<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2001.00299</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="https://vgrzh.djiktzh.ch/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=https://vgrzh.djiktzh.ch&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=106412&amp;W10_KEY=4467147&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2001.00299</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 16.11.2001</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">3. Abteilung/3. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Raumplanungs-, Bau- und Umweltrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Nutzungsplanung</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Richt- und Nutzungsplanung:<br/>Verzicht einer Gemeinde, weitere Sammelstrassen im kommunalen Verkehrs(richt)plan festzusetzen, und demzufolge Verzicht auf die Festsetzung eines Erschliessungplans<br/>(Vorinstanz: Nichteintreten mangels Anfechtungsobjekt, weil einerseits Verkehrsplan nicht grundeigentümerverbindlich ist und weil anderseits über Erschliessungsplan gar keine Abstimmung durchgeführt wurde und demnach kein Beschluss vorliegt.):<br/><br/>Zusammenhang zwischen Verkehrs(richt)plan und Erschliessungsplan auf kommunaler Ebene (E. 3b).<br/>Entgegen der Auffassung der Vorinstanz liegt ein Anfechtungsobjekt vor: Beanstandet wird nämlich die gesamte Nutzungsplanungsrevision, welche ohne Erschliessungsplan rechtswidrig sei (E. 3c).<br/>Rückweisung an Vorinstanz.</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ANFECHTUNGSOBJEKT">ANFECHTUNGSOBJEKT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ERSCHLIESSUNG (ANFORDERUNGEN, DURCHFÃHRUNG, FINANZIERUNG)">ERSCHLIESSUNG (ANFORDERUNGEN, DURCHFÃHRUNG, FINANZIERUNG)</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: Planungs- und Baurecht ST: ERSCHLIESSUNGSPLAN, LANDUMLEGUNG, QUARTIERPLAN">ERSCHLIESSUNGSPLAN, LANDUMLEGUNG, QUARTIERPLAN</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ERSCHLIESSUNGSPLAN, LANDUMLEGUNG, QUARTIERPLAN">ERSCHLIESSUNGSPLAN, LANDUMLEGUNG, QUARTIERPLAN</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: NUTZUNGSPLAN">NUTZUNGSPLAN</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: RICHTPLAN">RICHTPLAN</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: Planungs- und Baurecht ST: RICHTPLÃNE (PLANUNGSGRUNDSÃTZE)">RICHTPLÃNE (PLANUNGSGRUNDSÃTZE)</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: SAMMELSTRASSE">SAMMELSTRASSE</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: Planungs- und Baurecht ST: SONDERNUTZUNGSPLÃNE">SONDERNUTZUNGSPLÃNE</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: VERKEHRSPLAN">VERKEHRSPLAN</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade">§ 24 PBG</span><br/><span class="gerade">§ 31 Abs. II PBG</span><br/><span class="ungerade">§ 90 Abs. I PBG</span><br/><span class="gerade">§ 91 PBG</span><br/><span class="ungerade">Art. 19 lit. II RPG</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 3 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Einzug1"><span>I. Am 28. und 30. MÃ¤rz 2000 revidierte die Gemeindeversammlung Richterswil ihre Richt- und Nutzungsplanung. Dabei verzichtete sie auf die Bezeichnung weiterer Sammelstrassen im Verkehrsplan und auf die Festsetzung eines Erschliessungsplanes. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>II. Gegen diesen Beschluss rekurrierte unter anderen A als EigentÃ¼mer eines grÃ¶sseren nicht erschlossenen GrundstÃ¼cks im Bereich der MÃ¼libachstrasse und bean­tragte, der Gemeindebeschluss betreffend Nutzungsplanung sei als rechtswidrig vollstÃ¤ndig aufzuheben, eventuell sei der Beschluss bezÃ¼glich Zonenplanrevision vollstÃ¤ndig aufzuheben und die Gemeinde sei einzuladen, nach Erlass der Richtplanung mit kommunalem Ver­kehrsplan die Nutzungsplanung zusammen mit dem kommunalen Erschlies­sungs­plan neu aufzulegen und damit die Groberschliessung des Gebietes MÃ¼libach-Althus-Neuhus festzusetzen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die Baurekurskommission II trat auf den Rekurs nach einstweiliger Sistierung mit Beschluss vom 3. Juli 2001 nicht ein. Sie erwog im Wesentlichen, der Erschliessungsplan kÃ¶nne nicht zum Gegenstand des Rekursverfahrens gemacht werden, da dieser der Gemei­n­deversammlung gar nicht zur Beschlussfassung vorgelegt worden sei. Ebenso wenig kÃ¶nne der nicht grundeigentÃ¼merverbindliche Verkehrsplan angefochten werden. Da jedoch die Planung und Erstellung der Groberschliessung fÃ¼r die BauzonengrundstÃ¼cke des Rekurren­ten lÃ¤ngst Ã¼berfÃ¤llig sei, sei die Sache zur ÃberprÃ¼fung aufsichtsrechtlicher Massnahmen an die Baudirektion zu Ã¼berweisen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>III. Gegen den Rekursentscheid erhob A am 14. September 2001 Beschwerde an das Verwaltungsgericht und beantragte, der angefochtene Beschluss sei aufzuheben und die Beschwerde gutzuheissen, eventuell sei die Sache zur materiellen Behand­lung an die Vorinstanz zurÃ¼ckzuweisen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die Baurekurskommission II beantragte am 23. Oktober 2001 ohne weitere Bemerkungen, die Beschwerde sei abzuweisen.</span></p> <p class="Einzug1"><span>In ihrer Beschwerdeantwort vom 24. Oktober 2001 beantragte die Gemeinde Richterswil, auf die Beschwerde sei nicht einzutreten, soweit sie auf Aufhebung des Gemeindebeschlusses betreffend Nutzungsplanung insgesamt, eventuell auf Aufhebung des Zonenplanes gerichtet sei, im Ãbrigen sei die Beschwerde zu sistieren, eventuell sei sie abzuweisen. Weiter beantragte die Beschwerdegegnerin, Ã¼ber diesen Antrag sei ohne Verzug durch Teilurteil zu entscheiden und die Wirkung der Beschwerde auf die Streitfrage zu beschrÃ¤nken, ob die MÃ¼libachstrasse als Sammelstrasse in den kommunalen Verkehrsplan und den Erschliessungsplan (1. Etappe) aufzunehmen sei, eventuell sei die aufschiebende Wirkung der Beschwerde auf diese Streitfrage zu beschrÃ¤nken.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die ebenfalls zur Vernehmlassung eingeladene Baudirektion Ã¤usserte sich nicht zur Beschwerde.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Das Verwaltungsgericht zieht in ErwÃ¤gung:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>1. a) Vor der Behandlung von Beschwerden gegen Entscheide Ã¼ber Bau- und Zonen­­ordnungen, Sonderbauvorschriften, GestaltungsplÃ¤ne oder ErschliessungsplÃ¤ne veranlasst das Verwaltungsgericht die Baudirektion, fÃ¼r den Genehmigungsentscheid zu sorgen (§ 329 Abs. 4 des Planungs- und Baugesetzes vom 7. September 1975/8. Juni 1997 [PBG]). Da die Baurekurskommission II auf den Rekurs vorliegend nicht eingetreten ist und die RechtmÃ¤ssigkeit dieses Entscheides ohne materielle AnspruchsprÃ¼fung durch das Verwaltungsgericht zu beurteilen ist, kann darauf verzichtet werden, den Genehmigungsent­scheid einzuholen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) Da in der Sache der Endentscheid ergeht, kann sowohl auf den Erlass eines Teil­urteils als auch auf einen Entscheid Ã¼ber den Entzug der aufschiebenden Wirkung verzichtet werden.</span></p> <p class="Einzug1"><i><span> </span></i></p> <p class="Einzug1"><span>c) Die Beschwerdegegnerin verlangt die Sistierung der auf die Ausbauplanung der MÃ¼libachstrasse beschrÃ¤nkten Beschwerde mit der BegrÃ¼ndung, der Gemeinderat werde der Gemeindeversammlung im FrÃ¼hjahr 2002 eine neue Vorlage zur ErgÃ¤nzung von Verkehrs- und Erschliessungsplan unterbreiten, welche im Annahmefall das durch Teilentscheid zu reduzierende Beschwerdeverfahren hinfÃ¤llig mache. Da die prozessualen AntrÃ¤ge der Beschwerdegegnerin betreffend Teilentscheid bzw. aufschiebende Wirkung im wiederaufzunehmenden Rekursverfahren zu behandeln sein werden, erscheint es angebracht, dass auch Ã¼ber das Sistierungsgesuch im Rekursverfahren entschieden wird. Damit fehlt es an einem Grund fÃ¼r die Sistierung des Beschwerdeverfahrens. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>2. Die Beschwerdegegnerin beantragt, auf die Beschwerde sei insoweit nicht ein­zutreten, als der BeschwerdefÃ¼hrer mehr verlange als die KlÃ¤rung der Streitfrage, ob die </span></p> <p class="Einzug1"><span>MÃ¼li­bachstrasse als Sammelstrasse in den kommunalen Verkehrsplan und den Erschlies­sungsplan (1. Etappe) aufzunehmen sei, da dem BeschwerdefÃ¼hrer hierfÃ¼r die Legitimation fehle.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die Baurekurskommission ist auf den Rekurs nicht mangels Legitimation, sondern mangels Anfechtungsobjekt nicht eingetreten. Aus diesem Grunde wurde Ã¼ber den Umfang der Rekurslegitimation bisher noch nicht entschieden. Da die Sache aus nachfolgenden GrÃ¼n­den ohnehin zurÃ¼ckzuweisen ist und die Baurekurskommission Ã¼ber die prozessualen AntrÃ¤ge zu entscheiden haben wird, hat das Verwaltungsgericht keinen Anlass, die Frage nach dem Umfang der Rekurslegitimation im vorliegenden Verfahren erstmals zu beurteilen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>3. a) Die Parteien scheinen sich darin einig zu sein, dass zur Erschliessung des Gebietes MÃ¼libach-Althus-Neuhus ein Strassenausbau notwendig ist. Strittig ist hingegen, ob es sich dabei um eine Anlage der Groberschliessung oder um eine solche der Feinerschlies­sung handelt. Im ersten Fall mÃ¼sste der Strassenausbau auf Ebene der Richt- und Nutzungs­planung vorgesehen werden, wÃ¤hrend im zweiten Fall ein Quartierplanverfahren <br/> nÃ¶tig wÃ¤re. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>In einem Rekursverfahren zwischen den gleichen Parteien hatte die Baurekurs­kom­mission II am 30. August 1988 festgestellt, dass der MÃ¼libachstrasse eine Ã¼ber die Feinerschliessung weit hinausgehende Funktion zukomme. Deren Ausbau kÃ¶nne daher weder im Baubewilligungs- noch im Quartierplanverfahren, sondern einzig im Rahmen der Verkehrs­planung/Erschliessungsplanung geplant werden (act. 8/5.1 E. 3). Am 21. Dezember 2000 hat die Baudirektion dem Gemeinderat Richterswil mitgeteilt, dass sie den Entscheid Ã¼ber die Genehmigung der Nutzungsplanung nicht vor Rekurserledigung fÃ¤llen kÃ¶nne, dass sie aber den von der Gemeindeversammlung erlassenen Verkehrsplan als Fragment erachte, welches den gesetzlichen Grundlagen nicht genÃ¼ge. Sie gehe daher davon aus, dass die Gemeinde umgehend neue Vorlagen zum Verkehrs- und Erschliessungsplan ausarbeite, dem Amt fÃ¼r Raumplanung und Vermessung zur VorprÃ¼fung einreiche und wenn mÃ¶glich bis Mitte des Jahres 2001 der Gemeindeversammlung zur Festsetzung unterbreite (act. 8/8).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) GemÃ¤ss Art. 19 Abs. 2 des Raumplanungsgesetzes vom 22. Juni 1979/6. Oktober 1995 (RPG) werden Bauzonen durch das Gemeinwesen innerhalb der im Erschliessungsplan vorgesehenen Frist erschlossen. Auf der Ebene der Richtplanung bezeichnet der kom­munale Verkehrsplan die bestehenden und geplanten Anlagen und FlÃ¤chen fÃ¼r kommunale Strassen der Groberschliessung sowie die Wege von kommunaler Bedeutung. Er ist unverzichtbar (§ 31 Abs. 2 in Verbindung mit § 24 PBG). GestÃ¼tzt darauf ist der Erschlies­sungs­plan zusammen mit der Bau- und Zonenordnung festzusetzen (§ 90 Abs. 1 PBG). Er gibt Aufschluss Ã¼ber die Ã¶ffentlichen Werke und Anlagen, die fÃ¼r die Groberschliessung der Bau­zonen notwendig sind und zeigt auf, in welchen zeitlich bestimmten Etappen das Gemein­wesen die Groberschliessung der Bauzonen durchfÃ¼hrt (§ 91 PBG). Der Regierungsrat kann Gemeinden, deren Bauzonen grÃ¶sstenteils Ã¼berbaut sind und deren Groberschliessung fÃ¼r weitere Ãberbauung weitgehend ausreicht, von der Festsetzungspflicht entbinden oder diese Pflicht rÃ¤umlich oder sachlich beschrÃ¤nken (§ 90 Abs. 3 PBG). </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>c) Die Baurekurskommission ist im vorliegenden Fall davon ausgegangen, der Rekurrent habe eine ErgÃ¤nzung des Erschliessungsplanes sowie des Verkehrsplanes verlangt (act. 4 E. 3 f.). Da die Gemeindeversammlung gar nicht Ã¼ber den Erschliessungsplan entschieden, sondern der Gemeinderat seine Vorlage nach der Beschlussfassung Ã¼ber den Ver­kehrsplan zurÃ¼ckgezogen habe, kÃ¶nne auf den Rekurs gegen den Erschliessungsplan nicht eingetreten werden. Ebenso wenig sei der nicht grundeigentÃ¼merverbindliche Verkehrsplan einer Anfechtung zugÃ¤nglich.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die vorinstanzliche Annahme Ã¼ber den Inhalt des Rekursantrages ist offensichtlich aktenwidrig. Der BeschwerdefÃ¼hrer hat nicht die ErgÃ¤nzung des Erschliessungs- und Verkehrsplanes verlangt, sondern machte im Wesentlichen geltend, die vorgenommene Nutzungsplanungsrevision, die auch umfangreiche Neueinzonungen (ca. 42'000 m2) enthalte, sei ohne den gleichzeitigen Erlass eines Erschliessungsplanes gesetzwidrig und daher insgesamt aufzuheben. Gegenstand der Anfechtung bildete demgemÃ¤ss die vorgenommene Nutzungsplanrevision, nicht hingegen der Erschliessungsplan. Dessen Fehlen wurde lediglich zur BegrÃ¼ndung des Antrages bemÃ¤ngelt. Als EigentÃ¼mer von nicht erschlossenen Grund­stÃ¼cken innerhalb der Gemeinde ist der BeschwerdefÃ¼hrer berechtigt, die Nutzungsplanung anzufechten, soweit sie ihn berÃ¼hrt und er ein schutzwÃ¼rdiges Interesse an ihrer Aufhebung oder Ãnderung hat (§ 338a Abs. 1 PBG). Dass dabei der Verkehrsplan selber nicht angefochten werden kann und nur einer akzessorischen ÃberprÃ¼fung unterliegt, anerkennt der BeschwerdefÃ¼hrer.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Ein Anfechtungsobjekt fÃ¼r den Rekurs war damit klar vorhanden. Insofern wÃ¤re auf den Rekurs einzutreten gewesen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>d) Bemerkungsweise sei darauf hingewiesen, dass ein Anfechtungsobjekt selbst dann vorgelegen hÃ¤tte, wenn der Rekurs lediglich den Verzicht auf Erlass eines Erschlies­sungsplanes angefochten hÃ¤tte, ohne die Nutzungsplanung als ganzes in Frage zu stellen. UnabhÃ¤ngig davon, ob der Gemeinderat seine Erschliessungsplanvorlage formell zur Abstimmung brachte oder zurÃ¼ckzog, muss dem Beschluss der Gemeindeversammlung zumindest stillschweigend und sinngemÃ¤ss der Inhalt zuerkannt werden, auf den Erlass eines Erschliessungsplanes zu verzichten. Lehnte die Versammlung nÃ¤mlich ausdrÃ¼cklich die Aus­scheidung neuer Sammelstrassen im Verkehrs­plan ab, so erkannte sie damit, dass die Bauzonen der Gemeinde hinreichend groberschlossen sind und ein Erschliessungsplan damit hinfÃ¤llig ist (vgl. auch die Formulierung in Disp.-Ziff. B. 3 des publizierten Gemeindeversammlungsbeschlusses). Die Festsetzung der Nutzungsplanung ohne den von Gesetzes wegen zeitgleich notwendigen Erlass des Erschliessungsplanes konnte daher nichts anderes als den Verzicht darauf beinhalten. Insofern wÃ¤re entgegen der Auffassung der Vorinstanz von einem negativen Entscheid auszugehen, und es wÃ¤re Ã¼berspitzt formalistisch, infolge RÃ¼ckzugs der Erschliessungsplanvorlage durch den Gemeinderat eine fehlende Beschlussfassung von Seiten der Gemeindeversammlung zu unterstellen. Mit dieser BegrÃ¼ndung kÃ¶nnte der BeschwerdefÃ¼hrer, der selber als Nicht-Stimmberechtigter nicht an der Gemei­n­de­versammlung teilnehmen und Antrag stellen konnte, seinen Rechtsschutz entweder nur auf­sichtsrechtlich erlangen, was Art. 33 Abs. 2 RPG widersprÃ¤che, oder er wÃ¤re gezwungen, den Gemeinderat nachtrÃ¤glich zu einem Entscheid Ã¼ber die Wiedereinbringung der Er­schlies­sungsplanvorlage zu veranlassen. WÃ¼rde der Gemeinderat die Wiedereinbringung in­folge BehÃ¶rdenverbindlichkeit des Verkehrsrichtplanes verweigern, so mÃ¼sste vorab dieser Gemeinderatsbeschluss angefochten werden. Ein solches Vorgehen wÃ¤re fÃ¼r den BeschwerdefÃ¼hrer unzumutbar.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>e) Der angefochtene Nichteintretensentscheid ist daher aufzuheben. Da die Rekurs­instanz Ã¼ber eine weitere Kognition als das Verwaltungsgericht verfÃ¼gt, ist die Sache an die Baurekurskommission zur Behandlung zurÃ¼ckzuweisen. Im wieder aufzunehmenden Re­kursverfahren wird die Rekursinstanz â falls sie nicht sofort einen Endentscheid fÃ¤llt â vorab zu entscheiden haben, ob mittels eines Teilurteils insoweit auf den Rekurs nicht einzutreten sei, als er die gesamte Aufhebung der Nutzungsplanung, eventuell des Zonenplanes verlangt bzw. ob im Sinne des Eventualantrages mittels Zwischenentscheids der Beschwer­degegnerin die aufschiebende Wirkung des Rekurses vorsorglich auf die Aufnahme der MÃ¼libachstrasse als Sammelstrasse in den Verkehrs- und Erschliessungsplan zu beschrÃ¤nken und ob das Verfahren diesbezÃ¼glich zu sistieren sei. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>...</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>DemgemÃ¤ss entscheidet das Verwaltungsgericht:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug2">1. Die Beschwerde wird teilweise gutgeheissen und die Sache im Sinn der ErwÃ¤gungen an die Baurekurskommission II zurÃ¼ckgewiesen.</p> <p class="Einzug2"> </p> <p class="MsoNormal">...</p> <p class="MsoNormal"> </p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>