<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="cell small-12 contentContainer printArea"> <div><table><tr><td><p class="Normal Heading1"><span class="Normal Heading1">Sozialversicherungsgericht</span></p><p class="Normal Heading1"><span class="Normal Heading1">des Kantons Zürich</span></p></td><td><p class="Normal Heading1"></p></td></tr></table><p><span id="G_NR"></span><span>IV.2017.01008</span></p><p><span id="AHV_NR"></span><span> </span></p><p><span id="G_NR_VI"></span><span> </span></p><p><br/></p><p>II. Kammer</p><p>Sozialversicherungsrichter Mosimann, Vorsitzender<br/>Sozialversicherungsrichterin Sager<br/>Ersatzrichterin Lienhard<br/>Gerichtsschreiber Brugger</p><p class="Normal Heading2"><span class="Normal Heading2">Urteil vom 28. Januar 2019</span></p><p class="Normal StandardEinzug"><span class="Normal StandardEinzug">in Sachen</span></p><p class="Normal StandardFett RubrumFett"><span class="Normal StandardFett RubrumFett">X.___</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Beschwerdeführerin</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">vertreten durch Rechtsanwalt Martin Hablützel</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">schadenanwaelte.ch AG</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Alderstrasse 40, Postfach, 8034 Zürich</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">gegen</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardFett RubrumFett"><span class="Normal StandardFett RubrumFett">Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Beschwerdegegnerin</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p><br/></p><p></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Sachverhalt:</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.</span><span> </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">X.___, geboren 1983, war seit Februar 2006 bei der Y.___ im Bereich IT-Support angestellt (Urk. 6/18/2 Ziff. 2.1 und 2.7). Unter Hinweis auf zwei Unfälle und eine posttraumatische Belastungsstörung meldete sie sich am 7. August 2007 bei der Invalidenversicherung zum Leistungsbezug an (Urk. 6/1 Ziff. 7.2). Die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, holte unter anderem ein psychiatrisches Gutachten (Urk. 6/56) ein. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Mit Verfügung vom 19. September 2011 (Urk. 6/79) erteilte die IV-Stelle Kosten</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gutsprache für eine erstmalige berufliche Ausbildung der Versicherten bis zum Erwerb eines Bürofachdiploms. Am 4. September 2012 erteilte sie Kostengutsprache für die weitere berufliche Ausbildung an einer berufsbegleitenden Handelsschule (Urk. 6/101). Die Versicherte beendete die Ausbildung mit dem Erwerb des Bürofachdiploms VSH (Urk. 6/155/1). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die IV-Stelle tätigte in der Folge medizinische Abklärungen (Urk. 6/164, Urk. 6/166) und holte ein weiteres psychiatrisches Gutachten ein, das am 10. September 2015 (Urk. 6/188) erstattet wurde. Am 29. Oktober 2015 erliess die IV-Stelle den Vorbescheid (Urk. 6/190). Die Versicherte brachte dagegen Ein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">wände (Urk. 6/192, Urk. 6/200) vor. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Mit Verfügung vom 25. Juli 2017 (Urk. 6/222 = Urk. 2) verneinte die IV-Stelle einen Leistungsanspruch. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Versicherte erhob am 14. September 2017 Beschwerde gegen die Verfügung vom 25. Juli 2017 (Urk. 2) und beantragte, diese sei aufzuheben und es sei die IV-Stelle zu verpflichten, ihr die gesetzlichen Leistungen, namentlich eine Invali</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">denrente, zu gewähren (Urk. 1 S. 2 Ziff. 1). Eventuell sei durch das Gericht ein unabhängiges medizinisches Gutachten zur Klärung des medizinischen Sachver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">haltes in Auftrag zu geben oder die Sache sei an die IV-Stelle zurückzuweisen, damit diese eine erneute verwaltungsexterne Begutachtung durchführe. Subeven</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tuell sei die Angelegenheit zur Abklärung betreffend berufliche Massnahmen/ Eingliederungsmassnahmen und deren Durchführung an die IV-Stelle zurückzu</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">weisen (Urk. 1 S. 2 Ziff. 2-3). </span></p><p></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die IV-Stelle beantragte mit Beschwerdeantwort vom 26. Oktober 2017 (Urk. 5) die Abweisung der Beschwerde. Mit Gerichtsverfügung vom 7. November 2017 wurde die Durchführung eines weiteren Schriftenwechsels abgelehnt (vgl. Urk. 1 S. 2 unten) und der Beschwerdeführerin eine Kopie der Beschwerdeantwort zuge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">stellt (Urk. 7 Dispositiv Ziff. 1-2). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Beschwerdeführerin reichte am 23. November 2017 eine Replik (Urk. 8) ein. Diese und ein zusätzlich eingereichtes Aktorum (Urk. 9) wurden der Beschwerde</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gegnerin am 4. Dezember 2018 zur Kenntnis gebracht (Urk. 10/1). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span id="FUNKTION1"></span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Das Gericht</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> zieht in Erwägung:</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.</span><span> </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1.1</span><span> </span><span id="XX001"></span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Allge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">meinen Teil des Sozialversicherungsrechts, ATSG). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kom</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">menden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1.2</span><span> </span><span id="XX007"></span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Alkoholismus und Medikamentenmissbrauch (wie auch Drogensucht) begründen nach ständiger Rechtsprechung keine Invalidität im Sinne des Gesetzes. Vielmehr wird eine solche Sucht invalidenversicherungsrechtlich erst bedeutsam, wenn sie ihrerseits eine Krankheit oder einen Unfall bewirkt hat, in deren Folge ein körperlicher oder geistiger die Erwerbsfähigkeit beeinträchtigender Gesundheits</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">schaden eingetreten ist, oder aber wenn sie selber Folge eines körperlichen oder geistigen Gesundheitsschadens ist, welchem Krankheitswert zukommt (vgl. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">BGE 124 V 265</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> E. 3c; AHI 2002 S. 30, I 454/99 E. 2a). Dabei ist das ganze für die Alkoholsucht massgebende Ursachen- und Folgespektrum in eine Gesamtwür</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">digung einzubeziehen, was impliziert, dass einer allfälligen Wechselwirkung zwischen Suchtmittelabhängigkeit und psychischer Begleiterkrankung Rechnung zu tragen ist. Was die krankheitsbedingten Ursachen der Alkoholsucht betrifft, ist für die invalidenversicherungsrechtliche Relevanz der Abhängigkeit erforderlich, dass dem Alkoholismus eine ausreichend schwere und ihrer Natur nach für die Entwicklung einer Suchtkrankheit geeignete Gesundheitsstörung zugrunde liegt, welche zumindest eine erhebliche Teilursache der Alkoholsucht darstellt. Mit dem Erfordernis des Krankheitswerts einer allfälligen verursachenden psychischen Krank</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">heit wird verlangt, dass diese die Arbeits- und Erwerbsfähigkeit ein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">schränkt. Wenn der erforderliche Kausalzusammenhang zwischen Alkoholsucht und krankheitswertigem psychischem Gesundheitsschaden besteht, sind für die Frage der noch zumutbaren Erwerbstätigkeit die psychischen und die suchtbe</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">dingten Beeinträchtigungen gesamthaft zu berücksichtigen (vgl. Urteile des Bun</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">desgerichts 8C_906/2013 vom 23. Mai 2014 E. 2.2 und 9C_701/2012 vom 10. April 2013 E. 2 mit Hinweisen sowie 9C_706/2012 vom 1. Juli 2013 E. 3.2 mit Hinweis auf I 169/06 vom 8. August 2006 E. 2.2).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1.3</span><span> </span><span id="XX072"></span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Anspruch auf eine Rente haben gemäss Art. 28 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG) Versicherte, die:</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">a.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betä</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können;</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">b.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindes</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tens 40 % arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind; und</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">c.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (Art. 8 ATSG) sind.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine Vier</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">telsrente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine Dreiviertelsrente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (Art. 28 Abs. 2 IVG).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.</span><span> </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Beschwerdegegnerin vertrat den Standpunkt, gemäss dem neu eingeholten psychiatrischen Gutachten vom 10. September 2015 liege nach wie vor keine Ein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">schränkung der Arbeitsfähigkeit vor. Soweit eine Arbeitsunfähigkeit im Zu</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sammenhang mit einem Abhängigkeitssyndrom (Alkoholkonsum) und aufgrund psychosozialer Faktoren begründet worden sei, werde dadurch keine Invalidität im Sinne des Gesetzes begründet (Urk. 2 S. 2 oben). </span></p><p></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Beschwerdeführerin brachte vor, gemäss den vorliegenden Akten sei ein IV-relevanter Gesundheitsschaden mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit ausge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">wiesen (Urk. 1 S. 9 f. Ziff. 19). Die Gutachterin med. pract. Z.___, Fach</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ärztin für Psychiatrie und Psychotherapie, habe sich nicht rechtsgenügend mit den früheren ärztlichen Einschätzungen befasst, welche allesamt von einer Per</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sön</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">lichkeitsstörung beziehungsweise einer vorgängigen posttraumatischen Belas</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tungsstörung mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit ausgegangen seien (Urk. 1 S. 11 Ziff. 24). Das Gutachten erfülle zudem auch die Anforderungen an eine leitliniengerechte Persönlichkeitsdiagnostik nicht (Urk. 1 S. 14 Ziff. 31). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Streitig und zu prüfen ist, ob ein Rentenanspruch besteht. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Beschwerdeführerin beantragte zudem die Rückweisung der Sache an die Be</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">schwerdegegnerin zur Abklärung eines Anspruches auf berufliche Massnah</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">men. Es ist daher ebenfalls zu prüfen, ob ein Anspruch auf Eingliederungsmassnahmen besteht. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Lic. phil. A.___, Fachpsychologin für Psychotherapie FSP und für Kinder- und Jugendpsychiatrie FSP, berichtete in einem am 24. Juni 2005 bei der Staatsanwaltschaft IV des Kantons Zürich eingegangenen Schreiben über eine psychologische Behandlung der Beschwerdeführerin bei ihr. Sie gab an, dass vom 20. April bis 15. Juni 2000 wegen einer ausgeprägten Adoleszenzkrise insgesamt sieben Gespräche stattgefunden hätten (Urk. 6/36/1). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Dr. med. B.___, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, nannte im Bericht vom 6. September 2005 (Urk. 6/37/24-27) als psychiatrische Diagnose eine posttraumatische Belastungsstörung, kombiniert mit einer ängstlichen und depressiven Grundstimmung. Als neurologische Diagnose nannte er einen Status nach einem Überdehnungstrauma der Halswirbelsäule (HWS), minimales Hirn</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">trauma mit diskreten neuropsychologischen Defiziten, nach dem Unfall vom 2. (richtig: 1.) Februar 2004 (S. 1). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Dr. B.___ gab zur Anamnese an, die Adoptivmutter der Patientin habe sich lange Zeit im «Milieu» aufgehalten und habe so gut wie keine Beziehung mehr zur Patientin. Zum Ende der Primarschule und dem Beginn der Sekundarschule sei die Beschwerdeführerin während einer Phase von zirka fünf Jahren von einem Freund ihres Vaters sexuell missbraucht worden. Anschliessend habe die schuli</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sche Entwicklung extrem nachgelassen. Nach dem Schulabschluss sei ihr keine Weiterbildung gelungen. Verschiedene Anstellungen seien ihr nach kurzer Zeit wegen mangelnder Konzentration, Disziplin, Ausdauer und Ängsten vor Vorge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">setzten und Mitarbeitern gekündigt worden. Die maximale Dauer einer An</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">stel</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">lung habe sieben Monate betragen (S. 2 oben). Gelegentlich habe die Be</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">schwer</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">deführerin Haschisch, Kokain und Alkohol im Übermass konsumiert. Zu einer Abhängigkeit sei es nicht gekommen. Nach dem Schleudertraum vom 1. Februar 2004 habe sie sich entschieden, auf Drogen und Alkohol zu verzichten (S. 2 Mitte). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Dr. B.___ machte keine Angaben zur Arbeitsfähigkeit. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Beschwerdeführerin war bei der Allianz Suisse Versicherungs-Gesellschaft </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gegen die Folgen eines zweiten Unfalles vom 31. Mai 2006 versichert (Urk. 7/29</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">/2). Der Unfallversicherer holte beim C.___ ein polydisziplinäres Gutachten ein, das am 13. Januar 2009 (Urk. 6/29/6-62) erstattet wurde. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Gutachter des C.___ stellten folgende Diagnosen (S. 44 f. Ziff. 4.1.7):</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Status nach Frontalkollision vom 1. Februar 2004</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Status nach Lateralkollision vom 31. Mai 2006 mit</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">überwiegend wahrscheinlichen HWS-Distorsionen</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">ohne neurologische Ausfälle</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">ohne Schädel-Hirn-Trauma</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">ohne chronische muskeloskelettale Folgen</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">mit psychopathologischer Begleitsymptomatik</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">kombinierte Persönlichkeitsstörung (narzisstisch-histrionisch)</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Differentialdiagnose: narzisstisch-histrionisch akzentuierte Persönlich</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">keitszüge</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">dissoziative Störungen, gemischt (Konversionsstörung)</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Differentialdiagnose: Entwicklung körperlicher Symptome aus psychi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">schen Gründen</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Differentialdiagnose: artifizielle Störung</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Differentialdiagnose: Neurasthenie</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Störungen durch multiplen Substanzgebrauch und Konsum anderer psy</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">cho</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">troper Substanzen (Kokain, Ecstasy, Amphetamin), gegenwärtig absti</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">nent</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Störungen durch Cannabionoide, episodischer Substanzgebrauch</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Störungen durch Tabak, ständiger Substanzgebrauch</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Verdacht auf Störungen durch Sedativa und Antihypnotika</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Untergewicht</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">anamnestisch Allergie vom Sofort-Typ auf verschiedene Nahrungsmittel</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">anamnestisch Status nach Borreliose radikulitis lumbal rechts und Facia</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">lis</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">parese rechts 1996</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">anamnestisch Status nach Unfallgeschehen mit tierischem Toxin im Meer</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">anamnestisch Status nach Tonsillektomie</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Gutachter gaben auf die Frage des Unfallversicherers zur Arbeitsfähigkeit an, somatisch lasse sich keine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit begründen. Auch aus psychiatrischer Sicht könne keine Arbeitsunfähigkeit attestiert werden. Es liege keine schwere psychiatrische Symptomatik vor, welche die Beschwerde</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">füh</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rerin in der Ausübung einer Tätigkeit beeinträchtigen würde (S. 50 Ziff. 4.3.1.1). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.4</span><span> </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.4.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Beschwerdegegnerin holte bei Dr. med. D.___, Fachärztin für Neurologie und für Psychiatrie und Psychotherapie, ein psychiatrisches Gutachten ein. Es datiert vom 31. August 2010 (Urk. 6/56) und beruht auf den Untersuchungen vom 2. September 2009 und vom 10. August 2010. Dr. D.___ erklärte die zeitliche Verzögerung nach der ersten Untersuchung mit einer eigenen Erkrankung (S. 1). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Gutachterin führte zur Anamnese und zur Biographie aus, die Beschwerde</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">führerin habe sich seit der sechsten Schulklasse selbständig in den Bereich der Informatik eingearbeitet. Kurse habe sie nicht besucht. Sie habe dann im Bereich Support gearbeitet (S. 26 unten). Die Beschwerdeführerin sei in Thailand geboren und von einem Schweizer und einer Thailänderin adoptiert worden. Im Alter von vier Jahren sei sie mit ihnen in die Schweiz gekommen (S. 27 oben). Ihre Adop</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tiveltern hätten sich scheiden lassen, als sie sechs Jahre alt gewesen sei (S. 27 Mitte). Die Explorandin habe sodann über zwei Autounfälle berichtet, die sie erlitten habe (S. 28 oben). Bei der zweiten Untersuchung habe sie angegeben, dass sie einmal pro Monat bei Dr. B.___ in psychiatrischer Behandlung sei. Weiter erfolge in unregelmässigen Abständen eine Hypnosebehandlung (S. 32 Mitte). Sie leide weiterhin an Rückenschmerzen, vor allem im Schulter-Nackenbereich, an Kopfschmerzen, Schwindel und Übelkeit. Zudem bestünden Schlafprobleme in Form von Ein- und Durchschlafstörungen (S. 32 unten). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Eine Störung der Aufmerksamkeit, des Konzentrationsvermögens, des Kurz- oder des Langzeitgedächtnisses im engeren Sinne hätten nicht vorgelegen (S. 33 unten). Die Stimmungslage sei ausgeglichen gewesen und es hätten keine Hin</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">weise auf eine depressive oder dysphorische Stimmung bestanden. Ebenso hätten keine Ängstlichkeit, Gereiztheit oder Unruhe bestanden. Der Antrieb sei unauf</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">fällig gewesen. In der Darstellung der beruflichen Vergangenheit sei allerdings eine gewisse Theatralik festzustellen gewesen (S. 34 oben). Im Rahmen der Begut</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">achtung könne nicht nachvollzogen werden, welche Fähigkeiten sich die Explo</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">randin tatsächlich ohne Ausbildung habe aneignen können (S. 34 Mitte). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.4.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Bei der Explorandin liege keine psychische Erkrankung vor, die eine psychia</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">trische Diagnose nach ICD-10 sicher rechtfertige. Insbesondere lasse sich keine Erkrankung aus dem schizophrenen Formenkreis diagnostizieren. In den Akten fänden sich Hinweise auf eine leichte depressive Phase in der Jugend. Diese scheine allerdings den Ausprägungsgrad für die Diagnose einer depressiven Erkran</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">kung nicht erfüllt zu habe. Hierfür spreche insbesondere das Schreiben von lic. phil. A.___ (vgl. vorstehend E. 3.1). Weiter hätten sich keine Hinweise auf eine phobische oder eine Angststörung ergeben. Ebenso bestünden keine Hinweise auf eine Zwangsstörung (S. 35 oben). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.4.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Zu diskutieren sei, ob eine posttraumatische Belastungsstörung respektive eine andauernde Persönlichkeitsänderung nach Extrembelastung vorliege. Dr. B.___ selber sei sich bewusst gewesen, dass die engen Grenzen der Diagnosestellung nach ICD-10 im Falle der Explorandin überschritten seien. Er habe die Diagnose aber trotzdem für zutreffend gehalten. Eine posttraumatische Belastungsstörung entstehe per definitionem als eine verzögerte oder protrahierte Reaktion auf ein belastendes Ereignis oder eine Situation aussergewöhnlicher Bedrohung oder von katastrophenartigem Ausmass (kurz oder langanhaltend), die bei fast jedem Menschen eine tiefe Verzweiflung hervorrufen würde (S. 35 Mitte). Typische Merk</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">male seien das wiederholte Erleben des Traumas in Nachhallerinnerungen oder Träumen, ein andauerndes Gefühl von Betäubtsein und emotionaler Stumpf</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">heit, Gleichgültigkeit gegenüber anderen Menschen, Vermeidung von Aktivitäten und Situationen, die Erinnerungen an das Trauma wachrufen könnten etc. Die Störung solle nur diagnostiziert werden, wenn sie innerhalb von sechs Monaten nach einem traumatisierenden Ereignis von aussergewöhnlicher Schwere aufge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">treten sei. Möglich sei auch, wenn dies später geschehe, die Symptome aber typisch seien (S. 35 unten). Auch die Diagnose einer andauernden Persönlich</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">keitsänderung nach Extrembelastung solle nur gestellt werden, wenn bei einer Person Hinweise auf eine eindeutige und andauernde Veränderung im Wahr</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nehmen, Denken und Verhalten bezüglich der Umwelt und der eigenen Person vorlägen. Als Merkmale würden unter anderem gefordert: Eine feindliche oder misstrauische Haltung der Welt gegenüber, ein sozialer Rückzug, Gefühle der Leere oder Hoffnungslosigkeit, ein chronisches Gefühl von Nervosität etc. Diese Symptome seien vorliegend nicht gegeben. Es müsse daher auch keine andau</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ernde Persönlichkeitsänderung nach Extrembelastung diagnostiziert werden. Inwie</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">weit die von der Explorandin gegenüber ihrem Psychiater geschilderten Nachhallerinnerungen sogenannten «Flash-backs» entsprochen hätten, lasse sich im Nachhinein schwer beurteilen, zumal die Explorandin auf die diesbezüglichen Symptome und Fragen im Rahmen der aktuellen Begutachtung nicht einge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gangen sei (S. 35 f.). Allerdings sei davon auszugehen, dass sich in der frühen Jugend der Explorandin Persönlichkeitszüge manifestiert hätten, die an eine Per</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sönlichkeitsstörung - am ehesten vom histrionischen Typus - heranreichten (S. 36 oben). Die Diagnose einer Persönlichkeitsstörung könne nicht mit Sicherheit gestellt werden, da nicht mindestens drei Diagnosekriterien mit Sicherheit erfüllt seien. Die Diagnose sei aber trotzdem möglich bis recht wahrscheinlich (S. 36 Mitte). Gewisse Faktoren sprächen dafür, dass eine histrionische Persönlichkeits</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">störung für möglich gehalten werden müsse (S. 36 unten). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.4.4</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Bezüglich der neurologischen Diagnose eines Status nach wiederholtem Be</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">schleu</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nigungstrauma der Halswirbelsäule respektive einer Commotio cerebri lägen Unsicherheiten vor. Anlässlich der psychiatrischen Untersuchung hätten sich keine Anhaltspunkte für wesentliche Einschränkungen durch frühere statt</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gehabte Traumata objektivieren lassen. Die Explorandin bewege sich normal und weise keine Anzeichen von Schmerzen oder einer eingeschränkten Konzentra</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tions</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">fähigkeit auf (S. 37 Mitte). Die Gutachterin verneinte für das bisherige Arbeitsverhältnis eine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit (S. 37 unten). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.4.5</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Dr. D.___ gab sodann an, sie halte berufliche Massnahmen nicht für völlig abwe</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gig oder aussichtslos. Zwar handle es sich nicht um eine invalidisierende Erkran</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">kung. Dennoch sei es der Beschwerdeführerin wahrscheinlich aufgrund einer Persönlichkeitsstörung nicht gelungen, eine Berufsausbildung zu absolvieren. Es sei daher wünschenswert, wenn die Explorandin die Chance für eine berufliche Massnahme erhalten würde (S. 38 oben). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.5</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Dr. med. E.___, Fachärztin für Allgemeine Innere Medizin, Regional</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ärzt</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">licher Dienst (RAD) der Beschwerdegegnerin, führte in einer Stellungnahme vom 27. September 2010 aus, gemäss dem Gutachten von Dr. D.___ liege kein psychi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">scher Gesundheitsschaden mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit vor. Insbe</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">son</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">dere seien die Kriterien für die Diagnose einer posttraumatischen Belastungs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">störung oder einer andauernden Persönlichkeitsänderung nach Extrembelastung </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nicht erfüllt. Das Gutachten von Dr. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">D.___</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> beantworte die gestellten Frage. Es b</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">e</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rücksichtige die angegebenen Beschwerden und sei in Kenntnis und in Ausein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">an</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">dersetzung mit den umfangreichen Vorakten erstellt worden. Die Feststel</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">lungen seien sodann nachvollziehbar. Gesamthaft könne sowohl anhand des psy</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">chia</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tri</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">schen Teilgutachtens des C.___ vom 13. Januar 2009 als auch des psychia</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">trischen Gutachtens von Dr. D.___ ein psychischer Gesundheitsschaden ausge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">schlossen werden (Urk. 6/61 S. 7 unten). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.6</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Beschwerdeführerin ist seit dem 15. Mai 2013 bei Dr. med. F.___ (vormals G.___, vgl. Urk. 6/188 S. 20 Mitte), Fachärztin für Psychiatrie und Psy</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">chotherapie, in ambulanter Behandlung (Urk. 6/164 S. 1 Ziff. 1.2). Dr. F.___ nannte im Bericht vom 8. Mai 2014 (Urk. 6/164) als Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit eine schwere depressive Episode ohne psychotische Symp</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tome, eine andauernde Persönlichkeitsveränderung nach Extrembelastung, Probleme nach sexuellem Missbrauch in der Kindheit und eine negativ veränderte Struktur der Familienbeziehungen in der Kindheit (S. 1 Ziff. 1.1). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Psychiaterin führte zur Anamnese aus, im Hintergrund stehe eine posttrau</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">matische Belastungsstörung bei einem Missbrauch in der Kindheit. Obschon die Adoptiveltern der Beschwerdeführerin geheiratet hätten, habe die Adoptivmutter weiterhin als Prostituierte gearbeitet. Die Beschwerdeführerin habe den Kontakt zu ihr schon in der Kindheit verloren (S. 2 Ziff. 1.4 oben). Dr. F.___ habe die Beschwerdeführerin von Mai bis Oktober 2013 zu 100 % krankgeschrieben. Die Krankschreibung sei aufgrund einer Erschöpfungsdepression mit schweren Kon</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">zen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">trationsstörungen, Schlaflosigkeit, Angst, deprimierter Verstimmung, sozialem</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Rückzug und Vernachlässigung der eigenen Person erfolgt. Als Befund bestünden eine starke Konzentrationsstörung bei der Arbeit und ein Blackout des Kurz- und des Langzeitgedächtnisses. Weiter bestünden Panikattacken mit Angst (Verlust- und Versagensangst) und Flashbacks. Die Beschwerdeführerin sei sodann depri</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">miert, ängstlich, gereizt und innerlich unruhig. Weiter lägen Ein- und Durch</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">schlafstörungen mit Albträumen und ein sozialer Rückzug mit passiven Suizid</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gedanken vor (S. 2 Ziff. 1.4 unten). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Für die zuletzt ausgeübte Tätigkeit als Sachbearbeiterin bestehe seit dem 15. Mai 2013 bis auf Weiteres eine Arbeitsunfähigkeit von 100 % (S. 3 Ziff. 1.6). Als Einschränkungen für die Tätigkeit bestünden eine Erschöpfung, Konzentrations</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">störungen, eine Aufmerksamkeitsstörung, eine depressive Verstimmung, ein ge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">störter Tag-Nacht-Rhythmus, Schlafstörungen und dissoziative Züge. Ab Sommer 2014 könne versucht werden, die Beschwerdeführerin wieder in eine Arbeits</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tätigkeit einzugliedern, anfänglich mit einem Pensum von 20 % in der bisherigen Tätigkeit (S. 3 Ziff. 1.7). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.7</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Dr. F.___ bestätigte im Bericht vom 20. August 2014 (Urk. 6/166) eine Arbeitsunfähigkeit von 100 %. Sie führte aus, die angegebenen Beschwerden beeinträchtigten die Patientin in ihrer Leistungsfähigkeit. Die Beschwerdeführerin sei im Moment mit den Erlebnissen in der Kindheit konfrontiert. Sie erhalte eine ambulante Therapie als Hilfe für die Persönlichkeitsstörung und die Bearbeitung der Tramata in der Kindheit. Durch die Depressivität und die emotionale Insta</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">bilität sei sie im Moment zu 100 % arbeitsunfähig (S. 2 Mitte). Es handle sich um eine andauernde Problematik, die eine Folge des in der Kindheit erlebten Miss</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">brauchs sei. Mit einer schnellen Verbesserung könne nicht gerechnet werden (S. 2 unten). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.8</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.8.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Beschwerdegegnerin gab bei med. pract. Z.___ ein psychiatrisches Gutachten in Auftrag. Es datiert vom 10. September 2015 (Urk. 6/188) und beruht auf der Untersuchung vom 17. August 2015 und dem der Gutachterin zugestellten IV-Dossier (S. 1). Med. pract. Z.___ führte aus, eine 9-jährige Partnerschaft sei im November 2014 durch den Partner der Beschwerdeführerin beendet worden (S. 15 Ziff. 3.3 unten). Sie habe angegeben, dass er «narzisstisch» gewesen sei. Er habe die Meinung anderer Menschen nicht akzeptiert und sich im Laufe der Jahre auch verändert (S. 16 oben). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Beschwerdeführerin sei seit 2012 bei der H.___ im Bereich Admini</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">stration und Logistik beschäftigt gewesen und habe ein Pensum von 80 % ausge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">übt. Sie habe an vier Tagen pro Woche gearbeitet und an einem Tag eine Schule besucht. Innerhalb kurzer Zeit habe sie dort die Leitung der Logistik übernommen. Die Stelle sei ihr dann aber nach fünf Monaten gekündigt worden (S. 17 Mitte). Ab 2013 sei sie bei der I.___ im Bereich Verkauf und Admini</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">stration beschäftigt gewesen. Diese Stelle habe sie selbst gekündigt. Sie sei </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">irgend</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">wie «fertig gewesen» und habe Angst gehabt, arbeiten zu gehen (S. 17 unten</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Beschwerdeführerin habe angegeben, dass ihre Depressionen schlimmer ge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">worden seien. Sie meine damit, dass sie an nichts Freude habe. Sie habe das Gefühl, das Leben nicht zu leben, sondern es durchhalten zu müssen. Sie könne auch nicht mehr unbeschwert lachen und sich nicht richtig auf etwas freuen (S. 18 Ziff. 3.6 oben). Ihre Ängste hätten sich durch die eingenommenen Psycho</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">pharmaka gebessert und sie habe keine Platzangst mehr. Sie habe aber zu gar nichts mehr Lust (S. 18 Ziff. 3.6 Mitte). Zirka seit zehn Jahren habe die Beschwer</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">deführerin Probleme mit dem Einschlafen, weshalb sie begonnen habe, Medika</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">mente zum Schlafen einzunehmen (S. 19 oben). Sie habe eine Katze, die sie gleich nach dem Aufstehen versorge. Wenn sie nicht fernsehe, treffe sie sich mit Freu</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nden. Ein Hobby, das sie seit der Kindheit habe, sei der Computer. Sie sei vor allem interessiert, Computer zu reparieren oder neue Programme auszutesten (S. 19 unten). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Beschwerdeführerin sei bei Dr. F.___ in ambulanter Behandlung mit wöchentlichen Gesprächsterminen. Sie sei dort seit 2013 in Behandlung (S. 20 Mitte). Seit etwa drei Jahren trinke sie täglich Alkohol (S. 20 unten). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Aufgrund ihrer Depressionen habe sie Mühe bei der Arbeit. Auf Nachfrage habe die Beschwerdeführerin erklärt, dass sie sich nicht konzentrieren könne und viel weinen müsse (S. 21 Ziff. 3.7). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.8.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Explorandin habe sich von Beginn der Untersuchung an freundlich gezeigt. Schwierigkeiten mit der Kontaktaufnahme hätten nicht bestanden. Sie habe ent</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">spannt und gut gelaunt gewirkt. Zeitweise sei sie etwas distanzgemindert erschie</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nen (S. 22 Ziff. 4.1 oben). In Diskrepanz zu einem völlig unauffälligen Verhalten und einer ausgeglichenen und zeitweise gar fröhlichen Stimmungslage habe sich die Explorandin bei der Erhebung aktueller psychischer Beschwerden und im Rahmen der von ihr angegebenen Depression plötzlich scheinbar bedrückt ge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">zeigt. Vor allem habe sie deutlich zurückhaltender und auch im Kontakt kontrol</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">lierend gewirkt (S. 22 Ziff. 4.1 Mitte). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die geltend gemachten depressiven Beschwerden (Lustlosigkeit, Freudlosigkeit, häufiges Weinen etc.) liessen sich nicht mit den Angaben der Beschwerdeführerin über ihre Interessen und Hobbys und auch nicht mit ihren Angaben über viele soziale Kontakte vereinbaren. Bei konkretem Nachfragen habe sie sich zudem in zahlreiche Inkonsistenzen und Widersprüche verwickelt. Weiter habe sich eine deutliche Diskrepanz zwischen den angegebenen depressiven Beschwerden und dem aktuellen klinischen Eindruck ergeben. Trotz der angegebenen Lust- und Freudlosigkeit habe die Beschwerdeführerin während der gesamten vierstündigen Untersuchung nicht lustlos, sondern in ihrer Stimmung unauffällig und zeitweise recht fröhlich gewirkt. Hinsichtlich der angegebenen geistigen Erschöpfung habe </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sie zu keinem Zeitpunkt der mehrstündigen Untersuchung erschöpft gewirkt. Auch</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> hätten keine Konzentrationsstörungen beobachtet werden können. Insgesamt sei über Verdeutlichungstendenzen der psychischen Beschwerden hinausgehend der Eindruck von Aggravationstendenzen entstanden (S. 22 Ziff. 4.1 unten). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Med. pract. Z.___ gab zu den Untersuchungsbefunden an, die Aufmerksamkeit </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">und die Konzentration seien während der fast vierstündigen Untersuchung gleich</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">bleibend gut gewesen. Die kognitiven Fähigkeiten hätten sich nach dem klini</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">schen Eindruck im Normbereich befunden. Das formale und inhaltliche Denken sei insgesamt unauffällig gewesen. Der Antrieb und die Psychomotorik seien aktuell unauffällig gewesen. Die Beschwerdeführerin habe sich während der Untersuchung aktiv, lebendig, initiativ und spontan gezeigt (S. 23 oben). Unter Berücksichtigung der Aktenlage und der Angaben der Explorandin zu ihrer Lebensgeschichte sowie aufgrund der aktuell festgestellten interaktionalen Auf</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">fällig</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">keiten sei der Eindruck von akzentuierten Persönlichkeitszügen mit histrio</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nischen Anteilen entstanden. In Bezug auf die angegebenen psychischen Be</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">schwer</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">den sei ein Leidensdruck aktuell nicht beziehungsweise kaum spürbar ge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">wesen. Eine Motivation zu einer adäquaten psychiatrisch-psychotherapeutischen Behandlung und insbesondere für eine Suchtbehandlung habe nicht festgestellt werden können (S. 23 unten). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Aus der Laboruntersuchung könne geschlossen werden, dass die Beschwerde</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">führerin die von ihr angegebenen Medikamente zumindest unregelmässig ein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nehme. Sie seien im Blut nachweisbar. Eine zuverlässige Einnahme der Medika</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">mente könne anhand der Laboruntersuchung aber nicht bestätigt werden (S. 24 Ziff. 4.2 Mitte). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.8.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Med. pract. Z.___ stellte keine Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeits</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">fähigkeit. Als Diagnosen ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit nannte sie akzentuierte Persönlichkeitszüge mit histrionischen (infantilen) Anteilen. Als Differentialdiagnose nannte die Gutachterin eine histrionische Persönlich</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">keits</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">störung. Weiter nannte sie als Diagnosen psychische und Verhaltensstörungen durch Alkohol, Abhängigkeitssyndrom, gegenwärtig ständiger Substanzgebrauch sowie durch Cannabinoide, gegenwärtig abstinent, und durch Tabak, gegenwärtig ständiger Substanzgebrauch und anamnestisch psychische und Verhaltens</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">stö</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rungen durch multiplen Substanzgebrauch (Kokain, LSD, Ecstasy), früher schäd</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">licher Gebrauch, gegenwärtig abstinent (S. 32 Ziff. 6.1 und 6.2). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Beschwerdeführerin lebe nach ihren Angaben von der Sozialhilfe. Aufgrund ihrer Alkoholproblematik habe sie einige frühere Freunde verloren, sie habe aber dennoch einen Freundeskreis und zahlreiche Bekannte, mit denen sie ihre Freizeit verbringe. Zuletzt habe sie im Februar 2015 mit einem Bekannten eine Ferienreise unternommen, wobei sie insgesamt zwei Wochen in Thailand gewesen sei (S. 25 Ziff. 5 Mitte). Von September 2010 bis August 2011 sei sie über ein Einsatz</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">programm des Sozialamtes mit einem Pensum von 30 % in der Administration eines Altersheimes beschäftigt gewesen (S. 25 Ziff. 5 unten). Die Angaben der Explorandin zur Suchtanamnese unterschieden sich in vielen Punkten zu frühe</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ren Angaben gegenüber anderen Ärzten und Gutachtern (S. 27 oben). Nach ihren Angaben sei es ihr gelungen, den Konsum von Kokain, LSD und Ecstasy während einer Rehabilitation nach dem ersten Autounfall im Jahr 2004 einzustellen. Bezüglich Alkohol und Haschisch hab sie den Konsum im Laufe der Zeit ge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">steigert. Die Angaben bezüglich des aktuellen Alkoholkonsums seien jedoch inkonsistent. Die Angaben zu einem aktuell geringen Alkoholkonsum liessen sich vor dem Hintergrund der aktuellen Laborwerte nicht nachvollziehen (S. 27 Mitte). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">In einem Bericht der Psychologin J.___ sei ein sexueller Missbrauch in der Vorgeschichte beschrieben worden (S. 27 unten). Von April 2005 bis Mai 2007 habe sich die Beschwerdeführerin bei Dr. B.___ in ambulanter psychiatrisch-psy</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">chotherapeutischer Behandlung befunden, der eine posttraumatische Belastungs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">störung diagnostiziert habe. Der Psychiater habe wie andere Therapeuten eine schlechte Compliance der Patientin erwähnt. Aus gutachterlicher Sicht falle in der Rückschau auf, dass die mangelnde Motivation der Explorandin bezüglich einer Behandlung beziehungsweise die beobachteten Verhaltensauffälligkeiten wiederholt neben dem Konsum von verschiedenen psychotropen Substanzen erwähnt worden seien. Eine Schlussfolgerung in Bezug auf die notwendige Diag</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nostik einer Suchtproblematik sei aber nicht gezogen worden (S. 28 oben). Von Mai 2007 bis Mai 2013 habe keine psychiatrische oder psychotherapeutische Behandlung stattgefunden. Im Mai 2013 habe sich die Beschwerdeführerin bei Dr. F.___ in Behandlung geben. Diese sei seit Beginn der Behandlung unver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ändert von einer schweren depressiven Episode und einer andauernden Persön</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">lichkeitsänderung nach Extrembelastung ausgegangen (S. 28 Mitte). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Dr. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">med. K.___</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">, </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">C.___</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">, sowie Dr. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">D.___</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> hätten bei der Explorandin weder eine post</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">traumatische Belastungsstörung noch eine Persönlichkeitsänderung nach Ex</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">trem</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">belastung feststellen können. Dies sei aus gutachterlicher Sicht gut nach</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">voll</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ziehbar und könne anhand der eigenen Untersuchungsergebnisse bestätigt werden</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> (S. 29 oben). Dagegen sei die Berücksichtigung der Kategorie «Z» des ICD-10 Diagnosemanuals durch Dr. F.___ nicht nachvollziehbar (S. 29 unten). Weiter sei nicht nachvollziehbar, dass die behandelnde Ärztin die massive Sucht</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">prob</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">lematik der Explorandin bei einem angeblich täglichen Konsum von Schnaps und Cannabis nicht wahrgenommen und sie sich stattdessen lange zurückliegenden Ereignissen in der Vorgeschichte der Explorandin gewidmet habe (S. 30 oben). Es bestehe keine endgültige Klarheit darüber, ob bei der Explorandin akzentuierte Persönlichkeitszüge oder schon eine Persönlichkeitsstörung vorlägen. Dies, da die psychischen und Verhaltensstörungen durch die genannten Substanzen die per</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sön</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">lichkeitsstrukturellen Aspekte überlagerten (S. 30 Mitte). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.8.4</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Es sei schwierig festzulegen, ob von einem primären oder sekundären Suchttypus gemäss IVG auszugehen sei. Am ehesten sei anzunehmen, dass sich die Sucht</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">problematik der Explorandin parallel zu ihren psychischen Beschwerden zunächst im Rahmen einer Adoleszenzkrise im Jahr 2000 und später im Rahmen von per</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sönlichkeitsstrukturierenden Besonderheiten entwickelt habe. Dabei sei festzuhal</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ten, dass die Suchtproblematik der Explorandin nach den juristischen Kriterien keine Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit habe (S. 31 oben). Zusammenfassend </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">könne festgehalten werden, dass keine quantitativen Einschränkungen der Arbeit</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">s</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">fähigkeit bestünden. Allenfalls liessen sich leichte qualitative Einschränkungen mit leichten Einschränkungen der Stress- und der Frustrationstoleranz sowie der sozialen Kompetenzen feststellen (S. 31 unten). In der angestammten Tätigkeit als Büroangestellte bestehe eine Arbeitsunfähigkeit von 0 %. Im Längsschnittverlauf habe nie eine länger dauernde Arbeitsunfähigkeit vorgelegen (S. 32 Ziff. 7.1). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.9</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Dr. F.___ nannte im Bericht vom 15. Mai 2017 (Urk. 6/219) als psychiatrische Diagnosen eine rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig mittelgradige </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Episode, und eine andauernde Persönlichkeitsveränderung nach Extrembelas</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tung</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">. Als Z-Diagnosen nannte sie Probleme bei sexuellem Missbrauch in der Kindheit und eine negativ veränderte Struktur der Familienbeziehung in der Kindheit. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Weiter wurde ausgeführt, die Beschwerdeführerin berichte weiterhin von einer Erschöpfung und Schlafstörungen mit Albträumen, Appetitverlust und einer Konzentrations- und Aufmerksamkeitsstörung. Weiter bestünden eine depressive Verstimmung mit Suizidgedanken, Zukunftsängsten und Panikattacken, disso</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ziativen Zügen, ein mangelndes Selbstvertrauen, innere Unruhe, Reizbarkeit, Libidoverlust, Schuld- und Schamgefühle und ein sozialer Rückzug mit Verlust von sozialen Kontakten. Nach dem Tod des Grossvaters und der Grossmütter habe sich eine Verschlechterung des Zustandes gezeigt (S. 1 Ziff. 2). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die andauernde Persönlichkeitsstörung nach Extrembelastung sei schwierig zu behandeln und benötige langfristige Therapien. Der Alltag sei für die Patientin im Moment schwer zu bewältigen (S. 1 Ziff. 2 unten). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Nach oft nur kleinen Anstrengungen trete eine deutliche Müdigkeit auf (S. 2 Ziff. 3 oben). Die Beschwerdeführerin habe eine feindliche und misstrauische Hal</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tung gegenüber der Welt, einen sozialen Rückzug und Gefühle der Leere und Hoffnungslosigkeit sowie ein chronisches Gefühl von Nervosität beschrieben (S. 2 Ziff. 3 Mitte). Weiter sei zu sagen, dass die Patientin die Medikamente einnehme und eine gute Compliance zeige (S. 3 Ziff. 3). Die Kriterien für ein Abhängig</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">keits</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">syndrom von Alkohol seien nicht erfüllt. Die Beschwerdeführerin sei schon seit Jahren abstinent (S. 3 Ziff. 4). In der angestammten und in einer optimal ange</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">passten Tätigkeit bestehe eine Arbeitsunfähigkeit von 100 % (S. 3 Ziff. 5). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.10</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Dr. med. L.___, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie und für Neurologie, RAD, äusserte sich in einer Stellungnahme vom 24. Juli 2017 zum Bericht von Dr. F.___ vom 15. Mai 2015. Er führte aus, die Psychiaterin habe mit den Diagnosen keinen psychiatrischen Befund mitgeteilt. Die aktuelle psycho</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">soziale Situation sei ebenfalls nicht beschrieben worden. Eine Kontrolle der im Gutachten von med. pract. Z.___ festgestellten erhöhten Leberwerte werde so</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">dann nicht belegt. Weiter sei nicht ersichtlich, mit welcher Intensität und Ziel</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">setzung die derzeitige Behandlung erfolge. Anhand der Angaben im Bericht von Dr. F.___ könne daher nicht beurteilt werden, ob sich der Gesundheitszustand der Beschwerdeführerin seit der Begutachtung objektiv geändert habe (Urk. 6/221 S. 3). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">4.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.1</span><span> </span><span id="UV053"></span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Berichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vor</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">-</span><br/><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">akten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen in der Expertise begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Mit BGE 143 V 418 entschied das Bundesgericht, dass grundsätzlich sämtliche psychischen Erkrankungen für die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit einem struk</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">turierten Beweisverfahren nach BGE 141 V 281 zu unterziehen sind (E. 6 und 7, Änderung der Rechtsprechung; vgl. BGE 143 V 409 E. 4.5.2 speziell mit Bezug auf leichte bis mittelschwere Depressionen).</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Das für somatoforme Schmerzstörungen und vergleichbare psychosomatische Leiden entwickelte strukturierte Beweisverfahren definiert systematisierte Indika</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">to</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ren, die es </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">–</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> unter Berücksichtigung leistungshindernder äusserer Belastungs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">faktoren einerseits und von Kompensationspotentialen (Ressourcen) andererseits </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">–</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> erlauben, das tatsächlich erreichbare Leistungsvermögen einzuschätzen (BGE</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">141 V 281 E. 2, E. 3.4-3.6 und 4.1; vgl. statt vieler: Urteil des Bundesgerichts 9C_590/2017 vom 1</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">5. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Februar 2018 E. 5.1). Die Anerkennung eines rentenbe</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">grün</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">denden Invaliditätsgrades ist nur zulässig, wenn die funktionellen Auswir</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">kungen der medizinisch festgestellten gesundheitlichen Anspruchsgrundlage im Einzelfall anhand der Standardindikatoren schlüssig und widerspruchsfrei mit (zumindest) überwiegender Wahrscheinlichkeit nachgewiesen sind. Fehlt es an diesem Nachweis, hat die materiell beweisbelastete versicherte Person die Folgen der Beweislosigkeit zu tragen (BGE 141 V 281 E. 6; vgl. BGE 144 V 50 E. 4.3). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Diese Rechtsprechung ist auf alle im Zeitpunkt der Praxisänderung noch nicht erledigten Fälle anzuwenden (Urteil des Bundesgerichts 9C_580/2017 vom 16. Jan</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">uar 2018 E. 3.1 mit Hinweisen). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.3</span><span> </span><span id="XX216"></span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Für die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit bei Vorliegen einer anhaltenden soma</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">toformen Schmerzstörung oder eines damit vergleichbaren psychosomatischen Leidens (BGE 141 V 281 E. 4.2) sind Indikatoren beachtlich, die das Bundesgericht wie folgt systematisiert hat (BGE 141 V 281 E. 4.3.1): </span></p><p><span>- </span><span>Kategorie «funktioneller Schweregrad» </span></p><p><span>- </span><span>Komplex «Gesundheitsschädigung» </span></p><p><span>- </span><span>Ausprägung der diagnoserelevanten Befunde </span></p><p><span>- </span><span>Behandlungs- und Eingliederungserfolg oder –resistenz </span></p><p><span>- </span><span>Komorbiditäten </span></p><p><span>- </span><span>Komplex «Persönlichkeit» (Persönlichkeitsdiagnostik, persönliche Res</span><span>sourcen)</span></p><p><span>- </span><span>Komplex «Sozialer Kontext» </span></p><p><span>- </span><span>Kategorie «Konsistenz» (Gesichtspunkte des Verhaltens)</span></p><p><span>- </span><span>gleichmässige Einschränkung des Aktivitätenniveaus in allen ver</span><span>gleich</span><span>baren Lebensbereichen </span></p><p><span>- </span><span>behandlungs- und eingliederungsanamnestisch ausgewiesener Lei</span><span>dens</span><span>druck </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Diese</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> Standardindikatoren erlauben - unter Berücksichtigung leistungshin</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">dern</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">der äusserer Belastungsfaktoren einerseits und Kompensationspotenzialen (Res</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sou</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">rcen) anderseits - das tatsächlich erreichbare Leistungsvermögen einzu</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">schätze</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">n (BGE 141 V 281 E. 3.4-3.6 und E. 4.1; Urteil des Bundesgerichts 9C_534/2015 vom 1. März 2016 E. 2.2.1).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Beweisrechtlich entscheidend ist der Aspekt der Konsistenz (BGE 141 V 281 E. 4.4):</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Der Indikator einer gleichmässigen Einschränkung des Aktivitätsniveaus in allen vergleichbaren Lebensbereichen zielt auf die Frage ab, ob die diskutierte Ein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">schränkung in Beruf und Erwerb (bzw. bei Nichterwerbstätigen im Aufgaben</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">be</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">reich) einerseits und in den sonstigen Lebensbereichen (z.B. Freizeitgestaltung) anderseits gleich ausgeprägt ist. Dabei ist das bisherige Kriterium des sozialen Rückzugs (wiederum) so zu fassen, dass neben Hinweisen auf Einschränkungen auch Ressourcen erschlossen werden; umgekehrt kann ein krankheitsbedingter Rückzug aber auch Ressourcen zusätzlich vermindern. Soweit erhebbar, empfiehlt sich auch ein Vergleich mit dem Niveau sozialer Aktivität vor Eintritt der Ge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sundheitsschädigung. Das Aktivitätsniveau der versicherten Person ist stets im Verhältnis zur geltend gemachten Arbeitsunfähigkeit zu sehen (BGE 141 V 281 E. 4.4.1; vgl. Urteil des Bundesgerichts 9C_296/2016 vom 29. Juni 2016 E. 4.1.1). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die Inanspruchnahme von therapeutischen Optionen, das heisst das Ausmass, in welchem Behandlungen wahrgenommen oder eben vernachlässigt werden, weist (ergänzend zum Gesichtspunkt Behandlungs- und Eingliederungserfolg oder -resistenz unter dem Komplex «Gesundheitsschädigung») auf den tatsächlichen Leidensdruck hin. Dies gilt allerdings nur, solange das betreffende Verhalten nicht durch das laufende Versicherungsverfahren beeinflusst ist. Nicht auf fehlenden Leidensdruck zu schliessen ist, wenn die Nichtinanspruchnahme einer empfoh</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">lenen und zugänglichen Therapie oder die schlechte Compliance klarerweise auf eine (unabwendbare) Unfähigkeit zur Krankheitseinsicht zurückzuführen ist. In ähnlicher Weise zu berücksichtigen ist das Verhalten der versicherten Person im Rahmen der beruflichen (Selbst-) Eingliederung. Inkonsistentes Verhalten ist auch hier ein Indiz dafür, die geltend gemachte Einschränkung sei anders begründet als durch eine versicherte Gesundheitsbeeinträchtigung (BGE 141 V 281 E. 4.4.2; vgl. Urteil des Bundesgerichts 9C_296/20</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">16 vom 29. Juni 2016 E. 4.1.2). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">5.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">5.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Med. pract. Z.___ nannte im Gutachten vom 10. September 2015 als Diagnose akzentuierte Persönlichkeitszüge mit histrionischen (infantilen) Anteilen und als Differentialdiagnose eine histrionische Persönlichkeitsstörung. Weiter nannte sie als Diagnosen psychische und Verhaltensstörungen durch Alkohol, Cannabinoide und Tabak, Abhängigkeitssyndrom, sowie durch multiplen Substanzgebrauch bei schädlichem Gebrauch in der Vergangenheit. Die Diagnosen wirken sich nicht auf die Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin aus (vorstehend E. 3.8.3). Die Gutachterin verneinte somit für die angestammte Tätigkeit eine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit (E. 3.8.4). Ebenso verneinte Dr. D.___ im Gutachten vom 31. August 2010 eine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit (vorstehend E. 3.4.2). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die behandelnde Psychiaterin nannte demgegenüber als Diagnosen eine rezidi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">vierende depressive Störung, gegenwärtig mittelgradige Episode, und eine andau</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ernde Persönlichkeitsänderung nach Extrembelastung. Zudem nannte sie Probleme </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">bei sexuellem Missbrauch in der Kindheit und eine negativ veränderte Struktur der Familienbeziehung in der Kindheit. Sie attestierte eine Arbeitsunfähigkeit von 100 % (E. 3.6, 3.7 und 3.9). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">5.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Im Gutachten von med. pract. Z.___ vom 10. September 2015 wurde umfassend auf die Krankengeschichte und die gesundheitlichen Beschwerden der Beschwer</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">deführerin eingegangen. Es wurde sodann in Kenntnis und in Auseinander</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">setz</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ung</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> mit den Vorakten erstellt. Die Beschwerdeführerin wandte ein, die Gutachterin habe sich nicht rechtsgenügend mit früheren ärztlichen Einschätzungen befasst (Urk. 1 S. 11 Ziff. 24). Dies trifft nicht zu (vgl. Urk. 6/188/28 ff.). Die Gutachterin begründete ihre Einschätzung unter anderem damit, dass anlässlich der Begut</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">achtung keine depressive Symptomatik habe festgestellt werden können. Zeit</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">weise habe gar eine recht fröhliche Stimmungslage bestanden. Einer depressiven Symptomatik stünden sodann die von der Beschwerdeführerin geschilderten Interessen und Hobbys und ihre vielen sozialen Kontakte entgegen (vorstehend E. 3.8.2). Damit verneinte die Gutachterin mit nachvollziehbarer Begründung eine depressive Störung. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Soweit sich die Beschwerdeführerin auf die Einschätzung durch Dr. B.___ berief (Urk. 1 S. 11 Ziff. 24), ist zu berücksichtigen, dass dessen Berichte bereits längere Zeit zurückliegen. Gestützt darauf sind kaum Aussagen zum aktuellen Gesund</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">heits</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">zustand der Beschwerdeführerin möglich. Es schadet daher nicht, dass sich die Gutachterin nicht eingehend mit dessen Einschätzung auseinandergesetzt hat. Die von den behandelnden Ärzten gestellten Diagnosen einer posttraumatischen </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Belastungsstörung und einer andauernden Persönlichkeitsänderung nach Extrem</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">belastung konnte bereits Dr. D.___ mit ausführlicher Begründung nicht bestätigen (vgl. E. 3.4.2). Med. pract. Z.___ schloss sich insofern der Beurteilung durch Dr. D.___ an und führte die Beschwerden der Beschwerdeführerin sodann mit neuer Begründung auf ihren Alkoholkonsum und eine Alkoholabhängigkeit zu</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rück (vorstehend E. 3.8.3). Die Gutachterin wies weiter darauf hin, dass die behan</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">delnde Psychiaterin die von ihr attestierte Arbeitsunfähigkeit unter anderem anhand von «Z-Diagnosen» gemäss ICD-10 begründet habe (E. 3.8.2), und sie hat zu Recht festgehalten, dass dies nicht zu überzeugen vermag. Damit liegt eine ausführliche Begründung hinsichtlich der abweichenden Einschätzung der behandelnden Ärzte vor. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Gutachterin legte nachvollziehbar dar, dass die Beschwerdeführerin bezüglich der zuletzt ausgeübten Tätigkeit nicht in der Arbeitsfähigkeit eingeschränkt ist. Das Gutachten erweist sich somit auch in der Beurteilung der medizinischen Situation und in den Schlussfolgerungen als überzeugend. Es erfüllt daher die Anforderungen an den Beweiswert eines medizinischen Gutachtens, weshalb ent</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gegen der Beschwerdeführerin darauf abgestellt werden kann. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">5.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Dr. F.___ attestierte im Bericht vom 15. Mai 2017 unverändert eine Arbeits</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">unfähigkeit von 100 % (vorstehend E. 3.9). Dies, obschon sie im Mai 2013 für die zuletzt ausgeübte Tätigkeit noch eine Arbeitsfähigkeit von 20 % in Aussicht gestellt hatte (E. 3.6). Im Bericht vom 15. Mai 2017 äusserte sie sich nicht dazu, weshalb die genannte Arbeitsfähigkeit nicht umgesetzt werden konnte. Die von Dr. F.___ gestellten «Z-Diagnosen» fallen ohnehin nicht unter den Begriff eines rechtserheblichen Gesundheitsschadens (Urteile des Bundesgerichts vom 9C_537/2011 vom 28. Juni 2012 E. 3.1, 8C_558/2015 vom 22. Dezember 2015 E. 4.2.4 und 8C_131/2016 vom 14. Juli 2016 E. 5.2). Schliesslich ist auf den Grundsatz hinzuweisen, wonach Berichte der behandelnden Ärzte aufgrund ihrer auftragsrechtlichen Vertrauensstellung zum Patienten mit Vorbehalt zu würdigen sind (BGE 125 V 253 E. 3b/cc). Dies gilt für einen allgemein praktizierenden Haus</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">arzt wie auch für einen behandelnden Spezialarzt (Urteil des Bundesgerichts </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">I 803/05 vom 6. April 2005 E. 5.5). Das Gutachten von med. pract. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Z.___</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> ist daher</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> gegenüber der Einschätzung durch Dr. F.___ vorzuziehen.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">5.4</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Nachfolgend sind anhand des Gutachtens von med. pract. Z.___ die Standard</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">indikatoren zu prüfen. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die diagnoserelevanten Befunde sind vorliegend eher geringfügig ausgeprägt. Dies ergibt sich daraus, dass sich die von med. pract. Z.___ gestellten Diagnosen nicht auf die Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin auswirken (vorstehend E. 3.8.3). Da es sich bei der Alkoholabhängigkeit gemäss med. pract. Z.___ um ein primäres Suchtgeschehen handelt, begründet die Diagnose rechtspre</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">chungs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gemäss keinen IV-relevanten Gesundheitsschaden (vgl. E. 1.2). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Beschwerdeführerin ist seit Mai 2013 bei Dr. F.___ in psychiatrischer Behandlung. Trotz der schon länger dauernden Behandlung fehlt es an einem </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nennenswerten Behandlungserfolg, nachdem die behandelnde Psychiaterin unver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">än</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">dert von einer vollen Arbeitsunfähigkeit ausging. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Bei der Beschwerdeführerin bestehen nebst akzentuierten Persönlichkeitszügen namentlich psychische und Verhaltensstörungen durch Alkohol. Dabei handelt es sich um eine zu beachtende Komorbidität. Bezüglich der Persönlichkeit der Be</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">schwerdeführerin bestehen Besonderheiten in Form von akzentuierten Persön</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">lich</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">keitszügen, die gewisse Auffälligkeiten der Persönlichkeit erklären. Positiv ist zu vermerken, dass die Beschwerdeführerin über einen Freundeskreis und Be</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">kannte verfügt, mit denen sie ihre Freizeit verbringt (E. 3.8.3). In diesem Sinne ist auch beim Komplex «sozialer Kontext» zu betonen, dass es nicht zu einem sozialen Rückzug der Beschwerdeführerin gekommen ist und sie auf einen unterstützenden Freundeskreis zurückgreifen kann.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Zur Kategorie «Konsistenz» ist zu erwähnen, dass die Gutachterin die von der Beschwerdeführerin beschriebene Zunahme einer Depression in keiner Weise bestätigen konnte. Die Gutachterin stellte in diesem Zusammenhang gar Aggra</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">vationstendenzen der Beschwerdeführerin fest (vorstehend E. 3.8.2). Die Gutach</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">terin erwähnte weiter eine fehlende Motivation und eine schlechte Compliance betreffend die Behandlung ihrer Suchtproblematik. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Prüfung der Standardindikatoren ergibt damit, dass gestützt auf das Gut</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">achten von med. pract. Z.___ für die angestammte Tätigkeit im Büro bezieh</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ungsweise im IT-Support von einer vollen Arbeitsfähigkeit ausgegangen werden </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">kann. Der medizinische Sachverhalt ist somit als dahingehend erstellt zu erach</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ten</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">, dass in der angestammten Tätigkeit gestützt auf die psychiatrischen Gutachten von Dr. D.___ und med. pract. Z.___ eine volle Arbeitsfähigkeit besteht.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">5.5</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Zusammenfassend hat die Beschwerdegegnerin einen Rentenanspruch zu Recht verneint. Da es an einem IV-relevanten Gesundheitsschaden fehlt, besteht grund</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sätzlich auch kein Anspruch auf Eingliederungsmassnahmen. Ein Grund für weitere Abklärungen besteht nicht. Die Beschwerdeführerin spezifizierte in der Beschwerde auch nicht, um welche Eingliederungsmassnahmen sie ersucht. Weitere Ausführungen zu den beantragten Eingliederungsmassnahmen erübrigen sich daher. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Der angefochtene Entscheid erweist sich demzufolge als rechtens. Die Beschwerde ist daher abzuweisen. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">6.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Da es um die Bewilligung oder Verweigerung von Versicherungsleistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichtskosten sind nach dem Verfah</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rens</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">aufwand und unabhängig vom Streitwert festzulegen (Art. 69 Abs. 1</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">bis</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> IVG). Vor</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">liegend sind die Kosten auf Fr. 900.-- festzulegen und der unterliegenden Beschwerdeführerin aufzuerlegen. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Heading3"><span class="Normal Heading3">Das Gericht erkennt:</span><span id="BeginnMateriell"></span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span class="Normal Dispotext DispoHngend">1.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Die </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Beschwerde</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend"> wird abgewiesen.</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span class="Normal Dispotext DispoHngend">2.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Die Gerichtskosten von </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Fr. </span><span id="Text1"></span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">900</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">.-- werden </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">der Beschwerdeführerin</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend"> auferlegt.</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend"> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Rechnung und Einzahlungsschein werden </span><span id="Text2"></span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">der</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend"> Kostenpflichtigen nach Eintritt der Rechtskraft zugestellt.</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span class="Normal Dispotext DispoHngend">3.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Zustellung gegen Empfangsschein an:</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Rechtsanwalt Martin Hablützel</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Bundesamt für Sozialversicherungen</span></p><p class="Normal Dispotext DispoEinzug"><span class="Normal Dispotext DispoEinzug">sowie an:</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Gerichtskasse (im Dispositiv nach Eintritt der Rechtskraft)</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">4.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Gegen diesen Entscheid kann innert </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">30 Tagen</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"> seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundes</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">gesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten T</span><span id="CURSOR"></span><span id="_GoBack"></span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">ag </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 15. Juli bis und mit 15. August sowie vom 18. Dezember bis und mit dem 2. Januar (Art. 46 BGG).</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">stellen.</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweis</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">mittel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat (Art. 42 BGG).</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><br/></p><p class="Normal Heading3"><br/></p><p class="Normal Heading3"><span class="Normal Heading3">Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich</span></p><p><br/></p><p>Der VorsitzendeDer Gerichtsschreiber</p><p><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p>MosimannBrugger</p><p></p></div> </div></body></html>