B u n d e s v e rw a l t u n g s g e r i ch t T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i f f éd é r a l T r i b u n a l e am m i n i s t r a t i vo f e d e r a l e T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i v fe d e r a l Abteilung IV D-5699/2014 U r t e i l v o m 8. O k t o b e r 2 0 1 4 Besetzung Einzelrichter Martin Zoller, mit Zustimmung von Richterin Esther Karpathakis; Gerichtsschreiber Daniel Widmer. Parteien A._______, Eritrea, (…), Beschwerdeführer, gegen Bundesamt für Migration (BFM), Quellenweg 6, 3003 Bern, Vorinstanz. Gegenstand Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung (Dublin-Verfahren); Verfügung des BFM vom 26. September 2014 / (…). D-5699/2014 Seite 2 Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest, dass der Beschwerdeführer am 10. Juli 2014 in der Schweiz um Asyl nachsuchte, dass er anlässlich seiner Befragung im Empfangs- und Verfahrenszent- rum (EVZ) B._______ vom (…) 2014 im Wesentlichen geltend machte, er habe Eritrea im Januar 2014 verlassen und sei auf dem Landweg über C._______, wo er sich während (…) Monaten aufgehalten habe, nach Li- byen gereist, dass er sein e Reise nach einem Aufenthalt von einem Monat auf dem Seeweg nach Sizilien fortgesetzt habe, wo er im Juli 2014 angekommen sei, dass er von der Küstenwache in Empfang genommen, bei der Ankunft in Italien registriert worden sei und eine Nacht am Ankunftsort verbracht ha- be, bevor er in Sizilien in einer Wohnung untergebracht worden sei, dass er seine Unterkunft in der Folge verlassen habe und per Bus nach Mailand weitergereist sei, wo er sich während vier Tagen aufgehalten h a- be, dass er von dort , nach einem A ufenthalt in Italien von insgesamt zirka acht Tagen, am 10. Juli 2014 per Bahn in die Schweiz weitergereist sei, dass dem Beschwerdeführer, ebenfalls am (…) 2014 im EVZ B._______, das rechtliche Gehör im Hinblick auf einen Nichteintretensentscheid be- ziehungsweise die Zuständigkeit Italiens für die Durchführung des Asyl - und Wegweisungsverfahrens gewährt wurde, dass er dazu vorbrachte, in Italien sei das Leben für Flüchtlinge schlimm, die Leute müssten draussen schlafen, was auch er getan habe, und er ziehe die Schweiz vor, dass bezüglich der weiteren Aussagen beziehungsweise der Einzelheiten des rechtserheblichen Sachverhalts auf das Protokoll bei den Akten ve r- wiesen wird,, dass das BFM die italienischen Behörden am (…) 2014 unter Bezugnah- me auf die Aussagen und ein Passfoto des Beschwerdeführers um de s- sen Aufnahme gemäss Art. 13 Abs. 1 der Verordnung (EU) Nr. 604/2013 D-5699/2014 Seite 3 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 26. Juni 2013 zur Festlegung der Kriterien und Verfahren zur Bestimmung des Mitglie d- staats, der für die Prüfung eines von einem Drittstaatsangehörigen oder Staatenlosen in einem Mitgliedstaat gestellten Antrags auf internationalen Schutz zuständig ist (nachfolgend: Dublin-III-VO), ersuchte, dass dieses Ersuchen unbeantwortet blieb, dass das BFM mit Verfügung vom 26. September 2014 – eröffnet am (…) 2014 – in Anwendung von Art. 31a Abs. 1 Bst. b AsylG (SR 142.31) auf das Asylgesuch nicht eintrat, die Wegweisung aus der Schweiz nach Ita- lien anordnete und den Beschwerdeführer aufforderte, die Schweiz am Tag nach Ablauf der Beschwerdefrist zu verlassen, dass es gleichzeitig feststellte, einer allfälligen Beschwerde gegen den Entscheid komme keine aufschiebende Wirkun g zu, und die Aushänd i- gung der editionspflichtigen Akten gemäss Aktenverzeichnis an den Beschwerdeführer verfügte, dass der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 2. Oktober 2014 (Datum des Poststempels) gegen diesen Entscheid beim Bundesverwaltungsg e- richt Beschwerde erhob und beantrag te, es sei der angefochtene En t- scheid aufzuheben und das Asylgesuch zur materiellen Prüfung an die Vorinstanz zurückzuweisen, dass eventualiter die Unzumutbarkeit des Vollzugs der Wegweisung fes t- zustellen und das BFM anzuweisen sei, den weiteren Aufenthalt des B e- schwerdeführers in der Schweiz nach den Bestimmungen über die vo r- läufige Aufnahme zu regeln, dass der Vollzug der Wegweisung im Sinne einer superpro visorischen Massnahme sofort zu stoppen sei, dass die aufschiebende Wirkung der Beschwerde wiederherzustellen sei, dass die unentgeltliche Rechtspflege gemäs s Art. 65 Abs. 1 VwVG zu gewähren und auf die Erhebung eines Kostenvorschusses zu verzichten sei, dass die vorinstanzlichen Akten am (…) 2014 beim Bundesverwaltungs- gericht eintrafen (Art. 109 Abs. 1 AsylG), D-5699/2014 Seite 4 und zieht in Erwägung, dass das Bundesverwaltungsgericht auf dem Gebiet des Asyls – in der Regel und auch vorliegend – endgültig über Beschwerden gegen Verfü- gungen (Art. 5 VwVG) des BFM entscheidet (Art. 105 AsylG i.V. m. Art. 31‒33 VGG; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG), dass sich das Verfahren nach dem VwVG, dem VGG und dem BGG ric h- tet, soweit das AsylG nichts anderes bestimmt (Art. 37 VGG und Art. 6 AsylG), dass der Beschwerdeführer am Verfahren vor der Vorinstanz teilgeno m- men hat, durch die angefochtene Verfügung besonders be rührt ist, ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung beziehungsweise Änd e- rung hat und daher zur Einreichung der Beschwerde legitimiert ist (Art. 105 AsylG und Art. 48 Abs. 1 VwVG), dass somit auf die frist - und formgerecht eingereichte Beschwerde einzu- treten ist (Art. 108 Abs. 2 AsylG und Art. 52 Abs. 1 VwVG), dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterlicher Zuständigkeit mit Zustimmung eines zweiten Richters beziehungsweise einer zweiten Richterin entschieden wird (Art . 111 Bst. e AsylG) und es sich, wie nachfolgend aufgezeigt wird, um eine solche handelt, wes halb der Beschwerdeentscheid nur summarisch zu begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG), dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG vorliegend auf einen Schrifte n- wechsel verzichtet wurde, dass mit Beschwerde die Verletzung von Bundesrecht (einschliesslich Missbrauch und Überschreiten des Ermessens) sowie die unrichtige und unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts gerügt werden können (Art. 106 Abs. 1 AsylG), dass auf Asylgesuche in der Regel nicht eingetreten wird, wenn Asyls u- chende in ein en Drittstaat ausreisen können, der für die Durchführung des Asyl - und Wegweisungsverfahrens staatsvertraglich zuständig ist (Art. 31a Abs. 1 Bst. b AsylG), dass diesbezüglich die Dublin-III-VO zur Anwendung kommt, D-5699/2014 Seite 5 dass gemäss Art. 3 Abs. 1 Dublin-III-VO jeder Asylantrag von einem ei n- zigen Mitgliedstaat geprüft wird, der nach den Kriterien des Kapitels III (Art. 8-15 Dublin -III-VO) als zuständiger Staat bestimmt wird, wobei die einzelnen Bestimmungskriterien in der Reihenfolge ihrer Auflistung im Kapitel III Anwendung finden (Art. 7 Abs. 1 Dublin-III-VO), dass gemäss Art. 3 Abs. 2 Sätze 2 und 3 Dublin-III-VO der die Zuständig- keit prüfende Mitgliedstaat für die Durchführung des Asylverfahrens z u- ständig wird, falls es sich als unmöglich erweist, einen Antragst eller in den eigentlich zuständigen Mitgliedstaat zu überstellen, weil es wesentl i- che Gründe für die Annahme gibt, dass das Asylverfahren und die Au f- nahmebedingungen für Antragsteller in jenem Mitgliedstaat systemische Schwachstellen aufweisen, die eine Ge fahr einer unmenschlichen oder entwürdigenden Behandlung im Sinne von Art . 4 der Charta der Grun d- rechte der Europäischen Uni on (ABl. C 364/1 vom 18.12.2000, nachfol- gend: EU-Grundrechtecharta) mit sich bringen, und nach den Regeln der Dublin-III-VO kein and erer zuständiger Mitgliedstaat bestimmt werden kann, dass der nach dieser Verordnung zuständige Mitgliedstaat verpflichtet ist, einen Antragsteller, der in einem anderen Mitgliedstaat einen Antrag g e- stellt hat, nach Massgabe der Art. 21, 22 und 29 Dublin -III-VO aufzuneh- men (Art. 18 Abs. 1 Bst. a Dublin-III-VO), dass jeder Mitgliedstaat abweichend von Art. 3 Abs. 1 beschliessen kann, einen bei ihm von einem Drittstaatsangehörigen oder Staatenlosen g e- stellten Antrag auf internationalen Schutz zu prüfen, auch wenn er nach den in dieser Verordnung festgelegten Kriterien nicht für die Prüfung z u- ständig ist (Art. 17 Abs. 1 Satz 1 Dublin-III-VO; sog. Selbsteintrittsrecht), dass entweder der Mitgliedstaat, in dem ein Antrag auf internationalen Schutz gestellt worden ist und der das Verfahren zur Bestimmung des zuständigen Mitgliedstaats durchführt, oder der zuständige Mitgliedstaat vor der Erstentscheidung in der Sache jederzeit einen anderen Mitglie d- staat ersuchen kann, den Antragsteller aus humanitären Gründen oder zum Zweck der Zusammenführung verwandter Personen aufzunehmen, wobei die betroffenen Personen dem schriftlich zustim men müssen (Art. 17 Abs. 2 Satz 1 Dublin-III-VO; sog. humanitäre Klausel), dass den vorliegenden Akten zu entnehmen ist, dass der Beschwerde- führer vor seiner Einreise in die Schweiz von einem Drittstaat kommend D-5699/2014 Seite 6 auf dem Seeweg illegal nach Italien gelangte, wo er registriert wurde und sich vor der Weiterreise in die Schweiz während zirka acht Tagen aufhielt, dass das BFM die italienischen Behörden am 25. Juli 2014 um Aufnahme des Beschwerdeführers gestützt auf Art. 13 Abs. 1 Dublin-III-VO ersuchte, dass die italienischen Behörden das Übernahmeersuchen innert der in Art. 22 Abs. 1 Dublin -III-VO vorgesehenen Frist unbeantwortet liessen, womit sie die Zuständigkeit Italiens implizit anerkannten (Art. 22 Abs. 7 Dublin-III-VO), dass die Zuständigkeit Italiens somit gegeben ist, dass in der Rechtsmitteleingabe die Zuständigkeit Italiens nicht bestritten, aber der Selbsteintritt der Schweiz beantragt wird, dass diesbezüglich zum einen auf die unzureichenden Verhältnisse für Asylsuchende in Italien verwiesen und zum andern geltend gemacht wird, die Praxis, Asylsuchende ohne eine effektive Möglichkeit zu einer B e- schwerde in einen anderen Dublin -Staat zu transferieren, könne gegen Refoulement-Verbote des internationalen Rechts, insbesondere Art. 33 des Abkommens vom 28. Juli 1951 über die Rechtss tellung der Flüchtlin- ge (FK, SR 0.142.30) oder Art. 3 EMRK, verstossen, dass der Beschwerdeführer eigenen Angaben zufolge aus einem Drit t- staat kommend auf dem Seeweg illegal nach Italien gelangte, wo er re- gistriert wurde und sich vor der Weiterreise in die Schweiz während zirka acht Tagen a ufhielt und es keine konkreten Anhaltspunkte gibt, welche Zweifel an diesen Aussagen zu begründen vermöchten, dass gemäss Art. 22 Abs. 5 Dublin -III-VO kohärente, nachprüfbare und hinreichend detaillierte Indizien die Zust ändigkeit eines Mitgliedstaats zu begründen vermögen, dass es sich bei den erwähnten protokollierten Aussagen des Beschwe r- deführers im Rahmen der Befragung vom (…) 2014 um solche Indizien für dessen illegale Einreise von einem Drittstaat nach Italien mit a n- schliessendem dortigen Aufenthalt von weniger als zwölf Monaten ha n- delt, dass es keine wesentlichen Gründe für die Annahme gibt, das Asylverfah- ren und die Aufnahmebedingungen für Antragsteller in Italien würden sys-D-5699/2014 Seite 7 temische Schwachstellen aufweisen, die eine Gefahr einer unmenschl i- chen oder entwürdigenden Behandlung im Sinne des Artikels 4 der EU - Grundrechtecharta mit sich bringen (vgl. zu den nachfolgenden Ausfü h- rungen die Urteile des Bundesverwaltungsgerichts E -1336/2014 vom 19. März 2014 E. 3.5 und D-1623/2014 vom 1. April 2014 E. 6), dass in Weiterführung der bisherigen Praxis des Bundesverwaltungsg e- richts vielmehr nach wie vor von der Vermutung auszugehen ist, dass Ita- lien als sicher im Sinne der FK gilt und es die Gebote des flüchtlingsrecht- lichen und des menschenrechtlichen Rückschiebeverbots beachtet, dass gemäss der Praxis des Europäischen Gerichtshofs für Mensche n- rechte (EGMR) Italien wirksame verfahrensrechtliche Garantien (inkl. R e- kursmöglichkeiten) vorsieht, die eine beschwerdeführende Person v or ei- ner unmittelbaren Zurückweisung in ihren Herkunftsstaat, in dem sie nachweislich Gefahr laufen würde, Folter oder unmenschlicher Behan d- lung i.S. von Art. 3 EMRK ausgesetzt zu werden, schützen, dass davon auszugehen ist, dem Beschwerdeführer werde bei einer Überstellung nach Italien der Zugang zu einem fairen Asylverfahren e r- möglicht, dass ungeachtet des hängigen Verfahrens i.S. Tarakhel gegen die Schweiz, in welchem die vorgebrachten Mängel des italienischen Asylver- fahrens Gegenstand einer eingehenden Prüfung sind, derzeit weiterhin von der bisherigen Rechtsprechung des EGMR auszugehen ist, welche in dieser Hinsicht festhält, dass in Italien kein systematischer Mangel an Un- terstützung und Einrichtungen für Asylsuchende (als eine besonders ve r- letzliche P ersonengruppe) bestehe (vgl. Urteil des EGMR vom 2. April 2013, Mohammed Hussein und andere gegen Niederlande und Italien [Beschwerde Nr. 27725/10] , Unzulässigkeitsentscheidung wegen offe n- sichtlicher Unbegründetheit gemäss Art. 35 Abs. 3 EMRK), dass die vom Gerichtshof zitierten Berichte de tailliert eine Struktur von Einrichtungen und Versorgung aufzeigen und in letzter Zeit zudem gewis- se Verbesserungen festzustellen sind, dass der EGMR im soeben zitierten Fall zum Schluss kam, dass die asy l- suchende Person – eine alleinstehende Frau mit zwei kleinen Kindern – bei einer Rückkehr nach Italien nicht einer ernsthaften und unmittelbar drohenden Gefahr ausgesetzt wäre, in materieller, physischer oder ps y-D-5699/2014 Seite 8 chischer Hinsicht in eine Notlage zu geraten, die in den Schutzbereich von Art. 3 EMRK fallen würde, dass diese Feststellungen für das vorliegende Verfahren ableiten lassen, dass Rückkehrende, die noch nicht in einer entsprechenden Einrichtung aufgenommen wurden, in einem Aufnahmezentrum untergebracht werden können, dass diesbezüglich ohnehin zu bemerken ist, dass der Beschwerdeführer gemäss eigenen Angaben nach seiner Ankunft in Italien in Sizilien in einer Wohnung untergebracht wurde, die er bereits nach wenigen Tagen freiwil- lig verliess, und nicht ersichtlich ist, was ihn an einer Rückkehr dorthin hindern könnte, dass es dem Beschwerdeführer überdies offensteht, allfällige Probleme bei der Unterbringung oder beim Zugang zum Asylverfahren bei den z u- ständigen italienischen Justizbehörden zu rügen, dies entweder unter Beiziehung eines italienischen Rechtsanwalts oder mittels Hilfe unabhän- giger, in Italien vorhandener Hilfsorganisationen, dass sich mithin der pauschale Einwand in der Beschwerde, der B e- schwerdeführer erhalte in Italien keine angemessene Unterkunft, als halt- los erweist, dass unter diesen Umständen die Anwendung von Art. 3 Abs. 2 Satz 2 Dublin-III-VO nicht gerechtfertigt ist, dass in casu den Akten auch keine Anhaltspunkte dafür zu entnehmen sind, dass dem Beschwerdeführer die effektive Möglichkeit zu einer B e- schwerde verwehrt worden wäre, dass sich der Beschwerdeführer in der Rechtsmitteleingabe zudem nicht auf gesundheitliche Gründe beruft, welche einer Überstellung entgege n- stehen, und solche auch den Akten nicht zu entnehmen sind, dass es nach dem Gesagten keinen Grund für einen Selbsteintritt g e- mäss Art. 17 Dublin-III-VO gibt und an dieser Stelle festzuhalten bleibt, dass die Dublin -III-VO den Schutzsuchenden kein Recht einräumt, den ihren Antrag prüfenden Staat sel ber auszuwählen (vgl. auch BVGE 2010/45 E. 8.3), D-5699/2014 Seite 9 dass das BFM demnach zu Recht in Anwendung von Art. 31a Abs. 1 Bst. b AsylG auf das Asylgesuch des Beschwerdeführers nicht eingetre- ten ist und – weil der Beschwerdeführer nicht im Besitz einer gültigen Aufenthalts- oder Niederlassungsbewilligung ist – in Anwendung von Art. 44 AsylG die Überstellung nach Italien angeordnet hat (Art. 32 Bst. a der Asylverordnung 1 vom 11. August 1999 [AsylV 1, SR 142.311]), dass unter diesen Umständen allfällige Vollzugshindernisse gemäss Art. 83 Abs. 3 und 4 Ausländergesetz (AuG, SR 142.20) nicht mehr zu prüfen sind, da das Fehlen von Überstellungshindernissen bereits Vo r- aussetzung des Nichteintret ensentscheids gemäss Art. 31a Abs. 1 Bst. b AsylG ist (vgl. BVGE 2010/45 E. 10), dass die Beschwerde aus diesen Gründen abzuweisen und die Verf ü- gung des BFM zu bestätigen ist, dass das Beschwerdeverfahren mit vorliegendem Urteil abgeschlossen ist, weshalb sich die Anträge auf Erlass superprovisorischer Massnahmen und auf Gewährung der aufschiebenden Wirkung sowie das Gesuch um Verzicht auf die Erhebung eines Kostenvorschusses als gegenstandslos erweisen, dass das mit der Beschwerde gestellte Gesuch um Gew ährung der u n- entgeltlichen Rechtspflege abzuweisen ist, da die Begehren – wie sich aus den vorstehenden Erwägungen ergibt – als aussichtslos zu bezeic h- nen waren, weshalb die Voraussetzungen von Art. 65 Abs. 1 VwVG nicht erfüllt sind, dass bei diesem Ausgan g des Verfahrens die Kosten von Fr. 600.– (Art. 1-3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bun desverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]) dem Beschwerdeführer aufzuerlegen sind (Art. 63 Abs. 1 VwVG). (Dispositiv nächste Seite) D-5699/2014 Seite 10 Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 2. Das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung im Sin- ne von Art. 65 Abs. 1 VwVG wird abgewiesen. 3. Die Verfahrenskosten von Fr. 600.– werden dem Beschwerdeführer auf- erlegt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zugun s- ten der Gerichtskasse zu überweisen. 4. Dieses Urteil geht an den Beschwerdeführer, das BFM und die kantonale Migrationsbehörde. Der Einzelrichter: Der Gerichtsschreiber: Martin Zoller Daniel Widmer Versand: