<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: AEG.2021.00002</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=222178&amp;W10_KEY=13013467&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>AEG.2021.00002</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 03.03.2022</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">1. Abteilung/1. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Das Bundesgericht hat eine Beschwerde in Ã¶ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten gegen diesen Entscheid am 24.11.2022 abgewiesen.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Raumplanungs-, Bau- und Umweltrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Akteneinsicht/Rechtsverweigerung</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Einsichtnahme in eine private Anzeige baurechtswidriger Zustände; Zuständigkeit. Eine formelle Rechtsverweigerung im Sinn von Art. 29 Abs. 1 BV liegt vor, wenn eine Behörde auf eine Eingabe fälschlicherweise nicht eintritt oder eine solche ausdrücklich bzw. stillschweigend nicht an die Hand nimmt und behandelt, obwohl sie dazu verpflichtet wäre (E. 2.1). Das vorliegende Akteneinsichtsbegehren steht im Zusammenhang mit dem Verwaltungsverfahren der Baukommission der Stadt X betreffend die Frage der Einleitung eines nachträglichen Baubewilligungsverfahrens. Dieses Verwaltungsverfahren wurde noch nicht rechtskräftig abgeschlossen. Es handelt sich beim Akteneinsichtsbegehren â was der Beschwerdeführer zu anerkennen scheint â um einen Anwendungsfall von § 8 f. VRG. In diesem Zusammenhang kommt das IDG nicht zur Anwendung. Aufgrund des Devolutiveffekts ist inzwischen das Verwaltungsgericht zuständig zum Entscheid über die (weitergehende) Gewährung bzw. die Nichtgewährung der Akteneinsicht. Anders als eine zu weit gehende Gewährung des Akteneinsichtsrechts, kann die Beschränkung des Akteneinsichtsrechts grundsätzlich nicht selbständig angefochten werden (E. 2.3). Zumal über das vorliegend strittige Akteneinsichtsbegehren des Beschwerdeführers richtigerweise im inzwischen vor Verwaltungsgericht hängigen Verfahren VB.2021.00608 entschieden werden muss, ist das Nichteintreten auf den nicht selbständig anfechtbaren Zwischenentscheid der Baukommission der Stadt X durch den Bezirksrat bzw. das Baurekursgericht im Ergebnis nicht zu beanstanden. Demnach liegt keine formelle Rechtsverweigerung vor. Abweisung.</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: AKTENEINSICHT">AKTENEINSICHT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: NEGATIVER KOMPETENZKONFLIKT">NEGATIVER KOMPETENZKONFLIKT</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: RECHTSVERWEIGERUNG">RECHTSVERWEIGERUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: VERWALTUNGSVERFAHREN">VERWALTUNGSVERFAHREN</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade">Art. 29 Abs. 1 BV</span><br/><span class="gerade">§ 5 Abs. 2 VRG</span><br/><span class="ungerade">§ 8 Abs. 1 VRG</span><br/><span class="gerade">§ 63 Abs. 1 ZPO</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 3 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="WordSection1"> <table border="1" cellpadding="0" cellspacing="0" class="MsoNormalTable" width="0"> <tr> <td valign="top"> <p class="Kopf1"><span>Verwaltungsgericht</span></p> <p class="Kopf1"><span>des Kantons ZÃ¼rich</span></p> <p class="Kopf1"><span>1. Abteilung</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Kopf1"> </p> </td> <td valign="top"> <p class="Kopf1"><span><img alt="" height="78" id="Bild 1" src="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getImage&amp;nF38_KEY=56625" width="123"/></span></p> </td> </tr> </table> <p class="MsoNormal">AEG.2021.00002</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"><b><span>Urteil</span></b></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="Zwischentitel"> </p> <p class="MsoNormal"><span>der 1. Kammer</span></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">vom <a id="VF_DAT_ENTSCHEID">3. MÃ¤rz 2022</a></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">Mitwirkend: AbteilungsprÃ¤sidentin Sandra Wintsch<span> (Vorsitz)</span>, Verwaltungsrichter Lukas Widmer, Verwaltungsrichter Daniel Schweikert, <a id="TN_AUTOTEXT_RICHTER"></a><a id="TN_AUTOTEXT_GS"></a>Gerichtsschreiber Jonas Alig. </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">In Sachen</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>A, vertreten durch RA C, </span></p> <p class="MsoNormal"><b><span>BeschwerdefÃ¼hrer,</span></b></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="Zwischentitel">gegen</p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>Baukommission X, vertreten durch RA D, </span></p> <p class="MsoNormal"><b><span>Beschwerdegegnerin,</span></b></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"><b>betreffend Akteneinsicht/Rechtsverweigerung,</b></p> <p class="Zwischentitel">hat sich ergeben: </p> <p class="Sachverhalt1"><b>I. </b> </p> <p class="Sachverhalt2">Mit Beschluss vom 13. Juli 2020 verweigerte die Baukommission der Stadt X A die Ã¼ber den zur VerfÃ¼gung gestellten anonymisierten Auszug hinausgehende Akteneinsicht in ein Schreiben vom 11. Mai 2020, mit dem baurechtswidrige ZustÃ¤nde beanstandet wurden, die von A als EigentÃ¼mer der Liegenschaft GrundstÃ¼ck Kat.-Nr. 01, E-Strasse 02, X, verursacht sein sollen. Die Baukommission der Stadt X erÃ¶ffnete in der Folge ein Verwaltungsverfahren betreffend die Frage der Einleitung eines nachtrÃ¤glichen Baubewilligungsverfahrens â was A bereits am 4. Juni 2020 mitgeteilt wurde â und forderte A mit VerfÃ¼gung vom 27. Oktober 2020 auf, bis zum 30. November 2020 fÃ¼r folgende, nicht bewilligte Bauten oder Nutzungen auf dem GrundstÃ¼ck Kat.-Nr. 01, E-Strasse 02, X, ein Baugesuch einzureichen oder den rechtmÃ¤ssigen Zustand wiederherzustellen: erstellter Unterstand im Garten, geschlossene bzw. abgedeckte Einfriedung (Maschendrahtzaun bestand schon vorher) sowie Betrieb einer Hundezucht im Innern des GebÃ¤udes (vgl. das Verfahren VB.2021.00608).</p> <p class="Sachverhalt1"><b>II. </b> </p> <p class="Sachverhalt2"><b>A. </b>Gegen den Beschluss der Baukommission der Stadt X vom 13. Juli 2020 erhob A mit Eingabe vom 17. August 2020 Rekurs vor dem Bezirksrat Horgen und beantragte die Aufhebung der angefochtenen VerfÃ¼gung und die Anweisung an die Baukommission, volle Akteneinsicht zu gewÃ¤hren und die IdentitÃ¤t des Anzeigeerstatters offenzulegen. Eventualiter sei die Anzeige vollstÃ¤ndig, jedoch in anonymisierter Fassung vorzulegen. Subeventualiter sei der wesentliche Inhalt der vorenthaltenen Seiten der Anzeige vom 11. Mai 2020 mitzuteilen.</p> <p class="Urteilstext">Mit Beschluss vom 4. September 2020 trat der Bezirksrat Horgen auf den Rekurs mangels ZustÃ¤ndigkeit nicht ein und Ã¼berwies die Rekursschrift samt Beilagen an das Baurekursgericht des Kantons ZÃ¼rich.</p> <p class="Sachverhalt2"><b>B. </b>Mit Entscheid des Einzelrichters vom 15. Dezember 2020 trat das Baurekursgericht auf den Rekurs ebenfalls nicht ein und wies ihn an den Bezirksrat Horgen zur Behandlung zurÃ¼ck.</p> <p class="Sachverhalt2"><b>C. </b>Mit Schreiben vom 15. Juli 2021 teilte der Bezirksrat Horgen unter Bezugnahme auf eine E-Mail des Rechtsvertreters von A mit, dass der Nichteintretensbeschluss des Bezirksrats vom 17. August 2020 unangefochten in Rechtskraft erwachsen sei und tat unter Verweis auf die zivilrechtliche Rechtsprechung zu Art. 63 Abs. 1 der Zivilprozessordnung vom 19. Dezember 2008 (ZPO) kund, dass er â da die Rekursschrift nicht innert 30 Tagen nach dem Entscheid des Baurekursgerichts erneut bei ihm eingereicht worden sei â in der Sache nicht weiter tÃ¤tig werde.</p> <p class="Sachverhalt1"><b>III. </b> </p> <p class="Urteilstext">Mit Eingabe vom 14. September 2021 erhob A Beschwerde an das Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich und beantragte â unter Kosten und EntschÃ¤digungsfolgen zulasten der Beschwerdegegnerin â, die Angelegenheit sei zur materiellen Beurteilung der Streitsache an die zustÃ¤ndige Rekursinstanz zu Ã¼berweisen. Falls das Verwaltungsgericht die Sache entscheide, sei die VerfÃ¼gung der Baukommission der Stadt X vom 13. Juli 2020 aufzuheben und es sei die volle Akteneinsicht in die Anzeige vom 11. Mai 2020 zu gewÃ¤hren und die IdentitÃ¤t des Anzeigeerstatters offenzulegen. Eventualiter sei die Anzeige vollstÃ¤ndig, jedoch in anonymisierter Fassung zur Akteneinsicht vorzulegen. Sub­eventualiter sei der wesentliche Inhalt der vorenthaltenen Seiten der Anzeige vom 11. Mai 2020 mitzuteilen.</p> <p class="Urteilstext">Mit Schreiben vom 19. Oktober 2021 beantragte der Bezirksrat Horgen die Abweisung der Beschwerde. Mit Beschwerdeantwort vom 15. Oktober 2021 beantragte die Baukommission der Stadt X die Abweisung der Beschwerde unter Kosten- und EntschÃ¤digungsfolgen zulasten des BeschwerdefÃ¼hrers. Am 19. November 2021 replizierte A. Die Baukommission der Stadt X liess sich in der Folge nicht mehr vernehmen.</p> <p class="Einzug1"><span>Die Kammer</span><span> erwÃ¤gt:</span></p> <p class="Erwgung1"><b>1. </b> </p> <p class="Erwgung2">GemÃ¤ss § 41 Abs. 1 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 (VRG) beurteilt das Verwaltungsgericht als letzte kantonale Instanz Beschwerden gegen Akte im Sinn von § 19 Abs. 1 VRG. Dazu gehÃ¶rt unter anderem das unrechtmÃ¤ssige Verweigern oder VerzÃ¶gern einer anfechtbaren Anordnung (§ 19 Abs. 1 lit. b VRG). Zur Behandlung von Beschwerden gegen Entscheide der Rekursinstanz Ã¼ber eine Rechtsverweigerungs- oder RechtsverzÃ¶gerungsbeschwerde ist das Verwaltungsgericht zustÃ¤ndig. Auch die Ã¼brigen Prozessvoraussetzungen sind erfÃ¼llt.</p> <p class="Erwgung1"><b>2. </b> </p> <p class="Urteilstext">Der BeschwerdefÃ¼hrer macht â im Zusammenhang mit dem Akteneinsichtsrecht â eine formelle Rechtsverweigerung durch den Bezirksrat Horgen bzw. das Baurekursgericht geltend.</p> <p class="Erwgung2"><b>2.1 </b>Eine formelle Rechtsverweigerung im Sinn von Art. 29 Abs. 1 der Bundesverfassung vom 18. April 1999 (BV) liegt vor, wenn eine BehÃ¶rde auf eine Eingabe fÃ¤lschlicherweise nicht eintritt oder eine solche ausdrÃ¼cklich bzw. stillschweigend nicht an die Hand nimmt und behandelt, obwohl sie dazu verpflichtet wÃ¤re (BGr, 3. April 2019, 1D_8/2018, E. 4.1; vgl. BGr, 17. MÃ¤rz 2010, 1C_479/2009, E. 3; JÃ¼rg Bosshard/Martin Bertschi in: Alain Griffel [Hrsg.], Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons ZÃ¼rich [VRG], 3. A., ZÃ¼rich etc. 2014 [Kommentar VRG], § 19 Rz. 45).</p> <p class="Erwgung2"><b>2.2 </b>GemÃ¤ss § 8 Abs. 1 VRG sind Personen, die durch eine Anordnung berÃ¼hrt sind und ein schutzwÃ¼rdiges Interesse an deren Aufhebung oder Ãnderung haben, dazu berechtigt, in die Akten Einsicht zu nehmen. § 8 f. VRG sind allerdings nur bezÃ¼glich eines Verwaltungsverfahrens anwendbar, welches den Erlass einer VerfÃ¼gung (oder den ausdrÃ¼cklichen Verzicht des Erlasses einer solchen) erwarten lÃ¤sst (vgl. Felix Uhlmann, Die Einleitung eines Verwaltungsverfahrens, in: Isabelle HÃ¤ner, Das erstinstanzliche Verwaltungsverfahren, ZÃ¼rich 2008, S. 2 ff.). Ausserhalb eines fÃ¶rmlichen Verfahrens oder nach Vorliegen einer rechtskrÃ¤ftigen VerfÃ¼gung richtet sich das Akteneinsichtsrecht nach dem Gesetz Ã¼ber die Information und den Datenschutz vom 12. Februar 2007 (IDG).</p> <p class="Erwgung2"><b>2.3 </b>Das vorliegende Akteneinsichtsbegehren steht im Zusammenhang mit dem Verwaltungsverfahren <span>der </span>Baukommission der Stadt X betreffend die Frage der Einleitung eines nachtrÃ¤glichen Baubewilligungsverfahrens. Dieses Verwaltungsverfahren wurde noch nicht rechtskrÃ¤ftig abgeschlossen; aktuell ist die Sache unter der Verfahrensnummer VB.2021.00608 vor Verwaltungsgericht hÃ¤ngig. Es handelt sich beim Akteneinsichtsbegehren â was der BeschwerdefÃ¼hrer zu anerkennen scheint â um einen Anwendungsfall von § 8 f. VRG. In diesem Zusammenhang kommt das IDG nicht zur Anwendung. Aufgrund des Devolutiveffekts ist inzwischen das Verwaltungsgericht zustÃ¤ndig zum Entscheid Ã¼ber die (weitergehende) GewÃ¤hrung bzw. die NichtgewÃ¤hrung der Akteneinsicht (vgl. dazu Alain Griffel, Kommentar VRG, § 57 N. 6 und § 26a N. 16). </p> <p class="Erwgung2">Anders als eine zu weit gehende GewÃ¤hrung des Akteneinsichtsrechts, kann die BeschrÃ¤nkung des Akteneinsichtsrechts grundsÃ¤tzlich nicht selbstÃ¤ndig angefochten werden (Martin Bertschi, Kommentar VRG, § 19a N. 48 S. 524; BGr, 9. April 2009, 8C_1071/2009, E. 3.2 f.; vgl. VGr, 28. Februar 2013, VB.2012.00750, E. 1.2.1).</p> <p class="Erwgung2"><b>2.4 </b>Zumal Ã¼ber das vorliegend strittige Akteneinsichtsbegehren des BeschwerdefÃ¼hrers richtigerweise im inzwischen vor Verwaltungsgericht hÃ¤ngigen Verfahren VB.2021.00608 entschieden werden muss, ist das Nichteintreten auf den nicht selbstÃ¤ndig anfechtbaren Zwischenentscheid der Baukommission der Stadt X durch den Bezirksrat Horgen bzw. das Baurekursgericht im Ergebnis nicht zu beanstanden. Demnach liegt keine formelle Rechtsverweigerung vor.</p> <p class="Erwgung1"><b>3. </b><i> </i></p> <p class="Erwgung1">Es sei mit Blick auf das Schreiben des Bezirksrats Horgen vom 15. Juli 2021 indes darauf hingewiesen, dass § 5 Abs. 2 VRG fÃ¼r ZÃ¼rcher VerwaltungsbehÃ¶rden im Sinn von § 4 VRG keinen Raum fÃ¼r die (analoge) Anwendung von Art. 63 Abs. 1 ZPO lÃ¤sst (vgl. auch Kaspar PlÃ¼ss, Kommentar VRG, § 5 N. 45 ff.). Es kann nicht verlangt werden, dass eine von Amtes wegen an die zustÃ¤ndige BehÃ¶rde weiterzuleitende Eingabe von einer Verfahrenspartei (innert eines Monats) erneut einzureichen ist: Die Eingabe gilt von Gesetzes wegen als rechtzeitig eingereicht. </p> <p class="Erwgung1"><b>4. </b> </p> <p class="Urteilstext"><span>Nach dem Gesagten ist die Beschwerde abzuweisen. </span>AusgangsgemÃ¤ss<span> sind die Kosten des Beschwerdeverfahrens dem BeschwerdefÃ¼hrer aufzuerlegen (§ 65a in Verbindung mit § 13 Abs. 2 VRG). Eine ParteientschÃ¤digung ist ihm nicht zuzusprechen. </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Ebenso wenig wird der </span>Baukommission der Stadt X eine ParteientschÃ¤digung zugesprochen. Die mÃ¶gliche EntschÃ¤digungsberechtigung von Gemeinwesen stellt einen Ausnahmefall dar (VGr, 9. Januar 2008, VB.2007.00382 und VB.2007.00401, E. 4.2 = BEZ 2008 Nr. 3; Kaspar PlÃ¼ss, Kommentar VRG, § 17 N. 51). Da dem Gemeinwesen vorliegend kein Ã¼bermÃ¤ssiger Aufwand entstanden ist, sind die Voraussetzungen von § 17 VRG nicht erfÃ¼llt.</p> <p class="Einzug1"><span>DemgemÃ¤ss erkennt <span>die Kammer</span>:</span></p> <p class="Einzug2"><span>1. Die Beschwerde wird abgewiesen.</span></p> <p class="Einzug2"><span>2. Die GerichtsgebÃ¼hr wird festgesetzt auf <br/> Fr. 2'000.--; die Ã¼brigen Kosten betragen:<br/> <u>Fr. 125.--</u> Zustellkosten,<br/> <u>Fr. 2'125.--</u> Total der Kosten.</span></p> <p class="Einzug2"><span>3. Die Gerichtskosten werden dem BeschwerdefÃ¼hrer auferlegt.</span></p> <p class="Einzug2"><span>4. Es werden keine ParteientschÃ¤digungen zugesprochen.</span></p> <p class="Einzug2"><span>5. Gegen dieses Urteil kann Beschwerde in Ã¶ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten nach Art. 82 ff. des Bundesgerichtsgesetzes erhoben werden. Die Beschwerde ist innert 30 Tagen, von der Zustellung an gerechnet, beim Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, einzureichen.</span></p> <p class="Einzug2"><span>6. Mitteilung an â¦</span></p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>