<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="cell small-12 contentContainer printArea"> <div><table><tr><td><p class="Normal Heading1"><span id="_GoBack"></span><span class="Normal Heading1">Sozialversicherungsgericht</span></p><p class="Normal Heading1"><span class="Normal Heading1">des Kantons Zürich</span></p></td><td><p class="Normal Heading1"></p></td></tr></table><p><span id="G_NR"></span><span>UV.2018.00066</span></p><p><br/></p><p>II. Kammer</p><p>Sozialversicherungsrichter Mosimann, Vorsitzender<br/>Sozialversicherungsrichterin Käch<br/>Ersatzrichterin Lienhard<br/>Gerichtsschreiberin Tiefenbacher</p><p class="Normal Heading2"><span class="Normal Heading2">Urteil vom 27. August 2019</span></p><p class="Normal StandardEinzug"><span class="Normal StandardEinzug">in Sachen</span></p><p class="Normal StandardFett RubrumFett"><span class="Normal StandardFett RubrumFett">X.___</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Beschwerdeführer</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">vertreten durch Rechtsanwalt Matthias Fricker</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Lecki &amp; Fricker Rechtsanwälte</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Stadthausstrasse 39, Postfach 2052, 8401 Winterthur</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">gegen</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardFett RubrumFett"><span class="Normal StandardFett RubrumFett">Suva</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Rechtsabteilung</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Postfach 4358, 6002 Luzern</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Beschwerdegegnerin</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p><br/></p><p></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Sachverhalt:</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.</span><span> </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">X.___</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">, geboren 1972, war seit April 2004 bei der </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Y.___</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> AG als Gebäudereiniger angestellt und über diese bei der Suva </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">unfall</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">versichert, als er am 1</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Juli 2009 von einer Leiter stürzte (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Urk. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">7/</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">). </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Ab 26. Oktober 2009 war er wieder zu 100 % arbeitsfähig (Urk. 7/13-14).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Am 6. Juli 2011 wurde ein Rückfall gemeldet (Urk. 7/18). Am 12. Juli 2012 kün</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">digte die Arbeitgeberin das Arbeitsverhältnis per 31. Oktober 2012 (Urk. 7/76).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">M</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">it Verfügung vom </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Juni 2017 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sprach d</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ie Suva </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">dem Versicherten </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ab </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Juni 2017 eine Invalidenrente bei einem Invaliditätsgrad von 16</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> %</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> und eine Integri</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tätsentschädigung </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">entsprechend einer Integritätseinbusse von 20 % </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">zu</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> (Urk. 7/485)</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Die dagegen am 29. Juni 2017 erhobene Einsprache (Urk. 7/493) wies sie mit Einspracheentscheid vom 16. Februar 2018 ab (Urk. 7/506 = Urk. 2).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Gegen den Einspracheentscheid vom 16. Februar 2018 (Urk. 2) erhob der Ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sicherte am 13. März 2018 Beschwerde und beantragte, dieser sei aufzuheben und die Sache für weitere Abklärungen an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen (Urk. 1 S. 2 oben).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Suva beantragte mit Beschwerdeantwort vom 26. April 2018 (Urk. 6) die Abweisung der Beschwerde, was dem Beschwerdeführer am 9. Mai 2018 zur Kenntnis gebracht wurde (Urk. 8). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Am 22. Juli 2019 (Urk. 9) reichte der Beschwerdeführer weitere Arztberichte (Urk. 10/1-2) ein</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Das Gericht</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> zieht in Erwägung:</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.</span><span> </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1.1</span><span> </span><span id="UV184"></span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Am 1. Januar 2017 sind die am 25. September 2015 beziehungsweise am 9. November 2016 verabschiedeten geänderten Bestimmungen des Bundesgeset</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">zes über die Unfallversicherung (UVG) und der Verordnung über die Unfallver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sicherung (UVV) in Kraft getreten. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Gemäss den allgemeinen übergangsrechtlichen Regeln sind der Beurteilung jene Rechtsnormen zu Grunde zu legen, die in Geltung standen, als sich der zu den materiellen Rechtsfolgen führende und somit rechtserhebliche Sachverhalt verwirklicht hat (vgl. BGE 127 V 466 E. 1, 126 V 134 E. 4b, je mit Hinweisen). Dementsprechend sehen die Übergangsbestimmungen zur Änderung vom 25. September 2015 des UVG vor, dass Versicherungsleistungen für Unfälle, die sich vor dem 1. Januar 2017 ereignet haben, und für Berufskrankheiten, die vor diesem Zeitpunkt ausgebrochen sind, nach bisherigem Recht gewährt werden (Absatz 1 der genannten Übergangsbestimmungen).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Der hier zu beurteilende Unfall hat sich am </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">13. Juli 2009</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> ereignet, weshalb die bis 31. Dezember 2016 gültig gewesenen Normen auf den vorliegenden Fall Anwendung finden und in dieser Fassung zitiert werden.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die Leistungspflicht eines Unfallversicherers gemäss UVG setzt voraus, dass zwischen dem Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden (Krankheit, Invali</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">dität, Tod) ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht. Ursachen im Sinne des natürlichen Kausalzusammenhangs sind alle Umstände, ohne deren Vorhanden</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sein der eingetretene Erfolg nicht als eingetreten oder nicht als in der gleichen Weise beziehungsweise nicht zur gleichen Zeit eingetreten gedacht werden kann. Entsprechend dieser Umschreibung ist für die Bejahung des natürlichen Kausal</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">zusammenhangs nicht erforderlich, dass ein Unfall die alleinige oder un</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">mittelbare Ursache gesundheitlicher Störungen ist; es genügt, dass das schädi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gende Ereignis zusammen mit anderen Bedingungen die körperliche oder geis</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tige Integrität der versicherten Person beeinträchtigt hat, der Unfall mit andern Worten nicht weg</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gedacht werden kann, ohne dass auch die eingetretene ge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sundheitliche Störung entfiele (BGE 129 V 177 E. 3.1, 402 E. 4.3.1, 119 V 335 E. 1, 118 V 286 E. 1b, je mit Hinweisen).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Ob zwischen einem schädigenden Ereignis und einer gesundheitlichen Störung ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht, ist eine Tatfrage, worüber die Ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">waltung beziehungsweise im Beschwerdefall das Gericht im Rahmen der ihm obliegenden Beweiswürdigung nach dem im Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu befinden hat. Die blosse Möglichkeit eines Zusammenhangs genügt für die Begründung eines Leistungs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">anspruches nicht (BGE 129 V 177 E. 3.1, 119 V 335 E. 1, 118 V 286 E. 1b, je mit Hinweisen).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1.3</span><span> </span><span id="UV107"></span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die Leistungspflicht des Unfallversicherers setzt im Weiteren voraus, dass zwischen dem Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden ein adäquater Kausalzusammenhang besteht. Nach der Rechtsprechung hat ein Ereignis dann als adäquate Ursache eines Erfolges zu gelten, wenn es nach dem gewöhnlichen Lauf der Dinge und nach der allgemeinen Lebenserfahrung an sich geeignet ist, einen Erfolg von der Art des eingetretenen herbeizuführen, der Eintritt dieses Erfolges also durch das Ereignis allgemein als begünstigt erscheint (BGE 129 V 177 E. 3.2, 402 E. 2.2, 125 V 456 E. 5a).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.4</span><span> </span><span id="UV112"></span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Bei der Einteilung der Unfälle mit psychischen Folgeschäden in leichte, mittel</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">schwere und schwere Unfälle ist nicht das Unfallerlebnis des Betroffenen mass</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gebend, sondern das objektiv erfassbare Unfallereignis (vgl. BGE 120 V 352 E. 5b/aa, 115 V 133 E. 6; SVR 1999 UV Nr. 10 E. 2; RKUV 2005 Nr. U 549 S. 237, 1995 Nr. U 215 S. 91).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1.5</span><span> </span><span id="UV113"></span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Bei Unfällen aus dem mittleren Bereich lässt sich die Frage, ob zwischen Unfall und Folgen ein adäquater Kausalzusammenhang besteht, nicht aufgrund des Unfalles allein schlüssig beantworten. Es sind daher weitere, objektiv erfassbare Umstände, welche unmittelbar mit dem Unfall im Zusammenhang stehen oder als direkte beziehungsweise indirekte Folgen davon erscheinen, in eine Gesamtwür</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">digung einzubeziehen. Als wichtigste Kriterien sind zu nennen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">(BGE 134 V 109 E. 6.1, 115 V 133 E. 6c/aa):</span></p><p class="Normal ListParagraph"><span class="Normal ListParagraph">• </span><span class="Normal ListParagraph">besonders dramatische Begleitumstände oder besondere Eindrücklichkeit des Unfalles;</span></p><p class="Normal ListParagraph"><span class="Normal ListParagraph">• </span><span class="Normal ListParagraph">die Schwere oder besondere Art der erlittenen Verletzungen, insbesondere ihre erfahrungsgemässe Eignung, psychische Fehlentwicklungen auszul</span><span class="Normal ListParagraph">ösen; </span></p><p class="Normal ListParagraph"><span class="Normal ListParagraph">• </span><span class="Normal ListParagraph">ungewöhnlich lange Dauer der ärztlichen Behandlung; </span></p><p class="Normal ListParagraph"><span class="Normal ListParagraph">• </span><span class="Normal ListParagraph">körperliche Dauerschmerzen; </span></p><p class="Normal ListParagraph"><span class="Normal ListParagraph">• </span><span class="Normal ListParagraph">ärztliche Fehlbehandlung, welche die Unfallfolgen erheblich verschlim</span><span class="Normal ListParagraph">mert;</span></p><p class="Normal ListParagraph"><span class="Normal ListParagraph">• </span><span class="Normal ListParagraph">schwieriger Heilungsverlauf und erhebliche Komplikationen;</span></p><p class="Normal ListParagraph"><span class="Normal ListParagraph">• </span><span class="Normal ListParagraph">Grad und Dauer der physisch bedingten Arbeitsunfähigkeit.</span></p><p><span>Der Einbezug sämtlicher objektiver Kriterien in die Gesamtwürdigung ist nicht in jedem Fall erforderlich. Je nach den konkreten Umständen kann für die Beurtei</span><span>lung des adäquaten Kausalzusammenhangs ein einziges Kriterium genügen. Dies trifft einerseits dann zu, wenn es sich um einen Unfall handelt, welcher zu den schwereren Fällen im mittleren Bereich zu zählen oder sogar als Grenzfall zu einem schweren Unfall zu qualifizieren ist (vgl. RKUV 1999 Nr. U 346 S. 428, 1999 Nr. U 335 S. 207 ff.; 1999 Nr. U 330 S. 122 ff.; SVR 1996 UV Nr. 58). Anderseits kann im gesamten mittleren Bereich ein einziges Kriterium genügen, wenn es in besonders ausgeprägter Weise erfüllt ist, wie zum Beispiel eine auf</span><span>fallend lange Dauer der physisch bedingten Arbeitsunfähigkeit infolge schwieri</span><span>gen Heilungsverlaufes. Kommt keinem Einzelkriterium besonderes beziehungs</span><span>weise ausschlaggebendes Gewicht zu, so müssen mehrere unfallbezogene Krite</span><span>rien herangezogen werden. Dies gilt umso mehr, je leichter der Unfall ist. Handelt es sich beispielsweise um einen Unfall im mittleren Bereich, der aber dem Grenz</span><span>bereich zu den leichten Unfällen zuzuordnen ist, müssen die weiteren zu berück</span><span>sichtigenden Kriterien in gehäufter oder auffallender Weise erfüllt sein, damit die Adäquanz bejaht werden kann. Diese Würdigung des Unfalles zusammen mit den objektiven Kriterien führt zur Bejahung oder Verneinung der Adäquanz. Damit entfällt die Notwendigkeit, nach andern Ursachen zu forschen, die möglicher</span><span>weise die psychisch bedingte Erwerbsunfähigkeit mitbegünstigt haben könnten (BGE 115 V 133 E. 6c/bb, vgl. auch BGE 120 V 352 E. 5b/aa; RKUV 2001 Nr. U 442 S. 544 ff., Nr. U 449 S. 53 ff., 1998 Nr. U 307 S. 448 ff., 1996 Nr. U 256 S. 215 ff.; SVR 1999 UV Nr. 10 E. 2).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Ist ein Unfall </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">als mittelschweres Ereignis im mittl</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">eren Bereich zu qualifizieren, müssen </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">von den in die Beurteilung mit einzubeziehenden Kriterien mindestens deren drei gegeben sein (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Urteile des Bundesgerichts 8C_45/2019 vom 1. April 2019 E. 4.2, 8C_546/2013 vom 24. September 2013 E. 3.2, </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">8C_897/2009 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">vom 29. Januar 201=</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">SVR 2010 UV Nr. 25 E. 4.5).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.6</span><span> </span><span id="UV128"></span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Rückfälle und Spätfolgen schliessen sich begrifflich an ein bestehendes Unfaller</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">eignis an. Entsprechend können sie eine Leistungspflicht der Unfallversicherung nur auslösen, wenn zwischen den erneut geltend gemachten Beschwerden und der seinerzeit beim versicherten Unfall erlittenen Gesundheitsschädigung ein natürlicher und adäquater Kausalzusammenhang besteht (BGE 118 V 293 E. 2c in fine).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1.7</span><span> </span><span id="UV153"></span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob dieser für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schluss</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">folgerungen der Experten begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a mit Hinweis).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Beschwerdegegnerin ging im angefochtenen Entscheid (Urk. 2) davon aus, der erlittene Unfall sei als mittelschwer einzustufen (S. 6 oben). Von den recht</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sprechungsgemäss zu prüfenden Kriterien (vgl. vorstehend E. 1.5) seien nur deren zwei - körperliche Dauerschmerzen, langandauernde Arbeitsfähigkeit - teilweise erfüllt, was nicht genüge, um die Adäquanz des Kausalzusammenhangs zwischen dem Unfall und einer allfälligen Einschränkung der Arbeitsfähigkeit aus psychi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">schen Gründen zu bejahen (S. 6 f.). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Der Beschwerdeführer stellte sich demgegenüber auf den Standpunkt (Urk. 1), die Adäquanz der psychischen Beschwerden sei zu bejahen, da aus näher dargelegten Gründen auch das Kriterium eines schwierigen Heilverlaufs (S. 3 f. Ziff. 2.3) und das Kriterium der ungewöhnlich langen Behandlungsdauer (S. 4 Ziff. 2.4), und damit vier der massgebenden Kriterien erfüllt seien (S. 6 Ziff. 2.8).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Strittig und zu prüfen ist, ob zwischen dem erlittenen Unfall und allfälligen psy</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">chischen Beschwerden ein adäquater Kausalzusammenhang besteht. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Am 13. Juli 2009 stürzte der Beschwerdeführer beim Fensterreinigen von einer Leiter und zog sich Verletzungen an der rechten Schulter, dem rechten Hüftgelenk und an den Unterschenkeln zu (Urk. 7/1 Ziff. 4, 6 und 9).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Im Bericht vom 13. Juli 2009 über die gleichentags im Kantonsspital Z.___ (Z.___) erfolgte ambulante Behandlung (Urk. 7/5/3-4 = Urk. 7/27/8-9) wurden folgende Diagnosen genannt (S. 1 Mitte):</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Schulterkontusion rechts</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Hüftkontusion rechts</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Schürfungen Unterschenkel ventral beidseits</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Anamnestisch wurde festgehalten, der Patient sei aus etwa 2-3 m Höhe mit der abrutschenden Leiter zu Boden gefallen (S. 1 Mitte). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Röntgenbefunde (Schulter, Hüfte und Beckenübersicht) zeigten keinen Hin</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">weis auf ossäre Läsionen (S. 1 unten). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Im Bericht vom 20. August 2009 über die am Vortag im Z.___ erfolgte Unter</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">suchung (Urk. 7/9 = Urk. 7/27/6-7) wurde nunmehr als Diagnose eine komplette Ruptur der Supraspinatussehne rechts nach Schulterkontusion am 13. Juli 2009 genannt (S. 1 Mitte). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Es sei mit dem Patienten die Möglichkeit einer operativen Versorgung besprochen worden (S. 1 unten).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Am 22. Oktober 2009 teilte der Beschwerdeführer der Beschwerdegegnerin tele</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">fonisch mit, er sei nicht operiert worden. Er arbeite wieder zu 100 %. Er habe noch Schmerzen, aber es gehe soweit ganz gut (Urk. 7/12). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Im Unfallschein wurde die Arbeitsunfähigkeit ab 19. Oktober 2009 mit 0 % eingetragen (Urk. 7/13-14).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">4.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">4.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Im Bericht vom 24. Mai 2011 über die am 20. Mai 2011 erfolgte Untersuchung (Urk. 7/20/3-4 = Urk. 7/27/4-5 = Urk. 7/</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">475</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">) nannten die Ärzte des Z.___ folgende Diagnose (S. 1 Mitte):</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">subacromiales Impingement Schulter rechts mit</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">begleitender AC-Gelenksarthrose</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Der Patient berichte, erstmalig vor 2 Jahren in Folge eines Sturzes von einer Leiter Beschwerden von Seiten des rechten Schultergelenkes gehabt zu haben. Die damals durchgeführte MRI-Bildgebung habe offensichtlich keinen Hinweis auf eine traumatische Verletzung geben können. Bereits damals hätten sich aber ein leichtgradiger subacromialer Sporn anterolateral mit fraglicher Einengung des subacromialen Raumes sowie beginnende Zeichen einer AC-Gelenksarthrose gezeigt (S. 1). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Beim Patienten bestehe ein symptomatisches subacromiales Impingement mit begleitender AC-Gelenksarthrose. Eine dringende Operationsindikation bestehe sicher nicht (S. 1 unten). </span><span> </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Am 20. September 2011 wurde über eine am 16. September 2011 erfolgte (Infilt</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rations</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">) Behandlung berichtet (Urk. 7/27/2-3).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">4.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Am 18. November 2011 erklärte der Beschwerdeführer, er sei seit der Rückfall</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">meldung nicht arbeitsunfähig gewesen, dies werde erst ab dem Operationstermin der Fall sein (Urk. 7/34). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Laut Bericht vom 15. Dezember 2011 fand am 13. Dezember 2011 die vom Beschwerdeführer erwähnte Operation (Schulter-Arthroskopie rechts und sub</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">acromiales Débridement, Acromioplastik, AC-Gelenksresektion rechts) statt (Urk. 7/41/2-3).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Im Bericht vom 31. Januar 2012 über die am 27. Januar 2012 erfolgte Konsulta</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tion wurde ein im Wesentlichen fristgerechter Verlauf festgehalten (Urk. 7/48/2).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Im Bericht vom 12. März 2012 über die am 9. März 2012 erfolgte Konsultation wurde ein leicht verzögerter Verlauf festgehalten (Urk. 7/57/2). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Im Bericht vom 16. Mai 2012 über die am 11. Mai 2012 erfolgte Konsultation (Urk. 7/66/35) wurde ein (weiter) deutlich protrahierter Verlauf festgehalten (S. 1 unten). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">4.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Kreisarzt Dr. med. A.___, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, berichtete am 27. Juli 2012 über die am 23. Juli 2012 erfolgte Untersuchung (Urk. 7/73). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Er führte aus, der Versicherte gebe eine dauernde Schmerzhaftigkeit der rechten Schulter mit starker Bewegungs- und Belastungseinschränkung an, der Zustand sei heute schlechter als vor der Operation (S. 7 Mitte).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Klinisch werde eine ausgeprägte Schonhaltung des rechten Armes demonstriert und die aktive Schulterbeweglichkeit schlechter als bei einer Pseudoparalyse bei vollständiger Insuffizienz der ganzen Rotatorenmanschette gezeigt. Funktionell erscheine die Rotatorenmanschette aber intakt, die Untersuchung sei aber stark erschwert, alle unterstützten Bewegungen würden muskulär blockiert und als stark schmerzhaft gezeigt. Ein Insistieren bei dieser Untersuchung verbiete sich wegen der lebhaften Schmerzäusserungen des Versicherten. Stark diskrepant dazu sei aber der Muskelstatus am rechten Arm, und auch an der adominanten rechten Hand zeigten sich keine objektivierbaren Hinweise auf eine längerdauernde Min</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">derbelastung (S. 7 unten). Bei stark erschwerter Untersuchung könne er heute zwar eine frozen shoulder nicht ganz sicher ausschliessen, anhand </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">der Unterlagen der Kontrolle </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">im Z.___</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> am</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> 11. Mai 2012 (vgl. vorstehend E. 4.2) erscheine dies aber äusserst unwahrscheinlich (S. 7 f.). Sofern keine frozen shoulder vorliege, wären das heutige Verhalten und die heute gezeigte Klinik medizinisch nicht nachvollziehbar. Zwischen anamnestischen Angaben und heute gezeigter Klinik ergäben sich ausgeprägte Diskrepanzen, beispielsweise gebe der Versicherte an, dass Autofahren möglich sei, und der muskuläre Zustand spreche wie ausgeführt gegen eine längerdauernde Minderbelastung des adominanten linken Arms (S. 8 oben).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Eine abschliessende versicherungstechnische Beurteilung sei heute nicht möglich, seit der Operation seien erst 7 Monate vergangen und die Dokumentation sei unvollständig (S. 8 Mitte). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">4.4</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Am 3. August 2012 wurde über die am 9. Juli 2012 auf Zuweisung des Hausarztes zur Zweitmeinung erfolgte Untersuchung in der Schulter-/Ellbogensprechstunde der Universitätsklinik B.___ berichtet (Urk. 7/80/2-3). Dabei wurden folgende Diagnosen genannt (S. 1 Mitte):</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">protrahierter Verlauf mit Komponente einer adhäsiven Capsulitis mit / bei</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">Status nach Schulterarthroskopie rechts mit subacromialem Débride</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">ment, Akromioplastik und AC-Gelenksresektion vom 13. Dezember 2012</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Der Patient leide unter deutlichen Restbeschwerden bei Status nach Schulterarth</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">roskopie mit AC-Gelenksresektion und subacromialer Dekompression. Insgesamt zeige sich kein ganz typisches Bild einer frozen shoulder, wobei hier doch eher eine entzündliche Komponente überwiegen könne. Es sollte weiterhin konservativ vorgegangen werden, nicht zuletzt aufgrund der überlagerten Problematik im Sinne einer depressiven Grunderkrankung des Patienten (S. 2 oben). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">4.5</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Im Bericht vom 26. Juni 2012 über die am 22. Juni 2012 im Z.___ erfolgte Konsultation (Urk. 7/85/2) wurde folgende Diagnose genannt: </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">protrahierter Verlauf bei Status nach subacromialem Débridement, Akro</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">mioplastik und AC-Gelenksresektion am 13. Dezember 2012 mit</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">Ausbildung einer reaktiven adhäsiven Capsulitis und begleitenden Zervikobrachialgien</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Der Verlauf wurde als weiter protrahiert bezeichnet. Die Arbeitsunfähigkeit betrage weiterhin 100 %.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Im Bericht vom 1. Oktober 2012 über die am 27. September 2012 erfolgte Kon</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sultation (Urk. 7/95 = Urk. 7/96 = Urk. 7/103/2-3 = Urk. 7/113/4-5) wurden nebst der schon erwähnten Diagnose folgende Nebendiagnosen genannt (S. 1 Mitte):</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Depression</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Verdacht auf Somatisierungstendenz</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Im Bericht vom 17. Dezember 2012 über die am 14. Dezember 2012 erfolgte Kon</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sultation (Urk. 7/112/2-3 = Urk. 7/113/2-3) wurde unter anderem ausgeführt, es bestehe weiterhin ein gemischtes Beschwerdebild mit auch Dysästhesien an bei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">den Armen, die sich sicherlich nicht durch die Schulterproblematik erklären liessen, sondern neurologisch abzuklären seien (S. 2 oben). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Im Bericht vom 16. Januar 2013 über die am 14. Januar 2013 erfolgte neuro</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">logische Abklärung der Dysästhesien an den Armen (Urk. 7/129/2-3) wurde ausgeführt, die Beschwerden des Patienten wären suggestiv für ein Engpasssyn</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">drom, welches jedoch elektrophysiologisch ausgeschlossen werden könne (S. 1 unten). Ebenso ergäben sich keine Anhaltspunkte für eine Plexusaffektion oder eine radikuläre Ausfallsymptomatik (S. 2 oben). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Im Bericht vom 27. März 2013 über die am 22. März 2013 erfolgte Konsultation (Urk. 7/131/2-3) wurde ausgeführt, in der Zwischenzeit sei die Schmerzproble</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">matik in einem akzeptablen Masse mit Ruhe- und Nachtschmerzen (S. 1 unten). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Im Bericht vom 22. April 2013 über die am 19. April 2013 erfolgte Konsultation (Urk. 7/137 = Urk. 7/142 = Urk. 7/146/3-4) wurde unter anderem ausgeführt, dem Patienten sei eine nochmalige Operation empfohlen worden, die er sich nun über</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">lege (S. 1 unten). </span></p><p></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">4.6</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Im Bericht vom 19. Juni 2013 (Urk. 7/154) und vom 5. Juli 2013 (Urk. 7/157/</span><br/><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2-3) über eine am 10. Juni 2013 erfolgte Konsultation führten die Ärzte der Universitätsklinik B.___ aus, der Patient berichte über eine Verbesserung der Mobilität sowie über eine Schmerzreduktion (S. 1 unten). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">4.7</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Kreisarzt Dr. A.___ (vorstehend E. 4.3) berichtete am 23. Juli 2013 über die am Vortag erfolgte Untersuchung (Urk. 7/162) und führte unter anderem aus, nach Behandlungswechsel vom Z.___ ins B.___ sei zuletzt eine eingeschränkte Schul</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">terbeweglichkeit rechts festgestellt worden. Die vor einer Woche durchgeführte Infiltration habe zu einer eintägigen, starken Schmerzverstärkung und im Verlauf höchstens zu einer minimalen Verbesserung geführt. Die fehlende Verbesserung spreche gegen eine organische Schmerzursache im infiltrierten Bereich. Heute gebe der Versicherte eine schlechtere Situation als anlässlich der letzten Kreis</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">arzt-Untersuchung vor einem Jahr an, insbesondere hätte er jetzt dauernde Schmerzen in der rechten Schulter und die Beweglichkeit sei nach wie vor einge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">schränkt. Zusätzlich würde eine Hypästhesie am ganzen rechten Arm bestehen (S. 6 oben).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Bei der klinischen Beurteilung zeige sich erneut eine Schonhaltung des rechten Armes wie bereits vor einem Jahr. Der Arm werde beim Gang zum Unter</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">suchungszimmer am Körper immobil geführt, beim Heraussuchen von Dokumen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ten könne die adominante rechte Hand aber problemlos eingesetzt werden. Aktiv erreiche der Versicherte in etwa die Horizontale, eine Beurteilung der passiven Beweglichkeit sei wegen muskulärer Gegenspannung nicht möglich. Die weit</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gehend normale Rotationsbeweglichkeit bei vorsichtig-geführten Bewegungen schliesse aber eine erhebliche frozen shoulder oder erhebliche Residuen einer adhäsiven Capsulitis aus. Des Weiteren ergäben sich deutliche Diskrepanzen zwischen den anamnestischen Angaben einer massiven Belastungseinschränkung des rechten Armes und der muskulären Situation. Eine erhebliche Minderbelas</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tung des rechten Armes in den letzten Monaten könne ausgeschlossen werden (S. 6 Mitte). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Von einer allfälligen Revisionsoperation bei Bizepstendinopathie rate er ab. Gut eineinhalb Jahre postoperativ sei trotz komplizierender adhäsiver Capsulitis der Endzustand erreicht, der versicherungstechnische Abschluss des Falles ohne erneute Operation dadurch möglich. Die Tätigkeit als Spezialreiniger/Gebäude</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">reiniger erscheine nicht mehr zumutbar. Es ergebe sich ein näher umschriebenes Zumutbarkeitsprofil für eine vollzeitig mögliche Tätigkeit (S. 6 unten). </span></p><p></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">4.8</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Im Bericht vom 12. September 2013 über die am Vortag erfolgte Konsultation (Urk. 7/173) führten die Ärzte der Universitätsklinik B.___ aus, der Patient berichte von einer einwöchigen Besserung der Schmerzen nach AC-Gelenks</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">infiltration; ansonsten wieder gleiche Schmerzen und Einschränkungen der Schulterbeweglichkeit wie bei der Konsultation vor drei Monaten (S. 1 unten).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Am 10. Oktober 2013 wurde über die am Vortag erfolgte Konsultation berichtet (Urk. 7/178 = Urk. 7/476).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Im Bericht vom 23. Januar 2014 über die Verlaufskontrolle nach glenohumeraler Infiltration (Urk. 7/198/2-3) wurden folgende Diagnosen genannt (S. 1):</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">protrahierter Verlauf mit Komponente einer adhäsiven Capsulitis und schmerzhaftem AC-Intervall, PASTA-Läsion mit ausgeprägter Tendino</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">pathie Supraspinatus, Bicepstendinopathie bei </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Status nach Schulterarthroskopie rechts, subacromialem Débridement, Acromioplastik und AC-Gelenksresektion vom 13. Dezember 2011</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Biceps-Tendinopathie rechts</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">adhäsive Entzündung der Schultergelenkskapsel</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Beschwerden des Patienten hätten sich nach dorsal im Bereich des Schulter</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">blattes sowie auf zusätzlich Kopfschmerzen ausgedehnt (S. 1 unten).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Am 21. Februar 2014 erfolgte die erneute Schulteroperation (Urk. 7/203/3-4). Im Bericht vom 24. Februar 2014 über die Hospitalisation vom 21. bis 23. Februar 2014 wurden folgende Diagnosen genannt (S. 1 Mitte). </span><span> </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">protrahierter Verlauf mit Komponente einer adhäsiven Capsulitis und schmerzhaftem AC-Intervall, PASTA-Läsion mit ausgeprägter Tendino</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">pathie Supraspinatus, Bicepstendinopathie</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Status nach Schulterarthroskopie rechts, subacromialem Débridement, Acromioplastik und AC-Gelenksresektion vom 13. Dezember 2011</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Biceps-Tendinopathie rechts</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Depression</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">arterielle Hypertonie</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Im Bericht vom 8. April 2014 über die am Vortag erfolgte Kontrolluntersuchung 6 Wochen postoperativ (Urk. 7/214) wurde ausgeführt, es zeige sich ein erfreu</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">licher Verlauf (S. 2 oben). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Im Bericht vom 21. Mai 2014 über die gleichentags erfolgte 3-Monatskontrolle (Urk. 7/219) wurde ausgeführt, der Patient sei zwar bezüglich Ruheschmerzen doch recht gut kompensiert, jedoch bestehe eine deutliche Schultersteife vor allem der Rotationsbewegungen, aber auch der Abduktion (S. 2 oben). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Im Bericht vom 2</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2. August </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2014 über die </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">am 20. August 2014 erfolgte 6</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">-Monatskontrolle (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Urk. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">7/2</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">32</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">) wurde ausgeführt, der Patient</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> habe glücklicher</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">weise von der durchgeführten Operation doch profitieren können, er leide jedoch weiterhin unter einer eingeschränkten Schulterfunktion aufgrund einer postope</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rativen Schultersteife (S. 2 oben). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Im Bericht vom </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3. Dezember </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2014 über </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">die gleichentags erfolgte 9</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">-Monatskon</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">trolle (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Urk. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">7/2</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">48</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">) wurde ausgeführt</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">, es bestünden leider relativ stagnierende Verhältnisse mit zwar relativ wenig Schmerzen, aber einer eingeschränkten Schulterbeweglichkeit (S. 1 unten). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.9</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Im Bericht vom 20. Mai 2015 über die am 13. Mai 2015 erfolgte Verlaufskontrolle (Urk. 7/281 = Urk. 7/472) nannten die Ärzte der Universitätsklinik B.___ folgende Diagnosen (S. 1):</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Reruptur postero-superiore Rotatorenmanschette mit postoperativer adhäsiver Kapsulitis mit / bei </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">Status nach Schulterarthroskopie, Bizepstenotomie, Débridement und Vervollständigen der ausgedehnten PASTA-Läsion, Rotatorenman</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">schetten-Rekonstruktion, subacromiales Débridement und vordere Acromioplastik rechts am 21. Februar 2014 bei</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">protrahiertem Verlauf mit Komponente einer adhäsiven Capsulitis und schmerzhaftem AC-Intervall, PASTA-Läsion mit ausgeprägter Tendino</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">pathie Supraspinatus, Bicepstendinopathie</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">Status nach Schulterarthroskopie rechts, subacromialem Débride</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">ment, Acromioplastik und AC-Gelenksresektion vom 13. Dezember 2011 (Z.___)</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Biceps-Tendinopathie rechts</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Status nach Schultertrauma 2009</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Depression</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">arterielle Hypertonie</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Anamnestisch wurden unverändert Beschwerden in der rechten Schulter festge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">halten (S. 1 unten). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.10</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Kreisarzt Dr. A.___ (vorstehend E. 4.3) berichtete am 30. Juni 2015 über die gleichentags erfolgte Abschlussuntersuchung (Urk. 7/296). Er nannte folgende Diagnosen (S. 6 oben): Re-Ruptur posterosuperiore Rotatorenmanschette rechts mit postoperativer adhäsiver Capsulitis nach zweimaliger arthroskopischer Therapie der rechten Schulter (subakromiales Débridement, Acromioplastik und AC-Gelenksresektion 13. Dezember 2012, Supraspinatusrekonstruktion bei PASTA-Läsion, Bizepstenotomie und Débridement 21. Februar 2014).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span></p><p></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Er führte aus, klinisch finde sich heute ein ausgeprägtes Schon- und Demonstra</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tionsverhalten, eine vernünftige Untersuchung der rechten Schulter sei nicht möglich, auch vorsichtige unterstützte Bewegungen würden mit kräftiger anta</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gonistischer Muskelinnervation blockiert. Das eigentliche Ausmass der Schulter</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">beweglichkeit könne nicht festgehalten werden, die zusätzlichen Einschränkun</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gen der heute gezeigten Beweglichkeit im rechten Schultergelenk verglichen mit der Untersuchung vom 13. Mai 2015 im B.___ seien medizinisch nicht erklär</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">bar. Die Muskulierung am Unterarm beweise einen weitgehend normalen Einsatz der adominanten rechten Hand im täglichen Leben. Wie bereits bei früheren Kreisarztuntersuchungen festgestellt, bestünden erheblich diskrepante Befunde (S. 6 Mitte).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Auch er halte die früher ausgeübte Tätigkeit als Spezialreiniger für nicht mehr zumutbar (S. 6 unten). Das für eine Verweistätigkeit aufgestellte Zumutbarkeits</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">profil (vgl. vorstehend E. 4.7) bleibe gültig (S. 7 oben). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.11</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Im Bericht vom 15. August 2015 über die am 12. August 2015 erfolgte neurolo</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gische Untersuchung in der Universitätsklinik B.___ (Urk. 7/306/2-5) wurde ausgeführt, der Patient beschreibe Sensibilitätsstörungen des rechten Armes, die sich nicht sicher auf das Versorgungsgebiet eines Nervs oder eines Dermatoms begrenzen liessen. In der neurophysiologischen Zusatzdiagnostik ergebe sich kein Anhalt für eine periphere Nervenläsion oder eine Plexusläsion als Ursache der Symptomatik. Die Ursache habe letztlich im Rahmen der erfolgten Untersuchung nicht weiter zugeordnet werden können (S. 2 unten).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Am 2</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">5. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Mai 2016 fan</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">d eine weitere Operation (Re-Schulterarthroskopie, Kapsulo</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tomie Schulter rechts) statt (Urk. 7/429; Urk. 7/428; korrigierte Fassungen von Urk. 7/373</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">und Urk. 7/372; vgl. Urk. 7/430). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Im Bericht vom 11. Juli 2016 über die am 4. Juli 2016 erfolgte Verlaufskontrolle 6 Wochen postoperativ (Urk. 7/378) wurde ausgeführt, der Patient berichte über einen zufriedenstellenden Verlauf und schon leichte Verbesserung der Beweg</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">lichkeit (S. 1 unten).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Im Bericht vom 19. Oktober 2016 über die gleichen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tags erfolgte Verlaufskontrolle (Urk. 7/394 = Urk. 7/395/2-3) wurde ausgeführt, fünf Monate postoperativ bestünden eine Verbesserung der Situation im Ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gleich zu präoperativ, dennoch eine verminderte Beweglichkeit und zeitweise Schulterschmerzen, teilweise mit Schlafstörung (S. 1 unten). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span></p><p></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Im Bericht vom </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">25. Januar 2017</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> über die </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">am 23. Januar 2017</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> erfolgte Verlaufs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">kontrolle (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Urk. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">7/</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">418</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">) wurde ausgeführt</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">, der Patient berichte weiterhin über rechtsseitige Schulterschmerzen. Die erfolgte Infiltration habe leider nur 2</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3 Tage eine Besserung gezeigt (S. 1 unten). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.12</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Vom 11. Januar bis 25. Februar 2017 weilte der Beschwerdeführer in der Reha</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">klinik C.___, worüber am 16. Februar 2017 berichtet wurde (Urk. 7/423 = Urk. 7/424/2-12). Dabei wurden die folgenden, hier verkürzt angeführten Diag</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">nosen genannt (S. 1 f.):</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Schulterkontusion</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">posteroinferiore Schultersteife und Reruptur der posterosuperioren Rota</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">torenmanschette</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">mittelgradige depressive Episode, Differentialdiagnose (DD): komplexe anhaltende Anpassungsstörung bei persistierenden Schmerzen, somato</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">forme Schmerzkomponente (ICD-10 F45.4)</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">arterielle Hypertonie, medikamentös behandelt</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Zur Arbeitsfähigkeit wurde ausgeführt, eine leichte bis mittelschwere Arbeit ohne Tätigkeit mit dem rechten (adominanten) Arm sei ganztags zumutbar (S. 3 oben). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">In psychosomatischer Hinsicht wurde ausgeführt, aufgrund der langen Leidens</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">geschichte mit Arbeitslosigkeit sei es beim im Kontakt etwas überangepassten, aber im Verhalten adäquaten Patienten zu einer depressiven Entwicklung gekom</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">men. Anlässlich der psychosomatischen Exploration habe sich eine Anpassungs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">störung mit längerer depressiver Reaktion in Verbindung mit einer maladaptiven Schmerzverarbeitung bei früh traumatisierenden Belastungen (fehlende emotio</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">nale Bindung aufgrund Abwesenheit der Eltern) und sozialer Belastung durch Arbeitslosigkeit (ICD-10: F43.21) diagnostizieren lassen (S. 3 unten). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Aufgrund fehlender dysfunktionaler Bewältigungsform (Angst vor Verschlimme</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">rung und Schonhaltung) beziehungsweise motiviertem Reha-Verhalten, fehlen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">den Klagen in Bezug auf die Schmerzen und keinem Beharren auf weitere medizinische Abklärungen sei eine somatoforme Komponente am Schmerzge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">schehen nicht eindeutig zuzuordnen (S. 4 oben). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.13</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Dr. med. D.___, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, führte in seinem Bericht vom 14. März 2017 (Urk. 7/433) aus, der Beschwerdeführer habe sich auf eigene Initiative bei ihm am 2. Mai 2012 in die ambulante psychiatrische Behandlung angemeldet (S. 1 unten). Er nannte die folgenden (psychiatrischen) Diagnosen (S. 3 oben):</span></p><p></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">mittelgradige depressive Episode, </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">chronifiziert (ICD-10 F32.1)</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Panikstörung</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"> (ICD-10 F41.0)</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">chronische Schmerzstörung mit somati</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">schen und psychischen Faktoren</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"> (ICD-10 F45.41)</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Aus psychiatrischer Sicht könne durch eine weitere Behandlung keine namhafte Besserung erreicht werden (S. 2 unten). Das Weiterführen der psychiatrischen Behandlung diene der Stützung des verbliebenen Funktionsniveaus und dazu, einer weiteren Zustandsverschlechterung vorzubeugen (S. 3 oben). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.14</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Dr. med. E.___, Facharzt für </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Anästhesiologie</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">, nannte in seinem Bericht vom 28. März 2017 über die am Vortag erfolgte Untersuchung (Urk. 7/465) folgende Diagnosen (S. 1 unten):</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">bekannte rezessale Enge tieflumbal</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Verdacht auf lumbospondylogenen Schmerzanteil</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">AC-Arthrose, subacromiales Impingement, Supraspinatustendinopathie, nicht-transmurale Einrisse der Subscapularis- und der Infraspinatussehne </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Im Unfallschein wurde von Dr. med. F.___, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin und für Rheumatologie, eine Arbeitsunfähigkeit von 100 % (seit 13. Dezember 2011) bis jedenfalls 17. Januar 2017 eingetragen (Urk. 7/417/3).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.15</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Am 18. Mai 2017 berichtete Kreisarzt med. pract. G.___, Facharzt für Chirurgie, über die gleichentags erfolgte Untersuchung (Urk. 7/464). Er nannte folgende Diagnosen (S. 11 Mitte):</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Schulterverletzung rechts mit posttraumatischer AC-Arthrose</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">Schulterarthroskopie 13. Dezember 2011: subacromiales Débridement, Acromioplastik und AC-Gelenksresektion</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">protrahierter Verlauf mit Komponente einer adhäsiven Capsulitis</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">erneute Schulterarthroskopie am 21. Februar 2014: Bicepstenotomie, Adressierung der PASTA-Läsion, Rotatorenmanschetten-Rekonstruk</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">tion, subacromiales Débridement und Revisions-Acromioplastik rechts</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">posteroinferiore Schultersteife und Re-Ruptur der posterosuperioren Rotatorenmanschette, rechts mögliche adhäsive Capsulitis</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">19. Mai 2016 Re-Re-Schulter-Arthroskopie, Kapsulotomie Schulter rechts</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Als unfallfremde Nebendiagnosen nannte er einen schon vor dem Unfallereignis vorbestehenden Rückenschmerz aufgrund degenerativer Veränderungen, Schul</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">terschmerzen links, ebenfalls aufgrund degenerativer Veränderungen, eine Adipositas Grad II und eine arterielle Hypertonie (S. 11 unten). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">In seiner Beurteilung führte er unter anderem aus, bezüglich der rechten Schulter handle es sich mit überwiegender Wahrscheinlichkeit um Folgen des Unfallereig</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">nisses 2009 und um die Folgen der verschiedenen subsequent durchgeführten Ope</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">rationen. Es sei dabei zu einem nur mässigen Resultat gekommen. Es finde sich eine eingeschränkte Beweglichkeit, so könne der Versicherte nur bis zur Horizon</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">talen flektieren und abduzieren. Ebenfalls sei die Retroversion gestört. Daneben fänden sich auch noch Schwächen in der Rotatorenmanschetten</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">muskulatur. Diese Veränderungen seien sowohl durch den Unfall als auch postoperativ erklär</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">bar und medizinisch nachvollziehbar. Ebenfalls könnten die geäusserten Schmer</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">zen damit in einen Kontext gebracht werden. Aufgrund des Aktenverlaufes sei auf der rechten Seite der Schulter von einem Endzustand auszugehen (S. 12 Mitte).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Bezüglich der linken Schulter könne nicht mit dem Beweisgrad der überwiegen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">den Wahrscheinlichkeit davon ausgegangen werden, dass die geschilderten Beschwerden unfallkausal beziehungsweise wegen einer «Überlastung» nach Unfall eingetreten seien (S. 13 oben). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die Rückenschmerzen des Versicherten seien mit überwiegender Wahrscheinlich</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">keit vorbestehend, und der Verlauf mit Zunahme der Rückenschmerzen entspricht dem normalen Verlauf, der eingetreten wäre, wenn der Versicherte auch - ohne Unfall im Bereiche der rechten Schulter - normal weitergelebt hätte (S. 13 unten). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.16</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Dr. E.___ (vorstehend E. 4.14) führte in seinem Bericht vom 13. Juni 2019 (Urk. 10/1) aus, er behandle den Beschwerdeführer seit 2016 (S. 1 Mitte), und nannte folgende Diagnosen (S. 2):</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Teilruptur der Sehnen des M. supraspinatus sowie M. infraspinatus links</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Tendinopathie des M. subscapularis links</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Reizsyndrom des Ligamentum iliolumbale rechts</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Wurzelreizsyndrom L5 sowie S1 rechts bei Modic 2 L4-S1, geringer zent</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">raler Spinalkanalstenose L4/5, rezessaler Enge L4/5 beidseits sowie foraminaler Enge L5/S1 beidseits</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Zustand nach wiederholtem arthroskopischem Repair der rechten Schulter mit zuletzt PASTA-Läsion und Kapsulitis</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">fachneurologisch-klinisch und elektrophysiologisch nicht auszuschlies</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">sendes beginnendes Karpaltunnelsyndrom sowie Thoracic Outlet-Syndrom</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.17</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Dr. D.___ (vorstehend E. 4.13) führte in seinem Bericht vom 2. Juli 2019 (Urk. 10/2) unter anderem aus, der Beschwerdeführer befinde sich seit dem 2. Mai 2012 ohne Unterbruch in seiner Behandlung. Bereits zu Behandlungsbeginn hätten bei ihm mittelgradig ausgeprägte depressive Beschwerden festgestellt werden können. Unter Therapie sei es im 2012 zu einer anfänglichen Besserung der psychischen Beschwerden gekommen, mit der Zeit aber, aufgrund des aus</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">bleibenden Therapieerfolgs der somatischen Leiden und der psychischen Belas</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tung durch die chronischen Schmerzen im Bewegungsapparat, sei es im Herbst 2012 zu einer erneuten Zunahme der wieder mittelgradig ausgeprägten depres</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">siven Beschwerden gekommen. Im Herbst 2012 habe sich sein psychischer Zustand zusätzlich mit Panikattacken</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">kompliziert. In den darauffolgenden Jahren sei es trotz Weiterführung der psychiatrischen Behandlung und diversen soma</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tischen Behandlungen zu einer weiteren Chronifizierung der psychischen, aber auch körperlichen Beschwerden gekommen. Sowohl aus somatischer wie auch aus psychiatrischer Sicht sei es zu keiner wesentlichen Besserung gekommen. Der Behandlungsverlauf seit 2012 zeige, dass der Beschwerdeführer seit Jahren unter chronischen psychischen und körperlichen Beschwerden leide; aufgrund der Erfahrung aus dem bisherigen Behandlungsverlauf sei die Prognose ungünstig </span><br/><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">(S. 1).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">5.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">5.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Es ist mit den Parteien von einem Unfall im mittelschweren Bereich im engeren Sinne auszugehen (Urk. 7/493/3-6 S. 2 unten Ziff. 2.3, Urk. 2 S. 6 oben Ziff. 5c). Somit müssen mindestens drei der massgebenden Kriterien erfüllt sein, damit die Adäquanz der psychischen Beschwerden bejaht werden kann (vorstehend E. 1.5).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">5.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die Behandlung wurde nach dem Unfall im Juli 2009 aufgenommen (vorstehend E. 3.1) und im Oktober 2009 vorerst abgeschlossen (vorstehend E. 3.3). Im Mai 2011 wurde sie wieder aufgenommen (vorstehend E. 4.1) und - obwohl der Kreis</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">arzt im Juli 2013 den Endzustand als erreicht erachtete (vorstehend E. 4.7) - jedenfalls bis zu einer weiteren (dritten) Operation im Mai 2016 (vorstehend E. 4.10) fortgesetzt.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Das Kriterium der ungewöhnlich langen Dauer der ärztlichen Behandlung setzt eine länger dauernde, kontinuierliche und zielgerichtete Behandlung somatisch begründbarer Beschwerden voraus (BGE 140 V 356 E. 5.6.2). SVR 2012 UV Nr. 27 S. 96, 8C_498/2011 E. 6.2.3 mit Hinweisen). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Angesichts der sich über rund fünf Jahre erstreckenden (somatisch orientierten) Behandlung mit insgesamt drei Schulteroperationen (vgl. vorstehend E. 4.15) und zahlreichen - vorstehend nicht einzeln referierten - Infiltrationsbehandlungen sind die rechtsprechungsgemäss bei diesem Kriterium zu erfüllenden Bedingun</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gen gegeben. Es ist zu bejahen.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">5.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Würde mit der Beschwerdegegnerin darauf abgestellt, dass der Kreisarzt von der zweiten und dritten Operation abgeraten und den Endzustand im Juli 2013 als erreicht erachtet hatte (Urk. 2 S. 6 oben), und damit die Behandlung ab diesem Zeitpunkt nicht mehr als kriterienrelevant erachtet, so wäre diese als eigentliche Fehlbehandlung zu qualifizieren, womit dann - alternativ - dieses Kriterium erfüllt wäre.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">5.4</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Das Kriterium der körperlichen Dauerbeschwerden erachtete die Beschwerdegeg</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">nerin im angefochtenen Entscheid (Urk. 2) als «erfüllt, wenn auch nicht in aus</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">geprägter Weise» (S. 6 Mitte). Dem ist zuzustimmen. Mitwirkende psychische Beeinträchtigungen und vom Kreisarzt registrierte Diskrepanzen, auf welche die Beschwerdegegnerin relativierend hinwies (S. 6 unten), ändern nichts daran, dass das Kriterium erfüllt ist. Dass es nur «teilweise erfüllt» sein sollte (S. 7 oben), trifft somit nicht zu; es ist lediglich nicht in ausgeprägter Weise erfüllt.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">5.5</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Aus ärztlicher Sicht wurde der Verlauf immer wieder als protrahiert bezeichnet (vorstehend E. 4.2, 4.4, 4.5, 4.8), zuletzt im Mai 2017 auch seitens des Kreisarztes (vorstehend E. 4.15). Bezüglich eines </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">schwierigen Heilungsverlauf</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">s</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">(oder </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">erheb</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">liche</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">r </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Komplikationen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">) ist dies zwar ein gewichtiges Indiz, jedoch nicht hin</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">reichend, da es rechtsprechungsgemäss zur Bejahung dieses Kriteriums</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> besonde</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">rer Gründe</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">b</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">edarf, welche die Heilung beeinträchtigt haben</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> (Urteil des Bundes</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gerichts U 479/05 vom 6. Februar 2007 = SVR 2007 UV Nr. 25 E. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">8.5</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Solche Gründe sind hier gegeben. Es sind dies die wiederholten, gemäss kreis</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ärztlicher Beurteilung nicht indizierten, Operationen, die im August 2012 diag</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">nostizierte adhäsive Kapsulitis, und insbesondere die im Mai 2015 diagnostizierte erneute Ruptur der Rotatorenmanschette (vorstehend E. 4.9), auf welche die aber</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">malige Schulteroperation im Mai 2016 folgte (vorstehend E. 4.11). Somit ist dieses Kriterium erfüllt. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">5.6</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die Beschwerdegegnerin führte im angefochtenen Entscheid aus, das Merkmal der langdauernden Arbeitsunfähigkeit sei zu bejahen, jedoch ebenfalls nicht in aus</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">geprägtem Ausmass (S. 6 unten), beziehungsweise sei es nur «teilweise erfüllt» </span><br/><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">(S. 7 oben).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Das Bundesgericht hat unter anderem eine Dauer der Arbeitsunfähigkeit von 1 ½ Jahren als aussergewöhnlich lange beurteilt (BGE 123 V 137 E. 3c). Vorliegend dauerte die Arbeitsunfähi</span><span id="CURSOR"></span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gkeit von 100 % - parallel zur steten Behandlung der rechten Schulter - von Dezember 2011 bis jedenfalls Januar 2017 (vorstehend </span><br/><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">E. 4.14), also über 6 Jahre. Damit ist das Kriterium auf jeden Fall - und nicht nur «teilweise» - erfüllt. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">5.7</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Es sind somit vier der massgebenden Kriterien erfüllt. Dementsprechend ist die Adäquanz der psychischen Beeinträchtigungen zu bejahen.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die Beschwerdegegnerin hat die psychischen Beeinträchtigungen im angefochte</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">nen Entscheid unberücksichtigt gelassen. Deshalb ist dieser aufzuheben und die Sache in Gutheissung der Beschwerde an die Beschwerdegegnerin zurückzuwei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sen, damit sie die Leistungsansprüche des Beschwerdeführers unter Berücksich</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tigung der psychischen Beeinträchtigungen prüfe und entsprechend verfüge. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">6.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Dem obsiegenden Beschwerdeführer steht eine Prozessentschädigung zu. Aus</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gehend vom beantragten Betrag von 1'500.-- zuzüglich Mehrwertsteuer (vgl. Urk. 1 S. 6 Ziff. III) ist sie beim praxisgemässen Stundenansatz von Fr. 220.-- zuzüglich Mehrwertsteuer) ermessensweise auf Fr. 1'700.-- (inklusive Baraus</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">lagen und Mehrwertsteuer) festzusetzen und der Beschwerdegegnerin aufzuer</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">legen. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Heading3"><span class="Normal Heading3">Das Gericht erkennt:</span><span id="BeginnMateriell"></span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span class="Normal Dispotext DispoHngend">1.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">In Gutheissung der Beschwerde wird der Einspracheentscheid der Suva vom 16. Februar 2018 aufgehoben und die Sache an diese zurückgewiesen, damit sie im Sinne der Erwägungen neu verfüge. </span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span class="Normal Dispotext DispoHngend">2.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Das Verfahren ist kostenlos.</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span class="Normal Dispotext DispoHngend">3.</span><span> </span><span id="Text4"></span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Die Beschwerdegegnerin wird</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend"> verpflichtet, </span><span id="Text2"></span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">dem Beschwerdeführer</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend"> eine Prozessentschä</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">digung von </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Fr. </span><span id="Text3"></span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">1’700</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">.-- (inkl. Barauslagen und MWSt) zu bezahlen.</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span class="Normal Dispotext DispoHngend">4.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Zustellung gegen Empfangsschein an:</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Rechtsanwalt Matthias Fricker</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Suva</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Bundesamt für Gesundheit</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">5.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Gegen diesen Entscheid kann innert </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">30 Tagen</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"> seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundesge</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">setzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 15. Juli bis und mit 15. August sowie vom 18. Dezember bis und mit dem 2. Januar (Art. 46 BGG).</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">stellen.</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismit</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">tel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizu</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">legen, soweit die Partei sie in Händen hat (Art. 42 BGG).</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><br/></p><p class="Normal Heading3"><span class="Normal Heading3">Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich</span></p><p><br/></p><p>Der VorsitzendeDie Gerichtsschreiberin</p><p><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p>MosimannTiefenbacher</p><p></p></div> </div></body></html>