A bteilung II B -7405/2006 {T 1/2} U rte il v o m 2 1 . S e p te m b e r 2 0 0 7 R ichterin Vera M arantelli (Vorsitz), R ichter C laude M orvant, R ichter D avid Aschm ann; G erichtsschreiber Said H uber. M obility G enossenschaft, vertreten durch R echtsanw alt D r. iur. Patrick Troller und Fürsprecher Silvan M eier, Beschw erdeführerin, gegen Eidgenössisches Institut für G eistiges Eigentum , Vorinstanz. M arkeneintragungsgesuch C H 00950/2004 - M O BILITY. B u n d e s v e rw a ltu n g s g e ric h t T rib u n a l a d m in is tra tif fé d é ra l T rib u n a le a m m in is tra tiv o fe d e ra le T rib u n a l a d m in is tra tiv fe d e ra l B esetzung P arteien G egenstandB -7405/2006 Sachverhalt: A . M it Eingangsdatum vom 12. M ärz 2004 ersuchte die Beschw erdeführe- rin die Vorinstanz um Schutz für die W ortm arke 00950/2004 M O BILITY für W aren der Klasse 12 ("Fahrzeuge") und D ienstleistungen der Klas- sen 35 ("G eschäftsführung, U nternehm ensverw altung, Büroarbeiten"), 36 ("Versicherungswesen; Finanzw esen; G eldgeschäfte"), 38 ("Telekom - m unikation m it Einsatz von EDV-M itteln"), 39 ("Transportw esen, insbe- sondere Transport m it Kraftfahrzeugen; Verm ietung von Fahrzeugen, G aragen und Parkplätzen; Beförderung von Passagieren, C hauffeur- dienste, Kurierdienste; Veranstaltung von R eisen, Buchung von R eisen und R eservierungsdienste für R eisen") und 42 ("Forschungen auf dem G ebiet der Technik, technische Projektplanungen"). B . Am 28. April 2004 beanstandete die Vorinstanz das Eintragungsge- such m it der Begründung, M O BILITY beschreibe direkt die Zw eckbe- stim m ung der beanspruchten Fahrzeuge der Klasse 12 beziehungs- w eise der D ienstleistungen der Klassen 38, 39 und 42. Für Transport- dienstleistungen, Fahrzeuge und Forschung sei M obilität von zentraler Bedeutung, w eshalb dem Zeichen die konkrete U nterscheidungskraft abgehe. D asselbe gelte für gew isse Bereiche der Telekom m unikation (z.B. M obiltelefonie). D em gegenüber könne M O BILITY für D ienstleis- tungen der Klassen 35 und 36 zugelassen w erden. C . M it Eingabe vom 14. Juni 2004 äusserte die Beschw erdeführerin Zw ei- fel an diesen Beanstandungen und hielt fest, selbst w enn das Zeichen M O BILITY für einzelne der beanspruchten W aren und D ienstleistun- gen nicht ursprünglich unterscheidungskräftig sein sollte, habe es sich inzw ischen zum indest im Verkehr als M arke durchgesetzt. Zur Subs- tanzierung des Antrags, M O BILITY als durchgesetzte M arke einzutra- gen, reichte die Beschw erdeführerin entsprechende D okum ente ein. D . In der Folge erachtete die Vorinstanz am 1. Septem ber 2004 die Ver- kehrsdurchsetzung für die D ienstleistung "Verm ietung von Fahrzeugen" als glaubhaft gem acht. Im Ü brigen w urde an der teilw eisen Zurückw ei- sung des G esuchs festgehalten. S eite 2B -7405/2006 E. Am 3. M ai 2005 nahm die Beschw erdeführerin ausführlich zur U nter- scheidungskraft, zum Freihaltebedürfnis und zur Verkehrsdurchset- zung von M O BILITY Stellung und reichte entsprechende Belege ein. F. Am 3. August 2005 hielt die Vorinstanz an ihrer Zurückw eisung für die beanstandeten Fahrzeuge und D ienstleistungen fest und erläuterte ausführlich, w eshalb das strittige Zeichen sich nicht für alle bean- spruchten W aren und D ienstleistungen durchgesetzt habe. Insbeson- dere hielt die Vorinstanz fest, zum G em eingut zählten auch Zeichen, w elche im Zusam m enhang m it den beanspruchten W aren und D ienst- leistungen üblich seien und denen daher die U nterscheidungskraft feh- le, w eshalb die Frage der Freihaltebedürftigkeit grundsätzlich offen bleiben könne. G . Am 15. N ovem ber 2005 bestätigte die Beschw erdeführerin erneut m it einlässlicher Begründung ihren Standpunkt, w onach M O BILITY für säm tliche hinterlegten W aren und D ienstleistungen originär kennzeich- nungskräftig sei und sich zudem im Verkehr durchgesetzt habe. H . Am 15. Februar 2006 hielt die Vorinstanz an ihrer R echtsauffassung fest und brachte im Zusam m enhang m it den noch strittigen W aren und D ienstleistungen gestützt auf Internetrecherchen w eitere Belege zur üblichen Verw endung von "m obility" und "M obilität" vor. I. M it Eingabe vom 3. M ai 2006 verzichtete die Beschw erdeführerin auf eine w eitere Stellungnahm e und ersuchte die Vorinstanz um eine an- fechtbare Verfügung. J. In der Folge verfügte die Vorinstanz am 31. Juli 2006, das Zeichen 00950/2004 M O BILITY für folgende D ienstleistungen ins M arkenregis- ter einzutragen: G eschäftsführung, U nternehm ensverw altung, Büroar- beiten (Klasse 35), Versicherungsw esen, Finanzw esen, G eldgeschäfte (Klasse 36) und Verm ietung von Fahrzeugen (als durchgesetzte M ar- ke, Klasse 39). Für die übrigen beanspruchten W aren und D ienstleis- tungen der Klassen 12, 38, 39 und 42 w urde das M arkeneintragungs- gesuch zurückgew iesen. S eite 3B -7405/2006 K . D iese Verfügung focht die Beschw erdeführerin am 14. Septem ber 2006 bei der Eidgenössischen R ekurskom m ission für geistiges Eigen- tum (R ekurskom m ission) an m it den Anträgen: "1.Ziff. 1 der Verfügung des Eidg. Instituts für G eistiges Eigentum vom 31. Juli 2006 betreffend das M arkeneintragungsgesuch N r. 00950/2004 M O BILITY sei aufzuheben und es sei die M arke M O BILITY auch für die W aren und D ienst- leistungen 12 Fahrzeuge. 38 Telekom m unikation m it Einsatz von EDV-M itteln. 39 Transportw esen, insbesondere Transport m it Kraftfahrzeugen; Verm ietung von G aragen und Parkplätzen; Beförderung von Passagieren, C hauffeur- dienste, Kurierdienste; Veranstaltung von R eisen, Buchung von R eisen und R eservierungsdienste für R eisen. 42 Forschungen auf dem G ebiet der Technik, technische Projektplanungen. ins M arkenregister einzutragen. 2.Eventualiter sei das M arkeneintragungsgesuch Nr. 00950/2004 M O BILITY für alle vom Eidg. Institut für G eistiges Eigentum m it Verfügung vom 31. Juli 2006 zurückgew iesenen W aren und D ienstleistungen 12 Fahrzeuge. 38 Telekom m unikation m it Einsatz von EDV-M itteln. 39 Transportw esen, insbesondere Transport m it Kraftfahrzeugen; Verm ietung von G aragen und Parkplätzen; Beförderung von Passagieren, C hauffeur- dienste, Kurierdienste; Veranstaltung von R eisen, Buchung von R eisen und R eservierungsdienste für R eisen. 42 Forschungen auf dem G ebiet der Technik, technische Projektplanungen. als durchgesetzte M arke ins M arkenregister einzutragen. 3.U nter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten der Bundeskasse." L. Am 15. N ovem ber 2006 teilte der Präsident der R ekurskom m ission den Parteien m it, die Verfahrensakten w ürden zur W eiterbehandlung ans Bundesverw altungsgericht überw iesen. S eite 4B -7405/2006 M . M it Vernehm lassung vom 20. N ovem ber 2006 beantragte die Vorins- tanz die Abw eisung der Beschw erde. N . Am 16. Januar 2007 gab das Bundesverw altungsgericht die Ü bernah- m e des Verfahrens sow ie die Besetzung des Spruchkörpers bekannt. O . Auf W unsch der Beschw erdeführerin fand am 10. M ai 2007 eine m ünd- liche und öffentliche Verhandlung statt. D ie Parteien erhielten G ele- genheit, ihren Standpunkt noch einm al einlässlich dem Bundesverw al- tungsgericht darzulegen. P. Auf die erw ähnten und w eitere Vorbringen w ird, sow eit sie rechtser- heblich sind, in den Erw ägungen eingegangen. D as B undesverw altungsgericht zieht in Erw ägung: 1. 1.1 D er angefochtene Entscheid, m it w elchem das M arkeneintragungs- gesuch der Beschw erdeführerin gestützt auf A rt. 30 Abs. 2 Bst. c des M arkenschutzgesetzes vom 28. August 1992 (M SchG , SR 232.11) teil- w eise zurückgew iesen w urde, stellt eine Verfügung im Sinne von A rt. 5 Abs. 1 Bst. c des Bundesgesetzes vom 20. D ezem ber 1968 über das Verw altungsverfahren (Vw VG , SR 172.021) dar. D iese Verfügung w ar bei der Eidgenössischen R ekurskom m ission für geistiges Eigentum angefochten, w elche vor dem Inkrafttreten des Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesverw altungsgericht (VG G , SR 173.32) am 1. Januar 2007 (vgl. AS 2006 1069) zur Beurteilung der Streitsache sachlich und funktionell zuständig w ar (vgl. A rt. 36 Abs. 1 M SchG [auf- gehoben gem äss Anhang Ziff. 21 des VG G ] i.V.m . A rt. 44 Vw VG ). D as Bundesverw altungsgericht, das gem äss A rt. 31 VG G als Beschw er- deinstanz Beschw erden gegen Verfügungen nach A rt. 5 Vw VG beurteilt, ist nach A rt. 53 Abs. 2 VG G (i.V.m . Art. 33 Bst. e VG G ) für die Behand- lung der vorliegenden Streitsache zuständig, zum al keine Ausnahm e S eite 5B -7405/2006 nach Art. 32 VG G greift. D ie Beurteilung erfolgt nach neuem Verfahrens- recht (A rt. 53 Abs. 2 VG G ). 1.2 D ie Beschw erdeführerin, w elche am Verfahren vor der Vorinstanz teilgenom m en hat, ist durch die angefochtene Verfügung besonders berührt. Sie hat ein als schutzw ürdig anzuerkennendes Interesse an deren Aufhebung oder Änderung, w eshalb sie zur Beschw erde legiti- m iert ist (A rt. 48 Abs. 1 Vw VG ). Eingabefrist und -form sind gew ahrt (A rt. 50 und 52 Abs. 1 Vw VG ), die Vertreter haben sich rechtsgenüg- lich ausgew iesen (A rt. 11 Vw VG ), der Kostenvorschuss w urde fristge- m äss bezahlt (A rt. 63 Abs. 4 Vw VG ), und die übrigen Sachurteilsvor- aussetzungen liegen vor (vgl. A rt. 46 ff. Vw VG ). Auf die Beschw erde ist daher einzutreten. 2. 2.1 N ach A rt. 49 Vw VG (i.V.m . A rt. 37 VG G ) kann m it der Beschw erde ans Bundesverw altungsgericht die Verletzung von Bundesrecht, ein- schliesslich Ü berschreitung oder M issbrauch des Erm essens, unrichti- ge oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhal- tes sow ie U nangem essenheit der angefochtenen Verfügung gerügt w erden. 2.2 G em äss A rt. 62 Abs. 4 Vw VG ist das Bundesverw altungsgericht als Beschw erdeinstanz an die rechtliche Begründung der Begehren nicht gebunden. N ach dem G rundsatz der R echtsanw endung von Am tes w e- gen ist es vielm ehr verpflichtet, auf den festgestellten Sachverhalt je- nen R echtssatz anzuw enden, den es als den zutreffenden erachtet, und ihm jene Auslegung zu geben, von der es überzeugt ist (vgl. BG E 119 V 347 E. 1a). D ies bedeutet, dass es eine Beschw erde auch aus einem andern als den geltend gem achten G ründen gutheissen oder den angefochtenen Entscheid im Ergebnis m it einer Begründung be- stätigen kann, die von jener der Vorinstanz abw eicht (sogenannte M o- tivsubstitution, vgl. U rteil des Bundesverw altungsgerichts B-7406/2006 vom 1. Juni 2007 E. 2 AM ER IC AN BEAU TY m it H inw eisen). 2.3 Angefochten ist im vorliegenden Verfahren einzig die in der vorins- tanzlichen Verfügung zurückgew iesene Eintragung des Zeichens M O BI- LITY (00950/2004) für die nachfolgenden W aren und D ienstleistungen: "Fahrzeuge" (Klasse 12), "Telekom m unikation m it Einsatz von EDV-M it- teln" (Klasse 38), "Transportw esen, insbesondere Transport m it Kraft- S eite 6B -7405/2006 fahrzeugen; Verm ietung von G aragen und Parkplätzen; Beförderung von Passagieren, C hauffeurdienste, Kurierdienste; Veranstaltung von R ei- sen, Buchung von R eisen und R eservierungsdienste für R eisen" (Klas- se 39) und "Forschungen auf dem G ebiet der Technik, technische Pro- jektplanungen" (Klasse 42). Sow eit die Vorinstanz verfügte, das Zeichen M O BILITY für "G eschäfts- führung, U nternehm ensverw altung, Büroarbeiten" (Klasse 35), "Versi- cherungsw esen, Finanzw esen, G eldgeschäfte" (Klasse 36) und "Ver- m ietung von Fahrzeugen" (als durchgesetzte M arke - Klasse 39) ins M arkenregister einzutragen, ist die entsprechende D ispositiv-Ziffer 2 unangefochten in R echtskraft erw achsen (vgl. BG E 103 Ib 16 E. 2 BAN Q U ET; Entscheid der R KG E M A-AA 14/04 vom 7. April 2005 E. 1 M AR C H É, auszugsw eise veröffentlicht in sic! 2005, S. 653). 3. 3.1 D ie Vorinstanz verw eigerte M O BILITY den R egistereintrag für die hier noch strittigen W aren und D ienstleistungen im W esentlichen m it der Begründung, das Zeichen sei für gew isse zurückgew iesene W aren und D ienstleistungen beschreibend und w erde auch üblicherw eise im Verkehr verw endet. Für die D ienstleistung "Forschung auf dem G ebiet der Technik, technische Projektplanungen" beschreibe "m obility" den Forschungsbereich sogar direkt. Einem Zeichen sei die R egistrierung zudem nicht nur dann zu verw ei- gern, w enn es die beanspruchten W aren und D ienstleistungen direkt beschreibe, sondern auch dann, w enn die Abnehm er die dam it ge- kennzeichneten G üter nicht als solche vom Angebot der übrigen An- bieter zu unterscheiden verm öchten. D iese fehlende konkrete U nter- scheidungskraft bestehe nicht nur, w enn ein Zeichen im G eschäftsver- kehr üblicherw eise gebraucht w erde, sondern bereits dann, w enn es im allgem einen Sprachgebrauch im Zusam m enhang m it den zu beur- teilenden W aren und D ienstleistungen verw endet w erde. U m die Ü blichkeit der Verw endung von "m obility" beziehungsw eise von "M obilität" im Zusam m enhang m it den zurückgew iesenen W aren und D ienstleistungen zu belegen, verw eist die Vorinstanz auf zahlreiche, m it der Suchm aschine G oogle recherchierte Internetseiten. O bschon die Suche nach etlichen dieser Seiten nicht m it dem Begriff "m obility" sondern m it "M obilität" vorgenom m en w orden w ar, erachtet die Vorins- S eite 7B -7405/2006 tanz die erm ittelten R esultate als geeignet, um die W ahrnehm ung der m assgeblichen Verkehrskreise (D urchschnittskonsum enten und Fach- kreise) zu dokum entieren. D ie Vorinstanz hält dafür, die konkrete U n- terscheidungskraft gehe auch Zeichen ab, w elche nur geringfügig von üblichen Zeichen abw ichen. G estützt auf w eitere - auf die Schw eiz ein- geschränkte - R echerchen, erklärt die Vorinstanz, die Begriffe "M obili- ty" und "M obilität" w ürden im Zusam m enhang m it den strittigen W aren und D ienstleistungen üblicherw eise verw endet. Vor allem "M obilität" sei ein Schlagw ort in den Bereichen Verkehr und Telekom m unikation, w eshalb die betroffenen Verkehrskreise im Zusam m enhang m it diesen W aren und D ienstleistungen im Zeichen M O BILITY keinen H inw eis auf ein bestim m tes U nternehm en erkennen w ürden. Auch die Freihaltebe- dürftigkeit sei angesichts einschlägiger G oogle-R echerchen zu beja- hen, da bereits im heutigen Zeitpunkt das hinterlegte Zeichen von M it- bew erbern benutzt w erde und deshalb für diese w ie auch für künftige Konkurrenten freigehalten w erden m üsse. Schliesslich hält die Vorinstanz zur Verkehrsdurchsetzung fest, das als W ortm arke hinterlegte Zeichen M O BILITY w erde auf fast allen Bele- gen in grafischer Ausgestaltung ("W ort m it versetzten w eissen Buch- staben auf roter Etikette") verw endet, w eshalb die Verkehrskreise das grafisch gestaltete Zeichen "M obility" als M arke auffassten. Allerdings könne aus der Benützung des grafisch gestalteten Zeichens nicht ohne w eiteres auf die Verkehrsdurchsetzung der W ortm arke M O BILI- TY geschlossen w erden. H ier entfalte die grafische Ausgestaltung eine betriebliche H erkunftshinw eisw irkung, w eshalb aus den G ebrauchsbe- legen nicht auf die Verkehrsdurchsetzung der hinterlegten W ortm arke geschlossen w erden könne. Als W ortzeichen w erde M O BILITY ohne grafische G estaltung nur im Zusam m enhang m it der Autoverm ietung ("carsharing") verw endet. D ort habe sich dieses Zeichen als M arke auch durchgesetzt, nicht dagegen für Telekom m unikationsdienstleis- tungen, zum al die Verkehrsdurchsetzung nicht auch das fürs Kernge- schäft notw endige Bordcom puter-R eservierungssystem erfasse, w el- ches die Autoverm ietung erm ögliche. H inzu kom m e, dass Telekom m u- nikationsdienstleistungen zum indest einer Person erm öglichen sollen, m it einer andern in Verbindung zu treten, w obei diese Personen nicht in einem direkten Zusam m enhang zum D ienstleistungserbringer stün- den. Belege, w elche die Verkehrsdurchsetzung des Zeichens M O BILI- TY im Bereich der abgelehnten W aren und D ienstleistungen glaubhaft m achten, seien nie eingereicht w orden. S eite 8B -7405/2006 3.2 D em hält die Beschw erdeführerin im W esentlichen entgegen, an- gesichts der viel zu unbestim m ten und abstrakten Bedeutungsgehalte des Begriffs "M obility" beziehungsw eise "M obilität" sei es für den D urchschnittsabnehm er schw ierig, der M arke M O BILITY ohne G edan- kenarbeit und Fantasieaufw and einen bestim m ten und für die zurück- gew iesenen W aren und D ienstleistungen direkt beschreibenden Sinn- gehalt beizum essen. D aher stehe nicht m ehr der Vorw urf des direkt beschreibenden C harakters von M O BILITY im Vordergrund. D ennoch betrachte die Vorinstanz die M arke M O BILITY für die D ienstleistungen der Klasse 42 ("Forschungen auf dem G ebiet der Technik, technische Projektplanungen") als direkt beschreibend, obschon das vieldeutige, abstrakte, kom plexe und nur schw er fassbare W ort "m obility" zu diesen D ienstleistungen keinen direkt beschreibenden, unm ittelbar in die Au- gen springenden Bezug herstelle. D er Begriff "M obilität" bezeichne ein Verhalten, eine Bew egung, ein Verkehrsverhalten als M assenphänom en, jedoch kein Produkt und kei- ne D ienstleistung, w eshalb zw ischen der M arke M O BILITY und den zurückgew iesenen W aren und D ienstleistungen von vornherein nur eine m ittelbare, übertragene Beziehung bestehe. Anlehnende, anspie- lende und sym bolische M arken seien ohne w eiteres zulässig. Sei M O - BILITY für die zurückgew iesenen W aren und D ienstleistungen w eder direkt beschreibend noch üblich, bestehe auch kein Freihaltebedürfnis. Eine allfällige Zurückw eisung w egen Zeichenüblichkeit liesse sich nur rechtfertigen, w enn ein W ort im Zusam m enhang m it konkreten W aren und D ienstleistungen häufig verw endet w ürde. Insofern m üsse die hier behauptete Zeichenüblichkeit unm ittelbar m it den zurückgew iesenen W aren und D ienstleistungen zusam m enhängen. W äre dies hier der Fall, m üssten die Anbieter der zurückgew iesenen W aren und D ienst- leistungen diese üblicherw eise und in unm ittelbarem Zusam m enhang unter dem Begriff M O BILITY anbieten, w as selbst die Vorinstanz nicht behaupte. Entgegen der M einung der Vorinstanz w erde M O BILITY nicht tagtäglich und "üblicherw eise" im Zusam m enhang m it den zu- rückgew iesenen W aren und D ienstleistungen gebraucht. D ie vorins- tanzlichen "G oogle-R echerchen" seien alleine kaum geeignet, die feh- lende U nterscheidungskraft eines Zeichens zufolge tagtäglichen G e- brauchs (bzw . Ü blichkeit) zu bew eisen. D iese nicht m it dem Begriff "M obility", sondern m it "M obilität" durchgeführten R echerchen beleg- ten nicht, dass die M arke M O BILITY in unm ittelbarem Zusam m enhang m it den zurückgew iesenen W aren und D ienstleistungen verw endet S eite 9B -7405/2006 w erde. N icht "M obilität" sondern M O BILITY solle m arkenrechtlich ge- schützt w erden. Insbesondere sprächen die von der Vorinstanz erm it- telten bescheidenen Trefferzahlen klar gegen die behauptete Ü blich- keit von "m obility" im direkten Zusam m enhang m it den D ienstleistun- gen "Forschungen auf dem G ebiet der Technik, technische Projektpla- nungen". Ferner betont die Beschw erdeführerin, M O BILITY habe sich im Verkehr als klarer H inw eis auf ihr U nternehm en durchgesetzt, w es- halb ein G rossteil der Konsum enten unw illkürlich an ihr U nternehm en denke, w enn beispielsw eise auf einem Parkhaus oder R eisebüro die Bezeichnung M O BILITY stehe. D es W eiteren fordert die Beschw erdeführerin die Berücksichtigung der Indiziw irkung vergleichbarer ausländischer Eintragungen. In D eutsch- land und in der EU geniesse eine W ortm arke M O BILITY für teilw eise identische und klar ähnliche D ienstleistungen originär M arkenschutz. Angesichts des vergleichbaren Sachverhalts und identischer Sprach- verhältnisse beziehungsw eise gleichw ertiger Bildung in den um liegen- den Staaten kom m e den ausländischen Voreintragungen Indizw irkung zu, und es sei kein G rund ersichtlich, diese Anm eldung strenger zu beurteilen als in Europa. Vor diesem H intergrund seien auch keine In- teressen ersichtlich, w elche einer M onopolisierung von M O BILITY ent- gegenstünden. Sodann bem ängelt die Beschw erdeführerin, unter H inw eis darauf, dass die Vorinstanz in den Jahren 2002 und 2004 drei ihrer M arken m it identischen W aren- und D ienstleistungslisten ("M obility C arSharing", "C lean M obility C arSharing" und "C lean M obility") als originär schutz- fähig eingetragen habe, eine Verletzung des G leichbehandlungsgrund- satzes. Betreffend den Eventualantrag der Verkehrsdurchsetzung hält die Be- schw erdeführerin die Prüfungspräm isse der Vorinstanz für rechtlich unhaltbar, dass aus der vorab m it grafischer Ausgestaltung verw ende- ten M arke nicht auf eine Verkehrsdurchsetzung der W ortm arke ge- schlossen w erden dürfe. M O BILITY w erde nicht im Schlepptau eines bekannten Zeichens verw endet, sondern als einziger und zugleich do- m inanter Bestandteil des M obility-Logos. D eshalb w erde M O BILITY vom Abnehm er - insbesondere im m ündlichen Verkehr - autom atisch auch in Alleinstellung beziehungsw eise ohne grafische G estaltung als M arke ihres U nternehm ens im Zusam m enhang m it ihrem Produktan- gebot erkannt. M O BILITY w erde tagtäglich im m ündlichen und schriftli- S eite 10B -7405/2006 chen sow ie über das Internet abgew ickelten Verkehr als W ortm arke gebraucht. D eshalb stelle der G ebrauch des M obility-Logos zugleich eine m arkenm ässige Verw endung der W ortm arke M O BILITY dar. 4. 4.1 N ach der Legaldefinition von A rt. 1 Abs. 1 M SchG ist die M arke ein Zeichen, das geeignet ist, W aren oder D ienstleistungen eines U n- ternehm ens von solchen anderer U nternehm en zu unterscheiden. Insofern dient die M arke dem Zw eck, die gekennzeichneten W aren oder D ienstleistungen zu individualisieren und von anderen G ütern zu unterscheiden, um die Verbraucher in die Lage zu versetzen, ein ein- m al geschätztes Produkt (oder eine D ienstleistung) in der M enge des Angebots w iederzufinden (vgl. BG E 129 III 514 E. 2.2 LEG O ). D arüber- hinaus bezw eckt die M arke als H erkunftsm erkm al in unm issverständli- cher W eise auf den H ersteller und seinen Betrieb (bzw. den D ienstleis- tungserbringer) hinzuw eisen (vgl. BG E 128 III 454 E. 2 YU KO N ). 4.2 N ach A rt. 2 Bst. a M SchG sind Zeichen des G em einguts, die sich als M arken für die beanspruchten W aren oder D ienstleistungen nicht durchgesetzt haben, vom M arkenschutz ausgeschlossen. Schutzunfä- hig sind solche Zeichen, entw eder w eil sie im Alltagsleben unentbehr- lich sind und daher als freihaltebedürftig nicht m onopolisiert w erden dürfen oder w eil sie nicht hinreichend unterscheidungskräftig sind (vgl. U rteil des Bundesgerichts 4A.13/1995 vom 20. August 1996 E. 4a ELLE, veröffentlicht in sic! 1997, S. 159 m it H inw eis auf BG E 118 II 181 E. 3 D U O ). Zum G em eingut gehören nach der bundesgerichtlichen R echtspre- chung nam entlich Zeichen, die sich in Angaben über die Beschaffen- heit der gekennzeichneten W aren oder D ienstleistungen erschöpfen und daher die zu deren Identifikation erforderliche Kennzeichnungs- und U nterscheidungskraft nicht aufw eisen. D er beschreibende C harak- ter solcher H inw eise m uss vom Publikum ohne besondere D enkarbeit und ohne Fantasieaufw and unm ittelbar erkannt w erden können (U rteil des Bundesgerichts 4C .439/2006 vom 4. April 2007 E. 5.1 EU R O JO BS m it Verw eis auf BG E 131 III 495 E. 5 FELSEN KELLER und BG E 128 III 447 E. 1.5 PR EM IER E). D ass eine Angabe neuartig, ungew ohnt oder frem dsprachig ist, schliesst ihren beschreibenden C harakter nicht aus. Entscheidend ist, ob das Zeichen nach dem Sprachgebrauch oder den S eite 11B -7405/2006 R egeln der Sprachbildung von den beteiligten Verkehrskreisen in der Schw eiz als Aussage über bestim m te M erkm ale oder Eigenschaften der gekennzeichneten W are oder D ienstleistung aufgefasst w ird (U rteil des Bundesgerichts 4C .439/2006 vom 4. April 2007 E. 5.1 EU R O JO BS m it Verw eis auf: BG E 108 II 487 E. 3 VANTAG E, BG E 104 Ib 65 E. 2 O ISTER FO AM , BG E 103 II 339 E. 4c M O R E, U rteil des Bundesge- richts 4A.5/2003 vom 22. D ezem ber 2003 E. 3.1 D ISC O VER Y TR AVEL & AD VEN TU R E C H AN N EL, veröffentlicht in sic! 2004, S. 400). Ebenfalls als zum G em eingut zugehörig w erden Begriffe der Alltags- sprache betrachtet, die sich in einer anpreisenden Bedeutung erschöp- fen (BG E 128 III 457 E. 1.6 PR EM IER E, BG E 129 III 225 E. 5.1 M AS - TER PIEC E, veröffentlicht in D ie Praxis des Bundesgerichts [Pra] 2003 N r. 139, S. 752; LU C AS D AVID , in: Kom m entar zum schw eizerischen Privat- recht, M arkenschutzgesetz/M uster- und M odellgesetz, Basel 1999, M SchG A rt. 2 N . 14 und A rt. 3 N . 29). D azu w erden insbesondere W ör- ter w ie "prim a", "gut", "fein", "extra" gerechnet, die reklam ehaft den Zw eck oder N utzen der gekennzeichneten W aren oder D ienstleistungen beschreiben (C H R ISTO PH W ILLI, in: M arkenschutzgesetz, Kom m entar zum schw eizerischen M arkenrecht unter Berücksichtigung des europäischen und internationalen M arkenrechts, Zürich 2002, A rt. 2 N. 80; EU G EN M AR BAC H , M arkenrecht, in: R O LAN D VO N BÜ R EN /LU C AS D AVID [H rsg.], Schw ei- zerisches Im m aterialgüter- und W ettbew erbsrecht, Bd. III, Kennzeichen- recht, Basel 1996, S. 41; BG E 91 I 356 EVER FR ESH , U rteil des Bun- desgerichts 4A.5/2004 vom 25. N ovem ber 2004 E. 3.3 FIR EM ASTER , veröffentlicht in sic! 2005, S. 278, U rteil des Bundesgerichts in PM M Bl 1992 I 64 I YO U , Entscheid der R KG E M A-AA 06/95 vom 30. Januar 1997 BIENFAIT TO TAL, veröffentlicht in sic! 1997, S. 161, Entscheid der R KG E M A-AA 10/00 vom 8. N ovem ber 2000 M ASTER D R IVE, veröffent- licht in sic! 2001, S. 30, Entscheid der R KG E M A-W I 36/99 vom 28. D e- zem ber 2000 KR AFT, veröffentlicht in sic! 2001, S. 135, Entscheid der R KG E M A-AA 15/01 vom 9. Septem ber 2002 C O O L AC TIO N , veröffent- licht in sic! 2003, S. 134). D iese anpreisende Bedeutung m uss vom Betrachter ohne Zuhilfenahm e der Fantasie direkt erkannt w erden (BG E 129 III 225 E. 5.1 M ASTER - PIEC E, BG E 114 II 371 E. 1 ALTA TEN SIO N E, BG E 91 I 356 E. 4 EVER FR ESH ; D AVID , a.a.O ., Art. 2 N . 9 f.). 4.3 O b ein Zeichen m arkenrechtlichen Schutz beantragen kann oder als beschreibend zurückgew iesen w erden m uss, bestim m t sich im m er S eite 12B -7405/2006 auf G rund der konkret beanspruchten W aren und/oder D ienstleistun- gen (W ILLI, a.a.O ., A rt. 2 N . 21; M AR BAC H , a.a.O ., S. 29). 4.4 G em äss bundesgerichtlicher R echtsprechung sind im Bereich der Zeichen des G em eingutes G renzfälle einzutragen und ist die endgülti- ge Entscheidung dem Zivilrichter zu überlassen (BG E 130 III 328 E. 3.2 m it Verw eis auf BG E 103 Ib 268 E. 3b a.E. R ED & W H ITE und BG E 129 III 225 E. 5.3 M ASTER PIEC E). 5. D ie Vorinstanz bem ängelt - abgesehen von einigen Ausnahm en - hin- sichtlich der Kennzeichnungskraft des Zeichens M O BILITY w eniger dessen beschreibenden G ehalt als vielm ehr die "Ü blichkeit des G e- brauchs" dieses Zeichens im unm ittelbaren Zusam m enhang m it den zurückgew iesenen W aren und D ienstleistungen und verw eist diesbe- züglich auf ihre R ichtlinen in M arkensachen. In diesen R ichtlinien w ird in apodiktischer W eise allen Zeichen die konkrete U nterscheidungskraft abgesprochen, "w elche im Sprachge- brauch oder im G eschäftsverkehr, allgem ein oder im Zusam m enhang m it den zur Beurteilung stehenden W aren und/oder D ienstleistungen, üblicherw eise verw endet w erden" (R ichtlinien des IG E in M arkensa- chen, Bern 2007 [R ichtlinie], Ziff. 4.3.1, S. 64, vgl. dieselbe m issver- ständliche W endung in Ziff. 4.4.3 der R ichtlinie, S. 71). Sofern m it dieser Form ulierung zum Ausdruck gebracht w erden sollte, dass die konkrete U nterscheidungskraft auch Zeichen abgehe, die "le- diglich" allgem ein üblicherw eise verw endet w erden, w ie die Konjunkti- on "oder" im R ichtlinientext im pliziert, w äre der Vorinstanz jedoch nicht zu folgen. D enn die Eintragungsfähigkeit von Zeichen ist - w ie bereits in Erw ägung 4.3 erw ähnt - nie abstrakt, sondern stets im H inblick auf die beanspruchten W aren und D ienstleistungen zu prüfen (U rteil des Bundesgerichts 4C .439/2006 vom 4. April 2007 E. 5.2 EU R O JO BS, BG E 128 III 447 E. 1.6 PR EM IER E; R ichtlinie, a.a.O ., Ziff. 3.3, S. 59). Sonst w äre - w ie die Beschw erdeführerin zu R echt zu Bedenken gibt - dem Begriff "apple" infolge allgem einer Ü blichkeit als Alltagsw ort des W irtschaftsverkehrs die Schutzfähigkeit als Kennzeichen für PC 's ab- zusprechen, w as sich m it der Tragw eite von A rt. 2 Bst. a M SchG kaum vereinbaren liesse. Eine solche Auffassung scheint auch die Vorins- tanz nicht ernsthaft zu vertreten, zum al sie in ihren R ichtlinien im m er- hin festhält, dass der Schutzausschlussgrund der fehlenden konkreten S eite 13B -7405/2006 U nterscheidungskraft erst dann greife, w enn einem Zeichen jegliche U nterscheidungskraft fehle (R ichtlinie, a.a.O ., Ziff. 4.3.1, S. 64). 6. 6.1 6.1.1 D er dem englischen G rundw ortschatz entstam m ende Begriff "m obility" dürfte dem Publikum hierzulande in seiner G rundbedeutung "Bew eglichkeit, M obilität" ohne W eiteres verständlich sein, zum al das W ort m obility w ie auch die sehr ähnlich klingenden, in die drei Am ts- sprachen der Schw eiz eingebürgerten Frem dw orte M obilität - m obilité - m obilità auf die lateinische Vokabel m obilitas (Bew eglichkeit, Schnel- ligkeit) zurückgehen. "M obility" in Alleinstellung kann indessen auch etliche w eitere Bedeu- tungen aufw eisen, w ie z.B. "Fahrbarkeit" (D uden/O xford G rosswörter- buch, M annheim /W ien/Zürich 1990) oder gar "W endigkeit", "Bew e- gungsfreiheit", "G ängigkeit", "Tragbarkeit" oder "Freizügigkeit" (vgl. http://dict.leo.org) oder auch "Lebhaftigkeit" (H arper/C ollins, G erm an D ictionary, 4. Aufl. 1999). D eshalb existieren etliche zusam m engesetzte Fügungen m it bereichsspezifisch vielfältigem Sinngehalt, w ie: "barriers to m obility" (M obilitätsbarrieren), "dow nw ard m obility" (Abstiegsm obili- tät), "chem ical m obility" (chem ische Löslichkeit), "cross-country m obili- ty" (G eländegängigkeit), "electron m obility" (Elektronenbew eglichkeit), "factor m obility" (Substituierbarkeit der Produktionsfaktoren), "industrial m obility" (W irtschaftszw eigm obilität), "ionic m obility" (Ionenbew eglich- keit), "interindustry m obility" (sektorale M obilität), "labor m obility" (Frei- zügigkeit der Arbeitnehm er), "m obility barriers" (M obilitätsbarrieren), "m obility behavior" (M obilitätsverhalten), "m obility constraints" (M obili- tätsbehinderung/en), "m obility of capital" (Bew eglichkeit des Kapitals), "m obility of labor" (Bereitschaft um zuziehen), "occupational m obility" (berufliche M obilität), "personnel m obility" (Belegschaftsfluktuation), "re- gional m obility" (regionale M obilität), "sectoral m obility" (W irtschafts- zw eigm obilität), "social m obility" (M obilität zw ischen den Schichten), "sustainable m obility" (dauerhafte M obilität), "unrestricted m obility" (un- eingeschränkte Freizügigkeit), "upw ard m obility" (Aufstiegsm öglich- keit[en]), "vertical m obility" (vertikale M obilität). 6.1.2 D a ein Zeichen, w ie bereits in Erw ägung 4.3 erw ähnt, im m er in Verbindung m it den konkreten W aren oder D ienstleistungen zu beur- teilen ist, kann indessen an die Stelle einer bei abstrakter Betrachtung S eite 14B -7405/2006 noch m öglichen M ehrdeutigkeit eines Zeichens, die insbesondere bei W ortverbindungen M arkenfähigkeit indiziert, ein eindeutiger Sinn m it beschreibendem C harakter treten. D er Beschw erdeführerin ist daher insow eit nicht zu folgen, als sie an- gesichts der them enüberschreitenden Vielschichtigkeit des Begriffs "m obility" (bzw. M obilität) von vornherein davon ausgeht, die W ortm ar- ke M O BILITY w erde bei den m assgeblichen N achfragern nach den be- anspruchten W aren und D ienstleistungen unterschiedliche Assoziatio- nen w ecken, die prim är m it Bew egung(en) im w eitesten Sinne zusam - m enhängen dürften, jedoch kaum m it konkreten Produkten oder D ienstleistungen, deren W esensart (d.h. Eigenschaften) "m obility" di- rekt beschreiben w ürde. 6.2 Setzt m an das Zeichen M O BILITY m it den beanspruchten Fahr- zeugen (Klasse 12) in Beziehung, w elche sich definitionsgem äss un- abhängig von Schienen oder Zugtieren m otorgetrieben an Land fortbe- w egen können und so ihren Fahrern neue D im ensionen der (schnel- len) Bew eglichkeit erm öglichen sollen, spiegelt sich im Zeichen nichts anderes als die Kerneigenschaft beziehungsw eise Zw eckbestim m ung solcher Fahrzeuge w ider. So ist denn auch der für Personenfahrzeuge gebräuchliche Term inus "Auto" die Kurzform für Autom obil, in w elcher das griechische "autó" (selbst) m it dem lateinischen "m obilis" (bew eg- lich) zur allgem ein bekannten Sachbezeichnung verschm olzen ist. M it anderen W orten verkörpern Autom obile gleichsam M obilität, also die M öglichkeit, räum liche Entfernungen m ühelos zu überw inden. Für den M arkenadressaten w ird durch den Begriff M O BILITY som it ohne besondere G edankenarbeit eine bestim m te - w enn auch banale und daher trotz des abstrakten C harakters nicht anpreisende - be- schreibende Aussage über die dam it gekennzeichneten Fahrzeuge er- kennbar. D aran verm ag auch der U m stand nichts zu ändern, dass für das autom obilnachfragende Publikum neben dem M obilitätsgew inn auch technische oder m odische Aspekte (Statussym bol) w ichtig sein können beziehungsw eise nach M einung der Beschw erdeführerin der Begriff M obilität auch als "Lebensgefühl" verstanden w ird, das die "Freiheit und U nabhängigkeit" um fasst, "zu bestim m en, w ann und w ie m an sich örtlich verschiebt". 6.3 D ie beanspruchten D ienstleistungen im Transportw esen (insbe- sondere Transport m it Kraftfahrzeugen sow ie Beförderung von Passa- S eite 15B -7405/2006 gieren, C hauffeurdienste, Kurierdienste - Klasse 39) sind im W esentli- chen darauf gerichtet, gegen Entgelt Personen und Sachgüter räum - lich zu verschieben und insofern M obilität zu gew ähren. Für diese D eutung spricht auch das von der Vorinstanz zu R echt hervorgehobe- ne, allgem eine Verständnis von M obilität im Verkehr und Transportw e- sen als M öglichkeit, räum liche Entfernungen zu überw inden, die den w esensgem ässen Inhalt von Transportdienstleistungen darstellt. M O - BILITY als Kennzeichen von Transportdienstleistungen m it Kraftfahr- zeugen, m it denen Passagiere (von A nach B) befördert und C hauf- feurdienste und Kurierdienste erbracht w erden sollen, w eckt in Bezug auf das W esen und die Zw eckbestim m ung solcher D ienstleistungen folglich nicht nur unbestim m te und vage Vorstellungen, w elche erst un- ter Zuhilfenahm e der Fantasie konkrete Konturen gew innen w ürden. Vielm ehr beschreibt die Bezeichnung M obility die beanspruchten D ienstleisungen direkt. 6.4 D ie in der R egel auch heute noch durch R eisebüros erbrachten D ienstleistungen Veranstaltung von R eisen, Buchung von R eisen und R eservierungsdienste für R eisen (Klasse 39), für die die M arke zu- rückgew iesen w urde, bezw ecken prim är, Ferien- oder G eschäftsreisen zu erm öglichen, w elche w iederum der Befriedigung von Abenteuerlust, der sportlichen Betätigung, der Erholung, Bildungszw ecken oder ge- schäftlichen Anliegen dienen. D ie räum lichen Verschiebungen, die im Begriff "m obility" m itschw ingen, w erden hier nur als M ittel zum Zw eck vorausgesetzt. D iese Zusam m enhänge respektive auch ein sich m ögli- cherw eise daraus ergebender, anpreisender C harakter der Bezeich- nung dürften sich den angesprochenen M arkenadressaten in der R e- gel nicht ohne besondere D enkarbeit oder besonderen Fantasieauf- w and aufdrängen. Vielm ehr ist davon auszugehen, dass der gedankli- che H orizont des M arkenadressaten bei der Beanspruchung dieser D ienstleistungen in erster Linie vom unm ittelbaren R eise- beziehungs- w eise U rlaubszw eck (Abenteuer, Sport, Erholung, Bildung oder G e- schäftstätigkeit) und nicht von der zur Zw eckerfüllung notw endigen, vom Veranstalter m itverm ittelten M obilität (im Sinne von Verschiebun- gen von A nach B, nach C etc.) erfüllt ist. D ie Vorinstanz stützt denn ihre Schutzverw eigerung in Bezug auf D ienst- leistungen im Bereich Veranstaltung von R eisen, Buchung von R eisen und R eservierungsdienste für R eisen (Klasse 39) auch einzig auf die an- gebliche "Zeichenüblichkeit" ab. D abei m acht sie unter H inw eis auf "G oogle-R echerchen" geltend, der Begriff "M obilität" w erde im Zusam - S eite 16B -7405/2006 m enhang m it R eisen sehr oft verw endet, da die starke R eisetätigkeit für die hohe M obilität der Schw eiz w esentlich m itverantw ortlich sei. Vorab ist festzuhalten, dass der Vorw urf, ein Zeichen sei im Zusam m en- hang m it bestim m ten W aren oder D ienstleistungen "allgem ein üblich" und deswegen als zum G em eingut gehörig vom M arkenschutz ausge- schlossen, eine besonders sorgfältige Analyse allfälliger Internettreffer voraussetzen w ürde. Ausgehend von einer abstrakten G oogle-G esam t- trefferzahl auf eine "allgem ein übliche" Verw endung eines Zeichens und dem zufolge auf dessen Schutzunfähigkeit zu schliessen, w ie die Vorins- tanz anzunehm en scheint, dürfte daher kaum je in Frage kom m en. H ier jedenfalls verm ögen die im Kontext der zurückgew iesenen D ienst- leistungen im Bereich der R eiseveranstaltungen, R eisebuchungen oder R eisereservationen vorgenom m enen Internetrecherchen der Vorinstanz nicht m it aller D eutlichkeit zu belegen, dass diese D ienstleistungen von deren Erbringern "üblicherw eise" unter dem Begriff "m obility" (bzw. M o- bilität) angeboten w erden und dieser Begriff zur Beschreibung solcher D ienstleistungen in einer signifikant hohen Zahl gebraucht w ürde. O b M O BILITY in Bezug auf D ienstleistungen im Bereich Veranstaltung von R eisen, Buchung von R eisen und R eservierungsdienste für R ei- sen (Klasse 39) zum G em eingut gehört, ist daher zu bezw eifeln; zum al dazu nur zu zählen ist, w as w irklich zum Sprachschatz der Allgem ein- heit gehört, w eil es tagtäglich zur Bezeichnung von W aren oder D ienst- leistungen oder zur Beschreibung von deren M erkm alen gebraucht w ird (vgl. Entscheid der R KG E M A-AA 09/01 vom 29. August 2002 E. 5 M IN I- BO N , veröffentlicht in sic! 2003, S. 36), w as hier, w ie die Beschw erde- führerin zu R echt bem ängelt, nicht zutrifft. In Bezug auf die fraglichen D ienstleistungen ist bei M O BILITY som it von einem G renzfall auszugehen, der eine Eintragung rechtfertigt (vgl. BG E 129 III 225 E. 5.3 M ASTER PIEC E), zum al die Vorinstanz berech- tigte Freihaltebedürfnisse allfälliger aktueller oder potenzieller Konkur- renten der Beschw erdeführerin nicht substanziert darlegen konnte und solche Bedürfnisse auch nicht ohne w eiteres ersichtlich sind. 6.5 M it der zurückgew iesenen D ienstleistung Verm ietung von G ara- gen und Parkplätzen (Klasse 39) soll in erster Linie ein geschütztes Abstellen von Fahrzeugen erm öglicht w erden. Angesichts dieses pri- m ären Zw eckes, Autom obile dem rollenden Verkehr zu entziehen (d.h. diese zu im m obilisieren), ist fraglich ob, sich bei einer Kennzeichnung S eite 17B -7405/2006 solcher D ienstleistungen m it M O BILITY dem Bew usstsein der ange- sprochenen Parkplatzm ieter ohne besondere G edankenarbeit die Tat- sache aufdrängt, dass Parkplätze - als bisw eilen knappes G ut - die M obilität fördern. Insofern ist zu bezw eifeln, ob dieser positive Einfluss von Parkplätzen auf die M obilität w ie auch der sich daraus m öglicher- w eise ergebende anpreisende C harakter von M O BILITY den ange- sprochenen M arkenadressaten ohne Fantasieaufw and unm ittelbar er- kennbar ist. U nter diesen U m ständen ist auch in Bezug auf die Verm ietung von G aragen und Parkplätzen (Klasse 39) zum indest ein eingtragungsfähi- ger G renzfall anzunehm en, nachdem die Internetrecherchen der Vorin- stanz auch hier nicht zu belegen verm ögen, dass die Verm ietung von G aragen und Parkplätzen üblicherw eise unter dem Begriff "m obility" (bzw. M obilität) von den D ienstleistungserbringern angeboten w erden und auch nicht dargelegt w ird, dass M O BILITY beziehungsw eise M obi- lität (oder m obilité, m obilità) als Kennzeichen dieser D ienstleistungen häufig verw endet w ird und deshalb für Konkurrenten zw ingend freige- halten w erden m üsste. 6.6 Bezüglich der Forschungen auf dem G ebiet der Technik, techni- sche Projektplanungen (Klasse 42) m ag es zw ar zutreffen, dass das Zeichen M O BILITY im Zusam m enhang m it den beanspruchten For- schungsdienstleistungen auf dem G ebiet der Technik einen m öglichen Forschungsgegenstand insow eit grob um schreiben könnte, als eine solche Forschung "M obilität beziehungsw eise M obilitätsverbesserung" zum G egenstand hätte. Sow eit der Begriff "m obility" (bzw . M obilität) kein für das W esen oder die Zw eckbestim m ung von Forschungsdienst- leistungen inhärentes M erkm al darstellt, beschreibt das Zeichen M O - BILITY Forschungsdienstleistungen und Projektplanungen aber w eder generell direkt, noch ist dieses Zeichen geeignet, einen unm ittelbar in die Augen springenden Bezug zu diesen D ienstleistungen herzustel- len. M it anderen W orten ist bei einer allgem einen Kennzeichnung von Forschungsdienstleistungen und Projektplanungen m it M O BILITY nicht ohne besonderen Fantasieaufw and erkennbar, w as m it "m obility" ge- m eint sein könnte. Inw iefern die Bezeichnung anpreisend sein könnte, ist ebenfalls nicht ersichtlich. In Bezug auf D ienstleistungen im Zusam m enhang m it Forschungen auf dem G ebiet der Technik, technische Projektplanungen (Klasse 42) ist daher ebenfalls zum indest ein G renzfall anzunehm en, der es recht- S eite 18B -7405/2006 fertigt, den definitiven Entscheid über eine diesbezügliche dauerhafte R egistrierungsw ürdigkeit von M O BILITY im Streitfall dem Zivilrichter zu überlassen (vgl. BG E 129 III 225 E. 5.3 M ASTER PIEC E), zum al die Vorinstanz berechtigte Freihaltebedürfnisse allfälliger aktueller oder potenzieller Konkurrenten der Beschw erdeführerin nicht substanziert darlegt und solche Bedürfnisse auch nicht ersichtlich sind. 6.7 D ie zurückgew iesenen D ienstleistungen im Bereich Telekom m uni- kation m it Einsatz von EDV-M itteln der Klasse 38 schliesslich sind w e- sensgem äss darauf gerichtet, m ehreren Personen m it sinnesm ässig w ahrnehm baren M itteln eine Verbindungsaufnahm e zu erm öglichen (U rteil des Bundesgerichts 4A.5/2003 vom 22. D ezem ber 2003 E. 3.3 D ISC O VER Y TR AVEL & AD VEN TU R E C H AN N EL, a.a.O .). W ie die Vorinstanz zutreffend anm erkt, w ird der Begriff M obilität (bzw. "m obili- ty") im Telekom m unikationsbereich häufig im Sinne von "U nabhängig- keit von einem Festnetz" gebraucht, w ie die auch hierzulande häufig anzutreffenden Begriffe w ie "M obilfunk", "téléphone m obile", "m obile" (engl. für N atel) zeigen. Insbesondere die w achsende Bedeutung der M obiltelefonie, w elche durch ihre Festnetzunabhängigkeit Kom m unika- tion m it physischer Bew eglichkeit verbindet, lässt erkennen, dass eine Kennzeichnung von edv-gestützten Telekom m unikationsdienstleistun- gen m it "m obility" durchaus eine unm ittelbare, direkt beschreibende Aussage enthalten w ürde, die ohne w eitere D enkarbeit erkennbar ist. D agegen liesse sich zw ar einw enden, dass solche D ienstleistungen eine Kom m unikation erm öglichen, ohne die physische M obilität vor- auszusetzen, som it gleichsam an die Stelle derselben treten. D ieser Zusam m enhang w ird jedoch nicht ohne D enkarbeit, erst auf den zw ei- ten oder dritten Blick erkennbar. H inzu kom m t, dass die beanspruchten D ienstleistungen - neben dem M obilitätsgew inn dank der M obiltelefonie - auch eine kom m unikations- bezogene Bew eglichkeit schaffen, die sich in raum unabhängiger, ein- oder zw eiseitiger Kom m unikation über w eite D istanzen ausdrückt. M it anderen W orten: D ie Telekom m unikationsdienstleistungen verkörpern gleichsam die Verm ittlung "geistiger Bew eglichkeit", indem Personen raum unabhängig durch Apparate erm öglicht w ird, m iteinander zu spre- chen, Botschaften auszutauschen (Telefonie) oder über R undfunk, Fernsehen oder Internet w ahrgenom m en zu w erden. Som it liegt - anders als bei den in E. 6.4 und E. 6.6 besprochenen D ienstleistungen - hinsichtlich der D ienstleistungen im Bereich Tele- S eite 19B -7405/2006 kom m unikation m it Einsatz von EDV-M itteln der Klasse 38 kein G renz- fall vor, der einen R egistereintrag noch zu rechtfertigen verm öchte. 6.8 Als Zw ischenergebnis ist festzuhalten, dass die Vorinstanz den R egistereintrag von M O BILITY in Bezug auf "Transportw esen: Verm ie- tung von G aragen und Parkplätzen; Veranstaltung von R eisen, Bu- chung von R eisen und R eservierungsdienste für R eisen" (Klasse 39) und "Forschungen auf dem G ebiet der Technik, technische Projektpla- nungen" (Klasse 42) zu U nrecht verw eigerte. 6.9 In Bezug auf die W arenklasse Fahrzeuge (Klasse 12) sow ie die D ienstleistungsklassen Transportw esen (insbesondere Transport m it Kraftfahrzeugen sow ie Beförderung von Passagieren, C hauffeurdiens- te, Kurierdienste - Klasse 39) und Telekom m unikation m it Einsatz von EDV-M itteln der Klasse 38 ging die Vorinstanz indessen zu R echt da- von aus, dass dem Begriff M O BILITY der R egistereintrag gestützt auf A rt. 2 Bst. a M SchG grundsätzlich zu verw eigern ist, sofern er sich nicht im Verkehr durchgesetzt haben sollte. 6.9.1 D ie D urchsetzung als M arke setzt nach geltendem R echt unter anderem deren m arkenm ässigen G ebrauch voraus. D arunter w ird der G ebrauch einer M arke im Zusam m enhang m it den beanspruchten W a- ren (oder D ienstleistungen) verstanden, das heisst der produktebezo- gene G ebrauch der M arke im G egensatz zum rein unternehm ensbezo- genen, ausschliesslich firm enm ässigen G ebrauch der M arke. Ein An- bringen der M arke auf der W are oder deren Verpackung selbst ist nicht erforderlich. D er Zusam m enhang von M arke und Produkt kann auch anderw eitig hergestellt w erden, beispielsw eise durch die Verw endung des Zeichens in Angeboten, R echnungen, Katalogen, Prospekten und dergleichen, sofern der Adressat darin einen spezifischen Produktebe- zug und nicht bloss einen allgem einen U nternehm ensbezug erkennt (U rteil des Bundesgerichts 4C .229/2003 vom 20. Januar 2004 E. 5 TR IPP TR APP, teilw eise veröffentlicht in BG E 130 III 267). M it anderen W orten ist ein Kennzeichen im Verkehr durchgesetzt, w enn es von ei- nem erheblichen Teil der Adressaten im W irtschaftsverkehr als indivi- dualisierender H inw eis auf bestim m te Produkte (oder D ienstleistun- gen) eines bestim m ten U nternehm ens verstanden w ird (vgl. U rteil des Bundesgerichts 4C .439/2006 vom 4. April 2007 E. 4.2 EU R O JO BS). Insbesondere m uss auf allfälligen D urchsetzungsbelegen ersichtlich sein, dass die M arke auf dem M arkt als solchen und so in Erscheinung S eite 20B -7405/2006 tritt, w ie sie auch geschützt w erden soll (U rteil des Bundesgerichts vom 9. O ktober 1979 E. 4 D IAG O N AL, veröffentlicht in PM M Bl 1980, S. 10). 6.9.2 D ie im Jahre 1997 als G enossenschaft gegründete Beschw erde- führerin ging aus dem Zusam m enschluss der ATG -AutoTeilet Schw eiz m it der ShareC om (bzw. m it deren Tochtergesellschaft C ar Sharing C om pany/C SC ) hervor. N ach einem erfolgreichen Jahrzehnt erachtet sich die Beschw erdeführerin heute im kom m erziellen "carsharing" als m arktbeherrschend. Angesichts der w achsenden Beliebtheit dieses Konzepts, der grossen W erbeanstrengungen der Beschw erdeführerin sow ie ihrer erfolgreichen Zusam m enarbeit m it dem M igros-G enossen- schaftsbund, den SBB ("M oblity-R ailC ard") und der H ertz AG verfügt die W ortm arke M O BILITY in diesem M arkt unbestrittenerm assen über einen grossen Bekanntheitsgrad. Zu R echt hat daher die Vorinstanz die Verkehrsdurchsetzung für den M arkt der Verm ietung von Fahrzeugen (Klasse 39) bejaht. 6.9.3 Zw ischen der "Verm ietung von Fahrzeugen" (Klasse 39) und all- fälliger auch im R ahm en der Kategorie "Fahrzeuge" (Klasse 12) nicht von vornherein auszuschliessender Leasingverhältnisse besteht eine sachliche N ähe. Insofern stellt sich die Frage, ob die Verkehrsdurch- setzung nicht ohne W eiteres auch für diesen, grundsätzlich eine W are und nicht eine D ienstleistung betreffenden Bereich zu bejahen w äre. D ies ist hier schon allein deshalb zu verneinen, w eil das gesam t- schw eizerisch betriebene Kerngeschäft der Beschw erdeführerin be- reits einen Sonderfall darstellt: D ie eingereichten Belege zeigen näm - lich, dass M O BILITY als W ortzeichen ohne grafische G estaltung sich lediglich im Zusam m enhang m it dem "carsharing" das die Beschw er- deführerin als "autom atisierte Kurzm iete von Fahrzeugen ab frei zu- gänglichen Standorten" beschreibt, als M arke durchgesetzt hat. U nbestritten ist auch, dass die Beschw erdeführerin bisher neben dem "carsharing" (noch) nicht in den Produktions-, Verkaufs- oder Leasing- m arkt für Autom obile (oder sonstige Kraftfahrzeuge) eingestiegen ist und unter der M arke M O BILITY bisher keine Fahrzeuge vertrieben hat. D asselbe gilt auch in Bezug auf die im R ahm en des Transportw esens (insbesondere Transport m it Kraftfahrzeugen sow ie Beförderung von Passagieren, C hauffeurdienste, Kurierdienste - Klasse 39) zurückge- S eite 21B -7405/2006 w iesenen D ienstleistungen. Angesichts dieser Tatsache und dem U m stand, dass die fraglichen Be- lege vorab den figurativen G ebrauch der Bildm arke M O BILITY ("W ort m it versetzten w eissen Buchstaben auf roter Etikette") dokum entieren, ist der Vorinstanz zu folgen, w enn sie die Verkehrsdurchsetzung der W ortm arke M O BILITY im H inblick auf die beanspruchte W arenkategorie der Fahrzeuge beziehungsweise der D ienstleistungskategorie Trans- portw esen (insbesondere Transport m it Kraftfahrzeugen sow ie Beförde- rung von Passagieren, C hauffeurdienste, Kurierdienste) nicht für glaubhaft hält. 6.9.4 N icht zu überzeugen verm ag ferner der Einw and der Beschw er- deführerin, w onach die Verkehrsdurchsetzung belegt sei, w eil sie sich in den Telefonaten m it "m obility" und nicht m it "W ort m it versetzten w eissen Buchstaben auf roter Etikette" m elde. D ieser Sachverhalt betrifft den im Tagesgeschäft üblichen G ebrauch der Firm a, m it w elcher sich die Beschw erdeführerin ihren Kunden ge- genüber als U nternehm ensträgerin und G eschäftspartnerin zu erken- nen gibt und m it ihnen Autom ietverträge abschliesst. Aus diesem fir- m enm ässigen G ebrauch von "m obility" im G eschäftsverkehr verm ag die Beschw erdeführerin angesichts des noch nicht aktuellen Vertriebs- geschäfts für Fahrzeuge nichts zu G unsten der behaupteten Verkehrs- durchsetzung von M O BILITY als W ortm arke für die beanspruchte W a- renklasse abzuleiten. 6.9.5 Schliesslich greift die Sichtw eise der Beschw erdeführerin zu kurz, dass die Verkehrsdurchsetzung von M O BILITY im Bereich der Autoverm ietung bereits zw ingend auch in Bezug auf die beanspruch- ten D ienstleistungen der Telekom m unikation (Klasse 38) gelten m üsse. D ie Beschw erdeführerin übersieht, dass die für den R eservierungspro- zess eines M O BILITY-Fahrzeuges notw endigen Kom m unikations- dienstleistungen m ittels Bordcom puter-R eservierungssystem lediglich H ilfsm ittel zur Erfüllung der eigentlichen Fahrzeugverm ietungsdienst- leistung darstellen und diesen w irtschaftlich keine selbständige Funkti- on zukom m t. D ie Beschw erdeführerin räum t dies im Ergebnis auch selbst ein, w enn sie festhält, dass das Bordcom putersystem das Schlüsselkastensystem erfolgreich und w achstum sfördernd abgelöst habe und nun die technische G rundlage für die personen-, telefon- S eite 22B -7405/2006 und com putergestützten R eservations- und C allcenter-D ienstleistun- gen bilde, m it denen die bordcom putergestützte ortsunabhängige D a- tenkom m unikation für die Fahrzeugdisposition abgew ickelt w ird. Ist der Bordcom puter für das Funktionieren des R eservierungssystem s unver- zichtbar, ist er - w ie auch die dam it verbundenen Kom m unikations- dienstleistungen - lediglich ein H ilfsm ittel im Autoverm ietungsgeschäft der Beschw erdeführerin, das m ithelfen soll, die anstandslose Vertrags- abw icklung zu gew ährleisten. D iese Kom m unikationsdienstleistungen sind som it w esensverschieden von den beanspruchten edv-gestützten Telekom m unikationsdienstleistungen der Klasse 38 (vgl. E. 6.7 m it Ver- w eis auf das U rteil des Bundesgerichts 4A.5/2003 E. 3.3 D ISC O VER Y TR AVEL & AD VEN TU R E C H AN N EL, a.a.O .). 6.10 N ach dem G esagten ging die Vorinstanz zu R echt davon aus, dass M obility für Fahrzeuge (Klasse 12), das Transportw esen (insbe- sondere Transport m it Kraftfahrzeugen sow ie Beförderung von Passa- gieren, C hauffeurdienste, Kurierdienste - Klasse 39) sow ie für die be- anspruchten Telekom m unikationsdienstleistungen der Klasse 38 auch nicht als durchgesetzte M arke ins R egister eingetragen w erden kann. 7. Auch die w eiteren R ügen der Beschw erdeführerin verm ögen nichts da- ran zu ändern, dass die M arke für die obgenannten W aren und D ienst- leistungen nicht eingetragen w erden kann. 7.1 W ie bereits auf den ersten Blick ersichtlich ist, enthalten ihre drei in den Jahren 2002 und 2004 eingetragenen M arken m it identischen W a- ren- und D ienstleistungslisten ("M obility C arSharing", "C lean M obility C arSharing" und "C lean M obility"), m it denen sie eine G leichbehandlung beantragt, w eitere kennzeichnungskräftige Elem ente in dom inierender Stellung, die den G esam teindruck entscheidend prägen. Eine allfällige Verletzung des G leichbehandlungsgebotes (Art. 8 der Bundesverfassung der Schw eizerischen Eidgenossenschaft vom 18. April 1999, BV, SR 101) steht daher m angels vergleichbarer Sachverhalte ausser Frage. 7.2 D a w ie vorangehend erw ähnt, betreffend Fahrzeuge (Klasse 12), Transportw esen (insbesondere Transport m it Kraftfahrzeugen; Beförde- rung von Passagieren, C hauffeurdienste, Kurierdienste - Klasse 39) so- w ie Telekom m unikationsdienstleistungen der Klasse 38 keine G renzfall- situation vorliegt (vgl. vorangehende E. 6.2, 6.3 und 6.7), kann der Be- schw erdeführerin auch insow eit nicht gefolgt w erden, als sie m it Verw eis auf D eutschland und die EU verlangt, dass den ausländischen m arken- S eite 23B -7405/2006 rechtlichen Voreintragungen angesichts vergleichbarer Sachverhalte und identischer Sprach- und Bildungsverhältnisse Indizw irkung zukom - m e (vgl. U rteil des Bundesgerichts 4A.5/2004 vom 25. N ovem ber 2004 E. 4.3 FIR EM ASTER , a.a.O .). 8. Zusam m enfassend ergibt sich, dass die Vorinstanz die Eintragung der M arke M O BILITY für die D ienstleistungen "Transportw esen, insbeson- dere Verm ietung von G aragen und Parkplätzen; Veranstaltung von R ei- sen, Buchung von R eisen und R eservierungsdienste für R eisen" (Klasse 39) und "Forschungen auf dem G ebiet der Technik, technische Projektplanungen" (Klasse 42) zu U nrecht zurückgew iesen hat, w es- halb die Beschw erde insow eit als teilw eise begründet gutzuheissen ist. W eitergehend ist die Beschw erde indessen unbegründet und daher abzuw eisen. 9. Bei diesem Ausgang obsiegt die Beschw erdeführerin teilw eise, w eshalb sie nur einen Teil der Verfahrenskosten zu tragen hat (Art. 63 Abs. 1 Vw VG ). D ie entsprechend reduzierte Spruchgebühr ist nach U m - fang und Schw ierigkeit der Streitsache, Art der Prozessführung und fi- nanzieller Lage der Parteien zu bestim m en (Art. 63 Abs. 4bis Vw VG , Art. 2 Abs. 1 des R eglem ents vom 11. D ezem ber 2006 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverw altungsgericht, VG KE, SR 173.320.2). Bei M arkeneintragungen geht es um Verm ögensinteres- sen. D ie G erichtsgebühr bem isst sich folglich nach dem Streitw ert (A rt. 4 VG KE). D ie Schätzung des Streitw ertes hat sich nach Lehre und R echtsprechung an Erfahrungswerten aus der Praxis zu orientieren, w obei bei eher unbedeutenden Zeichen grundsätzlich ein Streitw ert zw i- schen Fr. 50'000.-- und Fr. 100'000.-- angenom m en w erden darf (U rteil des Bundesgerichts 4A.116/2007 vom 27. Juni 2007 E. 3.3 m it H inw eisen). Von diesem Erfahrungswert ist auch im vorliegenden Verfahren auszu- gehen. Es sprechen keine konkreten Anhaltspunkte für einen höheren oder niedrigeren W ert der strittigen M arke. D ie von der Beschw erdefüh- rerin zur H älfte geschuldete G erichtsgebühr ist m it dem von ihr am 24. N ovem ber 2005 geleisteten Kostenvorschuss zu verrechnen. D er teilw eise obsiegenden Beschw erdeführerin ist unter Berücksichti- gung der eingereichten Kostennote vom 14. Septem ber 2006 und der durchgeführten öffentlichen Verhandlung vom 10. M ai 2007 eine entspre- chend gekürzte Parteientschädigung zu Lasten der Vorinstanz zuzuspre- S eite 24B -7405/2006 chen (Art. 64 Abs. 1 Vw VG i.V.m . Art. 7 Abs. 2, Art. 9 und Art. 14 VG KE). D em nach erkennt das B undesverw altungsgericht: 1. D ie Beschw erde w ird teilw eise gutgeheissen. Ziffer 1 des D ispositivs der angefochtenen Verfügung w ird insow eit aufgehoben, als das M ar- keneintragungsgesuch 00950/2004 M O BILITY für folgende D ienstleis- tungen zurückgew iesen w urde: "Transportw esen: Verm ietung von G ara- gen und Parkplätzen; Veranstaltung von R eisen, Buchung von R eisen und R eservierungsdienste für R eisen" (Klasse 39) und "Forschungen auf dem G ebiet der Technik, technische Projektplanungen" (Klasse 42). 2. D ie Vorinstanz w ird angew iesen, die W ortm arke 00950/2004 M O BILI- TY für die D ienstleistungen "Transportw esen: Verm ietung von G aragen und Parkplätzen; Veranstaltung von R eisen, Buchung von R eisen und R eservierungsdienste für R eisen" (Klasse 39) und "Forschungen auf dem G ebiet der Technik, technische Projektplanungen" (Klasse 42) ins M arkenregister einzutragen. Sow eit w eitergehend w ird die Beschw erde abgew iesen. 3. D ie G erichtsgebühr von Fr. 1'500.-- w ird der Beschw erdeführerin auf- erlegt und nach R echtskraft dieses U rteils m it dem erhobenen Kosten- vorschuss von Fr. 2'500.-- verrechnet, w eshalb ihr der Betrag von Fr. 1'000.-- zurückzuerstatten sein w ird. 4. D er Beschw erdeführerin w ird zu Lasten der Vorinstanz eine reduzierte Parteientschädigung von Fr. 1'800.-- (inkl. M W ST) zugesprochen. 5. D ieses U rteil w ird eröffnet: - der Beschw erdeführerin (m it G erichtsurkunde) - der Vorinstanz (R ef-N r. M arkeneintragungsgesuch C H -00950/2004 - M O BILITY; m it G erichtsurkunde) S eite 25B -7405/2006 - dem Eidgenössischen Justiz- und Polizeidepartem ent (m it G erichts- urkunde) D ie vorsitzende R ichterin: D er G erichtsschreiber: Vera M arantelli Said H uber R echtsm ittelbelehrung: G egen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen nach Eröffnung beim Bun- desgericht, 1000 Lausanne 14, Beschw erde in Zivilsachen geführt w erden (Art. 72 ff., 90 ff. und 100 des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BG G , SR 173.110]). D ie R echtsschrift hat die Begehren, deren Begrün- dung m it Angabe der Bew eism ittel und die U nterschrift zu enthalten. D er angefochtene Entscheid und die Bew eism ittel sind, sow eit sie der Be- schw erdeführer in H änden hat, beizulegen (vgl. Art. 42 BG G ). Versand: 25. Septem ber 2007 S eite 26