B u n d e s v e rw a l t u n g s g e r i ch t T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i f f éd é r a l T r i b u n a l e am m i n i s t r a t i vo f e d e r a l e T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i v fe d e r a l Abteilung IV D-1518/2012/wif U r t e i l v o m 2 2 . M ä r z 2 0 1 2 Besetzung Einzelrichter Hans Schürch, mit Zustimmung von Richter Pietro Angeli-Busi; Gerichtsschreiber Christoph Basler. Parteien A._______, geboren […], Türkei, vertreten durch lic. iur. Semsettin Bastimar, Advokatur Thöni Zürich-Flims, Beschwerdeführer, gegen Bundesamt für Migration (BFM), Quellenweg 6, 3003 Bern, Vorinstanz. Gegenstand Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung (Dublin-Verfahren); Verfügung des BFM vom 27. Februar 2012 / N […]. D-1518/2012 Seite 2 Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest, dass der Beschwerdeführer, ein ethnischer Kurde mit letztem Wohnsitz in Z._______(Provinz Y ._______), am 24. Januar 2012 in der Schweiz um Asyl nachsuchte, dass das BFM am 25. Januar 2012 im Empfangs- und Verfahrenszentrum Kreuzlingen anlässlich der Kurzbefragung die Personalien des Beschwer- deführers erhob und ihn summarisch zum Reiseweg und zu seinen Asy l- gründen befragte, dass der Beschwerdeführer im Wesentlich en geltend machte, die Türkei im Herbst 2006 mit seinem authentischen Reisepass legal verl assen und im selben Jahr in Österreich ein Asylgesuch eingereicht zu haben, das im Jahr 2010 abgewiesen worden sei, dass er von den österreichischen Behörden in die T ürkei hätte ausg e- schafft werden sollen, diese ihn jedoch nicht abgeholt hätten, dass er sich einen slowakischen Reisepass und eine slowakische Ident i- tätskarte beschafft habe, mit denen er mehrere europäische Staaten b e- reist habe, dass er in der Schweiz sei, weil er Kurde sei und in der Türkei keinen Mili- tärdienst leisten wolle, dass er Sympathisant der "Partiya Karkeren Kurdistan" (PKK) sei und de- ren Leute mit Lebensmitteln unterstützt habe, dass ihm das BFM das rechtliche Gehör zu einer allfälligen Wegweis ung nach Österreich gewährte, wobei der Beschwerdeführer geltend machte, dort sei sein Asylantrag abgelehnt worden und man habe ihn in die Türkei zurückschaffen wollen, dass ein am 26. Januar 2012 durchgeführter Abgleich mit der Zentralei n- heit Eurodac erga b, dass der Beschwerdeführer am 10. Januar 2007 in Österreich daktyloskopisch erfasst worden war, dass das BFM die österreichischen Behörden am 21. Februar 2012 g e- stützt auf Art. 16 Abs. 1 Bst. e der Verordnung [EG] Nr. 343/2003 des Ra- tes vom 18. Februar 2003 zur Festlegung der Kriterien und Verfahren zur Bestimmung des Mitgliedstaats, der für die Prüfung eines von einem Dritt-D-1518/2012 Seite 3 staatsangehörigen in einem Mitgliedstaat gestellten Asylantrags zustä n- dig ist (Dublin-II-VO), um die Rückübernahme des Beschwerdeführers er- suchte, dass die österreichischen Behörden dem Übernahmeersuchen am 24. Februar 2012 zustimmten, dass das BFM mit Verfügung vom 27. Februar 2012 – eröffnet am 12. März 2012 – in Anwendung von Art. 34 Abs. 2 Bst. d des Asylgese t- zes vom 26. Juni 1998 (AsylG, SR 142.31) auf das Asylgesuch nicht ei n- trat, die Wegweisung des Beschwerdeführers nach Österreich und den Wegweisungsvollzug anordnete, gleichzeitig feststellte, dass einer allfäll i- gen Beschwerde keine aufschiebende Wirkung zukomme, und die edit i- onspflichtigen Akten gemäss Aktenverzeichnis aushändigte, dass das BFM zur Begründung im Wesentlichen anführte, Österreich sei gestützt auf das Abkommen vom 26. Oktober 2004 zwischen der Schwei- zerischen Eidgenossenschaft und der Europäischen Gemeinschaft übe r die Kriterien und Verfahren zur Bestimmung des zuständigen Staates für die Prüfung eines in einem Mitgliedstaat oder in der Schweiz gestellten Asylantrags (Dublin -Assoziierungsabkommen [DAA], SR 0.142.392.689) für die Durchführung des Asylverfahrens zuständig, dass die österreichischen Behörden dem Ersuchen um Übernahme des Beschwerdeführers gestützt auf Art. 16 Abs. 1 Bst. e Dublin-II-VO zuge- stimmt hätten, dass seine Ausführungen die Zuständigkeit Österreichs zur Durchführung des Asyl- und Wegweisungsverfahrens nicht widerlegten, dass die Rückführung – vorbehältlich einer allfälligen Unterbrechung oder Verlängerung gemäss Art. 19 f. Dublin-II-VO – bis am 24. August 2012 zu erfolgen habe, dass daher auf das Asylgesuch des Beschwerdeführers nicht einzutreten und dessen Wegweisung aus der Schweiz anzuordnen sei, dass der Beschwerdeführer in einen Drittstaat reisen könne, in dem er Schutz vor Rückschiebung im Sinne von Art. 5 Abs. 1 AsylG fin de, wes- halb das Non-Refoulement-Gebot bezüglich des Heimat - oder Herkunfts- staats nicht zu prüfen sei, und ferner für den Fall einer Rückkehr nach Österreich keine Hinweise auf eine Verletzung von Art. 3 der Konvention D-1518/2012 Seite 4 vom 4. November 1950 zum Schutze der Menschenrechte und Grundfrei- heiten (EMRK, SR 0.101) bestehen würden, dass weder die in Österreich herrschende allgemeine Situation noch a n- dere Gründe gegen die Zumutbarkeit des Wegweisungsvollzugs in diesen Staat sprechen würden, dass der Wegweisungsvollzu g zudem technisch möglich und praktisch durchführbar sei, dass der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 1 9. März 2012 (Postste m- pel) durch seinen Rechtsvertreter gegen diese Verfügung beim Bunde s- verwaltungsgericht Beschwerde erheben und beantragen liess, die ange- fochtene Verfügung sei aufzuhe ben und in der Folge sei in Anwendung von Art. 3 Abs. 2 Dublin-II-VO das Selbsteintrittsrecht auszuüben und au f sein Asylgesuch einzutreten, eventualiter sei die Verfügung aufzuheben und zur Neubeurteilung an das BFM zurückzuweisen, subeventualiter sei seine Flüchtlingseigenschaft anzuerkennen und ihm Asyl zu gewähren oder eventualiter sei die Unzumutbarkeit des Wegweisungsvollzugs fest- zustellen und die vorläufige Aufnahme anzuordnen, dass er in prozessualer Hinsicht um Gewährung der unentgeltlichen Pr o- zessführung gemäss Art. 65 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 20. Dezem- ber 1968 über das Verwaltu ngsverfahren (VwVG, S R 172.021) und die Ansetzung einer gehörigen Frist zur Beschwerdeergänzung und Nachre i- chung weiterer Beweismittel ersuchte, dass für die Begründung der Beschwerde auf die Akten zu verweisen und – soweit entscheidwesentlich – nachfolgend darauf einzugehen ist, dass die vorinstanzlichen Akten am 21. März 2012 beim Bundesverwa l- tungsgericht eintrafen (Art. 109 Abs. 2 AsylG), und zieht in Erwägung, dass das Bundesverwaltungsgericht auf dem Gebiet des Asyls endgültig über Beschwerden gegen Verfügungen (Art. 5 VwVG) des BFM entschei- det, ausser bei Vorliegen eines Auslieferungsersuchens des Staates, vor welchem die beschwerdeführende Person Schutz sucht (Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 31 – 33 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 D-1518/2012 Seite 5 [VGG, SR 173.32]; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]), dass eine solche Ausnahme im Sinne von Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG nicht vorliegt, weshalb das Bundesverwaltungsgericht endgültig entscheidet, dass der Beschwerdeführer am Verfahren vor der Vorinstanz teilgeno m- men hat, durch die angefochtene Verfügung besonders berührt ist, ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung beziehungsw eise Änd e- rung hat und daher zur Einreichung der Beschwerde legitimiert ist (Art. 105 AsylG und Art. 37 VGG i.V.m. Art. 48 Abs. 1 VwVG), dass mit Beschwerde die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts und die Unangemessenheit gerügt werden können (Art. 106 Abs. 1 AsylG), dass bei Beschwerden gegen Nichteintretensentscheide, mit denen es das BFM ablehnt, das Asylgesuch auf seine Begründetheit hin zu übe r- prüfen (Art. 32 – 35 AsylG), die Beurteilungskompetenz der Beschw erde- instanz grundsätzlich auf die Frage beschränkt ist, ob die Vorinstanz zu Recht auf das Asylgesuch nicht eingetreten ist (vgl. BVGE 2011/9 E. 5 S. 116), dass sich demnach die Beschwerdeinstanz – sofern sie den Nichteintr e- tensentscheid als unrechtmässig erachtet – einer selbstständigen mat e- riellen Prüfung enthält, die angefochtene Verfügung aufhebt und die S a- che zu neuer Entscheidung an die Vorinstanz zurückweist (vgl. BVGE 2007/8 E. 2.1 S. 73 m.H.a. Entscheidungen und Mitteilungen der Schwei- zerischen Asylrekurskommission [EMARK] 2004 Nr. 34 E. 2.1. S. 240 f.), dass somit auf den Subeventualantrag, die Flüchtlingseigenschaft des Beschwerdeführers sei anzuerkennen und es sei ihm Asyl zu gewähren, nicht einzutreten ist, dass im Rahmen des Dublin-Verfahrens, bei dem es sich um ein Übe r- stellungsverfahren in den für die Prüfung des Asylgesuches zuständigen Staat handelt, systembedingt kein Raum bleibt für Ersatzmassnahmen im Sinne von Art. 44 Abs. 2 AsylG i.V.m. Art. 83 Abs. 1 des Bundesgesetz es vom 16. Dezember 2005 über die Ausländerinnen und Ausländer (AuG, SR 142.20), D-1518/2012 Seite 6 dass eine entsprechende Prüfung soweit notwendig vielmehr bereits im Rahmen des Nichteintretensentscheides stattfinden muss (vgl. BVGE 2010/45 E. 10.2 S. 645), dass dementsprechend die Anordnung von Ersatzmassnahmen respekt i- ve die Feststellung von diesen zugrundeliegenden Vollzugshindernissen auch nicht Gegenstand des vorliegenden Beschwerdeverfahrens sein kann, dass deshalb auf die Beschwerde nicht einzutreten ist, soweit darin bean- tragt wird, es sei die vorläufige Aufnahme anzuordnen, dass im Übrigen auf die frist - und formgerecht eingereichte Beschwerde einzutreten ist (Art. 108 Abs. 2 AsylG und Art. 37 VGG i.V.m. Art. 52 VwVG), dass über offensichtlich unbegründete Beschwerd en in einzelrichterlicher Zuständigkeit mit Zustimmung eines zweiten Richters entschieden wird (Art. 111 Bst. e AsylG) und es sich vorliegend, wie nachfolgend aufg e- zeigt, um eine solche handelt, weshalb der Beschwerdeentscheid nur summarisch zu begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG), dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG vorliegend auf einen Schrifte n- wechsel verzichtet wurde, dass auf Asylgesuche in der Regel nicht eingetreten wird, wenn Asyls u- chende in einen Drittstaat ausreisen können, welcher für die Durchfüh- rung des Asyl - und Wegweisungsverfahrens staatsvertraglich zuständig ist (Art. 34 Abs. 2 Bst. d AsylG), dass sich die vorinstanzlichen Erwägungen aufgrund der Akten als zutref- fend erweisen, weshalb zur Vermeidung von Wiederholungen vorab auf die nicht zu beanstandenden Ausführungen des BFM in der angefocht e- nen Verfügung verwiesen werden kann, dass der vorgängige Aufenthalt in Österreich und die Zustimmung dieses Staats zur Rückübernahme des Beschwerdeführers aufgrund der Akte n- lage feststehen, dass, auch wenn das Asylverfahren des Beschwerdeführers in Österreich bereits rechtskräftig abgeschlossen sein sollte, Österreich gemäss Art. 16 Abs. 1 Bst. e Dublin-II-VO weiterhin für das Verfahren des Beschwerd e-D-1518/2012 Seite 7 führers bis zu einem allfälligen Wegweisungsvol lzug zuständig ist (vgl. Art. 16 Abs. 4 Dublin-II-VO sowie CHRISTIAN FILZWIESER/ANDREA SPRUNG, Dublin II-Verordnung, 3. Aufl., Wien/Graz 2010, K 25 zu Art. 16 Abs. 4), dass in der Rechtsmitteleingabe im Wesentlichen geltend gemacht wird, dem Beschwerdeführer drohe bei einer Rückführung nach Österreich die Ausschaffung in seine Heimat, dass er aus einer politisch aktiven Familie stamme und in der Türkei ke i- nen Militärdienst leisten wolle beziehungsweise befürchte, aufgrund se i- ner Refraktion in einem Militärgefängnis festgehalten zu werden, dass in Zeitungen häufig Todesnachrichten von Soldaten kurdischer A b- stammung zu lesen seien (vgl. die beigelegten Internetauszüge), dass der Beschwerdeführer weder im Rahmen des vorinstanzlichen Ve r- fahrens noch in seiner Re chtsmittelschrift die grundsätzliche Zuständi g- keit Österreichs explizit bestreitet, dass Österreich Signatarstaat des Abkommens vom 28. Juli 1951 über die Rechtsstellung der Flüchtlinge (FK, SR 0.142.30), der EMRK und des Übereinkommens vom 10. Dezember 19 84 gegen Folter und andere grausame, unmenschliche oder erniedrigende Behandlung oder Strafe (FoK, SR 0.105) ist und keine konkreten Anhaltspunkte dafür vorliegen, wonach Österreich sich nicht an die daraus resultierenden völkerrechtl i- chen Verpflichtungen, insbesondere an das Rückschiebungsverbot, ha l- ten würde, dass auf die vorgebrachten Gründe, die einer Rückkehr in die Türkei ent- gegenstünden, nicht einzugehen ist, da vorliegend lediglich die Vorau s- setzungen einer Wegweisung im Rahmen des Dublin -Verfahrens nach Österreich beziehungsweise der Zuständigkeit dieses Staates zur Pr ü- fung des Asylgesuches zu beurteilen ist, dass der Beschwerdeführer keine Gründe vorbringen konnte, die die Z u- ständigkeit der Schweiz zur Durchführung des Asyl - und Wegweisungs- verfahrens nach sich ziehen würden beziehungsweise die der Ausreise in den Drittstaat entgegen stünden, dass für das Bundesverwaltungsgericht weder angesichts der Verhältni s- se in Österreich noch zufolge der individuellen Situation des Beschwerde-D-1518/2012 Seite 8 führers Anlass zur Ausübung des Selbsteintrittsrechts im Sinne von Art. 3 Abs. 2 Dublin-II-VO besteht, dass der Beschwerdeführer weder im Rahmen des ihm gewährten rechtli- chen Gehörs noch auf Beschwerdeebene hinreichend berechtigte Vorbe - halte gegen eine Rückkehr nach Österreich geltend machte, weshalb kei- ne konkreten Anhaltspunkte dafür ersichtlich sind, dass er im Falle einer Rückkehr in dieses Land aufgrund der dortigen Aufenthaltsbedingungen in eine existenzielle Notlage versetzt würde, dass im Rahmen einer Gesamtabwägun g aller relevanten Umstände im konkreten Einzelfall keine Gründe ersichtlich sind, die eine Wegweisung aus humanitärer Sicht im Sinne von Art. 29a Abs. 3 AsylV 1 als unang e- messen erscheinen lassen, dass die Beschwerdesache weder aussergewöhnlich umfangreic h oder besonders schwierig erscheint, weshalb der Antrag, es sei eine Nachfrist zur Ergänzung der Begründung der ordnungsgemäss eingereichten B e- schwerde anzusetzen, abzuweisen ist (vgl. Art. 53 VwVG), dass im Rahmen einer in freier richterlicher, antizipie rter Beweiswürd i- gung vorgenommenen Einschätzung nicht davon auszugehen ist, die vom Beschwerdeführer angebotenen, sich in Österreich befindlichen U n- terlagen könnten an der offensichtlichen Zuständigkeit Österreichs für die Durchführung des Asyl- und Wegweisungsverfahrens etwas ändern, wes- halb der Antrag auf Ansetzung einer entsprechenden Frist abzuweisen ist, dass keine Gründe ersichtlich sind, die Sache zur Neubeurteilung an die Vorinstanz zurückzuweisen, weshalb auch dieser Antrag abzuweisen ist, dass zusammenfassend festzustellen ist, dass einer Überstellung des Be- schwerdeführers nach Österreich weder völkerrechtliche Verpflichtungen der Schweiz noch humanitäre Gründe entgegenstehen, weshalb die So u- veränitätsklausel (Art. 3 Abs. 2 Dublin -II-VO) nicht zur Anwendung g e- langt und folglich das BFM zu Recht in Anwendung von Art. 34 Abs. 2 Bst. d AsylG auf das Asylgesuch nicht eingetreten ist, dass das Nichteintreten auf ein Asylgesuch in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz zur Folge hat (Art. 44 Abs. 1 AsylG), vorliegend der Kan- ton keine Aufenthaltsbewilligung erteilt hat und zudem kein Anspruch auf Erteilung einer solchen besteht (vgl. BVGE 2009/50 E. 9 S. 733 m.H.a. EMARK 2001 Nr. 21), weshalb die verfügte Wegweisung im Einklang mit D-1518/2012 Seite 9 den gesetzlichen Bestimmungen steht und demnach vom Bundesamt zu Recht angeordnet wurde, dass – wie bereits erwähnt – im Rahmen des Dublin-Verfahrens, bei dem es sich um ein Überstellungsverfahren in den für die Prüfung des Asylg e- suches zuständigen Staat handelt, systembedin gt kein Raum bleibt für Ersatzmassnahmen im Sinne von Art. 44 Abs. 2 AsylG i.V.m. Art. 83 Abs. 1 AuG, dass eine entsprechende Prüfung – soweit notwendig – vielmehr bereits im Rahmen des Dublin-Verfahrens stattfinden muss (vgl. vorstehende Er- wägungen, BVGE 2010/45 E. 10.2 S. 645), dass in diesem Sinne die Vorinstanz den Vollzug der Wegweisung nach Österreich zu Recht als zulässig, zumutbar und möglich erachtete, dass der Beschwerdeführer demnach nicht darzutun vermag, inwiefern die angefochtene Verfügung Bundesrecht verletzt, den rechtserheblichen Sachverhalt unrichtig oder unvollständig feststellt oder unangemessen ist (Art. 106 AsylG), weshalb die Beschwerde abzuweisen ist, soweit darauf einzutreten ist, dass das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rec htspflege g e- mäss Art. 65 Abs. 1 VwVG zufolge Aussichtslosigkeit der Beschwerde ab- zuweisen ist, dass bei diesem Ausgang des Verfahrens die Kosten von Fr. 600.– (Art. 1 – 3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bund esverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]) dem Beschwerdeführer aufzuerlegen sind (Art. 63 Abs. 1 VwVG). (Dispositiv nächste Seite) D-1518/2012 Seite 10 Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit auf diese eingetreten wird. 2. Die Verfahrenskosten von Fr. 600.– werden dem Beschwerdeführer auf- erlegt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zu Guns- ten der Gerichtskasse zu überweisen. 3. Dieses Urteil geht an den Beschwerdeführer, das BFM und die zuständ i- ge kantonale Behörde. Der Einzelrichter: Der Gerichtsschreiber: Hans Schürch Christoph Basler Versand: