JAAC63.56 Entscheid des Bundesrates vom 7. Dezember 1998 Composition de la Commission fédérale de contrôle du commerce des vins (art. 7 de l’O sur le contrôle du commerce des vins). Annulabilité. Art. 5 PA. Annulabilité de la clé de répartition. La décision relative au mode de répartition des sièges prise par l’autorité qui nomme peut soit se rapporter à toutes les nominations futures - et elle a alors un caractère général et abstrait -, soit concerner une période administrative déterminée et elle constitue dans ce cas une mesure d’organisation qui ne peut pas non plus être attaquée (consid. 3.2.4 et 3.2.5). Art. 48 PA. Annulabilité de la nomination de membres d’une commission. - L’association recourante ne fait pas valoir ses propres intérêts, mais ceux de l’ensemble du commerce des vins, si bien qu’elle n’a pas la légitimation pour recourir contre la nomination des membres de la commission (consid. 4.3.1). - Question laissée ouverte de savoir si un intérêt juridique digne de protection devrait être reconnu à toutes les organisations de défense des intérêts de la branche collectivement ou à une éventuelle fédération (consid. 4.3.2). - Les personnes n’appartenant pas au cercle des candidats n’ont pas la relation directe requise pour recourir contre une décision de nomination. L’association recourante n’est ainsi pas appelée à s’engager en faveur de la désignation des membres de l’association qui n’ont pas été retenus. La question peut donc rester ouverte de savoir si la jurisprudence critiquée, selon laquelle les candidats éliminés n’ont pas le droit de recourir contre la nomination, doit être maintenue (consid. 4.4.1 et 4.4.2). 1Zusammensetzung der Weinhandelskontrollkommission (Art. 7 der Verordnung über die Kontrolle des Handels mit Wein). Anfechtbarkeit. Art. 5 VwVG. Anfechtbarkeit des Verteilschlüssels. Die Anordnung der Wahlbehörde, wie die Kommissionssitze auf die interessierten Kreise der Weinwirtschaft aufzuteilen sind, bezieht sich entweder auf alle zukünftigen Wahlen und hat damit generell-abstrakten Charakter. Oder sie betrifft eine bestimmte Amtsperiode und stellt eine ebenfalls nicht anfechtbare organisatorische Anordnung dar (E. 3.2.4 und 3.2.5) Art. 48 VwVG. Anfechtbarkeit der Wahl von Kommissionsmitgliedern. - Der beschwerdeführende Verband macht nicht eigene Interessen, sondern jene des gesamten Weinhandels geltend, womit es ihm an der Legitimation fehlt, die Ernennung der Kommissionsmitglieder anzufechten (E. 4.3.1). - Frage offen gelassen, ob allen Interessenorganisationen des Weinhandels zusammen oder einem allenfalls vorhandenen Gesamtverband ein schutzwürdiges Beschwerdeinteresse zuzugestehen wäre (E. 4.3.2). - Personen ausserhalb des Bewerberkreises fehlt es an der Beziehungsnähe, um einen Wahlentscheid anzufechten. Der beschwerdeführende Verband ist somit nicht berufen, sich für die Wahl der beiden nicht berücksichtigten Verbandsmitglieder einzusetzen. Damit kann offen bleiben, ob an der kritisierten Rechtsprechung, wonach nicht berücksichtigten Bewerbern gar kein Beschwerderecht gegen die Wahl zusteht, festzuhalten ist (E. 4.4.1 und 4.4.2). Composizione della Commissione federale per il controllo del commercio dei vini (art. 7 dell’O sul controllo del commercio dei vini). Impugnabilità. Art. 5 PA. Impugnabilità della chiave di ripartizione. La decisione dell’autorità eleggente sul modo di ripartire i seggi della Commissione secondo le cerchie interessate al commercio vinicolo si riferisce o a tutte le nomine future, ed è dunque di natura generale ed astratta, oppure concerne un unico periodo amministrativo e rappresenta una misura organizzativa, comunque non impugnabile (consid. 3.2.4 et 3.2.5). Art. 48 PA. Impugnabilità della nomina dei membri di una commissione. - L’associazione ricorrente non fa valere i propri interessi, bensì quelli della globalità del commercio vinicolo, sebbene non abbia la legittimazione ricorsuale per impugnare la nomina dei membri della commissione (consid. 4.3.1). - Questione lasciata indecisa quanto a sapere se un interesse giuridico degno di protezione debba essere riconosciuto a tutte le organizzazioni nel loro insieme, in difesa degli interessi del ramo vinicolo o solamente ad una eventuale federazione (consid. 4.3.2). 2- Le persone che non appartengono alla cerchia dei candidati non posseggono una relazione sufficientemente stretta per impugnare una decisione di nomina. L’associazione ricorrente non è pertanto tenuta ad impegnarsi in favore della nomina dei membri dell’associazione che non sono stati considerati. La questione se la giurisprudenza criticata, secondo la quale i candidati esclusi non hanno il diritto di ricorrere contro la nomina, debba essere mantenuta o meno può dunque rimanere aperta (consid. 4.4.1 et 4.4.2). Zusammenfassung des Sachverhalts: DasBundesamtfürLandwirtschaft(BLW)gelangteam20.Mai1997andie interessiertenKreisederWeinwirtschaftundteilteihnenmit,dassgestütztauf eineneueVerordnungdieEidgenössischeWeinhandelskontrollkommission (Kommission)eingesetztwerde. FürdienebendemPräsidentenund demVertreterderKonsumentenorganisationennochfreiensieben Kommissionssitzeseivorgesehen,dieseunterdenVerteilerorganisationen(1 Sitz),demWein-undSpirituosenhandel(3Sitze)sowiedenProduzenten(3 Sitze)aufzuteilen. DasBLWluddieinteressiertenKreiseein,Wahlvorschläge einzubringen. ImanschliessendenSchriftenwechselzwischendemBLWundderDélégation ducommercesuisseduvin(Delegation)alsVertreterindesSchweizerischen Weinhändlerverbandes,derUNIVINsowieweitererVereinigungenstelltesich dieDelegationaufdenStandpunkt,derWeinhandelhabeAnspruchaufvier SitzeinderKommission. DasEidgenössischeVolkswirtschaftsdepartement(EVD)entschiedam 10.Oktober1997,dassdieKommissioneingesetztseiundsichfürdie Amtsperiode1997bis2000ausdenineinemAnhangaufgeführtenMitgliedern undErsatzleutenzusammensetze. Am29.Oktober1997gelangtenderSchweizerischeWeinhändlerverband unddieUNIVINmitgleichlautendenBeschwerdenandenBundesratund beantragten,dieVerfügungdesEVDseiaufzuhebenunddemWeinhandel seieninderKommissionuntererneuterDurchführungdesWahlverfahrens mindestensvierSitzeeinzuräumen. Am28.November1997schlossensichdiebeidenbeschwerdeführenden VerbändezurVereinigungSchweizerWeinhandelzusammen. Diesehielt inihrerStellungnahmevom23.Februar1998anderBeschwerdefest. Aus den Erwägungen: (...) 2. (...) 3DieBeschwerdeführerinmacht(...) dieZusammensetzungderKommission zumStreitgegenstand. WiebereitsdasEVDinseinerVernehmlassung festgehaltenhat,könnendieBeschwerdeneinerseitsalsRügegegen dieAufteilungderSitzederKommissionaufdieinFragekommenden Kreiseverstandenwerden(vgl. E.3). Denkbaristandererseits,dass dieBeschwerdeführerindieWahlbestimmter,nichtdemWeinhandel angehörenderPersonenbeziehungsweisedieNichtwahlvonMitgliedern desWeinhandelsrügt(nachfolgendE.4). HinsichtlichbeiderZielrichtungenderBeschwerdenstelltsichdieFrage,ob dieVoraussetzungengegebensind,aufdieBeschwerdeneinzutreten. Ob dieProzess-beziehungsweiseSachurteilsvoraussetzungenvorliegen,istals RechtsfragevonderentscheidendenInstanzvonAmteswegenzuuntersuchen. Fehltesanihnen,soergehteinProzessentscheid(Nichteintreten), wasbedeutet,dassdieRechtsmittelbehördezurBegründetheitoder UnbegründetheitderBeschwerdenkeineStellungbeziehenkann( Fritz Gygi, Bundesverwaltungsrechtspflege,2.Aufl.,Bern1983,S.72f.). 3. RichtetsichdieBeschwerdegegendieAufteilungderSitzeaufdiezu berücksichtigendenKreise,stelltsichdieFragenachdemAnfechtungsobjekt. 3.1 AusgangspunktundAnfechtungsgegenstandim VerwaltungsbeschwerdeverfahrenistdieVerfügung(Art.5und44des Bundesgesetzesvom20.Dezember1968überdasVerwaltungsverfahren [VwVG],SR172.021). Zuüberprüfenundzubeurteilensindnur Rechtsverhältnisse,zudenendieVorinstanzverbindlich-inFormeiner Verfügung-Stellunggenommenhatoderhättenehmensollen. DasVorliegen einesAnfechtungsgegenstandes,dasheissteinerVerfügungimRechtssinne,ist damiteineProzessvoraussetzung(Gygi,a.a.O.,S.127). DieVerfügungimSinnevonArt.5VwVGisteinindividuell-konkreter Hoheitsakt. Sierichtetsichaneinzelne,bestimmtePersonenundregeltein konkretesverwaltungsrechtlichesRechtsverhältnisinverbindlicherund erzwingbarerWeise. IndemdieVerfügungeinenkonkreten,bestimmten Sachverhaltregelt,unterscheidetsiesichvondenRechtssätzen,die generell-abstrakteAktedarstellen. WegenihrerKonkretheitzählenauch Allgemeinverfügungen,welchesichaneinennichtindividuellbestimmten Adressatenkreisrichten,zudenEinzelakten. DieRechtsverbindlichkeitder VerfügungfindetdarinAusdruck,dassdieAnordnungeninderVerfügung aufeineverbindlicheRechtswirkungabzielen. MitderVerfügungwerden ineinemkonkretenFallRechteundPflichteneinesbestimmtenPrivaten begründet,geändert,aufgehobenoderfestgestellt;einentsprechendes Begehrenwirdabgewiesenodereswirddaraufnichteingetreten. Davon unterscheidensichdieauftatsächlicheWirkungausgerichtetenRealakte (Art.5Abs.1VwVG ; Ulrich Häfelin / Georg Müller ,GrundrissdesAllgemeinen Verwaltungsrechts,3. Aufl.,Zürich1998,Rz.685ff.; René Rhinow / Heinrich Koller / Christina Kiss ,ÖffentlichesProzessrechtundJustizverfassungsrecht desBundes,BaselundFrankfurtamMain1996,Rz.976und1222ff.; BGE121 II473 E.2a;VPB49.46E.4,jeweilsmitHinweisen). DasichderumschriebeneBegriffderVerfügungdesmateriellen VerwaltungsrechtsmitdemverwaltungsprozessualenBegriffderanfechtbaren Verfügungdeckt,sindnursolcheAnordnungen,Beschlüsse,Bescheideoder ÄusserungenvonVerwaltungsbehördenbeschwerdefähig,welchedemInhalt 4nacheineVerfügungimSinnevonArt.5VwVGdarstellen. Mitanderen WortenistnichtjederAkt,indemsichimEinzelfallstaatlicheHerrschaft zeigt,aucheineVerfügungimSinnevonArt.5VwVG(Gygi,a.a.O.,S.129f.; BGE113Ia232 E.1=Pra77[1988]Nr.2,mitHinweisen). 3.2 Nachfolgendistzuuntersuchen,obdasEVDinseinemalsEntscheid bezeichnetenDokumentvom10.Oktober1997inanfechtbarerWeiseüberdie AufteilungderKommissionssitzeverfügthat. IndiesemZusammenhangist vorabaufdiegesetzlichenGrundlagennähereinzugehen. 3.2.1 AusserparlamentarischeKommissionensindvomBundeingesetzte Gremien,diefürRegierungundVerwaltungöffentlicheAufgaben wahrnehmen(Art.2Abs.1derVerordnungvom3.Juni1996über ausserparlamentarischeKommissionensowieLeitungsorganeund VertretungendesBundes[Kommissionenverordnung],SR172.31). Ihrer FunktionnachsindsieentwederVerwaltungskommissionen,welche beratendeundvorbereitendeFunktionhabenoderBehördenkommissionen, welchemitEntscheidungsbefugnissenausgestattetsind(Art.5 Kommissionenverordnung). KommissionenmüssennachInteressengruppen, Geschlechtern,Sprachen,RegionenundAltersgruppenausgewogen zusammengesetztsein(Art.9Kommissionenverordnung). Siewerden durchVerfügungdesBundesrates,derDepartementsvorsteherinoderdes DepartementsvorstehersbeziehungsweisederBundeskanzlerinoderdes Bundeskanzlerseingesetzt(Art.11Abs.1Kommissionenverordnung). Soweit nichteinErlassdieentsprechendenRegelungenenthält,umschreibtdie EinsetzungsverfügunginsbesonderedenAuftrag,gibtdieFristenfürdessen Erfüllungbekannt,nenntdieMitglieder,bezeichnetdiePräsidentinoderden Präsidenten,regeltdieOrganisation,dieBerichterstattung,dieInformation derÖffentlichkeit,dieSchweigepflicht,dieAuskunftspflichtderVerwaltung gegenüberderKommissionundwennnötigdieBeziehungenderKommission zuKantonenundParteiensowiezuanderenOrganisationen,umschreibtdie VerwendungsrechtedesBundesanallenfallsentstehendenurheberrechtlich geschütztenWerkenundVerfahren,weistdieSekretariatsarbeitenzu undnenntdiefinanziellenRahmenbedingungen(Art.11Abs.2und3 Kommissionenverordnung). WasdiehierinteressierendeKommissionangeht,soistderHandelmitWein zumSchutzderBezeichnungenderBuch-undKellerkontrolleunterstellt. DerBundesraterlässtnähereBestimmungenüberdieKontrolleund bezeichnetdieKontrollbehörden. ErkannprivatrechtlicheOrganisationen mitKontrolltätigkeitenbeauftragen(Art.23 a Abs.1und 23c Abs.1des Bundesbeschlussesvom19.Juni1992überdenRebbau,SR916.140.1). DerBundesrathatmitdemErlassderVerordnungvom28.Mai1997über dieKontrolledesHandelsmitWein(Weinhandel-Kontrollverordnung,SR 817.421)vonseinerKompetenzGebrauchgemacht. Danachsinddiemit derBuch-undKellerkontrollebeauftragtenBehördendieEidgenössische WeinhandelskontrollkommissionsowiedieGeschäftsstelledieserKommission (Art.6Weinhandel-Kontrollverordnung). DieAufgabenderKommission besteheninsbesonderedarin,dieregelmässigeBuch-undKellerkontrolle sicherzustellen,dieGeschäftsführerinoderdenGeschäftsführersowie dieInspektorinnenoderInspektorenderGeschäftsstellezuwählen,die 5GeschäftsstellebeimVollzugderVerordnungzuberatenundzubeaufsichtigen (Art.8Weinhandel-Kontrollverordnung). HinsichtlichderZusammensetzung derKommissionhältArt.7Weinhandel-Kontrollverordnungfolgendesfest: «1 Die Kommission besteht aus höchstens neun Mitgliedern und höchstens acht Ersatzleuten. Sie werden vom Eidgenössischen Volkswirtschaftsdepartement (Departement) jeweils für eine Amtsdauer von vier Jahren gewählt. Das Departement bezeichnet die Präsidentin oder den Präsidenten. 