A bteilung V E -275/2007 koh/beu {T 0/2} U rteil vom 30. A ugust 2007 M itw irkung: R ichterinnen Therese Kojic, C hrista Luterbacher, Jenny D e C oulon, G erichtsschreiberin M uriel Beck Kadim a A._______, geboren (...), D em okratische R epublik Kongo, w ohnhaft (...) Beschw erdeführer gegen B undesam t für M igration (B FM ), Q uellenw eg 6, 3003 Bern, Vorinstanz betreffend Verfügung vom 7. D ezem ber 2006 in Sachen W iedererw ägung/R evision, A syl und Vollzug der W egw eisung / N _______ B u n d e s v e rw a ltu n g s g e ric h t T rib u n a l a d m in is tra tif fé d é ra l T rib u n a le a m m in is tra tiv o fe d e ra le T rib u n a l a d m in is tra tiv fe d e ra l2 Sachverhalt: A. D er Beschw erdeführer - ein kongolesischer Staatsangehöriger m it letztem W ohn- sitz in Kinshasa/D em okratische R epublik Kongo (D R K) - reichte am 1. N ovem ber 2002 an der ehem aligen Em pfangsstelle des BFM in Vallorbe ein Asylgesuch ein. Am 12. N ovem ber 2002 w urde er in der Em pfangsstelle (heute: Em pfangs- und Verfahrenszentrum ) C hiasso sum m arisch und am 18. D ezem ber 2002 vom zustän- digen kantonalen Am t einlässlich zu seinen Asylgründen befragt. M it Verfügung vom 17. Februar 2003 lehnte die Vorinstanz das Asylgesuch des Beschw erdeführers w egen U nglaubhaftigkeit von dessen Vorbringen ab und ord- nete seine W egw eisung sow ie deren Vollzug an. M it Eingabe vom 19. M ärz 2003 erhob der Beschw erdeführer bei der dam als zu- ständigen Schw eizerischen Asylrekurskom m ission (AR K) über seinen dam aligen R echtsvertreter Beschw erde gegen die Verfügung des BFM vom 17. Februar 2003. D abei beantragte er, die Verfügung sei aufzuheben und es sei ihm Asyl oder eventualiter die vorläufige Aufnahm e zu gew ähren. M it U rteil vom 22. Septem ber 2006 w ies die AR K die Beschw erde in Bestätigung des Entscheids der Vorinstanz m it der Begründung ab, dass es dem Beschw erde- führer – auch in Berücksichtigung der von ihm eingereichten Bew eism ittel – nicht gelungen sei, die geltend gem achten Asylgründe glaubhaft zu m achen. Am 11. O ktober 2006 reichte der Beschw erdeführer bei der AR K ein m it "Apport de nouveaux élém ents contre la décision de l'O D R (recte: U rteil der AR K) du 22.09.06" betiteltes Schreiben m it w eiteren Bew eism itteln und m it dem Begehren, den Entscheid vom 22. Septem ber 2006 in W iedererw ägung zu ziehen und dem Beschw erdeführer eine vorläufige Aufnahm e sow ie die Fam ilienzusam m enführung zu gew ähren, ein. D ie AR K nahm dieses Schreiben m it Zw ischenverfügung vom 24. O ktober 2006 als sinngem ässes R evisionsgesuch entgegen und stellte fest, dass die eingereichten Schriftstücke revisionsrechtlich nicht relevant seien, w es- halb das G esuch als aussichtslos zu betrachten und ein Kostenvorschuss zu erhe- ben sei. Am 7. N ovem ber 2006 reichte der Beschw erdeführer eine m it "le retrait de toutes m es preuves suite au dérapage dans votre procédure" betitelte Eingabe ein, m it w elcher er den R ückzug seines Asylgesuchs m it folgenden W orten m itteilte: "...je juge utile de m ettre un term e à cette dem ande d'asile. Sur ce, je vous prie de m e retourner toutes m es preuves, j'irai ailleurs dem ander l'asile, ...". M it Schreiben vom 16. N ovem ber 2006 an das U N H C H R in G enf – w ovon der Beschw erdeführer eine Kopie an die AR K richtete – w iederholte er seine Absicht, w oanders um Asyl nachzusuchen ("Ils [AR K] n'ont qu'à m e retourner ces preuves j'irai ailleurs refor- m uler la m êm e dem ande d'asile"). Aus diesen G ründen schrieb die AR K m it Beschluss vom 20. N ovem ber 2006 das R evisionsgesuch des Beschw erdeführers vom 11. O ktober 2006 als durch R ück- zug erledigt ab. 3 M it Schreiben vom 25. N ovem ber 2006 (Poststem pel: 22. N ovem ber 2006) ersuch- te der Beschw erdeführer die AR K um Erlaubnis ("D em ande d'autorisation"), beim Internationalen Strafgerichtshof eine Klage gegen kongolesische Persönlichkeiten einzureichen. Im W eiteren bat er um eine Antw ort auf Französisch, da seine D eutschkenntnisse ungenügend seien und legte diverse O riginaldokum ente (Be- schluss der AR K vom 20. N ovem ber 2006; Zw ischenverfügung der AR K vom 24. O ktober 2006; U rteil der AR K vom 22. Septem ber 2006; Schreiben des BFM vom 29. Septem ber 2006; diverse Einzahlungsscheine) bei. M it Schreiben vom 15. D e- zem ber 2006 teilte die AR K dem Beschw erdeführer m it, dass sie für das G esuch um Erteilung einer Aufenthaltsbew illigung nicht zuständig sei. B. M it Eingabe vom 4. D ezem ber 2006 an das BFM (betitelt m it "D em ande d'inform ation") verdankte der Beschw erdeführer die Zustellung der von ihm zurück- geforderten Bew eism ittel durch das BFM und teilte m it, dass seine Schw ester beim IKR K/D elegierten des U N H C R ein Asylgesuch eingereicht habe, w as er m it der Eingabe von zw ei Bew eism itteln (Eingabe von Frau B._______. vom 7. N ovem ber 2006 an das IKR K/Kinshasa, M onsieur le D élégué du H .C .R .; Schreiben des Beschw erdeführers vom 9. D ezem ber 2006 an das U N H C R in G enf, beide in Kopie) belegte. Im Ü brigen fügte er an, m it dem heutigen Präsidenten (Joseph Kabila) der D R K Schw ierigkeiten zu haben, da dieser als dam aliger G eneral der kongolesischen Arm ee verhindere, dass die H intergründe des Verschw indens C ._______ - Ehem ann der Schw ester B._______. des Beschw erdeführers - aufgedeckt w ürden. Er m üsse in diesem Zusam m enhang als w ichtiger Zeuge m it Benachteiligungen rechnen. D as BFM nahm diese Eingabe als W iedererw ägungsgesuch entgegen. C . M it Verfügung vom 7. D ezem ber 2006, eröffnet am 11. D ezem ber 2006, w ies das BFM das W iedererw ägungsgesuch ab und stellte fest, die Verfügung vom 17. Feb- ruar 2003 sei rechtskräftig und vollstreckbar. Ferner hielt es fest, dass einer allfälli- gen Beschw erde keine aufschiebende W irkung zukom m en w ürde. Zur Begründung führte es im W esentlichen aus, dass zum einen Joseph Kabila bereits seit Januar 2001 die Präsidentschaft des Landes inne habe, und insofern nicht nachvollzieh- bar sei, inw iefern seine W iederw ahl eine neue Verfolgungssituation für den Be- schw erdeführer darstelle. Zum anderen sei das von der Schw ester des Beschw er- deführers verfasste Schreiben vom 7. N ovem ber 2006 nicht geeignet, die behaup- tete Verfolgungssituation zu belegen, da es sich vorerst lediglich um eine schriftli- che Eingabe an das IKR K handle, deren W ahrheitsgehalt von diesem noch nicht geprüft w orden sei. D . M it Eingabe vom 9. Januar 2007 (Poststem pel: 10. Januar 2007) an die AR K be- antragte der Beschw erdeführer sinngem äss die Aufhebung des vorinstanzlichen Entscheides und den Verzicht auf den W egw eisungsvollzug. D ie aufschiebende W irkung sei w ieder herzustellen. D abei erw ähnte er unter anderem , er habe nie beabsichtigt, sein Asylgesuch zurück zu ziehen. Im Ü brigen m achte er gesundheit- liche Beschw erden geltend. Auf die w eitere Begründung w ird, sow eit w esentlich, in den nachfolgenden Erw ägungen eingegangen. E. M it Zw ischenverfügung vom 25. Januar 2007 setzte das Bundesverw altungsge- richt den Vollzug der W egw eisung aus, verzichtete auf die Erhebung eines Kosten- vorschusses und forderte den Beschw erdeführer auf, einen aktuellen Arztbericht 4 einzureichen. F. Am 6. Februar 2007 stellte D r. m ed. D ._______, eine ärztliche Bestätigung unklarer Schluckstörungen m it der Bem erkung zu, der untersuchende Facharzt habe den Beschw erdeführer zu einer R öntgenuntersuchung angem eldet. G . D ie Vorinstanz beantragte in ihrer Vernehm lassung vom 27. Februar 2007 die Ab- w eisung der Beschw erde. H . M it Eingabe vom 17. M ärz 2007 replizierte der Beschw erdeführer und reichte eine w eitere ärztliche Bestätigung von D r. m ed. D ._______ ein, w elche attestiert, dass die unklaren Schluckbeschw erden des Beschw erdeführers w eiter abgeklärt w ürden. Im W eiteren erklärte der Beschw erdeführer, dass er seit dem Jahr 2004 unter starken Schm erzen im H alsbereich leide, w as er auf einen W echsel seines Bettes zurückführe, w eshalb er nach ärztlichen Abklärungen bereits dam als ein erneutes Ausw echseln seines Bettes beantragt habe, w as indessen bis heute nicht erfolgt sei. I. M it Zw ischenverfügung vom 2. April 2007 forderte das Bundesverw altungsgericht den Bescherdeführer auf, ausführliche aktuelle Berichte der behandelnden Ärzte, Entbindungserklärungen von deren Schw eigepflicht, sow ie ein von ihm in seiner R eplikschrift in Aussicht gestelltes Schreiben (von) E.________ betreffend seine gesundheitlichen Beschw erden einzureichen. J. Am 12. April 2007 reichte der Beschw erdeführer ein ärztliches Schreiben von D r. m ed. F._______, vom 26. April 2005 an D r. m ed. D ._______ und einen schriftlichen Sprechstundenterm in m it D r. m ed. G ._______ sow ie eine Patientenanm eldung beim (N am e des Spitals), beide für den 28. Juni 2007, nach. D as B undesverw altungsgericht zieht in Erw ägung: 1. 1.1 G em äss Art. 31 des Verw altungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (VG G , SR 173.32) beurteilt das Bundesverw altungsgericht Beschw erden gegen Verfügungen nach Art. 5 des Bundesgesetzes vom 20. D ezem ber 1968 über das Verw altungs- verfahren (Vw VG , SR 172.021), sofern keine Ausnahm e nach Art. 32 VG G vor- liegt. Als Vorinstanzen gelten die in Art. 33 und 34 VG G genannten Behörden. D azu gehören Verfügungen des BFM gestützt auf das Asylgesetz vom 26. Juni 1998 (AsylG , SR 142.31); das Bundesverw altungsgericht entscheidet in diesem Bereich endgültig (Art. 105 AsylG ; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des Bundesgerichtsgeset- zes vom 17. Juni 2005 [BG G , SR 173.110]). Als letztinstanzliche Behörde im Asyl- bereich ist das Bundesverw altungsgericht sodann auch zuständig für die Beurtei- lung von Beschw erden gegen W iedererw ägungsentscheide des BFM und von R e- visionsgesuchen. 1.2 D as Bundesverw altungsgericht hat per 1. Januar 2007 die bei der per 31. D ezem - ber 2006 aufgelösten AR K hängigen R echtsm ittel übernom m en, w obei grundsätz- lich das neue Verfahrensrecht anw endbar ist (vgl. Art. 53 Abs. 2 VG G ).5 1.3 M it Beschw erde kann die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige oder unvoll- ständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts und die U nangem essen- heit gerügt w erden (Art. 106 Abs. 1 AsylG ). 2. D ie Beschw erde ist form - und fristgerecht eingereicht; der Beschw erdeführer ist le- gitim iert (Art. 6 AsylG i.V.m . Art. 48 und 50 ff. Vw VG ). Auf die Beschw erde ist m it- hin einzutreten. 3. 3.1 D ie Vorinstanz hat die Eingabe vom 4. D ezem ber 2006 als sinngem ässes "G esuch um w iedererw ägungsw eise vorläufige Aufnahm e" entgegen genom m en. 3.2 Prüfungsgegenstand des vorliegenden Verfahrens bildet som it vorerst die Frage, ob das Bundesam t die Eingabe des Beschw erdeführers vom 4. D ezem ber 2006 zu R echt als W iedererw ägungsgesuch entgegen genom m en hat oder ob es sich eher um ein R evisionsgesuch beziehungsw eise um ein zw eites Asylgesuch handelte. 3.3 Eine eingehende R echtsschrift ist als jenes R echtsm ittel entgegenzunehm en, des- sen gesetzliche Voraussetzungen erfüllt sind, und nicht als jenes, als w elches es von der Partei unrichtigerw eise bezeichnet w orden ist (vgl. U LR IC H ZIM M ER LI/W ALTER KÄLIN /R EG U LA KIEN ER , G rundlagen des öffentlichen Verfahrensrechts, Bern 1997, S. 254 f.; FR ITZ G YG I, Bundesverw altungsrechtspflege, 2. überarbeitete Auflage, Bern 1983, S. 50 und 198). 3.4 D er Begriff der W iedererw ägung w ird in zw eifachem – nachfolgend erläutertem - Sinne verw endet. Eine W iedererw ägung fällt hingegen dann nicht in Betracht, w enn lediglich eine neue W ürdigung der beim früheren Entscheid bereits bekann- ten Tatsachen herbeigeführt w erden soll oder G ründe angeführt w erden, die be- reits in einem ordentlichen Beschw erdeverfahren gegen die frühere Verfügung hät- ten geltend gem acht w erden können (vgl. die w eiterhin zutreffende Praxis der AR K in Entscheidungen und M itteilungen der Schw eizerischen Asylrekurskom m ission /EM AR K 2003 N r. 17 E. 2b S. 104). Zum einen bezeichnet der Begriff der W iedererw ägung die Anpassung einer ur- sprünglich fehlerfreien Verfügung an nachträglich eingetretene Veränderungen der Sachlage (vgl. EM AR K 2003 N r. 7 E. 1 S. 42 f.). In der zw eiten Bedeutung m eint der Begriff der W iedererw ägung den W iderruf ei- ner unangefochten gebliebenen, form ell rechtskräftigen Verfügung, die sich als ur- sprünglich fehlerhaft erw eist. Analog zur gesetzlichen R egelung von Art. 66 Vw VG leitet die Praxis dabei unm ittelbar aus Art. 29 Abs. 1 B undesverfassung der Schw eizerischen Eidgenossenschaft (BV, SR 101) einen Anspruch auf W ie- dererw ägung ab, sofern R evisionsgründe geltend gem acht w erden können (vgl. EM AR K 2003 N r. 17 E. 2a S. 103 f.). W urde der erstinstanzliche Entscheid hingegen angefochten und ein m aterieller Entscheid erlassen, liegt ein R evisionsgesuch vor, w elches von der Beschw erdeinstanz zu behandeln ist. G em äss Art. 45 VG G sind für die R evision von Entscheiden des Bundesverw altungsgerichts die Artikel 121 - 128 BG G 6 anw endbar. D ieser G esetzesverw eis gilt allerdings nicht für R evisionsgesuche ge- gen U rteile der AR K, deren Beurteilung vom Bundesverw altungsgericht übernom - m en w urde. W ie näm lich m it Beschluss des Plenum s der R ichter und R ichterinnen des Bundesverw altungsgerichts vom 25. Juni 2007 bestim m t w urde, sind R evi- sionsgesuche gegen Entscheide der AR K w eiterhin nach den Bestim m ungen des Vw VG zu beurteilen (vgl. im Einzelnen das zur Publikation vorgesehene U rteil BVG E D -4889/2006 vom 12. Juli 2007). G em äss dem in EM AR K 1998 N r. 1 publizierten G rundsatzentscheid der AR K (be- stätigt in EM AR K 2006 N r. 20), w elchen das Bundesverw altungsgericht als w eiter- hin zutreffend erachtet, ist zudem eine Abgrenzung zw ischen W iedererw ägungs- gesuch und zw eitem Asylgesuch vorzunehm en. Stellt ein Asylbew erber, nachdem er bereits ein Asylverfahren erfolglos durchlaufen oder sein G esuch zurückgezo- gen hat oder w ährend des hängigen Asylverfahrens in den H eim at- oder H er- kunftsstaat zurückgekehrt ist, ein w eiteres M al ein G esuch, m it w elchem er die Feststellung der Flüchtlingseigenschaft verlangt, ist dieses zw eite G esuch - unab- hängig von seiner Bezeichnung - nach der Bestim m ung von Art. 32 Abs. 2 Bst. e AsylG zu behandeln. Zusam m enfassend ergibt sich, dass der Zeitpunkt, zu w elchem sich eine "neue" behauptete Tatsache zugetragen hat, entscheidend ist, um festzustellen, ob es sich um ein (einfaches) W iedererw ägungs- oder ein R evisionsgesuch handelt und ob W iedererw ägungs- oder R evisionsgründe vorliegen. 4. 4.1 Vorw eg ist festzuhalten, dass der Beschw erdeführer bereits ein Beschw erdever- fahren durchlaufen hat, w elches m it U rteil der AR K vom 22. Septem ber 2006 ab- geschlossen w orden w ar. D ieses D atum ist folglich für die Feststellung der N euheit von Bew eism itteln beziehungsw eise von Tatsachen ausschlaggebend. Im Ü brigen steht dam it fest, dass bei allfälligem Vorliegen einer ursprünglich fehlerhaften Ver- fügung diese nicht in einem so genannten qualifizierten W iedererw ägungsverfah- ren von der Vorinstanz, sondern in einem R evisionsverfahren von der Beschw er- deinstanz zu überprüfen ist (vgl. EM AR K 1998 N r. 1 E. 6.a. S. 11). Im Fall einer ur- sprünglich fehlerfreien Verfügung hingegen m üsste überdies geprüft w erden, ob eine allfällig nachträglich eingetretene Sachlage für die Flüchtlingseigenschaft re- levant w äre, w as – w ie oben dargestellt – unter dem G esichtspunkt von Art. 32 Abs. 2 Bst. e AsylG zu prüfen w äre. D ie Form ulierung des Beschw erdeführers in seiner Eingabe vom 7. N ovem ber 2006 im Zusam m enhang m it dem am 11. O ktober 2006 eingeleiteten R evisions- verfahren "...je juge utile de m ettre un term e à cette dem ande d'asile. ..." w urde entgegen der Behauptung in der Eingabe vom 9. Januar 2007 von der AR K zu R echt als R ückzug seines sinngem ässen R evisionsgesuchs vom 11. O ktober 2006 erachtet und das R evisionsgesuch w urde in der Folge zu R echt m it Beschluss der AR K vom 20. N ovem ber 2006 abgeschrieben. D as Schreiben des Beschw erdefüh- rers vom 4. D ezem ber 2006 an das BFM kann aufgrund der voranstehenden Aus- führungen dem nach als sinngem ässes G esuch um W iederaufnahm e seines Asyl- verfahrens beziehungsw eise als zw eites Asylgesuch oder als R evisionsgesuch verstanden w erden, da er diesem zw ei D okum ente beilegte, m it w elchen er seine 7 Flüchtlingseigenschaft zu belegen versucht. 4.2 Vorliegend ist som it zu prüfen, ob es sich bei den am 4. D ezem ber 2006 vom Be- schw erdeführer vorgebrachten Schilderungen (Asylgesuch seiner Schw ester vom 7. N ovem ber 2006 beim IKR K und W iederw ahl des kongolesischen Präsidenten Joseph Kabila im N ovem ber 2006) um revisionsrechtlich relevante "neue" Tatsa- chen oder Bew eism ittel im Sinne von Art. 66 Abs. 2 Bst. a Vw VG (Sachverhaltsele- m ent bestand vor Abschluss des früheren Verfahrens) oder um eine nachträglich – nach dem Abschluss des letzten Verfahrens – veränderte Sachlage handelt. 4.3 Zuerst sind die Vorbringen des Beschw erdeführers unter dem Titel eines W ieder- erw ägungsgesuchs zu w ürdigen, da sie als solches vom BFM entgegengenom m en w urden. Es ist dabei durchaus nachvollziehbar, dass das BFM das G esuch des Beschw erdeführers nicht zur Prüfung als R evisionsgesuch an die AR K w eiterleite- te, nachdem dieser kurz zuvor sein hängiges R evisionsgesuch zurückgezogen hat- te. 4.3.1 W ie das BFM zutreffend feststellt, hat Joseph Kabila die Präsidentschaft bereits seit Januar 2001 inne. D er Beschw erdeführer verliess gem äss seinen Angaben sein H eim atland am 1. N ovem ber 2002, nachdem er im August 2002 erfahren habe, dass er gesucht w erde, also über eineinhalb Jahre nach dem Beginn der Präsidentschaft von Joseph Kabila. D essen W iederw ahl im Spätherbst 2006, die sich nach dem AR K-U rteil vom 22. Septem ber 2006 ereignete, kann dem nach le- diglich G egenstand eines W iedererw ägungsverfahrens vor der Vorinstanz bezie- hungsw eise eines neuen Asylgesuchs darstellen. Aus den Akten ist indessen nicht ersichtlich, in w elcher W eise dieses Vorkom m nis als ein seit dem Abschluss des vorangegangenen Verfahrens eingetretenes Ereignis erachtet w erden m üsste, w elches die bis anhin geschilderten Vorbringen des Beschw erdeführers in einem neuen Licht erscheinen lassen könnte. D ie W iederw ahl verm ag w eder hinsichtlich des Vollzuges der W egw eisung noch in Bezug auf die Flüchtlingseigenschaft eine Veränderung des dargelegten Sachverhalts darzustellen. D em zufolge w ar auf- grund der W iederw ahl von Kabila w eder im Sinne eines zw eiten Asylgesuchs infol- ge von N achfluchtgründen noch im Sinne eines W iedererw ägungsgesuches betref- fend den Vollzug der W egw eisung von einer veränderten Sachlage auszugehen. D as BFM hat dem nach in seinem Entscheid vom 7. D ezem ber 2006 diesbezüglich zu R echt festgestellt, dass nicht nachvollziehbar sei, inw iefern sich durch die be- stätigte W iederw ahl eine veränderte Sachlage ergeben haben soll. D ass das BFM dabei auch eine veränderte Sachlage betreffend die behauptete Verfolgungssitua- tion verneint hat, w äre zw ar im R ahm en eines zw eiten Asylgesuches zu prüfen ge- w esen. Vorliegend erscheint jedoch eine R ückw eisung der Sache an die Vorin- stanz zw ecks einer solchen Prüfung angesichts der offensichtlich fehlenden Veränderung der Sachlage und der H altlosigkeit der geltend gem achten Verfolgung nicht angebracht. 4.3.2 Ferner sind den ärztlich bestätigten gesundheitlichen Beschw erden des Be- schw erdeführers – Schluckbeschw erden beziehungsw eise H als-N acken-Verspan- nungen – keine W iedererw ägungsgründe zu entnehm en, w elche den W egw ei- sungsvollzug des Beschw erdeführers in sein H eim atland als unzum utbar erscheinen liessen. 4.4 M it seiner Eingabe vom 4. D ezem ber 2006 sow ie m it der Beschw erde vom 9. Ja-8 nuar 2007 m acht der Beschw erdeführer – zum indest teilw eise – auch R evisi- onsgründe geltend, indem er vorbringt, neue Bew eism ittel für den seit je behaupte- ten und nie als glaubhaft gem acht anerkannten Sachverhalt vorlegen zu können. 4.4.1 Als "neue" Bew eism ittel im revisionsrechtlichen Sinne können das an das IKR K beziehungsw eise U N H C R gerichtete Asylgesuch der Schw ester des Beschw erde- führers vom 7. N ovem ber 2006 sow ie das Schreiben des Beschw erdeführers an das U N H C R vom 9. D ezem ber 2006, m it w elchen der Beschw erdeführer bereits bekannte Tatsachen – näm lich seine angeblich asylrelevante G efährdung im H ei- m atland - zu belegen versucht, erachtet w erden. D ie Schilderung in seiner Einga- be vom 4. D ezem ber 2006, seine Schw ester habe erst im N ovem ber 2006 um Asyl ersucht, nachdem sie Schw ierigkeiten erhalten habe, w eil sie am 19. M ai 2006 di- verse R egierungsstellen um eine Stellungnahm e zum Verschw inden ihres Ehe- m annes gebeten hatte (vgl. Beilagen zur Eingabe des Beschw erdeführers vom 11. O ktober 2006), soll offenbar zusam m en m it den diesbezüglichen Bew eism itteln dazu dienen, die früheren Angaben – w elche w eder von der Vorinstanz noch von der AR K geglaubt w urden - zu belegen. D er Beschw erdeführer gab bereits anlässlich der kantonalen Befragung vom 18. D ezem ber 2002 zu Protokoll, dass sich seine Schw ester versteckt halte (vgl. A6, S. 10), w eil sie gefährdet sei, und er selbst w äre der gleichen G efährdung aus- gesetzt, w enn er in sein H eim atland zurückkehren m üsste. D as Schreiben der Schw ester vom 7. N ovem ber 2006 an das IKR K sow ie das Schreiben des Be- schw erdeführers an das U N H C R vom 9. D ezem ber 2006 sind indessen in keiner W eise geeignet, die bisher w eder von der Vorinstanz noch von der AR K als glaub- haft erachteten Vorbringen des Beschw erdeführers zu belegen. Es handelt sich dabei um Schreiben, deren Inhalt nicht auf seinen W ahrheitsgehalt überprüft w er- den kann und w elche überdies nichts über die Situation des Beschw erdeführers selbst aussagen. D arin w ird lediglich festgehalten, dass sich der Beschw erdefüh- rer in der Schw eiz befinde und seine Schw ester zu ihm kom m en m öchte, w eil er aus denselben G ründen w ie sie das H eim atland verlassen habe. D iese Bew eism it- tel sind aus diesen G ründen als im revisionsrechtlichen Sinne - gem äss dem vor- liegend w eiterhin anzuw endenden Art. 66 Abs. 2 Bst. a Vw VG - nicht erheblich zu bezeichnen. 4.5 Zusam m enfassend ergibt sich, dass der Beschw erdeführer in seiner Eingabe vom 4. D ezem ber 2006 nichts vorbrachte, w as unter dem Titel eines W iedererw ägungs- oder R evisionsgesuches oder eines zw eiten Asylgesuches zu einer anderen recht- lichen W ürdigung der früheren Entscheide des BFM und der AR K hätten führen können. D ie Anw endung der obgenannten M assstäbe führt im vorliegenden Fall zum Schluss, dass w eder die ins R echt gelegten Bew eism ittel ungeachtet der Fra- ge der N euheit als erheblich zu bew erten sind noch durch die W iederw ahl des kon- golesischen Präsidenten eine neue Verfolgungssituation hätte entstanden sein können. D ie erst im Beschw erdeverfahren geltend gem achten gesundheitlichen Problem e stellen ebenfalls keine veränderte Sachlage dar, w elche geeignet w äre, zu einer W iedererw ägung der vorangegangenen Entscheide zu führen, zum al es sich offenbar um geringe gesundheitliche Beeinträchtigungen handelt. Folglich hat das BFM das W iedererw ägungsgesuch im Ergebnis zu R echt abgew iesen und es liegen aufgrund der Akten auch keine R evisionsgründe vor. Ebenso gibt es keine Anhaltspunkte, w elche nahe legen w ürden, die Eingabe vom 9. Januar 2007 als 9 zw eites Asylgesuch an die Vorinstanz zu überw eisen. 5. D em Beschw erdeführer ist es nach dem G esagten nicht gelungen darzutun, inw ie- fern die angefochtene Verfügung Bundesrecht verletze, den rechtserheblichen Sachverhalt unrichtig oder unvollständig feststelle oder unangem essen sei (Art. 106 AsylG ). Som it ist die Verfügung des BFM vom 7. D ezem ber 2006 zu be- stätigen und die Beschw erde abzuw eisen. D ie revisionsw eise geltend gem achten Vorbringen sind ebenfalls abzuw eisen. D ie vorinstanzliche Verfügung vom 17. Februar 2003 sow ie das U rteil der AR K vom 22. Septem ber 2006 sind rechtskräftig und vollstreckbar. 6. Als Folge der Abw eisung der Beschw erde sow ie der R evisionsvorbringen sind die Verfahrenskosten dem Beschw erdeführer aufzuerlegen (Art. 63 Abs. 1 i.V.m . Art. 68 Abs. 2 Vw VG ) und auf insgesam t Fr. 1'200.-- festzusetzen (vgl. Art. 2 und 3 des R eglem ents über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesver- w altungsgericht vom 11. D ezem ber 2006 [VG KE, SR 173.320.2] i.V.m . Art. 16 Abs. 1 Bst. a VG G ). (D ispositiv nächste Seite)10 D em nach erkennt das B undesverw altungsgericht: 1. Sow eit sich die Vorbringen als R evisionsgesuch darstellen, w ird dieses ab- gew iesen. 2. D ie Beschw erde w ird - sow eit die Vorbringen von der Vorinstanz als W iederw ä- gungsgesuch behandelt w urden - abgew iesen. 3. D ie Verfahrenskosten, bestim m t auf Fr. 1'200.--, w erden dem Beschw erdeführer auferlegt. D ieser Betrag ist m ittels beiliegendem Einzahlungsschein innert 30 Ta- gen zu G unsten der G erichtskasse zu überw eisen. 4. D ieses U rteil geht an: - den Beschw erdeführer (eingeschrieben; Beilagen: folgende O riginalunterlagen früherer Verfahren: Beschluss der AR K vom 20. N ovem ber 2006, Zw ischenver- fügung der AR K vom 24. O ktober 2006, U rteil der AR K vom 22. Septem ber 2006, Schreiben des BFM vom 29. Septem ber 2006, diverse Einzahlungs- scheine; Einzahlungsschein des Bundesverw altungsgerichts) - die Vorinstanz, Abteilung Aufenthalt und R ückkehrförderung, m it den Akten (R ef.-N r. N _______) - (zuständiges kantonales Am t) D ie R ichterin: D ie G erichtsschreiberin: Therese Kojic M uriel Beck Kadim a Versand am :