Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche- rungsrecht vom 25. Juli 2019 (720 18 368 / 178) ____________________________________________________________________ Invalidenversicherung Würdigung des medizinischen Sachverhalts: Auf das verwaltungsexterne Gutachten kann abgestellt werden Besetzung Vizepräsident Christof Enderle, Kantonsrichter Daniel Noll, Kantons- richter Markus Mattle, Gerichtsschreiberin Margit Campell Parteien A.____, Beschwerdeführer, vertreten durch D aniel Altermatt, Rechts- anwalt, Neuarlesheimerstrasse 15, Postfach 435, 4143 Dornach gegen IV -Stelle Basel -Landschaft , Hauptstrasse 109 , 4102 Binningen , Be- schwerdegegnerin Betreff IV-Rente A.1 Der 1961 geborene A.____ arbeitete zuletzt bis 3 1. Dezember 2009 als Monteur bei der B.____ AG. Am 17. März 2010 meldete er sich unter Hinweis auf Durchblutungsstörungen in den Händen und Füssen bei der Eidgenössischen Invalidenversic herung (IV) zum Bezug von Leis- tungen an. Weil nach Abklärung der gesundheitlichen un d erwerblichen Verhältnisse eine volle Arbeitsfähigkeit vorlag, schloss die IV-Stelle Basel-Landschaft (IV-Stelle) das Verfahren mit Ver- fügung vom 2. Juni 2010 rechtskräftig ab. Seite 2 http://www.bl.ch/kantonsgericht A.2 Am 28. Januar 2016 ging bei der IV-Stelle erneut ein Leistungsgesuch des Versicherten ein. Er machte geltend, an Durchblutungsstörungen in den Händen und Füssen sowie unter ver- steiften Zehen zu leiden, weshalb er um Ausrichtung einer Rente ersuchte. Die IV-Stelle klärte in der Folge den rechtserheblichen Sachverhalt ab und le hnte das Leistungsgesuch von A.____ - nach durchgeführtem Vorbescheidverfahren - mit Verfügung vom 2. November 2018 erneut ab. B. Hiergegen erhob A.____ am 8. November 2018 Beschwe rde beim Kantonsgericht, Ab- teilung Sozialversicherungsrecht (Kantonsgericht), und bean tragte sinngemäss die Aufhebung der angefochtenen Verfügung und die Ausrichtung einer Rente. Unter Hinweis auf seinen Ge- sundheitszustand machte er im Wesentlichen geltend, es se i ihm entgegen der Auffassung der IV-Stelle nicht mehr möglich, einer Arbeit nachzugehen bzw. eine solche überhaupt zu finden. C. Am 11. Januar 2019 liess sich die IV-Stelle vernehmen und beantragte die Abweisung der Beschwerde. D. Am 19. April 2019 reichte der Versicherte, nunmehr vertreten durch Rechtsanwalt Daniel Altermatt, seine Replik ein. Er beantragte, die ange fochtene Verfügung vom 2. November 2018 sei aufzuheben und es sei die Beschwerdegegnerin anzuweisen, den medizinischen Sachverhalt mittels eines polydisziplinären Gutachtens abzuklären. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen. Zur Begründung wurde sinngemäss geltend gemacht, dass sich der angefochtene Entscheid auf unzureichende medizinische Unterlagen stütze. Insbesondere sei das von der IV-Stelle bei Dr. med. C.____, FMH Rheumatologie und Innere Medizin, eingeholte rheumatologische Gutachten vom 24. Mai 2017 veraltet und ohne Beweiswert. E. In ihrer Duplik vom 21. Mai 2019 schloss die Beschwerde gegnerin erneut auf Abweisung der Beschwerde. Das Kantonsgericht zieht i n E r w ä g u n g : 1. Gemäss Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG) vom 19. Juni 1959 können Verfügungen der kantonalen IV-Stellen direkt vor dem Versicherungs- gericht am Ort der IV-Stelle angefochten werden. Anf echtungsobjekt des vorliegenden Verfah- rens bildet eine Verfügung der IV-Stelle Basel-Landschaft, sodass die örtliche Zuständigkeit des Kantonsgerichts Basel-Landschaft zu bejahen ist. Laut § 54 Abs. 1 lit. b des Gesetzes über die Verfassungs- und Verwaltungsprozessordnung (VPO) vom 16. Dezember 1993 beurteilt das Kan- tonsgericht als Versicherungsgericht als einzige gerichtliche Instanz des Kantons Beschwerden gegen Verfügungen der kantonalen IV-Stelle. Es ist somit auch sachlich zur Behandlung der vor- liegenden Beschwerde zuständig. Auf die - im Übrigen f rist- und formgerecht erhobene - Be- schwerde vom 8. November 2018 ist demnach einzutreten. 2. Streitig und zu prüfen ist der Leistungsanspruch des Beschwerdeführers. Massgebend ist der Sachverhalt, wie er sich bis zum Erlass der angefo chtenen Verfügung vom 2. November Seite 3 http://www.bl.ch/kantonsgericht 2018 entwickelt hat. Dieser Zeitpunkt bildet rechtsprechu ngsgemäss die zeitliche Grenze der richterlichen Überprüfungsbefugnis (BGE 129 V 4 E. 1.2 mit Hinweis). 3.1 Anspruch auf eine Rente haben nach Art. 28 Abs. 1 IVG Versicherte, die ihre Erwerbs- fähigkeit oder ihre Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Ein- gliederungsmassnahmen wiederherstellen, erhalten oder verbessern können (lit. a), während ei- nes Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40 % arbeitsunfähig ge- wesen sind (lit. b) und nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid sind (lit. c). 3.2 Nach Art. 6 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungs- rechts (ATSG) vom 6. Oktober 2000 ist die Arbeitsunfähigk eit die durch eine Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit bedingte, volle oder teilweise Unfähig- keit, im bisherigen Beruf oder Aufgabenbereich zumutbare Arbeit zu leisten (Satz 1). Bei langer Dauer wird auch die zumutbare Tätigkeit in einem anderen Beruf oder Aufgabenbereich berück- sichtigt (Satz 2). 3.3 Als Invalidität gilt nach Art. 8 ATSG die voraussich tlich bleibende oder längere Zeit dau- ernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit. Sie kann im IV-Bereich Folge von Geburtsgebre- chen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1 IVG). Unter Erwerbsunfähigkeit ist der durch Be- einträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Er- werbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden allge meinen Arbeitsmarkt zu verstehen (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind nach dem im Rahmen der 5. IV-Revision am 1. Januar 2008 in Kra ft gesetzten Art. 7 Abs. 2 ATSG aus- schliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen (Satz 1). Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Satz 2). 4.1 Nach Art. 28 Abs. 2 IVG hat die versicherte Person A nspruch auf eine ganze Rente, wenn sie zu mindestens 70 %, auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie zu mindestens 60 %, auf eine halbe Rente, wenn sie zu mindestens 50 % und auf eine Viertelsrente, wenn sie zu mindestens 40% invalid ist. 4.2 Für die Bemessung der Invalidität von erwerbstätig en Versicherten ist Art. 16 ATSG an- wendbar (Art. 28a Abs. 1 IVG). Danach ist der Invalidi tätsgrad aufgrund eines Einkommensver- gleichs zu bestimmen. Dazu wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Ein- tritt der Invalidität und nach Durchführung der medizi nischen Behandlung und allfälliger Einglie- derungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit be i ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (Invalideneinkommen), in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (Valideneinkommen). Der Einkommens- vergleich hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die beiden hypothetischen Erwerbsein- kommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und einan der gegenübergestellt werden. Aus der Einkommensdifferenz lässt sich der Invaliditätsgrad bestimmen (allgemeine Methode des Ein- kommensvergleichs; BGE 128 V 30 E. 1, 104 V 136 E. 2a und b). Seite 4 http://www.bl.ch/kantonsgericht 4.3 Bei nichterwerbstätigen Versicherten, welche in ei nem Aufgabenbereich (z.B. Haushalt) tätig sind und denen die Aufnahme einer Erwerbstätigkeit nicht zugemutet werden kann, wird für die Bemessung der Invalidität in Abweichung von Art. 16 ATSG darauf abgestellt, in welchem Masse sie behindert sind, sich im bisherigen Aufgabenbere ich zu betätigen (Betätigungsver- gleich; Art. 28a Abs. 2 IVG). 5.1 Ausgangspunkt der Ermittlung der Invalidität bild et die Frage, in welchem Ausmass die versicherte Person aufgrund ihrer gesundheitlichen Beeinträchtigungen arbeitsunfähig ist. 5.2 Bei der Feststellung des Gesundheitszustands und bei der Beurteilung der Arbeitsfähig- keit der versicherten Person ist die Verwaltung (und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterla- gen angewiesen, die ärztliche und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stel- len haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig ist. Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der Person noch zugemutet werden können (vgl. BGE 132 V 99 E. 4 mit weiteren Hinweisen). 5.3 Das Gericht hat die medizinischen Unterlagen nach de m für den Sozialversicherungs- prozess gültigen Grundsatz der freien Beweiswürdigung (vgl. Art. 61 lit. c ATSG) - wie alle ande- ren Beweismittel - frei, d.h. ohne Bindung an förmli che Beweisregeln, sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen. Dies bedeutet, dass das Sozialversicherungsgericht alle Beweismit- tel, unabhängig, von wem sie stammen, objektiv zu prüfe n und danach zu entscheiden hat, ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruchs gestat- ten. Insbesondere darf es bei einander widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzugeben, wa- rum es auf die eine und nicht auf die andere medizinisch e These abstellt. Hinsichtlich des Be- weiswertes eines Arztberichtes ist demnach entscheidend, o b dieser für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berück- sichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der me- dizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen der Expertin oder des Experten begründet sind (vgl. BGE 134 V 232 E. 5.1, 125 V 352 E. 3a, 122 V 160 E. 1c). 5.4 Dennoch erachtet es die bundesgerichtliche Rechtspr echung mit dem Grundsatz der freien Beweiswürdigung als vereinbar, in Bezug auf be stimmte Formen medizinischer Berichte und Gutachten Richtlinien für die Beweiswürdigung auf zustellen (vgl. die ausführliche Zusam- menstellung dieser Richtlinien in BGE 125 V 352 E. 3b mit zahlreichen Hinweisen; vgl. dazu auch BGE 135 V 469 f. E. 4.4 und 4.5). So ist den im Rahmen des Verwaltungsverfahrens eingeholten Gutachten externer Spezialärztinnen und -ärzte, welche au fgrund eingehender Beobachtungen und Untersuchungen sowie nach Einsicht in die Akten Beri cht erstatten und bei der Erörterung der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen gelangen, bei der Beweiswürdigung volle Beweiskraft Seite 5 http://www.bl.ch/kantonsgericht zuzuerkennen, solange nicht konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen (BGE 125 V 353 E. 3b/bb mit weiteren Hinweisen). 6. Zur Beurteilung des vorliegenden Falls stellte die IV-Stelle in erster Linie auf das von ihr bei Dr. C.____ in Auftrag gegebene Gutachten ab, welches am 24. Mai 2017 erging. Dr. C.____ diagnostizierte mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit ein chronisches Lumbovertebralsyndrom mit/bei degenerativen Veränderungen mit Chondrosen L2/3 und L3/4, Osteochondrose L4/5 mit Antelisthesis L4/5, Osteochondrose L5/S1, keine Zeichen f ür Wurzelkompromittierung (MRI der Lendenwirbelsäule [LWS] 14. Juli 2016) und einen Ver dacht auf Morbus Winiwarter-Bürger mit/bei Status nach thorakoskopischer Sympathektomie beidseits bei acraler Durchblutungsstö- rung beider oberer Extremitäten am 22. März 2010. Ohn e Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit bestünden beidseits Spreizfüsse, ein Status nach Metallentfernung am Meta-Tarso-Phalangeal- Gelenk (MTP) rechts, Hohmann Dig. III rechts bei Krallen zehe Dig. III rechts am 27. Februar 2017, ein Status nach MTP-1-Arthrodese rechts bei Gro sszehengrundarthrose rechts, Hohman Dig. II rechts bei Hammerzehe Dig. II rechts am 23. November 2015, ein chronischer Aethylabu- sus mit in diesem Rahmen Vitamin B12-Mangel, eine Polyneuropathie (seit 02/2016) bei Vitamin B12-Mangel und ein persistierender Nikotinabusus. In de r Gesamtwürdigung führte Dr. C.____ aus, dass ein langgezogener Rundrücken bis weit in die LWS hinein bestehe. Die Halswirbelsäule (HWS) sei ohne Schmerzen frei beweglich, die Brustwirbelsäule (BWS) sei um ein Drittel einge- schränkt und endphasig würden lumbal Schmerzen ausgelöst. Die LWS sei ebenfalls um ein Drittel eingeschränkt mit jeweils Schmerzangabe lumbal. Auf Befragung hin habe der Versicherte angegeben, dass beim Vornüberbeugen stärkere Schmerzen als beim Aufrichten vorlägen, wobei kein Hochkletterphänomen zu verzeichnen sei. Eine radikulä re Problematik bestehe hingegen nicht. Der periphere Gelenkstatus zeige keine Auffällig keit im Bereich der Hände, Ellbogen und Schultern, wobei die Muskulatur allgemein nicht sehr krä ftig sei. Die Hüften und die Knie seien schmerzfrei. Es bestünden beidseits Spreizfüsse, wobei der rechte Fuss durch die Operation gut korrigiert worden sei, sich aber plantar noch das Bild einer Beschwielung bei Spreizfüssen zeige. Die rechte Zehe III sei noch etwas postoperativ geschwollen, aber reizlos. An den oberen Extre- mitäten seien Kraft, Sensibilität und Reflexbild norma l, wobei auch hier die Muskulatur ausge- sprochen schwach ausgebildet sei. Dies sei allerdings nicht nur an den oberen Extremitäten fest- zustellen, sondern auch an den Beinen und am Rumpf. Dies wiederspiegle sich in einem BMI von 19,0 kg/m2, d.h. an der Grenze zum Untergewicht. An d en unteren Extremitäten sei die Kraft normal, wobei der Versicherte grosse Mühe habe, auf di e Zehen und Fersen zu stehen und auf ein Böckli zu steigen. Sobald er sich muskulär anstrenge , habe er nicht nur einen Tremor im Bereich der Hände, sondern am ganzen Körper, d. h. auch im Bereich der Beine und des Rumpfs. Die Sensibilität im Bereich der Beine werde als normal angegeben, wobei die Vibrationsempfin- dung klar nach distal abnehme und der Verdacht auf ein e erhebliche Polyneuropathie bestehe. Auch die anamnestische Angabe, dass er z. B. Mühe habe, M ünzen mit den Fingern aufzuneh- men, spreche für diese Diagnose. Weiter führte Dr. C.____ aus, dass das MRI vom 14. Juli 2016 eine Mehretagendegeneration auf praktisch vier Etagen mit deutlicher Osteochondrose L4/5 und L5/S1 und leichtem Wirbelgleiten L4/5 aufgrund einer Gefügestörung zeige. Dies würden auch die ergänzenden konventionellen Röntgenaufnahmen vom 10. Februar 2017 dokumentieren. Auf der Höhe L4/5 fänden sich Traktionsspuren als mögliche lnstabilitätshinweise. Klinisch wirke sich dies aber nicht im Sinne einer klinischen Instabilität aus, denn es läge weder ein Aufrichteschmerz Seite 6 http://www.bl.ch/kantonsgericht noch ein Hochkletterphänomen vor. Zusammengefasst best ehe ein deutliches Lumbovertebral- syndrom aufgrund ausgeprägter degenerativer Veränderungen lumbal, welche die Beschwerden erklären würden. Des Weiteren läge anamnestisch ein chronischer Aethylabusus vor. Unübersehbar zeige der Ex- plorand dessen multiple Zeichen. So wirke er deutlich vorgealtert, habe eine Rubeosis faciei nicht nur des Gesichts, sondern praktisch der gesamten Haut, einen Tremor und einen pfefferminzar- tigen Fötor. Weiter zeige er eine generalisierte Muske labnahme bis zur Atrophie und eine Poly- neuropathie an den Füssen und den Händen mit einer typischen Vibrations- und Reflexabschwä- chung nach distal. Es seien also diverse Zeichen eines chronischen Aethylabusus unübersehbar vorhanden. Zur Arbeitsfähigkeit hielt Dr. C.____ fest, dass der B eschwerdeführer in seinem erlernten Beruf als Bauschreiner nicht mehr arbeitsfähig sei, weil er wegen der Gefässerkrankung die feinmoto- rischen Fähigkeiten dafür nicht mehr besässe. Bezüglich e iner Verweistätigkeit definierte Dr. C.____ ein Belastungsprofil, gemäss welchem dem Beschwerdeführer von Seiten der Gefäs- serkrankung der Hände keine manuell schwer belastenden Arbeiten, keine Arbeiten in der Nässe und in der Kälte sowie keine Arbeiten mit Schlag- oder Vibrationsbelastungen zumutbar seien. In Bezug auf die degenerative Rückenproblematik kämen kein e schweren oder dauernd mittel- schweren Arbeiten in Frage. Er könne keine Arbeiten dauernd sitzend oder stehend, in Zwangs- stellungen, repetitiv nur bückend oder dauernd Überkopf ausüben. Betreffend die Beschwerden in den Füssen könne er eine Gehstrecke von 80 - 100 m absolvieren. In einer solchen Verweistä- tigkeit, welche die oben genannten Restriktionen berücksi chtige, bestehe eine Arbeitsfähigkeit von 100 % bezogen auf ein Ganztagspensum ab dem 14. Juli 2016. 7.1 Die IV-Stelle stützte ihre Verfügung vom 2. Novem ber 2018 bei der Beurteilung des Ge- sundheitszustands und der Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers vollumfänglich auf das Gut- achten von Dr. C.____ vom 24. Mai 2017. Sie ging davo n aus, dass der Versicherte in einer seinem Leiden angepassten Tätigkeit zu 100 % arbeitsfäh ig sei. Daran ist nichts auszusetzen. Wie oben ausgeführt (vgl. E. 4.2 hiervor), ist den im Rahmen des Verwaltungsverfahrens einge- holten Gutachten externer Spezialärztinnen und -ärzte, die aufgrund eingehender Beobachtun- gen und Untersuchungen sowie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei der Erörte- rung der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen gelangen, bei der Beweiswürdigung volle Beweis- kraft zuzuerkennen, solange nicht konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertisen sprechen. Solche Indizien liegen hier keine vor. Das dem Rentenentscheid zugrunde gelegte Gutachten erfüllt alle rechtsprechungsgemässen Vorausset zungen an eine taugliche medizini- sche Beurteilungsgrundlage. Das Gutachten von Dr. C.____ weist weder formale noch inhaltliche Mängel auf und ist - wie dies vom Bundesgericht verlangt wird (vgl. E. 4.2) - für die streitigen Belange umfassend. Seine Feststellungen beruhen auf allseitigen Untersuchungen, berücksich- tigten die geklagten Beschwerden, sind in Kenntnis der im Zeitpunkt der Exploration vorhandenen Vorakten abgegeben worden und leuchten in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge sowie der Beurteilung der medizinischen Situation ein. Zusammenfassend ist daher nicht zu be- anstanden, dass die Beschwerdegegnerin ihre Beurteilung auf die Ausführungen von Dr. C.____ Seite 7 http://www.bl.ch/kantonsgericht vom 24. Mai 2017 abstellte und davon ausging, dass der Beschwerdeführer in einer adaptierten Tätigkeit zu 100 % arbeitsfähig sei. 7.2.1 Daran ändern die Einwände in der Beschwerde un d in der Replik nichts. Der Beschwer- deführer bringt insbesondere vor, dass das Gutachten von Dr. C.____ veraltet und unvollständig sei, da es die gesundheitliche Entwicklung bis zur Verfüg ung vom 2. November 2018 nicht be- rücksichtige. So habe Dr. C.____ die Frakturen der LWK 4 und 5 und die Osteoponie im Rahmen seiner Beurteilung nicht beachtet. Mit dem Beschwerdefü hrer ist einig zu gehen, dass diese Di- agnosen im Gutachten nicht miteinbezogen werden konnten, weil er sich die Frakturen der LWK 4 und 5 erst nach der Begutachtung bei Dr. C.____ zuzog und die Osteoponie später diagnosti- ziert wurde. Im Austrittsbericht der Spital D.____ AG vom 28. Juni 2018, wo der Beschwerdefüh- rer vom 31. Mai 2018 bis 15. Juni 2018 stationär behandelt wurde, wurde unter Hinweis auf eine MRI-Untersuchung der LWS am 19. Januar 2018 erwähnt, d ass sich der Beschwerdeführer auf Höhe LWK 4 und 5 Frakturen zugezogen habe, welche aktuell aber nur mehr subakut seien. Mit dem Arzt des Regionalen Ärztlichen Dienstes (RAD), Dr. med. E.____, FMH Orthopädische Chi- rurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, ist de shalb davon auszugehen, dass die nach der Begutachtung bei Dr. C.____ diagnostizierten Wirbelbrüche keinen Einfluss auf die vom Gutachter vorgenommene Zumutbarkeitsbeurteilung haben. In Bezug auf die Osteoponie ist zu- dem festzustellen, dass diese medikamentös behandelbar ist und keinen Einfluss auf die Arbeits- fähigkeit hat (vgl. RAD-Bericht vom 26. April 2019). Soweit der Beschwerdeführer im Zusammen- hang mit den lumbalen Beschwerden weiter geltend macht, dass die Beurteilung von Dr. C.____ unhaltbar sei, weil er die Facettengelenksarthrose nicht berücksichtigt habe, kann ihm ebenfalls nicht gefolgt werden. Dabei ist zu beachten, dass die F acettengelenksarthrose im Zeitpunkt der Untersuchung bereits vorlag und von Dr. C.____ auch er wähnt wurde (vgl. Zusammenfassung der Krankengeschichte, S. 8 des Gutachtens). Er wies zudem auf die beim Beschwerdeführer durchgeführte Facettengelenksinfiltration hin, weshalb der Beschwerdeführer aus dieser Argu- mentation nichts zu seinen Gunsten ableiten kann. 7.2.2 Der Beschwerdeführer moniert weiter, dass im Zei tpunkt der Untersuchung bei Dr. C.____ noch keine lumboischialgieformen Beschwerden bestanden und keine Ausstrahlungen in die Beine vorgelegen hätten. Zwischenzeitlich seien bildgebend im MRI-Bericht auf zwei Etagen Diskushernien festgestellt worden, welche jeweils die Ner venwurzeln tangieren würden. Zudem sei die Verdachtsdiagnose einer beidseitigen Sakroili itis gestellt worden. Diese neuen Befunde seien im Rahmen der Begutachtung nicht beachtet worden. Es trifft zu, dass der Beschwerdefüh- rer im Zeitpunkt der Begutachtung keine Ausstrahlungen in die Beine verspürte. Weiter steht aber fest, dass der Beschwerdeführer bereits vor der Begutachtung durch Dr. C.____ an Diskusprotru- sionen litt. Im Bericht der F.____ vom 14. Juli 2016 wu rde nämlich eine flache zirkuläre Diskus- vorwölbung, was gleichbedeutend mit Protrusion ist, erwähnt. Diese Diagnose wurde im Bericht der Spital D.____ AG vom 19. Januar 2018 bestätigt. Damit gehen die Argumente des Beschwer- deführers fehl. In Bezug auf die ebenfalls vorgebrachte Tangierung der Nervenwurzeln ist entge- gen der Auffassung des Beschwerdeführers dem Bericht der Spital D.____ AG vom 19. Januar 2018 einzig eine mögliche leichte Tangierung ohne Kompression oder Obliteration zu entnehmen. Schliesslich ist auch betreffend die Verdachtsdiagnose der beidseitigen chronisch-rezidivieren- Seite 8 http://www.bl.ch/kantonsgericht den Sakroiliitis, welche im Bericht der Radiologie des Spitals G.____ vom 22. August 2017 erst- mals erwähnt wurde (vgl. act. 72), festzuhalten, dass diese im Rahmen der Untersuchung in der Spital D.____ AG von Januar 2018 nicht mehr vorgelegen hat. Daraus kann geschlossen werden, dass sich dieser Verdacht nicht erhärtet und sich der All gemeinzustand des Beschwerdeführers nicht verändert hat. 7.2.3 Der Beschwerdeführer bringt weiter vor, Dr. C._ ___ habe in seiner Zumutbarkeitsbeur- teilung die Polyneuropathie in den Fingern und den Z ehen nicht berücksichtigt. Zudem habe er die Gangunsicherheit ausser Acht gelassen. Auch aus dieser Argumentation kann der Beschwer- deführer nichts zu seinen Gunsten ableiten. Dr. C.____ brachte in seiner Zumutbarkeitsbeurtei- lung klar zum Ausdruck, dass der Beschwerdeführer keine Tätigkeiten mehr ausüben könne, bei welchen die Feinmotorik der Finger erforderlich sei. Ebenso erachtet er den Versicherten für ma- nuell schwer belastende Arbeiten als nicht mehr arbeitsfähig. In Bezug auf die ebenfalls von der Polyneuropathie betroffenen Zehen/Füsse bedachte Dr. C.____ in seiner Zumutbarkeitsbeurtei- lung, dass dem Beschwerdeführer aufgrund der Beschwerde n in den Füssen eine Gehstrecke von noch 80 – 100 m zumutbar sei. Zu beachten ist in diesem Zusammenhang jedoch auch, dass im Austrittsbericht der Spital D.____ AG vom 28. Juni 2018 keine Hinweise auf eine Gangunsi- cherheit festgehalten werden. Aufgrund dieser Ausfüh rungen ist davon auszugehen, dass die Polyneuropathie der Hände und Füsse durch Dr. C.____ angemessen berücksichtigt wurde. 7.2.4 Schliesslich rügt der Beschwerdeführer, dass Dr. C. ____ die kognitiven Beschwerden wie Schwindelanfälle, Wortfindungsstörungen und Vergesslichkeit nicht in seine Beurteilung mit- einbezogen habe. Dabei ist mit dem RAD-Arzt Dr. E.____ festzustellen, dass der Beschwerde- führer in Bezug auf diese Beeinträchtigungen sowohl neurologisch wie auch psychiatrisch abge- klärt worden ist (vgl. Bericht von Dr. E.____ vom 6. Apr il 2019). Gemäss den Ausführungen im Austrittsbericht des Spitals H.____, Orthopädie und Tra umatologie, vom 23. Oktober 2017, wo sich der Beschwerdeführer nach einem Sturzereignis am 14 . Oktober 2017 aufgrund einer Ver- langsamung, kognitiven Defiziten und einer Dysarthrie in der Zeit vom 18. bis 23. Oktober 2017 aufhielt, zeigte ein MRI des Schädels keine intrakraniellen Blutungen oder Raumforderungen. Im Zeitpunkt des Entlassens sei der Beschwerdeführer jedoch in einem guten Allgemeinzustand ge- wesen und die Symptomatik vom Eintrittstag sei komplett regredient gewesen. Im Rahmen des stationären Aufenthalts in der Spital D.____ AG in d er Zeit vom 31. Mai 2018 bis 14. Juni 2018 konnten die vorliegend monierten kognitiven Beschwerden gar nicht erhoben werden. Auch unter diesem Aspekt kann der Beschwerdeführer daher nichts zu seinen Gunsten ableiten. 7.3 Nach dem Gesagten steht fest, dass das rheumatologische Gutachten von Dr. C.____ vom 24. Mai 2017 eine zuverlässige Beurteilung des medi zinischen Sachverhalts im Zeitpunkt des Verfügungserlasses erlaubt. Die nach der Begutachtung ergangenen Berichte vermögen die Feststellungen von Dr. C.____ nicht in Zweifel zu ziehe n. Zu beachten ist ferner, dass niemand ausser der Hausarzt Dr. med. I.____, FMH Innere Medizin , von einer 100%igen Arbeitsunfähig- keit des Beschwerdeführers ausging (vgl. Bericht vom 22. Mai 2018). Mangels Begründung kann aber auf diese Einschätzung nicht abgestellt werden. E s ist demnach davon auszugehen, dass dem Beschwerdeführer aufgrund der im Gutachten von Dr. C.____ gestellten Diagnosen die Aus- Seite 9 http://www.bl.ch/kantonsgericht übung einer adaptierten Tätigkeit zu 100 % zumutbar ist. Daran ändert auch das Urteil des Bun- desgerichts vom 11. Juli 2019, 9C_724/2018, wonach auch bei Suchterkrankungen ein struktu- riertes Beweisverfahren durchzuführen sei, nichts, war dieser Entscheid im Zeitpunkt der vorlie- genden Beurteilung doch noch nicht publiziert und desha lb vorliegend nicht anwendbar. Es be- steht daher in antizipierter Beweiswürdigung kein Grund , weitere (fach-)ärztliche Abklärungen vorzunehmen (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 11. Mär z 2008, 9C_561/2007, E. 5.2.1; BGE 124 V 94 E. 4b, 122 V 162 E. 1d, 119 V 344 E. 3c in fine mit Hinweisen). 8.1 Der Beschwerdeführer macht im Weiteren sinngemäss ge ltend, die ihm gutachterlich attestierte Restarbeitsfähigkeit sei angesichts seines Alters nicht mehr verwertbar. 8.2 Das fortgeschrittene Alter wird, obgleich an sich ei n invaliditätsfremder Faktor, in der Rechtsprechung als Kriterium anerkannt, welches zusammen mit weiteren persönlichen und be- ruflichen Gegebenheiten dazu führen kann, dass die einer versicherten Person verbliebene Res- terwerbsfähigkeit auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt realistischerweise nicht mehr nachge- fragt wird, und dass ihr deren Verwertung auch gestützt auf die Selbsteingliederungslast nicht mehr zumutbar ist. Fehlt es an einer wirtschaftlich verwertbaren Resterwerbsfähigkeit, liegt eine vollständige Erwerbsunfähigkeit vor, die einen Anspruch a uf eine ganze Invalidenrente begrün- det. Der Einfluss des Lebensalters auf die Möglichkeit, das verbliebene Leistungsvermögen auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt zu verwerten, lässt sich ni cht nach einer allgemeinen Regel bemessen, sondern hängt von den Umständen des Einzelfall s ab. Massgebend können die Art und Beschaffenheit des Gesundheitsschadens und seiner F olgen, der absehbare Umstellungs- und Einarbeitungsaufwand und in diesem Zusammenhang auch Persönlichkeitsstruktur, vorhan- dene Begabungen und Fertigkeiten, Ausbildung, beruflicher Werdegang oder Anwendbarkeit von Berufserfahrung aus dem angestammten Bereich sein (BGE 138 V 457 E. 3.1 mit Hinweisen). 8.3 Die Möglichkeit, die verbliebene Arbeitsfähigkeit auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt zu verwerten, hängt nicht zuletzt davon ab, welcher Zei traum der versicherten Person für eine berufliche Tätigkeit und vor allem auch für einen all fälligen Berufswechsel noch zur Verfügung steht. Wie das Bundesgericht im Entscheid 138 V 457 ff. p räzisiert hat, ist für den Zeitpunkt, in welchem die Frage nach der Verwertbarkeit der (Rest-) Arbeitsfähigkeit bei vorgerücktem Alter zu beantworten ist, nicht etwa auf den Zeitpunkt des Verfügungserlasses, sondern auf das Fest- stehen der medizinischen Zumutbarkeit einer (Teil-)Erwerbstätigkeit abzustellen (E. 3.3 des ge- nannten Urteils). Vorliegend verschaffte das von der Ve rwaltung eingeholte rheumatologische Gutachten von Dr. C.____ vom 24. Mai 2017, welches nach d em oben Gesagten (vgl. E. 6.1 hiervor) die massgebende medizinische Grundlage für die angefochtenen Verfügungen bildete, abschliessende Klarheit darüber, dass bzw. in welchem Umfang dem Versicherten die Ausübung einer Erwerbstätigkeit aus medizinischer Sicht zumutbar ist. Im genannten Zeitpunkt, in welchem demnach über die Verwertbarkeit der verbliebenen Erwerbsfähigkeit entschieden werden konnte, war der Beschwerdeführer etwas mehr als 55 Jahre und 8 Monate alt. Bis zum Erreichen des AHV-Alters verblieb ihm somit noch eine Aktivitätsdauer von knapp 9 Jahren und 4 Monate. Vor diesem Hintergrund und im Lichte der relativ hohen Hü rden, welche das Bundesgericht für die Unverwertbarkeit der Restarbeitsfähigkeit älterer Menschen entwickelt hat (vgl. etwa die im Urteil des Bundesgerichts vom 10. September 2013, 8C_345/2013, wiedergegebene Kasuistik), kann Seite 10 http://www.bl.ch/kantonsgericht klarerweise nicht gesagt werden, dass dem Beschwerdeführer die Verwertung der ihm gutachter- lich attestierten Restarbeitsfähigkeit altersbedingt nicht mehr möglich sei. Darüber hinaus ist die Restarbeitsfähigkeit mit 100 % zu hoch und das Anforder ungsprofil zu wenig eingeschränkt, als dass - unabhängig vom Alter des Versicherten - von einer praktischen Unverwertbarkeit der Rest- arbeitsfähigkeit auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt ausgegangen werden müsste. 9.1 Für die Bemessung der Invalidität von erwerbstätig en Versicherten ist Art. 16 ATSG an- wendbar (Art. 28a Abs. 1 IVG). Danach wird für die B estimmung des Invaliditätsgrades das Er- werbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumut- bare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (Invalideneinkommen), in Be- ziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid gewor- den wäre (Valideneinkommen). Dies ist die allgemeine Methode des Einkommensvergleichs (BGE 141 V 15 E. 3.2) mit den Untervarianten des Sch ätzungs- oder Prozent-vergleichs (BGE 114 V 310 E. 3a) und der ausserordentlichen Methode (BGE 128 V 29). 9.2 Die IV-Stelle nahm in ihrer Verfügung vom 2. Nove mber 2018 den erforderlichen Ein- kommensvergleich vor. Dabei hat sie anhand der Gegenüberstellung von Validen- und zumutba- rem Invalideneinkommen einen Invaliditätsgrad von 22 % ermittelt. Die konkrete Berechnung, die vom Versicherten nicht beanstandet wurde, erweist sich als rechtens, weshalb diesbezüglich auf die entsprechenden Ausführungen der IV-Stelle in der Verfügung vom 2. November 2018 verwie- sen werden kann. Da der aktuell ermittelte Invaliditätsgrad des Versicherten unter 40 % liegt, hat dieser keinen Anspruch auf eine Invalidenrente. 10. Zusammenfassend ist als Ergebnis festzuhalten, dass die IV-Stelle in der angefochtenen Verfügung vom 2. November 2018 einen Rentenanspruch des Versicherten zu Recht abgelehnt hat. Die hiergegen erhobene Beschwerde erweist sich als unbegründet, weshalb sie abgewiesen werden muss. 11. Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverf ahren bei Streitigkeiten um die Bewilligung oder die Verweigerung von IV-Leistungen vor dem kantonalen Versicherungsgericht kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 1'000.-- Franken fe stgelegt. Bei Fällen wie dem vorliegenden, in denen ein durchschnittlicher Verfahrensaufwand entstanden ist, setzt das Gericht die Verfah- renskosten in Berücksichtigung des bundesrechtlichen Kostenrahmens einheitlich auf Fr. 800.-- fest. Nach § 20 Abs. 3 VPO werden die Verfahrenskosten in der Regel der unterliegenden Partei in angemessenem Ausmass auferlegt. Vorliegend ist der Beschwerdeführer unterliegende Partei, weshalb die Verfahrenskosten ihm zu auferlegen sind. Bei diesem Verfahrensausgang besteht kein Anspruch auf eine Parteientschädigung (vgl. Art. 60 lit. g ATSG e contrario). Seite 11 http://www.bl.ch/kantonsgericht Demgemäss wird e r k a n n t : ://: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 2. Die Verfahrenskosten in Höhe von Fr. 800.-- werden dem Beschwerde- führer auferlegt und mit dem Kostenvorschuss in Höhe von Fr. 800.-- verrechnet. 3. Eine Parteientschädigung wird nicht ausgerichtet. http://www.bl.ch/kantonsgericht