<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="content"> <div class="para"> </div> <div class="para">[AZA 7] </div> <div class="para">U 409/99 Gb </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">III. Kammer </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Bundesrichter Schön, Spira und Rüedi; Gerichtsschreiberin </div> <div class="para">Hostettler </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Urteil vom 14. März 2001 </div> <div class="para"> </div> <div class="para">in Sachen </div> <div class="para"> </div> <div class="para">L.________, Beschwerdeführerin, vertreten durch Fürsprech </div> <div class="para">Dr. Urs Tschaggelar, Schützengasse 15, Grenchen, </div> <div class="para"> </div> <div class="para">gegen </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Schweizerische Unfallversicherungsanstalt, Luzern, Beschwerdegegnerin, </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">und </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Versicherungsgericht des Kantons Solothurn, Solothurn </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">A.- Die 1952 geborene L.________ ist seit 1974 bei der </div> <div class="para">Firma E.________ AG als Maschinenassistentin angestellt und </div> <div class="para">in dieser Eigenschaft bei der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt </div> <div class="para">(SUVA) obligatorisch gegen die Folgen von </div> <div class="para">Berufs- und Nichtberufsunfällen versichert. Am 2. August </div> <div class="para">1996 zog sie sich bei einem Verkehrsunfall (Selbstunfall) </div> <div class="para">verschiedene Verletzungen zu, u.a. Verbrennungen, Rissquetschwunden </div> <div class="para">und ein Cervikalsyndrom. Die SUVA erbrachte </div> <div class="para">die gesetzlichen Leistungen. Gestützt auf die umfangreichen </div> <div class="para">medizinischen Unterlagen, insbesondere auf die Beurteilung </div> <div class="para">des Dr. med. G.________, Spezialarzt für Chirurgie, vom </div> <div class="para">27. November 1998 eröffnete sie der Versicherten mit Verfügung </div> <div class="para">vom 18. Dezember 1998, der Vorzustand (Status quo </div> <div class="para">sine) sei erreicht. Die geklagten Beschwerden könnten nicht </div> <div class="para">mehr auf den Unfall vom 2. August 1996 zurückgeführt werden, </div> <div class="para">sondern stünden im Zusammenhang mit der Progredienz </div> <div class="para">der bereits früher bekannten krankhaften Beeinträchtigung. </div> <div class="para">Die Heilkosten- und Taggeldleistungen auf der Basis einer </div> <div class="para">Arbeitsunfähigkeit von 50 % würden daher per 31. Dezember </div> <div class="para">1998 eingestellt; die Voraussetzungen für weitere Leistungen </div> <div class="para">(Invalidenrente/Integritätsentschädigung) seien nicht </div> <div class="para">erfüllt. Daran hielt sie mit Einspracheentscheid vom </div> <div class="para">14. April 1999 fest. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">B.- Beschwerdeweise liess L.________ beantragen, in </div> <div class="para">Aufhebung des Einspracheentscheides sei die SUVA weiterhin </div> <div class="para">zur Ausrichtung der Heilkosten- und Taggeldleistungen auf </div> <div class="para">der Basis einer Arbeitsunfähigkeit von 50 % zu verpflichten. </div> <div class="para">Das Versicherungsgericht des Kantons Solothurn wies </div> <div class="para">die Beschwerde mit Entscheid vom 19. Oktober 1999 ab. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">C.- Mit Verwaltungsgerichtsbeschwerde lässt L.________ </div> <div class="para">die vorinstanzlich gestellten Rechtsbegehren erneuern. </div> <div class="para">Eventualiter sei die Streitsache zur Vornahme weiterer </div> <div class="para">Abklärungen an die kantonale Instanz zurückzuweisen. </div> <div class="para">Die SUVA lässt auf Abweisung der Verwaltungsgerichtsbeschwerde </div> <div class="para">schliessen. Das Bundesamt für Sozialversicherung </div> <div class="para">lässt sich nicht vernehmen. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Das Eidg. Versicherungsgericht zieht in Erwägung: </div> <div class="para"> </div> <div class="para">1.- Streitig und zu prüfen ist, wie bereits im kantonalen </div> <div class="para">Verfahren, ob die SUVA im Zusammenhang mit dem Unfall </div> <div class="para">vom 2. August 1996 über den 31. Dezember 1998 hinaus Leistungen, </div> <div class="para">namentlich Heilkosten und Taggelder, auf der Basis </div> <div class="para">einer Arbeitsunfähigkeit von 50 % auszurichten hat. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">2.- Die Vorinstanz hat die massgebende Gesetzesbestimmung </div> <div class="para">über die Gewährung von Versicherungsleistungen bei </div> <div class="para">Unfällen (<span class="artref">Art. 6 Abs. 1 UVG</span>) sowie die Rechtsprechung zu </div> <div class="para">dem für die Leistungspflicht des Unfallversicherers vorausgesetzten </div> <div class="para">natürlichen (vgl. auch <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=6&amp;from_date=25.02.2001&amp;to_date=16.03.2001&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F119-V-335%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page337">BGE 119 V 337</a> Erw. 1) und </div> <div class="para">adäquaten Kausalzusammenhang (vgl. auch <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=6&amp;from_date=25.02.2001&amp;to_date=16.03.2001&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F123-III-110%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page112">BGE 123 III 112</a> </div> <div class="para">Erw. 3a) zwischen dem Unfallereignis und dem eingetretenen </div> <div class="para">Schaden (Krankheit, Invalidität, Tod) zutreffend dargelegt. </div> <div class="para">Richtig sind auch die Ausführungen zu dem im Sozialversicherungsrecht </div> <div class="para">grundsätzlich massgeblichen Beweisgrad der </div> <div class="para">überwiegenden Wahrscheinlichkeit (vgl. auch <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=6&amp;from_date=25.02.2001&amp;to_date=16.03.2001&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F121-V-45%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page47">BGE 121 V 47</a> </div> <div class="para">Erw. 2a) und zur Leistungspflicht des Unfallversicherers </div> <div class="para">bei einem krankhaften Vorzustand (RKUV 1994 Nr. U 206 </div> <div class="para">S. 328). Hinzuzufügen ist, dass auf die Abnahme weiterer </div> <div class="para">Beweise zu verzichten ist, wenn die von Amtes wegen vorzunehmenden </div> <div class="para">Abklärungen die Verwaltung oder das Gericht bei </div> <div class="para">pflichtgemässer Beweiswürdigung zur Überzeugung führen, ein </div> <div class="para">bestimmter Sachverhalt sei als überwiegend wahrscheinlich </div> <div class="para">zu betrachten und es könnten weitere Beweismassnahmen an </div> <div class="para">diesem feststehenden Ergebnis nichts mehr ändern (antizipierte </div> <div class="para">Beweiswürdigung; vgl. <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=6&amp;from_date=25.02.2001&amp;to_date=16.03.2001&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F124-V-90%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page94">BGE 124 V 94</a> Erw. 4b). In </div> <div class="para">einem solchen Vorgehen liegt kein Verstoss gegen das rechtliche </div> <div class="para">Gehör gemäss <span class="artref">Art. 29 Abs. 2 BV</span> (SVR 2001 IV Nr. 10 </div> <div class="para">S. 27) oder den Untersuchungsgrundsatz. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">3.- a) In einlässlicher und sorgfältiger Würdigung der </div> <div class="para">umfangreichen medizinischen Akten, insbesondere der zusammenfassenden </div> <div class="para">Beurteilung des Arztes Dr. med. G.________ vom </div> <div class="para">27. November 1998, ist das kantonale Gericht zu Recht zum </div> <div class="para">Schluss gelangt, dass der Verkehrsunfall vom 2. August 1996 </div> <div class="para">zu keiner richtunggebenden Verschlimmerung des bei der Beschwerdeführerin </div> <div class="para">unbestrittenermassen bestehenden krankhaften </div> <div class="para">Vorzustandes geführt hat. Vielmehr sind die noch vorhandenen </div> <div class="para">Beschwerden weder ganz noch teilweise auf dieses </div> <div class="para">Unfallereignis zurückzuführen und es ist davon auszugehen, </div> <div class="para">dass nach einer vorübergehenden Verschlimmerung der Status </div> <div class="para">quo sine spätestens mit dem 31. Dezember 1998 erreicht war. </div> <div class="para">Ein natürlicher Kausalzusammenhang zwischen dem Unfall vom </div> <div class="para">2. August 1996 und den bestehenden Beschwerden ist daher </div> <div class="para">nicht mehr gegeben. Es kann auf die diesbezüglichen Ausführungen </div> <div class="para">in den Erwägungen 2 und 3 des kantonalen Entscheids </div> <div class="para">verwiesen werden. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">b) Die Vorbringen in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde </div> <div class="para">bieten keine Veranlassung für eine abweichende Betrachtungsweise. </div> <div class="para">So trifft die Behauptung nicht zu, die Vorinstanz </div> <div class="para">habe sich auf eine unsichere Beweislage abgestützt. </div> <div class="para">Tatsächlich sind die von der Beschwerdeführerin angeführten </div> <div class="para">Arztberichte (Beilage 1 bis 3 zur Stellungnahme an die Vorinstanz </div> <div class="para">vom 8. September 1999 und die im Schriftenwechsel </div> <div class="para">am 2. Dezember 1999 nachgereichten medizinischen Unterlagen) </div> <div class="para">nicht geeignet, die zusammenfassende Beurteilung des </div> <div class="para">Dr. med. G.________ in Zweifel zu ziehen, da sie sich allesamt </div> <div class="para">zum natürlichen Kausalzusammenhang zwischen Unfall und </div> <div class="para">bestehenden Beschwerden überhaupt nicht äussern. Ins Leere </div> <div class="para">geht ebenso der Einwand, dass der Bericht des Dr. med. </div> <div class="para">G.________ keine Begründung enthalte, weshalb die Beschwerdeführerin </div> <div class="para">bis zum Unfall zu 100 % arbeitsfähig gewesen sei </div> <div class="para">und danach nicht mehr. Der Grund liegt in der Progredienz </div> <div class="para">der Grundkrankheit, welche nach dem 31. Dezember 1998 voll </div> <div class="para">zum Tragen gekommen ist. Dies ist klar und deutlich dem </div> <div class="para">erwähnten Bericht zu entnehmen. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">c) Eine neutrale ärztliche Begutachtung - wie sie von </div> <div class="para">der Beschwerdeführerin gefordert wird - erübrigt sich, da </div> <div class="para">der Sachverhalt hinreichend abgeklärt ist und diesbezüglich </div> <div class="para">keiner Ergänzung bedarf. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Demnach erkennt das Eidg. Versicherungsgericht: </div> <div class="para"> </div> <div class="para">I. Die Verwaltungsgerichtsbeschwerde wird abgewiesen. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">II. Es werden keine Gerichtskosten erhoben. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">III. Dieses Urteil wird den Parteien, dem Versicherungsgericht </div> <div class="para">des Kantons Solothurn und dem Bundesamt für </div> <div class="para">Sozialversicherung zugestellt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Luzern, 14. März 2001 </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Im Namen des </div> <div class="para">Eidgenössischen Versicherungsgerichts </div> <div class="para">Der Präsident der III. Kammer: </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Die Gerichtsschreiberin: </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> </div></body></html>