B u n d e s v e rw a l t u n g s g e r i ch t T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i f f éd é r a l T r i b u n a l e am m i n i s t r a t i vo f e d e r a l e T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i v fe d e r a l Abteilung IV D-792/2013 U r t e i l v o m 2 6 . F e b r u a r 2 0 1 3 Besetzung Einzelrichter Thomas Wespi, mit Zustimmung von Richter Bruno Huber; Gerichtsschreiberin Christa Grünig. Parteien A._______, geboren (…), unbekannter Staatsangehörigkeit, vertreten durch Bernhard Zollinger, Rechtsanwalt, (…), Beschwerdeführer, gegen Bundesamt für Migration (BFM), Quellenweg 6, 3003 Bern, Vorinstanz. Gegenstand Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung; Verfügung des BFM vom 6. Februar 2013 / N (…). D-792/2013 Seite 2 Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest, dass der Beschwerdeführer eigenen Angaben zufolge sein H eimatland Ghana im Frühjahr (…) verliess und via B._______, C._______ und D._______ am (…) illegal in die Schweiz einreiste, wo er am selben Tag um Asyl nachsuchte, dass er am 19. Juli 2011 im Empfangs - und Verfahrenszentrum (EVZ) Chiasso summarisch befragt (Befragung zur Person [BzP]) und vom BFM am 23. Januar 2013 im Rahmen von Art. 29 Abs. 1 des Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 (AsylG, SR 142.31) zu seinen Asylgründen angehört wu r- de, dass er anlässlich der Befragungen als Grund, weshalb er in der Schweiz um Asyl nachsuche, im Wesentlichen geltend machte, dass er aus Ghana sei und dort bereits seit seiner Geburt Konflikte zwischen zwei verfeind e- ten ethnischen Grup pen namens " E._______" und " F._______" wüten würden und er sich entschlossen habe auszureisen, um diesen Konflikten zu entgehen, dass er im Frühj ahr (…) Ghana auf dem Landweg verlassen habe , über B._______ und C._______ am (…) nach D._______ gelangt und dort bis zum (…) geblieben sei, dass er in D._______ seine Begleiterin E._______ getroffen habe, mit welcher er am (…) ein Kind bekommen habe, welches er anerkannt habe, dass der Beschwerdeführer keine Reise- oder Identitätspapiere abgab, dass das BFM mit Verfügung vom 12. September 2011 auf dieses Asy l- gesuch gestützt auf Art. 34 Abs. 2 Bst. d AsylG nicht eintrat und die We g- weisung aus der Schweiz nach D._______ anordnete, dass diese Verfügung unangefochten in Rechtskraft erwuchs, jedoch i n- nert der angesetzten Überstellungsfrist nach einem erfolglosen Ausschaf- fungsversuch nicht vollzogen wurde, weshalb das nationale Verfahren aufgenommen wurde, dass das BFM mit Verfügung vom 6. Februar 2013 – eröffnet am 7. Feb- ruar 2013 – in Anwendung von Art. 34 Abs. 2 Bst. a AsylG auf das Asy l- gesuch nicht eintrat, die Wegweisung aus der Schweiz sowie den Vollzug anordnete, den Beschwerdeführ er aufforderte, die Schweiz bis spätes-D-792/2013 Seite 3 tens am 8. März 2013 zu verlassen und die Aushändigung der edition s- pflichtigen Akten gemäss Aktenverzeichnis an ihn verfügte, dass es zur Begründung dieses Entscheids im Wesentlichen ausführte, der Beschwerdeführer habe keine Id entitätspapiere beigebracht, welche seine behauptete Staatsangehörigkeit zu Ghana belegen würden , und weder Kenntnisse über diese Dokumente noch über Ghana bzw. die Ort- schaft F._______ gehabt habe, dass er sich zu seiner angeblich papierlosen Reise widersprüchlich und wenig detailliert geäussert habe , so zum Beispiel über die Aufenthalt s- dauer in den einzelnen Ländern, durchquerte Orte und Regionen, Details zu den einzelnen Grenzkontrollen, benutzte Verkehrsmittel sowie zu den Reisekosten, dass das Vorbringen, wonach er für die gesamte Reise über keine Papie- re verfügt habe, wirklichkeitsfremd und nicht glaubhaft sei, dass sich der Beschwerdeführer aufgrund der gesamten Ungereimthe i- ten, der Verschleierung seiner Biografie, seiner Herkunft sowie seine r Aufenthaltsorte vielmehr dem begründeten Verdacht aussetze, auf and e- re als die geschilderte Art und Weise in die Schweiz gelangt zu sein, d a- bei über Identitätspapiere seines Heimatstaates verfügt zu haben und diese den Schweizer Asylbehörden in Verletzun g seiner Mitwirkung s- pflicht vorzuenthalten, um seine Identifikation sowie den späteren Vollzug seiner Wegweisung in seinen Herkunftsstaat massgeblich zu erschweren, dass weder die geltend gemachte ghanaische Staatsangehörigkeit noch der Aufenthalt in der S tadt F._______ glaubhaft sei, womit folglich in Be- zug auf Ghana keine Gründe, welche für die Feststellung der Flüchtling s- eigenschaft sprechen, vorliegen würden, dass anzufügen sei, dass der Beschwerdeführer auch seine eigentlichen Fluchtgründe – Konflikte zwischen zwei verfeindeten ethnischen Gru p- pen – tatsachenwidrig und unsubstanziiert geschildert habe, dass er ein nigerianisches Englisch spreche , mit einer nigerianischen Konkubinatspartnerin in D._______ gewohnt habe und mit ihr in die Schweiz gelangt sei, weshalb mit erheblicher Wahrscheinlichkeit von e i- ner nigerianischen Staatsangehörigkeit auszugehen sei, D-792/2013 Seite 4 dass sich keine Hinweise auf eine Verfolgung des Beschwerdeführers e r- geben würden und aus den Akten keine Anhaltspunkte ersichtlich seien, dass ih m im Falle der Rückkehr in den Heimatstaat mit beachtlicher Wahrscheinlichkeit eine durch Art. 3 der Konvention vom 4. November 1950 zum Schutze der Menschenre chte und Grundfreiheiten (EMRK, SR 0.101), verbotene Strafe oder Behandlung drohe, dass der Vollzug der Wegweisung zumutbar, technisch möglich und prak- tisch durchführbar sei, dass der Beschwerdeführer durch seinen Rechtsvertreter am 14. Februar 2013 gegen diesen Entscheid beim Bundesverwaltungsgericht B e- schwerde erheben liess und beantragte, die Verfügung des BFM sei au f- zuheben und auf das Asylgesuch sei einzutreten, eventualiter sei von der Wegweisung abzusehen, dass in prozessualer Hinsicht beantragt wurde, die Verteilung der Kosten- und Entschädigungsfolgen sei ausgangsgemäss aufzuerlegen und es sei der Beschwerde die aufschiebende Wirkung beizugeben, dass die vorinstanzlichen Akten am 18. Februar 2013 beim Bundesve r- waltungsgericht eintrafen (Art. 109 Abs. 2 AsylG), und zieht in Erwägung, dass das Bundesverwaltungsgericht auf dem Gebiet des A syls endgültig über Beschwerden gegen Verfügungen (Art. 5 des Verwaltungsverfa h- rensgesetzes vom 20. Dezember 1968 [VwVG, SR 172.021]) des BFM entscheidet, ausser bei Vorliegen eines Auslieferungsersuchens des Staates, vor welchem die beschwerdeführende Per son Schutz sucht (Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 31-33 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [VGG, SR 173.32]; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des Bundesg e- richtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]), dass eine solche Ausnahme im Sinne von Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG nicht vorliegt, weshalb das Bundesverwaltungsgericht endgültig entscheidet, dass der Beschwerdeführer am Verfahren vor der Vorinstanz teilgeno m- men hat, durch die angefochtene Verfügung besonders berührt ist, ein schutzwürdiges Interesse a n deren Aufhebung beziehungsweise Änd e-D-792/2013 Seite 5 rung hat und daher zur Einreichung der Beschwerde legitimiert ist (Art. 105 AsylG und Art. 48 Abs. 1 VwVG), dass somit auf die frist - und formgerecht eingereichte Beschwerde – un- ter Vorbehalt der nachfolgenden Erwägungen – einzutreten ist (Art. 108 Abs. 2 AsylG und Art. 52 VwVG), dass mit Beschwerde die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts u nd die Unangemessenheit gerügt werden können (Art. 106 Abs. 1 AsylG), dass bei Beschwerden gegen Nichteintretensentscheide, mit denen es das BFM ablehnt, das Asylgesuch auf seine Begründetheit hin zu übe r- prüfen (Art. 32-35 AsylG), die Beurteilungskompetenz der Beschwerdein- stanz grundsätzlich auf die Frage beschränkt ist, ob die Vorinstanz zu Recht auf das Asylgesuch nicht eingetreten ist (vgl. BVGE 2011/9 E. 5 S. 116), dass sich demnach die Beschwerdeinstanz – sofern sie den Nichteintr e- tensentscheid als unr echtmässig erachtet – einer selbstständigen mat e- riellen Prüfung enthält, die angefochtene Verfügung aufhebt und die S a- che zu neuer Entscheidung an die Vorinstanz zurückweist (vgl. BVGE 2007/8 E. 2.1 S. 73 m.H.a. Entscheidungen und Mitteilungen der Schwe i- zerischen Asylrekurskommission [EMARK] 2004 Nr. 34 E. 2.1. S. 240 f.), dass indessen im Falle des Nichteintretens auf ein Asylgesuch gemäss Art. 32 Abs. 2 Bst. a und Abs. 3 AsylG über das Nichtbestehen der Flüchtlingseigenschaft abschliessend materiell zu entscheiden ist, soweit dies im Rahmen einer summarischen Prüfung möglich ist (vgl. BVGE 2007/8 insbes. E. 5.6.5 S. 90 f.), dass dementsprechend in einem diesbezüglichen Beschwerdeverfahren ungeachtet der vorzunehmenden Überprüfung eines formellen Nichtein - tretensentscheides auch die Flüchtlingseigenschaft Prozessgegenstand bildet (vgl. BVGE 2007/8 E. 2.1 S. 73), dass die Vorinstanz die Frage der Wegweisung und des Vollzugs mat e- riell prüft, weshalb dem Bundesverwaltungsgericht diesbezüglich volle Kognition zukommt, dass die Beschwerde au fschiebende Wirkung hat (vgl. Art. 55 Abs. 1 VwVG; Art. 42 AsylG) und die Vorinstanz einer allfälligen Beschwerde die D-792/2013 Seite 6 aufschiebende Wirkung nicht entzog (vgl. Art. 55 Abs. 2 VwVG), weshalb mangels Rechtsschutzinteresses auf den Antrag auf Wiederherstellung der aufschiebenden Wirkung nicht einzutreten ist, dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterlicher Zuständigkeit mit Zustimmung eines zweiten Richters beziehungsweise einer zweiten Richterin entschieden wird (Art. 111 Bst. e AsylG), und es sich vorliegend, wie nachfolgend aufgezeigt, um eine solche handelt, weshalb der Beschwerdeentscheid nur summarisch zu begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG), dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG vorliegend auf einen Schrifte n- wechsel verzichtet wurde, dass auf Asylgesuche nicht eingetreten wird, wenn Asylsuchende den Behörden nicht innerhalb von 48 Stunden nach Einreichung des Gesuchs Reise- und Identitätspapiere abgeben (Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG), dass diese Bestimmung jedoch keine Anwendun g findet, wenn Asyls u- chende glaubhaft machen können, sie seien dazu aus entschuldbaren Gründen nicht in der Lage (Art. 32 Abs. 3 Bst. a AsylG), oder wenn auf Grund der Anhörung sowie gestützt auf Art. 3 und 7 AsylG die Flüch t- lingseigenschaft festgestellt wird (Art. 32 Abs. 3 Bst. b AsylG) , oder wenn sich auf Grund der Anhörung die Notwendigkeit zusätzlicher Abklärungen zur Feststellung der Flüchtlingseigenschaft oder eines Vollzugshinderni s- ses ergibt (Art. 32 Abs. 3 Bst. c AsylG), dass für den Inhalt der Beschwerdeschrift auf die Akten zu verweisen ist, dass der Beschwerdeführer keine Reise- oder Identitätspapiere innerhalb von 48 Stunden nach Einreichung des Asylgesuchs vorlegte und diese Unterlassung überdies unbestritten ist, womit die Grundvoraussetzung für die Anwendbarkeit des Nichteintretenstatbestandes von Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG erfüllt ist (vgl. BVGE 2007/7 E. 6 S. 69 f.), dass auch keine entschuldbaren Gründe für das Nichteinreichen von D o- kumenten zu bejahen sind, dass der langjährige Aufenthalt in D._______ sowie der Reiseweg über B._______, C._______ und D._______ kaum ohne eigene und echte Identitätspapiere zu bestreiten gewesen sein dürfte n, weshalb seine B e- hauptung, keine Identitätspapiere zu besitzen, sich als realitätsfremd er-D-792/2013 Seite 7 weist, und dieser Umstand sowohl den Anschein erweckt, er wolle nicht offenlegen, mit welchen Papieren er in Wirklichkeit gereist sei , als auch als Hinweis dafür zu werten ist, dass er dadurch den schweizerischen Asylbehörden seine tatsächliche Identität zu verheimlichen versucht, dass die insgesamt substanzlosen und realitätsfremden Angaben des Beschwerdeführers über den fehlenden Besitz von Identitätspapieren die Haltlosigkeit seiner diesbezüglichen Aussagen ebenso bestätigen wie die detailarmen Angaben über die Reise vorerst nach D._______ und sodann in die Schweiz, dass in Übereinstimmung mit der Vorinstanz festzustellen ist, dass der Beschwerdeführer keine Kenntnisse über die offiziellen Identitätspapiere aus Ghana , nur lückenhafte Ken ntnisse über seinen behaupteten He r- kunftsstaat Ghana sowie über seinen angeblichen Aufenthaltsort F._______ aufwies und daraus zu schliessen ist, dass er nicht aus Gh a- na, sondern einem anderen afrikanischen Staat stammt , womit die Glaubhaftigkeit seiner Aussagen generell in Frage zu stellen ist, dass er sich eigenen Angaben zufolge legal in D._______ aufhielt und überdies seine Tochter, die nun seinen Namen trägt, dort anerkannte, weshalb anzunehmen ist, dass er sich zumindest in D._______ auswei- sen musste und über Identitätsdokumente verfügte, dass der Beschwerdeführer der im Empfangszentrum ergangenen schrift- lichen Aufforderung vom 4. Juli 2012 (vgl. Akten BFM act. A2/1) zur P a- pierbeschaffung innert 48 Stunden – mit Nachdruck erneuert anlässlich der BzP vom 19. Juli 2012 (vgl. act. A6/9) und der direkten Anhörung vom 23. Januar 2013 (vgl. act. A28/13) – nicht nachkam und als Grund angab, nie über Identitätsdokumente verfügt oder solche beantragt zu haben, da er diese nie gebraucht und auch nichts zur Beschaffung derselben unter- nommen habe (vgl. act. A6/9 S. 3 f.), dass entschuldbare Gründe im Sinne von Art. 32 Abs. 3 Bst. a AsylG für das Nichteinreichen von Reise - oder Identitätspapieren unter anderem voraussetzen, dass umgehende und ernsthafte Bemühungen zur Be - schaffung der Papiere unternommen werden und die Angaben zum Rei - seweg und zum Verbleib der Doku mente glaubhaft sind (vgl. BVGE 2010/2 E. 6 und 7 S. 28 ff.), dass der Beschwerdeführer in seiner Rechtsmitteleingabe im Wesentl i- chen ausführen lässt, seine Identitätsdokumente verloren zu haben , und D-792/2013 Seite 8 es mangels eines bestehenden Beziehungsnetzes zum Heimatland nicht möglich sei, Ersatzdokumente zu beschaffen, weshalb entschuldbare Gründe für die Nichtbeschaffung der Passdokumente vorliegen würden, dass es widersprüchlich ist , wenn erst in der Beschwerde vorgebracht wird, dass der Beschwerdeführer die Identifikationsdokumente ver loren habe, er jedoch anlässlich der Befragungen geltend machte, nie über so l- che verfügt und es auch nie für nötig befunden habe, solche zu beantra- gen, dass das Verhalten des Beschwerdeführers nicht darauf schliessen lässt, er habe sich umgehend und ernsthaft um die Beschaffung seiner Reise- oder Identitätspapiere bemüht, dass der Beschwerdefüh rer den zuständigen Behörden bis heute kein amtliches Ausweisdokument abgegeben hat, dass die dürftig gehaltenen Vorbringen in der Rechtsmitteleingabe eine substanziierte Auseinandersetzung mit der vorinstanzlichen Verfügung vermissen lassen und nicht geeignet sind, die Erwägungen der Vori n- stanz in Zweifel zu ziehen, dass die Vorinstanz das Vorliegen e ntschuldbarer Gründe, die es dem Beschwerdeführer verunmöglicht hätten, den Behörden innerhalb von 48 Stunden nach Einreichung des Asylgesuches Identitätsdokumente einzureichen, zutreffend und mit hinreichender Begründung verneint hat, dass demnach zu prüfen bleibt, ob die Vorinstanz zu Recht davon ausg e- gangen ist, die Flüchtlingseigenschaft sei nicht gegeben und es bestehe aufgrund der Anhörung keine Notwendigkeit zur Vornahme von weiteren Abklärungen zur Feststellung der Flüchtlingseigenschaft oder eines Wegweisungsvollzugshindernisses, dass das Bundesverwaltungsgericht nach Prüfung der Akten die Ansicht der Vorinstanz teilt, wonach die Vorbringen des Beschwerdeführers b e- züglich seiner Herkunft au s Ghana nicht glaub haft gemacht wurden, und zur Vermeidung von Wiederholungen auf die zutreffenden diesbezügli- chen vorinstanzlichen Erwägungen zu verweisen ist, dass der Beschwerdeführer geltend machte, er sei wegen der ethnischen Auseinandersetzung in G._______ (Ghana) geflüchtet, D-792/2013 Seite 9 dass anlässlich dieser Auseinandersetzung seine Adoptivmutter getötet worden sei, dass er jedoch nicht im Stande war, bezüglich des Todes seiner Adoptiv- mutter detaillierte Angaben zu Protokoll zu geben, dass in Ergänzung dazu festzuhalten ist, dass der Beschwerdeführer aus- führte, abgesehen von einem Steinwurf in seine Nähe, nicht persönlich von diesem Konflikt betroffen gewesen zu sein, und er beschlossen habe, in einem anderen Land sein Glück zu suchen, dass er eigenen Angaben zu folge nie Schwierigkeiten mit den Behörden zu verzeichnen hatte, dass sich die Schilderungen des Beschwerdeführers als offenkundig asyl- rechtlich nicht relevant erweisen, weshalb nicht ersichtlich ist, er bedürfe des Schutzes der Schweiz, dass weiter aus den Akten in keiner Weise ersichtlich ist, dass der B e- schwerdeführer jemals im Sinne von Ar t. 3 AsylG verfolgt gewesen ist oder eine solche Verfolgung befürchten müsste, dass auch in der Rechtsmitteleingabe keinerlei weitere Ausführungen d a- zu gemacht wurde, dass gestützt auf die Aktenlage und die vorstehenden Erwägungen das Nichtbestehen der Flüchtlingseigenschaft nach Art. 3 und 7 AsylG und – wie sich aus den nachfolgenden Erwägungen zum Vollzug der Wegwei- sung ergibt – das Fehlen von Wegweisungsvollzugshi ndernissen offe n- kundig erscheinen, dass somit keine Abklärungen im Sinne von Art. 32 Abs. 3 Bst. c AsylG notwendig erscheinen, dass das BFM demnach in Anwendung von Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG zu Recht auf das Asylgesuch des Beschwerdeführers nicht eingetreten ist, dass die Ablehnung eines Asylgesuchs oder das Nichteintreten auf ein Asylgesuch in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz zur Folge hat (Art. 44 Abs. 1 AsylG), vorliegend der Kanton keine Aufenthaltsbewilli - gung erteilt hat und zudem kein Anspr uch auf Erteilung einer solchen b e- steht (vgl. BVGE 2009/50 E. 9 S. 733; EMARK 2001 Nr. 21), weshalb die D-792/2013 Seite 10 verfügte Wegweisung im Einklang mit den gesetzlichen Bestimmungen steht und demnach vom Bundesamt zu Recht angeordnet wurde, dass das Bundesamt das Anwe senheitsverhältnis nach den gesetzlichen Bestimmungen über die vorläufige Aufnahme von Ausländern regelt, wenn der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar oder nicht möglich ist (Art. 44 Abs. 2 AsylG; Art. 83 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 16. Dezember 2005 über die Ausländerinnen und Ausländer [AuG, SR 142.20]), dass bezüglich der Geltendmachung von Wegweisungshindernissen g e- mäss ständiger Praxis der gleiche Beweisstandard wie bei der Flüch t- lingseigenschaft gilt, das heisst, sie sind zu beweis en, wenn der strikte Beweis möglich ist und andernfalls wenig stens glaubhaft zu machen (vgl. BVGE 2011/24 E. 10.2 S. 502), dass der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig ist, wenn völkerrechtli - che Verpflichtungen der Schweiz einer Weiterreise der Auslände rin oder des Ausländers in den Heimat -, Herkunfts - oder einen Drittstaat entge - genstehen (Art. 83 Abs. 3 AuG), dass keine Person in irgendeiner Form zur Ausreise in ein Land ge - zwungen werden darf, in dem ihr Leib, ihr Leben oder ihre Freiheit aus einem Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet ist oder in dem sie G e- fahr läuft, zur Ausreise in ein solches Land gezwungen zu werden (Art. 5 Abs. 1 AsylG; vgl. ebenso Art. 33 Abs. 1 des Abkommens vom 28. Juli 1951 über die Rechtsstellung der Flüchtlinge [FK, SR 0.142.30]), dass der Vollzug der Wegweisung vorliegend in Beachtung dieser mass - geblichen völker- und landesrechtlichen Bestimmungen zulässig ist, da es dem Beschwerdeführer nicht gel ungen ist, eine asylrechtlich erhebliche Gefährdung nachzuweisen oder glaubhaft zu machen, weshalb das in Art. 5 AsylG verankerte Prinzip des flüchtlingsrechtlichen Nonrefoulement im vorliegenden Verfahren keine Anwendung findet und keine Anhalt s- punkte für eine menschenrechtswidrige Behandlung im Sinne von Art. 25 Abs. 3 der Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft vom 18. April 1999 (BV, SR 101), von Art. 3 des Übereinkommens vom 10. Dezember 1984 gegen Folter und andere grausame, un menschliche oder erniedrigende Behandlung oder Strafe (FoK, SR 0.105) und der Praxis zu Art. 3 EMRK ersichtlich sind, die dem Beschwerdeführer im Heimatland droht, D-792/2013 Seite 11 dass gemäss Art. 8 EMRK jede Person das Recht auf Achtung des Fami- lienlebens hat und sich unter gewissen Umständen daraus ein Anspruch auf Erteilung einer Anwesenheitsbewilligung ableiten lässt, da es Art. 8 EMRK verletzen kann, wenn eine m Ausländer, dessen Familienangehöri- ge hier weilen, die Anwesenheit in der Schweiz untersagt und damit das Familienleben vereitelt wird (vgl. BGE 126 II 335 E. 2.1 S. 339), dass ein Familienmitglied dabei über ein gefestigtes Anwesenheitsrecht (schweizerische Staatsangehörigkeit, Niederlassungs - oder Aufenthalt s- bewilligung, auf deren Verlängerung ein Anspruch besteht) verfügen muss, dass der Beschwerdeführer eigenen Angaben zufolge mit der Mutter sei- ner Tochter keine Beziehung führt, zumal er anlässlich der BzP beim Z i- vilstand sich als "Single" be zeichnete und daher entgegen den Ausfü h- rungen des BFM nicht davon auszugehen ist, es handle sich um ein Ko n- kubinatsverhältnis, da auch den Akten nicht mit Sicherheit zu entnehmen ist, dass die beiden in D._______ in einer Beziehung gelebt haben, dass die g emeinsame Tochter sowie deren Mutter ohnehin über kein ge- festigtes Aufenthaltsrecht in der Schweiz verfügen (vgl. Akten N (…)), dass somit diese Voraussetzu ng vorliegend nicht erfüllt ist und der Be- schwerdeführer gestützt auf Art. 8 EMRK nichts zu seinen Gunsten abzu- leiten vermag, dass der Vollzug der Wegweisung nach Ghana oder nach Nigeria somit zulässig ist, dass sich der Vollzug für Ausländerinnen und Ausländer als unzumutbar erweist, wenn sie im Heimat- oder Herkunftsstaat auf Grund von Situatio- nen wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und medizinischer Notl a- ge konkret gefährdet sind (Art. 83 Abs. 4 AuG), dass weder in Ghana noch in Nigeria eine Situation allgemeiner Gewalt herrscht, weshalb der Wegweisungsvollzug dorthin nicht generell als u n- zumutbar zu bezeichnen ist, dass der Beschwerdeführer ausführte, wenn man ihn nach Afrika zurüc k- bringe, wisse er nicht, wo er hingehen solle, da seine Adoptivmutter tot sei und es in G._______ keine Garantie gebe, dass dieser Konflikt nicht wieder ausbrechen werde, D-792/2013 Seite 12 dass das Vorbringen bezüglich des Konflikts in Ghana aufgrund des oben Ausgeführten nicht gehört werden kann, da ohnehin zu bezweifeln ist, der Beschwerdeführer stamme aus Ghana und sei dort aufgewachsen, dass beim Beschwerdeführer ein nigerianischen Englisch festgestellt wurde, was darauf schliessen lässt, dass er aus Nigeria stammen könnte, dass festzuhalten ist, dass den Ausführungen des BFM, der Beschwerde- führer sei mit seiner nigerianischen Konkubinatspartnerin in die Schweiz gereist und habe (…) Jahre mit ihr in D._______ gewohnt, nicht gefolgt wird, da der Beschwerdeführer bereits am (…) in die Schweiz einreiste , E._______ (die Mutter seiner Tochter) dagegen erst am (…) (vgl. act. A6/9 S. 6 sowie die Akten N (…)), und den Akten zufolge – wie oben be- reits ausgeführt – nicht davon ausgegangen werden kann, dass die be i- den in D._______ tatsächlich zusammengelebt haben , und es sich um ein Konkubinatsverhältnis handelt, dass diese Ausführungen jedoch nichts an der negativen Beurteilung der Beschwerde, wie nachfolgend aufgezeigt, ändert, dass angesichts der als offensichtlich unglaubhaft zu erachtenden Aussa- gen des Beschwerdeführers das angeblich fehlende Beziehungsnetz zu bezweifeln und davon auszugehen ist, dass er über ein weitergehendes soziales Beziehungsnetz verfügt, welches ihn im Falle der Rückkehr u n- terstützen kann, dass in der Beschwerde geltend gemacht wurde, dass das Kind des B e- schwerdeführers, welches seinen Angaben zufolge bei der Mutter lebt, an einer Krankheit leide, welche nur in der Schw eiz behandelt werden kö n- ne, dass jegliche Ausführungen hierzu unterlassen wurden und nicht ersich t- lich ist, worauf sich dieses Vorbringen stützt, dass dem eingereichten ärztlichen Bericht vom (…) zu entnehmen ist, dass die Tochter an einer angeborenen (Nennung Krankheit) leide, was eine Form der (…) sei, die vor allem in der afrikanischen Bevölkerung vorkomme, dass die Tochter aktuell keiner intensive n Therapie bedürfe, (…) bekom- me und im halbjährlichen Abstand auf der (…)-Poliklinik gesehen werde, D-792/2013 Seite 13 dass die sbezüglich darauf hinzuweisen ist, dass aufgrund gesundheitl i- cher Probleme nur dann auf die Unzumutbarkeit des Wegweisungsvol l- zugs geschlossen werden kann, wenn eine notwendige medizinische B e- handlung im Heimatland nicht zur Verfügung steht und die Rückkeh r zu einer raschen und lebensgefährlichen Beeinträchtigung des Gesun d- heitszustands der betroffenen Person führt und Unzumutbarkeit jedenfalls dann noch nicht vorliegt, wenn im Heimatstaat eine nicht dem schweizeri- schen Standard entsprechende medizinische B ehandlung möglich ist (vgl. BVGE 2009/2; EMARK 2003 Nr. 24 E. 5a und b), dass vorliegend nicht auf eine Unzumutbarkeit des Wegweisungsvollzugs im Sinne der dargestellten Rechtsprechung geschlossen werden kann, da laut ärztlichem Bericht die Tochter keiner intensiven Therapie bedarf, und davon auszugehen ist, dass sie auch in Nigeria, wo diese Krankheit ve r- breitet ist, behandelt werden kann, weshalb der Beschwerdeführer aus der Krankheit seiner Tochter nichts für sich ableiten kann, dass der Beschwerdeführer eigenen Angaben zufolge über Schulbildung und neben seiner angeblichen Muttersprache Twi auch über sehr gute (…)-Kenntnisse und über gute (…)-Kenntnisse verfügt, dass der Vollständigkeit halber darauf hinzuweisen ist, dass die B e- schwerde seiner Tochter und deren Mutter mit Urteil desselben Datums ebenfalls abgewiesen wird (vgl. …), dass somit weder die allgemeine Lage in Ghana oder Nigeria noch indivi- duelle Gründe auf eine konkrete Gefährdung des Beschwerdeführers im Falle einer R ückkehr schliessen lassen, weshalb der Vollzug der We g- weisung vorliegend zumutbar ist, dass der Vollzug der Wegweisung des Beschwerdeführers in den He i- matstaat schliesslich mö glich ist, da keine Vollzugshindernisse bestehen (Art. 83 Abs. 2 AuG), und es dem Beschwerdeführer obliegt, bei der B e- schaffung gültiger Reisepapiere mitzuwirken ( Art. 8 Abs. 4 AsylG ; vgl. BVGE 2008/34 E. 12 S. 513-515), dass nach dem Gesagten der vom Bund esamt verfügte Vollzug der Wegweisung zu bestätigen ist, dass es dem Beschwerdeführer demnach nicht gelungen ist darzutun, inwiefern die angefochtene Verfügung Bundesrecht ver letzt, den recht s- erheblichen Sachverhalt unrichtig oder unvollständig feststellt oder una n-D-792/2013 Seite 14 gemessen ist (Art. 106 Abs. 1 AsylG), weshalb die Beschwerde abzuwe i- sen ist, soweit darauf einzutreten ist, dass bei diesem Ausgang des Verfahrens die Kosten von Fr. 600.– (Art. 1-3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]) dem Beschwerdeführer aufzuerlegen sind (Art. 63 Abs. 1 VwVG). (Dispositiv nächste Seite) D-792/2013 Seite 15 Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird. 2. Die Verfahrenskosten von Fr. 600.– werden dem Beschwerdeführer auf- erlegt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zu Guns- ten der Gerichtskasse zu überweisen. 3. Dieses Urteil geht an den Beschwerdeführer, das BFM und die zuständ i- ge kantonale Behörde. Der Einzelrichter: Die Gerichtsschreiberin: Thomas Wespi Christa Grünig Versand: