<h2>SubmittedText<h2><p>Im Rahmen der Verwaltungsreform hat der Bundesrat im November 2006 eine Revision des Bundespersonalgesetzes beschlossen. Das Eidgenössische Finanzdepartement wurde beauftragt, eine Vernehmlassungsvorlage zu erarbeiten, welche dem Bundesrat 2008 unterbreitet werden soll.</p><p>Der Bundesrat wird gebeten, folgende Fragen zu beantworten:</p><p>1. Welche konkreten familienpolitischen Massnahmen werden anhand dieser Revision zur gesetzlichen Verankerung bzw. anhand der später anzupassenden, darauf basierenden Verordnung oder der entsprechenden Ausführungsbestimmungen geprüft?</p><p>2. Wie positioniert sich die Bundesverwaltung heute als Arbeitgeberin im Bereich Familie und Beruf im Vergleich mit anderen in der Schweiz aktiven Grossunternehmen? Wie gedenkt der Bundesrat sich diesbezüglich in Zukunft zu positionieren?</p><p>3. Welche Strategie verfolgt er allgemein, um den Bundesangestellten die Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu erleichtern? Plant er weiter gehende als bis anhin bekannte Massnahmen? Wenn nicht, warum nicht?</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>1. Die Personalpolitik der Bundesverwaltung verfügt über moderne Grundlagen und konkurrenzfähige Instrumente. Die Bundesverwaltung gilt unter grossen, national und international tätigen Unternehmen sowie grossen öffentlichen Verwaltungen als attraktive, wettbewerbsfähige und vorbildliche Arbeitgeberin. Im Übrigen gibt auch das Bundespersonal selbst der Vereinbarkeit von Arbeit und Familie gute Noten (diese erzielte in der Umfrage 2007 4,4 Punkte).</p><p>2. Bezüglich seiner Strategie für eine bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie vertritt der Bundesrat die Auffassung, dass einheitliche Regelungen wichtig sind, um zu vermeiden, dass die Angestellten der einzelnen Departemente auf unzweckmässige Weise zueinander in Konkurrenz geraten. Als Beispiel wird der Vaterschaftsurlaub angeführt, der für das gesamte Bundespersonal von zwei auf fünf Tage erhöht wurde und somit eine grosszügige Regelung im nationalen Vergleich darstellt. Das Eidgenössische Personalamt untersucht zudem gegenwärtig auf Beschluss des Bundesrates vom 21. Dezember 2007 die Rahmenbedingungen der familienergänzenden Kinderbetreuung, insbesondere infolge der unterschiedlichen Tarife, welche die Departemente bei den Finanzhilfen anwenden.</p><p>3. Eines der wichtigsten Ziele der Revision des BPG besteht darin, dem Bund mehr Entscheidungsbefugnisse zu verleihen und seinen Handlungsspielraum als Arbeitgeber zu erweitern. Es ist vorgesehen, im Zuge der Revision des BPG die gesetzliche Grundlage für den Vaterschaftsurlaub zu schaffen, der am 1. Januar 2008 für das Bundespersonal in Kraft getreten ist. Der Bundesrat wird im Prinzip noch dieses Jahr das Vernehmlassungsverfahren für die Revision des BPG eröffnen.</p><p>Zusammenfassend lässt sich sagen, dass der Bundesrat die regelmässige Anpassung bewährter Massnahmen und Leistungen befürwortet, wie z. B. die flexiblen Arbeitszeitmodelle, die Telearbeit, die Jahresarbeitszeit, die Finanzhilfen im Rahmen der familienergänzenden Kinderbetreuung und das Jobsharing.</p>  Antwort des Bundesrates.