A bteilung IV D -5024/2007 teb/huj {T 0/2} U rteil vom 31. Juli 2007 M itw irkung: R ichter Bendicht Tellenbach, H ans Schürch, Thom as W espi G erichtsschreiber Jürg H ünerw adel B ._______, Kongo (Kinshasa), Beschw erdeführer gegen B undesam t für M igration (B FM ), Q uellenw eg 6, 3003 Bern, Vorinstanz betreffend Verfügung vom 20. Juli 2007 i.S. N ichteintreten auf A sylgesuch und W egw eisung B u n d e s v e rw a ltu n g s g e ric h t T rib u n a l a d m in is tra tif fé d é ra l T rib u n a le a m m in is tra tiv o fe d e ra le T rib u n a l a d m in is tra tiv fe d e ra l2 D as B undesverw altungsgericht stellt fest und zieht in Erw ägung, dass der Beschw erdeführer eigenen Angaben zufolge seinen H eim atstaat ein erstes M al im M ärz 2006 verliess und auf dem Seew eg in ein ihm unbekanntes Land in Europa ge- langte, von w o er am 3. April 2006 in der Schw eiz einreiste und gleichentags im Em p- fangs- und Verfahrenszentrum (EVZ) Vallorbe um Asyl nachsuchte, dass er zur Begründung dieses ersten Asylgesuches im W esentlichen geltend m achte, er habe im Februar 2006 von Anhängern des kongolesischen Vize-Präsidenten Jean-Pi- erre Bem ba m ehrere Tausend kongolesische Francs erhalten, und habe sich im G egen- zug verpflichtet, diesen im Vorfeld der W ahlen vom Juli 2006 propagandistisch zu unter- stützen, dass er sich indessen nicht an sein Versprechen gehalten habe, w eshalb er in der Folge bedroht w orden sei, dass ihn die Anhänger Bem bas Ende Februar 2006 des N achts hätten holen w ollen, er jedoch, obw ohl m an auf ihn geschossen habe, habe entkom m en können, dass er sich daraufhin zur Ausreise aus dem H eim atstaat entschlossen habe, w elchen er m it H ilfe eines W eissen habe verlassen können, dass das BFM m it Verfügung vom 28. April 2006 das Asylgesuch des Beschw erdefüh- rers vom 3. April 2006 abw ies und dessen W egw eisung aus der Schw eiz sow ie deren Vollzug anordnete, dass es zur Begründung dieser Verfügung ausführte, die Vorbringen des Beschw erde- führers verm öchten angesichts offensichtlicher W idersprüche den Anforderungen an das G laubhaftm achen im Sinne von Art. 7 des Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 (AsylG , SR 142.31) nicht zu genügen, w eshalb der Beschw erdeführer die Flüchtlingseigenschaft nicht erfülle, dass das Bundesam t ferner den Vollzug der W egw eisung in den Kongo (Kinshasa) als zulässig, zum utbar und m öglich im Sinne von Art. 14a des Bundesgesetzes vom 26. M ärz 1931 über Aufenthalt und N iederlassung der Ausländer (AN AG , SR 142.20) er- achtete, dass die dam als zuständige Schw eizerische Asylrekurskom m ission (AR K) eine vom Be- schw erdeführer am 29. M ai 2006 gegen die Verfügung des BFM eingereichte Beschw er- de m it U rteil vom 10. Juli 2006 unter Bestätigung der vorinstanzlichen Erw ägungen voll- um fänglich abw ies, dass der Beschw erdeführer seit dem 28. August 2006 in der Schw eiz als verschw unden galt, dass er am 16. Juli 2007 im EVZ Basel vorsprach und erneut um Asyl nachsuchte, w or- auf er ins Transitzentrum Altstätten überführt w urde, dass er durch das BFM nach einer sum m arischen Befragung vom 4. Juli 2007 am 17. Juli 2007 im R ahm en einer D irektbefragung gem äss Art. 29 Abs. 4 AsylG zu seinen Asylgründen angehört w urde,3 dass der Beschw erdeführer dabei im W esentlichen vorbrachte, er habe die Schw eiz im August 2006 verlassen und sei via Äthiopien nach Kinshasa geflogen, dass er dort in der Folge als C hauffeur eines M ajors gearbeitet habe, w elcher ein G e- folgsm ann von Jean-Pierre Bem ba sei, dass dieser M ajor im M ärz 2007 bei Auseinandersetzungen erschossen w orden sei und die kongolesischen Behörden nach Soldaten von Jean-Pierre Bem ba gesucht hätten, dass er als C hauffeur des M ajors ebenfalls U niform getragen und daher befürchtet habe, als verm eintlicher Anhänger Bem bas festgenom m en zu w erden, w eshalb er am 2. M ai 2007 sein H eim atland erneut verlassen habe und m it dem Schiff nach Europa ge- reist sei, w o er am 16. Juni 2007 illegal in die Schw eiz habe gelangen können, dass das BFM m it gleichentags eröffneter Verfügung vom 20. Juli 2007 in Anw endung von Art. 32 Abs. 2 Bst. e AsylG auf das zw eite Asylgesuch des Beschw erdeführers nicht eintrat und dessen W egw eisung aus der Schw eiz sow ie den Vollzug anordnete, dass der Beschw erdeführer m it Eingabe vom 23. Juli 2007 gegen diesen Entscheid beim Bundesverw altungsgericht Beschw erde erhob und dabei sinngem äss dessen Auf- hebung und das Eintreten auf sein Asylgesuch beantragte, dass das Bundesverw altungsgericht endgültig über Beschw erden gegen Verfügungen (Art. 5 des Verw altungsverfahrensgesetzes vom 20. D ezem ber 1968 œ [Vw VG , SR 172.021]) des BFM entscheidet (Art. 105 AsylG i.V.m . Art. 31 - 34 des Verw altungsge- richtsgesetzes vom 17. Juni 2005 œ [VG G , SR 173.32]; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des Bundes- gerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BG G , SR 173.110]), dass die Beschw erde nicht in einer Am tssprache des Bundes abgefasst ist, indessen auf das Ansetzen einer Frist zur Beschw erdeverbesserung verzichtet w erden kann, da der in Englisch verfassten Beschw erdeeingabe genügend klare, sinngem ässe R echtsbe- gehren und deren Begründung zu entnehm en sind und ohne w eiteres darüber befunden w erden kann, dass der Beschw erdeführer legitim iert ist, w eshalb auf die frist- und – abgesehen vom sprachlichen M angel – form gerecht eingereichte Beschw erde einzutreten ist (Art. 108a AsylG sow ie Art. 6 AsylG i.V.m . Art. 48 und 52 Vw VG ), dass m it Beschw erde an das Bundesverw altungsgericht die Verletzung von Bundes- recht, die unrichtige oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachver- halts und die U nangem essenheit gerügt w erden können (Art. 106 Abs. 1 AsylG ), dass die Beurteilung von Beschw erden gegen N ichteintretensentscheide – m it Ausnah- m e derjenigen, die auf Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG basieren – praxisgem äss auf die Ü berprüfung der Frage beschränkt ist, ob die Vorinstanz zu R echt auf das Asylgesuch nicht eingetreten ist (vgl. Entscheidungen und M itteilungen der AR K [EM AR K] 2004 N r. 34 E. 2.1. S. 240 f., sow ie das zur Publikation vorgesehene U rteil BVG E D -688/2007 vom 11. Juli 2007, insbesondere E. 5.6.5), dass die Beurteilungszuständigkeit der Beschw erdeinstanz som it im vorliegenden Fall darauf beschränkt ist, bei Begründetheit des R echtsm ittels die angefochtene Verfügung aufzuheben und die Sache zu neuer Entscheidung an die Vorinstanz zurückgehen zu lassen,4 dass die Vorinstanz dem gegenüber die Frage der W egw eisung sow ie deren Vollzugs m ateriell geprüft hat, w eshalb dem Bundesverw altungsgericht einzig diesbezüglich volle Kognition zukom m t, dass die vorliegende Beschw erde – w ie sich aus den nachstehenden Erw ägungen ergibt – offensichtlich unbegründet ist, w eshalb auf einen Schriftenw echsel verzichtet w erden kann und der Beschw erdeentscheid lediglich sum m arisch zu begründen ist (Art. 111 Abs. 1 und 3 AsylG ; vereinfachtes Verfahren), dass gem äss Art. 32 Abs. 2 Bst. e AsylG auf ein Asylgesuch nicht eingetreten w ird, w enn Asylsuchende in der Schw eiz bereits ein Asylverfahren erfolglos durchlaufen oder ihr G esuch zurückgezogen haben oder w ährend des hängigen Asylverfahrens in den H eim at- oder H erkunftsstaat zurückgekehrt sind, ausser die Anhörung ergebe H inw eise, dass in der Zw ischenzeit Ereignisse eingetreten sind, die geeignet sind, die Flüchtlings- eigenschaft zu begründen oder die für die G ew ährung vorübergehenden Schutzes rele- vant sind, dass das BFM in seiner Verfügung vom 20. Juli 2007 m it zutreffender Begründung dar- legte, w ieso die vom Beschw erdeführer vorgebrachte angebliche R ückkehr in seinen H eim atstaat im Jahre 2006 nicht glaubhaft erscheint, dass es insbesondere zu R echt ausführte, dass daran auch die Einreichung von nach Abschluss des ersten Asylverfahrens im Kongo (Kinshasa) ausgestellten D okum enten – so ein vom 3. N ovem ber 2006 datierender kongolesischer Führerausw eis und eine am 18. Juni 2007 ausgestellte G eburtsurkunde – nichts ändere, da derartige D okum ente, ungeachtet der Frage deren Echtheit, auch von D rittpersonen beschafft w erden könnten, dass es ferner die angebliche Verfolgungslage nachvollziehbar als unplausibel erachte- te, indem es darauf hinw ies, dass der Beschw erdeführer ausgerechnet bei jener G rup- pierung angedient haben w olle, w elche ihm – gem äss seinen Angaben im ersten Asyl- verfahren – zuvor nach dem Leben getrachtet habe, dass diesbezüglich zur Verm eidung von W iederholungen auf die zutreffenden Erw ägun- gen der Vorinstanz in der angefochtenen Verfügung zu verw eisen ist, dass der Beschw erdeführer den Erw ägungen der Vorinstanz in seiner Beschw erdeein- gabe vom 23. Juli 2007 nichts Substanzielles entgegen zu halten verm ag, dass er zur H auptsache vage die Einreichung eines kongolesischen R eisepasses in Aussicht stellt, w elcher seine R ückkehr in den H eim atstaat belegen könne, dass ungeachtet der Frage, ob ein solches D okum ent tatsächlich existiert, dessen allfäl- lige Einreichung nichts an der fehlenden G laubhaftigkeit der geltend gem achten G efähr- dungslage zu ändern verm öchte, m ithin keine H inw eise auf Ereignisse geben könnte, w elche geeignet w ären, die Flüchtlingseigenschaft zu begründen oder die für die G e- w ährung vorübergehenden Schutzes relevant w ären, dass es sich dem nach erübrigt, die allfällige Einreichung des offerierten Bew eism ittels abzuw arten, w eshalb der entsprechende Antrag des Beschw erdeführers abzuw eisen ist, dass das BFM nach dem G esagten zu R echt in Anw endung von Art. 32 Abs. 2 Bst. e AsylG auf das zw eite Asylgesuch des Beschw erdeführers nicht eingetreten ist, dass das N ichteintreten auf ein Asylgesuch in der R egel die W egw eisung aus der Schw eiz zur Folge hat, vorliegend der Beschw erdeführer w eder eine Aufenthaltsbew illi-5 gung besitzt noch einen Anspruch auf Erteilung einer solchen hat, w eshalb die verfügte W egw eisung im Einklang m it den gesetzlichen Bestim m ungen steht und zu bestätigen ist (Art. 44 Abs. 1 AsylG , Art. 32 Bst. a der Asylverordnung 1 vom 11. August 1999 über Verfahrensfragen [AsylV 1, SR 142.311]; vgl. EM AR K 2001 N r. 21), dass zu prüfen bleibt, ob es G ründe gibt, die dem Vollzug der W egw eisung entgegen- stehen, da im Fall eines unzulässigen, unzum utbaren oder unm öglichen Vollzugs das Anw esenheitsverhältnis nach den Bestim m ungen des AN AG über die vorläufige Aufnah- m e zu regeln ist (Art. 44 Abs. 2 AsylG ), dass der Vollzug der W egw eisung in Beachtung der m assgeblichen völker- und landes- rechtlichen Bestim m ungen zulässig ist, da der Beschw erdeführer keine Verfolgung oder begründete Furcht vor N achteilen darzulegen verm ochte, w elche geeignet w äre, seine Flüchtlingseigenschaft zu begründen, und auch keine Anhaltspunkte für eine andere m enschenrechtsw idrige Behandlung ersichtlich sind, die ihm in seinem H eim at- oder H erkunftsstaat droht (Art. 14a Abs. 3 AN AG ), dass sich aus der allgem einen Lage im Kongo (Kinshasa) und den Akten ferner keinerlei H inw eise auf eine allfällige G efährdung des jungen und offenbar gesunden Beschw erde- führers im Sinne von Art. 14a Abs. 4 AN AG beziehungsw eise auf das Vorliegen techni- scher Vollzugshindernisse (Art. 14a Abs. 2 AN AG ) ergeben, w eshalb der Vollzug auch als zum utbar und m öglich erscheint, dass es dem Beschw erdeführer dem nach nicht gelungen ist darzutun, inw iefern die an- gefochtene Verfügung Bundesrecht verletze, den rechtserheblichen Sachverhalt unrich- tig oder unvollständig feststelle oder unangem essen sei (Art. 106 AsylG ), w eshalb die Beschw erde abzuw eisen ist, dass bei diesem Ausgang des Verfahrens die Kosten von Fr. 600.-- (Art. 16 Abs. 1 Bst. a VG G i.V.m . Art. 2 und 3 des R eglem ents vom 11. D ezem ber 2006 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverw altungsgericht [VG KE, SR 173.320.2]) dem Beschw erdeführer aufzuerlegen sind (Art. 63 Abs. 1 Vw VG ). (D ispositiv nächste Seite)6 D em nach erkennt das B undesverw altungsgericht: 1. D ie Beschw erde w ird abgew iesen. 2. D ie Verfahrenskosten, bestim m t auf Fr. 600.--, w erden dem Beschw erdeführer auf- erlegt. D ieser Betrag ist innert 30 Tagen zu G unsten der G erichtskasse zu über- w eisen. 3. D ieses U rteil geht an: - den Beschw erdeführer (Beilage: Einzahlungsschein) - die Vorinstanz (vorab per Telefax) m it der Bitte, dem Beschw erdeführer das O riinalrteil gegen beigelegte Em pfangsbestätigung auszuhändigen und diese an das Bundesverw altungsgericht zu überm itteln D er R ichter: D er G erichtsschreiber: Bendicht Tellenbach Jürg H ünerw adel Versand am :