<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: SB.2006.00053</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=206397&amp;W10_KEY=13013559&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>SB.2006.00053</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 06.12.2006</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">2. Abteilung/2. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Das Bundesgericht hat eine Verwaltungsgerichtsbeschwerde gegen diesen Entscheid am 24.08.2007 abgewiesen.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Steuerrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Grundstückgewinnsteuer</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Die vereinnahmte Mehrwertsteuer auf dem Erlös war nicht abzuziehen, da diese bei den Anlagekosten ebenfalls berücksichtigt wurde. Bei einer solchen Sachlage sind im Sinne einer "Brutto/Brutto" - Betrachtung sowohl der Erlös als auch die Anlagekosten inklusive Mehrwertsteuer zu berücksichtigen. Generalunternehmerhonorare sind grundsätzlich als wertvermehrende Aufwendungen anrechenbar. Es sind jedoch genaue Angaben über die geleisteten Arbeiten und den damit verbundenen Aufwand zu machen. Honorare einer vom Steuerpflichtigen beherrschten Gesellschaft sind nach dem Marktwert und nicht nach der von der Gesellschaft gestellten Rechnung zu beurteilen. Mit Aufhebung von Art. 23bis AHVV ist die Möglichkeit, auf bestimmten Gewinnen einen AHV-Sonderbeitrag zu erheben, entfallen. Der auf den Grundstückgewinn entfallende AHV-Beitrag lässt sich erst nach gesamthafter Festsetzung des AHV-pflichtigen Einkommens ermitteln. Abweisung.</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: AHV-SONDERBEITRAG">AHV-SONDERBEITRAG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ANLAGEKOSTEN">ANLAGEKOSTEN</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: BAUKOSTEN">BAUKOSTEN</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: EIGENLEISTUNGEN">EIGENLEISTUNGEN</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ERLÃS">ERLÃS</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: GENERALUNTERNEHMERHONORAR">GENERALUNTERNEHMERHONORAR</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: MEHRWERTSTEUER">MEHRWERTSTEUER</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: SUBSTANZIIERUNG">SUBSTANZIIERUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: UNTERSUCHUNGSMAXIME">UNTERSUCHUNGSMAXIME</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="gerade">§ 132 StG</span><br/><span class="ungerade">§ 216 Abs. I StG</span><br/><span class="gerade">§ 219 Abs. I StG</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 3 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Sachverhalt1"><b>I. </b> </p> <p class="Sachverhalt2"><b>A. </b>A, EigentÃ¼mer des GrundstÃ¼cks Kat.Nr. 01 an der L-Strasse in X, liess durch die von ihm beherrschte C GmbH auf dem vorgenannten GrundstÃ¼ck ein Mehrfamilienhaus errichten. Nach BegrÃ¼ndung von Stockwerkeigentum verÃ¤usserte er im April 2003 sechs bezugsbereite Eigentumswohnungen mit NebenrÃ¤umen. Als Folge dieser HandÃ¤nderungen auferlegte die Kommission fÃ¼r Grundsteuern der Gemeinde X dem Pflichtigen am 4. Juli 2005 GrundstÃ¼ckgewinnsteuern von Fr. â¦ Dabei schÃ¤tzte die Gemeinde die GebÃ¤udeerstellungskosten gestÃ¼tzt auf § 206 i. V. m. § 139 Abs. 2 des Steuergesetzes vom 8. Juni 1997 (StG) nach pflichtgemÃ¤ssem Ermessen, da der Pflichtige trotz Auflage und Mahnung die Bauabrechnung der C GmbH nicht eingereicht hatte.