<h2>SubmittedText<h2><p>Nachdem die Nichtberücksichtigung der Geistes- und Sozialwissenschaften bei den Nationalen Forschungsschwerpunkten zu Kritik Anlass gab, hat der Bundesrat eine Evaluation der Tätigkeit des Nationalfonds durch ausländische Experten veranlasst. Wie der Presse entnommen werden kann, liegt diese Evaluation nun vor. Ich frage deshalb den Bundesrat:</p><p>1. Gedenkt er, diesen Bericht zu veröffentlichen oder zumindest dem Parlament zuzuleiten?</p><p>2. Der Presse konnte man ebenfalls entnehmen, die ausländischen Experten hätten die Bildung von "Seilschaften" und damit verbunden eine einseitige Vergabe von Förderungsmitteln festgestellt. Trifft dies zu? Was gedenkt er zu unternehmen?</p><p>3. Welche allfällige andere Mängel hat der Bericht festgestellt, und was gedenkt er zu deren Behebung zu unternehmen?</p><p>4. Welche Stärken des Nationalfonds wurden von den Experten besonders hervorgehoben?</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Im Hinblick auf die Vorbereitung der Botschaft über die Förderung von Bildung, Forschung und Technologie für die Periode 2004-2007 (BFT) beauftragten die zuständige Departementsvorsteherin und der zuständige Departementsvorsteher (EDI, EVD) am 25. April 2001 den Schweizerischen Wissenschafts- und Technologierat (SWTR), die beiden Förderorganisationen Schweizerischer Nationalfonds (SNF) und Kommission für Technologie und Innovation (KTI) zu evaluieren. Die Evaluation wurde in zwei Etappen (Selbstevaluation, externe Expertisierung) durchgeführt, und der SWTR erarbeitete darauf gestützt einen Schlussbericht mit Empfehlungen. Die Evaluation von SNF und KTI erfolgte unabhängig von den Diskussionen über die Berücksichtigung der Sozial- und Geisteswissenschaften im Auswahlverfahren der Nationalen Forschungsschwerpunkte (NFS). Die auftraggebenden Departemente haben kürzlich den Schlussbericht des SWTR sowie die entsprechenden internationalen Expertenberichte erhalten. Wie dies bei grossangelegten Evaluationen üblich ist, wurden die Unterlagen den beiden evaluierten Organe für eine Stellungnahme zugestellt.</p><p>Die zuständigen Departementsvorsteher und -vorsteherin werden die Ergebnisse der Evaluation nach Abschluss des Verfahrens unter Berücksichtigung der erwarteten Stellungnahmen würdigen und das weitere Vorgehen inklusive der Publikation der Ergebnisse festlegen.</p><p>Es ist dem Bundesrat wichtig, dass die Evaluation in ihrer Gesamtheit diskutiert und allfällige Massnahmen in Abwägung aller Konsequenzen beschlossen werden, ohne einzelne Punkte vorher aus ihrem Kontext herauszubrechen. Aus diesem Grund kann der Bundesrat zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht auf die einzelnen Fragen der Interpellation eingehen. Das Parlament wird über die vom Bundesrat getroffene Lagebeurteilung und die beabsichtigten Massnahmen im Rahmen der BFT-Botschaft 2004-2007 informiert und zu diesem Zeitpunkt dazu Stellung nehmen.</p>  Antwort des Bundesrates.