<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD HTML 4.01//EN"> <html> <head> <title>AGVE 2008 37 S.225</title> <meta charset="utf-8"/><meta content="text/html; charset=utf-8" http-equiv="CONTENT-TYPE"/> <meta content="Weblaw - www.weblaw.ch" name="Publisher"/> </head> <body> <div class="header"><span class="year">2008</span> <span class="title">Sozialhilfe</span> <span class="page_no">225</span></div> <div class="page" id="S1"> <div role="main"><br/> <br/> <span class="ft3"><b>37</b></span> <span class="ft3"><b>Auslandaufenthalt (Ferien) eines Sozialhilfeempfängers.</b></span><br/> <span class="ft4">-</span> <span class="ft3"><b>Der Unterstützungswohnsitz wird durch einen vorübergehenden Fe-</b></span><br/> <span class="ft3"><b>rienaufenthalt im Ausland nicht verändert oder unterbrochen</b></span><br/> <span class="ft3"><b>(Erw. 2.1).</b></span><br/> <span class="ft4">-</span> <span class="ft3"><b>§ 10 Abs. 5 lit. a SPV regelt die Finanzierung von Zusatzkosten, die</b></span><br/> <span class="ft3"><b>mit Urlaubs- und Erholungsaufenthalten verbunden sind (Erw. 2.3).</b></span><br/> <span class="ft4">-</span> <span class="ft3"><b>Kürzung der Sozialhilfe wegen Verletzung der Meldepflicht (Erw. 3).</b></span><br/> <br/> <span class="ft6">Urteil des Verwaltungsgerichts, 4. Kammer, vom 20. Februar 2008 in Sa-</span><br/> <span class="ft6">chen G.S. gegen das Bezirksamt Rheinfelden (WBE.2007.254/255).</span><br/> <br/> <span class="ft7"><i>Aus den Erwägungen</i></span><br/> <br/> <span class="ft8">2.</span><br/> <span class="ft8">2.1.</span><br/> <span class="ft8">Art. 1 Abs. 1 ZUG bestimmt, welcher Kanton für die Unterstüt-</span><br/> <span class="ft8">zung eines Bedürftigen, der sich in der Schweiz aufhält, zuständig</span><br/> <span class="ft8">ist. Die Bestimmungen im ZUG regeln nur die interkantonale Zu-</span><br/> <span class="ft8">ständigkeit und nicht die Unterstützung der Hilfe suchenden Perso-</span><br/> <span class="ft8">nen (Werner Thomet, in: Kommentar zum Bundesgesetz über die Zu-</span><br/> <span class="ft8">ständigkeit für die Unterstützung Bedürftiger [ZUG], 2. Auflage,</span><br/> <span class="ft8">Zürich 1994, Rz. 55). Deshalb kann nicht aus dem ZUG abgeleitet</span><br/> <span class="ft8">werden, ob der Beschwerdeführer einen Anspruch auf materielle Un-</span><br/> <span class="ft8">terstützung hat. Die Voraussetzungen der Sozialhilfe regeln vielmehr</span><br/> <span class="ft8">die kantonalen Sozialhilfegesetze (vgl. auch Handbuch Sozialhilfe,</span><br/> <span class="ft8">hrsg. vom Kantonalen Sozialdienst, Kapitel 4.1 und 4.1.3).</span><br/> <span class="ft8">Ausgehend von Wohnortsprinzip (Art. 24 Abs. 1 und Art. 115</span><br/> <span class="ft8">BV; Thomet, a.a.O., Rz. 27) bestimmt Art. 4 Abs. 1 ZUG den Wohn-</span><br/> <span class="ft8">kanton und § 6 Abs. 1 und 2 SPG i.V.m. Art. 4 ZUG den Wohnort als</span><br/> <span class="ft8">Unterstützungswohnsitz. Nur bei Personen ohne Unterstützungs-</span><br/></div> </div> <div class="header"><span class="year">2008</span> <span class="title">Verwaltungsgericht</span> <span class="page_no">226</span></div> <div class="page" id="S2"> <div role="main"><br/> <span class="ft8">wohnsitz und im Notfall ist die Gemeinde am Aufenthaltsort der</span><br/> <span class="ft8">Hilfe suchenden Person zuständig. Der Unterstützungswohnsitz be-</span><br/> <span class="ft8">findet sich im internationalen, inter- und innerkantonalen Verhältnis</span><br/> <span class="ft8">am Ort, wo sich die Hilfe suchende Person mit der Absicht dauern-</span><br/> <span class="ft8">den Verbleibens aufhält (vgl. dazu Art. 23 Abs. 1 ZGB; Art. 20 IPRG</span><br/> <span class="ft8">und § 6 SPG i.V.m. Art. 4 Abs. 1 ZUG). Der Unterstützungswohnsitz</span><br/> <span class="ft8">wird durch einen vorübergehenden Ferienaufenthalt im Ausland</span><br/> <span class="ft8">nicht verändert oder unterbrochen. Die Gemeinde X. ist demnach</span><br/> <span class="ft8">auch während der Auslandaufenthalte des Beschwerdeführers für die</span><br/> <span class="ft8">Gewährung von materieller Unterstützung örtlich zuständig.</span><br/> <span class="ft8">Den Bestimmungen im SPG und in der SPV oder den Richtli-</span><br/> <span class="ft8">nien für die Ausgestaltung und Bemessung der Sozialhilfe, hrsg. von</span><br/> <span class="ft8">der Schweizerischen Konferenz für Sozialhilfe, vom Dezember 2000</span><br/> <span class="ft8">(SKOS-Richtlinien) ist sodann keine Norm zu entnehmen, wonach</span><br/> <span class="ft8">die Unterstützung entfällt, wenn der Sozialhilfeempfänger kurzfristig</span><br/> <span class="ft8">im Ausland weilt.</span><br/> <span class="ft8">2.2.</span><br/> <span class="ft8">Die Verordnung (EWG) 1408/71 vom 14. Juni 1971 (Verord-</span><br/> <span class="ft8">nung zur Anwendung der Systeme der sozialen Sicherheit auf Ar-</span><br/> <span class="ft8">beitnehmer und Selbständige sowie deren Familienangehörige, die</span><br/> <span class="ft8">innerhalb der Gemeinschaft zu- und abwandern</span><br/> <span class="ft8">[SR 0.831.109.268.1]) regelt die Rechte von Erwerbstätigen bei der</span><br/> <span class="ft8">Zu- oder Auswanderung in einen Vertragsstaat. Diese Verordnung ist</span><br/> <span class="ft8">auf die Sozialhilfe nicht anwendbar (Art. 4 Abs. 4 der Verordnung).</span><br/> <span class="ft8">Der Beschwerdeführer hat, wie bereits dargelegt (siehe vorne</span><br/> <span class="ft8">Erw. 2.1), seinen Wohnsitz nicht verändert, sondern sein Unterstüt-</span><br/> <span class="ft8">zungswohnsitz blieb in der Gemeinde X. Die Verordnung kann des-</span><br/> <span class="ft8">halb keine Kürzung der materiellen Hilfe begründen.</span><br/> <span class="ft8">2.3.</span><br/> <span class="ft8">Nach den SKOS-Richtlinien sind langfristig unterstützten Per-</span><br/> <span class="ft8">sonen, die nach Kräften erwerbstätig sind, Betreuungsaufgaben</span><br/> <span class="ft8">wahrnehmen oder vergleichbare Eigenleistungen erbringen, Urlaubs-</span><br/> <span class="ft8">oder Erholungsaufenthalte zu ermöglichen. Für die Finanzierung</span><br/> <span class="ft8">können Fonds und Stiftungen beigezogen werden (SKOS-Richtli-</span><br/> <span class="ft8">nien, Kapitel C.7). Abweichend von den SKOS-Richtlinien erfolgt</span><br/></div> </div> <div class="header"><span class="year">2008</span> <span class="title">Sozialhilfe</span> <span class="page_no">227</span></div> <div class="page" id="S3"> <div role="main"><br/> <span class="ft8">die Finanzierung der Kosten von Urlaubs- oder Erholungsaufenthal-</span><br/> <span class="ft8">ten in der Regel über Fonds und Stiftungen (§ 10 Abs. 5 lit. a SPV).</span><br/> <span class="ft8">In § 10 Abs. 5 lit. a SPV geht es um die Finanzierung der Zu-</span><br/> <span class="ft8">satzkosten, die mit Urlaubs- und Erholungsaufenthalten verbunden</span><br/> <span class="ft8">sind (vgl. Handbuch Sozialhilfe, Kapitel 5, S. 54). Die genannte Be-</span><br/> <span class="ft8">stimmung und die SKOS-Richtlinien lassen keine Reduktion der ma-</span><br/> <span class="ft8">teriellen Hilfe durch die Gemeinde und zulasten Dritter zu. Der Be-</span><br/> <span class="ft8">schwerdeführer machte für seinen Auslandaufenthalt keine zusätzlich</span><br/> <span class="ft8">zur materiellen Unterstützung anfallenden Mehrkosten geltend. § 10</span><br/> <span class="ft8">Abs. 5 lit. a SPV ist daher vorliegend nicht anwendbar, zumal dem</span><br/> <span class="ft8">Beschwerdeführer nicht vorgeworfen werden kann, er habe einen</span><br/> <span class="ft8">rechtzeitigen Antrag auf eine zusätzliche Unterstützung unterlassen.</span><br/> <span class="ft8">3.</span><br/> <span class="ft8">3.1.</span><br/> <span class="ft8">Personen, die Leistungen nach dem Sozialhilfe- und Präventi-</span><br/> <span class="ft8">onsgesetz geltend machen oder beziehen, sind verpflichtet, Verände-</span><br/> <span class="ft8">rungen in ihren persönlichen und wirtschaftlichen Verhältnissen um-</span><br/> <span class="ft8">gehend zu melden (§ 2 Abs. 3 SPG i.V.m. § 1 Abs. 1 SPV).</span><br/> <span class="ft8">3.2.</span><br/> <span class="ft8">Die Gewährung materieller Hilfe kann mit Auflagen und Wei-</span><br/> <span class="ft8">sungen verbunden werden, welche die richtige Verwendung sichern</span><br/> <span class="ft8">oder die Lage der Hilfe suchenden Person und ihrer Angehörigen</span><br/> <span class="ft8">verbessern, wie Bestimmungen über die zweckmässige Verwendung</span><br/> <span class="ft8">der materiellen Hilfe, die Aufnahme zumutbarer Arbeit oder andere</span><br/> <span class="ft8">Verhaltensregeln, die nach den Umständen angebracht erscheinen</span><br/> <span class="ft8">(§ 13 Abs. 1 SPG; § 14 lit. d-f SPV). Werden Auflagen oder Weisun-</span><br/> <span class="ft8">gen, die unter Androhung der Folgen der Missachtung erlassen wur-</span><br/> <span class="ft8">den, nicht befolgt, kann die materielle Hilfe gekürzt werden (§ 13</span><br/> <span class="ft8">Abs. 2 SPG).</span><br/> <span class="ft8">3.3.</span><br/> <span class="ft8">Voraussetzung für eine Kürzung der materiellen Hilfe wegen</span><br/> <span class="ft8">Missachtung einer Auflage oder Weisung ist, dass dem Betroffenen</span><br/> <span class="ft8">die Auflage oder Weisung i.S.v. § 13 SPG i.V.m. § 14 SPV eröffnet</span><br/> <span class="ft8">wurde. Die Verwarnung mit Kürzungsandrohung kann gleichzeitig</span><br/> <span class="ft8">mit der Auflage bzw. Weisung verfügt werden (AGVE 2005, S. 285).</span><br/></div> </div> <div class="header"><span class="year">2008</span> <span class="title">Verwaltungsgericht</span> <span class="page_no">228</span></div> <div class="page" id="S4"> <div role="main"><br/> <span class="ft8">3.4.</span><br/> <span class="ft8">Am 25. September 2006 beschloss der Sozialdienst der Ge-</span><br/> <span class="ft8">meinde X. u.a. Folgendes:</span><br/> <span class="ft9">"4.</span><br/> <span class="ft9">Herr S. wird darauf aufmerksam gemacht, Änderungen künftig dem</span><br/> <span class="ft9">Sozialdienst im Voraus mitzuteilen. Rückwirkende Änderungen werden in</span><br/> <span class="ft9">Zukunft nicht mehr berücksichtigt."</span><br/> <span class="ft8">Der Sozialdienst der Gemeinde X. führte in der Begründung an,</span><br/> <span class="ft8">der Beschwerdeführer habe mit nachträglichen Mitteilungen betref-</span><br/> <span class="ft8">fend Wochenendaufenthalte und Änderungen im Haushalt seine</span><br/> <span class="ft8">Meldepflicht verletzt und verwaltungsadministrative Mehrarbeit ver-</span><br/> <span class="ft8">ursacht. Die Gemeinde behalte sich vor, allenfalls ungerechtfertigte</span><br/> <span class="ft8">Leistungen ab August 2005 vom Beschwerdeführer zurückzufordern,</span><br/> <span class="ft8">weil er vom Sozialdienst verlangte Unterlagen noch immer nicht</span><br/> <span class="ft8">eingereicht habe.</span><br/> <span class="ft8">In Ziff. 4 des genannten Beschlusses wurde der Beschwerdefüh-</span><br/> <span class="ft8">rer auf die gesetzliche Meldepflicht nach § 2 Abs. 3 SPG i.V.m. § 1</span><br/> <span class="ft8">Abs. 1 SPV ausdrücklich hingewiesen. Eine über die allgemeine</span><br/> <span class="ft8">Meldepflicht hinausgehende konkrete Weisung, sämtliche - auch</span><br/> <span class="ft8">vorübergehende - Ferienabwesenheiten oder Auslandaufenthalte mit-</span><br/> <span class="ft8">zuteilen, wurde dem Beschwerdeführer indessen nicht erteilt. Ins-</span><br/> <span class="ft8">besondere fehlt eine für den Vollzug der Kürzung vorausgesetzte ent-</span><br/> <span class="ft8">sprechende Verwarnung des Beschwerdeführers (§ 13 Abs. 2 SPG;</span><br/> <span class="ft8">siehe vorne Erw. 3.3). Der Auslandaufenthalt von 14 Tagen hatte</span><br/> <span class="ft8">keine offenkundigen und für den Beschwerdeführer erkennbaren</span><br/> <span class="ft8">Auswirkungen auf die Höhe der bewilligten materiellen Hilfe. Die</span><br/> <span class="ft8">Sozialbehörden machen auch nicht substantiiert geltend, der Be-</span><br/> <span class="ft8">schwerdegegner habe durch den Aufenthalt in Italien Einsparungen</span><br/> <span class="ft8">erzielen können. Anhaltspunkte für substantielle Sparmöglichkeiten</span><br/> <span class="ft8">sind auch den Akten nicht zu entnehmen. Nicht beanstandet wurde</span><br/> <span class="ft8">sodann, dass der Beschwerdeführer und zwei seiner Kinder für 14</span><br/> <span class="ft8">Tage in den Ferien weilten. Unter diesen Umständen kann die feh-</span><br/> <span class="ft8">lende Ankündigung des Auslandaufenthalts vom 19. Februar 2007</span><br/> <span class="ft8">bis 3. März 2007 keine Kürzung der materiellen Hilfe für den Monat</span><br/> <span class="ft8">März 2007 rechtfertigen. Eine Kürzung wegen Verletzung von Auf-</span><br/></div> </div> <div class="header"><span class="year">2008</span> <span class="title">Sozialhilfe</span> <span class="page_no">229</span></div> <div class="page" id="S5"> <div role="main"><br/> <span class="ft8">lagen und Weisungen ist im Übrigen auf 65 % des Grundbedarfs I</span><br/> <span class="ft8">beschränkt (§ 15 Abs. 2 SPV).</span><br/> <span class="ft8">3.5.</span><br/> <span class="ft8">Abweichend präsentiert sich demgegenüber die Ausgangssitua-</span><br/> <span class="ft8">tion für den Auslandaufenthalt des Beschwerdeführers vom 6. bis</span><br/> <span class="ft8">13. April 2007. Mit Beschluss vom 26. Februar 2007 wurde dem Be-</span><br/> <span class="ft8">schwerdeführer die Weisung erteilt, "in Zukunft Änderungen in Be-</span><br/> <span class="ft8">zug zur persönlichen und finanziellen Situation" unverzüglich zu</span><br/> <span class="ft8">melden. Aus der Begründung ergibt sich unmissverständlich, dass die</span><br/> <span class="ft8">Sozialbehörden vom Beschwerdeführer die vorgängige Mitteilung</span><br/> <span class="ft8">über geplante Ferien- und Auslandaufenthalte erwarten. Er wurde</span><br/> <span class="ft8">auch auf die Folgen bei Nichteinhaltung der Weisung hingewiesen.</span><br/> <span class="ft8">Der Sozialdienst hat ihn zudem mündlich über diese Pflicht orien-</span><br/> <span class="ft8">tiert. Der Beschwerdeführer hat dies auch nicht bestritten. Indem er</span><br/> <span class="ft8">trotzdem ohne Meldung an den Sozialdienst für sieben Tage nach Ita-</span><br/> <span class="ft8">lien ging, hat er die Meldepflicht daher klar verletzt.</span><br/> <span class="ft8">Bei dieser Meldepflicht geht es nicht um die Bewilligungs-</span><br/> <span class="ft8">pflicht für kurzfristige Ortsabwesenheiten oder um eine Einschrän-</span><br/> <span class="ft8">kung der familiären Beziehungen oder der persönlichen Freiheit. Die</span><br/> <span class="ft8">Sozialbehörden sind vielmehr verpflichtet, die zweckmässige Ver-</span><br/> <span class="ft8">wendung der materiellen Hilfe sicherzustellen und die Anspruchvor-</span><br/> <span class="ft8">aussetzungen, insbesondere die Bedürftigkeit, zu prüfen. Längere</span><br/> <span class="ft8">Auslandaufenthalte können einerseits dazu führen, dass die Sozial-</span><br/> <span class="ft8">hilfe für Reisekosten etc. zweckentfremdet wird. Nicht auszuschlies-</span><br/> <span class="ft8">sen ist, dass Auslandaufenthalte mit Zuwendungen oder anderen</span><br/> <span class="ft8">Leistungen von Drittpersonen finanziert werden, welche als eigene</span><br/> <span class="ft8">Mittel gemäss § 11 SPG anzurechnen sind (vgl. § 11 Abs. 2 SPV).</span><br/> <span class="ft8">Schliesslich können längere Auslandaufenthalte Anlass für die An-</span><br/> <span class="ft8">passung der materiellen Unterstützung sein, wenn sich die unter-</span><br/> <span class="ft8">stützte Person in einem Land mit tieferen Lebenshaltungskosten auf-</span><br/> <span class="ft8">hält.</span><br/> <span class="ft8">3.6.</span><br/> <span class="ft8">§ 13 Abs. 2 SPG sieht ausdrücklich die Möglichkeit der Leis-</span><br/> <span class="ft8">tungskürzung vor, wenn Auflagen und Weisungen nicht befolgt wur-</span><br/> <span class="ft8">den. Bei der Kürzung der materiellen Hilfe ist die Existenzsicherung</span><br/> <span class="ft8">zu beachten (§ 15 Abs. 1 Satz 1 SPV), welche bei 65 % des Grund-</span><br/></div> </div> <div class="header"><span class="year">2008</span> <span class="title">Verwaltungsgericht</span> <span class="page_no">230</span></div> <div class="page" id="S6"> <div role="main"><br/> <span class="ft8">bedarfs I gemäss SKOS-Richtlinien liegt (Abs. 2 Satz 1). Verhält sich</span><br/> <span class="ft8">die unterstützte Person rechtsmissbräuchlich, kann eine Kürzung</span><br/> <span class="ft8">auch unter die Existenzsicherung erfolgen oder die materielle Hilfe</span><br/> <span class="ft8">ganz eingestellt werden (Abs. 3 Satz 1). (...)</span><br/> <span class="ft8">4.</span><br/> <span class="ft8">Zusammenfassend kann dem Beschwerdeführer nur im Zu-</span><br/> <span class="ft8">sammenhang mit dem Auslandaufenthalt im April 2007 eine Verlet-</span><br/> <span class="ft8">zung der Meldepflicht vorgeworfen werden. Die Beschwerde gegen</span><br/> <span class="ft8">den Entscheid des Bezirksamts Rheinfelden vom 18. Juli 2007 ist</span><br/> <span class="ft8">daher gutzuheissen. Die Kürzung mit Verfügung vom 23. April 2007</span><br/> <span class="ft8">ist demgegenüber nicht zu beanstanden und die Beschwerde gegen</span><br/> <span class="ft8">den vorinstanzlichen Entscheid vom 6. August 2007 folglich abzu-</span><br/> <span class="ft8">weisen.</span><br/></div> </div> </body> </html>