<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="cell small-12 contentContainer printArea"> <div><table><tr><td><p class="Normal Heading1"><span id="_GoBack"></span><span class="Normal Heading1">Sozialversicherungsgericht</span></p><p class="Normal Heading1"><span class="Normal Heading1">des Kantons Zürich</span></p></td><td><p class="Normal Heading1"></p></td></tr></table><p><span>IV.2016.00714</span></p><p><br/></p><p>IV. Kammer</p><p>Sozialversicherungsrichter Hurst, Vorsitzender<br/>Sozialversicherungsrichterin Philipp<br/>Sozialversicherungsrichter Vogel<br/>Gerichtsschreiberin Muraro</p><p class="Normal Heading2"><span class="Normal Heading2">Urteil vom 4. August 2017</span></p><p class="Normal StandardEinzug"><span class="Normal StandardEinzug">in Sachen</span></p><p class="Normal StandardFett RubrumFett"><span class="Normal StandardFett RubrumFett">X.___</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Beschwerdeführer</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">vertreten durch Rechtsanwalt Markus Bischoff</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Schifflände 22, Postfach 126, 8024 Zürich</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">gegen</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardFett RubrumFett"><span class="Normal StandardFett RubrumFett">Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Beschwerdegegnerin</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Sachverhalt:</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.</span><span> </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Der 1954 geborene X.___, ausgebildeter Elektriker, reiste 1986 in die Schweiz ein und arbeitete ab dem 1. Februar 2006 bei einer Reinigungsfirma. Am 30. November 2010 meldete er sich unter Hinweis auf die Folgen eines am 21. Mai 2010 erlittenen Unfalls (Rückenschmerzen, Schockzustand, Schlafstö</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rungen und depressive Störung) bei der Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, zum Be</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">zug von Leistungen der Invalidenversicherung an (Urk. 7/4 und Urk. 7/9). Die IV-Stelle zog die Akten des Unfallversicherers bei (Urk. 7/10 und Urk. 7/23). Die Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (SUVA; heute: Suva) verfügte am 11. November 2010 die Einstellung der Versi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">cherungs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">leis</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tungen (Taggeld und Heilkosten) per 30. November 2010, da ge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">mäss kreis</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ärztli</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">cher Untersuchung die weiterbestehenden Beschwerden nicht mehr unfall</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">be</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">dingt, sondern ausschliesslich krankhafter Natur seien (Urk. 7/10/15 f.). Die dagegen gerichtete Einsprache des Versicherten (Urk. 7/10/14) wurde von der SUVA mit </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Ent</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">scheid vom 10. Februar </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2011 abge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">wiesen (Urk. 7/23/2-6</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">).</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Die IV-Stelle tätigte weitere Abklärungen bezüglich der erwerblichen und medi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">zi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nischen Verhältnisse (Urk. 7/11 ff.). Am 22. Oktober 2011 erlitt der Versicherte abermals einen Unfall (Stolpersturz) und zog sich da</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">bei Verletzungen zu (Urk. 7/45). Die IV-Stelle veranlasste eine ärztliche Unter</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">suchung bei Dr. med. Y.___, Facharzt für Psychiatrie und Psycho</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">therapie FMH, Regio</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">naler Ärztli</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">cher Dienst (RAD), welcher seinen Bericht am 22. Februar 2012 erstattete (Urk. 7/51). Mit Vorbescheid vom 2. März 2012 kündigte die IV-Stelle an, der Versicherte habe ab 1. Januar 2012 Anspruch auf eine halbe Rente (Urk. 7/55). Nach Einwand vom 17. April 2012 (Urk. 7/62) tä</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tigte die IV-Stelle weitere Abklärungen bezüglich der medizinischen Verhält</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nisse. Nach erneut durchgeführtem Vorbescheidverfahren (Vorbescheid vom 22. März 2013; Urk. 7/91) sprach die IV-Stelle dem Versicherten mit Verfügung vom 29. Januar 2014 ab dem 1. Januar 2012 eine halbe Invalidenrente, ab dem 1. April 2012 eine ganze und ab dem 1. September 2012 wieder eine halbe In</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">validenrente zu (Urk. 7/105). Dagegen </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">erhob der Versicherte mit Eingabe vom </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">5. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">März 2014 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">beim hiesigen Gericht </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Beschwerde und beantragte, es sei ihm ab Mai 2011 bis Ende Dezember 2012 eine ganze Rente und hernach mindestens eine Dreiviertelsrente auszurichten</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> (Urk. 7/116/3-14)</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Mit Beschluss vom 23. April 2015 im Verfahren IV.2014.00273 setzte das Gericht dem Versicherten Frist zur Stellungnahme an, da ihm eine Schlechterstellung (reformatio in peius) drohe, weil aufgrund</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">einer</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> vorläufigen Einschätzung</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> davon auszugehen sei, dass </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">die </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ab dem 1. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">September 2012 und für die Zukunft zugesprochene halbe Invalidenrente </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">im Falle einer gerichtlichen Entscheidung entfiele (Urk. 7/124)</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Mit Eingabe vom 3. Juni 2015 (Urk. 7/125/7 f.) zog der Beschwerdeführer seine</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Beschwerde </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">beim hiesigen Gericht zurück, woraufhin</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> das </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Beschwerdev</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">erfahren</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> IV.2014.00273 mit Verfügung vom 11. Juni 2015</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> infolge Rückzugs als erledigt ab</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">geschrieben wurde (Urk. 7/125/1-6). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die IV-Stelle leitete am 6. Oktober 2015 ein Rentenrevisionsverfahren ein (Urk. 7/128/2) und tätigte weitere Abklärungen bezüglich der erwerblichen und medizinischen Verhältnisse. Nach durchgeführtem Vorbescheidverfahren (Vor</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">bescheid vom 4. Februar 2016 [Urk. 7/140] und Einwand vom 9. März 2016 [Urk. 7/142]) hob die IV-Stelle die Verfügung vom 29. Januar 2014 (Rentenzu</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sprache) mit Verfügung vom 9. Juni 2016 wiedererwägungsweise insofern auf, als die ab dem 1. September 2012 unbefristet zugesprochene Invalidenrente nach Zustellung der Verfügung auf Ende des folgenden Monats aufgehoben wurde. Einer dagegen gerichteten Beschwerde wurde die aufschiebende Wir</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">kung entzogen (Urk. 2 [= Urk. 7/145]). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Dagegen erhob der Versicherte mit Eingabe vom 21. Juni 2016 Beschwerde und beantragte, die angefochtene Verfügung sei aufzuheben. In prozessualer Hin</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sicht beantragte er die Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege (Urk. 1). Mit Beschwerdeantwort vom 30. August 2016 schloss die Beschwerdegegnerin auf Abweisung der Beschwerde (Urk. 6), was dem Beschwerdeführer mit Verfü</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gung vom 2. September 2016 angezeigt wurde (Urk. 8). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Das Gericht zieht in Erwägung:</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Nach </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">53 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Abs. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> des So-zial</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sicherungsrechts (ATSG) in Verbindung mit </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2 ATSG und </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Abs. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1 des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG) kann der Versi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">cherungsträger auf formell rechtskräftige Verfügungen oder Einsprache-ent</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">scheide zurückkommen, wenn diese zweifellos unrichtig sind und wenn ihre Berichtigung von erheblicher Bedeutung ist. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Wiedererwägung</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> dient der Korrektur einer anfänglich unrichtigen Rechtsanwendung einschliesslich un</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">richtiger Feststellung im Sinne der Würdigung des Sachverhaltes. Das Erforder</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nis der zweifellosen Unrichtigkeit ist in der Regel erfüllt, wenn eine Leistungs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">zusprache aufgrund falsch oder unzutreffend verstandener Rechtsregeln erfolgt ist oder wenn massgebliche Bestimmungen nicht oder unrichtig angewandt wurden. Anders verhält es sich, wenn der Wiedererwägungsgrund im Bereich materieller Anspruchsvoraussetzungen liegt, deren Beurteilung notwendiger</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">weise Ermessenszüge aufweist. Erscheint die Beurteilung einzelner Schritte bei der Feststellung s</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">olcher Anspruchsvoraussetzungen </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">(Invaliditätsbemessung</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">, </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Ar</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">beitsunfähigkeits</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">schätzung, Beweiswürdigung, Zumutbarkeitsfragen) vor dem Hintergrund der Sach- und Rechtslage, wie sie sich im Zeitpunkt der Leistungs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">zusprechung dargeboten hat, als vertretbar, scheidet die Annahme zweifelloser Unrichtigkeit aus. Zweifellos ist die Unrichtigkeit, wenn kein vernünftiger Zweifel daran möglich ist, dass die Verfügung unrichtig war. Es ist nur ein ein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ziger Schluss – derjenige auf die Unrichtigkeit der Verfügung – denkbar (statt vieler: Urteil des Bundesgerichtes 9C_63/2014 vom </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">8. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Mai 2014 E. 2 mit Hin</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">weisen). Um eine zugesprochene Rente wiedererwägungsweise aufheben zu können, muss zudem – nach damaliger Sach- und Rechtslage – erstellt sein, dass eine korrekte Invaliditätsbemessung hinsichtlich des Leistungsanspruches zu einem anderen Ergebnis geführt hätte (Urteil des Bundesgerichtes 8C_778/2012 vom 2</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">7. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Mai 2013 E. 3.1 mit Hinweisen). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.</span><span> </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">In der angefochtenen Verfügung vom 9. Juni 2016 erwog die Beschwerde-gegne</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rin im Wesentlichen, die Abklärungen hätten ergeben, dass das in der Rentenverfügung vom 29. Januar 2014 angegebene Erwerbseinkom</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">men und damit das Valideneinkommen zu grosszügig festgelegt worden sei. Bei der Bemessung des Invalideneinkommens hätten sodann die </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Tabellenlöhne ge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">mäss den vom Bundesamt für Statistik periodisch herausgegebenen Lohnstruk</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">turerhebungen (LSE) </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">herangezogen werden müssen; der Beschwerdeführer sei in einer angepassten Tätigkeit zu 50 % arbeitsfähig. Aufgrund eines neu vorzu</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nehmenden Einkommensvergleichs sei von einem Invaliditätsgrad von 35 % auszugehen, womit keine Invalidenrente mehr auszurichten sei (Urk. 2). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Demgegenüber brachte der Beschwerdeführer in seiner Eingabe vom 21. Juni 2016 im Wesentlichen vor, es seien keine Gründe für eine Wiedererwägung er</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sichtlich; eine zweifellose Unrichtigkeit liege nicht vor. Zudem hätte das fort</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">geschrittene Alter des Beschwerdeführers berücksichtigt werden müssen (Urk. 1). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.</span><span> </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Dass eine 50%ige Restarbeitsfähigkeit in der bisherigen (und einer angepassten Tätigkeit) besteht (Urk. 2), wurde vom Beschwerdeführer nicht bestritten (Urk. 1 S. 7) und ist aufgrund der ärztlichen Berichte ausgewiesen. In Frage steht somit einzig, ob die Einkommensberechnung zweifellos unrichtig war.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Es trifft zwar zu, dass in der Verfügung vom 29. Januar 2014 betreffend die unbefristete Invalidenrente von 50 % (Urk. 7/105) eine grosszügige Einkom</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">mensberechnung vorgenommen worden war, was vom hiesigen Gericht im Be</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">schwerdeverfahren IV.2014.00273 (Beschluss vom 23. April 2015) festgestellt wurde (Urk. 7/124). Das Gericht konnte die damalige Rentenverfügung bei vol</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ler Kognition allerdings frei überprüfen. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Voraussetzungen für eine wiedererwägungsweise Aufhebung einer In-validen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rente sind demgegenüber strenger (vgl. E. 1). Dass die Beschwerdegeg</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nerin in der Rentenverfügung vom 29. Januar 2014 auf die Einkommensanga</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ben in der Schadenmeldung vom 26. Mai 2010 abstellte (Urk. 7/10/151), erweist sich nicht als zweifellos unrichtig, zumal diese Angaben von der Arbeitgeberin des Beschwerdeführers stammten. Ebensowenig erweist sich als zweifellos un</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">richtig, dass die Beschwerdegegnerin bei 50%iger Arbeitsfähigkeit in der bishe</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rigen Tätigkeit sinngemäss einen Prozentvergleich vornahm, da sich das Er</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">werbseinkommen des Beschwerdeführers bei einem Stundenlohn von Fr. 20.-- (zuzüglich 8.33 % Ferienentschädigung, 1.2 % Feiertagsentschädigung sowie einem 13. Monatslohn von 78 %) als unterdurchschnittlich herausstellte (vgl. den Arbeitgeberfragebogen vom 8. Dezember 2010). Es hätte sich daher bei Abstellen auf die Tabellenlöhne die Frage einer Parallelisierung gestellt. Ein weiterer Ermessensspielraum wäre sodann bei der Bemessung eines leidensbe</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">dingten Abzuges vom Invalideneinkommen möglich gewesen. Im Ergebnis er</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">weist sich die Einkommensberechnung als vertretbar. Es liegen somit keine Umstände vor, welche die Annahme einer zweifellosen Unrichtigkeit als Vo</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">raussetzung für eine wiedererwägungsweise Aufhebung der ab dem 1. September 2012 unbefristet zugesprochenen Rente rechtfertigen würden. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.4</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Entsprechend ist die angefochtene Verfügung ersatzlos aufzuheben, was zur Folge hat, dass der Beschwerdeführer weiterhin Anspruch auf die mit Verfügung vom 29. Januar 2014 unbefristet zugesprochene halbe Invalidenrente hat. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.</span><span> </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">4.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Gestützt auf Art. 69 Abs. 1</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">bis</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> IVG ist das Verfahren für die unterliegende Partei kostenpflichtig. Die Kosten sind unabhängig vom Streitwert nach dem Verfah</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rensaufwand festzulegen, vorliegend auf Fr. 600.-- anzusetzen und der unterlie</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">genden Beschwerdegegnerin aufzuerlegen.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Ausgangsgemäss hat der Beschwerdeführer Anspruch auf eine Prozessent-schädi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gung. Nach § 34 Abs. 3 GSVGer bemisst sich die Höhe der ge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">richtlich festzusetzenden Entschädigung nach der Bedeutung der Streitsache, der Schwierigkeit des Prozesses und dem Mass des Obsiegens, jedoch ohne Rück-sicht auf den Streitwert. Nach Massgabe des nachvollziehbaren anwaltli</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">chen Aufwands (vgl. die Honorarnote von Rechtsanwalt Markus Bischoff vom 27. Oktober 2016 [Urk. 9 und Urk. 10]) ist die Prozessentschädigung auf Fr. 2‘121.45 (inkl. Barauslagen und 8 % Mehrwertsteuer) festzusetzen.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege ist bei diesem Verfahrensausgang als gegenstandslos zu betrachten.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Heading3"><span class="Normal Heading3">Das Gericht erkennt:</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span class="Normal Dispotext DispoHngend">1.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">In Gutheissung der Beschwerde wird die angefochtene</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend"> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Verfügung der Sozialversiche</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">rungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, vom 9. Juni 2016 aufgehoben, und es wird festgestellt, dass der Beschwerdeführer weiterhin Anspruch auf eine halbe Invaliden</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">rente hat.</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span class="Normal Dispotext DispoHngend">2.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Die Gerichtskosten von </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Fr. 600</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">.-- werden </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">der Beschwerdegegnerin</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend"> auferlegt.</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend"> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Rech</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">nung und Einzahlungsschein werden </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">der</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend"> Kostenpflichtigen nach Eintritt der Rechts</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">kraft zugestellt.</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span class="Normal Dispotext DispoHngend">3.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Die Beschwerdegegnerin wird</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend"> verpflichtet, </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">dem Beschwerdeführer</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend"> eine Prozessent</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">-</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">schä</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">digung von </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Fr. </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">2'121.45</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend"> (inkl. Barauslagen und MWSt) zu bezahlen.</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span class="Normal Dispotext DispoHngend">4.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Zustellung gegen Empfangsschein an:</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Rechtsanwalt Markus Bischoff</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Bundesamt für Sozialversicherungen</span></p><p class="Normal Dispotext DispoEinzug"><span class="Normal Dispotext DispoEinzug">sowie an:</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Gerichtskasse (im Dispositiv nach Eintritt der Rechtskraft)</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">5.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Gegen diesen Entscheid kann innert </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">30 Tagen</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"> seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundes</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">gesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 15. Juli bis und mit 15. August sowie vom 18. Dezember bis und mit dem 2. Januar (Art. 46 BGG).</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">stellen.</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Be-weismit</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">tel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Ur</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">kunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat (Art. 42 BGG).</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><br/></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><br/></p><p class="Normal Heading3"><span class="Normal Heading3">Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich</span></p><p><br/></p><p>Der VorsitzendeDie Gerichtsschreiberin</p><p><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p>HurstMuraro</p></div> </div></body></html>