Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Verfassungs- und Verwaltungsrecht vom 15. März 2023 (810 22 215) ____________________________________________________________________ Steuern und Abgaben Wasser- und Abwasser-Grundgebühren Besetzung Vizepräsident Daniel Ivanov, Kantonsrichter Nikla us Ruckstuhl, Hans Furer, Daniel Häring, Stefan Schulthess, Gerichtsschreiber Martin Michel Beteiligte Einwohnergemeinde A.____ , Beschwerdeführerin , vertreten durch Dr. Peter Vetter, Rechtsanwalt gegen Steuer - und Enteignungsgericht des Kantons Basel -Landschaft (Abteilung Enteignungsgericht) , Vorinstanz B.____ , Beschwerdegegner, vertreten durch C.____ D.____ , Beigeladene 1 C.____ , E.____, Beigeladene 2 Betreff Wasser- und Abwassergebühren (Urteil des Steuer- und Enteignungsgerichts des Kantons Basel- Landschaft, Abteilung Enteignungsgericht, vom 11. August 2022) Seite 2 http://www.bl.ch/kantonsgericht A. B.____ ist Alleineigentümer der Parzelle Nr. 1273 , Grundbuch (GB) A.____, die an das Wasserversorgungs- und Kanalisationsnetz der Einwohnergemeinde A.____ (Gemeinde) ange- schlossen ist. C.____, die Tochter von B.____, betreibt im Gebäude auf der Parzelle Nr. 1273 die Tiertagesstätte "E.____". Weiter betreibt F.____ auf der Parzelle Nr. 1273 den Imbissstand D.____. B. Am 31. Januar 2020 bzw. 31. Januar 2021 stellte d ie Gemeinde B.____ für die Parzelle Nr. 1273 die "Wasser- und Gebührenrechnungen" für da s Jahr 2019 bzw. 2020 zu. Darin enthalten waren jeweils Wasser-Grundgebühren von Fr. 20 0.-- (Fr. 100.-- pro Gewerbeeinheit) und Abwasser-Grundgebühren von Fr. 120.-- (Fr. 60.-- pro Gewerbeeinheit). Gegen beide Ver- fügungen erhob B.____ Einsprache bei der Gemeinde. C. Am 15. Februar 2022 stellte die Gemeinde B.____ f ür die Parzelle Nr. 1273 die "Was- ser- und Gebührenrechnung" für das Jahr 2021 zu, welche wiederum die entsprechenden Grundgebühren wie in den Vorjahren enthielt. Diese V erfügung enthielt – im Gegensatz zu den Rechnungen der Vorjahre – eine Rechtsmittelbelehrung, wonach eine allfällige Einsprache, soweit sie Abwasser-/Wassergebühren betrifft, an das St euer- und Enteignungsgericht, Abtei- lung Enteignungsgericht (Enteignungsgericht), zu richten sei. D. Am 16. Februar 2022 erhob B.____, vertreten durch C.____, Beschwerde beim Enteignungsgericht und beantragte sinngemäss die Aufhe bung der Gebührenverfügungen betreffend die Wasser- und Abwassergebühren 2019, 2020 und 2021 und die Reduktion der Grundgebühren auf den einfachen Betrag. E. Mit Urteil vom 1. August 2022 hiess das Enteignungsg ericht die Beschwerde von B.____ gut, weil es am Rechtsgrund zur doppelten Erhebung der Wasser-Grundgebühren fehle. Hinsichtlich der doppelt erhobenen Abwasser-Grundgebühren kam das Enteignungsgericht zum Schluss, die Gebühren hätten nicht dem Grundeigentüme r, sondern direkt den Abwasser- lieferanten, d.h. der E.____ und dem Imbissstand D.___ _, in Rechnung gestellt werden müs- sen. Da die Betreiberin des Imbissstandes aber keine Ab wasserlieferantin sei, hätten für deren Betrieb gar keine Abwassergebühren erhoben werden dür fen. Die Verfahrenskosten in der Hö- he von Fr. 500.-- auferlegte das Enteignungsgericht der Gemeinde. F. Gegen das Urteil des Enteignungsgerichts erhebt die G emeinde, vertreten durch Dr. Peter Vetter, Rechtsanwalt in Basel, mit Eingabe vom 13. Oktober 2022 Beschwerde beim Kantonsgericht Basel-Landschaft, Abteilung Verfassungs- un d Verwaltungsrecht (Kantonsge- richt), mit den Rechtsbegehren, das Urteil des Enteig nungsgerichts sei aufzuheben und B.____ sei zur Bezahlung der Wasser- und Abwassergrundgebühren- Rechnungen vom 31. Januar 2020, 31. Januar 2021 und 15. Februar 2022 in der Höhe von je Fr. 320.--, insgesamt Fr. 960.--, zu verpflichten, unter Kosten- und Entschädigungsfolge. Seite 3 http://www.bl.ch/kantonsgericht G. Mit Verfügung vom 3. November 2022 hat das Kanton sgericht D.____ und C.____ (E.____) zum Verfahren beigeladen. H. Die Vorinstanz hat auf eine Vernehmlassung verzichtet. Der Beschwerdegegner und die Beigeladenen haben sich nicht vernehmen lassen. Das Kantonsgericht zieht i n E r w ä g u n g : 1. Gemäss § 43 Abs. 2 des Gesetzes über die Verfassungs- u nd Verwaltungsprozess- ordnung (VPO) vom 16. Dezember 1993 ist die verwaltung sgerichtliche Beschwerde beim Kantonsgericht zulässig gegen Verfügungen und Entscheide von Gerichten, sofern die kanto- nale Gesetzgebung und die Verfassung die Zuständigkeit d es Kantonsgerichts als Verwal- tungsgericht vorsehen. § 96a Abs. 4 des Gesetzes über die Enteignung (EntG BL) vom 19. Juni 1950 sieht vor, dass die Gemeinden gegen Entscheide de s Enteignungsgerichts über kommu- nale Erschliessungsabgaben Beschwerde beim Kantonsgericht erheben können (vgl. zur ent- sprechenden Erweiterung des Gemeindebeschwerderechts im Erschliessungsabgabewesen: Vorlage an den Landrat 2007-129 vom 5. Juni 2007). Erschliessungsabgaben im Sinne von § 90 Abs. 2 EntG BL sind insbesondere einmalige Anschluss gebühren sowie Dienstleistungs- und Verbrauchsgebühren für Wasser, Abwasser und Gross-Ge meinschaftsantennenanlagen. Umstritten sind vorliegend kommunale Abwasser- und Wasser gebühren, weshalb die Gemein- de zur Beschwerdeerhebung befugt ist. Die weiteren fo rmellen Voraussetzungen sind ebenfalls erfüllt, sodass auf die Beschwerde eingetreten werden kann. 2. Mit der verwaltungsgerichtlichen Beschwerde können g emäss § 45 Abs. 1 lit. a und b VPO sämtliche Rechtsverletzungen einschliesslich Überschre itung, Unterschreitung oder Miss- brauch des Ermessens sowie die unrichtige oder unvollstä ndige Feststellung des Sachverhalts gerügt werden. Die Beurteilung der Angemessenheit ist dem Kantonsgericht dagegen verwehrt (§ 45 lit. c VPO e contrario). 3.1 Streitgegenstand bilden die kommunalen Wasserbezug s- und Abwassergebühren der Jahre 2019 bis 2021, welche die Beschwerdeführerin dem Beschwerdegegner als periodische Benutzungsgebühren auferlegt hat. 3.2 Jährliche Wasserbezugs- und Abwassergebühren gehören als Benutzungsgebühren zu den Kausalabgaben. Kausalabgaben dienen dazu, die K osten zu decken, die dem Staat da- durch entstehen, dass er den Abgabepflichtigen eine Lei stung erbringt oder einen Vorteil ein- räumt (vgl. A DRIAN HUNGERBÜHLER , Grundsätze des Kausalabgaberechts, in: Schweizerisches Zentralblatt für Staats- und Verwaltungsrecht [ZBl] 10 4/2003 S. 507; P ETER STEINER , Die Um- setzung des Verursacherprinzips durch das Umweltschutzrecht, 1999, S. 187). Im Gegensatz zu den Kausalabgaben sind Steuern unabhängig davon zu e ntrichten, ob der Steuerpflichtige staatliche Dienstleistungen in Anspruch nimmt oder nich t. Das zentrale Unterscheidungskrite- rium zwischen Kausalabgaben und Steuern ist somit die individuelle Zurechenbarkeit staatlicher Seite 4 http://www.bl.ch/kantonsgericht Leistungen (vgl. U LRICH HÄFELIN /G EORG MÜLLER /F ELIX UHLMANN , Allgemeines Verwaltungs- recht, 8. Auflage, 2020, Rz 2758). 3.3 Die Erhebung öffentlicher Abgaben bedarf nach Art . 127 Abs. 1 der Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft (BV) vom 18. April 1999 grundsätzlich eines rechts- satzmässigen und formell-gesetzlichen Fundaments (Erfordern is der Normstufe). Inhaltlich hat das formelle Gesetz die grundlegenden Bestimmungen über den Kreis der Abgabepflichtigen (Abgabesubjekt), den Gegenstand (Abgabeobjekt) und di e Bemessung der Abgabe (Bemes- sungsgrundlage und -tarif) festzulegen (Erfordernis der Normdichte; vgl. BGE 144 II 454 E. 3.4 mit Hinweisen). Die formell-gesetzliche Grundlage muss in diesen Punkten hinreichend bestimmt sein, um den Grundsätzen der Rechtssicherheit, de r Berechenbarkeit und Vorherseh- barkeit staatlichen Handelns und der rechtsgleichen Rec htsanwendung zu genügen (BGE 145 I 52 E. 5.2.1). Diese Grundsätze gelten auch, w enn der Gesetzgeber die Kompetenz zur Festlegung einer Abgabe an eine nachgeordnete Behörd e delegiert (BGE 132 II 371 E. 2.1, mit Hinweisen). Art. 127 Abs. 1 BV gilt nach der Rechtsprechu ng für alle Arten von Steuern und Kausalabgaben, namentlich auch für kantonale bzw. kommun ale Benützungsgebühren (Urteil des Bundesgerichts 2C_160/2014 vom 7. Oktober 2014 E. 5.2 .4). Die Anforderungen an die Umschreibung der Abgabenbemessung im formellen Gesetz sind nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung dann gelockert, wenn das Mass der Abgabe durch die verfassungsrechtlichen Prinzipien wie das Kostendeckungs- und Äquivalenzprinzip (vgl. dazu nachfolgend E. 3.4 f.) begrenzt wird und nicht allein der Gesetzesvorbehalt diese Schutzfunktion erfüllt (vgl. Urteil des Bundesgerichts 2C_160/2014 vom 7. Oktober 2014 E. 5.2. 4 mit Hinweisen). Die Tragweite des Legalitätsprinzips ist je nach Art der Abgabe zu nuanciere n. Dabei darf das Legalitätsprinzip weder seines Gehalts entleert noch in einer Weise über spannt werden, dass es mit der Rechtswirklichkeit und dem Erfordernis der Praktikabilität in einen unlösbaren Widerspruch gerät (vgl. Urteil des Bundesgerichts 2C_1027/2020 vom 4. Mai 2022 E. 5.2 mit Hinweisen). 3.4 Kausalabgaben sollen in der Regel nicht höher sein als die entsprechenden Kosten des Staates (sog. Kostendeckungsprinzip). Das Kostendeckung sprinzip besagt, dass die Ge- samteingänge den Gesamtaufwand für den betreffenden Verwaltungszweig nicht oder höch- stens geringfügig überschreiten sollen (BGE 121 I 230 E. 3f, mit Hinweisen; S TEINER , a.a.O., S. 188). Zum massgebenden Gesamtaufwand zählen nicht n ur die laufenden Ausgaben, son- dern auch angemessene Rückstellungen, Abschreibungen un d Reserven. Dagegen lässt es das Kostendeckungsprinzip nicht zu, dass die Eingänge von vornherein höher als der im obigen Sinne grosszügig umschriebene Aufwand festgelegt werden , dass also ein Gewinn angestrebt wird (vgl. Urteil des Bundesgerichts 2C_160/2014 vom 7. Oktober 2014 E. 6.2.1, in: Archiv für Schweizerisches Abgaberecht [ASA] 83 S. 302). 3.5 Die Höhe der Kausalabgaben wird zudem durch das Äq uivalenzprinzip begrenzt. Das Äquivalenzprinzip stellt die gebührenrechtliche Ausgestaltung des Verhältnismässigkeitsprinzips nach Art. 5 Abs. 2 BV und des Willkürverbots nach Art. 9 BV dar (Urteil des Bundesgerichts 2C_995/2012 vom 16. Dezember 2013 E. 5.3, in: Umwelt recht in der Praxis [URP] 2015 S. 91; vgl. H ÄFELIN /M ÜLLER /U HLMANN , a.a.O., Rz. 2760 f.). Das Äquivalenzprinzip besagt, da ss die Höhe der Abgabe in einem angemessenen Verhältnis zur Leistung, in deren Genuss die Seite 5 http://www.bl.ch/kantonsgericht abgabepflichtige Person kommt, stehen muss. Der Wert der Leistung bemisst sich entweder nach dem wirtschaftlichen Nutzen des Leistungsempfängers oder nach dem Kostenaufwand des Leistungserbringers. In Bezug auf Benutzungsgebühren ist das Äquivalenzprinzip grundsätzlich immer zu beachten (vgl. DANIELA WYSS , Kausalabgaben, 2009, S. 195). 4.1 Die Vorinstanz hielt im angefochtenen Urteil fest, es sei im Rahmen des Augenscheins festgestellt worden, dass der Imbissstand über keinen eige nen Wasseranschluss verfüge und die Betreiberin des Imbissstands das Wasser aus der eigenen Wohnung mitbringe, weshalb die Erhebung von zwei Wasser-Grundgebühren unzulässig sei. 4.2 Die Beschwerdeführerin bringt dagegen vor, aus dem Protokoll des Augenscheins ergebe sich, dass der Imbissstand über eine angeblich unbe nutzte Wasserbezugsstelle ver- füge. Weiter werde im Protokoll festgehalten, dass da s Brauchwasser für den Imbissstand aus Kanistern bezogen werde, das Abwasser aufgefangen und i n einer mobilen Toilette, die auf dem Areal stehe, entsorgt werde. Eine klare Aussage, ob die erwähnte Wasserbezugsquelle tatsächlich nicht benutzt werde, enthalte das Protokoll zum Augenschein aber nicht, vielmehr übernehme es lediglich die Angaben des Grundeigentümers zu diesem Punkt. Die Abbildungen im Protokoll würden entgegen dem vorinstanzlichen Urtei l darauf schliessen lassen, dass eine Wasserbezugsquelle effektiv vorhanden sei, weshalb die V orinstanz von einem unzutreffenden Sachverhalt ausgegangen sei. 4.3 Ob die Vorinstanz hinsichtlich des Vorhandenseins ei ner Wasserbezugsstelle von einem unzutreffenden Sachverhalt ausgegangen ist, ersch eint – wie sich aus den nachfolgen- den Erwägungen ergibt (siehe hinten E. 5.1 ff.) – ir relevant und kann daher vorliegend offenge- lassen werden. 5.1 Die Vorinstanz erwog, die erhobenen Wasser-Grundg ebühren dienten der Deckung der Infrastrukturkosten (Mietgebühren für Wasserzähler) sowie des Verwaltungsaufwandes, namentlich der Kosten für das regelmässige Ablesen des Wasse rzählers. Gebühren bedürften immer einer staatlichen Gegenleistung. Vorliegend sei en dem Grundeigentümer zwei Wasser- Grundgebühren in Rechnung gestellt worden, obwohl e s auf der Parzelle lediglich einen Was- serzähler gebe. Es fehle somit am Rechtsgrund zur doppe lten Erhebung der Wasser-Grundge- bühr. Die zweifache Gebührenerhebung stelle zudem einen Verstoss gegen den Grundsatz der Rechtsgleichheit und das Willkürverbot dar. Der Grundeigentümer müsste für die gleiche staatli- che Leistung doppelt so viel bezahlen wie beispielsweise d er Eigentümer eines Einfamilienhau- ses mit ebenfalls nur einem Wasseranschluss und einem Wasserz ähler, der für die gleiche Leistung die jährliche Grundgebühr nur einmal zu bezah len habe. Die Erhebung von mehreren Grundgebühren setze hier das Vorhandensein eines Wasse rzählers pro Gewerbeeinheit voraus. Demgemäss könne vorliegend vom Grundeigentümer keine doppelte Wasser-Grundge- bühr erhoben werden. 5.2 Die Beschwerdeführerin bringt dagegen vor, die Vo rinstanz erfasse offensichtlich aus- schliesslich die Mietgebühren für die Wasserzähler als Infr astrukturkosten sowie den Aufwand zum Ablesen des Wasserzählers als Verwaltungsaufwand un d schliesse daraus, dass nur eine Seite 6 http://www.bl.ch/kantonsgericht Grundgebühr erhoben werden dürfe, weil auf der Parze lle des Beschwerdegegners dieser Auf- wand nur einmal anfalle. Das sei widersprüchlich, weil die Vorinstanz zuvor festgehalten habe, dass die Grundgebühr verbrauchsunabhängig ausgestaltet werden dürfe, da die entsprechende Infrastruktur unabhängig von der tatsächlichen Inanspru chnahme durch die einzelnen Nutzer aufrechterhalten werden müsse. Die Unabhängigkeit der Grundgebühren von der tatsächlichen Infrastrukturnutzung und der Umstand, dass sich ihre Höhe auch nicht aus dem Wert der staatlichen Gegenleistung im Einzelfall ergebe, führe zum Schluss, dass die Grundgebühren für jeden einzelnen Betrieb erhoben werden dürften, der als potentieller Nutzer auf einer Parzelle untergebracht sei, selbst wenn nur ein Wasserzähler vo rhanden sei. Da beide Betriebe über Wasserbezugsquellen verfügten, die sie nutzen könnten, sei die Erhebung von Grundgebühren pro Betrieb vom Grundeigentümer nicht zu beanstanden. 5.3.1 Art. 50 Abs. 1 BV gewährleistet die Gemeindeaut onomie nach Massgabe des kantona- len Rechts. Nach der Rechtsprechung sind Gemeinden in einem Sachbereich autonom, wenn das kantonale Recht diesen nicht abschliessend ordnet, son dern ihn ganz oder teilweise der Gemeinde zur Regelung überlässt und ihr dabei eine r elativ erhebliche Entscheidungsfreiheit einräumt. Der geschützte Autonomiebereich kann sich auf d ie Befugnis zum Erlass oder Voll- zug eigener kommunaler Vorschriften beziehen oder einen entsprechenden Spielraum bei der Anwendung kantonalen Rechts betreffen. Im Einzelnen ergibt sich der Umfang der kommunalen Autonomie aus dem für den entsprechenden Bereich anwen dbaren kantonalen Verfassungs- und Gesetzesrecht (Urteil des Bundesgerichts 2C_1027/2020 vom 4. Mai 2022 E. 10.3 mit Hin- weisen). 5.3.2 Gemäss § 114 Abs. 1 der Verfassung des Kantons Base l-Landschaft (KV) vom 17. Mai 1984 sorgt der Kanton für die Beschaffung von Trink- und Brauchwasser zur Sicherstellung des regionalen Wasserbedarfs. Den Gemeinden obliegt die W asserversorgung in ihrem Gebiet und sie sind zur Wasserverteilung im Baugebiet verpflichtet (§ 114 Abs. 2 KV; § 3 Abs. 1 des Ge- setzes über die Wasserversorgung der basellandschaftlichen Gemeinden [Wasserversorgungs- gesetz; WVG] vom 3. April 1967 i.V.m. § 4 Abs. 1 WVG). Die Wasserversorgung ist gemäss § 1 WVG wegen ihrer lebenswichtigen Bedeutung vom Kanton und den Gemeinden möglichst wirt- schaftlich und zweckmässig zu betreiben. Entsprechend verpfli chtet § 6 Abs. 1 der Verordnung über die Wasserversorgung sowie die Nutzung und den Schutz des Grundwassers des Kantons Basel-Landschaft (VoWV) vom 13. Januar 1998 die Gemeinden sowie die Wasserversorgungen zu einem haushälterischen Umgang mit Wasser. Sie sind insb esondere verpflichtet, die Nut- zungsbedingungen und -gebühren so auszugestalten, dass sic h nachhaltige Anreize zur ratio- nellen Verwendung von Wasser ergeben (§ 6 Abs. 2 lit. d VoWV; S TEINER , a.a.O., S. 204 f.). Gemäss § 12 Abs. 1 VoWV übertragen die Gemeinden die Kosten der öffentlichen Wasserver- sorgung auf die Wasserbezügerinnen und Wasserbezüger in F orm einer jährlichen Gebühr, die sich nach der bezogenen Wassermenge bestimmt. Zudem können die Gemeinden für die Fi- nanzierung von Fixkosten eine jährliche Grundgebühr erheben (§ 12 Abs. 2 VoWV). Die Kosten für die Investitionen und den Anschluss von Liegenschafte n an die öffentliche Wasserversor- gung können die Gemeinden auch in Form von Vorteilsbei trägen auf die Liegenschaftseigentü- merinnen und Liegenschaftseigentümer überwälzen (§ 13 VoWV). Seite 7 http://www.bl.ch/kantonsgericht 5.3.3 Im Kanton Basel-Landschaft verfügen die Gemeinde n somit in Bezug auf die Aus- gestaltung der Gebührenerhebung im Bereich der Wasserver sorgung im Rahmen des überge- ordneten Rechts über ein beträchtliches Ermessen und da mit über Autonomie. Aufgrund des dargelegten erheblichen Spielraums der Gemeinden bei der Ausgestaltung ihrer Wassergebüh- ren existieren im Kanton Basel-Landschaft diverse Gebüh rensysteme. Während aktuell vier Gemeinden in Bezug auf die periodisch geschuldeten Was sergebühren ausschliesslich eine jährliche Wasserbezugsgebühr (auch Wasserzins genannt) erhe ben, erheben die anderen 82 Gemeinden zusätzlich zum Wasserzins noch eine jährliche Grundgebühr, die jedoch in den Ge- meinden wiederum unterschiedlich ausgestaltet ist. So er heben gewisse Gemeinden eine jähr- liche Wasserzählermiete, während andere Gemeinden eine Grundgebühr pro Haushalt, pro Ge- bäudevolumen oder nach Belastungswerten gemäss dem Fach verband für Wasser, Gas und Wärme (SVGW) erheben. Vereinzelt wird sodann neben de r Wasserbezugsgebühr sowohl eine Wasserzählermiete als auch eine Grundgebühr erhoben (vgl. dazu Statistik Baselland; Wasser- und Abwassergebühren der Gemeinden 2023). 5.3.4 Die Einwohnergemeindeversammlung A.____ hat am 15. Juni 2016 ihr Reglement über die Wasserversorgung (WR) verabschiedet. Die Finanzi erung der kommunalen Wasser- versorgung wird in den §§ 32 ff. WR geregelt. Gemäss § 32 Abs. 2 WR werden die Kosten der Gemeinde für Planung, Bau, Betrieb, Instandhaltung u nd Ersatz der Anlagen sowie die Kosten des Wasserbezugs den Grundeigentümern und Grundeigentüm erinnen bzw. den Baurechts- nehmerinnen und Baurechtsnehmern belastet, und zwar in Form von Anschlussgebühren (lit. a), jährlichen Grundgebühren inkl. jährlichen Mi etgebühren für Wasserzähler (lit. b), Men- gengebühren (lit. c), Gebühren für Bewilligungen, Ko ntrollen und besondere Dienstleistungen (lit. d) und Löschgebühren (lit. e). Zuständig für di e Festlegung der Ansätze für die Berechnung der Anschlussgebühr, die jährliche Grundgebühr, die Lö schgebühr und die jährliche Wasserge- bühr (Mengengebühr) ist die Gemeindeversammlung (§ 33 Abs. 1 WR). Die jährlichen Wasser- gebühren werden von dem Tage an erhoben, an dem die Liegenschaft an die Wasserversor- gung angeschlossen ist (§ 36 Abs. 1 WR). Gemäss § 39 Abs. 1 WR wird die Wassergebühr in Form einer Grundgebühr (lit. a) und einer Gebühr aufgrund der jährlichen Wasserbezugsmenge (lit. b) in Rechnung gestellt. Die jährliche Grundgebühr beträgt Fr. 100.-- (§ 40 Abs. 1 WR i.V.m. Ziff. 2.1 Anhang 1 zum WR) und die Mengengebühr bet rägt Fr. 2.-- pro m 3 Wasser (§ 41 WR i.V.m. Ziff. 2.2 Anhang 1 zum WR). § 40 Abs. 2 WR sie ht vor, dass die Grundgebühr pro Haus- halt, bei Mehrfamilienhäusern für jede Wohneinheit/W ohnung und bei Industrie und Gewerbe pro Gewerbeeinheit erhoben wird. Die Grundgebühr ist auch zu bezahlen, wenn kein Wasser bezogen wird (§ 40 Abs. 2 Satz 2 WR). Anhang 2 zum WR enthält eine Definition der Gewerbe- einheit. Danach besteht eine Einheit aus einer Wohnun g, einem Studio, einem Gewerbe-, Dienstleistungs-, Industrie- oder Landwirtschaftsbetrieb. Bei sämtlichen Betriebsformen mit inte- grierter Wohnung wird diese nur als eine Einheit ber echnet, sofern die Wohnung vom Betreiber selber bewohnt wird (Ziff. 6 Anhang 2 zum WR). 5.3.5 Anschlussgebühren dienen dazu, die Kosten der Er stellung der Infrastrukturanlagen (inkl. Amortisation und angemessene Reserve) zu decken, an welche die Liegenschaft ange- schlossen wird. Die Anschlussgebühr ist das Entgelt für di e mit dem Anschluss eröffnete Mög- lichkeit, das fragliche Leitungsnetz zu benutzen. Mit ihrer Entrichtung erfolgt somit ein Einkauf in Seite 8 http://www.bl.ch/kantonsgericht das Infrastrukturnetz (vgl. Urteil des Bundesgerichts 2 C_153/2007 vom 10. Oktober 2007 E. 4 mit Hinweisen). Demgegenüber sind periodische Benutzu ngsgebühren – vorliegend die Grund- und Mengengebühr gemäss § 32 Abs. 2 lit. b und c WR un d § 39 WR – vor allem dafür be- stimmt, die laufend anfallenden Betriebs- und Unterhaltskosten zu decken. 5.4 Soweit die Vorinstanz ausführte, die Grundgebühre n dienten bloss der Deckung der Mietkosten für den Wasserzähler und der Kosten für die Z ählerablesung kann ihr nicht gefolgt werden. Vielmehr dienen die Grundgebühren zusammen mit der Mengengebühr allgemein der Deckung der Betriebs- und Instandhaltungskosten des kommunalen Wasserversorgungsnetzes. Öffentliche Wasserversorgungen müssen nämlich jederzeit b etriebsbereit sein, was ständigen Unterhalt erfordert. In Bezug auf die Versorgung mit Wasser ist weiter zu beachten, dass diese nicht nur die Bereitstellung von Trinkwasser, sondern a uch von Löschwasser umfasst. Im Falle eines Brandes auf einem Grundstück steht es dem Grundeigentümer nicht frei, ob er die öffent- liche Wasserversorgung, insb. die Hydranten, benützen will . Vielmehr ist die Feuerwehr im Brandfall verpflichtet, die vorhandenen, an die öffe ntliche Wasserversorgung angeschlossenen Hydranten zu benützen. Mit der Bereitstellung der Wasse rversorgung erbringt die Gemeinde somit eine Leistung, die nicht nur der Allgemeinheit, sondern insbesondere auch den Grund- eigentümern dient, weshalb die Gemeinde dafür von d en Grundeigentümern eine Grundgebühr erheben kann. Fraglich erscheint jedoch, ob im vorlieg enden Fall gestützt auf das Reglement effektiv zwei Grundgebühren erhoben werden können. Als entscheidend erweist sich diesbe- züglich der klare Wortlaut des kommunalen Reglements. § 32 Abs. 2 lit. b WR sieht in Bezug auf die Erhebung von Grundgebühren mit der gewählte n Formulierung "jährlichen Grundge- bühren inkl. jährlichen Mietgebühren für Wasserzähler" e xplizit vor, dass in den jährlichen Grundgebühren jährliche Mietgebühren für einen Wasser zähler enthalten sein müssen. Daraus ergibt sich zwangsläufig, dass für eine mehrfache Erheb ung von Grundgebühren (pro Haus- halt/Wohnung/Gewerbeeinheit) jeweils die entsprechende Anzahl Wasserzähler vorhanden sein müssen, ansonsten würde eine Wasserzählermiete für einen nicht existierenden Wasserzähler erhoben. Im Ergebnis ist damit der Vorinstanz zuzustimme n, dass die Beschwerdeführerin vom Beschwerdegegner nur eine Wasser-Grundgebühr für dessen Liegenschaft erheben kann, da unbestrittenermassen nur ein einziger Wasserzähler auf d essen Liegenschaft vorhanden ist. Die Beschwerde der Gemeinde erweist sich in diesem Punkt somit als unbegründet. 6.1 Zu klären bleibt weiter, ob die Vorinstanz zu Rech t die Inrechnungstellung von je einer Abwasser-Grundgebühr pro Gewerbeeinheit als unzulässig erachtet hat. 6.2 Die Vorinstanz erwog diesbezüglich, der Imbisstand ver ursache nachweislich kein Ab- wasser auf der Parzelle, da das Abwasser gesammelt und anschliessend in einer mobilen Toi- lette der Betreiberin entsorgt werde, welche wöchentlich extern geleert werde. Demnach sei der Imbissstand keine Abwasserlieferantin und für deren Bet rieb dürften keine Abwasser-Grund- gebühren erhoben werden. 6.3 Die Beschwerdeführerin bringt dagegen vor, die Vor instanz gehe von falschen bzw. irrelevanten Annahmen aus, da der Imbisstand selbstverstän dlich Abwasser produziere. Ob dieses tatsächlich vollumfänglich in der auf dem Grundstück stehenden mobilen Toilette ent-Seite 9 http://www.bl.ch/kantonsgericht sorgt werde, sei zweifelhaft. Zumindest eine Ableitung von diversen Wassereinträgen über den von den Kunden des Imbissstandes genutzten Parkplatz auf de r Parzelle führe zu einer Be- lastung der kommunalen Abwasseranlage. Abgesehen davo n werde auch die Abwassergebühr nicht durch die aktuelle, sondern durch die potentielle Abwasserlieferung ausgelöst. Das ergebe sich aus dem Wesen der Grundgebühr und habe zur Folge, d ass der Grundeigentümer als Ab- wasserlieferant auch für ansässige Betriebe eine Grundge bühr zu entrichten habe, die tatsäch- lich kein oder, wie vorliegend, nur geringfügig Abwasser lieferten. 6.4.1 Der Abwasserbegriff ist bundesrechtlich definiert . Als Abwasser wird nach Art. 4 lit. e des Bundesgesetzes über den Schutz der Gewässer (Gewässe rschutzgesetz, GSchG) vom 24. Januar 1991 das "durch häuslichen, industriellen, ge werblichen, landwirtschaftlichen oder sonstigen Gebrauch veränderte Wasser, ferner das in der Kanalisation stetig damit abfliessen- de Wasser sowie das von bebauten und befestigten Flächen abfliessende Niederschlagswas- ser" bezeichnet (H ANS W. STUTZ , Schweizerisches Abwasserrecht, 2008, S. 69). Weiter wi rd grundlegend zwischen verschmutztem und nicht verschmutztem Abwa sser unterschieden; je nach Qualifikation erfährt das Abwasser eine unterschied liche rechtliche Behandlung (vgl. aus- führlich dazu STUTZ , a.a.O., S. 73 ff.). Art. 10 GSchG ordnet an, dass die Kantone für die Erstel- lung öffentlicher Kanalisationen und zentraler Anlagen zur Reinigung von verschmutztem Ab- wasser und für einen wirtschaftlichen Betrieb dieser Anl agen sorgen. Das Gesetz erklärt damit die Abwasserreinigung zur öffentlichen Aufgabe, wobei das kantonale Recht bestimmt, welches Gemeinwesen innerhalb des Kantons diese Aufgabe übernimmt. Typischerweise obliegt die Ab- wasserentsorgung den Gemeinden, die dafür sorgen, dass sie sachgerecht geplant und ausge- führt wird (vgl. STUTZ , a.a.O., S. 125). Im Bereich öffentlicher Kanalisationen (d.h. insbesondere in Bauzonen) gilt eine generelle Pflicht der Inhaber von Bauten und Anlagen zum Anschluss an die öffentliche Kanalisation, soweit überhaupt verschmu tztes Abwasser aus diesen Bauten und Anlagen zur Entsorgung anfallen kann (Art. 11 Abs. 1 G SchG). Als Pendant zur Anschluss- pflicht ist die Inhaberin der Kanalisation verpflichtet, das verschmutzte Abwasser abzunehmen (Abnahmepflicht) und der zentralen Abwasserreinigungsa nlage (ARA) zuzuführen (Art. 11 Abs. 3 GSchG). 6.4.2 Um die Abwasseranlagen optimal betreiben zu kö nnen, dürfen die zur Verfügung ste- henden Mittel nicht vom Zustand der Bundes-, Kantons- und Gemeindefinanzen abhängen; er- forderlich ist vielmehr eine von der allgemeinen Rechnu ng unabhängige Finanzierung (Spezial- finanzierung). Ausserdem ist die Tragung der finanziellen Lasten im Interesse eines sparsamen und umweltgerechten Verhaltens durchgehend am Verursa cherprinzip auszurichten (P ETER KARLEN , Die Erhebung von Abwasserabgaben aus rechtlicher Sich t, in: URP 1999, S. 547). Gemäss Art. 60a GSchG sorgen die Kantone dafür, dass die Kosten für Bau, Betrieb, Unterhalt, Sanierung und Ersatz der Abwasseranlagen, die öffentlich en Zwecken dienen, mit Gebühren oder anderen Abgaben den Verursachern überbunden wer den (verursachergerechte und kos- tendeckende Kausalabgaben). Bei der Ausgestaltung der Abgaben sind nach Art. 60a Abs. 1 GSchG insbesondere die Art und Menge des erzeugten Abwas sers (lit. a), die zur Substanzer- haltung der Anlagen erforderlichen Abschreibungen (lit . b), die Zinsen (lit. c) und der geplante Investitionsbedarf für Unterhalt, Sanierung und Ersatz, für Anpassungen an gesetzliche Anfor- derungen sowie für betriebliche Optimierungen (lit. d ) zu berücksichtigen. Die Inhaber der Ab-Seite 10 http://www.bl.ch/kantonsgericht wasseranlagen müssen die erforderlichen Rückstellungen bi lden und die Grundlagen für die Berechnung der Abgaben sind öffentlich zugänglich zu machen (Art. 60a Abs. 3 und 4 GSchG). Art. 60a GSchG belässt dem kantonalen und kommunalen G esetzgeber einen erheblichen Spielraum bei der Ausgestaltung der Abgaben; die Besti mmung statuiert lediglich Mindestvor- gaben, welche die Kantone zu beachten haben. Nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung stellt Art. 60a GSchG keine hinreichende formellgese tzliche Grundlage für die Erhebung von Abwasserabgaben dar (BGE 128 I 46, E. 1 b.cc = Pra 200 2 Nr. 34). Das kantonale Recht hat sicherzustellen, dass die allgemeinen verfassungs- und abg aberechtlichen Anforderungen an die Erhebung öffentlicher Abgaben (siehe vorne E. 3.3 ff.) eingehalten werden. Insbesondere muss das kantonale (bzw. kommunale) Abgaberecht so ausges taltet werden, dass neben dem Abgabepflichtigen und dem Gegenstand der Abgabe auch d ie Bemessungskriterien und der Abgabesatz in einem Gesetz im formellen Sinn enthalten sind. Auf kommunaler Ebene ist dieses Erfordernis nach der bundesgerichtlichen Rechtspre chung erfüllt, wenn die Gemeinde- legislative über die entsprechende Gebührenverordnung beschliesst oder wenn die Gebühren- verordnung dem Referendum untersteht (BGE 120 Ia 265 E. 2.a). 6.4.3 § 113 KV bestimmt, dass der Kanton und die Geme inden für eine umweltgerechte Ableitung der Abwässer und Abfallbeseitigung zu sorge n haben. Der Verursacher ist mit- verantwortlich (§ 113 Abs. 1 KV). § 13 des Gesetzes über den Gewässerschutz des Kantons Basel-Landschaft (GSchG BL) vom 5. Juni 2003 regelt, dass die Gemeinden die ihnen beim Vollzug der Gewässerschutzbestimmungen entstehenden Kosten sowie die ihnen überbunde- nen Kosten auf die Abwasserlieferanten in Form einer G ebühr übertragen (Abs. 1). Diese Ge- bühr hat sich nach der Menge des in die Kanalisation eingeleiteten Abwassers zu richten, wel- che wiederum vom Wasserverbrauch abhängig ist (§ 13 Abs. 2 GSchG BL). Nach § 13 Abs. 3 GSchG BL kann eine Grundgebühr zur Finanzierung der la ufenden Infrastrukturkosten bei der Gebührengestaltung eingeführt werden. Weiter können die Gemeinden die Kosten für die Er- schliessung von Grundstücken durch die öffentliche Kanalisation (Schmutz- und Sauberwasser- leitung) in Form von Erschliessungsbeiträgen und Anschl ussgebühren auf die Liegenschafts- eigentümer überwälzen (§ 13 Abs. 4 GSchG BL). Eine weitere gesetzliche Grundlage für die Er- hebung von Kausalabgaben im Zusammenhang mit der Abwa sserentsorgung enthält das EntG BL. Gemäss § 90 Abs. 2 EntG BL können Grundeigent ümerinnen und Grundeigentümer, deren Grundstück ein öffentliches Erschliessungswerk benutzt, zur Leistung von Gebühren und anderen Abgaben (insb. einmaligen Anschluss- sowie Dienst leistungs- und Verbrauchsgebüh- ren für Wasser, Abwasser und Gross-Gemeinschaftsanlagen) herangezogen werden. Der Kreis der abgabepflichtigen Personen, der Gegenstand der A bgabe sowie die Bemessungskriterien sind in einem Gesetz bzw. Reglement festzulegen (§ 90 Abs. 3 EntG BL). 6.4.4 Gemäss § 16 Abs. 2 des Abwasserreglements der Geme inde A.____ (Abwasserreg- lement; AR) vom 15. Juni 2016 werden die Kosten der G emeinde für Bau, Betrieb, Unterhalt und Ersatz ihrer Abwasseranlagen sowie die von den Kl äranlagenbetreibern überbundenen Kosten insbesondere wie folgt weiterbelastet: den Gru ndeigentümerinnen bzw. den Grund- eigentümern oder den Baurechtsnehmerinnen bzw. den Ba urechtsnehmern in Form von An- schlussgebühren für den Anschluss an die Abwasseranlagen der Gemeinde (lit. a), den Abwas- serlieferantinnen und Abwasserlieferanten in Form einer jährlichen Grundgebühr (lit. b), den Ab-Seite 11 http://www.bl.ch/kantonsgericht wasserlieferantinnen und Abwasserlieferanten in Form von jährlichen Abwassergebühren (lit. c) und in Form von Gebühren für Bewilligungen, Kontroll en und besondere Dienstleistungen (lit. d). Im Falle einer Änderung der Eigentums- ode r Besitzverhältnisse veranlasst die Grund- eigentümerin oder der Grundeigentümer bei der Gemei nde die Ermittlung der bis zum Eigen- tums- bzw. Besitzübergang angefallenen Abwassergebühren (§ 16 Abs. 3 AR). Gemäss § 16 Abs. 4 AR schuldet die bisherige Grundeigentümerin oder der bisherige Grundeigentümer bei Änderung der Eigentumsverhältnisse die Abwassergebühren , die bis zum Zeitpunkt des Eigen- tumsübergangs angefallen sind. Zuständig für die Festleg ung der Gebühren ist die Gemeinde- versammlung, welche die Ansätze für die Berechnung der Anschlussgebühr, die jährliche Grundgebühr und die jährliche Abwassergebühr (Mengeng ebühr) im Anhang 1 zum Abwasser- reglement festlegt (§ 17 Abs. 1 AR). Die jährliche Abwassergebühr wird gemäss § 23 Abs. 1 AR in Form einer Grundgebühr und einer Gebühr aufgrund der jährlichen Wasserbezugsmenge in Rechnung gestellt. Die jährliche Grundgebühr beträgt F r. 60.-- (Ziff. 2.1 Anhang 1 zum AR) und die Abwassermengengebühr beträgt Fr. 1.40 pro m 3 Wasser (Ziff. 2.2 Anhang 1 zum AR). § 24 Abs. 2 AR bestimmt, dass die Grundgebühr pro Haushalt, bei Mehrfamilienhäusern für jede Wohneinheit/Wohnung und bei Industrie und Gewerbe pr o Gewerbeeinheit erhoben wird. An- hang 2 zum AR enthält eine Definition der Gewerbeein heit. Danach besteht eine Einheit aus einer Wohnung, einem Studio, einem Gewerbe-, Dienst leistungs-, Industrie- oder Landwirt- schaftsbetrieb. Bei sämtlichen Betriebsformen mit integ rierter Wohnung wird dies nur als eine Einheit berechnet, sofern die Wohnung vom Betreiber s elber bewohnt wird (Anhang 2 zum AR, Ziff. 5). Aufgrund dieser kommunalen Bestimmungen im Abwasserreglement ist das Erfordernis der genügenden gesetzlichen Grundlage für die Erhebung der Abwassergebühren erfüllt. 6.4.5 In Bezug auf die Erhebung von Kausalabgaben ka nn im kommunalen Reglement ein gewisser Schematismus festgelegt werden, der auf einer Wahrscheinlichkeit und auf Durch- schnittserfahrungen beruht. Es ist daher nicht notwendig, dass eine Gebühr in jedem Fall genau dem Verwaltungsaufwand beziehungsweise dem individuellen Nutzen entspricht, den die staat- liche Leistung dem Pflichtigen bringt (vgl. Urteil des Bundesgerichts 1P.645/2004 vom 1. Juni 2005 E. 3.5 mit Hinweisen). Auch das Verursacherprinzi p verlangt keine exakte Kostenauf- teilung, sondern lässt den Rückgriff auf relativ pauschal e Bezugsgrössen zu (vgl. K ARLEN , a.a.O., S. 550; Basellandschaftliche Verwaltungsgerichtsentscheide [BLVGE] 2001 S. 107). Die Wahl für eine der Pauschalierungsformen obliegt den G emeinden. Das Kantonsgericht greift in diese Wahlfreiheit nur ein, wenn der Entscheid für ei nen bestimmten Modus bzw. im Einzelfall zu einem Verstoss gegen das übergeordnete Recht führt. De r Verband Schweizer Abwasser- und Gewässerschutzfachleute (VSA) und die Organisation Kommunale Infrastruktur (OKI) favo- risieren Gebührenmodelle, die ein gutes Verhältnis zwischen Verursachergerechtigkeit und Voll- zugsaufwand gewährleisten, weshalb im Bereich der Abwas serentsorgung Synergien mit der Tarifierung der Wasserversorgung (gemeinsame Bemessungsgr undlagen) anzustreben seien (vgl. die vom VSA und der OKI herausgegebene Empfehlun g "Gebührensystem und Kosten- verteilung bei Abwasseranlagen" [VSA/OKI Empfehlung], 2018, S. 5). Nicht empfohlen wird hin- gegen ein auf Gebührenkriterien wie Anzahl Wohnungen , Zimmer etc. basierendes System, weil es illusorisch sei, mit derartigen Gebührenkriterien ein konsistentes Tarifgefüge zu erzielen, welches einer gebührenrechtlichen Überprüfung mit Quer - und Kostenvergleichen standhalte (vgl. VSA/OKI Empfehlung S. 48). Nach der ständigen bu ndesgerichtlichen Rechtsprechung Seite 12 http://www.bl.ch/kantonsgericht entfaltet das in Art. 60a Abs. 1 GSchG statuierte Verur sacherprinzip seine Wirkung vor allem bei den periodischen Benutzungsgebühren, welche einen Bezug zur produzierten Abwasser- menge haben müssen (vgl. Urteil des Bundesgerichts 2P.2 66/2003 vom 5. März 2004, E. 3.1, in: URP 2004 S. 197 ff.; Urteil des Bundesgerichts 2P. 78/2003 vom 1. September 2003, in: ZBl 105/2004 S. 270 ff., E. 3.6). Auch für diese wieder kehrenden Abwassergebühren kann allerdings eine Aufteilung in eine Grundgebühr für d ie noch nicht gedeckten Bereitstellungs- kosten einerseits und eine mengenabhängige Gebühr ande rerseits vorgesehen werden. Was das Verhältnis zwischen der Grundgebühr (auch als Bereitst ellungsgebühr bezeichnet; vgl. KARLEN , a.a.O., S. 556) und der mengenabhängig bemessenen Gebühr betrifft, so darf bei kombinierten Gebühren die Menge des erzeugten Abwasse rs nicht gänzlich ignoriert werden. Wird der individuelle Verbrauch nicht in die Bemessung e inbezogen, so ist nicht nur das Verur- sacherprinzip, sondern auch das Äquivalenzprinzip verletzt (vgl. B EATRICE WAGNER PFEIFER , Umweltrecht – Allgemeine Grundlagen, 2017, S. 44 f.; Urteil des Bundesgerichts 2C_995/2012 vom 16. Dezember 2013 E. 6.4 f., in: URP 2015 S. 91; Urteil des Bundesgerichts 2C_817/2008 vom 27. Januar 2009 E. 8; BGE 128 I 46 E. 4a). Die E rhebung nur einer Grundgebühr ist daher nicht zulässig. Ebenso ist eine Kombination von Grund- und Mengengebühr, bei der letztere nur noch als ganz nebensächlich erscheint, mit Art. 60a GSchG unvereinbar und verletzt das Äqui- valenzprinzip (Urteil des Verwaltungsgerichts Bern vom 26. September 2006 E. 5.4, in: URP 2007 S. 210; vgl. auch Urteil des Bundesgerichts 2P.266/2003 vom 5. März 2004, in: URP 2004 S. 197; STUTZ , a.a.O., S. 193). Allgemein anerkannt ist, dass die Abwassermenge (zumindest teilweise) vom Wasserverbrauch abhängt, so dass der Verb rauch an Frischwasser als zulässi- ges Kriterium für die Bemessung der variablen Abwasserge bühr gilt (BGE 129 I 290 E. 3.2; KARLEN , a.a.O., S. 559). 6.5 Die Gemeinde hat sich in ihrem Reglement hinsichtl ich der jährlich zu erhebenden Ab- wassergebühr für eine Kombination von Grund- und Meng engebühr (vgl. § 23 Abs. 1 AR) ent- schieden. Dabei dient die Wasserbezugsmenge als Bemessungskri terium für die Mengenge- bühr, während für die Grundgebühr ausschliesslich auf d ie Anzahl Haushalte, Wohneinhei- ten/Wohnungen bzw. Gewerbeeinheiten abgestellt wird (vgl. § 24 Abs. 2 AR). Dies führt im kon- kreten Fall dazu, dass in Bezug auf einen der auf dem Gr undstück befindlichen Betriebe aus- schliesslich eine Grundgebühr ohne jeglichen Bezug zur (Ab-)Wassermenge erhoben wird, weil nur ein Wasserzähler auf der Liegenschaft des Beschwerde gegners existiert. Dies stellt nach der zuvor dargelegten Rechtsprechung sowohl eine Verl etzung des Verursacherprinzips als auch des Äquivalenzprinzips dar, da die Erhebung nur e iner Grundgebühr nicht zulässig ist. Demgemäss hat die Vorinstanz zu Recht die Erhebung von zw ei Grundgebühren beim Be- schwerdegegner als unzulässig erachtet, was zur Abweisu ng der Beschwerde in diesem Punkt führt. 7.1 Weiter umstritten ist die Frage, ob der Beschwerde gegner (Grundeigentümer) als Schuldner für die Abwasser-Grundgebühren ins Recht gefasst werden darf. Die Vorinstanz kam diesbezüglich zum Schluss, dass der Grundeigentümer, dem die Gemeinde die Abwasser- grundgebühren in Rechnung gestellt habe, selbst nicht auf der Parzelle lebe und dort auch keinen Betrieb führe. Er sei daher selbst nicht Abwasserli eferant im Sinne von § 16 Abs. 2 lit. b und § 20 Abs. 1 AR. Die Gebühren müssten direkt der Abwasserlieferantin in Rechnung gestellt Seite 13 http://www.bl.ch/kantonsgericht werden. Die Abwassergrundgebühren würden die dort ans ässige Tiertagesstätte betreffen. Unbestrittenermassen produziere die Tiertagesstätte Abwasse r und sei dementsprechend Ab- wasserlieferantin, weshalb die für sie berechneten Grun dgebühren direkt bei der Betreiberin zu erheben seien. Pro Gewerbeeinheit erhobene Grundgebü hren seien nicht beim Grundeigentü- mer der Parzelle in Rechnung zu stellen, sondern bei de n jeweiligen Betreiberinnen der Gewer- beeinheiten, da diese Abwasserlieferantinnen seien. 7.2 Dagegen bringt die Beschwerdeführerin vor, ihr Abw asserreglement bezeichne zwar die Abwasserlieferanten als Schuldner. Damit sei aber n och nicht gesagt, dass nicht ebenfalls der Grundeigentümer als Abwasserlieferant zu verstehen sei. Letztlich sei es seine Parzelle, die an das kommunale Abwassersystem angeschlossen sei, weshalb der Grundeigentümer aus der Sicht der Infrastrukturbetreiberin als Abwasserlieferant erscheine. In diesem Zusammenhang sei auch zu beachten, dass es in keiner Weise der Praxis en tspreche, Mietparteien in Mehr- familienhäusern mit Abwasser-Grundgebühren zu belaste n, was aber aufgrund der Sichtweise der Vorinstanz zwingend erforderlich wäre. Würde der Au ffassung der Vorinstanz betreffend Auslegung des Begriffs des Abwasserlieferanten gefolgt, so wäre das Abwasserreglement, das im Übrigen auf einem kantonalen Musterreglement beruhe und in einer Vielzahl von Gemeinden in gleicher Weise in Kraft stehe, gar nicht anwendbar . Es sei davon auszugehen, dass die Grundgebühren für alle auf der Parzelle angesiedelten Betriebe grundsätzlich ebenfalls beim Grundeigentümer eingefordert werden könnten. Zudem werde die Abwasser-Grundgebühr nicht durch die aktuelle, sondern durch die potentielle Abwa sserlieferung ausgelöst, was sich aus dem Wesen der Grundgebühr ergebe. Schuldner sei der Grundeigentümer, was sich aus rechtlichen und praktischen Überlegungen aufdränge. 7.3 Der Begriff des Abwasserlieferanten bzw. der Abwasse rlieferantin findet sich nicht bloss in § 16 Abs. 2 lit. b und c AR, sondern auch im GschG BL (vgl. § 13 Abs. 1 GSchG BL; siehe vorne E. 6.4.3) und in § 16 Abs. 2 lit. c und d des Muster-Abwasserreglements der ba- sellandschaftlichen Gemeinden (Muster-AR). Das GSchG BL d efiniert sodann die Aufgaben- verteilung im Zusammenhang mit der Abwasserbeseitigung . Gemäss § 5 Abs. 1 und 2 GSchG BL haben die Gemeinden für die Sammlung des im Bereich der öffentlichen Kana- lisation anfallenden verschmutzten Abwassers zu sorgen und sind dafür verantwortlich, dass die erforderlichen Anlagen über die nötige hydraulische Kapazität verfügen sowie baulich und betrieblich unterhalten werden. Die Grundeigentümeri nnen und -eigentümer haben ihrerseits die Ableitungen zur öffentlichen Kanalisation zu erstell en, zu betreiben und zu erneuern sowie dafür zu sorgen, dass diese dicht sind (§ 5 Abs. 3 GSchG BL). Aus dieser Verpflichtung ergibt sich, dass der jeweilige Grundeigentümer bzw. die jeweil ige Grundeigentümerin – unabhängig davon, ob er bzw. sie auf der Parzelle wohnt oder eine n Betrieb führt – als Abwasserlieferant bzw. Abwasserlieferantin anzusehen ist. Dafür spricht au ch, dass das Abwasserreglement im Falle einer Änderung der Eigentums- oder Besitzverhält nisse die Grundeigentümerin oder den Grundeigentümer zur Meldung gegenüber der Gemeinde v erpflichtet (vgl. § 16 Abs. 3 AR) und die bisherige Grundeigentümerin oder der bisherige Grundeigentümer bei Änderung der Eigen- tumsverhältnisse ausdrücklich als Schuldnerin bzw. Schuldner der bis zum Zeitpunkt des Eigen- tumsübergangs angefallenen Abwassergebühren bezeichnet (vgl. § 16 Abs. 4 AR). Auch nach der kantonsgerichtlichen Rechtsprechung ist es im Übrigen zulässig, die jährlichen Grundge-Seite 14 http://www.bl.ch/kantonsgericht bühren formell bei der Grundeigentümerin bzw. beim G rundeigentümer zu erheben, auch wenn die Kosten der Grundgebühr auf den primären Verursach er, d.h. den lediglich vertraglich zur Nutzung der Liegenschaft Berechtigten, zu überwälzen s eien (vgl. Urteil des Kantonsgerichts, Abteilung Verfassungs- und Verwaltungsrecht [KGE VV], vom 11. Januar 2012 [810 11 237] E. 6.2). Diese kantonale Praxis wurde vom Bundesgericht i mplizit geschützt (vgl. Urteil des Bundesgerichts 2C_644/2009 vom 16. August 2010, E. 4.2) und vorliegend sind – wie dargelegt – keine Gründe ersichtlich, von dieser ständigen Praxis ab zuweichen. Die Beschwerde erweist sich somit, soweit die Vorinstanz direkt die Beigeladene 2 anstelle des Beschwerdegegners zur Bezahlung der Abwassergebühren verpflichtete, als begründet. 8. Gemäss § 20 Abs. 1 VPO ist das Verfahren vor dem Kant onsgericht kostenpflichtig. Die Verfahrenskosten umfassen die Gerichtsgebühren und die Be weiskosten und werden in der Regel der unterliegenden Partei in angemessenem Ausma ss auferlegt (§ 20 Abs. 3 VPO). Da die Beschwerdeführerin nur marginal in Bezug auf die Auswahl des Gebührenschuldners ob- siegt, rechtfertigt es sich, ihr die gesamten Verfahrensko sten in der Höhe von insgesamt Fr. 1'500.-- aufzuerlegen. Die Parteikosten sind demgemäss wettzuschlagen (§ 21 Abs. 1 VPO). Seite 15 http://www.bl.ch/kantonsgericht Demgemäss wird e r k a n n t : ://: 1. In teilweiser Gutheissung der Beschwerde wird das Urteil des Enteig- nungsgerichts aufgehoben, soweit die Beigeladene 2 an stelle des Be- schwerdegegners zur Bezahlung der Abwassergebühr verpflichtet wurde. Im Übrigen wird die Beschwerde abgewiesen. 2. Die Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 1'500.-- werden der Beschwer- deführerin auferlegt und mit dem geleisteten Kostenvo rschuss in der Höhe von Fr. 2'000.-- verrechnet. Der zuviel geleistete K ostenvorschuss in der Höhe von Fr. 500.-- wird der Beschwerdeführerin zurückerstattet. 3. Die Parteikosten werden wettgeschlagen. Vizepräsident Gerichtsschreiber