<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="content"> <div class="para">Bundesgericht </div> <div class="para">Tribunal fédéral </div> <div class="para">Tribunale federale </div> <div class="para">Tribunal federal </div> <div class="para"> </div> <div class="para">{T 0/2} </div> <div class="para">5D_203/2011 </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Urteil vom 4. November 2011 </div> <div class="para">II. zivilrechtliche Abteilung </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Besetzung </div> <div class="para">Bundesrichterin Hohl, Präsidentin, </div> <div class="para">Gerichtsschreiber Füllemann. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">1. Verfahrensbeteiligte </div> <div class="para">X.________, </div> <div class="para">2. Y.________, </div> <div class="para">Beschwerdeführer, </div> <div class="para"> </div> <div class="para">gegen </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Z.________, </div> <div class="para">vertreten durch Fürsprecher Andreas Bandi, </div> <div class="para">Beschwerdegegner. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Gegenstand </div> <div class="para">Dienstbarkeiten, </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Verfassungsbeschwerde gegen den Entscheid vom 9. Juni 2011 des Obergerichts des Kantons Bern (Zivilabteilung, 2. Zivilkammer). </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Nach Einsicht </div> <div class="para">in die (vom Obergericht zuständigkeitshalber an das Bundesgericht übermittelte und von diesem als Verfassungsbeschwerde entgegengenommene) Eingabe gegen den Entscheid vom 9. Juni 2011 des Obergerichts des Kantons Bern, das u.a. festgestellt hat, dass die Vereinigung der wegrechtsberechtigten Liegenschaft des Beschwerdegegners mit einem Anmerkungsgrundstück und die damit verbundene Ausdehnung der Wegrechtsdienstbarkeit nicht zu einer Mehrbelastung auf dem Grundstück der Beschwerdeführer führe, </div> <div class="para"> </div> <div class="para">in Erwägung, </div> <div class="para">dass gegen den in einer vermögensrechtlichen Angelegenheit ergangenen Entscheid des Obergerichts mangels Erreichens der Streitwertgrenze (<span class="artref">Art. 74 Abs. 1 lit. b BGG</span>) und mangels Darlegung einer Ausnahme gemäss <span class="artref">Art. 74 Abs. 2 BGG</span> allein die subsidiäre Verfassungsbeschwerde nach Art. 113ff. BGG offen steht, weshalb die Eingabe der (im kantonalen Verfahren anwaltlich vertretenen) Beschwerdeführer als solche entgegengenommen worden ist, </div> <div class="para">dass in einer subsidiären Verfassungsbeschwerde die Rüge der Verletzung verfassungsmässiger Rechte vorzubringen und zu begründen (Art. 117 i.V.m. <span class="artref">Art. 106 Abs. 2 BGG</span> sowie <span class="artref">Art. 116 BGG</span>), d.h. anhand der Erwägungen des kantonalen Entscheids klar und detailliert darzulegen ist, welche verfassungsmässigen Rechte und inwiefern sie durch diesen Entscheid verletzt sein sollen (<a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=32&amp;from_date=31.10.2011&amp;to_date=19.11.2011&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F133-II-396%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page396">BGE 133 II 396</a> E. 3.1 S. 399), ansonst auf die Beschwerde nicht eingetreten wird (Art. 117 i.V.m. <span class="artref">Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG</span>), </div> <div class="para">dass das Obergericht im Entscheid vom 9. Juni 2011 im Wesentlichen erwog, gemäss <span class="artref">Art. 91 Abs. 3 GBV</span> dürfe durch die Vereinigung des berechtigten Grundstücks mit dem Anmerkungsgrundstück keine Mehrbelastung, die erheblich sein müsse (<a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=32&amp;from_date=31.10.2011&amp;to_date=19.11.2011&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F122-III-358%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page358">BGE 122 III 358</a> E. 2c), entstehen, das seit der Begründung der Dienstbarkeit (lediglich als Folge der gesellschaftlichen Entwicklung) gewachsene Bedürfnis des in der Wohnzone gelegenen Grundstücks nach genügenden Wende- und Parkierungsmöglichkeiten für Fahrzeuge bleibe innerhalb des Dienstbarkeitszwecks, das Wegrecht diene auch weiterhin einzig der Erschliessung des Einfamilienhauses des Beschwerdegegners, als Folge der Erstellung von zusätzlichen Wende- und Parkierungsmöglichkeiten sei nicht eine Zunahme, sondern vielmehr - wegen des Wegfalls der unnötigen und gefährlichen Manöver - eine Reduktion der Fahrbewegungen zu erwarten, die Vereinigung der Grundstücke des Beschwerdegegners (mit Erstellung von zusätzlichen Parkierungs- und Wendemöglichkeiten) führe daher zu keiner Mehrbelastung für die Beschwerdeführer und sei deshalb von diesen zu dulden, </div> <div class="para">dass das Obergericht weiter erwog, der Beschwerdegegner prozessiere nicht rechtsmissbräuchlich, die Widerklagebegehren der Beschwerdeführer seien, soweit nicht in Rechtskraft erwachsen, mangels Schädigung (mangels Nachweises zusätzlicher Fahrbewegungen) abzuweisen, </div> <div class="para">dass sich die Beschwerdeführer in ihrer (an das Bundesgericht übermittelten) Eingabe nicht in nachvollziehbarer Weise mit den entscheidenden obergerichtlichen Erwägungen auseinandersetzen, </div> <div class="para">dass sie erst recht nicht nach den gesetzlichen Anforderungen, d.h. klar und detailliert anhand dieser Erwägungen aufzeigen, welche verfassungsmässigen Rechte und inwiefern sie durch den Entscheid des Obergerichts vom 9. Juni 2011 verletzt sein sollen, </div> <div class="para">dass somit auf die - offensichtlich keine hinreichende Begründung enthaltende - Verfassungsbeschwerde in Anwendung von Art. 117 i.V.m. <span class="artref">Art 108 Abs. 1 lit. b BGG</span> nicht einzutreten ist, </div> <div class="para">dass die Eingabe im Übrigen auch als Beschwerde in Zivilsachen mangels hinreichender Begründung (Art. 42 Abs. 2 und 106 Abs. 2 BGG) unzulässig wäre, </div> <div class="para">dass die unterliegenden Beschwerdeführer unter Solidarhaft kostenpflichtig werden (<span class="artref"><artref id="CH/173.110/66/5" type="start"></artref><artref id="CH/173.110/66/1" type="start"></artref>Art. 66 Abs. 1 und 5 BGG</span><artref id="CH/173.110/66/5" type="end"></artref><artref id="CH/173.110/5" type="end"></artref>), </div> <div class="para">dass in den Fällen des Art. 117 i.V.m. <span class="artref">Art. 108 Abs. 1 BGG</span> das vereinfachte Verfahren zum Zuge kommt und die Abteilungspräsidentin zuständig ist, </div> <div class="para">erkennt die Präsidentin: </div> <div class="para"> </div> <div class="para">1. </div> <div class="para">Auf die Verfassungsbeschwerde wird nicht eingetreten. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">2. </div> <div class="para">Die Gerichtskosten von Fr. 500.-- werden den Beschwerdeführern unter Solidarhaft auferlegt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">3. </div> <div class="para">Dieses Urteil wird den Parteien und dem Obergericht des Kantons Bern schriftlich mitgeteilt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Lausanne, 4. November 2011 </div> <div class="para">Im Namen der II. zivilrechtlichen Abteilung </div> <div class="para">des Schweizerischen Bundesgerichts </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Die Präsidentin: Hohl </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Der Gerichtsschreiber: Füllemann </div> <div class="para"> </div> </div></body></html>