B u n d e s v e rw a l t u n g s g e r i ch t T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i f f éd é r a l T r i b u n a l e am m i n i s t r a t i vo f e d e r a l e T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i v fe d e r a l Abteilung II B-7348/2010 U r t e i l v o m 15 . A p r i l 2 0 1 3 Besetzung Richterin Maria Amgwerd (Vorsitz), Richterin Elena Avenati-Carpani, Richter Hans Urech, Gerichtsschreiberin Bianca Spescha. Parteien X._______, Deutschland, Beschwerdeführer, gegen IV-Stelle für Versicherte im Ausland IVSTA, Avenue Edmond-Vaucher 18, Postfach 3100, 1211 Genf 2, Vorinstanz. Gegenstand Invalidenrente. B-7348/2010 Seite 2 Sachverhalt: A. Der […] geborene X._______ (nachfolgend: Versicherter oder Beschwer- deführer) ist deutscher Staatsangehöriger und wohnt in Deutschland. Er arbeitete während insgesamt über 16 Jahren als Grenzgänger in der Schweiz – zuletzt als CNC -Mechaniker – und entrichtete dementspr e- chend die Beiträge an die schweizerische Alters-, Hinterlassenen- und In- validenversicherung (vgl. IV act. 17). B. Mit Formular vom 22 . Februar 2010 meldete sich der Versicherte bei der IV-Stelle Schaffhausen zum Leistungsbezug an und führte aus, an Diabe- tes mellitus, Bluthochdruck und degenera tiven Veränderungen der Wi r- belsäule (entzündliche und rheumatische Erkrankung) zu leiden (vgl. IV act. 12). Da der Versicherte zuletzt als Grenzgänger im Kanton Zürich angestellt war, wurde das Leistungsbegehren zuständigkeitshalber der IV- Stelle des Kantons Zürich (nachfolgend: IV -Stelle ZH) zur Bearbeitung überwiesen. Die IV-Stelle ZH prüfte in der Folge das Leistungsbegehren. C. Mit Vorbescheid vom 9. Juni 2010 teilte die IV-Stelle ZH dem Versicherten mit, dass er keinen Anspruch auf Arbeitsvermittlung der Invalidenvers i- cherung habe (vgl. IV act. 28). In einem weiteren Vorbescheid vom 10. Juni 2010 wurde dem Versicherten die Abweisung des IV - Rentenbegehrens mangels rentenbegründender Invalidität in Aussicht gestellt (vgl. IV act. 30). Mit Eingabe vom 19. Juni 2010 nahm der Versicherte zum Vorbescheid vom 10. Juni 2010 betreffend IV -Rentenbegehren Stellung und ersuchte um eine Nachfrist zur ergänzenden Einwandsbegründung. Da innerhalb der erstreckten Frist keine Eingabe des Versic herten erfolg- te, wies die IV-Stelle für Versicherte im Ausland IVSTA (nachfolgend: Vor- instanz) mit Verfügungen vom 16. September 2010 sowohl das Begehren um Arbeitsvermittlung als auch das Rentenbegehren ab (vgl. IV act. 39). D. Mit Eingabe vom 11. Oktober 2010 erhob der Versicherte beim Bunde s- verwaltungsgericht Beschwerde gegen die Verfügung vom 16. September 2010 betreffend IV-Rentenbegehren. Er beantragt sinngemäss die Aufhe- bung der angefochtenen Verfügung und die Zusprechung einer Invaliden-B-7348/2010 Seite 3 rente. Zur Begründung führte er aus, dass sich seine Krankheiten (Diabe- tes, Bluthochdruck, Rheuma, Sehvermögen, Gelenkverschleiss) stetig verschlechtern würden. In Deutschland habe er einen Schwerbehinde r- tenausweis aufgrund eines Behinderungsgrades von 50 % inne. Derzei t werde sogar eine Erhöhung auf 70 bis 80 % geprüft. Der Beschwerdefüh- rer reichte diverse medizinische Unterlagen ein und stellte weitere Unte r- lagen in Aussicht. E. In ihrer Vernehmlassung vom 27. Dezember 2010 verwies die Vorinstanz auf die Stellungnahme der IV-Stelle ZH vom 21. Dezember 2010 und b e- antragt die Abweisung der Beschwerde und die Bestätigung der ang e- fochtenen Verfügung. Die IV -Stelle ZH führte aus, dass beim Beschwe r- deführer gesundheitliche Einschränkungen unbestritten seien, doch seien die erw erblichen Auswirkungen relevant. Der Beschwerdeführer sei bei der Ausübung seiner bisherigen Tätigkeit gesundheitlich bedingt aufgrund den unregelmässigen Arbeitszeiten und den Gelenkschmerzen bei nasser Witterung eingeschränkt. Die Ausübung einer angepass ten Tätigkeit, das heisst einer körperlich nicht schweren, nicht die Knie belastenden Täti g- keit, unter Ausschluss von Tätigkeiten im Freien und solchen, in welchen aufgrund der Gefahr der Unterzuckerung eine Selbstgefährdung best e- hen könnte (Nachtschichten , Arbeiten an gefährlichen Maschinen, Arbe i- ten auf Leitern und Gerüsten), sei ihm jedoch zu 100 % zumutbar. F. Mit Eingabe vom 29. Dezember 2010 reichte der Beschwerdeführer zwei ärztliche Berichte ein. In seiner Replik vom 8. Februar 2011 hielt der B e- schwerdeführer an seinen Anträgen fest, machte ergänzende Ausführu n- gen und reichte einen weiteren ärztlichen Bericht zu den Akten. G. Mit Eingaben der Vorinstanz vom 22. März 2011 und der IV-Stelle ZH vom 10. März 2011 wurde auf die Einreichung einer Duplik verzichtet. H. Mit Eingaben vom 14. August 2011 sowie vom 13. Januar 2012 reichte der Beschwerdeführer dem Bundesverwaltungsgericht unaufgefordert weitere Arztberichte ein. Die Vorinstanz und die IV -Stelle ZH verzichteten auf eine Stellungnahme. B-7348/2010 Seite 4 I. Mit Eingabe vo m 5. Juli 2012 reichte der Beschwerdeführer einen radio- logischen Untersuchungsbericht von Dr. med. A._______ vom 30. April 2012 sowie eine Aufstellung seiner erfolglosen Bewerbungen ein. Die IV - Stelle ZH führte in ihrer Stellungnahme vom 11. März 2013 aus, dass die Anzahl der Stellenbewerbungen bzw. Absagen keine Rückschlüsse auf eine gesundheitlich bedingte Erwerbsunfähigkeit zulasse und sich aus dem B ericht von Dr. med. A._______ nichts über die gesundheitlichen Leistungseinbussen des Beschwerdeführers im Zeitpunkt der Verfügung vom 16. September 2010 ableiten lasse. J. Auf die weiteren Vorbringen der Parteien und die eingereichten Unterl a- gen wird – sofern erforderlich und rechtserheblich – in den nachfolgenden Erwägungen eingegangen. Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 1. 1.1 Gemäss Art. 31 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (VGG, SR 173.32) beurteilt das Bundesverwaltungsgericht Beschwerden gegen Verfügungen nach Art. 5 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 über das Verwaltungsver fahren (VwVG, SR 172.021), sofern keine Ausnahme nach Art. 32 VGG vorliegt. Als Vorinstanzen gelten die in Art. 33 VGG genannten Behörden. Zu diesen gehört auch die Vorinstanz, die mit Verfügungen über Rentengesuche von Grenzgängerinnen und Grenzgängern befindet (Art. 33 Bst. d VGG; vgl. Art. 69 Abs. 1 IVG sowie Art. 40 Abs. 2 und 3 der Verordnung vom 17. Januar 1961 über die Invali- denversicherung [IVV, SR 831.201]). 1.2 Der Beschwerdeführer war Grenzgänger. Wie in der Zuständigkeit s- regelung des Art. 40 Abs. 2 IVV hierfür vorgesehen, hat die IV -Stelle ZH, in deren Tätigkeitsgebiet der Versicherte zuletzt in seiner Eigenschaft als Grenzgänger eine Erwerbstätigkeit ausgeübt hat, in korrekter Weise die Anmeldung für Leistungen der IV entgegengenommen und geprüft, w äh- rend die Vorinstanz die angefochtene Verfügung vom 16. September 2010 erlassen hat. B-7348/2010 Seite 5 1.3 Nach Art. 37 VGG richtet sich das Verfahren vor dem Bundesverwa l- tungsgericht nach dem VwVG, soweit das VGG nichts anderes bestimmt. Indes findet das Verwaltungsverfahrens gesetz aufgrund von Art. 3 Bst. dbis VwVG keine Anwendung in Sozialversicherungssachen, soweit das Bundesgesetz über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts vom 6. Oktober 2000 (ATSG, SR 830.1) anwendbar ist. Nach Art. 1 Abs. 1 IVG sind die Best immungen des ATSG auf die Invalidenversicherung (Art. 1a – 26bis und 28 – 70) anwendbar, soweit das IVG nicht ausdrüc k- lich eine Abweichung vom ATSG vorsieht. 1.4 Anfechtungsgegenstand des vorliegenden Verfahrens ist die Verf ü- gung der Vorinstanz vom 16. Septemb er 2010. Die Beschwerde wurde frist- und formgerecht eingereicht (Art. 60 ATSG). Als Adressat der ang e- fochtenen Verfügung ist der Beschwerdeführer besonders berührt und hat ein schutzwürdiges Interesse an deren Änderung oder Aufhebung (Art. 59 ATSG). Damit ist auf die Beschwerde einzutreten. 1.5 Gemäss Art. 19 Abs. 3 VGG sind die Richter und Richterinnen des Bundesverwaltungsgerichts zur Aushilfe in anderen Abteilungen verpflich- tet. Die Abteilung II des Bundesverwaltungsgerichts hat das vorliegende Beschwerdeverfahren im Zuge einer – auf einer abteilungsübergreife n- den, freiwilligen Zusammenarbeit basierenden – Entlastungsmassnahme der Abteilung III übernommen. Die bisherige Verfahrensnummer C-7348/2010 lautet deshalb fortan B-7348/2010. 2. 2.1 Das Bundesverwaltungsgericht prüft die Verletzung von Bundesrecht einschliesslich der Überschreitung oder des Missbrauchs des Ermessens, die unrichtige oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts und die Unangemessenheit, wenn nicht eine kantonale B e- hörde als Beschwerdeinstanz verfügt hat (Art. 49 VwVG). 2.2 Das Bundesverwaltungsgericht ist gemäss dem Grundsatz der Rechtsanwendung von Amtes wegen nicht an die Begründung der B e- gehren der Parteien gebunden (Art. 62 Abs. 4 VwVG). Es kann die B e- schwerde auch aus anderen als den geltend gemachten Gründen gu t- heissen oder den angefochtenen Entscheid im Ergebnis mit einer B e- gründung bestätigen, die von jener der Vorinstanz abweicht (vgl. HÄBERLI, in: Waldmann/Weissenberger, Praxiskommentar VwVG, Art. 62 N 40). B-7348/2010 Seite 6 2.3 Im Sozialversicherungsprozess hat das Gericht seinen Entscheid, s o- fern das Gesetz nicht etwas Abweichendes vorsieht, nach dem Bewei s- grad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu fällen. Die blosse Mö g- lichkeit eines bestimmten Sachverhalts genügt den Beweisanforderungen nicht. Das Gericht hat vielmehr jener Sachverhaltsdarstellung zu folgen, die es von allen möglichen Geschehensabläufen als die wahrschein - lichste würdigt (BGE 126 V 353 E. 5b, 125 V 193 E. 2, je mit Hinweisen). 3. Vorab ist zu prüfen, welche Rechtsnormen im vorliegenden Verfahren zur Anwendung gelangen. 3.1 Der Beschwerdeführer besitzt die deutsche Staatsbürgerschaft und wohnt in Deutschland, sodass vorliegend das am 1. Juni 2002 in Kraft ge- tretene Abkommen zwischen der Schweizerischen Eidgenossenschaft ei- nerseits und der Europäischen Gemeinschaft andererseits über die Fre i- zügigkeit vom 21. Juni 1999 (Freizügigkeitsabkommen, nachfolgend: FZA, SR 0.142.112.681) anwendbar ist (Art. 80a IVG). Das Freizügi g- keitsabkommen setzt die verschieden en bis dahin geltenden bilateralen Abkommen zwischen der Schweizerischen Eidgenossenschaft und den einzelnen Mitgliedstaaten der Europäischen Union insoweit aus, als darin derselbe Sachbereich geregelt wird (Art. 20 FZA). Gemäss Art. 8 Bst. a FZA werden di e Systeme der sozialen Sicherheit koordiniert, um insb e- sondere die Gleichbehandlung aller Mitglieder der Vertragsstaaten zu gewährleisten. Nach Art. 3 Abs. 1 der Verordnung Nr. 1408/71 des Rates vom 14. Juni 1971 (EWG, SR 0.831. 109.268.1) haben die Person en, die im Gebiet eines Mitgliedstaates wohnen, für die diese Verordnung gilt, die gleichen Rechte und Pflichten aufgrund der Rechtsvorschriften eines Mi t- gliedstaates wie die Staatsangehörigen dieses Staates selbst, soweit be - sondere Bestimmungen dieser Verordnung nichts anderes vorsehen. D a- bei ist im Rahmen des FZA und der Verordnung auch die Schweiz als „Mitgliedstaat“ zu betrachten (Art. 1 Abs. 2 von Anhang II des FZA). Dem- nach richten sich die Bestimmung der Invalidität, die Berechnung des I n- validitätsgrades und der Rentenhöhe auch nach dem Inkrafttreten des FZA nach schweizerischem Recht (BGE 130 V 253 E. 2.4), insbesondere dem IVG, der IVV, dem ATSG sowie der entsprechenden Verordnung vom 11. September 2002 (ATSV, SR 830.11). Noch keine Anwendung finde n vorliegend die am 1. April 2012 in Kraft gesetzten Verordnungen (EG) Nr. 883/2004 des Europäischen Parl a- ments und Rates vom 29. April 2004 zur Koordinierung der Systeme der B-7348/2010 Seite 7 sozialen Sicherheit sowie (EG) Nr. 977/2009 des Europäischen Parl a- ments und Rates vom 16. September 2009 zur Festlegung der Modalit ä- ten für die Durchführung der Verordnung (EG) Nr. 883/2004 über die der Systeme der sozialen Sicherheit. Für die Beurteilung des Rentenanspruchs sind Feststellungen ausländ i- scher Versicherungsträger, Kranke nkassen, Behörden und Ärzte bezü g- lich Invaliditätsgrad und Anspruchsbeginn für die rechtsanwendenden Behörden in der Schweiz nicht verbindlich (vgl. BGE 130 V 253 E. 2.4, AHI 1996, S. 179; vgl. auch ZAK 1989 S. 320 E.2). Vielmehr unterstehen auch aus dem Ausland stammende Beweismittel der freien Beweiswürd i- gung des Gerichts (vgl. Urteil des Eidgenössischen Versicherungsgericht [EVG] vom 11. Dezember 1981 i.S. D). 