B u n d e s v e rw a l t u n g s g e r i ch t T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i f f éd é r a l T r i b u n a l e am m i n i s t r a t i vo f e d e r a l e T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i v fe d e r a l Abteilung III C-3544/2013 U r t e i l v o m 11 . S e p t e m b e r 2 0 1 3 Besetzung Einzelrichter Michael Peterli, Gerichtsschreiberin Sandra Tibis. Parteien X._______, Slowenien, vertreten durch Y._______, Gesuchstellerin, gegen Schweizerische Ausgleichskasse SAK, Avenue Edmond-Vaucher 18, Postfach 3100, 1211 Genf 2, Vorinstanz. Gegenstand AHV (Revisionsbegehren). C-3544/2013 Seite 2 Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest und erwägt, dass das Bundesv erwaltungsgericht mit Urteil vom 13. Dezember 2012 (C-1449/2012) die Beschwerde von X._______ (nachfolgend: Gesuch- stellerin) gegen den Einspracheentscheid der Schweizerischen Au s- gleichskasse (nachfolgend: SAK oder Vorinstanz) vom 6. Februar 2012 abgewiesen hat soweit es darauf eingetreten ist; dass die Gesuchstellerin gegen diesen Entscheid mit Eingabe vom 8. Februar 2013 beim Bundesgericht Beschwerde erhoben hat; dass das Bundesgericht auf die Beschwerde mit Urteil vom 23. Mai 2013 (9C_130/2013) mangels Leistung des Kostenvorschusses nicht eingetre- ten ist; dass die Gesuchstellerin, vertreten durch Y ._______, mit Eingabe vom 20. Juni 2013 beim Bundesverwaltungsgericht ein Revisionsbegeh ren in Bezug auf das Urteil C-1449/2012 vom 13. Dezember 2012 g estellt und im Wesentlichen beantragt hat, das Urteil sei gestützt auf den Revision s- grund gemäss Art. 45 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (VGG, SR 173.32) in Verbindung mit Art. 123 Abs. 2 lit. a des Bun- desgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (BGG, SR 173.110) aufzuheben und es sei in der Sache neu zu entscheiden; dass die Gesuchstellerin in ihrem Revisionsgesuch ei n Ausstandsbegeh- ren gegen die Gerichtspersonen "Michael Peterli, Beat Weber, Daniel Stufetti, Sandra Tibis, Franziska Schneider, Francesco Parrino, Madele i- ne Hirsig, Christine Schori Abt, Jürg Kölliker, E. Avenati und J.-F. Wichser" gestellt hat; dass sie zudem die Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung und Verbeiständung "in der Person von voraussichtlich RA Dr. Roger Hischier, Florastr. 44, 8008 Zürich" beantragt hat; dass für die Revision von Entscheiden des Bundesverwaltungsgerichts die Art. 121-128 des BGG sinngemäss gelten (Art. 45 VGG); dass das Bundesgericht nur für die Revision von Entscheiden zuständig ist, die es sel ber gefällt hat ( ELISABETH ESCHER, in: Marcel Alexander Niggli/Peter Uebersax/Hans Wiprächtiger [Hrsg.], Basler Kommentar zum Bundesgerichtsgesetz, 2. Auflage, Basel 2011, Art. 127 N. 3) und somit für die Beurteilung des Revisionsgesuchs diejenige Instanz zuständig ist, die sich als letzte mit der Sache befasst hat (vgl. die Ausführungen zum – C-3544/2013 Seite 3 hier allerdings nicht direkt anwendbaren – Art. 66 VwVG: AUGUST MÄCH- LER, in: Auer/Müller/Schindler [ Hrsg.], Kommentar zum Bundesgesetz über das Verwaltungsverfahren [VwVG], Zürich 2008, Rz. 7 zu Art. 66); dass sich in der vorliegenden Sache das Bundesverwaltungsgericht als letzte Instanz (materiell) mit der Sache befasst hat und das Bundesg e- richt auf die dagegen eingereichte Beschwerde nicht eingetreten ist; dass somit das Bundesverwaltungsgericht zur Beurteilung des vorliege n- den Revisionsgesuches gegen den eigenen materiellen Entscheid z u- ständig ist, da sich die geltend gemachten Revisionsgründe nicht gegen das Nichteintreten des Bundesgerichts, sondern gegen die materielle Be- urteilung der Streitsache durch das Bundesverwaltungsgericht