<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="cell small-12 contentContainer printArea"> <b><font face="RotisSansSerif ExtraBold" size="4">BV.2003.00089</font></b><br/> <b><font face="RotisSansSerif ExtraBold" size="4"> </font></b><br/> <font face="RotisSansSerif ExtraBold" size="6">Sozialversicherungsgericht</font><br/> <font face="RotisSansSerif ExtraBold" size="6">des Kantons Zürich</font><br/> <font face="Times New Roman" size="4">IV. Kammer</font><br/> <font face="Times New Roman" size="4">Sozialversicherungsrichter Engler, Vorsitzender</font> <p><font face="Times New Roman" size="4">Sozialversicherungsrichterin Weibel-Fuchs</font> </p><p><font face="Times New Roman" size="4">Sozialversicherungsrichter Zünd</font> </p><p><font face="Times New Roman" size="4">Gerichtssekretär Möckli</font><br/> <b><font face="RotisSansSerif" size="5">Urteil vom 26. Februar 2004</font></b><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">in Sachen</font><br/> <b><font face="RotisSansSerif" size="4">Stiftung Auffangeinrichtung BVG</font></b><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">Zweigstelle Zürich</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">Limmatquai 94, Postfach 2855, 8022 Zürich</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">Klägerin</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4"> </font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">gegen</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4"> </font><br/> <b><font face="RotisSansSerif" size="4">S.___AG</font></b><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4"> </font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">Beklagte</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4"> </font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4"> </font> </p><p><font face="Times New Roman" size="4"> </font> </p><p><font face="Times New Roman" size="4"> </font> </p><p><font face="Times New Roman" size="4"> </font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">Nach Einsicht in die Klage der Stiftung Auffangeinrichtung BVG vom 28. Juli 2003, mit welcher diese beantragt, es sei die S.___AG zur Zahlung von Fr. 30'758.-- nebst Zins zu 5 % seit dem 21. Mai 2003, Fr. 100.-- Mahnspesen, Fr. 150.-- für Umtriebe, Fr. 100.-- für Zahlungsbefehlskosten sowie Fr. 400.-- Parteientschädigung zu verpflichten, und es sei in der Betreibung Nr. 36700 des Betreibungsamtes "___" definitive Rechtsöffnung zu gewähren (Urk. 1),</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">unter Hinweis, dass sich die Beklagte nicht vernehmen liess (Urk. 3-5),</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">in Erwägung,</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">dass gemäss Art. 66 Abs. 1 und 2 des Bundesgesetzes über die berufliche Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenvorsorge (BVG) die Vorsorgeeinrichtung die Höhe der Beiträge des Arbeitgebers und der Arbeitnehmer in den reglementarischen Bestimmungen festlegt, der Arbeitgeber der Vorsorgeeinrichtung nicht nur die Arbeitgeber-, sondern auch die Arbeitnehmerbeiträge schuldet, und die Vorsorgeeinrichtung für nicht rechtzeitig bezahlte Beiträge Verzugszinsen verlangen kann,</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">dass sich die Beklagte am 1. November 2001 rückwirkend ab 1. Januar 2000 zur Durchführung der beruflichen Vorsorge der Klägerin anschloss (Urk. 2/1),</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">dass die Klägerin gestützt auf die Jahreslohnbescheinigungen 2001 (vom 16. August 2002, Urk. 2/2) und 2002 (vom 1. April 2003, Urk. 2/2d) sowie auf die Beitragsordnungen 2001/2002 (Urk. 2/2b) am 15. Januar 2003 (Urk. 2/2a) und am 24. April 2003 (Urk. 2/2e) jeweils korrigierte Beitragsabrechnungen erstellte,</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">dass die resultierenden (Haben- und Soll-)Saldi unter Berücksichtigung von ausserordentlichen Kosten (rückwirkende Bearbeitung: Fr. 100.--; Mahnung Lohnliste: Fr. 50.--, vgl. Urk. 2/2h und Urk. 2/2b-c) zur in Betreibung gesetzten Forderung von Fr. 30'758.-- führten (Urk. 2/2f und Urk. 2/3), </font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">dass die eingeklagte Forderung durch die vorliegenden Unterlagen der Klägerin hinreichend substanziiert ist, weshalb die Klage gutzuheissen ist,</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">dass die Klägerin im Weiteren berechtigt ist, für die Mahnung vom 5. Mai 2003 (Urk. 2/2f) sowie für die Betreibung (Urk. 2/2g und Urk. 2/3) Kosten von Fr. 100.-- bzw. Fr. 150.