<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2023.00574</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=223633&amp;W10_KEY=13045538&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2023.00574</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 13.11.2023</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">3. Abteilung/Einzelrichter</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Ãbriges Verwaltungsrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Massnahmen nach Gewaltschutzgesetz</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Massnahmen nach Gewaltschutzgesetz. [Das Zwangsmassnahmengericht verlängerte nach Einsprache gegen den provisorischen Entscheid und Anhörung beider Parteien die Schutzmassnahmen gegenüber der Beschwerdeführerin mangels glaubhaft gemachten Fortbestands der Gefährdung nicht.] Obwohl die Beschwerdeführerin zunächst eine falsche Ortsangabe machte, diese aber zeitnah korrigieren wollte, ist die Aussagenwürdigung der Vorinstanz nicht zu rügen. Es lag in ihrem Ermessen, inwiefern sie von der Beschwerdeführerin zu der Örtlichkeit eingereichte Fotos zur Aussagenwürdigung hinzuzog. Das konkrete Datum des Vorfalls ist nicht ausschlaggebend, zumal in einem Gewaltschutzverfahren nicht jedes Detail völlig rekonstruiert sein muss. Indem die Vorinstanz gewisse Unschärfen in den Daten als nachvollziehbar beurteilte, berücksichtigte sie, dass die Erinnerung an ein Datum während eines Ferienaufenthalts vage sein kann. Dies kann jedoch nicht für die Örtlichkeit und weiteren Umstände eines gravierenden Vorfalls gelten, ist doch davon auszugehen, dass einer gefährdeten Person das Bild vor Augen bleibt, wo sich ein derart einschneidendes Erlebnis ereignet hatte (E. 4.3). Mehrere Monate zurück liegende Vorfälle genügen nicht, eine weitere zukünftige Gefährdung zur Verlängerung von Schutzmassnahmen zu begründen. Auf Nachfragen des Zwangsmassnahmenrichters konnte die Beschwerdeführerin keine weiteren aktuellen Vorfälle nennen. Gewaltschutzmassnahmen können nicht allein auf Zusehen hin und aufgrund früherer Situationen noch zu einem späteren Zeitpunkt darauf rückblickend erlassen werden (E. 4.4). Die Tatsache weiterer hängiger Verfahren genügt nicht für den Fortbestand einer Gefährdung im Sinn des GSG (E. 4.5). Die Aussagenwürdigung der Vorinstanz, welche beide Parteien ausführlich anhörte und sich so einen persönlichen Eindruck zu verschaffen vermochte, ist nicht zu beanstanden: Die Vorinstanz analysierte die Aussagen der Beschwerdeführerin auf deren Glaubhaftigkeit, ungeachtet dessen, was der Beschwerdegegner erwidert hatte. Der Vorinstanz, welcher ein relativ grosser Beurteilungsspielraum zukommt, kann auch keine Ermessensverletzung vorgeworfen werden, wenn sie den Fortbestand der Gefährdung nach Anhörung der Parteien anders als im Rahmen des provisorischen Entscheids als nicht glaubhaft beurteilte. Den daraufhin vom provisorischen abweichenden Entscheid hat sie nachvollziehbar begründet und auch die von der Beschwerdeführerin bezüglich der Widersprüche vorgebrachten Erklärungen vermögen diesen nicht in Frage zu stellen (E. 4.6). § 12 Abs. 1 GSG ist auch in verwaltungsgerichtlichen Beschwerdeverfahren anzuwenden. Eine Kostenauflage in Anwendung des Unterliegerprinzips ist daher zulasten der gefährdeten Person - vorbehältlich bös- oder mutwilliger Prozessführung - nicht statthaft (E. 5.1). Abweisung. Gewährung URB.</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ANHÃRUNG">ANHÃRUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: AUSSAGEWÃRDIGUNG">AUSSAGEWÃRDIGUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ERMESSENSSPIELRAUM">ERMESSENSSPIELRAUM</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: FORTBESTAND DER GEFÃHRDUNG">FORTBESTAND DER GEFÃHRDUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: GEFÃHRDUNG">GEFÃHRDUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: GEFÃHRDUNGSFORTBESTAND">GEFÃHRDUNGSFORTBESTAND</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: GEWALTSCHUTZ">GEWALTSCHUTZ</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: GEWALTSCHUTZGESETZ">GEWALTSCHUTZGESETZ</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: GEWALTSCHUTZMASSNAHMEN">GEWALTSCHUTZMASSNAHMEN</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: GLAUBHAFTIGKEIT">GLAUBHAFTIGKEIT</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: Besonderes Verwaltungsrecht (ohne...) ST: POLIZEI-, SICHERHEITS- UND ORDNUNGSRECHT">POLIZEI-, SICHERHEITS- UND ORDNUNGSRECHT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: SCHUTZMASSNAHMEN">SCHUTZMASSNAHMEN</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade">Art. 10 Abs. II GSG</span><br/><span class="gerade">Art. 11 Abs. I GSG</span><br/><span class="ungerade">Art. 12 Abs. I GSG</span><br/><span class="gerade">Art. 12 Abs. II GSG</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 3 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="WordSection1"> <table border="1" cellpadding="0" cellspacing="0" class="MsoNormalTable" width="591"> <tr> <td valign="top"> <p class="Kopf1"><span>Verwaltungsgericht</span></p> <p class="Kopf1"><span>des Kantons ZÃ¼rich</span></p> <p class="Kopf1"><span>3. Abteilung</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Kopf1"> </p> </td> <td valign="top"> <p class="Kopf1"><span><img alt="" height="78" id="Bild 1" src="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getImage&amp;nF38_KEY=64384" width="123"/></span></p> </td> </tr> </table> <p class="MsoNormal">VB.2023.00574</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"><b><span>Urteil</span></b></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="Zwischentitel"> </p> <p class="MsoNormal"><span>der Einzelrichterin</span></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">vom <a id="VF_DAT_ENTSCHEID">13. November 2023</a></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">Mitwirkend: Verwaltungsrichterin Silvia Hunziker, <a id="TN_AUTOTEXT_RICHTER"></a><a id="TN_AUTOTEXT_GS"></a>Gerichtsschreiberin Cyrielle SÃ¶llner Tropeano.</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">In Sachen</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><a id="RU_AUTOTEXT_DRITT_N"><span>A, vertreten durch RA B, </span></a></p> <p class="MsoNormal"><b><span>BeschwerdefÃ¼hrerin, </span></b></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="Zwischentitel">gegen</p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>C, vertreten durch RA D, </span></p> <p class="MsoNormal"><b><span>Beschwerdegegner, </span></b></p> <p class="Zwischentitel"> </p> <p class="Zwischentitel">und</p> <p class="Zwischentitel"> </p> <p class="MsoNormal"><span>Bedrohungsmanagement der Stadtpolizei ZÃ¼rich,</span><b><span> </span></b><span>Fachstelle HÃ¤usliche Gewalt,</span></p> <p class="MsoNormal"><b><span>Mitbeteiligte,</span></b><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"><b>betreffend Massnahmen nach Gewaltschutzgesetz,</b></p> <p class="Zwischentitel">hat sich ergeben: </p> <p class="Sachverhalt1"><b>I. </b> </p> <p class="Sachverhalt2"><b><span>A. </span></b>A (geboren 1982) und C (geboren 1964) sind verheiratet und fÃ¼hren einen gemeinsamen Haushalt. Ein Eheschutzverfahren ist hÃ¤ngig.</p> <p class="Sachverhalt2"><b><span>B. </span></b><span>Mit VerfÃ¼gung vom 1. September 2023 ordnete die Stadtpolizei ZÃ¼rich gestÃ¼tzt auf das Gewaltschutzgesetz vom 19. Juni 2006 (</span>GSG<span>, LS 351) gegenÃ¼ber C fÃ¼r die Dauer von jeweils 14 Tagen die Wegweisung aus der Wohnung, ein Rayonverbot und ein Kontaktverbot zu A an.</span></p> <p class="Sachverhalt1"><b>II. </b> </p> <p class="Urteilstext">Mit Eingabe vom 7. September 2023 ersuchte A das Zwangsmassnahmengericht am Bezirksgericht ZÃ¼rich (fortan: Zwangsmassnahmengericht ZÃ¼rich) um VerlÃ¤ngerung der polizeilichen Schutzmassnahmen um drei Monate. Mit Urteil vom 13. September 2023 verlÃ¤ngerte das Zwangsmassnahmengericht ZÃ¼rich die Schutzmassnahmen provisorisch bis zum 13. Dezember 2023. Dagegen erhob C, anwaltlich vertreten, am 18. September 2023 Einsprache an das Zwangsmassnahmengericht ZÃ¼rich. Nach getrennter AnhÃ¶rung von A und C hiess das Zwangsmassnahmengericht ZÃ¼rich mit VerfÃ¼gung und Urteil vom 25. September 2023 die Einsprache von C gut. Die mit VerfÃ¼gung der Stadtpolizei ZÃ¼rich vom 1. September 2023 angeordneten Schutzmassnahmen wurden nicht verlÃ¤ngert. Verfahrenskosten wurden keine auferlegt. A, nunmehr ebenfalls anwaltlich vertreten, sowie C wurde je die unentgeltliche RechtsverbeistÃ¤ndung gewÃ¤hrt.</p> <p class="Sachverhalt1"><b>III. </b> </p> <p class="Urteilstext">Dagegen liess A am 28. September 2023 Beschwerde an das Verwaltungsgericht erheben und unter EntschÃ¤digungsfolge (zuzÃ¼glich Mehrwertsteuer) beantragen, das Urteil des Zwangsmassnahmengerichts ZÃ¼rich vom 25. September 2023 sei aufzuheben und es sei dessen Urteil vom 13. September 2023 zu bestÃ¤tigen. In prozessualer Hinsicht sei der Beschwerde im Sinn einer superprovisorischen Massnahme die aufschiebende Wirkung zu erteilen und es sei A die unentgeltliche Rechtspflege und unentgeltliche RechtsverbeistÃ¤ndung zu gewÃ¤hren.</p> <p class="Urteilstext">Mit PrÃ¤sidialverfÃ¼gung vom 29. September 2023 wies das Verwaltungsgericht das Gesuch von A, der Beschwerde sei superprovisorisch die aufschiebende Wirkung zu erteilen, ab (Prot. S. 2 ff.).</p> <p class="Urteilstext">Das Zwangsmassnahmengericht ZÃ¼rich nahm mit Eingabe vom 2. Oktober 2023 Stellung und reichte seine Akten ein. C liess mit Beschwerdeantwort vom 9. Oktober 2023 unter EntschÃ¤digungsfolge (zuzÃ¼glich Mehrwertsteuer) die Abweisung der Beschwerde und die BestÃ¤tigung des Urteils des Zwangsmassnahmengerichts vom 25. September 2023 beantragen. In prozessualer Hinsicht liess er um GewÃ¤hrung der unentgeltlichen ProzessfÃ¼hrung und unentgeltlichen RechtsverbeistÃ¤ndung ersuchen. A liess hierzu unter Festhalten an ihren AntrÃ¤gen am 16. Oktober 2023 Stellung nehmen. Daraufhin erfolgten keine weiteren Stellungnahmen.</p> <p class="Einzug1"><span>Die Einzelrichterin</span><span> erwÃ¤gt:</span></p> <p class="Erwgung1"><b>1. </b> </p> <p class="Urteilstext"><span>GemÃ¤ss § 11a Abs. 1 </span>GSG<b> </b><span>ist das Verwaltungsgericht fÃ¼r die Beurteilung von Beschwerden gegen Entscheide des Zwangsmassnahmengerichts in Angelegenheiten des Gewaltschutzgesetzes zustÃ¤ndig. Zum Entscheid berufen ist die Einzelrichterin, zumal sich vorliegend keine Fragen von grundsÃ¤tzlicher Bedeutung stellen (§ 38b Abs. 1 lit. d Ziff. 4 in Verbindung mit § 43 Abs. 1 lit. a des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 [VRG, LS 175.2] und § 38b Abs. 2 VRG).</span></p> <p class="Erwgung1"><b>2. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>2.1 </b>Massnahmen, die sich auf das Gewaltschutzgesetz stÃ¼tzen, werden im Ã¶ffentlichen Interesse zum Schutz gefÃ¤hrdeter Personen und zur Entspannung einer hÃ¤uslichen Gewaltsituation angeordnet (statt vieler VGr, 5. Mai 2022, VB.2022.00219, E. 2.1, mit Hinweis auf BGE 134 I 140 E. 2). HÃ¤usliche Gewalt liegt gemÃ¤ss § 2 Abs. 1 GSG vor, wenn eine Person in einer bestehenden oder einer aufgelÃ¶sten familiÃ¤ren oder partnerschaftlichen Beziehung in ihrer kÃ¶rperlichen, sexuellen oder psychischen IntegritÃ¤t verletzt oder gefÃ¤hrdet wird durch AusÃ¼bung oder Androhung von Gewalt (lit. a) oder durch mehrmaliges BelÃ¤stigen, Auflauern oder Nachstellen (lit. b). Liegt hÃ¤usliche Gewalt vor, stellt die Polizei den Sachverhalt fest und ordnet umgehend die zum Schutz der gefÃ¤hrdeten Personen notwendigen Massnahmen an (§ 3 Abs. 1 GSG). So kann die Polizei die gefÃ¤hrdende Person aus der Wohnung oder dem Haus weisen, ihr untersagen, von der Polizei bezeichnete, eng umgrenzte Gebiete zu betreten, und ihr auch verbieten, mit den gefÃ¤hrdeten und diesen nahestehenden Personen in irgendeiner Form Kontakt aufzunehmen (§ 3 Abs. 2 lit. aâc GSG). Die Schutzmassnahmen gelten wÃ¤hrend 14 Tagen ab Mitteilung an die gefÃ¤hrdende Person (§ 3 Abs. 3 Satz 1 GSG). Die gefÃ¤hrdende Person kann ein Gesuch um gerichtliche Beurteilung stellen (§ 5 Satz 1 GSG). Die gefÃ¤hrdete Person ihrerseits kann beim Gericht innert acht Tagen um VerlÃ¤ngerung der Schutzmassnahmen ersuchen (§ 6 Abs. 1 GSG). Dieses entscheidet innert vier Arbeitstagen Ã¼ber solche Gesuche (§ 9 Abs. 1 GSG). Es stellt den Sachverhalt von Amtes wegen fest und fordert unverzÃ¼glich die polizeilichen Akten und, sofern ein Strafverfahren eingeleitet wurde, jene der Strafuntersuchung an (§ 9 Abs. 2 Satz 1 GSG). Das Gericht heisst das VerlÃ¤ngerungsgesuch gut, wenn der Fortbestand der GefÃ¤hrdung glaubhaft ist (§ 10 Abs. 1 Satz 1 GSG). Dabei entscheidet es vorlÃ¤ufig, wenn die Gesuchsgegnerin oder der Gesuchsgegner nicht angehÃ¶rt worden ist, und setzt dieser bzw. diesem eine Frist von fÃ¼nf Tagen an, um gegen den Entscheid Einsprache zu erheben (§ 10 Abs. 2 GSG; § 11 Abs. 1 GSG). Die gerichtlich verfÃ¼gten Schutzmassnahmen dÃ¼rfen insgesamt drei Monate nicht Ã¼bersteigen (§ 6 Abs. 3 GSG).</p> <p class="Erwgung2"><b>2.2 </b>Unter den Begriff der hÃ¤uslichen Gewalt fallen unter anderem strafbare Handlungen wie TÃ¤tlichkeiten, KÃ¶rperverletzungen, Beschimpfungen, Drohungen, NÃ¶tigungen und SachbeschÃ¤digungen, sofern sie in der konkreten Situation geeignet sind, gefÃ¤hrdende oder verletzende Auswirkungen auf die IntegritÃ¤t einer Person zu haben (VGr, 23. Dezember 2021, VB.2021.00815, E. 2.2 mit Hinweisen). Was den Nachweis des Vorliegens hÃ¤uslicher Gewalt angeht, enthÃ¤lt das Gewaltschutzgesetz keine Angaben zum Beweismass. GemÃ¤ss der Rechtsprechung dÃ¼rfen Polizei bzw. Zwangsmassnahmengericht hÃ¤usliche Gewalt bereits dann als erstellt erachten, wenn sie glaubhaft gemacht wird. Von hÃ¤uslicher Gewalt ist somit auszugehen, wenn fÃ¼r ihr Vorhandensein gewisse Elemente sprechen, wobei mit der MÃ¶glichkeit gerechnet werden darf, dass sie sich nicht verwirklicht haben kÃ¶nnte (statt vieler VGr, 26. Mai 2021, VB.2021.00313, E. 2.4; BGE 130 III 321 E. 3.3). In Bezug auf den GefÃ¤hrdungsfortbestand, der bei der Beurteilung von VerlÃ¤ngerungsgesuchen das massgebende Kriterium darstellt, gilt von Gesetzes wegen das Beweismass der Glaubhaftmachung (§ 10 Abs. 1 Satz 1 GSG). Demnach genÃ¼gt es, wenn gewisse Elemente fÃ¼r eine anhaltende GefÃ¤hrdung sprechen, wobei mit der MÃ¶glichkeit gerechnet werden darf, dass sie doch nicht besteht (Andreas Conne/Kaspar PlÃ¼ss, Gewaltschutzmassnahmen im Kanton ZÃ¼rich, in: Sicherheit &amp; Recht 3/2011, S. 127 ff., S. 134). Den Ablauf der Geschehnisse im Detail zu rekonstruieren, ist nicht notwendig (VGr, 6. April 2022, VB.2022.00136, E. 2.3 mit Hinweisen).</p> <p class="Erwgung2"><b>2.3 </b>Nicht selten steht in Bezug auf einen behaupteten Gewaltvorfall "Aussage gegen Aussage", sodass die Glaubhaftigkeit der Aussagen der involvierten Personen von entscheidwesentlicher Bedeutung ist. Ein Aussageverhalten gilt in der Regel dann als glaubhaft, wenn die Schilderungen mit Aussagen anderer Personen oder anderen Beweismitteln Ã¼bereinstimmen und realitÃ¤tsnah, nachvollziehbar, plausibel, detailreich, ausfÃ¼hrlich und authentisch erscheinen. Auf fehlende Glaubhaftigkeit hindeuten kÃ¶nnen demgegenÃ¼ber WidersprÃ¼che, Unstimmigkeiten in Bezug auf andere Beweismittel, nachtrÃ¤gliche Relativierungen und EingestÃ¤ndnisse sowie ein ausweichendes Antwortverhalten bzw. Antwortverweigerung (statt vieler VGr, 19. November 2020, VB.2020.00674, E. 2.4; Conne/PlÃ¼ss, S. 135).</p> <p class="Erwgung2"><b>2.4 </b>Im Zusammenhang mit der VerlÃ¤ngerung von Schutzmassnahmen steht dem Zwangsmassnahmengericht Ermessen zu. Zum einen kann sich das Zwangsmassnahmengericht im Rahmen der persÃ¶nlichen AnhÃ¶rung der Parteien einen umfassenden Eindruck von der Situation machen, wÃ¤hrend das Verwaltungsgericht aufgrund der Akten zu entscheiden hat (VGr, 16. September 2020, VB.2020.00513, E. 2.3). Zum anderen greift Letzteres nur im Fall von Rechtsverletzungen und unrichtiger bzw. ungenÃ¼gender Sachverhaltsfeststellung ein, nicht aber bei blosser Unangemessenheit (§ 50 VRG). Ferner genÃ¼gt wie erwÃ¤hnt bereits die Glaubhaftmachung des Fortbestands einer GefÃ¤hrdung. Demnach rechtfertigt sich seitens des Verwaltungsgerichts eine gewisse ZurÃ¼ckhaltung bei der Beurteilung der vorinstanzlichen WÃ¼rdigung (statt vieler VGr, 28. April 2021, VB.2021.00137, E. 3.2). </p> <p class="Erwgung1"><b>3. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>3.1 </b>Den polizeilichen Schutzmassnahmen lag der folgende Sachverhalt zugrunde: Der Beschwerdegegner kontrolliere die BeschwerdefÃ¼hrerin engmaschig und mache ihr diverse Vorschriften. Befolge die BeschwerdefÃ¼hrerin diese nicht, werde der Beschwerdegegner gegen sie tÃ¤tlich oder drohe ihr damit, dass sie die Schweiz verlassen mÃ¼sse. Im Zeitraum zwischen ca. 1.â28. August 2023 habe der Beschwerdegegner die BeschwerdefÃ¼hrerin regelmÃ¤ssig und in zunehmender IntensitÃ¤t tÃ¤tlich angegriffen, indem er sie an den HÃ¤nden festgehalten und gegen die Wand gestossen habe, wenn sie sich nicht an seine Anweisungen gehalten habe. WÃ¤hrend einer Autofahrt habe der Beschwerdegegner die BeschwerdefÃ¼hrerin mit der Faust gegen die Rippen geschlagen, wodurch sie starke Schmerzen sowie eine Rippenprellung erlitten habe und sich in Ã¤rztliche Behandlung habe begeben mÃ¼ssen. Der Beschwerdegegner habe ihr in tÃ¼rkischer Sprache gedroht, sie umzubringen, wodurch die BeschwerdefÃ¼hrerin in Angst versetzt worden sei. Der Beschwerdegegner habe ihre HÃ¤nde festgehalten, sie auf das Bett geworfen und sie anschliessend mit beiden HÃ¤nden am Hals gepackt und so fest zugedrÃ¼ckt, dass sie keine Luft mehr bekommen habe.</p> <p class="Erwgung2"><b>3.2 </b>Die Vorinstanz erwog, dass mit ihrem vorlÃ¤ufigen Urteil vom 13. September 2023 das Vorliegen von hÃ¤uslicher Gewalt und der Fortbestand der GefÃ¤hrdung der BeschwerdefÃ¼hrerin gestÃ¼tzt auf deren nicht a priori unglaubhaften Aussagen bezÃ¼glich des gewalttÃ¤tigen Verhaltens des Beschwerdegegners bejaht worden seien. Nach der AnhÃ¶rung der Parteien zeige sich im Vergleich zum vorlÃ¤ufigen Urteil vom 13. September 2023 ein zumindest teilweise anderes Bild. So habe die BeschwerdefÃ¼hrerin doch in wesentlichen Punkten ihre bei der Polizei gemachten Aussagen korrigiert. Nunmehr solle sich der aktuellste, von ihr beschriebene Vorfall nicht mehr am 9. oder 10. August 2023 ereignet haben, sondern am 7. August 2023. Auch solle sich der Vorfall entgegen ihren AusfÃ¼hrungen bei der Polizei nicht in einem Hotel in E (TÃ¼rkei), sondern plÃ¶tzlich im mehrere hundert Kilometer entfernten F (TÃ¼rkei) ereignet haben. KÃ¶nnten gewisse UnschÃ¤rfen in den Daten noch nachvollziehbar sein, vermÃ¶ge aber â trotz einer allfÃ¤llig belasteten Situation â nicht zu Ã¼berzeugen, dass die BeschwerdefÃ¼hrerin einen derart einschneidenden und belastenden Vorfall wie der von ihr erwÃ¤hnte Vorfall in der TÃ¼rkei Ã¶rtlich nicht mehr einzuordnen vermÃ¶ge. Insgesamt habe sie daher den von ihr beschriebenen Vorfall in der TÃ¼rkei nicht glaubhaft zu machen vermocht. Weitere aktuelle VorfÃ¤lle, insbesondere im August 2023, habe die BeschwerdefÃ¼hrerin trotz hartnÃ¤ckigem Nachfragen des Bezirksrichters weder anlÃ¤sslich der gerichtlichen AnhÃ¶rung noch anlÃ¤sslich der polizeilichen Befragung glaubhaft geschildert. SÃ¤mtliche beschriebenen VorfÃ¤lle lÃ¤gen Monate zurÃ¼ck. Diese seien allenfalls in einem mÃ¶glichen Strafverfahren zu klÃ¤ren. Habe die BeschwerdefÃ¼hrerin nun keine aktuellen VorfÃ¤lle glaubhaft machen kÃ¶nnen, so insbesondere denjenigen in der TÃ¼rkei nicht, sei auch kein Fortbestand der GefÃ¤hrdung glaubhaft. Ein oder zwei VorfÃ¤lle, welche mehrere Monate zurÃ¼cklÃ¤gen, kÃ¶nnten dazu im vorliegenden Fall nicht genÃ¼gen. </p> <p class="Erwgung2"><b>3.3 </b>Die BeschwerdefÃ¼hrerin widerspricht dem wie folgt: Einen Tag nach der polizeilichen Einvernahme, anlÃ¤sslich welcher der Vorfall mit dem WÃ¼rgen in einem Hotel in E (TÃ¼rkei) und am 9. oder 10. August 2023 protokolliert worden sei, habe sie der befragenden Polizistin per E-Mail Bilder des besagten Hotels geschickt. Eine Antwort auf diese E-Mail habe sie jedoch erst am 11. September 2023 erhalten, worin ihr mitgeteilt worden sei, der polizeiliche Rapport sei bereits am 31. August 2023 abgeschlossen worden und ihre E-Mail hÃ¤tte nicht mehr berÃ¼cksichtigt werden kÃ¶nnen. Nunmehr sei belegt, dass ihre Angabe, dass der besagte Vorfall mit dem WÃ¼rgen in einem Hotel in F (TÃ¼rkei) / G (TÃ¼rkei) passiert sei, gar nicht neu sei. Sie vermute, es gehe auf einen Fehler des Dolmetschers zurÃ¼ck, dass E (TÃ¼rkei) als Ort des Hotels in den Protokollen vermerkt sei. Weiter sei es ihr wÃ¤hrend der polizeilichen Einvernahme nicht gut gegangen, weshalb sie gesagt habe, sie sei sich bezÃ¼glich des Datums des WÃ¼rgens nicht ganz sicher. AnlÃ¤sslich der mÃ¼ndlichen Verhandlung vor der Vorinstanz habe sie dieses auf 7. August 2023 korrigiert, weil sie inzwischen in Erfahrung gebracht habe, wann sie das Hotel verlassen habe. Da sie sich beim Beschwerdegegner nicht sicher gefÃ¼hlt habe, habe sie darauf bestanden, das Hotel zu verlassen und zu ihrer Familie nach H (TÃ¼rkei) zu gehen. Am 8. August 2023 seien sie mit dem Auto des Beschwerdegegners nach E (TÃ¼rkei) gefahren und dort erst am 9. August 2023 angekommen. Auch der Beschwerdegegner habe seine Aussage bezÃ¼glich des Ankunftsdatums in der polizeilichen Einvernahme in der vorinstanzlichen AnhÃ¶rung korrigiert. Somit sei weder die Angabe des Orts neu gewesen noch habe das korrigierte Datum im Widerspruch mit ihren Angaben bei der Polizei gestanden. Sie habe auch glaubhaft geschildert, weshalb sie Angst davor habe, der Beschwerdegegner setzte seine Drohungen in die Tat um. Die Gefahr sei deshalb nicht nur glaubhaft, sondern auch entgegen der Vorinstanz auch aktuell, insbesondere unter BerÃ¼cksichtigung der pendenten Straf- und Zivilverfahren. </p> <p class="Erwgung2"><b>3.4 </b>Der Beschwerdegegner wendet ein, die Aussagen und Angaben der BeschwerdefÃ¼hrerin seien fÃ¼r die kurze relevante Zeitperiode voller WidersprÃ¼che. Sie habe angegeben, seit August 2020 wÃ¼rden sich VorfÃ¤lle hÃ¤uslicher Gewalt ereignen, dabei sei sie erst im August 2022 in die Schweiz in seine Wohnung zugezogen. Mit ihren Angaben, wo sich das Hotel befunden haben solle, schwanke sie ebenso wie bezÃ¼glich des Datums. Die neueste Variante, wonach das WÃ¼rgen im Hotel in F (TÃ¼rkei) stattgefunden haben soll, Ã¼berzeuge in keiner Weise. HÃ¤tte sie sich nach dem Vorfall dermassen schlecht gefÃ¼hlt, wÃ¤re sie direkt zu ihrer Familie nach H (TÃ¼rkei) gefahren, ohne den Umweg mit einer Distanz von ca. 800 km Ã¼ber E (TÃ¼rkei) in Kauf zu nehmen. Es habe von ihm zu keinem Zeitpunkt hÃ¤usliche Gewalt ihr gegenÃ¼ber gegeben und ebenso wenig sei die BeschwerdefÃ¼hrerin in der Schweiz isoliert oder unterdrÃ¼ckt.</p> <p class="Erwgung1"><b>4. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>4.1 </b>Zu prÃ¼fen ist, ob die Vorinstanz den Fortbestand der GefÃ¤hrdung zu Recht als nicht glaubhaft beurteilte. WÃ¤hrend gestÃ¼tzt auf die polizeiliche Einvernahme der BeschwerdefÃ¼hrerin vom 31. August 2023 mit Urteil vom 13. September 2023 noch von einem Fortbestand der GefÃ¤hrdung ausgegangen wurde, kam die Vorinstanz nach AnhÃ¶rung der Parteien zum Schluss, dass sich ein zumindest teilweise anderes Bild zeige. <span>Von wesentlicher Bedeutung ist die Glaubhaftigkeit der Aussagen der involvierten Parteien. Diese kann aufgrund eines persÃ¶nlichen Kontakts im Rahmen einer AnhÃ¶rung besser beurteilt werden als aufgrund der Akten. </span>Es wurde im Urteil vom 13. September 2023 darauf hingewiesen, dass die Aussagen der BeschwerdefÃ¼hrerin nicht als <i>a priori</i> unglaubhaft erschienen seien. </p> <p class="Erwgung2"><b>4.2 </b>Bei der Polizei sprach die BeschwerdefÃ¼hrerin am 31. August 2023 davon, dass der Beschwerdegegner sie in einem Hotel in E (TÃ¼rkei) am 9. oder 10. August 2023 auf das Bett geworfen und mit beiden HÃ¤nden an ihren Hals gefasst habe. Seit August 2020 hÃ¤tten sich immer wieder VorfÃ¤lle ereignet und die Gewalttaten hÃ¤tten kontinuierlich zugenommen. Im Lauf des Winters 2022 habe ihr der Beschwerdegegner eine Ohrfeige gegeben, welche sie mit Schnee behandelt habe. Im Februar 2023 habe er gegen ihre Rippen geschlagen. Da sie danach sehr starke Schmerzen gehabt habe, habe er sie ins Spital gefahren. Er habe sie zudem in jeder Hinsicht massiv kontrolliert und isoliert. AnlÃ¤sslich der gerichtlichen AnhÃ¶rung vom 25. September 2023 fÃ¼hrte sie aus, der letzte Vorfall physischer Gewalt habe sich in F (TÃ¼rkei) im Hotel ereignet. Der Beschwerdegegner habe sie am Hals gepackt und auf das Bett geworfen. Sie habe ihn wegstossen kÃ¶nnen und daraufhin stundenlang auf dem Balkon geweint. Es sei ein Fehler gewesen, dass sie bei der Polizei gesagt habe, es sei in E (TÃ¼rkei) gewesen, welchen sie nun korrigieren wolle. Ebenso rÃ¤umte sie ein, die Angabe des Datums bei der Polizei, wonach es seit 2020 zu VorfÃ¤llen gekommen sei, sei falsch.</p> <p class="Erwgung2"><b><span>4.3 </span></b>Die BeschwerdefÃ¼hrerin macht geltend, sie habe ihre Angabe bezÃ¼glich des Orts des Hotels bereits nach der polizeilichen AnhÃ¶rung berichtigen wollen, wozu sie mit E-Mail vom 1. September 2023 der Polizistin, welche sie befragt hatte, Fotos des Hotels geschickt habe, was jedoch im Polizeirapport nicht mehr berÃ¼cksichtigt worden sei. Diese E-Mails legte die BeschwerdefÃ¼hrerin ihrem VerlÃ¤ngerungsgesuch an das Zwangsmassnahmengericht jedoch nicht bei. AnlÃ¤sslich der gerichtlichen AnhÃ¶rung wurden die Fotos des Hotels in F (TÃ¼rkei) eingereicht, ohne dass sich jedoch aus dieser Eingabe noch aus dem Protokoll ergibt, dass diese bereits vorgÃ¤ngig der Polizei eingereicht worden wÃ¤ren. Ungeachtet dessen musste sich die Polizei, welche die Schutzmassnahmen zugunsten der BeschwerdefÃ¼hrerin anordnete, durch diese E-Mails nicht veranlasst sehen, auf ihre VerfÃ¼gung vom 1. September 2023 zurÃ¼ckzukommen. <span>Selbst wenn mit den Fotos des Hotels belegt wÃ¤re, dass die BeschwerdefÃ¼hrerin zunÃ¤chst eine falsche Ortsangabe machte, diese aber zeitnah korrigieren wollte, ist die AussagenwÃ¼rdigung der Vorinstanz nicht zu rÃ¼gen und lag es in ihrem Ermessen, inwiefern sie diese Fotos zur AussagenwÃ¼rdigung hinzuzog.</span></p> <p class="Urteilstext">Auch die ErklÃ¤rung fÃ¼r die Korrektur des zunÃ¤chst nicht konkret genannten Datums der BeschwerdefÃ¼hrerin kann die vorinstanzliche WÃ¼rdigung nicht umstossen, hatte die BeschwerdefÃ¼hrerin doch nach dem Vorfall am 7. (-10.) August 2023 bis zur polizeilichen Einvernahme am 31. August 2023 genÃ¼gend Zeit, das Datum des Vorfalls zu eruieren. Der Vorfall soll sich zwischen dem 7. und 10. August 2023 ereignet haben. Die BeschwerdefÃ¼hrerin ist nach ihren Angaben sodann am 25. August 2023 aus der TÃ¼rkei in die Schweiz zurÃ¼ckgereist. Zur Polizei begab sie sich jedoch erst am 31. August 2023. <span>An welchem Datum der Vorfall schliesslich genau stattfand, ist aber schlussendlich nicht ausschlaggebend, zumal in einem Gewaltschutzverfahren auch nicht jedes Detail vÃ¶llig rekonstruiert sein muss (VGr, 30. Mai 2018, VB.2018.00255, E. 2.4 mit weiteren Hinweisen). Indem die Vorinstanz zudem gewisse UnschÃ¤rfen in den Daten als nachvollziehbar beurteilte, berÃ¼cksichtigte sie, dass die Erinnerung an ein Datum wÃ¤hrend eines Ferienaufenthalts vage sein kann. Dies kann jedoch nicht fÃ¼r die Ãrtlichkeit und weiteren UmstÃ¤nde eines gravierenden Vorfalls gelten, ist doch davon auszugehen, dass einer gefÃ¤hrdeten Person das Bild vor Augen bleibt, wo sich ein derart einschneidendes Erlebnis ereignet hatte.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Auch wenn die Aussagen der BeschwerdefÃ¼hrerin sehr wortgenau analysiert wÃ¼rden, was sich nicht regelmÃ¤ssig aufdrÃ¤ngt, stellt dies die von der Vorinstanz begrÃ¼ndete WÃ¼rdigung nicht in Frage. So erwÃ¤hnte die BeschwerdefÃ¼hrerin beispielsweise in ihrer polizeilichen Einvernahme vom 31. August 2023 den Vorfall des WÃ¼rgens erst im Verlauf der Befragung nach der Frage, ob es noch weitere VorfÃ¤lle gÃ¤be und nicht direkt in Bezug auf die Frage, ob sie erzÃ¤hlen kÃ¶nne, weshalb sie einen polizeilichen Termin vereinbart habe, da sie Anzeige erstatten wolle. Der Vorfall bildete somit nicht Grund und Anlass ihrer Aussage bei der Polizei am 31. August 2023.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Dass Ungereimtheiten auf Fehler des Dolmetschers zurÃ¼ckzufÃ¼hren seien, Ã¼berzeugt nicht. Selbst wenn aus dem AnhÃ¶rungsprotokoll erhellt, dass der Rechtsvertreter der BeschwerdefÃ¼hrerin bezÃ¼glich der Ãbersetzung intervenierte, besteht vorliegend kein Anlass, nicht von der Ãbersetzung des den einschlÃ¤gigen Strafandrohungen unterstehenden Dolmetschers auszugehen. Die vom Rechtsvertreter erhobenen EinwÃ¤nde gegen die Ãbersetzung betrafen auch nicht Aussagen zu dem Vorfall in den Ferien in der TÃ¼rkei.</span></p> <p class="Urteilstext">Die BeschwerdefÃ¼hrerin suchte am 12. August 2023 in der TÃ¼rkei offenbar eine psychiatrische Klinik auf. Der Ãbersetzung des Dokuments ist jedoch nichts bezÃ¼glich Verletzungen oder Spuren am Hals aufgrund des Vorfalls bzw. Angaben hierzu als AuslÃ¶ser fÃ¼r die Konsultation zu entnehmen. Soweit die BeschwerdefÃ¼hrerin damit ihre psychische Belastung durch die Ehe mit dem Beschwerdegegner darlegen mÃ¶chte, kann dies fÃ¼r sich allein nicht zur VerlÃ¤ngerung von Schutzmassnahmen genÃ¼gen. Schliesslich ist zu bemerken, dass sich aus den vom Beschwerdegegner eingereichten Ferienfotos nichts bezÃ¼glich der zu prÃ¼fenden Voraussetzungen zum Erlass von Gewaltschutzmassnahmen und auch nichts zugunsten des Beschwerdegegners noch zum Nachteil der BeschwerdefÃ¼hrerin ableiten lÃ¤sst. </p> <p class="Erwgung2"><b>4.4 </b>Wie die Vorinstanz zutreffend erwog, kÃ¶nnen auch die mehrere Monate zurÃ¼ckliegenden geschilderten VorfÃ¤lle bezÃ¼glich der Ohrfeige im MÃ¤rz 2023 und dem Schlag in die Rippen im Februar 2023 nicht genÃ¼gen, eine weitere zukÃ¼nftige GefÃ¤hrdung zur VerlÃ¤ngerung von Schutzmassnahmen zu begrÃ¼nden. Auf Nachfragen des Zwangsmassnahmenrichters konnte die BeschwerdefÃ¼hrerin keine weiteren aktuellen VorfÃ¤lle nennen. Dass der Beschwerdegegner ihr mit Scheidung gedroht habe, sollte sie Kontakt mit der Tante aufnehmen, und sie schlecht behandelt haben soll, rechtfertigt fÃ¼r sich allein noch keine GSG-Schutzmassnahmen. </p> <p class="Erwgung2"><span>Schliesslich ist mit Blick auf den zeitlichen Aspekt zu erwÃ¤hnen, dass Gewaltschutzmassnahmen </span>nicht <span>allein auf Zusehen hin und aufgrund frÃ¼herer Situationen noch zu einem spÃ¤teren Zeitpunkt darauf rÃ¼ckblickend erlassen werden kÃ¶nnen (VGr, 29. MÃ¤rz 2021, VB.2021.00075, E. 5.9). Dasselbe gilt in Bezug auf die Frage des Fortbestands der GefÃ¤hrdung bzw. der VerlÃ¤ngerung der Schutzmassnahmen. Selbst wenn also aufgrund der Auseinandersetzung zwischen dem 7. bis 10. August 2023 (oder noch weiter zurÃ¼ckliegender VorfÃ¤lle) die â zeitnahe â Anordnung von Gewaltschutzmassnahmen zugunsten der Beschwerdegegnerin angezeigt gewesen war bzw. wÃ¤re, muss nicht auch zwingend der Fortbestand der GefÃ¤hrdung gegeben sein. </span>Durch die polizeilich angeordneten Gewaltschutzmassnahmen wurde der BeschwerdefÃ¼hrerin der allenfalls sofort notwendige, durch andere Verfahren nicht garantierbare Schutz fÃ¼r gefÃ¤hrdete Personen gewÃ¤hrt.</p> <p class="Erwgung2"><b>4.5 </b>In ihrer Beschwerde stellt sich die BeschwerdefÃ¼hrerin auf den Standpunkt, immer noch unter der physischen und psychischen Gewalt des Beschwerdegegners zu leiden und die Gefahr sei insbesondere unter BerÃ¼cksichtigung der pendenten Straf- und Zivilverfahren aktuell. Die Tatsache weiterer hÃ¤ngiger Verfahren genÃ¼gt jedoch nicht fÃ¼r den Fortbestand einer GefÃ¤hrdung im Sinn des GSG. Ãberdies besteht diesbezÃ¼glich die MÃ¶glichkeit von allfÃ¤lligen strafprozessualen und von den Gewaltschutzmassnahmen unabhÃ¤ngigen Ersatzmassnahmen. Die Gewaltschutzmassnahmen zielen ausschliesslich auf eine Deeskalation der Gewaltsituation und dienen nicht der (mittel- oder lÃ¤ngerfristigen) Gestaltung der Rechtsbeziehungen zwischen den betroffenen Personen. HierfÃ¼r sind die Parteien auf das hÃ¤ngige Eheschutzverfahren sowie auf die anlÃ¤sslich diesem im November 2023 stattfindende Vergleichsverhandlung zu verweisen. <span>Die Vorinstanz wÃ¼rdigte Ã¼berdies auch den Umstand, dass die Beziehung der Parteien schon seit LÃ¤ngerem von Konflikten geprÃ¤gt zu sein scheint. Eine konfliktbelastete Beziehung allein vermag die VerlÃ¤ngerung der Massnahmen jedoch ebenfalls nicht zu begrÃ¼nden.</span> Dass die Situation fÃ¼r die BeschwerdefÃ¼hrerin belastend war bzw. nach wie vor ist, wird damit nicht in Abrede gestellt. <span>Schliesslich ist es der BeschwerdefÃ¼hrerin unbenommen, bei weiteren GewaltvorfÃ¤llen sich erneut an die Polizei zu wenden, wobei die Situation jedes Mal von Neuem geprÃ¼ft wÃ¼rde und die entsprechend angezeigten Schutzmassnahmen erlassen werden kÃ¶nnen.</span></p> <p class="Erwgung2"><b>4.6 </b><span>Die Vorinstanz betonte im Beschwerdeverfahren, dass der Fortbestand der GefÃ¤hrdung, den es zu beurteilen galt, von der BeschwerdefÃ¼hrerin nicht glaubhaft gemacht werden konnte. Die </span>AussagenwÃ¼rdigung<span> der Vorinstanz, welche beide Parteien persÃ¶nlich und ausfÃ¼hrlich anhÃ¶rte und sich so einen persÃ¶nlichen Eindruck zu verschaffen vermochte, ist nach dem Gesagten nicht zu beanstanden. Die Vorinstanz analysierte die Aussagen der BeschwerdefÃ¼hrerin auf deren Glaubhaftigkeit, ungeachtet dessen, was der Beschwerdegegner erwidert hatte. Der Vorinstanz, welcher ein relativ grosser Beurteilungsspielraum zukommt (vgl. oben E. 2.4), kann auch keine Ermessensverletzung vorgeworfen werden, wenn sie den Fortbestand der GefÃ¤hrdung nach AnhÃ¶rung der Parteien anders als im Rahmen des provisorischen Entscheids als nicht glaubhaft beurteilte. Den daraufhin vom provisorischen abweichenden Entscheid hat sie nachvollziehbar begrÃ¼ndet und auch die von der BeschwerdefÃ¼hrerin bezÃ¼glich der WidersprÃ¼che vorgebrachten ErklÃ¤rungen vermÃ¶gen diesen nicht in Frage zu stellen.</span> </p> <p class="Erwgung2"><b>4.7 </b><span>Die finanziellen EinschrÃ¤nkungen, welche die BeschwerdefÃ¼hrerin Ã¼berdies geltend machen lÃ¤sst, wonach sie nicht Ã¼ber genÃ¼gend finanzielle Mittel zum Besuch eines Deutschkurses sowie Ã¼ber kein Bankkonto verfÃ¼gt habe, vermÃ¶gen ebenfalls keinen GefÃ¤hrdungsfortbestand zu begrÃ¼nden. Einerseits verfÃ¼gt die Schweiz Ã¼ber ein funktionierendes Sozialsystem, welches die BeschwerdefÃ¼hrerin mithin auch beansprucht, andererseits steht hierfÃ¼r das ebenfalls bereits beanspruchte Eheschutzverfahren zur VerfÃ¼gung. Dem Umstand, dass jemandem </span>Geldmittel <span>entzogen werden, kann jedenfalls nicht mithilfe von GSG-Schutzmassnahmen begegnet werden (VGr, 31. August 2022, VB.2022.00445, E. 4.1).</span></p> <p class="Erwgung2"><b>4.8 </b>Eine Rechtsverletzung der Vorinstanz ist nicht ersichtlich, weshalb die Beschwerde abzuweisen ist.</p> <p class="Erwgung1"><b>5. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>5.1 </b><span>Im Regelfall sind die Kosten nach dem Unterliegerprinzip zu verteilen (§ 13 Abs. 2 Satz 1 [in Verbindung mit § 65a Abs. 2] VRG; Kaspar PlÃ¼ss in: Alain Griffel [Hrsg.], Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons ZÃ¼rich [VRG], 3. A., ZÃ¼rich etc. 2014, § 13 N. 50 ff.). </span>Nach der verwaltungsgerichtlichen Rechtsprechung ist § 12 Abs. 1 GSG auch im Beschwerdeverfahren anzuwenden (vgl. VGr, 24. Januar 2023, <span>VB.2022.00764, E. 6.2)</span>. Eine Kostenauflage in Anwendung des Unterliegerprinzips ist daher zulasten der gefÃ¤hrdeten Person â vorbehÃ¤ltlich bÃ¶s- oder mutwilliger ProzessfÃ¼hrung (vgl. PlÃ¼ss, Kommentar VRG, § 13 N. 62) â nicht statthaft. Der BeschwerdefÃ¼hrerin, welche in diesem Gewaltschutzverfahren die gefÃ¤hrdete Person ist, sind deshalb trotz ihres Unterliegens keine Kosten aufzuerlegen. Demzufolge<b> </b>sind die Kosten des vorliegenden Verfahrens auf die Gerichtskasse zu nehmen. Damit wird das Gesuch der BeschwerdefÃ¼hrerin um GewÃ¤hrung unentgeltlicher ProzessfÃ¼hrung gegenstandslos; ebenso mangels Kostenauflage dasjenige des obsiegenden Beschwerdegegners. </p> <p class="Erwgung2"><b>5.2 </b><span>Angesichts ihres Unterliegens ist der BeschwerdefÃ¼hrerin </span>keine<span> </span>ParteientschÃ¤digung<span> zuzusprechen (§ 12 Abs. 2 GSG; § 17 Abs. 2 VRG). Die GewÃ¤hrung der unentgeltlichen Rechtspflege (bzw. vorliegend der unentgeltlichen RechtsverbeistÃ¤ndung; dazu unten E. 5.3) entbindet die gesuchstellende Person im Unterliegensfall nicht von der Bezahlung einer allfÃ¤lligen </span>ParteientschÃ¤digung<span> an die obsiegende Gegenpartei, soweit Letztere nicht unentgeltlich verbeistÃ¤ndet ist (PlÃ¼ss, § 16 N. 57). Sofern die obsiegende Partei jedoch selbst in den Genuss der unentgeltlichen Rechtspflege gekommen ist, hat sie fÃ¼r ihre EntschÃ¤digung keinen Anspruch gegenÃ¼ber der unterliegenden, ebenfalls bedÃ¼rftigen Partei (BGr, 19. Juli 2012, 8C_292/2012, E. 6.4; VGr, 7. Juli 2023, VB.2023.00334, E. 6.2; VGr, 29. Dezember 2022, VB.2021.00262, E. 2.2). Demzufolge ist auch dem Beschwerdegegner </span>keine<span> </span>ParteientschÃ¤digung<span> zuzusprechen.</span></p> <p class="Erwgung2"><b>5.3 </b> </p> <p class="Erwgung3"><b>5.3.1 </b>Zu prÃ¼fen bleiben die Gesuche der Parteien um GewÃ¤hrung der unentgeltlichen Rechtsvertretung.</p> <p class="Erwgung3"><b>5.3.2 </b>GestÃ¼tzt auf § 16 VRG wird Privaten, denen die nÃ¶tigen Mittel fehlen und deren Begehren nicht offensichtlich aussichtslos erscheint, auf entsprechendes Ersuchen die Bezahlung von Verfahrenskosten erlassen (Abs. 1). Sie haben zudem Anspruch auf die Bestellung eines unentgeltlichen Rechtsbeistands, wenn sie nicht in der Lage sind, ihre Rechte im Verfahren selbst zu wahren (Abs. 2). Mittellos im Sinn von § 16 VRG ist, wer die erforderlichen Vertretungskosten lediglich bezahlen kann, wenn er jene Mittel heranzieht, die er fÃ¼r die Deckung des Grundbedarfs fÃ¼r sich und seine Familie benÃ¶tigt (PlÃ¼ss, § 16 N. 18). Als aussichtslos sind Begehren anzusehen, bei denen die Aussichten auf Gutheissung um derart viel kleiner als jene auf Abweisung erscheinen, dass sie deshalb kaum als ernsthaft bezeichnet werden kÃ¶nnen (PlÃ¼ss, § 16 N. 46). Ein Rechtsbeistand ist grundsÃ¤tzlich dann notwendig, wenn die Interessen des Gesuchstellers in schwerwiegender Weise betroffen sind und das Verfahren in tatsÃ¤chlicher und rechtlicher Hinsicht Schwierigkeiten bietet, die den Beizug eines Rechtsvertreters erfordern (PlÃ¼ss, § 16 N. 80 f.).</p> <p class="Erwgung3"><b>5.3.3 </b>Die Mittellosigkeit der BeschwerdefÃ¼hrerin ist mit der UnterstÃ¼tzungsbestÃ¤tigung des Sozialzentrums ausgewiesen. Ihre Beschwerde kann sodann nicht als offensichtlich aussichtslos bezeichnet werden. Die Notwendigkeit des Beizugs eines Rechtsvertreters ist im Hinblick auf die nicht als einfach zu qualifizierenden rechtlichen Fragen und die Bedeutsamkeit der Angelegenheit fÃ¼r die BeschwerdefÃ¼hrerin sowie schliesslich unter dem Gesichtspunkt der Waffengleichheit zu bejahen (vgl. PlÃ¼ss, § 16 N. 86).</p> <p class="Erwgung3"><b>5.3.4 </b>Die Mittellosigkeit des Beschwerdegegners, welcher Zusatzleistungen zur AHV/IV-Rente bezieht, ist ebenfalls ausgewiesen. Aufgrund seiner Parteistellung gilt fÃ¼r ihn das Kriterium der fehlenden offensichtlichen Aussichtslosigkeit nicht (PlÃ¼ss, § 16 N. 44). Die Notwendigkeit des Beizugs eines Rechtsvertreters ist fÃ¼r den Beschwerdegegner aus denselben GrÃ¼nden wie fÃ¼r die BeschwerdefÃ¼hrerin (vgl. oben E. 5.3.3) zu bejahen.</p> <p class="Erwgung3"><b>5.3.5 </b>Folglich sind den Parteien ihre jeweiligen Rechtsvertretungen als unentgeltliche RechtsverbeistÃ¤ndungen fÃ¼r das Beschwerdeverfahren zu bestellen.</p> <p class="Erwgung3"><b>5.3.6 </b><span>Dem unentgeltlichen Rechtsbeistand wird der notwendige Zeitaufwand nach den StundenansÃ¤tzen des Obergerichts fÃ¼r die unentgeltliche Rechtsvertretung entschÃ¤digt, wobei die Bedeutung der Streitsache und die Schwierigkeit des Prozesses berÃ¼cksichtigt und Barauslagen separat entschÃ¤digt werden. Die EntschÃ¤digung betrÃ¤gt nach § 3 der Verordnung (des Obergerichts) Ã¼ber die AnwaltsgebÃ¼hren vom 8. September 2010 (AnwGebV, LS 215.3) in der Regel Fr. 220.â pro Stunde fÃ¼r unentgeltliche Rechtsvertretungen.</span></p> <p class="Erwgung3"><b>5.3.7 </b><span>Rechtsanwalt B macht in seiner auf telefonische Aufforderung hin eingereichten Honorarnote vom 31. Oktober 2023 einen Zeitaufwand von 8 Stunden geltend, was angemessen erscheint. Dies ergibt einen Aufwand von Fr. 1'760.- (zuzÃ¼glich 7,7 % Mehrwertsteuer) respektive total Fr. 1'895.50 (inklusive 7,7 % Mehrwertsteuer). Rechtsanwalt B ist demzufolge mit Fr. 1'895.50 (inklusive 7,7 % Mehrwertsteuer) aus der Gerichtskasse des Verwaltungsgerichts zu entschÃ¤digen.</span></p> <p class="Erwgung3"><b>5.3.8 </b><span>Rechtsanwalt D macht in seiner auf telefonische Aufforderung hin eingereichten Honorarnote vom 2. November 2023 einen Zeitaufwand von 6,09 Stunden geltend, was angemessen erscheint. Die geltend gemachten Barauslagen von Fr. 12.50 (zuzÃ¼glich 7,7 % Mehrwertsteuer) sind nicht zu beanstanden. Dies ergibt einen Aufwand von Fr. 1'350.80 (zuzÃ¼glich 7,7 % Mehrwertsteuer) respektive total Fr. 1'454.80 (inklusive 7,7 % Mehrwertsteuer). Rechtsanwalt D ist demzufolge mit Fr. 1'454.80 (inklusive 7,7 % Mehrwertsteuer) aus der Gerichtskasse des Verwaltungsgerichts zu entschÃ¤digen.</span></p> <p class="Erwgung2"><b>5.4 </b><span>Der BeschwerdefÃ¼hrer und die Beschwerdegegnerin werden auf § 16 Abs. 4 VRG hingewiesen, wonach eine Partei, der die </span>unentgeltliche<span> ProzessfÃ¼hrung und/oder Rechtsvertretung gewÃ¤hrt wurde, zur Nachzahlung verpflichtet ist, sobald sie dazu in der Lage ist. Der Anspruch des Kantons verjÃ¤hrt zehn Jahre nach Abschluss des Verfahrens.</span></p> <p class="Einzug1"><span>DemgemÃ¤ss erkennt <span>die Einzelrichterin</span>:</span></p> <p class="Einzug2"><span>1. Die Beschwerde wird abgewiesen.</span></p> <p class="Einzug2"><span>2. Die GerichtsgebÃ¼hr wird festgesetzt auf <br/> Fr. 1'100.--; die Ã¼brigen Kosten betragen:<br/> <u>Fr. 230.--</u> Zustellkosten,<br/> <u>Fr. 1'330.--</u> Total der Kosten.</span></p> <p class="Einzug2"><span>3. <span>Die Gerichtskosten werden auf die Gerichtskasse genommen.</span></span></p> <p class="Einzug2"><span>4. Es werden keine ParteientschÃ¤digungen zugesprochen.</span></p> <p class="Einzug2"><span>5. Das Gesuch der BeschwerdefÃ¼hrerin um GewÃ¤hrung unentgeltlicher ProzessfÃ¼hrung wird als gegenstandslos geworden abgeschrieben.</span></p> <p class="Einzug2"><span>6. Das Gesuch des Beschwerdegegners um GewÃ¤hrung unentgeltlicher ProzessfÃ¼hrung wird als gegenstandslos geworden abgeschrieben.</span></p> <p class="Einzug2"><span>7. Das Gesuch der BeschwerdefÃ¼hrerin um unentgeltliche RechtsverbeistÃ¤ndung wird gutgeheissen. Rechtsanwalt B wird fÃ¼r deren Vertretung im Beschwerdeverfahren mit Fr. 1'895.50 (inklusive Mehrwertsteuer) aus der Gerichtskasse entschÃ¤digt. § 16 Abs. 4 VRG bleibt vorbehalten.</span></p> <p class="Einzug2"><span>8. Das Gesuch des Beschwerdegegners um unentgeltliche RechtsverbeistÃ¤ndung wird gutgeheissen. Rechtsanwalt D wird fÃ¼r dessen Vertretung im Beschwerdeverfahren mit Fr. 1'454.80 (inklusive Mehrwertsteuer) aus der Gerichtskasse entschÃ¤digt. § 16 Abs. 4 VRG bleibt vorbehalten.</span></p> <p class="Einzug2"><span>9. Gegen dieses Urteil kann Beschwerde in Ã¶ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten nach Art. 82 ff. des Bundesgerichtsgesetzes erhoben werden. Die Beschwerde ist innert 30 Tagen, von der Zustellung an gerechnet, beim Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, einzureichen.</span></p> <p class="Einzug2"><span>10. Mitteilung an:<br/> a) die Parteien;<br/> b) die Mitbeteiligte;<br/> c) das Zwangsmassnahmengericht am Bezirksgericht ZÃ¼rich;<br/> d) die Gerichtskasse des Verwaltungsgerichts.</span></p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>