B u n d e s v e rw a l t u n g s g e r i ch t T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i f f éd é r a l T r i b u n a l e am m i n i s t r a t i vo f e d e r a l e T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i v fe d e r a l Abteilung I A-7004/2013 U r t e i l v o m 1 3 . J u n i 2 0 1 4 Besetzung Richter Christoph Bandli (Vorsitz), Richterin Claudia Pasqualetto Péquignot, Richter André Moser, Gerichtsschreiberin Laura Bucher. Parteien A._______, (…) vertreten durch die Gewerkschaft des Verkehrspersonals (SEV), Steinerstrasse 35, Postfach, 3000 Bern 6, Beschwerdeführerin, gegen Schweizerische Bundesbahnen SBB, Konzernrechts- dienst, Hochschulstrasse 6, 3000 Bern 65 SBB, Vorinstanz. Gegenstand Anpassung des Arbeitsvertrags; Funktionsbewertung. A-7004/2013 Seite 2 Sachverhalt: A. A._______ arbeitet als Servicemitarbeiterin Zug (SMZ) bei den Schweize- rischen Bundesbahnen (nachfolgend SBB). Per 1. Juli 2011 trat der neue Gesamtarbeitsvertrag SBB 2011 (nachfolgend: GAV SBB 2011) in Kraft, der ein neues Funktionsbewertungs - und Lohnsystem vorsieht. Im Z u- sammenhang mit dem Übergang zu diesem System wurde A._______ Ende Mai 2011 in einem sog. "Verständigungsschreiben" m itgeteilt, ihre Funktion werde in Abänderung ihres Arbeitsvertrags neu dem Anford e- rungsniveau D zugeordnet. Mit Schreiben vom 1 . September 2011 erhob A._______ Einsprache und beantragte, die Einreihung der Servicemita r- beiter nochmals zu überprüfen und ihre Stelle in das Anforderungsniveau E einzuteilen. B. Mit Verfügung vom 16. August 2012 wurde die Änderung des Einzela r- beitsvertrages resp. die Zuordnung der Stelle von A._______ zum Anfor- derungsniveau D in der Funktionskette 4016 (Unterstützungsfunktionen Bahnreisen) rückwirkend auf den 1. Juli 2011 bestätigt. Ausserdem wurde der massgebliche Jahreslohn (inkl. Lohngarantie, sog. "Garantie 2011") verfügt. Zusammen mit dieser Verfügung wurde A._______ der auf ihre Person ausgestellte Stellenbeschrieb Nr. 1201008 zugestellt. C. Gegen diese Verfügung erhob A._______ am 17. September 2012 B e- schwerde beim Konzernrechtsdienst der SBB. Sie beantragte die Aufh e- bung der Verfügung und die rückwirkende Zuordnung zum Anford e- rungniveau E der Funkti onskette 4018 (Fahrgastbetreuung/Reisebeglei- tung). Der zugestellte Stellenbeschrieb sei unvollständig, da sich die Hauptaufgabe nicht nur auf das Erfassen der Fahrausweise beschränke, sondern umfassende Kenntnisse derselben verlangt seien. Die Servic e- mitarbeiter würden zum Bereich Zugpersonal gehören und seien dieser Funktionskette zuzuweisen. D. Mit Entscheid vom 11. November 2013 wies der Konzernrechtsdienst der SBB die Beschwerde ab. Zur Begründung führte er insbesondere aus, der Stellenbeschrieb Nr. 1201008 sei von der zuständigen HR -Beratung verifiziert worden. Er entspreche der Funktion von A._______, beschrän- ke sich zu Recht auf die Hauptaufgaben und gebe die Tätigkeit von A._______ korrekt wieder. Ihre Funktion finde ihre grösste Übereinsti m-A-7004/2013 Seite 3 mung mit den effektiven Anforderung en des Anforderungsniveaus D , weshalb sie korrekterweise nicht einer vergleichbaren Funktion aus dem Anforderungsniveau F in der Funktionskette 4018 , wel che zusätzliche bzw. komplexere Aufgaben beinhalte, zugeordnet worden sei. Dieser Ent- scheid beruhe im Weiteren auf sachlichen Gründen und sei nachvollzie h- bar. E. Gegen diesen Entscheid des Konzernrechtsdiensts der SBB (nachfo l- gend: Vorinstanz) erhebt A._______ (nachfolgend: Beschwerdeführer in) am 10. Dezember 2013 Beschwerde beim Bundesverwaltungsgericht. Sie beantragt, der angefochtene Entscheid aufzuheben und ihre Stelle dem Anforderungsniveau E in der Funktionskette 4018 zuzuweisen. Die B e- schwerdeführerin macht in formeller Hinsicht geltend, die Vorinstanz habe die Begründungspflicht verletzt, den Sachverhalt unvoll ständig abgeklärt und ihr Ermessen unterschritten. Die Stellenbeschreibung " Servicemitar- beiterin Zug" im Anf orderungsniveau D entspreche nicht ihrem tatsächl i- chen Arbeitsalltag respektive ihren tatsächlichen Funktionen. F. Die Vorinstanz hält in ihrer Vernehmlassung vom 6. Februar 2014 am an- gefochtenen Entscheid fest und beantragt die Abweisung der Beschwe r- de. Zur Begründung führt sie insbesondere aus, die Einreihung in das An- forderungsniveau D in der Funkti onskette 4016 sei korrekt , was im Übr i- gen auch der Korrespondenz mit dem Linienvorgesetzten des Beschwe r- deführers zu entnehmen sei. Die Einnahmesicherung in den Zügen und die Überprüfung der Fahrberechtigung seien Aufgaben des Zugpersonals und gehörten nicht zum Aufgabengebiet der Beschwerdeführerin. G. Auf die weiteren Vorbringen der Parteien und die sich bei den Akten b e- findlichen Schriftstücke wird – soweit entscheidrelevant – in den nachfol- genden Erwägungen eingegangen. Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 1. 1.1 Gemäss Art. 31 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (VGG, SR 173.32) beurteilt das Bundesverwaltungsgericht Beschwerden A-7004/2013 Seite 4 gegen Verfügungen nach Art. 5 des Verwaltungsverfahrensgesetzes vom 20. Dezember 1968 (VwVG, SR 172.021), sofern sie von einer Vorinstanz nach Art. 33 VGG stammen und keine Ausnahme nach Art. 32 VGG vo r- liegt. Das Verfahren vor Bundesverwaltungsgericht richtet sich, soweit das VGG nichts anderes vorsieht, nach dem VwVG (Art. 37 VGG). 1.2 Die Bestimmungen über das Die nstverhältnis des Bundespersonals finden auch auf das Personal der SBB Anwendung (vgl. Art. 15 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 20. März 1998 über die Schweizerischen Bu n- desbahnen [SBBG, SR 742.31] und Art. 2 Abs. 1 Bst. d des Bundespe r- sonalgesetzes vom 24. März 2000 [BPG, SR 172.220.1]). Der Erstinstanz kam demnach hinsichtlich der vorliegend streitigen Frage Verfügungsb e- fugnis zu (vgl. Art. 34 Abs. 1 BPG und Ziff. 194 Abs. 1 GAV SBB 2011). Ihre Verfügung wurde im Einklang mit der vor Inkrafttreten der Revis ion des Bundespersonalrechts am 1. Juli 2013 geltenden prozessualen Rechtslage zunächst bei der Vorinstanz als interne Beschwerdeinstanz angefochten (vgl. Art. 35 Abs. 1 BPG in der Fassung vom 24. März 2000 [AS 2001 906] und Ziff. 195 GAV SBB 2011). Jenes Beschwerdeverfah- ren war bei Inkrafttreten dieser Revision noch hängig. Die Vorinstanz war deshalb gestützt auf den allgemeinen intertemporalrechtlichen Grundsatz, wonach hängige Rechtsmittelverfahren nach bisherigem Prozessrecht weiterzuführen sind, trotz der mit der Revision erfolgten Verkürzung des Instanzenzugs (neu direkte Anfechtung der Verfügung des Arbeitgebers beim Bundesverwaltungsgericht; vgl. Art. 36 Abs. 1 BPG) zum angefoc h- tenen Entscheid befugt (vgl. Urteil des Bundesverwaltungsgerichts A - 5321/2013 vom 24. Februar 2014 E. 1.1.2; MEYER/ARNOLD, Intertempora- les Recht, Zeitschrift für Schweizerisches Recht [ZSR] 2005 I, S. 137; KÖLZ/HÄNER/BERTSCHI, Verwaltungsverfahren und Verwaltungsrecht s- pflege des Bundes, 3. Aufl. 2013, Rz. 132). 1.3 Der Entscheid d er Vorinstanz ist eine Verfügung im Sinne von Art. 5 Abs. 2 VwVG und kann ans Bundesverwaltungsgericht weitergezogen werden (vgl. Art. 36 Abs. 1 BPG in der Fassung vom 17. Juni 2005 [AS 2006 2230] und Art. 33 Bst. h VGG). Eine Ausnahme nach Art. 32 VGG liegt nicht vor. Das Bundesverwaltungsgericht ist demnach für die Beurteilung der vorliegenden Beschwerde zuständig. 1.4 Zur Beschwerde ans Bundesverwaltungsgericht ist nach Art. 48 Abs. 1 VwVG berechtigt, wer vor der Vorinstanz am Verfahren teilg e- nommen oder kei ne Möglichkeit zur Teilnahme erhalten hat, durch die A-7004/2013 Seite 5 angefochtene Verfügung besonders berührt ist und ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung oder Änderung hat. Die Beschwerdeführe- rin hat sich am vorinstanzlichen Verfahren beteiligt und ist mit ihrem An- liegen nicht durchgedrungen. Sie ist demnach durch den angefochtenen Entscheid beschwert und hat ungeachtet der gewährten Lohngarantie ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung oder Änderung (vgl. zum Bestehen eines aktuellen Rechtsschutzintere sses bei Beschwerden g e- gen Einreihungsentscheide der SBB im Zusammenhang mit dem Übe r- gang zum neuen Funktionsbewertungs - und Lohnsystem trotz Lohng a- rantie Urteil des Bundesverwaltungsgerichts A -1876/2013 vom 6. Januar 2014 E. 1.2.2). Ihre Legitimation ist somit zu bejahen. 1.5 Die Beschwerde wurde weiter frist - und formgerecht eingereicht (Art. 50 Abs. 1 und 52 VwVG), weshalb auf sie einzutreten ist. 2. Das Bundesverwaltungsgericht entscheidet – gleich wie die verwaltung s- interne Beschwerdeinstanz – grundsätzlich mit uneingeschränkter Kogni- tion. Gerügt werden kann nicht nur die Verletzung von Bundesrecht ei n- schliesslich Überschreitung oder Missbrauch des Ermessens und die u n- richtige oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachve r- halts, sondern auch d ie Unangemessenheit des angefochtenen En t- scheids (vgl. Art. 49 VwVG). Geht es um Stelleneinreihungen, auferlegt sich das Bundesverwaltungsgericht bei der Angemessenheitsprüfung a l- lerdings eine gewisse Zurückhaltung. Es beschränkt sich in diesen Fällen auf die Frage, ob die Einreihung auf ernstlichen Überlegungen beruht, und wird insbesondere nicht selbst als qualifizierende Behörde tätig. Im Zweifel weicht es nicht von der Auffassung der Vorinstanz ab und setzt nicht an deren Stelle sein eigenes Ermessen (v gl. Urteile des Bunde s- verwaltungsgerichts A -1876/2013 vom 6. Januar 2014 E. 2.3 und A-2878/2013 vom 21. November 2013 E. 2.3 mit zahlreichen Hinweisen). 3. 3.1 In f ormeller Hinsicht rügt die Beschwerdeführerin sinngemäss, die Vorinstanz habe das rechtliche Gehö r und die Begründungspflicht ve r- letzt, ihr Ermessen unterschritten und den Sachverhalt unvollständig fest- gestellt. Die Vorinstanz habe es zudem unterlassen, den direkten Vorge- setzten der Beschwerdeführerin einzubeziehen. A-7004/2013 Seite 6 3.2 Die Vorinstanz macht geltend , dass die zuständige HR -Beraterin mehrfach konsultiert wurde. Im Rahmen des vorliegenden Verfahrens sei im Sinne einer zusätzlichen Sachverhaltsabklärung zudem eine weitere Stellungnahme bei der HR -Beraterin eingeholt worden. Gleichzeitig sei diese angewiesen w orden, auch die Beurteilung des Linienvorgesetzen mit einzubeziehen. Diese zusätzlichen Abklärungen würden die Korrek t- heit des festgestellten Sachverhalts bestätigen. Damit macht die Vori n- stanz sinngemäss geltend, sie habe die vorhandenen Beweismittel objek- tiv geprüft und sei zum Schluss gekommen, diese liessen eine zuverlä s- sige Beurteilung des rechtserheblichen Sachverhalts zu. 3.3 3.3.1 Für das Verfahren vor der Vorinstanz gelten die Regeln des VwVG (vgl. Art. 1 Abs. 1 und 2 VwVG und Ziff. 194 Abs. 2 GAV SBB 2011; TSCHANNEN, in: Auer/Müller/Schindler [Hrsg.], Kommentar zum Bunde s- gesetz über das Verwaltungsverfahren, 2008, Art. 1 N. 18). Zur Anwe n- dung kommt demnach auch Art. 49 VwVG, der der Beschwerdeinstanz, wie erwähnt (vgl. E. 2), grundsätzlich umfassende Kognition einräumt. Die Vorinstanz kann somit die bei ihr angefochtenen Verfügungen unei n- geschränkt auf eine allfällige unrichtige oder unvollständige Feststellung des Sachverhalts hin überprüfen. Als unrichtig gilt die Sachve rhaltsfest- stellung, wenn der angefochtenen Verfügung ein falscher und aktenwidr i- ger Sachverhalt zugrunde gelegt wurde oder entscheidrelevante G e- sichtspunkte nicht geprüft oder Beweise falsch gewürdigt wurden. Als u n- vollständig gilt sie, wenn nicht über all e rechtserheblichen Umstände B e- weis geführt wurde oder eine entscheidrelevante Tatsache zwar erhoben, jedoch nicht gewürdigt wurde und nicht in den Entscheid einfloss (vgl. U r- teile des Bundesverwaltungsgerichts A -5321/2013 vom 23. April 2014 E. 1.2, A-5183/2013 vom 24. Februar 2014 E. 3.3.1, A -3440/2012 vom 21. Januar 2014 E. 2.1.2 und A -3716/2010 vom 26. März 2013 E. 2.1.2, jeweils m.w.H.; KÖLZ/HÄNER/BERTSCHI, a.a.O., Rz. 1043; MO- SER/BEUSCH/KNEUBÜHLER, Prozessieren vor dem Bundesverwaltungsg e- richt, 2. Aufl. 2013, Rz. 2.189, JÉRÔME CANDRIAN, Introduction à la proc é- dure administrative fédérale, 2013, Rz. 59, S. 43). Grundsätzlich hat die Vorinstanz ihre Kognition voll auszuschöpfen. Bei unzulässiger Kogni - tionsbeschränkung verletzt sie das rechtliche Gehör bz w. begeht sie eine formelle Rechtsverweigerung (vgl. BGE 131 II 271 E. 11.7.1; KÖLZ/HÄNER/BERTSCHI, a.a.O., Rz. 1027; MOSER/BEUSCH/KNEUBÜHLER, a.a.O., Rz. 2.153). A-7004/2013 Seite 7 3.3.2 Zur Anwendung kommt weiter Art. 12 VwVG. Wie im Verfahren vor dem Bundesverwaltungsgericht g ilt somit der Untersuchungsgrundsatz. Die Vorinstanz hat demnach von Amtes wegen für die richtige und vol l- ständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts zu sorgen (vgl. BGE 138 V 218 E. 6; BVGE 2009/50 E. 5.1). Dieser Grundsatz wird dadurch relat iviert, dass den Parteien gewisse Mitwirkungspflichten bei der Sachverhaltsfeststellung auferlegt werden (vgl. Art. 13 VwVG; BGE 132 II 113 E. 3.2; BVGE 2009/60 E. 2.1.1; KÖLZ/HÄNER/BERTSCHI, a.a.O., Rz. 460, CANDRIAN, a.a.O. Rz. 63, S. 44). Hinsichtlich d er Würdigung von Beweisen gilt der Grundsatz der freien Beweiswürdigung (vgl. Art. 19 VwVG i.V.m. Art. 40 des Bundesgesetzes vom 4. Dezember 1947 über den Zivilprozess [BZP , SR 273]). Danach haben die Bundesbehörden und -gerichte die Beweise frei, ohne Bindung an förmliche Beweisregeln, sowie umfassend und pflichtgemäss zu wü r- digen. Beschwerdeinstanzen haben alle Beweismittel objektiv zu prüfen, unabhängig davon, von wem sie stammen (vgl. BGE 137 II 266 E. 3.2). Eine Behörde verletzt somit den Grundsatz der freien Beweiswürdigung, wenn sie bestimmten Beweismitteln im Voraus in allgemeiner Weise die Beweiseignung abspricht oder nur ein einziges Beweismittel zum Nac h- weis einer bestimmten Tatsache zulassen will (vgl. MOSER/BEUSCH/ KNEUBÜHLER, a.a.O., Rz. 3.140 mit Hinweisen). Ist für eine rechtserhebl i- che Tatsache der volle Beweis zu erbringen (Regelbeweismass), darf die entscheidende Behörde diese nur als bewiesen betrachten, wenn sie g e- stützt auf die Beweiswürdigung zur Überzeugung gelangt, sie habe sich verwirklicht. Absolute Gewissheit kann dabei allerdings nicht verlangt werden. Es genügt, wenn sie an der behaupteten Tatsache keine erns t- haften Zweifel mehr hat oder allenfalls verbleibende Zweifel als leicht e r- scheinen (vgl. BGE 130 III 321 E. 3.2; BVGE 2012/33 E. 6.2.1; MO- SER/BEUSCH/KNEUBÜHLER, a.a.O., 3.140a f.). 3.4 Die Vorinstanz führt im angefochtenen Entscheid und in ihrer Ste l- lungnahme zur Beschwerde bezüglich der Rüge der unrichtigen oder u n- vollständigen Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts unter an- derem aus, die Vorbringen der Beschwerdeführerin seien aufgenommen und es sei erneut abgeklärt worden, ob die von ihr zusätzlich genannten Arbeiten vom Stellenbeschrieb erfasst würden. Aus dem Schriftenwechsel zwischen der Vorinstanz und der HR -Beraterin gehe hervor, dass der d i- rekte Vorgesetzte der Beschwerdeführerin zu ihren Aufgaben und Täti g- keiten befragt wurde. Im Übrigen habe sich die Vorinstanz darauf verlas- sen dürfen, dass die Angaben der für die Beschwerdeführerin zuständi-A-7004/2013 Seite 8 gen HR-Beraterin und des nachträglich befragten Linienvorgesetzten kor- rekt seien. 3.5 Aus diesen Ausführungen geht – wie auch aus den Akten – deutlich hervor, dass im Rahmen des Verfahrens vor der Erst- wie auch der Vorin- stanz umfassende Auskünfte und Stellungnahmen eingeholt und den Entscheiden vom 16. August 2012 , resp. dem 11. November 2013 zu Grunde gelegt wurden. Die Erstinstanz hat eine Befragung des Linienvo r- gesetzten offenbar nicht deshalb unterlassen, weil sie deren Beweisei g- nung von vornherein verneinte oder allein di e Stellungnahme der HR - Beauftragten als Beweis zulassen wollte. Sie verzichtete vielmehr auf e i- ne Anhörung, weil sie aufgrund einer antizipierten Beweiswürdigung den Sachverhalt als korrekt und erstellt sowie die Erhebung weiterer Beweise als unnötig erach tete. Die Vorinstanz vervollständigte indessen ihrerseits die Beweiserhebung und holte die Stellungnahme des Linienvorgesetzten ein. Auch sie durfte somit von einem vollständigen und korrekt erhobenen Sachverhalt ausgehen. Es ist deshalb vorliegend nicht z u erkennen, i n- wiefern die Vorinstanz ihre Kognition nicht ausgeschöpft hätte. Im Übr i- gen hat die Beschwerdeführerin nie weitere Beweise angeboten oder gel- tend gemacht, es seien solche nicht erhoben worden. Eine unzulässige Einschränkung der Kognition und e ine Gehörsverletzung bzw. eine fo r- melle Rechtsverweigerung als Folge davon ist somit ebenso zu verneinen wie eine Verletzung des Grundsatzes der freien Beweiswürdigung (vgl. Urteil des Bundesverwaltungsgerichts A-5183/2013 vom 24. Februar 2014 E. 3.3.2 f.). 4. 4.1 In materieller Hinsicht macht die Beschwerdeführerin geltend, die Funktion der Servicemitarbeiterin Zug (SMZ) entspreche durchaus den Aufgaben des Zugpersonals und könne deshalb auch in die Funktionsket- te 4018, Anforderungsniveau E eingereiht werden. D ie Beschwerdeführe- rin arbeite wie das übrige Zugpersonal auf dem Zug, sei mit den selben Kunden in Kontakt und müsse somit dieselben Mindestanforderungen e r- füllen, welche zum Teil identisch mit den Mindestanforderungen ihres Stellenbeschriebs seien. Sie fü hre zum Teil auch Einn ahmesicherungen in den Zügen durch . Weiter berate und unterstütze sie die Kunden, b e- antworte Fragen und müsse sich mit Kundenreaktionen auseinanderse t- zen und Win-Win-Lösungen suchen. Falls notwendig bediene sie die Kl i- maanlage. Die Zu ordnung der Funktion "Servicemitarbeiterin Zug" zum Anforderungsniveau D und die Stellenbeschreibung für dieses Anford e-A-7004/2013 Seite 9 rungsniveau werde grundsätzlich nicht bestritten. Es müsse jedoch übe r- prüft werden, ob die Stellenbeschreibung den von der Beschwerdeführ e- rin an ihrer Stelle tatsächlich geleisteten Arbeiten entspreche. Die Vorin- stanz führe die Aufgaben auf, welche zusätzlich erfüllt sein müssten, d a- mit die Beschwerdeführerin in ihrer Funktion in das Anforderungsniveau F eingereiht würde. Eine Einreihung in das Anforderungsniveau F habe sie jedoch nie gefordert. Die Vorinstanz habe nicht aufgezeigt, welche z u- sätzlichen und komplexeren Aufgaben die Beschwerdeführerin ausführen müsste, um in das Anforderungsniveau E zu kommen. 