Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche- rungsrecht vom 24. Juli 2014 (720 13 321) ____________________________________________________________________ Invalidenversicherung Rentenrevision; Verwertbarkeit der Restarbeitsfähigkeit Besetzung Präsident Andreas Brunner, Kantonsrichter Christof Enderle, Kan- tonsrichter Beat Hersberger, Gerichtsschreiberin Marion Wüthrich Parteien A.____ , vertreten durch André Baur , Advokat gegen IV -Stelle Basel -Landschaft , Beschwerdegegnerin Betreff IV-Rente A. Der 1950 geborene A.____ meldete sich am 28. Feb ruar 2008 unter Hinweis auf Diabe- tes sowie Herz- und Lungenprobleme bei der Eidgenös sischen Invalidenversicherung (IV) zum Leistungsbezug an. Nachdem die IV-Stelle Basel-Land schaft (IV-Stelle) den medizinischen und erwerblichen Sachverhalt abgeklärt hatte, ermittelt e sie in Anwendung der allgemeinen Metho- de des Einkommensvergleichs einen Invaliditätsgrad von 51%. Gestützt auf dieses Ergebnis sprach die IV-Stelle A.____ mit Verfügung vom 28. D ezember 2010 rückwirkend eine halbe Rente ab 1. Oktober 2008 zu. Seite 2 http://www.bl.ch/kantonsgericht Mit Schreiben vom 20. Februar 2012 berichtete der beha ndelnde Hausarzt über eine Ver- schlechterung des Gesundheitszustandes von A.____, woraufhin die IV-Stelle ein Rentenrevisi- onsverfahren einleitete. Nach erneuter Abklärung der gesundheitlichen Situation bestätigte die IV-Stelle mit Verfügung vom 4. Oktober 2013 die bisherige halbe Rente gestützt auf einen Inva- liditätsgrad von neu 53%. B. Gegen diese Verfügung erhob A.____, vertreten du rch Advokat André Baur, am 6. November 2013 Beschwerde beim Kantonsgericht Basel-La ndschaft, Abteilung Sozialversi- cherungsrecht (Kantonsgericht). Darin beantragte er, es sei in Gutheissung der Beschwerde die angefochtene Verfügung aufzuheben, die Restarbeitsfäh igkeit und deren Verwertbarkeit aus somatischer und psychiatrischer Sicht mittels eines gerichtli chen Gutachtens sowie einer Beur- teilung durch die BEFAS zu Lasten der Beschwerdegegneri n erneut abzuklären und danach über den Leistungsanspruch zu entscheiden. Eventualiter sei die Sache zur erneuten Abklärung der Sachlage aus somatischer und psychiatrischer Sicht an di e Beschwerdegegnerin zurück- zuweisen. Subeventualiter sei rückwirkend ab 1. Mai 2012 wenigstens eine Dreiviertelsrente auszurichten. Die einen halben Rentenanspruch übersteige nden Leistungen der Invalidenversi- cherung seien gegebenenfalls ab 1. Mai 2014 mit 5% p.a. zu verzinsen; alles unter o/e- Kosten- folge zu Lasten der Beschwerdegegnerin. In verfahrensr echtlicher Hinsicht beantragte er aus- serdem die unentgeltliche Prozessführung und Verbeiständung mit Advokat Baur als Rechtsver- treter. Der Beschwerdeführer begründete seine Beschwerd e im Wesentlichen damit, dass ihm im Zusammenhang mit der Anordnung der gutachterlichen Abklärung seines Gesundheitszu- standes jegliche Parteirechte verweigert worden seien und dass das von der IV-Stelle angeord- nete Gutachten den beweisrechtlichen Anforderungen nicht genüge und sich in mehreren Punk- ten widerspreche. Das Gutachten dürfe daher keine Be rücksichtigung finden. Ferner sei in Be- zug auf die Berechnung des Invaliditätsgrades ein höhere s Valideneinkommen und beim Invali- deneinkommen ein Abzug in der Höhe von 25% zu berücksichtigen. C. Mit Verfügung vom 7. November 2013 bewilligte das K antonsgericht dem Beschwerde- führer die unentgeltliche Prozessführung und Verbeistä ndung mit Advokat Baur als Rechtsver- treter. D. In ihrer Vernehmlassung vom 7. Februar 2014 beantr agte die IV-Stelle die Abweisung der Beschwerde. E. Die Parteien hielten mit Replik vom 28. März 2014 u nd mit Duplik vom 23. Mai 2014 im Wesentlichen an ihren Standpunkten fest. Ergänzend und in Abweichung zu ihren früheren Vorbringen führte die IV-Stelle aus, dass nach erneuter Durchsicht der Akten den Ausführungen des Beschwerdeführers hinsichtlich der Höhe des Valideneinkommens gefolgt werden könne. Das Kantonsgericht zieht i n E r w ä g u n g : 1. Gemäss Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes üb er die Invalidenversicherung (IVG) vom 19. Juni 1959 können Verfügungen der kantonalen IV -Stellen direkt vor dem Versiche- Seite 3 http://www.bl.ch/kantonsgericht rungsgericht am Ort der IV-Stelle angefochten werde n. Anfechtungsobjekt des vorliegenden Verfahrens bildet eine Verfügung der IV-Stelle Basel-Landschaft, sodass die örtliche Zuständig- keit des Kantonsgerichts Basel-Landschaft zu bejahen ist. La ut § 54 Abs. 1 lit. b des Gesetzes über die Verfassungs- und Verwaltungsprozessordnung (VPO ) vom 16. Dezember 1993 beur- teilt das Kantonsgericht als Versicherungsgericht als ein zige gerichtliche Instanz des Kantons Beschwerden gegen Verfügungen der kantonalen IV-Stell e. Es ist somit auch sachlich zur Be- handlung der vorliegenden Beschwerde zuständig. Auf d ie im Übrigen frist- und formgerecht erhobene Beschwerde des Versicherten vom 6. November 2013 ist demnach einzutreten. 2. Streitig und zu prüfen ist der Rentenanspruch des Beschwerdeführers. Massgebend ist dabei der Sachverhalt, wie er sich bis zum Erlass der angefochtenen Verfügung vom 4. Oktober 2013 entwickelt hat. Dieser Zeitpunkt bildet rechtsprechu ngsgemäss die zeitliche Grenze der richterlichen Überprüfungsbefugnis (BGE 129 V 4 E. 1.2). 3.1 Nach Art. 28 Abs. 2 IVG hat die versicherte Person A nspruch auf eine ganze Rente, wenn sie zu mindestens 70%, auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie zu mindestens 60%, auf eine halbe Rente, wenn sie zu mindestens 50% und auf eine Vi ertelsrente, wenn sie zu mindestens 40% invalid ist. Als Invalidität gilt nach Art. 8 des Bun desgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG) vom 6. Oktober 2000 die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunf ähigkeit. Die Invalidität wird durch eine Beeinträchtigung der körperlichen, der geistigen oder der psychischen Gesundheit verursacht, wobei sie im IV-Bereich Folge von Geburtsgebrechen, Kran kheit oder Unfall sein kann (Art. 4 Abs. 1 IVG; Art. 3 und 4 ATSG). 3.2 Für die Bemessung der Invalidität von erwerbstätig en Versicherten ist Art. 16 ATSG anwendbar (vgl. Art. 28a Abs. 1). Danach ist der Invali ditätsgrad bei erwerbstätigen Versicher- ten aufgrund eines Einkommensvergleichs zu bestimmen. Daz u wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizini- schen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahm en durch eine ihr zumutbare Tätig- keit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (Invalideneinkommen), in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (Valideneinkommen). Der Einkommensvergleich hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die beiden hypothetischen Erwerbseinkommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und ei- nander gegenübergestellt werden, worauf sich aus der E inkommensdifferenz der Invaliditäts- grad bestimmen lässt (BGE 104 V 136). 4.1 Nach Art. 17 Abs. 1 ATSG sind laufende IV-Renten f ür die Zukunft zu erhöhen, herab- zusetzen oder aufzuheben, wenn sich der Invaliditätsgrad in einer für den Anspruch erheblichen Weise ändert. Anlass zur Rentenrevision gibt jede wesen tliche Änderung in den tatsächlichen Verhältnissen, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad u nd damit den Rentenanspruch zu beein- flussen. Zu denken ist dabei in erster Linie an eine we sentliche Änderung des Gesundheitszu- standes der versicherten Person. Darüber hinaus ist die Rente aber auch revidierbar, wenn sich die erwerblichen Auswirkungen des an sich gleich gebliebe nen Gesundheitszustandes erheb- lich verändert haben (BGE 130 V 349 E. 3.5 mit Hinwei sen). Dagegen stellt die bloss unter- Seite 4 http://www.bl.ch/kantonsgericht schiedliche Beurteilung der Auswirkungen eines im Wesentl ichen unverändert gebliebenen Ge- sundheitszustandes auf die Arbeitsfähigkeit für sich allein genommen keinen Revisionsgrund im Sinne von Art. 17 Abs. 1 ATSG dar (Urteil des Bundesger ichts 9C_562/2008 vom 3. November 2008 E. 2.1 mit Hinweis). 4.2 Zeitliche Vergleichsbasis für die Prüfung einer ans pruchserheblichen Änderung des Invaliditätsgrades bildet die letzte der versicherten Pe rson eröffnete rechtskräftige Verfügung, welche auf einer materiellen Prüfung des Rentenanspru chs mit rechtskonformer Sachverhalts- abklärung, Beweiswürdigung und Durchführung eines Einko mmensvergleichs – bei Anhalts- punkten für eine Änderung in den erwerblichen Auswirkun gen des Gesundheitszustandes – beruht (BGE 133 V 114 E. 5.4; vgl. auch BGE 130 V 75 ff. E. 3.2.3). Vorliegend wurde dem Versicherten mit Verfügung vom 28. Dezember 2010 rückwirke nd ab 1. Oktober 2008 eine hal- be Invalidenrente zugesprochen. Nachdem die IV-Stelle i m Februar 2012 auf Ersuchen des Beschwerdeführers eine Überprüfung des Rentenanspruchs e ingeleitet und die erforderlichen Abklärungen vorgenommen hatte, bestätigte sie die lauf ende halbe Invalidenrente des Versi- cherten mit vorliegend angefochtener Verfügung vom 4. Oktober 2013. Im Lichte der vorste- hend erwähnten bundesgerichtlichen Rechtsprechung beur teilt sich die Frage, ob eine Ände- rung in den tatsächlichen Verhältnissen eingetreten ist , die eine Revision der bis anhin ausge- richteten halben Rente rechtfertigt, demnach durch Ve rgleich des Sachverhalts, wie er im Zeit- punkt der Rentenverfügung vom 28. Dezember 2010 bestand en hat, mit demjenigen im Zeit- punkt der vorliegend angefochtenen Verfügung vom 4. Oktober 2013. 5. Im Folgenden ist somit zu prüfen, ob sich die tatsächl ichen Verhältnisse und − damit einhergehend − der Grad der Arbeitsfähigkeit des Besch werdeführers in erheblicher Weise ge- ändert haben und in welchem Ausmass der Beschwerdeführer aufgrund seiner gesundheitli- chen Beeinträchtigungen weiterhin arbeitsfähig ist. 6.1 Bei der Feststellung des Gesundheitszustandes und insb esondere auch bei der Beur- teilung der Arbeitsfähigkeit einer versicherten Person i st die rechtsanwendende Behörde − die Verwaltung und im Streitfall das Gericht − auf Unter lagen angewiesen, die vorab von Ärztinnen und Ärzten zur Verfügung zu stellen sind. Deren Aufgabe ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkei- ten die versicherte Person arbeitsunfähig ist (BGE 115 V 134 E. 2, 114 V 314 E. 3c, 105 V 158 E. 1 in fine). Darüber hinaus bilden die ärztlichen S tellungnahmen eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Zumutbarkeit, also der Frage, we lche anderen Erwerbstätigkeiten als die zuletzt ausgeübte Berufsarbeit von der versicherten Perso n auf dem allgemeinen, ausgegliche- nen und nach ihren persönlichen Verhältnissen in Frag e kommenden Arbeitsmarkt zumutba- rerweise noch verrichtet werden können (ULRICH MEYER -BLASER , Zur Prozentgenauigkeit in der Invaliditätsschätzung, in: Schaffhauser/Schlauri [Hrsg.], Rechtsfragen der Invalidität in der Sozi- alversicherung, St. Gallen 1999, S. 20 f. mit Hinweisen). 6.2 Das Gericht hat die medizinischen Unterlagen nach de m für den Sozialversicherungs- prozess gültigen Grundsatz der freien Beweiswürdigung ( vgl. Art. 61 lit. c ATSG) − wie alle an- deren Beweismittel − frei, d.h. ohne Bindung an förm liche Beweisregeln, sowie umfassend und Seite 5 http://www.bl.ch/kantonsgericht pflichtgemäss zu würdigen. Dies bedeutet, dass das Sozialversicherungsgericht alle Beweismit- tel, unabhängig, von wem sie stammen, objektiv zu prüfe n und danach zu entscheiden hat, ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilun g des streitigen Rechtsanspruchs ge- statten. Insbesondere darf es bei einander widerspreche nden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzu- geben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt. Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist demnach entscheidend , ob dieser für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen be ruht, auch die geklagten Beschwer- den berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darle- gung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurte ilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen der Expertin oder des Experten begründet sind (BGE 134 V 232 E. 5.1, 125 V 352 E. 3a mit weiteren Hinweisen). 6.3 Dennoch erachtet es die bundesgerichtliche Rechtspr echung mit dem Grundsatz der freien Beweiswürdigung als vereinbar, in Bezug auf be stimmte Formen medizinischer Berichte und Gutachten Richtlinien für die Beweiswürdigung aufzu stellen (vgl. die ausführlichen Zusam- menstellungen dieser Richtlinien in BGE 125 V 352 E. 3b mit zahlreichen Hinweisen). So ist den im Rahmen des Verwaltungsverfahrens eingeholten Gut achten externer Spezialärztinnen und -ärzte, welche aufgrund eingehender Beobachtungen und Untersuchungen sowie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei der Erö rterung der Befunde zu schlüssigen Er- gebnissen gelangen, bei der Beweiswürdigung volle Bew eiskraft zuzuerkennen, solange nicht konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen (BGE 125 V 353 E. 3b/bb mit weiteren Hinweisen). Diese im Bereich der Unfal lversicherung entwickelten Grundsätze fin- den für das IV-Verwaltungsverfahren sinngemäss Anwendung (Urteil des Eidgenössischen Ver- sicherungsgerichts [EVG; seit 1. Januar 2007 Bundesgeri cht, sozialrechtliche Abteilung] vom 9. August 2000, I 437/99, E. 4b/bb und I 575/99, E. 4b/bb). 6.4 In Bezug auf Berichte von behandelnden Ärzten dar f und soll das Gericht der Erfah- rungstatsache Rechnung tragen, dass diese mitunter im Hinblick auf ihre auftragsrechtliche Vertrauensstellung in Zweifelsfällen eher zu Gunsten ih rer Patientinnen und Patienten aussa- gen (BGE 125 V 353 E. 3b/cc). Die unterschiedliche Natu r von Behandlungsauftrag des thera- peutisch tätigen (Fach-)Arztes einerseits und von Begutacht ungsauftrag des amtlich bestellten fachmedizinischen Experten anderseits (BGE 124 I 175 E. 4; Urteil des EVG vom 13. Juni 2001, I 506/00, E. 2b) lässt nicht zu, ein Administrativ- oder Gerichtsgutachten stets in Frage zu stellen und zum Anlass weiterer Abklärungen zu nehmen, wenn die behandelnden Ärzte zu anderslautenden Einschätzungen gelangen. Vorbehalten bleiben Fälle, in denen sich eine ab- weichende Beurteilung aufdrängt, weil die behandelnden Ärzte wichtige – und nicht rein subjek- tiver ärztlicher Interpretation entspringende – Aspekte benennen, die im Rahmen der Begutach- tung unerkannt oder ungewürdigt geblieben sind (Urtei l des Bundesgerichts 8C_733/2012 vom 28. Januar 2013 E. 3.2 mit Hinweis). 7. Für die Beurteilung des vorliegenden Falls sind nach folgende Berichte zu berücksichti- gen: Seite 6 http://www.bl.ch/kantonsgericht 7.1.1 Im Zeitpunkt der ursprünglichen Rentenfestsetzung am 28. Dezember 2010 stütze sich die IV-Stelle zur Beurteilung des Gesundheitszustandes und der Arbeitsfähigkeit des Versicher- ten auf das Gutachten der B.____, vom 8. September 20 09 sowie auf das psychiatrische Gut- achten von Dr. med. C.____, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, vom 22. Januar 2009. Darin diagnostizierten die Gutachter mit Auswirku ng auf die Arbeitsfähigkeit eine atypi- sche Depression (ICD-10 F32.8), eine Adipositas und einen Diabetes mellitus Typ 2. Ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit bestünden eine Ko ronare 1-Gefässerkrankung, ein obstruk- tives Schlafapnoesyndrom (seit Mai 2008 unter Heimventila tionstherapie), ein Metabolisches Syndrom mit Diabetes mellitus Typ 2 (mit Teilauswirkung auf die Arbeitsfähigkeit), eine Adiposi- tas per magna (ebenfalls mit Teilauswirkung auf die Arb eitsfähigkeit), COPD GOLD im Stadi- um I-II bei Status nach Nikotinabusus und Status nach spontan regredienter entzündlicher Sys- temerkrankung unklarer Ätiologie mit Fieber, bilateral en Lungenrundherden und transienter Pustulose im Jahr 2007, eine gastroösophageale Refluxkrankheit (GERD) sowie als Neben di- agnosen ein Status nach Tennisarm-OP beidseits und Kni earthroskopie. Der Versicherte leide seit Ende Oktober 2007 an einer zunehmenden Müdigkeit m it vermehrter Tagesschläfrigkeit, Belastungsintoleranz sowie Adynamie. Diese Symptome sei en zeitgleich mit einer entzündli- chen Systemerkrankung aufgetreten, welche einen mehrwöch igen Spitalaufenthalt bedingte. Die Ätiologie der Systemerkrankung habe nicht festgestell t werden können. Nach kurzzeitiger Antibiotikatherapie seien die Entzündungszeichen im Blu t jedoch rückläufig gewesen. Für den Versicherten sei jedoch subjektiv eine ausgeprägte Angesch lagenheit und Antriebslosigkeit spürbar geblieben. An eine Wiederaufnahme seiner beru flichen Tätigkeit sei für ihn aufgrund seiner deutlich reduzierten Leistungsfähigkeit nicht zu denken gewesen. Auch der versuchswei- se Einsatz einer antidepressiven Therapie mit Zoloft hab e nicht zu einer Verbesserung der Be- schwerden geführt. Anfangs 2008 sei beim Versicherten ein mittelschweres obstruktives Schlafapnoesyndrom festgestellt worden. Die eingeleite te Heimventilationstherapie mittels CPAP-Beatmung werde vom Versicherten gut toleriert und auch regelmässig angewendet. Sub- jektiv habe sich jedoch keine Verbesserung der Tagesmüdigkeit ergeben. Somit sei ein Kausal- zusammenhang zwischen der vom Exploranden beschriebenen Symptomatik sowie dem mittel- schweren obstruktiven Schlafapnoesyndrom nicht gegeben. Der Versicherte leide seit vielen Jahren an Übergewicht. Er habe insbesondere nach dem e rfolgreichen Rauchstopp im Jahr 2003 sowie wenige Jahre nach der Einführung einer Insulintherapie zur Behandlung des Diabe- tes massiv zugenommen. Aufgrund der morbiden Adipositas se i der Versicherte in seiner Leis- tungsfähigkeit deutlich eingeschränkt. Darin könne jedoc h nicht der alleinige Grund für die be- schriebene Leistungseinbusse seit Ende 2007 gesehen werde n, da die Adipositas bereits zu- vor, wenn auch in weniger hohem Ausmass, vorgelegen habe . Seit mehreren Jahren sei ein Diabetes mellitus Typ 2 bekannt. Die Blutzuckereinstellung sei im Laufe der Jahre jedoch zu- nehmend schwieriger geworden. Auch im Rahmen der vorli egenden Begutachtung zeige sich unter der aktuellen Therapie mit Levemir, Novorapid un d Metfin eine ungenügende Stoffwech- selkontrolle bei einem aktuellen HbA1c-Wert von 9.1%. Der schlecht eingestellte Diabetes melli- tus unterhalte sicherlich in einem gewissen Masse die vom V ersicherten beschriebene Be- schwerdesymptomatik. Seit dem Jahr 2003 sei beim Versichert en zudem eine 1-Asterkrankung bekannt. Zum Zeitpunkt der Begutachtung zeige sich in d er Myokardperfusionsszintigraphie (MPS) eine inferolaterale Ischämie und koronarangiogr aphisch habe eine hochgradige De- Novo-Stenose der RCA objektiviert werden können. Dies e habe mittels PTCA und Stenteinla- Seite 7 http://www.bl.ch/kantonsgericht gen therapeutisch erfolgreich angegangen werden können. Mit einer Ejektionsfraktion von 45% liege beim Versicherten eine mittelschwere reduzierte l inksventrikuläre Funktion vor. Zur Klä- rung der Frage, ob diese die verminderte Leistungsfäh igkeit mitbedinge, müsste eine Spiroer- gometrie durchgeführt werden. Eine solche sei aufgrund der nachgewiesenen Ischämie im Zeit- punkt der Begutachtung jedoch kontraindiziert. Gemäss dem psychiatrischen Gutachten von Dr. C.____ liege eine atypische Depression vor, welche in einer 30%-igen Arbeitsunfähigkeit münde. Nebst der festgestellten Depression würden jedo ch auch der schlecht eingestellte Dia- betes, die Adipositas per magna sowie invaliditätsfremde Faktoren wie eine zunehmende De- konditionierung zu einer Einschränkung der Arbeitsfähig keit beitragen. Aus gesamtmedizini- scher Sicht sei der Versicherte im angestammten Beruf als Koch seit dem 19. Oktober 2007 zu 50% arbeitsfähig. Einer seinen Fähigkeiten entsprechen den Verweistätigkeit sollte er ebenfalls zu 50% nachkommen können. 7.1.2 Da der Beschwerdeführer gegen den auf das Gutacht en der B.____ vom 8. September 2009 gestützten Vorbescheid der IV-Stelle vom 21. Okto ber 2009 Einwand erhoben hatte, be- auftragte die IV-Stelle die D.____ mit einer intern istischen, rheumatologischen, psychiatrischen und kardiologischen Begutachtung. Im Rahmen einer inte rdisziplinären Konsenskonferenz am 8. September 2010 stellten die D.____-Gutachter eine Gesamtarbeitsfähigkeit des Versicherten von 50% fest. Der Versicherte weise zwar einige Diagnose n auf, doch auch unter Berücksichti- gung aller Erkrankungen müsse an die invaliditätsfremde n Faktoren wie Übergewicht und An- triebslosigkeit beziehungsweise fehlende Motivation erinne rt werden. Die koronare Herzkrank- heit sei behandelt, der Versicherte gut belastbar, die Schultererkrankungen seien operiert und der Versicherte habe nur noch minime Restbeschwerden. Der Diabetes mellitus und der Blut- hochdruck sollten jedoch strenger kontrolliert werden. Eine exzessive Müdigkeit, welche für die Arbeitsfähigkeit relevant wäre, habe nicht nachgewiese n werden können. Das Schlafapnoesyn- drom sei mit einer CPAP-Maske gut eingestellt. Ausschlagge bend für die Einschränkungen sei- en die Limitierungen am Bewegungsapparat, welche in der klinischen Untersuchung gut fassbar seien. Für die zuletzt ausgeübte Tätigkeit als Koch attest ierten die D.____-Gutachter eine 50%- ige Arbeitsfähigkeit ab 1. Oktober 2008. Körperlich m ittelschwere und schwere Tätigkeiten sei- en aus muskuloskeletaler Sicht nicht mehr zumutbar. Für ei ne angepasste, körperlich leichte Tätigkeit in täglich stundenweiser Umsetzung sei der Ve rsicherte zu 80% einsetzbar. Eine sol- che Tätigkeit sei körperlich leicht, beinhalte keine Überko pftätigkeitsanteile und sei ohne repeti- tives Heben, Stossen oder Ziehen von Lasten von mehr al s 2 bis 3 kg. Weiter müsse die Tätig- keit häufiges Sitzen erlauben, keine häufigen Wechsel d er Körperposition erfordern und ste- hende sowie gehende Tätigkeiten von weniger als etwa ei nem Drittel des Gesamttätigkeitsvo- lumens beinhalten. 7.1.3 Nachdem das Gutachten der D.____ keine zusätzlichen Gründe für eine Verschlechte- rung der bisher festgestellten Arbeitsfähigkeit nannte , stütze sich die IV-Stelle bei der Beurtei- lung der Arbeitsfähigkeit des Versicherten in ihrer ursprünglichen Verfügung vom 28. Dezember 2010 weiterhin auf die Ergebnisse, zu denen die Gutacht er der B.____ am 8. September 2009 gelangt waren (vgl. E. 7.1.1 hiervor). Sie ging demzu folge davon aus, dass der Versicherte so- wohl in seinem angestammten Beruf als auch in einer a daptierten Tätigkeit zu 50% arbeitsfähig sei. Seite 8 http://www.bl.ch/kantonsgericht 7.2 Im Zusammenhang mit dem auf Ersuchen des Beschwerdef ührers im Februar 2012 ein- geleiteten Revisionsverfahren sind folgende Berichte zu beachten: 7.2.1 Am 20. Februar 2012 berichtete der behandelnde Arzt Dr. med. E.____, Facharzt für Allgemeinde Medizin, über eine Verschlechterung des Al lgemeinzustandes des Versicherten. Zu den bekannten Problemen habe sich eine Vasculitis allergica im Sinne einer Purpura Schön- lein-Henoch eingestellt, wobei die Krankheit zurzeit etwas wellenförmig verlaufe. Neu mache sich auch das rechte Knie, bei welchem 1995 eine Arthrosko pie durchgeführt worden sei, be- merkbar. Vorerst erfolge eine Infiltration am Pes ans erinus, der Verlauf bleibe abzuwarten. Zu- sammenfassend könne festgehalten werden, dass sich der Zust and des Versicherten laufend verschlechtere, so dass die Prognose für eine Rückkehr an ei ne Arbeit noch mehr als bisher getrübt sei. 7.2.2 Die IV-Stelle beauftragte erneut die B.____ m it der Begutachtung des Beschwerdefüh- rers. Nachdem während der internistischen Untersuchung Kon zentrationsstörungen festgestellt wurden, veranlasste die B.____ nachträglich eine psychia trische und neuropsychologische Un- tersuchung. Anlässlich der Konsensbesprechung vom 20. März 2 013 diagnostizierten die Gut- achter mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit eine l eichte neuropsychologische Störung, eine leichte depressive Episode (ICD-10 F 32.0), ein obstrukti ves Schlafapnoesyndrom unter CPAP- Therapie, einen Diabetes mellitus Typ 2 (HbA1c-Wert: 9. 4%), eine Gonarthrose, klinisch eine Vermutung auf eine Coxarthrose links sowie minime Restbe schwerden der rechten Schulter. Ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit bestünden ein e koronare 1-Gefässerkrankung (mit Status nach Myokardinfarkt in den Jahren 2003 und 2005), eine arterielle Hypertonie, eine Adi- positas per magna (BMI 44.2 kg/m2), ein Status nach Operation einer radialen Epicondylopathia beidseits und ein kleines Enchondrom im Humeruskopf rechts. Im Rahmen der neuropsycholo- gischen Untersuchung durch F.____, Fachpsychologe für Ne uropsychologie FSP, sei eine leichte kognitive Störung mit mentaler und praktischer Verlangsamung, Aufmerksamkeitsdefizi- ten und Leistungsschwankungen diagnostiziert worden. Auf Grund dieser Störung könne der Versicherte aus rein neuropsychologischer Sicht in seinem an gestammten Beruf als Koch, bei welchem sowohl eine funktionierende Planungs- als auch Organisationsfähigkeit notwendig sei, nicht mehr arbeiten. Möglicherweise werde er auch den Anforderungen im ersten Arbeitsmarkt hinsichtlich Arbeitstempo, Flexibilität, Planung und Arb eitsgenauigkeit aufgrund der neuropsy- chologischen Störung nicht mehr genügen. In Verweistätig keiten könne der Versicherte eine Arbeitsleistung von 50% erbringen. Allerdings sei diese Leistung aufgrund des verlangsamten Arbeitstempos, der vermehrten Ermüdbarkeit und der ver minderten Belastbarkeit nur in einer Arbeitspräsenz von 65% zu erbringen. Die von Dr. med. G.____, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, diagnostizierte aktuell leichte depressive E pisode mit leichter Niedergeschla- genheit, leichter Antriebsstörung und Störung des form alen Denkens, führe aus rein psychiatri- scher Sicht zu einer Arbeitsunfähigkeit von 20%. Intern istisch hätten sowohl die Gonarthrose mit Schmerzen betont im rechten Knie bei längerem Gehen als auch die vermutete Coxarthrose links mit Schmerzen bei längerem Sitzen, Stehen und Ge hen Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit, sodass körperlich mittelschwere und schwere Arbeiten nicht m ehr möglich seien. Die vom Ver- sicherten beklagte Müdigkeit sei multifaktoriell beding t. So könne sie einerseits Symptom der Seite 9 http://www.bl.ch/kantonsgericht depressiven Episode sein, andererseits könne der schlecht ei ngestellte Diabetes mellitus mit einer vermehrten Müdigkeit einhergehen und dadurch e inen Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit haben. Das obstruktive Schlafapnoesyndrom mit CPAP-Beatm ung sei objektiv gut eingestellt. Subjektiv habe dies jedoch zu keiner Verbesserung der Müd igkeit geführt, weshalb das Schlafapnoesyndrom wohl kaum Ursache der Müdigkeit sein könne. Im Zeitpunkt der kardiolo- gischen Begutachtung des Versicherten durch die D.____ am 25. Juni 2010 sei der Versicherte kardial gut kompensiert gewesen. Klinisch und elektrokar diographisch hätten sich beim Belas- tungs-EKG keine Hinweise auf eine Belastungskoronarinsuf fizienz ergeben. Aus rein kardiolo- gischer Sicht sei damals eine Arbeitsfähigkeit für körp erlich mittelschwere Tätigkeiten festge- stellt worden. Auch aktuell habe der Versicherte keine kardialen Beschwerden wie Angina pec- toris oder Belastungsdyspnoe angegeben und sei kardial kom pensiert gewesen. Es könne so- mit davon ausgegangen werden, dass sich die kardiale Situ ation nicht verschlechtert habe. Im Gutachten der D.____ seien zudem rechtsseitige Schulte rbeschwerden bei Status nach opera- tivem Schultereingriff rechts im Jahr 1996 und arthrosko pischer Bizepstenotomie, Acromioplas- tik und lateraler Clavicularesektion rechts im April 201 0 festgestellt worden. Ferner habe eine beginnende mediale Gonarthrose diagnostiziert werden können. Diesbezüglich sei im Gutach- ten der D.____ eine 50%-ige Arbeitsunfähigkeit für m ittelschwere und schwere Tätigkeiten fest- gestellt worden. Aktuell gebe der Versicherte zwar keine Beschwerden im Schulterbereich an, jedoch werde dieser Bereich zur Zeit nicht belastet. Bei einer Belastung der Schulter sei auf- grund der vorangegangenen Operationen mit einem Wied erauftreten der Beschwerden zu rechnen, weshalb diese weiterhin einen Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit des Versicherten ha- ben würden. Zusammenfassend bestehe für körperlich schwer e und mittelschwere Tätigkeiten aufgrund der Erkrankung im Bereich des Bewegungsapparat es eine Arbeitsfähigkeit von 0%. Der angestammte Beruf als Koch sei dabei als körperlich mittelschwere Tätigkeit anzusehen. Aufgrund der leichten neuropsychologischen Störung sowie der orthopädischen Diagnosen mit Gonarthrose und vermuteter Coxarthrose sei der Versichert e in diesem Beruf nicht mehr ar- beitsfähig. Kognitive Defizite im Sinne einer exekuti ven Funktions- und Konzentrationsstörung seien erstmals am 30. November 2009 anlässlich der neuro psychologischen Untersuchung im H.____-Spital diagnostiziert worden. In der aktuellen neuropsychologischen Untersuchung sei- en die Minderleistungen in den Aufmerksamkeitsfunktione n bestätigt worden, hingegen habe sich eine Besserung in den Gedächtnis- und Exekutivfunktionen gezeigt. Somit würden die neu- ropsychologischen Defizite – damals noch ausgeprägter als aktuell – mindestens seit Novem- ber 2009 bestehen. Der Beginn der festgelegten Arbei tsunfähigkeit im angestammten Beruf sei entsprechend auf diesen Zeitpunkt zurückzudatieren. Di e im Rahmen der neuropsychologi- schen Begutachtung neu diagnostizierte leichte neuropsychologische Störung führe dabei auch bei angepassten leichten körperlichen Tätigkeiten zu einer eingeschränkten Arbeitsfähigkeit von 50%. Die aus der depressiven Episode resultierende Arbei tsunfähigkeit von 20% wirke sich jedoch nicht additiv aus. Es bleibe somit bei einer Ein schränkung der Arbeitsfähigkeit von 50% für körperlich leichte wechselbelastende Tätigkeiten, bei denen der Versicherte flexibel Pausen einlegen und selbst den Arbeitstakt vorgeben könne. Für das Erreichen dieser Arbeitsleistung sei jedoch ein zeitlicher Mehraufwand beziehungsweise eine Arbeitspräsenz von 65% notwen- dig. Seite 10 http://www.bl.ch/kantonsgericht 8.1 Die IV-Stelle stützte sich in der angefochtenen Ver fügung vom 4. Oktober 2013 bei der Beurteilung des Gesundheitszustandes und der Arbeitsfähi gkeit des Versicherten vollumfäng- lich auf die Ergebnisse, zu denen die Gutachter der B.____ sowie Dr. G.____ und der Fachpsy- chologe F.____ in ihren Untergutachten gelangt waren . Wie hiervor ausgeführt (vgl. E. 6.3) ist den im Rahmen des Verwaltungsverfahrens eingeholten Gut achten externer Spezialärztinnen und -ärzte, welche aufgrund eingehender Beobachtungen und Untersuchungen sowie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei der Erö rterung der Befunde zu schlüssigen Er- gebnissen gelangen, bei der Beweiswürdigung volle Bew eiskraft zuzuerkennen, solange nicht konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen. Solche Indizien liegen kei- ne vor. Das Gutachten der B.