Abkommen vom 28. August 2006 zwischen dem Schweizerischen Bundesrat und der Regierung der Hellenischen Republik über die Rückübernahme von Personen mit irregulärem Aufenthalt (mit Prot.) <?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><akomaNtoso xmlns="http://docs.oasis-open.org/legaldocml/ns/akn/3.0" xmlns:fedlex="http://fedlex.admin.ch/"><act name="publicLaw"><meta><identification source="#ch.bk"><FRBRWork><FRBRthis value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/2009/129/20090212/main-text"/><FRBRuri value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/2009/129/20090212"/><FRBRdate date="2009-02-12" name="jolux:dateEntryInForce"/><FRBRdate date="2006-08-28" name="jolux:dateDocument"/><FRBRdate date="2009-02-12" name="jolux:dateApplicability"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#publisher"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#rightsHolder"/><FRBRcountry value="CH"/><FRBRnumber value="0.142.113.729"/><FRBRname xml:lang="de" value="Abkommen vom 28. August 2006 zwischen dem Schweizerischen Bundesrat und der Regierung der Hellenischen Republik über die Rückübernahme von Personen mit irregulärem Aufenthalt (mit Prot.) " shortForm=""/><FRBRname xml:lang="it" value="Accordo del 28 agosto 2006 tra il Consiglio federale svizzero e il Governo della Repubblica ellenica concernente la riammissione di persone in situazione irregolare (con Prot.) " shortForm=""/><FRBRname xml:lang="fr" value="Accord du 28 août 2006 entre le Conseil fédéral suisse et le Gouvernement de la République hellénique relatif à la réadmission de personnes en situation irrégulière (avec prot.) " shortForm=""/><FRBRauthoritative value="true"/></FRBRWork><FRBRExpression><FRBRthis value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/2009/129/20090212/de/main-text"/><FRBRuri value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/2009/129/20090212/de"/><FRBRdate date="2009-02-12" name="jolux:dateEntryInForce"/><FRBRdate date="2006-08-28" name="jolux:dateDocument"/><FRBRdate date="2009-02-12" name="jolux:dateApplicability"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#publisher"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#rightsHolder"/><FRBRlanguage language="de"/></FRBRExpression><FRBRManifestation><FRBRthis value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/2009/129/20090212/de/xml/main-text"/><FRBRuri value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/2009/129/20090212/de/xml"/><FRBRdate date="2009-02-12" name="jolux:dateEntryInForce"/><FRBRdate date="2006-08-28" name="jolux:dateDocument"/><FRBRdate date="2009-02-12" name="jolux:dateApplicability"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#publisher"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#rightsHolder"/><FRBRformat value="xml" fedlex:generator="2024-q4-rel-1.6.5"/></FRBRManifestation></identification><references source="#ch.bk"><TLCOrganization eId="ch.bk" href="https://fedlex.data.admin.ch/vocabulary/legal-institution/2" showAs="Bundeskanzlei"/><TLCRole eId="publisher" href="http://data.legilux.public.lu/resource/ontology/jolux#publisher" showAs="Editeur"/><TLCRole eId="rightsHolder" href="http://data.legilux.public.lu/resource/ontology/jolux#rightsHolder" showAs="Détenteur des droits"/><TLCReference name="language" href="http://publications.europa.eu/resource/authority/language/DEU" showAs="de"/><TLCReference name="format" href="https://fedlex.data.admin.ch/vocabulary/user-format/xml" showAs="xml"/></references></meta><preface><p><docNumber>0.142.113.729 </docNumber></p><p> AS <b>2009</b> 755</p><p xmlns:mig="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:migration">Originaltext</p><p><docTitle>Abkommen<br/>zwischen dem Schweizerischen Bundesrat und der Regierung <br/>der Hellenischen Republik über die Rückübernahme von <br/>Personen mit irregulärem Aufenthalt</docTitle></p><p>Abgeschlossen am 28. August 2006</p><p>In Kraft getreten durch Notenaustausch am 12. Februar 2009</p><p> (Stand am 12. Februar 2009)</p></preface><preamble><p>Der Schweizerische Bundesrat <br/>und <br/>die Regierung der Hellenischen Republik</p><p>nachstehend «Vertragsparteien» genannt,</p><p>in der Absicht, die Zusammenarbeit zwischen den beiden Vertragsparteien auszubauen und zu fördern,</p><p>im Rahmen der internationalen Anstrengungen zur Bekämpfung der illegalen Zuwanderung,</p><p>in Übereinstimmung mit den für sie verbindlichen internationalen Verträgen und Abkommen und auf der Grundlage der Gegenseitigkeit,</p><p>haben Folgendes vereinbart:</p></preamble><body><level eId="lvl_I"><num>I. </num><heading>Rückübernahme von Staatsangehörigen der Vertragsparteien</heading><article eId="art_1"><num><b>Art. 1</b></num><paragraph eId="art_1/para_1"><num>(1)</num><content><p>Jede Vertragspartei übernimmt auf Antrag der anderen Vertragspartei ohne Formalitäten jede Person, die im Hoheitsgebiet der ersuchenden Vertragspartei die geltenden Voraussetzungen für die Einreise oder den Aufenthalt nicht oder nicht mehr erfüllt, wenn nachgewiesen oder glaubhaft gemacht wird, dass sie die Staatsangehörigkeit der ersuchten Vertragspartei besitzt.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_1/para_2"><num>(2)</num><content><p>Absatz 1 ist anwendbar, wenn die Staatsangehörigkeit durch die Dokumente, die in Artikel 2 des von den zuständigen Ministerien beider Vertragsparteien abgeschlossenen Durchführungsprotokolls aufgelistet sind, nachgewiesen oder glaubhaft gemacht wird.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_1/para_3"><num>(3)</num><content><p>Die ersuchende Vertragspartei nimmt diese Person unter denselben Voraussetzungen wieder zurück, wenn eine Nachprüfung ergibt, dass sie zum Zeitpunkt der Ausreise aus dem Hoheitsgebiet der ersuchenden Vertragspartei die Staatsangehörigkeit der ersuchten Vertragspartei nicht besass. Das entsprechende Gesuch ist von der ursprünglich ersuchten Vertragspartei innerhalb von dreissig (30) Tagen nach der Rückübernahme einzureichen.</p></content></paragraph></article><article eId="art_2"><num><b>Art. 2</b></num><paragraph eId="art_2/para_1"><num>(1)</num><content><p>Wird die Staatsangehörigkeit nach Artikel 2 Absatz 2 des Durchführungsprotokolls glaubhaft gemacht, stellt die diplomatische oder konsularische Vertretung der ersuchten Vertragspartei unverzüglich das erforderliche Passersatzpapier (Laisser-passer) aus.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_2/para_2"><num>(2)</num><content><p>Werden die zur Glaubhaftmachung der Staatsangehörigkeit vorgelegten Dokumente angezweifelt oder sind keine Dokumente vorhanden, veranlasst die diplomatische oder konsularische Vertretung der ersuchten Vertragspartei so rasch wie möglich, spätestens aber innerhalb von fünf (5) Arbeitstagen nach Eingang des Gesuchs, eine Anhörung der betroffenen Person. Die ersuchende Vertragspartei organisiert die Anhörung im Einvernehmen mit den konsularischen Behörden der ersuchten Vertragspartei.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_2/para_3"><num>(3)</num><content><p>Wird bei der Anhörung festgestellt, dass die betroffene Person die Staatsangehörigkeit der ersuchten Vertragspartei besitzt, stellt die diplomatische oder konsularische Vertretung unverzüglich, spätestens aber innerhalb von vier (4) Arbeitstagen nach der Anhörung, das erforderliche Passersatzpapier (Laisser-passer) aus.</p></content></paragraph></article><article eId="art_3"><num><b>Art. 3</b></num><paragraph eId="art_3/para_1"><num>(1)</num><content><p>Die Angaben, die das Rückübernahmegesuch enthalten muss, sowie die Modalitäten der Übermittlung des Gesuchs sind im Durchführungsprotokoll festgelegt.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_3/para_2"><num>(2)</num><content><p>Die bei der Rückübernahme anfallenden Kosten für die Beförderung der betroffenen Person bis zur Grenze der ersuchten Vertragspartei trägt die ersuchende Vertragspartei.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_3/para_3"><num>(3)</num><content><p>Im Falle von Artikel 1 Absatz 3 dieses Abkommens trägt die ursprünglich ersuchte Vertragspartei die bei der Rückübernahme anfallenden Kosten für die Beförderung der betroffenen Person bis zur Grenze der ursprünglich ersuchenden Vertragspartei.</p></content></paragraph></article></level><level eId="lvl_II"><num>II. </num><heading>Rückübernahme von Drittstaatsangehörigen oder Staatenlosen</heading><article eId="art_4"><num><b>Art. 4</b></num><paragraph eId="art_4/para_1"><num>(1)</num><content><p>Auf Antrag der ersuchenden Vertragspartei übernimmt die ersuchte Vertragspartei ohne Formalitäten Drittstaatsangehörige oder Staatenlose, die nach den Rechtsvorschriften der ersuchenden Vertragspartei die Voraussetzungen für die Einreise oder den Aufenthalt nicht oder nicht mehr erfüllen, wenn nachgewiesen  oder glaubhaft gemacht wird, dass diese Personen in das Hoheitsgebiet der ersuchenden Vertragspartei eingereist sind, nachdem sie sich während der letzten zwölf (12) Monate im Hoheitsgebiet der ersuchten Vertragspartei aufgehalten hatten, dort gewohnt hatten oder durch dieses Gebiet durchgereist waren.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_4/para_2"><num>(2)</num><content><p>Erfüllt ein Drittstaatsangehöriger oder Staatenloser, der in das Hoheitsgebiet der ersuchenden Vertragspartei eingereist ist, die geltenden Voraussetzungen für die Einreise oder den Aufenthalt nicht und besitzt er ein gültiges Visum oder einen gültigen Aufenthaltstitel, das oder der ihm von der ersuchten Vertragspartei ausgestellt worden ist, übernimmt die ersuchte Vertragspartei auf Antrag der ersuchenden Vertragspartei diese Person ohne Formalitäten.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_4/para_3"><num>(3)</num><content><p>Haben die zuständigen Behörden beider Vertragsparteien der in Absatz 2 genannten Person ein Visum oder einen Aufenthaltstitel ausgestellt, liegt die Verantwortung für die Rückübernahme bei der Vertragspartei, deren Visum oder Aufenthaltstitel später abläuft.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_4/para_4"><num>(4)</num><content><p>Die Vertragsparteien treffen alle erforderlichen Massnahmen, um die in diesem Artikel genannten Personen direkt in ihr Herkunftsland zurückzuführen.</p></content></paragraph></article><article eId="art_5"><num><b>Art. 5</b></num><paragraph eId="art_5/para"><content><blockList><listIntroduction eId="art_5/para/listintro">Die Rückübernahmeverpflichtung nach Artikel 4 dieses Abkommens gilt nicht gegenüber:</listIntroduction><item eId="art_5/para/lbl_a"><num>a) </num><p>Drittstaatsangehörigen oder Staatenlosen, die zum Zeitpunkt der Einreise ein gültiges Visum oder einen gültigen Aufenthaltstitel besassen, das oder der von den Behörden der ersuchenden Vertragspartei ausgestellt wurde, oder denen die Behörden der ersuchenden Vertragspartei nach der Einreise einen Aufenthaltstitel ausgestellt haben;</p></item><item eId="art_5/para/lbl_b"><num>b) </num><p>Drittstaatsangehörigen oder Staatenlosen, deren Rückübernahme die ersuchende Vertragspartei nicht innerhalb von zwölf (12) Monaten nach ihrer illegalen Einreise beantragt hat oder die das Hoheitsgebiet der ersuchten Vertragspartei mehr als ein (1) Jahr vorher verlassen haben;</p></item><item eId="art_5/para/lbl_c"><num>c) </num><p>Angehörigen eines benachbarten Drittstaates oder von diesem anerkannte Staatenlose gemäss dem New Yorker Abkommen vom 28. September 1954<authorialNote><p> <ref href="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/1972/2320_2374_2150" xmlns:data="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:data" xmlns:tmp="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:temp">SR <b>0.142.40</b></ref></p></authorialNote> über die Rechtsstellung der Staatenlosen, die mit der ersuchenden Vertragspartei ein Rückübernahmeabkommen abgeschlossen hat, aufgrund dessen diese Personen zurückgeführt werden können;</p></item><item eId="art_5/para/lbl_d"><num>d) </num><p>Drittstaatsangehörigen oder anderen Personen, die die ersuchende Vertragspartei entweder aufgrund des Genfer Abkommens vom 28. Juli 1951<authorialNote><p> <ref href="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/1955/443_461_469" xmlns:data="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:data" xmlns:tmp="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:temp">SR <b>0.142.30</b></ref></p></authorialNote> über die Rechtsstellung der Flüchtlinge in der Fassung des New Yorker Protokolls vom 31. Januar 1967<authorialNote><p> <ref href="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/1968/1189_1233_1148" xmlns:data="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:data" xmlns:tmp="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:temp">SR <b>0.142.301</b></ref></p></authorialNote> als Flüchtlinge oder aufgrund des New Yorker Abkommens vom 28. September 1954 über die Rechtsstellung der Staatenlosen als Staatenlose anerkannt hat.</p></item></blockList></content></paragraph></article><article eId="art_6"><num><b>Art. 6</b></num><paragraph eId="art_6/para_1"><num>(1)</num><content><p>Artikel 4 Absatz 1 dieses Abkommens ist anwendbar, wenn die Einreise von Drittstaatsangehörigen oder Staatenlosen in das Hoheitsgebiet der ersuchten Vertragspartei oder ihr dortiger Aufenthalt in diesem Gebiet namentlich mit einem in Artikel 4 des Durchführungsprotokolls aufgeführten Dokument oder Beweismittel nachgewiesen oder glaubhaft gemacht wird.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_6/para_2"><num>(2)</num><content><p>Die Angaben, die das Rückübernahmegesuch enthalten muss, sowie die Modalitäten der Übermittlung des Gesuchs sind im Durchführungsprotokoll festgelegt.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_6/para_3"><num>(3)</num><content><p>Die Kosten für die Beförderung der betroffenen Person bis zur Grenze der ersuchten Vertragspartei trägt die ersuchende Vertragspartei.</p></content></paragraph></article><article eId="art_7"><num><b>Art. 7</b></num><paragraph eId="art_7/para_1"><num>(1)</num><content><p>Die ersuchende Vertragspartei nimmt eine Person wieder zurück, wenn nach deren Rückübernahme durch die ersuchte Vertragspartei zusätzliche Abklärungen ergeben, dass diese Person zum Zeitpunkt ihrer Ausreise aus dem Hoheitsgebiet der ersuchenden Vertragspartei die Voraussetzungen nach Artikel 4 dieses Abkommens nicht erfüllte.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_7/para_2"><num>(2)</num><content><p>Das entsprechende Gesuch ist von der ursprünglich ersuchten Vertragspartei innerhalb von dreissig (30) Tagen nach der Rückübernahme einzureichen.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_7/para_3"><num>(3)</num><content><p>Die bei der Rückübernahme anfallenden Kosten für die Beförderung der betroffenen Person bis zur Grenze der ursprünglich ersuchenden Vertragspartei trägt die ursprünglich ersuchte Vertragspartei.</p></content></paragraph></article></level><level eId="lvl_III"><num>III. </num><heading>Durchbeförderung zur Rückübernahme</heading><article eId="art_8"><num><b>Art. 8</b></num><paragraph eId="art_8/para_1"><num>(1)</num><content><p>Jede Vertragspartei gestattet auf Antrag der anderen Vertragspartei die Durchbeförderung von Drittstaatsangehörigen, die von einem Wegweisungsentscheid oder einer Einreiseverweigerung der ersuchenden Vertragspartei betroffen sind. Die Durchbeförderung erfolgt auf dem Luftweg. In diesen Fällen braucht die ersuchte Vertragspartei kein Transitvisum auszustellen.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_8/para_2"><num>(2)</num><content><p>Die ersuchende Vertragspartei übernimmt die volle Verantwortung während der gesamten Reise eines Drittstaatsangehörigen in dessen Zielland, und sie nimmt diese Person wieder zurück, wenn die Rückführung oder die Einreiseverweigerung aus irgendeinem Grund nicht vollzogen werden kann.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_8/para_3"><num>(3)</num><content><blockList><listIntroduction eId="art_8/para_3/listintro">Die ersuchende Vertragspartei teilt der ersuchten Vertragspartei mit, ob die von der Durchbeförderung betroffene Person begleitet werden muss. Die ersuchte Vertragspartei kann:</listIntroduction><item eId="art_8/para_3/bull_u1"><num>– </num><p>die Begleitung selber übernehmen, wobei ihr die ersuchende Vertragspartei die dadurch entstandenen Kosten zurückerstattet;</p></item><item eId="art_8/para_3/bull_u2"><num>– </num><p>die Begleitung in Zusammenarbeit mit der ersuchenden Vertragspartei sicherstellen;</p></item><item eId="art_8/para_3/bull_u3"><num>– </num><p>die ersuchende Vertragspartei ermächtigen, die Begleitung in ihrem Hoheitsgebiet sicherzustellen.</p></item></blockList></content></paragraph></article><article eId="art_9"><num><b>Art. 9</b></num><paragraph eId="art_9/para"><content><p>Das Gesuch um Bewilligung der Durchbeförderung zur Rückführung oder der Durchbeförderung im Anschluss an eine Einreiseverweigerung wird gemäss den im Durchführungsprotokoll festgelegten Modalitäten direkt von der einen zuständigen Behörde an die andere übermittelt.</p></content></paragraph></article><article eId="art_10"><num><b>Art. 10</b></num><paragraph eId="art_10/para_1"><num>(1)</num><content><p>Erfolgt die Durchbeförderung unter Polizeibegleitung, führen die Begleitbeamten ihren Auftrag in Zivilkleidung, unbewaffnet und mit einer Transitbewilligung aus.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_10/para_2"><num>(2)</num><content><p>Während der Durchbeförderung stellen die Begleitbeamten die Überwachung des Drittstaatsangehörigen sicher und sorgen dafür, dass dieser an Bord des Flugzeugs geht. Dabei erhalten sie Unterstützung von den zuständigen Behörden der ersuchten Partei und sind dieser unterstellt.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_10/para_3"><num>(3)</num><content><p>Wenn nötig kann die ersuchte Vertragspartei die Verantwortung für die Überwachung und das Anbordgehen des Drittstaatsangehörigen selber übernehmen.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_10/para_4"><num>(4)</num><content><p>Die ersuchende Vertragspartei trifft alle erforderlichen Massnahmen, damit der Drittstaatsangehörige im Flughafen der ersuchten Vertragspartei so rasch wie möglich durch befördert wird.</p></content></paragraph></article><article eId="art_11"><num><b>Art. 11</b></num><paragraph eId="art_11/para"><content><p>Wenn bei einer Durchbeförderung das Anbordgehen der Person, die von einem Wegweisungsentscheid oder einer Einreiseverweigerung betroffen ist, verweigert wird oder nicht möglich ist, nimmt die ersuchende Vertragspartei diese Person unverzüglich oder innerhalb von höchstens achtundvierzig (48) Stunden nach deren Ankunft am Flughafen wieder zurück.</p></content></paragraph></article><article eId="art_12"><num><b>Art. 12</b></num><paragraph eId="art_12/para"><content><p>Sind die Behörden der ersuchten Vertragspartei an der Durchbeförderung beteiligt, unterrichten sie die Behörden der ersuchenden Vertragspartei über alle während der Durchbeförderung eingetretenen Zwischenfälle.</p></content></paragraph></article><article eId="art_13"><num><b>Art. 13</b></num><paragraph eId="art_13/para_1"><num>(1)</num><content><p>Die Behörden der ersuchten Vertragspartei gewähren den Begleitbeamten der ersuchenden Vertragspartei, die gemäss diesem Abkommen ihre Aufgaben erfüllen, denselben Schutz und dieselbe Unterstützung, die sie den entsprechenden Beamten des eigenen Landes gewähren würden.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_13/para_2"><num>(2)</num><content><p>Die Begleitbeamten der ersuchenden Vertragspartei, die im Hoheitsgebiet der ersuchten Vertragspartei ihre Aufgaben erfüllen, werden gleich behandelt wie die entsprechenden Beamten der ersuchten Vertragspartei, was Straftaten anbelangt, deren Opfer sie werden oder die sie selber begehen. Sie unterstehen den zivil- und strafrechtlichen Haftungsvorschriften der ersuchten Vertragspartei.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_13/para_3"><num>(3)</num><content><p>Für den Vollzug der zivil- und strafrechtlichen Haftungsvorschriften ist in erster Linie die Gerichtsbarkeit der ersuchten Vertragspartei zuständig. Will die ersuchte Vertragspartei ihre gesetzliche Befugnis nicht ausüben, teilt sie dies der ersuchenden Vertragspartei unverzüglich mit. Daraufhin übt die ersuchende Vertragspartei ihre eigene gesetzliche Befugnis gemäss ihrem innerstaatlichen Recht aus.</p></content></paragraph></article><article eId="art_14"><num><b>Art. 14</b></num><paragraph eId="art_14/para"><content><p>Die Begleitbeamten der ersuchenden Vertragspartei, die gestützt auf dieses Abkommen im Hoheitsgebiet der ersuchten Vertragspartei eine Durchbeförderung vornehmen, müssen jederzeit in der Lage sein, ihre Identität, die Art ihres Auftrags und ihre Diensteigenschaft zu belegen, indem sie die von der ersuchten Vertragspartei ausgestellte Durchbeförderungsbewilligung vorzeigen.</p></content></paragraph></article><article eId="art_15"><num><b>Art. 15</b></num><paragraph eId="art_15/para_1"><num>(1)</num><content><p>Erleidet ein Begleitbeamter der ersuchenden Vertragspartei, während er im Hoheitsgebiet der ersuchten Vertragspartei gemäss diesem Abkommen seine Aufgaben erfüllt, einen Schaden, der bei der Ausführung seines Auftrags eintritt oder mit diesem sonstwie in Zusammenhang steht, zahlt die ersuchende Vertragspartei einen entsprechenden Schadenersatz, ohne dass sie auf die ersuchte Vertragspartei Rückgriff nehmen kann.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_15/para_2"><num>(2)</num><content><p>Verursacht ein Begleitbeamter der ersuchenden Vertragspartei, während er im Hoheitsgebiet der ersuchten Vertragspartei gemäss diesem Abkommen seine Aufgaben erfüllt, einen Schaden, der bei der Ausführung seines Auftrags eintritt oder mit diesem sonstwie in Zusammenhang steht, haftet die ersuchende Vertragspartei für diesen Schaden gemäss dem innerstaatlichen Recht der ersuchten Vertragspartei.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_15/para_3"><num>(3)</num><content><p>Die Vertragspartei, in deren Hoheitsgebiet der in Absatz 1 genannte Schaden verursacht wird, hat diesen Schaden so zu ersetzen, wie sie ihn ersetzen müsste, wenn ihre eigenen Beamten ihn verursacht hätten.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_15/para_4"><num>(4)</num><content><p>Die Vertragspartei, deren Begleitbeamte im Hoheitsgebiet der anderen Vertragspartei einer Person einen Schaden zugefügt haben, erstattet dieser anderen Vertragspartei den Gesamtbetrag des Schadenersatzes, den diese an die Geschädigten oder ihre Rechtsnachfolger geleistet hat.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_15/para_5"><num>(5)</num><content><p>Vorbehaltlich der Ausübung ihrer Rechte gegenüber Dritten und mit Ausnahme der Bestimmung von Absatz 4 verzichtet jede Vertragspartei im Falle von Absatz 2 darauf, von der anderen Vertragspartei den Betrag des ihr entstandenen Schadens zurückzufordern.</p></content></paragraph></article><article eId="art_16"><num><b>Art. 16</b></num><paragraph eId="art_16/para"><content><blockList><listIntroduction eId="art_16/para/listintro">Die Durchbeförderung zur Rückführung oder die Durchbeförderung im Anschluss an eine Einreiseverweigerung kann namentlich verweigert werden:</listIntroduction><item eId="art_16/para/bull_u1"><num>– </num><p>wenn der Drittstaatsangehörige Gefahr läuft, im Zielland wegen seiner Rasse, Religion, Staatsangehörigkeit, Zugehörigkeit zu einer bestimmten sozialen Gruppe oder wegen seiner politischen Überzeugung verfolgt zu werden;</p></item><item eId="art_16/para/bull_u2"><num>– </num><p>wenn der Drittstaatsangehörige Gefahr läuft, im Zielland wegen Handlungen, die er vor der Durchbeförderung begangen hat, angeklagt oder verurteilt zu werden;</p></item><item eId="art_16/para/bull_u3"><num>– </num><p>wenn die Durchbeförderung der betroffenen Person die öffentliche Ordnung, die nationale Sicherheit, die öffentliche Gesundheit oder die internationalen Beziehungen der ersuchten Vertragspartei gefährden könnte.</p></item></blockList></content></paragraph></article><article eId="art_17"><num><b>Art. 17</b></num><paragraph eId="art_17/para"><content><p>Die Kosten für die Durchbeförderung bis zur Grenze des Zielstaates sowie die mit einer allfälligen Rückkehr verbundenen Kosten trägt die ersuchende Vertragspartei.</p></content></paragraph></article></level><level eId="lvl_IV"><num>IV. </num><heading>Datenschutz</heading><article eId="art_18"><num><b>Art. 18</b></num><paragraph eId="art_18/para_1"><num>(1)</num><content><blockList><listIntroduction eId="art_18/para_1/listintro">Personendaten, die im Zusammenhang mit der Rückübernahme von Personen übermittelt werden, dürfen ausschliesslich betreffen:</listIntroduction><item eId="art_18/para_1/lbl_a"><num>a) </num><p>die Personalien der rückzuübernehmenden Person sowie, falls erforderlich, diejenigen ihrer Familienangehörigen (Name, Vorname, sämtliche früheren Namen, Beinamen oder Pseudonyme, Decknamen, Geburtsdatum und Geburtsort, Geschlecht, derzeitige und frühere Staatsangehörigkeit);</p></item><item eId="art_18/para_1/lbl_b"><num>b) </num><p>die Identitätskarte, den Reisepass oder andere Dokumente, mit denen sich die Identität der betroffenen Personen nachweisen lässt;</p></item><item eId="art_18/para_1/lbl_c"><num>c) </num><p>weitere Einzelheiten, die für die Identifizierung der rückzuübernehmenden Person erforderlich sind, sowie</p></item><item eId="art_18/para_1/lbl_d"><num>d) </num><p>Zwischenaufenthalte und Reisewege.</p></item></blockList></content></paragraph><paragraph eId="art_18/para_2"><num>(2)</num><content><p>Personendaten dürfen nur von den für die Durchführung dieses Abkommens zuständigen Behörden und ausschliesslich für die Zwecke dieses Abkommens bearbeitet werden. Die übermittelnde Vertragspartei muss sich vergewissern, dass die übermittelten Daten richtig, für den mit der Übermittlung verbundenen Zweck erforderlich und diesem angemessen sind. Sind die übermittelten Daten unrichtig oder war deren Übermittlung widerrechtlich, muss die empfangende Vertragspartei unverzüglich benachrichtigt werden; sie muss die betreffenden Daten entweder berichtigen oder vernichten. Personendaten dürfen nur mit dem schriftlichen Einverständnis der übermittelnden Vertragspartei an andere Behörden als die für die Durchführung dieses Abkommens zuständigen Behörden weitergeleitet werden. Die übermittelten Personendaten dürfen nur so lange aufbewahrt werden, wie es der Zweck, zu dem sie übermittelt wurden, erfordert.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_18/para_3"><num>(3)</num><content><p>Jede Vertragspartei unterrichtet die andere Vertragspartei auf Antrag über die Verwendung der Daten und die dadurch erzielten Ergebnisse.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_18/para_4"><num>(4)</num><content><p>Was die Bearbeitung von Personendaten und die Rechte der von der Bearbeitung betroffenen Personen anbelangt, bleibt das nationale Datenschutzrecht jeder Vertragspartei anwendbar.</p></content></paragraph></article></level><level eId="lvl_V"><num>V. </num><heading>Allgemeine Bestimmungen und Schlussbestimmungen</heading><article eId="art_19"><num><b>Art. 19</b></num><paragraph eId="art_19/para_1"><num>(1)</num><content><p>Die zuständigen Behörden der Vertragsparteien arbeiten zusammen und beraten sich, soweit dies für die Durchführung dieses Abkommens erforderlich ist.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_19/para_2"><num>(2)</num><content><p>Jede Vertragspartei kann die Einberufung von Expertentreffen beider Regierungen verlangen, um Fragen zur Durchführung dieses Abkommens zu klären.</p></content></paragraph></article><article eId="art_20"><num><b>Art. 20</b></num><paragraph eId="art_20/para_1"><num>(1)</num><content><blockList><listIntroduction eId="art_20/para_1/listintro">Im Durchführungsprotokoll, das zwischen dem Justiz- und Polizeidepartement der Schweizerischen Eidgenossenschaft und dem Ministerium für öffentliche Ordnung der Hellenischen Republik abgeschlossen wird und das die Verfahren für die Durchführung dieses Abkommens regelt, ist auch Folgendes festgelegt:</listIntroduction><item eId="art_20/para_1/bull_u1"><num>– </num><p>die Flughäfen, die für die Rückübernahme und die Durchbeförderung zu benutzen sind;</p></item><item eId="art_20/para_1/bull_u2"><num>– </num><p>die Fristen für die Behandlung der Rückübernahme- und Durchbeförderungsgesuche;</p></item><item eId="art_20/para_1/bull_u3"><num>– </num><p>die Behörden, die für die Einreichung und Behandlung der Rückübernahme- und Durchbeförderungsgesuche zuständig sind.</p></item></blockList></content></paragraph><paragraph eId="art_20/para_2"><num>(2)</num><content><p>Jede Änderung der Angaben über die zuständigen Behörden und die Flughäfen, die für die Rückübernahme oder die Durchbeförderung zu benutzen sind, wird der zuständigen Behörde der anderen Vertragspartei unverzüglich mitgeteilt.</p></content></paragraph></article><article eId="art_21"><num><b>Art. 21</b></num><paragraph eId="art_21/para"><content><blockList><listIntroduction eId="art_21/para/listintro">Von diesem Abkommen unberührt bleiben die Verpflichtungen der Vertragsparteien, die sich ergeben aus:</listIntroduction><item eId="art_21/para/bull_u1"><num>– </num><p>dem Genfer Abkommen vom 28. Juli 1951<authorialNote><p> <ref href="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/1955/443_461_469" xmlns:data="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:data" xmlns:tmp="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:temp">SR <b>0.142.30</b></ref></p></authorialNote> über die Rechtsstellung der Flüchtlinge in der Fassung des New Yorker Protokolls vom 31. Januar 1967<authorialNote><p> <ref href="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/1968/1189_1233_1148" xmlns:data="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:data" xmlns:tmp="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:temp">SR <b>0.142.301</b></ref></p></authorialNote>;</p></item><item eId="art_21/para/bull_u2"><num>– </num><p>den für sie verbindlichen internationalen Verträgen und Konventionen zum Schutz der Menschenrechte;</p></item><item eId="art_21/para/bull_u3"><num>– </num><p>dem Abkommen zwischen der Schweizerischen Eidgenossenschaft und der Europäischen Gemeinschaft über die Kriterien und Verfahren zur Bestimmung des zuständigen Staates für die Prüfung eines in einem Mitgliedstaat oder in der Schweiz gestellten Asylantrags<authorialNote><p> <ref href="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/2008/115" xmlns:data="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:data" xmlns:tmp="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:temp">SR <b>0.142.392.68</b></ref></p></authorialNote> nach dessen Inkraftsetzen und Anwendung;</p></item><item eId="art_21/para/bull_u4"><num>– </num><p>internationalen Auslieferungsverträgen.</p></item></blockList></content></paragraph></article><article eId="art_22"><num><b>Art. 22</b></num><paragraph eId="art_22/para"><content><p>Dieses Abkommen gilt gleichermassen für das Hoheitsgebiet des Fürstentums Liechtenstein und für dessen Staatsangehörige.</p></content></paragraph></article><article eId="art_23"><num><b>Art. 23</b></num><paragraph eId="art_23/para_1"><num>(1)</num><content><p>Dieses Abkommen tritt dreissig (30) Tage nach Eingang der letzten Notifikation  in Kraft, mit welcher eine der beiden Vertragsparteien die andere über den Abschluss der erforderlichen landesrechtlichen Verfahren benachrichtigt.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_23/para_2"><num>(2)</num><content><p>Dieses Abkommen wird auf unbestimmte Zeit abgeschlossen. Jede Vertragspartei kann das Abkommen jederzeit, unter Einhaltung einer Frist von drei (3) Monaten, durch schriftliche Mitteilung auf diplomatischem Weg kündigen. Die Kündigung gilt auch für das Fürstentum Liechtenstein.</p></content></paragraph></article><article eId="art_24"><num><b>Art. 24</b></num><paragraph eId="art_24/para_1"><num>(1)</num><content><p>Jede Vertragspartei kann dieses Abkommen, mit Ausnahme der Bestimmungen über die Rückübernahme von Staatsangehörigen der Vertragsparteien, aus wichtigen Gründen, namentlich zum Schutz der nationalen Sicherheit, der öffentlichen Ordnung oder der öffentlichen Gesundheit, durch eine unverzügliche entsprechende Notifikation an die andere Vertragspartei suspendieren. Die Aufhebung einer solchen Massnahme wird der anderen Vertragspartei auf diplomatischem Weg unverzüglich schriftlich mitgeteilt.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_24/para_2"><num>(2)</num><content><p>Die Suspendierung tritt am ersten Tag des Monats nach Eingang der betreffenden Notifikation bei der anderen Vertragspartei in Kraft.</p></content></paragraph></article></level><signature><p><i><span>Zu Urkund dessen</span></i><span> haben die hierzu gehörig Bevollmächtigten dieses Abkommen unterzeichnet.</span></p><p>Geschehen zu Bern, am 28. August 2006 in je zwei Urschriften in deutscher, griechischer und englischer Sprache, wobei jeder Text gleichermassen authentisch ist. Bei Meinungsverschiedenheiten über die Auslegung dieses Abkommens ist der englische Wortlaut massgebend.</p><table fedlex:function="layout"><tr><td><p>Für den <br/>Schweizerischen Bundesrat:</p><p>Christoph Blocher</p></td><td><p>Für die Regierung <br/>der Hellenischen Republik:</p><p>Vyron G. Polydoras</p></td></tr></table></signature></body><components><component><doc name="annex"><meta><identification source="#ch.bk"><FRBRWork><FRBRthis value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/2009/129/20090212/main-text"/><FRBRuri value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/2009/129/20090212"/><FRBRdate date="2009-02-12" name="jolux:dateEntryInForce"/><FRBRdate date="2006-08-28" name="jolux:dateDocument"/><FRBRdate date="2009-02-12" name="jolux:dateApplicability"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#publisher"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#rightsHolder"/><FRBRcountry value="CH"/><FRBRnumber value="0.142.113.729"/><FRBRname xml:lang="de" value="Abkommen vom 28. August 2006 zwischen dem Schweizerischen Bundesrat und der Regierung der Hellenischen Republik über die Rückübernahme von Personen mit irregulärem Aufenthalt (mit Prot.) " shortForm=""/><FRBRname xml:lang="it" value="Accordo del 28 agosto 2006 tra il Consiglio federale svizzero e il Governo della Repubblica ellenica concernente la riammissione di persone in situazione irregolare (con Prot.) " shortForm=""/><FRBRname xml:lang="fr" value="Accord du 28 août 2006 entre le Conseil fédéral suisse et le Gouvernement de la République hellénique relatif à la réadmission de personnes en situation irrégulière (avec prot.) " shortForm=""/><FRBRauthoritative value="true"/></FRBRWork><FRBRExpression><FRBRthis value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/2009/129/20090212/de/main-text"/><FRBRuri value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/2009/129/20090212/de"/><FRBRdate date="2009-02-12" name="jolux:dateEntryInForce"/><FRBRdate date="2006-08-28" name="jolux:dateDocument"/><FRBRdate date="2009-02-12" name="jolux:dateApplicability"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#publisher"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#rightsHolder"/><FRBRlanguage language="de"/></FRBRExpression><FRBRManifestation><FRBRthis value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/2009/129/20090212/de/xml/main-text"/><FRBRuri value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/2009/129/20090212/de/xml"/><FRBRdate date="2009-02-12" name="jolux:dateEntryInForce"/><FRBRdate date="2006-08-28" name="jolux:dateDocument"/><FRBRdate date="2009-02-12" name="jolux:dateApplicability"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#publisher"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#rightsHolder"/><FRBRformat value="xml"/></FRBRManifestation></identification></meta><preface><container name="headerOfAnnex"><block name="heading">Protokoll</block></container></preface><mainBody><p>Das Justiz- und Polizeidepartement der Schweizerischen Eidgenossenschaft und das Ministerium für öffentliche Ordnung der Hellenischen Republik (nachstehend «Vertragsparteien» genannt) haben die Durchführung des Abkommens zwischen dem Schweizerischen Bundesrat und der Regierung der Hellenischen Republik über die Rückübernahme von Personen mit irregulärem Aufenthalt (nachstehend «Abkommen» genannt) wie folgt vereinbart:</p><article eId="annex_u1/art_1"><num><b>Art. 1</b></num><heading>Angaben, die das Rückübernahmegesuch für einen <br/>Staatsangehörigen einer Vertragspartei enthalten muss, <br/>und Modalitäten der Übermittlung <br/>(Art. 3 Abs. 1)</heading><paragraph eId="annex_u1/art_1/para_1"><num>1.</num><content><blockList><listIntroduction eId="annex_u1/art_1/para_1/listintro">Jedes Rückübernahmegesuch für einen Staatsangehörigen einer Vertragspartei, das nach Artikel 1 des Abkommens eingereicht wird, muss insbesondere folgende Angaben enthalten:</listIntroduction><item eId="annex_u1/art_1/para_1/bull_u1"><num>– </num><p>Personalien der betroffenen Person, vorbehalten bleibt Artikel 18 des Abkommens;</p></item><item eId="annex_u1/art_1/para_1/bull_u2"><num>– </num><p>Angaben zu den in Artikel 2 dieses Protokolls aufgeführten Dokumenten, mit denen die Staatsangehörigkeit nachgewiesen oder glaubhaft gemacht wird.</p></item></blockList></content></paragraph><paragraph eId="annex_u1/art_1/para_2"><num>2.</num><content><p>Für das Rückübernahmegesuch ist ein Formular zu verwenden, das der Formularvorlage in Anhang 1<authorialNote><p> Die Anhänge 1–3 werden in der AS nicht veröffentlicht.</p></authorialNote> dieses Protokolls entspricht. Sämtliche Abschnitte des Formulars sind entweder auszufüllen oder durchzustreichen.</p></content></paragraph><paragraph eId="annex_u1/art_1/para_3"><num>3.</num><content><p>Jedes Rückübernahmegesuch wird der zuständigen Behörde auf einem geeigneten Übermittlungsweg, insbesondere per Telefax, direkt übermittelt.</p></content></paragraph><paragraph eId="annex_u1/art_1/para_4"><num>4.</num><content><p>Die ersuchte Vertragspartei beantwortet das Rückübernahmegesuch so schnell wie möglich, spätestens aber innerhalb von zwei (2) Arbeitstagen nach Eingang des Gesuchs. Im Falle von Artikel 2 Absatz 2 des Abkommens kann diese Frist um fünf (5) Arbeitstage verlängert werden.</p></content></paragraph><paragraph eId="annex_u1/art_1/para_5"><num>5.</num><content><p>Die Übergabe der rückzuübernehmenden Person erfolgt erst, nachdem die ersuchte Vertragspartei dem Rückübernahmegesuch zugestimmt und dies der ersuchenden Vertragspartei mitgeteilt hat. Die Zustimmung zur Rückübernahme gilt in der Regel dreissig (30) Tage lang. Diese Frist kann nach Absprache zwischen den Vertragsparteien verlängert werden.</p></content></paragraph><paragraph eId="annex_u1/art_1/para_6"><num>6.</num><content><p>Ist die rückzuübernehmende Person auf medizinische Betreuung angewiesen, liefert die ersuchende Vertragspartei zudem, sofern dies im Interesse dieser Person liegt, Informationen darüber, ob sie einer besonderen ärztlichen oder anderen Behandlung bedarf, überwacht oder mit der Ambulanz transportiert werden muss.</p></content></paragraph><paragraph eId="annex_u1/art_1/para_7"><num>7.</num><content><p>Die ersuchende Vertragspartei teilt der ersuchten Vertragspartei die Ankunftszeit der rückzuübernehmenden Person mindestens achtundvierzig (48) Stunden vorher mit.</p></content></paragraph></article><article eId="annex_u1/art_2"><num><b>Art. 2</b></num><heading>Dokumente, mit denen nachgewiesen oder glaubhaft gemacht wird, dass eine Person die Staatsangehörigkeit einer Vertragspartei besitzt <br/>(Art. 1 Abs. 2)</heading><paragraph eId="annex_u1/art_2/para_1"><num>1.</num><content><p>Die Staatsangehörigkeit der Person wird mit den folgenden gültigen Dokumenten nachgewiesen:</p><blockList eId="annex_u1/art_2/para_1/list_u1"><listIntroduction eId="annex_u1/art_2/para_1/list_u1/listintro">Für die Schweizerische Eidgenossenschaft:</listIntroduction><item eId="annex_u1/art_2/para_1/list_u1/bull_u1"><num>– </num><p>Reisepass;</p></item><item eId="annex_u1/art_2/para_1/list_u1/bull_u2"><num>– </num><p>Identitätskarte;</p></item><item eId="annex_u1/art_2/para_1/list_u1/bull_u3"><num>– </num><p>Familienbüchlein mit Angabe des Heimatortes in der Schweiz.</p></item></blockList><blockList eId="annex_u1/art_2/para_1/list_u2"><listIntroduction eId="annex_u1/art_2/para_1/list_u2/listintro">Für die Hellenische Republik:</listIntroduction><item eId="annex_u1/art_2/para_1/list_u2/bull_u1"><num>– </num><p>Reisepass;</p></item><item eId="annex_u1/art_2/para_1/list_u2/bull_u2"><num>– </num><p>nationale Identitätskarte;</p></item><item eId="annex_u1/art_2/para_1/list_u2/bull_u3"><num>– </num><p>Staatsangehörigkeitsausweis.</p></item></blockList></content></paragraph><paragraph eId="annex_u1/art_2/para_2"><num>2.</num><content><blockList><listIntroduction eId="annex_u1/art_2/para_2/listintro">Die Staatsangehörigkeit der Person wird mit einem der folgenden Dokumente glaubhaft gemacht:</listIntroduction><item eId="annex_u1/art_2/para_2/bull_u1"><num>– </num><p>eines der in Absatz 1 aufgeführten Dokumente, dessen Gültigkeit abgelaufen ist;</p></item><item eId="annex_u1/art_2/para_2/bull_u2"><num>– </num><p>von den Behörden der ersuchten Vertragspartei ausgestelltes Dokument, mit dem sich die Identität der betroffenen Person feststellen lässt (Führerschein, Seemannsbuch, Militärdienstbüchlein oder ein anderes von den Militärbehörden ausgestelltes Dokument usw.);</p></item><item eId="annex_u1/art_2/para_2/bull_u3"><num>– </num><p>konsularische Meldebescheinigung oder Auszug aus dem Zivilstandsregister;</p></item><item eId="annex_u1/art_2/para_2/bull_u4"><num>– </num><p>ein anderes von der zuständigen Behörde der ersuchten Vertragspartei ausgestelltes Dokument;</p></item><item eId="annex_u1/art_2/para_2/bull_u5"><num>– </num><p>Fotokopie eines der vorgenannten Dokumente;</p></item><item eId="annex_u1/art_2/para_2/bull_u6"><num>– </num><p>von den Verwaltungs- oder Gerichtsbehörden ordnungsgemäss protokollierte Aussagen der betroffenen Person;</p></item><item eId="annex_u1/art_2/para_2/bull_u7"><num>– </num><p>ordnungsgemäss protokollierte Aussagen gutgläubiger Zeugen;</p></item><item eId="annex_u1/art_2/para_2/bull_u8"><num>– </num><p>ein anderes für die ersuchte Vertragspartei annehmbares Dokument.</p></item></blockList></content></paragraph></article><article eId="annex_u1/art_3"><num><b>Art. 3</b></num><heading>Angaben, die das Rückübernahmegesuch für einen <br/>Drittstaatsangehörigen oder Staatenlosen enthalten muss, <br/>und Modalitäten der Übermittlung <br/>(Art. 6 Abs. 2)</heading><paragraph eId="annex_u1/art_3/para_1"><num>1.</num><content><blockList><listIntroduction eId="annex_u1/art_3/para_1/listintro">Jedes Rückübernahmegesuch für einen Drittstaatsangehörigen oder Staatenlosen, das nach Artikel 4 des Abkommens eingereicht wird, muss insbesondere folgende Angaben enthalten:</listIntroduction><item eId="annex_u1/art_3/para_1/bull_u1"><num>– </num><p>Personalien und Staatsangehörigkeit der betroffenen Person, vorbehalten bleibt Artikel 18 des Abkommens;</p></item><item eId="annex_u1/art_3/para_1/bull_u2"><num>– </num><p>Angaben zu den in Artikel 4 dieses Protokolls aufgeführten Dokumenten, welche die Einreise der betroffenen Person in das Hoheitsgebiet der ersuchten Vertragspartei oder deren Aufenthalt in diesem Gebiet nachweisen oder glaubhaft machen.</p></item></blockList></content></paragraph><paragraph eId="annex_u1/art_3/para_2"><num>2.</num><content><p>Für das Rückübernahmegesuch ist ein Formular zu verwenden, das der Formularvorlage in Anhang 2 dieses Protokolls entspricht. Sämtliche Abschnitte des Formulars sind entweder auszufüllen oder durchzustreichen.</p></content></paragraph><paragraph eId="annex_u1/art_3/para_3"><num>3.</num><content><p>Jedes Rückübernahmegesuch wird der zuständigen Behörde auf einem geeigneten Übermittlungsweg, insbesondere per Telefax, direkt übermittelt.</p></content></paragraph><paragraph eId="annex_u1/art_3/para_4"><num>4.</num><content><p>Die ersuchte Vertragspartei beantwortet das Rückübernahmegesuch so schnell wie möglich, spätestens aber innerhalb von fünf (5) Arbeitstagen nach Eingang des Gesuchs.</p></content></paragraph><paragraph eId="annex_u1/art_3/para_5"><num>5.</num><content><p>Die Übergabe der rückzuübernehmenden Person erfolgt erst, nachdem die ersuchte Vertragspartei dem Rückübernahmegesuch zugestimmt und dies der ersuchenden Vertragspartei mitgeteilt hat. Die Zustimmung zur Rückübernahme gilt in der Regel dreissig (30) Tage lang. Diese Frist kann nach Absprache zwischen den Vertragsparteien verlängert werden.</p></content></paragraph><paragraph eId="annex_u1/art_3/para_6"><num>6.</num><content><p>Ist die rückzuübernehmende Person auf medizinische Betreuung angewiesen, liefert die ersuchende Vertragspartei zudem, sofern dies im Interesse dieser Person liegt, Informationen darüber, ob sie einer besonderen ärztlichen oder anderen Behandlung bedarf, überwacht oder mit der Ambulanz transportiert werden muss.</p></content></paragraph><paragraph eId="annex_u1/art_3/para_7"><num>7.</num><content><p>Die ersuchende Vertragspartei teilt der ersuchten Vertragspartei die Ankunftszeit der rückzuübernehmenden Person mindestens drei (3) Arbeitstage vorher mit.</p></content></paragraph><paragraph eId="annex_u1/art_3/para_8"><num>8.</num><content><p>Stützt sich das Rückübernahmegesuch darauf, dass die rückzuübernehmende Person gefälschte oder verfälschte Dokumente besitzt, muss die ersuchende Vertragspartei diese Dokumente der anderen Vertragspartei übermitteln, wenn die Zustimmung zur Rückübernahme erteilt worden ist.</p></content></paragraph></article><article eId="annex_u1/art_4"><num><b>Art. 4</b></num><heading>Dokumente, mit denen die Einreise eines Drittstaatsangehörigen oder Staatenlosen in das Hoheitsgebiet der ersuchten Vertragspartei oder sein dortiger Aufenthalt nachgewiesen oder glaubhaft gemacht wird (Art. 6 Abs. 1)</heading><paragraph eId="annex_u1/art_4/para_1"><num>1.</num><content><blockList><listIntroduction eId="annex_u1/art_4/para_1/listintro">Die Einreise eines Drittstaatsangehörigen oder Staatenlosen in das Hoheitsgebiet der ersuchten Vertragspartei oder sein dortiger Aufenthalt wird mit einem der folgenden Beweismittel nachgewiesen:</listIntroduction><item eId="annex_u1/art_4/para_1/bull_u1"><num>– </num><p>Einreise- oder Ausreisestempel oder andere gleichwertige Vermerke in echten, verfälschten oder gefälschten Reisedokumenten oder Identitätsausweisen;</p></item><item eId="annex_u1/art_4/para_1/bull_u2"><num>– </num><p>Aufenthaltstitel, der vor weniger als drei (3) Monaten abgelaufen ist;</p></item><item eId="annex_u1/art_4/para_1/bull_u3"><num>– </num><p>Visum, das vor weniger als drei (3) Monaten abgelaufen ist;</p></item><item eId="annex_u1/art_4/para_1/bull_u4"><num>– </num><p>Reiseticket, das auf den Namen der betroffenen Person ausgestellt ist und ihre Einreise in das Hoheitsgebiet der ersuchten Vertragspartei oder ihre Weiterreise in das Hoheitsgebiet der ersuchenden Vertragspartei belegt.</p></item></blockList></content></paragraph><paragraph eId="annex_u1/art_4/para_2"><num>2.</num><content><blockList><listIntroduction eId="annex_u1/art_4/para_2/listintro">Die Einreise eines Drittstaatsangehörigen oder Staatenlosen in das Hoheitsgebiet der ersuchten Vertragspartei oder sein dortiger Aufenthalt wird mit einem der folgenden Dokumente oder einer der folgenden Angaben glaubhaft gemacht:</listIntroduction><item eId="annex_u1/art_4/para_2/bull_u1"><num>– </num><p>von der zuständigen Behörde der ersuchten Vertragspartei ausgestelltes Dokument, mit dem sich die Identität der betroffenen Person feststellen lässt, wie z. B. Führerausweis, Seemannsbuch oder Waffenschein;</p></item><item eId="annex_u1/art_4/para_2/bull_u2"><num>– </num><p>Aufenthaltstitel, der vor mehr als drei (3) Monaten abgelaufen ist;</p></item><item eId="annex_u1/art_4/para_2/bull_u3"><num>– </num><p>Fotokopie eines der vorgenannten Dokumente, sofern sich diese beim Vergleich mit dem von der ersuchten Vertragspartei vorgelegten Originaldokument als echt herausstellt;</p></item><item eId="annex_u1/art_4/para_2/bull_u4"><num>– </num><p>von der ersuchten Vertragspartei zu einem früheren Zeitpunkt abgenommene Fingerabdrücke der betroffenen Person;</p></item><item eId="annex_u1/art_4/para_2/bull_u5"><num>– </num><p>von der betroffenen Person benutzte Fahrzeuge, die im Hoheitsgebiet der ersuchten Vertragspartei registriert sind;</p></item><item eId="annex_u1/art_4/para_2/bull_u6"><num>– </num><p>Zutrittskarten für öffentliche und private Einrichtungen;</p></item><item eId="annex_u1/art_4/para_2/bull_u7"><num>– </num><p>Hotel-, Krankenkassen- oder sonstige Quittungen;</p></item><item eId="annex_u1/art_4/para_2/bull_u8"><num>– </num><p>Kassenzettel von Einkaufszentren, die sich im Besitz der betroffenen Person befinden;</p></item><item eId="annex_u1/art_4/para_2/bull_u9"><num>– </num><p>Briefe, welche die betroffene Person während ihres Aufenthalts im Hoheitsgebiet der ersuchten Vertragspartei geschrieben hat;</p></item><item eId="annex_u1/art_4/para_2/bull_u10"><num>– </num><p>Aussagen des Vertreters einer Behörde;</p></item><item eId="annex_u1/art_4/para_2/bull_u11"><num>– </num><p>widerspruchsfreie und hinreichend präzise Erklärungen der betroffenen Person, die objektiv überprüfbare Informationen enthalten und von der ersuchten Vertragspartei nachgeprüft werden können;</p></item><item eId="annex_u1/art_4/para_2/bull_u12"><num>– </num><p>überprüfbare Angaben, wonach die betroffene Person die Dienste einer Reiseagentur oder eines Schleppers in Anspruch genommen hat.</p></item></blockList></content></paragraph><paragraph eId="annex_u1/art_4/para_3"><num>3.</num><content><p>Dokumente, die nach den Rechtsvorschriften der ersuchten Vertragspartei von Drittpersonen verwaltet oder erworben werden können, ohne dass diese im Hoheitsgebiet der ersuchten Vertragspartei persönlich anwesend sein müssen, fallen ausser Betracht.</p></content></paragraph></article><article eId="annex_u1/art_5"><num><b>Art. 5</b></num><heading>Modalitäten der Übermittlung eines Durchbeförderungsgesuchs <br/>zur Rückführung oder im Anschluss an eine Einreiseverweigerung durch die ersuchende Vertragspartei (Art. 9)</heading><paragraph eId="annex_u1/art_5/para_1"><num>1.</num><content><blockList><listIntroduction eId="annex_u1/art_5/para_1/listintro">Jedes Durchbeförderungsgesuch, das nach Artikel 8 des Abkommens eingereicht wird, muss insbesondere folgende Angaben enthalten:</listIntroduction><item eId="annex_u1/art_5/para_1/bull_u1"><num>– </num><p>Personalien und Staatsangehörigkeit der betroffenen Person, vorbehalten bleibt Artikel 18 des Abkommens;</p></item><item eId="annex_u1/art_5/para_1/bull_u2"><num>– </num><p>auf den Namen der Person ausgestelltes Reisedokument;</p></item><item eId="annex_u1/art_5/para_1/bull_u3"><num>– </num><p>Reisedatum, Transportmittel, Zeit und Ort der Ankunft im Hoheitsgebiet der ersuchten Vertragspartei, Zeit und Ort des Abflugs aus dem Hoheitsgebiet der ersuchten Vertragspartei, Zielland und Zielort;</p></item><item eId="annex_u1/art_5/para_1/bull_u4"><num>– </num><p>Angaben zu den Begleitbeamten (Personalien, Diensteigenschaft, Reisedokument).</p></item></blockList></content></paragraph><paragraph eId="annex_u1/art_5/para_2"><num>2.</num><content><p>Für das Durchbeförderungsgesuch ist ein Formular zu verwenden, das der Formularvorlage in Anhang 3 dieses Protokolls entspricht. Sämtliche Abschnitte des Formulars sind entweder auszufüllen oder durchzustreichen.</p></content></paragraph><paragraph eId="annex_u1/art_5/para_3"><num>3.</num><content><p>Das Gesuch wird an Arbeitstagen mindestens achtundvierzig (48) Stunden vor der Durchbeförderung oder, wenn die Durchbeförderung auf einen Samstag, Sonntag oder Feiertag fällt, mindestens zweiundsiebzig (72) Stunden vorher auf einem geeigneten Übermittlungsweg, insbesondere per Telefax, den zuständigen Behörden der Vertragsparteien übermittelt.</p></content></paragraph><paragraph eId="annex_u1/art_5/para_4"><num>4.</num><content><p>Die ersuchte Vertragspartei beantwortet das Gesuch so schnell wie möglich, an Arbeitstagen spätestens innerhalb von vierundzwanzig (24) Stunden oder, wenn das Gesuch an einem Samstag, Sonntag oder Feiertag eingereicht wird, spätestens innerhalb von achtundvierzig (48) Stunden.</p></content></paragraph></article><article eId="annex_u1/art_6"><num><b>Art. 6</b></num><heading>Flughäfen und zuständige Stellen für die Rückübernahme und Durchbeförderung (Art. 20)</heading><paragraph eId="annex_u1/art_6/para_1"><num>1.</num><content><blockList><listIntroduction eId="annex_u1/art_6/para_1/listintro">Für die schweizerische Vertragspartei:</listIntroduction><item eId="annex_u1/art_6/para_1/bull_u1"><num>– </num><p>Genf-Cointrin</p></item><item eId="annex_u1/art_6/para_1/bull_u2"><num>– </num><p>Zürich-Kloten</p></item></blockList></content></paragraph><paragraph eId="annex_u1/art_6/para_2"><num>2.</num><content><blockList><listIntroduction eId="annex_u1/art_6/para_2/listintro">Für die hellenische Vertragspartei:</listIntroduction><item eId="annex_u1/art_6/para_2/bull_u1"><num>– </num><p>Eleftherios Venizelos Airport Athen</p></item><item eId="annex_u1/art_6/para_2/bull_u2"><num>– </num><p>Macedonia Airport Thessaloniki</p></item></blockList></content></paragraph><paragraph eId="annex_u1/art_6/para_3"><num>3.</num><content><blockList><listIntroduction eId="annex_u1/art_6/para_3/listintro">Folgende Behörden der Vertragsparteien sind ermächtigt, Rückübernahme- oder Durchbeförderungsgesuche einzureichen und entgegenzunehmen sowie strittige Fragen zu behandeln:</listIntroduction><item eId="annex_u1/art_6/para_3/lbl_a"><num>a) </num><p>Für die Schweizerische Eidgenossenschaft:</p></item><item eId="annex_u1/art_6/para_3/bull_u2"><num> </num><p>Die zuständige Behörde für das Ersuchen, den Erhalt und die Behandlung von Rückübernahmegesuchen ist:</p></item><item eId="annex_u1/art_6/para_3/bull_u3"><num> </num><p>Eidgenössisches Justiz- und Polizeidepartement<br/></p><p>Bundesamt für Migration<authorialNote><p> Heute: Staatssekretariat für Migration (SEM), Direktionsbereich Asyl, Abteilung Dublin,  Postadresse: Quellenweg 6, CH-3003 Bern-Wabern, Fax: ++41 /58 336 92 33  Tel: ++41 /58 325 92 02, ++41 /58 325 93 69 (siehe <ref href="https://fedlex.data.admin.ch/eli/oc/2014/741" xmlns:data="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:data" xmlns:tmp="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:temp">AS <b>2014</b> 4451</ref>).</p></authorialNote><br/></p><p>Abteilung Aufenthalt und Rückkehrförderung<br/></p><p>Adresse: Quellenweg 6, CH-3003 Bern-Wabern<br/></p><p>Fax: </p><p>(0041) 31 325 92 33<br/></p><p>Tel.: </p><p>(0041) 31 325 92 02</p></item><item eId="annex_u1/art_6/para_3/bull_u4"><num> </num><p>Die zuständige Behörde für das Ersuchen, den Erhalt und die Behandlung von Durchbeförderungsgesuchen ist:</p></item><item eId="annex_u1/art_6/para_3/bull_u5"><num/><p>Eidgenössisches Justiz- und Polizeidepartement<br/></p><p>Sektion Auresieorganisation (swissREPAT)<authorialNote><p> Heute: Staatssekretariat für Migration (SEM), Direktionsbereich Internationale  Zusammenarbeit, Abteilung Rückkehr, Sektion swissREPAT, Postadresse:  Postfach 314, 8058 Zürich-Flughafen, Fax: ++41 /43 816 74 58, Tel: ++41 /43 816 74 55  (siehe <ref href="https://fedlex.data.admin.ch/eli/oc/2014/741" xmlns:data="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:data" xmlns:tmp="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:temp">AS <b>2014</b> 4451</ref>).</p></authorialNote><br/></p><p>Adresse: Postfach 2478, CH-8058 Zürich-Flughafen<br/></p><p>Fax: </p><p>(0041) 43 816 74 58<br/></p><p>Tel.: </p><p>(0041) 43 816 74 55</p></item><item eId="annex_u1/art_6/para_3/lbl_b"><num>b) </num><p>Für die Hellenische Republik:</p></item><item eId="annex_u1/art_6/para_3/bull_u7"><num> </num><p>Die für Rückübernahme- und Durchbeförderungsgesuche zuständige Behörde ist:</p></item><item eId="annex_u1/art_6/para_3/bull_u8"><num/><p>Hellenic Police Headquarters<br/></p><p>Aliens Division<br/></p><p>Adresse: 4 P – Kanellopoulou str., 10177 – Athens<br/></p><p>Fax: </p><p>(0030) 210 – 692 95 16<br/></p><p>Tel.: </p><p>(0030) 210 – 697 71 25</p></item></blockList></content></paragraph></article><article eId="annex_u1/art_7"><num><b>Art. 7</b></num><heading>Begleichung der bei einer Rückübernahme oder Durchbeförderung entstehenden Kosten</heading><paragraph eId="annex_u1/art_7/para"><content><p>Sämtliche von der ersuchten Vertragspartei bezahlten Kosten in Zusammenhang mit der Anwendung der Bestimmungen des Abkommens werden, soweit sie zu Lasten der ersuchenden Vertragspartei gehen, innerhalb von sechzig (60) Tagen nach Rechnungseingang beglichen.</p></content></paragraph></article><article eId="annex_u1/art_8"><num><b>Art. 8</b></num><heading>Kommunikationssprache</heading><paragraph eId="annex_u1/art_8/para"><content><p>Sofern die Vertragsparteien nichts anderes vereinbaren, verwenden die zuständigen Behörden der Vertragsparteien bei der Durchführung des Abkommens für die mündliche und schriftliche Verständigung die englische Sprache.</p></content></paragraph></article><article eId="annex_u1/art_9"><num><b>Art. 9</b></num><heading>Schlussbestimmungen</heading><paragraph eId="annex_u1/art_9/para_1"><num>1.</num><content><p>Dieses Protokoll tritt gleichzeitig mit dem Abkommen in Kraft.</p></content></paragraph><paragraph eId="annex_u1/art_9/para_2"><num>2.</num><content><p>Dieses Protokoll ist während der Suspendierung des Abkommens nicht anwendbar.</p></content></paragraph><paragraph eId="annex_u1/art_9/para_3"><num>3.</num><content><p>Dieses Protokoll endet gleichzeitig mit dem Abkommen.</p></content></paragraph><paragraph eId="annex_u1/art_9/para_4"><num>4.</num><content><p>Änderungen dieses Protokolls werden im gegenseitigen Einvernehmen zwischen dem Justiz- und Polizeidepartement der Schweizerischen Eidgenossenschaft und dem Ministerium für öffentliche Ordnung der Hellenischen Republik beschlossen.</p><p>Geschehen zu Bern, am 28. August 2006, in je zwei Urschriften in deutscher, griechischer und englischer Sprache, wobei jeder Text gleichermassen authentisch ist. Bei Meinungsverschiedenheiten über die Auslegung dieses Protokolls ist der englische Wortlaut massgebend.</p><table fedlex:function="layout"><tr><td><p>Für das <br/>Justiz- und Polizeidepartement <br/>der Schweizerischen Eidgenossenschaft:</p><p>Christoph Blocher</p></td><td><p>Für das <br/>Ministerium für öffentliche Ordnung der Hellenischen Republik:</p><p>Vyron G. Polydoras</p></td></tr></table></content></paragraph></article></mainBody></doc></component></components></act></akomaNtoso>