{"Signatur": "BL_KG_001", "Spider": "BL_Gerichte", "Datum": "2019-08-13", "PDF": {"Datei": "BL_Gerichte/BL_KG_001_2019-08-13-sr-1_2019-08-13.pdf", "URL": "http://v2202109132150164038.luckysrv.de:8181/https://www.baselland.ch/politik-und-behorden/gerichte/rechtsprechung/kantonsgericht_rs/rechtsgebiet/strafprozessrecht/entscheide-2019-2/2019-08-13-sr-1.pdf/@@download/file/2019-08-13-sr-1.pdf", "Checksum": "c16bea5ab7bf532ae7fcd0effbbfdaf3"}, "Scrapedate": "2023-01-01", "Num": ["2019-08-13-sr-1"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Basel-Land Kantonsgericht 13.08.2019 2019-08-13-sr-1"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "B\u00e2le-Campagne Kantonsgericht 13.08.2019 2019-08-13-sr-1"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Basilea Campagna Kantonsgericht 13.08.2019 2019-08-13-sr-1"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Basel-Land Kantonsgericht "}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "B\u00e2le-Campagne Kantonsgericht "}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Basilea Campagna Kantonsgericht "}], "Abstract": [{"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Strafprozessuale Sicherheitshaft in gerichtlichen Nachverfahren\nMangels spezieller Regelung in Art. 363-365 StPO basiert die Anordnung und Fortsetzung von strafprozessualer Sicherheitshaft in den gerichtlichen Nachverfahren bis zur Rechtskraft des neuen Massnahmenurteils auf den analog anwendbaren Bestimmungen von Art. 229-233 i.V.m. Art. 221 und Art. 220 Abs. 2 bzw. Art. 226-228 StPO. In Anlehnung an die diesbez\u00fcgliche einschl\u00e4gige bundesgerichtliche Rechtsprechung sieht der Vorentwurf zur Teilrevision der StPO (2017) den Erlass derartiger spezifischer haftrechtlicher Bestimmungen f\u00fcr das vollzugsrechtliche gerichtliche Nachverfahren vor (Erw. 3.1).\nIn casu h\u00e4tte die Vorinstanz neben der Anordnung der Verwahrung gem\u00e4ss Beschluss vom 22.\u00a0Mai 2019 in analoger Anwendung von Art. 231 StPO einen separaten Haftentscheid f\u00e4llen m\u00fcssen. Indem sie dies unterlassen hat, hat sie den Anspruch des Beschuldigten auf Wahrung des rechtlichen Geh\u00f6rs gem\u00e4ss Art. 29 Abs. 2 BV verletzt (Erw. 3.1).\nWenn schon nicht mit Beschluss vom 22. Mai 2019 betreffend Anordnung der Verwahrung, h\u00e4tte die hierf\u00fcr \u00f6rtlich, sachlich und funktionell zust\u00e4ndige Vorinstanz sp\u00e4testens auf das Haftentlassungsgesuch des Beschuldigten vom 19. Juni 2019 hin nach einer pers\u00f6nlichen Anh\u00f6rung desselben in analoger Anwendung von Art. 228 Abs. 4 StPO materiell \u00fcber die Haft entscheiden m\u00fcssen, zumal dem Beschuldigten zum Zeitpunkt des Haftentlassungsgesuchs der Beschluss vom 22. Mai 2019 noch gar nicht er\u00f6ffnet worden war und er folglich keinerlei M\u00f6glichkeit hatte, diesen Entscheid anzufechten und im Rahmen dessen die aufschiebende Wirkung der Beschwerde zu beantragen. Der Argumentation der Vorinstanz, wonach das materielle Eintreten auf das Haftentlassungsgesuch im hiesigen Verfahren eine unerw\u00fcnschte Gew\u00e4hrung der aufschiebenden Wirkung der zwischenzeitlich erhobenen Beschwerde im Verfahren betreffend Anordnung der Verwahrung zur Folge gehabt h\u00e4tte, kann nicht gefolgt werden (Erw. 3.2).\nIm vorliegenden Fall k\u00f6nnen ausnahmsweise beide M\u00e4ngel des vorinstanzlichen Verfahrens im Rechtsmittelverfahren geheilt werden (Erw. 3.1 und 3.2)."}], "ScrapyJob": "446973/44/1448", "Zeit UTC": "11.03.2024 05:39:49", "Checksum": "3e1e4f7af42efe1466985cb5dc965069"}