<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2006.00240</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="https://vgrzh.djiktzh.ch/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=https://vgrzh.djiktzh.ch&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=206399&amp;W10_KEY=4467134&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2006.00240</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 07.12.2006</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">3. Abteilung/3. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Raumplanungs-, Bau- und Umweltrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Ausnahmebewilligung nach Art. 24 RPG</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Mobilfunkantenne ausserhalb der Bauzone (raumplanerischen Fragen)<br/><br/>Ein Augenschein durch das Verwaltungsgericht ist nicht notwendig, weil die Akten - insbesondere eine Fotodokumentation - die Beurteilung der örtlichen Verhältnisse hinreichend ermöglichen (E. 2.1-3). Eine unzutreffende Sachverhaltsermittlung durch die Vorinstanz liegt nicht vor (E. 2.4).<br/>Rechtsgrundlagen zur Bewilligung von Bauten ausserhalb der Bauzone im Allgemeinen (E. 3.1) und von Antennenanlagen im Besonderen (E. 3.2) sowie zum Fernmeldewesen (E. 4.3.1). <br/>Die Anlagegrenzwerte werden eingehalten (E. 4.1). Funktion und örtliche Lage der geplanten Antennenanlage: Die Anlage ermöglicht das Telefonieren um das Westportal des Gubrist-Tunnels, im Tunnel selber sowie in Teilen eines angrenzenden Quartiers. An der Realisierung der Anlage besteht ein grosses Interesse, gerade auch deshalb, weil andere Standorte insbesondere aus technischen Gründen nicht in Frage kommen. Die Anlage lässt sich von mindestens zwei Netzbetreiberinnen nutzen, was zu einer erwünschten Reduktion der Antennenstandorte ausserhalb des Siedlungsgebiets führt (E. 4.2, 4.3.2-4.4.2). In ästhetischer Hinsicht ordnet sich die Anlage befriedigend ein, weil sie teilweise von der Vegetation verdeckt wird und in einer wenig attraktiven Umgebung rund um das Tunnelportal zu stehen kommt (E. 4.4.3).<br/>Abweisung der Beschwerde von Anwohnern (E. 5).</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ANTENNE">ANTENNE</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: Planungs- und Baurecht ST: AUSNAHMEBEWILLIGUNGEN">AUSNAHMEBEWILLIGUNGEN</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: EINORDNUNG">EINORDNUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: MOBILFUNKANLAGE">MOBILFUNKANLAGE</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: MOBILFUNKANTENNE">MOBILFUNKANTENNE</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: STANDORTGEBUNDENHEIT">STANDORTGEBUNDENHEIT</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade">Art. 92 Abs. II BV</span><br/><span class="gerade">Art. 16 FMG</span><br/><span class="ungerade">Art. 22 FMG</span><br/><span class="gerade">§ 238 Abs. I PBG</span><br/><span class="ungerade">Art. 24 RPG</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 3 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Sachverhalt1"><b>I. </b> </p> <p class="Sachverhalt2">Auf dem Westportal des Gubristtunnels bei Weiningen befindet sich das GrundstÃ¼ck Kat.-Nr. 01. Darauf stehen im Abstand von rund 150 m voneinander zwei Mobilfunkanlagen, eine der E AG und eine der H AG. Das GrundstÃ¼ck liegt teilweise in der Landwirtschafts-, teilweise in der Gewerbezone. Die Mobilfunkanlage der E AG steht im zur Landwirtschaftszone gehÃ¶renden Teil des GrundstÃ¼cks Kat.-Nr. 01. Sie soll abgebrochen und durch eine neue, um rund fÃ¼nf Meter in sÃ¼dwestlicher Richtung verschobene, wenige Meter von der Bauzonengrenze entfernte Anlage mit einer Antenne von 24 m HÃ¶he ersetzt werden, die von der E AG als auch von der C AG gemeinsam betrieben wÃ¼rde. Die geplante Anlage dient der Verbesserung der Netzabdeckung, insbesondere der Versorgung des AutobahnteilstÃ¼cks im Bereich vor dem Tunnelportal als auch im Tunnelinneren sowie verschiedener Ortsteile von Weiningen und Unterengstringen.</p> <p class="Urteilstext">Mit VerfÃ¼gung vom 7. September 2004 bejahte die Baudirektion des Kantons ZÃ¼rich die Standortgebundenheit der geplanten Anlage in der Landwirtschaftszone und erteilte die erforderliche Ausnahmebewilligung nach Art. 24 des Raumplanungsgesetzes vom 22. Juni 1979 (RPG) unter verschiedenen Bedingungen und Auflagen. Am 21. Februar 2005 erteilte der Gemeinderat Weiningen seinerseits die erforderliche Baubewilligung unter Auflagen und Bedingungen. Eine Vielzahl natÃ¼rlicher und juristischer Personen verlangte die Zustellung des baurechtlichen Entscheids.</p> <p class="Sachverhalt1"><b>II. </b> </p> <p class="Urteilstext">Gegen den Entscheid der Baudirektion und der Gemeinde Weiningen liessen insgesamt 47 Parteien am 30. MÃ¤rz 2005 Rekurs beim Regierungsrat erheben und verlangen, dass die erteilten Ausnahmebewilligungen zu verweigern seien. Ferner beantragten sie die DurchfÃ¼hrung eines Augenscheins. WÃ¤hrend des Rekursverfahrens zogen einige Rekurrierende ihre Rekurse zurÃ¼ck. Mit Beschluss vom 19. April 2006 verneinte der Regierungsrat die Notwendigkeit eines Augenscheins und wies die Rekurse ab, soweit sie nicht zurÃ¼ckgezogen oder gegenstandslos geworden waren.</p> <p class="Sachverhalt1"><b>III. </b> </p> <p class="Urteilstext">Dagegen liessen die verbliebenen Rekurrierenden am 29. Mai 2006 Beschwerde beim Verwaltungsgericht erheben und verlangen, der Beschluss des Regierungsrates vom 19. April 2006, die VerfÃ¼gung der Baudirektion vom 7. September 2004 und der Beschluss des Gemeinderates Weiningen vom 7. MÃ¤rz 2005 seien aufzuheben und die Ausnahmebewilligung sowie die bau- und umweltrechtlichen Bewilligungen zu verweigern. Ferner beantragten sie erneut die DurchfÃ¼hrung eines Augenscheins. FÃ¼r das Verfahren vor Verwaltungsgericht verlangten sie eine UmtriebsentschÃ¤digung, ebenso fÃ¼r das Rekursverfahren. Die Kosten der erwÃ¤hnten Verfahren seien der Beschwerdegegnerin aufzuerlegen. Die Staatskanzlei beantragte im Namen des Regierungsrates Abweisung der Beschwerde, ebenso die Baudirektion unter Hinweis auf den angefochtenen Entscheid. Die Gemeinde Weiningen verzichtete auf Vernehmlassung. Die C AG erstattete am 11. Juli 2006 eine einlÃ¤ssliche Beschwerdeantwort.</p> <p class="Urteilstext">Am 5. Juli 2006 richtete das Bundesamt fÃ¼r Umwelt (BAFU) ein Schreiben an die 1. Abteilung des Verwaltungsgerichtes, wobei es deren Vorschlag zurÃ¼ckwies, dass das Amt den Netzbetreiber-Gesellschaften eine ausdrÃ¼ckliche BestÃ¤tigung ausstellen solle, wenn sie die QualitÃ¤tsanforderungen zur Einhaltung der Grenzwerte der Verordnung Ã¼ber den Schutz vor nichtionisierender Strahlung vom 23. Dezember 1999 (NISV) bei Mobilfunkanlagen einhielten. Die Parteien konnten sich dazu Ã¤ussern.</p> <p class="Einzug1"><span>Die Kammer</span><span> zieht in ErwÃ¤gung:</span></p> <p class="Erwgung1"><b>1. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>1.1 </b>Das Verwaltungsgericht ist zur Behandlung der vorliegenden Beschwerde nach § 41 Abs. 1 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 (VRG) zustÃ¤ndig. Da auch die Ã¼brigen Sachurteilsvoraussetzungen erfÃ¼llt sind, ist auf die Beschwerde einzutreten.</p> <p class="Erwgung2"><b>1.2 </b>Die Legitimation der BeschwerdefÃ¼hrenden, die nicht im Dorfkern von Weiningen, sondern Ã¼berwiegend nordÃ¶stlich vom Standort der geplanten Mobilfunkantenne wohnen, wird von der Beschwerdegegnerin nicht bestritten. Ob der zur Einsprache berechtigende Abstand von 1'280 m bei allen BeschwerdefÃ¼hrern eingehalten ist, kann dahingestellt bleiben, da dies fÃ¼r deren Mehrzahl zutrifft.</p> <p class="Erwgung1"><b>2. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>2.1 </b>Die BeschwerdefÃ¼hrenden rechtfertigen ihren Antrag auf Vornahme eines Augenscheins damit, dass die in den Akten liegende Fotodokumentation nicht Gegenstand der Ã¶ffentlich aufgelegten Unterlagen gewesen sei. Die teils unzutreffenden Angaben zum fraglichen Standort stammten vielmehr von einem ohne Zuzug der Parteien von der Vorinstanz durchgefÃ¼hrten Augenschein. Dadurch sei der Anspruch der BeschwerdefÃ¼hrenden auf Teilnahme an einem Augenschein und auf rechtliches GehÃ¶r krass verletzt und der Sachverhalt unrichtig festgestellt worden. Die 18 GSM- und UMTS-Antennen sowie die vier zusÃ¤tzlichen Richtfunkantennen wÃ¤ren in weitem Umkreis sichtbar und wÃ¼rden zum Wahrzeichen des schÃ¼tzenswerten Ortsbildes von Weiningen werden. DemgegenÃ¼ber hÃ¤lt die Vorinstanz fest, der Augenschein habe sich als entbehrlich erwiesen, und die RÃ¼ge der GehÃ¶rsverweigerung und unrichtigen Sachverhaltsfeststellung sei unbegrÃ¼ndet. Im angefochtenen Entscheid stÃ¼tzte sie sich auf die in den Akten enthaltenen PlÃ¤ne, Berechnungen zur Versorgungslage der Mobiltelefonie und die Fotodokumentation. Die Beschwerdegegnerin 3 macht geltend, die BeschwerdefÃ¼hrenden hÃ¤tten im Rekursverfahren die RÃ¼ge der mangelnden Einordnung sehr rudimentÃ¤r begrÃ¼ndet. Ihre zentralen RÃ¼gen liessen sich bestens ohne DurchfÃ¼hrung eines Augenscheins beurteilen. Zudem hÃ¤tten sie nicht konkret begrÃ¼ndet, in Bezug auf welche Objekte das Ortsbild der Gemeinde Weiningen gestÃ¶rt werde. Zu Recht habe die Vorinstanz deshalb entschieden, dass ein Augenschein unter Zuzug der Parteien zu keinen neuen Erkenntnissen fÃ¼hren wÃ¼rde.</p> <p class="Erwgung2"><b>2.2 </b>Der Entscheid darÃ¼ber, ob ein Augenschein angeordnet wird, steht im pflichtgemÃ¤ssen Ermessen der anordnenden BehÃ¶rde. Eine dahingehende Pflicht besteht nur, wenn die tatsÃ¤chlichen VerhÃ¤ltnisse auf andere Weise Ã¼berhaupt nicht abgeklÃ¤rt werden kÃ¶nnen. Gegen die (in der Praxis) hÃ¤ufig vorkommende blosse Besichtigung der Streitsache ohne Anwesenheit eines Beteiligten ist aus der Sicht des rechtlichen GehÃ¶rs nichts einzuwenden; dieses Vorgehen verhilft dem Sachbearbeiter ohne grÃ¶ssere Umtriebe zur notwendigen Kenntnis des Streitgegenstandes. Dient die Besichtigung vor Ort dagegen der KlÃ¤rung eines streitigen Sachverhalts, haben die Verfahrensbeteiligten zur Wahrung des rechtlichen GehÃ¶rs am Augenschein teilzunehmen (Alfred KÃ¶lz/JÃ¼rg Bosshart/Martin RÃ¶hl, Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons ZÃ¼rich, 2. A., ZÃ¼rich 1999, § 7 N. 42, 51). </p> <p class="Erwgung2"><b>2.3 </b>Wie dargelegt, stÃ¼tzte sich die Vorinstanz auf in den Akten enthaltene PlÃ¤ne, Berechnungen und eine Fotodokumentation. Soweit die BeschwerdefÃ¼hrenden bemÃ¤ngeln, dass die Fotodokumentation nicht Gegenstand der Ã¶ffentlich aufgelegten Unterlagen gewesen sei, Ã¤ndert dies nichts daran, dass sie Teil der Akten im vorinstanzlichen Verfahren war. Selbst wenn die BeschwerdefÃ¼hrenden damals nicht Einblick darin erhalten hÃ¤tten, wÃ¤re dieser Mangel fÃ¼r das vorliegende Verfahren geheilt, stand doch den BeschwerdefÃ¼hrenden die MÃ¶glichkeit offen, die Akten im Rahmen der Beschwerdeerhebung einzusehen und verfÃ¼gt das Gericht insofern Ã¼ber keine eingeschrÃ¤nkte Kognition (vgl. § 52 Abs. 2 VRG). Die erwÃ¤hnte Fotodokumentation darf daher berÃ¼cksichtigt werden. Insofern erÃ¼brigt sich die Vornahme des beantragten Augenscheins.</p> <p class="Erwgung2"><b>2.4 </b>Eine Mitarbeiterin der Vorinstanz nahm eine Begehung des Standortes der geplanten Mobilfunkanlage vor; einen Augenschein "der Vorinstanz" gab es nicht. In ihrer Aktennotiz vom 28. Oktober 2005 hielt sie fest, der Zugang zum Westportal des Gubristtunnels sei zu Fuss beschwerlich. Die streitige Antenne kÃ¶nne von Westen her "quasi nur vom Auto aus gesehen werden". Ferner kÃ¶nne wegen der topographischen VerhÃ¤ltnisse nur der obere Teil der Mobilfunkantenne, der Ã¼ber den HÃ¼gel reiche, aus den anderen Himmelsrichtungen gesehen werden. Die Parteien konnten sich dazu Ã¤ussern.</p> <p class="Erwgung3"><b>2.4.1 </b>Entgegen der Ansicht der BeschwerdefÃ¼hrenden liegt keine unzutreffende Sachverhaltsermittlung vor. Die Frage, ob der Standort der geplanten Mobilfunkanlage zu Fuss leicht oder beschwerlich zu erreichen ist und ob Fusswege am Antennenstandort vorbeifÃ¼hren, ist nicht entscheidrelevant. Eine nach § 51 VRG rechtserhebliche Sachverhaltsfeststellung, die als unrichtig oder unvollstÃ¤ndig gerÃ¼gt werden kÃ¶nnte, liegt darin nicht. Soweit die BeschwerdefÃ¼hrenden beanstanden, der Standort sei nicht "quasi" nur vom Auto aus einsehbar, Ã¼bersehen sie, dass dies gemÃ¤ss Aktennotiz nur fÃ¼r die Sicht von Westen her gilt. Hierzu machen sie jedoch keine weiteren AusfÃ¼hrungen, weshalb ihr Vorbringen als blosse Bestreitung nicht weiter zu verfolgen ist. </p> <p class="Erwgung3"><b>2.4.2 </b>Die BeschwerdefÃ¼hrenden halten fÃ¼r unzutreffend, dass die Antennen aus den anderen Himmelsrichtungen nur teilweise gesehen werden kÃ¶nnten; diese seien vielmehr vollumfÃ¤nglich aus allen Himmelsrichtungen erkennbar. Richtig ist, dass die Mobilfunkanlage, ein rund 24 m hoher Mast, die verschiedenen GSM- und UMTS-Antennen in der oberen HÃ¤lfte trÃ¤gt. Soweit der Mast Ã¼ber die Ã¼ppige Vegetation am vorgesehenen Standort Ã¼berhaupt hinausreicht, dÃ¼rften die einzelnen Antennen aus den anderen Himmelsrichtungen zu erkennen sein. Gerade das geht aber aus der erwÃ¤hnten Aktennotiz hervor (vorn E. 2.4). Inwiefern sich die Vorinstanz hier auf eine unzutreffende Sachverhaltsfeststellung gestÃ¼tzt haben soll, ist nicht erkennbar.</p> <p class="Erwgung3"><b>2.4.3 </b>Soweit die BeschwerdefÃ¼hrenden mangels Augenscheins befÃ¼rchten, dass die "landschaftsschÃ¼tzerischen Aspekte" nicht ausreichend gewÃ¼rdigt werden kÃ¶nnten und die verschiedenen Antennen zum unerwÃ¼nschten Wahrzeichen des schÃ¼tzenswerten Ortsbildes der Gemeinde Weiningen wÃ¼rden, ist ihnen nicht zu folgen. Das Westportal des Gubrist­tunnels befindet sich weit ausserhalb des Dorfkerns von Weiningen. Inwiefern der Schutz der Landschaft dadurch tangiert wÃ¼rde, geht aus den Vorbringen der BeschwerdefÃ¼hrenden nicht hervor. Dasselbe gilt fÃ¼r den schÃ¼tzenswerten Ortskern (Bereich Badener-/ZÃ¼rcher­strasse/Kirche; vgl. www.weiningen.ch/Portrait). Angesichts der Ã¼ppigen Vegetation auf dem Westportal des Gubristtunnels und der Entfernung ist die geplante Mobilfunkanlage vom Dorfkern aus ohnehin hÃ¶chstens teilweise einsehbar. Dass sie anderseits den Blick auf den Ortskern geradezu als "unerwÃ¼nschtes Wahrzeichen" beeintrÃ¤chtige, kann ernsthaft nicht behauptet werden. Eines Augenscheins bedarf es dazu nicht. </p> <p class="Erwgung3">Die Fragen, welche die vorliegende Angelegenheit aufwirft, lassen sich ohne den beantragten Augenschein beantworten. Eine unrichtige oder unvollstÃ¤ndige SachverhaltsabklÃ¤rung, welche einen Augenschein erforderte, liegt zudem nicht vor. </p> <p class="Erwgung1"><b>3. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>3.1 </b>Zu beurteilen ist in erster Linie, ob dem Bauvorhaben der Beschwerdegegnerin 3 die Bewilligung zu verweigern ist, weil es ausserhalb der Bauzone nicht standortgebunden im Sinn von Art. 24 lit. a RPG ist. Nach dieser Bestimmung kÃ¶nnen abweichend von Art. 22 Abs. 2 lit. a RPG Bewilligungen erteilt werden, Bauten und Anlagen zu errichten oder ihren Zweck zu Ã¤ndern, wenn der Zweck der Bauten und Anlagen einen Standort ausserhalb der Bauzonen erfordert. DarÃ¼ber hinaus dÃ¼rfen gemÃ¤ss Art. 24 lit. b RPG einer solchen Ausnahmebewilligung keine Ã¼berwiegenden Interessen entgegenstehen. </p> <p class="Erwgung2"><b>3.2 </b>Die Standortgebundenheit ist nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung zu bejahen, wenn eine Anlage aus technischen oder betriebswirtschaftlichen GrÃ¼nden oder wegen der Bodenbeschaffenheit auf einen Standort ausserhalb der Bauzone angewiesen ist (positive Standortgebundenheit), oder wenn ein Werk aus bestimmten GrÃ¼nden in einer Bauzone ausgeschlossen ist (negative Standortgebundenheit). Dabei beurteilen sich die Voraussetzungen nach objektiven MassstÃ¤ben, und es kann weder auf die subjektiven WÃ¼nsche und Vorstellungen des Einzelnen noch auf die persÃ¶nliche ZweckmÃ¤ssigkeit oder Bequemlichkeit ankommen. Generell ist bei der Beurteilung der Voraussetzungen ein strenger Massstab anzulegen (vgl. z.B. BGE 129 II 63 E. 3.1, 124 II 252 E. 4a, 123 II 256 E. 5a). Allerdings genÃ¼gt eine relative Standortgebundenheit: Es ist nicht erforderlich, dass Ã¼berhaupt kein anderer Standort in Betracht fÃ¤llt; es mÃ¼ssen jedoch besonders wichtige und objektive GrÃ¼nde vorliegen, die den vorgesehenen Standort als erheblich vorteilhafter erscheinen lassen (Peter HÃ¤nni, Planungs-, Bau- und besonderes Umweltschutzrecht, 4. A., Bern 2002, S. 209; Walter Haller/Peter Karlen, Raumplanung-, Bau- und Umweltrecht, 3. A., ZÃ¼rich 1999, Band I, Rz. 711, je mit weiteren Hinweisen auf die Praxis).</p> <p class="Erwgung2"><b>3.3 </b>Mobilfunkantennen sind Teil eines Netzes, welches der Versorgung mit Mobiltelefonie dient; neue Antennen bezwecken in der Regel die Beseitigung einer AbdeckungslÃ¼cke des Netzes oder eine Verbesserung von dessen KapazitÃ¤t. Die Versorgung mit Mobilfunkdiensten kann in den meisten FÃ¤llen mittels Mobilfunkanlagen innerhalb des Siedlungsgebietes hergestellt werden. FÃ¼r eine vollstÃ¤ndige Abdeckung oder zur Beseitigung von KapazitÃ¤tsengpÃ¤ssen benÃ¶tigt das Netz aber auch Standorte ausserhalb der Bauzonen (Peter K. Geiger, Standortwahl fÃ¼r Mobilfunkanlagen, URP 2003, S. 141 ff.; Benjamin Wittwer, Bewilligung von Mobilfunkanlagen, Diss. ZÃ¼rich 2006, S. 101 f.). Anhand ihres Zwecks ist zu prÃ¼fen, ob eine bestimmte Antenne auf einen Standort ausserhalb der Bauzone angewiesen ist. Dies ist grundsÃ¤tzlich zu bejahen, wenn eine VersorgungslÃ¼cke aus funktechnischen GrÃ¼nden mit einem oder mehreren Standorten innerhalb der Bauzone nicht in genÃ¼gender Weise beseitigt werden kann oder es bei einem Standort innerhalb der Bauzone zu einer nicht vertretbaren StÃ¶rung der in anderen Funkzellen des Netzes verwendeten Frequenzen kommen wÃ¼rde. Der ausserhalb der Bauzonen erzielbare Abdeckungsvorteil muss derart wichtig sein, dass er den vorgesehenen Standort gegenÃ¼ber Standorten innerhalb der Bauzonen als viel vorteilhafter erscheinen lÃ¤sst (BGr, 23. Mai 2003, 1A.186+187/2002, E. 3.4, in: ZBl 2004, S. 103 ff.; Wittwer, S. 102). Die Standortgebundenheit ist auch zu bejahen, wenn sich ein Standort ausserhalb der Bauzone deshalb als erheblich gÃ¼nstiger erweist, weil damit der Versorgungszweck erwiesenermassen mit einer einzigen statt mit mehreren Anlagen erreicht werden kann (VGr BE, 18. Dezember 2001, BVR 2002, S. 263 ff. E. 3c). Die Anzahl der Antennenstandorte ausserhalb der Bauzonen ist aber mÃ¶glichst niedrig zu halten, und die Anlagen sind optimal in die Landschaft einzupassen (Wittwer, S. 103; BGr, 18. MÃ¤rz 2004, 1A.140/2003, E. 3.2, www.bger.ch).</p> <p class="Erwgung1"><b>4. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>4.1 </b>Die im Standortdatenblatt aufgefÃ¼hrten Werte fÃ¼r Sendeleistung und Sendewinkel einer Mobilfunkanlage mÃ¼ssen nicht zwingend den mÃ¶glichen Maximalwerten entsprechen. Um zu verhindern, dass eine bewilligte (begrenzte) Sendeleistung durch Fernsteuerung bis zur Maximalleistung erhÃ¶ht oder ein Sendewinkel durch mechanische oder elektrische Einwirkung vergrÃ¶ssert wird, wodurch die in der NISV enthaltenen Grenzwerte Ã¼berschritten werden kÃ¶nnten (Anhang 1 Ziff. 64+65 NISV; dazu BGr, 10. MÃ¤rz 2005, 1A.160/2004, E. 3.3, www.bger.ch), verwies das Bundesgericht im Entscheid vom 31. Mai 2006 auf ein einzurichtendes QualitÃ¤tssicherungssystem. Die Netzbetreiberinnen H AG, C AG und E AG verpflichteten sich, das Kontrollsystem bis 31. Dezember 2006 zu implementieren. Danach sollen die von ihnen durch Software gesteuerten effektiven Einstellungen ihrer Anlagen (Sendeleistung und -richtung) jeden Tag auf Ãbereinstimmung mit den bewilligten Werten kontrolliert werden. FÃ¼r die Ãbergangszeit bis zur Inbetriebnahme der Kontrollsysteme (Anfang 2007) muss die anlageverantwortliche Firma bestÃ¤tigen, dass die geplante Anlage in ihr QualitÃ¤tssicherungssystem eingebunden werde (BGr, 31. Mai 2006, 1A.116/2005, E. 5.2, ebenso BGr, 31. Mai 2006, 1A.120/2005, E. 5.2, BGr, 6. September 2006, 1A.57/2006, E. 5, BGr, 10. Oktober 2006, 1A.54/2006, E. 5; alle unter www.bger.ch). </p> <p class="Erwgung2">In der Stellungnahme vom 30. August 2006 zum Schreiben des BAFU vom 5. Juli 2006 hielten die BeschwerdefÃ¼hrenden einzig fest, die Beschwerdegegnerin 3 wÃ¤re verpflichtet, die fragliche Mobilfunkanlage in ihr QualitÃ¤tssicherungssystem einzubinden. Das hat die Beschwerdegegnerin 3 nachgewiesen. Nachdem vorliegend die Einhaltung der Anlagegrenzwerte nicht strittig ist, braucht weiter darauf nicht eingegangen zu werden.</p> <p class="Erwgung2"><b>4.2 </b>Unbestritten ist sodann, dass die geplante Mobilfunkanlage in der Landwirtschaftszone zonenwidrig ist. Da die bestehende E AG-Antenne durch die geplante, leistungsstÃ¤rkere Anlage an leicht verschobenem Standort ersetzt werden soll, wird eine neue Ausnahmebewilligung erforderlich (dazu VGr, 10. Juli 2003, VB.2003.00156, E. 3 S. 6, www.vgrzh.ch). Daraus kann entgegen den BeschwerdefÃ¼hrenden nicht geschlossen werden, dass kein BedÃ¼rfnis fÃ¼r die neue Anlage bestehe. Sollte diese nicht gebaut werden kÃ¶nnen, mÃ¼sste die E AG-Antenne bestehen bleiben und wÃ¤ren zusÃ¤tzliche Anlagen nÃ¶tig, um die beabsichtigte Abdeckung im fraglichen Gebiet zu gewÃ¤hrleisten. Dass die neue Anlage der Bestrahlung der Autobahn und der Versorgung des Autotunnels in keiner Weise diene, trifft somit nicht zu. Hingegen ist der Standort in der Landwirtschaftszone zu relativieren. Wie die Beschwerdegegnerin 3 zu Recht ausfÃ¼hrt, liegt die neue Mobilfunkantennenanlage Ã¼ber dem Technikraum des Tiefbauamtes, der fÃ¼r die technischen GerÃ¤tschaften der geplanten Antenne genutzt werden kann. Die Liegenschaft des Tiefbauamtes ist aber in das Westportal des Gubristtunnels integriert. Es liegt deshalb die besondere Situation vor, dass eine Bauzone (Gewerbezone, Liegenschaft des Tiefbauamtes) von der Landwirtschaftszone (geplanter Standort der Antennenanlage) Ã¼berlagert wird und unter beiden noch die Autobahn durch den Gubristtunnel fÃ¼hrt. Dass bei diesen VerhÃ¤ltnissen eine landwirtschaftliche Nutzung des geplanten Antennenstandortes ausser Betracht fÃ¤llt, liegt auf der Hand. Zu Recht hielt die Vorinstanz demnach fest, dass die geplante Anlage faktisch im Baugebiet liege.</p> <p class="Erwgung2"><b>4.3 </b>Die Vorinstanz gestand im angefochtenen Entscheid zu, dass Mobilfunkdienste in aller Regel nicht zur Grundversorgung im Sinne von Art. 92 Abs. 2 der Bundesverfassung vom 18. April 1999 (BV) gehÃ¶rten. Allein daraus kÃ¶nne jedoch nicht auf eine fehlende Stand­ortgebundenheit geschlossen werden. Wegen der Unterteilung des Mobilfunknetzes in Zellen und wegen der Topographie sei es unvermeidlich, Mobilfunkantennen auch ausserhalb der Bauzonen zu erstellen. Zudem entspreche es dem in der Konzession enthaltenen Auftrag, ein lÃ¼ckenfreies Mobilfunknetz mit ausreichender KapazitÃ¤t bereitzustellen. Die BeschwerdefÃ¼hrerin 3 habe aber gerade belegt, dass sie im fraglichen Bereich eine DeckungslÃ¼cke und die E AG eine KapazitÃ¤tslÃ¼cke aufweise. Es sei daher davon auszugehen, dass die Abdeckung des Tunnelinneren und des Ein-/Ausfahrtsbereichs mit Telefondiensten den Standort auf dem Tunnelportal erfordere. Auf diese zutreffenden AusfÃ¼hrungen ist vorab zu verweisen (§ 70 in Verbindung mit § 28 Abs. 1 Satz 2 VRG).</p> <p class="Erwgung3">Die BeschwerdefÃ¼hrenden bestreiten, dass die Versorgung mit Mobilfunk zur Grundversorgung im Sinne von Art. 92 Abs. 2 BV zÃ¤hle. Der rein kommerzielle Wunsch der Beschwerdegegnerin 3, dass ihre Kunden und diejenigen der E AG im Gubristtunnel mit ihren "Handys" telefonieren kÃ¶nnten, sei nicht zu beachten, insbesondere unter BerÃ¼cksichtigung der Verkehrssicherheit nicht. Liege ein Bedarf an der Bestrahlung des fraglichen Strassentunnelportals nicht vor, lasse sich daraus keine Standortgebundenheit ableiten. Ausserdem werde die behauptete VersorgungslÃ¼cke im Mobilfunknetz nicht nachgewiesen. Dem hÃ¤lt die Beschwerdegegnerin 3 entgegen, dass die Mobil­funkanbieterinnen in ihren Konzessionen verpflichtet worden seien, eine bestimmte FlÃ¤che in der Schweiz innert gewisser Fristen mit ihren Dienstleistungen zu versorgen. Es sei daher unvermeidlich, Mobilfunkantennen auch ausserhalb der Bauzonen zu realisieren. Zudem verlange das Bundesgericht bei der Beurteilung der Standortgebundenheit nicht, dass die Telekommunikationsanlage ausserhalb der Bauzonen nur Fernmeldedienste im Rahmen der Grundversorgung gemÃ¤ss Art. 92 BV zu erbringen habe. </p> <p class="Erwgung3"><b>4.3.1 </b>Nach Art. 92 Abs. 2 BV sorgt der Bund fÃ¼r eine ausreichende und preiswerte Grundversorgung mit Post- und Fernmeldediensten in allen Landesgegenden. Den Umfang der Grundversorgung im Fernmeldebereich bestimmt Art. 16 des Fernmeldegesetzes vom 30. April 1997 (FMG; Herbert Burkert in: Bernhard Ehrenzeller/Philippe Mastronardi/ Rainer J. Schweizer/Klaus A. Vallender (Hrsg.), Die schweizerische Bundesverfassung, ZÃ¼rich etc. 2002, Art. 92 Rz. 8). Art. 16 FMG betrifft die KonzessionÃ¤rin der Grundversorgung, welche im Wesentlichen den Ã¶ffentlichen Telefondienst, den Zugang zu Notrufdiensten sowie eine ausreichende Versorgung mit Ã¶ffentlichen Sprechzellen zu gewÃ¤hrleisten hat. Es liegt auf der Hand, dass diese Art Konzession nicht mit derjenigen der Beschwerdegegnerin 3 verglichen werden kann, die sie nach Art. 22 ff. FMG erhalten hat. Danach sieht das Bundesrecht auf der Gesetzes- und Verordnungsstufe die Einrichtung von Mobilfunknetzen mit einer weit gehenden Abdeckung der BevÃ¶lkerungszentren vor. Dem steht Art. 92 Abs. 2 BV nicht entgegen. Im Entscheid des Bundesgerichtes vom 23. Mai 2003, wo die Erstellung einer Mobilfunkantenne ebenfalls ausserhalb der Bauzone in Frage stand, um die Mobiltelefonie auf einer Skipiste zu ermÃ¶glichen, schloss das Bundesgericht die Erstellung der geplanten Anlage nicht etwa mit Hinweis auf Art. 92 Abs. 2 BV generell aus. Vielmehr hielt es fest, es sei im Rahmen einer InteressenabwÃ¤gung bezÃ¼glich der Standortgebundenheit zu prÃ¼fen, ob Ã¼berhaupt ein BedÃ¼rfnis fÃ¼r die Versorgung des Skigebiets mit Mobiltelefonie bestehe und wenn ja, in welcher QualitÃ¤t (BGr, 23. Mai 2003, 1A.186+187/2002, E. 3.4, in: ZBl 2004, S. 103 ff.).</p> <p class="Erwgung3"><b>4.3.2 </b>Es trifft nicht zu, dass die geplante Mobilfunkanlage einzig das Telefonieren im Gubristtunnel ermÃ¶glichen soll. Entgegen der Ansicht der BeschwerdefÃ¼hrenden hat die Beschwerdegegnerin 3 nachgewiesen, dass mit der geplanten Anlage nicht nur die Autobahn vor (Westportal) und im Gubristtunnel, sondern auch ein Gebiet ausserhalb des Dorfkerns von Weiningen, insbesondere grosse Teile des Quartiers der BeschwerdefÃ¼hrenden und daran anschliessende Teile von Unterengstringen, abgedeckt werden sollen. Daran besteht zweifellos ein erheblich grÃ¶sseres Interesse als an der MÃ¶glichkeit, das Mobiltelefon auf einer Skipiste zu benutzen. Ebenso hat sie den Nachweis erbracht, dass andere Standorte â insbesondere auch auf dem GelÃ¤nde der Firma G â die beabsichtigte Versorgung des in Frage stehenden Gebietes nicht gewÃ¤hrleisten kÃ¶nnten, weshalb auch eine Beteiligung an bestehenden anderen E AG-Antennen (soweit Ã¼berhaupt mÃ¶glich) nicht in Frage kommt. Dass die Antennenanlage der H AG in der NÃ¤he der geplanten Anlage innerhalb der Bauzone die Bestrahlung der Autobahn ermÃ¶glicht, ist insofern von untergeordneter Bedeutung, als jene Antenne nicht geeignet ist, das fragliche Gebiet abzudecken. Ausserdem hat die Beschwerdegegnerin 3 schon im Rekurs geltend gemacht, dass die Platzierung von weiteren Antennen an jenem Standort zur Ãberschreitung der Grenzwerte der NISV fÃ¼hren wÃ¼rde, wozu sich die BeschwerdefÃ¼hrenden nicht Ã¤ussern. Wenn sie die von der Beschwerdegegnerin 3 erbrachten Nachweise fÃ¼r ungenÃ¼gend halten, hÃ¤tten sie aber darzutun, weshalb; die blosse Bestreitung, der entsprechende Nachweis sei nicht erbracht worden oder es handle sich nur um Behauptungen der Beschwerdegegnerin 3, genÃ¼gt nicht (vgl. dazu KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 60 N. 1). Dabei hat die Beschwerdegegnerin 3 nicht nachzuweisen, dass die in Frage stehenden Gemeindeteile und der Gubristtunnel ausschliesslich vom betroffenen Standort aus versorgt werden kÃ¶nnten. Entsprechend erÃ¼brigt sich eine gerichtliche Expertise dazu. </p> <p class="Erwgung3"><b>4.3.3 </b>Fehl geht weiter das Vorbringen der BeschwerdefÃ¼hrenden, aus GrÃ¼nden der Verkehrssicherheit sei zu vermeiden, dass Autofahrern im Gubristtunnel die Mobiltelefonie zur VerfÃ¼gung stehe. Einerseits ist es nicht Aufgabe der Netzbetreiber, fÃ¼r die Sicherheit der Autofahrer zu sorgen. Anderseits ist die Benutzung des mobilen Telefons wÃ¤hrend der Autofahrt nur <i>ohne</i> Freisprecheinrichtung verboten, was die BeschwerdefÃ¼hrenden unterschlagen (Ordnungsbussenverordnung vom 4. MÃ¤rz 1996, Ziff. 311). Weiter ist darauf nicht einzugehen.</p> <p class="Erwgung3"><b>4.3.4 </b>Unzutreffend ist schliesslich, dass rein kommerzielle GrÃ¼nde fÃ¼r die Beschwerdegegnerin 3 massgebend seien. Wohl mag es fÃ¼r die Beschwerdegegnerin 3 gÃ¼nstiger sein, mit nur einer Anlage statt mehreren neuen zu operieren. Indessen ist es gerade erwÃ¼nscht, dass Netzbetreiber gemeinsam eine einzige Anlage benutzen (vorn E. 3.3), um die Antennenstandorte ausserhalb und innerhalb der Bauzonen mÃ¶glichst tief zu halten. In diesem Zusammenhang ist ferner darauf hinzuweisen, dass sich die kÃ¼nftigen Betreiberinnen der geplanten Anlage verpflichtet haben, der H AG die MitbenÃ¼tzung des Antennenmastes zu gewÃ¤hren, falls diese ihre heutige Anlage auf dem Gewerbehaus an der ZÃ¼richstrasse auf Grund des Baus der dritten GubristrÃ¶hre aufgeben mÃ¼sste. Auch wenn LetzterwÃ¤hntes allein die Standortgebundenheit nicht zu begrÃ¼nden vermag, liegt darin doch ein erheblicher Vorteil gegenÃ¼ber anderen mÃ¶glichen Standorten.</p> <p class="Erwgung2"><b>4.4 </b>Die Vorinstanz hielt dafÃ¼r, es sei sinnvoll, Autobahnareale, die im Siedlungsgebiet liegen, fÃ¼r die Erstellung von Mobilfunkanlagen baulich zu nutzen. Dem geplanten Standort stÃ¼nden keine Ã¼berwiegenden Ã¶ffentlichen Interessen der Raumplanung entgegen. Dagegen verhinderten im Allgemeinen die Vorschriften der NISV eine Konzentration von Mobilfunkantennen inmitten des Siedlungsgebietes. Schliesslich kÃ¶nnten in Anbetracht der technisch vorbelasteten Umgebung durch Autobahn und Tunnelportal an die Einordnung der streitigen Mobilfunkantenne keine qualifizierten Anforderungen gestellt werden. Zudem werde die Anlage durch die vorhandene Vegetation teilweise verdeckt. Auch eine allfÃ¤llige spÃ¤tere Ãberdeckung der Autobahn stehe dem geplanten Standort nicht entgegen, weil hierÃ¼ber unabhÃ¤ngig vom Bestand der umstrittenen Antenne befunden werde. Auf diese zutreffenden AusfÃ¼hrungen ist ebenfalls zu verweisen (§ 70 in Verbindung mit § 28 Abs. 1 Satz 2 VRG).</p> <p class="Erwgung3">DemgegenÃ¼ber halten die BeschwerdefÃ¼hrenden fest, Mobilfunkanlagen dienten den Siedlungen und seien daher in den Bauzonen zu verwirklichen. Wenn die AutobahnÃ¼berdeckung gebaut werde, sei der gewÃ¤hlte Standort fÃ¼r eine Bedienung der Autobahn nutzlos. Zudem wolle das Bundesgericht die Erstellung von Mobilfunkanlagen auf Autobahnarealen nicht fÃ¶rdern. Schliesslich fehle ein Nachweis, dass die Antenne nur gerade Ã¼ber einem Technikraum erstellt werden kÃ¶nne, der Bestandteil von Nationalstrassenbauten bilde, jedoch nicht in Zusammenhang mit Mobilfunkantennen bewilligt und errichtet worden sei. Auch die technische Vorbelastung des Ortsbildes wird bestritten. Dem hÃ¤lt die Beschwerdegegnerin 3 entgegen, der Bau der dritten TunnelrÃ¶hre beim Gubrist sei nur insofern relevant, als selbst die Entfernung der bestehenden Mobilfunkantenne der H AG nicht zu einer neuen Anlage fÃ¼hren wÃ¼rde, da sie die geplante Anlage mitbenÃ¼tzen kÃ¶nnte. Zudem spreche es gerade fÃ¼r die Standortgebundenheit, wenn die Beschwerdegegnerin 3 und die E AG auf einer weitgehend bestehenden technischen In­frastruktur aufbauen kÃ¶nnten. Ferner handle es sich um einen mit technischen Infrastrukturbauten vorbelasteten Standort.</p> <p class="Erwgung3"><b>4.4.1 </b>Das Bundesgericht hielt im Entscheid vom 18. MÃ¤rz 2004 (BGr, 18. MÃ¤rz 2004, 1A.140/2003, E. 3.2, www.bger.ch), der ein in der Bauzone liegendes Bahnareal betraf, fest, innerhalb des Siedlungsgebietes sei eine Konzentration von Mobilfunkantennen auf wenige Standorte unerwÃ¼nscht, weil sie zu einer ErhÃ¶hung der Strahlenbelastung in der Umgebung fÃ¼hre und weil in vielen FÃ¤llen die Anlagegrenzwerte gemÃ¤ss NISV nicht eingehalten wÃ¼rden. Daraus lÃ¤sst sich ableiten, dass die Konzentration von Antennen ausserhalb des Siedlungsgebietes erwÃ¼nscht ist. Das Bundesgericht hat denn auch fÃ¼r Anlagen ausserhalb der Bauzonen die GrundsÃ¤tze der Reduktion auf das Notwendige und der Optimierung der Standorte abgeleitet (BGr, 24. Oktober 2001, 1A.62/2001, E. 6c = BGE 128 I 59 [E. 6c nicht publiziert]; BGr, 24. September 2002, 1A.264/2000, E. 9.3 = BGE 128 II 378 [E. 9.3 nicht publiziert]; Wittwer, S. 103 f.). Danach ist die Anzahl der Antennenstandorte mÃ¶glichst niedrig zu halten und die Anlagen sind optimal in die Landschaft einzupassen. Entgegen der Ansicht der BeschwerdefÃ¼hrenden sind Mobilfunkantennen daher nicht ausschliesslich in Bauzonen zu verwirklichen (dazu auch vorn E. 3.3). Im Ãbrigen ist die Frage, wie sich die VerhÃ¤ltnisse bei einer allfÃ¤lligen Ãberdeckung der Autobahn vor dem Westportal des Gubristtunnels zeigen, von untergeordneter Bedeutung. Einerseits besteht noch keine Klarheit darÃ¼ber, ob und wie die beantragte Ãberdeckung ausgefÃ¼hrt wird. Anderseits ermÃ¶glicht die geplante Anlage am Standort Ã¼ber dem Gubristtunnel die Abdeckung des Tunnelinneren. Dass dies nach AusfÃ¼hrung einer Ãberdeckung der Autobahn nicht mehr mÃ¶glich wÃ¤re, machen die BeschwerdefÃ¼hrenden nicht substantiiert geltend. Die geplante Anlage erwiese sich daher selbst bei Ãberdeckung der Autobahn nicht als nutzlos. </p> <p class="Erwgung3"><b>4.4.2 </b>Vorliegend ist der ausserhalb der Bauzone liegende Abdeckungsvorteil durch die geplante Mobilfunkanlage so wichtig, dass er den vorgesehenen Standort gegenÃ¼ber anderen Standorten innerhalb der Bauzonen als viel vorteilhafter erscheinen lÃ¤sst. Hierbei ist zu berÃ¼cksichtigen, dass dazu keine weiteren Anlagen gebaut werden mÃ¼ssen und dass die geplante Anlage von mindestens zwei, spÃ¤ter allenfalls sogar drei, Netzbetreiberinnen genutzt wird (vorn E. 4.2, 4.3.3+5). Entgegen der Ansicht der BeschwerdefÃ¼hrenden ist im Rahmen der umfassenden InteressenabwÃ¤gung (dazu BGr, 18. MÃ¤rz 2003, 1A.140/2003, E. 3.1, www.bger.ch) als Vorteil zu berÃ¼cksichtigen, dass durch die Nutzung des bestehenden Technikraums die notwendige technische Infrastruktur ohne zusÃ¤tzliche Bauten in der Landwirtschaftszone untergebracht werden kann. Des Nachweises, dass die geplante Anlage nur Ã¼ber diesem Technikraum erstellt werden kÃ¶nnte, bedarf es dagegen nicht.</p> <p class="Erwgung3"><b>4.4.3 </b>Zu Recht hielt die Vorinstanz fest, dass sich die geplante Anlage in Ã¤sthetischer Hinsicht nicht mangelhaft in die Landschaft einpasst. Einerseits wird die Anlage entgegen der Ansicht der BeschwerdefÃ¼hrenden zu grossen Teilen durch die vorhandene Vegetation verdeckt (vorn E. 2.4.2). Anderseits steht die nach Ansicht der BeschwerdefÃ¼hrenden "hÃ¤ssliche AufschÃ¼ttung Ã¼ber dem Gubristportal" bzw. die "hÃ¤ssliche GelÃ¤ndeverformung" beim Gubristportal nicht in Zusammenhang mit der geplanten Anlage, sondern mit der Tunnelanlage. Die Betrachtungsweise der BeschwerdefÃ¼hrenden spricht aber selber dafÃ¼r, dass hier tatsÃ¤chlich ein vorbelastetes Gebiet mit wenig schÃ¼tzenswertem Charakter vorliegt. Es genÃ¼gt daher eine befriedigende Gesamtwirkung nach § 238 Abs. 1 des Planungs- und Baugesetzes vom 7. September 1975 (PBG), etwa im Unterschied zu einer Anlage in einem Ortsbild von Ã¼berkommunaler Bedeutung, die nach der strengeren Einordnungsvorschrift von § 238 Abs. 2 PBG zu beurteilen ist (dazu VGr, 21. September 2005, VB.2004.00549 E. 3, 15. Juni 2005, VB.2005.00094, E. 2+3; beide unter www.vgrzh.ch). Angesichts der nach Ansicht der BeschwerdefÃ¼hrenden bereits verschandelten Umgebung des Tunnel-Westportals, der Distanz zum Ortskern von Weiningen und dem betroffenen Gebiet von Unterengstringen ist nicht erkennbar, inwiefern sich ein Ã¼ber die Vegetation hinausragender Antennenmast unbefriedigend in diese Umgebung einordnen sollte. Von einer Einordnung ins "Ortsbild" kann dagegen angesichts der konkreten VerhÃ¤ltnisse nicht gesprochen werden (vorn E. 2.4.3). Der vorgesehene Standort erweist sich daher in jeder Hinsicht als fast ideal, wie die Baudirektion im Rekursverfahren festhielt, ermÃ¶glicht er doch die Abdeckung des fraglichen Gebiets mit nur einer Anlage sowie die Nutzung des Anlagestandortes fÃ¼r mehrere Netzbetreiberinnen, fÃ¼hrt zu einer allseits befriedigenden Einordnung der geplanten Anlage und befindet sich in angemessener Distanz zu den nÃ¤chst gelegenen Siedlungen.</p> <p class="Erwgung1"><b>5. </b> </p> <p class="Urteilstext">Die Beschwerde ist entsprechend abzuweisen.</p> <p class="Urteilstext">Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind die Kosten den BeschwerdefÃ¼hrenden anteilsmÃ¤ssig und unter solidarischer Haftung fÃ¼reinander aufzuerlegen (§ 70 in Verbindung mit § 13 Abs. 2 VRG). Eine EntschÃ¤digung ist ihnen nicht zuzusprechen, hingegen der Beschwerdegegnerin 3 entsprechend ihrem Antrag (§ 17 Abs. 2 VRG). Eine Abweichung der von der Vorinstanz getroffenen Kosten- und EntschÃ¤digungsfolgen rechtfertigt sich beim Ausgang des vorliegenden Verfahrens dagegen nicht. </p> <p class="Einzug1"><span>DemgemÃ¤ss entscheidet </span><span>die Kammer</span><span>:</span></p> <p class="Einzug2"><span>1. Die Beschwerde wird abgewiesen.</span></p> <p class="Einzug2"><span>2. Die GerichtsgebÃ¼hr wird festgesetzt auf <br/> Fr. 5'000.--; die Ã¼brigen Kosten betragen:<br/> Fr. 200.-- Zustellungskosten,<br/> Fr. 5'200.-- Total der Kosten.</span></p> <p class="Einzug2"><span>3. Die Gerichtskosten werden den BeschwerdefÃ¼hrenden 1 bis 34 zu je 1/34 und unter solidarischer Haftung auferlegt.</span></p> <p class="Einzug2"><span>4. Die BeschwerdefÃ¼hrenden 1 bis 34 werden anteilsmÃ¤ssig und unter solidarischer Haftung verpflichtet, der privaten Beschwerdegegnerin eine ParteientschÃ¤digung von insgesamt Fr. 2'500.- (Mehrwertsteuer inbegriffen) zu entrichten, zahlbar innert 30 Tagen ab Rechtskraft dieses Entscheids.</span></p> <p class="Einzug2"><span>5. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen, von der Zustellung an gerechnet, Verwaltungsgerichtsbeschwerde beim Bundesgericht erhoben werden.</span></p> <p class="Urteilstext">6. Mitteilung an â¦</p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>