<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="cell small-12 contentContainer printArea"> <div><table><tr><td><p class="Normal Heading1"><span id="_GoBack"></span><span class="Normal Heading1">Sozialversicherungsgericht</span></p><p class="Normal Heading1"><span class="Normal Heading1">des Kantons Zürich</span></p></td><td><p class="Normal Heading1"></p></td></tr></table><p><span>BV.2016.00009</span></p><p><br/></p><p>III. Kammer</p><p>Sozialversicherungsrichter Gräub, Vorsitzender<br/>Sozialversicherungsrichterin Annaheim<br/>Sozialversicherungsrichterin Daubenmeyer<br/>Gerichtsschreiber Stocker</p><p class="Normal Heading2"><span class="Normal Heading2">Urteil vom 8. November 2017</span></p><p class="Normal StandardEinzug"><span class="Normal StandardEinzug">in Sachen</span></p><p class="Normal StandardFett RubrumFett"><span class="Normal StandardFett RubrumFett">X.___</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Klägerin</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">vertreten durch Rechtsanwältin Cordula Spörri</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Ileri Spörri Rechtsanwälte</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Forchstrasse 2 / Kreuzplatz, Postfach 1568, 8032 Zürich</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">gegen</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardFett RubrumFett"><span class="Normal StandardFett RubrumFett">BVK Personalvorsorge des Kantons Zürich</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Rechtsdienst</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Obstgartenstrasse 21, Postfach, 8090 Zürich</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Beklagte</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Sachverhalt:</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">X.___, geboren 13. Februar 1956, war vom 1. Mai 1982 bis 31. Oktober 2004 als Kindergärtnerin bei der Y.___ angestellt und bei der </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">BVK Personalvorsorge des Kantons Züric</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">h (früher: Beamtenversi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">cherungskasse; nachfolgend: BVK) berufsvorsorgeversichert. Am 29. Mai 2003 hatte die Versicherte einen Motorradunfall. Die dabei erlittenen Verletzungen führten zu einer 100%igen Arbeitsunfähigkeit, weswegen die zuständige Unfall</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">versicherung, die AXA AG, entsprechende Taggeldzahlungen ausrichtete. Mit Verfügung vom 24. Mai 2008 verneinte die AXA AG den Anspruch auf eine In</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">validenrente mangels eines adäquaten Kausalzusammenhangs zwischen den noch bestehenden Gesundheitsbeeinträchtigungen und dem Unfall vom 29. Mai 2003 (vgl. Urk. 1 S. 3).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Mit Verfügung vom 13. November 2008 (Urk. 2/2), welche auch der BVK eröff</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">net worden war, sprach die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Stelle, der Versicherten mit Wirkung ab 1. November 2008 eine auf einem Invaliditätsgrad von 64 % basierende Dreiviertelsrente der Eidgenössischen In</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">validenversicherung zu.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Mit Schreiben vom 16. Februar 2009 (Urk. 2/3) teilte die BVK der Versicherten mit, dass sie im Anschluss an das Ende der Unfalltaggeldleistung der AXA AG per 31. Oktober 2007 ab 1. November 2007 Anspruch auf eine Berufsinvaliden</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rente (inklusive Kinderrenten) in der Höhe von monatlich Fr. 6‘901.20 habe (ab</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">züglich Überentschädigung [vgl. die entsprechenden Berechnungen in Urk. 2/3]). Die Berufsunfähigkeit für die bisherige Berufstätigkeit betrage 100 %.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.3</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.3.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Am 28. November 2014 gab die BVK der Versicherten bekannt, dass die bislang ausgerichtete Berufsinvalidenrente per 31. Dezember 2014 auf eine 64%ige Er</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">werbsinvalidenrente (Dreiviertelsrente) herabgesetzt werde (Urk. 2/4). Dagegen liess die Versicherte am 15. Dezember 2014 Einsprache erheben (Urk. 2/5).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Am 16. Januar 2015 informierte die BVK die Versicherte, dass sie ab 1. Januar 2015 Anspruch auf eine Erwerbsinvalidenrente (Invaliditätsgrad von 75 %) von jährlich Fr. 34‘506.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> habe (Urk. 2/7). Dagegen erhob die Versicherte am 2. Februar 2015 Einsprache (Urk. 2/8).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.3.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Mit Einspracheentscheid vom 24. Februar 2015 (Urk. 2/9) wies die BVK die Ein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sprache betreffend Umwandlung der Berufsinvalidenrente in einem Erwerbsin</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">validenrente ab.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Mit Entscheid vom 13. März 2015 (Urk. 2/10) reduzierte die BVK die ab 1. Januar 2015 auszurichtende Erwerbsinvalidenrente, nunmehr direkt basie</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rend auf dem ermittelten Invaliditätsgrad von 64 %, auf jährlich Fr. 29‘445.10.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Mit Einspracheentscheid vom 8. April 2015 (Urk. 2/12) wies die BVK die Einspra</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">che der Versicherten vom 2. Februar 2015 ab und hielt gleichzeitig fest, dass ein Rentenanspruch von 64 % (und nicht 75 %) bestehe.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Auf die gegen den Entscheid vom 13. März 2015 erhobene Einsprache vom 16. April 2015 (Urk. 2/11) trat die BVK mit Entscheid vom 28. April 2015 (Urk. 2/13) unter Hinweis auf den Einspracheentscheid vom 8. April 2015 (Urk. 2/12) nicht ein.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Mit Eingabe vom 1. Februar 2016 (Urk. 1) liess die Versicherte Klage gegen die BVK erheben mit folgenden Anträgen:</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Beklagte sei zu verpflichten, der Klägerin weiterhin, auch nach dem 1. Januar 2015, eine ganze Berufsinvalidenrente von CHF 3‘834.00 pro Monat zuzüglich Teuerungsausgleich auf der Basis eines Invaliditätsgrades von 100 % auszurichten.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zulasten der Be</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">klagten.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Zudem wurden folgende Eventualanträge gestellt:</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Beklagte sei zu verpflichten, der Klägerin eine Erwerbsinvali</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">denrente von CHF 34‘506.00 pro Jahr bzw. CHF 2‘875.50 zuzüglich Teuerungsausgleich zu bezahlen.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zulasten der Be</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">klagten.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die BVK schloss in ihrer Klageantwort vom 12. April 2016 (Urk. 9) auf Abwei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sung der Klage unter ausgangsgemässer Regelung der Kosten- und Entschädi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gungsfolgen. Replicando und duplicando hielten die Parteien an ihren Anträgen fest (Urk. 15 und 17).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Auf die Ausführungen der Parteien ist, soweit für die Entscheidfindung erforder</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">lich, in den Erwägungen einzugehen.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Das Gericht zieht in Erwägung:</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Anspruch auf Invalidenleistungen aus beruflicher Vorsorge haben Personen, die im Sinne der Invalidenversicherung zu mindestens 40</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> %</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> invalid sind und bei Eintritt der Arbeitsunfähigkeit, deren Ursache zur Invalidität geführt hat, versi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">chert waren (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">23 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Abs. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> des Bundesgesetzes über die berufliche Alters</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">, Hinterlassenen- und Invalidenvorsorge,</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> BVG). Mit Bezug auf die weitergehende berufliche Vorsorge steht es den Vorsorgeeinrichtungen im Rahmen von </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">6 und </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">49 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Abs. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2 BVG sowie der verfassungsmässigen Schranken (wie Rechts</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gleichheit, Willkürverbot und Verhältnismässigkeit) frei, den Invaliditätsbegriff und/oder das versicherte Risiko abweichend von </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">23 BVG zu definieren (SZS 1997 S. 557, B 40/93 E. 4</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">a; BGE 120 V 106 E. 3c</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> mit Hinweisen). Während sie im Rahmen der obligatorischen beruflichen Vorsorge jedenfalls die Mindest</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">vorschrift des </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">23 BVG zu beachten haben (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">6 BVG), gilt diese Bestim</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">mung einschliesslich der hierzu ergangenen Rechtsprechung im überobligatori</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">schen Bereich nur, soweit die Reglemente oder Statuten bezüglich des massge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">benden Invaliditätsbegriffs oder versicherten Risikos nichts Abweichendes vor</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sehen (BGE 136 V 65 E. 3.2</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> mit Hinweisen).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.2</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.2.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Massgebend bei der Festsetzung von Invalidenleistungen sind grundsätzlich die Reglementsbestimmungen, welche im Zeitpunkt der Entstehung des Leistungs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">anspruchs galten und nicht jene, die bei Beginn der Arbeitsunfähigkeit, welche die Invalidität nach sich zog, in Kraft waren (BGE 122 V 316 E. 3c, 121 V 97). Aber auch diesbezüglich steht den Vorsorgeeinrichtungen im überobligatori</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">schen Bereich ein Gestaltungsfreiraum zu (vgl. oben E. 1.1).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.2.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">So wird in Art. 100 Abs. 1 des ab 1. September 2014 geltenden Vorsorgeregle</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ments der Beklagten (Urk. 19) zum „anwendbaren Recht“ Folgendes statuiert:</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Anwendbar ist jene Fassung dieses Reglements oder der Statuten, die im Zeitpunkt des Eintritts des Versicherungsfalles gegolten hat.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Unter „Statuten“ sind dabei die bis Ende August 2014 gültig gewesenen Statu</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ten der ehemaligen Beamtenversicherungskasse beziehungsweise der Versiche</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rungskasse für das Staatspersonal (LS 177.21 [vgl. Urk. 10/5]) in ihrer jeweiligen Fassung zu verstehen (Art. 99 des Vorsorgereglements).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.2.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Bereits die genannten Statuten sahen in intertemporalrechtlicher Beziehung inhaltlich dieselbe Regelung vor wie das nunmehr geltende Vorsorgereglement. So bestimmte § 81 Abs. 1 der Statuten (Version 2002 [Urk. 10/5]) Folgendes:</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Diese Statuten finden keine Anwendung auf die vor dem Inkrafttreten dieser Statuten eingetretenen Versicherungsfälle. Auf diese Versiche</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rungsfälle finden diejenigen Statuten Anwendung, welche im Zeit</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">punkt des Versicherungsfalles in Kraft standen.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.2.4</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Sowohl das derzeit gültige Vorsorgereglement der Beklagten als auch ihre frühe</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ren Statuten stellen somit in intertemporalrechtlicher Hinsicht nicht auf den in E. 1.2.1 wiedergegebenen Grundsatz (Zeitpunkt der Entstehung des Leis</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tungsanspruchs), sondern auf den Zeitpunkt des Versicherungsfalles bezie</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">hungsweise den Zeitpunkt des Eintritts des Versicherungsfalles ab.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.3</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.3.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Statuten der Beklagten (Version 2002 [Urk. 10/5]) sehen in § 19 eine soge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nannte Berufsinvalidenrente vor. Darauf Anspruch haben Personen, welche vor Vollendung des 63. Altersjahres wegen Krankheit oder Unfall für die bisherige Berufstätigkeit invalid geworden sind. Sie wird längstens für zwei Jahre ausge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">richtet. Für über 50-jährige Personen entfällt die zweijährige Befristung, die Rente wird jedoch längstens bis zum 63. Altersjahr ausgerichtet (Abs. 1). Über das Vorhandensein und den Grad der Berufsinvalidität wird aufgrund einer Untersuchung durch einen Vertrauensarzt der Versicherungskasse entschieden (Abs. 2). Die versicherte Person oder die vorgesetzte Direktion beziehungsweise der Arbeitgeber kann um die Einholung einer Oberexpertise nachsuchen, wenn sie die Schlussfolgerungen des Gutachtens der Vertrauensärztin oder des Ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">trauensarztes nicht anerkennt. Die Oberexpertin oder der Oberexperte wird ein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">vernehmlich durch die Antrag</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">stellerin oder den Antragsteller und die Versi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">cherungskasse ernannt. Kommt keine Einigung zustande, obliegt die Ernennung der Präsidentin oder dem Prä</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sidenten des Sozialversicherungsgerichts. Die Kos</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ten der Oberexpertise werden im Verhältnis von Unterliegen und Obsiegen von der Antragstellerin oder vom Antragsteller und von der Versicherungskasse ge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tragen (Abs. 3).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.3.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Nach dem Auslaufen der Rente wegen Berufsinvalidität haben versicherte Perso</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nen gemäss § 21 der Statuten Anspruch auf eine Rente, wenn volle oder teilweise Erwerbsinvalidität besteht (Abs. 1). Eine versicherte Person gilt als er</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">werbsinvalid, wenn sie infolge Krankheit oder Unfall ihre bisherige oder eine andere, ihrem Wissen und Können entsprechende und zumutbare Erwerbstätig</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">keit nicht mehr ausüben kann, oder wenn sie aufgrund eines Entscheides der eidgenössischen IV-Kommission invalid erklärt wurde (Abs. 2). Das Verfahren für die Bestimmung des Anspruches und des Invaliditätsgrades wird gleich durchgeführt wie bei der Berufsinvalidität (Abs. 3). Die Renten wegen Erwerbs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">invalidität werden längstens bis zum vollendeten 63. Altersjahr ausgerichtet (Abs. 4).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Gemäss § 22 Abs. 2 der Statuten wird bei teilweiser Erwerbsinvalidität die Rente entsprechend dem Invaliditätsgrad festgelegt. Eine Verminderung der Erwerbs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">fähigkeit um weniger als 25 % gibt keinen Anspruch auf eine Invalidenrente. Als vollinvalid gelten versicherte, die zu zwei Dritteln und mehr erwerbsunfähig sind.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Klägerin liess zur Begründung der Klage im Wesentlichen ausführen, dass sie zwar im Zeitpunkt des Unfalles noch nicht 50 Jahre alt gewesen, bei der erstmaligen Ausrichtung der BVK-Leistungen aber bereits 51jährig gewesen sei. Vorliegend habe die Unfallversicherung bis Ende Oktober 2007 Taggeldleistun</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gen erbracht. Das sei mit einer weiteren Lohnzahlung gleichzusetzen; in dieser Zeit schulde die Pensionskasse denn auch keine Invalidenleistungen. Der Versi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">cherungsanspruch entstehe erst mit dem anspruchsbegründenden Sachverhalt. Der Versicherungsfall sei demzufolge dann eingetreten, wenn sich der Tatbe</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">stand verwirkliche, der die Leistungspflicht des Versicherers begründe. Der Ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sicherungsanspruch sei somit vorliegend nicht - wie von der Beklagten be</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">hauptet - mit dem Eintritt der Invalidität per 1. Mai 2004 entstanden, sondern erst am 1. November 2007. Deshalb entfalle die zweijährige Befristung der Berufsinvalidenrente; die Klägerin habe weiterhin Anspruch auf eine Berufsin</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">validenrente auf der Basis einer Berufsunfähigkeit von 100 % (Urk. 1 [insbeson</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">dere S. 7 ff.] und Urk. 15).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Zur Begründung ihres Eventualantrags (Höhe der Erwerbsinvalidenrente) liess die Klägerin im Wesentlichen vortragen, dass ihr angesichts eines Invaliditäts</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">grades von 64 % und gestützt auf § 22 Abs. 2 der Statuten, wonach bei einem Invaliditätsgrad zwischen 60 % und 69 % Anspruch auf eine Dreiviertelsrente (75 %) bestehe, eine Erwerbsinvalidenrente in dieser Höhe (75 %) zustehe und nicht nur in der Höhe des ermittelten Invaliditätsgrades (64 %). Da die Lohn</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ausrichtung beziehungsweise die dieser gleichgestellten Taggeldausrichtung erst am 31. Oktober 2007 geendet habe, seien die damals gültig gewesenen Statuten, die die genannten Rentenabstufungen vorgesehen hätten, massgebend und nicht die Version 2002 der Statuten (Urk. 1 S. 9 und Urk. 15).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Demgegenüber stellte sich die Beklagte im Wesentlichen auf den Standpunkt, dass gemäss Art. 100 Abs. 1 des Vorsorgereglements (gültig seit 1. September 2014) jene Fassung des Reglements beziehungsweise der früheren Statuten an</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">wendbar sei, die im Zeitpunkt des Eintritts des Versicherungsfalls gegolten habe. Das Arbeitsverhältnis der Klägerin und die damit verbundenen Lohnzah</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">lungen hätten per 31. Oktober 2004 geendet. Der Versicherungsfall Invalidität sei deshalb am 1. November 2004 eingetreten; die Klägerin habe ab diesem Datum Anspruch auf eine Berufsinvalidenrente. Allerdings habe die Beklagte ihre Invalidenleistungen gemäss § 53 Abs. 2 der Statuten aufgeschoben, da die Klägerin bis 31. Oktober 2007 Taggelder der Unfallversicherung erhalten habe. Aus diesem Grund sei die Berufsinvalidenrente erst ab 1. November 2007 aus</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gerichtet worden. Das ändere jedoch nichts daran, dass der Zeitpunkt des versi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">cherten Ereignisses der 1. November 2004 sei. Die Klägerin sei damals 48 Jahre alt gewesen, weshalb sie lediglich Anspruch auf eine befristete Berufsinvali</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">denrente gehabt habe. Somit sei die Herabsetzung der Berufsinvalidenrente auf eine niedrigere Erwerbsinvalidenrente nicht zu beanstanden. Auch die Höhe der Erwerbsinvalidenrente von 64 % sei korrekt. Zum einen sei der Invaliditätsgrad von 64 % zu Recht unbestritten. Zum anderen sehe § 22 der Statuten (Version 2002) im vorliegend interessierenden Bereich eine prozentgenaue Rente vor. Es treffe zwar zu, dass die ab 1. Januar 2005 gültig gewesenen Statuten bei einem Invaliditätsgrad zwischen 60 % und 69 % einen Anspruch auf eine Dreivier</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">telsrente vorgesehen hätten; allerdings komme - wie ausgeführt - nicht diese Statutenfassung, sondern die Version 2002 zur Anwendung (Urk. 9 und 17).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Strittig und zu prüfen ist, ob die Klägerin auch nach dem 1. Januar 2015 An</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">spruch auf eine Berufsinvalidenrente der Beklagten hat oder nicht. Falls diese Hauptfrage zu verneinen sein sollte, ist - da der Klägerin diesfalls unbestritte</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nermassen eine Erwerbsinvalidenrente zustünde - weiter strittig und zu prüfen, wie hoch diese Erwerbsinvalidenrente wäre. Zunächst ist allerdings in intertem</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">poralrechtlicher Hinsicht zu klären, welche Fassung der beklagtischen Statuten Grundlage der Anspruchsprüfung ist.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Festzuhalten bleibt, dass zwischen den Parteien sowohl der Grad der Berufsunfä</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">higkeit (100 %) als auch der Invaliditätsgrad (64 %) unbestritten sind; dies erscheint aufgrund der Akten als korrekt (vgl. betreffend Invaliditäts</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">grad etwa die Rentenverfügung der IV</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Stelle vom 13. November 2008 [Urk. 2/2]).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Nach Art. 26 Abs. 2 BVG kann die Vorsorgeeinrichtung in ihren reglementari</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">schen Bestimmungen vorsehen, dass der Anspruch auf Invalidenleistungen auf</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">geschoben wird, solange die versicherte Person den vollen Lohn erhält. Gemäss Art. 26 der </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Verordnung über die berufliche Alters-, Hinterlasse</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nen- und Invali</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">denvorsorge (BVV </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2)</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> gilt diese Aufschubsmöglichkeit auch im Falle der Aus</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">richtung von Krankentaggeldern. Praxisgemäss gilt dies aber nicht nur bei der Ausrichtung von Taggeldern der Krankenversicherung, sondern auch bei sol</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">chen der Unfallversicherung (vgl. BGE 123 V 199 E. 5c; Hans-Ulrich Stauffer, Berufliche Vorsorge, 2. Auflage, Zürich/Basel/Genf 2012, N 1003 f. sowie Isabelle Vetter-Schreiber, </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Kommentar</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> BVG/FZG, in: navigator 2013, N 4 zu Art. 26 BVV 2, je mit Hinweisen, wobei Vetter-Schreiber Zweifel an der Recht</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">mässigkeit dieser Praxis äussert).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Ein möglicher Aufschub der Rentenzahlungen im Sinne von Art. 26 Abs. 2 BVG regelt allerdings nicht die Entstehung des Invalidenrentenanspruchs, sondern führt lediglich dazu, dass die anspruchspflichtige Vorsorgeeinrichtung während der Dauer des Aufschubs keine Leistungen erbringen muss. Der Anspruch als solcher und dessen Beginn bleibt davon unberührt (BGE 129 V 15 E. 5b; Stauf</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">fer, a.a.O., N 1004; Vetter-Schreiber, a.a.O., N 1 zu Art. 26 BVV 2). Demzufolge kann im vorliegenden Kontext offenbleiben, ob trotz des Umstandes, dass die Beklagte in § 53 der Statuten (Version 2002; Urk. 10/5) einen Aufschub der Rentenleistungen aufgrund der Ausrichtung von Tagegeldern der Unfallversi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">cherung (im Gegensatz zu solchen der Krankentaggeldversicherung) nicht nennt, ein Rentenaufschub zulässig war oder nicht. Die Entstehung des Invali</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">denrentenanspruchs wird - wie dargelegt - nicht durch den Aufschub der Ren</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tenleistungen beeinflusst.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Hinzu kommt, dass zur Bestimmung der massgebenden reglementarischen bezie</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">hungsweise statutarischen Regelungen wie oben in E. 1.2.2 und 1.2.3 aus</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">geführt wurde, nicht auf die Entstehung des Rentenanspruchs abzustellen ist, sondern auf den Zeitpunkt des Eintritts des Versicherungsfalls (Art. 100 Abs. 1 des Vorsorgereglements; vgl. auch E. 1.2.4). Es versteht sich von selbst, dass der Zeitpunkt des Eintritts des Versicherungsfalls (mindestens) ebenso wenig durch einen möglichen Aufschub der Rentenleistungen beeinflusst wird wie der Zeit</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">punkt der Entstehung des Rentenanspruchs (argumentum a fortiori). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">3.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">Zum Zeitpunkt des Eintritts des Versicherungsfalls Invalidität ergibt sich, dass die Beklagte in § 53 Abs. 1 Satz 1 der Statuten zum Beginn der Rentenleistun</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">gen festhält, dass die Rentenleistungen mit demjenigen Tag beginnen, für wel</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">chen der Lohn, ein Lohnnachgenuss oder eine Alters- oder Invalidenrente nicht mehr ausgerichtet wird. Bezieht eine invalide Person Leistungen einer Kran</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">kentaggeldversicherung und ist die Taggeldversicherung mindestens zur Hälfte vom Staat finanziert worden, setzen die Invalidenleistungen der Versicherungs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">kasse nach dem Auslaufen der Taggeldleistungen ein (Abs. 2).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Allerdings ist zu beachten, dass Eintritt des Versicherungsfalls durch einen Auf</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">schub der Ausrichtung nicht tangiert wird. Der Versicherungsfall tritt grund</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sätzlich mit Ablauf des Wartejahres ein, vorliegend am 29. Mai 2004. Ob bereits die Dauer bis zum reglementarisch festgelegten Einsetzen der Rentenleistungen (Ende Lohnfortzahlung) oder erst die Phase des anschliessenden Taggeldbezugs (der in den Statuten nicht erwähnten Unfallversicherung) als Aufschub zu qua</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">lifizieren ist, kann offen bleiben. Denn jedenfalls war der Versicherungsfall In</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">validität vor Erreichen des 50. Geburtstages der Beschwerdeführerin im Jahr 2006 eingetreten. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.4</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Hieraus folgt nach Art. 100 Abs. 1 des Vorsorgereglements, dass auf den vorlie</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">genden Rechtsstreit die damals gültig gewesenen Statuten, mithin deren Version 2002 (Urk. 10/5), Anwendung finden.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">4.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Des Weiteren steht fest, dass die am 13. Februar 1956 geborene Klägerin bei Eintritt des Versicherungsfalls das fünfzigste Altersjahr noch nicht vollendet hatte, weshalb ihr Anspruch auf eine Berufsinvalidenrente gemäss § 19 Abs.1 der Statuten (Version 2002; Urk. 10/5) auf höchstens zwei Jahre befristet war. Dass die Beklagte die Berufsinvalidenleistungen (womöglich aus Versehen) tat</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sächlich länger als zwei Jahre ausgerichtet und auf eine entsprechende Rück</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">forderung verzichtet hat (vgl. Urk. 9 S. 6 Ziff. 19 a.E.), ändert daran nichts.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Demzufolge erweist sich die Klage im Hauptstandpunkt als unbegründet. Die Beklagte hat die der Klägerin ausgerichtete Berufsinvalidenrente zu Recht durch eine Erwerbsinvalidenrente ersetzt.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">5.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Auch in Bezug auf die Festsetzung der Erwerbsinvalidenrente ist zur Bestim</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">mung der massgebenden statutarischen Grundlagen auf den Zeitpunkt des Ein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tritts des Versicherungsfalls abzustellen (Art. 100 Abs. 1 des Vorsorgeregle</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ments [vgl. E. 1.2.2]). Dies führt auch diesbezüglich zur Anwendung der Version 2002 der Statuten (Urk. 10/5). Daran ändert der Umstand nichts, dass gemäss § 21 Abs. 1 der Statuten der Anspruch auf eine Erwerbsinvalidenrente erst nach dem Auslaufen der Berufsinvalidenrente besteht. Die massgebenden intertem</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">poralrechtlichen Bestimmungen der Beklagten stützen sich - wie erwähnt (vgl. etwa E. 1.2.4) - nicht auf den Zeitpunkt der Entstehung des Leistungsanspruchs, sondern auf denjenigen des Eintritts des Versicherungsfalles ab.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">§ 22 Abs. 2 Satz 1 der Statuten (Version 2002; Urk. 10/5) bestimmt, dass bei teilweiser Erwerbsinvalidität die Rente entsprechend dem Invaliditätsgrad fest</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gelegt wird. Da der Invaliditätsgrad der Klägerin unbestrittenermassen 64 % beträgt (vgl. auch Urk. 2/2), hat sie Anspruch auf eine Erwerbsinvalidenrente von 64 %. Diesen Anspruch erfüllt die Beklagte.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Demzufolge ist auch der Eventualantrag der Beklagten abzuweisen. Entsprechen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">des gilt in Bezug auf den geforderten Teuerungsausgleich. Wie die Beklagte versichert (vgl. Urk. 9 S. 7 Ziff. 23) und zudem gerichtsnotorisch ist, hat die Beklagte im vorliegend relevanten Zeitraum ihre umhüllenden Renten</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">leistungen nie der Teuerung angepasst (letztmals gemäss Vorbringen der Be</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">klagten per 1. Juli 2000).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">6.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Demzufolge ergibt sich, dass sich die Klage sowohl im Haupt- als auch im Eventu</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">alstandpunkt als unbegründet erweist. Die Beklagte hat die Berufsinvali</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">denrente zu Recht durch eine Erwerbsinvalidenrente von 64 % ersetzt, weshalb die Klage abzuweisen ist.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Heading3"><span class="Normal Heading3">Das Gericht erkennt:</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span class="Normal Dispotext DispoHngend">1.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Die </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Klage</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">wird abgewiesen.</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span class="Normal Dispotext DispoHngend">2.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Das Verfahren ist kostenlos.</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span class="Normal Dispotext DispoHngend">3.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Zustellung gegen Empfangsschein an:</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Rechtsanwältin Cordula Spörri</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">BVK Personalvorsorge des Kantons Zürich</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Bundesamt für Sozialversicherungen</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">4.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Gegen diesen Entscheid kann innert </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">30 Tagen</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"> seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundes</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">gesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 15. Juli bis und mit 15. August sowie vom 18. Dezember bis und mit dem 2. Januar (Art. 46 BGG).</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">stellen.</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismit</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">tel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Ur</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">kunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat (Art. 42 BGG).</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><br/></p><p class="Normal Heading3"><span class="Normal Heading3">Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich</span></p><p><br/></p><p>Der VorsitzendeDer Gerichtsschreiber</p><p><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p>GräubStocker</p></div> </div></body></html>