<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2004.00343</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=204697&amp;W10_KEY=13013567&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2004.00343</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 23.12.2004</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">3. Abteilung/3. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Raumplanungs-, Bau- und Umweltrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Abwasserentsorgung</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Kostenverlegung für die Sanierung privater Kanalisations- und Wasserleitungen: Zuständigkeit des Verwaltungsgerichts ist prinzipiell gegeben (E.1.1). Die Gemeinde ist zur Beschwerde legitimiert, wenn es um die Verlegung von Kosten für die Sanierung einer privaten Kanalisationsleitung geht (E.1.2 und E.1.3). Der Bezirksrat hat seine Zuständigkeit zu Recht bejaht (E.2). Der Einwand der Beschwerdegegnerinnen, dass auch ein weiterer Grundeigentümer in den Kostenverleger hätte einbezogen müssen, hätten sie mit eigener Beschwerde anfechten müssen, weshalb sich das Verwaltungsgericht mit diesem Einwand nicht auseinander zu setzen hat (E.3). Einzig zum Zweck, die Kosten für die Sanierung einer privaten Versorgungs- oder Entsorgungsleitung zu verlegen, bedarf es keines Quartierplanverfahrens nach § 123 ff. PBG (E.4). Der Bezirksrat hat die Lösung der beschwerdeführenden Gemeinde, die Kosten für die Sanierung privater Kanalisations- und Wasserleitungen gemäss den Quartierplangrundsätzen, also nach Perimeterflächen, zu verlegen, aufgehoben (E.5.1). Es war rechtsverletzend, dass der Bezirksrat die von der Beschwerdeführerin gewählte Methode unter Hinweis auf das Verursacherprinzip verworfen hat. Bei der Verlegung der Sanierungskosten kommt der Gemeinde nämlich ein erheblicher Ermessensspielraum zu. Der Bezirksrat hat sein Ermessen zu Unrecht an die Stelle des Ermessens der Gemeindebehörde gesetzt (E.5.2). Gutheissung der Beschwerde und Kostenfolge (E. 6). Vgl. auch VB.2004.00273.</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: BESCHWERDELEGITIMATION">BESCHWERDELEGITIMATION</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: BESCHWERDELEGITIMATION">BESCHWERDELEGITIMATION</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ERMESSEN (GEMEINDE)">ERMESSEN (GEMEINDE)</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ERSATZVORNAHME">ERSATZVORNAHME</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: GEMEINDE">GEMEINDE</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: GEMEINWESEN">GEMEINWESEN</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: Umweltschutz ST: GEWÃSSERSCHUTZ">GEWÃSSERSCHUTZ</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: KANALISATION">KANALISATION</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: KOSTENVERLEGUNG">KOSTENVERLEGUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: LEGITIMATION DER GEMEINDE">LEGITIMATION DER GEMEINDE</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: LEGITIMATION DER GEMEINDE">LEGITIMATION DER GEMEINDE</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: QUARTIERPLANVERFAHREN">QUARTIERPLANVERFAHREN</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: SANIERUNG">SANIERUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: VERURSACHERPRINZIP">VERURSACHERPRINZIP</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade">§ 146 PBG</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 3 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Sachverhalt1"><b><span>I. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Der PrÃ¤sident der Werkkommission der Gemeinde X ordnete am 12. November 2002 im Sinn einer Ersatzvornahme die unverzÃ¼gliche Sanierung der Kanalisations- und Wasserleitungen am S-Weg an, unter Hinweis darauf, dass die Kosten nach Vollendung der Sanierung den EigentÃ¼mern in Rechnung gestellt wÃ¼rden. Die diesbezÃ¼glichen Bauarbeiten wurden vom MÃ¤rz 2003 bis Mai 2003 ausgefÃ¼hrt; der Gemeinderat genehmigte am 10. September 2003 die Schlussabrechnung. Die Abteilung Tiefbau/Werke setzte mit VerfÃ¼gung vom 8. Oktober 2003 (Disp.-Ziff. 4) den Kostenverleger fÃ¼r die Sanierung der privaten Kanalisation fest. Danach wurden die Gesamtkosten von Fr. 172'335.95 "gemÃ¤ss den QuartierplangrundsÃ¤tzen" entsprechend den FlÃ¤chen der einbezogenen sechs GrundstÃ¼cke so verlegt, dass Parzellenteile bis zu einer Erschliessungstiefe von 30 m zu 100 % sowie Parzellenteile im Bereich Ã¼ber 30 m zu 50 % belastet wurden. FÃ¼r die Parzelle Kat.-Nr. 1 von I mit einer GesamtflÃ¤che von 1'142 m</span><sup><span>2</span></sup><span> (wovon 1'140 m</span><sup><span>2 </span></sup><span>zu 100 % und 2 m</span><sup><span>2 </span></sup><span>zu 50 % belastet) ergab sich ein Kostenanteil von 19,74 % = Fr. 34'019.15, fÃ¼r die Parzelle Kat.-Nr. 2 der Erbengemeinschaft B mit einer GesamtflÃ¤che von 3'923 m</span><sup><span>2</span></sup><span> (wovon 1'768 m</span><sup><span>2</span></sup><span> zu 100 % und 2'155 m</span><sup><span>2 </span></sup><span>zu 50 % belastet) ein Kostenanteil von 49,22 % = Fr. 84'823.75. Die VerfÃ¼gung war mit einer Rechtsmittelbelehrung versehen, wonach die belasteten sechs GrundeigentÃ¼mer Rekurs an den Bezirksrat erheben konnten (Disp.-Ziff. 5).</span></p> <p class="Sachverhalt1"><b><span>II. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Dagegen erhob I am 13. November 2003 Rekurs mit dem Antrag, die VerfÃ¼gung vom 8. Oktober 2003 insoweit, als er darin mit Kosten belastet werde, aufzuheben. Er machte im Wesentlichen geltend, die Voraussetzungen fÃ¼r eine Ersatzvornahme seien nicht erfÃ¼llt gewesen, weshalb er zur KostenÃ¼bernahme nicht verpflichtet sei. </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Der Bezirksrat Y wies den Rekurs am 13. Mai 2004 ab.</span></p> <p class="Sachverhalt1"><b><span>III. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Gegen die VerfÃ¼gung vom 8. Oktober 2003 erhoben am 14. November 2003 auch die Mitglieder der Erbengemeinschaft B Rekurs mit dem Antrag, die Streitsache zur Neufestsetzung der auf die beteiligten GrundstÃ¼cke bzw. EigentÃ¼mer entfallenden Kostenanteile an die kommunale BehÃ¶rde zurÃ¼ckzuweisen; eventuell habe die Rekursinstanz die Kostenanteile selber neu festzusetzen. Sie machten geltend, die Kosten der Sanierung der Kanalisation dÃ¼rften nicht nach quartierplanmÃ¤ssigen GrundsÃ¤tzen verlegt werden. Die gewÃ¤hlte Methode fÃ¼hre dazu, dass auf ihr GrundstÃ¼ck Kat.-Nr. 2 aufgrund des grossen Anteils an der gesamten PerimeterflÃ¤che ein Kostenanteil von 49,22 % entfalle. Dies wÃ¼rde sich bei einer erstmaligen Erschliessung, wie sie im Rahmen eines Quartierplanverfahrens herbeigefÃ¼hrt werde, rechtfertigen, nicht aber fÃ¼r eine blosse Sanierung der bestehenden Erschliessung. FÃ¼r eine sachgerechte LÃ¶sung kÃ¤men andere Methoden in Betracht, etwa die gleichmÃ¤ssige Verlegung nach der Anzahl der beteiligten GrundstÃ¼cke, eine Verlegung nach dem Wasserverbrauch bzw. Abwasservolumen oder eine solche nach dem GebÃ¤udeversicherungswert der beteiligten Liegenschaften. FÃ¼r den Fall, dass die Verlegung nach quartierplanrechtlichen GrundsÃ¤tzen richtig sei, rÃ¼gten die Rekurrentinnen eine rechtswidrige Verfahrensabwicklung; diesfalls hÃ¤tte ein (sich auf die Teilmassnahme der Kostenverlegung beschrÃ¤nktes) fÃ¶rmliches Quartierplanverfahren eingeleitet werden mÃ¼ssen, und der diesbezÃ¼gliche Festsetzungsbeschluss wÃ¤re mit Rekurs an die Baurekurskommission (statt an den Bezirksrat) anfechtbar. Schliesslich rÃ¼gten die Rekurrentinnen, dass der EigentÃ¼mer der GrundstÃ¼cke Kat.-Nrn. 3 und 4 zu Unrecht nicht in die Kostenverlegung einbezogen worden sei.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Im Rekursverfahren wurde ein doppelter Schriftenwechsel durchgefÃ¼hrt und anschliessend den Ã¼brigen EigentÃ¼mern/AnstÃ¶ssern der privaten Kanalisation am S-Weg Gelegenheit zur Stellungnahme geboten, wovon vier der Beigeladenen Gebrauch machten. </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Mit Beschluss vom 22. Juni 2004 hiess der Bezirksrat den Rekurs im Sinn der ErwÃ¤gungen teilweise gut und hob Disp.-Ziff. 4 der VerfÃ¼gung vom 8. Oktober 2003 im Sinn der ErwÃ¤gungen auf (Disp.-Ziff. I). Er wies die Streitsache zum Neuentscheid an die Rekursgegnerin zurÃ¼ck und wies diese an, die KostenbeitrÃ¤ge der Rekurrentinnen an die Sanierung der Abwasserleitung in WÃ¼rdigung ihrer Verursacheranteile festzusetzen (Disp.-Ziff. II). Die Kosten, worunter eine StaatsgebÃ¼hr von Fr. 800.-, auferlegte er der Gemeinde X (Disp.-Ziff. III), die er zudem zur Zahlung einer ParteientschÃ¤digung von Fr. 2'000.- an die Rekurrentinnen verpflichtete (Disp.-Ziff. IV). Der Bezirksrat bejahte vorweg seine ZustÃ¤ndigkeit schon im Hinblick darauf, dass an der Verlegung nach quartierplanrechtlichen GrundsÃ¤tzen nicht festgehalten werden kÃ¶nne, weshalb sich die DurchfÃ¼hrung eines Quartierplanverfahrens erÃ¼brigt habe und die ZustÃ¤ndigkeit der Baurekurskommission von vornherein entfalle. Weil die Sanierung im Sinn einer antizipierten Ersatzvornahme durchgefÃ¼hrt worden sei, mÃ¼ssten deren Kosten nach den GrundsÃ¤tzen des Polizei- und des Voll­streckungsrechts verlegt werden. FÃ¼r die Anwendung quartierplanrechtlicher GrundsÃ¤tze bleibe dabei kein Raum. Als Instrument des Planungs- und Baurechts befasse sich der Quartierplan weder mit Vollstreckungs- noch mit Polizeirecht. Die beteiligten GrundeigentÃ¼mer hafteten vielmehr als StÃ¶rer nach ihrem Anteil an der Verursachung des polizeiwidrigen Zustands. Dem werde der in Disp.-Ziff. 4 der VerfÃ¼gung vom 8. Oktober 2003 gewÃ¤hlte Verteiler, der gemÃ¤ss QuartierplangrundsÃ¤tzen auf die GrundstÃ¼ckflÃ¤chen innerhalb und ausserhalb der ersten Erschliessungstiefe abstelle, nicht gerecht (E. 3b/cc).</span></p> <span><br/> </span> <p class="Sachverhalt1"><b><span>IV. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Gegen den Rekursentscheid vom 13. Mai 2004 erhob I am 16. Juni 2004 Beschwerde an das Verwaltungsgericht mit dem Antrag, die VerfÃ¼gung vom 8. Oktober insoweit, als er darin mit einem Kostenanteil von Fr. 34'019.15 belastet werde, aufzuheben; eventuell sei der Kostenanteil "auf ein der Ausgangslage entsprechendes Mass zu reduzieren"; alles unter Kosten- und EntschÃ¤digungsfolgen zulasten der Beschwerdegegnerin (VB.2004.00273). </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Der Bezirksrat verzichtete auf Vernehmlassung. FÃ¼r die Gemeinde X beantragte die Abteilung Tiefbau/Werke am 23. Juli 2004 Abweisung der Beschwerde, unter Kosten- und EntschÃ¤digungsfolgen zulasten des BeschwerdefÃ¼hrers.</span></p> <p class="Sachverhalt1"><b><span>V. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Gegen den Rekursentscheid vom 22. Juni 2004 erhob die Gemeinde X am 23. Juli 2004 Beschwerde mit dem Antrag, die Kostenverlegung gemÃ¤ss VerfÃ¼gung vom 8. Oktober 2003 zu bestÃ¤tigen und demgemÃ¤ss die Erbengemeinschaft B zur Bezahlung des Kostenanteils von Fr. 84'823.75 zu verpflichten; eventuell sei die Verpflichtung zur Bezahlung der Rekurskosten (Disp.-Ziff. III des Rekursentscheids) sowie zur Leistung einer ParteientschÃ¤digung an die Rekurrentinnen (Disp.-Ziff. IV des Rekursentscheids) aufzuheben (VB.2004.00343).</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Im verwaltungsgerichtlichen Verfahren wurde nebst den Mitgliedern der Erbengemeinschaft B als Beschwerdegegnerinnen und der Vorinstanz auch den bereits im Rekursverfahren beigeladenen Ã¼brigen GrundeigentÃ¼mern Gelegenheit zur Stellungnahme gegeben. Der Bezirksrat verzichtete auf Vernehmlassung. I (Mitbeteiligter im Verfahren VB.2004.00343 und BeschwerdefÃ¼hrer im Verfahren VB.2004.00273) beantragte am 25. Oktober 2004, auf die Beschwerde VB.2004.00343 sei nicht einzutreten, da die Gemeinde zur Beschwerdeerhebung nicht legitimiert sei. Die Mitglieder der Erbengemeinschaft B beantragten am 16. November 2004 Abweisung der Beschwerde, unter Kosten- und EntschÃ¤digungsfolgen zulasten der BeschwerdefÃ¼hrerin.</span></p> <span><br/> </span> <p class="Einzug1"><span>Die Kammer</span><span> zieht in ErwÃ¤gung:</span></p> <p class="Erwgung1"><b><span>1. </span></b><span> </span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>1.1 </span></b><span>Das Verwaltungsgericht ist nach § 19c Abs. 2 und § 41 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 (VRG) zur Behandlung der vorliegenden Beschwerde zustÃ¤ndig. NÃ¤her zu prÃ¼fen ist die weitere Prozessvoraussetzung der Beschwerdelegitimation der Gemeinde X, die vom Mitbeteiligten I (vgl. dessen eigene Beschwerde VB.2004.00273) bestritten wird und ohnehin von Amtes wegen zu prÃ¼fen wÃ¤re.</span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>1.2 </span></b><span> GemÃ¤ss § 70 in Verbindung mit § 21 lit. a VRG ist zum Rekurs und zur Beschwerde berechtigt, wer durch die angefochtene Anordnung berÃ¼hrt ist und ein schutzwÃ¼rdiges Interesse an deren Ãnderung oder Aufhebung hat. Eine gleich lautende und in der Praxis auch gleich ausgelegte Legitimationsvorschrift findet sich in § 338a Abs. 1 des Planungs- und Baugesetzes vom 7. September 1975 (PBG). Rekurs- und beschwerdeberechtigt sind ferner gemÃ¤ss § 21 lit. b VRG, welche Vorschrift ebenfalls auf dem Gebiet des Raumplanungs- und Baurechts anwendbar ist (RB 1998 Nr. 12), Gemeinden, andere KÃ¶rperschaften und Anstalten des Ã¶ffentlichen Rechts zur Wahrung der von ihnen vertretenen schutzwÃ¼rdigen Interessen. Mit dieser anlÃ¤sslich der Revision vom 8. Juni 1997 eingefÃ¼gten Bestimmung wurde im Wesentlichen an die Praxis angeknÃ¼pft, die zur Beschwerdelegitimation nach der damals massgebenden Fassung von § 21 VRG (die dem heutigen § 21 lit. a VRG entspricht) entwickelt worden ist (Alfred KÃ¶lz/JÃ¼rg Bosshart/Martin RÃ¶hl, Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons ZÃ¼rich, 2. A., ZÃ¼rich 1999, § 21 N. 61 ff., insbesondere N. 70). Nach der damaligen Praxis wurde die Rekurs- und Beschwerdelegitimation der Gemeinde namentlich bezÃ¼glich drei Fallgruppen bejaht, nÃ¤mlich wenn sie sich fÃ¼r die Durchsetzung und richtige Anwendung ihres kommunalen Rechts wehrte, wenn sie einen Eingriff in die ihr bei der Anwendung von kantonalem Recht zustehende qualifizierte Entscheidungs- und Ermessensfreiheit abwehren wollte oder wenn sie wie eine Privatperson (zum Beispiel als Bauherrin) betroffen war. DarÃ¼ber hinaus wurde der Gemeinde die Beschwerdelegitimation in Quartierplanstreitigkeiten zuerkannt, dies namentlich im Hinblick auf ihre treuhÃ¤nderische Stellung gegenÃ¼ber den Quartierplanbeteiligten zur Verteidigung eines im Festsetzungsbeschluss erzielten Interessenausgleichs (RB 1991 Nr. 7). Diese Praxis ist seit In-Kraft-Treten von § 21 lit. b VRG anlehnend an bereits frÃ¼her vorhandene punktuelle AnsÃ¤tze im Sinn einer Ãffnung erweitert worden (vgl. VGr, 2. Dezember 2004, VB.2004.00423, E. 1.2.1 mit Hinweisen, www.vgrzh.ch). </span></p> <p class="Urteilstext"><span>In Anlehnung an die Praxis zur Beschwerdelegitimation der Gemeinde in Quartierplanstreitigkeiten ist die Beschwerdeberechtigung der Gemeinde X auch hier zu bejahen. Zwar kann im vorliegenden Fall kaum oder nur beschrÃ¤nkt von einem bezÃ¼glich der Kostenverlegung erzielten Interessenausgleich gesprochen werden, doch liegt bei der Verlegung von Kosten fÃ¼r die Sanierung einer privaten Kanalisationsleitung ein mit dem Quartierplanverfahren durchaus vergleichbare Situation vor, und zwar unabhÃ¤ngig davon, ob hier â was gerade Gegenstand der materiellen PrÃ¼fung sein wird â die Kosten nach quartierplanrechtlichen GrundsÃ¤tzen verlegt werden dÃ¼rfen oder nicht. Die Beschwerdelegitimation ist im Ãbrigen auch deswegen zu bejahen, weil sich die Gemeinde, soweit bei der materiellen Beurteilung die Anwendung der kommunalen Verordnung Ã¼ber die SiedlungsentwÃ¤sserungsanlagen vom 30. September 1997 (SEVO) infrage steht, fÃ¼r die richtige Durchsetzung ihres kommunalen Rechts wehrt.</span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>1.3 </span></b><span>Weil auch die Ã¼brigen Prozessvoraussetzungen erfÃ¼llt sind, ist auf die Beschwerde einzutreten.</span></p> <p class="Erwgung1"><b><span>2. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Zu prÃ¼fen ist sodann, ob der Bezirksrat seine ZustÃ¤ndigkeit zur Behandlung des Rekurses der heutigen Beschwerdegegnerinnen zu Recht bejaht habe. Letztere hatten in ihrem Rekurs die ZustÃ¤ndigkeit der Baurekurskommission anstelle des Bezirksrats geltend gemacht, allerdings nur fÃ¼r den Fall, dass ihre materielle Argumentation, wonach die Sanierungskosten entgegen der angefochtenen VerfÃ¼gung vom 8. Oktober 2003 nicht nach QuartierplangrundsÃ¤tzen verlegt werden dÃ¼rften, nicht durchdringe. Welche Rekursinstanz fÃ¼r Streitsachen der vorliegenden Art (Verlegung von Kosten der Sanierung einer privaten Kanalisationsleitung) zustÃ¤ndig ist, kann indessen nicht davon abhÃ¤ngen, nach welchen GrundsÃ¤tzen diese Kosten zu verlegen sind. Selbst wenn der Bezirksrat Y den mit der ZustÃ¤ndigkeitsfrage zusammenhÃ¤ngenden weiteren Einwand der Rekurrentinnen, zwecks Kostenverlegung hÃ¤tte ein Quartierplanverfahren durchgefÃ¼hrt werden mÃ¼ssen, geschÃ¼tzt hÃ¤tte (vgl. zu diesem Einwand nachstehend E. 4), hÃ¤tte er in Bejahung seiner ZustÃ¤ndigkeit einen materiellen Rekursentscheid treffen mÃ¼ssen, mit dem die angefochtene VerfÃ¼gung vom 8. Oktober 2003 aufzuheben gewesen wÃ¤re. Sodann liegt hier ein anderer Sachverhalt als in dem von den Beschwerdegegnerinnen angerufenen Verwaltungsgerichtsentscheid RB 1987 Nr. 8 vor. Der Bezirksrat hat demnach seine ZustÃ¤ndigkeit zu Recht bejaht.</span></p> <p class="Erwgung1"><b><span>3. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Die Beschwerdegegnerinnen erneuern ihren im Rekurs erhobenen Einwand, wonach der GrundeigentÃ¼mer Q mit seinen beiden Parzellen Kat.-Nrn. 3 und 4 in den Kostenverleger hÃ¤tte einbezogen werden mÃ¼ssen. Mit diesem Einwand hat sich der Bezirksrat auseinander gesetzt und ihn verworfen mit der BegrÃ¼ndung, die beiden GrundstÃ¼cke seien unbestrittenermassen nicht an die zu sanierende Kanalisation angeschlossen (Rekursentscheid E. 3c). HÃ¤tten sich die Rekurrentinnen mit dieser Beurteilung nicht abfinden wollen, so hÃ¤tten sie gegen den Rekursentscheid eine eigene Beschwerde erheben mÃ¼ssen, was ungeachtet dessen zulÃ¤ssig gewesen wÃ¤re, dass mit diesem Rekursentscheid die Sache zur Neubeurteilung an die Gemeinde X zurÃ¼ckgewiesen wurde. Ihre heute vertretene Auffassung, sie seien durch den Rekursentscheid (auch insoweit) nicht beschwert gewesen, trifft nicht zu. Das Verwaltungsgericht hat daher keinen Anlass, sich mit diesem Einwand auseinander zu setzen, zumal in der Beschwerdeantwort nicht dargelegt wird, weshalb der Rekursentscheid in dieser Hinsicht rechtsverletzend sein soll.</span></p> <p class="Erwgung1"><b><span>4. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Die Beschwerdegegnerinnen erneuern ferner ihren Einwand, es hÃ¤tte zwecks Kostenverlegung ein Quartierplanverfahren durchgefÃ¼hrt werden mÃ¼ssen. Auch dies jedoch nur fÃ¼r den Fall, dass der materiellen Beurteilung durch den Bezirksrat, wonach die Sanierungskosten entgegen der angefochtenen VerfÃ¼gung vom 8. Oktober 2003 nicht nach QuartierplangrundsÃ¤tzen verlegt werden dÃ¼rfen, nicht beigetreten werde. DiesbezÃ¼glich waren die Beschwerdegegnerinnen durch den Rekursentscheid in der Tat nicht beschwert, weil der Bezirksrat diesen Einwand nicht behandelt hat. </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Der Einwand ist unbegrÃ¼ndet. Einzig zum Zweck, die Kosten fÃ¼r die Sanierung einer privaten Versorgungs- oder Entsorgungsleitung zu verlegen, bedarf es keines Quartierplanverfahrens nach § 123 ff. PBG. GemÃ¤ss § 123 Abs. 1 PBG ermÃ¶glicht der Quartierplan im erfassten Gebiet eine der planungs- und baurechtlichen Ordnung entsprechende Nutzung und enthÃ¤lt die dafÃ¼r nÃ¶tigen Anordnungen. Wohl kommt dieses Rechtsinstitut auch dann zum Zug, wenn zur Erreichung des gesetzlich umschriebenen Zwecks keine umfassende Regelung erforderlich ist, sodass sich der Quartierplan auf die notwendigen Teilmassnahmen beschrÃ¤nkt. Die Verlegung der Kosten fÃ¼r die Sanierung einer privaten Kanalisationsleitung erfordert jedoch auch keinen derartigen Teilquartierplan, ansonsten der Anwendungsbereich dieses Institutes in sachwidriger Weise auf Situationen ausgedehnt wÃ¼rde, auf welche die gesetzliche Regelung nicht ausgerichtet ist. Soweit fÃ¼r die Verlegung solcher Sanierungskosten Ã¼berhaupt ein Ã¶ffentlichrechtliches Verfahren erforderlich ist, was hier aufgrund der anwendbaren Bestimmungen des kantonalen und kommunalen Rechts â insbesondere des EinfÃ¼hrungsgesetzes zum GewÃ¤sserschutzgesetz vom 8. Dezember 1974 (EG GschG, LS 711.1) sowie der kommunalen SEVO â zutrifft, hat die Festsetzung durch eine VerfÃ¼gung zu erfolgen, wie das hier geschehen ist. Auch wenn es sich bei dem dieser VerfÃ¼gung vorangehenden Verfahren nicht um ein Quartierplanverfahren handelt, sind darin gewisse VerfahrensgrundsÃ¤tze, wie etwa das rechtliche GehÃ¶r, zu beachten. Die VerfÃ¼gung Ã¼ber die Kostenverlegung kann sodann in gleicher Weise wie ein Quartierplanfestsetzungsbeschluss mit Rekurs (allerdings nicht an die Baurekurskommission, sondern an den Bezirksrat) und hernach mit Beschwerde beim Verwaltungsgericht angefochten werden, weshalb auch insoweit der Rechtsschutz gewÃ¤hrleistet ist. Ein Quartierplanverfahren ist dabei selbst dann nicht erforderlich, wenn die Sanierungskosten in Anlehnung an gewisse quartierplanrechtliche Bestimmungen, insbesondere § 146 PBG, und damit nach "QuartierplangrundsÃ¤tzen" verlegt werden. Sofern diese Art der Verlegung zulÃ¤ssig ist (was hier gerade Gegenstand der materiellen Beurteilung bildet), handelt es sich lediglich um eine analoge Anwendung solcher Bestimmungen.</span></p> <p class="Erwgung1"><b><span>5. </span></b><span> </span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>5.1 </span></b><span>Die BeschwerdefÃ¼hrerin will ihre in der VerfÃ¼gung vom 8. Oktober 2003 festgesetzte Kostenverlegung wieder hergestellt haben. Danach wurden die Gesamtkosten von Fr. 172'335.95 "gemÃ¤ss den QuartierplangrundsÃ¤tzen" entsprechend den FlÃ¤chen der einbezogenen sechs GrundstÃ¼cke so verlegt, dass Parzellenteile bis zu einer Erschliessungstiefe von 30 m zu 100 % sowie Parzellenteile im Bereich Ã¼ber 30 m zu 50 % belastet wurden. FÃ¼r die Parzelle Kat.-Nr. 2 der heutigen Beschwerdegegnerinnen mit einer GesamtflÃ¤che von 3'923 m<sup>2</sup> (wovon 1'768 m<sup>2</sup> zu 100 % und 2'155 m<sup>2 </sup>zu 50 % belastet) ergab sich ein Kostenanteil von 49,22 % = Fr. 84'823.75. </span></p> <p class="Erwgung2"><span>Der Bezirksrat Y hat diese LÃ¶sung in Gutheissung des Rekurses der heutigen Beschwerdegegnerinnen verworfen, im Wesentlichen aus den ErwÃ¤gungen, die Sanierung sei im Sinn einer antizipierten Ersatzvornahme durchgefÃ¼hrt worden, weshalb deren Kosten nach den GrundsÃ¤tzen des Polizei- und des Vollstreckungsrechts verlegt werden mÃ¼ssten; fÃ¼r die Anwendung quartierplanrechtlicher GrundsÃ¤tze bleibe dabei kein Raum. Als Instrument des Planungs- und Baurechts befasse sich der Quartierplan weder mit Vollstreckungs- noch mit Polizeirecht. Die beteiligten GrundeigentÃ¼mer hafteten vielmehr als StÃ¶rer nach ihrem Anteil an der Verursachung des polizeiwidrigen Zustands. Dem werde der in Disp.-Ziff. 4 der VerfÃ¼gung vom 8. Oktober 2003 gewÃ¤hlte Verteiler, der gemÃ¤ss QuartierplangrundsÃ¤tzen auf die GrundstÃ¼ckflÃ¤chen innerhalb und ausserhalb der ersten Erschliessungstiefe abstelle, nicht gerecht. GestÃ¼tzt auf diese ErwÃ¤gungen wies der Bezirksrat die Streitsache an die BeschwerdefÃ¼hrerin zurÃ¼ck und wies diese an, die KostenbeitrÃ¤ge der heutigen Beschwerdegegnerinnen (und wohl auch der weiteren fÃ¼nf Adressaten der VerfÃ¼gung vom 8. Oktober 2003) an die Sanierung der Abwasserleitung in WÃ¼rdigung ihrer Verursacheranteile festzulegen (Rekursentscheid E. 3b sowie Disp.-Ziffn. I und II).</span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>5.2 </span></b><span>Wenn die BeschwerdefÃ¼hrerin die Sanierung der privaten Kanalisationsleitung in der Form einer Ersatzvornahme im Sinn von § 30 Abs. 1 lit. b VRG angeordnet und durchgefÃ¼hrt hat, so war dies angesichts dessen, dass ein gemeinsames Vorgehen der EigentÃ¼mer der angeschlossenen Liegenschaften nicht zu Stande kam und ein lÃ¤ngeres Zuwarten wegen der Gefahr einer GewÃ¤sserverschmutzung vermieden werden musste, zulÃ¤ssig (vgl. auch das ebenfalls heute ergangene Urteil VGr, 23. Dezember 2003, VB.2004.00273, www.vgrzh.ch). Die Beschwerdegegnerinnen bestreiten dies denn auch nicht. Nach Auffassung des Bezirksrats muss dieses auch von ihm als zulÃ¤ssig befundene Vorgehen jedoch zwingend zur Folge haben, dass die Sanierungskosten nach den GrundsÃ¤tzen des Polizei- und des Vollstreckungsrechts zu verlegen seien. Der Bezirksrat hat diese GrundsÃ¤tze im Wesentlichen zutreffend dargelegt (vgl. RenÃ© Rhinow/Beat KrÃ¤henmann, Schweizerische Verwaltungsrechtsprechung, ErgÃ¤nzungsband, Basel/Frankfurt a.M. 1990, Nr. 52 B VII und Nr. 135 B III; KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, Vorbem. zu §§ 29-31 N. 6, § 30 N. 23 f.). Der Bezirksrat hat indessen verkannt, dass das Verursacherprinzip, an das auch der polizeirechtliche Begriff des StÃ¶rers anknÃ¼pft, im vorliegenden Fall keine unmittelbare Entscheidungsgrundlage liefert. Wird nÃ¤mlich dieses Prinzip auf den sanierungsbedÃ¼rftigen Zustand der Leitung vor der Sanierung bezogen, lassen sich hieraus von vornherein keine Verursacheranteile der einzelnen angeschlossenen Liegenschaften ableiten. Wird das Prinzip hingegen unmittelbar auf die an die Leitung angeschlossenen und deswegen in den Kostenverleger einbezogenen Liegenschaften bezogen (wovon der Bezirksrat auszugehen scheint), so geht es letztlich nicht mehr darum, in welchem Umfang die einzelnen Liegenschaften die Kosten "verursacht" haben, sondern darum, in welchem Umfang sie aus der Kanalisationsleitung bzw. aus der Sanierung dieser Leitung Nutzen ziehen. Insofern liegt eine durchaus vergleichbare Situation mit der in Quartierplanverfahren vorzunehmenden Verlegung der Kosten der Erschliessungsanlagen vor, wo dieses Kriterium die massgebende Bemessungsgrundlage bildet (§ 146 Abs. 2 PBG). Von daher gesehen erscheint es nicht sachgemÃ¤ss, ja sogar rechtsverletzend, wenn die Rekursinstanz die von der BeschwerdefÃ¼hrerin gewÃ¤hlte Methode (Verlegung nach PerimeterflÃ¤chen) unter Hinweis auf das Verursacherprinzip bzw. den daran anknÃ¼pfenden polizeirechtlichen StÃ¶rerbegriff von vornherein verworfen hat.</span></p> <p class="Erwgung2"><span>Damit ist zugleich gesagt, dass die von der BeschwerdefÃ¼hrerin gewÃ¤hlte Kostenverlegung nach PerimeterflÃ¤chen nicht von vornherein als unsachgemÃ¤sse LÃ¶sung ausscheidet; vielmehr kommt sie zumindest neben anderen, ebenfalls sachgemÃ¤ssen Verlegungsmethoden in Betracht. Dies entgegen der Auffassung der Beschwerdegegnerinnen, welche die von der BeschwerdefÃ¼hrerin gewÃ¤hlte Methode der Kostenverlegung mit dem Bezirksrat als unsachgemÃ¤ss bezeichnen, wobei sie dies anders als der Bezirksrat nicht in erster Linie mit der Missachtung der GrundsÃ¤tze des Polizei- und Vollstreckungsrechts, sondern damit begrÃ¼nden, die GrundsÃ¤tze des Quartierplanrechts dÃ¼rften bei einer Sanierung anders als bei der erstmaligen Erschliessung von vornherein nicht zur Anwendung kommen (vgl. nebst der Rekursschrift, der Rekursreplik und der Beschwerdeantwort auch die der VerlegungsverfÃ¼gung vom 8. Oktober 2003 vorangegangenen Schreiben vom 8. Januar 2003, 1. April 2003, 14. April 2003 und 10. Juni 2003). Im vorliegenden Fall sind bereits vor Anordnung der Sanierung drei Varianten der Kostenverlegung in Betracht gezogen worden (vgl. Zustandsanalyse Privatkanalisation S-Weg vom 4. Juni 2002), nÃ¤mlich erstens eine gleichmÃ¤ssige Verlegung nach der Zahl der einbezogenen Liegenschaften (damals noch acht, spÃ¤ter nach Ausscheiden der Parzellen Kat.-Nrn. 3 und 4 noch sechs), zweitens eine Verlegung nach den effektiv genutzten LeitungslÃ¤ngen sowie drittens eine Verlegung "nach QuartierplangrundsÃ¤tzen", das heisst nach PerimeterflÃ¤chen.</span></p> <p class="Erwgung2"><span>Bei der Verlegung der Sanierungskosten kommt der Gemeinde ein erheblicher Ermessensspielraum zu, dies auch dann, wenn davon ausgegangen wird, dass es bei der streitbetroffenen Verlegung nicht in erster Linie um die Anwendung kommunalen Rechts geht. Auch insoweit ist die hier vorzunehmende Kostenverlegung durchaus vergleichbar mit dem Ermessen, das der Gemeinde als PlanungstrÃ¤ger in Quartierplanverfahren beim BemÃ¼hen, einen Interessenausgleich unter den kontroversen Anliegen der beteiligten GrundeigentÃ¼mer zu finden, insbesondere auch bei der Verlegung der Erstellungskosten nach § 146 PBG, zukommt (vgl. dazu KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 50 N. 83; RB 1985 Nr. 90; VGr, 20. November 1991, BEZ 1992 Nr. 2; VGr, 5. Februar 2004, VB.2003.00331 E. 6.3, www.vgrzh.ch). Der RekursbehÃ¶rde steht zwar neben der Rechtskontrolle auch eine Ermessenskontrolle zu (§ 20 VRG); die von der Gemeinde getroffene Festlegung soll aber im Rekursverfahren nur dann wieder abgeÃ¤ndert werden, wenn sich bei der AbwÃ¤gung aller Vor- und Nachteile der Schluss aufdrÃ¤ngt, dass die vom Rekurrenten verfochtene LÃ¶sung der von der Gemeinde getroffenen Festlegung klar Ã¼berlegen sei. Ein solcher Schluss drÃ¤ngt sich im vorliegenden Fall nicht auf. Wie erwÃ¤hnt erscheint es durchaus plausibel, auf den Nutzen abzustellen, der sich fÃ¼r die beteiligten GrundstÃ¼cke aus der Sanierung ergibt, und erweist sich von da her eine Verlegung nach PerimeterflÃ¤chen als sachgemÃ¤sse Methode. Sie ist den Ã¼brigen in Betracht gezogenen Methoden (nebst den in der Zustandsanalyse angefÃ¼hrten Ã¼brigen Kriterien der beteiligten Liegenschaften und der effektiv benutzten LeitungslÃ¤ngen auch die von der Vorinstanz und der Beschwerdegegnerschaft zur Diskussion gestellten AnknÃ¼pfungen an die AusnÃ¼tzungsziffer oder den Wasserverbrauch bzw. das Abwasservolumen) zumindest ebenbÃ¼rtig. Der Bezirksrat hÃ¤tte daher die von der BeschwerdefÃ¼hrerin gewÃ¤hlte Verlegungsmethode nicht zu Gunsten einer anderen (konkret noch nicht bestimmten) Verlegungsart verwerfen dÃ¼rfen; damit hat er in unzulÃ¤ssiger Weise sein Ermessen an die Stelle des Ermessens der GemeindebehÃ¶rde gesetzt. </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Es lÃ¤sst sich auch nicht einwenden, die gewÃ¤hlte Methode sei schon deswegen rechtsverletzend, weil sie fÃ¼r die Beschwerdegegnerinnen zu einer unzumutbaren Kostenbelastung fÃ¼hre. Wohl haben sie aufgrund des Ausmasses ihrer Parzelle Kat.-Nr. 2 von 3'923 m</span><sup><span>2</span></sup><span> nebst I, auf dessen Parzelle Kat.-Nr. 1 mit einer GesamtflÃ¤che von 1'142 m</span><sup><span>2</span></sup><span> ein Anteil von 19,74 % entfÃ¤llt (vgl. VB.2004.00273), mit einem Anteil von 49,22 % den grÃ¶ssten Teil der Kosten von insgesamt Fr. 172'334.- zu tragen. Wie die BeschwerdefÃ¼hrerin indessen zu Recht geltend macht, wird damit in zulÃ¤ssiger Weise auch einem mÃ¶glichen kÃ¼nftigen Nutzen auf dem heute nicht voll ausgenÃ¼tzten, in der Wohnzone W2B liegenden GrundstÃ¼ck Rechnung getragen. Entgegen der Auffassung der Beschwerdegegnerinnen kann in dieser Argumentation auch nicht eine unzulÃ¤ssige neue Tatsachenbehauptung im Sinn von § 52 Abs. 2 VRG erblickt werden. Zum einen hat der Bezirksrat nicht als gerichtliche Vorinstanz entschieden, und zum anderen ergÃ¤nzt das genannte Argument nicht den Sachverhalt, sondern den schon bisher von der BeschwerdefÃ¼hrerin eingenommenen Rechtsstandpunkt, wonach die von ihr angeordnete Kostenverlegung rechtmÃ¤ssig sei. Diesem Standpunkt ist nach dem Gesagten beizutreten. </span></p> <p class="Erwgung1"><b><span>6. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Demnach ist die Beschwerde gutzuheissen. Der Rekursentscheid des Bezirksrats Y vom 22. Juni 2004 ist aufzuheben. Die VerfÃ¼gung der BeschwerdefÃ¼hrerin vom 8. Oktober 2003 ist wieder herzustellen. Die Kosten des Rekursverfahrens sind den Beschwerdegegnerinnen zu je einem Drittel, unter solidarischer Haftung einer jeden fÃ¼r den restlichen Betrag, aufzuerlegen (§ 13 Abs. 2 VRG). Der Streitwert entspricht nicht dem vollen Sanierungskostenanteil der Beschwerdegegnerinnen von Fr. 84'823.- und ist aufgrund des aufzuhebenden RÃ¼ckweisungsentscheids des Bezirksrats gar nicht genau bestimmbar; als angemessen erweist sich eine GerichtsgebÃ¼hr von Fr. 4'000.-. Die Gerichtskosten sind in gleicher Weise wie die Rekurskosten zu verlegen. Den Beschwerdegegnerinnen sowie dem Mitbeteiligten 3 als Unterliegende steht eine ParteientschÃ¤digung nach § 17 Abs. 2 VRG von vornherein nicht zu. Eine solche EntschÃ¤digung zulasten der Beschwerdegegnerinnen ist jedoch der BeschwerdefÃ¼hrerin zuzusprechen, war doch die BeschwerdefÃ¼hrung fÃ¼r sie mit einem erheblichen Aufwand verbunden (vgl. KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 17 N. 19); als angemessen erweist sich ein Betrag von insgesamt Fr. 1'000.-.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>DemgemÃ¤ss </span><span><a id="Text25"></a>entscheidet</span><span> </span><span>die Kammer</span><span>:</span></p> <p class="Einzug2">1. Die Beschwerde wird gutgeheissen. Der Rekursentscheid des Bezirksrats Y vom 22. Juni 2004 wird aufgehoben. Die VerfÃ¼gung der BeschwerdefÃ¼hrerin vom 8. Oktober 2003 wird wieder hergestellt.</p> <p class="Einzug2">2. Die Kosten des Rekursverfahrens werden den Beschwerdegegnerinnen zu je einem Drittel, unter solidarischer Haftung einer jeden fÃ¼r den restlichen Betrag, auferlegt.</p> <p class="Einzug2">3. Die GerichtsgebÃ¼hr wird festgesetzt auf <br/> Fr. 4'000.--; die Ã¼brigen Kosten betragen:<br/> Fr. 60.-- Zustellungskosten,<br/> Fr. 4'060.-- Total der Kosten.</p> <p class="Einzug2">4. Die Gerichtskosten werden den Beschwerdegegnerinnen zu je einem Drittel, unter solidarischer Haftung einer jeden fÃ¼r den restlichen Betrag, auferlegt. </p> <p class="Einzug2">5. Die Beschwerdegegnerinnen werden verpflichtet, der BeschwerdefÃ¼hrerin binnen dreissig Tagen nach Rechtskraft dieses Urteils eine ParteientschÃ¤digung von Fr. 1'000.- (Mehrwertsteuer inbegriffen) zu zahlen.</p> <p class="Urteilstext"><span>6. Mitteilung an â¦</span></p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>