B u n d e s v e rw a l t u n g s g e r i ch t T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i f f éd é r a l T r i b u n a l e am m i n i s t r a t i vo f e d e r a l e T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i v fe d e r a l Abteilung IV D-2931/2009 law/bah U r t e i l v o m 1 0 . A p r i l 2 0 1 2 Besetzung Richter Walter Lang (Vorsitz), Richterin Muriel Beck Kadima, Richter Pietro Angeli-Busi, Gerichtsschreiber Christoph Basler. Parteien A._______, geboren am (…), Sri Lanka, vertreten durch lic. iur. Christian Affentranger, Rechtsanwalt, (…), Beschwerdeführer, gegen Bundesamt für Migration (BFM), Quellenweg 6, 3003 Bern, Vorinstanz. Gegenstand Asyl und Wegweisung; Verfügung des BFM vom 1. April 2009 / N (…). D-2931/2009 Seite 2 Sachverhalt: A. A.a. Der Beschwerdeführer, ein Tamile mit letztem Wohnsitz in B._______, verliess Sri Lanka eigenen Angaben gemäss am 16. Oktober 2007 und gelangte am 5. März 2008 in die Schweiz, wo er gleichen tags um Asyl nachsuchte. A.b. Anlässlich der Kurzbefragung vom 20. März 2008 im Empfangs- und Verfahrenszentrum Basel gab der Beschwerdeführer zu Protokoll , er sei seit dem Jahr 2004 als selbständiger Chauffeur tätig gewesen. Da seine Eltern wenig Geld gehabt hätten, habe er sie nach B._______ geholt. Am 17. Januar 2007 seien dort seine beiden Schwestern und er festgeno m- men und vier Tage festgehalten worden. Im Oktober 2007 habe er Perso- nen nach C._______ gefahren. Ein Freund habe ihn angerufen und ihm gesagt, er habe Probleme mit seinem Fahrzeug. Da er dessen Fahrgäste habe übernehmen wollen, sei er losgefahren. Unterwegs habe er gehört, dass in einiger Entfernung eine Bombe explodiert sei. Er habe angehalten und eine Panne vorgetäuscht. Nach zehn Minuten seien zwei Personen über ein Feld zu ihm gerannt und hätten ihn gefragt, ob er sie nach C._______ fahre. Sie hätten sich ausgewiesen und gesagt, sie gehörten zu den "Liberation Tigers of Tamil Eelam" (LTTE). Unter Waffendrohung hätten sie ihm die Wagenschlüssel abgenommen und ihm gesagt, er könne sein Fahrzeug am Abend abholen. Am Abend und am folgenden Morgen sei er zum Bahnhof von C._______ gegangen, aber man habe ihm seinen Wagen nicht gebracht. In der folgenden Nacht habe er einen Anruf erhalten, Nachbarn hä tten ihm mitgeteilt, dass seine Mutter von Soldaten mitgenommen worden sei. Von seinem in B._______ lebenden Onkel habe er erfahren, dass die Soldaten gesagt hätten, er habe eine Bombe geworfen. Seiner Mutter sei vorgehalten worden, er gehöre zur LTTE und chauffiere LTTE-Leute. Im Jahr 1999 sei er von der Armee einmal festgenommen und geschlagen worden. Diese Angelegenheit sei als abgeschlossen zu betrachten. Der Beschwerdeführer gab drei Dok u- mente ab (vgl. act. A1 Ziffn. 1 - 3). A.c. Am 21. April 2008 hörte das BFM den Beschwerdeführer zu seinen Asylgründen an. Dabei machte er zur Begründung seines Asylgesuches geltend, seine Angehörigen hätten seinetwegen Probleme mit der Armee gehabt und seien deshalb nach D._______ zurückgekehrt. Er habe von seiner Familie er fahren, dass die Armee bei den Nachbarn Nachfo r- schungen über ihn vorgenommen habe. Er habe seit 2004 mit einem Van D-2931/2009 Seite 3 Leute gefahren. Im Jahr 2006 sei die Grenze zugemacht worden und er habe nur noch die Strecke C._______-B._______ fahren können. Am 30. September 2007 sei er nach C._______ gefahren und habe bei se i- nem Onkel übernachtet. Am 1. Oktober 2007 sei in E._______ eine Bom- be explodiert. Da er die Armee erwartet habe, habe er seinen Wagen a n- gehalten, eine Reifenpanne vorgetäuscht und gewartet. Etwa fünf Minu- ten später seien zwei Leute gekommen, die ihn gebeten hätten, sie nach C._______ zu bringen. Als er sich geweigert habe, hätten sie sein Fah r- zeug entwendet und ihm gesagt, er solle dieses um 18 Uhr beim Bahnhof von C._______ abholen. Er sei hingegange n, aber der Van sei nicht dort gewesen. Am folgenden Tag sei er wieder zum Bahnhof gegangen, wo er von 6 Uhr morgens bis 18 Uhr abends gewartet habe. Danach sei er wi e- der zu seinem Onkel gegangen. Ein Nachbar aus B._______ habe ange- rufen und ihm gesagt, se ine Mutter sei mitgenommen worden. Er habe seinen in B._______ lebenden Onkel gebeten, sich darum zu kümmern. Am folgenden Tag um 16 Uhr habe der Onkel angerufen und gesagt, d as "Criminal Investigation Department" (CID) habe seine Mutter mitgeno m- men und in ein Camp gebracht. Sie werde freigelassen, falls er sich ste l- le. Nachdem der Onkel seine Mutter besucht habe, habe er mitgeteilt, die Armee habe ihr gesagt, sein Van sei für einen Bombenanschlag und meh- rere Entführungen gebraucht worden. seine Mutter sei gefoltert worden. Drei Tage später habe ihm sein Onkel mitgeteilt, seine Mutter habe ein Papier unterschreiben müssen, in dem stehe, dass er zu den LTTE gehö- re. Am 17. Januar 2007 habe die Polizei seine beiden Schwestern, die nach B._______ gekommen seien, und ihn mitgenommen. Sie seien b e- fragt und am gleichen Abend freigelassen worden. B. Mit Verfügung vom 1. April 2009 stellte das BFM fest, der Beschwerd e- führer erfülle die Flüchtlingseigenschaft nicht, und lehnte das Asylgesuch ab. Gleichzeitig verfügte es die Wegweisung aus der Schweiz und ordne- te den Vollzug der Wegweisung an. C. Mit Eingabe vom 6. Mai 2009 liess der Beschwerdeführer mittels seines Rechtsvertreters gegen diesen Entscheid beim Bundesverwaltungsg e- richt Beschwerde erheben und beantragen, die Ve rfügung vom 1. April 2009 sei aufzuheben, das Asylgesuch sei gutzuheissen, eventualiter sei er in der Schweiz vorläufig aufzunehmen. In verfahrensrechtlicher Hi n- sicht liess er zudem beantragen, es sei die unentgeltliche Rechtspflege zu gewähren und der unt erzeichnende Rechtsanwalt sei ihm als unen t-D-2931/2009 Seite 4 geltlicher Rechtsbeistand beizugeben. Zur Stützung der Anträge liess er zahlreiche Beweismittel einreichen (vgl. Beschwerde S. 10). D. Mit Zwischenverfügung vom 13. Mai 2009 hiess der Instruktionsrichter das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege gemäss Art. 65 Abs. 1 des Verwaltungsverfahrensgesetzes vom 20. Dezember 1968 (VwVG, SR 172.021) unter der Voraussetzung des Nachreichens einer Fürsorgebestätigung gut. Das Gesuch um Gewährung der unen t- geltlichen Rechtspflege gemäss Art. 65 Abs. 2 VwVG wies er ab. Gleich- zeitig räumte er dem Beschwerdeführer Frist zur Einreichung weiterer Beweismittel ein. E. Mit Eingabe vom 13. Mai 2009 liess der Beschwerdeführer Übersetzun- gen der mit der Beschwerde eingereichten fremdsprachigen Beweismittel einreichen (vgl. die Auflistung auf S. 4). F. F.a. Der Beschwerdeführer liess am 2. und 12. Juni 2009 um die Erstr e- ckung der Frist zur Einreichung einer Fürsorgebestätigung nachsuchen. F.b. Nachdem der Instruktionsrichter dem ersten Gesuch am 4. Juni 2009 stattgab, wies er ein weiteres Gesuch um Erstreckung der Frist mit Zwi- schenverfügung vom 16. Juni 2009 ab und forderte den Beschwerdefüh- rer auf, innert drei Tagen ab Erhalt dieser Verfügung eine Fürsorgebestä- tigung einzureichen oder einen Kostenvorschusses von Fr. 600.– zu überweisen, verbunden mit der Androhung, bei ungenutzter Frist werde auf die Beschwerde nicht eingetreten. F.c. Mit Eingabe vom 17. Juni 2009 wurden die Originale der mit der Be- schwerde in Kopie eingereichten Beweismittel nachgereicht. F.d. Der Beschwerdeführer zahlte am 19. Juni 2009 einen Kostenvo r- schuss von Fr. 600.- ein. G. G.a. Der Instruktionsrichter übermittelte die Akten am 24. Juni 2009 zur Vernehmlassung an die Vorinstanz. G.b. Das BFM beantragte in seiner Vernehmlassung die Abw eisung der Beschwerde. D-2931/2009 Seite 5 G.c. Der Beschwerdeführer liess in seiner Stellungnahme vom 20. Juli 2009 an seinen Anträgen festhalten. Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 1. 1.1. Gemäss Art. 31 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (VGG, SR 173.32) beurteilt das Bundesverwaltungsgericht Beschwerden gegen Verfügungen nach Art. 5 VwVG. Das BFM gehört zu den Behörden nach Art. 33 VGG und ist daher eine Vorinstanz des Bunde sverwaltungs- gerichts. Eine das Sachgebiet betreffende Ausnahme im Sinne von Art. 32 VGG liegt nicht vor. Das Bundesverwaltungsgericht ist daher z u- ständig für die Beurteilung der vorliegenden Beschwerde und entscheidet auf dem Gebiet des Asyls endgültig , ausser bei Vorliegen eines Ausliefe- rungsersuchens des Staates, vor welchem die beschwerdeführende Pe r- son Schutz sucht (Art. 105 des Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 [AsylG, SR 142.31]; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]). Eine solche Ausnahme im Sinne von Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG liegt nicht vor, weshalb das Bundesverwa l- tungsgericht endgültig entscheidet 1.2. Die Beschwerde ist frist- und formgerecht eingereicht (Art. 108 Abs. 1 AsylG; Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 37 VGG und Art. 48 Abs. 1 VwVG). Der Beschwerdeführer hat am Verfahren vor der Vorinstanz teilgenommen, ist durch die angefochtene Verfügung besonders berührt und hat ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung beziehungsweise Änd e- rung. Er ist daher zur Einreichung der Beschwerde legitimiert (Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 37 VGG und Art. 52 Abs. 1 VwVG). Nachdem der Ko s- tenvorschuss innert angesetzter Frist geleistet wurde, ist auf die Be- schwerde einzutreten. 2. Mit Beschwerde kann die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts und die Unangemessenheit gerügt werden (Art. 106 Abs. 1 AsylG). 3. 3.1. Gemäss Art. 2 Abs. 1 AsylG gewährt die Schweiz Flüchtlingen grund- sätzlich Asyl. Flüchtlinge sind Personen, die in ihrem Heimatstaat oder im Land, in dem sie zuletzt wohnten, wegen ihrer Rasse, Religion, Nationali-D-2931/2009 Seite 6 tät, Zugehörigkeit zu einer bestimmten sozialen Gruppe oder wegen ihrer politischen Anschauungen ernsthaften Nachteilen ausgesetzt sind od er begründete Furcht haben, solchen Nachteilen ausgesetzt zu werden. Als ernsthafte Nachteile gelten namentlich die Gefährdung des Leibes, des Lebens oder der Freiheit sowie Massnahmen, die einen unerträgli chen psychischen Druck bewirken (Art. 3 AsylG). 3.2. Wer um Asyl nachsucht, muss die Flüchtlingseigenschaft nachweisen oder zumindest glaubhaft machen. Diese ist glaubhaft gemacht, wenn die Behörde ihr Vorhandensein mit überwiegender Wahrscheinlichkeit für g e- geben hält. Unglaubhaft sind insbesondere Vorbringen , die in wesentl i- chen Punkten zu wenig begründet oder in sich widersprüchlich sind, den Tatsachen nicht entsprechen oder massgeblich auf gefälschte oder ve r- fälschte Beweismittel abgestützt werden (Art. 7 AsylG). 4. 4.1. Das BFM führt zur Begründung seines Entscheides aus, die Erzäh- lungen des Beschwerdeführers zur Entwendung seines Fahrzeugs seien zwar kohärent, sie wirkten jedoch konstruiert. Seine Aussagen zeugten vom Aussageverhalten her emotional nicht von selbst Erlebtem. Wide r- sprüchlich habe er sich zum Aufen thalt seiner Schwestern und seiner Mutter in B._______ geäussert. Die Schwestern hätten B._______ kurz nach ihrer Inhaftierung im Januar 2007 verlassen, da sie Angst beko m- men hätten. Im März 2007 seien sie zusammen mit der Mutter wieder nach B._______ gereist und hätten sich dort im April 2007 registrier en lassen. Im November 2007 seien sie aufgrund der Probleme mit der sr i- lankischen Armee nach D._______ zurückgekehrt, wo ihnen jegliche L e- bensgrundlage gefehlt habe. Was diesem Umstand zuwider spreche, sei die Tatsache, dass der Beschwerdeführer ausgesagt habe, seine Schwester habe im August 2007 an der (…) ihren A-Level absolviert. Die genauen Aufenthalte seiner Familienmitglieder in B._______ und ihrem Herkunftsort im Norden Sri Lankas hätten nicht sch lüssig eruiert werden können. Des Weiteren habe er gesagt, er spreche zu fast 70 Prozent Sin- ghalesisch. Die Bürokratie in B._______ gehe grösstenteils in dieser Sprache über die Bühne und Polizeirapporte würden in Singhalesisch a b- gegeben, ausser wenn man d iese Sprache nicht sprechen könne. Die Kopie seines eingereichten ersten Polizeirapports bezüglich der Ersta n- meldung in B._______ sei in Singhalesisch verfasst worden. Trotzdem habe er den Namen, der in seinem gefälschten Reisepass figuriert habe, nicht le sen können, weil es ein singhalesischer Name gewesen sei. Es falle auch auf, dass er sich bezüglich der widersprüchlichen Angabe in D-2931/2009 Seite 7 Bezug auf die ein - beziehungsweise viertägige Dauer des Gefängnisau f- enthalts bei der Anmeldung in B._______ damit entschuldigt habe, er ha- be den Dolmetscher bei der Erstbefragung nicht verstanden, weil dieser Tamilisch wie ein Singhalese gesprochen habe. Seine Aussagen wiesen eine auffallend gleiche Reihenfolge in den Ausführungen zum 1. Oktober 2007 und den darauffolgenden Tagen auf. Die Art und Weise, wie er sein Heimatland verlassen habe, könne nicht geglaubt werden. Seine Schild e- rungen bezüglich der 48 Tage auf hoher See fielen äusserst knapp aus, obwohl er in dieser Zeit vieles erlebt haben müsse. Auch die Reise durch Italien habe er nicht ausführlich erläutern können. Der Beschwerdeführer habe geltend gemacht, in C._______ und B._______ einflussreiche On- kel zu haben. Es sei ihm möglich gewesen, ohne Kontrollen in einem R e- gierungswagen nach F._______ zu gelangen, von wo aus er Sri Lanka verlassen habe. Sein einflussreicher Onkel in B._______ habe erreichen können, dass seine Mutter aus dem Gefängnis entlassen worden sei. Für ihn habe der Onkel aber seinen Einfluss nicht geltend machen können. Weiter habe er geltend gemacht, dass er trotz der Suche durch die Armee fast einen halben Monat unbehelligt bei seinem Onkel habe bleiben kö n- nen, obwohl die srilankische Armee erfahrungsgemäss bei ihren Nachfor- schungen nach gesuchten Personen gründlich vorgehe. Diese Umstände seien nicht nachvollziehbar. Auffällig sei, dass der Beschwerdeführer a n- gebe, nur etwa 30 Prozent Englisch zu sprechen, während der Anhörung aber fortwährend automatisch in dieser Sprache geantwortet habe. Seine Vorbringen hielten den Anforderungen an die Glaubhaftigk eit gemäss Art. 7 AsylG nicht stand. 4.2. In der Beschwerde wird demgegenüber geltend gemacht, dem bei- liegenden Polizeirapport vom 10. Oktober 2007 sei zu entnehmen, dass sich der Vorfall vom 1. Oktober 2007 sowie vom Beschwerdeführer g e- schildert zugetragen hab e. Im Weiteren habe er bereits vor dem Vorfall vom 1. Oktober 2007 diverse polizeiliche Vorladungen erhalten, denen er stets Folge geleistet habe . Gestützt auf den Vorfall vom 1. Oktober 2007 habe er eine weitere polizeiliche Vorladung erhalten, der er nic ht mehr habe Folge leisten können, weshalb am 28. Oktober 2008 (recte: 2007) gegen ihn Haftbefehl erlassen worden sei. Einem Zeitungsartikel sei zu entnehmen, dass sich der Vorfall vom 1. Oktober 2007 tatsächlich erei g- net habe. Dass die Ausführungen des Be schwerdeführers zutreffend sei- en, lasse sich dem beiliegenden Schreiben seiner Mutter entnehmen. Dem eingereichten Schreiben von Rechtsanwalt G._______ vom 16. April 2009 lasse sich entnehmen, dass der Beschwerdeführer in seiner Heimat nach wie vor gesucht und verfolgt werde. Bei einer Rückkehr nach Sri D-2931/2009 Seite 8 Lanka müsse er mit sofortiger Verhaftung rechnen. Er erfülle somit die Flüchtlingseigenschaft ohne Weiteres. 4.3. Das BFM führt in seiner Vernehmlassung aus, die bestehenden Zweifel an den Vorbringen des Beschwerdeführers würden durch die ein- gereichten Beweismittel bestärkt. So stelle sich beispielsweise die Frage, weshalb der Beschwerdeführer bei den Befragungen nicht erwähnt habe, dass er sich nach der kurzzeitigen Festnahme zusammen mit seinen Schwestern regelmässig bei der Polizei habe melden müssen. Eine pol i- zeiliche Ausschreibung am 28. Oktober 2007 sei eine logische Kons e- quenz, wenn jemand solche Auflagen missachte und ausreise. Er habe auch nicht erwähnt, dass er sein Fahrzeug am 2. Oktober 2007 auf der H._______ Police Station als gestohlen gemeldet habe. Dies wäre g e- mäss seinen Schilderungen auch nicht möglich gewesen, da er sich d a- mals nicht in B._______, sondern in C._______ aufgehalten habe. Die Punkte 9 und 10 des Briefes seiner Mutter deckten sich nicht mit seinen Aussagen. Er habe geltend gemacht, sie sei von Soldaten geschlagen und in ein Camp mitgenommen worden, weil sein Fahrzeug für einen Bombenanschlag und mehrere Entführungen missbraucht worden sei. Sie sei gefoltert worden und habe ein Papier unterschrieben, dass er zu den LTTE gehöre. Seine Mutter hingegen schreibe, Truppen hätten den Van aufgegriffen und verwahrt. Sie habe vor der I._______ Police Station erscheinen und sich für ihren Sohn und das Fahrzeug einsetzen müssen; daraufhin habe man sie drei Tage lang festgehalten. Seine Mutter und er hätten übereinstimmend ausgesagt, dass diese auf der I._______ Police Station habe erscheinen müssen und drei Tage lang in Gewahrsam g e- nommen worden sei, da man ihn für einen Terroristen halte. 4.4. In der Stellungnahme wird geltend gemacht, der Beschwerdeführer habe den Sachverhalt in der Beschwerde detailliert dargelegt und mit U r- kunden beweisen können. Die von der Vorinstanz angebrachten Zweifel habe er widerlegen können. Er habe nicht erwähnt, dass er sich rege l- mässig bei der Polizei habe melden müssen, da er nicht davon ausg e- gangen sei, dass diese Tatsache für die Vorinstanz von Relevanz sei. Es sei für ihn nicht nachvollziehbar, wie die Vorinstanz ausführen könne, es sei ihm nicht möglich gewesen, sein Fahrzeug am 2. Oktober 2007 auf der H._______ Police Station als gestohlen zu melden. Dem Auszug aus dem Polizeirapport sei zu entnehmen, dass er geschildert habe, sein Fahrzeug sei am Vortag gestohlen worden. Weiter sei festgehalten wo r- den, dass ihm von den Dieben mitgeteilt worden sei, er könne sein Fah r- zeug um 18 Uhr beim Bahnhof von C._______ wieder abholen. Deshalb D-2931/2009 Seite 9 sei er genau um 18 Uhr dorthin gegangen und habe lange gewartet. Als niemand erschienen sei, sei er zu seinem in C._______ lebenden Onkel gegangen. Damit deckten sich die Ausführungen, die er auf der Polize i- station gemacht habe, mit denjenigen, die er anlässlich seiner Befragu n- gen gemacht habe. So sei er, nachdem er vergeblich auf dem Bahnhof gewartet habe, zu seinem Onkel gegangen und habe dort übernachtet. In den frühen Morgenstunden des folgenden Tages sei er dann zum Polizei- posten seines Wohnortes gegangen und habe Anzeige erstattet. Aus S i- cherheitsgründen sei er danach wieder zu seinem Onkel zurückgekehrt. 5. 5.1. Glaubhaft sind die Vorbri ngen eines Asylsuchenden grundsätzlich dann, wenn sie genügend substantiiert, in sich schlüssig und plausibel sind; sie dürfen sich nicht in vagen Schilderungen erschöpfen, in wesen t- lichen Punkten nicht widersprüchlich sein oder der inneren Logik ent beh- ren und auch nicht den Tatsachen oder der allgemeinen Erfahrung wider- sprechen. Darüber hinaus muss die gesuchstellende Person per sönlich glaubwürdig erscheinen, was insbesondere dann nicht der Fall ist, wenn sie ihre Vorbringen auf gefälschte oder verfälschte Beweismittel ab-stützt, aber auch dann, wenn sie wichtig e Tatsachen unterdrückt oder be wusst falsch darstellt, im Laufe des Verfahrens Vorbringen auswechselt, steigert oder unbegründet nachschiebt, mangelndes Interesse am Verfahren zeigt oder die nötige Mitwirkung verweigert. Glaubhaftmachung bedeutet ferner – im Gegensatz zum strikten Beweis – ein reduziertes Beweismass und lässt durchaus Raum für gewisse Einwände und Zweifel an den Vorbri n- gen des Gesuchstellers. Entscheidend ist, ob im Rahmen einer Gesam t- würdigung die Gründe, die für die Richtigkeit der Sachverhaltsdarstellung des Asylsuchenden sprechen, überwiegen oder nicht. Dabei ist auf eine objektivierte Sichtweise abzustellen (Art. 7 Abs. 2 und 3 AsylG; vgl. BVGE 2010/57 E. 2.3 S. 826 f., Entscheidungen und Mitteilungen der Schweize- rischen Asylrekurskommission [EMARK] 2005 Nr. 21 E. 6.1 S. 190 f.). 5.2. Das BFM hat in der angefochtenen Verfügung ausführlich dargelegt, aus welchen Überlegungen es die Vorbringen des Beschwerdeführers als unglaubhaft erachtet. Diesbezüglich ist zwecks Vermeidung von Wieder- holungen vorweg auf die Ausführungen in der angefochtenen Verfügung zu verweisen. 5.3. Das BFM stellt sich in der Vernehmlassung sodann zu Recht auf den Standpunkt, dass der mit der Beschwerde eingereichte Polizeirapport über die Anzeigeerstattung die Sachverhaltsdarstellung des Beschwerde-D-2931/2009 Seite 10 führers nicht stützt, sondern in eklatantem Widerspruch zu seinen Vo r- bringen steht. So machte er im Rahmen der Befragungen geltend, sein Van sei ihm am 1. Oktober 2007 geraubt worden. Am folgenden Tag habe er von 6 Uhr morgens bis 18 Uhr abends beim Bahnhof von C._______ gewartet, ob sein Fahrzeug zurückgebracht werde ( vgl. act. A15/33 S. 5). Gemäss dem eingereichten Polizeirapport soll er jedoch am 2. Oktober 2007 um 9.30 Uhr in B._______ Anzeige erstattet haben. Die Behauptung in der Stellungnahme, wonach sich die Ausführungen, die er auf der Pol i- zeistation gemacht habe, ohne Weiteres mit denjenigen deckten, die er bei den Befragungen gemacht habe, trifft nicht zu. Im Gegenteil: Die Aus- sagen des Beschwerdeführers sind mit den Angaben im Polizeirapport of- fensichtlich nicht zu vereinbaren , denn der Beschwerdeführer kann am 2. Oktober 2007 nicht von 6 Uhr morgens bis 18 Uhr abends beim Bah n- hof von C._______ auf seinen Van gewartet haben und gleichzeitig auf der über 200 Kilometer (Luftlinie) entfernten Polizeistation H._______ An- zeige erstattet haben, zumal er eigenen Angaben zufolge für die Strecke C._______-B._______ angesichts der schlechten Strassenverhältnisse und der zahlreichen Kontrollen jeweils zirka sechs Stunden benötigt ha- ben soll (act. A15/33 S. 10 f.). Schliesslich wurde der Beschwerdeführer bei der Anhörung gefragt, wieso er den Diebstahl seines Autos nic ht ge- meldet habe. Darauf antwortete er, er hätte Probleme mit den LTTE b e- kommen, falls er gegen sie Anzeige erstattet hätte (act. A15/33 S. 27). Auch diese Aussage steht diametral in Widerspruch zum eingereichten Polizeirapport. Vor diesem Hintergrund ist davon auszugehen, dass es sich beim eingereichten Polizeirapport um eine Fälschung oder ein käuf- lich erworbenes Dokument handelt. 5.4. Der Beschwerdeführer erklärte bei seinen Befragungen, er sei am 17. Januar 2007 zusammen mit seinen Schwestern von der Polizei mit- genommen und während eines Tages beziehungsweise während vier Ta- gen festgehalten worden (vgl. act. A2/10 S. 5 und A15/33 S. 19 und 23 f.). Bei der Anhörung gab er an, man habe ihn noch am Tag der Festnahme freigelassen und ihm gesagt, er könne nach Hause gehen. Falls man sei- nen Namen nochmals sehe, könnte es Probleme geben ( vgl. act. A15/33 S. 24). Zur Stützung seiner Probleme mit den heimatlichen Behörden reichte er mit der Beschwerde ein Dokument des (…) ein. Gemäss di e- sem Dokument soll der Beschwerde führer am 18. Januar 2007 in der J._______festgenommen worden sein. Am 27. Februar 2007 sei er von einem Polizeiinspektor vor das Gericht gebracht worden. Sein Anwalt h a- be Haftentlassung auf Kaution beantragt und diese sei auf 50000 Rupien festgesetzt worden. Gemäss dem Dokument meldete sich der Beschwe r-D-2931/2009 Seite 11 deführer bis zum 30. September 2007 regelmässig beim Gericht. Erst am 28. Oktober 2007 sei er nicht vor Gericht erschienen, weshalb ein Haftbe- fehl – der ebenfalls mit der Beschwerde eingereicht wurde – erlassen worden sei. Der Beschwerdeführer hat im Rahmen seiner Befragungen nicht geltend gemacht, dass gegen ihn ein Gerichtsverfahren eingeleitet und er über einen Monat lang festgehalten und auf Kaution freigelassen worden sei. Ebenso wenig brachte er vor , er habe sich während mehr e- ren Monaten mehrfach bei Gericht melden müssen. Bei der Erstbefr a- gung wurde er ausdrücklich gefragt, ob gegen ihn je ein Verfahren eröf f- net worden sei, was er verneinte ( vgl. act. A2/10 S. 6). Das Einreichen von Dokumenten, die einen Sachverhalt belegen sollen, der vom B e- schwerdeführer trotz einlässlicher Befragung und diesbezüglich klarer Fragen nie geltend gemacht wurde, lässt nur den Schluss zu, dass es sich sowohl beim Gerichtsdokument als auch beim Haftbefehl um Fä l- schungen oder käuflich erworbene Dokumente handeln muss. 5.5. Der Beschwerdeführer gab mit der Beschwerde des Weiteren ein Schreiben von Rechtsanwalt G._______ vom 16. April 2009 zu den A k- ten. Dieser bestätigte, dass der Beschwerdeführer sein Klient sei. Dieser habe in seiner Abwesenheit an seinem Wohnort von Unbekannten Dro- hungen erhalten. Der Anwalt empfahl dem Beschwerdeführer, sein Leben zu retten. Bei diesem Dokument handelt es sich aufgrund dessen Form und Inhalt um ein Gefälligkeitsschreiben ohne jeglichen Beweis wert. Der Anwalt gibt selbst an, er habe das Schreiben auf Verlangen des B e- schwerdeführers ausgestellt, und er legt denn auch in ansatzweise dar, wie er davon Kenntnis haben sollte, dass der Beschwerdeführer in seiner Abwesenheit von Unbekannten bedroht worden sein soll. 5.6. Mit der Beschwerde wurde schliesslich ein Schreiben der Mutter des Beschwerdeführers vom 1. Mai 2009 (Affidavit) eingereicht, in dem diese die Festnahme ihrer Kinder vom 17. Januar 2007 erwähnt. Sie behauptet, ihre Kinder seien aufgrund der Intervention von Verwandten und Freun- den freigelassen worden, was der Darstellung des Beschwerdeführers widerspricht (vgl. E. 5.3). Sie gibt zudem an, ihr Sohn habe in B._______ vorübergehend einen Job als Fahrer erhalten, während der Beschwerd e- führer aussagte, er habe (teilweise mit Mitteln seiner Mutter) einen W a- gen gekauft und sei selbständig gewesen ( vgl. act. A15/33 S. 9 f.). Die Mutter des Beschwerdeführers führt weiter aus, am 1. Oktober 2007 hät- ten die Sicherheitskräfte den Wagen ihres Sohnes beschlagnahmt und mehrere Tage lang behalten. Sie habe auf der I._______-Polizeistation erscheinen müssen und habe sich für ihren Sohn und die Freigabe des D-2931/2009 Seite 12 Fahrzeugs eingesetzt. Doch seien weder ihr Sohn fre igelassen noch das Fahrzeug freigegeben worden, sondern sie sei auf der Polizeistation drei Tage lang grundlos festgehalten worden. Der Beschwerdeführer machte indessen nicht geltend, dass er am 1. Oktober 2007 festgenommen wo r- den sei. Im Widerspruch zu de n Ausführungen seiner Mutter – sie habe sich auf der Polizeistation gemeldet – gab er an, er habe von einem Nachbarn erfahren, dass seine Mutter zuhause von Soldaten abgeholt und in ein Camp gebracht worden sei ( vgl. act. A2/10 S. 5, A15/33 S. 5). Angesichts der Tatsache, dass die Ausführungen der Mutter des B e- schwerdeführers in zahlreichen Punkten von dessen Sachverhaltsdarstel- lung abweichen, ist auch das eingereichte Schreiben, das ihre Aussagen widergibt, als Gefälligkeitsschreiben ohne Beweiskraft zu werten. 5.7. Soweit mit einem Zeitungsartikel darzulegen versucht wird, dass am 1. Oktober 2007 im Gebiet von C._______ von der LTTE ein Bombena t- tentat auf die Armee verübt wurde, ist festzuhalten, dass der Beschwer- deführer aus dieser Tatsache nichts zu seinen Gu nsten ab zuleiten ver- mag. Aufgrund der Aktenlage drängt sich vielmehr der Schluss auf, der Beschwerdeführer versuche einen asylrechtlich bedeutsamen Sachve r- halt zu konstruieren, indem er eine frei erfundene Bedrohungssituation in tatsächliche Begebenheiten einbettet. 5.8. Die auf Beschwerdeebene eingereichten Beweismittel bestätigen die von der Vorinstanz gezogene Schlussfolgerung, dass die Vorbringen des Beschwerdeführers, er sei von den srilankischen Behörden verfolgt wo r- den beziehungsweise habe mit Verfolgung rechnen müssen, unglaubhaft sind. In diesem Zusammenhang ist auf Art. 7 Abs. 3 AsylG zu verweisen, der festhält, dass insbesondere Vorbringen, welche massgeblich auf g e- fälschte oder verfälschte Beweismittel abgestützt werden, unglaubhaft sind. Das Einreic hen gefälschter Beweismittel beziehungsweise das missbräuchliche Verwenden von Beweismitteln führt vorliegend auch d a- zu, dass die persönliche Glaubwürdigkeit des Beschwerdeführers in i h- rem Fundament erschüttert ist. 5.9. Gemäss Art. 10 Abs. 4 AsylG können verfälschte und gefälschte D o- kumente sowie echte Dokumente, die missbräuchlich verwendet wurden, vom BFM oder von der Beschwerdeinstanz eingezogen werden. Die als gefälscht beziehungsweise missbräuchlich verwendet erkannten Dok u- mente (Haftbefehl vom 28. Oktober 2007, Polizeirapport vom 10. Oktober 2007, Schreiben von Rechtsanwalt G._______ vom 16. April 2009, D o- kument des (…) und Affidavit vom 1. Mai 2009) sind daher einzuziehen. D-2931/2009 Seite 13 6. 6.1. Die Flüchtlingseigenschaft gemäss Art. 3 AsylG erfüllt eine asylsu - chende Person nach Lehre und Rechtsprechung dann, wenn sie Nachtei- le von bestimmter Intensität erlitten hat beziehungsweise mit beachtlicher Wahrscheinlichkeit und in absehbarer Zukunft begründeterweise befürc h- ten muss, welche ihr gezielt und aufgrund bestimmter Verfolgungsmotive durch Organe des Heimatstaates oder durch nichtstaatliche Akteure z u- gefügt worden sind beziehungsweise zugefügt zu werden drohen (vgl. BVGE 2008/4 E. 5.2 S. 37). Aufgrund der Subsidiarität des flüchtling s- rechtlichen Schutzes setzt die Zue rkennung der Flüchtlingseigenschaft ausserdem voraus, dass die betroffene Person in ihrem Heimatland ke i- nen adäquaten Schutz finden kann (vgl. BVGE 2008/12 E. 7.2.6.2 S. 174 f., BVGE 2008/4 E. 5.2 S. 37 f.). Ausgangspunkt für die Beurte i- lung der Flüchtling seigenschaft ist die Frage nach der im Zeitpunkt der Ausreise vorhandenen Verfolgung oder begründeten Furcht vor einer so l- chen. Die Situation im Zeitpunkt des Asylentscheides ist jedoch im Ra h- men der Prüfung nach der Aktualität der Verfolgungsfurcht ebenfa lls we- sentlich. Veränderungen der objektiven Situation im Heimatstaat zw i- schen Ausreise und Asylentscheid sind deshalb zugunsten und zulasten der das Asylgesuch stellenden Person zu berücksichtigen (vgl. BVGE 2008/34 E. 7.1 S. 507 f., BVGE 2008/12 E. 5.2 S . 154 f., W ALTER STÖCKLI, Asyl, in: Uebersax/Rudin/Hugi Yar/Geiser [Hrsg.], Auslände r- recht, 2. Aufl., Basel/Bern/Lausanne 2009, Rz. 11.17 und 11.18). 6.2. Begründete Furcht vor Verfolgung liegt vor, wenn konkreter Anlass zur Annahme besteht, eine Verfolgung hätte sich – aus der Sicht im Zeit - punkt der Ausreise – mit beachtlicher Wahrscheinlichkeit und in absehba- rer Zeit verwirklicht beziehungsweise werde sich – auch aus heutiger Sicht – mit ebensolcher Wahrscheinlichkeit in absehbarer Zukunft ve r- wirklichen. Ein e bloss entfernte Möglichkeit künftiger Verfolgung genügt nicht; es müssen konkrete Indizien vorliegen, welche den Eintritt der e r- warteten – und aus einem der vom Gesetz aufgezählten Motive er - folgenden – Benachteiligung als wahrscheinlich und dementsprech end die Furcht davor als realistisch und nachvollziehbar erscheinen lassen (vgl. EMARK 2005 Nr. 21 E. 7 S. 193 f., EMARK 2004 Nr. 1 E. 6a S. 9). 6.3. Seit der Ausreise des Beschwerdeführers im Januar 2007 hat sich die allgemeine Lage in Sri Lanka verändert. Nach Beendigung des militä- rischen Konflikts zwischen der srilankischen Armee und den LTTE im Mai 2009 ist von einer inzwischen erheblich verbesserten Lage in Sri Lanka auszugehen. Militärisch gelten die LTTE als vernichtet. Die Sicherheitsl a-D-2931/2009 Seite 14 ge hat sich in bed eutsamer Weise stabilisiert, auch wenn sich das Land immer noch in einem Entwicklungsprozess befindet. Die Mensche n- rechtslage hat sich allerdings namentlich hinsichtlich der Meinungsäusse- rungs- und der Pressefreiheit verschlechtert. Politisch Oppositionell e jeg- licher Couleur werden seitens der Regierung als Staatsfeinde betrachtet und müssen mit entsprechenden Verfolgungsmassnahmen rechnen (vgl. Urteil des Bundesverwaltungsgerichts E -6220/2006 vom 27. Oktober 2011 E. 7) und es bestehen verschiedene Risikogr uppen, welche auch nach Beendigung des Krieges verdächtigt werden, mit den LTTE in Ve r- bindung zu stehen beziehungsweise gestanden zu haben. Auch una b- hängige Journalisten beziehungsweise regierungskritische Medienscha f- fende haben ein erhöhtes Risikoprofil. Im Weiteren ist bei Opfern und Zeugen von Menschenrechtsverletzungen und Personen, die entspr e- chende Übergriffe behördlich angezeigt haben, mit erhöhter Verfolgung s- gefahr zu rechnen. Ausserdem laufen abgewiesene tamilische Asyls u- chende aus der Schweiz unte r Umständen Gefahr, bei der Rückkehr b e- hördlich belangt zu werden, weil ihnen Kontakte zu führenden LTTE - Kadern in der Schweiz unterstellt werden. Wegen drohender Erpressung, Kidnapping und anderen Verfolgungshandlungen bilden schliesslich Pe r- sonen, welche über beträchtliche finanzielle Mittel verfügen, eine weitere Risikogruppe. Bei allen Personen, die dieser Risikogruppe angehören, muss allerdings bei der Prüfung der Flüchtlingseigenschaft das Motiv der jeweiligen Verfolgungshandlungen sorgfältig untersuc ht werden. Sofern ausschliesslich ein finanzielles Verfolgungsinteresse auszumachen ist, ist diesem Aspekt bei der Prüfung der Wegweisungshindernisse Rechnung zu tragen (vgl. Urteil E-6220/2006 vom 27. Oktober 2011 E. 8). 6.4. Angesichts der Unglaubhaftigkeit d er geltend gemachten Verfolgung und mangels anderweitiger diesbezüglicher Anhaltspunkte in den Akten ist nicht davon auszugehen , dass der Beschwerdeführer einer der im U r- teil E-6220/2006 vom 27. Oktober 2011 definierten Risikogruppen an ge- hört. Namentlich i st es ihm nicht gelungen, überzeugend darzulegen, dass er konkret verdächtigt wurde, den LTTE nahezustehen. Eigenen An- gaben gemäss hat er sich politisch nicht betätigt ( vgl. act. A2/10 S. 6), weshalb er auch insoweit das Interesse der Sicherheitskräfte nic ht auf sich gezogen haben kann. Aus dem Umstand, dass er im Jahr 1999 von Soldaten festgenommen und geschlagen worden sei, erwächst ihm heute keine Gefahr, da die Sache seinen Angaben gemäss keine weiteren Fo l- gen gehabt habe. Zudem wurde er nie verurteilt und gegen ihn ist kein Verfahren hängig. Der Umstand, dass er sich seit vier Jahren in der Schweiz aufhält und hier ein Asylgesuch eingereicht hat, vermag ebe n-D-2931/2009 Seite 15 falls nicht zur Annahme einer begründeten Furcht vor zukünftiger Verfo l- gung zu führen, da keine A nhaltspunkte dafür bestehen, dass er sich im nahen Umfeld der LTTE bewegte. Schliesslich ist angesichts seiner Au s- sagen auch nicht davon auszugehen, seine Familie oder er verfügten über beträchtliche finanzielle Mittel, so dass er auch in dieser Hinsicht keiner erhöhten Gefährdung unterliegt. 6.5. Zusammenfassend ergibt sich, dass es dem Beschwerdeführer nicht gelungen ist, eine im Zeitpunkt seiner Ausreise aus Sri Lanka bestehende oder unmittelbar drohende asylrechtlich relevante Verfolgung nachzuwei - sen oder z umindest glaubhaft zu machen. Auch für den heutigen Zei t- punkt kann ihm keine begründete Furcht vor einer Rückkehr in seine Heimat zuerkannt werden. Es erübrigt sich, auf die weiteren Ausführu n- gen in der Beschwerde und die eingereichten Beweismittel im Einz elnen weiter einzugehen, da sie an der Würdigung des vorliegenden Sachve r- halts nichts zu ändern vermögen. Das BFM hat das Asylgesuch des B e- schwerdeführers demnach zu Recht abgelehnt. 7. 7.1. Lehnt das Bundesamt das Asylgesuch ab oder tritt es darauf nicht ein, so verfügt es in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz und ord- net den Vollzug an; es berücksichtigt dabei den Grundsatz der Einheit der Familie (Art. 44 Abs. 1 AsylG). 7.2. Der Beschwerdeführer verfügt weder über eine ausländerrechtliche Aufenthaltsbewilligung noch über einen Anspruch auf Erteilung einer so l- chen. Die Wegw eisung wurde demnach zu Recht angeordnet ( vgl. EMARK 2001 Nr. 21). 8. 8.1. Ist der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar oder nicht möglich, so regelt das Bundesamt das Anwesenheitsverhältnis nach den gesetzlichen Bestimmungen über die vorläufige Aufnahme von Au s- ländern (Art. 44 Abs. 2 AsylG; Art. 83 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 16. Dezember 2005 über die Ausländerinnen und Ausländer [AuG, SR 142.20]). Bezüglich der Geltendmachung von Wegweisungshindernissen gilt g e- mäss ständiger Praxis des Bundesverwaltungsgerichts der gleiche B e- weisstandard wie bei der Flüchtlingseigenschaft, das heisst, sie sind zu D-2931/2009 Seite 16 beweisen, wenn der strikte Beweis möglich ist, und andernfalls wenig s- tens glaubhaft zu machen (vgl. STÖCKLI, a.a.O., Rz. 11.148). 8.2. Der Vollzug ist nicht zulässig, wenn völkerrechtliche Verpflichtungen der Schweiz einer Weiterreise der Ausländerin oder des Ausländers in den Heimat -, Herkunfts - oder einen Drittstaat entgegenstehen (Art. 83 Abs. 3 AuG). So darf keine Person in irgendeiner Form zur Ausreise in ein Land g e- zwungen werden, in dem ihr Leib, ihr Leben oder ihre Freiheit aus einem Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet ist oder in dem sie Gefahr läuft, zur Ausreise in ein solches Land gezwungen zu werden (Art. 5 Abs. 1 AsylG; vgl. ebenso Art. 33 Abs. 1 des Abkommens vom 28. Juli 1951 über die Rechtsstellung der Flüchtlinge [FK, SR 0.142.30]). Gemäss Art. 25 Abs. 3 der Bundesverfassung der Schweizerischen Ei d- genossenschaft vom 18. April 1999 (BV, SR 101), Art. 3 des Überei n- kommens vom 10. Dezember 1984 gegen Folter und andere grau same, unmenschliche oder erniedrigende Behandlung oder Strafe (FoK, SR 0.105) und der Praxis zu Art. 3 der Konvention vom 4. November 1950 zum Schutz der Menschenrechte und Grundfreiheiten (EMRK, SR 0.101) darf niemand der Folter oder unmenschlicher oder e rniedri- gender Strafe oder Behandlung unterworfen werden. 8.3. Die Vorinstanz wies in ihrer angefochtenen Verfügung zutreffend dar- auf hin, dass das Prinzip des flüchtlingsrechtlichen Non -Refoulement nur Personen schützt, die die Flüchtlingseigenschaft erfüllen. Da es dem Beschwerdeführer nicht gelungen ist, eine asylrechtlich erhebliche G e- fährdung nachzuweisen oder glaubhaft zu machen, kann der in Art. 5 AsylG verankerte Grundsatz der Nicht rückschiebung im vorliegenden Verfahren keine Anwendung finden. Eine Rückkehr des Beschwerdeführers nach Sri Lanka ist demnach unter dem Aspekt von Art. 5 AsylG rechtmässig. Sodann ergeben sich weder aus den Aussagen des Beschwerdeführers noch aus den Akten Anhaltspunkte dafür, dass er für den Fall einer Au s- schaffung nach Sri Lanka dort mit beachtlicher Wahrscheinlichkeit einer nach Art. 3 EMRK oder Art. 1 FoK verbotenen Strafe oder Behandlung ausgesetzt wäre. Gemäss Praxis des Europäischen Gerichtshofes für Menschenrechte (EG MR) sowie je ner des UN -Anti-Folterausschusses müsste der Beschwerdeführer eine konkrete Gefahr ("real risk") nachwe i-D-2931/2009 Seite 17 sen oder glaubhaft machen, dass ihm im Fall einer Rückschiebung Folter oder unmenschliche Behandlung drohen würde (vgl . EGMR [Grosse Kammer], Saadi gegen Italien, Urteil vom 28. Februar 2008, Beschwerde Nr. 37201/06, §§ 124 – 127, mit weiteren Hinweisen). Dies ist ihm unter Hinweis auf die Ausführungen zur Glaubhaftigkeit seiner Vorbringen nicht gelungen. Er gehört gemäss Auffassung des Bundesverwaltungsgerichts keiner in Bezug auf die Flüchtlingseigenschaft relevanten Risikogruppe an, weshalb nicht davon auszugehen ist, ihm drohe diesbezüglich eine unmenschliche Behandlung. Die allgemeine Menschenrechtssituation in Sri Lanka lässt den Wegweisungsvollzug zum heutigen Zeitpunkt nicht als unzulässig erscheinen (vgl. BVGE E-6220/2006 vom 27. Oktober 2011 E. 10.4.2). Nach dem Gesagten ist der Vollzug der Wegweisung sowohl im Sinne der asyl- als auch der völkerrechtlichen Bestimmungen zulässig. 8.4. 8.4.1. Gemäss Art. 83 Abs. 4 AuG ist der Vollzug der Wegweisung insbe - sondere dann nicht zumutbar, wenn die beschwerdeführende Person bei einer Rückkehr in ihren Heimatstaat einer konkreten Gefährdung ausge - setzt wäre. Diese Bestimmung wird vor allem bei Gewaltflüchtlingen a n- gewendet, das heisst bei Ausländerinnen und Ausländern, die mangels persönlicher Verfolgung weder die Voraussetzungen der Flüchtlingseigen- schaft noch jene des völkerrechtlichen Non -Refoulement-Prinzips erfül - len, jedoch wegen der Folgen von Krieg, Bürgerkrieg oder einer Situation allgemeiner Gewalt nicht in ihren Heimatstaat zurückkehren können. Im Weiteren findet sie Anwendung auf andere Personen, die nach ihrer Rückkehr ebenfalls einer konkreten Gefahr ausgesetzt wären, weil sie die absolut notwendige medizinische Versorgung nicht erhalten könnten oder – aus objektiver Sicht – wegen der vorherrschenden Verhältnisse mit grosser Wahrscheinlichkeit unwiederbringlich in völlige Armut gestossen würden, dem Hunger und somit einer ernsthaften Verschlechterung ihres Gesundheitszustands, der Invalidität oder sogar dem Tod ausgeliefert wä- ren (vgl. BVGE E-6220/2006 vom 27. Oktober 2011 E. 11.1, BVGE 2009/28 E. 9.3.1 S. 367). 8.4.2. Seit Ende des bewaffneten Konflikts zwischen der srilankische n Armee und den LTTE im Mai 2009 hat sich die allgemeine Lage in Sri Lanka erheblich verbessert. Die Situation in der Ostprovinz hat sich wei t- gehend stabilisiert und normalisiert, so dass der Wegweisungsvollzug in das gesamte Gebiet der Ostprovinz als grun dsätzlich zumutbar zu erach- ten ist (vgl. BVGE E-6220/2006 vom 27. Oktober 2011 E. 13.1). Die Lage in der Nordprovinz von Sri Lanka ist indes differenziert zu betrachten, da D-2931/2009 Seite 18 sich die Situation gebietsweise sehr unterschiedlich präsentiert. So ist in den Geb ieten, die bereits seit längerer Zeit unter Regierungskontrolle stehen, das heisst in den Distrikten Jaffna und in den südlichen Teilen der Distrikte Vavuniya und Mannar, der Alltag eingekehrt. Die Lage in Jaffna hat sich namentlich nach der Öffnung der Verbindungsstrasse A9 (Haupt- verkehrsachse zwischen Kandy in der Zentralprovinz nach Jaffna) im N o- vember 2009 deutlich gebessert und die Versorgungslage ist entspannt. Die Militärpräsenz in Jaffna hat zwar abgenommen, ist aber nach wie vor praktisch auf jeder Strasse sichtbar. Gleichzeitig haben die Polizei - und Zivilbehörden ihre Funktionen und Tätigkeiten aufgenommen bezi e- hungsweise von den Militärbehörden übernommen. Gemäss UNOCHA hat die UNO guten Zugang zu den Rückkehrgebieten im Norden ("return areas"). Der Fortschritt in diesen Gebieten soll beeindruckend sein. Ein i- ge Schulen sind wiedereröffnet und Spitäler wieder eingerichtet worden, wobei noch Lücken innerhalb des Basisdienstleistungsangebots feststel l- bar sind und die wirtschaftlichen Aktivitäten limi tiert bleiben. Das UNHCR betont, dass der Zugang zu Land und Wohnraum für die Rückkehrer ein massgebliches Problem darstellt; das UNHCR und andere Organisati o- nen in Mannar, Jaffna, Vavuniya, Batticaloa und Trincomalee stellen u n- entgeltlichen Rechtsbeistand zur Verfügung, um die Rückkehrer in rech t- lichen Angelegenheiten zu unterstützen, wobei nicht alle Regionen abg e- deckt sind. In den genannten Gebieten (Distrikt Jaffna und die südlichen Teile der Distrikte Vavuniya und Mannar, mit anderen Worten: die Nor d- provinz unter Ausschluss des sogenannten "Vanni -Gebietes") herrscht keine Situation allgemeiner Gewalt und die dortige politische Lage ist nicht dermassen angespannt, dass eine Rückkehr dorthin als generell unzumutbar eingestuft werden müsste. Angesichts der im humanitären und wirtschaftlichen Bereich nach wie vor fragilen Lage drängt sich aber beim Wegweisungsvollzug in dieses Gebiet eine sorgfältige, zurückha l- tende Beurteilung der individuellen Zumutbarkeitskriterien auf. Nebst der allgemeinen Zumutbarkeit (u.a. sozio-ökonomische und medizinische As- pekte, Kindeswohl etc.), ist dabei auch dem zeitlichen Element gebüh - rend Rechnung zu tragen. Für Personen, die aus der Nordprovinz stam - men und dieses Gebiet erst nach Beendigung des Bürgerkrieges im Mai 2009 ve rlassen haben, ist der Wegweisungsvollzug (zurück) in dieses Gebiet als grundsätzlich zumutbar zu beurteilen, wenn davon ausgegan - gen werden kann, dass die betreffende Person auf die gleiche oder gleichwertige Lebens- und Wohnsituation zurückgreifen kann, die im Zeit- punkt der Ausreise geherrscht hat und dem Wegweisungsvollzug zurück dorthin nichts im Wege steht. Liegt der letzte Aufenthalt der betreffenden Person in der Nordprovinz indessen längere Zeit zurück (vor Beendigung D-2931/2009 Seite 19 des Bürgerkrieges im Mai 2009) oder gehen konkrete Umstände aus den Verfahrensakten hervor, dass sich die Lebensumstände seit der Ausreise massgeblich verändert haben können, sind die aktuell vorliegenden Le - bens- und Wohnverhältnisse sorgfältig abzuklären und auf die Zumutbar - keit des Wegweisungsvollzuges hin zu überprüfen. In diesem Zusammen- hang erscheinen namentlich die Existenz eines tragfähigen Beziehung s- netzes und die konkreten Möglichkeiten der Sicherung des Existenzmin i- mums und der Wohnsituation als massgebliche Faktoren. Falls solche begünstigende Faktoren in der Nordprovinz nicht vorliegen, ist die Z u- mutbarkeit einer innerstaatlichen Aufenthaltsalternative im Übrigen Staatsgebiet, namentlich im Grossraum B._______ zu prüfen (vgl. BVGE E-6620/2006 vom 27. Oktober 2011 E. 13.2.1). 8.4.3. Der Beschwerdeführer lebte seinen Angaben gemäss von Oktober 2003 bis zu seiner Ausreise im Oktober 2007 in B._______. Er verfügt über eine gute Schulbildung und hat Berufserfahrung als Chauffeur (vgl. act. A2 /10 S. 2). Aufgrund seiner unglaubhaften Aussagen zur geltend gemachten Verfolgung ist davon auszugehen, dass er sich sowohl in B._______, wo Verwandte von ihm leben, als auch in D._______ oder C._______, wo weitere seiner Verwandten leben, niederlassen kann. Es ist davon auszugehen, dass er bei einer Rückkehr nach Sri Lanka auf ein existierendes, tragfähiges soziales Netz stossen wird und ihm der Aufbau einer wirtschaftlichen Existenz – allenfalls auch mit Hilfe seiner Familie – möglich sein wird. Auch wenn der Beschwerdeführer seit über vier Jahren landesabwesend gewesen ist, bestehen keine konkreten Anhaltspunkte dafür, dass er bei einer Rückkehr nach Sri Lanka in eine existenzielle Notlage geraten würde. Der Vollzug der Wegweisung erweist sich de m- nach nicht als unzumutbar im Sinne von Art. 83 Abs. 4 AuG. 8.5. Schliesslich obliegt es dem Beschwerdeführer, sich bei der zuständi- gen Vertretung des Heimatstaates die für eine Rückkehr notwendigen Reisedokumente zu beschaffen (vgl. Art. 8 Abs. 4 AsylG und dazu auch BVGE 2008/34 E. 12 S. 513 ff.), weshalb der Vollzug der Wegw eisung auch als möglich zu bezeichnen ist (Art. 83 Abs. 2 AuG). 8.6. Angesichts der vom Bundesverwaltungsgericht im Urteil E-6620/2006 vom 27. Oktober 2011 vorgenommenen Lagebeurteilung erübrigt es sich, auf die Ausführungen in der Beschwerde zur allgemeinen Lage in Sri Lanka und die in diesem Zusammenhang eingereichten Beweismittel (vgl. insb. Beweismittel 8 bis 12, Beschw erde S. 10) näher einzugehen. Zu- sammenfassend ergibt sich, dass das BFM den Vollzug der Wegweisung D-2931/2009 Seite 20 zu Recht als zulässig, zumutbar und möglich erachtet hat. Die Anordnung der vorläufigen Aufnahme fällt daher nicht in Betracht (Art. 83 Abs. 1 – 4 AuG). 9. Aus diesen Erwägungen ergibt sich, dass die angefochtene Verfügung Bundesrecht nicht verletzt, den rechtserheblichen Sachverhalt richtig und vollständig feststellt und angemessen ist (Art. 106 AsylG). Die Beschwer- de ist demnach abzuweisen. 10. Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind die Kosten dem Beschwerdeführer aufzuerlegen (Art. 63 Abs. 1 VwVG). Durch das Einrei- chen der gefälschten oder käuflich erworbenen Be weismittel und in B e- rücksichtigung der konkreten Umstände ist vorliegend die Prozessführung als mutwillig zu bezeichnen, weshalb die Spruchgebühr auf Fr. 1'200.– festzusetzen ist (Art. 1 – 3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entsc hädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]). Die Verfahrenskosten sind durch den geleisteten Kostenvorschuss von Fr. 600.- teilweise gedeckt und mit diesem zu ve r- rechnen. Der zur Bezahlung verbleibende Restbetrag beträgt demnach Fr. 600.-. (Dispositiv nächste Seite) D-2931/2009 Seite 21 Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 2. Die Verfahrenskosten von Fr. 1'200.- werden dem Beschwerdeführer auf- erlegt. Sie sind durch den geleisteten Kostenvorschuss von Fr. 600.- teil- weise gedeckt und werden mit diesem verrechnet. Der zur Bezahlung verbleibende Restbetrag von Fr. 600.- ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zu Gunsten der Gerichtskasse zu überweisen. 3. Die als gefälscht beziehungsweise missbräuchlich verwendet erkannten Dokumente (Haftbefehl vom 28. Oktober 2007, Polizeirapport vom 10. Oktober 2007, Schreiben von Rechtsanwalt G._______ vom 16. April 2009, Dokument de s (…) und Affidavit vom 1. Mai 2009) werden eing e- zogen. 4. Dieses Urteil geht an den Beschwerdeführer, das BFM und die zuständ i- ge kantonale Behörde. Der vorsitzende Richter: Der Gerichtsschreiber: Walter Lang Christoph Basler Versand: