<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2004.00034</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="https://vgrzh.djiktzh.ch/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=https://vgrzh.djiktzh.ch&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=204213&amp;W10_KEY=4467141&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2004.00034</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 12.05.2004</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">4. Abteilung/4. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Ãbriges Verwaltungsrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Gewässerschutz (Klärschlamm-Entsorgungsplan)</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Klärschlamm-Entsorgungsplan des Regierungsrats<br/><br/>Auf die Beschwerde gegen den Entsorgungsplan des Regierungsrats ist insoweit einzutreten, als damit individuell-konkrete Anordnungen getroffen wurden (E. 1.2). Legitimation der Gemeinden und der Inhaberin einer Klärschlammtrocknungsanlage bejaht (E. 1.3). Die Kantone verfügen aufgrund von Art. 31b Abs. 2 USG für die Entsorgung von Abfällen aus öffentlichen Abwasserreinigungsanlagen über ein Monopol, das sie mit Konzession auf Private übertragen können (E. 2.1). Die Bevorzugung gemeindeeigener Anlagen entspricht dem berechtigten Interesse, Überkapazitäten zu vermeiden (E. 2.2). Keine Indizien, dass der Entsorgungsplan das Kriterium der Umweltverträglichkeit zu wenig berücksichtigt (E. 2.3). Rückweisung an den Regierungsrat wegen ungenügender Klärung des Sachverhalts (E. 2.4). Die Befugnis, anfallenden Klärschlamm einer bestimmten Entsorgungsanlage zuzuteilen (Art. 31b Abs. 2 USG), geht dem Kartellgesetz als Spezialregelung vor (E. 3.1). Dass den Gemeinden dabei unterschiedliche Kosten entstehen, liegt in der Natur der Sache (E. 3.2). Kläranlagenverbände können höchstens dazu aufgefordert werden, mit der ihnen zugewiesenen Schlammverbrennungsanlage einen Vertrag einzugehen (E. 3.3). Thema der Neubeurteilung durch den Regierungsrat (E. 3.4). Nebenfolgen (E. 4). Rechtsmittelbelehrung (E. 5).</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: Umweltschutz ST: ABFÃLLE">ABFÃLLE</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ABFALLPLANUNG">ABFALLPLANUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ABWASSERREINIGUNG">ABWASSERREINIGUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: EINZUGSGEBIET">EINZUGSGEBIET</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ENTSORGUNG">ENTSORGUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: GEMEINDELEGITIMATION">GEMEINDELEGITIMATION</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: KLÃRSCHLAMM">KLÃRSCHLAMM</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: MONOPOL">MONOPOL</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade">Art. 31 Abs. 1 USG</span><br/><span class="gerade">Art. 31b USG</span><br/><span class="ungerade">§ 21 lit. b VRG</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 3 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Sachverhalt1"><b><span>I. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Im Hinblick auf den bundesrechtlich auf Ende September 2006 vorgesehenen Ausstieg aus der Verwertung von KlÃ¤rschlamm in der Landwirtschaft setzte der Regierungsrat des Kantons ZÃ¼rich am 3. Dezember 2003 einen kantonalen KlÃ¤rschlamm-Entsorgungsplan fest. GemÃ¤ss dessen Dispositiv-Ziffer I.1 wird der gesamte in zÃ¼rcherischen Abwasserreinigungs­anlagen anfallende KlÃ¤rschlamm ab 1. Oktober 2006 Ã¼ber zÃ¼rcherische KlÃ¤rschlamm­verbrennungsanlagen oder in der Zementindustrie (Einsatz als Brennstoffersatz) entsorgt. Laut Dispositiv-Ziffern I.6 und II werden die Inhaber der kommunalen Abwasserreinigungsanlagen verpflichtet, den anfallenden KlÃ¤rschlamm je nach Einzugsregion Ã¼ber eine bezeichnete Aufbereitungs- und Entsorgungsanlage zu entsorgen. Der KlÃ¤rschlamm der hier interessierenden Abwasserreinigungsanlagen wird der Schlammverbrennungsanlage E in O (nachfolgend: SVA E) zugewiesen. Dispositiv-Ziffer III verpflichtet die Inhaber von Ã¶ffentlichen Klein-Abwasserreinigungsanlagen, den anfallenden KlÃ¤rschlamm entsprechend den kommunalen Festlegungen Ã¼ber die bezeichneten Aufbereitungs- und Entsorgungsanlagen zu entsorgen. Kurzfristige Abweichungen von den Zuordnungen im Rahmen des Notfallkonzepts sind gemÃ¤ss Dispositiv-Ziffer IV dem kantonalen Amt fÃ¼r Abfall, Wasser, Energie und Luft (AWEL) unverzÃ¼glich mitzuteilen. Die Inhaber der Abwasserreinigungsanlagen wurden zudem verpflichtet, die VertrÃ¤ge zur Sicherstellung der Entsorgungsoptionen und zur Festlegung angemessener finanzieller Beteiligung bis spÃ¤testens 31. MÃ¤rz 2004 abzuschliessen und dem AWEL Vertragskopien einzureichen (Dispositiv-Ziffer V).</span></p> <p class="Urteilstext"><span> </span></p> <p class="Sachverhalt1"><b><span>II. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Am 21. Januar 2004 gelangten der KlÃ¤ranlageverband A (gebildet von den Gemeinden S, T, P und U), der KlÃ¤ranlageverband B (gebildet von den Gemeinden V, Q, X, Y und Z) und die Gemeinde R als Inhaberin von Abwasserreinigungsanlagen sowie die C AG als Inhaberin einer KlÃ¤rschlammaufbereitungsanlage (KlÃ¤rschlammtrocknungsanlage) in R mit Beschwerde an das Verwaltungsgericht. Sie beantragen, die Dispositiv-Ziffern I-V des Beschlusses vom 3. Dezember 2003 aufzuheben und die Angelegenheit zur Neubeurteilung an den Regierungsrat als Beschwerdegegner zurÃ¼ckzuweisen, unter Kosten- und EntschÃ¤digungsfolgen zulasten des Beschwerdegegners. Das AWEL beantragt fÃ¼r den Regierungsrat, die Beschwerde abzuweisen.</span></p> <p class="Urteilstext"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die Kammer</span><span> zieht in ErwÃ¤gung:</span></p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Erwgung1"><b>1. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>1.1 </b>Die Beschwerde richtet sich gegen einen Entscheid des Regierungsrats. Die funktionelle ZustÃ¤ndigkeit des Verwaltungsgerichts ist gemÃ¤ss § 41 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 (VRG) grundsÃ¤tzlich gegeben. </p> <p class="Erwgung2"><b><span>1.2 </span></b>Der ÃberprÃ¼fung durch das Verwaltungsgericht entzogen ist allerdings die abstrakte Normenkontrolle. Nicht anfechtbar sind deshalb generell-abstrakte Erlasse. <span>DiesbezÃ¼glich ist bloss eine akzessorische Kontrolle mÃ¶glich</span> (vgl. Alfred KÃ¶lz/JÃ¼rg Bosshart/Martin RÃ¶hl, Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons ZÃ¼rich, 2. A., ZÃ¼rich 1999, § 41 N. 8<span>, § 50 N. 117).</span></p> <p class="Erwgung3"><b><span>1.2.1 </span></b><span>GemÃ¤ss Art. 31 Abs. 1 des Umweltschutzgesetzes vom 7. Oktober 1983 (USG) erstel­len die Kantone eine Abfallplanung, ermitteln insbesondere ihren Bedarf an Abfallanlagen, vermeiden ÃberkapazitÃ¤ten und legen die Standorte der Abfallanlagen fest. SiedlungsabfÃ¤lle, AbfÃ¤lle aus dem Ã¶ffentlichen Strassenunterhalt und der Ã¶ffentlichen Abwasserreinigung werden von den Kantonen entsorgt (Art. 31b Abs. 1 USG). Die Kantone legen fÃ¼r diese AbfÃ¤lle Einzugsgebiete fest und sorgen fÃ¼r einen wirtschaftlichen Betrieb der Abfallanlagen. Der Inhaber muss die AbfÃ¤lle den von den Kantonen vorgesehenen Sammlungen oder Sammelstellen Ã¼bergeben (Abs. 2 und 3; vgl. ferner Art. 18 Abs. 1 der Technischen Verordnung Ã¼ber AbfÃ¤lle vom 10. Dezember 1990). </span></p> <p class="Erwgung3"><b><span>1.2.2 </span></b><span>Auf diesen Rechtsgrundlagen legte der Regierungsrat in Dispositiv-Ziffer I.1 des angefochtenen Beschlusses fest, dass der gesamte in zÃ¼rcherischen Abwasserreinigungsanlagen anfallende KlÃ¤rschlamm ab 1. Oktober 2006 Ã¼ber zÃ¼rcherische Kehricht-, KlÃ¤rschlamm­verbrennungsanlagen oder in der Zementindustrie entsorgt werde. Dazu wÃ¼rden die Abwasserreinigungsanlagen verschiedenen Einzugsgebieten zur Schlammentsorgung zugewiesen. Diese Zuweisung erfolge fÃ¼r zehn Jahre (Dispositiv-Ziffer I.6). Sodann enthÃ¤lt Dispositiv-Ziffer I zahlreiche weitere ergÃ¤nzende Bestimmungen betreffend Notfallkonzept, Planung, Kontrolle und dergleichen. FÃ¼r einzelne Abwasserreinigungsanlagen, welche vom vorliegenden Beschwerdeverfahren nicht berÃ¼hrt sind, werden schliesslich Sonderregelungen getroffen.</span></p> <p class="Erwgung3"><span>Soweit es in dieser Dispositiv-Ziffer nicht um die letztgenannten Sonderregelungen fÃ¼r einzelne Abwasserreinigungsanlagen geht, liegt keine konkrete Anordnung vor. Es werden viel­mehr die GrundzÃ¼ge des Entsorgungskonzepts und die Pflichten der betroffenen Gemein­den und GemeindeverbÃ¤nde in allgemeiner Weise festgelegt. Die Dispositiv-Ziffer richtet sich insofern auch gleichermassen an sÃ¤mtliche Inhaber von Ã¶ffentlichen Abwasserreinigungsanlagen. Jedenfalls mit Bezug auf die BeschwerdefÃ¼hrenden handelt es sich bei den Regelungen in Dispositiv-Ziffer I somit um generell-abstrakte Anordnungen. Auf den Antrag der BeschwerdefÃ¼hrenden, Dispositiv-Ziffer I des angefochtenen Beschlusses aufzuheben, ist demnach nicht einzutreten. </span></p> <p class="Erwgung3"><b><span>1.2.3 </span></b><span>In den Dispositiv-Ziffern II-V erfolgt die individuelle Zuordnung der einzelnen kommunalen Abwasserreinigungsanlagen zu jeweils einer bestimmten Aufbereitungs- oder Entsorgungsanlage. Die Inhaber der Abwasserreinigungsanlagen werden ausdrÃ¼cklich verpflichtet, den anfallenden KlÃ¤rschlamm Ã¼ber die bezeichneten Anlagen zu entsorgen und die VertrÃ¤ge zur Sicherstellung der Entsorgungsoptionen und zur Festlegung angemessener finanzieller Beteiligung bis 31. MÃ¤rz 2004 abzuschliessen. </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Wohl wird die Festsetzung eines Einzugsgebiets fÃ¼r die Abfallentsorgung (Art. 31b Abs. 2 USG) gewÃ¶hnlich als eine generell-abstrakte Regelung aufgefasst (Pierre Tschannen in: Kommentar zum Umweltschutzgesetz, 2000, Art. 31b N. 20). Indes stehen vorliegend nicht allgemein SiedungsabfÃ¤lle einer unbestimmten Vielzahl von Personen oder eine unbestimmte Vielzahl von Lebenssachverhalten zur Diskussion. Vielmehr geht es um die konkrete Verpflichtung der namentlich aufgefÃ¼hrten Inhaber der Abwasserreinigungsanlagen, ihren KlÃ¤rschlamm Ã¼ber die ihnen jeweils zugewiesene Anlage zu entsorgen. Mit Bezug auf die Dispositiv-Ziffern II-V erscheint der angefochtene Beschluss â in Ãbereinstimmung mit der vorinstanzlichen Rechtsmittelbelehrung â als anfechtbare individuell-konkrete Anordnung.</span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>1.3 </span></b><span>Zu prÃ¼fen bleibt die Legitimation der beschwerdefÃ¼hrenden Parteien.</span></p> <p class="Erwgung3"><b><span>1.3.1 </span></b><span>GemÃ¤ss § 21 lit. b in Verbindung mit § 70 VRG sind Gemeinden, andere KÃ¶rperschaften oder Anstalten des Ã¶ffentlichen Rechts zur Wahrung der von ihnen vertretenen schutzwÃ¼rdigen Interessen zur Beschwerde an das Verwaltungsgericht legitimiert (vgl. auch KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 70 N. 4).</span></p> <p class="Erwgung3"><span>Die Rechtsprechung des Verwaltungsgerichts zu § 21 VRG in der frÃ¼heren Fassung anerkannte die Rekurs- und Beschwerdebefugnis der Gemeinde, wenn sie sich fÃ¼r die Durchsetzung und richtige Anwendung ihres kommunalen Rechts wehrte, wenn sie einen Eingriff in ihre qualifizierte Entscheidungs- und Ermessensfreiheit oder einen Eingriff in ihr Finanz- oder VerwaltungsvermÃ¶gen geltend machte oder wenn sie wie eine Privatperson betroffen war (KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 21 N. 62, mit Hinweisen). Indem aber mit § 21 lit. b VRG in der revidierten Fassung vom 8. Juni 1997 die Gemeinde zur rekursweisen Wahrung der von ihr vertretenen schutzwÃ¼rdigen Interessen berechtigt wurde, ist die Gemeinde­legitimation in einer Weise erweitert worden, wie sie von der Lehre seit langem gefordert (vgl. Alfred KÃ¶lz, Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons ZÃ¼rich, ZÃ¼rich 1978, § 21 N. 79) und von der bisherigen Praxis punktuell bereits angenommen wurde (vgl. RB 1993 Nr. 1). Entsprechend hat das Verwaltungsgericht die Legitima­tion der Gemeinde bejaht bei einer Betroffenheit in Interessen oder Aufgaben, welche die Gemeinde wahrnehmen oder erfÃ¼llen muss, wenn sich die angefochtene VerfÃ¼gung auf einen grossen Teil der Einwohnerschaft auswirkt oder wenn sich die Gemeinde gegen ihr auferlegte finanzielle Verpflichtungen wehrt (RB 1998 Nr. 13, RB 2001 Nr. 9 = ZBl 102/2001, S. 525; vgl. zum Ganzen VGr, 8. Oktober 2003, VB.2003.00196, E. 2a, www.vgrzh.ch). Ein schutzwÃ¼rdiges Interesse ist hingegen auch nach der neuen Fassung dann nicht gegeben, wenn die Gemeinde nicht ihr eigenes, sondern kantonales oder Bundesrecht anzuwenden hat und es ihr einzig um die Durchsetzung ihrer eigenen Rechtsauffassung geht (RB 1998 Nr. 14; vgl. auch BGE 125 II 192 E. 2a/aa).</span></p> <p class="Erwgung3"><span>Mit der an die Gemeinden und GemeindeverbÃ¤nde gerichteten Anordnung, den bei ihren Abwasserreinigungsanlagen anfallenden KlÃ¤rschlamm einer bestimmten Entsorgungs- oder Aufbereitungsanlage zuzufÃ¼hren, sind finanzielle Pflichten verbunden. Es liegt auf der Hand, dass die getroffene Zuordnung fÃ¼r die einzelnen KÃ¶rperschaften unterschiedliche Kosten zur Folge hat (vgl. namentlich Dispositiv-Ziffer V des angefochtenen Entscheids). Es lÃ¤sst sich daher durchaus sagen, dass die beschwerdefÃ¼hrenden Gemeinden und GemeindeverbÃ¤nde mit ihrem Rechtsmittel die teilweise Abwehr finanzieller Verpflichtungen bezwecken. Im Zusammenhang mit diesen Folgekosten erscheinen die BeschwerdefÃ¼hrenden 1-3 auch im Interesse der Einwohner ihres Einzugsgebiets als legitimiert: Die Einwohner haben als die ursprÃ¼nglichen Verursacher zu gelten und daher letztlich die Kosten fÃ¼r die Entsorgung der AbfÃ¤lle aus der Abwasserreinigung zu tragen (vgl. dazu Art. 60a Abs. 1 des GewÃ¤sserschutzgesetzes vom 24. Januar 1991; Ursula Brunner in: Kommentar USG, Art. 32 N. 21). </span></p> <p class="Erwgung3"><span>Betroffen sind die BeschwerdefÃ¼hrenden 1-3 allerdings nur insofern, als es um die Zuweisung ihrer eigenen Abwasserreinigungsanlagen an die SVA E geht. Mit dieser EinschrÃ¤nkung ist auf ihre Begehren um Aufhebung der Dispositiv-Ziffern II-V des angefochtenen Entscheids und RÃ¼ckweisung der Sache an die Vorinstanz einzutreten.</span></p> <p class="Erwgung3"><b><span>1.3.2 </span></b><span>Die BeschwerdefÃ¼hrerin 4 ist Inhaberin einer KlÃ¤rschlammtrocknungsanlage in R, also im Einzugsgebiet der SVA E. Das Angebot der BeschwerdefÃ¼hrerin 4 richtet sich in einem beschrÃ¤nkten Markt somit an dasselbe Publikum wie die von einer Gemeinde betriebenen Entsorgungsanlage und will auch dasselbe BedÃ¼rfnis befriedigen wie diese. Es liegt somit auf der Hand, dass in der angefochtenen Regelung ein Nachteil fÃ¼r die BeschwerdefÃ¼hrerin 4 liegt. Zudem liegt eine BeziehungsnÃ¤he vor, wie sie von Lehre und Recht­sprechung zur Legitimation eines Konkurrenten vorausgesetzt wird (vgl. dazu KÃ¶lz/Bosshart/ RÃ¶hl § 21 N. 44; Daniel Kunz, Verfahren und Rechtsschutz bei der Vergabe von Konzessionen, Bern 2004, S. 332 ff.; Isabelle HÃ¤ner, Die Beteiligten im Verwaltungsverfahren und Verwaltungsprozess, ZÃ¼rich 2000, Rz. 733 ff.). Der Regierungsrat hat die Inhaberinnen und Inhaber von KlÃ¤rschlamm-Aufbereitungs- und Entsorgungsanlagen im Kanton ZÃ¼rich denn auch im Mitteilungssatz aufgefÃ¼hrt und sie somit sinngemÃ¤ss als Mitbeteiligte betrachtet. Wie der BeschwerdebegrÃ¼ndung zu entnehmen ist, richtet sich das substantiiert geÃ¤usserte Interesse der BeschwerdefÃ¼hrerin 4 nur auf die Abnahme des KlÃ¤rschlamms aus den Abwasserreinigungsanlagen der BeschwerdefÃ¼hrenden 1-3. Zu den Inhabern der weiteren im angefochtenen Entscheid berÃ¼cksichtigten Entsorgungsanlagen ist deshalb keine ausreichende BeziehungsnÃ¤he ersichtlich. Es ist somit auch bezÃ¼glich der von der BeschwerdefÃ¼hrerin 4 gestellten AntrÃ¤ge nur insofern einzutreten, als es um die Zuweisung der Abwasserreinigungsanlagen der BeschwerdefÃ¼hrenden 1-3 an die SVA E geht.</span></p> <p class="Erwgung1"><b><span>2. </span></b><span> </span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>2.1 </span></b><span>Art. 31b Abs. 1 USG begrÃ¼ndet ein staatliches Entsorgungsmonopol. Die Entsorgung der darin genannten AbfÃ¤lle, unter anderem also des hier interessierenden KlÃ¤rschlamms aus Ã¶ffentlichen Abwasserreinigungsanlagen, ist deshalb dem TÃ¤tigkeitsbereich der Privatwirtschaft entzogen (vgl. BGE 126 II 26 E. 3a, 125 II 508 E. 5b; Tschannen, Art. 31b N. 10 f., und 14). Dieses bundesrechtlich festgelegte Monopol gilt als verfassungsmÃ¤ssig (Tschannen, Art. 31b N. 13; Kunz, S. 41 â je mit Hinweisen). Im Ãbrigen ist dem Gericht die ÃberprÃ¼fung dieser Regelung auf Ãbereinstimmung mit der Bundesverfassung vom 18. April 1999 (BV) ohnehin entzogen (Art. 191 BV).</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Das Entsorgungsmonopol gilt als zumindest Ã¼berwiegend polizeilich motiviert (Tschannen, Art. 31b N. 13; Kunz, S. 41). TrÃ¤ger des Entsorgungsmonopols sind entsprechend der bundesgesetzlichen Regelung die Kantone. Diese kÃ¶nnen den Entsorgungsauftrag an Gemeinden oder andere Ã¶ffentlich-rechtliche KÃ¶rperschaften delegieren (Tschannen, Art. 31b N. 12). Mit einem solchen staatlichen Monopol wird eine bestimmte wirtschaftliche TÃ¤tigkeit dem Staat zur ausschliesslichen Wahrnehmung vorbehalten; private Wirtschaftssubjekte sind von der AusÃ¼bung dieser TÃ¤tigkeit grundsÃ¤tzlich ausgeschlossen (vgl. Kunz, S. 19 mit Hinweisen). </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Das Gemeinwesen hat aber auch die MÃ¶glichkeit, ganz oder teilweise auf die AusÃ¼bung des Monopols zu verzichten und die ihm zustehenden Befugnisse mit einer so genannten Monopolkonzession auf private Dritte zu Ã¼bertragen (Ulrich HÃ¤felin/Georg MÃ¼ller, Allgemeines Verwaltungsrecht, 4. A., ZÃ¼rich etc. 2002, Rz. 2591 ff., 2604 ff.; Karin Sutter-Somm, Das Monopol im schweizerischen Verwaltungs- und Verfassungsrecht, Basel/Frank­furt am Main 1989, S. 16 ff.). Ob das Gemeinwesen eine monopolisierte TÃ¤tigkeit selber wahrnimmt oder an Private abgibt, unterliegt in der Regel einem politischen Entscheidungsprozess (vgl. Kunz, S. 44). Die Rechtsprechung lÃ¤sst die Konzessionserteilung an eine beschrÃ¤nkte Anzahl Privater auch im Bereich polizeilich motivierter Monopole zu (vgl. RenÃ© Rhinow/Beat KrÃ¤henmann, Schweizerische Verwaltungsrechtsprechung, ErgÃ¤nzungsband, Basel/ Frankfurt am Main 1990, Nr. 133 B II, mit Hinweisen; ferner Tomas Poledna, Staatliche Bewilligungen und Konzessionen, Bern 1994, Rz. 130; Sutter-Somm, S. 19 ff.). Dementsprechend kann das Gemeinwesen mit der Wahrnehmung von Entsorgungsaufgaben auch Private betrauen und zu diesem Zweck entsprechende Monopolkonzessionen erteilen oder KonzessionsvertrÃ¤ge abschliessen (Tschannen, Art. 31b N. 12).</span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>2.2 </span></b><span>Einen Grundsatzentscheid, demgemÃ¤ss die Entsorgung von KlÃ¤rschlamm den Gemeinden und anderen Ã¶ffentlichrechtlichen KÃ¶rperschaften vorbehalten wÃ¤re, hat der Kanton ZÃ¼rich, soweit ersichtlich, nicht getroffen. Mit dem angefochtenen Beschluss vom 3. Dezember 2003 regelt der Regierungsrat die Entsorgung des anfallenden KlÃ¤rschlamms zwar Ã¼berwiegend durch Zuweisung an zentrale Anlagen von Gemeinden bzw. von GemeindeverbÃ¤nden. Allerdings wird insbesondere fÃ¼r die Stadt ZÃ¼rich festgelegt, dass ein Teil des anfallenden KlÃ¤rschlamms der stÃ¤dtischen Abwasserreinigungsanlage im bisherigen Rahmen Ã¼ber die Firma F AG entsorgt werden kann (Dispositiv-Ziffern I.3+6). </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Immerhin liegt dem Konzept doch ein monopolistischer Ansatz zugrunde. Abgesehen von der Sonderregelung fÃ¼r die Stadt ZÃ¼rich und von den kantonsÃ¼bergreifenden Regelungen fÃ¼r einige periphere Gemeinden wird der KlÃ¤rschlamm den bestehenden, gemeindeeigenen Entsorgungsanlagen zugewiesen. Diese Bevorzugung gemeindeeigener Anlagen erscheint unter dem Aspekt, dass angesichts der gesetzlichen Monopolisierung ein gÃ¤nzlicher Ausschluss privater Unternehmen in Frage gekommen wÃ¤re, grundsÃ¤tzlich als zulÃ¤ssig. Es ent­spricht jedenfalls berechtigtem Interesse der Ã¶ffentlichen Hand, zunÃ¤chst die bereits vorhandenen eigenen KapazitÃ¤ten zu nutzen.</span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>2.3 </span></b><span>Die BeschwerdefÃ¼hrenden weisen zwar mit Recht darauf hin, dass AbfÃ¤lle umweltvertrÃ¤glich zu entsorgen sind und dass bei der Beurteilung der UmweltvertrÃ¤glichkeit eine gesamtheitliche Betrachtung vorzunehmen ist. Es bestehen jedoch keine Indizien dafÃ¼r, dass der vom Regierungsrat gewÃ¤hlte Weg die Anforderung an eine umweltvertrÃ¤gliche Entsorgung nicht erfÃ¼llen wÃ¼rde. Wohl bestehen gewisse Anhaltspunkte dafÃ¼r, dass die Ã¶kologische Bilanz bei einer Verbrennung in der Zementindustrie teilweise gÃ¼nstiger sein kÃ¶nnte als bei der Entsorgung in Schlamm- oder Kehrichtverbrennungsanlagen. Angesichts der kantonalen Monopolstellung wÃ¼rde dies jedoch nicht dazu fÃ¼hren, dass die Kantone fÃ¼r die Entsorgung zunÃ¤chst die Anlagen der Privatindustrie berÃ¼cksichtigen mÃ¼ssten und die eigenen Entsorgungsanlagen erst nutzen dÃ¼rften, wenn diese KapazitÃ¤ten der Industrie ausgeschÃ¶pft sind. Die prioritÃ¤re Zuweisung des KlÃ¤rschlamms an die bestehenden gemeindeeigenen Entsorgungsanlagen verletzt somit kein Recht. </span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>2.4 </span></b><span>Mit Bezug auf die SVA E in O fÃ¤llt indes Folgendes ins Gewicht: Die Zuweisung des KlÃ¤rschlamms aus den Gemeinden des Bezirkes N und M wÃ¼rde unter anderem einen Ausbau der bestehenden Infrastruktur bedingen; gemÃ¤ss Schreiben der Gemeinde O vom 7. Mai 2002 mÃ¼sste fÃ¼r den dafÃ¼r nÃ¶tigen Ausbau mit Kapitalkosten von rund Fr. 300'000.- gerechnet werden. Auch wenn dieser Betrag nicht besonders hoch ist, bleibt es dabei, dass die vorgesehene Zuweisung erhebliche Investitionen in den Ausbau der Infrastruktur notwendig machen wÃ¼rde. </span></p> <p class="Urteilstext"><span>WÃ¤ren entsprechend den AusfÃ¼hrungen der BeschwerdefÃ¼hrenden andernorts umweltvertrÃ¤gliche und Ã¶konomisch ebenso gÃ¼nstige KapazitÃ¤ten vorhanden, so widersprÃ¤chen Investitionen in den Ausbau der Infrastruktur dem ausdrÃ¼cklichen gesetzlichen Auftrag, ÃberkapazitÃ¤ten zu vermeiden (Art. 31 Abs. 1 USG). Somit wÃ¤re die gesamthafte Zuweisung der Anlagen der BeschwerdefÃ¼hrenden 1-3 an die SVA E als rechtsverletzend zu werten. Ob solches zutrifft, lÃ¤sst sich den Akten nicht entnehmen, weshalb der Sachverhalt als ungenÃ¼gend geklÃ¤rt erscheint (§ 51 VRG).</span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>2.5 </span></b><span>Insoweit ist die Beschwerde gutzuheissen und sind Dispositiv-Ziffer II sowie die darauf fussenden Dispositiv-Ziffern III-V des angefochtenen Entscheids mit Bezug auf die BeschwerdefÃ¼hrenden 1-3 aufzuheben. GemÃ¤ss § 64 Abs. 1 VRG und antragsgemÃ¤ss ist die Sache zur Neubeurteilung an die Vorinstanz zurÃ¼ckzuweisen.</span></p> <p class="Erwgung1"><b><span>3. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Im Interesse der VerfahrensÃ¶konomie rechtfertigt es sich, auch auf weitere RÃ¼gen der BeschwerdefÃ¼hrenden bereits im aktuellen Verfahren einzugehen. </span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>3.1 </span></b><span>Die Beschwerde verlangt fÃ¼r die Gemeinden und KlÃ¤ranlageverbÃ¤nde ein Wahlrecht unter mehreren Entsorgungsanlagen. Zu prÃ¼fen sei, ob die feste Zuweisung der Abwasserreinigungsanlagen an jeweils eine einzige Aufbereitungs-/Entsorgungsanlage gegen die kartellrechtlichen Bestimmungen verstosse. Es wird dazu beantragt, ein Gutachten der Wett­bewerbskommission einzuholen. </span></p> <p class="Erwgung2"><span>Die angefochtene Zuweisung grÃ¼ndet wie gesehen in der bundesrechtlichen Bestimmung, wonach die Kantone unter anderem fÃ¼r die AbfÃ¤lle aus der Ã¶ffentlichen Abwasserreinigung Einzugsgebiete festlegen (Art. 31b Abs. 1 und 2 USG). Als Einzugsgebiet muss hier analog zur Definition in Art. 31a Abs. 2 lit. a USG das Gebiet gelten, aus welchem den Anlagen der KlÃ¤rschlamm Ã¼bergeben werden muss. Einzugsgebiete ordnen deshalb die AbfÃ¤lle aus bestimmten Gebieten einer bestimmten Abfallanlage zu (vgl. Tschannen, Art. 31b N. 20). Die Regelung von Art. 31b Abs. 2 USG gibt den Kantonen somit klarerweise die Befugnis, den in einer Abwasserreinigungsanlage anfallenden KlÃ¤rschlamm einer Entsorgungs- oder Aufbereitungsanlage fest zuzuteilen. Ein Wahlrecht besteht fÃ¼r die Inhaber der Abwasserreinigungsanlagen nicht. Ob diese Regelung mit den Bestimmungen des Kartellgesetztes Ã¼bereinstimmt, braucht nicht geprÃ¼ft zu werden. Als Spezialregelung geht Art. 31b Abs. 1 und 2 USG jedenfalls vor. Die Zuweisung ist unter diesen Gesichtspunkten nicht zu beanstanden. </span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>3.2 </span></b><span>Auch das Gebot der Rechtsgleichheit wird durch eine Zuweisung an die SVA E nicht verletzt. NaturgemÃ¤ss entstehen den Gemeinden und GemeindeverbÃ¤nden durch die Zuweisung ihres KlÃ¤rschlamms an eine Entsorgungsanlage unterschiedliche Kosten, und zwar allein schon wegen der verschiedenen Distanzen zur regionalen Entsorgungsanlage. Dass die bestehenden Entsorgungsanlagen nach unterschiedlichen Techniken arbeiten und verschiedene GrÃ¶ssen haben, fÃ¼hrt ebenso naturgemÃ¤ss zu unterschiedlichen Kosten fÃ¼r die Gemeinden und GemeindeverbÃ¤nde. Ein Anspruch auf gleichmÃ¤ssige Kostenbelastung besteht nicht.</span></p> <p class="Erwgung2"><span>Allerdings lÃ¤sst sich die Frage aufwerfen, ob sich eine Gemeinde bei krassen Ungleichheiten, namentlich etwa weil eine Anlage entgegen Art. 31b Abs. 2 USG nicht wirtschaftlich betrieben wird, der Zuweisung mit Erfolg widersetzen kÃ¶nnte. Die gesetzliche Pflicht zu einem wirtschaftlichen Betrieb soll immerhin verhindern, dass die Kosten von schlecht ausgelasteten oder schlecht gefÃ¼hrten Abfallanlagen auf die wegen der Ablieferungspflicht gefangenen Abfallinhaber Ã¼berwÃ¤lzt werden (vgl. Tschannen, Art. 31b N. 23). Indes braucht die Frage vorliegend nicht entschieden zu werden. Aus den Akten sind jedenfalls keine genÃ¼genden Anhaltspunkte dafÃ¼r ersichtlich, dass die Entsorgung Ã¼ber die SVA E zu solcher Art stossenden Kostenunterschieden fÃ¼hren wÃ¼rde. Im Ãbrigen ist auf die Kostenfrage nachfolgend weiter einzugehen.</span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>3.3 </span></b><span>In Dispositiv-Ziffer V hat der Regierungsrat die Inhaber der Abwasserreinigungsanlagen verpflichtet, die VertrÃ¤ge zur Sicherstellung der Entsorgungsoptionen und zur Festlegung angemessener finanzieller Beteiligung bis 31. MÃ¤rz 2004 abzuschliessen (vgl. ferner Dispositiv-Ziffer I.3, wonach neben den finanziellen Verbindlichkeiten auch die ModalitÃ¤ten zur Anlieferung des KlÃ¤rschlamms [flÃ¼ssig, entwÃ¤ssert, getrocknet] zwischen den Inhabern der Abwasserreinigungsanlagen und der Aufbereitungs- bzw. Entsorgungsanlage vertraglich zu regeln sind).</span></p> <p class="Erwgung3"><b><span>3.3.1 </span></b><span>Gegen diese Auflage zum Vertragsschluss wenden die BeschwerdefÃ¼hrenden ein, dass unter den gegebenen UmstÃ¤nden Verhandlungen Ã¼ber den Preis nicht mÃ¶glich seien; vielmehr mÃ¼ssten die BeschwerdefÃ¼hrenden 1-3 die Preisvorgaben der SVA E faktisch akzeptieren. Weiter wird geltend gemacht, es mÃ¼sse ihnen die MÃ¶glichkeit gelassen werden, den KlÃ¤rschlamm auf dem eigenen Areal zu entwÃ¤ssern und damit Transportkosten zu sparen. Auch hier werfen sie die Frage nach der VertrÃ¤glichkeit der Regelung mit dem Kartellrecht auf.</span></p> <p class="Erwgung3"><b><span>3.3.2 </span></b><span>Der vom Regierungsrat vorgegebene Vertragsschluss setzt naturgemÃ¤ss voraus, dass sich die Betreiber der jeweiligen Entsorgungsanlage einerseits und die jeweiligen Inhaber der zugewiesenen Abwasserreinigungsanlagen anderseits einigen kÃ¶nnen. DafÃ¼r besteht jedoch keine GewÃ¤hr. Zudem steht es nicht im Machtbereich der Abwasserreinigungsanlagen-Inhaber, die Entsorger zu einem Vertragsschluss zu veranlassen. Werden die Beschwer­defÃ¼hrenden 1-3 â wie dies Dispositiv-Ziffer V formuliert ­â zum Vertragsschluss ver­pflichtet, so mÃ¼ssen sich diese dem Diktat der Entsorger, hier als der SVA E, faktisch unterwerfen. Kernpunkt einer vertraglichen Regelung ist indes gerade, dass die Parteien den Vertragsinhalt aushandeln kÃ¶nnen. Die Regelung gemÃ¤ss Dispositiv-Ziffer V erweist sich deshalb als widersprÃ¼chlich. Die BeschwerdefÃ¼hrenden 1-3 kÃ¶nnen lediglich zum Ver­tragsschluss aufgefordert werden. Erfolgt innert angesetzter Frist keine Einigung, so wird es Sache der BehÃ¶rden sein, die strittigen Punkte verfÃ¼gungsmÃ¤ssig zu regeln und da­bei gegebenenfalls Ã¼ber die Kostenfrage oder Ã¼ber die ModalitÃ¤ten der KlÃ¤rschlammanlieferung eine Regelung zu treffen. Auch insofern erweist sich die Beschwerde als begrÃ¼ndet. </span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>3.4 </span></b><span>Im Rahmen der Neubeurteilung wird somit in erster Linie zu klÃ¤ren sein, ob neben der SVA E Ã¶kologisch und wirtschaftlich vergleichbare EntsorgungskapazitÃ¤ten bereits vorhanden sind und ob sich die Zuweisung von KlÃ¤rschlamm an eine solche Anlage auch unter Sicherheitsaspekten rechtfertigen lÃ¤sst. WÃ¼rde dies zutreffen, so wÃ¤re die Entsorgung Ã¼ber eine solche Anlage einer mit Investitionen verbundenen Zuweisung an die SVA E grundsÃ¤tzlich vorzuziehen. </span></p> <p class="Erwgung1"><b><span>4. </span></b><span> </span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>4.1 </span></b><span>Die BeschwerdefÃ¼hrenden obsiegen mit ihrem Antrag auf RÃ¼ckweisung der Sache zur Neubeurteilung. Dementsprechend sind die Kosten dem im vorliegenden Verfahren unterliegenden Beschwerdegegner zu Ã¼berbinden (§ 13 Abs. 2 in Verbindung mit § 70 VRG).</span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>4.2 </span></b><span>GemÃ¤ss § 17 Abs. 2 lit. a VRG kann die unterliegende Partei oder Amtsstelle im Verfahren vor Verwaltungsgericht verpflichtet werden, der Gegenpartei eine angemessene EntschÃ¤digung fÃ¼r die Umtriebe ihres Gegners zu bezahlen, namentlich wenn die rechtsgenÃ¼gende Darlegung komplizierter Sachverhalte und schwieriger Rechtsfragen besonderen Aufwand erforderte oder den Beizug eines Rechtsbeistandes rechtfertigte. Mit Bezug auf den EntschÃ¤digungsanspruch der Gemeinden besteht zwar eine gewisse ZurÃ¼ckhaltung; vor allem grÃ¶ssere und leistungsfÃ¤hige Gemeinden haben sich so zu organisieren, dass sie Verwaltungsstreitsachen selbst durchfechten kÃ¶nnen. BehÃ¶rden kleinerer Gemeinden dÃ¼rften allerdings ohne die Hilfe eines rechtskundigen Vertreters oft Ã¼berfordert sein; es rechtfertigt sich deshalb, ihnen bei komplexeren FÃ¤llen ebenfalls einen Anspruch auf ParteientschÃ¤digung zuzubilligen (vgl. KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 17 N. 19 f.). Bei den BeschwerdefÃ¼hrenden 1-3 handelt es sich im solch kleinere Gemeinden beziehungsweise um ZusammenschlÃ¼sse kleinerer Gemeinden. Zudem stellten sich im vorliegenden Verfahren Rechts- und Tatfragen, die den Beizug eines Rechtsanwaltes ohne weiteres rechtfertigten. Der Beschwer­degegner ist deshalb zu verpflichten, den BeschwerdefÃ¼hrenden je eine angemessene EntschÃ¤digung von Fr. 1'000.- (Mehrwertsteuer inbegriffen) zu bezahlen. </span></p> <p class="Erwgung1"><b><span>5. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>RÃ¼ckweisungsentscheide des Verwaltungsgerichts, welche eine fÃ¼r die Streiterledigung grundsÃ¤tzliche (bundesrechtliche oder staatsvertragliche Haupt-)Frage beurteilen, lassen sich wie Endentscheide mit Verwaltungsgerichtsbeschwerde an das Bundesgericht weiterziehen (KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 64 N. 9). Solches ist hier denkbar, und in diesem Sinn erteilt das nachfolgende Dispositiv eine Rechtsmittelbelehrung. Sollte es sich hier lediglich um einen Zwischenentscheid handeln, bedÃ¼rfte es fÃ¼r seine Anfechtbarkeit eines nicht wieder gut zu machenden Nachteils (KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 56 N. 11+13); alsdann mÃ¼sste die Ver­waltungsgerichtsbeschwerde beim Bundesgericht gemÃ¤ss Art. 106 Abs. 1 des Bundesrechtspflegegesetzes </span><span>vom 16. Dezember 1943 (</span><span>OG) innert zehn Tagen seit ErÃ¶ffnung eingereicht werden. Hinzuweisen bleibt auch auf die EinschrÃ¤nkung des Beschwerderechts im Zusammenhang mit der Erteilung und Verweigerung von Konzessionen gemÃ¤ss Art. 99 Abs. 1 lit. d OG</span><span>. Im Ãbrigen ist es Sache der Parteien, ihre Legitimation zur verwaltungsgerichtlichen Beschwerde im Hinblick auf ihre besonderen Funktionen als Ã¶ffentlichrechtliche KÃ¶rperschaften bzw. als Konkurrentin abzuschÃ¤tzen.</span></p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1"><span>DemgemÃ¤ss </span><span><a id="Text25"></a>entscheidet</span><span> </span><span>die Kammer</span><span>:</span></p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug2">1. Soweit auf die Beschwerde eingetreten wird, wird sie gutgeheissen. Die Dispositiv-Ziffern II-V des Beschlusses des Regierungsrats vom 3. Dezember 2003 werden mit Bezug auf die BeschwerdefÃ¼hrenden 1-3 aufgehoben und die Sache wird zur Neubeurteilung im Sinn der ErwÃ¤gungen an die Vorinstanz zurÃ¼ckgewiesen.</p> <p class="Einzug2">2. Die GerichtsgebÃ¼hr wird festgesetzt auf <br/> Fr. 6'000.--; die Ã¼brigen Kosten betragen:<br/> Fr. 60.-- Zustellungskosten,<br/> Fr. 6'060.-- Total der Kosten.</p> <p class="Einzug2">3. Die Gerichtskosten werden dem Beschwerdegegner auferlegt.</p> <p class="Einzug2">4. Der Beschwerdegegner wird verpflichtet, den BeschwerdefÃ¼hrenden eine ParteientschÃ¤digung von je Fr. 1'000.-- (Mehrwertsteuer inbegriffen) zu bezahlen.</p> <p class="Einzug2">5. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen, von der Zustellung an gerechnet, Verwaltungsgerichtsbeschwerde beim Bundesgericht erhoben werden.</p> <p class="Urteilstext"><span>6. â¦</span></p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>