<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2002.00040</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="https://vgrzh.djiktzh.ch/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=https://vgrzh.djiktzh.ch&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=106566&amp;W10_KEY=4467147&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2002.00040</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 21.03.2002</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">3. Abteilung/3. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Gesundheitswesen</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Heilmittelabgabe</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Weitere Sistierung bzw. Bewilligung eines seit 1999 sistierten Selbstdispensationsgesuchs<br/><br/>Das Verwaltungsgericht ist zuständig (E. 1a).<br/>Da der angefochtene Zwischenentscheid einen qualifizierten Nachteil bewirkt, ist auf die Beschwerde einzutreten (E. 1b).<br/>Die Bewilligungsfähigkeit des Gesuchs gehört auch zum Streitgegenstand (E. 1c aa).<br/>Nicht einzutreten ist auf das Begehren, die bereits erteilten 87 Bewilligungen seien zu widerrufen (E. 1c bb).<br/>Der Beschwerdeführer ist auch ohne Selbstdispensationsbewilligung zur Medikamentenabgabe in Notfällen berechtigt (E. 2).<br/>Zu prüfen ist, ob sich eine Bewilligungsverweigerung noch rechtfertigen lässt; diesfalls ist auch eine Sistierung zulässig (E. 3a).<br/>Da der Gesetzgeber auch nach Scheitern des ersten Gesetzesentwurfs sich weiterhin um eine Lösung bemüht, ist an der Sistierung festzuhalten (E. 3b).<br/>Die Rechtsungleichheit, die durch Bewilligung der ersten 87 eingegangenen Gesuche entstanden ist, ist hinzunehmen (E. 3c).<br/>Aus dem Heilmittelgesetz vermag der Beschwerdeführer nichts zu eigenen Gunsten abzuleiten (E. 3d).<br/>Kommt auch im laufenden Gesetzgebungsverfahren keine Lösung zustande, wird über die Gesuche zu entscheiden sein (E. 3e).<br/>Gegen einen Widerruf der 87 bereits erteilten Bewilligungen vor Abschluss des laufenden Gesetzgebungsverfahrens sprechen dieselben Gründe, die eine weitere Sistierung der hängigen Gesuche rechtfertigen (E. 4).</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: BEWILLIGUNGSFÃHIGKEIT">BEWILLIGUNGSFÃHIGKEIT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: GESETZGEBUNGSVERFAHREN">GESETZGEBUNGSVERFAHREN</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: HEILMITTELABGABE">HEILMITTELABGABE</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: NACHTEIL">NACHTEIL</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: NOTFALL">NOTFALL</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: NOTFALLDIENST">NOTFALLDIENST</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: PRIVATAPOTHEKE">PRIVATAPOTHEKE</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: RECHTSGLEICHHEIT">RECHTSGLEICHHEIT</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: SELBSTDISPENSATION">SELBSTDISPENSATION</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: SISTIERUNG">SISTIERUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: STREITGEGENSTAND">STREITGEGENSTAND</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsprozessrecht UR: Allgemeines ST: ÃBRIGES ALLGEMEINES VERWALTUNGSPROZESSRECHT">ÃBRIGES ALLGEMEINES VERWALTUNGSPROZESSRECHT</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: Gesundheit ST: ÃBRIGES FÃRSORGE UND GESUNDHEIT">ÃBRIGES FÃRSORGE UND GESUNDHEIT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: WIDERRUF">WIDERRUF</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ZWISCHENENTSCHEID">ZWISCHENENTSCHEID</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="gerade">§ 12 Abs. II aGesundheitsG</span><br/><span class="ungerade">§ 17 aGesundheitsG</span><br/><span class="gerade">§ 48 lit. II VRG</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade">RB 2002 Nr. 59 S. 140</span><br/> </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 2 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Einzug1"><span>I. A. Mit Urteil vom 26. Februar 1998 (VB.97.00526, RB 1998 Nr. 80) lud das Ver­waltungsgericht die Gesundheitsdirektion ein, der in jenem Verfahren beschwerdefÃ¼hrenden Inhaberin einer HMO-Praxis in der Stadt ZÃ¼rich die Bewilligung fÃ¼r die Abgabe gebrauchsfertiger Arzneimittel unter den erforderlichen Auflagen zu erteilen. Zur BegrÃ¼ndung fÃ¼hrte es im Wesentlichen aus, § 17 des Gesundheitsgesetzes vom 4. November 1962 (GesundheitsG) sei insoweit mit Art. 4 Abs. 1 der Bundesverfassung vom 29. Mai 1874 un­­vereinbar und daher im vorliegenden Fall nicht anwendbar, als diese Bestimmung eine Selbstdispensa­tionsbewilligung fÃ¼r Ãrztinnen und Ãrzte in den StÃ¤dten ZÃ¼rich und Winter­thur ausschlies­se, wobei es Aufgabe des Gesetzgebers und nicht des Verwaltungsgerichts sei, die Frage der Selbstdispensation verfassungskonform zu regeln, weshalb die zu erteilen­de Bewilligung nur bis zum Inkrafttreten einer neuen gesetzlichen Regelung zu erteilen sei.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Dagegen erhoben der Inhaber einer Apotheke in der Stadt ZÃ¼rich sowie der Apothe­kerverein des Kantons ZÃ¼rich am 8. Juni 1998 staatsrechtliche Beschwerde (2P.195/ 1998). Das Bundesgericht wies die Beschwerde am 15. Juni 1999 ab, soweit es darauf eintrat. Nicht eingetreten ist es auf die Beschwerde insoweit, als darin geltend gemacht wurde, das Verwaltungsgericht habe mit seinem Urteil vom 26. Februar 1998, wonach § 17 Gesund­heitsG gegen die Rechtsgleichheit verstosse und der dortigen BeschwerdefÃ¼hrerin des­we­gen die nachgesuchte Selbstdispensationsbewilligung zu erteilen sei, verfassungsmÃ¤ssige Rechte der BeschwerdefÃ¼hrer (WillkÃ¼rverbot, Vertrauensschutz) verletzt; zu dieser RÃ¼ge seien die BeschwerdefÃ¼hrer nach Art. 88 des Bundesrechtspflegegesetzes vom 16. Dezember 1943/20. Dezember 1968 nicht legitimiert (E. 3b‑d). Behandelt, jedoch verworfen hat das Bundesgericht die RÃ¼ge der BeschwerdefÃ¼hrer, das Verwaltungsgericht habe ihnen da­durch das rechtliche GehÃ¶r verweigert, dass es sie im verwaltungsgerichtlichen Verfahren nicht beigeladen habe; als willkÃ¼rfrei wÃ¼rdigte das Bundesgericht dabei namentlich die Auf­fassung des Verwaltungsgerichts, die Apotheker wÃ¼rden durch die Erteilung von Selbst­­dispensationsbewilligungen an Ãrztinnen und Ãrzte nicht unmittelbar in schutzwÃ¼rdigen eigenen Interessen im Sinn von § 21 lit. a des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959/8. Juni 1997 (VRG) berÃ¼hrt.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Nach Bekanntwerden des verwaltungsgerichtlichen Urteils vom 26. Februar 1998 Mitte Mai 1998 hatten zahlreiche in ZÃ¼rich und Winterthur praktizierende Ãrztinnen und Ãrzte die Gesundheitsdirektion um Erteilung einer Selbstdispensationsbewilligung ersucht, unter anderem der heutige BeschwerdefÃ¼hrer, Inhaber einer Praxis in der Stadt ZÃ¼rich, am 3. Juni 1998. Bis Mitte Juli 1998 hatte die Gesundheitsdirektion 87 der ca. 400 bis dahin ge­stellten Gesuche bewilligt.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Im hÃ¤ngigen Verfahren (2P.195/1998) vor Bundesgericht hatte der PrÃ¤sident der II. Ã¶ffentlichrechtlichen Abteilung mit VerfÃ¼gung vom 14. Juli 1998 das Gesuch des beschwerdefÃ¼hrenden Apothekers und des Apothekervereins um GewÃ¤hrung der aufschiebenden Wirkung bzw. Anordnung vorsorglicher Massnahmen abgelehnt, jedoch darauf hingewiesen, dass es der Gesundheitsdirektion unbenommen sei, in den weiteren Bewilligungsverfahren "die nÃ¶tigen und ... zweckmÃ¤ssig erscheinenden verfahrensleitenden Anordnungen ‑ zu denken wÃ¤re etwa an Sistierungen ‑ zu treffen". Die Gesundheitsdirektion hatte hierauf am 22. September 1998 verfÃ¼gt, sÃ¤mtliche noch hÃ¤ngigen Selbstdispensationsgesuche von Ãrztinnen und Ãrzten in den StÃ¤dten ZÃ¼rich und Winterthur wÃ¼rden <i>bis zur Erledigung des bundesgerichtlichen Verfahrens 2P.195/1998 sistiert</i>. Auf zwei dagegen erhobene Beschwerden von Ãrzten trat das Verwaltungsgericht am 18. Dezember 1998 nicht ein (VB.98.00367, VB.98.00406, RB 1998 Nr. 33). Das Gericht erwog, die von den BeschwerdefÃ¼hrern geltend gemachten UmstÃ¤nde bildeten keinen qualifizierten Nachteil im Sinn von § 48 Abs. 2 VRG, weshalb der Zwischenentscheid der Gesundheitsdirektion nicht selbstÃ¤ndig anfechtbar sei.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die Gesundheitsdirektion verfÃ¼gte am 17. September 1999, Gesuche um Erteilung von Selbstdispensationsbewilligungen an Ãrzte und Ãrztinnen in den StÃ¤dten ZÃ¼rich und Winterthur wÃ¼rden im Sinn der ErwÃ¤gungen <i>bis zu einem Volksentscheid Ã¼ber die Frage der Selbstdispensation im Kanton ZÃ¼rich sistiert</i>. Sie erwog im Wesentlichen: In den StÃ¤d­ten ZÃ¼rich und Winterthur stÃ¼nden den rund 1'900 praxisberechtigten Ãrztinnen und Ãrzten rund 140 Apotheken gegenÃ¼ber. WÃ¼rde sÃ¤mtlichen pendenten Bewilligungsgesuchen von Ãrztinnen und Ãrzten entsprochen, wÃ¼rden zahlreiche Apotheken in ihrer wirtschaftlichen Existenz gefÃ¤hrdet und damit letztlich auch eine demokratische Willensbildung in der bevorstehenden Volksabstimmung verhindert. Ins Gewicht falle dabei, dass eine solche Ab­­stimmung in naher Zukunft stattfinden werde: In der Zwischenzeit habe nÃ¤mlich die Ge­sundheitsdirektion einen Entwurf fÃ¼r ein totalrevidiertes Gesundheitsgesetz vorgelegt, welcher auch eine Neuregelung der Selbstdispensation vorsehe. Zur gleichen Materie seien sei­tens der Apothekerschaft im November 1998 und seitens der Ãrzteschaft im Juli 1999 Volksinitiativen eingereicht worden. Weil die Neuregelung der Selbstdispensation dringlich sei, bestehe die Absicht, sie aus dem Gesamtpaket der Revision des Gesundheitsgesetzes herauszulÃ¶sen und dem Kantonsrat zur separaten Behandlung vorweg zu unterbreiten. Es rechtfertigte sich daher, die gegenwÃ¤rtigen VerhÃ¤ltnisse bis zu einem Volksentscheid Ã¼ber die Selbstdispensation zu bewahren bzw. VerÃ¤nderungen zu vermeiden, welche die Umsetzung einer kÃ¼nftigen Regelung des Gesetzgebers beeintrÃ¤chtigen kÃ¶nnten.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Gegen diese VerfÃ¼gung, die allen Ãrztinnen und Ãrzten in den StÃ¤dten ZÃ¼rich und Winterthur mitgeteilt wurde, welche seit dem 26. Februar 1998 ein Gesuch um Selbstdispensationsbewilligung gestellt und bis anhin noch keine Bewilligung erhalten hatten, erhoben zwei Ãrzte sowie die Ãrztegesellschaft des Kantons ZÃ¼rich Beschwerden an das Verwaltungsgericht mit den AntrÃ¤gen, die SistierungsverfÃ¼gung aufzuheben und die Gesundheits-direktion anzuweisen, die nachgesuchte Selbstdispensationsbewilligung zu erteilen. Das Verwaltungsgericht wies die Beschwerden am 16. Dezember 1999 ab (RB 1999 Nr. 80).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Der Kantonsrat verabschiedete im FrÃ¼hjahr 2001 einen Gesetzesentwurf, der im Wesentlichen vorsah, dass Ãrztinnen und Ãrzten die FÃ¼hrung einer Praxisapotheke bewilligt werde, wenn sich in einer Gemeinde keine oder im VerhÃ¤ltnis zur BevÃ¶lkerung zu wenig Apotheken befinden und wenn diese fÃ¼r wesentliche Teile der BevÃ¶lkerung schlecht er­reichbar seien; weiteren Ãrztinnen und Ãrzten sollte die FÃ¼hrung einer Privatapotheke bewilligt werden, wenn sie regelmÃ¤ssig an den allgemeinmedizinischen Notfalldiensten der Standesorganisationen teilnehmen wÃ¼rden und wenn sich innerhalb eines Umkreises von 500 m zu ihrer Praxis keine Apotheke befinde. In der Volksabstimmung vom 23. September 2001 wurde dieser Vorschlag verworfen. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die Gesundheitsdirektion teilte hierauf am 1. Oktober 2001 allen im Kanton ZÃ¼rich praktizierenden Ãrztinnen und Ãrzten mit, dass sie bestrebt sei, so rasch wie mÃ¶glich eine adÃ¤quate, dem Volkswillen entsprechende Vorlage in die politische Diskussion zu geben. <i>Bis eine derartige Regelung gefunden worden sei, mÃ¼ssten die hÃ¤ngigen Gesuche um Bewilligung der Selbstdispensation sistiert bleiben</i>.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>B. A ersuchte die Gesundheitsdirektion am 24. Dezember 2001 erneut um Bewilligung der direkten Medikamentenabgabe, unter Hinweis darauf, dass er seit Jahren am Ã¤rztlichen Notfalldienst der Stadt ZÃ¼rich teilnehme. Die Gesundheitsdirektion antwortete ihm am 23. Januar 2002 unter Hinweis auf ihr Schreiben vom 1. Oktober 2001, hÃ¤ngige Gesuche blieben weiterhin sistiert und neue Bewilligungen kÃ¶nnten nicht erteilt werden. A wandte sich hierauf mit weiteren Schreiben vom 24. und 25. Januar 2002 an die Direktion, wobei er eine anfechtbare VerfÃ¼gung verlangte.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die Gesundheitsdirektion teilte A am 5. Februar 2002 mit, sein Gesuch um Bewilligung der Selbstdispensation bleibe weiterhin sistiert. Sie wies ihn darauf hin, dass dieses Schreiben als VerfÃ¼gung gelte und binnen 30 Tagen beim Verwaltungsgericht angefochten werden kÃ¶nne.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>II. Dagegen erhob A am 6. Februar 2002 Beschwerde mit dem Antrag, die FÃ¼hrung einer Apotheke in seiner Praxis sei ihm sofort zu bewilligen; falls diesem Antrag nicht entsprochen werden kÃ¶nne, verlange er die sofortige RÃ¼cknahme sÃ¤mtlicher Selbst­dispen­sa­ti­ons­bewilligungen, die in der Folge des verwaltungsgerichtlichen Urteils vom 26. Februar 1998 an Ãrztinnen und Ãrzte in den StÃ¤dten ZÃ¼rich und Winterthur erteilt worden seien.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die Gesundheitsdirektion beantragte am 21. Februar 2002 Abweisung der Beschwerde.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Der BeschwerdefÃ¼hrer Ã¼bermittelte dem Verwaltungsgericht per Fax am 20. und 25. Februar, 2., 4. und 9. MÃ¤rz 2002 weitere Unterlagen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die Kammer zieht in ErwÃ¤gung:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>1. a) Das Verwaltungsgericht ist nach § 19a Abs. 2 Ziff. 1 in Verbindung mit § 41 VRG zur Behandlung der vorliegenden Beschwerde funktionell und sachlich zustÃ¤ndig (vgl. allerdings bezÃ¼glich des Streitgegenstands E. 1c).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) Zur Anfechtung der VerfÃ¼gung vom 5. Februar 2002 ist der BeschwerdefÃ¼hrer als unmittelbarer Adressat und damit direkt Betroffener nach § 21 lit. a VRG legitimiert. Mit dieser VerfÃ¼gung hat die Gesundheitsdirektion dem BeschwerdefÃ¼hrer allerdings die nachgesuchte Bewilligung nicht verweigert, sondern entschieden, dass das diesbezÃ¼gliche, von ihm am 3. Juni 1998 gestellte und am 24. Dezember 2001 erneuerte Gesuch weiterhin sistiert bleibe. Es handelt sich daher um einen Zwischenentscheid im Sinn von § 48 Abs. 2 VRG, der laut dieser Bestimmung nur dann weiterziehbar ist, wenn er fÃ¼r den Betroffenen einen Nachteil zur Folge hat, der sich spÃ¤ter voraussichtlich nicht mehr beheben lÃ¤sst. Das Vorliegen eines derart qualifizierten Nachteils hatte das Verwaltungsgericht im Zusammen­­hang mit der SistierungsverfÃ¼gung der Gesundheitsdirektion vom 22. September 1998 fÃ¼r die damals beschwerdefÃ¼hrenden Ãrzte wie erwÃ¤hnt noch verneint (RB 1998 Nr. 33). Hinsichtlich der gegen die spÃ¤tere SistierungsverfÃ¼gung der Gesundheitsdirektion vom 17. November 1999 beschwerdefÃ¼hrenden Ãrzte hat das Verwaltungsgericht hingegen einen qualifizierten Nachteil mit der BegrÃ¼ndung bejaht, auch wenn mit einer Volksabstimmung betreffend Neuregelung der Selbstdispensation in naher Zukunft zu rechnen sei, dÃ¼rfte es sich im Vergleich zum frÃ¼heren Sistierungsgrund (hÃ¤ngiges Verfahren vor Bundesgericht) um eine lÃ¤ngere Zeitspanne handeln (unverÃ¶ffentlichte ErwÃ¤gung 1b des in RB 1999 Nr. 80 publizierten Urteils). Um so mehr ist ein qualifizierter Nachteil im Sinn von § 48 Abs. 2 VRG hinsichtlich des BeschwerdefÃ¼hrers im heutigen Verfahren zu bejahen, der sich dagegen wehrt, dass die Gesundheitsdirektion die im Jahr 1998 eingereichten Gesuche im Oktober 2001 (fÃ¼r den BeschwerdefÃ¼hrer betreffend dessen am 3. Juni 1998 ein­gereichtes Gesuch mit anfechtbarer fÃ¶rmlicher VerfÃ¼gung vom 5. Februar 2001) ein wei­teres Mal sistiert hat.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>c) In Verwaltungsverfahren, welche durch ein Gesuch ausgelÃ¶st worden sind, ergibt sich im anschliessenden Beschwerdeverfahren der Streitgegenstand in erster Linie aus Begehren, Ã¼ber welche bereits die Vorinstanz entschieden hat. Sodann gehÃ¶ren â fÃ¶rmliche â Begehren, Ã¼ber welche sie materiell nicht entschieden hat, auf entsprechende RÃ¼ge hin jeden­falls insofern zum Streitgegenstand, als zu prÃ¼fen ist, ob dies zu Recht unterblieben sei (Alfred KÃ¶lz/JÃ¼rg Bosshart/Martin RÃ¶hl, Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons ZÃ¼rich, 2.A., ZÃ¼rich 1999, Vorbem. zu §§ 19-28 N. 86). Sofern das Verwaltungsgericht in FÃ¤llen der letztgenannten Kategorie zum Schluss gelangt, die Vorinstanz sei auf ein Begehren zu Unrecht nicht eingetreten, kann es allenfalls den Streitgegenstand dadurch erweitern, dass es statt der in der Regel gebotenen RÃ¼ckweisung (vgl. § 64 VRG) die materielle Neubeurteilung selber vornimmt.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>aa) Mit seinem Beschwerdebegehren 1 verlangt der BeschwerdefÃ¼hrer, wie schon zuvor in seiner Eingabe an die Gesundheitsdirektion vom 24. Januar 2002, es sei ihm die Bewilligung "sofort" zu erteilen. Mit der angefochtenen VerfÃ¼gung hat die Gesundheitsdirektion wie erwÃ¤hnt die nachgesuchte Bewilligung dem BeschwerdefÃ¼hrer nicht verweigert, sondern entschieden, dass das diesbezÃ¼gliche, von ihm am 3. Juni 1998 gestellte und am 24. Dezember 2001 erneuerte Gesuch weiterhin sistiert bleibe. Im Beschwerdebegehren, es sei ihm die Bewilligung "sofort" zu erteilen, ist sinngemÃ¤ss auch und vorab das Begehren enthalten, die Gesundheitsdirektion habe unverzÃ¼glich Ã¼ber die nachgesuchte Bewilligung zu entscheiden. Auf dieses Begehren ist jedenfalls einzutreten.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Zu beachten ist sodann, dass zwischen der angefochtenen Sistierung des Bewilligungsverfahrens und der Frage der BewilligungsfÃ¤higkeit ein enger sachlicher Zusammenhang besteht, wie sich schon aus den der SistierungsverfÃ¼gung zugrunde gelegten ErwÃ¤gungen der Gesundheitsdirektion und den dagegen erhobenen Einwendungen des Beschwer­­defÃ¼hrers ergibt: Die Gesundheitsdirektion geht davon aus, dass die hÃ¤ngigen Gesuche gestÃ¼tzt auf das Verwaltungsgerichtsurteil vom 26. Februar 1998 grundsÃ¤tzlich zu bewilligen wÃ¤ren, dass aber die gebotene Neuregelung der Selbstdispensation es rechtfertige, den als verfassungswidrig erkannten § 17 GesundheitsG (mit dem darin enthaltenen Selbst­dispensationsverbot fÃ¼r Ãrztinnen und Ãrzte in den StÃ¤dten ZÃ¼rich und Winterthur) weiter­hin anzuwenden. Der BeschwerdefÃ¼hrer wendet unter anderem ein, ein weiteres Zuwarten sei fÃ¼r ihn heute, rund vier Jahre nach Einreichung des Gesuches, nicht mehr zumutbar. Das Verwaltungsgericht hat denn auch im erwÃ¤hnten Urteil vom 16. Dezember 1999, mit </span></p> <p class="Einzug1"><span>welchem die frÃ¼here SistierungsverfÃ¼gung der Direktion vom 17. September 1999 (RB 1999 Nr. 80) geschÃ¼tzt worden ist, erwogen, die SistierungsverfÃ¼gung komme in ihrer Tragweite einer Bewilligungsverweigerung gleich, weshalb sie auch unter diesem Gesichts­winkel zu Ã¼berprÃ¼fen sei (E. 4b); und es hat abschliessend angemerkt, aufgrund der angefÃ¼hrten UmstÃ¤nde hÃ¤tte die Direktion die Gesuche, statt sie zu sistieren, auch abweisen kÃ¶nnen, weil <br/> es den betroffenen Ãrztinnen und Ãrzten unbenommen sei, nach Inkrafttreten einer neuen Regelung ein neues Gesuch einzureichen (E. 5c a.E.). Insofern gehÃ¶rt vorliegend auch die Frage der BewilligungsfÃ¤higkeit des sistierten Gesuchs zum Streitgegenstand.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>bb) FÃ¼r den Fall, dass seinem Begehren um Erteilung einer Bewilligung nicht entsprochen werde, verlangt der BeschwerdefÃ¼hrer mit seinem Begehren 2 die sofortige RÃ¼ck­nahme sÃ¤mtlicher Selbstdispensationsbewilligungen, die in der Folge des verwaltungsgerichtlichen Urteils vom 26. Februar 1998 an Ãrztinnen und Ãrzte in den StÃ¤dten ZÃ¼rich und Winterthur erteilt worden seien. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>In seiner fÃ¶rmlich als "Gesuch" bezeichneten Eingabe vom 24. Dezember 2001 hat­te der BeschwerdefÃ¼hrer die Gesundheitsdirektion um Bewilligung der direkten Medikamen­tenabgabe ersucht. In seiner Eingabe vom 24. Januar 2002 bat er die Direktion fÃ¼r den Fall der Abweisung seines Gesuchs oder eines weiteren Aufschubs des Bewilligungsentscheids darum, "den Arzt-Kollegen in der Stadt ZÃ¼rich die Bewilligung sofort wieder zu entziehen, falls dies nach Ihren gerichtlichen Vorgaben mÃ¶glich ist". In seiner Eingabe vom 25. Januar 2002 erwÃ¤hnte er dieses Anliegen nicht mehr, und in seiner weiteren Eingabe mit gleichem Datum verlangte er unter dem einleiten­den Hinweis "Bewilligung zur FÃ¼hrung einer Praxisapotheke" eine anfechtbare VerfÃ¼gung "bezÃ¼glich der Angelegen­heit". Unter diesen UmstÃ¤nden durfte die Gesundheitsdirek­tion ohne Rechtsverletzung davon ausgehen, der BeschwerdefÃ¼hrer verlange eine fÃ¶rmliche VerfÃ¼gung nur zur Frage der Auf­hebung der Sistierung und der Bewilligung seines eigenen Gesuchs, nicht hingegen zur Frage des Widerrufs der anderen Ãrzten erteilten Bewilligungen. So betrachtet gehÃ¶rt das Beschwerdebegehren 2 nicht zum Streitgegenstand im vorliegenden Beschwerdeverfahren. Auf dieses Begehren ist daher nicht einzutreten (vgl. auch hinten E. 4).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Ginge man jedoch davon aus, der BeschwerdefÃ¼hrer habe bereits vor Gesundheitsdirektion mit einem fÃ¶rmlichen Begehren um Widerruf der andern Ãrzten erteilten Bewilligungen ersucht, so ist Folgendes zu bedenken: Zwar ist dem BeschwerdefÃ¼hrer ein schutz­wÃ¼rdiges Interesse daran, die Erteilung von Bewilligungen an Konkurrenten unter Berufung auf rechtsungleiche Behandlung anzufechten, nicht von vornherein abzusprechen (vgl. KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl § 21 N. 44; BGE 125 I 7 E. 3 g/cc S. 12), und muss ihm daher al­lenfalls auch ein schutzwÃ¼rdiges Interesse zuerkannt werden, nachtrÃ¤glich den Widerruf von Bewilligungen zu verlangen, sofern ihm seinerzeit bei der Erteilung dieser Bewilligun­gen deren direkte Anfechtung nicht mÃ¶glich oder nicht zumutbar war. Wie nachfolgend dar­zulegen sein wird (hinten E. 4), kommt jedoch ein Widerruf der 87 bereits erteilten Bewilligungen nur dann nÃ¤her in Betracht, wenn das jetzt laufende Gesetzgebungsverfahren durch einen negativen Entscheid im Kantonsrat oder mit einem negativen Ausgang einer Volksabstimmung abgeschlossen wÃ¼rde, mit der Folge, dass § 17 GesundheitsG in der jetzigen Fassung weiter gelten wÃ¼rde.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>d) Demnach ist auf die Beschwerde einzutreten, soweit damit die Aufhebung der angefochtenen SistierungsverfÃ¼gung und eine unverzÃ¼gliche Behandlung des Bewilligungsgesuchs und eine sofortige Bewilligung der Medikamentenabgabe beantragt wird.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>2. Der BeschwerdefÃ¼hrer macht geltend, er wirke am Notfalldienst in den Stadtkreisen 11 und 12 mit, weshalb er auf die FÃ¼hrung einer Praxisapotheke angewiesen sei; das ergebe sich schon aus seiner haftpflichtrechtlichen Verantwortlichkeit gegenÃ¼ber den Notfallpatienten. Dieser Einwand zielt unmittelbar auf die Erteilung einer Bewilligung ab, ist aber auch als Argument gegen eine weitere Sistierung des Bewilligungsgesuchs zu hÃ¶ren.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Der Einwand ist unbegrÃ¼ndet. Wie die Gesundheitsdirektion in ihrer Beschwerdeantwort zutreffend darlegt, wird bereits unter der heute geltenden Regelung von § 17 GesundheitsG sÃ¤mtlichen Ãrztinnen und Ãrzten im Kanton ZÃ¼rich, d.h. nicht nur jenen mit Selbstdispensationsbewilligung, die Abgabe von Medikamenten im Notfall gestattet. Bereits die in § 12 Abs. 2 GesundheitsG statuierte Verpflichtung, in dringenden FÃ¤llen Beistand zu leisten, bedingt die FÃ¼hrung eines Notfallsortiments in jeder Arztpraxis. Es ist dem BeschwerdefÃ¼hrer damit gestattet, in seiner Praxis die entsprechenden Notfallmedikamente zu fÃ¼hren und abzugeben, ohne dass er hierzu einer Selbstdispensationsbewilligung im Sinn von § 17 GesundheitsG bedÃ¼rfte.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>3. Der Haupteinwand des BeschwerdefÃ¼hrers geht dahin, es sei heute nicht mehr zu vertreten, ihm eine Bewilligung weiterhin zu verweigern bzw. das von ihm bereits 1997 (richtig: 1998) eingereichte Gesuch weiterhin zu sistieren. Damit werde er rechtsungleich gegenÃ¼ber jenen Ãrzten mit Praxen in der Stadt ZÃ¼rich behandelt, die 1998 ein solche Bewilligung erhalten hÃ¤tten. Die rechtsungleiche Behandlung falle um so mehr in Gewicht, als mehrere Ãrzte, die ihre Praxis im gleichen GebÃ¤ude wie er fÃ¼hrten, eine solche Bewilligung erhalten hÃ¤tten und aus dem Medikamentenverkauf erhebliche UmsÃ¤tze erzielten; zu­dem ergÃ¤ben sich fÃ¼r ihn hieraus erhebliche Wettbewerbsnachteile, weil die Patienten Praxen mit direktem Medikamentenverkauf bevorzugten.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>a) Das Verwaltungsgericht hat im Urteil vom 16. Dezember 1999 wie erwÃ¤hnt festgehalten, die dort beurteilte SistierungsverfÃ¼gung vom 17. September 1999 komme in ihrer Tragweite einer Bewilligungsverweigerung gleich, und abschliessend angemerkt, die Gesundheitsdirektion hÃ¤tte die hÃ¤ngigen Gesuche, statt sie zu sistieren, auch abweisen dÃ¼rfen (vgl.vorstehend E. 1 c/aa). Umgekehrt hat es damit auch anerkannt, dass das gewÃ¤hlte Vorgehen (blosse Sistierung des Gesuchs statt dessen Abweisung) nicht rechtsverletzend sei, unter der im Weiteren geprÃ¼ften Voraussetzung, dass sich auch eine Abweisung als rechtmÃ¤ssig erweisen wÃ¼rde. Das ergab sich daraus, dass neben den Besonderheiten der akzessorischen Normenkontrolle (a.a.O. E. 4) auch Ãberlegungen zur "Vorwirkung" kÃ¼nftigen Rechts auf die geltende "Rechtslage" zu berÃ¼cksichtigen waren, wobei unter Letzterer nicht die Regelung von § 17 GesundheitsG, sondern die durch das Verwaltungsgerichtsurteil vom 26. Februar 1998 geschaffene Rechtslage zu verstehen ist (a.a.O. E. 3). Im Rahmen dieser Betrachtungsweise wurden die damaligen BemÃ¼hungen des Gesetzgebers in die Beurteilung mit einbezogen (a.a.O. E. 5c). Auch mit Bezug auf die heute zu beurteilende Sis­tierungsverfÃ¼gung vom 5. Februar 2002 ist an dieser Betrachtungsweise festzuhalten: Zu prÃ¼fen ist demnach auch im vorliegenden Verfahren in erster Linie, ob sich eine Verweigerung der Bewilligung im heutigen Zeitpunkt noch rechtfertigen lasse. WÃ¤re dies zu bejahen, so darf das hÃ¤ngige Gesuch weiterhin sistiert bleiben; dessen fÃ¶rmliche Ablehnung ist nicht geboten. Gegen ein solches Vorgehen bestehen namentlich unter dem Gesichtswinkel des Rechtsschutzes keine Bedenken, weil ja die SistierungsverfÃ¼gung als anfechtbarer Zwischenentscheid behandelt und bei dessen ÃberprÃ¼fung die BewilligungsfÃ¤higkeit des Gesuchs im heutigen Zeitpunkt Ã¼berprÃ¼ft wird.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) Das Verwaltungsgericht hat im Urteil vom 16. Dezember 1999 die Sistierung der hÃ¤ngigen Gesuche unter anderem mit dem damaligen Stand der BemÃ¼hungen um eine Neuregelung auf gesetzgeberischer Ebene begrÃ¼ndet: dem Gesetzesentwurf der Gesundheitsdirektion vom 15. Juni 1999, der im November 1998 eingereichten Volksinitiative der Apothe­kerinnen und Apotheker sowie der im Juli 1999 eingereichten Volksiniative der Ãrztinnen und Ãrzte. Wie sich hieraus ergebe, bestehe auf politischer Ebene die Absicht, eine ge­setzliche Neuregelung der Selbstdispensation zu treffen. Zudem bestehe seitens der Gesund­­heitsdirektion die Vorstellung, dass dies mÃ¶glichst bald, d.h. im Rahmen der eingeleiteten Totalrevision des Gesundheitsgesetzes, allenfalls mittels vorgezogener Beratung zu diesem Fragenkomplex, geschehen soll. Zugleich zeige sich, dass der Inhalt einer Neuregelung der Medikamentenabgabe politisch sehr umstritten sei, wobei indessen alle drei zur­zeit zur Diskussion stehenden LÃ¶sungen â wiewohl zwei davon gegenlÃ¤ufig zur dritten seien â nicht in direkten Widerspruch zum Verwaltungsgerichtsurteil vom 26. Februar 1998 gerieten, sei doch damals fÃ¼r das Gericht die zu schematische und deswegen rechtsungleiche Behandlung zwischen den Ãrztinnen und Ãrzten in den StÃ¤dten ZÃ¼rich und Win­terthur einerseits und in den Ã¼brigen Gemeinden anderseits ausschlaggebend gewesen. Sodann sei zu beachten, dass die Bewilligung der hÃ¤ngigen Selbstdispensationsgesuche im ge­genwÃ¤rtigen Zeitpunkt einer Vielzahl von Apotheken in den StÃ¤dten ZÃ¼rich und Winterthur die wirtschaftliche Existenz entziehen oder diese zumindest erheblich gefÃ¤hrden kÃ¶nnte. Die sich daraus ergebenden tatsÃ¤chlichen VerhÃ¤ltnisse wiederum kÃ¶nnten die neue gesetzliche Regelung prÃ¤judizieren. Unter diesen UmstÃ¤nden, insbesondere weil eine neue verfassungskonforme Regelung der Medikamentenabgabe durch Ãrztinnen und Ãrzte oder durch die Apotheken in absehbarer Zeit zu erwarten sei, erscheine es gegenwÃ¤rtig nicht an­gebracht, in die bestehenden VerhÃ¤ltnisse einzugreifen. Dementsprechend sei es gerechtfertigt, dass die ca. 300 hÃ¤ngigen Gesuche sistiert blieben.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>WÃ¤re dem zeitlichen Gesichtspunkt â d.h. der seit dem verwaltungsgerichtlichen Urteil vom 26. Februar 1998 verflossenen Zeit â alleinige oder ausschlaggebende Bedeutung zuzumessen, so wÃ¤re heute eine weitere Sistierung der Gesuche oder deren Abweisung â und damit ein Verzicht auf die Durchsetzung des Urteils vom 26. Februar 1998 â nicht mehr tragbar. So verhÃ¤lt es sich indessen nicht. Wie das Gericht im Urteil vom 16. De­zember 1999 betont hat, geht es bei der Anerkennung und Gewichtung von GrÃ¼nden, welche eine Ausnahme vom Gebot der Nichtanwendung als verfassungswidrig erkannter Bestimmungen rechtfertigen kÃ¶nnen, letztlich um die Respektierung des <i>Gewaltenteilungsprinzips</i> und damit um ein AbwÃ¤gen zwischen dem Interesse des BeschwerdefÃ¼hrers an einer dem Urteil vom 26. Februar 1998 entsprechenden Behandlung seines eigenen Gesuchs und jenem des Gesetzgebers an der Wahrung der ihm zustehenden Gestaltungs­freiheit. Dabei ist im heutigen Zeitpunkt wiederum die in der Zwischenzeit â seit dem Urteil vom 16. Dezember 1999 â eingetretene Entwicklung auf gesetzgeberischer Ebene zu berÃ¼cksichtigen. Mit dem vom Kantonsrat im FrÃ¼hjahr 2001 verabschiedeten und dem Volk am 23. September 2001 zur Abstimmung unterbreiteten Gesetzesentwurf sollte den ErwÃ¤gungen des verwaltungsgerichtlichen Urteils vom 26. Februar 1998 Rechnung getragen werden. Das Gericht hatte in jenem Urteil darauf hingewiesen, dass sich seit den Volks­­abstimmungen vom 8. Juli 1951 (EinfÃ¼hrung des Selbstdispensationsverbots fÃ¼r Ãrztinnen und Ãrzte in den StÃ¤dten ZÃ¼rich und Winterthur) und 4. November 1962 (BestÃ¤tigung dieser Regelung im heutigen § 17 GesundheitsG) die VerhÃ¤ltnisse hinsichtlich der Verteilung und Dichte der Apotheken im Kanton ZÃ¼rich geÃ¤ndert hÃ¤tten, weshalb die in § 17 GesundheitsG getroffene PauschallÃ¶sung dem Rechtsgleichheitsgebot nicht mehr stand­halte. Dass der Gesetzesentwurf in der Volksabstimmung vom 23. September 2001 verworfen wurde, verstÃ¤rkt die <i>demokratische</i> Legitimation des vom Gericht als verfassungswidrig gewÃ¼rdigten § 17 GesundheitsG insofern, als sich die StimmbÃ¼rgerinnen und StimmbÃ¼rger mit ihrem Nein zur neuen Vorlage in Kenntnis der geÃ¤nderten VerhÃ¤ltnisse zur (vorlÃ¤ufigen) Weitergeltung von § 17 GesundheitsG bekannt haben.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Nach dieser Abstimmung hat die Gesundheitsdirektion eine Studie in Auftrag gegeben, um die Motivation der Stimmenden bei der Stimmabgabe auszuleuchten. Die vom Politologen Claude Longchamp (GfS-Forschungsinstitut Bern) erarbeitete Studie kommt im Wesentlichen zum Schluss, dass die Stimmenden am Status quo festhalten wollten; in den StÃ¤dten ZÃ¼rich und Winterthur wurde die Vorlage akzeptiert, weil hier offenbar das be­reits geltende Verbot der Ã¤rztlichen Medikamentenabgabe aufgrund der hohen Apothekendichte als nicht nachteilig empfunden wurde; ausserhalb dieser beiden StÃ¤dte wurde die Ge­setzesnovelle verworfen, weil sie den Ãrztinnen und Ãrzten neu die Selbstdispensation teilweise untersagt hÃ¤tte. In BerÃ¼cksichtigung dieser Abstimmungsanalyse, jedoch im gleichzeitigen BemÃ¼hen, den verwaltungsgerichtlichen ErwÃ¤gungen im Urteil vom 26. Fe­bruar 1998 auf andere Weise Rechnung zu tragen, hat der Regierungsrat dem Kantonsrat be­reits am 16. Januar 2002 eine neue Vorlage unterbreitet. Danach soll Ãrztinnen und Ãrzten (abgesehen von der bewilligungsfreien Einmalabgabe von Medikamenten zur Direkt­versorgung in Notfallsitutationen) die FÃ¼hrung einer Praxisapotheke nur bewilligt werden, wenn sie beim allgemeinen Notfalldienst der Standesorganisation mitwirken und wenn sich ihre Praxis in einer Gemeinde befindet, in der es keine Apotheke gibt, die wÃ¤hrend tÃ¤glich 24 Stunden mit ununterbrochener Anwesenheit eines Apothekers im LadengeschÃ¤ft geÃ¶ffnet ist. Die kantonsrÃ¤tliche Kommission hat die Beratung dieser Vorlage unver­zÃ¼glich aufgenommen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Es liegt damit nicht die Situation vor, das der Gesetzgeber seit AusfÃ¤llen des Urteils vom 26. Februar 1998 "untÃ¤tig" geblieben wÃ¤re. Vielmehr sind die bisherigen BemÃ¼hungen um eine neue Regelung in der Volksabstimmung vom 23. September 2001 zwar geschei­tert, hat dies jedoch die im Gesetzgebungsverfahren mitwirkenden Organe (Regierungsrat und Kantonsratskommission) nicht davon abgehalten, umgehend die Bearbeitung und Beratung einer neuen Gesetzesvorlage aufzunehmen. Es verhÃ¤lt sich aber auch nicht so, dass mit dem negativen Ausgang der Volksabstimmung vom 23. September 2001 eine den gerichtlichen ErwÃ¤gungen im Urteil vom 26. Februar 1998 Rechnung tragende LÃ¶sung Ã¼berhaupt nicht mehr mÃ¶glich wÃ¤re. Unter diesen UmstÃ¤nden darf weder das Ergebnis der Volksabstimmung vom 23. September 2001 noch der Zeitablauf seit AusfÃ¤llen des Urteils vom 26. Februar 1998 dazu fÃ¼hren, dass das zurzeit geltende Moratorium (keine Erteilung neuer Bewilligungen in den StÃ¤dten ZÃ¼rich und Winterthur bzw. Sistierung der noch hÃ¤n­gigen Gesuche) aufzugeben wÃ¤re.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>c) Der BeschwerdefÃ¼hrer stÃ¶sst sich vor allem daran, dass die Gesundheitsdirektion nach AusfÃ¤llen des verwaltungsgerichtlichen Urteils vom 26. Februar 1998 87 Selbstdispen­­sationsgesuche von Ãrztinnen und Ãrzten in den StÃ¤dten ZÃ¼rich und Winterthur, darunter auch einige von Ãrzten mit Praxis im gleichen GebÃ¤ude wie die seine, bewilligt hatte.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Mit dem dadurch entstandenen Problem hat sich das Verwaltungsgericht bereits im Urteil vom 16. Dezember 1999 befasst. Es erwog dazu im Wesentlichen (E. 5d): Die weitere Sistierung der Ã¼brigen Gesuche habe zur Folge, dass die betroffenen Gesuchsteller gegen­Ã¼ber jenen Ãrztinnen und Ãrzten ungleich behandelt werden, deren Gesuche aufgrund des verwaltungsgerichtlichen Urteils vom 26. Februar 1998 vor Erlass der heute angefochtenen SistierungsverfÃ¼gung bewilligt worden seien. Diese Ungereimtheit sei jedoch im Rah­men der InteressenabwÃ¤gung in Kauf zu nehmen. Zu beachten sei, dass mit weiteren Bewilligungsgesuchen aus dem Kreis der insgesamt 1'900 praxisberechtigten Ãrztinnen und Ãrzte in den StÃ¤dten ZÃ¼rich und Winterthur zu rechnen wÃ¤re. Bei der Bewilligung der 87 Gesuche sei noch nicht bekannt gewesen, dass gegen den verwaltungsgerichtlichen Entscheid staatsrechtliche Beschwerde erhoben werde bzw. erhoben worden sei. Diese Bewilligungen seien zudem erteilt worden, bevor die dargelegte Entwicklung auf gesetzgeberischer Ebene eingesetzt habe. Schliesslich genÃ¶ssen sie keinen unbedingten Bestandesschutz, seien sie doch unter Hinweis auf E. 6 des verwaltungsgerichtlichen Urteils vom 26. Februar 1998 ausdrÃ¼cklich bis zum Inkrafttreten einer neuen gesetzlichen Regelung befristet worden. Dem Umstand, dass bereits 87 Bewilligungen erteilt worden sind, komme nicht ein derartiges Gewicht zu, dass die InteressenabwÃ¤gung zugunsten einer sofortigen Um­setzung des verwaltungsgerichtlichen Urteils vom 26. Februar 1998 in allen hÃ¤ngigen sowie in den diesfalls zu erwartenden weiteren Gesuchen ausfallen wÃ¼rde.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>An diesen ErwÃ¤gungen ist auch heute festzuhalten. Die unterschiedliche Behandlung des BeschwerdefÃ¼hrers gegenÃ¼ber den vier Ãrztinnen und Ãrzten, die ebenfalls an der M-strasse eine Praxis fÃ¼hren, ist offenbar darauf zurÃ¼ckzufÃ¼hren, dass Ersterer sein Gesuch am 3. Juni 1998 stellte, wÃ¤hrend Letztere dies bereits am 15. Mai 1998 getan hatten . Dass der rechtsungleiche Zustand fÃ¼r den BeschwerdefÃ¼hrer, namentlich mit Blick auf die fÃ¼r Praxen im gleichen Haus erteilten Bewilligungen, unbillig ist, leuchtet ohne Weiteres ein. Er rÃ¼gt in diesem Zusammenhang als willkÃ¼rlich, dass die Bewilligungen "nach Datum der Eingabe" erteilt worden und dass "kein Schluss-Datum fÃ¼r die Gesuch-Eingabe mitgeteilt" worden sei. â Die Erteilung der Bewilligungen in der zeitlichen Reihenfolge der Gesuchseingabe ist an sich nicht willkÃ¼rlich. Die Ansetzung einer Frist fÃ¼r die Einreichung von Gesuchen (mit der Folge, dass verspÃ¤tete Gesuche nicht mehr berÃ¼cksichtigt werden) macht Sinn in Situationen, in denen im Hinblick auf ein bestimmtes Vorhaben unter den ein Gesuch stellenden Personen eine Auswahl zu treffen ist. Eine solche Situation lag hier nicht vor. Vielmehr hat die Gesundheitsdirektion nach einer ersten Phase, in welcher aufgrund des Verwaltungsgerichtsurteils vom 26. Februar 1998 Bewilligungen erteilt worden sind (gemÃ¤ss eigener Darstellung des BeschwerdefÃ¼hrers nach dem Zeitpunkt der Gesuchseingabe und demnach aufgrund eines sachgemÃ¤ssen Kriteriums), aus grundsÃ¤tzlichen ErwÃ¤gungen (im Hinblick auf die Folgen fÃ¼r die Apotheken in den StÃ¤dten ZÃ¼rich und Winterthur sowie die im Gesetzgebungsverfahren aufgenommenen Beratungen einer neuen Regelung) die Erteilung von Bewilligungen gestoppt. Aus der Sicht des verwal­tungsge­richtlichen Urteils vom 16. Dezember 1999 (wonach die noch hÃ¤ngigen Gesuche sistiert bleiben dÃ¼rfen und rÃ¼ckblickend betrachtet die 87 bewilligten Gesuche ebenfalls sistiert hÃ¤tten werden sollen) befindet sich der BeschwerdefÃ¼hrer in einer Ã¤hnlichen Situation wie derjenige, der sich auf Gleichbehandlung im Unrecht beruft. Hierauf hat er unter den gegebenen UmstÃ¤nden keinen Anspruch (vgl. Ulrich HÃ¤felin/Georg MÃ¼ller, Grund­riss des Allgemeinen Verwaltungsrechts, 3. A., ZÃ¼rich 1998 Rz. 412), zumal die von ihm genannten Bewilligungen auf frÃ¼her eingereichten Gesuchen beruhen, die 87 bewillig­ten Gesuche einen verhÃ¤ltnismÃ¤ssig kleinen Teil der allein bis Mitte Juli 1998 gestellten ca. 400 Gesuche ausmachen und ein sachlicher Grund fÃ¼r die PraxisÃ¤nderung durch die Direktion bestand; dabei ist wie erwÃ¤hnt zu bedenken, dass bei rund 1'900 praxisberechtigten Ãrztinnen und Ãrzten in den StÃ¤dten ZÃ¼rich und Winterthur noch mit erheblich mehr Gesuchen zu rechnen wÃ¤re.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>d) Der BeschwerdefÃ¼hrer beruft sich schliesslich auf das am 1. Januar 2002 in Kraft getretene Bundesgesetz Ã¼ber Arzneimittel und Medizinprodukte vom 15. Dezember 2000 (Heilmittelgesetz, HMG; AS 2001, 2790), wobei unklar ist, was er hieraus zu seinen Guns­ten ableiten will. Zur Abgabe verschreibungspflichtiger Medikamente sind gemÃ¤ss Art. 24 Abs. 1 HMG die Apothekerinnen und Apotheker (lit. a) sowie "weitere Medizinalpersonen entsprechend den Bestimmungen Ã¼ber die Selbstdispensation" (lit. b) berechtigt. Mit dieser Ordnung wollte der Bundesgesetzgeber keinen Einfluss auf die kantonale Regelung der Selbst­dispensation nehmen (Botschaft des Bundesrats vom 1. MÃ¤rz 1999 zum Heilmittelgesetz, BBl 1999, 3511).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>e) Zusammenfassend ergibt sich, dass im heutigen Zeitpunkt eine weitere Sistierung der pendenten Gesuche nicht rechtsverletzend ist. Allerdings darf dieses Moratorium â wie sich aus den vorstehenden ErwÃ¤gungen ergibt (vgl. namentlich E. 3b) â nicht noch beliebige Zeit verlÃ¤ngert werden. Sollte im jetzt laufenden Gesetzgebungsverfahren (infolge eines negativen Entscheids des Kantonsrats oder in einer Volksabstimmung) abermals keine Neu­­regelung der Selbstdispensation zustande kommen, so wird die Gesundheitsdirektion darÃ¼ber zu entscheiden haben, ob die noch sistierten Gesuche entsprechend dem verwaltungsgerichtlichen Urteil vom 26. Februar 1998 definitiv zu bewilligen oder abweichend von diesem Urteil abzuweisen seien.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>4. a) Die an Ãrztinnen und Ãrzte in den StÃ¤dten ZÃ¼rich und Winterthur im Jahre 1998 erteilten 87 Selbstdispensationsbewilligungen wurden gemÃ¤ss Ziff. 2 der jeweiligen Bewil­ligungsverfÃ¼gung unter Vorbehalt von Ziff. 3 und 4 ausgestellt und gelten lÃ¤ngstens bis 31. De­zember 2007. Laut Ziff. 3 kommt den Bewilligungen "kein Bestandesschutz" zu und sind sie in zweifacher Hinsicht "befristet": bis zu einem allfÃ¤lligen Widerruf des Bundesgerichts (im damals pendenten bundesgerichtlichen Verfahren; lit. a) sowie (unmittelbarer an­knÃ¼pfend an das Verwaltungsgerichtsurteil vom 26. Februar 1998) "bis zum Inkrafttreten neuer einschrÃ¤nkender gesetzlicher Bestimmungen Ã¼ber die Regelung der Selbstdispensation im Gesundheitsgesetz" (lit. b). GemÃ¤ss Ziff. 4 ist eine Liquidationsfrist von acht Wochen ab Zustellung eines entsprechenden Bundesgerichtsentscheids bzw. ab Inkrafttreten einer gesetzlichen Neuregelung vorgesehen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Trotz der in Ziff. 3 gewÃ¤hlten Formulierung ("kein Bestandesschutz") ergibt sich aus dem Zusammenhang der Dispositivbestimmungen, dass ein Bestandesschutz im Rahmen der angeordneten Befristungen (bei denen es sich richtig gesehen um Bedingungen handelt) gewÃ¤hrt wurde. Aus dieser Sicht ist jedes ZurÃ¼ckkommen auf diese Bewilligungen vor dem 31. Dezember 2007, sofern bis dahin keine Neuregelung in Kraft treten sollte, als Widerruf zu qualifizieren, welcher eine InteressenabwÃ¤gung voraussetzen wÃ¼rde (vgl. dazu KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, Vorbem. zu §§ 86a-86d N. 12 und 13).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) Sollte im jetzt laufenden Gesetzgebungsverfahren (infolge eines negativen Entscheids des Kantonsrats oder des negativen Ausgangs einer Volksabstimmung) abermals keine Neuregelung der Selbstdispensation zustande kommen, so wird die Gesundheitsdirektion wie erwÃ¤hnt zu entscheiden haben, ob die noch sistierten Gesuche entsprechend dem verwaltungsgerichtlichen Urteil vom 26. Februar 1998 definitiv zu bewilligen oder abweichend von diesem Urteil abzuweisen seien. WÃ¼rden sie bewilligt, so wÃ¼rde die Frage nach einem Widerruf der erteilen Bewilligungen gegenstandslos. WÃ¼rden sie abgelehnt, so wÃ¤re dies auch der Anlass und der Zeitpunkt, darÃ¼ber zu befinden, ob die bereits erteilten Bewilligungen zu widerrufen seien. Dagegen rechtfertigt es sich nicht, derartige Widerrufs­verfahren in einem frÃ¼heren Zeitpunkt (vor dem Abschluss des laufenden Gesetzgebungsverfahrens) einzuleiten; gegen ein solches Vorgehen sprechen die nÃ¤mlichen GrÃ¼nde, die es â wie vorstehend dargelegt â rechtfertigen, die noch pendenten und allfÃ¤llige neue Gesuche jedenfalls bis zu dem genannten Zeitpunkt weiterhin sistiert zu halten.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>5. ...</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>DemgemÃ¤ss entscheidet die Kammer:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>1. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>...</span></p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>