<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2020.00680</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=220853&amp;W10_KEY=13013479&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2020.00680</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 09.12.2020</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">3. Abteilung/Einzelrichter</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Straf- und Massnahmenvollzug</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>bedingte Entlassung nach Art. 86 StGB</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Bedingte Entlassung (Art. 86 StGB): Ungünstige Legalprognose trotz Arbeitsstelle. Der Beschwerdeführer beschwerte sich gegen die Abweisung seiner bedingten Entlassung auf den Zweidrittelstermin. Er machte geltend, eine Arbeitsstelle in Aussicht und seine Einstellung gegenüber seinen Straftaten geändert zu haben. Auf den auf der Basis der bestehenden Akten formulierten Bericht der Abteilung für forensisch-psychologische Abklärungen kann abgestellt werden, auch ohne dass der Beschwerdeführer dafür angehört werden musste (E. 4.1). Neben den Vorstrafen des Beschwerdeführers fällt besonders ins Gewicht, dass ihm bereits zwei Mal eine bedingte Entlassung gewährt worden war, er jedoch jeweils noch während der Probezeit wieder delinquiert hatte (E. 4.2). Aufgrund der Tatsache, dass dies nicht seine erste Haft und auch nicht seine erste anstehende bedingte Entlassung war, hat der Beschwerdeführer als institutionserprobt zu gelten und es hätte auch an ihm gelegen, sich aktiv für eine erkennbare Tataufarbeitung einzusetzen (E. 4.5). Es ist dem Beschwerdeführer zugutezuhalten, dass er sich um eine Arbeitsstelle bemühte und eine entsprechende Bestätigung einer Stelle im Ausland vorlegen konnte, doch ist dahin noch kein Gesinnungswandel in Bezug auf die fehlende Einsicht und sein Vorleben zu erkennen. Es bleibt zumindest die Möglichkeit der Anstossung einer Tataufarbeitung im weiteren Vollzug (E. 4.8). Die Legalprognose ist nach wie vor deutlich belastet (E. 4.9). Abweisung. Gewährung UP/URB.</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: BEDINGTE ENTLASSUNG">BEDINGTE ENTLASSUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: GUTACHTEN">GUTACHTEN</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: LEGALPROGNOSE">LEGALPROGNOSE</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: STRAFVOLLZUG">STRAFVOLLZUG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: TATAUFARBEITUNG">TATAUFARBEITUNG</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="gerade">Art. 86 StGB</span><br/><span class="ungerade">Art. 86 Abs. 1 StGB</span><br/><span class="gerade">Art. 86 Abs. 2 StGB</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 3 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="WordSection1"> <table border="1" cellpadding="0" cellspacing="0" class="MsoNormalTable" width="0"> <tr> <td valign="top"> <p class="Kopf1"><span>Verwaltungsgericht</span></p> <p class="Kopf1"><span>des Kantons ZÃ¼rich</span></p> <p class="Kopf1"><span>3. Abteilung</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Kopf1"> </p> </td> <td valign="top"> <p class="Kopf1"><span><img alt="" height="78" id="Bild 1" src="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getImage&amp;nF38_KEY=49397" width="123"/></span></p> </td> </tr> </table> <p class="MsoNormal">VB.2020.00680</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"><b><span>Urteil</span></b></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="Zwischentitel"> </p> <p class="MsoNormal"><span>des Einzelrichters</span></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">vom <a id="VF_DAT_ENTSCHEID">9. Dezember 2020</a></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">Mitwirkend: Verwaltungsrichter Rudolf Bodmer, <a id="TN_AUTOTEXT_RICHTER"></a><a id="TN_AUTOTEXT_GS"></a>Gerichtsschreiberin Cyrielle SÃ¶llner<br/> Tropeano. </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">In Sachen</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>A, vertreten durch RA B, <br/> <br/> </span></p> <p class="MsoNormal"><b><span>BeschwerdefÃ¼hrer, </span></b></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="Zwischentitel">gegen</p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>1. Justizvollzug und Wiedereingliederung, <br/> <br/> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>2.<b> </b>Oberstaatsanwaltschaft des Kantons ZÃ¼rich, <br/> <br/> </span></p> <p class="MsoNormal"><b><span>Beschwerdegegnerschaft, </span></b></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><b>betreffend bedingte Entlassung nach Art. 86 StGB,</b></p> <b><span><br/> </span></b> <p class="MsoNormal"><b> </b></p> <p class="Zwischentitel">hat sich ergeben:</p> <p class="Sachverhalt1"><b>I. </b> </p> <p class="Sachverhalt2">A (geboren 1977) wurde mit Urteil des Obergerichts des Kantons ZÃ¼rich vom 18. Dezember 2019 wegen mehrfachen Verbrechens gegen das Bundesgesetz Ã¼ber die BetÃ¤ubungsmittel sowie mehrfacher GeldwÃ¤scherei schuldig gesprochen. Er wurde mit sieben Jahren und neun Monaten, abzÃ¼glich 1'740 Tage erstandenen Freiheitsentzugs, bestraft.