Verfügung vom 28. Januar 2014 Strafkammer Besetzung Bundesstrafrichter Walter Wüthrich, Vorsitz, Gerichtsschreiberin Anne Berkemeier Keshelava Parteien BUNDESANWALTSCHAFT, vertreten durch Lienhard Ochsner, Staatsanwalt des Bundes, gegen 1. A., amtlich verteidigt durch Fürsprecher Beat Zür- cher, 2. B., amtlich verteidigt durch Fürsprecher Dino De- giorgi, 3. C., erbeten verteidigt durch Rechtsanwalt Patrick Lafranchi, 4. D., amtlich verteidigt durch Rechtsanwalt Peter von Ins, 5. E., amtlich verteidigt durch Rechtsanwalt Daniele Timbal, und als beschwerte Dritte: 1. F., B u n d e s s t r a f g e r i c h t T r i b u n a l p é n a l f é d é r a l T r i b u n a l e p e n a l e f e d e r a l e T r i b u n a l p e n a l f e d e r a l Geschäftsnummer: SK.2014.1 - 2 - 2. G., beide vertreten durch Avvocato Filippo Ferrari Gegenstand Kosten- und Entschädigungsfolgen, Genugtuung, Kau- tion, Rückweisungsurteile des Bundesgerichts - 3 - Der Vorsitzende zieht in Erwägung, dass: - das Bundesgericht mit Urteilen vom 13. Januar 2014 (6B_239/2013, 6B_241/2013, 6B_242/2013, 6B_247/2013, 6B_248/2013 und 6B_250/2013) in Gutheissung der Beschwerden der freigesprochenen Beschuldigten A., B., C., D. und E. sowie der beschwerten Dritten F. und G. das Urteil SK.2011.5 vom 21. März 2011 der Straf- kammer des Bundesstrafgerichts in den Punkten Verwendung der Kaution, Ko s- tenauflage, Verpflichtung der genannten Personen, der Eidgenossenschaft für die Entschädigung des amtlichen Verteidigers Ersatz zu leisten sowie Verweigerung einer Entschädigung, aufgehoben hat, und die Sache zur neuen Entscheidung an die Vorinstanz zurückgewiesen hat; - wenn ein Verfahren vom Bundesgericht zur neuen Beurteilung zurückgewiesen wird, die neue Beu rteilung durch die Behörde, die nach dem Gesetz für den au f- gehobenen Entscheid zuständig ist, erfolgt (Art. 453 Abs. 2 StPO) und demnach die Prozessherrschaft im Fall SK.2014.1 (früher SK.2011.5) beim Bundesstrafg e- richt liegt; - gemäss Art. 30 StPO die Sta atsanwaltschaft und die Gerichte aus sachlichen Gründen Strafverfahren trennen und vereinen können; - das vorliegende Verfahren sich rein um Fragen der Kostenauflage, Entschädigu n- gen, Sicherheitsleistungen etc. dreht, wobei die Anträge und Ansprüche bei j edem einzelnen Antragsteller individuell beurteilt werden müssen und sich demnach eine Abtrennung in separate Verfahren als sinnvoll erweist; - es auch aus Gründen der Prozessökonomie als geboten erscheint, die Verfahren zu trennen; - den Rechtsbeiständen mit dieser Verfügung bis zum 11. Februar 2014 Frist gege- ben wird, um die allfälligen Ansprüche Ihrer Mandanten zu beziffern und zu bel e- gen (Art. 429 Abs. 2 StPO); - bezüglich der beschwerten Dritten im Verfahren SK.2011.5, F. und G., kein sepa- rates Verfahren eröffnet wird, da der von ihnen angefochten e Punkt (die Sicher- heitsleistung) im bundesgerichtlichen Entscheid D. betreffend entschieden , d.h. aufgehoben wurde; - aus diesem Grunde auch eine Eingabe seitens F. und/oder G. nicht erforderlich ist; - keine Kosten erhoben werden; - 4 - und verfügt: 1. Das Rückweisungsverfahren SK.2014.1 wird in fünf einzelne Verfahren abgetrennt. Die abgetrennten Verfahren verteilen sich wie folgt auf die rubrizierten Personen: A.: SK.2014.1 B.: SK.2014.2 C.: SK.2014.3 D./F. und G.: SK.2014.4 E.: SK.2014.5 2. Es werden keine Kosten erhoben. 3. Diese Verfügung wird den Parteien eröffnet. Im Namen der Strafkammer des Bundesstrafgerichts Der Vorsitzende Die Gerichtsschreiberin - 5 - Rechtsmittelbelehrung Beschwerde an die Beschwerdekammer des Bundesstrafgerichts Gegen Verfügungen und Beschlüsse sowie die Verfahrenshandlungen der Strafkammer des Bundesstrafge- richts als erstinstanzliches Gericht, ausgenommen verfahrensleitende Entscheide, kann innert 10 Tagen schriftlich und begründet Beschwerde bei der Beschwerdekammer des Bundesstrafgerichts geführt werden (Art. 393 Abs. 1 lit. b und Art. 396 Abs. 1 StPO; Art. 37 Abs. 1 StBOG). Gegen den Entschädigungsentscheid kann die amtliche Verteidigung innert 10 Tagen schriftlich und b e- gründet Beschwerde bei der Beschwerdekammer des Bundesstrafgerichts führen (Art. 135 Abs. 3 lit. a und Art. 396 Abs. 1 StPO; Art. 37 Abs. 1 StBOG). Mit der Beschwerde können gerügt werden: a. Rechtsverletzungen, einschliesslich Überschreitung und Missbrauch des Ermessens, Rechtsverweigerung und Rechtsverzögerung; b. die unvollständige oder u n- richtige Feststellung des Sachverhalts; c. Unangemessenheit (Art. 393 Abs. 2 StPO). Versand: 28.01.2014