A bteilung I A -7512/2006 {T 0/2} U rteil vom 23. A ugust 2007 M itw irkung: R ichterin M arianne R yter Sauvant (Vorsitz); R ichter Beat Forster; R ichterin Salom e Zim m erm ann; G erichtsschreiber Adrian M attle. A ._______, Beschw erdeführer, vertreten durch B._______, gegen Fachstelle für Personensicherheitsprüfungen im B ereich Inform ations- und O bjektsicherheit (IO S), Vorinstanz, betreffend Personensicherheitsprüfung; B u n d e s v e rw a ltu n g s g e ric h t T rib u n a l a d m in is tra tif fé d é ra l T rib u n a le a m m in is tra tiv o fe d e ra le T rib u n a l a d m in is tra tiv fe d e ra l2 Sachverhalt: A. A._______ ist seit 2003 als (Funktionsbezeichnung) des X._______ tätig. N ach einer erw eiterten Sicherheitsprüfung m it Befragung erliess die Fach- stelle für Personensicherheitsprüfungen (Fachstelle) am 1. Juli 2003 eine positive R isikoverfügung, in w elcher festgehalten w urde, dass A._______ nicht als Sicherheitsrisiko im Sinne der gesetzlichen Bestim m ungen erach- tet w erde und dass für die Ü bertragung der Funktion oder der Aufgaben keine Sicherheitsbedenken beständen. B. N achdem (...) gegen A._______ in je einem Strafverfahren erm ittelten, w urde dieser von seiner Tätigkeit beim X._______ offiziell freigestellt. D er D irektor des X._______ leitete eine vorzeitige W iederholung der Perso- nensicherheitsprüfung ein. A._______ stim m te dieser Prüfung m it U nter- schrift vom 10. M ai 2006 zu und erm ächtigte die Fachstelle, die erforderli- chen D aten zu erheben. C . Im R ahm en der persönlichen Befragung am 31. August 2006 erklärte A._______, dass er trotz seiner offiziellen Freistellung noch gew isse Auf- gaben für seinen Arbeitgeber erledige. Sow eit hier interessiert, w urde A._______ w eiter zu seiner finanziellen Situation befragt, w obei insbeson- dere die Forderungen ein Them a w aren, w elche sich aus dem Betrei- bungsregisterauszug des Betreibungsam ts Y._______ vom 18. Juli 2007 ergaben. D ie M inidisk m it den entsprechenden Aufnahm en befindet sich bei den Akten. Eine Zusam m enfassung der entsprechenden Aussagen ist in Ziffer 1.3.3 der angefochtenen Verfügung enthalten. Am Schluss der Be- fragung bat die Fachstelle A._______ um die Erm ächtigung, bei der Steu- erverw altung seiner W ohngem einde sow ie bei den Banken und Kreditkar- tenfirm en, bei denen er Kunde sei, nähere Auskünfte einzuholen, dam it sie seine Aussagen zur aktuellen finanziellen Situation überprüfen könne. D er Vorschlag von A._______, die verlangten U nterlagen selbst zu besorgen, anstatt die Erm ächtigungen zu erteilen, w urde von der Fachstelle abge- lehnt, m it der Begründung, dass sie die R ichtigkeit der eingereichten U n- terlagen überprüfen m üsse, w ofür ebenfalls seine persönliche Erm ächti- gung nötig sei. D a A._______ nicht bereit w ar, diese Erm ächtigungen so- fort zu erteilen, händigte ihm die Fachstelle die entsprechenden Erm ächti- gungsform ulare aus und gew ährte ihm eine Bedenkfrist. D . N ach zw ei telefonischen R ückfragen bei A._______ teilte dessen Anw alt am 15. Septem ber 2006 der Fachstelle m it, dass sein M andant zur Erledi- gung ihres Auftrages zur Verfügung stehe, dass jedoch unnötige Abklärun- gen zu unterbleiben hätten, w o die D aten auch anders als durch direkte N achforschungen beigebracht w erden können. D er Stellungnahm e beige- legt w aren eine Anzahl von unterzeichneten Bestätigungen, Erm ächtigun- gen sow ie die Steuererklärungen aus den Jahren 2004 und 2005. N icht eingereicht w urden hingegen Erm ächtigungen zur Einsichtnahm e in Konto- bew egungen bei Banken und Kreditkartenfirm en im Zeitraum der vergan- genen fünf Jahre und Erm ächtigungen zur Abklärung der R ichtigkeit der Steuerakten.3 E. M it Schreiben vom 20. Septem ber 2006 gew ährte die Fachstelle A._______ das rechtliche G ehör, indem sie ihm m itteilte, dass sie nicht im Besitze aller für die D urchführung der Sicherheitsprüfung relevanten U nter- lagen sei, sondern dass w ichtige, entscheidrelevante Inform ationen entw e- der nicht zur Verfügung stehen w ürden oder die eingereichten U nterlagen aufgrund fehlender Erm ächtigungen nicht verifiziert w erden könnten. D ie Fachstelle beabsichtige deshalb, eine Feststellungsverfügung zu erlassen, w as bedeute, dass A._______ als nicht geprüft gelte. D ie Fachstelle gab ihm G elegenheit, schriftlich Stellung zu nehm en. F. Am 18. O ktober 2006 verlangte A._______ bzw . sein Anw alt innert er- streckter Frist die Sistierung des Verfahrens der Personensicherheitsprü- fung. D er Ausgang der gleichzeitig laufenden Verfahren (...) m it A._______ als Beschuldigtem habe präjudiziellen C harakter für die Personensicher- heitsprüfung. W eiter stelle A._______ derzeit keine G efahr für die Sicher- heit des Staates dar, da er bis zum Abschluss der Strafverfahren freige- stellt w orden sei. Eventualiter beantragte A._______, es sei ihm eine Frist zur Einreichung genau bezeichneter U nterlagen zu setzen. G . M it Verfügung vom 2. N ovem ber 2006 stellte die Fachstelle fest, dass A._______ als nicht sicherheitsgeprüft gelte. D ie Fachstelle m üsse im R ahm en ihrer Prüfung alle entscheidrelevanten U nterlagen auf ihre R ich- tigkeit hin prüfen und dürfe diese nicht per se als korrekt betrachten. D ie im R ahm en der Befragung von A._______ erw ähnte Aufnahm e eines Kre- dits von Fr. 40'000.-- stehe im G egensatz zur Behauptung seines Vertre- ters, dass sich die finanzielle Lage seines M andanten erheblich verbessert habe. D a A._______ sich offensichtlich w eigere, die Fachstelle zur Be- schaffung der notw endigen Inform ationen oder zur Ü berprüfung der von ihm beigebrachten Inform ationen zu erm ächtigen, w ürden die für die Beur- teilung des Sicherheitsrisikos notw endigen G rundlagen fehlen. H . G egen diese Verfügung erhob A._______ (Beschw erdeführer) am 6. D e- zem ber 2006 Beschw erde bei der R ekurskom m ission des Eidgenössi- schen D epartem ents für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport (R EKO VBS). Er beantragt die Aufhebung der Verfügung und der vorzeiti- gen W iederholung der Personensicherheitsprüfung. D ie vorzeitige W ieder- holung sei zu U nrecht eingeleitet w orden. D ie Annahm e, dass seit der letz- ten Prüfung neue R isiken entstanden seien, laufe der U nschuldsverm utung zuw ider. Eventualiter sei die Sache unter der Anordnung, das Verfahren zu sistieren, an die Vorinstanz zurückzuw eisen. (...) Subeventualiter sei die Sache unter der Anordnung, die notw endigen D aten seien vom Beschw er- deführer persönlich anzufordern, ebenfalls an die Vorinstanz zurückzuw ei- sen. Auf G rund des Verhältnism ässigkeitsprinzips dürften Erm ächtigungen zur N achfrage bei den betreffenden Stellen durch die Fachstelle nur ver- langt w erden, falls Zw eifel über die R ichtigkeit des Inhaltes der Inform atio- nen aufkom m en w ürden. D ie Fachstelle habe ausserdem die M öglichkeit, die Akten der laufenden Strafverfahren beizuziehen, in w elchen im W e- sentlichen die gleichen Inform ationen erhoben w orden seien. I. D as am 6. D ezem ber 2006 bei der R EKO VBS anhängig gem achte Verfah-4 ren ist am 1. Januar 2007 vom Bundesverw altungsgericht übernom m en w orden. J. M it Vernehm lassung vom 23. M ärz 2007 hält die Vorinstanz an den Erw ä- gungen in ihrer Verfügung fest und beantragt die Abw eisung der Be- schw erde. D ie Fachstelle sei nicht zuständig für eine Einstellung oder eine Sistierung des Verfahrens der Sicherheitsprüfung. Ein solcher Antrag hätte zu einem früheren Zeitpunkt an den X._______ als Auftraggeber der Prü- fung gerichtet w erden m üssen. D ie ersuchende Stelle sei grundsätzlich frei, den Zeitpunkt einer Prüfungsw iederholung zu bestim m en und die Fachstelle habe einen entsprechenden Auftrag zu vollziehen. (...) D ie Be- schaffung der notw endigen Inform ationen durch die Fachstelle m it Er- m ächtigung der zu prüfenden Person sei der R egelfall. Im Falle der Einrei- chung solcher Inform ationen durch die betroffene Person w äre ohnehin eine Ü berprüfung der U nterlagen auf ihre Echtheit und R ichtigkeit hin not- w endig, w ozu der Beschw erdeführer ebenfalls nicht H and bieten w olle. (...) K. M it Verfügung vom 10. April 2007 ist dem Beschw erdeführer G elegenheit gegeben w orden, allfällige Schlussbem erkungen bis zum 24. April 2007 einzureichen. D er Beschw erdeführer hat davon keinen G ebrauch gem acht. D as B undesverw altungsgericht zieht in Erw ägung: 1. 1.1 G em äss Art. 31 des Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundes- verw altungsgericht (Verw altungsgerichtsgesetz, VG G , SR 173.32) beurteilt das Bundesverw altungsgericht Beschw erden gegen Verfügungen nach Art. 5 des Bundesgesetzes vom 20. D ezem ber 1968 über das Verw al- tungsverfahren (Vw VG , SR 172.021), sofern keine Ausnahm e nach Art. 32 VG G vorliegt. Als Vorinstanzen gelten die in Art. 33 und 34 VG G genann- ten Behörden. 1.2 D ie Feststellung der Fachstelle vom 2. N ovem ber 2006 stellt eine Verfü- gung im Sinne von Art. 5 Vw VG dar und die Fachstelle ist nach Art. 33 Bst. d VG G eine zulässige Vorinstanz des Bundesverw altungsgerichts. D as Bundesverw altungsgericht ist daher zuständig für die Behandlung der vorliegenden Beschw erde. Es übernim m t per 1. Januar 2007 das bei der R EKO VBS hängige Verfahren; das neue Verfahrensrecht ist anw endbar (vgl. Art. 53 Abs. 2 VG G ). 1.3 N ach Art. 48 Abs. 1 Vw VG ist zur Beschw erde berechtigt, w er vor der Vor- instanz am Verfahren teilgenom m en hat oder keine M öglichkeit zur Teil- nahm e erhalten hat (Bst. a), durch die angefochtene Verfügung besonders berührt ist (Bst. b) und ein schutzw ürdiges Interesse an deren Aufhebung hat (Bst. c). D er Beschw erdeführer ist als von der Prüfung betroffene Per- son und als Adressat der angefochtenen Verfügung zur Beschw erde be- rechtigt. D ie Beschw erde w urde gem äss Art. 50 Abs. 1 Vw VG fristgerecht eingereicht und die Beschw erdeschrift entspricht den Form erfordernissen von Art. 52 Abs. 1 Vw VG .5 1.4 D a die Prozessvoraussetzungen erfüllt sind, ist auf die Beschw erde einzu- treten. 2. 2.1 D as Bundesgesetz vom 21. M ärz 1997 über M assnahm en zur W ahrung der inneren Sicherheit (BW IS, SR 120) dient der Sicherung der dem okrati- schen und rechtsstaatlichen G rundlagen der Schw eiz sow ie dem Schutz der Freiheitsrechte ihrer Bevölkerung (Art. 1 BW IS). D er Bundesrat hat in der Botschaft dazu ausgeführt, eine der heikelsten und intensivsten Bedro- hungen der inneren Sicherheit entstehe dann, w enn an besonders w ichti- gen Schlüsselpositionen eingesetzte Personen Verrat übten, gegen den Staat selber arbeiteten oder seine Institutionen auf rechtsw idrige Art ver- ändern w ollten. Es sollten nur Personen eingesetzt w erden, die nicht er- pressbar seien und G ew ähr bieten w ürden, das ihnen entgegengebrachte Vertrauen nicht zu m issbrauchen (BBl 1994 II 1147). 2.2 N ach Art. 20 Abs. 1 BW IS w erden im R ahm en der Personensicherheitsprü- fung sicherheitsrelevante D aten über die Lebensführung der betroffenen Person erhoben, insbesondere über ihre engen persönlichen Beziehungen und fam iliären Verhältnisse, ihre finanzielle Lage, ihre Beziehungen zum Ausland und Aktivitäten, w elche die innere und äussere Sicherheit in rechtsw idriger W eise gefährden könnten. Ü ber die Ausübung verfassungs- m ässiger R echte w erden keine D aten erhoben. Ziel der Personensicher- heitsprüfung ist es, bei Personen, w elche eine nach Art. 19 Abs. 1 Bst. a-e BW IS sensible Arbeit verrichten oder verrichten w ürden, Sicherheitsrisiken aufzudecken. Als Sicherheitsrisiken gelten nach der Praxis der Fachstelle insbesondere Terrorism us, verbotener N achrichtendienst, gew alttätiger Extrem ism us, krim inelle H andlungen, Korruption, finanzielle Problem e, Ab- hängigkeiten, Erpressbarkeit und exzessiver Lebensw andel (Entscheid der R EKO VBS 470.07/05 vom 6. April 2006, E. 4b). 2.3 D ie Fachstelle erlässt eine Verfügung über das Ergebnis der Sicherheits- prüfung. Sie kann eine positive R isikoverfügung, eine R isikoverfügung m it Auflagen, eine negative R isikoverfügung oder eine Feststellungsverfügung erlassen (Art. 21 Abs. 1 Bst. a-d der Verordnung vom 19. D ezem ber 2001 über die Personensicherheitsprüfungen [PSPV, SR 120.4]). W ährend die drei erstgenannten Verfügungen Entscheide in der Sache selbst sind und zum Sicherheitsrisiko, das die geprüfte Person darstellt, Stellung nehm en, ist die Feststellungsverfügung ein N ichtentscheid, der lediglich festhält, es sei der Fachstelle m angels D atenverfügbarkeit nicht m öglich, die für die Ausstellung einer R isikoverfügung notw endigen D aten zu erheben. 3. 3.1 D er Beschw erdeführer ist der Ansicht, die angefochtene Verfügung sei aufzuheben, w eil das Verfahren der Personensicherheitsprüfung nach den gesetzlichen Bestim m ungen nicht hätte eingeleitet w erden dürfen. U nbestritten ist, dass der Beschw erdeführer auf G rund seiner Funktion in die Kategorie von Personen fällt, bei denen eine erw eiterte Sicherheitsprü- fung m it Befragung durchzuführen ist. Eine solche w ird bei Personen an-6 geordnet, die regelm ässigen und w eit reichenden Einblick in die R egie- rungstätigkeit oder in w ichtige sicherheitspolitische G eschäfte haben und darauf Einfluss nehm en können, sow ie bei Personen, die regelm ässig Zu- gang zu G eheim nissen der inneren oder der äusseren Sicherheit oder zu Inform ationen haben, deren Aufdeckung die Erfüllung w esentlicher Aufga- ben des Bundes gefährden könnte (Art. 12 Abs. 1 PSPV). (...) D er Beschw erdeführer m acht geltend, dass die Voraussetzungen für eine vorzeitige Prüfungsw iederholung nicht gegeben seien. Voraussetzung da- für sei G rund zur Annahm e, dass seit der letzten Prüfung neue R isiken entstanden seien. D ie nicht abgeschlossenen Strafverfahren käm en als G rund für eine vorzeitige W iederholung der Sicherheitsprüfung nicht in Frage. Ein gegenteiliger Schluss w ürde der U nschuldsverm utung zuw ider- laufen. Ein anderer G rund für die vorzeitige W iederholung der Prüfung sei nicht ersichtlich. In ihrer Vernehm lassung zur Beschw erde führt die Vorinstanz dagegen an, dass die Prüfungsw iederholung zw ar spätestens nach fünf Jahren zu erfol- gen habe, dass die Stelle, w elche um die Sicherheitsprüfung ersuche, je- doch grundsätzlich frei sei, den Zeitpunkt der Prüfungsw iederholung zu be- stim m en und eine solche insbesondere auch früher einleiten könne. D ie Fachstelle habe den Auftrag der ersuchenden Stelle zu vollziehen. D ie Entscheidung, ob eine Prüfung vorzeitig w iederholt w erden soll, liege nicht im Erm essen der Fachstelle, sondern der ersuchenden Stelle. 3.2 W ie für säm tliches staatliches H andeln ist für die Einleitung einer Perso- nensicherheitsprüfung eine genügende gesetzliche G rundlage notw endig (Art. 5 Abs. 1 BV). Eine Personensicherheitsprüfung stellt einen erhebli- chen Eingriff in die G eheim sphäre der zu prüfenden Person dar. D ies gilt insbesondere für eine erw eiterte Personensicherheitsprüfung m it Befra- gung (vgl. BG E 130 II 473, E. 4.5). D ie G rundzüge der Sicherheitsprüfung m üssen daher in einem G esetz geregelt sein (vgl. Art. 36 Abs. 1 und Art. 164 Abs. 1 BV; U LR IC H H ÄFELIN / G EO R G M Ü LLER / FELIX U H LM AN N , Allgem ei- nes Verw altungsrecht, 5. Auflage, Zürich 2006, R z. 398, 404 ff.). 3.3 G em äss Art. 19 Abs. 3 BW IS kann der Bundesrat in besonderen Fällen die periodische W iederholung der Sicherheitsprüfung vorsehen. D ie allgem ei- ne D elegationsnorm von Art. 21 Abs. 5 BW IS um fasst auch die Erm ächti- gung zur R egelung der Einzelheiten für W iederholungsprüfungen. D em - nach ist der Bundesrat zuständig zur R egelung, unter w elchen besonderen U m ständen und nach w elcher Zeitdauer eine Sicherheitsprüfung zu w ie- derholen ist. So hat der Bundesrat festgelegt, dass erw eiterte Sicherheitsprüfungen m it Befragung spätestens nach fünf Jahren zu w iederholen sind (Art. 19 Abs. 1 Bst. b PSPV). D ie Bundeskanzlei sow ie die D epartem ente führen auf der G rundlage der Funktionenliste der PSPV für ihre Bereiche detail- lierte Listen, w elche die einzelnen Funktionen, die geprüft w erden m üssen, nennen und darüber Auskunft geben, nach w elchem Prüfverfahren und m it w elcher Periodizität die entsprechende Funktion geprüft w erden m uss.7 D ie zuständige Stelle (für Angestellte der Bundesverw altung die m it der Vorbereitung der Anstellung betraute oder die für die Aufgabenerfüllung zuständige Stelle [Art. 19 Abs. 6 in Verbindung m it Art. 13 Bst. a PSPV]) kann jedoch vor Ablauf der vorgesehenen Frist bei der Fachstelle eine Prüfungsw iederholung einleiten, w enn G rund zur Annahm e besteht, dass seit der letzten Prüfung neue R isiken entstanden sind (Art. 19 Abs. 3 PSPV). 3.4 O bw ohl die M öglichkeit der Einleitung einer vorzeitigen W iederholung der Sicherheitsprüfung nur auf Verordnungsstufe geregelt ist, liegt hierfür eine genügende gesetzliche G rundlage vor, sieht doch das BW IS ausdrücklich die M öglichkeit einer Prüfungsw iederholung vor. D ass der Bundesrat den Zeitpunkt von W iederholungsprüfungen in der Verordnung regeln kann, er- gibt sich grundsätzlich ebenfalls aus dem G esetz, w obei die D urchführung von W iederholungsprüfungen nach Art. 19 Abs. 3 BW IS nur in besonderen Fällen gerechtfertigt ist. D iese bedürfen daher einer besonderen Begrün- dung. D ie G rundzüge der Prüfung sind – w ie vom Beschw erdeführer auch nicht bestritten – im G esetz geregelt, da die Bestim m ungen zum grund- sätzlich betroffenen Personenkreis (Art. 19 BW IS), dem Inhalt der Prüfung (Art. 20 BW IS) und dem Verfahren (Art. 21 BW IS) auch auf die W iederho- lungsprüfung Anw endung finden. Im G egensatz zur Ansicht der Vorinstanz ist die zuständige Stelle deshalb nicht grundsätzlich frei, den Zeitpunkt einer Prüfungsw iederholung zu be- stim m en. Voraussetzung für eine vorzeitige W iederholung ist G rund zur Annahm e, dass seit der letzten Prüfung neue R isiken entstanden sind, w ie beispielsw eise bei einer m ilitärischen Beförderung, der Ü bernahm e neuer Aufgaben sow ie bei im Ausland einzusetzenden Personal (Art. 19 Abs. 3 PSPV). Aus der Form ulierung, w onach insbesondere in diesen Fällen G rund zur Annahm e neuer R isiken besteht, ist zu schliessen, dass es sich dabei um eine beispielhafte Aufzählung handelt, und dass daneben w eite- re Situationen die Annahm e neuer R isiken begründen können. N ach dem W ortlaut von Art. 19 Abs. 3 PSPV und dem Sinn und Zw eck der Personensicherheitsprüfung braucht die zuständige Stelle für die Einlei- tung einer vorzeitigen Prüfungsw iederholung keine gesicherten Kenntnisse über Vorhandensein, Art und Ausm ass m öglicher neuer R isiken zu haben. Auch blosse Anzeichen oder nicht völlig haltlose Verm utungen können un- ter U m ständen G rund zur Annahm e geben, dass neue R isiken bestehen. Es ist ja gerade der Sinn der Prüfung, abzuklären, ob für eine bestim m te Funktion oder einen bestim m ten Auftrag ein Sicherheitsrisiko besteht oder nicht. 3.5 Auf G rund der gegen den Beschw erdeführer (...) laufenden Strafverfahren bestand für den X._______, w elcher vorliegend für die Einleitung einer Personensicherheitsprüfung zuständig w ar, durchaus G rund zur Annahm e, dass seit der letzten Prüfung neue R isiken entstanden sind. D abei kom m t es nicht darauf an, ob der X._______ über den genauen Verlauf bzw . G e- genstand der Strafuntersuchungen Bescheid w usste. D ie Inform ation, dass (...) in dieser Sache gegen den Beschw erdeführer erm itteln, w ar G rund ge-8 nug, die vorzeitige Prüfungsw iederholung einzuleiten. D ass – w ie der Be- schw erdeführer geltend m acht – erst eine allfällige Verurteilung je nach Schw ere der Strafe den G rund für die vorzeitige Prüfungsw iederholung bil- den könnte, ist nicht zutreffend. O b eine Person am Vorliegen eines Si- cherheitsrisikos ein Verschulden trifft oder nicht, ist für den Entscheid der Fachstelle nicht entscheidend (Entscheide der R EKO VBS 470.01/06 vom 4. D ezem ber 2006, E. 3d und 470.07/05 vom 6. April 2006, E. 3b). Eine Personensicherheitsprüfung hat nicht den gleichen Zw eck w ie ein Strafver- fahren. Sie bezw eckt die Verm eidung einer G efährdung der inneren oder äusseren Sicherheit. D as öffentliche Interesse an der raschen Klärung der Frage, ob der Beschw erdeführer in seiner Funktion ein Sicherheitsrisiko darstellt oder nicht, besteht unabhängig von der Frage, ob die Strafunter- suchungen zu einer Verurteilung führen oder nicht. Aus diesen G ründen nützt dem Beschw erdeführer auch das Berufen auf die strafprozessrechtli- che U nschuldsverm utung nichts. 3.6 H inzu kom m t, dass eine Personensicherheitsprüfung nur nach erfolgter Zustim m ung der betroffenen Person zulässig ist (Art. 19 Abs. 3 BW IS, Art. 14 Abs. 2 PSPV). D as Bundesgericht hat die Anforderungen an die ge- setzliche G rundlage für staatliches H andeln in Fällen, in w elchen die Be- troffenen freiw illig ein R echtsverhältnis – w ie beispielsw eise ein öffentli- ches Anstellungsverhältnis – eingegangen sind, gelockert (BG E 123 I 1 E. 4d; BG E 123 I 296 E. 3; ISABELLE H ÄN ER , D ie Einw illigung der betroffenen Person als Surrogat der gesetzlichen G rundlage bei individuell-konkreten Staatshandlungen, ZBl 103 [2002] 57 ff.). H ier liegt ein ähnlicher Fall vor: D er Beschw erdeführer ist angestellt als (Funktionsbezeichnung) des X._______ und hat der Einleitung der Prüfung m it U nterschrift vom 10. M ai 2006 ausdrücklich und freiw illig zugestim m t. D ie Tragw eite der Zustim - m ung w ar für ihn voraussehbar, da im Form ular einerseits erläutert w ar, w as die Zustim m ung bedeutet, und andererseits auf die gesetzlichen G rundlagen verw iesen w urde. Zudem ist bereits bei der Anstellung des Be- schw erdeführers im Jahre 2003 eine erw eiterte Sicherheitsprüfung m it Be- fragung durchgeführt w orden. W äre dieser der Ansicht gew esen, dass für eine vorzeitige W iederholung keine genügende gesetzliche G rundlage be- steht, hätte er dies geltend m achen und die Zustim m ung verw eigern kön- nen. 3.7 G em äss den vorstehenden Erw ägungen bestand für die Einleitung der Si- cherheitsprüfung eine genügende gesetzliche G rundlage. Inzw ischen sind die beiden Strafverfahren, in w elchen gegen den Beschw erdeführer erm it- telt w orden ist, eingestellt. W eil aber nach den bisherigen Abklärungen die finanzielle Situation des Beschw erdeführers unklar erscheint und w eil eine hohe Verschuldung unter U m ständen ein Sicherheitsrisiko im Sinne des BW IS darstellen kann, besteht w eiterhin ein öffentliches Interesse an einer raschen Klärung der Sicherheitsfrage. 4. 4.1 D er Beschw erdeführer m acht geltend, dass die Fachstelle nach dem G rundsatz der Verhältnism ässigkeit verpflichtet gew esen w äre, die benö-9 tigten Inform ationen von ihm persönlich anzufordern. D ie Erm ächtigung zur Befragung von D rittpersonen habe sie nur verlangen dürfen, w enn Zw eifel über die R ichtigkeit der vom Beschw erdeführer eingereichten D o- kum ente aufgekom m en w ären. W eiter bringt der Beschw erdeführer vor, dass (...) bereits diverse Abklä- rungen und Befragungen durchgeführt hätten, w obei im W esentlichen die gleichen Inform ationen erhoben w orden seien. D ie Vorinstanz hätte nach dem G rundsatz der Verhältnism ässigkeit zuerst von ihrer M öglichkeit G e- brauch m achen m üssen, die Akten des laufenden Strafverfahrens beizu- ziehen. 4.2 D ie Vorinstanz ist bei ihrer Tätigkeit w ie jede Verw altungsbehörde an den G rundsatz der Verhältnism ässigkeit gebunden (vgl. Art. 5 Abs. 2 BV). D a eine Personensicherheitsprüfung und insbesondere eine erw eiterte Sicher- heitsprüfung m it Befragung (vgl. Art. 12 PSPV) einen schw eren Eingriff in die Privatsphäre des Betroffenen darstellt, ist auch Art. 36 Abs. 3 BV zu beachten, w onach Einschränkungen von G rundrechten verhältnism ässig sein m üssen. D as Vorgehen der Vorinstanz m uss dem nach im H inblick auf das im öffentlichen Interesse angestrebte Ziel erforderlich sein; sie hat zu unterbleiben, w enn eine gleich geeignete, aber m ildere M assnahm e für den angestrebten Erfolg ausreichen w ürde. Ausserdem m uss der ange- strebte Zw eck in einem vernünftigen Verhältnis zu den Belastungen ste- hen, die dem Beschw erdeführer auferlegt w erden (BG E 131 V 107 E. 3.4.1, BG E 130 I 65 E. 3.5.1, je m it H inw eisen; H ÄFELIN /M Ü LLE R /U H LM AN N , a.a.O ., R z. 581). 4.3 D am it eine Personensicherheitsprüfung ihren Zw eck, näm lich das Abw en- den einer G efährdung der inneren oder äusseren Sicherheit, erfüllen kann, m uss gew ährleistet sein, dass diejenigen Inform ationen, w elche für die Be- urteilung des Sicherheitsrisikos relevant sind, auch tatsächlich erhoben w erden können und dass die Inform ationen, auf w elche die Fachstelle ih- ren Entscheid stützt, korrekt sind. D ies gilt im Besonderen, w enn w ie hier eine erw eiterte Personensicherheitsprüfung m it Befragung gem äss Art. 12 PSPV durchzuführen ist, näm lich bei Angestellten des Bundes, w elche re- gelm ässigen und w eit reichenden Einblick in die R egierungstätigkeit oder in w ichtige sicherheitspolitische G eschäfte haben und darauf Einfluss neh- m en können oder w elche regelm ässig Zugang zu G eheim nissen der inne- ren oder der äusseren Sicherheit oder zu Inform ationen haben, deren Auf- deckung die Erfüllung w esentlicher Aufgaben des Bundes gefährden könn- te. W enn unter anderem eine seriöse Beurteilung einer m öglichen Erpress- barkeit, aber auch der Vertrauensw ürdigkeit und Integrität einer Person ge- m acht w erden soll, kann es unter U m ständen notw endig sein, dass die Aussagen der betroffenen Person durch das Konsultieren w eiterer Q uellen auf ihre R ichtigkeit hin überprüft w erden können. Bei der Beurteilung einer allfälligen Erpressbarkeit gilt es herauszufinden, ob die betroffene Person bestim m te Tatsachen, w elche sie in ein schlechtes Licht rücken könnten, gegenüber seinem Arbeitgeber oder seinem privaten U m feld verschw eigen w ill. D ie Fachstelle kann nicht davon ausgehen, dass die Aussagen einer betroffenen Person in jedem Fall der W ahrheit entsprechen.10 D ie persönliche Befragung der betroffenen Person bzw . die D atenbeschaf- fung durch diese stellt eine m ildere M assnahm e dar als die Befragung von D rittpersonen. Entsprechend hat die Fachstelle der betroffenen Person grundsätzlich als erstes die M öglichkeit zu geben, selber U nterlagen einzu- reichen oder D aten zu beschaffen. R eichen diese jedoch nicht oder gilt es diese oder m ündlich gem achte Aussagen zu überprüfen, dann ist in einem zw eiten Schritt eine Erm ächtigung für die Befragung von D rittpersonen ein- zuholen. Verw eigert die zu prüfende Person eine solche Erm ächtigung, darf dies nach dem Verhältnism ässigkeitsprinzip also nur dann einen Ein- fluss auf das Ergebnis der Sicherheitsprüfung haben, w enn die Befragung von D rittpersonen für eine zuverlässige Beurteilung des Sicherheitsrisikos tatsächlich erforderlich und nicht auf G rund der m ündlichen Aussagen und auf G rund vom Befragten w eiterer eingereichter bzw . angebotener U nterla- gen ebenso gut m öglich ist. 4.4 Vorliegend kam en w ährend der persönlichen Befragung offene Forderun- gen, ein Privatkredit und finanzielle Absicherungen des Beschw erdefüh- rers zur Sprache. D ie Vorinstanz sah sich im Anschluss an die persönliche Befragung veranlasst, die teilw eise vagen Aussagen des Beschw erdefüh- rers zu seiner finanziellen Situation zu überprüfen und sich ein genaues Bild zu verschaffen. H ätte der Beschw erdeführer die für die Prüfung des Sicherheitsrisikos benötigten Inform ationen über seine finanzielle Situation selber einreichen können und könnte die Fachstelle die beigebrachten In- form ationen nicht durch die Befragung von Banken, Kreditkartenfirm en und der zuständigen Steuerverw altung auf ihre Echtheit, R ichtigkeit und Voll- ständigkeit hin überprüfen, w äre dies in Bezug auf die Schw ere des Ein- griffs in die Privatsphäre des Beschw erdeführers zw ar eine m ildere M ass- nahm e. Sie w äre aber nicht geeignet, den Zw eck der Personensicherheits- prüfung zu erfüllen, näm lich eine m öglichst zuverlässige Einschätzung der finanziellen Lage des Beschw erdeführers im H inblick auf eine seriöse Be- urteilung des von diesem ausgehenden Sicherheitsrisikos und dam it die Verm eidung einer m öglichen G efährdung der inneren oder äusseren Si- cherheit. Zudem ist festzuhalten, dass der Beschw erdeführer die Inform ationen, w elche sich die Fachstelle durch die Erm ächtigungen beschaffen w ollte, auch nicht selber vollständig eingereicht hat. Er hat einzig die Steuererklä- rungen 2004 und 2005 eingereicht, nicht aber den D arlehensvertrag und auch nicht die vollständigen Kreditkartenabrechnungen. 4.5 D ie Fachstelle hat im R ahm en einer Personensicherheitsprüfung nach Art. 20 Abs. 2 Bst. d BW IS die M öglichkeit, bei den zuständigen Strafver- folgungsorganen Auskünfte über laufende Strafverfahren einzuholen. D ies ist jedoch nur ein Bestandteil der Inform ationsbeschaffung für die Perso- nensicherheitsprüfung. W ie erw ähnt unterscheidet sich der Zw eck der Per- sonensicherheitsprüfung von dem jenigen einer Strafuntersuchung. D em - entsprechend sind auch die Inform ationen, w elche die Fachstelle erhebt, nicht identisch m it den Erm ittlungen der Strafverfolgungsbehörden. D ie Fachstelle m uss die M öglichkeit haben, über die Auskünfte der Strafverfol- gungsorganen hinaus, falls erforderlich, w eitere bzw . andere Inform ationen 11 einzuholen, w elche für ein Strafverfahren nicht von Bedeutung sind. U nklar ist insbesondere die finanzielle Situation des Beschw erdeführers. Schulden können zur passiven Bestechlichkeit einer Person führen und dam it ein Sicherheitsrisiko darstellen. In dieser H insicht ging die R EKO VBS in ständiger R echtsprechung davon aus, dass für die Beurteilung des Sicherheitsrisikos bei Schulden einerseits deren U rsprung und anderer- seits, nebst der absoluten H öhe, auch die R ückzahlbarkeit der Schulden zu berücksichtigen ist (Entscheide der R EKO VBS 470.05/06 vom 24. O k- tober 2006, E. 5b, m it H inw eisen und vom 29. D ezem ber 2000, veröffent- licht in Verw altungspraxis der Bundesbehörden [VPB] 66.24 E. 8). D iesbe- züglich könnte die Befragung von D rittpersonen, näm lich von Banken, Kre- ditkartenfirm en und der zuständigen Steuerverw altung Klarheit bringen. In den Strafverfahren w urde hingegen w egen (...) erm ittelt. D ie finanzielle Si- tuation des Beschw erdeführers dürfte dabei von untergeordneter Bedeu- tung gew esen sein. G ew isse Ü berschneidungen bei der Inform ationsbe- schaffung sind zw ar nicht auszuschliessen, aber es ist unw ahrscheinlich, dass – w ie der Beschw erdeführer behauptet – in den Strafverfahren im W esentlichen dieselben D aten erhoben w orden sind, w elche für die Vor- instanz von Bedeutung w ären. D ie Einsichtnahm e in die Akten der Straf- verfahren anstelle der M öglichkeit der Befragung von den erw ähnten D ritt- personen erscheint deshalb nicht als geeignetes M ittel zur Erreichung des Zw ecks der Personensicherheitsprüfung. 4.6 Som it bleibt eine Interessensabw ägung zw ischen dem Schutzinteresse des Staates und den Persönlichkeitsrechten des Beschw erdeführers vor- zunehm en. D as Schutzinteresse des Staates ist um so höher zu gew ichten, je sensibler die D aten sind, zu denen die betroffene Person in seiner An- stellung Zugang hat bzw . je grösser der Schaden oder die Bedrohung für den Staat ausfallen könnte, w enn eine bestim m te Person in irgendeiner Form das in sie gelegte Vertrauen m issbrauchen w ürde. Es ist unbestritten, dass der Beschw erdeführer in seiner Tätigkeit als (Funktionsbezeichnung) des X._______ Zugang zu höchst sicherheitsrele- vanten D aten hat. Eine Indiskretion seinerseits könnte eine grosse Bedro- hung für die innere oder äussere Sicherheit bew irken bzw . grossen Scha- den anrichten. O bw ohl die erw eiterte Sicherheitsprüfung m it Befragung und insbesondere die Befragung von D rittpersonen einen schw eren Ein- griff in die Persönlichkeitsrechte des Beschw erdeführers darstellt, über- w iegt daher vorliegend das öffentliche Interesse, die bereits erhobenen In- form ationen über den Beschw erdeführer durch die Befragung D ritter verifi- zieren zu können, zum al die Befragung nicht gegen den W illen der betrof- fenen Person durchgeführt w erden darf. So ist es dem Beschw erdeführer unbenom m en, die Erm ächtigung zur Befragung bestim m ter D rittpersonen zu seiner Person nicht zu erteilen. Er m uss jedoch akzeptieren, dass die Vorinstanz den U m stand, dass sie für die Erfüllung ihres gesetzlichen Auf- trags w esentliche Inform ationen nicht erheben bzw . nicht verifizieren kann, bei der Beurteilung des Sicherheitsrisikos entsprechend zu w ürdigen hat. 5.12 5.1 In einem früheren Entscheid hat die inzw ischen aufgehobene R EKO VBS vorfragew eise überprüft, ob die M öglichkeit, eine Feststellungsverfügung im Sinne von Art. 21 Abs. 1 Bst. d PSPV zu erlassen, m it dem übergeord- neten R echt und insbesondere dem G rundsatz der G ew altenteilung verein- bar ist, diese Frage schliesslich jedoch offengelassen (Entscheid der R EKO VBS vom 28. Januar 2004, veröffentlicht in VPB 70.27 E. 2). D a das Bundesverw altungsgericht vorliegend die R echtm ässigkeit einer solchen Feststellungsverfügung zu prüfen hat, ist diese Frage nun zu klären. D er Beschw erdeführer m acht zw ar nicht geltend, dass der Erlass einer Fest- stellungsverfügung nicht m it dem übergeordneten R echt vereinbar sei, ge- m äss Art. 62 Abs. 4 Vw VG ist das Bundesverw altungsgericht jedoch an die Begründung der Begehren nicht gebunden. Es braucht sich nicht an die rechtlichen Ü berlegungen zu halten, w elche dem angefochtenen Entscheid zugrunde liegen oder w elche die Parteien zur Begründung ihrer Anträge vorbringen (ALFR E D KÖ LZ / ISABELLE H ÄN E R , Verw altungsverfahren und Verw al- tungsrechtspflege des Bundes, 2. Auflage, Zürich 1998, N . 677). 5.2 D as Bundesverw altungsgericht kann Verordnungen des Bundesrats vorfra- gew eise auf ihre Vereinbarkeit m it übergeordnetem R echt prüfen. Bei un- selbstständigen Verordnungen, die sich auf eine gesetzliche D elegation stützen, prüft es, ob sich der Bundesrat an die G renzen der ihm im G esetz eingeräum ten Befugnisse gehalten hat. W ird dem Bundesrat durch die ge- setzliche D elegation ein sehr w eiter Erm essensspielraum für die R egelung auf Verordnungsebene eingeräum t, so ist dieser Spielraum nach Art. 190 BV für das Bundesverw altungsgericht verbindlich; es darf in diesem Falle bei der Ü berprüfung der Verordnung nicht sein eigenes Erm essen an die Stelle desjenigen des Bundesrats setzen, sondern es beschränkt sich auf die Prüfung, ob die Verordnung den R ahm en der dem Bundesrat im G e- setz delegierten Kom petenzen offensichtlich sprengt oder aus anderen G ründen gegen übergeordnetes R echt verstösst (vgl. BG E 131 V 9 E. 3.4.1, BG E 126 II 399 E. 4a, je m it H inw eisen, U rteil des Bundesverw al- tungsgerichts A-1438/2006 vom 11. Juni 2007 E. 4.4.2). 5.3 N ach dem Bundesgesetz hat die Fachstelle das Ergebnis der Abklärungen und ihre Beurteilung des Sicherheitsrisikos der geprüften Person (Art. 21 Abs. 2 BW IS) sow ie der Behörde, die für die W ahl oder die Ü bertragung der Funktion zuständig ist (Art. 21 Abs. 4 BW IS), m itzuteilen. Aus Art. 21 Abs. 3 BW IS geht hervor, dass die Fachstelle neben einer positiven oder einer negativen Sicherheitserklärung auch eine Sicherheitserklärung m it Vorbehalten abgeben kann. D er Bundesrat w ird erm ächtigt, die Einzelhei- ten der Sicherheitsprüfung zu regeln (Art. 21 Abs. 5 BW IS). D ie M öglich- keit für die Fachstelle, w egen m angelnder D atenverfügbarkeit eine Fest- stellungsverfügung zu erlassen, ist im BW IS nicht ausdrücklich vorgese- hen. Es ist daher zu prüfen, ob der Bundesrat m it dem Erlass von Art. 21 Abs. 1 Bst. d PSPV den R ahm en der im G esetz delegierten Kom petenzen offensichtlich gesprengt hat. 5.4 D ie Fachstelle ist für die Beurteilung des Sicherheitsrisikos, w elche sie vorzunehm en hat, auf Inform ationen über die zu prüfende Person ange- w iesen. Für den Fall, dass die betroffene Person die Zustim m ung zur Si-13 cherheitsprüfung verw eigert oder dass über eine Person gar keine D aten verfügbar sind und eine Beurteilung des Sicherheitsrisikos aus diesem G rund unm öglich erscheint, hat die Feststellungsverfügung nach Art. 21 Abs. 1 Bst. d PSPV daher ihre Berechtigung. D em nach hat der Bundesrat den R ahm en der im G esetz delegierten Kom petenzen nicht offensichtlich gesprengt, sondern w ar auf G rund von Art. 21 Abs. 5 BW IS zum Erlass von Art. 21 Abs. 1 Bst. d PSPV erm ächtigt. 5.5 H at dagegen die betroffene Person ihre Zustim m ung zur Sicherheitsprü- fung erteilt und sind über sie D aten verfügbar, ist die Fachstelle nach Art. 21 Abs. 2, 3 und 4 BW IS verpflichtet, diese zu w ürdigen, eine Sicher- heitsbeurteilung vorzunehm en und entw eder eine positive Sicherheitser- klärung (allenfalls m it Vorbehalt) abzugeben oder zu verw eigern. Es ent- spricht nicht dem Sinn und Zw eck der gesetzlichen Bestim m ungen, w enn die Fachstelle, w eil sich die D atenerhebung als schw ierig erw eist oder w eil bestim m te D aten nicht erhoben bzw . nicht verifiziert w erden können, eine Feststellungsverfügung m angels D atenverfügbarkeit erlässt. Falls die ver- fügbaren D aten nicht den U m fang und die Q ualität aufw eisen, dass eine positive Sicherheitserklärung abgegeben w erden kann, hat die Fachstelle eine negative Sicherheitserklärung oder eine positive Sicherheitserklärung m it Vorbehalten abzugeben (vgl. auch Entscheid der R EKO VBS vom 28. Januar 2004, veröffentlicht in VPB 70.27 E. 2c). 5.6 Vorliegend hat die Vorinstanz verschiedene D aten über den Beschw erde- führer erhoben, sodass eine Beurteilung des Sicherheitsrisikos nicht un- m öglich erscheint. Sie hätte die vorhandenen D aten w ürdigen, eine Sicher- heitsbeurteilung vornehm en und eine Sicherheitserklärung abgeben m üs- sen. D abei hätte der U m stand, dass sie auf G rund der nicht erteilten Er- m ächtigungen zur Befragung von D rittpersonen nicht in der Lage gew esen ist, die vom Beschw erdeführer gem achten Aussagen bzw . die von ihm ein- gereichten und w eiteren angebotenen U nterlagen auf ihre R ichtigkeit und Vollständigkeit zu überprüfen, in die Sicherheitsbeurteilung m iteinfliessen m üssen. 5.7 M it dem Erlass der Feststellungsverfügung m angels D atenverfügbarkeit hat die Vorinstanz gem äss den vorstehenden Erw ägungen gegen Art. 21 BW IS verstossen, w eshalb die Verfügung aufzuheben ist. 6. 6.1 G em äss Art. 61 Abs. 1 Vw VG entscheidet die Beschw erdeinstanz in der Sache selbst oder w eist diese ausnahm sw eise m it verbindlichen W eisun- gen an die Vorinstanz zurück. Ein solcher R ückw eisungsentscheid recht- fertigt sich vor allem dann, w enn w eitere Tatsachen festgestellt w erden m üssen und ein um fassendes Bew eisverfahren durchzuführen ist. Auch w enn der R echtsm ittelinstanz die Befugnis zusteht, w eitere Sachverhalts- abklärungen vorzunehm en, soll in diesem Fall die m it den örtlichen Ver- hältnissen besser vertraute oder sachlich kom petentere Behörde über die Angelegenheit des Beschw erdeführers entscheiden. Zu einer R ückw eisung kom m t es zudem im m er dann, w enn die Vorinstanz einen N ichteintretens- entscheid gefällt und folglich keine m aterielle Prüfung vorgenom m en hat 14 (KÖ LZ/H ÄN ER , a.a.O ., N . 694; AN D R É M O SE R , in: AN D R É M O SE R / PETER U EBER SA X, Prozessieren vor eidgenössischen R ekurskom m issionen, Basel 1998, R z. 3.87). D iese M ethode w ahrt das Prinzip der G arantie des doppelten Instanzenzuges, da die Beschw erdeführerin den auf G rund der R ückw eisung getroffenen neuen Entscheid der Vorinstanz w iederum m it allen zulässigen R echtsm itteln anfechten kann (U rteil des Bundesverw altungsgerichts A-1362/2006 vom 30. M ai 2007 E. 1.3; Entscheid der Eidgenössischen Steuerrekurskom m ission vom 31. August 2004, veröffentlicht in VPB 69.6 E. 7). 6.2 D ie Vorinstanz hat ungerechtfertigterw eise eine Feststellungsverfügung m angels D atenverfügbarkeit erlassen und som it keine m aterielle Beurtei- lung des Sicherheitsrisikos vorgenom m en. W eil die Vorinstanz als eigens dafür eingerichtete und auf Personensicherheitsprüfungen spezialisierte Fachstelle geeigneter erscheint, D rittpersonen zu befragen, den Sachver- halt zu w ürdigen und eine Sicherheitsbeurteilung vorzunehm en, ist die vor- liegende Sache ausnahm sw eise zur Beurteilung an die Vorinstanz zurück- zuw eisen. D iese hat die erhobenen und die vom Beschw erdeführer selber eingereichten D aten zu w ürdigen und eine Sicherheitserklärung abzuge- ben. Falls die Vorinstanz erw ägt, eine negative R isikoverfügung oder eine positive R isikoverfügung m it Auflagen zu erlassen, hat sie dem Beschw er- deführer gem äss Art. 20 Abs. 1 PSPV das rechtliche G ehör zu gew ähren, indem sie ihm G elegenheit gibt, zum Ergebnis der Abklärungen schriftlich Stellung zu nehm en. 7. 7.1 D er Beschw erdeführer hat im erstinstanzlichen Verfahren eine Sistierung des Verfahrens beantragt, w eil der Ausgang der hängigen Strafverfahren für das Verfahren der Personensicherheitsprüfung präjudiziellen C harakter habe. D ie Vorinstanz hat den Sistierungsantrag nicht separat behandelt, sondern in der angefochtenen Verfügung begründet, w eshalb sie das Ver- fahren nicht sistiert hat. (...) 7.2 W ie erw ähnt sind die beiden Strafverfahren, in w elchen gegen den Be- schw erdeführer erm ittelt w orden ist, inzw ischen eingestellt w orden. D a die angefochtene Verfügung ohnehin aufzuheben und die Sache an die Vor- instanz zur Sicherheitsbeurteilung zurückzuw eisen ist, besteht kein aktuel- les R echtsschutzinteresse m ehr an der Beantw ortung der Frage, ob die Vorinstanz das Prüfungsverfahren (...) hätte sistieren m üssen (...). D as Be- gehren des Beschw erdeführers, das Prüfungsverfahren sei m it der R ück- w eisung an die Vorinstanz bis zum Abschluss der Strafverfahren zu sistie- ren, ist gegenstandslos gew orden. 8. Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind w eder dem obsiegenden Be- schw erdeführer noch der Vorinstanz Verfahrenskosten aufzuerlegen (Art. 63 Abs. 2 Vw VG ). D er Kostenvorschuss in der H öhe von Fr. 2'000.-- ist dem Beschw erdeführer nach Eintritt der R echtskraft des vorliegenden Entscheids zurückzuerstatten. D a der Vertreter des Beschw erdeführers keine Kostennote eingereicht hat, w ird die Parteientschädigung vom G e- richt aufgrund der Akten festgelegt. D em nach hat die Eidgenossenschaft 15 bzw . die Vorinstanz dem Beschw erdeführer eine Parteientschädigung in der H öhe von Fr. 3'000.-- zu entrichten (Art. 64 Abs. 1 und 2 Vw VG , Art. 7 Abs. 1 und Art. 14 Abs. 2 des R eglem ents über Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverw altungsgericht vom 11. D ezem ber 2006 [VG KE, SR 173.320.2]). D em nach erkennt das B undesverw altungsgericht: 1. D ie Beschw erde w ird im Sinne der Erw ägungen gutgeheissen und die Ver- fügung der Fachstelle vom 2. N ovem ber 2006 aufgehoben. D ie Sache w ird zur Beurteilung an die Vorinstanz zurückgew iesen. 2. Es w erden keine Verfahrenskosten erhoben. D er geleistete Kostenvor- schuss von Fr. 2'000.-- w ird dem Beschw erdeführer nach Eintritt der R echtskraft des vorliegenden Entscheides zurückerstattet. 3. D ie Eidgenossenschaft bzw . die Vorinstanz hat dem Beschw erdeführer eine Parteientschädigung von Fr. 3'000.-- zu entrichten. 4. D ieses U rteil w ird eröffnet: - dem Beschw erdeführer (m it G erichtsurkunde) - der Vorinstanz (eingeschrieben) - dem G eneralsekretariat VBS (m it G erichtsurkunde) D ie vorsitzende R ichterin: D er G erichtsschreiber: M arianne R yter Sauvant Adrian M attle R echtsm ittelbelehrung G egen das vorliegende U rteil kann eine Beschw erde in öffentlich-rechtlichen Angelegen- heiten beim Bundesgericht erhoben w erden. D ie Beschw erde ist innert 30 Tagen seit der Eröffnung des angefochtenen U rteils zu erheben. D ie R echtsschrift ist in einer Am tsspra- che abzufassen und hat die Begehren, deren Begründung m it Angabe der Bew eism ittel und die U nterschrift zu enthalten. Sie m uss spätestens am letzten Tag der Frist beim Bundesgericht eingereicht oder zu dessen H anden der Schw eizerischen Post oder einer schw eizerischen diplom atischen oder konsularischen Vertretung übergeben w erden (vgl. Art. 42, 48, 54 und 100 des Bundesgesetzes über das Bundesgericht vom 17. Juni 2005 [Bundesgerichtsgesetz, BG G ], SR 173.110). Versand am :