</p> <p class="Urteilstext">Zum Vollzug dieser Strafe befindet sich A in der JVA C. Zwei Drittel der Strafe waren am 13. Mai 2020 erstanden. Das Strafende fÃ¤llt auf den 13. Dezember 2022. </p> <p class="Urteilstext">Mit VerfÃ¼gung vom 4. Mai 2020 lehnte der Justizvollzug und Wiedereingliederung (JuWe) des Kantons ZÃ¼rich die bedingte Entlassung von A auf den Zweidrittelstermin ab. Davor war A zur bedingten Entlassung am 22. April 2020 angehÃ¶rt worden.</p> <p class="Sachverhalt1"><b>II. </b> </p> <p class="Urteilstext">Dagegen rekurrierte A, anwaltlich vertreten, mit Eingabe vom 8. Juni 2020 an die Direktion der Justiz und des Innern und beantragte die Aufhebung der VerfÃ¼gung des JuWe vom 4. Mai 2020 und seine bedingte Entlassung; eventualiter sei die genannte VerfÃ¼gung aufzuheben und die Sache zur materiellen Entscheidung an das JuWe zurÃ¼ckzuweisen; unter Kosten- und EntschÃ¤digungsfolgen zulasten des Staates.</p> <p class="Urteilstext">Mit VerfÃ¼gung vom 20. August 2020 wies die Direktion der Justiz und des Innern den Rekurs ab. A wurden fÃ¼r das Rekursverfahren die unentgeltliche ProzessfÃ¼hrung und die unentgeltliche RechtsverbeistÃ¤ndung gewÃ¤hrt.</p> <p class="Sachverhalt1"><b>III. </b> </p> <p class="Urteilstext">Dagegen erhob A, weiterhin anwaltlich vertreten, am 28. September 2020 Beschwerde an das Verwaltungsgericht. Er beantragte die Aufhebung der VerfÃ¼gung der Direktion der Justiz und des Innern vom 20. August 2020 und seine bedingte Entlassung. Eventualiter sei die genannte VerfÃ¼gung aufzuheben und die Sache zur materiellen Entscheidung zurÃ¼ckzuweisen; alles unter Kosten- und EntschÃ¤digungsfolgen (inklusive Mehrwertsteuer) zulasten des Beschwerdegegners. In prozessualer Hinsicht stellte A den Antrag auf GewÃ¤hrung der unentgeltlichen ProzessfÃ¼hrung sowie der unentgeltlichen RechtsverbeistÃ¤ndung.</p> <p class="Urteilstext">Das JuWe beantragte am 9. Oktober 2020 die Abweisung der Beschwerde. Ebenso schloss die Direktion der Justiz und des Innern am 12. Oktober 2020 auf Abweisung der Beschwerde. Die Oberstaatsanwaltschaft beantragte am 11. November 2020 die Abweisung der Beschwerde.</p> <p class="Urteilstext">Am 24. November 2020 verzichtete A unter Festhalten an seinen bisherigen AntrÃ¤gen auf weitere AusfÃ¼hrungen.</p> <p class="Urteilstext">Die Vollzugsakten von A wurden beigezogen. </p> <p class="Einzug1"><span>Der Einzelrichter</span><span> erwÃ¤gt:</span></p> <p class="Erwgung1"><b>1. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>1.1 </b>Das Verwaltungsgericht ist gemÃ¤ss § 41 Abs. 1 in Verbindung mit § 19 Abs. 1 lit. a des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 (VRG) fÃ¼r die Behandlung der vorliegenden Beschwerde zustÃ¤ndig. Deren Beurteilung fÃ¤llt in die einzelrichterliche Kompetenz, da es sich dabei um ein Rechtsmittel in einer Streitigkeit betreffend den Justizvollzug handelt und dem Fall keine grundsÃ¤tzliche Bedeutung zukommt (§ 38b Abs. 1 lit. d Ziff. 2 und Abs. 2 VRG).</p> <p class="Erwgung2"><b>1.2 </b>Die Kognition des Verwaltungsgerichts ist vorliegend gemÃ¤ss § 50 Abs. 1 in Verbindung mit § 20 Abs. 1 VRG auf die PrÃ¼fung von Rechtsverletzungen einschliesslich Ermessensmissbrauch, ErmessensÃ¼berschreitung oder Ermessensunterschreitung (lit. a) sowie die unrichtige oder ungenÃ¼gende Feststellung des Sachverhalts (lit. b) beschrÃ¤nkt.</p> <p class="Erwgung1"><b>2. </b> </p> <p class="Erwgung1"><b>2.1 </b>Hat der Gefangene zwei Drittel seiner Strafe, mindestens aber drei Monate verbÃ¼sst, ist er bedingt zu entlassen, wenn es sein Verhalten im Strafvollzug rechtfertigt und nicht anzunehmen ist, er werde weitere Verbrechen oder Vergehen begehen (Art. 86 Abs. 1 des Schweizerisches Strafgesetzbuches vom 21. Dezember 1937 [StGB]). Die zustÃ¤ndige BehÃ¶rde prÃ¼ft von Amtes wegen, ob der Gefangene bedingt entlassen werden kann; dabei hat sie diesen anzuhÃ¶ren und einen Bericht der Anstaltsleitung einzuholen (Art. 86 Abs. 2 StGB). Wird die bedingte Entlassung verweigert, so hat die zustÃ¤ndige BehÃ¶rde mindestens einmal jÃ¤hrlich neu zu prÃ¼fen, ob sie gewÃ¤hrt werden kann (Art. 86 Abs. 3 StGB).</p> <p class="Erwgung1"><b>2.2 </b>Nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung stellt die bedingte<span> </span>Entlassung im letzten Drittel der Strafdauer die Regel dar, von der nur in AusnahmefÃ¤llen bzw. aus guten GrÃ¼nden abgewichen werden darf. In dieser letzten Stufe des Strafvollzugs soll der zu entlassende Gefangene den Umgang mit der Freiheit erlernen. Diesem spezialprÃ¤ventiven Zweck stehen die SchutzbedÃ¼rfnisse der Allgemeinheit gegenÃ¼ber, welchen umso hÃ¶heres Gewicht beizumessen ist, je hochwertiger die gefÃ¤hrdeten RechtsgÃ¼ter sind. Die Prognose Ã¼ber das kÃ¼nftige Verhalten ist in einer GesamtwÃ¼rdigung zu erstellen, welche nebst dem Vorleben, der PersÃ¶nlichkeit und dem Verhalten des TÃ¤ters wÃ¤hrend des Strafvollzugs vor allem dessen neuere Einstellung zu seinen Taten, seine allfÃ¤llige Besserung und die nach der Entlassung zu erwartenden LebensverhÃ¤ltnisse berÃ¼cksichtigt (BGr, 28. Februar 2019, 6B_32/2019, E. 2.2; BGE 133 IV 201 E. 2.3). Im Sinn einer Differenzialprognose sind die VorzÃ¼ge und Nachteile der VollverbÃ¼ssung der Strafe denjenigen einer Aussetzung des Strafrests gegenÃ¼berzustellen. Die StrafvollzugsbehÃ¶rden haben speziell zu prÃ¼fen, ob die GefÃ¤hrlichkeit des TÃ¤ters bei einer VollverbÃ¼ssung der Strafe abnehmen, gleichbleiben oder zunehmen wird (BGr, 19. Juli 2017, 6B_215/2017, E. 2.4; BGE 124 IV 193 E. 5b/bb).</p> <p class="Erwgung1"><b>2.3 </b>Bei der Beurteilung der Legalprognose kommt der zustÃ¤ndigen BehÃ¶rde Ermessen zu. Eine ErmessensÃ¼berschreitung kann etwa darin liegen, auf eine GesamtwÃ¼rdigung aller fÃ¼r die Prognose relevanten UmstÃ¤nde zu verzichten und allein auf die Vorstrafen abzustellen (BGr, 22. Februar 2016, 6B_1188/2015, E. 1.1.6; BGE 133 IV 201 E. 2.3). Aus dem gleichen Grund darf eine bedingte<span> </span>Entlassung auch nicht einzig aufgrund einzelner gÃ¼nstiger Faktoren â etwa dem Wohlverhalten des TÃ¤ters im Strafvollzug â bewilligt werden, wenn gewichtige Anhaltspunkte fÃ¼r die Gefahr neuer RechtsbrÃ¼che sprechen (BGr, 19. Mai 2015, 6B_93/2015, E. 5.3; vgl. Cornelia Koller, Basler Kommentar Strafrecht I, 4. A., Basel 2019, Art. 86 N. 4 und 10). Einwandfreies Verhalten in der Anstalt spricht fÃ¼r sich allein ebenso wenig fÃ¼r kÃ¼nftige LegalbewÃ¤hrung, wie mangelhafte FÃ¼hrung im Vollzug geringere BewÃ¤hrungsaussichten indiziert (GÃ¼nter Stratenwerth/Wolfgang Wohlers, Schweizerisches Strafgesetzbuch, Handkommentar, 3. A., Bern 2013, Art. 86 N. 5).</p> <p class="Erwgung1"><b>3. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>3.1 </b><span>Am 13. Mai 2020 hat der BeschwerdefÃ¼hrer die gemÃ¤ss Art. </span>86<span> Abs. 1 </span>StGB<span> fÃ¼r eine </span>bedingte<span> </span>Entlassung<span> notwendigen zwei Drittel seiner Strafe verbÃ¼sst. Strittig ist indessen, ob er auch die persÃ¶nlichen Voraussetzungen fÃ¼r eine </span>bedingte<span> </span>Entlassung<span> erfÃ¼llt. Die Vor­instanz ging nach einer GesamtwÃ¼rdigung der UmstÃ¤nde von einer belasteten Legalprognose aus, welche einer bedingten </span>Entlassung<span> <span>entgegenstehe.</span></span></p> <p class="Erwgung2"><b>3.2 </b> </p> <p class="Erwgung3"><b>3.2.1 </b>Die Vorinstanz wÃ¼rdigte die Vorgeschichte bzw. die Biographie des BeschwerdefÃ¼hrers, den Bericht der Risikosprechstunde der Abteilung fÃ¼r forensisch-psychologische AbklÃ¤rungen (AFA) des Beschwerdegegners vom 28. Mai 2018 (fortan: AFA-Bericht), den Vollzugsbericht der JVA C vom 7. April 2020 als auch die AnhÃ¶rung des BeschwerdefÃ¼hrers vom 22. April 2020.</p> <p class="Erwgung3"><b>3.2.2 </b>Soweit der BeschwerdefÃ¼hrer formell rÃ¼ge, er habe keine Kenntnis vom AFA-Bericht gehabt bzw. davon, dass dieser der Beurteilung des Beschwerdegegners zugrunde gelegt werde, verfange dies nicht, zumal eine allfÃ¤llige GehÃ¶rsverletzung im Rekursverfahren geheilt worden sei. Er habe sich zum Bericht mehrfach Ã¤ussern kÃ¶nnen, weshalb eine RÃ¼ckweisung einem Leerlauf gleichkÃ¤me. Der AFA-Bericht sei zudem ein internes Arbeitsinstrument, weshalb der BeschwerdefÃ¼hrer nicht daran habe mitwirken mÃ¼ssen. Die im AFA-Bericht vorgenommene Beschreibung des BeschwerdefÃ¼hrers mit Hinweisen auf eine dissoziale bzw. kriminelle Entwicklung sei nachvollziehbar bzw. es sei nach der Aktenlage nicht abwegig, von einer gewissen Sozialisierung des BeschwerdefÃ¼hrers im Drogenmilieu bzw. mehrjÃ¤hriger TÃ¤tigkeit im BetÃ¤ubungsmittelhandel zu sprechen. Das Obergericht habe sein Vorgehen zudem als "sehr professionell" beschrieben und ihn und seine Ehefrau der mittleren Hierarchiestufe im organisierten DrogengeschÃ¤ft zugeordnet. Im AFA-Bericht werde denn auch schlÃ¼ssig begrÃ¼ndet, weshalb sich bisherige problematische Verhaltensweisen des BeschwerdefÃ¼hrers in weiter bestehenden erhÃ¶hten Risiken fÃ¼r bestimmte Delinquenz auswirkten. Dass bei der Beschreibung der PersÃ¶nlichkeit des BeschwerdefÃ¼hrers auch aus dem Strafregister gelÃ¶schte EintrÃ¤ge miteinbezogen worden seien, sei aus forensisch-psychologischer Fachlichkeit nicht zu beanstanden. Abgesehen davon habe der Beschwerdegegner bei seinen Schlussfolgerungen zum Vorleben des BeschwerdefÃ¼hrers zu Recht nur die aktuellen EintrÃ¤ge berÃ¼cksichtigt. Aus dem Vorleben des BeschwerdefÃ¼hrers wÃ¼rden fÃ¼r dessen Legalprognose erhebliche Bedenken erwachsen. Seit 2005 weise er fÃ¼nf Vorstrafen auf aus einem breiten Spektrum von Delinquenz. Hierzu kÃ¤men zwei bedingte Entlassungen aus vollzogenen Freiheitsstrafen, wobei beide Male aufgrund erneuten strafbaren Verhaltens eine VerlÃ¤ngerung der Probezeit habe angeordnet werden mÃ¼ssen. Der BeschwerdefÃ¼hrer habe sich auch dadurch nicht von weiterer Delinquenz abhalten lassen. </p> <p class="Erwgung3"><b>3.2.3 </b>Was seine neuere Einstellung zur Delinquenz anbelange, falle negativ ins Gewicht, dass er keine nachvollziehbare Tataufarbeitung geleistet habe bzw. bei ihm ein massgeblicher Einstellungswandel nicht erkennbar sei. Insoweit erweise sich der AFA-Bericht als aktuell. Auch aktuell gebe der BeschwerdefÃ¼hrer an, dass er sich nicht mehr Ã¤ndern werde, keine Hilfe brauche und fÃ¼r vieles verurteilt worden sei, was er nicht begangen habe; dass man ein falsches Bild von ihm habe und er nicht so kriminell sei, wie die Akten den Anschein machten; das Ganze sei ihm (halt) passiert, und er habe eine schwierige Jugend gehabt. Seine Ãusserungen, wonach er nicht mehr delinquieren werde etc., mÃ¼ssten vor diesem Hintergrund als vordergrÃ¼ndige Kooperationsbereitschaft eingeschÃ¤tzt werden. EindrÃ¼cklich sei in dieser Hinsicht nÃ¤mlich auch die Ãbereinstimmung mit ebensolchen Aussagen in frÃ¼heren Verfahren. BezÃ¼glich der MÃ¶glichkeit, sozialarbeiterische GesprÃ¤che zur Deliktsaufarbeitung fÃ¼hren zu kÃ¶nnen, von welcher der BeschwerdefÃ¼hrer nicht gewusst haben wolle, sei festzuhalten, dass er jedoch institutionserprobt und auf seine Mitwirkungspflicht hingewiesen worden sei. Zudem sei widersprÃ¼chlich, wenn er doch mit dem Sozialarbeiter Ã¼ber seine Taten gesprochen haben wolle, aber wohl nicht in der geforderten Art und Weise. Er mache zudem auch nicht geltend, eine erkennbare Tataufarbeitung geleistet zu haben.</p> <p class="Erwgung3"><b>3.2.4 </b>Anhaltspunkte fÃ¼r eine positive PersÃ¶nlichkeitsentwicklung seien bei dieser Aktenlage nicht erkennbar. Und auch aus dem weiteren Vollzugsverhalten des BeschwerdefÃ¼hrers ergÃ¤ben sich keine solchen. Er zeige zwar Ã¼ber weite Strecken gutes Vollzugsverhalten, tadellos sei es jedoch nicht. Im Januar 2020 habe er wegen einer tÃ¤tlichen Auseinandersetzung diszipliniert werden mÃ¼ssen. Im Ãbrigen habe er zwei weitere geringfÃ¼gige Disziplinierungen erwirkt. Mit Bezug auf die nach der Entlassung zu erwartenden LebensverhÃ¤ltnisse habe sich kaum etwas geÃ¤ndert. Die zwar als gut zu bezeichnenden FamilienverhÃ¤ltnisse bzw. gÃ¼nstige Ausgangslage hÃ¤tten den BeschwerdefÃ¼hrer auch nicht von neuer StraffÃ¤lligkeit abgehalten. Zudem habe seine Ehefrau ebenfalls delinquiert. BezÃ¼glich seiner AnstellungsbestÃ¤tigung ergÃ¤ben sich ebenfalls Bedenken, habe er doch nach seiner frÃ¼heren Wegweisung nach Montenegro ausgefÃ¼hrt, sich dort verloren gefÃ¼hlt zu haben und dem Alkohol und BetÃ¤ubungsmitteln verfallen zu sein. Migrationsrechtliche Ãberlegungen seien zudem durchaus zu berÃ¼cksichtigen. Differentialprognostisch sei die bedingte Entlassung gegenÃ¼ber einem weiteren Vollzug der Strafe nicht vorzugswÃ¼rdig.</p> <p class="Erwgung2"><b>3.3 </b> </p> <p class="Erwgung3"><b>3.3.1 </b>Der BeschwerdefÃ¼hrer macht geltend, es sei zutreffend, dass er am 7. Dezember 2005 vom Kantonsgericht F verurteilt worden sei, allerdings habe diese Verurteilung Widerhandlungen gegen das BetÃ¤ubungsmittelgesetz (fortan: BetmG) in einem Zeitraum von weniger als einem Monat betroffen. Ebenfalls sei zutreffend, dass er am 18. Dezember 2019 vom Obergericht des Kantons ZÃ¼rich verurteilt worden sei, entgegen der unzutreffenden Darstellung der Vorinstanz seien ihm jedoch nicht einschlÃ¤gige Handlungen zwischen November 2013 und MÃ¤rz 2015 angelastet worden, sondern wÃ¤hrend Juni 2014 bis Januar 2015 und somit wÃ¤hrend einer Dauer von acht Monaten. Addiert kÃ¶nne somit von Widerhandlungen gegen das BetmG wÃ¤hrend neun Monaten gesprochen werden. Es sei deshalb tatsachenwidrig und irrefÃ¼hrend, von einer langjÃ¤hrigen sowie hauptberuflichen TÃ¤tigkeit im BetÃ¤ubungsmittelhandel auszugehen. Zudem seien zwischen den beiden Widerhandlungen nicht weniger als elf Jahre verstrichen, und es kÃ¶nne nicht auf eine Sozialisierung im Drogenmilieu geschlossen werden.</p> <p class="Erwgung3"><b>3.3.2 </b>Bei dem AFA-Bericht handle es sich um ein reines Arbeitsinstrument, woraus sich bereits ergebe, dass daraus fÃ¼r die Beurteilung der bedingten Entlassung und die Erstellung einer Legalprognose keine verlÃ¤sslichen RÃ¼ckschlÃ¼sse gezogen werden kÃ¶nnten, als es auch fÃ¼r die Beurteilung seiner PersÃ¶nlichkeit nicht ausreichend sei, ohne eine ergÃ¤nzende psychiatrisch-diagnostische AbklÃ¤rung einzig auf die vorhandenen Akten abzustellen. Es sei zudem auch nicht berÃ¼cksichtigt worden, dass nicht nur die Anzahl, sondern auch die Tatschwere der strafrechtlichen VorwÃ¼rfe stetig abgenommen habe, was in der Gesamtbetrachtung fÃ¼r eine gÃ¼nstige Legalprognose spreche. Zu seiner Einstellung sei unverÃ¤ndert darauf hinzuweisen, dass er aus prozessualen Ãberlegungen auf Empfehlung seines Verteidigers von seinem Recht, keine Aussagen zu machen, Gebrauch gemacht habe, weshalb er schlichtweg keine Einsicht oder Reue habe Ã¤ussern kÃ¶nnen. Um sich alle Optionen offenzuhalten, habe er auch bei Eintritt in die JVA, als zu diesem Zeitpunkt noch nicht einmal das begrÃ¼ndete erstinstanzliche Urteil vorgelegen hatte, keine andere MÃ¶glichkeit gehabt, als die ihm zur Last gelegten Sachverhalte zu bestreiten. In Bezug auf die behauptete fehlende Tataufarbeitung wÃ¼rden zu hohe und unrealistische Anforderungen gestellt. Soweit sich zudem ein TÃ¤ter im Strafvollzug positiv und unauffÃ¤llig verhalte, werde ihm kaum Aufmerksamkeit geschenkt, somit kÃ¶nne ihm das fehlende Einholen von Beurteilungen seiner PersÃ¶nlichkeitsentwicklung nicht zum Vorwurf gemacht werden. Somit hÃ¤tte der Bericht der JVA, welcher ihm sehr gutes Verhalten wÃ¤hrend des Strafvollzugs attestiere, umso schwerer gewichtet werden mÃ¼ssen. Auch sein sehr gutes Vollzugsverhalten sei zu Unrecht nicht als die Legalprognose begÃ¼nstigender Faktor in Betracht gezogen worden. Schliesslich sei auch der Kreis der Familie nicht nur auf seine Ehefrau zu beschrÃ¤nken, zumal seine in der Schweiz lebenden Eltern und Geschwister ebenso wie seine Tochter und deren Mutter nicht strafrechtlich in Erscheinung getreten seien. Selbst wenn ihn dies nicht an Delinquenz gehindert habe, kÃ¶nnten die familiÃ¤ren VerhÃ¤ltnisse nicht als negativ beurteilt werden. Im Gegensatz zu seiner frÃ¼heren Wegweisung habe er heute die Zusicherung einer Arbeitsstelle und somit eines Erwerbseinkommens, und seine Familie habe ihm eine Wohnung organisiert. Die BerÃ¼cksichtigung migrationsrechtlicher Ãberlegungen sei nicht nachvollziehbar. Es sei spekulativ zu mutmassen, er wÃ¼rde auch in Zukunft wieder eine Anstellung finden. Da er sich zudem nicht in der Schweiz aufhalten werde, bestehe ohnehin keine Gefahr fÃ¼r Recht und Ordnung bzw. die Allgemeinheit hier.</p> <p class="Erwgung2"><b>3.4 </b>Die Beschwerdegegnerin 2 wandte ein, was der BeschwerdefÃ¼hrer gegen die vorgenommene Beurteilung seiner Legalprognose vorbringe, sei nicht stichhaltig. Zu Recht sei auf erhebliche Bedenken hingewiesen worden, nachdem der BeschwerdefÃ¼hrer zwei Mal nach bedingter Entlassung wÃ¤hrend laufender Probezeit Straftaten begangen habe. Es habe sich zwar gezeigt, dass die ZeitabstÃ¤nde zwischen den deliktischen Perioden bis 2011 jeweils grÃ¶sser geworden seien, sich ab 2011 indessen wieder verkÃ¼rzt hÃ¤tten. Dass er danach keine Delikte begangen habe, hÃ¤nge auch damit zusammen, dass er am 15. MÃ¤rz 2015 verhaftet worden sei. Auch in die teilweise lÃ¤ngeren deliktfreien Perioden seien mehrere mehrmonatige bzw. mehrjÃ¤hrige Haftaufenthalte gefallen. Da er nach den bedingten Entlassungen 2010 und 2012 erneut straffÃ¤llig geworden sei, habe er sich also weder von Verurteilungen noch vollzogenen Strafen sowie Probezeiten und Wegweisungen aus der Schweiz von weiterer Delinquenz abhalten lassen, wobei auch von abnehmender Tatschwere der Delikte keine Rede sein kÃ¶nne. Es sei beim BeschwerdefÃ¼hrer kein Einstellungswandel und keine Tataufarbeitung erkennbar. Auch bei seiner AnhÃ¶rung vom 22. April 2020 habe er noch angegeben, fÃ¼r Dinge verurteilt worden zu sein, welche er nicht begangen habe. Es sei zudem begrÃ¼ndet, weshalb seine Aussagen bezÃ¼glich der sozialarbeiterischen GesprÃ¤che als Schutzbehauptungen gewertet worden seien. Seine diesbezÃ¼glichen Aussagen seien als AusflÃ¼chte zu werten. Weshalb es heute anders sein solle als nach seinen letzten beiden bedingten Entlassungen, habe er nicht glaubhaft dargelegt. Schliesslich habe er auch nach seiner frÃ¼heren Wegweisung aus der Schweiz in Montenegro als Security-Mitarbeiter zumindest zeitweise Arbeit gefunden. Aufgrund der Verurteilungen sei es zudem nicht abwegig gewesen, von einer gewissen Sozialisierung im Drogenmilieu auszugehen, zumal auch GeldwÃ¤schereihandlungen mit Geldern aus DrogengeschÃ¤ften ohne solche Verbindungen kaum mÃ¶glich gewesen wÃ¤ren. Es bestehe schliesslich noch eine intakte Chance, dass die Legalprognose wÃ¤hrend des Vollzugs der Reststrafe noch positiv beeinflusst werden kÃ¶nnte.</p> <p class="Erwgung1"><b>4. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>4.1 </b>Der auf Basis der bestehenden Akten formulierte Bericht der Abteilung fÃ¼r forensisch-psychologische AbklÃ¤rungen (AFA-Bericht) vom 28. Mai 2018 kommt zum Schluss, der BeschwerdefÃ¼hrer sei seit dem 18. Lebensjahr regelmÃ¤ssig deliktisch aufgefallen und habe sich weder durch Haftstrafen, Bussen oder Wegweisungen beeindrucken lassen. Der BeschwerdefÃ¼hrer rÃ¼gte bereits im Rekursverfahren die Anwendbarkeit dieses AFA-Berichts und spricht diesem auch fÃ¼r das Beschwerdeverfahren unverÃ¤nderte dessen Aussagekraft ab.</p> <p class="Urteilstext"><span>Eine persÃ¶nliche AnhÃ¶rung des Betroffenen nach Art. </span><span>86<span> Abs. 2 Satz 3 </span></span>StGB ist<span> vor der EntscheidfÃ¤llung zwar zwingend vorgesehen. Dass aber auch die fÃ¼r die </span>Entlassung<span> relevanten Berichte und AbklÃ¤rungen bereits auf einer (aktuellen) persÃ¶nlichen AnhÃ¶rung basieren mÃ¼ssten, ergibt sich hieraus nicht (VGr, 12. MÃ¤rz 2015, VB.2015.00015, E. 5.3.1; 27. April 2018, VB.2017.00859, E. 3). DafÃ¼r gibt es keine gesetzliche Grundlage. DiesbezÃ¼glich ist zu berÃ¼cksichtigen, dass die Fachkommissionen in der Regel nicht selber gutachterlich tÃ¤tig werde, sondern auf vorhandenes Aktenmaterial abstÃ¼tze. Die betroffene Person hat keinen Anspruch darauf, von der Fachkommission persÃ¶nlich angehÃ¶rt zu werden (BGr, 3. April 2012, 6B_774/2011, E. 3.2.1; vgl. Marianne Heer, Basler Kommentar Strafrecht I, Art. 62d N. 23). Zur Wahrung des rechtlichen GehÃ¶rs sind entsprechende Berichte und AbklÃ¤rungen zu den Akten zu nehmen und der betroffenen Person von der VollzugsbehÃ¶rde zur Stellungnahme vorzulegen (vgl. Kaspar PlÃ¼ss, Kommentar VRG, § 7 N. 60 f. und 75). Es stellt daher keine GehÃ¶rsverletzung dar, dass der BeschwerdefÃ¼hrer bei der Erstellung der RisikoabklÃ¤rung der AFA nicht mitwirken konnte und von dieser nicht angehÃ¶rt wurde. Die Vorinstanz konnte sich bei ihrer Beurteilung somit auch auf diesen Bericht stÃ¼tzen, zumal sich der BeschwerdefÃ¼hrer dazu im Rekursverfahren Ã¤ussern konnte. Deswegen wurde zu Recht von einer einen formalistischen Leerlauf bedeutenden RÃ¼ckweisung der Sache abgesehen.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Dass die abnehmende Tatschwere von der AFA nicht genÃ¼gend berÃ¼cksichtigt worden sei, ist nicht ersichtlich, zumal auch erwogen wurde, dass zumindest die Anwendung mittelgradiger und schwerwiegender Gewalt zeitlich lange zurÃ¼ckliege und das Delinquenzrisiko in diesen Kategorien nur als erhÃ¶ht und nicht als erheblich erhÃ¶ht qualifiziert werde. </span></p> <p class="Erwgung2"><b>4.2 </b>Der BeschwerdefÃ¼hrer weist verschiedene Vorstrafen aus einem breiten Spektrum von Straftaten auf. Auch hier kann nicht von abnehmender Tatschwere in dem Sinn gesprochen werden, dass sie eine Verbesserung der Legalprognose bewirkte.<span> So kam es 2011, 2012 und 2013 zwar zu Verurteilungen wegen Vergehen â und nicht wie 2005 und 2008 wegen Verbrechen und Vergehen â doch 2019 erfolgte dann die aktuelle Verurteilung wegen mehrfachen Verbrechens gegen das BetÃ¤ubungsmittelgesetz. </span>Besonders ins Gewicht fÃ¤llt hierbei, dass ihm im Verlauf der bisherigen Verurteilungen bereits zwei Mal eine bedingte Entlassung gewÃ¤hrt worden war, er jedoch jeweils noch wÃ¤hrend der Probezeit wieder delinquiert hatte. Die Vorinstanz wertete dies zu Recht als die Legalprognose sehr belastend. Somit ist es nicht zu beanstanden, von "langjÃ¤hriger" Delinquenz des BeschwerdefÃ¼hrers zu sprechen. Wenn der BeschwerdefÃ¼hrer hervorheben mÃ¶chte, dass es auch lÃ¤ngere straffreie Episoden gab, so ist einzuwenden, dass er in diesen Zeiten einerseits auch Haftstrafen verbÃ¼sste und dass andererseits nach den Entlassungen dennoch erneut Straftaten erfolgten.</p> <p class="Urteilstext">Die Vorinstanz erwÃ¤hnte den "Zeitraum 2013â2015", in welchem der BeschwerdefÃ¼hrer gemeinsam mit seiner Ehefrau delinquiert habe; die VorgÃ¤nge hÃ¤tten sich von November 2013 bis MÃ¤rz 2015 erstreckt. Der BeschwerdefÃ¼hrer macht jedoch geltend, es habe sich nur um den Zeitraum Juni 2014 bis Januar 2015 gehandelt. Es sei deshalb nicht von einer langjÃ¤hrigen TÃ¤tigkeit im Drogenhandel auszugehen. GemÃ¤ss der Anklageschrift betrafen die mehrfachen Verbrechen gegen das BetmG den Zeitraum ca. Juni 2014 bis Januar 2015 (Anklage S. 2) und die mehrfache GeldwÃ¤scherei den Zeitraum 30. November 2013 bis 2. MÃ¤rz 2015 (Anklage S. 7). Die Vorinstanz fasste somit den gesamten Zeitraum zusammen, in welchem delinquiert wurde, was nicht zu beanstanden ist; zumal auch die mehrfache GeldwÃ¤scherei sich auf Gelder aus dem BetÃ¤ubungsmittelhandel bezog. Im Ãbrigen ist dem Urteil des Obergerichts vom 18. Dezember 2019 zu entnehmen, dass der BeschwerdefÃ¼hrer in der recht kurzen Zeit von Juni 2014 bis Januar 2015 in hoher IntensitÃ¤t und sehr professionell grosse Drogenmengen (rund 1,5 kg <i>reines</i> Heroin und Ã¼ber 3,5 kg <i>reines</i> Kokain) umgesetzt habe, was die angegebene kurze Dauer dieser TÃ¤tigkeit relativiert. </p> <p class="Urteilstext">Die WÃ¼rdigung nur des einzelnen Umstands der zeitlichen Gegebenheiten dieser beiden Verurteilungen kann demnach noch nicht zur GewÃ¤hrung der bedingten Entlassung fÃ¼hren. Schliesslich ist jeder der gewÃ¼rdigten Aspekte zur Beurteilung der Legalprognose nicht gesondert, sondern sind die gesamten UmstÃ¤nde zu beurteilen. Die Angabe des Zeitraums mag somit nur zusammengefasst wiedergegeben gewesen sein, doch ist hier deswegen keine RÃ¼ckweisung angezeigt, da sich die Verweigerung der bedingten Entlassung nicht nur darauf stÃ¼tzt.</p> <p class="Erwgung2"><b>4.3 </b>Zum Vorleben des BeschwerdefÃ¼hrers ist aus den Akten kurz zusammengefasst Folgendes bekannt: Er wurde 1977 in Montenegro geboren und â nach dem Wegzug der Eltern in die Schweiz â wuchs er mit seinen vier Geschwistern dort bei den Grosseltern auf. Als ca. ZehnjÃ¤hriger kam er im Rahmen des Familiennachzugs in die Schweiz. Seine Jugend verbrachte er in mehreren Jugendheimen. Er absolvierte eine Anlehre als â¦ . Aus einer etwa zehnjÃ¤hrigen Beziehung zu seiner damaligen Partnerin stammt seine Tochter (geboren 2004). Nach der Trennung von seiner Partnerin traf er seine ihm von frÃ¼her bekannte heutige Ehefrau, mit welcher er gemeinsam BetÃ¤ubungsmitteldelikte beging und welche heute ebenfalls eine lÃ¤ngere Freiheitsstrafe verbÃ¼sst. Dass er somit familiÃ¤re Bindungen in der Schweiz hat, welche das Obergericht im Urteil vom 18. Dezember 2019 als gÃ¼nstige Ausgangslage qualifizierte, konnte ihn nicht von weiterer Delinquenz abhalten.</p> <p class="Erwgung2"><b>4.4 </b>Auf Prozesstaktik zu verweisen und deshalb keine Einsicht oder Reue gezeigt zu haben, mag zwar der Verteidigungsstrategie des BeschwerdefÃ¼hrers entsprochen haben, spricht jedoch ebenfalls dagegen, dass er wirklich zu reuiger Einsicht gekommen ist. Was das Schreiben des Rechtsvertreters des BeschwerdefÃ¼hrers vom 29. April 2020 betrifft, ist mit der Beschwerdegegnerin 2 festzuhalten, dass es sich auch ohne laufendes MandatsverhÃ¤ltnis um eine Parteieingabe handelt, bei welcher schwer nachvollziehbar ist, dass sie nicht mit dem BeschwerdefÃ¼hrer abgesprochen wurde. Ausserdem ist daraus weder eine Tataufarbeitung noch ein Einstellungswechsel des BeschwerdefÃ¼hrers ersichtlich.</p> <p class="Erwgung2"><b>4.5 </b>Die Aussagen des BeschwerdefÃ¼hrers anlÃ¤sslich seiner AnhÃ¶rung vom 22. April 2020 sind insofern positiv zu werten, als er ausfÃ¼hrte, es reiche nun mit der Delinquenz, und er mÃ¼sse sich nun um sein Leben kÃ¼mmern. Ãhnlich hatte er sich allerdings schon in seinem Schreiben vom 19. August 2008 an das Obergericht ZÃ¼rich im damaligen Strafverfahren geÃ¤ussert, ohne sich danach deliktfrei zu verhalten. Relativiert werden diese Angaben jedoch dadurch, dass der BeschwerdefÃ¼hrer nach wie vor der Ansicht ist, keine Hilfe zu benÃ¶tigen; er verstehe jedoch nicht, wieso er erst jetzt damit konfrontiert werde. Aufgrund der Tatsache, dass dies nicht seine erste Haft und auch nicht seine erste anstehende bedingte Entlassung war, ist zu erwÃ¤hnen, dass der BeschwerdefÃ¼hrer als institutionserprobt zu gelten hat und es hÃ¤tte auch an ihm gelegen, sich aktiv fÃ¼r eine erkennbare Tataufarbeitung einzusetzen. Dies umso mehr, als verurteilte Personen beim Eintritt in die Justizvollzugsanstalt in einer ihnen verstÃ¤ndlichen Sprache Ã¼ber ihre Rechte und Pflichten informiert werden, ihnen die massgeblichen Vollzugsbestimmungen der Vollzugseinrichtung abgegeben werden und ihnen Gelegenheit zum GesprÃ¤ch mit der Leitung oder dem Betreuungsdienst eingerÃ¤umt wird (§ 95 Abs. 1 und 2 der Justizvollzugsverordnung vom 6. Dezember 2006 [JVV]). Zudem besteht die MÃ¶glichkeit, sich fÃ¼r persÃ¶nliche und andere Anliegen an das Betreuungs- oder Erziehungsfachpersonal zu wenden (§ 113 Abs. 1 JVV). Dass der BeschwerdefÃ¼hrer davon nichts gewusst haben will, ist angesichts etlicher Aufenthalte in Vollzugsanstalten nicht glaubhaft. </p> <p class="Erwgung2"><b>4.6 </b>Das Vollzugsverhalten des BeschwerdefÃ¼hrers kann, wie dies auch die Vorinstanzen festhielten, als gut bezeichnet werden. Es sind jedoch auch die zwei Disziplinierungen, darunter eine tÃ¤tliche Auseinandersetzung, zu berÃ¼cksichtigen. Der BeschwerdefÃ¼hrer wandte zudem ein, der Vollzugsbericht vom 7. April 2020 sei nicht genÃ¼gend gewichtet worden. Die Legalprognose wird auch von der JVA in Anbetracht aller relevanten Faktoren nach wie vor als belastet eingestuft. Dass dennoch eine Entlassung auf den Zweidrittelstermin empfohlen wird, stÃ¼tzt sich darauf, dass gemÃ¤ss dem Vollzugsbericht der weitere Verbleib des BeschwerdefÃ¼hrers in der JVA die Legalprognose nicht wesentlich verÃ¤ndern bzw. beeinflussen kÃ¶nnte. Der Vollzugsbericht hÃ¤lt jedoch ebenfalls fest, dass keine nachvollziehbare Deliktaufarbeitung stattgefunden habe, was somit diese Empfehlung relativiert. Schliesslich musste auch die JVA festhalten, dass Ã¼ber die Zukunftsperspektive des BeschwerdefÃ¼hrers kaum verifizierbare Informationen vorlÃ¤gen.</p> <p class="Erwgung2"><b>4.7 </b><span>Die nach einer bedingten </span>Entlassung<span> zu erwartenden LebensverhÃ¤ltnisse des BeschwerdefÃ¼hrers sprechen nach Auffassung der Vorinstanz nicht fÃ¼r eine gÃ¼nstige Legalprognose. Zudem ist auch seit dem Urteil des Obergerichts keine effektive VerÃ¤nderung eingetreten. </span>Migrationsrechtliche Ãberlegungen kÃ¶nnen zudem insofern auch in die Legalprognose mit einfliessen, als zu beurteilen ist, wo sich der BeschwerdefÃ¼hrer nach seiner Entlassung aufhalten wird. Der BeschwerdefÃ¼hrer wird die Schweiz zu verlassen haben. </p> <p class="Erwgung2"><b>4.8 </b> Der BeschwerdefÃ¼hrer reichte eine BestÃ¤tigung der Firma E vom 10. Juni 2020 ein, wonach er spÃ¤testens per 1. Dezember 2020 einen Job bei einer Firma in Montenegro antreten kÃ¶nne. GemÃ¤ss seinen Aussagen sei es zwar keine Festanstellung, doch kÃ¶nne er in dieser Firma aushelfen. Zudem habe er dank seinen Geschwistern eine Wohnung in Montenegro gefunden. Dass der BeschwerdefÃ¼hrer innert KÃ¼rze auf den erhofften Entlassungstermin hin eine Arbeitsanstellung finden konnte, spricht dafÃ¼r, dass er dies auch auf einen spÃ¤teren Zeitpunkt hin erneut erwirken kÃ¶nnte. Dies kann zwar heute nicht mit Sicherheit gesagt werden, doch konnte der BeschwerdefÃ¼hrer auch nicht davon ausgehen, diese Arbeitsstelle tatsÃ¤chlich anzutreten, zumal er sich nach wie vor im Strafvollzug befindet, selbst wenn zwei Drittel davon erstanden waren. Es handelt sich dabei folglich nicht einfach wie behauptet um Spekulationen der Vorinstanz. In der AnhÃ¶rung vom 22. April 2020 hatte der BeschwerdefÃ¼hrer noch angegeben, sein in F wohnhafter Bruder mache â¦ und habe eine kleine Abteilung in Montenegro erÃ¶ffnet, wo er â der BeschwerdefÃ¼hrer â werde arbeiten kÃ¶nnen. Ob ihm diese Stelle immer noch zur VerfÃ¼gung steht, geht aus den Akten nicht hervor. Es ist dem BeschwerdefÃ¼hrer jedoch zugutezuhalten, dass er sich ernsthaft zu bemÃ¼hen scheint, seine Zeit nach der Entlassung zu planen. Wie die Beschwerdegegnerin 2 ausfÃ¼hrte, ist jedoch darin noch kein Gesinnungswandel in Bezug auf die fehlende Einsicht und auf sein Vorleben zu erkennen. Aufgrund der AusfÃ¼hrungen des BeschwerdefÃ¼hrers bei seiner AnhÃ¶rung, wonach er nun fÃ¼r GesprÃ¤che mit dem Sozialarbeiter bereit sei, bleibt â wie die Vorinstanz zutreffend ausfÃ¼hrte â zumindest die MÃ¶glichkeit der Anstossung einer Tataufarbeitung im weiteren Vollzug.</p> <p class="Erwgung2"><b>4.9 </b>Die WÃ¼rdigung dieser UmstÃ¤nde durch die Vorinstanz ist deshalb nicht zu beanstanden und lag im <span>Rahmen des ihr zustehenden Ermessens. </span>Die Legalprognose ist nach wie vor deutlich belastet. <span>Die Verweigerung der bedingten </span>Entlassung<span> erweist sich mithin nicht als rechtsverletzend und eine â wie eventualiter beantragte â RÃ¼ckweisung zur materiellen Entscheidung ist nicht angezeigt.</span> Die Beschwerde ist abzuweisen.</p> <p class="Erwgung1"><b>5. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>5.1 </b><span>GemÃ¤ss § 65a Abs. 2 in Verbindung mit § 13 Abs. 2 VRG sind die Kosten des Beschwerdeverfahrens dem unterliegenden BeschwerdefÃ¼hrer aufzuerlegen. AusgangsgemÃ¤ss steht ihm zudem von vornherein keine ParteientschÃ¤digung zu (§ 17 Abs. 2 VRG). Die Beschwerdegegnerschaft hat keine solche beantragt. </span></p> <p class="Erwgung2">Zu prÃ¼fen bleiben die Gesuche des BeschwerdefÃ¼hrers um unentgeltliche ProzessfÃ¼hrung und unentgeltliche RechtsverbeistÃ¤ndung.</p> <p class="Erwgung2"><b><span>5.2 </span></b><span>GemÃ¤ss § 16 Abs. 1 und 2 VRG haben Private, denen die nÃ¶tigen Mittel fehlen und deren Begehren nicht offensichtlich aussichtslos erscheint, Anspruch auf die Bestellung eines unentgeltlichen Rechtsbeistands, wenn sie nicht in der Lage sind, ihre Rechte im Verfahren selbst zu wahren. Mittellos im Sinn von § 16 VRG ist, wer die erforderlichen Vertretungskosten lediglich bezahlen kann, wenn er jene Mittel heranzieht, die er fÃ¼r die Deckung des Grundbedarfs fÃ¼r sich und seine Familie benÃ¶tigt (Kaspar PlÃ¼ss in: Alain Griffel [Hrsg.], Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons ZÃ¼rich [VRG], 3. A., ZÃ¼rich etc. 2014 [Kommentar VRG], § 16 N. 18). Als aussichtslos sind Begehren anzusehen, bei denen die Aussichten auf Gutheissung um derart viel kleiner als jene auf Abweisung erscheinen, dass sie deshalb kaum als ernsthaft bezeichnet werden kÃ¶nnen (PlÃ¼ss, § 16 N. 46). Ein Rechtsbeistand ist grundsÃ¤tzlich dann notwendig, wenn die Interessen des Gesuchstellers in schwerwiegender Weise betroffen sind und das Verfahren in tatsÃ¤chlicher und rechtlicher Hinsicht Schwierigkeiten bietet, die den Beizug eines Rechtsvertreters erfordern (PlÃ¼ss, § 16 N. 80 f.).</span></p> <p class="Erwgung2"><b>5.3 </b>Die Mittellosigkeit des BeschwerdefÃ¼hrers ist ausgewiesen, zumal gemÃ¤ss der Aktenlage davon auszugehen ist, dass er Ã¼ber kein VermÃ¶gen verfÃ¼gt, nach wie vor im Strafvollzug verbleibt und Ã¼berdies Schulden hat. Zudem befindet sich seine Ehefrau ebenfalls im Strafvollzug und weist hohe Schulden aus. <span>Die gestellten Begehren sind ferner auch nicht als offensichtlich aussichtslos zu betrachten, weshalb dem BeschwerdefÃ¼hrer die unentgeltliche ProzessfÃ¼hrung zu gewÃ¤hren ist. </span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>5.4 </span></b><span>Die Frage der bedingten </span>Entlassung<span> betrifft den BeschwerdefÃ¼hrer in schwerwiegender Weise. Er scheint zudem auf einen Rechtsvertreter angewiesen zu sein, um seine Interessen im vorliegenden Verfahren zu wahren, zumal auch die Aktenlage sehr umfangreich ist. Das Gesuch um GewÃ¤hrung der unentgeltlichen RechtsverbeistÃ¤ndung ist deshalb gutzuheissen und dem BeschwerdefÃ¼hrer ein unentgelt­licher Rechtsbeistand in der Person seines derzeitigen Vertreters zu bestellen.</span></p> <p class="Erwgung2"><b>5.5 </b><b><span> </span></b><span>GemÃ¤ss § 9 Abs. 1 der GebÃ¼hrenverordnung des Verwaltungsgerichts vom 3. Juli 2018 (GebV VGr) ist dem unentgeltlichen Rechtsbeistand der notwendige Zeitaufwand fÃ¼r das verwaltungsgerichtliche Verfahren nach der Verordnung Ã¼ber die AnwaltsgebÃ¼hren vom 8. September 2010 (AnwGebV) zu entschÃ¤digen. Rechtsanwalt B weist fÃ¼r das Beschwerdeverfahren gemÃ¤ss seiner Honorarnote vom 7. Dezember 2020 einen zeitlichen Aufwand von 10,75 Stunden aus, was fÃ¼r das vorliegende Verfahren als angemessen erscheint, woraus sich ein EntschÃ¤digungsanspruch von Fr. 2'365.- ergibt. Hinzu kommen Barauslagen von Fr. 69.30 sowie Mehrwertsteuern von Fr. 187.45. Insgesamt ist Rechtsanwalt B folglich mit Fr. 2'621.75 zu entschÃ¤digen.</span></p> <p class="Erwgung2"><b>5.6 </b><b><span> </span></b><span>Der BeschwerdefÃ¼hrer wird auf § 16 Abs. 4 VRG hingewiesen, wonach eine Partei, der die </span>unentgeltliche<span> </span>ProzessfÃ¼hrung<span> und/oder Rechtsvertretung gewÃ¤hrt wurde, zur Nachzahlung verpflichtet ist, sobald sie dazu in der Lage ist. Der Anspruch des Kantons verjÃ¤hrt zehn Jahre nach Abschluss des Verfahrens.</span></p> <p class="Einzug1"><span>DemgemÃ¤ss erkennt <span>der Einzelrichter</span>:</span></p> <p class="Einzug2"><span>1. Die Beschwerde wird abgewiesen.</span></p> <p class="Einzug2"><span>2. Die GerichtsgebÃ¼hr wird festgesetzt auf <br/> Fr. 1'000.--; die Ã¼brigen Kosten betragen:<br/> <u>Fr. 155.--</u> Zustellkosten,<br/> <u>Fr. 1'155.--</u> Total der Kosten.</span></p> <p class="Einzug2"><span>3. Dem BeschwerdefÃ¼hrer wird die unentgeltliche ProzessfÃ¼hrung fÃ¼r das Beschwerdeverfahren gewÃ¤hrt.</span></p> <p class="Einzug2"><span>4. Die Gerichtskosten werden dem BeschwerdefÃ¼hrer auferlegt, jedoch einstweilen auf die Gerichtskasse genommen. Die Nachzahlungspflicht gemÃ¤ss § 16 Abs. 4 VRG bleibt vorbehalten.</span></p> <p class="Einzug2"><span>5. Es wird keine ParteientschÃ¤digung zugesprochen.</span></p> <p class="Einzug2"><span>6. Dem BeschwerdefÃ¼hrer wird fÃ¼r das Beschwerdeverfahren die unentgeltliche RechtsverbeistÃ¤ndung gewÃ¤hrt und ihm in der Person von Rechtsanwalt B ein unentgeltlicher Rechtsbeistand bestellt.</span></p> <p class="Einzug2"><span>7. Rechtsanwalt B wird fÃ¼r das Beschwerdeverfahren mit insgesamt Fr. 2'621.75 (inklusive 7,7 % Mehrwertsteuer [Fr. 187.45]) aus der Kasse des Verwaltungsgerichts entschÃ¤digt. § 16 Abs. 4 VRG bleibt vorbehalten.</span></p> <p class="Einzug2"><span>8. Gegen dieses Urteil kann Beschwerde in Strafsachen nach Art. 78 ff. des Bundesgerichtsgesetzes erhoben werden. Die Beschwerde ist innert 30 Tagen, von der Zustellung an gerechnet, beim Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, einzureichen.</span></p> <p class="Einzug2"><span>9. Mitteilung an: â¦</span></p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>