<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2006.00292</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="https://vgrzh.djiktzh.ch/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=https://vgrzh.djiktzh.ch&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=206248&amp;W10_KEY=4467134&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2006.00292</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 26.10.2006</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">3. Abteilung/3. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Gesundheitswesen</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Bewilligung zur Führung einer Pflegeabteilung</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Bewilligung zur Führung einer Pflegeabteilung gestützt auf das Gesundheitsgesetz: Erfüllt eine Erweiterung um sechs Pflegebetten die Voraussetzungen, um als "Alters- und Pflegeheim" qualifiziert werden zu können?<br/><br/>Zuständigkeit des Verwaltungsgerichts; Abgrenzungsfragen (E. 1).<br/>Terminologische Abgrenzungen zwischen verschiedenen Einrichtungen zur medizinischen Versorgung und Pflege von betagten Personen; Rechtsgrundlagen (E. 3.1). Konkrete Würdigung der Erweiterung um sechs Pflegebetten: Bei der Abwägung widersprechen sich einzelne Elemente; weder kann auf den Ausstattungsstandard abgestellt werden (der für die Annahme eines "Pflegeheims" im Rechtssinn spricht) noch ist auf dem ermöglichten Grad der Selbstbestimmung der Bewohner zu basieren (der gegen die Annahme eines "Pflegeheims" im Rechtssinn spricht). Entscheidend ist vielmehr das Mass der Einbindung der Unterkünfte in das bestehende Alters- und Pflegeheim, insbesondere in dessen Pflegestruktur. Unter Berücksichtigung der konkreten Umstände erscheinen die Unterkünfte als gewöhnliche Alterswohnungen (E. 3.2).<br/>Abweisung (E. 4).</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ALTERSHEIM">ALTERSHEIM</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ALTERSWOHNUNG">ALTERSWOHNUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: BETRIEBSBEWILLIGUNG">BETRIEBSBEWILLIGUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: KRANKENHAUS">KRANKENHAUS</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: LEISTUNGSERBRINGER (KVG)">LEISTUNGSERBRINGER (KVG)</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: PFLEGEHEIM">PFLEGEHEIM</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: FÃ¼rsorge ST: ÃBRIGES FÃRSORGE UND GESUNDHEIT">ÃBRIGES FÃRSORGE UND GESUNDHEIT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: Urteile: Ãbrige Rechtsgebiete UR: Besondere Rechtsgebiete ST: VERSICHERUNGSRECHT (EINSCHLIESSLICH SOZIALVERSICHERUNGEN)">VERSICHERUNGSRECHT (EINSCHLIESSLICH SOZIALVERSICHERUNGEN)</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ZUSTÃNDIGKEIT">ZUSTÃNDIGKEIT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsprozessrecht UR: Kantonale Verwaltungsgerichtsbeschwerde ST: ZUSTÃNDIGKEIT DES VERWALTUNGSGERICHTS">ZUSTÃNDIGKEIT DES VERWALTUNGSGERICHTS</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade">§ 39 aGesundheitsG</span><br/><span class="gerade">§ 43 aGesundheitsG</span><br/><span class="ungerade">Art. 117 BV</span><br/><span class="gerade">Art. 118 BV</span><br/><span class="ungerade">Art. 39 KVG</span><br/><span class="gerade">§ 9 lit. c SHG</span><br/><span class="ungerade">§ 19a Abs. II Ziff. 4 VRG</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="gerade">RB 2006 Nr. 49</span><br/> </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 3 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Sachverhalt1"><b>I. </b> </p> <p class="Sachverhalt2"><b><span>A. </span></b><span>Mit VerfÃ¼gung vom 24. September 1993 bewilligte die Gesundheitsdirektion des Kantons ZÃ¼rich der Stadt ZÃ¼rich die FÃ¼hrung einer Pflegeabteilung mit neun Betten im Altersheim A. Am 17. Mai 2002 wurde die Bewilligung auf 74 Betten ausgedehnt. Per 1. Oktober 2003 wurde das Altersheim A neu in "Altersheim B" umbenannt.</span></p> <p class="Sachverhalt2"><b><span>B. </span></b><span>Mit Schreiben vom 28. Juni 2005 ersuchte die Stadt ZÃ¼rich, vertreten durch die Dienstabteilung Altersheime, die Gesundheitsdirektion um eine Subventionszusicherung zufolge geplanter Erweiterung des Bettenangebots im Altersheim B auf deren 80. Dies solle durch den Umbau der im dritten Obergeschoss der Liegenschaft sich befindenden Personalwohnungen in drei PensionÃ¤rszimmer mit Kochgelegenheit und IV-WC sowie in eine Zweizimmer-PensionÃ¤rswohnung bewerkstelligt werden. Das schon bestehende Einzimmer-Appartement solle belassen und lediglich im Badezimmerbereich den entsprechenden BedÃ¼rfnissen angepasst werden.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Die Gesundheitsdirektion stellte sich mit Schreiben vom 30. August 2005 auf den Standpunkt, dem Projekt fehle der Charakter eines Altersheims, weshalb kein Staatsbeitrag zugesprochen werden kÃ¶nne.</span></p> <p class="Sachverhalt2"><b><span>C. </span></b><span>Mit Eingabe vom 27. September 2005 stellte die Stadt ZÃ¼rich bei der Gesundheitsdirektion ein WiedererwÃ¤gungsgesuch. Am 7. November 2005 fand eine Besprechung zwischen Vertretern der Gesundheitsdirektion und der Stadt ZÃ¼rich statt. Mit Schreiben vom 20. Januar 2006 lehnte die Gesundheitsdirektion das WiedererwÃ¤gungsgesuch ab und setzte Frist an, um den Entscheid in Form einer rekursfÃ¤higen VerfÃ¼gung zu verlangen, wovon die Stadt ZÃ¼rich mit Schreiben vom 25. Januar 2006 Gebrauch machte. Mit VerfÃ¼gung vom 15. Juni 2006 wies die Gesundheitsdirektion das Gesuch der Stadt ZÃ¼rich um Ausweitung der Betriebsbewilligung fÃ¼r das Altersheim B auf weitere sechs Pflegebetten ab (Dispositiv-Ziffer I). Das Gesuch um Ausrichtung eines Staatsbeitrages an die Investitionskosten fÃ¼r den Umbau im dritten Stock der Liegenschaft wurde ebenfalls abgewiesen (Dispositiv-Ziffer II). Als Rechtsmittel wurde gegen Dispositiv-Ziffer I die Beschwerde an das Verwaltungsgericht und gegen Dispositiv-Ziffer II der Rekurs an den Regierungsrat aufgefÃ¼hrt.</span></p> <p class="Sachverhalt1"><b>II. </b> </p> <p class="Urteilstext">Die Stadt ZÃ¼rich, vertreten durch das Gesundheits- und Umweltdepartement, erhob am 13. Juli 2006 (Datum des Poststempels) gegen Dispositiv-Ziffer I der VerfÃ¼gung der Gesundheitsdirektion vom 15. Juni 2006 Beschwerde an das Verwaltungsgericht und gegen Dispositiv-Ziffer II Rekurs an den Regierungsrat. Die BeschwerdefÃ¼hrerin beantragt vor Verwaltungsgericht, die VerfÃ¼gung der Gesundheitsdirektion sei aufzuheben und die bestehende Bewilligung fÃ¼r den Betrieb von 74 Pflegebetten im Altersheim B sei um sechs Betten zu erweitern. Am 25. Juli 2006 ging die VerfÃ¼gung der Staatskanzlei des Kantons ZÃ¼rich vom 24. Juli 2006 ein, wonach der Rekurs an den Regierungsrat bis zur Erledigung der Verwaltungsgerichtsbeschwerde sistiert werde. Die Gesundheitsdirektion beantragt in ihrer Beschwerdeantwort vom 8. September 2006 die Abweisung der Beschwerde, unter Kosten- und EntschÃ¤digungsfolge zu Lasten der BeschwerdefÃ¼hrerin. </p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die Kammer</span><span> zieht in ErwÃ¤gung:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Erwgung1"><b>1. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>1.1 </b>Nach § 19a Abs. 2 Ziff. 4 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 (VRG) kÃ¶nnen erstinstanzliche Anordnungen der Direktionen und Ãmter betreffend Bewilligungen zum Betrieb von KrankenhÃ¤usern unmittelbar beim Verwaltungsgericht angefochten werden. Dabei ist der Begriff "Krankenhaus" nicht allzu eng auszulegen. Insbesondere gehÃ¶ren auch Pflegeheime bzw. Krankenheime im herkÃ¶mmlichen Sinn ebenfalls zu den KrankenhÃ¤usern. Da es vorliegend um die Frage der Bewilligung zum Betrieb von sechs weiteren Pflegebetten innerhalb des Altersheims B geht und Pflegeabteilungen in Altersheimen als Krankenheime und daher als KrankenhÃ¤user im Sinn von § 19a Abs. 2 Ziff. 4 VRG gelten (vgl. § 39 Abs. 2 Satz 2 des Gesetzes Ã¼ber das Gesundheitswesen vom 4. November 1962 [GesundheitsG, LS 810.1] sowie § 2 Abs. 1 Ziff. 2 der Verordnung Ã¼ber die StaatsbeitrÃ¤ge an die Krankenpflege vom 26. Februar 1968, LS 813.21), ist das Verwaltungsgericht fÃ¼r die Behandlung der Beschwerde zustÃ¤ndig (vgl. VGr, 15. Juni 2006, VB.2006.00060, E. 1.2, www.vgrzh.ch). Demnach ist auf die Beschwerde einzutreten.</p> <p class="Erwgung2"><b>1.2 </b>Das Verwaltungsgericht wÃ¤re dagegen nicht unmittelbar zustÃ¤ndig, wenn es um die Bewilligung zum Betrieb eines <i>Altersheims als solchen</i> ginge, da es sich dabei nicht um den Betrieb eines Krankenhauses handelte. Im Folgenden ist somit darauf einzugehen, ob die entsprechenden Voraussetzungen fÃ¼r die zusÃ¤tzliche Bewilligung der geplanten sechs Pflegebetten im Sinn von § 43 Abs. 1 GesundheitsG erfÃ¼llt sind bzw. ob die vorgesehene Erweiterung unter den Begriff "Alters- und Pflegeheim" zu subsumieren ist.</p> <p class="Erwgung2">Anzumerken ist, dass selbst wenn eine Einrichtung nicht als Pflegeheim im Sinn der zÃ¼rcherischen Gesetzgebung bewilligt wird, dies nicht zwingend zur Folge hat, die Institution kÃ¶nne nicht dennoch als Leistungserbringer gemÃ¤ss Art. 39 des Bundesgesetzes vom 18. MÃ¤rz 1994 Ã¼ber die Krankenversicherung (KVG, SR 832.10) in Frage kommen. Umgekehrt geht mit der Anerkennung einer Institution als Leistungserbringer auch nicht einher, dass es sich deswegen um ein Krankenhaus bzw. ein Pflegeheim im Sinn von § 43 Abs. 1 des zÃ¼rcherischen Gesundheitsgesetzes handeln mÃ¼sse. Dies ergibt sich aus den unterschiedlichen gesetzgeberischen Zielsetzungen, nÃ¤mlich die gesundheitspolizeilich motivierte Betriebsbewilligung gemÃ¤ss kantonalem Recht einerseits und die Zulassung als Leistungserbringer gemÃ¤ss Bundesrecht andererseits. Dem Bund kommt im Bereich der Kranken- und Unfallversicherung eine umfassende Gesetzgebungskompetenz zu, wÃ¤hrend der Ã¼brige Bereich des Gesundheitswesens weitgehend in die ZustÃ¤ndigkeit der Kantone fÃ¤llt (Art. 117 und 118 der Bundesverfassung vom 18. April 1999; vgl. zum Ganzen VGr, 15. Juni 2006, VB.2006.00060, E. 3.1 und 4.2). Das Verwaltungsgericht hat jedoch Ã¼ber die komplexen Fragen der Zulassung von Institutionen als Leistungserbringer (Art. 39 KVG) bzw. der Leistungsvoraussetzungen (Art. 7 der Krankenpflege-Leistungsverordnung vom 29. September 1995 [KLV], SR 832.112.31) nicht zu befinden, was von den Parteien auch nicht verlangt wird. SelbstverstÃ¤ndlich hat sich das Verwaltungsgericht in diesem Verfahren auch nicht zur Problematik der Subventionierung zu Ã¤ussern.</p> <p class="Erwgung1"><b>2. </b><b> </b></p> <p class="Urteilstext"><b>2.1 </b>Die Gesundheitsdirektion hielt in der VerfÃ¼gung vom 15. Juni 2006 fest, selbststÃ¤ndige Wohnformen wie Alterswohnungen oder Alterssiedlungen und Mischformen, bei denen nebst einem gÃ¤nzlich selbststÃ¤ndigen, individuellen Wohnen auch die MÃ¶glichkeit zur Benutzung der Infrastruktur und Dienstleistungsangebote eines Alters- und Pflegeheims bestehe, gehÃ¶rten nicht zu einer stationÃ¤ren Versorgung und seien somit nicht bewilligungsfÃ¤hig, selbst wenn sie im gleichen Haus wie ein Alters- und Pflegeheim oder in angrenzenden Liegenschaften untergebracht seien und vom Betreiber eines Alters- und Pflegeheims angeboten wÃ¼rden. Bei den projektierten Wohnungen handle es sich nicht um eine Form des kollektiven, sondern des individuellen, selbststÃ¤ndigen Wohnens, weshalb das Gesuch der BeschwerdefÃ¼hrerin abzuweisen sei. Es kÃ¶nnten nur TÃ¤tigkeiten der gesundheitspolizeilichen Bewilligungspflicht und der damit verbundenen gesundheitspolizeilichen Aufsicht unterworfen sein, die zu einer GefÃ¤hrdung des Publikums fÃ¼hren kÃ¶nnen. Das selbststÃ¤ndige, individuelle Wohnen in Alterswohnungen oder Alterssiedlungen bedÃ¼rfe keines solchen Schutzes.</p> <p class="Urteilstext"><b><span>2.2 </span></b><span>Die BeschwerdefÃ¼hrerin fÃ¼hrt demgegenÃ¼ber aus, die Gesundheitsdirektion vernachlÃ¤ssige den Aspekt der organisatorischen Einbindung der Appartements bzw. der rechtlichen Bindung zwischen deren Bewohnenden und dem Heim. So werde mit allen Bewohnenden eines Altersheims ein "Pensionsvertrag" abgeschlossen, welcher sich wiederum auf die Verordnung der Stadt ZÃ¼rich Ã¼ber die Aufnahme von PensionÃ¤rinnen und PensionÃ¤ren in die stÃ¤dtischen Altersheime und Ã¼ber die Taxen der stÃ¤dtischen Altersheime (Aufnahme- und Taxverordnung Altersheime, ATV AH) vom 6. November 2002 / 3. September 2003 abstÃ¼tze. Die Bewohnenden der Appartements wÃ¼rden alle gemeinschaftlichen Einrichtungen des Heims nutzen kÃ¶nnen. In den bezahlten Leistungen inbegriffen seien die Unterkunft samt periodischer Zimmerreinigung und Ã¼blichem WÃ¤scheservice, inklusive Strom, Wasser und Heizung. Die PensionÃ¤rinnen und PensionÃ¤re hÃ¤tten die Wahl, auf FrÃ¼hstÃ¼ck und Abendessen, Zimmerreinigung und WÃ¤sche zu verzichten, was zu einer Reduktion des Pensionspreises fÃ¼hre. FÃ¼r den Fall, dass ein Bewohner oder eine Bewohnerin krank oder dauernd pflegebedÃ¼rftig wÃ¼rde, biete das Heim eine umfassende Betreuung und Pflege an, sodass die Bewohnenden damit rechnen kÃ¶nnten, bis zum Tod im gleichen Heim zu leben. Die von der Gesundheitsdirektion vorgenommene Unterscheidung zwischen selbststÃ¤ndigem und unselbststÃ¤ndigem Wohnen sei angesichts des Erfordernisses nach FlexibilitÃ¤t fachlich untauglich. Die im Angebot eingeschlossenen Dienstleistungen wÃ¼rden immer die fehlende SelbststÃ¤ndigkeit ergÃ¤nzen und seien ein zentrales Element der Wohnform Altersheim der Stadt ZÃ¼rich. Die Sicherheit, die diese Heime bÃ¶ten, sei der Hauptgrund fÃ¼r den Eintritt in ein Altersheim. Vorliegend sprÃ¤chen auch die baulichen Strukturen nicht gegen eine Einbindung im Heim. Der Umstand, dass auf dem Stockwerk der Appartements keine GemeinschaftsrÃ¤ume zu finden seien, sei eine Folge der vorgefundenen baulichen Gegebenheiten und nicht die Folge einer angestrebten Individualisierung des Wohnens. Auch in anderen Altersheimen seien nicht auf allen Stockwerken GemeinschaftsrÃ¤ume vorhanden und es gebe Appartements mit Kochgelegenheiten, ohne dass die Gesundheitsdirektion darin einen Grund zur Verweigerung der Bewilligung von Pflegebetten gesehen hÃ¤tte. </span></p> <p class="Urteilstext"><b><span>2.3 </span></b><span>Die Beschwerdegegnerin stellt sich in ihrer Beschwerdeantwort erneut auf den Standpunkt, der Grund fÃ¼r die Bewilligungspflicht von Alters- und Pflegeheimen bestehe in der besonderen SchutzbedÃ¼rftigkeit der Bewohnenden, welche sich aus dem Alter, der Hilfs-, UnterstÃ¼tzungs- und PflegebedÃ¼rftigkeit infolge kÃ¶rperlicher und/oder psychischer Krankheit und altersbedingtem Abbau der kÃ¶rperlichen und geistigen KrÃ¤fte ergebe. Die Bewilligungspflicht bezwecke zudem auch den Schutz der betagten und hilfsbedÃ¼rftigen Bewohnenden vor Ausbeutung und Missbrauch durch die Angestellten der Institution, in deren Obhut und FÃ¼rsorge sie sich begeben haben. Bei einem Alters- und Pflegeheim handle es sich um eine Form des kollektiven Wohnens, die nicht â wie vorliegend â fÃ¼r ein selbststÃ¤ndiges, sondern unselbststÃ¤ndiges, gemeinschaftliches und betreutes Leben und Wohnen vorgesehen und eingerichtet sei. FÃ¼r die vorgesehenen Wohnungen bedÃ¼rfe es daher keiner Bewilligung. Zudem fehle es im betreffenden Stockwerk nicht nur an gemeinsamen AufenthaltsrÃ¤umen, sondern auch an RÃ¤umen fÃ¼r das Pflege- und Betreuungspersonal, insbesondere fÃ¼r die Aufbewahrung der Pflegedokumentation. Ein Bettenlift fehle ebenfalls, wobei die Breite der WohnungstÃ¼ren den Transport mit einem Pflegebett ohnehin nicht zuliesse. Das einzige, was in diesem Stockwerk noch darauf schliessen liesse, dass es sich um einen Teil eines Alters- und Pflegeheims handle, sei ein fÃ¼r die Installation eines Steckbeckenreinigers vorgesehener Raum. Die einzelnen Wohnungen wÃ¼rden zwar weitgehend die von der Gesundheitsdirektion an die Ausstattung von PensionÃ¤rszimmern gestellten Anforderungen gemÃ¤ss dem Merkblatt "Kriterien fÃ¼r die Erteilung einer Betriebsbewilligung gemÃ¤ss § 43 GesundheitsG fÃ¼r den Betrieb eines Alterspflege-, Pflegeheimes sowie einer Pflegewohngruppe" erfÃ¼llen, gingen aber bezÃ¼glich nicht-pflegespezifischer Ausstattung derart weit darÃ¼ber hinaus, dass die Wohnungen nicht mehr als Teil eines Kollektivhaushaltes betrachtet werden kÃ¶nnten. Bisher seien zwar vereinzelt und aus verschiedenen GrÃ¼nden PensionÃ¤rszimmer mit kleinen Kochgelegenheiten im Sinne von TeekÃ¼chen ausgestattet worden. Der Kanton ZÃ¼rich habe jedoch nie vollstÃ¤ndige KÃ¼chen, wie sie hier vorgesehen seien, in PensionÃ¤rszimmern zugelassen. BezÃ¼glich des Hinweises der BeschwerdefÃ¼hrerin, wonach auch in einem anderen Altersheim nicht auf jedem Stockwerk GemeinschaftsrÃ¤ume vorhanden seien, sei zu beachten, dass dies den der Gesundheitsdirektion vorliegenden Akten nicht zu entnehmen sei. Schliesslich sei zu berÃ¼cksichtigen, dass der Gesetzgeber beim Begriff "Alters- und Pflegeheim" von einer von Anfang an bestehenden SchutzbedÃ¼rftigkeit der Heimbewohnenden ausgegangen sei und somit von deren Einbindung in den Heimalltag. Der Gesetzgeber habe nicht an Wohneinrichtungen gedacht, in denen die Bewohnenden nach freiem Gusto autonom und individuell oder in der Gemeinschaft leben und mehr oder weniger frei Dienstleistungen der Institution in Anspruch nehmen oder darauf verzichten kÃ¶nnen. GÃ¤nzlich abzulehnen sei insbesondere eine finanzielle Beteiligung des Kantons an derartigen nicht mehr dem gesetzlich definierten Heimgedanken verpflichtenden Wohnformen durch die Ausrichtung von Subventionen.</span></p> <p class="Erwgung1"><b>3. </b> </p> <p class="Urteilstext"><b><span>3.1 </span></b><span>Wie unter ErwÃ¤gung 1 festgehalten, ist im Folgenden zu prÃ¼fen, ob die geplante Erweiterung mit den sechs Pflegebetten die Voraussetzungen erfÃ¼llt, um als "Alters- und <i>Pflegeheim" </i>qualifiziert werden zu kÃ¶nnen. GrundsÃ¤tzlich sind dieselben Kriterien massgebend, welche ein Pflegeheim zu erfÃ¼llen hat. </span></p> <p class="Urteilstext">Die Erteilung einer Betriebsbewilligung fÃ¼r ein Pflegeheim bezweckt primÃ¤r die GewÃ¤hrleistung der aus gesundheitlichen GrÃ¼nden Ã¼ber lÃ¤ngere Zeit erforderlichen adÃ¤quaten Pflege der Bewohnerinnen und Bewohner. Dabei werden als <i>"Pflegeheime"</i> Einrichtungen verstanden, die Langzeitpatienten zur Pflege, medizinischen Betreuung und Rehabilitation aufnehmen. Nach allgemeinem Sprachgebrauch sind dies die PflegefÃ¤lle, die fÃ¼r Patienten und AngehÃ¶rige meistens schwere Belastungen verursachen. WÃ¤hrend die Pflegemassnahmen, zum Beispiel die Hilfe beim Essen und Ankleiden sowie die medizinische Betreuung gemÃ¤ss Art. 25 Abs. 2 lit. a KVG zu Lasten der Versicherung gehen, mÃ¼ssen die "Hotelkosten", d.h. die Kosten fÃ¼r Unterkunft und Verpflegung in Pflegeheimen, vom Patienten getragen werden (Alfred Maurer, Das neue Krankenversicherungsrecht, Basel/Frankfurt a.M. 1996, S. 70; vgl. auch Tomas Poledna/Brigitte Berger, Ãffentliches Gesundheitsrecht, Bern 2002, N. 481, 485; zur Definition "Pflegeheim" vgl. Art. 39 Abs. 3 KVG sowie Botschaft Ã¼ber die Revision der Krankenversicherung vom 6. November 1991, BBl 1992 I 166, 186). Als <i>"SpitÃ¤ler"</i> werden dagegen Anstalten oder deren Abteilungen bezeichnet, die der stationÃ¤ren Behandlung akuter Krankheiten oder der stationÃ¤ren DurchfÃ¼hrung von Massnahmen der medizinischen Rehabilitation dienen (Art. 39 Abs. 1 KVG). Unter <i>"Altersheimen"</i> versteht man Heime, die der dauernden Unterbringung, Verpflegung und persÃ¶nlichen Betreuung von Betagten dienen, wÃ¤hrend <i>"Alters- und Pflegeheime"</i> Altersheime sind, welche zusÃ¤tzlich Pflegebetten fÃ¼r stark pflegebedÃ¼rftige Langzeitpatientinnen und Langzeitpatienten fÃ¼hren (vgl. § 1 des Gesetzes Ã¼ber die Beitragsleistungen des Staates fÃ¼r Altersheime sowie Heime, EingliederungsstÃ¤tten und WerkstÃ¤tten fÃ¼r Invalide vom 4. MÃ¤rz 1973, LS 855.1; vgl. auch kantonsrÃ¤tliche Interpellation zur Aufsicht Ã¼ber geriatrische Heime, KR-Nr. 284/1999, RRB 1896/1999). </p> <p class="Urteilstext">Bis vor dem 1. Januar 2003 erteilte die Direktion fÃ¼r Soziales und Sicherheit bzw. das Sozialamt (heutige Bezeichnung: Sicherheitsdirektion, Kantonales Sozialamt) die Bewilligung zum Betrieb von privaten Altersheimen. Alters- und Pflegeheime bedurften zusÃ¤tzlich einer Bewilligung der Gesundheitsdirektion. Per 1. Januar 2003 sind aus verfahrensÃ¶konomischen GrÃ¼nden § 9 lit. c des Sozialhilfegesetzes vom 14. Juni 1981 (SHG) und § 43 Abs. 1 GesundheitsG dahingehend abgeÃ¤ndert worden, dass nunmehr auch die Erteilung der Bewilligungen zum Betrieb von Altersheimen in die alleinige Kompetenz der Gesundheitsdirektion fÃ¤llt (vgl. Weisung des Regierungsrates vom 14. November 2001 betreffend das Gesetz Ã¼ber die Ãnderung des Sozialhilfe- und Gesundheitsgesetzes, ABl 2001, S. 1792, 1799). An der Definition der Begriffe "Altersheim" und "Alters- und Pflegeheim" hat sich deswegen aber nichts geÃ¤ndert. So wurden schon in der frÃ¼heren Fassung des Gesundheitsgesetzes die Pflegeabteilungen in Altersheimen unter dem Titel "Die KrankenhÃ¤user" aufgefÃ¼hrt (vgl. § 39 Abs. 2 GesundheitsG). Somit sind mit "Alters- und Pflegeheimen" wie erwÃ¤hnt Institutionen gemeint, welche den Charakter eines Krankenhauses haben bzw. im Bedarfsfall haben kÃ¶nnen, was klarerweise bei den auf die stationÃ¤re Pflege von stark pflegebedÃ¼rftigen betagten Patientinnen und Patienten ausgerichteten Abteilungen der Fall ist. Altersheime als solche fallen dagegen nicht unter den Begriff "Krankenhaus", obwohl die Erteilung von Bewilligungen fÃ¼r den Betrieb der Ersteren neuerdings ebenfalls Sache der Gesundheitsdirektion ist (§ 43 Abs. 1 GesundheitsG). Keiner gesundheitspolizeilichen Betriebsbewilligung bedÃ¼rfen hingegen auf weitgehend selbststÃ¤ndiges Wohnen ausgerichtete <i>"Alterswohnungen" </i>und <i>"Alterssiedlungen".</i> Diese gehÃ¶ren denn auch nicht zu den KrankenhÃ¤usern bzw. Pflegeheimen (Brigitte Pfiffner-Rauber, Das Recht auf Krankheitsbehandlung und Pflege, ZÃ¼rich etc. 2003, S. 243). Auch in der Einleitung der ZÃ¼rcher Pflegeheimliste vom 3. Dezember 1997 (RRB 2609/1997) ist ausdrÃ¼cklich festgehalten, Pflegeheime seien insbesondere Krankenheimabteilungen an SpitÃ¤lern, Krankenheime, Pflegewohngrupppen und Altersheime mit Pflegeangebot, nicht aber Alterswohnungen und Alterssiedlungen. Pflegeheime sollen lediglich diejenigen Patientinnen und Patienten aufnehmen, deren Betreuung mit Hilfe von ambulanten oder teilstationÃ¤ren Einrichtungen nicht mehr mÃ¶glich bzw. unwirtschaftlich sei.</p> <p class="Urteilstext">Nachfolgend ist bezÃ¼glich der innerhalb des Altersheims B geplanten Appartements auf die Frage der Grenzziehung zwischen eigentlichen Alterswohnungen einerseits und Alters- und PflegeheimunterkÃ¼nften andererseits nÃ¤her einzugehen.</p> <p class="Urteilstext"><b>3.2 </b>Die fÃ¼nf auf einem eigenen Stockwerk geplanten Appartements Ã 43.4, 26.2, zweimal 41.9 und 53.7 m<sup><span>2</span></sup> mit EinfrontenkÃ¼chen ermÃ¶glichen ein weitgehend selbststÃ¤ndiges Wohnen ohne Inanspruchnahme der gemeinschaftlichen Einrichtungen bzw. Angebote des Altersheims B. Daran Ã¤ndert auch nichts, dass die Bewohnenden vertraglich (nur) auf das FrÃ¼hstÃ¼ck und Abendessen verzichten kÃ¶nnen oder, anders ausgedrÃ¼ckt, das Heimmittagessen im Preis stets inbegriffen ist. FÃ¼r eine individuelle Wohnform spricht auch, dass die Bewohnenden der Appartements auf Zimmerreinigung und WÃ¤scheservice verzichten kÃ¶nnen, was zu einer Reduktion der Kosten fÃ¼hrt. Dies lÃ¤sst die Appartements mehr als eigentliche Alterswohnungen denn als Alters- und PflegeheimunterkÃ¼nfte erscheinen. Andererseits erlauben die stÃ¤dtischen Altersheime die Inanspruchnahme der erwÃ¤hnten so genannten Wahlleistungen, auch "Dienstleistungen Ã la carte" genannt, genauso allen Ã¼brigen PensionÃ¤rinnen und PensionÃ¤ren, sofern das betreffende Heim Ã¼ber eine entsprechende Infrastruktur verfÃ¼gt (vgl. Art. 5 Abs. 1 und 6 Abs. 1 ATV AH). Zudem ist unbestritten, dass die Wohnungen fÃ¼r sich betrachtet die im Merkblatt der Gesundheitsdirektion aufgefÃ¼hrten "Kriterien fÃ¼r die Erteilung einer Betriebsbewilligung gemÃ¤ss § 43 GesundheitsG fÃ¼r den Betrieb eines Alterspflege-, Pflegeheims sowie einer Pflegewohngruppe" weitgehend erfÃ¼llen, wenn auch nach Ansicht der Beschwerdegegnerin nicht in optimaler Form, worauf noch zurÃ¼ckzukommen ist. Letztere UmstÃ¤nde lassen die Appartements wiederum als mit anderen bewilligten Alters- und PflegeheimunterkÃ¼nften vergleichbar erscheinen. Diese mÃ¶glichen AnknÃ¼pfungsmomente widersprechen sich aber und haben entsprechend zur Meinungsverschiedenheit zwischen den Parteien gefÃ¼hrt: Die BeschwerdefÃ¼hrerin stellt sich auf den Standpunkt, die geplanten Appartements seien durchaus mit anderen Alters- und PflegeheimunterkÃ¼nften vergleichbar, was zu einer Bewilligung der beantragten Pflegebetten fÃ¼hren mÃ¼sse, wÃ¤hrend die Beschwerdegegnerin die MÃ¶glichkeit der weitgehenden Selbstbestimmung der Bewohnenden als Kriterium fÃ¼r die gegenteilige Auffassung heranzieht. Beide Argumentationen erweisen sich jedoch fÃ¼r eine Grenzziehung als wenig hilfreich, kÃ¶nnen sie doch zu unbilligen Ergebnissen fÃ¼hren. WÃ¼rde nÃ¤mlich der von der BeschwerdefÃ¼hrerin vertretene Standpunkt unbesehen Ã¼bernommen, hÃ¤tte dies zur Folge, dass Alterswohnungen und Alterssiedlungen ohne weiteres zu Pflegeheimen mutieren kÃ¶nnten, sobald sie bezÃ¼glich Ausstattung den entsprechenden Kriterien gemÃ¤ss dem erwÃ¤hnten Merkblatt weitgehend genÃ¼gen und mehr oder weniger mit einem Alters- und Pflegeheim verbunden sind. Dies war so aber nicht die Absicht des Gesetzgebers und dÃ¼rfte auch nicht der Meinung der BeschwerdefÃ¼hrerin entsprechen. So wurden beispielsweise die Wohnungen fÃ¼r betagte Einwohner der Stadt ZÃ¼rich der Stiftung WohnungsfÃ¼rsorge auf dem Areal "C" im Quartier ZÃ¼rich vom Stadtrat klarerweise als "Alterssiedlung" qualifiziert, und dies trotz direkter Beziehung zum Altersheim C, dessen Dienstleistungen auch die Mieterschaft der Alterssiedlung in Anspruch nehmen kann (vgl. die entsprechende Weisung des Stadtrates an den Gemeinderat vom 16. Mai 1979, S. 7 f.). Der kantonale Gesetzgeber ging beim Begriff "Pflegeheim" ohnehin primÃ¤r von der Aufnahme von stark pflegebedÃ¼rftigen Langzeitpatientinnen und -patienten aus, was sich schon aus dem Gesetzestext klar ergibt (vgl. § 1 Abs. 2 des Gesetzes Ã¼ber die Beitragsleistungen des Staates fÃ¼r Altersheime sowie Heime, EingliederungsstÃ¤tten und WerkstÃ¤tten fÃ¼r Invalide). Nun aber mÃ¼ssen nach der heutigen Bewilligungspraxis der Gesundheitsdirektion auch in einem Altersheim nicht mehr eigentliche Pflegeabteilungen ausgeschieden werden, sondern es kÃ¶nnen sÃ¤mtliche Zimmer eines Alters- und Pflegeheims bzw. die darin befindlichen Betten als Pflegebetten bewilligt und somit bei entsprechender PflegebedÃ¼rftigkeit der Bewohnenden fÃ¼r die Pflege benutzt und die darin erbrachten Leistungen als Krankenpflegeleistungen im Sinn von Art. 7 KLV verrechnet werden. Diese dadurch entstandene Relativierung des Begriffs "Alters- und Pflegeheim" hat aus GrÃ¼nden der Rechtsgleichheit zur Folge, dass auch in Bezug auf die Appartements eine differenziertere Betrachtungsweise anzuwenden ist, weshalb der Grad der EigenstÃ¤ndigkeit der Bewohnenden fÃ¼r eine Grenzziehung ebenfalls nicht taugt. </p> <p class="Urteilstext">Beim Begriff "Alters- und Pflegeheim" wird wie dargelegt nicht mehr eine von Anfang an bestehende schwere Gebrechlichkeit der Bewohnenden assoziiert. Vielmehr ist allgemein Ã¼blich und anerkannt, dass gesunde, selbststÃ¤ndige Betagte aus diversen GrÃ¼nden den Umzug in ein Alters- und Pflegeheim anstreben, wobei der Gedanke, spÃ¤ter allenfalls pflegebedÃ¼rftig zu werden und sich so die erforderliche Pflege in der vertrauten Umgebung zu sichern, ein wichtiger Aspekt ist, lÃ¤sst sich doch der weitere gesundheitliche Verlauf in der Regel nicht vorhersehen. Das Problem eines kontinuierlich verlaufenden Prozesses stellt sich erst recht beim Eintritt einer PflegebedÃ¼rftigkeit: PflegebedÃ¼rftige leiden meistens an mehreren Gebrechen (MultimorbiditÃ¤t) und die PflegebedÃ¼rftigkeit steigt in der Regel wÃ¤hrend der Dauer des Heimaufenthalts. Die PflegebedÃ¼rftigen durchlaufen wÃ¤hrend ihrer Hospitalisation in der Regel immer verschiedene Pflegestufen. Verlegungen von Patientinnen und Patienten sind zumeist menschlich problematisch bzw. belastend und daher grundsÃ¤tzlich zu vermeiden. Die Heime sollen in der Lage sein, die PflegebedÃ¼rftigen Ã¼ber alle Stufen hinweg bis zum Tode zu betreuen. Die strukturelle Verteilung der Pflegestufen Ã¤ndert deshalb in den Heimen naturgemÃ¤ss laufend. Stirbt ein Heimbewohner nach langer und zunehmender PflegebedÃ¼rftigkeit, nimmt in der Regel ein LeichtpflegebedÃ¼rftiger seinen Platz ein. Die Gesamtbettenzahl in einem Heim darf deshalb nicht nach Pflegestufen unterteilt werden (Pflegeheimliste, RRB 2609/1997, E. B.2). Diese strukturelle Problematik betrifft selbstredend auch Alters- und Pflegeheime, allerdings noch verstÃ¤rkt, muss doch beim Eintritt einer betagten Person noch keineswegs ein Pflegefall vorliegen. Entsprechend sieht auch Art. 1 Abs. 1 ATV AH vor, dass in die stÃ¤dtischen Altersheime Personen aufgenommen werden, die in der Regel selbststÃ¤ndig sind, den Tag eigenstÃ¤ndig gestalten kÃ¶nnen und in der Lage sind, in der Gemeinschaft zu leben. Die anfÃ¤ngliche SelbststÃ¤ndigkeit kann allerdings kontinuierlich in einen vorerst leichten und dann immer schwereren Pflegefall mutieren, welchem Umstand die Institution "Alters- und Pflegeheim" Rechnung trÃ¤gt. </p> <p class="Urteilstext">Nachdem der Eintritt in ein Alters- und Pflegeheim nicht eine von Anfang an bestehende PflegebedÃ¼rftigkeit voraussetzt, sondern im Gegenteil die EigenstÃ¤ndigkeit der Heimbewohnenden hervorgehoben wird, was gesundheitspolitisch auch Sinn macht, geht es wie ausgefÃ¼hrt nicht an, bezÃ¼glich der Bewohnenden der fÃ¼nf Appartements diesbezÃ¼glich einen anderen Massstab anzuwenden und gerade deren mÃ¶gliche EigenstÃ¤ndigkeit als Kriterium fÃ¼r die Verweigerung der Bewilligung der sechs beantragten Pflegebetten heranzuziehen. So verfÃ¼gen auch andere UnterkÃ¼nfte in Alters- und Pflegeheimen anerkanntermassen Ã¼ber Kochnischen. Auf alle FÃ¤lle dÃ¼rfte der Umstand, dass ein Zimmer, Studio oder Appartement "nur" Ã¼ber eine Kochnische, ein anderes dagegen Ã¼ber eine voll ausgebaute KÃ¼che verfÃ¼gt, fÃ¼r die Beurteilung der darin stehenden Betten als "Pflegebetten" nicht allein ausschlaggebend sein. Vielmehr muss primÃ¤r das <i>Mass der Einbindung </i>einer Unterkunft â sei es ein Zimmer oder so genanntes Studio oder Appartement â in das Alters- und Pflegeheim und insbesondere in dessen Pflegeinfrastruktur entscheidend sein, wÃ¤hrend die zumindest anfÃ¤ngliche SelbststÃ¤ndigkeit der Bewohnenden und der Ausstattungskomfort der UnterkÃ¼nfte fÃ¼r die hier interessierende Grenzziehung eher in den Hintergrund tritt. </p> <p class="Urteilstext">Vorliegend sind die fraglichen fÃ¼nf Appartements und die damit beantragten sechs Pflegebetten wie erwÃ¤hnt auf einem eigenen Stockwerk separiert und nicht etwa im Heim verstreut in unmittelbarer Nachbarschaft zu anderen Zimmern. Den Ursachen fÃ¼r diese Planung braucht an dieser Stelle nicht weiter nachgegangen zu werden. Tatsache ist aber, dass dieses Konzept zu einer erheblichen Trennung der Appartements und somit der darin untergebrachten PflegebedÃ¼rftigen von der gemeinschaftlichen heimspezifischen Pflegeinfrastruktur, beispielsweise einem Stationszimmer fÃ¼r das Personal, fÃ¼hrt. Ãblicherweise befinden sich solche RÃ¤umlichkeiten und die notwendigen Utensilien in der NÃ¤he der Patientenzimmer. Dass sich die Pflegenden, abgesehen von der Benutzung eines im Bedarfsfall zu installierenden Steckbeckenreinigers, fÃ¼r die meisten potenziellen Pflegeaktionen, welche den Zugriff auf die gemeinschaftlichen Pflegeeinrichtungen erfordern, auf ein anderes Stockwerk begeben mÃ¼ssen, entspricht jedoch nicht den Ã¼blichen Gepflogenheiten bei der Pflege von pflegebedÃ¼rftigen betagten Personen, schon gar nicht von schwer PflegebedÃ¼rftigen. Diese UmstÃ¤nde haben naturgemÃ¤ss auch zur Folge, dass sich das Pflegepersonal fast immer auf einem anderen Stockwerk aufhÃ¤lt, was die Separierung vom Ã¼brigen Alters- und Pflegeheim noch verstÃ¤rkt. Schliesslich ist auch festzuhalten, dass die geplanten TÃ¼rbreiten zu den Appartements und den AufzÃ¼gen fÃ¼r die Passierung mit einem Pflegebett zu schmal sind respektive nicht taugen, was bei der rÃ¤umlichen Absonderung der Appartements vom Ã¼brigen GebÃ¤ude besonders nachteilig ist. Gerade bei solchen Bedingungen mÃ¼sste ein Bettentransport umso mehr gewÃ¤hrleistet sein. Dies musste denn auch der BeschwerdefÃ¼hrerin aus anderen Projekten bekannt sein. So wurde beim Neubau des Altersheims C seitens der Direktion der Ã¶ffentlichen Bauten des Kantons ZÃ¼rich darauf hingewiesen, dass die EingangstÃ¼ren der Leichtpflegezimmer eine TÃ¼rbreite von 120 cm (ev. mit Beistoss) aufzuweisen hÃ¤tten. Gesamthaft betrachtet erscheinen die fÃ¼nf Appartements somit als von den Ã¼brigen HeimunterkÃ¼nften erheblich abgegrenzt, was sich insbesondere beim Eintritt eines Pflegefalls entsprechend negativ auswirkt. Gerade diese sich auf PflegefÃ¤lle negativ auswirkenden Faktoren lassen aber die Appartements nicht mehr als mit den Ã¼brigen PensionÃ¤rsunterkÃ¼nften, sondern vielmehr als mit Alterswohnungen vergleichbar erscheinen. Daran Ã¤ndert auch nichts, dass sich die Appartements im selben GebÃ¤udekomplex wie die Ã¼brigen UnterkÃ¼nfte befinden. Solche Situationen sind durchaus Ã¼blich. Entsprechend verfÃ¼gen auch andere Betriebe Ã¼ber bewilligte Heim- und PflegeplÃ¤tze sowie Ã¼ber nicht bewilligte Wohnungen.</p> <p class="Urteilstext">Zusammenfassend ist festzuhalten, dass die sechs Betten in den fÃ¼nf Appartements nicht als bewilligungspflichtige Pflegebetten zu qualifizieren sind, ist doch der pflegerische Aspekt trotz relativ guter Ausstattung der einzelnen Wohnungen â sie verfÃ¼gen Ã¼ber einen Schwesternruf und rollstuhlgÃ¤ngige Toiletten â in Bezug auf die Einbettung ins Alters- und Pflegeheim und insbesondere in die gemeinschaftliche Pflegeinfrastruktur ungenÃ¼gend. Zu einem vollstÃ¤ndigen Pflegekonzept wÃ¼rde zudem die einfachere Erreichbarkeit der Ã¼brigen oder zumindest einzelner GemeinschaftsrÃ¤ume gehÃ¶ren, welche hier allesamt nur via Lift bzw. Treppen zugÃ¤nglich sind. Die sich stellenden Schwierigkeiten, beispielsweise die Notwendigkeit des Transports eines schwer PflegebedÃ¼rftigen mit einer Bahre, erweisen sich als schwerwiegend und sind mit einem "Alters- und Pflegeheim" im Sinn des Gesetzgebers nicht mehr vereinbar. </p> <p class="Erwgung1"><b>4. </b> </p> <p class="Urteilstext">Demnach ist die Beschwerde abzuweisen. Die Gerichtskosten sind der unterliegenden BeschwerdefÃ¼hrerin aufzuerlegen (§ 70 in Verbindung mit § 13 Abs. 2 VRG). </p> <p class="Urteilstext">Der obsiegenden Beschwerdegegnerin ist keine EntschÃ¤digung zuzusprechen. Die Beantwortung von Rechtsmitteln gehÃ¶rt mit zu ihrem angestammten Aufgabenbereich, was eine ParteientschÃ¤digung zu ihren Gunsten zwar nicht von vornherein ausschliesst, jedoch nur dann als gerechtfertigt erscheinen lÃ¤sst, wenn die Beschwerdeantwort mit einem ausserordentlichen Aufwand verbunden war (Alfred KÃ¶lz/JÃ¼rg Bosshart/Martin RÃ¶hl, Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons ZÃ¼rich, 2. A., ZÃ¼rich 1999, § 17 N. 19, mit Hinweisen). Diese Voraussetzungen sind hier nicht erfÃ¼llt. </p> <p class="Einzug1"><span>DemgemÃ¤ss </span><span><a id="Text25"></a>entscheidet</span><span> </span><span>die Kammer</span><span>:</span></p> <p class="Einzug2"><span>1. Die Beschwerde wird abgewiesen.</span></p> <p class="Einzug2"><span>2. Die GerichtsgebÃ¼hr wird festgesetzt auf <br/> Fr. 3'000.--; die Ã¼brigen Kosten betragen:<br/> Fr. 60.-- Zustellungskosten,<br/> Fr. 3'060.-- Total der Kosten.</span></p> <p class="Einzug2"><span>3. Die Gerichtskosten werden der BeschwerdefÃ¼hrerin auferlegt.</span></p> <p class="Einzug2"><span>4. Es wird keine ParteientschÃ¤digung zugesprochen.</span></p> <p class="Urteilstext">5. Mitteilung an â¦</p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>