<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="content"> <div class="para">Bundesgericht </div> <div class="para">Tribunal fédéral </div> <div class="para">Tribunale federale </div> <div class="para">Tribunal federal </div> <div class="para"> </div> <div class="para">{T 0/2} </div> <div class="para">8C_60/2012 </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Urteil vom 22. Februar 2012 </div> <div class="para">I. sozialrechtliche Abteilung </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Besetzung </div> <div class="para">Bundesrichter Ursprung, Präsident, </div> <div class="para">Bundesrichterin Leuzinger, Bundesrichter Maillard, </div> <div class="para">Gerichtsschreiberin Durizzo. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Verfahrensbeteiligte </div> <div class="para">G.________, </div> <div class="para">vertreten durch Fürsprecher Harold Külling, </div> <div class="para">Postplatz 4, 5610 Wohlen AG, </div> <div class="para">Beschwerdeführer, </div> <div class="para"> </div> <div class="para">gegen </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Schweizerische Mobiliar </div> <div class="para">Versicherungsgesellschaft AG, </div> <div class="para">Bundesgasse 35, 3011 Bern, </div> <div class="para">vertreten durch Fürsprecherin Barbara Künzi-Egli, Thunstrasse 84, 3074 Muri b. Bern, </div> <div class="para">Beschwerdegegnerin. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Gegenstand </div> <div class="para">Unfallversicherung </div> <div class="para">(Invalidenrente; unentgeltlicher Rechtsbeistand), </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Beschwerde gegen den Entscheid </div> <div class="para">des Versicherungsgerichts des Kantons Aargau </div> <div class="para">vom 2. November 2011. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Sachverhalt: </div> <div class="para">Mit Verfügung vom 29. Januar 2010 und Einspracheentscheid vom 25. Mai 2010 sprach die Schweizerische Mobiliar Versicherungsgesellschaft G.________, geboren 1954, für einen am 20. Juli 2001 erlittenen Unfall mit Thalusfraktur am linken Fuss eine Invalidenrente bei einem Invaliditätsgrad von 20% zu. </div> <div class="para">Die dagegen erhobene Beschwerde wies das Versicherungsgericht des Kantons Aargau mit Entscheid vom 2. November 2011 ab. </div> <div class="para">G.________ lässt Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten führen mit dem Antrag, unter Aufhebung des angefochtenen Entscheides sei ihm eine "volle Invalidenrente" zuzusprechen, eventualiter sei ein weiteres Gutachten anzuordnen. Er ersucht um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege für das Einsprache- sowie für das bundesgerichtliche Verfahren. </div> <div class="para">Die kantonalen Akten wurden eingeholt. Auf die Durchführung eines Schriftenwechsels wurde verzichtet. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Erwägungen: </div> <div class="para"> </div> <div class="para">1. </div> <div class="para">Das kantonale Gericht hat einlässlich dargelegt, dass und weshalb auf das vom Unfallversicherer eingeholte Gutachten des PD Dr. med. M.________, Chirurgie FMH, vom 11. Mai 2007 sowie dessen Ergänzung vom 2. November 2009 abzustellen ist. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">2. </div> <div class="para">Die Vorinstanz hat insbesondere zutreffend erwogen, dass eine Befangenheit des Gutachters hier trotz Vorbefassung nicht vorliegt, da der Experte sein erstes Gutachten lediglich zu erläutern hatte (SVR 2009 IV Nr. 16 S. 41, 8C_89/2007 E. 6.2). Der Beschwerdeführer setzt sich damit nicht auseinander. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">3. </div> <div class="para">Der Versicherte beschränkt sich vielmehr auf eine Wiederholung seiner Einwände bezüglich der bereits geltend gemachten mangelhaften Zuverlässigkeit des Gutachtens, insbesondere der Einschätzung der Arbeitsfähigkeit (fragliche Massgeblichkeit der Verwendung von einem beziehungsweise zwei Gehstöcken), zu denen sich die Vorinstanz jedoch ebenfalls geäussert hat. </div> <div class="para">Das kantonale Gericht hat eingehend und überzeugend begründet, weshalb mit dem Gutachter von einer 75%igen Arbeitsfähigkeit in einer leidensangepassten Tätigkeit auszugehen sei. Es wurde namentlich auf dessen Ausführungen verwiesen, wonach die belastungsabhängigen Beschwerden bei Patienten mit Sprunggelenksfraktur in der Regel bei leidensangepasster Tätigkeit keine Invalidität zu begründen vermöchten. Mit der attestierten Einschränkung der Arbeitsfähigkeit sei hier dem nicht geringen Mass an subjektiven Restbeschwerden und dem objektiven klinischen und bildgebenden Befund gebührend Rechnung getragen worden. </div> <div class="para">Die Vorinstanz hat ferner erwogen, dass sich die Beurteilung der Erwerbsunfähigkeit (<span class="artref">Art. 7 Abs. 2 ATSG</span>) rechtsprechungsgemäss ausschliesslich nach den gesundheitlichen Beeinträchtigungen richtet, während nicht gesundheitlich bedingte Eingliederungshindernisse bei der Invaliditätsbemessung ausser Acht zu bleiben haben (SVR 2011 IV Nr. 30 S. 86, 9C_163/2009 E. 4.2.1 u. 4.2.2). Die vom Gutachter erwähnte viermonatige Angewöhnungsphase sei unter diesem Aspekt unbeachtlich. Dem ist beizupflichten, zumal nicht bestritten wird, dass keine medizinischen Gründe die Eingliederung verhindert haben. Weitere ärztliche Abklärungen sind daher nicht angezeigt. Zudem hat der Beschwerdeführer bis zu dem für die richterliche Überprüfung massgebenden Zeitpunkt des Einspracheentscheides (<a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=10&amp;from_date=08.02.2012&amp;to_date=27.02.2012&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F129-V-167%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page167">BGE 129 V 167</a> E. 1 S. 169) keine neue Stelle angetreten, weshalb eine Überprüfung der zulässigen prospektiven Festsetzung der Arbeitsfähigkeit ex post ausser Betracht fällt (RKUV 2005 Nr. U 560 S. 398, U 3/04 E. 2.2). </div> <div class="para"> </div> <div class="para">4. </div> <div class="para">Der Beschwerdeführer lässt schliesslich bedenken, dass seine Restarbeitsfähigkeit nicht verwertbar sei. Er begründet jedoch nicht weiter und es ist auch nicht ersichtlich, weshalb er auf dem allein massgebenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt keine Stelle zu finden vermöchte (<span class="artref">Art. 16 ATSG</span>; <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=10&amp;from_date=08.02.2012&amp;to_date=27.02.2012&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F134-V-64%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page64">BGE 134 V 64</a> E. 4.2.1 S. 70 f.; <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=10&amp;from_date=08.02.2012&amp;to_date=27.02.2012&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F110-V-273%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page273">110 V 273</a> E. 4b S. 276). Dass er von Januar bis Juni 2011 ein Arbeitstraining absolviert, sich daraus aber keine Beschäftigung ergeben habe, genügt diesbezüglich nicht; auf die Zulässigkeit der letztinstanzlich neu eingereichten Beweismittel, welche dies bestätigen sollen, braucht daher nicht weiter eingegangen zu werden (<span class="artref">Art. 99 Abs. 1 BGG</span>). </div> <div class="para"> </div> <div class="para">5. </div> <div class="para">Der Beschwerdeführer beantragt die Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege für das Einspracheverfahren, welche ihm zu Unrecht verweigert worden sei. </div> <div class="para">Gemäss <span class="artref">Art. 37 Abs. 4 ATSG</span> wird der gesuchstellenden Person im Sozialversicherungsverfahren, wo die Verhältnisse es erfordern, ein unentgeltlicher Rechtsbeistand bewilligt. Die zu <span class="artref">Art. 4 aBV</span> und <span class="artref">Art. 29 Abs. 3 BV</span> ergangene Rechtsprechung zu den diesbezüglichen Voraussetzungen der Bedürftigkeit der Partei, der fehlenden Aussichtslosigkeit der Rechtsbegehren und der sachlichen Gebotenheit im konkreten Fall ist weiterhin anwendbar (<a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=10&amp;from_date=08.02.2012&amp;to_date=27.02.2012&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F132-V-200%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page200">BGE 132 V 200</a> E. 4.1 S. 201; <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=10&amp;from_date=08.02.2012&amp;to_date=27.02.2012&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F125-V-32%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page32">125 V 32</a> E. 2 S. 34). </div> <div class="para">Das kantonale Gericht hat die unentgeltliche Verbeiständung mit der Beschwerdegegnerin verneint, wobei es eine anwaltliche Vertretung als nicht erforderlich erachtet und sich die Prüfung der weiteren Voraussetzungen daher erübrigt hat. </div> <div class="para">Die Beschwerde setzt sich damit nicht auseinander, weshalb darauf in diesem Punkt nicht einzutreten ist. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">6. </div> <div class="para">Das kantonale Gericht hat die Sachverhalts- und Rechtslage einlässlich dargelegt und seinen Entscheid eingehend begründet. Die erhobenen Rügen vermochten ihn nicht ernsthaft in Zweifel zu ziehen. Die Beschwerde ist offensichtlich unbegründet und wird im vereinfachten Verfahren nach <span class="artref">Art. 109 BGG</span>, ohne Durchführung des Schriftenwechsels, mit summarischer Begründung und unter Verweis auf den vorinstanzlichen Entscheid, erledigt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">7. </div> <div class="para">Das Verfahren ist kostenpflichtig (<span class="artref">Art. 65 BGG</span>). Die Gerichtskosten werden dem unterliegenden Beschwerdeführer auferlegt (Art. 65 Abs. 4 lit. a in Verbindung mit <span class="artref">Art. 66 Abs. 1 BGG</span>). </div> <div class="para"> </div> <div class="para">8. </div> <div class="para">Zufolge Aussichtslosigkeit der Beschwerde kann dem Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege im bundesgerichtlichen Verfahren nicht entsprochen werden (<span class="artref">Art. 64 Abs. 1 BGG</span>; <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=10&amp;from_date=08.02.2012&amp;to_date=27.02.2012&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F129-I-129%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page129">BGE 129 I 129</a> E. 2.3.1 S. 135 f.; zum Erfordernis der Nichtaussichtslosigkeit auch bei der unentgeltlichen Verbeiständung: Urteil 8C_258/2009 vom 24. August 2009 E. 7). </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Demnach erkennt das Bundesgericht: </div> <div class="para"> </div> <div class="para">1. </div> <div class="para">Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf einzutreten ist. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">2. </div> <div class="para">Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege wird abgewiesen. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">3. </div> <div class="para">Die Gerichtskosten von Fr. 750.- werden dem Beschwerdeführer auferlegt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">4. </div> <div class="para">Dieses Urteil wird den Parteien, dem Versicherungsgericht des Kantons Aargau und dem Bundesamt für Gesundheit schriftlich mitgeteilt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Luzern, 22. Februar 2012 </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Im Namen der I. sozialrechtlichen Abteilung </div> <div class="para">des Schweizerischen Bundesgerichts </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Der Präsident: Ursprung </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Die Gerichtsschreiberin: Durizzo </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> </div></body></html>