A bteilung I A -385/2007 {T 0/2} U rteil vom 29. M ärz 2007 M itw irkung: R ichterin M arianne R yter Sauvant (Vorsitz); R ichter M arkus M etz; R ichter Jürg Kölliker; G erichtsschreiberin Susanne Kuster Zürcher. EM PA Beschw erdeführerin, vertreten durch R echtsanw alt Alfred Schütz, gegen A._______ Beschw erdegegner, vertreten durch R echtsanw alt Peter A. Sträuli, ETH -B eschw erdekom m ission, Vorinstanz betreffend A uflösung des A rbeitsverhältnisses. B u n d e s v e rw a ltu n g s g e ric h t T rib u n a l a d m in is tra tif fé d é ra l T rib u n a le a m m in is tra tiv o fe d e ra le T rib u n a l a d m in is tra tiv fe d e ra l2 Sachverhalt: A. A._______ ist seit dem 15. April 1985 als technischer Fachspezialist in der G ruppe X._______ bei der Eidgenössischen M aterialprüfungs- und Versuchsanstalt für Industrie, Bauw esen und G ew erbe (EM PA) tätig. Seit M itte 1999 bestand unter anderem zw ischen ihm und B._______, einem w eiteren Angestellten der G ruppe X._______ der EM PA, ein schw erw iegender Konflikt, der w eder durch Konfliktlösungs- und Verm itt- lungsm assnahm en noch durch Verw eise an die Konfliktbeteiligten erledigt w erden konnte. Am 27. M ärz 2006 w urde A._______ m itgeteilt, dass sich die EM PA nach den kom plexen und langw ierigen Verm ittlungsversuchen veranlasst sehe, das Arbeitsverhältnis m it ihm w ie auch m it B._______ aufzulösen. B. M it Verfügung vom 13. Juni 2006 erfolgte nach durchgeführter m ündlicher und schriftlicher Anhörung die Kündigung des Arbeitsverhältnisses unter Einhaltung einer sechsm onatigen Kündigungsfrist auf den 31. D ezem - ber 2006. G leichzeitig w urde die Freistellung A._______s verfügt und einer allfälligen Beschw erde die aufschiebende W irkung entzogen. C . A._______ reichte am 11. Juli 2006 bei der D irektion der EM PA eine Einsprache gegen die Kündigungsverfügung vom 13. Juni 2006 ein. Am 22. Juli 2006 erhob er zudem Beschw erde bei der Beschw erdekom - m ission der Eidgenössischen Technischen H ochschule (hiernach: ETH -Be- schw erdekom m ission). D abei beantragte er die Aufhebung der Kündi- gungsverfügung und die Fortführung des Arbeitsverhältnisses. Im Sinne von Eventualanträgen verlangte er, es sei ihm entw eder eine andere zu- m utbare Stelle anzubieten oder eine Entschädigung in der H öhe von m in- destens zw ei Jahreslöhnen auszurichten. D . M it Eingabe vom 29. August 2006 verlangte die EM PA als Arbeitgeberin bei der ETH -Beschw erdekom m ission die Feststellung der G ültigkeit der er- w ähnten Kündigungsverfügung. D ie von A._______ im Beschw er- deverfahren gestellten Anträge seien abzuw eisen. D ie ETH -Beschw erde- kom m ission eröffnete daraufhin den Schriftenw echsel im Verfahren zur Feststellung der Kündigung. E. Am 12. D ezem ber 2006 ersuchte A._______ die ETH -Beschw erde- kom m ission um Erlass einer vorsorglichen M assnahm e, w onach ihm durch die EM PA auch nach dem 31. D ezem ber 2006 w eiterhin Lohn zu bezahlen sei. D ie EM PA lehnte m it Eingabe vom 22. D ezem ber 2006 den Erlass ei- ner solchen vorsorglichen M assnahm e ab. F. M it Verfügung vom 29. D ezem ber 2006, w elche als «Präsidialverfügung» betitelt sow ie m it «im Auftrag» von der Instruktionsrichterin der ETH -Be- schw erdekom m ission unterzeichnet w orden w ar, w urde die aufschiebende W irkung der Kündigungsverfügung vom 13. Juni 2006 w iederhergestellt (Ziff. 1). Ebenfalls w urde die EM PA angew iesen, die Lohnfortzahlung an A._______ bis zum Abschluss des Beschw erdeverfahrens vorzunehm en (Ziff. 2). Zudem w urde die Freistellung A._______s, die gleichzeitig m it der 3 Kündigung erfolgt w ar, bestätigt (Ziff. 3). G . G egen die Verfügung der ETH -Beschw erdekom m ission hat die EM PA (nachfolgend: Beschw erdeführerin) am 15. Januar 2007 Beschw erde beim Bundesverw altungsgericht erhoben. Sie beantragt, Ziff. 1 und 2 der Verfü- gung seien aufzuheben. H . In seiner Stellungnahm e vom 7. Februar 2005 beantragt A._______ (hiernach: Beschw erdegegner), es sei die Beschw erde der EM PA vollum - fänglich abzuw eisen. I. D ie ETH -Beschw erdekom m ission (nachfolgend: Vorinstanz) hat zur vorlie- genden Beschw erde am 13. Februar 2007 Stellung genom m en. J. Auf w eitere Vorbringen der Parteien und die sich bei den Akten befind- lichen Schriftstücke w ird, sow eit erforderlich, in den nachfolgenden Erw ä- gungen eingegangen. D as B undesverw altungsgericht zieht in Erw ägung: 1. D er Beschw erdegegner bringt vor, das Bundesverw altungsgericht sei ge- m äss Art. 132 Abs. 1 des Bundesgesetzes über das Bundesgericht vom 17. Juni 2005 (Bundesgerichtsgesetz [BG G ], SR 173.110) nur dann zu- ständig, w enn auch der angefochtene Entscheid nach dem Inkrafttreten des BG G , d.h. nach dem 1. Januar 2007, ergangen sei. D ies sei aber nachw eislich nicht der Fall. 1.1 Auf Verfahren vor dem Bundesverw altungsgericht findet nicht das Bundes- gerichtsgesetz, sondern das Verw altungsgerichtsgesetz Anw endung (Art. 1 Abs. 1 und 2 des Bundesgesetzes über das Bundesverw al- tungsgericht vom 17. Juni 2002 [VG G , SR 172.32]). D as Bundesverw al- tungsgericht beurteilt gem äss Art. 31 VG G Beschw erden gegen Verfü- gungen nach Art. 5 des Bundesgesetzes über das Verw altungsverfahren vom 20. D ezem ber 1968 (Vw VG , SR 172.021). 