B u n d e s v e rw a l t u n g s g e r i ch t T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i f f éd é r a l T r i b u n a l e am m i n i s t r a t i vo f e d e r a l e T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i v fe d e r a l Abteilung V E-4098/2011 U r t e i l v o m 1 0 . J u l i 2 0 1 3 Besetzung Richterin Christa Luterbacher (Vorsitz), Richter Robert Galliker, Richterin Emilia Antonioni Luftensteiner, Gerichtsschreiberin Lhazom Pünkang. Parteien A._______, geboren am (…), Sri Lanka, vertreten durch Barbara Frei-Koller, Freiplatzaktion Basel Asyl und Integration, (…), Beschwerdeführer, gegen Bundesamt für Migration (BFM), Quellenweg 6, 3003 Bern, Vorinstanz. Gegenstand Asyl und Wegweisung; Verfügung des BFM vom 27. April 2011 / N (…). E-4098/2011 Seite 2 Sachverhalt: I. A. Der Beschwerdeführer, ein sri -lankischer Staatsangehöriger tamilischer Ethnie, verliess seinen Heimatstaat eigenen Angaben zufolge am 22. Juli 2008 auf dem Luftweg über Malaysia in ein ihm unbekanntes Land und reiste von dort aus am 25. Juli 2008 per Auto in die Schweiz ein , wo er am 28. JuliSachverhalt 2008 sein Asylgesuch stellte. Anlässlich der Kurz- befragung im Emp fangs- und Verfahrenszentrum (EVZ) (…) vom 6. Au- gust 2008 und der einlässlichen Anhörung vom 25. November 2009 zu seinen Ausreise- und Asylgründen machte er im Wesentlichen Folgendes geltend: Er sei in B._______ (Distrikt Vavuniya, Nordprovinz) aufgewachsen und im Jahr 2005 nac h C._______, Nordprovinz) zu seinem Onkel gezogen, da Angehörige der LTTE an seinem Heimatort ihn wiederholt aufgefordert hätteSachverhaltn, sich ihrer Bewegung anzuschliessen. Er selber habe die LTTE weder unterstützt noch Kontakte zu deren Anhängern gesucht, sondern sei vielmehr keineswegs am politischen Geschehen interessiert gewesen. Seine Coucousine (die Tochter der Cousine seiner Mutter ) sei dagegen bei den LTTE aktiv gewesen. In C._______ hätten die sri - lankischen Sicherheitskräfte ihn mehrere Male bei seinem Onkel aufg e- sucht, da man ihn als LTTE -Mitglied verdächtigt habe. Infolgedessen sei er nach Colombo weiter gereist, wo er allerdings , zusammen mit allen anderen Bewohnern seiner Lodge, von der Polizei wegen Verdachts auf LTTE-Unterstützung verhaftet und für 14 Tage im Gefängnis in [Ortsan- gabe] festgehalten worden sei. Nach mehreren Verhören und einer G e- richtsverhandlung sei er gegen Bezahlung einer Geldsumme von 175'000 Rupien freigelassen worden. Daraufhin habe er Sri Lanka mit einem fremden sri-lankischen Pass verlassen, welchen ihm sein Schlepper be- sorgt habe. Zur Stützung seines Asylgesuchs r eichte der Beschwerdeführer folgende Dokumente zu den Akten: - seine sri -lankische Identitätskarte, ausgestellt am (…) 2006 (mit deutschsprachiger Übersetzung); - eine Kopie seines sri-lankischen G eburtsregisterauszug vom (…) 2008 (mit englischsprachiger Übersetzung); E-4098/2011 Seite 3 - eine englischsprachige Übersetzung eines Haftentlassungsantrags des Chief Magistrate Court of Colombo vom (…) 2008. B. Mit Verfügung vom 27. A pril 2011 – eröffnet am 29. April 2011 – lehnte das BFM das Asylgesuch ab und ordnete die Wegwei sung aus d er Schweiz sowie den Vollzug an. C. a) Mit Eingabe vom 30. Mai 2011 liess der Beschwerdeführer durch seine Rechtsvertreterin beim Bundesverwaltungsge richt Beschwerde gegen dieses Verfügung erheben. C. b) Mit Zwischenverfügung vom 6. Juni 2011 hielt das Bundesverwal - tungsgericht fest, die eingereichte Beschwerde enthalte keine Unte r- schrift, und forderte den Beschwerdeführer – unter Androhung, bei unge- nutztem Fristenablauf werde auf die Beschwerde nicht eingetreten – auf, bis zum 14. Juni 2011 eine unterzeichnete Beschwerde nachzureichen. C. c) Mit im einzelrichterlichen Verfahren ergangenem Urteil vom 21. Juni 2011 (Verfahren E -3068/2011) trat das B undesverwaltungsgericht – mangels Einreichung einer Beschwerdeverbesserung – auf die Beschwerde vom 30. Mai 2011 nicht ein. Ihm wurden die Verfahrenskosten in Höhe von Fr. 200.– auferlegt. C. d) Antragsgemäss (vgl. Aktensuchauftrag der Rechtsvertreterin vom 23. Juni [recte] 2011 an das BFM) teilte das Bundesamt mit Schreiben vom 28. Juni 2011 der Rechtsvertreterin mit, die nachträglich mit Originalunter- schrift versehene, beim BFM eingereichte Beschwerde sei aufgefunden worden; dieser sowie dem an das Bundesamt adressierten Begleitbrief vom 7. Juni 2011 (Betreff: "Verfügung BVGer vom 6. Juni 2011, E-3068/2011") kann entnommen werden, dass diese beiden Dokumente am 8. Juni 2011 beim BFM eingegangen sind. C. e) Mit Revisionsgesuch vom 2. Juli 2011 an da s Bundesverwaltungsgericht beantragte die Rechtsvertreterin namens und im Auftrag des Beschwer- deführers in der Hauptsache die Aufhebung des Ur teils des Bundesve r- waltungsgerichts vom 21. Juni 2011, und dass auf die Beschwerde vom E-4098/2011 Seite 4 30. Mai 2011 einzutreten sei. Eventualiter sei die mit Zwischenverfü gung vom 6. Juni 2011 angesetzte Frist zur Einreichung einer Beschwerde - verbesserung wiederherzustellen. Zur Stützung der geltend gemachten Vorbringen wurden insbesondere folgende Dokumente zu den Akten gereicht: Begleitbrief der Rechtsvertre- tung vom 7. Juni 2011 mit der nachgereichten, unterzeichneten B e- schwerdeeingabe, Aktensuchauftrag der Rechtsvertretung vom 23. Juni 2011 sowie Schreiben des BFM vom 28. Juni 2011. C. f) Mit Urteil des Bundesverwaltungsgeri chts vom 20. Juli 2011 wurde d as Revisionsgesuch in Anwendung von Ar t. 121 Bst. d des Bundesgerichts- gesetzes vom 17. Juni 2005 (BGG, SR 173.110) gutgeheissen, das Urteil vom 21. Juni 2011 aufgehoben und das Beschwerdeverfahren wieder aufgenommen. Zur Begründung führte das Bundesverwaltungsgericht an, aufgrund der durch das BFM unterlassenen unverzüglichen Weiterleitung der Beschwerdeverbesserung an das Bundesverwaltungsgericht habe dieses eine in den Akten erhebliche Tatsache