<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2005.00582</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="https://vgrzh.djiktzh.ch/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=https://vgrzh.djiktzh.ch&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=205869&amp;W10_KEY=4467135&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2005.00582</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 05.05.2006</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">1. Abteilung/1. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Submissionsrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Submission</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Submission. Bewertung der Zuschlagskriterien Angebotspreis und Referenzobjekte.<br/><br/>Bei der Bewertung des Angebotspreises steht der Vergabestelle ein erhebliches Ermessen zu. Die Bewertung muss indes der im Voraus bekannt gegebenen Gewichtung des Kriteriums "Preis" Rechnung tragen. Insbesondere ist auch beim Kriterium "Preis" nur die tatsächlich in Frage kommende Bandbreite zu berücksichtigen. Die Gewichtung des Angebotspreises muss gewährleisten, dass der Preis ein Gewicht erhält, das der bekannt gegebenen Reihenfolge der Zuschlagskriterien entspricht (E. 5.2).<br/><br/>Trotz Komplexität des Bauauftrages erscheint eine Preisspanne von 100 % unrealistisch. Eine Preisspanne von 50 % ist indes nicht zu beanstanden. Dass die eingereichten Angebote in Bezug auf den Angebotspreis nur etwas mehr als 30 % auseinander liegen, steht dem nicht entgegen, da auch beim Kriterium "Preis" das untere Ende der Notenskala bei einem wirklich schlechten Wert anzusetzen ist. Eine Preisgewichtung von 60 % ist jedenfalls vertretbar und trägt der bekannt gegebenen Reihenfolge der Zuschlagskriterien Rechnung (E. 5.3).<br/><br/>Wenn der Beschwerdeführerin die Gewichtung des Preises nicht aus früheren Vergaben bekannt war, kann sie aus dem Vertrauensschutz nichts zu ihren Gunsten ableiten (E. 5.3.).<br/><br/>Mängel bei der Bewertung des Kriteriums "Referenzobjekte": Bei der Aufzeichnung von Referenzauskünften ist nebst dem Inhalt der Auskunft zumindest festzuhalten, wann und von wem sie eingeholt wurden, wer die Auskunft erteilte und auf welchem Wege dies geschah (E. 6.3). Ein detaillierter Vergleich der Referenzobjekte ist nicht üblich und muss, wenn schon, bei allen Anbietern gleichermassen durchgeführt werden (E. 6.4.3).<br/><br/>Gutheissung der Beschwerde. Rückweisung an die Vergabeinstanz zur Erteilung des Zuschlags an die Beschwerdeführerin. Keine direkte Vergabe durch das Verwaltungsgericht aus Rücksicht auf allenfalls erforderliche Nebenbestimmungen oder ergänzende vertragliche Regelungen (E. 7).</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ANGEBOTSPREIS">ANGEBOTSPREIS</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: BEWERTUNG DER ZUSCHLAGSKRITERIEN">BEWERTUNG DER ZUSCHLAGSKRITERIEN</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ERLÃUTERUNG">ERLÃUTERUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: GEWICHTUNG">GEWICHTUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: PREISSPANNE">PREISSPANNE</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: REFERENZ">REFERENZ</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: REFERENZAUSKÃNFTE">REFERENZAUSKÃNFTE</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: REFERENZOBJEKT">REFERENZOBJEKT</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: Besonderes Verwaltungsrecht (ohne...) ST: SUBMISSIONSRECHT">SUBMISSIONSRECHT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: VERTRAUENSSCHUTZ">VERTRAUENSSCHUTZ</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade">§ 30 SubmV</span><br/><span class="gerade">§ 33 Abs. I SubmV</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 3 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Sachverhalt1"><b>I. </b> </p> <p class="Urteilstext"><span>Mit einer Ausschreibung vom 8. April 2005 erÃ¶ffnete die Baudirektion Kanton ZÃ¼rich eine Submission im offenen Verfahren fÃ¼r Trasseebauarbeiten an der N4.1.7 und N4.1.2, Baulos Knonau (km 12.140â14.750). Innert Frist gingen acht Angebote mit Offertpreisen zwischen Fr. 9'041'694.25 und Fr. 11'894'620.60 ein. Mit Beschluss des Re­gie­rungs­rats vom 23. November 2005 (RRB Nr. 1648) wurde der Auftrag an eine Arbeitsgemeinschaft (ARGE), bestehend aus der D AG und der E AG vergeben. </span></p> <p class="Sachverhalt1"><b><span>II. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Am 12. Dezember 2005 erhob die A AG, die das preislich gÃ¼nstigste Angebot eingereicht hatte, beim Ver­wal­tungs­ge­richt Be­schwer­de gegen den Beschluss des Re­gie­rungs­rats. Sie beantragte in erster Linie, der angefochtene Ent­scheid sei aufzuheben und der Zuschlag sei ihr (der BeschwerdefÃ¼hrerin) zu erteilen, unter Ko­sten- und Ent­schÃ¤­di­gungs­fol­gen zulasten des Be­schwer­de­geg­ners. Gleichzeitig ersuchte sie darum, der Be­schwer­de die aufschiebende Wirkung zu erteilen.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Der Be­schwer­de­geg­ner stellte mit der Be­schwer­de­ant­wort vom 4. Januar 2006 Antrag auf Abweisung der Be­schwer­de unter Ko­sten- und Ent­schÃ¤­di­gungs­fol­gen zulasten der Be­schwer­de­fÃ¼h­re­rin und ersuchte um Abweisung des Gesuchs betreffend aufschiebende Wirkung. </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Mit PrÃ¤sidialverfÃ¼gung vom 10. Januar 2006 wurde der Be­schwer­de aufschiebende Wirkung erteilt und der Be­schwer­de­fÃ¼h­rerin die Einsicht in die Prozessakten â mit einzelnen EinschrÃ¤nkungen â gewÃ¤hrt. </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Mit Replik vom 16. Januar und Duplik vom 23. Februar 2006 hielten die Parteien an ihren Standpunkten fest. Die Mit­be­tei­lig­ten Ã¤usserten sich im Be­schwer­de­ver­fah­ren nicht. </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die Kammer</span><span> zieht in ErwÃ¤gung:</span></p> <p class="Erwgung1"><b>1. </b> </p> <p class="Urteilstext">Vergabeentscheide kantonaler und kommunaler Auftraggeber kÃ¶nnen unmittelbar mit Beschwerde an das Verwaltungsgericht weitergezogen werden (RB 1999 Nr. 27 = <span class="urteilstextchar">BEZ 1999 Nr. 13 = ZBl 100/1999, S. 372; vgl. Alfred KÃ¶lz/JÃ¼rg Bosshart/Martin RÃ¶hl, Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons ZÃ¼rich, 2. A., ZÃ¼rich 1999, § 41 N. 22). Auf das Beschwerdeverfahren gelangen die Art. 15 ff. der revidierten Interkantonalen Vereinbarung Ã¼ber das Ã¶ffentliche Beschaffungswesen vom 15. MÃ¤rz 2001 (IVÃ¶B) sowie § 2 des Gesetzes vom 15. September 2003 Ã¼ber den Beitritt zur revidierten Interkantonalen Vereinbarung zur Anwendung. </span></p> <p class="Urteilstext">Teile der vorliegenden Beschaffung betreffen einen Strassenabschnitt im Kanton Zug (<span>N4.1.2, Kantonsgrenze ZÃ¼rich bis Zug-Bibersee). Nach Art. 8 Abs. 3 IVÃ¶B unterstehen Vergaben, an denen mehrere Auftraggeber beteiligt sind, unter Vorbehalt abweichender Vereinbarungen dem Recht am Sitz des Hauptauftraggebers. Aufgrund der Streckenabschnitte und des Auftragsvolumens ist der Kanton ZÃ¼rich hier zweifellos Hauptauftraggeber, und der Kanton Zug hat der Vergabe durch den Kanton ZÃ¼rich denn auch ausdrÃ¼cklich zugestimmt (Beschluss der Baudirektion des Kantons Zug vom MÃ¤rz 2004). Sind somit die ZÃ¼rcher BehÃ¶rden fÃ¼r die Vergabe zustÃ¤ndig, folgt daraus auch die ZustÃ¤ndigkeit des Verwaltungsge</span>richts des Kantons ZÃ¼rich fÃ¼r das Rechtsmittelverfahren. </p> <p class="Urteilstext">Die Be­schwer­de­fÃ¼h­re­rin, die das preislich gÃ¼nstigste Angebot eingereicht hat und in der Gesamtbewertung des Be­schwer­de­geg­ners nur zwei Punkte hinter der Mit­be­tei­lig­ten zurÃ¼ckliegt, ist aufgrund der erhobenen RÃ¼gen ohne weiteres zur Be­schwer­de befugt. </p> <p class="Erwgung1"><b>2. </b> </p> <p class="Urteilstext">Die BeschwerdefÃ¼hrerin macht geltend, dass der Beschwerdegegner von den Mitbeteiligten ein unzulÃ¤ssiges Abgebot entgegen genommen habe. Diese hÃ¤tten im Rahmen der Offertbesprechung vom 17. August 2005 einen Zahlungsplan vorgelegt, der mit der GewÃ¤hrung eines zusÃ¤tzlichen Rabatts von 2 % verbunden sei. Der Beschwerdegegner legte demgegenÃ¼ber dar, dass der Zusatzrabatt bei der Bewertung des Angebotspreises nicht berÃ¼cksichtigt worden sei. Bei der Offertbesprechung sei es lediglich darum gegangen, diesen fÃ¼r den Fall des Zuschlags vertraglich zu sichern. TatsÃ¤chlich ist der erwÃ¤hnte Zusatzrabatt nicht in die Angebotsbewertung eingeflossen (Submissionsauswertung); der Einwand erweist sich damit als unbegrÃ¼ndet. </p> <p class="Erwgung1"><b>3. </b> </p> <p class="Urteilstext">In den Aus­schrei­bungs­un­ter­la­gen hatte der Be­schwer­de­geg­ner die folgenden Zu­schlags­kri­te­rien bekannt gegeben (Besondere Bestimmungen nach Normpositionenkatalog [NPK], Kapitel 102, S. 8):</p> <p class="EinzugZitat"><span> Wirtschaftlich gÃ¼nstigstes Angebot<br/> Preis<br/> Referenzobjekte der Firma<br/> GewÃ¤hrleistung der Termine / LeistungsfÃ¤higkeit<br/> Referenzobjekte des SchlÃ¼sselpersonals (Baustellenkader)<br/> <br/> <br/> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Bei der Auswertung der Offerten wurden diese Zuschlagskriterien durch Unterkriterien ergÃ¤nzt. Die BeschwerdefÃ¼hrerin und die Mitbeteiligte erhielten die folgenden Bewertungen (Offertvergleich vom 14. Juli 2005): </span></p> <table border="1" cellpadding="0" cellspacing="0" class="MsoTableGrid"> <tr> <td valign="top"> <p class="Urteilstext"><span> </span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Urteilstext"><span> </span></p> </td> <td colspan="2" valign="top"> <p class="Urteilstext"><b><span>Mitbeteiligte</span></b></p> </td> <td colspan="2" valign="top"> <p class="Urteilstext"><b><span>BeschwerdefÃ¼hrerin</span></b></p> </td> </tr> <tr> <td valign="top"> <p class="Urteilstext"><span> </span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Urteilstext"><b><span>Gewichtung</span></b></p> </td> <td valign="top"> <p class="Urteilstext"><b><span>Note<br/> </span></b><span>(1â6)</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Urteilstext"><b><span>Gewichtete Benotung</span></b></p> </td> <td valign="top"> <p class="Urteilstext"><b><span>Note<br/> </span></b><span>(1â6)</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Urteilstext"><b><span>Gewichtete Benotung</span></b></p> </td> </tr> <tr> <td valign="top"> <p class="Urteilstext"><b><span>1 Angebotspreis</span></b></p> </td> <td valign="top"> <p class="Urteilstext"><b><span>80 %</span></b></p> </td> <td valign="top"> <p class="Urteilstext"><span> </span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Urteilstext"><b><span>453</span></b></p> </td> <td valign="top"> <p class="Urteilstext"><span> </span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Urteilstext"><b><span>480</span></b></p> </td> </tr> <tr> <td valign="top"> <p class="Urteilstext"><span>1.1 Bereinigter Angebotspreis</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Urteilstext"><span>80 %</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Urteilstext"><span>5.66</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Urteilstext"><span>453</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Urteilstext"><span>6.00</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Urteilstext"><span>480</span></p> </td> </tr> <tr> <td valign="top"> <p class="Urteilstext"><b><span>2 Referenzobjekte</span></b></p> </td> <td valign="top"> <p class="Urteilstext"><b><span>10 %</span></b></p> </td> <td valign="top"> <p class="Urteilstext"><span> </span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Urteilstext"><b><span>50</span></b></p> </td> <td valign="top"> <p class="Urteilstext"><span> </span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Urteilstext"><b><span>40</span></b></p> </td> </tr> <tr> <td valign="top"> <p class="Urteilstext"><span>2.1 Referenzobjekte im Erd- und Strassenbau mit Kanalisation, Werkltg., Stabiabtrag/-frÃ¤sen</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Urteilstext"><span>10 %</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Urteilstext"><span>5</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Urteilstext"><span>50</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Urteilstext"><span>4</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Urteilstext"><span>40</span></p> </td> </tr> <tr> <td valign="top"> <p class="Urteilstext"><b><span>3 Termine / LeistungsfÃ¤higkeit</span></b></p> </td> <td valign="top"> <p class="Urteilstext"><b><span>7 %</span></b></p> </td> <td valign="top"> <p class="Urteilstext"><span> </span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Urteilstext"><b><span>37</span></b></p> </td> <td valign="top"> <p class="Urteilstext"><span> </span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Urteilstext"><b><span>20</span></b></p> </td> </tr> <tr> <td valign="top"> <p class="Urteilstext"><span>3.1 Bauprogramm: Abh. erfasst, Endtermin gewÃ¤hrleistet</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Urteilstext"><span>3 %</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Urteilstext"><span>5</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Urteilstext"><span>15</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Urteilstext"><span>2</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Urteilstext"><span>6</span></p> </td> </tr> <tr> <td valign="top"> <p class="Urteilstext"><span>3.2 LeistungsfÃ¤higkeit der Firma/ARGE, Personalbestand/-einsatz, SpezialgerÃ¤te</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Urteilstext"><span>2 %</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Urteilstext"><span>6</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Urteilstext"><span>12</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Urteilstext"><span>6</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Urteilstext"><span>12</span></p> </td> </tr> <tr> <td valign="top"> <p class="Urteilstext"><span>3.3. Subunternehmer</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Urteilstext"><span>2 %</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Urteilstext"><span>5</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Urteilstext"><span>10</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Urteilstext"><span>1</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Urteilstext"><span>2</span></p> </td> </tr> <tr> <td valign="top"> <p class="Urteilstext"><b><span>4 SchlÃ¼sselpersonal</span></b></p> </td> <td valign="top"> <p class="Urteilstext"><b><span>3 %</span></b></p> </td> <td valign="top"> <p class="Urteilstext"><span> </span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Urteilstext"><b><span>10</span></b></p> </td> <td valign="top"> <p class="Urteilstext"><span> </span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Urteilstext"><b><span>8</span></b></p> </td> </tr> <tr> <td valign="top"> <p class="Urteilstext"><span>4.2 Baustellenchef + BaufÃ¼hrer (gemittelt)</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Urteilstext"><span>2 %</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Urteilstext"><span>4</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Urteilstext"><span>8</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Urteilstext"><span>3</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Urteilstext"><span>6</span></p> </td> </tr> <tr> <td valign="top"> <p class="Urteilstext"><span>4.3 Polier</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Urteilstext"><span>1 %</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Urteilstext"><span>2</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Urteilstext"><span>2</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Urteilstext"><span>2</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Urteilstext"><span>2</span></p> </td> </tr> <tr> <td valign="top"> <p class="Urteilstext"><b><span>Gesamttotal </span></b><span>(max. 600)</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Urteilstext"><b><span>100 %</span></b></p> </td> <td valign="top"> <p class="Urteilstext"><span> </span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Urteilstext"><b><span>550</span></b></p> </td> <td valign="top"> <p class="Urteilstext"><span> </span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Urteilstext"><b><span>548</span></b></p> </td> </tr> </table> <p class="Urteilstext"> </p> <p class="Urteilstext">Die Be­schwer­de­fÃ¼h­re­rin erhebt Einwendungen gegen die Bewertung sowohl des Angebotspreises wie auch der qualitativen Kriterien. </p> <p class="Erwgung1"><b>4. </b> </p> <p class="Urteilstext">Die Be­schwer­de­fÃ¼h­re­rin beanstandet generell, dass die Bewertung der schlechtesten Leistungen mit Eins anstelle von Null nicht zulÃ¤ssig sei. Mit dieser Benotung ist jedoch keine positive Bewertung der entsprechenden Leistungen, sondern nur eine Verschiebung der Skala verbunden. Das ist an sich zulÃ¤ssig. Zu bemerken ist freilich, dass eine Notenskala, deren tiefster Wert nicht bei Null, sondern bei Eins angesetzt ist, die rechnerische ÃberprÃ¼fung erheblich erschwert und nicht zur Transparenz des Vergabeverfahrens beitrÃ¤gt. Selbst der Be­schwer­de­geg­ner hat sich bei der Vorstellung einer alternativen Angebotsbewertung im Rahmen des Be­schwer­de­ver­fah­rens durch seine Berechnungsmethode beirren lassen und die Notenskalen verwechselt (hinten, E. 5.3).</p> <p class="Erwgung1"><b>5. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>5.1 </b>Bei der Bewertung des Angebotspreises ging der Be­schwer­de­geg­ner von einer Preisspanne von 100 % aus. DemgemÃ¤ss erhielt das gÃ¼nstigste Angebot die Note 6, ein doppelt so teures Angebot (100 % Ã¼ber dem gÃ¼nstigsten Preis) die Note 1. </p> <p class="Urteilstext">Die Be­schwer­de­fÃ¼h­re­rin macht geltend, dass eine Bandbreite der Preise von 100 % fÃ¼r einen Auftrag dieser Art vÃ¶llig unrealistisch sei. Alle eingegangenen Angebote lÃ¤gen innerhalb einer Bandbreite von rund 30 %, und auch im Rahmen des der BehÃ¶rde zustehenden Ermessens kÃ¶nne eine Bandbreite von mehr als 50 % nicht mehr als zulÃ¤ssig betrachtet werden. </p> <p class="Urteilstext">DemgegenÃ¼ber weist der Be­schwer­de­geg­ner darauf hin, dass die fÃ¼r BauauftrÃ¤ge des Tiefbauamtes anzuwendende Gewichtung und Bandbreite der Angebotspreise bereits am 23. August 2004 einheitlich festgelegt worden sei. Danach sei bei komplexen Bauaufgaben das Gewicht des Preises bei 80 % und die Preisspanne bei 100 % anzunehmen (Aktennotiz vom 23. August 2004); diese Werte seien auch bei den benachbarten Baulosen der Nationalstrasse N4.1.7 angewandt worden. FÃ¼r die vorliegende Vergabe sei der gesamte BewertungsschlÃ¼ssel am 21. April 2005, also noch vor dem Eingang der Angebote, festgelegt worden. Dieser entspreche einer konstanten Praxis der Abteilung National- und Hauptstrassen. Beim zu vergebenden Auftrag handle es sich keineswegs um Ã¼bliche Tiefbauarbeiten, sondern um eine komplexe Bauaufgabe. </p> <p class="Urteilstext">Des Weiteren macht der Be­schwer­de­geg­ner geltend, dass das Gewicht des Zu­schlags­kri­te­riums Preis und die bei der Bewertung zugrunde gelegte Preisspanne nicht unabhÃ¤ngig voneinander beurteilt werden dÃ¼rften. Anhand einer hypothetischen Angebotsbewertung, bei welcher das Gewicht des Preises mit 60 % und die Preisspanne mit 50 % angenommen wird, legt er dar, dass die Be­schwer­de­fÃ¼h­re­rin auch bei diesen Randbedingungen nur auf den zweiten Platz hinter die Mit­be­tei­lig­ten zu liegen komme (Be­schwer­de­ant­wort, S. 18). </p> <p class="Erwgung2"><b>5.2 </b>Die Be­schwer­de­fÃ¼h­re­rin beruft sich auf die in der Recht­spre­chung des Ver­wal­tungs­ge­richts entwickelten Anforderungen an die Bewertung der Angebotspreise. Nach diesen steht der Vergabestelle bei der Bewertung ein erheblicher Spielraum zur VerfÃ¼gung. Die Bewertung muss jedoch der Gewichtung des Kriteriums Rechnung tragen, damit das im Voraus bekannt gegebene Gewicht tatsÃ¤chlich zum Tragen kommt (VGr, 18. Dezember 2002, BEZ 2003 Nr. 13 E. 3g und 4b, mit Hinweisen). Das bedeutet insbesondere, dass auch beim Preiskriterium nur die tatsÃ¤chlich in Frage kommende Bandbreite mÃ¶glicher Werte zu berÃ¼cksichtigen ist (VGr, 21. April 2004, ZBl 105/2004, S. 382, E. 2.2; 11. September 2003, VB.2003.00188, E. 4b, www.vgrzh.ch; RB 2002 Nr. 52 = BEZ 2003 Nr. 13 E. 4b; VGr, 28. Oktober 2002, BEZ 2003 Nr. 14 E. 4c; vgl. zum Ganzen auch Beat Denzler, Bewertung der Angebotspreise, Baurecht, Sonderheft Vergaberecht 2004, S. 20). </p> <p class="Urteilstext">Auch im vor­lie­genden Fall muss gemÃ¤ss dieser Recht­spre­chung das im Voraus bekannt gegebene Gewicht des Preiskriteriums gewahrt bleiben. Die Gewichtung des Preises mit 80 % wurde jedoch in den Aus­schrei­bungs­un­ter­la­gen nicht genannt, sondern es wurde lediglich die Rangfolge der Kriterien bekannt gegeben, in welcher der Preis an erster Stelle stand. Die Anbieter konnten daher nicht mit einer bestimmten prozentualen Gewichtung rechnen und haben insofern keinen Anspruch auf Vertrauensschutz. Die Bewertung der Angebotspreise muss bei dieser Sachlage lediglich gewÃ¤hrleisten, dass der Preis ein Gewicht erhÃ¤lt, das der bekannt gegebenen Reihenfolge der Zu­schlags­kri­te­rien entspricht (RB 2002 Nr. 52 = BEZ 2003 Nr. 13 E. 4b). Ferner mÃ¼ssen die Gewichtung sowie die angewandte Bandbreite insgesamt in einem Bereich liegen, mit welchem die Ver­ga­be­be­hÃ¶r­de das ihr zustehende Ermessen fÃ¼r eine Beschaffung der beurteilten Art nicht Ã¼berschreitet.</p> <p class="Urteilstext">Eine vergleichbare Sachlage besteht im Ãbrigen, wenn sowohl die Gewichtung als auch die Bandbreite der Preise im Voraus bekannt gegeben werden. Eine allenfalls unrealistische Preisspanne ist in diesem Fall fÃ¼r die Anbieter von vornherein erkennbar, so dass sie insofern ebenfalls nicht in ihrem Vertrauen enttÃ¤uscht werden. Anders verhÃ¤lt es sich nur, wenn die Art der Bekanntgabe zu einer TÃ¤uschung Anlass gibt (z.B. VGr, 11. September 2003, VB.2003.00188, E. 4d, www.vgrzh.ch: Klare Bekanntgabe der Gewichtung, die durch eine in einer Fuss­note erlÃ¤uterte Berechnungsmethode prak­tisch in ihr Gegenteil verkehrt wurde; vgl. auch VGr, 25. Januar 2006, VB.2005.00200, E. 3.2, www.vgrzh.ch). </p> <p class="Erwgung2"><b>5.3 </b>Der Be­schwer­de­geg­ner hat glaubhaft dargetan, dass die gestellte Bauaufgabe eine erhebliche KomplexitÃ¤t aufweist. Die bereits 1975 provisorisch erstellte Fahrbahn muss saniert werden, wobei ElektroblÃ¶cke in das bestehende zementstabilisierte Trassee einzubauen sind. Die Rahmenbedingungen werden dadurch erschwert, dass der Baustellenverkehr auch der angrenzenden Baulose durch die Baustelle fÃ¼hrt und dass ein Teil der Arbeiten (LÃ¤rmschutzwÃ¤nde inkl. Pfahlfundationen) innerhalb des Gefahrenbereichs der SBB ausgefÃ¼hrt werden mÃ¼ssen, ohne dass der Bahnbetrieb unterbrochen wird. Von einer einfachen Standardaufgabe, wie die Be­schwer­de­fÃ¼h­re­rin annimmt, kann daher nicht gesprochen werden. </p> <p class="Urteilstext">Trotz dieser Erschwernisse muss die angewandte Preisspanne von 100 % wohl als unrealistisch bezeichnet werden. Eine Preisspanne von 50 % wÃ¤re jedoch, wie auch die Be­schwer­de­fÃ¼h­re­rin zugesteht, nicht zu beanstanden. Dass die vorliegend eingereichten Angebote nur etwas mehr als 30 % auseinander liegen, steht dem nicht entgegen, denn wie bei den andern Kriterien ist auch beim Preis das untere Ende der Notenskala bei einem wirklich "schlechten" Wert anzusetzen (VGr, 21. April 2004, BEZ 2004 Nr. 34 E. 2.5 = ZBl 105/2004, S. 384, E. 2.5).</p> <p class="Urteilstext">Der Be­schwer­de­geg­ner hat mit seiner hypothetischen Angebotsbewertung gezeigt, dass die Mit­be­tei­lig­ten auch unter der Annahme einer Preisgewichtung von 60 % und einer Preisspanne von 50 % auf dem ersten Platz der Gesamtbewertung verblieben (Be­schwer­de­ant­wort, S. 18). TatsÃ¤chlich wÃ¤re eine Gewichtung des Preises mit nur 60 % ebenso vertretbar, und die bekannt gegebene Reihenfolge der Zu­schlags­kri­te­rien wÃ¼rde damit nicht verlassen. Bei dieser Berechnung verwendete der Be­schwer­de­geg­ner allerdings fÃ¼r den Preis eine Notenskala von 0 bis 6, wodurch dessen Gewicht im Vergleich zu den Ã¼brigen Zu­schlags­kri­te­rien, deren Bewertung mit einer Skala von 1 bis 6 erfolgte, verschoben wurde. WÃ¼rde dieselbe Auswertung mit der Notenskala 1â6 durchgefÃ¼hrt, erhielten die Mit­be­tei­lig­ten noch hÃ¶here Punktzahlen (fÃ¼r den Preis 319, insgesamt 513 Punkte), und selbst die auf den bisherigen RÃ¤ngen drei und vier folgenden Anbieterinnen kÃ¤men im Gesamtresultat noch vor die Be­schwer­de­fÃ¼h­re­rin zu liegen. Im Ergebnis ist damit die Bewertung der Angebotspreise durch den Be­schwer­de­geg­ner nicht zu beanstanden.</p> <p class="Urteilstext">Auch aus Ãberlegungen des Vertrauensschutzes kann die Be­schwer­de­fÃ¼h­re­rin nichts zu ihren Gunsten ableiten. Sie macht nicht geltend, dass sie die Gewichtung des Preises aus frÃ¼heren Vergaben, welche die benachbarten Bauabschnitte der N4.1.7 betrafen, gekannt habe. Und falls sie sowohl die Gewichtung als auch die angewandte Preisspanne gekannt hÃ¤tte, vermÃ¶chte dies nach dem Gesagten ebenfalls nichts am Ergebnis zu Ã¤ndern. </p> <p class="Erwgung1"><b>6. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>6.1 </b>Die Anbieter hatten mit der Offerte ein Formular "Referenzobjekte wÃ¤hrend der letzten 3 Jahre" mit vier Objekten einzureichen (Leistungsverzeichnis C1, S. 6). Die Be­schwer­de­fÃ¼h­re­rin gab vier Objekte entsprechend den Vorgaben bekannt.</p> <p class="Urteilstext">Die Bewertung der Referenzen wurde vom Be­schwer­de­geg­ner anhand des folgenden SchlÃ¼ssels vorgenommen (BewertungsschlÃ¼ssel):</p> <p class="EinzugZitat"><span>AusgefÃ¼hrte Bauten &gt; 10 Mio. Fr. in den Jahren 2000â2004:</span></p> <p class="EinzugZitat"><span>§<span> </span></span><span>3 Bauvorhaben Note 6</span></p> <p class="EinzugZitat"><span>§<span> </span></span><span>2 Bauvorhaben Note 5</span></p> <p class="EinzugZitat"><span>§<span> </span></span><span>1 Bauvorhaben Note 4</span></p> <p class="EinzugZitat"><span>Kleinere ausgefÃ¼hrte Bauten &lt; 10 Mio. Fr.</span></p> <p class="EinzugZitat"><span>§<span> </span></span><span>2 Bauvorhaben Note 3</span></p> <p class="EinzugZitat"><span>§<span> </span></span><span>1 Bauvorhaben Note 2</span></p> <p class="EinzugZitat"><span>§<span> </span></span><span>Keine Referenzobjekte Note 1</span></p> <p class="EinzugZitat"><span> </span></p> <p class="EinzugZitat"><span> </span></p> <p class="Urteilstext">Bei den Referenzobjekten der Be­schwer­de­fÃ¼h­re­rin anerkannte der Be­schwer­de­geg­ner nur eines als Objekt von mehr als 10 Millionen Franken, weshalb sie gemÃ¤ss dem BewertungsschlÃ¼ssel die Note 4 erhielt. Bei den Mit­be­tei­lig­ten wurden zwei Objekte mit einem Volumen von mehr als 10 Millionen Franken gewertet; sie erhielten demgemÃ¤ss die Note 5. </p> <p class="Erwgung2"><b>6.2 </b>Die Kritik der Be­schwer­de­fÃ¼h­re­rin richtet sich sowohl gegen die angewandte Bewertungsmethode als auch gegen deren konkrete Anwendung in ihrem Fall. In erster Linie beanstandet sie die Bewertung des Referenzobjekts N11 X, Ãberdeckung der Flughafenautobahn. An diesem Objekt mit einer Auftragssumme von 65 Millionen Franken war die Be­schwer­de­fÃ¼h­re­rin im Rahmen einer ARGE mit 40 % beteiligt (ARGE-Vertrag, Ziff. 1.3.1). Insoweit ist der Sachverhalt unbestritten. Der Be­schwer­de­geg­ner ist jedoch der Auffassung, dass von den Arbeiten, welche die Be­schwer­de­fÃ¼h­re­rin an jenem Objekt ausgefÃ¼hrt hat, nur ein geringer Teil mit dem vorliegend zu vergebenden Auftrag vergleichbar sei; die vergleichbaren, ihr anrechenbaren Arbeiten lÃ¤gen deutlich unter 10 Millionen Franken. Er anerkannte die Referenz daher nicht als Objekt mit einem Auftragsvolumen Ã¼ber 10 Millionen Franken. </p> <p class="Urteilstext">Nach einem von der BeschwerdefÃ¼hrerin mit der Beschwerde eingereichten Objektvergleich entfielen beim Objekt N11 X 24.1 % der Gesamtbausumme von Fr. 65'755'460.- auf Betonbau-Arbeiten, die sie als nicht vergleichbar anerkennt. Die verbleibenden allgemeinen Tiefbauarbeiten von 75.9 % bzw. Fr. 49'920'377.- betrachtet sie als vergleichbar; ihr 40 %iger Anteil an diesem Volumen entspreche somit einem Betrag von Fr. 19'968'151.- der deutlich Ã¼ber der Grenze von 10 Millionen Franken liege (Objektvergleich). Mit der Replik legte sie sodann einen detaillierten Vergleich der Arbeitskategorien der Objekte N11 X und N4.1.7 Knonau (vorliegende Vergabe) vor, in welchem sie die Auftragspositionen der beiden Objekte mit ihren jeweiligen prozentualen Anteilen gegenÃ¼berstellte (Vergleich Objektstruktur). Sie weist ferner darauf hin, dass sie bei den Offerten fÃ¼r zwei benachbarte Baulose der N4.1.6 (Los Trasse Nord und Los Trasse SÃ¼d) dieselben Referenzobjekte bezeichnet habe, dort aber deutlich besser bewertet worden sei. Ãberdies habe der Beschwerdegegner auch an der Offertbesprechung vom 8. Juli 2005 keinerlei diesbezÃ¼gliche Fragen gestellt, um die Lage zu klÃ¤ren. </p> <p class="Urteilstext">Der Be­schwer­de­geg­ner machte in der Be­schwer­de­ant­wort geltend, dass er die von der Be­schwer­de­fÃ¼h­re­rin genannte Auskunftsperson zum Objekt N11 X, Herrn F, angefragt und die Auskunft erhalten habe, dass es sich dabei um kein vergleichbares Bauobjekt handle, da die Hauptarbeiten einen Tagbautunnel betrÃ¤fen. Ferner habe der Ã¶rtliche Bauleiter, Herr G, auf Anfrage erklÃ¤rt, dass der Anteil der Be­schwer­de­fÃ¼h­re­rin an den eigentlichen Strassenbauarbeiten kleiner als 10 Millionen Franken gewesen sei. Etwas Anderes kÃ¶nne auch den von der Be­schwer­de­fÃ¼h­re­rin eingereichten Objektvergleichen nicht entnommen werden; schlÃ¼ssig wÃ¤re einzig eine Offenlegung der Bauabrechnung und der einzelnen Anteile der an der ARGE beteiligten Gesellschafter. NachtrÃ¤glich im Be­schwer­de­ver­fah­ren eingereichte Unterlagen dÃ¼rften aber ohnehin nicht berÃ¼cksichtigt werden; andernfalls mÃ¼ssten auch die Referenzen der andern an der Vergabe beteiligten Anbieter neu Ã¼berprÃ¼ft werden, was weder zweckmÃ¤ssig noch zulÃ¤ssig sei. Auch der Vergleich mit den zwei benachbarten Baulosen sei nicht aussagekrÃ¤ftig, weil die Be­schwer­de­fÃ¼h­re­rin dort schon ohne die BerÃ¼cksichtigung des Objekts N11 X die maximale Punktzahl erreicht habe; dieses Objekt sei daher gar nicht bewertet worden. </p> <p class="Erwgung2"><b>6.3 </b>In den Aus­schrei­bungs­un­ter­la­gen wurde nicht nÃ¤her umschrieben, welche Charakteristiken die Referenzobjekte aufweisen mÃ¼ssen. Eine solche Umschreibung war erst im BewertungsschlÃ¼ssel des Be­schwer­de­geg­ners enthalten, welcher "Referenzobjekte im Tiefbau: Erd- und Strassenbau mit Kanalisationen und/oder Werkleitungen und/oder Stabiabtrag/-frÃ¤sen" als massgeblich bezeichnete. Der BewertungsschlÃ¼ssel war den Anbietern jedoch beim Einreichen der Offerten nicht bekannt und kann daher insofern keine Verbindlichkeit beanspruchen. Als selbstverstÃ¤ndliche Voraussetzung kann indessen gelten, dass nur vergleichbare Objekte als Referenzen tauglich sind. </p> <p class="Urteilstext">Die von der Be­schwer­de­fÃ¼h­re­rin angefÃ¼hrte Ãberdeckung der N11 in X erscheint nicht von vornherein als untaugliches Referenzobjekt, das mit dem vorliegend zu vergebenden Auftrag nicht zu vergleichen wÃ¤re. Der Be­schwer­de­geg­ner will offenbar geltend machen, dass die Erstellung eines "Tagbautunnels", als welches er die Ãberdeckung bezeichnet, nicht mit eigentlichen Strassenbauarbeiten vergleichbar sei. Er erlÃ¤utert dies jedoch nicht nÃ¤her, sondern verweist lediglich auf die Aussagen von zwei Auskunftpersonen, welche die Vergleichbarkeit verneint bzw. den Wert der eigentlichen Strassenbauarbeiten als eher gering eingeschÃ¤tzt haben sollen. Diese Aussagen sind aber offenbar nirgends schriftlich erfasst worden und dÃ¼rfen schon aus diesem Grund nicht berÃ¼cksichtigt werden. Bei der Aufzeichnung von ReferenzauskÃ¼nften sollte nebst dem Inhalt der Auskunft zumindest festgehalten werden, wann und von wem sie eingeholt wurden, wer die Auskunft erteilte und auf welchem Weg (z.B. telefonisch) dies geschah (VGr, 21. September 2005, VB.2005.00227, E. 4.2.1; 11. Februar 2004, VB.2003.00297, E. 3.3.2; 13. August 2003, VB.2003.00016, E. 2, alle unter www.vgrzh.ch; RB 2003 Nr. 2 = BEZ 2004 Nr. 15 E. 3; vgl. Josua Raster/Stefan G. Schmid, Referenzen im Vergabeverfahren, Ein Einblick in die verwaltungsrechtliche Praxis, Kriterium Nr. 17, Dezember 2005, S. 2). </p> <p class="Urteilstext">Hinzu kommt, dass die Be­schwer­de­fÃ¼h­re­rin in der Replik vorgebracht hat, beide vom Be­schwer­de­geg­ner genannten Auskunftspersonen hÃ¤tten ihr gegenÃ¼ber verneint, irgendwelche Aussagen zu diesem Thema gemacht zu haben. Herr F kÃ¶nne sich an keine Anfrage erinnern und sei Ã¼berzeugt, dass er nie mit einem Vertreter des Be­schwer­de­geg­ners Ã¼ber eine allfÃ¤llige Vergleichbarkeit von Referenzobjekten gesprochen habe, und Herr G sei in dieser Sache nie kontaktiert worden. Der Be­schwer­de­geg­ner fÃ¼hrte dazu in der Duplik aus, er habe aufgrund seiner Kenntnisse der ARGE und der Bauarbeiten des Referenzobjekts N11 X den Anteil der Be­schwer­de­fÃ¼h­re­rin an der Auftragssumme des Objekts Ã¼berschlagsmÃ¤ssig berechnet und dies durch telefonische AuskÃ¼nfte eines Mitarbeiters des bauleitenden IngenieurbÃ¼ros erhÃ¤rten lassen. Mit diesem Mitarbeiter, den man fÃ¼r Herrn G gehalten habe, sei man am Telefon die wichtigsten Positionen durchgegangen und habe auf diese Weise grob einen Auftragsanteil der Be­schwer­de­fÃ¼h­re­rin an mit der Aus­schrei­bung Knonau vergleichbaren Arbeiten von weniger als 10 Millionen Franken ermittelt. Der ursprÃ¼nglich als Auskunftsperson genannte Herr F wird in der Duplik nicht mehr erwÃ¤hnt. Es muss somit davon ausgegangen werden, dass sich die Erkundigungen des Be­schwer­de­geg­ners auf eine einzelne Auskunftsperson beschrÃ¤nkten, deren IdentitÃ¤t nicht mehr bekannt ist und deren AuskÃ¼nfte nirgends schriftlich festgehalten sind. Damit lÃ¤sst sich der angefochtene Ent­scheid nicht begrÃ¼nden. </p> <p class="Erwgung2"><b>6.4 </b> </p> <p class="Erwgung3"><b>6.4.1 </b>Die Be­schwer­de­fÃ¼h­re­rin hat die Objekte N11 X und N4.1.7 Knonau im Be­schwer­de­ver­fah­ren mit Bezug auf die vorkommenden Arbeitsgattungen verglichen. Dagegen wendet der Be­schwer­de­geg­ner ein, dass es nicht gestattet sein kÃ¶nne, erst im Be­schwer­de­ver­fah­ren zusÃ¤tzliche Angaben zu den Referenzobjekten nachzureichen. Dieser Einwand ist grundsÃ¤tzlich berechtigt. Im Be­schwer­de­ver­fah­ren sind die Angebote so zu beurteilen, wie sie der Vergabestelle zum Zeitpunkt ihres Ent­scheids vorlagen; nachtrÃ¤gliche Vorbringen vor der Be­schwer­deinstanz vermÃ¶gen fehlende Angaben in der Offerte nicht zu ersetzen (VGr, 21. April 2004, VB.2003.00268, E. 3.2.2; 13. April 2000, VB.1999.00348, E. 5c/bb, beide unter www.vgrzh.ch). Allenfalls notwendige ErklÃ¤rungen zum VerstÃ¤ndnis von Referenzangaben hat ein Anbieter daher mit der Offerte oder â soweit zulÃ¤ssig â im Rahmen von ErlÃ¤uterungen gemÃ¤ss § 30 Submissionsverordnung vom 23. Juli 2003 (SubmV) vorzubringen. </p> <p class="Urteilstext">Vorliegend war die Referenzangabe betreffend das Objekt N11 X zumindest insofern erklÃ¤rungsbedÃ¼rftig, als die BeschwerdefÃ¼hrerin auf dem betreffenden Formular der Offerte nicht angegeben hatte, welcher Anteil der Arbeiten ihr im Rahmen der ARGE zustand. Eine entsprechende Auskunft bzw. einen Beleg hÃ¤tte der Beschwerdegegner jedoch als ErlÃ¤uterung im Sinn von § 30 SubmV oder spÃ¤testens an der Offertbesprechung vom 8. Juli 2005 von der BeschwerdefÃ¼hrerin verlangen kÃ¶nnen. Eine Nichtbeachtung des Referenzobjekts wegen dieser fehlenden Angabe wÃ¤re unverhÃ¤ltnismÃ¤ssig gewesen, zumal aus den Ausschreibungsunterlagen nicht erkennbar war, welche Bedeutung der Beschwerdegegner dem Auftragsvolumen der Referenzobjekte beimass. Auch die Referenzen der Mitbeteiligten enthalten keine Angaben zur HÃ¶he der Beteiligung an Objekten, die sie im Rahmen einer ARGE ausgefÃ¼hrt haben (Offerte der Mitbeteiligten, Leistungsverzeichnis C1, S. 6, sowie entsprechende Beilagen). </p> <p class="Urteilstext">Weiter gehende Vorbringen der BeschwerdefÃ¼hrerin zum Vergleich der fraglichen Objekte und der Arbeitsgattungen waren zum Zeitpunkt der Offerteingabe nicht notwendig, da die Vergleichbarkeit des Referenzobjekts nach dem Gesagten nicht von vornherein in Frage stand. Erst durch die AusfÃ¼hrungen des Be­schwer­de­geg­ners wurde die Be­schwer­de­fÃ¼h­re­rin veranlasst, entsprechende Ãberlegungen anzustellen und Belege einzureichen. Diese sind daher im Be­schwer­de­ver­fah­ren zuzulassen. </p> <p class="Erwgung3"><b>6.4.2 </b>Der von der BeschwerdefÃ¼hrerin vorgelegte Vergleich der Objekte N11 X und N4.1.7 Knonau zeigt eine weitgehende Ãbereinstimmung der ausgefÃ¼hrten bzw. auszufÃ¼hrenden Arbeitsgattungen (vgl. auch die Zusammenstellung der entsprechenden Arbeitskategorien in AuszÃ¼gen aus dem Werkvertrag N11 X und dem Leistungsverzeichnis N4.1.7 Knonau). Fast alle Arbeitskategorien des Objekts Knonau finden ihre Entsprechung mit zumeist grÃ¶sseren BetrÃ¤gen im Objekt X. Der Beschwerdegegner hat diesen Vergleich nicht substanziiert beanstandet. Er macht zwar geltend, der behauptete Anteil der BeschwerdefÃ¼hrerin am Objekt X enthalte grosse Summen fÃ¼r Bauleistungen, die als Referenz fÃ¼r das Baulos Knonau nicht massgeblich seien, wie LÃ¤rmschutzbauten, StrassenbelÃ¤ge usw. Um welche Posten es sich dabei handeln soll, wird jedoch nicht deutlich, zumal auch in Knonau LÃ¤rmschutzbauten und ein erheblicher Posten Belagsarbeiten vorgesehen sind. Ferner weist der Beschwerdegegner darauf hin, dass in Knonau ein grosser Teil der Betonarbeiten auf vorfabrizierte Teile entfalle; nur ca. 7.7 % der Auftragssumme betrÃ¤fen fÃ¼r die Referenz massgebliche Ortsbetonarbeiten. Die BeschwerdefÃ¼hrerin hat jedoch den von ihr geltend gemachten Anteil am Objekt N11 X im Betrag von 19.9 Millionen Franken bereits unter Ausschluss aller Betonarbeiten berechnet. Dabei hielt sie sich offenbar an den BewertungsschlÃ¼ssel des Beschwerdegegners, in welchem Betonbauarbeiten nicht genannt sind. Dieser BewertungsschlÃ¼ssel war den Anbietern jedoch beim Einreichen der Offerten nicht bekannt; aufgrund des auch im Objekt X enthaltenen Anteils an Betonbauarbeiten mussten sie eher damit rechnen, dass diese Arbeitsgattung fÃ¼r die Referenzobjekte von Bedeutung sei. Werden die Betonarbeiten mit dem vom Beschwerdegegner anerkannten reduzierten Gewicht einbezogen, erhÃ¶ht sich der anrechenbare Anteil der BeschwerdefÃ¼hrerin am Objekt N11 X sogar auf deutlich Ã¼ber 20 Millionen Franken. </p> <p class="Urteilstext">Im Ãbrigen ist ein derart detaillierter Vergleich der von den Anbietern genannten Referenzobjekte keineswegs Ã¼blich. Dass einzelne Arbeitskategorien in den Referenzobjekten mit denselben prozentualen Anteilen vertreten sind wie im zu vergebenden Auftrag, wird kaum je zutreffen und ist wohl auch bei den Referenzobjekten der Mit­be­tei­lig­ten nicht der Fall. Der Be­schwer­de­geg­ner hat denn auch die Ãberlegungen, welche die Benotung der Mit­be­tei­lig­ten mit 5 Punkten beim Unterkriterium Referenzobjekte rechtfertigen, nicht dargelegt. Aufgrund des BewertungsschlÃ¼ssels entspricht die Note 5 zwei in den Jahren 2000â2004 ausgefÃ¼hrten Objekten mit einem Volumen von je mehr als 10 Millionen Franken. Unter den Referenzobjekten der D AG und der E AG findet sich jedoch keines, das die Summe von 10 Millionen Franken erreicht (Offerte der Mit­be­tei­lig­ten, Leistungsverzeichnis C1, S. 6, sowie entsprechende Beilagen). Im Anhang des Leistungsverzeichnisses finden sich ferner Referenzlisten von zwei Zweigniederlassungen der E AG, H und I. H nennt ein Objekt Ã¼ber 10 Millionen Franken im Rahmen einer ARGE, Ã¼ber deren Zusammensetzung und BeteiligungsverhÃ¤ltnisse nichts bekannt ist. Die Referenzliste von I enthÃ¤lt mehrere Objekte grÃ¶sseren Volumens, von denen jedoch nur eines vollstÃ¤ndig innerhalb des verlangten Zeitraums liegt und nicht im Rahmen einer ARGE ausgefÃ¼hrt wurde. Dass der Beschwerdegegner einen detaillierten Vergleich dieser Referenzobjekte anhand der ausgefÃ¼hrten Arbeitsgattungen vorgenommen hÃ¤tte, ist nicht bekannt. </p> <p class="Erwgung3"><b>6.4.3 </b>Weitere vom Be­schwer­de­geg­ner geÃ¤usserte Vorbehalte sind ebenso wenig geeignet, die Bedeutung des Referenzobjekts N11 X in Frage zu stellen. So macht er geltend, dass beim Vergleich der Objekte nicht nur die prozentualen Anteile einzelner Arbeitsgattungen zu berÃ¼cksichtigen seien, sondern eine "Gesamtbetrachtung unter Einbezug der Rahmenbedingungen und deren Auswirkungen auf das jeweilige Bauobjekt" vorzunehmen sei, sagt aber nicht, was dies fÃ¼r die vorliegende Vergabe zu bedeuten hÃ¤tte. Ferner weist er darauf hin, dass die Be­schwer­de­fÃ¼h­re­rin den Anteil Betonbau am Objekt N11 X in ihrer allgemeinen Referenzliste mit 50 % angegeben habe; die detaillierte AufschlÃ¼sselung im vorgelegten Objektvergleich geht dieser pauschalen Angabe jedoch zweifellos vor. Sodann vermutet er, dass in den Zahlenangaben der Be­schwer­de­fÃ¼h­re­rin umfangreiche Arbeiten enthalten seien, die von Spezialisten bzw. Subunternehmern ausgefÃ¼hrt wurden. Diese MÃ¶glichkeit besteht bei Referenzangaben, wie sie hier verwendet werden, zweifellos; sie kÃ¶nnte nur mit detaillierten AbklÃ¤rungen vermieden werden, die jedoch alle Anbieter gleichermassen betreffen mÃ¼ssten. Anhaltspunkte dafÃ¼r, dass das von Subunternehmern ausgefÃ¼hrte Bauvolumen beim Objekt N11 X besonders gross sei, nennt der Be­schwer­de­geg­ner nicht. Schliesslich wendet er ein, die Be­schwer­de­fÃ¼h­re­rin habe die MÃ¶glichkeit nicht genutzt, ihren Anteil am Objekt N11 X durch Offenlegung der Bauabrechnung und der abgerechneten Anteile der an der ARGE beteiligten Gesellschafter schlÃ¼ssig zu belegen. Welche zusÃ¤tzlichen Informationen er auf diesem Weg zu erhalten hofft, wird allerdings nicht deutlich. Die Angaben wÃ¤ren fÃ¼r ihn am ehesten von Nutzen, wenn er Zweifel an dem gemÃ¤ss ARGE-Vertrag der Be­schwer­de­fÃ¼h­re­rin zustehenden Anteil von 40 % des Auftragsvolumens hegte. Solche hat er indessen nicht geÃ¤ussert. </p> <p class="Erwgung3"><b>6.4.4 </b>Unter diesen UmstÃ¤nden muss der Be­schwer­de­fÃ¼h­re­rin auch das Referenzobjekt N11 X mit einem Auftragswert von Ã¼ber 10 Millionen Franken angerechnet werden. Ihr Angebot ist daher beim Unter­kri­te­rium ebenfalls mit der Note 5 bzw. aufgrund der Gewichtung mit 50 Punkten zu bewerten. In der Gesamtbewertung erhÃ¤lt sie damit 558 Punkte und liegt vor den Mit­be­tei­lig­ten an erster Stelle. Ihre weiteren Einwendungen gegen die Bewertung der Referenzobjekte, insbesondere gegen die angewandte Bewertungsmethode, sind unter diesen UmstÃ¤nden nicht mehr zu prÃ¼fen. </p> <p class="Erwgung1"><b>7. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>7.1 </b>Aufgrund der festgestellten MÃ¤ngel in der Bewertung des Unter­kri­te­riums Referenzobjekte erweist sich der angefochtene Ent­scheid als nicht rechtmÃ¤ssig. Sowohl die fehlenden Referenzaufzeichungen des Be­schwer­de­geg­ners als auch die Ergebnisse des Objektvergleichs fÃ¼hren je fÃ¼r sich zur Aufhebung des Ent­scheids. WÃ¤hrend die MÃ¤ngel der Referenzen allenfalls mittels einer RÃ¼ckweisung der Sache an den Be­schwer­de­geg­ner behoben werden kÃ¶nnten, zeigt der Objektvergleich, dass die Bewertung auch inhaltlich nicht haltbar ist. Der Zuschlag kann daher nur an die Be­schwer­de­fÃ¼h­re­rin ergehen. </p> <p class="Urteilstext">Die weiteren von der Be­schwer­de­fÃ¼h­re­rin erhobenen Einwendungen, die sich gegen die Bewertung der andern qualitativen Zu­schlags­kri­te­rien richten, sind fÃ¼r den Ausgang des Verfahrens nicht mehr entscheidend und brauchen nicht geprÃ¼ft zu werden. </p> <p class="Erwgung2"><b>7.2 </b>Der Be­schwer­de­geg­ner beantragt, im Fall einer teilweisen oder ganzen Gutheissung der Be­schwer­de die Sache zurÃ¼ckzuweisen, um im Interesse der Gleichbehandlung aller Anbieter eine gesamthafte Neubeurteilung der Angebote zu ermÃ¶glichen. Ein solches Vorgehen wÃ¤re jedoch hÃ¶chstens dann in Betracht zu ziehen, wenn sich aus den im Be­schwer­de­ver­fah­ren Ã¼berprÃ¼ften Sachverhalten Anhaltspunkte ergÃ¤ben, wonach anstelle der Be­schwer­de­fÃ¼h­re­rin oder der Mit­be­tei­lig­ten ein anderer Anbieter die insgesamt beste Offerte eingereicht hÃ¤tte. Solche Anhaltspunkte liegen indessen nicht vor und werden auch vom Be­schwer­de­geg­ner nicht genannt. </p> <p class="Erwgung2"><b>7.3 </b>Nach Auffassung der Be­schwer­de­fÃ¼h­re­rin ist bei Gutheissung der Be­schwer­de der Zuschlag direkt ihr zu erteilen und keine RÃ¼ckweisung an den Be­schwer­de­geg­ner vorzunehmen. Nach der Recht­spre­chung des Ver­wal­tungs­ge­richts verzichtet dieses jedoch in der Regel aus RÃ¼cksicht auf allenfalls erforderliche Nebenbestimmungen oder ergÃ¤nzende vertragliche Rege­lungen darauf, selber einen Zuschlag zu erteilen (VGr, 13. Februar 2002, BEZ 2002 Nr. 33 E. 3c). Von dieser Recht­spre­chung abzuweichen, besteht kein Anlass, und es dÃ¼rfen der Be­schwer­de­fÃ¼h­re­rin aus diesem Vorgehen auch keine Nachteile erwachsen. Die Sache ist daher an den Be­schwer­de­geg­ner zurÃ¼ckzuweisen, um der Be­schwer­de­fÃ¼h­re­rin den Zuschlag zu erteilen. </p> <p class="Erwgung1"><b>8. </b> </p> <p class="Urteilstext">Bei diesem Ausgang des Verfahrens wird der Be­schwer­de­geg­ner kostenpflichtig, und er hat der Be­schwer­de­fÃ¼h­re­rin Ã¼berdies eine angemessene EntschÃ¤digung fÃ¼r die Umtriebe des Verfahrens zu entrichten (§ 17 Abs. 2 lit. a VRG).</p> <p class="Einzug1"><span>DemgemÃ¤ss </span><span><a id="Text25"></a>entscheidet</span><span> </span><span>die Kammer</span><span>:</span></p> <p class="Einzug2"><span>1. Die Be­schwer­de wird gutgeheissen und der Ent­scheid des Re­gie­rungs­rats vom 23. November 2005 aufgehoben. Die Sache wird zur Erteilung des Zuschlags an die Be­schwer­de­fÃ¼h­re­rin im Sinn der ErwÃ¤gungen an den Re­gie­rungs­rat zurÃ¼ckgewiesen. </span></p> <p class="Einzug2"><span>2. Die GerichtsgebÃ¼hr wird festgesetzt auf <br/> Fr. 10'000.--; die Ã¼brigen Kosten betragen:<br/> Fr. 210.-- Zustellungskosten,<br/> Fr. 10'210.-- Total der Kosten.</span></p> <p class="Einzug2"><span>3. Die Gerichtskosten werden dem Be­schwer­de­geg­ner auferlegt.</span></p> <p class="Einzug2"><span>4. Der Be­schwer­de­geg­ner wird verpflichtet, der Be­schwer­de­fÃ¼h­re­rin eine Par­tei­ent­schÃ¤­di­gung von Fr. 5'000.- (Mehrwertsteuer inbegriffen) auszurichten, zahlbar innert 30 Tagen nach Eintritt der Rechtskraft des vorliegenden Ent­scheids.</span></p> <p class="Urteilstext">5. Mitteilung an â¦</p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>