Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche- rungsrecht vom 19. April 2012 (725 11 293 / 101) ____________________________________________________________________ Unfallversicherung Natürlicher Kausalzusammenhang zwischen Unfall und festgestellten kognitiven Minder- leistungen Besetzung Präsident Andreas Brunner, Kantonsrichter Chri stof Enderle, Kan- tonsrichter Michael Guex, Gerichtsschreiber Markus Schäfer Parteien A.____, Beschwerdeführer, vertreten durch D r. Claude Schnüriger, Advokat, Aeschenvorstadt 77, Postfach 538, 4010 Basel gegen SUVA , Rechtsabteilung, Postfach 4358, 6002 Luzern, Beschwerde- gegnerin, vertreten durch Andrea Tarnutzer-Münch, Advokat, Güter- strasse 106, 4053 Basel Betreff Leistungen A. Der 1946 geborene A. ____ war seit dem 1. Juli 198 6 als Chauffeur bei der B.____ AG tätig und durch die Arbeitgeberin bei der Schweizerisch en Unfallversicherungsanstalt (SUVA) obligatorisch gegen die Folgen von Unfällen und Beruf skrankheiten versichert. Am 7. August 2000 wurde A.____ als Velofahrer auf dem Weg zur Arbe it von einem Auto angefahren, worauf er notfallmässig in das Spital C.____ überführt wurde. Dort diagnostizierten die behandelnden Ärzte eine Contusio cerebri, eine kleine Kontusionszone t emporobasal rechts, eine Riss- Seite 2 http://www.bl.ch/kantonsgericht quetschwunde occipital, eine nicht dislozierte Nasenbeinfra ktur und ein Brillenhämatom. Nach Eingang der durch die Arbeitgeberin erstatteten Unfa llmeldung erbrachte die SUVA für diesen Unfall die gesetzlichen Leistungen (Heilbehandlung, Tag gelder). Gestützt auf ihre medizini- schen und erwerblichen Abklärungen sprach die SUVA mit V erfügung vom 6. Oktober 2003 A.____ für die verbleibenden Unfallfolgen mit Wirkung ab 1. September 2003 eine Invalidenren- te basierend auf einem Erwerbsunfähigkeitsgrad von 54 % und eine Integritätsentschädigung in der Höhe von 50 % des Höchstbetrages des versicherten Jahr esverdienstes zu. Gegen diese Verfügung erhob Advokat Dr. Claude Schnüriger namens und im Auftrag von A.____ Einspra- che bei der SUVA, mit welcher er die Zusprechung eine r Invalidenrente basierend auf einem Erwerbsunfähigkeitsgrad von mindestens 80 % und eine I ntegritätsentschädigung in der Höhe von mindestens 60 % beantragte. Mit Verfügung vom 26. A ugust 2004 zog die SUVA die ange- fochtene Verfügung insofern in Wiedererwägung, als sie dem Versicherten nunmehr mit Wir- kung ab 1. September 2003 eine Invalidenrente basiere nd auf einem Erwerbsunfähigkeitsgrad von 80 % zusprach. Gleichzeitig wie sie darauf hin, dass sich bezüglich des Integritätsschadens aus medizinischer Sicht keine Erhöhung begründen lasse. Daran hielt die SUVA auf Einsprache des Versicherten hin mit Einspracheentscheid vom 8. Novemb er 2004 fest. Gegen diesen Ein- spracheentscheid erhob A.____ Beschwerde beim Kantonsgeri cht Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversicherungsrecht (Kantonsgericht), mit welcher er die Zusprechung einer Invalidenrente in der Höhe von 100 % ab 1. September 2003 und die A usrichtung einer Integritätsentschädi- gung von mindestens 60 % beantragte. Mit Urteil vom 8. Juni 2005 (Verfahren-Nr. 725 04 210/78) hiess das Kantonsgericht die Beschwerde in dem Si nne gut, als es den angefochtenen Einspracheentscheid vom 8. November 2004 aufhob und die Angelegenheit an die SUVA zu- rückwies, damit diese zu gegebener Zeit die Invalidenren te und die Integritätsentschädigung des Versicherten neu festsetze. Zur Begründung wies es im Wesentlichen darauf hin, dass der Rentenanspruch erst entstehe, wenn von der Fortsetzung der ärztlichen Behandlung keine namhafte Besserung des Gesundheitszustandes der versicherten Person mehr erwartet werden könne. Da vorliegend sowohl im Verfügungszeitpunkt als auch im Zeitpunkt des Erlasses des Einsprachentscheides noch eine solche Besserung in Aussicht ge standen habe, hätte die SUVA noch nicht über den Rentenanspruch entscheiden dü rfen. Die Invalidenrente des Be- schwerdeführers sei demnach zu früh festgesetzt worden. Die se Überlegungen würden sodann auch für die ebenfalls strittige Integritätsentschädigung gelten. Im Rahmen der weiteren Abklärung des medizinischen Sachve rhaltes gab die SUVA bei der Klinik D.____ eine neurologisch-neuropsychologische Beguta chtung des Versicherten in Auf- trag. Gestützt auf die Ergebnisse dieses am 10. Juni 2009 erstatteten Gutachtens erliess die SUVA am 25. März 2010 eine Verfügung, mit welcher sie die Versicherungsleistungen (Taggel- der, Heilbehandlung) per 30. April 2010 einstellte. Gleichzeitig hielt sie fest, dass mangels er- heblicher Unfallfolgen auch kein Anspruch auf weitere G eldleistungen in Form einer Invaliden- rente und/oder einer Integritätsentschädigung bestehe. Auf die Rückforderung der bereits aus- bezahlten Integritätsentschädigung in der Höhe von Fr. 53’400.-- werde verzichtet. Die vom Versicherten gegen diese Verfügung erhobene Einsprache wies die SUVA mit Entscheid vom 4. August 2011 ab. Seite 3 http://www.bl.ch/kantonsgericht B. Gegen diesen Einspracheentscheid erhob A.____, wie derum vertreten durch Advokat Dr. Claude Schnüriger, am 30. August 2011 Beschwerde beim Kantonsgericht. Darin beantrag- te er, es seien die Verfügung vom 25. März 2010 und de r Einspracheentscheid vom 4. August 2011 aufzuheben und es sei die SUVA zu verurteilen, ihm auch nach dem 30. April 2010 die gesetzlichen Leistungen zu erbringen und ihm auf der Basis einer Erwerbsunfähigkeit von 80 % eine entsprechende Rente zu entrichten. Eventualiter sei die SUVA zu verurteilen, im Zusam- menhang mit der Frage, ob seit dem Erlass der Verfügun g vom 26. August 2004 eine Besse- rung eingetreten sei, ein medizinisches Gutachten in Auftrag zu geben; unter o/e-Kostenfolge. C. In ihrer Vernehmlassung vom 16. November 2011 beantr agte die SUVA, vertreten durch Advokat Andrea Tarnutzer-Münch, die Abweisung der Beschwerde. D. Zur Vervollständigung der Akten zog der Instruktionsr ichter bei der IV-Stelle Basel- Landschaft das IV-Dossier des Beschwerdeführers bei. Das Kantonsgericht zieht i n E r w ä g u n g : 1. Gemäss Art. 56 Abs. 1 und Art. 57 des Bundesgesetzes üb er den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG) vom 6. Oktober 2000, desse n Bestimmungen gemäss Art. 2 ATSG in Verbindung mit Art. 1 Abs. 1 des Bundesgesetze s über die Unfallversicherung (UVG) vom 20. März 1981 auf die Unfallversicherung anwendbar sind, kann gegen Einspracheent- scheide der Unfallversicherer beim zuständigen kantonalen V ersicherungsgericht Beschwerde erhoben werden. Zuständig ist nach Art. 58 ATSG das Ver sicherungsgericht desjenigen Kan- tons, in dem die versicherte Person zur Zeit der Beschwer deerhebung ihren Wohnsitz hat. Vor- liegend befindet sich dieser in E.____, weshalb die ö rtliche Zuständigkeit des Kantonsgerichts Basel-Landschaft zu bejahen ist. Laut § 54 Abs. 1 lit. a des Gesetzes über die Verfassungs- und Verwaltungsprozessordnung (VPO) vom 16. Dezember 1 993 beurteilt das Kantonsgericht als Versicherungsgericht als einzige gerichtliche Instanz des Kantons Beschwerden gegen Ein- spracheentscheide der Versicherungsträger gemäss Art. 56 A TSG. Es ist somit auch sachlich zur Behandlung der vorliegenden Beschwerde zuständig. Auf die - im Übrigen frist- und formge- recht erhobene - Beschwerde des Versicherten vom 30. August 2011 ist demnach einzutreten. 2. Streitgegenstand des vorliegenden Verfahrens bildet die Frage, ob der Beschwerdefüh- rer über den 30. April 2010 hinaus Anspruch auf Leist ungen aus der obligatorischen Unfallver- sicherung hat. 2.1 Nach Art. 6 Abs. 1 UVG hat der Unfallversicherer i n der obligatorischen Unfallversiche- rung, soweit das Gesetz nichts anderes bestimmt, die Versicherungsleistungen bei Berufsunfäl- len, Nichtberufsunfällen und Berufskrankheiten zu gewäh ren. Art. 10 Abs. 1 UVG gewährt der versicherten Person Anspruch auf die zweckmässige Behandlung der Unfallfolgen (Heilbehand- lung). Ist die versicherte Person infolge des Unfalles v oll oder teilweise arbeitsunfähig, so hat sie gemäss Art. 16 Abs. 1 UVG Anspruch auf ein Taggeld . Dieses beträgt bei voller Arbeitsun- Seite 4 http://www.bl.ch/kantonsgericht fähigkeit 80 Prozent des versicherten Verdienstes. Bei t eilweiser Arbeitsunfähigkeit wird es ent- sprechend gekürzt (Art. 17 Abs.1 UVG). Der Anspruch entste ht gemäss Art. 16 Abs. 2 UVG am dritten Tag nach dem Unfalltag und er erlischt mit de r Wiedererlangung der vollen Arbeitsfähig- keit, mit dem Beginn einer Rente oder mit dem Tod de r versicherten Person. Art. 18 Abs. 1 UVG gewährt der versicherten Person Anspruch auf eine Inva lidenrente, wenn sie infolge des Unfalles zu mindestens 10 Prozent invalid ist. Der Rente nanspruch entsteht, wenn von der Fortsetzung der ärztlichen Behandlung keine namhafte Be sserung des Gesundheitszustandes der versicherten Person mehr erwartet werden kann und a llfällige Eingliederungsmassnahmen der Invalidenversicherung (IV) abgeschlossen sind. Mit dem R entenbeginn fallen die Heilbe- handlung und die Taggeldleistungen dahin (Art. 19 Abs. 1 UVG). Erleidet die versicherte Person durch den Unfall eine dauernde erhebliche Schädigung d er körperlichen, geistigen oder psychi- schen Integrität, so hat sie nach Art. 24 Abs. 1 UVG Ans pruch auf eine angemessene Integri- tätsentschädigung. Diese wird mit der Invalidenrente f estgesetzt oder, falls kein Rentenan- spruch besteht, bei der Beendigung der ärztlichen Behandlung gewährt (Art. 24 Abs. 2 UVG). 2.2 Die Leistungspflicht eines Unfallversicherers gemäss UVG setzt voraus, dass zwischen dem versicherten Ereignis und dem eingetretenen Schaden (Krankheit, Arbeitsunfähigkeit, Inva- lidität, Integritätsschädigung) ein natürlicher und ei n adäquater Kausalzusammenhang besteht (BGE 129 V 181 E. 3.1 und 3.2). Ursachen im Sinne de s natürlichen Kausalzusammenhangs sind alle Umstände, ohne deren Vorhandensein der eing etretene Erfolg nicht als eingetreten oder nicht als in der gleichen Weise bzw. nicht zur glei chen Zeit eingetreten gedacht werden kann. Entsprechend dieser Umschreibung ist für die Bejahu ng des natürlichen Kausalzusam- menhangs nicht erforderlich, dass ein Unfall die allein ige oder unmittelbare Ursache gesund- heitlicher Störungen ist; es genügt, dass das schädigende E reignis zusammen mit anderen Be- dingungen die körperliche oder geistige Integrität de r versicherten Person beeinträchtigt hat, das Ereignis mit anderen Worten nicht weggedacht werde n kann, ohne dass auch die eingetre- tene gesundheitliche Störung entfiele (BGE 129 V 181 E. 3.1 mit Hinweisen). Ob zwischen ei- nem schädigenden Ereignis und einer gesundheitlichen S törung ein natürlicher Kausalzusam- menhang besteht, ist eine Tatfrage, worüber die rechts anwendende Behörde - die Verwaltung oder im Streitfall das Gericht - im Rahmen der ihr ob liegenden Beweiswürdigung nach dem im Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu befin- den hat. Die blosse Möglichkeit eines Zusammenhangs genü gt für die Begründung eines Leis- tungsanspruches nicht (BGE 129 V 181 E. 3.1 mit Hinweisen). 2.3 Zur Abklärung medizinischer Sachverhalte - wie der B eurteilung des Gesundheitszu- standes und der Arbeitsfähigkeit sowie der Feststellung natürlicher Kausalzusammenhänge im Bereich der Medizin - ist die rechtsanwendende Behörd e regelmässig auf Unterlagen angewie- sen, die ihr vorab von Ärztinnen und Ärzten zur Verfügung zu stellen sind (BGE 122 V 158 f. E. 1b mit zahlreichen weiteren Hinweisen). Das Gericht hat diese medizinischen Unterlagen nach dem für den Sozialversicherungsprozess gültigen Grund satz der freien Beweiswürdigung (vgl. Art. 61 lit. c ATSG) - wie alle anderen Beweismi ttel - frei, d.h. ohne Bindung an förmliche Beweisregeln, sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen. Dies bedeutet, dass das Sozi- alversicherungsgericht alle Beweismittel, unabhängig, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden hat, ob die verfügbaren Unterl agen eine zuverlässige Beurteilung Seite 5 http://www.bl.ch/kantonsgericht des streitigen Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf es bei einander widersprechen- den medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzugeben, warum es auf di e eine und nicht auf die andere medi- zinische These abstellt. Hinsichtlich des Beweiswertes ein es Arztberichtes ist demnach ent- scheidend, ob dieser für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinische n Zusammenhänge und in der Beur- teilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen der Expertin oder des Experten begründet sind (BGE 134 V 232 E. 5.1, 125 V 352 E. 3a, 122 V 160 E. 1c). 2.4 Dennoch erachtet es die bundesgerichtliche Rechtsprech ung mit dem Grundsatz der freien Beweiswürdigung als vereinbar, in Bezug auf be stimmte Formen medizinischer Berichte und Gutachten Richtlinien für die Beweiswürdigung aufzu stellen (vgl. die ausführlichen Zusam- menstellungen dieser Richtlinien in BGE 125 V 352 E. 3b mit zahlreichen Hinweisen). So ist den im Rahmen des Verwaltungsverfahrens eingeholten Gut achten externer Spezialärztinnen und -ärzte, welche aufgrund eingehender Beobachtungen und Untersuchungen sowie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei der Erö rterung der Befunde zu schlüssigen Er- gebnissen gelangen, bei der Beweiswürdigung volle Bew eiskraft zuzuerkennen, solange nicht konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen (BGE 125 V 353 E. 3b/bb mit weiteren Hinweisen). 3. Der Beschwerdeführer macht - in formeller Hinsicht - vorab geltend, die Frage des natür- lichen Kausalzusammenhangs zwischen dem Unfall vom 7. Aug ust 2000 und seinen gesund- heitlichen Beeinträchtigungen sowie der damit verbunde nen Arbeitsunfähigkeit sei von der Be- schwerdegegnerin mit Verfügung vom 26. August 2004 bzw. mit Einspracheentscheid vom 8. November 2004 „bereits definitiv entschieden“ worden. Es sei der Beschwerdegegnerin des- halb verwehrt, auf den damals getroffenen Entscheid z urückzukommen. Dieser Betrachtungs- weise kann nicht gefolgt werden. Der Versicherte übersi eht, dass das Kantonsgericht im ersten in dieser Angelegenheit ergangenen Urteil vom 8. Juni 2005 den angefochtenen Einsprache- entscheid der Beschwerdegegnerin vom 8. November 2004 und somit auch die diesem zu Grund liegende Verfügung vom 26. August 2004 vollumfän glich aufgehoben und die Angele- genheit an die Beschwerdegegnerin zurückgewiesen hat. So mit kann aber keine Rede davon sein, dass die Beschwerdegegnerin über die hier strittig e Frage der natürlichen Kausalität „be- reits definitiv“, d.h. rechtskräftig, entschieden hat. So dann kann der Versicherte auch aus dem Umstand, dass ihm die Beschwerdegegnerin während mehr als neun Jahren Leistungen in Form von Heilbehandlung und Taggeldern ausgerichtet h at, nichts zu seinen Gunsten ableiten. Die dadurch erfolgte (faktische) Anerkennung der Leistungspflicht bedeutet nicht etwa, dass die Beschwerdegegnerin nachträglich nur unter den Vorausse tzungen der Wiedererwägung oder der prozessualen Revision auf die bisher gewährten Versich erungsleistungen zurückkommen darf. Wie das damalige Eidgenössische Versicherungsgerich t (EVG; heute: Bundesgericht, so- zialrechtliche Abteilungen) in BGE 130 V 380 ff. entsc hieden hat, ist es dem Unfallversicherer freigestellt, die durch Ausrichtung von Heilbehandlung und Taggeld anerkannte Leistungspflicht mit Wirkung ex nunc et pro futuro ohne Berufung auf den Rückkommenstitel der Wiedererwä - gung oder der prozessualen Revision einzustellen und den Fall abzuschliessen, wenn er nach- Seite 6 http://www.bl.ch/kantonsgericht träglich zur Auffassung gelangt, die Leistungszusprechung sei anfänglich unrichtig gewesen. Eine Leistungseinstellung mit Wirkung ex nunc et pro futuro bedeutet nämlich - so das damalige EVG - kein Rückkommen auf die bisher gewährten Versicher ungsleistungen. Nur wenn der Un- fallversicherer diese zurückfordert, muss er den hiefür er forderlichen Rückkommenstitel der prozessualen Revision oder der Wiedererwägung ausweisen. Will er aber - wie im vorliegenden Fall - nicht so weit gehen, sondern die bisher zu Unre cht ausgerichteten Leistungen stehen las- sen, ist Verfügungsgegenstand nur die zukünftige Leistung seinstellung, welche - wenn mate- riellrechtlich begründet und mit überwiegender Wahrsche inlichkeit nachgewiesen - der Unfall- versicherer ohne Rückkommensvoraussetzungen und damit ohne Bindung an früher ausgerich- tete Leistungen vornehmen kann (BGE 130 V 384 E. 2.3.1 mit weiteren Hinweisen). 4.1 Den medizinischen Akten des vorliegenden Falles kann entnommen werden, dass beim Versicherten unmittelbar nach dem Unfall vom 7. August 2000 eine Contusio cerebri, eine klei- ne Kontusionszone temporobasal rechts, eine Rissquetschwunde occipital, eine nicht dislozierte Nasenbeinfraktur rechts und ein Brillenhämatom diagnostiziert worden waren (vgl. “Arztzeugnis UVG“ der Notfallstation des Spitals C.____ vom 13. Sep tember 2000). Eine erste neuropsycho- logische Untersuchung des Versicherten erfolgte am 30. Au gust 2000, also rund drei Wochen nach dem Unfall, in der Klinik F.____. Laut deren Be richt vom 22. November 2000 gab der Ver- sicherte anlässlich dieser Abklärung an, er verspüre noch eine leicht erhöhte Ermüdbarkeit so- wie das Gefühl, „noch nicht 100 %-ig in Form zu sein.“ Ansonsten merke er keine Veränderun- gen seit dem Unfall. Er denke, sein Zustand verbessere sic h ständig weiter. Anfänglich habe er noch Kopfschmerzen gehabt, jetzt nicht mehr, ausser einem noch spürbaren leichten Druck. Er möchte so rasch wie möglich zurück an die Arbeit. Im Weite ren kann dem Bericht der Klinik F.____ entnommen werden, dass die Lebenspartnerin des Versicherten vorbestehende Schwierigkeiten des Patienten erwähnt hatte. In der Familie sei bekannt, dass der Versicherte als Kind Sprachschwierigkeiten in der Schule gehabt habe. Die Sprachaufnahme sei schon vor dem Unfall manchmal unsicher gewesen, auch weil der Ve rsicherte nicht immer sehr gut höre. Eine gewisse Vergesslichkeit sei für sie auch nicht neu. In ihrer Beurteilung halten die Fachleu- te der Klinik F.____ sodann fest, dass die Untersuchungser gebnisse auf mittelschwere Hirn- funktionsstörungen hinweisen würden. Man habe zusätzlich e ine verkehrspsychologische Be- gutachtung veranlasst, in dieser habe man dem Versichert en am 6. November 2000 die Fahr- tauglichkeit attestieren können. Im nächsten Verlaufsber icht der Klinik F.____ vom 8. März 2002 wird erwähnt, dass der Patient nach wie vor über eine erhöhte Ermüdbarkeit und eine Hörminderung links klage. Erstmals berichte er auch subjektiv über „Gedächtnislücken“. In ihrer Beurteilung gehen die Fachleute der Klinik F.____ we iterhin von mittelschweren Hirnfunktions- störungen aus. Gestützt auf die Ergebnisse einer dritte n, am 10. Februar 2003 in der der Klinik F.____ durchgeführten neuropsychologischen Untersuchung wird das Vorliegen mittelschwerer Hirnfunktionsstörungen bestätigt. Darüber hinaus hätten sich im Vergleich zur ersten Abklärung vom 30. August 2000 Verschlechterungen in den Bereichen der Konzentration und des Ge- dächtnisses sowie in weiteren Teilaspekten gezeigt. In Anbetracht all seiner neuropsychologi- schen Defizite sei dem Versicherten in der Zwischenzeit zu Unrecht eine vollständige Arbeitsfä- higkeit attestiert worden. Eine entsprechende Überprüfung sei deshalb dringend notwendig (Be- richt der der Klinik F.____ vom 4. März 2003). In der Folge nahm der Kreisarzt Dr. med. G.____ am 5. Juni 2003 eine Neubeurteilung vor. Er gelangte zur Auffassung, dass dem Versicherten in Seite 7 http://www.bl.ch/kantonsgericht einer durchschnittlichen Männerarbeit, welche keine allzu grossen Anforderungen an die geisti- ge Flexibilität stellen sowie keine dauernden Konzentrat ionsleistungen verlangen würde, „eine Arbeitsleistung von 2/3 eines Tages zumutbar“ sei. In einem Schreiben vom 11. Juli 2004 an die Beschwerdegegnerin vertrat die Klinik F.____ schliesslich die Auffassung, dass der Versicherte zu 100 % arbeitsunfähig sei. 4.2 Im Nachgang zum ersten in der Angelegenheit ergan genen Urteil des Kantonsgerichts vom 8. Juni 2005 liess die Beschwerdegegnerin auf Veranla ssung ihrer Abteilung Versiche- rungsmedizin bei der Klinik H.____ ein MRI des Schädels des Versicherten anfertigen. Laut Bericht vom 17. April 2006 zeigte sich dabei im Vergle ich zur Voruntersuchung im August 2000 eine weitgehend unveränderte Situation. Zudem gab d ie Beschwerdegegnerin eine neuropsy- chologische Untersuchung des Versicherten beim Zentrum I._ ___ in Auftrag. Dort wurde ge- mäss Bericht vom 15. Juni 2006 eine deutliche Einschränk ung aufgrund eines verminderten Antriebs, einer Verlangsamung und einer Minderung de r kognitiven Flexibilität festgehalten. Gestützt auf diese neuen Berichte, die übrigen medizinisc hen Akten und eine persönliche Un- tersuchung verfasste Frau Dr. med. J.____, Neurologie FMH, am 12. April 2007 einen ausführ- lichen fachärztlichen Bericht zur aktuellen gesundheitl ichen Situation des Versicherten. Dabei gelangte sie in ihrer Beurteilung zum Schluss, dass diese r klinisch neurologisch gesund sei. Es ergäben sich Hinweise auf ein Schlafapnoe-Syndrom, we lches wahrscheinlich Ursache der progredienten, verminderten kognitiven Leistungsfähigkeit und der vermehrten Ermüdbarkeit sei. Dieses stehe jedoch nicht im Zusammenhang mit dem Unfall vom 7. August 2000. Im Wei- teren bestehe auch kein unfallbedingter Anspruch auf ei ne Integritätsentschädigung. In ihrer Beurteilung vom 27. November 2007 gelangte Frau Dr. med. K.____, Neurologie FMH, Abtei- lung Versicherungsmedizin der Beschwerdegegnerin, zum Er gebnis, dass aus neurologischer Sicht keine unfallkausale Einschränkung der Arbeitsfähigke it bestehe. Nachdem die Klinik F.____ um eine aktuelle Einschätzung der Situation ersucht worden war, regte diese am 14. Ja- nuar 2008 im Hinblick auf eine abschliessende Beurteilu ng des Gesundheitszustandes und der unfallbedingten Beeinträchtigung der Arbeitsfähigkeit des Versicherten die Einholung eines un- abhängigen neurologisch-neuropsychologischen Gutachtens an. Mit Schreiben vom 5. August 2008 schloss sich Dr. K.____ dieser Empfehlung an. 4.3 In der Folge gab die Beschwerdegegnerin bei der Klinik D.____ ein neurologisch- neuropsychologisches Gutachten in Auftrag, welches am 10. Juni 2009 erstattet wurde. Darin stellten die begutachtenden Ärzte beim Versicherten versc hiedene kognitive Minderleistungen fest. Im Rahmen ihrer Beurteilung gelangten sie jedoch zur Auffassung, dass diese kognitiven Minderleistungen nicht unfallbedingt seien. Zur Begrün dung dieses Ergebnisses verwiesen sie im Wesentlichen auf die fehlende Übereinstimmung zwi schen der Schwere des Schädel-Hirn- Traumas und dem Ort der Läsion einerseits sowie der S chwere und der Art der kognitiven Be- schwerden anderseits, sodann auf die grosse zeitliche Late nz der beklagten kognitiven Be- schwerden, auf die nur mangelhafte Übereinstimmung der Klagen mit den Befunden, auf die während längerer Zeit ohne Leistungseinschränkung durch geführte berufliche Tätigkeit und auf die immer vorhandene Selbständigkeit im privaten Alltag mit entsprechenden Freizeitaktivitäten. All diese Aspekte würden eine Unfallkausalität der f estgestellten kognitiven Minderleistungen sehr unwahrscheinlich machen. Im Weiteren spreche auch die Verschlechterung zwischen der Seite 8 http://www.bl.ch/kantonsgericht ersten und der dritten neuropsychologischen Untersuchung in der Klinik F.____ gegen eine hirnorganische Ursache, würden doch traumatisch bedingt e Störungen erfahrungsgemäss per- sistieren oder remittieren. 4.4 Die Beschwerdegegnerin stützte sich im angefochtenen Einspracheentscheid vom 4. August 2011 bei der Beurteilung des Gesundheitszustandes und der Unfallkausalität der vor- handenen gesundheitlichen Beeinträchtigungen vollumfä nglich auf die Ergebnisse, zu denen die Ärzte der Klinik D.____ in ihrem Gutachten vom 10. Juni 2009 gelangt sind. Sie ging demzu- folge davon aus, dass die kognitiven Minderleistungen d es Versicherten nicht unfallbedingt sei- en. Somit liege aber auch keine unfallbedingte Einschr änkung der Arbeitsfähigkeit vor und es bestehe kein Anspruch auf eine Integritätsentschädigung. Diese vorinstanzliche Beweiswürdi- gung ist nicht zu beanstanden. Wie oben ausgeführt (vgl. E. 2.4 hiervor), ist den im Rahmen des Verwaltungsverfahrens eingeholten Gutachten externer Spezialärztinnen und -ärzte, die aufgrund eingehender Beobachtungen und Untersuchungen sowie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei der Erörterung der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen gelangen, bei der Beweiswürdigung volle Beweiskraft zuzuerkennen, sol ange nicht konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertisen sprechen. Solche Indizien liegen hier keine vor. Das ausführ- liche Gutachten der Klinik D.____ weist in Bezug auf die Beurteilung des Gesundheitszustan- des und der Unfallkausalität der vorhandenen gesundheitl ichen Beeinträchtigungen weder for- male noch inhaltliche Mängel auf, es ist - wie dies vom B undesgericht verlangt wird (vgl. E. 2.3 hiervor) - für die streitigen Belange umfassend, es beruht auf persönlichen Untersuchungen des Exploranden, es berücksichtigt die geklagten Beschwerden, e s ist in Kenntnis der Vorakten ab- gegeben worden, es leuchtet in der Darlegung der medi zinischen Zusammenhänge bzw. der Beurteilung der medizinischen Situation ein und es ist in den Schlussfolgerungen überzeugend. 4.5 Wie die folgenden Ausführungen zeigen, setzten sich die Gutachter auch einlässlich mit der übrigen medizinischen Aktenlage auseinander und sie v ermögen insbesondere schlüssig darzulegen, weshalb nicht auf die - teilweise vorhande nen - abweichenden Einschätzungen abzustellen ist. 4.5.1 Was den Bericht der Klinik F.____ vom 22. Novemb er 2000 über die erste, rund drei Wochen nach dem Unfall erfolgte neuropsychologische Unt ersuchung des Versicherten betrifft, weisen die Gutachter zu Recht darauf hin, dass dieser dam als einzig über eine erhöhte Ermüd- barkeit geklagt habe. Über anderweitige Veränderungen seit dem Unfall habe er nicht berichtet. Gestützt auf die Untersuchung habe man damals zwar kogni tive Minderleistungen festgestellt, welche als „mittelschwere Hirnfunktionsstörungen“ beurtei lt worden seien, allerdings sei diese Einschätzung der Schwere der Hirnfunktionsstörung in Bezug auf die Beurteilung der Arbeitsfä- higkeit als Chauffeur wieder relativiert worden. Im Üb rigen äussere sich der Bericht nicht zu verschiedenen, für die Beurteilung der Unfallkausalität wichtigen Fragen wie zur Schwere des Schädel-Hirn-Traumas oder zur Beziehung zwischen der fest gestellten Läsion (kleine Kontusi- onszone temporobasal rechts) und den kognitiven Minderleistungen. Hingegen werde im dama- ligen Bericht ausdrücklich auf verschiedene vorbestehende kognitive Schwierigkeiten hingewie- sen. Seite 9 http://www.bl.ch/kantonsgericht 4.5.2 Im Bericht über die dritte, am 10. Februar 200 3 in der Klinik F.____ durchgeführte neu- ropsychologische Untersuchung sind die mittelschweren Hirnf unktionsstörungen bestätigt und zudem Verschlechterungen bei einzelnen Hirnfunktionen f estgestellt worden. Die Gutachter bemängeln im Zusammenhang mit diesem Bericht aber zu Recht, dass darin allenfalls vorbe- stehende Störungen nicht diskutiert und zur Frage, wie die Störungen mit der Schwere des Traumas übereinstimmen könnten, nicht Stellung genommen werde. Sodann fehle eine Ausei- nandersetzung mit wichtigen Aspekten wie der Erfahrungstatsache, dass eine Verschlechterung für solche Traumen sehr untypisch sei, und mit dem Umstan d, dass der Versicherte nach dem Unfall während längerer Zeit zu 100 % habe arbeiten können. In Anbetracht dieser berechtigten gutachterlichen Kritik kann dem fraglichen Bericht zweifel los kein ausschlaggebender Beweis- wert beigemessen werden. 4.5.3 Demgegenüber befasst sich das Gutachten ausführl ich mit der Frage, ob die Schwere des Schädel-Hirn-Traumas und der Ort der beim Unfall e rlittenen temporobasalen Läsion das Ausmass der erhobenen Einschränkungen erklären können. D ie Gutachter legen überzeugend dar, dass dies nicht der Fall ist, da die Schwere des Tr aumas und die Lokalisation der Schädi- gung nicht mit den festgestellten kognitiven Minderleistungen korrelieren würden. Die Gutachter zeigen auf, dass auf Grund der Unfallanamnese und der kleinen, rechtshemisphärischen tem- porobasalen Lokalisation der Schädigung allenfalls lei chte, regrediente spezifische Hirnfunkti- onsstörungen im Bereich nonverbaler kognitiver Leistunge n wie der Verarbeitung emotionaler und sozialer Reize, der emotionalen Gesichtswahrnehmung und von Teilaspekten der visuellen Wahrnehmung (z.B. Musterunterscheidung) zu erwarten gew esen wären. Gerade in diesem Bereich habe der Explorand jedoch die besten Leistunge n gezeigt bzw. seien von ihm keine Störungen beklagt worden. Auch die verminderten nonverbalen Lern- und Gedächtnisleistungen könnten nicht auf diese Läsion zurückgeführt werden, da d ie hiefür kritischen mesiotemporalen Strukturen nicht involviert seien. Zudem verweisen die Gutachter zu Recht auf die lange La- tenzzeit zwischen dem Unfall und dem Auftreten der bekl agten Beschwerden bzw. auf die Er- fahrungstatsache, dass solche Beschwerden unmittelbar nach dem Unfall zu erwarten gewesen wären. 4.5.4 Die vorstehend wiedergegebenen, überzeugenden Fe ststellungen der Gutachter werden schliesslich auch durch die Berichte von Dr. K.____ vom 27. November 2007 und des - Zentrums I.____ vom 15. Juni 2006 gestützt, wird in diese n doch ebenfalls ausdrücklich auf die fehlende Übereinstimmung zwischen dem Ort der Schädigung und den tatsächlichen Befunden hingewiesen. 4.6 Im letzten Teil ihres Gutachtens gehen die Fachärzt e der Klinik D.____ noch auf die Frage ein, ob die im Bericht des Zentrums I.____ diagn ostizierte Schlafstörung als genereller ursächlicher Faktor für die festgestellten kognitiven Min derleistungen in Frage kommt. Gestützt auf die ihnen vorliegenden Vorbefunde, die massgebende n Forschungsergebnisse und ihre aktuellen neuropsychologischen Untersuchungsergebnisse wird diese Frage von den Experten jedoch schlüssig und nachvollziehbar verneint. An dieser Stelle kann von weiteren Ausführun- gen hierzu abgesehen und stattdessen auf die überzeugend en Darlegungen im Gutachten vom 10. Juni 2009 verwiesen werden. Beizupflichten ist schlie sslich auch der Beurteilung der Gut- Seite 10 http://www.bl.ch/kantonsgericht achter, wonach die Schlafstörung an sich mit hoher Wahrsch einlichkeit nicht unfallkausal ist. Auch diesbezüglich ist ihren überzeugenden Ausführungen nichts beizufügen. 4.7 Der Beschwerde bringt im Weiteren gegen die bewe isrechtliche Verwertbarkeit des Gut- achtens der Klinik D.____ noch vor, die darin mehrfach geäusserte Annahme, wonach bei ihm bereits vor dem Unfall eine verminderte kognitive Lei stungsfähigkeit bestanden habe, stütze sich auf keinerlei Beweise, sondern ausschliesslich auf Mu tmassungen. Das Gutachten basiere insoweit auf unvollständigen Unterlagen. Mit diesem Ei nwand kann der Beschwerdeführer vor- liegend jedoch nichts zu seinen Gunsten ableiten. Ist da s Fehlen des natürlichen Kausalzu- sammenhangs zwischen dem Unfall und den vorhandenen gesun dheitlichen Beeinträchtigun- gen wie im vorliegenden Fall in beweisrechtlicher Hin sicht erstellt, so hat der Gutachter bzw. der Unfallversicherer darüber hinaus nicht noch zusätzli ch nachzuweisen, auf welchen (ander- weitigen) unfallfremden Ursachen die vorhandenen Bee inträchtigungen beruhen. Entscheidend ist allein, ob mit dem im Sozialversicherungsrecht allgem ein üblichen Beweisgrad der überwie- genden Wahrscheinlichkeit nachgewiesen ist, dass vorhanden e Gesundheitsschäden bzw. de- ren Auswirkungen keine unfallbedingten Ursachen haben, d.h. dass diese nicht in einem natür- lichen Kausalzusammenhang zum Unfall stehen. Dieser Nachw eis wird vorliegend durch das massgebliche und überzeugende Gutachten der Klinik D.____ vom 10. Juni 2009 mit dem er- forderlichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit erbracht. 5. Zusammenfassend ist somit nicht zu beanstanden, dass es die Beschwerdegegnerin abgelehnt hat, dem Versicherten über den 30. April 20 10 hinaus Leistungen aus der obligatori- schen Unfallversicherung auszurichten. Die gegen den betr effenden Einspracheentscheid vom 4. August 2011 erhobene Beschwerde erweist sich demnach als unbegründet, weshalb sie ab- zuweisen ist. 6. Art. 61 lit. a ATSG hält fest, dass der Prozess vor de m kantonalen Gericht für die Partei- en kostenlos zu sein hat. Es sind demnach für das vorliegend e Verfahren keine Kosten zu er- heben. Die ausserordentlichen Kosten sind wettzuschlagen; die obsiegende Beschwerdegegne- rin ist zwar anwaltlich vertreten, Art. 61 lit. g ATSG schränkt den Anspruch auf eine Parteient- schädigung jedoch ausdrücklich auf die Beschwerde führende Person ein. Seite 11 http://www.bl.ch/kantonsgericht Demgemäss wird e r k a n n t : ://: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 2. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. 3. Die ausserordentlichen Kosten werden wettgeschlagen.