<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2002.00026</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="https://vgrzh.djiktzh.ch/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=https://vgrzh.djiktzh.ch&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=106533&amp;W10_KEY=4467147&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2002.00026</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 04.03.2002</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">3. Abteilung/3. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Gesundheitswesen</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Führung eines Altersheims</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Aufnahmestopp für Patienten; aufschiebende Wirkung<br/><br/>Das Verwaltungsgericht ist zuständig; die aufsichtsrechtliche Natur der Anordnung schliesst die Beschwerde nicht aus (E. 1a).<br/>Es liegt ein anfechtbarer Zwischenentscheid vor (E. 1b).<br/>Der Bezirksrat hat das rechtliche Gehör der Beschwerdeführerin nicht verletzt (E. 2a).<br/>Anlässlich der Visitation wurden erhebliche Missstände festgestellt. Daran vermag die Kritik der Beschwerdeführerin zum vornherein wenig zu ändern. Soweit ihre Vorbringen überhaupt noch überprüfbar sind, überzeugen sie wenig. Da ein milder Eingriff zu beurteilen ist, genügt zu ihrer Rechtfertigung eine nur leichte bis mittlere Gefährdung des Patientenwohls, wie sie hier vorliegt. Die Massnahme des Regierungspräsidenten nimmt im Übrigen weitgehend auf die wirtschaftlichen Interessen der Beschwerdeführerin Rücksicht (E. 2b).<br/>Offen bleiben kann, ob der Personalbestand der Beschwerdeführerin ausreicht und ob die Massnahme auf einer genügenden gesetzlichen Grundlage beruht (E. 2c).</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ALTERS- UND/ODER PFLEGEHEIM">ALTERS- UND/ODER PFLEGEHEIM</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: AUFNAHMESTOPP">AUFNAHMESTOPP</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: AUFSCHIEBENDE WIRKUNG">AUFSCHIEBENDE WIRKUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: DRINGLICHKEIT">DRINGLICHKEIT</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: NACHTEIL">NACHTEIL</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: PFLEGEHEIM">PFLEGEHEIM</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: RECHTLICHES GEHÃR">RECHTLICHES GEHÃR</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: FÃ¼rsorge ST: ÃBRIGES FÃRSORGE UND GESUNDHEIT">ÃBRIGES FÃRSORGE UND GESUNDHEIT</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: VERHÃLTNISMÃSSIGKEIT">VERHÃLTNISMÃSSIGKEIT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ZWISCHENENTSCHEID">ZWISCHENENTSCHEID</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade">§ 25 lit. I VRG</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 4 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Einzug1"><span>I. Mit VerfÃ¼gung vom 12. Dezember 2000 untersagte der PrÃ¤sident des Bezirksrats X der B AG vorsorglich die Aufnahme neuer Bewohnerinnen und Bewohner bis zur Vorlegung eines den Kriterien der Gesundheitsdirek­tion entsprechenden Stellenplans. Der Bezirksrat hob diesen Aufnahmestopp am 23. Fe­b­ruar 2001 wieder auf und verpflichtete die B AG unter an­derem, bis 31. MÃ¤rz 2001 einen Gesamtstellenplan einzureichen, bis zu diesem Zeitpunkt 900 Stellenprozente zu besetzen und bis 31. Juli 2001 einen (genauer bestim­mten) Nachweis betreffend die Stellenbesetzung im Durchschnitt des ersten Halbjahres 2001 zu erbringen. In der Folge reichte die B AG dem Bezirksrat verschiedene Unterlagen ein, welche durch den kantonsÃ¤rztlichen Dienst der Gesundheitsdi­rektion geprÃ¼ft und mit Schreiben vom 21. August 2001 fÃ¼r unvollstÃ¤ndig, unklar und nicht den Anforderungen an eine kompetente BetriebsfÃ¼hrung entsprechend befunden wurden; die Direktion empfahl dem Bezirksrat die VerhÃ¤ngung eines erneuten Aufnahme­stopps sowie die DurchfÃ¼hrung einer unangemeldeten Visitation des Heims. Nachdem eine solche am 12. September 2001 stattgefunden hatte, verfÃ¼gte der BezirksratsprÃ¤sident am 24. September wiederum einen sofortigen Aufnahmestopp und beantragte der Gesundheits­direktion, der B AG die Bewilligung zur FÃ¼hrung von Pflegebetten zu entziehen und allfÃ¤llige weitere aufsichtsrechtliche Massnahmen zu treffen. Einem Rekurs wurde die aufschiebende Wirkung entzogen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die Gesundheitsdirektion entzog der B AG mit VerfÃ¼gung vom 7. Dezember 2001 die Bewilligung zur FÃ¼hrung eines Krankenheims, wogegen diese am 11. Januar 2002 beim Regierungsrat Rekurs erhob.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>II. Gegen die VerfÃ¼gung des BezirksratsprÃ¤sidenten erhob die B AG am 26. Oktober 2001 Rekurs an den Regierungsrat und beantragte die Aufhebung des vorsorglichen Aufnahmestopps und die Wiederherstellung der aufschie­benden Wirkung. Der Regierungs­prÃ¤sident lehnte den zweiten Antrag mit VerfÃ¼gung vom 23. November 2001 ab (Dispo.-Ziff. 1 1. Absatz) und untersagte der B AG mit sofortiger Wirkung, neue Bewohnerinnen und Bewohner der BESA-Stufen 2-4 aufzunehmen (2. Absatz; damit wurde der vom BezirksratsprÃ¤sidenten verfÃ¼gte Aufnahme­stopp "prÃ¤zisiert").</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>III. Die B AG wandte sich gegen die VerfÃ¼gung des RegierungsprÃ¤sidenten am 21. Ja­nuar 2002 mit Beschwerde an das Verwaltungsgericht und beantragte wiederum die Wiederherstellung der aufschiebenden Wirkung des Rekurses.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Der Bezirksrat X beantragte am 30. Januar 2002 Abweisung der Beschwer­de, ebenso am 6. Februar 2002 die Gesundheitsdirektion namens des Regierungsrats.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die Kammer zieht in ErwÃ¤gung:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>1. a) Das Verwaltungsgericht ist zur Beurteilung der vorliegenden Beschwerde gemÃ¤ss § 41 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959/8. Juni 1997 (VRG) funktional und sachlich zustÃ¤ndig. Dass der PrÃ¤sident des Bezirksrats X seine VerfÃ¼gung vom 12. September 2001 gestÃ¼tzt auf aufsichtsrechtliche Kompetenzen erliess, schloss den Rekurs und schliesst die Beschwerde dagegen nicht aus, da das Anfechtungsobjekt VerfÃ¼gungsqualitÃ¤t hat (Alfred KÃ¶lz/JÃ¼rg Bosshart/Martin RÃ¶hl, Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons ZÃ¼rich, 2. A., ZÃ¼rich 1999, Vorbem. zu §§ 19‑28 N. 43 f.; § 41 N. 16 f.).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) Entscheide Ã¼ber die aufschiebende Wirkung stellen Zwischenentscheide im Sinn von § 48 Abs. 2 VRG dar, die nach stÃ¤ndiger Praxis anfechtbar sind (KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 19 N. 49). Auf vorliegende Beschwerde ist somit einzutreten. Zu entscheiden ist aufgrund der Akten, ohne zusÃ¤tzliche Beweiserhebungen (KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 25 N. 18).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>2. a) Die BeschwerdefÃ¼hrerin wirft dem Bezirksrat zunÃ¤chst eine Verletzung ihres rechtlichen GehÃ¶rs vor, indem der BezirksratsprÃ¤sident ihr vor Erlass der VerfÃ¼gung keine Gelegenheit eingerÃ¤umt habe, sich zu Visitationsbericht und âprotokoll sowie zu den ins Auge gefassten Massnahmen zu Ã¤ussern. Dem ist entgegenzuhalten, dass die leitenden Personen des Heims bereits anlÃ¤sslich der Visitation selbst, an der auch ein Vertreter des Beschwerdegegners teilnahm, sich mÃ¼ndlich zu den von den Inspizierenden gemachten Befunden Ã¤ussern konnten. Ihnen Gelegenheit zu bieten, nochmals schriftlich zum Sachverhalt Stellung zu nehmen, war nicht geboten. Nicht vonnÃ¶ten war auch eine An­hÃ¶rung zu den rechtlichen Folgen der Inspektion, behielt doch der Bezirksrat in seinem den Aufnahme­stopp aufhebenden Beschluss vom 23. Februar 2001 aufsichtsrechtliche Mass­nahmen ausdrÃ¼cklich vor. Die BeschwerdefÃ¼hrerin musste deshalb damit rechnen, dass bei der Fest­stellung von MÃ¤ngeln anlÃ¤sslich weiterer Inspektionen ein neuer Aufnahmestopp verhÃ¤ngt wÃ¼rde. Es lag damit nicht der Fall vor, dass der Beschwerdegegner seinen Rechtsstandpunkt in unvorhersehbarer Weise geÃ¤ndert hÃ¤tte (vgl. Georg MÃ¼ller in: Kommentar zur Bundesverfassung, 1995, Art. 4 Rz. 105).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) Nach § 25 Abs. 1 VRG kommen dem Lauf der Rekursfrist und der Einreichung des Rekurses aufschiebende Wirkung zu, wenn nicht mit der angefochtenen Anordnung aus besonderen GrÃ¼nden etwas anderes bestimmt wurde. Besondere GrÃ¼nde sind dann anzunehmen, wenn ein schwerer Nachteil droht, falls die aufschiebende Wirkung nicht entzogen wird. Ein solcher kann etwa in einer unmittelbar bevorstehenden oder schweren Bedrohung bedeutender PolizeigÃ¼ter bestehen. </span>Geht es, wie hier, um das Rechtsgut der Ã¶ffent­lichen Gesundheit, dem ein hoher Eigenwert zukommt, so bedarf es zum Entzug der aufschiebenden Wirkung keiner besonders ausgeprÃ¤gten GefÃ¤hrdung (VGr, 24. Oktober 1997, VB.97.00469). <span>Liegen besondere GrÃ¼nde vor, so sind die fÃ¼r und gegen den Entzug sprechenden Interessen gegeneinander abzuwÃ¤gen (KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 25 N. 13 f.).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Anlass zur VerfÃ¼gung eines erneuten Aufnahmestopps durch den BezirksratsprÃ¤sidenten und zum Entzug der aufschiebenden Wirkung eines dagegen erhobenen Rekurses am 24. September 2001 boten der nach Auffassung von Beschwerdegegner und Gesundheitsdirektion ungenÃ¼gende Personalbestand sowie namentlich das Ergebnis der Visitation vom 12. September 2001.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>AnlÃ¤sslich dieser Visitation wurden erhebliche MissstÃ¤nde im Betrieb und in der Pflege der Heimbewohner festgestellt. Die BeschwerdefÃ¼hrerin bemÃ¤ngelt diesen Befund nur in einzelnen Punkten als falsch. Auch wenn man davon ausgehen will, diese EinwÃ¤nde trÃ¤fen zu, bleibt immer noch eine solche Vielzahl einzelner MÃ¤ngel, dass sich am Gesamtbild nur wenig Ã¤ndert. Ob die Kritik am Visitationsprotokoll gerechtfertigt ist, lÃ¤sst sich im Nachhinein im Einzelnen allerdings kaum mehr Ã¼berprÃ¼fen. Anzumerken ist aber, dass das Vorbringen der BeschwerdefÃ¼hrerin, die ihr vorgeworfenen Ã¼bermÃ¤ssig freiheitsbeschrÃ¤nkenden Methoden seien durch EinverstÃ¤ndniserklÃ¤rungen von AngehÃ¶rigen der betroffenen Heimbewohner gerechtfertigt, wenig zu Ã¼berzeugen vermag: Die ErklÃ¤rungen beziehen sich jeweils auf Massnahmen wÃ¤hrend der Nacht, wohingegen die Visitation tagsÃ¼ber stattfand. Insgesamt ist somit davon auszugehen, dass die Betreuung der Heimbewohner durch die BeschwerdefÃ¼hrerin erhebliche MÃ¤ngel aufwies, was grundsÃ¤tzlich die Anordnung sofort wirksamer Aufsichtsmassnahmen rechtfertigte.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die BeschwerdefÃ¼hrerin bringt weiter vor, die zeitliche Dringlichkeit fÃ¼r einen sofortigen Aufnahmestopp habe gefehlt; der Bezirksrat habe keinen einzigen Vorfall nennen kÃ¶nnen, der eine solche Massnahme rechtfertige. Damit stellt sie die VerhÃ¤ltnismÃ¤ssigkeit der angeordneten Massnahme in Frage. Bei deren Beurteilung fÃ¤llt insbesondere ins Gewicht, dass vorliegend ein relativ milder Eingriff angefochten wird. Mit dem Aufnahme­stopp sollte vor allem eine weitere Verschlechterung der VerhÃ¤ltnisse verhindert werden. Zudem beschrÃ¤nkte der RegierungsprÃ¤sident den Entzug der aufschiebenden Wirkung, welche Anordnung hier allein zu Ã¼berprÃ¼fen ist, auf eigentliche PflegefÃ¤lle (BESO-Stu­fen 2-4), liess also die Aufnahme neuer nicht und kaum pflegebedÃ¼rftiger Bewohner â und zwar ohne EinschrÃ¤nkung â zu. Zur Rechtfertigung einer solchen Massnahme genÃ¼gt auch eine nur leichte bis mittelschwere GefÃ¤hrdung des Patientenwohls, wie sie aufgrund des Visi­tationsprotokolls bezÃ¼glich der pflegebedÃ¼rftigen Heimbewohner anzunehmen ist. Eine "akute GefÃ¤hrdung", die von der BeschwerdefÃ¼hrerin in Abrede gestellt wird, braucht nicht zu bestehen. Ginge es aber um eine sofortige Betriebseinstellung, wÃ¤ren solche strengeren Anforderungen zu stellen. Die Anordnung des RegierungsprÃ¤sidenten nimmt zudem auf die wirtschaftlichen Interessen der BeschwerdefÃ¼hrerin weitgehende RÃ¼cksicht, indem ihr die Aufnahme neuer Bewohner und damit eine Verbesserung der Ertragslage erlaubt wird. Die Argumente, mit denen die BeschwerdefÃ¼hrerin dies in Abrede stellt, Ã¼berzeugen nicht. Insbesondere lÃ¤sst sich der angefochtenen Anordnung nicht entnehmen, dass eine Verschlech­­terung der gesundheitlichen Lage der einzelnen Bewohner (mit der Folge einer hÃ¶heren BESO-Einstufung) zu deren Austritt aus dem Heim fÃ¼hren mÃ¼sste. Es ist somit mÃ¶g­lich, dass die Zahl der pflegebedÃ¼rftigen Patienten kaum abnehmen wird. DafÃ¼r bestehen Anhaltspunkte in den Akten (vgl. die Zusammensetzung der Bewohnerschaft im Dezember 2000 mit derjenigen im MÃ¤rz 2001, kurz nach Aufhebung des ersten Aufnahmestopps). Die BefÃ¼rchtungen der BeschwerdefÃ¼hrerin erscheinen auch deshalb Ã¼bertrieben, weil die Zahl und Zusammensetzung der Heimbewohner seit August 2000 stark schwankte. Insbesondere ist darauf hinzuweisen, dass zu diesem Zeitpunkt â noch ohne Einfluss des Verfahrens, das zur Anordnung des ersten Aufnahmestopps durch den BezirksratsprÃ¤sidenten fÃ¼hrte â die tiefste aktenkundige Anzahl von nur 31 Bewohnern verzeichnet wurde, ohne dass der durch­schnittliche Betreuungsbedarf auffÃ¤llig hoch gewesen wÃ¤re. Es ist deshalb davon auszugehen, dass auch unter Beachtung der an­gefochtenen Anordnung ein wirtschaftlicher Betrieb mÃ¶glich ist.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>c) Unter diesen UmstÃ¤nden kann jedenfalls vorlÃ¤ufig â d.h. im jetzigem Beschwerde­verfahren Ã¼ber den Entzug der aufschiebenden Wirkung des Rekurses ­â offen bleiben, inwieweit der Personalbestand der BeschwerdefÃ¼hrerin zur Betreuung der Bewohner quantitativ und qualitativ ausreicht. Ebenso wenig ist in diesem Verfahren zu entscheiden, ob die Massnahme selbst auf einer genÃ¼genden gesetzlichen Grundlage beruhe. DarÃ¼ber wird der Regierungsrat in seinem Endentscheid zu befinden haben.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>3. ...</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>DemgemÃ¤ss entscheidet die Kammer:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>1. Die Beschwerde wird abgewiesen</span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>...</span></p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>