richten (vgl. DIETER FREIBURGHAUS/SUSANNE AFHELDT, in: Sutter -Somm/Hasen- böhler/Leuenberger [Hrsg.], Kommentar zur Schweizerischen Zivilpr o- zessordnung, 2. Auflage, Basel 2013, Art. 328 N 10 mit weiteren Hinwe i- sen); dass die Gesuchstellerin als Revisionsgrund Art. 45 VGG in Verbindung mit Art. 123 Abs. 2 lit. a BGG (nachträgliches Beibringen von Tatsachen und Beweisen [unechte Noven]) und eventualiter Art. 45 VGG in Verbi n- dung mit Art. 121 lit. a BGG genannt hat; dass sie ihr Gesuch damit begründet hat, dass ihr erst aufgrund der Bri e- fe der Schweizerischen Bankiervereinigung vom 12. März 2013 und vom 17. April 2013 sowie eines Artikels in der Neuen Zürcher Zeitung vom 22. April 2013 klar ge worden sei, dass sie als Ausländerin kein Konto in der Schweiz eröffnen könne und somit die Zahlung durch die Vorinstanz auf ein schweizerisches Konto nicht möglich sei; dass die Gesuchstellerin dabei verkennt, dass das Bundesverwaltung s- gericht in seinem E ntscheid vom 13. Dezember 2012 nicht davon ausg e- gangen ist, die Gesuchstellerin müsse zwingend ein schweizerisches Konto als Zahladresse angeben, sondern dass auch die Angabe eines ausländischen Kontos genügt hätte; dass somit auch die Berücksichtigung der von der Gesuchstellerin ge l- tend gemachten "neuen Tatsachen" zu keinem anderen Ergebnis in der Sache führen würde , weshalb diese in einer antizipierten Beweiswürd i- gung somit als unerheblich zu qualifizieren sind (vgl. DIETER FREIBURG- HAUS/SUSANNE AFHELDT, i n: Sutter -Somm/Hasenböhler/Leuenberger C-3544/2013 Seite 4 [Hrsg.], Kommentar zur Schweizerischen Zivilprozessordnung, 2. Auflage, Basel 2013, Art. 328 N 16 und Art. 330 N 6); dass Gründe, die angeblich durch das Bundesgericht im Entscheid vom 15. Juni 2011 (9C_777/2010) hätten berücksichtigt werden sollen (vgl. im Gesuch vom 20. Juni 2013 die Ausführungen auf S. 11 unten), vorliegend nicht zu überprüfen sind, da in casu das Rev isionsgesuch lediglich in Be- zug auf den Bundesverwaltungsgerichtsentscheid vom 13. Dezember 2012 zu prüfen ist, weshalb in dieser Hinsicht nicht drauf einzutreten ist; dass das Revisionsgesuch somit offensichtlich unbegründet ist (vgl. DIE- TER FREIBURGHAUS/SUSANNE AFHELDT, in: Sutter -Somm/Hasenböhler/ Leuenberger [Hrsg.], Kommentar zur Schweizerischen Zivilprozessor d- nung, 2. Auflage, Basel 2013, Art. 330 N 6), weshalb gemäss Art. 23 Abs. 2 VGG in Verbindung mit Art. 85bis Abs. 3 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1946 über die Alters - und Hinterlassenenversicherung (AHVG, SR 831.10) im einzelrichterlichen Verfahren darüber zu entsche i- den ist; dass das Revisionsgesuch der Gesuchstellerin somit abzuweisen ist, s o- weit darauf einzutreten ist; dass die Gesuchs tellerin in Bezug auf einige Richter innen und Richter sowie Gerichtsschreiberinnen und Gerichtsschreiber des Bundesverwal- tungsgerichts Ausstandsgründe geltend machte, indem sie ausführte, die bisher mit der Sache befassten Gerichtspersonen hätten wissentli ch wahrheitswidrige und unmögliche Anordnungen getroffen, weshalb jene befangen seien; dass gemäss Art. 38 VGG in Verbindung mit Art. 34 Abs. 2 BGG die Mi t- wirkung in früheren Verfahren für sich allein keinen Ausstandsgrund bi l- det; dass es bei dieser Ausgan gslage deshalb gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung auch ohne Weiteres zulässig ist, dass eine von diesem Begehren betroffene Gerichtsperson an der Feststellung der Unzulässi g- keit des Begehrens mitwirkt (vgl. Urteil des Bundesgerichts 2C_253/2007 vom 26. Juni 2007 E. 2 mit Hinweisen auf BGE 114 Ia 278 E. 1 und 105 Ib 301 E. 1c); dass somit auf das Ausstandsbegehren mangels Vorliegen von Au s- standsgründen nicht einzutreten ist; C-3544/2013 Seite 5 dass die Gesuchstellerin im vorliegenden Verfahren die Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege sowie ein unentgeltlicher Rechtsvertreter in der Person von "voraussichtlich Herrn RA Dr. Roger Hischier, Florastr. 44, 8008 Zürich" beantragte; dass die Beschwerdeinstanz, ihr Vorsitzender oder der Instruktionsrichter gestützt auf Art. 65 Abs. 1 VwVG nach Einreichung der Beschwerde eine Partei, die nicht über die erforderlichen Mittel verfügt, auf Antrag von der Bezahlung der Verfahrenskosten befreien kann, sofern ihr Begehren nicht aussichtslos erscheint; dass zudem die Beschwerdeinstanz, ihr Vorsitzender oder der Instrukt i- onsrichter gestützt auf Art. 65 Abs. 2 VwVG der Partei einen Anwalt bestellen kann, wenn es zur Wahrung ihrer Rechte notwendig ist; dass das vorliegende Verfahren (grundsätzlich) kostenlos ist, einer Partei, die sich mutwillig oder leichtsinnig verhält, jedoch Kosten auferlegt we r- den können (vgl. Art. 85bis Abs. 2 AHVG); dass für die Gewährung der unentgeltlichen Verbeiständu ng nebst eines Antrages und des Vorliegens von Bedürftigkeit vorausgesetzt wird, dass diese für die Wahrung der Rechte der Partei notwendig ist, weil die Int e- ressen des Gesuchstellers in schwerwiegender Weise betroffen sind und der Fall in tatsächlicher un d rechtlicher Hinsicht Schwierigkeiten bietet, die den Beizug eines Rechtsvertreters erforderlich machen (vgl. MARCEL MAILLARD, in: Praxiskommenta r VwVG, Waldmann/Weissenberger [Hrsg.], Zürich 2009, Art. 65 N 9 ff. und 37 f.); dass vorliegend keineswegs ein schwerwiegender Eingriff in die Recht s- stellung der Beschwerdeführerin droht, steht doch nur die Auszahlung s- modalität einer unbestrittenen Geldleistung im Streit; dass sich die Gesuchstellerin in casu durch ihren Sohn vertreten liess und – nach Einreichung des Gesuchs – weder eine Ergänzung desselben noch ein weiterer Schriftenwechsel nötig war; dass angesichts der relativ geringfügigen Betroffenheit der Beschwerd e- führerin die Beiordnung eines unentgeltlichen Anwaltes nicht als notwe n- dig erscheint (vgl. etwa BGE 130 I 180 E. 2.2), so dass der diesbezügl i- che Antrag abzuweisen ist; dass zusammenfassend festzuhalten ist, dass das Revisionsbegehren abzuweisen ist, soweit darauf einzutreten ist , dass auf das Ausstandsbe-C-3544/2013 Seite 6 gehren nicht einzutreten ist , und dass ferner keine Verfahrenskosten zu erheben sind und keine Parteientschädigung zuzusprechen ist. C-3544/2013 Seite 7 Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 1. Auf das Ausstandsbegehren wird nicht eingetreten. 2. Das Revisionsgesuch wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird. 3. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben, und es wird keine Parteien t- schädigung zugesprochen. 4. Dieses Urteil geht an: – die Gesuchstellerin (Gerichtsurkunde; Beilagen: je ein Doppel der Eingaben der Vorinstanz vom 22. Juli 2013 und vom 30. Juli 2013 zur Kenntnisnahme) – die Vorinstanz (Ref-Nr. …) – das Bundesamt für Sozialversicherungen Der Einzelrichter: Die Gerichtsschreiberin: Michael Peterli Sandra Tibis Rechtsmittelbelehrung: Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen nach Eröffnung beim Bun- desgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öffentlich - rechtlichen Angelegenheiten geführt werden (Art. 82 ff., 90 ff. und 100 des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]). Die Rechtsschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der B e- weismittel und die Unterschrift zu enthalten. Der angefochtene Entscheid und die Beweismittel sind, soweit sie der Beschwerdeführer in Händen hat, beizulegen (Art. 42 BGG). Versand: