A bteilung V E -6846/2006 gyk/bec {T 0/2} U rteil vom 30. Juli 2007 M itw irkung: R ichter G ysi, Tellenbach, H uber G erichtsschreiber Berger X._______, geboren _______, D em okratische R epublik Kongo, w ohnhaft _______, Beschw erdeführerin gegen B undesam t für M igration (B FM ), Q uellenw eg 6, 3003 Bern, Vorinstanz betreffend Verfügung vom 30. Juni 2003 i.S. A syl und W egw eisung / N _______ B u n d e s v e rw a ltu n g s g e ric h t T rib u n a l a d m in is tra tif fé d é ra l T rib u n a le a m m in is tra tiv o fe d e ra le T rib u n a l a d m in is tra tiv fe d e ra l2 D as B undesverw altungsgericht stellt fest: A. D ie Beschw erdeführerin verliess die D em okratische R epublik Kongo eigenen An- gaben zufolge am 2. M ai 2003 in R ichtung Kongo-Brazzaville, reiste 20 Tage später auf dem Luftw eg über Paris nach Italien und erreichte am 26. M ai 2003 die Schw eiz, w o sie gleichentags im Em pfangs- und Verfahrenszentrum (vorm als Transitzentrum ) des BFM (vorm als BFF) in Vallorbe ein Asylgesuch stellte. Am 5. Juni 2003 w urde sie im Transitzentrum Altstätten zu den G ründen für ihr Asylgesuch und zum R eisew eg befragt, w orauf das Am t am 24. Juni 2003 eine direkte Bundesanhörung durchführte. Zur Begründung ihres Asylgesuchs m achte die Beschw erdeführerin im W esentlichen Folgendes geltend: N achdem sie einige Zeit ihre aidskranke H albschw ester gepflegt habe, sei ihnen em pfohlen w orden, eine Kirche in B._______ aufzusuchen, in der schon vielfach Krankheiten geheilt w orden und W under geschehen seien. U nm ittelbar bei ihrer Ankunft in B._______ am 10. D ezem ber 2002 hätten sie zufälligerw eise eine Bekannte der Beschw erdeführerin getroffen, die M itglied und Verantw ortliche für die w eiblichen Angehörigen der Kirche gew esen sei. Auch der Ehem ann dieser Bekannten habe eine leitende Stellung in der Kirche innegehabt. D ie Beschw erdeführerin und ihre Schw ester seien von diesen aufgenom m en und dem Pastor der Kirche vorgestellt w orden. N ach zehntägiger Teilnahm e an G ebeten und Kultzerem onien habe der Pastor versichert, ihre kranke Schw ester sei geheilt, und sie kehrten zusam m en nach C ._______ zurück. W ie zuvor vereinbart w orden sei, habe die Bekannte aus B._______ die Beschw erdeführerin einige Tage später in C ._______ besucht, um bei ihr Kleider schneidern zu lassen. Am 1. Januar 2003 sei über das R adio die M eldung verbreitet w orden, dass der Pastor der Kirche in B._______ und zahlreiche M itglieder der Kirche, darunter auch der Ehem ann der Bekannten der Beschw erdeführerin, festgenom m en w orden seien. D ie Festnahm en seien verm utlich darin begründet gew esen, dass die Kirche als Sekte eingestuft w orden sei, und die Verantw ortlichen der Kirche Kontakt zu den R ebellen von D ._______ gepflegt hätten, w ie die Beschw erdeführerin vom H örensagen erfahren habe. U nter diesen U m ständen habe ihre Bekannte nicht nach B._______ zurückkehren können und fortan bei ihr gew ohnt. Am 30. April 2003 sei der Beschw erdeführerin auf dem H eim w eg von einer N achbarin berichtet w orden, dass ihre Schw ester und ihre Bekannte von der Polizei (bzw . von Soldaten) festgenom m en w orden seien, w obei diese auch Fotos der Beschw erdeführerin und ihrer Schw ester und ihre Adresse auf sich getragen hätten. Aus Angst, selbst auch festgenom m en zu w erden, habe sich die Beschw erdeführerin um gehend zu einer Freundin begeben. D eren Ehem ann, ein Polizist, habe sich auf W unsch der Beschw erdeführerin am nächsten Tag an ihrem W ohnort nach der Situation erkundigt, w eitere Inform ationen eingeholt und erfahren, dass die Beschw erdeführerin auch G efahr laufe, verhaftet zu w erden, w eil sie von der zuständigen Sicherheitsbehörde fälschlicherw eise als Verw andte der Bekannten aus B._______ gehalten w orden sei. D er Ehem ann ihrer Freundin habe die Ausreise nach Brazzaville und in der Folge die Flugreise nach Europa m it H ilfe eines frem den Passes organisiert. Für die Aussagen der Beschw erdeführerin anlässlich der Anhörungen im Einzel- nen ist auf die Akten zu verw eisen.3 B. M it Verfügung vom 30. Juni 2003 lehnte das Bundesam t das Asylgesuch der Beschw erdeführerin ab und ordnete gleichzeitig ihre W egw eisung aus der Schw eiz sow ie deren Vollzug an. Zur Begründung führte es im W esentlichen aus, die Asylvorbringen der Beschw erdeführerin hielten den Anforderungen an die G laubhaftigkeit im Sinne von Art. 7 des Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 (AsylG , SR 142.31) nicht stand; ausserdem sei der Vollzug der W egw eisung m öglich, zulässig und zum utbar. Auf Einzelheiten in der Entscheidbegründung w ird - sow eit erforderlich - in den Erw ägungen näher eingegangen. C . D iese Verfügung focht die Beschw erdeführerin m it Eingabe vom 28. Juli 2003 bei der dam als zuständigen Schw eizerischen Asylrekurskom m ission (AR K) an. Sie beantragte die Aufhebung der angefochtenen Verfügung und in Zuerkennung der Flüchtlingseigenschaft die G ew ährung von Asyl in der Schw eiz, eventualiter die Anordnung der vorläufigen Aufnahm e w egen U nzulässigkeit, U nzum utbarkeit und U nm öglichkeit der R ückkehr in ihr H eim atland. In verfahrensrechtlicher H insicht er- suchte sie um die G ew ährung der unentgeltlichen R echtspflege. Zur Stützung ihrer Asylvorbringen und ihrer Ausführungen in der R echtsm itteleingabe reichte die Beschw erdeführerin vier Presseerzeugnisse zu den Akten. D . M it Zw ischenverfügung der AR K vom 22. August 2003 w urde unter Vorbehalt der N achreichung einer Fürsorgebestätigung innert Frist und im H inblick auf das dann- zum al geltend gem achte Ehevorbereitungsverfahren auf die Erhebung eines Kos- tenvorschusses im Sinne von Art. 63 Abs. 4 letzter Satz des Verw altungsverfah- rensgesetzes vom 20. D ezem ber 1968 (Vw VG , SR 172.021) verzichtet und der Beschw erdeführerin G elegenheit zur Einreichung von Bew eism itteln im Zusam - m enhang des in der Schw eiz eingeleiteten Ehevorbereitungsverfahrens gegeben. E. M it Eingabe vom 2. Septem ber 2003 (Poststem pel) reichte die Beschw erdeführerin die angeforderte Fürsorgebestätigung zu den Akten. Im Zusam m enhang m it dem Ehevorbereitungsverfahren teilte sie m it, es seien noch D okum ente abzuw arten. F. M it Zw ischenverfügung vom 2. Juni 2004 gew ährte die AR K der Beschw erdeführe- rin zu folgendem Sachverhalt das rechtliche G ehör: Einem R apport der schw eizerischen G renzw acht vom 11. M ai 2004 sei zu entnehm en, dass die Beschw erdeführerin gleichentags von Frankreich in die Schw eiz eingereist sei. Sie habe sich gegenüber den Behörden m it einem R eisepass der D em okratischen R epublik Kongo (N r. _______) sow ie einem spanischen Aufenthaltstitel (Perm iso de R esidencia, N r. _______), beide lautend auf E._______, geboren _______, D em okratische R epublik Kongo, ausgew iesen. Zudem seien in ihrem G epäck eine von einer spanischen Bank ausgegebene Visa-C ard (N r. _______) sow ie eine R ückkehrbew illigung für Spanien (Autorizacion de R egreso), beide lautend auf F._______ geboren _______, Angola, m it D om izil in Spanien, gefunden w orden. D ie Beschw erdeführerin hätte gegenüber der G renzw acht angegeben, dass die 4 letztere Identität ihre tatsächliche sei. Ein durchgeführter Fingerabdruckvergleich habe ergeben, dass diese Angaben zu ihrer w ahren Identität nicht m it den Angaben im Asylverfahren übereinstim m en w ürden. G . M it Eingabe vom 9. Juni 2004 nim m t die Beschw erdeführerin w ie folgt Stellung: Sie habe eine Person, die nach Spanien reiste, bis an die schw eizerisch-französi- sche G renze begleiten w ollen und sei irrtüm lich auf französischen Boden gelangt. D ie Person, die sie begleitet habe, habe ihr eine Tasche m it dem von der G renz- schutzbehörde aufgefundenen Inhalt überlassen, um sie einer Fam ilie in der Schw eiz zu überbringen. D ie im vorliegenden Asylverfahren angegebene Identität sei ihre w ahre Identität. D as B undesverw altungsgericht zieht in Erw ägung: 1. 1.1 D as Bundesverw altungsgericht beurteilt gem äss Art. 31 des Verw altungsgerichts- gesetzes vom 17. Juni 2005 (VG G , SR 173.32) Beschw erden gegen Verfügungen nach Art. 5 Vw VG , sofern keine Ausnahm e nach Art. 32 VG G vorliegt. Als Vorins- tanzen gelten die in Art. 33 und 34 VG G genannten Behörden. Zu den anfechtba- ren Entscheiden gehören auch Verfügungen des BFM gestützt auf das Asylgesetz; das Bundesverw altungsgericht entscheidet in diesem Bereich endgültig (Art. 105 Abs. 1 AsylG ; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BG G , SR 173.110]). 1.2 D as Bundesverw altungsgericht übernim m t, sofern es zuständig ist, die Beurteilung der R echtsm ittel, die am 31. D ezem ber 2006 bei der AR K hängig w aren Es w endet dabei neues Verfahrensrecht an (vgl. Art. 53 Abs. 2 VG G ). Auf die am 1. Januar 2007 bereits hängigen Asylverfahren sind zudem die in diesem Zeitpunkt in Kraft getretenen Bestim m ungen der Asylgesetzänderung vom 16. D ezem ber 2005 (vgl. im Einzelnen AS 2006 4767) anw endbar (Abs. 1 der Ü bergangsbestim m ungen zur Änderung vom 16. D ezem ber 2005). 1.3 M it Beschw erde kann die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige oder unvoll- ständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts und die U nangem essen- heit gerügt w erden (Art. 106 Abs. 1 AsylG ). 2. D ie Beschw erde ist form - und fristgerecht eingereicht; die Beschw erdeführerin ist legitim iert (Art. 48 und 50 ff. Vw VG i.V.m . Art. 6 AsylG ). Auf die Beschw erde ist einzutreten. 3. 3.1 D ie Schw eiz gew ährt Flüchtlingen auf G esuch hin Asyl (Art. 2 Abs. 1 AsylG ). Flüchtlinge sind Personen, die in ihrem H eim atstaat oder im Land, in dem sie zu- letzt w ohnten, w egen ihrer R asse, R eligion, N ationalität, Zugehörigkeit zu einer bestim m ten sozialen G ruppe oder w egen ihrer politischen Anschauungen ernsthaf-5 ten N achteilen ausgesetzt sind oder begründete Furcht haben, solchen N achteilen ausgesetzt zu w erden. Als ernsthafte N achteile gelten nam entlich die G efährdung des Leibes, des Lebens oder der Freiheit sow ie M assnahm en, die einen unerträgli- chen psychischen D ruck bew irken. D en frauenspezifischen Fluchtgründen ist R echnung zu tragen (Art. 3 AsylG ). 3.2 D ie D arstellungen, m it w elchen eine asylsuchende Person ihr G esuch begründet, m üssen zum indest glaubhaft sein. G laubhaft sind sie dann, w enn sie von der urtei- lenden Behörde als m it überw iegender W ahrscheinlichkeit für zutreffend erachtet w erden. U nglaubhaft sind insbesondere Vorbringen, die in w esentlichen Punkten zu w enig begründet oder in sich w idersprüchlich sind, den Tatsachen nicht ent- sprechen oder m assgeblich auf gefälschte oder verfälschte Bew eism ittel abge- stützt w erden (Art. 7 AsylG ). 4. 4.1 D ie Vorinstanz hat zu R echt und und m it zutreffender Begründung festgestellt, dass die Vorbringen der Beschw erdeführerin den Anforderungen nicht genügen w ürden, um die Voraussetzungen an die Flüchtlingseigenschaft glaubhaft zu m a- chen. Sie hat in der angefochtenen Verfügung die G ründe, die zu diesem Schluss geführt haben, überzeugend dargelegt. So w ird richtigerw eise ausgeführt, dass die Beschw erdeführerin nicht nachvollziehbar erklären konnte, w eshalb die Sicher- heitsbehörden davon ausgehen sollten, sie sei eine Verw andte ihrer Bekannten aus B._______, und es erstaunlich w äre, dass die Behörden überhaupt ein Interesse an der Beschw erdeführerin hätten, zum al sie auch nicht M itglied der Kirche w ar. Auch hat die Vorinstanz die Angaben der Beschw erdeführerin zu ihrem geltend gem achten zehntägigen Aufenthalt in B._______ zu R echt als stereotyp und äusserst vage erkannt; die Erw ägung der Vorinstanz, die diesbezüglichen Beschreibungen der Beschw erdeführerin w ürden nicht den Eindruck erw ecken, dass der Sachverhalt tatsächlich von ihr erlebt w orden sei, ist nicht zu beanstanden. Im W eiteren hat das BFM zu R echt festgestellt, dass die Beschw erdeführerin anlässlich ihrer ersten Anhörung entgegen der zw eiten Befragung nicht erw ähnt hatte, dass der Ehem ann ihrer Freundin Polizist gew esen sein soll und behördeninterne Inform ationen eingeholt habe und an dieser ersten Anhörung vielm ehr erklärt hat, sie w isse nicht, w arum sie überhaupt gesucht w erde. Zur Verm eidung von W iederholungen ist im Ü brigen vollum fänglich auf die w eiteren zutreffenden Erw ägungen der Vorinstanz zu verw eisen. 4.2 D ie Ausführungen in der Beschw erdeschrift sind nicht geeignet, die zutreffende Einschätzung der Vorinstanz zu entkräften. In der R echtsm itteleingabe w erden den überzeugenden Ausführungen der Vorinstanz keine substanzielle Argum ente entgegengehalten, die zu einem anderen Ergebnis führen könnten. Vorab gilt es festzustellen, dass die Vorinstanz - w as die Beschw erdeführerin zu verkennen scheint - die Ereignisse vom Jahresw echsel 2002/2003 in B._______ bezüglich der Verhaftung des Pastors und w eiterer Kirchenangehöriger nicht in Zw eifel zieht oder gar verneint. Vielm ehr geht es vorliegend um die Prüfung, ob die Beschw er- deführerin glaubhaft m achen kann, dass sie die Ereignisse persönlich erlebt hat und sie im Zusam m enhang und als Folge dieser Ereignisse persönlich m it hinreichender W ahrscheinlichkeit ernsthafte N achteile im Sinne von Art. 3 AsyG zu 6 befürchten hatte und noch aktuell in absehbarer Zukunft befürchten m üsste. Bezüglich des geltend gem achten zehntägigen Aufenthaltes in B._______ führt die Beschw erdeführerin in der R echtsm itteleingabe an, sie habe entgegen der vorins- tanzlichen Annahm e ihre dortigen Erlebnisse hinreichend konkret beschrieben. Es könne von ihr nicht erw artet w erden, dass sie all die in der Kirche vorgetragenen verschiedenen G ebete und die ganze Fülle der biblischen Verse und Zeugnisse bezeichnen könne. Sie habe anlässlich der Anhörungen im Asylverfahren das w ie- dergegeben, an w as sie sich zu erinnern verm ochte. Auch sei zu beachten, dass sie sich nicht als Touristin in B._______ aufgehalten, sondern ihre Zeit - ausser nachts - einzig als Begleiterin ihrer H albschw ester in der Kirche verbracht habe. D iese Erklärungsversuche verm ögen die w enig lebensnahen und kaum m it R ealm erkm alen versehenen Schilderungen (vgl. direkte Anhörung S. 2 und S. 4-6) nicht aufzuw iegen. D ie Einschätzung der Vorinstanz, w onach dem nach Zw eifel an der G laubhaftigkeit der entsprechenden Vorbringen berechtigt sind, ist zu bestätigen. D ie abschliessende Beantw ortung der Frage, ob sich die Beschw erdeführerin im geltend gem achten R ahm en in B._______ aufgehalten hat, kann aber aufgrund nachfolgender Erw ägungen letztlich offenbleiben. Entscheidw esentlich ist dagegen vielm ehr, dass die Beschw erdeführerin w eder im erstinstanzlichen Verfahren noch auf Beschw erdeebene hinreichende G ründe darzulegen verm ochte, die es erlauben w ürden, eine begründete Furcht vor künftigen ernsthaften N achteilen annehm en zu m üssen. D ie Schilderungen der Beschw erdeführerin zur angeblichen Verhaftung ihrer H albschw ester sind derart vage und stereotyp ausgefallen, dass sie nicht auf tatsächlich Vorgefallenes schliessen lassen. Auch ist aufgrund der Vorbringen der Beschw erdeführerin nicht nachvollziehbar, dass sie von den Behörden als Verw andte der Bekannten aus B._______ oder gar selbst als M itglied der dortigen Kirche hätte betrachtet w orden w äre. D aran ändern auch die Erklärungsversuche in der Beschw erde m it H inw eisen auf heim atliche G ebräuche und Traditionen nichts. Im W eiteren ist es aufgrund der Aussagen der Beschw erdeführerin ohnehin äusserst zw eifelhaft, dass sich die Bekannte vier M onate bei ihr zu H ause in Kinshasa aufgehalten haben soll. Es ist nicht nachvollziehbar, dass die Bekannte als Ehefrau eines leitenden M itgliedes der Kirche, das verhaftet und am 6. Januar 2003 ins G efängnis überführt w orden ist, als Verantw ortliche der w eiblichen Kirchenanhängerinnen w ährend vier M onaten über keine näheren Inform ationen zu den G ründen, U m ständen und den Folgeereignissen der Verhaftung verfügt und sich m it den spärlichen Auskünften von M arktfahrern aus B._______ zufrieden gegeben hätte (vgl. direkte Anhörung S. 7). Zudem sind die Erklärungsversuche in der R echtsm itteleingabe zum Vorhalt der Vorinstanz, w onach die Beschw erdeführerin bei der Erstbefragung den U m stand nicht erw ähnt habe, dass der Ehem ann ihrer Freundin Polizist sei und behördeninterne Inform ationen eingeholt habe, nicht stichhaltig. H ätte sich die Beschw erdeführerin tatsächlich in der beschriebenen und geltend gem achten G efahrensituation befunden, w äre zu erw arten, dass ein derart zentrales Elem ent nicht vergessen ginge erw ähnt zu w erden. Ergänzend ist hierzu anzum erken, dass die Beschw erdeführerin auf die konkrete Frage, von w elchen Problem en und G efahren dieser M ann gesprochen habe, nur sehr ausw eichend und allgem ein antw ortete (vgl. Befragungsprotokoll Transitzentrum S. 6).7 Auch w enn der geltend gem achte Sachverhalt in den G rundelem enten (der Besuch der Kirche in B._______ m it der H albschw ester und Bekanntschaft m it der Kirchenvertreterin aus B._______ sow ie Verhaftung von exponierten Kirchenver- tretern) als tatsächlich gegeben betrachtet w erden kann, ist nicht erkennbar, w eshalb die Beschw erdeführerin aktuell und in absehbarer Zukunft seitens der heim atlichen Behörden ernsthafte N achteile im Sinne von Art. 3 AsylG begrün- deterw eise zu befürchten hätte. Es ist kein entsprechendes R isikoprofil gegeben. D aran verm ögen auch die m it der Beschw erde eingereichten Presseerzeugnisse nichts zu ändern. 4.3 In Berücksichtigung der gesam ten Aktenlage kann in Ü bereinstim m ung m it der Vorinstanz festgestellt w erden, dass die Beschw erdeführerin keinen Sachverhalt glaubhaft zu m achen verm ag, der zur Anerkennung der Flüchtlingseigenschaft im Sinne von Art. 3 AsylG führen könnte. D ie Vorinstanz hat daher das Asylgesuch zu R echt abgelehnt. 5. Lehnt das Bundesam t das Asylgesuch ab oder tritt es darauf nicht ein, so verfügt es in der R egel die W egw eisung aus der Schw eiz und ordnet den Vollzug an; da- bei ist der G rundsatz der Einheit der Fam ilie zu berücksichtigen (Art. 44 Abs. 1 AsylG ). Ist der Vollzug der W egw eisung nicht m öglich, nicht zulässig oder nicht zu- m utbar, so regelt das Bundesam t das Anw esenheitsverhältnis nach den gesetzli- chen Bestim m ungen über die vorläufige Aufnahm e von Ausländern (Art. 44 Abs. 2 AsylG ; Art. 14a Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 26. M ärz 1931 über Aufenthalt und N iederlassung der Ausländer [AN AG , SR 142.20]). 6. D ie Beschw erdeführerin besitzt keine Aufenthalts- oder N iederlassungsbew illi- gung, w eshalb die Vorinstanz gestützt auf Art. 44 Abs. 1 AsylG zu R echt ihre W eg- w eisung verfügt hat. 7. 7.1 D er Vollzug der W egw eisung durch R ückführung der Beschw erdeführerin in die D em okratische R epublik Kongo ist unter dem Aspekt des flüchtlingsrechtlichen N on-R efoulem entprinzips (Art. 33 Ziff. 1 des Abkom m ens vom 28. Juli 1951 über die R echtsstellung der Flüchtlinge [FK, SR 0.142.30] bzw . Art. 5 Abs. 1 AsylG ; vgl. auch Art. 25 Abs. 2 der Bundesverfassung der Schw eizerischen Eidgenossen- schaft vom 18. April 1999 [BV, SR 101]) zulässig, w eil sie dort - w ie vorstehend dargelegt - keinen N achteilen im Sinne von Art. 3 AsylG (bzw . Art. 1 A Ziff. 2 FK) ausgesetzt w äre. Ferner hält der Vollzug der W egw eisung auch vor Art. 3 der Kon- vention vom 4. N ovem ber 1950 zum Schutze der M enschenrechte und G rundfrei- heiten (EM R K, SR 0.101) stand, bestehen doch angesichts der U nglaubhaftigkeit der Asylvorbringen der Beschw erdeführerin keine stichhaltigen G ründe für die An- nahm e, dass ihr bei einer R ückführung in ihre H eim at eine gem äss dieser N orm verbotene Strafe oder Behandlung konkret drohen w ürde (vgl. U rteile des Europäi- schen G erichtshofs für M enschenrechte [EG M R ] i.S. Bensaid gegen Vereinigtes Königreich R ep. 2001-I S. 303 und i.S. H .L.R . gegen Frankreich R ep. 1997-III 8 S. 758 m it w eiteren H inw eisen). Andere völkerrechtliche W egw eisungsvollzugs- schranken (Art. 7 des Internationalen Pakts vom 16. D ezem ber 1966 über bürgerli- che und politische R echte [IPBPR , SR 0.103.2]; Art. 3 des Ü bereinkom m ens vom 10. D ezem ber 1984 gegen Folter und andere grausam e, unm enschliche oder er- niedrigende Behandlung oder Strafe [FoK, SR 0.105]) gehen im vorliegenden Zu- sam m enhang in ihrer Tragw eite nicht über die G arantien von Art. 3 EM R K hinaus (vgl. BG E 124 I E. 2a S. 235 f.). D er Vollzug der W egw eisung ist daher im Sinne der zu beachtenden völkerrechtlichen Bestim m ungen zulässig. 7.2 W eiter erscheint der W egw eisungsvollzug m it Blick auf die allgem eine politische und w irtschaftliche Lage in der D em okratischen R epublik Kongo sow ie unter Berücksichtigung der persönlichen Situation der Beschw erdeführerin gestützt auf Art. 14a Abs. 4 AN AG als zum utbar. Aufgrund einer eingehenden Beurteilung der allgem einen Verhältnisse in der D em okratischen R epublik Kongo kam die AR K Ende 2004 zum Schluss, dass nicht landesw eit von einer Situation von Bürgerkrieg oder allgem einer G ew alt gesprochen w erden könne; vielm ehr erachtete die AR K den Vollzug der W egw eisung als grundsätzlich zum utbar, w enn abgew iesene Asylsuchende, die keiner besonders verletzlichen Bevölkerungsgruppe angehörten, ihren letzten W ohnsitz vor der Ausreise in Kinshasa beziehungsw eise in einer Flughafenstadt im W esten des Landes hatten oder aber dort zum indest über intakte soziale Beziehungen verfügten (vgl. im Einzelnen EM AR K 2004 N r. 33). D as Bundesverw altungsgericht stellt ebenfalls auf diese Lageanalyse ab, die nach seiner Einschätzung auch für die Zeit nach 2004 im W esentlichen ihre G ültig- keit behält. D ie Parlam ents- und Präsidentschaftsw ahlen von Juli beziehungsw eise O ktober 2006 (vgl. dazu im Einzelnen H um an R ights W atch, W orld R eport 2007) haben zu keiner grundlegenden Änderung der innenpolitischen Situation geführt, die eine neue Lageanalyse erforderlich m achen w ürde. W as die persönliche Situation der Beschw erdeführerin betrifft, kann den Akten ent- nom m en w erden, dass sie aus Kinshasa stam m t, w o sie seit ihrer G eburt gelebt hat und w o nach w ie vor zahlreiche H albgeschw ister w ohnen; auch in G ._______ leben m ehrere Fam ilienangehörige. Im W eiteren verfügt die Beschw erdeführerin über Berufserfahrung als Schneiderin in ihrem H eim atland. 7.3 Ü berdies ist der Vollzug der W egw eisung gestützt auf Art. 14a Abs. 2 AN AG m ög- lich. 7.4 D am it ist festzuhalten, dass die Vorinstanz den Vollzug der W egw eisung zu R echt als zulässig, zum utbar und m öglich erachtet hat. N ach dem G esagten fällt eine An- ordnung der vorläufigen Aufnahm e ausser Betracht. 8. Aus diesen Erw ägungen ergibt sich, dass die angefochtene Verfügung Bundes- recht nicht verletzt, den rechtserheblichen Sachverhalt richtig und vollständig fest- stellt und angem essen ist (vgl. Art. 106 Abs. 1 AsylG ). D ie Beschw erde ist nach dem G esagten, da sie sich als offensichtlich unbegründet erw iesen hat, im verein- fachten Verfahren abzuw eisen (vgl. Art. 111 Abs. 1 und 3 AsylG ).9 9. D as G esuch um G ew ährung der unentgeltlichen R echtspflege im Sinne von Art. 65 Abs. 1 Vw VG ist abzuw eisen, w eil sich die R ügen der Beschw erdeführerin als offensichtlich unbegründet erw iesen und sich die Begehren der Beschw erde m ateriell in jeder H insicht als aussichtslos darstellten. U ngeachtet einer allfälligen prozessualen Bedürftigkeit der Beschw erdeführerin sind dam it die Voraus- setzungen für die Befreiung von der Bezahlung von Verfahrenskosten nicht erfüllt (vgl. Art. 65 Abs. 1 Vw VG ). Vielm ehr sind ihr entsprechend dem Ausgang des Verfahrens die Verfahrenskosten aufzuerlegen (vgl. Art. 63 Abs. 1 Vw VG ), die auf insgesam t Fr. 600.-- festzusetzen sind (Art. 16 Abs. 1 Bst. a VG G i.V.m . Art. 2 und 3 des R eglem ents vom 11. D ezem ber 2006 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverw altungsgericht [VG KE, SR 173.320.2]). D ispositiv nächste Seite10 D em nach erkennt das B undesverw altungsgericht: 1. D ie Beschw erde w ird abgew iesen. 2. D as G esuch um G ew ährung der unentgeltlichen R echtspflege im Sinne von Art. 65 Abs. 1 Vw VG w ird abgew iesen. 3. D ie Verfahrenskosten im Betrag von Fr. 600.-- w erden der Beschw erdeführerin auferlegt. 4. D ieses U rteil geht an: - die Beschw erdeführerin (eingeschrieben; Beilage: Einzahlungsschein) - die Vorinstanz, Abteilung Aufenthalt und R ückkehrförderung, m it den Akten (R ef.-N r. N ________) - Am t für M igration des Kantons Luzern ad _______ (Beilage: Attestation de naissance N o _______) D er vorsitzende R ichter: D er G erichtsschreiber: Kurt G ysi C hristoph Berger Versand am :