<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2000.00200</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="https://vgrzh.djiktzh.ch/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=https://vgrzh.djiktzh.ch&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=105698&amp;W10_KEY=4467150&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2000.00200</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 28.09.2000</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">4. Abteilung/4. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4"></td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Venia Legendi</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Das Verwaltungsgericht ist zur Beurteilung einer Streitigkeit über die Erteilung der venia legendi nicht zuständig.<br/>Zur Zuständigkeit des Verwaltungsgerichts (E. 1). Die venia legendi ist ein Zulassungsentscheid im Sinn der Aufnahme in den Lehrkörper der Universität nach erfolgter Habilitation; die Beschwerde gegen eine entsprechende Anordnung ist gemäss § 43 Abs. 1 lit. f und Abs. 2 VRG unzulässig und wäre es nach § 74 Abs. 2 VRG auch dann, wenn die venia legendi als Begründung eines Lehrverhältnisses betrachtet würde (E. 2).</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: Ãffentliches Dienstrecht ST: BEGRÃNDUNG DES DIENSTVERHÃLTNISSES">BEGRÃNDUNG DES DIENSTVERHÃLTNISSES</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: Besonderes Verwaltungsrecht (ohne...) ST: ERZIEHUNG, BILDUNG, WISSENSCHAFT">ERZIEHUNG, BILDUNG, WISSENSCHAFT</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: HABILITATION">HABILITATION</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: LEHRBEFUGNIS">LEHRBEFUGNIS</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: NICHTEINTRETEN">NICHTEINTRETEN</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: PRIVATDOZENT">PRIVATDOZENT</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: PRÃFUNGSERGEBNIS">PRÃFUNGSERGEBNIS</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: UNIVERSITÃT">UNIVERSITÃT</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: VENIA LEGENDI">VENIA LEGENDI</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ZULASSUNGSENTSCHEID">ZULASSUNGSENTSCHEID</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsprozessrecht UR: Kantonale Verwaltungsgerichtsbeschwerde ST: ZUSTÃNDIGKEIT DES VERWALTUNGSGERICHTS">ZUSTÃNDIGKEIT DES VERWALTUNGSGERICHTS</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="gerade">§ 46 UniversitÃ¤tsG</span><br/><span class="ungerade">§ 43 lit. I f VRG</span><br/><span class="gerade">§ 43 lit. II VRG</span><br/><span class="ungerade">§ 74 lit. II VRG</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 3 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Einzug1"><span>I. Am 24. August 1998 reichte A dem Rektor der UniversitÃ¤t ZÃ¼rich ein Gesuch um "Habilitation im Fach Philosophie" ein. Mit Schreiben vom 30. Juni 1999 teilte ihr der Rektor mit, dass die Philosophische FakultÃ¤t das Gesuch "auf Erteilung der venia legendi" nach PrÃ¼fung sowie Begutachtung der Habilitationsschrift durch eine Kommission und zwei auswÃ¤rtige Fachpersonen mit der Empfehlung auf Ablehnung der Erweiterten Univer­sitÃ¤tsleitung Ã¼bergeben habe. Die Erweiterte UniversitÃ¤tsleitung sei dieser Empfehlung an ihrer Sitzung vom 29. Juni 1999 gefolgt und habe einstimmig beschlossen, das Gesuch abzulehnen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>II. Die Rekurskommission der UniversitÃ¤t ZÃ¼rich trat mit Beschluss vom 13. April 2000 auf den von A am 29. Juli 1999 eingereichten Rekurs nicht ein. Dem Habilitationsge­such habe eine monographische Habilitationsschrift zu Grunde gelegen, wogegen sie in der Rekursschrift ausdrÃ¼cklich um Erteilung der Venia Legendi auf der Basis einer kumulati­ven Habilitation ersuche. Damit habe die Rekurrentin mit ihrem Rekursantrag den ur-sprÃ¼nglichen Rechtsgrund fÃ¼r die Erteilung der Venia Legendi durch einen neuen ersetzt. Dies stelle eine im Rahmen eines Rekursverfahrens unzulÃ¤ssige Ãnderung des Streitgegen­stands dar. Gegen den Nichteintretensbeschluss kÃ¶nne Rekurs beim Regierungsrat erhoben werden.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>III. Mit Beschwerde vom 31. Mai 2000 liess A dem Verwaltungsgericht beantra­gen:</span></p> <p class="EinzugZitat"><span> </span></p> <p class="EinzugZitat"><span>"1. Es sei der Beschluss der Rekurskommission der UniversitÃ¤t ZÃ¼rich vom 13. April 2000 aufzuheben.</span></p> <p class="EinzugZitat"><span> </span></p> <p class="EinzugZitat"><span>2. Es sei die Rekurskommission der UniversitÃ¤t ZÃ¼rich zu verpflichten, auf den Rekurs vom 29. Juli 1999 einzutreten.</span></p> <p class="EinzugZitat"><span> </span></p> <p class="EinzugZitat"><span>3. Es sei der Entscheid der Erweiterten UniversitÃ¤tsleitung (EUL) der UniversitÃ¤t ZÃ¼rich vom 29. Juni 1999 aufzuheben und die Angele­genheit der zustÃ¤ndigen Erziehungsdirektion des Kantons ZÃ¼rich zur Neubeurteilung zuzuweisen, wobei eine neutrale Begutachtung vor­zunehmen ist.</span></p> <p class="EinzugZitat"><span> </span></p> <p class="EinzugZitat"><span>4. Es sei der BeschwerdefÃ¼hrerin die Venia Legendi zu erteilen.</span></p> <p class="EinzugZitat"><span> </span></p> <p class="EinzugZitat"><span>5. Unter Kosten- und EntschÃ¤digungsfolgen."</span></p> <p class="EinzugZitat"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die Rekurskommission der UniversitÃ¤t ZÃ¼rich beantragte am 7./10. Juli 2000, auf die Beschwerde nicht einzutreten, eventuell sie abzuweisen. Den nÃ¤mlichen Antrag stellte der Rektor der UniversitÃ¤t ZÃ¼rich am 16./18. August 2000.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>Das Verwaltungsgericht zieht in ErwÃ¤gung:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>1. Das Verwaltungsgericht prÃ¼ft seine ZustÃ¤ndigkeit von Amtes wegen (§ 70 in Verbindung mit § 5 Abs. 1 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 [VRG]; Alfred KÃ¶lz/JÃ¼rg Bosshart/Martin RÃ¶hl, Kommentar zum Verwaltungsrechtspfle­gegesetz des Kantons ZÃ¼rich, 2. A., ZÃ¼rich 1999, § 5 N. 3).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>a) Das Gericht beurteilt nach § 41 VRG (in der Fassung vom 8. Juni 1997) unter anderem Beschwerden gegen letztinstanzliche Anordnungen von VerwaltungsbehÃ¶rden, soweit das Verwaltungsrechtspflegegesetz oder ein anderes Gesetz keine abweichende Zu­stÃ¤ndigkeit vorsieht oder eine Anordnung als endgÃ¼ltig bezeichnet und wenn nach § 42 VRG keine unmittelbare AnfechtungsmÃ¶glichkeit bei einer VerwaltungsbehÃ¶rde oder einer RekursbehÃ¶rde des Bundes besteht. GemÃ¤ss den in § 43 Abs. 1 VRG statuierten Ausnah­men ist die Beschwerde unter anderem unzulÃ¤ssig gegen Anordnungen Ã¼ber Ergebnisse von UniversitÃ¤ts-, Schul-, Berufs- und anderen FÃ¤higkeitsprÃ¼fungen, Klassenzuteilungen sowie Promotions- und Zulassungsentscheide (lit. f). Nach der seit Beginn des FrÃ¼hlings­semesters 2000 geltenden neuen Fassung von § 43 Abs. 1 lit. f VRG sind die Ausschluss­grÃ¼nde ausdrÃ¼cklich auch auf Anordnungen Ã¼ber Schulzuteilungen, Zulassungsentscheide einschliesslich ZulassungsbeschrÃ¤nkungen sowie Ã¼ber Disziplinarmassnahmen im Schul­wesen (ausgenommen der disziplinarische Ausschluss) ausgedehnt worden (§ 42 lit. a des Mittelschulgesetzes vom 13. Juni 1999; betreffend Teilinkraftsetzung siehe OS 56, 54).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) GemÃ¤ss § 46 Abs. 5 des Gesetzes Ã¼ber die UniversitÃ¤t ZÃ¼rich vom 15. MÃ¤rz 1998 (UniversitÃ¤tsG; in Kraft seit 1. Oktober 1998) sind Entscheide der Rekurskommission Ã¼ber das Ergebnis von PrÃ¼fungen und Promotionen endgÃ¼ltig. Die Ã¼brigen Entscheide der Rekurskommission sind nach Massgabe des Verwaltungsrechtspflegegesetzes an das Ver­waltungsgericht weiterziehbar (Abs. 6). </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>2. Die BeschwerdefÃ¼hrerin betrachtet den angefochtenen Beschluss der Rekurskom­mission der UniversitÃ¤t ZÃ¼rich als "offensichtlich nicht endgÃ¼ltig, da in der Rechtsmittel­belehrung des Beschlusses ein Rekurs an den Regierungsrat vorgesehen" sei. Entgegen dieser Rechtsmittelbelehrung sei indessen nicht der Regierungsrat, sondern das Verwal­tungsgericht gemÃ¤ss §§ 41 ff. VRG zustÃ¤ndig. In ihrer Vernehmlassung vom 7. Juli 2000 rÃ¤umt die Rekurskommission ein, dass sich die BeschwerdefÃ¼hrerin zu Recht entgegen der Rechtsmittelbelehrung nicht an den Regierungsrat gewandt habe, da es sich bei der Rekurs­kommission der UniversitÃ¤t ZÃ¼rich nach Auffassung des Regierungsrats nicht um eine den Direktionen des Regierungsrats gleichgestellte Kommission im Sinn von § 19a Abs. 1 bzw. § 19b Abs. 1 VRG handle. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>a) GemÃ¤ss § 11 Abs. 1 der UniversitÃ¤tsordnung der UniversitÃ¤t ZÃ¼rich vom 4. De-zember 1998 (in Kraft seit 1. Januar 1999; UniversitÃ¤tsO) werden wissenschaftlich ausge­wiesene Personen mit der Habilitation zu Privatdozentinnen oder Privatdozenten ernannt. Sie erhalten damit die Lehrbefugnis (venia legendi). Das Habilitationsverfahren richtet sich laut § 11 Abs. 2 UniversitÃ¤tsO nach dem Habilitationsreglement. Ob fÃ¼r das Habilitations­verfahren der BeschwerdefÃ¼hrerin noch die alte UniversitÃ¤tsordnung vom 11. MÃ¤rz 1920 (aUniversitÃ¤tsO) zur Anwendung komme, wie die BeschwerdefÃ¼hrerin hinsichtlich der bei Einreichung des Habilitationsgesuchs noch fehlenden ZustÃ¤ndigkeit der Erweiterten Uni­versitÃ¤tsleitung (§ 32 UniversitÃ¤tsG) geltend macht und was die Rekurskommission fÃ¼r die materiellen Bestimmungen bejaht (vgl. hierzu die Ãbergangsbestimmung in § 49 Uni­versitÃ¤tsG), kann offen bleiben, da dies fÃ¼r die Frage der verwaltungsgerichtlichen ZustÃ¤n­digkeit zur Beurteilung der vorliegenden Beschwerde ohne entscheidende Bedeutung ist. Immerhin ist mangels Erlasses des in § 11 Abs. 2 UniversitÃ¤tsO vorgesehenen Habilitati­onsreglements fÃ¼r die nÃ¤here Beantwortung der Frage, worum es sich bei der Habilitation bzw. der venia legendi handelt, auch auf §§ 73 ff. aUniversitÃ¤tsO zurÃ¼ckzugreifen. Nach § 73 aUniversitÃ¤tsO kÃ¶nnen wissenschaftlich gebildete Personen in jeder FakultÃ¤t unter bestimmten Voraussetzungen als Privatdozenten zugelassen werden. Wer als Privatdozent Vorlesungen an der UniversitÃ¤t halten will, bedarf dazu laut § 74 aUniversitÃ¤tsO einer be­sonderen Erlaubnis der venia legendi, die unter anderem eine Habilitationsschrift von wis­senschaftlichem Wert aus dem Gebiet voraussetzt, Ã¼ber das der Bewerber zu lesen gedenkt (Abs. 3 Ziff. 3). Die Begutachtung des Habilitationsgesuchs, allenfalls mittels besonderer schriftlicher oder mÃ¼ndlicher PrÃ¼fung, erfolgt durch die FakultÃ¤t (§§ 76 f. aUniversitÃ¤tsO). Ãber die Erteilung der venia legendi entscheidet nach § 78 aUniversitÃ¤tsO die Erziehungs­direktion im Einvernehmen mit dem Erziehungsrat (heute Bildungsdirektion bzw. -rat).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) Die venia legendi ist somit als Zulassungsentscheid in dem Sinn aufzufassen, dass eine Person nach erfolgter Habilitation, das heisst auf Grund des Ergebnisses einer UniversitÃ¤ts- bzw. FÃ¤higkeitsprÃ¼fung, in den LehrkÃ¶rper der UniversitÃ¤t aufgenommen wird. Gegen deren Verweigerung ist die Beschwerde an das Verwaltungsgericht daher ge­mÃ¤ss § 43 Abs. 1 lit. f VRG unzulÃ¤ssig. Dieser Beschwerdeausschluss entspricht auch klar dem gesetzgeberischen Motiv der Bestimmung (vgl. RB 1999 Nr. 29; KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 43 N. 1 und 16). </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Das Verwaltungsgericht wÃ¤re zur Behandlung der Beschwerde im Ãbrigen nach § 74 Abs. 2 VRG auch dann unzustÃ¤ndig, wenn die Nichterteilung der venia legendi als NichtbegrÃ¼ndung eines LehrverhÃ¤ltnisses an der UniversitÃ¤t betrachtet wÃ¼rde.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die BeschwerdefÃ¼hrerin macht zu Recht nicht geltend, dass die Beschwerde an das Verwaltungsgericht nach § 43 Abs. 2 VRG zulÃ¤ssig sei: Eine Verwaltungsgerichtsbe­schwerde an das Bundesgericht steht nicht offen, und bei der venia legendi handelt es sich nicht um eine Angelegenheit gemÃ¤ss Art. 6 Abs. 1 der EuropÃ¤ischen Menschenrechtskon­vention (vgl. Jochen Frowein/Wolfgang Peukert, EuropÃ¤ische Menschenrechtskonvention, EMRK-Kommentar, 2. A., Kehl/Strassburg/Arlington 1996, Art. 6 N. 52 S. 190; Ruth Her­zog, Art. 6 EMRK und kantonale Verwaltungsrechtspflege, Bern 1995, S. 260 f.; vgl. auch RB 1992 Nr. 10; BGr, 11. Juli 1997, ZBl 99/1998, S. 228 f. und die dortige Ãbersicht).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Ist das Verwaltungsgericht in der Hauptsache unzustÃ¤ndig, so kÃ¶nnen auch Verfah­rensmÃ¤ngel nicht mit Beschwerde geltend gemacht werden (KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 43 N. 20).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>3. ...</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>DemgemÃ¤ss beschliesst das Verwaltungsgericht:</span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>1.<span> </span></span><span>Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.</span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>2. ...</span></p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>