4.2 Die Vorinstanz hält dem entgegen , der Vergleich mit dem Anforde- rungsniveau F in der von der Beschwerdeführerin geforderten Funktion s- kette 4018 mache Sinn, da diese Aufgaben am ehesten mit den Aufgaben der SMZ vergleichbar seien. Eine ähnliche Funktion wie diejenige der Be- schwerdeführerin, die sich für einen Vergleich eigne, existiere im gefo r- derten Anforderungsniveau E in der Funktionskette 4018 nicht. Die B e- schwerdeführerin erfülle die zusätzlichen und komplexeren Aufgaben nicht, welche eine Zuordnung in das Anforderungsniveau F rechtfer tigen würden. Zudem habe ihre Ausbildung nur drei Monate gedauert, während die Mitarbeiter Zugpersonal Regionalverkehr eine sechsmonatige Ausbi l- dung absolvieren würden. Die Aufgabenfelder in der Funktionskette 4016 seien von geringerer Komplexität als in der Funktionskette 4018. Deshalb sei die Zuordnung der Beschwerdeführerin zum Anforderungsniveau D in der Funktionskette 4016 korrekt. 4.3 Gemäss Art. 15 Abs. 1 BPG, der durch die per 1. Juli 2013 in Kraft ge- tretene Revision des Bundespersonalrechts keine Ände rung erfuhr, b e- misst sich der Lohn nach den drei Kriterien Funktion, Erfahrung und Lei s- tung. Der GAV SBB 2011, mit dem wie erwähnt per 1. Juli 2011 ein neues Funktionsbewertungs- und Lohnsystem eingeführt wurde, hält – wie be- reits Ziff. 89 GAV SBB 2007 – damit übereinstimmend fest, der Lohn rich- te sich nach den Anforderungen der Funktion sowie nach der nutzbaren Erfahrung und der Leistung (vgl. Ziff. 90). Gemäss der Übergangsb e- stimmung von Ziff. 113 GAV SBB 2011 werden auf den 1. Juli 2011 alle Anstellungsverhältnisse in das neue System überführt. Ziff. 91 GAV SBB 2011 normiert die Grundsätze der Stellenbewertung. Danach wird jede Funktion summarisch einem Anforderungsniveau zuge- ordnet (Abs. 1). Dieses wird auf der Basis zwischen den Parteien g e- meinsam anerk annter, analytischer Bewertungsverfahren ermittelt (Abs. 2). Eine detailliertere Regelung findet sich in der Richtlinie "Funk -A-7004/2013 Seite 10 tionsbewertung" (K 140.1; nachfolgend: Bewertungsrichtlinie), die per 1. Juli 2011 die bisherige Richtlinie (R Z 140.1 vom 6. März 2007) ersetz- te. Die Anforderungen werden durch 15 Anforderungsniveaus definiert und mit den Buchstaben A bis O bezeichnet. Nach Ziff. 2.2 ist die Funk - tionszuordnung die Basis für die Umsetzung einer anforderungs- und leis- tungsgerechten Entlöhnung über sä mtliche Organisationseinheiten der SBB hinweg. Grundlage für die Einreihung einer Funktion bildet gemäss Ziff. 2.4 die Stellenbeschreibung. Der oder die Vorgesetzte umschreibt das Ziel der Funktion, die Aufgaben, Kompetenzen und Verantwortungen wirklichkeitsgetreu. Bei wesentlichen Änderungen passt er oder sie die Stellenbeschreibung an (vgl. Urteil des Bundesverwaltungsgerichts A - 5321/2013 vom 23. April 2014 E. 4.2, A-5183/2013 vom 24. Februar 2014 E. 5). 4.4 Gemäss der Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgeri chts darf das Funktionsbewertungsverfahren nicht dahingehend interpretiert we r- den, es müsse für jede tatsächlich ausgeübte Funktion eine individual i- sierte Stellenbeschreibung erstellt werden. Es erscheint vielmehr mit Blick auf eine rechtsgleiche Behandlun g über die verschiedenen Organisa - tionseinheiten der SBB hinweg als zulässig und korrekt, standardisierte bzw. Rahmenstellenbeschreibungen zu verwenden (vgl. Urteil e des Bun- desverwaltungsgerichts A-5321/2013 vom 23. April 2014 E.4.3, A - 5183/2013 vom 24. Februar 2014 E. 5.3, und A-1876/2013 vom 6. Januar 2014 E. 5.1.2). Die Zuordnung der konkret ausgeübten Funktion setzt a l- lerdings voraus, dass über die effektiv wahrgenommenen Aufgaben Kla r- heit besteht. 4.5 4.5.1 Aus den eingereichten Unterlagen geht hervor, dass die von der Vorinstanz verglichenen Stellen in den beiden Funktionsketten gewisse Ähnlichkeiten aufweisen. Sowohl die Mitarbeiter Zugpersonal Regiona l- verkehr (Anforderungsniveau F, Funktionskette 4018) als auch die Serv i- cemitarbeiter Zug (Anforderungsniveau D, Funktionskette 4016) arbeiten auf dem Zug. Beide haben grundsätzlich die Aufgabe, Fahrausweise zu sichten, zu überprüfen und festzustellen, ob diese gültig sind. Zudem tr e- ten sie in derselben Uniform auf und übernehmen die Betreuung und B e- ratung der Kunden im Zug. Folglich sind die Funktionen vergleichbar. Da die Vorinstanz glaubhaft dargelegt hat, dass im Anforderungsniveau E in der geforderten Funktionskette 4018 keine vergleichbare Funktion exi s- tiert, hat die Vorinstanz zu Recht geprüft, ob die Beschw erdeführerin die A-7004/2013 Seite 11 zusätzlichen Anforderungen für die Einreihung in das Anforderungsniveau F in der Funktionskette 4018 erfüllt. 4.5.2 Bezüglich der Aufgaben und Kompetenzen bestehen zwischen den beiden Funktionen klare Unterschiede. Gemäss Stellenbeschrieb Nr. 1201008 ist die Beschwerdeführerin als SMZ für die Frequenzerfa s- sung (Erfassung der Reisedaten und Fahrausweise sowie Fahrausweis- art mit elektronischem Erfassungsgerät) zuständig. Wie der direkte Vo r- gesetzte der Beschwerdeführerin und die HR-Beraterin bestätigen, haben die SMZ keine direkte Funktion in der Einnahmesicherung des Regiona l- verkehrs. Ihre Aufgabe beschränkt sich auf das Erfragen und physische Prüfen der Fahrkartenangaben sowie Erfassen derselben im Erfassung s- gerät. Hat der Kunde keinen gültigen F ahrausweis, wird das ebenfalls im Gerät eingegeben und allenfalls im Zug anwesende Mitarbeiter des Zu g- personals informiert. Die weiteren Schritte des Prozesses "Reisende o h- ne gültigen Fahrausweis" (Formular 7000) liegen nicht in der Kompetenz der SMZ. Deren Erfassungscomputer verfügt deshalb auch nicht über die entsprechende Applikation zum Ausstellen eines Formulars 7000. Die Einnahmesicherung in den Zügen des Regionalverkehrs erfolgt gemäss Stellenbeschrieb Nr. 1201014 durch die Mitarbeiter Zugpersonal Re gio- nalverkehr, welche im Anforderungsniveau F eingereiht sind. 4.5.3 Beide Funktionen sind gemäss Stellenbeschrieben darüber hinaus für die Kundenbetreuung und die Qualitätssicherung zuständig. Im Unte r- schied zu den Servicemitarbeitern Zug obliegt den Mitarbeit ern Zugper- sonal Regionalverkehr bei der Beratung und Betreuung der Kunden die Federführung. Zudem gehen sie auf Kundenreaktionen ein mit dem Ziel, eine Win -Win Lösung zu erreichen. Diesbezüglich kommt ihnen En t- scheidungskompetenz zu. Die SMZ hingegen beraten und betreuen die Kunden, ohne Entscheidungen zu treffen. Gemäss Auskunft des direkten Vorgesetzen und der HR-Beraterin wird von der Beschwerdeführerin bzw. von den SMZ erwartet, dass sie nach Möglichkeit Kundenanliegen wie z.B. Fahrplanauskünfte beantworten, für weitergehende Auskünfte jedoch an die zuständige Fachstelle verweisen. Im Störungsfall arbeiten die Ser- vicemitarbeiter Zug auf Anordnung der Kundenlenker. Beim Kundenkon- takt wird erwartet, dass nac h Möglichkeit auf Kundenreaktionen wie z.B. bezüglich Pünktlichkeit eingegangen wird, für weitergehende Kundenr e- aktionen ist jedoch an den Kundenservice zu verweisen. Die SMZ seien instruiert, sich zur Minimierung des Konfliktpotentials in heiklen Fällen z u- rückzuziehen. Wie aus dem Ausbildungsprogramm für SMZ ersichtlich ist, hat die Beschwerdeführerin keine technischen Tätigkeiten erlernt. Folglich A-7004/2013 Seite 12 ist sie entgegen ihren Ausführungen nicht für Handlungen an den Wagen oder der Klimaanlage ausgebildet oder z uständig. Ihr obliegen gemäss Information des direkten Vorgesetzten bei der Umsetzung des Qualität s- standards einfache Tätigkeiten wie das Wegräumen von Gratiszeitungen oder Trinkflaschen. 4.6 Aus dem Gesagten ergibt sich, dass der Vergleich der durch die B e- schwerdeführerin ausgeübten Funktion mit der vergleichbaren Funktion in der Funktionskette 4018 im Anforderungsniveau F (Mitarbeiter Zugperso- nal Regionalverkehr) sachgerecht ist. Hierbei ergibt sich klar, dass die Beschwerdeführerin die zusätzlichen und komplexeren Aufgaben der Mit- arbeiter Zugpersonal Regionalverkehr nicht ausübt bzw. dass diese Au f- gaben nicht in ihren Zuständigkeitsbereich fallen . Hingegen zeigt sich, dass die im Stellenbeschrieb Nr. 1201008 aufgeführten Aufgaben dem täglichen Arbeitsalltag der Beschwerdeführerin entsprechen und ihre Auf- gaben darin korrekt und vollständig umschrieben sind. Im Übrigen wird die Zuordnung der Funktion des Servicemitarbeiters Zug zum Anford e- rungsniveau D nicht bestritten. Folglich ist die Zuordnung der Stelle de r Beschwerdeführerin zum Anforderungsniveau D in der Funktionskette 4016 korrekt. 5. Zusammenfassend ist festzuhalten, dass der Sachverhalt im vorliege n- den Fall korrekt erstellt wurde, die Vorinstanz ihr Ermessen nicht unte r- schritten und damit das rechtliche Gehör nicht verletzt wurde. Die Zuor d- nung der Beschwerdeführerin in das Anforderungsniveau D ist nicht in Frage zu stel len. Bei diesem Ergebnis ist die vorliegende Beschwerde abzuweisen. 6. 6.1 Das Beschwerdeverfahren in personalrechtlichen Belangen ist grun d- sätzlich kostenlos (vgl. Art. 34 Abs. 2 BPG). Es sind daher keine Verfa h- renskosten zu erheben. 6.2 Die vollumfänglich unterliegende hat keinen Anspruch auf eine Pa r- teientschädigung (vgl. Art. 64 Abs. 1 VwVG i.V.m. Art. 7 Abs. 1 des Re g- lements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]). Der Vorinstanz steht ebenfalls keine Parteientschädigung zu (vgl. Art. 7 Abs. 3 VGKE). A-7004/2013 Seite 13 Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 2. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. 3. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen 4. Dieses Urteil geht an: – die Beschwerdeführerin (Gerichtsurkunde) – die Vorinstanz (Gerichtsurkunde) Der vorsitzende Richter: Die Gerichtsschreiberin: Christoph Bandli Laura Bucher Rechtsmittelbelehrung: Entscheide des Bundesverwaltungsgerichts auf dem Gebie t der öffen t- lich-rechtlichen Ar beitsverhältnisse können beim Bundesgericht ang e- fochten werden, sofern es um eine ver mögensrechtliche Angelegenheit geht, bei welcher der Streitwert mindestens Fr. 15'000.– beträgt oder bei der sich eine Rechtsfrage von grundsätzlicher Bedeutung stellt (vgl. Art. 85 Abs. 1 Bst. b und Abs. 2 des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]). Bei einer nich t vermögensrechtlichen Angelegenheit ist die Beschwerde nur zulässig, wenn sie die Gleichste l- lung der Geschlechter betrifft (vgl. Art. 83 Bst. g BGG). Steht die B e- schwerde in öffentlich -rechtlichen Angelegenheiten offen, kann sie innert 30 Tagen nach Eröff nung dieses Entscheids beim Bundesgericht, A-7004/2013 Seite 14 Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, erhoben werden (Art. 82 ff., 90 ff. und 100 BGG). Die Frist steht still vom 15. Juli bis und mit dem 15. August (Art. 46 Abs. 1 Bst. b BGG). Die Rechtsschrift ist in einer Amtssprache abzufassen und hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismittel und die Unt erschrift zu enthalten. Der angefochtene En t- scheid und die Beweismittel sind, soweit sie die beschwerdeführende Partei in Händen hat, beizulegen (Art. 42 BGG). Versand: