B u n d e s v e rw a l t u n g s g e r i ch t T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i f f éd é r a l T r i b u n a l e am m i n i s t r a t i vo f e d e r a l e T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i v fe d e r a l Abteilung IV D-4481/2014/pjn U r t e i l v o m 20 . A u g u s t 2 0 1 4 Besetzung Richter Hans Schürch (Vorsitz), Richter Robert Galliker, Richter Gérald Bovier, Gerichtsschreiberin Eva Zürcher. Parteien A._______, geboren (…), B._______, geboren (…), C._______, geboren (…), D._______, geboren (…), alle Eritrea, Beschwerdeführende, gegen Bundesamt für Migration (BFM), Quellenweg 6, 3003 Bern, Vorinstanz. Gegenstand Asylgesuch aus dem Ausland; Verfügung des BFM vom 25. Juni 2014 / N (…). D-4481/2014 Seite 2 Sachverhalt: A. Der Beschwerdeführer teilte mit einem undatierten Schreiben, welches am 20. Februar 2012 bei der schweizerischen Vertretung in E._______ einging, mit, er sei eritreischer Staatsangehöriger aus F._______, wo er geboren, aufgewachsen und seine Ausbildung genossen habe. Im Jahr 1983 habe er die Technische Schule abgeschlossen. Anschliessend habe er bis 1999 für die Regierung gearbeitet, ab dem Jahr 199 5 in führender Position im G._______. Er habe sein Heimatland aus politischen Gründen verlassen. Der Workshop, in welchem er seinen Dienst verrichtet habe, sei zugehörig zur einzigen Partei, der Eritrean People for Democracy and Justice (EPDJ), gewesen. Er sei – wie alle Mitarbeiter – vom Manager aufgefordert worden, die Politik und Prinzipien der EPDJ positiv zu sehen und zu kommentieren. Anlässlich eines Meetings am 13. Februar 1999 habe er indessen die Partei kritisiert, worauf der Manager die Sicherheits- kräfte gerufen habe, welche ihn auf Befehl des Managers in Haft geno m- men hätten. Bis am 18. Mai 2000 sei er inhaftiert gewesen. Aufgrund der damaligen Situation – Eritrea sei mit Äthiopien im Krieg gewesen, was zu Landverlusten des eritreischen Staates u nd zu einer Konzentration der Kraftreserven des Landes auf die Kriegsführung geführt habe – sei die Kontrolle im Gefängnis nachlassend geworden. Ein Wächter habe ihm geraten, die Situation für die Flucht zu nutzen, worauf er am 18. Mai 2000 aus dem Gefängnis habe fliehen können. Er sei direkt H._______ gegan- gen, wo er am 28. Mai 2000 angekommen sei. Am 30. Mai 2000 habe er sich in E._______ beim Hohen Flüchtlingskommissar der Vereinten Nat i- onen (UNHCR) und beim Commission for Refugees (COR) registrieren lassen, worauf ihm Asyl gewährt worden sei und er eine Identitätskarte für Flüchtlinge erhalten habe. Weil es H._______ für Flüchtlinge aus Eritrea sehr gefährlich sei und sich sein Leben ständig in Gefahr befinde, ers u- che er um politisches Asyl in der Schweiz. B. Mit Schreiben vom 22. Oktober 2013 stellte das BFM fest, der Beschwer- deführer habe mit seiner Eingabe vom 20. Februar 201 2 ein Asyl- und Einreisegesuch für die Schweiz eingereicht. Praxisgemäss handle es sich bei der Erhebung eines Asylgesuchs um ein höchtspersönliches Recht, welches selbständig auszuüben sei. Vorliegend seien den Akten keine zu- rechenbaren Willensäusserungen zu entnehmen, mit welchen eine allfä l- lige Ehefrau oder volljährige Kinder die Schweiz aufgrund einer asylrel e- vanten Verfolgung um Schutz durch Asyl ersuchen würden. Damit würden D-4481/2014 Seite 3 für diese Personen keine zulässig gestellten Asylgesuche vorliegen. Di e- ser Mangel könne dadurch geheilt werden, dass die betroffenen Pers o- nen eine unterzeichnete Willensäusserung und eine umfassende Begrün- dung ihres Asylgesuches anhand der untenstehenden Fragen einreichen und unterzeichnen würden. Zudem seien Personen a nlässlich eines im Ausland gestellten Asylgesuchs anzuhören, wobei eine Anhörung unte r- bleiben könne, wenn die Voraussetzungen für die Einreise in die Schweiz aufgrund des schriftlich eingereichten Asylgesuchs erfüllt seien, wenn aufgrund der Akten der Sachverhalt genügend erstellt sei oder wenn aus organisatorischen Gründen – mangels vorhandener Kapazitäten – keine Anhörung durchgeführt werden könne. In diesem Fall müssten die betrof- fenen Personen einige konkrete Fragen schriftlich beantworten und den Behörden zu erkennen geben, dass sie kollaborier ten, indem sie ihre Asylgründe schriftlich darlege n würden . Mit Schrei ben vom 23. März 2010, das beigelegt werde, habe die schweizerische Vertretung in E._______ mitgeteilt, dass die Arbeitslast seit dem Sommer 2009 als Fol- ge der vielen Asylgesuche stark zugenommen habe, während das Pers o- nal beschränkt geblieben sei und weder die nötigen Sicher heitsmass- nahmen noch die für eine Anhörung benötigten Lokalitäten sichergestellt würden. Dies habe zur Folge, dass zur Zeit keine Anhörungen durchg e- führt würden, auch nicht im Fall de s Beschwerdeführers und allfälliger Angehöriger. Indessen könne der Sachv erhalt mittels Beantwortung ve r- schiedener Fragen betreffend Person, Aufenthalt in Eritrea, Familie und Angehörige in Drittstaaten , Asylgründe, Situation H._______ und B e- weismitteln ergänzt werden. De m Beschwerdeführer wurde Gelegenheit gewährt, innert Frist die gestellten Fragen zu beantworten und eine Ste l- lungnahme zu einem allfällig negativen Entscheid des BFM abzugeben. Im Unterlassungsfall werde das Asylgesuch abgeschrieben. C. Mit Eingabe vom 29. April 2014 – am folgenden Tag bei der schweizer i- schen Vertretung eingegangen – beantwortete der Beschwerdeführer die ihm gestellten Fragen und reichte eine Kopie der Anerkennung als Flücht- ling H._______ durch das UNHCR vom 5. November 2003, ein frem d- sprachiges Schreiben sowie Kopien mehrere schweizerischer Auswe is- papiere anderer Personen zu den Akten. Aus seinen Angaben ergibt sich folgender Sachverhalt: Der Beschwerdeführer habe nach Abschluss der Ausbildung den nationalen Dienst in Eritrea zwischen dem 1. Februar 1996 und dem 29. August 2000 absolviert. Bis der Krieg zwischen Eritrea und Äthiopien ausgebrochen sei, habe er als Elektriker -Techniker in I._______ gearbeitet. Danach habe er Öfen und militärische Einrichtu n-D-4481/2014 Seite 4 gen reparieren müssen. Am 1. Mai 2000 sei er nach J._______ in West- eritrea geschickt worden, wo er seinen Dienst aufgenommen habe. Am 30. August 2000 habe ihn der Colonel, mit welchem er zusammen gea r- beitet habe, mit falschen Anschuldigungen angezeigt . Er sei zusammen mit anderen Personen bei den Sicherheitskräften inhaftiert worden unter dem Vorwurf, gegen die Regierung und ein Spion zu sein. Er sei indessen unschuldig und habe die Vorwürfe zurückgewiesen. Während der Haft sei er drei Mal pro Tag geschlagen worden, bis er die falschen Anschuldigun- gen akzeptiert habe. Er habe im Gefängnis eine schrec kliche und u n- menschliche Behandlung erfahren. Nach einem Monat sei seine rechte Hand gebrochen worden, und aufgrund der Folter habe er am ganzen Körper Schmerzen gehabt. Glücklicherweise sei er ins Spital von J._______ Stadt gebracht worden, wo er den Befr agungen nicht mehr ausgesetzt gewesen sei. Während seines Spitalaufenthaltes habe sein Bruder, ein Soldat in der eritreischen Armee, seine Flucht vorbereitet. Am 7. Oktober 2000 habe er mit Hilfe der Krankenschwester, die ihn gepflegt habe, und des Soldate n, der ihn bewacht habe, aus dem Spital fliehen können und sei mit dem Soldaten in ein Auto von Schmugglern, das vor dem Eingang auf ihn gewartet habe , eingestiegen. Man habe ihn auf d i- rektem Weg illegal H._______ gebracht, wo er am folgenden Tag ang e- kommen sei. H._______ sei er vom UNHCR als Flüchtling anerkannt worden und habe dort seine aus Eritrea stammende und in der Stadt K._______ lebende Ehefrau geheiratet. Später hätten sie zwei Kinder b e- kommen. Auch seine Familienangehörigen seien vom UNHCR anerkann- te Flüchtlinge H._______. Sie seien nie einem Flüchtlingslager zugewi e- sen worden und hätten folglich nie in einem solchen gelebt. Bis ins Jahr 2009 hätten sie sich in E._______ sicher gefühlt. Dann hätten Abkommen zwischen dem Sudan und Eritrea dazu geführt, dass eritreische Flüchtlin- ge deportiert worden seien. Er befürchte, anlässlich der stattfindenden Roundups durch eritreische Geheimdienstagenten , welche sich H._______ frei bewegen könnten, entdeckt, entführt und deportiert oder getötet zu werde n. Er könne nicht mit dem Schutz der (...) Behörden rechnen, was sich auch daran zeige, dass die Polizei nicht einmal e r- schienen sei, als er sie vor zwei Jahren gerufen habe, nachdem Gegner eines anti-islamischen Films und sudanesische Teenager Steine in s ein Haus geschossen hätten. Er habe Angst, als Christ und Ausländer H._______ getötet zu werden. Am 21. März 2014 sei er ferner bei einer Razzia der (...) Polizei festgenommen und zur Polizeistation gebracht worden. Dort sei ihm alles mitgeführte Geld abge nommen worden. Zu- dem müssten er und seine Fa milie ohne jegliche Unterstützung H._______ leben. Einzig die in der Schweiz lebende Verwandte seiner D-4481/2014 Seite 5 Ehefrau leiste monatliche Unterstützungsleistungen. Ferner verdienten er – ohne Arbeitserlaubnis der (...) Behörden – mit Gelegenheitsarbeiten und seine Ehefrau mit Hausarbeiten den Lebensunterhalt. Deshalb ersu- che er für sich und seine Familie um Schutz und Aufenthalt in der Schweiz, zumal er nicht freiwillig nach Eritrea zurückkehren könne, da seine damalige illegale Ausreise als Verbrechen gesehen werde. Er kö n- ne aber auch nicht länger H._______ verbleiben. Er werde keine Schwie- rigkeiten haben, sich in der Schweiz zu integrieren und seine Ehefrau h a- be in diesem Land Angehörige, wie den beigelegten Kopien der sc hwei- zerischen Ausweisschriften entnommen werden könne. Der Eingabe l a- gen zudem Kopien von zwei Geburtsurkun den, von zwei Ausweisen und diejenige einer Eheurkunde bei. D. Mit Verfügung vom 25. Juni 2014 – eröffnet am 15. Juli 2014 – verweiger- te das BFM dem Beschwerdeführer und seiner Familie die Einreise in die Schweiz und lehnte die Asylgesuche ab. Zur Begründung wurde im W e- sentlichen ausgeführt, die Abklärung des rechtserheblichen Sachverhalts erfordere die Anwesenheit der Beschwerdeführe nden in der Schweiz nicht. Gestützt auf den vollständig erstellten Sachverhalt sei davon au s- zugehen, dass keine unmittelbare Gefährdung vorliege, welche die Ei n- reise in die Schweiz als notwendig erscheinen lasse. Ausschlaggebend für die Erteilung einer Einreis ebewilligung sei die Schutzbedürftigkeit der betreffenden Person(en), mithin die Frage, ob eine Gefährdung im Sinne des Gesetzes glaubhaft erscheine oder ob den betroffenen Personen z u- gemutet werden könne, sich in einem anderen Staat um Aufnahme zu bemühen. Im Fall eines Aufenthaltes in einem Drittstaat sei im Sinne e i- ner Regelvermutung davon auszugehen, dass die betroffenen Personen bereits dort Schutz gefunden hätten, was in der Regel zur Ablehnung des Asylgesuches und zur Verweigerung der Einreise in die Schweiz führe. Dabei sei indessen die Beziehungsnähe zur Schweiz gegen die Zumu t- barkeit der Zufluchtnahme im Drittstaat abzuwägen. Vorliegend sei au f- grund der Schilderungen des Beschwerdeführers in seinem Gesuch vom 20. Februar 2012 und in seiner Eingabe vom 30. April 2014 nicht mit hi n- reichender Sicherheit auszuschliessen, dass er aufgrund der geltend g e- machten Inhaftierung im Fall einer Rückkehr nach Eritrea ernstzune h- mende Schwierigkeiten mit den eritreischen Behörden habe. Im Folgen- den sei zu prüfen, o b einer Asylgewährung durch die Schweiz der Asy l- ausschlussgrund von alt Art. 52 Abs. 2 AsylG entgegenstehe, wonach e i- ner Person das Asyl verweigert werden könne, wenn ihr zugemutet we r- den könne, sich in einem anderen Staat um Aufnahme zu bemühen. Der D-4481/2014 Seite 6 Beschwerdeführer habe sich eigenen Angaben zufolge beim UNHCR H._______ registrieren lassen, den Flüchtlingsstatus erhalten, aber nie in einem Flüchtlingslager gelebt. Das Gleiche gelte auch für die Ehefrau und die Kinder. Er habe keine Arbeitserlaubnis und fü rchte eine Entführung durch die eritreische Regierung. Die zahlreic hen Flüchtlinge H._______ verfügten nicht über ein freies Aufenthaltsrecht für das ganze Land, so n- dern würden nach ihrer Registrierung einem Flüchtlingslager zugeteilt, wo sie sich aufzuhal ten hätten und die nötige Versorgung erhielten. Es sei dem Beschwerdeführer und seiner Familie praxisgemäss zuzumuten, sich beim UNHCR zu melden, sollte die Situation kritisch sein. Im Weit e- ren erachte das BFM die vom Beschwerdeführer geäusserte Befürchtung, nach Eritrea verschleppt zu werden, als unbegründet, weil gemäss ges i- cherten Erkenntnissen des BFM das Risiko einer Deportation oder Ve r- schleppung für Eritreer, die H._______ vom UNHCR als Flüchtlinge aner- kannt worden seien, gering sei. Vorliegend seien auch keine konkreten Anhaltspunkte ersichtlich, dass dem Beschwerdeführer eine Rückführung nach Eritrea drohe. Insbesondere verfüge er nicht über ein geeignetes Ri- sikoprofil und habe auch nicht glaubhaft darlegen können, persönlich fa k- tisch und unmittelbar bedroht zu sein, unter Verletzung des Non -Refoule- ment-Prinzips nach Eritrea zurückgeschafft zu werden. Da er den Flüch t- lingsstatus durch das UNHCR erhalten habe oder diesen erwerben kö n- ne, habe er jederzeit die Möglichkeit, sich bei einer Vertretung de s UNHCR H._______ zu melden. Das UNHCR habe H._______ an seine internationalen Verpflichtungen erinnert und dieser habe die Flüchtling s- konvention vom 28. Juli 1951 (SR 0.142.30) unterzeichnet. Die geltend gemachten Nachstellungen durch Jugendliche im Jahr 2012 und die Festnahme vom 21. März 2014 könnten mangels Intensität der Nachteile nicht als einreiserelevant im Sinne des Gesetzes gelten. Auch wenn das Leben für e ritreische Flüchtlinge in E._______ nicht einfach sei, könnten die Hürden für eine zumutbar e Exis tenz in dieser Stadt vorliegend aus objektiver Sicht nicht als unüberwindbar betrachtet werden, weil der B e- schwerdeführer auf dem Bau und seine Ehefrau als Hausangestellte a r- beiten würden, sie zudem von der Verwandten der Ehefrau aus der Schweiz unte rstützt würden und bereits seit einigen Jahren (seit 2000) H._______ ohne einreiserelevante Nachteile lebten. Allein eine schwier i- ge Lebenssituation und humanitäre Überlegungen würden keinen Grund für die Bewilligung der Einreise in die Schweiz darstellen. Die dafür no t- wendige, mit überwie gender Wahrscheinlichkeit bestehende akute G e- fährdung liege im Fall der Beschwerdeführenden nicht vor. Überdies lebe H._______ eine grosse eritreische Diaspora, die für in Not geratene Landsleute bereit stehe und weitgehe nd Unterstützung biete. Hinsichtlich D-4481/2014 Seite 7 der Beziehungsnähe zur Schweiz stelle die Tatsache, dass sich eine Cousine der Ehefrau hier befinde, keine genügend enge Bindung zur Schweiz im Sinne des Gesetzes dar. Nach dem Gesagten benötigten der Beschwerdeführer und seine An gehörigen den zusätzlichen subsidiären Schutz der Schweiz gemäss alt Art. 52 Abs. 2 AsylG nicht und es sei ih n zuzumuten, H._______ zu verbleiben. E. Am 2. August 2014 ging bei der schweizerischen Vertretung in E._______ das gleichentags datierte Schreiben des Beschwerdeführers ein. Dieses wurde dem Bundesverwaltungsgericht übermittelt, wo es am 12. August 2014 eintraf. Der Beschwerdeführer wiederholte im Wesentlichen den be- reits geltend gemachten Sachverhalt und ergänzte ihn damit, dass die (...) Behörden seit dem 4. Januar 2014 Flüchtlinge aus Eritrea auf der Strasse festnähmen und sie entgegen den humanitären Rechten beha n- delten. Sie würden ins Heimatland abgeschoben. Er befinde sich deshalb in ernsthafter Gefahr. Was er vorbringe, sei nicht übertrieben. Der Eingabe lagen erneut Kopien der bereits eingereichten Heiratsurku n- de, der Geburtsscheine, weiterer Ausweise und der Anerkennung als Flüchtling durch das UNHCR bei. Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 1. 1.1 Gemäss Art. 31 VGG beurteilt das Bundesverwaltungsgericht B e- schwerden gegen Verfügungen nach Art. 5 VwVG. Das BFM gehört zu den Behörden nach Art. 33 VGG und ist daher eine Vorinstanz des Bu n- desverwaltungsgerichts. Eine das Sachgebiet betreffende Ausnahme im Sinne von Art. 32 VGG liegt nicht vor. Das Bundesverwaltungsgericht ist daher zuständig für die Beurteilung der vorliegenden Beschwerde und entscheidet auf dem Gebiet des Asyls endgültig , ausser bei Vorliegen e i- nes Auslieferungsersuchens des Staates, vor welc hem die beschwerd e- führende Person Schutz sucht (Art. 105 AsylG [SR 142.31]; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG). Eine solche Ausnahme im Sinne von Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG liegt nicht vor, weshalb das Bundesverwaltungsgericht endgültig entscheidet. D-4481/2014 Seite 8 1.2 Das Verfahren richtet sich nach dem VwVG, dem VGG und dem BGG, soweit das AsylG nichts anderes bestimmt (Art. 37 VGG und Art. 6 AsylG). 1.3 Die Beschwerde ist nicht in einer Amtssprache des Bundes abgefasst. Auf die Ansetzung einer Frist zur Beschwerdeverbesserung kann ind es- sen praxisgemäss verzichtet werden, da der in Englisch verfassten B e- schwerdeeingabe genügend klare, sinngemässe Rechtsbegehren und deren Begründung zu entnehmen sind und ohne Weiteres darüber befun- den werden kann. 1.4 Zudem fehlt der Beschwerde die Untersch rift der Ehefrau des B e- schwerdeführers. Angesichts der Tatsache, dass es sich um ein Asylg e- such aus dem Ausland handelt, ist davon auszugehen, dass auch die Ehefrau des Beschwerdeführers, gegen welche sich die angefochtene Verfügung ebenfalls richtet, Besc hwerde erheben wollte. Insbesondere lässt sich diese Annahme mit der Einga be des Beschwerdeführers vom 3. August 2014 vereinbaren, da er dort seine Ehefrau und seine Kinder mehrmals erwähnt. Zwar leidet die Eingabe vom 3. August 2014 auch i n- sofern an einem Formmangel; indessen kann vorliegend auf den Erlass einer Zwischenverfügung mit dem Ziel, eine von der Ehefrau des B e- schwerdeführers unterzeichnete Beschwerde zu erhalten, im Sinne einer Ausnahme ohne jeden präjudiziellen Charakter verzichtet werden, zumal dieser Verfahrensschritt angesichts der Tatsache, dass es sich um ein Gesuch aus dem Ausland handelt, nur umständlich über die Eröffnung durch die schweizerische Vertretung in E._______ vorgenommen werden könnte. Angesichts der klaren Sachlage – wie in d en nachfolgenden E r- wägungen aufzuzeichnen sein wird – lässt sich diese Ausnahme vorli e- gend rechtfertigen. 1.5 Die Beschwerde ist somit – mit Ausnahme der verwendeten Sprache (vgl. Ziff. 1.3) und der fehlenden Unterschrift der Ehefrau des Beschwe r- deführers (vgl. Ziff. 1.4) – unter Berücksichtigung, dass es sich um eine Laienbeschwerde handelt und sich die Anträge sinngemäss aus der Ei n- gabe vom 3. August 2014 entnehmen lassen – frist- und formgerecht ein- gereicht. Die Beschwerdeführenden haben am Verfahren vor der Vori n- stanz teilgenommen, sind durch die angefochtene Verfügung besonders berührt und haben ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung be- ziehungsweise Änderung. Sie sind daher zur Einreichung der Beschwe r- de legitimiert (Art. 105 und 108 Abs. 1 AsylG Art. 48 Abs. 1 sowie Art. 52 Abs. 1 VwVG). Auf die Beschwerde ist einzutreten. D-4481/2014 Seite 9 1.6 Gestützt auf Art. 33a Abs. 2 VwVG i.V.m. Art. 6 AsylG ergeht der vo r- liegende Entscheid in deutscher Sprache. 2. Mit Beschwerde kann die Verletzung von Bundesrecht (einschliesslich Missbrauch und Überschreiten des Ermessens) sowie die unrichtige und unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts gerügt werden (Art. 106 Abs. 1 AsylG). 3. In der Regel entscheidet das Bundesverwaltungsgericht in der Besetzung mit drei Richtern oder drei Richterinnen. Gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG kann auch in diesen Fällen auf die Durchführung eines Schrifte n- wechsels verzichtet werden. 4. Mit der dringlichen Änderung de s Asylgesetzes vom 28. September 2012 (AS 2012 5359), welche am 29. September 2012 in Kraft trat, wurden u n- ter anderem die Bestimmungen betreffend die Stellung von Asylgesuchen aus dem Ausland aufgehoben. Die Übergangsregelungen halten jedoch fest, dass fü r die im Ausland vor dem Inkrafttreten der Änderung vom 28. September 2012 gestellten Gesuche die massgeblichen Artikel (Art. 12, 19, 20, 41 Abs. 2, 52 und 68 AsylG) in der bisherigen Fassung anwendbar sind. Demnach sind auf den vorliegenden Fall die bishe rigen Bestimmungen betreffend das Auslandverfahren anzuwenden. 5. 5.1 Das BFM kann ein im Ausland gestelltes Asylgesuch ablehnen, wenn die asylsuchende Person keine Verfolgung glaubhaft machen kann oder ihr die Aufnahme in einem Drittstaat zugemutet werden kann (Art. 3 und Art. 7 AsylG sowie alt Art. 52 Abs. 2 AsylG). Gemäss alt Art. 20 Abs. 2 AsylG bewilligt das BFM einer asylsuchenden Person die Einreise zur Ab- klärung des Sachverhaltes, wenn ihr nicht zugemutet werden kann, im Wohnsitz- oder Aufenthaltsstaat zu bleiben oder in ein anderes Land aus- zureisen. Gestützt auf alt Art. 20 Abs. 3 AsylG kann das Eidgenössische Justiz- und Polizeidepartement (EJPD) schweizerische Vertretungen e r- mächtigen, Asylsuchenden die Einreise zu bewilligen, die glaubhaft m a- chen, dass eine unmittelbare Gefahr für Leib und Leben oder für die Fre i- heit aus einem Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG bestehe. D-4481/2014 Seite 10 5.2 Ein Asylgesuch kann gemäss alt Art. 19 AsylG im Ausland bei einer schweizerischen Vertretung gestellt werden, die es mit einem Bericht an das BFM überweist (alt Art. 20 Abs. 1 AsylG). Hinsichtlich des Verfahrens bei der schweizerischen Vertretung im Ausland sieht alt Art. 10 der Asyl- verordnung 1 vom 11. August 1999 über Verfahrensfragen (AsylV 1, SR 142.311) vor, dass diese mit der asylsuc henden Person in der Regel eine Befragung durchführt (alt Art. 10 Abs. 1 AsylV 1). Ist dies nicht mö g- lich, so wird die asylsuchende Person aufgefordert, ihre Asylgründe schriftlich festzuhalten (alt Art. 10 Abs. 2 AsylV 1). Eine Befragung bezi e- hungsweise eine schriftliche Sachverhaltsabklärung kann sich erübrigen, wenn der Sachverhalt bereits aufgrund des eingereichten Asylgesuchs als entscheidreif erstellt erscheint; der asylsuchenden Person ist aber diesfalls im Sinne des rechtlichen Gehörs die Gelegenhei t zu geben, sich zu einem abzusehenden negativen Entscheid zumindest schriftlich zu äussern (vgl. BVGE 2007/30 E. 5.7). 5.3 Die Beschwerdeführe nden wurden nicht zu ihre n Asylgesuchen be- fragt. Sie legte n ihre Vorbringen jedoch einerseits im Asylgesuch vom 20. Februar 2012 und andererseits in ihrer Eingabe vom 2 9. April 2014 schriftlich dar, nachdem sie mit Schreiben des BFM vom 22. Oktober 2013 unter Beilage eines explizit aufgelisteten Fragekatalogs gebeten wurden, für die vollständige Erstellung des rechtserhe blichen Sachve r- halts die entsprechenden Fragen vollständig und präzise zu beantworten. Der entscheidwesentliche Sachverhalt erscheint angesichts der schriftl i- chen Dar legung der Asylgründe soweit erstellt, dass die entscheidrel e- vanten Elemente vorliegen. Das BFM gewährte ihnen zudem mit besa g- tem Schreiben das rechtliche Gehör zu einem allfällig negativen En t- scheid. 5.4 Bei dieser Sachlage bestand keine Veranlassung, die Beschwer - deführenden vorgängig eines Entscheides durch eine schweizerische Vertretung zusätzlich persönlich befragen zu lassen. Das BFM hat den verfahrensrechtlichen Anforderungen damit Genüge getan. 5.5 Für die Erteilung einer Einreisebewilligung gelten restriktive Vorau s- setzungen, wobei den Behörden ein weiter Ermessensspielraum z u- kommt. Neben der erforderlichen Gefährdung im Sinne von Art. 3 AsylG sind namentlich die Beziehungsnähe zur Schweiz, die Möglichkeit der Schutzgewährung durch einen anderen Staat, die Beziehungsnähe zu anderen Staaten, die praktische Möglichkeit und objektive Zumutbarkeit zur anderweitigen Schutzsuche sowie die voraussichtlichen Einglied e-D-4481/2014 Seite 11 rungs- und Assimilationsmöglichkeiten in Betracht zu ziehen. Ausschla g- gebend für die Er teilung der Einreisebewilligung ist dabei die Schutzb e- dürftigkeit der betreffenden Person, mithin die Prüfung der Fragen, ob e i- ne Gefährdung im Sinne von Art. 3 AsylG glaubhaft gemacht wird und ob der Verbleib am Aufenthaltsort für die Dauer der Sachverhaltsabklärung zugemutet werden kann. Die Einreise ist aber selbst im Falle einer allfäll i- gen Schutzbedürftigkeit zu verweigern, wenn Asylausschlussgründe vo r- liegen (vgl. BVGE 2011/10). 6. 6.1 Hält sich die asylsuchende Person – wie im vorliegenden Fall – in ei- nem Drittstaat auf, bedeutet dies noch nicht zwingend, dass es ihr auch zuzumuten ist, sich dort um Aufn ahme zu bemühen. In einem solchen Fall ist aber im Sinne einer Vermutung davon auszugehen, die betreffe n- de Person habe in diesem Drittstaat bereits den erforderlichen Schutz ge- funden, was in der Regel zur Ablehnung des Asylgesuches und der Ve r- weigerung der Einreisebewilligung führt. In jedem Falle sind die Kriterien zu prüfen, welche die Zufluchtnahme in diesem Drittstaat als zumutbar er- scheinen lassen, und diese sind mit einer allfälligen Beziehungsnähe zur Schweiz abzuwägen (vgl. BVGE 2011/10). 6.2 Es ist f estzuhalten, dass sich die Beschwerde mehrheitlich auf eine Wiederholung der bisherigen Vorbringen beschränkt und mithin keine neuen wesentlichen Sachverhaltselemente geltend gemacht werden. Die Überprüfung der Akten ergibt sodann, dass sich die diesbezügl ichen Er- wägungen in der angefochtenen Verfügung als zutreffend erweisen. Das Bundesverwaltungsgericht gelangt in Übereinstimmung mit dem BFM zum Schluss, es sei nicht auszuschliessen, dass der Beschwerdeführer mit den heimatlichen Behörden ernstzunehmende Schwierigkeiten hatte. Ob er und seine Familie im Fall einer Rückkehr nach Eritrea einer flüch t- lingsrechtlich relevanten Gefährdung ausgesetzt sein könnte n, kann vo r- liegend dennoch offengelassen werden, da sie den Schutz der Schweiz gemäss alt Art. 52 Abs. 2 AsylG nicht benötig en, weil es ih nen – wie im Nachfolgenden aufzuzeigen sein wird – trotz der zugestandenermassen nicht einfachen Bedingungen für eritreische Flüchtlinge H._______ zu- zumuten ist, im Zuflucht sland unter dem Schutz des UNHCR zu verble i- ben. 6.3 Die Beschwerdeführenden befinden sich gestützt auf die Aussagen des Beschwerdeführers seit dem Jahr 2000 – mithin seit mehr als vie r- zehn Jahren – H._______. Ihre Kinder sind dort geboren. Gemäss den D-4481/2014 Seite 12 Aussagen des Beschwerdeführers sind sie vom UNHCR anerkannte Flüchtlinge. 6.3.1 Die vom UNHCR registrierten Flüchtlinge sind grundsätzlich geha l- ten, sich in einem UNHCR -Flüchtlingslager aufzuhalten und verfügen H._______ nicht über ein freies Aufenthaltsrecht. Auch die Ausübung ei- ner Arbeit ist in aller Regel nur mittels entsprechender Bewilligung z u- gänglich (vgl. US Department of State, Country Reports on Human Rights Practices for 2013: Sudan, Section 2. Respect for Civil Liberties, Inclu d- ing: d. Freedom of Movement, Internally Displaced Persons, Protection of Refugees, and Stateless Persons, aufgesucht am 29. April 2014). Viele Flüchtlinge, so auch die Beschwerdeführenden , halten sich nicht in Flüchtlingslagern, sondern illegal in E._______ auf, wo sie versuchen, ei- ner Arbeit nachzugehen, was ihnen – wie vorliegend – oft auch gelingt. In der Vergangenheit kam es dort in vereinzelten Fällen zu Entführungen von Flüchtlingen beziehungsweise zu deren Deportation ins Heimatland. Gemäss gesicherten Erkenntnissen ist indessen das Risiko einer Depo r- tation oder Verschleppung für Flüchtlinge, die im Sudan vom UNHCR a n- erkannt sind, gering (vgl. Urteile des Bundesverwaltungsgerichts D- 1885/2014 vom 4. Juli 2014 E. 6.3.1, D-6478/2013 vom 24. Dezember 2013 E. 5.3; E-1452/2012 vom 15. Juni 2012 m.w.H.; vgl. United Nations Office for the Coordination of Humanitarian Affairs, Sudan: Combating hu- man trafficking in the east, 19. Dezember 2013, gefunden auf http://www.unocha.org/top-stories/all-stories/sudan-combating-human- trafficking-east, aufgesucht am 8. Mai 2014). Im vorliegenden Fall best e- hen keine konkreten Hinweise auf eine drohende Deportation der B e- schwerdeführenden in ihr Heimatland, da sich aus ihren Angaben nicht ergibt, sie hätten regimekritische Tätigkeiten ausgeübt oder würden ein erhöhtes Risikoprofil aufweisen. Die Beschwerdeführenden bringen denn auch keine konkreten Vorfälle zur Sprache, gestützt auf welche von einer konkreten und drohenden Gefährdung ihrer Person auszugehen wäre. Sie mach en geltend, mit ihre n Kindern in E._______ zu leben und dort auf dem Bau (Beschwerdeführer) und als Hausangestellte (Beschwerd e- führerin) zu arbeiten. Auch wenn sich die Sit uation für sie als Angehörige des christlichen Glaubens in E._______ als schwierig erweisen mag, lässt sich aus ihren Angaben schliessen, dass sie dort bisher keinen ernsthaften konkreten Verfolgungsmassnahmen ausgesetzt war en. Ihre Vorbringen, wonach sie solche befürchten würden, vermag an dieser Ein- schätzung nichts zu ändern, weil allein eine nicht näher konkretisierte po- tentiell mögliche Verfolgungshandlung – insbesondere angesichts der bisher bereits mehr als vier zehn Jahre dauernden verfolgungsfreien Z eit D-4481/2014 Seite 13 H._______ – nicht genügt, um von gezielten und unmittelbar bevorst e- henden Nachteilen im Sinne des Gesetzes ausgehen zu können. 6.3.2 An dieser Einschätzung vermögen die Vorbringen des Beschwerde- führers, jugendliche Sudane sen hätten im Zusammenhang mit einem amerikanischen Film gegen den Islam Steine in sein Haus geworfen, und die (...) Behörden hätten ihn am 21. März 2014 anlässlich eines Rou n- dups festgenommen, auf den Polizeiposten gebracht und ihm das Geld abgenommen, nichts zu ändern, auch wenn die bedauer lichen Vorfälle die Spannungen H._______ zum Ausdruck bringen. Insbesondere macht der Beschwerdeführer keine auf diesen Ereignissen basierenden weite- ren Nachteile geltend. Zudem vermögen sie aufgrund ihrer Art und Inte n- sität den Anforderungen an die im Gesetz aufgeführten Verfolgungshand- lungen nicht zu genügen. 6.3.3 Wie dem Sachverhalt auch entnommen werden kann, wurde n die Beschwerdeführenden von Angehörigen der Beschwerdeführerin in der Schweiz un terstützt, womit davon ausgegangen werden darf, dass sie auch weiterhin mit Unterstützungsleistungen rechnen dürfen. Ferner so l- len der Beschwerdeführer und seine Ehefrau einer Arbeitstätigkeit nac h- gehen. Unter diesen Umständen kann ihre Existenzsicherung als geg e- ben gelten. Ihre diesbezüglichen Angaben lassen sich den n auch verein- baren mit der allgemeinen Erkenntnis, dass H._______ – insbesondere in E._______ – eine grosse eritreische Diaspora lebt, die sich gegenseitig hilft. Zudem steht es ih nen offen, wie das BFM zutreffend feststellte, sich beim UNHCR um einen Plat z in einem Flüchtlingslager zu bemühen, wo ihnen der existenzielle Grundbedarf zuteil kommt. Einer allfälligen Ve r- sorgungsnotlage in E._______ könnten sie mit diesem Schritt entgehen. Folglich kann im Fall der Beschwerdeführenden nicht von einer existe n- ziellen und lebensbedrohlichen Notlage ausgegangen werden. 6.3.4 An dieser Einschätzung vermag auch ihr christlicher Glaube nichts zu ändern. Gemäss den Kenntnissen des Bundesverwaltungsgerichts ist H._______ die Religionsfreiheit in der Verfassung verankert, un d es wird keine Gruppenverfolgung der Christen betrieben. Wie das BFM ebenfalls zutreffend feststellte, sind die christlichen Gemeinschaften H._______ grundsätzlich anerkannt und dürfen sich in verschiedenen Bereichen wie Seelsorge, Ausbildung, Schule und anderen sozialen Einrichtungen frei betätigen. Auch wenn vereinzelte Diskriminierungen von Christen H._______ nicht auszuschliessen sind, kann vorliegend nicht von einer unmittelbar drohenden G efahr für die Beschwerdeführenden und ihr e D-4481/2014 Seite 14 Kinder ausgegangen werden. Aus den Akten ergeben sich zudem keine konkreten und ihre Person betreffende n diesbezüglichen Verfolgungs- massnahmen. Im Übrigen können sie sich auch allfälligen Diskriminierun- gen aufgrund ihres Glaubens durch den Aufenthalt in einem Lager en t- ziehen oder sich an die christlich e Kirche in E._______ wenden, um in den Genuss von Unterstützungsleistungen zu gelangen und ihren Gla u- ben ausüben zu können (vgl. dazu Swedish Migration Board, Marriage for the Eritrean and Ethiopian Diaspora in Khartoum, 08.07.2 010, http://lifos.migrationsverket. se/dokument?documentAttachmentId=35113, abgerufen am 8. Mai. 2014). 6.4 Gestützt auf die Aktenlage weis en die Beschwerdeführen den ferner keine enge Bindung zur Schweiz auf , auch wenn sich die Cousine der Beschwerdeführerin hier aufhält. Wie das BFM zutreffend festhielt, kann aus dem Aufenthalt der Cousine in der Schweiz nicht auf eine enge Ve r- bindung der Beschwerdeführenden mit dieser Cousine und damit auf eine enge Verbindung zur Schweiz geschlossen werden. Damit bestehen in ih- rem Fall keine Anknüpfungspunkte zur Schweiz, weshalb eine Bezi e- hungsnähe zur Schweiz zu verneinen ist. 6.5 Zusammenfassend ist festzuhalten, dass sich die Beschwerdeführen- den seit vierzehn Jahren H._______ aufhalten und die Möglichkeit haben, sich unter den Schutz des UNHCR zu stellen, indem sie sich dort melden, um einen Platz in einem Flüchtlingslager zu erhalten und in den Genuss der existenzsichernden Unterstützung zu gelangen, sofern sie den weit e- ren Aufenthalt in E._______ nicht mehr in Betracht ziehen. Damit würden sie auch weitgehend Schutz vor einer Abschiebung ins Heimatland sowie vor Verfolgung geniess en. Mit der offiziellen Registrierung durch das UNHCR können sie sich zudem H._______ rechtmässig aufhalten. Der Verbleib H._______ ist als zumutba r zu betrachten. An dieser Einschä t- zung vermögen die Einwände in der Beschwerde nichts zu ändern, zumal sie nicht stichhaltig sind. Demgegenüber bestehen keine genügenden An- knüpfungspunkte zur Schweiz, weshalb die Beziehungsnähe zu diesem Land zu verneine n ist. Die Be schwerdeführenden benötigen folglich in s- gesamt den subsidiären Schutz der Schweiz gemäss alt Art. 52 Abs. 2 AsylG nicht. Das BFM hat ihnen zu Recht die Einreise in die Schweiz ver- weigert und ihre Asylgesuche abgelehnt. 7. Aus diesen Erwägungen ergibt sich, dass die angefochtene Verfügung Bundesrecht nicht verletzt sowie den rechtserheblichen Sachverhalt ric h-D-4481/2014 Seite 15 tig und vollständig feststellt (Art. 106 Abs. 1 AsylG). Die Beschwerde ist nach dem Gesagten abzuweisen. 8. Bei diesem Ausgang des Verfahrens wären die Kosten grundsätzlich de n Beschwerdeführenden aufzuerlegen (Art. 63 Abs. 1 VwVG). Aus verwal - tungsökonomischen Gründen sowie in Anwendung von Art. 63 Abs. 1 in fine VwVG und Art. 2 und 6 Bst. b des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten u nd Entschädigungen vor dem Bundes verwaltungsge- richt (VGKE, SR 173.320.2) ist vorliegend jedoch auf die Erhebung von Verfahrenskosten zu verzichten. (Dispositiv nächste Seite) D-4481/2014 Seite 16 Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 2. Es werden keine Verfahrenskosten auferlegt. 3. Dieses Urteil geht an die Beschwerdeführenden, das B FM und die z u- ständige schweizerische Vertretung. Der vorsitzende Richter: Die Gerichtsschreiberin: Hans Schürch Eva Zürcher Versand: