<h2>SubmittedText<h2><p>Der Bundesrat wird eingeladen, beim Grenzwachtkorps, der Bundes- und der Transportpolizei unabhängige Schlichtungsstellen einzurichten, die niederschwellige informelle Beschwerdemechanismen für Betroffene von Fällen von Racial und Ethnic Profiling anbieten; ferner ist die Einführung eines Quittungssystems zu prüfen.</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Der Bundesrat hat Verständnis für das Anliegen der Motion und nimmt Berichte von Betroffenen zu diskriminierenden Personenkontrollen ernst. Er beobachtet mit Sorge die steigenden Zahlen, welche die Beratungsstellen für Rassismusopfer und die BFS-Erhebung " Zusammenleben in der Schweiz" in Bezug auf Vorfälle mit der Polizei verzeichnen.</p><p>Allerdings hat der Bundesrat in seiner Antwort auf das Postulat Marti 20.3799 seine Auffassung dargelegt, dass die zuständigen Behörden beim Bund, den Kantonen und den Gemeinden ihrer Verantwortung zur Verhinderung von "Racial bzw. Ethnical Profiling" nachkommen. An dieser Auffassung hat sich nichts geändert. Die in der Motion geforderten Massnahmen gehen dem Bundesrat vor diesem Hintergrund zu weit und er erachtet sie nicht als notwendig. Der Bundesrat will die Erfahrungen und deren Auswertungen aus dem Kanton Genf und vergleichbaren Stellen im Ausland abwarten, bevor er allenfalls weitere Schritte auf Bundesebene in Betracht zieht.</p>  Der Bundesrat beantragt die Ablehnung der Motion.