B u n d e s v e rw a l t u n g s g e r i ch t T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i f f éd é r a l T r i b u n a l e am m i n i s t r a t i vo f e d e r a l e T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i v fe d e r a l Abteilung III C-5549/2010 U r t e i l v o m 7. N o v e m b e r 2 0 1 2 Besetzung Richterin Franziska Schneider (Vorsitz), Richter Beat Weber, Richterin Madeleine Hirsig-Vouilloz, Gerichtsschreiberin Sabine Uhlmann. Parteien X._______, vertreten durch Franklin Sedaj, Rechtsanwalt, Beschwerdeführer, gegen IV-Stelle für Versicherte im Ausland IVSTA, Vorinstanz, Gegenstand Renteneinstellung, Verfügung vom 9. Juli 2010. C-5549/2010 Seite 2 Sachverhalt: A. X._______ (Versicherter oder Beschwerdeführer) , geboren am _______ 1966, kosovarischer Staatsangehöriger , arbeitete von August 1993 bis Ende Oktober 1993 als Küchenhilfe in einem Restaurationsbetrieb in E._______ (act. 1) und vom 20. Januar 1994 bis 1. Dezember 1994 – das Arbeitsverhältnis dauerte bis ca. 30. April 1995 – als Bauhilfsarbeiter bei der Firma K._______, G._______, in der Schweiz (act. 25) und leistete Beiträge an die obligatorische Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenversi- cherung. Am 17. Juli 1998 reichte er bei der IV -Stelle Zürich eine vom 13. Juli 1998 datierte Anmeldung zum Bezug von IV -Leistungen für E r- wachsene in Form von einer Rente ein. Als Behinder ung gab er an, an einer Diskushernie zu leiden (act. 14). Infolge Wohnsitzwechsels in sein Heimatland per 29. Oktober 1999 über- wies die IV-Stelle ZH mit Schreiben vom 30. Juli 2001 die Akten an die IV- Stelle für Versicherte im Ausland IVSTA (act. 65). Nach Durchführung der für den Leistungsanspruch massgeblichen Abklä- rungen in erwerblicher und medizinischer Hinsicht teilte die IV -Stelle Zü- rich dem Versicherten mit Vorbescheid vom 19 . September 2001 mit, bei einem ermittelten Invaliditätsgrad von 55% bes tehe mit Wirkung ab 1. Januar 2001 Anspruch auf eine halbe Rente (act. 71). Am 27. Februar 2002 erliess die IVSTA die entsprechende Verfügung (act. 78, 79). B. Am 22. Oktober 2003 leitete die IVSTA eine Rentenrevision ein (act. 81). Der IV-Stellenarzt Dr. H._______, Allgemeinmediziner, empfahl am 9. De- zember 2003 , ein psychiatrisches Gutachten und einen orthopädischen Bericht einzuholen (act. 84). In der Folge nahm die IVSTA verschiedene medizinische Arztberichte (Arztbericht von Dr. P ._______, Facharzt O r- thopädie/Traumatologie, vom 6. Januar 2004 [act. 88], Arztbericht von Dr. U._______, Neuropsychiater, vom 5. Februar 2004 [act. 89], Arzt bericht von Dr. A ._______, Orthopäde, vom 6. April 2004 [act. 90], Arztbericht, Klinik R._______ , unt erzeichnet von de n Dres. U._______ und B._______, beides Neuropsychiater, vom 8. April 2004 [act. 91], ärztli che Beurteilung durch Dr. T._______ vom 30. April 2004 [act. 92]) zu den Ak- ten. C-5549/2010 Seite 3 Dr. H.________ nahm am 27. Juli 2004 namentlich zu folgenden Arztbe- richten Stellung: Arztbericht, Klinik R._______, vom 5. April 2004 (recte: 8. April 2004), psychiatrischer Bericht vom 5. Februar 2004 und orthop ä- discher Bericht von Dr. A._______ vom 6. April 2004. Dr. H._______ nannte mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit depressive Störung mit somatischem Syndrom/som atoforme Störung und neurotische Persö n- lichkeitsstruktur; ohne Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit diagnostizierte er Residuum bei Osteochondrose und Bandscheibenleiden im Bereich L5/S1. Es bestehe ein unveränderter Gesundheitszustand mit reduzierter Leistungsfähigkeit aus psychiatrischen G ründen, eine Verschlechterung sei nicht eingetreten (act. 94). Mit Beschluss vom 2. August 2004 wurde dem Versicherten mitgeteilt, die Überprüfung des Invaliditätsgrades habe keine anspru chsbeeinflussende Änderung er geben, weshalb weiterhin Anspruch auf die entsprechenden Geldleistungen bestehe (act. 95). C. Am 29. November 2007 leitete die IVSTA eine weitere Rentenrevision ein. Hierfür ordnete sie eine psychiatrische Begutachtung durch Dr. T._______ in I._______ an (act. 96, 97). Mit Schreiben vom 10. März 2008 lud die IVSTA den Versicherten ein, den beigelegten Fragebogen innert 30 Tagen ausgefüllt zu retournieren (act. 98). Mit per Einschreiben versandtem Mahnschreiben vom 5. Mai 2008 forderte die IVSTA den Versicherten mit Hinweis auf die Mitwirkungspflicht auf , die verlangten Unterlagen innert 30 Tagen einzureichen. Bei Nichteinreichen werde die Rente aufgehoben (act. 99). Da der Versicherte der Aufforderung nicht Folge leistete, verfüg- te die IVSTA am 23. September 2008 die Einstellung der Rentenzahlu n- gen per 1. Dezember 2008 (act. 101). Mit Eingabe vom 31. Oktober 2008 (Eingangsdatum IVSTA 7. November 2008) machte der Versicherte, vertreten durch Rechtsanwalt F. Sedaj, geltend, die Schreiben vom 10. März 2008 und 5. Mai 2008 nicht erhalten zu haben , und beantragte die Weiterausrichtung der Rente. Mit dem Schreiben reichte er das vom 31. Oktober 2008 datierte Formular "Frage- bogen für die IV-Rentenrevision" ein (act. 104-106). Im weiteren Verlauf des Rentenrevisionsverfahrens nahm die IVSTA wei- tere medizinische Dokumente zu den Akten (nicht übersetzter Arztbericht von Dr. U._______ vom 31. Januar 2008 [act. 111], Arztbericht von Dr. T._______ vom 2. Februar 2008 [act. 112]) und ordnete auf Empfehlung von Dr. J._______ , Regionaler Ärztlicher Dienst Rhône (RAD) , vom 6. Februar 2009 (act. 115) und der Stellungnahme der IV -Stellenärzte C-5549/2010 Seite 4 Dres. Y ._______, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin , S._______, Fachärztin für Allgemeine Innere Medizin, Physikalische Medizin und R e- habilitation, und V._______, Fachärztin für Allgemeine Innere Medizin, vom 18. Juni 2009 (act. 122) eine psychiatrische und rheumatologische Begutachtung durch die Dres . L._______, Facharzt für Psychiatrie u. Psychotherapie, und M._______ , Spezialarzt für Rheumatologie, in der Schweiz an (act. 115, 123, 124). Dr. M._______ diagnostizierte am 14. Oktober 2009, unter anderem g e- stützt auf die bildgebende Untersuchung durch das Röntgeninstitut von Dr. C._______ vom 14. Oktober 2009 (act. 137, S. 9) , ein chronisches lumbales Schmerzsyndrom bei einer Diskushernie im Bereich L5/S1 links mit Schmerzausstrahlung in das linke Bein. Differentialdiagnostisch nann- te er lumbospondylogenes Syndrom, mentale Fortschreitung eines früher erlebten Schmerzzustandes , residuelles lumboradikuläres Syndrom S1 links. Die Arbeitsfähigkeit beurteilte Dr. M._______ folgendermassen: Aus somatischer Sicht sei im Herbst 1994 eine Reduktion der Arbeitsfähigkeit als Bauarbeiter eingetreten. I m Jahr 1995, vor allem jedoch im 1999 , ha- be sich der Grad der Arbeitsfähigkeit verbessert. Die Tätigkeit als Baua r- beiter sei jedoch wegen der geklagten Rückenschmerzen, der wenig g e- eigneten Konstitution und der zusätzlichen Dekonditionierung nicht sin n- voll. Wie bereits im Jahr 1999 festgestellt, sei der Versicherte in leichten bis mittelschweren, wechselbelastenden Tätigkeiten , wie auch in seinem erlernten Beruf als Agronom voll arbeitsfähig (act. 137). Dr. L.________ nannte, unter anderem gestützt auf die Laboruntersu- chung vom 15. Oktober 2009 durch Dr. N._______, die Diagnosen anhal- tende somatoforme Schmerzstörung (ICD -10:F45.4) und rezidivierende depressive Störung - gegenwärtig knapp leich tgradige Episode (F33.0). Dr. L.________ bezifferte die Arbeitsfähigkeit in einer leichten Tätigkeit auf 100% (act. 138). Die IV-Stellenärzte Dres. D._______, Fachärztin für medizinische Onko- logie, Allgemeine Innere Medizin, F._______, Spezialarzt Innere Medizin, und V._______, Fachärztin Allgemeine Innere Medizin, kamen in Berück- sichtigung der Gutachten der Dres. M._______ und L._______ in ihrer Stellungnahme vom 17. Dezember 2009 zum Schluss, der Versicherte sei in seinem erlernten Beruf als Agronom voll arbeitsfähig (act. 140). Mit Vorbescheid vom 25. Januar 2010 teil te die IVSTA dem Ver sicherten mit, auf Grund der neu erhaltenen medizinischen Unterlagen sei die Aus-C-5549/2010 Seite 5 übung einer dem Gesundheitszustand angepassten Tätigkeit wieder mög- lich. Dabei könne mehr als 50% des Erwerbseinkommens erzielt werden , das heute erreicht w ürde, wenn keine Invalidität vorliegen würde (act. 141). Gegen den Vorbescheid erhob der Versicherte, wiederum vertreten durch Rechtsanwalt F. Sedaj, mit Eingabe vom 23. Februar 2010 Einwand und beantragte die Weitergewährung der Invalidenrente nach dem 1. Dezem- ber 2008 zuzüglich der Kinderrenten. Sein Gesundheitszustand habe sich verschlimmert, weshalb er nicht mehr arbeitsfähig sei (act. 142). Mit Eingabe vom 23. März 2010 reichte der Beschwerdeführer einen ärzt- lichen Bericht von Dr. U._______, Klinik R. _______, vom 17. März 2010 ein (act. 144, 145). D. Mit Verfügung vom 9. Juli 2010 hob die IVSTA die halbe Invalidenrente per 30. November 2008 auf . Zur Begründung verwies die IVSTA insb e- sondere auf die medizinische n Berichte von Dr. M._______ und Dr. L._______ vom 14. Oktober 2009 bzw. 20. Oktober 2009 , wonach der Versicherte nur noch an einer leichten depressiven Episode leide; die an- haltenden somatoformen Schmerzstörungen verursachten keine Ei n- schränkungen der Arbeitsfähigkeit, da nur eine mässige ps ychische Ko- morbidität vorliege. Aus psychiatrischer und somatischer Sicht würden somit keine Einschränkungen mehr für die Tätigkeit in der Landwirtschaft bestehen (act. 146). E. Mit Eingabe vom 30. Juli 2010 (gleichent ags der Post übergeben) liess der Beschwerdeführer, erneut vertreten durch Rechtsanwalt F. Sedaj, Be- schwerde beim Bundes verwaltungsgericht erheben und beantragen, die Verfügung vom 9. Juli 2010 sei aufzuheben und dem Beschwerdeführer sei eine halbe Invalidenrente zuzüglich der entsprechenden Zusatzrenten für die Ehefrau und der Kinderrenten für die Kinder O._______, Pe._______ und Q._______ zuzusprechen. Des Weiteren liess der B e- schwerdeführer die Nachzahlung von 4% Verzugszinsen und eine Partei- entschädigung von Fr. 500.- beantragen. Entgegen de n Feststellungen durch Dr. L._______ vom 15. Oktober 2009 (recte: 20. Oktober 2009) , wonach er nur an einer leichten depressive n Episode leide, liege bei ihm eine massive psychische Komorbidität vor. Gemäss Bericht des Zentrums W._______, T._______, vom 13. Mai 1995 sei er im Umfang von über C-5549/2010 Seite 6 50% invalid, gemäss Arztzeugnis vom 6. Januar 1995, Spital Wetzikon, bestehe eine 100%-ige Arbeitsunfähigkeit. Im Übrigen leide er an Her z- schmerzen und einem Tietze-Syndrom. Er sei einverstanden, sich begut- achten zu lassen (BVGer act. 1). Auf Aufforderung d er Instruktionsrichterin gab der Beschwerdeführer ein Zustellungsdomizil in der Schweiz bekannt (BVGer act. 2, 3). Mit Schreiben vom 9. November 2010 reichte der Beschwerdeführer u n- aufgefordert weitere Arztberichte ein (Bericht von Prof. ass. Dr. Z._______ vom 2. Oktober 2 010, Arztbericht von Dr. U._______ vom 27. Oktober 2010, Arztbericht von Dr. Ol._______ vom 2. November 2010, ärztliches Attest vom 3. November 2010 und Arztbericht vom 8. November 2010 beide von Dr. P ._______; BVGer act. 6 , übersetzt in BVGer act. 9). Mit unaufgefordert eingereichter Eingabe vom 6. Januar 2011 liess der Beschwerdeführer mit gleicher Begründung wie in act. 6 eine Verschlech- terung seines Gesundheitszustandes geltend machen (BVGer act. 12). F. In der zuhanden der Vorinstanz erstellten Stellungnahme vom 3. Februar 2011 kamen die IV-Stellenärzte Dres. D._______, F._______ und V._______ zum Schluss, in medizinischer Hinsicht fänden sich keine eine Arbeitsunfähigkeit verursachenden Elemente (act. 148). In ihrer Vernehmlassung vom 8. Februar 2011 beantragte die Vorinstanz die Abweisung der Beschwerde und Bestätigung der angefochtenen Ve r- fügung. Zur Begründung führte sie aus, aufgrund der durchgeführten Ab- klärungen – Einholung eines rheumatolog ischen und psychiatrischen Gutachtens – hätten sich die Ärzte unter Einbezug der Vorakten ein schlüssiges Bild der Leiden in arbeitsmedizinischer Hinsicht machen kön- nen. Sie seien zum Schluss gelangt, dass der Beschwerdeführer sowohl aus rheumatologischer als auch psychiatrischer Sicht, unter Ausschluss von körperlicher Schwerarbeit , arbeitsfähig sei. Da nichts gegen die Z u- verlässigkeit des Gutachtens spreche, komme diesem volle Beweiskraft zu. Deshalb dürfe auf die Beurteilung uneingeschränkt abgestellt werden. Auch in Berücksichtigung der im Beschwerdeverfahren eingereichten Arztberichte sei der ärztliche Dienst weiterhin der Meinung (act. 148) , dass eine wesentliche Besserung der Erwerbsfähigkeit eingetreten sei, da sich keine Hinweise auf das Vorliegen e iner schweren und andauer n-C-5549/2010 Seite 7 den Depr ession fänden. Insofern liege keine Verschlechterung des G e- sundheitszustandes vor (BVGer act. 16). G. Der mit Zwischenverfügung vom 18. Februar 2011 einverlangte Koste n- vorschuss von Fr. 300.- ging am 3. März 2011 ein (BVGer act. 17, 20). H. Mit Replik vom 28. Februar 2011 beantragte der Beschwerdeführer die Durchführung einer MEDAS-Begutachtung und machte nach wie vor eine Verschlechterung seines Gesundheitszustandes geltend (BVGer act. 19). I. Mit Duplik vom 16. März 2011 beantragte die Vorinstanz weiterhin die Abweisung der Beschwerde und Bestätigung der angefochtenen Verf ü- gung (BVGer act. 22). J. Mit Verfügung vom 25. März 2011 schloss die Instruktionsrichterin den Schriftenwechsel ab (BVGer act. 23). K. Mit Eingaben vom 26. März 2011, 3. Februar 2011 (Postaufgabe: 3. Mai 2011) und 2. September 2011 reichte der Beschwerdeführer unaufgefo r- dert verschiedene medizinische Dokumente ein (BVGer act. 24, 25 , 28, übersetzt in BVGer act. 26, 30). Am 4. Januar 2012 und 13. Februar 2012 reichte der Beschwerdeführer erneut unaufgefordert medizinische Unterlagen ein (BVGer act. 32 , 34, 36, 38, 39). Mit Schreiben vom 13. März 2012 (eingegangen am 21. März 2012) reichte der Beschwerdeführer eine weitere Eingabe ein (BVGer act. 42). L. In ihren Stellungnahmen vom 20. Januar 2012, 23. Februar 2012 und 5. April 2012 blieben die IV-Stellenärzte bei ihrer Beurteilung, wonach der Beschwerdeführer in seinem erlernten Beruf als Agronom voll arbeitsfähig sei (act. 150, 152, 154). Mit Verweis auf die Beurteilungen ihres ärztlichen Dienstes (act. 150, 152, 154) hielt die Vorinstanz in ihrer Stellungnahme vom 11. April 2012 an ih- rem Antrag auf Abweisung der Beschwerde und Bestätigung der ang e-C-5549/2010 Seite 8 fochtenen Verfügung fest. In Berücksichtigung der neu eingereichten me- dizinischen Unterlagen sei im massgeblichen Zeitpunkt der angefocht e- nen Revisionsverfügung keine wesentliche Verschlechterung des G e- sundheitszustandes ausgewiesen (BVGer act. 43). M. Mit Verfügung vom 8. Mai 2012 stellte die Instruktionsric hterin die Ste l- lungnahme dem Beschw erdeführer zur Kenntnisnahme zu; g leichzeitig wurde die unaufgefordert eingereichte Eingabe des Beschwerdeführers vom 13. März 2012 aus den Akten gewiesen. Der Beschwerdeführer wur- de insbesondere darauf hingewiesen, dass der vom Gericht zu überpr ü- fende Zeitraum im Zeitpunkt der angefochtenen Verfügung 9. Juli 2011 (recte: 9. Juli 2010) ende, und der weitere Verlauf des Krankengesch e- hens im vorliegenden Verfahren nicht geprüft werde (BVGer act. 46). N. Auf die weiteren Vorbri ngen der Parteien wird, soweit für die Entschei d- findung erforderlich, im Rahmen der Erwägungen eingegangen. Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 1. Das Bundesverwaltungsgericht prüft von Amtes wegen und mit freier Kognition, ob die Prozessvoraussetzungen vorliegen und auf die B e- schwerde einzutreten ist (BVGE 2007/6 E.1 mit Hinweisen). 1.1 Das Bundesverwaltungsgericht ist zuständig für die Beurteilung von Beschwerden gegen Verfügungen nach Art. 5 des Bundesgesetzes über das Verwaltungsverfahren vom 20. Dezember 1968 (Verwaltungsver fah- rensgesetz, VwVG, SR 172.021 ), sofern kein Ausnahmetatbestand erfüllt ist (Art. 31, 32 des Bundesgesetzes über das Bundesverwaltungsgericht vom 17. Juni 2005 [Verwaltungsgerichtsgesetz, VGG, SR 172.32]). Z u- lässig sind Beschwerden gegen Verfügungen von Vorinstanzen gemäss Art. 33 VGG. Die IV -Stelle für Versicherte im Ausland ist eine Vorinstanz im Sinn von Art. 33 Bst. d VGG (vgl. auch Art. 69 Abs. 1 Bst. b des Bun- desgesetzes über die Invalidenversicherung vom 1 9. Juni 1959 [IVG, SR 831.20]), und eine Ausnahme nach Art. 32 VGG liegt nicht vor. Das Bu n- desverwaltungsgericht ist daher zur Beurteilung der vorliegenden B e- schwerde zuständig. 1.2 Der Beschwerdeführer ist durch den angefochtenen Entscheid b e- sonders berührt u nd hat an dessen Aufhebung oder Änderung ein C-5549/2010 Seite 9 schutzwürdiges Interesse (Art. 48 Abs. 1 VwVG; vgl. auch Art. 59 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherung s- rechts vom 6. Oktober 2000 [ ATSG, SR 830.1]). Er ist daher zur B e- schwerde legitimiert. 1.3 Die Beschwerde vom 30. Juli 2010 (gleichentags der Post übergeben) wurde frist - und formgerecht eingereicht (Art. 50 Abs. 1, Art. 52 Abs. 1 VwVG; vgl. auch Art. 60 ATSG) und der Beschwerdeführer hat den ei n- verlangten Kostenvorschuss innert der ges etzten Frist bezahlt, weshalb auf die Beschwerde einzutreten ist. 2. Streitig und damit zu prüfen ist vorliegend, ob die Vorinstanz zu Recht mit Verfügung vom 9. Juli 2010 die halbe Invalidenrente ab 30. November 2008 aufgehoben hat, bzw. ob der rechtserheb liche Sachverhalt gen ü- gend abgeklärt ist. Der Beschwerdeführer beantragt, es sei ihm weiterhin eine halbe Rente zu gewähren. 2.1 Das Bundesverwaltungsgericht prüft die Verletzung von Bundesrecht einschliesslich der Überschreitung oder des Missbrauchs des Ermessens, die unrichtige oder unvollständige Feststellung des rechts erheblichen Sachverhalts und die Unangemessenheit (Art. 49 VwVG). 2.2 Das Bundesverwaltungsgericht ist gemäss dem Grundsatz der Rechtsanwendung von Amtes wegen nicht an die Begründung der B e- gehren der Parteien gebunden (Art. 62 Abs. 4 VwVG). Es kann die B e- schwerde auch aus anderen als den geltend gemachten Gründen gu t- heissen oder den an gefochtenen Entscheid im Ergebnis mit einer B e- gründung bestätigen, die von jener der Vorinstanz abweicht (vgl. BVGE 2009/65 E. 2.1). 3. Nach den allgemeinen intertemporalrechtlichen Regeln sind in verfa h- rensrechtlicher Hinsicht in der Regel diejenigen Rechtssä tze massge - bend, welche im Zeit punkt der Beschwerdebeurteilung Geltung haben (BGE 130 V 1 E. 3.2), unter Vorb ehalt der spezialgesetzlichen Übe r- gangsbestimmungen. Gemäss Art. 37 VGG richtet sich das Verfahren vor dem Bundesverwa l- tungsgericht nach dem VwVG, soweit das VGG nichts anderes bestimmt. Das VwVG findet aufgrund von Art. 3 Bst. d bis VwVG jedoch keine A n- wendung in Sozialversicherungssachen, soweit das ATSG anwendbar ist. C-5549/2010 Seite 10 Nach Art. 2 des ATSG sind die Bestimmungen des ATSG anwendbar, so- weit die einzelnen Sozialversicherungsgesetze des Bundes dies vors e- hen. Nach Art. 1 Abs. 1 IVG sind die Bestimmungen des ATSG auf die In- validenversicherung (Art. 1a-26bis und 28-70) anwendbar, soweit das IVG nicht ausdrücklich eine Abweichung vom ATSG vorsieht. 3.1 In materiellrechtlicher Hinsicht sind grundsätzlich diejeni gen Rechts- vorschriften anwendbar, die bei Erfüllung des zu Rechtsfolgen führenden Sachverhalts Geltung haben (BGE 134 V 315 E. 1.2; BGE 130 V 329 E. 2.3). 3.2 Am 1. Januar 2008 sind im Rahmen der 5. IV -Revision Änderungen des IVG und anderer Erlasse wie des ATSG in Kraft getreten. Weil in zeit- licher Hinsicht – vorbehältlich besonderer übergangsrecht licher Regel - ungen – grundsätzlich diejenigen Rechtssätze massgeb lich sind, die bei der Erfüllung des rechtlich zu ordnenden oder zu Rechts folgen führenden Tatbestandes Geltung haben (BGE 132 V 220 E. 3.1.1, 131 V 11 E. 1), sind die Leistungsansprüche für die Zeit bis zum 31. Dezember 2007 auf- grund der bisherigen und ab diesem Zeitpunkt nach den neuen Normen zu prüfen (pro rata temporis; BGE 130 V 445). Die 5. IV-Revision brachte für die Invaliditätsbemessung keine sub- stanziellen Änderungen gegenüber der bis zum 31. Dezember 2007 gültig gewesenen Rechtslage, sodass die zur altrechtlichen Regelung ergang e- ne Rechtsprechung weiterhin massgebend ist (vgl. Urteil des BGer 8C_373/2008 vom 28. August 2008 E. 2.1). Neu normiert wurde dagegen der Zeitpunkt des Rentenbeginns, der – sofern die entsprechenden A n- spruchsvoraussetzungen gegeben sind – gemäss Art. 29 Abs. 1 IVG (in der Fassung der 5. IV -Revision) frühestens sechs Monate nach Gelten d- machung des Leistungsanspruchs na ch Art. 29 Abs. 1 ATSG entsteht. In Fällen, in denen der Versicherungsfall vor dem 1. Januar 2008 eintrat resp. die einjährige gesetzliche Wartezeit vor diesem Zeitpunkt zu laufen begann und im Jahre 2008 erfüllt wurde, gilt unter der Voraussetzung, dass die Anmeldung spätestens am 31. Dezember 2008 eingereicht wu r- de, das alte Recht (vgl. zum Ganzen Rundschreiben Nr. 253 des Bu n- desamtes für Sozialversicherungen vom 12. Dezember 2007 [5. IV- Revision und Intertemporalrecht]). Im vorliegenden Verfahren finden demnach grundsätzlich jene Vor - schriften Anwendung, die bei Eintritt des Versicherungsfalles, spätestens jedoch bei Erlass der Verfügung vom 9. Juli 2010 in Kraft standen; weiter C-5549/2010 Seite 11 aber auch solche Vorschriften, die zu jenem Zeitpunkt bereits ausser Kraft getreten waren, die aber für die Beurteilung allenfalls früher entstan- dener Leistungsansprüche von Belang sind (das IVG ab dem 1. Januar 2004 in der Fassung vom 21. März 2003 [AS 2003 3837; 4. IV-Revision] und ab dem 1. Januar 2008 in der Fassung vom 6. Okt ober 2006 [AS 2007 5129; 5. IV -Revision]; die IVV in den entsprechenden Fassungen der 4. und 5. IV-Revision [AS 2003 3859 und 2007 5155]). Noch keine Anwendung findet vorliegend das am 1. Januar 2012 in Kraft getretene erste Massnahmenpaket der 6. IV -Revision (IVG in der Fa s- sung vom 18. März 2011 [AS 2011 5659]). 3.3 Der Beschwerdeführer ist Staatsangehöriger der Republik Kosovo. Nach dem Zerfall der Föderativen Volkrepublik Jugoslawien blieben z u- nächst die Bestimmungen des Abkommens vom 8. Juni 1962 zwischen der Schweizerischen Eidgenossenschaft und der Föderativen Republik Jugoslawien über Sozialversicherung (SR 0. 831.109.818.1, in Kraft seit 1. März 1964) für alle Staatsangehörigen des ehemaligen Jugoslawiens anwendbar (BGE 126 V 198 E. 2b, 122 V 381 E. 1) . Zwischenzeitlich hat die Schweiz mit Nachfolgestaaten des ehemaligen Jugoslawiens (Kro a- tien, Slowenien, Mazedonien), nicht aber mit der Republiken Serbien bzw. Kosovo, neue Abkommen über die Soziale Sicherheit abgeschlossen. Für den Beschwerdeführer als ko sovarischer Staatsangehöriger findet de m- nach weiterhin das schweizerisch -jugoslawische Sozialversicherungsab- kommen vom 8. Juni 1962 Anwendung (vgl. Urteil des Bundesverwa l- tungsgerichts [BVGer] C-4828/2010 vom 7. März 2011 E. 5.4; vgl. auch Urteil des Bundesgerichts 9C_171/2012 vom 23. Mai 2012). Gemäss Art. 2 des Abkommens sind Angehörige der Vertragsstaaten in den Rechten und Pflichten aus der Bundesgesetzgebung über die Invalidenversich e- rung einander gleichgestellt, soweit in diesem Abkommen und seinem Schlussprotokoll nichts Abweichendes bestimmt ist. Mangels einer einschlägigen abkommensrechtlichen Regelung ist die Ausgestaltung des Verfahrens sowie die Prüfung der Anspruchsvorau s- setzungen einer schweizerischen Invalidenrente grundsätzlich Sache der innerstaatlichen Rechtsordnung (BGE 130 V 253 E. 2.4). Daraus folgt, dass die Verwaltung und im Beschwerdefall das Gericht den Leistung s- anspruch der beschwerdeführenden Partei grundsätzlich nach den R e- geln des schweizerischen Rechts zu beurteilen haben. C-5549/2010 Seite 12 4. Nach der Rechtsprechung des Bundesgerichts sind für die Bestimmung des rechtserheblichen Sachverhalts im Beschwerdeverfahren betreffend das Sozialversicherungsrecht grundsätzlich die tatsächlichen Verhältnisse bis zum Erlass des angefochtenen Entscheids massge bend, in casu demnach bis zum 9. Juli 2010 (vgl. BGE 132 V 368 E. 6.1 mit Hinweisen; THOMAS LOCHER, Grundriss des Sozialversicherungsrechts, 3. Auflage, Bern 2003, § 74 N 20). Sachverhaltsänderungen, die nach dem massgebenden Zeitpunkt des Er- lasses des ang efochtenen Entscheides eingetreten sind, können im vo r- liegenden Beschwerdeverfahren grundsätzlich nicht berücksichtigt we r- den. Allerdings können Tatsachen, die den Sachverhalt seither verändert haben, unter Umständen Gegenstand einer neuen Verwaltungsverfügung bilden (BGE 121 V 362 E. 1b mit weiteren Hinweisen). 4.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit oder der Unmöglichkeit, sich im bisherigen Aufgabenbereich zu betätigen (Art. 8 Abs. 1 und 3 ATSG). Nach Art. 4 IVG kann die Invalidität Folge von Geburtsgebrechen, Kran k- heit oder Unfall sein (Abs. 1); sie gilt als eingetreten, sobald sie die für die Begründung des Anspruchs auf die jewei lige Leistung erforderliche Art und Schwere errei cht hat (Abs. 2). Arbeitsunfähigkeit ist die durch eine Beeinträchtigung der körperlichen und geistigen Gesundheit bedingte, volle oder teilweise Un fähigkeit, im bisherigen Beruf oder Aufgabenb e- reich zumutbare Arbeit zu leisten. Bei langer Dauer wird auch die zumut- bare Tätigkeit in einem ande ren Beruf oder Aufgabenbereich berücksic h- tigt (Art. 6 ATSG). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen oder geistigen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglich e- nen Arbeitsmarkt (Art. 7 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt z u- dem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG in der Fassung vom 6. Oktober 2006 [5. IV -Revision], in Kraft seit 1. Januar 2008). 4.2 Neben den geistigen un d körperlichen Gesundheitsschäden können auch psychische Gesundheitsschäden eine Invalidiät bewirken (Art. 8 i.V.m. Art. 7 ATSG [4. Revision]). Nicht als Folgen eines psychischen G e-C-5549/2010 Seite 13 sundheitsschadens und damit invalidenversicherungsrechtlich nicht als relevant gelten Einschränkungen der Erwerbsfähigkeit, welche die vers i- cherte Person bei Aufbietung allen guten Willens, die verbleibende Lei s- tungsfähigkeit zu verwerten, abwenden könnte; das Mass des Forderb a- ren wird dabei weitgehend objektiv bestimmt (BGE 131 V 49 E. 1.2 mit Hinweisen, BGE 130 V 352 E. 2.2.1; SVR 2007 IV Nr. 47 S. 154 E. 2.4). Entscheidend ist, ob dies für die Gesellschaft tragbar ist. Dies ist nach ei- nem weitgehend objektiven Massstab zu prüfen (BGE 136 V 279 E. 3.2.1, BGE 127 V 294 E. 4c in fine). Psychosoziale und soziokulturelle Faktoren lassen sich oft nicht klar vom medizinisch obj ektivierbaren Leiden trennen . Trotzdem können solche äussere Umstände nicht als gesundheitliche Beeinträchtigungen im Sinn des Gesetzes verstanden werden, weil der gesetzliche Invaliditätsbegriff selber klar zwischen der versicherten Person als Trägerin des (invalidisie- renden) Gesundheitsschadens und der durch ihn verursachten Erwerb s- unfähigkeit unterscheidet. Infolgedessen können psychische Störungen, welche durch soziale Umstände verursacht werden und bei Wegfall der Belastung wieder verschwinden, nicht zur Invalidenrente berechtigen. Zwar kann einer fachgerecht diagnostizierten psychischen Krankheit der invalidisierende Charakter nicht mit dem blossen Hinweis a uf eine beste- hende psychosoziale Belastungssituation abgesprochen werden. Je stä r- ker aber psychosozial und soziokulturelle Faktoren im Einzelfall in den Vordergrund treten und das Beschwerdebild mitbestimmen, desto ausg e- prägter muss eine fachärztlich festg estellte psychische Störung von Krankheitswert vorhanden sein (BGE 127 V 294 E. 5a). Nur wenn und soweit psychosoziale und soziokulturelle Faktoren einen derart verselbst- ständigten Gesundheitsschaden aufrechterhalten oder seine – unabhän- gig von den invalid itätsfremden Elementen bestehenden – Folgen ve r- schlimmern, können sie sich mittelbar invaliditätsbegründend auswirken (SVR 2010 IV Nr. 19 S. 59 E. 5.2). In diesem Sinn werden Wechselwi r- kungen zwischen sich körperlich und psychisch manifestierenden Störu n- gen und der sozialen Umwelt berücksichtigt, wenn auch bedeutend wen i- ger stark als nach dem in der Medizin verbreiteten bio -psychosozialen Krankheitsmodell (SVR 2008 IV Nr. 62 S. 204 E. 4.2). 4.3 Gemäss Art. 28 Abs. 2 IVG besteht der Anspruch auf eine ganze Rente bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70%, auf eine Dreivie r- telsrente von mindestens 60%, auf eine halbe Rente bei einem solchen von mindestens 50% und auf eine Viertelsrente von mindestens 40%. C-5549/2010 Seite 14 Beträgt der Invaliditätsgrad weniger als 50%, so werden die entsprechen- den Renten nur an Versicherte ausbezahlt, die ihren Wohnsitz und ihren gewöhnlichen Aufenthalt (Art. 13 ATSG) in der Schweiz haben. Eine Aus- nahme von diesem Prinzip gilt seit dem 1. Juni 2002 für Schweizer Bü r- ger und Staatsangehörige der EU, denen bereits ab einem Invalidität s- grad von 40% eine Rente ausgerichtet wird, wenn sie in einem Mitglie d- staat der EU Wohnsitz haben, was vorliegend nicht zutrifft (Art. 29 Abs. 4 IVG). 4.4 Ändert sich der Invaliditätsgrad einer Rentenbezügerin oder eines Rentenbezügers erheblich, so wird die Rente von Amtes wegen oder auf Gesuch hin für die Zukunft entsprechend erhöht, herabgesetzt oder au f- gehoben (Art. 17 Abs. 1 ATSG). Anlass zur Rentenrevision gibt nach der Rechtsprechung jede wesentliche Änderung in den tat sächlichen Verhält- nissen, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit den Rentena n- spruch zu beeinflussen (BGE 125 V 368 E. 2). Die Invalidenrente ist de s- halb nicht nur bei einer wesentlichen Veränderung des Gesundheitsz u- standes revidierbar, sondern au ch dann, wenn sich die erwerblichen Auswirkungen (oder die Auswirkungen auf die Betätigung im üblichen Aufgabenbereich) des an sich gleich gebliebenen Gesundheitszustandes erheblich verändert haben; zudem kann auch eine Wandlung des Aufg a- benbereichs einen Revisionsgrund darstellen (BGE 130 V 343 E. 3.5, 117 V 198 E. 3b; AHI 1997 S. 288 E. 2b). Liegt eine erhebliche Änderung des Sachverhalts vor, ist der Rentenanspruch in rechtlicher und tatsächlicher Hinsicht allseitig, d.h. unter Berücksichtigung des gesam ten für die Lei s- tungsberechtigung ausschlaggebenden Tatsachenspektrums zu prüfen (SVR 2004 IV Nr. 17 S. 54 E. 2.3; AHI 2002 S. 164; Urteil des Bundesge- richts 8C_751/2007 vom 8. Dezember 2008 E. 4.3.2). Unerheblich unter revisionsrechtlichem Gesichtswinkel ist nach ständiger Praxis die unte r- schiedliche Beurteilung eines im Wesentlichen gleich gebliebenen Sac h- verhaltes (BGE 112 V 371 E. 2b mit Hinweisen; SVR 1996 IV Nr. 70 S. 104 E. 3a). Auch eine neue Verwaltungs - oder Gerichtspraxis rechtfertigt grundsätzlich keine Revision des laufenden Rentenanspruchs zum Nac h- teil des Versicherten (BGE 115 V 308 E. 4a bb). 4.4.1 Bei einer Verbesserung der Erwerbsfähigkeit oder der Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, ist die anspruchsbeeinflussende Änderung für die H erabsetzung oder Aufhebung der Leistung von dem Zeitpunkt an zu berücksichtigen, in dem angenommen werden kann, dass sie voraussichtlich längere Zeit dauern wird. Sie ist in jedem Fall zu b e-C-5549/2010 Seite 15 rücksichtigen, nachdem sie ohne wesentliche Unterbrechung drei Monate gedauert hat und voraussichtlich andauern wird (Art. 88a Abs. 1 IVV). 4.5 Nach der Rechtsprechung ist als zeitliche Vergleichsbasis einerseits der Sachverhalt im Zeitpunkt der ursprünglichen Rentenverfügung und anderseits derjenige zur Zeit der streitigen Revisionsverfügung zu b e- rücksichtigen (BGE 130 V 343 E. 3.5.2, 125 V 368 E. 2). Die Rechtspr e- chung gemäss BGE 130 V 71 hat auch für die Rentenrevision, sei es auf Gesuch hin oder von Amtes wegen, zu gelten. Zeitlicher Referenzpunkt für die Prüfung einer an spruchserheblichen Änderung bildet somit auch hier die letzte (der versicherten Person eröffnete) rechtskräftige Verf ü- gung, welche auf einer materiellen Prüfung des Rentenanspruchs mit rechtskonformer Sachverhaltsabklärung, Beweiswürdigung und Durchfüh- rung eines Einkommensvergleichs (bei Anhaltspunkten für eine Änderung in den erwerblichen Auswirkungen des Gesundheitszustands) beruht; vorbehalten bleibt die Rechtsprechung zur Wiedererwägung und proze s- sualen Revision (BGE 133 V 108 E. 5.4 mit Hinweis auf 130 V 71 E. 3.2.3). Die weitere Ausrichtung einer Invalidenrente nach einer von Amtes wegen durchgeführten Revision, bedarf keiner Verfügung (Art. 74ter Bst. f IVV), sofern dabei keine leistungsbeeinflussende Änderung der Verhältnisse festgestellt wurde. Die blosse Mitteilung eines solchen Rev i- sionsergebnisses ist, wenn keine Verfügung verlangt wurde (Art. 74 quater Abs. 1 IVV; bis am 31. Dezember 2011 Art. 74quater IVV), in Bezug auf den Vergleichszeitpunkt einer rechtskräftigen Verfügung gleichzustellen (SVR 2010 IV Nr. 4 S. 8 E. 3.1). 4.6 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung – und im Beschwerdefall das Gericht – auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des A rztes oder der Ärztin ist es, den Gesun d- heitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person a r- beitsunfähig ist. Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten Person noch zugemutet werden können. Es sind demnach nicht nur die Erwerbsmöglichkeit im angestammten Beruf, sondern auch in zumutbaren Verweisungstätigkeiten zu prüfen. Bei der Beme ssung der Invalidität ist auf die objektiven wirtschaftlichen Folgen der funktionellen Behinderung abzustellen, welche nicht zwingend mit dem vom Arzt fes t- gelegten Grad der funktionellen Einschränkung übereinstimmen müssen C-5549/2010 Seite 16 (BGE 125 V 256 E. 4, BGE 115 V 13 3 E. 2; AHI -Praxis 2002 S. 62 E. 4b.cc). Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Unte r- suchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Beurtei- lung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der m e- dizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen des E x- perten begründet sind. Ausschlaggebend für den Bewei swert ist grun d- sätzlich somit weder die Herkunft eines Beweismittels noch die Bezeic h- nung der eingereichten oder in Auftrag gegebenen Stellungnahmen als Bericht oder Gutachten (BGE 125 V 351 E. 3a). Berichten und Gutachten versicherungsinterner Ärzte kommt Beweiswert zu, sofern sie als schlüssig erscheinen, nachvollziehbar begründet sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihre Zuverlässi g- keit bestehen. Die Tatsache allein, dass der befragte Arzt in einem Anstel- lungsverhältnis zum Versic herungsträger steht, lässt nicht schon auf mangelnde Objektivität und auf Befangenheit schliessen. Es bedarf vie l- mehr besonderer Umstände, welche das Misstrauen in die Unparteilic h- keit der Beurteilung objektiv als begründet erscheinen lassen (BGE 125 V 351 E. 3b/ee mit Hinweisen). 5. Im vorliegenden Revisionsverfahren wird der rechtserhebliche Sachve r- halt einerseits durch die Mitteilung vom 2. August 2004, die auf einer ma- teriellen Prüfung beruht und einer materiellen Verfügung entspricht, und andererseits durch die Verfügung vom 9. Juli 2010 bestimmt. Es ist somit zu prüfen, ob zwischen der Mitteilung vom 2. August 2004 und der Verfü- gung vom 9. Juli 2010 eine anspruchsbeeinflussende Änderung des G e- sundheitszustandes eingetreten ist. 5.1 Die IVSTA stützte sich im Rahmen der Mitteilung vom 2. August 2004 im Wesentlichen auf die Stellungnahme des IV -Stellenarztes Dr. H._______ vom 27. Juli 2004. Zudem nahm sie weitere Arztberichte zu den Akten : Arztbericht von Dr. P ._______ , Facharzt Orthop ä- die/Traumatologie, vom 6. Januar 2 004, Arztbericht von Dr. U._______ , Neuropsychiater, vom 5. Februar 2004, Arztbericht von Dr. A._______ , Orthopäde, vom 6. April 2004, Arztbericht, Klinik R._______ , unterzeich- net von den Dres. U._______ und B.________ , Neuropsychia ter, vom C-5549/2010 Seite 17 8. April 2004 und ärztliche Beurteilung durch Dr. Q. Tol aj vom 30. April 2004. Dr. H._______ erstellte seine Stellungnahme namentlich gestützt auf den Bericht der Klini k R._______ vom 8. April 2004, den Arztbericht von Dr. U._______, Neuropsychiater, vom 5. Februar 2004 un d den Arztbericht von Dr. A._______, Orthopäde, vom 6. April 2004. Der IV -Stellenarzt di- agnostizierte mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit depressive Störung mit somatischem Syndrom/somatoforme Störung und neurotische Persö n- lichkeitsstruktur; ohne Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit nannte er Res i- duum bei Osteochondrose und Bandscheibenleiden im Bereich L5/S1. Dr. H._______ gab fol gende Beurteilung ab: A us psychiatrischen Gründen sei eine weitere Invalidität aufgrund der dazumal gestellten Diagnose – durch psychosoziale Belastungsfaktoren verursachte depressive Sy m- ptomatik – zweifelhaft. In orthopädischer Hinsicht sei nie eine Einschrä n- kung in der Ausübung von Verweisungstätigkeiten festgestellt worden. Dr. H._______ kam zum Schluss, dass der Gesundheitszustand mit einer aus psychiatrischen Gründen eingeschränkten Leistungsfähigkeit unver- ändert sei (act. 94). 5.2 Beim Erlass der rentenaufhebenden Verfügung stützte sich die IVSTA insbesondere auf das psychiatri sche Gutachten von Dr. L._______ , Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, vom 20. Oktober 2009 (act. 138), das Gutachten von Dr. M._______ , Spezialarzt für Rheumatologie, vom 14. Oktober 2009, Datum der Untersuchung (act. 137) und der inter- disziplinären Beurteilung durch die Dres. L._______ und M._______ vom 23. Oktober 2009 (act. 139) sowie der Stellungnahme durch die IV- Stellenärzte Dr. D._______, Dr. F._______ und Dr. V._______ vom 17. Dezember 2009 (act. 140). 5.2.1 Dr. M._______ führte in seinem rheumatologischen Gutachten aus, erstellt sei, dass beim Beschwerdeführer im Jahr 1994 ein lumboradikulä- res Syndrom S1 links bei einer Diskushernie L5/S1 aufgetreten sei. Be- reits 1995 und 1999 sei von einem regredienten, respektive residuellen radikulären Syndrom gesprochen worden. Aktuell fänden sich keine Hi n- weise auf einen noch vorhandenen Reizzustand der Wurzel S1. Die vom Beschwerdeführer geäusserte Schmerzabstrahlung in das linke Bein könne eventuell au f ein lumbospondylogenes Syndrom zurückgeführt werden. Aktuell fände sich im Bereich der LWS eine lumbale Linksskoli o- se. Die Lendenwirbelsäule sei kaum eingeschränkt, die Rückenmuskul a- tur sei weich, die Radiologie altersentsprechend. Ein lumbales C-5549/2010 Seite 18 Schmerzausmass könne trotz unauffälliger Radiologie und Klinik nicht ausgeschlossen werden, wobei die Schwielen an den Händen nicht auf eine völlige Schon ung des Körpers hinweisen würden. Aus somatischer Sicht sei bereits im Herbst 1994 eine Reduktion der Arbeitsfä higkeit als Bauarbeiter eingetreten. Der Grad de r Arbeitsfähigkeit habe sich 1995, vor allem aber im Jahr 1999, verbessert. Im erlernten Beruf als Agronom bestehe volle Arbeitsfähigkeit; die in den letzten Jahren ausgesprochene, weitgehend volle Arbeitsunfähigkeit sei nicht nachvollziehbar (act. 137). 5.2.2 Dr. L.________ nannte als Diagnosen anhaltende somatoforme Schmerzstörung (ICD-10:F45.4) ohne psychische Komorbidität und eine rezidivierende leichtgradig ausgeprägte depressive Störung (F33.0). Ge- gen eine sc hwerere Depression sprächen die Umständen, dass keine schwermütig gedrückte Stimmung, keine Suizidalität, keine Morgentiefs und ein regelmässiger Tagesablauf vorliegen würden. Zudem nehme der Beschwerdeführer das Antidepressivum gemäss dem Laborresultat ni cht in therapeutisch wirksamer Dosierung ein. Dies lasse darauf schliessen, dass kein Leidensdruck vorhanden sei. Zudem habe der Beschwerdefüh- rer anlässlich der Untersuchung geäussert, es gehe ihm seit Sommer 2009 in Bezug auf die Depression besser, gemäss seinem Psychiater be- stehe nur noch eine leichte Depression. D es Weiteren führte Dr. L.________ aus, z utreffend sei d ie mehrfach abgegebene Beurteilung, wonach die Schmerzsymptomatik psychosomatisch überla gert sei . Der Beschwerdeführer sei fixiert auf die Schmerzen, äussere hypochondr i- sche Befürchtungen und klage über eine Schmerzausdehnung. Oft käme es bei Lebenskrisen zu einer Verstärkung der Schmerzen ; bei organisch verursachten Schmerzen sei dies nicht der Fall. Die diagnostizierte anhal- tende somatoforme Schmerzstörung jedoch begründe für sich allein noch keine Invalidität, da eine derartige Schmerzstörung oder deren Folgen in der Regel überwunden werden könn ten, sofern die Willensanstrengung zumutbar sei. Der Beschwerdeführer leide zwar an einer progred ienten und chronifzierten Schmerzkrankheit, jedoch nicht in einem derartigen Ausmass, dass die Willensanstren gung zur Schmerzbewältigung nicht mehr zumutbar wäre. Aus psychiatrisch/psychosomatischen Gründen be- stehe eine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit . Aus psychiatrischer Sicht sei die Prognose jedoch nicht ungünstig, ob der Versicherte allerdings ei- ne Arbeit aufnehmen werde, sei fraglich. Aus medizinischer Sicht habe sich der Grad der Arbeitsfähigkeit insbesondere seit Sommer 2009 ver- bessert; die anläss lich der Rentenzusprache bestehende mittelgradige depressive Symptomatik liege aktu ell nur noch als knapp leichtgradige Depression vor. Zwar sei die psychosomatische Problematik neu aufg e-C-5549/2010 Seite 19 treten, doch habe diese gemäss den Foersterschen Kriterien keine Au s- wirkungen auf die Arbeitsfä higkeit. Die Ausübung einer leichten Tätigkeit sei zu 100% zumutbar (act. 138). 5.2.3 Der interdisziplinären Beurt eilung durch die Dres. L._______ und M._______ vom 23. Oktober 2009 ist zu entnehmen, dass der Versiche r- te wegen eines li nksseitigen lumboradikulären Schmerzsyndroms bei e i- ner Diskushernie arbeitsunfähig wurde. Aus rheumatologischer Sicht sei der Versicherte bis auf die Ausübung von körperlicher Schwerarbeit ar- beitsfähig; d ie aktuellen klinischen und radiologischen Befun de würden das altersübliche Ausmass nicht übersteigen und könnten die beklagten Symptome nicht erklären. Aus psychiatrischer Sicht stehe die psychos o- matische Überlagerung der Schmerzen im Vordergrund. Die anhaltende somatoforme Schmerzstörung verursache angesichts der nur leichten psychischen Komorbidität keine Einschränkung der Ar beitsfähigkeit. Die Ärzte stellten abschliessend fest, dass für eine geeignete Tätigkeit keine Einschränkung bestehe (act. 139). 5.2.4 In Würdigung der Gutachten kamen d ie IV -Stellenärzte Dres. D._______, F._______ und V._______ in ihrer Beurteilung vom 17. Dezember 2009 zum Schluss , dass der Versicherte auf seinem e r- lernten Beruf als Agronom voll arbeitsfähig sei (act. 140). Das Gutachten v on Dr. L._______ vom 20. Oktober 2009 erfüllt die an den Beweiswert eines ärztlichen Gutachtens gestellten Kriterien . Es wur- de aufgrund der Vorakten, einer am 15. Oktober 2009 durchgeführten persönlichen Untersuchung inkl. Labor befund und einer interdisziplinären Besprechung mit Dr. M._______ erstellt. Ausserdem ist es in der Darl e- gung der Zusammenhänge sowie der Beurteilung der medizinischen S i- tuation einleuchtend, so dass darauf abgestellt werden kann . Dasselbe gilt für das Gutachten von Dr. M._______, das ebenfalls den bundesge- richtlichen Anforderungen an ein Gutachten entspricht (vgl. BGE 125 V 351). Auf die vom Beschwerdeführer vorgeschlagene zusätzliche B e- weismassnahme in Form einer umfassenden medizinischen Unters u- chung in der Schweiz ist daher in antizipierter Beweiswürdigung zu ve r- zichten (vgl. BGE 122 II 464 E. 4a, BGE 122 III 219 E. 3c, BGE 120 1b 224 E. 2b, BGE 119 V 335 E. 3c mit Hinweisen). Somit lässt sich der Ge- sundheitszustand des Beschwerdeführers im massgeblichen Verfügungs- zeitpunkt vom 9. Juli 2010 schlüssig beurteilen. C-5549/2010 Seite 20 5.2.5 Gestützt auf diese Gutachten ist mit dem Beweisgrad der überwi e- genden Wahrscheinlichkeit davon auszugehen, dass sich der Gesun d- heitszustand in rentenrelevantem Ausmass verbessert hat. In psychischer Hinsicht legte Dr. L._______ in nachvollziehbarer Weise dar, dass die ur- sprünglich diagnostizierte mittelgradige Depression nur noch als leichtgradige Episode vorhanden ist. Im Übrigen gibt der Beschwerdefüh- rer im Rahmen der psychiatrischen Begutachtung selber an, dass es ihm bezüglich der depressiven Verstimmungen seit Sommer 20 09 besser ge- he. Ebenfalls lässt nichts darauf schliessen, dass die festgestellte soma- toforme Schmerzstörung in einem derartigen Ausmass vor handen ist , dass dem Beschwerdeführer die gemäss Rechtsprechung erforderliche Willensanstrengung nicht zumutbar wäre. In somatischer Hinsicht leidet der Beschwerdeführer seit einigen Jahren an einem chronifizierten lu m- balen Schmerzsyndrom bei einer Dis kushernie L5/S1 links. Dr. M._______ legt schlüssig dar, dass die klinischen und radiologischen B e- funde das altersübliche Ausmass nicht überschreiten würden. 5.2.6 Demnach kann festgestellt werden , dass sich der Gesundheitsz u- stand des Beschwerdeführers im massgeblichen Überprüfungszeitraum insbesondere in psychischer Hinsicht wesentlich verbessert hat. Die Vor- instanz ist somit gestützt a uf die Gutachten der Dres. M._______ und L._______ zu Recht von einer Verbesserung des Gesundheitszustandes ausgegangen. Dr. L._______ geht davon aus, dass die Verbesserung der Leistungsfähigkeit ab Sommer 2009 eingetreten ist. In Berücksichtigung von Art. 88 bis Abs. 2 IVV (vgl. hiernach E. 5.7) kann offen bleiben, wann genau die Verbesserung des Gesundheitszustandes eingetreten ist. 5.2.7 Betreffend die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit kann ebenfalls auf die Gutachter abgestellt werden, die den Beschwe rdeführer aus psychi- scher Sicht für leichte Tätigkeiten als voll arbeitsfähig erachten. Aus so- matischer Sicht liege für die Ausübung von körperlicher Schwerarbeit vol- le Arbeitsunfähigkeit vor. 5.2.8 Die im Rahmen des Beschwerdeverfahrens eingereichten Arztb e- richte (Bericht von Prof. Dr. Z._______ vom 2. Oktober 2010, Arztbericht von Dr. U._______ vom 27. Oktober 2010, Arztbericht von Dr. Ol._______ vom 2. November 2010, ärztliches Attest vom 3. November 2010 und Arztbericht vom 8. November 2010, beide von Dr. P ._______ [BVGer act. 6, übersetzt in BVGer act. 9], sowie ärzt licher Kurzbericht von Dr. Qi._______ vom 2. Februar 20 12, Arztbericht von Dr. Ol._______ vom 20. Dezember 2011 und 2./3./10. Februar 2012, Diagnosestellung von Dr. C-5549/2010 Seite 21 P ._______ vom 26. Dezember 2011, Arztbericht von Dr. U._______ vom 23. Dezember 2011 [BVGer act. 32, 34,36, 38, 39]) können im vorliege n- den Verfahren nicht berücksichtigt werden, da sie nicht den relevanten Zeitrahmen betreffen und nichts enthalten, was zu einer ab weichenden Beurteilung der Arbeitsfähigkeit bis zum Stichtag 9. Juli 2010 führen könnte. 5.3 Zusammenfassend ist s omit mit dem im Sozialversicherungsrecht massgeblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit davon auszugehen, dass der Beschwerdeführer spätestens seit Sommer 2009 in seiner zuletzt ausgeübten Tätigkeit als Bauhilfsarbeiter, die als körperli- che Schwerarbeit zu qualifizie ren ist , zu 100% arbeitsunfähig ist und in einer leichten bis mittelschweren Tätigkeit 100%-ige Erwerbsfähigkeit vor- liegt. 5.4 Zu prüfen sind nachfolgend die erwerblichen Auswirkungen der fes t- gestellten Erwerbs- bzw. Leistungsfähigkeit. Die Vorinstanz hat keinen Einkommensvergleich durchgeführt, was nachfolgend nachzuholen ist. 5.4.1 Der Einkommensvergleich hat in der Regel in der W eise zu erfo l- gen, dass die beiden hypothetischen Erwerbseinkommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und einander gegenüber gestellt werden, wo r- auf sich aus der Einkommensdifferenz der Invaliditätsgrad bestimmen lässt (allgemeine Methode des Einkommen svergleichs). Für den Ei n- kommensvergleich sind die Verhältnisse im Zeitpunkt des hypot hetischen Beginns des Rentenanpruchs massgebend, wobei Validen - Invalidenein- kommen auf zeitidentischer Grundlage zu erheben und allfällige rente n- wirksame Änderungen der V ergleichseinkommen bis zum Verfügungse r- lass respektive bis zum Einspracheentscheid zu berücksichtigen sind (BGE 129 V 222 E. 4). 5.5 Für die Ermittlung des Valideneinkommens ist entscheidend, was die versicherte Person im Zeitpunkt des frühestmöglichen Rentenb eginns nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit als gesu n- de Person tatsächlich verdient hätte. Dabei wird in der Regel am zuletzt erzielten, nötigenfalls der Teuerung und der realen Einkommensentwic k- lung angep assten Verdienst angeknüpft, da es empirischer Erfahrung entspricht, dass die bisherige Tätigkeit ohne Gesundheitsschaden fortg e- setzt worden wäre. Ausnahmen müssen mit überwiegender Wahrschei n- lichkeit erstellt sein (BGE 134 V 322 E. 4.1). Bezog eine versicherte Per- son aus invaliditätsfremden Gründen (z.B. geringe Schulbildung, fehlende C-5549/2010 Seite 22 berufliche Ausbildung, mangelnde Deutschkenntnisse, beschränkte A n- stellungsmöglichkeiten wegen Saisonnierstatus) ein deutlich unterdurc h- schnittliches Einkommen, ist diesem Umstand bei der Invaliditätsbeme s- sung nach Art. 16 ATSG Rechnung zu tragen, sofern keine Anhaltspunkte dafür bestehen, dass sie sich aus freien Stücken mit einem bescheiden e- ren Einkommensniveau begnügen wollte. Nur dadurch ist der Grundsatz gewahrt, dass die auf invaliditätsfremde Gesicht spunkte zurückzuführen- den Lohneinbussen entweder überhaupt nicht oder aber die beiden Ve r- gleichseinkommen gleichmässig zu berücksichtigen sind. Diese Parallel i- sierung der Einkommen kann praxisgemäss entweder auf Seiten des V a- lideneinkommens durch eine ents prechende Heraufsetzung des effektiv erzielten Einkommens oder aber auf Seiten des Invalideneinkommens durch eine entsprechende Herabsetzung des statistischen Wertes erfo l- gen (vgl. BGE 135 V 58 E. 3.1 sowie BGE 135 V 297 E. 5.1, je mit Hi n- weis auf BGE 134 V 322 E. 4.1 mit wiederum weiteren Hinweisen). Die Grundüberlegung dieser Rechtsprechung ist die folgende: Wenn eine versicherte Person in derjenigen Tätigkeit, die sie als Gesunde ausgeführt hat, einen deutlich unterdurchschnittlichen Lohn erzielt, weil ihre persönli- chen Eigenschaften (namentlich fehlende Ausbildung oder Sprachkenn t- nisse, ausländerrechtlicher Status) die Erzielung eines Durchschnittslo h- nes verunmöglichen, dann ist nicht anzunehmen, dass sie mit einer g e- sundheitlichen Beeinträchtigung behaf tet einen (anteilsmässig) durc h- schnittlichen Lohn erzielen könnte (vgl. BGE 135 V 297 E. 5.1 und BGE 135 V 58 E. 3.4.3). Ein Abweichen vom Regelfall, wonach das Vali - deneinkommen grundsätzlich anhand des zuletzt verdienten Lohnes zu bestimmen ist, kommt er st dann in Frage, wenn – unter anderem – der tatsächlich erzielte Verdienst deutlich unter dem branchenüblichen LSE - Tabellenlohn liegt (vgl. BGE 135 V 297 E. 6.1.1 m.w.H.; LSE = Die schweizerische Lohnstrukturerhebung des Bundesamtes für Statistik). Der Er heblichkeitsgrenzwert dieser Abweichung, ab welchem sich eine Parallelisierung der Vergleichseinkommen (im Sinne von BGE 134 V 322 a.a.O.) rechtfertigen kann, wurde vom Bundesgericht auf 5% festgesetzt. Dabei ist nur in dem Umfang zu parallelisieren, in welchem die prozentua- le Abweichung diesen Erheblichkeitsgrenzwert übersteigt (vgl. BGE 135 V 297 E. 6.1.2 und 6.1.3). 5.5.1 Obwohl der Beschwerdeführer in der Anmeldung zum Bezug von IV-Leistungen angibt (act. 14), Agronom zu sein, kann vorliegend zur Be- stimmung des hypothetischen Valideneinkommens nicht auf diese Täti g- keit abgestellt werden . Der Beschwerdeführers hat gemäss seinen eig e- nen Angaben zwar 4 Jahre Agronomie studiert (act. 13, 14, 30, 48, 137, C-5549/2010 Seite 23 138), in den Akten fin den sich jedoch weder ein Studiennac hweis noch ein entsprechender Diplomabschluss . Ausserdem war der Beschwerde- führer unbestrittenermassen nie als Agronom erwerbs tätig. Unter diesen Umständen ist vorliegend auf die zuletzt ausgeübte Tätigkeit als Bauhilfs- arbeiter abzustellen. Gemäss Formular "Fragebogen für den Arbeitgeber" (act. 25), datiert vom 19. Oktober 1998, erzielte der Beschwerdeführer im Jahr 1994 (Februar bis November) Fr. 36'540, hochgerechnet auf ein Jahr ergibt dies Fr. 47'502.-, dieses ist bis ins Jahr 200 9 zu indexieren, au s- machend Fr. 57'356.85. 5.5.2 Nachfolgend ist das Invalideneinkommen zu ermitteln, ausgehend von einer 100%-igen Erwerbsfähigkeit in Verweisungstätigkeiten. Der Wert für die mit einfachen und repetitiven Tätigkeiten beschäftigten Männer im privaten Sektor betrug gemäss LSE-Tabelle 2008, TA1, Total Männer, Anforderungsniveau 4, monatlich brutto Fr. 4'806 , bei einer w ö- chentlichen Arbeitszeit von 40 Stunden und inkl. Monatslohn (abrufbar unter www.bfs.admin.ch ˃ Themen ˃ Arbeit, Erwerb ˃ Publikation S. 3 ˃ die schweizerische Lohnstrukturerhebung 2008, Tabelle TA1, zuletzt b e- sucht am 23. August 2012). Unter Umrechnung dieses Einkommens auf die betriebsübliche wöchentliche Arbeitszeit von 41,7 Stunden im Jahr 2008 (abrufbar unter www.bfs.admin.ch ˃ Themen ˃ Arbeit, Erwerb ˃ E r- werbstätigkeit und Arbeitszeit ˃ detaillierte Daten ˃ Statistik der betrieb s- üblichen Arbeitszeit ˃ Betriebsübliche Arbeitszeit nach Wirtschaftsabte i- lungen, in Stunden pro Woche 1990 -2011, Sektor 3; zuletzt besucht am 23. August 2012) ergibt di es ein Jahreseinkommen von Fr. 60'123, ind e- xiert auf das Jahr 2009, ausmachend Fr. 61'387.59. Das auf den Tabellenlöhnen errechnete Invalideneinkommen ist somit um 7% höher als das Valideneinkommen. Da keine Anhaltspunkte dafür b e- stehen, dass der Beschwer deführer sich freiwillig mit einem unterdurc h- schnittlichen Einkommensniveau begnügen wollte, ist davon auszugehen, dass das deutlich unterdurchschnittliche Einkommensniveau in invalid i- tätsfremden persönlichen Eigenschaften des Beschwerdeführers – na- mentlich in nicht abgeschlossene r Berufsausbildung im Baubereich und fehlenden Sprachkenntnissen – begründet liegt. Gemäss bundesgerichtli- cher Rechtsprechung ist das auf der Basis des letzten Lohnes errechnete Valideneinkommen mit dem In valideneinkommen in dem Um fang zu p a- rallelisieren, in welchem die prozentuale Abweichung den Erheblichkeit s- grenzwert von 5%, vorliegend somit um 2% übersteigt, was ein Vali - deneinkommen von Fr. 58'503.98 (57'356.85 x 102 / 100) ergibt. C-5549/2010 Seite 24 Unter Berücksichtigung der langen Dauer der A bwesenheit des B e- schwerdeführers vom Arbeitsmarkt kann dem Beschwerdeführer ein le i- densbedingter Abzug von 5% gewährt werden, was e in Invalideneinkom- men von Fr. 58'318.20 ergibt. Der Einkommensvergleich stellt sich somit wie folgt dar: Dem Validenei n- kommen von Fr. 58'503.98 steht ein Invalideneinko mmen von Fr. 58'318.20 gegenüber, was keinen Invaliditätsgrad ergibt ([58'503.98 - 58'318.20] x 100 / 58'503.98 = 0.31), weshalb der Beschwerdeführer ke i- nen Rentenanspruch mehr hat. 5.6 Der Beschwerdeführer mit Jahrgang 1966 bezog seit Januar 2001 ei- ne halbe Rente; i m Zeitpunkt der angefochtenen Verfügung vom 9. Juli 2010 war er somit 44 Jahre alt und in einem Alter, in dem ihm der ausge- glichene Arbeitsmarkt genügend Tätigkeiten bietet, die dem gegebenen Zumutbarkeitsprofil entsprechen. Da die vom Beschwerdeführer zu fo r- dernde, gegenüber der Eingliederung vorrangige Selbsteingliederung d i- rekt zur rentenausschliessenden arbeitsmarktlichen Verwertbarkeit des wiedergewonnenen funktionellen Leistungsvermögens führ t und die bun- desgerichtliche Rechtsprechung 9C_163/2009 grundsätzlich auf Sac h- verhalte zu beschränken ist, in denen die revisions - oder wiedererw ä- gungsweise Herabsetzung oder Aufhebung der Invalidenrente eine vers i- cherte Person betrifft, die das 55. Altersjahr zurückgelegt oder die Rente seit mehr als 15 Jahren bezogen hat (Urteil des Bundesgerichts 9C_228/2010 vom 26. April 2011 E. 3.6), konnte die Vorinstanz von der Durchführung von beruflichen Eingliederungsmassnahmen absehen. 5.7 Nach Art. 88a Abs. 1 IVV i st die anspruchsbeeinflussende Änderung vom Zeitpunkt an zu berücksichtigen, in dem angenommen werden kann, dass sie voraussichtlich längere Zeit dauern wird. Sie ist in jedem Fall zu berücksichtigen, nachdem sie ohne wesentlichen Unterbruch drei Monate gedauert hat und voraussichtlich weiterhin andauern wird (Art. 88a Abs. 1 Satz 2 IVV). Die Herabsetzung oder Aufhebung der Renten und Hilfl o- senentschädigung erfolgt frühestens vom ersten Tag des zweiten der Z u- stellung der Verfügung folgenden Monats an (Art. 88bis Abs. 2 Bst. a IVV). Die Herabsetzung oder Aufhebung der Renten oder Hilflosenentschäd i- gungen erfolgt rückwirkend vom Eintritt der für den Anspruch erheblichen Änderung, wenn die unrichtige Ausrichtung einer Leistung darauf zurüc k- zuführen ist, dass de r Bezüger sie unrechtmässig erwirkt oder der ihm gemäss Art. 77 IVV zumutbare n Meldepflicht nicht nachgekommen ist (Art. 88bis Abs. 2 Bst. b). C-5549/2010 Seite 25 5.8 Vorliegend hat die Vorinstanz die halbe Rente bereits per 30 . Novem- ber 2008 eingestellt, dies mit der Begründung , der Beschwerdeführer ha- be die verlangten Unterlagen nicht eingereicht . Der Beschwerdeführer machte jedoch mit Schreiben vom 31. Oktober 2008 geltend, die in der Verfügung vom 23. September 2008 erwähnten Schreiben vom 1 0. März 2008 und 5. Mai 2008 nie er halten zu haben. Gemäss Akten ist das Schreiben vom 5. Mai 2008 per Einschreiben versandt worden. Da die Vorinstanz keinen Zustellungsnachweis erbracht hat, darf dem B e- schwerdeführer aus der lediglich behaupteten Zustellung kein Nachteil erwachsen, weshalb die Vorinstanz die Folgen der Beweislosigkeit zu tragen hat (vgl. BGE 103 V 63 E. 2a und Urteil des Bundesgerichts C 276/00 vom 17. August 2001 E. 3). Beizufügen ist, dass die IVSTA in ih- rem Rapport vom 17. Dezember 2009 selber festgehalten hat, die Rente (bzw. Rentenzahlungen) sei mit Verfügung vom 23. September 2008 sus- pendiert worden und für die Zukunft (2 Monate ab Aufhebungsverfügung) aufzuheben (vgl. act. 140). Somit ist festzustellen, dass die Vorinstanz verpflichtet gewesen wäre, die Rente ab dem 1. Dezember 2008 weiter auszurichten. Die angefochtene Verfügung datiert vom 9. Juli 2010, weshalb die Rente per 1. September 2010 aufzuheben ist. 5.9 Der Beschwerdeführer beantragt, die Verzinsung der über den 30. November 2008 hinaus fälligen Beitragsforderungen. 5.9.1 Für fällige Beitragsforderungen und Beitragsrückerstattungsanspr ü- che sind Verzugs- und Vergütungszinsen zu leisten. Der Bundesrat kann für geringe Beiträge und kurzfristige Ausstände Ausnahmen vorsehen (Art. 26 Abs. 2 ATSG). Sofern die versicherte Pe rson ihrer Mitwirkung s- pflicht vollumfänglich nachgekommen ist, werden die Sozialversicheru n- gen für ihre Leistungen nach Ablauf von 24 Monaten nach der Entstehung des Anspruchs, frühestens aber 12 Monate nach dessen Geltendm a- chung verzugszinspflichtig (Art. 26 Abs. 2 ATSG). Dabei beginnt die Ve r- zugspflicht zwei Jahre nach Beginn der Rentenberechtigung als solcher und nicht erst zwei Jahre nach Fälligkeit jeder einzelnen Monatsrente (BGE 133 V 9 E. 3.6). Wie erwähnt wurde die halbe Rente per 30. November 2008 eingestellt. Der Beschwerdeführer hat Anspruch auf Auszahlung der halben Rente bis Ende August 2010 , dies sind lediglich 20 Monate, weshalb kein A n- spruch auf Verzugszinsen besteht. C-5549/2010 Seite 26 5.9.2 Des Weiteren beantragt der Beschwerdeführer eine Ehegattenz u- satzrente. Gemäss Art. 34 Abs. 1 IVG in der bis zum 31. Dezember 2003 gültig g e- wesenen Fassung hatten rentenberechtigte verheiratete Personen, die unmittelbar vor ihrer Arbeitsunfähigkeit eine Erwerbstätigkeit ausübten, Anspruch auf eine Zusatzrente für ihren Ehegatten, sofern diesem kein Anspruch auf eine Alters- oder Invalidenrente zustand. Aufgrund der 4. IV- Revision, die am 1. Januar 2004 in Kraft trat, wurde diese Bestimmung aufgehoben und für laufende Zusatzrenten eine Besitzstandswahrung vorgesehen (vgl. Bst. e de r Schlussbestimmungen der Änderung vom 21. März 2003 [4. IV-Revision] AS 2003 3852). Mit der am 1. Januar 2008 in Kraft getretenen 5. IV-Revision wurde auch die Besitzstandswahrung aufgehoben (vgl. Schlussbestimmungen zur Änderung vom 6. Oktober 2006 AS 2007 5146). Der Beschwerdeführer hat somit keinen Anspruch auf eine Ehegattenzu- satzrente, weshalb der einschlägige Antrag abzuweisen ist. 5.10 Zusammenfassend ist festzu halten, dass die Vorinstanz zu Recht von einer Verbesserung des Gesundheitszustandes des Besch werdefüh- rers ausgegangen ist und die halbe Rente aufgehoben hat. Allerdings hat die Vorinstanz die Rente zu Unrecht bereits ab 30. November 2008 ei n- gestellt. 5.11 Aufgrund der vorstehenden Erwägungen ist die Beschwerde teilwe i- se gutzuheissen und die Verfügung v om 9. Juli 2010 aufzuheben. Der Beschwerdeführer hat Anspruch auf Ausrichtung der halben Rente zuzüg- lich der Kinderrenten vom 1. Dezember 2008 bis 31. August 2010. Soweit weitergehend ist die Beschwerde abzuweisen. 6. Zu befinden bleibt noch über die Verfahrenskosten und die Parteien t- schädigung. 6.1 In Berücksichtigung des verursachten Aufwandes und aufgrund des teilweisen Obsiegens in geringem Ausmass werden die Verfahrenskosten auf Fr. 400.- festgesetzt (Art. 63 Abs. 1 VwVG) . Der Differenzbetrag zum geleisteten Kostenvorschuss von Fr. 300.-, ausmachend Fr. 100.- hat der Beschwerdeführer nachzuzahlen. C-5549/2010 Seite 27 6.2 Die Beschwerdeinstanz kann der ganz oder teilweise obsiegenden Partei von Amtes wegen oder auf Begehren eine Entschädigung für ihr erwachsene notwendige und verhältnismässig hohe Kosten zusprechen (Art. 64 Abs. 1 VwVG in Verbindung mit Art. 7 A bs. 1 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]) . Die Parteientschäd i- gung umfasst die Kosten der Vertretung sowie allfällige weitere notwendi- ge Auslagen der Partei (Art. 8 VGKE). Der Beschwerdeführer ist im vo r- liegenden Verfahren anwaltlich vertreten. Aufgrund des teilweisen, jedoch nicht in der Hauptsache Obsiegens, steht dem Beschwerdeführer eine reduzierte Parteientschädigung zu, die auf pauschal Fr. 200.- festzuset- zen und von der Vorinstanz zu entrichten ist. Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 1. Die Beschwerde wird teilweise gutgeheissen und die angefochtene Ve r- fügung vom 9. Juli 2010 wird insoweit aufgehoben, als die Vorinstanz die halbe Rente mit Wirkung ab 1. Dezember 2008 aufgehoben hat. 2. Dem Beschwerdeführer wird die halbe Rente ab 1. Dezember 2008 bis 31. August 2010 zuzüglich der Kinderrenten weitergewährt. 3. Soweit weitergehend, wird die Beschwerde abgewiesen. 4. Die Verfahrenskosten werden auf Fr. 400.- festgesetzt und mit dem b e- reits geleisteten Kostenvorschuss in der Höhe von Fr. 300. - verrechnet. Der Differenzbetrag von Fr. 100. - ist innert 30 Tagen nach Inkrafttre ten des vorliegenden Urteils zu Gunsten der Gerichtskasse zu überweisen. 5. Dem Beschwerdeführer wird zu Lasten der Vorinstanz eine Parteien t- schädigung von Fr. 200.- zugesprochen. C-5549/2010 Seite 28 6. Dieses Urteil geht an: – den Beschwerdeführer (Gerichtsurkunde) – die Vorinstanz (Ref-Nr._______; Einschreiben) – das Bundesamt für Sozialversicherungen (Einschreiben) Die vorsitzende Richterin: Die Gerichtsschreiberin: Franziska Schneider Sabine Uhlmann Rechtsmittelbelehrung: Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen nach Eröffnung beim Bun- desgericht, Schweizerhofquai 6, 600 4 Luzern, Beschwerde in öffentlich - rechtlichen Angelegenheiten geführt werden (Art. 82 ff., 90 ff. und 100 des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]). Die Rechtsschrift hat die Beg ehren, deren Begründung mit Angabe der B e- weismittel und die Unterschrift zu enthalten. Der angefochtene Entscheid und die Beweismittel sind, soweit sie der Beschwerdeführer in Händen hat, beizulegen (Art. 42 BGG). Versand: