<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="content"> <div class="para"> </div> <div class="para">Bundesgericht </div> <div class="para">Tribunal fédéral </div> <div class="para">Tribunale federale </div> <div class="para">Tribunal federal </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <img height="74" src="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/clir/http/displayimage.php?id=2024-05-27-7B_483-2024.1&amp;type=gif" width="95"/> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>7B_483/2024</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>Urteil vom 27. Mai 2024</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>II. strafrechtliche Abteilung</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Besetzung </div> <div class="para">Bundesrichter Abrecht, Präsident, </div> <div class="para">Bundesrichterin Koch, Bundesrichter Hofmann, </div> <div class="para">Gerichtsschreiberin Sauthier. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Verfahrensbeteiligte </div> <div class="para">A.________, </div> <div class="para">zzt. Gefängnis Winterthur, </div> <div class="para">Hermann Götz-Strasse 22, 8400 Winterthur, </div> <div class="para">Beschwerdeführer, </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <i>gegen</i> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Staatsanwaltschaft Winterthur/Unterland, </div> <div class="para">Hermann-Götz-Strasse 24, Postfach, 8401 Winterthur. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Gegenstand </div> <div class="para">Anordnung Sicherheitshaft, </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Beschwerde gegen den Beschluss des Obergerichts des Kantons Zürich, III. Strafkammer, vom 12. April 2024 (UB240056-O/U). </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>Sachverhalt:</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>A.</b> </div> <div class="para">Die Staatsanwaltschaft Winterthur/Unterland führt eine Strafuntersuchung gegen A.________ wegen räuberischer Erpressung, einfacher Körperverletzung mit einem gefährlichen Tatmittel sowie mehrfacher Gewalt und Drohung gegen Behörden und Beamte. Mit Verfügung vom 8. November 2023 versetzte das Zwangsmassnahmengericht des Bezirks Dielsdorf A.________ in Untersuchungshaft. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>B.</b> </div> <div class="para">Am 11. März 2024 erhob die Staatsanwaltschaft Anklage beim Bezirksgericht Dielsdorf und beantragte die Anordnung von Sicherheitshaft. Mit Verfügung vom 19. März 2024 versetzte das Zwangsmassnahmengericht A.________ in Sicherheitshaft bis vorerst zum 19. Juni 2024, längstens jedoch bis und mit der mündlichen Urteilseröffnung. Die dagegen von A.________ an das Obergericht erhobene Beschwerde wies dieses am 12. April 2024 ab. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>C.</b> </div> <div class="para">Mit Eingabe vom 25. April 2024 führt A.________ Beschwerde in Strafsachen an das Bundesgericht. Er beantragt die Aufhebung der Sicherheitshaft und seine umgehende Entlassung aus der Haft unter Anordnung eines Electronic Monitorings. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>Erwägungen:</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>1.</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>1.1.</b> Angefochten ist ein kantonal letztinstanzlicher Entscheid über die Anordnung von Sicherheitshaft. Dagegen steht die Beschwerde in Strafsachen nach <span class="artref">Art. 78 ff. BGG</span> offen. Der Beschwerdeführer hat am vorinstanzlichen Verfahren teilgenommen, befindet sich weiterhin in Sicherheitshaft und ist somit nach <span class="artref">Art. 81 Abs. 1 BGG</span> zur Beschwerde befugt. Die weiteren Sachurteilsvoraussetzungen geben zu keinen Bemerkungen Anlass, weshalb auf die Beschwerde grundsätzlich einzutreten ist. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>1.2.</b> In der Beschwerde ist in gedrängter Form darzulegen, inwiefern der angefochtene Entscheid Recht verletzt (<span class="artref">Art. 42 Abs. 2 BGG</span>). Um den Begründungsanforderungen zu genügen, muss die beschwerdeführende Partei mit ihrer Kritik bei den als rechtsfehlerhaft erachteten Erwägungen der Vorinstanz ansetzen (<a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=27&amp;from_date=20.05.2024&amp;to_date=08.06.2024&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F146-IV-297%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page297">BGE 146 IV 297</a> E. 1.2 mit Hinweis). Das bedeutet, dass die Rechtsschrift auf den angefochtenen Entscheid und seine Begründung Bezug nehmen und sich damit auseinandersetzen muss (<a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=27&amp;from_date=20.05.2024&amp;to_date=08.06.2024&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F143-II-283%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page283">BGE 143 II 283</a> E. 1.2.2; <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=27&amp;from_date=20.05.2024&amp;to_date=08.06.2024&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F140-III-86%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page86">140 III 86</a> E. 2; je mit Hinweisen). Auf ungenügend begründete Rügen oder bloss allgemein gehaltene appellatorische Kritik am angefochtenen Urteil tritt das Bundesgericht nicht ein (<a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=27&amp;from_date=20.05.2024&amp;to_date=08.06.2024&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F147-IV-73%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page73">BGE 147 IV 73</a> E. 4.1.2 mit Hinweisen). </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>2.</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>2.1.</b> Das Obergericht legt im angefochtenen Entscheid nachvollziehbar dar, weshalb es die Haftvoraussetzungen, insbesondere nach der Anklageerhebung den dringenden Tatverdacht sowie die Wiederholungsgefahr gemäss <span class="artref">Art. 221 Abs. 1 lit. c StPO</span> und die Fluchtgefahr gemäss <span class="artref">Art. 221 Abs. 1 lit. a StPO</span>, als erfüllt erachtet und äussert sich eingehend zu dessen Einwänden (vgl. E. 3, E. 4 und E. 5 des angefochtenen Entscheids). Mit diesen Ausführungen setzt sich der Beschwerdeführer nicht hinreichend substanziiert auseinander (vgl. E. 1.2 hiervor). Stattdessen verweist er zunächst nur auf die Ausführungen seines Rechtsanwalts, welche dieser vor der Vorinstanz gemacht hat. Dabei zeigt er jedoch nicht konkret auf, inwiefern sich die Vorinstanz nicht mit diesen Ausführungen auseinandergesetzt habe bzw. inwiefern ihre Erwägungen rechts- bzw. verfassungswidrig sein sollen. Dies ist auch nicht ersichtlich. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>2.2.</b> Der Beschwerdeführer behauptet sodann, die Vorinstanz habe das Electronic Monitoring als Ersatzmassnahme als nicht geeignet "abgetan" ohne dies in irgendeiner Weise zu begründen. Damit rügt er zumindest sinngemäss auch eine Verletzung seines Anspruchs auf rechtliches Gehör (<span class="artref">Art. 29 Abs. 2 BV</span>). Diese Rüge erweist sich indessen ebenfalls als unbegründet. Wie dem angefochtenen Entscheid in E. 6.4 entnommen werden kann, hält die Vorinstanz in Übereinstimmung mit der bundesgerichtlichen Rechtsprechung fest, dass bei ausgeprägter Wiederholungs- und Fluchtgefahr, wie sie hier vorliegt, Ersatzmassnahmen, insbesondere das vom Beschwerdeführer beantragte Electronic Monitoring, nicht geeignet seien (vgl. Urteil 7B_365/2024 vom 16. April 2023 E. 4.2.1 mit Hinweisen). Sie setzt sich mithin mit der vom Beschwerdeführer vorgebrachten Rüge auseinander und diesem war es möglich, den Entscheid sachgerecht anzufechten. Damit liegt weder eine Verletzung seines Anspruchs auf rechtliches Gehör vor noch erweist sich die Verneinung von Ersatzmassnahmen als bundesrechtswidrig. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>2.3.</b> Die weiteren Ausführungen des Beschwerdeführers, insbesondere zu seinen Vorstrafen wegen Raufhandels, einfacher Körperverletzung sowie versuchter vorsätzlicher Tötung, gehen an der Sache vorbei bzw. über den Streitgegenstand hinaus. Darauf kann von vornherein nicht eingetreten werden. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>3.</b> </div> <div class="para">Die Beschwerde erweist sich nach dem Gesagten als offensichtlich unbegründet, weshalb sie im vereinfachten Verfahren nach <span class="artref">Art. 109 Abs. 2 lit. a BGG</span> abzuweisen ist, soweit darauf einzutreten ist. </div> <div class="para">Bei diesem Verfahrensausgang wird der Beschwerdeführer kostenpflichtig (<span class="artref">Art. 66 Abs. 1 BGG</span>). </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>Demnach erkennt das Bundesgericht:</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>1.</b> </div> <div class="para">Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>2.</b> </div> <div class="para">Die Gerichtskosten von Fr. 1'200.-- werden dem Beschwerdeführer auferlegt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>3.</b> </div> <div class="para">Dieses Urteil wird dem Beschwerdeführer, der Staatsanwaltschaft Winterthur/Unterland, dem Obergericht des Kantons Zürich, III. Strafkammer, dem Bezirksgericht Dielsdorf, Zwangsmassnahmengericht, und Rechtsanwalt Thomas Huber, Luzern, schriftlich mitgeteilt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Lausanne, 27. Mai 2024 </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Im Namen der II. strafrechtlichen Abteilung </div> <div class="para">des Schweizerischen Bundesgerichts </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Der Präsident: Abrecht </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Die Gerichtsschreiberin: Sauthier </div> </div></body></html>