<h2>SubmittedText<h2><p>Die während den letzten Sessionen im Nationalrat und Ständerat geführten Diskussionen zur Thematik Berufsbildung zeigten auf, dass hier ein grosser Handlungsbedarf zur Anpassung an neue Gegebenheiten vorhanden ist. In verschiedenen, von beiden Räten überwiesenen Postulaten und Motionen hat der Bundesrat Aufträge entgegengenommen, die letztlich dem Ziel dienen, die Bemühungen um dringend notwendige Verbesserungen im Bereich der Berufsbildung zu intensivieren bzw. Massnahmen unverzüglich in die Wege zu leiten.</p><p>Ebenso haben gewichtige Berufsverbände wie z. B. der Schweizerischer Technischer Verband (STV), die Gesellschaft Schweizer Betriebsökonomen HWV (GSB HWV), der Schweizerische Ingenieur- und Architektenverband (SIA), die Direktorenkonferenz der Schweizerischen Berufsschulen (SDK), der Arbeitgeberverband der Schweizer Maschinenindustrie (ASM) und viele andere auf die Dringlichkeit des Handelns hingewiesen und auch ihre aktive Unterstützung angeboten. Im Interesse des Werkplatzes Schweiz und zur Sicherung einer gesunden Volkswirtschaft ist die Erneuerung bzw. Schaffung eines innovativen, international wettbewerbsfähigen und wirtschaftlich vertretbaren gesamtschweizerischen (Berufs-) Bildungswesens unverzüglich an die Hand zu nehmen. Der "Ball" liegt nun vorerst bei den für Bildung und Berufsbildung zuständigen Bundesstellen.</p><p>1. Wie sieht der detaillierte "Fahrplan" bei der Realisierung der in den erwähnten Postulaten und Motionen geforderten und/oder beschlossenen Massnahmen aus?</p><p>2. Ist beabsichtigt, das in vielen Verbänden vorhandene Know-how sowie die angebotene Unterstützung zu nutzen und diese Institutionen in die Arbeiten miteinzubeziehen?</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Der Bundesrat wird dem Parlament auf Ende 1998 eine Botschaft mit einem Entwurf zu einem revidierten Berufsbildungsgesetz unterbreiten. Im Mittelpunkt der Revision stehen:</p><p>- die Erhöhung der Ausbildungsbereitschaft der Unternehmen;</p><p>- die Verbesserung der Reaktionsbereitschaft auf Technologiewandel und Arbeitsmarkt;</p><p>- die Einführung neuer Ausbildungsformen;</p><p>- die Vereinfachung der Finanzierung der Berufsbildung sowie</p><p>- eine Erweiterung des Geltungsbereiches des Gesetzes.</p><p>Grundlage für den Entwurf bilden:</p><p>- der bundesrätliche Bericht vom 11. September 1996 über die Berufsbildung;</p><p>- die vom Parlament im Verlaufe dieses Jahres überwiesenen Vorstösse sowie</p><p>- die Ergebnisse der von der nationalrätlichen Kommission für Wissenschaft, Bildung und Kultur durchgeführten Konsultation zur parlamentarischen Initiative "Anreizsystem für Lehrstellen" (96.432).</p><p>1. In den Monaten April, Mai und Juni 1998 werden die interessierten Kreise in einer Vernehmlassung zu einem Gesetzentwurf Stellung nehmen können.</p><p>2. Zur Vernehmlassung eingeladen werden auch sämtliche in der Einfachen Anfrage erwähnten Berufsverbände. Zu den Vorbereitungsarbeiten für den Gesetzentwurf wird das zuständige Bundesamt zudem von Fall zu Fall Fachleute aus den betroffenen Bereichen beiziehen.</p>  Antwort des Bundesrates.