Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche- rungsrecht vom 19. Dezember 2013 (725 13 259 / 299) ____________________________________________________________________ Unfallversicherung Leistungen Besetzung Präsidentin Eva Meuli, Kantonsrichter Daniel Noll, Kantonsrichter Dieter Freiburghaus, Gerichtsschreiberin i.V. Laura Castelnovi Parteien A.____, Beschwerdeführer, vertreten durch N icolai Fullin, Advokat, indemnis Rechtsanwälte, Spalenberg 20, Postfach 1460, 4001 Basel gegen SUVA , Rechtsabteilung , Postfach 4358 , 6002 Luzern , Beschwerd e- gegnerin, vertreten durch Andrea Tarnutzer, Advokat, Güterstrasse 106, 4053 Basel Betreff Leistungen A. Der 1953 geborene A.____ arbeitet seit 1971 als B .____ beim Inspektorat C.____ und ist infolgedessen obligatorisch bei der Schweizerischen Unfa llversicherung (SUVA) gegen die Folgen von Berufs- und Nichtberufsunfällen versichert. Mit "Bagatellunfall-Meldung UVG" vom 27. Dezember 2011 liess A.____ durch seinen Arbeitgebe r melden, dass er während seines Urlaubes am 20. Dezember 2011 beim Füsse abtrocknen au f dem Rand der Badewanne ge- sessen, dabei das Gleichgewicht verloren habe und rückwärts in die Wanne gefallen sei. Dabei habe er sich am Wannenrand festgehalten und einen heft igen Stich in der linken Schulter ver- spürt. Nach seiner Rückkehr aus den Ferien begab sich der Versicherte aufgrund der anhalten- den Beschwerden in der linken Schulter am 28. Dezember 2011 zu seinem Hausarzt, Dr. med. D.____, FMH Allgemeine Innere Medizin. Infolge des Ve rdachtes auf eine Zerrung der Supra- spinatussehne führte Dr. D.____ eine Therapie mit NSA R (nichtsteriodales Antirheumatika) durch. Anlässlich einer Kontrolle am 10. Januar 2012 ste llte Dr. D.____ fest, dass die Schulter beschwerdefrei war und schloss den Fall ab. Am 30. April 2012 klagte der Versicherte erneut über S chulterschmerzen. Eine MR- Arthographie der linken Schulter am 6. Juni 2012 erga b eine Ruptur im hinteren Teil der Supra- spinatussehnenplatte sowie einen Verdacht auf eine Par tialruptur in der Subscapularissehnen- platte. Daraufhin wurde der Versicherte von Dr. D.___ _ an Dr. med. E.____, leitender Arzt Schulterchirurgie, Klinik Orthopädie und Traumatologi e, Kantonsspital Baselland, Standort Bru- derholz (Kantonsspital Bruderholz), überwiesen. Am 3. Ja nuar 2013 wurde A.____ sodann von Dr. E.____ operiert. Mit Verfügung vom 12. Juni 2013 verneinte die SUVA ih re Leistungspflicht für den Zeitraum ab April 2012, da kein Kausalzusammenhang zwischen den mit Rückfallmeldung vom 2. Januar 2013 geltend gemachten Beschwerden und dem Unfall beste he. Die dagegen erhobene Ein- sprache wies sie mit Einspracheentscheid vom 14. August 2013 ab. B. Gegen den Einspracheentscheid vom 14. August 2013 er hob A.____, vertreten durch Advokat Nicolai Fullin, am 13. September 2013 Beschwer de beim Kantonsgericht, Abteilung Sozialversicherungsrecht (Kantonsgericht) mit dem Begehre n, dass ihm ab April 2012 die ge- setzlichen Leistungen auszurichten seien. Eventualiter sei die SUVA zu verpflichten, weitere Abklärungen zur Frage des Kausalzusammenhangs zwischen den mit Rückfallmeldung vom 2. Januar 2013 geltend gemachten und seit dem 30. A pril 2012 bestehenden Schulterbe- schwerden links und dem Unfall vom 20. Dezember 2011 zu tä tigen und demnach neu über die Leistungspflicht zu verfügen. C. In ihrer Vernehmlassung vom 30. Oktober 2013 beant ragte die SUVA, vertreten durch Advokat Andrea Tarnutzer-Muench, die Abweisung der Beschwerde. Das Kantonsgericht zieht i n E r w ä g u n g : 1. Gemäss Art. 56 Abs. 1 und Art. 57 des Bundesgesetzes ü ber den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG) vom 6. Oktober 2000, desse n Bestimmungen gemäss Art. 2 ATSG in Verbindung mit Art. 1 Abs. 1 des Bunde sgesetzes über die Unfallversicherung (UVG) vom 20. März 1981 auf die Unfallversicherung anwendbar sind, kann gegen Einsprache- entscheide der Unfallversicherer beim zuständigen kantona len Versicherungsgericht Be- schwerde erhoben werden. Zuständig ist nach Art. 58 AT SG das Versicherungsgericht desjeni- gen Kantons, in dem die versicherte Person zur Zeit der Beschwerdeerhebung ihren Wohnsitz hat. Vorliegend befindet sich dieser in Binningen, we shalb die örtliche Zuständigkeit des Kan- tonsgerichts Basel-Landschaft zu bejahen ist. Laut § 54 Abs. 1 lit. a des Gesetzes über die Ver- fassungs- und Verwaltungsprozessordnung (VPO) vom 16. Deze mber 1993 beurteilt das Kan- tonsgericht als Versicherungsgericht als einzige gerichtliche Instanz des Kantons Beschwerden gegen Einspracheentscheide der Versicherungsträger gemäss Art. 56 ATSG. Es ist somit auch sachlich zur Behandlung der vorliegenden Beschwerde zustän dig. Auf die – im Übrigen frist- und formgerecht erhobene – Beschwerde des Versicherten v om 13. September 2013 ist dem- nach einzutreten. 2. Streitig und zu prüfen ist, ob die Beschwerdegegneri n zu Recht die Übernahme von Versicherungsleistungen im Zusammenhang mit den Schulterbeschwerden ab April 2012 abge- lehnt hat. 3.1 Nach Art. 6 Abs. 1 UVG hat der Unfallversicherer in der obligatorischen Unfallversiche- rung, soweit das Gesetz nichts anderes bestimmt, die Versicherungsleistungen bei Berufsunfäl- len, Nichtberufsunfällen und Berufskrankheiten zu gewäh ren. Art. 10 Abs. 1 UVG gewährt der versicherten Person Anspruch auf die zweckmässige Behandlung der Unfallfolgen (Heilbehand- lung). Ist die versicherte Person infolge des Unfalles v oll oder teilweise arbeitsunfähig, so hat sie gemäss Art. 16 Abs. 1 UVG Anspruch auf ein Taggeld. 3.2 Art. 11 der Verordnung über die Unfallversicherun g (UVV) vom 20. Dezember 1982 hält fest, dass Versicherungsleistungen auch für Rückfälle und Spä tfolgen gewährt werden. Ein Rückfall wird definiert als das Wiederaufflackern einer vermeintlich geheilten Krankheit, welche zu ärztlicher Behandlung und/oder zu (weiterer) Arbeitsunfähigkeit führt (BGE 118 V 293 E. 2c). Von Spätfolgen spricht man, wenn ein scheinbar geheilte s Leiden im Verlaufe längerer Zeit or- ganische oder psychische Veränderungen bewirkt, die zu ein em anders gearteten Krankheits- bild führen können. 3.3 Die Beschwerdegegnerin hat die Schadenmeldung vom 2. Januar 2013 als Rückfall- meldung zum Unfallereignis vom 20. Dezember 2011 betra chtet und in der Folge unter diesem Aspekt geprüft und beurteilt. Demgegenüber macht der B eschwerdeführer geltend, seine un- fallbedingten Beschwerden seien nie vollständig abgeklu ngen, weshalb in der vorliegenden Streitigkeit nicht ein Rückfall, sondern Leistungsans prüche aus dem Grundfall zur Beurteilung stünden. 3.4.1 Der Fallabschluss hat in Form einer Verfügung zu erfolgen, wenn und solange die (wei- tere) Erbringung erheblicher Leistungen zur Diskussion ste ht (BGE 132 V 417 E. 4; Art. 124 UVV). Versendet der Versicherer stattdessen nur ein einfaches Schreiben, erlangt dieses in der Regel jedenfalls dann rechtliche Verbindlichkeit, wenn die versicherte Person nicht innerhalb eines Jahres Einwände erhebt (BGE 134 V 145). Standen zu einem bestimmten Zeitpunkt in- dessen keine Leistungen mehr zur Diskussion, kann ein Rückfall auch vorliegen, ohne dass der versicherten Person mitgeteilt wurde, der Versicherer sch liesse den Fall ab und stelle seine Leistungen ein. In dieser Konstellation ist entscheiden d, ob zum damaligen Zeitpunkt davon ausgegangen werden konnte, es werde keine Behandlungs bedürftigkeit und/oder Arbeitsunfä- higkeit mehr auftreten. Dies ist im Rahmen einer ex a nte-Betrachtung unter Berücksichtigung der konkreten Umstände zu beurteilen. Dabei kommt der Ar t der Verletzung und dem bisheri- gen Verlauf eine entscheidende Rolle zu: Lag ein vergl eichsweise harmloser Unfall mit günsti- gem Heilungsverlauf vor, welcher nur während relativ ku rzer Zeit einen Anspruch auf Leistun- gen begründete, wird tendenziell eher von einem still schweigend erfolgten Abschluss auszuge- hen sein als nach einem kompliziert verlaufenen Heilun gsprozess. Andererseits ist der Leis- tungsanspruch unter dem Aspekt des Grundfalls und nicht u nter demjenigen eines Rückfalls zu prüfen, wenn die versicherte Person während der leistun gsfreien Zeit weiterhin an den nach dem Unfall aufgetretenen Beschwerden gelitten hat bzw . wenn Brückensymptome gegeben sind, die das Geschehen über das betreffende Intervall hi nweg als Einheit kennzeichnen (Urtei- le des Bundesgerichts vom 26. September 2008, 8C_102/20 08, E. 4.1 und vom 26. August 2008, 8C_433/2007, E. 2.3, je mit Hinweisen). Dies se tzt nicht zwingend eine durchgängige ärztliche Behandlung voraus (Urteil des Bundesgerichts vom 6. Juni 2006, U 12/06, E. 4.3 und 4.3.2). 3.4.2 Sind die geltend gemachten Beschwerden unter dem Titel Grundfall zu prüfen, obliegt es dem Versicherer darzutun, dass diese mit dem im Sozialve rsicherungsrecht allgemein übli- chen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit nicht mehr auf den Unfall zurückzu- führen sind, da es sich hierbei um eine anspruchsaufheben de Tatfrage handelt. Die blosse Möglichkeit genügt nicht. Sind die Beschwerden jedoch i m Rahmen eines Rückfalles oder als Spätfolge zu prüfen (Art. 11 UVV), stellt sich die Fr age, ob eine leistungsbegründende natürli- che Kausalität gegeben ist. Rückfälle und Spätfolgen schliessen begrifflich an ein bestehendes Unfallereignis an. Entsprechend können sie eine Leistu ngspflicht des Unfallversicherers nur auslösen, wenn zwischen den erneut geltend gemachten Beschwerden und der seinerzeit beim versicherten Unfall erlittenen Gesundheitsschädigung ein natürlicher und adäquater Kausalzu- sammenhang besteht (BGE 118 V 293, E. 2c; SVR 2003 UV Nr. 14, S. 43, U 86/02 E. 4). Je grösser der zeitliche Abstand zwischen dem Unfall und dem Auftreten gesundheitlicher Beein- trächtigungen ist, desto strengere Anforderungen sind a n den Wahrscheinlichkeitsbeweis des natürlichen Kausalzusammenhangs zu stellen. Die Beweislast liegt hier bei der versicherten Person. Bevor sich aber die Frage der Beweislast stellt, ist der Sachverhalt im Rahmen des Untersuchungsgrundsatzes richtig und vollständig zu klären (A rt. 43 Abs. 1, Art. 61 lit. c ATSG; SVR 2009 UV Nr. 3 S. 9 E. 2.2 [8C_354/2007]). 3.4.3 Der Betrachtungsweise des Beschwerdeführers, dass die Beschwerden unter dem Aspekt eines Grundfalles zu beurteilen seien, kann nich t gefolgt werden. Wie den vorliegenden Akten entnommen werden kann, standen im Zeitpunkt, al s Dr. A.____ am 10. Januar 2012 den Fall aufgrund der Beschwerdefreiheit der linken Schul ter abschloss, keine Leistungen mehr zur Diskussion. Die Beschwerdegegnerin hat es zwar unterlassen, den Fall ordnungsgemäss abzu- schliessen, im damaligen Zeitpunkt konnte jedoch aufgrun d der konkreten Umstände und den eindeutigen Angaben des behandelnden Arztes davon ausgegangen werden, dass keine weite- re Behandlungsbedürftigkeit bzw. Arbeitsunfähigkeit ge geben war. Insbesondere handelte es sich um einen leichten Unfall mit günstigem Heilungsver lauf, welcher gesamthaft betrachtet nur während relativ kurzer Zeit einen Anspruch auf Leistunge n begründete. Bei den Akten liegen sodann keine echtzeitlichen Arztzeugnisse, die belegen wür den, dass der Versicherte im Zeit- raum von Januar bis April 2012 weiterhin an den nach d em Unfall aufgetretenen Beschwerden gelitten und sich deswegen in Behandlung begeben habe. Auch wenn allfällige Brückensymp- tome rechtsprechungsgemäss nicht nur dann anerkannt we rden, wenn sie durchgängig ärztlich behandelt wurden (vgl. E. 3.4.1 hiervor), ist aufgrund der vorliegenden Umstände, insbesondere nach einer behandlungsfreien Zeit von knapp 15 Wochen, nicht mit überwiegender Wahrschein- lichkeit anzunehmen, dass Brückensymptome vorhanden waren. N ach dem Gesagten hat die Beschwerdegegnerin die erneuten Schulterbeschwerden zu Recht als Rückfall zum Unfaller- eignis vom 20. Dezember 2011 betrachtet. Eine Leistun gspflicht des Unfallversicherers besteht folglich nur, wenn ein natürlicher und adäquater Kausalzusammenhang zwischen dem Unfaller- eignis vom 20. Dezember 2011 und den erneuten Schulter beschwerden mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit nachgewiesen ist. 4.1 Ursachen im Sinne des natürlichen Kausalzusammenhangs sind alle Umstände, ohne deren Vorhandensein der eingetretene Erfolg nicht als eingetreten oder nicht als in der gleichen Weise bzw. nicht zur gleichen Zeit eingetreten gedacht werden kann. Entsprechend dieser Um- schreibung ist für die Bejahung des natürlichen Kausalzus ammenhangs nicht erforderlich, dass ein Unfall bzw. ein Rückfall die alleinige oder unmit telbare Ursache gesundheitlicher Störungen ist; es genügt, dass das schädigende Ereignis zusammen mit anderen Bedingungen die körper- liche oder geistige Integrität des Versicherten beeinträ chtigt hat, der Unfall mit anderen Worten nicht weggedacht werden kann, ohne dass auch die eingetr etene gesundheitliche Störung ent- fiele (BGE 129 V 181 E. 3.1 mit Hinweisen). 4.2 Nach der Rechtsprechung hat ein Ereignis dann als adäquate Ursache eines Erfolges zu gelten, wenn es nach dem gewöhnlichen Lauf der Dinge und nach der allgemeinen Lebenser- fahrung an sich geeignet ist, einen Erfolg von der Art des eingetretenen herbeizuführen, der Eintritt dieses Erfolges also durch das Ereignis allgeme in als begünstigt erscheint (BGE 129 V 181 E. 3.2 mit Hinweis). Im Bereich organisch objektiv a usgewiesener Unfallfolgen spielt aller- dings die Adäquanz als rechtliche Eingrenzung der sich aus dem natürlichen Kausalzusam- menhang ergebenden Haftung des Unfallversicherers prakti sch keine Rolle, da sich hier die adäquate weitgehend mit der natürlichen Kausalität de ckt (BGE 134 V 111 f. E. 2.1, 127 V 103 E. 5b/bb). 5.1 Zur Abklärung medizinischer Sachverhalte – wie der B eurteilung des Gesundheitszu- standes und der Arbeitsfähigkeit sowie der Feststellung natürlicher Kausalzusammenhänge im Bereich der Medizin – ist die rechtsanwendende Behörde regelmässig auf Unterlagen angewie- sen, die ihr vorab von Ärztinnen und Ärzten zur Verfügun g zu stellen sind (BGE 122 V 158 f. E. 1b mit zahlreichen weiteren Hinweisen). Das Gericht hat diese medizinischen Unterlagen nach dem für den Sozialversicherungsprozess gültigen Grund satz der freien Beweiswürdigung (vgl. Art. 61 lit. c ATSG) – wie alle anderen Beweismi ttel – frei, d.h. ohne Bindung an förmliche Beweisregeln, sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen. Dies bedeutet, dass das Sozi- alversicherungsgericht alle Beweismittel, unabhängig von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden hat, ob die verfügbaren Unterl agen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf e s bei einander widersprechen- den medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzugeben, warum es auf di e eine und nicht auf die andere medi- zinische These abstellt. Hinsichtlich des Beweiswertes eine s Arztberichtes ist demnach ent- scheidend, ob dieser für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinische n Zusammenhänge und in der Beur- teilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen der Expertin oder des Experten begründet sind (BGE 134 V 232 E. 5.1, 125 V 352 E. 3a, 122 V 160 E. 1c). 5.2 Für die Beurteilung des vorliegenden Falles sind f olgende medizinische Unterlagen zu berücksichtigen: 5.2.1 Im ärztlichen Bericht des behandelnden Hausarztes, D r. D.____, vom 6. Juni 2012 wur- de nach der Durchführung einer MRI der linken Schulte r und einer konventionellen Schulter- arthrographie links folgende Beurteilung abgegeben: " Möglicherweise traumatisch bedingte Ruptur im hinteren Drittel der Supraspinatussehne, be gleitend schwere Tendopathie im vorde- ren und mittleren Anteil der Supraspinatussehne im Si nne eines chronischen Impingements bei knöcherner Profileration subacromial und subchondralen Zystenbildungen am Tuberculum ma- jus. Verdacht auf Partialruptur der Subscapularrissehnenplatte." 5.2.2 Daraufhin folgte die Überweisung an Dr. E.___ _. Gemäss Bericht vom 20. August 2012 riet Dr. E.____ unter Berücksichtigung des Alters des Beschwerdeführers zur Operation (arthro- skopische Acromioplastik und Rotatorenmanschettennaht). Diese fand am 3. Januar 2013 statt. 5.2.3 Am 22. Februar 2013 hielt Dr. E.____ fest, das s der bisherige Verlauf regelrecht gewe- sen sei. Der Beschwerdeführer hätte teilweise noch nächt liche Schmerzen. Ansonsten sei wei- ter eine adäquate Bewegungseinschränkung festzustellen. Der Versicherte würde nun die aktiv- assistive sowie aktive Therapie langsam aufbauen und sich vo n der Schulterweste entwöhnen. Er attestierte dem Versicherten eine vollständige Arbe itsunfähigkeit bis zur erneuten klinischen Untersuchung in sechs Wochen. 5.2.4 Am 22. März 2013 stellte die SUVA dem Kreisarzt, Dr. med. F.____, FMH Orthopädi- sche Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates , die Frage, ob die Operation vom 3. Januar 2013 auf das Ereignis vom 20. Dezember 2011 zu rückzuführen sei. Dies wurde sei- tens Dr. F.____ verneint. Der Beschwerdeführer sei na ch dem Unfallereignis vom 20. Dezem- ber 2011 nach drei Wochen beschwerdefrei gewesen und h abe sich erst 15 Wochen später wegen erneuter Beschwerden bei seinem behandelnden Arzt eingefunden. Ein Zusammenhang sei nicht als überwiegend wahrscheinlich zu erachten. 5.2.5 Gemäss Bericht vom 8. April 2013 hielt Dr. E.___ _ fest, dass seit der letzten Untersu- chung eine weitere funktionelle Verbesserung und auch p arallel dazu funktionelle Fortschritte konstatiert werden konnten. Es bestehe noch eine deutliche Kraftverminderung zur rechten Sei- te, jedoch mit bereits guter Aktivierung der Rotatoren manschette. Ab dem 15. Mai 2013 sei der Beschwerdeführer wieder zu 50% arbeitsfähig. Bezüglich der Kausalitätsfrage vertrat er – wie Dr. D.____ mit Bericht vom 18. April 2013 – die Mein ung, dass mit überwiegender Wahrschein- lichkeit ein Kausalzusammenhang zwischen der Operation vom 3. Januar 2013 und dem Un- fallereignis vom 20. Dezember 2011 bestehe. 5.2.6 In seiner Stellungnahme vom 25. April 2013 hiel t Dr. F.____ fest, dass die Berichte von Dr. D.____ und Dr. E.____ an seiner Beurteilung der Unfallkausalität vom 22. März 2013 nichts zu ändern vermögen. 5.2.7 Dr. E.____ berichtete am 6. Juni 2013 über eine weitere funktionelle Verbesserung. Zu- dem hielt er fest, dass die attestierte Arbeitsunfähigke it seit dem 20. Mai 2013 nicht mehr be- stehe. 5.2.8 Mit Bericht vom 9. Juli 2013 kamen die Kreisärzte , Dr. med. G.____, Facharzt für Chi- rurgie und Dr. med. H.____, FMH Facharzt Chirurgie un d Traumatologie des Bewegungsappa- rates, zum Schluss, dass durch das Bagatelltrauma vom 20. Dezember 2011 die degenerativ vorgeschädigten Strukturen des Schultergelenkes aktiviert worden seien. Allerdings sei es zü- gig zur Beschwerdefreiheit und Wiedererlangung der vo llen Funktion gekommen. Die erneuten Beschwerden seien erst 15 Wochen später aufgetreten. Di ese seien möglicherweise im Zu- sammenhang mit dem genannten Bagatelltrauma zu sehen, ein überwiegend wahrscheinlicher Zusammenhang mit diesem Trauma bestehe jedoch nicht. E s sei davon auszugehen, dass An- fang Januar 2012 der status quo sine erreicht wurde und die erneuten Beschwerden dem natür- lichen Verlauf der Krankheit (chronisches Impingement m it den entsprechenden Schädigungen der Rotatorenmanschette und der Bursa subacromiale) ent sprechen. Die Operation vom 3. Ja- nuar 2013 sei somit nicht mit überwiegender Wahrschein lichkeit auf das Ereignis vom 20. De- zember 2011 zurückzuführen. 6.1 Im angefochtenen Einspracheentscheid ging die SUVA gestützt auf die kreisärztlichen Berichte von Dres. G.____ und H.____ vom 9. Juli 2013 davon aus, dass die geklagten ge- sundheitlichen Beeinträchtigungen zwar möglicherweise im Zusammenhang mit dem Trauma vom 20. Dezember 2011 stehen, ein überwiegend wahrsche inlicher Zusammenhang gemäss dem kreisärztlichen Bericht jedoch nicht besteht. Beim zu r Diskussion stehenden Unfall wurde ein degenerativer Vorzustand vorübergehend verschlimmer t. Für die dem Beschwerdeführer während dieser Zeit gesetzlich zustehenden Versicherungsleis tungen ist die SUVA gemäss Schreiben vom 11. Januar 2012 auch aufgekommen. Der stat us quo sine, d.h. derjenige Zu- stand, wie er auch ohne Unfall vorliegen würde, war j edoch bereits vor der Operation am 3. Januar 2013 erreicht worden. Mit der kreisärztlichen Beurteilung von Dres. G.____ und H.____ wird nachvollziehbar ausgeführt, warum der Kausa lzusammenhang nicht mit überwie- gender Wahrscheinlichkeit besteht. Insbesondere leuchtet ein, dass die erneuten Beschwerden 15 Wochen später möglicherweise im Zusammenhang mit d em Bagatelltrauma vom 20. De- zember 2011 zu sehen sind, ein überwiegend wahrscheinlicher Zusammenhang allerdings nicht besteht. Die Operation vom 3. Januar 2013 ist folglich nicht mit der mindestens erforderlichen überwiegenden Wahrscheinlichkeit auf das Ereignis vom 20. Dezember 2011 zurückzuführen. Vorliegend fehlt der abweichenden Beurteilung von Dr . D.____ jegliche Begründung. Entgegen der Argumentation des Beschwerdeführers kann demzufolge n icht auf dessen Stellungnahme vom 18. April 2013 abgestellt werden. Diese vermag die Folgerungen der Kreisärzte nicht in Zweifel zu ziehen. Ebenso wenig gelingt dies Dr. E.___ _ in seinem Sprechstundenbericht vom 9. April 2013. Dieser führt im genannten Bericht zwar aus, dass es sich aus seiner Sicht beim Unfall vom 20. Dezember 2011 um das Verhindern eines Sturzes mit grosser Krafteinwirkung und eindeutigem plötzlichen Auftreten der bekannten S ymptome handle. Die Dres. G.____ und H.____ in ihrem Bericht vom 9. Juli 2013 kommen indes überzeugend zum Schluss, dass durch das Bagatelltrauma vom 20. Dezember 2011 die degenerat iv vorgeschädigten Strukturen des Schultergelenks zwar aktiviert worden sind. In der Folge ist es aber zügig zur Beschwerdefrei- heit und Wiedererlangung der vollen Funktion gekommen . Es ist deshalb davon auszugehen, dass Anfang Januar 2012 der status quo sine erreicht wurd e und die erneuten Beschwerden dem natürlichen Verlauf der Krankheit entsprechen. Dr . E.____ vermag nicht überzeugend dar- zulegen, wieso die überwiegende Wahrscheinlichkeit im v orliegenden Fall gegeben sein soll. Aufgrund dessen besteht seitens der SUVA auch keine Pfli cht mehr zur Erbringung von Versi- cherungsleistungen. 6.2 Aufgrund der medizinischen Unterlagen ist die Unfa llkausalität zwischen dem Unfaller- eignis vom 20. Dezember 2011 und dem 15 Wochen später eingetretenen Schulterbeschwer- den unter Berücksichtigung des Beweisgrades der überwiege nden Wahrscheinlichkeit vorlie- gend zu verneinen. Die blosse Möglichkeit der Unfallkausalität genügt für die Begründung eines Leistungsanspruches der SUVA gerade nicht (BGE 119 V 338 E. 1). Genau so wenig reicht für die Begründung eines Leistungsanspruches der SUVA die Tatsache, dass die geltend gemach- ten Beschwerden erst nach dem Unfall aus dem Jahre 2011 e ingetreten sind. In seiner Recht- sprechung hat das Bundesgericht diesbezüglich festgehalte n, dass eine gesundheitliche Schä- digung nicht bereits dadurch als durch ein Unfall verur sacht gilt, weil sie zeitlich nach diesem aufgetreten ist (BGE 119 V 341 f. E 2bb). 7. Im vorliegenden Fall lassen die vorhandenen medizini schen Unterlagen eine zuverlässi- ge Beurteilung der Kausalität des Versicherten zu, we shalb auf die beantragte zusätzliche me- dizinische Abklärung verzichtet werden kann. Der Anspruch auf rechtliches Gehör umfasst zwar das Recht, Beweisanträge zu stellen, und – als Korrelat – die Pflicht der Behörde zur Be- weisabnahme. Beweise sind im Rahmen dieses verfassungsmä ssigen Anspruchs indessen nur über jene Tatsachen abzunehmen, die für die Entscheidung der Streitsache erheblich sind. Ge- langt das Gericht bei pflichtgemässer Beweiswürdigung z ur Überzeugung, dass die vorhande- nen Unterlagen ein zuverlässiges Bild des relevanten Sach verhaltes ergeben und dieser dem- nach hinreichend abgeklärt ist, kann auf ein beantragt es Beweismittel verzichtet werden. Eine solche antizipierte Beweiswürdigung ist nach konstanter b undesgerichtlicher Rechtsprechung zulässig (vgl. BGE 124 V 94 E. 4b, 122 V 162 E. 1d, 119 V 344 E. 3c in fine mit Hinweisen). 8. Art. 61 lit. a ATSG hält fest, dass der Prozess vor d em kantonalen Gericht für die Parteien kostenlos zu sein hat. Es sind deshalb für das vorliegende Verfahren keine Kosten zu erheben. Die ausserordentlichen Kosten sind dem Verfahrensausg ang entsprechend wettzuschlagen. Demgemäss wird e r k a n n t : ://: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 2. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. 3. Die ausserordentlichen Kosten werden wettgeschlagen. Mitteilung an Parteien Bundesamt für Sozialversicherungen Präsidentin Gerichtsschreiberin i.V. http://www.bl.ch/kantonsgericht