<h2>SubmittedText<h2><p>Der Bundesrat wird ersucht, im Rahmen seiner im Nationalbankgesetz (Art. 2 Abs. 2) geregelten Einflussmöglichkeiten der Schweizerischen Nationalbank folgende Aufträge zu erteilen:</p><p>1. Szenarien im Prozess der Verwirklichung der Europäischen Währungsunion zu untersuchen, die Wahrscheinlichkeit der einzelnen Szenarien abzuschätzen und ihre mutmasslichen Auswirkungen auf den Schweizerfranken und insbesondere auf den Werk- und Finanzplatz Schweiz zu analysieren;</p><p>2. ein Konzept zu erarbeiten, in welchem festgehalten wird, nach welchen Grundsätzen und Kriterien die Schweizerische Nationalbank ihre Geld- und Währungspolitik, sowohl in der Vorbereitungsphase der Währungsunion wie auch in der Phase nach der Einführung der neuen europäischen Einheitswährung, gestalten will.</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Der Bundesrat teilt die Meinung, dass im Vorfeld der Europäischen Währungsunion je nach Szenario mit Währungsturbulenzen und damit verbundenen realwirtschaftlichen Konsequenzen zu rechnen ist. Eine vorausschauende Auseinandersetzung mit dem Thema Währungsunion ist daher angezeigt. Der Bundesrat und die Schweizerische Nationalbank haben das Thema anlässlich ihrer regelmässigen Zusammenkünfte bereits besprochen und beabsichtigen, die Auswirkungen möglicher Szenarien auf die schweizerische Wirtschaft in geeigneter Form zu untersuchen.</p><p></p><p>Aufgrund der zahlreichen bestehenden Unsicherheiten bezüglich der Einführung der Europäischen Währungsunion ist damit zu rechnen, dass sich die Beurteilung der Eintrittswahrscheinlichkeiten der verschiedenen Szenarien in den nächsten Jahren periodisch verändern wird. Die Reaktionen der Märkte auf diese Unsicherheiten sind schwer prognostizierbar. Die von Fall zu Fall angemessene Politik wird deshalb unter Berücksichtigung der jeweils aktuellen Situation festgelegt werden müssen. Dabei werden sich Bundesrat und Nationalbank gegenseitig konsultieren.</p>  Der Bundesrat beantragt, die Motion in ein Postulat umzuwandeln.