aus Versehen nicht berück- sichtigt. C. g) Mit Urteil des Bundesverwaltungsgerichts vom 4. August 2011 wurde das Urteil des Bundesverwaltungsgerich ts vom 20. Juli 2011 in verfahren s- rechtlicher Hinsicht insoweit ergänzt und berichtigt, als das Bundesve r- waltungsgericht dem Beschwerdeführer die einbezahlten Verfahrenskos- ten in Höhe von Fr. 200. - betreffend das Verfahren E -3068/2011 zurück- zuerstatten hatte. II. D. Die Rechtsvertreterin beantragte in ihrer Rechtsmitteleingabe vom 30. Mai 2011 (irrtümlich datiert auf 30. Juni 2011) sowie der fristgerecht ein- gereichten Beschwerdeverbesserung vom 7. Juni 2011 (Nachreichung Originalunterschrift) namens und im Auftrag des Beschwerdeführers beim Bundesverwaltungsgericht, die vorinstanzliche Verfü gung vom 27. April 2011 sei vollumfänglich aufz uheben und es sei dem Beschwerdeführer Asyl zu gewähren; eventualiter sei die Unzulässigkeit, allenfalls die U n- zumutbarkeit des Wegweisungsvollzugs festzustellen und als Folge d a- von die vorläufige Aufnahme anzuordnen. E-4098/2011 Seite 5 In verfahrensrechtlicher Hinsicht wurde um die Gewährung der unent - geltlichen Rechtspflege im Sinne von Art. 65 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 über das Verwaltungsverfahren (VwVG, SR 172.021) sowie um Verzicht auf Erhebung eines Kostenvorschusses e r- sucht. Sodann wurde beantragt, es sei dem Beschwerdeführer zu allfäll i- gen Stellungnahmen des Beschwerdegegners ein Replikrecht zu gewä h- ren und es sei festzustellen, dass die Beschw erde aufschiebende Wi r- kung habe. Z ur Stützung der geltend gemachten Vorbringen wurde auf zahlreiche Internetberichte verwiesen. E. Mit Verfügung vom 9. August 2011 hielt die zuständige Instruktionsricht e- rin fest, der Beschwerdeführer könne den Ausgang des Verfahrens in der Schweiz abwarten. Über das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege im Sinne von Art. 65 Abs. 1 VwVG werde zu einem spät e- ren Zeitpunkt befunden und auf die Erhebung eines Ko stenvorschusses verzichtet. Die Vorinstanz wurde zur Einreichung einer Vernehmlassung eingeladen. F. In ihrer Vernehmlassung vom 15. August 2011 hielt die Vorinstanz fest, dass die Beschwerdeschrift keine neuen erheblichen Tatsachen oder B e- weismittel enthalte, welche eine Änderung ihres Standpunktes rechtfert i- gen könnten. Sie hielt vollumfänglich an ihren Erwägungen fest und bean- tragte die Abweisung der Beschwerde. Auf die entsprechenden Ausfüh- rungen des BFM wird in den nachfolgenden Erwägungen Bezug genom- men. G. Mit Instruktionsverfügung vom 23. August 2011 räumte die Instruktion s- richterin dem Beschwerdeführer die Möglichkeit ein, eine Rep lik zur v o- rinstanzlichen Vernehmlassung einzureichen. H. Die Rechtsvertreterin des Beschwerdeführers reichte mit Eingabe vom 7. September 2011 fristgerecht eine Stellungnahme ein und hielt fest, an der Beschwerde vollumfänglich festzuhalten. Die darin enthaltenen Argumen- te werden in den folgenden Erwägungen gewür digt. Der Eingabe wurden ein Bericht von TamilNet vom 23. August 2011 'SLA terror unleashed in E-4098/2011 Seite 6 Jaffna after public unmasks 'grease devils' sowie eine Honorarnote, d a- tiert vom 7. September 2011, beigelegt. I. Mit Eingabe vom 13. Juni 2012 machte der Beschwerdeführer geltend, seine Cousine, die bei den LTTE gewesen sei, habe in der Zwischenzeit in der Schweiz Asyl erhalten. Hierzu reichte er folgende Beweismittel zu den Akten: - Kopie der Aufenthaltsbewilligung B (Flüchtlingsstatus) von D._______, der Cousine des Beschwerdeführers; - englischsprachige Übersetzung der Geburtsu rkunde von D._______, datierend vom (…) 2009; - Auszug aus dem sri -lankischen Geburtsregister von E._______, der Mutter von D._______ (mit englischsprachiger Übersetzung) , dati e- rend vom (…) 2012; - Auszug aus dem sri -lankischen Geburtsregister von F._______, der Schwester von E._______ und Mutter des Beschwerdeführers (mit englischsprachiger Übersetzung), datierend vom (…) 2011; - englischsprachige Übersetzung des sri-lankischen Geburtsregiste r- auszuges des Beschwerdeführers, datierend vom (…) 2008. J. Mit Instruktionsverfügung vom 7. März 2013 wurde dem Beschwerdefü h- rer Gelegenheit geboten, zum Dienstreisebericht des BFM (Dienstreise von Herbst 2010, editionstaugliche Fassung vom 22. Dezember 2011) Stellung zu nehmen, wobei ihm die editionstaugliche Ausgabe des fragli- chen Dienstreiseberichts zugestellt wurde. K. Mit Eingabe vom 22. März 2013 nahm die Rechtsvertreterin Stellung zum Dienstreisebericht des BFM und führte im Wesentlichen aus, dieser sei sehr oberflächlich gehalten, sei beschränkt repräsentativ und entspreche nicht den geltenden 'Country of Origin Information '-Qualitätsstandards. Abgesehen davon enthalte der Bericht auch zahlreiche Informationen, die ihrerseits auf die fortdauernde Gefährdung des Beschwerdeführers hin- weisen würden . Unter Heranziehun g des Länder Update zu Sri Lanka, herausgegeben durch die Schweizerische Flüchtlingshilfe (SFH) , wird E-4098/2011 Seite 7 dargelegt, weshalb von einem Festnahmeinteresse der sri -lankischen Behörden gegenüber dem Beschwerdeführer auszugehen sei. Im Übr i- gen verfüge der Beschwerdeführer in seinem Heimatstaat weder über ein tragfähiges Beziehungsnetz noch über eine gesicherte Wohnsituation, weshalb der Wegweisungsvollzug unzumutbar sei. Auf die weiteren Au s- führungen wird , soweit für den vorliegenden Entscheid relevant, in den nachfolgenden Erwägungen eingegangen. Ergänzend z um bisherigen Sachverhalt wurden sodann folgende neuen Ereignisse vorgebracht: D as Criminal Investigation Department (CID) und die Polizei hätten im Se p- tember 2012 und Februar 2013 beim Onkel in C._______ nach dem Be- schwerdeführer und seiner Cousine, die bei den LTTE war, gefragt; im Februar 2013 habe das CID auch seine Mutter aufgesucht und nach dem Beschwerdeführer gefragt. Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 1. 1.1 Gemäss Art. 31 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (VGG, SR 173.32) beurteilt das Bundesverwaltungs gericht Beschwerden gegen Verfügungen nach Art. 5 VwVG. Das BFM gehört zu den Behörden nach Art. 33 VGG und ist daher eine Vor instanz des Bundesverwaltungs- gerichts. Eine das Sachgebiet be treffende Ausnahme im Sinne von Art. 32 VGG liegt nicht vor. Das Bundesver waltungsgericht ist daher zustä n- dig für die Beurteilung der vor liegenden Beschwerde und entscheidet im Bereich des Asyls in der Regel – so auch vorliegend – endgültig (Art. 105 des Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 [AsylG, SR 142.31 ] ; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG).Sachverhalt 1.2 Das Verfahren richtet sich nach dem VwVG, soweit das VGG und das AsylG nichts anderes bestimmen (Art. 37 VGG und Art. 6 AsylG). 1.3 Die Beschwerde ist frist- und formgerecht eingereicht (Art. 108 Abs. 1 AsylG, Art. 37 VGG i.V.m. Art. 52 VwVG). Der Beschwerdeführer ist durch die angefochtene Verfügung besonders berührt und hat ein schutz würdi- ges Interesse an deren Aufhebung beziehungsweise Änderung. Er ist da- her zur Einreichung der Beschwerde legitimiert (Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 48 Abs. 1 VwVG). Auf die Beschwerde ist einzutreten. E-4098/2011 Seite 8 2. Mit Beschwerde kann die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige oder unvollständige Feststellung des rec htserheblichen Sachverhalts und die Unangemessenheit gerügt werden (Art. 106 Abs. 1 AsylG). 3. 3.1 Vorab ist die Rüge der Rechtsvertreterin zu prüfen, das BFM habe seine Begründungspflicht verletzt, da es in seiner Verfügung auf zahlre i- che Unglaubhaftigkeitselemente hingewiesen, diese dagegen nicht näher bezeichnet habe (vgl. Beschwerde vom 30. Mai 2011, S. 16). Damit ve r- letze die Vorinstanz des Recht des Beschwerdeführers auf rechtliches Gehör gemäss Art. 29 Abs. 2 der Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft vom 18. April 1999 (BV, SR 101). 3.2 Das BFM hält in der angefochtenen Verfügung nach eingehender Prü- fung der Vorbringen des Beschwerdeführers fest, dass dieser die Flücht- lingseigenschaft nicht erfülle. Aufgrund der fehlenden Asylrelevanz in sei- nen Vorbringen könne darauf verzichtet werden, auf die zahlreichen U n- glaubhaftigkeitselemente einzugehen. Diese Vorgehensweise ist nicht zu beanstanden. Die Begründungspflicht wird nicht bereits dadurch verletzt, dass sich die Behörde n icht mit allen Parteistandpunkten einlässlich au s- einandersetzt und jedes einzelne Vorbringen ausdrücklich widerlegt. Nach der Praxis darf sich die Entscheidbehörde auf die für den Entscheid wesentlichen Argumente beschränken. Die Begründung genügt den ve r- fassungsrechtlichen Ansprüchen, wenn sich der Betroffene über die Gründe und die Tragweite des Entscheides Rechenschaft ablegen und diesen in voller Kenntnis der Sache an die höhere Instanz weiterziehen kann (RENÉ RHINOW/ HEINRICH KOLLER/ CHRISTINA KISS/ DANIELA THURN- HERR/ DENISE BRÜHL-MOSER, Öffentliches Prozessrecht, Grundlagen und Bundesrechtspflege, 2. Aufl., Basel 2010, Rz. 345) . Vorliegend hat sich die Prüfung der fraglichen Vorbringen auf deren Unglaubhaftigkeit erü b- rigt, nachdem bereits deren Asylrelevanz verneint wurde. Damit hat sich das BFM zu Recht auf die wesentliche Argumente beschränkt. Die v o- rinstanzliche Verfügung ist demnach diesbezüglich nicht zu beanstanden. 3.3 Weiter ist in verfahrensrechtlicher Hinsicht zu prüfen, ob mit der B e- zugnahme auf eine Dienstreise des BFM nach Sri Lanka in der v o- rinstanzlichen Verfügung auch der dazugehörige editionstaugliche Dienst- reisebericht dem Beschwerdeführer hätte offengelegt werden müssen. Gemäss Angaben des BFM in der angefochtenen Verfügung sei im Herbst 2010 eine Dienstreise in den Norden und Osten Sri Lankas durc h-E-4098/2011 Seite 9 geführt worden. Die Vorinstanz stützte sich bei der Beurteilung des We g- weisungsvollzugs auf die im Rahmen dieser Dienstreise gewonnenen E r- kenntnisse. Damit bildet auch der dazugehörige B ericht dieser Dienstre i- se Grundlage der angefochtenen Verfügung und hätte im Rahmen des Anspruchs des rechtlichen Gehörs dem Beschwerdeführer zur Kenntnis gebracht werden müssen. Das Bundesverwaltungsgericht hat im Rahmen seiner Beschwerdeinstruktion den f raglichen Dienstreisebericht in edit i- onstauglicher Fassung dem Beschwerdeführer zur Einsicht herausgeg e- ben und ihm Gelegenheit zur Stellungnahme geboten. Damit konnte die Verletzung des Akteneinsichtsrechts auf Beschwerdeebene geheilt we r- den (vgl. Urteil des Bundesverwaltungsgerichts vom 31. Juli 2012 D- 3747/2011, E. 3). 4. 4.1 Gemäss Art. 2 Abs. 1 AsylG gewährt die Schweiz Flüchtlingen grun d- sätzlich Asyl. Flüchtlinge sind Personen, die in ihrem Heimatstaat oder im Land, in dem sie zuletzt wohnten, wegen ihrer Ra sse, Religion, Nationali- tät, Zugehörigkeit zu einer bestimmten sozialen Gruppe oder wegen ihrer politischen Anschauungen ernsthaften Nachteilen ausgesetzt sind oder begründete Furcht haben, solchen Nachteilen ausgesetzt zu werden. Als ernsthafte Nachteile gelten namentlich die Gefährdung des Leibes, des Lebens oder der Freiheit sowie Massnahmen, die einen unerträglichen psychischen Druck bewirken. Den frauenspezifischen Fluchtgründen ist Rechnung zu tragen (Art. 3 AsylG). 4.2 Wer um Asyl nachsucht, muss die Flüchtlingseigenschaft nachweisen oder zumindest glaubhaft machen. Diese ist glaubhaft gemacht, wenn die Behörde ihr Vorhandensein mit überwiegender Wahrscheinlichkeit für g e- geben hält. Unglaubhaft sind insbesondere Vorbringen, die in wesentl i- chen Punkten zu wenig begründet oder in sich widersprüchlich sind, den Tatsachen nicht entsprechen oder massgeblich auf gefälschte oder ve r- fälschte Beweismittel abgestützt werden (Art. 7 AsylG). 5. 5.1 Die Vorinstanz hielt in ihrer ablehnenden Verfügung fest, dass die vom Beschwerdeführer geltend gemachten Vorkommnisse – dreimalige Suche durch Angehörige des CID und der Armee sowie seine vierzehntä- gige Festnahme – zwar bedauerlich seien, diese aber vor dem Hinte r- grund der damals allgemein angespannten Situation während des Bür- gerkriegs zu betrachten seien. Heute stelle sich die Lage anders dar. Seit Beendigung des Krieges im Mai 2009 befinde sich das gesamte Land E-4098/2011 Seite 10 wieder unter Regierungskontrolle und es sei zu keinen terroristischen A k- tivitäten der LTTE mehr gekommen. Die Sic herheits- und Mensche n- rechtslage sei zwar noch nicht in allen Teilen des Landes zufriedenste l- lend, doch die Anzahl von Gewaltereignissen wie Entführungen, Ve r- schleppungen und Tötungen sei erheblich zurückgegangen. Zudem ve r- füge der Beschwerdeführer über kein ausreichendes politisches Profil, welches zum jetzigen Zeitpunkt mit erheblicher Wahrscheinlichkeit zu asylrelevanten Schwierigkeiten führen könnte. Ferner sei die erfolgte Haftentlassung ein Indiz dafür, dass die sri -lankischen Behörden den Be- schwerdeführer nicht mehr ernsthaft als LTTE-Unterstützer verdächtigt hätten. Wären die sri-lankischen Behörden nach wie vor überzeugt gewe- sen, dass der Beschwerdeführer in irgendeiner Weise eine Gefahr für den sri-lankischen Staat darstellte, wäre er nach Ansicht des BFM zweifellos nicht freigelassen worden. Die vom Beschwerdeführer vorgebrachten Verfolgungshandlungen se i- tens der LTTE seien nicht asylrelevant, da diese bereits sechs Jahre z u- rückliegen würden und sich die Situation in Sri Lanka in der Zwischenzeit grundlegend verändert habe. Eine Gefahr gehe von den LTTE heute nicht mehr aus. Zudem würde es sich hierbei um eine Verfolgung durch Private handeln, weshalb der Beschwerdeführer sich im Fall erneuter Behelligun- gen an die lokalen staatlichen Behörden in Sri Lanka wenden könne. Aus der aktuellen Aktenlage würden keine Hinweise hervorgehen, welche im Fall des Beschwerdeführers auf eine grundsätzliche Schutzunwilligkeit des sri-lankischen Staats hinwiesen. 5.2 Die Rechtsvertreterin des Beschwerdeführers führte in ihrer Rechts- mitteleingabe vom 30. Mai 2011 ergänzend zum bisherigen aktenkundi- gen Sachverhalt aus, dass die Mutter des Beschwerdeführers im Nove m- ber 2010 ihn telefonisch über die Fahndung der sri-lankischen Polizisten nach ihm informiert habe. Die staatlichen Behörden sähen den B e- schwerdeführer demnach nach wie vor als Sympathisant en bzw. Kollabo- rateur der LTTE. Der Beschwerdeführer sei entgegen den vorinstanzl i- chen Erwägungen nach wie vor in höchstem Masse gefährdet, wobei sich die Recht svertreterin auf verschiedene Lage - und Medienberichte a b- stützte. Gemäss Bericht des dänischen Immigration Service vom Oktober 2010 würde jeder tamilische Rückkehrer durch die sri-lankischen Sicher- heitsbehörden am Flughafen auf mögliche LTTE-Verbindungen überprüft. Die Tamilen in Sri Lanka seien generell einem erhöhten Risiko willkürl i- cher Polizeimassnahmen ausgesetzt. Da dies potentiell die gesamte t a- milische Bevölkerung im Norden und Osten des Landes betreffe, könne E-4098/2011 Seite 11 nach wie vor von einem Generalverdacht gegenüber der tamilischen B e- völkerung ausgegangen werden. Zudem sei die vorinstanzliche Auffassung, es fehle dem Beschwerdefü h- rer an einem ausreichenden politischen Profil, um einer asylrelevanten Gefährdung ausgesetzt zu sein, nicht richtig. So genüge es , ein Symp a- thisant der LTTE oder ein Angehöriger eines LTTE-Sympathisanten zu sein. Insbesondere falle der Beschwerdeführer als rückkehrender Tamile, der seine Heimat zur Kriegszeit verlassen und hierzulande ein Asylg e- such gestellt habe, unter eine eigene Risikokategorie. Zudem sei der Be- schwerdeführer als Cousin eines ehemaligen LTTE -Mitglieds zusätzlich gefährdet, Opfer von Verfolgung, Verhaftung und Folter bis hin zu extr a- legaler Tötung seitens der sri-lankischen Sicherheitskräfte zu werden. Die Freilas sung des Beschwerdeführers aus der Gefängnishaft gegen Bezahlung einer Geldsumme bedeute nicht, dass der sri -lankische Staat nun kein Interesse an der Verfolgung des Beschwerdeführers mehr habe. Vielmehr seien Bestechungen von Behörden angesichts der grass ieren- den Korruption in Sri Lanka ein übliches Vorgehen, um eine bessere B e- handlung durch die Behörden oder die Entlassung aus der Haft zu erre i- chen. 5.3 Die Vorinstanz hielt in ihrer Vernehmlassung d iesen Vorbringen im Wesentlichen entgegen, die mitten im Bürg erkrieg erfolgte Freilassung des Beschwerdeführers zeige auf, dass die sri -lankischen Behörden ihn nicht ernsthaft als Unterstützer der LTTE ver dächtigt hätten. Denn gegen solche Personen, welche eine Gefahr für die Sicherheit des Staates da r- stellten, würd e gemäss Erkenntnissen des BFM konsequent behördl i- cherseits vorgegangen. Zudem habe sich die Lage in Sri Lanka inzw i- schen massgeblich verändert. Die LTTE seien vernichtend geschlagen worden, wes halb von ihnen keine Gefahr für den sri -lankischen Staat mehr ausgehe. Folglich sei es unwahrscheinlich, dass der Beschwerd e- führer wegen seinen angeblichen Verbindungen zur LTTE weiterhin b e- hördlich verfolgt würde. Hinsichtlich der auf Beschwerdeebene neu vo r- gebrachten Suche nach dem Beschwerdeführer durch die sri -lankische Polizei hielt die Vorinstanz fest, dass eine Beobachtung bzw. Befragung des Beschwerdeführers bei seiner Rückkehr zwar nicht ausgeschlossen werden könne, dass jedoch derartige Massnahmen im Zusammenhang mit der allgemeinen Bekämpfung des Terrorismus stünden. Ihnen komme schon aufgrund der fehlenden Intensität kein Verfolgungscharakter zu. E-4098/2011 Seite 12 5.4 Die Rechtsvertreterin führte in ihrer Replik vom 7. September 2011 zur Vernehmlassung aus, die Vorinstanz verkenne in ihren Ausführungen, dass die Notstandsgesetzgebung noch immer in Kraft sei ; diese lasse ei- ne präventive Haft für Terrorverdächtigte ohne Anklage oder Gerichtsve r- fahren sowie Hausdurchsuchungen und Beschlagnahmungen zu. Weiter seien gemäss einem Bericht von TamilNet noch immer gegen 3000 Pe r- sonen in irregulären Lagern gefangen. Gemäss der International Co m- mission of Jurists seien dort nicht nur Kämpfer und LTTE-Kadermitglieder gefangen, sondern auch Zwangsrekrutierte und Nicht -Kämpfer. Ang e- sichts dieser Umstände erweise sich die Verfolgungsfu rcht des Be- schwerdeführers als begründet. Hinsichtlich des von der Vorinstanz als zumutbar betrachteten Wegweisungsvollzug s in den Norden Sri Lankas wurde entgegen gehalten, diese Beurteilung stütze sich auf eine Ein- schätzung des UNHCR , die aus dem Jahr 20 10 stamme und entspr e- chend überholt sei. Dabei wurde auf die damals geltende Rechtspre- chung des Bundesverwaltungsgerichts (Urteil E-8381/2007 vom 21. April 2009) verwiesen, wonach der Wegweisungsvollzug in den Norden und Osten Sri Lankas nicht zumutbar, je ner nach Colombo nur unter beso n- ders günstigen Voraussetzungen zumutbar sei. Abschliessend wies die Rechtsvertreterin auf ein fehlendes tragfähiges Beziehungsnetz und auf eine fehlende gesicherte Wohnsituation des Beschwerdeführers in se i- nem Heimatstaat hin. 5.5 Mit Eingaben vom 13. Juni 2012 und 22. März 2013 machte der B e- schwerdeführer namentlich erneut – unter Beilegung von Beweisunterl a- gen – auf die Verwandtschaft zu seiner Cousine, welche ehemaliges LTTE-Mitglied sei, aufmerksam, woraus sich auch für ihn in Sri Lanka e i- ne Gefährdung ergebe. Das CID und die Polizei hätten denn auch wi e- derholt bei seinem Onkel in C._______ resp. bei seiner Mutter nach se i- ner Cousine und nach ihm gefragt. 6. 6.1 Im Folgenden werden die Vorbringen auf deren Asylrelevanz geprüft. Das Bundesverwaltungsgericht kommt nach Durchsicht der Akten zum Schluss, dass die Vorbringen des Beschwerdeführers die Anforderungen an die Flüchtlingseigenschaft nicht zu erfüllen vermögen. 6.2 6.2.1 Gemäss Schilderungen des Beschwerdeführers sei er zunächst in seinem Heimatdorf B._______ von Angehörigen der LTTE dreimal aufge- fordert worden, diesen beizutreten, später sei er in C._______ von Ange-E-4098/2011 Seite 13 hörigen des CID und der Armee wegen Verdachts auf LTTE - Unterstützung gesucht worden und schliesslich sei er in Colombo für zwei Wochen inhaftiert worden. Die fraglichen Ereignisse fanden im Zeitraum von 2004 bzw. 2005 bis zum Zeitpunkt seiner Ausreise im Juli 2008 statt (vgl. A1/10 S. 5; A21/16, S. 4, F19) . Damit fallen diese in die Periode der Bürgerkriegswirren in Sri Lanka. Damals führten die LTTE tatsächlich Camps zur Zwangsrekrutierung von Tamilen für den Krieg gegen die sri - lankische Regierung. Die Protokollaussagen des Beschwerdeführers bes- tätigen dies, wenn er ausführt, er sei kein Einzelfall gewesen. Ihm zufolge sei man entweder zwangsweise oder dann aufgrund der Druckausübung der LTTE "freiwillig" rekrutie rt worden (vgl. A21/16, S. 4). Die LTTE führ- ten somit aufgrund der damals herrschenden Kriegssituation willkürliche Zwangsrekrutierungen von Tamilen durch. Dass dem Beschwerdeführer auch heute weiterhin seitens der LTTE Verfolgungshandlungen drohen könnten, kann indessen aus heutiger Sicht ausgeschlossen werden, nachdem die LTTE gemäss weit gehend übereinstimmenden Quellen im gesamten Staatsgebiet von Sri Lanka als zerschlagen gelten (vgl. BVGE 2011/24 vom 27. Oktober 2011 E. 7.1). Die kurzzeitige Festnahme des Beschwerdeführers in Colombo sei e r- folgt, als bei einer Kontrolle alle tamilischen Bewohner der Lodge (wie auch Bewohner anderer Lodges) festgenommen worden seien (vgl. A1 S. 5, 6; A21 S. 7). Die Verhaftung erscheint unter diesem Blickwinkel als e i- ne Sicherheitsmassnahme seitens der sri -lankischen Regierung während des Krieges und scheint nicht in erster Linie aufgrund eines erhärteten LTTE-Verdachts gegen den Beschwerdeführer erfolgt zu sein. Die Verhaf- tung des Beschwerdeführers basierte demnach nicht auf einem individuell gegen ihn als Person begründeten Verdacht, sondern vielmehr auf seiner Zugehörigkeit zu den jungen Tamilen, die damals generell verdächtigt wurden. Das BFM hat damit zutreffend festgestellt, dass bei einem ta t- sächlichen und ernsten Verdacht k eine Haftentlassung möglich gew esen wäre. Das Argument in der Beschwerdeeingabe, die sri-lankischen Be- hörden liessen sich durch Zahlung von hohen Geldbet rägen leicht beste- chen, überzeugt nach der vorstehenden Darlegung der konkreten Um- stände nicht. Der Beschwerdeführer gibt zudem zu P rotokoll, weder Kontakte zu den LTTE gepflegt zu haben, noch generell politisch aktiv oder in irgend einer Form regierungskritisch gewesen zu sein (vgl. A21/16 S. 5 F34 und S.8 F71). Die LTTE-Verbindung seiner Coucousine (vgl. A21/16 S. 3 F17) und damit die Tatsache, mit einem ehemaligen LTTE-Mitglied verwandt zu E-4098/2011 Seite 14 sein, kann unter den vorliegenden Umständen für sich alleine nicht eine Verfolgung herbeiführen, zumal die sri -lankischen Behörden bereits vor seiner Ausreise Kenntnis davon hatten und ihn dennoch aus der Haft ent- liessen. Dass der Beschwerdeführer zu seiner Coucousine bzw. Cousine einen engen Kontakt pflegen würde, ist aufgrund der Akten zu verneinen. Zunächst fallen die ungereimten Darstellungen der genauen Verwand t- schaft auf, soll es sich doch gem äss den Aussagen in den Befragungen um die Tochter einer Cousine der Mutter handeln (vgl.A21 S. 5; so auch Beschwerde S. 5), während die eingereichten Beweisunterlagen (Eingabe vom 13. Juni 2012) ein anderes Verwandtschaftsverhältnis (Tochter der Schwester der Mutter) aufzeigen. Zum andern wies der Beschwerdefü h- rer erst mit Eingabe vom 13. Juni 2012 darauf hin, seine Cousine sei nun in der Schweiz; diese war freilich bereits im (…) 2011 in die Schweiz ein- gereist. Den Befürchtungen in der Beschwerdeeingabe, der Beschwerdeführer sei als mutmasslicher LTTE–Sympathisant bzw. –Kollaborateur eine hohen Verfolgungsgefahr ausgesetzt, kann nicht gefolgt werden. Es ist in Anbet- racht des fehlenden Verdachtsmoments zu Gunsten einer LTTE - Verbindung des Beschwerdeführers nicht von einer Gefahr eine r künft i- gen Verfolgung seitens der sri-lankischen Behörden auszugehen. 6.2.2 Der Beschwerdeführer machte seit der Ausreise aus seinem He i- matstaat Ereignisse geltend, wonach ihn sri -lankische Sicherheitskräfte im November 2010, im Sep tember 2012 sowie im Februar 2013 bei sei- ner Mutter resp. seinem Onkel zuhause gesucht hätten (siehe Beschwer- de vom 30. Mai 2011, S. 8 und Eingabe vom 22. März 2013 ). Die sen Aussagen kommt indessen kaum Relevanz zu, wo sie doch unsubstanz i- iert ausfallen und auch nicht anhand schriftlicher Beweismittel unterma u- ert werden. Das Vorbringen erweist sich aufgrund der gegebenen U m- stände auch als zu wenig intensiv , um von einer asylrelevanten Verfo l- gung sprechen zu können. 6.2.3 Schliesslich stellt die inzwischen in p olitischer Hinsicht grundlegend veränderte Lage in Sri Lanka einen weiteren wesentlichen Aspekt bei der vorliegenden Prüfung der Asylrelevanz dar. Im Mai 2009 wurden die LTTE durch die sri -lankische Armee vernichtend geschlagen. Seit Beendigung dieses militärischen Konflikts hat sich die Sicherheitslage in Sri Lanka e r- heblich verbessert und stabilisiert. Im Grundsatzurteil BVGE 2011/24 vom 27. Oktober 2011 hat das Bundesverwaltungsgericht eine aktuelle Anal y- se der allgemeinen, heute herrschenden Sicherheits - und politischen La-E-4098/2011 Seite 15 ge in Sri Lanka vorgenommen. Dabei nennt es verschiedene Risikogrup- pen, welche einer erhöhten Verfolgungsgefahr ausgesetzt sein mögen (vgl. dort E. 8). Unter anderem gehören abgewiesene tamilische Asylbe- werber aus der Schweiz, denen nah e Kontakte zur LTTE unterstellt we r- den, zum gefährdeten Personenkreis. Wie vorstehend aufgezeigt, pflegte der Beschwerdeführer eigenen Angaben zufolge in Sri Lanka keinerlei Kontakte zu den LTTE . Verhaftet wurde er wegen Verdachts auf LTTE - Unterstützung, da seine Cousine in dieser Bewegung aktiv gewesen war. Die fehlenden Hinweise auf eine asylrechtlich genügende Intensität der Verfolgung und seine frühe Haftentlassung lassen dagegen nicht auf e i- nen noch heute bestehenden behördlichen Verdacht schliessen. Dass er in der Schweiz Kontakte zu den LTTE gepflegt hätte, wird nicht geltend gemacht. Namentlich hat er offenbar auch nur losen Kontakt zur Cousine. Auch v or dem Hintergrund der seit 2009 verbess erten Sicherheitslage kann aus heutiger Sicht betreffend den Beschwerdeführer nicht auf eine begründete Furcht vor einer Verfolgung in asylbeachtlichem Ausmass in Sri Lanka geschlossen werden. 6.2.4 Seit dem genannten Urteil sind verschiedene Meldungen über die Behandlung von aus Westeuropa zurückkehrender Tamilen, namentlich von abgewiesenen Asylsuchenden, durch die sri -lankischen Sicherheits- behörden bekannt geworden (vgl. die zusammenfassende und auf eine Vielzahl von Quellen hinweisende Antwort der Informati onsstelle [Directi- on de recherche] der kanadischen Immigrations - und Flüchtlingsbehörde [Commission de l'immigration et du statut de réfugié du Canada] vom 12. Februar 2013). Neben den Personen, denen von den Sicherheitsbehö r- den eine besondere Nähe zu den LTTE unterstellt wurde, sind offenbar auch Rückkehrer verhaftet und teilweise gefoltert worden, bei denen w e- der aus ihrer Person und Tätigkeit, noch aus dem Fokus des sri - lankischen Staates, der jedes Wiederaufleben einer militanten und sep a- ratistischen Tamilenorganisation im Keim ersticken will, ein Anknüpfung s- punkt für die Verfolgungsmassnahmen erkennbar ist. Auch wenn derart i- ge willkürlich erscheinende Eingriffe an sich auch den Beschwerdeführer treffen könnten, ist angesichts des fehlenden politischen Profils und der geringen Wahrscheinlichkeit einer willkürlichen Festnahme das Vorliegen einer begründeten Furcht vor Verfolgung trotz der genannten beunruh i- genden Meldungen zu verneinen (vgl. Urteil des Bundesverwaltungsg e- richts E-5198/2011 vom 25. April 2013, E 6.2.3). 6.3 Aus den vorstehenden Erwägungen ergibt sich, dass die geltend g e- machten Verfolgungsgründe insbesondere das erforderliche Mass an I n-E-4098/2011 Seite 16 tensität sowie an Aktualität einer asylrelevanten Verfolgung im Sinne von Art. 3 und 7 AsylG nicht zu erfüll en vermögen, weshalb das Vorliegen e i- ner begründeten Furcht vor Verfolgung zu verneinen ist. Die Vorinstanz hat die Flüchtlingseigenschaft des Beschwerdeführers zu Recht verneint und das Asylgesuch entsprechend abgelehnt. Die Frage der Glaubhaftig- keit der Vorbringen kann damit auch vorliegend offen bleiben. 7. 7.1 Lehnt das Bundesamt das Asylgesuch ab oder tritt es darauf nicht ein, so verfügt es in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz und ordnet den Vollzug an; es berücksichtigt dabei den Grundsatz der Einheit der Familie (Art. 44 Abs. 1 AsylG). 7.2 Der Beschwerdeführer verfügt weder über eine ausländerrechtliche Aufenthaltsbewilligung noch über einen Anspruch auf Erteilung einer so l- chen. Die Wegweisung wurde demnach zu Recht angeordnet (vgl. BVGE 2009/50 E. 9 m.H.a. Entscheidungen und Mitteilungen der Schweizer i- schen Asylrekurskommission [EMARK] 2001 Nr. 21). 8. 8.1 Ist der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar oder nicht möglich, so regelt das Bundesamt das Anwesenheitsverhältnis nach den gesetzlichen Bestimmungen über die vorläufige Aufnahme von Au s- ländern (Art. 44 Abs. 2 AsylG; Art. 83 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 16. Dezember 2005 über die Ausländerinnen und Ausländer [AuG, SR 142.20]). Bezüglich der Geltendmachung von Wegweisungshindernissen gilt g e- mäss ständiger Praxi s des Bundesverwaltungsgerichts der gleiche B e- weisstandard wie bei der Flüchtlingseigenschaft, das heisst, sie sind zu beweisen, wenn der strikte Beweis möglich ist, und andernfalls wenig s- tens glaubhaft zu machen (vgl. BVGE 2011/24 E. 10.2). 8.2 Der Vollzug is t nicht zulässig, wenn völkerrechtliche Verpflichtungen der Schweiz einer Weiterreise der Ausländerin oder des Ausländers in den Heimat -, Herkunfts - oder einen Drittstaat entgegenstehen (Art. 83 Abs. 3 AuG). So darf keine Person in irgendeiner Form zur Ausreise in ein Land gezwungen werden, in dem ihr Leib, ihr Leben oder ihre Freiheit aus einem Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet ist oder in dem sie Gefahr läuft, zur Ausreise in ein solches Land gezwungen zu werden (Art. 5 Abs. 1 AsylG; vgl. ebenso Ar t. 33 Abs. 1 des Abkommens vom E-4098/2011 Seite 17 28. Juli 1951 über die Rechtsstellung der Flüchtlinge [FK, SR 0.142.30]). Gemäss Art. 25 Abs. 3 BV, Art. 3 des Übereinkommens vom 10. Dezember 1984 gegen Folter und andere grausame, unmenschliche oder erniedrigende Behandlung oder Strafe (FoK, SR 0.105) und der Praxis zu Art. 3 der Konvention vom 4. November 1950 zum Schutze der Menschenrechte und Grundfreiheiten (EMRK, SR 0.101) darf niemand der Folter oder unmenschlicher oder erniedrigender Strafe oder Behan d- lung unterworfen werden. 8.3 Die Vorinstanz wies in ihrer angefochtenen Verfügung zutreffend da r- auf hin, dass das Prinzip des flüchtlingsrechtlichen Non -Refoulement nur Personen schützt, die die Flüchtlingseigenschaft erfüllen. Da es dem B e- schwerdeführer nicht gelungen ist, e ine asylrechtlich erhebliche Gefäh r- dung nachzuweisen oder glaubhaft zu machen, kann der in Art. 5 AsylG verankerte Grundsatz der Nichtrückschiebung im vorliegenden Verfahren keine Anwendung finden. Eine Rückkehr des Beschwerdeführers in den Heimatstaat ist demnach unter dem Aspekt von Art. 5 AsylG rechtmässig. 8.4 Sodann ergeben sich weder aus den Aussagen des Beschwerdeführers noch aus den Akten Anhaltspunkte dafür, dass er für den Fall einer Ausschaffung in den Heimatstaat dort mit beachtlicher Wahrscheinlichkeit einer nach Art. 3 EMR K oder Art. 1 FoK verbotenen Strafe oder Behandlung ausgesetzt wäre. Gemäss Praxis des Europä i- schen Gerichtshofes für Menschenrechte (EGMR) sowie jener des UN - Anti-Folterausschusses müsste der Beschwerdeführer eine konkrete G e- fahr ("real risk") nachweisen oder glaubhaft machen, dass ihm im Fall e i- ner Rückschiebung Folter oder unmenschliche Behandlung drohen würde (vgl. EGMR [Grosse Kammer], Saadi gegen Italien, Urteil vom 28. Februar 2008, Beschwerde Nr. 37201/06, §§ 124 - 127, m. w. H.). Nachdem der Beschwerdeführer nicht glaubhaft gemacht hat, dass er be- fürchten müsse, bei einer Rückkehr ins Heimatland die Aufmerksamkeit der sri-lankischen Behörden in einem flüchtlingsrechtlich relevanten Au s- mass auf sich zu ziehen, bestehen auch keine Anhaltspunkte dafür, ihm würde aus demselben Grund eine menschenrechtswidrige Behandlung im Heimatland drohen. Zudem ist entgegen den Ausführungen in der B e- schwerdeschrift (Beschwerde vom 30. Mai 2011, S. 12 f.) nicht in generel- ler Weise davon auszugehen, abgewiesenen tamilischen Rückkehrern drohe in Sri Lanka Verfolgung oder unmenschliche Behandlung (vgl. BVGE 2011/24 E. 8.4.3 und 10.4.2), auch nicht in Anbetracht der jüngsten E-4098/2011 Seite 18 Informationen über die Behandlung zurückgekehrter ehemaliger Asyls u- chender aus westeuropäischen Ländern (vgl. vorne E. 6.2.4). 8.5 Weder die allgemeine Menschenrechtssituation in Sri Lanka noch i n- dividuelle Faktoren lassen demnach den Wegweisungsvollzug zum heuti- gen Zeitpunkt als unzulässig erscheinen. Nach dem Gesagten ist der Vollzug der Wegweisung sowohl im Sinne der asyl - als auch der völke r- rechtlichen Bestimmungen zulässig. 8.6 Gemäss Art. 83 Abs. 4 AuG kann der Vollzug für Ausländerinnen und Ausländer unzumutbar sein, wenn sie im Heimat- oder Herkunftsstaat auf Grund von Situationen wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und medizinischer Notlage konkret gefährdet sind. Wird eine konkrete G e- fährdung festgestellt, ist - unter Vorbehalt von Art. 83 Abs. 7 AuG - die vorläufige Aufnahme zu gewähren (vgl. Botschaft zum Bundesgesetz über die Ausländerinnen und Ausländer vom 8. März 2002, BBl 2002 3818). 8.6.1 Der Beschwerdeführer verwies in seiner Replik auf ein Urteil des Bundesverwaltungsgerichts E-8381/2007 vom 21. April 2009 , um darz u- legen, ein Wegweisungsvollzug in den Norden Sri Lankas müsse praxi s- gemäss als unzumutbar gelten ( siehe Replik vom 7. September 2011, S. 3). In der Zwischenzeit hat sich indessen das Bundesverwaltungs gericht im Entscheid BVGE 2011/24 vom 27. Oktober 2011 mit der Situation in Sri Lanka erneut einlässlich auseinandergesetzt und seine bisherige Wegweisungspraxis einer Änderung unterzogen, nachdem sich seit Ende des bewaffneten Konflikts zwischen der sri -lankischen Armee und den LTTE im Mai 2009 die allgemeine Lage in Sri Lanka erheblich verbessert hat. Die Situation in der Ostprovinz hat sich weitgehend stabilisiert und normalisiert, so dass der Wegweisungsvollzug in das gesamte Gebiet der Ostprovinz als g rundsätzlich zumutbar zu erachten ist (vgl. BVGE 2011/24 E. 13.1). Die Lage in der Nordprovinz ist gebietsweise sehr u n- terschiedlich, und das Gericht hat diesbezüglich eine differenzierte Praxis entwickelt. Der Wegweisungsvollzug in die Nordprovinz, mit Au snahme des Vannigebiets, ist grundsätzlich zumutbar, wobei sich eine zurückha l- tende Beurteilung der individuellen Zumutbarkeitskriterien aufdrängt und auch das zeitliche Element, wann der Betreffende das Heimatland verlas- sen hat, zu berücksichtigen ist (BVGE 2011/24 E. 13.2.1); namentlich sind für Personen, die aus der Nordprovinz stammen, das Gebiet aber schon vor Beendigung des Bürgerkriegs verlassen haben, die aktuellen Lebens- und Wohnverhältnisse sowie das Vorhandensein begünstigender Fakt o-E-4098/2011 Seite 19 ren (Bestehen eines tragfähigen Beziehungsnetzes, Sicherung des Exi s- tenzminimums und der Wohnsituation) sorgfältig zu klären (BVGE 2011/24 E. 13.2.1.2). 