen, ist auf das Rechtsmittel nicht ein-</b></span><br/> <span class="ft2"><b>zutreten.</b></span><br/> <br/> <span class="ft3">Aus dem Entscheid des Obergerichts, 2. Zivilkammer, vom 20. Juni 2001</span><br/> <span class="ft3">i.S. I. AG gegen G.G.</span><br/> <br/> <span class="ft4"><i>Aus den Erwägungen</i></span><br/> <br/> <span class="ft5">5. Gemäss § 101 Abs. 1 i.V.m. Abs. 2 ZPO hat die Partei, die</span><br/> <span class="ft5">ein Rechtsmittel einlegt, bei dessen Einreichung einen angemessenen</span><br/> <span class="ft5">Anteil der mutmasslichen Gerichts- und Kanzleigebühren sowie Aus-</span><br/> <span class="ft5">lagen innert einer vom Instruktionsrichter festzusetzenden Frist vor-</span><br/> <span class="ft5">zuschiessen. Ist eine Partei, die ein Rechtsmittel eingereicht hat, mit</span><br/> <span class="ft5">der Leistung des auferlegten Kostenvorschusses säumig, setzt ihr der</span><br/> <span class="ft5">Instruktionsrichter eine letzte Frist von 10 Tagen an mit der An-</span><br/> <span class="ft5">drohung, dass auf das Rechtsmittel nicht eingetreten werde (§ 103</span><br/> <span class="ft5">Abs. 1 ZPO).</span><br/> <span class="ft5">Mit Verfügung vom 9. Januar 2001 wurde dem Gesuchsteller</span><br/> <span class="ft5">und Beklagten eine Frist von 10 Tagen zur Bezahlung eines Kosten-</span><br/> <span class="ft5">vorschusses von Fr. 20'000.-- angesetzt. Das darauf eingegangene</span><br/> <span class="ft5">Gesuch um Bewilligung von Ratenzahlungen wurde mit Präsidial-</span><br/> <span class="ft5">verfügung vom 4. Mai 2001 abgewiesen und dem Gesuchsteller und</span><br/> <span class="ft5">Beklagten eine letzte Frist zur Bezahlung des Kostenvorschusses</span><br/> <span class="ft5">unter Androhung des Nichteintretens angesetzt. Darauf reagierte der</span><br/> <span class="ft5">Gesuchsteller und Beklagte mit dem vorstehend behandelten Gesuch</span><br/> <span class="ft5">um unentgeltliche Rechtspflege, bezahlte aber den Kostenvorschuss</span><br/> <span class="ft5">bis heute nicht. Nachdem nun das gestellte Gesuch um unentgeltliche</span><br/> <span class="ft5">Rechtspflege abzuweisen ist und auch die zweite gesetzliche und</span><br/> <span class="ft5">damit nicht erstreckbare (§ 86 Abs. 3 ZPO) (Nach)frist zur Leistung</span><br/></div> </div> <div class="header"><span class="year">2001</span> <span class="title">Zivilprozessrecht</span> <span class="page_no">53</span></div> <div class="page" id="S2"> <div role="main"><br/> <span class="ft5">des Kostenvorschusses verstrichen ist, kann auf die Appellation und</span><br/> <span class="ft5">die Beschwerde des Beklagten gemäss ständiger Praxis androhungs-</span><br/> <span class="ft5">gemäss nicht eingetreten werden (anstatt vieler: OGE vom 28.4.2000</span><br/> <span class="ft5">i.S. M.P. gegen I. GmbH).</span><br/> <br/></div> </div> </body> </html>