<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: SB.2002.00029</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=106936&amp;W10_KEY=13013575&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>SB.2002.00029</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 20.11.2002</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">2. Abteilung/2. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Steuerrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Einschätzung 2000</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Mitarbeiteroptionen Mit einer Vesting-Periode im Sinn einer aufschiebenden Bedingung versehene Mitarbeiteroptionen fliessen dem Pflichtigen erst nach Ablauf der Vesting-Periode zu, da der Rechtserwerb erst zu diesem Zeitpunkt unwiderruflich und definitiv ist.</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: Urteile: Steuerrecht UR: Steuern von Einkommen und VermÃ¶gen, Kapital, Ertra ST: ALLGEMEINE BESTIMMUNGEN">ALLGEMEINE BESTIMMUNGEN</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ANWARTSCHAFT">ANWARTSCHAFT</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: AUFSCHIEBENDE BEDINGUNG">AUFSCHIEBENDE BEDINGUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: Urteile: Steuerrecht UR: Steuern von Einkommen und VermÃ¶gen, Kapital, Ertra ST: EINKOMMENSSTEUER">EINKOMMENSSTEUER</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: MITARBEITEROPTIONEN">MITARBEITEROPTIONEN</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: RECHTSERWERB">RECHTSERWERB</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: VESTING">VESTING</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ZUFLUSSZEITPUNKT">ZUFLUSSZEITPUNKT</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade">Art. 151 OR</span><br/><span class="gerade">§ 17 lit. I StG</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade">RB 2002 Nr. 96 S. 213</span><br/> </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 1 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Einzug1"><span>I. E. war im Jahr 2000 in unselbststÃ¤ndiger Stellung fÃ¼r die F. AG tÃ¤tig. Am 19. Juli 2000 teilte die F. AG dem Pflichtigen 1'000 Call-Optionen zu. Die Optionen mit einer Lauf­zeit von zehn Jahren berechtigten unter bestimmten Bedingungen zum Erwerb von Ak­tien der F. AG. Sie wurden ge­staffelt Ã¼ber einen Zeitraum von fÃ¼nf Jahren jeweils nach Ablauf eines (weiteren) Jahres in gleichen Tranchen ausÃ¼bbar; die ersten 200 Optionen konn­ten frÃ¼hestens ein Jahr nach der Zuteilung ausgeÃ¼bt werden. FÃ¼r den Fall, dass der Mit­arbeiter vor Ende der Optionslaufzeit austreten sollte, sah das Reglement Ã¼ber die Mitarbeiterbeteiligung vor, dass ausÃ¼bbare, bis zum Zeitpunkt der Beendigung des ArbeitsverhÃ¤ltnisses noch nicht ausgeÃ¼bte Optionen entschÃ¤digungslos verfallen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1">Der Pflichtige deklarierte die ihm im Juli 2000 zugeteilten Optionen in der Steuerer­klÃ¤rung 2000 nicht als Einkommen. In einem der SteuererklÃ¤rung beigelegten Schreiben hielt er unter anderem fest, die Aktien der F. AG hÃ¤tten seit September 2000 70 % ihres Kurs­­werts eingebÃ¼sst und er kÃ¶nne erst im Sommer 2001 eine Tranche von 20 % der Aktien beziehen, sofern der Kurs USD 84.- Ã¼bersteige.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Der SteuerkommissÃ¤r schÃ¤tzte den Pflichtigen fÃ¼r die Staats- und Gemeindesteuern 2000 mit einem steuerbaren Einkommen von Fr. ... und mit einem steuerbaren Ver­mÃ¶gen von Fr. ... ein. Dabei rechnete er fÃ¼r die dem Pflichtigen zugeteilten Optionen beim Einkommen Fr. ... und beim VermÃ¶gen Fr. ... auf. Mit Einspracheent­scheid vom 28. September 2001 wies das kantonale Steueramt die gegen den EinschÃ¤tzungsentscheid erhobene Einsprache ab.</p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>II. Die Steuerrekurskommission II hiess den dagegen erhobenen Rekurs des Pflichtigen mit Entscheid vom 14. Februar 2002 gut und setzte das steuerbare Einkommen auf Fr. ... und das steuerbare VermÃ¶gen auf Fr. ... herab. Sie erwog, als Realisationszeitpunkt sei der Augenblick des "vesting", d.h. des unwiderruflichen Rechtserwerbs durch den Mitarbeiter, zu wÃ¤hlen. Dieser Zeitpunkt falle indessen â fÃ¼r die erste Tranche von 200 Optionen â ins nachfolgende Jahr 2001, weshalb der Pflichtige aus den ihm zugeteilten Optionen im Jahr 2000 kein Einkommen realisiert habe.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>III. Das kantonale Steueramt beantragte dem Verwaltungsgericht mit Beschwerde vom 3. April 2002, es sei die EinschÃ¤tzung fÃ¼r die Steuerperiode 2000 gemÃ¤ss dem Einspra­­che­entscheid </span>wieder herzustellen.</p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1">WÃ¤hrend die Steuerrekurskommission II auf Vernehmlassung verzichtete, schloss der Pflichtige auf Abweisung der Beschwerde, unter Kosten- und EntschÃ¤digungsfolge.</p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Der Einzelrichter Ã¼berwies den Fall an die 2. Kammer zur Entscheidung.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die Kammer zieht in ErwÃ¤gung:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">1. Mit der Steuerbeschwerde an das Verwaltungsgericht kÃ¶nnen laut § 153 Abs. 3 des Steuergesetzes vom 8. Juni 1997 (StG) alle Rechtsverletzungen, einschliesslich Ãberschreitung oder Missbrauch des Ermessens, und die unrichtige oder unvollstÃ¤ndige Feststel­lung des rechtserheblichen Sachverhalts geltend gemacht werden.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Das Verwaltungsgericht hat sich infolgedessen auf die reine Rechtskontrolle zu beschrÃ¤nken; dazu gehÃ¶rt auch die PrÃ¼fung, ob die Vorinstanzen den rechtserheblichen Sachverhalt gesetzmÃ¤ssig festgestellt haben. Dem Gericht ist es daher verwehrt, das von der Re­kurskommission in Ãbereinstimmung mit dem Gesetz ausgeÃ¼bte Ermessen auf Angemessen­heit hin zu Ã¼berprÃ¼fen und so sein Ermessen anstelle desjenigen der Rekursinstanz zu set­­zen. Die PrÃ¼fungsbefugnis des Verwaltungsgerichts erstreckt sich lediglich auf rechtsver­­letzende Ermessensfehler, d.h. auf ErmessensÃ¼berschreitung und Ermessensmissbrauch.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Der BeschwerdefÃ¼hrer lÃ¤sst durch das kantonale Steueramt als rechtsverletzend rÃ¼gen, dass die Rekurskommission fÃ¼r die Bestimmung des steuerlich massgebenden Zufluss­­zeitpunkts auf den Ablauftermin der sog. Vesting-Periode und nicht auf das Zuteilungs­­datum vom 19. Juli 2000 abgestellt hat.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">2. a) Als Einkommen aus unselbststÃ¤ndiger ErwerbstÃ¤tigkeit im Sinn von § 17 Abs. 1 StG gilt unter anderem auch die Zuteilung von Beteiligungsrechten an Mitarbeiter, sofern und soweit die Beteiligungsrechte unentgeltlich oder zu einem Vorzugspreis Ã¼berlas­sen werden (RB 1995 Nr. 34, auch zum Folgenden). Solchenfalls fÃ¼hrt nÃ¤mlich der Zufluss dieser VermÃ¶gensrechte beim Mitarbeiter in der Differenz zwischen dem Verkehrswert und einem allfÃ¤lligen Bezugspreis zu einer im ArbeitsverhÃ¤ltnis begrÃ¼ndeten Bereiche­­rung. Dem Mitarbeiter fliesst durch den Erwerb der Option â und nur hierdurch â unter dem steuerrechtlichen Titel des Einkommens aus unselbststÃ¤ndiger ErwerbstÃ¤tigkeit ein geld­werter Vorteil zu, falls die wirtschaftliche LeistungsfÃ¤higkeit des EmpfÃ¤ngers gÃ¼nstig beeinflusst wird. </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">EinkÃ¼nfte werden erst mit ihrem Zufluss einkommens- bzw. vermÃ¶genssteuerwirksam. In Lehre und Rechtsprechung hat sich der Grundsatz herausgebildet, dass EinkÃ¼nfte in der Regel in jenem Zeitpunkt zufliessen, in welchem der Rechtserwerb vollendet ist, der Steu­erpflichtige also einen festen Rechtsanspruch auf das VermÃ¶gensrecht erworben hat, es sei denn, die ErfÃ¼llung des Anspruchs sei besonders unsicher (RB 1998 Nr. 148; Felix Rich­ner/Walter Frei/Stefan Kaufmann, Kommentar zum harmonisierten ZÃ¼rcher Steuergesetz, ZÃ¼rich 1999, § 50 N 6). Der Einkommenszufluss ist ein faktischer Vorgang, der damit abgeschlossen ist, dass der Steuerpflichtige die wirtschaftliche VerfÃ¼gungsmacht Ã¼ber die zu­ge­flos­senen VermÃ¶genswerte innehat. Die Bedeutung des Zuflussprinzips liegt in der pe­rio­den­­gerechten, d.h. auf das Zuflussjahr bezogenen Einkommensermittlung (RB 1988 Nr. 29).</p> <p class="Einzug1"><i> </i></p> <p class="Einzug1">Bei der Ãbertragung von Mitarbeiteraktien und -optionen erwirbt der Arbeitnehmer in der Regel mit der Annahme der Offerte einen Anspruch auf Ãbertragung des Eigentums und mit deren Ãbertragung auf ihn erwirbt er das Eigentum an den Titeln (BGr, 6. November 1995, E. 3b/bb, StE 1996 B 22.2 Nr. 12). Der VermÃ¶gensrechtserwerb ist (frÃ¼hestens) dann vollendet, wenn der Mitarbeiter ein Angebot ausdrÃ¼cklich oder durch konkludentes Verhalten angenommen hat; denn erst dieses Akzept lÃ¤sst ein konsolidiertes, nÃ¤mlich notfalls gerichtlich durchsetzbares Recht des Mitarbeiters auf EinrÃ¤umung der Option entstehen (RB 1995 Nr. 34). Dieser Grundsatz schliesst indessen nicht aus, dass aufgrund der kon­­kreten Vertragsbedingungen der unwiderrufliche Rechtserwerb â z.B. infolge einer auf­schiebenden Bedingung â erst zu einem spÃ¤teren Zeitpunkt eintritt, da nur unbedingte Leis­tungsansprÃ¼che als realisiertes Einkommen betrachtet werden kÃ¶nnen (Peter Locher, Kom­mentar zum Bundesgesetz Ã¼ber die direkte Bundessteuer, I. Teil, Therwil/Basel 2001, Art. 16 N 18, mit weiteren Hinweisen; Richner/Frei/Kaufmann, § 50 N 8).</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">b) Die Rekurskommission hat die rechtlichen Grundlagen ausfÃ¼hrlich und zutreffend dargelegt. Es kann darauf verwiesen werden (vgl. § 161 des Gerichtsverfassungsgeset­zes vom 13. Juni 1976). Wie die Rekurskommission unter anderem richtig erkannt hat, ist bei Mitarbeiteroptionen die Frage nach dem Vollendungszeitpunkt des Rechtserwerbs zu un­terscheiden von der Frage der Bewertung einer zwar erworbenen, aber mit Sperrfris­ten und allfÃ¤lligen weiteren BeschrÃ¤nkungen versehenen Mitarbeiteroption. Nach den unbestrit­­tenen Feststellungen der Rekurskommission sahen die fÃ¼r die EinrÃ¤umung der Opti­onen geltenden Bedingungen eine sog. Vesting-Periode vor. Darunter wird die Zeitdauer verstanden, wÃ¤hrend der die zugeteilten Mitarbeiteroptionen "verdient" werden (Andreas Risi, Mitarbeiteroptionen und Aktien, Bewertung â Rechnungslegung â Besteuerung, ZÃ¼rich 1999, S. 96, auch zum Folgenden). Der Mitarbeiter kann in solchen FÃ¤llen die Optionen bis zum Ende der Vesting-Periode "verlieren", wenn er seine Leistungsziele nicht erreicht oder das ArbeitsverhÃ¤ltnis aufgelÃ¶st wird. Der vom BeschwerdefÃ¼hrer eingereichte Bericht der gemischten Arbeitsgruppe "Besteuerung von Mitarbeiteroptionen" zu Handen des Eidg. Finanzdepartementes vom 21. Dezember 2001 stellt zur Vesting-Periode in Ziff. 6.1.1. Folgendes fest: "Im Grunde genommen wird damit eine Suspensiv-Bedingung nach Artikel 151 OR fÃ¼r den Erwerb der Option eingefÃ¼hrt. Der Optionsvertrag entfaltet erst Wirkung, wenn die Bedingung in ErfÃ¼llung geht (Art. 151 Abs. 2 OR)." Der Bericht kommt zum Schluss, dass bei echten Mitarbeiteroptionen in Bezug auf den Besteuerungszeitpunkt zu unterscheiden sei, ob ihr definitiver Erwerb bereits mit der Zuteilung (Annah­meerklÃ¤rung des Mitarbeiters) oder erst nach Ablauf der Vesting-Periode erfolge. </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Diese Rechtsauffassung steht nicht im Widerspruch zur bisherigen Rechtsprechung des Verwaltungsgerichts, nach welcher erst das Akzept ein konsolidiertes Recht des Mitarbeiters auf EinrÃ¤umung der Option entstehen lÃ¤sst (RB 1995 Nr. 34), denn das Verwaltungs­­gericht hatte sich im zitierten Entscheid nicht mit der Rechtswirkung einer aufschieben­­den Bedingung zu befassen. Entscheidend ist, dass der einkommenssteuerlich massgebende Zufluss erst im Zeitpunkt stattfindet, in welchem der Rechtserwerb durch den Mitarbeiter abgeschlossen ist. Mitarbeiteroptionen verschaffen â als Call-Optionen â dem Berech­tigten in der Regel ein Gestaltungsrecht auf Erwerb von Beteiligungsrechten. Allein die definitive Ãbertragung dieses â gegebenenfalls mit Sperrfristen und weiteren Bedingun­­gen versehenen â Rechts auf den Mitarbeiter kann als eine im ArbeitsverhÃ¤ltnis begrÃ¼n­dete Leistung des Arbeitgebers verstanden werden. Wird die Zuteilung von Optionen erst nach Ablauf einer Vesting-Periode definitiv, bleibt der Rechtserwerb bis zu diesem Zeitpunkt in der Schwebe; es besteht eine einkommenssteuerlich unbeachtliche Anwartschaft. Im unvollendeten Rechtserwerb besteht der entscheidwesentliche Unterschied zu FÃ¤llen un­­widerruflicher Ãbertragung von Optionen, die (gegebenenfalls) nicht sofort ausÃ¼bbar sind, weil die AusÃ¼bungsperiode erst in einem spÃ¤teren Zeitpunkt zu laufen beginnt. In ei­nem solchen Fall tritt der definitive VermÃ¶gensrechtserwerb bereits mit der Zuteilung ein; der aufgeschobenen AusÃ¼bbarkeit und allfÃ¤lligen weiteren Bedingungen ist im Rahmen der Wertermittlung Rechnung zu tragen.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">c) Nach den unbestrittenen Feststellungen der Rekurskommission erwarb der Pflich­­tige die Optionen erst nach Ablauf der Vesting-Periode unwiderruflich. Daraus ergibt sich folgerichtig, dass der fÃ¼r den Zuflusszeitpunkt massgebende definitive Rechtserwerb erst beim Ablauf der Vesting-Periode abgeschlossen war. Da dieser Zeitpunkt ausserhalb des Bemessungsjahres 2000 liegt, erzielte der Pflichtige im Steuerjahr 2000 kein entsprechen­des Einkommen aus Mitarbeiterbeteiligung, weshalb die Rekurskommission zu Recht von einer Besteuerung abgesehen hat. Die MÃ¶glichkeit, dass die Auswirkungen einer AuflÃ¶­sung des ArbeitsverhÃ¤ltnisses wÃ¤hrend der Vesting-Periode in Bezug auf die AusÃ¼bbarkeit der Optionen fÃ¼r den Mitarbeiter im Ergebnis die gleichen sein kÃ¶nnen wie wenn der Rechtserwerb bei Zuteilung stattgefunden hÃ¤tte, aber eine erst spÃ¤ter beginnende AusÃ¼­bungs­frist vorgesehen worden wÃ¤re, ist unter diesen UmstÃ¤nden ohne Bedeutung, denn selbst wenn dies zutrÃ¤fe, kÃ¶nnte damit die Einkommensbesteuerung vor Vollendung des Rechtserwerbs nicht begrÃ¼ndet werden.