<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="content"> <div class="para"> </div> <div class="para">Bundesgericht </div> <div class="para">Tribunal fédéral </div> <div class="para">Tribunale federale </div> <div class="para">Tribunal federal </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <table border="0"> <tr> <td> <img height="68" src="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/clir/http/displayimage.php?id=2017-09-06-2C_704-2017.1&amp;type=gif" width="95"/> </td> <td> <div class="para"> </div> </td> <td> <div class="para"> </div> </td> </tr> <tr> <td> <div class="para"> <b>2C_704/2017 </b> </div> </td> <td> <div class="para"> </div> </td> <td> <div class="para"> </div> </td> </tr> </table> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>Urteil vom 6. September 2017</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>II. öffentlich-rechtliche Abteilung</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Besetzung </div> <div class="para">Bundesrichter Seiler, Präsident, </div> <div class="para">Gerichtsschreiber Kocher. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Verfahrensbeteiligte </div> <div class="para">A.C.________, </div> <div class="para">Beschwerdeführer, </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <i>gegen</i> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Kantonales Steueramt Zürich. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Gegenstand </div> <div class="para">Staats- und Gemeindesteuern des Kantons Zürich, Steuerperiode 2014, </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Beschwerde gegen die Verfügung des Verwaltungsgerichts des Kantons Zürich, 2. Abteilung, Einzelrichterin, vom 2. August 2017. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>Erwägungen:</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>1.</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>1.1.</b> A.C.________ (geb. 1952) hat steuerrechtlichen Wohnsitz in U.________/ZH. Er ist der Vater von B.C.________ (geb. 1987). Der Sohn leidet an Trisomie 21, weshalb er erwerbsunfähig ist. B.C.________ wohnt nicht in gemeinsamem Haushalt mit seinem Vater und befindet sich in keiner Erstausbildung. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>1.2.</b> In seiner mithilfe der offiziellen Software des Kantonalen Steueramtes Zürich (nachfolgend: KStA/ZH) erstellten Steuererklärung 2014 machte der Steuerpflichtige für die Staats- und Gemeindesteuer des Kantons Zürich einen Kinderabzug von Fr. 9'000.-- geltend. Das örtliche Gemeindesteueramt ersetzte den Kinderabzug durch den Unterstützungsabzug von Fr. 2'700.-- (Verfügung vom 17. September 2015), was zunächst das KStA/ZH (Einspracheentscheid vom 19. Januar 2017) und daraufhin das Steuerrekursgericht des Kantons Zürich (Entscheid vom 21. Juni 2017) bestätigten. Das Verwaltungsgericht des Kantons Zürich, Abteilung 2, trat auf die dagegen gerichtete Beschwerde mangels hinreichender Begründung nicht ein (einzelrichterlicher Entscheid SB.2017.00076 vom 2. August 2017). </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>1.3.</b> Mit Eingabe vom 22. August 2017 erhebt der Steuerpflichtige beim Bundesgericht sinngemäss Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten. Er beantragt die Zusprechung des Kinderabzugs von Fr. 9'000.--, zumal gemäss offizieller Software ein entsprechender Anspruch bestehe und er per Dauerauftrag monatliche Leistungen von Fr. 788.-- bzw. Fr. 9'456.-- pro Jahr zugunsten seines Sohnes erbringe. Es handle sich ebenso um abzugsfähige Unterhaltsleistungen wie beim Unterhalt, den er seiner abgeschiedenen Ehefrau zu zahlen habe. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>1.4.</b> Der Abteilungspräsident als Instruktionsrichter (<span class="artref">Art. 32 Abs. 1 BGG</span> [SR 173.110]) hat von Instruktionsmassnahmen abgesehen. Die Angelegenheit kann, nachdem die Beschwerde offensichtlich unzureichend begründet ist, im vereinfachten Verfahren nach <span class="artref">Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG</span> entschieden werden. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>2.</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>2.1.</b> Vor Bundesgericht kann der Streitgegenstand gegenüber dem vorinstanzlichen Verfahren weder geändert noch erweitert werden (<span class="artref">Art. 99 Abs. 2 BGG</span>; <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=7&amp;from_date=20.08.2017&amp;to_date=08.09.2017&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F136-V-362%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page362">BGE 136 V 362</a> E. 3.4.2 S. 365). Ficht die beschwerdeführende Partei einen Nichteintretensentscheid oder einen Rechtsmittelentscheid an, der einen solchen bestätigt, haben ihre Rechtsbegehren und deren Begründung sich zwingend auf die vorinstanzlichen Erwägungen zu beziehen, die zum Nichteintreten bzw. zur Bestätigung des Nichteintretens geführt haben (<span class="artref">Art. 42 Abs. 2 BGG</span>; Urteil 2C_549/2017 vom 20. Juni 2017 E. 2.1). </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>2.2.</b> Die Vorinstanz war der Ansicht, die Beschwerde vom 17. Juli 2017 sei unzureichend begründet, weshalb sie, nachdem sie dem Steuerpflichtigen die Möglichkeit zur Verbesserung seiner Beschwerde eingeräumt hatte, auf die Sache nicht eintrat. Entsprechend hätte der Steuerpflichtige im bundesgerichtlichen Verfahren aufzuzeigen gehabt, dass und weshalb der angefochtene Nichteintretensentscheid gegen Bundesrecht verstösst. Der Steuerpflichtige äussert sich freilich bloss zu Art und Höhe des Abzugs, ohne überhaupt auf den entscheidenden Punkt - bundesrechtswidriges Nichteintreten der Vorinstanz - einzugehen. Auch unter Berücksichtigung dessen, dass eine Laienbeschwerde vorliegt, weshalb geringere Anforderungen formeller Natur bestehen (Urteil 2D_24/2016 vom 21. Dezember 2016 E. 1.2.2), kann auf die Sache nicht eingetreten werden. Die Beschwerde zielt am Kern vorbei. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>2.3.</b> Damit erübrigen sich materielle Ausführungen. Dennoch ist auf folgendes hinzuweisen: Der Bereich der Sozialabzüge ist vom sachlichen Anwendungsbereich der Steuerharmonisierung ausgenommen (<span class="artref">Art. 129 Abs. 2 Satz 2 BV</span>; <span class="artref">Art. 1 Abs. 3 Satz 2 und <artref id="CH/642.14/9/4" type="start"></artref>Art. 9 Abs. 4 StHG</span><artref id="CH/642.14/1/3/2" type="end"></artref>). Das Bundesgericht kann die Anwendung rein kantonalen Steuerrechts im Wesentlichen nur unter dem Gesichtspunkt der Verletzung von Bundesrecht prüfen (<a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=7&amp;from_date=20.08.2017&amp;to_date=08.09.2017&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F142-II-369%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page369">BGE 142 II 369</a> E. 2.1 S. 372). Dabei beschränkt die Überprüfung sich praxisgemäss auf die Verletzung verfassungsmässiger Rechte (<a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=7&amp;from_date=20.08.2017&amp;to_date=08.09.2017&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F142-V-94%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page94">BGE 142 V 94</a> E. 1.3 S. 96), insbesondere auf den Aspekt der Verletzung des Willkürverbots (<span class="artref">Art. 9 BV</span>; <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=7&amp;from_date=20.08.2017&amp;to_date=08.09.2017&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F142-V-513%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page513">BGE 142 V 513</a> E. 4.2 S. 516). Im konkreten Fall erscheint die Auslegung und Handhabung von § 34 Abs. 1 lit. a (Kinderabzug) bzw. lit. b (Unterstützungsabzug) des Steuergesetzes (des Kantons Zürich) vom 8. Juni 1997 (StG/ZH; LS 631.1) jedenfalls nicht als unhaltbar. Dies hätte ohnehin zur Abweisung der Beschwerde führen müssen, soweit auf sie hätte eingetreten werden können. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>3.</b> </div> <div class="para">Nach dem Unterliegerprinzip (<span class="artref">Art. 66 Abs. 1 Satz 1 BGG</span>) sind die Kosten des bundesgerichtlichen Verfahrens an sich dem Steuerpflichtigen aufzuerlegen. Angesichts der besonderen Umstände rechtfertigt es sich indes, vom Erheben der Gerichtskosten abzusehen (<span class="artref">Art. 66 Abs. 1 Satz 2 BGG</span>). Dem Kanton Zürich, der in seinem amtlichen Wirkungskreis obsiegt, steht keine Entschädigung zu (<span class="artref">Art. 68 Abs. 3 BGG</span>). </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b> Demnach erkennt der Präsident:</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>1.</b> </div> <div class="para">Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>2.</b> </div> <div class="para">Für das bundesgerichtliche Verfahren werden keine Kosten erhoben. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>3.</b> </div> <div class="para">Dieses Urteil wird den Verfahrensbeteiligten, dem Verwaltungsgericht des Kantons Zürich, 2. Abteilung, Einzelrichterin, und der Eidgenössischen Steuerverwaltung schriftlich mitgeteilt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Lausanne, 6. September 2017 </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Im Namen der II. öffentlich-rechtlichen Abteilung </div> <div class="para">des Schweizerischen Bundesgerichts </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Der Präsident: Seiler </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Der Gerichtsschreiber: Kocher </div> </div></body></html>