A bteilung IV D -1915/2007 {T 0/2} U rteil vom 19. Juni 2007 M itw irkung: R ichter Schürch, R ichter Lang, R ichterin Spälti G iannakitsas, G erichtsschreiberin Zürcher 1. Z._______ , geboren _______, Serbien 2. Z2._______ , geboren _______, Serbien, _______, beide vertreten durch Advokat D ieter R oth, Z_______, Beschw erdeführer gegen B undesam t für M igration (B FM ), Q uellenw eg 6, 3003 Bern, Vorinstanz betreffend Verfügung vom 9. Februar 2007 i.S. A syl und W egw eisung /N _______ B u n d e s v e rw a ltu n g s g e ric h t T rib u n a l a d m in is tra tif fé d é ra l T rib u n a le a m m in is tra tiv o fe d e ra le T rib u n a l a d m in is tra tiv fe d e ra l2 Sachverhalt: A. D ie Beschw erdeführer verliessen eigenen Angaben zufolge ihr H eim atland am 24. N ovem ber 2006 und gelangten drei Tage später über unbekannte Länder in die Schw eiz, w o sie gleichentags ein Asylgesuch einreichten. Am 11. D ezem ber 2006 w urden sie im Em pfangszentrum _______ befragt und m it Verfügung vom 18. D ezem ber 2006 für die D auer des Asylverfahrens dem Kanton _______ zugew iesen. Am 30. Januar 2007 w urden sie von den zuständigen kantonalen Behörden angehört. D er Beschw erdeführer brachte vor, er sei bereits drei M al als Asylbew erber m it seinen Eltern in der Schw eiz gew esen. Letztm als sei er am 6. April 2006 in sein H eim atland zurückgekehrt. In der Schw eiz habe er die Schule besucht. Er könne sich indessen nicht m ehr an die D aten erinnern. Bezüglich ihrer Fluchtgründe m achten die Beschw erdeführer – ethnische R om a aus _______ in der Vojvodina – im W esentlichen geltend, nach der letzten R ückkehr aus der Schw eiz sei der Vater des Beschw erdeführers am 11. April 2006 m itgenom m en und w ährend 48 Stunden festgehalten sow ie geschlagen w orden, w eil m an von ihm habe w issen w ollen, w o er gew esen sei und w o sich die Papiere, w elche m an ihm vor der letzten R eise in die Schw eiz gegeben habe, befänden. Am 25. O ktober 2006 habe die Polizei den Vater erneut – indessen ohne ihn anzutreffen – an dessen W ohnort gesucht und m itgeteilt, dass er sich m elden m üsse. Als die Polizei am 21. N ovem ber 2006 nochm als erschienen sei, habe sich der Vater des Beschw erdeführers verstecken können. Anlässlich dieses Polizeibesuches hätten die Polizisten dem Beschw erdeführer m it der eigenen Festnahm e gedroht, falls sich sein Vater nicht innert zw ei Tagen auf dem Polizeiposten von _______ m elde. D er Beschw erdeführer habe m it den Behörden seines H eim atlandes keine Problem e gehabt. Trotzdem habe er sich unter diesen U m ständen zur Ausreise entschlossen. D ie Beschw erdeführer gaben zw ei Identitätskarten ihres H eim atlandes ab. B. M it Verfügung vom 9. Februar 2007 – eröffnet am 12. Februar 2007 – stellte das BFM fest, die Beschw erdeführer erfüllten die Flüchtlingseigenschaft nicht, und lehnte die Asylgesuche ab. G leichzeitig verfügte es die W egw eisung aus der Schw eiz und ordnete deren Vollzug an. Es begründete seinen ablehnenden Entscheid dam it, dass die Vorbringen insgesam t den Anforderungen an die G laubhaftm achung nicht genügten, w eil die geltend gem achten Schw ierigkeiten im Zusam m enhang m it den Problem en des Vaters des Beschw erdeführers stünden und sich dessen Vorbringen als realitätsfrem d, w idersprüchlich und unsubstanziiert ergeben hätten. Som it beruhten die Vorbringen des Beschw erdeführers auf einer unglaubhaften G rundlage und könnten ebenfalls nicht geglaubt w erden. D en W egw eisungsvollzug erachtete es als zulässig, zum utbar und m öglich. 3 C . M it Eingabe an das Bundesverw altungsgericht vom 14. M ärz 2007 beantragten die Beschw erdeführer durch ihren R echtsvertreter, es sei die angefochtene Verfügung aufzuheben und ihre Asylgesuche gutzuheissen, eventualiter sei die Sache zur N eubeurteilung an die Vorinstanz zurückzuw eisen, subeventualiter sei die angefochtene Verfügung im W egw eisungspunkt aufzuheben und die Beschw erdeführer vorläufig aufzunehm en. In verfahrensrechtlicher H insicht w urden für den Fall des U nterliegens die unentgeltliche Prozessführung und R echtsverbeiständung sow ie der Verzicht auf die Erhebung eines Kostenvorschusses beantragt. Zur Begründung w urde insbesondere vorgebracht, dass das von der Fam ilie des Beschw erdeführers geltend gem achte M obbing asylrechtlich relevant sei, w eil die Einschätzung des BFM , die serbischen Behörden seien schutzfähig und schutzw illig, verfehlt sei und – gestützt auf die inzw ischen geltende Schutztheorie – auch nichtstaatliche Verfolgung flüchtlingsrechtlich relevant sei, sofern der H eim atstaat keinen adäquaten Schutz vor Verfolgung bieten könne. Im Ü brigen w urde gerügt, dass die Vorinstanz keine einlässliche Prüfung der Vorbringen und der G laubhaftigkeit vorgenom m en habe. Auf die w eiteren Einzelheiten der Begründung w ird im R ahm en der Erw ägungen näher eingegangen, sofern dies notw endig erscheint. D . M it Zw ischenverfügung vom 23. M ärz 2007 w urde den Beschw erdeführern m itgeteilt, sie könnten den Ausgang des Beschw erdeverfahrens in der Schw eiz abw arten. D as G esuch um G ew ährung der unentgeltlichen R echtspflege i.S. von Art. 65 Abs. 1 und 2 des Bundesgesetzes vom 20. D ezem ber 1968 über das Verw altungsverfahren (Vw VG , SR 172.021) w urde infolge Aussichtslosigkeit der Beschw erdebegehren abgew iesen und die Beschw erdeführer aufgefordert, innert Frist einen Kostenvorschuss zu bezahlen. E. D er verlangte Kostenvorschuss w urde fristgerecht bezahlt. D as B undesverw altungsgericht zieht in Erw ägung: 1. 1.1 G em äss Art. 31 des Verw altungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (VG G , SR 173.32) beurteilt das Bundesverw altungsgericht Beschw erden gegen Verfügungen nach Art. 5 Vw VG , sofern keine Ausnahm e nach Art. 32 VG G vorliegt. Als Vorinstanzen gelten die in Art. 33 und 34 VG G genannten Behörden. D azu gehören Verfügungen des BFM gestützt auf das Asylgesetz vom 26. Juni 1998 (AsylG , SR 142.31); das Bundesverw altungsgericht entscheidet in diesem Bereich endgültig (Art. 105 AsylG ; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BG G , SR 173.110]). 1.2 M it Beschw erde kann die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts und die U nangem essenheit gerügt w erden (Art. 106 Abs. 1 AsylG ).4 1.3 Ü ber offensichtlich unbegründete Beschw erden w ird in einem vereinfachten Verfahren entschieden. W ie nachstehend aufgezeigt, handelt es sich vorliegend um eine solche, w eshalb auf einen Schriftenw echsel verzichtet w erden kann und der Beschw erdeentscheid nur sum m arisch zu begründen ist (Art. 111 Abs. 1 und 3 AsylG ). 2. D ie Beschw erde ist form - und fristgerecht eingereicht; die Beschw erdeführer sind legitim iert (Art. 6 AsylG i.V.m . Art. 48 und 50 ff. Vw VG ). Auf die Beschw erde ist m ithin einzutreten. 3. 3.1 G em äss Art. 2 Abs. 1 AsylG gew ährt die Schw eiz grundsätzlich Flüchtlingen Asyl. Als Flüchtling w ird eine ausländische Person anerkannt, w enn sie in ihrem H eim atstaat oder im Land, w o sie zuletzt w ohnte, w egen ihrer R asse, R eligion, N ationalität, Zugehörigkeit zu einer bestim m ten sozialen G ruppe oder w egen ihrer politischen Anschauungen ernsthaften N achteilen ausgesetzt ist oder begründete Furcht hat, solchen N achteilen ausgesetzt zu w erden. Als ernsthafte N achteile gelten nam entlich die G efährdung von Leib, Leben oder Freiheit sow ie M assnahm en, die einen unerträglichen psychischen D ruck bew irken; den frauenspezifischen Fluchtgründen ist R echnung zu tragen (Art. 3 AsylG ). 3.2 W er um Asyl nachsucht, m uss die Flüchtlingseigenschaft nachw eisen oder zum indest glaubhaft m achen. D iese ist glaubhaft gem acht, w enn die Behörde ihr Vorhandensein m it überw iegender W ahrscheinlichkeit für gegeben hält. U nglaubhaft sind insbesondere Vorbringen, die in w esentlichen Punkten zu w enig begründet oder in sich w idersprüchlich sind, den Tatsachen nicht entsprechen oder m assgeblich auf gefälschte oder verfälschte Bew eism ittel abgestützt w erden (Art. 7 AsylG ). 4. 4.1 D ie Vorinstanz erachtete die Vorbringen der Beschw erdeführer insbesondere deshalb als unglaubhaft, w eil sie sich auf diejenigen des Vaters des Beschw erdeführers stützten und diese als unglaubhaft qualifiziert w orden seien. 4.2 In der Beschw erdeschrift w urde gerügt, dabei handle es sich nicht um eine einlässliche Prüfung der Vorbringen und deren G laubhaftigkeit. 4.3 D er Beschw erdeführer bezieht seine Fluchtgründe vollum fänglich auf diejenigen seines Vaters (N _______). D er Vater m achte geltend, dass er nach der letzten R ückkehr in sein H eim atland am 11. April 2006 auf den Polizeiposten geführt, nach den ihm ausgehändigten Papieren gefragt, geschlagen und nach 48 Stunden freigelassen w orden sei. D ie Fam ilie habe nach der Freilassung norm al gelebt und sich frei bew egen können. Indessen sei am 25. O ktober 2006 die Polizei am W ohnort erschienen und habe seinem anw esenden älteren Sohn (dem Beschw erdeführer) ausrichten lassen, er, der Vater m üsse innert zw ei oder drei Tagen auf dem Polizeiposten erscheinen, w as er jedoch nicht getan habe. Am 21. 5 N ovem ber 2006 hätten die Polizisten w ieder vorgesprochen und dem älteren Sohn (dem Beschw erdeführer) m it der eigenen Festnahm e gedroht für den Fall, dass sich der Vater nicht auf dem Posten m elde. D araufhin habe die Fam ilie das H eim atland erneut verlassen. D as BFM trat auf das Asylgesuch des Vaters gestützt auf Art. 32 Abs. 2 Bst. e AsylG nicht ein und verfügte die W egw eisung sow ie deren Vollzug. Zur Begründung legte das BFM dar, dass die Ereignisse, w elche der Vater des Beschw erdeführers für den Zeitraum nach dem Abschluss des letzten Asylverfahrens geltend gem acht habe, w eder geeignet seien, die Flüchtlingseigenschaft zu begründen, noch für die G ew ährung des vorübergehenden Schutzes relevant seien, zum al sich die anlässlich des dritten Asylverfahrens zu den Akten gegebenen Papiere als gefälscht erw iesen hätten und som it nicht von der Polizei ausgestellt w orden sein könnten, w om it den Vorbringen im aktuellen Asylverfahren die G rundlage entzogen sei. Zudem seien die Angaben zur Festnahm e und zur Suche unsubstanziiert und realitätsfrem d ausgefallen. G egen diesen Entscheid erhob der Vater Beschw erde. In seinem U rteil vom 27. Februar 2007 bestätigte das Bundesverw altungsgericht nach der Feststellung der H altlosigkeit der Vorbringen den Entscheid der Vorinstanz und w ies auf die zutreffenden Erw ägungen in der angefochtenen Verfügung hin. D abei m ass es insbesondere der Argum entation der Vorinstanz, bei den eingereichten Papieren handle es sich um Fälschungen, grosses G ew icht zu, da diese im H inblick auf die Fälschung als U rsache für die polizeiliche Suche nicht in Frage kom m en könnten. 4.4 D ie Vorinstanz prüfte das vierte Asylgesuch der Beschw erdeführer m ateriell und lehnte die Asylgesuche ab. M it R ücksicht auf die unter Ziff. 4.3. dargestellte Aktenlage, die Tatsache, dass der Beschw erdeführer bereits zum vierten M al ein Asylgesuch in der Schw eiz einreichte, säm tliche bisherigen Asylgesuche entw eder m ateriell abgew iesen oder m it einem N ichteintretensentscheid abgeschlossen w orden sind, sow ie in Beachtung der Abw eisung des Asylgesuchs der Eltern des Beschw erdeführers durch das Bundesverw altungsgericht m it U rteil vom 27. Februar 2007 w ar die Vorinstanz berechtigt, das vierte Asylgesuch des Beschw erdeführers respektive das erste Asylgesuch seiner Ehefrau sum m arisch zu entscheiden. Zudem w urde in der Zw ischenverfügung vom 23. M ärz 2007 detailliert festgehalten, w eshalb das Bundesverw altungsgericht die Vorbringen der Beschw erdeführer voraussichtlich als nicht glaubhaft erachtet. D abei fällt insbesondere ins G ew icht, dass der Beschw erdeführer keine Aussagen hinsichtlich der Papiere des Vaters m achen und insgesam t keine substanziierten Angaben zu den angeblichen polizeilichen Vorfällen zu Protokoll geben konnte. U m unnötige W iederholungen zu verm eiden, w ird auf die erw ähnte Zw ischenverfügung verw iesen. Festzuhalten bleibt zudem , dass der Beschw erdeführer anlässlich der kantonalen Anhörung erklärte, persönlich nie Problem e m it irgendw elchen Behörden gehabt zu haben (vgl. Akte A14/10, S. 6). 4.5 Aufgrund der unsubstanziierten Vorbringen respektive dem Eingeständnis, persönlich m it staatlichen Behörden keine Problem e gehabt zu haben, hat die Vorinstanz die Asylgesuche zu R echt abgew iesen. 4.6 U nter diesen U m ständen kann die Frage der Schutztheorie offen bleiben, zum al sie nur im Fall von glaubhaften Vorbringen respektive persönlicher Verfolgung 6 G egenstand einer einlässlichen Prüfung w äre, w as vorliegend indessen nicht der Fall ist. Ebenso ist die geltend gem achte Kollektivverfolgung schon m angels persönlicher Betroffenheit der Beschw erdeführer zu verneinen. 4.7 Aufgrund der vorstehenden Erw ägungen erübrigt es sich, auf die w eiteren Ausführungen in der Beschw erde näher einzugehen, w eil sie am Ergebnis nichts ändern könnten. U nter Berücksichtigung der gesam ten U m stände folgt, dass die Beschw erdeführer keine G ründe nach Art. 3 AsylG nachw eisen oder glaubhaft m achen konnten. D as BFM hat ihr Asylgesuch zu R echt abgelehnt. 5. 5.1 Lehnt das Bundesam t das Asylgesuch ab oder tritt es darauf nicht ein, so verfügt es in der R egel die W egw eisung aus der Schw eiz und ordnet den Vollzug an; dabei ist der G rundsatz der Einheit der Fam ilie zu berücksichtigen (Art. 44 Abs. 1 AsylG ). Ist der Vollzug der W egw eisung nicht m öglich, nicht zulässig oder nicht zum utbar, so regelt das Bundesam t das Anw esenheitsverhältnis nach den gesetzlichen Bestim m ungen über die vorläufige Aufnahm e von Ausländern (Art. 44 Abs. 2 AsylG ; Art. 14a Abs. 1 des Bundesgesetzes über Aufenthalt und N iederlassung der Ausländer [AN AG , SR 142.20]). 5.2 D er Vollzug ist nicht m öglich, w enn der Ausländer w eder in den H erkunfts- oder in den H eim atstaat noch in einen D rittstaat verbracht w erden kann. Er ist nicht zulässig, w enn völkerrechtliche Verpflichtungen der Schw eiz einer W eiterreise des Ausländers in seinen H eim at-, H erkunfts- oder einen D rittstaat entgegenstehen. D er Vollzug kann insbesondere nicht zum utbar sein, w enn er für den Ausländer eine konkrete G efährdung darstellt (Art. 14a Abs. 2 - 4 AN AG ). 5.3 N iem and darf in irgendeiner Form zur Ausreise in ein Land gezw ungen w erden, in dem sein Leib, sein Leben oder seine Freiheit aus einem G rund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet sind oder in dem die G efahr besteht, dass er zur Ausreise in ein solches Land gezw ungen w ird (Art. 5 Abs. 1 AsylG ). 5.4 G em äss Art. 25 Abs. 3 der Bundesverfassung der Schw eizerischen Eidgenossenschaft vom 18. April 1999 (BV, SR 101), Art. 3 des Ü bereinkom m ens vom 10. D ezem ber 1984 gegen Folter und andere grausam e, unm enschliche oder erniedrigende Behandlung oder Strafe (FoK, SR 0.105) und der Praxis zu Art. 3 der Konvention zum Schutze der M enschenrechte und G rundfreiheiten vom 4. N ovem ber 1950 (EM R K, SR 0.101) darf niem and der Folter oder unm enschlicher oder erniedrigender Strafe oder Behandlung unterw orfen w erden. 5.5 D ie Beschw erdeführer verfügen w eder über eine frem denpolizeiliche Aufenthaltsbew illigung noch einen Anspruch auf Erteilung einer solchen. D ie W egw eisung w urde dem nach zu R echt angeordnet. 5.6 D ie Vorinstanz w ies in ihrer angefochtenen Verfügung zutreffend darauf hin, dass der G rundsatz der N ichtrückschiebung nur Personen schützt, die die Flüchtlingseigenschaft erfüllen (vgl. M ario G attiker, D as Asyl- und W egw eisungsverfahren, Bern 1999, S. 89). D a es den Beschw erdeführern nicht gelungen ist, eine asylrechtlich erhebliche G efährdung nachzuw eisen oder glaubhaft zu m achen, kann das in Art. 5 AsylG verankerte Prinzip des 7 flüchtlingsrechtlichen N on-refoulem ents im vorliegenden Verfahren keine Anw endung finden. Eine R ückkehr der Beschw erdeführer in ihren H eim atstaat ist dem nach unter dem Aspekt von Art. 5 AsylG rechtm ässig. 5.7 Sodann ergeben sich w eder aus den Aussagen der Beschw erdeführer noch aus den Akten Anhaltspunkte dafür, dass sie für den Fall einer Ausschaffung in ihren H eim atstaat dort m it beachtlicher W ahrscheinlichkeit einer nach Art. 3 EM R K oder Art. 1 FoK verbotenen Strafe oder Behandlung ausgesetzt w ären. G em äss Praxis des Europäischen G erichtshofes für M enschenrechte sow ie jener des U N -Anti- Folterausschusses m üssten die Beschw erdeführer eine konkrete G efahr ("real risk") nachw eisen oder glaubhaft m achen, dass ihnen im Fall einer R ückschiebung Folter oder unm enschliche Behandlung drohen w ürde (vgl. EM AR K 2001 N r. 16, S. 122, der auch für das Bundesverw altungsgericht G eltung hat). D ie allgem eine M enschenrechtssituation in Serbien lässt den W egw eisungsvollzug zum heutigen Zeitpunkt nicht als unzulässig erscheinen. N ach dem G esagten ist der Vollzug der W egw eisung sow ohl im Sinne der asyl- als auch der völkerrechtlichen Bestim m ungen zulässig. 5.8 Aus hum anitären G ründen, nicht in Erfüllung völkerrechtlicher Pflichten der Schw eiz, w ird auf den Vollzug der W egw eisung auch verzichtet, w enn die R ückkehr in den H eim atstaat für die Betroffenen eine konkrete G efährdung i.S. von Art. 14a Abs. 4 AN AG darstellt. Eine solche G efährdung kann angesichts der im H eim atland herrschenden allgem einen politischen Lage, die sich durch Krieg, Bürgerkrieg oder durch eine Situation allgem einer G ew alt kennzeichnet, oder aufgrund anderer G efahrenm om ente, w ie beispielsw eise einer notw endigen m edizinischen Behandlung, angenom m en w erden (vgl. Botschaft zum Bundesbeschluss über das Asylverfahren vom 22. Juni 1990, BBl 1990 II 668). 5.9 Angesichts der heutigen Lage in Serbien m uss gem äss konstanter Praxis nicht von einer Situation allgem einer G ew alt oder kriegerischen respektive bürgerkriegsähnlichen Verhältnissen gesprochen w erden. Zw ar können Ü bergriffe von Privatpersonen auf Angehörige der R om a und teilw eise behördliche Schikanen sow ie D iskrim inierungen nicht völlig ausgeschlossen w erden. Indessen erreichen diese im Allgem einen nicht ein Ausm ass, das den Vollzug der W egw eisung in jedem Fall als unzum utbar erscheinen liesse. Zudem ist die Vojvodina, w o die Beschw erdeführer herkom m en, als eine von vielen Volksgruppen bew ohnte R egion bekannt, in w elcher das Zusam m enleben verschiedener Volksgruppen im Allgem einen als friedlich bezeichnet w erden kann. Som it ist die R ückkehr der Beschw erdeführer dorthin grundsätzlich zum utbar. Eine Situation, w elche die Beschw erdeführer als de-facto-Flüchtling qualifizieren w ürde, lässt sich deshalb aufgrund der heutigen Situation in Serbien nicht bejahen. 5.10 Es bleibt dem nach zu prüfen, ob individuelle G ründe vorliegen, die eine R ückkehr der Beschw erdeführer in ihr H eim atland als unzum utbar erscheinen lassen. Es ist nicht in Abrede zu stellen, dass die Beschw erdeführer bei einer R ückkehr in ihr H eim atland m it gew issen Schw ierigkeiten konfrontiert w erden könnten. Indessen sind die Beschw erdeführer jung und gesund. Es ist dem Beschw erdeführer zuzum uten, sich in seinem H eim atland eine Arbeitsstelle zu suchen, auch w enn der Einstieg ins Berufsleben infolge der schlechten w irtschaftlichen Situation im H eim atland der Beschw erdeführer und infolge der nur geringen Berufserfahrungen 8 des Beschw erdeführers in der Landw irtschaft nicht einfach sein dürfte. Indessen soll der Vater des Beschw erdeführers – gestützt auf dessen Aussagen – über beachtliche Landreserven verfügen und dam it die Existenz der Fam ilie sichern können. Aufgrund der Aktenlage ist som it insgesam t trotz der nicht einfachen Verhältnisse im H eim atland der Beschw erdeführer nicht davon auszugehen, dass sie in eine existenzbedrohende Situation geraten w ürden. 5.11 N ach dem G esagten ist der Vollzug der W egw eisung som it auch als zum utbar zu bezeichnen. 5.12 Schliesslich obliegt es den Beschw erdeführern, sich bei der zuständigen Vertretung ihres H eim atstaates die für eine R ückkehr notw endigen R eisedokum ente zu beschaffen (Art. 8 Abs. 4 AsylG ), w eshalb der Vollzug der W egw eisung auch als m öglich zu bezeichnen ist. 5.13 Insgesam t ist die durch die Vorinstanz verfügte W egw eisung zu bestätigen. D ie Vorinstanz hat deren Vollzug zu R echt als zulässig, zum utbar und m öglich erachtet. N ach dem G esagten fällt eine Anordnung der vorläufigen Aufnahm e ausser Betracht (Art. 14a Abs. 1 - 4 AN AG ). 6. Aus diesen Erw ägungen ergibt sich, dass die angefochtene Verfügung Bundesrecht nicht verletzt, den rechtserheblichen Sachverhalt richtig und vollständig feststellt und angem essen ist (Art. 106 AsylG ). D ie Beschw erde ist dem nach abzuw eisen. 7. Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind die Kosten den Beschw erdeführern aufzuerlegen (Art. 63 Abs. 1 und 5 Vw VG ), auf insgesam t Fr. 600.-- festzusetzen (Art. 16 Abs. 1 Bst. a VG G i.V.m . Art. 1bis des R eglem ents über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverw altungsgericht vom 11. D ezem ber 2006 [VG KE, SR 173.320.2]) und m it dem am 5. April 2007 einbezahlten Kostenvorschuss zu verrechnen. (D ispositiv nächste Seite)9 D em nach erkennt das B undesverw altungsgericht: 1. D ie Beschw erde w ird abgew iesen. 2. D ie Verfahrenskosten, bestim m t auf Fr. 600.--, w erden den Beschw erdeführern auferlegt und m it dem am 5. April 2007 einbezahlten Kostenvorschuss verrechnet. 3. D ieses U rteil geht an: - den R echtsvertreter der Beschw erdeführer, 2 Expl. (eingeschrieben, Beilage: O riginal der angefochtenen Verfügung) - die Vorinstanz, Abteilung Aufenthalt und R ückkehrförderung, m it deren Akten (R ef.-N r. N _______, in Kopie) - _______ (in Kopie) D er R ichter: D ie G erichtsschreiberin: H ans Schürch Eva Zürcher Versand am :