<h2>SubmittedText<h2><p>Der Bundesrat wird beauftragt, folgende Massnahmen zu ergreifen, welche die Anwendungssicherheit von Kinderarzneimitteln erhöhen:</p><p>1. Zur Erhöhung der Arzneimittelsicherheit in der Pädiatrie wird der Bundesrat aufgefordert, seine Kompetenz im Rahmen von Artikel 26 HMG auszuschöpfen und den Einsatz E-Health-gestützter klinischer Entscheidungsunterstützungstools zur Vermeidung von Dosierungsfehlern mindestens im stationären Bereich und in der Offizinapotheke als verbindlich zu erklären.</p><p>2. Die Kosten für die Implementierung der harmonisierten Dosierungsempfehlungen und die Anwendung von E-Health-gestützten klinischen Entscheidungsunterstützungstools sind in den Tarifen zu berücksichtigen.</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>1. Der Bundesrat befürwortet den Einsatz von Entscheidungsunterstützungstools (Clinical Decision Support Systems, CDSS) in der Pädiatrie. Damit wird ein unerlässlicher und innovativer Schritt zur Erhöhung der Sicherheit in der Medikation vor allem für die verletzlichsten Patientengruppen vollzogen. Er ist sich indessen bewusst, dass die Rahmenbedingungen für eine breite Implementierung noch nicht erfüllt sind. Bevor allfällige Anpassungen im Heilmittelgesetz (HMG; SR 812.21) vorgenommen werden, sind zunächst die vielfältigen offenen Fragen zu klären (z. B. welche technischen Anforderungen bestehen oder wie sich die praktische Umsetzung einer entsprechenden Pflicht gestaltet). Ferner möchte der Bundesrat eine solche Pflicht stufenweise einführen: in einem ersten Schritt lediglich für die pädiatrischen Kliniken; anschliessend soll der Geltungsbereich auf die weiteren ambulanten und stationären Bereiche ausgedehnt werden.</p><p>2. Allfällig entstehende Zusatzkosten aus einer HMG-Revision können von den Tarifpartnern im Rahmen ihrer Tarifautonomie in die Tarife einbezogen werden, sofern diese zur Leistungserbringung gemäss Bundesgesetz über die Krankenversicherung (KVG; SR 832.10) notwendig sind. Der Bundesrat sieht daher keine Notwendigkeit, die gesetzlichen Grundlagen im Krankenversicherungsrecht anzupassen.</p> Der Bundesrat beantragt die Annahme der Ziffer 1 und die Ablehnung der Ziffer 2 der Motion.