2. Juni 1992 331 Seeschiffahrt. Gesetz und Uebereinkommen Texte du postulat du 18 mars 1992 Le Conseil fédéral est invité à élaborer et publier un rapport ex- haustif qui rende compte des possibilités et des limites de nos relations avec les pays en développement après une adhésion éventuelle de la Suisse à l'EEE ou à la CE. Ce rapport devra être présenté avant la votation populaire sur l'Accord EEE. Mitunterzeichner-Cosignataires: Collier, Frick, Gadient, Rhi- now, Roth, Schiesser (6) Frau Simmen: Die europäische Integration schreitet unabläs- sig voran, und auch die Schweiz bewegt sich auf diesem Wege mit der kommenden Abstimmung über den EWR und mit dem Gesuch um Aufnahme von Verhandlungen über ei- nen Beitritt zur EG, das der Bundesrat in Brüssel gestellt hat. Diese an und für sich erfreuliche Entwicklung wirft allerdings auch Fragen und Befürchtungen auf, und dies nicht nur in der Schweizer Landwirtschaft Vor allem Länder der Dritten Welt stellen sich die bange Frage, welches die Auswirkungen auf die Handelsbeziehungen zwischen ihnen und der zukünftigen Europäischen Gemeinschaft sein werden. Die «Festung Eu- ropa» steht als drohende Burg am Horizont, und die Frage stellt sich auch für uns, welches die heutigen Praktiken und die zukünftigen Vorstellungen der Schweiz über ihre Aussenhan- delsbeziehungen sein werden. An einem Beispiel möchte ich Ihnen verdeutlichen, wie ein sol- ches Problem aussehen kann. Durch ihre Agrarpolitik ist die EG zum grössten Exporteur von Milchprodukten und Rind- fleisch und zum zweitgrössten von Getreide und Zucker ge- worden. Die aggressive Vermarktung der Ueberschüsse auf dem Weltmarkt ist eine Hauptursache für den Zerfall der Welt- marktpreise dieser und anderer Landwirtschaftserzeugnisse. Die subventionierte Konkurrenzierung von Entwicklungslän- dern im Agrarhandel durch die EG ist ein entwicklungspoliti- sches Aergernis ersten Ranges; ihr Schaden durch Entmuti- gung von Eigenanstrengung ist kaum zu beziffern. Ausdruck der verfehlten Agrarpolitik ist unter anderem auch die Nah- rungsmittelhilfe, die als Folge dieser Fehlpolitik geleistet wer- den muss und welche in erster Linie der Ueberschussverwer- tung der EG dienstbar gemacht wird und nicht der Hilfe an die Entwicklungsländer. Dies ist nur eines der Beispiele, die sich beliebig vermehren liessen. Sie finden eine Anzahl davon auszugsweise in mei- nem Postulatstext aufgeführt. Es ist wichtig für uns, dass wir uns bereits heute Gedanken über allfällige Konfliktfelder und über unsere diesbezüglichen Strategien machen, dies auch im Hinblick auf die Diskussio- nen in der Bevölkerung über EWR und EG, welche glücklicher- weise nun endlich angelaufen sind. Ich bitte Sie, Herr Bundesrat, in einem Bericht diese Fakten, die im Bundesamt für Aussenwirtschaft bestens bekannt sind, dem Parlament und der Oeffentlichkeit zugänglich zu ma- chen, damit das Schweizer Stimmvolk sich auch auf diesem Gebiete ein Bild der Auswirkungen seines Entscheides ma- chen kann. M. Delamuraz, conseiller fédéral: J'accepte ce postulat II traite un sujet important et le rapport sur les relations avec les pays en développement dans la perspective de l'Espace éco- nomique européen sera connu avant qu'il y ait votation popu- laire sur ce thème en Suisse. En revanche, Madame Simmen, les aspects que revêtirait ce problème s'agissant d'une pleine participation de la Suisse à la Communauté éventuellement et ultérieurement ne pourront pas être traités d'une manière ex- haustive dans ce même délai et il faudra certainement y revenir ensuite. Mais, en ce qui concerne l'Espace économique euro- péen, le délai sera tenu. Ueberwiesen - Transmis #ST# 92.020 Seeschiffahrt. Gesetz und Uebereinkommen Navigation maritime. Loi et conventions Botschaft, Beschluss- und Gesetzentwürfe vom 19. Februar 1992 (BBIII1561) Message, projets d'arrêté et de loi du 19 février 1992 (FF II 1533) Herr Danioth unterbreitet im Namen der Kommission den fol- genden schriftlichen Bericht: Seit über 50 Jahren verkehren auf den Weltmeeren Schiffe un- ter Schweizer Flagge. Als Binnenland ist es für die Schweiz von grösstem Interesse, dass weltweit eine möglichst einheitli- che und umfassende Seerechtsordnung gilt Dies wird heute durch eine beträchtliche Zahl internationaler Uebereinkom- men erreicht, die zumeist im Rahmen der Internationalen See- schiffahrts-Organisation, einer Sonderorganisation der Uno, ausgearbeitet worden sind. Die zur Genehmigung vorliegenden Uebereinkommen und Protokolle befassen sich mit den verschiedenartigsten Berei- chen des internationalen Seerechts: Das Uebereinkommen zur Bekämpfung widerrechtlicher Handlungen gegen die Sicherheit der Seeschiffahrt mit dem dazugehörenden Protokoll betreffend fest verankerte Plattfor- men bezweckt eine weltweite Verfolgung und Bestrafung von Urhebern terroristischer Handlungen im Bereich der See- schiffahrt und verwandter maritimer Tätigkeiten. Der dem Uebereinkommen zugrunde liegende Kerngedanke besteht darin, dass sich die Vertragsstaaten verpflichten, jede in ihrem Hoheitsgebiet gefasste und der Begehung von Straftaten nach diesem Uebereinkommen verdächtigte Person entwe- der gerichtlich zu beurteilen oder aber an einen anderen Ver- tragsstaat auszuliefern. Das Uebereinkommen folgt in der Ausgestaltung dieses als «aut dedere, aut iudicare» bekann- ten Grundsatzes weitgehend den insbesondere im internatio- nalen Luftrecht entwickelten Prinzipien. Mit dem Internationalen Uebereinkommen von 1989 über Ber- gung soll für die an Bergungsmassnahmen von Schiffen Betei- ligten ein Anreiz geschaffen werden, sich bei der Durchfüh- rung solcher Massnahmen neben der Rettung von Menschen- leben, Schiff und Ladung in besonderem Masse auch um die Verhinderung von Umweltschäden zu kümmern. Das Protokoll von 1990 zur Aenderung des Athener Ueberein- kommens von 1974 über die Beförderung von Reisenden und ihrem Gepäck auf See führt zu wesentlich erhöhten Haftungs- höchstgrenzen für Schäden, die einem Passagier während ei- ner Seereise entstehen können. Das von der Schweiz bereits ratifizierte Uebereinkommen findet nicht nur Anwendung, wenn sich die Schäden auf einem Passagierschiff, das unter der Flagge eines Vertragsstaats fährt, ereignet haben, son- dern namentlich auch dann, wenn der Beförderungsvertrag in einem Vertragsstaat geschlossen worden ist Unter dem Aspekt des verbesserten Schutzes der Interessen von Schiffspassagieren ist das Uebereinkommen, namentlich mit seinen im Protokoll vorgenommenen Aenderungen, daher auch aus schweizerischer Sicht bedeutungsvoll. Die meisten Aenderungen des Seeschiffahrtsgesetzes sind von geringer Tragweite und ergeben sich teilweise unmittelbar aus der Annahme der oben erläuterten Uebereinkommen und Protokolle. Materiell die grösste Bedeutung haben die Aende- rungen im Bereich des Registerrechts (Art. 19-25). Hier wird eine Delegationsnorm für den Bundesrat geschaffen, die es ihm erlaubt, künftige Aenderungen von Bedingungen für die Schiffsregistrierung im Rahmen der gesetzlichen und völker- rechtlichen Schranken selbständig vorzunehmen. Mit Blick auf mögliche europapolitische Entwicklungen in der Schweiz liessen sich die äusserst restriktiven NationalitätsvorschriftenNavigation maritime. Loi et conventions 332 2 juin 1992 für Geldgeber und Betreiber von Schiffen unter Schweizer Flagge mit einer europaweiten Niederlassungsfreiheit und dem Diskriminierungsverbot kaum vereinbaren. In Anbetracht der Tatsache, dass auch zahlreiche Mitgliedstaaten der Euro- päischen Gemeinschaften in ihren Registrierungsbedingun- gen ähnlich strenge Nationalitätsvorschriften kennen, er- scheint es jedoch zweckmässig, vorerst die Entwicklung in diesen Ländern abzuwarten, bevor weitreichende materielle Anpassungen vorgenommen werden. Aus diesem Grund be- schränkt sich die Vorlage auf eine formelle Aenderung des Ge- setzes, die bei Bedarf eine raschere Anpassung an neue Erfor- dernisse erlaubt. M. Danioth présente au nom de la commission le rapport écrit suivant: Depuis plus de 50 ans, des bâtiments battant pavillon helvéti- que naviguent sur les océans du monde entier. Un ordre juridi- que maritime, unifié et global dans la mesure du possible, à l'échelle de la planète revêt un intérêt important pour la Suisse, pays continental sans accès direct aux mers. Actuellement, un tel objectif est atteint grâce à un nombre