<h2>SubmittedText<h2><p>Wer in einem bestimmten Umfang Freiwilligenarbeit leistet, soll Anrecht auf bezahlte Weiterbildung haben. Der Bundesrat wird im Hinblick auf das Europäische Jahr der Freiwilligenarbeit 2011 beauftragt, die entsprechenden gesetzlichen Grundlagen zu schaffen.</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Der Bundesrat ist sich der grossen gesellschaftlichen und volkswirtschaftlichen Bedeutung der Freiwilligenarbeit bewusst. Wie er in Beantwortung des Postulates Markwalder Bär 07.3718, "Freiwilligenarbeit fördern und anerkennen", dargelegt hat, unterstützt der Bund über verschiedene Spezialgesetze die Freiwilligenarbeit.</p><p>Die Verankerung eines Rechtes auf regelmässig bezahlte Weiterbildung in Form von Weiterbildungsgutscheinen für jegliche Arten von Freiwilligenarbeit ist jedoch zu wenig zielgerichtet. Eine Untersuchung der Universität Bern aus dem Jahr 2009 zeigt auf, dass verschiedene Faktoren gegen eine flächendeckende Abgabe von Weiterbildungsgutscheinen sprechen. Dazu zählen insbesondere Mitnahmeeffekte, fehlende Arbeitsmarkteffekte und der administrative Aufwand. Die Untersuchung kommt zum Schluss, dass die Abgabe von Weiterbildungsgutscheinen nur für sehr eng beschriebene Zielgruppen in Betracht gezogen werden soll.</p><p>Anfang November 2009 hat der Bundesrat das Eidgenössische Volkswirtschaftsdepartement beauftragt, bis Ende Legislaturperiode 2011 einen Vernehmlassungsentwurf für ein Weiterbildungsgesetz vorzulegen. Im Rahmen der Erarbeitung des Vernehmlassungsentwurfes hat die Expertenkommission zu klären, wie ausserberufliche Bildungsleistungen besser an formale Bildungen (staatlich anerkannte Angebote) angerechnet werden können. Diese Aufwertung käme auch der Freiwilligenarbeit zugute.</p>  Der Bundesrat beantragt die Ablehnung der Motion.