<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2002.00276</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="https://vgrzh.djiktzh.ch/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=https://vgrzh.djiktzh.ch&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=106795&amp;W10_KEY=4467146&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2002.00276</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 18.09.2002</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">4. Abteilung/4. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Das Bundesgericht ist auf eine Verwaltungsgerichtsbeschwerde gegen diesen Entscheid am 30.10.2002 nicht eingetreten.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">AuslÃ¤nderrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Aufenthaltsbewilligung</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Kein Aufenthaltsanspruch trotz langjähriger Anwesenheit des Beschwerdeführers, seiner Ehefrau und seines Stiefkinds aufgrund periodisch verlängerter Aufenthaltsbewilligungen.<br/>Die Garantie des Privat- bzw. Familienlebens verschafft dem Beschwerdeführer, dem wegen Straftaten die Aufenthaltsbewilligung nicht verlängert wurde, trotz der langen Anwesenheitsdauer aufgrund von Aufenthaltsbewilligungen (10 Jahre; 15 Jahre der Ehefrau und 13 Jahre des in der Schweiz geborenen Stiefsohns) keinen Anwesenheitsanspruch. Die übrigen angerufenen Verfassungs- und EMRK-Bestimmungen gewähren überhaupt oder zumindest im konkreten Fall keinen Anwesenheitsanspruch (E. 2).</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ANWESENHEITSDAUER">ANWESENHEITSDAUER</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ANWESENHEITSRECHT">ANWESENHEITSRECHT</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: AuslÃ¤nderrecht ST: AUFENTHALTSBEWILLIGUNG">AUFENTHALTSBEWILLIGUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: AUFENTHALTSDAUER">AUFENTHALTSDAUER</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: AUFSCHIEBENDE WIRKUNG">AUFSCHIEBENDE WIRKUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: FAMILIENLEBEN">FAMILIENLEBEN</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: GEFESTIGTES ANWESENHEITSRECHT">GEFESTIGTES ANWESENHEITSRECHT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: PRIVATLEBEN">PRIVATLEBEN</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: STIEFKIND/-ER">STIEFKIND/-ER</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: Urteile: Staats- und Verfassungsrecht UR: Garantien der EMRK ST: ÃBRIGE GARANTIEN DER EMRK">ÃBRIGE GARANTIEN DER EMRK</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade">Art. 13 lit. I BV</span><br/><span class="gerade">Art. 8 lit. I EMRK</span><br/><span class="ungerade">Art. 100 lit. Ib OG</span><br/><span class="gerade">§ 43 lit. II VRG</span><br/><span class="ungerade">§ 43 lit. Ih VRG</span><br/><span class="gerade">§ 55 lit. I VRG</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade">RB 2002 Nr. 30 S. 90</span><br/> </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 3 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Einzug1"><span>I. A, 1970 geborener StaatsangehÃ¶riger von X, weilte vom 13. Juni bis 20. Dezember 1991 und ab 2. September 1992 im Kanton ZÃ¼rich. Am 27. Februar 1993 heiratete er eine hier niedergelassene Deutsche. ZunÃ¤chst ge­stÃ¼tzt darauf erhielt er eine spÃ¤ter laufend und letztmals bis 26. August 2001 verlÃ¤ngerte Auf­enthalts­bewilligung sowie Arbeitsbewilligungen. Im FrÃ¼hling 1997 hatten die Gatten ihre Wohngemeinschaft aufgegeben; am 23. September 1998 wurde die Ehe ge­schieden. Mit Strafbefehl vom 3. MÃ¤rz 1993 hatte die Bezirks­anwaltschaft ZÃ¼rich Ã¼ber A wegen rechts­widrigen Betretens des Landes sowie gro­ber Verkehrsregelverletzung 14 Tage GefÃ¤ngnis bedingt und eine Busse von Fr. 500.- ver­hÃ¤ngt; deshalb verwarnte ihn die Fremden­polizei (heute Migrationsamt) des Kantons ZÃ¼rich am 26. Mai 1993. Vom 1. No­vem­ber 1999 bis 1. Februar 2000 befand er sich in Untersuchungshaft; in diesem Zusammen­hang verurteilte ihn das Bezirksgericht BÃ¼lach mit Erkenntnis vom 25. April 2001 fÃ¼r ge­werbs­mÃ¤ssigen Diebstahl, Hehlerei und einschlÃ¤gigen (un)tauglichen Versuch sowie Wi­der­hand­lung gegen das BetÃ¤ubungsmittelgesetz zu 16 Monaten GefÃ¤ngnis bedingt auf zwei Jah­re. Zufolge am 11. Fe­bru­ar 2002 began­genen Lenkens eines Motorfahrzeugs in angetrunkenem Zustand sowie gro­ber Ver­kehrs­regelverletzung auferlegte ihm die Bezirksanwaltschaft BÃ¼lach mit Strafbe­fehl vom 3. Mai 2002 drei Wochen GefÃ¤ngnis bedingt und Fr. 1'500.- Busse.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Am 27. April 2002 hatte A die 1967 geborene C geheiratet, zu welcher er schon im Sommer 2000 gezogen war. Sie war am 28. Mai 1987 zu ihrem damaligen Gemahl in die Schweiz gekommen, besitzt seitdem eine zuletzt bis 27. Mai 2003 verlÃ¤ngerte Aufenthaltsbewilligung des Kantons ZÃ¼rich und betÃ¤tigte sich zunÃ¤chst vornehmlich im Gastgewerbe sowie ab 1994 hauptsÃ¤chlich als Masseuse, musste aber auch Sozialhilfe beanspruchen. Der ersten, seit Mai 1990 getrennten und anno 1994 geschiedenen Ehe war 1989 der Sohn D entsprungen, welcher soeben die Primarschule abgeschlossen hat.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Mit am 13. Juli 2001 zugestellter VerfÃ¼gung vom 6. Juli 2001 verweigerte die Frem­denpolizei eine VerlÃ¤ngerung von A's Aufenthaltsbewilligung und setzte ihm Frist bis 30. Sep­tember 2001, um das zÃ¼rcherische Kantonsgebiet zu verlassen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>II. Hiergegen liess A am 9. August 2001 rekurrieren und beantragen, die Aufenthaltsbewilligung zu verlÃ¤ngern sowie die Frist zum Verlassen des Kantonsgebiets auszusetzen, unter EntschÃ¤digungsfolge zu Lasten des Staats. Die Fremdenpolizei teilte mit Schrei­ben vom 20. August 2001 mit, der Rechtsmittelentscheid lasse sich hier abwarten.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Mit am 6. August 2002 zugestelltem Beschluss vom 24. Juli 2002 wies der ZÃ¼rcher Regierungsrat das Rechtsmittel ab, soweit es nicht gegenstandslos geworden war, beauftrag­­te die Direktion fÃ¼r Soziales und Sicherheit, dem Rekurrenten eine neue Frist zum Ver­lassen des Kantonsgebiets anzusetzen, und auferlegte jenem seine Kosten.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Unterm 8. August 2002 forderte das Migrationsamt A auf, das Kantonsge­biet bis 31. Oktober 2002 zu verlassen; tags darauf dehnte das Bundesamt fÃ¼r AuslÃ¤nderfra­gen diese WegweisungsverfÃ¼gung auf die ganze Schweiz sowie das FÃ¼rstentum Liechten­stein aus und verhÃ¤ngte gegen ihn gleichzeitig eine Einreisesperre auf unbestimmte Dau­er.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>III. A liess am 4. September 2002 mit Beschwerde und dem Ansinnen ans Verwaltungsgericht gelangen, es seien in der Sache der regierungsrÃ¤tliche Beschluss aufzu­heben und ihm die Aufenthaltsbewilligung zu verlÃ¤ngern sowie verfahrensmÃ¤ssig dem Rechts­mittel die aufschiebende Wirkung zu erteilen, unter EntschÃ¤digungsfolge zu Lasten des Staats. Schon weil sich der angefochtene Entscheid entgegen § 54 Satz 2 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 (VRG) nicht beigelegt fand (vgl. Alfred KÃ¶lz/JÃ¼rg Bosshart/Martin RÃ¶hl, Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons ZÃ¼rich, 2. A., ZÃ¼rich 1999, § 54 N. 12), wurden von der Staatskanzlei die Akten beigezogen (vgl. § 57 Abs. 1 Satz 1 VRG).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>Die Kammer zieht in ErwÃ¤gung:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>1. Der Beschwerde fehlt ein Streitwert, und als Vorinstanz hat hier der Regierungsrat gewirkt. Laut § 38 VRG ist Ã¼ber das Rechtsmittel daher in Dreierbesetzung zu befinden. Das kann im Sinn von § 56 Abs. 2 VRG gegenwÃ¤rtig ohne zusÃ¤tzliche Weiterungen geschehen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>2. a) </span><span>§ 43 Abs. 1 lit. h in Verbindung mit Abs. 2 VRG gestattet die Beschwerde beim Verwaltungsgericht auf dem Gebiet der Fremdenpolizei nur, soweit die Verwaltungsgerichtsbeschwerde ans Bundesgericht offen steht. Das trifft zu fÃ¼r Entscheide Ã¼ber Aufent­­halts- und Niederlassungsbewilligungen, die AuslÃ¤nderInnen bundesrechtlich oder staats­­vertraglich beanspruchen kÃ¶nnen (Art. 100 Abs. 1 lit. b Ziff. 3 des Bundesrechtspflege­­gesetzes vom 16. Dezember 1943, e contrario; BGE 127 II 161 E. 1a). Solches ist hier je­doch, wie sich der Vorinstanz kraft § 70 in Verbindung mit § 28 Abs. 1 Satz 2 VRG beipflichten lÃ¤sst, nicht der Fall. Was die Beschwerde Ã¼ber weite Strecken ins­besondere gegen E. 3 ff. des angefochtenen Entscheids vorbringt, hat mit dem Anrecht auf eine Bewilligung und damit der Eintretensfrage nichts zu tun.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Immerhin "erhebt" die Beschwerde â wenn grÃ¶ssten Teils auch ohne argumentative Untermauerung â "einen Rechtsanspruch auf" Art. 5 Abs. 2 f., 8 Abs. 2, 9, 13 Abs. 1, 14 und 30 der Bundesverfassung vom 18. April 1999 (BV) sowie Art. 8 und 12 f. der EuropÃ¤ischen Menschenrechtskonvention (EMRK); sie macht speziell geltend, zwischen dem BeschwerdefÃ¼hrer und seinem hier gut integrierten Stiefsohn habe sich eine enge Beziehung entwickelt.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Vorab unerfindlich bleibt, warum die Maxime, staatliches Handeln mÃ¼sse im Ã¶ffent­­lichen Interesse liegen und die VerhÃ¤ltnismÃ¤ssigkeit wahren (Art. 5 Abs. 2 BV), einen Aufenthaltsanspruch begrÃ¼nden (vgl. BGr, 26. Juli 2002, 2A.371/2002, E. 2.3, www.bger.ch, auch zum Folgenden) oder warum ansonsten der BeschwerdefÃ¼hrer samt Gat­tin sowie Stiefkind in diesem und dem Sinn von Art. 8 Abs. 2 BV diskriminiert sein sollte (vgl. zu Letzterem Peter Uebersax in: Peter Uebersax/Peter MÃ¼nch/Thomas Geiser/Martin Arnold [Hrsg.], AuslÃ¤nderrecht, Basel/Genf/MÃ¼nchen 2002, Rz. 5.145; VGr, 23. Januar 2002, VB.2001.00318, E. 2, und 13. MÃ¤rz 2002, VB.2001.00314, E. 6, je www.vgrzh.ch/rechtsprechung; zweitzitierter Entscheid bestÃ¤tigt vom BGr, 2. Mai 2002, 2A.188/2002, E. 2.2.2, www.bger.ch). Ebenso wenig verleiht das WillkÃ¼rverbot von Art. 9 BV ein solches Anrecht; anders kÃ¶nnte es beim Vertrauensprinzip stehen (Art. 5 Abs. 3 und 9 BV), doch lassen sich Ansatzpunkte fÃ¼r die Entwicklung erheblichen guten Glaubens hier nicht erkennen (Uebersax, Rz. 5.146 ff.; VGr, 23. Januar 2002, VB.2001.00318, E. 4, und 13. MÃ¤rz 2002, VB.2001.00314, E. 4d, je www.vgrzh.ch/rechtsprechung; zweitzitierter Entscheid bestÃ¤tigt vom BGr, 2. Mai 2002, 2A.188/2002, E. 2.3, www.bger. ch). Der Schutz von Privat- und Familienleben bzw. der Ehe nach Art. 13 f. BV und Art. 12 EMRK geht auf in Art. 8 EMRK (Uebersax, Rz. 5.144; Denise Buser in: Uebersax/MÃ¼nch/Gei­ser/Ar­nold, Rz. 25.29; BGr, 7. November 2000, 2A.372/2000, E. 1c, und 15. MÃ¤rz 2001, 2A.551/2000, E. 4, sowie 17. Dezember 2001, 2A.402/2001, E. 3b, alle www.bger.ch; Mark Villiger, Handbuch der EuropÃ¤ischen Menschenrechtskonvention, 2. A., ZÃ¼rich 1999, N. 646), worauf es sogleich zurÃ¼ckzukommen gilt. Endlich verlangen gerade in FÃ¤llen wie dem gegenwÃ¤rtigen weder Art. 30 BV noch Art. 13 EMRK eine gerichtliche ÃberprÃ¼fung von Anordnungen der Verwaltung (Villiger, N. 649; Arthur Haefliger/Frank SchÃ¼r­mann, Die EuropÃ¤ische Menschenrechtskonvention und die Schweiz, 2. A., Bern 1999, S. 333 ff.; BGE 126 II 377 E. 8d/bb; BGr, 19. Juni 2000, 2P.132/2000, E. 2c/bb, und 8. Oktober 2001, 2P.245/2001, E. 1c/bb, je www.bger.ch; siehe ferner VGr, 3. Oktober 2001, VB.2001.00237, E. 2, www.vgrzh.ch/rechtsprechung, bestÃ¤tigt vom BGr, 11. MÃ¤rz 2002, 2A.510/2001, E. 2, www.bger.ch).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) Art. 8 EMRK kÃ¶nnte dem BeschwerdefÃ¼hrer nur einen Aufenthaltsanspruch verschaffen, wenn er selbst sich auf den Schutz des Privatlebens zu berufen vermÃ¶chte oder wenn seine Gattin bzw. ihr Kind (und damit sie Ã¼ber dieses und er jedenfalls Ã¼ber sie im Sinn von Achtung des Ehe- sowie Familienlebens) aus dem nÃ¤mlichen Grund Ã¼ber ein gefestigtes Anwesenheitsrecht verfÃ¼gen wÃ¼rde (vgl. zu Letzterem als vorausgesetztem AnknÃ¼pfungsmerkmal Uebersax, Rz. 5.157 f.; NiccolÃ² Raselli/Christina Hausammann in: Uebersax/MÃ¼nch/Geiser/Arnold, Rz. 13.54 ff.+65; BGr, 15. Juli 2002, 2A.318/2002, E. 2.1.2, www.bger.ch). Das trifft indes â wie sogleich zu zeigen â nicht zu, obwohl die Be­schwerde das lange Verweilen der genannten drei Personen in der Schweiz streift. Ebenso wenig lÃ¤sst sich den Akten etwas zu sonstigen Verwandtenbeziehungen ent­nehmen, wel­che im Licht von Art. 8 EMRK fremdenpolizeilich erheblich wÃ¤ren (vgl. zu einschlÃ¤gigen AbhÃ¤ngigkeitsverhÃ¤ltnissen Uebersax, Rz. 5.157; Raselli/Hausammann, Rz. 13.65; BGr, 26. Juli 2002, 2A.371/2002, E. 2.1, www.bger.ch).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Das Bundesgericht hat eindeutig festgehalten, es kÃ¤me hÃ¶chstens dann in Betracht, aus dem Recht auf Achtung des Privatlebens geradezu ein solches auf Anwesenheit abzuleiten, wenn besonders intensive private Beziehungen in Frage stÃ¼nden, was nur ganz ausnahms­weise zutreffe (BGE 120 Ib 16 E. 3b). Auch bei sehr langen Aufenthalten in der Schweiz hat die Praxis bisher die BegrÃ¼ndung eines Bewilligungsanspruchs verneint, falls keine das Ã¼bliche Mass Ã¼bersteigenden privaten Beziehungen vorlÃ¤gen (BGE 126 II 377 E. 2c/aa, mit Hinweis auf einen unverÃ¶ffentlichten Entscheid vom 3. November 1994 [16 Jahre]; BGr, 29. Januar 2002, 2A.471/2001, E. 2b, www.bger.ch [Ã¤hnliche Situation wie ge­genwÃ¤rtig]; VGr, 23. Januar 2002, VB.2001.00318, E. 5b, www.vgrzh.ch/recht­spre­chung [19 Jahre, wobei der BeschwerdefÃ¼hrer kaum Ã¼ber soziale Beziehungen verfÃ¼gte], ebenso zum Folgenden; kritisch zur hoch angesetzten Anwesenheitsdauer etwa Marc Spescha, Hand­­buch zum AuslÃ¤nderrecht, Bern/Stuttgart/Wien 1999, S. 197; Uebersax, Rz. 5.159). So etwas lÃ¤sst sich weder beim BeschwerdefÃ¼hrer noch bei seiner Gemahlin er­bli­cken. Dass de­ren Sohn hier aufwuchs und gerade die Primarschule absolviert hat, Ã¤ndert nichts. Die Pra­xis bejaht zwar fÃ¼r Kinder in vergleichbaren UmstÃ¤nden mit ihrer Anpassungs­fÃ¤higkeit eine ge­wisse Verwurzelung und das AnknÃ¼pfen von Kontakten Ã¼ber die Fa­milie hinaus, sieht da­rin aber keine besonders intensiven Beziehungen, denen nebst jenen zu den AngehÃ¶rigen selb­stÃ¤ndige Bedeutung eignete (Raselli/Hausammann, Rz. 13.64; VGr, 13. MÃ¤rz 2002, VB.2001.00314, E. 4c, www.vgrzh.ch/rechtsprechung, bestÃ¤tigt vom BGr, 2. Mai 2002, 2A.188/2002, E. 2.1, www.bger.ch; BGr, 26. Juli 2002, 2A.371/2002, E. 2.2, www.bger.ch). </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Deshalb hat die Vorinstanz mit Fug keine Rechtsmittelbelehrung erteilt und gilt es die Beschwerde nicht an die Hand zu nehmen. Wie sich anmerken lÃ¤sst, gÃ¤be es bei Bejahung eines prinzipiellen Anwesenheitsanspruchs gute GrÃ¼nde, die nachgesuchte Bewilligung im Sinn der vorinstanzlich angestellten ErwÃ¤gungen zu verweigern.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>c) Der angefochtene Beschluss wurde sofort rechtskrÃ¤ftig, so dass die Beschwerde weder aufschiebende Wirkung entfaltet hat noch sich ihr eine solche nachtrÃ¤glich verleihen liesse (vgl. KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, Vorbem. zu §§ 19-28 N. 7, §§ 55 N. 2+12, 66 N. 1 sowie Vorbem. zu §§ 86a-86d N. 5; Marc Spescha/Peter StrÃ¤uli, AuslÃ¤nderrecht, ZÃ¼rich 2001, S. 54 f. und 114 f.; anders der BeschwerdefÃ¼hrer). Da es dem Verwaltungsgericht ohnehin an der ZustÃ¤ndigkeit gebricht, kann es den Verfahrensantrag des Beschwerde­fÃ¼hrers ebenso wenig unter dem Aspekt einer vorsorglichen Massnahme behandeln (KÃ¶lz/Boss­hart/RÃ¶hl, § 6 N. 19).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>3. Der als unterliegend zu betrachtende BeschwerdefÃ¼hrer wird kraft § 70 in Verbindung mit § 13 Abs. 2 Satz 1 VRG kostenpflichtig und kann deshalb auch keine ParteientschÃ¤digung nach § 17 Abs. 2 VRG erhalten.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>4. Indem die Kammer vom Fehlen eines Anspruchs auf eine Aufenthaltsbewilligung ausgegangen ist (oben 2), hat sie zur Frage der ZulÃ¤ssigkeit der Verwaltungsgerichtsbeschwerde an das Bundesgericht bereits verneinend Stellung bezogen. Die allfÃ¤llige Verletzung eines behaupteten Anspruchs wÃ¤re trotzdem im Verfahren der Verwaltungsgerichts­­be­schwerde zu rÃ¼gen (BGE 127 II 161 E. 1b; siehe ferner E. 3b hinsichtlich der RÃ¼ge einer Ver­letzung von Verfahrensgarantien durch den vorangegangenen kantonalen Sach­ent­scheid).</span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>DemgemÃ¤ss beschliesst die Kammer:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>1. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.</span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>...</span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>