<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2005.00229</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=205215&amp;W10_KEY=13013564&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2005.00229</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 13.07.2005</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">3. Abteilung/3. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Gesundheitswesen</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Heilmittelabgabe</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Selbstdispensation der Ärzte: Widerruf der Bewilligungen (Ausgangslage: Das Bundesgericht hat mit Entscheid 2P.131/2004 - jedenfalls faktisch - die Rechtslage gemäss § 17 des Gesundheitsgesetzes in der Fassung von 1962 wiederhergestellt, wonach nur Ärzte ausserhalb der Städte Zürich und Winterthur Medikamente selber abgeben dürfen. In der Folge hat die Gesundheitsdirektion diejenigen Ärzte in Zürich und Winterthur, die 1998 aufgrund des Verwaltungsgerichtsurteils vom 26. Februar 1998 eine Selbstdispensationsbewilligung erhalten hatten, mit einem S c h r e i b e n darauf hingewiesen, dass sie nun innert acht Wochen die Medikamentenbestände aufzulösen hätten.) Das Verwaltungsgericht ist zuständig; Direktbeschwerde (E. 2.1 am Anfang). Die Beschwerde führenden Ärzte hatten im Zeitpunkt der Beschwerdeerhebung ein schutzwürdiges Interesse feststellen zu lassen, ob dem Schreiben tatsächlich kein Verfügungscharakter zukommt (E. 2.1 am Ende). Im Zeitpunkt der Urteilsfällung haben sie jedoch kein entsprechendes Interesse mehr, da inzwischen die Gesundheitsdirektion den Bewilligungsentzug förmlich verfügt hat. Abschreibung infolge Gegenstandslosigkeit (E. 2.2). Hinweise für die weitere Verfahrensabwicklung: Die achtwöchige Liquidationsfrist begann nicht automatisch mit der Mitteilung des Entscheids des Bundesgerichts zu laufen. Es bedarf eines förmlichen Widerrufs (der nun im Verlauf des Beschwerdeverfahrens erfolgt ist) (E. 3.1). Es ist fraglich, ob Apotheker einen Anspruch auf Beiladung in die zukünftigen Verfahren betreffend Widerruf der Selbstdispensationsbewilligung ableiten können (E. 3.2). Der Entscheid des Bundesgerichts schafft einen gewichtigen Ansatzpunkt, um die Bewilligungen zu widerrufen. Der Entscheid kann nicht einer Praxisänderung gleichgestellt werden, die einen Widerruf nur ausnahmsweise rechtfertigen kann. Ein Bestandesschutz wurde durch den Wortlaut der Bewilligungen ausgeschlossen (E. 3.3.1). Die Argumente, mit denen die Beschwerdeführer eine Verletzungder Wirtschaftsfreiheit rügen, sind kaum geeignet, einen Widerruf der Bewilligung als verfasungswidrig darzutun, denn das Verwaltungsgericht hat im Urteil vom 26. Februar 1998 § 17 GesundheitsG ausdrücklich als mit der Handels- und Gewerbefreiheit vereinbar gewürdigt. Ein öffentliches Interesse an einem Widerruf besteht, weil damit eine stossende Ungleichheit unter den Ärzten in Zürich und Wintertur beseitigt wird (E. 3.3.2).</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: Urteile: Staats- und Verfassungsrecht UR: Artikel 8, 9, 29 ff BV ST: ANSPRUCH AUF GLEICHBEHANDLUNG">ANSPRUCH AUF GLEICHBEHANDLUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: APOTHEKE/-ER">APOTHEKE/-ER</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ARZT">ARZT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: BEILADUNG">BEILADUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: BESTANDESSCHUTZ">BESTANDESSCHUTZ</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: BEWILLIGUNGSENTZUG">BEWILLIGUNGSENTZUG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: FESTSTELLUNGSINTERESSE">FESTSTELLUNGSINTERESSE</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: Allgemeines Verwaltungsrecht ST: FORMEN DES VERWALTUNGSHANDELNS">FORMEN DES VERWALTUNGSHANDELNS</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: GEGENSTANDSLOSIGKEIT">GEGENSTANDSLOSIGKEIT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: Urteile: Staats- und Verfassungsrecht UR: Grundrechte ST: HANDELS- UND GEWERBEFREIHEIT">HANDELS- UND GEWERBEFREIHEIT</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: HEILMITTELABGABE">HEILMITTELABGABE</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: MEDIKAMENTE">MEDIKAMENTE</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: PRAXISÃNDERUNG">PRAXISÃNDERUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: SELBSTDISPENSATION">SELBSTDISPENSATION</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: Gesundheit ST: ÃBRIGES FÃRSORGE UND GESUNDHEIT">ÃBRIGES FÃRSORGE UND GESUNDHEIT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: VERFÃGUNG">VERFÃGUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: VERFÃGUNGSBEGRIFF">VERFÃGUNGSBEGRIFF</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: WIDERRUF">WIDERRUF</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: WIRTSCHAFTSFREIHEIT">WIRTSCHAFTSFREIHEIT</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="gerade">§ 17 aGesundheitsG</span><br/><span class="ungerade">§ 51 HeilmittelV</span><br/><span class="gerade">§ 19a Abs. II Ziff. 1 VRG</span><br/><span class="ungerade">§ 41 Abs. I VRG</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 2 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Sachverhalt1"><b>I. </b> </p> <p class="Urteilstext"><span>Das zÃ¼rcherische Gesetz Ã¼ber das Gesundheitswesen vom 4. November 1962 (Gesundheitsgesetz; GesundheitsG, LS 810.1) gewÃ¤hrt in § 17 den Ãrzten ausserhalb der StÃ¤dte ZÃ¼rich und </span><span>Winterthur</span><span> das Recht, mit Bewilligung der Gesundheitsdirektion eine Privatapotheke zu fÃ¼hren. Die TÃ¤tigkeit der Apotheker ist in §§ 23 ff. GesundheitsG geregelt. Die regierungsrÃ¤tliche Verordnung Ã¼ber den Verkehr mit Heilmitteln vom 28. Dezember 1978 (HeilmittelV; LS 812.1) enthÃ¤lt in §§ 51 ff. nÃ¤here Bestimmungen Ã¼ber die Privatapotheken der Ãrzte. Die Inhaber von Privatapotheken dÃ¼rfen Heilmittel nur fÃ¼r Patienten mitgeben, die bei ihnen in Behandlung stehen (§ 52 HeilmittelV).</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Mit Urteil vom 26. Februar 1998 (VB.1997.00526 = RB 1998 Nr. 80 = ZBl 99/1998, S. 568) hatte das Verwaltungsgericht die Verweigerung des Gesuchs eines HMO-Zentrums in ZÃ¼rich um Erteilung der Bewilligung zur Medikamentenabgabe und in diesem Zusammenhang die VerfassungsmÃ¤ssigkeit von § 17 GesundheitsG zu beurteilen. Es gelangte zum Schluss, das darin fÃ¼r Ãrzte mit Praxen in ZÃ¼rich und Winterthur statuierte Verbot der Selbstdispensation sei zwar mit der Handels- und Gewerbefreiheit vereinbar, verstosse aber gegen die Rechtsgleichheit. Der kantonale Gesetzgeber sei bei Erlass bzw. WeiterfÃ¼hrung der fraglichen Regelung davon ausgegangen, die Medikamentenabgabe sei zum Schutz der Ã¶ffentlichen Gesundheit durchwegs den Apothekern vorzubehalten, wobei in Gebieten mit ungenÃ¼gender Versorgung durch Ã¶ffentliche Apotheken die Selbstdispensation trotz der damit verbundenen Gefahren als das kleinere Ãbel zugelassen werden mÃ¼sse. Die seit dem Jahr 1951 bestehende Abgrenzung zwischen den StÃ¤dten ZÃ¼rich und Winterthur einerseits und den Ã¼brigen Gemeinden anderseits habe seinerzeit noch als zulÃ¤ssige Pauschalierung gelten kÃ¶nnen. Nachdem jedoch heute in zahlreichen Landgemeinden eine oder mehrere Apotheken bestÃ¼nden, halte die in § 17 GesundheitsG getroffene rÃ¤umliche Abgrenzung vor dem Rechtsgleichheitsgebot nicht stand. Aufgrund der heutigen Dichte und Verteilung der Apotheken im Kanton ZÃ¼rich bestehe fÃ¼r die in § 17 GesundheitsG getroffene Unterscheidung kein vernÃ¼nftiger und sachlicher Grund mehr. Die Bestimmung sei daher nicht anwendbar, soweit sie eine Selbstdispensationsbewilligung fÃ¼r Ãrzte in den StÃ¤dten ZÃ¼rich und Winterthur ausschliesse. Da es Aufgabe des Gesetzgebers und nicht des Verwaltungsgerichts sei, die Frage der Selbstdispensation verfassungskonform zu regeln und der Entscheidungsspielraum durch das ergehende Urteil nicht eingeschrÃ¤nkt werden dÃ¼rfe, sei die konkret anbegehrte Selbstdispensationsbewilligung nur bis zum Inkrafttreten einer neuen gesetzlichen Regelung zu erteilen, ohne dass hierfÃ¼r dannzumal ein Bestandesschutz beansprucht werden kÃ¶nne.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Der Inhaber einer in der NÃ¤he des erwÃ¤hnten HMO-Zentrums gelegenen Apotheke erhob gegen dieses Urteil des Verwaltungsgerichts staatsrechtliche Beschwerde wegen Verletzung des WillkÃ¼rverbots sowie der derogatorischen Kraft des Bundesrechts, auf welche das Bundesgericht mit Urteil vom 15. Juni 1999, von gewissen als unbegrÃ¼ndet gewÃ¼rdigten VerfahrensrÃ¼gen abgesehen, mangels Legitimation nicht eintrat (ZBl 101/2000, S. 533).</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Bis Sommer 1998 bewilligte die Gesundheitsdirektion 87 Gesuche fÃ¼r die Medikamentenabgabe durch Ãrzte in ZÃ¼rich und Winterthur, so unter anderem am 8. Juni 1998 auch den heutigen BeschwerdefÃ¼hrern Dr. med. A und Dr. med. B, welche eine gemeinschaftliche Praxis in ZÃ¼rich-Altstetten betreiben. Disp. Ziff. 2 - 4 dieser VerfÃ¼gungen lauten wie folgt:</span></p> <p class="Einzug2"><span>"2. Diese Bewilligung wird unter Vorbehalt von Ziffer 3 und 4 ausgestellt und gilt lÃ¤ngstens bis 31. Dezember 2007.</span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>3. Die Bewilligung gewÃ¤hrt keinen Bestandesschutz und ist wie folgt befristet:</span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span> a) â¦ Die Bewilligungserteilung erfolgt trotz dieses Verbots (von § 17 GesundheitsG) gestÃ¼tzt auf ein Urteil des Verwaltungsgerichts vom 26. Februar 1998, mit dem das Verbot im Ergebnis deshalb bis auf weiteres suspendiert wird, weil â¦ Das Urteil kann aber, sofern es mit staatsrechtlicher Beschwerde angefochten wird, vom Bundesgericht wieder aufgehoben werden. Entsprechend ist die Bewilligung per se befristet bis zu einem allfÃ¤lligen Widerruf durch das Bundesgericht.</span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span> b) Eine weitere Befristung ergibt sich unmittelbar aus dem Verwaltungsgerichtsurteil selbst. In der laufenden Totalrevision des Gesundheitsgesetzes wird die Selbstdispensation neu geregelt. Entsprechend ist die Bewilligung befristet bis zum Inkrafttreten neuer einschrÃ¤nkender gesetzlicher Bestimmungen Ã¼ber die Regelung der Selbstdispensation im Gesundheitsgesetz.</span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>4. Ab dem Datum der Mitteilung einer allfÃ¤lligen Aufhebung des Verwaltungsgerichtsurteils durch das Bundesgericht bzw. ab dem Datum des publizierten Inkrafttretens einer Neuregelung der Selbstdispensation durch das Gesundheitsgesetz â sofern nach dem neuen Recht kein Anspruch auf Bewilligung besteht â wird fÃ¼r die MedikamentenlagerbestÃ¤nde eine Liquidationsfrist von acht Wochen gewÃ¤hrt."</span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Sachverhalt1"><b><span>II. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Seit September 1998 sistierte die Gesundheitsdirektion die noch hÃ¤ngigen, zu hunderten eingegangenen Gesuche, dies zunÃ¤chst bis zum Vorliegen des bundesgerichtlichen Entscheids vom 15. Juni 1999 bzw. von dessen BegrÃ¼ndung, hernach bis zu einem Volksentscheid Ã¼ber die Neuregelung der Selbstdispensation. Die dagegen beim Verwaltungsgericht erhobenen Beschwerden blieben erfolglos (VGr, 16. Dezember 1999, VB.1999.00324+00326 = RB 1999 Nr. 80). </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Im FrÃ¼hjahr 2001 befasste sich der Kantonsrat mit der Neuregelung der Selbstdispensation. Eine erste Vorlage, welche als Gegenvorschlag zu zwei eingereichten und wieder zurÃ¼ckgezogenen Volksinitiativen der Apothekerschaft einerseits und Ãrzteschaft anderseits konzipiert war, sah im Wesentlichen vor, dass Ãrzten die FÃ¼hrung einer Privatapotheke bewilligt wird, wenn sich in einer Gemeinde keine oder im VerhÃ¤ltnis zur BevÃ¶lkerung zu wenige Ã¶ffentliche Apotheken befinden oder wenn sich innerhalb eines Umkreises von 500 m zur Praxis keine Apotheke befindet und der Arzt sich an den allgemeinen medizinischen Notfalldiensten der Standesorganisation beteiligt. Diese Vorlage wurde von den Stimmberechtigten am 23. September 2001 mit 54 % Neinstimmen verworfen. Die Gesundheitsdirektion hielt trotz dieses Ergebnisses die Sistierung der Gesuche um Selbstdispensation fÃ¼r Ãrzte in ZÃ¼rich und Winterthur aufrecht. Dagegen erhobene Beschwerden an das Verwaltungsgericht und das Bundesgericht blieben erfolglos (VGr, 21. MÃ¤rz 2002, VB.2002.00040 = RB 2002 Nr. 59; VGr, 22. August 2002, VB.2002.00093, www.vgrzh.ch, letzteres bestÃ¤tigt durch Urteil 2P.225/2002 des Bundesgerichts vom 26. Mai 2003).</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Eine zweite, vom Regierungsrat ausgearbeitete Gesetzesvorlage sah vor, dass Ãrzte in Gemeinden ohne mindestens eine Apotheke mit durchgehender Ãffnungszeit die Abgabeberechtigung erlangen kÃ¶nnen. Seitens der Ãrzte wurde gegen diese vom Kantonsrat verabschiedete Vorlage das Referendum ergriffen. In der Volksabstimmung vom 30. November 2003 wurde auch diese Neuregelung mit einer Mehrheit von 59 % abgelehnt.</span></p> <p class="Sachverhalt1"><b><span>III. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Im Hinblick auf die beiden gescheiterten Gesetzesvorlagen beschloss der Regierungsrat am 10. MÃ¤rz 2004 eine Ãnderung von § 51 HeilmittelV, wonach Ãrzte nunmehr im ganzen Kantonsgebiet, d.h. auch in den StÃ¤dten ZÃ¼rich und Winterthur, mit Bewilligung der Gesundheitsdirektion eine Privatapotheke fÃ¼hren kÃ¶nnen (OS 59, 96). Die Inkraftsetzung dieser Regelung war auf 1. Juli 2004 vorgesehen.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Gegen diesen Beschluss des Regierungsrats fÃ¼hrten der Apothekerverband des Kantons ZÃ¼rich sowie drei Inhaber von in ZÃ¼rich, Winterthur und Fehraltorf gelegenen Apotheken staatsrechtliche Beschwerde mit dem Antrag, die VerordnungsÃ¤nderung aufzuheben. Sie rÃ¼gten eine Verletzung der Gewaltenteilung, der derogatorischen Kraft des Bundesrechts sowie der Rechtsgleichheit und des Vertrauensschutzes. Der PrÃ¤sident der II. Ã¶ffentlichrechtlichen Abteilung erteilte der Beschwerde am 10. Juni 2004 aufschiebende Wirkung. Das Bundesgericht hiess die staatsrechtliche Beschwerde mit Urteil 2P.131/2004 vom 9. MÃ¤rz 2005 gut und hob den regierungsrÃ¤tlichen Beschluss betreffend Ãnderung von § 51 HeilmittelV auf.</span></p> <p class="Sachverhalt1"><b><span>IV. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Mit Schreiben vom 19. April 2005 teilte die Gesundheitsdirektion (Kantonsapotheker) den heutigen BeschwerdefÃ¼hrern unter Bezugnahme auf die ihnen im Juni 1998 erteilte Selbstdispensationsbewilligung mit:</span></p> <p class="Einzug2"><span> "Wie Sie sicherlich der Presse bereits entnommen haben, hat das Bundesgericht mit Entscheid vom 9. MÃ¤rz 2005 das Urteil des Verwaltungsgerichts vom 26. Februar 1998 revidiert und § 17 Gesundheitsgesetz nach wie vor als anwendbar erklÃ¤rt. GemÃ¤ss Dispositiv-Ziffer 3a Ihrer Bewilligung ist diese bis zu einem allfÃ¤lligen Widerruf des Verwaltungsgerichtsurteils durch das Bundesgericht, was nunmehr eingetroffen ist, befristet. Entsprechend Dispositiv-Ziffer 4 wird Ihnen somit fÃ¼r die vorhandenen MedikamentenlagerbestÃ¤nde eine Liquidationsfrist von acht Wochen ab Zustellung dieses Schreibens gewÃ¤hrt."</span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Mit Schreiben vom 28. April 2005 an die Gesundheitsdirektion bestritten Dr. med. A und B, dass die in Dispositiv-Ziffer 4 der BewilligungsverfÃ¼gung vom 8. Juni 1998 erwÃ¤hnte Liquidationsfrist von acht Wochen mit der Zustellung des Schreibens vom 19. April 2005 zu laufen begonnen habe; sie verlangten den Erlass einer mit Rechtsmittelbelehrung versehenen VerfÃ¼gung, damit sie den Rechtsweg beschreiten kÃ¶nnten. </span></p> <p class="Sachverhalt1"><b><span>V. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Mit Beschwerden vom 23. Mai 2005 gelangten Dr. med. A und B an das Verwaltungsgericht mit den gleichlautenden Begehren, es sei festzustellen, dass das Schreiben der Gesundheitsdirektion vom 19. April 2005 keine VerfÃ¼gung sei; falls das Schreiben als VerfÃ¼gung qualifiziert werde, sei diese aufzuheben; unter Kosten- und EntschÃ¤digungsfolgen zulasten der Beschwerdegegnerin. In prozessualer Hinsicht beantragten sie, das vorliegende Verfahren zu sistieren, bis die Beschwerdegegnerin mit Bezug auf den Inhalt des Schreibens vom 19. April 2005 eine anfechtbare VerfÃ¼gung erlassen habe; anschliessend sei den BeschwerdefÃ¼hrern Frist anzusetzen, um die vorliegende Beschwerde auf der Grundlage der VerfÃ¼gung zu begrÃ¼nden und weitere Beweismittel einzureichen; zudem sei der Beschwerde die aufschiebende Wirkung zu erteilen.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Mit PrÃ¤sidialverfÃ¼gung vom 31. Mai 2005 wurde der Beschwerdegegnerin Frist zur Einreichung einer Beschwerdeantwort angesetzt und zugleich angeordnet, dass bis zu einer allfÃ¤lligen gegenteiligen VerfÃ¼gung des Verwaltungsgerichts Vollzugshandlungen der Gesundheitsdirektion zu unterbleiben hÃ¤tten.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Die Gesundheitsdirektion beantragte am 22. Juni 2005, auf die Beschwerden sei nicht einzutreten; eventualiter seien diese abzuweisen; dem prozessualen Antrag auf Sistierung des Beschwerdeverfahrens sei nicht zu entsprechen; alles unter Kosten- und EntschÃ¤digungsfolgen zulasten der BeschwerdefÃ¼hrer.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Mit Schreiben vom 6. Juli 2005 stellte die Gesundheitsdirektion dem Verwaltungsgericht ihre neu erlassenen VerfÃ¼gungen vom 4. Juli 2005 zu, mit denen sie den beiden BeschwerdefÃ¼hrern â wie auch den weiteren Bewilligungsinhabern â die im Juni 1998 erteilte Selbstdispensationsbewilligung entzogen hatte.</span></p> <p class="Sachverhalt1"><b><span>VI. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Bereits am 24. Dezember 2004 hatten 31 Apotheker und Apothekerinnen die Gesundheitsdirektion ersucht, sie als Parteien oder jedenfalls als Beigeladene in alle Verfahren miteinzubeziehen, in welchen Ãrzte der StÃ¤dte ZÃ¼rich und Winterthur (eventualiter solche der Stadt ZÃ¼rich bzw. Winterthur, subeventualiter des entsprechenden Stadtkreises) eine Bewilligung zur FÃ¼hrung einer Privatapotheke beantragt hÃ¤tten. Die Gesundheitsdirektion verfÃ¼gte darauf am 3. Mai 2005, ein "AnhÃ¶rungsverfahren" einzuleiten und den seit 1998 eine Selbstdispensationsbewilligung besitzenden 78 Ãrzten aus den StÃ¤dten ZÃ¼rich und Winterthur Gelegenheit zu geben, bis 10. Juni 2005 zum Beiladungsgesuch der 31 Apotheker schriftlich Stellung zu nehmen. Die VerfÃ¼gung wurde den 31 gesuchstellenden Apotheker und den genannten Ãrzten, worunter die beiden heutigen BeschwerdefÃ¼hrer, zugestellt.</span></p> <p class="Einzug1"><span>Die Kammer</span><span> zieht in ErwÃ¤gung:</span></p> <p class="Erwgung1"><b>1. </b> </p> <p class="Urteilstext"><span>Die beiden Beschwerden werfen die nÃ¤mlichen Tat- und Rechtsfragen auf. Sie sind daher zur gemeinsamen Behandlung zu vereinigen. Das rechtfertigt sich umso mehr, als die beiden BeschwerdefÃ¼hrer ihre Ã¤rztliche TÃ¤tigkeit in einer Praxisgemeinschaft ausÃ¼ben.</span></p> <p class="Erwgung1"><b>2. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b><span>2.1 </span></b><span>GemÃ¤ss § 41 Abs. 1 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 (VRG) beurteilt das Verwaltungsgericht Beschwerden gegen letztinstanzliche Anordnungen von VerwaltungsbehÃ¶rden, soweit nicht dieses oder ein anderes Gesetz eine abweichende ZustÃ¤ndigkeit vorsieht oder eine Anordnung als endgÃ¼ltig bezeichnet. GemÃ¤ss § 70 in Verbindung mit § 21 lit. a VRG ist zur Beschwerde legitimiert, wer durch die angefochtene Anordnung berÃ¼hrt ist und ein schutzwÃ¼rdiges Interesse an deren Ãnderung oder Aufhebung hat. </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Das angefochtene Schreiben der Gesundheitsdirektion vom 19. April 2005 setzt den BeschwerdefÃ¼hrern im Zusammenhang mit der (stillschweigend vorausgesetzten) Beendigung einer Bewilligung zur Medikamentenabgabe (als Bestandteil der AusÃ¼bung der Ã¤rztlichen TÃ¤tigkeit) eine Frist von acht Wochen zur Liquidation der MedikamentenlagerbestÃ¤nde. Der Sache nach geht es demnach um Bewilligungen Ã¤rztlicher Privatapotheken, weshalb mangels Vorliegens eines Ausschlussgrundes nach § 42 f. VRG die sachliche ZustÃ¤ndigkeit des Verwaltungsgerichts gegeben ist, das zudem gestÃ¼tzt auf § 19a Abs. 2 Ziff. 1 VRG auch funktionell zustÃ¤ndig ist.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Gleichwohl bleibt fraglich, ob die Beschwerden zulÃ¤ssig seien. Mit Beschwerde anfechtbar sind nÃ¤mlich nur "Anordnungen", womit VerfÃ¼gungen gemeint sind (zum Begriff der Anordnung und dessen Funktion als Anfechtungsobjekt vgl. Alfred KÃ¶lz/JÃ¼rg Bosshart/Martin RÃ¶hl, Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons ZÃ¼rich, 2. A., ZÃ¼rich 1999, Vorbem. zu §§ 4-31 N. 8 ff., § 19 N. 1 ff.). Zum einen spricht die Beschwerdegegnerin dem fraglichen Schreiben den VerfÃ¼gungscharakter ab; zum andern vertreten die BeschwerdefÃ¼hrer selber in ihrem Hauptstandpunkt die nÃ¤mliche Auffassung. WÃ¤hrend jedoch die Beschwerdegegnerin gestÃ¼tzt darauf (wegen des ihrer Auffassung nach fehlenden VerfÃ¼gungscharakters) den Antrag, auf die Beschwerde nicht einzutreten, stellt, wollen die BeschwerdefÃ¼hrer den fehlenden VerfÃ¼gungscharakter in einem fÃ¶rmlichen Entscheid durch das Gericht festgestellt haben, womit sie voraussetzen, dass auf die Beschwerden eingetreten werden kann. </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Dem Begehren um eine FeststellungsverfÃ¼gung ist zu entsprechen, wenn der Gesuchsteller ein schutzwÃ¼rdiges Interesse an der Feststellung nachweist (KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 19 N. 60). Ein diesbezÃ¼glicher Anspruch richtet sich jedoch gegebenenfalls an die mit der betreffenden Sache befasste <i>VerwaltungsbehÃ¶rde</i>. Bezieht sich indessen das Feststellungsinteresse einer Verfahrenspartei wie hier gerade darauf, dass ihr der VerfÃ¼gungscharakter eines behÃ¶rdlichen Schreibens und daher die Verbindlichkeit einer darin enthaltenen Anweisung nicht klar ist, muss ihr allenfalls die MÃ¶glichkeit offen stehen, gegen dieses Schreiben Beschwerde zu erheben und damit einen Feststellungsentscheid der <i>RechtsmittelbehÃ¶rde</i> betreffend dessen VerfÃ¼gungscharakter zu verlangen.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Angesichts dessen, dass beide Parteien dem Schreiben vom 19. April 2005 den VerfÃ¼gungscharakter absprechen, fragt es sich, ob die BeschwerdefÃ¼hrer ein schutzwÃ¼rdiges Interesse an einem diesbezÃ¼glichen â negativen â Feststellungsentscheid haben. Die Beschwerdegegnerin bestreitet ein schutzwÃ¼rdiges Feststellungsinteresse der BeschwerdefÃ¼hrer mit dem Hinweis darauf, dass Letztere in der Folge â wie die weiteren 76 Ãrzte und Ãrztinnen, denen fÃ¼r ihre Praxen in den StÃ¤dten ZÃ¼rich und Winterthur im Sommer 1998 die Selbstdispensation bewilligt worden war â die (Sammel-)VerfÃ¼gung vom 3. Mai 2005 erhalten hÃ¤tten, welcher entnommen werden kÃ¶nne, dass auf entsprechenden Wunsch eine formale kostenpflichtige VerfÃ¼gung Ã¼ber den Weiterbestand ihrer Selbstdispensationsbewilligungen erlassen werde. Die Beschwerdegegnerin muss sich jedoch entgegenhalten lassen, dass sie mit ihrem Vorgehen eine unklare Situation geschaffen hat: Das Schreiben vom 19. April 2005 kann â fÃ¼r sich allein betrachtet â durchaus als VerfÃ¼gung verstanden werden, woran das Fehlen einer Rechtsmittelbelehrung nichts zu Ã¤ndern vermag (vgl. KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl § 19 N. 5). Sodann hat die Beschwerdegegnerin auf den Brief der BeschwerdefÃ¼hrer vom 28. April 2005, worin diese den Erlass einer anfechtbaren VerfÃ¼gung verlangten, nicht mit einem direkten Antwortschreiben reagiert, sondern nur indirekt durch den Erlass der erwÃ¤hnten SammelverfÃ¼gung vom 3. Mai 2005. Dieses missverstÃ¤ndliche Vorgehen der Beschwerdegegnerin hat ein schutzwÃ¼rdiges Interesse der BeschwerdefÃ¼hrer an einem Feststellungsentscheid begrÃ¼ndet, welches jedenfalls im Zeitpunkt der Beschwerdeerhebung am 23. Mai 2005 noch bestand. Auf die Beschwerden ist daher einzutreten. </span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>2.2 </span></b><span>Nachdem die Beschwerdegegnerin in der Beschwerdeantwort klargestellt hat, dass sie selber das Schreiben vom 19. April 2005 nicht als verbindliche VerfÃ¼gung betrachtet, und insbesondere nachdem sie zwischenzeitlich am 4. Juli 2005 den Bewilligungsentzug verfÃ¼gt hat, haben die BeschwerdefÃ¼hrer im heutigen Zeitpunkt kein schutzwÃ¼rdiges Interesse an einem diesbezÃ¼glichen Feststellungsentscheid mehr. FÃ¤llt das schutzwÃ¼rdige Interesse an der Behandlung einer Beschwerde im Laufe des Beschwerdeverfahrens dahin, so kann Letzteres als gegenstandslos geworden abgeschrieben werden (KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 63 N. 3).</span></p> <p class="Erwgung2"><span>Im vorliegenden Fall stellen die BeschwerdefÃ¼hrer allerdings den prozessualen Antrag, das Beschwerdeverfahren zu sistieren, bis die Beschwerdegegnerin "mit Bezug auf den Inhalt des Schreibens vom 19. April 2005 eine anfechtbare VerfÃ¼gung erlassen" habe, und ihnen anschliessend Frist zur (ergÃ¤nzenden) BeschwerdebegrÃ¼ndung auf der Grundlage der (begrÃ¼ndeten) VerfÃ¼gung zu setzen. Diesem Antrag ist indessen schon deshalb nicht zu entsprechen, weil damit die durch das bisherige unzweckmÃ¤ssige Vorgehen der Beschwerdegegnerin geschaffenen Unsicherheiten eher verschÃ¤rft denn behoben wÃ¼rden, was Letztere in der Beschwerdeantwort selber einrÃ¤umt. Demnach ist das Beschwerdeverfahren als gegenstandslos geworden abzuschreiben.</span></p> <p class="Erwgung1"><b>3. </b> </p> <p class="Urteilstext"><span>Im Hinblick auf die mit dem Schreiben vom 19. April 2005 geschaffene unklare Situation und im Interesse einer zweckmÃ¤ssigen weiteren Verfahrensabwicklung erscheinen die folgenden ErwÃ¤gungen angebracht.</span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>3.1 </span></b><span>Die Gesundheitsdirektion macht in der Beschwerdeantwort geltend, aufgrund des Urteils des Bundesgerichts sei nunmehr "zumindest die Bedingung in Dispositiv-Ziffer 3a der Bewilligung eingetreten, weshalb ohne weitere formelle Anordnung die Rechtsfolgen von Dispositiv-Ziffer 4 zum Tragen" kÃ¤men. Sie habe sich daher bis jetzt nicht veranlasst gesehen, "diesen Umstand formell zu verfÃ¼gen". Das angefochtene Schreiben vom 19. April 2005 stelle dementsprechend eine "reine Vollzugshandlung" dar. Die Direktion stellt sich damit â wie schon andeutungsweise im Schreiben vom 19. April 2005 â auf den Standpunkt, aufgrund des bundesgerichtlichen Urteils vom 9. MÃ¤rz 2005 bedÃ¼rfe es keiner WiderrufsverfÃ¼gung mehr.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Dieser Auffassung kann nicht beigetreten werden. Der Vorbehalt in Ziffer 3a der BewilligungsverfÃ¼gungen vom 8. Juni 1998 bezieht sich auf den Fall, dass das verwaltungsgerichtliche Urteil vom 26. Februar 1998 vor Bundesgericht angefochten und von diesem aufgehoben werde. Dass die Gesundheitsdirektion bei Erteilung dieser Bewilligungen am 8. Juni 1998 von der am gleichen Tag tatsÃ¤chlich eingereichten Beschwerde eines Apothekeninhabers noch keine Kenntnis hatte, vermag hieran angesichts des klaren Wortlauts des Vorbehalts nichts zu Ã¤ndern. Dementsprechend wurde auch die in Ziffer 4 der BewilligungsverfÃ¼gungen vorgesehene Liquidationsfrist von acht Wochen an das "Datum der Mitteilung einer allfÃ¤lligen Aufhebung des Verwaltungsgerichtsurteils durch das Bundesgericht" geknÃ¼pft. Durch das Bundesgerichtsurteil vom 9. MÃ¤rz 2005 ist das Verwaltungsgerichtsurteil vom 26. Februar 1998 nicht aufgehoben worden. Vielmehr hat das Bundesgericht damit den Beschluss des Regierungsrats vom 10. MÃ¤rz 2004 aufgehoben, und zwar aufgrund einer Beschwerde, die sich nicht gegen das verwaltungsgerichtliche Urteil vom 26. Februar 1998, sondern gegen den regierungsrÃ¤tlichen Beschluss vom 10. MÃ¤rz 2004 richtete. Freilich beinhaltet der aufgehobene Beschluss des Regierungsrats eine Freigabe des Medikamentenverkaufs durch Ãrzte im ganzen Kanton (wie sie seitens der Gesundheitsdirektion in der Folge des verwaltungsgerichtlichen Urteils vom 26. Februar 1998 mit der Erteilung entsprechender Bewilligungen zunÃ¤chst angestrebt wurde), und hat das Bundesgericht die Aufhebung dieses Beschlusses im Wesentlichen damit begrÃ¼ndet, die Regelung von § 17 GesundheitsG kÃ¶nne, auch wenn sie mit nicht unbedenklichen MÃ¤ngeln behaftet sei, entgegen der im verwaltungsgerichtlichen Urteil vom 26. Februar 1998 vorgenommenen Beurteilung weiterhin Geltung beanspruchen (E. 3.2). Das Ã¤ndert jedoch nichts daran, dass der in Ziffer 3a der BewilligungsverfÃ¼gungen vom 8. Juni 1998 gemachte Vorbehalt zumindest formell nicht eingetreten ist und dementsprechend die in Ziffer 4 dieser VerfÃ¼gungen gesetzte Liquidationsfrist nicht zu laufen begann. Im Urteil vom 26. Februar 1998 hat das Verwaltungsgericht eine konkrete (inzidente) Normenkontrolle vorgenommen, weshalb § 17 GesundheitsG auch nach diesem Entscheid formell in Kraft geblieben ist, worauf denn auch im bundesgerichtlichen Urteil hingewiesen wird (E. 3.1). DemgegenÃ¼ber hatte das Bundesgericht in seinem Urteil bezÃ¼glich der nunmehr angefochtenen Ãnderung von § 51 HeilmittelV eine abstrakte Normenkontrolle vorgenommen, welche Beurteilung (weil sie bezÃ¼glich der Frage der VerfassungsmÃ¤ssigkeit von § 17 GesundheitsG anders als jene des Verwaltungsgerichts ausgefallen ist) zu einer Aufhebung der vom Regierungsrat beschlossenen VerordnungsÃ¤nderung fÃ¼hrte. Bei der nunmehr eingetretenen Rechtslage sind die am 8. Juni 1998 erteilten Bewilligungen nicht automatisch erloschen. Will die Gesundheitsdirektion diese Bewilligungen widerrufen (wofÃ¼r gute GrÃ¼nde bestehen; vgl. nachfolgend E. 3.3), muss dies durch formelle VerfÃ¼gungen erfolgen. Dazu genÃ¼gen auch blosse "VollzugsverfÃ¼gungen" (etwa zur PrÃ¤zisierung des Laufes der Liquidationsfrist) nicht; erforderlich sind vielmehr eigentliche SachverfÃ¼gungen, in denen der Widerruf der Bewilligungen begrÃ¼ndet wird.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Auch die Beschwerdegegnerin geht nunmehr, jedenfalls mit ihrer EventualbegrÃ¼ndung in E. 3 ihrer VerfÃ¼gungen vom 4. Juli 2005, von dieser Betrachtungsweise aus.</span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>3.2 </span></b><span>Wie erwÃ¤hnt (vorn unter Ziffer VI der Prozessgeschichte) hat die Gesundheitsdirektion den 78 Ãrzten in ZÃ¼rich und Winterthur, welche 1998 eine Selbstdispensationsbewilligung erhielten, im Rahmen der SammelverfÃ¼gung vom 3. Mai 2005 zur Kenntnis gebracht, dass sie um "eine formale kostenpflichtige VerfÃ¼gung Ã¼ber den Weiterbestand der Bewilligung" ersuchen kÃ¶nnten. Mit jener SammelverfÃ¼gung wurde gegenÃ¼ber diesen Ãrzten ein "AnhÃ¶rungsverfahren" erÃ¶ffnet, um ihnen Gelegenheit zum Gesuch von 31 Apothekern auf Einbezug in die Verfahren betreffend Erteilung von Selbstdispensationsbewilligungen zu geben. Es ist jedoch â zumindest aufgrund der vorliegenden Akten â nicht nachvollziehbar, weshalb dieses AnhÃ¶rungsverfahren Ã¼berhaupt erÃ¶ffnet wurde. Denn das Beiladungsgesuch der 31 Apotheker wurde bereits am 24. Dezember 2004 gestellt, in welchem Zeitpunkt noch ungewiss war, wie das Bundesgericht im Beschwerdeverfahren 2P.131/2004 entscheiden werde, und das Beiladungsgesuch war offenkundig in erster Linie darauf ausgerichtet, in den seit September 1998 sistierten Bewilligungsverfahren mitwirken zu kÃ¶nnen, um eine Neuerteilung von Bewilligungen zu verhindern. â Selbst wenn ein solcher Beiladungsanspruch der Apotheker bezÃ¼glich hÃ¤ngiger Bewilligungsverfahren zu bejahen wÃ¤re (wofÃ¼r ein Ansatzpunkt darin erblickt werden kann, dass das Bundesgericht im in der Zwischenzeit ergangenen Urteil vom 9. MÃ¤rz 2005 in <i>legitimationsrechtlicher</i> Hinsicht eine Kehrtwendung vollzogen hat, welche seinen Entscheid vom 15. Juni 1999 sowie ein zur Beiladungsfrage ergangenes Verwaltungsgerichtsurteil vom 20. August 1998 [RB 1998 Nr. 42 = ZBl 100/1999 S. 436] allenfalls als Ã¼berholt erscheinen lÃ¤sst), bleibt fraglich, ob hieraus auch ein Beiladungsanspruch der Apotheker in Verfahren betreffend den Widerruf erteilter Selbstdispensationsbewilligungen abgeleitet werden kÃ¶nne. Dies ist jedoch hier nicht nÃ¤her zu erÃ¶rtern; es genÃ¼gt der Hinweis, dass sich aufgrund der im Beiladungsgesuch gestellten AntrÃ¤ge die ErÃ¶ffnung des erwÃ¤hnten "AnhÃ¶rungsverfahrens" nicht ohne weiteres aufgedrÃ¤ngt hÃ¤tte.</span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>3.3 </span></b><span>Zur BegrÃ¼ndung ihres Eventualantrages, von einem Widerruf der Bewilligungen abzusehen, machen die BeschwerdefÃ¼hrer in erster Linie geltend, ein solcher Widerruf verstosse gegen den Grundsatz von Treu und Glauben bzw. das daraus abgeleitete Gebot des Vertrauensschutzes und das Verbot widersprÃ¼chlichen Verhaltens (Art. 5 Abs. 3 und 9 der Bundesverfassung, BV), gegen die Wirtschaftsfreiheit (Art. 27 BV) und gegen das Rechtsgleichheitsgebot (Art. 8 BV).</span></p> <p class="Erwgung3"><b><span>3.3.1 </span></b><span>Wenn die BeschwerdefÃ¼hrer im Zusammenhang mit dem geltend gemachten Vertrauensschutz den Entscheid des Verwaltungsgerichts vom 26. Februar 1998 als "immer noch massgebend" und die ErwÃ¤gung des Bundesgerichts, wonach § 17 GesundheitsG auch nach jenem Verwaltungsgerichtsentscheid immer noch formell Geltung habe beanspruchen dÃ¼rfen, als blosses "obiter dictum" bezeichnen (Beschwerdeschrift Ziffer 41 und 42), so trifft dies nach dem AusgefÃ¼hrten nicht zu, ebenso ihr hieraus gezogener Schluss, der Bundesgerichtsentscheid vom 9. MÃ¤rz 2005 habe "fÃ¼r den vorliegenden Fall" (mithin hinsichtlich der ZulÃ¤ssigkeit eines Widerrufs) "Ã¼berhaupt keine Relevanz" (Beschwerdeschrift Ziffer 43). Der Bundesgerichtsentscheid schafft durchaus einen gewichtigen Ansatzpunkt, um die Bewilligungen â im Sinn einer Anpassung an eine geÃ¤nderte Rechtslage â zu widerrufen (vgl. KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, Vorbem. zu §§ 86a-86d N. 13; Max Imboden/RenÃ© Rhinow/Beat KrÃ¤henmann, Schweizerische Verwaltungsrechtsprechung, Bd. I bzw. ErgÃ¤nzungsband, Basel/Frankfurt a.M. 1985 bzw. 1990, je Nr. 45 B II; Ulrich HÃ¤felin/Georg MÃ¼ller, Allgemeines Verwaltungsrecht, 4. A., ZÃ¼rich 2002 Rz. 994 f.). </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Es verhÃ¤lt sich im Ãbrigen auch nicht so, dass das bundesgerichtliche Urteil vom 9. MÃ¤rz 2005 einer "PraxisÃ¤nderung" gleichzustellen wÃ¤re, welche sowohl das ZurÃ¼ckkommen auf eine fehlerhafte VerfÃ¼gung wie auch die Anpassung einer ursprÃ¼nglich fehlerfreien VerfÃ¼gung nur ausnahmsweise zu rechtfertigen vermag (vgl. HÃ¤felin/MÃ¼ller, Rz. 999; Imboden/Rhinow/KrÃ¤henmann, Nr. 45 B III). Dies deswegen nicht, weil die Gesundheitsdirektion noch im Jahre 1998 die Erteilung von Bewilligungen stoppte, was auf entsprechende Beschwerden von Ãrzten hin vom Verwaltungsgericht und Bundesgericht wiederholt geschÃ¼tzt wurde (vgl. vorn Ziffer II der Prozessgeschichte). Selbst wenn aber die Tragweite des Bundesgerichtsurteils im Hinblick auf die im Sommer 1998 noch erteilten Bewilligungen einer PraxisÃ¤nderung gleichgesetzt wÃ¼rde, hat dieses Urteil eine Lage geschaffen, welche eine ÃberprÃ¼fung der erteilten Bewilligungen auch aufgrund einer solchen Betrachtungsweise rechtfertigen wÃ¼rde: Die Rechtsprechung lÃ¤sst nÃ¤mlich den Widerruf von VerfÃ¼gungen gestÃ¼tzt auf eine PraxisÃ¤nderung dort gelten, wo die neue Praxis in einem solchen Mass allgemeine Verbreitung gefunden hat, dass deren Nichtbefolgung als Verstoss gegen den Gleichheitsgrundsatz gelten wÃ¼rde. Zu bedenken ist schliesslich, dass ein Vertrauensschutz fÃ¼r Adressaten der BewilligungsverfÃ¼gungen vom Juni 1998 Ã¼ber die in Ziffer 3a und 3b gemachten Vorbehalte hinaus von vornherein dadurch eingeschrÃ¤nkt wird, dass im Ingress dieser Ziffer ein Bestandesschutz ausdrÃ¼cklich ausgeschlossen wurde.</span></p> <p class="Erwgung3"><b><span>3.3.2 </span></b><span>Soweit die BeschwerdefÃ¼hrer eine Verletzung der Wirtschaftsfreiheit geltend machen (Beschwerdeschrift Ziffer 50 ff.), bringen sie weitgehend Argumente vor, die dann eingehend zu prÃ¼fen wÃ¤ren, wenn es primÃ¤r darum ginge, die Vereinbarkeit von § 17 GesundheitsG mit der Wirtschaftsfreiheit der in ZÃ¼rich und Winterthur praktizierenden Ãrzte zu prÃ¼fen. Ausgangspunkt der vorliegenden Verfahren bildet jedoch die Frage, ob die auf der Grundlage des verwaltungsgerichtlichen PrÃ¤judizes vom 26. Februar 1998 erteilten Bewilligungen widerrufen werden dÃ¼rften. In jenem (durch das bundesgerichtliche Urteil vom 9. MÃ¤rz 2005 Ã¼berholten) Entscheid hat das Verwaltungsgericht § 17 GesundheitsG deswegen die Anwendung versagt, weil die Bewilligungsverweigerung gegen das Gebot der Rechtsgleichheit â in Sinne einer Gleichbehandlung der Ãrzte in den StÃ¤dten ZÃ¼rich und Winterthur sowie jener in allen Ã¼brigen Gemeinden â verstosse. Hingegen hat das Verwaltungsgericht damals vorweg auf die die eine Verletzung der Handels- und Gewerbefreiheit verneinenden Entscheide des Bundesgerichts betreffend andere Kantone (BGE 111 Ia 184, 118 Ia 175, 119 Ia 433) hingewiesen (E. 5d) und daraus den Schluss gezogen, auch die zÃ¼rcherische Regelung von § 17 GesundheitsG verletze die Handels- und Gewerbefreiheit nicht; am gegenteiligen frÃ¼heren Entscheid vom 13. Juli 1973 (ZBl 74/1973, S. 504) kÃ¶nne nicht mehr festgehalten werden (E. 5e). Von dieser Ausgangslage her dÃ¼rften die Argumente, mit denen die BeschwerdefÃ¼hrer die Vereinbarkeit von § 17 GesundheitsG mit der Wirtschaftsfreiheit in Frage stellen, wohl kaum dazu fÃ¼hren, einen Widerruf der Bewilligungen als verfassungswidrig zu wÃ¼rdigen. Soweit die BeschwerdefÃ¼hrer die geltend gemachte Verletzung der Wirtschaftsfreiheit damit begrÃ¼nden, die Medikamentenabgabe sei ihnen sogar in NotfÃ¤llen verwehrt (Beschwerdeschrift Ziffer 58), verkennen sie, dass die Ã¤rztliche Abgabe von Medikamenten in NotfÃ¤llen trotz fehlender ausdrÃ¼cklicher Normierung in gewissem Umfang zulÃ¤ssig ist (vgl. VGr, 23. Oktober 2003, VB.2002.00147, www.vgrzh.ch).</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Mit ihrer RÃ¼ge, fÃ¼r einen Bewilligungswiderruf fehle die gesetzliche Grundlage (Beschwerdeschrift Ziffer 61), gehen die BeschwerdefÃ¼hrer von der wie dargelegt unzutreffenden Annahme aus, das Verwaltungsgericht habe mit seinem Entscheid vom 26. Februar 1998 § 17 GesundheitsG aufgehoben und bei der gegenteiligen WÃ¼rdigung des Bundesgerichts im Urteil vom 9. MÃ¤rz 2005 handle es sich lediglich um ein obiter dictum (vorn E. 3.3.1). Soweit sie ein Ã¶ffentliches Interesse an einem Widerruf bestreiten, geht es richtig besehen wiederum um die Frage, ob an der Regelung von § 17 GesundheitsG als solcher ein Ã¶ffentliches Interesse bestehe. Dass es spezifisch fÃ¼r den Widerruf der Bewilligungen an einem Ã¶ffentlichen Interesse fehle, darf fÃ¼glich bezweifelt werden: Ein solches Interesse kann jedenfalls darin erblickt werden, dass mit dem Widerruf der Bewilligungen eine stossende Ungleichbehandlung unter den Ãrzten in den StÃ¤dten ZÃ¼rich und Winterthur (nÃ¤mlich zwischen jenen, die 1998 noch eine Bewilligung erhielten und jenen, die kein solches Gesuch gestellt haben oder deren Gesuch sistiert worden ist) beseitigt wird. </span></p> <p class="Erwgung3"><b><span>3.3.3 </span></b><span>Eine weitere und abschliessende Auseinandersetzung mit den Beschwerdevorbringen, die zur StÃ¼tzung des Beschwerdeeventualantrags gegen einen Widerruf der Bewilligungen vorgebracht werden, erÃ¼brigt sich hier, weil das vorliegende Beschwerdeverfahren wie dargelegt als gegenstandslos geworden abgeschrieben werden kann. </span></p> <p class="Erwgung1"><b>4. </b> </p> <p class="Erwgung1">Nach alledem sind die zu vereinigenden Beschwerdeverfahren als gegenstandslos geworden abzuschreiben. Die Gerichtskosten sind in Anwendung des Verursacherprinzips (vgl. § 70 in Verbindung mit § 13 Abs. 2 Satz 2 VRG) der Beschwerdegegnerin aufzuerlegen, da durch deren Vorgehen wie dargelegt eine unklare Situation eingetreten ist, was wesentlich zur Erhebung der Beschwerde beigetragen hat (KÃ¶lz/Bosshart RÃ¶hl § 13 N. 19 in Verbindung mit N. 21). Aus dem nÃ¤mlichen Grund ist die Beschwerdegegnerin zur Zahlung einer ParteientschÃ¤digung an die BeschwerdefÃ¼hrer zu verpflichten (vgl. KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 17 N. 33).</p> <p class="Einzug1"><span>DemgemÃ¤ss </span><span><a id="Dropdown1"></a></span><span> </span><span>die Kammer</span><span>:</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Die Beschwerden VB.2005.00229 und VB.2005.00230 werden zur gemeinsamen Behandlung vereinigt;</span></p> <p class="Urteilstext"><span>und entscheidet:</span></p> <p class="Einzug2"><span>1. Die Beschwerdeverfahren werden als gegenstandslos geworden abgeschrieben.</span></p> <p class="Einzug2"><span>2. Die GerichtsgebÃ¼hr wird festgesetzt auf <br/> Fr. 2'000.--; die Ã¼brigen Kosten betragen:<br/> Fr. 60.-- Zustellungskosten,<br/> Fr. 2'060.-- Total der Kosten.</span></p> <p class="Einzug2"><span>3. Die Gerichtskosten werden der Beschwerdegegnerin auferlegt.</span></p> <p class="Einzug2"><span>4. Die Beschwerdegegnerin wird verpflichtet, den BeschwerdefÃ¼hrern binnen dreissig Tagen nach Rechtskraft dieses Urteils eine ParteientschÃ¤digung von insgesamt Fr. 1'500.- (Mehrwertsteuer inbegriffen) zu zahlen.</span></p> <p class="MsoNormal"><span>5. Mitteilung an â¦</span></p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>