<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: SB.2003.00063</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=204115&amp;W10_KEY=13013569&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>SB.2003.00063</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 24.03.2004</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">2. Abteilung/2. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Steuerrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Einschätzung 2000</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Abgrenzung von Aus- und Weiterbildungskosten Eine Weiterbildung liegt stets vor, wenn das Lernen darauf ausgerichtet ist, das zur Ausübung der betreffenden beruflichen Tätigkeit erforderliche Fachwissen zu aktualisieren, zu vertiefen und zu erweitern (vgl. Art. 30 Abs. 1 lit. a des des eidgenössischen Berufsbildungsgesetzes). Das in Frage stehende berufliche Fachwissen kann dabei durchaus in der Praxis erlernt worden sein. Einer diesbezüglichen eigentlichen Grundausbildung - die es im Übrigen für verschiedene berufliche Tätigkeiten gar nicht gibt - bedarf es nicht (E. 1.1). Ob Weiterbildung vorliegt und ob damit die Kosten eines Nachdiplomstudiums als abzugsfähige Kosten zu würdigen sind, kann aber nicht allgemein gesagt werden, sondern beurteilt sich aufgrund der konkreten Umstände, indem es namentlich auf den im Nachdiplomstudium vermittelten Stoff einerseits und die berufliche Tätigkeit oder die Grundausbildung des Nachdiplomabsolventen anderseits ankommt (E. 1.2). Aufgrund der Tätigkeit des Pflichtigen und des im berufsbegleitenden Nachdiplomstudiengang "Post MBA e-Business" gelehrten Fächerkanons Bejahen des Weiterbilungscharakters im vorliegenden konkreten Einzelfall, auch wenn das neu erworbene Wissen nicht vorab das eigentliche materielle Fachgebiet beschlagen hat, sondern die "Werkzeuge", welche bie der Ausübung der beruflichen Tätigkeiten verwendet werden können (E. 1.3). </b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: AKTUALISIERUNG">AKTUALISIERUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ANGESTAMMTER BERUF">ANGESTAMMTER BERUF</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: AUSBILDUNGSKOSTEN">AUSBILDUNGSKOSTEN</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: BERUFSKOSTEN">BERUFSKOSTEN</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: Urteile: Steuerrecht UR: Steuern von Einkommen und VermÃ¶gen, Kapital, Ertra ST: EINKOMMENSSTEUER">EINKOMMENSSTEUER</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ERWEITERUNG">ERWEITERUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: FACHWISSEN">FACHWISSEN</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: KOMMUNIKATIONSMITTEL">KOMMUNIKATIONSMITTEL</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: LEBENSHALTUNGSKOSTEN">LEBENSHALTUNGSKOSTEN</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: MBA">MBA</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: VERTIEFUNG">VERTIEFUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: WEITERBILDUNGSKOSTEN">WEITERBILDUNGSKOSTEN</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: WERKZEUG">WERKZEUG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: WHARTON">WHARTON</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade">Art. 30 BBG</span><br/><span class="gerade">§ 26 Abs. I lit. b StG</span><br/><span class="ungerade">§ 33 lit. b StG</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="gerade">RB 2004 Nr. 92 S. 181</span><br/> </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 1 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Sachverhalt1"><b><span>I. </span></b><span> </span></p> <p class="Sachverhalt2"><b><span>A. </span></b><span>A, der 1987 an der Hochschule St. Gallen fÃ¼r Wirtschafts- und Sozial­wis­sen­schaften (HSG) das Handelslehrer-Diplom erwarb, trat im selben Jahr eine Stelle der damaligen Bank D an; er blieb bei der Bank bis April 1997. Zuletzt war er als Stellvertretender Direktor bei der Bank E im Bereich Wertschriften­ver­kauf "Aktien und Derivate" tÃ¤tig, wobei zu seinen Aufgaben der Verkauf von Risk Mana­ge­ment Produkten an die Schweizer Kundschaft, die FÃ¼hrung der Gruppen "Risk Mana­ge­ment Products" und "Convertible Bonds", die Bera­tung von Schweizer Unternehmen bei Ak­tien- und DerivategeschÃ¤ften sowie die Verant­wor­tung fÃ¼r das "Swiss Client Manage­ment Committee" mit Bezug auf Aktien zÃ¤hlte. A wechselte in der Folge zur F AG, wo er ebenfalls im Bereich der massgeschneiderten strukturierten Fi­nanzprodukte als Senior Transaction Manager arbeitete. Seit dem 15. De­zember 2000 ist er bei der Bank G als Mitglied der GeschÃ¤ftsleitung und Mitglied der "Business Area Committee Investment Group" tÃ¤tig. Auch hier gehÃ¶rt die FÃ¼hrung und Weiterentwicklung des Business-Bereichs Capital Markets â Verkauf von mass­ge­schnei­derten strukturierten Finanzprodukten â zu seinem Aufgabenbereich.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Vom 27. November 2000 bis 17. MÃ¤rz 2001 besuchte A berufsbegleitend ein Nachdi­plom­stu­dium ("post MBA-Degree") fÃ¼r Electronic Business (e-Business) an der UniversitÃ¤t H in den USA. Die Kosten fÃ¼r das Nach­diplom­studium, einschliesslich Unterkunfts-, Ver­pfle­gungs- und Reisekosten, beliefen sich insge­samt auf Fr. 101'446.-; hiervon entfielen Fr. 88'690.- auf das Kursgeld.</span></p> <p class="Sachverhalt2"><b><span>B. </span></b><span>Das kantonale Steueramt veranlagte die Eheleute A und B fÃ¼r die Steuerperiode 2000 mit Einspracheentscheid vom 6. Juni 2003 mit einem steuer­ba­ren Einkommen von Fr. --.- und einem steuerbaren VermÃ¶gen von Fr. --.-. Es liess die als Weiter­bil­dungs­kosten geltend gemachten Auslagen von Fr. 101'446.- fÃ¼r das Nachdiplomstudium an der UniversitÃ¤t H in den USA nicht zum Ab­zug zu.</span></p> <p class="Sachverhalt1"><b><span>II. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Die Steuerrekurskommission III wies den hiergegen gerichteten Rekurs der Pflichtigen am 26. September 2003 ab.</span></p> <p class="Sachverhalt1"><b><span>III. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Mit Beschwerde vom 31. Oktober 2003 liessen die Pflichtigen dem Verwaltungsgericht beantragen, sie seien fÃ¼r die Steuerperiode 2000 mit einem steuerbaren Einkommen von Fr. --.- einzuschÃ¤tzen. Ausserdem verlangten sie eine ParteientschÃ¤digung. Sie hiel­ten an ihrer Auffassung fest, bei den Auslagen des Ehemanns fÃ¼r das Nachdiplomstudium han­dle es sich um abzugsfÃ¤hige Weiterbildungskosten.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>WÃ¤hrend die Steuerrekurskommission III auf Vernehmlassung verzichtete, schloss das kan­tonale Steueramt auf Abweisung der Beschwerde.</span></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="Einzug1"><span>Die Kammer</span> zieht in ErwÃ¤gung:</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Erwgung1"><b><span>1. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Bei unselbstÃ¤ndiger ErwerbstÃ¤tigkeit werden als Berufskosten laut § 26 Abs. 1 lit. d des Steuergesetzes vom 8. Juni 1997 (StG) abgezogen die mit dem Beruf zusammenhÃ¤ngenden Weiterbildungs- und Umschulungskosten. Nicht abzugsfÃ¤hig sind demgegenÃ¼ber gemÃ¤ss § 33 lit. b StG die Ausbildungskosten.</span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>1.1 </span></b><span>Unter den Ausbildungskosten sind Aufwendungen zu verstehen, welche die AusÃ¼bung eines bestimmten Berufs Ã¼berhaupt ermÃ¶glichen oder hierzu befÃ¤higen. Sie bilden mangels qua­lifiziert engen wesentlichen Zusammenhangs mit einer vorbeste­henden so genannten an­gestammten beruflichen TÃ¤tigkeit keine Berufskosten im Sinn des Gesetzes (vgl. RB 1995 Nr. 36, auszugsweise verÃ¶ffentlicht in StE 1995 B 22.3 Nr. 57), sondern nicht ab­zugs­fÃ¤hige private Lebenshaltungskosten (vgl. Philip Funk, Der Begriff der Gewinnungs­kos­ten nach schweizerischem Einkommens­steuerrecht, GrÃ¼sch 1989, S. 95; August Rei­mann/Ferdinand Zuppinger/Erwin SchÃ¤rrer, Kommentar zum ZÃ¼rcher Steuergesetz, 2. Bd., Bern 1963, § 25 N. 18). </span></p> <p class="Urteilstext"><span>DemgegenÃ¼ber gelten Aufwendungen, mit welchen die Erhaltung und/oder Sicherung der vom Steuerpflichtigen erreichten beruflichen Stellung oder der Aufstieg in eine gehobenere Stellung im angestammten Beruf bezweckt wird, als Weiterbildungskosten und sind damit abzugsfÃ¤hige Berufskosten (VGr, 3. Juni 1996, StE 1997 B 27.6 Nr. 12 E. 1b mit weiteren Hinweisen). Solche Kosten sind also Auslagen, die getÃ¤tigt werden, um im angestammten Be­ruf auf dem Laufenden zu bleiben oder dessen steigenden oder neuen Anforderungen zu genÃ¼gen (Ziff. 3.2 Abs. 1 des Kreisschreibens Nr. 26 der EidgenÃ¶ssischen Steuerver­wal­tung vom 22. September 1995 betreffend Abzug von Berufskosten der unselbstÃ¤ndigen Er­werbs­tÃ¤tigkeit, ASA 64 [1995/96] S. 692 ff., 693 f.), aber auch solche Aufwendungen, die den Erwerb besonderer Fachkenntnisse mit Blick auf eine Spezialisierung oder den Auf­stieg im angestammten Beruf bezwecken (vgl. Peter Locher, Kommentar zum DBG, Ther­wil/Basel 2001, Art. 26 N. 62 f.). </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Zielen die Aufwendungen aber auf einen Aufstieg in eine von der bisherigen Berufs­tÃ¤­tig­keit zu unterscheidende hÃ¶here Stellung oder gar in einen anderen Beruf, so sind die be­tref­fenden Aufwendungen als solche fÃ¼r die Ausbildung zu einem neu­en Beruf zu wÃ¼rdi­gen und demzufolge zu den grundsÃ¤tzlich nicht abzugsfÃ¤higen privaten Lebenshal­tungs­kos­ten zu rechnen (BGE 113 Ib 114 E. 3 S. 120 f. = StE 1988 B 27.6 Nr. 5; Locher, Art. 26 N. 64; Markus Reich, in: Kommentar zum Schweizerischen Steuerrecht I/1, 2. A. Basel/ Genf/MÃ¼nchen 2002, Art. 9 StHG N. 11 f.).</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Im 4. Kapitel "Berufsorientierte Weiterbildung" vermittelt die Vorschrift von Art. 30 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes Ã¼ber die Berufsbildung vom </span>13. Dezember 2002 (Be­rufs­bil­dungsgesetz, BBG) <span>jedenfalls insofern ein taugliches Kriterium fÃ¼r den Weiter­bil­dungs­be­griff von § 26 Abs. 1 lit. d StG, als die </span>berufsorientierte Weiterbildung dazu dient, "durch organisiertes Lernen bestehende berufliche Qualifikationen zu erneuern, zu vertie­fen und zu erweitern [â¦]". Die in Art. 30 Abs. 1 lit. a und lit. b BBG erwÃ¤hnten weiteren Zwecksetzungen, "neue berufliche Qualifikationen zu erwerben" bzw. "die berufliche Fle­xi­bilitÃ¤t zu unterstÃ¼tzen", erweisen sich indessen als Elemente der Umschulung oder Ausbildung. <span>Eine Weiterbildung liegt stets vor, wenn das Lernen darauf ausgerichtet ist, das zur AusÃ¼bung der betreffenden beruflichen TÃ¤tigkeit erforderliche Fachwissen zu aktualisieren, zu vertiefen und zu erweitern. Das in Frage stehende berufliche Fachwissen kann in der Praxis erlernt worden sein. Einer diesbezÃ¼glichen eigentlichen Grund­aus­bil­dung â die es im Ãbrigen fÃ¼r verschiedene berufliche TÃ¤tigkeiten gar nicht gibt â bedarf es nicht. Soweit die Allgemeinbildung verbessert werden soll, handelt es sich in der Regel steu­errechtlich um zusÃ¤tzliche Ausbildung. Werden derartige Kenntnisse im Rahmen der beruflichen Weiterbildung vermittelt, so vermÃ¶gen sie der Qualifikation der hierfÃ¼r ge­tÃ¤tigten Aufwendung als Weiterbildungskosten nichts zu Ã¤ndern, sofern ihnen nur unter­geordneter Charakter zukommt.</span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>1.2 </span></b><span>Ob die Kosten eines Nachdiplomstudiums als abzugsfÃ¤hige Weiterbildungskosten zu wÃ¼rdigen sind, kann nicht allgemein gesagt werden, sondern beurteilt sich aufgrund der kon­kreten UmstÃ¤nde, indem es namentlich auf den im Nachdiplomstudium vermittelten Stoff einerseits und die berufliche TÃ¤tigkeit oder die Grundausbildung des Nachdiplom­ab­sol­venten anderseits ankommt. </span></p> <p class="Urteilstext"><span>So hat das Verwaltungsgericht in einem Entscheid vom 23. Oktober 2002 (StE 2003 B 22.3 Nr. 74 = RB 2002 Nr. 100, dessen Leitsatz allerdings zu eng formuliert ist) erkannt, dass der von einem Rechtsanwalt an einer amerikanischen UniversitÃ¤t absolvierte General Mas­ter of Laws (LL.M.)-Lehrgang fÃ¼r auslÃ¤ndische Juristen und Juristinnen offenkundig keine Vertiefung oder Aktualisierung derjenigen FÃ¤cher bewirkte, die ein in der Schweiz ab­geschlossenes Rechtsstudium bietet bzw. die zÃ¼rcherische RechtsanwaltsprÃ¼fung im Sinn einer juristischen Grundausbildung verlangt. Vielmehr bildete das Nachdiplom­stu­di­um eine ErgÃ¤nzung dieser Grundausbildung, indem es zur Hauptsache Kenntnisse in aus­ge­wÃ¤hlten Bereichen des amerikanischen Rechts sowie juris­tischer Methodik, Arbeits­weise und Rechtssprache amerikanischer Juristen vermittelte. Ob der Pflichtige dadurch sein Fachwissen im Rahmen seiner frÃ¼heren TÃ¤tigkeit in einer international ausgerichteten Anwaltskanzlei hatte vertiefen kÃ¶nnen, blieb im Dunkeln, da der Pflichtige keine nÃ¤here Dar­stellung seiner anwaltlichen Arbeit gegeben hatte. </span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>1.3 </span></b><span>Der berufsbegleitende Nachdiplomstudiengang fÃ¼r Electronic Business (e-Business) an der UniversitÃ¤t H in den USA bezweckte die Vermittlung von Kennt­nissen im Bereich der teilweisen oder vollstÃ¤ndigen elektronischen Abwicklung von GeschÃ¤ften und GeschÃ¤fts­pro­zessen. UnterrichtsfÃ¤cher waren etwa "How Do You create a Vir­tual Community", "eBusi­ness Scenarios", "eBusiness Alliances", "Reflection on the Mar­ket", "Anchoring Fun­da­mentals", "The eSupply Chain" und "Leadership in eCom­merce". Der Pflichtige wirkte sodann in der Arbeitsgruppe "Venture Capital and Private Equi­ty" mit. Der Lehr­gang schloss auch allgemein bildende, kulturelle und politische The­men ein, wie "Cultural Transformation and the Internet: China" oder "eBusiness Regu­la­tion: The United Nations and International Laws".</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Diese im Nachdiplomstudiengang vermittelten Kenntnisse und FÃ¤higkeiten sind â wie die Rekurskommission zu Recht ausgefÃ¼hrt hat â grÃ¶sstenteils nicht auf die spezifischen TÃ¤tig­keiten des Pflichtigen im Bereich der KapitalmÃ¤rkte, namentlich im Verkauf von mass­geschneiderten strukturierten Finanzprodukten, ausgerichtet. So gesehen wurde des­sen finanzmarkttechnisches Fachwissen weder vertieft noch auf den neuesten Stand ge­bracht. </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Das im Studiengang neu erworbene Wissen beschlÃ¤gt vielmehr die "Werkzeuge", welche bei der AusÃ¼bung beruflicher TÃ¤tigkeiten verwendet werden (kÃ¶nnen), nÃ¤mlich der Einsatz elektronischer Kommunikationsmittel auf dem Markt und bei der Abwicklung von Ge­schÃ¤ften sowie internen wie externen GeschÃ¤ftsprozessen. Dass derartige Kenntnisse in prak­tisch allen Branchen umgesetzt werden kÃ¶nnen, versteht sich daher von selbst. Dennoch kann nicht gesagt werden, dass allein aus diesem Grund das Erlernte nicht als Weiterbildung gewÃ¼rdigt werden kann. Denn der Erwerb von Kenntnissen und FÃ¤higkeiten im Umgang mit neuen Werkzeugen â in diesem Fall von elektronischen Kommu­ni­ka­tions­mit­teln â, welche in AusÃ¼bung der bisherigen beruflichen TÃ¤tigkeit neu oder vermehrt zum Einsatz kommen, ist eine Massnahme, welche dazu beitrÃ¤gt oder gar erst ermÃ¶glicht, den be­rufli­chen Anforderungen gewachsen zu bleiben. Dieser Fall ist durchaus mit denjenigen FÃ¤llen zu vergleichen, in welchen die bisherige TÃ¤tigkeit statt mit der Schreibmaschine neu durch einen Computer auszuÃ¼ben ist und der Steuerpflichtige deswegen einen Computer­kurs besucht (vgl. Locher, Art. 26 N. 63) oder der im Tourismus TÃ¤tige in einem Sprach­kurs eine neue Fremdsprache zu erlernen hat (vgl. Locher, Art. 26 N. 62).</span></p> <p class="Urteilstext"><span>In diesem Licht betrachtet erweist sich der Besuch des Nachdiplomstudiengangs fÃ¼r Elec­tronic Business (e-Business) entgegen der vorinstanzlichen Ansicht nicht als "eher breite, umfassende Grundausbildung", sondern als Erweiterung der Kenntnisse und FÃ¤higkeiten Ã¼ber das in der bisher ausgeÃ¼bten beruflichen TÃ¤tigkeit, d.h. vorab im Verkauf von mass­ge­schneiderten strukturierten Finanzprodukten, verwendete Arbeitsinstrumentarium um das neue Wissen Ã¼ber den Einsatz elektronischer Kommunikationsmittel. Die dafÃ¼r getÃ¤­tigten Auslagen erweisen sich daher als Weiterbildungskosten. Daran Ã¤ndert nichts, dass das Nachdiplomstudium in gewisser Hinsicht auch zur Erweiterung des Allgemeinwissens bei­getragen hat, denn diese erscheint offenkundig als untergeordnet und schadet somit der WÃ¼rdigung der Aufwendungen fÃ¼r das Studium als Weiterbildungskosten im Sinn von § 26 Abs. 1 lit. d StG nicht.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Da dem Pflichtigen fÃ¼r das Nach­diplomstudium, einschliesslich Kursgeld, Unterkunfts-, Ver­pflegungs- und Reisekosten, unstreitig Kosten von gesamthaft Fr. 101'446.- erwachsen sind, ist die Beschwerde gutzuheissen.</span></p> <p class="Erwgung1"><b><span>2. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Bei diesem Verfahrensausgang sind die Kosten dem Beschwerdegegner aufzuerlegen (§ 151 Abs. 1 in Verbindung mit § 153 Abs. 4 StG) und hat dieser den Beschwer­de­fÃ¼h­ren­den fÃ¼r das Rekurs- und Beschwerdeverfahren eine Parteient­schÃ¤digung zu bezahlen (§ 17 Abs. 2 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 in Verbindung mit § 152 und § 153 Abs. 4 StG). </span></p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1"><span>DemgemÃ¤ss entscheidet </span><span>die Kammer</span><span>:</span></p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug2">1. Die Beschwerde wird gutgeheissen. Die BeschwerdefÃ¼hrenden werden fÃ¼r die Steu­er­pe­riode 2000 mit einem steuerbaren Einkommen von Fr. --.- und einem steu­erbaren VermÃ¶gen von Fr. --.- eingeschÃ¤tzt.</p> <p class="Einzug2">2. Die Rekurskosten werden dem Beschwerdegegner auferlegt.</p> <p class="Einzug2"><span>3. Die GerichtsgebÃ¼hr wird festgesetzt auf <br/> Fr. 3'000.--; die Ã¼brigen Kosten betragen:<br/> Fr. 60.-- Zustellungskosten,<br/> Fr. 3'060.-- Total der Kosten.</span></p> <p class="Einzug2">4. Die Gerichtskosten werden dem Beschwerdegegner auferlegt.</p> <p class="Einzug2">5. Der Beschwerdegegner wird verpflichtet, fÃ¼r das Rekurs- und Beschwerdeverfahren den BeschwerdefÃ¼hrenden je eine ParteientschÃ¤digung von Fr. 1'500.- (Mehr­wert­steuer inbegriffen) zu bezahlen.</p> <p class="Urteilstext"><span>6. â¦</span></p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>