Loi sur l’asile et LSEE. Modification 514 N11 mars 199 8 Bulletin officiel de l’Assemblée fédérale Achte Sitzung – Huitième séance Mittwoch, 11. März 1998 Mercredi 11 mars 1998 11.00 h Vorsitz – Présidence: Heberlein Trix (R, ZH) __________________________________________________________ 95.088 Asylgesetz und Anag. Änderun g Loi sur l’asile et LSEE. Modification Fortsetzung – Suite Siehe Seite 508 hiervor – Voir page 508 ci-devant __________________________________________________________ A.Asylgesetz (Fortsetzung) A.Loi sur l’asile (suite) Art. 4 (Fortsetzung) – Art. 4 (suite) Fankhauser Angeline (S, BL), Berichterstatterin: Gemäss Artikel4 – dort sind wir gestern nach der Begründung der Minderheitsanträge steckengeblieben – kann der Bundesrat vorübergehend Schutz gewähren, muss aber nicht. Die Mehrheit ist der Meinung, dass die Schutzbedürftigkeit der Menschen nicht auf Kriegs- und Bürgerkriegssituationen re- duziert werden darf. Sie will, wie Sie es gestern schon gehört haben, am früheren Beschluss des Nationalrates festhalten. Man will dem Bundesrat genügend Spielraum geben, um Menschen in Krisensituationen vorübergehenden Schutz zu gewähren. Es ist unter anderem zu berücksichtigen, dass die Beurteilung, ob ein Krieg oder ein Bürgerkrieg stattfindet – das hat auch Herr Loeb sehr deutlich dargestellt –, nicht im - mer so einfach ist, wie die Formulierung des Bundesrates es glauben lässt. So oder so braucht es einen Entscheid des Bundesrates, um den vorübergehenden Schutz zu erteilen. Mit der Umschreibung der Gründe wird kein Rechtsanspruch gewährt, und die Mehrheit versteht ihre Formulierung in Artikel4 nicht als Ausweitung, sondern als präzisere Um - schreibung. Sie bittet Sie, wie bereits gesagt – und ich hoffe, dass auch jene Leute das hören, die nicht hier sind, aber noch kommen werden, um zu stimmen –, festzuhalten und der Mehrheit zu folgen. Ducrot Rose-Marie (C, FR), rapporteur: Nous abordons là le statut des réfugiés de la violence. C’est une des spécificités de cette loi, et dans le débat d’entrée en matière, nous avons quand même reconnu que cette réglementation allait permet- tre en tout cas d’accélérer les procédures, mais aussi nous donner l’occasion d’accueillir et de vraiment suivre, d’une fa- çon plus généreuse, les victimes de la guerre et de la guerre civile. De l’avis de la majorité de la commission, la Suisse doit éga- lement protéger les personnes victimes de «violence généra- lisée ou de violations graves et systématiques des droits de l’homme». La majorité est d’avis que la formulation trop res- trictive adoptée par le Conseil des Etats ne tient absolument pas compte de la situation actuelle: la fin d’une guerre civile n’est pas synonyme de paix, et les violations systématiques des droits de l’homme ne cessent pas par enchantement à la fin d’un conflit. En tout cas, ce sont les conclusions de la ma- jorité de la commission. La situation dans laquelle la Suisse est engagée, notamment face à l’Algérie, n’est pas étrangère à notre position. En effet, l’Algérie n’est ni en guerre ni en guerre civile; mais, on doit le reconnaître aussi, elle subit les horreurs de la violence, de cette violence généralisée. Nous devrions pouvoir offrir une protection provisoire à ces victi- mes de sévices graves: on a dit – je crois que c’est M.David qui l’a dit hier – que la Suisse doit être en première ligne pour la défense des droits de l’homme. Pour ces raisons, nous vous demandons de rejeter à l’article 4 la proposition de la minorité II (Dettling). La minorité I (Leuba) fait, elle, une proposition qui représente la voie médiane. Elle n’est pas inintéressante. Je dois vous dire que cette proposition a été acceptée en commission dans un premier vote contre la proposition Dettling, mais elle a été rejetée dans un deuxième vote, par 11 voix contre 9. Je vous invite à voter la proposition de majorité. Si vous mon- trez quelques velléités d’en décider autrement, je vous le re- commande à titre personnel, votez au moins la proposition de minorité I qui fait un demi-pas dans la bonne direction. Koller Arnold, Bundesrat: Bei Artikel4 führen wir den neuen Status des vorübergehenden Schutzes ein oder, wie man oft auch sagt, den Status der sogenannten Gewaltflüchtlinge. Die Gewährung vorübergehenden Schutzes soll gemäss un- serem Konzept stets ein von humanitären Überlegungen ge- leiteter Ermessensentscheid des Bundesrates sein. Daher haben wir bei der Formulierung der Gesetzesbestimmung darauf geachtet, dass die Schutzgewährung möglichst frei und unabhängig von vorformulierten Definitionen erfolgen kann. Diesem Konzept folgend, haben wir in der bundesrätli- chen Formulierung, welcher der Ständerat gefolgt ist, einen allgemeinen, offenen Grundtatbestand umschrieben, näm - lich den der «schweren allgemeinen Gefährdung». Im Sinne einer nicht abschliessenden Aufzählung werden danach zwei konkrete Beispiele einer solchen Gefährdungssituation er- wähnt, nämlich Krieg und Bürgerkrieg. Damit werden die bei- den Hauptanwendungsfälle für die Annahme einer «schwe- ren allgemeinen Gefährdung» ausdrücklich genannt. Mit die- ser Formulierung sind aber andere Fälle, beispielsweise auch eine systematische und schwere Menschenrechtsver- letzung, nicht etwa ausgeschlossen. Dass Bundesrat und Ständerat die Erwähnung der systematischen und schweren Verletzung der Menschenrechte hier nicht formulieren, hat al- lein damit zu tun, dass wir der Meinung sind, dass das nur zu Anwendungsproblemen führen würde. Denn wer Opfer gezielter, schwerer Menschenrechtsverlet- zungen ist, erfüllt in aller Regel den Flüchtlingsbegriff, hat also Anspruch auf den Status des anerkannten Flüchtlings. Das zeigt übrigens auch die Statistik über den Jugoslawien- konflikt, vor allem über die Situation in Kosovo. Weil wir ja während drei Jahren keine Leute haben zurückführen kön- nen, haben wir neben den vorläufigen Aufnahmen über 1000 Angehörige der Bundesrepublik Jugoslawien, vor allem Leute aus Kosovo, als Flüchtlinge tatsächlich anerkannt. Es ist vor allem dieser systematische Grund – das Problem der Abgrenzung, wer den Flüchtlingsstatus und wer vorüber- gehenden Schutz erhält –, der den Bundesrat dazu bewegt, Ihnen vorzuschlagen, der Formulierung von Ständerat und Bundesrat zuzustimmen, allenfalls auch dem Antrag der Min- derheit Leuba. Abstimmung – Vote Eventuell – A titre préliminaire Für den Antrag der MinderheitI 72 Stimmen Für den Antrag der MinderheitII 53 Stimmen Definitive, namentliche Abstimmung Vote définitif, nominatif (Ref.: 1760) Für den Antrag der MinderheitI stimmen: Votent pour la proposition de la minorité I: Bangerter, Binder, Blocher, Bortoluzzi, Brunner Toni, Bührer, Cavadini Adriano, Columberg, Deiss, Dettling, Dreher,11. März 1998N 515 Asylgesetz und Anag. Änderung Amtliches Bulletin der Bundesversammlung Egerszegi, Eggly, Engelberger, Engler, Eymann, Fehr Hans, Fehr Lisbeth, Fischer-Hägglingen, Fischer-Seengen, Föhn, Freund, Frey Walter, Fritschi, Gadient, Gros Jean-Michel, Gusset, Hasler Ernst, Hegetschweiler, Hess Otto, Hess Peter, Imhof, Keller Rudolf, Kofmel, Kühne, Leu, Leuba, Löt- scher, Maurer, Mühlemann, Pelli, Pini, Raggenbass, Rand- egger, Ruckstuhl, Rychen, Sandoz Suzette, Schenk, Scherrer Jürg, Scheurer, Schlüer, Schmid Samuel, Schmied Walter, Seiler Hanspeter, Speck, Steiner, Stucky, Theiler, Vetterli, Waber, Weyeneth, Wittenwiler, Wyss (63) Für den Antrag der Mehrheit stimmen: Votent pour la proposition de la majorité: Aeppli, Banga, Baumann Ruedi, Baumann Stephanie, Bäumlin, Berberat, Bircher, Borel, Bühlmann, Caccia, Carobbio, David, de Dardel, Ducrot, Dünki, Fankhauser, Fässler, Goll, Gonseth, Grobet, Gross Andreas, Gross Jost, Grossenbacher, Günter, Gysin Hans Rudolf, Gysin Remo, Haering Binder, Hafner Ursula, Hämmerle, Herczog, Hollen- stein, Hubmann, Jaquet, Jeanprêtre, Jutzet, Keller Christine, Leemann, Loeb, Maury Pasquier, Meier Hans, Meier Samuel, Müller-Hemmi, Nabholz, Ostermann, Rechsteiner Paul, Rennwald, Roth, Ruffy, Semadeni, Stamm Judith, Strahm, Stump, Teuscher, Vermot, Vollmer, von Felten, Weber Agnes, Widmer, Wiederkehr, Zbinden, Zwygart(61) Entschuldigt/abwesend sind – Sont excusés/absents: Aguet, Alder, Aregger, Baumann Alexander, Baumberger, Béguelin, Bezzola, Blaser, Bonny, Borer, Bosshard, Burge- ner, Cavalli, Chiffelle, Christen, Comby, Couchepin, Diener, Dormann, Dupraz, Durrer, Eberhard, Ehrler, Epiney, Fasel, Filliez, Frey Claude, Friderici, Giezendanner, Grendelmeier, Guisan, Heim, Hochreutener, Jans, Kunz, Lachat, Langen- berger, Lauper, Ledergerber, Leuenberger, Loretan Otto, Maitre, Marti Werner, Maspoli, Meyer Theo, Moser, Müller Erich, Nebiker, Oehrli, Philipona, Pidoux, Ratti, Rechsteiner Rudolf, Ruf, Sandoz Marcel, Schmid Odilo, Simon, Spiel- mann, Stamm Luzi, Steffen, Steinegger, Steinemann, Suter, Thanei, Thür, Tschäppät, Tschopp, Tschuppert, Vallender, Vogel, von Allmen, Weigelt, Widrig, Zapfl, Ziegler(75) Präsidium, stimmt nicht – Présidence, ne vote pas: Heberlein (1) Art. 8 Abs. 1 Bst. e, 4 Antrag der Kommission Abs. 1 Bst. e Streichen Abs. 4 Nach Vorliegen eines vollziehbaren Wegweisungsentschei- des sind Asylsuchende verpflichtet, bei der Beschaffung gül- tiger Reisepapiere mitzuwirken. Art. 8 al. 1 let. e, 4 Proposition de la commission Al. 1 let. e Biffer Al. 4 Les requérants d’asile qui font l’objet d’une décision de renvoi exécutable sont tenus de participer à l’obtention de docu- ments de voyage valables. Fankhauser Angeline (S, BL), Berichterstatterin: Ich möchte zuhanden der späteren Diskussion im Ständerat noch präzi- sieren, warum wir eine neue Bestimmung eingeführt haben. Bei der Beratung von Artikel8 im Ständerat hatte Bundesrat Koller gesagt, das letzte Wort in dieser Sache sei noch nicht gesprochen, es brauche noch einige Überlegungen. Es geht darum zu sagen, ab wann ein Asylbewerber verpflichtet wer- den kann, bei der Beschaffung gültiger Reisepapiere mitzu- wirken; das ist erst nach einer vollziehbaren Wegweisungs- entscheidung der Fall. Das ist notwendig so, weil man ihn vorher nicht verpflichten kann, mit seinem Fluchtland zusam - menzuarbeiten. Ich denke, dass keine weiteren Anträge vorliegen und wir diese Formulierung so verabschieden können. Es bestand in der Kommission ein Konsens. Angenommen – Adopté Art. 11a Antrag der Kommission Streichen Proposition de la commission Biffer Angenommen – Adopté Art. 13 Abs. 3 Antrag der Kommission Mehrheit Zustimmung zum Beschluss des Ständerates Minderheit (David, Alder, Bäumlin, Bühlmann, de Dardel, Fankhauser, Gross Andreas, Hubmann, Thanei) Festhalten Art. 13 al. 3 Proposition de la commission Majorité Adhérer à la décision du Conseil des Etats Minorité (David, Alder, Bäumlin, Bühlmann, de Dardel, Fankhauser, Gross Andreas, Hubmann, Thanei) Maintenir David Eugen (C, SG): Bei Artikel13 geht es um die Frage, wie das Vertretungsrecht im Asylrecht geregelt werden soll. Es gilt eine allgemeine Regel im Strafprozess, im Zivilpro- zess, im Verwaltungsprozess und im Verwaltungsverfahren, wonach Verfügungen und Entscheide einem Vertreter dann zu eröffnen sind, wenn der Betroffene einen Vertreter be- zeichnet hat. Das ist eine sehr wichtige allgemeine, rechts- staatlich begründete Regel. Sie dient insbesondere dazu, das rechtliche Gehör sicherzustellen. Diese Regel, dass die Verfügung oder das Urteil eines Gerichtes dem Anwalt zuge- stellt wird, wenn ein Anwalt bezeichnet worden ist, ist in der schweizerischen Rechtsordnung unbestritten, und zwar in al- len Feldern. Nun soll dieses Prinzip im Asylverfahren aufgegeben wer- den. Es soll also das Urteil oder der Entscheid oder die Ver- fügung nicht dem Anwalt, sondern dem Betroffenen direkt zu- gestellt werden. Der Betroffene soll dann selber den Anwalt informieren, dass er eine Verfügung erhalten hat. Ich halte das nicht für richtig. Es gibt keinen Grund, dieses bewährte rechtsstaatliche Prinzip im Asylrecht aufzugeben. Es gibt eine zweite Überlegung dazu: Die Zustellung an den Vertreter – ich habe das bereits ausgeführt – beinhaltet die Gewährung des rechtlichen Gehörs. Wir wissen, dass das rechtliche Gehör durch die EMRK si- chergestellt ist. Laut EMRK muss ein von einem Entscheid Betroffener Gelegenheit dazu haben, diesen mit seinem An- walt besprechen zu können. Das ist in allen Verfahren so, insbesondere auch in Strafverfahren oder eben im Asylrecht, wo es um Haftfälle geht. Nun will man dieses Prinzip aufge- ben. Wenn wir das aufgeben, verletzt das in der Konsequenz die EMRK. Der dritte Punkt: Es kommt letztlich auf die konkreten Fälle an. Der Gedanke, der hinter dieser Regelung des Asylgeset- zes steht, ist der, dass man in den Flughafenfällen sofort han- deln will. Man will also handeln, bevor der Betroffene mit ei- nem Vertreter Kontakt aufnehmen kann. Ganz praktisch wird in einem Flughafenfall jemandem, der am Samstag abend ankommt, die Verfügung unmittelbar übergeben. Die Verfü- gung wird ausserdem dem Anwalt zugestellt, welcher sie na- türlich erst am Montag morgen erhält. Dies bedeutet, dass der Betroffene am Samstag oder am Sonntag ausgeschafft wird, ohne dass er Gelegenheit dazu hat, die Situation mit seinem Vertreter zu besprechen.Loi sur l’asile et LSEE. Modification 516 N11 mars 199 8 Bulletin officiel de l’Assemblée fédérale Ich denke, es ist nicht richtig, dass wir diese Änderung eines allgemeinen Rechtsstaatsprinzips im Asylrecht vornehmen. Es ist auch nicht notwendig. Es kann so organisiert werden, dass auch auf den Flughäfen Anwälte vorhanden sind, die sofort und rechtzeitig tätig werden können. Es ist nicht not- wendig, dass wir dieses Prinzip im Asylrecht durchbrechen. Ich bitte Sie daher, der Minderheit zuzustimmen. Die Mehr- heit ist nur mit Stichentscheid des Präsidenten zustande gekommen. Es ist also eine beträchtliche Minderheit, die an diesem allgemeinen Rechtsgrundsatz – auch im Asylverfah- ren! – festhalten möchte. Präsidentin: Die FDP-Fraktion lässt ausrichten, dass sie der Mehrheit zustimmt. de Dardel Jean-Nils (S, GE): Il ne s’agit là pas du tout d’un point mineur de cette loi. Il s’agit au contraire d’un point très important parce que le projet de loi, avec la très faible majo- rité de la commission, souhaite en réalité écarter de la procé- dure d’aéroport les mandataires ou les avocats qui seraient désignés par les requérants. Comme l’a expliqué M.David, il s’agit là d’une méthode ex- trêmement dure, tout à fait contraire aux principes les plus élémentaires de l’égalité devant la loi, tels que ces principes sont décrits et définis par le Tribunal fédéral. Le droit d’avoir un avocat ou le droit d’avoir un représentant, un mandataire, est consacré par la jurisprudence du Tribunal fédéral, c’est- à-dire qu’en définitive, c’est un droit absolument constitution- nel dans n’importe quelle procédure, qu’il s’agisse d’une pro- cédure civile, pénale ou administrative. Même dans les cas les plus insignifiants de procédure, il est possible d’avoir un avocat ou un mandataire et de se faire assister quand on est un administré. Ce droit-là, par la version de la majorité très faible de la com - mission, est complètement contourné. Comme il a déjà été ex- pliqué, il est tout à fait possible de renvoyer une personne qui se présente à l’aéroport de cette manière, sans qu’elle puisse consulter son propre avocat, ce qui est une chose tout à fait inadmissible. On sait que les délais de recours sont extrême- ment brefs puisque le délai pour récupérer l’effet suspensif est de 24 heures seulement. Dans ces conditions, il suffira à l’ad- ministration de notifier la décision de renvoi un vendredi soir; le lundi matin, quand le mandataire recevra la décision, la per- sonne aura déjà été expulsée, et tout sera déjà dit. Nous nous opposons donc à un véritable piège qui est tendu par la majorité de la commission, une sorte de guet-apens, et nous vous prions de vous en tenir à la proposition de la mi- norité. Präsidentin: Die LdU/EVP-Fraktion lässt ausrichten, dass sie der Mehrheit zustimmt. Leu Josef (C, LU): Ich bitte Sie im Namen der CVP-Fraktion, bei Artikel13 mit der Mehrheit der Kommission zu stimmen. Zur Begründung: Die per Telefax übermittelten Verfügungen sind vor allem im Zusammenhang mit der neuen Regelung über das Flughafenverfahren zu sehen. Es geht um eine ra- sche Zustellung und Eröffnung der Verfügung. Daher sollen die Eröffnungsmodalitäten gemäss dem Bundesgesetz über das Verwaltungsverfahren keine Anwendung finden. Diese Regelung, wonach die Bundesbehörden dem Adressaten di- rekt und nicht via Anwalt eröffnen können – so beim Flugha- fenverfahren –, ist mit der Europäischen Menschenrechts- konvention vereinbar. Diese Vereinbarkeit lässt sich unter drei Aspekten überprüfen, nämlich erstens nach dem Recht auf Freiheit und Sicherheit, zweitens nach dem Anspruch auf ein faires Verfahren und drittens nach dem Recht auf eine wirksame Beschwerde. Ich bitte Sie also, mit der Mehrheit der Kommission dem Be- schluss des Ständerates zuzustimmen und den Antrag der Minderheit David abzulehnen. Fankhauser Angeline (S, BL), Berichterstatterin: Sie haben es gehört, die Kommissionsmehrheit ist eine sehr knappe. Sie ist mit Stichentscheid des Präsidenten zustande gekommen. Diese Bestimmung steht im Zusammenhang mit dem Verfah- ren am Flughafen. Bundesrat, Ständerat und Mehrheit wol- len, dass die Entscheide, die dem Asylsuchenden persönlich oder per Telefax eröffnet werden, als rechtsgenügend eröff- net gelten. Artikel11 Absatz 3 des Verwaltungsverfahrens- gesetzes sagt, dass eine Eröffnung nicht gültig ist, wenn sie nicht an einen bevollmächtigten Anwalt erfolgt ist. Die Mehr- heit der Kommission will für das Flughafenverfahren kurze Fristen. Damit die kurzen Fristen, die im Flughafenverfahren eingehalten werden sollen, berücksichtigt werden können, will die Mehrheit, dass Artikel 11 Absatz 3 des Verwaltungs- verfahrensgesetzes nicht Anwendung findet. Persönlich bezweifle ich, dass die Menschenrechte eingehal- ten werden, wie Herr Leu das dargestellt hat. Das ist auch der Grund, weshalb ich mich bei der Abstimmung der Minderheit anschliessen werde. Ducrot Rose-Marie (C, FR), rapporteur: Le Conseil fédéral et le Conseil des Etats estiment que même si les délais sont courts, une décision qui est remise personnellement ou par fax au destinataire est suffisante du point de vue du droit. L’article 13 alinéa 3 qui devrait être appliqué dans cette loi dit en substance que, pour qu’une notification soit valable, elle doit être remise à un avocat mandataire. Ce qui est proposé par la minorité, c’est de biffer cette référence. Cette disposi- tion rendrait la procédure à l’aéroport beaucoup plus compli- quée. La majorité a été convaincue par l’administration qui a as- suré à nos membres que les garanties du droit étaient réser- vées. C’est une majorité étroite – 11 voix contre 10 – qui vous demande de suivre la décision du Conseil des Etats, c’est-à-dire la proposition de la majorité de la commission. Koller Arnold, Bundesrat: Dieser Artikel wird besonders be- deutsam im Rahmen des sogenannten Flughafenverfah- rens. Ihre Kommission hat dieses Flughafenverfahren auf- grund eines Entscheides des Europäischen Gerichtshofes zu Recht im Gesetz klar und rechtsstaatlich einwandfrei ge- regelt, indem folgendes festgehalten wird: Der Flughafen kann als vorläufiger Aufenthaltsort für höchstens 15 Tage zugewiesen werden. Im bisherigen Recht ist eine derartige Frist nicht vorgesehen. Selbstverständlich gilt auch im Flug- hafenverfahren ein rechtsstaatliches Verfahren mit Verfü- gung und Rechtsmittelbelehrung und mit der Möglichkeit, den Entscheid mit Beschwerde anzufechten. Allerdings muss dieses Verfahren – wenn es den Zweck erreichen soll, dass die Flughäfen nicht zu Einfallstoren für die illegale Mi- gration werden – eben rasch durchgeführt werden. All das ist garantiert. Wir haben eine einzige Ausnahme gemacht: Weil im Verwal- tungsverfahrensgesetz normalerweise die Zustellung der Verfügung an den Rechtsvertreter vorgesehen ist, verträgt sich das mit diesem schnellen Verfahren am Flughafen nicht, sondern es könnte wegen Unzustellbarkeit zu unerwünsch- ten Verzögerungen kommen. Es kann aber nicht die Rede davon sein, Herr de Dardel, dass im Flughafenverfahren die Bestellung eines Rechtsanwaltes ausgeschlossen ist; er ist zugelassen wie sonst auch, nur ist die Zustellung des Ent- scheides anders geregelt als in anderen Rechtsverfahren. Weil das Problem der Vereinbarkeit mit der Europäischen Menschenrechtskonvention auch in der Kommission aufge- worfen worden ist, haben wir eine Stellungnahme des Bun- desamtes für Justiz verlangt, welches klar zum Schluss kommt, dass dieser Artikel die EMRK nicht verletzt. Ich ersuche Sie daher, dem Ständerat zuzustimmen. Abstimmung – Vote Für den Antrag der Mehrheit 68 Stimmen Für den Antrag der Minderheit 56 Stimmen Art. 17 Abs. 3 Antrag der Kommission Der Kanton ernennt für unbegleitete minderjährige Asylsu- chende, welche sich in der Schweiz aufhalten, unverzüglich eine Vertrauensperson, welche deren Interessen im Asylver-11. März 1998N 517 Asylgesetz und Anag. Änderung Amtliches Bulletin der Bundesversammlung fahren wahrnimmt, bis ein Vormund oder Beistand ernannt wurde. Art. 17 al. 3 Proposition de la commission Le canton désigne immédiatement, pour les requérants mi- neurs non accompagnés qui séjournent en Suisse, une per- sonne de confiance chargée de représenter leurs intérêts du- rant la procédure d’asile jusqu’à la nomination d’un tuteur ou d’un curateur. Angenommen – Adopté Art. 21a Abs. 2, 3; 23 Titel Antrag der Kommission Zustimmung zum Beschluss des Ständerates Art. 21a al. 2, 3; 23 titre Proposition de la commission Adhérer à la décision du Conseil des Etats Angenommen – Adopté Art. 25 Abs. 2, 3 Antrag der Kommission Abs. 2 Zustimmung zum Beschluss des Ständerates Abs. 3 Das Departement erlässt Bestimmungen .... Art. 25 al. 2, 3 Proposition de la commission Al. 2 Adhérer à la décision du Conseil des Etats Al. 3 Le département fédéral édicte des dispositions .... Angenommen – Adopté Art. 26 Abs. 3 Antrag der Kommission Mehrheit Festhalten Minderheit (Fehr Hans, Cavadini Adriano, Dettling, Fischer-Hägglingen, Fritschi, Nebiker, Steffen, Weyeneth) Zustimmung zum Beschluss des Ständerates Art. 26 al. 3 Proposition de la commission Majorité Maintenir Minorité (Fehr Hans, Cavadini Adriano, Dettling, Fischer-Hägglingen, Fritschi, Nebiker, Steffen, Weyeneth) Adhérer à la décision du Conseil des Etats Fehr Hans (V, ZH): Artikel26 befasst sich mit der Verteilung der Asylbewerber auf die Kantone. Bei Absatz 3 ist unbestrit- ten, dass das Bundesamt für Flüchtlinge die Asylsuchenden nach dem bekannten Schlüssel – der Kanton Zürich erhält beispielsweise zwischen 17 und 18 Prozent der Asylbewer- ber – auf die Kantone verteilt. Es geht jetzt aber um die Kriterien für diese Zuteilung. Ich bitte Sie, der Formulierung von Bundesrat und Ständerat und nicht derjenigen der Mehrheit der Kommission zuzustimmen. Warum? Bei der Fassung des Bundesrates und des Stände- rates wird die Einheit der Familie gewahrt. Das ist vernünftig und absolut in Ordnung. Was die Kommission nun noch auf- nimmt, ist meines Erachtens falsch. Erstens will man – über die Familie hinaus – zusätzlich auf enge soziale Beziehun- gen Rücksicht nehmen. Zweitens will man beispielsweise noch auf die Amtssprache Rücksicht nehmen. Wenn wir ein solches Asylgesetz machen, es ausweiten und Kriterien auf- nehmen, die uns zusätzliche bürokratische Hürden, zusätzli- che Kosten, zusätzlichen Aufwand verursachen, dann ist das nicht zu rechtfertigen. Dann haben wir ein Zuteilungsmodell mit x Auflagen, das nicht verantwortbar ist, ein Luxusmodell, das völlig an der Sa- che vorbeigeht. Wir haben schon genug Auflagen im Asylbe- reich, wir haben zum Teil chaotische Zustände. Wir sollten uns bei dieser Zuteilung auf die Kantone nicht noch eine wei- tere Bürde aufladen. Darum bitte ich Sie mit guten Gründen, bei der klaren, ein- deutigen und auch vernünftigen Version des Bundesrates und des Ständerates zu bleiben und dem Minderheitsantrag zuzustimmen. de Dardel Jean-Nils (S, GE): La majorité, que le groupe so- cialiste soutient, veut introduire dans cette disposition les cri- tères des relations familiales et sociales ainsi que le critère de la langue. Vous me permettrez de m’exprimer surtout sur le problème du critère de la langue pour l’attribution des re- quérants aux cantons. Le problème soulevé par M.Fehr Hans ne se poserait même pas s’il existait actuellement des réfugiés germanophones. Vous savez que cela n’existe pas dans l’actualité de la politi- que mondiale, et il y a des moments où je me demande sé- rieusement si cette absence de réfugiés germanophones n’est pas pour quelque chose dans les campagnes souvent délirantes que l’on peut lire dans la presse suisse alémanique à l’encontre des réfugiés – cette presse qui ne parle plus de «Flüchtlinge» mais uniquement d’«Asylanten», la dénomina- tion la plus méprisante. A mon avis, en tenant compte de la langue parlée par le re- quérant, on va dans la bonne direction en ce sens que c’est une véritable lutte contre la xénophobie. Je comprends que ce combat-là ne soit pas celui de M.Fehr, mais je m’étonne que ce ne soit pas celui du Conseil fédéral et de M.Koller. En ce qui concerne le prétendu surcroît de charges adminis- tratives et de bureaucratie invoqué par M.Fehr, la vérité est que la solution de la majorité va exactement en sens inverse. Plus particulièrement, si on tient compte de la langue parlée par le requérant pour son attribution à un canton, on simplifie énormément la procédure. Il n’y a plus besoin notamment d’interprète; et la présence systématique d’un interprète dans la procédure augmente considérablement la longueur, la du- rée et les coûts de cette procédure. La solution proposée par la majorité de la commission, c’est donc moins de frais, plus de rapidité, plus de clarté, et une certaine loyauté à l’égard des requérants. Dans la pratique aujourd’hui, l’administration tient déjà compte de la langue parlée par le requérant pour l’attribution aux cantons. Nous demandons simplement que cette pratique soit maintenant inscrite formellement dans la loi. Cela ne veut pas du tout dire que, par exemple, tous les Somaliens, qui souvent parlent l’italien, seront attribués au canton du Tessin, ou que tous les Camerounais seront systématiquement attribués à un canton romand, puisqu’il y a d’autres critères que l’on peut prendre dans la loi. La proposition de la majorité est rédigée de ma- nière suffisamment souple pour qu’en définitive, on puisse te- nir compte d’un certain équilibre des cantons en ce qui con- cerne l’attribution des réfugiés. Je vous invite à soutenir à l’article 26 alinéa 3 la proposition de la majorité. Fritschi Oscar (R, ZH): Im Namen der FDP-Fraktion bitte ich Sie, dem Minderheitsantrag zuzustimmen, auch wenn ich die Begründung zu dieser Zustimmung etwas von jener differen- ziere, die der Sprecher der Minderheit gegeben hat. Mit der Gutheissung des Minderheitsantrages schliessen Sie sich im Zuge der Eliminierung der Differenzen der Fassung des Ständerates an, welche dieser mit 29 zu 4 Stimmen sehr deutlich beschlossen hat, und Sie stimmen damit auch dem Entwurf des Bundesrates zu. Die Formulierung der Mehrheit läuft wohl auf eine etwas überbestimmte Definition hinaus, die Erwartungen weckt, welche nicht voll erfüllt werden können. Der Grundsatz der Einheit der Familie, über dessen Erwähnung man sich einig ist, ist auch mit der Zustimmung zur Fassung Ständerat undLoi sur l’asile et LSEE. Modification 518 N11 mars 199 8 Bulletin officiel de l’Assemblée fédérale Bundesrat gewährleistet, weil dieser Grundsatz sich aus Artikel8 der EMRK ableitet. Insofern ist also die explizite Er- wähnung der Einheit der Familie, wie dies in der Fassung der Mehrheit der Fall ist, nicht nötig. Dagegen können sich Schwierigkeiten ergeben, wenn die Zuweisung nach sprachlichen Kriterien erfolgen muss. Denn die Kantone verlangen eine Verteilung der Asylbewerber pro- portional zu ihren Nationalitäten. Insbesondere weiss man, dass sich eine Reihe von Kantonen dagegen wehrt, überpro- portional viele Bewerber aus bestimmten Staaten überneh- men zu müssen. Es wird nicht möglich sein, gegen den Wi- derstand der Kantone alle französischsprechenden Asylsu- chenden algerischer Nationalität in der Romandie und alle italienischsprechenden Kosovo-Albaner im Tessin unterzu- bringen. Also sollte das Gesetz auch nicht diesen Eindruck erwecken. Wir bitten Sie, bei Artikel26 dem Antrag der Minderheit Fehr Hans zuzustimmen. Leu Josef (C, LU): Um es kurz zu machen: Ich bitte Sie im Namen der CVP-Fraktion, dem Antrag der Minderheit Fehr Hans zuzustimmen und Ständerat und Bundesrat zu folgen. Ich schliesse mich in meinen Begründungen weitgehend den Überlegungen meines Vorredners, Herrn Fritschi, an. Ich möchte, nachdem hier ein Anliegen – nämlich der Grundsatz der Familieneinheit – besonders angeführt wird, doch noch etwas präzisieren: Es ist so, dass hier allenfalls Erwartungs- haltungen geweckt werden könnten; Herr Fritschi hat das ausgeführt. Bei Entscheiden, die den eigenen Vorstellungen dann nicht entsprechen, besteht grundsätzlich kein Be- schwerderecht, mit einer Ausnahme, wenn nämlich der Grundsatz der Familieneinheit verletzt werden sollte. Dann haben, das wurde vorhin auch aufgrund von Artikel8 der EMRK erklärt, die Asylsuchenden die Möglichkeit, Be- schwerde einzureichen und ihrem Recht Nachachtung zu verschaffen. Ich bitte Sie, dem Antrag der Minderheit Fehr Hans zuzustim - men . Leuba Jean-François (L, VD): Contrairement à M.de Dardel, je ne prêterai pas des intentions xénophobes à M.Fehr. Je dirai que la proposition de majorité est une solution de bon sens. C’est pour cette raison que vous devez l’adopter. Je remarque d’ailleurs que cet article a moins d’importance qu’il n’y paraît parce que majorité et minorité admettent tou- tes deux que les relations familiales sont un motif d’attribution d’un requérant d’asile à un canton. La majorité veut étendre un tout petit peu cette notion en introduisant les termes «re- lations sociales étroites». On peut penser à des fiancés qui ne seront pas reconnus comme des parents, à un ami et une amie, comme l’on dit aujourd’hui, qui ne sont pas mariés, mais qu’on ne va pas séparer. Des cas de ce genre peuvent se présenter. On peut penser aussi, c’est le point sur lequel M.de Dardel a insisté, au problème de la langue. Il est clair que si l’on veut lutter contre la xénophobie, il faut plutôt mettre les gens qui parlent le français en Suisse romande. Ceux qui ne parlent pas le français, c’est égal où on les met. Il faut de préférence mettre les requérants qui parlent une de nos langues natio- nales dans la région de Suisse où on la parle. A tous les points de vues, intégration, relations sociales, c’est beau- coup plus facile et plus intelligent, me semble-t-il. M.de Dar- del dit très justement qu’il s’agit d’ancrer ce principe dans la loi. Nous sommes d’ailleurs si peu éloignés de la minorité que nous approuvons la dernière phrase du projet du Conseil fé- déral: «Le requérant ne peut attaquer la décision d’attribution que pour violation du principe de l’unité de la famille.» Cette phrase reste dans le texte de la proposition de la majorité. Par conséquent, c’est une directive que l’on donne à l’admi- nistration et elle est tout à fait acceptable. Elle tombe sous le sens. J’ajouterais que de toute manière la formulation est souple. Les craintes exprimées par MM.Fritschi ou Leu ne sont pas justifiées puisqu’on dit: «Ce faisant, il prend en considé- ration ....» Ce n’est même pas une obligation. Il est clair que, si tout d’un coup nous avions une surabondance de réfugiés francophones qui surchargeraient les cantons romands, on pourrait bien entendu faire une exception au principe de la langue. La majorité ne le conteste pas. Par conséquent, je vous prie de voter pour le bon sens et pour la solution la plus simple, c’est-à-dire pour la proposition de la majorité. Bühlmann Cécile (G, LU): Ich bitte Sie, der Mehrheit zuzu- stimmen, denn hier geht es um die Verteilung von Asylsu- chenden auf Kantone aufgrund sozialer und familiärer Bin- dungen. Es ist unbegreiflich, dass der Ständerat und der Bundesrat das nicht wollen. Etwas weniger wundert es mich bei Herrn Fehr. Bei ihm läuft das ja unter dem Motto, dass die Attraktivität der Schweiz möglichst zu vermindern sei. Die Berücksichtigung der familiären und sozialen Bindungen ist nicht nur für die psychische Gesundheit der Asylsuchen- den wichtig, sondern ist auch eine absolut präventive Mass- nahme gegen Entwurzelung und die damit verbundene Ge- fährdung, in die Kriminalität abzugleiten. Familienangehörige zusammen unterzubringen ist wohl eine der günstigsten und effektivsten Massnahmen zur Verbesserung ihrer Situation; uns kostet sie nichts, und den Asylsuchenden bringt sie viel. Wer sich dieser Lösung entgegenstellt, nimmt in Kauf, dass es den Leuten dadurch psychisch schlechtergeht und sie da- durch vielfältig gefährdet sind. All jene, die sich über die Zunahme der Kriminalität ernsthafte Sorgen machen, müssen unbedingt der Lösung der Mehrheit zustimmen. Fankhauser Angeline (S, BL), Berichterstatterin: Die Mehr- heit der Kommission hat dieser Bestimmung aus der Über- zeugung heraus zugestimmt, dass die Berücksichtigung von vorhandenen familiären oder engeren sozialen Beziehungen eine auch nur vorübergehende Integration erleichtern würde. Somit kann auch der Kriminalität vorgebeugt werden. Es wurden in der Kommission einige Beispiele erwähnt, wel- che zeigten, dass es sich lohnt, die jetzige Kantonszuteilung weniger stur anzuwenden. Familiäre und andere soziale Be- ziehungen können manchem zuerst hilflosen Menschen den nötigen Halt geben, und das ist kostengünstige Prävention. So kann man Geld sparen. Und übrigens: Die Berücksichtigung der Sprache kann auch einiges vereinfachen. Ich will nicht wiederholen, was Herr Leuba sehr deutlich dargestellt hat. Ich bitte Sie also, an unserem Beschluss festzuhalten und der Mehrheit zu folgen; der Entscheid fiel mit 12 zu 10 Stimmen. Ducrot Rose-Marie (C, FR), rapporteur: La commission s’en tient à la première version qu’elle avait présentée au plénum, et c’est par 12 voix contre 10 qu’elle maintient ce choix. Il est important, et je vous assure que nul ne l’a contredit, que, lors de la répartition des réfugiés sur l’ensemble de la Suisse, on tienne compte de l’intérêt du canton d’abord et qu’on respecte des quotas. Tout le monde est d’accord avec ce principe. Ce sont les intérêts du canton qui prévalent. Mais il me semble que le Conseil fédéral parle aussi des intérêts des requérants. La commission en donne d’ailleurs une défi- nition, à savoir: les attaches familiales, sociales, la langue parlée, et tout un environnement. Je pense que c’est là l’iden- tité de la personne qu’on respecte. Certaines personnes qui ont pratiqué l’hébergement nous ont dit que les problèmes se multiplient quand un requérant est isolé. En favorisant les rapprochements sociaux, je vous as- sure qu’on diminue les risques d’exclusion, de marginalisa- tion, et même de délinquance. Cela peut aussi faciliter le tra- vail des assistants sociaux et de l’administration – je suis bien placée pour le savoir –, et je crois que ce n’est pas beaucoup vous demander que d’accepter cette définition. Vous avez, dans le projet du Conseil fédéral et dans la proposition de la majorité, exactement la même chose, une cautèle impor- tante: le requérant d’asile ne peut pas faire recours sauf si le principe de l’unité de la famille est violé. Il y a à mon avis peu de risques à prendre, et je vous invite à adopter la proposition de la majorité de la commission.11. März 1998N 519 Asylgesetz und Anag. Änderung Amtliches Bulletin der Bundesversammlung Koller Arnold, Bundesrat: Was den Verteilschlüssel für die Asylsuchenden und die vorläufig Aufgenommenen auf die Kantone anbelangt, ist unbestritten, dass der Grundsatz der Einheit der Familie gilt. Das ergibt sich schon aus Artikel8 der EMRK und betrifft gemäss Rechtsprechung die Eltern und die Kinder. Dieses Zuteilprinzip ist auch rechtlich abgesi- chert: Asylsuchende, die in Verletzung dieses Prinzips der Einheit der Familie auf die Kantone verteilt werden, können die Zuteilung mit einem Rekurs auch tatsächlich anfechten. Ihre Kommissionsmehrheit möchte nun aber noch weitere Kriterien aufnehmen; allerdings als Lex imperfecta, weil sie offenbar auch eingesehen hat, dass das schwer durchsetz- bar wäre. Wir möchten Sie bitten, davon abzusehen, vor al- lem auch aufgrund der klaren Wünsche der Kantone. Die Kantone – das wissen wir aus der Praxis – wünschen, dass die Nationalitäten gleichmässig auf alle Kantone verteilt wer- den, damit nicht einzelne Kantone stärker von Vollzugspro- blemen betroffen sind als andere. Dieses Gleichbehand- lungsprinzip wäre, wenn man beispielsweise massgeblich auf die Sprache abstellen müsste, nicht mehr erfüllt. Die Ab- klärung sozialer Beziehungen wäre sodann zweifellos auch mit einem administrativen Aufwand verbunden. Auch das ist für den Bundesrat ein Grund dafür, Ihnen die Ablehnung die- ses Antrages zu beantragen. Selbstverständlich wird das Bundesamt für Flüchtlinge auch künftig mit «bon sens», also gesundem Menschenverstand, handeln. Wenn wir aber der- artige Direktiven geben, die sich im Einzelfall aufgrund der klaren Wünsche der Kantone zur Gleichbehandlung nicht durchsetzen lassen, wecken wir damit nur Erwartungen, die wir nicht erfüllen können. Ich bitte Sie daher, dem Ständerat und dem Bundesrat zuzu- stimmen. Abstimmung – Vote Für den Antrag der Mehrheit 78 Stimmen Für den Antrag der Minderheit 54 Stimmen Art. 28 Abs. 4; 29 Abs. 4 Antrag der Kommission Zustimmung zum Beschluss des Ständerates Art. 28 al. 4; 29 al. 4 Proposition de la commission Adhérer à la décision du Conseil des Etats Angenommen – Adopté Art. 31 Abs. 1bis, 2 Bst. a1, b Antrag der Kommission Abs. 1bis Mehrheit Auf ein Asylgesuch wird in der Regel nicht eingetreten, wenn sich die asylsuchende Person illegal seit mindestens 10 Tagen in der Schweiz aufhält und ihr die Einreichung des Gesuches früher zumutbar gewesen wäre, ausser es gebe Hinweise auf eine Verfolgung. Minderheit (Bühlmann, Aguet, Bäumlin, de Dardel, Fankhauser, Günter, Hubmann, Vollmer) Ablehnung des Antrages der Mehrheit Abs. 2 Bst. a1 Mehrheit a1.den Behörden ihre Reisepapiere oder Identitätsausweise nicht abgeben, ausser es gebe Hinweise auf eine Verfol- gung; MinderheitI (Vollmer, Aguet, Bäumlin, Bühlmann, David, de Dardel, Du- crot, Fankhauser, Günter, Hubmann, Zwygart) Streichen MinderheitII (Eventualantrag zur MinderheitI) (David, Aguet, Bäumlin, Bühlmann, de Dardel, Ducrot, Fank- hauser, Günter, Hubmann, Zwygart) Zustimmung zum Beschluss des Ständerates Abs. 2 Bst. b Zustimmung zum Beschluss des Ständerates Art. 31 al. 1bis, 2 let. a1, b Proposition de la commission Al. 1bis Majorité En règle générale, on n’entrera pas en matière sur une de- mande d’asile, si le requérant séjourne illégalement en Suisse depuis 10 jours au moins et qu’il aurait pu, de manière raisonnablement exigible, déposer sa demande plus tôt, à moins qu’on ne soit en présence d’indices de persécution. Minorité (Bühlmann, Aguet, Bäumlin, de Dardel, Fankhauser, Günter, Hubmann, Vollmer) Rejeter la proposition de la majorité Al. 2 let. a1 Majorité a1. ne remet pas aux autorités ses documents de voyage ou ses pièces d’identité, à moins qu’on ne soit en présence d’in- dices de persécution; Minorité I (Vollmer, Aguet, Bäumlin, Bühlmann, David, de Dardel, Du- crot, Fankhauser, Günter, Hubmann, Zwygart) Biffer Minorité II (proposition subsidiaire à la minorité I) (David, Aguet, Bäumlin, Bühlmann, de Dardel, Ducrot, Fank- hauser, Günter, Hubmann, Zwygart) Adhérer à la décision du Conseil des Etats Al. 2 let. b Adhérer à la décision du Conseil des Etats Bühlmann Cécile (G, LU): Jetzt kommen wir zum Sündenfall des Ständerates, zum eigentlichen Sündenfall der Lesung im zweiten Rat. Es ist der ganze neue Artikel31 in der Version des Ständerates. Damit hat der Ständerat nämlich die ent- scheidenden Elemente der abgelehnten SVP-Initiative «ge- gen die illegale Einwanderung» ins Gesetz eingebaut. Da hat der Ständerat seine Aufgabe als juristisches Gewissen mei- ner Meinung nach nicht erfüllt und die Aufgabe, die Volks- rechte zu wahren, auch nicht. Leider hat sich eine Mehrheit unserer Kommission angesichts der real existierenden Schwierigkeiten zu diesem Entscheid des Ständerates ver- führen lassen, in der trügerischen Hoffnung, die Schwierig- keiten mit den illegal anwesenden Personen im Asylbereich damit beheben zu können. Illegal anwesend sind alle Perso- nen, die ihr Asylgesuch nach einer illegalen Einreise stellen, und das betrifft die weit überwiegende Mehrheit der Asylsu- chenden wie auch der anerkannten Flüchtlinge. Darauf ha- ben wir ja im Abstimmungskampf gegen die SVP-Initiative immer und immer wieder hingewiesen, und das haben die Stimmberechtigten ganz offensichtlich verstanden. Die Initia- tive ist nicht zuletzt deswegen abgelehnt worden. Das durch das Hintertürchen der Asylgesetzrevision wieder einzu- schmuggeln, finden wir schlechten politischen Stil. Im übrigen erweist sich diese Lösung auch als praxisfremd. Sie führt zu Zusatzverfahren über den kaum nachweisbaren Einreisezeitpunkt oder über die Frage, wann – entgegen der Regel – auf ein Gesuch einzutreten sei. Die Mehrheit will auf Gesuche nur noch eintreten, wenn Reisepapiere oder Identi- tätsausweise abgegeben werden. Das ist für die meisten Asylsuchenden fatal. Denn nach gängiger Praxis gilt es eher als negativ, Identitätsausweise zu haben, denn dann wird dem Asylsuchenden unterstellt, da könne etwas kaum stim - men, wenn er Papiere vom Verfolgerstaat besitze. Diese Zu- sätze sind eine Konzession an die SVP. Wir sehen nicht ein, warum wir diese in ein Gesetz aufnehmen sollen. Abgesehen von der mangelnden Praktikabilität ist es auch noch Augen- wischerei und wird – wenn es dannzumal einmal doch nicht einlösbar sein sollte, was wir voraussehen – nur noch jene Leute verärgern, denen man heute damit eine Lösung des Problems verspricht. Wir finden es politisch nicht akzeptabel,Loi sur l’asile et LSEE. Modification 520 N11 mars 199 8 Bulletin officiel de l’Assemblée fédérale dass auf diese Weise Elemente einer abgelehnten Volksin- itiative ins Gesetz kommen. Mit diesen Zusätzen wird das Gesetz zu einem eigentlichen Nichteintretensgesetz, weil faktisch auf 90 Prozent der Gesuche nicht mehr eingetreten werden könnte. Darum geht es hier, um nicht mehr und nicht weniger. Ich frage Sie, ob Sie das wirklich wollen. Vollmer Peter (S, BE): Ich möchte Ihnen mit der Minderheit beantragen, die Ergänzung bezüglich der Reisepapiere – der Ständerat hat sie in Artikel31 Absatz 2 Litera a1 eingeführt – wie auch die Abschwächung, die die Mehrheit der Kommis- sion beantragt, zu streichen. Die Kommissionsmehrheit hat offenbar gespürt, dass die Formulierung des Ständerates nicht über alle Zweifel erhaben ist, und hat eine andere, ein bisschen weichere Formulierung in den Text eingebracht. Aus folgenden Überlegungen möchte ich Sie ganz klar bitten, diese Gründe, auf ein Asylgesuch nicht einzutreten – wenn keine Reisepapiere vorgelegt werden –, nicht ins Gesetz auf- zunehmen : Wenn Sie das genau betrachten, ist es etwas Ungeheuerli- ches: Hier wird ein Nichteintretensgrund geschaffen, einfach weil jemand offenbar keine Reisepapiere abgeben kann. In sehr vielen Fällen besitzen Asylbewerber keine Reisepa- piere, oder sie mussten diese während der Flucht vernichten. Das sind keine unehrenhaften Gründe. Denn es ist eine fa- tale Logik, die hier durch den Ständerat ins Gesetz gebracht worden ist. Man geht davon aus, dass ein Asylsuchender – jemand, der in seinem Heimatstaat verfolgt wird, der um sein Leben bangen muss – in seinem Heimatstaat zu den Behör- den geht und sagt: Entschuldigung, ich möchte flüchten; könnten Sie mir einen Reisepass ausstellen, damit ich or- dentlich ausreisen und in meinem Zielland einreisen und ein Asylgesuch stellen kann? Jemand, der gültige Reisepapiere hat und damit auch aus seinem Heimatstaat ausreisen konnte, wird nämlich im Verfahren – das haben sehr viele konkrete Verfahren gezeigt – unter Umständen benachteiligt, denn man sagt dann: Sie sind eigentlich gar nicht verfolgt; Sie hatten ja Papiere Ihres Heimatstaates, Sie konnten damit ausreisen. Seine Fluchtgründe werden damit kritischer be- trachtet. Es wäre fatal, wenn wir diese Kondition einbauen würden. Sie ist auch nicht notwendig. Lesen Sie bitte Artikel8 dieses Gesetzentwurfes. Dort stellen Sie fest, dass die Asylbewer- ber im Verfahren eine sogenannte Mitwirkungspflicht haben. Das heisst, sie müssen ihre Identität offenlegen, sie müssen allfällig vorhandene Reisepapiere abgeben, das ist richtig und korrekt, damit das Verfahren ordentlich durchgeführt werden kann. Wenn jemand unsere Behörden täuschen möchte und vor- handene Dokumente nicht abgibt, muss das in diesem Ver- fahren berücksichtigt werden, dann erfüllt er seine Mitwir- kungspflicht nicht. Dafür haben wir mit Artikel8 genügend gesetzliche Handhaben. Aber in Artikel31 konstruieren wir daraus einen Grund, auf ein Asylgesuch nicht einzutreten. Dass nicht einmal darauf eingetreten wird, wenn er die Papiere nicht abgibt oder nicht vorweisen kann, ist eine Steigerung und Erschwerung. Ob er sie nämlich hat oder nicht, ist eine andere Frage. Es ist quasi eine Umkehrung der Beweispflicht, dass man davon aus- geht, er hätte Papiere, und wenn er sie nicht gibt, läuft er Ge- fahr, nach diesen Bestimmungen der Nichteintretensgründe behandelt zu werden. Ich glaube, es kann wirklich nicht sein – hier geht es tatsäch- lich um das, was Frau Bühlmann bereits gesagt hat –, dass wir den Volkswillen nicht respektieren und ganz zentrale Ele- mente der vom Volk deutlich abgelehnten SVP-Initiative jetzt quasi wieder ins Gesetz einbauen. Respektieren wir den Volksentscheid, und führen wir hier nicht neue Nichteintre- tensgründe ein! Die Behörden haben mit der Mitwirkungs- pflicht genügend Handhabe, auch dann jemanden im Verfah- ren entsprechend zu qualifizieren und einen entsprechenden Asylentscheid zu fällen, wenn festgestellt wird, dass er diese Mitwirkungspflicht nicht erfüllt. Aber dies darf weiss Gott nicht bereits ein Grund für Nichteintreten auf das Asylgesuch sein. Wir dürfen nicht mit solchen formalen Dingen – dem Vorhan- densein von Reisepapieren – diese Gründe derart konstruie- ren und damit echten Asylbewerbern, echten Flüchtlingen, die tatsächlich nicht über diese Papiere verfügen, eine min- dere Chance geben, überhaupt ein ordentliches Verfahren durchspielen zu können. Ich bitte Sie deshalb, diese Ergänzungen der Nichteintre- tensgründe abzulehnen. Der Bundesrat selber hatte sie ja in seinem Entwurf auch nicht drin, weil er auch zur Auffassung gekommen ist, dass er genügend Handhabe habe, allenfalls über den Mitwirkungsartikel entsprechende Sanktionen zu ergreifen. Wir brauchen hier keine zusätzliche Erschwerung. David Eugen (C, SG): Bei Artikel31 Absatz 2 geht es darum, wann die Behörde auf ein Gesuch überhaupt nicht eintritt. Dabei müssen wir darauf achten, dass es nicht dazu kommt, dass echte Flüchtlinge aus formalen Erwägungen abgewie- sen werden. Das ist das Entscheidende. Das muss unter al- len Umständen vermieden werden. Gemäss Antrag der Mehrheit zu Absatz 2 Buchstabe a1 ist diese Gefahr eindeutig vorhanden. Ich selbst – Antrag der MinderheitII – bevorzuge die Streichung dieses Buchsta- bens a1, weil das Anliegen, das mit Buchstabe a1 verfolgt werden soll, bereits in Buchstabe b enthalten ist. Verletzt nämlich ein Asylsuchender seine Mitwirkungspflichten grob, kann das zur Folge haben, dass auf sein Gesuch nicht einge- treten wird. Das kann auch geschehen – wie Sie bei den Mit- wirkungspflichten nachlesen können –, wenn ein Asylsu- chender Identitätsausweise und, sofern vorhanden, Reisepa- piere nicht offenlegt. Der Tatbestand, der in Buchstabe a1 er- wähnt ist, ist also bereits in Buchstabe b erfasst. Der Unterschied liegt darin, dass man gemäss Buchstabe a1 der Mehrheit letztlich auch Leute abweisen kann, ohne zu prüfen, ob sie ihre Pflichten verletzt haben. Die subjektive Seite ihres Verhaltens wird überhaupt nicht mehr berücksich- tigt. Man sagt einfach, es sei kein Identitätsausweis da, und weist die Frau oder den Mann zurück. Damit bewegen wir uns in einem Feld, wo echte Flüchtlinge zurückgewiesen werden: Es ist ganz klar, dass gerade unter den echten Flüchtlingen einige sind, die über keine Identitätsausweise verfügen. Das wissen wir aus der Praxis. Ich schlage Ihnen vor: Halten Sie zumindest an der Fassung des Ständerates fest. Denn der Ständerat hat den wichtigen Zusatz in seinem Beschluss: «....in diesem Fall ist dennoch einzutreten, wenn Hinweise auf eine Verfolgung vorliegen, die sich nicht als offensichtlich haltlos erweisen.» Das heisst, der Nichteintretensentscheid kann nicht einfach formal abge- wickelt werden, ohne die Hinweise auf Verfolgung effektiv klar zu prüfen. Der Ständerat macht einen Schritt in Richtung Formalisierung. Aber immerhin – und darum unterstütze ich ihn eventualiter – geht er nicht so weit wie die Mehrheit. Der Antrag der Mehrheit führt im Endeffekt dazu, dass auf echte Flüchtlingsgesuche in der Schweiz nicht mehr einge- treten wird. Davon bitte ich Sie abzusehen. Damit würden wir die Flüchtlingskonvention verletzen und auch die grundle- genden humanitären Prinzipien, die wir hier immer wieder hochhalten. Ich bitte Sie also, im Hauptantrag der MinderheitI (Vollmer) zu folgen. Wenn Sie das nicht tun können, bleiben Sie bitte zumindest bei der Fassung des Ständerates. Die Beratung dieses Geschäftes wird unterbrochen Le débat sur cet objet est interrompu Schluss der Sitzung um 12.10 Uhr La séance est levée à 12 h 10Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali Asylgesetz und Anag. Änderung Loi sur l’asile et LSEE. Modification In Amtliches Bulletin der Bundesversammlung Dans Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale In Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale Jahr 1998 Année Anno Band II Volume Volume Session Frühjahrssession Session Session de printemps Sessione Sessione primaverile Rat Nationalrat Conseil Conseil national Consiglio Consiglio nazionale Sitzung 08 Séance Seduta Geschäftsnummer 95.088 Numéro d'objet Numero dell'oggetto Datum 11.03.1998 - 11:00 Date Data Seite 514-520 Page Pagina Ref. No 20 043 655 Dieses Dokument wurde digitalisiert durch den Dienst für das Amtliche Bulletin der Bundesversammlung. Ce document a été numérisé par le Service du Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale. Questo documento è stato digitalizzato dal Servizio del Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale.