JAAC60.38 Auszug aus einem Entscheid der Schweizerischen Asylrekurskommission vom 16. Mai 1995 Décision de principe de la Commission suisse de recours en matière d’asile[33]. Art. 3 CEDH. Art. 33 Conv. relative au statut des réfugiés. Moyens de révision invoqués tardivement. Interprétation conforme au droit international de l’art. 66 al. 3 PA (modification de jurisprudence). 1. Les moyens invoqués tardivement au sens de l’art. 66 al. 3 PA ouvrent néanmoins la voie de la révision d’une décision entrée en force lorsqu’il résulte manifestement de ceux-ci que le requérant est menacé de persécutions ou de traitements contraires aux droits de l’homme, lesquels constituent un obstacle au renvoi relevant du droit international (consid. 7, en particulier 7.g). 2. En pareil cas, la révision se limite aux questions touchant à la qualité de réfugié et à la licéité de l’exécution du renvoi. Elle ne porte pas sur l’octroi de l’asile (consid. 7.h). Grundsatzentscheid der Schweizerischen Asylrekurskommission [32]. Art. 3 EMRK. Art. 33 FK. Verspätete Revisionsvorbringen. Völkerrechtskonforme Auslegung von Art. 66 Abs. 3 VwVG (Änderung der Rechtsprechung). 1. Vorbringen, die im Sinne von Art. 66 Abs. 3 VwVG verspätet sind, führen dennoch zur Revision eines rechtskräftigen Urteils, wenn aufgrund dieser Vorbringen offensichtlich wird, dass dem Gesuchsteller Verfolgung oder menschenrechtswidrige Behandlung droht und damit ein völkerrechtliches Wegweisungshindernis besteht (E. 7, insbesondere 7.g). 2. Die Revision erstreckt sich in einem solchen Fall lediglich auf die Fragen der Flüchtlingseigenschaft und der Zulässigkeit des Wegweisungsvollzugs, dagegen nicht auf den Asylpunkt (E. 7.h). 1Decisione di principio della Commissione svizzera di ricorso in materia d’asilo[34]. Art. 3 CEDU. Art. 33 Conv. sullo statuto dei rifugiati. Motivi di revisione invocati tardivamente. Interpretazione conforme al diritto internazionale dell’art. 66 cpv. 3 PA (cambiamento della giurisprudenza). 1. Motivi che conformemente all’art. 66 cpv. 3 PA sono stati invocati tardivamente conducono nondimeno alla revisione di una decisione cresciuta in giudicato, se in base a siffatti motivi appaia chiaramente un rischio d’esposizione dell’istante a persecuzioni o trattamenti contrari ai diritti dell’uomo. In questa evenienza, il diritto internazionale cogente osta alla pronunzia dell’esecuzione del rinvio (consid. 7, in particolare 7.g). 2. In tal caso, la revisione non porta sulla concessione dell’asilo, ma unicamente sul riconoscimento della qualità di rifugiato, nonché sulla liceità dell’esecuzione dell’allontanamento (consid. 7.h). Zusammenfassung des Sachverhalts: DerGesuchsteller,türkischerStaatsangehörigerausDodurga(Provinz Tokat),reichteam3.Oktober1988inderSchweizeinAsylgesuchein. Zu dessenBegründungmachteerimwesentlichengeltend,erseiseit1978 SympathisantderTKEP(TürkiyeKomünistEmekçilerPartisi-Kommunistische ArbeiterparteiderTürkei)undMitglieddesdieserParteinahestehenden JugendvereinesGED(GençEmekçilerDernegi),fürwelcheerPlakate aufgehängtundFlugblätterrespektiveZeitschriftenverteilthabe. Während seinerSchulzeitseierdreimalfüreinbiszweiTageaufdenPolizeiposten vonSivasverbrachtwordenundimJahre1983habemanihnwährendeiner WocheaufdemPolizeipostenvonTokatfestgehaltenundgefoltert. Nach derAbsolvierungseinesMilitärdienstesseierab1987wiederpolitischaktiv geworden. Letztmalshabeeram1.Mai1988Flugblätterverteilt;deswegen werdeerpolizeilichgesuchtundhabesichzurAusreiseausderTürkei entschlossen. MitVerfügungvom7.November1991lehntedasBundesamtfürFlüchtlinge (BFF)dasAsylgesuchdesGesuchstellersabundordnetedessenWegweisung ausderSchweizan. ZurBegründungwurdeausgeführt,dieVorbringendes GesuchstellersvermöchtendenAnforderungenandieGlaubhaftmachung gemässArt.12 a desAsylgesetzesvom5.Oktober1979(AsylG,SR142.31)nicht zugenügen. MitEntscheidvom24.Juni1994wiesdieSchweizerische Asylrekurskommission(ARK)diedagegenerhobeneBeschwerdeebenfalls ab. ZurBegründungwurdeimwesentlichenausgeführt,dieEinwändedes GesuchstellerszudenErwägungenderVorinstanzseiennichtgeeignet, 2dieangeführtenWidersprücheinZweifelzuziehen,weshalbseine SachverhaltsdarstellungindenentscheidendenPunktenalsunglaubhaftzu bezeichnensei. Miteinerals«Wiedererwägungsgesuch»bezeichnetenEingabevom 7.September1994andasBFFbeantragtderGesuchstellerdurchseinen RechtsvertreterdieFeststellungderFlüchtlingseigenschaftundder UnzulässigkeitrespektiveUnzumutbarkeitdesWegweisungsvollzugs. WährendderDauerdesVerfahrensseiaufdenVollzugderWegweisung zuverzichten. ZurBegründungmachterimwesentlichengeltend,er habesichinderSchweizweiterhinaktivfürdieTKEPeingesetztundan verschiedenenKundgebungenteilgenommen. Zudemhabeersichals MitarbeiterderinderTürkeierscheinendenZeitungderTKEP,«Toplumsal Dayanisma»,undderZeitung«ÖzgürGündem»journalistischbetätigt, wobeiermitseinerKritikamtürkischenRegimeniezurückgehaltenhabe. DamitseiensubjektiveNachfluchtgründeimSinnevonArt.8 a AsylG gegeben,weshalberdieAnforderungenandieFlüchtlingseigenschafterfülle undsichderWegweisungsvollzugalsunzulässigrespektiveunzumutbar erweise. AufdieeingereichtenBeweismittelundweitereVorbringendes Gesuchstellerswird,soweitfürdenEntscheidwesentlich,indenErwägungen eingegangen. DasBFFhatdieEingabegestütztaufArt.8Abs.1VwVGandie ARKüberwiesen,welchesiealsRevisionsgesuchentgegengenommenhat; mitZwischenverfügungvom7.Oktober1994hatderInstruktionsrichterden Wegweisungsvollzugsistiert. DieARKheisstdasRevisionsgesuchgut,hebtihrenEntscheidvom 24.Juni1994-soweitdieFragenderFlüchtlingseigenschaftunddes Wegweisungsvollzugsbetreffend-aufundweistdasBFFan,denAufenthalt desGesuchstellersalsFlüchtlingnachdenBestimmungenüberdievorläufige Aufnahmezuregeln. Aus den Erwägungen: 3. Vorwegistfestzuhalten,dassandieBegründungausserordentlicher RechtsmittelstrengeAnforderungenzustellensind,weshalbim Revisionsgesuchanzugebenist,welchergesetzlicheRevisionstatbestand angerufenwird,inwiefernAnlassbesteht,ihngeltendzumachen,und welcheÄnderungdesfrüherenEntscheidesverlangtwird(vgl. Gygi Fritz, Bundesverwaltungsrechtspflege,2.Aufl.,Bern1983,S.198). DerGesuchstellerbringtvor,diemitdemRevisionsbegehreneingereichten DokumentestelltenneueerheblicheBeweismitteldar. Imweiteren würdenneueerheblicheTatsachenvorgebracht. Ermachtdamit RevisionsgründegemässArt.66Abs.2Bst.aVwVGgeltend. Daauchdie übrigenVoraussetzungenerfülltsind,istaufdasRevisionsgesucheinzutreten (vgl. Art.67VwVG). 4. DasRevisionsgesuchrichtetsichlediglichgegendieVerweigerung derFlüchtlingseigenschaftunddenVollzugderWegweisung. Der BeschwerdeentscheidderARKvom24.Juni1994behältsomitvonvornherein insoweitBestand,alsdemGesuchstellerdamitdasAsylverweigertunddie Wegweisungangeordnetwordenist. Esbleibtimfolgendenzuprüfen,ob 3diegeltendgemachtenRevisionsgründezueinerNeubeurteilungderFrage derFlüchtlingseigenschaftrespektivedesWegweisungsvollzugeszuführen vermögen. 5. GemässArt.66Abs.2Bst.aVwVGmüssendiezurStützungeines RevisionsgesuchesgeltendgemachtenTatsachenundeingereichten Beweismittelneuunderheblichsein. NachLehreundbundesgerichtlicherRechtsprechunggeltenrevisionsweise geltendgemachteTatsachenlediglichdannalsneu,wennsiezurZeit derErstbeurteilungderSachebereitsvorhandenwaren,jedocherst nachträglichinErfahrunggebrachtwerdenkonnten. Tatsachen,welche sicherstnachträglichzutragen,könnenallenfallsdenErlasseiner neuenVerfügungdurchdieerstinstanzlicheBehördeimRahmeneines Wiedererwägungsverfahrensrechtfertigen,bildenaberkeinenGrund zurRevisioneinesBeschwerdeentscheides(vgl. Beerli-Bonorand Ursina, DieausserordentlichenRechtsmitteldesBundesundderKantone,Zürich 1985,S.99; Kölz Alfred /Häner Isabelle,Verwaltungsverfahrenund VerwaltungsrechtspflegedesBundes,Zürich1993,S.189,Rn.321;Gygi,a.a.O., S.262; BGE108V171 ). ErheblichimSinnevonArt.66Abs.2Bst.aVwVGsind neueTatsachendann,wennsiegeeignetsind,dietatbeständlicheGrundlage desangefochtenenEntscheideszuverändernundbeizutreffenderrechtlicher Würdigungzueinemanderen,fürdenGesuchstellergünstigerenErgebnis zuführen(Beerli-Bonorand,a.a.O.,S.106;Kölz/Häner,a.a.O.,S.189,Rn. 321),mitanderenWorten,wennsiedenAusgangdesVerfahrensbeeinflussen können(Rhinow René A. / Koller Heinrich / Kiss-Peter Christina ,Öffentliches ProzessrechtundGrundzügedesJustizverfassungsrechtsdesBundes,Basel/ Frankfurta.M.1994,S.240,Rn.1132). ÄhnlichesgiltfürrevisionsweiseeingereichteBeweismittel: Siesind nurdannalsneuzuqualifizierenundbeachtlich,wennsieentweder neueerheblicheTatsachenerhärtenodergeeignetsind,demBeweisvon Tatsachenzudienen,diezwarimfrüherenVerfahrenbekanntgewesen, aberzumNachteildergesuchstellendenParteiunbewiesengebliebensind (Beerli-Bonorand,a.a.O.,S.102;Kölz/Häner,a.a.O.,S.189f.,Rn. 321), respektivewennsiebeiVorliegenimordentlichenVerfahrenvermutlich zueinemanderenEntscheidgeführthätten(Rhinow/Koller/Kiss-Peter,a.a.O., S.240,Rn.1132). Hingegenistes-imGegensatzzugeltendgemachtenneuen Tatsachen-nichtnotwendig,dassdieBeweismittelselberausderZeitvor demBeschwerdeentscheidstammen(EntscheidungenundMitteilungender SchweizerischenAsylrekurskommission[EMARK]1994Nr.27,S.199,E.5.c). GemässArt.66Abs.3VwVGisteinRevisionsgesuchimweiterenabzuweisen, wenndieParteidieRevisionsgründebereitsimRahmendesVerfahrens,das demBeschwerdeentscheidvoranging,oderaufdemWegeeinerBeschwerde, dieihrgegendenBeschwerdeentscheidzustand,geltendmachenkonnte. SowohlneueTatsachenalsauchneueBeweismittelbildengemässdieser BestimmungsomitnurdanneinenRevisionsgrund,wennderGesuchsteller sieauchbeizumutbarerSorgfaltimerstinstanzlichenVerfahrenoderim ordentlichenRechtsmittelverfahrennichtkennenoderbeibringenkonnte odersieausentschuldbarenGründennichtvorgebrachthat. Auchin derVerwaltungsrechtslehreund-rechtsprechungwirdallgemeindavon ausgegangen,dassdienachträglicheGeltendmachungneuerTatsachen 4undBeweismittelnichtaufunsorgfältigeProzessführungderbetreffenden Parteizurückgehen(Gygi,a.a.O.,S.263),respektivedieEinreichungeiner Revisionnichtzueiner«Verlängerung»derordentlichenBeschwerdefrist führendürfe( Saladin Peter,DasVerwaltungsverfahrensrechtdesBundes, Basel/Stuttgart1979,S.214). NachUrsinaBeerli-Bonorandistimweiteren trotzGeltungdesUntersuchungsgrundsatzesjedeNachlässigkeitinder Nachforschung(nacherheblichenTatsachenundBeweismitteln)umder RechtssicherheitwillenundinRücksichtaufdenungestörtenGangder VerwaltungundJustizzumNachteildesGesuchstellersauszulegen,dadas Revisionsverfahrennichtdazudiene,imfrüheren-ordentlichen-Verfahren begangenevermeidbareUnterlassungendesGesuchstellersnachzuholen,weil diesersonstdieMöglichkeithätte,sichdurchunvollständigesVorbringen ein-odersogarmehrmaligeNeubeurteilungenseinesFalleszusichern (Beerli-Bonorand,a.a.O.,S.109;vgl. auchKölz/Häner,a.a.O.,S.190f.,Rn.322, mitHinweisauf BGE103Ib89 f.). SchliesslichhatauchdieARKinihrer bisherigenkonstantenRechtsprechungimRevisionsverfahrenalsneue Tatsachenstetsnursolcheanerkannt,welchebereitsvorAbschlussdes Beschwerdeverfahrensexistierten,abernichtvorgebrachtwurden,weil siederParteidamalstrotzhinreichenderSorgfaltnichtbekanntseinkonnten oderihrdieGeltendmachungnichtmöglichwar(vgl. EMARK1994Nr.27, S.196ff.,E.5.aundb). 6. ImvorliegendenFallsinddieVoraussetzungenfürdieAnwendungdes soebenerwähntenArt.66Abs.3VwVGansichunzweifelhaftgegeben. Die vomGesuchstellerimRevisionsverfahrenvorgebrachtenTatsachenhabensich erstensnahezuausnahmslosvorderAusfällungdesBeschwerdeentscheides vom24.Juni1994zugetragen: DievonihmalsTeilnehmerbesuchten politischenKundgebungenhabenimFrühjahr1993(Demonstrationdes SchweizerischenGewerkschaftsbundesinBerngegendieArbeitslosigkeit) respektiveam1.Mai(dieJahresangabefehltimRevisionsgesuch,was indessenohneBelangist,dadasEreignisjedenfallsauseinerZeitvor derUrteilsausfällungderBeschwerdeinstanzdatiert)stattgefunden, dieQuittungenübererfolgteSpendenleistungenandieTKEPundan dieZeitung«ToplumsalDayanisma»tragenden17.November1991 respektiveden7.August1993alsAusstellungsdatum,unddieeingereichten BelegabdruckedervonihmverfasstenZeitungsartikelrespektivedieBelege derentsprechendenPublifaxeunddiebeidenOriginalausgabenderZeitungen «ToplumsalDayanisma»stammenausdemZeitraumzwischendem4.Januar 1994unddem5.April1994. EinzigderBelegdesPublifax’einesArtikelsandie AuslandredaktionderZeitung«ÖzgürÜlke»inKölndatiertvom8.August1994, mithineinemZeitpunktnachdemErlassdesBeschwerdeentscheides. DerGesuchstellerbringtzweitenswederobjektivenochsubjektiveGründe vor,welcheesihmverunmöglichthätten,dieobenerwähntenTatsachen undBeweismittelbereitsimordentlichenBeschwerdeverfahrengeltendzu machenrespektivebeizubringen. AngesichtsdesweiterenUmstandes,dasses sichbeidenVorbringenumTatsachenhandelt,welchedemGesuchstelleraus ersterHandbekanntwaren(nämlichdadurch,dassersieselberverwirklicht hat)undermitSicherheitbereitsimBeschwerdeverfahrenüberdienunmehr eingereichtenBeweismittelverfügte(allenfallsmitAusnahmederFotografien imZusammenhangmitseinenTeilnahmenanpolitischenKundgebungen), istsomitderenerstimRevisionsverfahrenerfolgteGeltendmachungals 5unsorgfältigeProzessführungrespektiveVerletzungvonVerfahrenspflichten zuqualifizieren;davonscheintindessenauchderGesuchstellerselber auszugehen. 7.a. DerGesuchstellerstelltsichjedochaufdenStandpunkt,dass diestrikteAnwendungvonArt.66Abs.3VwVGinAnbetrachtdes zwingendenCharaktersdesNon-refoulement-GebotesgemässArt.33der Flüchtlingskonventionvom28.Juli1951(FK,0.142.30)inVerbindungmit Art.45AsylGundvonArt.3derKonventionvom4.November1950zum SchutzederMenschenrechteundGrundfreiheiten(EMRK,SR0.101)als unverjährbaresundunverzichtbaresGrundrechtalsüberspitztformalistisch zubezeichnenwäre;erstütztsichdabeiaufeineAbhandlungvonWolfferszu diesemThemenkreis(vgl. Wolffers Artur,KanneineAusschaffungzurFolter rechtmässigsein?,ASYL1994/1,S.3ff.). b. DerGesuchstellerwirftdamitdieFrageauf,obeinemAsylbewerberdie erstgenannteverfahrensrechtlicheBestimmungentgegengehaltenwerden kann,wenn(erst)imZeitpunktderEntscheidungüberdasRevisionsgesuch feststeht,dassderVollzugderWegweisungaufgrunddermateriellrechtlichen BestimmungenvonArt.3EMRKrespektiveArt.33FKunzulässigwäre, derbetreffendeAsylbewerberjedochdieGründeohneweiteresbereits imordentlichenVerfahrenhättegeltendmachenkönnen. VonBedeutung sindbeiderBeantwortungdieserFragedamitaufdereinenSeiteder GrundsatzderRechtssicherheit-mithinderLeitgedanke,welcherhinter derverfahrensrechtlichenBestimmungvonArt.66Abs.3VwVGsteht (vgl. dasunterE.5,letzterAbsatz,Gesagte)-undaufderanderenSeitedie BedrohunghochrangigerRechtsgüterdesWeggewiesenen,welchedurch Art.3EMRKrespektiveArt.33FKgeschütztsind. Vorabgiltesfestzuhalten, dassdieAbwägungdieserbeidenPositionensowohleinenvölkerrechtlichen (vgl. nachfolgendeE.7.c-h),alsaucheinenlandesrechtlichenAspekt(vgl. nachfolgendeE.7.i)beinhaltet. c. DervomGesuchstellerzitierteA.Wolffersgelangtzunächstzum Schluss,dassArt.3EMRKeineBestimmungdeszwingendenVölkerrechts darstelle,welchemauchstaatlichesHandeln«nachinnen»unterworfen sei,wasinsbesondereauchfürdieAnwendunglandesrechtlicher Prozessbestimmungengelte(Wolffers,a.a.O.,S.4,mitHinweisenauf Saladin Peter,VölkerrechtlichesiuscogensundschweizerischesLandesrecht,Festgabe zumschweizerischenJuristentag1988,Bern1988,S.67ff.). Imweiterensei zubeachten,dassArt.3EMRKkeinerleiBeschränkungendesdurchdiese BestimmungstatuiertenGrundrechtesvorseheundgemässArt.15Abs.2 EMRKauchinZeitenöffentlichenNotstandesnichtausserKraftgesetzt werdendürfe;zudieserSchrankenlosigkeitwürdeesschlechtpassen,wenn dieBehördennichtmehranArt.3EMRKgebundenwären,nachdemein AsylbewerberimVerfahrendiegeboteneSorgfalthabevermissenlassen. DiesevölkerrechtlicheBetrachtungsweisewirdimErgebnisauchvon WalterKälinineinemderARKvorliegendenprivatenRechtsgutachten vom12.März1994(nachfolgendkurzKälin,Gutachten)zuderselbenFrage vertreten,wonachArt.3EMRKinabsoluterWeisedieAusschaffungeines MenschenineinLandverbiete,indemihmFolteroderunmenschlicheoder erniedrigendeBehandlungdrohe,undsomitselbstangesichtswichtiger 6öffentlicherInteressen-wozuetwaauchdieRechtssicherheitgehöre-keine Einschränkungenzulasse(vgl. Kälin,Gutachten,S.4f.,mitHinweisauf Kälin Walter,GrundrissdesAsylverfahrens,Basel/Frankfurta.M.1990,S.247). DervondensoebenzitiertenAutorenvertretenenAuffassungistimGrundsatz zuzustimmen: NebendenbereitsangeführtenAspektenistvonBedeutung, dassdermassgeblicheZeitpunktfürdieAnwendungvonArt.3EMRKder MomentdereffektivenWegweisungist(vgl. Villiger Mark E. ,Handbuch derEuropäischenMenschenrechtskonvention,Zürich1993,S.186,Rn.307). SodannistnichtnurderHeimatstaateinesGesuchstellers(sofernerdie EMRKratifizierthat,wasbeiderTürkeiderFallist)zurEinhaltungder konventionsrechtlichenGarantienverpflichtet,sondernebensoderGaststaat, waszurFolgehat,dassletztererselbergegenArt.3EMRKverstösstund dadurchvölkerrechtlichverantwortlichwird,wennereinenAusländer indessenHeimatstaatzurückschafft,obwohlfeststeht,dasserdortder FolteroderunmenschlicherodererniedrigenderStrafeoderBehandlung unterworfenwürde(Villiger,a.a.O.,S.183,Rn.301;Kälin,Gutachten,S.5; BGE111Ib71 ). DazuhatderEuropäischeGerichtshoffürMenschenrechte (EGMR)imsogenannten«Soering-Fall»ausgeführt,dass«(...) esmitdender KonventionzugrundeliegendenWertenkaumvereinbar(wäre),undauch nichtmitdem,aufdiesichdiePräambelbezieht,wenneinMitgliedstaat wissentlicheinenFlüchtlinganeinenanderenStaatausliefert,obwohles begründeteAnhaltspunktedafürgibt,dassderFlüchtlingdortGefahrläuft, derFolterausgesetztzuwerden,(...). DieAuslieferungstehtinsolchenFällen, (...),schlichtimGegensatzzumSinnundZweckdiesesArtikels(gemeint istArt.3EMRK)»(Urteilvom7.Juli1989-Nr.1/1989/161/217- Soering c. Vereinigtes Königreich,indeutscherÜbersetzungpubliziertinEuropäische GrundrechteZeitschrift[EuGRZ]1989,S.314ff.). AlsZwischenergebnisist somitfestzuhalten,dassausvölkerrechtlicherSichtderUmstand,dassein WeggewiesenerseineVorbringen,welchenachdemmateriellenVölkerrecht erheblichsind,mitBlickaufdasLandesrechtprozessualverspätetgeltend gemachthat,tatsächlichnichtvonBedeutungseinkann. Damitistindessennochnichtgesagt,dassdievölkerrechtlicheBestimmung demLandesrechtohneweiteresübergeordnetist,mithinabsoluten Vorranggegenüberdiesemgeniesst;dasVerhältniszwischenVölkerrecht undnationalemRechtistinderSchweiznämlichbisheuteGegenstand dogmatischerKontroversen(vgl. fürdasFolgende Epiney Astrid,DasPrimat desVölkerrechtsalsBestandteildesRechtsstaatsprinzips,Schweizerisches ZentralblattfürStaats-undVerwaltungsrecht[ZBl],Bd.95[1994]Nr.12, S.537ff.; Grisel André,Aproposdelahiérarchiedesnormesjuridiques,ZBl 88/1987,S.377ff.; Häfliger Arthur,DieHierarchievonVerfassungsnormen undihreFunktionbeimSchutzderMenschenrechte,EuGRZ1990,S.474ff.; Hangartner Yvo,Bemerkungenzu BGE117Ib367 ,AktuelleJuristische Praxis[AJP]1993,S.195ff.; derselbe,DieBindungvonVerwaltungs-und JustizbehördenandieEMRK,AJP1995,S.131ff.; Jacot-Guillarmod Olivier, Fondementsjuridiquesinternationauxdelaprimautédudroitinternational dansl’ordrejuridiquesuisse,ZeitschriftdesbernischenJuristenvereins[ZBJV] 1984,S.227ff.; derselbe,Laprimautédudroitinternationalfaceàquelques principesdirecteursdel’Etatfédéralsuisse,ZeitschriftfürSchweizerisches Recht[ZSR]1985I383ff.; derselbe,Lejugenationalfaceaudroiteuropéen, Basel/Frankfurta.M.1993; Kälin Walter,DerGeltungsgraddesGrundsatzes 7«VölkerrechtbrichtLandesrecht»,DieschweizerischeRechtsordnungin ihreninternationalenBezügen,FestgabezumschweizerischenJuristentag 1988,Bern1988,S.45ff.; derselbe,Kolumne: SchubertundderRechtsstaat oder: SindBundesgesetzemassgeblicheralsStaatsverträge?,Schweizerische Jurististen-Zeitung[SJZ]1993,S.73ff.; Seiler Hansjörg,Dasvölkerrechtswidrige Bundesgesetz;Art.113Abs.3BVimVerhältniszuVölkerrecht,EGund EWR,SJZ1992,S.377ff.;GemeinsameStellungnahmedesBundesamtesfür JustizundderDirektionfürVölkerrechtvom26.April1989[nachfolgend kurz: StellungnahmeBJ/EDA-DV],publiziertin VPB53.54,S.393ff.; Wilhelm Christophe,Introductionetforceobligatoiredestraitésinternationaux dansl’ordrejuridiquesuisse,Zürich1993). InderherrschendenLehre wirdallgemeindavonausgegangen,dassdasVölkerrechtVorrangvordem Landesrechterheische(StellungnahmeBJ/EDA-DV,S.411f.,mitweiteren Hinweisen). AuchdiesemabsolutenPrimatdesVölkerrechtskritisch gegenüberstehendeAutorenlassendemVölkerrechtzumindesttheoretisch denVorrang,wollenimKonfliktfalljedoch-abgesehenvongewissen Ausnahmen-die lex posterior-Regel(jüngeresRechtderogiertälteresRecht) anwendenlassen(StellungnahmeBJ/EDA-DV,S.412,mitweiterenHinweisen). FerneranerkenntauchdasBundesgerichtgrundsätzlichdenVorrangdes VölkerrechtsvornationalemRecht(vgl. Epiney,a.a.O.,S.544f.,mitHinweis aufzahlreiche-vorwiegendältere-bundesgerichtlicheEntscheide;Kälin, Kolumne,S.75,Fn.16;StellungnahmeBJ/EDA-DV,S.405f.;Seiler,a.a.O., S.378,Fn.5;Wilhelm,a.a.O.,S.209ff.),relativiertdiesenGrundsatzallerdings unterderVoraussetzung,dassderBundesgesetzgeberbewusstgegenseine völkerrechtlichenVerpflichtungenverstossenwollte,mitderBegründung,dass Art.113Abs.3BVdemBundesgerichtgebiete,Bundesgesetzeanzuwenden(vgl. Epiney,a.a.O.,S.545,mitHinweisaufBGE99Ib39[sog. «Schubert-Fall»]und weitereneuereEntscheide;StellungnahmeBJ/EDA-DV,S.407f.;Seiler,a.a.O., S.378,Fn.12und13). A.Epineykritisiert-imEinklangmiteinerVielzahl weitererVertreterderVerwaltungsrechtslehre-diesebundesgerichtliche EinschränkungmitderBegründung,dasVölkerrechtkönnenichtmit innerstaatlichenGesetzenverglichenwerden,welchedasBundesgericht gemässArt.113Abs.3BVinjedemFalleanzuwendenhabe. DieEigenartdes Völkerrechtsverlangevielmehr,dassihmallgemeineinAnwendungsvorrang zukommenmüsse,sofernderinternationalenVerflechtung,demgegenseitigen CharaktervölkerrechtlicherVerpflichtungenunddamitderdurchdas RechtsstaatsprinzipgefordertenParallelitätderFormenfürdieSchaffung undAufhebungvonNormenRechnunggetragenwerdensolle. Eine BindungandievölkerrechtlichenVerfahrenseidaherunumgänglich; dievölkerrechtlichenVerpflichtungenderSchweizdürftennichtdurch innerstaatlicheMechanismenwiederinFragegestelltwerden,würde dochsonstdieserAspektdesRechtsstaatsprinzipsausdenAngelngehoben (Epiney,a.a.O.,S.557;vgl. auchGrisel,a.a.O.,S.391;Jacot-Guillarmod, Lejugenationalfaceaudroiteuropéen,S.108ff.;Kälin,Festgabezum schweizerischenJuristentag1988,S.60ff.;Saladin,a.a.O.,S.81f.;Wilhelm, a.a.O.,S.214;mitEinschränkungenHäfliger,a.a.O.,S.480;andererMeinung Hangartner,AJP1993,S.196sowieAJP1995,S.140f.;Seiler,a.a.O.,S.379ff.). d. ImvorliegendenFallerübrigtsich-wienachfolgendaufgezeigt-eine eingehendeAuseinandersetzungmitdiesergrundsätzlichenKontroverse. ZunächststelltsichnämlichdieFrage,obeineRegeldesVölkerrechts derjenigendesnationalenRechtsvorgehensoll,nurdann,wennüberhaupt 8einechterKonfliktfallbesteht,dasheisst,wenndiebeidenNormensich gegenseitigausschliessen,sichmithinimgleichenAnwendungsbereich widersprechen. Dagrundsätzlichdavonausgegangenwerdenkann,dass sichderBundesgesetzgeberangeltendesVölkerrechthaltenwill,istinden meisten«Konflikt»-FällenindesseneineInterpretationmöglich,dieeinen offenenWiderspruchzwischenVölkerrechtundLandesrechtverhindert: Esist sowohlinderLehre,alsauchinderbundesgerichtlichenRechtsprechung unbestritten,dassnationalesRechtvölkerrechtskonformauszulegenist (Epiney,a.a.O.,S.542;StellungnahmeBJ/EDA-DV,S.419;Hangartner,AJP 1993,S.195f.,Ziff.3-5sowieAJP1995S.134ff.,Ziff.2;Seiler,a.a.O.,S.378). DasBundesgerichthatdazuimbereitszitierten«Schubert-Fall»festgehalten, dass«(...) imZweifelinnerstaatlichesRechtvölkerrechtskonformauszulegen (ist),dasheisstso,dasseinWiderspruchmitdemVölkerrechtnichtentsteht. AndieserRegel,dieesmeisterlaubt,eigentlicheKonfliktezwischenden beidenRechtsordnungenzuvermeiden,ist(nachdemdasBundesgericht siebereitsinBGE94I669begründethatte)festzuhalten. (...)»(BGE99Ib43f., ÜbersetzungausdemItalienischen,zitiertbei Müller Jörg-Paul /Wildhaber Luzius,PraxisdesVölkerrechts,2.Aufl.,Bern1982,S.109). DasBundesgericht lässteineAuslegunggegendenklarenWortlauteinerNormindessenim weiterennurzu,wenntriftigeGründedafürbestehen,dassernichtden wahrenSinnderBestimmungwiedergibt. SolcheGründekönnensichaus derEntstehungsgeschichte,demSinnundZweckderVorschriftundausdem ZusammenhangmitanderenGesetzesbestimmungenergeben(vgl. BGE111 Ia297,113Ia444). AngesichtsdesklarenWortlautesvonArt.66Abs.3VwVG istsomitzuprüfen,obderartigetriftigeGründebestehen. GemässKälinliegt derSinnundZweckdieserNormdarin,dieRechtssicherheitzuschützen. EsseiabereinallgemeinanerkannterGrundsatzdesVerwaltungsrechts, dassangesichtsüberwiegenderandererInteressenaufeinerechtskräftige Verfügungzurückgekommenwerdenkönne,sodasseineteleologische InterpretationvonArt.66Abs.3VwVGeinervölkerrechtskonformen Auslegungnichtentgegenstehe(Kälin,Gutachten,S.6,Bst.d in fine). Dieser Auffassungistzuzustimmen: Wiebereitserwähnt,stehthinterderRegelung vonArt.66Abs.3VwVGalsLeitgedankedasGebotderRechtssicherheit;er sollsicherstellen,dassdasVertrauenundöffentlicheInteresseanderGeltung eineseinmalgefassten-undinRechtskrafterwachsenen-Entscheidesder Behördegewahrtwird,undbewirken,dasseinGesuchstellerdiesenEntscheid nichtnachseinemBeliebenimmerwiedervonneuemüberprüfenlassenkann, mithinunterUmgehungderRechtsmittelfristen. Damitstehtdiegenannte BestimmungschliesslichauchimDiensteeinesungestörtenGangesderJustiz. AufderanderenSeitehateinBetroffenerundindirektdieAllgemeinheit natürlichaucheinInteressedaran,dasseinVerwaltungsakt,dermitdem Gesetznichtodernichtmehrvereinbarist,abänderbarist. DasBundesgericht hältzurFragederWiderruflichkeitvonVerfügungen(beiwelcheresumeine demvorliegendenFallanalogeProblematikgeht)fest,dass«(...) aufgrund einerInteressenabwägungimEinzelfallzuentscheiden(ist),obdasInteresse anderRechtssicherheitbeziehungsweiseamBestandderVerfügungdas InteresseanderrichtigenDurchsetzungdesobjektivenRechtsüberwiegt(...)» (BGE106Ib255 f.);beiVorliegenüberwiegender-privateroderöffentlicher- InteressenmusssomitdasInteresseamBestandeinereinmalgefällten Entscheidungweichen. Darausergibtsich,dassSinnundZweckvonArt.66 Abs.3VwVGnichtdarinliegenkönnen,verspäteteVorbringeninkeinem 9Fallezuberücksichtigen;vielmehrmussauchereinerAuslegungzugänglich sein,welcheesermöglicht,dieRechtssicherheitüberwiegendeInteressenzu wahren. AlszweitesZwischenergebnisistsomitfestzuhalten,dassArt.66Abs.3VwVG alslandesrechtlicheNormvölkerrechtskonformauszulegenist,dasheisstso, dasserdieDurchsetzungderstaatsvertraglichenGarantienvonArt.3EMRK undArt.33FKnichtvereitelt. Diesbedeutetindessennichtsanderes,alsdass einEntscheidtrotzansichverspäteterGeltendmachungderVorbringenin Revisiongezogenwerdenmuss,wenndurchdenVollzugdesursprünglichen EntscheidesdasGebotdesNon-refoulementverletztwürde. e. AndiesemErgebniswürdesichimweiterenauchdannnichtsändern, wennmanannähme,dasszwischenderlandesrechtlichenNormunddem VölkerrechteinechterKonfliktfallbestehe,siesichalsotatsächlichgegenseitig ausschlössen: EsbestehtnämlichinderLehreeinhellig-alsoauchaufSeiten derKritikereinesabsolutenPrimatsdesVölkerrechts-dieAuffassung,dass dasvölkerrechtliche ius cogens (dasheisstjeneszwingendeVölkerrecht, dasgrundlegendeNormenenthält,mithinalseigentlicherKerngehaltdes VölkerrechtsbezeichnetwerdenundnurdurchVölkerrecht,demderselbe Charakterzukommt,abgelöstwerdenkann)deminnerstaatlichenRecht injedemFallvorgeht(Epiney,a.a.O.,S.543;Grisel,a.a.O.,S.391;Häfliger, a.a.O.,S.480;Hangartner,AJP1993,S.197,Ziff.10,und-mitBlickaufdie EMRK-S.198,Ziff.13 in fine sowieAJP1995,S.132und142;Saladin,a.a.O., S.84f.;Wilhelm,a.a.O.,S.283;implizitwohlauchSeiler,a.a.O.,S.382). Das BundesgerichthatdenzwingendenCharakterdesRückschiebungsverbotes vonArt.3EMRKunddieGeltungvonArt.33FKalsVölkergewohnheitsrecht explizitanerkannt( BGE109Ib72 ;111Ib70). DiegleicheAnsichthat auchderBundesratinseinerBotschaftbetreffenddieInitiative«Füreine vernünftigeAsylpolitik»vertreten;erbeantragtderBundesversammlung dieUngültigerklärungdesVolksbegehrens,weilesgegenzwingendes Völkerrecht(Art.3EMRKundArt.33FK)verstosse(vgl. BBl 1994 III1493ff., mitausführlichenHinweisenzumzwingendenCharakterdererwähnten Rechtsnormen). Darausergibtsich,dassArt.66Abs.3VwVGauchimFalle einesechtenKonfliktesdenvölkerrechtlichenBestimmungenvonArt.3EMRK undArt.33FKzuweichenhätte. f. InAnbetrachtderobenstehendenErwägungenergibtsich zusammenfassend,dassArt.66Abs.3VwVGsoangewandtwerdenmuss, dasseszukeinerVerletzungdesGebotesdesNon-refoulement,wieesdie Art.3EMRKund33FKstatuieren,kommt. DiebisherigeRechtsprechungder ARK,welcheArt.66Abs.3VwVGausnahmslosangewandthat,kanndaherin diesemabsolutenSinnenichtaufrechterhaltenwerden;sieistvielmehrim nachfolgenddargelegtenSinnezumodifizieren. g. Zunächstistfestzuhalten,dassdievölkerrechtskonformeAuslegung vonArt.66Abs.3VwVGnichtzurFolgehat,dassdieschweizerischen AsylbehördeninjedemFallverpflichtetwären,vonsichausvordem effektivenVollzugeinerWegweisung(erneut)zuprüfen,oballenfallsdas GebotdesNon-refoulementverletztwürde,nachdemderWegzuweisende bereitseinordentlichesAsylverfahrendurchlaufenhat;insoweithatder GrundsatzderRechtssicherheitdurchausVorrang. Einevölkerrechtskonforme AuslegunggegendenWortlautvonArt.66Abs.3VwVGsetztvielmehrvoraus, 10dassdasVölkerrechtbeistrikterAnwendungdesLandesrechtstatsächlich tangiertwürde. Esgenügtdahernicht,dasseinRevisionsführereinedrohende VerletzungvonArt.33FKrespektiveArt.3EMRKlediglichbehauptet: Er mussdiebeachtlicheWahrscheinlichkeiteineraktuellen,ernsthaften Gefahrvielmehrschlüssignachweisen,wobeiallerdingsderherabgesetzte BeweismassstabdesGlaubhaftmachensgenügt(vgl. BGE111Ib71 mit Hinweisen;EntscheidederEuropäischenKommissionfürMenschenrechte Nr.14514/89,14982/89und1840/93;UrteileEGMRSerieAVol.161[=EuGRZ 1989,S.314],201[=EuGRZ1991,S.203],215[=HumanRightsLawJournal 1991,S.432];Villiger,a.a.O.,S.185,Rn.304;Kälin,Grundriss,S.245ff.; EMARK1993Nr.23,S.155,E.9.b;Nr.26,S.184f.;1994Nr.3,S.27f.,E.5.b). Ein AbweichenvomWortlautvonArt.66Abs.3VwVGrechtfertigtsichmitandern WortennichtbereitsbeiVorliegenvonTatsachenundBeweismitteln,welche geeignetseinkönnen,zueinemanderenErgebnisalsimvorangegangenen ordentlichenAsylverfahrenzuführen,sondernlediglichdann,wenndie TatsachenundBeweismittelbeirechtzeitigemBekanntwerdenzueinem anderenBeschwerdeentscheid-undzwarzueinerGutheissungzumindest bezüglichderFragederZulässigkeitdesWegweisungsvollzuges-geführt hätten. DieRevisionsinstanzhatalsoineinemerstenSchrittzuprüfen,obdie vorgebrachtenTatsachenundeingereichtenBeweismittelneuimSinneder revisionsrechtlichenBestimmungen(Art.66Abs.2Bst. abzw. Abs.3VwVG) sind. Trifftdieszu,sogenügtimweiterenalsGrundlagefürdieGutheissung desRevisionsgesuchesdieErfüllungdervonderbisherigenRechtsprechung entwickeltenVoraussetzungenandieErheblichkeitderVorbringen,das heisst,siemüssenlediglichgeeignetsein,zueinemanderenErgebnisals imordentlichenVerfahrenzuführen(vgl. E.5hiervor). Erweisensichdie VorbringenindessenalsverspätetimSinnevonArt.66Abs.3VwVG,so mussbereitsimRahmenderPrüfungdesVorliegensdergeltendgemachten RevisionsgründeeinevorweggenommenematerielleBeurteilungergeben, dassdiegenanntenvölkerrechtlichenWegweisungsschrankentatsächlich bestehen. h. ImweiterenergibtsichausdemUmstand,dassdasVölkerrechteinem FlüchtlingkeinRechtaufAsylgarantiert,sonderndenStaatenlediglich einRückschiebungsverbotauferlegt(vgl. Kälin,Grundriss,S.3ff.,Ziff.1.c undd),dasseinemRevisionsführer,dessenVorbringennachnationalem Prozessrechtalsverspäteteingereichtzuqualifizierensind,auchbei GutheissungdesRevisionsgesuchesnichtAsylgewährtwerdenkann. Die völkerrechtskonformeAuslegungvonArt.66Abs.3VwVGhatsomitlediglich AuswirkungenaufdieFragenderFlüchtlingseigenschaft(Art.33Abs.1FK) undderZulässigkeitdesWegweisungsvollzugesgemässArt.14 a Abs.3desBG vom26.März1931überAufenthaltundNiederlassungderAusländer(ANAG, SR142.20)(vgl. auchKälin,Gutachten,S.4,Ziff.2.b in fine). i. NachdemaufgrundderobenstehendenErwägungenfeststeht,dass bereitsausvölkerrechtlicherSichtdieuneingeschränkteAnwendung vonArt.66Abs.3VwVGnichtstatthaftist,erübrigtessich,näheraufdie vomGesuchstellerunterBerufungaufdiebundesgerichtlichePraxiszu densogenanntenunverzichtbarenundunverjährbarenGrundrechten vorgebrachteThese,wonachdiedrohendeVerletzungvonArt.3EMRK(als 11TeilgehaltdesungeschriebenenGrundrechtesderpersönlichenFreiheit) jederzeit,dasheisstselbstnochimVollzugsstadium,angerufenwerdenkönne, einzugehen. 8.a. AngesichtsdesUmstandes,dassdievomGesuchstellerinsRecht gelegtenBeweismittelnahezuausschliesslichalsverspätetimSinne vonArt.66Abs.3VwVGeingereichtzuqualifizierensind(vgl. dazuE.6 hiervor),istimfolgendenanhandeinervorweggenommenenmateriellen Beurteilungzuprüfen,obdievonihmgeltendgemachtenvölkerrechtlichen Wegweisungsschrankentatsächlichbestehen(vgl. E.7.ghiervor). b. DerGesuchstellerbringtinseinerRevisionseingabevom7.September1994 vor,erhabesichvonderSchweizausalsjournalistischerMitarbeiterder inderTürkeierscheinendenZeitungderTKEP,der«ToplumsalDayanisma» (SozialeSolidarität),sowiederprokurdischenZeitungen«ÖzgürGündem» (FreieTagesordnung)und«ÖzgürÜlke»(FreiesLand),betätigt. Dabeihabe ermitseinerKritikamtürkischenRegimeniezurückgehalten. Zudem habeer-jeweilsanvordersterFront-anverschiedenenDemonstrationen dertürkischenLinkeninSchweizerStädtenteilgenommen. Insbesondere aufgrundseinerjournalistischenTätigkeit,inderenRahmenetlicheArtikel unterseinemrichtigenVor-undFamiliennamenundmitdemZusatz«Isviçre» (Schweiz)anprominenterStelleindenerwähntenZeitungenabgedruckt wordenseien,befürchteerfürdenFallseinerRückkehrindieTürkeimassive staatlicheVerfolgungsmassnahmen. c. FlüchtlingimSinnevonArt.3AsylGistnichtnur,weraktuellverfolgtwird, sondernauch,wererstkünftigeVerfolgungbefürchtenmuss. ImletzterenFall mussallerdingsbegründeterAnlasszurAnnahmebestehen,dieVerfolgung werdesichmitbeachtlicherWahrscheinlichkeitundinabsehbarerZukunft verwirklichen. EsmüssenkonkreteIndizienundtatsächlicheAnhaltspunkte dargelegtwerden,welchedieFurchtvoreinerrealdrohendenVerfolgung nachvollziehbarerscheinenlassen. EinebegründeteFurchtvorkünftiger Verfolgungistmithinzubejahen,wennjemandaufgrundkonkreterIndizien mitgutenGründen,dasheisstobjektivnachvollziehbar,befürchtenmuss,dass ihmmiterheblicherWahrscheinlichkeitVerfolgungdrohe,undihmdeshalb einweitererVerbleibim-beziehungsweiseeineRückkehrinden-Heimatstaat nichtzugemutetwerdenkann(EMARK1994Nr.5,E.3.h). EinePerson,welche sichaufsubjektiveNachfluchtgründeberuft,hatobjektivbegründetenAnlass zurFurchtvorkünftigerVerfolgung,wennihreasylrechtlichrelevante Bestrafungbereitsfeststeht(Verurteilunginabsentia)oderderVerfolgerstaat miterheblicherWahrscheinlichkeitvondenAktivitätenimAuslanderfahren hatunddiePersondeshalbbeieinerRückkehrinasylrechtlichrelevanter Weiseverfolgenwürde(vgl. dazuKälin,Grundriss,S.135). ImvorliegendenFallstelltsichsomitdieFrage,obdieBehördendes HeimatstaatesdesGesuchstellersmiterheblicherWahrscheinlichkeit vondessenexilpolitischenTätigkeitenKenntnisgenommenhabenund -fallsdieszubejahenist-obderGesuchstellerdeswegenasylrechtlich relevanteVerfolgungsmassnahmenzubefürchtenhat. Betreffenddiegeltend gemachtejournalistischeTätigkeitdesGesuchstellersistzunächstfestzuhalten, dasszumindestzweivonihmverfassteArtikelerwiesenermasseninden AusgabenderZeitung«ToplumsalDayanisma»vom15.Februar1994 beziehungsweisevom20.März1994erschienensind. BeideArtikelsind, 12wievomGesuchstellerzuRechtvorgebracht,anprominenterStellejeweils aufSeite2derZeitungsausgabenabgedrucktundtragenseinenvollen NamensowiedenZusatz«Isviçre». AufgrunddieserUmständeerscheint esunzweifelhaft,dassdentürkischenBehördenfürdenFall,dasssiedie ZeitungeinerPrüfungunterzogen,dieIdentitätdesGesuchstellersbekannt werdenmusste. AusdennachfolgendenÜberlegungenergibtsichimweiteren, dasseinesystematischeAuswertungderZeitung«ToplumsalDayanisma» durchdietürkischenBehördenalsäusserstwahrscheinlichbetrachtet werdenmuss: «ToplumsalDayanisma»istinderTürkeibereitsseitlängerer ZeitalsregimekritischeundprokurdischeZeitungbekannt,wasinder VergangenheitverschiedentlichzuBeschlagnahmungenvonAusgabenund zuVerhaftungenvonJournalistenundRedaktorengeführthat. Sowurden beispielsweiseimJahre1993AhmetAkkayundKenanKalyon[general publishingeditorderZeitung]verhaftet,derersterwähntegestütztauf Art.8desAntiterrorgesetzeswegeneinesvonihmverfasstenundinder «ToplumsalDayanisma»publiziertenTextes(vgl. Bulletindestürkischen Menschenrechtsvereines[nachfolgendTIHV-Bulletin],5/1993und6/1993). KenanKalyonbefandsichauchimJanuar1994nochinGefangenschaft (vgl. TurkishDailyNewsvom25.Januar1994). 1994wurdenimweiteren EseYilmaz[chiefeditorderZeitung]undTeslimTöre[Generalsekretärder TKEP]vomStaatssicherheitsgerichtIstanbulzuGefängnisstrafenvonje einemJahrundachtMonatenverurteilt,letztererwiederumgestütztauf Art.8desAntiterrorgesetzes,nachdemereinenTextinder«Toplumsal Dayanisma»hattepublizierenlassen(vgl. THIV-Bulletin,1/1994und6/1994). FernerwurdenimselbenZeitraummindestensdreiAusgabenderZeitung beschlagnahmt(vgl. TIHV-Bulletin,4/1993,5/1993und6/1994). Diese Ereignisselassenesalssehrwahrscheinlicherscheinen,dassdietürkischen BehördendieTätigkeitder«ToplumsalDayanisma»eingehendüberwachen undrigorosgegenderenMitarbeiterundMitarbeiterinnenvorgehen;aus diesemGrundistauchanzunehmen,dassihnenderNamedesGesuchstellers unddievonihmverfasstenZeitungsartikelbekanntgewordensind. Zudem sinddiebeidenArtikelzweifellosregimekritischenInhalts. UnterdemTitel «UmfürdiegeleisteteArbeitdengebührendenLohnzubekommen,ist dieVereinigungunausweichlich»(ÜbersetzungdurchdenGesuchsteller eingereicht)äussertesichderGesuchstellerinseinemam15.Februar 1994publiziertenArtikelzudenimdamaligenZeitpunktbevorstehenden türkischenKommunalwahlenvom27.März1994;erverurteiltedabeidie PolitikderherrschendenpolitischenParteien,welchezuUnterdrückung, GrausamkeitundAusbeutunggeführthabe,undriefzurUnterstützungder demokratischenPartei(DEP)auf. ImzweitenArtikel,welcheram20.März 1994erschienunddieÜberschrift«AuchwirhabenunsereKommunalwahlen» trägt,beschriebderGesuchstellereinerseitsdieSituationder-unteranderem ausländischen-MinderheiteninderSchweiz,undprangerteandererseits erneutdiesozialeundmenschenrechtlicheSituationinderTürkeian. Indem derGesuchstellerinseinenArtikelndieZuständeinderTürkeikritisierte undzurUnterstützungderDEPaufrief,machteersichausderSichtdes offiziellentürkischenStaatesstrafbar. DietürkischenBehördensind-bis indiejüngsteVergangenheit-massivgegendieDEP,welcheimJuli1993als NachfolgeparteiderkurzzuvorvomStaatverbotenenprokurdischenHEP (ArbeitsparteidesVolkes)gegründetwordenwar,vorgegangen. Sohobdas türkischeParlamentam2.März1994dieImmunitätderDEP-Abgeordneten 13LeylaZanasowiefünfweitererDEP-Abgeordneterauf(vgl. NeueZürcher Zeitung[NZZ]vom4.März1994);gegendiesePersonenwurdeinderFolgeein StrafverfahrenwegenHochverrats(Art.125destürkischenStrafgesetzbuches) eröffnet. EinSondersicherheitsgericht[SSG]inAnkaraverurteiltesie schliesslichnachArt.128destürkischenStrafgesetzbucheszuHaftstrafen zwischendrei,fünfundfünfzehnJahren(NZZvom9.Dezember1994). DerOberstaatsanwaltamSSGAnkarafordertüberdiesimnochhängigen BerufungsverfahreneineErhöhungdesStrafmassesunterEinschlussder TodesstrafewegenHochverrats(NZZvom14.Dezember1994). DasVerfahren gegendieDEP-AbgeordnetenführtezuProtestnotendiversereuropäischer RegierungenundOrganisationen,unteranderemauchdesEuroparates(vgl. dazuundzurSituationderDEPauchHochkommissär/Hochkommissariatder VereintenNationenfürFlüchtlinge[UNHCR],backgroundpaperonturkish asylumseekers,Genf,September1994). NachdemgegenweitereMitglieder derDEPimVorfeldderKommunalwahlenvomMärz1994massiveDrohungen ausgesprochenwordenwaren,boykottiertedieParteidieWahlen. ImJuni 1994wurdedieDEPschliesslichvomtürkischenVerfassungsgerichtverboten (FrankfurterAllgemeineZeitung[FAZ]vom18.Juni1994). Gemässeinesvon H.OberdiekfürdieSchweizerischeFlüchtlingshilfeerstelltenGutachtenssind schliesslichMitarbeiterundMitarbeiterinnenprokurdischerPublikationen sowieMitgliederundFunktionärevonkurdenfreundlichenParteienwie HEPundDEPbesondersvonVerhaftungen,VerhörenundFolterbedroht(vgl. GutachtenvonH.Oberdiekvom15.Oktober1994,S.38). d. NachdemGesagtenergibtsichsomit,dassderGesuchstellerdentürkischen BehördenmitgrössterWahrscheinlichkeitalsregimekritischePerson bekanntistundbeieinerRückkehrinseinenHeimatstaatmitasylrechtlich relevanterVerfolgungzurechnenhätte. SeineFurchtvorkünftigerVerfolgung erscheintalsbegründet;ererfülltdaherdieVoraussetzungenandie FlüchtlingseigenschaftimSinnevonArt.3AsylG.AusdiesemGrunderübrigt essich,näheraufdieweiterenvomGesuchstellergeltendgemachten VorbringenundeingereichtenBeweismittel(insbesonderebetreffendseine journalistischeTätigkeitfürdieprokurdischenZeitungen«ÖzgürGündem» und«ÖzgürÜlke»)einzugehen;ebensokannvombeantragtenBeizugder AsylverfahrensakteneinesanerkanntenFlüchtlingsabgesehenwerden. e. AlsFlüchtlingimSinnevonArt.3AsylGkannsichderGesuchstellerauf dievölkerrechtlichenNon-Refoulement-GebotevonArt.33FKundArt.3 EMRKberufen. DieseWegweisungshindernissewarenimweiterenbereits zumZeitpunktdesBeschwerdeentscheidesvom24.Juni1994gegeben. Hätte derGesuchstellerdienunmehrvorgebrachtenexilpolitischenTätigkeiten bereitsimBeschwerdeverfahrengeltendgemacht,sowäredieBeschwerde -soweitdieFragederFlüchtlingseigenschaftunddieZulässigkeitdes Wegweisungsvollzugesbetreffend-gutzuheissengewesen. Damitsind dieunterE.7.ghiervorerwähntenVoraussetzungenfüreinAbweichen vomWortlautdesArt.66Abs.3VwVGgegeben. DasRevisionsgesuch istsomitgutzuheissenundderBeschwerdeentscheidvom24.Juni1994 istbezüglichdersoebenerwähntenPunkte(Flüchtlingseigenschaft; ZulässigkeitdesWegweisungsvollzuges)aufzuheben;fernerwirddas Beschwerdeverfahrenwiederaufgenommen. Nachdemdieobenstehende vorweggenommenemateriellePrüfungdasVorliegendervölkerrechtlichen Wegweisungsschrankenergebenhat,erübrigensichweitereAbklärungen; 14insbesonderekannvoneinerÜberweisungderAktenandasBFFzur Vernehmlassungabgesehenwerden. DieBeschwerdewirdbezüglichderFrage derFlüchtlingseigenschaftundderZulässigkeitdesWegweisungsvollzuges gutgeheissenunddasBFFwirdangewiesen,denAufenthaltdesGesuchstellers inderSchweiznachdenBestimmungenüberdievorläufigeAufnahmezu regeln. 9. BeidiesemAusgangdesVerfahrenssinddemGesuchstellertrotz seinesvollständigenObsiegensimRevisionsverfahrendiegesamten VerfahrenskostenvonFr.1200.-aufzuerlegen,weilerdurchseinezwar nichtgrobe,aberjedenfallsfahrlässigeVerletzungseinerMitwirkungspflicht dasvorliegendeVerfahrenverursachthat(vgl. Art.68Abs.2i.V.m. Art.63 Abs.3VwVG).AusdemselbenGrundistihmauchkeineParteientschädigung zuentrichten(vgl. Art.68Abs.2i.V.m. Art.64Abs.5VwVGi.V.m. Art.8 Abs.5KostenV).DemgegenübersindimBeschwerdeverfahrenkeine Kostenaufzuerlegen: BezüglichderKostendesBeschwerdeverfahrens istfestzuhalten,dassdieAuferlegungderKostenvonFr.350.-anden GesuchstellerimursprünglichenBeschwerdeentscheiddurchdieAufhebung diesesUrteileswegfällt. ImwiederaufgenommenenBeschwerdeverfahrensind keineweiterenKostenentstanden,dadieFragenderFlüchtlingseigenschaft undderZulässigkeitdesWegweisungsvollzugesbereitsimRevisionsstadium materiellgeprüftwurden. DieimRevisionsverfahrenauferlegtenKostensind biszurHöhedeseinbezahltenKostenvorschussesmitdiesemzuverrechnen. [32]Vgl. obenFussnote1,S.239. [33]Cf. ci-dessusnote2,p.240. [34]Cfr. sopranota3,pag.242. 15Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali JAAC 60.38 - Auszug aus einem Entscheid der Schweizerischen Asylrekurskommission vom 16. Mai 1995 In Verwaltungspraxis der Bundesbehörden Dans Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération In Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione Jahr 1996 Année Anno Band 60 Volume Volume Seite --- Page Pagina Ref. No 150 003 059 Das Dokument wurde durch das Schweizerische Bundesarchiv und die Bundeskanzlei konvertiert. Le document a été digitalisé par les Archives Fédérales Suisses et la Chancellerie fédérale. Il documento è stato convertito dall'Archivio federale svizzero e della Cancelleria federale.