<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="content"> <div class="para"> </div> <div class="para">Bundesgericht </div> <div class="para">Tribunal fédéral </div> <div class="para">Tribunale federale </div> <div class="para">Tribunal federal </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <img height="74" src="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/clir/http/displayimage.php?id=2024-09-27-2C_132-2024.1&amp;type=gif" width="95"/> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>2C_132/2024</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>Urteil vom 27. September 2024</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>II. öffentlich-rechtliche Abteilung</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Besetzung </div> <div class="para">Bundesrichterin Aubry Girardin, Präsidentin, </div> <div class="para">Bundesrichterin Hänni, Bundesrichter Kradolfer, </div> <div class="para">Gerichtsschreiber Müller. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Verfahrensbeteiligte </div> <div class="para">A.________, </div> <div class="para">Beschwerdeführerin, </div> <div class="para">vertreten durch Rechtsanwalt Sämi Meier, </div> <div class="para"> </div> <div class="para">gegen </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Justiz- und Sicherheitsdepartement des Kantons Luzern, Rechtsdienst, </div> <div class="para">Bahnhofstrasse 15, 6003 Luzern. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Gegenstand </div> <div class="para">Aufenthaltsbewilligung zur erwerbslosen Wohnsitznahme, </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Beschwerde gegen das Urteil des Kantonsgerichts Luzern 4. Abteilung vom 17. Januar 2024 (7H 22 323). </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>Sachverhalt:</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>A.</b> </div> <div class="para">A.________ ist kosovarische Staatsangehörige. Vier ihrer fünf Kinder leben in der Schweiz, eine Tochter lebt im Kosovo. Seit Jahren reist A.________ besuchsweise für jeweils 90 Tage in die Schweiz und hält sich bei ihrer Tochter B.________ auf. Mehrmals und erfolglos ersuchte sie in der Vergangenheit um Erteilung einer Aufenthaltsbewilligung zur erwerbslosen Wohnsitznahme bzw. im Rahmen des Familiennachzugs (Verfügungen des Amts für Migration des Kantons Luzern vom 5. Dezember 2012 und 26. August 2019). </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>B.</b> </div> <div class="para">Das Besuchsvisum für A.________ wurde letztmals bis 31. März 2021 verlängert. In der Folge ersuchte sie am 1. April 2021 erneut um Erteilung einer Aufenthaltsbewilligung. Das Amt für Migration des Kantons Luzern wies das Gesuch am 2. Juni 2022 ab. Die dagegen geführte Verwaltungsbeschwerde blieb ohne Erfolg: Das Justiz- und Sicherheitsdepartement des Kantons Luzern bestätigte die Verfügung des Migrationsamts mit Entscheid vom 5. Dezember 2022 und wies A.________ per 10. Februar 2023 aus der Schweiz weg. </div> <div class="para">Gegen den Entscheid vom 5. Dezember 2022 erhob A.________ Beschwerde an das Verwaltungsgericht des Kantons Luzern. Während dem verwaltungsgerichtlichen Verfahren verfügte das Staatssekretariat für Migration (SEM) am 16. November 2023 ein bis 18. November 2026 gültiges Einreiseverbot. Daraufhin reiste A.________ am 18. November 2023 zurück in ihr Heimatland. </div> <div class="para">Mit Urteil vom 17. Januar 2024 wies das Verwaltungsgericht des Kantons Luzern die Beschwerde von A.________ ab. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>C.</b> </div> <div class="para">A.________ führt Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten gegen das Urteil vom 17. Januar 2024 und beantragt dem Bundesgericht, ihr sei eine Aufenthaltsbewilligung, eventualiter eine Härtefallbewilligung, zu erteilen. </div> <div class="para">Es wurde keine Vernehmlassung eingeholt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>Erwägungen:</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>1.</b> </div> <div class="para">Das Bundesgericht prüft seine Zuständigkeit und die weiteren Eintretensvoraussetzungen von Amtes wegen (<span class="artref">Art. 29 Abs. 1 BGG</span>) und mit freier Kognition (<a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=17&amp;from_date=17.09.2024&amp;to_date=06.10.2024&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F147-I-89%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page89">BGE 147 I 89</a> E. 1; <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=17&amp;from_date=17.09.2024&amp;to_date=06.10.2024&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F146-II-276%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page276">146 II 276</a> E. 1). </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>1.1.</b> Die Beschwerde richtet sich gegen einen verfahrensabschliessenden Entscheid (<span class="artref">Art. 90 BGG</span>) einer letzten kantonalen Instanz (<span class="artref">Art. 86 Abs. 1 lit. d BGG</span>) in einer Angelegenheit des öffentlichen Rechts (<span class="artref">Art. 82 lit. a BGG</span>). </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>1.2.</b> Die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten ist auf dem Gebiet des Ausländerrechts unzulässig, wenn sie eine Bewilligung betrifft, auf die weder das Bundesrecht noch das Völkerrecht einen Anspruch einräumt (<span class="artref">Art. 83 lit. c Ziff. 2 BGG</span>). </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>1.2.1.</b> Die Beschwerdeführerin beruft sich mit Hinweis auf ihre Pflege- und Betreuungsbedürftigkeit auf ein besonderes Abhängigkeitsverhältnis zu ihrer in der Schweiz wohnhaften erwachsenen Tochter. Sie macht damit in vertretbarer Weise gestützt auf <span class="artref">Art. 8 EMRK</span> einen aus dem Familienleben abgeleiteten potenziellen Aufenthaltsanspruch geltend. Daher steht die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten insoweit offen. Ob der angerufene Anspruch tatsächlich besteht, betrifft nicht das Eintreten, sondern die materielle Beurteilung des Rechtsmittels (<a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=17&amp;from_date=17.09.2024&amp;to_date=06.10.2024&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F147-I-268%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page268">BGE 147 I 268</a> E. 1.2.7<span class="artref">; <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=17&amp;from_date=17.09.2024&amp;to_date=06.10.2024&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F139-I-330%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page330">139 I 330</a></span> E. 1.1). </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>1.2.2.</b> Unzulässig ist die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten hingegen, soweit damit eine Verletzung von Art. 28 des Ausländer- und Integrationsgesetzes vom 16. Dezember 2005 (AIG; SR 142.20) gerügt wird. Diese Bestimmung vermittelt keinen Bewilligungsanspruch, sondern bildet die Grundlage für eine Ermessensbewilligung (Urteile 2C_598/2023 vom 2. Juli 2024 E. 1.2; 2C_1011/2022 vom 14. Februar 2023 E. 1.3; 2C_779/2021 vom 9. Mai 2022 E. 1.3). Daher kann das Bundesgericht nicht überprüfen, ob die kantonalen Behörden den Familiennachzug gestützt auf <span class="artref">Art. 28 AIG</span> hätten bewilligen müssen. Gleich verhält es sich mit der Härtefallbewilligung im Sinne von <span class="artref">Art. 30 Abs. 1 lit. b AIG</span>, auf die sich die Beschwerdeführerin zusätzlich beruft (Urteile 2C_533/2023 vom 25. April 2024 E. 1.3; 2C_236/2023 vom 25. Januar 2024 E. 1.3). </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>1.3.</b> Die Beschwerdeführerin nahm am vorinstanzlichen Verfahren teil und wird durch den angefochtenen Entscheid beschwert (<span class="artref">Art. 89 Abs. 1 lit. a und lit. b BGG</span>). Fraglich ist jedoch, ob sie über ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung oder Änderung verfügt (<span class="artref">Art. 89 Abs. 1 lit. c BGG</span>). </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>1.3.1.</b> Das schutzwürdige Interesse besteht im praktischen Nutzen, der sich ergibt, wenn die beschwerdeführende Person mit ihrem Anliegen obsiegt. Die Gutheissung der Beschwerde muss ihre tatsächliche oder rechtliche Situation unmittelbar beeinflussen. Das Rechtsschutzinteresse muss daher grundsätzlich auch aktuell sein (<a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=17&amp;from_date=17.09.2024&amp;to_date=06.10.2024&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F147-I-478%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page478">BGE 147 I 478</a> E. 2.2; <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=17&amp;from_date=17.09.2024&amp;to_date=06.10.2024&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F146-II-335%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page335">146 II 335</a> E. 1.3<span class="artref">; <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=17&amp;from_date=17.09.2024&amp;to_date=06.10.2024&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F139-I-206%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page206">139 I 206</a></span> E. 1.1). </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>1.3.2.</b> Gegen die Beschwerdeführerin wurde am 16. November 2023 gestützt auf <span class="artref">Art. 67 Abs. 3 AIG</span> ein bis 18. November 2026 gültiges Einreiseverbot verhängt. Aus dem angefochtenen Entscheid geht nicht hervor, ob die Beschwerdeführerin das Einreiseverbot angefochten hat. Sie selbst äussert sich vor Bundesgericht nicht dazu. Sofern das Einreiseverbot unangefochten geblieben sein sollte, würde sich bei Beschwerdegutheissung die Frage stellen, in welchem Verhältnis die Aufenthaltsbewilligung der Beschwerdeführerin zum Einreiseverbot steht. Falls das Einreiseverbot trotz der Erteilung eines Aufenthaltstitels Bestand hätte, wäre das aktuelle und praktische Rechtsschutzinteresse der Beschwerdeführerin zweifelhaft. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>1.3.3.</b> Gestützt auf <span class="artref">Art. 67 Abs. 5 AIG</span> kann die Einreisesperre ausnahmsweise aus wichtigen Gründen vorübergehend oder endgültig aufgehoben werden (vgl. dazu Urteile 2C_44/2022 vom 15. August 2022 E. 6.3.3; 2C_1020/2019 vom 31. März 2020 E. 3.3). Im Unterschied zur Wiedererwägung der Einreisesperre ermöglicht <span class="artref">Art. 67 Abs. 5 AIG</span> unter engen Voraussetzungen die Aufhebung, wenn diese wegen neuen "humanitären oder anderen wichtigen Gründen" in anderem Licht erscheint. Die Wiedererwägung kommt demgegenüber zur Anwendung, wenn aufgrund veränderter Umstände die Fernhaltemassnahme als fehlerhaft erscheint und ihre Voraussetzungen nicht mehr erfüllt sind (Urteil des Bundesverwaltungsgerichts F-824/2023 vom 18. März 2024 E. 4.2 mit Hinweisen; vgl. auch BVGE 2021 VII/2 E. 4.7 f. S. 25). Als "anderer wichtiger Grund" fällt die Erteilung einer Aufenthaltsbewilligung aus familiären Gründen durch eine kantonale Behörde in Betracht (vgl. Urteile 2C_707/2021 vom 2. Februar 2022 E. 6; 2C_400/2011 vom 2. Dezember 2011 E. 4). </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>1.3.4.</b> Demnach bestünde die Möglichkeit, dass die Beschwerdeführerin bei Gutheissung der Beschwerde und nach Erteilung einer Aufenthaltsbewilligung gestützt auf <span class="artref">Art. 67 Abs. 5 AIG</span> die Aufhebung der Einreisesperre erwirken könnte. Insoweit ist ihr ein aktuelles und praktisches Rechtsschutzinteresse nicht abzusprechen, wobei offenbleiben kann, wie die Erfolgswahrscheinlichkeiten eines auf <span class="artref">Art. 67 Abs. 5 AIG</span> gestützten Gesuchs zu beurteilen sind. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>1.4.</b> Da die übrigen Eintretensvoraussetzungen erfüllt sind (<span class="artref">Art. 42 Abs. 2, <artref id="CH/173.110/100/1" type="start"></artref>Art. 100 Abs. 1 BGG</span><artref id="CH/173.110/42/2" type="end"></artref>), ist auf die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten einzutreten, soweit der aus dem Familienleben nach <span class="artref">Art. 8 Ziff. 1 EMRK</span> bzw. <span class="artref">Art. 13 Abs. 1 BV</span> abgeleitete Aufenthaltsanspruch im Streit liegt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>2.</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>2.1.</b> Mit der Beschwerde kann unter anderem die Verletzung von Bundes- und Völkerrecht gerügt werden (<span class="artref">Art. 95 lit. a und lit. b BGG</span>). Das Bundesgericht wendet das Recht von Amtes wegen an (<span class="artref">Art. 106 Abs. 1 BGG</span>), wobei es - unter Berücksichtigung der allgemeinen Rüge- und Begründungspflicht (<span class="artref">Art. 42 Abs. 2 BGG</span>) - nur die geltend gemachten Vorbringen prüft, sofern allfällige weitere rechtliche Mängel nicht geradezu offensichtlich sind (<a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=17&amp;from_date=17.09.2024&amp;to_date=06.10.2024&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F148-II-392%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page392">BGE 148 II 392</a> E. 1.4.1; <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=17&amp;from_date=17.09.2024&amp;to_date=06.10.2024&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F145-V-215%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page215">145 V 215</a> E. 1.1<span class="artref">; <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=17&amp;from_date=17.09.2024&amp;to_date=06.10.2024&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F142-I-135%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page135">142 I 135</a></span> E. 1.5). In Bezug auf die Verletzung von Grundrechten gilt eine qualifizierte Rügepflicht (<span class="artref">Art. 106 Abs. 2 BGG</span>; <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=17&amp;from_date=17.09.2024&amp;to_date=06.10.2024&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F143-II-283%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page283">BGE 143 II 283</a> E. 1.2.2). Diese verlangt, dass in der Beschwerde klar und detailliert anhand der Erwägungen des angefochtenen Entscheids dargelegt wird, inwiefern verfassungsmässige Rechte verletzt worden sein sollen (<a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=17&amp;from_date=17.09.2024&amp;to_date=06.10.2024&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F139-I-229%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page229">BGE 139 I 229</a> E. 2.2; Urteil 2C_626/2022 vom 5. April 2024 E. 2.1). </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>2.2.</b> Das Bundesgericht legt seinem Urteil den Sachverhalt zugrunde, den die Vorinstanz festgestellt hat (<span class="artref">Art. 105 Abs. 1 BGG</span>). Von diesen Sachverhaltsfeststellungen weicht es nur ab, wenn sie offensichtlich unrichtig sind oder auf einer Rechtsverletzung im Sinne von <span class="artref">Art. 95 BGG</span> beruhen und die Behebung dieses Mangels für den Verfahrensausgang entscheidend sein kann (Art. 97 Abs. 1 bzw. <span class="artref">Art. 105 Abs. 2 BGG</span>). Offensichtlich unrichtig bedeutet dabei "willkürlich" (<a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=17&amp;from_date=17.09.2024&amp;to_date=06.10.2024&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F147-I-73%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page73">BGE 147 I 73</a> E. 2.2). Eine entsprechende Rüge ist qualifiziert zu begründen (<span class="artref">Art. 106 Abs. 2 BGG</span>; vgl. <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=17&amp;from_date=17.09.2024&amp;to_date=06.10.2024&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F139-I-72%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page72">BGE 139 I 72</a> E. 9.2.3.6; <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=17&amp;from_date=17.09.2024&amp;to_date=06.10.2024&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F133-II-249%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page249">133 II 249</a> E. 1.4.3). Auf rein appellatorische Kritik an der vorinstanzlichen Sachverhaltsfeststellung geht das Bundesgericht nicht ein (<a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=17&amp;from_date=17.09.2024&amp;to_date=06.10.2024&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F145-I-26%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page26">BGE 145 I 26</a> E. 1.3; <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=17&amp;from_date=17.09.2024&amp;to_date=06.10.2024&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F140-III-264%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page264">140 III 264</a> E. 2.3). </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>2.3.</b> Im bundesgerichtlichen Verfahren sind neue Tatsachen und Beweismittel grundsätzlich ausgeschlossen (<span class="artref">Art. 99 Abs. 1 BGG</span>). Dieser Novenausschluss gilt generell für Tatsachen und Beweismittel, die nach dem angefochtenen Urteil entstanden sind ( <i>echte</i> Noven; <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=17&amp;from_date=17.09.2024&amp;to_date=06.10.2024&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F149-III-465%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page465">BGE 149 III 465</a> E. 5.5.1; <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=17&amp;from_date=17.09.2024&amp;to_date=06.10.2024&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F148-V-174%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page174">148 V 174</a> E. 2.2; <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=17&amp;from_date=17.09.2024&amp;to_date=06.10.2024&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F143-V-19%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page19">143 V 19</a> E. 1.2). Vor diesem Zeitpunkt entstandene Tatsachen und Beweismittel ( <i>unechte</i> Noven) können ausnahmsweise berücksichtigt werden, wenn erst der Entscheid der Vorinstanz dazu Anlass gibt, was in der Beschwerdeschrift näher darzulegen ist. Der vorinstanzliche Verfahrensausgang alleine bildet noch keinen hinreichenden Anlass im Sinn von <span class="artref">Art. 99 Abs. 1 BGG</span> für die Zulässigkeit von unechten Noven, die bereits im kantonalen Verfahren hätten vorgebracht werden können (<a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=17&amp;from_date=17.09.2024&amp;to_date=06.10.2024&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F143-V-19%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page19">BGE 143 V 19</a> E. 1.2; <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=17&amp;from_date=17.09.2024&amp;to_date=06.10.2024&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F139-III-120%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page120">139 III 120</a> E. 3.1.2; <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=17&amp;from_date=17.09.2024&amp;to_date=06.10.2024&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F133-III-393%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page393">133 III 393</a> E. 3). Unzulässig sind jedenfalls neue Beweismittel, die bereits der Vorinstanz hätten vorgelegt werden können (<a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=17&amp;from_date=17.09.2024&amp;to_date=06.10.2024&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F136-III-123%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page123">BGE 136 III 123</a> E. 4.4.3). </div> <div class="para">Die Beschwerdeführerin beruft sich vor Bundesgericht auf eine E-Mail von Prof. Dr. med. C.________ vom 12. Februar 2024. Dieses Beweismittel entstand vor dem Zeitpunkt der vorinstanzlichen Urteilsfällung. Die Beschwerdeführerin legt nicht dar, weshalb dieses Beweismittel vor Bundesgericht zulässig sein soll und begründet auch nicht, ob bzw. weshalb sie es vor der Vorinstanz nicht einreichte. Das Beweismittel hat daher unberücksichtigt zu bleiben. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>3.</b> </div> <div class="para">Der Streitgegenstand vor Bundesgericht umfasst die Frage, ob die Beschwerdeführerin einen Aufenthaltsanspruch aus <span class="artref">Art. 8 EMRK</span> zwecks Verbleibs bei ihrer erwachsenen Tochter in der Schweiz ableiten kann. Nicht einzugehen ist auf die Ausführungen der Beschwerdeführerin, die sich auf eine Ermessensbewilligung nach nationalem Recht beziehen (E. 1.2.2 hiervor). </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>4.</b> </div> <div class="para">Die Beschwerdeführerin wirft der Vorinstanz zunächst vor, bei der Sachverhaltsfeststellung in Willkür verfallen zu sein. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>4.1.</b> Die Sachverhaltsfeststellung bzw. Beweiswürdigung erweist sich nur dann als willkürlich (<span class="artref">Art. 9 BV</span>), wenn das Gericht Sinn und Tragweite eines Beweismittels offensichtlich verkannt hat, wenn es ohne sachlichen Grund ein wichtiges und entscheidwesentliches Beweismittel unberücksichtigt gelassen oder wenn es auf der Grundlage der festgestellten Tatsachen unhaltbare Schlussfolgerungen gezogen hat. Keine Willkür liegt vor, wenn die Schlüsse der Vorinstanz lediglich nicht mit der Darstellung des Beschwerdeführers übereinstimmen (<a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=17&amp;from_date=17.09.2024&amp;to_date=06.10.2024&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F144-II-281%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page281">BGE 144 II 281</a> E. 3.6.2; <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=17&amp;from_date=17.09.2024&amp;to_date=06.10.2024&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F140-III-264%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page264">140 III 264</a> E. 2.3; Urteil 2C_822/2021 vom 26. Januar 2022 E. 4.1), und ebenso wenig genügt es, wenn eine andere Würdigung der tatsächlichen Umstände ebenfalls vertretbar oder sogar plausibler wäre (<a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=17&amp;from_date=17.09.2024&amp;to_date=06.10.2024&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F144-V-50%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page50">BGE 144 V 50</a> E. 4.2; vgl. Urteil 2C_340/2023 vom 28. März 2024 E. 4.1). </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>4.2.</b> Die Vorinstanz stellte zusammengefasst - soweit für den Streitgegenstand des bundesgerichtlichen Verfahrens (E. 3 hiervor) relevant - fest, die Beschwerdeführerin sei alters- und krankheitsbedingt auf Hilfe und Pflege angewiesen. Sie stützte sich in diesem Zusammenhang auf ein durch das kantonale Amt für Migration beim SEM eingeholtes medizinisches Consulting (angefochtener Entscheid, E. 3.4). Demgemäss leidet die Beschwerdeführerin an einer mittelgradigen Demenz mit begleitender depressiver Symptomatik, an Herzproblemen (permanentem Vorhofflimmern, mittelschwerer Trikuspidalklappeninsuffizienz, möglicherweise an einer koronaren Herzkrankheit), an Diabetes mellitus Typ 2 sowie an Dyspnoe. Im Wesentlichen kommt das medizinische Consulting zum Ergebnis, diese gesundheitlichen Beeinträchtigungen könnten im Kosovo behandelt werden. Regelmässige kardiologische und psychiatrische Kontrollen seien in der Klinik für Kardiologie in Pristina oder in privaten Einrichtungen möglich. Auch die von der Beschwerdeführerin benötigten Medikamente seien in Pristina oder in privaten Apotheken erhältlich. Hinsichtlich der Betreuungssituation hielt das SEM fest, im Kosovo hätten staatliche Strukturen analog der Spitex keine Tradition. Das primäre soziale Netz sei die Familie. Das lokale Amt für soziale Wohlfahrt richte jeweils an zu Hause betreuende Familienangehörige eine (kleine) Entschädigung aus. Auf privater Basis und auf eigene Kosten, allenfalls auch in Zusammenarbeit mit einem staatlichen Familiengesundheitszentrum, könne jedoch eine Pflegefachkraft angestellt werden. Möglicherweise fehle die Spezialisierung auf das vorliegende kardiologisch-psychiatrische Krankheitsbild. Im Kosovo existierten sodann verschiedene klassische Altersheime. Es sei mit Wartezeiten zu rechnen und die Aufnahme erfolge einzig, wenn die betroffene Person über keine Familienangehörigen und keine Unterkunft verfüge. </div> <div class="para">Auf dieser Grundlage gelangte das kantonale Gericht zur Feststellung, dass die Betreuung der Beschwerdeführerin durch Drittpersonen im Kosovo möglich sei. Ohnehin wäre die Beschwerdeführerin auch in der Schweiz drittbetreut worden. Die Tochter der Beschwerdeführerin habe einen Spitex-Dienst organisiert, um die alltägliche Pflege zu gewährleisten. Die Betreuungssituation im Kosovo könne durch Unterstützungsleistungen der Kinder und durch die Beschwerdeführerin sichergestellt werden. Diese sei Eigentümerin eines Hauses, erhalte eine kleine Rente und habe zumindest im Jahr 2019 Mietzinseinnahmen von EUR 950.-- generiert. Die Vorinstanz ging weiter davon aus, die Angehörigen der Beschwerdeführerin im Kosovo könnten zumindest punktuell Pflegeleistungen erbringen. Zwar sei die Tochter der Beschwerdeführerin mit Wohnsitz im Kosovo selber behandlungsbedürftig, doch gelte dies nicht für die fünf Enkelkinder und den Schwiegersohn (angefochtener Entscheid, E. 3.4). </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>4.3.</b> Die Beschwerdeführerin kritisiert zunächst die Feststellungen zu ihren finanziellen Verhältnissen sowie zum Gesundheits- und Pflegewesen im Kosovo. Sie setzt sich in diesen Punkten jedoch nicht mit den vorinstanzlichen Erwägungen auseinander. Auch auf das medizinische Consulting, auf das sich die Vorinstanz stützt, geht die Beschwerdeschrift nicht ein. Diese beschränkt sich darauf, den vorinstanzlichen Feststellungen eine andere Sicht entgegenzustellen, was nicht genügt. Anzufügen ist, dass sich die vorinstanzlichen Feststellungen zur Betreuungssituation im Kosovo mit dem gerichtsnotorischen Bericht "Focus Kosovo: Medizinische Grundversorgung" des SEM vom 9. März 2017 (&lt;www.sem.admin.ch&gt; unter Internationales &amp; Rückkehr/Herkunftsländerinformationen; nachfolgend: Focus Kosovo; zur Notorietät <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=17&amp;from_date=17.09.2024&amp;to_date=06.10.2024&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F143-IV-380%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page380">BGE 143 IV 380</a> E. 1.2) deckt. Im grundsätzlich dreistufig organisierten Gesundheits- und Pflegewesen im Kosovo ist zumindest auf der primären Stufe der Familiengesundheitszentren eine hinreichende Versorgung mit Pflegeleistungen und pädiatrischen Angeboten gegeben (vgl. Focus Kosovo S. 21). Auch wenn "Spitex-artige" Strukturen (noch) fehlen, ist es möglich, auf privater und kostenpflichtiger Basis medizinisches Betreuungspersonal für Pflegedienstleistungen zu Hause zu engagieren. Die Kosten hängen vom zeitlichen Umfang ab. Eine Vollzeitpflege kostet monatlich zwischen EUR 600.-- und EUR 800.-- (Focus Kosovo S. 28). </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>4.4.</b> Die Beschwerdeführerin kritisiert ausserdem die Feststellungen der Vorinstanz zu den Familienverhältnissen im Kosovo. Auch in diesem Punkt zeigt sie aber nicht auf, inwiefern der vorinstanzliche Entscheid mit den Akten in Widerspruch steht oder anderweitig offensichtlich unhaltbar ist. Teils geht die Kritik auch am angefochtenen Entscheid vorbei. So anerkennt die Vorinstanz zum einen die Behandlungsbedürftigkeit der im Kosovo lebenden Tochter und geht dementsprechend davon aus, nicht sie, sondern deren Ehemann und allenfalls die Enkelkinder könnten die Beschwerdeführerin betreuen. Zum anderen spricht die Vorinstanz ausdrücklich von einer <i>punktuellen</i> Unterstützung durch Angehörige im Kosovo (angefochtener Entscheid, E. 3.4, auf S. 6). Im Zentrum der vorinstanzlichen Würdigung steht die Möglichkeit der Drittbetreuung. Diesbezüglich kann dem kantonalen Gericht, wie dargelegt (E. 4.3 hiervor), keine Willkür vorgeworfen werden. Auch die Würdigung der Vorinstanz, wonach die Familie im Kosovo zumindest punktuell für die Beschwerdeführerin besorgt sein kann, erweist sich nicht als willkürlich. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>4.5.</b> Demnach bleibt es bei den vorinstanzlichen Feststellungen. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>5.</b> </div> <div class="para">In der Hauptsache ist strittig, ob die Beschwerdeführerin - als Drittstaatsangehörige - gestützt auf <span class="artref">Art. 8 Ziff. 1 EMRK</span> und <span class="artref">Art. 13 Abs. 1 BV</span> über einen Anspruch auf Verbleib bei ihrer Tochter in der Schweiz verfügt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>5.1.</b> <span class="artref">Art. 8 Ziff. 1 EMRK</span> garantiert grundsätzlich keinen Anspruch auf Aufenthalt in einem Konventionsstaat (<a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=17&amp;from_date=17.09.2024&amp;to_date=06.10.2024&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F149-I-72%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page72">BGE 149 I 72</a> E. 2.1.1; <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=17&amp;from_date=17.09.2024&amp;to_date=06.10.2024&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F144-II-1%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page1">144 II 1</a> E. 6.1; Urteil des EGMR <i>Gezginci Cevdet gegen Schweiz</i> vom 9. Dezember 2010 [Nr. 16327/05] § 54). Dennoch kann das in <span class="artref">Art. 8 Ziff. 1 EMRK</span> verankerte Recht auf Achtung des Privat- und Familienlebens berührt sein, wenn einer ausländischen Person mit in der Schweiz aufenthaltsberechtigten Familienangehörigen das Zusammenleben verunmöglicht wird (<a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=17&amp;from_date=17.09.2024&amp;to_date=06.10.2024&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F144-II-1%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page1">BGE 144 II 1</a> E. 6.1<span class="artref">; <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=17&amp;from_date=17.09.2024&amp;to_date=06.10.2024&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F143-I-21%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page21">143 I 21</a></span> E. 5.1). Nach der Rechtsprechung bezieht sich der Schutz des Familienlebens nach <span class="artref">Art. 8 Ziff. 1 EMRK</span> in erster Linie auf die Kernfamilie (Ehegatten und minderjährige Kinder); andere familiäre Beziehungen, namentlich diejenigen zwischen Eltern und erwachsenen Kindern, stehen nur ausnahmsweise unter dem Schutz von <span class="artref">Art. 8 EMRK</span>, nämlich dann, wenn ein besonderes Abhängigkeitsverhältnis besteht (<a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=17&amp;from_date=17.09.2024&amp;to_date=06.10.2024&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F147-I-268%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page268">BGE 147 I 268</a> E. 1.2.3; <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=17&amp;from_date=17.09.2024&amp;to_date=06.10.2024&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F144-II-1%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page1">144 II 1</a> E. 6.1<span class="artref">; <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=17&amp;from_date=17.09.2024&amp;to_date=06.10.2024&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F137-I-154%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page154">137 I 154</a></span> E. 3.4.2; Urteil des EGMR <i>Emonet und andere gegen Schweiz</i> vom 13. Dezember 2007 [Nr. 39051/03] § 35). Dasselbe gilt in Bezug auf <span class="artref">Art. 13 Abs. 1 BV</span>, der sich insoweit mit <span class="artref">Art. 8 Ziff. 1 EMRK</span> inhaltlich deckt (vgl. <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=17&amp;from_date=17.09.2024&amp;to_date=06.10.2024&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F143-I-21%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page21">BGE 143 I 21</a> E. 5.2<span class="artref">; <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=17&amp;from_date=17.09.2024&amp;to_date=06.10.2024&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F138-I-225%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page225">138 I 225</a></span> E. 3.8.1; Urteil 2C_757/2019 vom 21. April 2020 E. 2.1 f.). </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>5.2.</b> Ein besonderes Abhängigkeitsverhältnis kann sich unabhängig vom Alter namentlich aus besonderen Betreuungs- oder Pflegebedürfnissen wie bei körperlichen oder geistigen Behinderungen und schwerwiegenden Krankheiten ergeben (<a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=17&amp;from_date=17.09.2024&amp;to_date=06.10.2024&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F120-IB-257%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page257">BGE 120 Ib 257</a> E. 1e; <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=17&amp;from_date=17.09.2024&amp;to_date=06.10.2024&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F115-IB-1%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page1">115 Ib 1</a> E. 2d; Urteil 2C_769/2022 vom 19. Oktober 2023 E. 6.1). Nach der bundesgerichtlichen Praxis soll ein Abhängigkeitsverhältnis zwischen Eltern und ihren erwachsenen Kindern indessen nicht leichthin angenommen werden. Allein das Vorliegen eines Pflege- und Betreuungsbedürfnisses genügt nicht; erforderlich ist zusätzlich, dass die betreffende Pflege- und Betreuungsleistung unabdingbar von (anwesenheitsberechtigten) Angehörigen erbracht werden muss. Besteht kein derartiges Abhängigkeitsverhältnis, ergibt sich kein Bewilligungsanspruch gestützt auf <span class="artref">Art. 8 Ziff. 1 EMRK</span> oder <span class="artref">Art. 13 Abs. 1 BV</span> (Urteile 2C_598/2023 vom 2. Juli 2024 E. 5.2; 2C_596/2023 vom 13. März 2024 E. 5.1; 2C_682/2022 vom 29. März 2023 E. 4.2; je mit Hinweisen). </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>5.3.</b> Die Beschwerdeführerin ist alters- und gesundheitsbedingt auf Pflege angewiesen. Entgegen den Ausführungen in der Beschwerdeschrift kann jedoch nicht von einer personenbezogenen Pflegebedürftigkeit gesprochen werden, die zu einem besonderen Abhängigkeitsverhältnis führt. Zum einen hätte die Pflege in der Schweiz nach den verbindlichen Feststellungen der Vorinstanz vorwiegend durch Drittpersonen erfolgen sollen (E. 4.2 hiervor). Zum anderen führen eine Herz- und eine altersbedingte Demenzerkrankung nach ausländerrechtlichen Massstäben in der Regel nicht dazu, dass die Betreuung <i>unabdingbar</i> durch Familienangehörige erbracht werden muss (vgl. Urteil 2C_5/2017 vom 23. Juni 2017 E. 3.4). Auch die Vorteile, die sich aus einer innerfamiliären Betreuung ergeben, berechtigen für sich genommen nicht zum Familiennachzug (Urteil 2C_779/2021 vom 9. Mai 2022 E. 6.3). Einzig sehr spezifische Betreuungsbedürfnisse, die sich z.B. aus der Kombination von mehreren stark einschränkenden Beeinträchtigungen ergeben können, vermögen einen Aufenthaltsanspruch in der Schweiz zu begründen (Urteil 2C_598/2023 vom 2. Juli 2024 E. 5.4; vgl. 2C_779/2021 vom 9. Mai 2022 E. 6.5 [Kombination von Paraplegie und Depression]; ferner 2C_978/2021 vom 11. August 2022 E. 4.3.2). </div> <div class="para">Hinzu kommt, dass im Kosovo hinreichende Dienstleistungsangebote bestehen, um die nicht personenbezogene Pflegebedürftigkeit der Beschwerdeführerin aufzufangen (E. 4.3 hiervor). Mit der Vorinstanz darf weiter davon ausgegangen werden, die Beschwerdeführerin werde finanziell durch ihre Kinder unterstützt. Wie die Beschwerdeführerin vor Bundesgericht selbst darlegt, erzielen die in der Schweiz wohnhaften Kinder überdurchschnittliche Einkommen und sind in der Lage, sie zu unterstützen (Beschwerdeschrift, Rz. 33). </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>5.4.</b> Was die Beschwerdeführerin dagegen vorbringt, beruht überwiegend auf einem anderen als dem von der Vorinstanz festgestellten Tatsachenfundament und ist daher nicht geeignet, zu einer anderen Beurteilung zu führen. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>5.5.</b> Demnach verletzt die Vorinstanz kein Bundesrecht, wenn sie die Voraussetzungen eines besonderen Abhängigkeitsverhältnisses verneint. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>6.</b> </div> <div class="para">Die Beschwerde ist nach dem Ausgeführten abzuweisen. Die unterliegende Beschwerdeführerin wird kostenpflichtig (<span class="artref">Art. 66 Abs. 1 BGG</span>). Eine Parteientschädigung ist nicht geschuldet (<span class="artref">Art. 68 Abs. 3 BGG</span>). </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b> Demnach erkennt das Bundesgericht:</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>1.</b> </div> <div class="para">Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit auf sie eingetreten werden kann. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>2.</b> </div> <div class="para">Die Gerichtskosten von Fr. 1'000.-- werden der Beschwerdeführerin auferlegt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>3.</b> </div> <div class="para">Dieses Urteil wird den Verfahrensbeteiligten, dem Kantonsgericht Luzern, 4. Abteilung, und dem Staatssekretariat für Migration mitgeteilt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Lausanne, 27. September 2024 </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Im Namen der II. öffentlich-rechtlichen Abteilung </div> <div class="para">des Schweizerischen Bundesgerichts </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Die Präsidentin: F. Aubry Girardin </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Der Gerichtsschreiber: M. Müller </div> </div></body></html>