<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="content"> <div class="para">Tribunale federale </div> <div class="para">Tribunal federal </div> <div class="para"> </div> <div class="para">{T 0/2} </div> <div class="para">9C_154/2007 </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Urteil vom 21. August 2007 </div> <div class="para">II. sozialrechtliche Abteilung </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Besetzung </div> <div class="para">Bundesrichter U. Meyer, Präsident, </div> <div class="para">Bundesrichter Kernen, Seiler, </div> <div class="para">Gerichtsschreiber Wey. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Parteien </div> <div class="para">IV-Stelle Luzern, Landenbergstrasse 35, 6005 Luzern, </div> <div class="para">Beschwerdeführerin, </div> <div class="para"> </div> <div class="para">gegen </div> <div class="para"> </div> <div class="para">B.________, Beschwerdegegnerin, vertreten durch Beratungsstelle für Ausländer, Schützengasse 7, 8001 Zürich. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Gegenstand </div> <div class="para">Invalidenversicherung, </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Beschwerde gegen den Entscheid des Verwaltungsgerichts des Kantons Luzern vom 16. März 2007. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Sachverhalt: </div> <div class="para">Mit Verfügung vom 30. März 2005 und Einspracheentscheid vom 11. November 2005 verneinte die IV-Stelle Luzern einen Anspruch der 1969 geborenen B.________ auf eine Rente der Invalidenversicherung mangels eines leistungsbegründenden Invaliditätsgrades. </div> <div class="para">Das Verwaltungsgericht des Kantons Luzern hiess die gegen den Einspracheentscheid erhobene Beschwerde mit Entscheid vom 16. März 2007 insoweit gut, als es die Sache zur weiteren Abklärung an die Verwaltung zurückwies. </div> <div class="para">Die IV-Stelle führt Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten mit dem Antrag, der Einspracheentscheid sei in Aufhebung des vorinstanzlichen Entscheids zu bestätigen. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Das Bundesgericht zieht in Erwägung: </div> <div class="para">1. </div> <div class="para">Die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten (<span class="artref">Art. 82 ff. BGG</span>) kann wegen Rechtsverletzung gemäss Art. 95 f. BGG erhoben werden. Das Bundesgericht legt seinem Urteil den Sachverhalt zugrunde, den die Vorinstanz festgestellt hat (<span class="artref">Art. 105 Abs. 1 BGG</span>) und kann deren Sachverhaltsfeststellung von Amtes wegen nur berichtigen oder ergänzen, wenn sie offensichtlich unrichtig ist oder auf einer Rechtsverletzung im Sinne von <span class="artref">Art. 95 BGG</span> beruht (<span class="artref">Art. 105 Abs. 2 BGG</span>; vgl. zur auch unter der Herrschaft des BGG gültigen Abgrenzung von Tat- und Rechtsfragen im Bereich der Invaliditätsbemessung [<span class="artref">Art. 16 ATSG</span>] für die Ermittlung des Invaliditätsgrades nach <span class="artref">Art. 28 Abs. 1 IVG</span> <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=28&amp;from_date=13.08.2007&amp;to_date=01.09.2007&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F132-V-393%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page393">BGE 132 V 393</a>). </div> <div class="para">2. </div> <div class="para">In formeller Hinsicht kann im vorliegenden Fall noch offen bleiben, ob es sich beim kantonalen Rückweisungsentscheid zwecks weiterer Abklärung des medizinischen Sachverhalts um einen Zwischenentscheid im Sinne von <span class="artref">Art. 93 BGG</span> handelt, und ob - bejahendenfalls - einer der beiden Eintretensgründe gemäss Art. 93 Abs. 1 lit. a (nicht wieder gutzumachender Nachteil) oder b (Vermeidung unnötigen Verfahrensaufwandes) BGG erfüllt ist, weil die Beschwerde ohnehin als offensichtlich unbegründet abzuweisen ist (E. 4). </div> <div class="para">3. </div> <div class="para">Die Vorinstanz hat in pflichtgemässer Würdigung der gesamten Aktenlage - namentlich gestützt auf die Berichte der Höhenklinik X._______ vom 7. März 2002 sowie des Internisten Dr. med. K.________ vom 4. August 2003 - erkannt, dass die Beschwerdegegnerin insbesondere an einer Fibromyalgie und einer anhaltenden somatoformen Schmerzstörung (ICD-10 F45.4) leidet. Des Weiteren wurden im Wesentlichen eine Anpassungsstörung mit Angst und depressiver Reaktion gemischt (ICD-10 F43.22; vgl. Bericht des Dr. med. K.________ vom 4. August 2003), depressive Verstimmungen (vgl. Bericht des Prof. Dr. med. S.________, Physikalische Medizin, vom 27. September 2004) sowie eine chronifizierte Lumbalgie (vgl. Bericht des Kantonsspitals Y.________ vom 22. April 2003) diagnostiziert. Die Fibromyalgie sowie die anhaltende somatoforme Schmerzstörung wirken grundsätzlich nicht invalidisierend (<a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=28&amp;from_date=13.08.2007&amp;to_date=01.09.2007&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F132-V-65%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page65">BGE 132 V 65</a>, 131 V 49, 130 V 352 und 396). Die Beurteilung, ob die Morbiditätskriterien erfüllt sind - etwa eine mitwirkende, psychisch ausgewiesene Komorbidität von erheblicher Schwere, Intensität, Ausprägung und Dauer vorliegt - und damit (ausnahmsweise) eine willentliche Schmerzüberwindung und ein Wiedereinstieg in den Arbeitsprozess unzumutbar ist, erfordert nach Auffassung des kantonalen Gerichts eine polydisziplinäre Begutachtung der Beschwerdegegnerin. Dieser Betrachtungsweise hält die Verwaltung insbesondere entgegen, die Vorinstanz habe fälschlicherweise nicht auf den Protokolleintrag eines (namentlich nicht genannten) Arztes ihres Regionalärztlichen Dienstes (RAD) vom 21. März 2005 abgestellt, wonach "der Versicherten eine Willensanstrengung zur Verwertung der Arbeitsfähigkeit zumutbar" sei. Damit wendet sich die Beschwerdeführerin gegen die Beweiswürdigung des kantonalen Gerichts, wobei es sich um eine Tatsachenfrage handelt, deren vorinstanzliche Beantwortung das Bundesgericht bindet (E. 1), zumal dem Verlaufsprotokoll des RAD der Beweiswert mit einleuchtender Begründung und unter Berücksichtigung der Vorgaben gemäss <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=28&amp;from_date=13.08.2007&amp;to_date=01.09.2007&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F125-V-351%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page351">BGE 125 V 351</a> E. 3a S. 352 abgesprochen wird. Die Rückweisung an die Beschwerdegegnerin zwecks Durchführung medizinischer Weiterungen ist im Übrigen bereits deshalb nicht zu beanstanden, weil neben den psychogenen Schmerzsyndromen eine Anpassungsstörung (mit Angst und depressiver Reaktion gemischt) sowie depressive Verstimmungen diagnostiziert wurden, ohne dass den Arztberichten abschliessend zu entnehmen ist, ob es sich dabei um rechtsprechungsgemässe psychische Komorbiditäten handelt, die eine willentliche Überwindung der festgestellten anhaltenden somatoformen Schmerzstörung und Fibromyalgie unzumutbar machen würden. Daran vermögen auch die aktuellsten Berichte des Prof. Dr. med. S.________ vom 14. August 2006 sowie des Chirurgen Dr. med. H.________ vom 27. November 2006 nichts zu ändern, zumal auch sie den Sachverhalt nicht in erforderlichem Masse ergänzen. </div> <div class="para">4. </div> <div class="para">Die Beschwerde hatte keine Aussicht auf Erfolg, weshalb sie im vereinfachten Verfahren nach <span class="artref">Art. 109 BGG</span> als offensichtlich unbegründet (Abs. 2 lit. a), ohne Durchführung des Schriftenwechsels, mit summarischer Begründung und unter Verweis auf den vorinstanzlichen Entscheid, erledigt wird. </div> <div class="para">5. </div> <div class="para">Die Gerichtskosten werden der Beschwerdeführerin als unterliegender Partei auferlegt (<span class="artref">Art. 66 Abs. 1 BGG</span>). </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Demnach erkennt das Bundesgericht: </div> <div class="para">1. </div> <div class="para">Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf einzutreten ist. </div> <div class="para">2. </div> <div class="para">Die Gerichtskosten von Fr. 500.- werden der Beschwerdeführerin auferlegt. </div> <div class="para">3. </div> <div class="para">Dieses Urteil wird den Parteien, dem Verwaltungsgericht des Kantons Luzern, Sozialversicherungsrechtliche Abteilung, der Ausgleichskasse Luzern und dem Bundesamt für Sozialversicherungen zugestellt. </div> <div class="para">Luzern, 21. August 2007 </div> <div class="para">Im Namen der II. sozialrechtlichen Abteilung </div> <div class="para">des Schweizerischen Bundesgerichts </div> <div class="para">Der Präsident: Der Gerichtsschreiber: </div> <div class="para">i.V. i.V. </div> <div class="para"> </div> </div></body></html>