2 Die Konsumentenorganisationen sind in der Kommission mit einem Mitglied vertreten. Die übrigen Mitglieder sowie deren Ersatzleute gehören den interessierten Kreisen der Weinwirtschaft an. Die Präsidentin oder der Präsident braucht nicht diesen Kreisen anzugehören.» 3.2.2 (...) AusdenVerordnungsbestimmungenfolgthingegen,dassdasangefochtene DokumentdesEVDvom10.Oktober1997eineEinsetzungsverfügung imSinnevonArt.11Kommissionenverordnungdarstellt. Weiterist festzuhalten,dassArt.7Weinhandel-Kontrollverordnung,dessenGesetzes- undVerfassungsmässigkeitdieBeschwerdeführerinnichtinFragestellt,die konkreteAufteilungderKommissionssitzeaufdiefraglichenKreisenicht regelt. DemzufolgehatdasEVDzusammenmitderErnennungderMitglieder undErsatzleutederKommissionimplizitauchdieAufteilungderSitzeaufdie interessiertenKreisederWeinwirtschaftbestimmt. Schliesslichistfestzustellen,dasswederdieWeinhandel-Kontrollverordnung nochdieKommissionenverordnungvorsehen,dieinteressiertenKreisehätten einVorschlagsrechtbeiderBesetzungderKommissionodersiemüssten imRahmendesAuswahlverfahrensangehörtwerden. AusdemUmstand, dassdasEVDdieinFragekommendenKreisevorderWahlderMitglieder undErsatzleutefreiwilligkonsultierthat,kannnichtabgeleitetwerden,die WahlbehördeseiandieVorschlägeinirgendeinerWeisegebunden(vgl. VPB 43.52E.2 in fine). 3.2.3 DieAufteilungderSitzeaufdieinteressiertenKreisebildetnicht BestandteildesDispositivsinderVerfügungdesEVD.Siegehtbloss sinngemässausderListedergewähltenMitgliederundErsatzleute derKommissionimAnhangderVerfügunghervor. Ausdemder EinsetzungsverfügungvorangegangenenSchriftenwechselzwischendem BLWundderDélégationducommercesuisseduvinistzuschliessen,dass dieZusammensetzungderKommissionnichtwillkürlicherfolgtist,sondern sichnacheinembestimmtenVerteilschlüsselrichtete(nebstderPräsidentin oderdemPräsidentenunddemMitgliedderKonsumentenorganisationen einVertreterderVerteilerorganisationen,dreiVertreterdesWein-und SpirituosenhandelsowiedreiVertreterderProduzenten). Damitstellt sichdieFrage,obdemVerteilschlüsselVerfügungscharakterzukommt. IndiesemZusammenhangistzuberücksichtigen,dasszwarnurdas DispositiveinesEntscheidesanfechtbarist,aberauchTeilederBegründung VerfügungscharakterhabenkönnenunddamitzuBestandteilendes Dispositivswerden( René Rhinow / Beat Krähenmann ,Schweizerische Verwaltungsrechtspflege,Ergänzungsband,BaselundFrankfurtamMain 1990,Nr.35BVIa). 63.2.4 AnsichliegtderSchlussnahe,dasEVDhabemiteinemVerteilschlüssel beabsichtigt,eineallgemeineRegelungzutreffenundnichtnachjederVakanz dieAufteilungderSitzewiederinFragestellenzuwollen. Diesfallswäre voneinerallgemeinenRegelungwiederkehrender,künftigerSachverhalte auszugehen,wiesienurineinemRechtssatzvorkommenkann(vgl. SchweizerischesZentralblattfürStaats-undGemeindeverwaltung,ZBl87 [1986]S.446). DasEVDverweistindiesemZusammenhanginseinerVernehmlassung aufeinenEntscheiddesSchweizerischenHochschulrates(VPB49.46; vgl. auchVerweisbeiRhinow/Krähenmann,a.a.O.,Nr.35BIIa). In jenemVerfahrensetztederPräsidentderEidgenössischenTechnischen HochschuleZürich(ETHZ)dieZusammensetzungdergesetzlichvorgesehenen Abteilungskonferenz(bestehendausDozentensowieVertreternder AssistentenundStudenten)vonfünfAbteilungen,derenHochschulangehörige sichnichteinigenkonnten,fest. DerSchweizerischeHochschulrattrat aufeineBeschwerdedesVereinsderIngenieur-AgronomenanderETH mangelsVorliegeneinerVerfügungnichtein. DerBegründungistzu entnehmen,dassdieAnordnungdesPräsidentenderETHZkeinkonkretes RechtsverhältniszwischenderETHZunddenAngehörigenderAbteilungen regleoderfeststelle,sondernesvielmehrumeinegenerell-abstrakte Anordnunggehe. MitihrseidieBildungeinesstaatlichenOrgansgeregelt unddessenZusammensetzungfestgelegtworden. DieseAnordnungseifürdie KonstituierungderAbteilungskonferenzenunerlässlichundkonkretisiereim SinneeinerVollzugsvorschriftdiegesetzlichenBestimmungen. Einesolche AnordnungkönnenurdieFormeinesRechtssatzeshabenundstelleeine Organisationsnormdar. Dergenerell-abstrakteCharakterergebesichdaraus, dassdieAnordnungnichtnurfüreineeinmaligeSituationderOrganbildung, sondernfüralleZukunftundunterallenUmständengeeignetsei(VPB49.46). SolltedemnachderAufteilungderSitzeaufdieinteressiertenKreiseder WeinwirtschaftallgemeingültigerCharakterzukommen-dasEVDhat dieseFrageoffengelassen-wärevoneinergenerell-abstraktenRegelung inKonkretisierungvonArt.7Weinhandel-Kontrollverordnungauszugehen. EinesolcheeinemRechtssatzvergleichbareOrganisationsnormkannnicht angefochtenwerden(vgl. E.3.1). 3.2.5 BeziehtsichdemgegenüberdieSitzaufteilunglediglichaufdieWahl derKommissionderAmtsperiode1997-2000undkönntedieseAufteilungbei VakanzenodernachAblaufderAmtsperiodedurchdasEVDneufestgelegt werden,folgtdarausnochnicht,dassdieAufteilungderSitzeaufdieinFrage kommendenKreisealsanfechtbarerBestandteilderEinsetzungsverfügung zugeltenhätte. ZwarstellteinesolcheAnordnung-wieeineVerfügung- einehoheitliche,einenkonkretenFall(EinsetzungderKommission derAmtsperiode1997-2000)undeinenmehroderwenigerindividuell bestimmbarenPersonenkreis(interessierteKreisederWeinwirtschaft) betreffendeRegelungdar. BegründetwerdenjedochkeineRechteoder PflichtenvonPrivaten,diegegenüberdiesenverbindlichunderzwingbar wären. Vielmehrdürfteessich,wiebereitsdasEVDzuRechtfestgestellt hat,umeineorganisatorischeAnordnunghandeln,alsoeinenHoheitsakt, welcherimengerenoderweiterenSinnedenVerwaltungsbetrieb-hier dieZusammensetzungderKommission-ordnet(vgl. zurAbgrenzungder VerfügungvonderorganisatorischenAnordnung: Häfelin/Müller,a.a.O., 7Rz.695;Gygi,a.a.O.,S.137; Fritz Gygi,ÜberdieanfechtbareVerfügung,in: BernerFestgabezumSchweizerischenJuristentag1979,S.517ff.,522f.; Ulrich Zimmerli / Walter Kälin / Regina Kiener ,Grundlagendesöffentlichen Verfahrensrechts,Bern1997,S.53ff.,mitzahlreichenBeispielenausder Rechtsprechung). IndiesemSinnsprachdasBundesgerichteinemBeschlussdesStaatsratesdes KantonsTessin,inwelchemunteranderemdieBildungeinerreinberatenden ProjektierungskommissionveranlasstsowiederenZusammensetzung undOrganisationbestimmtwurde,denCharaktereinerVerfügungab,da derBeschlusswedereinRechtsverhältnismiteinemEinzelnenreglenoch verbindlichunderzwingbarsei( BGE113Ia232 =Pra77[1988]Nr.2). Zwaristesdenkbar,dassdieAnordnungdesEVDmittelbare AuswirkungenaufdieinteressiertenKreisehabenkannundallenfalls einRechtsschutzinteresseanderAnfechtunganzunehmenwäre. Das Rechtsschutz-oderAnfechtungsinteresseistfürsichalleinjedochnicht derausschlaggebendeGesichtspunktfürdieAnnahmeeineranfechtbaren Verfügung(vgl. E.3.1 in fine;Gygi,a.a.O.,S.137;derselbe,Überdie anfechtbareVerfügung,a.a.O.,S.524; Sergio Giacomini,Vom«Jagdmachen aufVerfügungen»,in: ZBl94[1993]S.237ff.; BGE109Ib253 E.1c). Vielmehr mussderentsprechendeAktauchdieübrigenVerfügungsmerkmaleaufweisen (vgl. E.3.1). 3.3 AlsZwischenergebnisistfestzuhalten,dassderAnordnungdesEVD,wie dieverbleibendenmaximalsiebenSitzederKommissionaufdieinteressierten KreisederWeinwirtschaftaufzuteilensind,keinVerfügungscharakter zukommtundsomitnichtGegenstandeinerBeschwerdeseinkann. 4. Nachfolgendistzuuntersuchen,obdieVoraussetzungengegebensind,auf dieBeschwerdeneinzutreten,soweitmitihnendieWahlbestimmternicht demWeinhandelangehörenderPersonenbeziehungsweisedieNichtwahlvon MitgliederndesWeinhandelsgerügtwird. 4.1 VerwaltungskommissionensindTrägeröffentlicherAufgaben. Die MitgliedersolcherKommissionenerfüllennebenamtlichAufgabendes Gemeinwesens. IhrDienstverhältnisistöffentlich-rechtlich. Siegeltenals BeamteimweitestenSinn( Karl Arnold,Verwaltungs-undRegierungstätigkeit durcheidgenössischeKommissionen,Diss. Freiburg 1969,S.44; mitHinweisen; Häfelin/Müller,a.a.O.,Rz.1205und1209)beziehungsweisealsmitAufgaben desBundesbetrauteBehördenmitglieder( Tobias Jaag / Georg Müller / Peter Saladin / Ulrich Zimmerli ,AusgewählteGebietedesBundesverwaltungsrechts, BaselundFrankfurtamMain1995,S.3f.). Öffentlich-rechtlicheDienstverhältnissewerdeninderRegeldurchVerfügung derWahlbehördebegründet(Häfelin/Müller,a.a.O.,Rz.1212;Rhinow/ Krähenmann,a.a.O.,Nr.35BIIIe; Stefan Müller,DieBedeutungvonArt.4 BVbeiderBesetzungöffentlicherStellen,Diss. Bern1981,S.85; Tomas Poledna,Verfügung/verfügungsfreiesHandelnimöffentlichenPersonalrecht, in: AktuelleJuristischePraxis[AJP/PJA]8/98S.917ff.,919,mitHinweisen aufdieRechtsprechung). IndiesemSinnwerdenausserparlamentarische KommissionendurchVerfügungeingesetztundGegenstanddieser Einsetzungsverfügungist-wieimvorliegendenFall-unteranderemauch dieErnennungdereinzelnenMitgliederderKommission(vgl. Art.11 Kommissionenverordnung). 84.2 LiegtsomithinsichtlichderWahlbeziehungsweiseErnennungder KommissionsmitgliedereineanfechtbareVerfügungvor,stelltsichdieFrage derBeschwerdebefugnis. ZurBeschwerdeistlegitimiert,werdurchdieangefochteneVerfügungberührt istundeinschutzwürdigesInteresseanderenAufhebungoderÄnderunghat (Art.48Bst.aVwVG). DasschutzwürdigeInteressekanngemässRechtsprechungrechtlicher odertatsächlicherNatursein. EsbestehtimpraktischenNutzen,den dieerfolgreicheBeschwerdederbeschwerdeführendenParteiinihrer rechtlichenodertatsächlichenSituationeintragenwürdeoderinder AbwendungdesmateriellenoderideellenNachteils,dendieVerfügung zurFolgehätte. DerBeschwerdeführermussallerdingsdurchden angefochtenenEntscheidstärkeralsjedermannbetroffenseinundineiner besonderen,beachtenswerten,nahenBeziehungzurStreitsachestehen. DieseAnforderungensollendiePopularbeschwerdeausschliessen. Denn nichtjedermannsollauseinembeliebigenInteresseherausVerfügungen anfechtenkönnen. DiesenAnforderungenkommtbesondereBedeutung zu,wennnichtderVerfügungsadressatimmateriellenSinn,sondernein DritterdenEntscheidanficht. NurwennauchineinemsolchenFallein unmittelbaresBerührtsein,einespezifischeBeziehungsnähegegebenist, hatderBeschwerdeführereinausreichendesRechtsschutzinteressedaran, dassderangefochteneEntscheid aufgehobenoderabgeändert wird( BGE121II 176E.2a,mitzahlreichenHinweisen;Gygi,a.a.O.,S.148f. und157ff.). 4.3 MaterielleundformelleAdressatendervorliegendangefochtenen WahlverfügungsinddieimAnhangaufgeführtenMitgliederundErsatzleute derKommission. DadurchdieEinsetzungsverfügungkeinRechtsverhältnis mitderBeschwerdeführeringeregeltwurde,sindihreEingabenals Drittbeschwerdenzubetrachtenundesfragtsich,obeinausreichend schützenswertesInteressedaranbesteht. 4.3.1 DieBeschwerdenzielendaraufab,dassaufKostenderernannten VertreterderProduzentenmindestenseinzusätzlichesMitgliedsamt StellvertreterausdemKreisdesWeinhandelsgewähltwird(«demWeinhandel sind[...] mindestensvierSitzeeinzuräumen»). MitdiesemBegehrenmacht dieBeschwerdeführerinjedochnichteigeneInteressenbeziehungsweisejene ihrerMitglieder,sondernjenedesgesamtenWeinhandelsgeltend. Auchder BegründungderBeschwerdeistzuentnehmen,dassdieBeschwerdeführerin dieInteressendesWeinhandelsansich,nichtjedochunmittelbareigene Anliegenvorbringt. DassdieBeschwerdeführerinstatutarischzurWahrung derInteressendesgesamtenWeinhandelsberufenwäreoderinVertretung deranderenInteressenorganisationendesWeinhandelshandelnwürde, behauptetsienicht. DamitdieBeschwerdelegitimationgegebenist,mussderDrittejedochein unmittelbares,eigenesundselbständigesRechtsschutzinteresseander BeschwerdeführungfürsichinAnspruchnehmen(Gygi,a.a.O.,S.162). So kommtgemässBundesgerichtAktionärenkeinausreichendschutzwürdiges BeschwerdeinteressegegeneineMassnahmezu,wenndiesegegendie Aktiengesellschaftgerichtetist( BGE116Ib331 E.1c). Ebensofehltes GenossenschafteranderLegitimation,einedieGenossenschaftbetreffende Verfügunganzufechten( VPB59.105). 9DadieBeschwerdeführerinaufgrundihrerBegehrenundderenBegründung nichteigeneInteressenwahrnimmt,fehltesihrzumvornhereinander Beschwerdelegitimation,dieErnennungderKommissionsmitglieder anzufechten. 4.3.2 OballenInteressenorganisationendesWeinhandelszusammen odereinemallenfallsvorhandenenGesamtverbandeinschutzwürdiges InteressezurBeschwerdeführunggegendieWahlderKommissionsmitglieder zuzugestehenwäre,istimvorliegendenVerfahrennichtzuuntersuchen,da einesolcheBeschwerdenichterhobenwordenist. Unklar-jedochvorliegend nichtweiterklärungsbedürftig-ist,obdievomBLWalsVertreterindes WeinhandelsindasAuswahlverfahreneinbezogeneDélégationducommerce suisseduvinbefugtgewesenwäre,dieGesamtinteressendesWeinhandels wahrzunehmen. Art.9Kommissionenverordnungsiehtjedenfallsvor,dassdie KommissionennachInteressengruppen,Geschlechtern,Sprachen,Regionen undAltersgruppenausgewogenzusammengesetztseinmüssen. Abzuklären wäresomit,obdieseBestimmungdenangesprochenenKreisenimSinneeines MinderheitenschutzeseinenunmittelbarenRechtsanspruchaufangemessene VertretunginKommissionenunddamiteineBeschwerdelegitimation verleiht(vgl. BGE112Ia174 E.3d). EinesolcheschutzwürdigePositiondürfte zumindestdenKonsumentenorganisationen,welchengestütztaufArt.7Abs.2 WeinhandelkontrollverordnungausdrücklicheinSitzzusteht,zukommen, weilihrAnspruchaufVertretungbeiderWahlderKommissionsmitglieder eindeutigundabschliessendgeregeltist. Obdiesauchfürdiewesentlich offenereFormulierung«interessiertenKreisederWeinwirtschaft»der angeführtenBestimmungzutrifft,kannindessenoffenbleiben. 4.4 Somitbleibteinzignochzuprüfen,obdieBeschwerdeführerinberufen ist,sichfürdieWahlbestimmter,dereigenenVereinigungangehörender MitgliederanstelledergewähltenProduzentenvertretereinzusetzen,umauf diesemWegdemWeinhandelindirektzusätzlicheSitzezuverschaffen. 4.4.1 Dabeiistzuberücksichtigen,dasseinzigjenenPersonen,welche sichumeinenSitzinderKommissionbeworbenhaben,jedochnicht berücksichtigtwordensind,allenfalls(vgl. nachfolgendE.4.4.2)ein ausreichendschutzwürdigesBeschwerdeinteressegegenWahlentscheide zugestandenwerdenkönnte. PersonenausserhalbdesBewerberkreises fehlteszweifellosandererforderlichenBeziehungsnähezum Streitgegenstand. IhreZulassungzurBeschwerdehätteeineAusweitung desDrittbeschwerderechtszurPopularbeschwerdezurFolge(ebenso Peter Schmid,DieVerwaltungsbeschwerdeandenBundesrat,Bern/Stuttgart/Wien 1997,S.143Fn. 21). Aktenkundigist,dassdiebeidenVorgängerorganisationender Beschwerdeführerin,dieUNIVINsowiederSchweizerische Weinhändlerverband,jedreiMitgliedernominierthaben. Vondiesen insgesamtsechsPersonensindvierinderKommissionvertreten(2Mitglieder sowie2Ersatzleute),womitlediglichdenzweinichternanntenBewerbern allenfallsdieLegitimationzurAnfechtungderWahlverfügungzuzuerkennen wäre(vgl. jedochE.4.4.2). SoweitsichdieBeschwerdeführerinfürdiesebeidennichtgewählten BewerbereinsetzenundanstelledieserbeidenMitgliederBeschwerde führensollte,wärevoneinerVerbandsbeschwerdeauszugehen. Gemäss 10konstanterRechtsprechungmüssenbeiderVerbandsbeschwerdekumulativ folgendeAnforderungenerfülltsein: DieVereinigungmussdiejuristische Persönlichkeitbesitzen;siemussstatutarischzurWahrungderinFrage stehendenInteressenihrerMitgliederberufensein;dieMehrheitoder docheinegrosseAnzahlderMitgliedermussvonderVerfügungberührt seinunddieseMitgliederwärenselberzurBeschwerdeberechtigt( BGE 119Ib374 E.2a.aa; VPB59.99,53.26,44.22;vgl. auchGygi,a.a.O.,S.159ff.; Zimmerli/Kälin/Kiener,a.a.O.,S.122ff.;Rhinow/Koller/Kiss,a.a.O.,Rz.1279). VorliegendwärenhöchstenszweiMitgliederunddamitoffensichtlich nichteineMehrheitderVerbandsangehörigenderBeschwerdeführerin berechtigt,dieinFragestehendeWahlverfügunganzufechten. Schonaus diesemGrundstehtfest,dassdieVereinigungnichtdieBeschwerdeführung fürdiesezweiMitgliederübernehmenkönnte. Damitisterstellt,dassdie BeschwerdeführerinnichtzurWahrungderInteressenderbeidennicht gewähltenMitgliederlegitimiertist. 4.4.2 Selbstwennsieeswäre,stehtgemässkonstanterRechtsprechung desBundesrateseinemnichtberücksichtigtenBewerber-unddamitauch demanseinerStellehandelndenVerband-mangelsLegitimationgarkein RechtsmittelzurAnfechtungseinerNichtwahloffen. Begründetwirddies damit,dassdieVoraussetzungendesschutzwürdigenInteressesander AnfechtungderWahlverfügungnichterfülltseien,daderdenKonkurrenten betreffendeWahlaktalsirreversibelzugeltenhabe. SelbstbeiAufhebungdes WahlakteswerdedietatsächlicheoderrechtlicheStellungdesübergangenen Konkurrentennichtunmittelbar,sondernblossmittelbarbeeinflusst,daim RahmendeserneutdurchzuführendenWahlverfahrensnichtohneweiteres derübergangeneMitbewerbergewähltwürde(VPB48.35,43.92,42.111,39.47, 38.69;vgl. auchZBl80[1979]S.307f.). EbensolehntesdasBundesgericht ab,aufdiestaatsrechtlicheBeschwerdeeinesunberücksichtigtenBewerbers füreinöffentlichesAmteinzutreten,daderWahlentscheidnichtindessen RechtsstellungeingreifeundallenfallsgerügteWahlvorschriftennichtdem SchutzderBewerber,sondernallgemeinenöffentlichenInteressendienen würden. EineLegitimationzurWillkürbeschwerdebestehenurdann,wenn dasmassgeblichekantonaleRechtdemKandidateneinenAnspruchaufWahl einräume(BGE112Ia174 E.3c,mitHinweisen). DieseRechtsprechungstiessallerdingsinderLehreaufKritik. Sowurde angeführt,nichtnurdieBegründungdesRechts(WahleinesBewerbers) seialsVerfügungzubetrachten,sondernauchdieVerweigerungder BegründungvonRechten(NichtberücksichtigungderübrigenBewerber). ZudemseidieWahlbehördeimRahmenihrerErmessensausübung anVerfahrensvorschriften(Ausschreibung,rechtsgleicheBehandlung allerBewerber,Willkürverbot,BegründungspflichtderWahlverfügung, Vertrauensprinzip)gebunden. DieVerletzungsolcherVerfahrensvorschriften stelleeinenEingriffindieRechtsstellungjedesBewerbersdar (Lukas S. Brühwiler-Frésey,Verfügung,Vertrag,Realaktundandere verwaltungsrechtlicheHandlungssysteme,Diss. Freiburg1984,S.253f.; ausführlicheGegenüberstellungbeiMüller,a.a.O.,S.132ff. sowiedessen KritikanderPraxisdesBundesrates,a.a.O.,S.180f.;vgl. auch Tobias Jaag,Das öffentlicheDienstverhältnisimBundundimKantonZürich-ausgewählte Fragen,ZBl95[1994]S.433ff.,467;Schmid,a.a.O.,S.143Fn.21,mitweiteren Hinweisen). 11AuchliessderRegierungsratdesKantonsAargauabweichendvonder PraxisdesBundesratesdieBeschwerdeeinerabgewiesenenBewerberin zuundführtealsBegründungan,dieBehauptung,eineerfolgteWahlsei irreversibel,weshalbeseinerübergangenenBewerberinamschutzwürdigen Beschwerdeinteressefehlenwürde,seieinZirkelschluss. DenndieFrage,ob dieerfolgteWahlnichtmehrrückgängiggemachtwerdenkönne,seijagerade GegenstanddesBeschwerdeverfahrens(ebensoGygi,a.a.O.,S.159;Müller, a.a.O.,S.139f.). Weitertreffezwarzu,dasskeinErnennungsanspruchbestehe. DieabgewieseneBewerberinhabe jedochAnspruchaufeinfairesVerfahren. IhrschützenswertesInteressesei darinzusehen,beierfolgreicherBeschwerdeeineneueChancezuerhalten, dennochgewähltzuwerden(ZBl94[1993]S.15E.2,mitHinweisaufeinen weiterenEntscheiddesRegierungsrates). VorliegendbestehtkeinAnlass,aufdieKritikanderPraxisdesBundesrates nähereinzugehenundzuprüfen,obvonderRechtsprechung,wonach nichtberücksichtigtenBewerbernumeinöffentlich-rechtliches DienstverhältniskeinBeschwerderechtzusteht,abzuweichenist. Denndie nichtberücksichtigtenBewerberumeinenSitzinderKommissionführen nichtBeschwerdeundderBeschwerdeführerinmangeltesaufgrundder vorstehendenErwägungen(E.4.4.1)andererforderlichenLegitimation, anstelledernichtgewähltenBewerberdieWahlverfügunganzufechten. 4.5 HinsichtlichderWahlbeziehungsweiseNichtwahlbestimmterPersonen indieKommissionistsomitfestzuhalten,dassdieBeschwerdeführerin einerseitsnichteigeneInteressengeltendmacht. Soweitsiesichandererseits fürdienichtgewähltenBewerberihresVerbandeseinsetzensollte,vermag sie-selbstunterderAnnahme,dassnichtberücksichtigtenBewerbern eineBeschwerdemöglichkeitgegendenWahlentscheidzusteht-kein schützenswertesInteressevorzuweisen,umdieBeschwerdeführunganstelle dieserMitgliederübernehmenzukönnen. 5. Zusammenfassendergibtsich,dassdieBeschwerdeführerindieAufteilung derSitzederKommissionaufdieinteressiertenKreisederWeinwirtschaft mangelsVerfügungscharakternichtanfechtenkann. Zudemfehltesihr amschutzwürdigenInteresse,umdieNichtwahlweitererMitglieder desWeinhandelsrügenzukönnen. AufdieBeschwerdenistsomitnicht einzutreten. (...) 12Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali JAAC 63.56 - Entscheid des Bundesrates vom 7. Dezember 1998 In Verwaltungspraxis der Bundesbehörden Dans Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération In Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione Jahr 1999 Année Anno Band 63 Volume Volume Seite --- Page Pagina Ref. No 150 004 310 Das Dokument wurde durch das Schweizerische Bundesarchiv und die Bundeskanzlei konvertiert. Le document a été digitalisé par les Archives Fédérales Suisses et la Chancellerie fédérale. Il documento è stato convertito dall'Archivio federale svizzero e della Cancelleria federale.