B u n d e s v e rw a l t u n g s g e r i ch t T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i f f éd é r a l T r i b u n a l e am m i n i s t r a t i vo f e d e r a l e T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i v fe d e r a l Abteilung IV D-1252/2013/wif U r t e i l v o m 1 5 . M a i 2 0 1 3 Besetzung Richter Martin Zoller (Vorsitz), Richterin Contessina Theis, Richter Gérard Scherrer, Gerichtsschreiber Daniel Widmer. Parteien A._______, geboren (…), Iran, vertreten durch lic. iur. Susanne Sadri, LL.M., Asylhilfe Bern, (…), Beschwerdeführer, gegen Bundesamt für Migration (BFM), Quellenweg 6, 3003 Bern, Vorinstanz. Gegenstand Flughafenverfahren (Asyl und Wegweisung); Verfügung des BFM vom 4. März 2013 / N (…). D-1252/2013 Seite 2 Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest, dass der Beschwerdeführer eigenen Angaben zufolge seinen Heimat - staat am (…) in Richtung B._______ verliess, wo er sich in der Folge während (…) aufhielt, und am (…) auf dem Luftweg von C._______ über D._______ und E._______ unter Verwendung eines gefälschten (…) Reisepasses nach M._______ gelangte, dass er am (…) beim Versuch , nach F._______ (G._______) weiterzureisen , wegen seiner gefälschten Ausweispapiere im Flug ha- fen M._______ von den schweizerischen Grenzbehörden angehalten wurde, dass er am (…) im Flughafen M._______ um Asyl nachsuchte, dass das BFM ihm gleichentags die Einreise in die Schweiz vorläufig verweigerte und ihm für die Dauer des weiteren Asylverfahrens bis ma - ximal 60 Tage der Transitbereich des Flughafens M._______ als Aufenthaltsort zugewiesen wurde, dass der Beschwerdeführer am (…) summarisch befragt wurde und die Direktanhörung zu den Asylgründen durch das BFM am (…) in Anwesenheit einer Hilfswerksvertreterin erfolgte, dass er anlässlich der Anhörungen im Wesentlichen geltend machte, er sei iranischer Staatsangehöriger christlichen Glaubens mit letztem Wohnsitz in H._______ , wo er (…) tätig gewesen sei, dass er vor (…) Jahren zum Christentum übergetreten sei , (…), dass er versucht habe, seinen neuen Glauben zu vermitteln und des - halb immer wieder unter Druck geraten sei, dass er (…), als er (…) in I._______ besucht habe, vermutlich von (…) denunziert worden sei, dass damals dort mehrere Häuser von Christen durchsucht worden seien und auch das Haus seiner Bekannten , in welchem er sich ge ra- de auf gehalten habe, von (…) N._______ -Agenten umstellt wor den sei, D-1252/2013 Seite 3 dass er auf der Flucht (…) festgenommen, ins J._______ gebracht und dort befragt und misshandelt worden sei, wobei ihm ein (…) gebrochen und ein (…) worden sei, weshalb er im Spital habe behandelt werden müssen, dass ihm dort nach (…) bei einem (…) die Flucht durch (…) im (…) Stockwerk gelungen und er (…) zu (…) gefahren sei, dass er kurz nach seiner Ausreise aus dem Iran im (…), letztmals am (…), in H._______ bei (…) von den Behörden (…) Mal gesucht worden sei, dass seine (…) Ehefrau noch im (…) zu ihm nach C._______ gelangt und im (…) von dort nach G._______ weitergereist sei, wo sie sich mit ihrem, am (…) geborenen , gemeinsa-men Kind aufhalte, dass für die weiteren Aussagen des Beschwerdeführers auf die Proto - kolle bei den Akten zu verweisen ist, dass er zum Nachweis der Identität ausser einer Kopie eines am (…) im US -Bundesstaat K._______ ausgestellten Identitäts ausweises keine Ausweispapiere einreichte , wogegen die Grenz behörden bei ihm einen (…) Reisepass und eine (…) Identitätskarte sicherstellten, welche gemäss Ausweisprüfungsbericht der L._______ missbräuchlich verwendet be ziehungsweise gefälscht wurden, dass das BFM das Asylgesuch mit Verfügung vom 4. März 2013 – er- öffnet am 5. März 2013 – ablehnte, die Wegweisung aus dem Transit - bereich anordnete und den Wegweisungsvollzug als zulässig, zumut - bar und möglich erklärte, wobei der Beschwerdeführer den Transitbe - reich am Tag nach Eintritt der Rechtskraft zu verlassen ha be, dass das Bundesamt zur Begründung seines Entscheids im Wesent li- chen ausführte, die Vorbringen des Beschwerdeführers hielten den An - forderungen an die Glaubhaftigkeit gemäss Art. 7 des Asyl gesetzes vom 26. Juni 1998 (AsylG, SR 142.31) nicht stand, dass es dem Beschwerdeführer nicht gelungen sei, seinen angeblich vor (…) Jahren erfolgten Übertritt vom Islam zum Christentum glaub - haft und substanziell zu schildern, da sich seine diesbezüglichen Aus - sagen in Allgemeinheiten und irrelevanten Erklärungen erschöpften, D-1252/2013 Seite 4 dass seine Aussagen zu den ihm wegen der Konvertierung entstan de- nen Problemen mit den Behörden pauschal, konfus und substanzlos ausgefallen seien und er insbesondere erklärt habe, während (…) Jah- ren diesbezüglich persönlich überhaupt keine Probleme gehabt zu ha - ben, dass seine Schilderung der Umstände, wie die Behörden Kenntnis von den Tätigkeiten seiner Kirche erfahren hätten, der Razzia im Haus sei - ner Bekannten in I._______ im (…), seiner Festnahme, Miss handlung im Gefängnis und Flucht aus dem Spital keineswegs über zeugend beziehungsweise substanzlos, realitätsfremd und stereotyp ausgefal - len sei, und nicht plausibel sei, weshalb die Behörden nach der angeb - lichen einzigen Suchaktion in H._______ im (…) nicht mehr erschienen seien, dass seltsam erscheine, dass er während seines (…) nicht versucht habe, mit dortigen religiösen Perso nen oder Institutionen Kontakt aufzunehmen, dass das Unvermögen des Beschwerdeführers, Ausweispapiere einzu - reichen, unglaubhaft erscheine , zumal iranisch e Staatsangehörige er - fahrungsgemäss über eine Vielzahl von Identitätsdokumenten ver füg- ten, und das erwähnte Verhalten als Versuch zu qualifizieren sei, ein allfälliges Wegweisungsverfahren zu erschweren beziehungsweise zu verhindern, dass die abgegebenen Kopien eines US-Ausweises sowie von (…) be- treffend die sich als Asylsuchende in G._______ aufhaltende (…) Ehe- frau des Beschwerdeführers nicht im Zusam menhang mit den geltend gemachten Verfolgungsvorbringen stünden und des halb dessen Glaubwürdigkeit nicht zu belegen vermöchten, dass der Vollzug der Wegweisung zulässig, zumutbar und möglich sei, dass daran insbesondere der gegenwärtige Aufenthalt der (…) Ehefrau des Beschwerdeführers in G._______ nichts ändere, zumal es an den (…) Behörden liege , zu einem allfälligen Einreiseantrag des Be schwer- deführers Stellung zu nehmen, dass der Beschwerdeführer mit einer ersten fremdsprachigen Eingabe vom (…) an das Bundesverw altungsgericht gelangte und am (…) (…) eine weitere nachreichte, welche beiden Eingaben der Instruk tionsrich-D-1252/2013 Seite 5 ter praxisgemäss in eine Amtssprache übersetzen liess und worin sinngemäss die Aufhebung der an gefochtenen Verfügung und die Gewährung der aufschiebenden Wir kung beantragt wurde, dass er durch seine Rechtsvertreter in mit Eingabe vom (…) (…) gegen diesen Entscheid beim Bundes verwaltungsgericht Beschwerde erheben liess, worin er beantragte, es sei die vorinstanzliche Verfügung aufzuheben und das BFM anzu weisen, die Behandlung des Asylgesuchs fortzusetzen, eventuali ter sei ihm Asyl zu gewähren, subeventualiter sei die Unzulässigkeit oder Unzu mutbarkeit des Wegweisungsvollzug s festzustellen und die vor läufige Aufnahme anzuordnen, dass in prozessualer Hinsicht der Beschwerde die aufschiebende Wir - kung zu gewähren sei respektive vorsorgliche Massnahmen anzu ord- nen seien und die L._______ anzuweisen sei, allfällige Voll zugsmass- nahmen sofort einzustellen, dass er zudem die Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung ge - mäss Art. 65 Abs. 1 des Verwaltungsverfahrens gesetzes vom 20. De- zember 1968 (VwVG, SR 172.021) und den Verzicht auf das Erheben eines Kostenvorschus ses beantragte, dass die vorinstanzlichen Akten am (…) – per Fax -Übermittlung – vollständig beim Bundesverwaltungsgericht eintrafen (Art. 109 Abs. 2 AsylG), dass der Beschwerdeführer am (…) (…) eine dritte fremdsprachige Eingabe nachreichte, deren Übersetzung durch den Instruktionsrichter ebenfalls veranlasst wurde, dass auf die Begründung der Rechtsmitteleingaben und Dokumente , soweit für den Entscheid wesentlich, in den Erwägungen eingegangen wird, dass der Instruktionsrichter mit Zwischenverfügung vom (…) das BFM anwies, dem Beschwerdeführer die Einreise in die Schweiz zwecks Fortsetzung des Beschwerdeverfahrens zu bewilligen, auf die Erhebung eines K ostenvorschusses verzichtete und den Entscheid über das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung auf einen späteren Zeitpunkt verschob, D-1252/2013 Seite 6 dass das BFM mit Zwischenverfügung vom (…) die Einreise des Beschwerdeführers bewilligte, damit er den Ausgang des Be - schwerdeverfahrens in der Schweiz abwarten könne, und ihn am (…) den Migrationsbehörden des Kantons M._______ zuwies, dass die Vorinstanz in ihrer Stellungnahme vom (…) vollumfänglich an der angefochtenen Verfügung festhielt und die Abweisung der Be - schwerde beantragte, dass die Vernehmlassung dem Beschwerdeführer am (…) zur Kenntnis gebracht wurde, und zieht in Erwägung , dass das Bundesverwaltungsgericht auf dem Gebiet des Asyl s endgül- tig über Beschwerden gegen Verfügungen (Art. 5 VwVG) des BFM ent - scheidet, ausser – was in casu nicht zutrifft – bei Vorliegen eines Aus - lieferungsersuchens des Staates, vor welchem die be schwerdefüh ren- de Person Schutz sucht (Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 31-33 des Verwal - tungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [VGG, SR 173.32]; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]), dass sich das Verfahren nach dem VwVG, dem VGG und dem BGG richtet, soweit das AsylG nichts anderes bestimmt (Art. 37 VGG und Art. 6 AsylG), dass der Beschwerdeführer am Verfahren vor der Vorinstanz teil ge- nommen hat, durch die angefochtene Verfügung besonders berührt ist, ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung beziehungs weise Änderung hat und daher zur Einreichung der Beschwerde legi timiert ist (Art. 105 AsylG und Art. 48 Abs. 1 VwVG), dass im Zusammenhang mit den drei vom Beschwerdeführer selbst eingereichten fremdsprachigen Telefax -Eingaben nach der von Amtes wegen ange ordneten Übersetzung auf die Ansetzung einer Frist zur Beschwerdeverbesserung verzichtet werden kann und die erwähnten Schriftsätze nachstehend als Bestandteile der von der Rechtsvertrete - rin eingereichten Beschwerde zu behandel n sind, D-1252/2013 Seite 7 dass somit – unter Vorbehalt der nachstehenden Erwägungen – auf die frist - und formgerecht eingereichte Beschwerde einzutreten ist (Art. 108 Abs. 2 AsylG und Art. 52 VwVG), dass mit Beschwerde die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige oder unvollständige Festste llung des rechtserheblichen Sachverhalts und die Unangemessenheit gerügt werden können (Art. 106 Abs. 1 AsylG), dass d er Beschwerde von Amtes wegen aufschiebende Wirkung zu- kommt ( Art. 42 AsylG ) und die angefochtene Verfügung keine an ders- lautende Anordnung enthält, weshalb mangels Rechtsschutz interesse auf das entsprechende Begehren beziehungsweise den Antrag auf An - ordnung vorsorglicher Massnahmen nicht einzutreten ist, dass in diesem Zusammenhang darauf hinzuweisen ist, dass die Vor - instanz entg egen den Ausführungen in der Beschwerde nicht die so for- tige Ausschaffung des Beschwerdeführers verfügt hat, sondern dieser den Transitbereich e rst am Tag nach Eintritt der Rechtskraft der ange - fochtenen Verfügung zu verlassen habe (vgl. Ziff. 4 des Dispo sitivs der Verfügung des BFM vom 4. März 2013), dass die Schweiz Flüchtlingen grundsätzlich Asyl gewährt (Art. 2 Abs. 1 AsylG), wobei Flüchtlinge Personen sind, die in ihrem Heimat - staat oder im Land, in dem sie zuletzt wohnten, wegen ihrer Rasse, Religion, Nationalität, Zugehörigkeit zu einer bestimmten sozialen Gruppe oder wegen ihrer politischen Anschauungen ernst haften Nach - teilen ausgesetzt sind oder begründete Furcht haben, solchen Nachtei - len ausgesetzt zu werden (Art. 3 Abs. 1 AsylG), dass die Flü chtlingseigenschaft nachgewiesen oder zumindest glaub - haft gemacht werden muss (Art. 7 AsylG), dass die Flüchtlingseigenschaft glaubhaft gemacht ist, wenn die Be - hörde ihr Vorhandensein mit überwiegender Wahrscheinlichkeit für ge - geben hält, dass Vorbringen insbesondere dann unglaubhaft sind, wenn sie in we - sentlichen Punkten zu wenig begründet oder in sich widersprüchlich sind, den Tatsachen nicht entsprechen oder massgeblich auf gefälsch - te oder verfälschte Beweismittel abgestützt werden, D-1252/2013 Seite 8 dass in der Beschwerde vorweg die Aufhebung der angefochtenen Verfügung und Rückweisung der Sache an Vorinstanz zur Neubeur tei- lung beantragt und zur Begründung sinngemäss ausgeführt wird, die Rechtsmittelbelehrung verweise in unzulässiger Weise auf die bei Nichteintretensentscheiden gemäss Art. 32 ff. AsylG geltende fünf tägi- ge Beschwerdefrist ( …), dass sich dieser Einwand als unbehelflich erweist, zumal die Rechts - mittelfrist insbesondere auch bei Verfahren gemäss Art. 23 Abs. 1 AsylG, um ein solches es sich vorliegend handelt, fünf Arbeitstage be - trägt (Art. 108 Abs. 2 AsylG in der Fassung gemäss Ziff. I des BG vom 28. September 2012 [Dringliche Änderungen des Asylgesetzes], in Kraft vom 29. September 2012 bis zum 28. September 2015 ), dass mithin der Antrag auf Rückweisung abzuweisen ist, dass das BFM in der angefochtenen Verfügung ausführlich und – nach Überprüfung der Akten auch aus Sicht des Bundesverwaltungsgerichts – zu Recht festgestellt hat, die Vorbringen des Beschwerdeführers ge- nügten den Anforderungen an die Glaubhaftigkeit nicht, dass diesbezüglich zwecks Vermeidung von Wiederholungen auf die nicht zu beanstandenden Erwägungen in der angefochtenen Verfü - gung verwies en werden kann, dass auch die Ausführungen in der Beschwerdeschrift und den weite- ren Eingaben des Beschwerdeführers an dieser Feststellung nichts zu ändern vermögen, zumal sie sich in erster Linie auf eine Wiederholung der bisherigen Vorbringen beschränk en, dass in der Rechtsmitteleingabe vorweg ausgeführt wird, der Be - schwerdeführer und (…) seien Royalisten und die Familie sei, seit er sich erinnern könne, immer gegen die islamische Regierung ein gestellt gewesen ( …), dass er sich indes anlässlich der Anhörungen im erstinstanzlichen Ver - fahren mit keinem Wort zu konkreten Oppositionsaktivitäten oder Kon - takten mit der ehemaligen kaiserlichen Familie äusserte, und aus dem Vorbringen in der Beschwerde , wonach er diese Kontakte per (…) (…), nichts zu seinen Gunsten abzuleiten vermag, D-1252/2013 Seite 9 dass selbst bei Wahrunterstellung der Konversion des Beschwerde füh- rers zum Christentum beziehungsweise dessen Beitritt zu einer christli - chen Hauskirche die daraus abgeleiteten Verfolgungsvorbringen den Anforderungen an die Glaubhaftigkeit gemäss Art. 7 AsylG nicht g enü- gen, dass sich insbesondere der Einwand des Beschwerdeführers , mit der Einreichung einer (…) Kopie seines US -Identitätsausweises aus dem Jahr (…) habe er nachgewiesen, dass er dort als Christ zumindest in jenem Jahr als Flüchtling aufgenommen worden sei, als unbehelflich erweist, zumal er seinen Angaben zufolge bereits (…) nach der Ein - reise in die USA von dort w ieder in den Iran zurückgekehrt ist (…), dass abgesehen davon dem erwähnten Ausweis in Bezug auf die gel - tend gemachte Aufnahme als Flüchtling in den USA keine Beweiskraft zukommt, umso weniger, als es sich lediglich um eine Kopie handelt , welche sich ein er Überprüfung des Dokuments auf seine Echtheit ent - zieht, und der Beschwerdeführer für die Reise in die Schweiz gefälsch - te beziehungsweise ihm nicht zustehende Ausweise verwendet hat, dass seine Begründung für die geltend gemachte behördliche Be helli- gung – (…) – lediglich auf Mutmassungen beruh t, welche umso weni- ger zu treffen dürften, als er zu Protokoll gab, die behördliche Razzia habe nicht nur das Haus, in welchem er sich aufgehalten habe, son - dern mehrere dortige Häuser betroffen ( …), dass in der Beschwerde entgegen den protokollierten Aussagen, wo - nach sich der Beschwerdeführer zum Zeitpunkt der Razzia im Haus von Bekannten aufgehalten habe (…), ausgeführt wird, er habe sich damals im Haus seiner (…) befunden ( …), dass damit erste Zweifel daran geweckt werden, ob sich dieses Er eig- nis tatsächlich zugetragen habe, dass sodann die Schilderung der Festnahme des Beschwerdeführers stereotyp ausgefallen ist und dessen Flucht als erheblich verletzte Per - son aus dem (…) im (…) Obergeschoss eines Spitals realitätsfremd er - scheint, dass der Beschwerdeführer unter Hinweis auf die Protokollstelle (…) zudem einwendet, entgegen den Ausführungen in der angefochtenen Verfügung habe er die Frage, ob er während seines Auf enthalts in D-1252/2013 Seite 10 B._______ Kontakt mit religiösen Personen oder Leitern aufgenommen habe, sehr detai lliert beantwortet, dass er auch aus diesem Einwand nichts zu seinen Gunsten ab zulei- ten vermag, zumal er zu Protokoll gab, er habe in C._______ zwar (…) Kirchen besucht, aber diesbezüglich keine vertieften Kontakte gepflegt (vgl. a.a.O.), wobei erstaunt, dass er keinerlei Namen von Priestern oder christlichen Hilfsorganisationen zu nennen vermochte, dass der Beschwerdeführer in den von ihm selbst eingereichten, teil - weise mit Fotos versehenen Telefax-Eingaben im Wesentlichen seine Vorbringen wiederholt, sich aus religiöser Sicht zur Lage in seinem Heimatstaat äussert und dabei auch seine Treue zur Familie des ehe - maligen Schah Mohammad Reza Pahlavi bestätigt, dass die darin enthaltenen Ausführungen nicht geeignet sind, an der fehlenden Gl aubhaftigkeit der geltend gemachten V erfolgungsvor brin- gen etwas zu ändern, dass zusammen mit den erwähnten Eingaben nebst Kopien von per- sönlichen Dokumenten ( …, …) auch eine (…) (…) für den Beschwerdeführer samt je einem diesbezüglichen Schreiben des (…) (…) und des (…) (…) in Kopie eingereicht wurden, dass diesen Beweismitteln kein Beweiswert zukommt, zumal der Be - schwerdeführer anlässlich der Anhörungen im erstinstanzlichen Ver - fahren mit keinem Wort erwähnte, er sei nach seiner Ausreise aus dem Iran von den N._______ per (…) gesucht beziehungsweise (…) zum persönlichen Erscheinen aufgefordert worden, dass er sich auch nicht dazu äussert, wie er in den Besitz der erwähn - ten Dokumente gelangt ist, abgesehen davon, dass es sich beim (…) um ein (…) Schriftstück han deln dürfte, dass es de m Beschwerdeführer nicht gelingt, die Flüchtlingseigen - schaft nachzuweisen oder zumindest glaubhaft zu machen, weshalb das Bundesamt das Asylgesuch zu Recht abgelehnt hat, dass die Ablehnung eines Asylgesuchs oder das Nichteintreten auf ein Asylgesuch in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz zur Folge hat (Art. 44 Abs. 1 AsylG), vorliegend der Kanton keine Aufenthaltsbe - willigung erteilt hat und zudem kein Anspruch auf Ertei lung einer sol -D-1252/2013 Seite 11 chen besteht (vgl. BVGE 2009/50 E. 9 S. 733 mit weiteren Hinweisen sowie Entscheidungen und Mitteilungen der Schweizerischen Asyl re- kurskommission [EMARK] 2001 Nr. 21), weshalb die verfügte Weg wei- sung im Einklang mit den gesetzlichen Be stimmungen steht und dem - nach vom Bundesamt zu Recht angeordnet wurde, dass das BFM das Anwesenheitsverhältnis nach den gesetzlichen Be - stimmungen über die vorläufige Aufnahme von Ausländern regelt, wenn der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar oder nicht möglich ist (Art. 44 Abs. 2 AsylG; Art. 83 Abs. 1 des Bundes ge- setzes vom 16. Dezember 2005 über die Ausländerinnen und Aus län- der [AuG, SR 142.20]), dass der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig ist, wenn völker recht- liche Verpfl ichtungen der Schweiz einer Weiterreise der Ausländerin oder des Ausländers in den Heimat -, Herkunfts - oder einen Drittstaat entgegenstehen (Art. 83 Abs. 3 AuG), dass keine Person in irgendeiner Form zur Ausreise in ein Land ge - zwungen werden darf, in d em ihr Leib, ihr Leben oder ihre Freiheit aus einem Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet ist oder sie Gefahr läuft, zur Ausreise in ein solches Land gezwungen zu werden (Art. 5 Abs. 1 AsylG), dass der Vollzug der Wegweisung vorliegend in Beachtung dies er massgeblichen völker - und landesrechtlichen Bestimmungen zulässig ist, da der Beschwerdeführer keine Verfolgung oder begründete Furcht vor Nachteilen darzulegen vermag, welche geeignet wären, die Flücht - lingseigenschaft zu begründen, dass ferner kein e Anhaltspunkte für eine ihm drohende men schen- rechtswidrige Behandlung im Sinne von Art. 3 des Überein kommens vom 10. Dezember 1984 gegen Folter und andere grau same, un - menschliche oder erniedrigende Behandlung oder Strafe (FoK, SR 0.105) oder eine d urch Art. 3 der Konvention vom 4. November 1950 zum Schutze der Menschenrechte und Grundfreiheiten (EMRK, SR 0.101) verbotene Strafe oder Behandlung ersichtlich sind, dass sich der Vollzug als unzumutbar erweist, wenn eine Person im Heimat- oder Herkunftsstaat aufgrund von Situationen wie Krieg, Bür - gerkrieg, allgemeiner Gewalt und medizinischer Notlage konkret ge - fährdet ist (Art. 83 Abs. 4 AuG), D-1252/2013 Seite 12 dass weder die im Heimatstaat herrschende politische Situation noch andere Gründe gegen die Zumutba rkeit des Wegweisungsvollzugs dorthin sprechen, dass auch den Akten keine Anhaltspunkte zu entnehmen sind, wonach der Vollzug der Wegweisung für den Beschwerdeführer in den Heimat - staat unzumutbar wäre, dass seine nächsten Familienangehörigen ( …) sowie (…) nach wie vor in H._______ wohnhaft sind (…) und er mithin dort ein Be ziehungsnetz besitzt, dass es dem Beschwerdeführer zudem – wie die Vorinstanz zutreffend ausführte – unbenommen ist, sich bei den zuständigen (…) Behörden um die Einreise nach G._______ zu bemühen , wo sich seine (…) Ehe- frau und ihr gemeinsames Kind derzeit aufhalten sollen, dass er nach Abschluss de r (…) erlern-te, trotzdem ( …) in der (…) er- werbstätig war, den Lebensunterhalt während (…) mit dem Einkommen aus (…) bestritt und keine finanziellen Schwierig keiten hat te (…), dass er neben seiner Muttersprache (…) auch über (…) verfügt, dass auch sonst keine individuellen Gründe vorliegen, welche den Wegweisungsvollzug als unzumutbar erscheinen lassen, dass der Besch werdeführer – soweit aktenkundig – an keinen schwer - wiegenden gesundheitlichen Problemen leidet, dass unter den gegebenen Umständen nicht davon auszugehen ist, er würde bei einer Rückkehr in eine existenzbedrohende Situation ge ra- ten, welche als konkret e Gefährdung im Sinne der zu beachten den Be- stimmungen zu werten wäre (Art. 83 Abs. 4 AuG), dass der Vollzug der Wegweisung schliesslich möglich ist und es dem Beschwerdeführer obliegt, bei der Beschaffung gültiger Reisepapiere mitzuwirken (Art. 8 Abs. 4 AsylG; vgl. BVGE 2008/34 E. 12 S. 513 ff.), dass nach dem Gesagten der vom Bundesamt verfügte Vollzug der Wegweisung zu bestätigen ist, D-1252/2013 Seite 13 dass es dem Beschwerdeführer demnach nicht gelungen ist darzutun, inwiefern die angefochtene Verfügung Bundesrecht verletzt, den rechtserheblichen Sachverhalt unrichtig oder unvollständig feststellt oder unangemessen ist (Art. 106 AsylG), weshalb die Beschwerde ab - zuweisen ist, soweit darauf einzutreten ist, dass das Gesuch um Verzicht auf die Erhebung eines Kostenvo rschus- ses durch das vorliegende Urteil gegenstandslos wird, dass bei diesem Ausgang des Verfahrens dessen Kosten dem Be - schwerdeführer aufzuerlegen wären (Art. 63 Abs. 1 und 5 VwVG), dass indes, nachdem sich die Beschwerde zum Zeitpunkt ihrer Anhängig ma- chung nicht als aussichtslos erwiesen hat und aufgrund der Akten lage von der prozessualen Bedürftigkeit des Beschwerdeführers aus zuge- hen ist, in Gutheissung des entsprechenden Gesuchs auf die Auf erle- gung von Verfahrenskosten zu verzichten ist. (Dispositiv nächste Seite) D-1252/2013 Seite 14 Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird. 2. In Gutheissung des Gesuchs um Gewährung der unentgeltlichen Pr o- zessführung werden dem Beschwerdeführer die Verfahrenskosten erlas- sen. 3. Dieses Urteil geht an den Beschwerdeführer, das BFM und die zuständ i- ge kantonale Behörde. Der vorsitzende Rrichter: Der Gerichtsschreiber: Martin Zoller Daniel Widmer Versand: