Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Verfassungs- und Verwaltungsrecht vom 13. Juli 2016 (810 15 281) ____________________________________________________________________ Ausländerrecht Widerruf der Aufenthaltsbewilligung und Wegweisung Besetzung Präsidentin Franziska Preiswerk-Vögtli, Kantonsrichter Beat Walther, Markus Clausen, Christian Haidlauf, Jgnaz Jermann, Gerichts- schreiberin i.V. Irmgard Mostert Meier Beteiligte A.____, Beschwerdeführer gegen Regierungsrat des Kantons Basel-Landschaft, 4410 Liestal, Beschwerdegegner Betreff Widerruf der Aufenthaltsbewilligung und Wegweisung (RRB Nr. 1546 vom 29. September 2015) Seite 2 http://www.bl.ch/kantonsgericht A. Der serbische Staats angehörige A.____, geboren 1968, reiste am 11. Juni 2011 zur Vorbereitung der Ehe schliessung in die Schweiz ein, wo er am 25. Juni 2011 die deutsche Staatsangehörige B.____ heiratete. Nach dem Umzug in den Kanton Basel -Landschaft erteilte ihm das Amt für Migration des Kantons Basel -Landschaft (AfM) am 15. März 2012 eine bis 30. Juni 2016 gültige Aufenthaltsbewilligung EU/EFTA zum Verbleib bei seiner Ehegattin. Am 13. Mai 2012 stellte A.____ ein Gesuch um Er teilung einer Einreise bewilligung für sein e Tochter C.____, geboren 1994. C.____ reiste am 28. Oktober 2012 in die Schweiz ein und erhielt am 7. November 2012 eine Aufenthaltsbewilligung zum Verbleib beim Vater. Am 5. März 2013 stellte A.____ ein weiteres Gesuch um Erteilung ei ner Einreisebewilligung für seine Tochter D.____, geboren 1998, und für seinen Sohn E.____, geboren 2001. Auch diesem Gesuch wurde ent sprochen und D.____ und E.____ reisten am 19. Mai 2013 in die Schweiz ein, wo ihnen am 29. Mai 2013 die Aufenthaltsbewilligungen zum Verbleib beim Vater ausgestellt wurden. B. Zu Beginn des Jahres 2013 entstanden Spannungen in der Ehe von B.____ und A.____. In der Folge trennten sich die Ehe leute mehrmals für längere oder kürzere Zeit - perioden. C. Am 2. Juni 2015 bewilligte das Zivilkreis gericht Basel-Landschaft West das Ge trennt- leben rückwirkend auf den 1. Juli 2014. D. Nachdem das AfM A.____ das rechtliche Gehör zu einem all fälligen Widerruf der Auf- enthaltsbewilligung sowie einer Wegweisung aus der Schweiz gewährt hatte, wider rief das AfM am 8. Juni 2015 die Aufenthalts bewilligungen und wies A.____, D.____ und E.____ bis zum 8. Juli 2015 aus der Schweiz weg. Zur Begründung wurde im Wesentlichen aus geführt, die eheliche Haushaltsgemeinschaft habe weniger als drei Jahre gedauert und es seien auch keine wichtigen persönlichen Gründe ersichtlich, die einen weiteren Aufenthalt in der Schweiz erforderlich machten. Auch sei ein persönlicher Härte fall nicht gegeben und es bestünde übe r- dies keine Veran lassung, A.____ die Aufenthalts bewilligung ermessens weise zu belassen. Schliesslich sei die Verfügung aufgrund des über wiegenden öffentlichen Interesses verhältni s- mässig. Eine dagegen erhobene Beschwerde wies der Regierungs rat mit Entsc heid vom 29. September 2015 ab und verfügte, dass A.____ und seine Kinder D.____ und E.____ die Schweiz bis spätestens 30 Tage nach Rechtskraft des Entscheides zu verlassen hätten. Das AfM widerrief ebenfalls am 8. Juni 2015 die Aufenthalts bewilligung d er ältesten Tochter C.____. Der Widerruf ist mittlerweile rechtskräftig (vgl. Urteil des Bundesgerichts 2C_1088/2015 vom 11. Dezember 2015). E. Mit Eingaben vom 22. und 23. Oktober 2015 erhob A.____ (Beschwerdeführer) beim Kantonsgericht Basel -Landschaft, Abteilung Verfassungs - und Verwaltungs recht (Kantons - gericht), Beschwerde gegen den Entscheid des Regierungsrates vom 29. September 2015. Er beantragt sinngemäss die Beibehaltung der Aufenthaltsbewilligungen sowie die Bewilligung der Seite 3 http://www.bl.ch/kantonsgericht unentgeltlichen Rechtspflege. In der Beschwerde begründung vom 23. Oktober 2015 bringt der Beschwerdeführer vor, dass er und seine Kinder die Opfer des Psychoterrors seiner Frau seien. Eine Weg weisung hätte für ihn und die beiden Kinder fatale Folgen. Auch sei das Wohl der Kinder, die in psychologischer Behandlung seien, zu beachten. F. Mit Verfügung vom 9. Dezember 2015 wurde das Gesuch des Beschwerde führers um unentgeltliche Rechtspflege abgewiesen. G. Der Regierungsrat liess sich mit Schreiben vom 27. Januar 2016 vernehmen und be - antragt die Abweisung der Beschwerde unter o/e-Kostenfolge. Das Kantonsgericht zieht i n E r w ä g u n g : 1. Gemäss § 43 Abs. 1 des Gesetzes über die Verfassungs - und Verwaltungs prozess- ordnung (VPO) vom 16. Dezember 1993 ist gegen Verfügungen und Entscheide des Regierungsrates die verwaltungs gerichtliche Beschwerde beim Kantons gericht zulässig. Da weder ein Ausschlusstatbestand gemäss § 44 VPO noch ein spezialgesetzlicher Ausschlusstat- bestand vorliegen, ist das Kantonsgerichts zur Beurteilung der vor liegenden Angelegen heit zuständig. Der Beschwerdeführer ist Adressat des angefochtenen Entscheids und er hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Auf hebung. Da die übrigen formellen Voraus setzungen erfüllt und sowohl die örtliche wie auch sachliche Zuständig keit des Kantons gerichts gegeben sind, ist auf die Beschwerde einzutreten. 2. Bei der Beurteilung der vorliegenden verwaltungs gerichtlichen Beschwerde ist die Kognition des Kantons gerichts gemäss § 45 Abs. 1 lit. a und b VPO darauf beschränkt, den angefochtenen Entscheid hinsichtlich allfäl liger Rechts verletzungen zu überprüfen bzw. zu prüfen, ob der Beschwerde gegner ein all fälliges Ermessen rechts fehlerhaft ausgeübt hat. Im Weiteren kann beurte ilt werden, ob dieser den Sach verhalt unrichtig oder unvoll ständig fest - gestellt hat. Die Über prüfung der Angemessen heit dagegen ist dem Kantons gericht ver wehrt (vgl. § 45 Abs. 1 lit. c VPO e contrario). 3. Der Beschwerdeführer verlangt sinngemäss eine Überprüfung und Beurteilung, ob der Widerruf der Aufent haltsbewilligungen des Beschwerde führers sowie seiner beiden jüngeren Kinder und die Wegweisung aus der Schweiz zu Recht verfügt worden sind. 3.1 Eine ausländische Person ist zur Anwesenheit in der Schweiz nur berechtigt, wenn sie eine Aufenthalts- oder Niederlassungsbewilligung besitzt oder wenn sie keiner solchen bedarf (Art. 10 und 11 des Bundesgesetzes über die Ausländerinnen und Ausländer [AuG] vom 16. Dezember 2005, vgl. auch Art. 2 AuG). Die zuständige kantonale Behörde ent scheidet gemäss Art. 18 ff. und 27 ff. AuG – im Rahmen der gesetzlichen Vor schriften und Verträge mit dem Ausland – nach freiem Ermessen über die Zulassung zu einem Aufent halt mit oder ohne Erwerbstätigkeit. Die ausländische Person hat somit grundsätzlich keinen Rechts anspruch auf die Erteilung einer Aufenthalts bewilligung, es sei denn, das AuG oder völker rechtliche Seite 4 http://www.bl.ch/kantonsgericht Verpflichtungen sehen einen solchen vor (BGE 135 II 1 E. 1.1; PETER UEBERSAX in: Uebersax/ Rudin/Hugi Yar/Geiser [Hrsg.], Ausländerrecht, 2. Aufl., Basel 2009, Rz. 7.84 ff.). 3.2 Zunächst ist festzuhalten, dass zwischen der Schweiz und Serbien keine staats - vertragliche Vereinbarung besteht, welche dem Beschwerde führer einen Anspruch auf Aufent- halt in der Schweiz einräumt. Aus dem Niederlassungs - und Konsular vertrag zwischen der Schweiz und Serbien vom 16. Februar 1888 (SR 0.142.118.181) lässt sich kein selb ständiger staatsvertraglicher Aufenthaltsanspruch zugunsten des Beschwerde führers und seiner Kinder ableiten (vgl. Urteil des Bunde sgerichtes 2C_1064/2014 vom 26. November 2014 E. 2.1). Es sind entsprechend die Bestimmungen des AuG, vorbehältlich anderer völkerrechtlicher Ver - träge, anwendbar. 4.1 Aus dem in Art. 8 Ziff. 1 der Konvention zum Schutze der Menschenrechte und Grund- freiheiten (Europäische Menschenrechtskonvention, EMRK) vom 4. November 1950 sowie dem inhaltlich gleich wertigen Art. 13 Abs. 1 der Bundes verfassung der Schwei zerischen Eid - genossenschaft (BV) vom 18 . April 1999 geschützten Recht auf Ach tung des Pri vat- und Familienlebens können ausländische Staats angehörige in be sonderen Fällen einen Anspruch auf Aufenthalt oder Verbleib in einem andern Staat ab leiten, wenn eine staatliche Entfernungs - massnahme zur Trennung von Familien mitgliedern führt (vgl. ANDREAS ZÜND/THOMAS HUGI YAR, Aufenthalts beendende Mass nahmen im schweizerischen Aus länderrecht, insbesondere unter dem Aspekt des Privat - und Familien lebens, EuGRZ 2013, S. 10 ff.; BGE 135 I 153 E. 2.1). Die Garantie der Achtung des Familienlebens kann somit dann verletzt sein, wenn einer ausländischen Person, deren Familien angehörige in der Schweiz weilen, die Anwesen heit untersagt und damit das gemeinsame Familien leben vereitelt wird. Gemäss ständiger bundes- gerichtlicher Recht sprechung zu Art. 8 EMRK müssen die sich hierzu lande auf haltenden Angehörigen das Schweizer Bürger recht oder eine Niederlassungs bewilligung besitzen oder über eine Aufenthaltsbewilligung verfügen, die ihrerseits auf einem gefestigten Rechtsanspruch beruht. Zudem müssen diese Personen zur Kern familie (Ehegatte oder im gleichen Haushalt lebende, minderjährige Kinder) gehören und es muss eine enge, tatsächliche und intakte Be - ziehung zu ihnen bestehen (vgl. BGE 135 I 143 E. 1.3.1; BGE 130 II 281 E. 3.1). 4.2 Der Beschwerde führer lebt unbestrittener massen getrennt von seiner hier nieder - gelassenen deutschen Ehe frau, ohne dass eine Wieder aufnahme des Ehe lebens geplant ist beziehungsweise erwartet werden darf. Da damit kein intaktes und tatsächlich gelebtes Ehe - leben mehr gegeben ist, kann der Beschwerdeführer keine konventions- oder verfassungsrecht- lichen Bleibe rechte aus seiner lediglich formell fort bestehenden Ehe ableiten. Mit dem Beschwerdeführer leben zwei zum Zeit punkt der Beschwerde eingaben minder jährige Kinder aus erster Ehe, die ihre Aufenthalts bewilligungen von derjenigen des Vaters ableiten. Deren rechtliches Schicksal betreffend Aufent halt knüpft an den Aufenthalt des Vaters an und teilt dessen Schicksal. Sie haben keine Familienangehörigen mit einem gefestigten Anwesen - heitsrecht in der Schweiz. Es kann demnach festgehalten werden, dass dem Beschwerdeführer und dessen Kindern kein auf die EMRK gestützter Anwesenheitsanspruch zukommt. Seite 5 http://www.bl.ch/kantonsgericht 5.1 Das AuG gilt für Staatsangehörige der Mitgliedstaaten der Europäischen Gemeinschaft und ihre Familienangehörigen nur so weit, als das Abkommen vom 21. Juni 1999 zwischen der Schweizerischen Eidgenossenschaft einerseits und der Europäischen Gemein schaft und ihren Mitgliedstaaten andererseits über die Freizügigkeit (FZA) keine abweichenden Bestimmungen enthält oder das AuG günstigere Bestimmunge n vorsieht (Art. 2 Abs. 2 AuG). Gemäss Art. 7 lit. d i.V.m. Art. 3 Abs. 1 Anhang I FZA haben Familien angehörige einer Person, die Staats - angehörige einer Vertragspartei ist und ein Auf enthaltsrecht hat, das Recht, bei dieser Person Wohnung zu nehmen . Der Anspruch aus dem FZA besteht während der ganzen Dauer des formellen Bestandes der Ehe, ohne dass die Ehe gatten zwingend dauernd im gemeinsamen Haushalt zusammenleben müssen. Das Er fordernis des Zusammen wohnens besteht ins - besondere nicht, wenn für getrennte Wohnorte wichtige Gründe geltend gemacht werden und die Familiengemeinschaft weiter besteht. Art. 3 des Anhangs I FZA spricht jedoch aus drücklich davon, dass die Familien angehörigen einer Bürgerin der Vertrags parteien das Recht haben, "bei ihr Wohnung zu nehmen", was ein minimales Zusammenleben bzw. eine minimale eheliche Verbundenheit voraussetzt (Urteil des Bu ndesgerichts 2C_494/2013 vom 2. Juni 2013 E. 3.1). Die Geltend machung dieses Rechts steht ausser dem unter dem Vor behalt des R echts- missbrauchs (BGE 139 II 393 E. 2.1). Fehlt der Wille zur Gemein schaft und dient das formelle Eheband aus schliesslich noch dazu, die ausländer rechtlichen Zulas sungsvorschriften zu um - gehen, fällt der ent sprechende Anspruch dahin (Ur teile des B undesgerichts 2C_128/2015 vom 25. August 2015 E. 3.3; 2C_494/2013 vom 2. Juni 2013 E. 3.1). 5.2 Durch die Eheschliessung am 25. Juni 2011 mit der in der Schwei z niedergelassenen deutschen Staatsbürgerin B.____ und das anschliessende Zusammen leben kann der Be - schwerdeführer grundsätzlich einen Aufenthaltsanspruch gestützt auf das FZA geltend machen. Am 2. Juni 2015 bewilligte das Zivilkreisgericht Basel-Landschaft West das Getrenntleben rück- wirkend auf den 1. Juli 2014. Es ist nicht strittig , dass die eheliche Beziehung nicht wieder auf - genommen wird. Die eheliche Gemeinschaft ist somit als definitiv gescheitert anzusehen, womit der ursprüngliche An spruch des Beschwerde führers auf An wesenheit in der Schweiz gemäss Anhang I zum FZA weggefallen ist. 6.1 Ist faktisch von einer definitiven Auf lösung der Familien gemeinschaft auszugehen, so besteht nach Art. 50 Abs. 1 lit. a AuG ein An spruch des unter dem FZA nach gezogenen Ehe- gatten auf Er teilung und Ver längerung der Aufenthalts bewilligung, wenn die Ehe gemeinschaft mindestens drei Jahre bestanden hat und eine erfolg reiche Integration vor liegt. Eine relevante Ehegemeinschaft liegt vor, solange die eheliche Beziehung tatsächlich gelebt wird und ein gegenseitiger Ehewille besteht. Massgeblicher Zeitpunkt für die retrospektive Be rechnung der Dauer der ehelichen Gemein schaft ist gemäss der bundes gerichtlichen Rechtsprechung in der Regel die Aufgabe der Haushaltsgemeinschaft; demgegenüber ist nicht relevant, wie lange die Ehe nach Beendigung des Zusammen lebens formell noch bestanden hat oder besteht (BGE 136 II 113 E. 3.2). Sodann ist einzig das Zusammen leben im Inland aus schlaggebend, die im Au sland gelebte Ehezeit wird an die Dreijahres frist nicht an gerechnet (BGE 137 II 345 E. 3.1.3; BGE 136 II 113 E. 3.3). Seite 6 http://www.bl.ch/kantonsgericht 6.2 Im ehe schutzrichterlichen Entscheid des Zivil gerichts Basel -Landschaft West vom 2. Juni 2015 wurde von den Ehe gatten vergleichs weise aner kannt, dass sie seit dem 1. Juli 2014 getrennt leben würden. Die Haushaltsgemeinschaft dauerte somit seit der Heirat des Be - schwerdeführers am 25. Juni 2011 bis zur gerichtlichen Trennung drei Jahre und fünf Tage. Allerdings kann der Be schwerdeführer aus dem im Ehe schutzverfahren vereinbarten Trennungszeitpunkt nichts zu seinen Gunsten ableiten. Die Migrations behörden sind bei der Feststellung des Trennungszeitpunkts nicht an einen zwischen den Ehe gatten vergleichsweise festgelegten Trennungszeitpunkt im Eheschutzverfahren gebunden. Es steht weder im Belieben der Ehegatten, den aufenthaltsrechtlich relevanten Trennungszeitpunkt nachträglich selbst fest- zusetzten, noch sind deren An gaben durch das Ehe schutzgericht aus migrations rechtlicher Sicht zu überprüfen. Vorliegend hatte das Eheschutzgericht weder den genauen Trennungszeit- punkt der Ehe gatten zu eruieren, noch wurde dies gemacht, wie aus dem ent sprechenden Protokoll ersichtlich ist. Vielmehr schliesst die gewählte Formulierung im ehe schutzrichterlichen Entscheid, wonach die Ehegatten "seit dem 1. Juli 2014" getrennt leben würden, eine frühere Trennung nicht aus. Und schon gar nicht schliesst sie wieder holte Trennungen des ehelichen Zusammenlebens aus. 6.3 Gemäss den Akten der Vorinstanzen bestanden offensichtlich bereits seit Anfang 2013 ernsthafte Spannungen in der Ehe des Beschwerde führers. Diese führten dazu, dass die Ehe - frau dem AfM am 9. September 2013 mit teilte, dass sie sich im Mai 2013 vom Be schwerde- führer getrennt habe. ln der Mutations meldung für Ausländer der Stadt F.____ wurde der Zivil- stand des Beschwerdeführers als "getrennt" rückwirkend auf den 15. Januar 2013 festgehalten. Als Reaktion auf die Gewährung des rechtlichen Gehörs vom 18. September 2013 betreffend Wegweisung des Beschwerde führers reichten er und seine Ehe frau am 7. Oktober 2013 eine von beiden unterzeichnete Bestätigung ein, dass sie wieder zusammen wohnten, worauf in der Mutationsmeldung der Stadt F.____ der Zivilstand des Beschwerdeführers am 9. Oktober 2013 wieder a uf "Trennung aufge hoben" geändert wurde. Am 12. November 2013 informierte die Ehefrau des Beschwerde führers die Stadt F.____, dass sie seit dem 15. Oktober 2013 vom Beschwerdeführer freiwillig getrennt lebe. Dies hatte zur Folge, dass in der Mutations meldung der Stadt F.____ der Zivil stand des Beschwerde führers per 15. Oktober 2013 wiederum auf "getrennt" geändert wurde. Am 10. Juni 2014 hoben der Beschwerde führer und seine Ehe frau das Getrenntleben wieder auf und gaben gemäss Mutations meldung für Ausländer der Stadt F.____ eine neue Wohn adresse in F.____ an. Mit Schreiben vom 9. Oktober 2014 teilte die Ehefrau des Beschwerdeführers dem AfM indessen mit, dass der Beschwerde führer und seine zwei jüngeren Kinder nicht an der neuen Adresse wohn haft seien. Mit Schreiben vom 13. Oktober 2014 forderte die Stadt F.____ den Beschwerdeführer auf, einen allfälligen Umzug zu melden. Dieser Aufforderung kam er nach und bestätigte, dass er seit dem 1. Juli 2014 mit den bei den jüngeren Kindern bei der ältesten Tochter wohne, worauf die Trennung in der Mutationsmeldung für Ausländer der Stadt F.____ festgehalten wurde. 6.4 Mit Schreiben vom 10. März 2015 gewährte das AfM dem Beschwerde führer das rechtliche Gehör zu seiner allfälligen Weg weisung, worauf er am 19. März 2015 antwortete. Er führte aus, er könne entgegen der Behauptung seiner Ehefrau beweisen, dass er vom Zeitpunkt seiner Eheschliessung bis Oktober 2014 mit ihr zusammen gewohnt habe. So behauptete er, Seite 7 http://www.bl.ch/kantonsgericht dass er sich am 15. Januar 2013 nicht von seiner Ehefrau getrennt habe. Zu diesem Zeitpunkt hätten sie gemeinsam mit den Kindern in G.____ an der X.____strasse 81 gelebt. Auch habe im Oktober 2013 keine Trennung stattgefunden. Ende 2013, Anfang 2014 seien sie gemein sam nach F.____ umgezogen. lm Oktober 2014 hätten sie eine neue Wohnung gemietet, da sie mit der alten Wohnung nicht zufrieden gewesen seien. Am Einzugstag, als er von der Arbeit nach Hause gekommen sei, seien seine Kinder vor der Türe gestanden und seine Frau habe weder ihn no ch seine Kinder D.____ und E.____ in die Wohnung gelassen. Seit diesem Zeitpunkt habe er mit den beiden Kindern in der Woh nung bei seiner Tochter C.____ geschlafen. Diese Aussagen sind teilweise unbelegt und wider sprüchlich. So zog das Ehe paar bereits am 29. Februar 2012 von der X.____strasse 81 in H.____ nach F.____ und meldete sich bei der Gemeinde an. Die Aus sagen der Ehe frau zeigen hin gegen eine gewisse Konsistenz. Sie hat der Gemeinde nicht nur jeweils die freiwillige Trennung, sondern auch die Aufhebung der Tren - nung gemeldet. Berücksichtigt man diese Mutationsmeldungen, ist auch bei einer grosszügigen Berechnung zu gunsten des Beschwerde führers mit 30 Monaten ehe lichen Zu sammenlebens die Dreijahresfrist von Art. 50 Abs. 1 lit. a AuG nicht erfüllt worden . Da der Beschwerde führer keine drei Jahre in ehelicher Gemeinschaft in der Schweiz lebte, ist die Frage nach einer erfolg- reichen lntegration nicht zu prüfen. 7.1 In der Beschwerde an das Kantons gericht macht der Besch werdeführer sinngemäss wichtige persönliche Gründe geltend, die einen weiteren Aufent halt in der Schweiz er forderlich machten. 7.2 Demnach ist zu prüfen, ob ein An spruch gestützt auf Art. 50 Abs. 1 lit. b AuG besteht. Ein Bewilligungsanspruch nach einer gescheiterten Ehe besteht fort, falls wichtige persönliche Gründe einen weiteren Aufent halt in der Schweiz erforderlich machen. Wichtige persönliche Gründe im Sinne dieser Bestimmung können namentlich vorliegen, wenn die Ehegattin oder der Ehegatte Opfer ehelicher Gewalt wurde oder die Ehe nicht aus freiem Willen geschlossen hat oder die soziale Wiedereingliederung im Herkunftsland stark gefährdet erscheint (Art. 50 Abs. 2 AuG). Ein nach ehelicher Härte fall setzt aufgrund der gesamten Umstände e ine erhebliche Intensität der Konsequenzen für das Privat - und Familien leben voraus, die mit der Lebens - situation nach dem Dahinfallen der gestützt auf Art. 42 Abs. 1 AuG abgeleiteten Anwesenheits- berechtigung verbunden sein muss (vgl. Urteil des Bundesg erichts 2C_1141/2014 vom 10. September 2015 E. 2.3). Das Vorliegen eines wichtigen persönlichen Grundes im Sinne von Art. 50 Abs. 1 lit. b i.V.m. Art. 50 Abs. 2 AuG ist von der betroffenen Person in geeigneter Weise glaubhaft zu machen, wobei diese eine weitreichende Mitwirkungspflicht trifft (vgl. BGE 138 II 229 E. 3.2.3). Als Beweismittel für häusliche Gewalt kommen Arztberichte, psychologische oder psychiatrische Gutachten, Berichte von Fach stellen wie Frauen häusern oder Opferhilfe stellen, Polizeirapporte oder Zeugenaussagen in Frage (Art. 77 Abs. 5, 6 und 6 bis der Verordnung über Zulassung, Aufenthalt und Erwerbstätigkeit [VZAE] vom 24. Oktober 2007; Urteil des Bun des- gerichts 2C_451/2014 vom 24. Dezember 2014 E. 6.2). Allgemein gehaltene Be hauptungen oder Hin weise auf punk tuelle Spannungen genügen nicht. W ird häusliche Gewalt in Form psychischer Oppression behauptet, muss vielmehr die Systematik der Miss handlung bzw. deren zeitliches Andauern und die daraus ent stehende subjektive Belastung objektiv nachvoll- ziehbar konkretisiert und beweis mässig unterlegt werden. Dasselbe gilt, soweit damit ver - Seite 8 http://www.bl.ch/kantonsgericht bunden geltend gemacht werden soll, bei einer Rückkehr erw eise sich die soziale Wieder ein- gliederung als stark gefährdet. Auch hier genügen allge meine Hinweise nicht; die be fürchtete Beeinträchtigung muss im Einzel fall aufgrund der konkreten Um stände glaub haft er scheinen (vgl. Urteil des Bundesgerichts 2C_1072/2014 vom 9. Juli 2015 E. 2.4). 7.3 Der Beschwerdeführer macht geltend, dass ein nachehelicher Härtefall wegen ehe - licher Gewalt vorliege. Zwar erhob er am 10. Juni 2015 – kurz nach Erhalt der erstinstanzlichen Wegweisungsverfügung – eine Strafanzeige wegen Körperverletzung, diese wurde aber nicht durch Beweismittel belegt. Auch wurde im Ehe schutzverfahren keine ehe liche Gewalt vorgebracht. Die nur allgemein behauptete und mit keinerlei objektiven Beweismitteln unterlegte häusliche Gewalt kann somit nicht als hinreichend glaubhaft gemacht gelten. 7.4 Es bleibt zu prüfen, ob die soziale Wieder eingliederung des Beschwerde führers bei einer Rückkehr nach Serbien stark gefährdet wäre. Dabei ist mass gebend, ob die per sönliche, berufliche und familiäre Eingliederung der betroffenen ausländischen Person bei einer Rück - kehr in ihre Heimat als stark gefährdet zu gelten hätte, und nicht, ob ein Leben in der Schweiz einfacher wäre und – aus welchen Gründen auch immer – vorgezogen würde. Hat der Auf ent- halt der ausländischen Person nur kürzere Zeit gedauert und wurden keine engen Beziehungen zur Schweiz geknüpft, lässt sich der Anspruch auf einen weiteren Ver bleib nicht begründen, wenn die erneute Integration im Herkunftsland keine besonderen Probleme bereitet (BGE 138 II 229 E. 3.1). Es ist vorliegend nicht ersichtlich, weshalb eine Integration des Beschwerdeführers in Serbien unzumutbar wäre. Die Vorinstanzen haben die geltend gemachte starke Gefährdung der sozialen Wieder eingliederung zu Recht ver neint. Ein Anspruch auf Bewilligung unter dem Titel von Art. 50 Abs. 1 lit. b AuG besteht demnach nicht. 8. Besteht nach dem Gesagten kein Rechts anspruch des Beschwerdeführers und seiner Kinder auf Erteilung der Aufenthaltsbewilligung, so liegt deren Verlängerung resp. Widerruf im Ermessen der Behörde ( vgl. Art. 33 Abs. 3 AuG resp. Art. 62 lit. d AuG). Dazu bedarf es eines Ermessensentscheids, welcher nach den allgeme inen Grund sätzen pflicht gemäss und unter Berücksichtigung der Umstände des Einzel falls zu treffen ist (vgl. ANDREAS ZÜND/LADINA ARQUINT HILL, in: Uebersax/Rudin/Hugi Yar/Geiser [Hrsg.], a.a.O., Rz. 8.44; BENJAMIN SCHINDLER, in: Caroni/Gächter/Thurnherr [Hrsg.], Bundes gesetz über die Ausländerinnen und Ausländer, Bern 2010, Art. 96 Rz. 7). Im Rahmen ihrer Ermessens ausübung haben die Be - hörden gemäs s Art. 96 Abs. 1 AuG die öffentlichen Interessen und die persönlichen Ver - hältnisse sowie den Grad der Integration zu berück sichtigen. Im angefochtenen Entscheid vom 29. September 2015 hat der Regierungs rat diese Kriterien ausführlich geprüft, unter Berü ck- sichtigung sämtlicher Umstände des Einzelfalles beurteilt und seinen Entscheid nachvollziehbar begründet. Somit hat sich der Regierungs rat mit den in Frage stehenden Interessen auseina n- dergesetzt und sein Ermessen pflicht gemäss ausgeübt. Eine Überschreitung, Unterschreitung oder ein Missbrauch des Ermessens sind nicht er kennbar. Eine weiter gehende inhaltliche An- gemessenheitskontrolle ist dem Kantons gericht nicht gestattet (vgl. E. 2). Es ist dem zufolge nicht zu beanstanden, dass es der Regierungsrat abgelehnt hat, de m Beschwerdeführer die Aufenthaltsbewilligung ermessensweise zu belassen. Seite 9 http://www.bl.ch/kantonsgericht 9.1 In einem weiteren Schritt gilt es zu beurteilen, ob der Widerruf der Aufenthalts be- willigungen verhältnismässig ist. Nach dem Grundsatz der Verhältnismässigkeit muss eine Ver- waltungsmassnahme zur Verwirklichung des im öffentlichen Interesse liegenden Ziels geeignet und notwendig sein. Ausserdem muss der angestrebte Zweck in einem ver nünftigen Verhältnis zu den Belastungen stehen, die dem Privaten auferlegt werden (vgl. ULRICH HÄFELIN/GEORG MÜLLER/FELIX UHLMANN, Allgemeines Verwaltungsrecht, 7. Aufl., Zürich 2016, N 514 ff.). Im Rahmen der Verhältnis mässigkeitsprüfung sind die bekannten Kriterien wie Dauer der Anwesenheit, persönliche B eziehungen zur Schweiz, berufliche Situation, Wirt schafts- und Arbeitsmarktlage, persönliches Verhalten sowie Integrations grad zu berück sichtigen (BGE 135 II 377 E. 4.3). 9.2 Es steht ausser Frage, dass eine Weg weisung für die Erreichung der fremden polizei- lichen Ziele eine geeignete Mass nahme darstellt . Ausländer, deren Aufenthalts zweck weg - gefallen ist, haben die Schweiz unter bestimmten Umständen zu verlassen. Dieses fremden - polizeiliche Ziel kann auch nicht durch eine weniger ein schneidende Massnahme erreicht werden. Es bleibt zu prüfen, ob die Mass nahme als verhältnis mässig im engeren Sinne zu qualifizieren ist, ob also der angestrebte Zweck in einem vernünftigen Verhältnis zu den Belastungen steht, die de m Beschwerde führer mit der Weg weisung auferlegt werden. Dies - bezüglich muss eine Interessenabwägung vorgenommen werden. 9.3 Als zulässiges öffentliches Interesse fällt dabei grundsätzlich das Durchsetzen der Ein- wanderungspolitik in Betracht. Die Schweiz verfolgt gegenüber Ausländern ausserhalb des EU- und EFTA -Raums in Fragen der Aufenthalts berechtigung eine restriktive Politik. Eine solche rechtfertigt sich im Hin blick auf ein ausgewogenes Verhältnis zwischen schwei zerischer und ausländischer Wohnbevölkerung, auf die Schaffung günstiger Rahmenbedingungen für die Ein- gliederung der in der Schweiz bereits ansässigen Ausländer und die Ver besserung der Arbeitsmarktstruktur sowie auf eine möglichst a usgeglichene Be schäftigung (BGE 135 I 153 E. 2.2.1; BGE 135 I 143 E. 2.2). 9.4 Das private Interesse am Verzicht auf den Widerruf der Aufenthaltsbewilligung, auf das sich der Beschwerde führer beruft, gründet im Wesentlichen auf dem Argument, dass er sich bemüht habe und auch weiterhin bemühen werde, sich in der Schweiz zu integ rieren. Aus - serdem habe er in der Schweiz keine Straftat begangen. Zudem erwähnt er das Wohl seiner beiden jüngeren Kinder. 9.5 Der Beschwerdeführer befindet sich seit dem 21. Juni 2011 und damit seit etwas über fünf Jahren in der Schweiz. Diese Aufenthaltsdauer kann nicht entscheidend zu seinen Gunsten ins Gewicht fallen. Es ist dement sprechend nicht von einer besonders guten Integration des Beschwerdeführers und schon gar nicht von einer Ver wurzelung in der Schweiz auszugehen. Der Beschwerdeführer hat sich in der Zeit, in der er in der Schweiz lebt, klaglos verhalten. Es ist aber anzumerken, dass er keine Deutsch kurse besucht hat und nur geringe Sprach kenntnisse aufweist. Er arbeitet als Hilfskraft in einem Gartenbauunternehmen. Damit übt der Beschwerde- führer keine besonders qualifizierte Tätig keit aus, die aus wirtschaftlicher oder arbeits - marktlicher Sicht eine Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung gebieten würde. Hinsichtlich der Seite 10 http://www.bl.ch/kantonsgericht Zumutbarkeit einer Heimkehr nach Serbien ist d avon auszugehen, dass er bei der Rück kehr in sein Heimatland keine über durchschnittlichen Schwierigkeiten zu gewärtigen haben wird. Der Beschwerdeführer kam erst im Alter von 43 Jahren in die Schweiz. Entsprechend ist er mit den Sitten und Gebräuchen in seinem Heimatland vertraut und beherrscht die dortige Sprache. Die beiden jüngeren Kinder des Be schwerdeführers reisten am 19. Mai 2013 zu ihrem Vater in die Schweiz ein, sie halten sich seit rund drei Jahren in der Schweiz auf. Die Tochter D.____ war bei ihrer Einreise 15 Jahre und der Sohn E.____ 11 Jahre alt. Somit haben auch sie den Gross- teil ihres Lebens in ihrer Heimat verbracht. Am 21. Mai 2015 wurde von der Psychiatrie Baselland ein Arzt zeugnis für D.____ ausgestellt. In diesem wurde be stätigt, dass sie sich wegen einer akuten psychischen Krise im Rahmen einer Anpassungs störung bei multipler Traumatisierung in Behandlung befinde . Auch ihr Bruder E.____ hat offenbar eine Psychotherapie begonnen. Diese psychischen Erkrankungen stellen kein Wegweisungs- hindernis dar. In Serbien können die Kinder die in der Schweiz begonnenen Psycho therapien fortführen, wobei auch zu berück sichtigen ist, dass die Anpassungsschwierigkeiten wohl wegfallen, wenn die Kinder in ihr Heimatland zu ihrer Mutter zurü ckkehren. Betreffend die persönlichen und familiären Be ziehungen leben die ältere Schwester der Kinder, sowie deren Mutter, der Gross vater väterlicherseits wie auch zwei Brüder des Beschwerde führers be - ziehungsweise Onkel der Kinder in Serbien. Einer R ückkehr des Beschwerdeführers sowie der beiden Kinder steht deshalb nichts im Wege und eine solche stellt insbesondere auch keine grosse Härte dar. Unter Beachtung dieser Aspekte erscheinen der Widerruf der Aufenthalts - bewilligungen sowie die Weg weisung des Beschwerdeführers und der beiden Kinder aus der Schweiz als zumutbar. Gewichtige private Interessen, welche den genannten ausländer - rechtlichen Mass nahmen ent gegenstehen, sind vorliegend nicht ersichtlich. Insgesamt überwiegt demnach das öffentliche Interesse an der Gleichbehandlung der Ausländerinnen und Ausländer im Rahmen des AuG sowie an der Durch setzung der Rechts ordnung das private Interesse de s Beschwerdeführers und der beiden Kinder an einem weiteren Verbleib in der Schweiz. Der angefochtene Entscheid erweist sich als verhältnismässig. 10. Der Widerruf der Aufenthaltsbewilligungen und die damit verbundene Wegweisung des Beschwerdeführers sowie der beiden Kinder D.____ und E.____ erfolgten nach dem Gesagten zu Recht, weshalb die Beschwerde abzuweisen ist. 11. Im Folgenden ist noch über die Kosten zu entscheiden. Gemäss § 20 Abs. 1 VPO ist das Verfahren vor dem Kantons gericht kostenpflichtig. Die Verfahrens kosten umfassen die Gerichtsgebühren und die Beweis kosten und werden in der Regel der unter liegenden Partei in angemessenem Ausmass auferlegt (§ 20 Abs. 3 VPO). Vorliegend sind die Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 1'400.-- dem unterliegenden Beschwerde führer aufzu erlegen und mit dem geleisteten Kostenvorschuss in der Höhe von Fr. 2'100.-- zu verrechnen. Der zuviel bezahlte Kostenvorschuss von Fr. 700.-- ist dem Beschwerdeführer zurückzuerstatten. Nach § 21 Abs. 1 VPO kann der ganz oder teilweise obsiegenden Partei für den Beizug eines Anwalts bzw. einer Anwältin eine angemessene Partei entschädigung zulasten der Gegen partei zugesprochen werden. Dem Kanton wird keine Partei entschädigung zugesprochen (§ 21 Abs. 2 VPO). Die Parteikosten sind demnach wettzuschlagen. Seite 11 http://www.bl.ch/kantonsgericht Demgemäss wird e r k a n n t : ://: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 2. Der Beschwerde führer A.____ und seine Kinder D.____ und E.____ haben die Schweiz spätestens 30 Tage nach Recht skraft des Urteils zu verlassen. 3. Die Verfahrens kosten in der Höhe von Fr. 1'400.-- werden dem B e- schwerdeführer auferlegt und mit dem geleisteten Kosten vorschuss in der Höhe von Fr. 2'100.-- verrechnet. Der zu viel geleistete Kosten - vorschuss in der Höhe von Fr. 700.-- wird dem Beschwerde führer z u- rückerstattet. 4. Die Parteikosten werden wettgeschlagen. Präsidentin Gerichtsschreiberin i.V. Gegen diesen Entscheid wurde am 14. September 2016 Beschwerde beim Bundesgericht (Ver- fahrensnummer 2C_847/2016) erhoben.