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">d) Mit der Beschwerde wird weiter gerÃ¼gt, die Rekurskommission habe nicht nÃ¤her geprÃ¼ft, ob die ErfÃ¼llung der Forderung im konkreten Fall besonders unsicher war. Die steu­erliche BerÃ¼cksichtigung einer besonderen Unsicherheit Ã¼ber die ErfÃ¼llung des Anspruchs durch den Schuldner setzt indessen den vollendeten Erwerb des anspruchsbegrÃ¼ndenden Rechts voraus (RB 1980 Nr. 46). GestÃ¼tzt auf die Feststellung, dass der unwiderrufliche Rechtserwerb erst nach Ablauf der Vesting-Periode erfolgte, schloss die Rekurs­kom­mission zutreffend, dass der einkommenssteuerlich massgebende Rechtserwerb nicht im Bemessungsjahr 2000 erfolgte. Sie hatte deshalb nicht zu prÃ¼fen, ob die AnspruchserfÃ¼l­lung besonders unsicher war.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">3. Der BeschwerdefÃ¼hrer macht ferner geltend, die Besteuerung im Zeitpunkt des Ablaufs der Vesting-Periode wÃ¼rde neue Probleme schaffen; insbesondere kÃ¶nnten Besteu­erungslÃ¼cken eintreten und mÃ¼ssten steueramtliche Vorbescheide aufgehoben werden. Wei­ter stelle diese Praxis die Arbeitgeber in Bezug auf die ErfÃ¼llung ihrer Bescheinigungs­pflichten vor grosse Probleme. Letzteres ist von vornherein nicht entscheidwesentlich, hat es doch der Arbeitgeber in der Hand, die Mitarbeiterbeteiligung in einer Weise auszugestal­ten, die ihm mÃ¶glichst wenig Vollzugsaufwand verursacht. Weshalb die Besteuerung im Zeitpunkt des unwiderruflichen Rechtserwerbs zu BesteuerungslÃ¼cken fÃ¼hren soll und aus welchen GrÃ¼nden Vorentscheide aufgehoben werden mÃ¼ssten, wird im Ãbrigen nicht substanziert dargelegt, weshalb darauf nicht nÃ¤her einzutreten ist.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">4. Der Umstand, dass im Auftrag der F. AG ein fÃ¼r Einkommenssteuerzwecke mass­­gebender Wert ermittelt und von der Abteilung fÃ¼r Wertschriftenbewertung am 8. Ja­nuar 2001 genehmigt wurde, spricht nicht gegen die mit dem angefochtenen Entscheid fest­geleg­te steuerliche Behandlung. ZunÃ¤chst fÃ¤llt auf, dass die Vertreterin der F. AG im Schreiben vom 22. Dezember 2000 lediglich auf eine Sperrfrist fÃ¼r die Optionen hinwies und sich nicht mit der konkreten Ausgestaltung einer Vesting-Klausel und deren Rechtswir­­kungen be­fasste. Es bleibt daher offen, ob die Frage des massgebenden Zuflusszeitpunkts vom kan­tonalen Steueramt zu diesem Zeitpunkt Ã¼berhaupt genauer geprÃ¼ft wurde. Dies ist jedoch ohnehin unerheblich, vermag doch eine Genehmigung der Bewertung durch das kantonale Steueramt die fehlende gesetzliche Grundlage fÃ¼r die Erhebung der Einkom­menssteuer im Jahr 2000 nicht zu ersetzen. Das Ergebnis der von der F. AG vorgenommenen AbklÃ¤rungen hÃ¤tte unter UmstÃ¤nden eine Bedeutung bei der hier nicht zur Beurteilung anstehenden Rechts­frage, ob sich der Pflichtige beim Vorliegen eines entsprechenden steueramtlichen Vor­entscheids nach Treu und Glauben darauf berufen kÃ¶nnte, dass die EinschÃ¤t­zung der schriftlichen Auskunft gemÃ¤ss vorgenommen werde.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Damit erweist sich der Entscheid der Rekurskommission als gesetzmÃ¤ssig. Die Beschwerde ist folglich abzuweisen. </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">5. ...</p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>DemgemÃ¤ss entscheidet die Kammer:</span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>1. Die Beschwerde wird abgewiesen.</span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>2. ...</span></p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>