<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2023.00179</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=223912&amp;W10_KEY=13045531&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2023.00179</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 14.03.2024</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">1. Abteilung/1. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Das Bundesgericht ist auf eine Beschwerde in Ã¶ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten gegen diesen Entscheid am 20.03.2025 nicht eingetreten.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Raumplanungs-, Bau- und Umweltrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Baubewilligung</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Erstellung eines neuen Kinderhortgebäudes in der Zone für öffentliche Bauten; Einordnung. Das kantonale Inventar der überkommunalen Ortsbilder (KOBI) bezweckt â entsprechend § 24 KNHV â die Unterschutzstellung von Ortsbildern mit planerischen Massnahmen, namentlich mittels Kernzonen. Das â lediglich behördenverbindliche â KOBI-Inventar wird demnach umgesetzt, indem die Grundstücke im Inventarperimeter â eigentümerverbindlich â der Kernzone zugeordnet werden, soweit dies zur Erreichung der Inventarziele erforderlich ist (E. 3.4). Es steht rechtskräftig fest, dass die Zuordnung des Baugrundstücks zur Zone für öffentliche Bauten im Einklang mit den Inventarschutzzielen steht (E. 3.7). Der Beschwerdeführer macht sodann geltend, dass sich der geplante Neubau an den Baunormen der Kernzone hätte orientieren müssen, um im Inventarperimeter den Anforderungen gemäss § 238 Abs. 2 PBG zu genügen (E. 4.1). Wollte man der Auffassung des Beschwerdeführers folgen, so würden die rechtskräftig festgesetzten Zonenvorschriften im Bereich des Inventarperimeters faktisch ihres Sinnes entleert, da sich alle Bauten â unabhängig von der Zonierung â an den Gestaltungsvorschriften der Kernzone zu orientieren hätten. Eine solche faktische Ausserkraftsetzung der BZO wäre jedoch unzulässig (E. 4.2). Das Bauvorhaben steht im Einklang mit den Anforderungen gemäss § 238 Abs. 2 PBG (E. 5). Der Eventualantrag des Beschwerdeführers, wonach ihm die Rekursverfahrenskosten nur im Umfang von 80 % statt von 90 % aufzuerlegen sind, ist gutzuheissen. Die Beschwerdegegnerin 2 hat das Akteneinsichtsrecht des Beschwerdeführers verletzt, indem sie ihm ein 2020 erstelltes Lärmgutachten â bei dem es sich um ein entscheidwesentliches Dokument handelt â nicht herausgegeben hat, obwohl er sich am 22. Juli 2022 nach entsprechenden Daten erkundigte (E. 6.4). In Bezug auf das materielle Lärmrecht kam die Vorinstanz zu Recht zum Schluss, dass von "Räumen in Schulen" i.S.v. Art. 42 Abs. 2 Satz 1 LSV nur dann auszugehen ist, wenn es sich um Räumlichkeiten an Schulen und Horten handelt, in denen sich regelmässig Kinder aufhalten (E. 7). Teilweise Gutheissung.</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: BETRIEBSBONUS">BETRIEBSBONUS</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: KERNZONENVORSCHRIFTEN">KERNZONENVORSCHRIFTEN</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ORTSBILDINVENTAR">ORTSBILDINVENTAR</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ZONE FÃR ÃFFENTLICHE BAUTEN">ZONE FÃR ÃFFENTLICHE BAUTEN</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade">§ 238 Abs. 2 PBG</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 3 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="WordSection1"> <table border="1" cellpadding="0" cellspacing="0" class="MsoNormalTable" width="591"> <tr> <td valign="top"> <p class="Kopf1"><span>Verwaltungsgericht</span></p> <p class="Kopf1"><span>des Kantons ZÃ¼rich</span></p> <p class="Kopf1"><span>1. Abteilung</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Kopf1"> </p> </td> <td valign="top"> <p class="Kopf1"><span><img alt="" height="78" id="Bild 1" src="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getImage&amp;nF38_KEY=65066" width="123"/></span></p> </td> </tr> </table> <p class="MsoNormal">VB.2023.00179</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"><b><span>Urteil</span></b></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="Zwischentitel"> </p> <p class="MsoNormal"><span>der 1. Kammer</span></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">vom <a id="VF_DAT_ENTSCHEID">14. MÃ¤rz 2024</a></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">Mitwirkend: AbteilungsprÃ¤sident Peter Sprenger<span> (Vorsitz)</span>, Verwaltungsrichter Daniel Schweikert, Ersatzrichter Kaspar PlÃ¼ss, <a id="TN_AUTOTEXT_RICHTER"></a><a id="TN_AUTOTEXT_GS"></a>Gerichtsschreiber Jonas Alig. </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">In Sachen</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>A, vertreten durch RA B, </span></p> <p class="MsoNormal"><b><span>BeschwerdefÃ¼hrer,</span></b><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="Zwischentitel">gegen</p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>1. Politische Gemeinde Thalwil, </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>2. Planungs- und Baukommission Thalwil, </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>Nrn. 1 und 2 vertreten durch <br/> RA C, </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>3. Baudirektion Kanton ZÃ¼rich, </span></p> <p class="MsoNormal"><b><span>Beschwerdegegnerinnen,</span></b></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"><b>betreffend Baubewilligung,</b></p> <p class="Zwischentitel">hat sich ergeben: </p> <p class="Sachverhalt1"><b>I. </b> </p> <p class="Sachverhalt1">Am 9. Juni 2022 beschloss die Planungs- und Baukommission Thalwil, die baurechtliche Bewilligung fÃ¼r den Neubau eines Kinderhorts mit Mittagstisch und einer ins Dach integrierten Photovoltaikanlage sowie eines Pavillons und eines Kinderspielplatzes auf dem GrundstÃ¼ck Kat.-Nr. 01 des Schulhausareals D an der E-Strasse werde gemÃ¤ss den eingereichten Unterlagen im Sinne der ErwÃ¤gungen unter Nebenbestimmungen erteilt. </p> <p class="Sachverhalt1">Zusammen mit diesem Beschluss erÃ¶ffnete die Planungs- und Baukommission Thalwil die GesamtverfÃ¼gung der Baudirektion vom 16. MÃ¤rz 2022. Darin verfÃ¼gte die Baudirektion in Bezug auf den Ã¼berkommunalen Ortsbildschutz, die Bewilligung fÃ¼r das betreffende Bauvorhaben werde aus Sicht des Ortsbildschutzes im Sinne der ErwÃ¤gungen und unter folgenden Nebenbestimmungen erteilt: a) Vor Baubeginn (Baufreigabe) sei das Farb- und Materialkonzept der Ã¶rtlichen BaubehÃ¶rde gemÃ¤ss den ErwÃ¤gungen einzureichen und von dieser sowie dem Amt fÃ¼r Raumentwicklung genehmigen zu lassen; b) statt Rafflamellenstoren seien ortstypische Beschattungselemente gemÃ¤ss den ErwÃ¤gungen vorzusehen und im Farb- und Materialkonzept aufzuzeigen; c) die Gestaltung des Pausenpavillons und des AussengerÃ¤teraums sei im Farb- und Materialkonzept aufzuzeigen; d) es sei ein Fallschutzbelag zu wÃ¤hlen, welcher sich unauffÃ¤llig in den Aussenraum einfÃ¼ge (Disp.-Ziff. I).</p> <p class="Sachverhalt1"><b>II. </b> </p> <p class="Sachverhalt1">Gegen die Baubewilligung und gegen die GesamtverfÃ¼gung erhob A am 19. Juli 2022 Rekurs beim Baurekursgericht und beantragte u.<span> </span>a. die Aufhebung der angefochtenen Entscheide, unter Kosten- und EntschÃ¤digungsfolgen zulasten der Rekursgegnerschaft.</p> <p class="Sachverhalt1">Am 28. Februar 2023 hiess das Baurekursgericht den Rekurs teilweise gut. Es ordnete an, dass der Beschluss der Planungs- und Baukommission Thalwil vom 9. Juni 2022 mit der Auflage ergÃ¤nzt werde, wonach die Bepflanzung im Bereich der nordwestlichen GrundstÃ¼cksecke zu Ã¼berarbeiten und die Einhaltung der PflanzenabstÃ¤nde gemÃ¤ss § 27 der Verkehrserschliessungsverordnung (VErV) nachzuweisen sei. Im Ãbrigen sei der Rekurs abzuweisen (Disp.-Ziff. I). Die Verfahrenskosten wurden zu 9/10 dem Rekurrenten und zu je 1/20 der Planungs- und Baukommission Thalwil und der politischen Gemeinde Thalwil auferlegt (Disp.-Ziff. II). </p> <p class="Sachverhalt1"><b>III. </b> </p> <p class="Urteilstext">Am 3. April 2023 erhob A beim Verwaltungsgericht Beschwerde und stellte folgende AntrÃ¤ge: 1. Der Entscheid des Baurekursgerichts vom 28. Februar 2023 und der Baurechtsentscheid der Gemeinde Thalwil vom 9. Juni 2022 seien aufzuheben; 2. Eventualiter sei die Sache zur Neubeurteilung an die Vorinstanz zurÃ¼ckzuweisen; 3. Eventualiter seien die dem BeschwerdefÃ¼hrer auferlegten Gerichtskosten um weitere 10 % zu reduzieren; 4. Der Beschwerde sei die aufschiebende Wirkung zu erteilen; 5. Alles unter Kosten- und EntschÃ¤digungsfolgen sowohl fÃ¼r das vorinstanzliche Verfahren als auch fÃ¼r das Beschwerdeverfahren zulasten der Beschwerdegegner â unter solidarischer Haftung. </p> <p class="Urteilstext">Die Baudirektion beantragte am 12. Mai 2023 die Abweisung der Beschwerde. Zur BegrÃ¼ndung verwies sie auf den Mitbericht des Amts fÃ¼r Raumplanung (ARE) vom 27. April 2023, worin wiederum auf die Rekursstellungnahme des ARE vom 15. August 2022 verwiesen wurde. </p> <p class="Urteilstext">Mit Beschwerdeantwort vom 16. Mai 2023 beantragten die politische Gemeinde Thalwil und die Planungs- und Baukommission Thalwil die Abweisung der Beschwerde, soweit darauf einzutreten sei, unter Kostenfolgen zulasten von A.</p> <p class="Urteilstext">Im Rahmen des folgenden Schriftenwechsels hielten die Parteien an ihren AntrÃ¤gen fest (Replik und Triplik von A vom 2. Juni 2023 bzw. 17. August 2023; Duplik und Stellungnahme der Gemeinde Thalwil vom 4. Juli 2023 bzw. 29. August 2023). </p> <p class="Einzug1"><span>Die Kammer</span><span> erwÃ¤gt:</span></p> <p class="Erwgung1"><b>1. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>1.1 </b>Das Verwaltungsgericht ist gemÃ¤ss § 41 Abs. 1 in Verbindung mit § 19 Abs. 1 lit. a des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 (VRG) fÃ¼r die Behandlung der vorliegenden Beschwerde zustÃ¤ndig.</p> <p class="Erwgung2"><b>1.2 </b>Streitgegenstand bildet die Erstellung eines neuen KinderhortgebÃ¤udes auf dem GrundstÃ¼ck Kat.-Nr. 01 an der E-Strasse 02 in Thalwil. Der BeschwerdefÃ¼hrer ist StockwerkeigentÃ¼mer auf dem GrundstÃ¼ck Kat.-Nr. 03 an der E-Strasse 04, das weniger als 50 Meter vom BaugrundstÃ¼ck Kat.-Nr. 01 entfernt und in Sichtdistanz zum Bauprojekt liegt. Seine Beschwerdelegitimation gemÃ¤ss § 338a des Planungs- und Baugesetzes vom 7. September 1975 (PBG) ist demnach zu bejahen (vgl. VGr, 19. Januar 2023, VB.2022.00485, E. 2.2). </p> <p class="Erwgung2"><b>1.3 </b>Da auch die weiteren formellen Anforderungen erfÃ¼llt sind, ist auf die Beschwerde einzutreten. </p> <p class="Erwgung1"><b>2. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>2.1 </b>Der angefochtene Entscheid betrifft die Bewilligung fÃ¼r den Neubau eines Kinderhorts mit Mittagstisch fÃ¼r die schulergÃ¤nzende Betreuung von rund 150 Kindern. Das BaugrundstÃ¼ck Kat.-Nr. 01 liegt â mit Ausnahme eines in der Freihaltezone liegenden Streifens â in der Zone fÃ¼r Ã¶ffentliche Bauten der Gemeinde Thalwil (Oe II). Im Nordwesten grenzt das GrundstÃ¼ck an die Kernzone an (KA). Ferner liegt das GrundstÃ¼ck im Perimeter des Inventars der schutzwÃ¼rdigen Ortsbilder von Ã¼berkommunaler Bedeutung (KOBI). </p> <p class="Erwgung2"><b>2.2 </b>Die Baudirektion erteilte fÃ¼r das Bauvorhaben am 16. MÃ¤rz 2022 die ortsbildschutzrechtliche Bewilligung unter sichernden Nebenbestimmungen. Sie begrÃ¼ndete dies wie folgt: Aufgrund der Lage des BaugrundstÃ¼cks im KOBI-Inventarperimeter sei der harmonischen Einordnung und sorgfÃ¤ltigen Gestaltung besondere Bedeutung beizumessen. Beim Schulhaus D handle es sich um ein prÃ¤gendes oder strukturbildendes GebÃ¤ude. Der nordÃ¶stliche Teil des GrundstÃ¼cks sei als "wichtiger Freiraum" bezeichnet. Im Nordwesten grenze das GrundstÃ¼ck an einen weiteren "wichtigen Freiraum". Der geplante Neubau sei als polygonaler, dreigeschossiger BaukÃ¶rper mit leicht geneigtem Hauptdach konzipiert und an der E-Strasse positioniert. Die Fassade des Neubaus bestehe aus Holzrahmenelementen mit vorvergrauten vertikalen Holzlatten. Die Ãffnungen seien als Holz-Metall-Fenster geplant. Die vertikalen Latten wÃ¼rden teilweise Ã¼ber gewisse FensterÃ¶ffnungen gezogen. Die durch den Abbruch des Provisoriums resultierende FreiflÃ¤che werde als begrÃ¼nter Aussenraum mit Spielplatz neu gestaltet. Aus Sicht des Ortsbildschutzes werde der Abbruch des Provisoriums begrÃ¼sst. Dadurch werde der wichtige Freiraum an der Hangkante auf beiden Seiten der Kirche und bei der Schule erweitert und in seiner Wirkung gestÃ¤rkt. Zudem hebe er das Schulhaus D hervor. Die Platzierung des Neubaus an der E-Strasse fÃ¼hre dazu, dass die seeseitige Silhouette der an der Hangkante gelegenen Bebauung â mit dem dominanten Schulhaus, der Kirche und den Giebelbauten F â erhalten und das bestehende Bebauungsmuster fortgefÃ¼hrt werde. Der G-Platz werde durch die Positionierung und die abgewinkelte Nordwestfassade rÃ¤umlich ablesbar. An der Kreuzung E-Strasse/G-Platz werde eine Platzsituation ausgebildet. Der Neubau setze die Logik der Strassenbebauung fort. Durch die Positionierung an der E-Strasse sei der bisherige Sichtbezug auf die Kirche nicht mehr in gleicher Form gewÃ¤hrleistet. Dies sei jedoch vernachlÃ¤ssigbar in Anbetracht der dadurch ortsbaulich gewonnenen QualitÃ¤ten des Aussenraums. Zudem spiele der Sichtbezug von dieser Position eine untergeordnete Rolle. Der Neubau ordne sich hinsichtlich des Volumens und der Gestaltung dem dominanten Schulhaus unter. Mit seiner zugleich ruhigen und spannungsvollen Volumen- und Fassadengestaltung weise er einen zeitgemÃ¤ssen architektonischen Ausdruck auf. Die geplante Fassade aus Holz und die Holz-Metall-Fenster seien ortstypisch und auf das Projekt abgestimmt. Als Verschattungselement seien Rafflamellenstoren vorgesehen. Diese seien im Ortsbild nicht angemessen und lieferten keinen Beitrag fÃ¼r einen ortsbildvertrÃ¤glichen Fassadencharakter; es handle sich um Elemente aus gewerblich genutzten Objekten. Ortstypisch seien hingegen die klassischen Verschattungselemente aus Holz, oder vollflÃ¤chige Verblendungselemente wie Rollladen, weil sie untergeordnet und ruhig als volle FlÃ¤che in Erscheinung trÃ¤ten. Entsprechend sei vor Baubeginn ein revidiertes Farb- und Materialkonzept einzureichen und genehmigen zu lassen. Die Umgebungsgestaltung sei bereits detailliert aufgezeigt. SÃ¼dÃ¶stlich des GebÃ¤udes werde der bestehende Pausenplatz beibehalten und durch einen Pavillon bereichert. Die bestehenden BÃ¤ume entlang der Strasse wÃ¼rden erhalten, ebenso wie die vorhandenen kleineren Elemente auf dem Schulplatz (Mauer, BÃ¤nke). Im Nordwesten werde eine strassenseitige Mauer abgerissen; auf diese Weise entstehe ein Vorplatz mit Blick auf die Kirche. Im hinteren Bereich sei eine Wiese mit Spielplatz geplant. Die vorhandenen BÃ¤ume, die gemÃ¤ss Ortsbildinventar markant seien, blieben erhalten und rahmten die Spielwiese ein. Es sei darauf zu achten, dass der geplante AussengerÃ¤teraum eine unauffÃ¤llige Erscheinung aufweise. Ansonsten orientiere sich die Umgebungsgestaltung am Bestand, was aus Sicht des Ortsbildschutzes begrÃ¼sst werde. </p> <p class="Erwgung2"><b>2.3 </b>Die Vorinstanz gelangte im angefochtenen Entscheid zum Schluss, dass der geplante Neubau den ortsbildrechtlichen Anforderungen genÃ¼ge bzw. dass die Baudirektion die ortsbildschutzrechtliche Bewilligung zu Recht erteilt habe. Das BaugrundstÃ¼ck liege in der Zone fÃ¼r Ã¶ffentliche Bauten, sodass die Kernzonenvorschriften nicht zur Anwendung gelangten. Ordne sich der geplante Neubau gut ein und nehme auf das umliegende schÃ¼tzenswerte Ortsbild hinreichend RÃ¼cksicht, so liege keine Verletzung von § 238 PBG vor. Das BaugrundstÃ¼ck befinde sich zwar an einer stÃ¤dtebaulich heiklen Lage, was fast zwingend erfordere, dass der Fussabdruck des Neubaus mÃ¶glichst gering gehalten und die bestehende Parkanlage nicht tangiert werde. Diese Anforderungen seien jedoch umgesetzt worden. AnlÃ¤sslich des Augenscheins habe sich deutlich gezeigt, dass ein BaukÃ¶rper, der sich bewusst von der Ã¼brigen alten baulichen Struktur abhebe, zu bevorzugen sei. Aufgrund seiner ruhigen, modernen und schlichten Gestaltung in Holz nehme sich der BaukÃ¶rper gegenÃ¼ber den prÃ¤gnanten Schutzobjekten zurÃ¼ck und konkurrenziere diese nicht. Die ortsbaulichen Strukturen blieben damit intakt. Dass der Neubau aus gewissen Perspektiven die Kirche teilweise verdecke, sei unvermeidbar und hinzunehmen, zumal die seeseitige Perspektive und die Sicht von der Dorfstrasse her, die fÃ¼r das Ortsbild wichtig seien, gewahrt blieben. Mit dem Abbruch des bisherigen Provisoriums werde der wichtige Freiraum an der Hangkante gestÃ¤rkt, sodass das bestehende Schulhaus wieder mehr zur Geltung komme. Der heutige Blick auf die Parkanlage des alten Friedhofs werde durch den Neubau zwar teilweise verstellt (von der E-Strasse her gesehen), aber diese LÃ¶sung sei als besser zu erachten als eine Platzierung des Neubaus im sensiblen Bereich an der Hangkante oder in der Parkanlage. Die Parkanlage bleibe erhalten. Durch die Situierung des Neubaus an der E-Strasse werde die vorherrschende Strassenbebauung weitergefÃ¼hrt â so, wie sie in der angrenzenden Kernzone Ã¼blich sei. Der BaukÃ¶rper habe ein gewisses Volumen, weil Bauten in dieser Zone eine wichtige Ã¶ffentliche Funktion zu erfÃ¼llen hÃ¤tten und entsprechend zu dimensionieren seien. Der BaukÃ¶rper habe eine Scharnierfunktion zwischen den angrenzenden GebÃ¤uden der Kernzone und dem Schulhaus. GegenÃ¼ber dem Schulhaus trete der Bau untergeordnet in Erscheinung, insbesondere aufgrund der Gestaltung des flach geneigten Daches. Zum Schulhaus und zur reformierten Kirche bestehe ein grosser Abstand. Der Abstand zum alten Pfarrhaus betrage zwar nur rund 10 Meter. Das genÃ¼ge aber, um die strukturbildende Wirkung aus Kirche, Pfarrhaus und Park zu wahren. In einer Zone fÃ¼r Ã¶ffentliche Bauten sei es zulÃ¤ssig, einen modernen und funktionalen BaukÃ¶rper zu erstellen, auch wenn es sich um eine sensible Lage handle. Der schlicht gestaltete Neubau ordne sich sehr gut ein, weil er sich aufgrund seiner Schlichtheit und der klaren Formensprache zurÃ¼cknehme und die vorhandenen Schutzobjekte nicht konkurrenziere; dies trotz der klar von den umliegenden GebÃ¤uden abweichenden Architektursprache. Die Materialisierung aus Holz sei wichtig, da dieses Material ein fÃ¼r kantonale Ortsbildinventare typisches Element bilde. Entsprechend fÃ¼ge sich der BaukÃ¶rper gestalterisch natÃ¼rlich in die Umgebung ein. Im Zusammenhang mit der Parkanlage und den umliegenden muralen BaukÃ¶rpern entstehe so ein stimmiges Gesamtbild. Dabei sei zu begrÃ¼ssen, dass sich der moderne Neubau nicht an der Fenstergestaltung der Kernzone orientiere, denn die Belichtung mÃ¼sse sich nach der geplanten (Schul-)Nutzung richten, wobei diese Nutzung durchaus am Ã¤usseren Erscheinungsbild ablesbar sein dÃ¼rfe. </p> <p class="Erwgung2"><b>2.4 </b>Der BeschwerdefÃ¼hrer macht vor Verwaltungsgericht geltend, das Bauprojekt stehe mitten im Perimeter des Inventars der schutzwÃ¼rdigen Ortsbilder von Ã¼berkommunaler Bedeutung (KOBI). Der geplante Neubau sei nicht vereinbar mit den Schutzzielen gemÃ¤ss dem vom ARE festgesetzten KOBI-Ortsbildbeschrieb zu den Ortsbildern von H â I â F und J. Der Neubau stehe in einem massiven baulichen Kontrast zur Umgebung des historischen Dorfkerns von Thalwil und widerspreche deshalb dem Inventarziel, nÃ¤mlich einer sinngemÃ¤ssen WeiterfÃ¼hrung der charakteristischen Bebauungsstruktur mit den ortstypisch ausgeprÃ¤gten Umgebungsbereichen und FreirÃ¤umen. Insbesondere stehe der geplante Bau im puren Gegensatz zu den beiden benachbarten, altherkÃ¶mmlichen Bauten, nÃ¤mlich dem Schulhaus und der Kirche. Das BaugrundstÃ¼ck befinde sich zwar â anders als der grÃ¶sste Teil der Inventarbauten â nicht in der Kernzone. Doch die fÃ¼r die Kernzone geltenden Baunormen zeigten auf, wie im Inventarperimeter und im Nahbereich zu den ortsbildgeschÃ¼tzten Objekten gebaut werden mÃ¼sse, damit eine gute Einordnung und die Einhaltung der Schutzziele gemÃ¤ss § 238 Abs. 2 PBG attestiert werden kÃ¶nne. Die Baunormen fÃ¼r die Kernzone fÃ¼hrten insoweit zu einer gewissen Fernwirkung auf die direkt umliegenden Bauten anderer Zonen â insbesondere bei der vorliegend relevanten Zone fÃ¼r Ã¶ffentliche Bauten, die sich im Inventarperimeter befinde. Die Bauten des Inventarperimeters mÃ¼ssten eine Ã¤hnliche Architektursprache sprechen wie Kernzonenbauten, um den Anforderungen an die besondere RÃ¼cksichtnahme zu genÃ¼gen und die denkmalpflegerischen Schutzziele zu beachten. Die gute Einordnung einer Baute und die hinreichende RÃ¼cksichtnahme auf umgebende Schutzobjekte dÃ¼rfe bei einem Bauprojekt im Ortsbildschutzperimeter nur bejaht werden, wenn die architektonischen und gestalterischen Strukturen der umliegenden Bauten zumindest insoweit Ã¼bernommen wÃ¼rden, dass optisch nicht ein vÃ¶lliger Kontrast zum historischen Ortsbild entstehe. Entsprechend habe das Verwaltungsgericht in einem PrÃ¤zedenzurteil (VB.2022.00042) festgehalten, dass die denkmalpflegerischen Schutzziele gemÃ¤ss Ortsbildbeschrieb auch bei der Beurteilung der Einordnung zu beachten seien. Folgerichtig sei das Gericht in jenem Urteil zum Schluss gekommen, dass die geplanten Rafflamellenstoren nicht bewilligungsfÃ¤hig seien, weil sie das Ortsbild aufgrund ihrer prÃ¤gnanten optischen Wirkung negativ prÃ¤gten. Vor dem Hintergrund dieses Urteils sei eine Verletzung von § 238 Abs. 2 PBG auch im vorliegenden Fall zu bejahen: Der geplante Hortneubau weise keine ortsÃ¼blichen oder ortstypischen Merkmale auf, und er verfÃ¼ge Ã¼ber keine charakteristischen, ortsbildprÃ¤genden Strukturmerkmale, die bei den herkÃ¶mmlichen Bauten (mit historischer Bausubstanz) im Inventarperimeter vorkÃ¤men. Der Neubau spreche eine moderne Architektursprache und sei in jeder Hinsicht ortsuntypisch, insbesondere in Bezug auf das erhebliche Bauvolumen bzw. die dominante Erscheinung des Neubaus, das beinahe flache, asymmetrische Dach (ohne Giebel und mit bÃ¼ndigem Verlauf), die lange, abgeknickte Fassade (mit aneinandergereihten Holzlatten), den umfangreichen Eingangsbereich, die grossflÃ¤chige Verglasung, die dunkle Farbgebung und die grossen Fenster. Der Stilbruch und der Massstabswechsel wÃ¼rden ins Auge stechen und das historische Umfeld des geschÃ¼tzten Ortsbilds stÃ¶ren. Das Ortsbild werde auch insoweit beeintrÃ¤chtigt, als von der E-Strasse her die inventarisierte Parkanlage nicht mehr einsehbar sei. Ferner werde das Ortsbild auch dadurch gestÃ¶rt, als davon auszugehen sei, dass die Parkanlage mit ParkplÃ¤tzen zugestellt werde, weil die ParkplÃ¤tze aufgrund von § 244 Abs. 3 PBG voraussichtlich nicht vollstÃ¤ndig unterirdisch erstellt werden kÃ¶nnten. Aus dem Umstand, dass die bisherige, nur provisorisch bewilligte Hort-Baute abgebrochen werde, lasse sich im Ãbrigen nicht schliessen, dass der Neubau mit dem Ortsbildschutz vereinbar sei. Faktisch stelle die erteilte Baubewilligung eine Ausnahmebewilligung dar, ohne dass die entsprechenden Voraussetzungen gemÃ¤ss § 220 PBG erfÃ¼llt seien. Lasse man den Neubau bzw. die Verletzung von § 238 Abs. 2 PBG zu, so wirke sich dies prÃ¤judiziell auf kÃ¼nftige Bauprojekte im geschÃ¼tzten Ortsbildperimeter aus. </p> <p class="Erwgung1"><b>3. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>3.1 </b>Zu prÃ¼fen ist zunÃ¤chst die RÃ¼ge des BeschwerdefÃ¼hrers, das geplante, modern-architektonische Bauvorhaben widerspreche den KOBI-Inventarschutzzielen. </p> <p class="Erwgung2"><b>3.2 </b>Dem Ortsbildinventar, das das ARE am 3. Februar 2020 in Bezug auf die Gemeinde Thalwil festgesetzt hat, bzw. dem darin enthaltenen Beschrieb der Ortsbilder von H â I â F und J (publiziert unter https://maps.zh.ch/system/docs/are_rp/Ortsbildschutz/B141-1.pdf), lÃ¤sst sich in Bezug auf die Schutzziele Folgendes entnehmen: Zielsetzung aus Sicht des Ortsbildschutzes ist die Erhaltung und sinngemÃ¤sse WeiterfÃ¼hrung der charakteristischen Bebauungsstruktur mit den ortstypisch ausgeprÃ¤gten Umgebungsbereichen und FreirÃ¤umen. Diese sind, zusammen mit der wertvollen Altbausubstanz, massgebend fÃ¼r die besondere Bedeutung als Ã¼berkommunales Ortsbild. Die Siedlungsanlage, das Bebauungsmuster und die strukturierenden FreirÃ¤ume des Ortsbildes sind in ihrer vielfÃ¤ltigen Eigenart zu erhalten. Dies gilt sowohl fÃ¼r die kleinmassstÃ¤bliche Bebauung im I mit den abwechslungsreich gestalteten StrassenrÃ¤umen mit schÃ¶nen GÃ¤rten in den Vorder-, Zwischen- und Hinterbereichen als auch fÃ¼r den grossen Platz um Kirche und "H". Die Altbauten mit verschiedenen wertvollen Einzelelementen entlang der K-Strasse, F und die Bebauung entlang der E-Strasse zwischen F und "H" wurden als wichtige Bestandteile der historischen Siedlungsanlage und Zeugen der Siedlungsentwicklung in den Ortsbildperimeter einbezogen. Die Turnhalle sÃ¼dlich der Dorfstrasse wurde mit dem Sportplatz als wichtige Nahumgebung in den Perimeter aufgenommen. Die Parkanlagen auf beiden Seiten der Kirche und der GrÃ¼nraum auf der sehr gut einsehbaren, abfallenden Hangpartie sind als empfindlicher Nahumgebungsbereich zu schÃ¼tzen. Die Altbauten an der I-Strasse weisen auf ihrer SÃ¼dseite noch schÃ¶ne Gartenbereiche auf, welche zusammen mit dem angrenzenden Wiesland eine Pufferzone gegen die Neubauten bilden. Ein durchgehender, unverbauter GrÃ¼nstreifen ist an dieser Stelle als Abgrenzung und fÃ¼r die Ablesbarkeit der Siedlungsstruktur im I wichtig, Neubauten sind in diesem empfindlichen Nahbereich sehr sorgfÃ¤ltig zu gestalten. Bauliche Massnahmen an GebÃ¤uden haben sich hinsichtlich Lage, Dimension, architektonischer Gestaltung und Materialwahl an der bestehenden Bausubstanz zu orientieren. Die bauliche VerÃ¤nderung ortsbaulich prÃ¤gender oder strukturbildender, nicht formell geschÃ¼tzter GebÃ¤ude setzt zusÃ¤tzliche Kenntnisse Ã¼ber das jeweilige Objekt voraus, wie sie aus den Denkmalschutzinventaren ersichtlich sind. Der Erhaltung und dem Charakter der Dachlandschaft ist grosse Aufmerksamkeit zu schenken. VerÃ¤nderungen von Strassen- und PlatzrÃ¤umen mit Einschluss der angrenzenden VorplÃ¤tze und VorgÃ¤rten (Erneuerung/Anpassung an neue NutzungsbedÃ¼rfnisse) sollen MassstÃ¤blichkeit, Materialien und Charakter der herkÃ¶mmlichen Gestaltung berÃ¼cksichtigen. VorgÃ¤rten dÃ¼rfen nicht durch AutoabstellplÃ¤tze verdrÃ¤ngt werden; ausnahmsweise kÃ¶nnen sie unter Wahrung des Charakters in kleiner Zahl in bestehende Vor- und HofplÃ¤tze integriert werden.</p> <p class="Erwgung2"><b>3.3 </b>GemÃ¤ss § 50 Abs. 1 PBG i.<span> </span>V.<span> </span>m. § 24 der Kantonalen Natur- und Heimatschutzverordnung vom 20. Juli 1977 (KNHV) erfolgt der planungsrechtliche Schutz von Ortsbildern in erster Linie durch die Festsetzung von Kern- oder Freihaltezonen und/oder mit Hilfe von GestaltungsplÃ¤nen. Als besondere Anordnungen, insbesondere zum Schutz von Einzelobjekten, sind Vorschriften zu erlassen und VerfÃ¼gungen zu treffen Ã¼ber die ZulÃ¤ssigkeit von tatsÃ¤chlichen VerÃ¤nderungen des Schutzobjektes, dessen Pflege und Unterhalt und allfÃ¤lliger Restaurierung, welche die ZerstÃ¶rung, den Zerfall oder die BeeintrÃ¤chtigung von Denkmalschutzobjekten und ihrer Umgebung verhindern (§ 25 Abs. 1 KNHV). Um Ortsbild- und Denkmalschutzobjekte vor unerwÃ¼nschten, insbesondere optischen, Einwirkungen aus der Umgebung zu bewahren, sind geeignete planungsrechtliche Massnahmen, wie Einteilung in Freihaltezonen und/oder besondere Anordnungen, zu treffen (§ 26 KNHV).</p> <p class="Erwgung2"><b>3.4 </b>Das kantonale Inventar der Ã¼berkommunalen Ortsbilder (KOBI) bezweckt â entsprechend § 24 KNHV â die Unterschutzstellung von Ortsbildern mit planerischen Massnahmen, namentlich mittels Kernzonen (vgl. BGr, 20. MÃ¤rz 2019, 1C_200/2018, E. 4.2). Das â lediglich behÃ¶rdenverbindliche â KOBI-Inventar wird demnach umgesetzt, indem die GrundstÃ¼cke im Inventarperimeter â eigentÃ¼merverbindlich â der Kernzone zugeordnet werden, soweit dies zur Erreichung der Inventarziele erforderlich ist (vgl. VGr, 3. Juni 2021, VB.2021.00035, E. 5.2.1; Christoph Fritzsche/Peter BÃ¶sch/Thomas Wipf/Daniel Kunz, ZÃ¼rcher Planungs- und Baurecht, 6. A., WÃ¤denswil 2019, S. 277 und 279). Der im vorliegenden Fall relevante, in E. 3.2 dargelegte KOBI-Ortsbildbeschrieb des ARE vom 3. Februar 2020 hÃ¤lt denn auch fest, die Schutzziele des Ortsbildinventars seien im Rahmen der Nutzungsplanung bzw. in erster Linie bei der Festlegung der Kernzonen rechtlich umzusetzen. </p> <p class="Erwgung2"><b>3.5 </b>Die Gemeinde Thalwil hat die hier massgebende Fassung der Bau- und Zonenordnung am 11. Dezember 2019 (BZO) festgesetzt, wobei es unter anderem darum ging, die Kernzonenbestimmungen auf die kommunalen und Ã¼berkommunalen Schutzinventare abzustimmen (vgl. Mitteilung der Gemeinde Thalwil vom 15. November 2019 zur Teilrevision Bau- und Zonenordnung 2018, publiziert unter https://www.thalwil.ch/archiv/801832). Dabei erachtete es die Gemeinde Thalwil offenkundig nicht als erforderlich, das vorliegend betroffene, im Inventarperimeter liegende BaugrundstÃ¼ck der Kernzone zuzuordnen oder andere Massnahmen gemÃ¤ss §§ 25 f. KNHV anzuordnen, um das Ortsbild zu schÃ¼tzen. Vielmehr ging die Gemeinde Thalwil davon aus, dass den in E. 3.2 erwÃ¤hnten Inventarzielen hinreichend Rechnung getragen werden kann, wenn das betreffende GrundstÃ¼ck der Zone fÃ¼r Ã¶ffentliche Bauten zugeordnet wird. </p> <p class="Erwgung2"><b>3.6 </b>Die Baudirektion hat die BZO-Teilrevision der Gemeinde Thalwil vom 11. Dezember 2019 â gestÃ¼tzt auf § 89 Abs. 1 PBG â Ã¼berprÃ¼ft und dabei u.<span> </span>a. auch untersucht, ob die neue Zonierung mit dem KOBI-Ortsbildbeschrieb des ARE vom 3. Februar 2020 vereinbar ist. Die Baudirektion bejahte die RechtmÃ¤ssigkeit der BZO-Teilrevision (vgl. § 5 Abs. 1 PBG), indem sie diese am 29. April 2020 genehmigte (vgl. https://www.thalwil.ch/rechtsgueltigeamtspublikationen/1034795). Nach der Amtsblattpublikation der genehmigten BZO-Teilrevision vom 8. Mai 2020 hÃ¤tte auf dem Rechtsmittelweg beanstandet werden kÃ¶nnen, die Zuordnung des vorliegend betroffenen BaugrundstÃ¼cks zur Zone fÃ¼r Ã¶ffentliche Bauten stehe im Widerspruch zum KOBI-Inventar (vgl. z.<span> </span>B. BGr, 1. Dezember 2017, 1C_479/2017, E. 7.3). Nachdem die BZO-Teilrevision nicht angefochten und in Rechtskraft erwachsen ist (vgl. Mitteilung der Gemeinde Thalwil vom 18. September 2020, publiziert unter https://www.thalwil.ch/rechtsgueltigeamtspublikationen/1034795), kann die RechtmÃ¤ssigkeit der Zonenfestsetzung nicht mehr nachtrÃ¤glich â im Rahmen des vorliegenden Verfahrens â in Frage gestellt werden, zumal die Baubewilligung fÃ¼r das hier betroffene Bauprojekt am 9. Juni 2022 und somit erst nach der rechtskrÃ¤ftigen Festsetzung des Zonenplans erteilt worden ist (vgl. VGr, 15. Juli 2021, VB.2020.00675, E. 3.3 und 3.4). </p> <p class="Erwgung2"><b>3.7 </b>Zusammenfassend steht rechtskrÃ¤ftig fest, dass die Zuordnung des BaugrundstÃ¼cks zur Zone fÃ¼r Ã¶ffentliche Bauten im Einklang mit den Inventarschutzzielen steht. Ob die Inventarschutzziele auch im Zusammenhang mit der Beurteilung gemÃ¤ss § 238 Abs. 2 PBG hinreichend berÃ¼cksichtigt wurden, wird noch zu prÃ¼fen sein (vgl. hinten, E. 5). </p> <p class="Erwgung1"><b>4. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>4.1 </b>Der BeschwerdefÃ¼hrer macht sodann geltend, dass sich der geplante Neubau an den Baunormen der Kernzone hÃ¤tte orientieren mÃ¼ssen, um im Inventarperimeter den Anforderungen gemÃ¤ss § 238 Abs. 2 PBG zu genÃ¼gen. </p> <p class="Erwgung2"><b>4.2 </b>Wollte man der Auffassung des BeschwerdefÃ¼hrers folgen, so wÃ¼rden die rechtskrÃ¤ftig festgesetzten Zonenvorschriften im Bereich des Inventarperimeter faktisch ihres Sinnes entleert, da sich alle Bauten â unabhÃ¤ngig von der Zonierung â an den Gestaltungsvorschriften der Kernzone zu orientieren hÃ¤tten. Eine solche faktische Ausserkraftsetzung der BZO wÃ¤re jedoch unzulÃ¤ssig (vgl. BGE 145 I 52 E. 4.4). Vielmehr sind die Bestimmungen der Bau- und Zonenordnung fÃ¼r die GrundeigentÃ¼merschaft verbindlich, zumal mit deren Festsetzung auch die â lediglich behÃ¶rdenverbindlichen â Inventarziele bereits umgesetzt wurden (vgl. vorn, E. 3.5 und 3.6). </p> <p class="Erwgung2"><b>4.3 </b>Somit ist davon auszugehen, dass in Bezug auf das vorliegende BaugrundstÃ¼ck die Gestaltungsanforderungen der Zone fÃ¼r Ã¶ffentliche Bauten i.<span> </span>S.v. § 60 Abs. 1 PBG mass­gebend sind, d.<span> </span>h. die Massvorschriften gemÃ¤ss Art. 18 BZO Thalwil betreffend GebÃ¤udehÃ¶he und GrenzabstÃ¤nde. Dies unter dem Vorbehalt von § 238 Abs. 2 PBG, wonach die Baute auf die umliegenden Inventarobjekte in der Kernzone besondere RÃ¼cksicht zu nehmen und sich gut einzuordnen hat (vgl. dazu E. 5). Der Sinn der Zone fÃ¼r Ã¶ffentliche Bauten besteht gerade darin, mit grosszÃ¼gigeren Bauvorschriften die ErfÃ¼llung Ã¶ffentlicher Aufgaben zu ermÃ¶glichen, die nach den Bestimmungen der umgebenden Zonen nicht oder nur erschwert zulÃ¤ssig wÃ¤ren (BRGE II, 16. Mai 2017, Nr. 0077/2017 und 0078/2017, E. 8.1, in: BEZ 2017 Nr. 34; Fritzsche/BÃ¶sch/Wipf/Kunz, a.<span> </span>a.<span> </span>O., S. 162). </p> <p class="Erwgung2"><b>4.4 </b>Demnach sind die detaillierten Mass- und Gestaltungsvorschriften, die gemÃ¤ss § 50 Abs. 3 PBG i.<span> </span>V.<span> </span>m. Art. 11â17a BZO in der Kernzone von Thalwil gelten, auf GrundstÃ¼cke in der Zone fÃ¼r Ã¶ffentliche Bauten â und somit auch auf das vorliegend betroffene BaugrundstÃ¼ck Kat.-Nr. 01 â nicht anwendbar. Vor diesem Hintergrund macht der BeschwerdefÃ¼hrer zu Unrecht geltend, der Entscheid der Vorinstanz verstosse gegen die Rechtsprechung des Verwaltungsgerichts gemÃ¤ss dem Entscheid VB.2022.00042: Dieses Urteil betraf ein GrundstÃ¼ck, das nicht nur im KOBI-Perimeter lag, sondern â im Gegensatz zum vorliegenden Fall â auch in der Kernzone (der Gemeinde Rickenbach). Die Gemeinde Rickenbach hatte es demnach als erforderlich erachtet, das betreffende GrundstÃ¼ck der Kernzone bzw. den dortigen Gestaltungsvorschriften zuzuordnen, um den Inventarzielen Rechnung zu tragen. Analoges gilt fÃ¼r das Urteil VB.2013.00650, das ebenfalls ein im KOBI-Perimeter liegendes GrundstÃ¼ck in der Kernzone (der Stadt Uster) betraf. Das vorliegend betroffene GrundstÃ¼ck liegt hingegen in der Zone fÃ¼r Ã¶ffentliche Bauten (der Gemeinde Thalwil), so dass keine Pflicht besteht, die Bauten nach den Kernzonenvorschriften zu gestalten bzw. die Gestaltung an den Kernzonenvorschriften zu orientieren, um den Inventarzielen zu genÃ¼gen. </p> <p class="Erwgung1"><b>5. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>5.1 </b>Zu prÃ¼fen ist schliesslich die RÃ¼ge des BeschwerdefÃ¼hrers, das Bauvorhaben stehe nicht im Einklang mit den Anforderungen gemÃ¤ss § 238 Abs. 2 PBG. </p> <p class="Erwgung2"><b>5.2 </b>Befinden sich â wie vorliegend â in der Umgebung des BaugrundstÃ¼cks Objekte des Natur- und Heimatschutzes bzw. des Ortsbildschutzes, ist nach § 238 Abs. 2 PBG darauf besondere RÃ¼cksicht zu nehmen. GemÃ¤ss der Rechtsprechung mÃ¼ssen sich Bauten demnach nicht nur befriedigend, sondern gut einordnen und ist eine besondere RÃ¼cksichtnahme erforderlich. Massgeblich ist dabei â wie bei § 238 Abs. 1 PBG â die Gesamtwirkung, jedoch bezogen auf das Schutzobjekt. Bei der Beurteilung ist nicht entscheidend, ob und wie das Schutzobjekt von der geplanten Baute und Anlage aus wahrgenommen wird. Ebenso wenig kommt es darauf an, welchen Eindruck die geplante Baute bei dem beim Schutzobjekt stehenden Betrachter hinterlÃ¤sst. Vielmehr geht es in solchen FÃ¤llen darum, dass die Wahrnehmung des Schutzobjekts von Drittstandorten aus durch neu zu erstellende Bauten und Anlagen nicht beeintrÃ¤chtigt werden darf. Die Gesamtwirkung einer Baute oder Anlage beurteilt sich nach ihrer GrÃ¶sse, der architektonischen Ausgestaltung und der Beziehung, namentlich aus ihrer Stellung, zu bereits vorhandenen Bauten sowie zur baulichen und landschaftlichen Umgebung. Die Beurteilung, ob mit einem Bauvorhaben eine befriedigende bzw. gute Gesamtwirkung erreicht wird, hat nicht nach subjektivem Empfinden, sondern nach objektiven MassstÃ¤ben und mit nachvollziehbarer BegrÃ¼ndung zu erfolgen. Dabei ist eine umfassende WÃ¼rdigung aller massgebenden Gesichtspunkte vorzunehmen (VGr, 16. November 2023, VB.2022.00678, E. 7.1). </p> <p class="Erwgung2"><b>5.3 </b>GemÃ¤ss der Rechtsprechung kann nur in AusnahmefÃ¤llen gestÃ¼tzt auf § 238 PBG ein Verzicht auf die Realisierung des Bauvolumens verlangt werden, das auf einem GrundstÃ¼ck gemÃ¤ss der Zonenordnung zulÃ¤ssig ist, nÃ¤mlich dann, wenn der Widerspruch zur baulichen Umgebung klar und krass ist. HierfÃ¼r sind jedoch im Rahmen der bei EigentumsbeschrÃ¤nkungen gebotenen InteressenabwÃ¤gung besonders triftige GrÃ¼nde erforderlich, wie zum Beispiel eine weitherum zurÃ¼ckhaltende AusnÃ¼tzung, eine besondere QualitÃ¤t der bestehenden Ãberbauung oder eine qualifizierte landschaftliche Empfindlichkeit. Die Rechtsprechung des Bundesgerichts gewichtet das LegalitÃ¤tsprinzip stark, weshalb die Anwendung einer Ãsthetik- bzw. Schutzvorschrift nicht dazu fÃ¼hren darf, dass generell â etwa fÃ¼r ein ganzes Quartier â die Zonenordnung ausser Kraft gesetzt wÃ¼rde. Nur ein krasses MissverhÃ¤ltnis der Proportionen oder die RÃ¼cksicht auf ein Schutzobjekt kann die AusschÃ¶pfung des zulÃ¤ssigen Bauvolumens verbieten (VGr, 2. Februar 2023, VB.2022.00359, E. 4.2.1; Fritzsche/BÃ¶sch/Wipf/Kunz, a.<span> </span>a.<span> </span>O., S. 821). </p> <p class="Erwgung2"><b>5.4 </b>Bei der Anwendung von § 238 PBG verfÃ¼gt die kommunale BaubehÃ¶rde aufgrund der offenen Formulierung Ã¼ber einen gewissen Beurteilungsspielraum, den ortsbezogen zu konkretisieren in erster Linie ihr selbst obliegt (VGr, 22. Oktober 2020, VB.2019.00133, E. 5.2; BGE 145 I 52 E. 3.6). DemgegenÃ¼ber verfÃ¼gt das Verwaltungsgericht lediglich Ã¼ber eine eingeschrÃ¤nkte Kognition (§ 50 in Verbindung mit § 20 Abs. 1 VRG; VGr, 10. Februar 2022, VB.2021.00293, E. 3.2.2) </p> <p class="Erwgung2"><b>5.5 </b>Vor dem Hintergrund der dargelegten Rechtsprechung zu § 238 PBG lassen die RÃ¼gen, die der BeschwerdefÃ¼hrer vorgebracht hat (E. 2.4), die in E. 2.2 und 2.3 dargelegten AusfÃ¼hrungen der Vorinstanzen nicht als rechtsfehlerhaft erscheinen: </p> <p class="Erwgung3"><b>5.5.1 </b>Die Gemeinde Thalwil ist im Rahmen der BZO-Teilrevision 2018 davon ausgegangen, dass die KOBI-Inventarziele auf dem vorliegenden BaugrundstÃ¼ck eingehalten werden kÃ¶nnen, wenn ein Bauvorhaben die Massvorschriften der Zone fÃ¼r Ã¶ffentliche Bauten gemÃ¤ss Art. 18 BZO einhÃ¤lt, insbesondere auch in Bezug auf die maximale GebÃ¤udehÃ¶he von 16 m (vgl. vorn, E. 3.5). Demnach kann entgegen der Auffassung des BeschwerdefÃ¼hrers nicht gesagt werden, dass das Bauvolumen oder die BauhÃ¶he aus RÃ¼cksicht auf die umliegenden Schutzobjekte reduziert werden mÃ¼ssten. § 238 Abs. 2 PBG wÃ¼rde eine Verminderung der zugelassenen Baumasse nur dann rechtfertigen, wenn der Widerspruch zur baulichen Umgebung klar wÃ¤re bzw. wenn ein krasses MissverhÃ¤ltnis der Proportionen vorliegen wÃ¼rde (vgl. E. 5.3). Dies hat die Vorinstanz zu Recht verneint: Die HÃ¶he und das Volumen des geplanten Neubaus sind zwar nicht unbeachtlich. Doch aufgrund der relativ grossen AbstÃ¤nde zu den benachbarten Inventarobjekten sowie angesichts des flach geneigten Dachs ging die Vorinstanz zu Recht davon aus, dass sich der Neubau gegenÃ¼ber der dominanten Schule und der Kirche hinreichend unterordnet und das geschÃ¼tzte Ortsbild nicht auf unzulÃ¤ssige Weise beeintrÃ¤chtigt. Dieser Schluss der fachkundigen Vorinstanz sowie der â als kantonale OrtsbildschutzbehÃ¶rde ebenfalls fachkundigen â Baudirektion wird mit Blick auf die Akten bestÃ¤tigt: Auf den Augenscheinfotos des Baurekursgerichts lÃ¤sst sich aufgrund der Bauprofile aus verschiedenen Blickwinkeln erkennen, welches die Proportionen des geplanten Neubaus sind und in welchem VerhÃ¤ltnis das Volumen und die Form des geplanten Neubaus zu den bestehenden Umgebungsbauten steht. Beurteilungsrelevant ist ferner auch die Visualisierung des geplanten Neubaus sowie die grÃ¶ssermasstÃ¤bliche Betrachtung auf den Orthofotos und dem Inventarplan 1:2'500 (publiziert unter https://maps.zh.ch/system/docs/are_rp/Ortsbildschutz/141-1.pdf). Diese Fotografien und PlÃ¤ne bestÃ¤tigen den vorinstanzlichen Schluss, wonach der geplante Neubau aufgrund seines Standorts, seines Volumens und seiner Form nicht als dominantes Umgebungselement zu erachten ist und das Ortsbild insoweit nicht auf relevante Weise beeintrÃ¤chtigt. Der vom BeschwerdefÃ¼hrer angefÃ¼hrte Umstand, dass die inventarisierte Parkanlage von der E-Strasse her kÃ¼nftig nicht mehr einsehbar sein wird (vgl. Visualisierung der Sicht aus der Wohnung des BeschwerdefÃ¼hrers, Beschwerdeschrift S. 16), fÃ¼hrt nicht zu einem anderen Schluss: Zum einen war sich die Gemeinde Thalwil im Rahmen der Zonenplanrevision von 2018 bewusst, dass an diesem Standort aufgrund der Zuordnung zur Zone fÃ¼r Ã¶ffentliche Bauten ein maximal 16 Meter hohes GebÃ¤ude erstellt werden kann, das zu einer VerÃ¤nderung der Einsehbarkeit der Parkanlage fÃ¼hrt (vgl. E. 3.5). Zum anderen kann nicht gesagt werden, dass die damit verbundene SichtbeschrÃ¤nkung eine ungenÃ¼gende RÃ¼cksichtnahme im Sinn von § 238 Abs. 2 PBG bedeutet, zumal der Park von anderen Standorten aus weiterhin einsehbar ist und insbesondere die ortsbildschÃ¼tzerisch besonders bedeutsame Perspektive vom See her in Richtung Schule und Kirche nicht beeintrÃ¤chtigt wird. Der geplante Standort erscheint auch insoweit gerechtfertigt, als dadurch ein Neubau im Bereich der inventarisierten Parkanlage oder der sensiblen Hangkante vermieden werden kann. </p> <p class="Erwgung3"><b>5.5.2 </b>Eine Verletzung von § 238 Abs. 2 PBG ergibt sich entgegen der Auffassung des BeschwerdefÃ¼hrers auch nicht aus dem Umstand, dass es sich beim geplanten Neubau um einen architektonisch modernen, funktionalen BaukÃ¶rper handelt, der in einem gewissen Kontrast zu den benachbarten Inventarobjekten bzw. zur Architektursprache im historischen Dorfkern von Thalwil steht. Mit der Festsetzung einer Zone fÃ¼r Ã¶ffentlichen Baute im Bereich des BaugrundstÃ¼cks hat sich die Gemeinde dafÃ¼r entschieden, die Inventarziele an diesem Standort weniger hoch als in der Kernzone zu gewichten und insbesondere auch GebÃ¤ude zuzulassen, die in einem gestalterischen Kontrast zu den benachbarten Kernzonenbauten stehen (vgl. vorn, E. 3.5). Eine Verletzung von § 238 Abs. 2 PBG wÃ¤re nur dann anzunehmen, wenn der geplante Neubau dazu fÃ¼hren wÃ¼rde, dass in der benachbarten Kernzone, wo die Inventarziele umzusetzen sind, die Kernzonen- bzw. Inventarziele nicht mehr realisiert werden kÃ¶nnten. Inwiefern diese Zielsetzung in der benachbarten Kernzone beeintrÃ¤chtigt sein sollte, wenn der geplante Neubau eine moderne Architektursprache spricht, ist nicht ersichtlich. Insbesondere Ã¼berzeugt der vorinstanzliche, auf einem Augenschein beruhende Schluss, dass sich der BaukÃ¶rper aufgrund seiner ruhigen, modernen und schlichten Gestaltung in Holz sowie aufgrund der klaren Formsprache gegenÃ¼ber den prÃ¤gnanten Schutzobjekten zurÃ¼cknimmt und diese nicht konkurrenziert. Vor diesem Hintergrund macht der BeschwerdefÃ¼hrer zu Unrecht geltend, dass der geplante Neubau keine charakteristischen, ortsbildprÃ¤genden Strukturmerkmale aufweise und dass sich die Dachform, der Fassadenverlauf, die FenstergrÃ¶sse sowie die verwendeten Farben und Materialien nicht an den Kernzonenvorschriften orientierten. Dies gilt umso mehr, als die Baudirektion eine differenzierte Betrachtung vorgenommen und u.<span> </span>a. die vorgesehenen Beschattungselemente abgelehnt hat. </p> <p class="Erwgung3"><b>5.5.3 </b>Schliesslich ist entgegen der Auffassung des BeschwerdefÃ¼hrers auch nicht ersichtlich, weshalb die Parkplatzsituation zu einer Aufhebung des vorinstanzlichen Urteils fÃ¼hren sollte. Die Planungs- und Baukommission hielt im Entscheid vom 9. Juni 2022 gestÃ¼tzt auf Art. 26 Abs. 5 BZO fest, dass insgesamt sieben ParkplÃ¤tze zu erstellen seien. Vor Baubeginn sei nachzuweisen, wie viele und wo die ParkplÃ¤tze fÃ¼r das Personal und die Besucher des Horts erstellt wÃ¼rden. Der Standort der ParkplÃ¤tze ist vor diesem Hintergrund nicht als Gegenstand der angefochtenen Bewilligung zu erachten. Angesichts der Ã¼berschaubaren Zahl der zu erstellenden ParkplÃ¤tze sowie der grundsÃ¤tzlichen Pflicht, die PersonalparkplÃ¤tze unterirdisch zu erstellen (vgl. § 244 Abs. 3 Satz 2 PBG), ist nicht anzunehmen, dass die ParkplÃ¤tze zu einer BeeintrÃ¤chtigung der inventarisierten Parkanlage fÃ¼hren kÃ¶nnten, der mit einer entsprechenden Auflage begegnet werden mÃ¼sste. </p> <p class="Erwgung2"><b>5.6 </b>Zusammenfassend ist der Schluss der Vorinstanz nicht zu beanstanden, wonach sich der geplante Neubau in der Umgebung in Bezug auf die Gestaltung gut einordnet und hinreichend RÃ¼cksicht nimmt auf die benachbarten Ortsschutzobjekte. Die RÃ¼ge des BeschwerdefÃ¼hrers, wonach eine Verletzung von § 238 Abs. 2 PBG vorliege, erweist sich demnach als unbegrÃ¼ndet. </p> <p class="Erwgung1"><b>6. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>6.1 </b>Der BeschwerdefÃ¼hrer verlangt im Rahmen eines Eventualantrags, dass die Rekursverfahrenskosten, die die Vorinstanz ihm im Umfang von 90 % auferlegt habe, zulasten der Beschwerdegegnerschaft auf 80 % zu reduzieren seien. Zur BegrÃ¼ndung fÃ¼hrt er an, die Beschwerdegegnerin 2 habe sein Akteneinsichtsrecht verletzt, indem sie ihm ein 2020 erstelltes LÃ¤rmgutachten nicht herausgegeben habe, obwohl er sich am 22. Juli 2022 nach entsprechenden Daten erkundigt habe. Erst im Rahmen der Rekursvernehmlassung habe er Zugang zum LÃ¤rmgutachten erhalten. </p> <p class="Erwgung2"><b>6.2 </b>Aus den Akten ergibt sich Folgendes: Die Gemeinde Thalwil hatte per 14. Mai 2020 ein LÃ¤rmgutachten zum geplanten Neubau eingeholt. Dieses empfahl aufgrund des Verkehrs an der E-Strasse verschiedene LÃ¤rmoptimierungsmassnahmen, um die Immissionsgrenzwerte bei den geplanten KrippenrÃ¤umen einzuhalten. Das Gutachten lag gemÃ¤ss den Angaben des BeschwerdefÃ¼hrers nicht bei den aufgelegten Bauakten, was von den Gegenparteien nicht bestritten wird. In der Baubewilligung vom 22. Juni 2022 wird das LÃ¤rmgutachten nicht erwÃ¤hnt; die Bewilligung enthÃ¤lt keine AusfÃ¼hrungen zur Frage der Einhaltung der LÃ¤rmgrenzwerte. Am 13. Juli 2022 erkundigte sich der BeschwerdefÃ¼hrer bei der Gemeinde Thalwil per Mail nach Daten zu LÃ¤rmmessungen. Der Leiter Hochbau und Planung wies den BeschwerdefÃ¼hrer mit Mail vom 14. Juli 2022 auf GIS-Daten von 2016 hin, ohne das Gutachten vom 14. Mai 2020 zu erwÃ¤hnen. In der Rekursschrift vom 19. Juli 2022 beanstandete der BeschwerdefÃ¼hrer erneut die LÃ¤rmsituation. In der Rekursantwort vom 19. August 2022 verwiesen die Beschwerdegegnerinnen 1 und 2 auf das LÃ¤rmgutachten von 2020. Sie hielten fest, seit 2020 hÃ¤tten sich die massgebenden Immissionen und Messverfahren geÃ¤ndert, weshalb per 4. August 2022 eine ErgÃ¤nzung zum LÃ¤rmgutachten eingeholt worden sei. Als Rekursbeilage reichte die Gemeinde Thalwil sowohl die LÃ¤rmbeurteilung von 2020 ein als auch die ErgÃ¤nzung (Neuberechnung) vom 4. August 2022. In der Rekursreplik vom 14. September 2022 monierte der BeschwerdefÃ¼hrer die fehlende Akturierung bzw. die verspÃ¤tete Herausgabe des 2020 erstellten LÃ¤rmgutachtens. Die Beschwerdegegnerinnen 1 und 2 haben zu diesem Vorwurf keine Stellung genommen. Die Vorinstanz Ã¤usserte sich im angefochtenen Entscheid ebenfalls nicht zur Frage einer allfÃ¤lligen GehÃ¶rsverletzung. Sie reduzierte die Rekurskosten des BeschwerdefÃ¼hrers zwar von 100 % auf 90 %; dies jedoch nicht aufgrund einer Heilung einer GehÃ¶rsverletzung, sondern infolge einer materiellen Teilgutheissung des Rekurses (Auflage betreffend PflanzenabstÃ¤nde). </p> <p class="Erwgung2"><b>6.3 </b>Unterliegt eine Partei nur deshalb, weil ein Verfahrensfehler von der Rechtsmittelinstanz geheilt worden ist, ist diesem Umstand gemÃ¤ss der Rechtsprechung bei der Regelung der Kosten- und EntschÃ¤digungsfrage angemessen Rechnung zu tragen (BGr, 2. November 2023, 1C_221/2023, E. 7). Dabei mÃ¼ssen die Verfahrenskosten zwingend reduziert werden, wenn eine RechtsmittelbehÃ¶rde eine vorinstanzliche GehÃ¶rsverletzung heilt, die materiellen RÃ¼gen jedoch als unbegrÃ¼ndet erachtet (BGr, 21. November 2018, 1C_326/2018, E. 6.3; VGr, 19. MÃ¤rz 2020, VB.2019.00548, E. 9.2). Bei der Beurteilung, in welchem Umfang die BerÃ¼cksichtigung des Verfahrensfehlers erfolgt, steht den kantonalen BehÃ¶rden ein weiter Ermessensspielraum zu (BGr, 5. Juli 2023, 2C_127/2023, E. 4.1; VGr, 19. MÃ¤rz 2020, VB.2019.00548, E. 9.3). </p> <p class="Erwgung2"><b>6.4 </b>Vor dem Hintergrund des dargelegten Sachverhalts und der Rechtsprechung erweist sich der Eventualantrag des BeschwerdefÃ¼hrers als begrÃ¼ndet: Beim LÃ¤rmgutachten vom 14. Mai 2020 handelt es sich um ein entscheidwesentliches Dokument, da die â fÃ¼r die Erteilung der Baubewilligung gemÃ¤ss Art. 22 des Bundesgesetzes Ã¼ber den Umweltschutz vom 7. Oktober 1983 (USG) grundsÃ¤tzlich erforderliche â Einhaltung der Immissionsgrenzwerte nicht offensichtlich erfÃ¼llt war. Indem die Beschwerdegegnerin 2 dieses Dokument trotzdem nicht zu den Bauakten legte und auf Anfrage des BeschwerdefÃ¼hrers vom 13. Juli 2022 nicht herausgab, verletzte sie das rechtliche GehÃ¶r des BeschwerdefÃ¼hrers. Die GehÃ¶rsverletzung wurde zwar im Rekursverfahren geheilt, indem der BeschwerdefÃ¼hrer im Rahmen der Rekursantwort Einsicht in das 2020 erstellte LÃ¤rmgutachten erhielt. Doch das Baurekursgericht berÃ¼cksichtigte die Heilung der GehÃ¶rsverletzung bei der Auferlegung der Verfahrenskosten nicht, obwohl eine Reduktion gemÃ¤ss der Rechtsprechung zwingend gewesen wÃ¤re (vgl. E. 6.3). </p> <p class="Erwgung2"><b>6.5 </b>Demnach ist die Beschwerde insoweit gutzuheissen, als die Rekursverfahrenskosten des BeschwerdefÃ¼hrers zu reduzieren sind. Bei der Frage, in welchem Umfang die Rekursverfahrenskosten zu reduzieren sind, steht der Rekursinstanz zwar ein weiter Ermessensspielraum zu (vgl. E. 6.3). Aus prozessÃ¶konomischen GrÃ¼nden rechtfertigt es sich im vorliegenden Fall jedoch nicht, die Sache zur Neufestsetzung der Rekurskosten an die Vorinstanz zurÃ¼ckzuweisen. Vielmehr ist der Eventualantrag des BeschwerdefÃ¼hrers, wonach ihm die Rekursverfahrenskosten nur im Umfang von 80 % statt von 90 % aufzuerlegen sind, gutzuheissen. </p> <p class="Erwgung1"><b>7. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>7.1 </b>In Bezug auf das materielle LÃ¤rmrecht beanstandet der BeschwerdefÃ¼hrer, die massgebenden Immissionsgrenzwerte wÃ¼rden beim Aufenthaltsraum 009 im 2. Obergeschoss nicht eingehalten. Das Gutachten habe in Bezug auf die betreffende Fassade einen Beurteilungspegel von 61â62 dB (A) ergeben, so dass der dort geltende Immissionsgrenzwert von 60 dB (A) tagsÃ¼ber (Empfindlichkeitsstufe II) nicht eingehalten werde. Die Vorinstanz sei zu Unrecht davon ausgegangen, dass es sich beim betreffenden Aufenthaltsraum um einen Betriebsraum handle, bei dem ein "Betriebsbonus" von 5 dB (A) gemÃ¤ss Art. 42 Abs. 1 LSV bzw. ein Immissionsgrenzwert von 65 dB (A) gelte: Da der Aufenthaltsraum der Erholung des Hortpersonals und somit schulischen Zwecken diene, sei Art. 42 Abs. 1 LSV gemÃ¤ss Art. 42 Abs. 2 Satz 1 LSV nicht anwendbar. Dies gelte umso mehr, als der Personalraum lÃ¤ngeren Aufenthalten diene, etwa zur DurchfÃ¼hrung von Pausen oder zur Pflege sozialer Kontakte des Schulhauspersonals â analog zum Kinderruheraum 003 im 2. Obergeschoss. Demnach handle es sich beim Personalaufenthaltsraum um einen lÃ¤rmempfindlichen Raum, der nicht gegen die Strasse hin hÃ¤tte ausgerichtet werden dÃ¼rfen. </p> <p class="Erwgung2"><b>7.2 </b>Die Argumentation des BeschwerdefÃ¼hrers Ã¼berzeugt nicht: Laut Art. 42 Abs. 2 Satz 1 der LÃ¤rmschutz-Verordnung vom 15. Dezember 1986 (LSV) entfÃ¤llt der Betriebsbonus gemÃ¤ss Art. 42 Abs. 1 LSV nur fÃ¼r "RÃ¤ume in Schulen, Anstalten und Heimen": FÃ¼r solche BetriebsrÃ¤ume gelten (wie fÃ¼r WohnrÃ¤ume) Immissionsgrenzwerte, die 5 dB (A) tiefer sind als jene fÃ¼r gewÃ¶hnliche BetriebsrÃ¤ume. Mit dieser SonderlÃ¤rmschutzregelung hat der Bundesrat als Verordnungsgeber Art. 13 Abs. 2 USG Rechnung getragen, wonach er bei der Festlegung der Immissionsgrenzwerte die Wirkungen der Immissionen auf Personengruppen mit erhÃ¶hter Empfindlichkeit, wie Kinder, Kranke, Betagte und Schwangere zu berÃ¼cksichtigen hat. Vor diesem Hintergrund gelangte die Vorinstanz zu Recht zum Schluss, dass von "RÃ¤umen in Schulen" i.<span> </span>S.<span> </span>v. Art. 42 Abs. 2 Satz 1 LSV nur dann auszugehen ist, wenn es sich um RÃ¤umlichkeiten an Schulen und Horten handelt, in denen sich regelmÃ¤ssig Kinder aufhalten. RÃ¤ume hingegen, die einzig dem Aufenthalt des Lehr- und Betreuungspersonals dienen, unterstehen dem lÃ¤rmschutzrechtlichen Privileg nicht, da es sich dabei nicht um Personengruppen mit erhÃ¶hter LÃ¤rmempfindlichkeit handelt. Im vorliegenden Fall bestreitet der BeschwerdefÃ¼hrer nicht, dass es sich beim Aufenthaltsraum 009 im 2. Obergeschoss um einen Raum fÃ¼r das Schulpersonal handelt, wÃ¤hrend es sich beim Ruheraum 003 um einen Raum fÃ¼r die Schulkinder handelt. Wenn die Vorinstanz zum Schluss gelangt ist, dass der Betriebsbonus nur fÃ¼r den Kinderruheraum gilt, nicht jedoch fÃ¼r den Personalaufenthaltsraum, so ist dies nach dem Gesagten nicht zu beanstanden. Dies gilt umso mehr, als es sich bei einem Aufenthaltsraum nicht um einen Raum handelt, der einem Ruheraum gleichgesetzt werden kann. </p> <p class="Erwgung1"><b>8. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>8.1 </b>Zusammenfassend ist die Beschwerde teilweise gutzuheissen. Disp.-Ziff. II des angefochtenen Entscheids ist insoweit abzuÃ¤ndern, dass die Rekursverfahrenskosten (Fr. 6'180.‑) zu 8/10 dem Rekurrenten und zu je 1/10 der Planungs- und Baukommission Thalwil und der politischen Gemeinde Thalwil auferlegt werden. Im Ãbrigen ist die Beschwerde abzuweisen.</p> <p class="Erwgung2"><b>8.2 </b>Da der BeschwerdefÃ¼hrer lediglich in einem untergeordneten Punkt obsiegt (Reduktion der Rekursverfahrenskosten um 10 % bzw. um Fr. 618.-), in der Sache jedoch vollstÃ¤ndig unterliegt, sind die Kosten des Beschwerdeverfahrens vollumfÃ¤nglich dem BeschwerdefÃ¼hrer aufzuerlegen (§ 65a Abs. 2 in Verbindung mit § 13 Abs. 2 VRG; vgl. VGr, 30. November 2023, VB.2021.00279, E. 9). Eine ParteientschÃ¤digung ist ihm nicht zuzusprechen (§ 17 Abs. 2 VRG). </p> <p class="Einzug1"><span>DemgemÃ¤ss erkennt <span>die Kammer</span>:</span></p> <p class="Einzug2"><span>1. Die Beschwerde wird teilweise gutgeheissen. Dispositivziffer II des Entscheids des Baurekursgerichts vom 28. Februar 2023 wird insoweit abgeÃ¤ndert, als die Rekursverfahrenskosten (Fr. 6'180.-) zu 8/10 dem Rekurrenten und zu je 1/10 der Planungs- und Baukommission Thalwil und der politischen Gemeinde Thalwil auferlegt werden. Im Ãbrigen wird die Beschwerde abgewiesen.</span></p> <p class="Einzug2"><span>2. Die GerichtsgebÃ¼hr wird festgesetzt auf <br/> Fr. 4'000.--; die Ã¼brigen Kosten betragen:<br/> <u>Fr. 280.--</u> Zustellkosten,<br/> <u>Fr. 4'280.--</u> Total der Kosten.</span></p> <p class="Einzug2"><span>3. Die Gerichtskosten werden dem BeschwerdefÃ¼hrer auferlegt. </span></p> <p class="Einzug2"><span>4. Es wird keine ParteientschÃ¤digung zugesprochen. </span></p> <p class="Einzug2"><span>5. Gegen dieses Urteil kann Beschwerde in Ã¶ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten nach Art. 82 ff. des Bundesgerichtsgesetzes erhoben werden. Die Beschwerde ist innert 30 Tagen, von der Zustellung an gerechnet, beim Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, einzureichen.</span></p> <p class="Einzug2"><span>6. Mitteilung an:<br/> a) die Parteien;<br/> b) das Baurekursgericht. </span></p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>