<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2016.00587</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="https://vgrzh.djiktzh.ch/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=https://vgrzh.djiktzh.ch&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=216601&amp;W10_KEY=4467076&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2016.00587</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 05.10.2016</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">4. Abteilung/4. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">AuslÃ¤nderrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Fristwiederherstellungsgesuch/Aufenthaltsbewilligung (Kantonswechsel)</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>[Wiederherstellung der Beschwerdefrist]<br/><br/>Eine versäumte Frist kann nach (§ 70 in Verbindung mit) § 12 Abs. 2 VRG wiederhergestellt werden, wenn die säumige Person sich nicht grob nachlässig verhalten hat und sie binnen zehn Tagen nach Wegfall des Grunds, welcher die Fristwahrung verhindert hat, ein Restitutionsgesuch einreicht (E. 2.1 Abs. 1). Eine Krankheit, namentlich eine Depression, genügt allein nicht für eine Fristwiederherstellung; zusätzlich muss hierin die (anzuerkennende) Ursache für die Säumnis liegen. Ein Arztzeugnis, das ohne nähere Angabe von Gründen bescheinigt, die säumige Person sei während eines bestimmten Zeitraums gänzlich arbeitsunfähig bzw. könne keine administrativen Dinge erledigen, bedeutet keinen genügenden Nachweis für fehlende grobe Nachlässigkeit; vielmehr muss es verraten, weshalb die betroffene Person die fristwahrende Handlung aus gesundheitlichen Gründen nicht vorzunehmen und auch sonst niemanden damit zu betrauen vermochte; es muss also belegen, dass die säumige Person der Möglichkeit jeglichen zielgerichteten Handelns ermangelt habe (E. 2.1 Abs. 3). <br/><br/>Abweisung.</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ARZTZEUGNIS">ARZTZEUGNIS</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: FRISTWIEDERHERSTELLUNG">FRISTWIEDERHERSTELLUNG</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade">§ 12 Abs. II VRG</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 3 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="WordSection1"> <table border="1" cellpadding="0" cellspacing="0" class="MsoNormalTable"> <tr> <td valign="top"> <p class="Kopf1"><span>Verwaltungsgericht</span></p> <p class="Kopf1"><span>des Kantons ZÃ¼rich</span></p> <p class="Kopf1"><span>4. Abteilung</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Kopf1"> </p> </td> <td valign="top"> <p class="Kopf1"><span><img alt="" height="77" src="https://vgrzh.djiktzh.ch/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=https://vgrzh.djiktzh.ch&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getImage&amp;nF38_KEY=31160" width="123"/></span></p> </td> </tr> </table> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">VB.2016.00587</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"><b><span>Urteil</span></b></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="Zwischentitel"> </p> <p class="MsoNormal">der 4. Kammer</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">vom <a id="VF_DAT_ENTSCHEID">5. Oktober 2016</a></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">Mitwirkend: AbteilungsprÃ¤sident Jso Schumacher<span> (Vorsitz)</span>, Verwaltungsrichter AndrÃ© Moser, Verwaltungsrichter Marco Donatsch, <a id="TN_AUTOTEXT_RICHTER"></a><a id="TN_AUTOTEXT_GS"></a>Gerichtsschreiberin Eva Heierle. </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">In Sachen</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>A, </span></p> <p class="MsoNormal"><span>vertreten durch RA B,</span></p> <p class="MsoNormal"><b><span>BeschwerdefÃ¼hrer,</span></b><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="Zwischentitel">gegen</p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>Migrationsamt des Kantons ZÃ¼rich, </span></p> <p class="MsoNormal"><b><span>Beschwerdegegner, </span></b></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><b><span>betreffend Fristwiederherstellungsgesuch/Aufenthaltsbewilligung (Kantonswechsel)</span></b><b>,</b></p> <p class="Zwischentitel">hat sich ergeben: </p> <p class="Sachverhalt1"><b>I. </b> </p> <p class="Sachverhalt2"><span>Mit VerfÃ¼gung vom 31. MÃ¤rz 2015 lehnte das Migrationsamt des Kantons ZÃ¼rich ein vom 23. September 2014 datierendes Gesuch des AuslÃ¤nders A um eine Aufenthalts- bzw. um Bewilligung des Zuzugs aus dem Kanton D ab und setzte dem Petenten Frist zum Verlassen der Schweiz bis 30. Mai gleichen Jahres.</span></p> <p class="Sachverhalt2"><span>A hatte gegenÃ¼ber den BehÃ¶rden im vorliegenden Verfahren ab jenem Gesuch stets seine bis heute unverÃ¤nderte Adresse angegeben, Ã¼ber welche ihm denn auch Post zugestellt werden konnte, wenn er diese Ã¼berhaupt abholte.</span></p> <p class="Sachverhalt1"><b><span>II. </span></b><span> </span></p> <p class="Sachverhalt2"><span>Mit Entscheid vom 6. April 2016 wies die Sicherheitsdirektion den Rekurs von A gegen die VerfÃ¼gung vom 31. MÃ¤rz 2015 in der Hauptsache ab und setzte eine neue Ausreisefrist bis 9. Juni des laufenden Jahres; nachdem A diesen Entscheid nicht abgeholt hatte, wurde ihm Letzterer am 28. April 2016 nochmals mit A-Post sowie dem Hinweis zugeschickt, er gelte als bereits zugestellt.</span></p> <p class="Sachverhalt2"><span>Um eine alsdann gewÃ¤hrte Fristwiederherstellung zu erwirken, hatte A im Rekursverfahren zwei Ã¤rztliche Zeugnisse des Spitals E vom 21. bzw. 23. Juli 2015 vorgelegt: Das erste bescheinigte, A sei dort seit Anfang April jenes Jahres wegen einer schweren psychischen StÃ¶rung in ambulanter Behandlung, und von 3. bis 31. MÃ¤rz sowie von 27. Mai bis 11. Juni habe es auch stationÃ¤rer Aufenthalte bedurft; die Erkrankung fÃ¼hre dazu, dass A zeitweilig selbst einfachste alltÃ¤gliche Dinge nicht erledigen kÃ¶nne, wobei typischerweise in solchen Phasen die Post nicht mehr geÃ¶ffnet werde. Das zweite bestÃ¤tigte ihm eine vollstÃ¤ndige ArbeitsunfÃ¤higkeit ab 27. Mai und voraussichtlich fÃ¼r weitere vier bis sechs Wochen.</span></p> <p class="Sachverhalt1"><b><span>III. </span></b><span> </span></p> <p class="Sachverhalt2"><span>Am 28. September 2016 und mit Vollmacht vom 21. jenes Monats liess A beim Verwaltungsgericht um Wiederherstellung der Beschwerdefrist sowie deren Neuansetzen unter EntschÃ¤digungsfolge ersuchen. Zur BegrÃ¼ndung brachte sein Anwalt im Wesentlichen Folgendes vor:</span></p> <p class="Sachverhalt2"><span> "Ich habe Ihnen ein Schreiben des Arztes des BeschwerdefÃ¼hrers vom 27. September 2016 beigelegt, welches darlegt, dass es nicht mÃ¶glich war fÃ¼r den BeschwerdefÃ¼hrer auf den Rekursentscheid vom 6. April 2016 angemessen, sprich innert Frist zu reagieren. [â¦] Der BeschwerdefÃ¼hrer nahm vor einer Woche mit mir Kontakt auf Ã¼ber seine zukÃ¼nftige Ehefrau F. [â¦] Die 30-tÃ¤gige Beschwerdefrist [â¦] ist wie erwÃ¤hnt abgelaufen. Der BeschwerdefÃ¼hrer kann sich gar nicht mehr richtig daran erinnern, den Entscheid erhalten zu haben. Auf alle FÃ¤lle fiel er in ein depressionsbedingtes Tief. Er hat es erst vor ca. einer Woche, mit Hilfe von F [nach seiner Darstellung in act. 5/3 S. 2 die mit ihm zusammenwohnende Lebenspartnerin seit Mitte 2014] geschafft, einen Anwalt zu mandatieren."</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Laut erwÃ¤hntem Arztzeugnis des Spitals E vom 27. September 2016 befindet sich A dort wegen seiner Erkrankung seit Anfang April 2015 in ambulanter Behandlung und war er bis Ende April 2016 zu 100 % sowie weiter bis Mitte Juni 2016 zu 50 % arbeitsunfÃ¤hig "und in dieser Zeit auch nur eingeschrÃ¤nkt in der Lage, sich um seine administrativen Dinge zu kÃ¼mmern". â In der Folge wurde das gegenwÃ¤rtige GeschÃ¤ft angelegt und wurde von der Sicherheitsdirektion der Rekursentscheid samt zugehÃ¶rigen Versanddokumenten beigezogen.</span></p> <p class="Einzug1"><span>Die Kammer</span><span> erwÃ¤gt:</span></p> <p class="Erwgung1"><b>1. </b> </p> <p class="Erwgung2">Das Verwaltungsgericht prÃ¼ft seine ZustÃ¤ndigkeit kraft des § 70 in Verbindung mit § 5 Abs. 1 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 (VRG, LS 175.2) von Amts wegen. Gesuche um Wiederherstellung der â unstreitig verpassten â Rechtsmittelfrist mÃ¼ssen bei jener Instanz eingereicht werden, die auch das (verspÃ¤tete) Rechtsmittel zu behandeln hÃ¤tte (Kaspar PlÃ¼ss in: Alain Griffel [Hrsg.], Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons ZÃ¼rich [VRG], 3. A., ZÃ¼rich etc. 2014, § 12 N. 90). Das ist betreffend erstinstanzliche Rekursentscheide einer Direktion Ã¼ber Anordnungen einer Verwaltungseinheit der Direktion unter anderem auf dem Gebiet des AuslÃ¤nderrechts nach §§ 41â44 in Verbindung mit §§ 19 Abs. 1 lit. a und Abs. 3 Satz 1, 19a sowie 19b Abs. 1 und 2 lit. b Ziff. 1 VRG das Verwaltungsgericht.</p> <p class="Erwgung2">Wie sich alsbald zeigt, ergeht hier ein Endentscheid (vgl. PlÃ¼ss, § 12 N. 94); diesen gilt es mangels SondertatbestÃ¤nden im Sinn der §§ 38a und 38b VRG gemÃ¤ss § 38 Abs. 1 VRG in Dreierbesetzung zu fÃ¤llen.</p> <p class="Erwgung1"><b>2. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>2.1 </b>(§ 70 in Verbindung mit) § 12 Abs. 2 VRG erlaubt, eine versÃ¤umte Frist wiederherzustellen, wenn die SÃ¤umigen sich nicht grob nachlÃ¤ssig verhalten haben und sie binnen zehn Tagen nach Wegfall des Grunds, welcher die Fristwahrung verhindert hat, ein Restitutionsgesuch einreichen (Satz 1); wird dieses gutgeheissen, betrÃ¤gt die Frist zum Nachholen der versÃ¤umten Rechtshandlung wiederum zehn Tage (Satz 2).</p> <p class="Erwgung2">FristauslÃ¶send fÃ¼r die ersten zehn Tage wirkt der Moment, wo jemand aufgrund der ihm bekannten UmstÃ¤nde wissen oder damit rechnen muss, eine Frist verpasst zu haben, und es ihm objektiv mÃ¶glich und subjektiv zumutbar ist, selber tÃ¤tig zu werden oder eine Drittperson mit der Interessenwahrung zu beauftragen (PlÃ¼ss, § 12 N. 85). Es obliegt der sÃ¤umigen Person, die SÃ¤umnisgrÃ¼nde sowie das Einhalten der zehntÃ¤gigen Frist im Gesuch vollstÃ¤ndig und genau darzutun; fehlt es hieran, gilt es weder eine amtliche Untersuchung Ã¼ber die massgebenden Tatsachen zu fÃ¼hren noch der betreffenden Partei Frist <br/> zur Gesuchsverbesserung anzusetzen (PlÃ¼ss, § 12 N. 88; VGr, 16. September 2015, VB.2015.00396, E. 1.3 Abs. 1).</p> <p class="Erwgung2">Eine Krankheit oder etwa eine â beim BeschwerdefÃ¼hrer diagnostizierte â Depression genÃ¼gt fÃ¼r sich allein nicht fÃ¼r eine Fristwiederherstellung; zusÃ¤tzlich muss hierin die (anzuerkennende) Ursache fÃ¼r die SÃ¤umnis liegen (PlÃ¼ss, § 12 N. 61 f.). Ein Arztzeugnis, das ohne nÃ¤here Angaben von GrÃ¼nden bescheinigt, die sÃ¤umige Person sei wÃ¤hrend eines bestimmten Zeitraums gÃ¤nzlich arbeitsunfÃ¤hig bzw. kÃ¶nne keine administrativen Dinge erledigen, bedeutet keinen genÃ¼genden Nachweis fÃ¼r fehlende grobe NachlÃ¤ssigkeit; vielmehr muss es verraten, weshalb die betroffene Person die fristwahrende Handlung aus gesundheitlichen GrÃ¼nden nicht vorzunehmen und auch sonst niemanden damit zu betrauen vermochte; es muss also belegen, dass die sÃ¤umige Person der MÃ¶glichkeit jeglichen zielgerichteten Handelns ermangelt habe (PlÃ¼ss, § 12 N. 64; VGr, 22. Oktober 2015, VB.2015.00387, E. 8.2 Abs. 1).</p> <p class="Erwgung2"><b>2.2 </b>Das beschwerdefÃ¼hrerische Gesuch vom 28. September 2016 samt Beilagen genÃ¼gt den eben aufgezeigten Anforderungen fÃ¼r eine Fristwiederherstellung nicht:</p> <p class="Erwgung2">Zum einen tut der BeschwerdefÃ¼hrer entgegen seiner Obliegenheit vor allem mit Bezug auf die Wahrung der zehntÃ¤gigen Frist nicht ansatzweise dar, dass und warum er nicht vor dem 18. jenes Monats habe merken mÃ¼ssen, das Anrufen des Verwaltungsgerichts versÃ¤umt zu haben, sondern frÃ¼hestens dann habe tÃ¤tig werden kÃ¶nnen; er lÃ¤sst im Dunkeln, was der schliesslichen Mandatierung seines Anwalts vom 21. September 2016 vorausgegangen sei und ob er den Rekursentscheid ehedem Ã¼berhaupt sowie gegebenenfalls wann erhalten bzw. zur Kenntnis genommen habe. Zum andern belegt das Arztzeugnis vom 27. September 2016 nicht, dass es dem BeschwerdefÃ¼hrer bis zehn Tage zuvor an der MÃ¶glichkeit jeglichen zielgerichteten Handelns gebrochen habe; vielmehr bescheinigt es jenem, sich â wiewohl eingeschrÃ¤nkt â um administrative Dinge zu kÃ¼mmern gewusst zu haben, wobei erst noch unklar bleibt, ob diese EinschrÃ¤nkung nur zur Zeit der (teilweisen) ArbeitsunfÃ¤higkeit bis Mitte Juni 2016 gegolten habe oder wÃ¤hrend der gesamten fortdauernden ambulanten Behandlung seit April 2015.</p> <p class="Erwgung2">Mithin ist das Restitutionsgesuch abzuweisen.</p> <p class="Erwgung1"><b>3. </b> </p> <p class="Erwgung2">AusgangsgemÃ¤ss laut § 65a Abs. 2 in Verbindung mit § 13 Abs. 2 Satz 1 sowie § 17 Abs. 2 VRG gilt es, die Gerichtskosten dem BeschwerdefÃ¼hrer aufzuerlegen und diesem keine ParteientschÃ¤digung zuzusprechen (siehe PlÃ¼ss, § 65a N. 20 in Verbindung mit § 13 N. 65, § 17 N. 29; VGr, <span>23. Mai 2016, VB.2016.00258</span>, E. 4).</p> <p class="Erwgung1"><b>4. </b> </p> <p class="Erwgung2">Zur Rechtsmittelbelehrung in Ziff. 5 des nachstehenden Beschlussdispositivs ist Folgendes zu erlÃ¤utern (vgl. auch PlÃ¼ss, § 12 N. 94):</p> <p class="Erwgung2">Soweit im Hintergrund ein Anwesenheitsanspruch des BeschwerdefÃ¼hrers geltend gemacht werden will, ist Beschwerde in Ã¶ffentlichrechtlichen Angelegenheiten nach Art. 82 ff. des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (BGG, SR 173.110) zu erheben (vgl. Art. 83 lit. c Ziff. 2 BGG e contrario; BGE 139 I 330 E. 1.1; Daniela Thurnherr in: Martina Caroni/Thomas GÃ¤chter/Daniela Thurnherr [Hrsg.], Bundesgesetz Ã¼ber die AuslÃ¤nderinnen und AuslÃ¤nder [AuG], Bern 2010, Art. 112 N. 39 ff.; Thomas HÃ¤berli, Basler Kommentar, 2011, Art. 83 BGG N. 64 ff.; HansjÃ¶rg Seiler in: derselbe et al., Bundesgerichtsgesetz [BGG], 2. A., Bern 2015, Art. 83 N. 25 ff.). Andernfalls steht lediglich die subsidiÃ¤re Verfassungsbeschwerde gemÃ¤ss Art. 113 ff. BGG zu Gebot (Art. 83 lit. c Ziff. 2 BGG; siehe zu ihrer hier besonders beschrÃ¤nkten Reichweite Peter NiderÃ¶st, Sans-Papiers in der Schweiz, in: Peter Uebersax et al. [Hrsg.], AuslÃ¤nderrecht, 2. A., Basel 2009, S. 373 ff., Rz. 9.33; Thurnherr, Art. 112 N. 72â75; HÃ¤berli, Art. 83 N. 61; Seiler, Art. 83 N. 24, Art. 115 N. 27); das trifft insbesondere im Zusammenhang mit dem Wegweisungspunkt zu (Art. 83 lit. c Ziff. 2 und 4 BGG; Thurnherr, Art. 112 N. 62; Seiler, Art. 83 N. 33 ff.; BGr, 3. Mai 2012, 2C_911/2011, E. 1.1 f.).</p> <p class="Erwgung2">Das Ergreifen beider Rechtsmittel hÃ¤tte laut Art. 119 Abs. 1 BGG in der gleichen Rechtsschrift zu geschehen.</p> <p class="Einzug1"><span>DemgemÃ¤ss beschliesst <span>die Kammer</span>:</span></p> <p class="Einzug2"><span>1. Das Gesuch um Wiederherstellung der Beschwerdefrist wird abgewiesen.</span></p> <p class="Einzug2"><span>2. Die GerichtsgebÃ¼hr wird festgesetzt auf <br/> Fr. 2'000.--; die Ã¼brigen Kosten betragen:<br/> Fr. 60.-- Zustellkosten,<br/> Fr. 2'060.-- Total der Kosten.</span></p> <p class="Einzug2"><span>3. Die Gerichtskosten werden dem BeschwerdefÃ¼hrer auferlegt.</span></p> <p class="Einzug2"><span>4. Eine ParteientschÃ¤digung wird nicht zugesprochen.</span></p> <p class="Einzug2"><span>5. Gegen diesen Beschluss kann im Sinn der E. 4 Beschwerde erhoben werden. Sie ist binnen 30 Tagen ab Zustellung einzureichen beim Bundesgericht, 1000 Lausanne 14. </span></p> <p class="Einzug2"><span>6. Mitteilung anâ¦</span></p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>