</p> <p class="Sachverhalt2"><b>B. </b>Im vom Pflichtigen eingeleiteten Einspracheverfahren nahm die Kommission fÃ¼r Grundsteuern der Gemeinde X Kenntnis von der nachgereichten Bauabrechnung und reduzierte gestÃ¼tzt auf diese Unterlagen mit Entscheid vom 5. Dezember 2005 in teilweiser Gutheissung des Rechtsbegehrens des Pflichtigen die GrundstÃ¼ckgewinnsteuern auf Fr. â¦, unter Auflage der Kosten des Einspracheverfahrens an den Pflichtigen.</p> <p class="Sachverhalt1"><b>II. </b> </p> <p class="Urteilstext">Den hiergegen erhobenen Rekurs des Pflichtigen wies die Steuerrekurskommission III des Kantons ZÃ¼rich mit Entscheid vom 19. Juni 2006 vollumfÃ¤nglich ab.</p> <p class="Sachverhalt1"><b>III. </b> </p> <p class="Urteilstext">Mit Eingabe vom 4. September 2006 liess der Pflichtige beim Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich Beschwerde erheben und beantragte, der GrundstÃ¼ckgewinn sei auf Fr. 187'895.- festzusetzen. Weiter sei die Kostenauflage des Einspracheverfahrens aufzuheben. Ausserdem beantragte er eine ParteientschÃ¤digung.</p> <p class="Urteilstext">WÃ¤hrend die Vorinstanz auf Vernehmlassung verzichtete, schloss die Kommission fÃ¼r Grundsteuern der Gemeinde X auf Abweisung der Beschwerde.</p> <p class="Einzug1"><span>Die Kammer</span><span> zieht in ErwÃ¤gung:</span></p> <p class="Erwgung1"><b>1. </b> </p> <p class="Erwgung2">Mit der Steuerbeschwerde an das Verwaltungsgericht kÃ¶nnen laut § 213 in Verbindung mit § 153 Abs. 3 StG alle Rechtsverletzungen, einschliesslich Ãberschreitung oder Missbrauch des Ermes­sens, und die unrichtige oder unvollstÃ¤ndige Feststellung des rechtserheblichen Sach­ver­halts geltend gemacht werden (RB 1999 Nr. 147).</p> <p class="Erwgung1"><b>2. </b> </p> <p class="Urteilstext">Die GrundstÃ¼ckgewinnsteuer wird gemÃ¤ss § 216 Abs. 1 StG von den Gewinnen erhoben, die sich bei HandÃ¤nderungen an GrundstÃ¼cken oder Anteilen von solchen ergeben haben. Der zu besteuernde Gewinn ist dabei laut § 219 Abs. 1 StG der Betrag, um welchen der ErlÃ¶s (§ 222 StG) die Anlagekosten Ã¼bersteigt.</p> <p class="Erwgung2"><b>2.1 </b>Der Pflichtige wirft der Vorinstanz zunÃ¤chst vor, die ihm heute unbestrittenermassen ebenfalls zugeflossenen MehrerlÃ¶se inklusive den darauf lastenden Mehrwertsteuern als massgebenden ErlÃ¶s berÃ¼cksichtigt zu haben. Die vereinnahmte Mehrwertsteuer sei indessen kein Bestandteil des steuerbaren Gewinns, da diese vom Pflichtigen der eidgenÃ¶ssischen Steuerverwaltung weitergeleitet werden mÃ¼sse.</p> <p class="Erwgung3"><b>2.1.1 </b>Das Verwaltungsgericht hat sich mit Entscheid vom 20. April 2005 (SB.2004.0066, www.vgrzh.ch) mit der Frage der Behandlung der Mehrwertsteuer im Zusammenhang mit der Berechnung des massgebenden ErlÃ¶ses befasst und festgestellt, dass <span>d</span><span>ie vom mehrwertsteuerpflichtigen VerÃ¤usserer entrichtete Mehrwertsteue</span><span>r bzw. Eigenverbrauchsteuer im Grundsatz </span><span>erlÃ¶smindernd anzurechnen</span><span> ist</span><span>. </span><span>Indessen ist bei derartigen VerhÃ¤ltnissen d</span><span>ie an </span><span>Dritte bezahlte Mehrwertsteuer</span><span>, welche der VerÃ¤usserer als Vors</span><span>teuer geltend machen kann, </span><span>kostenmindernd bei den Anlagekosten zu berÃ¼cksichtigen. </span><span>Das Gericht hat weiter festgestellt, dass nichts dagegen spricht, dem Steuerpflichtigen im Sinn einer "Netto/Netto-LÃ¶sung" die bezahlten und als Vorsteuern geltend gemachten MehrwertsteuerbetrÃ¤ge kostenmindernd bei den Anlagekosten zu berÃ¼cksichtigen. Im Gegenzug ist diesfalls jedoch die den entsprechenden ErlÃ¶s betreffende, verbuchte und bezahlte Mehrwertsteuer bzw. Eigenverbrauchssteuer ebenfalls erlÃ¶smindernd anzurechnen. Aus der gesetzlichen Vorschrift allein lÃ¤sst sich eben nicht ableiten, nur die "Brutto/Brutto-LÃ¶sung" sei zulÃ¤ssig.</span></p> <p class="Erwgung3"><b>2.1.2 </b>Der selbst der Mehrwertsteuerpflicht unterliegende Pflichtige hat unbestrittenermassen Mehrwertsteuern auf den aktenkundigen Mehrkosten vereinnahmt. Er hat umgekehrt jedoch bei den Anlagekosten ebenfalls sÃ¤mtliche Baukosten inklusive Mehrwertsteuer behaupten lassen. Die Bauabrechnung per 29. Juli 2005 des MFH L-Strasse ist ausdrÃ¼cklich "inklusive Mehrwertsteuer" gefÃ¼hrt. Die Mehrwertsteuerabrechnungen des Pflichtigen selbst liegen nicht bei den Akten und es fehlt an Beweisofferten oder nur schon Behauptungen seitens des Pflichtigen hierzu.</p> <p class="Erwgung3">Bei dieser Sachlage ist kein anderes Vorgehen mÃ¶glich, als mit der Vorinstanz eine "Brutto/Brutto"-Betrachtung vorzunehmen. Sowohl die ErlÃ¶se wie auch die Anlagekosten sind fÃ¼r die Belange der GrundstÃ¼ckgewinnsteuer im vorliegenden Fall inklusive Mehrwertsteuer zu berÃ¼cksichtigen. Das Ausscheiden der Mehrwertsteuer beim auf die Mehrkosten entfallenden ErlÃ¶s wÃ¼rde zu einer unterschiedlichen Behandlung der Mehrwertsteuer beim ErlÃ¶s und bei den Anlagekosten fÃ¼hren, was nach dem Gesagten (vgl. Ziff. 2.1.1) vor dem Gesetz nicht standhÃ¤lt.</p> <p class="Erwgung2"><b>2.2 </b> Der Pflichtige macht weiter geltend, es sei hinsichtlich der HÃ¶he der Baukosten als wertvermehrende Aufwendungen der Betrag von Fr. 4'450'000.- gemÃ¤ss Rechnung der C GmbH vom 10. Dezember 2004 zu berÃ¼cksichtigen und nicht die Kosten gemÃ¤ss Bauabrechnung MFH L-Strasse von Fr. 4'012'395.-.</p> <p class="Erwgung3"><b>2.2.1 </b> Die Vorinstanz hat die gesetzliche Ordnung und die verwaltungsgerichtliche Praxis zu den wertvermehrenden Aufwendungen im Sinn von § 221 StG im allgemeinen und bezÃ¼glich (Eigen-)Generalunternehmerhonoraren im speziellen umfassend und zutreffend dargelegt. Hierauf ist in analoger Anwendung von § 161 des Gerichtsverfassungsgesetzes vom 13. Juni 1976 (GVG) zu verweisen. Dementsprechend ist ein Generalunternehmerhonorar grundsÃ¤tzlich als wertvermehrende Aufwendung anrechenbar. Indessen sind fÃ¼r die Anrechnung dieses Honorars genaue Angaben Ã¼ber die geleisteten Arbeiten und den damit verbundenen Aufwand zu machen (StE 2004 B 92.22 Nr. 2, VGr, 27. August 2003). Nur diese Substanziierung erlaubt es zu prÃ¼fen, ob nicht bereits berÃ¼cksichtigte Leistungen des Architekten oder nicht abzugsberechtigte Eigenleistungen der Bauherrschaft im GU-Honorar enthalten sind. Auch GU-Honorare einer vom Steuerpflichtigen beherrschten juristischen Person sind grundsÃ¤tzlich anrechenbar (so schon RB 1977 Nr. 87). Derartige Honorare sind jedoch wie Eigenleistungen zu behandeln: Massgebend ist daher der Marktwert der Eigenleistungen und nicht die seitens der vom Steuerpflichtigen beherrschten juristischen Person gestellte Rechnung (VGr, 22. Dezember 1992, SR 92/00012; zum Ganzen: Felix Richner/Walter Frei/Stefan Kaufmann/Hans Ulrich Meuter, Kommentar zum harmonisierten ZÃ¼rcher Steuergesetz, 2. A., ZÃ¼rich 2006, § 221 N. 60, 68 f.).</p> <p class="Erwgung3"><b>2.2.2 </b>Das Steuerrekursverfahren wird sodann von der Untersuchungsmaxime beherrscht. Nach diesem Verfahrensgrundsatz ist die Rekurskommission verpflichtet, die rechtserheblichen Tatsachen von Amtes wegen abzuklÃ¤ren und ihrem Entscheid nur solche Tatsachen zugrunde zu legen, von deren Vorhandensein sie sich Ã¼berzeugt hat. Denn Ziel der Sachverhaltsermittlung ist nach dem Grundsatz von § 132 StG stets, die fÃ¼r eine vollstÃ¤ndige und richtige Besteuerung massgebenden tatsÃ¤chlichen und rechtlichen VerhÃ¤ltnisse festzustellen. Der nach dem Gesetz umfassenden Untersuchungspflicht mÃ¼ssen indessen aus praktischen GrÃ¼nden Schranken gesetzt sein. So ist die Rekurskommission nur insoweit zur Untersuchung verpflichtet, als der Steuerpflichtige an der Sachverhaltsermittlung gehÃ¶rig mitwirkt. Weil fÃ¼r steueraufhebende und ‑mindernde Tatsachen, fÃ¼r die der Steuerpflichtige die Beweislast trÃ¤gt, regelmÃ¤ssig die natÃ¼rliche Vermutung streitet, dass er alle ihn entlastenden UmstÃ¤nde von sich aus vorbringt, besteht seine Obliegenheit zur Mitwirkung hinsichtlich solcher Tatsachen auch darin, sie geltend zu machen, darzutun und nachzuweisen. Diesen Nachweis hat der Steuerpflichtige durch eine substanziierte Sachdarstellung in der Rekursschrift anzutreten, wobei er die erforderlichen Beweismittel beizulegen oder wenigstens genau zu bezeichnen hat. Fehlt es daran, trifft die Rekurskommission keine weitere Untersuchungspflicht; namentlich hat sie nichts vorzukehren, um sich die fehlenden Grundlagen zu beschaffen (RB 1987 Nr. 35, mit Hinweisen).</p> <p class="Erwgung3"><b>2.2.3 </b> Entgegen der Kritik des Pflichtigen ist an der vorstehend wiedergegebenen Praxis zur Eigenleistung festzuhalten: Der Vergleich mit der Steuerumgehung ist deswegen verfehlt, weil dem Pflichtigen hier nicht als Folge einer missbrÃ¤uchlichen und ungewÃ¶hnlichen Rechtsgestaltung erhebliche und im Resultat verpÃ¶nte Steuerersparnisse vorgeworfen werden. Vielmehr geht es in derartigen FÃ¤llen einzig darum, die vom Pflichtigen vorgenommene Zuweisung des erzielten Gewinns zwischen sich selbst in der Funktion als LandeigentÃ¼mer und der von ihm beherrschten juristischen Person zu Ã¼berprÃ¼fen. Dabei ist der steuerpflichtige LandeigentÃ¼mer entgegen der Auffassung des Pflichtigen auch nicht gezwungen, in irgendeiner Form einen "Gegenbeweis" zu fÃ¼hren. Ihn trifft nur (aber immerhin) die Pflicht, die zur ErlÃ¶szuweisung erforderlichen Behauptungen â hier etwa Art und Ausmass der GU-Leistung, vertragliche Regelung derselben â substanziiert und mit den erforderlichen Beweismitteln bzw. wo zulÃ¤ssig mit den blossen Beweisofferten versehen spÃ¤testens mit der Rekurserhebung vorzubringen.</p> <p class="Erwgung3"><b>2.2.4 </b>Vorliegend hat der Pflichtige diese hinreichende Substanziierung der GU-Leistungen der von ihm beherrschten C GmbH nicht erbracht. Es fehlt an detaillierten Behauptungen und Belegen bezÃ¼glich Art und Aufwand der von der C GmbH erbrachten GU-Leistung und deren Abgrenzung im einzelnen gegenÃ¼ber den Architekturleistungen wie auch den nicht abzugsberechtigten Leistungen der Bauherrschaft. Insbesondere zur Abgrenzung gegenÃ¼ber den Architekturleistungen hÃ¤tte der Pflichtige allen Anlass gehabt, sind doch in der Bauabrechnung Architekturhonorare von Ã¼ber Fr. 500'000.- verbucht. Im Kern hat sich der Pflichtige im Rekursverfahren darauf beschrÃ¤nkt, die Rechnung vom 10. Dezember 2004, mit welcher dem Pflichtigen seitens der von ihm beherrschten juristischen Person auf einem A4-Blatt ohne weitere Angaben Fr. 4'450'000.- fakturiert wurden, als angemessen und marktkonform zu verfechten sowie auf ein letztlich immer vorhandenes Risiko der termingerechten Fertigstellung der Baute bzw. Haftung fÃ¼r MÃ¤ngel und UnfÃ¤lle zu verweisen. Die erforderliche substanziierte Sachdarstellung um die GU-Leistung kann auch nicht durch die bloss pauschale Berufung auf marktkonforme Preise seitens der C GmbH sowie im Rekursverfahren ebenfalls pauschal als Zeugen offerierte Handwerker oder Einholung eines Gutachtens ersetzt werden. Die Vorinstanz war bei dieser Sachlage nicht verpflichtet, weitere Untersuchungshandlungen vorzunehmen und durfte die eigentlichen Baukosten ohne Weiterungen als lediglich im Ausmass der mehrfach erwÃ¤hnten Bauabrechnung behauptet und nachgewiesen wÃ¼rdigen. Damit kann aus Sicht des Verwaltungsgerichts offen bleiben, wann der Generalunternehmervertrag abgeschlossen wurde bzw. welche Risiken damit von der C GmbH Ã¼berhaupt Ã¼bernommen worden sind. Ebenso kann offen bleiben, ob die Baukostenabrechnung vom 29. Juli 2005 bereits ein GU-Honorar enthÃ¤lt. </p> <p class="Erwgung2"><b>2.3 </b>Ebenfalls zutreffend hat die Vorinstanz die Frage der BerÃ¼cksichtigung eines auf den Gewinn anfallenden AHV/IV/EO-Beitrages entschieden. Mit der am 1. MÃ¤rz 2000 erfolgten Aufhebung von Art 23<sup>bis</sup> der Verordnung Ã¼ber die Alters- und Hinterlassenenversicherung vom 31. Oktober 1947 (AHVV) ist die MÃ¶glichkeit, auf bestimmten Gewinnen einen AHV-Sonderbeitrag zu erheben, entfallen. Der auf den streitbetroffenen GrundstÃ¼ckgewinn entfallende AHV-Beitrag lÃ¤sst sich damit erst nach gesamthafter Festsetzung des AHV-Beitrags des Pflichtigen bzw. des AHV-pflichtigen Einkommens des Pflichtigen ermitteln. </p> <p class="Erwgung2">Auch die vom Pflichtigen fÃ¼r diesen Fall verlangte SchÃ¤tzung muss deswegen unterbleiben, weil es an jeglichen Grundlagen fÃ¼r eine solche fehlt, wofÃ¼r wiederum der Pflichtige die Verantwortung trÃ¤gt. Er ist damit zu Recht auf den Weg der Revision verwiesen worden.</p> <p class="Erwgung1"><b>3. </b> </p> <p class="Urteilstext">Schliesslich hat die Vorinstanz dem Pflichtigen die GrÃ¼nde fÃ¼r die Kostenauflage im Einspracheverfahren unter Hinweis auf die entsprechenden gesetzlichen Grundlagen erlÃ¤utert. Mit diesen AusfÃ¼hrungen setzt sich der Pflichtige im Beschwerdeverfahren nicht auseinander, sondern wiederholt die â unzutreffende â Behauptung, seine Weigerung, die Baukostenabrechnung vorzulegen, sei zulÃ¤ssig gewesen. Der Pflichtige ist diesbezÃ¼glich nochmals auf die zutreffenden Darlegungen der Vorinstanz zu verweisen (vgl. § 161 GVG), welchen das Verwaltungsgericht beitritt.</p> <p class="Urteilstext">Dies fÃ¼hrt zur Abweisung der Beschwerde.</p> <p class="Erwgung1"><b>4. </b> </p> <p class="Urteilstext">Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind die Kosten dem Pflichtigen aufzuerlegen (§ 151 Abs. 1 in Verbindung mit § 153 Abs. 4 und § 213 Satz 2 StG) und steht ihm keine ParteientschÃ¤digung zu (§ 17 Abs. 2 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 in Verbindung mit § 152, § 153 Abs. 4 und § 213 Satz 2 StG).</p> <p class="Einzug1"><span>DemgemÃ¤ss entscheidet </span><span>die Kammer</span><span>:</span></p> <p class="Einzug2"><span>1. Die Beschwerde wird abgewiesen.</span></p> <p class="Einzug2"><span>2. Die GerichtsgebÃ¼hr wird festgesetzt auf <br/> Fr. 8'000.--; die Ã¼brigen Kosten betragen:<br/> Fr. 100.-- Zustellungskosten,<br/> Fr. 8'100.-- Total der Kosten.</span></p> <p class="Einzug2"><span>3. Die Gerichtskosten werden dem BeschwerdefÃ¼hrer auferlegt.</span></p> <p class="Einzug2"><span>4. Eine ParteientschÃ¤digung wird nicht zugesprochen.</span></p> <p class="Einzug2"><span>5. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen, von der Zustellung an gerechnet, Verwaltungsgerichtsbeschwerde beim Bundesgericht erhoben werden.</span></p> <p class="Urteilstext">6. Mitteilung an â¦</p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>