Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche- rungsrecht vom 25. Juli 2019 (725 17 300 /180 und 725 17 432 / 181) ____________________________________________________________________ Alters- und Hinterlassenenversicherung AHV-rechtlicher Beitragsstatus eines Inhabers einer Einzelfirma, der Mitglied des Verwal- tungsrates einer AG ist Besetzung Vizepräsident Christof Enderle, Kantonsrichter Markus Mattle, Kan- tonsrichter Daniel Noll, Gerichtsschreiberin Gisela Wartenweiler Parteien A.____ , Beschwerdeführer B.____ AG , Beschwerdeführerin gegen Suva , Rechtsabteilung , Postfach 4358 , 6002 Luzern , Beschwerde- gegnerin Betreff Sozialversicherungsrechtliche Stellung von A.____ A. Am 15. Dezember 1992 liess A.____ seine am 1. Mai 1990 gegründete Einzelfirma "C.____" mit dem Zweck "Betrieb einer Spenglerei und Dachdeckerei" ins Handelsregister ein- tragen. Laut Handelsregister hatte diese Einzelfirma ihren Sitz bis 13. Januar 2016 in X.____ und ab 14. Januar 2016 in Y.____. Seit dem Eintrag ins Handelsregister vom 11. April 2017 bezweckt Seite 2 http://www.bl.ch/kantonsgericht die Einzelfirma das Halten und die Verwaltung von Imm obilien sowie das Baumanagement. Am 30. November 2017 verlegte A.____ den Sitz der Einzelfirma wieder nach X.____. B. Am 24. Januar 2006 wurde die B.____ AG mit Sitz i n X.____ gegründet. Gemäss Han- delsregister betreibt diese Gesellschaft eine Spenglerei und eine Dachdeckerei. Zudem kann sie sich an anderen Unternehmen beteiligen, Immaterialgüterrechte erwerben und verwerten sowie Liegenschaften kaufen. Dabei ist A.____ als einziges Mit glied des Verwaltungsrates mit Einzel- unterschrift im Handelsregister eingetragen. C. Im Rahmen der Sitzverlegung der Einzelfirma D.___ _ nach Y.____ prüfte die Schweize- rische Unfallversicherungsanstalt (Suva) im Auftrag der Au sgleichskasse des Kantons Z.____ gestützt auf Art. 66 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG) vom 20. März 1981 die beitragsrechtliche Stellung von A.____ für se ine im Namen der Einzelfirma D.____ für die B.____ AG erbrachten Tätigkeiten. Sie kam zum Schl uss, dass A.____ von der B.____ AG für die Vermietung der im Eigentum der Einzelfirma D.____ stehenden Liegenschaft, Maschinen und Fahrzeuge sowie für die Geschäftsführung entschädigt werde. Diese Entschädigungen stell- ten Einkommen aus unselbstständiger Erwerbstätigkeit dar und überstiegen den Höchstbetrag des versicherten Verdienstes von Fr. 148'000.--. Mit Verfügung vom 24. Februar 2017 unterstellte sie A.____ gestützt auf Art. 1a Abs. 1 aUVG bzw. ab 1. Januar 2017: Art. 1a Abs. 1 lit. a UVG mit Wirkung per 1. Januar 2016 der obligatorischen Unfallversicherung. In der Folge rechnete sie der von der B.____ AG für das Jahr 2016 gemeldeten Lohnsum me von Fr. 453'558.-- einen Betrag von Fr. 148'200.-- auf und stellte dieser die Prämien rechnung Nr. 11056823 in Höhe von Fr. 13'209.10 zu. Gegen die Verfügung vom 24. Februar 2017 erhoben A.____ und gegen die Prämienrechnung vom 24. Februar 2017 die B.____ AG Einsprache. Mit Entscheid vom 17. Juli 2017 wies die Suva beide Einsprachen ab. D. Gegen diesen Einspracheentscheid reichte die B.____ AG, vertreten durch Rechtsan- walt Christian Haag, am 14. September 2017 Beschwerde beim Kantonsgericht des Kantons Ba- sel-Landschaft, Abteilung Sozialversicherungsrecht, ein. Sie beantragte, es sei in Aufhebung des angefochtenen Einspracheentscheides "die Tätigkeit der Einzelfirma D.____ für die B.____ AG seit dem 1. Januar 2016 als nicht erwerbstätig", eventu aliter "als selbstständig erwerbstätig zu bewerten"; alles unter o/e-Kostenfolge. In verfahrensrechtlicher Hinsicht wurde um Erteilung der aufschiebenden Wirkung der Beschwerde ersucht. E. Mit Verfügung vom 25. September 2017 lud das Kanto nsgericht A.____ zum Verfahren (725 17 300) bei. Am 23. Oktober 2017 stellte das Kantonsgericht fest, dass der Beschwerde von Gesetzes wegen aufschiebende Wirkung zukomme und diese von der Suva nicht entzogen wor- den sei. Es schrieb deshalb den Verfahrensantrag der B.____ AG, es sei der Beschwerde auf- schiebende Wirkung zu erteilen, als gegenstandslos ab. F. Die Suva teilte dem Kantonsgericht mit Eingabe vom 26. Oktober 2017 mit, dass in glei- cher Sache ein Verfahren zwischen A.____, ebenfalls vert reten durch Rechtsanwalt Christian Haag, und der Suva vor dem Kantonsgericht Z.____ hängig sei. Daraufhin klärte das Kantonsge- richt nach vorgängiger Einholung der Stellungnahmen de r Parteien mit dem Kantonsgericht Seite 3 http://www.bl.ch/kantonsgericht Z.____ die örtliche Zuständigkeit für die Beurteilung der beiden Verfahren ab. Mit Einverständnis der Parteien überwies das Kantonsgericht Z.____ am 20 . Dezember 2017 ihr Verfahren (5V 17 421) inkl. Vernehmlassung der Suva vom 4. Dezember 2017 ans Kantonsgericht zur Beurteilung. Dieses eröffnete ein Verfahren mit der Nr. 725 17 432. Mit Verfügung vom 10. Januar 2018 legte es die Verfahren zwischen der B.____ AG und der Suva ( 725 17 300) sowie zwischen A.____ und der Suva (725 17 432) zusammen. G. Mit Eingabe vom 12. Oktober 2017 (Eingang: 15. Jan uar 2018) teilte die Suva auf An- frage des Kantonsgerichts mit, dass sie am Antrag auf Abweisung der Beschwerden und an den Ausführungen in ihrer Vernehmlassung vom 4. Dezember 2017 festhalte. H. In der Replik vom 3. April 2018 machte der Rechtsver treter namens und im Auftrag der Beschwerde führenden Parteien geltend, dass A.____ im Jahr 2016 keinen Lohn von der B.____ AG bezogen habe und deshalb hierfür keine Prämien gesch uldet seien. Die Einzelfirma D.____ vermiete und verwalte lediglich Anlagen, Fahrzeuge und Geschäftsräumlichkeiten an die B.____ AG. Die Erlöse aus dieser privaten Vermögensverwaltung stellten kein beitragspflichtiges Ein- kommen dar, weshalb A.____ als Nichterwerbstätiger zu q ualifizieren sei. Falls dieser Ansicht nicht gefolgt werden könne, sei er als Selbstständigerwerbender zu erfassen, da Einnahmen aus Geschäftsvermögen rechtsprechungsgemäss als Einkommen aus selbstständiger Erwerbstätig- keit zu qualifizieren seien. I. Die Suva heilt in ihrer Duplik vom 6. Juni 2018 an ihrem Antrag auf Abweisung der Be- schwerden fest. J. Anlässlich der Urteilsberatung vom 30. August 2018 kam das Gericht zum Schluss, dass eine abschliessende Beurteilung des Beitragsstatus von A.____ bezüglich der von ihm im Namen der Einzelfirma D.____ erbrachten Leistungen für die B.____ AG gestützt auf die vorliegende Aktenlage nicht möglich sei. Es stellte deshalb den Fa ll aus und holte bei der Ausgleichskasse Basel-Landschaft die Akten betreffend die Einzelunternehmen von A.____ mit den Firmennamen D.____ und E.____ ein. Gleichzeitig stellte es A.____ Fragen und forderte ihn auf, Kopien der Jahresrechnungen und der Steuerveranlagungen für das Jah r 2016 betreffend die B.____ AG und die Einzelfirmen D.____ und E.____ zu edieren. K. Am 8. November 2018 teilte Rechtsanwalt Christian Ha ag mit, dass er A.____ und die B.____ AG künftig nicht mehr vertrete. L. Nach Vorliegen der Akten der Ausgleichskasse Basel-Land schaft, des Antwortschrei- bens von A.____ vom 11. November 2018 und der bei ihm angeforderten Unterlagen gab das Kantonsgericht den Parteien mit Verfügung vom 20. Nove mber 2018 Gelegenheit zur Stellung- nahme. M. In ihrer Eingabe vom 29. Januar 2019 hielt die Su va an ihrem in der Vernehmlassung vom 4. Dezember 2017 gestellten Antrag auf Abweisung der Beschwerden und ihrer Begründung fest. Seite 4 http://www.bl.ch/kantonsgericht N. Am 31. Januar 2019 reichte A.____ in seinem und i m Namen der B.____ AG eine Stel- lungnahme ein. Er stellte sich nach wie vor auf den S tandpunkt, dass er im Jahr 2016 keine unselbstständige Erwerbstätigkeit bei der B.____ AG ausgeführt habe. Er habe auch keine Ent- schädigungen im Zusammenhang mit seiner Funktion als Ver waltungsratspräsident der B.____ AG erhalten; diese zahle ihm lediglich einen Mietzins für die von seiner Einzelfirma zur Verfügung gestellten Geschäftsräumlichkeiten, Maschinen und für den Fuhrpark. Das Kantonsgericht zieht i n E r w ä g u n g : 1.1 Gemäss Art. 56 Abs. 1 und Art. 57 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG) vom 6. Oktober 2000, de ssen Bestimmungen gemäss Art. 2 ATSG in Verbindung mit Art. 1 Abs. 1 UVG auf die Un fallversicherung anwendbar sind, kann gegen Einspracheentscheide der Unfallversicherer beim zuständigen kantonalen Versicherungs- gericht Beschwerde erhoben werden. Zuständig ist nach A rt. 58 ATSG grundsätzlich das Versi- cherungsgericht desjenigen Kantons, in dem die versicherte Person zur Zeit der Beschwerdeer- hebung ihren Wohnsitz hat. In Fragen der Beitragspflic ht sind jedoch Arbeitnehmende und Ar- beitgebende gleichermassen zur Beschwerde legitimiert. Bei beitragsrechtlichen Streitigkeiten im Bereich der paritätischen AHV-Beiträge fällt deshalb rechtsprechungsgemäss bei der Beurteilung der örtlichen Zuständigkeit nicht nur der Wohnsitzgericht sstand, sondern auch der Sitz der Ar- beitgeberin bzw. des Arbeitgebers in Betracht (vgl. U ELI KIESER , ATSG-Kommentar, Zürich/Ba- sel/Genf 2015, Art. 58 Rz. 22). 1.2 Vorliegend reichte die B.____ AG aufgrund ihres Sitzes in X.____ Beschwerde beim Kantonsgericht Basel-Landschaft gegen den Einspracheentsch eid der Suva vom 17. Juli 2017 ein. Gegen diesen Entscheid erhob auch A.____ Beschwerde. Da sich sein Wohnsitz im Zeitpunkt der Beschwerdeerhebung jedoch in Y.____ befand, stellt e er seine Beschwerde dem Kantons- gericht Z.____ zu. Da es bei beiden Verfahren um die gleiche Sache handelt, stellte sich die Frage nach der Zusammenlegung der Verfahren und dere n Beurteilung durch ein einziges Ge- richt. Im Rahmen eines Meinungsaustausches kamen sowohl d as Kantonsgericht Z.____ als auch das Kantonsgericht Basel-Landschaft zum Schluss, da ss das Kantonsgericht Basel-Land- schaft für die Beurteilung der Streitsache örtlich zuständig sein soll (vgl. Schreiben des Kantons- gerichts Z.____ vom 22. November 2017 und des Kantonsgerichts Basel-Landschaft vom 7. De- zember 2017). Im Einverständnis der Parteien überwies da s Kantonsgericht Z.____ am 12. De- zember 2017 das bei ihm hängige Verfahren dem Kantong ericht Basel-Landschaft. Dieses Vor- gehen ist rechtens, handelt es sich hier doch um eine Be itragsstreitigkeit und befindet sich der Sitz der (potentiellen) Arbeitgeberin, d.h. der B.____ AG, in X.____. 1.3 Für eine Abweichung vom Gerichtsstand am Wohnsitz von A.____ spricht insbesondere auch der Umstand, dass bei einer gesplitteten örtlichen Zuständigkeit zwei Gerichte über die glei- che, rechtlich untrennbar miteinander verknüpfte Rechtsf rage, nämlich über die sozialversiche- rungsrechtliche Stellung von A.____ in Bezug auf allfällige Tätigkeiten für die B.____ AG, befin- Seite 5 http://www.bl.ch/kantonsgericht den würden. Solche praktischen Unzulänglichkeiten, die sich aus einer gesplitteten örtlichen Ge- richtszuständigkeit ergeben, sind nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung im Sinne prak- tischer Konkordanz bei der Auslegung von Vorschriften über die Zuständigkeit zu berücksichtigen (BGE 139 V 170 E. 5.3). Um sich widersprechende Urteile zu vermeiden und ebenso aus pro- zessökonomischen Gründen ist deshalb grundsätzlich nur ein einheitlicher Gerichtsstand prakti- kabel. Dieses Anliegen ist aber nur realisierbar, wenn das Versicherungsgericht am Sitz der (po- tentiellen) Arbeitgeberin urteilt. Die örtliche Zuständigkeit des Kantonsgerichts Basel-Landschaft für die Beurteilung der beiden Verfahren 725 17 300 und 725 17 432 ist deshalb auch aus diesem Grund zu bejahen. 1.4 Das Kantonsgericht Basel-Landschaft ist zudem sachlich zur Behandlung der vorliegen- den Beschwerden zuständig. Denn gemäss § 54 Abs. 1 lit. a des Gesetzes über die Verfassungs- und Verwaltungsprozessordnung (VPO) vom 16. Dezember 1993 beurteilt im Kanton Basel-Land- schaft das Kantonsgericht, Abteilung Sozialversicherungsrech t, als einzige gerichtliche Instanz Beschwerden gegen Verfügungen eines Unfallversicherers. Auf die im Übrigen frist- und formge- recht eingereichten Beschwerden der B.____ AG und von A.____ vom 14. September 2017 ist somit einzutreten. 2.1 Im Streit liegt die Frage, ob A.____ im Namen seiner Einzelfirma D.____ vom 1. Januar 2016 bis 31. Dezember 2016 Einkommen aus unselbstständiger Erwerbstätigkeit bei der B.____ AG erzielt hat. 2.2 Die sozialversicherungsrechtliche Beitragspflicht erwe rbstätiger Personen richtet sich unter anderem danach, ob das in einem bestimmten Zeit raum erzielte Erwerbseinkommen als solches aus selbstständiger oder aus unselbstständiger Erwe rbstätigkeit zu qualifizieren ist. Im Bereich der Unfallversicherung bestimmt Art. 1a Abs. 1 UVG, ab 1. Januar 2017: Art. 1a Abs. 1 lit. a UVG, dass die in der Schweiz beschäftigten Arbei tnehmer und Arbeitnehmerinnen, ein- schliesslich der Heimarbeiter, Lehrlinge, Praktikanten, V olontäre sowie der in Lehr- oder Invali- denwerkstätten tätigen Personen, obligatorisch unfallve rsichert sind. Als Arbeitnehmer und Ar- beitnehmerin im Sinne des Gesetzes gilt, wer eine unselbstständige Tätigkeit im Sinne der Bun- desgesetzgebung über die Alters- und Hinterlassenenv ersicherung (AHVG) vom 20. Dezember 1946 ausübt (Art. 1 der Verordnung über die Unfallversicherung [UVV] vom 20. Dezember 1982). Damit ist eine Person, die einer unselbstständigen Tätig keit nachgeht, obligatorisch gegen Un- fälle gemäss UVG versichert. 2.3 Die Prämien werden in Promillen des versicherten V erdienstes festgesetzt (Art. 92 Abs. 1 Satz 1 UVG). Als versicherter Verdienst gilt der massgeb ende Lohn nach AHVG (Art. 22 Abs. 2 UVV). Der Höchstbetrag des versicherten Verdienstes bel äuft sich auf Fr. 148'200.-- im Jahr (vgl. Art. 22 Abs. 1 UVV). Nach Art. 5 Abs. 2 AHVG gilt als massgebender Lohn jedes Entgelt für in unselbstständiger Stellung auf bestimmte oder unbestimmte Zeit geleistete Arbeit. Zum mass- gebenden Lohn gehören begrifflich sämtliche Bezüge der Arbeitnehmenden, die wirtschaftlich mit dem Arbeitsverhältnis zusammenhängen, gleichgültig, ob dieses Verhältnis fortbesteht oder ge- löst worden ist und ob die Leistungen geschuldet werden oder freiwillig erfolgen. Als beitrags- pflichtiges Einkommen aus unselbstständiger Erwerbstätigkeit gilt somit nicht nur unmittelbares Seite 6 http://www.bl.ch/kantonsgericht Entgelt für geleistete Arbeit, sondern grundsätzlich je de Entschädigung oder Zuwendung, die sonst wie aus dem Arbeitsverhältnis bezogen wird, soweit sie nicht kraft ausdrücklicher gesetzli- cher Vorschrift von der Beitragspflicht ausgenommen ist (BGE 126 V 222 E. 4a, 124 V 101 E. 2, je mit Hinweisen). Einkommen aus selbstständiger Erwerbstätigkeit ist jedes Erwerbseinkommen, das nicht Entgelt für in unselbstständiger Stellung geleistete Arbeit darstellt (Art. 9 Abs. 1 AHVG). 2.4 Nach der Rechtsprechung beurteilt sich die Frage, ob im Einzelfall selbstständige oder unselbständige Erwerbstätigkeit vorliegt, nicht aufgrund der Rechtsnatur des Vertragsverhältnis- ses zwischen den Parteien. Entscheidend sind vielmehr die wirtschaftlichen Gegebenheiten. Die zivilrechtlichen Verhältnisse vermögen dabei allenfalls g ewisse Anhaltspunkte für die AHV- rechtliche Qualifikation zu bieten, ohne jedoch ausschlaggebend zu sein (vgl. RAPHAEL LANZ , Die Abgrenzung der selbstständigen von der unselbstständigen Erwerbstätigkeit im Sozialversiche- rungs-, Steuer- und Zivilrecht, in: AJP 1997, S. 1467 f.). Die Abgrenzung zwischen selbstständi- ger und unselbstständiger Erwerbstätigkeit richtet sich vor allem nach den Kriterien der betriebs- wirtschaftlichen Abhängigkeit und dem spezifischen Unter nehmerrisiko (vgl. L ANZ , a.a.O., S. 1468; AHI 1998 S. 154 E. 4 mit Hinweisen). Charakteri stische Merkmale einer selbstständigen Erwerbstätigkeit sind die Tätigung erheblicher Investit ionen, die Benützung eigener Geschäfts- räumlichkeiten sowie die Beschäftigung von eigenem Personal (BGE 119 V 163 E. 3b). Das spe- zifische Unternehmerrisiko besteht dabei darin, dass unabh ängig vom Arbeitserfolg Kosten an- fallen, welche die versicherte Person selber zu tragen hat (ZAK 1986 S. 333 E. 2d und S. 121 E. 2b). Als unselbstständig erwerbstätig ist zu betrachten, w er von einem Arbeitgeber oder einer Arbeitgeberin in betriebswirtschaftlicher beziehungsweise arbeitsorganisatorischer Hinsicht ab- hängig ist und kein spezifisches Unternehmerrisiko trägt . Aus diesen Grundsätzen allein lassen sich indessen noch keine einheitlichen, schematisch anwendbaren Lösungen ableiten. Die Viel- falt der im wirtschaftlichen Leben anzutreffenden Sachverhalte zwingt dazu, die beitragsrechtliche Stellung einer erwerbstätigen Person jeweils unter Würdigung der gesamten Umstände des Ein- zelfalles zu beurteilen. Weil dabei vielfach Merkmale b eider Erwerbsarten zutage treten, muss sich der Entscheid oft danach richten, welche dieser Mer kmale im konkreten Fall überwiegen (BGE 123 V 161 E.1, 122 V 171 E.3a, 119 V 161 E.2; Urteile des Bundesgerichts vom 19. Juni 2017, 8C_189/2017, E. 3, vom 17. Februar 2015, 9C_45 3/2014, E. 4.1, vom 26. April 2011, 9C_132/2011, E. 3.2; vgl. auch LANZ , a.a.O., S. 1469). 2.5 Gemäss Art. 7 lit. h der Verordnung über die Alt ers- und Hinterlassenversicherung (AHVV) vom 31. Oktober 1947 gelten die Einkommen von Verwaltungsräten, insbesondere Tan- tiemen (Ausschüttung eines Anteils am Gewinn), feste Entschädigungen und Sitzungsgelder an die Mitglieder der Verwaltung und geschäftsführenden Organe, auch unabhängig von der Aus- übung einer Dienstleistung als Einkommen aus unselbständ iger Erwerbstätigkeit. Aus prakti- schen und konzeptionellen Überlegungen, insbesondere auch wegen schwieriger Abgrenzungs- probleme zur Gewinnausschüttung, werden gemäss Art. 2 Ab s. 1 lit. f UVV Mitglieder von Ver- waltungsräten, die nicht im Betrieb selber tätig sind, für die Tätigkeit als Organ von der obligato- rischen Versicherungspflicht ausgenommen. E contrario unterstehen aber diejenigen Mitglieder, die nebst ihrer Funktion oder teilweisen Tätigkeit als Mitglieder des obersten Organs zugleich im Betrieb mitarbeiten und operativ tätig sind, so z.B. a ls Geschäftsführer oder bei ihrer eigenen Seite 7 http://www.bl.ch/kantonsgericht Gesellschaft sich als Arbeitnehmer einstellende Alleinakti onäre, aufgrund eines Arbeitsverhält- nisses zum Betrieb der obligatorischen Versicherungspflicht (vgl. GABRIELA RIEMER -KAFKA , OLIVIA KADERLI , Bundesgesetz über die Unfallversicherung, Hürzeler/Kieser [Hrsg.], 2018, Rz. 51 zu Art. 1a). 2.6 Bei einer versicherten Person, die mehrere Tätigk eiten gleichzeitig ausübt, ist jedes Er- werbseinkommen einzeln dahingehend zu prüfen, ob es aus selbstständiger oder unselbststän- diger Erwerbstätigkeit stammt (BGE 122 V 169 E. 3b). Es ist durchaus möglich, dass jemand gleichzeitig bei einem Unternehmen in einem Arbeitsverhältnis steht und für eine andere selbst- ständig erwerbstätig ist. Es darf nicht auf den überwieg enden Charakter ihrer Gesamttätigkeit ankommen. Eine Gesamtbeurteilung nach Massgabe der wirtschaftlichen Bedeutung der einzel- nen Betätigungen ist gesetzlich nicht vorgesehen und aus Gründen der Praktikabilität auch nicht notwendig. Die Tatsache, dass eine beitragspflichtige Person bereits einer Ausgleichskasse als Selbstständigerwerbender angeschlossen ist bzw. als unselbstständig erwerbend abrechnet, ver- mag ihre beitragsrechtliche Stellung nicht zu präjudizieren (vgl. RUDOLF RÜEDI , Die Abgrenzung zwischen selbstständiger und unselbstständiger Erwerbstät igkeit [einschliesslich Wechsel des Beitragsstatuts], in: Schaffhauser/Kieser [Hrsg.], Aktuelle Fragen aus dem Beitragsrecht der AHV, St. Gallen 1998, S. 136). 3.1 Der Sozialversicherungsprozess ist vom Untersuchungsgru ndsatz beherrscht. Danach hat das Gericht von Amtes wegen für die richtige und vollständige Feststellung des rechtserheb- lichen Sachverhalts zu sorgen. Die Verwaltung als verfügende Instanz und - im Beschwerdefall - das Gericht dürfen eine Tatsache nur dann als bewiesen annehmen, wenn sie von ihrem Beste- hen überzeugt sind. Im Sozialversicherungsrecht hat das G ericht seinen Entscheid, sofern das Gesetz nicht etwas Abweichendes vorsieht, nach dem Bewei sgrad der überwiegenden Wahr- scheinlichkeit zu fällen. Die blosse Möglichkeit eines besti mmten Sachverhalts genügt den Be- weisanforderungen nicht. Das Gericht hat vielmehr jene r Sachverhaltsdarstellung zu folgen, die sie von allen möglichen Geschehensabläufen als die wahr scheinlichste würdigen (BGE 138 V 218 E. 6, mit Hinweisen). 3.2 Der Untersuchungsgrundsatz schliesst die Beweislast im Sinne der Beweisführungslast begriffsnotwendig aus, da es Sache des Sozialversicherungsgerichts (oder der verfügenden Ver- waltungsstelle) ist, für die Zusammentragung des Bewei smaterials besorgt zu sein. Im So-zial- versicherungsprozess tragen mithin die Parteien in der Reg el eine Beweislast nur insofern, als im Falle der Beweislosigkeit der Entscheid zu Ungunsten jener Partei ausfällt, die aus dem unbe- wiesen gebliebenen Sachverhalt Rechte ableiten wollte. Diese Beweisregel greift allerdings erst Platz, wenn es sich als unmöglich erweist, im Rahmen des Untersuchungsgrundsatzes aufgrund einer Beweiswürdigung einen Sachverhalt zu ermitteln, der zumindest die Wahrscheinlichkeit für sich hat, der Wirklichkeit zu entsprechen (BGE 138 V 218 E. 6 mit Hinweisen). 3.3 Tritt vorliegend der letztgenannte Fall ein – Unm öglichkeit der Ermittlung eines überwie- gend wahrscheinlichen Sachverhalts durch die Suva -, ist in erster Linie die Suva beweisbelastet, hat sie doch, wenn auch unter Mitwirkung der betroffene n Person, das Vorliegen der Umstände zu beweisen, aus denen sie eine Beitragspflicht ableite t (Urteile des Bundesgerichts vom 21. Seite 8 http://www.bl.ch/kantonsgericht März 2017, 9C_591/2016, E. 6.1.10.2 und vom 2. Septem ber 2009, 9C_33/2009, E. 2; U ELI KIESER , Alters- und Hinterlassenenversicherung, Zürich/Basel/Genf 2012, zu Art. 3 Rz. 9). 4.1 Gemäss den Auszügen aus dem Handelsregister ist A.____ Inhaber der Einzelfirma D.____ . Gleichzeitig ist er einziges Mitglied des Verwaltungsrates der B.____ AG mit Einzelun- terschrift. Im Weiteren ist bzw. war A.____ im Jahr 2016 als Inhaber folgender Einzelunternehmen im Handelsregister eintragen: E.____, F.____, G.____), H.____ und I.____. Zudem ist er einziges Mitglied des Verwaltungsrats der J.____ AG bzw. seit 17. April 2018 der K.____ AG. Da die bei- tragsrechtliche Qualifikation der Tätigkeit von A.____ einzig hinsichtlich der Einzelfirma D.____ und der B.____ AG Streitgegenstand des vorliegenden Verfahrens bildet, ist dessen Beitragssta- tus im Zusammenhang mit den übrigen genannten Firmen nicht zu prüfen. 4.2 Bei der Einzelfirma D.____ und der B.____ AG ist davon auszugehen, dass sich ihre wirtschaftlichen Interessen aufgrund der Funktion von A._ ___ als einziges Mitglied des Verwal- tungsrates der B.____ AG und als Inhaber der Einzelfi rma D.____ decken. Bei einer solchen Sachlage sind die Kriterien für die Abgrenzung zwische n selbstständiger und unselbstständiger Erwerbstätigkeit nur beschränkt tauglich, um eine Qualif ikation des Betragsstatus von A.____ vorzunehmen (Urteil des Bundesgerichts vom 16. Januar 2019, 9C_335/2018, E. 6.2.1). In seiner Funktion als Verwaltungsrat kann A.____ unter anderem die Arbeitsorganisation der B.____ AG vorgeben, insbesondere auch, ob seine Tätigkeit als selbststä ndige oder unselbstständige zu qualifizieren ist (vgl. Art. 716a Abs. 1 Ziff. 2 des Bu ndesgesetzes betreffend die Ergänzung des Schweizerischen Zivilgesetzbuches [Fünfter Teil: Obligationenrecht] vom 30. März 1911). Ebenso wenig kann aus dem Unternehmerrisiko etwas für die beitr agsrechtliche Qualifikation abgeleitet werden, hat dieses doch A.____ als Mitglied des Verwaltungsrates der B.____ AG zu tragen. Den Ausführungen der Parteien zu den Unterscheidungskriteri en zwischen selbstständiger und un- selbstständiger Erwerbstätigkeit kommt deshalb keine ausschlaggebende Bedeutung zu. Auf die einzelnen Vorbringen wird daher nur soweit erforderlich näher eingegangen. 4.3 Den Akten sind keine schriftlichen Vereinbarungen üb er eine Zusammenarbeit zwischen der B.____ AG und A.____ oder Belege für Lohnzahlungen im hier massgebenden Beitragsjahr 2016 zu entnehmen. Die von A.____ eingereichten Steuerunterlagen tragen zur Beurteilung der Streitfrage nichts Wesentliches bei. In Bezug auf die Akt en der Ausgleichskasse Basel-Land- schaft sind die Lohnmeldungen vom 27. Januar 2015 und 1 . Februar 2016 zu erwähnen, aus welchen hervorgeht, dass A.____ seit 2014 keine Mitarbeiter in seiner Einzelfirma D.____ mehr beschäftigt (vgl. auch Revisionsbericht der Suva vom 12. Ma i 2016). Einnahmen dieser Einzel- firma aus Tätigkeiten sind somit stets solchen von A.____ zuzurechnen. Mit der Jahresrechnung der D.____ für das Jahr 2016 werden die Angaben der Beschwerde führenden Parteien bestätigt, wonach die Einzelfirma die Liegenschaft in X.____, ihre Maschinen und Fahrzeuge an die B.____ AG vermietet. So sind in der Erfolgsrechnung für das J ahr 2016 Erträge aus der "Fahrzeugver- mietung" in Höhe von Fr. 54'000.-- (Konto Nr. 3610), aus der "Maschinenvermietung" in Höhe von Fr. 60'000.-- (Konto Nr. 3620) und "Mietzinserträge W erkstatt, Büro" in Höhe von Fr. 157'160.-- (Konto Nr. 7500), insgesamt Fr. 271'160.--, ausgewiesen. Die von der Suva vorgenommene bei- tragsrechtliche Qualifikation der Mietzinseinnahmen al s Einkommen aus unselbstständiger Er- Seite 9 http://www.bl.ch/kantonsgericht werbstätigkeit wird sowohl von A.____ als auch von der B.____ AG bestritten. In ihren Beschwer- den vom 14. September 1997 und in ihrer Replik vom 3. April 2018 stellen sich die Beschwerde führenden Parteien noch auf den Standpunkt, dass die Mieterträge aus privater Vermögensver- waltung stammten, weshalb A.____ als nichterwerbstätige Person zu qualifizieren sei. Eventua- liter seien die Liegenschaft, die Maschinen und der Fuhrpark als Geschäftsvermögen der Einzel- firma zu betrachten. Dies würde zur Folge haben, dass g emäss bundesgerichtlicher Rechtspre- chung aus diesem Vermögen resultierende Erträge Einkommen aus selbstständiger Erwerbstä- tigkeit darstellten. In ihrer Stellungnahme vom 20. November 2018 bezeichnen sie die fraglichen Mietobjekte nun aber ausschliesslich als dem Geschäftsvermöge n zugehörig. Damit ist davon auszugehen, dass die Beschwerde führenden Parteien am An trag, A.____ sei als Nichterwerb- stätiger zu qualifizieren, nicht mehr festhalten. Es b leibt daher lediglich zu prüfen, ob die Miet- zinserträge als Einkommen aus selbstständiger oder unsel bstständiger Erwerbstätigkeit zu be- trachten sind. 4.4 Wie die Beschwerde führenden Parteien zutreffend darauf hinweisen, stellen Mietzins- erträge aus Liegenschaften, die zum Geschäftsvermögen gehören, rechtsprechungsgemäss Ein- künfte aus selbstständiger Erwerbstätigkeit dar, sofern bei Geschäftsaufgabe keine Überführung ins Privatvermögen stattgefunden hat (BGE 140 V 241 E. 4.2). Geht hingegen die Liegenschaft ins Privatvermögen über, so unterliegen Mietzinseinnahm en nicht der AHV-Beitragspflicht (vgl. dazu BGE 125 V 385). Nichts Anderes kann für zum Geschäf tsvermögen gehörendes Mobiliar wie Fahrzeuge und Maschinen gelten. Aus den Akten ergebe n sich keine Hinweise, dass die Mietobjekte Privatvermögen darstellen. Daraus ergibt si ch, dass die Erträge der Einzelfirma D.____ aus der Vermietung der Liegenschaft, der Maschinen und der Fahrzeuge an die B.____ AG als Einkommen von A.____ aus selbstständiger Erwerbstätigkeit zu qualifizieren sind. Dieses Vorgehen stimmt im Übrigen mit der Ansicht der Ausgleichskasse Basel-Landschaft überein, wel- che A.____ im Hinblick auf das bei der Einzelfirma D._ ___ erzielte Einkommen stets als Selbst- ständigerwerbender betrachtet hat (vgl. Schreiben der Ausgleichskasse Basellandschaft vom 9. Juni 2016). Daran ändert auch der Hinweis der Suva nichts, wonach die Mietzinseinnahmen aus der Liegenschaft buchhalterisch lediglich als betrieblich er Nebenerfolg erfasst worden seien. Denn daraus kann nicht geschlossen werden, dass A.____ Ei nkommen aus unselbstständiger Erwerbstätigkeit bei der B.____ AG erzielt hat. 4.5 Einen weiteren Ertrag der Einzelfirma D.____ ste llen die auf dem Konto Nr. 3400 geführ- ten Erlöse aus Verwaltungsdienstleistungen in Höhe von Fr. 35'173.06 dar. Die Suva ist der Auf- fassung, dass es sich dabei um Entschädigungen für die von A .____ im Namen der Einzelfirma D.____ vorgenommene Geschäftsführung bei der B.____ AG handle. Dem entsprechenden Kon- toblatt, auf welchem sämtliche Kontenbewegungen auf dem Konto Nr. 3400 während des Jahres 2016 ersichtlich sind, ist jedoch dem Gegenkonto Nr. 229 1 zu entnehmen, dass diese Erlöse einzig aus den von A.____ geleisteten Arbeiten für die J.____ AG resultieren. Da ein nicht im Zusammenhang mit der B.____ AG stehender Erlös vom vorl iegenden Streitgegenstand nicht erfasst ist (vgl. Erwägung 4.1), ist dieser Ertrag bei d er vorliegend vorzunehmenden beitrags- rechtlichen Qualifikation nicht von Bedeutung. Seite 10 http://www.bl.ch/kantonsgericht 4.6 Weitere Einnahmen der Einzelfirma D.____ sind in der Jahresrechnung nicht aufgeführt. Auch das "Kontokorrent B.____ AG" Nr. 1160 enthält keine Hinweise, dass die B.____ AG A.____ für allfällige im Namen der Einzelfirma D.____ ausgeführten Tätigkeiten entschädigt hat. Als Ein- nahmen sind lediglich die Erträge aus der Vermietung der Liegenschaft, Werkstatt und Fahrzeuge (vor Abzug der Mehrwertsteuer) verbucht (vgl. Kontoblatt Nr. 1160). 5.1 Entgegen der Auffassung der Suva ergeben sich aus der Jahresrechnung der Einzel- firma D.____ keine Anhaltspunkte, dass in den verbuchten Mietzinseinnahmen ein gewisses Ent- gelt für von A.____ geleistete Arbeiten für die B.___ _ AG beinhaltet ist. Die Tatsache, dass die Mietzinserträge im Jahr 2016 im Vergleich zum Vorjahr betragsmässig gleichgeblieben sind, sich aber die Erlöse aus den Verwaltungsdienstleistungen vo n Fr. 176'120.-- im Jahr 2015 auf Fr. 35'173.06 im Jahr 2016 reduziert haben, weist eher darauf hin, dass A.____ ab 2016 tatsächlich nur im Namen der J.____ AG für die B.____ AG tätig gewesen ist. Ein weiteres Indiz, dass in den Mietzinserträgen kein Einkommen von A.____ enthalten ist , ergibt sich aus den in der Erfolgs- rechnung der B.____ AG für das Jahr 2016 verbuchten Mietzinsaufwände, korrespondieren diese doch mit den in der Jahresrechnung der Einzelfirma D._ ___ ausgewiesenen Mietzinserträgen. Einzig hinsichtlich der vermieteten Maschinen ist eine Di fferenz von Fr. 565.20 (B.____ AG: Konto Nr. 4210 "Maschinen- und Gerätemiete" = Fr. 60' 565.20; Einzelfirma D.____: Konto Nr. 3620 "Ertrag aus Maschinenvermietung" = Fr. 60'000.--) festzustellen. Ein Blick auf das Kontoblatt Nr. 4210 zeigt, dass diese auf einen der B.____ AG angefallenen Mietzinsaufwand für ein Laser- messgerät bei der L.____ AG zurückzuführen ist. Demzufolg e ist diese Differenz für die vorlie- gende Streitfrage ohne Belang. 5.2 Wie die Beschwerde führenden Parteien zu Recht vor bringen, kann auch aus den Pro- visionsrechnungen der D.____ vom 6. April 2015, 6. Juli 2015, 5. Oktober 2015 und 31. Dezember 2015 in Höhe von insgesamt Fr. 183'867.80 keine Beitragspflicht aus unselbstständiger Tätigkeit von A.____ abgeleitet werden, betreffen diese doch ausschliesslich das Jahr 2015. Es gibt keine Hinweise, dass die B.____ AG A.____ im Jahr 2016 Provisionen ausbezahlt hat. 6.1 Auch wenn in der Jahresrechnung der Einzelfirma D. ____ keine Erlöse für das Jahr 2016 ausgewiesen sind, welche auf ein von A.____ bei der B. ____ AG erzieltes Einkommen zurück- geführt werden können, ist der Suva beizupflichten, dass die Angaben der Beschwerde führenden Parteien zu den Tätigkeiten von A.____ für die B.____ AG teilweise widersprüchlich sind. So gab A.____ in seiner Anmeldung für Selbstständigerwerbende gegenüber der Ausgleichskasse Z.____ am 13. Februar 2016 an, dass er im Namen der Einzelfirma D.____ der B.____ AG für die seit 2006 vermieteten Geschäftsräumlichkeiten, Maschinen und Fahrzeuge sowie für seinen Arbeitsaufwand Rechnung stelle. Er selber sei nicht b ei der B.____ AG angestellt. Am 23. Sep- tember 2016 führte er im auf dem Briefpapier der Ei nzelfirma D.____ an die Suva gerichteten Schreiben aus, dass er nicht nur für die B.____ AG, sondern auch für andere Unternehmen tätig sei. Ab Januar 2017 werde er aufgrund eines Grossprojekts mit einem Software-Programm seine Tätigkeiten für die B.____ AG auf maximal 10 – 15 % reduzieren und bis Ende 2017 vollständig aufgeben. Gemäss Aktennotiz der Suva vom 4. Oktober 2016 teilte er sodann telefonisch mit, dass die Einzelfirma D.____ für die B.____ AG "Liegens chaftsservice betreibe" und deren Ge- Seite 11 http://www.bl.ch/kantonsgericht schäftsführung übernommen habe, da diese momentan keinen Geschäftsführer habe. Am 8. De- zember 2016 legte er dar, dass er hauptsächlich für sei ne Einzelfirma I.____ arbeite; für die B.____ AG vermittle er nur Aufträge. Die Geschäftsführung der B.____ AG sei einem Mitarbeiter übertragen worden. Die Einnahmen der Einzelfirma D.____ setzten sich vorwiegend aus den von der B.____ AG geleisteten Mietzinseinnahmen und zu einem kleinen Teil aus Courtagen für die Auftragsvermittlungen zusammen. Einige Tage später am 13. Dezember 2016 gab er an, dass die Tätigkeiten der Einzelfirma D.____ aus Akquisiti on von Kunden, Verwaltung, Management- aufgaben, Wahrnehmen von Kundenterminen und Offertenerstellung beständen. Die einzige Auf- traggeberin sei die B.____ AG. Er arbeite als Freela ncer. In der Einsprache vom 28. Februar 2017 sprach er dann von kleinen Nebentätigkeiten in Form von Vermittlung von Aufträgen an die B.____ AG. Im Schreiben vom 1. Mai 2017 machte er gel tend, dass er für die B.____ AG keine Verwaltungsarbeiten ausführe. Er gehe für diese Firma lediglich seinen Kontrollpflichten als deren Verwaltungsratspräsidenten nach. Die Auftragsvermittlun gen nehme er im Namen der E.____ vor, so auch jene für die B.____ AG. In der Beschwerde vom 14. September 2017 und der Replik vom 3. April 2018 führte er aus, dass die Einnahmen ha uptsächlich aus der an die B.____ AG vermieteten Geschäftsräumlichkeiten, Maschinen und Fahrzeuge beständen. Er nehme nur noch gelegentlich Aufgaben im Rahmen seines Verwaltungsratsm andates wahr. In der Eingabe vom 31. Januar 2019 erwähnte er nur noch die Mietzinserlöse als Einnahmequelle der Einzelfirma. 6.2 Die Angaben von A.____ stimmen lediglich dahingeh end überein, als feststeht, dass die Einzelfirma D.____ Einnahmen aus den Vermietungen an die B.____ AG hat. Nicht klar ist, ob die geschäftlichen Aktivitäten der Einzelfirma für die B .____ AG über die Vermietung hinausge- hen bzw. ob Einnahmen von allfälligen weiteren Geschä ftstätigkeiten Einkommen von A.____ aus unselbstständiger Erwerbstätigkeit darstellen. Da a ufgrund der Jahresrechnung der Einzel- firma D.____ keine Klarheit darüber verschafft werden kann, ist diejenige der B.____ AG für das Jahr 2016 näher zu betrachten. Daraus geht hervor, dass diese für Löhne Fr. 448'958.35 (Konto Nr. 5000) und für Fremdpersonalkosten Fr. 186'965.05 (Konto Nr. 5080) aufgewendet hat. Dem Kontoblatt Nr. 5080 ist zu entnehmen, dass sie A.____ lediglich für die von ihm im Namen seiner Einzelfirma F.____ getätigten Arbeiten, jedoch nicht f ür solche der Einzelfirma D.____ entlöhnt hat. Da lediglich ein über die Einzelfirma D.____ erzieltes Einkommen von A.____ vom Streitge- genstand des vorliegenden Verfahrens erfasst ist, ist auf diesen Lohn nicht näher einzugehen. Weitere Lohnzahlungen an A.____ sind auf den Kontenb lättern Nr. 5000 und Nr. 5080 nicht zu erblicken. Folgerichtig hat die B.____ AG auch keine Sozialversicherungsbeiträge für A.____ be- zahlt oder Spesen an ihn ausgerichtet (vgl. Kontoblätter Nrn. 5700 – 5780 und Nr. 5830). Dem- gemäss ergeben sich aus den genannten Konten keine Hinweise auf ein Einkommen von A.____, welches er aus für die B.____ AG verrichtete Arbeiten erzielt hat. 6.3 In der Bilanz der B.____ AG sind Kontokorrente auf geführt, auf welchen der Geschäfts- verkehr der B.____ AG mit A.____ als Privatperson (Konto Nr. 1165), mit der Einzelfirma D.____ (Konto Nr. 2290) und mit weiteren, hier nicht interessierenden Einzelfirmen von A.____ bzw. der J.____ AG aufgezeigt werden. Was das Kontokorrent Nr. 2290 anbelangt, kann auf die Ausfüh- rungen in der Erwägung 4.6 zum Kontokorrent B.____ A G Nr. 1160 in der Jahresrechnung der Einzelfirma D.____ verwiesen werden, bildet doch dieses das Gegenkonto zum Kontokorrent der D.____ Nr. 2290. Anders sieht die Sachlage in Bezug auf das Kontokorrent A.____ Nr. 1165 aus. Seite 12 http://www.bl.ch/kantonsgericht Bei Durchsicht der einzelnen Kontoblätter fällt auf, dass verschiedene Aufwände der B.____ AG in Höhe von insgesamt Fr. 17'387.75 auf dem Gegenkonto "Kontokorrent A.____" Nr. 1165 ver- bucht sind. Dies deutet darauf hin, dass A.____ auf R echnung der B.____ AG Einkäufe getätigt hat. So ist dem Eintrag auf dem Konto "Erlöse aus Fla chdach- + Spenglerarbeiten" Nr. 3400 zu entnehmen, dass der Rechnungsbetrag in Höhe von Fr. 4'299.25 für Arbeiten an einer Dachrinne vom 12. April 2016 auf dem Kontokorrent Nr. 1165 gutg eschrieben wurde. Weitere Bezüge von A.____ ergeben sich aus den Konten "Einkauf Betriebsmat erial" in Höhe von insgesamt Fr. 249.50 (vgl. Kontoblatt Nr. 4000), "Berufsbekleidung" in Höhe von Fr. 46.95 (Kontoblatt Nr. 5850), "Sonstiger Personalaufwand" in der Höhe von insgesamt Fr. 4'078.05 (Kontoblatt Nr. 5880), "Werkzeuge/Kleinmaschinen" in der Höhe von insgesamt Fr. 161.30 (Kontoblatt Nr. 6150), "Ma- schinen/Werkstatt" in der Höhe von insgesamt Fr. 40.65 (K ontoblatt Nr. 6160), "Bagger/Radla- der/Stapler" in der Höhe von insgesamt Fr. 133.15 (K ontoblatt Nr. 6170), "Reparaturen/Fahr- zeuge" in der Höhe von Fr. 111.10 (Kontoblatt Nr. 6200), "Betriebsstoffe" in der Höhe von Fr. 4.65 (Kontoblatt Nr. 6210), "Versicherungen, Steuern" in Höhe von Fr. 40.-- (Kontoblatt Nr. 6220), "Büromaterial" in Höhe von insgesamt Fr. 35.15 (Kontoblatt Nr. 6500), "Brief- und Paketporti" in der Höhe von insgesamt Fr. 573.95 (Kontoblatt Nr. 6515), "Beiträge, Spenden, Trinkgelder" in der Höhe von Fr. 5'000.-- (Kontoblatt Nr. 6520), "Übrige r Verwaltungsaufwand" in der Höhe von Fr. 18.-- (Kontoblatt Nr. 6590) und "Repräsentationsspesen" in der Höhe von insgesamt Fr. 2'596.05 (Kontoblatt Nr. 6650). Die meisten dieser Bezüge können nicht mit der von der Einzelfirma D.____ vermieteten Geschäftsräumlichkeiten, Maschinen und Fahrzeug e in Zusammenhang gebracht werden. Es stellt sich deshalb die Frage, ob diese Bezüge (teilweise) eine Entschädigung für von A.____ für die B.____ AG geleisteten Arbeiten, wie z. B. für die Geschäftsführung, Verwaltungs- ratsaufgaben und Auftragsvermittlungen, sind. Diese Frage kann aufgrund der vorliegenden Ak- ten nicht beantwortet werden. Es ist daher auch nicht m öglich zu beurteilen, ob diese Bezüge Einkommen von A.____ aus unselbstständiger Erwerbstätigkeit darstellen. 6.4 Aufgrund dieser Ausführungen ist festzustellen, dass die Vorbringen der Suva nicht ausrei- chen, um mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrschei nlichkeit davon ausgehen zu kön- nen, dass A.____ im Jahr 2016 im Namen seiner Einzelfirm a D.____ ein Einkommen aus un- selbstständiger Erwerbstätigkeiten bei der B.____ AG erzielt hat. So stellen die Mietzinseinnah- men der Einzelfirma D.____ aus der an die B.____ AG vermieteten Mietobjekte Einkommen von A.____ aus selbstständiger Erwerbstätigkeit dar. Es gibt keine rechtsgenüglichen Anhaltspunkte, dass in diesen Mietzinserträgen Entschädigungen für von A.____ für die B.____ AG geleisteten Arbeiten enthalten sind. Entgegen der Ansicht der Suva stellen die in der Jahresrechnung der Einzelfirma D.____ aufgeführten Erlöse aus Verwaltungsdienstleistungen (Konto-Nr. 3400) keine Einnahmen dar, welche auf eine Geschäftstätigkeit mit der B.____ AG zurückgeführt werden könnten. Auch aus den von der Einzelfirma D.____ an die B.____ AG im Jahr 2015 in Rechnung gestellten Provisionen kann nichts zu Ungunsten der Beschwerde führenden Parteien abgeleitet werden. Es ist jedoch möglich, dass die auf dem "Kontokorrent A.____" (Konto Nr. 1165 der Jah- resrechnung der B.____ AG) verbuchten Bezüge als ein solch es Einkommen zu qualifizieren sind. Eine abschliessende Beurteilung der beitragsrechtlichen Qualifikation dieser Bezüge kann aufgrund der vorliegenden Aktenlage nicht vorgenommen werden. Es wird Sache der Suva sein, das "Kontokorrent A.____" hinsichtlich der Streitfrage einer genauen Prüfung zu unterziehen. Die Seite 13 http://www.bl.ch/kantonsgericht Angelegenheit wird deshalb in diesem Punkt an die Su va zurückgewiesen. In diesem Sinne ist die Beschwerde gutzuheissen. 7.1 Art. 61 lit. a ATSG hält fest, dass der Prozess vor dem kantonalen Gericht für die Par- teien kostenlos zu sein hat. Es sind deshalb für das vorliegende Verfahren keine Kosten zu erhe- ben. 7.2 Laut Art. 61 lit. g ATSG hat die obsiegende Beschw erde führende Person Anspruch auf Ersatz der Parteikosten. Dazu zählt die Entschädigung, wel che die vertretende Person geltend macht. Nicht vertretene Parteien haben grundsätzlich keinen Anspruch auf Parteientschädigung (vgl. KIESER , a.a.O., zu Art. 61 Rz. 196 f.). Hebt das Kantonsge richt - wie hier - einen bei ihm angefochtenen Entscheid auf und weist es die Angelegenh eit zu ergänzender Abklärung und neuer Beurteilung an die Verwaltung zurück, so gilt in prozessualer Hinsicht die Beschwerde füh- rende Partei als (vollständig) obsiegende Partei (BGE 137 V 61 f. E. 2.1 und 2.2, BGE 132 V 235 E. 6.2, je mit Hinweisen). Den Beschwerde führenden P arteien ist deshalb für die Vertretungs- kosten ihres beigezogenen Rechtsvertreters eine Parteientschädigung zu Lasten der Suva zuzu- sprechen. Der Rechtsvertreter der Beschwerdeführer hat trotz Aufforderung des Kantonsgerichts keine Honorarnote eingereicht. Es ist deshalb das Honora r nach Ermessen festzusetzen. Unter Berücksichtigung der Mandatsniederlegung per 8. November 2018 und der sich stellenden Sach- verhalts- und Rechtsfragen erachtet das Gericht eine pauschale Parteientschädigung in der Höhe von Fr. 3'284.85 (12 Stunden à Fr. 250.-- zuzüglich Auslagen von Fr. 50.-- und 7,7 % Mehrwert- steuer) als angemessen. 8.1 Gemäss Art. 90 des Bundesgesetzes über das Bundesg ericht (BGG) vom 17. Juni 2005 ist die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten an das Bundesgericht zulässig ge- gen Entscheide, die das Verfahren abschliessen. Selbststän dig eröffnete Zwischenentscheide sind - mit Ausnahme der Zwischenentscheide über die Zuständigkeit und über Ausstandsbegeh- ren (vgl. Art. 92 BGG) - nur mit Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten anfechtbar, wenn sie einen nicht wiedergutzumachenden Nachteil bewir ken können (Art. 93 Abs. 1 lit. a BGG) oder wenn die Gutheissung der Beschwerde sofort e inen Endentscheid herbeiführen und damit einen bedeutenden Aufwand an Zeit oder Kosten für ein weitläufiges Beweisverfahren er- sparen würde (Art. 93 Abs. 1 lit. b BGG). Nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung handelt es sich bei einem Rückweisungsentscheid an den Versicherungsträger zur Aktenergänzung und anschliessenden Neuverfügung nicht um einen Endentscheid , sondern um einen Zwischenent- scheid im Sinne von Art. 93 Abs. 1 BGG. Dies gilt auch f ür einen Rückweisungsentscheid, mit dem eine materielle Teilfrage (z.B. eine von mehreren materiellrechtlichen Anspruchsvorausset- zungen) beantwortet wird (BGE 133 V 481 f. E. 4.2). 8.2 Beim vorliegenden Rückweisungsentscheid handelt es si ch somit um einen Zwischen- entscheid im Sinne des BGG. Demnach ist gegen ihn ein e Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten an das Bundesgericht nur unter den in Art. 93 Abs. 1 BGG genannten Voraus- setzungen zulässig. Ob diese erfüllt sind, entscheidet das Bundesgericht. Die nachstehende Rechtsmittelbelehrung erfolgt unter diesem ausdrücklichen Vorbehalt. Seite 14 http://www.bl.ch/kantonsgericht 8.3 Zu ergänzen bleibt, dass nach bundesgerichtlicher P raxis die in einem Rückweisungs- entscheid getroffene (Kosten- und) Entschädigungsregelun g - wie die Rückweisung im Haupt- punkt selbst - einen Zwischenentscheid (Art. 93 Abs. 1 BGG ) darstellt, der in der Regel keinen nicht wiedergutzumachenden Nachteil im Sinne von Art. 93 Abs. 1 lit. a BGG bewirkt und damit nicht selbstständig beim Bundesgericht angefochten werden kann. Ihre Anfechtung ist erst mit Beschwerde gegen den Endentscheid möglich. Entscheidet d ie Instanz, an welche die Sache zurückgewiesen wurde, in der Hauptsache voll zu Gunsten d er Beschwerde führenden Person, so kann die Kosten- oder Entschädigungsregelung im Rückwei sungsentscheid direkt innerhalb der Frist des Art. 100 BGG ab Rechtskraft des Endentscheids mit ordentlicher Beschwerde beim Bundesgericht angefochten werden (BGE 133 V 648 E. 2. 2, bestätigt im Urteil des Bundesge- richts vom 30. Oktober 2008, 9C_567/2008, E. 2 - 4; vgl. auch das Urteil des Bundesgerichts vom 19. Februar 2008, 9C_748/2007). Seite 15 http://www.bl.ch/kantonsgericht Demgemäss wird e r k a n n t : ://: 1. Die Beschwerden werden in dem Sinne gutgeheiss en, als der angefoch- tene Einspracheentscheid der Suva vom 17. Juli 2017 aufgehoben und die Angelegenheit zur weiteren Abklärung im Sinne der Erwägungen an die Suva zurückgewiesen wird. 2. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. 3. Die Suva hat den Beschwerde führenden Parteien ei ne Parteientschä- digung in der Höhe von Fr. 3'284.85 (inkl. Auslagen u nd 7,7 % Mehr- wertsteuer) zu bezahlen.