B u n d e s v e rw a l t u n g s g e r i ch t T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i f f éd é r a l T r i b u n a l e am m i n i s t r a t i vo f e d e r a l e T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i v fe d e r a l Abteilung V E-5273/2014 U r t e i l v o m 2 0 . O k t o b e r 2 0 1 4 Besetzung Einzelrichterin Regula Schenker Senn, mit Zustimmung von Richter Walter Stöckli; Gerichtsschreiber Urs David. Parteien A._______, geboren am (…), Nigeria, (…), Beschwerdeführer, gegen Bundesamt für Migration (BFM), Quellenweg 6, 3003 Bern, Vorinstanz. Gegenstand Asyl und Wegweisung; Verfügung des BFM vom 1. September 2014 / N (…). E-5273/2014 Seite 2 Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest, dass der Beschwerdeführer in Anbetracht eines von der Schweiz ausg e- stellten, vom 20. bis 25. Oktober 201 3 gültig gewesene n Schengenv i- sums und nach Zustimmung des BFM am 26. Juni 2014 in Anwendung der Schengen/Dublin -Vertragsgrundlagen von Deutschland an die Schweiz überstellt und in der Folge de m Empfangs- und Verfahrenszent- rum (EVZ) Basel zugewiesen wurde, wo er gle ichentags um Asyl nachsuchte, dass er anlässlich der Befragung zur Person (BzP) vom 14. Juli 2014 im EVZ und der Anhörung vom 8. August 2014 zu den Asylgründen auf Nachfrage hin einräumte, nach seiner am 26. Oktober 2013 erfolgten An- kunft in der Schweiz nach Deutschland weitergereist zu sein und dort ein Asylgesuch gestellt zu haben, und ferner im Wesentlichen Folgendes gel- tend machte, dass er aus B._______ stamme und stets dort gelebt habe , der (…) Reli- gion angehöre und Direktor einer seinem Vater gehörenden (…)-Firma gewesen sei, die zusammen mit dem Wohnhaus und einer darin integrier- ten Kirche – deren (…) sei sein Vater gewesen – auf dem familieneigenen Grundstück domiziliert gewesen sei, dass das Grundstück in unmittelbarer Nachbarschaft zu einer seit läng e- rem bestehenden Moschee gelegen sei , deren Imam und Besucher hä u- fig in Konflikt mit seinem Vater gekommen seien, weil Kirchgänger mit i h- ren parkierten Autos den Zugang zur Moschee versperrt hätten, dass sein Vater den intervenierenden Imam im Gespräch meist wieder habe beschwichtigen können, bis eines Tages im Oktober 2013, während eines Gottesdienstes die Kirche und die weiteren Gebäude auf ihrem Grundstück wahrscheinlich durch Muslime der Mo schee in Brand g e- steckt worden seien, dass er sofort die nötigsten und wichtigsten Sachen von ihm, seinen E l- tern und der Firma – insbesondere auch Identitäts- und Reisedokumente, Geld sowie Firmenunterlagen – zusammengepackt und vor dem Feuer gerettet habe und die Gebäude in der Folge vollständig niedergebrannt seien, E-5273/2014 Seite 3 dass eine Anzeige bei der Polizei zwar erfolgt sei und es auch zu Fes t- nahmen von einigen Moscheebesuchern gekommen sei, welche inde s- sen alsbald wieder freigekommen seien, dass sein an hohem Blutdruck leidender Vater nach dem Vorfall ins Kran- kenhaus habe eingeliefert werden müssen und kurz darauf gestorben sei, dass er selber aus Furcht vor weiteren Benachteiligungen seitens der Muslime sein letztes Geld (umgerechnet Fr. […]) von seinem Konto a b- gehoben und mit organisatorischer Hilfe eines Freundes das Land mit seinem eigenen Reisepass umgehend verlassen habe, zumal sein sechs- tägiges Schengenvisum, welches er eigentlich zwecks Beschaffung eines LKW für seine Firma beantragt habe, kurz vor dem Ablauf gestanden sei, dass seine Mutter dagegen in die USA zu Verwandten gereist sei und sich seither legal dort aufhalte, dass er nach seiner Ankunft im Flughafen Zürich von seinem in der Schweiz wohnhaften Freund in Empfang genommen worden sei, diesem zwecks Verrichtung eines dringenden "grossen Geschäfts" seine Tasche mit all seinen Dokumenten und dem Geld anvertraut habe , bei seiner Rückkehr von der Toilette aber das spurlose Verschwinden seines ve r- meintlichen Freundes und seiner Sachen habe feststellen müssen, dass er in seiner Verzweiflung Hilfe bei Passanten gesucht habe und eine von Mitleid beeindruckte Frau ihm ein Zugsticket gekauft habe, mit we l- chem er, ohne sich dessen zunächst überhaupt bewusst gewesen zu sein, nach Deutschland gelangt sei, um ein Asylgesuch zu stellen, dass er in Nigeria nichts und niemanden mehr habe und die Muslime dort nach seinem Leben und jenem seiner Mutter trachteten, dass der Beschwerdeführer trotz entsprechender Aufforderungen keine Identitätsdokumente einreichte, solche auch nicht beschaffen könne und hierzu auf den erwähnten Verlust seines Gepäcks im Flughafen Zürich hinwies und ferner erklärte, seine Identitätskarte vor längerer Zeit verl o- ren zu haben, dass das BFM d as Asylgesuch mit Verfügung vom 1. September 2014 – eröffnet am 2. September 2014 – ablehnte und die Wegweisung de s Be- schwerdeführers sowie den Vollzug anordnete, wobei es feststellte, er er- fülle die Flüchtlingseigenschaft nicht, weil die geltend gemachten Verfo l-E-5273/2014 Seite 4 gungsvorbringen den Anforderungen von Art. 7 AsylG (SR 142.31) an die Glaubhaftmachung eines Asyl begründenden Sachverhalts nicht genü g- ten, dass sich der Beschwerdeführer hinsichtlich des Zeitpunkts des Verste r- bens seines Vaters erheblich widersprochen habe und seine diesbezügl i- chen Erk lärungen (Falschprotokollierung, Irrtum) unbehelflich seien, w o- mit nicht nur der Tod des Vaters, sondern auch der Brandanschlag zu be- zweifeln seien, dass die genannte Täterschaft des Anschlags (Muslime aus der Nachbar- schaft) und deren Motivation (Belohnung mit dem Paradies für die Tötung Andersgläubiger) auf Verallgemeinerungen und blossen Vermutungen be- ruhe, weshalb auch d ie angebliche Suche der Muslime nach ihm nicht glaubhaft erscheine, zumal aus deren Sicht mit dem Brandanschlag das Ärgernis hätte aus der Welt geschafft sein müssen, dass sodann die Aussagen zum Ausbruch und Verlauf des Feuers , zur angewandten Brandtechnik, zum eigenen Verhalten (vordringliche Re t- tung von Dokumenten aus dem brennenden Haus) sowie zum Ereigni s- ablauf allgemein widersprüchlich, detailarm, weder erlebnisecht noch nachvollziehbar und somit nicht überzeugend seien, dass schliesslich der baldige Ausreiseentscheid im Zeitpunkt des ung e- wissen Schicksals des Vaters , der laufenden Abklärungen durch die B e- hörden und der sich aufdrängenden Aufgaben (Aufräumarbeiten, Nac h- lassregelung, Besitzsicherung) unplausibel erscheine und die hierfür a b- gegebenen Erklärungen (Vater in betreuter Situation; drohender Verfall des Visums; alles zerstört; Angst vor Tötung durch Mosc heeanhänger) nicht überzeugten, dass es sich angesichts der erkannten Unglaubhaftigkeit der Verfo l- gungsvorbringen erübrige, diese auf ihre Asylrelevanz hin zu prüfen, dass die Wegweisung die Regelfolge des ablehnenden Asylentscheides darstelle und keine hinreichenden Anhaltspunkte gegen die Zulässigkeit, Zumutbarkeit und Möglichkeit des Wegweisungsvollzuges bestünden, zumal keine völkerrechtlichen Vollzugshindernisse (i nsb. i.S.v. Art. 5 AsylG oder Art. 3 EMRK) auszumachen seien, dass in Nigeria trotz Spannungen und regionaler Sicherheitseinschrä n- kungen keine Situation flächendeckender allgemeiner Gewalt herrsche , E-5273/2014 Seite 5 welche Einschätzung im Besonderen auf das südliche Herkun ftsgebiet des Beschwerdeführers zutreffe, dass der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 17. September 2014 gegen diesen Entscheid beim Bundesverwaltungsgericht Beschwerde erhoben hat und darin die Gewährung von Asyl unter Zuerkennung seiner Flüch t- lingseigenschaft sowie sinngemäss eventualiter den Verzicht auf die Wegweisung und auf den Wegweisungsvollzug beantragt, dass er in der Begründung darauf hinweist, dass die Spannungen an se i- nem Wohnort sich über Jahre aufgebaut und verstärkt hätten und der Brandanschlag bloss deren Eskalation darstelle, weshalb der Konflikt nicht als aus der Welt geschafft betrachtet werden könne, zumal ang e- sichts der anhaltenden religiösen Spannungen in Nigeria, dass seine nach wie vor aktuelle Bedrohungssituation insbesondere aus einem beiliegenden Drohbrief der Muslime gegen seine Familie hervo r- gehe und mithin nicht mehr als blosse Vermutu ng bezeichnet werden könne, sondern nunmehr bewiesen sei, dass auch seine umgehende Fluchtreaktion in Anbetracht der ständigen Bedrohungslage und des erlittenen Totalverlustes – vorab des Todes sei- nes Vaters – durchaus nachvollziehbar und gerechtfertigt erscheine, dass diese zeitliche Dringlichkeit gleichsam aus der nun vorlegbaren off i- ziellen Bescheinigung des am 24. Oktober 2013 erfolgten Todes seines Vaters unter Mitberücksichtigung des gleichzeitig vor dem Ablauf gesta n- denen Visums hervorgehe, dass er neben dem Drohbrief und der Todesbescheinigung als weitere Beweismittel eine Handelsregisterbescheinigung ("Certificate of Incorp o- ration") sowie Bankauszüge aus Nigeria (unter anderem vom September 2013) zur Stützung der Wahrheitskonformität seiner Vorbrin gen beiz u- bringen imstande sei, aus welchen seine konstant guten finanziellen Ver- hältnisse hervorgingen, womit das Ausreisemotiv der akuten Gefährdung gestützt werde, da er keinerlei Anlass gehabt hätte, seine solchermassen guten Verhältnisse aufzugeben, dass er schliesslich bekräftigt, in Nigeria über keinerlei familiäres Netz mehr zu verfügen, da all seine Angehörigen das Land ebenfalls verlassen hätten, E-5273/2014 Seite 6 dass mit Verfügung des Bundesverwaltungsgerichts vom 19. September 2014 der legale Aufenthalt de s Beschwerdeführer während des B e- schwerdeverfahrens festgestellt und ein Rückkommen auf die Beschwe r- de nach Eingang und Prüfung der Akten in Aussicht gestellt wurde, und erwägt, dass das Bundesverwaltungsgericht auf dem Gebiet des Asyls endgültig über Beschwerden gegen Verfügungen (Art. 5 VwVG) des BFM entschei- det, ausser bei Vorliegen eines Auslieferungsersuchens des Staates, vor welchem die beschwerdeführende Person Schutz sucht (Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 31–33 VGG; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG), dass eine solche Ausnahme im Sinne von Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG nicht vorliegt, weshalb das Bundesverwaltungsgericht endgültig entscheidet, dass sich das Verfahren nach dem VwVG, dem VGG und dem BGG ric h- tet, soweit das AsylG nichts anderes bestimmt (Art. 37 VGG un d Art. 6 AsylG), dass der Beschwerdeführer am Verfahren vor der Vorinstanz teilgeno m- men hat, durch die angefochtene Verfügung besonders berührt ist, ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung beziehungsw eise Änd e- rung hat und daher zur Einreichung der Beschwerde legitimiert ist (Art. 105 AsylG und Art. 48 Abs. 1 VwVG), dass somit auf die frist - und formgerecht eingereichte Beschwerde einzu- treten ist (Art. 108 Abs. 1 AsylG und Art. 52 Abs. 1 VwVG), dass mit Beschwerde die Verletzung von Bundesrecht (einschliesslich Missbrauch und Überschreiten des Ermessens) sowie die unrichtige und unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachver halts gerügt werden kann (Art. 106 Abs. 1 AsylG), dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterlicher Zuständigkeit mit Zustimmung eines zweiten Richters beziehungsweise einer zweiten Richterin entschieden wird (Art. 111 Bst. e AsylG) und es sich vorliegend, wie nac hfolgend aufgezeigt, um eine solche handelt, weshalb der Beschwerdeentscheid nur summarisch zu begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG), E-5273/2014 Seite 7 dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG vorliegend auf einen Schrifte n- wechsel verzichtet wurde, dass die Schweiz Flüchtl ingen grundsätzlich Asyl gewährt (Art. 2 Abs. 1 AsylG), wobei Flüchtlinge Personen sind, die in ihrem He imatstaat oder im Land, in dem s ie zuletzt wohnten, wegen ihrer Rasse, Religion, Nati o- nalität, Zugehörigkeit zu einer bestimmten sozialen Gruppe oder we gen ihrer politischen Anschauungen ernsthaften Nachteilen ausgesetzt sind oder begründete Furcht haben, solchen Nachteilen ausgesetzt zu werden (Art. 3 Abs. 1 AsylG), dass die Flüchtlingseigenschaft nachgewiesen oder zumindest glaubhaft gemacht werden muss (Art. 7 AsylG), dass die Flüchtlingseigenschaft glaubhaft gemacht ist, wenn die Behörde ihr Vorhandensein mit überwiegender Wahrscheinlichkeit für gegeben hält, dass Vorbringen insbesondere dann unglaubhaft sind, wenn sie in w e- sentlichen Punkten zu wenig begründet oder in sich widersprüchlich sind, den Tatsachen nicht entsprechen oder massgeblich auf gefälschte oder verfälschte Beweismittel abgestützt werden, dass das BFM in seinen Erwägungen mit umfassender, überzeugender und hinlänglich auf die Akten abgestützter Begründung zur zutreffenden Erkenntnis gelangt ist, die Vorbringen de s Beschwerdeführers würden den Anforderungen von Art. 7 AsylG an die Glaubhaftmachung eines Asyl begründenden Sachverhalts nicht genügen, weshalb er die Flüchtlingsei- genschaft nicht erfülle und unbesehen der Frage nach der Asylrelevanz der Vorbringen keinen Anspruch auf Gewährung des Asyls habe, dass das BFM ebenso die verfügte Wegweisung und die Anordnung des Wegweisungsvollzuges gesetzes- und praxiskonform erwogen hat, dass auf diese Erwägungen verwiesen werden kann und darin kein B e- anstandungspotenzial zu erblicken ist, zumal der Inhalt der Beschwerde und die eingereichten Beweismittel offensichtlich keine andere B etrach- tungsweise eröffnen, dass das Bundesverwaltungsgericht – unbesehen der nachstehend zu erörternden Glaubh aftigkeitsfrage – zunächst eine augenfällig fehlende flüchtlingsrechtliche Beachtlichkeit der Verfolgungsvorbringen erkennt, so E-5273/2014 Seite 8 hinsichtlich der Möglichkeit der Beanspruchung (inner -)staatlichen Schut- zes und des Bestehens zumutbarer innerstaatlicher Ausweichmöglichke i- ten, dass nähere Ausführungen dazu aber unterbleiben können, da der Inhalt der Beschwerde der vorinstanzlich erkannten Unglaubhaftigkeit der Ve r- folgungsvorbringen unter dem Aspekt von Art. 7 AsylG keine grundsät z- lich abweichende Betrachtungsweise entgegenzusetzen vermag, dass sich der Beschwerdeführer im Wesentlichen darauf beschränk t, die Wahrheitskonformität seiner Vorbringen zu bekräftigen, die einzelnen vor- instanzlichen Unglaubhaftigkeitserkenntnisse nur partiell und weitgehend pauschal beanstandet, sodann Entkräftungs- und Erklärungsversuche un- ternimmt, die – soweit sie nicht blosse Gegenbehauptungen darstellen – in der vorgelegten Form und unter Berücksichtigung der Akten offensich t- lich keine Durchschlagskraft besitzen, dass der Hauptfokus der Beschwerde in der Präsentierung neuer Doku- mente besteht, welche d en Sachvortrag nunmehr beweisen und die Glaubhaftigkeitsdiskussion hinfällig machen sollen, dass diese Beweismittel indessen keine andere Betrachtungsweise au f- drängen, da sie nur in Kopie vorliegen und schon desha lb von geringem Beweiswert sind, die angefü hrte Erhältlichmachung der Dokumente nicht plausibel erscheint, letztere zudem neue Ungereimtheiten beinhalten und mithin das negative Ergebnis der vorinstanzlichen Glaubhaftigkeitsprü- fung vielmehr stützen, dass sowohl der Todesschein als auch die Handelsregisterbescheinigung an Daten (26. Oktober 2013 bzw. 3. Februar 2001 ) ausgestellt wurden, die beide auf einen Samstag fallen, obwohl die öffentliche Verwaltung in Nigeria an diesem Wochentag geschlossen ist, dass das bescheinigte Todesdatum des Vaters (24. Oktober 2013) und das in diesem Zusammenhang in der Beschwerde erwähnte Ausreised a- tum (21. Oktober 2013) die vorinstanzlich erkannte Unstimmigkeit in der Ereignischronologie abermals untermauert, da es nach wie vor nicht mit den protokollierten Angaben ( z.B. BzP Ziffern 3.01 und 5.01) in Überei n- stimmung zu bringen ist, dass die Echtheit des Drohbriefes höchst zweifelhaft ist, da er mit der Un- terschrift des Verfassers und der wenig bedrohlichen Floskel "yours E-5273/2014 Seite 9 faithfully" endet, ferner die sachverhaltlichen Hintergründe der Drohung ausführlich darlegt, obwohl diese dem Beschwerdeführer als Adressaten bekannt sein müssten, und es geradezu absurd erscheint, wenn ange b- lich alle Moscheen in Nigeria über die Details der Angelegenheit info r- miert worden sein sollen (vgl. letzter Satz des Schreibens), dass die Bankauszüge offensichtlich nicht tauglich sind, eine akute G e- fährdungssituation zu belegen, dass schliesslich die aus den Bankauszügen und aus der Handelsregi s- terbescheinigung namentlich ersichtliche Firma des Beschwerdeführers (…) nicht eine – wie behauptet – (…)-Firma, sondern eine auf die Gewin- nung von (…) spezialisierte Firma in B._______ ist (vgl. z.B. die in den Bankauszügen verwendete und ohne weiteres auch im Internet im Z u- sammenhang mit der Firma auffindbare Bezeichnung "(…)"), dass die Akten zudem zahlreiche weitere Unglaubhaftigkeitselemente und Unstimmigkeiten, eine persönliche Unglaubwürdigkeit de s Beschwerde- führers und nicht zu übersehende Anhaltspunkte auf eine Mitwirkung s- verweigerung und Ver schleierungsabsicht offenlegen, deren vertieftere Erörterung sich jedoch angesichts des klaren Ergebnisses der Glaubha f- tigkeitsprüfung erübrigt, dass es dem Beschwerdeführer somit nicht gelingt, die Flüchtlingseige n- schaft nachzuweisen oder zumindest glaubhaft zu machen, weshalb das Bundesamt das Asylgesuch zu Recht abgelehnt hat, dass die Ablehnung eines Asylgesuchs oder das Nichteintreten auf ein Asylgesuch in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz zur Folge hat (Art. 44 AsylG), vorliegend der Kanton keine Aufenthaltsbewilligung erteilt hat und zudem kein Anspruch auf Erteilung einer solchen besteht (vgl. BVGE 2013/37 E 4.4; 2009/50 E. 9, je m.w.H.), weshalb die verfügte Wegweisung im Einklang mit den gesetzlichen Bestimmungen steht und demnach vom Bundesamt zu Recht angeordnet wurde, dass das Bundesamt das Anwesenheitsverhältnis nach den gesetzlichen Bestimmungen über die vorläufige Aufnahme regelt, wenn der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar oder nicht möglich ist (Art. 44 AsylG; Art. 83 Abs. 1 AuG [SR 142.20]), dass beim Geltendmachen von Wegweisungsvollzugshindernissen g e- mäss Praxis des Bundesverwaltungsgerichts der gleiche Beweisstandard E-5273/2014 Seite 10 wie bei der Prüfung der Flüchtlingseigenschaft gilt, das heisst, sie sind zu beweisen, wenn der strikte Beweis möglich ist, und andernfalls wenig s- tens glaubhaft zu machen (vgl. BVGE 2011/24 E. 10.2 m.w.H.), dass der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig ist, wenn völker rechtli- che Verpflichtungen der Schweiz einer Weiterreise der Ausländerin oder des Ausländers in den Heimat -, Herkunfts - oder einen Drittstaat entg e- genstehen (Art. 83 Abs. 3 AuG) und keine Person in irgendeiner Form zur Ausreise in ein Land gezwungen werden darf, in dem ihr Leib, ihr Leben oder ihre Freiheit aus einem Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet ist oder in dem sie Gefahr läuft, zur Ausreise in ein solches Land gezwungen zu werden (Art. 5 Abs. 1 AsylG; vgl. ebenso Art. 33 Abs. 1 des Abko m- mens vo m 28. Juli 1951 über die Rechtsstellung der Flüchtlinge [FK, SR 0.142.30]), dass sich der Vollzug für Ausländerinnen und Ausländer als unzumutbar erweist, wenn sie im Heimat - oder Herkunftsstaat aufgrund von Situati o- nen wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und medizinischer Notl a- ge konkret gefährdet sind (Art. 83 Abs. 4 AuG), dass der Vollzug der Wegweisung vorliegend in Beachtung dieser mas s- geblichen völker- und landesrechtlichen Bestimmungen zulässig und zu- mutbar ist und hierzu wiederum vollumfänglich auf die – in der Beschwer- de substanziell unbestritten gebliebenen – Erwägungen gemäss ang e- fochtener Verfügung (dort E. III/1 und 2) verwiesen werden kann, wo ins- besondere auch eine differenzierte und zutreffende Lageeinschätzung betreffend Nigeria vorgenommen wurde, dass angesichts der ungesicherten Aussagen betreffend Identität, Biogra- fie, Reiseumstände und Familiennetz, der fehlenden Identitätsdokumente sowie der aufgetretenen Ungereimtheiten davon auszugehen ist, der Be- schwerdeführer verfüge in der Heimat bei Bedarf über ein tragfähiges Be- ziehungs- und Familiennetz, dass der Vollzug der Wegw eisung des Beschwerdeführers nach Nigeria schliesslich möglich ist, da keine Vollzugshindernisse bestehen (Art. 83 Abs. 2 AuG), es dem Beschwerdeführer nach wie vor obliegt, bei der Be- schaffung gültiger Reisepapiere mitzuwirken (vgl. Art. 8 Abs. 4 AsylG und dazu auch BVGE 2008/34 E. 12) und aufgrund der Akten nicht ausz u- schliessen ist, dass er über Identitäts - und Reisedokumente verfügt, die er jedoch den Asylbehörden absichtlich vorenthält, E-5273/2014 Seite 11 dass nach dem Gesagten der vom Bundesamt verfügte Vollzug der Wegweisung zu bestätigen ist, dass die angefochtene Verfügung Bundesrecht nicht verletzt und den rechtserheblichen Sachverhalt richtig sowie vollständig feststellt (Art. 106 Abs. 1 AsylG), weshalb die Beschwerde abzuweisen ist, dass bei diesem Ausgang des Verfahrens die Kosten von Fr. 600.– (Art. 1–3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bun desverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]) dem Beschwerdeführer aufzuerlegen sind (Art. 63 Abs. 1 VwVG). (Dispositiv nächste Seite) E-5273/2014 Seite 12 Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 2. Die Verfahrenskosten von Fr. 600.– werden dem Beschwerdeführer auf- erlegt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zuguns- ten der Gerichtskasse zu überweisen. 3. Dieses Urteil geht an den Beschwerdeführer, das BFM und die kantonale Migrationsbehörde. Die Einzelrichterin: Der Gerichtsschreiber: Regula Schenker Senn Urs David