A bteilung IV D -5086/2006 sch/bah {T 0/2} U rteil vom 16. Juli 2007 M itw irkung: R ichter H ans Schürch, Beat W eber, Thom as W espi G erichtsschreiber C hristoph Basler A ._______, geboren _______, Ehefrau B ._______, geboren _______, sow ie ihre Kinder C ._______, geboren _______, und D ._______, geboren _______, Irak, vertreten durch U rsula Singenberger, _______, Beschw erdeführer gegen B undesam t für M igration (B FM ), Q uellenw eg 6, 3003 Bern, Vorinstanz betreffend Verfügung vom 14. A ugust 2006 i.S. A sylgesuch und Einreisebew illigung / N _______ B u n d e s v e rw a ltu n g s g e ric h t T rib u n a l a d m in is tra tif fé d é ra l T rib u n a le a m m in is tra tiv o fe d e ra le T rib u n a l a d m in is tra tiv fe d e ra l2 D as B undesverw altungsgericht stellt fest: A. D ie Beschw erdeführer, ethnische Turkm enen m it letztem W ohnsitz in A._______, verliessen ihren H eim atstaat im August 2002 und gelangten am 3. Septem ber 2002 in die Schw eiz, w o sie am folgenden Tag um Asyl nachsuchten. Sie zogen ihre Asylgesuche am 11. M ai 2004 zurück, da sie am R ückkehrhilfeprogram m Irak teilnahm en. N achdem sie am 16. August 2004 die Schw eiz freiw illig verlassen hatten, schrieb das Bundesam t ihre Asylgesuche am 23. August 2004 als gegenstandslos gew orden ab. B. D er Beschw erdeführer m eldete sich am 28. Juni 2006 bei der Schw eizerischen Botschaft in Ankara und gab dort ein Schreiben ab, in w elchem er darlegte, seine Fam ilie und er hätten im Irak nicht in Sicherheit leben können. Er sei von einer ter- roristischen G ruppe bedroht w orden; m an habe gedroht, m an w erde seinen jünge- ren Sohn töten. Er sei von einer terroristischen G ruppe angegriffen w orden, als er sich in einem Taxi befunden habe. N achdem er den Irak am 3. Juni 2006 verlas- sen habe, sei einer seiner Verw andten an seiner Stelle getötet w orden. Er ersuche um die M öglichkeit, m it seiner Fam ilie in die Schw eiz zurückkehren zu können. Am 27. Juli 2006 w urden die Beschw erdeführer von der Schw eizerischen Bot- schaft in Ankara angehört. D er Beschw erdeführer m achte geltend, er habe ein Jahr nach seiner R ückkehr nach A._______ seinen Beruf als Arzt w ieder ausüben dürfen. Am 21. M ai 2006 sei er erstm als schriftlich von einer terroristischen G ruppe (Saraya al-m ujahidin) bedroht w orden, nachdem m an ihn bereits früher bedroht und beinahe seinen Sohn entführt habe. M öglicherw eise sei er aus religiösen G ründen bedroht w orden, da seine Frau Sunnitin und er Schiite sei. M an habe ihm geschrieben, dass sein jüngerer Sohn nicht in einem m uslim ischen Land leben dürfe, da er in einem christlichen Land geboren w orden sei. Er habe sich an die Polizei gew andt; seine Anzeige sei registriert w orden, die Polizei habe ihm aber gesagt, sie könne ihn nicht schützen und w erde selber von Terroristen bedroht. Er sei nach H ause gegangen und habe sein H aus zusam m en m it seiner Fam ilie verlassen. Zw ei oder drei Tage später sei auf ein Taxi geschossen w orden, in dem er sich befunden habe. Am 3. Juni 2006 seien sie in die Türkei eingereist und am 28. Juni 2006 hätten sie beim U N H C R in Ankara ein Asylgesuch gestellt. D er Beschw erdeführer gab m ehrere Bew eism ittel zu den Akten (vgl. Seite 2 des Protokolls/Akte B2/7). D ie Beschw erdeführerin bestätigte im W esentlichen die Vorbringen ihres Ehem annes. C . Am 31. Juli 2006 überm ittelte die Schw eizerische Botschaft die G esuchsunterla- gen m it ihren Bem erkungen dem BFM . D . M it Verfügung vom 14. August 2006 bew illigte das BFM die Einreise in die Schw eiz nicht und lehnte das Asylgesuch ab. E. M it Eingabe an die Schw eizerische Asylrekurskom m ission (AR K) vom 22. Septem - ber 2006 liessen die Beschw erdeführer durch ihre R echtsvertreterin um die G e- w ährung von Asyl ersuchen. Eventualiter seien sie vorläufig aufzunehm en, w eil ihre R ückkehr in ihr H eim atland nicht zum utbar und nicht zulässig sei. Sie ersuch-3 ten um die Vornahm e w eiterer Abklärungen gem äss Art. 41 des Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 (AsylG , SR 142.31) und die G ew ährung der unentgeltlichen R echts- pflege gem äss Art. 65 des Bundesgesetzes vom 20. D ezem ber 1968 über das Verw altungsverfahren (Vw VG , SR 172.021). Am 5. und 24. O ktober 2006 liessen die Beschw erdeführer Beschw erdeergänzun- gen einreichen. Sie ersuchten um G ew ährung der Akteneinsicht in das erste Asyl- verfahren. F. M it Zw ischenverfügung vom 13. N ovem ber 2006 verzichtete der Instruktionsrichter der AR K auf die Erhebung eines Kostenvorschusses; der Entscheid über das G e- such um G ew ährung der unentgeltlichen R echtspflege gem äss Art. 65 Abs. 1 Vw VG w urde in den Endentscheid verw iesen. D em G esuch um G ew ährung der Akteneinsicht in das erste Asylverfahren w urde entsprochen. G . D ie Beschw erdeführer überm ittelten der AR K am 24. N ovem ber 2006 eine w eitere Eingabe, der die Telefaxkopie einer Bestätigung vom 14. N ovem ber 2006 über die H öhe der R ente einer in der Türkei lebenden Verw andten der Beschw erdeführerin beilag. H . D as BFM beantragte in seiner Vernehm lassung vom 26. Februar 2007 die Abw ei- sung der Beschw erde. D ie Vernehm lassung w urde den Beschw erdeführern vom Bundesverw altungsge- richt am 1. M ärz 2007 zur Kenntnisnahm e ohne R eplikrecht zugestellt. D as B undesverw altungsgericht zieht in Erw ägung: 1. 1.1 G em äss Art. 31 des Verw altungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (VG G , SR 173.32) beurteilt das Bundesverw altungsgericht Beschw erden gegen Verfügungen nach Art. 5 Vw VG , sofern keine Ausnahm e nach Art. 32 VG G vorliegt. Als Vorins- tanzen gelten die in Art. 33 und 34 VG G genannten Behörden. D azu gehören Ver- fügungen des BFM gestützt auf das AsylG ; das Bundesverw altungsgericht ent- scheidet in diesem Bereich endgültig (Art. 105 AsylG ; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BG G , SR 173.110]). 1.2 D as Bundesverw altungsgericht übernim m t, sofern es zuständig ist, die Beurteilung der am 31. D ezem ber 2006 bei der AR K hängig gew esenen R echtsm ittel. D as neue Verfahrensrecht ist anw endbar (vgl. Art. 53 Abs. 2 VG G ). 1.3 M it Beschw erde kann die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige oder unvoll- ständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts und die U nangem essen- heit gerügt w erden (Art. 106 Abs. 1 AsylG ). 2. D ie Beschw erde ist form - und fristgerecht eingereicht; die Beschw erdeführer sind legitim iert (Art. 6 AsylG i.V.m . Art. 48 und 50 ff. Vw VG ). Auf die Beschw erde ist 4 einzutreten. N icht einzutreten ist auf den Antrag, es sei die vorläufige Aufnahm e zu verfügen, w eil eine R ückkehr der Beschw erdeführer in den H eim atstaat nicht zum utbar und nicht zulässig sei. D ie vorläufige Aufnahm e stellt eine Ersatzm ass- nahm e dar, falls sich die angeordnete W egw eisung als nicht durchführbar erw eist. Vorliegend stellten die Beschw erdeführer ein Asylgesuch aus dem Ausland; sie befinden sich nicht in der Schw eiz und w urden vom BFM dem nach nicht aus der Schw eiz w eggew iesen, w eshalb auch keine Ersatzm assnahm e angeordnet w erden kann. 3. 3.1 D as BFM kann ein im Ausland gestelltes Asylgesuch ablehnen, w enn die asylsu- chenden Personen keine Verfolgung glaubhaft m achen können oder ihnen die Auf- nahm e in einem D rittstaat zugem utet w erden kann (vgl. Art. 3, Art. 7 und Art. 52 Abs. 2 AsylG ). G em äss Art. 20 Abs. 2 AsylG bew illigt das BFM Asylsuchenden die Einreise zur Abklärung des Sachverhaltes, w enn ihnen nicht zugem utet w erden kann, im W ohnsitz- oder Aufenthaltsstaat zu bleiben oder in ein anderes Land aus- zureisen. 3.2 Bei diesem Entscheid sind die Voraussetzungen zur Erteilung einer Einreisebew il- ligung grundsätzlich restriktiv zu um schreiben, w obei den Behörden ein w eiter Er- m essensspielraum zukom m t. N eben der erforderlichen G efährdung im Sinne von Art. 3 AsylG sind nam entlich die Beziehungsnähe zur Schw eiz, die M öglichkeit der Schutzgew ährung durch einen anderen Staat, die Beziehungsnähe zu anderen Staaten, die praktische M öglichkeit und objektive Zum utbarkeit zur anderw eitigen Schutzsuche sow ie die voraussichtlichen Eingliederungs- und Assim ilationsm ög- lichkeiten in Betracht zu ziehen. Ausschlaggebend für die Erteilung der Einreisebe- w illigung ist dabei die Schutzbedürftigkeit der betroffenen Personen, m ithin die Prüfung der Fragen, ob eine G efährdung im Sinne von Art. 3 AsylG glaubhaft ge- m acht w ird und ob der Verbleib am Aufenthaltsort für die D auer der Sachverhalts- abklärung zugem utet w erden kann (vgl. Entscheidungen und M itteilungen der Schw eizerischen Asylrekurskom m ission [EM AR K] 2004 N r. 20 S. 128 ff., m it Ver- w eis auf EM AR K 1997 N r. 15 S. 126 ff.). 4. 4.1 D as BFM führte in seinem ablehnenden Entscheid im W esentlichen aus, Perso- nen, die sich im Ausland befänden, könne gem äss Art. 52 Abs. 2 AsylG das Asyl verw eigert w erden, w enn es ihnen zugem utet w erden könne, sich in einem ande- ren Land um Aufnahm e zu bem ühen. D as Vorhandensein von engen Bindungen zur Schw eiz stelle eines der von der R echtsprechung entw ickelten Kriterien dar, aufgrund derer im Ausland lebenden Personen die Einreise in die Schw eiz bew il- ligt w erden könne. D abei m üsse es sich um eine enge Beziehung handeln, die in der R egel dann bestehe, w enn sich hier ein Ehepartner des G esuchstellers und die gem einsam en m inderjährigen Kinder aufhielten. D er Aufenthalt eines Bruders, C ousins, O nkels oder entfernter Verw andter erfülle som it diese Voraussetzung nicht. D as G leiche gelte für einen Aufenthalt in der Schw eiz vor Einreichen des Asylgesuchs. Im G esuch w ürden keine solch nahen Beziehungen zur Schw eiz gel-5 tend gem acht; an dieser Einschätzung verm öge der zw eijährige Aufenthalt in der Schw eiz von 2002 bis 2004 und der Schulbesuch des heute neunjährigen Sohnes nichts zu ändern. U nter diesen U m ständen sei es den Beschw erdeführern zuzu- m uten, sich in einem anderen Land um Schutzerhalt zu bem ühen, beispielsw eise in der Türkei, w o sie sich zurzeit aufhielten. G em äss Bestätigung des U N H C R vom 28. Juni 2006 sei ein Verfahren hängig. Im W eiteren sei bekannt, dass die türki- schen Behörden die turkm enische G em einschaft sow ie deren politische Parteien unterstützten. Auch w enn die Beschw erdeführer in der Türkei kein Asyl erhalten sollten, sei es ihnen m öglich, w eiterhin dort zu bleiben, da sie als Angehörige der turkm enischen G em einschaft in der Türkei toleriert w ürden und ihnen der Aufent- halt erlaubt w erde. D en Akten seien keine individuellen G ründe zu entnehm en, die gegen eine solche Lösung sprächen. Für die M öglichkeit und Zum utbarkeit der an- derw eitigen Schutzsuche sprächen neben der geografischen Lage auch sprachli- che und kulturelle G ründe. D ie Beschw erdeführer verfügten in der Türkei über grö- ssere Integrationschancen als in der Schw eiz, da sie beide Türkisch sprächen, über sehr gute Ausbildungen und m ehrjährige Berufserfahrung verfügten. Es leb- ten auch Verw andte in der Türkei, die sie unterstützen könnten. 4.2 D ie Beschw erdeführer m achen in ihren Eingaben geltend, gem äss EM AR K 1997 N r. 15 sei nicht allein die fehlende Bezugsnähe zur Schw eiz ausschlaggebend, sondern die M öglichkeit der Schutzgew ährung in einem anderen Staat in Betracht zu ziehen. Sie seien in die Türkei gereist, w eil diese für sie von ihrem W ohnort aus die einzige Fluchtm öglichkeit dargestellt habe. Sie hätten ausser einer älteren Ver- w andten - einer pensionierten Lehrerin, die eine R ente von $ 100 erhalte - der Be- schw erdeführerin, w elche sie nicht unterstützen könne, keine w eiteren Verw andten in der Türkei. Sie hätten in der Türkei keinerlei Beziehungsnetz und auch sonst keine Beziehungen zu diesem Land. Sie hätten zw ar beim U N H C R um Schutz nachgesucht, dieses könne ihnen aber nicht helfen. M an habe ihnen gesagt, das U N H C R könne seit dem Jahre 2003 nur noch Leute registrieren. Sie sprächen zw ar türkisch, dies helfe ihnen aber nichts. Sie hätten sich bei der turkm enischen O rganisation in Istanbul gem eldet, die ihnen aber m angels G eldes auch nicht w ei- terhelfen könne. D ie türkischen Schulen w ollten ihren älteren Sohn nicht aufneh- m en und in eine Privatschule könnten sie ihn nicht schicken, da ihnen dazu das G eld fehle. Sie hätten zw ei Jahre in der Schw eiz gelebt und ein Beziehungsnetz knüpfen sow ie D eutsch lernen können. M an könne sie in der Schw eiz im R ahm en des Asylverfahrens begleiten und sie hätten hier verschiedene Personen, die ih- nen beistehen könnten. D ie Schutzm öglichkeit in der Türkei bestehe nur theore- tisch: D ie R egistrierung beim U N H C R bringe w eder finanzielle H ilfe noch U nter- kunft noch die M öglichkeit der Einschulung der Kinder und die M öglichkeit der Ausübung des Berufs. Schliesslich sei darauf hinzuw eisen, dass sie die Flücht- lingseigenschaft erfüllten. D er Beschw erdeführer sei beim ersten M al in die Schw eiz geflohen, w eil er von Baath-M itgliedern bedroht und geschlagen w orden sei. Bei einer Stürm ung des H auses sei seine Schw iegerm utter um s Leben gekom - m en. D ie Ü bergriffe seien durch seine Exponiertheit als Arzt, seine Zugehörigkeit zur M inderheit der Turkm enen und seine W eigerung, M itglied der Baath-Partei zu w erden, m otiviert gew esen. N ach der R ückkehr sei er von der sunnitischen G rup- pierung "Saraya al-m ujahuidin" verfolgt w orden. Ein gew isser Zusam m enhang der Verfolgungen könne nicht ausgeschlossen w erden. D er Beschw erdeführer sei auf-6 grund seiner Ausbildung und seiner Funktion besonders exponiert gew esen. H inzu gekom m en sei die Zugehörigkeit zur M inderheit der Turkm enen. 5. 5.1 Eine Prüfung der vorliegenden Akten lässt das Bundesverw altungsgericht in Ü ber- einstim m ung m it dem BFM zum Schluss kom m en, dass die Beschw erdeführer nicht auf den Schutz der Schw eiz angew iesen sind, da aufgrund der Akten keine G ründe ersichtlich sind, aufgrund derer davon auszugehen w äre, dass sie sich nicht w eiterhin in der Türkei aufhalten könnten. D ie Türkei unterzeichnete am 30. M ärz 1962 das Abkom m en vom 28. Juli 1951 über die R echtsstellung der Flüchtlinge (FK, SR 0.142.30), brachte indessen eine geographische Beschrän- kung an, m it w elcher der Zugang zum Verfahren auf Flüchtlinge aus dem europäi- schen R aum lim itiert w urde. Auf die grossen nicht-europäischen Flüchtlingsström e der 1980er und frühen 1990er Jahre antw ortete die Türkei m it der Verabschiedung der Asylverordnung von 1994, w elche sich direkt auf nicht-europäische Flüchtlinge und Asylsuchende bezog. D iese Verordnung legte eine R eihe von Voraussetzun- gen für das Einreichen von Asylanträgen fest. N ach dem Einreichen eines Asylge- suchs w erden die nicht-europäischen Asylbew erber in den Verantw ortungsbereich des U N -Flüchtlingshochkom m issariats (U N H C R ) in der Türkei überstellt. D as U N H C R übernim m t die Aufgabe der Statusbestim m ung; für diejenigen, denen der offizielle Flüchtlingsstatus gew ährt w ird, strebt das U N H C R eine U m siedlung in ein D rittland an, denn nicht-europäischen Flüchtlingen w ird in der Türkei in der R egel nicht die M öglichkeit gegeben, dauerhaft im Land zu bleiben. In einem begrenzten U m fang w ird H ilfe durch das U N H C R , durch die in Entstehung begriffene türkische Zivilgesellschaft und durch eine R eihe internationaler N ichtregierungsorganisatio- nen geleistet. D iese H ilfe schliesst M assnahm en im Bereich G esundheitsfürsorge und Bildung m it ein. D ie Beschw erdeführer geniessen in der Türkei som it Schutz vor Verfolgung und m üssen nicht befürchten, in ihr H eim atland ausgeschafft zu w erden, bevor das U N H C R über ihren Flüchtlingsstatus befunden hat. D ie Be- schw erdeführer haben sich zw ar im R ahm en des ersten Asylverfahrens zw ei Jahre lang in der Schw eiz aufgehalten, w as indessen noch nicht eine besondere Bezie- hungsnähe im Sinne der diesbezüglichen R echtsprechung zu begründen verm ag. Angesichts der obigen Ausführungen und der bisherigen R echtsprechung er- scheint es trotz der schw ierigen Situation, in der sich die Beschw erdeführer zurzeit befinden, nicht als unzum utbar, dass sie w eiterhin in der Türkei verbleiben; das BFM hat jedenfalls in seiner Verfügung vom 14. August 2006 den ihm zustehen- den w eiten Erm essensspielraum nicht verletzt. 5.2 Bei dieser Sachlage kann offen bleiben, ob die angeführten Bedrohungen der Be- schw erdeführer im Irak unter den Verfolgungsbegriff von Art. 3 AsylG fallen, bezie- hungsw eise ob die Beschw erdeführer allenfalls innerhalb ihres H eim atlandes über eine valable inländische Fluchtalternative verfügen, da diese Fragen am Ausgang des vorliegenden Verfahrens nichts zu ändern verm ögen. 5.3 Zusam m enfassend ist m it der Vorinstanz zu schliessen, dass die Schutzbedürftig- keit der Beschw erdeführer im Sinne des AsylG als nicht gegeben erachtet w erden m uss und auch keine anderen G ründe zw ingend für die Erteilung einer Einreisebe- w illigung sprechen. D a der Sachverhalt als rechtsgenüglich erstellt zu erachten ist 7 und über die Beschw erde aufgrund der derzeitigen Aktenlage befunden w erden kann, erübrigen sich w eitergehende Abklärungen, w eshalb der entsprechende Antrag abzuw eisen ist. 6. Aus diesen Erw ägungen ergibt sich, dass die angefochtene Verfügung Bundes- recht nicht verletzt, den rechtserheblichen Sachverhalt richtig und vollständig fest- stellt und angem essen ist (Art. 106 AsylG ). D ie Beschw erde ist nach dem G esag- ten abzuw eisen, sow eit darauf einzutreten ist. 7. Bei diesem Ausgang des Verfahrens w ären die Kosten den Beschw erdeführern aufzuerlegen (Art. 63 Abs. 1 Vw VG i.V.m Art. 16 Abs. 1 Bst. a VG G i.V.m . Art. 2 und 3 des R eglem ents vom 11. D ezem ber 2006 über die Kosten und Entschädi- gungen vor dem Bundesverw altungsgericht [VG KE, SR 173.320.2]). Aus verw al- tungsökonom ischen G ründen ist indessen auf die Erhebung von Verfahrenskosten zu verzichten (Art. 16 Abs. 1 Bst. a VG G i.V.m . Art. 6 Bst. b VG KE), w eshalb das G esuch um G ew ährung der unentgeltlichen R echtspflege gem äss Art. 65 Abs. 1 Vw VG gegenstandslos w ird. (D ispositiv nächste Seite)8 D em nach erkennt das B undesverw altungsgericht: 1. D ie Beschw erde w ird abgew iesen, sow eit darauf eingetreten w ird. 2. Es w erden keine Verfahrenskosten auferlegt. 3. D ieses U rteil geht an: - die Vertreterin der Beschw erdeführer, 2 Expl. (eingeschrieben) - die Vorinstanz, Abteilung Aufenthalt und R ückkehrförderung, m it deren Akten (Kopie zu den Akten; R ef.-N r. N _______) - die Schw eizerische Botschaft in Ankara (Kopie; via Kurier ED A) D er R ichter: D er G erichtsschreiber: H ans Schürch C hristoph Basler Versand am :