B u n d e s v e rw a l t u n g s g e r i ch t T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i f f éd é r a l T r i b u n a l e am m i n i s t r a t i vo f e d e r a l e T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i v fe d e r a l Abteilung IV D-6041/2013 U r t e i l v o m 12 . N o v e m b e r 2 0 1 3 Besetzung Einzelrichter Fulvio Haefeli, mit Zustimmung von Richter Gérard Scherrer; Gerichtsschreiber Gert Winter. Parteien A._______, geboren (…), alias A._______, geboren (…), Mazedonien, vertreten durch lic. iur. Pascale Bächler, (…), Beschwerdeführerin, gegen Bundesamt für Migration (BFM), Quellenweg 6, 3003 Bern, Vorinstanz. Gegenstand Asyl und Wegweisung; Verfügung des BFM vom 20. September 2013 / N . D-6041/2013 Seite 2 Sachverhalt: A. A.a Eigenen Angaben zufolge verliess die Beschwerdeführerin ihren Heimatstaat am 10. September 2011 auf dem Luftweg und gelangte gle i- chentags in die Schweiz, wo sie am 18. November 2011 im Empfangs - und Verfahrenszentrum (EVZ) M._______ ein Asylgesuch stellte. Anläss- lich der Befragung vom 6. Dezember 2011 zur Person (BzP) im EVZ M._______ sowie der direkten Anhörung vom 26. April 2012 durch das BFM machte die Beschwerdeführerin zur Begründung ihres Asylgesuchs im Wesentlichen geltend, sie sei Albanerin und stamme aus N._______ (Gemeinde Skopje), wo sie von Geburt an bis zur Ausreise gelebt habe. Als sie 15-jährig gewesen sei, habe ihr damaliger Freund sie vergewaltigt. In der Folge habe ihre Familie sie geschlagen, woraufhin sie einen Sui- zidversuch unternommen habe und in der Folge in ein Krankenhaus g e- bracht worden sei . Dort habe sie einen Mann namens B._______ aus O._______ kennengelernt, der ihr geholfen habe. Danach sei sie nach Hause zurückgekehrt und habe neben dem Schulbesuch in einem S u- permarkt gearbeitet und se i so auch für den Unterhalt ihrer Eltern aufg e- kommen. Im Jahre 2007 habe ihre Familie sie mit einem älteren Mann verheiraten wollen. Sie habe sich jedoch geweigert und sei deswegen von den Eltern und ihrem Bruder geschlagen worden. Daraufhin sei sie geflüchtet und an der Bushaltestelle von Unbekannten verprügelt worden. Mit Hilfe von Passanten sei sie mit dem Bus nach Skopje gefahren. Sie habe in den Fluss springen wollen, doch hätten unbekannte Leute sie da- von abgehalten und ins Spital gebracht. Sie habe B._______ angerufen, welcher ihr wieder geholfen habe. Kurze Zeit danach sei sie von einem Auto angefahren worden, weil sie wegen ihrer Depressionen beim Über- queren der Strasse nicht auf den Verkehr geachtet habe. Aus diesem Grund habe sie sich erneut mediz inisch versorgen lassen müssen. Im Sommer 2007 habe ihre Familie sie zu Verwandten in die Schweiz g e- schickt, um (mehr) Geld zu verdienen. Sie habe aber nicht arbeiten dür- fen und nach drei Monaten wieder zu ihrer Familie zurückkehren müssen. Im Jahre 2009 h abe sie die Schule mit der Matura abgeschlossen, o b- schon sie in jener Zeit auch einer Arbeitstätigkeit nachgegangen sei. A n- no 2010 sei ihr Bruder nach Genf gefahren und habe sich einige Zeit dort aufgehalten. Vermutlich habe e r dort Verbrechen begangen. Es seien nämlich Ende 2010 erstmals maskierte Männer zu ihnen nach Hause g e- kommen und hätten von ihrem Vater 50'000 Euro verlangt. Die Männer seien insgesamt dreimal gekommen. Ihr Bruder kenne wohl diese Männer und schulde ihnen Geld. Sie hätte entweder für die Geldsumme aufkom-D-6041/2013 Seite 3 men oder mit den Männern mitgehen sollen. Ihr Vater habe kein Geld ge- habt und der Forderung der Männer nichts entgegengesetzt. Im April 2011 sei es ihr gelungen, einen entfernten Verwandten namens C._______, der in M._______ lebe, anzurufen und ihn um Hilfe zu bi tten. Sie hätten sich anlässlich eines Besuchs in Serbien getroffen. Später ha- be er i hr Geld für die Reise geschickt. A m 18. Juni 2011 sei sie in die Schweiz gereist. Aufgrund von Gesprächen in der Frauenberatungsstelle in M._______ sei sie im September 2011 für wenige Tage nach Skopje zurückgekehrt, um Unterlagen über die medizinischen Behandlungen zu holen. A.b Zur Untermauerung ihrer Vorbringen reichte die Beschwerdeführerin ihren mazedonischen Reisepass sowie mehrere medizinische Unterlagen aus den Jahren 2005 und 2007 zu den Akten. A.c Mit Eingabe vom 25. September liess die Rechtsvertretung dem BFM einen ärztlichen Bericht zukommen, wonach bei der Beschwerdeführerin eine posttraumatische Belastungsstörung diagnostiziert worden sei u nd man sie vom 5. – 9. Juni 2012 hospitalisiert habe. A.d Mit Schreiben vom 5. Februar 2013 stellte die Rechtsvertretung dem BFM einen ärztlichen Bericht vom 29. Januar 2013 zu. Darin wird der Be- schwerdeführerin eine depressive Störung, eine gegenwärtig mittel gradi- ge depressive Episode sowie eine posttraumatische Belastungsstörung attestiert und darauf verwiesen, dass eine Weiterführung der ambulanten Psychotherapie in der Schweiz indiziert sei. B. Mit Verfügung vom 20. September 2013 – eröffnet am 23. September 2013 – lehnte das BFM das Asylgesuch ab und ordnete die Wegweisung der Beschwerdeführerin aus der Schweiz sowie den Wegweisungsvollzug an. Zur Begründung machte das BFM im Wesentlichen geltend, die B e- schwerdeführerin habe vorgebracht, unbekannte Männer, di e ihren Br u- der hätten belangen wollen, hätten im November 2010 von ihrem Vater Geld verlangt. Da ihr Vater den geforderten Betrag nicht habe bezahlen können, hätten die Männer damit gedroht, sie mitzunehmen. Diesbezü g- lich habe sich die Beschwerdeführerin i ndessen widersprüchlich und u n- logisch geäussert. So habe sie zu Beginn der Anhörung vorgebracht, sie wisse nicht, was ihr Bruder genau gemacht habe, später hingegen ausge- führt, ihr Bruder habe von den Mafiosi Drogen erhalten und diese ohne deren Zustimmung für 27'000 Euro verkauft. Daher müsse er den Mä n-D-6041/2013 Seite 4 nern 50'000 Euro Strafgeld bezahlen. Ausserdem bringe die Beschwerde- führerin vor, ihr Bruder habe von ihr verlangt, mit den Männern zu gehen, um ihm zu helfen. Sie habe aber auch geltend gemacht, sie habe ke inen Kontakt zu ihrem Bruder gehabt. Des Weiteren sei es nicht nachvollzie h- bar, dass der Bruder trotz der Bedrohung durch die Männer auch nach der Geldforderung wieder zu Hause gewesen sein solle. Ausserdem habe die Beschwerdeführerin geltend gemacht, ihr Vater sei bereits beim er s- ten Besuch der Männer auf deren Forderung eingegangen. Trotz dieser Einwilligung und der damit verbundenen Bedrohung, von den Männern entführt zu werden, habe sich die Beschwerdeführerin weiterhin zu Hause aufgehalten. Erfahrungsgemäss setzten aber Personen in ähnlichen Sit u- ationen alles daran, um sich dem Einflussbereich möglicher Entführer zu entziehen. Das Verhalten der Beschwerdeführerin sei insoweit noch we- niger nachvollziehbar, als sie auch geltend gemacht habe, sie sei von den Männern aus einem Auto heraus beschattet worden. Schliesslich habe sich die Beschwerdeführerin auch widersprüchlich über die Anzahl der Besuche der Männer geäussert. So habe sie dem BFM gegenüber ge l- tend gemacht, sie seien dreimal gekommen. In der Befra gung durch das Migrationsamt M._______ vom 4. Oktober 2011 habe sie demgegenüber erklärt, die Männer seien vier - bis fünfmal gekommen, sicher einmal im Monat. Aufgrund dieser unglaubhaften Darstellung könne die geltend g e- machte Bedrohung, die zur Ausreise der Beschwerdeführerin geführt h a- ben solle, nicht geglaubt werden. Die Beschwerdeführerin habe geltend gemacht, im Jahre 2005 von ihrem damaligen Freund vergewaltigt worden zu sein. Danach habe sie mehr e- re Auseinandersetzungen mit ihren Eltern gehabt, wo bei diese sie meh r- fach geschlagen und ausgenutzt hätten. So schwerwiegend und schmerzhaft diese Ereignisse und Umstände auch gewesen sein mögen, so lägen sie doch zu weit zurück, um einen engen Kausalzusammenhang zwischen Verfolgung und Flucht zu begründen . Es lägen auch keine A n- haltspunkte dafür vor, dass die Beschwerdeführerin zum Zeitpunkt der Ausreise aufgrund dieser Vorkommnisse noch asylbeachtliche Nachteile zu gewärtigen gehabt hätte. Die eingereichten medizinischen Berichte, ausgestellt in den Jahren 2005 bis 2007, beträfen ärztliche Behandlungen der Beschwerdeführerin wegen Hirnerschütterungen und Prellungen. Sie bestätigten die geltend gemachten Vorfälle und die damit verbundenen Verletzungen, vermöchten indessen an der obigen Einschätzung nichts zu ändern. Es müsse in diesem Zusammenhang darauf hingewiesen werden, dass D-6041/2013 Seite 5 es sich bei den genannten Vorbringen um Übergriffe durch Drittpersonen handle, die nur dann Asylrelevanz entfalten könnten, wenn der Staat sei- ner Schutzpflicht nicht nachkomme oder nicht in der Lage sei, Schutz zu gewähren. Da es aber dem Vorbringen am geforderten Kausalzusa m- menhang mangle, müsse nicht weiter abgeklärt werden, ob der erforderli- che staatliche Schutz gewährt worden sei oder nicht. Es bleibe allerdings festzuhalten, da ss der mazedonische Staat derartige Übergriffe grun d- sätzlich weder billige noch unterstütze. Dementsprechend hielten diese Vorbringen den Anforderungen an die Flüchtlingseigenschaft gemäss Art. 3 des Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 (AsylG, SR 142.31) nicht stand. Demzufolge erfülle sie die Flüchtlingseigenschaft nicht, weshalb das Asylgesuch abzulehnen sei. Was die Zumutbarkeit des Wegweisungsvollzugs anbelange, so sprächen weder die im Heimatstaat der Beschwerdeführerin herrschende politische Situation noch andere Gründe gegen die Rückführung in den Heima t- staat. Es handle sich bei ihr um eine junge, gut ausgebildete Frau, die sowohl über den Abschluss einer höheren Schule verfüge als auch über Arbeitserfahrungen. Was ihre gesundheitliche Verfassung anbelange, so gehe aus dem Arz t- bericht vom 29. Januar 2013 hervor, dass sie an einer depressiven Stö- rung und einer posttraumatischen Belastungsstörung leide und deswegen in einer psychotherapeutischen Behandlung sei. Hierzu sei festzuhalten, dass psychiatrische und psychotherapeutische Behandlungen in den grösseren Städten Mazedoniens in verschiedenen Kliniken angeboten würden. Die von der Beschwerdeführer in benötigte Unterstützung mittels einer Gesprächstherapie sei somit gewährleistet, wenn auch die med izi- nischen Strukturen und psychotherapeutischen Therapien das Niveau der Schweizer Einrichtungen nicht erreichten. Die Beschwerdeführerin bringe auch vor, sie könne aufgrund der früheren Erlebnisse nicht zu ihrer Fam i- lie zurückkehren. Da indessen die Bedrohungen, welche zur Flucht g e- führt haben sollen, nicht geglaubt werden könnten, seien an diesem Ei n- wand Zweifel anzubringen. Sollte die Beschwerdeführerin aber nicht bei ihren Familienangehörigen unterkommen oder von ihnen unterstützt we r- den können, so sei davon auszugehen, dass sie über Kontakte zu ande- ren Bezugspersonen verfüge, die ihr bei einer Rückkehr behilflich sein könnten. Ausserdem gebe es in Skopje Schutzeinrichtungen für Frauen, die grundsätzlich allen schutzbedürftigen Frauen aus sämtlichen ethni- schen Gruppen zur Verfügung stünden. Ausserdem bestünden Zentren in Skopje, Stip und Tetovo, welche kostenlose professionelle Beratung und D-6041/2013 Seite 6 Unterstützung im Bereich der häuslichen Gewalt anböten. Schliesslich stellten blosse soziale und wirtschaftliche S chwierigkeiten, wie namentlich der Mangel an Wohnungen und Arbeitsplätzen, von denen die ansässige Bevölkerung betroffen sei, keine existenzbedrohende Sit u- ation dar, welche den Wegwe isungsvollzug in den Heimatstaat als unz u- mutbar erscheinen liesse n, weshal b auch allfällige wirtschaftliche Rei n- tegrationsschwierigkeiten dem Vollzug nicht entgegenstünden. C. Mit Beschwerde vom 23. Oktober 2013 liess die Beschwerdeführerin die nachfolgend aufgeführten Rechtsbegehren stellen: Die Verfügung des BFM vom 20. Septembe r 2013 sei aufzuheben und die Flüchtlingseigen- schaft festzustellen. Es sei ihr in der Schweiz Asyl zu gewähren. Eventua- liter sei festzustellen, dass der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig re- spektive nicht zumutbar sei, weshalb der Aufenthalt im Rahmen einer vor- läufigen Aufnahme in der Schweiz zu regeln sei. Der Beschwerdeführerin sei die unentgeltliche Rechtspflege zu bewilligen und auf die Erhebung eines Kostenvorschusses zu verzichten. Auf die Be gründung der Beschwerdeschrift wird, soweit wesentlich, in den nachfolgenden Erwägungen eingegangen. Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 1. 1.1 Gemäss Art. 31 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (VGG, SR 173.32) beurteilt das Bundesver waltungsgericht Beschwerden gegen Verfügungen nach Art. 5 des Verwaltungsverfahrensgesetzes vom 20. Dezember 1968 (VwVG, SR 172.021). Das BFM gehört zu den B e- hörden nach Art. 33 VGG und ist daher eine Vorinstanz des Bundesve r- waltungsgerichts. Eine das Sach gebiet betreffende Ausnahme im Sinne von Art. 32 VGG liegt nicht vor. Das Bundesverwaltungsgericht ist daher zuständig für die Beurteilung der vorliegenden Beschwerde und entsche i- det auf dem Gebiet des Asyls endgültig , ausser bei Vorliegen eines Au s- lieferungsersuchens des Staates, vor welchem die beschwerdeführende Person Schutz