<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2006.00291</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="https://vgrzh.djiktzh.ch/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=https://vgrzh.djiktzh.ch&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=206148&amp;W10_KEY=4467134&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2006.00291</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 14.09.2006</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">3. Abteilung/3. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Abgaberecht ohne Steuern</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Gebührenpflicht für nächtliches Dauerparkieren</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Nachtparkiergebühren:<br/><br/>Zuständigkeit des Verwaltungsgerichts (E.1.1). In den Bezirken besteht keine einheitliche Praxis zur Frage der zuständigen Instanz für Rekurse betreffend die Erhebung von Gebühren für nächtliches Dauerparkieren. In einzelnen Bezirken entscheidet das Statthalteramt, in anderen der Bezirksrat als Rekursinstanz (E.2.2). Die Abgrenzung der Zuständigkeit des Statthalters von jener des Bezirksrats bereitet Schwierigkeiten (E.2.3). Die Erhebung von Gebühren für nächtliches Dauerparkieren kann dem Begriff der Ortspolizei zugeordnet werden, womit sich die Zuständigkeit des Statthalteramts ergibt (E.2.4). Die sachliche Unzuständigkeit der Vorinstanz hat vorliegend nicht die Nichtigkeit zur Folge, weshalb auf eine Rückweisung verzichtet weren kann (E.2.7). Der Umstand, dass der Beschwerdeführer die Nachtparkverordnung nicht gekannt hat, befreit ihn nicht von der Gebührenpflicht (E.3.2). Der Beschwerdeführer hat sein Fahrzeug regelmässig nachts in der Gemeinde parkiert (E.3.4). Abweisung der Beschwerde (E.4).</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: BEZIRKSRAT">BEZIRKSRAT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: Abgaberecht ST: GEBÃHREN">GEBÃHREN</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: GESTEIGERTER GEMEINGEBRAUCH">GESTEIGERTER GEMEINGEBRAUCH</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: NACHTPARKIERGEBÃHR">NACHTPARKIERGEBÃHR</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ORTSPOLIZEI">ORTSPOLIZEI</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: REGELMÃSSIGKEIT">REGELMÃSSIGKEIT</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: STATTHALTER">STATTHALTER</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="gerade">§ 10 Abs. 1 BezverwG</span><br/><span class="ungerade">§ 12 Abs. 1 BezverwG</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 3 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Sachverhalt1"><b>I. </b> </p> <p class="Sachverhalt2"><span>Die Gemeinde RÃ¼mlang stellte der B AG, Halterin des Fahrzeugs mit der Schildernummer 03, am 19. Januar 2006 eine Rechnung Ã¼ber Fr. 120.- fÃ¼r nÃ¤chtliches Dauerparkieren auf Ã¶ffentlichem Grund fÃ¼r die Zeit vom 1. Oktober 2005 bis 31. Dezember 2005 zu. Mit Schreiben vom 13. Februar 2006 wandte sich A an die Gemeinde RÃ¼mlang und machte geltend, das Fahrzeug nicht regelmÃ¤ssig auf Ã¶ffentlichem Grund der Gemeinde abgestellt zu haben. Er sei in X wohnhaft und in RÃ¼mlang nur unregelmÃ¤ssig zu Besuch. Mit Beschluss vom 21. Februar 2006, versandt am 3. MÃ¤rz 2006, auferlegte ihm der Gemeinderat RÃ¼mlang gestÃ¼tzt auf die kommunale Verordnung Ã¼ber das nÃ¤chtliche Dauerparkieren von Motorfahrzeugen und FahrzeuganhÃ¤ngern etc. auf Ã¶ffentlichem Grund vom 1. Januar 2002 (Nachtparkverordnung) eine GebÃ¼hr von monatlich Fr. 40.- ab 1. Oktober bis 31. Dezember 2005 fÃ¼r nÃ¤chtliches Dauerparkieren des genannten Fahrzeugs.</span></p> <p class="Sachverhalt1"><b>II. </b> </p> <p class="Sachverhalt2">Am 23. MÃ¤rz 2006 ging beim Polizeisekretariat RÃ¼mlang ein Schreiben As betreffend die erhobene GebÃ¼hr ein. Dieses Schreiben wurde am 4. April 2006 an den Bezirksrat Dielsdorf weitergeleitet und ging dort am 6. April 2006 ein. Nach entsprechender schriftlicher Anfrage seitens des Bezirksrats Dielsdorf vom 11. April 2006 bestÃ¤tigte A mit Schreiben vom 2. Mai 2006, sein weitergeleitetes Schreiben sei als Rekurs gegen den Beschluss des Gemeinderats RÃ¼mlang vom 21. Februar 2006 zu verstehen. Mit Beschluss vom 26. Juni 2006 wies der Bezirksrat Dielsdorf den Rekurs ab. </p> <p class="Sachverhalt1"><b>III. </b><b> </b></p> <p class="Sachverhalt2">Mit Beschwerde vom 11. Juli 2006 (Datum des Poststempels) gelangte A an das Verwaltungsgericht. SinngemÃ¤ss beantragte er die Aufhebung des Beschlusses des Bezirksrats sowie des erstinstanzlichen Beschlusses bzw. es seien ihm keine NachtparkiergebÃ¼hren aufzuerlegen. Mit Schreiben vom 14. Juli 2006 beantragte die Gemeinde RÃ¼mlang die Abweisung der Beschwerde, ebenso der Bezirksrat Dielsdorf in seiner Vernehmlassung vom 24. Juli 2006. </p> <p class="Einzug1"><span>Die Kammer</span><span> zieht in ErwÃ¤gung:</span></p> <p class="Erwgung1"><b>1. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>1.1 </b>Das Verwaltungsgericht ist zur Behandlung der vorliegenden Beschwerde nach § 41 Abs. 1 in Verbindung mit § 19c Abs. 2 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 (VRG) zustÃ¤ndig. Weil auch die Ã¼brigen Prozessvoraussetzungen erfÃ¼llt sind, ist auf die Beschwerde einzutreten. Der Streitwert betrÃ¤gt weniger als Fr. 20'000.-, weshalb eigentlich der Einzelrichter zum Entscheid berufen wÃ¤re (§ 38 Abs. 2 VRG). Da sich aber in Bezug auf die ZustÃ¤ndigkeit der Vorinstanz eine Frage von grundsÃ¤tzlicher Bedeutung stellt, ist die Entscheidung der Kammer zu Ã¼bertragen (§ 38 Abs. 3 VRG; vgl. auch die mit heutigem Datum erledigten Verfahren VB.2006.00123 und VB.2006.00250, beide auf www.vgrzh.ch).</p> <p class="Erwgung2"><b>1.2 </b>Der BeschwerdefÃ¼hrer bezeichnet das im Eigentum der B AG stehende Fahrzeug als sein Auto und verlangt, dass die Korrespondenz betreffend NachtparkgebÃ¼hren Ã¼ber seine Privatadresse abgewickelt wird. Damit anerkennt er, Benutzer des Fahrzeugs zu sein und Ã¼bernimmt entsprechend die Verantwortung. Somit ist er auch zur FÃ¼hrung der Beschwerde legitimiert.</p> <p class="Erwgung1"><b>2. </b> </p> <p class="Urteilstext"><span>Zu prÃ¼fen ist vorweg die Frage, ob zur Behandlung von Rekursen betreffend GebÃ¼hren fÃ¼r nÃ¤chtliches Dauerparkieren das Statthalteramt oder der Bezirksrat zustÃ¤ndig sei. Diese Frage wurde zwar vom BeschwerdefÃ¼hrer nicht thematisiert, bildet aber Gegenstand des ebenfalls mit heutigem Datum erledigten Verfahrens VB.2006.00250. Da die ZustÃ¤ndigkeit der Vorinstanz von Amtes wegen zu prÃ¼fen ist, ist diese Frage daher auch im Rahmen des vorliegenden Verfahrens zu beantworten.</span></p> <p class="Erwgung2"><b>2.1 </b>GemÃ¤ss § 10 des Gesetzes Ã¼ber die Bezirksverwaltung vom 10. MÃ¤rz 1985 (BezverwG) obliegen dem Bezirksrat vor allem die Aufsicht Ã¼ber die Gemeinden und der Entscheid Ã¼ber Rechtsmitteln in Gemeindesachen; besondere Bestimmungen sind vorbehalten (Abs. 1). Der Bezirksrat besorgt die Bezirksaufgaben, fÃ¼r die keine andere BehÃ¶rde zustÃ¤ndig ist (Abs. 2). GemÃ¤ss § 12 BezverwG obliegen dem Statt­halter­amt vor allen die Aufsicht Ã¼ber die Ortspolizei und das Feuerwehrwesen, der Entscheid Ã¼ber die Rechtsmittel aus diesen Gebieten und die Handhabung des Ãbertretungsstrafrechts; besondere Bestimmungen sind vorbehalten (Abs. 1). Das Statthalteramt kann sich der Hilfe der Polizei und der GemeindebehÃ¶rden bedienen (Abs. 2).</p> <p class="Erwgung2"><b>2.2 </b>Wie dem Gericht aus frÃ¼heren BeschwerdefÃ¤llen bekannt ist (in welchen die Frage weder von einer Prozesspartei noch von Amtes wegen thematisiert wurde), besteht in den einzelnen Bezirken keine einheitliche Praxis zur Frage der zustÃ¤ndigen Instanz fÃ¼r Rekurse betreffend die Erhebung von GebÃ¼hren fÃ¼r nÃ¤chtliches Dauerparkieren:</p> <p class="Erwgung2">Im Bezirk <i>Horgen</i> entscheidet, wie die beiden mit heutigem Datum erledigten Beschwerden VB.2006.00123 und VB.2006.00250 zeigen, das Statthalteramt (jedenfalls in neuer Zeit, vgl. demgegenÃ¼ber VGr, 9. Juli 1998, VB.1998.00166, in welchem Verfahren der Bezirksrat Horgen entschied). Gleiches gilt offenbar im Bezirk <i>ZÃ¼rich</i>; das Verwaltungsgericht musste sich zwar, soweit ersichtlich, bis anhin nicht mit einer GebÃ¼hrenstreitigkeit betreffend nÃ¤chtliches Dauerparkieren aus diesem Bezirk befassen; doch hatte es andere FÃ¤lle zu beurteilen, in denen die Erhebung von GebÃ¼hren fÃ¼r die BenÃ¼tzung des Ã¶ffentlichen Grundes streitig war, wobei in diesen FÃ¤llen stets das Statthalteramt ZÃ¼rich als Rekursinstanz wirkte (vgl. VGr, 10. Februar 2000, VB.1999.00323 und VB.1999.00376 betreffend Parkieren gegen GebÃ¼hr; vgl. auch VGr, 5. Januar 2005, VB.2004.00165, www.vgrzh.ch betreffend Fahrzeugabschleppkosten infolge vorschriftswidrigen Parkierens). Das Verwaltungsgericht hatte auch zahlreiche Beschwerden betreffend die Nutzung des Ã¶ffentlichen Grundes in der Stadt ZÃ¼rich zu beurteilen, in denen die Nutzung als solche (nicht die damit verbundene GebÃ¼hrenpflicht) streitig war; auch hier wirkte stets das Statthalteramt ZÃ¼rich als RekursbehÃ¶rde (vgl. VGr, 9. Juli 1998, VB.1998.00121; VGr, 3. Dezember 1998, VB.1998.00290 und VB.1998.00304 betreffend Erteilung von Parkkarten; VGr, 9. April 1998, VB.1998.00050; VGr, 28. September 1999, VB.1999.00168; VGr, 16. Dezember 1999, VB.1999.00266, betreffend BenÃ¼tzung des Ã¶ffentlichen Grundes zu kommerziellen Zwecken; VGr, 19. April 1991, VB.1991.00029 betreffend Nutzung des Ã¶ffentlichen Grundes fÃ¼r Kundgebungen; VGr, 1. Oktober 1998, VB.1998.00142 betreffend Konzession fÃ¼r Taxi-Standplatz). Gleiches gilt fÃ¼r Ã¤hnliche Streitigkeiten in anderen Bezirken (vgl. etwa Statthalteramt <i>Hinwil</i> in VGr, 15. Dezember 1995, VB.1995.00062 und Statthalteramt <i>Uster</i> in VGr, 20. August 1998, VB.1998.00147, beide betreffend Bewilligung von Markt-StandplÃ¤tzen). </p> <p class="Erwgung2">DemgegenÃ¼ber werden in anderen Bezirken Rekurse betreffend GebÃ¼hren fÃ¼r nÃ¤chtliches Dauerparkieren vom Bezirksrat behandelt, wie dies auch im vorliegenden Verfahren der Fall ist, in welchem der Bezirksrat des Bezirks<i> Dielsdorf </i>als Vorinstanz entschieden hat (vgl. ferner die abgeschlossenen Verfahren VGr, 17. MÃ¤rz 2006, VB.2005.00589, www.vgrzh.ch aus dem Bezirk <i>Uster</i> und VGr, 20. Dezember 1993, VB.1993.00185 aus dem Bezirk <i>Dietikon</i>). Gleiches gilt in FÃ¤llen, in denen die Nutzung des Ã¶ffentlichen Grundes als solche (und nicht die damit verbundene GebÃ¼hrenpflicht streitig ist (vgl. Bezirksrat Dietikon in VGr, 23. MÃ¤rz 2006, VB.2005.00596, www.vgrzh.ch betreffend Konzession fÃ¼r Taxi-Standplatz).</p> <p class="Erwgung2">Eine einheitliche, durch das Verwaltungsgericht mit RB 1986 Nr. 6 (= BEZ 1986 Nr. 37) eingeleitete Praxis besteht bezÃ¼glich GebÃ¼hren fÃ¼r die vorÃ¼bergehende BenÃ¼tzung des Ã¶ffentlichen Grundes fÃ¼r Bauinstallationen; fÃ¼r solche Streitigkeiten ist weder das Statthalter­amt noch der Bezirksrat, sondern die Baurekurskommission zustÃ¤ndig. (Mit diesem Urteil schÃ¼tzte das Verwaltungsgericht einen zweitinstanzlichen Rekursentscheid des Regierungsrats, welcher einen erstinstanzlichen Rekursentscheid des Statthalteramts ZÃ¼rich aufgehoben und die Angelegenheit zur materiellen Behandlung an die Baurekurskommission Ã¼berwiesen hatte.) Gleiches gilt auch und umso mehr bezÃ¼glich KonzessionsgebÃ¼hren fÃ¼r â dauernde â bauliche Einrichtungen auf dem Ã¶ffentlichen Grund.</p> <p class="Erwgung2"><b>2.3 </b> Die Abgrenzung der ZustÃ¤ndigkeit des Statthalters von jener des Bezirksrats bereitet Schwierigkeiten. Dies nicht nur in FÃ¤llen, in denen wie hier GebÃ¼hren im Zusammenhang mit der BenÃ¼tzung des Ã¶ffentlichen Grundes streitig sind, sondern auch bei Rechtsmitteln, welche die Zulassung oder EinschrÃ¤nkung diesbezÃ¼glicher Nutzungen als solche betreffen (Tobias Jaag, Staats- und Verwaltungsrecht des Kantons ZÃ¼rich, 3. A., ZÃ¼rich 2005, Rz. 1617 und 3458; Alfred KÃ¶lz/JÃ¼rg Bosshart/Martin RÃ¶hl, Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons ZÃ¼rich, 2. A., ZÃ¼rich 1999, § 5 N. 9). Solche Schwierigkeiten kÃ¶nnen schon in der gesetzlichen Regelung vorgezeichnet sein, sodass ihnen allenfalls aufgrund des Koordinationsgebots mit einer teilweise von der gesetzlichen Regelung abweichenden LÃ¶sung zu begegnen ist. So ist etwa bei Verkehrsberuhigungsmassnahmen der Statthalter zustÃ¤ndig, soweit sie durch Signalisationen ("polizeilich") vollzogen werden, hingegen der Bezirksrat, soweit sie durch Einrichtungen im StrassenkÃ¶rper ("baulich") umgesetzt werden, was nach einer koordinierten LÃ¶sung ruft (RB 2001 Nr. 23). Bei der vorliegend anstehenden Frage geht es jedoch nicht um ein Koordinationsproblem in diesem Sinn, sondern lediglich darum, auf eine einheitliche Praxis in den Bezirken bezÃ¼glich der nÃ¤mlichen ZustÃ¤ndigkeitsbestimmungen (§§ 10 ff. BezverwG) hinzuwirken. </p> <p class="Erwgung2"><b>2.4 </b>Aufgrund der dargelegten ZustÃ¤ndigkeitsbestimmungen von § 10 BezverwG einerseits sowie § 12 BezverwG anderseits (vorn E. 2.1) kann die hier vom Bezirksrat in Anspruch genommene ZustÃ¤ndigkeit nur geschÃ¼tzt werden, wenn sich die Erhebung von GebÃ¼hren fÃ¼r das nÃ¤chtliche Dauerparkieren <i>nicht</i> den ortspolizeilichen Angelegenheiten zuordnen lÃ¤sst. Der Begriff der Ortspolizei wird in § 74 des Gemeindegesetzes vom 6. Juni 1926 (GemeindeG) verwendet. GemÃ¤ss dieser Bestimmung steht dem Gemeinderat neben den ihm durch andere Gesetze Ã¼berwiesenen Aufgaben insbesondere die Besorgung der gesamten Ortspolizei zu. Er sorgt fÃ¼r die Aufrechterhaltung der Ã¶ffentlichen Ruhe und Ordnung und fÃ¼r die Sicherheit von Personen und Eigentum gegen SchÃ¤digungen und Gefahren jeder Art und trifft alle Vorkehren fÃ¼r die richtige ErfÃ¼llung der Aufgaben der Ortspolizei auf allen Verwaltungsgebieten (Abs. 1). Die Gemeinde erlÃ¤sst zu diesem Zweck eine Polizeiverordnung (Abs. 2 in der Fassung vom 1. September 1991). Soweit die Bestimmungen den Gemeinderat zu allen Vorkehren fÃ¼r die richtige ErfÃ¼llung der Aufgaben der Ortspolizei auf allen Verwaltungsgebieten ermÃ¤chtigt, enthÃ¤lt sie eine vereinfachte Formulierung der so genannten polizeilichen Generalklausel. Der Begriff der "Ortspolizei" (als wichtiger Bereich der Aufgaben des Gemeinderats) ist aber auch bezÃ¼glich des ZustÃ¤ndigkeitsbereichs weit zu verstehen. Er beschrÃ¤nkt sich nicht nur auf den Schutz der in § 74 Abs. 1 Satz 2 GemeindeG ausdrÃ¼cklich genannten RechtsgÃ¼ter, sondern umfasst weitere Bereiche der behÃ¶rdlichen TÃ¤tigkeit, welche einem geordneten Zusammenleben in einer Gemeinde dienen (Hans Rudolf Thalmann, Kommentar zum ZÃ¼rcher Gemeindegesetz, 3. A., WÃ¤denswil 2000, § 74 N. 2.1). Dieser Auslegung von § 74 GemeindeG bzw. des darin verwendeten Begriffs der Ortspolizei entspricht es, wenn ihm auch die Erhebung von GebÃ¼hren fÃ¼r nÃ¤chtliches Dauerparkieren zugeordnet wird, woraus sich in solchen FÃ¤llen die ZustÃ¤ndigkeit des Statthalters und nicht jene des Bezirksrats ergibt.</p> <p class="Erwgung2"><b>2.5 </b>Es fragt sich, ob die ZustÃ¤ndigkeit des Bezirksrats nicht damit begrÃ¼ndet werden kÃ¶nnte, dass es sich um eine <i>gebÃ¼hrenrechtliche</i> Streitsache handelt. Nach den in Lehre und Rechtsprechung entwickelten GrundsÃ¤tzen ist die Bewilligung zu gesteigertem Gemeingebrauch keine Polizeierlaubnis, sondern eine Bewilligung eigener Art. Dies schliesst indessen die Zuordnung entsprechender Bewilligungen zu den ortspolizeilichen Angelegenheiten nicht aus. Zumal bei der Bewilligung von gesteigertem Gemeingebrauch neben den spezifisch mit dieser Nutzungsart zusammenhÃ¤ngenden Aspekten (Koordination und PrioritÃ¤tensetzung zwischen verschiedenen Nutzungen) hÃ¤ufig auch rein polizeiliche Anliegen zu berÃ¼cksichtigen sind. Das Verwaltungsgericht hat sich denn auch in einem Fall, in dem die Zulassung zu gesteigertem Gemeingebrauch fÃ¼r eine Kundgebung streitig war, ausdrÃ¼cklich zu Gunsten der ZustÃ¤ndigkeit des Statthalters entschieden (VGr, 13. April 2000, VB.2000.00005, E.3, www.vgrzh.ch, teilweise publiziert in RB 2000 Nr. 47 = ZBl 102/2001, S. 103). Wenn jedoch Streitigkeiten betreffend gesteigerten Gemeingebrauch an Ã¶ffentlichem Grund wie dargelegt mit guten Argumenten dem Begriff der Ortspolizei und damit der ZustÃ¤ndigkeit des Statthalters zuzuordnen sind, besteht kein Grund, die ZustÃ¤ndigkeitsfrage bezÃ¼glich der gebÃ¼hrenrechtlichen Folgen solcher Nutzungen abweichend zu beantworten. </p> <p class="Erwgung2"><b>2.6 </b>Wie der Klarheit halber anzumerken ist, rechtfertigt sich bei der <i>direkten</i> Anfechtung von GebÃ¼hrenreglementen und GebÃ¼hrentarifen allenfalls eine andere Beurteilung der ZustÃ¤ndigkeitsfrage. In solchen FÃ¤llen geht es um eine <i>abstrakte</i> Normenkontrolle, die der Beschwerde an das Verwaltungsgericht (jedenfalls nach geltendem Recht bis zur Umsetzung von Art. 79 Abs. 2 der Verfassung des Kantons ZÃ¼rich vom 27. Februar 2005, KV) ohnehin entzogen ist (KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 41 N. 8; RB 1983 Nr. 15, 1990 Nr. 17, 1992 Nr. 5); auf Stufe Rekursverfahren liesse sich hier auch die ZustÃ¤ndigkeit des Bezirksrats, der dazu eher als der Statthalter berufen ist, begrÃ¼nden.</p> <p class="Erwgung2"><b>2.7 </b>Die sachliche UnzustÃ¤ndigkeit einer BehÃ¶rde hat in der Regel die Nichtigkeit der getroffenen Anordnung zur Folge, es sei denn, der verfÃ¼genden BehÃ¶rde komme auf dem betreffenden Gebiet allgemeine Entscheidungskompetenz zu (KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 5 N. 30). Ein solcher Ausnahmefall liegt hier vor: Angesichts dessen, dass dem Bezirksrat im Sinn einer AuffangzustÃ¤ndigkeit alle Bezirksaufgaben, insbesondere die Rekursbehandlung in Gemeindesachen obliegen (KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 5 N. 9) und dass er vom Statthalter prÃ¤sidiert wird, welcher im vorliegenden Fall auch den Vorsitz gefÃ¼hrt hat, lÃ¤sst der festgestellte ZustÃ¤ndigkeitsmangel den Entscheid des Bezirksrats nicht als nichtig, sondern lediglich als anfechtbar erscheinen. Aus den gleichen GrÃ¼nden rechtfertigt es sich im vorliegenden Fall, auf eine Aufhebung des Rekursentscheids des Bezirksrats (verbunden mit einer Ãberweisung der Sache an den Statthalter) zu verzichten.</p> <p class="Erwgung1"><b>3. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>3.1 </b>Der BeschwerdefÃ¼hrer macht geltend, er sei in X wohnhaft und daher kein Dauerparkierer in RÃ¼mlang. Zudem fehle es vor Ort an einer Ã¶ffentlichen Orientierung mit Tafeln Ã¼ber die bestehende GebÃ¼hrenpflicht. Auch sei er vor der GebÃ¼hrenerhebung nicht schriftlich vororientiert worden, damit er sich hÃ¤tte umorganisieren kÃ¶nnen. Es kÃ¶nne nicht angehen, das Nichtwissen auszunutzen, denn nicht jedermann sei mit dem Gesetz vertraut. Gegen die GebÃ¼hrenhÃ¶he als solche hat er jedoch nichts einzuwenden. Auch bestreitet er nicht, sein Fahrzeug an folgenden Daten auf dem Gebiet der Gemeinde RÃ¼mlang parkiert zu haben:</p> <p class="Urteilstext">04. Januar 2005, 01.22 Uhr (Dienstag);</p> <p class="Urteilstext">28. Januar 2005, 00.57 Uhr (Freitag);</p> <p class="Urteilstext">28. Februar 2005, 01.18 Uhr (Montag);</p> <p class="Urteilstext">02. MÃ¤rz 2005, 00.49 Uhr (Mittwoch);</p> <p class="Urteilstext">12. Mai 2005, 00.56 Uhr (Donnerstag);</p> <p class="Urteilstext">26. Mai 2005, 01.00 Uhr (Donnerstag);</p> <p class="Urteilstext">18. Juli 2005, 00.56 Uhr (Montag);</p> <p class="Urteilstext">17. August 2005, 01.43 Uhr (Mittwoch);</p> <p class="Urteilstext">10. Oktober 2005, 01.08 Uhr (Montag);</p> <p class="Urteilstext">28. Oktober 2005, 01.46 Uhr (Freitag);</p> <p class="Urteilstext">14. November 2005, 01.04 Uhr (Montag);</p> <p class="Urteilstext">24. November 2005, 00.58 Uhr (Donnerstag);</p> <p class="Urteilstext">16. Dezember 2005, 01.06 Uhr (Freitag).</p> <p class="Urteilstext"> </p> <p class="Urteilstext"><span>Die Beschwerdegegnerin hatte demgegenÃ¼ber in ihrer Vernehmlassung vom 30. Mai/6. Juni 2006 an den Bezirksrat ausgefÃ¼hrt, dem Fahrzeughalter am 4. April 2005 ihre BroschÃ¼re "NachtparkiergebÃ¼hr" zugestellt zu haben. Da das Fahrzeug in den KontrollgÃ¤ngen des letzten Quartals 2005 fÃ¼nf Mal erfasst worden sei, sei die GebÃ¼hrenpflicht gegeben. Ein Fahrzeug gelte als regelmÃ¤ssig parkiert, wenn es bei drei nacheinander durchgefÃ¼hrten Kontrollen drei Mal bzw. bei fÃ¼nf nacheinander durchgefÃ¼hrten Kotrollen vier Mal oder bei acht nacheinander folgenden Kontrollen sechs Mal erfasst werde und so fort. </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Auch der Bezirksrat erachtete die RegelmÃ¤ssigkeit des nÃ¤chtlichen Parkierens des vom BeschwerdefÃ¼hrer verwendeten Fahrzeugs als gegeben, sei es doch bei den Kontrollen im Oktober, November und Dezember 2005 fÃ¼nf Mal an unterschiedlichen Wochentagen festgestellt worden. </span></p> <p class="Erwgung2"><b>3.2 </b>Vorab ist auf den allgemeinen Grundsatz zu verweisen, wonach niemand Vorteile aus seiner eigenen Rechtsunkenntnis ableiten kann (BGE 111 V 402 E. 3 mit Hinweis auf BGE 110 V 334 E. 4). Dies bedeutet vorliegend, dass die Unkenntnis der Nachtparkverordnung nicht zur Folge haben kann, dass bei effektivem gesteigertem Gemeingebrauch durch nÃ¤chtliches Dauerparkieren die gesetzlich festgelegte GebÃ¼hrenpflicht per se entfallen wÃ¼rde, was sich auch aus dem Grundsatz der Rechtsgleichheit ergibt. Der BeschwerdefÃ¼hrer kann daher aus seinem Vorbringen, die Nachtparkverordnung nicht gekannt zu haben, nicht die Rechtsfolge ableiten, allein deswegen nachtrÃ¤glich keine GebÃ¼hr zu schulden (VGr, 17. MÃ¤rz 2006, VB.2005.00589, E. 2.2, www.vgrzh.ch). </p> <p class="Erwgung2"><b>3.3 </b>Das lÃ¤ngerfristige Parkieren auf Ã¶ffentlichem Grund bildet gesteigerten Gemeingebrauch, weshalb im Kanton ZÃ¼rich Gemeinden BenutzungsgebÃ¼hren erheben dÃ¼rfen (Ziff. 3 des Anhangs zur Verordnung Ã¼ber die private Inanspruchnahme Ã¶ffentlichen staatlichen Grundes vom 24. Mai 1978, LS 700.3; Tobias Jaag, Staats- und Verwaltungsrecht des Kantons ZÃ¼rich, 3. A., ZÃ¼rich 2005, Rz. 3447; BGE 108 Ia 111 E. 2a sowie 122 I 279 E. 2b; vgl. auch Art. 20 Abs. 2 der Verkehrsregelnverordnung vom 13. November 1962 [VRV], SR 741.11; RenÃ© Schaffhauser, Grundriss des schweizerischen Strassenverkehrsrechts, Bd. I, 2. A., Bern 2002, Rz. 817; Ulrich HÃ¤felin/Georg MÃ¼ller, Allgemeines Verwaltungsrecht, 4. A., ZÃ¼rich 2002, Rz. 2404 und 2410). </p> <p class="Urteilstext"><span>Vorliegend wurde die Nachtparkverordnung an der Gemeindeversammlung vom 3. Dezember 2001 genehmigt und mit Wirkung ab 1. April 2002 in Kraft gesetzt. Danach ist das regelmÃ¤ssige nÃ¤chtliche Parkieren eines Fahrzeugs auf Ã¶ffentlichem Grund bewilligungs- bzw. gebÃ¼hrenpflichtig. Der Bewilligungs- und GebÃ¼hrenpflicht sind gemÃ¤ss Art. 5 und 10 der Nachtparkverordnung auch auswÃ¤rtige Fahrzeugbesitzende unterstellt, die ihre Fahrzeuge nachts regelmÃ¤ssig, mindestens aber ab der Dauer eines Monats, auf Ã¶ffentlichem Grund der Beschwerdegegnerin parkieren. GestÃ¼tzt auf die Delegationsbestimmung nach Art. 9 der Nachtparkverordnung ist die monatliche GebÃ¼hr fÃ¼r Personenwagen, Kleinlastwagen bis 3.5 t, 3-rÃ¤drige Motorfahrzeuge und MotorrÃ¤der durch den Gemeinderat sodann auf Fr. 40.- festgesetzt und als Anhang in die Nachtparkverordnung integriert worden. Die GebÃ¼hren sind auch in der BroschÃ¼re "NachtparkiergebÃ¼hr" festgehalten, ebenso die Regeln fÃ¼r die Feststellung des regelmÃ¤ssigen Parkierens. Diese wurde zusammen mit dem RÃ¼mlangerblatt, in welchem gleichzeitig die Publikation der GebÃ¼hren erfolgte, an alle Haushaltungen verteilt und wird bei Neuanmeldungen in der Gemeindeverwaltung an NeuzuzÃ¼ger abgegeben. Der Kreis der Bewilligungs- bzw. Abgabepflichtigen sowie die GebÃ¼hrenhÃ¶he sind somit klar definiert, womit diesbezÃ¼glich den gesetzlichen Anforderungen GenÃ¼ge getan ist (BGE 126 I 180 E. 2a/aa-bb). Das Anbringen von Tafeln ist entgegen der Meinung des BeschwerdefÃ¼hrers nicht zwingend erforderlich. Vorliegend geht es denn auch nicht um die Auferlegung einer Strafe oder Busse, sondern um die nachtrÃ¤gliche Entrichtung einer gesetzlich festgelegten GebÃ¼hr fÃ¼r gesteigerten Gemeingebrauch zufolge des erfolgten nÃ¤chtlichen Parkierens. Die BeschwerdefÃ¼hrerin macht ausserdem geltend, der Fahrzeughalterin am 4. April 2005 die obgenannte BroschÃ¼re zugestellt zu haben, was sich der BeschwerdefÃ¼hrer als Benutzer des Fahrzeugs unter den gegebenen UmstÃ¤nden anrechnen lassen muss. Es hat somit eine schriftliche Vororientierung stattgefunden.</span></p> <p class="Erwgung2"><b>3.4 </b>AbzuklÃ¤ren bleibt, ob vorliegend die Bedingungen gegeben sind, um von einem regelmÃ¤ssigen Dauerparkieren wÃ¤hrend des fraglichen Zeitraums auszugehen. Der BeschwerdefÃ¼hrer stellt in Abrede, als Besucher die entsprechenden Voraussetzungen erfÃ¼llt zu haben, bestreitet aber nicht, das Fahrzeug an den genannten Daten und Zeiten tatsÃ¤chlich auf dem Gebiet der Beschwerdegegnerin parkiert zu haben. </p> <p class="Urteilstext"><span>Die Nachtparkverordnung definiert die verwendeten Begriffe des "regelmÃ¤ssigen" bzw. "wiederholten" nÃ¤chtlichen Parkierens nicht nÃ¤her (vgl. Art. 1 und 3 der Verordnung). Hingegen wird in der BroschÃ¼re "NachtparkiergebÃ¼hr" ausgefÃ¼hrt, ein Fahrzeug gelte nach folgenden Regeln als "regelmÃ¤ssig parkiert":</span></p> <p class="Urteilstext"><span>·<span> </span></span>Wenn es bei 3 nacheinander durchgefÃ¼hrten Kontrollen 3 mal erfasst wurde.</p> <p class="Urteilstext"><span>·<span> </span></span>Wenn es bei 5 nacheinander durchgefÃ¼hrten Kontrollen 4 mal erfasst wurde.</p> <p class="Urteilstext"><span>·<span> </span></span>Wenn es bei 8 nacheinander durchgefÃ¼hrten Kontrollen 6 mal erfasst wurde.</p> <p class="Urteilstext"><span>·<span> </span></span>usw.</p> <p class="Urteilstext"> </p> <p class="Urteilstext"><span>Dies entspricht den Ã¼blichen Gepflogenheiten fÃ¼r die Erfassung von so genannt regelmÃ¤ssig parkierten Fahrzeugen in der Nacht. Aber auch im allgemeinen Sprachgebrauch ist unter dem Wort "regelmÃ¤ssig" was folgt zu verstehen: "Ã¼blich", "regelmÃ¤ssig wiederkehrend", "in regelmÃ¤ssiger Folge", "in regelmÃ¤ssigen AbstÃ¤nden/Intervallen", "periodisch". "Wiederkehrend" stimmt mit dem Wort "oft" Ã¼berein (vgl. Duden, Bd. 8: Die sinn- und sachverwandten WÃ¶rter; SynonymwÃ¶rterbuch der deutschen Sprache, 3. A., Mannheim 2004). "RegelmÃ¤ssig" bzw. "wiederkehrend" heisst insbesondere nicht "immer", "tÃ¤glich" oder "stets". Somit genÃ¼gt die von der Beschwerdegegnerin gehandhabte Praxis den Anforderungen fÃ¼r die Erbringung der Tatsachenvermutung, ein Fahrzeug sei â bei entsprechender Erfassung â regelmÃ¤ssig nachts auf ihrem Ã¶ffentlichen Grund abgestellt worden. Es obliegt dann dem Fahrzeugbesitzer, gegebenenfalls die Vermutungsfolge zu entkrÃ¤ften (RB 1993 Nr. 62 E. 1b). </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Vorliegend wurde das vom BeschwerdefÃ¼hrer verwendete Fahrzeug unbestrittenermassen an hintereinander erfolgten Kontrollen zwei Mal im Oktober 2005, zwei Mal im November 2005 und ein Mal im Dezember 2005 zwischen 00.58 und 01.46 Uhr auf Ã¶ffentlichem Grund der Beschwerdegegnerin parkiert angetroffen. Somit hat die Beschwerdegegnerin die Tatsachenvermutung erbracht, dass der auswÃ¤rts wohnende BeschwerdefÃ¼hrer sein Fahrzeug sehr wahrscheinlich nachts regelmÃ¤ssig und lÃ¤nger als einen Monat auf ihrem Ã¶ffentlichen Grund parkiert hat (vgl. RB 1993 Nr. 62 E. 1b). Aufgrund der allgemeinen Lebenserfahrung kann es sich bei den nÃ¤chtlichen Erfassungen kaum nur um Zufallstreffer handeln. Dies wird denn auch vom BeschwerdefÃ¼hrer nicht behauptet. Ausserdem wurde sein Fahrzeug schon in frÃ¼heren Monaten nachts parkiert erfasst. Dem Ganzen hÃ¤lt der BeschwerdefÃ¼hrer lediglich und ohne weitere Angaben entgegen, als Besucher sei er kein Dauerparkierer. Diese Betrachtungsweise vermag die Vermutungsfolge des regelmÃ¤ssigen nÃ¤chtlichen Parkierens auf Ã¶ffentlichem Grund der Beschwerdegegnerin jedoch nicht zu entkrÃ¤ften, sind doch auch Besucher, welche ein Fahrzeug benÃ¼tzen und dieses nachts auf Ã¶ffentlichem Grund abstellen, bei entsprechender RegelmÃ¤ssigkeit ab der Dauer eines Monats gebÃ¼hrenpflichtig. Aufgrund der GesamtumstÃ¤nde muss daher davon ausgegangen werden, dass der BeschwerdefÃ¼hrer im genannten Zeitraum und somit Ã¼ber einen Monat hinaus sein Fahrzeug nachts regelmÃ¤ssig auf Ã¶ffentlichem Grund der Beschwerdegegnerin abgestellt hat, weshalb er gebÃ¼hrenpflichtig ist. </span></p> <p class="Erwgung1"><b>4. </b> </p> <p class="Urteilstext"><span>Demnach ist die Beschwerde abzuweisen. Die Gerichtskosten sind dem unterliegenden BeschwerdefÃ¼hrer aufzuerlegen (§ 70 in Verbindung mit § 13 Abs. 2 VRG). </span></p> <p class="Einzug1"><span>DemgemÃ¤ss </span><span><a id="Text25"></a>entscheidet</span><span> die Kammer</span><span>:</span></p> <p class="Einzug2"><span>1. Die Beschwerde wird abgewiesen.</span></p> <p class="Einzug2"><span>2. Die GerichtsgebÃ¼hr wird festgesetzt auf <br/> Fr. 700.--; die Ã¼brigen Kosten betragen:<br/> Fr. 60.-- Zustellungskosten,<br/> Fr. 760.-- Total der Kosten.</span></p> <p class="Einzug2"><span>3. Die Gerichtskosten werden dem BeschwerdefÃ¼hrer auferlegt.</span></p> <p class="Urteilstext">4. Mitteilung an â¦</p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>