3.2 Nach den allgemeinen intertemporalen Regeln sind in verfahren s- rechtlicher Hinsicht diejenigen Rechtssätze massgebend, welche im Zei t- punkt der Beschwerdebeurteilung Geltung haben (BGE 130 V 1 E. 3.2). In materiellrechtlicher Hinsicht sind diejenigen Rechtssätze massgebend, die bei der Erfüllung des zu Rechtsfolgen führenden Sachverhalts Ge l- tung haben (BGE 130 V 329 E. 2.3). Ein allfälliger Leistungsanspruch ist für die Zeit vor einem Rechtswechsel aufgrund der bisherigen und ab die- sem Zeitpunkt nach den neuen Normen zu prüfen (pro rata temporis; vgl. BGE 130 V 445). Damit finden im vorliegenden Verf ahren grundsätzlich jene schweizerischen Rechtsvorschriften Anwendung, die bei Erlass der angefochtenen Verfügung vom 16. September 2010 in Kraft standen (B e- stimmungen der 5. IV-Revision). Noch keine Anwendung findet vorliegend das am 1. Januar 2012 in Kra ft getretene erste Massnahmen paket der 6. IV-Revision (AS 2011 5659). 3.3 Nach der Rechtsprechung stellt das Sozialversicherungsgericht bei der Beurteilung einer Streitsache in der Regel auf den bis zum Zeitpunkt des Erlasses der streitigen Verfügung (hier: 1 6. September 2010) eing e- tretenen Sachverhalt ab (BGE 129 V 1 E. 1.2 mit Hinweisen). Tatsachen, die jenen Sachverhalt seither verändert haben, sollen im Normalfall G e- genstand einer neuen Verwaltungsverfügung sein (BGE 121 V 362 E. 1b). 3.4 Bezüglich der vorliegend auf Grund von Art. 2 ATSG in Verbindung mit Art. 1 Abs. 1 IVG zu berücksichtigenden ATSG -Normen zur Ar - beitsunfähigkeit (Art. 6), Erwerbsunfähigkeit (Art. 7), Invalidität (Art. 8) B-7348/2010 Seite 8 und zur Bestimmung des Invaliditätsgrades (Art. 16) hat das Schweize - rische Bundesgericht (vormals Eidgenössisches Versicherungsgericht [EVG]) erkannt, dass es sich bei den in Art. 3 -13 ATSG enthaltenen L e- galdefinitionen in aller Regel um eine formellgesetzliche Fassung der höchstrichterlichen Rechtsprechung zu den entsprechenden Begriffen vor In-Kraft-Treten des ATSG handelt und sich inhaltlich damit keine Änd e- rung ergibt, weshalb die hierzu entwickelte Rechtsprechung übernommen und weitergeführt werden kann (vgl. BGE 130 V 343 E. 3.1, 3.2 und 3.3). 4. 4.1 Das Bestehen eines Gesundh eitsschadens beim Beschwerdeführer wird von der Vorinstanz grundsätzlich nicht bestritten. Sie erachtet den Beschwerdeführer jedoch in einer leidensangepassten Tätigkeit zu 100 % arbeitsfähig. Der Beschwerdeführer stellt sich dagegen sinngemäss auf den St and- punkt, dass ihm aufgrund seiner sich stetig verschlechternden Krankhe i- ten keine Arbeitstätigkeit zumutbar sei. Seine letzten Arbeitsstellen im Jahr 2009 und 2010 habe er aus gesundheitlichen Gründen aufgeben müssen, da er aufgrund der starken Schmerzen jeweils am Abend weder habe laufen noch stehen können. Vorliegend ist somit umstritten, ob der Beschwerdeführer bis zum Erlass der angefochtenen Verfügung am 16. September 2010 in einem rente n- erheblichen Mass invalid geworden ist. Nachfolgend sind die zu r Beurteilung der Streitsache massgebenden g e- setzlichen Grundlagen und die von der Rechtsprechung entwickelten Grundsätze darzulegen. 4.2 Anspruch auf eine Rente der schweizerischen Invalidenversicherung hat, wer invalid im Sinne des Gesetzes ist (Art. 8 ATSG ) und bei Eintritt der Invalidität während mindestens drei Jahren Beiträge an die Alters -, Hinterlassenen- und Invalidenversicherung (AHV/IV) geleistet hat (Art. 36 Abs. 1 IVG). Diese Bedingungen müssen kumulativ gegeben sein. Der Beschwerdeführer hat unbe strittenermassen während mehr als drei Ja h- ren Beiträge an die schweizerische Alters -, Hinterlassenen - und Inval i- denversicherung geleistet, so dass die Mindestbeitragsdauer für den A n- spruch auf eine ordentliche Invalidenrente erfüllt ist (vgl. IV act. 17). B-7348/2010 Seite 9 4.3 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Die Invali- dität kann Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1 IVG). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der kö r- perlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder tei l- weise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 ATSG). Arbeitsunfähigkeit ist die durch eine Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit bedingte, volle oder teilweise Unfähigkeit, im bisherigen Beruf oder Aufgabenbereich zumutbare Arbeit zu leisten. Bei langer Dauer wird auch die zumutbare Tätigkeit in einem anderen Beruf oder Aufgabenb e- reich berücksichtigt (Art. 6 ATSG). 4.4 Für die Bestimmung des Invaliditätsgrades bei erwerbstätigen Vers i- cherten wird das Erwerbseinkommen, das sie nach Eintritt der Invalid ität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei au s- geglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (Invalideneinkommen) in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (Valideneinkommen; Art. 16 ATSG; allgemeine Methode des Einkommensvergleichs; BGE 128 V 29 E. 1, BGE 104 V 135 E. 2a und b; ZAK 1990 S. 518 E. 2). 4.5 Gemäss Art. 28 Abs. 2 IVG besteht bei einem Invalidität sgrad von mindestens 70 % Anspruch auf eine ganze Rente, bei einem Invalidität s- grad von mindestens 60 % Anspruch auf eine Dreiviertelsrente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % Anspruch auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindes tens 40 % Anspruch auf eine Viertel s- rente. Renten, die einem Invaliditätsgrad von weniger als 50 % entsprechen, werden jedoch nur an Versicherte ausgerichtet, die ihren Wohnsitz und gewöhnlichen Aufenthalt (Art. 13 ATSG) in der Schweiz haben, was laut bundesgerichtlicher Rechtsprechung eine besondere Anspruchsvorau s- setzung darstellt (BGE 121 V 264 E. 6c). Eine Ausnahme von diesem Prinzip gilt seit dem 1. Juni 2002 für Schweizer Bürger und Staatsang e- hörige der EU, denen bereits ab einem Invaliditätsgrad von 40 % eine Rente ausgerichtet wird, wenn sie in einem Mitgliedstaat der EU Wohnsitz haben – was vorliegend der Fall ist (Art. 29 Abs. 4 IVG). B-7348/2010 Seite 10 4.6 Gemäss Art. 28 Abs. 1 IVG haben jene Versicherten Anspruch auf e i- ne Rente, die ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähig keit, sich im Aufgaben- bereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können (Bst. a) und die z u- sätzlich während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durc h- schnittlich mindestens 40 % arb eitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind und auch nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (Art. 8 ATSG) sind (Bst. b und c). 4.7 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung und im Beschwerdefall das Gericht auf Unterlagen angewies en, die ärztliche und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen h a- ben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und b e- züglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig ist. Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten Person noch zugemutet werden können (BGE 125 V 256 E. 4, BGE 115 V 133 E. 2; AHI-Praxis 2002 S. 62 E. 4b/cc). Eine zumutbare Arbeitsmöglichkeit hat sich der Versicherte anrechnen zu lassen (leidensangepasste Verwei- sungstätigkeit; ZAK 1986 S. 204 f.). 4.8 Die Verwaltung und im Beschwerdefall das Gericht haben die mediz i- nischen Unterlagen nach dem Grundsatz der freien Beweiswürdigung – wie alle anderen Beweismittel – frei, d.h. ohne Bindung an förmliche B e- weisregeln, sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen. Dies b e- deutet für das Gericht, dass es alle Beweismittel, unabhängig, von we m sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden hat, ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruches gestatten. Insbesondere darf es bei einander wide r- sprechenden medizinischen Berichten den Prozess n icht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzugeben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These a b- stellt. 4.9 Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der B e- richt für die streitigen Bel ange umfassend ist, auf allseitigen Unters u- chungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darl e- gung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der m e- dizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begrü n-B-7348/2010 Seite 11 det sind. Ausschlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Herkunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eing e- reichten oder in Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht o der Gut- achten, sondern dessen Inhalt (BGE 125 V 351 E. 3a; AHI 2001 S. 113 f. E. 3a; RKUV 2003 U 487 S. 345 E. 5.1). Gleichwohl erachtet es die Rechtsprechung mit dem Grundsatz der freien Beweiswürdigung als ve r- einbar, Richtlinien für die Beweiswürdigung i n Bezug auf bestimmte Fo r- men medizinischer Berichte und Gutachten aufzustellen (vgl. hierzu BGE 125 V 352 E. 3b; AHI 2001 S. 114 E. 3b; U rteil des BGer I 128/98 vom 24. Januar 2000 E. 3b). So ist den im Rahmen des Verwaltungsverfa h- rens eingeholten Gutachte n externer Spezialärzte, welche aufgrund ei n- gehender Beobachtungen und Untersuchungen sowie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei der Erörterung der Befunde zu schlüs- sigen Ergebnissen gelangen, bei der Beweiswürdigung volle Beweiskraft zuzuerkennen, solange nicht konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen (BGE 125 V 353 E. 3b/bb, m.w.H.). Berichte der behandelnden Ärzte schliesslich sind aufgrund deren auftragsrechtlicher Vertrauensstellung zum Patienten mit Vorbehalt zu würdigen (BGE 125 V 353 E. 3b/cc). Dies gilt für den allgemein praktizierenden Hausarzt wie auch für den behandelnden Spezialarzt (U rteil des BGer I 655/05 vom 20. März 2006 E. 5.4 mit Hinweisen; vgl. aber Urteil des BGer 9C_24/2008 vom 27. Mai 2008 E. 2.3.2). Auch die Stellungnahmen des regionalärztlichen Dienstes der Vorinstanz (nachfolgend: RAD) müssen den allgemeinen beweisrechtlichen Anforde- rungen an einen ärztlichen Bericht genügen. Die RAD -Ärzte müssen s o- dann über die im Einzelfall gefragten persö nlichen und fachlichen Qualifi- kationen verfügen, spielt doch die fachliche Qualifikation des Experten für die richterliche Würdigung einer Expertise eine erhebliche Rolle. Bezü g- lich der medizinischen Stichhaltigkeit eines Gutachtens müssen sich Ve r- waltung und Gerichte auf die Fachkenntnisse des Experten verlassen können. Nimmt der RAD selber keine Untersuchung vor, hat er zunächst zu überprüfen, ob die medizinischen Akten ein vollständiges Bild über Anamnese, Verlauf und gegenwärtigen Status ergeben (vgl. z u den A n- forderungen an einen Aktenbericht Urteil des Bundesgerichts [BGer] 8C_653/2009 vom 28. Oktober 2009 E. 5.2, Urteil BGer I 1094/06 vom 14. November 2007 E. 3.1.1) bzw. ob ein von ihm angefordertes Gutac h- ten den Anforderungen der Rechtsprechung entspricht und die im konkre- ten Fall erforderlichen Untersuchungen vorgenommen und dokumentiert wurden. B-7348/2010 Seite 12 5. 5.1 Es ist strittig, ob die Vorinstanz das IV -Leistungsgesuch zu Recht mangels anspruchsbegründeter Invalidität abgewiesen hat. Nachfolgend gilt es daher zu prü fen, ob die Vorinstanz den rechtserheblichen Sac h- verhalt vollständig sowie richtig erhoben hat. 5.2 Die medizinische Aktenlage präsentierte sich zum Zeitpunkt des Ve r- fügungserlasses am 16. September 2010 wie folgt: – Bescheid des Landratsamts B._______ vom 8. Januar 2010, womit festgestellt wird, dass der Grad der Behinderung des Beschwerdefü h- rers 50 % betrage und eine Schwerbehinderteneigenschaft vorliege. Es würden folgende Funktionsbeeinträchtigungen vorliegen: Diabetes mellitus (mit Diät und Insulin) einste llbar, Degenerative Veränderu n- gen der Wirbelsäule, Entzündlich rheumatische Erkrankung, Depre s- sive Verstimmung, Bluthochdruck (vgl. IV act. 11). – Mit Bericht vom 6. April 2010 stellten Dr. med. C._______ und D._______, Fachärzte Orthopädie und Unfallchirurgie, folgende Diag- nosen: – Kniedistorsion rechts, Innenbandriss rechtes Knie – v.a. Polyarthrose – Diabetes Mellitus – LWS-Syndrom Da die letzte Behandlung am 24. Juni 2009 erfolgte, konnten Dr. med. C._______ und D._______ keine Aussagen zur Arbeits fähigkeit und zur Prognose machen (vgl. IV act. 18 S. 1-4, 8-9). – Dr. med. E._______, Facharzt für Nuklearmedizin, stellte am 19. Juni 2009 nach durchgeführter Skelettzintigraphie folgende Befunde: Szin- tigraphischer Befund einer beginnenden systemisch entz ündlichen Gelenkerkrankung z.B. einer Polyarthritis, Spondylarthrosenbildung der unteren HWS, der mittleren BWS, der unteren LWS (vgl. IV act. 19 S. 6). Zur Arbeitsfähigkeit machte Dr. med. E._______ keine Aus- sagen. – Dr. med. F._______, Facharzt für Allgemeine Medizin, berichtete am 4. Mai 2010 über folgende Diagnosen mit Auswirkungen auf die A r- beitsfähigkeit: B-7348/2010 Seite 13 – Insulinpfl. Diabetes mellitus Typ 2 – Rheumatologische Arthritis – Gelenkarthrose beide Knie – Einschränkung des Sehvermögens – Taubheitsgefühl der Finger und Füsse Beim Beschwerdeführer bestehe eine Konzentrationsschwäche und er habe erhebliche Gelenkschmerzen bei nasser Witterung. Kälte und Nässe seinen ungünstig. Unregelmässige Arbeitszeiten seien mit der Diabetes nicht vereinbar. In der bisherigen Tätigke it sei der B e- schwerdeführer aus medizinischer Sicht eingeschränkt. Das Ausmass der Einschränkung hänge von der Arbeitsplatzorganisation ab (vgl. IV act. 23). – Die RAD-Ärztin Dr. med. G._______, Fachärztin Psychiatrie und Ps y- chotherapie, führte am 1. Juni 2 010 aus, dass mit der Diagnose des insulinpflichtigen Diabetes mellitus sowie dem Befund einer wah r- scheinlich beginnenden entzündlichen Gelenkserkrankung ein G e- sundheitsschaden ausgewiesen sei. Aus den vorliegenden Arztberich- ten lasse sich jedoch weder ein e abschliessende medizinische Beu r- teilung noch eine Beurteilung der Arbeitsfähigkeit ableiten (vgl. IV ac t. 27 S. 3). – Der RAD-Arzt Dr. med. H._______, Vertrauensarzt (SGV), erachtete für das weitere Vorgehen eine persönliche Untersuchung durch den RAD am e ffektivsten. Für den Fall, dass dies nicht realisierbar wäre, bedürfe es einer ausführlichen ärztlichen Begründung für die Ei n- schränkung der Arbeitsfähigkeit. Ein Problem sei das fehlende Bela s- tungsprofil. Erfahrungsgemäss seien Tätigkeit mit Selbstgefährd ung (aufgrund der Gefahr der Unterzuckerung, mit Nachtschichten, Arbe i- ten an gefährlichen Maschinen und Arbeiten auf Leitern und Gerü s- ten) sowie kniebelastende Tätigkeiten ungünstig. Behinderungsang e- passte Tätigkeiten ohne die genannten Einschränkungen sei en zu 100 % zumutbar (vgl. IV act. 27 S. 3). 5.3 Unbestritten ist, dass der Beschwerdeführer unter gesundheitlichen Einschränkungen leidet. Strittig ist jedoch die Einschränkung seiner Le i- den auf die Arbeitsfähigkeit. Die Vorinstanz stützte sich bei der Beurt ei- lung der Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers auf die Aussage des RAD-Arztes Dr. med. H._______. Dabei handelt es sich um eine erfa h- rungsgemässe Einschätzung der Arbeitsfähigkeit, die nicht mit der ta t-B-7348/2010 Seite 14 sächlichen Leistungsfähigkeit des Beschwerdeführers übereinstimmen muss. Eine solche Beurteilung vermag eine auf die Arbeitsfähigkeit g e- richtete fachliche Beurteilung der somatischen und psychiatrischen Le i- den des Beschwerdeführers nicht zu ersetzen und genügt keineswegs, um die Arbeitsfähigkeit mit überwiegender Wahrscheinlichkeit zuverlässig zu erheben. Vorliegend haben sich die behandelnden Ärzte des B e- schwerdeführers weder zur Arbeitsfähigkeit geäussert noch haben sie ein Belastungs- bzw. Zumutbarkeitsprofil erstellt. Sie genügen den bewei s- rechtlichen A nforderungen an einen Arztbericht nicht. Die RAD -Ärzte Dr. med. G._______ und Dr. med. H._______ haben dies in ihren Ste l- lungnahmen auch dargelegt und ausgeführt, dass daher keine verlässl i- che Beurteilung der Arbeitsfähigkeit möglich sei. Letzterer hat so gar die Durchführung einer persönlichen Untersuchung des Beschwerdeführer s oder das Einholen ausführlicher ärztlicher Berichte vorgeschlagen. 5.4 Die Vorinstanz wäre bei solch einer Aktenlage verpflichtet gewesen, weitere Abklärungen vorzunehmen, sei es die Durchführung einer persön- lichen Untersuchung resp. Begutachtung oder das Einholen weiterer m e- dizinischer Berichte. Indem die Vorinstanz weitere Abklärungen unterla s- sen und statt dessen das IV -Leistungsbegehren abgewiesen hat, hat sie den medizinischen Sachv erhalt nicht vollständig ermittelt und somit ihre Abklärungspflicht im Sinne von Art. 43 Abs. 1 ATSG verletzt. 6. Die angefochtene Verfügung vom 16. September 2010, welche auf einer lückenhaften medizinischen Aktenlage beruht, ist daher in Gutheissung der Beschwerde aufzuheben. Vorliegend ist von der Anordnung eines Gerichtsgutachtens abzusehen, da im vorinstanzlichen Verfahren trotz der medizinischen Aktenlage die Einholung weiterer medizinischer Berichte bzw. die Durchführung einer Untersuchung resp. Begutachtung unterlassen wurde und somit wichtige medizinische Fragen ungeklärt g eblieben sind (BGE 137 V 210 E. 4.4.1.4). Da dem Verfahren im jetzigen Standpunkt die Entscheidungs- reife mangelt, ist die Sache folglich zur Feststellung des rechtserhebl i- chen Sachverhaltes, insbesondere zur Durchführung der erforderlichen fachärztlichen Begutachtungen in der Schweiz, und zum Erlass einer neuen Verfügung an die Vorinstanz zurückzuweisen (Art. 61 Abs. 1 VwVG). B-7348/2010 Seite 15 7. 7.1 Gemäss Art. 63 Abs. 1 VwVG auferlegt das Bundesve rwaltungsge- richt die Verfahrenskosten in der Regel der unterliegenden Partei. Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind keine Verfahrenskosten aufzuerl e- gen (Art. 63 Abs. 1 und 2 VwVG). 7.2 Da dem obsiegenden Beschwerdeführer, welcher nicht anwaltlich ver- treten war, keine verhältnismässig hohen Kosten entstanden sind, ist ihm keine Parteientschädigung zuzusprechen (vgl. Art. 64 Abs. 1 VwVG und Art. 7 ff. des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und En t- schädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]). Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 1. Die Beschwerde wird in dem Sinne gutgeheissen, dass die angefochtene Verfügung vom 16. September 2010 aufgehoben und d ie Sache zur Durchführung der erforderlichen fachärztlichen Begutachtunge n in der Schweiz und zum Erlass einer neuen Verfügung an die Vorinstanz z u- rückgewiesen wird. Soweit weitergehend wird die Beschwerde abgewi e- sen. 2. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. 3. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen. B-7348/2010 Seite 16 4. Dieses Urteil geht an: – den Beschwerdeführer (Einschreiben mit Rückschein ; Beilagen: Ko- pie der Stellungnahme der Vorinstanz vom 18. März 2013 sowie Doppel der Stellungnahme der IV-Stelle Zürich vom 11. März 2013) – die Vorinstanz (Ref-Nr. _______; Gerichtsurkunde) – das Bundesamt für Sozialversicherungen BSV (Gerichtsurkunde) Die vorsitzende Richterin: Die Gerichtsschreiberin: Maria Amgwerd Bianca Spescha Rechtsmittelbelehrung: Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen nach Eröffnung beim Bun- desgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öffentlich - rechtlichen Angelegenheiten geführt werden, sofern die Voraussetzungen gemäss den Art. 82 ff., 90 ff. und 100 des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (BGG, SR 173.110) gegeben sind. Die Rechtsschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismittel und die U n- terschrift zu enthalten. Der angefochtene Entscheid und die Beweismittel sind, soweit sie der Beschwerdeführer in Händen hat, beizulegen (Art. 42 BGG). Versand: 17. April 2013