sucht (Art. 105 AsylG; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des Bundesge- richtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]). Eine solche Aus- nahme im Sinne von Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG liegt nicht vor, weshalb das Bundesverwaltungsgericht endgültig entscheidet. D-6041/2013 Seite 7 1.2 Die Beschwerde ist frist - und formgerecht eingereicht. Die Beschwer- deführerin hat am Verfahren vor der Vorinstanz teilgenommen, ist durch die angefochtene Verfügung besonders berührt und hat ein schutzwürdi- ges Interesse a n deren Aufhebung beziehungsweise Änderung. Sie ist daher zur Einreichung der Beschwerde legitimiert (Art. 105 und Art. 108 Abs. 1 AsylG, Art. 48 Abs. 1 sowie Art. 52 VwVG). Auf die Beschwerde ist einzutreten. 2. Mit Beschwerde kann die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts und die Unangemessenheit gerügt werden (Art. 106 Abs. 1 AsylG). 3. Über offensichtlich unbegründete Beschwerden wird in einzelrichterlicher Zuständigkeit mit Zustimmung eines zweiten Richters beziehungswei se einer zweiten Richterin entschieden (Art. 111 Bst. e AsylG). Wie nachste- hend aufgezeigt, handelt es sich vorliegend um eine solche, weshalb der Beschwerdeentscheid nur summarisch zu begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG). Gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG wurde vorliegend auf die Durchfüh- rung eines Schriftenwechsels verzichtet. 4. 4.1 Gemäss Art. 2 Abs. 1 AsylG gewährt die Schweiz Flüchtlingen grun d- sätzlich Asyl. Flüchtlinge sind Personen, die in ihrem Heimatstaat oder im Land, in dem sie zuletzt wohnten, wegen ihrer Rasse, Religion, Nationali- tät, Zugehörigkeit zu einer bestimmten sozialen Gruppe oder wegen ihrer politischen Anschauungen ernsthaften Nachteilen ausgesetzt sind oder begründete Furcht haben, solchen Nachteilen ausgesetzt zu werden (Art. 3 Abs. 1 AsylG). Als ernsthafte Nachteile gelten namentlich die G e- fährdung des Leibes, des Lebens oder der Freiheit sowie Massnahmen, die einen unerträglichen psychischen Druck bewirken. Den frauenspezif i- schen Fluchtgründen ist Rechnung zu tragen (Art. 3 AsylG). 4.2 Wer um Asyl nachsucht, muss die Flüchtlingseigenschaft nach weisen oder zumindest glaubhaft machen. Diese ist glaubhaft gemacht, wenn die Behörde ihr Vorhandensein mit überwiegender Wahrscheinlichkeit für g e- geben hält. Unglaubhaft sind insbesondere Vorbringen, die in wesentl i- chen Punkten zu wenig begründet oder in sich widersprüchlich sind, den D-6041/2013 Seite 8 Tatsachen nicht entsprechen oder massgeblich auf gefälschte oder ve r- fälschte Beweismittel abgestützt werden (Art. 7 AsylG). 5. 5.1 In ihrer Be schwerde vom 23. Oktob er 2013 macht die Beschwerd e- führerin im Wesentlichen geltend, die Vorinstanz habe zu Unrecht Wider- sprüche festgestellt. Die Aussagen seien vielmehr i n sich schlüssig un d äusserst glaubwürdig. Sie habe klar darlegen können, dass sie in ihrer Familie immer wieder Opfer von massiver Gewalt bis hin zu einer gepla n- ten Zwangsheirat geworden sei. Als es darum gegangen sei, sie anstatt des "geschuldeten" Geldes den Männern aus Mafiakreisen zu übergeben, habe sie keinen Schutz erfahren und ihre Familie habe immer grösseren Druck auf sie ausgeübt. Es handle sich bei ihr nachweislich um eine Frau in grosser Not, die schon zwei Suizidversuche begangen und k lar zum Ausdruck gebracht habe, sie würde niemals mehr lebend zu ihrer Familie zurückkehren. Gemäss einem Report de s US Departement of State aus dem Jahre 2013 gelte Mazedonien als Quelle, Transitland wie auch als Destination für Menschenhandel, dies sowohl im Sexgewerbe als auch hinsichtlich von Zwangsarbeit. Diesem Report zufolge solle es eine Schutzstruktur geben, w elche von der Regierung zusammen mit zwei NGOs betrieben und in der Opfer n vorübergehender Schutz angeboten werde. Von staatlicher Seite werde zudem ein Anwalt zur Verfügung ge- stellt, der Opfern von Menschenhandel Rechtsberatung anbiete. Es gebe aber gemäss einem weiteren Bericht vom 7. Juni 2013 hinsichtlich der Bekämpfung des Menschenhandels noch viel Handlungsbedarf in Maze- donien. Insbesondere würden von staatlicher Seite keine Mittel zur Verf ü- gung gestellt, um die im nationalen Aktions plan vorgesehenen Handlu n- gen zur Bekämpfung des Menschenhandels umzusetzen. Diese Bereiche würden normalerweise durch private Organisationen abgedeckt, welche sich hauptsächlich durch ausländische Geldgeber finanzierten. Die einzi- ge Schutzeinrichtung des S taates werde zurzeit lediglich zu 17 % durch staatliche Gelder finanziert. Die restliche Finanzierung werde durch zwei NGOs beigebracht, welche auch innerhalb der Institution ihre Dienstlei s- tungen anböten. Die Bemühungen Mazedoniens bei der Bekämpfung des Menschenhandels seien nach dem Gesagten ungenügend. Es müsse demnach davon ausgegangen werden, dass die Beschwerdeführerin bei einer allfälligen Rückkehr von ihrer Familie schutzlos dem Menschenha n- del zugeführt werden könne. Die Flüchtlingseigenschaft sei deshalb an- gesichts einer frauenspezifischen Verfolgungssituation mit nicht ausre i- chenden Schutzmöglichkeiten und einer unzureichenden Schutzwilligkeit durch den Staat erfüllt. Bezüglich Wegweisungsvollzugshindernisse sei D-6041/2013 Seite 9 festzuhalten, dass die Beschwerdefü hrerin in ihrem Heimatstaat auf kein tragfähiges Beziehungsnetz zurückgreifen könne, welches ihr bei einer Wiedereingliederung behilflich sein würde. Zudem gebe es in ihrem He i- matland nur unzureichende Schutz – und Unterstützungsstrukturen für al- leinstehende Frauen. Erschwerend komme im vorliegenden Fall die Ta t- sache hinzu, dass die Beschwerdeführerin unter schweren psychischen Problemen leide. 5.2 Diese Vorbringen in der Beschwerdeschrift vermögen indessen nicht zu einer veränderten Betrachtungsweise zu führen und die von der Vorin- stanz festgestellten Unstimmigkeiten auszuräumen. Die Beschwerdefü h- rerin führte nämlich in Bezug auf das kriminelle Verhalten ihres Bruders in Genf zunächst aus, sie wisse nicht, was ihr Bruder in Genf angestellt h a- be. Sie und die übr igen Familienmitglieder hätten jedoch schon damals mitbekommen, dass er Menschen belogen und betrogen habe, doch wi s- se sie nicht, was er ganz ge nau gemacht habe (A17/19 F5 S. 2). Demge- genüber liess sie anlässlich ein - und derselben Anhörung durchblicken, dass sie gewusst habe, welchen Geschäften ihr Bruder nachgegangen sei: Sie habe dies selbst mitbekommen und auch ihr Vater habe ihr dies bestätigt. Ihr Bruder habe Drogen von bestimmten Mafiosi erhalten und diese Ware zusammen mit seinem Freund ohne Zustimm ung der Mafiosi verkauft. Die verkaufte Droge habe einen Wert von 27'000 Euro gehabt (A17/19 F52 S. 7). Diese letzteren Vorbringen stehen nicht nur prima vista in Widerspruch zu den vorerwähnten. Dass die geltend gemachte Verfolgung durch private Dritte als solche unglaubhaft ist, ergibt sich fer- ner aus dem Kontext mit weiteren vagen und wirklichkeitsfremden Vo r- bringen. So machte die Beschwerdeführerin beispielsweise auch noch geltend, sie habe sich nach dem ersten Auftritt der Mafiosi noch monate- lang weiterhin zu Hause aufgehalten und erst ab April 2011 wenig Zeit zu Hause verbracht (A17/19 F20 – F36 S. 4 und 5), obwohl ihr Vater sie lan- ge zuvor – gegen Ende des Jahres 2010 – an die Mafiosi verkauft haben soll (A17/19 F5 S. 2 , F20 S. 4 ); ein derartiges Verhalten erscheint wirk- lichkeitsfremd. Doch auch zu diesem Punkt verstrickte sie sich in weitere wirklichkeitsfremde oder widersprüchliche Vorbringen , machte sie doch auch geltend, ihre Freunde und Verwandten, bei denen sie sich versteckt habe, hätten gar nicht gewusst, dass sie sich bei ihnen verstecken würde; sie habe sich ganz normal bei ihnen aufgehalten beziehungsweise sie habe nach wie vor zu Hause gelebt und sei zur Arbeit gegangen (A17/19 F67 – F71 S. 8 und 9). Bei alledem stellt sich die weitere Frage, wie sich die Beschwerdeführerin hätte verstecken können, wenn sie überall und ständig von einem Fahrzeug verfolgt worden wäre , wie sie geltend g e-D-6041/2013 Seite 10 macht hat (A17/19 F73/4 S. 9) . Angesichts derartiger Unstimmigkeiten drängt sich nach dem Gesagten der Sc hluss auf, die Beschwerdeführerin hat bei ihren Schilderungen zur aktuellen Verfolgungssituation nicht auf Erinnerungen an tatsächliche Begebenheiten zurückgreifen können und stattdessen eine solche erfunden. Bei dieser Sachlage kann zum einen zur Vermeidung von Wiederholungen auf die zutreffenden Erwägungen in der vorinstanzlichen Verfügung verwiesen werden, und zum anderen er- übrigt es sich, auf die in der Beschwerde angeführten Berichte einzug e- hen. 5.3 Zusammenfassend ist somit festzuhalten, dass die Beschwer deführe- rin keine Gründe nach Art. 3 AsylG glaubhaft machen oder nachweisen kann. Bei dieser Sachlage erübrigt es sich, auf die weiteren Ausführu n- gen in der Beschwerde einzugehen, da sie an der vorstehenden Festste l- lung nichts zu ändern vermögen. 6. 6.1 Lehnt das Bundesamt das Asylgesuch ab oder tritt es darauf nicht ein, so verfügt es in der Regel die Wegw eisung aus der Schweiz und ordnet den Vollzug an; es berücksichtigt dabei den Grundsatz der Einheit der Familie (Art. 44 Abs. 1 AsylG). 6.2 Die Beschwerdeführerin verfügt weder über eine ausländerrechtliche Aufenthaltsbewilligung noch über einen Anspruch auf Erteilung einer so l- chen. Die Wegw eisung wurde demnach zu Recht angeordnet ( Art. 44 Abs. 1 AsylG; vgl. BVGE 2009/50 E. 9 m.w.H.). 7. 7.1 Ist der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar oder nicht möglich, so regelt das Bundesamt das Anwesenheitsverhältnis nach den gesetzlichen Bestimmung en über die vorläufige Aufnahme (Art. 44 Abs. 2 AsylG; Art. 83 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 16. Dezember 2005 über die Ausländerinnen und Ausländer [AuG, SR 142.20]). Beim Geltendmachen von Wegweisungsvollzugshindernissen gilt gemäss Praxis des Bundesverwaltungsgerichts der gleiche Beweisstandard wie bei der Prüfung der Flüchtlingseigenschaft; das heisst, sie sind zu bewe i- sen, wenn der strikte Beweis möglich ist, und andernfalls wenigstens glaubhaft zu machen (vgl. BVGE 2011/24 E. 10.2 m.w.H.). D-6041/2013 Seite 11 7.2 7.2.1 Der Vollzug ist nicht zulässig, wenn völkerrechtliche Verpflichtungen der Schweiz einer Weiterreise der Ausländerin oder des Ausländers in den Heimat -, Herkunfts - oder einen Drittstaat entgegenstehen (Art. 83 Abs. 3 AuG). So darf keine Person in irgendeiner Form zur Ausreise in ein Land g e- zwungen werden, in dem ihr Leib, ihr Leben oder ihre Freiheit aus einem Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet ist oder in dem sie Gefahr läuft, zur Ausreise in ein solches Land gezwungen zu werden (Art. 5 Abs. 1 AsylG; vgl. ebenso Art. 33 Abs. 1 des Abkommens vom 28. Juli 1951 über die Rechtsstellung der Flüchtlinge [FK, SR 0.142.30]). Gemäss Art. 25 Abs. 3 der Bundesverfassung der Schweizerischen Ei d- genossenschaft vom 18. April 1999 (BV, SR 101), Art. 3 des Überei n- kommens vom 10. Dezember 1984 gegen Folter und andere grausame, unmenschliche oder erniedrigende Behandlung oder Strafe (FoK, SR 0.105) und der Praxis zu Art. 3 der Konvention vom 4. November 1950 zum Schutz der Menschenrechte und Grundfreiheiten (EMRK, SR 0.101) darf niemand der Folter oder unmenschlicher oder erniedr i- gender Strafe oder Behandlung unterworfen werden. 7.2.2 Die Vorinstanz wies in ihrer angefochtenen Verfügung zutreffend darauf hin, dass das Prinzip des flüchtlingsrechtlichen Non -Refoulements nur Personen schützt, die die Flüchtlingseigenschaft erfüllen. Da es der Beschwerdeführerin nicht gelungen ist , eine asylrechtlich erhebliche G e- fährdung nachzuweisen oder glaubhaft zu machen, kann der in Art. 5 AsylG verankerte Grundsatz der Nichtrückschiebung im vorliegenden Verfahren keine Anwendung finden. Eine Rückkehr der Beschwerde - führerin nach Mazedonien ist demnach unter dem Aspekt von Art. 5 AsylG rechtmässig. 7.2.3 Sodann ergeben sich weder aus den Aussagen der Beschwerdefüh- rerin noch aus den Akten Anhaltspunkte dafür, dass sie für den Fall einer Ausschaffung in den Heimatstaat dort mit beachtlicher Wahrscheinlichkeit einer nach Art. 3 EMRK oder Art. 1 FoK verbotenen Strafe oder Behan d- lung ausgesetzt wäre. Gemäss der Praxis des Europäischen Gerichtsh o- fes für Menschenrechte (EGMR) sowie jener des UN -Anti-Folteraus- schusses müsste die Besc hwerdeführerin eine konkrete Gefahr ("real risk") nachweisen oder glaubhaft machen, dass ihr im Fall einer Rüc k- schiebung Folter oder unmenschliche Behandlung drohen würde (vgl. D-6041/2013 Seite 12 EGMR [Grosse Kammer], Saadi gegen Italien , Urteil vom 28. Februar 2008, Beschwerde Nr. 37201/06, §§ 124–127, mit weiteren Hinweise n). Auch die allgemeine Menschenrechtssituation in Mazedonien lässt den Wegweisungsvollzug zum heutigen Zeitpunkt klarerweise nicht als unz u- lässig erscheinen. 7.2.4 Im Arztbericht vom 1. Oktober 2013 wird geltend gemacht, die Be- schwerdeführerin befinde sich angesichts des negativen Asylentscheids und der drohenden Ausschaffung in einer Druck - und Überforderungssi- tuation, so dass es zusammen mit der Grunderkrankung (mittelgradige depressive Episode [F32.1], PTBS [F43.1]; siehe (…)-Austrittsbericht vom 24. Juni 2012) jederzeit zu impulsartigen und damit nicht abschätzbaren selbst- oder auch fremdgefährdenden Handlungen kommen könne. Die unterzeichnende Ärztin könne daher auch keine Verantwortung betreffend der Reisefähigkeit übernehmen. Aufgrund dieser Sachlage drängt sich in- dessen keine veränderte Betrachtungsweise auf. Drohen Ausländer für den Fall des Vollzuges des Wegweisungsentscheides mit Suizid, so ist nach dem EGMR der wegweisende Staat nicht verpflichtet, vom Vollzug der Ausweisung Abstand zu nehmen; solange er Massnahmen ergreift, um die Umsetzung der Suiziddrohung zu verhindern, vermag die Au s- schaffung nicht gegen Art. 3 EMRK zu verstossen (vgl. den Unzulässi g- keitsentscheid des EGMR vom 7. Oktober 2004 i.S. Dragan und ander e gegen Deutschland, Nr. 33743/03, angeführt in Entscheidungen und Mit- teilungen der Schweizerischen Asylrekurskommission [EMARK] 2005 Nr. 23 E. 5.1 S. 212). Der geltend gemachten latenten Suizidalität der Be- schwerdeführerin ist deshalb durch Heranziehen vo n medizinischem Fachpersonal bei der Ausschaffung Rechnung zu tragen. Nach dem G e- sagten trägt die Vollzugsbehörde die Verantwortung für einen komplikat i- onsfreien Wegweisungsvollzug, weshalb die behandelnde Ärztin diesbe- züglich ohnehin keine besondere Verantwortung trägt. Im Übrigen ist die Beschwerdeführerin entgegen den Ausführungen im Bericht vom 1. Okto- ber 2013 "reisefähig", weil sie (unbestrittenermassen) in der Lage ist, e i- nen Flug von der Schweiz nach Mazedonien sitzend zu absolvieren; den Akten zufolge wurde sie jedenfalls nicht kürzlich operiert, weshalb von der Reisefähigkeit der Beschwerdeführerin auszugehen ist. Des Weiteren ist der Umstand, dass der Standard der medizinischen Versorgung im He i- matland allenfalls für die Beschwerdeführerin weniger vorteilhaft wäre als jener im Aufenthaltsstaat, für die Beurteilung unter dem Blickwinkel von Art. 3 EMRK nicht entscheidend (vgl. Urteil des EGMR vom 27. Mai 2008 i. S. N. gegen Vereinigtes Königreich, Ziff. 34 und 42 - 44), eine weitere Behandlung in der Schweiz somit auch nicht indiziert . Nach dem Gesa g-D-6041/2013 Seite 13 ten ist der Vollzug der Wegweisung sowohl im Sinne der asyl - als auch der völkerrechtlichen Bestimmungen zulässig. 7.3 Gemäss Art. 83 Abs. 4 AuG kann der Vollzug für Ausländerinnen und Ausländer unzumutbar sei n, wenn sie i m Heimat - oder Herkunftsstaat aufgrund von Situationen wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und medizinischer Notlage konkret gefährdet sind . Wird eine konkrete G e- fährdung festgestellt, ist – unter Vorbehalt von Art. 83 Abs. 7 AuG – die vorläufige Aufnahme zu gewähren. 7.3.1 In casu lassen weder die allgemeine Lage in Mazedonien noch indi- viduelle Gründe auf eine konkrete Gefährdung der Beschwerdeführerin im Falle einer Rückkehr schliessen. 7.3.2 Die im Arztbericht vom 24. Juni 2012 aufgeführte posttraumatische Belastungsstörung wie auch die Depression der Beschwerdeführerin vermögen nicht zur Unzumutbarkeit des Wegweisungsvollzugs führen. Sollten sich bei der Beschwerdeführerin im Falle eines allfälligen zwangsweisen Vollzugs der Wegweisung suizidale Tendenzen akzentuie- ren, wäre dem mit geeigneten medikamentösen oder allenfalls auch ps y- chotherapeutischen Massnahmen entgegen zu wirken, so dass für sie e i- ne konkrete Gefahr ernster gesundheitlicher Schäden auszuschliessen wäre. Nach Erkenntnissen des Bundesverwaltungsgerichts ist die medizi- nisch-psychiatrische Grundversorgung der Beschwerdeführerin in Maz e- donien gewährleistet, dies umso eher als die Beschwerdeführerin die Möglichkeit hat, bei Bedarf beim BFM einen Antrag auf medizinische Rückkehrhilfe zu stellen (Art. 93 Abs. 1 Bst. d AsylG, Art. 75 der Asylve r- ordnung 2 vom 11. August 1999 über Finanzierungsfragen [AsylV 2, SR 142.312]). Allein der Umstand, dass die Behandlungsmöglichkeiten in Mazedonien nicht dem medizinischen Standard in der Schwei z entspre- chen, macht den Vollzug nicht unzumutbar (vgl. dazu EMARK 2003 Nr. 24). 7.3.3 Für die Zumutbarkeit des Wegweisungsvollzugs spricht zudem, dass die Beschwerdeführerin den allergrössten Teil ihres Lebens in ihrem Heimatland verbracht hat. Die Frage, ob si e dort über ein tragfähiges B e- ziehungsnetz verfügt, auf das sie sich bei ihrer Rückkehr stützen kann und welches ihr eine Reintegration erleichtern würde, kann an dieser Stelle offenbleiben. Aufgrund ihrer Vorbringen steht nämlich fest, dass sie ihre zwölf jährige Schulausbildung mit einer Matura abschloss, seit dem Jahre 2005 mit Erfolg einer Erwerbstätigkeit im (…)- und (…)gewerbe D-6041/2013 Seite 14 nachging und sogar ihre Familie unterstützen konnte (A8/12 Ziff. 1.17.05 S. 4). Es ist deshalb anzunehmen, es werde ihr auch na ch einer Rüc k- kehr in den Heimatstaat wieder gelingen, sich eine eigene Existenzgrund- lage aufzubauen. Überdies leben zahlreiche Verwandte der Beschwerd e- führerin in der Schweiz beziehungsweise in Deutschland, die sie bei einer Rückkehr nach Mazedonien allenf alls fürs Erste in finanzieller Hinsicht unterstützen können. Nötigenfalls kann ihr zur Erleichterung der Eingli e- derung seitens der Schweiz Rückhilfe gewährt werden (Art. 93 Abs. 1 Bst. d AsylG). Abgesehen davon ist festzuhalten, dass blosse soziale und wirtschaftliche Schwierigkeiten, von denen die ansässige Bevölkerung im Allgemeinen betroffen ist, nicht genügen, um eine Gefährdung im Sinne von Art. 83 Abs. 4 AuG darzustellen (vgl. die weiterhin zutreffende Praxis in EMARK 2005 Nr. 24 E. 10.1 S. 215). Im Rahmen einer Gesamtwürdi- gung sämtlicher Faktoren ist somit zusammenfassend festzuhalten, dass der Vollzug der Wegweisung der Beschwerdeführerin nach Mazedonien als zumutbar zu erachten ist. 7.3.4 Nach dem Gesagten erweist sich der Vollzug der Wegweisung auch als zumutbar. 7.4 Schliesslich obliegt es der Beschwerdeführerin, sich bei der zuständi- gen Vertretung des Heimatstaates die für eine Rückkehr notwendigen Reisedokumente zu beschaffen (vgl. Art. 8 Abs. 4 AsylG und dazu auch BVGE 2008/34 E. 12 S. 513 – 515), weshalb der Vollzug der Wegweisung auch als möglich zu bezeichnen ist (Art. 83 Abs. 2 AuG). 7.5 Zusammenfassend hat die Vorinstanz den Wegweisungsvollzug zu Recht als zulässig, zumutbar und möglich erachtet. Eine Anordnung der vorläufigen Aufnahme fällt somit ausser Betracht (Art. 83 Abs. 1 – 4 AuG). 8. Aus diesen Erwägungen ergibt sich, dass die angef ochtene Verfügung Bundesrecht nicht verletzt, den rechtserheblichen Sachverhalt richtig und vollständig feststellt und angemessen ist ( Art. 106 Abs. 1 AsylG). Die Be- schwerde ist abzuweisen. 9. 9.1 Mit dem Entscheid in der Hauptsache ist das Gesuch um Verzicht au f die Erhebung eines Kostenvorschusses gegenstandslos geworden. 9.2 Die Beschwerdeführerin ersucht um die Gewährung der unentgeltl i- chen Rechtspflege im Sinne von Art. 65 Abs. 1 VwVG. Danach kann die D-6041/2013 Seite 15 Beschwerdeinstanz eine bedürftige Partei, deren Begehren nich t von vornherein aussichtslos erscheinen, auf Gesuch davon befreien, Verfa h- renskosten zu bezahlen. Aus der Tatsache, dass sich zeigt, dass die Be- schwerdeführerin keine prozessualen Erfolgschancen hatte, ergibt sich zwar noch nicht zwingend, dass die Beschw erde von vornherein au s- sichtslos war. Dennoch müssen vorliegend die Gewinnaussichten der Be- schwerdeführerin als von allem Anfang an beträchtlich geringer eingestuft werden als die Verlustgefahren und können als kaum ernsthaft bezeic h- net werden. Dies bedeut et nach bundesgerichtlicher Rechtsprechung (vgl. BGE 122 I 271 E. 2b), dass der Streitfall als von vornherein au s- sichtslos zu bezeichnen ist, was in casu angesichts der Vorbringen de r Beschwerdeführerin zu bejahen ist. Deshalb ist das gestellte Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege im Sinne von Art. 65 Abs. 1 VwVG abzuweisen. 9.3 Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind die Kosten der Beschwerdeführerin aufzuerlegen (Art. 63 Abs. 1 VwVG) und auf insg e- samt Fr. 600.– festzusetzen (Art. 1 – 3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwa l- tungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]). (Dispositiv nächste Seite) D-6041/2013 Seite 16 Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 2. Das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege im Sinne von Art. 65 Abs. 1 VwVG wird abgewiesen. 3. Die Verfahrenskosten von Fr. 600.– werden der Beschwerdeführerin auf- erlegt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zuguns- ten der Gerichtskasse zu überweisen. 4. Dieses Urteil geht an die Beschwerdeführerin, das BFM und die kantona- le Migrationsbehörde. Der Einzelrichter: Der Gerichtsschreiber: Fulvio Haefeli Gert Winter Versand: