<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: PB.2006.00023</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="https://vgrzh.djiktzh.ch/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=https://vgrzh.djiktzh.ch&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=206202&amp;W10_KEY=4467134&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>PB.2006.00023</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 25.10.2006</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">4. Abteilung/4. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Personalrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Arbeitszeugnis</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Arbeitszeugnis<br/>Zu den Grundsätzen bei der Formulierung eines Arbeitszeugnisses (E. 2).<br/>Die Behauptung der Beschwerdegegnerin, der Beschwerdeführer habe sich nur in einzelne Aufgabenbereiche gut eingearbeitet, ist nur dann zulässig, wenn sie objektiv wahr ist. Dies lässt sich aber nicht belegen. Jedenfalls unter den vorliegenden Umständen darf das Arbeitszeugnis nicht zuungunsten des Arbeitnehmers formuliert werden (E. 3).<br/>Gutheissung</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ARBEITSZEUGNIS">ARBEITSZEUGNIS</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: BEWEISLAST">BEWEISLAST</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: FÃRSORGEPFLICHT">FÃRSORGEPFLICHT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: Ãffentliches Dienstrecht ST: ÃBRIGES ÃFFENTLICHES DIENSTRECHT">ÃBRIGES ÃFFENTLICHES DIENSTRECHT</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade">Art. 330a OR</span><br/><span class="gerade">§ 46 PG</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 3 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Sachverhalt1"><b>I. </b> </p> <p class="Sachverhalt2">A trat Anfang MÃ¤rz 2002 in den Dienst der Gemeinde X. Per Ende Oktober 2005 kÃ¼ndigte er dieses AnstellungsverhÃ¤ltnis. Der Gemeinderat X und A konnten sich in der Folge nicht auf den Inhalt des Arbeitszeugnisses einigen.</p> <p class="Sachverhalt1"><b><span>II. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>A rekurrierte gegen die Formulierung des Arbeitszeugnisses an den Bezirksrat Z. Dieser </span>hiess<span> mit Beschluss vom 13. Juni 2006 den Rekurs sowohl hinsichtlich der Umschreibung des Aufgabenbereichs als auch der Abschiedsformel gut; einzig betreffend den Wortlaut der AufgabenerfÃ¼llung lehnte er ihn ab.</span></p> <p class="Sachverhalt1"><b><span>III. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Dagegen erhob A am 11./12. Juli 2006 Beschwerde beim Verwaltungsgericht und beantragte, das Arbeitszeugnis auch in Bezug auf die "AufgabenerfÃ¼llung" zu Ã¤ndern.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Der Bezirksrat Z beantragte, die Beschwerde abzuweisen; die Gemeinde X verzichtete stillschweigend auf Beschwerdeantwort.</span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die Kammer</span><span> zieht in ErwÃ¤gung:</span></p> <p class="Erwgung1"><b>1. </b> </p> <p class="Urteilstext">Das Verwaltungsgericht ist gemÃ¤ss § 74 Abs. 1 des Verwaltungsrechtspflege­gesetzes vom 24. Mai 1959 (VRG) fÃ¼r die Behandlung von Beschwerden gegen personalrechtliche Rekursentscheide des Bezirksrats zustÃ¤ndig.<span> Das </span>gilt auch fÃ¼r Streitigkeiten betreffend Arbeitszeugnisse (VGr, 9. MÃ¤rz 2005, PB.2004.00067, E. 1 Abs. 1, mit Hinweis, www.vgrzh.ch). Da auch die Ã¼brigen Prozessvoraussetzungen erfÃ¼llt sind, ist auf die Beschwerde einzutreten.</p> <p class="Urteilstext">Nach der verwaltungsgerichtlichen Praxis fehlt Streitigkeiten Ã¼ber das Arbeitszeugnis ein Streitwert (VGr, 4. Juli 2001, PB.2001.00006, E. 1b, www.vgrzh.ch). Die Beschwerde ist demnach durch die Kammer zu erledigen ist (§ 38 Abs. 1 VRG).</p> <p class="Erwgung1"><b>2. </b> </p> <p class="Erwgung2">Auf ArbeitsverhÃ¤ltnisse des Gemeindepersonals sind die Bestimmungen des Personalgesetzes vom 27. September 1998 (PG; LS 177.10) sinngemÃ¤ss anwendbar, soweit die Gemeinden keine eigenen Vorschriften erlassen (§ 72 Abs. 2 des Gemeindegesetzes vom 6. Juni 1926; LS 131.1). Da dies vorliegend unbestrittenermassen der Fall ist, ist betreffend die Formulierung des Arbeitszeugnisses auf § 46 PG abzustÃ¼tzen: GemÃ¤ss Absatz 2 dieser Bestimmung kÃ¶nnen Angestellte jederzeit ein Zeugnis verlangen, das Ã¼ber Art und Dauer des ArbeitsverhÃ¤ltnisses sowie Ã¼ber ihre Leistungen und ihr Verhalten Auskunft gibt. FÃ¼r die Auslegung dieser Vorschrift sind sinngemÃ¤ss Lehre und Rechtsprechung zu Art. 330a des Obligationenrechts (OR), dessen Wortlaut praktisch gleich lautend ist, heranzuziehen (VGr, 4. Juli 2001, PB.2001.00006, E. 2a, www.vgrzh.ch).</p> <p class="Erwgung2">Bei der Formulierung von Arbeitszeugnissen sind â nebst weiteren GrundsÃ¤tzen â insbesondere die GrundsÃ¤tze der Wahrheit und des Wohlwollens zu beachten. Oberstes Gebot fÃ¼r die Arbeitgeber ist dabei die Wahrheitspflicht: In erster Linie muss das Zeugnis inhaltlich richtig sein; die ihm zugrunde liegenden Tatsachen mÃ¼ssen wahr sein. Dabei darf und muss das Zeugnis auch ungÃ¼nstige Tatsachen und Beurteilungen enthalten, sofern diese charakteristisch sind und nicht bloss einmalige VorfÃ¤lle oder UmstÃ¤nde betreffen. Die Pflicht zur FÃ¶rderung des Fortkommens des Arbeitnehmers findet demnach ihre Grenze an der Wahrheitspflicht. Hinzu kommt schliesslich, dass die gewÃ¤hlte Formulierung wahr und eindeutig sein muss (VGr, 31. Mai 2006, PB.2005.00050, E. 4.1, und 9. MÃ¤rz 2005, PB.2004.00067, E. 3.1, je unter www.vgrzh.ch; Adrian Staehelin, ZÃ¼rcher Kommentar, 2006, Art. 330a OR N. 10; <span>Ullin Streiff/Adrian von Kaenel, Arbeitsvertrag, 6. A., ZÃ¼rich etc. 2006, Art. 330a N. 3; Frank Vischer, Der Arbeits­vertrag, 3. A., Basel etc. 2005, S. 177).</span></p> <p class="Erwgung1"><b>3. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>3.1 </b>Hinsichtlich der AufgabenerfÃ¼llung hat das Arbeitszeugnis der Beschwerdegegnerin folgenden Wortlaut: "Dank seinem raschen AuffassungsvermÃ¶gen arbeitete er sich gut in einzelne Aufgabenbereiche ein".</p> <p class="Urteilstext">Die Vorinstanz schÃ¼tzte diese Formulierung mit der BegrÃ¼ndung, dass es ihr nicht mÃ¶glich sei, die Einarbeitung des BeschwerdefÃ¼hrers in die einzelnen Arbeitsbereiche zu prÃ¼fen und zu qualifizieren. Daher bleibe es der Beschwerdegegnerin Ã¼berlassen, wie sie insofern das Zeugnis formulieren wolle.</p> <p class="Urteilstext">Der BeschwerdefÃ¼hrer wendet dagegen ein, dass die Formulierung der Beschwerdegegnerin bewusst suggeriere, dass er sich in verschiedene â und zwar die meisten â andere Bereiche nicht gut eingearbeitet habe. Diese Behauptung sei aber von der Beschwerdegegnerin im vorinstanzlichen Verfahren nicht substantiiert bzw. belegt worden und dÃ¼rfe daher nicht zu seinen Ungunsten im Zeugnis stehen. â Entsprechend beantragt der BeschwerdefÃ¼hrer, das Arbeitszeugnis wie folgt zu Ã¤ndern: "Dank seiner raschen Auffassungsgabe arbeitete er sich gut in die einzelnen Aufgabenbereiche ein" bzw. eventualiter: "â¦ arbeitete er sich gut ein".</p> <p class="Erwgung2"><b><span>3.2 </span></b>Wie aufgezeigt muss das Arbeitszeugnis<span> die Leistungen und TÃ¤tigkeiten des Arbeitnehmers wahrheitsgemÃ¤ss wiedergeben. Entscheidend ist dabei, wie ein unbeteiligter Dritter das Zeugnis nach Treu und Glauben verstehen darf. Dieses VerstÃ¤ndnis soll den Tatsachen entsprechen (</span>BGr, 28. April 2005, <span>4C.60/2005, E. 4.1, www.bger.ch).</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Die Formulierung der Beschwerdegegnerin betreffend die AufgabenerfÃ¼llung des BeschwerdefÃ¼hrers kann nur so verstanden werden, dass Letzterer sich in einzelne Aufgabenbereiche gut einarbeitete, in andere oder gar in die meisten anderen Aufgabenbereiche jedoch nicht.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Die Beschwerdegegnerin fÃ¼hrte dazu im vorinstanzlichen Verfahren lediglich aus, dass es bei einer Anstellungsdauer von drei Jahren und sieben Monaten gar nicht mÃ¶glich sei, sich in alle Bereiche gut einzuarbeiten und sich eine gewisse Routine anzueignen. Sie sei mit der AufgabenerfÃ¼llung des BeschwerdefÃ¼hrers insgesamt nicht ganz zufrieden gewesen, was allerdings aufgrund fehlender Mitarbeiterbeurteilungen nicht belegt werden kÃ¶nne. </span></p> <p class="Erwgung2"><b>3.3 </b><span>Im privaten Arbeitsvertragsrecht ist umstritten, ob der Arbeitgeber oder der Arbeitnehmer die Beweislast fÃ¼r die Richtigkeit der im Zeugnis angefÃ¼hrten Tatsachen und Werturteile trÃ¤gt (vgl. nur Staehelin, Art. 330a N. 21, und Streiff/von Kaenel, Art. 330a N. 5 S. 473, je mit zahlreichen Hinweisen). Nach Art. 8 des Zivilgesetzbuches (ZGB) hat grundsÃ¤tzlich derjenige das Vorhandensein einer behaupteten Tatsache zu beweisen, der aus ihr Rechte ableitet. </span>Dabei wird auch zivilprozessual zwischen der subjektiven und der objektiven Beweislast unter­schieden: Erstere betrifft die Frage, wer den Beweis zu fÃ¼hren hat, Letztere, wer das Risiko der Beweislosigkeit zu tragen hat. Dabei entfÃ¤llt die subjektive Beweislast in Verfahren, bei welchen die unbeschrÃ¤nkte Untersuchungsmaxime gilt (vgl. Oscar Vogel/Karl SpÃ¼hler, Grundriss des Zivilprozessrechts, 8. A., Bern 2006, S. 258).</p> <p class="Erwgung2">Das Verfahren nach dem Verwaltungsrechtspflegegesetz wird vom Untersuchungsgrundsatz beherrscht, der freilich durch die Mitwirkungspflicht der am Verfahren Beteiligten eingeschrÃ¤nkt wird (§ 7 Abs. 1 und 2 VRG): Die entscheidende BehÃ¶rde ist fÃ¼r die Ermittlung des massgebenden Sachverhalts verantwortlich, und der Betroffene hat insbesondere im Rechts­mittelverfahren die seine RÃ¼gen stÃ¼tzenden Tatsachen substan­tiiert darzulegen und allenfalls Beweismittel einzureichen. Vor allem aber hat der Unter­suchungs­grundsatz keinen Einfluss auf die objektive Beweislast. Diese richtet sich in erster Linie nach dem materiellen Recht und subsidiÃ¤r nach dem allgemeinen Rechtsgrundsatz von Art. 8 ZGB. So trÃ¤gt auch im Verwaltungsverfahren grundsÃ¤tzlich derjenige die (objektive) Beweislast, der aus der unbewiesen gebliebenen Tatsache hÃ¤tte Rechte ableiten kÃ¶nnen (VGr, 21. Dezember 2005, PB.2005.00034 [= RB 2005 Nr. 107], E. 4.1, www.vgrzh.ch; Alfred KÃ¶lz/JÃ¼rg Bosshart/Martin RÃ¶hl, Kommentar zum Verwaltungs­rechtspflegegesetz des Kantons ZÃ¼rich, 2. A., ZÃ¼rich 1999, § 7 N. 5 f., Vorbem. zu §§ 19-28 N. 69, § 60 N. 1 <br/> und 3).</p> <p class="Erwgung2"><span>Der Arbeitgeber ist verpflichtet, dem Arbeitnehmer ein Arbeitszeugnis auszustellen (§ 46 PG und Art. 330a OR). Diese Bestimmung ist ein Aspekt der allgemeinen FÃ¼rsorgepflicht des Arbeitgebers (</span>Manfred Rehbinder/Wolfgang Portmann, Basler Kommentar, 2003, Art. 328 OR N. 3 und 26). Schon daraus erhellt, dass grundsÃ¤tzlich der Arbeitgeber verantwortlich dafÃ¼r ist, die tatsÃ¤chlichen Grundlagen fÃ¼r die Erstellung des Arbeitszeugnisses zu schaffen bzw. bereitzustellen. Ist er dazu nicht in der Lage und sind seine Tatsachenbehauptungen oder Werturteile nicht nÃ¤her substantiiert, so darf solches auch vom Arbeitnehmer gestÃ¼tzt auf seine Mitwirkungspflicht nicht erwartet werden. Es geht jedenfalls vorliegend nicht an, bei fehlendem Beweis der Tatsachen zuungunsten des Arbeitnehmers zu entscheiden.</p> <p class="Erwgung2"><b><span>3.4 </span></b>Ob sich der BeschwerdefÃ¼hrer in die einzelnen Aufgabenbereiche<span> gut einarbeitete, ist in erster Linie eine Tatsachenfrage, da das eigentliche Werturteil Ã¼ber die Arbeitsleistung erst im nachstehenden Satz des Arbeitszeugnisses folgt: "Er erledigte seine Aufgaben zu unserer vollen Zufriedenheit". Die Behauptung der Beschwerdegegnerin, der BeschwerdefÃ¼hrer habe sich nur in einzelne Aufgabenbereiche gut eingearbeitet, ist nach dem oben Gesagten folglich nur dann zulÃ¤ssig, wenn sie objektiv wahr ist. Dies lÃ¤sst sich aber, wie die</span> Beschwerdegegnerin selbst einrÃ¤umt, nicht belegen. Nicht nachvollziehbar ist schliesslich auch der Einwand, dass es bei einer Anstellungsdauer von drei Jahren und sieben Monaten gar nicht mÃ¶glich gewesen sei, sich in die einzelnen Aufgabenbereiche gut <i>ein</i>zuarbeiten.</p> <p class="Erwgung2">Nach dem Gesagten ist daher die Beschwerde gutzuheissen. Dabei steht der Formulierung "Dank â¦ arbeitete er sich gut in die einzelnen Aufgabenbereiche ein" nichts entgegen. Das Gericht hat zwar im Hinblick auf das dem Arbeitgeber zustehende Ermessen bei der Beurteilung der Arbeitsleistung des Arbeitnehmers ZurÃ¼ckhaltung zu Ã¼ben; indessen handelt es sich vorliegend um eine objektive, eine durchschnittliche Leistung kennzeichnende Formulierung, welche bei Fehlen erheblicher VorwÃ¼rfe durchaus angezeigt ist und der Verkehrssitte entspricht (vgl. Streiff/von Kaenel, Art. 330a N. 5 S.473; <span>Staehelin, Art. 330a N. 21; Susanne Janssen, Die Zeugnispflicht des Arbeitgebers, Bern 1996, S. 161 f.). </span></p> <p class="Erwgung2"><span>Nicht entsprochen werden kann dem Antrag des BeschwerdefÃ¼hrers lediglich insoweit bzw. es kÃ¶nnte darauf mangels schutzwÃ¼rdigem Interesse gar nicht eingetreten werden, als er die Wendung "Dank seinem raschen AuffassungsvermÃ¶gen" durch "Dank seiner raschen Auffassungsgabe" ersetzt haben mÃ¶chte (vgl. VGr, 9. Mai 2001, PB.2001.00009, E. 2, www.vgrzh.ch). Das kann indessen unberÃ¼cksichtigt bleiben, handelt es sich bei der gewÃ¤hlten Formulierung des Antrags doch wohl </span>bloss<span> um ein Versehen des BeschwerdefÃ¼hrers .</span></p> <p class="Erwgung1"><b>4. </b> </p> <p class="Urteilstext">FÃ¼r personalrechtliche Streitigkeiten mit einem Streitwert von unter Fr. 20'000.- werden keine Gerichtskosten erhoben; vorbehalten bleibt die Kostenbelastung der unterliegenden Partei, die durch ihre ProzessfÃ¼hrung einen unangemessenen Aufwand verursacht hat (§ 80b VRG). Fehlt wie vorliegend ein unmittelbar bezifferbarer Streitwert, sind in sinngemÃ¤sser Anwendung von § 80b VRG nur Gerichtskosten zu erheben, wenn es um Entscheidungen von grosser Tragweite geht (vgl. Alfred KÃ¶lz/JÃ¼rg Bosshart/Martin RÃ¶hl, Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons ZÃ¼rich, 2. A., ZÃ¼rich 1999, § 80b N. 3). Die Beschwerdegegnerin hat keinen unangemessenen Aufwand verursacht, und die Streitsache ist noch nicht von grosser Tragweite. Somit sind die Kosten auf die Gerichtskasse zu nehmen (vgl. VGr, 9. MÃ¤rz 2005, PB.2004.00067, E. 4 Abs. 1, www.vgrzh.ch).</p> <p class="Urteilstext">Der nicht vertretene BeschwerdefÃ¼hrer beantragt eine EntschÃ¤digung. Von einer UmtriebsentschÃ¤digung ist abzusehen, da die Rechtsverfolgung keinen Zeitaufwand verursachte, der das Ã¼bliche Mass erheblich Ã¼berstieg (KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 17 N. 13).</p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>DemgemÃ¤ss</span><span> </span><span><a id="Text25"></a>entscheidet</span><span> </span><span>die Kammer</span><span>:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>1. In Gutheissung der Beschwerde wird die Beschwerdegegnerin angewiesen, das Arbeitszeugnis des BeschwerdefÃ¼hrers wie folgt zu Ã¤ndern (Ãnderung hier kursiv geschrieben): </span></p> <p class="Einzug2"><span> "Dank seinem raschen AuffassungsvermÃ¶gen arbeitete er sich gut in <i>die einzelnen </i>Aufgabenbereiche ein." </span></p> <p class="Einzug2"><span>2. Die GerichtsgebÃ¼hr wird festgesetzt auf <br/> Fr. 2'000.--; die Ã¼brigen Kosten betragen:<br/> Fr. 60.-- Zustellungskosten,<br/> Fr. 2'060.-- Total der Kosten.</span></p> <p class="Einzug2"><span>3. Die Gerichtskosten werden auf die Gerichtskasse genommen.</span></p> <p class="Einzug2"><span>4. Eine ParteientschÃ¤digung wird nicht zugesprochen.</span></p> <p class="Einzug2"><span>5. Mitteilung anâ¦</span></p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>