<h2>SubmittedText<h2><p>Der Bundesrat wird gebeten, dafür zu sorgen, dass die Stiftung Swisscor auch künftig in ähnlichem Umfang unterstützt wird wie in den vergangenen Jahren. Dabei ist auf eine vermehrte Partnerschaft mit dem Zivildienst und gemeinnützigen Organisationen hinzuzielen.</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Der Bundesrat zweifelt die Ausrichtung und den Wert der Swisscor-Kinderferienlager in keiner Weise an und anerkennt die hohe Zielsetzung dieser Lager, die seit dem Jahr 2000 einen wertvollen Beitrag zur Unterstützung der kriegsversehrten oder benachteiligten Bevölkerung im Balkan geleistet haben.</p><p>Die Kinderferienlager wurden unter dem unmittelbaren Eindruck der Konflikte in Bosnien und Herzegowina sowie in Kosovo ins Leben gerufen und fanden jährlich unter der Führung der Stiftung Swisscor mit Unterstützung des VBS - Armee und Zivilschutz - statt. Seitens des VBS war es von Beginn weg nicht vorgesehen, diese Lager dauerhaft zu unterstützen. Im Rahmen der Überlegungen über die zukünftige Ausrichtung der Armee und im Lichte der angespannten Finanzlage des Bundes, aber auch angesichts der stabiler gewordenen sicherheitspolitischen Situation im Balkan entschied der Chef des VBS, die Kinderferienlager der Stiftung Swisscor ab 2007 nicht mehr durch das VBS zu unterstützen. Die Organisation von Kinderlagern mit rund 100 Kindern ist weit entfernt von den eigentlichen Aufgaben der Armee und des Bevölkerungsschutzes, welche ihre Prioritäten bei immer knapper werdenden Ressourcen anders setzen müssen. Die Unterstützung des Lagers band jeweils einen erheblichen Teil der Spitalformationen. 2006 leisteten beispielsweise 21 Ärzte (Zahnärzte, Kinderärzte, Internisten, Orthopäden, Allgemeinpraktiker und andere) Dienst im Lager. Die medizinischen Elemente der Armee werden aber in erster Linie dazu benötigt, um die medizinische Versorgung der Truppe zu gewährleisten. Der Chef des VBS hat in der Fragestunde des Nationalrates vom 11. Dezember 2006 ausführlich auf diese Beweggründe des VBS hingewiesen. Mit einer Überforderung der Armee hat dies somit nichts zu tun.</p><p>Seitens des Zivildienstes (EVD) ist eine begrenzte Unterstützung der Swisscor-Ferienlager möglich. Wenn die Stiftung Swisscor als Einsatzbetrieb des Zivildienstes anerkannt wäre, könnten maximal sechs Zivildienstleistende eingesetzt werden. Der Zivildienst kann die Swisscor-Lager im Rahmen des geltenden Rechtes jedoch nicht in einem grösseren Umfang unterstützen. Insbesondere kann er die Lager nicht mitfinanzieren. Eine Änderung des Zivildienstrechtes im Interesse der Stiftung Swisscor steht aus finanz- und arbeitsmarktpolitischen Gründen sowie infolge wettbewerbsrechtlicher Überlegungen nicht zur Diskussion.</p><p>Der Bundesrat würde es grundsätzlich begrüssen, wenn die Swisscor-Kinderferienlager weiterhin stattfinden könnten. Er ist jedoch der Auffassung, dass es nun an der Stiftung Swisscor liegt, in Zusammenarbeit mit privaten Partnern zusätzliche Lösungen für die Weiterführung der Kinderferienlager zu finden.</p>  Der Bundesrat beantragt die Ablehnung der Motion.