<h2>SubmittedText<h2><p>1. Teilt der Bundesrat die Meinung, dass die Information der Öffentlichkeit im In- und Ausland über die Aufarbeitung der Vergangenheit durch die Expertenkommission Bergier nicht dem Zufall überlassen werden darf, sondern gezielt und professionell zu erfolgen hat?</p><p>2. Teilt der Bundesrat die Meinung, dass es dazu eines umfassenden Informationskonzeptes bedarf?</p><p>3. Ist der Bundesrat bereit, die Ausarbeitung eines solchen Informationskonzeptes rasch an die Hand zu nehmen?</p><p>4. Ist der Bundesrat bereit, gestützt auf dieses Informationskonzept eine Fachgruppe für Öffentlichkeitsarbeit einzusetzen, die die neuen Erkenntnisse und Zwischenergebnisse der Expertenkommission laufend und umfassend und in einer verständlichen Sprache der interessierten Öffentlichkeit im In- und Ausland vorstellt?</p><p>5. Beabsichtigt der Bundesrat, den Schlussbericht der Expertenkommission Bergier so aufarbeiten zu lassen, dass die Ergebnisse in den Geschichtsunterricht einfliessen können?</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Der Bundesrat ist wie die Interpellantin der Ansicht, dass der Information der Öffentlichkeit über Sinn und Zweck der Expertenkommission Bergier, aber vor allem der Vermittlung und Bekanntmachung der Resultate der Arbeiten dieser Kommission in Form von Berichten eine wichtige Bedeutung zukommt. Die betroffenen Bundesstellen des EDA und des EDI sind bereits damit beschäftigt, ein Informationskonzept auszuarbeiten, das insbesondere dem Umstand Rechnung tragen wird, dass umfangreiche, wissenschaftliche Publikationen erfahrungsgemäss nur eine kleine Leserschaft finden, so dass der Weiterverbreitung solcher wissenschaftlichen Ergebnisse - z. B. über die Medien - in leicht verständlicher Fassung, in Form von Lehrmitteln oder auch von audiovisuellen oder elektronischen Mitteln ein zentraler Stellenwert zukommt. Es ist dabei selbstverständlich, dass sowohl Schluss- wie auch Zwischenberichte verbreitet werden müssen.</p><p>Dabei gilt allerdings die Einschränkung, dass die Expertenkommission Bergier bei der Abfassung ihrer Berichte unabhängig bleiben muss und die begleitende Information der Öffentlichkeit ebenfalls in der alleinigen Zuständigkeit der Kommission liegt.</p><p>Die Übernahme der Ergebnisse in Form von Lehrmitteln für den Geschichtsunterricht muss in einer späteren Phase selbstverständlich auch in Koordination mit den dafür zuständigen Kantonen erfolgen.</p><p>Im übrigen weisen wir darauf hin, dass bereits das Mandat an die Expertenkommission Bergier den Auftrag zur Verwendung einer verständlichen Sprache enthielt und der diesbezügliche Bundesbeschluss in Artikel 7 die vollständige Publikation der Ergebnisse der unabhängigen Expertenkommission vorsieht. Der Bundesrat kann somit sämtliche gestellten Fragen mit einem klaren Ja beantworten.</p>  Antwort des Bundesrates.