<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="content"> <div class="para"> </div> <div class="para">Bundesgericht </div> <div class="para">Tribunal fédéral </div> <div class="para">Tribunale federale </div> <div class="para">Tribunal federal </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <table border="0"> <tr> <td> <img height="68" src="https://www.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/clir/http/displayimage.php?id=2015-07-10-6B_505-2015.1&amp;type=gif" width="95"/> </td> <td> <div class="para"> </div> </td> <td> <div class="para"> </div> </td> </tr> <tr> <td> <div class="para">{T 0/2} </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>6B_505/2015 </b> </div> </td> <td> <div class="para"> </div> </td> <td> <div class="para"> </div> </td> </tr> </table> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>Urteil vom 10. Juli 2015</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>Strafrechtliche Abteilung</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Besetzung </div> <div class="para">Bundesrichter Denys, Präsident, </div> <div class="para">Bundesrichterin Jacquemoud-Rossari, </div> <div class="para">Bundesrichterin Jametti, </div> <div class="para">Gerichtsschreiber C. Monn. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Verfahrensbeteiligte </div> <div class="para">X.________, </div> <div class="para">Beschwerdeführer, </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <i>gegen</i> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">1. Oberstaatsanwaltschaft des Kantons Schwyz, Postfach 1201, 6431 Schwyz, </div> <div class="para">2. A.________ AG, </div> <div class="para">Beschwerdegegnerinnen. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Gegenstand </div> <div class="para">Zechprellerei, </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Beschwerde gegen das Urteil des Kantonsgerichts Schwyz, Strafkammer, vom 16. Dezember 2014. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>Das Bundesgericht zieht in Erwägung:</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>1.</b> </div> <div class="para">Der Beschwerdeführer logierte ab dem 29. März 2012 in einem Hotel im Kanton Schwyz. Er ging davon aus, der Aufenthalt werde durch ein Reisebüro bezahlt. Am 28. Mai 2012 informierten ihn der Geschäftsführer und ein weiterer Mitarbeiter des Hotels darüber, dass das Reisebüro bzw. eine weitere vom Beschwerdeführer genannte holländische Gesellschaft keine Zahlung mehr leisteten. Der Beschwerdeführer wurde aufgefordert, die ausstehende Miete ab dem 27. April bis zum 31. Mai 2012 zu begleichen. Er kam dieser Forderung nicht nach und stellte sich auf den Standpunkt, dass nicht er, sondern das Reisebüro für ihn für die Zeitspanne vom 29. März bis 31. Mai 2012 reserviert habe und er deshalb keine Miete schuldig sei. In der Folge verlängerte er seinen Aufenthalt im Hotel über den 31. Mai 2012 hinaus und zwar bis zum 14. Juni 2012, obwohl er wusste, dass für diese Zeitspanne niemand anderer mehr als er selber für die Miete aufkommen müsse und dass er in finanziellen Schwierigkeiten steckte. Am 14. Juni 2012 reist er ab, ohne die Hotelrechnung für die Zeitspanne vom 1. Juni bis zum 14. Juni 2012 in Höhe von Fr. 1'950.-- zu bezahlen. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Der Einzelrichter am Bezirksgericht Küssnacht verurteilte den Beschwerdeführer am 27. November 2013 wegen Zechprellerei zu einer Geldstrafe von 20 Tagessätzen zu Fr. 140.--, bedingt vollziehbar bei einer Probezeit von zwei Jahren, sowie zu einer Busse von Fr. 700.-- bzw. einer Ersatzfreiheitsstrafe von fünf Tagen. Das Kantonsgericht Schwyz bestätigte dieses Urteil im Berufungsverfahren am 16. Dezember 2014 im Schuldpunkt. Es verurteilte den Beschwerdeführer zu einer Geldstrafe von 20 Tagessätzen zu Fr. 10.--, bedingt vollziehbar bei einer Probezeit von zwei Jahren, sowie zu einer Busse von Fr. 50.-- bzw. einer Ersatzfreiheitsstrafe von fünf Tagen. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Der Beschwerdeführer wendet sich ans Bundesgericht und beantragt, das Urteil vom 16. Dezember 2014 sei aufzuheben und er von Schuld und Strafe freizusprechen. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>2.</b> </div> <div class="para">Die tatsächlichen Feststellungen im angefochtenen Urteil können vor Bundesgericht gerügt werden, wenn sie offensichtlich unrichtig im Sinne von <span class="artref">Art. 97 Abs. 1 BGG</span> bzw. willkürlich im Sinne von <span class="artref">Art. 9 BV</span> sind. Willkür liegt vor, wenn der angefochtene Entscheid im bemängelten Punkt offensichtlich unhaltbar ist, mit der tatsächlichen Situation in klarem Widerspruch steht, eine Norm oder einen unumstrittenen Rechtsgrundsatz krass verletzt oder in stossender Weise dem Gerechtigkeitsgedanken zuwiderläuft. Dass eine andere Lösung ebenfalls möglich erscheint, genügt nicht (<a class="bgeref_id" href="https://www.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=24&amp;from_date=02.07.2015&amp;to_date=21.07.2015&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F138-III-378%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page378">BGE 138 III 378</a> E. 6.1; <a class="bgeref_id" href="https://www.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=24&amp;from_date=02.07.2015&amp;to_date=21.07.2015&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F137-IV-1%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page1">137 IV 1</a> E. 2.4). Die angebliche Willkür ist in der Beschwerde präzise zu rügen, und die Rüge ist zu begründen (<span class="artref">Art. 106 Abs. 2 BGG</span>). Appellatorische Kritik, wie sie z.B. im Berufungsverfahren vor einer Instanz mit voller Kognition vorgebracht werden kann, ist vor Bundesgericht unzulässig. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Soweit der Beschwerdeführer den Sachverhalt bemängelt, von dem die Vorinstanz ausging, beschränkt er sich auf unzulässige appellatorische Kritik, aus der nicht hervorgeht, dass und inwieweit die Vorinstanz in Willkür im oben umschriebenen Sinn verfallen wäre. So macht er z.B. geltend, er sei auf Kosten der holländischen Gesellschaft untergebracht gewesen und das Hotel habe ihm nichts vorgelegt, woraus hervorgehe, dass die Gesellschaft die Buchung nicht mehr verlängern und bezahlen wolle. Er vermag indessen nicht darzutun, woraus sich ergeben könnte, dass die holländische Gesellschaft dem Hotel gegenüber bestätigt hätte, er könne auch über den 31. Mai 2012 hinaus auf ihre Kosten im Hotel bleiben, und inwieweit die Feststellung der Vorinstanz, er sei rechtzeitig durch den Geschäftsführer und einen weiteren Mitarbeiter darüber informiert worden, dass nun er selber für seine Rechnung aufkommen müsse, willkürlich wäre. Im Folgenden ist von dem Sachverhalt auszugehen, den die Vorinstanz festgestellt hat. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>3.</b> </div> <div class="para">Beim von der Vorinstanz festgestellten Sachverhalt ist die Subsumtion des Verhaltens des Beschwerdeführers unter den Tatbestand der Zechprellerei offensichtlich nicht zu beanstanden. Ob er die Übernachtungskosten für die Zeit ab dem 1. Juni 2012 von der holländischen Gesellschaft würde zurückfordern können, wie er vor der Vorinstanz unter Berufung auf zwei Zeugen geltend machte (Urteil S. 12), ist unerheblich. Hier geht es ausschliesslich um das Verhältnis zwischen ihm und dem Hotel, und folglich kommt es auch nur darauf an, dass ihm der Geschäftsführer und ein weiterer Mitarbeiter des Hotels unmissverständlich mitgeteilt hatten, ab dem 31. Mai 2012 müsse er für die Hotelrechnung persönlich aufkommen. Was der Umstand, dass er dies bei einem früheren Aufenthalt ohne Weiteres und pünktlich getan hat, an der Zechprellerei ändern sollte, ist nicht ersichtlich. Und schliesslich ist auch unerheblich, ob das Hotel angeblich üblicherweise eine Vorauszahlung verlangt. Die Beschwerde ist offensichtlich unbegründet und deshalb im Verfahren nach <span class="artref">Art. 109 BGG</span> abzuweisen, soweit darauf eingetreten werden kann. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>4.</b> </div> <div class="para">Die Gerichtskosten sind dem Beschwerdeführer aufzuerlegen (<span class="artref">Art. 66 Abs. 1 BGG</span>). Der Beschwerdegegnerin 2 ist keine Entschädigung auszurichten, weil sie vor Bundesgericht keine Umtriebe hatte, </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>Demnach erkennt das Bundesgericht:</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>1.</b> </div> <div class="para">Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf einzutreten ist. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>2.</b> </div> <div class="para">Die Gerichtskosten von Fr. 1'000.-- werden dem Beschwerdeführer auferlegt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>3.</b> </div> <div class="para">Dieses Urteil wird den Parteien und dem Kantonsgericht Schwyz, Strafkammer, schriftlich mitgeteilt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Lausanne, 10. Juli 2015 </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Im Namen der Strafrechtlichen Abteilung </div> <div class="para">des Schweizerischen Bundesgerichts </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Der Präsident: Denys </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Der Gerichtsschreiber: Monn </div> </div></body></html></html>