B u n d e s v e rw a l t u n g s g e r i ch t T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i f f éd é r a l T r i b u n a l e am m i n i s t r a t i vo f e d e r a l e T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i v fe d e r a l Abteilung II B-2675/2012 Z w i s c h e n en t s c h e i d v o m 23 . J u l i 2 0 1 2 Besetzung Richter Marc Steiner (Vorsitz), Richter Francesco Brentani, Richter Bernard Maitre, Gerichtsschreiber Corrado Bergomi. Parteien X._______, vertreten durch Rechtsanwältin Dr. iur. Astrid Waser und/oder Rechtsanwalt Stefan Bürge, Lenz & Staehelin, Bleicherweg 58, 8027 Zürich, Beschwerdeführerin, Gegen Schweizerische Bundesbahnen SBB, Division Personenverkehr, Wylerstrasse 123/125, 3000 Bern 65 SBB, vertreten durch Prof. Dr. Hans Rudolf Trueb und/oder Rechtsanwältin Julia Behnd, Walder Wyss AG Rechtsanwälte, Seefeldstrasse 123, 8034 Zürich, Vergabestelle. Gegenstand Öffentliches Beschaffungswesen (Ersatzbeschaffung Billetautomaten; SIMAP-Meldungsnummer 733509; Projekt-ID 79387). B-2675/2012 Seite 2 Sachverhalt: A. Am 15. November 2011 schrieben die Schweizerischen Bundesbahnen SBB, Division Personenverkehr, Bern (im Folgenden: Vergabestelle) auf der Internetplattform SIMAP (Informationssystem über das öffentliche Be- schaffungswesen der Schweiz) unter dem Projekttitel "LIFECYCLE BATS: EPOS" die Lieferung eines neuen Billettautomaten vom Typus EPOS im offenen Verfahren aus (Meldungsnummer 710357) . Gemäss Punkt 2.5 Bst. A (Allgemeines) der Ausschreibung umfasst die Beschaffung den Automat und den Betrieb bis mindestens 2024 (12 Jahre Nutzungsdauer). Im Automatengehäuse befinden sich neben der technischen Infrastruktur die Bargeldverarbeitung (Münz - und Notensystem), ein Billetdrucke r s o- wie die Main Control Unit (MCU) (Punkt 2.5 Bst. A . Allgemeines der Aus- schreibung). Gemäss Punkt 2.5 Bst. B1) der Ausschreibung erwartet die SBB ein Hauptangebot für 1000 Stück ePOS gemäss Teil 4 technische Unterlagen (Ausschreibungsunterlagen) und die optionalen Komponenten müssen zwingend als Nebenangebot (s. Bst. B.2) mitofferiert werden. Gegenstand des Hauptangebotes und der Nebenangebote sind alle Lei s- tungen; insbesondere Materiallieferungen, Inbetriebnahme, Abnahme, Dokumentation, Instruktion, Schu lung, Prüfstand inkl. Dokumentation s o- wie Betriebs- und Ersatzteile. Die exakten Inhalte sind in den Anhängen zu diesem Dokument ersichtlich. Gemäss Ziffer 2.5 Bst. B.2) der Au s- schreibung erwartet die SBB zusätzlich zum Hauptangebot ein "vorge- schriebenes Nebenangebot" für 1000 Billettautomaten gemäss Anford e- rungen in Teil 4 der Ausschreibungsunterlagen, inklusive Lifecycle Kosten für 8 Jahre. Ein Instandhaltungskonzept ist zwingen d mitzuliefern. Eine Liste der benötigten Ersatzteile und –Komponenten ist ebe nfalls beizule- gen. Sämtliche Einmalkosten sind separat und gemäss Vorgabedok u- ment auszuweisen. Gemäss Ziffer 4.3 der Ausschreibung bleiben Ve r- handlungen vorbehalten. B. Innert der Frist für die Einreichung des Angebot s (16. Januar 2012) gi n- gen acht Offerten ein, darunter diejenige der X._______, sowie diejenige der Y ._______. Vier der Anbieter wurden in eine erste Verhandlungsrunde einbezogen, wogegen für die zweite und dritte Verhandlungsrunde nur noch je drei Anbieter eingeladen wurden. C. Am 24. April 2012 wurde der Zuschlag an die Y ._______ auf der Internet-B-2675/2012 Seite 3 plattform SIMAP veröffentlicht (Meldungsnummer 733509). Als Begrü n- dung für den Zuschlagsentscheid wurde angegeben: "Beste Erfüllung der Anforderungen gemäss Ausschreibungsunterlagen" (Pu nkt 3.3 des Z u- schlags). Am 1. Mai 2012 wurden der X._______ die Gründe für den Z u- schlag anlässlich eines Gesprächs erläutert. Diese verlangte anschlie s- send mit Eingabe vom 2. Mai 2012 Einsicht in verschiedene Unterlagen, welche ihr seitens der Vergabestelle teilweise verwehrt wurde. D. Gegen die Zuschlagsverfügung erhob die X._______ (im Folgenden: Be- schwerdeführerin) mit Eingabe vom 14. Mai 2012 Beschwerde beim Bu n- desverwaltungsgericht. Sie beantragt die Aufhebung der angefochtenen Verfügung sowie die Rückwe isung der Sache zur Neubeurteilung an die Vorinstanz, eventualiter die Feststellung der Rechtswidrigkeit der ang e- fochtenen Verfügung . In prozessualer Hinsicht beantragt sie die – zu- nächst superprovisorische – Erteilung der aufschiebenden Wirkung, die Gewährung der vollständigen Akteneinsicht und die Ansetzung einer a n- gemessenen Frist zur Ergänzung ihrer Beschwerde. In formeller Hinsicht macht die Beschwerdeführerin eine Verletzung des Akteneinsichtsrechts geltend, da die Vergabestelle ihrem Gesuch vom 2. Mai 2012 um Ei n- sichtnahme in die Detailauswertung ihres Angebots inklusive der bewerte- ten Anforderungskataloge nicht nachgekommen sei. In materieller Hi n- sicht rügt die Beschwerdeführerin eine Verletzung des Transparenz - und Gleichbehandlungsprinzips. Sie führt aus , die Vergabestelle habe intern und in für sie nicht erkennbar er Weise einen Vorentscheid bezüglich des im Rahmen des Nebenangebots anzubietenden Banknotenrecyclertyps getroffen, indem für sie nur das Modell Cash Code in Frage gekommen sei. Dieser interne Vorentscheid sei ausschreibungswidrig und habe die Vergleichbarkeit der Angebote insofern verunmöglicht, als der Einbau an- derer als das Modell Cash Code faktisch von der Vergabe ausgeschlo s- sen worden sei. Das komme im Ergebnis einer nachträglichen Än derung und anderen Gewichtung der Vergabekriterien gleich. Die Beschwerd e- führerin geht davon aus, nur der von ihr angebotene Banknotenrecycler vom Typ Toyocom erfülle die Anforderungskriterien der Ausschreibung hinsichtlich Einhaltung der Behindertengesetz gebung. Zudem macht die Beschwerdeführerin geltend, sie habe anlässlich des Debriefing vom 1. Mai 2012 aufzeigen können, dass der Vergabestelle zwei Rechnungsfeh- ler bei der Berechnung des Angebotspreises unterlaufen seien (bezüglich der Vorrüstung für Banknotenrecycler und der Ersatzteile). B-2675/2012 Seite 4 E. Mit superprovisorischer Anordnung vom 16. Mai 2012 untersagte der I n- struktionsrichter bis zum Entscheid über den Antrag betreffend die Erte i- lung der aufschiebenden Wirkung alle Vollzugsvorkehrungen, namentlich den Vertragsschluss mit der Zuschlagsempfängerin. Ausserdem wurde die Vergabestelle ersucht , bis zum 5. Juni 2012 die vollständigen Akten betreffend das in Frage stehende Vergabeverfahren einzureichen und i n- nerhalb der gleichen Frist zu den prozessualen Anträg en der Beschwe r- deführerin Stellung zu nehmen. Der Zuschlagsempfängerin wurde freige- stellt, eine Stellungnahme zu den prozessualen Anträgen einzureichen . Aufgrund des Hinweises der Beschwerdeführerin , die Beschwerde und die Beilagen enthielten Geschäftsgehe imnisse, wurde ihr eine Frist bis zum 18. Mai 2012 angesetzt, um eine bereinigte Version der Beschwerde und gegebenenfalls ein bereinigtes Beilagenverzeichnis einzureichen. F. Mit Faxeingabe vom 18. Mai 2012 (Eingang der Posteingabe: 21. Mai 2012) reicht e die Beschwerdeführerin eine bezüglich Geschäftsgehei m- nisse bereinigte Version der Beschwerde inklusive eines bereinigten Be i- lagenverzeichnisses ein, mit der Bitte, die Beilagen 3-7, 10-18, 20-28, 40- 41 und die Beilage 44 in ihrer Gesamtheit als Geschäftsgehe imnis der Beschwerdeführerin zu betrachten. Mit Verfügung vom 21. Mai 2012 hat das Bundesverwaltungsgericht die bereinigte Version der Beschwerde vom 14. Mai 2012 der Zuschl ags- empfängerin zugestellt und diese zugleich aufgefordert, bis zum 5. Juni 2012 ein Zustellungsdomizil in der Schweiz zu bezeichnen, was am 24. Mai 2012 erfolgte. G. Mit Schreiben vom 25. Mai 2012 (Eingangsdatum 29. Mai 2012) reichten die Rechtsvertreter der Vergabestelle eine Vollmacht ein und ersuchten das Bundesverwaltungsgericht um Zustellung der Aktennotiz vom 16. Mai 2012 betreffend in der Beschwerde enthaltene Geschäftsgeheimnisse, der Seite 1 der Beschwerdebeilage 7 und Seite 1 der Beschwerdebeilage 45. Mit Verfügung vom 29. Mai 2012 wurden der Vergabestelle die von ihr gewünschten Unterlagen nachgereicht. B-2675/2012 Seite 5 H. Mit Stellungnahme vom 5. Juni 2012 beantragt die Vergabestelle die Ab- weisung der Beschwerde. Hinsichtlich der prozessualen Anträge stellt sie die Rechtsbegehren, der Antrag auf Erteilung der aufschiebenden Wi r- kung sei abzuweis en und der Beschwerde sei die superprovisorisch g e- währte aufschiebende Wirkung zu entziehen, der Antrag auf Einräumung einer Frist zur Ergänzung der Beschwerde sei abzuweisen und es sei o h- ne weiteren Schriftenwechsel über die prozessualen Anträge der B e- schwerdeführerin zu entscheiden und die im Aktenverzeichnis speziell gekennzeichneten Aktenstücke seien von der Akteneinsicht auszune h- men. Alles unter Kostenfolge zu Lasten der Beschwerdeführerin. Die Ver- gabestelle bestreitet, jemals ein en bestimmten Notenrecylcer vorg e- schrieben zu haben. Die entsprechenden Anforderungen seien allen Offe- renten während des Vergabeverfahrens gleichermassen schriftlich mitg e- teilt worden. Zudem erfülle das Angebot der Zuschlagsempfängerin die Anforderungen gemäss Behindertengesetz gebung und die behaupteten Rechnungsfehler seien nicht erfolgt. Aus diesem Grund schliesst die Ve r- gabestelle auf Aussichtslosigkeit der Beschwerde. Sollten der Beschwer- de dennoch Erfolgschancen zuerkannt werden, so würden bei der Int e- ressenabwägung die Interessen der Vergabestelle überwiegen. Mit separatem Schreiben vom 5. Juni 2012 reicht die Vergabestelle die Vorakten ein und erneuert ihren Antrag betreffend die Akteneinsicht. I. Die Zuschlagsempfängerin verzichtete stillschweigend auf eine Teilnahme am Verfahren. J. Mit Verfügung vom 6. Juni 2012 wurde die Stellungnahme der Vergab e- stelle vom 5. Juni 2012 inklusive teilweise geschwärzte Beilagen gemäss Ordner A der Beschwerdeführerin zugestellt und dieser zugleich freig e- stellt, sich zu den Ausführungen der Vergabestelle betreffend überwi e- gende öffentliche Interessen bis zum 13. Juni 2012 zu äussern. Soweit weitergehend wurde der Antrag der Beschwerdeführerin auf Ansetzung einer Frist zur Beschwerdeergänzung einstweilen abgewiesen. Der B e- schwerdeführerin wurde zudem die separate Eingabe der Vergabestelle betreffend die Verfahrensakten (inkl. Aktenverzeichnis mit den Anträgen der Vergabestelle zur Akteneinsicht) zugestellt. Gleichzeitig wurde sie aufgefordert, unter den Dokumenten, welche gemäss Anträgen der V er- gabestelle nicht von der Akteneinsicht auszunehmen sind, diejenigen zu B-2675/2012 Seite 6 spezifizieren, deren gerichtliche Zustellung sie wünscht und ihr in Au s- sicht gestellt, über die strittigen Begehren betreffend die Akteneinsicht mit separater Verfügung zu befinden. K. Mit Verfügung vom 11. Juni 2012 wurde die Vergabestelle ersucht bzw. der Zuschlagsempfängerin freigestellt, zu den gerichtlichen Abdeckung s- vorschlägen betreffend die Beilagen 3, 12, 13 und 27 zur Stellungnahme der Vergabestelle vom 5. Juni 2012 bis zum 13. Juni 2012 Stellung zu nehmen. Zeitgleich wurde die Vergabestelle ersucht, sich bis zum 15. J u- ni 2012 zur Frage zu äussern, ob die in Beilage 12 , Seite 2 unten b e- schriebene Unternehmervariante berücksichtigt worden ist und wie sich dies gegebenenfalls auf die Preiskalkulation ausgewirkt hat. L. Auf Antrag der Zuschlagsempfängerin hin (vgl. Faxeingabe vom 11. Juni 2012) und nach erfolgter Einwilligung der Vergabestelle (vgl. Aktennotiz vom gleichen Datum) wurden mit Verfügung vom 11. Juni 2012 der Zuschlagsempfängerin die Beilagen 3, 12, 13 und 27 (teilweise in abg e- deckter Form) der Stellungnahme der Vergabestelle zugestellt. Soweit weitergehend wurden die Begehren der Zuschlagsempfängerin abgewi e- sen. M. Mit Eingabe vom 11. Juni 2012 beantragte die Beschwerdeführ erin die gerichtliche Zustellung verschiedener Dokumente, die nach Auffassung der Vergabestelle nicht von der Akteneinsicht auszunehmen sind. Mit Ver- fügung vom 12. Juni 2012 wurde aufgrund des eingereichten Aktenve r- zeichnisses festgestellt, dass die Vergabestelle das Abgebot 3 Anbieter 6 prima facie von der Akteneinsicht auszunehmen wünscht. Gleichzeitig wurde die Vergabestelle aufgefordert, umgehend Einwände zu erheben, soweit sie sich der Zustellung weiterer mit Eingabe der Beschwerdeführe- rin vom 11. Juni 2012 bezeichneter Dokumente unter Berufung auf ihre Angaben im Aktenverzeichnis zu widersetzen wünscht. Dieser Aufford e- rung kam die Vergabestelle mit Eingabe vom 12. Juni 2012 nach. Mit Ver- fügung vom 13. Juni 2012 wurde dem Akteneinsichtsbegehren der B e- schwerdeführerin mit Ausnahme der Dokumente 03.15.02, 04.02 und 05.04 entsprochen. N. Mit Eingabe vom 13. Juni 2012 reichte die Vergabestelle die Stellun g-B-2675/2012 Seite 7 nahme zu den gerichtlichen Abdeckungsvorschlägen ein und legte die neuen Versionen der geschwärzten Beilag en 3, 12, 13 und 27 bei. Glei- chentags reichte die Beschwerdeführerin ihre Stellungnahme betreffend die Interessenabwägung ein. O. Am 15. Juni 2012 ging die Stellungnahme der Vergabestelle zur Bewe r- tung der Unternehmervariante ein. Im gleichen Schreiben äusse rte sich die Vergabestelle unaufgefordert zur Stellungnahme der Beschwerdefü h- rerin betreffend die Interessenabwägung. Mit Verfügung vom 18. Juni 2012 wurde die Eingabe der Vergabestelle vom 15. Juni 2012 der B e- schwerdeführerin zugestellt. P. Mit Eingabe vom 19. Juni 2012 äusserte sich die Beschwerdeführerin zur unaufgeforderten Stellungnahme der Vergabestelle vom 15. Juni 2012 hinsichtlich der Interessenabwägung und hielt an ihren Anträgen fest. Nachdem eine weitere unaufgeforderte Stellungnahme der Vergabest elle am 22. Juni 2012 erfolgte, stellte der Instruktionsrichter mit Verfügung vom 25. Juni 2012 der Beschwerdeführerin frei, eine kurze Stellungna h- me zur Frage der Unbegründetheit der Beschwerde einzureichen. Eine solche liess die Beschwerdeführerin dem Bu ndesverwaltungsgericht am 27. Juni 2012 zukommen. Darin hält die Beschwerdeführerin an den in der Beschwerde vom 14. Mai 2012 sowie in den Stellungnahmen vom 13. und 19. Juni 2012 gemachten Ausführungen ausdrücklich fest. Darüber hinaus beanstandet sie, da ss die Vergabestelle ausschliesslich der Zuschlagsempfängerin zwei zusätzliche Merkblätter zugestellt habe, w o- mit die Zuschlagsempfängerin an die Lösung der Beschwerdeführerin "herangeführt" worden sei. Da sich der Zuschlagsentscheid auf ein Abg e- bot stütze, das nicht vergaberechtskonform zustande gekommen sei, ver- letze dieser auch das Transparenz - und Gleichbehandlungsprinzip . Mit Verfügung vom 28. Juni 2012 gab der Instruktionsrichter der Vergabestel- le Gelegenheit für eine abschliessende Stellungnahme. Davon machte die Vergabestelle mit Eingabe vom 2. Juli 2012 Gebrauch. Q. Am 3. Juli 2012 wurde der Schriftenwechsel mit Bezug auf das Zw i- schenverfahren betreffend die Erteilung der aufschiebenden Wirkung a b- geschlossen, unter Vorbehalt weiterer Instruktionsmassnahmen. B-2675/2012 Seite 8 Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 1. 1.1 Gegen Verfügungen über den Zuschlag in Vergabeverfahren steht die Beschwerde an das Bundesverwaltungsg ericht offen (Art. 27 Abs. 1 i. V. m. Art. 29 lit . a des Bundesgesetzes vom 16. Dezember 1994 über das öffentliche Beschaffungswesen, BöB, SR 172.056.1). Für das Verfah- ren vor dem Bundesverwaltungsgericht sind die Vorschriften des Bu n- desgesetzes vom 20. Dezember 1968 über das Verwaltungsverfahren (VwVG, SR 172.021) massgebend, soweit das BöB und das Bundesg e- setz über das Bundesverwaltungsgericht vom 17. Juni 2005 (Verwa l- tungsgerichtsgesetz, VGG, SR 173.32) nichts anderes bestimmen (Art. 26 Abs. 1 BöB und Art. 37 VGG). Gemäss Art. 31 BöB kann die U n- angemessenheit vor Bundesverwaltungsgericht nicht gerügt werden. 1.2 Als nicht berücksichtigte Anbieterin ist die Beschwerdeführerin nach Art. 48 Abs. 1 VwVG zur Beschwerde legitimiert (vgl. Zwischenentscheid des Bundesverwaltungsgerichts B -4717/2010 vom 23. Septembe r 2010 E. 1.4). Die Anfechtung der am 24. April 2012 publizierten Zuschlagsver- fügung ist fristgerecht erfolgt (Art. 50 Abs. 1 VwVG). Die Form der B e- schwerde ist gewahrt (Art. 52 Abs. 1 VwVG). Der Kostenvorschuss wurde fristgerecht bezahlt (A rt. 63 Abs. 4 V wVG). Die Rechtsvertreter der B e- schwerdeführerin haben sich rechtsgenüglich durch Vollmacht ausgewie- sen (Art. 11 Abs. 2 VwVG). Das Bundesverwaltungsgericht entscheidet auch über Gesuche um Erteilung der aufschiebenden Wirkung (Art. 28 Abs. 2 BöB). 1.3 Das BöB erfasst nur Beschaffungen, welche dem GATT/WTO - Übereinkommen vom 15. April 1994 über das öffentliche Beschaffung s- wesen (Government Procurement Agreement [GPA, SR 0.632.231.422]) unterstellt sind (BVGE 200 8/48 E. 2.1 mit Hinweisen). Es ist anwendbar, wenn die Auftraggeberin dem Gesetz untersteht (Art. 2 Abs. 1 BöB), der geschätzte Wert des zu vergebenden öffentlichen Auftrages die Schwe l- lenwerte von Art. 6 Abs. 1 BöB erreicht und keiner der Ausnahmetatb e- stände von Art. 3 BöB gegeben ist. Mit dem Inkrafttreten des bilateralen Abkommens vom 21. Juni 1999 zw i- schen der Schweizerischen Eidgenossenschaft und der Europäischen Gemeinschaft über bestimmte Aspekte des öffentlichen Beschaffungsw e- sens (Bilaterales Abkommen Schweiz -EG, SR 0.172.052.68) auf den 1. Juni 20 02 wurden die Anbieter von Dienstleistungen des Schienenve r-B-2675/2012 Seite 9 kehrs den Regeln über das öffentliche Beschaffungswesen unterstellt (Art. 3 Abs. 2 Bst. d und Abs. 3 Bilaterales Abkommen Schweiz-EG sowie Anhang II B). Im Sektorenbereich Eisenbahnen (Bau und Betr ieb von Ei- senbahnanlagen) sind die SBB AG, die Unternehmen, bei denen diese die Aktienmehrheit besitzen, und die anderen Betreiber von Eisenbahnan- lagen, die unter dem beherrschenden Einfluss des Bundes stehen, dem BöB direkt unterstellt. Ausgenommen sind a lle Tätigkeiten dieser Unter - nehmen, die nicht unmittelbar etwas mit dem Bereich Verkehr zu tun ha - ben (Art. 2 Abs. 2 BöB i.V.m. Art. 2a Abs. 2 Bst. b Verordnung vom 11. Dezember 1995 über das öffentliche Beschaffungswesen [VöB, SR 172.056.11]; Zwischenent scheid des Bundesverwaltungsgerichts B - 93/2007 vom 8. Juni 2007 E. 4.1). Gemäss Ziff. 2.1, 2.2 und 2.5 der Ausschreibung geht es beim vorliege n- den Beschaffungsobjekt um die Lieferung von 1000 Stück Billettautom a- ten vom Typus ePOS im Hauptangebot zuzüglich 1000 Stück Billettauto- maten vom Typus ePOS im Nebenangebot. Diesen das Beschaffungsob- jekt umfassenden Tätigkeiten ist demnach ein unmittelbaren Zusamme n- hang mit dem Bereich Verkehr der SBB AG zuzuerkennen. Entsprechend fällt die zu beurteilende Vergabe in den Anwendungsbereich des BöB (Art. 2 Abs. 2 BöB i. V. m. Art. 2a Abs. 2 Bst. b VöB). Die hier interessierenden Arbeiten werden in der Ausschreibung als Liefe- rungsauftrag umschrieben. Diese Auftragsart ist unbestrittenermassen dem Anwendungsbereich des BöB unterstellt (Art. 5 Abs. 1 Bst. a BöB). Gemäss Art. 1 Bst. d Ziff. 1 der Verordnung des EVD über die Anpassung der Schwellenwerte im öffentlichen Beschaffungswesen für das zweite Semester des Jahres 2010 und das Jahr 2011 vom 11. Juni 2010 (SR 172.056.12) beträgt der Schwellenwert für Lieferungen und Dienstleistun- gen der Vergabestelle CHF 700'000.−. Dieser wird im vorliegenden Fall ohne Weiteres erreicht. Nach dem Gesagten ergibt sich, dass die in Frage stehende Beschaffung prima facie in den Anwendungsbereich des BöB fällt. 1.4 Über das Begehren um Erteilung der aufschiebenden Wirkung im Rahmen der Anfechtung eines Zuschlags entscheidet das Bundesverwal- tungsgericht gemäss ständiger Praxis in Dreierbesetzung (Zwischenen t- scheid des BVGer B -3402/2009 vom 2. Juli 2009, auszugsweise publ i- ziert in BVGE 2009/19, E. 1.2 mit Hinweisen). B-2675/2012 Seite 10 2. Gegenstand des vorliegenden Zwischenentscheides bildet allein der A n- trag auf Erteilung der aufschiebenden Wirkung. Im Unterschied zu Art. 55 Abs. 1 VwVG sieht Art. 28 Abs. 1 BöB vor, dass der Beschwerde von Ge- setzes wegen kei ne aufschiebende Wirkung zukommt. Demnach kann diese vom Bundesverwaltungsgericht nur auf Gesuch hin erteilt werden (Art. 28 Abs. 2 BöB). Vorliegend enthält die Beschwerde ein entspr e- chendes Begehren. 2.1 Das BöB nennt keine Kriterien, welche für die Frage der Gewährung oder Verweigerung der aufschiebenden Wirkung zu berücksichtigen sind. Es können indes die Grundsätze übernommen werden, die Rechtspr e- chung und Lehre zur Anwendung von Art. 55 VwVG entwickelt haben. Danach ist anhand einer Interessenabwägung zu p rüfen, ob die Gründe, die für eine sofortige Vollstreckbarkeit sprechen, gewichtiger sind als j e- ne, die für die gegenteilige Lösung angeführt werden können (BGE 129 II 286 E. 3; Zwischenentschei d des Bundesverwaltungsgerichts. B- 6837/2010 vom 16. November 2 010 E. 2.1 mit Hinweisen). Dass der G e- setzgeber im BöB den Suspensiveffekt in Abweichung zum VwVG nicht von Gesetzes wegen gewährte, zeigt, dass er sich der Bedeutung dieser Anordnung im Submissionsrecht bewusst war und eine individuelle Pr ü- fung dieser Frage als notwendig erachtete, nicht aber, dass er diesen nur ausnahmsweise gewährt haben wollte (vgl. zum Ganzen den Zwischen- entscheid des Bundesverwaltungsgerichts B3402/2009 vom 2. Juli 2009, auszugsweise publiziert in BVGE 2009/19, E. 2.1 mit Hinweisen). 2.2 Liegt ein Gesuch um Erteilung der aufschiebenden Wirkung vor, so ist im Sinne einer primafacie-Würdigung der materiellen Rechtslage in einem ersten Schritt zu prüfen, ob aufgrund der vorliegenden Akten davon au s- zugehen ist, dass die Beschwerde offensichtli ch unbegründet ist. Ist dies der Fall, ist die aufschiebende Wirkung von vornherein nicht zu gewä h- ren. Werden der Beschwerde hingegen Erfolgschancen zuerkannt oder bestehen darüber Zweifel, so ist über das Begehren um aufschiebende Wirkung aufgrund der erwähnten Interessenabwägung zu befinden. In die Abwägung einzubeziehen sind, nach der ständigen Praxis der Eidgenö s- sischen Rekurskommission , für das öffentliche Beschaffungswesen (BRK), die sich das Bundesverwaltungsgericht mit dem Entscheid BVGE 2007/13 (E. 2.2) im Grundsatz zu eigen gemacht hat, einerseits die Int e- ressen der Beschwerdeführerin an der Aufrechterhaltung der Möglichkeit, den Zuschlag zu erhalten, wobei zugleich ein gewichtiges öffentliches I n- teresse an der Gewährung effektiven Rechtsschutzes b esteht (Zwischen-B-2675/2012 Seite 11 entscheid des Bundesverwaltungsgerichts B-6177/2008 vom 20. Oktober 2008 E. 2). Diesen gegenüber stehen die öffentlichen Interessen, die die Auftraggeberin wahrzunehmen hat. So wird in der GATT-Botschaft 2 vom 19. September 1994 namentlich festgehalten, gegen den automatische n Suspensiveffekt spreche die Gefahr von Verzögerungen und erheblichen Mehrkosten (BBl 1994 IV 950 ff., insbes. S. 1197; vgl. auch S. 1199; vgl. zum Ganzen den Zwischenentscheid des Bundesverwaltungsgerichts B-3402/2009 vom 2. Juli 2009, auszugsweise publiziert in BVGE 2009/19, E. 2.1). Entsprechend hält das Bundesgericht im Rahmen der Auslegung von Art. 17 Abs. 2 der Interkantonalen Vereinbarung über das öffentliche Beschaffungswesen vom 15. März 2001 (IVöB; SR 172.056.4 ) fest, dass dem öffentlichen Interesse an einer möglichst raschen Umsetzung des Vergabeentscheides von vornherein ein erhebliches Gewicht zukommt (Urteil des Bundesgerichts 2P .103/2006 vom 29. Mai 2006 E. 4.2.1 mit Hinweisen; in diesem Sinne auch BVGE 2008/7 E. 3.3). Auch allfällige In- teressen Dritter, namentlich der übrigen an einem Beschaffungsgeschäft Beteiligten, sind nach der ständigen Praxis zu berücksichtigen. Au s- gangspunkt muss dabei – insbesondere auch in Anbetracht der Zielse t- zung von Art. XX Ziff. 2 und 7 Bst. a GPA – die Gewährung eines effekti- ven Rechtsschutzes und die Verhinderung von Zuständen sein, welche das Rechtsmittel illusorisch werden lassen (BVGE 2007/13 E. 2.2 mit Hinweisen). 3. In formeller Hinsicht ma cht die Beschwerdeführerin eine Verletzung des Akteneinsichtsrechts geltend, weil ihr die Vergabestelle keine Einsicht in die Detailauswertung ihres Angebots gewährt habe. Hierzu ist festzuha l- ten, dass im Vergabev erfahren gemäss Art. 26 Abs. 2 BöB grundsätzlich kein Akteneinsichtsrecht gewährt wird (vgl. Urteil des Bundesverwa l- tungsgerichts B-5190/2011 vom 19. Oktober 2011, S. 3) und dass dies bis zum Ablauf der Beschwerdefrist nach dem Zuschlagsentscheid gilt ( PE- TER GALLI/ANDRÉ MOSER/ELISABETH LANG/EVELYNE CLERC, Praxis des ö f- fentlichen Beschaffungsrechts, 1. Band, Zürich/Basel/Genf 2007, N 898). Soweit sich die Beschwerdeführerin in diesem Zusammenhang unter Hinweis auf TRÜEB darauf beruft, dass das Verfügungsverfahren mit der Eröffnung des Zuschlags ende, womit nach ihrer Auf fassung zwischen Eröffnung der Zuschlagsverfügung und Ablauf der Beschwerdefrist A k- teneinsicht zu gewähren ist (Beschwerde, S. 11), sei darauf hingewiesen, dass dieser Autor ausdrücklich davon ausgeht, dass "erst im Beschwe r- deverfahren (und zwar auch bei B eschwerden gegen Zwischenverfügun- gen, soweit zulässig) nach den Regeln des VwVG Akteneinsicht gewährt B-2675/2012 Seite 12 wird (HANS RUDOLF TRÜEB, BöB-Kommentar, in : Matthias Oesch/Rolf H. Weber/Roger Zäch (Hrsg.) Wettbewerbsrecht II, Zürich 2011, Rz. 6 zu Art. 26 BöB). Dabei ist noch hinzuzufügen, dass die Vergabestelle mit E - Mail vom 7. Mai 20112 der Beschwerdeführerin im Rahmen der zusätzl i- chen Auskünfte gemäss Art. 23 Abs. 2 BöB gewisse Unterlagen und tei l- weise die Ergebnisse der Evaluation sowie eine Erläuterung dennoch hat zukommen lassen. Da die Beschwerdeführerin keine Verletzung der B e- gründungspflicht geltend mach t, ist auch nicht näher zu prüfen, welche Bedeutung ihrer mit der ungenügenden Akteneinsicht begründeten We i- gerung, an einem zweiten Debriefing -Gespräch teil zunehmen, zukommt (vgl. dazu Beschwerdebeilage 34). Schliesslich hat die Beschwerdeführe- rin Gelegenheit erhalten, sich nach Eingang der Stellungnahme der Ve r- gabestelle und der Zustellung weiterer Aktenstücke im vorliegenden Ve r- fahren (vgl. dazu im Einzelne n E. 5 hiernach) mit Eingabe vom 27. Juni 2012 zur Begründetheit der Beschwerde noch einmal zu äussern, womit selbst den Folgen einer allenfalls mangelhaften Begründung bzw. ein er zu extensiven Anwendung von Art. 23 Abs. 3 Bst. b BöB – es wurden nach den A usführungen der Vergabestelle (Stellungnahme vom 5. Juni 2012, S. 7) etwa weder der Preis der Zuschlagsempfängerin noch die Preisspanne genannt – jedenfalls hinreichend Rechnung getragen wäre. 4. Die Beschwerdeführerin wirft der Vergabestelle vor, diese hab e das Transparenz- und Gleichbehandlungsprinzip verletzt, indem sie intern und in für die Beschwerdeführerin nicht erkennbar er Weise einen Voren t- scheid bezüglich des im Rahmen des Nebenangebots zu offerierenden Banknotenrecyclertyps getroffen habe. Mit die ser Vorgehensweise seien der Beschwerdeführerin entscheidende Zuschlagskriterien vorenthalten worden und die Angebote der Anbieter hätten nicht vergleichbar gemacht werden können. Im Ergebnis laufe es auf eine nachträgliche Änderung und andere Gewichtung der Vergabekriterien hinaus. Die Beschwerdefüh- rerin stellt sich schliesslich auf den Standpunkt, nur der von ihr angebote- ne Banknotenrecycler "Toyocom BR -7200" und nicht etwa der von der Zuschlagsempfängerin angebotene Banknotenrecycler "CashCode 300XE" könne die Vorgaben des Behindertengesetzes, insbesondere die an die Mindest- und Maximalhöhe gestellten Anforderungen, erfüllen. Die Sichtweise der Beschwerdeführerin wird von der Vorinstanz vollu m- fänglich bestritten. Sie habe zu keiner Zeit einen bestimmten Typ von No- tenrecycler vorgeschrieben und die entsprechenden Anforderungen allen Anbietern im gleichen Masse mitgeteilt, sodass von keiner Verletzung der B-2675/2012 Seite 13 Gleichbehandlung und Transparenz gesprochen werden könne. Selbst wenn die Beschwerdeführerin das Model l Cash Code angeboten hätte, hätte dies keine Auswirkungen auf die Rangierung gehabt und sie hätte den Zuschlag ohnehin nicht erhalten. Im Übrigen erfülle das Angebot der Zuschlagsempfängerin die Anforderungen zur behindertengerechten Ges- taltung. Im Wesentlichen handelt es sich im vorliegenden Fall um die Beantwo r- tung der Frage, ob die strittige technische Spezifikation mit Bezug auf den Banknotenrecycler als Nebenangebot vergaberechtskonform, insbeso n- dere in Berücksichtigung des Transparenz - und Glei chbehandlungsge- bots, kommuniziert wurde beziehungsweise ob die Vergabestelle im Lau- fe des Vergabeverfahrens in unzulässiger Weise die technische Spezif i- kationen so bestimmt hat, dass nur ein bestimmter Typ von Banknotenre- cycler in Frage kommen konnte. 4.1 Gemäss Art. 12 Abs. 1 Bö B bezeichnet die Auftraggeberin die erfo r- derlichen technischen Spezifikationen in den Ausschreibungs -, den Ve r- gabe- und den Vertragsunterlagen. Produkteanforderungen sind absolute Kriterien; ihre Nichterfüllung führt unabhängig vom Vergleich mit den a n- deren Angeboten zur Nichtberücksichtigung des Angebots (Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Aargau vom 8. Juni 2005, in: Aargau i- sche Gerichts- und Verwaltungsentscheide (AGVE) 2005, S. 236 ff., E. 2d S. 239). Vergabebehörden dürfen technische Spezifikationen im Regelfall nicht derart eng umschreiben, dass nur ein ganz bestimmtes Produkt oder nur ein einzelner Anbieter bzw. nur wenige Anbieter für die Z u- schlagserteilung in Frage kommen ( Zwischenentscheid des Bundesve r- waltungsgerichts B-822/2010 vom 10. März 2010 E. 5.1 m it Hinweisen; GALLI/MOSER/LANG/CLERC, a.a.O., Rz. 242). 4.2 4.2.1 Gemäss Art. 1 Abs. 1 lit. a BöB will der Bund mit diesem Gesetz das Verfahren zur Vergabe von öffentlichen Liefer-, Dienstleistungs- und Bau- aufträgen transparent gestalten. 4.2.2 Die Auftraggeberin beschreibt die Anforderungen an die geforderte Leistung (insbesondere deren technische Spezifikation) in hinreichender Klarheit und Ausführlichkeit (Art. 16a VöB) und teilt in jedem Fall mit, we l- che Anforderungen zwingend zu erfüllen sind (Art. 16a Abs. 3 VöB). B-2675/2012 Seite 14 4.2.3 Die Vergabebehörde ist grundsätzlich an die Ausschreibung und die Ausschreibungsunterlagen gebunden. Diese Bindung ergibt sich insb e- sondere aus dem Transparenzgebot und aus dem Gleichbehandlung s- grundsatz (Art. 1 Abs. 2 BöB). So ist es der Vergabebehörde untersagt, die den Anbietenden bekanntgegebenen Vergabekriterien nachträglich zu verändern (Entscheid der BRK vom 6. Juni 2006, BRK 2005 -024, E. 3b). Wenn sie bekanntgegebene Kriterien ausser Acht lässt, ihre Bedeutungs- folge umstellt, andere Gewichtungen vornimmt oder Kriterien heranzieht, die sie nicht bekanntgegeben hat, handelt sie vergaberechtswidrig ( Urteil des Bundesverwaltungsgerichts B -6837/2010 vom 15. März 2011 E. 3.2 mit weiteren Hinweisen ). Wird im Rahmen des Zuschlags nur ein b e- stimmtes Fabrikat zugelassen, obwohl dieses nicht als technische Spez i- fikation definiert worden ist, liegt demnach ein Verstoss gegen das Trans- parenzprinzip vor. 4.2.4 Entsprechend dem Grundsatz der Transparenz muss ferner die Prü- fung der Offerten aufgrund der Zuschlagskriterien (Art. 25 VöB) durch die Vergabestelle dokumentiert werden und nachvollziehbar sein (Urteil des Bundesverwaltungsgerichts B-891/2009 vom 5. November 2009 E. 3.5; Entscheid der BRK vom 15. Juni 2004, BRK 2003 -032, E. 3b mit Hinwe i- sen). 4.2.5 Bei der Auswahl und Gewichtung der einzelnen Zuschlagskriterien verfügt die Vergabebehörde über einen breiten Ermessensspielraum, in welchen das Bundesverwaltungsgericht nur unter qualifizierten Vorau s- setzungen eingreift (Zwischenentscheid des Bundesve rwaltungsgerichts B-4717/2010 vom 23. September 2010 E. 6.2; vgl. Zwischenentscheid des Bundesverwaltungsgerichts B-3311/2009 vom 16. Juli 2009 E. 6.2 mit Hinweisen). Dies entspricht einerseits dem Zweck von Art. 31 BöB (vgl. dazu E. 1.1 hiervor) und andererseits dem Begriff des wirtschaftlich güns- tigsten Angebots, wie er in Art. 21 Abs. 1 BöB als massgebend bezeic h- net wird. 4.3 Es wird nachfolgend geprüft, ob die Vergabestelle die an die Höhe der Bedienelemente gemäss Behindertengesetzgebung sowie an das Model l des Banknotenrecyclers gestellten Anforderungen in der Ausschreibung und den Ausschreibungsunterlagen – einschliesslich derjenigen, die im Rahmen der Angebotsbereinigung und den Verhandlungen den Offeren- ten herausgegeben wurden – in klarer und verständlicher Weise bekannt gegeben hat. B-2675/2012 Seite 15 4.3.1 Mit Bezug auf das Nebenangebot im Allgemeinen wird in der Au s- schreibung unter anderem Folgendes festgehalten: "Die SBB erwartet zusätzlich zum Hauptangebot ein Nebenangebot für 1000 Billetautomaten gemäss Anforderungen in Teil 4 der Ausschreibungsunterlagen, inklusive Lifecycle Kosten für 8 Jah re." (Ziffer 2.5 B.2 der Ausschreibung). Dazu wird ausdrücklich vorgeschrieben, dass der Automat die gesetzlichen A n- forderungen zur Gleichstellung von behinderten Personen ab 1.1.2014 er- füllt (Behindertengleichstellungsgesetz; vgl. Ziffer 2.5 A.1 der Ausschre i- bung). Im Sinne eines Exkurses ist zuerst noch kurz auf die in der Ausschre i- bung verwendete Formulierung "Nebenangebot" für die Beschaffung von weiteren 1000 Billettautomaten einzugehen. Unter der Bezeichnung "N e- benangebot" wird in Deutschland eine Unternehmervariante verstanden ; beim Begriff der Unternehmervariante wird davon ausgegangen, dass e i- ne solche auf Initiative des Unternehmers erfolgt (vgl. DANIELA LUTZ, Vari- anten – Chance oder schwer kalkulierbares Risiko?, in: Jean -Baptiste Zufferey/Hubert Stöckli (Hrsg.) , Aktuelles Vergaberecht 2012, Zürich 2012, S. 326 f.). Varianten sind im BöB nicht geregelt, wohl aber in Art. 22a der Verordnung über das öffentliche Bescha ffungswesen in der Fa s- sung vom 1. Januar 2010 ( VöB, SR 172.156.11). Aus den Ausführungen zu Art. 22a VöB im Erläuternden Bericht zur Änderung der Verordnung über das öffentliche Beschaffungswesen des Eidgenössischen Finanzd e- partements vom 1. Januar 2010 (a brufbar unter www.news.admin.ch/ NSBSubscriber/message/attachments/17793.pdf, letztmals besucht am 10. Juli 2012) geht hervor, dass Varianten stets zusammen mit dem s o- genannten Amtsvorschlag einzureichen sind und dass eine Variante i m- mer auch eine leistungsbezogene, inhaltliche Abweichung von den Au s- schreibungsbedingungen enthalten muss. Mit Bezug auf den vorliege n- den Fall kann die Beschaffung weiterer 1000 Billettautomaten – neben den bereits im Grundangebot vorgesehenen 1000 Stücken – ohne weite- res als Option und Ergänzung zum Grundangebot betrachtet werden. Die explizite Verankerung der Beschaffung zusätzlicher Billettautomaten in der Ausschreibung bzw. in den Ausschreibungsunterlagen macht deutlich, dass die Initiative für die Erbringung dieser Leistung vom öffentlichen Auf- traggeber ausg eht. Das in Frage stehende Nebenangebot ist demnach nicht als Variante gemäss Art. 22a VöB aufzufassen. Gemäss Ziffer 2.8 der Ausschreibung waren im vorliegenden Fall Varia n- ten zum Grundangebot zugelassen, wenn auch nur im Rahmen von Ziffer 2.5 der Publikation und Teil 4 der Ausschreibungsunterlagen. Im Protokoll B-2675/2012 Seite 16 der ersten Verhandlungsrunde mit der Zuschlagsempfängerin wurde ver- merkt, dass diese in der Unternehmensvariante d en gleichen Billettauto- maten wie im Grundangebot offeriert hatte, aber – wie es die Vergabestel- le zutreffend beschreibt – basierend "auf eine m innovativen Finanzi e- rungsmodell" (Stellungnahme der Vergabes telle vom 15. Juni 2012, S. 2). Diesbezüglich wären Ausführungen zur Zulässigkeit von Preisvar i- anten angezeigt (vgl. dazu etwa den Zwischenentscheid des Bundesve r- waltungsgerichts B-6123/2011 vom 8. Dezember 2011 E. 4.2 mit Hinwe i- sen), wenn die Vergab estelle nicht ausführen würde , dass diese Unter- nehmervariante nach der ersten Verhandlungsrunde nicht weiter verfolgt und in der Evaluation nicht berücksichtigt worden ist. Auch die Akten ent- halten keine Hinweise für eine Preisberechnung im Sinne des in Fr age stehenden "innovativen Finanzierugsmodells". Deshalb erübrigen sich Weiterungen hierzu. 4.3.2 4.3.2.1 Hinsichtlich der Höhe der Bedienelemente wird i n Teil 4A, Ziffer 5.1.4 des Pflichtenhefts festgehalten, dass das Nebenangebot alle in den Anforderungskatalogen def inierten optionalen Funktionen oder Leistu n- gen enthält. Dem Teil 4B des Anforderungskatalogs mit Bezug auf die Hardware bei der Referenznummer H1007 ist zu entnehmen: "Die B e- stimmungen des BöV (Die Schweizerische Fachstelle Barrierefreier ö f- fentlicher Verkehr) sind bei der Anordnung der Bedienelemente zu b e- rücksichtigen  siehe Anlage. Die Bedienelemente sind alle im Bereich von 70 cm bis 130 cm ab gewachsenem Boden anzuordnen (Bitte Beil a- ge 8-1-3) beachten". In der Beilage 8 -1-3 zum Pflichtenheft, die mit "An- forderungen an behindertengerechte Billettautomaten" betitelt ist, sind un- ter Ziffer 1a die an die Höhe der Bedienelemente gestellten Anforderu n- gen wie folgt aufgelistet. 1a Höhe der Bedienelemente ab OK Fussboden 1.5 Anforderungen BöV: Grundsätzlich 70 cm bis 110 cm; Ausnahme: - Münzeinwurf max. 120 cm Wenn immer möglich sollten die Bedienelemente nicht höher als 110 cm ab Boden platziert werden. Dies gilt insbesondere für den Entwerter und für bargeldlose Zahlungsmög- lichkeiten. B-2675/2012 Seite 17 1.6 VABöV des UVEK (Ver- ordnung des UVEK vom 22. Mai 2006 über die technischen Anforderun- gen an die behindertenge- rechte Gestaltung des öffentlichen Verkehrs) erlaubt für Bedienelemen- te 130 cm, für Münzein- wurf mehr, für Entwerter 110 cm Die Höhe des Touchscreens (Ober- kante) b eträgt maximal 130 cm ab Boden, sofern die Platzverhältnisse keine Lösung mit schräg herausr a- gendem Bildschirm wie beim SBB - BATS zulassen. 1.7 TSI-PRM (Technische Spezifikation für Interope- rabilität, Zugänglichkeit für eingeschränkt mobile Personen): taktile Kontakt- fläche, Tastatur, Bereich für Bezahlung und für Billettausgabe: in einer Höhe zwischen 70 cm und 120 cm Im Hinblick auf die internat. Marktsi- tuation erscheint es sinnvoll, die Vorgaben der TSI -PRM zu übe r- nehmen, d. h. sämtliche zu bedi e- nenden Elemente in einer Höhe zwischen 70 cm und 120 cm. Gemäss Beilage 8.1.4 zum Pflichtenheft "V570 Standard für behinderte n- gerechte Gestaltung der Ticketautomaten" wird eine Höhe der Bedie n- elemente von 80 cm bis maximal 110 cm für Fahrausweis - Ausgabevorrichtung, Einfuhrschlitz und Tastatur des Zahlkarten-Terminals und Mehrfahrtenkarten -Entwerter vorgeschrieben. Die übrigen Bedie n- elemente können über 110 cm ab Boden platziert werden, wenn Pers o- nen, die aufgrund ihrer Behinderung solche Elemente nicht bedien en können, eine alternative Art der Bedienung angeboten wird (vgl. Ziffer 2 der Beilage 8.1.4). Im Merkblatt zur Präzisierung der Automatenbemessung (Beilage 43 der Beschwerde), welches die Vergabestelle den Anbietern nach Einreichung des ersten Angebots zukommen liess, spezifizierte die Vergabestelle die Rahmenbedingungen dahingehend, dass die Höhe der taktilen Kontak t- fläche oder Tastatur – in Einhaltung der Vorgaben de r TSI-PRM – zwi- schen 70 und 120 cm zu liegen hat. B-2675/2012 Seite 18 Im Merkblatt zum Abgebot 2, welches an die Teilnehmer der 2. Verhan d- lungsrunde ging (Beschwerdebeilage 45), wurden die Rahmenbedi ngun- gen für die Erstellung des zweiten Abgebots näher präzisiert. Soweit hier interessierend, wurde die Erfüllung der Vorgabe der TSI -PRM ausdrück- lich in dem Sinne festgelegt, dass alle bedienbaren Elemente am Aut o- maten in einer Höhe zwischen 70 cm und 120 cm angeordnet sein mü s- sen. Im Weiteren wurden zwei Automatensockelhöhen definiert: so hat bei einer Betonfundamenthöhe von 0 bis 2 cm ein "Normalsockel" (höchstmöglich) zum Einsatz zu kommen, währenddessen bei einer B e- tonfundamenthöhe von >2 cm ein "reduzierter Automatensockel" zum Einsatz kommt, wobei die Mindesthöhe desselben 32 cm nic ht unte r- schreiten darf, damit die Unterbringung der Telecom-Komponenten sowie das Ein- und Ausbauhandling nicht beeinträchtigt sind. 4.3.2.2 Grundsätzlich ist davon auszugehen, dass der Vergabebehörde bei der Ausgestaltung der Ausschreibungsunterlagen ein erhebli cher Er- messensspielraum zukommt ( vgl. E. 4.1 hiervor betreffend die techn i- schen Spezifikationen; GALLI/MOSER/LANG/CLERC, a. a. O. , N 239; vgl. ELISABETH LANG, Der Grundsatz der Transparenz im öffentlichen Beschaf- fungsrecht, in: Festschrift 100 Jahre Aargauischer Anwaltsverband, Zürich 2005, S. 113). Vorliegend verhält es sich so, dass die Vergabestelle im Teil 4B des Pflichtenhefts die verschiedenen möglichen Vorgaben betreffend Höhe der Bedienelemente im Sinne der Behindertengesetzgebung (BöV, VA- BöV UVEK und TSI-PRM) dargelegt hat. Je nach einschlägiger Vorschrift schwankt die Maximalhöhe zwischen 110 cm (BöV), 120 cm (VABöV) und 130 cm (TSI-PRM). Die untere Grenze beträgt gestützt auf BöV und TSI - PRM 70 cm. Im Laufe des Vergabeverfahrens, genauer in der Verhand- lungsphase, hat die Vergabestelle, sowohl im Merkblatt zur Präzisierung der Automatenabmessungen als auch im Merkblatt zum Abgebot 2 , die Obergrenze der Bedienelemente auf 120 cm im Sinne von Ziffer 4.1.2.9.2 TSI-PRM herabgesetzt und somit zu v erstehen gegeben, dass sie sich ausdrücklich für die strikte Einhaltung der TSI-PRM ausgesprochen hatte. In diesem Vorgehen kann weder eine missbräuchliche Ausübung des Er- messens noch eine Verletzung des Transparenzprinzips durch die Vorin- stanz erblickt werden, zumal die Berücksichtigung der TSI -PRM als eine der möglichen zu befolgenden Vorgaben bereits in den Ausschreibung s- unterlagen kommuniziert worden war. Ebenso wenig sind Gründe dafür ersichtlich, dass die Vergabestelle von den in der Ausschreibung und den Ausschreibungsunterlagen festgelegten Parametern ab gewichen wäre B-2675/2012 Seite 19 und den Grundsatz, wonach die Vergabestelle an der Ausschreibung und den Ausschreibungsunterlagen gebunden ist, verletzt hätte. Die Beschwerdeführerin irrt sich, wenn sie in ihrer Bes chwerde von einer Standardsockelhöhe von 450 mm ausgeht. Entgegen ihrer Behauptung kann eine solche Vorgabe den Ausschreibungsunterlagen und den g e- nannten Merkblättern nicht entnommen werden. Vielmehr wurde im Merkblatt zum Abgebot 2 lediglich die Mindesth öhe des reduzierten S o- ckels auf 32 cm festgelegt. Zusammenfassend kann a ufgrund einer prima -facie-Beurteilung gesagt werden, dass die Vergabestelle in den Ausschreibungsunterlagen (insbe- sondere im Teil 4B sowie in der Beilage 8 -1-3 des Pflichtenhefts) die Hö- he der Bedienelemente des Notenrecyclers in klarer und verständlicher Weise bekannt gegeben hat, weshalb eine Verletzung des Transparen z- prinzips in diesem Punkt nicht erkennbar wäre. 4.3.3 4.3.3.1 Hinsichtlich des im Nebenangebot zu offerierenden Banknotenre- cyclers wurde im Pflichtenheft die Anforderung H1169 festgehalten, die den folgenden Wortlaut hat: "Als Option soll ein Notenrecycler eingebaut werden können. Die Notenannahme entspricht der Anforderung H1176. Der Recycler erlaubt die flexible Rückgabe von Notengel d. Zeigen Sie auf, was für ein Recycler eingebaut werden soll und mit welchen Kosten zu rechnen ist.". Mit Bezug auf den Banknotenrecyclertyp kann dem Merkblatt zur Präzisierung der Automatenbemessung entnommen we r- den, dass die Vergabestelle den Anbietern die Möglichkeit eröffnete, den eigenen Favorit zu wählen und hierbei auf die Verwendung möglicher Modelle hinwies (MEI -BNR3-11, MEI-BNR4-xx, Bill to Bill 300XE, Toyo BR-7200 G, ev. andere). Gemäss Merkblatt zum Abgebot 2 wird den A n- bietern die Möglichkeit überlassen, einen Banknotenrecyclertyp zu wä h- len, mit welcher die Bedienhöhe des Zahlterminals (ober Kante der Taste "1") auf maximal 120 cm zu liegen kommt. 4.3.3.2 Aus einer prima -facie-Beurteilung der Angaben in den Ausschre i- bungsunterlagen und den zwei erwähnten in der Verhandlungsphase ver- teilten Merkblättern ergibt sich, dass die Wahl und die Entscheidung da r- über, welches Modell für den Banknotenrecycler in Frage kommt, jedem Offerenten anheimgestellt war. Der Vergabestelle kann daher nicht vo r- geworfen werden, sie habe den Produktentscheid antizipiert. B-2675/2012 Seite 20 4.3.4 Wie die nachfolgenden Erwägungen zeigen, vermögen die gege n- teiligen Schlussfolgerungen der Beschwerdeführerin an diesem Ergebnis kaum etwas zu ändern. 4.3.4.1 Entgegen der Meinung der Beschwerdeführerin geht aus den v on ihr ins Recht gelegten Beilagen 7, 18 und 28 nicht klar hervor, ob und i n- wiefern sie bei der Vergabestelle Erkundigungen darüber eingeholt hatte, ob sie bezüglich des Banknotenrecyclertyps einen Vorentscheid gefällt habe. Anlässlich der ersten Verhandlungsrunde wurde bloss präzisiert, dass die Beschwerdeführerin den Einbau der Modelle Toyocom, Mei und Cashcode für möglich hält (Beilage 18 , Seite 2 ). Aus dem Protokoll zur zweiten Verhandlungsrunde lässt sich ableiten, dass der Einsatz derse l- ben Banknotenrecyclertypen nach wie vor vorgesehen war (Beilage 28, S. 2 und 3). In der Beilage 7 (Ausführungen zum Notenrecycler zum dri t- ten Abgebot) wird lediglich festgehalten, dass sich die Beschwerdeführ e- rin endgültig für die Modelle Toyocom und MEI entsc hieden hat. Hierbei gibt sie darüber Auskunft , warum sie das Produkt CashCode nicht mehr berücksichtigt hat und inwiefern dieses Produkt dennoch eingesetzt wer- den könnte. Die Beschwerdeführerin stösst sich daran, dass die Verg a- bestelle ihre dem dritten Abgebot zugrunde liegende Annahme, dass das Modell CashCode mit den BöV -Anforderungen nicht vereinbar sei (vgl. Beschwerde, S. 26 und Beilage 7, S. 2) , nicht kommentiert habe . Fehl geht die Beschwerdeführerin jedenfalls in der Annahme, das Stillschwei- gen im R ahmen der Präsentation des dritten Angebots müsse dahing e- hend verstanden werden, dass diese die Auffassung der Beschwerdefü h- rerin teile und ebenfalls davon ausgehe, dass das Modell CashCode nicht offeriert werden könne. Vielmehr ist dieses Stillschweigen i m Zweifel so zu verstehen, dass keine Präferenz für ein bestimmtes Modell erkennbar werden sollte. Angesichts des Umstands, dass die Beschwerdeführerin ihre Frage zur Unvereinbarkeit des Modells CashCode mit den BöV - Anforderungen nicht einer formellen schr iftlichen Klärung zugeführt hat, kann der Vergabestelle auch mit Blick auf das Transparenzgebot aus i h- rem Stillschweigen prima facie kein Vorwurf gemacht werden. 4.3.4.2 Zwar sind sich die Verfahrensbeteiligten nicht darin einig, ob und inwiefern die Vergabestelle anlässlich des Debriefings vom 1. Mai 2012 mitgeteilt haben soll, dass sich ihre interne Projektgruppe vor Abgabe des dritten Abgebots für das Pr odukt CashCode entschieden habe . Jedoch kann aufgrund der ins Recht gelegten Akten festgehalten werden, dass bis zu den Verhandlungen zum dritten Abgebot sich keine Anhaltspunkte dafür erkennen lassen, dass die Vergabestelle einen Vorentscheid z u-B-2675/2012 Seite 21 gunsten eines bestimmten Typs von Banknotenrecycler getroffen hätte. Vielmehr wurde in transparenter Art und Weise kommu niziert, dass die Wahl des Banknotenrecycler -Modells allein den Anbietern überlassen war. Da im Zwischenverfahren – wie in der Regel so auch hier – keine Zeugen einvernommen werden, is t der aufgrund der Akten festgestellte Sachverhalt massgebend. Die von den Parteien gestellten Anträge betref- fend Zeugeneinvernahmen zur Ermittlung der anlässlich des Debriefings gemachten Behauptungen sind allenfalls im Rahmen des Hauptverfa h- rens nochmals zu beurteilen. Aber selbst wenn die Beschwerdeführerin das Modell CashCode mit dem gleichen Preis wie die Zuschlagsempfängerin offeriert und demnach die maximal vorgesehene Anzahl Punkte für das Nebenangebot erreicht hät- te, hätte dies ohnehin keinen entscheidenden Einfluss auf die Rangliste gehabt. Wie die Vorinstanz ges tützt auf die Ergebnisse der Evaluation (Beschwerdebeilage 30) in nachvollziehbarer Weise darlegt, hätte die Be- schwerdeführerin unter den angeführten Annahmen ein Punktetotal von 176 erzielt und wäre somit noch um einen Punkt tiefer gelegen als die Zuschlagsempfängerin. Dabei wären von den 176 Punkten noch 20 Punkte hinsichtlich der Lifecycle-Kosten beim Modell CashCode in Abzug zu bringen, da die Offerten der Zuschlagsempfängerin und einer anderen Anbieterin, die den gleichen Typ Banknotenrecycler offerier t hatte, dies- bezüglich mit keinem Punkt honoriert wurden (vgl. Beschwerdebeilage 30). Aus den vorangehenden Ausführungen ergibt sich somit, dass die Beschwerdeführerin entgegen ihrer Meinung den Zuschlag auch nicht e r- halten hätte, wenn sie sich für das Modell CashCode entschieden hätte. 4.3.5 Die Beschwerdeführerin ist überzeugt, dass der von der Zuschla g- sempfängerin angebotene Banknotenrecycler vom Typ CashCode im Un- terschied zum von ihr offerierten Modell Toyocom die Anforderungen an die Höhe der bedienbaren El emente gemäss Behindertengesetzgebung nicht erfülle. Einerseits überschreite das Produkt CashCode bei einer Standardsockelhöhe von 450 mm die Maximalhöhe von 1200 mm. Selbst wenn diese Überschreitung durch die Absenkung der Standardsockelh ö- he von 450 mm au f 320 mm beseitigt werden könnte, liesse sich durch eine solche Absenkung eine Unterschreitung der Mindesthöhe von 700 mm (686 mm) nicht vermeiden, wenn der kontaktlose Kartenleser anfo r- derungskonform unterhalb des PIN-Pads positioniert werde. Das Produkt CashCode könne die Mindesthöhe nur einhalten, wenn auf die norme n- konforme Positionierung des kontaktlosen Kartenlesers verzichtet werde. B-2675/2012 Seite 22 Dieser Argumentation kann nicht gefolgt werden, da die Beschwerdefü h- rerin irrtümlicherweise von einer Standardsockelhö he von 450 mm au s- geht. Wie bereits ausgeführt (s. E. 4.3.2.2 hiervor), war weder in der Aus- schreibung noch in den Ausschreibungsunterlagen eine entsprechende Vorgabe enthalten. Lediglich im Merkblatt zum Abgebot 2 vom 21. März 2012 wurde die Mindesthöhe de s reduzierten Sockels auf 32 cm festge- legt. Die Höhe des Normalsockels wurde jedoch nicht definiert. Die von der Beschwerdeführerin befürchtete Überschreitung der Maximalhöhe bzw. Unterschreitung der Minimalhöhe beruht auf falschen Annahmen und die ermitte lten Werte können, da unzutreffend, nicht herangezogen werden. Indessen vermag die Vergabestelle in der Stellungnahme zu den prozessualen Anträgen darzutun, dass die Zuschlagsempfängerin anläss- lich der zweiten Verhandlungsrunde ausdrücklich bestätigte, dass die An- forderungen gemäss Behindertengesetzgebung insbesondere der TSI- PRM-Norm mit den von ihr angegebenen Banknotenrecycler vom Typus CashCode, Mei BNR 3 und Toyocom eingehalten würden. Das ergibt sich aus dem in der Stellungnahme der Vergabestelle w iedergegebenen Aus- zug aus dem Verhandlungsprotokoll vom 26. März 2012. Des Weiteren reproduziert die Vergabestelle in ihrer Stellungnahme einen Auszug aus den Präzisierungen und Bestätigung der Zuschlagsempfängerin zur 3. Verhandlungsrunde. Danach wird ers ichtlich, dass bei einem Standard - sockel von 400 mm und einer Fundamenthöhe von 0 mm die Minimalhö- he 700 mm und die Maximalhöhe 1'180 mm beträgt, währenddessen bei einer Fundamenthöhe von 20 mm und einer Sockelhöhe von 400 mm die Minimalhöhe auf 720 mm un d die Maximalhöhe auf 1'200 mm festgelegt wird. In Anbetracht dieser Werte ist davon auszugehen , dass die Offerte der Zuschlagsempfängerin die Anforderungen an die Höhe der Bedie n- elemente im Sinne der Behindertengesetzgebung erfüllen kann. Sofern die Besch werdeführerin einen nationalen Standard behauptet, wonach der kontaktlose Kartenleser auf der rechten Seite bzw. minde s- tens auf der vertikalen Linie der PIN -Einheit angebracht werden muss, ist festzustellen, dass sie sich in Bezug auf die geschilderte Positionierung lediglich auf d en ihr einzig bekannten Anwendungsfall in der Schweiz (Zürcher Verkehrsverbund) beruft, ohne Normen anzuführen, aus we l- chen sich dieser als zwingend ergibt . Nichtsdestoweniger legt die Verga- bestelle in ihrer Stellungnahme einen Au szug aus den Präzisierungen und Bestätigung der Zuschlagsempfängerin zur 3. Verhandlungsrunde of- fen. Aus der angeführten graphischen Darstellung kann immerhin abgelei- tet werden, dass der kontaktlose Kartenleser auf der rechten Seite zw i- schen PIN-Pad und Karteneinzug integriert werden kann. Damit erfahren B-2675/2012 Seite 23 die von der Beschwerdeführerin erhobene Einwände im Übrigen insoweit eine gewisse Relativierung. 4.3.6 In ihrer materiellen Stellungnahme vom 27. Juni 2012 stösst sich die Beschwerdeführerin unter Verweis auf die Beilagen 21 und 22 zur Stellungnahme der Vergabestelle vom 5. Juni 2012 daran, dass d ie Ver- gabestelle vier offene Punkte der Offerte der Zuschlagsempfängerin im Laufe der Schlussbereinigung geklärt und hierbei ausschliesslich der Zuschlagsempfängerin zwei zusätzliche Merkblätter zugestellt habe . Die- se Vorgehensweise komme der Einholung eines vierten Abgebots gleich. Somit stütze sich der Zuschlagsentscheid auf ein Abgebot, das nicht in vergaberechtlich korrekter Art und Weise zustande gekommen sei , worin wiederum eine Verletzung des Transparenz- und Gleichbehandlungsprin- zips zu sehen sei. Vorab ist festzuhalten , dass der Ablauf und die Durchführung des Sub- missionsverfahrens (2 Verhandlungsrunden mit den drei in die engere Auswahl gekommenen Anbietern und E inreichung von 3 Abgeboten) grundsätzlich nicht bestritten sind. G emäss dem Antrag auf Zuschlag (Beilage 3 der Stellungnahme zu den prozessualen Anträgen) stellte das dritte Abgebot die Grundlage für die finale Beurteilung der verbliebenen Anbieter. Die vier offenen Punkte in der Offerte der Zuschlagsempfäng e- rin betreffen die flexible Sockelhöhe, die Platzierung des kontaktlosen Kartenlesers, den Sichtkontakt zur PIN -Eingabe und die Lagerlogistik. In ihrer Stellungnahme zu den prozessualen Anträgen schilder t die Verg a- bestelle auf plausible Weise, dass diese Punkte bereits während der zweiten Verhandlungsrunde diskutiert und im 3. Abgebot der Zuschlags - empfängerin dementsprechend berücks ichtigt worden sind. Auch in ihrer Stellungnahme vom 2. Juli 2012 führt sie aus, die Zuschlagsempfängerin habe der guten Ordnung halber im Anschluss an die 3. Verhandlung die Einhaltung der gesetzlichen Anforderungen und der massgeblichen Merkblätter bestätigt. Die Beilage 24 zur Stellungnahme der Vergabeste l- le vom 5. Juni 201 2 umfasst die ersten 9 Seiten des Aktenstücks 03.18 (Dokument der Zuschlagsempfängerin mit dem Titel "Präzisierungen b a- sierend auf übermittelten Merkblättern 3. Verhandlungsrunde). Diese en t- halten Bestätigungen betreffend die flexible Sockelhöhe, die Platz ierung des kontaktlosen Kartenl esers und den Sichtkontakt zur PIN -Eingabe, welchen prima facie keine Abgebotsqualität zukommt, da hier lediglich die Angaben gemäss dem dritten Angebot bestätigt werden. Nicht so klar e r- scheint die Frage der Abgebotsqualität im Punkt Lagerlogistik (Seiten 10 ff. des Aktenstücks 03.19). Diese kann mit Bezug auf das Zwischenve r-B-2675/2012 Seite 24 fahren jedoch offen gelassen werden. Namentlich aus den Unterlagen betreffend die Evaluation geht nicht hervor, dass aufgrund der Rückme l- dung der Zuschla gsempfängerin vom 20. April 2012 noch Korrekturen in Bezug auf die Bewertung der Angebote vorgenommen worden wären. Somit ist aufgrund der Akten nicht von einer Un gleichbehandlung der An- bieter auszugehen . Auf Grund einer prima -facie-Beurteilung ergibt sich nach dem Gesagten , dass die Beschwerdeführerin auch mit diesen R ü- gen nicht durchzudringen vermag. 4.3.7 Die Beschwerdeführerin behauptet, dass die Vergabestelle bei der Berechnung und Bewertung des Angebotspreises zwei Rechnungsfehler begangen habe, einerseits mit Bezug auf die Vorrüstungskosten und a n- dererseits mit Bezug auf die Ersatzteile. 4.3.7.1 Die Offertbereinigung hat zum Ziel, die Vergleichbarkeit der Offe r- ten insbesondere mit Blick auf diejenigen Angaben, die sich auf das Preis-Leistungs-Verhältnis beziehen, sicherzustellen. Diese ist grundsätz- lich auf die Korrektur von unbeabsichtigten Fehlern begrenzt. In diesem Sinne hat die Lehre seit jeher festgehalten, dass die Bereinigung der A n- gebote grundsätzlich nicht zur Änderung der Angebote führen darf (BVGE 2007/13 E. 3.4). 4.3.7.2 Hinsichtlich der Vorrüstungskosten geht die Beschwerdeführerin davon aus, dass die Vergabestelle diese Kosten zu Unrecht nicht vom Preis für den Banknnotenrecycler abgezogen habe. Vorrüstungskosten würden nur dann anfallen, wenn die Vergabestelle den Banknotenrecycler selbst bzw. ausserhalb der Ausschreibung beschaffe und nicht wenn die Lieferung, wie vorliegend, durch die Anbieterin erfolge. Diese Sichtweise lässt sich aber nicht mit den Angaben der Beschwerdeführerin vereinba- ren. Im Schreiben zu ihrem 3. Abgebot führte sie aus, dass die Kosten für die Vorrüstung in Höhe von Fr. _______ bereits im Preisblatt enthalten seien und dass bei Mitlieferung des Banknotenrecyclers durch den Lief e- ranten Mehrkosten pro Automat in Höhe von Fr. ________entstünden. Gemäss Preisblatt hat die Beschwerdeführerin einen Preis von Fr. _______ für 10 Banknotenrecycler offeriert. Damit leuchtet prima facie ein, dass im Preis von Fr. _________ pro Automat die auf die Vorrüstung entfallenen Kosten von Fr. _______ mitenthalten sind. 4.3.7.3 Mit Bezug auf die Preise für die Ersatzteile, welche als sog. Kann- Optionen anzubieten waren, räumt die Vergabestelle in ihrer Stellun g- nahme zu den prozessualen Anträgen ein, sie habe diese Kosten bei der B-2675/2012 Seite 25 Evaluation der Preise für das Ne benangebot fälschlicherweise bei allen Anbietern mitgerechnet (Stellungnahme vom 5. Juni 2012, S. 27). Richtig ist aber auch, dass sich dieser Fehler zugunsten der Beschwerdeführerin auswirkt, da ihre Preise für diese Kann -Optionen deutlich tiefer waren als jene der Zuschlagsempfängerin. Dementsprechend hält die Vergabestelle zutreffend fest, dass der gerügte Fehler einen zu hohen Preis für das N e- benangebot der Zuschlagsempfängerin bewirkt hat (Stellungnahme vom 5. Juni 2012, S. 27). Damit kann die Beschwerdeführerin aus dem gerüg- ten Rechenfehler nichts zu ihren Gunsten ableiten. 4.4 Zusammenfassend ergibt sich, dass sich insbesondere die Rüge, die Vergabestelle habe in für die Beschwerdeführerin nicht erkennbarer We i- se einen Vorentscheid bezüglich des im Rahme n des Nebenangebots zu offerierenden Banknotenrecyclertyps, als offensichtlich unbegründet e r- weist. Aufgrund einer prima-facie-Beurteilung ist davon auszugehen, dass die Vergabestelle weder in den Ausschreibungsunterlagen noch in der Verhandlungsphase ein bestimmtes Modell von Banknotenrecycler vo r- geschrieben hat und dass die Offerenten ihren Favoriten frei wählen dur f- ten (vgl. insb. E. 4.3 .2 und E. 4.3.4 .1 f hiervor). Unter diesen Umständen lässt sich eine Verletzung des Transparenz - und Gleichbehandlungsprin- zips prima facie nicht erkennen. Auch wenn die Beschwerdeführerin das Modell CashCode angeboten hätte, hätte sich im Übrigen am Evaluat i- onsergebnis nichts geändert (vgl. E. 4.3.4.2 hiervor) . Ebenfalls als offen- sichtlich unbegründet erweist sich die Rüge, das Angebot der Zuschla g- sempfängerin erfülle die Anforderungen gemäss Behindertengesetzg e- bung nicht. Aufgrund einer prima-facie-Beurteilung lässt sich sagen, dass sich die Bedienelemente bei Betonsockelhöhen von 400 und 420 mm alle innerhalb einer Höhe von 0 bis 120 cm befinden und dass der kontaktlose Kartenleser zwischen PIN -Pad und Karteneinzug integriert ist (vgl. E. 4.3.5 hiervor). Ebenfalls als offensichtlich unbegründet erweisen sich die Rügen betreffend die Rechnungsfehler (vgl. E. 4.3.7) . Demnach ist der Antrag auf Erteilung der aufschiebenden Wirkung abzuweisen. Die am 16. Mai 2012 getroffene Anordnung fällt dahin. Bei dieser Sachlage erüb- rigt sich, eine Abwägung der auf dem Spiel stehenden Interessen vorzu- nehmen (vgl. dazu E. 2.1. hiervor). 5. In Bezug auf die Akteneinsicht ist festzustellen, dass dem Akteneinsichts- begehren der Beschwerdeführerin von 11. Juni 2012 betreffend die Vo r- akten mit Verfügung vom 13. Juni 2012 teilweise entsprochen wurde, mit Ausnahme der Dokumente 03.15.02, 04.02 und 05.04. Ihr wurden die fol-B-2675/2012 Seite 26 genden Dokumente gemäss ihrer Liste zugestellt: 00.01 (Termine), 03.05.02 (Beilagen Mail Anbieter), 03.06.01.01.03 (Anbieter 5), 03.06.01.02.03 (Anbieter 5), 03.06. 02.03.02 (Präsentation), 03.06.02.03.02.01 (Hauptpräsentation Anbieter 5), 03.06.02.03.02.02 (HW), 03.06.02.03.02.03 (LCC), 03.06.02.03.02.04 (SW), 03.06.02.03.03 (Protokoll), 03.06.02.03.04 (Beilagen Mail 2012 -02-29), 03.13.01.01.04 (MM BVGER A-1130/2011), 03.13.01.01.05 (Merkblatt Abgebot 3 Sockel / TC), 03.13.02.04.01 (Einladung), 03.13.02. 04.02 (Protokoll Vertrag), 03.13.02.04.03 (Mail Anbieter 5 Abgebot), 03.13.02.04.04 (Vertragsen t- wurf), 03.14.02 ( Beilagen Mail Anbieter Abgebot 3), 05.04.03.01 (Korre s- pondenz) und 05.04.03.02 (Evaluation Anbieter 5). Sodann ist ihr mit Ver- fügung vom 14. Juni 2011 teilweise Einsicht in die teilweise geschwärzten Vernehmlassungsbeilagen 3 (Antrag auf Zuschlag vom 20. April 2012), 12 (Verhandlungsprotokoll Zuschlagsempfäng erin vom 27. Februar 2012 ), 13 (Auszüge aus Präzisierungen basierend auf Merkblatt zum Abgebot 2 der Zuschlagsempfängerin) und 27 (Preisvergleich beim Debriefing, Seite 6) Einsicht gewährt worden. Damit kann sich die Beschwerdeführerin aufgrund der ihr zur Verfügung stehenden Unterlagen ohne weiteres ein Bild machen von der Ausgangslage namentlich mit Blick auf die Anfec h- tung des vorliegenden Entscheids (Zwischenentscheid des Bundesve r- waltungsgerichts B-6762/2011 vom 26. Januar 2012 E. 8). Soweit weiter- gehend werden die Anträge auf Akteneinsicht einstweilen abgewiesen. Zur Akteneinsicht im Hauptverfahren werden mit separater Verfügung I n- struktionsanordnungen getroffen werden. 6. Über die Kosten für den vorliegenden Zwischenentscheid ist mit dem Entscheid über die Hauptsache zu befinden. B-2675/2012 Seite 27 Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 1. Das Gesuch der Beschwerdeführerin um Gewährung der aufschiebenden Wirkung wird abgewiesen. 2. Die Akteneinsichtsanträge der Beschwerdeführerin werden, soweit diesen nicht bereits im Rahmen der Instruktion entsprochen worden ist, einstwei- len abgewiesen. 3. Die Instruktion des Schriftenwechsels im Hauptverfahren erfolgt mit sepa- rater Verfügung. 4. Über die Kostenfolgen des vorliegenden Zwischenentscheides wird mit dem Entscheid in der Hauptsache befunden. 3. Dieses Urteil geht an: – die Beschwerdeführerin (Rechtsvertreter; Gerichtsurkunde; vorab per Fax) – die Vergabestelle (Rechtsvertreter; Gerichtsurkunde; vorab per Fax) – die Zuschlagsempfängerin (A-Post; vorab per Fax) Für die Rechtsmittelbelehrung wird auf die nächste Seite verwiesen. Der vorsitzende Richter: Der Gerichtsschreiber: Marc Steiner Corrado Bergomi B-2675/2012 Seite 28 Rechtsmittelbelehrung: Dieser Zwischenentscheid kann, soweit d avon auszugehen ist, dass er einen nicht wieder gutzumachenden Nachteil bewirken kann (Art. 93 Abs. 1 Bst. a des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005, BGG, SR 173.110), gemäss Art. 100 Abs. 1 BGG innerhalb von 30 Tagen seit Eröff- nung beim Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, angefochten werden, wenn der geschätzte Wert des zu vergebenden Auftrags de n massg e- benden Schwellenwert erreicht und sich eine Rechtsfrage von grundsät z- licher Bedeutung stellt (Art. 83 Bst. f Ziff. 1 und 2 BGG). Fax: 25. Juli 2012 Versand: 26. Juli 2012