4. Juni 1991 357 Eidgenössische Technische Hochschulen. Bundesgesetz #ST# Zweite Sitzung - Deuxième séance Dienstag, 4. Juni 1991, Vormittag Mardi 4 juin 1991, matin 08.00h Vorsitz - Présidence: Herr Hänsenberger Präsident: Im Jubiläumsjahr soll ein kleines internes Jubi- läum nicht unerwähnt bleiben: Das Amtliche Bulletin feiert heute seinen 100. Geburtstag. Es ist erstmals für die Sitzun- gen vom 4. Juni 1891 erschienen. Heute wie damals erfüllt das Amtliche Bulletin drei Funktionen: Es dient der Dokumentation bei der Weiterbehandlung der Ratsgeschäfte, als Teil der Materialien erlaubt es später die In- terpretation der Gesetze, und als historisches Dokument spie- gelt es die parlamentarische Tradition des Bundesstaates. Früher wurde es von Stenographen verfasst. Heute sind bis zu 40 Personen mit Niederschrift, Vorredaktion, Redaktion und Revision der Texte beschäftigt. Unsere Arbeitslast, verbunden mit der Straffung des Ratsbe- triebs, wirkt sich direkt auf das Bulletin aus. Umfasste der erste Band von 1891 noch magere 560 Seiten, waren es beim hun- dertsten Jahrgang nicht weniger als 3600 Seiten, und der lau- fende wird wohl über 4000 Seiten dick werden. An dieser Stelle möchte ich den Mitarbeiterinnen und Mitarbei- tern des Dienstes für das Amtliche Bulletin für ihre Dienste herzlich danken, die sie - mit Ausnahme der beiden Saalre- daktoren - im Hintergrund für uns leisten, insbesondere für ihre Zuverlässigkeit, für die Exaktheit der Darstellung bei kom- plizierten Geschäften und für die für uns ja so wichtige Redner- liste, dank welcher wir nicht alles lesen müssen. (Heiterkeit) #ST# 87.078 Eidgenössische Technische Hochschulen. Bundesgesetz Ecoles polytechniques fédérales. Loi Differenzen - Divergences Siehe Jahrgang 1989, Seite 23-Voir année 1989, page 23 Beschluss des Nationalrates vom 22. Januar 1991 Décision du Conseil national du 22 janvier 1991 M. Cottier, rapporteur: Sur les quarante articles que compre- nait le projet initial de la loi, celui adopté par notre chambre, le Conseil national les a tous modifiés, à l'exception des deux derniers. Il en a en outre ajouté quelques-uns. La commission du Conseil des Etats a donc dû revoir le projet en entier. Elle a constaté que de nombreuses prescriptions ont simplement été rédigées autrement, ou déplacées, tout en maintenant leur sens et leur contenu; les modifications de fond concernent la structure, l'octroi de la personnalité juridi- que aux deux Ecoles polytechniques, ainsi qu'aux établisse- ments de recherche, le droit de participation et la disposition fi- nancière. La majorité de ces divergences ont été liquidées et, sur la quarantaine, seules six subsistent. Deux sont d'ordre ré- dactionnel, les quatre autres touchent le fond du contenu de l'article. Art.1 Antrag der Kommission Zustimmung zum Beschluss des Nationalrates Proposition de la commission Adhérer à la décision du Conseil national Angenommen -Adopté Art. 2 Antrag der Kommission Abs. 1-3 Zustimmung zum Beschluss des Nationalrates Abs. 4 Die Achtung der Würde des Menschen, die Verantwortung ge- genüber seinen Lebensgrundlagen und der Umwelt sowie die Abschätzung von Technologieauswirkungen bilden Leitlinien von Lehre und Forschung. Abs. 5 Streichen Art. 2 Proposition de la commission Al. 1-3 Adhérer à la décision du Conseil national Al. 4 Le respect de la dignité humaine, la responsabilité à l'égard des bases d'existence de l'homme et de son environnement ainsi que l'estimation des effets technologiques guident l'en- seignement et la recherche. Al. 5 Biffer M. Cottier, rapporteur: Première divergence: celle de l'article 2, alinéa 4. La commission a réuni les alinéas 4 et 5 de la version du Conseil national en un seul nouvel alinéa 4. Le fond n'est pas changé. Je vous invite donc à suivre la commis- sion en votant ce nouvel alinéa 4. Angenommen -Adopté Art. 2bis, 3 Antrag der Kommission Zustimmung zum Beschluss des Nationalrates Proposition de la commission Adhérer à la décision du Conseil national Angenommen -Adopté Art. 4 Antrag der Kommission Abs.1 Mehrheit Zustimmung zum Beschluss des Nationalrates Minderheit (Danioth, Hänsenberger, Huber, Hunziker) Festhalten Abs. 2-4 Zustimmung zum Beschluss des Nationalrates Art. 4 Proposition de la commission AI.1 Majorité Adhérer à la décision du Conseil national Minorité (Danioth, Hänsenberger, Huber, Hunziker) Maintenir Al. 2-4 Adhérer à la décision du Conseil national Abs. 1 -Al. 1Ecoles polytechniques fédérales. Loi 358 4 juin 1991 M. Collier, rapporteur: Par 5 voix contre 4, avec la voix pré- pondérante du président, la majorité de la commission vous propose d'adhérer à la version du Conseil national. Celui-ci a accepté cet article 4 sans opposition. Pourquoi reconnaître aux Ecoles polytechniques la personna- lité juridique? Il s'agit de leur permettre d'affirmer leur autono- mie. Aujourd'hui, les Ecoles polytechniques, comme certai- nes universités cantonales, sont fréquemment amenées à conclure des conventions de collaboration scientifique avec d'autres institutions. Cette personnalité juridique crée une au- tonomie, certes limitée, dans l'activité de recherche et d'ensei- gnement, puisque l'article 34 soumet l'ordre financier des Ecoles polytechniques à celui de la Confédération. Les quatre universités de Suisse romande, comme la Haute école de St- Gall, bénéficient déjà d'une personnalité juridique, ce qui leur a permis d'être particulièrement dynamiques. Elles ont conclu divers accords avec des universités étrangères, notamment en matière de reconnaissance des diplômes. Les expériences au niveau cantonal sont donc bonnes. Cette autonomie ne peut guère conduire à des abus, car les écoles polytechni- ques pourront s'en prévaloir exclusivement dans les limites de la loi, donc dans leur domaine propre. En vertu de cette per- sonnalité aussi, les écoles deviendraient propriétaires de leurs inventions patentées. Dans un proche avenir, nous allons confier à ces écoles d'im- portantes tâches de recherche pour renforcer la place scientifi- que et industrielle suisse. Exprimons-leur notre confiance en leur accordant l'autonomie et la personnalité juridique. Votre commission vous invite à suivre le Conseil national qui s'est exprimé sans opposition. Danioth, Sprecher der Minderheit: Mehrheit und Minderheit sind sich mit dem Nationalrat darin einig: Die verstärkte Auto- nomie für die Eidgenössischen Technischen Hochschulen ist richtig und notwendig. Das neue Gesetz atmet den Geist der organisatorischen und betrieblichen Autonomie, welche es den ETH ermöglicht, mit den wissenschaftlichen und techno- logischen Entwicklungen Schritt zu halten. Diese wissen- schaftlich und bildungspolitisch bedeutsame Selbständigkeit und Freiheit bedarf keineswegs der Verleihung einer eigenen Rechtspersönlichkeit. Der vorliegende Entwurf gewährt den Leitungsorganen der Hochschulen und den für Lehre und Forschung verantwortli- chen Professoren ein Höchstmass an Autonomie. Der Initia- tive und Kreativität sind fast keine Grenzen gesetzt. Der auto- nome Status findet seinen Niederschlag auch in verschiede- nen Sonderregelungen bezüglich Budgetierung, Verwal- tungsverfahren usw. Die ETH verfügen auch über ein unab- hängiges Satzungsrecht in ihrem Bereich. Die Grenzen der Autonomie sind im Rechtsbereich aber doch zu sehen und zu wahren. Gerade angesichts der starken Stel- lung von Behörden und Leitungsorganen der ETH muss eine politische Oberaufsicht durch Bundesrat und Parlament si- chergestellt werden können. Insbesondere ist die Unterstel- lung unter das Finanzhaushaltgesetz unabdingbar. Mit der Rechtspersönlichkeit werden spezielle Rechte und Pflichten verliehen. Hierzu gehört insbesondere die Befugnis zum Ei- gentumserwerb. Dass es beim Erwerb von Grundeigentum bisweilen gut ist, wenn eine Oberbehörde das letzte Wort hat, zeigte das Veto des Parlamentes zum Landkauf am Höngger- berg. Anderseits beweisen die SBB als eine der wohl grössten Grundeigentümerinnen des Bundes, dass es auch so geht. Zum geistigen Eigentum ist zu sagen, dass sich hier gewisse Fragen durchaus stellen, da bei Erfindungen die ETH selber dieses geistige Eigentum erwerben könnten. Das EDI kann aber im Einzelfall oder generell Ermächtigungen an die ETH- Organe erteilen. Also auch hier ist das Problem mit vernünfti- gen Mitteln durchaus lösbar. Der Vergleich mit kantonalen Hochschulen ist nach meinem Dafürhalten nur bedingt am Platze, zumal dort kantonale Be- hörden - meistens der Erziehungsdirektor - direkt Einsitz in den Hochschulbehörden haben und eine unmittelbare Kon- trolle und Einflussnahme sicherstellen können. Auf alle Fälle drängt sich dies beim Bund nicht auf. Das entscheidende Mo- ment ist, alles in allem, die weitestgehende Autonomie im or- ganisatorischen und wissenschaftlichen Bereich. Die eigene Rechtspersönlichkeit würde nach Ueberzeugung der Minder- heit - die Mehrheit wurde nur mit Stichentscheid des Präsiden- ten zu einer solchen - nur eine Fiktion heraufbeschwören, die höchstens Unklarheit schaffen würde, und das will ja niemand. In diesem Sinn empfehle ich Ihnen, der Minderheit zuzustim- men. Ruesch: Als ehemaliger Erziehungsdirektor, der jahrelang eine Hochschule mit eigener Rechtspersönlichkeit präsidiert hat, verstehe ich die Bedenken hier im Rat wirklich nicht, die man gegenüber den ETH an den Tag legt. Meine Herren Corpsstudenten, haben Sie doch keine Angst vor einer Fuxenrepublik! Eine solche Entwicklung ist vollkom- men ausgeschlossen. Denn die öffentlich-rechtliche Anstalt kann von ihrer Rechtspersönlichkeit nur soweit Gebrauch ma- chen, als das Gesetz einen entsprechenden Handlungsspiel- raum offenlässt. Ihr Autonomiegrad wird also nicht durch die Verleihung der Rechtspersönlichkeit, sondern durch die ein- zelnen Paragraphen des Gesetzes bestimmt. So müssen Sie keine Angst haben, dass die ETH im finanziel- len Bereich zu selbständig werden könnten. Die ETH und die Forschungsanstalten erhalten durch die Verleihung der Rechtspersönlichkeit keine eigenständige Vermögensfähig- keit, da das Finanzrecht gemäss Artikel 34 des ETH-Gesetzes durch das Finanzhaushaltgesetz oder durch besondere Vor- schriften des Bundesrates geregelt wird. Auch können die ETH und die Forschungsanstalten keine Ar- beitsverträge nach Obligationenrecht mit ihren Mitarbeitern abschliessen, da ihr Personal grundsätzlich dem öffentlichen Recht untersteht. Trotzdem bietet die Rechtspersönlichkeit für Lehr- und Forschungsanstalten Vorteile, die im Zusammen- hang mit der Hochschulautonomie zu erblicken sind. So kön- nen die Hochschulen und die Forschungsanstalten bei der Entgegennahme von wissenschaftlichen Aufträgen Dritter in eigenem Namen auftreten. Man schliesst lieber mit den ETH Forschungsaufträge ab als mit dem Bund als Ganzem. Sie sind auch - was für wissenschaftliche Einrichtungen beson- ders wichtig ist-fähig, geistiges Eigentum zu haben und zu erwerben. Sie können bei Zuwendungen von Schriftennach- lässen, Bibliotheken, apparativen Einrichtungen, Sonderver- mögen im eigenen Namen auftreten. Ein Spender, beispiels- weise ein Ingenieur, der eine wichtige Sammlung zu verschen- ken hat, gibt sie lieber den ETH - vielleicht seiner Aima mater - als dem Bund, der für ihn weiter weg und anonym ist. Wenn Sie die beiden ETH nun im Vergleich zu den kantonalen Hoch- schulen sehen, so sind sie ohne eigene Rechtspersönlichkeit einfach zurückgestellt. Was für Fribourg, für Neuchâtel, Lau- sanne, Genf und St. Gallen gut ist, sollte doch auch für die Bundeshochschulen Zürich und Lausanne gut sein. Die ei- gene Rechtspersönlichkeit wurde dem Institut für Rechtsver- gleichung schon 1978 zugestanden. Wollen Sie den ETH wirklich weniger geben? Ich bitte Sie, der Mehrheit zu folgen. M. Coni, président de la Confédération: Sans en faire un ca- sus belli, le Conseil fédéral préférerait en rester à sa version ini- tiale, et ce pour les mêmes arguments que vient d'évoquer M. Ruesch, mais en les prenant dans l'autre sens, en quelque sorte. En effet, le degré d'autonomie d'une école ne dépend pas effectivement de la personnalité juridique qu'on lui attri- bue ou pas. Comme le disait M. Ruesch, c'est la loi qui établit le degré d'autonomie plus ou moins élevé d'une école. Cela étant, pourquoi dès lors donner une personnalité juridi- que qui en soi n'apporte pas grand-chose à une telle école? C'est la raison pour laquelle le Conseil fédéral préférerait qu'on en reste à sa proposition initiale. Abstimmung - Vote Für den Antrag der Mehrheit Für den Antrag der Minderheit 22 Stimmen 10 Stimmen4. Juni 1991 359 Eidgenössische Technische Hochschulen. Bundesgesetz Abs. 2-4 -AI. 2-4 Angenommen -Adopté Art. 4bis, 5, Sbis, 6-8 Antrag der Kommission Zustimmung zum Beschluss des Nationalrates Proposition de la commission Adhérer à la décision du Conseil national Angenommen -Adopté Art. 9 Antrag der Kommission Abs.1 Zustimmung zum Beschluss des Nationalrates Abs. 2 Sie können Stipendien und Darlehen gewähren. Art. 9 Proposition de la commission AU Adhérer à la décision du Conseil national Al. 2 Elles peuvent accorder des bourses d'études et des prêts. M. Cottier, rapporteur: L'aide qui peut être accordée aux étu- diants est définie par la notion du prêt. Ces aides sont en effet des prêts et je vous invite à accepter la version proposée par la commission. Angenommen -Adopté Art. 10,11 Antrag der Kommission Zustimmung zum Beschluss des Nationalrates Proposition de la commission Adhérer à la décision du Conseil national Angenommen -Adopté Art. 12 Antrag der Kommission Abs. 7 Zustimmung zum Beschluss des Nationalrates Abs. 2 .... jeweils für sechs Jahre. (Rest des Absatzes streichen) Abs. 3 Mehrheit Zustimmung zum Beschluss des Nationalrates Minderheit (Huber, Seiler) Streichen Abs. 4,5 Zustimmung zum Beschluss des Nationalrates Art. 12 Proposition de la commission AI.1 Adhérer à la décision du Conseil national Al. 2 .... renouvelable tous les six ans. (Biffer le reste de l'alinéa) Al. 3 Majorité Adhérer à la décision du Conseil national Minorité (Huber, Seiler) Biffer Al. 4, 5 Adhérer à la décision du Conseil national M. Cottier, rapporteur: Je m'exprime tout d'abord au sujet de l'alinéa 2 de cet article. Par5 voix contres, la commission vous propose de biffer la dernière phrase de cet alinéa. La possibi- lité de créer une commission spéciale pour préparer la nomi- nation des professeurs est ainsi supprimée. Pourquoi? La res- ponsabilité de nommer les professeurs incombe au Conseil des Ecoles polytechniques. C'est à lui de décider s'il veut ou non constituer de cas en cas une commission spéciale pour le conseiller dans l'exécution de cette tâche de nomination. Il doit assumer seul également la responsabilité de ses actes. Pour toutes ces raisons, je vous invite à suivre votre commis- sion. C'est également par 5 voix contre 3 que la commission a dé- cidé de maintenir l'alinéa 3 de l'article 12 dans sa version anté- rieure. Cette disposition permet de soumettre les professeurs à une qualification tout comme les parlementaires sont sou- mis tous les quatre ans à l'examen du peuple. L'évaluation de l'activité des professeurs est d'autant plus justifiée que, selon l'alinéa 2 du même article, les nominations sont valables d'abord pour trois ans et ensuite pour six ans. Le mandat des professeurs est donc renouvelable. Par conséquent, une telle évaluation n'est pas extraordinaire, elle est d'ailleurs pratiquée dans d'autres milieux. Je vous invite à suivre la majorité en maintenant l'alinéa 3 adopté par le Conseil national. Abs. 1, 2-Al. 1,2 Angenommen -Adopté Abs. 3-Al. 3 Abstimmung - Vote Für den Antrag der Mehrheit 13 Stimmen Für den Antrag der Minderheit 13 Stimmen Mit Stichentscheid des Präsidenten wird der Antrag der Mehrheit angenommen Avec la voix prépondérante du président la proposition de la majorité est adoptée Abs. 4,5-Al. 4,5 Angenommen -Adopté Art. 13,13bis, 14-18 Antrag der Kommission Zustimmung zum Beschluss des Nationalrates Proposition de la commission Adhérer à la décision du Conseil national Angenommen -Adopté Art. 19 Antrag der Kommission Abs.1 Mehrheit Zustimmung zum Beschluss des Nationalrates Minderheit (Danioth, Hänsenberger, Huber, Hunziker) Festhalten Abs. 2,3 Zustimmung zum Beschluss des Nationalrates Art. 19 Proposition de la commission Al. 1 Majorité Adhérer à la décision du Conseil national Minorité (Danioth, Hänsenberger, Huber, Hunziker) Maintenir Al. 2,3 Adhérer à la décision du Conseil nationalEcoles polytechniques fédérales. Loi 360 4 juin 1991 Abs. 1-AI.1 Angenommen gemäss Antrag der Mehrheit (Siehe Entscheid bei Art. 4) Adopté selon la proposition de la majorité (Voir décision à l'art. 4) Abs. 2, 3-Al. 2, 3 Angenommen -Adopté Art. 21-27 Antrag der Kommission Zustimmung zum Beschluss des Nationalrates Proposition de la commission Adhérer à la décision du Conseil national Angenommen -Adopté Art. 28 Antrag der Kommission Abs.1 Zustimmung zum Beschluss des Nationalrates Abs. 2 Festhalten Abs. 3 (Betrifft nur den französischen Text) Abs. 4 a. erlässt im Rahmen der vom ETH-Rat festgelegten Richtli- nien die Verordnungen zum Studium; Abs. 5 Zustimmung zum Beschluss des Nationalrates Abs. 6 Bei den übrigen Geschäften entscheidet der Präsident. (Rest des Absatzes streichen) Art. 28 Proposition de la commission AI.1 Adhérer à la décision du Conseil national Al. 2 Maintenir Al. 3 Adhérer à la décision du Conseil national Al. 4 a. Etablit, dans les limites des directives édictées par le Conseil des EPF, les ordonnances concernant les études; Al. 5 Adhérer à la décision du Conseil national Al. 6 .... appartient au président. (Biffer le reste de l'alinéa) Abs. 1 -Al. 1 Angenommen -Adopté Abs. 2-Al. 2 M. Cottier, rapporteur: A l'article 28, alinéa 2, la commission vous propose de maintenir la version initiale du Conseil fédé- ral. Ainsi, le président de la direction de l'école sera nommé par le Conseil fédéral, les autres membres le seront par le Conseil des Ecoles polytechniques. Angenommen -Adopté Abs. 3-6-Al. 3-6 Angenommen -Adopté Art. 29,30 Antrag der Kommission Zustimmung zum Beschluss des Nationalrates Proposition de la commission Adhérer à la décision du Conseil national Angenommen -Adopté Art. 30bis Antrag der Kommission Abs. 1,2 Zustimmung zum Beschluss des Nationalrates Abs. 3 Mehrheit Zustimmung zum Beschluss des Nationalrates Minderheit (Onken, Simmen) .... die Mitwirkung, ordnet einen Vertreter in Wahlvorberei- tungskommissionen für Professoren ab und gibt sich .... Abs. 4,5 Zustimmung zum Beschluss des Nationalrates Art. SObis Proposition de la commission Al. 1,2 Adhérer à la décision du Conseil national Al. 3 Majorité Adhérer à la décision du Conseil national Minorité (Onken, Simmen) .... veille à la participation, délègue un représentant dans des commissions préparatoires pour la nomination de profes- seurs et édicté son propre règlement.... Al. 4,5 Adhérer à la décision du Conseil national Abs. 1,2-Al. 1,2 Angenommen -Adopté Abs. 3-Al. 3 M. Cottier, rapporteur: La proposition de minorité consiste à attribuer à l'assemblée d'école la compétence de déléguer un représentant dans les commissions préparatoires pour la no- mination de professeurs. Tout à l'heure, nous avons renoncé à instituter cette commission laissant le soin au président d'en nommer une ou non. Nous n'avons donc pas refusé d'emblée toute commission pour la préparation de ces nominations. Nous avons estimé qu'il ne fallait pas créer un organe intermé- diaire et institutionnalisé et qu'il incombait au Conseil des Eco- les polytechniques de décider s'il voulait une telle commis- sion. Au sein du Conseil des Ecoles polytechniques fédérales, qui réunit neuf membres, les divers avis peuvent se faire enten- dre, ceux de l'école aussi, puisque leurs deux présidents ainsi que deux représentants de chacune des assemblées des éco- les sont invités aux séances où ils ont voix consultative. La minorité invoquera le droit de participation. Or, ce droit de participation est déjà garanti à l'Assemblée des écoles par la présence de deux représentants de chacune des assemblées d'école. Par la proposition de minorité, cette même Assem- blée des écoles aurait droit t en plus de ses deux représen- tants ordinaires au Conseil des Ecoles polytechniques à un re- présentant dans une commission préparatoire dont nous avons décidé tout à l'heure la suppression. Par 8 voix contre 2, la commission vous propose de rejeter la proposition de la minorité. Onken, Sprecher der Minderheit: Zunächst einmal möchte ich an das Hochschulförderungsgesetz erinnern, wo der Stände- rat bei der Differenzbereinigung den Hochschulangehörigen ebenfalls entgegengekommen ist und ihre Einsitznahme in die Hochschulkonferenz im Gesetz verankert hat. Ich bitte nun4. Juni 1991 361 ETH-Uebergangsregelung. Verlängerung darum, dass wir hier einen ähnlichen Schritt tun, der sicher sehr viel guten Willen schaffen wird. Denn dass das, was ich hier nochmals aufgreife, ein echtes Anliegen ist, das haben Sie ja auch aus den verschiedenen Zuschriften ersehen können: Uebereinstimmende Stellungnahmen sowohl der Reform- kommission der ETH als auch des Verbandes der Studieren- den an der ETH und des Schweizerischen Studentenvereins. Worum geht es also? Es geht darum, der Hochschulversamm- lung, die wir in diesem Gesetz ja institutionalisiert haben, ein minimales Mitwirkungsrecht bei der Vorbereitung der Profes- sorenwahlen zu geben. In Artikel 12, das ist richtig, sind diese Wahlvorbereitungskommissionen zwar gestrichen worden, und ich habe dort nicht eingehakt, weil das an und für sich ein Nebenkriegsschauplatz ist. Es wird solche Ausschüsse, die die Wahlen vorbereiten, auch in Zukunft geben, und zwar eben auch dann, wenn wir sie im Gesetz nicht ausdrücklich verankern. Die wirklich entscheidende Frage, die stellt sich hier bei diesem Artikel, nämlich, ob wir der Hochschulver- sammlung ermöglichen sollen, wenigstens einen Vertreter oder eine Vertreterin in diese Ausschüsse zu entsenden, ob wir die Hochschulangehörigen beteiligend in diesen Prozess einbeziehen wollen, damit sie ihre ganz spezifische Sicht der Dinge darlegen können. Die Form der angestrebten Mitwir- kung ist ja weiss Gott moderat, es wird nicht zuviel gefordert. Nicht immer wird es solche Ausschüsse geben, das ist schon gesagt worden; die Flexibilität wird dort, wo man rasch han- deln muss, gewahrt bleiben. Es geht im weiteren nur um eine delegierte Vertrauensperson, die aber von der Hochschulkonferenzversammlung gewählt wird; man kann also nicht von Bürokratisierung oder Ueberla- dung dieses Gremiums sprechen. Es ist ein kleiner Schritt, den wir hier machen können, doch dieses Vertrauen sollten wir schenken. Wir vergeben uns nämlich nichts, aber wir ge- winnen sehr viel. Erstens einmal nehmen wir die Hochschul- stände und ihre Versammlung ernst und greifen ein Postulat auf, das ihnen am Herzen liegt; zum zweiten schlagen wir eine Brücke, wir ermöglichen Teilhabe, Einbezug, Mitsprache in dieser Vorbereitungsphase; drittens stellen wir sicher, dass wirklich alle Facetten, alle Ueberlegungen und Argumente, ge- rade auch die zur Lehre oder zur Hochschuldidaktik, hier ein- fliessen können. Das ist allemal eine Bereicherung, und es wird diese Empfehlungen der Ausschüsse noch fundierter ma- chen. Das Anliegen ist also sachlich unbedingt gerechtfertigt, und es ist erst noch nichts Neues, nichts Kühnes, das wir hier festschreiben würden. Ich erinnere daran, dass beispielsweise im Kanton Zürich das Unterrichtsgesetz genau in diesem Sinne erst kürzlich geän- dert worden ist. Am 3. März 1991 hat das Zürchervolk darüber abgestimmt und ein solches Mitwirkungsrecht der Studieren- den oder Assistenten ausdrücklich gutgeheissen. Was ihm recht war und was sich auch an der Hochschule St. Gallen be- währt hat, sollte uns doch eigentlich billig sein. Deshalb bitte ich Sie um dieses Entgegenkommen, bitte ins- besondere und gerade den Ständerat um dieses Zugeständ- nis, das im Nationalrat nur hauchdünn, mit einer einzigen Stimme, unterlegen ist. Seien wir grosszügiger und zukunfts- gerichteter! Frau Simmen: Ich bitte Sie, diesen Minderheitsantrag zu un- terstützen. Die Komponente der Lehre in der akademischen Tätigkeit ist eine ausserordentlich wichtige, und sie läuft immer etwa Gefahr, gegenüber der Forschungstätigkeit in den Hin- tergrund zu rücken. Das trifft gerade auch für die Technik und die Naturwissenschaften zu. Um also dieser Komponente der Lehre das nötige Gewicht zu geben, scheint es mir auch wich- tig, dass wir diejenigen, die direkt von ihr betroffen sind, ver- mehrt zu Worte kommen lassen. Studierende haben immer wieder bewiesen, dass sie fähig und auch willens sind, ihre Gesichtspunkte als Direktbetroffene einzubringen. Herr Kol- lege Onken hat auf die Zürcher Hochschule hingewiesen. Ich möchte den Blick noch etwas ausweiten. Amerikanische Uni- versitäten, die als private Institutionen ganz besonders auf hohe Qualität angewiesen sind, kennen eine gut ausgebaute Mitsprache der Studierenden sogar bei der Beurteilung der Professoren. Es ist nicht einzusehen, weshalb schweizerische Studierende in ihrer Fähigkeit, mitzudenken und mitzureden, ihren amerikanischen Kolleginnen und Kollegen unterlegen sein sollten. Ich bitte Sie, diese wirklich moderate Mitwirkung in der Wahl- vorbereitungskommission auch den schweizerischen Studie- renden zuzugestehen. M. Collier, rapporteur: Je voudrais juste reprendre l'argument de la participation évoqué par les deux représentants de la mi- norité. C'est le Conseil des Ecoles polytechniques qui nom- mera les professeurs et cet organe comprend déjà deux repré- sentants de chacune des mêmes assemblées d'école pour lesquelles la minorité voudrait encore un représentant supplé- mentaire. Puisque ces représentants siègent directement dans l'organe de nomination, cette participation et cette repré- sentation sont donc déjà assurées. C'est la raison pour la- quelle la majorité demande d'adhérer à sa version. Abstimmung - Vote Für den Antrag der Mehrheit 17 Stimmen Für den Antrag der Minderheit 15 Stimmen Abs. 4, 5-AI. 4, 5 Angenommen -Adopté Art. 31-38 Antrag der Kommission Zustimmung zum Beschluss des Nationalrates Proposition de la commission Adhérer à la décision du Conseil national Angenommen -Adopté An den Nationalrat-Au Conseil national #ST# 91.022 ETH-Uebergangsregelung. Verlängerung EPF. Réglementation provisoire. Prorogation Botschaft und Beschlussentwurf vom 11. März 1991 (BBI11405) Message et projet d'arrêté du 11 mars 1991 (FF 11337) Antrag der Kommission Eintreten Proposition de la commission Entrer en matière M. Cottier, rapporteur: La validité de la réglementation transi- toire instituée par l'arrêté fédéral du 24 juin 1970 sur les Ecoles polytechniques fédérales expirera à fin septembre de cette an- née. Or, à cette date, la nouvelle loi sur les Ecoles polytechni- ques fédérales ne sera pas encore en vigueur. Il y aura lieu d'attendre l'échéance du délai de référendum. En raison de l'expiration de cet arrêté, les Ecoles polytechni- ques fédérales n'auraient plus de base légale. Nous devons dès lors proroger l'arrêté de 197Û jusqu'à l'entrée en vigueur de la nouvelle loi. C'est ce que nous proposent le message et l'arrêté 91.022 ac- ceptés à l'unanimité par notre commission. Il s'agit de la qua- trième et, j'espère, dernière prorogation. Nos travaux législa- tifs touchent en effet à leur fin. Eintreten wird ohne Gegenantrag beschlossen Le conseil décide sans opposition d'entrer en matièreSchweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali Eidgenössische Technische Hochschulen. Bundesgesetz Ecoles polytechniques fédérales. Loi In Amtliches Bulletin der Bundesversammlung Dans Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale In Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale Jahr 1991 Année Anno Band III Volume Volume Session Sommersession Session Session d'été Sessione Sessione estiva Rat Ständerat Conseil Conseil des Etats Consiglio Consiglio degli Stati Sitzung 02 Séance Seduta Geschäftsnummer 87.078 Numéro d'objet Numero dell'oggetto Datum 04.06.1991 - 08:00 Date Data Seite 357-361 Page Pagina Ref. No 20 020 182 Dieses Dokument wurde digitalisiert durch den Dienst für das Amtliche Bulletin der Bundesversammlung. 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