B u n d e s v e rw a l t u n g s g e r i ch t T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i f f éd é r a l T r i b u n a l e am m i n i s t r a t i vo f e d e r a l e T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i v fe d e r a l Abteilung V E-3493/2012 U r t e i l v o m 11 . J u l i 2 0 1 2 Besetzung Einzelrichterin Gabriela Freihofer, mit Zustimmung von Richter Robert Galliker; Gerichtsschreiberin Chantal Schwizer. Parteien A._______, geboren am (…), Nigeria, (…), Beschwerdeführer, gegen Bundesamt für Migration (BFM), Quellenweg 6, 3003 Bern, Vorinstanz. Gegenstand Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung (Dublinverfahren); Verfügung des BFM vom 21. Juni 2012 / N (…). E-3493/2012 Seite 2 Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest, dass der Beschwerdeführer , ein nigerianischer Staatsangehöriger aus B._______, seinen Heimatstaat eigenen Angaben zufolge im Jahre 2008 verliess und über Niger, Algerien und Libyen au f dem Seeweg im Juni 2008 illegal nach Lampedusa gelangte, dass er von dort in ein Flüchtlingslager in Crotone transferiert wurde, wo er sich neun Monate aufgehalten habe, bevor er nach Bari, Foggia und Brescia weitergereist sei, dass er in Italien keine Arbeit gefunden habe, weshalb er schliesslich mit dem Zug am 22. Mai 2012 von M ailand herkommend illegal in die Schweiz ge reist sei, wo er gleichentags im Empfangs- und Verfahrens- zentrum (EVZ) C._______ um Asyl nachsuchte, dass das BFM am 30. Mai 20 12 im EVZ C._______ die Personalien des Beschwerdeführers erhob und ihn summarisch zu seinem Reiseweg s o- wie zu den Gründen für das Verlassen seines Heimatstaates respektive Italiens befragte, dass er zur Begründung seines Gesuchs anführte, er sei nigeriani scher Staatsangehöriger und sei zusammen mit seinen Eltern und seinem Br u- der in D._______ aufgewachsen, dass er seinen Heimatstaat verlassen habe, weil er nach dem Tod seiner Eltern keine Unterstützung mehr gehabt habe und auf der Suche nach e i- ner besseren Zukunft gewesen sei, dass dem Beschwerdeführer im Anschluss an die genannte Befragung vom 30. Mai 2012 im Hinblick auf eine allfällige Zuständigkeit Italiens für die Durchführung des Asyl - und Wegweisungsverfahrens das rechtliche Gehör gewährt wurde, dass er hierzu aussagte, es gebe keine Gründe, welche gegen die Z u- ständigkeit Italiens oder gegen die Überstellung nach Italien sprächen, dass für den Inhalt der weiteren Aussagen auf die Akten verwiesen we r- den kann, dass das BFM am 5. Juni 2012 die italien ischen Behörden um Wieder- aufnahme (take back) des Beschwerdeführers gestützt auf Art. 16 Abs. 1 E-3493/2012 Seite 3 Bst. c der Verordnung EG Nr. 343/2003 des Rates vom 18 . Februar 2003 zur Feststellung von Kriterien und Verfahren zur Bestimmung des Mi t- gliedstaats, der für die Prüfung eines Asylantrags zuständig ist, den ein Staatsangehöriger eines Drittlandes in einem Mitgliedstaat gestellt hat (Dublin-II-VO) ersuchte und dieselben bis zum Ablauf der Frist am 20. Juni 2012 dazu keine Stellungnahme einreichten, dass das BFM mit Verfügung vom 21. Juni 2012 – eröffnet am 27. Juni 2012 – in Anwendung von Art. 34 Abs. 2 Bst. d des Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 (AsylG, SR 142.31) auf das Asylgesuch nicht eintrat , die Wegweisung aus der Schweiz nach Italien anordnete, ihn aufforderte, die Schweiz spätestens am Tag nach Ablauf der Beschwerdefrist zu verla s- sen und den Kanton E._______ mit dem Vollzug der Wegweisung beauf- tragte, dass es gleichzeitig feststellte, einer allfälligen Beschwerde gegen den Entscheid komme keine au fschiebende Wirkung zu, und die Aushänd i- gung der editionspflichtigen Akten gemäss Aktenverzeichnis an den Beschwerdeführer verfügte, dass es festhielt, der Beschwerdeführer habe gemäss einem Abgleich mit der europäischen Fingerabdruck -Datenbank (Zentraleinheit Eurodac) am 11. August 2008 in Italien um Asyl nachgesucht, dass der Beschwerdeführer anlässlich der summarischen Befragung vom 30. Mai 2012 zu Protokoll gegeben habe, sein Asylgesuch sei von den italienischen Behörden im Februar 2008 abschlägig entschieden worden und seine dagegen erhobene Beschwerde sei noch hängig, dass bei dieser Sachlage Italien gestützt auf die einschlägigen staatsver- traglichen Bestimmungen (Dublin -Assoziierungsabkommen vom 26. O k- tober 2004 zwischen der Schweizerischen Eidgenossenschaft und der Europäischen Gemeinschaft über die Kriterien und Verfahren zur B e- stimmung des zuständigen Staates für die Prüfung ei nes in einem Mi t- gliedstaat oder in der Schweiz gestellten Asylantrags [SR 0.142.392.68, DAA], Dublin-II-VO und Verordnung [EG] Nr. 1560/2003 der Kommission vom 2. September 2003 mit Durchführungsbestimmungen zur Veror d- nung [EG] Nr. 343/2003 des Rates [DVO -Dublin]) für die Durchführung des Asylverfahrens zuständig sei, dass die italienischen Behörden das Übernahmeersuchen nicht innerhalb der festgelegten Frist beantwortet hätten, weshalb die Zuständigkeit das E-3493/2012 Seite 4 Asyl- und Wegweisungsverfahren gestützt auf Art. 18 Abs. 7 Dublin-II-VO durchzuführen, am 20. Juni 2012 auf Italien übergegangen sei, dass die Rückführung – vorbehältlich einer allfälligen Unterbrechung oder Verlängerung – bis spätestens am 20. Dezember 2012 zu erfolgen habe, dass auf das Asylgesuch somit nicht einzutreten sei, dass die Wegweisung aus der Schweiz die Regelfolge des Nichteintre - tens auf ein Asylgesuch sei (Art. 44 Abs. 1 AsylG), dass der Beschwerdeführer in einen Drittstaat reisen könne, in dem er Schutz vor Rückschiebung im Sinne von Art . 5 Abs. 1 AsylG finde, und das Non-Refoulement-Gebot bezüglich des Heimatstaates nicht zu prüfen sei, dass ferner keine Hinweise auf eine Verletzung von Art. 3 der Konvention vom 4. November 1950 zum Schutze der Menschenrechte und Grun d- freiheiten (EMRK, S R 0.101) im Falle einer Rückkehr des Beschwerd e- führers nach Italien bestehen würden, dass zudem weder die in Italien herrschende Situation noch andere Gründe gegen die Zumutbarkeit der Wegweisung sprechen würden, dass dem Beschwerdeführer am 30. Mai 2012 d as rechtliche Gehör g e- währt worden sei und er bei dieser Gelegenheit lediglich erklärt habe, in Italien gebe es keine Arbeit, dass dazu festgehalten werden müsse, dass in keinem Dublin - Mitgliedstaat ein einforderbarer Anspruch von Drittstaatsangehörigen au f Arbeit bestehe, weshalb die Rückführung des Beschwerdeführers zumu t- bar sei, dass eine Rückführung auch dann zumutbar sei, wenn die italienischen Behörden unter Anwendung der nationalen Gesetzgebung keine Arbeit s- bewilligungen erteilen würden oder aufgrund der aktuellen wirtschaftl i- chen Situation der Zugang zum Arbeitsmarkt erschwert sei, dass der Beschwerdeführer mit englischsprachiger Eingabe vom 28. Juni 2012 – Datum Poststempel – gegen diesen Entscheid beim Bundesve r- waltungsgericht Beschwerde erhob und dabei sinngemäss beantragte, die Verfügung des BFM sei aufzuheben, es sei anzuweisen, sein Recht E-3493/2012 Seite 5 auf Selbsteintritt auszuüben und sich für vorliegendes Asylgesuch z u- ständig zu erklären, dass auf die Begründung der Rechtsbegehren, soweit für den Entscheid wesentlich, in den nachfolgenden Erwägungen eingegangen wird, dass die vorinstanzlichen Akten am 4. Juli 2012 beim Bundesverwa l- tungsgericht eintrafen (Art. 109 Abs. 2 AsylG), und zieht in Erwägung, dass das Bundesverwaltungsgericht auf dem Gebiet des Asyls endgültig über Beschwerden gegen Verfügun gen (Art. 5 des Verwaltungsverfah- rensgesetzes vom 20. Dezember 1968 [VwVG, SR 172.021]) des BFM entscheidet, ausser bei Vorliegen eines Auslieferungsersuchens des Staates, vor welchem die beschwerdeführende Person Schutz sucht (Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 31 – 33 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [VGG, SR 173.32]; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des Bundesg e- richtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]), dass eine solche Ausnahme im Sinne von Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG nicht vorliegt, weshalb das Bundesverwaltungsgericht endgültig entscheidet, dass der Beschwerdeführer am Verfahren vor der Vorinstanz teilgeno m- men hat, durch die angefochtene Verfügung besonders berührt ist, ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung beziehungsweise Änd e- rung hat und d aher zur Einreichung der Beschwerde legitimiert ist (Art. 105 AsylG und Art. 48 Abs. 1 VwVG), dass die Beschwerdeeingabe nicht in einer Amtssprache des Bundes (vgl. Art. 70 Abs. 1 der der Bundesverfassung der Schweizerischen Ei d- genossenschaft vom 18. April 1999 [BV, SR 101]) abgefasst ist, aus pr o- zessökonomischen Gründen auf eine Rückweisung der englischsprach i- gen Beschwerde verzichtet werden kann, da das sinngemäss gestellte Rechtsbegehren verständlich und begründet ist, und das Bundesverwa l- tungsgericht praxisgemäss Eingaben wie die vorliegende entgegennimmt, ohne die Übersetzung in eine Amtssprache zu verlangen, dass somit auf die im Übrigen frist- und formgerecht eingereichte B e- schwerde einzutreten ist (Art. 108 Abs. 2 AsylG und Art. 52 VwVG), E-3493/2012 Seite 6 dass mit Beschwerde die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts und die Unangemessenheit gerügt werden können (Art. 106 Abs. 1 AsylG), dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterlicher Zuständigkeit mit Zustimmung eines zweiten Richters beziehungsweise einer zweiten Richterin entschieden wird (Art. 111 Bst. e AsylG) und es sich vorliegend, wie nachfolgend aufgezeigt, um eine solche handelt, weshalb der Beschwerdeentscheid nur summarisch zu begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG), dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG vorliegend auf einen Schrifte n- wechsel verzichtet wurde, dass bei Beschwerden gegen Nichteintretensentscheide, mit denen es das BFM ablehnt, das Asylgesuch auf seine Begründetheit hin zu übe r- prüfen (Art. 32 – 35a AsylG), die Beurteilungskompetenz der Beschwe r- deinstanz grundsätzlich auf die Frage beschränkt ist, ob die Vorinstanz zu Recht auf das Asylgesuch nicht eingetreten ist (vgl. BVGE 2011/9 E. 5.), dass sich die Beschwerdeinstanz – sofern sie den Nichteintretens - entscheid als unrechtmässig erachtet – einer selbstständigen materiellen Prüfung enthält, die angefochtene Verfügung aufhebt und die Sache zu neuer Entscheidung an die Vorinstanz zurückweist (vgl. Entscheidungen und Mitteilungen der vormals zuständigen Schweizerischen Asylrekur s- kommission [EMARK] 2004 Nr. 34 E. 2.1 S. 240 f.), dass die Vorinstanz die Frage der Wegweisung und des Vollzugs indes materiell geprüft hat, weshalb dem Bundesverwaltungsgericht diesbezüg - lich grundsätzlich volle Kognition zukommt, wobei sich diese Fragen – namentlich diejenigen hinsichtlich des Bestehe ns von Vollzugshinder - nissen (Durchführbarkeit der Überstellung an den zuständigen Staat) – in den Dublin -Verfahren bereits vor Erlass des Nichteintretensentscheids stellen, dass auf Asylgesuche in der Regel nicht eingetreten wird, wenn Asyls u- chende in ein en Drittstaat ausreisen können, der für die Durchführung des Asyl- und Wegweisungsverfahrens staatsvertraglich zuständig ist (Art. 34 Abs. 2 Bst. d AsylG), dass sich die vorinstanzlichen Erwägungen aufgrund der Akten als zutref- fend erweisen, weshalb zur Ve rmeidung von Wiederholungen vorab auf E-3493/2012 Seite 7 die nicht zu beanstandenden Ausführungen des BFM in der angefocht e- nen Verfügung verwiesen werden kann, dass sich aufgrund der Akten ergibt, dass der Beschwerdeführer am 11. August 2008 in Italien illegal in das Ho heitsgebiet eingereist war und daktyloskopisch erfasst wurde, dass der Aufenthalt des Beschwerdeführers in Italien feststeht und er die- sen auch nicht bestreitet, dass die in der Schweiz geltend gemachten Asylgründe daher in Italien, welches aufgrund der einsch lägigen Staatsverträge (vgl. vorstehend S. 3 f., DAA sowie Dublin -II-VO und DVO -Dublin [vgl. insbesondere Art. 10 Abs. 1 Dublin-II-VO]) als für die Durchführung des Asylverfahrens zuständig zu erachten ist, zu prüfen sein werden, dass zu prüfen bleibt, ob Gründe vorliegen, die das BFM hätten veranlas- sen müssen, sein – ihm gemäss Art. 3 Abs. 2 Satz 1 Dublin -II-VO auch bei Zuständigkeit eines anderen Signatarstaates zustehendes – Selbst- eintrittsrecht auszuüben, dass der Beschwerdeführer in seiner Eingabe zus ammenfassend geltend macht, er wolle in der Schweiz bleiben, weil es in Italien keine Arbeit g e- be, dass dieser Einwand an der Zuständigkeit Italiens zur Durchführung des Asylverfahrens nichts ändert und auch kein Anlass zur Ausübung des Selbsteintrittsrechts der Schweiz (Art. 3 Abs. 2 Dublin -II-VO, Art. 29a Abs. 3 der Asylverordnung 1 vom 11. August 1999 über Verfahrensfragen [AsylV 1, SR 142.311]) begründet, dass Italien Signatarstaat des Abkommens vom 28. Juli 1951 über die Rechtsstellung der Flüchtlinge (FK, SR 0.142.30), der EMRK und des Übereinkommens vom 10. Dezember 1984 gegen Folter und andere grausame, unmenschliche oder erniedrigende Behandlung oder Strafe (FoK, SR 0.105) ist, und sich aus den Akten keine konkreten Hinweise ergeben, wonach Italien sich nicht an die daraus resultierenden massg e- benden völkerrechtlichen Bestimmungen, insbesondere an das Rüc k- schiebungsverbot oder die einschlägigen Normen der EMRK, halten wü r- de, E-3493/2012 Seite 8 dass demzufolge nicht davon auszugehen ist, die italienischen Behörden würden den Beschwerdeführer direkt in sein Heimatland überstellen, o h- ne zuvor seine Beschwerde gegen den abschlägigen Entscheid zu pr ü- fen, dass der Beschwerdeführer bei einer Rückführung nach Italien den dort i- gen Behörden übergeben wird, damit er die Möglichkei t hat, das B e- schwerdeverfahren in Italien abzuwarten, dass Italien zudem an die Aufnahmerichtlinie gebunden ist und demnach dafür besorgt sein muss, den Asylsuchenden ein menschenwürdiges L e- ben zu ermöglichen, was hingegen – wie vom BFM zu Recht ausgeführt – nicht zur Folge hat, dass Drittstaatsangehörige in einem Dublin -Mitglied- staat einen einforderbaren Anspruch auf Arbeit haben, dass schliesslich auch keine anderen Gründe gegen eine Rückführung nach Italien sprechen (vgl. Art. 29a Abs. 3 der Asylverordnung 1 vom 11. August 1999 über Verfahrensfragen [AsylV 1, SR 142.311]), dass diesen Erwägungen gemäss eine Überstellung des Beschwerdefü h- rers nach Italien zulässig ist, dass somit nicht davon auszugehen ist, das BFM hätte Veranlassung zu einem Selbsteintritt (Art. 3 Abs. 2 Dublin-II-VO) gehabt, dass das BFM demnach in Anwendung von Art. 34 Abs. 2 Bst. d AsylG zu Recht auf das Asylgesuch des Beschwerdeführers nicht eingetreten ist, dass die Anordnung der Wegweisung nach Italien der Systematik de s Dublin-Verfahrens – bei dem es sich um ein Überstellungsverfahren in den für die Prüfung des Asylgesuchs zuständigen Staat handelt – ent- spricht und im Einklang mit der Bestimmung von Art. 44 Abs. 1 AsylG steht, wobei in Verfahren nach Art. 34 Abs. 2 Bst. d AsylG die Frage nach der Zulässigkeit und Möglichkeit des Wegweisungsvollzugs regelmässig bereits Voraussetzung (und nicht erst Regelfolge) des Nichteintretensent- scheids ist, un d hier nicht mehr zu prüfen ist (vgl. BVGE 2010/45 E . 10 S. 645), dass sich auch die Frage der Zumutbarkeit des Wegweisungsvollzugs in einem Dublin-Verfahren nicht unter dem Aspekt der vorläufigen Aufnahme gemäss Art. 83 Abs. 1 und 4 des Bundesgesetzes vom 16. Dezember 2005 über die Ausländerinnen und Ausländer (AuG, SR 142.20) s tellt, E-3493/2012 Seite 9 sondern eine entsprechende Prüfung, soweit notwendig, vielmehr bereits im Rahmen der Entscheidfindung hinsichtlich der Ausübung des Selbs t- eintrittsrechts stattfinden muss (vgl. vorstehende Erwägungen), dass vorliegend – wie aufgezeigt – kein Anlass zur Ausübung des Selbst- eintrittsrechts (Art. 3 Abs. 2 Dublin -II-VO) besteht, weshalb der vom BFM verfügte Vollzug der Wegweisung zu bestätigen ist, dass es dem Beschwerdeführer demnach nicht gelungen ist darzutun, inwiefern die angefochtene Verfügung Bunde srecht verletzt, den recht s- erheblichen Sachverhalt unrichtig oder unvollständig feststellt oder una n- gemessen ist (Art. 106 AsylG), weshalb die Beschwerde abzuweisen ist, dass bei diesem Ausgang des Verfahrens die Kosten von Fr. 600. – (Art. 1-3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Ent- schädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]) dem Beschwerdeführer aufzuerlegen sind (Art. 63 Abs. 1 VwVG). (Dispositiv nächste Seite) E-3493/2012 Seite 10 Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 2. Die Verfahrenskosten von Fr. 600.- werden dem Beschwerdeführer aufer- legt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zu Gunsten der Gerichtskasse zu überweisen. 3. Dieses Urteil geht an den Beschwerdeführer, das BFM und die zuständ i- ge kantonale Behörde. Die Einzelrichterin: Die Gerichtsschreiberin: Gabriela Freihofer Chantal Schwizer Versand: