<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2005.00155</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="https://vgrzh.djiktzh.ch/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=https://vgrzh.djiktzh.ch&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=205425&amp;W10_KEY=4467137&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2005.00155</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 19.10.2005</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">1. Abteilung/1. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Submissionsrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Submission</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Submissionsverfahren für das Abschleppen von falsch parkierten Fahrzeugen und Pannen- und Unfallfahrzeugen<br/>Soweit die Submission das Abschleppen von falsch parkierten Fahrzeugen im Auftrag der Stadtpolizei betrifft, liegt unstreitig eine öffentliche Beschaffung vor. Auch Abschleppaufträge für Pannen- und Unfallfahrzeuge, welche die Polizei ohne Ermächtigung der Fahrzeuginhaber erteilt, sind als öffentliche Beschaffung für eigene Bedürfnisse zu qualifizieren - unabhängig davon, ob diese Aufträge nachträglich vom Fahrzeuginhaber genehmigt werden. Hingegen werden mit den direkt durch den Fahrzeuginhaber oder durch die Polizeiorgane in direkter Stellvertretung des Fahrzeuginhabers erteilten Abschleppaufträge nicht in erster Linie eigene Bedürfnisse des Gemeinwesens, sondern solche der Unfallbeteiligten befriedigt (E. 3.2.1). - Trotz eines öffentlichen Interesses an der raschen Beseitigung der Fahrzeuge und an der Auswahl von geeigneten Abschleppdiensten, stellt der Abschleppdienst für Pannen- und Unfallfahrzeuge, der nicht dem Gemeinwesen gegenüber erbracht wird, keine Erfüllung einer staatlichen Aufgabe dar; damit liegt hier auch keine öffentliche Beschaffung vor (E. 3.2.2).<br/>Das (Eignungs-) Kriterium, das gesamte Auftragsvolumen auf dem Gebiet der Stadt Zürich müsse mit einem einheitlichen Angebot abgedeckt werden, hat das Verwaltungsgericht schon in einem früheren Entscheid als zulässig beurteilt. Vorliegend sahen die Ausschreibungsunterlagen zudem ausdrücklich die Möglichkeit vor, mit Subunternehmern oder als Zusammenschluss mehrerer Unternehmer ein Angebot einzureichen. Die Rüge, das Erfordernis eines "einzigen Ansprechpartners" verhindere einen wirksamen Wettbewerb, ist aus diesem Grund unbegründet (E.5).<br/><br/>Gutheissung</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ABSCHLEPPAUFTRÃGE">ABSCHLEPPAUFTRÃGE</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ABSCHLEPPEN">ABSCHLEPPEN</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: DIENSTLEISTUNGSKONZESSION">DIENSTLEISTUNGSKONZESSION</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: EIGNUNGSKRITERIEN">EIGNUNGSKRITERIEN</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ÃFFENTLICHE BESCHAFFUNG">ÃFFENTLICHE BESCHAFFUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: PREIS">PREIS</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: STELLVERTRETER/-IN UND -VERTRETUNG">STELLVERTRETER/-IN UND -VERTRETUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: Besonderes Verwaltungsrecht (ohne...) ST: SUBMISSIONSRECHT">SUBMISSIONSRECHT</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: WETTBEWERB">WETTBEWERB</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ZUSCHLAGSKRITERIEN">ZUSCHLAGSKRITERIEN</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade">Art. 1 Abs. III lit. c IVÃ¶B</span><br/><span class="gerade">Art. 11 lit. b IVÃ¶B</span><br/><span class="ungerade">Art. 16 Abs. I lit. a IVÃ¶B</span><br/><span class="gerade">Art. 16 Abs. II IVÃ¶B</span><br/><span class="ungerade">§ 13 Abs. I lit. m SubmV</span><br/><span class="gerade">§ 28 lit. a SubmV</span><br/><span class="ungerade">§ 29 lit. a SubmV</span><br/><span class="gerade">§ 33 Abs. I SubmV</span><br/><span class="ungerade">§ 33 Abs. II SubmV</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="gerade">BEZ 2006 Nr. 14</span><br/> </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 2 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Sachverhalt1"><b>I. </b> </p> <p class="Sachverhalt2">Mit Ausschreibung vom 22. Oktober 2004 erÃ¶ffnete die Verkehrspolizei der Stadt ZÃ¼rich die Submission im offenen Verfahren fÃ¼r das Abschleppen von falsch parkierten Fahrzeugen sowie von Pannen- und Unfallfahrzeugen auf dem Gebiet der Stadt ZÃ¼rich. Innert der Angebotsfrist gingen sieben Offerten ein. Mit VerfÃ¼gung vom 22. MÃ¤rz 2005 vergab die Verkehrspolizei der Stadt ZÃ¼rich den Auftrag an die C mit der BegrÃ¼ndung "Beste ErfÃ¼llung der Zuschlagskriterien". Der Vergabeentscheid wurde gleichentags den nicht berÃ¼cksichtigten Anbietern mitgeteilt.</p> <p class="Sachverhalt1"><b>II. </b> </p> <p class="Urteilstext">Mit Eingabe vom 4. April 2005 liess A, dessen Angebot nicht berÃ¼cksichtigt wurde, beim Verwaltungsgericht Beschwerde gegen den Vergabeentscheid erheben und beantragen, dieser sei aufzuheben und der Zuschlag dem BeschwerdefÃ¼hrer zu erteilen, eventuell sei die Submission zu wiederholen; alles unter Kosten- und EntschÃ¤digungsfolgen zulasten der Beschwerdegegnerin. Gleichzeitig liess er das Begehren stellen, der Beschwerde sei die aufschiebende Wirkung zu erteilen.</p> <p class="Urteilstext">Die Beschwerdegegnerin stellte in ihrer Beschwerdeantwort vom 13. Mai 2005 den Antrag, es sei der Beschwerde die aufschiebende Wirkung zu erteilen, im Ãbrigen sei die Beschwerde abzuweisen; unter Kosten- und EntschÃ¤digungsfolgen zulasten des BeschwerdefÃ¼hrers.</p> <p class="Urteilstext">Mit Replik vom 20. Juni 2005 und Duplik vom 18. August 2005 hielten die Parteien an ihren AntrÃ¤gen fest. Der Mitbeteiligte nahm mit Duplik vom 12. August 2005 Stellung zur Beschwerde, ohne formelle AntrÃ¤ge zu stellen.</p> <p class="Urteilstext">Der Beschwerde wurde mit PrÃ¤sidialverfÃ¼gungen vom 5. April 2005 und 17. Mai 2005 vorlÃ¤ufig und anschliessend fÃ¼r das restliche Beschwerdeverfahren aufschiebende Wirkung erteilt.</p> <p class="Einzug1"><span>Die Kammer</span><span> zieht in ErwÃ¤gung:</span></p> <p class="Erwgung1"><b>1. </b> </p> <p class="Urteilstext">Vergabeentscheide kantonaler und kommunaler Auftraggeber kÃ¶nnen unmittelbar mit Beschwerde an das Verwaltungsgericht weiter gezogen werden (RB 1999 Nr. 27 = BEZ 1999 Nr. 13 = ZBl 100/1999, S. 372; vgl. Alfred KÃ¶lz/JÃ¼rg Bosshart/Martin RÃ¶hl, Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons ZÃ¼rich, 2. A., ZÃ¼rich 1999, § 41 N. 22). Auf das Beschwerdeverfahren gelangen die Art. 15 ff. der revidierten Interkantonalen Vereinbarung Ã¼ber das Ã¶ffentliche Beschaffungswesen vom 15. MÃ¤rz 2001 (IVÃ¶B) sowie die §§ 2 ff. des Gesetzes Ã¼ber den Beitritt des Kantons ZÃ¼rich zur revidierten Interkantonalen Vereinbarung Ã¼ber das Ã¶ffentliche Beschaffungswesen vom 15. September 2003 (IVÃ¶B-BeitrittsG) zur Anwendung.</p> <p class="Erwgung1"><b>2. </b> </p> <p class="Urteilstext">Nicht berÃ¼cksichtigte Anbietende sind zur Beschwerde gegen den Vergabeentscheid legitimiert, wenn sie bei deren Gutheissung eine realistische Chance haben, mit dem eigenen Angebot zum Zug zu kommen oder wenn die Gutheissung der Beschwerde zu einer Wiederholung des Submissionsverfahrens fÃ¼hrt, in welchem sie ein neues Angebot einreichen kÃ¶nnen; andernfalls fehlt ihnen das schutzwÃ¼rdige Interesse an der BeschwerdefÃ¼hrung (RB 1999 Nr. 18 = BEZ 1999 Nr. 11; § 21 lit. a des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 [VRG]). Vorliegend hat der BeschwerdefÃ¼hrer in der Gesamtbewertung den zweiten Rang belegt. Mit den in der Beschwerde erhobenen RÃ¼gen stellt er diese Bewertung in Frage, wozu er ohne weiteres legitimiert ist.</p> <p class="Erwgung1"><b>3. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>3.1 </b>Der BeschwerdefÃ¼hrer wendet vorab ein, mit der Submission zum Abschleppen von falsch parkierten Fahrzeugen sowie von Pannen- und Unfallfahrzeugen seien zwei hÃ¶chst unterschiedliche TÃ¤tigkeiten bzw. Leistungen Ã¶ffentlich ausgeschrieben worden. Das Abschleppen von falsch parkierten Fahrzeugen sei eine hoheitliche TÃ¤tigkeit. Dagegen sei das Bergen und Abtransportieren von Pannen- und Unfallfahrzeugen keine staatliche TÃ¤tigkeit. Die Polizei Ã¼be hier eine reine VermittlungstÃ¤tigkeit aus. Der privatrechtliche (Werk-) Vertrag Ã¼ber die Bergung und den Abtransport von Pannen- und Unfallfahrzeugen komme zwischen dem Abschleppunternehmen und dem privaten Fahrzeughalter zustande. Eine Ã¶ffentliche Beschaffung liege hier nicht vor, weil der Staat nicht als "Konsument" einer durch ein privates Unternehmen erbrachten Leistung auftrete. DemgemÃ¤ss dÃ¼rfe fÃ¼r das Bergen und den Abtransport von Pannen- und Unfallfahrzeugen keine Submission durchgefÃ¼hrt werden, weil keine Ã¶ffentliche Beschaffung vorliege. Die angefochtene VerfÃ¼gung sei schon aus diesem Grund aufzuheben und das Submissionsverfahren ausschliesslich fÃ¼r das Abschleppen von falsch parkierten Fahrzeugen zu wiederholen.</p> <p class="Erwgung2"><b>3.2 </b>Gegen VerfÃ¼gungen der Auftraggeberin oder des Auftragsgebers im Anwendungsbereich des Ã¶ffentlichen Beschaffungsrechts ist gemÃ¤ss Art. 15 Abs. 1 IVÃ¶B in Verbindung mit § 2 Abs. 1 IVÃ¶B-BeitrittsG die (direkte) Beschwerde an das Verwaltungsgericht zulÃ¤ssig. Das Verwaltungsgericht prÃ¼ft seine ZustÃ¤ndigkeit von Amtes wegen.</p> <p class="Erwgung3"><b>3.2.1 </b>Soweit die Submission das Abschleppen von falsch parkierten Fahrzeugen im Auftrag der Stadtpolizei betrifft, liegt unstreitig eine Ã¶ffentliche Beschaffung vor. Der BeschwerdefÃ¼hrer bestreitet aber, dass AbschleppauftrÃ¤ge fÃ¼r Pannen- und Unfallfahrzeuge dem Ã¶ffentlichen Beschaffungsrecht unterstehen, weil diesbezÃ¼glich eine reine VermittlertÃ¤tigkeit der Polizei vorliege und der privatrechtliche Vertrag Ã¼ber die Bergung des Fahrzeuges stets zwischen dem Abschleppunternehmen und dem privaten Fahrzeughalter zustande kÃ¤me.</p> <p class="Erwgung3">Eine unmittelbare Vertragsbeziehung zwischen Fahrzeuginhaber (Fahrzeughalter oder âfÃ¼hrer) einerseits und dem Abschleppunternehmen anderseits entsteht bei direkter Erteilung des Abschleppauftrages durch den Fahrzeuginhaber persÃ¶nlich (auf Empfehlung der Polizei) oder durch die Polizeiorgane in â direkter â Stellvertretung des Fahrzeuginhabers (Art. 32 Abs. 1 des Obligationenrechts [OR]). Ist der Fahrzeuginhaber nach einem Unfall aber nicht in der Lage, dem Abschleppauftrag zuzustimmen, handelt die Polizei in (echter) GeschÃ¤ftsfÃ¼hrung ohne Auftrag. In diesem Fall steht der Polizei als GeschÃ¤ftsfÃ¼hrer gegenÃ¼ber dem GeschÃ¤ftsherrn (Fahrzeuginhaber) ein Anspruch auf Verwendungsersatz zu (Art. 422 OR). Das RechtsverhÃ¤ltnis zwischen dem Abschleppunternehmen einerseits und dem GeschÃ¤ftsfÃ¼hrer bzw. GeschÃ¤ftsherrn anderseits bestimmt sich nach den Vorschriften Ã¼ber die Stellvertretung ohne Vollmacht (Art. 38 f. OR), d.h. das RechtsverhÃ¤ltnis wird nur dann direkt zwischen dem Vertretenen (Fahrzeuginhaber) und dem Abschleppunternehmen abgeschlossen, wenn der Vertretene den Vertrag genehmigt (Art. 38 Abs. 1 OR). Wird die Genehmigung abgelehnt, stehen dem Abschleppunternehmen gegenÃ¼ber der Polizei die RechtsansprÃ¼che gemÃ¤ss Art. 39 OR zu.</p> <p class="Urteilstext">Wie die AbschleppauftrÃ¤ge fÃ¼r falsch parkierte Fahrzeuge sind daher auch die letztgenannten AbschleppauftrÃ¤ge fÃ¼r Pannen- und Unfallfahrzeuge, welche die Polizei ohne ErmÃ¤chtigung der Fahrzeuginhaber erteilt, als Ã¶ffentliche Beschaffung fÃ¼r eigene BedÃ¼rfnisse zu qualifizieren â unabhÃ¤ngig davon, ob diese AuftrÃ¤ge nachtrÃ¤glich vom Fahrzeuginhaber genehmigt werden. Hingegen werden mit den direkt durch den Fahrzeuginhaber oder durch die Polizeiorgane in direkter Stellvertretung des Fahrzeuginhabers erteilten AbschleppauftrÃ¤gen nicht in erster Linie eigene BedÃ¼rfnisse des Gemeinwesens, sondern solche der Unfallbeteiligten befriedigt. Dies zeigt sich schon darin, dass der Vertrag nicht zwischen den kommunalen Polizeiorganen und dem Abschleppunternehmer, sondern direkt zwischen dem Unternehmen und dem Fahrzeuginhaber zustande kommt und auch die Rechnungsstellung direkt an letzteren erfolgt.</p> <p class="Erwgung3"><b>3.2.2 </b>Nach der Rechtsprechung des Bundesgerichts und des Verwaltungsgerichts liegt eine Ã¶ffentliche Beschaffung nur dann vor, wenn die Ã¶ffentliche Hand als Abnehmerin von Sachen oder Dienstleistungen auftritt. Typisches Merkmal der Ã¶ffentlichen Beschaffung ist "le paiement d'un prix par l'Ã©tat" (Peter Galli/AndrÃ© Moser/Elisabeth Lang, Praxis des Ã¶ffentlichen Beschaffungsrechts, ZÃ¼rich 2003, S. 43 Rz. 96). So ist die Erteilung eines Rechts zum Plakataushang auf Ã¶ffentlichem Grund durch das Gemeinwesen gemÃ¤ss verwaltungs- und bundesgerichtlicher Qualifikation keine Ã¶ffentliche Beschaffung (RB 2000 Nr. 65 = BEZ 2000 Nr. 44 = ZBl 102/2001, S. 96; BGE 125 I 209 E. 6). Auch die ZurverfÃ¼gungstellung eines Standplatzes an einer Kunstmesse stellt keine Ã¶ffentliche Beschaffung dar, da die Messeveranstalter nicht als Abnehmer von Sachen oder Dienstleistungen auftreten, sondern im Gegenteil selber gewerbliche Leistungen offerieren (BGE 126 I 255 E. 2 d/bb). Ebenso ist die Ãbertragung von Aufgaben der spitalexternen Krankenpflege (Spitex) auf eine private Organisation durch eine Gemeinde nicht als Ã¶ffentliche Beschaffung zu qualifizieren, weil nicht das Gemeinwesen, sondern Privatpersonen "Konsumenten" der zu erbringenden Dienstleistung sind (RB 2000 Nr. 64 =<span> </span>BEZ 2000 Nr. 57 = ZBl 102/2001, S. 97).</p> <p class="Erwgung3">Allerdings ist nicht zu verkennen, dass vorliegend auch ein Ã¶ffentliches Interesse an einer raschen Beseitigung von Unfall- und Pannenfahrzeugen und an einer geeigneten Auswahl an Abschleppdienste besteht. Zudem ist es durchaus wahrscheinlich, dass das Gemeinwesen mit seiner Empfehlung einen erheblichen Einfluss auf die Entscheidung der Fahrzeuginhaber ausÃ¼bt und in diesem Sinn gegenÃ¼ber den Abschleppdiensten faktisch wie eine beschaffende Stelle auftritt. Insofern ist die vorliegende Situation nicht mit den geschilderten FÃ¤llen vergleichbar. Vielmehr liegt eine gewisse Ãhnlichkeit mit so genannten Dienstleistungskonzessionen vor, bei welchen der Staat eine in seinem Interesse liegende Aufgabe auslagert und durch einen Privaten auf dessen Rechnung und Gefahr erfÃ¼llen lÃ¤sst (vgl. Evelyne Clerc in: Pierre Tercier/Christian Bovet [Hrsg.], Droit de la concurrence, Genf/Basel/MÃ¼nchen 2002, Art. 5 N. 49). Clerc geht davon aus, dass Dienstleistungskonzessionen weder dem GPA (Government Procurement Agreement [GATT/WTO- Ãbereinkommen Ã¼ber das Ã¶ffentliche Beschaffungswesen]) noch dem Bundesgesetz Ã¼ber das Ã¶ffentliche Beschaffungswesen vom 16. Dezember 1994 (BoeB) oder der IVÃ¶B unterstehen; sie verweist dabei auf die geltenden Vergaberichtlinien (Dienstleistungs-Richtlinie und Sektoren-Richtlinie) der EuropÃ¤ischen Union (EU), deren Anwendung auf Dienstleistungskonzession durch qualifiziertes Schweigen ausgeschlossen ist (Clerc, Art. 5 N. 52). Auch die neue konsolidierte Richtlinie der EU, welche noch nicht anwendbar ist, schliesst Dienstleistungskonzessionen von ihrem Anwendungsbereich aus (Art. 1 Abs. 4 und Art. 17 der Richtlinie 2004/18/EG des EuropÃ¤ischen Parlaments und des Rates vom 31. MÃ¤rz 2004 Ã¼ber die Koordinierung der Verfahren zur Vergabe Ã¶ffentlicher BauauftrÃ¤ge, LieferauftrÃ¤ge und DienstleistungsauftrÃ¤ge; Amtsblatt der EuropÃ¤ischen Union vom 30. April 2004, L 134/114 ff.). DemgegenÃ¼ber hat die EidgenÃ¶ssische Rekurskommission fÃ¼r das Ã¶ffentliche Beschaffungswesen die Erteilung einer derartigen Dienstleistungskonzession als eine dem BoeB unterstellte Dienstleistung qualifiziert (Auftrag zur Entsorgung gebrauchter Batterien und zur Erhebung einer vorgezogenen EntsorgungsgebÃ¼hr; vgl. VPB 64/2000 Nr. 30).</p> <p class="Urteilstext">Die Frage der Anwendung von Vergaberecht auf Dienstleistungskonzessionen braucht indessen vorliegend nicht generell entschieden zu werden. Denn der Abschleppdienst fÃ¼r Pannen- und Unfallfahrzeuge, der nicht der Gemeinde gegenÃ¼ber erbracht wird, stellt â trotz eines Ã¶ffentlichen Interesses an einer raschen Beseitigung der Fahrzeuge und an der Auswahl von geeigneten Abschleppdiensten â keine ErfÃ¼llung einer staatlichen Aufgabe<i> </i>dar. Auch wird keinem Unternehmen ein ausschliessliches Recht eingerÃ¤umt, derartige Abschleppdienste vorzunehmen. Soweit der angefochtene Entscheid Abschleppdienste betrifft, die nicht dem Gemeinwesen gegenÃ¼ber erbracht werden, liegt somit keine Ã¶ffentliche Beschaffung vor; demzufolge ist er auch nicht mit Beschwerde gemÃ¤ss Art. 15 ff. IVÃ¶B direkt beim Verwaltungsgericht anfechtbar. Da hier jedoch im gleichen Entscheid Ã¼ber alle Arten von Abschleppdiensten entschieden wurde und dieser aus praktischen GrÃ¼nden nicht aufgeteilt werden kann, ist die Beschwerde im Sinn einer Kompetenzattraktion dennoch insgesamt durch das Verwaltungsgericht zu beurteilen. Dies rechtfertigt sich umso mehr, als aus den in den nachfolgenden ErwÃ¤gungen genannten GrÃ¼nden ohnehin eine Wiederholung des Vergabeverfahrens erforderlich ist.</p> <p class="Erwgung1"><b>4. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>4.1 </b>Im Submissionsverfahren wird zwischen Eignungs- und Zuschlagskriterien unterschieden. Eignungskriterien umschreiben die Anforderungen, welche an die Anbieter gestellt werden, um zu gewÃ¤hrleisten, dass sie zur AusfÃ¼hrung des geplanten Auftrags in der Lage sind (vgl. Peter Gauch/Hubert StÃ¶ckli, Thesen zum neuen Vergaberecht des Bundes â Ver­gabethesen 1999, Freiburg 1999, Ziff. 10, S. 19 ff.). GemÃ¤ss § 22 Abs. 2<span> </span>SubmV betreffen sie insbesondere die fachliche, finanzielle, wirtschaftliche, technische und organisatorische LeistungsfÃ¤higkeit der Anbietenden. Zuschlagskriterien dienen demgegenÃ¼ber der Bewertung des Preis-Leistungs-VerhÃ¤ltnisses im Hinblick auf die Ermittlung des wirtschaftlich gÃ¼nstigsten Angebots (§ 33 SubmV).</p> <p class="Urteilstext">Eignungskriterien sind im Normalfall Ausschlusskriterien, die entweder erfÃ¼llt oder nicht erfÃ¼llt sind; das Vorliegen der geforderten Eignung fÃ¼hrt zur Zulassung, deren Fehlen zum Ausschluss vom Verfahren (§ 28 lit. a SubmV). DemgegenÃ¼ber handelt es sich bei den Zuschlagskriterien um Merkmale, die ein Angebot in mehr oder minder hohem Masse besitzt und die ein AbwÃ¤gen des wirtschaftlichen Werts ermÃ¶glichen. Eine schlechte Bewertung bei einem Kriterium fÃ¼hrt â anders als bei den Eignungskriterien â nicht zum Ausschluss des Angebots, sondern kann durch gute Bewertungen bei anderen Kriterien ausgeglichen werden. Ob ein bestimmtes Merkmal als Eignungs- oder als Zuschlagskriterium behandelt wird, ergibt sich aus dessen Verwendung in der Ausschreibung und den Ausschreibungsunterlagen. Auch bei dieser Zuordnung besteht eine gewisse Wahlfreiheit. Dabei kÃ¶nnen als Zuschlagskriterien auch Eigenschaften des Anbieters verwendet werden, die bereits als Eignungskriterien benutzt wurden (RB 2004 Nr. 42 = BEZ 2004 Nr. 13).</p> <p class="Urteilstext">Neben der NichterfÃ¼llung eines Eignungskriteriums stellt auch die Einreichung eines unvollstÃ¤ndigen Angebots einen Ausschlussgrund dar (vgl. § 28 lit. h SubmV). Der Ausschluss aus dem Verfahren ist in diesem Fall allerdings nur bei einem wesentlichen Mangel gerechtfertigt, was dem Verbot eines Ã¼berspritzten Formalismus entspricht. Untergeordnete MÃ¤ngel berechtigen nicht zum Ausschluss von der Teilnahme (vgl. RB 1999 Nr. 61 = BEZ 1999 Nr. 25 E. 6 = ZBl 101/2000, S. 266 f.; VGr, 17. Februar 2000, BEZ 2000 Nr. 25 E. 8b).</p> <p class="Erwgung2"><b>4.2 </b>Nach § 33 Abs. 1 SubmV erfolgt der Zuschlag â sofern nicht ausnahmsweise das alleinige Kriterium des niedrigsten Preises (§ 33 Abs. 2 SubmV) zur Anwendung kommt â auf das wirtschaftlich gÃ¼nstigste Angebot. Bei der Bewertung der Angebote ist das Preis-Leistungs-VerhÃ¤ltnis zu beachten, wobei neben dem Preis insbesondere folgende Kriterien berÃ¼cksichtigt werden kÃ¶nnen: QualitÃ¤t, ZweckmÃ¤ssigkeit, Termine, technischer Wert, Ãsthetik, Betriebskosten, Nachhaltigkeit, KreativitÃ¤t, Kundendienst, Lehrlingsausbildung, Infrastruktur. Die fÃ¼r eine bestimmte Beschaffung massgeblichen Zuschlagskriterien werden von der VergabebehÃ¶rde im Hinblick auf die Besonderheiten des Auftrags festgelegt, wobei ihr ein erheblicher Beurteilungsspielraum zusteht. Um die notwendige Transparenz des Vergabeverfahrens (Art. 1 Abs. 3 lit. c IVÃ¶B) zu gewÃ¤hrleisten, sind die Zuschlagskriterien sowie deren Rangordnung oder Gewichtung den Interessenten zu Beginn des Verfahrens in den Ausschreibungsunterlagen bekannt zu geben (§ 13 Abs. 1 lit. m SubmV).</p> <p class="Erwgung2">Bei der Beurteilung der Angebote anhand der Zuschlagskriterien steht der VergabebehÃ¶rde wiederum ein erheblicher Ermessensspielraum zu (VGr, 7. Juli 1999, BEZ 1999 Nr. 26 E. 6a, mit Hinweisen). In dieses Ermessen greift das Verwaltungsgericht, dem keine ÃberprÃ¼fung der Angemessenheit des Entscheids zusteht (Art. 16 Abs. 2 IVÃ¶B; vgl. auch § 50 Abs. 3 VRG), nicht ein. Zu prÃ¼fen ist dagegen eine allfÃ¤llige Ãberschreitung oder ein Missbrauch des Ermessens (§ 16 Abs. 1 lit. a IVÃ¶B; vgl. § 50 Abs. 2 lit. c VRG).</p> <p class="Erwgung1"><b>5. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>5.1 </b>Die Submissionsunterlagen des Beschwerdegegners sehen unter dem Titel "Besondere Vorgaben/Anforderungen/Organisation" als (Eignungs-)Kriterium vor, dass fÃ¼r AbschleppauftrÃ¤ge ein "einziger Ansprechpartner" bestehe, was eine eigene Struktur bzw. RechtspersÃ¶nlichkeit bedinge, allenfalls mit Subunternehmern oder als Zusammenschluss von mehreren Anbietern. Das Verwaltungsgericht hatte sich bereits mit dem Submissionsverfahren der letztmaligen Vergabe des Auftrags fÃ¼r das Abschleppen von falsch parkierten Fahrzeugen sowie von Pannen- und Unfallfahrzeugen im Jahr 1998 befassen und Ã¼ber die ZulÃ¤ssigkeit eines praktisch gleich lautenden Kriteriums entscheiden mÃ¼ssen. Mit Hinweis auf die dem damaligen Entscheid des Verwaltungsgerichts vom 19. Mai 1999 (VB.1998.00362) beigefÃ¼gte MinderheitsbegrÃ¼ndung rÃ¼gt der BeschwerdefÃ¼hrer eine Verletzung des Grundsatzes des wirksamen Wettbewerbs (Art. 11 lit. b IVÃ¶B), weil der Zuschlag fÃ¼r den Vergabeauftrag auf dem gesamten Gebiet der Stadt ZÃ¼rich fÃ¼r die nÃ¤chsten vier Jahre an einen einzigen Unternehmer zu einer volkswirtschaftlich unerwÃ¼nschten Monopolstellung eines einzigen Anbieters fÃ¼r diese Dienstleistungen auf dem Platz ZÃ¼rich fÃ¼hre.</p> <p class="Erwgung2"><b>5.2 </b>Der heutige Beschwerdegegner hatte auch in der Ausschreibung von 1998 verlangt, dass das gesamte Auftragsvolumen auf dem Gebiet der Stadt ZÃ¼rich mit einem einheitlichen Angebot abgedeckt werde. Das Verwaltungsgericht beurteilte im erwÃ¤hnten Entscheid vom 19. Mai 1999 dieses (Eignungs-)Kriterium als zulÃ¤ssig. Es hielt fest, es sei sachgerecht, wenn die Stadtpolizei im Interesse einer einfachen und raschen Handhabung bei allen AuftrÃ¤gen fÃ¼r das Abschleppen von falsch parkierten Fahrzeugen und bei der Vermittlung fÃ¼r das Bergen von Unfall- und Pannenfahrzeugen nur einen<i> </i>Ansprechpartner haben wolle und eine Aufsplitterung der AuftrÃ¤ge je nach Ort oder Zeit auf mehrere Anbieter ablehne. An dieser EinschÃ¤tzung wird festgehalten. Die Festlegung dieses Eignungskriteriums lag innerhalb des der VergabebehÃ¶rde zustehenden Ermessensspielraumes, auch wenn andere LÃ¶sungen denkbar wÃ¤ren.</p> <p class="Urteilstext"><span>Die abweichende Minderheitsmeinung im erwÃ¤hnten Entscheid, die zu grosse Bemessung des Auftrages bzw. der Verzicht auf eine Unterteilung stehe einem wirksamen Wettbewerb im Weg, grÃ¼ndete auf dem Umstand, dass damals nur gerade zwei beteiligte Bieter als fÃ¤hig erachtet wurden, die Voraussetzungen der Ausschreibung zu erfÃ¼llen, weil im fraglichen Marktsegment offenbar keine ausreichend grossen Betriebe tÃ¤tig waren. An der vorliegenden Ausschreibung beteiligten sich nunmehr aber sieben Anbieter. Zudem sahen die Ausschreibungsunterlagen ausdrÃ¼cklich die MÃ¶glichkeit vor, mit Subunternehmern oder als Zusammenschluss mehrerer Unternehmer ein Angebot einzureichen, beispielsweise analog dem "D", welchem 18 Unternehmer angeschlossen sind. Der BeschwerdefÃ¼hrer hat denn auch nach seiner EinschÃ¤tzung zusammen mit der E AG eine gemeinsame Offerte eingereicht (vgl. hinten E. 7.5). Der Vorwurf, das Erfordernis eines "einzigen Ansprechpartners", verhindere einen wirksamen Wettbewerb, ist auch aus diesem Grund unbegrÃ¼ndet. Im Ãbrigen entschÃ¤rft sich die angesprochene Problematik dadurch, dass die Ausschreibung fÃ¼r Abschleppdienste, die nicht dem Gemeinwesen gegenÃ¼ber erbracht werden, ohnehin gesondert vorzunehmen ist (vgl. E. 3.2.3 und 7.4).</span></p> <p class="Erwgung1"><b>6. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>6.1 </b>Die Beschwerdegegnerin hat in Ziff. 10 der Ausschreibungsunterlagen die folgenden "Besonderen Vorgaben/Anforderungen" aufgelistet, welche laut Ziff. 13 der Unterlagen gleichzeitig die Zuschlagskriterien bilden<i>:</i></p> <p class="Urteilstext"><span>"A) Organisation</span></p> <p class="Urteilstext"><span>I.<span> </span></span><span>UneingeschrÃ¤nkte Betriebsbereitschaft wÃ¤hrend 24 Stunden an 365 Tagen im Jahr mit einer einzigen, stÃ¤ndig bedienten Telefonnummer</span></p> <p class="Urteilstext"><span>II.<span> </span></span><span>Ein einziger Ansprechpartner fÃ¼r AbschleppauftrÃ¤ge (bedingt eine eigene Struktur bzw. RechtspersÃ¶nlichkeit â allenfalls mit Subunternehmen â oder Zusammenschluss von mehreren Anbietern)</span></p> <p class="Urteilstext"><span>III.<span> </span></span><span>GewÃ¤hr, dass Abschleppfahrzeug etwa 15 Minuten nach der Einsatzmeldung am Ereignisort eintrifft</span></p> <p class="Urteilstext"><span>IV.<span> </span></span><span>GewÃ¤hr, dass gleichzeitig zwei grÃ¶ssere Ereignisse â z.B. Bergung eines Lastwagens und gleichzeitiges Abschleppen eines anderen schweren Fahrzeuges â an verschiedenen Ãrtlichkeiten innerhalb der Stadt bewÃ¤ltigt werden kÃ¶nnen</span></p> <p class="Urteilstext"><span>V.<span> </span></span><span>GewÃ¤hr, dass die finanzielle LeistungsfÃ¤higkeit des Abschleppunternehmens es erlaubt, den Auftrag in den nÃ¤chsten Jahren zu erfÃ¼llen</span></p> <p class="Urteilstext"><span>B) Fahrzeugpark/Einsatzmittel</span></p> <p class="Urteilstext"><span>VI.<span> </span></span><span>Fahrzeugpark, mit dem besondere EinsÃ¤tze erledigt werden kÃ¶nnen, d.h.</span></p> <p class="Urteilstext"><span> mindestens zwei Fahrzeuge mit Gabellift und Seilwinde</span></p> <p class="Urteilstext"><span>mindestens zwei Lastwagen mit Kranvorrichtung und Seilwinden mit 20 t Zugkraft bzw. ein eigener Lastwagen und die MÃ¶glichkeit, im Bedarfsfall umgehend einen zweiten entsprechend ausgerÃ¼steten Lastwagen hinzuziehen zu kÃ¶nnen</span></p> <p class="Urteilstext"><span>spezieller AnhÃ¤nger fÃ¼r MotorrÃ¤der mit einer Kranvorrichtung </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Werkstattwagen um bei Pannen etc. von Lastwagen und Cars entsprechende Hilfe leisten zu kÃ¶nnen</span></p> <p class="Urteilstext"><span>VII.<span> </span></span><span>Material fÃ¼r schadenmindernde Bergung (z.B. Luftkissen)</span></p> <p class="Urteilstext"><span>VIII.<span> </span></span><span>Eigener Fahrzeuglift in der Einstellhalle fÃ¼r allfÃ¤llige Fahrzeugexpertisen durch die UntersuchungsbehÃ¶rde</span></p> <p class="Urteilstext"><span>C) EinstellmÃ¶glichkeiten</span></p> <p class="Urteilstext"><span>IX.<span> </span></span><span>GenÃ¼gend abschliessbare Ein- und AbstellplÃ¤tze fÃ¼r sichergestellte und polizeilich zu behandelnde Fahrzeuge; mindestens aber entsprechende PlÃ¤tze fÃ¼r 7 Personenwagen, 2 Lieferwagen und 2 schwere Fahrzeuge (Lastwagen bzw. Car)</span></p> <p class="Urteilstext"><span>D) Diverses</span></p> <p class="Urteilstext"><span>X.<span> </span></span><span>Versicherung gegen HaftpflichtansprÃ¼che</span></p> <p class="Urteilstext"><span>XI.<span> </span></span><span>Eine den SicherheitsbedÃ¼rfnissen im Strassenverkehr und auf Unfallstellen entsprechende Ausbildung und AusrÃ¼stung des Personals</span></p> <p class="Urteilstext"><span>XII.<span> </span></span><span>MehrjÃ¤hrige Erfahrung im Gewerbe."</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Im Weiteren wurde in den Ausschreibungsunterlagen darauf hingewiesen, dass sÃ¤mtliche Punkte zu belegen seien (durch Fotografien, Vertrags- und Plankopien, BestÃ¤tigungen, BetreibungsauszÃ¼ge usw.) und nicht ausreichend dokumentierte Anforderungen oder Kriterien als nicht erfÃ¼llt betrachtet wÃ¼rden.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>In der Bewertung hat die Beschwerdegegnerin 26 Kriterien aufgelistet und alle mit Noten von 0 - 4 entsprechend der Qualifikation "4 = sehr gut/ 3 = gut/ 2 = genÃ¼gend/1 = ungenÃ¼gend /0 = nicht erfÃ¼llt" bewertet. Die HÃ¶chstpunktzahl betrÃ¤gt mithin 104 Punkte. Die Zuschlagskriterien der Bewertungsskala stimmen nur teilweise mit jenen in den Ausschreibungsunterlagen Ã¼berein. Letztlich wurden folgende Zuschlagskriterien bewertet: </span></p> <p class="Urteilstext"><span>"<b>Offerte rechtzeitig eingereicht</b></span></p> <p class="Urteilstext"><b><span>VollstÃ¤ndigkeit der Dokumente<br/> - </span></b><span>Standort der Firma<br/> - Niederlassungen <br/> - Fahrzeugpark mit Fotografien dargestellt<br/> - Vertrags- und Plankopien<br/> - BestÃ¤tigungen<br/> - BetreibungsauszÃ¼ge<br/> - Mitarbeiter und der Ausbildung <br/> - Handelsregister - Auszug <br/> - Kurzzusammenfassung Angebot</span></p> <p class="Urteilstext"><b><span>Fahrzeugpark /Einsatzmittel<br/> - </span></b><span>mind. 2 Fahrzeuge mit Gabellift und Seilwinde<br/> - mind. 2 Lastwagen mit Kranvorrichtung und Seilwinden mit 20 t Zugkraft<br/> - Ausnahme = einen eigenen Lastwagen und einen 2. zuziehen<br/> - Spezieller AnhÃ¤nger mit Kranvorrichtung fÃ¼r MotorrÃ¤der<br/> - Anzahl Fahrzeuge<br/> - Werkstattwagen fÃ¼r Cars und Lastwagen<br/> - Eigener Fahrzeuglift in der Einstellhalle fÃ¼r allfÃ¤llige Fahrzeugexpertisen</span></p> <p class="Urteilstext"><b><span>EinstellmÃ¶glichkeiten in eigener Garage<br/> - </span></b><span>FÃ¼r mindestens 7 Personenwagen<br/> <b>- </b>2 Lieferwagen und 2 schwere Fahrzeuge (Lw/Car)</span></p> <p class="Urteilstext"><b><span>Verschiedene Auflagen<br/> </span></b><span>- Versicherung gegen HaftpflichtansprÃ¼che<br/> - Gut ausgebildetes Personal<br/> - AusrÃ¼stung des Personals<br/> - MehrjÃ¤hrige Berufserfahrung<br/> - Betriebsbereitschaft 24 Std. 365 Tage<br/> - GewÃ¤hr in 15 Minuten am Ereignisort eintreffen<br/> - GewÃ¤hr zwei Grossereignisse zu bewÃ¤ltigen."</span></p> <p class="Erwgung2"><b>6.2 </b>Insgesamt erhielt der Mitbeteiligte 100 Punkte von maximal 104 Punkten. Die BeschwerdefÃ¼hrerin wurde mit 88 Punkten benotet und liegt im 2. Rang. Sie rÃ¼gt zur Hauptsache, die meisten der in Ziff. 10 der Submissionsunterlagen aufgezÃ¤hlten Anforderungen seien keine Zuschlagskriterien, sondern Eignungskriterien. Die Zuschlagskriterien wÃ¼rden in den Ausschreibungsunterlagen weder prÃ¤zise noch mit ihrer Rangordnung oder Gewichtung angegeben. Zudem habe die Beschwerdegegnerin die Bewertung der eingereichten Angebote nicht nach den in den Submissionsunterlagen aufgelisteten Kriterien vorgenommen, sondern bei der Bewertung zum Teil neue Kriterien eingefÃ¼hrt und einzelne in den Submissionsunterlagen enthaltene Zuschlagskriterien nicht bewertet. Zudem hÃ¤tte seine Offerte mit jener der E AG bewertet werden mÃ¼ssen, weil die beiden Anbieter gemeinsam eine Offerte eingereicht haben.</p> <p class="Erwgung1"><b>7. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>7.1 </b>Die in den Ausschreibungsunterlagen genannten Zuschlagskriterien wurden ohne Gewichtung bekannt gegeben. Da die Beschwerdegegnerin bei der Bewertung alle Zuschlagskriterien einheitlich mit hÃ¶chstens 4 Punkten bewertete und damit alle gleich gewichtete, ist sie der Anforderung von § 13 Abs. 1 lit. m SubmV, wonach die Zuschlagskriterien in den Ausschreibungsunterlagen mit deren Rangordnung oder Gewichtung bekannt gegeben werden mÃ¼ssen, nachgekommen.</p> <p class="Erwgung2"><b>7.2 </b>GemÃ¤ss Art. 33 Abs. 1 SubmV kÃ¶nnen als Zuschlagskriterien neben dem Preis weitere Kriterien berÃ¼cksichtigt werden. Es fragt sich, ob der Preis als Zuschlagskriterium Ã¼berhaupt fehlen darf. Nach der Rechtsprechung der EidgenÃ¶ssischen Rekurskommission fÃ¼r das Ã¶ffentliche Beschaffungswesen kann es sich bei "komplexen DienstleistungsauftrÃ¤gen" rechtfertigen, das wirtschaftlich gÃ¼nstigste Angebot dadurch zu ermitteln, dass ein festes Kostendach vorgegeben und nach der Ã¼berzeugendsten Leistung gefragt wird (Galli/Moser/Lang, S. 188 Rz. 401). Esseiva vertritt die Auffassung, dass das Zuschlagskriterium "Preis" nie fehlen und dessen Gewichtung auch nie vernachlÃ¤ssigbar sein darf (Denis Esseiva, Zuschlagskriterien und Preis, in: Baurecht 4/2001, S. 153 Ziff. 3; vgl. ferner Robert Wolf, Der Angebotspreis in: Baurecht, Sonderheft Vergaberecht 2004, S. 17).</p> <p class="Urteilstext">Bei der streitigen Submission bildet der Preis kein Zuschlagskriterium, auch nicht fÃ¼r die direkt gegenÃ¼ber dem Gemeinwesen erbrachten Abschleppdienste. Derartige AuftrÃ¤ge sollen nach dem (den Submissionsunterlagen als Anhang beigehefteten) Beschluss des Stadtrates vom 6. Juli 1994 betreffend GebÃ¼hren fÃ¼r das Abschleppen von Fahrzeugen durch die Stadtpolizei berechnet werden<i>. </i>Dieser Beschluss betrifft indessen die vom Fahrzeuginhaber der Stadt ZÃ¼rich zu leistenden GebÃ¼hren; er ist auch kein Grund dafÃ¼r, dass die Stadt ZÃ¼rich nicht versuchen sollte, die Abschlepp-Dienstleistungen mÃ¶glichst gÃ¼nstig einzukaufen. Es ist daher nicht einzusehen, dass der Preis, welchen die Stadt ZÃ¼rich dem Abschleppunternehmen zu entrichten hat, kein Zuschlagskriterium bei der Ermittlung des wirtschaftlich gÃ¼nstigsten Angebotes bildet. Ein Grund, ausnahmsweise allein auf die QualitÃ¤t der Leistung abzustellen und den Zuschlagskriterienkatalog ohne Preis festzulegen, liegt hier nicht vor. Die Beschwerdegegnerin wird das Zuschlagskriterium "Preis" bei der Wiederholung des Vergabeverfahrens berÃ¼cksichtigen mÃ¼ssen.</p> <p class="Erwgung2"><b>7.3 </b>Als erstes "Zuschlagskriterium" gemÃ¤ss Bewertungsmatrix hat die Beschwerdegegnerin die "Rechtzeitigkeit der Offerte" bewertet. Die Einhaltung der Eingabefrist ist indessen kein Zuschlagskriterium, sondern ein wesentliches Formerfordernis, und eine verspÃ¤tete Eingabe fÃ¼hrt zwingend zum Ausschluss des betreffenden Anbieters vom Vergabeverfahren (§ 28 lit. h SubmV; RB 2004 Nr. 40).</p> <p class="Urteilstext"><span>Bei den unter der Ãberschrift "VollstÃ¤ndigkeit der Dokumente" bewerteten neun Kriterien handelt es sich teilweise um formale Anforderungen an die VollstÃ¤ndigkeit des Angebotes, teilweise um Dokumente, welche die einzelnen Zuschlagskriterien belegen sollen. Soweit die Dokumente allein die VollstÃ¤ndigkeit des Angebotes betreffen, kann deren Fehlen â zumindest im Einzelnen â nicht als schwer wiegender Mangel betrachtet werden und nicht den Ausschluss des betreffenden Anbieters rechtfertigen. Der betreffende Anbieter ist vielmehr vorerst aufzufordern, diese Dokumente nachzureichen. Soweit die Dokumente den Nachweis von Zuschlagskriterien erbringen sollen, ergibt sich vorliegend die Verpflichtung, solche einzureichen, aus dem allgemeinen Hinweis in Ziff. 13 der Submissionsunterlagen, sÃ¤mtliche Punkte (Kriterien) seien zu belegen (z.B. durch Fotografien, Vertrags- und Plankopien, BestÃ¤tigungen, BetreibungsauszÃ¼ge usw.), ansonsten nicht ausreichend dokumentierte Anforderungen oder Kriterien als nicht erfÃ¼llt betrachtet wÃ¼rden.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Es geht jedoch nicht an, die Einreichung solcher Dokumente unabhÃ¤ngig von der Bewertung des betreffenden Zuschlagskriteriums als separates, rein formales Zuschlagskriterium zu bewerten. So wird vorliegend beispielsweise die VollstÃ¤ndigkeit des Dokumentes "Mitarbeiter und der Ausbildung" bewertet und gleichzeitig das Zuschlagskriterium "Gut ausgebildetes Personal" benotet. Der Betriebsstandort und allfÃ¤llige Betriebsniederlassungen sind sicher fÃ¼r die Bewertung des Zuschlagskriteriums "GewÃ¤hr, dass Abschleppfahrzeuge etwa 15 Minuten nach Einsatzmeldung am Ereignisort eintreffen" von massgebender Bedeutung. Die Beschwerdegegnerin bewertete indessen die VollstÃ¤ndigkeit der Dokumente "Standort der Firma" und "Niederlassungen" als eigenstÃ¤ndige Zuschlagskriterien, ohne dass diese ausgeschrieben worden waren. Aus der Beschwerdeantwort wiederum ergibt sich, dass dabei fÃ¼r die Benotung entgegen dem missverstÃ¤ndlichen Wortlaut nicht die "VollstÃ¤ndigkeit der Dokumente", sondern "die geographische Verteilung der Standorte und allfÃ¤lliger Niederlassungen" massgebend war. Zu Recht rÃ¼gt der BeschwerdefÃ¼hrer auch, dass die Dokumente teilweise nicht mit der erforderlichen Klarheit verlangt wurden, so z.B. "Vertrags- und Plankopien" oder "BestÃ¤tigungen". Die Einreichung eines Betreibungsauszuges wurde als eigenes Kriterium bewertet; ein solcher Auszug war zwar in Ziff. 13 der Submissionsunterlagen verlangt worden, aber in der Liste der Zuschlagskriterien nicht aufgefÃ¼hrt. Der Betreibungsauszug wÃ¤re allenfalls im Zusammenhang mit der Beurteilung des ausgeschriebenen Kriteriums "GewÃ¤hr, dass die finanzielle LeistungsfÃ¤higkeit des Abschleppunternehmens es erlaubt, den Auftrag in den nÃ¤chsten Jahren zu erfÃ¼llen" von Wichtigkeit. Dieses Zuschlagskriterium wurde aber â wie auch das Kriterium "Material fÃ¼r schadenmindernde Bergung (z.B. Luftkissen)" â trotz Ausschreibung nicht in die Bewertung einbezogen.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>FÃ¼r die Rechtzeitigkeit der Offerte und die VollstÃ¤ndigkeit der Dokumente vergab die Beschwerdegegnerin insgesamt 40 Punkte, was 38,5 % der maximal erreichbaren Punkte (104) ausmacht. Abgesehen von den aufgezeigten MÃ¤ngeln ist eine solche Gewichtung im Vergleich mit den fÃ¼r den ausgeschriebenen Abschleppdienst Ã¤usserst wichtigen Kriterien, dass die Abschleppfahrzeuge in etwa 15 Minuten nach der Einsatzmeldung am Ereignisort eintreffen mÃ¼ssen oder dass gleichzeitig zwei Grossereignisse an verschiedenen Orten in der Stadt bewÃ¤ltigt werden kÃ¶nnen, welchen maximal nur je 4 Punkte zugeordnet wurden, sachlich schlicht nicht mehr vertretbar.</span></p> <p class="Erwgung2"><b>7.4 </b>Zusammengefasst ist festzuhalten, dass die streitige Submission in verschiedener Hinsicht grundlegende Vergabevorschriften verletzt: Das Zuschlagskriterium "Preis" fehlt. Die bewerteten Zuschlagskriterien entsprechen in erheblichem Mass nicht den ausgeschriebenen Kriterien. Die unter dem Titel "VollstÃ¤ndigkeit der Dokumente" eingereihten Kriterien stellen inhaltlich keine Zuschlagskriterien dar, sondern beschlagen entweder die VollstÃ¤ndigkeit des Angebotes oder belegen "echte" Zuschlagskriterien. Teilweise werden Zuschlagskriterien "doppelt" bewertet, nÃ¤mlich bezÃ¼glich Inhalt und hinsichtlich der "VollstÃ¤ndigkeit" der Dokumente, welche den Nachweis eben dieses Zuschlagskriteriums belegen sollen. Schliesslich lÃ¤sst sich die Gewichtung der in der Gruppe "VollstÃ¤ndigkeit der Dokumente" zusammengefassten Kriterien im Vergleich mit dem fÃ¼r den Abschleppdienst Ã¤usserst wichtigen QualitÃ¤tskriterien der zeitlichen Einsatzbereitschaft und gleichzeitigen BewÃ¤ltigung von zwei grÃ¶sseren Ereignissen sachlich nicht rechtfertigen. Die Beschwerde ist daher gutzuheissen. Da der Vertrag mit dem ursprÃ¼nglichen ZuschlagsempfÃ¤nger noch nicht abgeschlossen wurde, ist der Zuschlag aufzuheben (Robert Wolf, Die Beschwerde gegen Vergabeentscheide, ZBl 104/2003, S. 26) und die Sache an die VergabebehÃ¶rde zurÃ¼ckzuweisen. Die grundlegenden und konzeptionellen Fehler der streitigen Submission verlangen eine vollstÃ¤ndige Wiederholung des Vergabeverfahrens mit neuer Ausschreibung. Dabei ist die Ausschreibung fÃ¼r Abschleppdienste, welche nicht dem Gemeinwesen gegenÃ¼ber erbracht werden, gesondert vorzunehmen. Ob fÃ¼r diese Dienste Ã¼berhaupt eine Ausschreibung am Platz ist und welches der Inhalt des Auftrags wÃ¤re, ist hier nicht zu beurteilen. Ein allfÃ¤lliges Rechtsmittel gegen den "Vergabeentscheid" fÃ¼r derartige "Dienstleistungen" wÃ¤re erstinstanzlich an den Bezirksrat zu richten.</p> <p class="Erwgung2"><b>7.5 </b>Damit erÃ¼brigt es sich, auf die weiteren RÃ¼gen des BeschwerdefÃ¼hrers, insbesondere die Bewertung seines Angebotes, nÃ¤her einzugehen. AnzufÃ¼gen ist, dass der Einwand, seine Offerte hÃ¤tte gemeinsam mit der Offerte der E AG bewertet werden mÃ¼ssen, unbegrÃ¼ndet ist. Wenn er seiner Offerte einfach jene der E AG beilegte, kann dies nicht als gemeinsame Offerte der beiden <span class="UrteilstextZchn">Anbieter verstanden werden, denn eine solche muss auch in ihrer Form als solche zum Ausdruck kommen.</span></p> <p class="Erwgung1"><b>8. </b> </p> <p class="Urteilstext"><span>Bei diesem Ausgang des Verfahrens wird die Beschwerdegegnerin kostenpflichtig (§ 70 in Verbindung mit § 13 Abs. 2 VRG). Ãberdies hat sie den BeschwerdefÃ¼hrer fÃ¼r seine Umtriebe im Beschwerdeverfahren angemessen zu entschÃ¤digen (§ 17 Abs. 2 VRG). Eine ParteientschÃ¤digung von Fr. 2'500.- (Mehrwertsteuer inbegriffen) erweist sich vorliegend als angemessen.</span></p> <p class="Einzug1"><span>DemgemÃ¤ss </span><span><a id="Text25"></a>entscheidet</span><span> </span><span>die Kammer</span><span>:</span></p> <p class="Einzug2"><span>1. Die Beschwerde wird gutgeheissen und der angefochtene Zuschlag vom 22. MÃ¤rz 2005 aufgehoben. Die Sache wird zur Wiederholung des Vergabeverfahrens an die Beschwerdegegnerin zurÃ¼ckgewiesen.</span></p> <p class="Einzug2"><span>2. Die GerichtsgebÃ¼hr wird festgesetzt auf <br/> Fr. 5'000.--; die Ã¼brigen Kosten betragen:<br/> Fr. 210.-- Zustellungskosten,<br/> Fr. 5'210.-- Total der Kosten.</span></p> <p class="Einzug2"><span>3. Die Gerichtskosten werden der Beschwerdegegnerin auferlegt.</span></p> <p class="Einzug2"><span>4. Die Beschwerdegegnerin wird verpflichtet, dem BeschwerdefÃ¼hrer eine ParteientschÃ¤digung von Fr. 2'500.- (Mehrwertsteuer inbegriffen) zu entrichten, zahlbar innert 30 Tagen nach Rechtskraft dieses Entscheids.</span></p> <p class="Urteilstext">5. Mitteilung an â¦</p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>