<h2>SubmittedText<h2><p>Der Bund wird beauftragt, durch vermehrte Bereitstellung von Ressourcen im Bereich Tierzucht die Zucht, Erforschung und Anwendung robuster, älterer Nutztierrassen zu fördern.</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Die Annahme, dass traditionelle Nutztierrassen robuster und bezogen auf die Nährstoffnutzung effizienter sind als andere Rassen, kann wissenschaftlich nicht belegt werden. Die Bedeutung der traditionellen Nutztierrassen als breiter Genpool für die Tierzucht ist dem Bundesrat aber bewusst. Dessen Erhaltung und Förderung wird daher bereits heute mit vielfältigen Massnahmen unterstützt.</p><p>Seit der Einführung von Beiträgen zur Erhaltung von Schweizer Rassen mit kritischem oder gefährdetem Status per 1. Januar 2023 bietet die Tierzuchtverordnung (TZV; SR 916.310) die Möglichkeit gefährdete Nutztierrassen über den Tierzuchtkredit zu unterstützen. Für diese Massnahmen stehen jährlich 4 Millionen Franken zur Verfügung. Am 5. April 2023 hat der Bundesrat zudem eine ausserordentliche Anpassung der TZV gutgeheissen, die eine Erhöhung der Mittel für die Erhaltung einheimischer Nutztierrassen im 2023 auf 4.75 Millionen Franken vorsieht. Diese Beiträge kommen den Züchterinnen und Züchtern zu Gute und sollen einen Anreiz zur Haltung und Vermehrung von traditionellen Schweizer Rassen bieten. Nach Ansicht des Bundesrates stehen damit genügend öffentliche Mittel für die Zucht von einheimischen Nutztierrassen zur Verfügung. Weiter besteht die Möglichkeit über die TZV Projekte zur Erhaltung der Schweizer Rassen und Forschungsprojekte über tiergenetische Ressourcen zu fördern. Dafür können Mittel im Umfang von 1 Million Franken gewährt werden. Auch die Züchtervereinigung für ursprüngliches Nutzgeflügel ist für die Durchführung von Erhaltungsprojekten anerkannt und kann entsprechende Gesuche einreichen. Ein Beispiel für ein solches Projekt wird im Motionstext zitiert.</p><p>Als dritte Säule der Erhaltung von tiergenetischen Ressourcen können die Kryokonserven an Sperma von Tieren der Rinder-, Schweine, Ziegen- und Equidengattung angesehen werden. Die Langzeitlagerung des genetischen Materials wird in Zusammenarbeit zwischen Zuchtorganisationen und dem Bund sichergestellt und laufend ausgebaut.</p><p>Die von der Motionärin geforderte Förderung der Zucht und Erforschung robuster, älterer Nutztierrassen wird auch ohne zusätzliche Ressourcen bereits umgesetzt. Über das Monitoringsystem für tiergenetische Ressourcen GENMON kann die Entwicklung der genetischen Parameter von Schweizer Rassen verfolgt werden. Die nächste Auswertung mit Relevanz für den Gefährdungsstatus ist für Juni 2027 vorgesehen.</p>  Der Bundesrat beantragt die Ablehnung der Motion.