Abteilung II B-6715/2007 {T 0/2} U r t e i l v o m 3 . S e p t e m b e r 2 0 0 8 Richter Frank Seethaler (Vorsitz), Richter Jean- Luc Baechler, Richterin Eva Schneeberger; Gerichtsschreiber Kaspar Plüss. A.X._______, vertreten durch Rechtsanwalt Daniel Fischer (Zürich), Beschwerdeführerin, gegen Eidgenössische Bankenkommission (EBK) , Schwanengasse 12, Postfach, 3001 Bern Vorinstanz. Unerlaubter Effektenhandel, Verbot der Effektenhändlertätigkeit / Werbeverbot. B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t T r i b u n a l a d m i n i s t r a t i f f é d é r a l T r i b u n a l e a m m i n i s t r a t i v o f e d e r a l e T r i b u n a l a d m i n i s t r a t i v f e d e r a l Besetzung Parteien GegenstandB-6715/2007 Sachverhalt: A.a Die Vorinstanz wurde im Jahr 2006 durch das Untersuchungsrich- teramt des Kantons Zug sowie durch mehrere Hinweise von Privatper- sonen darauf aufmerksam gemacht, dass die Elvestus Marketing & Vertrieb AG (Elvestus; Risch) sowie die Y._______ AG seit längerer Zeit mit Aktien der NicStic AG (Nicstic; Zürich) handelten. Aufgrund der Aktenlage bestand der dringende Verdacht, dass die Elvestus und die Y._______ AG ohne Bewilligung als Emissionshäuser tätig waren, in- dem sie von verschiedenen Unternehmen neu geschaffene Effekten übernahmen und diese Aktien sodann aufgrund eines öffentlichen An- gebots Dritten verkauften. Am 8. März 2007 setzte die Vorinstanz mit superprovisorischer Verfügung Rechtsanwältin U1_______ als Unter- suchungsbeauftragte ein, um die Geschäftstätigkeit und die finanzielle Lage der Elvestus und der Y._______ AG (sowie der damit verbunde- nen Personen und Gesellschaften) abzuklären. Im Verlauf der Ermitt- lungen wurden im Mai und Juni 2007 zwei weitere Untersuchungsbe- auftragte eingesetzt (Rechtsanwalt U2_______ sowie Rechtsanwalt U3_______), und der Verdacht betreffend illegaler Effektenhändlertä- tigkeit wurde ausgeweitet. In die Untersuchung einbezogen wurden die Nicstic sowie (u.a.) folgende weitere natürlichen und juristischen Per- sonen: A.X._______ (die Beschwerdeführerin), B.X._______ (ihr Ehe- mann), C._______, D._______, E._______, F._______, G._______, H._______, I._______, Herma AG (Herma; Sarnen), Hematec Holding AG (Hematec; Hünenberg), Bel Air Management AG (Bel Air; Knonau), Quiver United AG (Quiver; Risch), Ü._______ AG sowie Z._______ AG. Als superprovisorische Massnahme wurde den Organen der be- troffenen Aktiengesellschaften untersagt, ohne Zustimmung des jewei- ligen Untersuchungsbeauftragten weitere Rechtshandlungen für die Gesellschaft zu tätigen. Ferner wurden die Untersuchungsbeauftragten ermächtigt, für die betroffenen natürlichen Personen zu handeln. Am 30. August 2007 erliess die Vorinstanz eine Verfügung, die den so- eben erwähnten 18 (natürlichen und juristischen) Personen eröffnet wurde. Darin stellte die Vorinstanz fest, dass 14 der 18 Verfügungsad- ressaten ohne Bewilligung gewerbsmässig Effektenhändlertätigkeiten ausgeübt und damit gegen das Börsengesetz verstossen hätten. Per 31. August 2007 (8 Uhr) ordnete die Vorinstanz die Konkurseröffnung über die 6 überschuldeten Gesellschaften sowie die Liquidation der 3 nicht überschuldeten Gesellschaften an (Publikation am 7. September 2007 auf der Homepage der Vorinstanz und im Schweizerischen Han- Seite 2B-6715/2007 delsamtsblatt), setzte Konkursliquidatoren ein, verfügte die Einstellung der Geschäftstätigkeiten, verbot die Annahme von Kundengeldern und untersagte den 9 natürlichen Personen (unter Androhung strafrechtli- cher Sanktionen) die Ausübung einer bewilligungspflichtigen Effekten- händlertätigkeit sowie die Werbung für solche Tätigkeiten. Betreffend Liquidations- und Konkursmassnahmen ordnete die Vorinstanz die so- fortige Vollstreckung der Verfügung an, wobei sie die Konkursliquidato- ren anwies, die Verwertungshandlungen auf sichernde und werterhal- tende Massnahmen im In- und Ausland zu beschränken. Die Vorinstanz begründete ihre Verfügung damit, 14 der 18 Verfü- gungsadressaten hätten ohne Bewilligung gewerbsmässig Effekten- händlertätigkeiten ausgeübt. Die betroffenen Gesellschaften und Per- sonen seien gemäss ständiger Praxis als Gruppe zu betrachten, da zwischen ihnen enge Verbindungen bestünden aufgrund von gegen- seitigen Beteiligungen, Übereinstimmungen bei den Domizilen und ko- ordinierten Handelstätigkeiten. Es sei immer nach dem gleichen Grundmuster gehandelt worden: Die involvierten Personen hätten je- weils nicht-börsenkotierte Aktien von einer nahestehenden Gesell- schaft übernommen. Die Bezahlung sei durch Verrechnung mit beste- henden Forderungen, deren Werthaltigkeit zweifelhaft sei, erfolgt. An- schliessend seien die Aktien - wiederum durch Verrechnung - an eine nahestehende Gesellschaft verkauft worden, letztlich mit dem Ziel, dass eine Gesellschaft der Gruppe die Aktien aufgrund eines öffentli- chen Angebots an Dritte verkaufe. Der Verkaufserlös habe in der Re- gel ein Vielfaches des Nennwertes der Aktien betragen; gemäss Unter- suchungsbericht (C 01 365) betrug etwa der Preis einer Nicstic-Aktie bei der Ausgabe Fr. 0.10, im Primärhandel Fr. 4.- bis Fr. 15.- und beim Verkauf an Dritte bis zu Fr. 25.-. Insgesamt seien 185 Mio. Aktien zum Verkauf bereitgestellt worden und mindestens 540 Anleger hätten Akti- en gekauft; nicht restlos geklärt worden sei die Frage, wie viele Aktien letztlich verkauft worden seien, wie viel Geld damit umgesetzt wurde und wie die Gelder anschliessend verwendet worden seien. Insgesamt rechtfertige sich die Liquidation der betroffenen Gesellschaften, wobei in Überschuldungsfällen der Konkurs zu eröffnen sei. Ferner sei die Auferlegung eines Effektenhandels- und Werbeverbots betreffend die involvierten natürlichen Personen angebracht; diese Massnahme diene dem Anlegerschutz und sei gerechtfertigt aufgrund der Gefahr, dass die Betroffenen ihre Tätigkeiten in anderer Form und im Namen ande- rer Gesellschaften weiterführen würden. Seite 3B-6715/2007 A.b Die Beschwerdeführerin ist gemäss der Vorinstanz eine Aktionärin der Nicstic, der Quiver und der Hematec; zudem führte sie Geschäfte mit mehreren Gesellschaften, die in die Untersuchung einbezogen wa- ren. Die Vorinstanz verfügte am 11. Juni 2007 superprovisorische Massnahmen betreffend die Beschwerdeführerin und setzte Rechtsan- walt U3_______ als Untersuchungsbeauftragten ein. Im Verlauf der Untersuchungen erläuterte die Beschwerdeführerin, vertreten durch Rechtsanwalt Dr. Daniel Fischer (Zürich), zwei Mal ihren Standpunkt. Am 16. Juli 2007 erklärte sie – im Rahmen einer Stellungnahme zu den superprovisorisch angeordneten vorsorglichen Massnahmen -, sie verfüge über keine Lenkungsfunktion in den umstrittenen Gesellschaf- ten, und sie habe im vorliegenden Zusammenhang bloss privat bzw. für sich selbst gehandelt. Am 13. August 2007 äusserte sich die Be- schwerdeführerin zu den Berichten der Untersuchungsbeauftragten. Sie bestritt, eine gewerbsmässige Effektenhändlertätigkeit ausgeübt oder zur Gruppe gehört zu haben; sie habe lediglich eigene Nicstic- Aktien treuhänderisch (durch Elvestus als beauftragte Verkäuferin) ver- kauft. A.c In der Verfügung vom 30. August 2007 (vgl. oben, A.a) stellte die Vorinstanz betreffend die Beschwerdeführerin fest, sie übe ohne Bewil- ligung eine gewerbsmässige Effektenhändlertätigkeit aus und verstos- se damit gegen das Börsengesetz. Deshalb werde der Beschwerde- führerin generell verboten, unter jeglicher Bezeichnung selbst oder über Dritte eine bewilligungspflichtige Effektenhändlertätigkeit auszu- üben oder für eine Effektenhändlertätigkeit Werbung zu betreiben. Zur Begründung führte die Vorinstanz an, es bestünden enge Verbindun- gen zwischen der Beschwerdeführerin und diversen anderen Verfü- gungsadressaten. Es sei erstellt, dass die Beschwerdeführerin über bedeutende Aktienanteile der Nicstic und der Hematec verfüge und geschäftliche Kontakte mit Herma und Elvestus gepflegt habe. Sie habe die neu geschaffenen Effekten der Nicstic übernommen und die- se als Unterhändlerin an die Elvestus weiterveräussert, die diese Ef- fekten wiederum an aussenstehende Anleger verkauft habe. Aufgrund des koordinierten Vorgehens der Beteiligten, das auf den Erlös durch Drittverkäufe abgezielt habe, müssten enge wirtschaftliche Verbindun- gen angenommen werden. Es sei von einer Gruppe auszugehen, was eine einheitliche aufsichtsrechtliche Beurteilung erfordere. Als Teil der Gruppe habe auch die Beschwerdeführerin ohne Bewilligung gewerbs- mässig eine Effektenhändlertätigkeit ausgeübt. Die Beschwerdeführe- rin sei zwar gegen aussen kaum je in Erscheinung getreten; dies hän- Seite 4B-6715/2007 ge jedoch damit zusammen, dass sie ihrem Ehemann – B.X._______ – eine Generalvollmacht für alle geschäftlichen Funktionen, Entschei- dungen und Ereignisse erteilt habe. Aufgrund dieser Vollmacht müsse die Beschwerdeführerin sich die Handlungen ihres Ehemannes an- rechnen lassen. Überdies habe sie ihrem Ehemann ihr Konto für Zah- lungen zur Verfügung gestellt. An der Privatadresse des Ehepaars B.X._______ / A.X._______ sei zeitweise eine Zweigniederlassung der Nicstic betrieben worden, und überdies hätten sich an der gleichen Adresse zeitweise ein „Representative Office“ der Elvestus und das Domizil der Quiver befunden. Die Beschwerdeführerin und ihr Ehe- mann hätten 1 Mio. Franken des Erlöses erhalten, der sich in den Jah- ren 2004 und 2005 aus dem Verkauf von Nicstic-Aktien an Dritte erge- ben habe. Aus Gründen des Anlegerschutzes rechtfertige sich im Fall der Beschwerdeführerin ein Verbot der bewilligungspflichtigen Effek- tenhändlertätigkeit sowie ein Verbot der Werbung für solche Tätigkei- ten (unter Androhung von Straf- und Publikationsmassnahmen im Zu- widerhandlungsfall). Ohne dieses Verbot bestünde die Gefahr, dass die Beschwerdeführerin ihre Tätigkeiten in anderer Form und möglicher- weise im Namen einer anderen Gesellschaft weiterführe. B. Am 3. Oktober 2007 erhob die Beschwerdeführerin, weiterhin vertreten durch Rechtsanwalt Dr. Daniel Fischer, beim Bundesverwaltungsge- richt Beschwerde gegen die Verfügung der Vorinstanz vom 30. August 2007. Am 24. Oktober 2007 reichte die Beschwerdeführerin eine Be- schwerdeergänzung ein. Sie stellte den Antrag, die vorinstanzliche Verfügung sei – soweit die Beschwerdeführerin betreffend – aufzuhe- ben, unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zulasten der Vorinstanz. Zur Begründung führte die Beschwerdeführerin an, die Vorinstanz habe den Sachverhalt in mehrfacher Hinsicht unrichtig, unvollständig oder nicht widerspruchsfrei festgestellt. Sie habe die Wahrheitspflicht verletzt, indem sie auf blosse Verdachtsmomente abgestellt habe, die durch den Untersuchungsbericht nicht belegt seien. Im Verlauf des Un- tersuchungsverfahrens seien der Anspruch auf rechtliches Gehör, das Gebot der Wahrung der Parteirechte und das Verbot der Umgehung des Rechtsvertreters verletzt worden. Die mangelhaften Sachverhalts- feststellungen hätten zu Folgefehlern bei der rechtlichen Würdigung geführt. Aufgrund der bisherigen Rechtsprechung hätte die Vorinstanz im vorliegenden Fall nicht von einer Gruppenzugehörigkeit der Be- schwerdeführerin ausgehen dürfen. Geschäftlich sei sie nie gemein- sam mit den anderen Gesellschaften und Personen in Erscheinung ge- Seite 5B-6715/2007 treten, und es liege kein Nachweis von engen wirtschaftlichen und per- sonellen Verflechtungen oder einer gemeinsamen Zwecksetzung vor. Die Beschwerdeführerin sei nie als gewerbsmässige Effektenhändlerin tätig gewesen, sondern habe diese Tätigkeit nur gelegentlich ausge- übt. Sie sei hauptberuflich Hausfrau, und ihr faktischer wirtschaftlicher Einfluss auf die untersuchten Gesellschaften sei unwesentlich gewe- sen. Sie habe bloss auf eigene Rechnung gehandelt bzw. ihr eigenes Vermögen verwaltet, ohne den für eine Bewilligungspflicht erforderli- chen Mindestbetrag zu erreichen. Sie sei deshalb als nicht gewerbs- mässig tätige, keiner Bewilligungspflicht unterstehende Eigenhändlerin zu qualifizieren. Die Vorinstanz hätte ferner begründen müssen, inwie- fern von der Beschwerdeführerin eine Gefahr für die Gläubiger ausge- he, die die angeordneten Massnahmen rechtfertige. Die angeordneten Massnahmen seien auch insofern nicht angebracht, als sie zu einem Eingriff in die Wirtschaftsfreiheit der Beschwerdeführerin führten, ohne dass ein genügendes öffentliches Interesse vorliege. C. Die Vorinstanz beantragte in ihrer Vernehmlassung vom 30. November 2007 die Abweisung der Beschwerde unter Kostenfolge zulasten der Beschwerdeführerin. Sie begründete dies damit, dass sie den Sach- verhalt – trotz mangelnder Mitwirkung der Beschwerdeführerin – kor- rekt und vollständig erstellt habe. Da es sich um einen komplexen Sachverhalt mit einer Vielzahl involvierter Personen handle, könnten allerdings einzelne Belege abweichende Aussagen enthalten. So be- stehe etwa nicht zu jedem Zeitpunkt Klarheit über die exakten Beteili- gungsverhältnisse der Beschwerdeführerin an den Gesellschaften Nicstic und Hematec. Trotzdem sei der Sachverhalt, dem die rechtliche Würdigung zugrunde liege, vollständig und ohne Widersprüche festge- stellt worden. Aufgrund der engen wirtschaftlichen, personellen und örtlichen Verflechtungen sei die Beschwerdeführerin als Teil der Grup- pe zu qualifizieren, selbst wenn sie selber kaum je gegen aussen in Erscheinung getreten sei. Die angeordneten Massnahmen seien ange- messen und stellten keine unzulässige Einschränkung der wirtschaftli- chen Bewegungsfreiheit der Beschwerdeführerin dar. D. In der Replik vom 9. Januar 2008 machte die Beschwerdeführerin er- neut geltend, es fehle an einem hinreichend konkreten deliktischen Sachverhalt. Das Untersuchungsverfahren sei nicht korrekt geführt worden, und die Vorinstanz sei ihrer Belegpflicht in zentralen Berei- Seite 6B-6715/2007 chen nicht nachgekommen. Die rechtliche Würdigung stütze sich auf blosse Verdachtsmomente. Allfällige deliktische Handlungen des Ehe- gatten dürften der Beschwerdeführerin nicht aufgrund der ausgestell- ten Vollmacht angerechnet werden. Die Beschwerdeführerin habe zwar eigene Aktien verkauft, sei aber nie gewerbsmässig als Effektenhänd- lerin tätig gewesen. Sie sei nicht Teil der Gruppe; die Übereinstimmung von drei Domizilen genüge – angesichts der Vielzahl von Verfügungs- adressaten – nicht als Nachweis für enge geschäftliche Kontakte oder sonstige Verbindungen mit den involvierten Personen. Auch das koor- dinierte Verhalten zwischen ihr und den Gruppenzugehörigen sei nicht belegt. In der Duplik vom 2. Juni 2008, die der Beschwerdeführerin zugestellt wurde, hielt die Vorinstanz an ihren Ausführungen und Anträgen fest. Auf die erwähnten und weiteren Vorbringen der Parteien wird - soweit sie sich für den Entscheid als rechtserheblich erweisen - in den nach- folgenden Erwägungen eingegangen. Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 1. Das Bundesverwaltungsgericht ist zuständig für die Beurteilung von Beschwerden gegen Verfügungen der Eidgenössischen Bankenkom- mission (vgl. Art. 31 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [VGG, SR 173.32] i.V.m. Art. 5 des Bundesgesetzes vom 20. De - zember 1968 über das Verwaltungsverfahren [VwVG, SR 172.021] so- wie Art. 33 Bst. f VGG). Ein Ausschlussgrund gemäss Art. 32 VGG liegt nicht vor. Die Beschwerdeführerin ist als Adressatin der angefochtenen Verfügung besonders berührt und hat ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung oder Änderung, soweit sie durch die vorinstanzlich angeordneten Massnahmen betroffen ist (Art. 37 VGG i.V.m. Art. 48 Abs. 1 VwVG). Auf die frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde ist einzutreten. 2. Die Beschwerdeführerin wendet sich gegen die Feststellung der Vorin- stanz, sie habe in bewilligungspflichtigem Umfang mit Effekten gehan- delt, sowie gegen das angeordnete Verbot, gewerbsmässigen Effek- tenhandel zu betreiben oder für eine solche Tätigkeit zu werben. Sie beanstandet den Ablauf des Untersuchungsverfahrens, macht Mängel Seite 7B-6715/2007 bezüglich der Sachverhaltsfeststellung geltend und rügt eine fehlerhaf- te rechtliche Würdigung durch die Vorinstanz. Im Folgenden ist zunächst die Rüge der Beschwerdeführerin zu prü- fen, im Laufe der Untersuchung seien diverse Verfahrensregeln ver- letzt worden (E. 3). Sodann ist zu eruieren, ob die Beschwerdeführerin von der Vorinstanz zu Recht als Zugehörige einer als Emissionshaus tätigen Gruppe qualifiziert wurde. In diesem Zusammenhang werden zuerst die börsengesetzliche Regelung der Tätigkeit von Emissions- händlern sowie der in der Rechtsprechung entwickelte Begriff der „Gruppe“ beleuchtet (E. 4). Im Anschluss daran ist zu prüfen, ob der Vorinstanz Fehler unterlaufen sind bei der sachverhaltlichen Feststel- lung und rechtlichen Würdigung der Rolle der Beschwerdeführerin im Rahmen der von der Vorinstanz angenommenen Gruppe (E. 5 und 6). Alsdann ist der Frage nachzugehen, ob das von der Vorinstanz aufer- legte Effektenhandels- und Werbeverbot eine verhältnismässige Mass- nahme darstellt (E. 7). Abschliessend sind die Rügen betreffend die auferlegten Untersuchungskosten zu prüfen (E. 8). 3. In formeller Hinsicht rügt die Beschwerdeführerin, im Laufe der Unter- suchung seien diverse Verfahrensregeln verletzt worden, nämlich der Anspruch auf rechtliches Gehör, das Gebot der Wahrung der Partei- rechte und das Verbot der Umgehung des Rechtsvertreters. 3.1 Die Beschwerdeführerin beanstandet, dass der Untersuchungsbe- auftragte (Rechtsanwalt U3_______) im Zusammenhang mit einer Vor- ladung direkt mit ihr – statt mit ihrem Rechtsvertreter – kommuniziert habe. Obwohl der Anwalt der Beschwerdeführerin dem Untersu- chungsbeauftragten am 20. Juni 2007 eine Vertretungsanzeige gesen- det habe, habe dieser am 25. Juni 2007 einen Fax direkt an die Be- schwerdeführerin (statt an deren Anwalt) geschickt. Dieses Vorgehen verstosse gegen Art. 11 Abs. 3 und Art. 29 VwVG und sei von der Be- schwerdeführerin unverzüglich (am 27. Juni 2007) schriftlich gerügt worden. Mit Fax vom 25. Juni 2007 habe der Untersuchungsbeauftrag- te der Beschwerdeführerin einen Befragungstermin für den 29. Juni 2007 vorgeschlagen. Obwohl die Beschwerdeführerin diesen Termin am 27. Juni 2007 abgelehnt hatte, weil sich das Datum mit einer seit langem geplanten Auslandabwesenheit überschnitt, habe der Untersu- chungsbeauftragte auf dem Termin insistiert und eine Strafanzeige nach Art. 292 des Schweizerischen Strafgesetzbuchs vom 21. Dezem - Seite 8B-6715/2007 ber 1937 (StGB, SR 311.0) in Aussicht gestellt. Für eine Stellungnah- me zum Schreiben vom 27. Juni 2007 habe der Untersuchungsbeauf- tragte der Beschwerdeführerin Frist bis am 28. Juni 2007 um 10 Uhr gesetzt. Das Verhalten des Untersuchungsbeauftragten laufe auf eine Überdehnung der Mitwirkungspflichten der Beschwerdeführerin hin- aus. Im Übrigen wäre Art. 292 StGB mangels förmlicher Verfügung gar nicht anwendbar gewesen. 3.2 Die Vorinstanz macht demgegenüber geltend, die Beschwerdefüh- rerin habe sich im Untersuchungsverfahren wiederholt renitent verhal- ten und sei ihrer Mitwirkungspflicht nicht nachgekommen. So habe sie etwa verschiedene Bankkonti nicht angegeben (B 01 038 und A 04 646), obwohl sie dazu verpflichtet gewesen wäre (A 03 599), und habe Befragungseinladungen des Untersuchungsbeauftragten keine Folge geleistet. Im Rahmen der Beweiswürdigung wäre die Vorinstanz an sich befugt gewesen, der ungenügenden Mitwirkung der Beschwerde- führerin Rechnung zu tragen. Im vorliegenden Fall sei dies jedoch nicht nötig gewesen, da die rechtserheblichen Elemente des Sachver- halts auf andere Weise hätten festgestellt werden können. Insgesamt sei die Art und Weise, wie der Untersuchungsbeauftragte die vorlie- gende Untersuchung geführt habe, nicht zu beanstanden. 3.3 Gemäss Art. 11 Abs. 3 VwVG macht die Behörde ihre Mitteilungen an den Vertreter der Partei, solange diese die Vertretungsvollmacht nicht widerruft. Eröffnet die Behörde eine Verfügung nicht dem bevoll- mächtigten Vertreter, so ist die Eröffnung grundsätzlich mangelhaft; dem Betroffenen darf daraus kein Nachteil erwachsen (BGE 113 Ib 296 E. 2; vgl. BGE 131 IV 183 E. 3.3.1). - Im vorliegenden Fall ist zwar unbestritten, dass der Untersuchungsbeauftragte den Fax vom 25. Juni 2007 trotz der 5 Tage zuvor erfolgten Vertretungsanzeige der Be- schwerdeführerin direkt zustellte. Darin ist ein Mangel zu erblicken. Al- lerdings ist nicht ersichtlich, welcher Nachteil der Beschwerdeführerin aus der direkten Zustellung erwachsen ist. Das Vorgehen des Untersu- chungsbeauftragten bedeutet jedenfalls nicht einen derart schwerwie- genden Verfahrensfehler, dass die Verfügung deswegen aufgehoben und zur Wiederholung der Untersuchung zurückgewiesen werden müsste. Als nächstes ist zu prüfen, ob der Untersuchungsbeauftragte im Schreiben vom 25. Juni 2007 eine zu kurze Frist ansetzte. Die Be- schwerdeführerin teilte dem Untersuchungsbeauftragten am 27. Juni Seite 9B-6715/2007 2007 mit, sie könne den vorgeschlagenen Termin zur zweiten Einver- nahme am 29. Juni 2007 nicht wahrnehmen, da sie bereits seit Mona- ten einen 6-wöchigen Überseeaufenthalt mit ihrem Ehemann geplant und gebucht habe. Indessen hielt der Untersuchungsbeauftragte mit Fax vom 27. Juni 2007 am Befragungstermin fest. Dies ist angesichts der auf dem Spiel stehenden Interessen nicht zu beanstanden: Der Untersuchungsbeauftragte hatte zu berücksichtigen, dass zahlreiche andere Parteien in das Verfahren involviert waren, so dass ein 6-wö- chiges Zuwarten eine nicht zu verantwortende Verfahrensverzögerung bewirkt hätte. Demnach vermag die Beschwerdeführerin mit ihrer Rüge nicht durchzudringen. Mit Schreiben vom 27. Juni 2007 machte der Untersuchungsbeauftrag- te die Beschwerdeführerin auf mögliche Straffolgen aufmerksam, wel- che ihr Fernbleiben vom Befragungstermin nach sich ziehen könnte. Anders, als die Beschwerdeführerin anzunehmen scheint, ist auch dies nicht zu beanstanden. Im vorliegenden Zusammenhang ist eine Strafverfolgung wegen Ungehorsams nach Art. 292 StGB nicht ausge- schlossen (vgl. Art. 41 Abs. 1 Bst. d VwVG sowie Art. 36a des Börsen- gesetzes vom 24. März 1995 [BEHG, SR 954.1] i.V.m. Art. 23quater Abs. 3 des Bankengesetzes vom 8. November 1934 [BankG, SR 952.0]). Die Androhung solcher Sanktionen zur Erzwingung von Mitwirkungs- pflichten i.S.v. Art. 13 VwVG kann insbesondere dann in Frage kom- men, wenn es – wie hier (vgl. Art. 35 BEHG) – um eine staatliche Auf- sichtstätigkeit geht, die dem Schutz Dritter gegenüber Gefahren privat- wirtschaftlicher Tätigkeiten dient (vgl. VPB 1987 Nr. 54 E. 2.1 sowie ALFRED K ÖLZ /ISABELLE H ÄNER , Verwaltungsverfahren und Verwaltungs- rechtspflege des Bundes, 2. Aufl., Zürich 1998, Rz. 125). Auch inso- fern vermag die Beschwerdeführerin daher mit ihren Argumenten nicht durchzudringen. 4. In materieller Hinsicht macht die Beschwerdeführerin geltend, sie sei von der Vorinstanz zu Unrecht als Zugehörige einer Gruppe von Akti- engesellschaften und Privatpersonen eingestuft worden, die ein Emis- sionshaus betrieben hätten. Es ist daher zunächst kurz auf den Zweck und das Schutzdispositiv des Gesetzes sowie auf die rechtlichen Krite- rien einzugehen, die für die Annahme eines Emissionshauses bzw. ei- ner Gruppentätigkeit vorausgesetzt werden. Seite 10B-6715/2007 4.1 Das BEHG unterstellt den gewerbsmässigen Effektenhandel einer Aufsicht, um die Anleger zu schützen und die Vertrauensbasis zu schaffen, die für das reibungslose Funktionieren der Finanzmärkte un- erlässlich ist (Botschaft BEHG, BBl 1993 S. 1372; PHILIPPE A. HUBER , Basler Kommentar zum Börsen- und Effektenhandelsgesetz, Art. 2 lit. d N 1). Gemäss Art. 10 Abs. 1 BEHG bedarf die Effektenhändlertätig- keit einer Bewilligung der Aufsichtsbehörde. Als Effektenhändler gelten nach dem Gesetz natürliche und juristische Personen und Personen- gesellschaften, die gewerbsmässig für eigene Rechnung zum kurzfris- tigen Wiederverkauf oder für Rechnung Dritter Effekten auf dem Se- kundärmarkt kaufen und verkaufen, auf dem Primärmarkt öffentlich an- bieten oder selbst Derivate schaffen und öffentlich anbieten (Art. 2 Bst. d BEHG; vgl. dazu BGE 126 II 71 E. 5a). Die Verordnung unterteilt die Effektenhändler in verschiedene Kategorien, u.a. in Eigenhändler und in Emissionshäuser. Als Eigenhändler gelten Effektenhändler, die ge- werbsmässig für eigene Rechnung kurzfristig mit Effekten handeln (Art. 3 Abs. 1 Börsenverordnung vom 2. Dezember 1996 [BEHV, SR 954.11]). Emissionshäuser sind Effektenhändler, die gewerbsmässig Effekten, die von Drittpersonen ausgegeben worden sind, fest oder in Kommission übernehmen und öffentlich auf dem Primärmarkt anbieten (Art. 3 Abs. 2 BEHV). Eigenhändler und Emissionshäuser gelten nur als Effektenhändler, wenn sie hauptsächlich im Finanzbereich tätig sind (Art. 2 Abs. 1 BEHV). 4.2 Im vorliegenden Fall ging die Vorinstanz davon aus, dass 14 der 18 Adressaten der angefochtenen Verfügung als Gruppe der Tätigkeit eines Emissionshauses nachgegangen sind. 4.2.1Das Bundesgericht hat bisher wiederholt im Zusammenhang mit der unerlaubten Entgegennahme von Publikumseinlagen nach BankG das Vorgehen mehrerer Akteure als Zusammenwirken in einer Gruppe bejaht und den gegen alle Gruppenmitglieder auf Grund einer einheitli- chen Beurteilung erhobenen Vorwurf geschützt (vgl. unten, E. 4.2.2). Was den unerlaubten Effektenhandel nach BEHG betrifft, war diese Frage soweit ersichtlich vom Bundesgericht bisher nicht zu beurteilen, und sie wurde bis anhin auch von der Lehre nicht behandelt. Sowohl die Vorinstanz als auch die Beschwerdeführerin stützen sich bei ihrer Argumentation auf die im Zusammenhang mit dem Bankengesetz er- gangene Rechtsprechung. Auch das Bundesverwaltungsgericht erach- tet diese Analogie als sachgerecht: Es ist kein Grund ersichtlich, eine Gruppe, die gewerbsmässig Publikumsgelder entgegennimmt, auf- Seite 11B-6715/2007 sichtsrechtlich anders zu behandeln als eine Gruppe, die gewerbs- mässig Effektenhandel betreibt. Die Rechtsprechung, die zur Thematik des Gruppenbegriffes im Rahmen des Bankengesetzes ergangen ist, muss demnach auch im vorliegenden Fall beachtet werden. 4.2.2Das Bundesgericht kam in einem Entscheid vom 21. Februar 2000 zum Schluss, dass mehrere Gesellschaften, die Publikumsgelder entgegennahmen und gegen aussen einheitlich auftraten, als Einheit zu betrachten seien (unerlaubtes Anlagesystem). Deshalb sei nicht zu beanstanden, dass bei sämtlichen Gruppenzugehörigen - auch bei je- nen Gesellschaften, bei denen weniger als 20 Geldgeber engagiert ge- wesen seien – von einer gewerbsmässigen Tätigkeit ausgegangen und die Liquidation angeordnet worden sei (BGer. 2A.442/1999 vom 21.2.2000, 2e und E. 3b/dd). - In einem Urteil vom 6. März 2007 ging das Bundesgericht von einer Gruppe von zwei Gesellschaften aus, die aufsichtsrechtlich einheitlich zu behandeln seien. Es erwog, die beiden Gesellschaften, hinter denen die gleichen Personen stünden, seien im Zusammenhang mit Werbung und Akquisition als Einheit aufgetreten. Demnach seien beide Gesellschaften wegen unerlaubter gewerbs- mässiger Entgegennahme von Publikumsgeldern zu liquidieren, selbst wenn eine der Gesellschaften selber nicht geschäftlich aktiv geworden sein sollte (BGer. 2A.332/2006 vom 6.3.2007, E. 5.2.4). Das Bundesverwaltungsgericht hat sich – in Anlehnung an die Recht- sprechung des Bundesgerichts – folgendermassen zum Gruppenbe- griff geäussert: Von einer Gruppe, die aufsichtsrechtlich als Einheit zu betrachten ist, sei dann auszugehen, wenn zwischen den betreffenden Personen und / oder Gesellschaften enge wirtschaftliche (bzw. finan- zielle / geschäftliche), organisatorische und personelle Verflechtungen bestünden. Die Verflechtungen müssten derart intensiv sein, dass nur eine gesamthafte Betrachtungsweise den faktischen Gegebenheiten gerecht werde und Gesetzesumgehungen verhindern könne. Als Grup- pe seien insbesondere jene Personen und Gesellschaften aufzufas- sen, die gemeinsam vorgingen und gegen aussen hin als Einheit auf- träten. Werde die Gruppenzugehörigkeit einer Gesellschaft bejaht, so sei das Gesetz auf sie auch dann anzuwenden, wenn sie weniger als 20 (im Extremfall auch gar keine) Publikumseinlagen entgegengenom- men habe und damit – für sich allein – das Kriterium der Gewerbsmä- ssigkeit nicht erfülle (BVGer. B-2474/2007 vom 4.12.2007, E. 3.2; B-1645/2007 vom 17.1.2008, E. 5.2, beide mit Verweis auf die Verfü- gung der EBK vom 24.11.2005, in: EBK-Bulletin 48/2006, Ziff. 20). Seite 12B-6715/2007 Die EBK kam in einer Verfügung vom 24. November 2005 zum Schluss, dass die zu einer Gruppe gehörenden Gesellschaften perso- nell und wirtschaftlich eng verflochten seien und deshalb aus auf- sichtsrechtlicher Sicht eine Einheit darstellten (EBK-Bulletin 48/2006 S. 312 ff., Ziff. 22). Zur Begründung führte sie an, dass die einzelnen Gesellschaften der Gruppe mit ihren koordinierten Aktionen aus- schliesslich auf die Beschaffung von Anlegergeldern für die gesamte Gruppe abgezielt hätten. Die Entgegennahme von Publikumsgeldern sei durch ein gemeinsames Vorgehen von zwei Gesellschaften der Gruppe erfolgt. Sämtliche Aktivitäten der Gesellschaften seien vom selben Ort aus und durch die gleichen Personen und Kontaktpersonen ausgeübt worden (a.a.O., Ziff. 21). 5. Im vorliegenden Fall wendet sich die Beschwerdeführerin nicht dage- gen, dass die Vorinstanz vom Vorliegen einer als Emissionshaus täti- gen Gruppe ausging. Hingegen macht sie geltend, selber nicht zu die- ser Gruppe gehört und in diesem Zusammenhang den Tatbestand des unerlaubten Effektenhandels nicht erfüllt zu haben. Was die bestrittene Gruppenzugehörigkeit betrifft, führt sie aus, sie sei an den Gruppenge- sellschaften bloss mit geringen Anteilen beteiligt gewesen, habe nur für sich selbst - nicht gewerbsmässig - mit Effekten gehandelt und sei mit den übrigen Verfügungsadressaten nicht in einem engen wirt- schaftlichen Verhältnis gestanden. Die Vorinstanz, die zu einem gegen- teiligen Ergebnis gelangt sei, habe den Sachverhalt in mehrfacher Hin- sicht unrichtig, unvollständig und nicht widerspruchsfrei festgestellt und damit die Pflicht zur Ermittlung der objektiven Wahrheit (bzw. Art. 12 VwVG) verletzt. Insbesondere habe sie in zahlreichen Zusammen- hängen auf blosse Verdachtsmomente und Spekulationen abgestellt, die durch den Untersuchungsbericht nicht belegt seien. Dementspre- chend sei auch die rechtliche Würdigung der Vorinstanz nicht korrekt ausgefallen. 5.1 Die Vorinstanz begründete die Zugehörigkeit der Beschwerdefüh- rerin zur Gruppe, die als Emissionshaus tätig war, wie folgt: Der im Rahmen der Gruppe ausgeübte Aktienhandel sei u.a. von der Be- schwerdeführerin beherrscht worden. Sie verfüge über bedeutende Ak- tienanteile der Nicstic, der Quiver und der Hematec, und sie habe ge- schäftliche Kontakte mit Herma und Elvestus gepflegt. Sie habe neu geschaffene Effekten der Nicstic übernommen und diese als Unter- händlerin an Elvestus weiterveräussert, die die Effekten wiederum an Seite 13B-6715/2007 aussenstehende Anleger verkauft habe. Durch ihre Tätigkeit (zusam- men mit der Hematec, der Quiver, B.X._______ und C._______) sei der Verkauf von Nicstic-Aktien an Anleger mittels öffentlichem Angebot der Elvestus erst ermöglicht worden (angefochtene Verfügung Ziff. 78 f.). Gemäss Buchhaltung der Elvestus seien rund 1 Mio. Franken des in den Jahren 2004 und 2005 erzielten Erlöses aus dem Verkauf von Nicstic-Aktien an die Beschwerdeführerin und ihren Ehemann gegan- gen. Als Teil der Gruppe habe auch die Beschwerdeführerin ohne Be- willigung gewerbsmässig eine Effektenhändlertätigkeit ausgeübt. Die Beschwerdeführerin sei zwar gegen aussen kaum in Erscheinung ge- treten. Dies hänge jedoch damit zusammen, dass sie (A.X._______) ihrem Ehemann (B.X._______) am 6. April 2004 eine Generalvoll- macht für alle geschäftlichen Funktionen, Entscheidungen und Ereig- nisse erteilt habe. Aufgrund dieser Vollmacht müsse die Beschwerde- führerin sich die Handlungen ihres Ehemannes anrechnen lassen. Überdies habe sie ihrem Ehemann ihr Konto für Zahlungen zur Verfü- gung gestellt. Ferner stimme die Adresse der Beschwerdeführerin mit mehreren aktuellen oder ehemaligen Domiziladressen von Gruppen- gesellschaften überein. 5.2 Die Beschwerdeführerin rügt, die Vorinstanz habe ihre Beteiligun- gen an Gruppenunternehmen falsch eingeschätzt. 5.2.1Die Beschwerdeführerin macht geltend, sie sei von der Vorin- stanz zu Unrecht als bedeutende Aktionärin der Nicstic eingestuft wor- den. Die Belege, auf die sich die Vorinstanz abstütze (A 02 584, C 01 392 und A 02 504), liessen einen solchen Schluss nicht zu. Es bestün- den diverse Verzeichnisse der Aktionäre der Nicstic, die unvollständig und teilweise widersprüchlich seien. Die Beschwerdeführerin sei zwar an der Nicstic beteiligt, jedoch nicht in bedeutendem Ausmass. Nach- weisbar sei lediglich ein initialer Aktienanteil im Umfang von 19 Pro- zent. Entgegen der angefochtenen Verfügung habe sich die Beschwer- deführerin selber nie als Mehrheitsaktionärin der Nicstic bezeichnet; sie habe einzig ausgesagt, dass ihr die Rechte an dieser Gesellschaft „ursprünglich“ - also in der Vergangenheit – gehört hätten (D 01 041). Fragwürdig sei weiter die Einschätzung der Vorinstanz bezüglich Be- teiligungen an der Hematec. Der Untersuchungsbeauftragte sei nicht in der Lage gewesen, die Beteiligungsverhältnisse aufzuschlüsseln (B 01 926). Es liege lediglich eine Ende 2005 erstellte Aufschlüsselung der Beteiligungen vor, die aber nicht als Nachweis im Untersuchungs- zeitpunkt herangezogen werden könne. Effektiv belegt sei einzig ein Seite 14B-6715/2007 Aktienanteil im Umfang von 5 Prozent. Auch die Beteiligungsverhältnis- se an der Quiver seien von der Vorinstanz nicht korrekt dargestellt worden. Die Vorinstanz sei davon ausgegangen, die Quiver gehöre zu 80% der Beschwerdeführerin, ohne zu beachten, dass effektiv ihr Ehe- mann der wirtschaftlich Berechtigte gewesen sei und anstelle der Be- schwerdeführerin gehandelt habe (D 01 033). Aufgrund der am 6. April 2004 ausgestellten Generalvollmacht sei im Übrigen ohnehin davon auszugehen, dass sämtliche Entscheidungen vom Ehemann der Be- schwerdeführerin ausgegangen seien (D 01 061). Allfällige deliktische Handlungen des Ehegatten dürften der Beschwerdeführerin nicht auf- grund der ausgestellten Vollmacht angerechnet werden. Im Übrigen habe die Vorinstanz verkannt, dass die Beschwerdeführerin die erteilte Generalvollmacht später widerrufen habe. Auf einen Widerruf deute der Umstand hin, dass im Zusammenhang mit einem Aktienverkaufs- geschäft die Unterschrift des Ehemannes der Beschwerdeführerin durchgestrichen und durch jene der Beschwerdeführerin ersetzt wor- den sei. Insoweit müsste der Ehemann als vollmachtloser Vertreter qualifiziert werden, und die Rechtsfolgen der getätigten Aktiengeschäf- te würden auch unter diesem Gesichtswinkel ausschliesslich ihn tref- fen. 5.2.2Die Vorinstanz entgegnet in der Vernehmlassung, dass sie den Sachverhalt – trotz mangelnder Mitwirkung der Beschwerdeführerin – korrekt und vollständig erstellt habe. Da es sich um komplexe Vorgän- ge mit einer Vielzahl involvierter Personen handle, bestehe allerdings die Möglichkeit, dass einzelne Belege nicht alle Beteiligten umfassten, und dass sich in Bereichen von sekundärer Bedeutung mehrere Bele- ge zu einer Frage finden liessen, die divergierende Aussagen enthiel- ten. So bestehe etwa nicht zu jedem Zeitpunkt Klarheit über die exak- ten Beteiligungsverhältnisse der Beschwerdeführerin an den Gesell- schaften Nicstic und Hematec. Trotzdem sei der Sachverhalt, dem die rechtliche Würdigung zugrunde liege, vollständig und ohne Widersprü- che festgestellt worden. In der angefochtenen Verfügung wie auch in der Vernehmlassung er- achtete es die Vorinstanz als erwiesen, dass die Beschwerdeführerin zu Beginn über 19.5% der Nicstic-Aktien verfügte, dass sie sich selber einmal als Mehrheitsaktionärin der Nicstic bezeichnet habe (D 01 039; D 01 041) und dass die Strafverfolgungsbehörden des Kantons Zug in der Wohnung der Beschwerdeführerin und ihres Ehemannes Nicstic- Aktien mit einer Stimmkraft von 22.74 Prozent beschlagnahmt hätten Seite 15B-6715/2007 (D 01 061). Sie müsse als bedeutende Aktionärin der Nicstic gelten (A 02 584; C 01 392). Auch im Fall der Hematec sei eine Beteiligung der Beschwerdeführerin nachgewiesen worden (B 01 926). Aufgrund der ausgestellten Generalvollmacht (D 01 016) müsse sich die Be- schwerdeführerin ferner die Beteiligungen an der Quiver anrechnen lassen. 5.2.3Der Beschwerdeführerin ist zwar darin zuzustimmen, dass – wie auch die Vorinstanz einräumt – nicht sämtliche Details über Umstände und Abläufe geklärt werden konnten. Trotzdem erweist sich die Rüge der Beschwerdeführerin betreffend mangelhafter Sachverhaltsfeststel- lung als unbegründet, wie sich aus den nachfolgenden Ausführungen ergibt. 5.2.3.1Was die Beteiligung der Beschwerdeführerin an der Nicstic be- trifft, sind ihre Aussagen anlässlich der Erstbefragung des Untersu- chungsbeauftragten im Juni 2007 von besonderer Bedeutung. Die Be- schwerdeführerin sagte damals, sie sei sich sicher, dass ihre Beteili- gung an der Nicstic grösser als 50 Prozent sei (D 01 040). Die Be- schwerdeführerin stellt nicht grundsätzlich in Frage, diese Aussage ge- macht zu haben; sie will sie aber auf die Vergangenheit bezogen ha- ben (Beschwerdeschrift Ziff. 8d). Aus dem Erstbefragungsbericht (D 01 39 f.) ergibt sich jedoch, dass die Aussage der Beschwerdeführerin, sie sei Mehrheitsaktionärin, in einem anderen Zusammenhang erfolgte als die Aussage, die Rechte der Nicstic hätten „ursprünglich“ ihr und K._______ gehört. Für das Bundesverwaltungsgericht ist nicht ersicht- lich, weshalb sich die Aussage der Beschwerdeführerin, ihre Nicstic- Beteiligung sei grösser als 50 Prozent, nicht auch auf die Gegenwart bzw. auf den Zeitpunkt der Befragung bezogen haben sollte. Dass die Beschwerdeführerin im Rahmen der gleichen Befragung sagte, die Rechte der Nicstic hätten „ursprünglich“ ihr und K._______ gehört, steht jedenfalls nicht im Widerspruch zur Annahme, dass sie später eine bedeutende Aktionärin der Nicstic geblieben ist. Zu beachten ist ferner, dass sich die Beschwerdeführerin im Rahmen der Beschwerde- schrift widersprüchlich zu ihrer ursprünglichen Beteiligung an der Nic- stic äussert. Während sie im soeben erwähnten Zusammenhang ihre ursprüngliche Aktienmehrheit an der Nicstic anerkennt, hält sie an an- derer Stelle bloss eine „initiale“ Beteiligung über 19.5% für erstellt (Be- schwerde Ziff. 10a). In Ziff. 7h der Beschwerdeschrift relativiert die Be- schwerdeführerin auch diese Aussage und macht geltend, sie habe im März 2004 nicht alleine, sondern zusammen mit K._______ 19.5% der Seite 16B-6715/2007 Nicstic-Aktien gekauft. Angesichts der zahlreichen und widersprüchli- chen Aussagen der Beschwerdeführerin ist nicht zu beanstanden, dass die Vorinstanz grosses Gewicht auf die Aussage der Beschwer- deführerin anlässlich der Erstbefragung durch den Untersuchungsbe- auftragten legte. Zu Recht hat die Vorinstanz ferner als erwiesen er- achtet, dass die Beschwerdeführerin am 1. März 2004 mehrere Millio- nen Nicstic-Aktien kaufte (A 03 767 f.; B 01 884 f.; D 01 044), und dass die Strafverfolgungsbehörden des Kantons Zug in der Wohnung der Beschwerdeführerin und ihres Ehemannes im März 2007 7.5 Mio. Nic- stic-Aktien mit einer Stimmkraft von 22.74 Prozent beschlagnahmt ha- ben (A 02 584; D 01 061). Insgesamt können die genauen Beteili- gungsverhältnisse aufgrund des wenig kooperativen Verhaltens der Beschwerdeführerin im Rahmen des Untersuchungsverfahrens (D 01 036) zwar nicht mehr bis in alle Einzelheiten eruiert werden. Es ist je- doch nach aller Lebenserfahrung davon auszugehen, dass die Be- schwerdeführerin Belege zu ihrer Entlastung vorgebracht hätte, wenn sie ihre – von ihr selber eingestandene – ursprüngliche Aktienmehrheit an der Nicstic im Laufe der Zeit tatsächlich auf einen unbedeutenden Anteil reduziert hätte. Es wäre ihr ein Leichtes gewesen, entsprechen- de Beweismittel (etwa Aktienverkaufsbelege oder die von ihr erwähn- ten Verzeichnisse der Elvestus) vorzuweisen. Umgekehrt konnte die Vorinstanz den genauen Aktienanteil ohne Mitwirkung der Beschwer- deführerin gar nicht oder nicht mit vernünftigem Aufwand erheben. In- sofern wäre die Beschwerdeführerin nach Art. 13 VwVG und Art. 36a BEHG i.V.m. Art. 23quater Abs. 3 BankG zur Mitwirkung verpflichtet ge- wesen (zur bundesgerichtlichen Rechtsprechung betreffend Art. 13 VwVG vgl. Urteil BGer. 1C_43/2007 vom 9.4.2008, E. 4.1 sowie BGE 130 II 482 E. 3.2; ferner BVGer., Urteil B-2474/2007 vom 4.12.2007, E. 3.5). Nachdem die Beschwerdeführerin keine entlastenden Belege be- treffend ihrer Nicstic-Beteiligung beizubringen vermochte, ist nicht zu beanstanden, dass sie von der Vorinstanz als bedeutende Aktionärin der Nicstic qualifiziert worden ist. 5.2.3.2Was die Frage betrifft, ob der Beschwerdeführerin (A.X._______) die Handlungen ihres Ehemannes (B.X._______) anzu- rechnen sind oder nicht, erscheint dem Bundesverwaltungsgericht die am 6. April 2004 ausgestellte, bei den Akten liegende „Generalvoll- macht für alle geschäftlichen Funktionen, Entscheidungen und Ereig- nisse“ (D 01 016) als massgebend. Aufgrund dieser Vollmacht ging die Vorinstanz zu Recht davon aus, dass sich die Beschwerdeführerin die vom Ehemann in ihrem Namen abgeschlossenen Rechtsgeschäfte an- Seite 17B-6715/2007 rechnen lassen muss (vgl. Art. 32 Abs. 1 OR). Folglich ist die Vorins- tanz insbesondere zu Recht davon ausgegangen, dass die Beschwer- deführerin zu 80% an der Quiver beteiligt ist. Ferner muss sich die Be- schwerdeführerin Käufe und Verkäufe von Nicstic-Aktien anrechnen lassen, die ihr Ehemann in ihrem Namen vorgenommen hat (vgl. Un- tersuchungsbericht S. 26, D 01 039 und 028). Dem kann jedenfalls nicht entgegengehalten werden, der Ehemann der Beschwerdeführerin habe an ihrer Stelle gehandelt. Unbegründet ist auch der Einwand der Beschwerdeführerin, dass in einem am 3. August 2004 abgeschlosse- nen Kaufvertrag die Unterschrift von B.X._______ gestrichen und durch jene der Beschwerdeführerin ersetzt wurde (D 01 044); dies kann entgegen den Ausführungen der Beschwerdeführerin nicht als Nachweis dafür gelten, dass die Vollmacht – 4 Monate nach ihrer Er- teilung – wieder aufgehoben worden ist. Gegen die Annahme eines Vollmachtswiderrufs spricht insbesondere, dass die Beschwerdeführe- rin auch noch im Juni 2007 - anlässlich der Erstbefragung durch den Untersuchungsrichter – angab, ihr Ehemann sei ihr Bevollmächtigter und Berater in Bezug auf Nicstic-Angelegenheiten (D 01 039). Die engen Verflechtungen zwischen der Beschwerdeführerin und der Quiver sind insofern relevant, als zwischen dieser Gesellschaft und mehreren Gruppenzugehörigen geschäftliche, personelle und örtliche Verbindungen bestanden. Dies ergibt sich aus diversen Belegen, die sich bei den Vorakten befinden und die von der Beschwerdeführerin nicht bestritten werden: Die Quiver hat anlässlich der Aktienkapitaler- höhung der Nicstic im November 2006 deren Aktien gezeichnet (A 02 863 f.; A 02 876). Gemäss Untersuchungsbericht ist das ganze Aktien- kapital der Quiver mit Nicstic-Aktien finanziert (D 01 031). Die Be- schwerdeführerin erhielt von der Quiver eine Zahlung über Fr. 50'000.-, die laut der Untersuchungsbericht aus dem Verkauf von Nicstic-Aktien stammte (A 03 548). Die Quiver soll Provisionszahlungen an Vermittler von Nicstic-Aktien getätigt haben (A 05 420). Am vorgesehenen Tausch von Aktien der Nicstic gegen Aktien der S._______ Corp. war auch die Quiver beteiligt (angefochtene Verfügung Ziff. 40). Das Domi- zil der Quiver liegt gemäss Handelsregister an der gleichen Adresse wie jenes der Elvestus (A 01 005). 5.2.3.3Nicht zu beanstanden ist schliesslich auch, dass die Vorin- stanz von einer Beteiligung der Beschwerdeführerin an der Hematec ausging. Die Vorinstanz stützte sich bei dieser Aussage auf eine Auf- stellung vom 30. Dezember 2005, wonach die Beschwerdeführerin mit Seite 18B-6715/2007 5-6 Mio. (von insgesamt 85 Mio.) Aktien beteiligt war (B 01 926). Dass sich der Aktienanteil der Beschwerdeführerin in den Jahren 2006 und 2007 in entscheidwesentlichem Umfang reduziert hätte, ist schon des- halb nicht anzunehmen, weil die Beschwerdeführerin in Ziff. 10a der Beschwerdeschrift selber von einer 5-prozentigen Beteiligung an der Hematec ausgeht. Der 5-prozentige Aktienanteil stellt zwar nicht eine sehr bedeutende, aber auch keine vernachlässigbar geringe Beteili- gung an einer Gruppengesellschaft dar. 5.2.4Insgesamt erweist sich die Rüge der Beschwerdeführerin, die Vorinstanz habe die Beteiligungen an anderen in die Untersuchung mit einbezogenen Gesellschaften der Gruppe falsch eingeschätzt, als un- begründet. 5.3 Die Beschwerdeführerin rügt sodann, der Umfang ihrer Aktivitäten im Rahmen des durch die Gruppe ausgeübten Effektenhandels sei von der Vorinstanz nicht korrekt eruiert worden. 5.3.1Die Beschwerdeführerin macht geltend, sie sei - entgegen den Darlegungen der Vorinstanz – im Rahmen der Gruppe nicht selber als Effektenhändlerin tätig geworden; insbesondere habe sie bei der Über- tragung des Nicstic-Refill-Systems nicht mitgewirkt. Nicht belegt sei sodann, dass die Beschwerdeführerin von der Elvestus eine Zahlung aufgrund eines Aktienverkaufs erhalten habe. Auf der Überweisung sei bloss der Vermerk „Rückzahlung“ angeführt (A 03 562), was keinen Beleg für einen Aktienverkauf darstelle. Auch im Zusammenhang mit einer Geldüberweisung von Quiver an die Beschwerdeführerin sei nicht belegt, dass es sich um einen Aktienverkauf handle; in der Mittei- lung sei lediglich von einer „Kaufpreiszahlung“ die Rede. Auch die wei- teren Aktienkäufe und -verkäufe, die der Beschwerdeführerin vorge- worfen würden, liessen sich nicht auf die von der Vorinstanz angeführ- ten Belege (C 01 273 f.) stützen. Ferner habe die Beschwerdeführerin - entgegen der angefochtenen Verfügung (Ziff. 55) – nur einen Teil der 19.5% Nicstic-Aktien, die Hematec (für 1 Fr.) veräussert habe, gekauft; die übrigen Aktien habe K._______ erstanden (B 01 885). Nicht belegt sei überdies die Behauptung, die Beschwerdeführerin habe Aktien zur Refinanzierung der Nicstic übernommen und diese an Elvestus ver- kauft (angefochtene Verfügung Ziff. 57). Aus den Akten ergebe sich le- diglich der Verkauf von Nicstic-Aktien an die Beschwerdeführerin im Jahr 2004 (D 01 044), nicht aber der Weiterverkauf an Elvestus. Die Beschwerdeführerin habe bloss eigene Nicstic-Aktien treuhänderisch Seite 19B-6715/2007 (durch Elvestus als beauftragte Verkäuferin) verkauft. Nicht bewiesen sei schliesslich auch die Behauptung der Vorinstanz (Ziff. 64 der ange- fochtenen Verfügung), die Beschwerdeführerin und ihr Ehemann hät- ten Forderungen gegen die Elvestus in Millionenhöhe. 5.3.2Die Vorinstanz macht geltend, im Fall der Hematec sei das Be- stehen geschäftlicher Kontakte etwa im Rahmen des Kaufs von Nicstic-Aktien (A 03 767 f. und B 01 884) oder von Aktionärsbindungs- verträgen (D 01 020 und B 01 884 f.) nachgewiesen. Belegt seien überdies geschäftliche Kontakte der Beschwerdeführerin mit der Herma, der sie 2004 das Nicstic-Refill-System übertragen habe (B 01 886) und die der Nicstic die Marke „Nicstic“ verkauft habe (B 01 885). Die Beschwerdeführerin habe ausserdem erwiesenermassen ge- schäftliche Kontakte mit der Elvestus gepflegt (A 05 626, 624, 619, 611 ff.; C 01 381 und A 02 325; A 05 630). Gemäss Buchhaltung der Elvestus hätten die Beschwerdeführerin und ihr Ehemann über 1 Mio. Franken des Erlöses erhalten, der aus dem Verkauf von Nicstic-Aktien in den Jahren 2004 und 2005 erzielt worden sei (C 01 382). Die Be- schwerdeführerin habe Nicstic-Aktien, die zum Endverkauf an Dritte vorgesehen waren (A 05 609 und A 01 877 ff.), in eigenem Namen an nahestehende Gesellschaften verkauft (A 05 626, 624, 619, 611 ff., A 05 610). Auch eigene Nicstic-Aktien habe die Beschwerdeführerin durch die Elvestus verkaufen lassen (A 03 540 ff., A 02 325, A 04 809). Zur Refinanzierung habe Nicstic von der Beschwerdeführerin Aktien übernommen und später an Elvestus verkauft (D 01 044). Auf das Kon- to der Beschwerdeführerin sei eine Kaufpreiszahlung der Quiver ein- gegangen, die vermutlich aus dem Verkauf von Nicstic-Aktien stamme (A 03 548). Zwischen der Beschwerdeführerin und ihrem Ehemann be- stehe im Übrigen eine enge wirtschaftliche Verflechtung aufgrund der ausgestellten Generalvollmacht (D 01 016) sowie des zur Verfügung gestellten Kontos (A 03 543 und 570). 5.3.3Die Behauptung der Beschwerdeführerin, sie sei als Effekten- händlerin im Zusammenhang mit der Gruppe nicht selber tätig gewor- den, vermag in Anbetracht des vorliegenden Beweismaterials nicht zu überzeugen. Aus den Akten geht insbesondere hervor, dass die Be- schwerdeführerin am 1. März 2004 mit der Herma einen Aktionärsbin- dungsvertrag abschloss (D 01 020), dass sie von Herma mehrere Mil- lionen Nicstic-Aktien kaufte (A 03 767 f.; B 01 885 f.), dass sie am 15. September 2004 mit der Hematec einen Aktionärsbindungsvertrag ab- schloss (B 01 884), dass sie und ihr Ehemann im Jahr 2005 vom Kon- Seite 20B-6715/2007 to der Elvestus aus dem Erlös des Verkaufs von Nicstic-Aktien insge- samt 1'010'351.69 Fr. erhielten (C 01 381; A 02 325; zu einzelnen Zah- lungseingängen vgl. A 05 611, 612, 615-617 und 622), und dass sie im Auftrag der Elvestus diverse Zahlungen an nahestehende Gesellschaf- ten vorgenommen hat (A 05 613, 623, 626, 627). Angesichts des er- drückenden Beweismaterials lässt sich aus dem Umstand, dass die Vorinstanz nicht bei allen Zahlungseingängen eindeutig den Rechts- grund der Kaufgeschäfte nachweisen konnte, nichts zu Gunsten der Beschwerdeführerin ableiten. Dies umso weniger, als die Beschwerde- führerin selber für die z.T. bedeutenden Zahlungen seitens der in die- sen Verfahren interessierenden Geschäftspartner keinen Rechtsgrund angab, der ein anderes Beweisergebnis nahezulegen vermöchte. Im Übrigen erhebt die Beschwerdeführerin zu Unrecht den Vorwurf, die Vorinstanz habe nicht belegt, dass die Nicstic die im September und Oktober 2004 von der Beschwerdeführerin erworbenen Aktien an Elvestus verkauft habe. Dass die Elvestus die Aktien von der Nicstic gekauft hat, wird im Untersuchungsbericht, der auch der Beschwerde- führerin zur Verfügung stand (C 01 384), eingehend begründet. - Ins- gesamt ergibt sich, dass die Ausführungen der Vorinstanz betreffend die Effektenhandelstätigkeit der Beschwerdeführerin nicht zu bean- standen sind. 5.4 Die Beschwerdeführerin macht sodann geltend, der Umstand, dass zwei in die Untersuchung mit einbezogene Gesellschaften der Gruppe zeitweise an ihrer Wohnadresse domiziliert gewesen seien, dürfe - angesichts der Vielzahl von Verfügungsadressaten – entgegen der Vorinstanz nicht als Indiz für eine Gruppenzugehörigkeit der Be- schwerdeführerin gewertet werden. Die Vorinstanz war davon ausgegangen, dass an der Privatadresse des Ehepaars B.X._______ / A.X._______ während gut 4 Monaten (vom 7. Juni bis zum 19. Oktober 2006) eine Zweigniederlassung der Nicstic betrieben worden war (A 02 337), und dass sich an der glei- chen Adresse zeitweise ein „Representative Office“ der Elvestus (C 01 423) und das Domizil der Quiver (D 01 034) befunden habe. Nach diesen nicht bestrittenen Feststellungen der Vorinstanz bestan- den oder bestehen somit enge örtliche Verbindungen zwischen der Be- schwerdeführerin bzw. ihrem Ehemann und drei weiteren Verfügungs- adressaten (Nicstic, Elvestus und Quiver). Wie vorstehend ausgeführt, existierten zwischen der Beschwerdeführerin und diversen Gruppen- Seite 21B-6715/2007 gesellschaften enge geschäftliche Verbindungen (vgl. oben, E. 5.2 und 5.3). Dass die Vorinstanz den Umstand würdigte, dass diese Ge- schäftsbeziehungen auch in erheblicher räumlicher Nähe ihren Aus- druck fanden, ist nicht zu beanstanden. 6. Im Sinne eines Zwischenergebnisses ist festzuhalten, dass die Vorin- stanz den Sachverhalt insofern zutreffend festgestellt hat, als sie von bedeutenden Beteiligungen der Beschwerdeführerin an diversen Un- ternehmen der Gruppe sowie von namhaften Aktientransaktionen zwi- schen der Beschwerdeführerin und mehreren Verfügungsadressaten ausging und auch eine örtliche Nähe zwischen der Beschwerdeführe- rin und einzelnen Akteuren der Gruppe als erwiesen erachtete. Vor diesem tatbeständlichen Hintergrund ist die materiellrechtliche Rüge der Beschwerdeführerin zu würdigen, die Vorinstanz sei wegen einer fehlenden hinreichenden Verbundenheit zwischen ihr (der Beschwer- deführerin) und den anderen Verfügungsadressaten zu Unrecht von ei- ner Gruppenzugehörigkeit ausgegangen. 6.1 Die Beschwerdeführerin macht geltend, es bestünden keine Ver- flechtungen zwischen ihr und den Gruppenzugehörigen. Für die An- nahme einer engen wirtschaftlichen Verflechtung wäre eine Beteili- gung von über 80% bzw. eine faktische wirtschaftliche Einflussmög- lichkeit erforderlich, was hier nicht nachgewiesen worden sei. Es fehle zudem am Nachweis eines koordinierten Verhaltens zwischen der Be- schwerdeführerin und den zur Gruppe gehörenden Verfügungsadres- saten. Auch aus der über 20-jährigen Ehe zwischen der Beschwerde- führerin (A.X._______) mit B.X._______ könne keine Zugehörigkeit zur Gruppe abgeleitet werden. Im Übrigen sei die Beschwerdeführerin geschäftlich nie gemeinsam mit den anderen Gesellschaften und dar- an berechtigten natürlichen Personen in Erscheinung getreten; es feh- le dazu an einem Mindestmass äusserer Organisiertheit und an einer minimalen gemeinsamen Zwecksetzung der vermeintlichen Gruppen- mitglieder. 6.2 Wie vorne dargelegt, gelten mehrere Effektenhändler dann als Gruppe, wenn zwischen ihnen enge wirtschaftliche Beziehungen be- stehen und sie nach aussen hin nach einem gemeinsamen Plan als Einheit wirksam werden; dabei ist nicht erforderlich, dass alle Mitglie- der in gleicher Weise nach aussen hin erkennbar aktiv sind (vgl. vorne, E. 4.2.2). Im vorliegenden Fall ergibt sich aus den überzeugenden Seite 22B-6715/2007 Ausführungen der Vorinstanz und den umfangreichen Akten, dass 14 der in das Verfahren involvierten Personen als Emissionshaus i.S.v. Art. 3 Abs. 2 BEHV tätig waren: Sie übernahmen jeweils nicht börsen- kotierte Aktien von einer nahestehenden Gesellschaft, wobei die Be- zahlung durch Verrechnung mit bestehenden Forderungen von fragli- cher Werthaltigkeit erfolgte. Anschliessend wurden diese Aktien wiede- rum durch Verrechnung an nahestehende Gesellschaften veräussert mit dem Ziel, dass eine Gesellschaft der Gruppe die Aktien an Dritte verkaufe. So bot insbesondere die Elvestus auf dem Primärmarkt ge- werbsmässig und öffentlich (im Internet) Nicstic-Aktien an, die sie zu- vor von Gruppenzugehörigen übernommen hatte. Mit den beteiligten Akteuren war die Beschwerdeführerin wie erwähnt durch bedeutende Beteiligungen, namhafte Transaktionen und teilweise auch räumliche Nähe eng verflochten, so dass sie als zur als Emissionshaus tätigen Gruppe zugehörig bezeichnet werden muss. Die von der Beschwerdeführerin hiergegen vorgebrachten Argumente vermögen nicht zu überzeugen: Nach dem Gesagten ist aufgrund der Erhebungen der Vorinstanz davon auszugehen, dass die Aktivitäten der Beschwerdeführerin Teil eines koordinierten Gruppenverhaltens bildeten. Dass die Beschwerdeführerin nur gruppenintern tätig war und nicht gegen aussen hin auftrat, vermag nichts daran zu ändern. Es mag zwar – wie die Beschwerdeführerin vorbringt – andere Verfü- gungsadressaten gegeben haben, deren Beitrag zum Erfolg der Grup- pentätigkeit grösser war als jener der Beschwerdeführerin. Ausschlag- gebend ist jedoch, dass die Beschwerdeführerin über teilweise bedeu- tende Beteiligungen an Gesellschaften der Gruppe verfügte, und dass die Aktivitäten der Beschwerdeführerin ebenfalls erforderlich waren, um den Aktienverkauf an aussenstehende Anleger über die Elvestus abzuwickeln. Die Beschwerdeführerin macht zwar an sich zu Recht geltend, der Verkauf eigener Aktienanteile stelle keine bewilligungs- pflichtige Effektenhändlertätigkeit dar. Im vorliegenden Fall erfolgten die zahlreichen Verkaufsgeschäfte der Gruppenzugehörigen unterein- ander jedoch offensichtlich in der Absicht, Drittanlegern im Rahmen von öffentlichen Angeboten auf dem Primärmarkt Effekten von zweifel- hafter Werthaltigkeit und zu möglicherweise überhöhten Preisen zu veräussern. Auch die Beschwerdeführerin musste den Hintergrund der von ihr und von ihrem dazu bevollmächtigten Ehemann getätigten Transaktionen kennen; nur so lassen sich die diversen Verschiebungen von Aktienanteilen auf wirtschaftlich sinnvolle Art erklären. Demnach nahm die Beschwerdeführerin im System der Gruppe eine Rolle ein, Seite 23B-6715/2007 die das Erreichen der angestrebten Ziele in nicht unbedeutendem Aus- mass begünstigte. Unter diesen Umständen kann nicht relevant sein, dass die Gruppe gegen aussen hin nicht als einheitliche Organisation auftrat. Damit hat die Vorinstanz die Gruppenzugehörigkeit der Be- schwerdeführerin zu Recht bejaht. 6.3 Die Beschwerdeführerin macht schliesslich geltend, sie habe den Effektenhandel nicht gewerbsmässig betrieben, weshalb sie nicht unter das Börsengesetz falle. 6.3.1Die Beschwerdeführerin bringt vor, die Vorinstanz habe die Ge- werbsmässigkeit ihrer Effektenhandelstätigkeit (in Ziff. 89 der ange- fochtenen Verfügung) zu Unrecht bejaht. Sie habe diese Tätigkeit bloss gelegentlich ausgeübt. Hauptberuflich sei sie Hausfrau, und ihr fakti- scher wirtschaftlicher Einfluss auf die untersuchten Gesellschaften sei unwesentlich gewesen. Sie habe nur auf eigene Rechnung gehandelt bzw. ihr eigenes Vermögen verwaltet, ohne den für eine Unterstel- lungspflicht erforderlichen Mindestbetrag zu erreichen. Sie habe bloss eigene Inhaberaktien der Nicstic veräussert, und zwar überwiegend an Personen, die bereits zuvor Nicstic-Aktionäre gewesen seien. Deshalb sei sie nicht als Effektenhändlerin i.S.v. Art. 2 Bst. d BEHG (bzw. als Emissionshaus i.S.v. Art. 3 Abs. 2 BEHV) zu qualifizieren, sondern als nicht gewerbsmässig tätige, keiner Bewilligungspflicht unterstehende Eigenhändlerin. 6.3.2Nach Art. 52 Abs. 3 der Handelsregisterverordnung vom 7. Juni 1937 (HRegV, SR 221.411) gilt als Gewerbe eine selbständige, auf dauernden Erwerb gerichtete wirtschaftliche Tätigkeit. Gemäss dem am 1. Juli 1998 in Kraft getretenen Rundschreiben der EBK zur Erläu- terung zum Begriff „Effektenhändler“ (EBK-RS 98/2) bedeutet Ge- werbsmässigkeit, dass das Effektengeschäft eine selbständige und un- abhängige wirtschaftliche Tätigkeit darstellt, die darauf ausgerichtet ist, regelmässige Erträge zu erzielen (Rz. 12). Die Anzahl Kunden ist zur Beurteilung von Emissionshäusern grundsätzlich nicht relevant: Werden Effekten auf dem Primärmarkt öffentlich angeboten (was bei Emissionshäusern definitionsgemäss der Fall ist, vgl. Art. 3 Abs. 2 BEHV), so kann ein Emissionshaus auch dann vorliegen, wenn die Ef- fekten bei weniger als 20 Kunden platziert werden (vgl. Art. 4 BEHV sowie EBK-RS 98/2, Rz. 27 f.; siehe auch M ATTHIAS KUSTER , Zum Begriff der Öffentlichkeit und Gewerbsmässigkeit im Kapitalmarktrecht, SZW 1997 S. 10 ff., S. 12 und 14). Nicht gewerbsmässig handeln dagegen Seite 24B-6715/2007 natürliche und juristische Personen, die lediglich ihr eigenes Vermögen verwalten (Rz. 19). Aus Gründen des Funktionsschutzes kann sich in- dessen die Unterstellung von Eigenhändlern rechtfertigen, wenn sie Effektengeschäfte in grossem Umfang (mehr als 5 Mio. Fr. Bruttoum- satz pro Jahr) abwickeln (Rz. 23; vgl. PHILIPPE A. HUBER , a.a.O., N 39 zu Art. 2 lit. d BEGH). 6.3.3Im vorliegenden Fall muss als erwiesen gelten, dass die Be- schwerdeführerin einer gewerbsmässigen Effektenhandelstätigkeit nachging und deshalb dem Börsengesetz unterstand. Angesichts der namhaften Beteiligungen und der Mitwirkung innerhalb der Gruppe ist bei gesamtheitlicher Betrachtung eine Gewerbsmässigkeit zu bejahen. Insbesondere kann nicht gesagt werden, der Verkauf von etlichen Mil- lionen Aktien während einer vergleichsweise kurzen Zeit und der da- durch erzielte Erlös, der sich für die Beschwerdeführerin und ihren Ehemann in den Jahren 2004 und 2005 auf rund 1 Mio. Fr. belief (vgl. oben, E. 5.3.3), stelle eine blosse Vermögensverwaltung dar. Doch selbst wenn man zugunsten der Beschwerdeführerin annehmen wollte, dass ihre Effektenhandelstätigkeit nicht als gewerbsmässig ein- zustufen wäre, vermöchte ihr dies vorliegend nicht zu helfen. Gemäss der vorstehend wiedergegebenen Rechtsprechung (vgl. oben, E. 4.2.2) unterstehen Gruppenzugehörige auch dann der aufsichtsrechtlichen Bewilligungspflicht, wenn sie nicht gewerbsmässig tätig sind. Dies muss - analog zum Bankenrecht – auch im Zusammenhang mit Art. 10 Abs. 1 i.V.m. Art. 2 Bst. d BEHG gelten. Da die Beschwerdeführerin ei- ner Gruppe angehört, die gewerbsmässig Effekten auf dem Primär- markt öffentlich anbietet (vgl. oben, E. 6.2), untersteht sie folglich oh- nehin der börsengesetzlichen Bewilligungspflicht; damit erübrigen sich Weiterungen zur Thematik der Gewerbsmässigkeit. 6.3.4Somit ist die Vorinstanz zu Recht davon ausgegangen, dass die Effektenhandelstätigkeit der Beschwerdeführerin dem Börsengesetz untersteht. 6.4 Zusammenfassend ist festzuhalten, dass die Vorinstanz die Grup- penzugehörigkeit der Beschwerdeführerin zu Recht bejaht hat. Weder bei der Sachverhaltsfeststellung noch bei der rechtlichen Würdigung sind der Vorinstanz Fehler vorzuwerfen. Die Beschwerdeführerin ver- letzte Art. 10 Abs. 1 BEHG, indem sie ihre Effektenhandelstätigkeit ohne die erforderliche Bewilligung ausübte. Seite 25B-6715/2007 7. Nachdem feststeht, dass die Beschwerdeführerin ohne die erforderli- che Bewilligung einer Effektenhandelstätigkeit nachging, ist im Folgen- den zu prüfen, ob die von der Vorinstanz angeordneten Massnahmen angemessen waren. 7.1 Die Vorinstanz führt in der angefochtenen Verfügung (Ziff. 114 f.) aus, aus Gründen des Anlegerschutzes rechtfertige sich im Fall der Beschwerdeführerin ein Verbot, eine bewilligungspflichtige Effekten- händlertätigkeit auszuüben, sowie ein Verbot, Werbung für solche Tä- tigkeiten zu betreiben (unter Androhung von Straf- und Publikations- massnahmen im Zuwiderhandlungsfall). Ohne dieses Verbot bestünde die Gefahr, dass die Beschwerdeführerin ihre Tätigkeiten in anderer Form und möglicherweise im Namen einer anderen Gesellschaft wei- terführe. Die angeordneten Massnahmen seien demnach angemessen und stellten keine massive Einschränkung der wirtschaftlichen Bewe- gungsfreiheit der Beschwerdeführerin dar. Das Werbeverbot habe le- diglich die Funktion einer Warnung, die Effektenhandelstätigkeit künftig zu unterlassen; erst die erneute Widerhandlung hätte die angedrohten Massnahmen zur Folge. 7.2 Die Beschwerdeführerin rügt, die Vorinstanz habe nicht begründet, inwiefern von der Beschwerdeführerin eine Gefahr für die Gläubiger ausgehe, die die angeordneten Massnahmen rechtfertige. Dadurch habe sie ihr Ermessen überschritten bzw. Art. 35 Abs. 3 Bst. a BEHG verletzt. Das auferlegte Effektenhandels- und Werbeverbot bewirke ei- nen Eingriff in ihre Wirtschaftsfreiheit, ohne dass dies durch genügen- de öffentliche Interessen gerechtfertigt wäre (vgl. Art. 27 und Art. 36 BV). Die entlastenden Umstände seien von der Vorinstanz im Rahmen der Würdigung nicht berücksichtigt worden. 7.3 Nach Art. 35 Abs. 1 BEHG trifft die Aufsichtsbehörde die zum Voll- zug des Börsengesetzes notwendigen Verfügungen. Im Fall von Miss- ständen stehen der Aufsichtsbehörde diverse Massnahmen zur Verfü- gung, um den ordnungsgemässen Zustand wieder herzustellen (Art. 35 Abs. 3 und Art. 36 BEHG). Bei der Wahl des geeigneten Mittels hat die Vorinstanz im Rahmen der allgemeinen Verfassungs- und Verwal- tungsgrundsätze in erster Linie den Hauptzwecken der finanzmarkt- rechtlichen Gesetzgebung – dem Schutz der Gläubiger und Anleger ei- nerseits sowie der Lauterkeit und Stabilität des Finanzsystems ande- Seite 26B-6715/2007 rerseits – Rechnung zu tragen (vgl. BGE 132 II 382 E. 4; BGE 131 II 306 E. 3.1). 7.4 Die vorinstanzlich angeordneten Massnahmen sind entgegen der Auffassung der Beschwerdeführerin geeignet und zweckproportional, ihre unerlaubte Tätigkeit als Effektenhändlerin, die sie bis zum Ein- schreiten der Vorinstanz ausübte, inskünftig zu verhindern. Es ist nicht ersichtlich, inwiefern das Vorgehen der Vorinstanz unbegründet oder unverhältnismässig sein sollte. Was die Beschwerdeführerin in dieser Hinsicht vorbringt, vermag nicht zu überzeugen, und ihre Beschwerde ist auch insofern als unbegründet abzuweisen. 8. Die Beschwerdeführerin rügt schliesslich die vorinstanzliche Regelung betreffend die Untersuchungskosten. 8.1 Die Vorinstanz auferlegte den 18 Verfügungsadressaten die Kos- ten für die Untersuchungsbeauftragten in der Höhe von Fr. 372'880.- unter solidarischer Haftung (Dispositiv Ziff. 27). Auch die Verfahrens- kosten in der Höhe von Fr. 50'000.- wurden den Verfügungsadressaten solidarisch auferlegt (Dispositiv Ziff. 26). 8.2 Die Beschwerdeführerin macht geltend, der angefochtene Ent- scheid sei bezüglich der Auferlegung der Untersuchungskosten unan- gemessen. Die Kosten seien zu hoch bemessen, da der gemäss Art. 12 Abs. 1 Bst. h der EBK-Gebührenverordnung vom 2. Dezember 1996 (EBK-GebV, SR 611.014) zulässige Höchstbetrag von Fr. 30'000.- pro Partei um ein Vielfaches überschritten worden sei. Die Höhe der Ver- fahrenskosten sei für die Beschwerdeführerin, die wirtschaftlich nicht auf Rosen gebettet sei, in keiner Weise zumutbar. Auch bezüglich der solidarischen Haftung sei die Kostenauferlegung unzulässig, da die Beschwerdeführerin im vorliegenden Zusammenhang nur eine unter- geordnete Rolle gespielt habe. Ausserdem hätte die Vorinstanz die Verfahrenskosten - aufgrund von Art. 11 Abs. 1 EBK-GebV und Art. 7 der Verordnung vom 10. September 1969 über Kosten und Entschädi- gungen im Verwaltungsverfahren (Kostenverordnung VwV; SR 172.041.0) selber auf die 18 Verfügungsadressaten verteilen müssen. 8.3 Die Bankenkommission kann für ihre Verfügungen bis zu Fr. 30'000.- pro Partei erheben, wenn sie Entscheide über die Zwangs- unterstellung unter das Börsengesetz fällt (Art. 12 Abs. 1 Bst. h EBK- GebV). Die Untersuchungskosten fallen im Rahmen von direkten Auf- Seite 27B-6715/2007 sichtshandlungen an und werden somit gestützt auf Art. 13 Abs. 1 Bst. a EBK-GebV erhoben. Art. 11 EBK-GebV legt fest, dass sich die Erhe- bung von Gebühren zur Deckung von Verfahrenskosten nach der Kos- tenverordnung VwV richtet. Gemäss Art. 7 Kostenverordnung VwV tra- gen mehrere Parteien ihre gemeinsamen Verfahrenskosten zu glei- chen Teilen und haften dafür solidarisch, soweit die Beschwerdein- stanz in der Entscheidungsformel nichts anderes verfügt. 8.4 Im vorliegenden Fall ist nicht einzusehen, inwiefern die Auferle- gung der Untersuchungskosten gegen die einschlägigen Verordnungs- bestimmungen verstossen könnten. Die veranlagten Kosten in Höhe von Fr. 372'880.- wurden durch aufwändige Untersuchungsverfahren verursacht, die die Verfügungsadressaten selber ausgelöst hatten. Die Kosten stehen im Verhältnis zum getätigten Aufwand und bewegen sich in einem angemessenen Rahmen. Die Verfügungsadressaten konnten mittels Wahrnehmung bzw. Verweigerung ihrer Mitwirkungs- pflichten einen wesentlichen Einfluss auf den Untersuchungsaufwand ausüben. Es ist nicht ersichtlich, inwiefern im vorliegenden Fall eine Ausnahme vorliegen könnte, die es erlauben würde, von der Regel der solidarischen Kostenverteilung (vgl. BGE 130 II 351 E. 4.1.4) abzuwei- chen. Unter diesen Umständen hat die Vorinstanz die Verfügungs- adressaten zu Recht auch bezüglich Untersuchungskosten als Einheit betrachtet (in diesem Sinn auch die Urteile des Bundesgerichts 2A.442/1999 vom 21.2.2000 sowie 2A.332/2006 vom 6.3.2007). Im Übrigen ist nicht ersichtlich und wird auch nicht näher ausgeführt, in- wiefern die Beschwerdeführerin einen geringeren Untersuchungsauf- wand verursacht haben könnte als die übrigen 17 Verfügungsadressa- ten. Der zulässige Höchstbetrag von Fr. 30'000.- pro Partei wird – bei gleichmässiger Verteilung der Untersuchungskosten auf die 18 Verfü- gungsadressaten – selbst dann nicht überschritten, wenn die Untersu- chungskosten (Fr. 372'880.-) und die Verfahrenskosten (Fr. 50'000.-) addiert werden. Somit ist die solidarische Auferlegung der Verfahren- skosten an die Verfügungsadressaten nicht zu beanstanden. 9. Nach dem Gesagten erweist sich die Beschwerde als unbegründet und ist abzuweisen. Bei diesem Ausgang des Verfahrens hat die Be- schwerdeführerin die Verfahrenskosten zu tragen (Art. 63 Abs. 1 VwVG), und es steht ihr keine Parteientschädigung zu (Art. 64 Abs. 1 VwVG sowie Art. 7 Abs. 1 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht Seite 28B-6715/2007 [VGKE, SR 173.320.2]). Die Verfahrenskosten sind angesichts der Schwierigkeit der Streitsache und der in Frage stehenden Vermögens- interessen auf Fr. 4'000.- festzusetzen. Sie werden mit dem am 31. Ok- tober 2007 geleisteten Kostenvorschuss verrechnet. Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 2. Die Verfahrenskosten von Fr. 4'000.- werden der Beschwerdeführerin auferlegt. Sie werden mit dem geleisteten Kostenvorschuss von Fr. 4'000.- verrechnet. 3. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen. 4. Dieses Urteil geht an: - die Beschwerdeführerin (Gerichtsurkunde) - die Vorinstanz (Gerichtsurkunde) Für die Rechtsmittelbelehrung wird auf die nächste Seite verwiesen. Der vorsitzende Richter: Der Gerichtsschreiber: Frank Seethaler Kaspar Plüss Seite 29B-6715/2007 Rechtsmittelbelehrung: Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen nach Eröffnung beim Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, Beschwerde in öffentlich-rechtli- chen Angelegenheiten geführt werden (Art. 82 ff., 90 ff. und 100 des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]). Die Rechtsschrift ist in einer Amtssprache abzufassen und hat die Begeh- ren, deren Begründung mit Angabe der Beweismittel und die Unter- schrift zu enthalten. Der angefochtene Entscheid und die Beweismittel sind, soweit sie die Beschwerdeführerin in Händen hat, beizulegen (vgl. Art. 42 BGG). Versand: 9. September 2008 Seite 30