-- in Rechnung zu stellen (Urk. 2/2h),</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">dass - nachdem die Beklagte spätestens mit der Mahnung vom 5. Mai 2003 (Urk. 2/2f) zur unverzüglichen Zahlung in Verzug gesetzt worden war - die ebenfalls in Betreibung gesetzten Verzugszinsen von 5 % seit 21. Mai 2003 weder in der Höhe (Art. 104 Abs. 1 OR) noch vom Beginn des Zinsenlaufes her zu beanstanden sind,</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">dass darauf hinzuweisen bleibt, dass der Gläubiger berechtigt ist, von den Zahlungen des Schuldners die Betreibungskosten vorab zu erheben (Art. 68 Abs. 2 SchKG), weshalb für diese die beantragte Rechtsöffnung nicht gewährt werden kann (SZS 2001 S. 568),</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">dass nach Art. 73 Abs. 2 BVG und § 33 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht (GSVGer) das Verfahren vor dem Sozialversicherungsgericht in der Regel kostenlos ist, </font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">dass indessen einer Partei, die sich leichtsinnig oder mutwillig verhält, eine Spruchgebühr und die Verfahrenskosten aufgelegt werden können, wobei das Gleiche sinngemäss auch für die Prozessentschädigung an die obsiegende Partei gilt (§ 34 GSVGer und § 1 Abs. 1 der Verordnung über die sozialversicherungsgerichtlichen Gebühren, Kosten und Entschädigungen),</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">dass ein Arbeitgeber, der Rechnungen und Mahnungen nicht beachtet, sich deswegen von der Vorsorgeeinrichtung betreiben lässt, diese - bei materiell offensichtlich unbegründetem Standpunkt - mittels Rechtsvorschlag zwingt, den Rechtsweg zu beschreiten, in eben diesem selber veranlassten Prozess nichts von sich hören lässt und somit nicht das geringste zur Klärung des Sachverhalts beiträgt, mutwillig handelt (BGE 124 V 288 Erw. 4b),</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">dass das Verhalten der Beklagten in diesem Sinne zu qualifizieren ist, verursachte sie doch der Klägerin bereits durch die verspätete Einreichung der Lohnliste Umtriebe (Urk. 2/2b), reagierte offensichtlich weder auf das Erinnerungsschreiben vom 14. April 2003 (Urk. 2/2c) noch auf die Mahnung vom 5. Mai 2003 (Urk. 2/2f), erhob gleichwohl unbegründet Rechtsvorschlag (Urk. 2/3) und liess sich schliesslich auch im vorliegenden Verfahren nicht vernehmen,</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">dass der Beklagten demnach die Verfahrenskosten aufzulegen sind und sie zu verpflichten ist, der Klägerin die beantragte Prozessentschädigung von Fr. 400.-- zu bezahlen,</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4"> </font><br/> <b><font face="RotisSansSerif" size="5">erkennt das Gericht:</font></b><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">1. In Gutheissung der Klage wird die Beklagte verpflichtet, der Klägerin Fr. 30'758.-- nebst Zins zu 5 % seit 21. Mai 2003, zuzüglich Fr. 250.-- Mahn- und Inkassospesen zu bezahlen, und es wird der Rechtsvorschlag in der Betreibung Nr. 36700 des Betreibungsamtes "___" (Zahlungsbefehl vom 13. Juni 2003) aufgehoben.</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">2. Die Kosten des Verfahrens, bestehend aus:</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">Spruchgebühr: Fr. 2000.--</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">Schreibgebühren: Fr. 164.--</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">Zustellungsgebühren: Fr. 133.--</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">Total: Fr. 2'297.--</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">werden der Beklagten aufgelegt. Rechnung und Einzahlungsschein werden der Kostenpflichtigen nach Eintritt der Rechtskraft zugestellt.</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">3. Die Beklagte wird verpflichtet, der Klägerin eine Prozessentschädigung von Fr. 400.-- (inkl. Barauslagen und MWSt) zu bezahlen.</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">4. Zustellung gegen Empfangsschein an:</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">- Stiftung Auffangeinrichtung BVG</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">- S.___AG</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">- Bundesamt für Sozialversicherung</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4"> sowie an:</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">- Gerichtskasse (nach Eintritt der Rechtskraft)</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">5. Gegen diesen Entscheid kann innert </font><b><font face="RotisSansSerif" size="4">30 Tagen</font></b><font face="RotisSansSerif" size="4"> seit der Zustellung beim Eidgenössischen Versicherungsgericht Verwaltungsgerichtsbeschwerde eingereicht werden.</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">Die Beschwerdeschrift ist dem Eidgenössischen Versicherungsgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, in dreifacher Ausfertigung zuzustellen.</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismittel und die Unterschrift der beschwerdeführenden Person oder ihres Vertreters zu enthalten; die Ausfertigung des angefochtenen Entscheides und der dazugehörige Briefumschlag sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die beschwerdeführende Person sie in Händen hat (Art. 132 in Verbindung mit Art. 106 und 108 OG).</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4"> </font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4"> </font> </p><p><font face="Times New Roman" size="4"> </font> </p></div></body></html>