<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD HTML 4.01//EN"> <html> <head> <title>AGVE 2002 147 S.643</title> <meta charset="utf-8"/><meta content="text/html; charset=utf-8" http-equiv="CONTENT-TYPE"/> <meta content="Weblaw - www.weblaw.ch" name="Publisher"/> </head> <body> <div class="header"><span class="year">2002</span> <span class="title">Notariatsrecht</span> <span class="page_no">643</span></div> <div class="page" id="S1"> <div role="main"><br/> <span class="ft1"><b>III. Notariatsrecht</b></span><br/> <br/> <span class="ft2"><b>147</b></span> <span class="ft2"><b>Betreibungsamt X; Grundbuchbeschwerde vom 15. Mai 2002 gegen die</b></span><br/> <span class="ft2"><b>Abweisungsverfügung des Grundbuchamtes des Bezirks Y vom 22. April</b></span><br/> <span class="ft2"><b>2002 betreffend Anmeldung zur Eintragung des Eigentumsübergangs von</b></span><br/> <span class="ft2"><b>Grundstück, Parzelle B zufolge Zuschlags im Zwangsvollstreckungsver-</b></span><br/> <span class="ft2"><b>fahren; Gutheissung</b></span><br/> <br/> <span class="ft3">Entscheid des Departements des Innern des Kantons Aargau Verfügung vom</span><br/> <span class="ft3">12. September 2002</span><br/> <br/> <span class="ft4"><i>Sachverhalt</i></span><br/> <br/> <span class="ft5">1. Mit Datum vom 16. April 2002 meldete das Betreibungsamt</span><br/> <span class="ft5">X die Eintragung des Eigentumsüberganges von Grundstück, Parzel-</span><br/> <span class="ft5">le B an die ... (Bank) aufgrund einer am Vortag erfolgten Versteige-</span><br/> <span class="ft5">rung im Zwangsvollstreckungsverfahren an. Das Grundstück wurde</span><br/> <span class="ft5">der Bank zu einem Preis von 560'000 Franken zugeschlagen. Grund-</span><br/> <span class="ft5">pfandforderungen oder Grundlasten wurden der Ersteigerin keine</span><br/> <span class="ft5">überbunden. Auch grundpfandversicherte Forderungen wurden keine</span><br/> <span class="ft5">abgeschrieben. In Ziffer 6 c der Anmeldung wurde vermerkt, dass</span><br/> <span class="ft5">der Ersteigerin keine Dienstbarkeiten und Grundlasten zu überbinden</span><br/> <span class="ft5">seien. Ausdrücklich festgehalten wurde: "Die Lasten "Einfriedi-</span><br/> <span class="ft5">gungsrecht an die Grenze zG Parz. A", "Fuss- und beschr. Fahrweg-</span><br/> <span class="ft5">recht zG Parz. C" und "Einfriedigungsrecht an die Grenze zG Parz.</span><br/> <span class="ft5">C" sind zu löschen."</span><br/> <span class="ft5">Das Grundbuchamt des Bezirks Y wies die Anmeldung mit Ver-</span><br/> <span class="ft5">fügung vom 22. April 2002 jedoch mit der Begründung ab, dass bei</span><br/> <span class="ft5">den in Ziff. 6 zur Löschung angemeldeten Dienstbarkeiten nicht be-</span><br/> <span class="ft5">rücksichtigt wurde, dass sie im Grundbuch als Recht und Last einge-</span><br/> <span class="ft5">tragen und voneinander abhängig sind und nur gemeinsam gelöscht</span><br/> <span class="ft5">werden können. Bezüglich der Löschung der Last ,,Fuss- und beschr.</span><br/></div> </div> <div class="header"><span class="year">2002</span> <span class="title">Verwaltungsbehörden</span> <span class="page_no">644</span></div> <div class="page" id="S2"> <div role="main"><br/> <span class="ft5">Fahrwegrecht zG Parz. C" bemerkte der Grundbuchverwalter, dass es</span><br/> <span class="ft5">sich hierbei um einen erweiterten Ausfahrtsradius handle und es spä-</span><br/> <span class="ft5">ter wohl möglich sei, dass der Eigentümer des versteigerten Grund-</span><br/> <span class="ft5">stückes vom Nachbarn bei einem Bauvorhaben auch einmal ein sol-</span><br/> <span class="ft5">ches Recht benötigen könnte. Sofern diese Dienstbarkeit gelöscht</span><br/> <span class="ft5">würde, werde der Nachbar in einem späteren Zeitpunkt nicht</span><br/> <span class="ft5">entgegenkommen. Der Grundbuchverwalter empfahl der Erwerberin</span><br/> <span class="ft5">die Sache etwas gesamtheitlicher zu betrachten. Weiter bemängelte</span><br/> <span class="ft5">er, dass aus den Unterlagen nicht hervorgehe, dass ein Doppelaufruf</span><br/> <span class="ft5">stattgefunden habe. Denn nur unter dieser Voraussetzung könnten</span><br/> <span class="ft5">nachgehende Lasten gelöscht werden.</span><br/> <span class="ft5">2. Mit Eingabe vom 15. Mai 2002 legte das Betreibungsamt X</span><br/> <span class="ft5">beim Departement des Innern gegen die Abweisungsverfügung Be-</span><br/> <span class="ft5">schwerde ein. Zur Begründung führte es im Wesentlichen an, dass</span><br/> <span class="ft5">die Ersteigerin nach Aufnahme des Lastenverzeichnisses den dop-</span><br/> <span class="ft5">pelten Aufruf des Grundstückes für alle drei Lasten verlangte und</span><br/> <span class="ft5">anlässlich der Steigerung ein Zuschlag ohne Lasten erfolgte. Recht-</span><br/> <span class="ft5">lich begründete es, dass lediglich der Eintrag der Dienstbarkeit auf</span><br/> <span class="ft5">dem belasteten Grundstück notwendig sei und derjenige auf dem</span><br/> <span class="ft5">berechtigten Grundstück einzig die Bedeutung einer Anmerkung</span><br/> <span class="ft5">zukomme und ihm somit der konstitutive Charakter fehle. Dienstbar-</span><br/> <span class="ft5">keiten, welche somit als Recht und Last eingetragen seien, könnten</span><br/> <span class="ft5">daher nicht nur gemeinsam gelöscht werden. Im Weiteren führte das</span><br/> <span class="ft5">Betreibungsamt X aus, dass das Grundbuchamt infolge Doppelaufruf</span><br/> <span class="ft5">lediglich den Vollzug der Löschung der Dienstbarkeit auf dem belas-</span><br/> <span class="ft5">teten Grundstück ,,Fuss- und beschr. Fahrwegrecht zG Parz. C" vor-</span><br/> <span class="ft5">zunehmen habe und keine Ausführungen über deren Sinn und Zweck</span><br/> <span class="ft5">der Löschung zu treffen habe. Ferner habe das Betreibungsamt dem</span><br/> <span class="ft5">Grundbuchamt gegenüber den Doppelaufruf nicht zu belegen. Ein</span><br/> <span class="ft5">durch unberechtigtes Löschen einer Last entstandener Schaden wäre</span><br/> <span class="ft5">durch die Staatshaftung nach Art. 5 SchKG gedeckt.</span><br/> <span class="ft5">3. Am 11. Juni 2002 erstattete der Grundbuchverwalter zur Be-</span><br/> <span class="ft5">schwerde einen Amtsbericht. Sinngemäss hielt er an der in der Ab-</span><br/> <span class="ft5">weisungsverfügung vertretenen Auffassung fest und beantragte die</span><br/> <span class="ft5">vollumfängliche Abweisung der Beschwerde. Insbesondere führte er</span><br/> <span class="ft5">an, dass die als Recht und Last eingetragenen Dienstbarkeiten jeweils</span><br/></div> </div> <div class="header"><span class="year">2002</span> <span class="title">Notariatsrecht</span> <span class="page_no">645</span></div> <div class="page" id="S3"> <div role="main"><br/> <span class="ft5">als eine gegenseitige Dienstbarkeit begründet und im Grundbuch</span><br/> <span class="ft5">eingetragen worden seien. Eine gegenseitig begründete Dienstbarkeit</span><br/> <span class="ft5">sei nicht mehr gegenseitig, wenn einseitig ein Teil davon gelöscht</span><br/> <span class="ft5">werde.</span><br/> <span class="ft5">4. Das Betreibungsamt X erklärte in seiner Stellungnahme vom</span><br/> <span class="ft5">2. Juli 2002, dass in der seinerzeitigen Aufnahme der Dienstbarkeit</span><br/> <span class="ft5">im Grundbuch auf das Wort "gegenseitig" hätte verzichtet werden</span><br/> <span class="ft5">können, wenn das Recht sowie die Last einzeln aufgeführt worden</span><br/> <span class="ft5">wären. Die vorliegende Diskussion hätte sich dann erübrigt. Auf-</span><br/> <span class="ft5">grund des Doppelaufrufes sei einzig die Last zu löschen. Das Recht</span><br/> <span class="ft5">aus der Dienstbarkeit sei nicht tangiert und sei nicht wie dies der</span><br/> <span class="ft5">Grundbuchverwalter ausführe, zu löschen. Weiter wurden die Betei-</span><br/> <span class="ft5">ligten, d.h. die Grundeigentümer der involvierten Nachbarparzellen</span><br/> <span class="ft5">ins Lastenbereinigungsverfahren miteinbezogen. Die Prüfungspflicht</span><br/> <span class="ft5">des Grundbuchverwalters gehe nur soweit, als dass er kontrollieren</span><br/> <span class="ft5">dürfe, ob eine Last überhaupt Gegenstand eines Doppelaufrufes sein</span><br/> <span class="ft5">könne.</span><br/> <span class="ft5">5. In der Duplik vom 10. Juli 2002 machte der Grundbuchver-</span><br/> <span class="ft5">walter geltend, dass erst mit der Abtrennung eines Teils der</span><br/> <span class="ft5">Dienstbarkeit, der Last, eine Werteinbusse beim anderen Grundstück</span><br/> <span class="ft5">entstehe. Für Eintragungen im Grundbuch herrsche zudem das An-</span><br/> <span class="ft5">meldungsprinzip; die Löschung des Wortes "gegenseitig" hätte aus-</span><br/> <span class="ft5">drücklich erfolgen müssen.</span><br/> <span class="ft5">...</span><br/> <br/> <span class="ft4"><i>Aus den Erwägungen</i></span><br/> <br/> <span class="ft5">1. Gegen die Abweisungsverfügung einer Grundbuchanmel-</span><br/> <span class="ft5">dung kann innert 30 Tagen, gerechnet ab deren Zustellung, bei der</span><br/> <span class="ft5">kantonalen Aufsichtsbehörde Beschwerde geführt werden (vgl.</span><br/> <span class="ft5">Art. 103 Abs. 1 GBV). Beschwerdebefugt sind der Anmeldende</span><br/> <span class="ft5">sowie alle weiteren Personen, die von der Abweisungsverfügung</span><br/> <span class="ft5">berührt sind. Die Eingabe der Beschwerde erfolgte fristgerecht und</span><br/> <span class="ft5">das Betreibungsamt X ist legitimiert.</span><br/></div> </div> <div class="header"><span class="year">2002</span> <span class="title">Verwaltungsbehörden</span> <span class="page_no">646</span></div> <div class="page" id="S4"> <div role="main"><br/> <span class="ft5">Das Departement des Innern als kantonale Aufsichtsbehörde</span><br/> <span class="ft5">über die Grundbuchämter ist zur Behandlung der Beschwerde zu-</span><br/> <span class="ft5">ständig (vgl. Art. 956 ZGB i.V.m. § 1 Abs. 1 lit. a der Delegations-</span><br/> <span class="ft5">verordnung (SAR 153.111).</span><br/> <span class="ft5">Auf die Beschwerde ist somit einzutreten.</span><br/> <span class="ft5">2. Die Bestimmung von Art. 812 Abs. 2 ZGB besagt, dass das</span><br/> <span class="ft5">Grundpfandrecht einer später ohne Zustimmung der Pfandgläubiger</span><br/> <span class="ft5">auf das Grundstück gelegten Dienstbarkeit oder Grundlast vorgeht,</span><br/> <span class="ft5">und dass die spätere Belastung zu löschen sei, sobald bei der Pfand-</span><br/> <span class="ft5">verwertung ihr Bestand den vorgehenden Pfandgläubiger schädigt.</span><br/> <span class="ft5">Der Grundpfandgläubiger hat also einen Anspruch darauf, nachge-</span><br/> <span class="ft5">hende, den Wert des verpfändeten Grundstücks schmälernde Lasten</span><br/> <span class="ft5">löschen zu lassen, wenn er wegen der neuen Last eine weniger gute</span><br/> <span class="ft5">Deckung erhält. Für diesen Fall ist ein doppelter Aufruf gemäss</span><br/> <span class="ft5">Art. 142 SchKG vorgesehen. Diese Bestimmung ist auch im Grund-</span><br/> <span class="ft5">pfandverwertungsverfahren anwendbar (Art. 156 SchKG). Im Übri-</span><br/> <span class="ft5">gen wird die Anordnung eines Doppelaufrufes von einem Begehren</span><br/> <span class="ft5">von Pfandgläubigern abhängig gemacht, wofür ihnen bei Zustellung</span><br/> <span class="ft5">des Lastenverzeichnisses Frist anzusetzen ist. Für die Durchführung</span><br/> <span class="ft5">der Verwertung nach dem Prinzip des Doppelaufrufes enthält Art. 56</span><br/> <span class="ft5">VZG nähere Anweisungen, die nach Art. 102 VZG auch bei der</span><br/> <span class="ft5">Grundpfandverwertung gelten (BGE 81 III 62 f., 121 III 242; weiter</span><br/> <span class="ft5">auch Markus Häusermann/Kurt Stöckli/Andreas Feuz, Kommentar</span><br/> <span class="ft5">zum Bundesgesetz über Schuldbetreibung und Konkurs, SchKG II,</span><br/> <span class="ft5">Basel 1998, N 4 zu Art. 142 SchKG; Heinz Rey, Das Sachenrecht,</span><br/> <span class="ft5">Bern 1981, S. 79 f., N 254 ff.).</span><br/> <span class="ft5">3. Aufgrund von Art. 140 Abs. 2 SchKG hat das Betreibungsamt</span><br/> <span class="ft5">im Grundstückszwangsverwertungsverfahren den Beteiligten das</span><br/> <span class="ft5">Verzeichnis der Lasten zuzustellen und ihnen Frist zur Bestreitung zu</span><br/> <span class="ft5">setzen. Der Begriff des Beteiligten bestimmt sich nach Art. 139</span><br/> <span class="ft5">SchKG und meint den Gläubiger, den Schuldner, ein allfälliger drit-</span><br/> <span class="ft5">ter Eigentümer des Grundstücks sowie alle im Grundbuch der betref-</span><br/> <span class="ft5">fenden Parzelle eingetragenen Personen. Der Vorrang eines Grund-</span><br/> <span class="ft5">pfandrechtes vor einer Dienstbarkeit ergibt sich aus dem Grundbuch</span><br/> <span class="ft5">und wird dementsprechend im Lastenverzeichnis aufgenommen</span><br/> <span class="ft5">(Art. 34 Abs. 1 lit. b VZG). Dem Grundpfandgläubiger wird gemäss</span><br/></div> </div> <div class="header"><span class="year">2002</span> <span class="title">Notariatsrecht</span> <span class="page_no">647</span></div> <div class="page" id="S5"> <div role="main"><br/> <span class="ft5">Art. 142 Abs. 1 SchKG zusammen mit der Mitteilung des Lastenver-</span><br/> <span class="ft5">zeichnisses darauf aufmerksam gemacht, dass er binnen zehn Tagen</span><br/> <span class="ft5">nach Zustellung desselben den Aufruf sowohl mit als auch ohne Last</span><br/> <span class="ft5">verlangen könne. In den Steigerungsbedingungen muss ein solches</span><br/> <span class="ft5">Begehren entsprechend vermerkt werden (Art. 45 Abs. 1 lit. c VZG).</span><br/> <span class="ft5">Eine nachgehende Dienstbarkeit kann in der Zwangsverwertung</span><br/> <span class="ft5">den Grundpfandgläubiger insofern schädigen, als dass ein geringerer</span><br/> <span class="ft5">Verwertungserlös erzielt wird. Erfährt ein Gläubiger in der Versteige-</span><br/> <span class="ft5">rung durch das Höchstgebot (oder allenfalls durch sofortige Bezah-</span><br/> <span class="ft5">lung des Fehlbetrags durch den Dienstbarkeitsberechtigten) im ersten</span><br/> <span class="ft5">Aufruf mit der Dienstbarkeit nicht volle Deckung, erfolgt ein zweiter</span><br/> <span class="ft5">Aufruf ohne die Dienstbarkeit. Ergibt sich dabei ein höheres Ange-</span><br/> <span class="ft5">bot, so wird das Grundstück ohne die Dienstbarkeit zugeschlagen</span><br/> <span class="ft5">(Art. 56 lit. b VZG) und die Dienstbarkeit muss im Grundbuch ge-</span><br/> <span class="ft5">löscht werden (Rey N. 256).</span><br/> <span class="ft5">Der ausserbuchliche Erwerb des Eigentums vollzieht sich im</span><br/> <span class="ft5">Betreibungsverfahren mit dem Zuschlag des Betreibungsamtes</span><br/> <span class="ft5">(Art. 656 Abs. 2 ZGB). Die Anmeldung des Eigentumsübergangs</span><br/> <span class="ft5">erfolgt von Amtes wegen nach Art. 66 VZG. Gemäss Art. 18 Abs. 2</span><br/> <span class="ft5">lit. c GBV wird der Ausweis für die Eigentumsübertragung im Falle</span><br/> <span class="ft5">der Zwangsvollstreckung durch die vom Betreibungsamt ausgestellte</span><br/> <span class="ft5">Bescheinigung des Zuschlags erbracht, versehen mit der Ermächti-</span><br/> <span class="ft5">gung zur Eintragung. Aus der Bescheinigung muss der Ersteigerer</span><br/> <span class="ft5">ersichtlich sein (Roland Pfäffli, Der Ausweis für die Eigentumsein-</span><br/> <span class="ft5">tragung im Grundbuch, Langenthal 1999, S. 127f.).</span><br/> <span class="ft5">4. Gemäss Art. 150 Abs. 3 SchKG veranlasst das Betreibungs-</span><br/> <span class="ft5">amt bei Grundstücksverwertungen die erforderlichen Löschungen</span><br/> <span class="ft5">und Änderungen von Dienstbarkeiten, Grundlasten, Grundpfandrech-</span><br/> <span class="ft5">ten und vorgemerkten persönlichen Rechten im Grundbuch. Im Spe-</span><br/> <span class="ft5">ziellen sieht Art. 68 Abs. 1 lit. b VZG vor, dass gleichzeitig mit der</span><br/> <span class="ft5">Anmeldung des Eigentumsübergangs zur Eintragung im Grundbuch</span><br/> <span class="ft5">das Betreibungsamt die Lasten, die nicht überbunden werden konn-</span><br/> <span class="ft5">ten, zur Löschung anzumelden hat. Die Anmeldung dazu geschieht</span><br/> <span class="ft5">von Amtes wegen, gleich wie die Anmeldung zur Löschung nicht</span><br/> <span class="ft5">überbundener Lasten. Bei den Dienstbarkeiten und Grundlasten,</span><br/> <span class="ft5">welche konstitutiv auf den Grundbucheintrag angewiesen sind,</span><br/></div> </div> <div class="header"><span class="year">2002</span> <span class="title">Verwaltungsbehörden</span> <span class="page_no">648</span></div> <div class="page" id="S6"> <div role="main"><br/> <span class="ft5">bedeutet dies automatisch den vollständigen Untergang. Diese Be-</span><br/> <span class="ft5">stimmung ist keine Kann-Vorschrift, sondern verpflichtet das Betrei-</span><br/> <span class="ft5">bungsamt zur Anmeldung der Löschung. Es hat ganz allgemein dafür</span><br/> <span class="ft5">zu sorgen, dass im Grundbuch der Zustand hergestellt wird, der dem</span><br/> <span class="ft5">materiellen Ergebnis der rechtskräftigen Versteigerung entspricht</span><br/> <span class="ft5">(Kurt Amonn/Dominik Gasser, Grundriss des Schuldbetreibungs-</span><br/> <span class="ft5">und Konkursrechts, Bern 1997, N 63 zu § 28; Urs Hess-Odini, Der</span><br/> <span class="ft5">Doppelaufruf nach Art. 142 SchKG und das neue Miet- und Pacht-</span><br/> <span class="ft5">recht in SJZ 87, 146 ff., insbesondere S. 149).</span><br/> <span class="ft5">5. Da im vorliegenden Fall die Anmeldung durch eine Behörde</span><br/> <span class="ft5">erfolgt, hat der Grundbuchverwalter ihre Zuständigkeit zu überprüfen</span><br/> <span class="ft5">(Art. 17 GBV). Dies ist zweifelsohne gegeben. Der Grundbuchver-</span><br/> <span class="ft5">walter ist vornehmlich Vollzugsorgan der von einer anderen Behörde</span><br/> <span class="ft5">erlassenen Anordnung. Er kann weder die Rechtmässigkeit des Zu-</span><br/> <span class="ft5">schlags noch allgemein die Rechtsgültigkeit einer Anordnung im</span><br/> <span class="ft5">Vollstreckungsverfahren überprüfen (Bettina Deillon-Schegg, Grund-</span><br/> <span class="ft5">buchanmeldung und Prüfungspflicht des Grundbuchverwalters im</span><br/> <span class="ft5">Eintragungsverfahren, Zürich 1997, S. 92, 331; Pfäffli, S. 128 f.). Es</span><br/> <span class="ft5">kann somit nicht die Meinung sein, dass die zweite Behörde den</span><br/> <span class="ft5">Entscheid der ersten, welche diese in ihrem eigenen sachlichen Zu-</span><br/> <span class="ft5">ständigkeitsbereich erlassen hat, nochmals überprüft. Der Grund-</span><br/> <span class="ft5">buchverwalter hat daher nur noch eine eingeschränkte Prüfungsmög-</span><br/> <span class="ft5">lichkeit, ob die Massnahme nicht in klarem Widerspruch zur Rechts-</span><br/> <span class="ft5">ordnung steht (z.B. Mängel mit Nichtigkeitsfolgen).</span><br/> <span class="ft5">Im Folgenden muss beachtet werden, dass der Bund die Auf-</span><br/> <span class="ft5">sicht über die Konkurs- und Betreibungsämter eigens geregelt hat</span><br/> <span class="ft5">und der Kanton hierzu ausführende Bestimmungen erlassen hat</span><br/> <span class="ft5">(Art. 13 ff. SchKG; § 10 ff. AG SchKG). Der Grundbuchverwalter</span><br/> <span class="ft5">hat im Rahmen von Art. 965 ZGB einzig die Anmeldungen zur</span><br/> <span class="ft5">Eintragung zu überprüfen. Anlässlich einer Grundbuchanmeldung</span><br/> <span class="ft5">hat der Grundbuchverwalter zu prüfen, ob die beiden Ausweise über</span><br/> <span class="ft5">das Verfügungsrecht und über den Rechtsgrund erbracht werden (vgl.</span><br/> <span class="ft5">Art. 965 ZGB). Die Kognition des Grundbuchverwalters beschränkt</span><br/> <span class="ft5">sich im Eintragungsverfahren auf die Prüfung der grundbuchlichen</span><br/> <span class="ft5">Voraussetzungen und der Formerfordernisse. Die Überprüfung mate-</span><br/> <span class="ft5">riellen Rechts steht ihm nicht zu. Er hat eine Anmeldung nur dann</span><br/></div> </div> <div class="header"><span class="year">2002</span> <span class="title">Notariatsrecht</span> <span class="page_no">649</span></div> <div class="page" id="S7"> <div role="main"><br/> <span class="ft5">abzuweisen, wenn sich diese auf einen offensichtlich nichtigen</span><br/> <span class="ft5">Rechtstitel stützt. Ferner muss er prüfen, ob das angemeldete Recht</span><br/> <span class="ft5">sich seiner Natur nach zur Aufnahme ins Grundbuch eignet (BGE</span><br/> <span class="ft5">119 II 17 f.)</span><br/> <span class="ft5">6. Zum Untergang von beschränkten dinglichen Rechten im</span><br/> <span class="ft5">Zwangsvollstreckungsverfahren äussert sich das Bundesgericht in</span><br/> <span class="ft5">BGE 106 II 194 f. folgendermassen: "Es entspricht indessen nicht</span><br/> <span class="ft5">der in der Schweiz gebräuchlichen Gesetzgebungstechnik, bei der</span><br/> <span class="ft5">Ordnung zivilrechtlicher Verhältnisse in umfassender Weise auch die</span><br/> <span class="ft5">vollstreckungsrechtlichen Fragen zu regeln. Das im SchKG und sei-</span><br/> <span class="ft5">nen Nebenerlassen enthaltene Vollstreckungsrecht muss daher allge-</span><br/> <span class="ft5">mein als vorbehalten gelten, wenn im Zivilrecht nicht ausdrücklich</span><br/> <span class="ft5">eine besondere Regelung aufgestellt wird. So führt z.B. das Sachen-</span><br/> <span class="ft5">recht des ZGB die Zwangsvollstreckung nicht als möglichen Unter-</span><br/> <span class="ft5">gangsgrund der beschränkten dinglichen Rechte an und enthält</span><br/> <span class="ft5">diesbezüglich auch keinen Verweis auf das SchKG. Niemand würde</span><br/> <span class="ft5">aber aus dem Fehlen einer ausdrücklichen Regelung im ZGB schlies-</span><br/> <span class="ft5">sen, das Vollstreckungsverfahren könne nicht zum Untergang dingli-</span><br/> <span class="ft5">cher Rechte führen."</span><br/> <span class="ft5">Deshalb ist es auch nur konsequent, wenn bei einer Versteige-</span><br/> <span class="ft5">rung eines Grundstückes Pfandrechte für fällige Forderungen, die</span><br/> <span class="ft5">aus dem Erlös nicht gedeckt werden, endgültig gelöscht werden. Die</span><br/> <span class="ft5">Realisierung eines Grundpfandrechtes führt dazu, dass das nachge-</span><br/> <span class="ft5">hende Pfandrecht gelöscht werden muss. Niemand hätte ein Interesse</span><br/> <span class="ft5">am Erwerb einer Sache, wenn die Pfandrechte für fällige Forderun-</span><br/> <span class="ft5">gen, die aus dem Erlös nicht gedeckt werden, nicht endgültig ge-</span><br/> <span class="ft5">löscht werden. Auch eine Neueintragung kommt nicht in Frage (vgl.</span><br/> <span class="ft5">BGE 106 II 189 f.).</span><br/> <span class="ft5">Ebenso verhält es sich mit Dienstbarkeiten, welche dem Pfand-</span><br/> <span class="ft5">recht nachgehen und im doppelten Aufruf mit der Dienstbarkeitslast</span><br/> <span class="ft5">keine Deckung ergeben und daher zu Recht gelöscht werden müssen.</span><br/> <span class="ft5">Dienstbarkeiten haben nämlich einen direkt negativen Einfluss auf</span><br/> <span class="ft5">den Wert einer Liegenschaft, deshalb hat der Grundpfandgläubiger</span><br/> <span class="ft5">einen Schutz, wenn nachträglich auf das Grundstück Lasten gelegt</span><br/> <span class="ft5">werden, ohne dass der Grundpfandgläubiger zugestimmt hat (Hess-</span><br/> <span class="ft5">Odini, S. 146 f.). Die Bestimmung von Art. 812 Abs. 2 ZGB spielt</span><br/></div> </div> <div class="header"><span class="year">2002</span> <span class="title">Verwaltungsbehörden</span> <span class="page_no">650</span></div> <div class="page" id="S8"> <div role="main"><br/> <span class="ft5">auch unabhängig davon, ob der aus der nachträglichen Grundstücks-</span><br/> <span class="ft5">belastung heraus Berechtigte um die Gefährdung der Gläubigerinte-</span><br/> <span class="ft5">ressen gewusst hat oder nicht. Dies bedeutet, dass die nachträgliche</span><br/> <span class="ft5">Belastung des Grundstückes von Gesetzes wegen untergeht, bzw.</span><br/> <span class="ft5">wirkungslos ist, wenn die Voraussetzungen gemäss Art. 812 Abs. 2</span><br/> <span class="ft5">ZGB erfüllt sind. Die Norm von Art. 142 SchKG geht der Bestim-</span><br/> <span class="ft5">mung von Art. 812 Abs. 2 ZGB vor (Hess-Odini S. 148).</span><br/> <span class="ft5">7. Beim Einfriedigungsrecht an die Grenze mit der Parzelle A</span><br/> <span class="ft5">sowie C handelt es sich gemäss Grundbuchverwalter jeweils um eine</span><br/> <span class="ft5">"gegenseitige Dienstbarkeit".</span><br/> <span class="ft5">In den beiden Dienstbarkeitsverträgen vom 1. Juni 1992 ver-</span><br/> <span class="ft5">pflichteten sich die damaligen Eigentümer der Parzellen A und B</span><br/> <span class="ft5">sowie B und C gegenseitig ein Einfriedigungsrecht einzuräumen.</span><br/> <span class="ft5">Inhalt dieses Vertrages bildeten jeweils zwei voneinander unabhän-</span><br/> <span class="ft5">gig bestehende Dienstbarkeiten mit gleichem Regelungssachverhalt.</span><br/> <span class="ft5">Auf beiden Grundstücksblättern wurden je zwei Dienstbarkeiten mit</span><br/> <span class="ft5">dem Vermerk "Recht und Last" eingetragen. Diese Dienstbarkeiten</span><br/> <span class="ft5">sind nicht gegenseitig, im Sinne von untrennbar miteinander ver-</span><br/> <span class="ft5">knüpft. Die Bemerkung bezieht sich nur auf die gegenseitige Ein-</span><br/> <span class="ft5">räumung der Dienstbarkeit durch die seinerzeitigen Vertragspartner.</span><br/> <span class="ft5">Es ist erklärlich, dass sich im Gesetz wie auch in der Literatur der</span><br/> <span class="ft5">Ausdruck der "gegenseitigen Dienstbarkeit" nicht auffinden lässt.</span><br/> <span class="ft5">Peter Liver misst der Gegenseitigkeit der Belastung und Berechti-</span><br/> <span class="ft5">gung auch keine rechtliche Besonderheit zu (Kommentar zum</span><br/> <span class="ft5">Schweizerischen</span> <span class="ft5">Zivilgesetzbuch,</span> <span class="ft5">Die</span> <span class="ft5">Dienstbarkeiten</span> <span class="ft5">und</span><br/> <span class="ft5">Grundlasten, Zürich, 1968, N 54 zu Art. 730 ZGB). Infolgedessen</span><br/> <span class="ft5">kann bei der Löschung der entsprechenden Lasten auf der Parzelle B</span><br/> <span class="ft5">das Wort "gegenseitig" gelöscht werden. Im gleichen Zug kann diese</span><br/> <span class="ft5">Korrektur auch auf den Parzellen A und C erfolgen. Bei dieser iso-</span><br/> <span class="ft5">lierten Betrachtungsweise der zwei separaten Dienstbarkeiten resul-</span><br/> <span class="ft5">tiert aus der bestehenden Last "Einfriedigungsrecht an die Grenze</span><br/> <span class="ft5">mit Parzelle A" sowie "C" auf der Parzelle B eine Werteinbusse.</span><br/> <span class="ft5">Im vorliegenden Zwangsvollstreckungsverfahren wurden ge-</span><br/> <span class="ft5">mäss Auskunft des Betreibungsamtes sämtliche Beteiligten mitein-</span><br/> <span class="ft5">bezogen. Insbesondere den Dienstbarkeitsberechtigten, d.h. den</span><br/> <span class="ft5">Grundeigentümern der Parzellen A und C wurde das Lastenverzeich-</span><br/></div> </div> <div class="header"><span class="year">2002</span> <span class="title">Notariatsrecht</span> <span class="page_no">651</span></div> <div class="page" id="S9"> <div role="main"><br/> <span class="ft5">nis zugestellt. Im Übrigen hätten sie die Möglichkeit gehabt, anläss-</span><br/> <span class="ft5">lich der Versteigerung im ersten Aufruf den Fehlbetrag, der die Folge</span><br/> <span class="ft5">aus der Dienstbarkeitsbelastung darstellt, sofort zu bezahlen, damit</span><br/> <span class="ft5">die Dienstbarkeiten auf die neue Erwerberin überbunden worden</span><br/> <span class="ft5">wären (vgl. BGE 81 III 63).</span><br/> <span class="ft0">Der Sinn und Zweck des Doppelaufrufverfahrens besteht</span><br/> <span class="ft0">eben darin, dass spätere Belastungen des Grundstückes zu lö-</span><br/> <span class="ft0">schen sind, wenn ihr Bestand den vorangehenden Pfandgläubi-</span><br/> <span class="ft0">ger schädigen (Art. 812 Abs. 2 ZGB iVm. 142 SchKG). Das</span><br/> <span class="ft0">Betreibungsamt hatte aufgrund des Zuschlages im doppelten</span><br/> <span class="ft0">Aufruf das Grundstück zur Eintragung des Eigentumsübergan-</span><br/> <span class="ft0">ges ohne die Last "Einfriedigungsrecht an die Grenze mit Par-</span><br/> <span class="ft0">zelle A" sowie "C" angemeldet. Weiter wurde im Doppelauf-</span><br/> <span class="ft0">rufverfahren das Grundstück ohne die Last "Fuss- und be-</span><br/> <span class="ft0">schränktes Fahrwegrecht z.G. Parzelle C" der Erwerberin zuge-</span><br/> <span class="ft0">schlagen. Die drei <i>Lasten</i> sind daher zu löschen. Entsprechend</span><br/> <span class="ft0">sind auch auf den Grundstücken Parzellen A und C die dazuge-</span><br/> <span class="ft0">hörenden Rechte zu löschen. Auf Parzelle B bleiben die Rechte</span><br/> <span class="ft0">natürlich bestehen.</span><br/> <span class="ft5">Aus der Anmeldung zur Eintragung des Eigentumsübergangs</span><br/> <span class="ft5">eines Grundstücks zufolge Zuschlags im Zwangsvollstreckungsver-</span><br/> <span class="ft5">fahren des Betreibungsamtes vom 16. April 2002 ist aus Ziffer 6 c</span><br/> <span class="ft5">ersichtlich, dass dem Ersteigerer keine Dienstbarkeiten und Grund-</span><br/> <span class="ft5">lasten überbunden werden (mit Verweis auf den Grundbuchauszug).</span><br/> <span class="ft5">Insbesondere wurde ausdrücklich festgehalten, dass die Lasten "Ein-</span><br/> <span class="ft5">friedigungsrecht an die Grenze zG Parzelle A" sowie "zG Parzelle C"</span><br/> <span class="ft5">und "Fuss- und beschr. Fahrwegrecht zG Parzelle C" zu löschen</span><br/> <span class="ft5">seien. Es konnte davon ausgegangen werden, dass ein Doppelaufruf</span><br/> <span class="ft5">stattgefunden haben musste.</span><br/> <span class="ft5">8. Die Beschwerde erweist sich somit als begründet. Das</span><br/> <span class="ft5">Grundbuchamt Y ist anzuweisen, nach Eintritt der Rechtskraft des</span><br/> <span class="ft5">vorliegenden Entscheides, die Anmeldung des Eigentumsübergangs</span><br/> <span class="ft5">von Grundstück, Parzelle B zufolge Zuschlags im Zwangsvollstre-</span><br/> <span class="ft5">ckungsverfahren zu vollziehen.</span><br/> <span class="ft5">...</span><br/> <span class="ft5">Demgemäss wird verfügt:</span><br/></div> </div> <div class="header"><span class="year">2002</span> <span class="title">Verwaltungsbehörden</span> <span class="page_no">652</span></div> <div class="page" id="S10"> <div role="main"><br/> <span class="ft5">1.</span><br/> <span class="ft5">In Gutheissung der Beschwerde vom 15. Mai 2002 gegen die</span><br/> <span class="ft5">Abweisungsverfügung vom 22. April 2002 wird das Grundbuchamt</span><br/> <span class="ft5">Y angewiesen, die Anmeldung des Eigentumsübergangs von Grund-</span><br/> <span class="ft5">stück, Parzelle B zufolge Zuschlags im Zwangsvollstreckungsverfah-</span><br/> <span class="ft5">ren zu vollziehen.</span><br/> <span class="ft5">2.</span><br/> <span class="ft5">Das Grundbuchamt des Bezirks Y wird angewiesen, die <i>Lasten</i></span><br/> <span class="ft5">"Gegenseitiges Einfriedigungsrecht an die Grenze z.G. Parzelle A",</span><br/> <span class="ft5">"Gegenseitiges Einfriedigungsrecht an die Grenze z.G. Parzelle C"</span><br/> <span class="ft5">sowie "Fuss- und beschr. Fahrwegrecht z.G. Parzelle C" auf der Par-</span><br/> <span class="ft5">zelle B zu löschen.</span><br/> <span class="ft5">3.</span><br/> <span class="ft5">Das Grundbuchamt des Bezirks Y wird angewiesen, die Rechte</span><br/> <span class="ft5">aus dem "gegenseitigen Einfriedigungsrecht an die Grenze mit Par-</span><br/> <span class="ft5">zelle B" auf den Grundstückblättern von Parzelle A und C sowie die</span><br/> <span class="ft5">Bemerkung "gegenseitig" zu löschen. Weiter ist das Recht auf Par-</span><br/> <span class="ft5">zelle C "Fuss- und beschr. Fahrwegrecht z.L. Parzelle B" zu löschen.</span><br/></div> </div> </body> </html>