Postulat Fäh 1732 N 6 octobre 1989 Fäh, Fischer-Hägglingen, Fischer-Seengen, Friderici, Giger, Hess Otto, Hildbrand, Hösli, Jeanneret, Loeb, Luder, Mauch Rolf, Müller-Wiliberg, Nebiker, Oester, Ott, Portmann, Rei- mann Maximilian, Rutishauser, Schmidhalter, Schule, Seiler Hanspeter, Spoerry, Steinegger, Stucky, Weber-Schwyz, Wi- drig, Wyss Paul, Wyss William, Zölch (40) Schriftliche Begründung - Développement par écrit Der Urheber verzichtet auf eine Begründung und wünscht eine schriftliche Antwort. Schriftliche Erklärung des Bundesrates vom 13. September 1989 Déclaration écrite du Conseil fédéral du 13 septembre 1989 Der Bundesrat ist bereit, das Postulat anzunehmen. Ueberwiesen - Transmis #ST# 89.578 Postulat Gysin Schutz des Schweizerwappens Protection des armoiries suisses Wortlaut des Postulates vom 23. Juni 1989 Der Bundesrat wird beauftragt zu prüfen, ob das Bundesge- setz über den Schutz öffentlicher Wappen und anderer öffent- licher Zeichen vom 5. Juni 1931 nicht in dem Sinne geändert werden sollte, dass der fortschreitenden Verkommerzialisie- rung des schweizerischen Hoheitszeichens Einhalt geboten wird. Texte du postulat du 23 juin 1989 Le Conseil fédéral est invité à examiner s'il ne conviendrait pas de modifier la loi fédérale du 5 juin 1931 pour la protection des armoiries publiques et autres signes publics afin de mettre un frein à la commercialisation abusive de l'emblème suisse. Mitunterzeichner - Cosignataires: Aliesch, Bühler, Büttiker, Cincera, Daepp, Fäh, Fischer-Hägglingen, Frey Walter, Giger, Hänggi, Loretan, Mauch Rolf, Müller-Wiliberg, Neuenschwan- der, Portmann, Reichling, Rutishauser, Rychen, Scheidegger, Schmidhalter, Wyss William, Zwingli (22) Schriftliche Begründung - Développement par écrit Immer wieder ist festzustellen, dass die geltende Regelung des Schutzes des schweizerischen Hoheitszeichens von Wer- bung und Wirtschaft verletzt wird. Missbräuchen wird mit un- genügender, unannehmbarer Gleichgültigkeit durch die zu- ständigen Instanzen begegnet, so dass im Bereich des Wap- penschutzes von einer mangelnden Durchsetzung geltenden Rechts gesprochen werden kann. Der Eindruck eines mangelnden Rechtsdurchsetzungswillens verstärkt sich angesichts des Antrags des EJPD, im Rahmen der Totalrevision des Markenschutzgesetzes das Bundes- gesetz über den Schutz öffentlicher Wappen und anderer öf- fentlicher Zeichen gänzlich abzuschaffen. Damit würden sämt- liche Dämme gegen eine totale Verkommerzialisierung des Schweizerwappens abgebrochen. Eine unbegrenzte Verkommerzialisierung unseres nationalen Hoheitszeichens verletzt nationale und patriotische Gefühle breiter Bevölkerungskreise. Das Hoheitszeichen der Schwei- zerischen Eidgenossenschaft sollte deshalb der Verkommer- zialisierung und Profanisierung entzogen und strikt den schweizerischen Institutionen und den öffentlich-rechtlichen Körperschaften der Schweiz vorbehalten sein. Es erscheint uns unverständlich, wenn einerseits vom Bürger als Soldat Achtung und Respekt vor dem Schweizerwappen erwartet wird, anderseits das schweizerische Hoheitszeichen auf allen möglichen Produkten und Werbeerzeugnissen vor- zufinden ist. Zudem verletzt die Verkommerzialisierung des Schweizer- wappens das Genfer Abkommen vom 12. August 1949 zur Ver- besserung des Loses der Verwundeten und Kranken der be- waffneten Kräfte im Felde. Artikel 53 Absatz 2 des 1. Genfer Ab- kommens lautet wie folgt: «Im Hinblick auf die der Schweiz durch die Annahme der um- gestellten eidgenössischen Landesfarben erwiesene Ehrung und auf die zwischen dem Schweizerwappen und dem Schutzzeichen des Abkommens mögliche Verwechslung ist der Gebrauch des Wappens der Schweizerischen Eidgenos- senschaft sowie aller Zeichen, die eine Nachahmung darstel- len, durch Privatpersonen, Gesellschaften und Handelsfir- men, sei es als Fabrik- oder Handelsmarke oder als Bestand- teil solcher Marken, sei es zu einem gegen die kaufmännische Ehrbarkeit verstossenden Zweck oder unter Bedingungen, die geeignet sind, das schweizerische Nationalgefühl zu verlet- zen, jederzeit verboten.» Beispiele für die zunehmende Verkommerzialisierung des na- tionalen Hoheitszeichens und für die mangelnde Durchset- zung geltenden Rechts und internationaler Abkommen sind - Kreditkarten einer ausländischen Organisation, auf denen das «offizielle» Schweizerwappen der Eidgenossenschaft und der Bundesverwaltung vorzufinden ist; - die grafisch verfremdeten Schweizerwappen, die von den zuständigen Richtern zugelassen werden und ungeahndet bleiben. Schriftliche Erklärung des Bundesrates vom 13. September 1989 Déclaration écrite du Conseil fédéral du 13 septembre 1989 Der Bundesrat ist bereit, das Postulat entgegenzunehmen. Ueberwiesen - Transmis #ST# 89.482 Postulat Fäh Armeereform 95 und Gesamtverteidigung Réforme de l'armée 95 et défense générale Wortlaut des Postulates vom 12. Juni 1989 Die geplante Armeereform 95 hat Auswirkungen auf alle übri- gen Bereiche der Gesamtverteidigung. Besonders betrifft dies den personalpolitischen Bereich. Der Bundesrat wird gebeten, die Möglichkeiten und Chancen, welche die Armeereform 95 den übrigen Bereichen der Ge- samtverteidigung bietet, zu überprüfen und zusammen mit der Botschaft über die Armeereform 95 auch über das Ergeb- nis dieser Ueberprüfung Bericht zu erstatten bzw. entspre- chende Anträge zu unterbreiten. Texte du postulat du 12 juin 1989 La réforme de l'armée 95 qui est prévue aura des répercus- sions sur tous les autres domaines de la défense générale, no- tamment sur la politique en matière de personnel. Le Conseil fédéral est prié d'examiner les possibilités et les chances qui s'offrent ainsi à tous les autres domaines de la défense générale et de soumettre, en même temps que le message sur la réforme de l'armée 95, un rapport sur les résul- tats de cet examen et des propositions à ce sujet.6. Oktober 1989 N 1733 Postulat Etique Mitunterzeichner - Cosignataires: Cincera, Eggenberg-Thun, Hari, Jeanneret, Paccolat, Widmer, Wyss Paul, Zölch (8) Schriftliche Erklärung des Bundesrates vom 23. August 1989 Déclaration écrite du Conseil fédéral du 23 août 1989 Der Bundesrat ist bereit, das Postulat entgegenzunehmen. Ueberwiesen - Transmis #ST# 89.532 Postulat Pini Militärische Karriere. Verkürzung der Etappen Postulato Pini Riduzione dei tempi di carriera militare Postulat Pini Carrière militaire. Ecourtement des étapes Wortlaut des Postulates vom 22. Juni 1989 Der Bundesrat wird eingeladen, die Ernennungskriterien für die höheren Offiziersränge im Instruktionsdienst und für die höheren Truppenkommandos zu überprüfen; er soll nament- lich: a) die Etappen der militärischen Karriere verkürzen; b) die Bedingungen für eine qualitativ hochstehende Ausbil- dung für die höheren Kommandos der Armee verbessern; c) den Uebertritt von Milizoffizieren in den Instruktionsdienst erleichtern; d) vertiefte Kenntnisse der nationalen und internationalen hi- storischen und politischen Entwicklung fördern. Testo del postulato del 22 giugno 1989 II Consiglio federale è invitato a rivedere i criteri di nomina degli ufficiali superiori, a livello dell'istruzione e dei comandi supe- riori della milizia. In particolare: a) Ridurre i tempi di carriera; b) Migliorare le condizioni di formazione qualitativa di co- mandi superiori dell'esercito; c) Facilitare il passaggio dai quadri della milizia ai quadri del- l'istruzione permanente; d) Promuovere una più ampia conoscenza globale dell'evolu- zione storico-politica nazionale e internazionale. Texte du postulat du 22 juin 1989 Le Conseil fédéral est invité à réexaminer les critères adoptés pour la nomination des officiers supérieurs, tant sur le plan de l'instruction que sur celui des commandements supérieurs de la milice. Il s'agit en particulier: a) de réduire la durée de la carrière; b) d'améliorer du point de vue qualitatif les conditions de for- mation aux échelons supérieurs de l'armée; c) de faciliter le passage des cadres de la milice aux cadres de l'instruction permanente; d) de viser à une connaissance globale plus large de l'évolu- tion historico-politique sur les plans national et international. Mitunterzeichner- Cofirmatari-Cosignataire: Nessuno. Schriftliche Begründung - Motivazione scritta - Développe- ment par écrit II miglioramento qualitativo della formazione dei quadri di co- mando a livello di milizia e di istruzione permanente rimane un obiettivo costante per un esercito di difesa come il nostro. In particolare, la formazione degli ufficiali preposti ai Comandi superiori o all'istruzione della truppa deve rispondere alla ne- cessità di un aggiornamento puntuale non solo a livello mili- tare, ma anche a livello delle conoscenze globali dell'evolu- zione storico-politica della società nazionale e internazionale. I tempi di carriera sono ancora legati a criteri di nomina in gran parte superati che impediscono la necessaria dinamica di scelta per l'impiego di forze giovani, qualitativamente e cultu- ralmente preparate alla conduzione moderna del nostro eser- cito di milizia. In particolare, la riduzione dei tempi classici di carriera permetterebbe, ai livelli superiori di comando (Reggi- mento, Divisione, Corpo d'Armata), di poter contare sull'im- piego di giovani comandanti e, conseguentemente, una più ampia rotazione, nel tempo, degli elementi più qualificati a tali funzioni. Schriftliche Erklärung des Bundesrates vom 23. August 1989 Dichiarazione del Consiglio federale del 23 agosto 1989 Déclaration écrite du Conseil fédéral du 23 août 1989 II Consiglio federale è disposto ad accettare il postulato. Ueberwiesen - Transmis #ST# 89.569 Postulat Etique Einkäufe für die persönliche Ausrüstung des Soldaten Commandes pour la confection de l'équipement personnel du soldat Wortlaut des Postulates vom 23. Juni 1989 Die Verteilung der Aufträge für die persönliche Ausrüstung (Uniformen, Rucksäcke, Effektensäcke, Lederwaren usw.) auf die Kantone richtet sich nach der Zahl der Ausgehobenen. Der Bundesrat wird eingeladen zu überprüfen, ob nicht noch wei- tere Kriterien berücksichtigt werden sollten. Texfe du postulat du 23 juin 1989 Le Conseil fédéral est prié d'examiner si d'autres critères que celui de l'effectif des conscrits ne doivent pas être pris en con- sidération dans la répartition des commandes pour la confec- tion de l'équipement personnel (uniformes, sacs de monta- gne, sacs à effets, sellerie, etc.). Mitunterzeichner-Cosignataires: Aubry, Philipona, Savary- Vaud (3) Schriftliche Begründung - Développement par écrit Actuellement, seul l'effectif des conscrits est pris en compte pour répartir les commandes fédérales pour la confection de l'équipement personnel. Cette pratique a pour effet de favori- ser les cantons populeux en y attirant des commandes, alors que le besoin ne s'y fait pas le plus sentir. Déjà favorisées par les commandes d'armement, ces régions sont encore avanta- gées dans le domaine des commandes qui intéressent plus particulièrement l'artisan (selliers, tailleurs, couturières, etc.). D'ailleurs, les contingents attribués dépassent souvent les possibilités artisanales de certains cantons qui doivent sous- traiter leur contingent. Dans ces conditions, ne faudrait-il pas revoir les critères d'attri- bution de ces commandes, de façon à favoriser plutôt les can- tons économiquement faibles (régions périphériques,'régions de montagne) où l'artisanat est encore fortement implanté et où ces commandes sont encore plus appréciées qu'ailleurs? Il serait ainsi possible d'opérer une judicieuse décentralisation des commandes fédérales dans un domaine qui s'y prête bien.Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali Postulat Fäh Armeereform 95 und Gesamtverteidigung Postulat Fäh Réforme de l'armée 95 et défense générale In Amtliches Bulletin der Bundesversammlung Dans Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale In Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale Jahr 1989 Année Anno Band IV Volume Volume Session Herbstsession Session Session d'automne Sessione Sessione autunnale Rat Nationalrat Conseil Conseil national Consiglio Consiglio nazionale Sitzung 16 Séance Seduta Geschäftsnummer 89.482 Numéro d'objet Numero dell'oggetto Datum 06.10.1989 - 08:00 Date Data Seite 1732-1733 Page Pagina Ref. No 20 017 808 Dieses Dokument wurde digitalisiert durch den Dienst für das Amtliche Bulletin der Bundesversammlung. Ce document a été numérisé par le Service du Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale. Questo documento è stato digitalizzato dal Servizio del Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale.