<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="cell small-12 contentContainer printArea"> <div><table><tr><td colspan="2"><p class="Normal Heading1"><span id="_GoBack"></span><span class="Normal Heading1">Sozialversicherungsgericht</span></p><p class="Normal Heading1"><span class="Normal Heading1">des Kantons Zürich</span></p></td><td><p class="Normal Heading1"></p></td></tr><tr><td><p class="Normal Heading1"><br/></p></td><td colspan="2"><p><span>IV.2015.00238</span></p><p><br/></p><p><br/></p><p></p></td></tr></table><p><br/></p><p>I. Kammer</p><p>Sozialversicherungsrichterin Grünig, Vorsitzende</p><p>Sozialversicherungsrichter Spitz</p><p>Ersatzrichter Wilhelm</p><p>Gerichtsschreiber Pfefferli</p><p class="Normal Heading2"><span class="Normal Heading2">Urteilvom 30. September 2016</span></p><p class="Normal StandardEinzug"><span class="Normal StandardEinzug">in Sachen</span></p><p class="Normal StandardFett RubrumFett"><span class="Normal StandardFett RubrumFett">X.___</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Beschwerdeführerin</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">vertreten durch Rechtsanwältin Ursula Reger-Wyttenbach</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">advokatur rechtsanker</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Ankerstrasse 24, Postfach 9822, 8036 Zürich</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">gegen</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardFett RubrumFett"><span class="Normal StandardFett RubrumFett">Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Beschwerdegegnerin</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Sachverhalt:</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">X.___, geboren 1981, ist ausgebildete Tierheilpraktikerin (Urk. 7/34) und arbeitete zuletzt im Jahr 2010 während wenigen Monaten im Rahmen eines Praktikums in der Y.___ einer Kollegin (Urk. 7/7/1, 7/9/3).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Am 10. Januar 2012 (Urk. 7/4) meldete sich die Versicherte wegen Stimmungs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">schwankungen, Depression, Überforderung, Stimmungstief und Platzangst bei der Eidgenössischen Invalidenversicherung zum Leistungsbezug an.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Seit November 2011 steht sie bei Dr. med. Z.___, Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie, in Behandlung. Dr. Z.___ reichte am 15. Februar 2011 (Urk. 7/9), 29. September 2013 (Urk. 7/28) und am 16. Juni 2014 (Urk. 7/38) ausführliche ärztliche Berichte ein. Am 16. Juni 2014 diagnos</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tizierte sie mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit eine emotional- instabile Persönlichkeitsstörung vom Borderline-Typus (ICD-10: F60.31), rezidivierende depressive Episoden (ICD-10: F33.1) sowie den Verdacht auf eine einfache Akti</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">vitäts- und Aufmerksamkeitsstörung (ICD-10: F90.0).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, zog einen Auszug aus dem Individuellen Konto der Beschwerdeführerin (Urk. 7/7) bei und holte zudem bei Dr. med. A.___, Facharzt für Allgemeinmedizin (Urk. 7/8), sowie PD Dr. med. B.___ (Urk. 7/10) ärztliche Berichte ein. Mit Schreiben vom 24. April 2014 (Urk. 7/35) wurde die Beschwerdeführerin im Rahmen der Schadenminderungspflicht zur Aufnahme einer Psychopharmako</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">therapie in Ergänzung zur bestehenden Psychotherapie verpflichtet. Am 15. September 2014 wurde die Versicherte durch med. pract. C.___, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, vom Regionalen Ärztlichen Dienst der Beschwerdegegnerin psychiatrisch untersucht (Urk. 7/44). Gestützt darauf stellte die Beschwerdegegnerin mit Vorbescheid vom 16. Oktober 2014 (Urk. 7/48) die Verneinung des Rentenanspruchs in Aussicht. Nach Durchführung des Ein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">wandverfahrens entschied sie mit Verfügung vom 20. Januar 2015 (Urk. 7/57 = Urk. 2) wie angekündigt. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Mit Beschwerde vom 23. Februar 2015 (Urk. 1) beantragt die Beschwerdeführe</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rin die Zusprache einer ganzen Invalidenrente ab 1. Juni 2012. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Mit Beschwer</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">deantwort vom 10. April 2015 (Urk. 6) beantragte die Beschwerdegegnerin die Abweisung der Beschwerde. Mit Verfügung vom 15. April 2015 (Urk. 8) wurde der Beschwerdeführerin die unentgeltliche Prozessführung gewährt und Rechts</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">anwältin Ursula Reger-Wyttenbach als unentgeltliche Rechtsvertreterin bestellt.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Auf die Vorbringen der Parteien und die eingereichten Akten wird, soweit er</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">forderlich, in den nachfolgenden Erwägungen eingegangen. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Das Gerichtzieht in Erwägung:</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Gemäss Art. 69 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Abs. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1 lit. a </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG)</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> sind in Abweichung von Art. 52 und 58 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">des Bundesgesetzes über den All</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG)</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> die Verfügungen der kan</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tonalen IV-Stellen direkt vor dem Versicherungsgericht am Ort der IV-Stelle anfechtbar. Demnach sind Beschwerden gegen Entscheide der kantonalen IV-Stellen - unabhängig vom Wohnsitz der versicherten Person - durch das Ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sicherungsgericht des entsprechenden Kantons zu behandeln (Meyer/ Reichmuth, Bundesgesetz über die Invalidenversicherung [IVG], 3. Aufl. 2014, Rz. 2 zu Art. 69 IVG).</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Gemäss Art. 55 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Abs. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1 Satz 1 IVG ist in der Regel die IV-Stelle zuständig, in deren Kantonsgebiet der Versicherte im Zeitpunkt der An</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">meldung seinen Wohnsitz hat. Gemäss Art. 40 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Abs. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">der Verordnung über die Invalidenversicherung (IVV)</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> bleibt die einmal begründete Zuständigkeit der IV-Stelle im Verlaufe des Verfahrens unter Vorbehalt der Absätze 2</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">bis</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">-2</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">quater</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> erhal</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ten (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Urteil des Bundesgericht 9C_892/2014 vom 6. März 2015 E. 2 und 3.2)</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Beschwerdeführerin hatte zum Zeitpunkt ihrer Anmeldung zum Leistungs-</span><br/><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">be</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">zug ihren Wohnsitz im Kanton Zürich und es ist keiner der genannten Ausnahmetatbestände gegeben. Die Beurteilung der vorliegenden Beschwerde-</span><br/><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sache fällt damit ungeachtet der zwischenzeitlich erfolgten inter</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">kantonalen Wohnsitzwechsel in die örtliche Zuständigkeit des angerufenen Sozialver-</span><br/><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sicherungsgerichts.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">2.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ATSG</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">). </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Sie kann Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">IVG</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">). </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Erwerbsunfä</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">higkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">schen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Einglie</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">derung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">An</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">spruch auf eine Rente haben gemäss </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">28 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Abs. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1 IVG Versicherte, die:</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">a.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betä</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ti</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder her</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">stellen, erhalten oder verbessern können;</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">b.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich min</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">des</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tens 40 % arbeitsunfähig (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">6 ATSG) gewesen sind; und</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">c.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">8 ATSG) sind.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine Vier</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">telsrente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine Dreiviertels</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">rente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">28 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Abs. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">2 IVG).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Rentenhöhe ist sowohl vom Ausmass der nach Ablauf der Wartezeit weiter</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">hin bestehenden Arbeitsunfähigkeit als auch von einem entsprechend hohen Grad der durchschnittlichen Arbeitsunfähigkeit während des vorangegangenen Jahres abhängig. Somit kommt eine ganze Rente erst in Betracht, wenn die ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sicherte Person während eines Jahres durchschnittlich mindestens zu 70 % ar</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">beits</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">unfähig gewesen und weiterhin wenigstens im gleichen Umfang invalid im Sinne von Art. 28 Abs. 2 IVG ist (vgl. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Urteil des Bundesgerichts 9C_</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">659</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">/201</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">5</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> vom 2</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2. Februar 2016</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> E. 3.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">2.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Beeinträchtigungen der psychischen Gesundheit können in gleicher Weise wie kör</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">perliche Gesundheitsschäden eine Invalidität im Sinne von Art. 4 Abs. 1 IVG in Verbindung mit Art. 8 ATSG bewirken. Nicht als Folgen eines psychischen Ge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sundheitsschadens und damit invalidenversicherungsrechtlich nicht als rele</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">vant gelten Einschränkungen der Erwerbsfähigkeit, welche die versicherte Per</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">son bei Aufbietung allen guten Willens, die verbleibende Leistungsfähigkeit zu verwerten, abwenden könnte; das Mass des Forderbaren wird dabei weitgehend objektiv be</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">stimmt. Festzustellen ist, ob und in welchem Umfang die Ausübung einer Er</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">werbstätigkeit auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt mit der psychi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">schen Beein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">trächtigung vereinbar ist. Ein psychischer Gesundheitsschaden führt also nur so</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">weit zu einer Erwerbsunfähigkeit (Art. 7 ATSG), als angenommen werden kann, die Verwertung der Arbeitsfähigkeit (Art. 6 ATSG) sei der ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sicherten Person sozial-praktisch nicht mehr zumutbar (BGE 131 V 49 E. 1.2 mit Hinweisen).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">2.4</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Jede psychogene Störung, ob einfache oder neurotische Form, kann im Einzel</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">fall Krankheitswert haben, weshalb jeder Einzelfall sorgfältig geprüft werden muss. Notwendig sind in jedem Fall ein ausführlicher ärztlicher Bericht oder ein entsprechendes fachärztliches Gutachten sowie die Abklärung der erwerblichen Umstände (AHI 1997 S. 43 E. 5c). Dabei müssen psychiatrische Berichte in der Regel auf einer persönlichen Untersuchung beruhen (RKUV 2001 Nr. U 438 </span><br/><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">S. 345, Urteile des Bundesgerichts 9C_602/2007 vom 11. April 2008 E. 5.3 und </span><br/><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">I 169/06 vom 8. August 2006 E. 4.4 mit Hinweisen). Für die verlässliche Beurtei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">lung des psychischen Gesundheitszustandes und seiner Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit sind in der Regel psychiatrische Fachärzte beizuziehen (BGE 130 V 352 E. 2.2.3., Urteil des Bundesgerichts 8C_989/2010 vom 16. Februar 2011 E. 4.4.2 mit Hinweisen).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3.</span><span> </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die Beschwerdegegnerin stellte in ihrer Verfügung vom 20. Januar 2015 (Urk. 2) sinngemäss fest, dass bei psychischen Erkrankungen die willentliche Überwind</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">barkeit zu prüfen sei. Aus der medizinischen Untersuchung habe als Diagnose eine emotional instabile Persönlichkeitsstörung (ICD-10: F60.3) resultiert. Der aufgrund der medizinischen RAD-Untersuchung gestellten Diagnose könne volle Beweiskraft zuerkannt werden. Zusammenfassend liege kein Gesund</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">heitsschaden vor, der einen Anspruch auf Leistungen der Invalidenversicherung auszulösen vermöge.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">In ihrer Beschwerde vom 23. Februar 2015 (Urk. 1) lässt die Beschwerdeführerin ausführen, dass die objektive Prüfung der Überwindbarkeit klar ergebe, dass diese nicht zumutbar sei. Aus dem Lebenslauf und insbesondere den seit der Untersuchung durch den RAD-Arzt im September 2014 eingetretenen Verän</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">derungen ergebe sich, dass eine dauerhafte Stabilisierung nicht eingetreten sei. Vielmehr bestätige sich das von der behandelnden Psychiaterin in ihren aus</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">führlichen Berichten geschilderte Geschehen mit sich ständig verändernden und wechselnden gesundheitlichen Phasen. Sie weise auch darauf hin, dass es ange</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sichts der rezidivierenden depressiven Episoden und der chronifizierten Agora</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">phobie bei komorbider Persönlichkeitsstörung zu kurz gegriffen scheine, auf den momentanen Querschnitt einer Begutachtungssituation abstellen zu wollen, um die Fragen, ob eine Situation genug stabil sei und die betroffene Person ihre Ressourcen auch zu nutzen vermöge, zu beantworten. Der RAD-Arzt gebe keine Begründung für seine von der behandelnden Psychiaterin abweichende Beur</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">teilung an. Auch setze er sich mit den weiteren bei der Beschwerdeführerin vor</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">liegenden Problemkreisen nicht oder nur höchst oberflächlich auseinander. Gestützt auf die vorliegenden Akten und die sich daraus ergebenden, gesund</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">heitsbedingten Schwierigkeiten der Beschwerdeführerin in der Erledigung des Haushaltes und der Administrativaufgaben sowie in der Ausübung einer Arbeitstätigkeit (Scheitern des Eingliederungsversuchs) müsse von einer voll</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ständigen Arbeitsunfähigkeit ausgegangen werden.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Anstelle einer externen Begutachtung liess die Beschwerdegegnerin die gesund</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">heitliche Situation der Beschwerdeführerin im Rahmen einer Untersuchung durch ihren Regionalen Ärztlichen Dienst feststellen (Urk. 7/44). Die behan</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">delnde Psychiaterin hat sich diesbezüglich in mehreren ausführlichen Berichten (Urk. 7/9, 7/28, 7/38) geäussert. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Dr. Z.___ berichtete der Beschwerdegegnerin am 15. Februar 2012 (Urk. 7/9), am 29. September 2013 (Urk. 7/28) sowie am 16. Juni 2014 (Urk. 7/38) über den Verlauf der psychotherapeutischen und psychopharma</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">kotherapeutischen Behandlung der Beschwerdeführerin. Während zunächst noch somatische Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit vorlagen, bestanden diese im Zeitpunkt des letzten Berichts nicht mehr. Im Bericht vom 16. Juni 2014 hielt sie folgende Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfä</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">higkeit fest:</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">emotional-instabile Persönlichkeitsstörung vom Borderline-Typus </span><br/><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">(ICD-10: F60.31)</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">rezidivierende depressive Episoden (ICD-10: F33.1)</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Verdacht auf eine einfache Aktivitäts- und Aufmerksamkeitsstörung </span><br/><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">(ICD-10: F90.0)</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Keine Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit mass sie den Diagnosen</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Status nach sekundärer Polytoxikomanie, circa vom 12. bis 24. Lebens-jahr (ICD-10: F19.2)</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">mütterliche Feindseligkeit gegenüber dem Kind sowie elterlich emotio</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">nale Vernachlässigung während der Kindheit und Jugend </span><br/><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">(ICD-10: Z62)</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Verdacht auf sexuellen Missbrauch durch den Grossvater </span><br/><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">(ICD-10: Z61.4)</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">bei.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die Versicherte habe bei den Gesprächen immer zurückhaltend bis verschlossen gewirkt. Sie habe generelles Misstrauen und Mühe in Gruppen bejaht. Nach etwa einer Stunde habe sie über Konzentrationsstörungen sowie leichte Ablenk</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">barkeit, seit sie denken könne, geklagt. Sie habe eine Tendenz zum Grübeln. Sie leide unter anhaltenden Bauchkrämpfen, Appetitverlust und durchgehender Müdigkeit mit Morgentief sowie seit dem Jahreswechsel 2010/11 an Hypersom</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">nie. Sie sei verunsichert, da dafür noch keine körperliche Ursache gefunden worden sei und keine Medikamente Erleichterung gebracht hätten. Auf Nach</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">frage habe sie ein ständiges Gefühl der inneren Leere und Langeweile sowie eine mangelnde Entspannungsfähigkeit bei ständiger innerer Unruhe angege</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ben. Bereits beim Erwachen sei sie maximal gestresst und leide unter emotio</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">naler Dünnhäutigkeit. Ebenfalls auf Nachfrage hin habe sie Angstattacken in umschriebenen klaustrophoben und sozialen Situationen angegeben. Sie leide unter Existenzängsten, Insuffizienzgedanken sowie Angst vor Psychopharmaka. Sie sei enttäuscht darüber, dass die Homöopathie und Bachblütentherapie keine Wirkung gezeigt hätten. Sie habe den Zugang zu ihrer inneren Stimme verloren und schneide sich mit Rasierklingen, da Schmerzen besser aushaltbar seien als innere Leere, psychische Anspannung oder Gedankenkreisen. Sie habe grosse Ängste vor dem Alleinsein und Einsamkeit. Affektiv sei sie deprimiert und resigniert und habe die Freude an allem ausser den Minipigs verloren. Es gebe weder Anhaltspunkte für Zwänge, Wahninhalte oder psychotisches Erleben noch bestehe eine latente oder akute Suizidalität.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Med. pract. C.___, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, nannte in seinem, gestützt auf die vorbestehenden medizinischen Akten sowie die durchgeführte psychiatrische Untersuchung erstellten, RAD-Bericht vom 16. September 2014 (Urk. 7/44) als Diagnose mit dauerhafter Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit einzig eine emotional instabile Persönlichkeitsstörung (ICD-10: F60.3). Keine Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit schrieb er den Diagnosen einer Agoraphobie (ICD-10: F40.0) sowie eines Status nach Polytoxikomanie (ICD-10: F19.20) zu. Von den durch die behandelnde Psychiaterin festgestellten Defiziten in Form von Konzentrationsstörungen, Ablenkbarkeit und gestörter Aufmerksamkeit sei anlässlich der Untersuchung nichts zu sehen gewesen. Eine gravierende Impulsivität und eine mangelnde Selbstkontrolle als Basissymptome einer derartigen Persönlichkeitsstörung seien nicht feststellbar. Depressive Symptome und Symptome eines ADHS seien nicht feststellbar.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.4</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Obwohl der RAD-Psychiater in seinem Untersuchungsbericht vom 16. September 2014 (Urk. 7/44/5) festhielt, dass bei der Beschwerdeführerin die beiden </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Basissymptome einer</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> emotional instabilen Persönlichkeitsstörung </span><br/><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">(ICD-10: F60.3), </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gravierende Impulsivität </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sowie mangelnde Selbstkontrolle, nicht feststellbar seien,</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">stellte er diese Diagnose, was den Beweiswert seines Berichtes stark beeinträchtigt. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung kann bereits bei geringen Zwei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">feln an deren Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit nicht auf das Ergebnis ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sicherungsinterner ärztlicher Abklärungen, zu denen auch RAD-Berichte gehö</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ren, abgestellt werden (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Urteil des Bundesgerichts 8C_197/2014 vom 3. Oktober 2014 E. 4.2 mit Hinweisen auf </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">BGE 139 V 225</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> E. 5.2; </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">135 V 465</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> E. 4.4 und E. 4.7)</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">. Die angefochtene Verfügung hätte damit nicht auf den Bericht von med. pract. C.___ über die RAD-Untersuchung vom 15. September 2014 (Urk. 7/44) gestützt werden dürfen. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die verbleibenden Berichte von Dr. Z.___ können für sich allein ebenfalls nicht als massgebend gelten, da behandelnde Ärzte im Hinblick auf ihre Ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">trauensstellung in Zweifelsfällen mitunter eher zu Gunsten ihrer Patienten aus</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sagen (Urteil des Bundesgerichts 8C_772/2007 vom 6. Mai 2008, E. 5.2.3 mit Hinweisen auf BGE 125 V 351 E. 3b/cc sowie das Urteil des Bundesgerichts </span><br/><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">I 1048/06 vom 13. Dezember 2007 E. 7.1.2). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.5</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Bei </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">der gegebenen medizini</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">schen Aktenlage wäre die IV-Stelle damit verpflichtet gewesen, eine umfassende psychiatrische Begutachtung der Beschwerdeführerin durchzuführen. Indem sie darauf verzichtete und statt-dessen lediglich auf den - wie festgestellt - nicht schlüssigen Untersuchungsbericht des RAD-Vertreters med. pract. C.___ abstellte, hat sie den medizinischen Sachverhalt nicht vollständig respektive genügend ermittelt. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">In derartig gelagerten Fällen, bei welchen sich nicht beweisrechtlich gleichermassen valide Gutachten mit unterschiedlichen Schlussfolgerungen gegenüberstehen, ist eine Rückweisung an die Verwaltung angezeigt (BGE 137 V 210 E. 4.4). Dies, zumal hier noch gar kein psychiatrisches Gutachten erstellt worden ist und die IV-Stelle mithin die Abklärungspflicht verletzt hat.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.6</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die Sache ist folglich an die IV-Stelle zurückzuweisen, damit sie eine versiche</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">rungsexterne psychiatrische Begutachtung der Beschwerdeführerin in Auftrag gibt und anschliessend nach Prüfung von Eingliederungsmassnahmen über den Rentenanspruch neu verfügt. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">5.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Der Streitgegenstand des Verfahrens betrifft die Bewilligung oder Verweigerung von Leistungen der Invalidenversicherung. Das Verfahren ist daher kosten</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">pflichtig. Die Gerichtskosten sind nach dem Verfahrensaufwand und unabhän</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gig vom Streitwert festzulegen (Art. 69 Abs. 1</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">bis</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> IVG) und ermessensweise auf Fr. 700.-- anzusetzen. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Nach ständiger Rechtsprechung gilt die Rückweisung der Sache an die Verwaltung zur weiteren Abklärung und neuen Verfügung als vollständiges Obsiegen (BGE 137 V 57 E. 2.2), weshalb die Kosten der Beschwerdegegnerin aufzuerlegen sind.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Zudem hat die obsiegende Beschwerdeführerin Anspruch auf Ersatz der Parteikos</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ten </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">(</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">§ </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">34 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Abs. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1 GSVGer). Ihre unentgeltliche Rechtsvertreterin weist in der eingereichten Kostennote vom </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">7. Juli </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">2016 (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Urk. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">0</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">) für das vorliegende Verfahren einen Zeitaufwand von </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">fünf</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> Stunden sowi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">e Barauslagen von Fr. 25</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">.5</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">0</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> aus. Diese Aufwendungen erscheinen gerechtfertigt. Die Beschwerde</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gegnerin hat deshalb der unentgeltlichen Rechtsvertreterin der Beschwerdefüh</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">rerin eine Prozessentsc</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">hädigung in der Höhe von Fr. 1‘21</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">5.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">55</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> (inkl. Barauslagen und Mehrwertsteuer) zu bezahlen.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Heading3"><span class="Normal Heading3">Das Gericht erkennt:</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span class="Normal Dispotext DispoHngend">1.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Die Beschwerde wird in dem Sinne gutgeheissen, dass die angefochtene Verfügung vom </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">20. Januar 2015</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend"> aufgehoben und die Sache an die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, zurückgewiesen wird, damit diese, nach erfolgter Abklärung im Sinne der Erwägun</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">gen, über den Rentenanspruch der Beschwerdeführerin</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend"> neu verfüge.</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span class="Normal Dispotext DispoHngend">2.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Die Gerichtskosten von </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Fr. 700</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">.-- werden </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">der Beschwerdegegnerin </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">auferlegt.</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend"> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Rechnung und Einzahlungsschein werden </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">der </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Kostenpflichtigen nach Eintritt der Rechts</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">kraft zugestellt.</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span class="Normal Dispotext DispoHngend">3.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Die Beschwerdegegnerin wird </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">verpflichtet, </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">der unentgeltlichen Rechtsvertreterin der Beschwerdeführerin, Rechtsanwältin Ursula Reger-Wyttenbach, Zürich, </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">eine Prozess</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">-</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">ent</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">schädigung von </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Fr. 1‘215.55 (inkl. Barauslagen und MWST</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">) zu bezahlen.</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span class="Normal Dispotext DispoHngend">4.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Zustellung gegen Empfangsschein an:</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Rechtsanwältin Ursula Reger-Wyttenbach</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Bundesamt für Sozialversicherungen</span></p><p class="Normal Dispotext DispoEinzug"><span class="Normal Dispotext DispoEinzug">sowie an:</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Gerichtskasse (im Dispositiv nach Eintritt der Rechtskraft)</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">5.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Gegen diesen Entscheid kann innert </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">30 Tagen</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"> seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundes</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">gesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 15. Juli bis und mit 15. August sowie vom 18. Dezember bis und mit dem 2. Januar (Art. 46 BGG).</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">stellen.</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismit</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">tel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat (Art. 42 BGG).</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><br/></p><p><br/></p><p class="Normal Heading3"><span class="Normal Heading3">Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich</span></p><p><br/></p><p>Die VorsitzendeDer Gerichtsschreiber</p><p><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p>GrünigPfefferli</p></div> </div></body></html>