<h2>SubmittedText<h2><p>Der Bundesrat wird beauftragt, die nötigen Schritte zu unternehmen, um schweizweit die Planung und die Projektierung der fehlenden Abschnitte im Eisenbahn-Hochleistungsnetz von Grenze zu Grenze (Nord-Süd- und Ost-West-Achse) unverzüglich in die Phase 2030/2035 für den Ausbau der Bahninfrastruktur (Ausbauschritt 2030/35) mit aufzunehmen.</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Die Motion verlangt die Aufnahme von Planungs- und Projektierungsstudien zum landesweiten Eisenbahn-Hochleistungsnetz auf der Nord-Süd- und der Ost-West-Achse. Damit greift sie teilweise die Anliegen des am 15. Juni 2017 vom Ständerat angenommenen Postulates 17.3262, "Verkehrskreuz Schweiz und Vision Eisenbahnnetz", auf. Der Bericht des Bundesrates in Erfüllung dieses Postulates wird sowohl die Nord-Süd-Achse als auch die Ost-West-Achse behandeln und einen Beitrag an die Überlegungen zu jenem Ausbauschritt darstellen, der auf den Ausbauschritt 2030/35 folgen wird.</p><p>Im Tessin entsteht mit der Inbetriebnahme des Abschnitts Mendrisio-Varese und des Ceneri-Basistunnels im Jahr 2020 ein leistungsstarkes S-Bahn-Netz mit sehr attraktiven Fahrzeiten. Zudem müssen nach der Inbetriebnahme der neuen Eisenbahn-Alpentransversalen (Neat) mit dem Gotthard- und dem Ceneri-Basistunnel sowie dem Ausbau des 4-Meter-Korridors zunächst die Zulaufstrecken in Deutschland und in Italien ausgebaut werden, bevor eine Kapazitätserhöhung der Gotthardachse in Erwägung gezogen werden kann. In Deutschland wird dies nicht vor 2038 der Fall sein. Schliesslich ist der neue Hochleistungsabschnitt zwischen Lugano und Chiasso (AT Sud) planerisch bereits weit fortgeschritten: Mit den Vertiefungsstudien zum Damm von Melide (2009) und zum Monte Generoso (2012) sowie zur bestehenden Zulaufstrecke zwischen Melano und Mendrisio (2017) wurden die Machbarkeitsstudien abgeschlossen. Der Bundesrat hat die Streckenführung im Sachplan Verkehr, Teil Infrastruktur Schiene, angepasst. Die Fortsetzung der Projektierungsstudien ist derzeit nicht zweckmässig.</p><p>Angesichts der Ähnlichkeiten mit dem Postulat 17.3262 und des fortgeschrittenen Stadiums des Projekts AT Sud empfiehlt der Bundesrat, diese Motion abzulehnen.</p>  Der Bundesrat beantragt die Ablehnung der Motion.