<!DOCTYPE HTML PUBLIC "-//W3C//DTD HTML 4.01 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/html4/loose.dtd"> <html lang="en"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Entscheid: BV.2005.00110</title> <link href="/c050018/svg/findexweb.nsf/favicon.ico" rel="SHORTCUT ICON"/> <link href="/xsp/.ibmxspres/dojoroot-1.9.7/dijit/themes/tundra/tundra.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> <link href="/xsp/.ibmxspres/dojoroot-1.9.7/ibm/domino/widget/layout/css/domino-default.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> <link href="/domjava/xsp/theme/webstandard/xsp.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> <link href="/domjava/xsp/theme/webstandard/xspLTR.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> <link href="/domjava/xsp/theme/webstandard/xspFF.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> <link href="/c050018/svg/findexweb.nsf/svger.scss" media="screen" rel="stylesheet" type="text/css"/> <link href="/c050018/svg/findexweb.nsf/svger_print.scss" media="print" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body class="xspView tundra"> <form action="/c050018/svg/findexweb.nsf/urteil.xsp?uid=UWEE-9AQPFU" class="xspForm" enctype="multipart/form-data" id="view:_id1" method="post"> <header><div class="container-main noprint"><div class="container-header"><img alt="" class="xspImage" id="view:_id1:_id2:image1" src="/c050018/svg/findexweb.nsf/logo.png"/><div class="container-header-slogan show-for-medium"><h6>Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich</h6></div></div></div></header><div class="container"> <div class="inner-container1 wrap clearfix"> <section class="vacancy"><div class="grid-container container-main"> <div class="grid-x grid-margin-x grid-margin-y container-form"> <div class="cell small-9 noprint"> <span>Entscheid: BV.2005.00110<span class="xspTextComputedField"></span></span></div> <div class="cell small-3 noprint"> <a href="#" id="view:_id1:lnkPrint">Drucken</a><a href="#" id="view:_id1:lnkBack">Zurück</a></div> <div class="cell small-12"> <div id="view:_id1:inputRichText1"><div class="domino-par--indent"><font face="RotisSansSerif ExtraBold" size="3"><b>BV.2005.00110</b></font><br/> <font face="RotisSansSerif ExtraBold" size="3"><b> </b></font><br/> <font face="RotisSansSerif ExtraBold" size="5">Sozialversicherungsgericht</font><br/> <font face="RotisSansSerif ExtraBold" size="5">des Kantons Zürich</font><br/> <font face="serif" size="3">III. Kammer</font><br/> <font face="serif" size="3">Sozialversicherungsrichter Faesi, Vorsitzender</font> <p><font face="serif" size="3">Sozialversicherungsrichterin Daubenmeyer</font></p> <p><font face="serif" size="3">Ersatzrichterin Condamin</font></p> <p><font face="serif" size="3">Gerichtssekretär O. Peter </font></p> <br/> <font face="RotisSansSerif" size="4"><b>Urteil vom 31. März 2006</b></font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="3">in Sachen</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="3"><b>B.___</b></font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="3"> </font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="3">Klägerin</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="3"> </font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="3">gegen</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="3"> </font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="3"><b>Kanton Zürich</b></font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="3"> </font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="3">Beklagter</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="3"> </font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="3">vertreten durch die Finanzdirektion des Kantons Zürich</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="3">Walcheplatz 1, Postfach, 8090 Zürich,</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="3"> </font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="3">diese vertreten durch die Beamtenversicherungskasse des Kantons Zürich</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="3">Stampfenbachstrasse 63, Postfach, 8090 Zürich</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="3"> </font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="3"> </font> <p><font face="serif" size="3"> </font></p> <p><font face="serif" size="3"> </font></p> <p><font face="serif" size="4"><b> </b></font></p> <p><font face="serif" size="4"><b>Sachverhalt</b></font></p> <br/> <font face="RotisSerif" size="3">1. B.___, geboren am 19. März 1950, war seit Mitte 2003 bei der Gemeinde A.___ als Mitarbeiterin der Sozialabteilung angestellt und bei der Beamtenversicherungskasse des Kantons Zürich aufgrund eines Anschlussvertrages vorsorgeversichert. Sie wurde am 8. Juli 2004 arbeitsunfähig. Nach Ablauf der 90-tägigen Sperrfrist wegen Krankheit und unter Einhaltung einer dreimonatigen Kündigungsfrist löste die Gemeinde das Anstellungsverhältnis per 31. Januar 2005 auf. Die Beamtenversicherungskasse orientierte die Versicherte mit Schreiben vom 9. Dezember 2004 über die statutarischen Voraussetzungen auf Altersleistungen ab dem vollendeten 55. Altersjahr und darüber, dass sie per 31. Januar 2005 Anspruch auf eine Freizügigkeitsleistung habe (Urk. 2/1).</font><br/> <font face="RotisSerif" size="3">In teilweiser Gutheissung des gegen die Entlassung erhobenen Rekurses verlängerte der Bezirksrat C.___ mit Beschluss vom 10. August 2005 das Arbeitsverhältnis bis am 31. März 2005 (Urk. 2/2). Das Verwaltungsgericht des Kantons Zürich stellte am 23. September 2005 fest, dass die dagegen gerichtete Beschwerde von B.___ aufschiebende Wirkung entfalte (Urk. 2/4).</font><br/> <font face="RotisSerif" size="3"> Mit Schreiben vom 1. Oktober 2005 (Urk. 6/2) ersuchte B.___ bei der Beamtenversicherungskasse um einen Vorbezug für Wohneigentumsförderung in der Höhe von Fr. 50'000.-- zur Amortisation einer Hypothek. Dies wurde jedoch mit Schreiben vom 5. Oktober 2004 abgelehnt (Urk. 2/6).</font><br/> <font face="RotisSerif" size="3">2. B.___ erhob am 11. Oktober 2005 beim hiesigen Gericht Klage mit dem sinngemässen Rechtsbegehren, ihr gesamtes Guthaben bei der Beamtenversicherungskasse sei auf ein Vorsorgekonto der Zürcher Kantonalbank D.___ zu überweisen.</font><br/> <font face="RotisSerif" size="3"> Die Beamtenversicherungskasse schloss mit Klageantwort vom 28. Oktober 2005 (Urk. 5) auf Klageabweisung. In der Replik vom 14. November 2005 (Urk. 9) und der Duplik vom 23. November 2005 (Urk. 12) hielten die Parteien an ihren jeweiligen Anträgen beziehungsweise Standpunkten fest. Nachdem der Schriftenwechsel am 29. November 2005 geschlossen worden war (Urk. 13), reichte die Klägerin am 3. Dezember 2005 eine weitere Eingabe ein (Urk. 14).</font><br/> <font face="RotisSerif" size="3"> </font><br/> <font face="RotisSerif" size="3"> </font> <p><font face="serif" size="4"><b>Das Gericht zieht in Erwägung:</b></font></p> <br/> <font face="RotisSerif" size="3">1. Wenn die Klägerin in ihren Rechtsschriften (Urk. 1, 9) allgemein die Überweisung ihres gesamten Vorsorgeguthabens durch die Beklagte verlangt, so stellt sich die Frage, ob sie damit - anders als noch in der ihrer Klage vorangegangenen Korrespondenz (Urk. 6/2-3) - die Austrittsleistung meint. Ihr Anspruch auf Austrittsleistung wird jedoch seitens der Beklagten nicht grundsätzlich in Frage gestellt, gesteht sie der Klägerin doch - je nachdem, ob im hängigen Verfahren vor dem Verwaltungsgericht bei Obsiegen des Arbeitgebers das Arbeitsverhältnis per 31. Januar 2005 aufgelöst werde oder ob es bei Obsiegen der Klägerin bei der Auflösung per 31. März 2005 bleibe - eine Freizügigkeitsleistung mit Valuta 31. Januar 2005 oder eine solche mit Valuta 31. März 2005 oder allenfalls eine Rentenleistung wegen Entlassung altershalber zu (Urk. 12).</font><br/> <font face="RotisSerif" size="3"> Bei dieser prozessualen Ausgangslage kann die vorliegende Klage nur dahingehend verstanden werden, dass sich die Klägerin gegen die abschlägige Behandlung ihres Gesuchs um einen Vorbezug für Wohneigentum durch die Beklagte wendet. Aus ihrer Eingabe vom 3. Dezember 2005 (Urk. 14) geht dies denn auch mit aller Deutlichkeit hervor.</font><br/> <font face="RotisSerif" size="3"> </font><br/> <font face="RotisSerif" size="3">2.</font><br/> <font face="RotisSerif" size="3">2.1 Nach Art. 10 des Bundesgesetzes über die berufliche Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenvorsorge (BVG) beginnt die obligatorische Berufsvorsorgeversicherung mit dem Antritt des Arbeitsverhältnisses (Abs. 1). Die Versicherungspflicht endet, wenn der Anspruch auf Altersleistung entsteht, das Arbeitsverhältnis aufgelöst, der Mindestlohn unterschritten oder die Ausrichtung von Taggeldern der Arbeitslosenversicherung eingestellt wird (Abs. 2).</font><br/> <font face="RotisSerif" size="3"> Art. 30b und 30c Abs. 1 BVG sehen vor, dass die versicherte Person den Anspruch auf Vorsorgeleistungen oder einen Betrag bis zur Höhe ihrer Freizügigkeitsleistung nach Art. 331d des Obligationenrechts (OR) verpfänden oder bis drei Jahre vor Entstehung des Anspruchs auf Altersleistungen von der Vorsorgeeinrichtung einen Betrag für Wohneigentum zum eigenen Bedarf geltend machen kann. Laut Art. 30c Abs. 2 BVG dürfen Versicherte bis zum 50. Altersjahr einen Betrag bis zur Höhe der Freizügigkeitsleistung beziehen. Versicherte, die das 50. Altersjahr überschritten haben, dürfen höchstens die Freizügigkeitsleitung, auf die sie im 50. Altersjahr Anspruch gehabt hätten, oder die Hälfte der Freizügigkeitsleistung im Zeitpunkt des Bezuges in Anspruch nehmen.</font><br/> <font face="RotisSerif" size="3"> </font><br/> <font face="RotisSerif" size="3"> </font><br/> <font face="RotisSerif" size="3">2.2 Die Beklagte weist zu Recht darauf hin, dass die Klägerin im Zeitpunkt ihres Gesuchs um einen Vorbezug für Wohneigentum nicht mehr versichert war, sei doch das Arbeitsverhältnis spätestens per Ende März 2005 aufgelöst worden (Urk. 5). Da das Ende der Versicherungspflicht mit der rechtlichen Beendigung des Arbeitsverhältnisses zusammenfällt, ist das Versicherungsverhältnis nämlich auch dann beendet, wenn die fristlose Entlassung oder ungerechtfertigte Auflösung zu einem späteren Zeitpunkt als nicht rechtmässig beurteilt wird (vgl. Stauffer, Berufliche Vorsorge, Zürich 2005, Rz 542). Unabhängig vom Ausgang des Verfahrens vor dem Verwaltungsgericht steht daher fest, dass die Klägerin spätestens ab Ende März 2005 nicht mehr bei der Beklagten versichert war. Folglich stand ihr danach auch kein Recht mehr auf einen Vorbezug für Wohneigentum zu. Weder ihr Hinweis auf die unabsehbare Dauer des verwaltungsgerichtlichen Verfahrens noch auf die mit dem Stellenverlust verbundenen finanziellen Probleme (Urk. 1, Urk. 9, Urk. 14) vermögen daran etwas zu ändern.</font><br/> <font face="RotisSerif" size="3"> Die Klage erweist sich daher als unbegründet und ist abzuweisen. </font><br/> <font face="RotisSerif" size="3"> </font><br/> <font face="RotisSerif" size="3"> </font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4"><b>Das Gericht erkennt:</b></font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="3">1. Die Klage wird abgewiesen.</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="3">2. Das Verfahren ist kostenlos.</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="3">3. Zustellung gegen Empfangsschein an:</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="3">- B.___</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="3">- Beamtenversicherungskasse des Kantons Zürich</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="3">- Bundesamt für Sozialversicherung</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="3">4. Gegen diesen Entscheid kann innert </font><font face="RotisSansSerif" size="3"><b>30 Tagen</b></font><font face="RotisSansSerif" size="3"> seit der Zustellung beim Eidgenössischen Versicherungsgericht Verwaltungsgerichtsbeschwerde eingereicht werden.</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="3">Die Beschwerdeschrift ist dem Eidgenössischen Versicherungsgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, in dreifacher Ausfertigung zuzustellen.</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="3">Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismittel und die Unterschrift der beschwerdeführenden Person oder ihres Vertreters zu enthalten; die Ausfertigung des angefochtenen Entscheides und der dazugehörige Briefumschlag sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die beschwerdeführende Person sie in Händen hat (Art. 132 in Verbindung mit Art. 106 und 108 OG).</font> <p><font face="serif" size="3"> </font></p> <p><font face="serif" size="3"> </font></p> <p><font face="serif" size="3"> </font></p> </div></div></div> </div> </div> </section></div> </div> <input id="view:_id1__VUID" name="$$viewid" type="hidden" value="!9nb3mtfk2udyiborx1ptlhlck!"/> <input name="$$xspsubmitid" type="hidden"/> <input name="$$xspexecid" type="hidden"/> <input name="$$xspsubmitvalue" type="hidden"/> <input name="$$xspsubmitscroll" type="hidden"/> <input name="view:_id1" type="hidden" value="view:_id1"/></form> </body> </html>