<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="content"> <div class="para">[AZA 7] </div> <div class="para">U 350/00 Vr </div> <div class="para"> </div> <div class="para">IV. Kammer </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Bundesrichter Borella, Rüedi und Bundesrichterin Leuzinger; Gerichtsschreiberin Kopp Käch </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Urteil vom 27. April 2001 </div> <div class="para"> </div> <div class="para">in Sachen </div> <div class="para"> </div> <div class="para">M.________, 1952, Beschwerdeführer, vertreten durch Rechtsanwalt Dr. Roland Ilg, Rämistrasse 5, Zürich, </div> <div class="para"> </div> <div class="para">gegen </div> <div class="para"> </div> <div class="para">"Zürich" Versicherungs-Gesellschaft, Rechtsdienst, Generaldirektion Schweiz, Zürich, Beschwerdegegnerin, </div> <div class="para"> </div> <div class="para">und </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich, Winterthur </div> <div class="para"> </div> <div class="para">A.- Mit Verfügung vom 5. Januar 1998 stellte die "Zürich" Versicherungs-Gesellschaft (nachfolgend: Zürich) nach Durchführung verschiedener medizinischer Abklärungen die Leistungen an den 1952 geborenen M.________ für die Folgen des am 7. Januar 1997 erlittenen Sturzes per 17. September 1997 ein. Daran hielt sie mit Einspracheentscheid vom 27. August 1999 fest. </div> <div class="para">B.- M.________ liess gegen den Einspracheentscheid Beschwerde führen und die Übernahme der weiteren Heilungskosten und Taggelder durch die Unfallversicherung, eventualiter die Zusprechung einer Invalidenrente von 100 % sowie einer Integritätsentschädigung von 20 % beantragen. Das Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich wies die Beschwerde mit Entscheid vom 10. Juli 2000 ab. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">C.- Mit Verwaltungsgerichtsbeschwerde lässt M.________ die im vorinstanzlichen Verfahren gestellten Begehren erneuern und zudem die Erstellung eines unabhängigen Obergutachtens durch Prof. Dr. U.________ beantragen. </div> <div class="para">Die Zürich schliesst auf Abweisung der Verwaltungsgerichtsbeschwerde. Das Bundesamt für Sozialversicherung hat sich nicht vernehmen lassen. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">D.- Nach Abschluss des Schriftenwechsels lässt M.________ zusätzlich beantragen, das Verfahren sei zu ergänzender psychiatrischer Abklärung an die Zürich zurückzuweisen. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Das Eidg. Versicherungsgericht zieht in Erwägung: </div> <div class="para"> </div> <div class="para">1.- Die Vorinstanz hat die Rechtsprechung zu dem für die Leistungspflicht des Unfallversicherers vorausgesetzten natürlichen Kausalzusammenhang (<a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=26&amp;from_date=26.04.2001&amp;to_date=15.05.2001&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F119-V-335%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page337">BGE 119 V 337</a> Erw. 1, 118 V 289 Erw. 1b, je mit Hinweisen) zwischen Unfallereignis und eingetretenem Schaden (Krankheit, Invalidität, Tod), insbesondere auch zum Leistungsanspruch im Falle der Verschlimmerung oder des Manifestwerdens einer vorbestehenden Gesundheitsschädigung durch den Unfall (<a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=26&amp;from_date=26.04.2001&amp;to_date=15.05.2001&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F119-V-200%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page205">BGE 119 V 205</a> Erw. 5c/cc, 117 V 356 Erw. 4c; RKUV 1992 Nr. U 142 S. 75 Erw. 4b mit Hinweisen) zutreffend dargelegt. Richtig sind auch die Ausführungen über die Bedeutung ärztlicher Auskünfte im Rahmen der Invaliditätsschätzung (<a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=26&amp;from_date=26.04.2001&amp;to_date=15.05.2001&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F115-V-133%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page134">BGE 115 V 134</a> Erw. 2, 114 V 314 Erw. 3c, 105 V 158 Erw. 1). Darauf kann verwiesen werden. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">2.- Streitig und zu prüfen ist, ob der Beschwerdeführer auch nach dem 17. September 1997 - nicht wie im vorinstanzlichen Entscheid fälschlicherweise erwähnt 1. September 1997 - noch Anspruch auf Leistungen der Unfallversicherung hat. Entscheidend ist somit zunächst, ob die von ihm geklagten Beschwerden auf das Unfallereignis vom 7. Januar 1997 zurückzuführen sind. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">3.- Das kantonale Gericht ist nach sorgfältiger Würdigung der verschiedenen medizinischen Berichte mit überzeugender Begründung von einem Sturz des Beschwerdeführers auf die linke Körperseite mit daraus resultierenden Kontusionen der linken Hüfte sowie des linken Oberschenkels ausgegangen und zum Schluss gekommen, dass die festgestellten Diskushernien nicht mit dem im Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit auf den Sturz zurückzuführen sind, sondern nach dem schicksalsmässigen Verlauf der bereits vorbestehenden degenerativen Veränderungen auch ohne Unfall eingetreten wären. </div> <div class="para">Aus dem vom Beschwerdeführer betonten Umstand, dass die Diskushernien erst nach dem Unfall aufgetreten seien, kann nicht einfach eine Leistungspflicht des Unfallversicherers dafür abgeleitet werden. Vielmehr wäre eben erforderlich, dass das Unfallereignis für die Beschwerden ursächlich war. Dagegen spricht - entgegen der Vorbringen des Beschwerdeführers - nicht nur die Beurteilung des Vertrauensarztes der Versicherung, Dr. med. S.________ vom 17. September 1997, sondern auch diejenige des Dr. I.________, Oberarzt und Leiter der Wirbelsäulenchirurgie an der Orthopädischen Klinik X.________, vom 24. November 1997, wohingegen kein Arzt den Kausalzusammenhang ausdrücklich bejaht. Zudem hatten die beiden Ärzte anlässlich ihrer Untersuchungen bereits bestehende degenerative Veränderungen festgestellt. Mit der Vorinstanz ist im Übrigen nochmals darauf hinzuweisen, dass die Feststellungen dieser Spezialisten sowohl hinsichtlich des Unfallherganges wie auch der erhobenen Befunde mit den übrigen medizinischen Berichten übereinstimmen, und dass lediglich die Beurteilung des vom Beschwerdeführer aufgesuchten Dr. med. B.________ davon abweicht. Aus dem Umstand, dass dieser Arzt den Beschwerdeführer zuerst behandelt hat, kann nichts für die Richtigkeit dessen Aussagen abgeleitet werden, zumal die nachträglich erfolgten Beurteilungen von auf die geklagten Beschwerden spezialisierten Ärzten stammen. Daran vermögen die grösstenteils bereits im vorinstanzlichen Verfahren geäusserten Einwendungen des Beschwerdeführers nichts zu ändern. Für die Einholung weiterer medizinischer Beurteilungen besteht sodann in Anbetracht der in den wesentlichen Punkten grossmehrheitlich übereinstimmenden Berichte kein Anlass, insbesondere nicht für eine psychiatrische Abklärung, da solche Beschwerden im massgebenden Zeitpunkt des Erlasses des Einspracheentscheides (<a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=26&amp;from_date=26.04.2001&amp;to_date=15.05.2001&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F116-V-246%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page248">BGE 116 V 248</a> Erw. 1a) gar kein Thema waren. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Demnach erkennt das Eidg. Versicherungsgericht: </div> <div class="para"> </div> <div class="para">I.Die Verwaltungsgerichtsbeschwerde wird abgewiesen. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">II.Es werden keine Gerichtskosten erhoben. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">III.Dieses Urteil wird den Parteien, dem Sozialversicherungsgericht </div> <div class="para">des Kantons Zürich und dem Bundesamt für </div> <div class="para">Sozialversicherung zugestellt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Luzern, 27. April 2001 </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Im Namen des </div> <div class="para">Eidgenössischen Versicherungsgerichts </div> <div class="para">Der Präsident Die Gerichtsder </div> <div class="para">IV. Kammer: schreiberin: </div> </div></body></html>