<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: SB.2005.00070</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=205565&amp;W10_KEY=13013563&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>SB.2005.00070</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 14.12.2005</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">2. Abteilung/2. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Steuerrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Grundstückgewinnsteuer</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Versicherung als Liegenschaftenhändlerin? Die Tätigkeit einer Versicherungsgesellschaft bringt es mit sich, dass Liegenschaften zur Optimierung der Liegenschaftenportefeuilles erworben, neu erstellt, verwaltet und verkauft werden. Dies macht die Gesellschaft allerdings nicht zur Liegenschaftenhändlerin im Sinn der bundesgerichtlichen Rechtsprechung, da die mit den Liegenschaften zusammenhängenden Tätigkeiten nicht als eigenständige unternehmerische (Handels-)Tätigkeiten erscheinen. Demzufolge kann die zu bezahlende Grundstückgewinnsteuer nicht als erlösmindernde "weitere Aufwendung" anerkannt werden.</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: AUFWENDUNG">AUFWENDUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: Urteile: Steuerrecht UR: GrundstÃ¼ckgewinn- und HandÃ¤nderungssteuern ST: GRUNDSTÃCKGEWINNSTEUER">GRUNDSTÃCKGEWINNSTEUER</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: LIEGENSCHAFTENHANDEL">LIEGENSCHAFTENHANDEL</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: LIEGENSCHAFTENHÃNDLER">LIEGENSCHAFTENHÃNDLER</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade">Art. 8 Abs. I BV</span><br/><span class="gerade">Art. 127 Abs. III BV</span><br/><span class="ungerade">Art. 18 Abs. I DBG</span><br/><span class="gerade">§ 211 Abs. II StG</span><br/><span class="ungerade">§ 216 Abs. I StG</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="gerade">RB 2005 Nr. 104 S. 214</span><br/> </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 2 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Sachverhalt1"><b>I. </b> </p> <p class="Urteilstext">Die A AG, eine Versicherungsgesellschaft, verÃ¤usserte am 11. September 2003 im Rahmen des Verkaufs eines aus 13 GrundstÃ¼cken in den Kantonen W, X und ZÃ¼rich bestehenden Immobilienpakets an die Anlagestiftung B acht Liegenschaften in vier Gemeinden des Kantons ZÃ¼rich zum Gesamtpreis von Fr. 232'100'000.-, worunter die in der Gemeinde V gelegenen GrundstÃ¼cke Kat.Nr. 01 und Kat.Nr. 02 zum Preis von Fr. 78'700'000.-.</p> <p class="Urteilstext">Aus Anlass der letztgenannten HandÃ¤nderungen auferlegte die Grundsteuerkommission V der A AG gestÃ¼tzt auf einen ermittelten GrundstÃ¼ckgewinn von Fr. â¦ mit EinschÃ¤tzungs- und Einspracheentscheid vom 8. Februar 2005 bzw. 2. Mai 2005 eine GrundstÃ¼ckgewinnsteuer von Fr. â¦ Sie verweigerte die von der Pflichtigen verlangte Anrechnung der GrundstÃ¼ckgewinnsteuer bei den Anlagekosten mit der BegrÃ¼ndung, diese sei nicht als LiegenschaftenhÃ¤ndlerin zu wÃ¼rdigen. </p> <p class="Sachverhalt1"><b>II. </b> </p> <p class="Urteilstext">Die Steuerrekurskommission III wies den hiergegen gerichteten Rekurs der Pflichtigen am 30. August 2005 ab.</p> <p class="Sachverhalt1"><b>III. </b> </p> <p class="Urteilstext">Mit Beschwerde vom 4. Oktober 2005 beantragte die Pflichtige dem Verwaltungsgericht, der steuerbare GrundstÃ¼ckgewinn sei unter Anrechnung der GrundstÃ¼ckgewinnsteuer von Fr. â¦ auf Fr. â¦ festzusetzen. Ausserdem forderte sie die Zusprechung einer ParteientschÃ¤digung.</p> <p class="Urteilstext">WÃ¤hrend die Steuerrekurskommission III auf Vernehmlassung verzichtete, schloss die Grundsteuerkommission V auf Abweisung der Beschwerde.</p> <p class="Einzug1"><span>Die Kammer</span><span> zieht in ErwÃ¤gung:</span></p> <p class="Erwgung1"><b>1. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>1.1 </b>Die GrundstÃ¼ckgewinnsteuer wird laut § 216 Abs. 1 des Steuergesetzes vom 8. Juni 1997 (StG) erhoben von den Gewinnen, die sich bei HandÃ¤nderungen an GrundstÃ¼cken oder Anteilen von solchen ergeben. GrundstÃ¼ckgewinn ist nach § 219 Abs. 1 StG der Betrag, um welchen der ErlÃ¶s die Anlagekosten, d.h. Erwerbspreis (§ 220 StG) und Aufwendungen (§ 221 StG), Ã¼bersteigt.</p> <p class="Erwgung2"><b>1.2 </b>NatÃ¼rliche und juristische Personen, welche mit Liegenschaften handeln, kÃ¶nnen gemÃ¤ss § 221 Abs. 2 StG â Ã¼ber die in Abs. 1 dieser Bestimmung erwÃ¤hnten Aufwendungen hinaus â weitere mit der Liegenschaft zusammenhÃ¤ngende Aufwendungen geltend machen, soweit sie auf deren BerÃ¼cksichtigung bei der Einkommens- oder Gewinnsteuer ausdrÃ¼cklich verzichtet haben. Dazu gehÃ¶rt auch die von der VerÃ¤usserin erhobene GrundstÃ¼ckgewinnsteuer, sofern die VerÃ¤usserin eine juristische Person ist (RB 2004 Nr. 106).</p> <p class="Urteilstext">Zwischen den Parteien ist streitig, ob die Pflichtige zu denjenigen juristischen Personen zu zÃ¤hlen ist, die "mit Liegenschaften handeln".</p> <p class="Erwgung3"><b>1.2.1 </b>Welche Voraussetzungen erfÃ¼llt sein mÃ¼ssen, damit die TÃ¤tigkeit einer Person als Liegenschaftenhandel im Sinn von § 221 Abs. 2 StG zu wÃ¼rdigen ist, muss auf dem Weg der Gesetzesauslegung ermittelt werden. Deren Ziel ist es, den Sinngehalt einer Norm zu ergrÃ¼nden. Auszugehen ist dabei vom Wortlaut der auszulegenden Bestimmung, doch kann dieser nicht allein massgebend sein, namentlich wenn der Text unklar ist oder verschiedene Deutungen zulÃ¤sst. Vielmehr muss nach der wahren Tragweite des Wortlauts gesucht werden, unter BerÃ¼cksichtigung der weiteren Auslegungselemente, wie namentlich Entstehungsgeschichte und Zweck der Norm. Wichtig ist auch die Bedeutung, welche der Norm im Kontext mit anderen Bestimmungen zukommt. So lÃ¤sst sich auch das Bundesgericht bei der Auslegung von Erlassen stets von einem Methodenpluralismus leiten und stellt nur dann allein auf das grammatikalische Element ab, wenn sich daraus zweifellos eine sachlich richtige LÃ¶sung ergibt (<a id="ERW2">BGE 125 II 177 E. 3; </a>BGE 124 II 372 E. 5).</p> <p class="Urteilstext">Nach dem Wortlaut von § 221 Abs. 2 StG sind "weitere mit der Liegenschaft zusammenhÃ¤ngende Aufwendungen" anrechenbar. Damit wird zunÃ¤chst auf die AufzÃ¤hlung von § 221 Abs. 1 StG verwiesen. Dessen lit. e, welche Bestimmung Baukreditzinsen beschlÃ¤gt, ist als einzige nicht auf Privat- und GeschÃ¤ftsgrundstÃ¼cke gleichermassen anwendbar, sondern nur auf "Liegenschaften im GeschÃ¤ftsvermÃ¶gen". Infolgedessen genÃ¼gt es fÃ¼r die Anrechenbarkeit "weiterer" Aufwendungen â folglich auch der GrundstÃ¼ckgewinnsteuer â nicht, dass sie im Zusammenhang mit der VerÃ¤usserung von (selbst zahlreichen) GeschÃ¤ftsgrundstÃ¼cken angefallen sind, sondern sie mÃ¼ssen darÃ¼ber hinaus im Rahmen eines von der VerÃ¤usserin betriebenen Liegenschaftenhandels erwachsen sein. </p> <p class="Urteilstext">Zweck der Vorschrift von § 221 Abs. 2 StG ist es offenkundig, bei Personen, welche mit Liegenschaften handeln, Ã¼ber die AufzÃ¤hlung von Abs. 1 dieser Bestimmung hinaus die Anrechnung weiterer mit der Liegenschaft zusammenhÃ¤ngender Aufwendungen bei der Berechnung des steuerbaren GrundstÃ¼ckgewinns zu ermÃ¶glichen. Denn nur solchen Personen gesteht das Gesetz diese MÃ¶glichkeit zu. Dieser Befund deckt sich mit der Entstehungsgeschichte der Norm: AnlÃ¤sslich der Gesetzesberatung im Kantonsrat waren sich die Votanten im Wesentlichen darin einig, dass diese Bestimmung bezweckte, die LiegenschaftenhÃ¤ndler mit Sitz im Kanton ZÃ¼rich den LiegenschaftenhÃ¤ndlern mit Sitz in einem andern Kanton (und ohne zÃ¼rcherische BetriebsstÃ¤tte) gleichzustellen (vgl. Protokoll des Kantonsrats 1995-1999, insbesondere S. 6716 ff. und 6722). Denn diese sind â anders als HÃ¤ndler mit zÃ¼rcherischem Sitz, die vor Schaffung der in Frage stehenden Vorschrift bloss Aufwendungen im Sinn von § 221 Abs. 1 StG anrechnen konnten â aufgrund der <span>gesetzesvertretenden Rechtsprechung des Bundesgerichts zum Verbot der Doppelbesteuerung im interkantonalen VerhÃ¤ltnis von Art. 127 Abs. 3 der Bundesverfassung vom </span>18. April 1999 (BV) berechtigt<span>, bei der GrundstÃ¼ckgewinnsteuer Ã¼ber die AufzÃ¤hlung von </span>§ 221 Abs. 1 StG<span> hinaus weitere mit dem Erwerb und der VerÃ¤usserung ihrer GeschÃ¤ftsliegen­schaften zusammenhÃ¤ngende Aufwendungen bei der GrundstÃ¼ckgewinnsteuer geltend zu machen (BGE 120 Ia 361; Ernst HÃ¶hn/Peter MÃ¤usli, Interkantonales Steuerrecht, 4. A. Bern etc. 2000, § 28 Ziff. 51; Felix Richner/Walter Frei/Stefan Kaufmann, Kommentar zum harmonisierten Steuerge­setz, ZÃ¼rich 1999, § 221 N. 108 ff.).</span> </p> <p class="Urteilstext">Entspricht es aber Sinn und Zweck von § 221 Abs. 2 StG, die innerkantonal domizilierten den ausserkantonal ansÃ¤ssigen LiegenschaftenhÃ¤ndlern gleichzustellen, so ist fÃ¼r die Auslegung des Begriffs des LiegenschaftenhÃ¤ndlers auf die bundesgerichtliche Praxis zu Art. 127 Abs. 3 BV abzustellen, welche ihrerseits auf die Rechtsprechung zur direkten Bundessteuer zurÃ¼ckgreift (HÃ¶hn/MÃ¤usli, § 28 Ziff. 41 mit Hinweisen). Massgebend ist somit die Auslegung von <span>Art. 18 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 14. Dezember 1990 Ã¼ber die direkte Bundessteuer, welcher die EinkÃ¼nfte aus selbstÃ¤ndiger ErwerbstÃ¤tigkeit regelt. </span><a id="ERW3">Nach der Praxis des Bundesgerichts (BGE 125 II 113 E. 3c und 6a, mit Hinweisen) </a>liegt ein Liegenschaftenhandel im Sinn dieser Bestimmung vor, wenn der Steuerpflichtige An- und VerkÃ¤ufe von Liegenschaften systematisch tÃ¤tigt, wenn er also eine TÃ¤tigkeit entfaltet, die in ihrer Gesamtheit auf Gewinnerzielung aus GrundstÃ¼ckgeschÃ¤ften gerichtet ist. Dabei ist es unerheblich, ob die TÃ¤tigkeit haupt- oder nebenberuflich ausgeÃ¼bt wird. Als Indizien fÃ¼r Liegenschaftenhandel kÃ¶nnen etwa die systematische bzw. planmÃ¤ssige Art und Weise des Vorgehens, die HÃ¤ufigkeit der LiegenschaftsgeschÃ¤fte, der enge Zusammenhang eines GeschÃ¤fts mit der beruflichen TÃ¤tigkeit des Steuerpflichtigen, der Einsatz spezieller Fachkenntnisse, die Besitzesdauer, der Einsatz erheblicher fremder Mittel zur Finanzierung der GeschÃ¤fte oder die Realisierung im Rahmen einer Personengesellschaft in Betracht kommen. </p> <p class="Erwgung3"><b>1.2.2 </b>Die Rekurskommission hat erwogen, die TÃ¤tigkeit einer Versicherungsgesellschaft bringe es mit sich, dass Liegenschaften zur Optimierung der Liegenschaftenportefeuilles erworben, neu erstellt, verwaltet und verkauft wÃ¼rden. Dennoch wÃ¼rden Versicherungsgesellschaften die GrundstÃ¼cke im Rahmen der ordentlichen GeschÃ¤ftstÃ¤tigkeit erwerben und verÃ¤ussern, allenfalls etwa unter AusnÃ¼tzung einer sich zufÃ¤llig bietenden Gelegenheit, infolge einer Neuausrichtung der Anlagepolitik oder als Folge einer Umstrukturierung. Eine systematische HandelstÃ¤tigkeit mit der Absicht, einen Gewinn zu erzielen, kÃ¶nne darin nicht erblickt werden. Die Liegenschaften stellten denn auch bei Versicherungsgesellschaften in aller Regel AnlagevermÃ¶gen dar, wÃ¤hrend sie bei LiegenschaftenhÃ¤ndlern UmlaufvermÃ¶gen bildeten. Vorliegend spreche nicht zuletzt die lange Besitzesdauer von Ã¼ber 20 Jahren gegen die Annahme eines gewerbsmÃ¤ssigen Liegenschaftenhandels. Auch im Ãbrigen seien keine Anhaltspunkte ersichtlich, dass die streitbetroffenen HandÃ¤nderungen nicht im Rahmen des ordentlichen VersicherungsgeschÃ¤fts, sondern in AusÃ¼bung einer neben dem VersicherungsgeschÃ¤ft ausgefÃ¼hrten gewerbsmÃ¤ssigen HandelstÃ¤tigkeit erfolgt seien. Die Pflichtige rÃ¤ume zudem selber ein, dass die Investition in Liegenschaften praktisch ausschliesslich mit Geldern getÃ¤tigt wÃ¼rden, die ihr von den Versicherungsnehmern zur VerfÃ¼gung gestellt wÃ¼rden. </p> <p class="Urteilstext">Die Pflichtige wendet demgegenÃ¼ber ein, sie besitze nicht nur mehr als 600 Liegenschaften in der ganzen Schweiz, sondern sie kaufe oder erstelle jedes Jahr rund 20 bis 30 neue Liegenschaften und verÃ¤ussere auch zahlreiche Immobilien zur Gewinnrealisierung oder zur Optimierung des Liegenschaftenportefeuilles. Zur Optimierung der Rendite aus den Immobilienanlagen verfÃ¼ge die Unternehmensgruppe, der sie angehÃ¶re, zusÃ¤tzlich Ã¼ber eine eigene Immobilienabteilung, die Ã¼ber die erforderlichen Fachkenntnisse betreffend Kauf, Verkauf und Neubau von Liegenschaften verfÃ¼ge. Sie verwende fÃ¼r die Liegenschafteninvestitionen zwar ausschliesslich die von den Versicherungsnehmern zur VerfÃ¼gung gestellten Gelder, doch handle es sich hierbei um Fremdkapital. Sie habe somit systematisch und planmÃ¤ssig die Entwicklung des Liegenschaftenmarkts zur Gewinnerzielung ausgenÃ¼tzt, hÃ¤ufige Transaktionen durchgefÃ¼hrt, besondere Kenntnisse fÃ¼r die Verwaltung des Liegenschaftenbestands und erhebliche Fremdmittel fÃ¼r die Finanzierung der LiegenschaftengeschÃ¤fte eingesetzt, wobei die Wiederanlage des erzielten Gewinns in gleichartigen VermÃ¶gensgegenstÃ¤nden erfolgt sei. Damit lÃ¤gen sÃ¤mtliche Indizien vor, welche das Bundesgericht als erheblich fÃ¼r die Beurteilung betrachte, ob Liegenschaftenhandel gegeben sei. </p> <p class="Urteilstext">FÃ¼r die Beantwortung der Frage, ob die Pflichtige im Sinn der bundesgerichtlichen Rechtsprechung als LiegenschaftenhÃ¤ndlerin zu wÃ¼rdigen sei, fÃ¤llt entscheidend ins Gewicht, dass das planmÃ¤ssige und systematische Vorgehen, die grosse HÃ¤ufigkeit der KÃ¤ufe und VerkÃ¤ufe von Liegenschaften sowie deren Ãberbauung, die dabei eingesetzten Fachkenntnisse und erheblichen Mittel im Kern darauf abzielen, die Anlage der Gelder der Versicherungsnehmer zu optimieren; all dies erscheint nicht als eigenstÃ¤ndige unternehmerische (Handels-)TÃ¤tigkeit. Vielmehr dienen die betreffenden Liegenschaften mit ihrem Ertrag und allfÃ¤lligen VerÃ¤usserungsgewinnen dem Unternehmen als Kapitalanlage. Sie sind keine Produktionsmittel, welche der Erzielung des Betriebsgewinns dienen, d.h. des Gewinns aus dem VersicherungsgeschÃ¤ft (vgl. HÃ¶hn/MÃ¤usli, § 28 Ziff. 29 ff.); sie bilden jedenfalls kein UmlaufvermÃ¶gen, wie in der Regel GrundstÃ¼cke von LiegenschaftenhÃ¤ndlern (vgl. HÃ¶hn/MÃ¤usli, § 28 Ziff. 41).</p> <p class="Urteilstext">Die Pflichtige ist daher nicht als LiegenschaftenhÃ¤ndlerin zu betrachten; somit entfÃ¤llt die Anrechnung der ihr aus Anlass der streitbetroffenen HandÃ¤nderungen auferlegten GrundstÃ¼ckgewinnsteuer.</p> <p class="Erwgung1"><b>2. </b> </p> <p class="Urteilstext">Ein Erlass verletzt die von Art. 8 Abs. 1 BV gebotene Rechtsgleichheit, wenn er rechtliche Unterscheidungen trifft, fÃ¼r die ein vernÃ¼nftiger Grund in den zu regeln­den VerhÃ¤ltnissen nicht ersichtlich ist, oder Unterscheidungen unterlÃ¤sst, die sich aufgrund der VerhÃ¤ltnisse aufdrÃ¤ngen (BGE 125 I 173 E. 6b; BGE 119 Ia 123 E. 2b mit Hinweisen).</p> <p class="Urteilstext">Die Pflichtige rÃ¼gt, dass nach dem Wortlaut von § 221 Abs. 2 StG die steuerpflichtige Person, die mit Liegenschaften handle, wÃ¤hlen kÃ¶nne, ob sie weitere mit der Liegenschaft zusammenhÃ¤ngende Aufwendungen bei der Einkommens- bzw. der Gewinnsteuer oder der GrundstÃ¼ckgewinnsteuer geltend machen wolle. Dadurch gehe der zÃ¼rcherische Gesetzgeber Ã¼ber das hinaus, was zur Gleichstellung des innerkantonalen LiegenschaftenhÃ¤ndlers mit dem interkantonalen LiegenschaftenhÃ¤ndler erforderlich sei.</p> <p class="Urteilstext">Die RÃ¼ge ist unbegrÃ¼ndet: Nach dem Wortlaut der beanstandeten Vorschrift kÃ¶nnen die steuerpflichtigen Personen die weiteren Aufwendungen geltend machen, "soweit sie auf deren BerÃ¼cksichtigung bei der Einkommens- oder Gewinnsteuer ausdrÃ¼cklich verzichtet haben". Damit will der Gesetzgeber verhindern, dass dieselben Aufwendungen doppelt â nÃ¤mlich sowohl bei der Einkommens- bzw. Gewinnsteuer als auch bei der GrundstÃ¼ckgewinnsteuer â angerechnet werden. Dass hierfÃ¼r kein vernÃ¼nftiger Grund in den zu regeln­den VerhÃ¤ltnissen ersichtlich sei, kann nicht gesagt werden. Im Ãbrigen bedeutet die fragliche Bestimmung nicht ohne weiteres, dass der steuerpflichtigen Person ein Wahlrecht offen steht. Schliesslich ist anzumerken, dass eine allfÃ¤llige Verletzung des Rechtsgleichheitsgebots nicht zur Folge gehabt hÃ¤tte, dass der Pflichtigen die verlangte Anrechnung der GrundstÃ¼ckgewinnsteuer hÃ¤tte zugestanden werden mÃ¼ssen.</p> <p class="Urteilstext">Nach alldem ist die Beschwerde abzuweisen.</p> <p class="Erwgung1"><b>3. </b> </p> <p class="Urteilstext">Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind die Kosten der BeschwerdefÃ¼hrerin aufzuerlegen (§ 151 Abs. 1 in Verbindung mit § 153 Abs. 4 und § 213 Satz 2 StG) und steht dieser keine ParteientschÃ¤digung zu (§ 17 Abs. 2 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 in Verbindung mit § 152, § 153 Abs. 4 und § 213 Satz 2 StG).</p> <p class="Einzug1"><span>DemgemÃ¤ss entscheidet </span><span>die Kammer</span><span>:</span></p> <p class="Einzug2"><span>1. Die Beschwerde wird abgewiesen.</span></p> <p class="Einzug2"><span>2. </span>Die GerichtsgebÃ¼hr wird festgesetzt auf <br/> Fr. 10'000.--; die Ã¼brigen Kosten betragen:<br/> Fr. 100.-- Zustellungskosten,<br/> Fr. 10'100.-- Total der Kosten.</p> <p class="Einzug2"><span>3. Die Gerichtskosten werden der BeschwerdefÃ¼hrerin auferlegt.</span></p> <p class="Einzug2"><span>4. Eine ParteientschÃ¤digung wird nicht zugesprochen.</span></p> <p class="Einzug2"><span>5. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen, von der Zustellung an gerechnet, Verwaltungsgerichtsbeschwerde beim Bundesgericht erhoben werden.</span></p> <p class="Einzug2"><span>6. Mitteilung an â¦</span></p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>