B u n d e s v e rw a l t u n g s g e r i ch t T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i f f éd é r a l T r i b u n a l e am m i n i s t r a t i vo f e d e r a l e T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i v fe d e r a l Abteilung I A-857/2014 U r t e i l v o m 1 3 . N o v e m b e r 2 0 1 4 Besetzung Richterin Marianne Ryter (Vorsitz), Richter André Moser, Richter Jérôme Candrian, Gerichtsschreiberin Tanja Petrik-Haltiner. Parteien EBM Netz AG, Weidenstrasse 27, 4142 Münchenstein, Beschwerdeführerin, gegen A._______, vertreten durch B._______ GmbH, Beschwerdegegner, und Eidgenössische Elektrizitätskommission ElCom, 3003 Bern, Vorinstanz. Gegenstand Anschluss einer Photovoltaikanlage. A-857/2014 Seite 2 Sachverhalt: A. Mit Schreiben vom 29. August 2013 ersuchte A._______ die Eidgenössi- sche Elektrizitätskommission (ElCom) um Festlegung der technisch und wirtschaftlich günstigsten Variante bezüglich des Ans chlusses einer Ph o- tovoltaikanlage am Standort Mühlestrasse 27 in Rodersdorf. Um die erzeugte Energie konform ins Netz abzuführen, muss Letzteres von der Photovoltaikanlage bis zur Transformationsstation verstärkt we r- den. Die Netzbetreiberin EBM Netz AG arbeitete diesbezüglich vier Var i- anten aus und erstellte eine detaillierte Offerte für die wirtschaftlich güns- tigste Variante Nr. 4 (Totalkosten CHF 90'112.30 inkl. MWST). A._______ reichte eine unbestrittenermassen technisch vergleichbare, fünfte Varian- te ein, deren Gesamtkosten sich auf CHF 49'558.60 belaufen. Die ElCom stellte mit Verfügung vom 16. Januar 2014 fest, die von der EBM Netz AG geplante Ausführung der Variante Nr. 4 sei die technisch und wirtschaftlich günstigste Variante zum Anschluss der Photovoltaikan- lage am Standort Mühlestrasse 27 in Rodersdorf (Dispositiv-Ziffer1). Wei- ter stellte sie in Dispositiv -Ziffer 2 fest, die Leitung von der Photovoltaik- anlage bis zur T ransformationsstation sei als Erschliessungsleitung zu betrachten und deren Kosten seien von A._______ zu tragen. Dieser sei jedoch nicht verpflichtet, eine Nutzungsentschädigung für das vorhande- ne Leerrohr zu bezahlen. B. Dagegen erhebt die EBM Netz AG (nachfolgend: Beschwerdeführerin) mit Eingabe vom 19. Februar 2014 Beschwerde beim Bundesverwaltungsge- richt und beantragt, der zweite Satz in Dispositiv -Ziffer 2 der Verfügung der ElCom (nachfolgend: Vorinstanz) vom 16. Januar 2014 sei aufzuh e- ben und es sei festzustellen, d ass sie berechtigt sei, von A._______ (nachfolgend: Beschwerdegegner) eine angemessene Entschädigung für die Benutzung des Leerrohrs zu erheben. C. Mit Vernehmlassung und Beschwerdeantwort vom 22. April 2014 bea n- tragen die Vorinstanz explizit und der Beschwerdegegner sinngemäss die Abweisung der Beschwerde. A-857/2014 Seite 3 D. Die Beschwerdeführerin hält mit Replik vom 26. Mai 2014 an den in der Beschwerdeschrift gestellten Rechtsbegehren fest und nimmt zu den Eingaben der Vorinstanz und des Beschwerdegegners Stellung. E. Mit Du plik vom 16. Juni 2014 nimmt der Beschwerdegegner zur Replik der Beschwerdeführerin Stellung. Die Vorinstanz verzichtet mit Schreiben vom 16. Juni 2014 a uf die Einrei- chung einer Duplik und verweist stattdessen auf die Erwägungen in der angefochtenen Verfügung und ihre Vernehmlassung. F. Die Beschwerdeführerin reicht ihre Schlussbemerkungen zur Duplik des Beschwerdegegners mit Eingabe vom 30. Juni 2014 ein und hält weite r- hin an ihren Rechtsbegehren fest. G. Auf die Ausführungen der Beteiligten und sich bei den A kten befindliche Dokumente wird – soweit entscheidrelevant – im Rahmen der nachfo l- genden Erwägungen eingegangen. Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 1. 1.1 Gemäss Art. 31 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (VGG, SR 173.32) beurteilt das Bundesverwaltungsgericht Beschwerden gegen Verfügungen nach Art. 5 des Verwaltungsverfahrensgesetzes vom 20. Dezember 1968 (VwVG, SR 172.021). Nach Art. 5 Abs. 1 VwVG gel- ten als Verfügungen Anordnungen der Behörden im Einzelfall, die sich auf öffentliches Recht des Bundes stützen und die Begründung, Änderung oder Aufhebung von Rechten oder Pflichten (Bst. a), die Feststellung des Bestehens, Nichtbestehens oder Umfangs von Rechten oder Pflichten (Bst. b) oder die Abweisung von Begehren auf Begrü ndung, Änderung, Aufhebung oder Feststellung von Rechten oder Pflichten oder das Nich t- eintreten auf solche Begehren zum Gegenstand haben (Bst. c). Die Vor- instanz hat mit dem angefochtenen Entscheid mehrere Feststellungen A-857/2014 Seite 4 getroffen. Es liegt somit grundsätzlich eine Verfügung im Sinne von Art. 5 Abs. 1 Bst. b VwVG vor. 1.2 1.2.1 Der Erlass einer Verfügung setzt die Verfügungsbefugnis der a n- ordnenden Behörde voraus (vgl. FELIX UHLMANN, in: Praxiskommentar VwVG, 2009, Art. 5 Rz. 21; KÖLZ/HÄNER/BERTSCHI, Verwaltungsverfahren und Verwaltungsrechtspflege des Bundes, 3. Aufl. 2013, Rz. 870). Fehlt die sachliche Zuständigkeit, leidet die Verfügung an einem schwerwi e- genden Mangel, der nach der Praxis einen Nichtigkeitsgrund darstellt, es sei denn, der verfügenden Behörde kom me auf dem betreffenden Gebiet allgemeine Entscheidungsgewalt zu oder der Schluss auf die Nichtigkeit vertrüge sich nicht mit der Rechtssicherheit (vgl. BGE 137 III 217 E. 2.4.3, BGE 129 V 485 E. 2.3, BGE 127 II 32 E. 3g; BVGE 2008/59 E. 4.3; Urtei- le des B undesverwaltungsgerichts A-549/2013 vom 4. August 2014 E. 1.1.1, A-2546/2013 vom 26. September 2013 E. 5.4.4 so wie A-5837/2010 vom 4. April 2011 E. 4.1; THOMAS FLÜCKIGER, Praxisko m- mentar VwVG, Art. 7 Rz. 43). Im vorliegenden Fall liegt ein Anfechtung s- objekt im Sinne von Art. 31 VGG i.V.m. Art. 5 Abs. 1 Bst. b VwVG de m- nach grundsätzlich nur vor bzw. kann – sofern auch die weiteren Sachu r- teilsvoraussetzungen erfüllt sind – grundsätzlich auf die Beschwerde nur eingetreten werden, wenn die Vorinstanz zum Erlass der angefochtenen Verfügung sachlich zuständig war (vgl. BGE 136 II 415 E. 1.2, BGE 132 II 342 E. 2.3; BVGE 2008/59 E. 4.3; Urteile des Bundesverwaltungsgerichts A-549/2013 vom 4. August 2014 E. 1.1.1, A-5837/2010 vom 4. April 2011 E. 4.1 sowie A -6829/2010 vom 4. Februar 2011 E. 2.2.3; MARKUS MÜL- LER, in: Kommentar zum VwVG, 2008, Art. 44 Rz. 1 ; vgl. zum Ganzen auch: Urteil des Bundesverwaltungsgerichts A -6689/2012 vom 18. Februar 2014 E. 1.1 mit weiterem Hinweis). 1.2.2 Die ElCom überwacht die Einhaltung des St romversorgungsgeset- zes, trifft die jenigen Entscheide und erlässt die jenigen Verfügungen, die für den Vollzug des Stromversorgungsgesetzes und der Ausführungsb e- stimmungen notwendig sind (Art. 22 Abs. 1 des Stromversorgungsgeset- zes vom 23. März 2007 [StromVG , SR 734.7] ). Sie ist insbesondere z u- ständig für den Entscheid im Streitfall über den Netzzugang, die Netznu t- zungsbedingungen, die Netznutzungstarife und -entgelte sowie die Elekt- rizitätstarife (Art. 22 Abs. 2 Bst. a StromVG) und für die Überprüfung der Netznutzungstarife und -entgelte sowie der Elektrizitätstarife von Amtes wegen (Art. 22 Abs. 2 Bst. b StromVG). Gemäss der Botschaft zur Änd e-A-857/2014 Seite 5 rung des Elektrizitätsgesetzes und zum Stro mversorgungsgesetz vom 3. Dezember 2004 (Botschaft StromVG, BBl 2005 1661) enthält Art. 21 Abs. 1 des Entwurfs StromVG (vgl. BBl 2005 1698) – der von einer bloss redaktionellen Änderung abgesehen mit Art. 22 Abs. 1 StromVG überein- stimmt – die umfassende Kompetenz der Vorinstanz, die Einhaltung der Bestimmungen des StromVG zu übe rwachen und die für dessen Vollzug notwendigen Entscheide zu treffen bzw. Verfügungen zu erlassen. Die Vorinstanz sei überall dort zuständig, wo die Entscheid - und Verfügungs- kompetenz nicht ausdrücklich einer anderen Behörde vorbehalten sei. Die nicht absc hliessende Aufzählung der einzelnen Kompetenzen in Art. 21 Abs. 2 des Entwurfs StromVG – der mit Art. 22 Abs. 2 StromVG übereinstimmt (vgl. BBl 2005 1698) – fasse die wichtigsten Zuständigke i- ten der Vorinstanz übersichtlich zusammen. Die Vorinstanz ist dem nach als Aufsichtsbehörde für die