<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="content"> <div class="para">Bundesgericht </div> <div class="para">Tribunal fédéral </div> <div class="para">Tribunale federale </div> <div class="para">Tribunal federal </div> <div class="para"> </div> <div class="para">{T 0/2} </div> <div class="para">6B_767/2011 </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Urteil vom 15. März 2012 </div> <div class="para">Strafrechtliche Abteilung </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Besetzung </div> <div class="para">Bundesrichter Mathys, Präsident, </div> <div class="para">Bundesrichter Schneider, Schöbi, </div> <div class="para">Gerichtsschreiber C. Monn. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Verfahrensbeteiligte </div> <div class="para">X.________, </div> <div class="para">Beschwerdeführer, </div> <div class="para"> </div> <div class="para">gegen </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Oberstaatsanwaltschaft des Kantons Zürich, Florhofgasse 2, 8001 Zürich, </div> <div class="para">Beschwerdegegnerin. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Gegenstand </div> <div class="para">Vollstreckung einer Freiheitsstrafe, </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Beschwerde gegen den Beschluss des Obergerichts des Kantons Zürich, III. Strafkammer, vom 18. Oktober 2011. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Das Bundesgericht zieht in Erwägung: </div> <div class="para"> </div> <div class="para">1. </div> <div class="para">Am 18. März 2008 verurteilte das Bezirksgericht Zürich X.________ wegen sexueller Nötigung, mehrfacher einfacher Körperverletzung und mehrfacher Pornographie zu einer unbedingten Freiheitsstrafe von zwei Jahren, unter Anrechnung von 62 Tagen Haft. Der Vollzug wurde zugunsten einer ambulanten Massnahme aufgeschoben. Diese wurde am 7. Dezember 2010 durch das Amt für Justizvollzug des Kantons Zürich wegen Aussichtslosigkeit aufgehoben. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Am 20. Mai 2011 beschloss das Bezirksgericht den Vollzug der am 18. März 2008 ausgesprochenen Freiheitsstrafe, wobei es zehn Tage Massnahmevollzug anrechnete. Eine dagegen gerichtete kantonale Beschwerde wurde durch das Obergericht des Kantons Zürich am 18. Oktober 2011 abgewiesen, soweit darauf einzutreten war. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">X.________ wendet sich mit Beschwerde ans Bundesgericht und beantragt sinngemäss, auf den Vollzug der Freiheitsstrafe sei zu verzichten. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">2. </div> <div class="para">In Anwendung von <span class="artref">Art. 109 Abs. 3 BGG</span> kann auf die einlässlichen und überzeugenden Ausführungen der Vorinstanz verwiesen werden. Sie kommt zum Schluss, dass dem Beschwerdeführer keine günstige Prognose gestellt werden könne, weil die negativ zu gewichtenden Faktoren überwögen (vgl. angefochtenen Entscheid S. 3-15 E. III und IV). </div> <div class="para">Was der Beschwerdeführer vorbringt, dringt nicht durch. Die Vorinstanz hat nicht verkannt, dass er seit dem 5. November 2005 keine Straftaten mehr begangen hat. Für die Prognose entscheidend war jedoch, dass er sich nur im Jahr 2006 der für ihn notwendigen Therapie regelmässig unterzog. Danach kamen zwei Jahre, in denen er überhaupt keine Therapie absolvierte. Seit der Invollzugsetzung der ambulanten Massnahme am 15. Oktober 2008 bis zu deren Einstellung am 7. Dezember 2010 fanden nur elf Sitzungen und seit der Wiederaufnahme der Therapie im Jahre 2011 maximal sieben Sitzungen statt. Unter diesen Umständen kann von einer ausreichenden Behandlung nicht die Rede sein. Weiter stellt die Vorinstanz fest, der Beschwerdeführer habe sich in Bezug auf die Therapie nicht kooperativ verhalten, da er die Termine nicht regelmässig eingehalten habe. Nachdem er früher geltend gemacht hatte, sein mangelndes Engagement habe damit zu tun, dass er durch die Termine am Samstagnachmittag stark in seiner Freiheit eingeschränkt werde (angefochtener Entscheid S. 14), bringt er heute vor, man könne von seinem Arbeitgeber nicht verlangen, dass er jeweils pro Woche einen halben Tag abwesend sei. Dies erscheint mutwillig. Das Problem ist offenbar nicht, dass die Therapeuten "kein Verständnis betreffend der Gestaltung der Termine" gehabt hätten, sondern liegt darin, dass sich der Beschwerdeführer einer effektiven Behandlung seiner Probleme widersetzt. Gesamthaft gesehen ist es bundesrechtlich nicht zu beanstanden, dass die Vorinstanz gestützt auf die bereits vorhandenen und ausreichenden Berichte von einer ungünstigen Prognose ausging. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Die Beschwerde ist im Verfahren nach <span class="artref">Art. 109 BGG</span> abzuweisen. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">3. </div> <div class="para">Die Gerichtskosten sind dem Beschwerdeführer aufzuerlegen (<span class="artref">Art. 66 Abs. 1 BGG</span>). </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Demnach erkennt das Bundesgericht: </div> <div class="para"> </div> <div class="para">1. </div> <div class="para">Die Beschwerde wird abgewiesen. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">2. </div> <div class="para">Die Gerichtskosten von Fr. 2'000.-- werden dem Beschwerdeführer auferlegt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">3. </div> <div class="para">Dieses Urteil wird den Parteien und dem Obergericht des Kantons Zürich, III. Strafkammer, schriftlich mitgeteilt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Lausanne, 15. März 2012 </div> <div class="para">Im Namen der Strafrechtlichen Abteilung </div> <div class="para">des Schweizerischen Bundesgerichts </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Der Präsident: Mathys </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Der Gerichtsschreiber: Monn </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> </div></body></html>