<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2001.00382</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="https://vgrzh.djiktzh.ch/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=https://vgrzh.djiktzh.ch&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=106583&amp;W10_KEY=4467147&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2001.00382</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 15.03.2002</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">1. Abteilung/1. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Administrativmassnahmen im Strassenverkehr</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Führerausweisentzug</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Die Fahreignung eines Drogenkonsumenten ist gemäss bundesgerichtlicher Rechtssprechung zu verneinen, wenn ein Kontrollverlust vorliegt. Aus der Unfähigkeit trotz eines Abstinenzgebots und laufender verkehrsmedizinischer Untersuchung auf den Konsum zu verzichten, kann auf einen solchen Kontrollverlust geschlossen werden.<br/>Legitimation (E. 1). Voraussetzungen des Sicherungsentzugs bei Drogenkonsum (E. 2).<br/>Abweisung.</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ABSTINENZGEBOT">ABSTINENZGEBOT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: DROGENKONSUM">DROGENKONSUM</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: FAHREIGNUNG">FAHREIGNUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: GUTACHTEN">GUTACHTEN</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: KONTROLLVERLUST">KONTROLLVERLUST</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: SACHVERHALTSFESTSTELLUNG">SACHVERHALTSFESTSTELLUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: SICHERUNGSENTZUG">SICHERUNGSENTZUG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: Besonderes Verwaltungsrecht (ohne...) ST: STRASSENVERKEHRSRECHT">STRASSENVERKEHRSRECHT</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade">Art. 14 lit. II c SVG</span><br/><span class="gerade">Art. 16 lit. I SVG</span><br/><span class="ungerade">Art. 17 lit. I bis SVG</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 2 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>I. Mit VerfÃ¼gung vom 17. September 2001 entzog die Direktion fÃ¼r Soziales und Sicherheit (Strassenverkehrsamt, Abteilung Administrativmassnahmen) A den FÃ¼hrerausweis auf unbestimmte Zeit, mindestens aber fÃ¼r die Dauer von zwÃ¶lf Monaten; die Wiedererteilung machte sie vom Ablauf der festgesetzten Mindestentzugsdauer sowie vom gÃ¼nstigen Ausgang einer amtsÃ¤rztlichen Untersuchung abhÃ¤ngig. Dem Lauf der Rekursfrist und der Einreichung eines Rekurses wurde die aufschiebende Wirkung entzogen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>II. Den gegen die EntzugsverfÃ¼gung gerichteten Rekurs vom 27. September 2001, worin A die Wiederherstellung der aufschiebenden Wirkung des Rekurses und die Aufhebung der angefochtenen VerfÃ¼gung verlangt hatte, wies der Regierungsrat des Kantons ZÃ¼rich am 24. Oktober 2001 ab; gleichzeitig entzog er einer allfÃ¤lligen Beschwerde die aufschiebende Wirkung.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>III. Mit Beschwerde vom 29. November 2001 liess A dem Verwaltungsgericht beantragen, die aufschiebenden Wirkung der Beschwerde wieder herzustellen und die angefochtene VerfÃ¼gung sowie den Rekursentscheid unter Kosten- und EntschÃ¤digungsfolgen aufzuheben.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die Direktion fÃ¼r Soziales und Sicherheit am 6. und der Regierungsrat am 11. Dezember 2001 liessen Abweisung der Beschwerde beantragen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Mit PrÃ¤sidialverfÃ¼gung vom 14. Dezember 2001 wurde das Gesuch um aufschiebende Wirkung abgewiesen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die ErwÃ¤gungen des Rekursentscheids und die Parteivorbringen werden â soweit erforderlich â in den nachfolgenden UrteilsgrÃ¼nden wiedergegeben. </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>Die Kammer zieht in ErwÃ¤gung:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>1. Die grundsÃ¤tzliche ZustÃ¤ndigkeit des Verwaltungsgerichts zur Beurteilung von Beschwerden gegen administrative Massnahmen im Strassenverkehr findet ihre Grundlage in § 41 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959/8. Juni 1997 (VRG). Die Be­handlung entsprechender Beschwerden erfolgt gemÃ¤ss § 38 Abs. 2 lit. a VRG durch den Einzelrichter. Nach § 38 Abs. 3 Satz 2 VRG ist die einzelrichterliche Beurteilung indessen ausgeschlossen, wenn ein Entscheid des Regierungsrats ange­fochten ist, wie dies hier zutrifft. Die GeschÃ¤ftserledigung hat demnach in Dreierbesetzung zu erfolgen (vgl. § 38 Abs. 1 VRG).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>2. a) GemÃ¤ss Art. 14 Abs. 2 lit. c des Strassenverkehrsgesetzes vom 19. Dezember 1958 (SVG; SR 741.01) darf der FÃ¼hrerausweis nicht erteilt werden, wenn der Bewerber dem Trunke oder anderen die FahrfÃ¤higkeit herabsetzenden SÃ¼chten ergeben ist. Wird nach­trÃ¤glich festgestellt, dass die gesetzlichen Voraussetzungen zur Erteilung nicht oder nicht mehr bestehen, ist der FÃ¼hrerausweis nach Art. 16 Abs. 1 SVG zu entziehen. Ein solcher Sicherungsentzug dient gemÃ¤ss Art. 30 Abs. 1 der Verordnung vom 27. Oktober 1976 Ã¼ber die Zulassung von Personen und Fahrzeugen zum Strassenverkehr (VZV; SR 741.51) der Sicherung des Verkehrs von FÃ¼hrern, die aus medizinischen oder charakterlichen GrÃ¼n­den, wegen Trunksucht oder anderen SÃ¼chten oder wegen einer anderen UnfÃ¤higkeit zum FÃ¼hren von Motorfahrzeugen nicht geeignet sind. In solchen FÃ¤llen wird der FÃ¼hrerausweis gemÃ¤ss Art. 17 Abs. 1bis SVG auf unbestimmte Zeit entzogen und der Entzug mit einer Probezeit von mindestens einem Jahr verbunden. Nach Ablauf der Probezeit kann der Aus­weis bedingt und unter angemessenen Auflagen wieder erteilt werden; in der Regel wird hierfÃ¼r der Nachweis der Heilung durch eine mindestens einjÃ¤hrige kontrollierte Abstinenz verlangt.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) Voraussetzung fÃ¼r einen Sicherungsentzug gemÃ¤ss Art. 16 Abs. 1 in Verbindung mit Art. 14 Abs. 2 lit. c SVG ist das Vorliegen einer Sucht. BezÃ¼glich der AbhÃ¤ngigkeit von Drogen hat das Bundesgericht in BGE 124 II 559 E. 2b ausgefÃ¼hrt, diese mÃ¼sse derart sein, dass der Betroffene mehr als jede andere Person der Gefahr ausgesetzt sei, sich ans Steuer eines Fahrzeugs in einem â dauernden oder zeitweiligen â Zustand zu setzen, der das sichere FÃ¼hren nicht mehr gewÃ¤hrleistet. Der Sicherungsentzug setzt den Nachweis einer derartigen AbhÃ¤ngigkeit voraus; der Verdacht einer Drogensucht rechtfertigt lediglich die vorsorgliche Aberkennung des FÃ¼hrerausweises wÃ¤hrend der AbklÃ¤rungen (Art. 35 Abs. 3 VZV; vgl. BGE 120 Ib 305 E. 5a). Allerdings setzt im Interesse der Verkehrssicher­heit die bundesgerichtliche Rechtsprechung den regelmÃ¤ssigen Konsum von illegalen Drogen der DrogenabhÃ¤ngigkeit gleich, sofern dieser seiner HÃ¤ufigkeit und Menge nach geeig­net ist, die Fahreignung zu beeintrÃ¤chtigen; auf fehlende Fahreignung darf nach dieser Rechtsprechung geschlossen werden, wenn der Betroffene nicht mehr in der Lage ist, Drogenkonsum und Strassenverkehr ausreichend zu trennen, oder wenn die nahe liegende Gefahr besteht, dass er im akuten Rauschzustand am motorisierten Strassenverkehr teilnimmt (BGE 124 II 559 E. 3d, 127 II 122 E. 3c).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>c) Wegen des tiefen Eingriffs in den PersÃ¶nlichkeitsbereich des Betroffenen, den der Sicherungsentzug darstellt, hat nach der Rechtsprechung dem Entzug von Amtes wegen eine genaue AbklÃ¤rung der persÃ¶nlichen VerhÃ¤ltnisse und insbesondere des Drogenkonsums voranzugehen. Das Ausmass der notwendigen behÃ¶rdlichen Nachforschungen richtet sich nach den UmstÃ¤nden des Einzelfalles; bei Drogenkonsum ist die EntzugsbehÃ¶rde in aller Regel verpflichtet, ein gerichtsmedizinisches Gutachten einzuholen (BGE 127 II 122 E. 3b). Dabei ist die mit der Feststellung einer DrogenabhÃ¤ngigkeit generell verbundene Unsicherheit zu berÃ¼cksichtigen: Solange keine manifesten FolgeschÃ¤den vorliegen, ist es sehr schwierig, aus einer einzigen oder sogar mehrmaliger Untersuchung des Betroffenen zuverlÃ¤ssige SchlÃ¼sse zu ziehen (vgl. Rudolf Hauri-Bionda, Drogen/­Me­di­ka­mente: Anlass und MÃ¶glichkeiten der Fahreignungsuntersuchung aus medizinischer Sicht, AJP 1994, S. 463). FÃ¼r die medizinische Beurteilung der Fahreignung bei Konsumenten harter Drogen wie Heroin und Kokain kommt deshalb der FÃ¤higkeit des Betroffenen zur Abstinenz hervorragende Bedeutung zu (vgl. Hauri-Bionda, tabellarische Darstellung auf S. 461): Bei erwiesener sechsmonatiger Abstinenz sowie sozialer Integration und unauffÃ¤lliger Fahrpraxis wird nach den vom Institut fÃ¼r Rechtsmedizin der UniversitÃ¤t ZÃ¼rich (IRM) in Zusammenarbeit mit dem Amt fÃ¼r Administrativmassnahmen im Strassenverkehr des Kantons ZÃ¼rich erarbeiteten Richtlinien die Fahreignung be­fÃ¼r­wortet, allenfalls verbun­den mit Auflagen. Bei sporadischem Konsum, psychischer LabilitÃ¤t und unklarer Arbeits­situation wird die Fahreignung nur mit der Auflage weiterer Abstinenz befÃ¼rwortet oder ganz verneint, wÃ¤hrend frische Einstiche, positive Urinproben, eindeutige Anamnese, weniger als sechsmonatige Abstinenz zu einer negativen Beurteilung der Fahreignung fÃ¼hren. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>3. a) Dem BeschwerdefÃ¼hrer wurde mit VerfÃ¼gung vom 14. Februar 2000 der FÃ¼hrerausweis vorsorglich entzogen, nachdem er im Rahmen eines polizeilichen Ermittlungsverfahrens einen mehrmaligen Konsum von Kokain â letztmals am 21. Januar 2000 â zugegeben hatte. In der Folge bezeichnete das IRM mit Gutachten vom 3. Mai 2000 das Vorliegen eines aktuellen und sÃ¼chtigen Drogenkonsums als unwahrscheinlich, bejahte aber eine SuchtgefÃ¤hrdung und befÃ¼rwortete die Fahreignung nur unter der Auflage der Drogen­abstinenz. Mit VerfÃ¼gung vom 11. Mai 2000 wurden dem BeschwerdefÃ¼hrer daraufhin der FÃ¼hrerausweis wieder erteilt, verbunden mit der Anordnung der "Drogenabstinenz unter Ã¤rzt­licher Aufsicht gemÃ¤ss dem beiliegenden Merkblatt"; zugleich wurde er aufgefordert in 6 Monaten den entsprechenden Ã¤rztlichen Bericht einzureichen. Laut Merkblatt hatte der Be­­schwerdefÃ¼hrer regelmÃ¤ssig einer Arzt oder eine andere Fachperson aufzusuchen und sich mindestens zwei mal pro Monat einer Urinprobe zu unterziehen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Am 25. November 2000 verlor der BeschwerdefÃ¼hrer in angetrunkenem Zustand bei der Autobahnausfahrt X die Herrschaft Ã¼ber sein Fahrzeug, worauf ihm mit VerfÃ¼gung vom 10. Januar 2001 der FÃ¼hrerausweis fÃ¼r die Dauer von sechs Monaten entzogen wurde. Dieser war ihm wegen Verursachen eines Verkehrsunfalls bereits am 21. Mai 1999 fÃ¼r einen Monat entzogen worden.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Ein (nicht bei den Akten liegendes) privatÃ¤rztliches Zeugnis, laut welchem der BeschwerdefÃ¼hrer sich lediglich am 15. Dezember 2000 einer Urinprobe unterzogen haben soll, wurde gemÃ¤ss Beurteilung des IRM vom 1. Februar 2001 fÃ¼r ungenÃ¼gend befunden und eine erneute Untersuchung angeordnet. Zu dieser wurde der BeschwerdefÃ¼hrer am 9. und 21. MÃ¤rz sowie am 25. April 2001 kurzfristig aufgeboten, wobei er sich jeweils telefonisch abmeldete und bei welcher Gelegenheit ihm eine Urinprobe bei seinem Hausarzt em­pfohlen wurde. Am 21. Mai 2001 fand die Untersuchung statt und am 30. Juli 2001 erstattete das IRM sein Gutachten, welches die Fahreignung verneinte. Zur BegrÃ¼ndung wurde ausgefÃ¼hrt, der BeschwerdefÃ¼hrer habe in der ersten verkehrsmedizinischen Untersuchung angegeben, nur zwischen Dezember 1999 und Januar 2000 Kokain konsumiert zu haben und in Zukunft auf den Konsum verzichten, da er auf den FÃ¼hrerschein angewiesen sei. Diese Angaben seien durch eine beim Hausarzt durchgefÃ¼hrte Urinprobe vom 9. MÃ¤rz 2001 widerlegt, welche einen kokainpositiven Befund ergeben habe. Zudem sei die zwischen­zeitliche Abstinenz nicht belegt und durch den einmaligen positiven Befund in Frage gestellt. In jenem Zeitpunkt habe der BeschwerdefÃ¼hrer gewusst, dass er sich einer verkehrs­­­medizinischen Kontrolluntersuchung werde unterziehen mÃ¼ssen. Wenn es ihm dennoch und trotz der beruflichen Angewiesenheit auf den FÃ¼hrerausweis nicht gelungen sei, auf den Kokainkonsum zu verzichten, so mÃ¼sse daraus auf einen massiven Kontrollverlust geschlossen werden, der die BefÃ¼rwortung der Fahreignung ausschliesse.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) Die Vorinstanz hat diesen Schluss des Gutachters als Ã¼berzeugend gewÃ¼rdigt und erwogen, dass auf Grund des Gutachten hinreichend erwiesen sei, dass der BeschwerdefÃ¼hrer einer die FahrfÃ¤higkeit herabsetzenden Sucht im Sinn der Rechtsprechung des Bundesge­richts ergeben sei; dass nicht erwiesen sei, dass er bisher unter dem Einfluss von Kokain ein Fahrzeug gelenkt habe, Ã¤ndere daran nichts.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Der BeschwerdefÃ¼hrer lÃ¤sst einwenden, der Rekursentscheid beruhe auf einer unrichtigen Sachverhaltsfeststellung und sei rechtsverletzend. Der Gutachter habe zu Unrecht aus einer einzigen positiven Urinprobe auf eine DrogenabhÃ¤ngigkeit des BeschwerdefÃ¼hrers geschlossen. Dabei sei er irrtÃ¼mlich davon ausgegangen, dass der BeschwerdefÃ¼hrer zwei Aufforderungen seines Hausarztes zu Urinproben keine Folge geleistet habe; in Wirk­lichkeit sei es bei jenen Arztterminen um die Kontrolle des Blutdrucks gegangen, was der Arzt bestÃ¤tigt habe. Sodann beruhe die im Rekursverfahren von seinem Vertreter vorgebrachte unrichtige Behauptung, er habe den sich fÃ¼r drei Termine fÃ¼r die Kontrolluntersuchung wegen MilitÃ¤rdiensts entschuldigen mÃ¼ssen, auf einem Instruktionsfehler und lasse entgegen der Auffassung des Regierungsrats keinen Schluss auf die GlaubwÃ¼rdigkeit des BeschwerdefÃ¼hrers zu. Sodann habe dieser sich jedes Mal, als er den Termin fÃ¼r die Kontrolluntersuchung nicht habe wahrnehmen kÃ¶nnen, einer Urinkontrolle bei seinem Hausarzt unterzogen. Schliesslich habe der Gutachter den negativen Befund vom 27. April 2001 nicht zur Kenntnis genommen. Auch die weiteren Urinkontrollen, denen sich der Beschwer­­defÃ¼hrer am 10. und 26. September 2001 unterzogen habe, seien alle negativ gewesen. Der singulÃ¤re Kokainkonsum vom Februar 2001 sei auf eine HÃ¤ufung unglÃ¼cklicher UmstÃ¤nde zurÃ¼ckzufÃ¼hren. Schliesslich lasse sich dem Merkblatt, das ihm mit der Abstinenz­anordnung zugestellt worden sei, nicht entnehmen, dass er sich regelmÃ¤ssigen Kontrol­len oder einer Behandlung unterziehen mÃ¼sse. Vielmehr habe er davon ausgehen dÃ¼rfen, dass er von der BehÃ¶rde eine Aufforderung fÃ¼r eine Untersuchung oder die Einreichung Ã¤rztlicher Berichte erhalten werde. â In rechtlicher Hinsicht lÃ¤sst der BeschwerdefÃ¼hrer sodann ausfÃ¼hren, aus dem gelegentlichen Konsum von Kokain kÃ¶nne nicht auf ein die Fahreignung ausschliessende AbhÃ¤ngigkeit geschlossen werden.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>c) Die verfÃ¼gende BehÃ¶rde und der Regierungsrat als Rekursinstanz haben die Fahr­eignung des BeschwerdefÃ¼hrers im Wesentlichen gestÃ¼tzt auf die verkehrsmedizinische Gutachten vom 30. Juli 2001 verneint. Dieses unterliegt als Beweismittel im Sinn von § 7 Abs. 1 VRG der freien BeweiswÃ¼rdigung (§ 7 Abs. 4 VRG). Die Vorinstanzen konnten sich dabei darauf beschrÃ¤nken, ob das Gutachten auf zutreffender Rechtsgrundlage beruht, vollstÃ¤ndig, klar, gehÃ¶rig begrÃ¼ndet und widerspruchslos ist und ob der Gutachter hinreichen­de Sachkenntnis und die nÃ¶tige Unbefangenheit bewiesen hat (Alfred KÃ¶lz/JÃ¼rg Boss­hart/Martin RÃ¶hl, Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons ZÃ¼rich, 2.A., ZÃ¼rich 1999, § 7 N. 78).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Der BeschwerdefÃ¼hrer bringt weder in der Rekursschrift noch vor Verwaltungsgericht EinwÃ¤nde vor, welche berechtigte Zweifel bezÃ¼glich Fachkenntnis und Unbefangenheit des Gutachters oder an der SchlÃ¼ssigkeit des Gutachtens erwecken. Zwar bestÃ¤tigt der Hausarztes des BeschwerdefÃ¼hrers, dass es entgegen der Annahme des Gutachters bei den zwei nicht wahrgenommenen Konsultationsterminen vom 4. Januar und 23. MÃ¤rz 2001 nicht um Termine fÃ¼r Urinproben, sondern zur Kontrolle des Blutdrucks gegangen sei. Das allein vermag jedoch die Schlussfolgerungen des Gutachters nicht in Frage zu stellen. Zudem war der BeschwerdefÃ¼hrer auf 21. MÃ¤rz 2001 zu einer verkehrsmedizinischen Untersuchung aufgeboten worden und war ihm bei der Abmeldung empfohlen worden, sich beim Hausarzt einer Urinprobe zu unterziehen. Dieser Empfehlung ist er wohl bei der Abmeldung fÃ¼r den ersten Termin am 9. MÃ¤rz und (am 27. April 2001) fÃ¼r den dritten Termin vom 25. April 2001 nachgekommen, nicht jedoch fÃ¼r den verfehlten Termin vom 21. MÃ¤rz 2001. Wenn der versÃ¤umte Konsultationstermin beim Hausarzt vom 23. MÃ¤rz 2001 nicht der Urin- sondern der Blutdruckkontrolle galt, so hat sich der BeschwerdefÃ¼hrer damit jedenfalls Ã¼ber die Empfehlung im Rahmen der verkehrsmedizinischen Begutachtung hinweg­gesetzt. Die Behauptung des BeschwerdefÃ¼hrers, er habe sich jedes Mal, als er sich von der verkehrsmedizinischen Untersuchung habe abmelden mÃ¼ssen, sich einer Urinprobe beim Hausarzt unterzogen, findet wie erwÃ¤hnt in den Akten keine StÃ¼tze; fÃ¼r den verfehlten Termin vom 21. MÃ¤rz 2001 fehlt eine Urinprobe. Ebenso ist die Behauptung aktenwidrig, der Gutachter habe den negativen Befund vom 27. April 2001 nicht zur Kenntnis genommen (vgl. Gutachten S. 2). Die erst nach der Begutachtung erhobenen Befunde vom 10. und 26. September 2001 vermÃ¶gen die Feststellungen des Gutachters von vornherein nicht zu entkrÃ¤ften. Das selbe trifft zu fÃ¼r den Einwand, der Regierungsrat habe aufgrund der irrtÃ¼mlichen Behauptung des Vertreters des BeschwerdefÃ¼hrers im Rekursverfahren die GlaubwÃ¼rdigkeit des BeschwerdefÃ¼hrer zu Unrecht in Zweifel gezogen. Sodann konnte fÃ¼r den BeschwerdefÃ¼hrer auf Grund der unangefochten gebliebenen Anordnung vom 11. Mai 2000 betreffend "Drogenabstinenz unter Ã¤rztlicher Aufsicht gemÃ¤ss dem beiliegenden Merk­blatt" kein Zweifel darÃ¼ber bestehen, dass er einem Abstinenzgebot unterworfen war und er dessen Beachtung nach 6 Monaten werde nachweisen mÃ¼ssen, und zwar auf die im Merkblatt detailliert beschriebene Weise. Wenn sich der BeschwerdefÃ¼hrer ohne zwingenden Grund nicht an diese Auflagen gehalten hat, sondern sich erstmals am 15. Dezember 2000 einer Urinprobe unterzogen und bereits die zweite Probe vom 9. MÃ¤rz 2001 trotz des Wissens des BeschwerdefÃ¼hrers um das Aufgebot fÃ¼r die verkehrsmedizinische Untersuchung einen kokainpositiven Befund erbracht hat, so ist der Schluss des Gutachters, der BeschwerdefÃ¼hrer habe seinen Kokainkonsum nicht unter Kontrolle ohne weiteres nachvollziehbar. Abgesehen davon, dass der positive Befund die frÃ¼heren Aussagen des BeschwerdefÃ¼hrers zu seinem Kokainkonsum widerlegt, hat er auch den ihm rechtskrÃ¤ftig auferlegten Nachweis der Abstinenz fÃ¼r die Zeit zwischen der Anordnung vom 11. Mai 2000 und dem positiven Befund vom 9. MÃ¤rz 2001 nicht erbracht. Die negative Probe vom 15. Dezember 2000 vermag daran nicht zu Ã¤ndern; das gilt um so mehr, als fÃ¼r diese Probe wie auch fÃ¼r alle Ã¼brigen gemÃ¤ss Akten die nÃ¤heren UmstÃ¤nde wie Zeitpunkt des Aufgebots und Ãberwachung der Abgabe nicht dokumentiert sind. Schliesslich Ã¼bersieht der BeschwerdefÃ¼hrer, dass der Gutachter nicht eine AbhÃ¤ngigkeit des BeschwerdefÃ¼hrers vom Kokainkonsum festgestellt hat, sondern dass er aus dessen UnfÃ¤higkeit, trotz Abstinenzgebot und laufender verkehrsmedizinischer Kontrolle auf den Konsum zu verzichten, auf einen Kontrollverlust geschlossen hat. Ein solcher reicht jedoch nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung bereits bei Cannabis-Konsumenten aus, um die Fahreignung zu verneinen (vgl. BGE 124 II 559 E. 3d und 5a). Um so eher muss dies gelten beim Konsum von Kokain, der rascher zu einer ausgeprÃ¤gten psychischen AbhÃ¤ngigkeit fÃ¼hrt (BGE 120 Ib 305 E. 4c). Wenn beim BeschwerdefÃ¼hrer, nachdem er sich trotz entsprechender Anordnung wÃ¤hrend rund eines halben Jahres nicht um den Nachweis der Abstinenz bemÃ¼ht hat, in der Folge im Wissen um die bevorstehende verkehrsmedizinische Untersuchung bereits im Zeitpunkt des ersten Untersuchungstermins der Konsum von Kokain nachgewiesen wurde, muss daraus zwingend geschlossen werden, dass er seinen Konsum nicht hinreichend zu kontrollieren vermag. Damit ist er mehr als jede andere Person der Gefahr ausgesetzt, sich in einem Zustand ans Steuer eines Fahrzeugs zu setzen, der das sichere FÃ¼hren nicht mehr gewÃ¤hrleistet. Damit erweist sich der Sicherungsentzug gemÃ¤ss der bundesgerichtlichen Rechtsprechung als gerechtfertigt. Dass dem BeschwerdefÃ¼hrer bisher nicht nachgewiesen wurde, dass er nach dem Konsum von Kokain ein Fahrzeug lenkte, vermag daran nichts zu Ã¤ndern. Immerhin ist bezÃ¼glich des Konsums von Alkohol erwiesen, dass er sich in angetrunkenem Zustand an das Steuer eines Fahrzeugs setzte; auch darin liegt ein Hinweis darauf, dass der BeschwerdefÃ¼hrer den Konsum von Drogen nicht in einer die Fahr­eignung gewÃ¤hrleistenden Weise zu kontrollieren vermag.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>4. Damit erweist sich die Beschwerde als unbegrÃ¼ndet und ist abzuweisen. ... </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>DemgemÃ¤ss <a id="Text4"></a></span>entscheidet<span> die Kammer:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>1. Die Beschwerde wird abgewiesen.</span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>2. ...</span></p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>