____ vom 14. März 2013 wie auch die psychologischen und neu- ropsychologischen Untergutachten vom 10. September 2012 und 23. November 2012 sind um- fassend und die dargelegten medizinischen Zusammenhänge sowie die vorgenommenen Schlussfolgerungen sind nachvollziehbar und überzeugend. Die Gutachten beruhen auf einer eingehenden Untersuchung des Versicherten und berücksichti gen auch die übrigen bei den Akten liegenden medizinischen Berichte. Zudem gehen die Berichte einlässlich auf die Be- schwerden des Versicherten ein und vermitteln ein hinrei chendes Bild über dessen Gesund- heitszustand. Es wird deutlich, dass es seit der Rentenve rfügung vom 28. Dezember 2010 zu einer Veränderung des Gesundheitszustandes des Beschwerdef ührers gekommen ist. So wur- de im Rahmen der neuropsychologischen Untersuchung eine leichte kognitive Störung mit men- taler und praktischer Verlangsamung, Aufmerksamkeitsdef iziten und Leistungsschwankungen festgestellt, welche den Beschwerdeführer in seiner Pla nungs- und Organisationsfähigkeit ein- schränkt. Gemäss den Gutachtern sind dem Beschwerdeführer a ufgrund der Gonarthrose mit Schmerzen betont im rechten Knie bei längerem Gehen a ls auch aufgrund der vermuteten Co- xarthrose links mit Schmerzen bei längerem Sitzen, Stehen und Gehen, körperlich mittelschwe- re und schwere Arbeiten nicht mehr zumutbar. Ausserdem ist bei einer Belastung der Schulter aufgrund der vorangegangenen Operationen mit einem Wiederauftreten der früheren Be- schwerden zu rechnen, sodass diese einen Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit des Beschwerde- führers haben. Auch wirken sich das obstruktive Schlafapnoesyndrom mit CPAP-Beatmung und der schlecht eingestellte Diabetes mellitus nach wie vor auf die Arbeitsfähigkeit aus. Die Gut- achter kamen in Würdigung der anamnestischen Angaben, d er Untersuchungsbefunde sowie der ihnen überlassenen Unterlagen zum überzeugenden S chluss, dass sich der Gesundheits- zustand seit der letzten Beurteilung dahingehend verände rt hat, als der Beschwerdeführer in seinem angestammten Beruf als Koch nicht mehr arbeitsf ähig ist. Für körperlich leichte, wech- selbelastende Verweistätigkeiten, bei welchen der Beschw erdeführer flexibel Pausen einlegen und selbst den Arbeitstakt bestimmen kann, besteht zwar na ch wie vor eine 50%-ige Arbeitsfä- higkeit, für das Erreichen der Arbeitsleistung ist – aufg rund des verlangsamten Arbeitstempos, der vermehrten Ermüdbarkeit und der verminderten Belas tbarkeit – jedoch eine Arbeitspräsenz von 65% erforderlich. Insgesamt erweisen sich sowohl die Darlegung der medizinischen Zu- sammenhänge als auch die daraus geschlossenen Schlussfolgerungen als überzeugend. Es ist daher nicht zu beanstanden, dass die IV-Stelle darauf abgestellt hat. 8.2 Was der Beschwerdeführer vorbringt, ist nicht geeigne t, die Beweiskraft des Gutachtens der B.____ vom 14. März 2013 in Frage zu stellen. Seite 11 http://www.bl.ch/kantonsgericht 8.2.1 Der Beschwerdeführer bezweifelt den Beweiswert d es Gutachtens der B.____ dahinge- hend, als nicht hinreichend begründet werde, weshalb sich die von Dr. G.____ im psychiatri- schen Untergutachten vom 10. September 2012 attestierte Arbeitsfähigkeit von 20% nicht addi- tiv zu den physischen Beschwerden verhalte. Dr. G.____ vermi ttelt in seinem ausführlich und sorgfältig abgefassten psychiatrischen Untergutachten, welch es auf einer persönlichen Unter- suchung des Versicherten und auf einer einlässlichen Würdi gung der medizinischen Aktenlage beruht, ein umfassendes Bild über den Gesundheitszustan d des Beschwerdeführers. Die von Dr. G.____ vorgenommene Arbeitsfähigkeitsbeurteilung ko rrelierte denn auch mit seiner Ein- schätzung der medizinischen Situation und kann nachvollzog en werden. Dr. G.____ legt schlüssig und überzeugend dar, dass der Beschwerdeführer insgesamt das Bild einer leichtgra- digen depressiven Symptomatik zeige und aufgrund dessen au s rein psychiatrischer Sicht eine 20%-ige Einschränkung der Arbeitsfähigkeit in einer de n somatischen Beschwerden angepass- ten Tätigkeit bestehe. Dabei ist anhand der gestellte n Diagnose einer leichten depressiven Epi- sode (ICD-10 F 32.0) nachvollziehbar, dass sich die für sich alleine mit 20% bewertete Arbeits- unfähigkeit aus psychiatrischer Sicht nicht additiv zur körp erlichen Einschränkung verhält. Auch ist diesbezüglich darauf hinzuweisen, dass sich einzelne fachbereichsbezogene Arbeitsunfähig- keiten in der Regel nicht additiv verhalten, sondern si ch teilweise oder sogar ganz decken (Ur- teile des Bundesgerichts 8C_105/2014 vom 4. Juli 2014 E. 3.3.4 und 9C_425/2013 vom 16. September 2013 E. 4.3.1; SVR 2008 IV Nr. 15 S. 43, I 514/06 E. 2.1 je mit weiteren Hinwei- sen). Von Bedeutung ist in diesem Zusammenhang namentli ch die von den Gutachtern durch- geführte Konsensbesprechung vom 20. März 2013, welche d en Zweck hatte, alle relevanten gesundheitlichen Beeinträchtigungen zu erfassen und di e sich daraus je einzeln ergebenden Einschränkungen der Arbeitsfähigkeit in ein Gesamtergeb nis zu fassen. Gemäss bundesge- richtlicher Rechtsprechung kommt der abschliessenden, ge samthaften Beurteilung von Ge- sundheitszustand und Arbeitsfähigkeit insbesondere dann grosses Gewicht zu, wenn sie auf der Grundlage einer Konsensdiskussion der an der Beguta chtung mitwirkenden Fachärzte er- folgt (Urteil des Bundesgerichts 9C_425/2013 vom 16. Sep tember 2013 E. 4.3.1 mit weiteren Hinweisen). 8.2.2 Der Beschwerdeführer rügt, dass anlässlich der Begu tachtung durch die B.____ keine kardiale Untersuchung durchgeführt worden sei. Diesbezüglich ist darauf hinzuweisen, dass der Beschwerdeführer im Rahmen der internistischen Begutach tung durch die B.____ am 3. April 2012 kardiologisch untersucht wurde. Den objektiven Bef unden der internistischen Untersu- chung kann dabei entnommen werden, dass die Herztöne rei n und rhythmisch sowie keine Ge- räusche feststellbar gewesen seien. Ein Hinweis auf eine akute kardiale Problematik kann zu- dem weder den vom Beschwerdeführer eingereichten Berich ten der behandelnden Ärzte Dr. med. I.____, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin, vom 4. Juli 2013 und Dr. med. J.____, Facharzt für Innere Medizin, vom 5. August 2013, noch dem Abschlussbericht der beruflichen Massnahmen vom 18. August 2011 entnommen werden. So wi rd in Letzterem lediglich festge- halten, dass der Versicherte stark übergewichtig sei, dau ernd schwitze und teils sehr heftig at- me. Nachdem anlässlich der Untersuchung durch die B.____ vom 3. April 2012 keine Hinweise auf eine kardiale Problematik festgestellt werden konnte n, der Beschwerdeführer über keine solchen Leiden klagte und er – wie im Gutachten der B. ____ festgehalten – bereits im Zeitpunkt der kardiologischen Untersuchung durch die D.____ im Jahr 2010 kardial gut kompensiert war, Seite 12 http://www.bl.ch/kantonsgericht ist es nicht zu beanstanden, dass die IV-Stelle keine erneute Begutachtung des Beschwerde- führers anordnete. 8.2.3 Der Beschwerdeführer macht ferner geltend, dass im neuropsychologischen Untergut- achten von Fachpsychologe F.____ vom 23. November 2012 erw ähnt werde, dass er in der angestammten Tätigkeit als Koch aufgrund der gesundhe itlichen Defizite den Anforderungen des ersten Arbeitsmarktes hinsichtlich Arbeitstakt, Flexibil ität, Planung und Arbeitsgenauigkeit wahrscheinlich nicht mehr genüge. Weshalb dies nicht auc h für eine Verweistätigkeit gelte, werde nicht erklärt. Eine Arbeitsgenauigkeit werde jed och ohne Ausnahme im gesamten Ar- beitsbereich gefordert. Mit der Beschwerdegegnerin i st dazu festzuhalten, dass eine Arbeits- genauigkeit nicht in jeder Tätigkeit auf dem Arbeitsm arkt in gleichem Ausmass vorausgesetzt wird. Gerade die Tätigkeit als Koch erfordert ein Ar beiten unter grossem Zeitdruck, wobei die Arbeitsabläufe sehr schnell und trotzdem sehr sorgfältig durchgeführt werden müssen. Dies erfordert ein besonderes Mass an Konzentration und Arb eitsgenauigkeit. Demgegenüber wer- den auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt auch einfache Ve rweistätigkeiten nachgefragt, welche alleine schon aufgrund der viel einfacheren Arbeitsabläu fe und des fehlenden Zeitdrucks ein geringeres Mass an Konzentration und Arbeitsgenauigkeit erfordern. Solche einfacheren Ver- weistätigkeiten sind dem Beschwerdeführer nach wie vor zumutbar. 8.2.4 Auch der Hinweis des Beschwerdeführers, es habe zwisch en dem Fachpsychologen F.____ und dem Psychiater Dr. G.____ kein Konsilium statt gefunden, findet in den Akten keine Stütze. Dem Gutachten der B.____ vom 14. März 2013 kann auf Seite 6 anhand der Überschrift „Konsensbesprechung vom 20.3.13 mit Stv. CA Dr. K.___ _, OA L.____, AA Dr. M.____, Psy- chiater Dr. G.____, Fachpsychologe lic. phil. F.____“ e ntnommen werden, dass eine gesamt- medizinische Besprechung zwischen den begutachtenden Personen stattgefunden hat. 8.2.5 Zu keiner anderen Beurteilung der Angelegenhe it führen schliesslich auch das – erst nach Erstellung des Gutachtens vom 14. März 2013 – eing ereichte Schreiben von Dr. I.____ vom 4. Juli 2013 und der Arztbericht von Dr. J.____ vom 5. August 2013. Wie die IV-Stelle in ihrer Verfügung vom 4. Oktober 2013 richtig ausgeführt hat, nennt Dr. I.____ in seinem Schrei- ben keine Leiden, die im Rahmen der Begutachtung der B.____ unberücksichtigt geblieben sind. Soweit Dr. I.____ eine Arbeitsfähigkeit des Besch werdeführers – ohne dies zu begründen – auch im reduzierten Pensum als sehr unrealistisch eracht et, erscheint die Einschätzung des behandelnden Arztes nicht geeignet, die begründeten S chlussfolgerungen der B.____- Gutachter, des Psychiaters Dr. G.____ sowie des Fachpsycholo gen G.____ in Zweifel zu zie- hen. Daran vermag auch der Bericht von Dr. J.____ nichts zu ändern, wonach dem Beschwer- deführer in einer behinderungsangepassten leichten Tä tigkeit ein Arbeitspensum von 2 bis 4 Stunden täglich zumutbar sei. Diesbezüglich besteht Ü bereistimmung mit dem schlüssigen Gutachten der B.____, in welchem von einem zumutbaren A rbeitspensum im Umfang von 50% ausgegangen wird. 8.2.6 Da sich der Gesundheitszustand des Beschwerdeführers – wie hiervor aufgezeigt (vgl. E. 8.2.5) – nach der Erstattung des Gutachtens bis zum Erl ass der angefochtenen Verfügung nicht massgeblich verändert hat, ist im Übrigen nicht zu beanstanden, dass die IV-Stelle in ihrer Seite 13 http://www.bl.ch/kantonsgericht Verfügung vom 4. Oktober 2013 weiterhin auf das psychiat rische und das neuropsychologische Untergutachten vom 10. September 2012 beziehungsweise 23. November 2012 abstellte, deren Erkenntnisse im Zeitpunkt der angefochtenen Verfügung b ereits 13 beziehungsweise 10 Mona- te alt waren (vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_1024/20 10 vom 3. März 2011 E. 2.1, wonach ein Zeitraum von zwei Jahren zwischen der Erstattung des Gutachtens und dem Erlass der Ver- fügung für sich allein noch keine Verletzung des Untersu chungsgrundsatzes gemäss Art. 43 ATSG bewirkt und auf das Gutachten abgestellt werden kan n, sofern keine Hinweise auf eine Veränderung des Gesundheitszustandes bis zum Erlass der Verfügung gegeben sind). 8.2.7 Schliesslich rügt der Beschwerdeführer, die IV-St elle habe ihm jegliche Parteirechte verweigert, weil er sich weder zur Gutachterwahl noch zu den Fragen an die Experten habe äussern können. Das Gutachten der B.____ vom 14. März 2013 wurde im März 2012 in Auftrag gegeben. Mit BGE 139 V 349 hat das Bundesgericht entsch ieden, dass die Anforderungen an die medizinische Begutachtung, wie sie in BGE 137 V 210 für polydisziplinäre MEDAS- Begutachtungen umschrieben worden sind, grundsätzlich sinn gemäss auch auf mono- und bi- disziplinäre Begutachtungen anwendbar sind. Die in BGE 139 V 349 definierten Anforderungen an die Einholung von mono- und bidisziplinären Gutachten durch die Invalidenversicherung gel- ten grundsätzlich auch in laufenden Verfahren. Die B. ____ wurde bereits vor diesem – am 3. Juli 2013 ergangenen – Urteil mit der Begutachtu ng des Beschwerdeführers beauftragt. Die Mitwirkungsrechte der versicherten Person bei mono- und bidisziplinären Gutachten konnten demnach noch nicht zum Tragen kommen. Dieser Umstand füh rt indessen nicht zwangsläufig zu einer neuen Begutachtung. Die beweisrechtliche Situation der versicherten Person lässt sich bei einem nach altem Standard – das heisst noch ohne Ge währung der in BGE 139 V 349 i.V.m. BGE 137 V 210 statuierten Beteiligungsrechte – in Auftrag gegebenes Gutachten mit derjenigen bei versicherungsinternen medizinischen Entsche idgrundlagen vergleichen. Das in Auftrag gegebene Gutachten bildet grundsätzlich zwar ein e massgebende Entscheidgrundlage, es genügen jedoch bereits relativ geringe Zweifel an d er Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der ärztlichen Erkenntnisse, um eine neue Begutachtung anzuord nen (Urteile des Bundesgerichts 8C_348/2013 vom 19. September 2013 E. 4.1, 9C_148/2012 vom 17. September 2012 E. 1.3 f. und 9C_495/2012 vom 4. Oktober 2012 E. 2.2 ff. je mi t weiteren Hinweisen). Vorliegend beste- hen – wie hiervor dargelegt – keine solchen Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der gutachterlichen Beurteilung. 8.3 Im vorliegenden Fall lassen die vorhandenen medizin ischen Unterlagen eine zuverlässi- ge Beurteilung der verbleibenden Arbeitsfähigkeit de s Beschwerdeführers zu, weshalb auf die von ihm beantragte zusätzliche medizinische und berufliche Abklärung verzichtet werden kann. Der Anspruch auf rechtliches Gehör umfasst zwar das Recht , Beweisanträge zu stellen, und − als Korrelat − die Pflicht der Behörde zur Beweisabnah me. Beweise sind im Rahmen dieses verfassungsmässigen Anspruchs indessen nur über jene Tatsach en abzunehmen, die für die Entscheidung der Streitsache erheblich sind. Gelangt da s Gericht bei pflichtgemässer Beweis- würdigung zur Überzeugung, dass die vorhandenen Unterlagen ein zuverlässiges Bild des rele- vanten Sachverhaltes ergeben und dieser demnach hinreich end abgeklärt ist, kann auf ein be- antragtes Beweismittel verzichtet werden. Eine solche anti zipierte Beweiswürdigung ist nach Seite 14 http://www.bl.ch/kantonsgericht konstanter bundesgerichtlicher Rechtsprechung zulässig (BGE 126 V 130 E. 2a mit zahlreichen Hinweisen). 9. Als Zwischenergebnis ergibt sich, dass seit der massgebli chen Verfügung vom 28. Dezember 2010 tatsächlich eine Veränderung in de n gesundheitlichen Verhältnissen und mithin auch eine Änderung in der Arbeitsfähigkeit de s Beschwerdeführers eingetreten ist, wes- halb die Voraussetzungen für eine Rentenrevision (Art. 17 Abs. 1 ATSG) erfüllt sind. Dem Be- schwerdeführer verbleibt dem massgebenden und schlüssigen Gutachten der B.____ zufolge für eine körperlich leichte, wechselbelastende Verweist ätigkeit, bei welcher flexibel Pausen ein- gelegt und der Arbeitstakt selbst bestimmt werden kann, eine 50%-ige Arbeitsfähigkeit bei einer Arbeitspräsenz von 65%. In seinem angestammten Beruf a ls Koch ist er nicht mehr arbeitsfä- hig. 10. Der Beschwerdeführer bestreitet in diesem Zusammenh ang die Verwertbarkeit seiner Restarbeitsfähigkeit. 10.1 Für die Invaliditätsbemessung ist nicht darauf abzu stellen, ob eine invalide Person unter den konkreten Arbeitsmarktverhältnissen vermittelt werden kann, sondern einzig darauf, ob sie die ihr verbliebene Arbeitskraft noch wirtschaftlich nu tzen könnte, wenn die verfügbaren Ar- beitsplätze dem Angebot an Arbeitskräften entsprechen würden (Urteil des Bundesgerichts 9C_610/2007 vom 23. Oktober 2007 E. 4; Urteil des EVG vom 16. Juni 2004, I 824/02, E. 2.2.1 zu Art. 28 Abs. 2 aIVG). Gemäss der oben (vgl. E. 3.2) zitierten Bestimmung von Art. 16 ATSG ist bei der Bestimmung des Invaliditätsgrades deshalb von e iner ausgeglichenen Arbeitsmarkt- lage auszugehen. Der Begriff umfasst einerseits ein gew isses Gleichgewicht zwischen dem Angebot und der Nachfrage nach Stellen; anderseits be zeichnet er einen Arbeitsmarkt, der von seiner Struktur her einen Fächer verschiedenartiger Stel len offen hält, und zwar sowohl bezüg- lich der dafür verlangten beruflichen und intellektuel len Voraussetzungen wie auch hinsichtlich des körperlichen Einsatzes. Nach diesen Gesichtspunkten bes timmt sich im Einzelfall, ob es der invaliden Person möglich ist, ihre restliche Erwerbs fähigkeit zu verwerten (BGE 110 V 276 E. 4b; Zeitschrift für die Ausgleichskassen [ZAK] 1991 S . 318 E. 3b). Das restliche erwerbliche Leistungsvermögen hat sich somit in einem fiktiven Arbeit smarkt zu bewähren, der definitions- gemäss unter anderem konjunkturell ausgeglichen ist (Urteil des EVG vom 17. Dezember 2002, I 601/01, E. 4.3; R UDOLF RÜEDI , Im Spannungsfeld zwischen Schadenminderungspflicht u nd Zumutbarkeitsgrundsatz bei der Invaliditätsbemessung nach einem ausgeglichenen Arbeits- markt, in: Schaffhauser/Schlauri [Hrsg.], Rechtsfrage n der Invalidität in der Sozialversicherung, St. Gallen 1999, S. 35). Bei der Prüfung der wirtscha ftlichen Verwertbarkeit der Restarbeitsfä- higkeit darf allerdings nicht von realitätsfremden Ein satzmöglichkeiten ausgegangen und insbe- sondere dort nicht von einer Arbeitsgelegenheit gesp rochen werden, wo die zumutbare Tätig- keit nur in so eingeschränkter Form möglich ist, dass sie d er ausgeglichene Arbeitsmarkt prak- tisch nicht kennt oder dass sie nur unter nicht realistisch em Entgegenkommen eines durch- schnittlichen Arbeitgebers möglich wäre und das Finden e iner entsprechenden Stelle deshalb zum Vornherein als ausgeschlossen erscheint (Urteil des Bu ndesgerichts 9C_610/2007 vom 23. Oktober 2007 E. 4.1 mit Hinweisen). Seite 15 http://www.bl.ch/kantonsgericht 10.2 Ein fortgeschrittenes Alter wird, obgleich an sich ein invaliditätsfremder Faktor, in der Rechtsprechung als Kriterium anerkannt, welches zusammen mit weiteren persönlichen und beruflichen Gegebenheiten dazu führen kann, dass die e iner versicherten Person verbliebene Resterwerbsfähigkeit auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt realistischerweise nicht mehr nachgefragt wird, und dass ihr deren Verwertung auch gestützt auf die Selbsteingliederungslast nicht mehr zumutbar ist. Fehlt es an einer wirtschaftlich verwertbaren Resterwerbsfähigkeit, liegt eine vollständige Erwerbsunfähigkeit vor, die einen An spruch auf eine ganze Invalidenrente begründet (Urteil des EVG vom 21. August 2006, I 831/05, E. 4.1.1 mit Hinweisen). Der Einfluss des Lebensalters auf die Möglichkeit, das verbliebene Leistungsvermögen auf dem ausgegli- chenen Arbeitsmarkt zu verwerten, lässt sich nicht nach eine r allgemeinen Regel bemessen, sondern hängt von den Umständen des Einzelfalls ab. Massge bend können die Art und Be- schaffenheit des Gesundheitsschadens und seiner Folgen, der absehbare Umstellungs- und Einarbeitungsaufwand und in diesem Zusammenhang auch Persönlichkeitsstruktur, vorhande- ne Begabungen und Fertigkeiten, Ausbildung, berufliche r Werdegang oder Anwendbarkeit von Berufserfahrung aus dem angestammten Bereich sein (Urte ile des Bundesgerichts 9C_153/2011 vom 22. März 2012 E. 3.1 und 9C_918/2008 vom 28. Mai 2009 E. 4.2.2 je mit Hinweisen). Die Möglichkeit, die verbliebene Arbeitsfäh igkeit auf dem ausgeglichenen Arbeits- markt zu verwerten, hängt nicht zuletzt davon ab, welcher Zeitraum der versicherten Person für eine berufliche Tätigkeit und vor allem auch für ei nen allfälligen Berufswechsel noch zur Verfü- gung steht. Als massgeblicher Stichtag für die Beantwortung der Frage nach der Verwertbarkeit der Restarbeitsfähigkeit ist dabei auf das Feststehen d er medizinischen Zumutbarkeit einer (Teil-)Erwerbstätigkeit abzustellen Die medizinische Zum utbarkeit einer Erwerbstätigkeit steht fest, sobald die medizinischen Unterlagen diesbezüglich eine zuverlässige Sachverhaltsfeststel- lung erlauben (BGE 138 V 457 E. 3 ff. mit weiteren Hinweisen). 10.3 Im Gutachten der B.____ vom 8. September 2009 w urde beim Beschwerdeführer eine Arbeitsfähigkeit von 50% in der angestammten und jede r Verweistätigkeit attestiert. Zu diesem Zeitpunkt war der Beschwerdeführer erst 58 Jahre alt un d das Finden einer angepassten Tätig- keit altersbedingt nicht ausgeschlossen. Im Rahmen des vo rliegenden Revisionsverfahrens besteht dabei kein Raum, nunmehr auf das Alter des Besch werdeführers im Zeitpunkt des ak- tuellen Gutachtens der B.____ vom 14. März 2013 von 62 J ahren abzustellen. Anders zu ent- scheiden würde bedeuten, dass sich der Invaliditätsgrad ein es Versicherten bei vorgerücktem Alter beziehungsweise kurz vor Erreichen des AHV-Rentenal ters quasi automatisch erhöht. Auch den übrigen hiervor genannten Vorgaben entspre chend (vgl. E. 10.1) bestehen für den Versicherten noch Möglichkeiten für eine Stelle auf dem ausgeglichen Arbeitsmarkt. Einerseits werden einfache Hilfsarbeiten, wie sie dem angefochten en Einkommensvergleich zu Grunde liegen, auf dem hypothetischen ausgeglichenen Arbeitsma rkt grundsätzlich altersunabhängig nachgefragt. Andererseits ist der Beschwerdeführer in einer leidensadaptierten Tätigkeit nach wie vor im Rahmen eines 50%-Pensums bei einer Arbeitspr äsenz von 65% arbeitsfähig. Dar- über hinaus kann ebenso wenig gesagt werden, dass die fü r eine Verweistätigkeit zu berück- sichtigenden Einschränkungen hinsichtlich Arbeitstempo, Fl exibilität, Planung und Arbeits- genauigkeit sich so auswirken würden, dass keinerlei Verwertbarkeit mehr gegeben wäre. Auch wenn die entsprechenden Vorgaben – wie die Möglichkei t einer flexiblen Pausengestaltung, der selbständigen Vorgabe des Arbeitstaktes und insbesondere die für das Erreichen der 50%-igen Seite 16 http://www.bl.ch/kantonsgericht Arbeitsleistung benötigte Arbeitspräsenz von 65% – eine e inschränkende Wirkung haben, ste- hen mit Blick auf einen fiktiven Arbeitsmarkt noch imme r Stellen zur Verfügung, bei welchen weder eine besondere Arbeitsgenauigkeit noch enge z eitliche Vorgaben vorausgesetzt sind. Damit kann nicht gesagt werden, dass es dem Beschwerdefüh rer nur noch möglich wäre, in einem geschützten Rahmen tätig zu sein. 11. Wie bereits oben ausgeführt (vgl. E. 3.2), ist gem äss Art. 16 ATSG der Invaliditätsgrad bei erwerbstätigen Versicherten aufgrund eines Einkommen svergleichs zu bestimmen. Nach- dem der Beschwerdeführer die Berechnung des Invaliditätsgrades beanstandet, ist nachfolgend der von der IV-Stelle vorgenommene Einkommensvergleich zu überprüfen. 11.1 Bei der Bemessung des für die Bestimmung des Invalid itätsgrades massgebenden Ein- kommens ohne Gesundheitsschaden (Valideneinkommen) ist entsc heidend, was die versicher- te Person im Zeitpunkt des frühestmöglichen Rentenbegin ns nach dem Beweisgrad der über- wiegenden Wahrscheinlichkeit als Gesunde tatsächlich verdi enen würde (BGE 135 V 59 E. 3.1 mit Hinweis, 131 V 51 E. 5.1.2). Die Einkommensermittlung hat so konkret wie möglich zu erfol- gen. Da nach empirischer Feststellung in der Regel die bisherige Tätigkeit im Gesundheitsfall weitergeführt worden wäre, ist Anknüpfungspunkt für di e Bestimmung des Valideneinkommens grundsätzlich der letzte vor Eintritt der Gesundheitsschädig ung erzielte, nötigenfalls der Teue- rung und der realen Einkommensentwicklung angepasste Ver dienst (BGE 134 V 322 E. 4.1, 129 V 222 E. 4.3.1 mit Hinweisen). Nachdem die IV-St elle den vom Beschwerdeführer zusätz- lich geltend gemachten Betrag für Mehrarbeit und Bonu s anerkannt hat, ist nunmehr unbestrit- ten und nicht zu beanstanden, dass die Vorinstanz das Val ideneinkommen aufgrund der Anga- ben des ehemaligen Arbeitgebers ermittelt hat. Nach de ssen Bescheinigung vom 22. März 2008 beziehungsweise dem Beleg der Lohnbuchhaltung vom 1 4. Dezember 2007 erzielte der Beschwerdeführer im Jahr 2007 ohne Gesundheitsschaden, bei einem Pensum von 100%, ein Jahreseinkommen von Fr. 58‘798.-- (Fr. 4‘206.40 x 3 Lohn Januar bis März 2007 + Fr. 4‘269.60 x 9 Lohn April bis Dezember 2007 + Fr. 2‘140.35 Mehrar beit + Fr. 227.55 Ferienentschädigung + Fr. 933.35 Bonus + Fr. 4‘451.15 13. Monatslohn). Un ter Berücksichtigung der Nominallohn- entwicklung bis 2012 von 6.89% (Revisionsgesuch des Beschwer deführers vom 20. Februar 2012; vgl. Art. 88 bis Abs. 1 lit. a der Verordnung über die Invalidenversiche rung [IVV] vom 17. Januar 1961; Bundesamt für Statistik, Nominallohnindex 1976 – 2012, Männer) resultiert ein massgebliches Valideneinkommen von Fr. 62‘849.20. 11.2 Nicht zu beanstanden ist, dass die IV-Stelle für d ie Bestimmung des trotz Gesundheits- schädigung zumutbarerweise noch realisierbaren Einkommen s (Invalideneinkommen) auf die Tabellenlöhne der Schweizerischen Lohnstrukturerhebung (LSE) des Bundesamtes für Statistik abgestellt hat. Laut Tabelle TA 1 belief sich der Zentralwert für die mit einfachen und repetitiven Aufgaben (Anforderungsniveau 4) beschäftigten Männer im privaten Sektor im Jahr 2010 mo- natlich auf Fr. 4‘901.-- (LSE 2010, Total privater S ektor Männer). Zu berücksichtigen ist die Nominallohnentwicklung bis 2012 von 1.72% sowie dass der e rmittelte Tabellenlohn auf einer einheitlichen Arbeitszeit von 40 Wochenstunden beruht un d für das Jahr 2012 auf die durch- schnittliche Wochenarbeitszeit von 41.7 Stunden (vgl. Bund esamt für Statistik, Statistik der be- triebsüblichen Arbeitszeit nach Wirtschaftsabteilungen; Total 2012) umzurechnen ist. Daraus Seite 17 http://www.bl.ch/kantonsgericht resultiert ein hypothetisches Jahreseinkommen von Fr. 62‘366 .-- (Fr. 4‘901.-- : 40 x 41.7 + 1.72% x 12). Berücksichtigt man, dass die zumutbare Resta rbeitsfähigkeit des Beschwerde- führers laut der massgebenden medizinischen Beurteilung ( vgl. E. 8.1 hiervor) lediglich noch 50% beträgt, reduziert sich das Invalideneinkommen auf Fr. 31‘183.--. 11.3 Von dem auf diese Weise erhobenen statistischen W ert sind praxisgemäss verschiede- ne Abzüge zulässig. Im Entscheid BGE 126 V 75 ff. hat das Bundesgericht seine Rechtspre- chung zu den Abzügen vom Tabellenlohn bereinigt und w eiterentwickelt. Dabei hat es betont, dass die Frage, ob und in welchem Ausmass Tabellenlöhne herabzusetzen sind, von sämtli- chen persönlichen und beruflichen Umständen des konkreten Einzelfalles abhängt (leidensbe- dingte Einschränkung, Lebensalter, Anzahl Dienstjahre, Nationalität/Aufenthaltskategorie und Beschäftigungsgrad), welche nach pflichtgemässem Ermesse n gesamthaft zu schätzen sind. Dabei ist der Abzug vom statistischen Lohn unter Berücksic htigung aller jeweils in Betracht fal- lenden Merkmale letztlich aber auf insgesamt höchstens 25 % zu begrenzen (BGE 126 V 80 E. 5b). Ein Abzug soll aber nicht automatisch, sondern nur dann erfolgen, wenn im Einzelfall Anhaltspunkte dafür bestehen, dass die versicherte Perso n wegen eines oder mehrerer der genannten Merkmale ihre gesundheitlich bedingte (Rest-) Arbeitsfähigkeit auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt nur mit unterdurchschnittlichem erwerblichem Erfolg verwerten kann. Der gesamt- haft vorzunehmende Abzug stellt eine Schätzung dar. Bei deren Überprüfung kann es nicht da- rum gehen, dass die kontrollierende richterliche Behörde ihr Ermessen an die Stelle desjenigen der Vorinstanz setzt. Hingegen ist zu beurteilen, ob de r zu überprüfende Entscheid, den die Behörde nach dem ihr zustehenden Ermessen im Einklang mit den allgemeinen Rechtsprinzi- pien in einem konkreten Fall getroffen hat, nicht zwe ckmässigerweise anders hätte ausfallen sollen. Soll in die Ermessensbetätigung der Vorinstanz eingegriffen werden, muss sich die rich- terliche Behörde demnach auf Gegebenheiten abstützen kön nen, die eine abweichende Er- messensausübung als näher liegend erscheinen lassen (BGE 12 6 V 81 E. 6 mit Hinweis; Urteil des EVG vom 25. Juli 2005, U 420/04, E. 2.3). 11.4 Vorliegend hat die IV-Stelle einen Abzug vom T abellenlohn von 15% für die invalidi- tätsbedingte Beeinträchtigung vorgenommen. Zum Einwand des Beschwerdeführers, es sei ein Leidensabzug im Umfang von 25% zu berücksichtigen, ist fe stzuhalten, dass unter Beachtung des Umstandes, dass den Behinderungen des Beschwerdeführers bereits durch die Annahme eines um 50% reduzierten Arbeitspensums Rechnung getrage n wurde, ein leidensbedingter Abzug nur noch in geringem Masse erfolgen kann (Urteil des EVG vom 9. Dezember 2002, U 200/01, E. 4.2.3). Der vorgenommene – und im Verg leich zur Rentenverfügung vom 28. Dezember 2010 bereits um 5% erhöhte – Abzug von 1 5% erweist sich als angemessen. Demzufolge beläuft sich das massgebende Invalideneinkommen nach Berücksichtigung des leidensbedingten Abzuges von 15% auf Fr. 26‘505.55. 11.5 Setzt man im Einkommensvergleich dieses Invaliden einkommen von Fr. 26‘505.55 dem Valideneinkommen von Fr. 62‘849.20 gegenüber, so ergibt dies eine Einkommenseinbus- se von Fr. 36‘343.65. Daraus resultiert ein Invalidit ätsgrad von rund 58% (zur Rundungspraxis des Bundesgerichts vgl. BGE 130 V 121 ff.). Seite 18 http://www.bl.ch/kantonsgericht 12. Zusammenfassend ist als Ergebnis festzuhalten, dass die IV-Stelle in der angefochte- nen Verfügung vom 4. Oktober 2013 die bisherige halbe Invalidenrente des Versicherten zu Recht bestätigte. Die Beschwerde ist deshalb abzuweisen. 13.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1 bis IVG ist das Beschwerdeverfahren bei Streitigkeiten um di e Be- willigung oder die Verweigerung von IV-Leistungen vor dem kantonalen Versicherungsgericht kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem Verfahrensau fwand und unabhängig vom Streit- wert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 1‘000.-- festge legt. Bei Fällen wie dem vorliegenden, in denen ein durchschnittlicher Verfahrensaufwand entstan den ist, setzt das Gericht die Verfah- renskosten in Berücksichtigung des bundesrechtlichen Kostenrahmens einheitlich auf Fr. 600.-- fest. Nach § 20 Abs. 3 VPO werden die Verfahrenskosten in der Regel der unterliegenden Par- tei in angemessenem Ausmass auferlegt. Vorliegend ist der Beschwerdeführer unterliegende Partei, weshalb die Verfahrenskosten ihm zu auferlegen sind. Dem Beschwerdeführer ist nun allerdings mit Verfügung vom 7. November 2013 die unen tgeltliche Prozessführung bewilligt worden. Aus diesem Grund werden die Verfahrenskosten vorläufig auf die Gerichtskasse ge- nommen. 13.2 Die ausserordentlichen Kosten sind dem Prozessausgang entsprechend wettzuschla- gen. Da dem Beschwerdeführer mit Verfügung vom 7. No vember 2013 die unentgeltliche Ver- beiständung mit seinem Rechtsvertreter bewilligt worden ist, ist dieser für seine Bemühungen aus der Gerichtskasse zu entschädigen. Gemäss § 3 Abs. 2 der Tarifordnung für die Anwältin- nen und Anwälte vom 17. November 2003 beträgt das Hono rar bei unentgeltlicher Verbeistän- dung Fr. 180.-- beziehungsweise ab 1. Januar 2014 Fr. 200.-- pro Stunde. Der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers hat in seiner Honorarnote vom 28. M ärz 2014 für das vorliegende Ver- fahren einen Zeitaufwand von 16.42 Stunden geltend g emacht, was sich umfangmässig in An- betracht der sich stellenden Sachverhalts- und Rechtsfrag en als angemessen erweist. Nicht zu beanstanden sind sodann die ausgewiesenen Auslagen. Jedoch beträgt der Auslagenersatz für Massenkopien gemäss § 15 Abs. 2 der Tarifordnung ledigli ch Fr. 0.50, weshalb die Ausla- genentschädigung entsprechend zu kürzen ist. Dem Rechtsvertreter ist ein Honorar in der Höhe von Fr. 3‘440.45.-- (10.67 Stunden à Fr. 180.-- und 5.75 Stunden à Fr. 200.-- zuzüglich Ausla- gen von Fr. 115.-- [70 Kopien à Fr. 0.50 und Fr. 30. -- für Porti] sowie 8% Mehrwertsteuer) aus der Gerichtskasse auszurichten. 13.3 Der Beschwerdeführer wird ausdrücklich auf § 53a A bs. 1 des Gesetzes über die Orga- nisation der Gerichte (GOG) vom 22. Februar 2001 aufm erksam gemacht, wonach eine Partei, der die unentgeltliche Rechtspflege gewährt wurde, zu r Nachzahlung verpflichtet ist, sobald sie dazu in der Lage ist. Seite 19 http://www.bl.ch/kantonsgericht Demgemäss wird e r k a n n t : ://: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 2. Die Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 600.-- we rden dem Be- schwerdeführer auferlegt. Zufolge Bewilligung der unentgeltlichen Prozessführun g werden die Verfahrenskosten vorläufig auf die Gerichtskasse genommen. 3. Die ausserordentlichen Kosten werden wettgeschlagen. Zufolge Bewilligung der unentgeltlichen Verbeiständun g wird dem Rechtsvertreter des Beschwerdeführers ein Honorar in der Höhe von Fr. 3‘440.45 (inkl. Auslagen und 8 % Mehrwertsteuer) a us der Ge- richtskasse ausgerichtet. Präsident Gerichtsschreiberin