8.6.2 Der Beschwerdeführer habe seinen Heimatstaat gemäss Protokol l- aussagen im Juli 2008 verlassen und sei über Malaysia und weitere ihm unbekannten Transit-Länder in die Schweiz gereist. Da der Beschwerd e- führer seinen Heimatstaat demnach bereits vor Beendigung des Bürge r- kriegs im Mai 2009 verlassen hatte, sind vorliegend dessen aktuelle L e- bens- und Wohnverhältnisse zu prüfen. 8.6.3 Gemäss Protokollaussagen habe der – soweit aktenkundig gesunde – Beschwerdeführer bis im 2005 mit seiner Mutter und seiner Schwester in B._______ (Distrikt Vavuniya, Nordprovinz) gelebt. Danach habe er bis ca. im August 2007 bei seinem Onkel (dem Cousin seiner Mutter) in C._______; Nordprovinz) Unterschlupf gefunden. Die restliche Zeit bis zu seiner Ausreise im Juli 2008 habe er vorwiegend in Colombo verbracht. Nachdem sein Vater bereits im Jahr 2003 oder 2004 verstorben sei, habe er gemeinsam mit seiner Mutter für den Lebensunterhalt der Familie sor- gen müssen (vgl. A21/16 S. 6 F48). Viele seiner Verwandten würden in Sri Lanka leben, so auch seine Mutter und seine an (...) Schwester. Nachdem der Kontakt zu seiner Mutter seit dem November 2010 a b- gebrochen gewesen sei, sei es ihm gemäss Eingabe vom 22. März 2013 gelungen, später wieder mit ihr in Kontakt zu treten (vgl. Eingabe vom 22. März 2013, S. 4; Beschwerde vom 30. Mai 2011 S. 21; A21/16 S. 3 F11). Sie lebe nach wie vor in B._______ und könne durch den Erlös von ve r- pachteten Reisfeldern den Lebensbedarf für sich und ihre Tocher, die Schwester des Beschwerdeführers, decken. Gemäss Protokollaussagen habe er nach seiner Ankunft in der Schweiz regelmässig m it seinem On- kel in C._______ telefoniert (vgl. A21/16 S.9 F85). Dies bestätigte er auch in seiner Beschwerdeingabe (vgl. Beschwerde vom 30. Mai 2011, S. 21). Obwohl die engsten Familienangehörigen des Beschwerdeführers unter schwierigen wirtschaftlichen Verhältnissen in B._______ leben, ist de n- noch festzuhalten, dass er dank seinem Kontakt mit seinem Onkel zwe i- ten Grades in C._______ gute Chancen hat, un mittelbar nach seiner Rückkehr von diesem aufgenommen und unterstützt zu werden. Den Akten sind sodann auch keine Anhaltspunkte dafür zu entnehmen, dass der Beschwerdeführer bei einer Rückkehr nach Sri Lanka aus ind i- viduellen Gründen wirtschaftlicher Natur in eine existenzbedrohende S i- tuation geraten würde. Der Beschwerdeführer ist nicht verheiratet und hat E-4098/2011 Seite 20 keine Kinder. Gemäss Protokoll aussagen habe er b is zur a chten Klasse die Schule besucht. Danach sei er ohne berufliche Ausbildung in B._______ in der Landwirtschaft erwerbstätig gewesen. Nach seinem Wegzug nach C._______ zu seinem Onkel habe er in dessen Laden als Aushilfe gearbeitet (vgl. A1/10 S. 1f.; A21/16 S. 9 F81 f.). Aus dem Befra- gungsprotokoll geht ferner hervor, dass s ein Onkel noch diverse weite re Geschäfte führe und er zudem für die Finanzierung der Reise in die Schweiz aufgekommen sei sowie seit dem Wegfall des Beschwerdefü h- rers als Einkommensquelle für die Familie auch dessen Mutter und Schwester finanziell un terstütze (vgl. A21/16 S. 6 F49 sowie S. 12 F111 ff.). Gestützt auf die vorstehenden Erwägungen ist davon auszugehen, dass der Beschwerdeführer mit Hilfe seines verhältnismässig wohlhaben- den Onkels auf keine gravierenden wirtschaftlichen Schwierigkeiten sto s- sen sollte. Nach dem Gesagten ist der Vollzug der Wegweisung somit sowohl in sozialer als auch in wirtschaftlicher Hinsicht als zumutbar zu bezeichnen. 8.7 Schliesslich obliegt es dem Beschwerdeführer, sich bei der zu - ständigen Vertretung des Heimatstaates die für eine Rückkehr not - wendigen Reisedokumente zu beschaffen (Art. 8 Abs. 4 AsylG und vgl. dazu auch BVGE 2008/34 E. 12 S. 513 – 515), weshalb der Vollzug der Wegweisung auch als möglich zu bezeichnen ist (Art. 83 Abs. 2 AuG). 8.8 Zusammenfassend hat die Vorinstanz den Wegweisungsvollzug zu Recht als zulässig, zumutbar und möglich erachtet. Nach dem Gesagten fällt eine Anordnung der vorläufigen Aufn ahme ausser Betracht (Art. 83 Abs. 1 - 4 AuG). 9. Aus diesen Erwägungen ergibt sich, dass die angefochtene Verfügung Bundesrecht nicht verletzt, den rechtserheblichen Sachverhalt richtig und vollständig feststellt und angemessen ist (Art. 106 Abs. 1 AsylG). Die Be- schwerde ist nach dem Gesagten abzuweisen. 10. Bei diesem Ausgang des Verfahrens wären die Kosten dem Beschwerdeführer aufzuerlegen (Art. 63 Abs. 1 VwVG) und auf insgesamt Fr. 600.- festzusetzen (Art. 1 - 3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsg e- richt [VGKE, SR 173.320.2]) . Die Rechtsvertreterin stellte in ihrer Rechtsmitteleingabe vom 30. Mai 2011 jedoch ein Gesuch um unentgelt-E-4098/2011 Seite 21 liche Rechtspflege für den Beschwerdeführer gemäss Art. 65 Abs. 1 VwVG und führte zur Begründung an, der Beschwerdeführer sei fürso r- geabhängig und die Beschwerde nicht aussichtlos. Gemäss Aktenlage geht der Beschwerdeführe r keiner Erwerbs tätigkeit nach und die Be- schwerde erweist sich auch nicht als aussichtlos. Das Gesuch um G e- währung der unentgeltlichen Rechtspflege ist demnach gutzuheissen, weshalb d em Beschwerdeführer keine Verfahrenskosten au fzuerlegen sind. (Dispositiv nächste Seite) E-4098/2011 Seite 22 Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 2. Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege wird gutgeheissen . Es we r- den keine Verfahrenskosten erhoben. 3. Dieses Urteil geht an den Beschwerdeführer, das BFM und die zuständ i- ge kantonale Behörde. Die vorsitzende Richterin: Die Gerichtsschreiberin: Christa Luterbacher Lhazom Pünkang Versand: