<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2004.00476</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=204892&amp;W10_KEY=13013566&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2004.00476</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 02.03.2005</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">2. Abteilung/2. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Das Bundesgericht hat eine Verwaltungsgerichtsbeschwerde gegen diesen Entscheid am 06.05.2005 abgewiesen.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">AuslÃ¤nderrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Ausweisung</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Wiedererwägungspflicht durch Regierungsrat Mangels Änderung der massgebenden Sachumstände ist der Regierungsrat zu Recht auf das - eine rechtskräftige Ausweisung betreffende (vgl. VB.2003.000410) - Wiedererwägungsgesuch nicht eingetreten. Abweisung der Beschwerde, Verweigerung von UP/URB wegen Aussichtslosigkeit.</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: KRONZEUGE">KRONZEUGE</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: AuslÃ¤nderrecht ST: ÃBRIGES FÃRSORGE UND GESUNDHEIT">ÃBRIGES FÃRSORGE UND GESUNDHEIT</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: VERÃNDERTE VERHÃLTNISSE">VERÃNDERTE VERHÃLTNISSE</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: WIEDERERWÃGUNG">WIEDERERWÃGUNG</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade">Art. 11 Abs. IV ANAG</span><br/><span class="gerade">§ 53 VRG</span><br/><span class="ungerade">§ 56 Abs. I VRG</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 3 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Sachverhalt1"><b><span>I. </span></b><span> </span></p> <p class="Sachverhalt2">Die 1979 geborene A, BÃ¼rgerin von Serbien und Montenegro, kam im Jahr 1995 im Rahmen des Familiennachzugs in den Kanton ZÃ¼rich und wurde hier in die Niederlassungsbewilligung ihrer Eltern einbezogen. 1998 heiratete sie in ihrer Heimat einen Landsmann und am 20. Februar 2001 wurde ihre Tochter geboren. Wegen VerstÃ¶ssen gegen das BetÃ¤ubungsmittelgesetz wurde sie am 30. Januar 2003 zu drei Jahren und sechs Monaten Zuchthausstrafe verurteilt. Ihr Ehemann wurde im Januar 2004 wegen qualifizierten, banden- und gewerbsmÃ¤ssigen Drogenhandels verurteilt und in eine Arbeitserziehungsanstalt eingewiesen. Am 1. Oktober 2003 wurde A vom Regierungsrat fÃ¼r die Dauer von zehn Jahren aus der Schweiz ausgewiesen. Das Verwaltungsgericht und das Bundesgericht wiesen ihre Beschwerden ab; letzteres mit Entscheid vom 9. Juli 2004. In der Folge setzte das Migrationsamt des Kantons ZÃ¼rich A eine Frist bis 10. September 2004, um die Schweiz zu verlassen. </p> <p class="Sachverhalt2">Am 26. August 2004 ersuchte A um WiedererwÃ¤gung der AusweisungsverfÃ¼gung, wobei sie geltend machte, im siebten Monate schwanger zu sein. Sodann sei sie und ihre Familie mehrmals von unbekannten Personen am Telefon mit dem Tod bedroht worden. Aufgrund der festgestellten Herkunft der Anrufe stehe fest, dass die Drohungen ernst zu nehmen seien. Ihre und Aussagen ihres Ehemanns im Strafprozess hÃ¤tten dazu beigetragen, dass fÃ¼hrende Mitglieder eines Drogenkartells zu langjÃ¤hrigen Zuchthausstrafen verurteilt worden seien. Diese Kreise aus Serbien und Montenegro hÃ¤tten Rache geschworen. Da ihr Ehemann noch eine Massnahme absitzen mÃ¼sse, wÃ¤ren sie und ihre Kinder vÃ¶llig auf sich allein gestellt und an Leib und Leben gefÃ¤hrdet; die Ausweisung wÃ¤re damit unverhÃ¤ltnismÃ¤ssig.</p> <p class="Urteilstext"><span>Der Regierungsrat (als fÃ¼r Ausweisungen erstinstanzlich verfÃ¼gende BehÃ¶rde) trat mit Beschluss vom 29. September 2004 auf das Gesuch nicht ein. Er erwog im Wesentlichen, die von A fÃ¼r die WiedererwÃ¤gung angefÃ¼hrten GrÃ¼nde seien bereits im vorangegangenen Verfahren vor Verwaltungs- und Bundesgericht vorgebracht und durch diese Gerichte gewÃ¼rdigt worden. Es gehe somit nicht um eine Anpassung einer behÃ¶rdlichen oder gerichtlichen Anordnung an verÃ¤nderte VerhÃ¤ltnisse. Vielmehr seien diese im Wesentlichen unverÃ¤ndert und fehlten damit die Voraussetzungen fÃ¼r eine Neubeurteilung.</span></p> <p class="Sachverhalt1"><b><span>II. </span></b><span> </span></p> <p class="Sachverhalt2"><span>Am 30. Oktober 2004 beantragte A durch ihre Rechtsvertreterin mit Beschwerde dem Verwaltungsgericht, der Entscheid des Regierungsrats sei aufzuheben, es sei auf das WiedererwÃ¤gungsgesuch einzutreten, dieses sei gutzuheissen und A wieder in ihre Rechtstellung als Niedergelassene einzusetzen. FÃ¼r das Verfahren sei ihr die unentgeltliche Rechtspflege â kostenfreie BeschwerdefÃ¼hrung und VerbeistÃ¤ndung â zu gewÃ¤hren, sofern nicht Kostentragung und ParteientschÃ¤digung ohnehin durch den Regierungsrat zu erfolgen hÃ¤tten. Sodann sei ihr eine kurze Nachfrist zur ErgÃ¤nzung der Beschwerde anzusetzen und letzterer die aufschiebende Wirkung beizugeben.</span></p> <p class="Sachverhalt2"><span>FÃ¼r den Regierungsrat beantragte die Direktion fÃ¼r Soziales und Sicherheit am 17. November 2004 dem Gericht, es sei auf die Beschwerde nicht einzutreten, allenfalls sei sie abzuweisen. Die Ausweisung sei rechtskrÃ¤ftig beurteilt. Soweit ein im Rahmen des Ermessens gefÃ¤llter Entscheid des Regierungsrats angefochten sei, wÃ¤re dem Verwaltungsgericht eine ÃberprÃ¼fung der Anordnung ohnehin verwehrt.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Mit Eingabe vom 29. November 2004 beantragte A noch einmal die "Edition des Polizeirapportes der Spezialeinheit Polizeiposten P".</span></p> <p class="Einzug1"><span>Die Kammer</span> zieht in ErwÃ¤gung:</p> <p class="Erwgung1"><b><span>1. </span></b><span> </span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>1.1 </span></b><span>Streitgegenstand ist vorliegend einzig die Frage, ob der Regierungsrat auf das WiedererwÃ¤gungsgesuch der BeschwerdefÃ¼hrerin vom 26. August 2004 zu Recht nicht eingetreten ist oder ob dieser einen materiellen Sachentscheid hÃ¤tte fÃ¤llen mÃ¼ssen. </span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>1.2 </span></b><span>Das Verwaltungsgericht beurteilt Beschwerden gegen letztinstanzliche Anordnungen von VerwaltungsbehÃ¶rden (§ 41 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 [VRG]). Mit der Beschwerde kÃ¶nnen auch Verletzungen von Verfahrensvorschriften gerÃ¼gt werden (§ 50 Abs. 2 lit. d VRG). Voraussetzung hierfÃ¼r ist jedoch, dass die Beschwerde zulÃ¤ssig ist; sofern dies nicht der Fall ist, kann auch keine ÃberprÃ¼fung gerÃ¼gter Verfahrensverletzungen stattfinden. </span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>1.3 </span></b><span>GestÃ¼tzt auf § 43 Abs. 1 lit. h in Verbindung mit Abs. 2 VRG ist die Beschwerde an das Verwaltungsgericht auf dem Gebiet der Fremdenpolizei zulÃ¤ssig, soweit die Verwaltungsgerichtsbeschwerde an das Bundesgericht offen steht. Dies trifft zu bei AusweisungsverfÃ¼gungen gestÃ¼tzt auf Art. 10 des Bundesgesetzes vom 26. MÃ¤rz 1931 Ã¼ber Aufenthalt und Niederlassung der AuslÃ¤nder (ANAG; Art. 100 Abs. 1 lit. b Ziff. 4 des Bundesrechtspflegegesetzes vom 16. Dezember 1943 e contrario; BGE 128 II 145 E. 1.1.1).</span></p> <p class="Erwgung1"><b><span>2. </span></b><span> </span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>2.1 </span></b><span>Die vom Gesetz vermutete aufschiebende Wirkung der Beschwerde (§ 55 Abs. 1 und 2 VRG) ist nicht entzogen worden und ist mit dem heutigen Entscheid hinfÃ¤llig, weshalb sich das entsprechende Gesuch erÃ¼brigt hat.</span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>2.2 </span></b><span>Die Voraussetzungen fÃ¼r die Erteilung einer Nachfrist nach § 56 Abs. 1 VRG sind nicht gegeben. Eine eigentliche Erstreckung der gesetzlichen Beschwerdefrist (§ 53 VRG) ist sodann ohnehin nur unter den in § 12 Abs. 1 (in Verbindung mit § 70) VRG genannten GrÃ¼nden mÃ¶glich. Derartige werden von der anwaltlich vertretenen BeschwerdefÃ¼hrerin nicht geltend gemacht. Auf die entsprechenden Begehren der BeschwerdefÃ¼hrerin ist deshalb nicht einzugehen. Gleiches gilt fÃ¼r den Antrag, das Verwaltungsgericht mÃ¶ge sich abstrakt zu Fragen des Fristenlaufs Ã¤ussern. Hierzu besteht angesichts der deutlich eingehaltenen Frist â der Rekursentscheid wurde dem frÃ¼heren Vertreter der BeschwerdefÃ¼hrerin am 8. Oktober 2004 zugestellt, die Beschwerdeerhebung datiert vom 31. Oktober 2004 â kein Anlass.</span></p> <p class="Erwgung1"><b><span>3. </span></b><span> </span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>3.1 </span></b><span>Anfechtungsobjekt bildet hier nicht ein Entscheid Ã¼ber eine (erstmalige) Ausweisung, sondern die WiedererwÃ¤gung einer vom Verwaltungs- und Bundesgericht bereits rechtskrÃ¤ftig beurteilten Ausweisung durch die schon seinerzeit erstverfÃ¼gende Vorinstanz im Sinn einer Anpassung an die seit dem letzten Urteil verÃ¤nderten UmstÃ¤nde (vgl. vorn E. 1.1).</span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>3.2 </span></b><span>Laut Art. 11 Abs. 4 Satz 2 ANAG kann die Ausweisung in AusnahmefÃ¤llen vorÃ¼bergehend eingestellt oder ausgesetzt werden, wodurch allerdings eine wegen der Ausweisung erloschene Bewilligung nicht wieder auflebt. Der Entscheid der letzten kantonalen Instanz, welche eine solche Einstellung oder Aufhebung der Ausweisung verweigert, unterliegt der Verwaltungsgerichtsbeschwerde nicht (BGE 103 Ib 373 E. 2). Sollte eine solche vorÃ¼bergehende Einstellung oder Aufhebung der Ausweisung hier streitig sein, kÃ¶nnte das Verwaltungsgericht auf die Beschwerde nicht eintreten. </span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>3.3 </span></b><span>Mit ihrem Antrag, der Entscheid des Regierungsrats sei aufzuheben und es sei zu veranlassen, dass ihr die entzogene Niederlassungsbewilligung wieder erteilt werde, beantragt die BeschwerdefÃ¼hrerin offensichtlich nicht nur eine vorÃ¼bergehende Einstellung oder Aussetzung der Ausweisung, sondern deren â dauernde â RÃ¼ckgÃ¤ngigmachung.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Eine auf Dauer angelegte rechtskrÃ¤ftige Anordnung einer BehÃ¶rde kann von dieser in WiedererwÃ¤gung gezogen werden. Ein Anspruch auf Anpassung einer DauerverfÃ¼gung an verÃ¤nderte SachumstÃ¤nde fliesst auch ohne materiellrechtliche Grundlage aus dem verfassungsmÃ¤ssigen WillkÃ¼rverbot der Bundesverfassung (Art. 4 aBV, Art. 9 BV; BGE 127 II 264 E. 1a). Vorausgesetzt wird aber, dass sich die massgebenden (objektiv-rechtlichen oder tatbestÃ¤ndlichen) VerhÃ¤ltnisse wesentlich verÃ¤ndert haben (Alfred KÃ¶lz/JÃ¼rg Bosshart/Martin RÃ¶hl, Kommentar zum VRG, 2. A. ZÃ¼rich 1999, Vorbemerkungen zu § 86a-86d N. 13). Insofern tritt eine auf Dauer angelegte Anordnung einer VerwaltungsbehÃ¶rde nicht in materielle Rechtskraft. Selbst in diesem Fall vermittelt die VerÃ¤nderung der UmstÃ¤nde aber lediglich einen Eintretensanspruch auf das WiedererwÃ¤gungsgesuch, nicht aber automatisch einen Anspruch auf Aufhebung der Ausweisung. Ist keine wesentliche VerÃ¤nderung der massgebenden VerhÃ¤ltnisse ersichtlich, besteht kein Rechtsanspruch auf Anpassung einer Anordnung. Fehlt es an einem Rechtsanspruch, kÃ¶nnte das Gericht auf ein WiedererwÃ¤gungsgesuch nicht eintreten (vgl. zum Ganzen auch RB 2002 Nr. 32).</span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>3.4 </span></b><span>Die Frage, ob der Regierungsrat (zufolge wesentlicher VerÃ¤nderung der massgebenden VerhÃ¤ltnisse) auf das WiedererwÃ¤gungsgesuch hÃ¤tte eintreten mÃ¼ssen oder nicht, prÃ¼ft das Verwaltungsgericht wiederum nur, wenn in der Hauptsache eine gerichtliche Beurteilung Ã¼berhaupt mÃ¶glich ist. Ist kein gerichtlich zu prÃ¼fender Anspruch sichtbar, greift das Verwaltungsgericht auch bei groben VerfahrensmÃ¤ngeln nicht ein. Wie bereits angefÃ¼hrt, ist bei einer AusweisungsverfÃ¼gung eine gerichtliche ÃberprÃ¼fung grundsÃ¤tzlich vorgesehen (vorn E. 1.3), geht es doch um den Entzug einer aufgrund eines Rechtsanspruchs erlangten Rechtsposition. Auf die RÃ¼ge, der Regierungsrat hÃ¤tte auf das WiedererwÃ¤gungsbegehren eintreten mÃ¼ssen, tritt das Gericht deshalb vorfrageweise ein. Auf weitergehende sachliche AntrÃ¤ge kann das Verwaltungsgericht dagegen nicht eintreten.</span></p> <p class="Erwgung1"><b><span>4. </span></b><span> </span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>4.1 </span></b><span>Die BeschwerdefÃ¼hrerin begrÃ¼ndet ausfÃ¼hrlich, warum eine Ausweisung fÃ¼r sie und ihre Kinder eine Gefahr fÃ¼r Leib und Leben darstellen wÃ¼rde. Die Drohungen durch serbische Kriminelle, zu deren Verhaftung sie und ihr Ehemann beigetragen haben, werde durch einen Amtsbericht der Bezirks- (heute Staats-)anwaltschaft als mÃ¶glich bezeichnet und es werde seitens der StrafverfolgungsbehÃ¶rde empfohlen, den Ehemann der BeschwerdefÃ¼hrerin und weitere "Kron"zeugen nicht auszuweisen, um sie nicht zusÃ¤tzlich zu gefÃ¤hrden und um sich fÃ¼r ihre Zusammenarbeit mit der StrafverfolgungsbehÃ¶rde erkenntlich zu zeigen. Zudem sei der Ehemann aus dem Massnahmenvollzug noch nicht entlassen und wÃ¤re die â im Zeitpunkt der Beschwerde im siebten Monat schwangere â BeschwerdefÃ¼hrerin mit ihren Kindern vollstÃ¤ndig ohne Schutz. Die BegrÃ¼ndung der Beschwerde wird wie folgt zusammengefasst (S. 17): Seit dem Erlass der AusweisungsverfÃ¼gung bestehe ein "Abschiebungshindernis" und es mÃ¼sse auf die "GegenwÃ¤rtigkeit der GefÃ¤hrdung" RÃ¼cksicht genommen werden. </span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>4.2 </span></b><span>Der Regierungsrat (als erste Instanz) hat befunden, dass zwei UmstÃ¤nde allenfalls Anlass fÃ¼r eine Neubeurteilung sein kÃ¶nnten: die konkreten Drohungen mit der Ermordung der ganzen Familie einerseits und die (im Zeitpunkt der regierungsrÃ¤tlichen Anordnung bestehende) Schwangerschaft der BeschwerdefÃ¼hrerin anderseits. BezÃ¼glich der Drohungen habe das Verwaltungsgericht bereits eine AbwÃ¤gung vorgenommen; die neuen Vorbringen verÃ¤nderten das bereits bekannte Bedrohungsbild nicht wesentlich. Die Schwangerschaft sei beim Entscheid des Verwaltungsgerichts vom 3. MÃ¤rz 2004 bereits bekannt gewesen. Die neuen Vorbringen seien insgesamt nicht so wesentlich, um Anlass zu einer Neubeurteilung des angefochtenen Entscheids zu geben.</span></p> <p class="Erwgung1"><b><span>5. </span></b><span> </span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>5.1 </span></b><span>Dem Wesen der gefestigten Rechtstellung der Niederlassungsbewilligung entsprechend sind die gesetzlichen Voraussetzungen der Ausweisung Eigenschaften, die auf Dauer angelegt sind und nicht solche, die aus einer momentanen Lage entstanden und vorÃ¼bergehender Natur sind. Entsprechendes muss auch gefordert werden von UmstÃ¤nden, die Anlass fÃ¼r eine Anpassung einer frÃ¼heren Anordnung bilden sollen. So muss sich zum Beispiel auf der Verschuldensseite, welche Ausgangspunkt fÃ¼r die RechtsgÃ¼terabwÃ¤gung ist, eine wesentliche Ãnderung ergeben haben oder aber auf der Seite der Zumutbarkeit der Ausweisung. Geht es nur um vorÃ¼bergehende UmstÃ¤nde von begrenzter Dauer, kann zum vornherein die Aufhebung einer rechtskrÃ¤ftig festgestellten Ausweisung nicht zur Diskussion stehen. Vielmehr kÃ¶nnen vorÃ¼bergehende oder UmstÃ¤nde von begrenzter Dauer im Rahmen der gestÃ¼tzt auf Art. 11 Abs. 4 ANAG vorgesehenen MÃ¶glichkeit der vorÃ¼bergehenden Einstellung oder Aufhebung der Ausweisung berÃ¼cksichtigt werden. Auch wenn die Voraussetzungen fÃ¼r eine vorÃ¼bergehende Einstellung der Massnahme gegeben sind, wÃ¼rde die durch die Ausweisung entzogene Niederlassungsbewilligung nicht wieder hergestellt.</span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>5.2 </span></b><span>Bereits dem Verwaltungsgericht war bei der ersten Beurteilung die Bedrohungssituation der BeschwerdefÃ¼hrerin und ihres Ehemannes bekannt. Damals ging das Gericht von einem eher unbestimmten Bedrohungsbild aus. Insbesondere sei nicht erstellt, dass die Bedrohung fÃ¼r die BeschwerdefÃ¼hrerin und ihren Ehemann in der Schweiz wesentlich kleiner als in Serbien-Montenegro sei. Zwischenzeitlich will die BeschwerdefÃ¼hrerin telefonische Drohungen erhalten haben, wonach die ganze Familie gefÃ¤hrdet sei. Ein â auszugsweise â eingereichter Bericht der Bezirksanwaltschaft Ã¤ussert sich vor allem dahingehend, dass der Ehemann gefÃ¤hrdet sei. Der Bericht besagt damit im Vergleich zur frÃ¼heren Beschwerde vom 3. November 2003 an das Verwaltungsgericht nichts Neues, war doch damals schon ausgefÃ¼hrt worden, der Bezirksanwalt habe in seinem PlÃ¤doyer ausgefÃ¼hrt, dass der Ehemann durch Racheakte gefÃ¤hrdet sei. Als WÃ¼rdigung kann somit nicht gesagt werden, dass sich massgebende und wesentliche UmstÃ¤nde von dauerhaftem Charakter geÃ¤ndert hÃ¤tten, als deren Folge es als unverhÃ¤ltnismÃ¤ssig erschiene, die Ausweisung weiterhin aufrecht zu halten. Vielmehr liegt allenfalls die Voraussetzung fÃ¼r eine vorÃ¼bergehende Aussetzung des Vollzugs im Sinn von Art. 11 Abs. 4 ANAG vor. Wie erwÃ¤hnt, lÃ¤ge eine derartige, AusnahmefÃ¤llen vorbehaltene, Massnahme im Ermessensbereich der BehÃ¶rde und wÃ¤re damit der ÃberprÃ¼fung durch das Gericht entzogen.</span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>5.3 </span></b><span>Die BeschwerdefÃ¼hrerin hat sodann als neuen Umstand geltend gemacht, dass sie schwanger sei. Wie sich die VerhÃ¤ltnisse heute darstellen, ist dem Gericht nicht bekannt. Fest steht, dass die allfÃ¤llige UnmÃ¶glichkeit, wegen einer Schwangerschaft, drohenden Geburt oder zwischenzeitlich erfolgten Niederkunft ins Ausland auszureisen, ebenfalls eine vorÃ¼bergehende Aufschiebung des Vollzugs im Sinn von Art. 11 Abs. 4 ANAG und nicht die RÃ¼ckgÃ¤ngigmachung der Ausweisung rechtfertigen kÃ¶nnte. Auch hier gilt das AusgefÃ¼hrte, wonach das Gericht einen Entscheid dieser Art nicht Ã¼berprÃ¼fen kÃ¶nnte. Immerhin ist im Hinblick auf die wesentliche VerÃ¤nderung massgeblicher UmstÃ¤nde Folgendes in Erinnerung zu rufen: in der frÃ¼heren Beschwerde an das Verwaltungsgericht liess die BeschwerdefÃ¼hrerin ausfÃ¼hren, sie sei aufgrund der (ersten) Schwangerschaft verhindert gewesen, sich den deliktischen Ansinnen ihres Ehemanns zu widersetzen. In jÃ¼ngerer Zeit habe sie gelernt, sich abzugrenzen. Sie lebe bei ihren Eltern in stabilen VerhÃ¤ltnissen und sei auf dem Weg, sich von ihrem Ehemann zu distanzieren. Hierzu passt schlecht ins Bild, wenn sie wiederum schwanger geworden ist, obwohl ihr Ehemann sich noch im Massnahmenvollzug befindet, und sie und ihr Ehemann im Zeitpunkt, als sie das zweite Kind zeugten, wussten und wissen mussten, dass ihnen weder ein zukÃ¼nftiges Zusammenleben in der Schweiz noch ein gemeinsames Zusammenleben als Familie garantiert sein wÃ¼rde. Mit Bezug auf die erste Schwangerschaft hat das Verwaltungsgericht in seinem Urteil vom 3. MÃ¤rz 2004 festgestellt, die BeschwerdefÃ¼hrerin habe Zeugnis von Verantwortungslosigkeit gegenÃ¼ber ihrem kÃ¼nftigen Kind abgelegt, indem sie ihre kriminellen Interessen Ã¼ber diejenigen des ungeborenen Kindes gestellt habe. Der gleiche Vorwurf kann ihr heute nicht erspart werden, wenn sie und ihr Ehemann, von dem sie sich trennen wollte, angesichts der unsicheren Zukunft als Familie und der angeblich akuten Bedrohungen ein weiteres Kind gezeugt haben.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Damit haben sich keine massgebenden SachumstÃ¤nde geÃ¤ndert, die eine Anpassung notwendig machen wÃ¼rden. Dies hat der Regierungsrat unter zutreffender WÃ¼rdigung der zur Beantwortung dieser Frage massgeblichen Gesichtspunkte erkannt, wobei er nicht gehalten war, zu jedem einzelnen Punkt im WiedererwÃ¤gungsgesuch ausdrÃ¼cklich Stellung zu nehmen â Derartiges fordert auch der in Art. 29 Abs. 2 BV verankerte Grundsatz des rechtlichen GehÃ¶rs nicht â und ist von der eventualiter beantragten RÃ¼ckweisung der Akten abzusehen. Schon aus diesem Grund erÃ¼brigt sich auch die Abnahme der vor Verwaltungsgericht angebotenen Beweismittel wie etwa die Befragung eines Zeugen, vermÃ¶chten doch auch diese fÃ¼r die hier einzig interessierende Frage nach Ãnderung der massgebenden SachumstÃ¤nde zu keinem anderen Ergebnis zu fÃ¼hren.</span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>5.4 </span></b><span>Nicht zu hÃ¶ren sind endlich die RÃ¼gen in der Beschwerdeschrift (S. 13 Ziff. 23 ff), wonach die frÃ¼heren Gerichte das Recht nicht richtig angewendet hÃ¤tten. Ein Anspruch auf RÃ¼ckkommen ausserhalb der formellen RevisionsgrÃ¼nde besteht nicht. Das Gericht tritt auf die RÃ¼gen nicht ein.</span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>5.5 </span></b><span>Es ergibt sich, dass der Regierungsrat auf das Gesuch um Anpassung an verÃ¤nderte UmstÃ¤nde zu Recht nicht eingetreten ist. Damit ist die dagegen erhobene Beschwerde abzuweisen, soweit darauf eingetreten werden kann.</span></p> <p class="Erwgung1"><b><span>6. </span></b><span> </span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>6.1 </span></b><span>Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege und VerbeistÃ¤ndung ist abzuweisen, weil das Begehren um Anpassung mangels wesentlicher und massgeblicher verÃ¤nderter UmstÃ¤nde offensichtlich als aussichtslos erscheinen musste (§ 16 Abs. 1 und 2 VRG).</span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>6.2 </span></b><span>Damit sind die Gerichtskosten der unterliegenden BeschwerdefÃ¼hrerin aufzuerlegen und steht ihr keine ParteientschÃ¤digung zu (§ 13 Abs. 2 in Verbindung mit § 70 VRG und § 17 Abs. 2 VRG).</span></p> <p class="Einzug1">DemgemÃ¤ss beschliesst die Kammer:</p> <p class="Urteilstext"><span>Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege und Bestellung eines unentgeltlichen Rechtsbeistands wird abgewiesen;</span></p> <p class="Urteilstext"><span>und entscheidet:</span></p> <p class="Einzug2">1. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird.</p> <p class="Einzug2">2. Die GerichtsgebÃ¼hr wird festgesetzt auf <br/> Fr. 1'500.--; die Ã¼brigen Kosten betragen:<br/> Fr. 60.-- Zustellungskosten,<br/> Fr. 1'560.-- Total der Kosten.</p> <p class="Einzug2">3. Die Gerichtskosten werden der BeschwerdefÃ¼hrerin auferlegt.</p> <p class="Einzug2">4. Es wird keine ParteientschÃ¤digung zugesprochen.</p> <p class="Einzug2">5. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen, von der Zustellung an gerechnet, Verwaltungsgerichtsbeschwerde beim Bundesgericht erhoben werden.</p> <p class="Urteilstext"><span>6. Mitteilung an â¦</span></p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>