<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="cell small-12 contentContainer printArea"> <div><table><tr><td colspan="2"><p class="Normal Heading1"><span id="_GoBack"></span><span class="Normal Heading1">Sozialversicherungsgericht</span></p><p class="Normal Heading1"><span class="Normal Heading1">des Kantons Zürich</span></p></td><td><p class="Normal Heading1"></p></td></tr><tr><td><p class="Normal Heading1"><br/></p></td><td colspan="2"><p><span>KK.2015.00040</span></p><p><br/></p><p><br/></p><p></p></td></tr></table><p><br/></p><p>II. Kammer</p><p>Sozialversicherungsrichter Mosimann, Vorsitzender</p><p>Sozialversicherungsrichterin Käch</p><p>Ersatzrichterin Romero-Käser</p><p>Gerichtsschreiberin Tiefenbacher</p><p class="Normal Heading2"><span class="Normal Heading2">Urteil vom 6. Januar 2017</span></p><p class="Normal StandardEinzug"><span class="Normal StandardEinzug">in Sachen</span></p><p class="Normal StandardFett RubrumFett"><span class="Normal StandardFett RubrumFett">X.___</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Klägerin</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">vertreten durch Rechtsanwalt Mark A. Glavas</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Advokatur Glavas AG</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Markusstrasse 10, 8006 Zürich</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">gegen</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardFett RubrumFett"><span class="Normal StandardFett RubrumFett">Mutuel Assurances SA</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Rechtsdienst</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Rue des Cèdres 5, 1920 Martigny</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Beklagte</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Sachverhalt:</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">X.___, geboren 1963, war im Rahmen ihrer unselbständi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gen Erwerbstätigkeit aufgrund der durch ihre Arbeitgeberin, die O.___, bei der Mutuel Assurances SA (nachfolgend Mutuel), abgeschlossenen kollektiven Krankentaggeldversicherung für ein Krankentag</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">geld versichert (Urk. 8/2). Ab 25. März 2013 wurde der Versicherten von ihrem Hausarzt wegen neuralgiformen Schmerzen links frontal mit sekundär auftre</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tendem Schwindel und orthostatischer Unsicherheit eine 100%ige Arbeitsunfä</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">higkeit attestiert (Urk. 8/8). Die Mutuel anerkannte ihre Leistungspflicht und richtete der Versicherten </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">– nach Ablauf der vereinbarten </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">90-tägigen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Wartefrist </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">(vgl. Urk. 8/2) </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">– ab </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">25. Juni 2013</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Taggelder auf Basis einer Arbeitsunfähigkeit von 100 % aus (vgl. Urk. 8/41).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Nach </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">einer vertrauensärztlichen Untersuchung (vgl. Urk. 8/25)</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> teilte die </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Mutuel</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> der Versicherten am </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">23. September 2014</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> mit, dass sie die Taggeldleistungen </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">per 31. Oktober 2014 einstellen werde (Urk. 8/27)</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">. In der nachfolgenden Korrespon</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">denz fanden die Parteien keine Einigung (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">vgl. Urk. 8/30 und Urk. 8/33-41)</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">A</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">m </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">25. November 2015</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> reichte die Versicherte Klage gegen die </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Mutuel</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> ein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> und beantragte</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">, diese sei zu verpflichten, ihr </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">für die Periode vom 1. November 2014 bis 24. März 2015 Krankentaggelder im Betrag von </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Fr.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> 30'384.--</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> zuzüglich Zins zu 5</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">% seit dem </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">25. März 2015</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">oder eventuell für die Periode vom 1. November 2014 bis 31. Januar 2015 Krankentaggelder im Betrag von mindestens Fr. 19'412.-- samt Zins zu 5 % ab 1. Februar 2015 auszurichten</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> (Urk.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> 1 S. 2</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">). </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Mit Klageantwort vom 17. Februar 2016 schloss die Mutuel auf Abweisung der Klage (Urk. 7). Die Parteien hielten mit Replik vom 25. April 2016 (Urk. 12) be</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ziehungsweise Duplik vom 14. Juni 2016 (Urk. 16) an ihren Rechtsbegehren fest.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Das Gericht</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> zieht in Erwägung:</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.1</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.1.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Zusatzversicherungen zur sozialen Krankenversicherung nach dem Bundesge-setz über die Krankenversicherung (KVG) unterstehen nach Art. 12 Abs. 3 KVG dem Bundesgesetz über den Versicherungsvertrag (VVG). Das Bundesgericht subsumiert kollektive Krankentaggeldversicherungen wie alle weiteren Taggeld</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">versicherungen in ständiger Praxis unter den Begriff der Zusatzversicherung zur sozialen Krankenversicherung (Urteil des Bundesgerichts 4A_47/2012 vom 12. März 2012 E. 2 mit weiteren Hinweisen). Die Kantone können gestützt auf Art. 7 der Schweizerischen Zivilprozessordnung (ZPO) ein Gericht bezeichnen, welches als einzige kantonale Instanz für Streitigkeiten in diesem Gebiet sach</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">lich zuständig ist. Im Kanton Zürich liegt die Zuständigkeit beim Sozialversi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">cherungsgericht (§ 2 Abs. 2 lit. b des Gesetzes über das Sozialversicherungsge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">richt, GSVGer). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.1.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die örtliche Zuständigkeit richtet sich nach Art. 32 ZPO. Demnach ist bei Streitig</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">keiten aus Konsumentenverträgen für Klagen der Konsumentin oder des Konsumenten das Gericht am Wohnsitz oder Sitz einer der Parteien zuständig (Art. 32 Abs. 1 lit. a ZPO). Im Übrigen sehen auch die Allgemeinen Versiche</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rungsbedingungen der Beklagten in Art. 33 Abs. 2 einen Gerichtsstand am Wohnsitz oder Sitz einer der Parteien vor (Urk. 8/1). Die Klägerin hat ihren Wohnsitz im Kanton Zürich; damit ist die örtliche Zuständigkeit des Sozialver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sicherungsgerichts des Kantons Zürich gegeben.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Das Verfahren richtet sich nach der ZPO, wobei das einfache Verfahren zur An</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">wendung gelangt (Art. 243 Abs. 2 lit. f ZPO) und die Klage direkt beim Gericht anhängig zu machen ist (BGE 138 III 558 E. 3.2 und 4.6). Das Gericht darf einer Partei nicht mehr und nichts anderes zusprechen, als sie verlangt, und nicht weniger, als die Gegenpartei anerkannt hat (Art. 58 ZPO). Es stellt den Sachver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">halt von Amtes wegen fest (Art. 247 Abs. 2 lit. a i.V.m. Art. 243 Abs. 2 lit. f ZPO), erhebt von Amtes wegen Beweis (Art. 153 i.V.m. Art. 247 Abs. 2 lit. a ZPO) und bildet seine Überzeugung nach freier Würdigung der Beweise (Art. 157 ZPO).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.3</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.3.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Als Teil des Privatrechts räumt das VVG den Parteien weitgehende Vertragsfrei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">heit ein, solange sie die Schranken der Rechtsordnung beachten. Der Vertrags</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">inhalt richtet sich häufig nach vorformulierten Allgemeinen Vertragsbestim</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">mungen (AVB; Michael Iten, Der private Versicherungsvertrag: Der Antrag und das Antragsverhältnis unter Ausschluss der Anzeigepflicht, Freiburg, 1999, S. 23 N71; vgl. auch Alfred Maurer, Schweizerisches Privatversicherungsrecht, 3. Aufl., Bern 1995, S. 150 f.). Das Schweizerische Obligationenrecht (OR) gilt immer subsidiär, wenn das VVG, das hinsichtlich des (Zusatz-)Versicherungs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">vertrages zahlreiche vom OR abweichende oder dieses ergänzende Bestimmun</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gen enthält, eine Frage nicht regelt (vgl. Art. 100 Abs. 1 VVG).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.3.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Vorformulierte Vertragsbestimmungen sind grundsätzlich nach den gleichen Regeln wie individuell verfasste Vertragsklauseln auszulegen. Kann der wirkli</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">che übereinstimmende Parteiwille (Art. 18 Abs. 1 OR) nicht ergründet werden, ist</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> auf den mutmasslichen Willen abzustellen. Letzterer ist nach dem Vertrau</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ens</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">grundsatz aufgrund aller Umstände des Vertragsschlusses zu ermitteln. Dabei hat der Richter vom Wortlaut auszugehen und die Klauseln im Zusammenhang </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">so auszulegen wie sie nach den gesamten Umständen verstanden werden durf</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ten</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> und mussten; er hat auch zu berücksichtigen, was sachgerecht erscheint. Der Richter orientiert sich dabei am dispositiven Recht, weil derjenige Vertrags</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">partner, der dieses verdrängen will, das mit hinreichender Deutlichkeit zum Aus</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">druck bringen muss (Urteil des Bundesgerichts 4A_39/2009 vom 7. April 2009, E. 3.4 mit Hinweisen). Bei juristischen Fachausdrücken oder Begriffen, die in der Rechtssprache eine festumrissene Bedeutung haben, gilt vermutungsweise der fachtechnische Sinn (vgl. Stoessel, in: Basler Kommentar zum Bundesgesetz </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">über den Versicherungsvertrag, Basel 2001, Vorbemerkungen zu Art. 1-3 Rz 24).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.4</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Art. 87 VVG gewährt demjenigen, zu dessen Gunsten die kollektive Unfall- oder Krankenversicherung abgeschlossen worden ist, mit dem Eintritt des Unfalls oder der Krankheit ein selbständiges Forderungsrecht auf die Versicherungs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">leistungen im Versicherungsfall gegen den Versicherer (vgl. Urteil des Bundes</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gerichts 5C.41/2001 vom 3. Juli 2001 E. 2c; Peter Stein, Basler Kommentar VVG, Basel 2001, Art. 87 VVG N 15; Willy Koenig, Der Versicherungsvertrag, in: Schweizerisches Privatrecht, VII/2, Basel 1979, S. 729).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.5</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Der Anspruchsberechtigte - in der Regel der Versicherungsnehmer, der versi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">cherte Dritte oder der Begünstigte - hat die Tatsachen zur Begründung des Ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sicherungsanspruches (Art. 39 VVG) zu beweisen, also namentlich das Bestehen eines Versicherungsvertrags, den Eintritt des Versicherungsfalls und den Um</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">fang des Anspruchs. Den Versicherer trifft demgegenüber die Beweislast für Tatsachen, die ihn zu einer Kürzung oder Verweigerung der vertraglich vorge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sehenen Leistung berechtigen oder die den Versicherungsvertrag gegenüber dem Anspruchsberechtigten unverbindlich machen (BGE 130 III 321 E. 3.1 S. 323; Urteil des Bundesgerichts 4A_393/2008 vom 17. November 2008 E. 4.1).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Nach </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">8 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">des Zivilgesetzbuches (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ZGB</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">)</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> hat, wo es das Gesetz nicht anders be</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">stimmt, derjenige das Vorhandensein einer behaupteten Tatsache zu beweisen, der aus ihr Rechte ableitet. Demgemäss hat die Partei, die einen Anspruch gel</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tend macht, die rechtsbegründenden Tatsachen zu beweisen, während die Beweislast für die rechtsaufhebenden bzw. rechtsvernichtenden oder rechts</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">hindernden Tatsachen bei der Partei liegt, die den Untergang des Anspruchs behauptet oder dessen Entstehung oder Durchsetzbarkeit bestreitet. Der Eintritt des Versicherungsfalls ist nach diesen Grundsätzen vom Anspruchsberechtigten zu beweisen (</span><a href="http://relevancy.bger.ch/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=1&amp;from_date=&amp;to_date=&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=4A_246%2F2015&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F130-III-321%3Ade&amp;number_of_ranks=0"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">BGE 130 III 321</span> </a><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> E. 3.1 S. 323; BGE 141 III 241 E. 3.1</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Daran ändert nichts, dass die Versicherung zunächst Taggelder ausbezahlt hat; macht sie geltend, die Umstände hätten sich geändert oder die Leistungen seien </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">von vornherein zu Unrecht erbracht worden und die versicherte Person sei (wie</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">der</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">) arbeitsfähig, so hat die versicherte Person zu beweisen, dass sie (weiterhin) arbeitsunfähig ist und daher Anspruch auf Taggelder hat (BGE 141 III 241 E.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3.1</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.6</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Da der Nachweis rechtsbegründender Tatsachen im Bereich des Versicherungs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">vertrags regelmässig mit Schwierigkeiten verbunden ist, geniesst der beweis</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">pflichtige Anspruchsberechtigte insofern eine Beweiserleichterung, als er in der Regel nur eine überwiegende Wahrscheinlichkeit für das Bestehen des geltend gemachten Versicherungsanspruchs darzutun hat. Allerdings kann der Versi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">cherer im Rahmen des Gegenbeweises Indizien geltend machen, welche die Glaubwürdigkeit des Ansprechers erschüttern oder erhebliche Zweifel an seinen Schilderungen erwecken. Gelingt der Gegenbeweis, dürfen die vom Anspruchs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">berechtigten behaupteten Tatsachen nicht als überwiegend wahrscheinlich und damit nicht als bewiesen anerkannt werden. Der Hauptbeweis ist vielmehr ge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">scheitert (BGE 130 III 326 E. 3.4 mit Hinweis, Urteil des Bundesgerichts 5C.146/2000 vom 15. Februar 2001 E. 4b mit Hinweisen).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Nach der Rechtsprechung (Urteile des Bundesgerichts 4A_382/2014 vom 3. März</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> 2015 E. 5.3 und 4A_316/2013 vom 21. August 2013 E. 6.2) kann sich, wenn der strikte Beweis nach der Natur der Sache nicht möglich beziehungs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">weise nicht zumutbar ist, auch der Versicherer in Bezug auf Tatsachen, für wel</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">che ihm die Beweislast obliegt, auf eine Reduktion des Beweismasses auf den Grad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit berufen.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Grundlage für den geltend gemachten Taggeldanspruch ist primär der Kollektiv</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">versicherungsvertrag zwischen der </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">O.___</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> als frühere Arbeitgeberin de</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">r</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Kläger</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">in</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> und der </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Beklagten</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">. Unstreitig </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ist</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> die massgebende Versicherungspolice diejenige </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">vom 20. November 2009 (Urk. 8/2</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">). Demzu</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">folge sind die darin genannten </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Allgemeinen </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Vertragsbedingungen (AVB),</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Ausgabe </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1. Januar 2011, </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">anwendbar (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">vgl. Urk. 8/2 S. 9</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">). Ausserdem sind die Bestimmun</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gen des VVG massgebend (vgl. Art.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> 2 Ziff. 3</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> AVB).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Gemäss Police vom </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">20. November 2009</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> (Urk.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> 8/2</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">) </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ist bei einer Krankheit</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> 100</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">% de</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">s Gehalts</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">versichert, wobei die Leistungen höchstens 730 Tage mit Anrech</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nung der Wartefrist dauern. Die Wartefrist beträgt 90 Tage (S. 2).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Gemäss Art. 3 Abs. 1 Satz 1 AVB (Urk. 8/1) gilt als Krankheit jede unbeab</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sich</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tigte Beein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">trächtigung der körperlichen oder geistigen Gesundheit, die medi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">zinisch fest</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">stellbar und nicht auf einen Unfall oder dessen Folgen zurück</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">zu</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">führen ist, und ausserdem eine medizinische Untersuchung, Behandlung oder </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">eine Arbeitsunfä</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">higkeit zur Folge hat. Arbeitsunfähigkeit liegt vor, wenn die ve</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">r</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sicherte Person teilweise oder vollkommen unfähig ist, ihren Beruf oder eine andere zumutbare Erwerbstätigkeit in ihrem Tätigkeitsbereich auszuüben. Sie </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">muss zudem auf eine Beeinträchtigung einer körperlichen oder geistigen Gesund</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">heit zurückzuführen sein. Bei einer langfristigen Arbeitsunfähigkeit kann von der versicherten Per</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">son auch eine Tätigkeit in einem anderen Beruf oder einem anderen Tätigkeits</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">bereich verlangt werden (Art. 3 Abs. 5 AVB).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.4</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Laut Art. 12 AVB wird das Taggeld bei einer Arbeitsunfähigkeit von mindestens 25 % erbracht (Abs. 1). Ist der versicherten Person zuzumuten, dass sie ihre Arbeitsfähigkeit in einem anderen Beruf oder einer angepassten Tätigkeit aus</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">übt, entrichtet der Versicherer das Taggeld vorübergehend während drei bis fünf Monaten, sofern die versicherte Person die notwendigen Schritte unternimmt, wie Arbeitssuche, Eintragung in die Arbeitslosenversicherung, Einreichen eines IV-Gesuchs usw. (Abs. 19).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die Klägerin machte geltend (Urk. 1), sie sei seit dem 25. März 2013 arbeits</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">unfähig, da sie an invalidisierenden linksseitigen Kopfschmerzen und Dauer</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">schwindel ohne fassbares organisches Korrelat und einem therapieresistenten </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">myofaszialen Schmerzsyndrom im Nacken-/Schultergürtel und Hemikranium lin</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ks leide (S. 3 Ziff. III. 1). Der von der Beklagten beauftragte psychiatrische Gut</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">achter habe im Gutachten vom 16. August 2014 behauptet, sie sei aus psy</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">chiat</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">rischer Sicht ab sofort arbeitsfähig. Es sei indessen unerklärlich, wes</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">halb weder der Gutachter noch die Beklagte selbst gemerkt hätten, dass sie hätte polydis</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ziplinär (sicherlich neurologisch, rheumatologisch und otorhinolaryngo</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">logisch) untersucht werden müssen (S. 4 Ziff. III. 2).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die IV-Stelle habe sie umfassend abklären lassen und deren Gutachter seien am 31. Dezember 2014 zum Schluss gekommen, dass die bisherige Tätigkeit aus </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">rheumatologischer Sicht höchstens noch mit einer Einschränkung der Leis</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tungs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">fähigkeit von 70 % ausgeübt werden könne. Der neurologische Teilgut</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">achter hab</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">e</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> ausgeführt, dass eine 20%ige Leistungseinschränkung vorliege und der behandelnde Arzt habe im Bericht vom 6. April 2015 festgehalten, dass auf</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">grund von andauernden, unerwartet auftretenden Ohnmachtsanfällen keine Arbeitsfähigkeit gegeben sei (S. 4 Ziff. III. 3).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Da ihr weder die bisherige noch eine angepasste Tätigkeit zumutbar sei, müsse die Beklagte ab dem 1. November 2014 rückwirkend weiterhin das Taggeld aus</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">richten. Die übereilige und ohne genügende medizinische Abklärungen er</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">folgte Einstellung der Taggelder per 31. Oktober 2014 sei keinesfalls rechtens (S. 7 Ziff. IV. 4). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Sollte das Gericht wider Erwarten zum Schluss kommen, dass ihr eine ange</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">passte Tätigkeit mit einer Leistungseinschränkung von 20 % tatsächlich zumut</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">bar gewesen sei, hätte ihr die Beklagte eine Übergangsfrist für den Berufswech</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sel gewähren und ihr mindestens bis zum 31. Januar 2015 Taggelder ausrichten müssen (S. 7 Ziff. IV. 5).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Dagegen machte die Beklagte geltend (Urk. 7), zwei Psychiater seien von einer vollständigen Arbeitsfähigkeit in der angestammten und in einer angepassten Tätigkeit ausgegangen. Der Neurologe sei aufgrund der Migräneproblematik von einer Leistungseinschränkung von 20 % in der angestammten Tätigkeit seit März 2013 ausgegangen. Der Otorhinolaryngologe habe keine Einschränkung in der Arbeitsfähigkeit erkennen können, solange keine sturzgefährdende Tätigkeit ausgeführt werde und häufige Kopfrotationen vermieden werden könnten. Die Rheumatologin habe eine Arbeitsunfähigkeit von 70 % attestiert, wobei die Befunde der rheumatologischen Untersuchung lediglich auf den subjektiven Angaben der Klägerin beruht hätten. Überdies sei sie von einem unkorrekten Tätigkeitsprofil ausgegangen. Es müsse somit auf das schlüssige neurologische Gutachten mit der höchsten attestierten Arbeitsunfähigkeit abgestellt werden (S. 6 unten f.). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Gemäss gesamtmedizinischer Beurteilung sei eine maximale Arbeitsunfähigkeit von 20 % ausgewiesen. Diese Einschränkung bestehe ohne Änderung seit dem 25. März 2013. Da erst ab einer Arbeitsunfähigkeit von 25 % eine Leistung ge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">schuldet sei, seien die ausbezahlten Leistungen zu Unrecht erbracht worden. Die Beklagte verzichte jedoch auf deren Rückforderung (S. 8).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Streitig und zu prüfen ist demnach, ob die Klägerin ab 1. November 2014 wei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">terhin Anspruch auf Krankentaggelder hat.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Mit Arztbericht vom 9. Mai 2013 (Urk. 8/8) diagnostizierte Dr. med. Z.___, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin, neuralgiforme Schmerzen links frontal mit sekundär auftretendem Schwindel und orthostatischer Unsicher</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">heit, welche sich auf die Arbeitsfähigkeit auswirken würden (Ziff. 2.1). Weiter nannte er ein Colon irritabile, das sich nicht auf die Arbeitsfähigkeit </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">auswirke (Ziff. 2.2). Es bestehe seit dem 25. März 2013 eine vollständige Arbeits</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">unfähig</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">keit (Ziff. 6.1).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Am 10. Juli 2013 (Urk. 8/12) diagnostizierte Dr. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Z.___</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> neuralgiforme Ge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sichts</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">schmer</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">zen und starker Schwindel mit Gangunsicherheit (Ziff. 3.1). Als Symp</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tome führte er Kopfschmerzen in der linken Gesichtshälfte, Schmerzen im Nacken links sowie einen schwankenden Gang an (Ziff. 4.2).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Im Austrittsbericht der A.___ vom 15. Oktober 2013 (Urk. 2/6 = Urk. 8/16) diagnostizierten die Ärzte nach dem stationären Aufent</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">halt vom 1. bis 28. September 2013 Folgendes (S. 1):</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">invalidisierende linksseitige Kopfschmerzen und Dauerschmerzen ohne fassbares organisches Korrelat</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">als somatoformes und vegetativ-autonomes Syndrom mit neuralgifor</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">men Schmerzen links bei Status nach Sinusitis 2002</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">Schmerzverarbeitungsstörung</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">Schädel MRI 04/2013 unauffällig</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">Status nach Triggerpunkttherapie mit probatorischer infiltratorischer Blockade C2/3 (06/2013) ohne Erfolg</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">Dauerschwindel mit ausgeprägter Gangstörung vermutlich im Rah</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">men einer Störung der vestibulospinalen Reflexe</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Polyarthralgien (Kiefer-, Hüfte-, Schulter-, Finger-, Knie- und Zehenge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">lenke beidseits)</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Verdacht auf Bruxismus</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">anamnestisch Verdacht auf Trigeminusneuralgie links</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">anamnestisch rezidivierende Synkopen unklarer Genese</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Assessment:</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">HADS-Test bei Austritt A/D 3/8 von je 21 Punkten</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Bei Austritt habe die Klägerin subjektiv über eine Besserung der Intensität der Kopfschmerzen berichtet. Das Schwindelgefühl habe sich nicht verbessert. Die Klägerin habe von der aktiven Physiotherapie, insbesondere der Wassertherapie und der Entspannung, profitiert. In der Selbständigkeit hätten im Laufe des Auf</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">enthalts Fortschritte beobachtet werden können, die Klägerin habe sich bis Ende des Aufenthalts auf Stationsebene bewegen können und sei sogar einmal in Da</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">vos spazieren gegangen. Sie habe sich psychophysisch stärken und Kopf</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">schmerzbewältigungsstrategien, welche sie nur teilweise anzuwenden ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">moch</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">te, erlernen können. Die Selbstsorge, das Abgrenzen sowie der Aktionsra</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">dius seien teilweise verbessert (S. 3 oben).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Es bestehe eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit für die Dauer des Aufenthalts sowie für weitere zwei Wochen bis zum 12. Oktober 2013. Je nach Verlauf des noch bestehenden Schwindels sollte im Verlauf mit einer schrittweisen Arbeitsauf</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">nahme begonnen werden (S. 3 Mitte).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Dr. med. B.___, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, diagnos</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ti</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">zierte im psychiatrischen Untersuchungsbericht zu Händen der Beklagten vom 16. August 2014 (Urk. 2/9 = Urk. 8/25) eine Somatisierungsstörung (F45.0), vor</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">wiegend, aber nicht nur im Sinne einer somatoformen Schmerzstörung. Hin</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">weise</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> für eine affektive Erkrankung mit episodenartigem Verlauf einer De</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">pression </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">beziehungsweise einer bipolaren Störung fänden sich in der Vorge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">schichte kei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ne (S. 4 unten).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Der psychopathologische Befund sei zum Zeitpunkt der Untersuchung durch eine ausgeglichene Stimmungslage gekennzeichnet gewesen. Die affektive Aus</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">lenkbarkeit sei ebenfalls intakt gewesen. Im Affekt habe sich die Klägerin be</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sorgt über ihren Gesundheitszustand gezeigt. Im Auftreten habe sie sich situa</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tionsangemessen und freundlich und im Ton verbindlich verhalten. Sie habe mit fester Stimme gesprochen und sei in der Lage gewesen, Blickkontakt zu halten. Psychomotorisch sei sie ausgeglichen gewesen. Die kognitiven Fähigkeiten wie Konzentration, Auffassung, Merkfähigkeit, Erinnerung und Umstellungsfähig</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">keit im Gespräch seien im Rahmen der klinischen Prüfung während der Unter</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">suchung intakt gewesen. Ein flüssiger Gesprächsverlauf sei durchgehend mög</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">lich gewesen. Die Klägerin sei äusserlich gepflegt erschienen (S. 4 Mitte).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Aus psychiatrischer Sicht sei die Arbeitsunfähigkeit nicht mehr nachvollziehbar, die Klägerin sei aus psychiatrischer Sicht ab sofort wieder arbeitsfähig (S. 5).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.4</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Das von der IV-Stelle eingeholte polydisziplinäre Gutachten des C.___ vom 31. Dezember 2014 (Urk. 2/10) beruht auf Untersu</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">chungen in den Fachgebieten Innere Medizin, Rheumatologie, Neurologie, Otor</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">hinolaryngologie und Psychiatrie. Darin wurden die folgenden Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit festgehalten (S. 58 f.):</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Panvertebralsyndrom mit/bei</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">diskreter Fehlform (klinisch relative Abflachung thorakale Kyphose, dis</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">krete thorakal linkskonvexe Skoliose, radiologisch Streckhaltung zervikal, Hyperlordose lumbal)</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">leichtgradigen Spondylarthrosen HWK/BWK1 beidseits und minima</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">len degenerativen Veränderungen des atlantodentalen Übergangs</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">muskulärer Dysbalance</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Tendinitis calcarea Supraspinatussehne links</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">multifaktorieller Kopfschmerz</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">Spannungskopfschmerz</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">aufgepfropfte Migräne</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">atypischer Gesichtsschmerz links mit teilweise neuralgiformer Semio-lo</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">gie</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">Medikamentenübergebrauchskopfschmerz (MÜKS)</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">cervicogene Kopfschmerzkomponente</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">funktionelle Beschwerde-Überlagerung</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">andere somatoforme Störungen (F45.8), sehr wahrscheinlich mit ätiolo</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">gisch unklarem Schwindelsyndrom</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">teils mit präsynkopalen und vereinzelt auch synkopalen Zuständen</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">kein Epilepsie-Nachweis</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">mit unauffälliger peripherer vestibulärer Funktion</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">DD zervikogen-proprioceptiv bedingt</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">am ehesten vegetativ und orthostatisch bedingt</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Tinnitus beidseits (ICD-10 H93.1)</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">aktuell mittelgradig kompensiert</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Als Diagnosen ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit wurden die folgenden aufgeführt (S. 59):</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Ansatztendinose retrotrochantär und wahrscheinliche Bursitis trochante</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">rica beidseits</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">belastungsabhängiger Knieschmerz beidseits mit/bei</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">Valgus-Fehlstellung, Überstreckbarkeit</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">beginnender medialer Gonarthrose rechts</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">beginnende Fingerpolyarthrose und Knotenbildungen in den Beuge-seh</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">nen der Zeige- bis Ringfinger</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Cervicobrachialgie links</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">kein relevantes Cervicalsyndrom</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">kein radikuläres Reiz- und Ausfallsyndrom</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Schwierigkeiten in der Berufsausbildung (die Versicherte habe keine Lehre absolviert)</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">In der zusammenfassenden Beurteilung wurde festgehalten, gesamtmedizinisch </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sei festzuhalten, dass der Klägerin keine schweren körperlichen Tätigkeiten mehr</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> zumutbar seien. Seitens der Schwindelsymptomatik im Sinne einer Gang</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">un</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">si</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">cherheit bei zwar unauffälliger peripherer vestibulärer Funktion, aber dif</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">fe</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">renz</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ialdiagnostisch möglicher zervikogen-proprioceptiv bedingter Ursache ergäben sich aber trotzdem zusätzliche qualitative Einschränkungen der Ar</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">beitsfähigkeit, so dass sturzgefährdende Tätigkeiten sowie Tätigkeiten mit häu</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">figen Kopf</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">rota</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tionen von der Klägerin gemieden werden sollten. Weiterhin möglich seien leichte bis intermittierend mittelschwere, wechselbelastende und rückenadap</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tierte Tätigkeiten, im Rahmen welcher ein dauerndes oder wieder</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">holtes Arbeiten mit den Armen in und über der Horizontalen oder Arbeiten in der Höhe nicht notwendig seien. Bei solchen Tätigkeiten müssten die obigen qualitativen Ein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">schränkungen ebenfalls berücksichtigt werden. In einer solchen adaptierten Tätig</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">keit bestehe auf ein vollschichtiges Arbeitsvolumen eine Ein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">schränkung von 20 %. Leider sei es aufgrund der spärlichen und bezüglich des Bewegungs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">apparates nur wenig aussagekräftigen Vorakten nicht möglich, ret</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">rospektive zur Arbeitsfähigkeit der Klägerin Stellung zu nehmen. Die Beurtei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">lung gelte ab der Begutachtung und sei durch alle involvierten Ärzte gemein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sam erfolgt (S. 63).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.5</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Dr. med. Z.___ (vgl. E. 4.1) wiederholte im Bericht vom 6. April 2015 (Urk. 2/11) im Wesentlichen die von den Ärzten der A.___ gestellten Diagnosen (vgl. E. 4.2) und führte aus, die Klägerin sei zurzeit nicht arbeitsfähig. Es komme immer wieder zu Ohnmachtsanfällen, die unerwartet auf</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">träten. Diese Anfälle verunmöglichten bereits die Bewältigung des Arbeits</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">wegs. Bei Arztbesuchen werde sie jeweils von Familienangehörigen gefahren. Zu Hause könne die Klägerin einfache Haushaltsarbeiten meist sitzend erledi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gen.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">5.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">5.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die Beklagte stellte ihre Leistungen gestützt auf das psychiatrische Gutachten von Dr. B.___ (E. 4.3), worin dieser eine Arbeitsunfähigkeit aus psychiatrischer Sicht als nicht mehr nachvollziehbar erachtete. Zum Zeitpunkt der Auftrags</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">vergabe an Dr. B.___ lagen der Beklagten Arztberichte des Hausarztes (E. 4.1) sowie der Austrittsbericht der Ärzte der A.___ vom 15. Oktober 2013 (E. 4.2) vor. Hieraus war ersichtlich, dass die von der Klägerin </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">geklagten Beschwerden spezialärztlich (neurologisch und otorhinolaryngolo</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gisch</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">) abgeklärt wurden, ohne dass ein organisch fassbares organisches Korrelat hatte gefunden werden können. Es ist daher nicht zu beanstanden, dass die Klä</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gerin auf eigene somatische Untersuchungen verzichtete und die Beklagte nur noch psychiatrisch untersuchen liess.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">5.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Das psychiatrische Gutachten von Dr. B.___ (E. 4.3) fusst auf sorgfältigen um</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">fas</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">senden Abklärungen, berücksichtigt die geklagten Beschwerden und be</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">grün</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">det die Einschätzung des Gutachters in nachvollziehbarer Weise sowie in der Aus</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">einandersetzung mit den Vorakten. Der Gutachter legt die medizinischen Zusammenhänge und die medizinische Situation nachvollziehbar dar. Bezüglich Diagnostik und Einschätzung der Arbeitsfähigkeit decken sich seine Feststellun</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gen mit denjenigen des psychiatrischen Teilgutachters der C.___, welcher - wie Dr. B.___ - keine psychiatrische Erkrankung im versicherungsmedizini</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">schen Sinne feststellen konnte und der Klägerin eine vollständige Arbeitsfähig</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">keit attestierte.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">5.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Insoweit die Klägerin geltend machte, aus dem Gutachten der C.___ (E. 4.4) gehe hervor, dass sie aus rheumatologischer Sicht die bisherige Tätigkeit höchstens noch mit einer Einschränkung der Leistungsfähigkeit von 70 % aus</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">üben könne, kann dem nicht gefolgt werden. Die rheumatologische Expertin hielt im Gutachten fest, dass ein mehrheitlich muskulo-tendinös bedingtes Schmerz</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">bild vorliege bei wenigen, nicht ausgeprägten degenerativen Verän</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">derungen, welches sich hauptsächlich im Bereich des Achsenskeletts, des linken Schulter</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gürtels und Beckengürtels manifestiere, und hielt fest, dass der Klägerin auf</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">grund der langjährigen Schmerzsymptomatik körperlich schwere Arbeiten nicht mehr zumutbar seien. Eine angepasste, leichte bis intermittierend mittel</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">schwere, wechselbelastende und rückenadaptierte Tätigkeit, ohne dauerndes oder</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> wieder</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">holte Arbeiten mit den Armen in und über der Horizontalen oder Arbei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ten in der Höhe, könne der Klägerin vollschichtig zugemutet werden (Urk. 2/10 S. 25).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Es trifft zwar zu, dass die Expertin die letzte Arbeitsstelle der Klägerin als nicht optimal angepasst erachtete, weshalb sie von einer Einschränkung in der Leis</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tungsfähigkeit von etwa 70 % ausging. Allerdings stützte sie sich bezüglich Aus</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gestaltung der letzten Ar</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">beitsstelle allein auf die Aussagen der Klägerin </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">anlässlich der rheumatologi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">schen Untersuchung, wonach diese angegeben ha</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ben soll, ihre Tätigkeit vor al</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">lem im Sitzen ausgeübt zu haben (S. 26). Dass die Klägerin ihre Tätigkeit vor</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">wiegend im Sitzen ausgeübt hatte, mag wohl zu</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tref</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">fend sein, allerdings ist auf</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">grund des Stellenbeschriebs der ehemaligen Arbeit</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">geberin, bei welcher die Klä</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gerin im Backoffice der Acquisition tätig war, davon auszugehen, dass diese ihre Tätigkeiten nicht zwingend nur sitzend ausüben konnte, denn administra</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tive Tätigkeiten können durchaus auch wechselbe</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">las</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tend ausgeübt werden.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Somit ist davon auszugehen, dass die Klägerin in rheumatologischer Hinsicht in der bisherigen Tätigkeit bei einer geeigneten Arbeitsorganisation keine Leis</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tungseinbusse zu verzeichnen hat. Anzufügen bleibt ausserdem, dass der Kläge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">rin ursprünglich auch nicht aufgrund von Rückenbeschwerden, sondern auf</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">grund von neuraligformen Schmerzen links frontal mit sekundär auftretendem Schwindel und orthostatischer Unsicherheit eine Arbeitsunfähigkeit attestiert wurde (vgl. oben E. 4.1).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">5.4</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Der neurologische Gutachter des C.___ hielt in seiner Beurteilung zusammen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">fassend fest, dass sich unter Berücksichtigung der gesamten Datenlage eine organisch-neurologische Ursache der Schwindelbeschwerden und der Cervico</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">bra</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">chialgie links nicht objektivieren lasse. Es müsse von einer wesentlichen funkti</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">onellen Beschwerdegrundlage ausgegangen werden. Neurologisch könne </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">die in</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">validisierende Beschwerdeauswirkung seit März 2013 nicht mit organi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">schen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> Faktoren begründet werden (Urk. 2/10 S. 36 Mitte).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Wenn der Neurologe der Klägerin infolge der Kopfschmerzproblematik, insbe</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">son</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">dere des Migräneanteils, trotz fehlender objektivierbarer Ursache eine 20%ige</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> Leistungseinbusse attestierte, führte er diese folglich allein auf die sub</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">jektiv empfundenen Beschwerden der Klägerin zurück. Damit vermag aber seine Ein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">schätzung der Arbeitsfähigkeit die Beweistauglichkeit des Gutachtens von Dr. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">B.___ nicht zu entkräften.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Da im Übrigen Taggelder erst ab einer Arbeitsunfähigkeit von 25 % ausgerichtet werden (vgl. E. 2.4), kann die Klägerin aus der vom Neurologen attestierten Leistungseinbusse von 20 % ohnehin nichts zu ihren Gunsten ableiten.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">6.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Da die Klägerin spätestens seit August 2014 in ihrer angestammten Tätigkeit wieder vollständig arbeitsfähig ist, war die Beklagte nicht verpflichtet, ihr vor der Taggeldeinstellung per Ende Oktober 2014 eine Übergangsfrist für einen </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Berufswechsel zuzugestehen. Anzumerken bleibt, dass eine Übergangsfrist oh</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ne</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">hin nur zu gewähren ist, sofern sich die versicherte Person um eine andere beziehungsweise angepasste Tätigkeit bemüht. Solche Bemühungen machte die Klägerin weder geltend, noch sind solche aus den Akten ersichtlich.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">7.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Zusammenfassend ist aufgrund der medizinischen Aktenlage davon auszuge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">hen, dass bei der Klägerin spätestens seit der Begutachtung durch Dr. B.___ keine Arbeitsunfähigkeit mehr vorgelegen hat. Demzufolge ist die Einstellung der Leistungen durch die Klägerin per 31. Oktober 2014 nicht zu beanstanden und die Klage abzuweisen. </span></p><p><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p class="Normal Heading3"><span class="Normal Heading3">Das Gericht erkennt:</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span class="Normal Dispotext DispoHngend">1.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Die </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Klage</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend"> wird abgewiesen.</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span class="Normal Dispotext DispoHngend">2.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Das Verfahren ist kostenlos.</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span class="Normal Dispotext DispoHngend">3.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Zustellung gegen Empfangsschein an:</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Rechtsanwalt Mark A. Glavas</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Mutuel Assurances SA</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Eidgenössische Finanzmarktaufsicht FINMA</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">4.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Gegen diesen Entscheid kann innert </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">30 Tagen</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"> seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundes</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">gesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 15. Juli bis und mit 15. August sowie vom 18. Dezember bis und mit dem 2. Januar (Art. 46 BGG).</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">stellen.</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweis</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">mittel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthal</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">ten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat (Art. 42 BGG).</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><br/></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><br/></p><p class="Normal Heading3"><span class="Normal Heading3">Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich</span></p><p><br/></p><p>Der VorsitzendeDie Gerichtsschreiberin</p><p><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p>MosimannTiefenbacher</p><p></p></div> </div></body></html>