<h2>SubmittedText<h2><p>Der Armeechef behauptet: "Am Ende des Jahrzehnts werden uns rund ein Viertel der Bestände fehlen!" Die Armee ist 2019 um 5500 gewachsen und grösser als erlaubt (140 000). Die vorzeitigen Abgänge (medizinisch und Zivildienst) sind rückläufig, die Zugänge zur Armee werden steigen (flexibler RS-Start). Die Anzahl 18-jähriger Schweizer Männer nimmt laut BFS bis 2030 um 3000 zu.</p><p>- Warum stellt sich der Armeechef gegen alle Indizien einer wachsenden Armee?</p><p>- Wo sind seine "Berechnungen" veröffentlicht?</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Der Armeechef stellt sich nicht gegen einzelne Indizien, die kurzfristig auf eine wachsende Armee hindeuten könnten. Die vorzeitigen Abgänge aus medizinischen und Gewissensgründen sind aktuell in der Tat leicht rückläufig; die Zugänge steigen moderat. Ob sich diese Tendenz bestätigt, kann allerdings erst in einigen Jahren beurteilt werden. Bei den Stellungspflichtigen hingegen geht das Bundesamt für Statistik nicht von einem Zuwachs aus, sondern von stabilen Zahlen. Diese werden im Zeitraum von 2019 bis 2030 bei etwa 35 000 bis 36 000 Stellungspflichtigen pro Jahr liegen. Gleichwohl wird der Armeebestand bis 2030 massiv sinken. Der Grund dafür ist die verkürzte Einteilungsdauer der Armeeangehörigen, wie sie mit der Weiterentwicklung der Armee eingeführt wurde. Soldatinnen und Soldaten, die ihre Rekrutenschule noch vor der WEA absolviert haben, bleiben 12 Jahre in der Armee eingeteilt; diejenigen, die seit 2018 eingerückt sind, lediglich 10. Als Folge davon werden in den Jahren 2028 und 2029 jeweils zwei Jahrgänge gleichzeitig aus der Militärdienstpflicht entlassen. Dadurch wird der Armeebestand innert zweier Jahre auf unter 120 000 absinken. Die Bestände der Armee und deren Entwicklung werden in der jährlichen Armeeauszählung erhoben. Eine Kurzfassung ist im Internet veröffentlicht.</p>