Beurteilung von Rechtsfragen, welche sich im Zusammenhang mit der Stromversorgungsgesetzgebung stellen, ohne Weiteres sachlich zuständig. Im Übrigen sieht Art. 25 Abs. 1 bis des Ener- giegesetzes vom 26. Juni 1998 (EnG, SR 730.0) vor, dass sie Streitigkei- ten im Zusammenhang mit den Anschlussbedingungen für Energieerze u- gungsanlagen beurteilt. Gemäss Art. 2 Abs. 1 der Energieverordnung vom 7. Dezember 1998 (EnV, SR 730.01) legen die Energieproduzenten nach Art. 7 EnG und die Netzbetreiber die Anschlussbedingungen, wie z.B. die Anschlusskosten, vertraglich fest. Die Entstehung und Wirkung einer solchen Vereinbarung zwischen den Parteien richten sich nach dem Zivilrecht. Da ein entspr e- chender Vertrag jedoch Auswirkungen auf die Stromversorgungsgesetz- gebung haben kann, muss es der Vorinstanz im Rahmen ihrer Aufsicht s- tätigkeit in diesem Bereich möglich sein, allfällige Anordnungen zu treffen. Demnach darf die Vorinstanz im Rahmen eines Verwaltungsverfahrens über zivilrechtliche Fra gestellungen vorfrageweise befinden, ohne dass sie in die sachliche Zuständigkeit der Zivilgerichte eingreifen würde (vgl. auch Urteile des Bundesverwaltungsgerichts A -6689/2012 vom 18. Februar 2014 E. 8.5 und A -549/2013 vom 4. August 2014 E. 1.1.2 in fine und E. 5.5). Das Vorliegen eines Anfechtungsobjektes im Sinne von Art. 31 VGG i.V.m. Art. 5 Abs. 1 Bst. b VwVG ist somit zu bejahen. 1.3 Die ElCom gehört zu den Behörden nach Art. 33 Bst. f VGG und ist daher eine Vorinstanz des Bundesverwaltungsgerichts. Ein e Ausnahme nach Art. 32 VGG, was das Sachgebiet angeht, ist nicht gegeben. De m- nach ist das Bundesverwaltungsgericht für die Beurteilung der erhobenen Beschwerde zuständig (vgl. auch Art. 23 StromVG). A-857/2014 Seite 6 1.4 Zur Beschwerde ist berechtigt, wer vor der Vorinstanz am Verfahren teilgenommen hat, durch die angefochtene Verfügung besonders berührt ist und ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung oder Änderung hat (Art. 48 Abs. 1 VwVG). Die Beschwerdeführerin ha t als beteiligte Par- tei am vorinstanzlichen Verfahren teilgenommen und ist durch die ang e- fochtene Verfügung als Betreiberin des lokalen Verteilnetzes und als E i- gentümerin des Leerrohrs, dessen Benutzung strittig ist, besonders be- troffen bzw. materiell beschwert. Sie ist damit zur Beschwerde legitimiert. 1.5 Betreffend Feststellungsbegehren bleibt indes Folgendes festzuha l- ten: Die in der Sache zuständige Behörde kann gemäss Art. 25 Abs. 1 VwVG über den Bestand, den Nichtbestand oder den Umfang öffentlic h- rechtlicher Rechte oder Pflichten von Amtes wegen oder auf Begehren eine Feststellungsverfügung treffen. Dem Begehren um Erlass einer Feststellungsverfügung ist zu entsprechen, wenn der Gesuchsteller ein schutzwürdiges Interesse nachweist (vgl. Art. 25 Abs. 2 VwVG). Nach der Rechtsprechung des Bundesgerichts ist d em Begehren um Erlass einer Feststellungsverfügung nur zu entsprechen, wenn der Gesuchsteller an der Beseitigung einer Unklarheit betreffend öffentlichrechtliche Rechte und Pflichten interessiert ist, weil er sonst Gefahr laufen würde, zu se i- nem Nachteil M assnahmen zu treffen oder zu unterlassen. Dies trifft n a- mentlich dann nicht zu, wenn er seine Interessen ebenso gut mit dem Begehren um Erlass einer Leistungs - oder Gestaltungsverfügung wahren kann (Subsidiarität der Feststellungsverfügung, vgl. statt viel er: Urteil des Bundesgerichts 1C_6/2007 vom 22. August 2007 E. 3.3 mit Hinweisen und detailliert zum Ganzen auch MOSER/BEUSCH/KNEUBÜHLER, Prozes- sieren vor dem Bundesve rwaltungsgericht, 2. Aufl. 2013, Rz. 2.29 f. mit Hinweisen). Das von der Beschwerdeführer in formulierte Feststellungsbegehren betreffend die Entschädigung für die Benutzung des strittigen Leerrohrs geht gegenständlich nicht über die mittels Gestaltungsbegehren verlangte Aufhebung der angefochtenen Verfügung hinaus, sondern ist vielmehr darin b ereits enthalten. Dementsprechend ist auf das Feststellungsbe- gehren, welches keine eigene Tragweite hat, nicht einzutreten. 1.6 Auf die im Übrigen frist - und formgerecht erhobene Beschwerde ist daher – mit Ausnahme des soeben in Erwägung 1.5 erwähnten Feststel- lungsbegehrens – einzutreten (Art. 50 Abs. 1 und 52 VwVG). A-857/2014 Seite 7 2. Das Bundesverwaltungsgericht überprüft die bei ihm angefochtenen Ve r- fügungen und Entscheide grundsätzlich mit uneingeschränkter Kognition, d.h. auch auf eine allfällig unrichtige oder unvollständige Feststellung des Sachverhaltes hin, ebenso auf Angemessenheit (Art. 49 VwVG). Die Vorinstanz ist keine gewöhnliche Vollzugsbehörde, sondern eine ve r- waltungsunabhängige Kollegialbehörde mit besonderen Kompetenzen. Als Fachorgan ist sie Regulierungsinstanz mit besonderer Verantwortung. Dies rechtfertigt eine gewisse Zurückhaltung des Bundesverwaltungsg e- richts bei der Überprüfung des vorinstanzlichen Entscheides. Es befreit das Bundesverwaltungsgericht aber nicht davon, die Rechtsanwendung auf ihre Vereinb arkeit mit Bundesrecht zu überprüfen. Sodann amtet die Vorinstanz in einem höchst technischen Bereich, in dem Fachfragen s o- wohl im Bereich der Stromversorgung als auch ökonomischer Ausric h- tung zu beantworten sind. Ihr steht dabei – wie anderen Behördenko m- missionen auch – ein eigentliches "technisches Ermessen" zu. In diesem Rahmen darf der verfügenden Behörde bei der Beurteilung von ausg e- sprochenen Fachfragen ein gewisser Ermessens - und Beurteilungsspiel- raum belassen werden, soweit sie die für den Entscheid wesentlichen Gesichtspunkte geprüft und die erforderlichen Abklärungen sorgfältig und umfassend durchgeführt hat (vgl. BGE 133 II 35 E. 3, BGE 132 II 257 E. 3.2, BGE 131 II 13 E. 3.4, BGE 131 II 680 E. 2.3.2 mit Hinweisen; statt vieler: BVGE 2009/35 E. 4 und Urteil des Bundesverwaltungsgerichts A-549/2013 vom 4. August 2014 E. 2 mit Hinweisen ; MOSER/BEUSCH/ KNEUBÜHLER, a.a.O., Rz. 2.154 ff.). 3. Das vorinstanzliche Verfahren drehte sich um die Frage der Festlegung der technisch und wirtschaftlich günstigsten Variante bezüglich des A n- schlusses der Photovoltaikanlage des Beschwerdegegners ans Netz der Beschwerdeführerin bzw. um die Festlegung des jeweiligen Einspeisepunkts und die entsprechende Kostentragung. Die Beschwerde- führerin bringt vor, nur die Ablehnung einer Entschädigung für die Nu t- zung der Leerrohre in ihrem Trassee gemäss Dispositiv -Ziffer 2 Satz 2 anzufechten. Die Feststellung der wirtschaftlich günstigsten Variante g e- mäss Dispositiv-Ziffer 1 und die Qualifizierung der Leitung von der Phot o- voltaikanlage bis zur Transformationsstation als Erschliessungsanlage stelle sie nicht in Frage. Die Vorinstanz hält dem entgegen, das geforder- te Entgelt für die Nutzung de s Leerrohrs hänge mit der Feststellung der wirtschaftlich günstigsten Anschlussvariante und damit mit der Quali fizie-A-857/2014 Seite 8 rung einer Leitung als Erschliessungsleitung bzw. der Definition des Ei n- speisepunkts zusammen. Auch der Beschwerdegegner wirft in diesem Zusammenhang ein, es könne nicht nur die wirtschaftliche Komponente der Variante Nr. 4 abgeände rt werden, ohne die Variante als Ganzes in Frage zu stellen. Würde die Beschwerde gutgeheissen, wäre die Variante Nr. 5 und nicht die Variante Nr. 4 die wirtschaftlich und technisch gün s- tigste Wahl. Es ist der Vorinstanz und dem Beschwerdegegner in dieser Hinsicht bei- zupflichten: Die Frage der Entrichtung eines Nutzungsentgelts wirkt sich unvermeidlich auf die Variantenwahl aus. Sinngemäss ficht die B e- schwerdeführerin daher mit der Aufhebung von Dispositiv -Ziffer 2 Satz 2 auch Dispositiv-Ziffer 1 und 2 Satz 1 an. 4. Netzbetreiber sind gemäss Art. 5 Abs. 2 StromVG verpflichtet, in ihrem Netzgebiet alle Endverbraucher innerhalb der Bauzone und ganzjährig bewohnte Liegenschaften und Siedlungen ausserhalb der Bauzone sowie alle Elektrizitätserzeuger ans Elektrizitätsnetz anzuschliessen. Weiter sind sie verpflichtet, in ihrem Netzgebiet die fossile und erneuerbare Energie, ausgenommen Elektrizität aus Wasserkraftanlagen mit einer Leistung über 10 MW, in einer für das Netz geeigneten Form abzunehmen und zu vergüten, sofern diese Neuanlagen sich am betreffenden Standort eignen (vgl. Art. 7 Abs. 1 Satz 1 und Art. 7a Abs. 1 Satz 1 EnG). Die Energieproduzenten sind gemäss Art. 2 Abs. 4 EnV verpflichtet, auf eigene Kosten Massnahmen zu ergreifen, um störende technische Ei n- wirkungen am Einspeisepunkt zu vermeiden. Sind die Voraussetzungen nach Art. 2 Abs. 4 EnV erfüllt, so sind die Netzbetreiber ihrerseits ve r- pflichtet, die Energieerzeugungsanlage n der Produzenten mit dem tec h- nisch und wirtschaftlich günstigsten Einspeisepun kt so zu verbinden, dass die Einspeisung und der Bezug von Energie sichergestellt sind. Die Kosten für die Erstellung der dazu notwendigen Erschliessungsleitungen bis zum Einspeisepunkt sowie allfällig notwendige Transformationskosten gehen zu Lasten der P roduzenten. Für die Vergütung der Kosten für no t- wendige Netzverstärkungen ist Art. 22 Absatz 3 der Stromversorgungs- verordnung vom 14. März 2008 (StromVV SR 734.71) anwendbar (Art. 2 Abs. 5 EnV; vgl. auch Weisung der ElCom 4/2012 vom 31. Oktober 2012 zum Thema Netzverkstärkungen unter www.elcom.admin.ch > Dokumen- tation > Weisungen > Weisungen 2012, besucht am 1. September 2014, Ziff. 1 S. 1). Die Energieproduzenten nach Art. 7 EnG und die Netzbetre i-A-857/2014 Seite 9 ber legen die Anschlussbedingungen, wie z.B. die Anschlussko sten, ver- traglich fest (Art. 2 Abs. 1 EnV). Im Falle einer Nichteinigung haben die Parteien die Möglichkeit, Streitigkeiten im Zusammenhang mit den A n- schlussbedingungen für Energieerzeugungsanlagen an die Vorinstanz heranzutragen (vgl. Art. 25 Abs. 1bis EnG, vgl. auch vorne E. 1.2.2). 4.1 Die Netzverstärkungen, welche durch Einspeisungen von Erzeugern von Energie nach Art. 7, 7 a und 7b EnG in ein bestehendes Verteilnetz notwendig werden, sind gemäss Art. 22 Abs. 3 StromVV Teil der System- dienstleistungen der nationalen Netzgesellschaft. Letztere vergütet den Netzbetreibern gestützt auf die Bewilligung der ElCom die Kosten für die notwendigen Netzverstärkungen (vgl. Art. 22 Abs. 4 und 5 StromVV). Den Netzbetreibern obliegt insbesondere die Gewährleistung eines sicheren, leistungsfähigen und effizien ten Netzes (vgl. Art. 8 Abs. 1 Bst. a StromVG). Gemäss vorinstanzlicher Weisung 4/2012 ist eine Netzve r- stärkung dann notwendig, wenn durch den Anschluss einer Produktion s- anlage mit den bestehenden Betriebsmitteln die Netzsicherheit nicht mehr gewährleistet ist (Weisung der ElCom 4/2012, a.a.O., Ziff. 3.1 S. 2). Die Parteien stellen nicht in Frage, dass im Umfang der geprüften Variante Nr. 5 eine Netzverstärkung notwendig ist und die entsprechenden Kosten zulasten der Beschwerdeführerin bzw. schliesslich der Endverbraucher gehen. 4.2 Die Netzbetreiber sind wie erwähnt gemäss Art. 2 Abs. 5 EnV ve r- pflichtet, Energieerzeugungsanlagen nach Art. 7 EnG mit dem technisch und wirtschaftlich günstigsten Einspeisepunkt zu verbinden. Dazu hat die Beschwerdeführerin mehrere Varianten für den Anschluss der Photovol- taikanlage des Beschwerdegegners ausgearbeitet. Zur Diskussion steht ihre Variante Nr. 4 sowie die Variante Nr. 5 des Beschwerdegegners. Die Vorinstanz führt in ihrer Weisung 4/2012 aus, als wirtschaftlich günstigste Variante gelte diejenige mit den tiefsten Gesamtkosten (Anschlusskosten zulasten des Produzenten sowie Netzverstärkungskosten). Diese Varian- te habe gleichzeitig den technischen Vorschriften zu genügen. Allfällige Unterschiede bei den Wartungs - und Betriebskosten sowie technische Argumente könnten im Rahmen des Variantenvergleichs berücksichtigt werden, seien jedoch zu begründen (vgl. Weisung der ElCom 4/2012, a.a.O., Ziff. 3.2 S. 3). Die Beschwerdeführerin bezeichne t ihre Variante Nr. 4 mi t geschätzten Kosten von CHF 83'437.30 (exkl. MWST) als technisch und wirtschaftlich günstigste Variante. Der Beschwerdegegner hat eine Variante Nr. 5 aus-A-857/2014 Seite 10 gearbeitet, welche schätzungsweise Gesamtkosten von CHF 49 '558.60 (exkl. MWST) zur Folge hätte. Die von der Beschwerdeführerin ausgea r- beiteten Varianten Nr. 1 bis 3 standen schon im vorinstanzlichen Verfa h- ren nicht mehr zur Debatte, da es sich um teurere bzw. technisch nicht mögliche Varianten handelt. Der technische Unterschied der zwei in Fra- ge kommenden Varianten Nr. 4 und 5 ist unbestrittenermassen relativ ge- ring. Die Variante Nr. 4 stellt eine direkte Anbindung der Photovoltaikanlage an die Transformationsstation mit einem Leitungsquerschnitt von 3x150/150 mm2 dar. Gemäss vorinstanzlicher Weisung 4/2012 wäre dementspr e- chend der Einspeisepunkt bei der Transformationsstation zu wählen, da an dieser Station noch weitere Netzanschlussnehmer angeschlossen sind und die Kosten dieser Erschliessungsleitung von der Photovoltaikanlage bis zur Transformationsstation entsprechend durch den Beschwerdege g- ner als Produzenten zu tragen (vgl. Art. 2 Abs. 5 EnV und Weisung der ElCom 4/2012, a.a.O., Ziff. 3.3 S. 3 f.; vgl. auch vorne E. 4). Die Leitung könnte durch ein bereits bestehendes Leerrohr im Eigentum der B e- schwerdeführerin gelegt werden. Für dessen Benutzung macht die B e- schwerdeführerin ein vom Beschwerdegegner zu entrichtende s Entgelt von CHF 45'000.– (Leerrohr à 300 m zum Preis vo n CHF 150 pro Lauf- meter) geltend. Bei der vom Beschwerdegegner vorgeschlagenen Variante Nr. 5 würde die Verstärkung ebenfalls mit einem Kabelquerschnitt von 3x150/150 mm2 ausgeführt. Zusätzlich beinhaltet diese Variante eine Verteilkabine in der Nähe der Photovoltaikanlage, an welche noch weitere Netz anschluss- nehmer angeschlossen würden. Demen tsprechend wäre die Leitung ge- mäss Vorinstanz zwischen der Transformations station und der Verteilk a- bine als notwendige Netzverstärkung zu betrachten und grundsätzlich durch die Netzbetreiberin zu finanzieren. 4.3 Der auf den ersten Blick grosse finanzielle Unterschied der beiden Varianten ist durch den von der Beschwerdeführerin verlangten Betrag für die Nutzung des vorhandenen Leerrohrs durch den Beschwerdegegner begründet. 4.3.1 Die Vorinstanz erklärt, die Beurteilung de r Netzverstärkungen au f- grund der vorhandenen Infrastruktur zum Zeitpunkt des Bedarfs der Netzverstärkung vorzunehmen. Grundsätzlich berücksichtige sie die Hi s- torie des Netzes dabei nicht. Dies bedeute, dass regelmässig vorhandene A-857/2014 Seite 11 Reserven eines Netzes wie z.B. genügend grosse Leitungsquerschnitte, vorhandene Transformatorkapazitäten oder auch vorhandene Leerrohre nicht als Vergütungen für notwendige Netzverstärkungen bewilligt werden könnten. Gemäss Wortlaut von Art. 22 Abs. 3 StromVV seien Netzver- stärkungen, die durch Einspeisungen von Erzeugern von Energie nach Artikel 7, 7 a und 7 b EnG notwendig w ürden, Teil der Systemdienstlei s- tungen der nationalen Netzgesellschaft . Bei einer bereits bestehenden Infrastruktur k önne es sich demnach schon definitionsgemäss nicht um eine Netzverstärkung i.S.v. Art. 22 Abs. 3 StromVV handeln. Gemäss Auf- fassung der Beschwerdeführerin müssten jegliche, betragsmässig i.d.R. schwierig bezifferbare Reservekapazitäten den Produzenten in Rechnung gestellt werden, wofür keine gesetzli che Grundlage bestehe. Weiter gin- gen gemäss Art. 2 Abs. 5 EnV die Kosten für die Erstellung der notwendi- gen Erschliessungsleitungen bis zum Einspeisepunkt zu Lasten des Pro- duzenten. Auch hier gelte das Prinzip, dass dem Produzenten nur Kosten in Rechnung gestellt werden dürften, welche effektiv durch den Anschluss der Energieerzeugungsanlagen entstünden. Somit dürften für den Varian- tenvergleich betreffend Wirtschaftlichkeit nur die effektiv entstehenden Kosten betrachtet werden. Im vorliegenden Fall sei daher die von der Be- schwerdeführerin geforderte Nutzungsentschädigung für die vorhandenen Leerrohre nicht zu berücksichtigen. Der Beschwerdegegner sei nicht ver- pflichtet, eine Nutzungsentschädigung für das vorhandene Leerrohr zu bezahlen. Demzufolge sei die geplante Ausführung der Variante Nr. 4 mit geschätzten Gesamtkosten von CHF 38'437.30 (exkl. MWST) wirtschaft- lich günstiger als die Variante Nr. 5 mit ge schätzten Gesamtkosten von CHF 49' 558.60 (exkl. MWST). Die Kostendiffe renz von knapp CHF 11'000.– sei durch die in der Variante Nr. 5 zusätzlich geplante Verteilka- bine begründet. Diese sei mit Blick auf die Gewährleistung eines sich e- ren, leistungsfähigen und effizienten Netzes für den Anschluss der Photo- voltaikanlage des Beschwerdegegners nicht erforderlich. Die Vorinstanz erklärt weiter, die Kostentragung betreffend Anschluss von Energieerzeugungsanlagen werde vom Bundesrecht abschliessend g e- regelt: Die Kosten für die Erstellung der Erschliessungsleitung, die sog e- nannten Anschlusskosten, gingen verursache rgerecht zulasten des Pr o- duzenten, während die Kosten für notwendige Netzverstärkungen grun d- sätzlich dem Netzbetreiber auferlegt würden. Es sei bundesrechtswidrig, einen Netzkostenbeitrag bzw. eine pauschale Art einer "Eintrittsgebühr" für eine Netzanschlu sserhöhung, welche durch den Anschluss einer Elektrizitätserzeugungsanlage bedingt sei, zu verlangen. Art. 22 StromVV bezwecke zu verhindern, dass es durch den Anschluss von Energiee r-A-857/2014 Seite 12 zeugern nach Art. 7 ff. EnG zu höheren Netznutzungstarifen im Netzg e- biet des jeweiligen Netzbetreibers und damit einhergehend zu einer z u- sätzlichen Belastung der lokalen Endverbraucher komme . Der Anschluss von Energieerzeugungsanlagen sei für den zuständigen Netzbetreiber ohnehin kostenneutral: Entweder würden die anfallenden K osten vom je- weiligen Produzenten übernommen oder als Vergütung für eine notwe n- dige Netzverstärkung betrachtet und damit als Teil der Systemdienstlei s- tungen von allen Endverbra uchern in der Schweiz getragen . Aus dem Wortlaut von Art. 22 Abs. 4 StromVV ergebe sich, dass eine Vergütung für eine notwendige Netzverstärkung nur erteilt werden könne, wenn das Netz effektiv aufgrund von Einspeisungen von Energieerzeugern nach Art. 7 ff. EnG verstärkt werden müsse und in diesem Zusammenhang konkret bezifferbare Kost en anfallen würden. Sei keine Netzverstärkung notwendig, entstünden dem betreffenden Netzbetreiber ebenso wenig Kosten. Der Beschwerdeführerin würden also sicherlich keine (unverhäl t- nismässigen) Mehrkosten entstehen, weshalb Art. 16 Abs. 3 StromVV nicht einschlägig sei. Art. 2 Abs. 5 EnV spreche explizit von Kosten für die Erstellung der notwendigen Erschliessungsleitungen, welche im Übrigen wie verfügt vom Beschwerdegegner zu tragen seien. Es seien kons e- quenterweise sowohl bei der Vergütung für eine notwen dige Netzverstär- kung als auch im Rahmen der Kosten für die Erschliessungsleitung nur die effektiv im Zeitpunkt des Anschlusses der jeweiligen Erzeugungsanla- ge anfallenden Kosten zu berücksichtigen. Würde dem Begehren der Be- schwerdeführerin gefolgt werden, so wäre die Variante Nr. 5 , in welcher sich der Einspeisepunkt in die zu erstellende Verteilkabine verschieben würde, wirtschaftlich am günstigsten. Der Beschwerdegegner hätte die Kosten für die Erschliessungsleitung bis zur Verteilkabine, an welcher weitere Netzanschlussnehmer angeschlossen seien, zu tragen. Die B e- schwerdeführerin könnte dabei grundsätzlich die Kosten der Leitung bis zur Transformationsstation als Vergütung für eine notwendige Netzve r- stärkung geltend machen. Wenn sie jedoch für die Ausführ ung dieser Netzverstärkung auf vorhandene Leerrohre zurückgreifen würde, könnte die geforderte Nutzungsentschädigung nicht entsprechend vergütet we r- den, da hierfür im Zeitpunkt des Anschlusses keine Investitionen hätten getätigt werden müssen. Ausserdem gibt die Vorinstanz zu bedenken, das strittige Leerrohr sei dannzumals nicht im Hinblick auf den Anschluss einer konkreten Ene r- gieerzeugungsanlage verlegt worden. Es sei damals vielmehr für die Be- reitstellung der Netzinfrastruktur für künftige Entwicklungen im Rahmen der ohnehin anfallenden Tiefbauarbeiten investiert worden. Es sei im Ü b-A-857/2014 Seite 13 rigen davon auszugehen, dass die entsprechenden Kosten in der Ve r- gangenheit den Endverbrauchern im Netzgebiet der Beschwerdeführerin bereits als anrechenbare Netzkosten gemäss Art. 15 Abs. 1 StromVG über die Entrichtung des Netznutzungsentgelts in Rechnung gestellt wor- den seien. Daher sei ohnehin fraglich, ob dieselben Kosten nun erneut gegenüber dem Beschwerdegegner geltend gemacht werden könnten. Sie verlange nicht, dass die Beschwerdeführerin ihre Leerrohre entsch ä- digungslos an die Eigentümer von Energieerzeugungsanlagen abgebe. In der Vergangenheit getätigte Investitionen gälten ihrer Ansicht nach ledi g- lich nicht als Erschliessungskosten i.S.v. Art. 2 Abs. 5 EnV bzw. als Vergü- tung für eine notwendige Netzverstärkung i.S.v. Art. 22 Abs. 4 StromVV. Im Übrigen moniert die Vorinstanz in ihrer Vernehmlassung, die B e- schwerdeführerin stelle lediglich Behauptungen betreffend die effektiven Kosten für die Benutzung des Leerrohrs auf. So mache sie einen Pa u- schalbetrag von CHF 150 pro Laufmeter geltend, ohne darzulegen, wie sich dieser Pauschalbetrag zusammensetze. Sie lege nicht dar, wie viel das Leerrohr und der damit zusammenhängende Leitungsbau gekostet habe und nach welchen Grundsä tzen bzw. anhand welcher Schlüssel sie diese Kosten dem Beschwerdegegner in Rechnung stellen wolle. 4.3.2 Die Beschwerdeführerin moniert, in der Variante Nr. 5 ebenso wie in ihrer Variante Nr. 4 müssten die virtuellen Tiefbaukosten für die best e- hende Reserveleitung (Leerrohr) mit eingerechnet werden. Entstünden in den Verteilnetzen durch den Anschluss oder Betrieb von Erzeugungsa n- lagen unverhältnismässige Mehrkosten, so bildeten diese nicht Teil der Netzkosten, sondern müssten gemäss Art. 16 Abs. 3 Str omVV in ang e- messenem Umfang von den Erzeugern getragen werden. Art. 2 Abs. 5 EnV unterscheide zwischen Erschliessungsleitungen, deren Kosten z u- lasten des Produzenten gingen und Kosten für Netzverstärkungen g e- mäss Art. 22 Abs. 3 StromVV. Dies gehe so auch aus der vorinstanzlichen Weisung 4/2012 hervor. Die Kosten für Netzverstärkungen würden als Systemdienstleistungen via Netznutzungstarife indirekt von der Allg e- meinheit getragen. Weiter würden die Verbraucher im entsprechenden Verteilnetzgebiet solidarisch die Kosten für dieses Netz tragen, indem sie die Netznutzungsgebühren bezahlten. Auch die Kosten für das strittige Leerrohr seien von allen Verbrauchern in ihrem Netzgebiet finanziert wor- den. Die Situation bezüglich der Erschliessungsleitungen präsentiere sich anders: Diese Leitungen seien nur für den Produzenten von Nutzen, a n- dere Kunden im selben Verteilnetzbereich würden davon nicht profitieren. Zudem würden Energieerzeuger gemäss Art. 14 Abs. 2 StromVG kein A-857/2014 Seite 14 Netznutzungsentgelt bezahlen. Daher erscheine es sachgerecht, dass die Kosten für eine neue Erschliessungsleitung zulasten des Produzenten gingen. Im Normalfall müsse Letzterer daher auc h den gesamten dafür notwendigen Tiefbau finanzieren, was einen höheren Kostenaufwand g e- neriere, als wenn ein bereit s vorhandenes Leerrohr genutzt werde. Wäre m.a.W. das betreffende Leerrohr nicht bereits vorhanden, ginge der g e- samte Leitungsbau inkl. Kabelschutzrohre und Tiefbau zulasten des B e- schwerdegegners. Werde ein solches, durch die Enderbraucher finanzier- tes, Le errohr ohne Gegenleistung dem Produzenten zur Verfügung g e- stellt, geschehe dies letztlich zulasten aller Endv erbraucher im betreffen- den Netzgebiet, was gegen Art. 2 Abs. 5 EnV verstosse, welcher vorsehe, dass der Produzent dies e Kosten alleine zu tragen ha be. Im Übrigen werde dadurch auch Art. 16 Abs. 3 StromVV verletzt, indem die Mehrkos- ten nicht in angemessenem Umfang vom Erzeuger getragen würden. Leerrohre könnten aufgrund ihrer Pflicht als Netzbetreiberin, einen sich e- ren, leistungsfähigen und effizienten Netzbetrieb zu gewährleisten, für bis zu 25 Jahre vorinvestiert und einem Verwendungszweck zugeordnet wer- den. Die geleistete Vorinvestition werde über die Netznutzungskosten von allen Endv erbrauchern in ihrem Verteilnetzgebiet getragen. Melde eine Privatperson oder ein anderes Werk Bedarf an bereits erstellter Infr a- struktur an, könne diese u.U. entgeltlich abgetreten werden. Die dafür e r- haltene Summe könne den Kunden in ihrem Netzgebiet über negative Netznutzungskosten wieder rückvergütet werden. Vorliege nd seien g e- stützt auf die 2005 vorgenommene Netzplanung im Jahr 2011 mehrere Leerrohre verlegt worden. Das strittige und einzige Niederspannungsrohr sei damals im Hinblick auf eine eventuelle Neuerschliessung und/oder Freileitungsverkabelung verlegt worden . Auf Anfrage des Beschwerd e- gegners habe sie entschieden, ihm das Rohr zu den Kosten der derzeit günstigsten machbaren Neuerstellung abzutreten, sofern kein unmittelba- rer Bedarf für das Netz bestehe, mit der Rückvergütung der Vorinvestiti o- nen die künftige Finanzierung abgegolten werde, das Rohr gemäss Ziff. 8.2 ihrer Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) vom 29. Se p- tember 2009 betreffend Netzanschluss ins Eigentum des Beschwerd e- gegners übergehe und ihm die Mehrkosten belastet und die Erstellung s- kosten aus dem Jahr 2011 den Kunden via Netznutzungsgutschrift wieder rückvergütet würden. Das bereits teilweise im Trassee zwischen der A b- zweigung zur Freileitung und dem Hausanschluss des Beschwerdege g- ners verlegte Kabel müsste zur Realisierung der Variante Nr. 4 entfernt werden. Wenn die Vorinstanz nun verlange, solche Leerrohre unentgel t- lich an Eigentümer von Energieerzeugungsanlagen abzugeben, müsste A-857/2014 Seite 15 der Netzbetreiber die bereits geleisteten Investitionen im späteren B e- darfsfall nochmals tätigen und alle am entsp rechenden Netz angeschlos- senen Endv erbraucher würden sie über die Netznutzungsgebühren ein weiteres Mal tragen. Dies verunmögliche eine zuverlässige, wirtschaftl i- che Planung und verteuere die Netznutzung unnötigerweise, was im kl a- ren Widerspruch zu ihr em g esetzlichen Auftrag stehe. Es widerspreche zudem dem Zweck von Art. 2 EnV und Art. 22 StromVV, wenn sie oder die Endverbraucher diese Kosten tragen müssten, während sich der Pr o- duzent daran nicht beteilige, obschon er die bestehende Infrastruktur für seine private Erschliessung nutze. Es sei nicht einzusehen, weshalb der Beschwerdegegner ihre Infrastruktur kostenlos für seine Erschliessung s- leitung nutzen können solle bzw. weshalb die Vorinstanz Anschlussleitun- gen i.S.v. Art. 2 Abs. 5 EnV gleich behandle wie Netzverstärkungen nach Art. 22 StromVV, obschon Erstere nur de n Produzenten dienten und da- her eben gerade anders zu behandeln seien. Sie verlange demnach keine "Eintritts - oder Nutzungsgebühr"; e s gehe vielmehr um die Kosten, welche ihr entstünden, wenn s ie für die geplante Erdverlegung ein neues Rohr verlegen müsse. Diese Kosten beliefen sich erfahrungsgemäss auf ca. CHF 150 pro Laufmeter. 4.3.3 Der Beschwerdegegner stellt sich auf den Standpunkt, dass sowohl Art. 2 Abs. 5 EnV als auch Art. 16 Abs. 3 StromVV ausschliesslich von re- al anfallenden Kosten spr ächen, welche der Produzent zu tragen habe. Die Entrichtung einer Entschädigung, welche die Beschwerdeführerin ver- lange, sei gesetzlich nicht vorgesehen. Es würden sich zudem vier Lee r- rohre im entsprechenden Graben befinden, je zwei mit einem Durchme s- ser von 120 mm und je zwei mit einem Durchmesser von 80 mm. In all diesen vier leerstehenden Rohren könnten Nieder- oder Mittelspannungs- leitungen eingezogen werden. Der damalige Bau dieser Rohre sei z u- sammen mit der Strassensanierung vorgenommen worden, wobei die ö f- fentliche Hand den Hauptteil der damals real angefallenen Kosten getr a- gen habe. Die von der Beschwerdeführerin geltend gemachten Beträge in der Höhe von CHF 49'000 (damalige s Kreditbegehren) bzw. rund CHF 50'930 (gemäss damaliger Abrechnung) würden die gesamten S a- nierungsarbeiten umfassen, obschon ein Grossteil der Arbeiten nicht mit der Rohrverlegung zusammenhängten. Relevant sei in diesem Zusa m- menhang nur eine Rechnung über CHF 14'397.80, welche sämtliche Aufwendungen der Verlegung der vier Rohre enthalte. A-857/2014 Seite 16 Die Beschwerdeführerin erklärt, zwei dieser vier Rohre stünden nicht in ihrem Eigentum, obschon sie für die Kosten aller vier Rohre aufgeko m- men sei. Weiter legt sie in diesem Zusammenhang dar, die Abrech nung über rund CHF 50'930 umfasse denjenigen Anteil, welchen sie an die ge- samten Tiefbaukosten des Projekts Mühlestrasse geleistet habe. Dies rechtfertige sich, weil die entsprechenden Arbeiten im untersten Teil des Grabens alleine für die Verlegung der Werkleitungen (Wasser- und Kabel- rohre) ausgeführt worden seien, während der darüber liegende Teil des Grabens und der Belag ohnehin von der Gemeinde saniert worden seien. Die Teilrechnung 31110.04/3 (Replikbeilage 4) betreffe schliesslich die ei- gentliche Verlegung der Leerrohre. Die in dieser Rechnung aufgeführten Tiefbaukosten habe sie alleine getragen, da nicht auf der gesamten Lä n- ge andere Werkleitungen mitverlegt worden seien. Die Summe der Tei l- rechnungen ergebe ihren Kostenanteil in der Höhe von CHF 50'930. So- mit sei erstellt, dass alle geltend gemachten Kosten mit der Leitungsve r- legung zusammenhängen würden. Mit der Gemeinde Rodersdorf bestehe folgende Übereinkunft: Verlege die Gemeinde ein Leerrohr, so könne sie auch eines mitverlegen und umgekehrt. Im vorliegenden Fall habe sie zu- sätzlich zu ihren Leerrohren ein Rohr für die öffentliche Beleuchtung der Gemeinde verlegt und bezahlt. Das vierte Rohr sei für Telekommunikat i- onsleitungen bestimmt und gehöre heute der EBM Telecom AG. 5. Strittig ist vorliegend, was unter Kosten für die Erstellung der zum A n- schluss einer Energieerzeugungsanlage ans Verteilnetz notwendigen Er- schliessungsleitung bis zum Einspeisepunkt i.S.v. Art. 2 Abs. 5 EnV zu verstehen ist. Es stellt sich konkret die Frage, ob das von der Beschwe r- deführerin verlangte Entgelt für die Nutzung des bereits vorhandenen Leerrohrs durch den Beschwerdegegner zur Verlegung seiner Erschlie s- sungsleitung unter Art. 2 Abs. 5 EnV zu subsumieren ist oder ob die Vor- instanz zu Recht festgestellt hat, dass Letzterer nicht verpflichtet sei, eine Entschädigung für die Nutzung des vorhandenen Leerrohrs im Fall der Realisierung von Variante Nr. 4 zu bezahlen. Die Vorinstanz stellt sich auf den Standpunkt, dem Besc hwerdegegner dürften nur Kosten in Rechnung gestellt werden, welche effektiv durch den Anschluss seiner Energieerzeugungsanlage entstünden. Somit dürf- ten für den Variantenvergleich betreffend Wirtschaftlichkeit nur die effektiv im Zeitpunkt des Anschlusses entstehenden Kosten in Betracht gezogen werden. A-857/2014 Seite 17 Die vorinstanzlichen Ausführungen zu Art. 22 StromVV betreffen die Be- rücksichtigung der vorliegend nicht strittigen Netzverstärkungskosten als Teil der Systemdienstleistungen (vgl. auch vorne E. 4.1) . Sie sind im Rahmen der Beurteilung der Frage, welche Aufwendungen als An- schlusskosten i.S.v. Art. 2 Abs. 5 EnV zu berücksichtigen sind, irrelevant. 5.1 Ausgangspunkt jeder Gesetzesauslegung ist der Wortlaut einer B e- stimmung (vgl. zu diesem auch im Verwaltungsrecht geltenden Grundsatz Art. 1 Abs. 1 des Schweizerischen Zivilgesetzbuches vom 10. Dezember 1907 [ZGB, SR 210]; HAUSHEER/JAUN, Die Einleitungstitel des ZGB, 2003, Art. 1 Rz. 6 ). Ist der Text nicht ohne Weitere s klar und sind ve r- schiedene Interpretationen möglich, so muss unter Berücksichtigung aller Auslegungsmethoden (grammatikalische, systematische, historische und teleologische) nach seiner wahren Tragweite gesucht werden; dabei kommt es namentlich auf den Z weck der Regelung, die dem Text zu Grunde liegenden Wertungen sowie auf den Sinnzusammenhang an, in dem die Norm steht. Die Gesetzesmaterialien sind zwar nicht unmittelbar entscheidend, dienen aber als Hilfsmittel, um den Sinn der Norm zu e r- kennen. Namentlich bei neueren Gesetzen – bei noch kaum veränderten Umständen oder gewandeltem Rechtsverständnis – kommt diesen eine besondere Stellung zu (vgl. BGE 136 V 216 E. 5.1, 135 II 78 E. 2.2; BVGE 2010/49 E. 9.3.1; HÄFELIN/HALLER/KELLER, Schweizerisches Bun- desstaatsrecht, 8. Aufl. 2012, Rz. 101 und 121). Zu den massgeblichen Materialien gehören insbesondere die Botschaft des Bundesrates und die Äusserungen anlässlich der parlamentarischen Beratungen ( HÄFE- LIN/HALLER/KELLER, a.a.O., Rz. 101 - 105; zum Ganzen a uch das Urteil des Bundesverwaltungsgerichts A -3505/2011 und A -3516/2011 vom 26. März 2012 E. 5.4.1). Im Sinne eines pragmatischen Methodenplur a- lismus ist es abzulehnen, einzelne Auslegungsmethoden einer hierarch i- schen Prioritätenordnung zu unterstellen (v gl. BGE 131 III 33 E. 2 und BGE 130 II 202 E. 5.1; Urteile des Bundesverwaltungsgerichts A-2876/2010 vom 20. Juni 2013 E. 5.2.2.1, A-2654/2009 vom 7. Mai 2013 E. 6.2.2 und A-8641/2010 vom 2. Mai 2013 E. 8, je mit Hinweisen). Die grammatikalische Auslegung stellt auf Wortlaut, Wortsinn und Sprachgebrauch ab. Bei der systematischen Auslegung wird der Sinn e i- ner Rechtsnorm bestimmt durch ihr Verhältnis zu andern Rechtsnormen und durch den systematischen Zusammenhang, in dem sie sich in einem Gesetz präsentier t. Die historische Auslegung stellt auf den Sinn und Zweck ab, den man einer Norm zur Zeit ihrer Entstehung gab. Insbeso n- dere bei jungen Erlassen – wie beim StromVV (vgl. dazu nachfolgend A-857/2014 Seite 18 E. 5.3) – muss dem Willen des Gesetzgebers ein grosses Gewicht be i- gemessen werden. Dabei ist eine Abgrenzung zur teleologischen Ausl e- gung, die auf den Regelungszweck abstellt, bei erst vor kurzer Zeit in Kraft getretenen Erlassen kaum möglich. Es gilt somit insgesamt, die mit den Normen verbundenen Zweckvorstellungen (rati o legis) zu ermitteln (vgl. Urteile des Bundesverwaltungsgerichts A-2876/2010 vom 20. Juni 2013 E. 5.2.2.1, A-8641/2010 vom 2. Mai 2013 E. 8, A-2812/2010 vom 11. Februar 2013 E. 5.3 und A-2607/2009 vom 8. Juli 2010 E. 9.3.1). 5.2 5.2.1 Der Wortlaut der drei sprachlichen Fassungen von Art. 2 Abs. 5 EnV stimmt überein. So spricht die deutsche Fassung von Kosten für die Erstellung der dazu notwendigen Erschliessungsleitungen bis zum Ei n- speisepunkt sowie allfällig notwendigen Transformationskosten, welche zu Lasten der Produzenten gehen. Die französische Fassung lautet: "Les coûts de mise en place des lignes de desserte nécessaires jusqu’au point d’injection et les éventuels coûts de transformation requis sont à la cha r- ge du producteur. " Im italienischen Text ist von " costi per la costruzione delle linee di raccordo necessarie fino al punto di immissione nonché i costi di trasformazione eventualmente necessari a carico del produttore " die Rede. Unter Erstellung ist die Anfertigung, Entwicklung, Fabrikation, Herstellung Aufstellung, Ausarbeitung oder der Aufbau einer Sache zu verstehen (Sy- nomyme zu "Erstellung" gemäss www.duden.de, besucht am 3. Septem- ber 2014). Damit übereinstimmend ist "mise en place " gleichbedeutend mit "ajustement", "arrangement", "installation", "mise en oeuvre" oder "mi- se sur pied " (Synonyme zu "mise en place" gemäss http://dictionnaire.reverso.net, besucht am 3. September 2014). "Costru- zione" ist ein Synonym für die Fabrikation bzw. den Bau einer Sache (vgl. http://synonyme.woxikon.de, besucht am 3. September 2014 , vgl. auch Paravia Langenscheidts Handwörterbuch Italienisch, 4. Aufl. 2003). 5.2.2 Systematisch befindet sich Art. 2 EnV im zweiten Kapitel " An- schlussbedingungen für fossile und erneuerbare Energien nach Ar t. 7 EnG" und trägt den Titel "Allgemeine Anforderungen". Daraus lassen sich für den vorliegenden Fall keine Erkenntnisse ableiten. Ebenso wenig kann den Materialien diesbezüglich etwas entnommen werden. A-857/2014 Seite 19 5.2.3 Im Rahmen der teleologischen Auslegung ist Folgendes festzuha l- ten: Art. 2 Abs. 5 EnV weist im letzten Satz auf die Anwendbark eit von Art. 22 Abs. 3 StromVV betreffend Vergütung der Kosten für notwendige Netzverstärkungen hin . Damit wird eine Unterscheidung z wischen den Kosten für die Erstellung einer Erschliessungsleitung, die zulasten des Produzenten gehen, und den Kosten für Netzverstärkungen, welche z u- lasten der Endverbraucher gehen, bezweckt (vgl. auch Weisung der E l- Com 4/2012, a.a.O., Ziff. 3.3 S. 3 f. und vorne E. 4). Diese Unterschei- dung erscheint sinnvoll, da von der Erschliessungsleitung allein der jewei- lige Produzent profitiert und die entsprechenden Kosten auch verursacht (vgl. zum Verursacherprinzip als Kostenzurechnungsprinzip, welches eine möglichst gerechte Kostenverteilung bezweckt statt vieler: Urteil des Bundesverwaltungsgerichts A -1543/2012 vom 11. Januar 2013 E. 5.3), während mittels Netzverstärkung die Stabilität eines Netzes gesichert wird, was allen Endverbrauchern im entsprechenden Netzgebiet zugute- kommt. 5.2.4 Als Auslegungshilfe kann im Übrigen auf die Branchenempfehlung des Verbands Schweizerischer Elektrizitätsunternehmen ( VSE) zum Netzanschluss zurückgegriffen werden (www.strom.ch > Download > Umsetzungsdokument Netzanschluss, Empfehlung Netzanschluss [für al- le Netzanschlussnehmer an das Ver teilnetz], NA/RR – CH, Ausgabe 2013, besucht am 1. Septem ber 2014). Branchendokumente des VSE sind trotz des mangelnden hoheitlichen Charakters im konkreten Einzel- fall zu beachten, sofern sich die darin enthaltenen Bestimmungen im Rahmen der Stromversorgungsgesetzgebung bewegen und sich als sachgerecht erweisen (vgl. Urteile des Bundesverwaltungsgerichts A-5141/2011 vom 29. Januar 2013 E. 9.5.1 in fine und A -2876/2010 vom 20. Juni 2013 E. 5.3.3.3 je mit Hinweisen). Gemäss vorgenannter Branchenempfehlung erfolgt die Deckung der a n- teiligen Kosten eines Netzanschlusses mittels Netzanschlussbeitrag, wel- cher mit den erforderlichen Aufwendungen für die Erstellung des betref- fenden Netzanschlusses korreliert. Diese r Beitrag ist verursachergerecht und diskriminierungsfrei zu erheben (Branchenempfehlung Netza n- schluss, a.a.O., Ziff. 1 Rz. 4 S. 5 und Ziff. 4.1 Rz. 1 f. S. 12). Anzuschlies- sende Erzeugungseinheiten werden mit Bezug auf den Netzanschluss- beitrag gleich behandelt wie Endverbraucher (Branchenempfehlung Netzanschluss, a.a.O., Ziff. 4.7 Rz. 1 S. 15). Der erwähnte Beitrag ent- spricht den Kosten der Erstellung des Netzanschlusses und geht zu La s- ten des Netzanschlussnehmers. In der Regel deckt er alle Aufwendungen A-857/2014 Seite 20 zur Erstellung des Netzanschlusses vom Netzanschlusspunkt bis und mit Anschlussüberstromunterbrecher, ungeachtet davon, wer später Eige n- tümer der Anlage ist ( Branchenempfehlung Netzanschluss, a.a.O., Ziff. 4.1.1 Rz. 1 und 3 S. 12). Bei Anschlüssen ans überregionale und regionale Verteilnetz (Netzeb e- nen 3 und 5) gelten gemäss Branchenempfehlung die effektiven Kosten der Anschlusserstellung als allfällige Netzanschlussbeiträge ( Branchen- empfehlung Netzanschluss, a.a.O., Ziff. 4.3 und 4.4 je Rz. 2 S. 13). Bei Anschlüssen ans lokale Verteilnetz (Netzebene 7) trägt der Netza n- schlussnehmer 100 % der Kosten (inkl. administrative Kosten) des Net z- anschlusses ab dem Netzanschlusspunkt bis zur Grenzstelle bzw. bis zum Anschlussüberstromunterbrecher nach Aufwand oder pau schal. Die baulichen Voraussetzungen für den Netzanschluss gehen immer zulasten des Netzanschluss nehmers, unabhängig von den Eigentumsverhältnis- sen ( Branchenempfehlung Netzanschluss, a.a.O., Ziff. 4.5 Rz. 2 und 4 S. 14). 5.3 5.3.1 Gemäss Wortlaut der Bestimmung in allen drei Fassungen sind, wie die Vorinstanz festgestellt hat, die effektiven Kosten für die Installation bzw. den Bau des entsprechenden Anschlusses als Erschliessungskosten i.S.v. Art. 2 Abs. 5 EnV zu d efinieren. Der vorinstanzlichen Auffassung, wonach die seitens der Beschwerdeführerin getätigten Vorinvestitionen nicht zu berücksichtigen sind, kann jedoch nicht gefolgt werden. Vielmehr ist der Wortlaut von Art. 2 Abs. 5 EnV weiter zu fassen, so dass unter Kosten für die Erstellung einer Erschliessungsleitung all diejenigen Ko s- ten zu verstehen sind, welche notwendig werden, um den Anschluss e i- ner Energieerzeugungsanlage ans Verteilnetz zu ermöglichen , und zwar unabhängig davon, in welchem Zeitpunkt sie anfallen (vgl. diesbezüglich insbesondere den Wortlaut der französischen Fassung "mise en place", gleichbedeutend mit "mise en oeuvre", vorne E. 5.2.1). Diese Auslegung deckt sich mit der in Art. 2 Abs. 5 EnV vorgesehenen Unterscheidung zwischen den Kosten für die Erstellung einer Erschliessungsleitung, die zulasten des Produzenten gehen, und den Kosten für Netzverstärkungen, welche zulasten der Endverbraucher ge hen. Da von der Erschliessung s- leitung allein der jeweilige Produzent profitiert und die entspre chenden Kosten auch verursacht , wird so dem Verursacherprinzip Rechnung g e- tragen (vgl. auch vorne E. 5.2.3) . Damit übereinstimmend sollen g emäss Branchenempfehlung mit dem Netzanschlussbeitrag alle erforderlichen A-857/2014 Seite 21 Aufwendungen für die Erstellung des betreff enden Netzanschlusses a b- gegolten bzw. alle Aufwendungen zur Erstellung eines konkreten Netzan- schlusses gedeckt werden. Es sollen dabei die effektiven Kosten der A n- schlusserstellung berücksichtigt werden (vgl. vorangehende E. 5.2.4). Im Sinne einer verursac hergerechten Zuordnung der Kosten muss die Nu t- zung des strittigen Leerrohrs, sofern sie notwendig ist, um die Photovo l- taikanlage des Beschwerdegegners ans Verteilnetz der Beschwerdefü h- rerin anzuschliessen, zulasten des Ersteren gehen. Würde ihm das vo r- handene Leerrohr entschädigungslos zur Verfügung gestellt, ginge dies zulasten der Endverbraucher im entsprechenden Versorgungsgebiet, welche für dessen Verlegung aufgekommen sind, ohne nun jedoch dar- aus einen Nutzen ziehen zu können. Durch die Anordnung gemäss Dispositiv-Ziffer 2 Satz 2 kommt es diesbezüglich zu einer Schlechterstel- lung der Beschwerdeführerin und somit schliesslich zu einer zusätzlichen Belastung der lokalen Endverbraucher durch den Anschluss des B e- schwerdegegners, was unbillig scheint und nicht dem Sinn der Stromver- sorgungsgesetzgebung und von Art. 2 Abs. 5 EnV entspricht (vgl. dazu Art. 1 StromVG und betreffend Art. 2 Abs. 5 EnV vorne E. 5.2.3). Sofern das vorhandene Leerrohr nun benötigt wird, um die Photovoltai k- anlage des Beschwerdegegners ans Verteilnetz der Beschwerdeführerin anzuschliessen, kann der Zweck, zu welchem es im Zeitpunkt seiner Ver- legung erstellt wurde, demzufolge nicht massgeblich sein. 5.3.2 Es bleibt in diesem Zusammenhang festzuhalten, dass die B e- schwerdeführerin entgegen der Ansicht der Vorinstanz keine pauschale "Eintrittsgebühr" vom Beschwerdegegner für die Netzanschlusserhöhung verlangt. Vielmehr macht sie ein Entgelt für die Überlassung des in ihrem Eigentum stehenden Leerrohrs durch Letzteren für d essen nur ihm di e- nende Erschliessungsleitung geltend; sie fordert demnach die Entrichtung eines Mietzinses i.S.v. Art. 257 des Obligationenrechts vom 30. März 1911 (OR, SR 220) oder – bei Übergang des Eigentums am Leerrohr – eines Kaufpreises i.S.v. Art. 184 Abs. 1 OR. Dabei ist mit dem Beschwer- degegner einig zu gehen, dass keine gesetzliche Regelung vorhanden ist, wonach die Rohre von Erschliessungsleitungen ins Eigentum des Produzenten übergehen müssten. Ebenso wenig sehen dies die AGB der Beschwerdeführerin vor: Ziff. 8.2 der AGB hält lediglich fest, bis zu we l- chem Grenzpunkt sich das Eigentum der Beschwerdeführerin erstreckt. Gemäss Ziff. 3.5 der AGB erfolgt der Anschluss von Energieerzeugung s- anlagen gemäss separater Vereinbarung bzw. gilt der Netzanschl ussver-A-857/2014 Seite 22 trag auch für den Anschluss der Energieerzeugungsanlage, sofern nichts Abweichendes vereinbart wurde. 5.3.3 Art. 2 Abs. 1 EnV sieht wie erwähnt vor, dass die Netzbetreiber und Produzenten sich vertraglich über die Anschlussbedingungen, insbeso n- dere die An schlusskosten, einigen und statuiert damit den Vorrang von entsprechenden Vertragsverhandlungen zwischen den Parteien und b e- schränkt behördliche Eingriffe auf strittige Fälle ( vgl. auch Botschaft zum EnG, BBl 1996 IV 1005, 1097 zum ehemaligen Art. 7 Abs. 6, welcher vor- sah, dass die Kantone die zuständige Behörde bestimm ten, welche in Streitfällen die Anschlussbedingungen für Eigenproduzenten festlegt en). Diese Rege lung setzt auf die Kooperationsbereitschaft der Eigenprod u- zenten und Unternehmen der öffentlic hen Energieversorgung und b e- schränkt die staatliche Aktivität auf Fälle, wo sich die Vertragspartner nicht einigen können (BBl 1996 IV 1097). Die Regelung der Anschlus s- kosten ist also in erster Linie Sa che der Parteien. Es steht ihne n somit frei, vertraglich ein Nutzungsentgelt für die Überlassung des Leerrohrs zum Gebrauch oder einen Kaufpreis für den Übergang des Eigentums daran zu vereinbaren. Die Beschwerdeführerin ist gesetzlich zum Net z- anschluss verpflichtet (vgl. Art. 5 Abs. 2 StromVG), nicht aber zur unen t- geltlichen Überlassung von Infrastruktur in ihrem Eigentum für d ie ent- sprechenden Anschl üsse. Die Anordnung in Dispositiv -Ziffer 2 Satz 2, wonach der Beschwerdegegner nicht verpflichtet sei, eine Entschädigung für die Benutzung des vorhandenen Leerrohrs zu bezahlen, steht dazu im Widerspruch. Aus den Akten ergibt sich, dass die Vorinstanz in erster L i- nie zur Festlegung des Einspeisepunkts bzw. der technisch und wir t- schaftlich günstigsten Variante zum Anschluss des Beschwerdegegn ers ans Verteilnetz der Beschwerdeführerin angerufen worden ist. Damit z u- sammenhängend hat sie im Rahmen der Berechnung der Gesamtkosten auch die Frage der Kostentragung dieses Anschlusses geregelt. Sie än- derte die von der Beschwerdeführerin offerierte Var iante Nr. 4 dahinge- hend ab, dass sie den geforderten Betrag für die Nutzung des bereits vorhandenen Leerrohrs kurzerhand gestrichen und die vorgenannte Var i- ante in der Folge zur wirtschaftlich günstigsten erklärt hat. Damit greift sie in die Vertragsfreihe it der Parteien ein bzw. unterbindet diesbezügliche Verhandlungsgespräche oder erschwert sie zumindest. Selbstredend kann der Beschwerdegegner ebenso wenig zur entgeltlichen Nutzung des vorhandenen Leerrohrs verpflichtet werden. Es ist durchaus denkbar, dass – wenn diesbezüglich keine Einigung zwischen den Parteien zu- stande kommt – der Beschwerdegegner das vorhandene Leerrohr in der Folge nicht nutzt, sondern die Variante Nr. 5 realisiert und seine Anlage A-857/2014 Seite 23 via Verteilkabine anschliesst, da er für den Anschlu ss seiner Photovo l- taikanlage ans Verteilnetz der Beschwerdeführerin nicht zwingend auf die Benutzung ihres Leerrohrs angewiesen ist. Falls keine Vereinbarung über die Nutzung des vorhandenen Leerrohrs zustande kommt, steht den Par- teien wie erwähnt auch die Möglichkeit offen, die Vorinstanz um eine R e- gelung zu ersuchen (Art. 25 Abs. 1bis EnG). 5.4 5.4.1 Zusammenfassend ist festzuhalten, dass das von der Beschwerde- führerin verlangte Entgelt für die Nutzung ihres Leerrohrs unter die Erstel- lungskosten gemäss Art. 2 Abs. 5 EnV zu subsumieren und in der Folge vom Beschwerdegegner zu tragen ist. Die Vorinstanz führt selber aus, sie verlange nicht, dass die Beschwerdeführerin ihre Leerrohre entschäd i- gungslos an die Eigentümer von Energieerzeugun gsanlagen abgebe. Durch die Formulierung gemäss Dispositiv-Ziffer 2 Satz 2 werden die strit- tigen Kosten jedoch davon abweichend der Beschwerdeführerin aufe r- legt. Es würde sowohl Art. 25 7 OR als auch dem Sinn von Art. 2 Abs. 5 EnV widersprechen, wenn die Be schwerdeführerin vom Beschwerdegeg- ner kein Entgelt für die exklusive Nutzung des in ihrem Eigentum stehe n- den Leerrohrs verlangen dürfte. Dementsprechend ist diese Anordnung aufzuheben und in der Folge zwingendermassen auch die Feststellung der technisch un d wirtschaftlich günstigsten Variante gemäss Dispositiv - Ziffer 1. Die wirtschaftlich günstigste Variante lässt sich nicht festlegen, solange unklar ist, ob und inwiefern sich die Parteien betreffend die Be- dingungen zur Überlassung des Leerrohrs einigen. Bl eibt dieser Punkt streitig, wird die Vorinstanz darüber zu befinden haben. Da je nach g e- wählter Variante der Einspeisepunkt anders anzusetzen ist bzw. die Lä n- ge der Erschliessungsleitung variieren kann (von der Anlage bis zur Ve r- teilkabine oder aber bis zu r Transformationsstation), ist auch Dispositiv - Ziffer 2 Satz 1 aufzuheben. In diesem Zusammenhang lässt sich jedoch nicht mit abschliessender Si- cherheit sagen, ob und inwiefern sich die Parteien einigen und wie hoch die Gesamtkosten der Variante Nr. 4 in der Folge tatsächlich sein werden. Weiter ist unklar, ob – und falls ja wann – die von der Beschwerdeführerin behauptete Verkabelung einer Freileitung durchgeführt wird bzw. ob die Freileitung tatsächlich bereits teilweise verkabelt ist und d ieses Kabel wieder entfernt werden müsste , um die Anlage des Beschwerdegegners gemäss Variante Nr. 4 ans Verteilnetz anzuschliessen. Mit anderen Wo r- ten geht aus den Akten nicht hervor, ob die Verlegung eines neuen Rohrs A-857/2014 Seite 24 notwendig ist, um die Photovoltaikanlage des Beschwerdegegners mittels bereits vorhandenem Leerrohr gemäss Variante Nr. 4 anzuschliessen und gleichzeitig die behauptete Verkabelung der Freileit ung vorzunehmen oder ob beide Leitungen durch dasselbe Leerrohr gezogen werden kön n- ten. Ebenso wenig ergibt sich, ob das strittige Rohr für die Verlegung von Leitungen im Bereich der Mittel- oder Niederspannung konstruiert worden ist bzw. t atsächlich nur ein es der im Eigentum der Beschwerdeführerin stehenden Leerrohre sinnvollerweise für die Verlegung von Niederspan- nungsleitungen nutzbar ist. 5.4.2 Der Sachverhalt ist also in dieser Hinsicht von der Vorinstanz u n- genügend abgeklärt worden und somit nicht entscheidungsreif. Gemäss Art. 61 Abs. 1 VwVG entscheidet das Bundesverwaltungsgericht in der Sache selbst oder weist diese ausnahmsweise mit verbindlichen Weisun- gen an die Vorinstanz zurück. Bei der Wahl zwischen den beiden En t- scheidarten steht dem Gericht ein weiter Ermessensspielraum zu. Liegen sachliche Gründe vor, ist eine Rückweisung regelmässig mit dem Unte r- suchungsgrundsatz und dem Prinzip eines einfachen und raschen Ve r- fahrens vereinbar (vgl. BGE 131 V 407 E. 2.1.1; Urteil des Bundesverwal- tungsgerichts A-770/2013 vom 8. Januar 2014 E. 1.3). Zur Rückweisung führt insbesondere eine mangelhafte Abklärung des Sachverha lts durch die Vorinstanz, die ohne eine aufwändigere Beweiserhebung nicht beh o- ben werden kann (vgl. BVGE 2012/21 E. 5.1 und zum Ganzen Urteil des Bundesverwaltungsgerichts A -6601/2013 vom 1. September 2014 E. 6 mit Hinweisen; MOSER/BEUSCH/KNEUBÜHLER, a.a.O ., Rz. 3.194). Es rechtfertigt sich daher vorliegend, die angefochtene Verfügung aufzuh e- ben und die Sache zur entsprechenden Ergänzung des Sachverhalts im Sinne der Erwägungen an die mit den tatsächlichen Verhältnissen besser vertraute und im technischen B ereich über besondere Fachkenntnisse verfügende Vorinstanz zurückzuweisen (vgl. da zu auch: MADELEINE CAMPRUBI, Kommentar zum VwVG , Art. 61 Rz. 11; PHILIPPE WEISSEN- BERGER, Praxiskommentar zum VwVG, Art. 61 Rz. 16 und detailliert hi n- ten E. 7). Obschon Art. 2 Abs. 1 EnV den Primat vertraglicher Verhandlungen zw i- schen den Parteien statuiert, sind keinerlei Vergleichsgespräche im Ra h- men des vorinstanzlichen Verfahrens aktenkundig. Dem wird die Vori n- stanz bei der Rückweisung Rechnung zu tragen haben. Im Fall eine r Nichteinigung wird sie unter Berücksichtigung vorangehender Erwägu n- gen erneut zu überprüfen haben, welche der fraglichen Varianten die wirt-A-857/2014 Seite 25 schaftlich günstigste ist sowie, ob durch den Anschluss der strittigen Pho- tovoltaikanlage die Installation eines weiteren Leerrohrs notwendig wird. 5.4.3 Im Ergebnis bleibt demnach festzuhalten, dass die Beschwerde gutzuheissen, die angefochtene Verfügung aufzuheben und die Sache zur Ergänzung des Sachverhalts und zur Führung allfäl liger Vergleichs- verhandlungen im Sinne der Erwägungen sowie in der Folge auch zur er- neuten Gebührenverlegung an die Vorinstanz zurückzuweisen ist. 6. 6.1 Die Verfahrenskosten werden in der Regel der unterliegenden Partei auferlegt (Art. 63 Abs. 1 VwVG). Keine V erfahrenskosten werden Vorin - stanzen oder beschwerdeführenden und unterliegenden Bundesbehörden auferlegt (Art. 63 Abs. 2 VwVG). Die Spruchgebühr richtet sich nach U m- fang und Schwierigkeit der Streitsache, Art der Prozessführung und f i- nanzieller Lage der Parteien. Sie beträgt in Streitigkeiten mit Vermögens- interesse Fr. 100.– bis Fr. 50'000.–, in Streitigkeiten ohne Vermögensinte- resse Fr. 100.– bis Fr. 5'000.– (Art. 63 Abs. 4bis Bst. b VwVG und Art. 2 Abs. 1 sowie Art. 4 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kos- ten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]). Mit der strittigen vorinstanzlichen Feststellung sind künf- tig sicherlich auch Vermögensinteressen der Beschwerdeführerin berührt; vorliegend geht es jedoch um die K lärung von rechtlichen Grundsatzfr a- gen zur Stromversorgung bzw. zum Netzanschluss , ohne dass die B e- schwerdeführerin bereits konkret ziffernmässig belastet würde. Es handelt sich somit nicht um eine typische Streitigkeit mit Vermögensinteresse bzw. mit exaktem Streitwert. Unter Berücksichtigung der Schwierigkeit der Streitsache rechtfertigt es sich, die Gerichtsgebühr auf Fr. 2'500.– festzu- setzen. Da die Beschwerde gutgeheissen, die angefochtene Verfügung in der Folge aufgehoben und die Angelegenheit zur erneuten Beurteilung an die Vorinstanz zurückgewiesen wird, sind die Verfahrenskosten dem unterlie- genden Beschwerdegegner in Anwendung von Art. 63 Abs. 1 VwVG auf- zuerlegen. Der von der Beschwerdeführerin geleistete Kostenvorschuss von Fr. 2'500.– ist ihr nach Eintritt der Rechtskraft dieses Ur teils zurück- erstatten. 6.2 Der durch einen internen Rechtskonsulenten vertretenen Beschwer- deführerin sind für das Verfahren vor Bundesverwaltungsgericht keine A-857/2014 Seite 26 notwendigen und verhältnismässig hohen Kosten i.S.v. Art. 64 Abs. 1 VwVG i.V.m. Art. 7 Abs. 1 VGKE erwachsen, weshalb ihr keine Parteient- schädigung zuzusprechen ist. Angesichts ihres Unterliegens ist de m Be- schwerdegegner ebenso wenig eine Parteientschädigung zuzusprechen. Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 1. Auf das Feststellungsbegehren wird nicht eingetreten. 2. Im Übrigen wird die Beschwerde gutgeheissen und die angefochtene Ver- fügung vom 16. Januar 2014 aufgehoben. Die Angelegenheit wird zur neuen Beurteilung, Ergänzung des Sachverhalts und in diesem Rahmen auch zur Durchführung von Vergleichsverhandlungen und zur Neuverl e- gung der Gebühren im Sinne der Erwägungen an die Vorinstanz zurüc k- gewiesen. 3. Die Verfahrenskosten von Fr. 2'500.– werden dem Beschwerdegegner auferlegt. Der von der Beschwerdeführerin geleistete Kostenvorschuss von Fr. 2'500.– wird ihr nach Eintritt der Rechtskraft dieses Urteils z u- rückerstattet. Hierzu hat sie dem Bundesverwaltungsgericht ihre Post - oder Bankverbindung anzugeben. 4. Es werden keine Parteientschädigungen zugesprochen. 5. Dieses Urteil geht an: – die Beschwerdeführerin (Gerichtsurkunde) – den Beschwerdegegner (Gerichtsurkunde) – die Vorinstanz (Ref-Nr. […]; Einschreiben) – das Generalsekretariat UVEK (Gerichtsurkunde) Für die Rechtsmittelbelehrung wird auf die nächste Seite verwiesen. A-857/2014 Seite 27 Die vorsitzende Richterin: Die Gerichtsschreiberin: Marianne Ryter Tanja Petrik-Haltiner Rechtsmittelbelehrung: Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen nach Eröffnung beim Bun- desgericht, 1000 Lausanne 14, Beschwerde in öffentlich -rechtlichen An- gelegenheiten geführt werden (Art. 82 ff., 90 ff. und 100 des Bundesge- richtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]). Die Frist steht still vom 18. Dezember bis und mit dem 2. Januar (Art. 46 Abs. 1 Bst. c BGG). Die Rechtsschrift ist in einer Amtssp rache abzufassen und hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismittel und die U n- terschrift zu enthalten. Der angefochtene Entscheid und die Beweismittel sind, soweit sie der Beschwerdeführer in Händen hat, beizulegen (Art. 42 BGG). Versand: