<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: SR.2003.00007</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=203792&amp;W10_KEY=13013571&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>SR.2003.00007</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 22.10.2003</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">2. Abteilung/2. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Steuerrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Nachsteuer 1999A (ausserordentliche Einkünfte 1998)</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Provisionszahlungen aus selbstbeherrschter AG Die Überprüfung von Busse und Verschulden erfolgt im Steuerstrafverfahren (E. 1b). Die Einschätzungsbehörde durfte davon ausgehen, dass der Pflichtige alle seine Einkünfte in der Steuererklärung deklarieren werde (E. 2b). Unbestrittenermassen floss die Provision aus Verkauf einer Geschäftsliegenschaft der vom Pflichtigen beherrschen Aktiengesellschaft in dessen Privatvermögen, ohne Eingang in die private Steuererklärung gefunden zu haben (E. 2c). Der Nachweis, dass die Provision als Kompensation der vom Pflichtigen zugunsten der Gesellschaft erbrachten Leistungen zu würdigen sei, gelang nicht (E. 2d). Die Nachsteuer ist daher geschuldet.</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: BEWEISLAST">BEWEISLAST</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: DEKLARATION">DEKLARATION</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ERBRACHTE LEISTUNGEN">ERBRACHTE LEISTUNGEN</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: KOMPENSATION">KOMPENSATION</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: NACHSTEUER">NACHSTEUER</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: Urteile: Steuerrecht UR: Nach- und Strafsteuern ST: NACHSTEUERPFLICHT">NACHSTEUERPFLICHT</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: NACHWEIS">NACHWEIS</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: NEUE TATSACHE">NEUE TATSACHE</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: PROVISION">PROVISION</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: VERSPÃTETE EINGABE">VERSPÃTETE EINGABE</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade">§ 102 Abs. I aStG</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 3 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Einzug1">I. Der in X wohnhafte A wurde entsprechend seiner SteuererklÃ¤rung 1999 A fÃ¼r das Steuerjahr 1998 mit ausserordentlichen EinkÃ¼nften von Fr. 15'600.- rechtskrÃ¤ftig eingeschÃ¤tzt. Das kantonale Steueramt, Abteilung Spezialdienste, erÃ¶ffnete am 10. Mai 2002 aufgrund einer amtsinternen Meldung gegen ihn ein Nachsteuer- und Steuerstrafverfahren wegen weiterer ausserordentlicher EinkÃ¼nfte im Jahr 1998, da er den ihm am 16. Oktober 1998 zugeflossenen Betrag von Fr. 230'000.- in der SteuererklÃ¤rung nicht angegeben habe. Die Zahlung stammte aus dem Verkauf der GeschÃ¤ftsliegenschaft der von A als MehrheitsaktionÃ¤r und einzigem Verwaltungsrat kontrollierten B AG in Y, Kanton Solothurn. Nach erfolgter Untersuchung erachtete das kantonale Steueramt die Zahlung als in der SteuererklÃ¤rung 1999 A nicht deklarierte Provision und verfÃ¼gte am 26. August 2002 eine Nachsteuer inklusiv Zins von Fr. 59'021.55, welche mit Einspracheentscheid vom 16. April 2003 bestÃ¤tigt wurde.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">II. Mit Eingabe vom 9. Juni 2003 stellte A dem Verwaltungsgericht die folgenden RekursantrÃ¤ge:</p> <p class="EinzugZitat">"1. Die VerfÃ¼gung sei materiell zu Ã¼berprÃ¼fen und gegebenenfalls zu berichtigen. Dies aufgrund der nachfolgend geltend gemachten finanziellen Leistungen und Vorleistungen des Rekurrenten zugunsten der B AG in Y.</p> <p class="EinzugZitat"> </p> <p class="EinzugZitat">2. Bei der WÃ¼rdigung des Verschuldens und der Strafempfindlichkeit sei zu berÃ¼cksichtigen, dass dem Rekurrenten die reale Steuerpraxis nicht gelÃ¤ufig war. Angesichts seiner Investitionen und finanziellen Vorleistungen handelte er in der festen Ueberzeugung, der bei der Liquidation der B AG anfallende Restbetrag kÃ¶nne er mit seinen finanziellen Leistungen und Vorleistungen verrechnen. Die Busse sei deshalb auf 10 â 25% zu reduzieren."</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Mit Eingabe vom 18. Juli 2003 reichte er eine Zusammenstellung diverser Belege nach.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Das kantonale Steueramt, Abteilung Spezialdienste, schloss auf Abweisung des Rekurses und verlangte die Zusprechung einer ParteientschÃ¤digung.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Die Kammer zieht in ErwÃ¤gung:</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">1. a) Mit dem Inkrafttreten des Steuergesetzes vom 8. Juni 1997 (StG) auf den 1. Ja­nuar 1999, ist laut § 268 StG das Steuergesetz vom 8. Juli 1951 (aStG) aufgehoben worden. Indessen werden EinschÃ¤tzungen bis und mit Steuerjahr 1998 gemÃ¤ss § 269 Abs. 1 zweiter Satz StG nach altem Recht vorgenommen. DemgegenÃ¼ber gelangt die verfahrensrechtliche Ordnung des neuen Rechts grundsÃ¤tzlich ungeachtet der in Frage stehenden EinschÃ¤tzung zur Anwendung (§ 268 StG und § 269 Abs. 1 StG e contrario). FÃ¼r das Nachsteuerverfahren ist das neue Recht auch kraft der ausdrÃ¼cklichen Bestimmung von § 269 Abs. 3 zweiter Satz StG anwendbar.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">b) Die Strafsteuer bzw. Busse wegen Steuerhinterziehung nach § 188 Abs. 1 aStG bzw. § 235 Abs. 1 StG ist eine echte kriminalrechtliche Strafe, so dass auf das Steuerstrafverfahren dementsprechend die strafprozessualen GrundsÃ¤tze zur Anwendung gelangen (vgl. RB 2000 Nr. 135 mit Hinweisen). Wird mit dem Begehren um gerichtliche Beurteilung die ÃberprÃ¼fung von Busse und Verschulden verlangt (vgl. § 252 Abs. 1 StG), erfolgt dies im vom Nachsteuerverfahren getrennt verlaufenden Steuerstrafverfahren. Infolgedessen ist der Rekurrent mit Ziff. 2 seines Rekursantrags ins Steuerstrafverfahren zu verweisen, und darauf ist im vorliegenden Nachsteuerverfahren nicht einzutreten.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">2. a) Ergibt sich aufgrund neuer Tatsachen oder Beweismittel, dass eine EinschÃ¤tzung zu Unrecht unterblieben oder eine rechtskrÃ¤ftige EinschÃ¤tzung ungenÃ¼gend ist, so wird gestÃ¼tzt auf § 102 Abs. 1 aStG die zu wenig veranlagte Steuer als Nachsteuer erhoben.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Die ungenÃ¼gende oder unterbliebene EinschÃ¤tzung muss auf einer unzutreffenden Sachverhaltsfeststellung beruhen, die darauf zurÃ¼ckzufÃ¼hren ist, dass der veranlagenden BehÃ¶rde im Zeitpunkt der EinschÃ¤tzung rechtserhebliche Tatsachen nicht bekannt gewesen sind (RB 1982 Nr. 92; August Reimann/Ferdinand Zuppinger/Erwin SchÃ¤rrer, Kommentar zum ZÃ¼rcher Steuergesetz, 3. Band, Bern 1969, § 102 N. 24 ff.; vgl. auch Felix Richner/Walter Frei/Stefan Kaufmann, Kommentar zum harmonisierten ZÃ¼rcher Steuergesetz, ZÃ¼rich 1999, § 160 N. 26 ff.; Klaus Vallender in: Kommentar zum Schweizerischen Steuerrecht I/1, 2. A., Basel/Genf/MÃ¼nchen 2002, Art. 53 StHG N. 7 ff.).</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Massgebend fÃ¼r die Beurteilung der Frage, ob der gesetzwidrige Steuerausfall aufgrund neuer Tatsachen oder Beweismittel entdeckt worden sei, ist der Aktenstand im Zeitpunkt der EinschÃ¤tzung. Tatsachen, die damals aus den Akten nicht ersichtlich waren, gelten als neu (RB 1983 Nr. 58 mit Hinweisen und auch zum Folgenden), selbst wenn sie die EinschÃ¤tzungsbehÃ¶rde bei besserer Untersuchung hÃ¤tte erfahren kÃ¶nnen. Denn diese braucht sich zwar nicht auf die Richtigkeit der SteuererklÃ¤rung oder andere Angaben des Steuerpflichtigen zu verlassen, kann es aber ohne Verletzung ihrer Untersuchungspflicht tun (RB 1978 Nr. 51). Sie darf nÃ¤mlich vermuten, dass der Steuerpflichtige richtig deklariere und ihr wahrheitsgemÃ¤ss Auskunft erteile (Martin Zweifel, Die Sachverhaltsermittlung im Steuerveranlagungsverfahren, ZÃ¼rich 1989, S. 25). Auch im Ãbrigen kann und muss die EinschÃ¤tzungsbehÃ¶rde den Sachverhalt, das Gebot des rechtlichen GehÃ¶rs vorbehalten, nicht nach allen Richtungen ausleuchten. Nur wenn sie einen als erheblich erkennbaren, aber noch unklaren oder unvollstÃ¤ndigen Sachverhalt nicht weiter geklÃ¤rt hat, sind die betreffenden nachtrÃ¤glich festgestellten Tatsachen nicht neu (Reimann/Zuppin­ger/<br/> SchÃ¤­rer, § 102 N. 33; Richner/Frei/Kaufmann, § 160 N. 38).</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Die Unklarheit oder UnvollstÃ¤ndigkeit des als erheblich erkennbaren Sachverhalts muss offensichtlich sein, d.h. in die Augen springen. Die versÃ¤umte SachverhaltsabklÃ¤rung bedingt mit anderen Worten eine grobe Missachtung der Untersuchungspflicht durch die EinschÃ¤tzungsbehÃ¶rde, die den Kausalzusammenhang zwischen der ungenÃ¼genden Deklaration und der ungenÃ¼genden Veranlagung unterbricht (RB 1994 Nr. 47 = StE 1994 B 97.41 Nr. 7). So nimmt auch das Bundesgericht in seiner Rechtsprechung zur direkten Bundessteuer an, der Kausalzusammenhang zwischen der nicht gehÃ¶rigen Deklaration des Steuerpflichtigen und dem Steuerausfall werde unterbrochen, "wenn die UnzuverlÃ¤ssigkeit der SteuererklÃ¤rung und der ihr beigefÃ¼gten Belege der EinschÃ¤tzungsbehÃ¶rde bekannt war oder hÃ¤tte bekannt sein mÃ¼ssen, und von dieser wider besseres Wissen oder aus NachlÃ¤ssigkeit nicht beachtet wurde" (BGr, 29. MÃ¤rz 1946, ASA 14 [1946/47], S. 488; Ernst KÃ¤nzig/Urs R. Behnisch, Die direkte Bundessteuer, III. Teil, 2. A., Basel 1992, Art. 129 N. 64 ff.).</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">b) Die EinschÃ¤tzungsbehÃ¶rde durfte im vorliegenden Fall davon ausgehen, dass der Rekurrent mit der SteuererklÃ¤rung 1999 A alle ihm im Jahr 1998 zugeflossenen EinkÃ¼nfte â und daher auch den ihm am 16. Oktober 1998 zugegangenen Betrag â vollstÃ¤ndig deklarieren wÃ¼rde. Eine nÃ¤here Untersuchung hat das kantonale Steueramt daher nicht durchfÃ¼hren mÃ¼ssen; auch ist ihm keine NachlÃ¤ssigkeit vorzuwerfen, wenn es den Eingang der Zah­lung nicht bemerkt hat. </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">c) Es ist unbestritten, dass die vom KÃ¤ufer der GeschÃ¤ftsliegenschaft der A AG geleistete, als "Vermittlungshonorar" bezeichnete, einmalige Zahlung grÃ¶sstenteils dem Rekurrenten zugeflossen ist, in dessen SteuererklÃ¤rung 1999 A jedoch keinen Eingang gefunden hat und die EinschÃ¤tzung ohne BerÃ¼cksichtigung dieses Betrags in Rechts­kraft erwachsen ist. Das kantonale Steueramt, dem es obliegt, den steuerbegrÃ¼ndenden Tatbestand darzulegen, hat den zugeflossenen Betrag als Provisionszahlung gewÃ¼rdigt. DemgegenÃ¼ber hat sich der Rekurrent auf den Standpunkt gestellt, es handle sich um die RÃ¼ckvergÃ¼tung seiner finanziellen Vorleistungen, welche nicht der Steuerpflicht unterstehe. DafÃ¼r trifft ihn die Beweislast, da der Pflichtige fÃ¼r steuermindernde oder -aufhebende Tatsachen den Nachweis zu erbringen hat (vgl. RB 1990 Nr. 36). </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">d) Ob der Rekurrent sein Vorbringen, wonach der eingenommene Betrag seine finanziellen Vorleistungen an die Gesellschaft abgelte, rechtsgenÃ¼gend zu beweisen vermag, ist im Folgenden zu prÃ¼fen. Dabei muss berÃ¼cksichtigt werden, dass Noven und neue Beweismittel im Rekursverfahren zulÃ¤ssig sind (§ 162 Abs. 3 StG in Verbindung mit § 147 StG; Richner/Frei/Kaufmann, § 147 N. 28), diese jedoch innert Frist vorgebracht bzw. eingereicht werden mÃ¼ssen. Nach Ablauf der Rekursfrist wird eine ErgÃ¤nzung als verspÃ¤tet aus dem Recht gewiesen, es sei denn, die Tatsachen oder Beweismittel seien trotz pflichtgemÃ¤sser Sorgfalt zuvor nicht bekannt gewesen bzw. hÃ¤tten nicht frÃ¼her eingereicht werden kÃ¶nnen (vgl. RB 1996 Nr. 43 mit Hinweisen).</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Bereits anlÃ¤sslich der persÃ¶nlichen AnhÃ¶rung durch das kantonale Steueramt, Abteilung Spezialdienste, hat der Rekurrent in Aussicht gestellt, beim zustÃ¤ndigen Konkurs­amt "Unterlagen" zur in Y im Kanton Solothurn domizilierten B AG beschaffen zu wollen. Mit dem daraufhin eingereichten Buchungsbeleg der Gesellschaft, wonach der Betrag von Fr. 230'000.- fÃ¼r den Verkauf der GeschÃ¤ftsliegenschaft bei dieser am 16. Okto­ber 1998 ein- und sogleich wieder ausgebucht worden sei, vermag er jedoch weder die korrekte Verbuchung des Eingangs bei der Gesellschaft darzulegen, noch sonst etwas zu seinen Gunsten abzuleiten. Der Rekurrent ist vom kantonalen Steueramt ersucht worden, die GeschÃ¤ftsbuchhaltung und die JahresabschlÃ¼sse der Aktiengesellschaft einzureichen, damit die Verbuchung des Betrags nachvollzogen werden kÃ¶nne. Dieser Aufforderung ist er jedoch nicht nachgekommen, da er die Unterlagen nicht habe beschaffen kÃ¶nnen und er sie ferner auch als nicht rechtserheblich erachtet hat.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Die von ihm nun im Rekursverfahren nachgereichten Unterlagen erschÃ¶pfen sich in der Jahresrechnung 1996 der A AG sowie in Kopien diverser Rechnungen zulasten der Ge­sellschaft. Eingereicht wurden sie erst nach Ablauf der Rekursfrist, wobei ein Hinweis darauf, dass sie zuvor fÃ¼r den Rekurrenten nicht erhÃ¤ltlich gewesen wÃ¤ren, nicht ersichtlich ist. Jene Belege, die nicht bereits in der fristgerechten Rekurseingabe erwÃ¤hnt worden sind, gelten als verspÃ¤tet eingelegt und sind daher aus dem Recht zu weisen.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Der Nachweis, dass verschiedene Rechnungen der Gesellschaft aus dem VermÃ¶gen des Rekurrenten beglichen worden sind, gelingt nur fÃ¼r jene Positionen, fÃ¼r die ein Bankauszug des Privatkontos des Rekurrenten beiliegt. VÃ¶llig im Dunkeln bleiben jedoch Art und HÃ¶he der Verbuchung dieser finanziellen Leistungen bei der Aktiengesellschaft. Der Rekurrent verkennt, dass die Zahlung des "Vermittlungshonorars" vom KÃ¤ufer der GeschÃ¤fts­liegenschaft an einen Vermittler und die danach ohne schriftlichen Vertrag erfolgte BarÃ¼bergabe der Fr. 230'000.- von diesem an den Rekurrenten alle Anzeichen einer Provision fÃ¼r den Letzteren trÃ¤gt. Er hingegen bleibt den Beweis dafÃ¼r schuldig, dass der genannte Betrag in den GeschÃ¤ftsbÃ¼chern der Gesellschaft Eingang gefunden hat und auch dafÃ¼r, dass er selbst der Gesellschaft in diesem Betrag ZuschÃ¼sse gewÃ¤hrt hat.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">e) Zusammenfassend fehlt es an der Deklaration des im Oktober 1998 dem Rekurrenten zugeflossenen Betrags von Fr. 230'000.-. Damit handelt es sich bei der erwÃ¤hnten Einkunft um eine neue Tatsache im Sinn von § 102 Abs. 1 aStG, und das kantonale Steueramt durfte fÃ¼r das Steuerjahr 1998 eine Nachsteuer erheben. Aufgrund der korrekten Berechnung der Nachsteuer, zu welcher sich der Rekurrent nicht hat vernehmen lassen, kann auf weiter gehende AusfÃ¼hrungen verzichtet werden. Dies fÃ¼hrt zur Abweisung des Rekurses.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">3. Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind die Kosten dem Rekurrenten aufzuerlegen (§ 151 Abs. 1 StG in Verbindung mit § 153 Abs. 4 und § 162 Abs. 3 StG). Dem obsiegenden kantonalen Steueramt steht indessen keine ParteientschÃ¤digung zu, weil die Begehren des Rekurrenten nicht offensichtlich unbegrÃ¼ndet waren und dem Steueramt kein seine gewÃ¶hnlichen amtlichen Aufgaben Ã¼bersteigender Aufwand erwachsen ist (§ 17 Abs. 2 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 in Verbindung mit § 152, § 153 Abs. 4 und § 162 Abs. 3 StG; vgl. RB 1986 Nr. 5).</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">DemgemÃ¤ss entscheidet die Kammer:</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug2">1. Der Rekurs wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird.</p> <p class="Einzug2"> </p> <p class="Einzug2">2. Die GerichtsgebÃ¼hr wird festgesetzt auf <br/> Fr. 4'400.--; die Ã¼brigen Kosten betragen:<br/> Fr. 60.-- Zustellungskosten,<br/> Fr. 4'460.-- Total der Kosten.</p> <p class="Einzug2"> </p> <p class="Einzug2">3. Die Gerichtskosten werden dem Rekurrenten auferlegt.</p> <p class="Einzug2"> </p> <p class="Einzug2">4. Eine ParteientschÃ¤digung wird nicht zugesprochen.</p> <p class="Einzug2"> </p> <p class="MsoNormal">5. â¦</p> <p class="MsoNormal"> </p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>