<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="cell small-12 contentContainer printArea"> <b><font face="RotisSansSerif ExtraBold" size="4">IV.2009.00698</font></b><br/> <b><font face="RotisSansSerif ExtraBold" size="4"> </font></b><br/> <font face="RotisSansSerif ExtraBold" size="6">Sozialversicherungsgericht</font><br/> <font face="RotisSansSerif ExtraBold" size="6">des Kantons Zürich</font><br/> <font size="4">I. Kammer</font><br/> <font size="4">Sozialversicherungsrichterin Grünig, Vorsitzende</font> <p><font size="4">Sozialversicherungsrichterin Bürker-Pagani</font> </p><p><font size="4">Sozialversicherungsrichterin Maurer Reiter</font> </p><p><font size="4">Gerichtsschreiberin Häny</font><br/> <b><font face="RotisSansSerif" size="5">Urteil vom 31. Januar 2011</font></b><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">in Sachen</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">X.___</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4"> </font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">Beschwerdeführer</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4"> </font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">vertreten durch den Vater Y.___</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4"> </font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4"> </font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">dieser vertreten durch Pro Infirmis</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">Z.___</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">Hohlstrasse 560, Postfach, 8048 Zürich</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4"> </font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">gegen</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4"> </font><br/> <font face="RotisSansSerif ExtraBold" size="4">Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">Beschwerdegegnerin</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4"> </font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4"> </font> </p><p><font size="4"> </font> </p><p><font size="4"> </font> </p><p><font size="4"> </font> </p><p><font size="4"> </font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">Nachdem die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, die X.___ zugesprochene Entschädigung wegen einer Hilflosigkeit mittleren Grades nach durchgeführtem Vorbescheidverfahren (Urk. 11/149/1-2 sowie Urk. 11/148/1-3 im Prozess Nr. IV.2009.00661) mit Verfügung vom 3. Juni 2009 rückwirkend ab dem 1. Juni 2007 aufgehoben hat (Urk. 2 im Verfahren Nr. IV.2009.00661),</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">nachdem die IV-Stelle die mit Vorbescheid vom 25. Juni 2009 angekündigte Verfügung betreffend Rückforderung zu viel ausbezahlter Hilflosenentschädigung wegen Verletzung der Meldepflicht (Urk. 11/149-1/2 im Prozess Nr. IV.2009.00661) am 7. Juli 2009 erlassen hat (Urk. 2),</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">nach Einsicht in die Beschwerde vom 17. Juli 2009, mit welcher der Versicherte die Aufhebung der angefochtenen Verfügung sowie die Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung beantragen lässt (Urk. 1), und in die auf Abweisung der Beschwerde schliessende Beschwerdeantwort der IV-Stelle vom 9. September 2009 (Urk. 7) sowie in die weiteren im Prozess Nr. IV.2009.00661 eingereichten Akten (Urk. 11/1-151),</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">unter Hinweis darauf, dass eine Kopie der Beschwerdeantwort dem Versicherten am 18. November 2009 zur Kenntnis gebracht worden ist (Urk. 8),</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4"> </font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">in Erwägung,</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4"> </font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">dass gemäss Art. 25 Abs. 1 Satz 1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG) unrechtmässig bezogene Leistungen zurückzuerstatten sind, bei einem Empfang der Leistungen in gutem Glauben eine Rückerstattungspflicht entfällt, wenn eine grosse Härte vorliegt (Art. 25 Abs. 1 Satz 2 ATSG), </font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">dass die Beschwerdegegnerin die Hilflosenentschädigung des Versicherten wegen einer Hilflosigkeit mittleren Grades mit Verfügung vom 3. Juni 2009 rückwirkend ab dem 1. Juni 2007 aufgehoben hatte,</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">dass der Versicherte hiergegen mit Eingabe vom 2. Juli 2009 Beschwerde erheben liess (Urk. 1 im Prozess Nr. IV.2009.00661),</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">dass das Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich diese Beschwerde mit Urteil des heutigen Datums gutgeheissen und die angefochtene Verfügung der IV-Stelle vom 3. Juni 2009 aufgehoben hat (Urteil vom 31. Januar 2011 im Prozess Nr. IV.2009.00661),</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">dass die Hilflosenentschädigung somit ab dem 1. Juni 2007 nicht zu Unrecht bezogen worden ist, weshalb keine Grundlage mehr für eine Rückerstattung der vom 1. Juni 2007 bis zum 28. Februar 2009 ausgerichteten Beträge in der Höhe von Fr. 23'275.-- (Urk. 2 S. 1) besteht,</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">dass daher die angefochtene Verfügung vom 7. Juli 2009 (Urk. 2) in Gutheissung der Beschwerde aufzuheben ist,</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">dass das Verfahren kostenpflichtig ist, da es um die Bewilligung oder Verweigerung von Versicherungsleistungen geht, und die Gerichtskosten nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert festzulegen (Art. 69 Abs. 1</font><sup><font face="RotisSerif" size="4">bis</font></sup><font face="RotisSerif" size="4"> des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung; IVG), ermessensweise auf Fr. 200.-- festzusetzen und entsprechend dem Ausgang des Verfahrens der Beschwerdegegnerin aufzuerlegen sind, weshalb das Gesuch des Versicherten um unentgeltliche Prozessführung (Urk. 1 S. 1) hinfällig ist, </font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">dass die obsiegende beschwerdeführende Person nach Art. 61 lit. g ATSG Anspruch auf Ersatz der Parteikosten hat, wobei diese ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der Bedeutung der Streitsache, der Schwierigkeit des Prozesses und dem Mass des Obsiegens bemessen werden (§ 34 Abs. 3 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht; GSVGer),</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">dass die Prozessentschädigung nach richterlichem Ermessen - insbesondere unter Berücksichtigung des Umstandes, dass die Beschwerdeschrift vom 17. Juli 2009 (Urk. 1) weitgehend identisch ist mit derjenigen vom 2. Juli 2009 (Urk. 1 im Prozess Nr. IV.2009.00661) und in weiterer Beachtung, dass nur ein einfacher Schriftenwechsel durchgeführt worden ist - in Anwendung des gerichtsüblichen Stundenansatzes von Fr. 135.-- und unter Berücksichtigung der Mehrwertsteuer von 8 % auf Fr. 400.-- festzusetzen ist,</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4"> </font><br/> <font face="RotisSerif" size="4"> </font><br/> <b><font face="RotisSansSerif" size="5">erkennt das Gericht:</font></b><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">1. In Gutheissung der Beschwerde wird die Verfügung der Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, vom 7. Juli 2009 aufgehoben.</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">2. Die Gerichtskosten von Fr. 200.-- werden der Beschwerdegegnerin auferlegt. Rechnung und Einzahlungsschein werden der Kostenpflichtigen nach Eintritt der Rechtskraft zugestellt.</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">3. Die Beschwerdegegnerin wird verpflichtet, dem Beschwerdeführer eine Prozessentschädigung von Fr. 400.-- (inkl. Barauslagen und MWSt) zu bezahlen.</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">4. Zustellung gegen Empfangsschein an:</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">- Pro Infirmis</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">- Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">- Bundesamt für Sozialversicherungen</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">sowie an:</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">- Gerichtskasse (im Dispositiv nach Eintritt der Rechtskraft)</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">5. Gegen diesen Entscheid kann innert </font><b><font face="RotisSansSerif" size="4">30 Tagen</font></b><font face="RotisSansSerif" size="4"> seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundesgesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 15. Juli bis und mit 15. August sowie vom 18. Dezember bis und mit dem 2. Januar (Art. 46 BGG).</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4"> Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzustellen.</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4"> Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismittel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat (Art. 42 BGG).</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4"> </font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4"> </font> </p></div></body></html>