considérable de conventions internationales, pour la plupart élaborées dans le cadre de l'Organisation maritime internationale, un organisme spécial de l'ONU. Les conventions et protocoles présentement soumis à appro- bation concernent divers domaines du droit maritime interna- tional: La Convention pour la répression d'actes illicites contre la sé- curité de la navigation maritime et le Protocole concernant les plates-formes fixes visent à poursuivre et à punir les auteurs d'actes terroristes et activités connexes dans le domaine de la navigation maritime. L'idée de base à l'origine de cette convention consiste en ce que les Etats contractants se doi- vent soit de traduire en justice soit d'extrader toute personne appréhendée et qui est soupçonnée d'avoir commis sur leur territoire des actes punissables en vertu de cette même con- vention. Sa conception s'inspire largement du principe bien connu de «aut dedere, aut iudicare», qui afait l'objet d'applica- tions notamment en droit aérien international. La convention internationale de 1989 sur l'assistance consiste à inciter l'assistant engagé dans une opération d'assistance à s'occuper non seulement du sauvetage des vies humaines, du navire et de son chargement, mais aussi tout particulière- ment de chercher à éviter que l'environnement ne subisse des dommages. Le Protocole de 1990 modifiant la Convention d'Athène de 1974 relative au transport par mer de passagers et de leurs ba- gages consiste à relever les plafonds de responsabilité pour les dommages que peuvent subir les passagers lors d'un voyage en mer. Cette convention déjà ratifiée par la Suisse n'est pas uniquement applicable en cas de dommages subis sur un paquebot battant pavillon d'un Etat contractant mais aussi, entre autres, lorsque le contrat de transport a été conclu dans un de ces mêmes Etats. Du point de vue de l'améliora- tion des intérêts des passagers, cette convention et particuliè- rement les modifications apportées dans le protocole sont si- gnificatives pour la Suisse. La plupart des modifications de la loi sur la navigation maritime sont peu importantes et découlent en partie directement de l'adoption des conventions et protocoles présentés ci-dessus. Sur le fond, ces modifications revêtent une signification consi- dérable en matière de droit d'enregistrement (art. 19 à 25). En effet, une norme de délégation est créée à l'intention du Conseil fédéral, norme qui lui permettra à l'avenir de procéder de façon indépendante à des modifications des conditions d'enregistrement des navires dans le cadre des restrictions lé- gales et de droit international. En considération de l'incidence potentielle de la politique européenne sur la Suisse, les dispo- sitions relatives à la nationalité, spécialement restrictives pour les bailleurs de fonds et les exploitants de navires battant pavil- lon suisse ne sont pas compatibles avec une liberté d'établis- sement étendue à l'Europe ainsi qu'avec une interdiction de discrimination. Cependant, du fait que nombre d'Etats con- tractants de la Communauté européenne connaissent en ma- tière de droit d'enregistrement des dispositions relatives à la nationalité également restrictives, il est tout d'abord indiqué d'observer comment ces pays évoluent avant de procéder à de vastes modifications de fond. C'est la raison pour laquelle, ce projet se limite à une modification formelle de la loi qui per- mette le cas échéant de procéder à des adaptations de fond rapides à de nouvelles conditions. Antrag der Kommission Die Kommission für Verkehr und Fernmeldewesen beantragt einstimmig, auf die Vorlage einzutreten und die internationa- len Uebereinkommen und Protokolle sowie die Aenderung des Seeschiffahrtsgesetzes zu genehmigen. Proposition de la commission La Commission des transports et des télécommunications propose à l'unanimité d'entrer en matière sur le projet et d'adopter les conventions et protocoles ainsi que les modifica- tions de la loi sur la navigation maritime. Danioth, Berichterstatter: Ich habe an und für sich dem schrift- lichen Bericht der einstimmigen Kommission nichts beizufü- gen, möchte aber lediglich erwähnen, dass vor allem das Uebereinkommen zur Bekämpfung widerrechtlicher Handlun- gen gegen die Sicherheit der Seeschiffahrt unmittelbar durch die Entführung des Kreuzfahrtschiffes «Achille Lauro» im Okto- ber 1985 initiiert worden ist, das dann eine Odyssee durchge- macht hat, während der es auch zu Todesopfern gekommen ist Der Zweck ist vor allem, dass eine weltweite Verfolgung von Urhebern derartiger Handlungen nach dem Prinzip «aut de- dere, aut iudicare» möglich ist Also muss der Staat jemanden entweder ausliefern oder ihn dann selber verfolgen. Die anderen Uebereinkommen sind ebenfalls aus den Bedürf- nissen der Zeit zu verstehen, vor allem jenes über die Ber- gung. Das internationale Uebereinkommen von 1989 über die Bergung bedeutet, dass jene, die bei Umwelt- und Schiffs- katastrophen - die sich leider immer wieder ereignen und ab und zu eben ganz gravierende ökologische Auswirkungen ha- ben - spontan zu Hilfe eilen, seien es nun Staaten, seien es aber auch Private, dann für diese Aufwendungen, für diese Einsätze Entschädigungsansprüche geltend machen kön- nen. Die wichtigsten Aenderungen zum Seeschiffahrtsgesetz ersehen Sie aus dem Bericht Ich möchte zuletzt erwähnen, dass dieses Problem bei der Bürgschaftsgewährung für Hochseeschiffe unter Schweizer Flagge bereits signalisiert worden ist, wo es darum geht, dem Bundesrat vermehrte Kompetenzen, Delegationsnormen zu erteilen und wo es auch darum geht, hier flexiblere Vorschrif- ten zu erlassen. Ich möchte Ihnen vorschlagen, sowohl den erwähnten Ueber- einkommen als auch den eher formellen Aenderungen des Seeschiffahrtsgesetzes, das dann später materiell angepasst werden soll, zuzustimmen. Eintreten wird ohne Gegenantrag beschlossen Le conseil décide sans opposition d'entrer en matière A. Bundesbeschluss über internationale Seeschiffahrts- übereinkommen A. Arrêté fédéral concernant des conventions internationa- les relatives à la navigation maritime Detailberatung - Discussion par articles Titel und Ingress, Art. 1,2 Antrag der Kommission Zustimmung zum Entwurf des Bundesrates Titre et préambule, art. 1,2 Proposition de la commission Adhérer au projet du Conseil fédéral Angenommen -Adopté2. Juni 1992 333 Rechte des Kindes. Uebereinkommen Gesamtabstimmung - Vote sur l'ensemble Für Annahme des Entwurfes 27 Stimmen (Einstimmigkeit) B. Seeschiffahrtsgesetz B. Loi sur la navigation maritime Gesamtberatung - Traitement global du projet Titel und Ingress, Ziff. l, II Titre et préambule, ch. I, II Gesamtabstimmung - Vote sur l'ensemble Für Annahme des Entwurfes 31 Stimmen (Einstimmigkeit) An den Nationalrat-Au Conseil national #ST# 91.308 Standesinitiative Jura Ratifizierung des Uno-Uebereinkommens über die Rechte des Kindes Initiative du canton du Jura Ratification de la Convention de I'ONU sur les droits de l'enfant Fortsetzung - Suite Siehe Seite 62 hiervor - Voir page 62 ci-devant Herr Zimmerli unterbreitet im Namen der Kommission den fol- genden schriftlichen Bericht: Am 16. August 1991 reichte der Regierungsrat des Kantons Jura im Auftrag des jurassischen Kantonsparlamentes ge- stützt auf Artikel 93 Absatz 2 der Bundesverfassung eine Stan- desinitiative ein, welche verlangt, dass die Schweiz das Uno- Uebereinkommen vom 20. November 1989 über die Rechte des Kindes ratifiziert. Die Kommission für Rechtsfragen des Ständerates, welcher dieses Geschäft zur Beratung zugewiesen wurde, prüfte die Standesinitiative am 4. Dezember 1991 sowie am 15. April 1992. Sie hält fest, dass das vom Kanton Jura vorgebrachte Anliegen bereits aufgegriffen wurde: Der Bundesrat hat am 10. April 1991 das Uebereinkommen unterzeichnet und wird den eidgenössischen Räten 1992 eine Botschaft für dessen Ratifizierung unterbreiten. Sodann hat der Nationalrat eine Motion überwiesen, wonach der Bundesrat beauftragt wird, dem Parlament die notwendi- gen Gesetzesrevisionen vorzulegen, die eine vorbehaltlose Ratifizierung erlauben. Die Kommission des Ständerates be- antragt zwar, diese Motion in ein Postulat beider Räte umzu- wandeln. Dennoch ist das Anliegen der jurassischen Standes- initiative verwirklicht. M. Zimmerli présente au nom de la commission le rapport écrit suivant: Le 16 août 1991, à la demande du Parlement cantonal juras- sien, le Gouvernement du canton du Jura a déposé, en se fon- dant sur l'article 93,2e alinéa, de la Constitution fédérale, une initiative demandant que la Suisse ratifie la Convention de l'ONU sur les droits de l'enfant du 20 novembre 1989. Chargée de l'examen préalable de cet objet, la Commission des affaires juridiques du Conseil des Etats a donné un préavis le 4 décembre 1991 ainsi que le 15 avril 1992. Elle constate qu'il a déjà été tenu compte de l'exigence formulée par le can- ton du Jura, en ce sens que le Conseil fédéral a signé ladite Convention le 10 avril 1991 et qu'il soumettra aux Chambres en 1992 un message en vue de la ratification de celle-ci. En outre, le Conseil national a transmis une motion chargeant le Conseil fédéral de soumettre au Parlement les révisions lé- gislatives nécessaires à la ratification sans réserve de cette Convention. La Commission du Conseil des Etats propose certes de transformer cette motion en un postulat des deux Chambres. Cependant, suite a déjà été donnée à la demande du canton du Jura. Antrag der Kommission Abschreiben der Initiative Proposition de la commission Classer l'initiative #ST# Ad 90.263 Motion des Nationalrates (Kommission) Rechte des Kindes. Ratifikation der Konvention Motion du Conseil national (commission) Droits de l'enfant. Ratification de la convention Fortsetzung - Suite Siehe Seite 60 hiervor-Voir page 60 ci-devant Herr Zimmerli unterbreitet im Namen der Kommission den fol- genden schriftlichen Bericht: Am 4. Oktober 1991 hat der Nationalrat mit offensichtlicher Mehrheit auf Antrag seiner Petitions- und Gewährleistungs- kommission eine Motion überwiesen. Die Kommission für Rechtsfragen des Ständerates, welcher dieses Geschäft zur Vorprüfung zugewiesen wurde, hält dazu folgendes fest: 1. Ausgangslage Das Uebereinkommen über die Rechte des Kindes enthält ei- nen detaillierten Katalog von Rechten, welche dem Kind in den verschiedensten Lebensbereichen zustehen. Das Ueberein- kommen wurde am 20. November 1989 von der Generalver- sammlung der Vereinten Nationen verabschiedet und trat am 2. September 1990 in Kraft. Es ist bereits von mehr als 130 Staaten unterzeichnet und von deren 70 ratifiziert worden. Der Bundesrat hat am 10. April 1991 beschlossen, das Ueberein- kommen zu unterzeichnen. Dieser Entscheid entspreche der schweizerischen Politik zugunsten der Menschenrechte und sei ein Akt internationaler Solidarität, welcher einen besseren rechtlichen Schutz der Kinder dieser Welt anstrebt und damit die Bemühungen der Schweiz zugunsten der Kinder im Be- reich der Entwicklungszusammenarbeit und der humanitären Hilfe ergänzt. 2. Inhalt des Uebereinkommens Ziel des Uebereinkommens ist es, dem Kind auf universeller Ebene Schutz und eine seinen Bedürfnissen entsprechende Unterstützung zu gewährleisten. Das Uebereinkommen ga- rantiert die bürgerlichen, politischen, wirtschaftlichen, sozia- len und kulturellen Rechte des Kindes und verpflichtet die Ver- tragsstaaten zu spezifischen Massnahmen, um die praktische Umsetzung dieser Rechte zu konkretisieren. 3. Würdigung Die Kommission begrüsst den Entscheid des Bundesrates, das Uebereinkommen über die Rechte des Kindes zu unter-Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali Seeschiffahrt. Gesetz und Uebereinkommen Navigation maritime. Loi et conventions In Amtliches Bulletin der Bundesversammlung Dans Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale In Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale Jahr 1992 Année Anno Band III Volume Volume Session Sommersession Session Session d'été Sessione Sessione estiva Rat Ständerat Conseil Conseil des Etats Consiglio Consiglio degli Stati Sitzung 02 Séance Seduta Geschäftsnummer 92.020 Numéro d'objet Numero dell'oggetto Datum 02.06.1992 - 08:00 Date Data Seite 331-333 Page Pagina Ref. No 20 021 398 Dieses Dokument wurde digitalisiert durch den Dienst für das Amtliche Bulletin der Bundesversammlung. Ce document a été numérisé par le Service du Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale. Questo documento è stato digitalizzato dal Servizio del Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale.