<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="content"> <div class="para">Bundesgericht </div> <div class="para">Tribunal fédéral </div> <div class="para">Tribunale federale </div> <div class="para">Tribunal federal </div> <div class="para"> </div> <div class="para">{T 0/2} </div> <div class="para">2C_699/2010 </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Urteil vom 8. Oktober 2010 </div> <div class="para">II. öffentlich-rechtliche Abteilung </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Besetzung </div> <div class="para">Bundesrichter Zünd, Präsident, </div> <div class="para">Gerichtsschreiber Feller. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Verfahrensbeteiligte </div> <div class="para">X.________, z.Zt. Strafanstalt A.________, </div> <div class="para">Beschwerdeführer, </div> <div class="para">vertreten durch Fürsprecher Beat Zürcher, </div> <div class="para"> </div> <div class="para">gegen </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Amt für Bevölkerung und Migration </div> <div class="para">des Kantons Freiburg. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Gegenstand </div> <div class="para">Nichtverlängerung der Aufenthaltsbewilligung wegen Straffälligkeit, </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Beschwerde gegen das Urteil des Kantonsgerichts Freiburg, I. Verwaltungsgerichtshof, vom 29. Juni 2010. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Erwägungen: </div> <div class="para"> </div> <div class="para">1. </div> <div class="para">Der 1978 in Deutschland geborene türkische Staatsgehörige X.________ reiste 1984 als Sechsjähriger in die Schweiz ein. Er erhielt die Aufenthaltsbewilligung, die zuletzt bis am 30. Dezember 2007 verlängert wurde. Eine Lehre brach er vorzeitig ab; ab 1999 war er temporär verschiedentlich als Hilfsarbeiter tätig; seit 2001 bezog er Sozialhilfe. Gegen ihn bestehen Betreibungen und Verlustscheine je in der Grössenordnung von mehreren zehntausend Franken. Im Zeitraum 2000 bis 2008 erwirkte er verschiedene strafrechtliche Verurteilungen. U.a. wegen (teils mehrfachen, bandenmässigen) Raubs, Erpressung, Diebstahls, Widerhandlungen gegen das Betäubungsmittelgesetz wurde er zu mehreren Freiheitsstrafen mit einer Gesamtdauer von über fünf Jahren verurteilt. Die am 17. September 2008 verfügte ambulante Massnahme musste anfangs Januar 2009 widerrufen werden; er entwich sodann dreimal aus dem anschliessenden Massnahmenvollzug in offener Umgebung und befindet sich seit Mai 2010 im geschlossenen Vollzug. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Mit Verfügung vom 12. Juni 2010 lehnte das Amt für Bevölkerung und Migration des Kantons Freiburg eine weitere Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung ab und verfügte auf den Zeitpunkt der Haftentlassung die Wegweisung aus der Schweiz. Die dagegen erhobene Beschwerde wies der I. Verwaltungsgerichtshof des Kantonsgerichts Freiburg mit Urteil vom 29. Juni 2010 ab. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Mit Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten vom 9. September 2010 beantragt X.________ dem Bundesgericht, das Urteil des Kantonsgerichts sei aufzuheben und die Angelegenheit sei zur neuerlichen Beurteilung an die Vorinstanz zurückzuweisen, eventuell sei dem Beschwerdeführer die Aufenthaltsbewilligung zu verlängern. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Es ist weder ein Schriftenwechsel noch sind andere Instruktionsmassnahmen angeordnet worden. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">2. </div> <div class="para">2.1 Die Weigerung, dem Beschwerdeführer die Aufenthaltsbewilligung zu verlängern, wird damit begründet, dass Gründe für einen Widerruf der Bewilligung im Sinne von Art. 62 lit. b, c und e AuG vorlägen. Das ändert nichts daran, dass Gegenstand des Verfahrens nicht ein Bewilligungswiderruf ist, sondern ein Entscheid über die Verlängerung einer durch Ablauf der Gültigkeitsdauer erloschenen (Art. 61 Abs. 1 lit. c AuG) Bewilligung. Während die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten gegen einen Widerrufsentscheid offensteht, ist im Falle eines Entscheids über die Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung dieses ordentliche Rechtsmittel nur zulässig, wenn das Bundesrecht oder das Völkerrecht einen entsprechenden Anspruch einräumt (<span class="artref">Art. 83 lit. c Ziff. 2 BGG</span>). </div> <div class="para"> </div> <div class="para">2.2 Das Bundesgericht prüft seine Zuständigkeit sowie die Zulässigkeit eines Rechtsmittels zwar von Amtes wegen (<span class="artref">Art. 29 Abs. 1 BGG</span>; <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=14&amp;from_date=26.09.2010&amp;to_date=15.10.2010&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F133-II-249%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page249">BGE 133 II 249</a> E. 1.1 S. 251, 353 E. 1 S. 356). Aus der durch <span class="artref"><artref id="CH/173.110/42/2" type="start"></artref><artref id="CH/173.110/42/1" type="start"></artref>Art. 42 Abs. 1 und 2 BGG</span><artref id="CH/173.110/42/2" type="end"></artref><artref id="CH/173.110/2" type="end"></artref> statuierten Begründungspflicht ergibt sich indessen, dass die beschwerdeführende Partei sich zu den Eintretensvoraussetzungen äussern muss, wenn deren Vorliegen ungewiss ist (eben zitierte Urteile). Der Beschwerdeführer argumentiert, wie wenn eine "Ausweisung" bzw. ein Bewilligungswiderruf streitig wäre. Zur Frage der Zulässigkeit seines Rechtsmittels betreffend die Verweigerung einer Bewilligung unter dem Gesichtswinkel von <span class="artref">Art. 83 lit. c Ziff. 2 BGG</span> äussert er sich überhaupt nicht, obwohl das Bestehen eines Anspruchs auf Bewilligungsverlängerung ungewiss ist. Als einzige Anspruchsnorm käme <span class="artref">Art. 8 EMRK</span> in Betracht. Im Falle des volljährigen Beschwerdeführers, der unverheiratet ist und keine Kinder hat, könnte ein Bewilligungsanspruch aus dieser Konventionsnorm nur bei Vorliegen ganz besonderer Umstände anerkannt werden (vgl. dazu <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=14&amp;from_date=26.09.2010&amp;to_date=15.10.2010&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F130-II-281%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page281">BGE 130 II 281</a>). Das Vorliegen solcher Umstände zeigt der Beschwerdeführer nicht auf. Damit ist in Berücksichtigung von <span class="artref"><artref id="CH/173.110/108/b" type="start"></artref><artref id="CH/173.110/108/1/b" type="start"></artref><artref id="CH/173.110/108/1/a" type="start"></artref>Art. 108 Abs. 1 lit. a und b BGG</span><artref id="CH/173.110/108/1/b" type="end"></artref><artref id="CH/173.110/108/b" type="end"></artref><artref id="CH/173.110/b" type="end"></artref> auf die Beschwerde mit Entscheid des Einzelrichters im vereinfachten Verfahren gemäss <span class="artref">Art. 108 BGG</span> nicht einzutreten. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">2.3 Die Gerichtskosten (<span class="artref">Art. 65 BGG</span>) sind entsprechend dem Verfahrensausgang dem Beschwerdeführer aufzuerlegen (Art. 66 Abs. 1 erster Satz BGG). </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Demnach erkennt der Präsident: </div> <div class="para"> </div> <div class="para">1. </div> <div class="para">Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">2. </div> <div class="para">Die Gerichtskosten von Fr. 500.-- werden dem Beschwerdeführer auferlegt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">3. </div> <div class="para">Dieses Urteil wird den Verfahrensbeteiligten, dem Kantonsgericht Freiburg, I. Verwaltungsgerichtshof, und dem Bundesamt für Migration schriftlich mitgeteilt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Lausanne, 8. Oktober 2010 </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Im Namen der II. öffentlich-rechtlichen Abteilung </div> <div class="para">des Schweizerischen Bundesgerichts </div> <div class="para">Der Präsident: Der Gerichtsschreiber: </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Zünd Feller </div> </div></body></html>