1.2 Es bleibt aber zu prüfen, ob nach den Ü bergangsbestim m ungen des VG G das Bundesverw altungsgericht auch für die Behandlung von Beschw erden zuständig ist, die – w ie hier – noch vor Inkrafttreten des VG G ergangen sind. G em äss Art. 53 Abs. 2 VG G übernim m t das Bundes- verw altungsgericht die Beurteilung der R echtsm ittel, die bei Inkrafttreten dieses G esetzes bei den Eidgenössischen R ekurskom m issionen hängig sind. D ie angefochtene Verfügung w urde am 29. D ezem ber 2006, d.h. noch vor Inkrafttreten des VG G per 1. Januar 2007, erlassen. D er Versand der Verfügung erfolgte jedoch erst am 4. Januar 2007, also bereits unter neuem R echt. D ie bis zum Jahresende 2006 für Beschw erden des Bun- despersonals gegen Verfügungen der internen Beschw erdeinstanz noch zuständige Personalrekurskom m ission (PR K) (Art. 36 Abs. 1 des Bundes- personalgesetzes vom 24. M ärz 2000 [BPG , SR 172.220.1], in der bis zum 31. D ezem ber 2006 gültigen Fassung, vgl. AS 2001 894) hätte dem nach die Beurteilung der Beschw erde aus rein tatsächlichen G ründen gar nicht m ehr an H and nehm en können, da sie per 31. D ezem ber 2006 aufgelöst 4 w orden ist. Auch im Fall, dass die PR K das Beschw erdeverfahren noch vor Ende 2006 hätte eröffnen können, hätte sie nach Art. 53 Abs. 2 VG G das vorliegende Beschw erdeverfahren per 1. Januar 2007 an das Bundesver- w altungsgericht überw eisen m üssen. D am it, dass die Instruktionsrichterin zw ar noch die im Zeitpunkt des Verfügungserlasses geltende 10-tägige R echtsm ittelfrist (Art. 50 Vw VG in der bis zum 31. D ezem ber 2006 gel- tenden Fassung, vgl. AS 1969 737) angesetzt, aber bereits darauf hinge- w iesen hat, dass die Beschw erde an das Bundesverw altungsgericht zu richten sei, ist den beschriebenen G egebenheiten angem essen R echnung getragen w orden. Fraglich ist allenfalls noch, ob Art. 53 Abs. 2 VG G überhaupt auf einen Fall anw endbar ist, in w elchem w ie vorliegend zw ar noch vor Inkrafttreten des VG G eine Verfügung ergangen ist, diese aber erst danach angefochten w orden ist. W örtlich bezieht sich diese Bestim m ung näm lich nur auf die bei Inkrafttreten bereits bei den R ekurskom m issionen hängigen Fälle. D ieser W ortlaut erw eist sich jedoch als zu eng: Im Sinne der R echtsschutzgaran- tien von Art. 29 und 30 der Bundesverfassung der Schw eizerischen Eidge- nossenschaft vom 18. April 1999 (BV, SR 101) m uss Art. 53 Abs. 2 VG G analog auch auf den vorliegenden Fall Anw endung finden. Beschw erde- verfahren, für w elche bis Ende 2006 noch die PR K zuständig gew esen w äre, in denen die entsprechenden R echtsm ittel aber aus rein zeitlichen G ründen nicht m ehr bei ihr eingereicht w erden konnten, fallen zw angsläufig ebenfalls in die Zuständigkeit des Bundesverw altungs- gerichts, da die PR K per 1. Januar 2007 aufgelöst w orden ist und Beschw erden, für die sie zuständig w ar, per diesem D atum dem Bundes- verw altungsgericht überw iesen w erden m ussten. 1.3 Es w ird im Sinne der vorstehenden Erw ägungen festgestellt, dass das Bundesverw altungsgericht gem äss Art. 53 Abs. 2 i.V.m . Art. 31 und 33 Bst. f VG G zur Behandlung der vorliegenden Beschw erde zuständig ist. 2. D ie Beschw erdeführerin beruft sich vorsorglich auf die N ichtigkeit der Ver- fügung vom 29. D ezem ber 2006. Es sei vom Bundesverw altungsgericht zu prüfen, ob diese rechtsgültig sei, da sie nicht vom Präsidenten der ETH - Beschw erdekom m ission, sondern von der Instruktionsrichterin unterzeich- net w orden ist. Eine D elegationsnorm sei für die Beschw erdeführerin nicht ersichtlich. D er Beschw erdegegner w eist darauf hin, dass die Frage, ob die Präsidialverfügung richtig unterschrieben w orden ist, von Am tes w egen zu prüfen sei. D ie Vorinstanz erklärt in diesem Zusam m enhang, dass die Instruktions- richterin die angefochtene Präsidialverfügung in Absprache und im Auftrag m it dem in den Ferien w eilenden Präsidenten der Vorinstanz unterzeichnet habe. D iese Vorgehensw eise sei üblich und es sei dazu keine D elegati- onsnorm notw endig, w eil die Instruktionsrichterin die Verfügung nicht in ei- gener Kom petenz, sondern gestützt auf die Auftragserteilung durch den Präsidenten unterzeichnet habe. 2.1 G em äss Art. 55 Abs. 3 Vw VG entscheidet die Beschw erdeinstanz, ihr Vor- sitzender oder der Instruktionsrichter über die W iederherstellung der auf-5 schiebenden W irkung einer Beschw erde. N ach Art. 37a des Bundesge- setzes über die Eidgenössischen Technischen H ochschulen vom 4. O kto- ber 1991 (ETH -G esetz, SR 414.110) erlässt der ETH -R at eine G eschäfts- ordnung für die ETH -Beschw erdekom m ission, w orin nam entlich die Zu- ständigkeit des Präsidenten in dringlichen Fällen und in solchen von unter- geordneter Bedeutung sow ie die Bildung von Kam m ern m it selbständiger Entscheidungsbefugnis geregelt sind. D ie G eschäftsordnung der ETH -Be- schw erdekom m ission vom 18. Septem ber 2003 (SR 414.110.21) bestim m t sodann in ihrem Art. 14 Abs. 2 Bst. e, dass die Instruktionsrichterin oder der Instruktionsrichter unter anderem für den Erlass von Zw ischenverfü- gungen zuständig ist. Speziell erw ähnt w erden Zw ischenverfügungen be- treffend aufschiebende W irkung (Art. 55 Abs. 2 und 3 Vw VG ) w ie auch vor- sorgliche M assnahm en (Art. 56 Vw VG ). 2.2 Vorliegend w urde eine Verfügung angefochten, w elche die zuvor entzo- gene aufschiebende W irkung einer Kündigungsverfügung w iederherstellt und die Beschw erdeführerin bis zum Abschluss des Verfahrens zur w ei- teren Lohnzahlung an den Beschw erdegegner verpflichtet. D ie angefoch- tene Verfügung ist eine Zw ischenverfügung, w eil sie das bei der Vorin- stanz hängige Verfahren betreffend Kündigung des Beschw erdegegners nicht abschliesst, sondern M assnahm en im Sinne von Art. 55 Vw VG fest- legt (vgl. dazu ALFR ED KÖ LZ / ISAB ELLE H ÄN ER , Verw altungsverfahren und Ver- w altungsrechtspflege des Bundes, 2. Aufl., Zürich 1998, R z 511). N ach dem klaren W ortlaut von Art. 14 Abs. 2 Bst. e der G eschäftsordnung der ETH -Beschw erdekom m ission ist die Instruktionsrichterin für den Erlass einer solchen Verfügung in eigener Kom petenz zuständig. D ass die angefochtene Verfügung als «Präsidialverfügung» betitelt w orden ist und die Instruktionsrichterin «im Auftrag» des Präsidenten unterzeich- net hat, ist zw ar nach der erw ähnten verfahrensrechtlichen G rundlage un- nötig, vor dem H intergrund der eigenen Kom petenz der Instruktionsrichte- rin aber höchstens ein unbedeutender und folgenloser Form fehler. Som it stellt die angefochtene Verfügung ein gültiges Anfechtungsobjekt im Sinne von Art. 5 Vw VG dar. 3. D ie Voraussetzungen für die Beschw erdelegitim ation (Art. 48 Vw VG ) so- w ie die übrigen Sachurteilsvoraussetzungen (Art. 52 und Art. 63 Abs. 4 Vw VG ) sind erfüllt, so dass auf die Beschw erde einzutreten ist. 4. D ie Beschw erdeführerin verlangt die Aufhebung von Ziff. 1 der angefoch- tenen Verfügung, w onach die ursprünglich m it der Kündigungsverfügung vom 13. Juni 2006 entzogene aufschiebende W irkung von der Vorinstanz w iederhergestellt w orden ist. D am it zusam m enhängend verlangt sie die Aufhebung von Ziff. 2, w orin die Lohnfortzahlung bis zum Abschluss des Verfahrens festgelegt ist. D ie W iederherstellung der aufschiebenden W ir- kung bew irkt im vorliegenden Fall, dass die Folgen der ausgesprochenen Kündigung bis zum Abschluss des Verfahrens nicht eintreten. Infolge der (nicht angefochtenen) Freistellung des Beschw erdegegners gem äss Ziff. 3 der Verfügung hat dies hauptsächlich zur Folge, dass die Lohn- und Sozialversicherungsbeitragszahlungspflicht der Beschw erdeführerin w eiter 6 besteht, solange das Verfahren zur Beurteilung der R echtm ässigkeit der Kündigung noch hängig ist. Ziff. 2 der angefochtenen Verfügung ist dem nach die logische Konsequenz der Ziff. 1 und es rechtfertigt sich, die genannten zw ei Anträge der Beschw erdeführerin im Folgenden gem einsam zu behandeln. 4.1 Zunächst ist zu klären, auf w elcher R echtsgrundlage eine allfällige Fortsetzung des Anstellungsverhältnisses und dam it auch das W eiterbe- stehen einer Lohnfortzahlungspflicht der Beschw erdeführerin beruht. 4.1.1 D ie Beschw erdeführerin bringt sinngem äss vor, dass sich ein Anspruch des Beschw erdegegners auf W eiterbeschäftigung über die Kündigungsfrist hinaus entw eder aus Art. 14 BPG ergeben m üsste (w obei Art. 55 Vw VG über die aufschiebende W irkung nicht anw endbar sei) oder auf Art. 56 Vw VG über die vorsorglichen M assnahm en zu stützen w äre. D er Beschw erdegegner bringt dagegen vor, Art. 14 BPG habe zur Folge, dass w ährend der D auer des Einspracheverfahrens betreffend N ichtigkeit der Kündigung die provisorische W eiterdauer des Anstellungsverhältnisses die R egel sein m üsse. M it Bezug auf die aufschiebende W irkung habe die- ser G esetzesartikel som it gew ichtige Ausw irkungen. 4.1.2 Art. 14 Abs. 1 BPG beinhaltet einen provisorischen Kündigungsschutz für den Arbeitnehm enden, sofern er innert 30 Tagen nach Kenntnisnahm e eines m utm asslichen N ichtigkeitsgrundes beim Arbeitgeber per Einsprache glaubhaft geltend m acht, die Kündigung sei nichtig. D ieser Kündigungs- schutz fällt jedoch nach Art. 14 Abs. 2 BPG dahin, w enn der Arbeitgeber bei der Beschw erdeinstanz rechtzeitig innert 30 Tagen nach Eingang der Einsprache die Feststellung der G ültigkeit der Kündigung verlangt (H AR R Y N Ö TZLI, D ie Beendigung von Arbeitsverhältnissen im Bundespersonalrecht, Bern 2005, R z. 324). N ach der einschlägigen Praxis zu Art. 14 BPG sind die M öglichkeiten dieses besonderen Einspracheverfahrens ab diesem Zeitpunkt jedoch ausgeschöpft. D ie Frage der aufschiebenden W irkung ist dem nach in einem solchen Fall im üblichen R ahm en des Beschw erdever- fahrens gem äss Art. 55 Vw VG zu prüfen (vgl. die Zw ischenentscheide der PR K vom 24. O ktober 2006, PR K 2006-026, sow ie vom 12. D ezem - ber 2006, PR K 2006-033). Vorliegend ist unbestritten, dass der Beschw erdegegner rechtzeitig Ein- sprache im Sinne von Art. 14 Abs. 1 BPG erhoben und die Beschw erde- führerin nach Art. 14 Abs. 2 BPG rechtzeitig die Feststellung der Kündi- gung verlangt hat. D ie Frage nach einem provisorischen Kündigungs- schutz gem äss Art. 14 BPG und ein sich daraus ergebender W eiterbe- schäftigungsanspruch stellt sich daher im hier zu beurteilenden Fall gar nicht m ehr. D eshalb kom m en die allgem einen Verfahrensgrundsätze ge- m äss Vw VG , insbesondere dessen Art. 55 zur aufschiebenden W irkung, zur Anw endung. 4.2 Als R egel kom m t der Verw altungsbeschw erde aufschiebende W irkung zu (Art. 55 Abs. 1 Vw VG ). Zw eck der aufschiebenden W irkung ist es, die nachteiligen Ausw irkungen der Verfügung solange nicht eintreten zu las-7 sen, bis über deren R echtm ässigkeit entschieden ist. D en Beschw erdeführenden w ird insow eit ein um fassender vorläufiger R echtsschutz gew ährt, als der rechtliche und tatsächliche Zustand, der Status quo, w ie er vor Erlass der Verfügung bestanden hat, bis zum Entscheid in der Sache aufrecht erhalten bleibt (AN D R É M O SER / PETER U EBE R SAX, Prozessieren vor eidgenössischen R ekurskom m issionen, Basel 1998, R z. 3.14). H andelt es sich um eine Verfügung, die keine G eldleistung zum G egenstand hat, kann die aufschiebende W irkung durch die verfügende Behörde oder die Beschw erdeinstanz aber auch entzogen (Art. 55 Abs. 2 Vw VG ) bzw . die zuvor entzogene aufschiebende W irkung w iederhergestellt w erden (Art. 55 Abs. 3 Vw VG ). Es ist Sache der nach Art. 55 Vw VG zuständigen Behörde oder Beschw erdeinstanz zu prüfen, ob die G ründe, die für die sofortige Vollstreckbarkeit der Verfügung sprechen, gew ichtiger sind als jene, die für die gegenteilige Lösung angeführt w erden können (BG E 129 II 286 E. 3, BG E 124 V 88 E. 6a, BG E 110 V 45 E. 5b). D abei steht der Behörde bzw . Beschw erdeinstanz ein gew isser Beurteilungsspielraum zu. Im Allgem einen w ird sie ihren Entscheid auf den Sachverhalt stützen, der sich aus den vorhandenen Akten ergibt, ohne zeitraubende w eitere Erhebungen vorzunehm en. Sie trifft ihren Entscheid „prim a vista“ aufgrund einer sum m arischen Prüfung der Sach- und R echtslage (BG E 124 V 88 E. 6a, BG E 110 V 45 E. 5b; R EN É R H IN O W / H EIN R IC H KO LLE R / C H R ISTIN A KISS, Ö ffentliches Prozessrecht und Justizverfassungsrecht des Bundes, Basel 1996, N . 1328; ISAB ELLE H ÄN E R , Vorsorgliche M assnahm en im Verw altungsverfahren und Verw altungsprozess, ZSR , N F 116/1997, II. H albband, 253 ff., S. 264). H e- rabgesetzt sind neben den U ntersuchungspflichten auch die Bew eisanfor- derungen. D as G laubhaftm achen von Anliegen genügt in der R egel. W ird durch den Entzug der aufschiebenden W irkung der Verfahrensausgang präjudiziert, so m uss jedoch ein strengerer M assstab an den Interessen- nachw eis angelegt w erden (TH O M A S M ER K LI / AR TH U R AESC H LIM AN N / R U TH H ER ZO G , Kom m entar zum G esetz über die Verw altungsrechtspflege im Kan- ton Bern, Bern 1997, N . 17 zu Art. 68 VR PG ). N achfolgend gilt es im Lichte der oben dargestellten Lehre und R echtspre- chung zu prüfen, ob die Vorinstanz die aufschiebende W irkung zu R echt w iederhergestellt (Art. 55 Abs. 3 Vw VG ) und dam it zusam m enhängend die w eitere Lohnzahlungspflicht der Beschw erdeführerin verfügt hat. D em Bundesverw altungsgericht steht diesbezüglich – entsprechend seiner Kog- nition – auch eine Angem essenheitsprüfung zu (Art. 49 Bst. c Vw VG ). Insgesam t ist folgende Entscheidsystem atik zu beachten (vgl. dazu und auch zu den nachfolgenden Erw ägungen ausführlich H ÄN E R , a.a.O ., S. 322 ff. sow ie VPB 64.118 und 65.65): Zuerst bedarf es einer Entscheid- prognose, dann ist nach dem Anordnungsgrund zu fragen und schliesslich m uss die angeordnete M assnahm e auf deren Verhältnism ässigkeit hin ge- prüft w erden. D ieser letzte Schritt erfordert insbesondere eine Abw ägung der sich gegenüberstehenden Interessen. Es kann sich dabei unter U m - ständen aufdrängen, eine m ildere M assnahm e gem äss Art. 56 Vw VG zu ergreifen (vgl. KÖ LZ / H ÄN ER , a.a.O ., R z. 650).8 4.3 D ie Entscheidprognose verm indert die G efahr, eine dem Endergebnis ent- gegen gesetzte Zw ischenlösung zu treffen. Lässt die sum m arische Prü- fung der m assgeblichen Tatsachen und der R echtslage die R echtm ässig- keit der angefochtenen Verfügung überw iegend oder doch eher w ahr- scheinlich erscheinen, spricht dies für den (W ieder-)Entzug der aufschie- benden W irkung. U m gekehrt rechtfertigt sich dieser nicht, w enn die Prü- fung der R echtm ässigkeit diese als eher oder gar überw iegend unw ahr- scheinlich erscheinen lässt. D ie Entscheidprognose hilft hingegen dann nicht w eiter, w enn sich die verschiedenen Aspekte die W aage halten. 4.3.1 D ie Beschw erdeführerin argum entiert vor der Vorinstanz für die G ültigkeit der Kündigungsverfügung vom 13. Juni 2006 und dam it für einen zu ihren G unsten ausgehenden Entscheid in der Sache im W esentlichen, der Beschw erdegegner habe durch sein Verhalten im Konflikt m it B._______ vertragliche Pflichten nach Art. 12 Abs. 6 Bst. a BPG verletzt. D ie zw ischen den beiden Streitenden herrschende «N ull-Toleranz-Kultur» habe sich negativ auf die Abw icklung der D ienstleistungs- und For- schungsaufträge ausgew irkt, G ruppenleiter und G ruppenm itglieder bela- stet, die Zielerreichung der G ruppe gefährdet und w ährend Jahren Kräfte auf allen H ierachiestufen gebunden. D ie beiden Streitparteien seien nie ernsthaft bereit gew esen, ihre Eigen- und Sozialkom petenz zu verbessern, um eine funktionierende Zusam m enarbeit zu erm öglichen. D er Beschw er- degegner habe vier schriftliche M ahnungen m issachtet, indem er die er- w ähnten Verhaltensw eisen w iederholt habe, w eshalb auch der Kündi- gungsgrund von Art. 12 Abs. 6 Bst. b BPG gegeben sei. Schliesslich habe es dem Beschw erdegegner aufgrund dieser Verhaltensw eisen an der Tauglichkeit gefehlt, die im Arbeitsvertrag vereinbarte Arbeit zu verrichten. D aher sei auch der Kündigungsgrund nach Art. 12 Abs 6 Bst. c BPG er- füllt. D ie Beschw erdeführerin bringt ausserdem vor, das Vertrauensverhält- nis zw ischen ihr und dem Beschw erdegegner sei zerstört, w eshalb für die- sen keine begründeten H offnungen auf eine R ückkehr an seinen Arbeits- platz bestünden. 4.3.2 D er Beschw erdegegner bringt gegen die Kündigungsverfügung sinngem äss vor, die Kündigungsgründe gem äss Art. 12 Abs. 6 Bst. a- c BPG seien nicht erfüllt. Er verw eist insbesondere auf seine überdurch- schnittlichen Q ualifikationen und darauf, dass die Beschw erdeführerin als Arbeitgeberin nicht genügend begründet habe, w orin die m angelnde Taug- lichkeit zur Verrichtung der täglichen Arbeit bestanden habe. Bezüglich der im Zusam m enhang m it dem Konflikt m it B._______ im Jahr 2004 verfügten Auflagen hält der Beschw erdegegner fest, diese seien unzum utbar gew e- sen, w eil deren Erfüllung nicht in seinem alleinigen Einflussbereich gele- gen habe. U rsache des Konflikts sei B._______, w eshalb es die Für- sorgepflicht der Beschw erdeführerin als Arbeitgeberin verlangt hätte, die- sen zu versetzen oder ihm zu kündigen. In seiner Beschw erdeantw ort be- streitet der Beschw erdegegner zudem , dass das Vertrauensverhältnis zw i- schen ihm und der Beschw erdeführerin zerstört sei und er m acht sinnge- m äss deutlich, dass er an seinen bisherigen Arbeitsplatz zurückkehren w ill. 4.3.3 D ie Vorinstanz geht in der angefochtenen Verfügung davon aus, dass die 9 Beurteilung der Vertrauensbasis zw ischen der Beschw erdeführerin und dem Beschw erdegegner und der Verantw ortung für ein allenfalls zerstörtes Vertrauensverhältnis aufgrund der Aktenlage nicht eindeutig ausfalle. So- m it seien auch die Prozessaussichten nicht eindeutig. 4.3.4 D er jahrelange Konflikt zw ischen dem Beschw erdegegner und B._______ ist unbestritten und in den dem Bundesverw altungsgericht vorliegenden Verfahrensakten dokum entiert. Eine eindeutige Einschätzung bezüglich der für diesen Konflikt verantw ortlichen Person ist jedoch prim a vista nicht m öglich: W ie sich aus den zur Verfügung stehenden Akten ergibt, haben in der G ruppe X._______ der Beschw erdeführerin nicht nur zw ischen dem Beschw erdegegner und B._______, sondern ursprünglich im gesam ten Team Konflikte bestanden, w obei diese sich vorw iegend zw ischen B._______ und den jew eils übrigen Arbeitskollegen entzündet zu haben scheinen (vgl. M em o zur Konfliktentw icklung in der G ruppe X._______ vom 9. Juni 2004 sow ie G esprächszusam m enfassung vom 8. Februar 2002, Bericht der Vertrauensstelle für das Bundespersonal vom 10. Juni 2005, S. 1). Zw ischen dem Beschw erdegegner und B._______ hat sich der Konflikt dann aber offenbar ab dem Jahr 2002 und besonders ab M ai 2004 zugespitzt (vgl. die verschiedenen G esprächsprotokolle zur Zusam m enarbeit zw ischen den genannten Personen ab 31. O ktober 2003, Bericht der Vertrauensstelle für das Bundespersonal vom 10. Juni 2005, S. 2). D ies hat unter anderem zum Vorw urf gegenüber dem Beschw erdegegner geführt, er betreibe system atisches M obbing gegen B._______. D ie eingeschaltete Vertrauensstelle für das Bundespersonal hat jedoch in ihrem dazu erstellten Bericht von einer Adm inistrativuntersuchung gegen den Beschw erdegegner abgeraten. Es w urde unter anderem festgestellt, dass der Beschw erdegegner zw ar gegen die im Jahr 2002 festgelegten Verhaltensregeln verstossen habe und einige seiner H andlungen im Ansatz auch M obbingcharakter hätten, der Kontrahent B._______ sei jedoch nicht einfach nur das w ehrlose O pfer gew esen (Bericht der Vertrauensstelle für das Bundespersonal vom 10. Juni 2005, S. 6). D iese Ausführungen zeigen, dass aufgrund der heutigen Aktenlage für das Bundesverw altungsgericht keine klare Einschätzung zum Anteil des Be- schw erdegegners am erw ähnten Konflikt m öglich ist. Aus diesem G rund kann auch keine Prognose darüber gem acht w erden, ob die Verhaltensw eisen des Beschw erdegegners als Kündigungsgründe nach Art. 12 Abs. 6 Bst. a-c BPG einzustufen sind und ob infolgedessen die ausgesprochene Kündigung rechtm ässig ist. Es ist daher m it der Vorin- stanz davon auszugehen, dass die Prozessaussichten vorliegend nicht eindeutig sind. 4.4 W eiter ist zu prüfen, ob für den Entzug bzw . die W iederherstellung der auf- schiebenden W irkung ein Anordnungsgrund besteht. D abei m üssen gem äss Praxis der Bundesbehörden für den Entzug der aufschiebenden W irkung keine ausserordentlichen U m stände vorliegen, aber doch zum in- dest überzeugende G ründe gegeben sein. D ies ist dann zu bejahen, w enn ein schw erer, w ahrscheinlich eintretender N achteil droht, w ürde die 10 aufschiebende W irkung nicht entzogen bleiben respektive nicht w iederhergestellt w erden (BG E 129 II 286 E. 3.1; VPB 65.65 Ziff. 3.2.3; vgl. H ÄN ER , a.a.O ., S. 253 f.; KÖ LZ / H ÄN ER , a.a.O ., R z. 650). Es kann diesbezüglich auch ein tatsächliches, insbesondere w irtschaftliches Interesse genügen (BG E 127 II 132 E. 3). 4.4.1 D ie Vorinstanz hat die W iederherstellung der ursprünglich durch die Be- schw erdeführerin entzogenen aufschiebenden W irkung folgenderm assen begründet: Es sei ein privates Interesse des Beschw erdegegners an einer w eiteren Lohnfortzahlung gegeben. M it der Beendigung der Lohnfortzah- lungspflicht w ären w eitere Konsequenzen, nam entlich die Anm eldung bei der Arbeitslosenversicherung, verbunden und es w ürden sich verschie- dene Fragen im Zusam m enhang m it Pensionskassenbeiträgen etc. stellen. M it diesen Schritten w ürde gleichzeitig der R echtszustand festgelegt. Auf- grund der nicht eindeutigen Prozessaussichten w äre die Einstellung der Lohnfortzahlungen im jetzigen Zeitpunkt für den Beschw erdegegner unzu- m utbar. Zudem sei der Suspensiveffekt einer Beschw erde die R egel und es lägen im konkreten Fall keine G ründe für eine Abw eichung davon vor. D em Anliegen der Kontinuität im Beschw erdeverfahren w erde dam it R ech- nung getragen, dass der Zustand w ährend der D auer der Kündigungsfrist (Lohnfortzahlung w ährend gleichzeitiger Freistellung) fortgesetzt w erde. Für die Einstellung der Lohnfortzahlung nach Ablauf der Kündigungsfrist am 31. D ezem ber 2006 gebe es im jetzigen Zeitpunkt des Verfahrens kei- ne überzeugenden G ründe. 4.4.2 D ie Beschw erdeführerin hat in ihrer Kündigungsverfügung vom 13. Juni 2006 keine Begründung für den Entzug der aufschiebenden W irkung angegeben. Im vorliegenden Verfahren m acht sie nun gegen die W iederherstellung der aufschiebenden W irkung im W esentlichen geltend, es bestünden keine begründeten H offnungen für den Beschw erdegegner, an seinen oder einen anderen Arbeitsplatz bei der Beschw erdeführerin zurückkehren zu können. D as Vertrauensverhältnis zw ischen ihr als Arbeitgeberin und dem Beschw erdegegner als Arbeitnehm er sei zerstört. Zudem sei der bisherige Arbeitsplatz des Beschw erdegegners inzw ischen neu besetzt und die G ruppe X._______ funktioniere nun einw andfrei. Auch habe der Beschw erdegegner sich nicht um ein (neues) Erw erbsein- kom m en bem üht, obw ohl er bereits am 27. M ärz 2006 inform ell frei gestellt und ihm eine Anlaufstelle angegeben w orden sei. D er Beschw erdegegner hätte sich daher auch rechtzeitig bei der Arbeitslosenversicherung und bei der R egionalen Arbeitsverm ittlung (R AV) m elden m üssen. D er Beschw erdegegner ziehe es aber vor, den Steuerzahlenden w eiteren Schaden zuzufügen und fordere, um das Verhältnis zu ihr, der Be- schw erdeführerin, w eiter zu strapazieren, eine Lohnfortzahlung über das Ende des Arbeitsvertrages hinaus. D er Beschw erdegegner habe kein schützensw ertes Interesse an einer Lohnfortzahlung nach Ablauf der Kün- digungsfrist, w eil ihm bei einem allfälligen O bsiegen der Lohn in entspre- chendem U m fang nachzuzahlen w äre. 4.4.3 D er Beschw erdegegner hatte sich in seiner Einsprache vom 5. Juli 2006 an die Beschw erdeführerin w ie auch in seiner Beschw erde vom 11 11. Juli 2006 an die Vorinstanz noch nicht gegen den Entzug der aufschie- benden W irkung bzw . die Einstellung der Lohnfortzahlungen per Ablauf der Kündigungsfrist am 31. D ezem ber 2006 gew andt. Erst am 12. D ezem - ber 2006 hat der Beschw erdegegner ein G esuch gestellt, dass ihm nach Ablauf der Kündigungsfrist w eiterhin Lohn zu bezahlen sei – dies m it der Begründung, er könne sich aufgrund der Konstellation begründete H off- nungen m achen auf eine W iedereinstellung bzw . W eiterbeschäftigung bei der Beschw erdeführerin. Vor Bundesverw altungsgericht bestreitet der Beschw erdegegner, dass das Vertrauensverhältnis zw ischen ihm und der Beschw erdeführerin zerstört sei. Es handle sich dabei um eine Schutzbehauptung der Beschw erdefüh- rerin, da die Kündigung aus H ilflosigkeit und verpasster früherer Interventi- on heraus erfolgt sei. Zum Vorw urf des m angelnden Bem ühens um eine neue Arbeitsstelle m acht der Beschw erdegegner sinngem äss geltend, w ährend des laufenden Verfahrens, solange die R echtm ässigkeit der Kün- digung noch nicht erstellt sei, sei er nicht verpflichtet, sich um eine Ersatz- stelle zu bem ühen. U nter diesen U m ständen sei es nicht gerechtfertigt, ihn als Fam ilienvater m it schulpflichtigen Kindern zehn Jahre vor der ordent- lichen Pensionierung in den Arbeitslosenstatus zu treiben, nur w eil die Be- schw erdeführerin das R isiko einer R ückforderung einer allfälligen Lohn- zahlung scheue. Für den Beschw erdegegner kom m e es darauf an, dass er, falls notw endig, m öglichst spät die Arbeitslosenversicherungsleistungen beanspruchen m üsse, da er ohne neue Arbeitsstelle bereits nach zw ei Jahren ausgesteuert w ürde. 4.4.4 D ass der Beschw erdegegner erst kurz vor Ablauf der Kündigungsfrist um die Anordnung einer w eiteren Lohnzahlungspflicht der Beschw erdeführerin und dam it gleichzeitig auch um W iederherstellung der aufschiebenden W ir- kung ersucht hat, kann ihm nicht entgegen gehalten w erden: D er Erlass von vorsorglichen M assnahm en, w ozu auch Anordnungen im Zusam m en- hang m it der aufschiebenden W irkung gehören (vgl. Titel vor Art. 55 und 56 Vw VG ), ist in einem hängigen R echtsm ittelverfahren jederzeit m öglich, sofern die notw endigen sachlichen Voraussetzungen zur Anordnung erfüllt sind. 4.4.5 W ürde die aufschiebende W irkung nicht w iederhergestellt, w ürde der Be- schw erdegegner bereits heute, d.h. bevor darüber entschieden w orden ist, ob die ausgesprochene Kündigung rechtm ässig ist oder nicht und ob allen- falls eine R ückkehr an seinen Arbeitsplatz bei der Beschw erdeführerin m öglich w äre, in den Status eines Arbeitslosen geraten. D ies gilt insbe- sondere im Zusam m enhang m it einer Anm eldung bei der Arbeitslosenver- sicherung und dem R AV. D am it w ären für ihn verschiedene Verpflich- tungen verbunden, beispielsw eise bezüglich Stellensuche. Ebenfalls w ürde die Frist bis zur Aussteuerung schon heute zu laufen beginnen. Auch der w irtschaftliche N achteil infolge ausbleibender Lohnzahlungen im Falle der N ichtw iederherstellung der aufschiebenden W irkung ist für Personen m it U nterhaltspflichten w ie dem Beschw erdegegner nicht leicht zu verkraften, auch w enn er je nach Ausgang des Verfahrens betreffend Kündigung nur vorübergehend sein sollte. Angesichts der nicht eindeutigen Verfahrens-12 aussichten und der durchaus m öglichen W eiterbeschäftigung bei der Beschw erdeführerin drohen dem Beschw erdegegner im Falle einer N icht- w iederherstellung der aufschiebenden W irkung im heutigen Zeitpunkt ernsthafte N achteile. D iese könnten nicht leicht w ieder rückgängig ge- m acht w erden. D ies gilt insbesondere im Fall, w enn das hängige R echtsm ittelverfahren zur R echtm ässigkeit der Kündigung noch einige Zeit dauern sollte. D em Anliegen nach einer gew issen Kontinuität im Beschw erdeverfahren w ird vorliegend dadurch R echnung getragen, dass durch die W iederherstellung der aufschiebenden W irkung gerade der bis- herige Zustand w ährend der D auer der Kündigungsfrist (Lohnfortzahlung w ährend gleichzeitiger Freistellung) bis zum Abschluss des Verfahrens fortgesetzt w erden kann und dadurch ein abschliessendes U rteil in der Sache nicht vorw eggenom m en w ird (siehe dazu auch die Entscheide der PR K vom 1. Juli 2004, C R P 2004-016, vom 27. Juli 2004 und vom 8. Septem ber 2004, C R P 2004-024, sow ie des Bundesgerichts vom 22. Juli 2004, 2A.409/2004). D aher liegen genügende Anordnungsgründe für die W iederherstellung der aufschiebenden W irkung im Sinne der zuvor zitierten Lehre und R echtsprechung vor. 4.5 Verhältnism ässig ist eine M assnahm e dann, w enn sie zur Beseitigung des N achteils nicht bloss geeignet, sondern insbesondere in sachlicher H in- sicht auch erforderlich ist, d.h. w enn das Erforderliche nicht m it m ilderen (vorsorglichen) M assnahm en erreicht w erden kann (H ÄN E R , a.a.O ., S. 343 f.; KÖ LZ / H ÄN E R , a.a.O ., R z. 650; PETER SALAD IN , D as Verw altungsver- fahrensrecht des Bundes, Basel 1979, S. 207; ALFR E D KÖ LZ / JÜ R G BO SSH A R T / M AR TIN R Ö H L, Kom m entar zum Verw altungsrechtspflegegesetz des Kantons Zürich, 2. Aufl., Zürich 1999, § 25 N . 14 f.). Schliesslich m uss sow ohl der Entzug w ie auch die W iederherstellung der aufschiebenden W irkung in einem vernünftigen Verhältnis zu den je dam it verbundenen N achteilen stehen (sog. Zum utbarkeit, vgl. U LR IC H H ÄFELIN / G EO R G M Ü LLE R / FELIX U H LM AN N , Allgem eines Verw altungsrecht, 5. Aufl., Zürich 2006, R z. 613). 4.5.1 In der angefochtenen Verfügung ist das private Interesse des Beschw erde- gegners an einer Fortdauer der Lohnzahlungspflicht der Beschw erdefüh- rerin bis zum Abschluss des Verfahrens auf die bereits oben erw ähnten ernsthaften N achteile hin untersucht und dem öffentlichen Interesse an ei- ner Einstellung der Zahlungen per 31. D ezem ber 2006 gegenüber gestellt w orden. G em äss Vorinstanz überw iegt das private das öffentliche Interes- se. In ihrer Vernehm lassungsschrift führt sie dazu aus, sie habe eine um - fassende Interessenabw ägung vorgenom m en. D em Interesse des Be- schw erdegegners, dass er bei einem allfälligen O bsiegen nicht nur einen Entschädigungsanspruch, sondern allenfalls auch Anspruch auf R ückkehr an seinen bisherigen Arbeitsplatz oder eine andere Stelle bei der Be- schw erdeführerin habe, sei im Sinne eines provisorischen R echtsschutzes R echnung zu tragen, um die R echtslage nicht zu zem entieren. D ie W ieder- besetzung der Arbeitsstelle des Beschw erdegegners durch einen neuen Angestellten sei als unzulässige Vorkehrung der Beschw erdeführerin zu betrachten, m it w elcher der Beschw erdegegner vor vollendete Tatsachen gestellt w erde.13 4.5.2 D ie Beschw erdeführerin bringt betreffend Interessenabw ägung die aus ih- rer Sicht notw endigen, aber fehlenden Bem ühungen des Beschw erdegeg- ners um einen neuen Arbeitsplatz w ährend seiner Freistellung, die nicht m ögliche R ückkehr an den bisherigen Arbeitsplatz und das zerstörte Ver- trauensverhältnis zum Beschw erdegegner als Arbeitnehm er vor. D ie Vorin- stanz habe diese Argum ente nicht geprüft und gegen die Interessen des Beschw erdegegners abgew ogen. Som it habe sie w esentliche Interessen der Beschw erdeführerin als Arbeitgeberin und öffentliche Interessen des G em einw esens am sparsam en U m gang m it Steuergeldern sow ie das Inte- resse der Parteien nach Kontinuität im Verfahren ausser Acht gelassen. 4.5.3 N ach M einung des Beschw erdegegners ist im R ahm en einer Interessenab- w ägung festzustellen, dass der Schaden auf seiner Seite (bei einer allfäl- ligen Einstellung der Lohn- und Sozialversicherungsbeitragszahlungen) viel grösser sei als auf der Arbeitgeberseite. D ie W eiterzahlung des Lohnes an den Beschw erdegegner sei budgetm ässig für die Beschw erdeführerin vernachlässigbar. Für den Beschw erdegegner bedeute dies jedoch Einschränkungen der Lebensqualität für sich und seine Fam ilie. Bezüglich Sozialversicherungsbeiträgen habe sich die Beschw erdeführerin ausserdem einer freiw illigen aufschiebenden W irkung unterzogen und nehm e dem nach bei ihrem O bsiegen eine R ückforderung gegenüber dem Beschw erdegegner in Kauf. 4.5.4 D ie W iederherstellung der aufschiebenden W irkung bew irkt im vorlie- genden Fall, w ie bereits erw ähnt, dass die Folgen der ausgesprochenen Kündigung, inbesondere die Beendigung der Lohn- und Sozialversiche- rungsbeitragszahlungspflicht der Arbeitgeberin, bis zum Abschluss des Verfahrens nicht eintreten. D eshalb kann der Beschw erdegegner im heu- tigen Zeitpunkt (noch) nicht dazu verpflichtet sein, sich um eine neue Stel- le zu bem ühen. Für das vor Bundesverw altungsgericht hängige Verfahren zur Frage der W iederherstellung der aufschiebenden W irkung sind Argu- m ente zur U nterm auerung oder Bestreitung der R echtm ässigkeit der Kün- digungsverfügung der Beschw erdeführerin nur insow eit von Belang, als sie die bereits behandelte Entscheidprognose betreffen. Ausführungen zu einem m öglichen fehlenden Bem ühen des Beschw erdegegners bei der Stellensuche oder zum gestörten Vertrauensverhältnis können die hier vor- zunehm ende Interessenabw ägung daher ebenfalls nur am R ande betref- fen. Vorliegend sind nur die Vorbringen der Parteien zu den Folgen der W eiterführung des bisherigen R echtszustandes bis zum Abschluss des Verfahrens zu prüfen. D as einzige Interesse, das in diesem Zusam m enhang von der Beschw er- deführerin gegen eine w eitere Lohnzahlung vorgebracht w ird, ist die Ver- m eidung einer m öglichen Schädigung der Steuerzahlenden. D ieses Anlie- gen w iegt im Vergleich zum privaten Interesse des Beschw erdegegners an einer Fortdauer der Lohn- und Sozialversicherungsbeitragspflicht bis zum Abschluss des hängigen R echtsm ittelverfahrens deutlich leichter: Für den Beschw erdegegner w äre die Einstellung dieser Zahlungen w ie gezeigt (E. 4.4.5) im heutigen Zeitpunkt m it schw er w iegenden rechtlichen und faktischen N achteilen verbunden, w ährend w eitere Lohn- und 14 Sozialversicherungsbeitragszahlungen bis zum Abschluss des Verfahrens für die Beschw erdeführerin bzw . die Steuerzahlenden als tragbar er- scheinen. H inzu kom m t, dass der Beschw erdegegner seit der Kündigung offiziell freigestellt ist und dies gem äss der nicht angefochtenen Ziff. 3 der Zw ischenverfügung der Vorinstanz auch w eiterhin bleiben soll. Infolgedessen m uss die Beschw erdeführerin den Beschw erdegegner im jetzigen Zeitpunkt nicht an seiner bisherigen Stelle w eiterbeschäftigen, w o- m it im H inblick auf die für beide Seiten unklaren Prozessaussichten und ein eventuelles gestörtes Vertrauensverhältnis allfällige Problem e im Be- trieb m om entan ebenfalls auszuschliessen sind. Sofern die Beschw erde- führerin die W eiterbeschäftigung des Beschw erdegegners nach dessen (bezahlter) Freistellung verunm öglicht, darf dieser U m stand allerdings nicht dem Beschw erdegegner entgegen gehalten w erden. Insgesam t kom m t dem privaten Interesse des Beschw erdegegners an der Aufrechterhaltung des bisherigen R echtszustandes und insbesondere an w eiteren Lohn- und Sozialversicherungsbeitragszahlungen das grössere G ew icht zu als dem öffentlichen Interesse der Beschw erdeführerin bzw . der Steuerzahlenden an der Einstellung dieser Zahlungen (vgl. dazu den Entscheid der PR K vom 1. Juli 2004, PR K 2004-016, E. 3, sow ie das U rteil des Bundesgerichts vom 22. Juli 2004, 2A.409/2004, E. 6). Zum indest teilw eise scheint dies die Beschw erdeführerin selbst anzuerkennen, sofern sie tatsächlich – w ie vom Beschw erdegegner geltend gem acht – w eiterhin die Sozialversicherungsbeiträge einbezahlt, w as hier aber nicht w eiter untersucht zu w erden braucht. D ie m it der W eiterführung des bisherigen R echtszustandes zu gew innende Kontinuität des Verfahrens (vgl. E. 4.4.5.) spricht in einer Interessenabw ä- gung ebenfalls für die W iederherstellung der aufschiebenden W irkung. D ie W iederherstellung der aufschiebenden W irkung erw eist sich dam it als verhältnism ässig. 4.6 D ie Voraussetzungen für eine W iederherstellung der aufschiebenden W ir- kung sind nach den vorstehenden Erw ägungen erfüllt. Ziff. 1 w ie auch Ziff. 2 der angefochtenen Verfügung sind nicht zu beanstanden. 5. D ie Beschw erde ist aus den vorerw ähnten G ründen abzuw eisen. 6. D as Verfahren vor dem Bundesverw altungsgericht ist in personalrecht- lichen Angelegenheiten grundsätzlich kostenlos (Art. 34 Abs. 2 BPG ), w es- halb keine Verfahrenskosten erhoben w erden. 7. D er Beschw erdeführerin w ird zu G unsten des Beschw erdegegners eine Parteientschädigung von Fr. 2000.- auferlegt (Art. 64 Abs. 1 Vw VG i.V.m . Art. 8 ff. des R eglem ents über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverw altungsgericht [VG KE], SR 173.320.2).15 D em nach erkennt das B undesverw altungsgericht: 1. D ie Beschw erde w ird abgew iesen. 2. Für das Verfahren vor dem Bundesverw altungsgericht w erden keine Ko- sten erhoben. 3. D er Beschw erdeführerin w ird zu G unsten des Beschw erdegegners eine Parteientschädigung von Fr. 2000.- auferlegt. 4. D ieses U rteil w ird m it G erichtsurkunde eröffnet: - der Beschw erdeführerin - dem Beschw erdegegner - der Vorinstanz D ie vorsitzende R ichterin: D ie G erichtsschreiberin: M arianne R yter Sauvant Susanne Kuster Zürcher R echtsm ittelbelehrung Entscheide des Bundesverw altungsgerichts auf dem G ebiet der öffentlich-rechtlichen Ar- beitsverhältnisse können m it Beschw erde beim Bundesgericht angefochten w erden, so- fern es um eine verm ögensrechtliche Angelegenheit geht, bei w elcher der Streitw ert m in- destens 15'000 Franken beträgt oder bei der sich eine R echtsfrage von grundsätzlicher Bedeutung stellt (vgl. Art. 85 Abs. 1 Bst. b und Abs. 2 des Bundesgesetzes über das Bundesgericht vom 17. Juni 2005 [Bundesgerichtsgesetz, BG G ]; SR 173.110). Bei einer nicht verm ögensrechtlichen Angelegenheit ist die Beschw erde nur zulässig, w enn sie die G leichstellung der G eschlechter betrifft (vgl. Art. 83 Bst. g BG G ). Steht die Beschw erde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten offen, so ist sie innert 30 Tagen seit der Ausfertigung des angefochtenen U rteils zu erheben. D ie R echtsschrift ist in einer Am tssprache abzufassen und hat die Begehren, deren Begründung m it Anga- be der Bew eism ittel und die U nterschrift zu enthalten. Sie m uss spätestens am letzten Tag der Frist beim Bundesgericht eingereicht oder zu dessen H anden der Schw eize- rischen Post oder einer schw eizerischen diplom atischen oder konsularischen Vertretung übergeben w erden (vgl. Art. 42. 48, 54 und 100 BG G ). Versand am :