<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2000.00095</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=105551&amp;W10_KEY=13013581&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2000.00095</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 05.06.2000</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">3. Abteilung/3. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Raumplanungs-, Bau- und Umweltrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Nutzungsplanung</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Nutzungsplanung: Wiederherstellung der Rekursfrist; Revision; Gebühren im Rekursverfahren: Abgrenzung zwischen Fristwiederherstellung und Revision (E. 2a). Fristwiederherstellung: Die Baurekurskommission (und nicht der Bezirksrat) wäre vorliegend die zuständige Rechtsmittelbehörde, die über die Wiederherstellung der Rekursfrist zu befinden hätte (E. 2b). Der Beschwerdeführer hätte sich bereits im Sommer 1999 nach seiner Akteneinsichtnahme veranlasst sehen müssen, ein Fristwiederherstellungsgesuch einzureichen; die Frist ist somit abgelaufen (E. 2c am Ende). Revision: Der angefochtene Beschluss des Gemeindeparlamentes betreffend Festsetzung der Nutzungsplanung ist inzwischen rechtskräftig geworden. Als Rechtsmittel kommt daher nur ein Revisionsbegehren in Frage. Zweifelhaft, ob die 90-tägige Frist zur Einreichung des Gesuchs nicht bereits abgelaufen ist (E. 2d). Gebühren im Rekursverfahren vor Baurekurskommission: Rechtsgrundlagen (E. 3a). Die Spruch- und Schreibgebühr bewegt sich im vorgegebenen Rahmen (E. 3b/c). </b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsprozessrecht UR: Allgemeines ST: FRIST/-EN">FRIST/-EN</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: FRISTWIEDERHERSTELLUNG">FRISTWIEDERHERSTELLUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: GEMEINDEPARLAMENT">GEMEINDEPARLAMENT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsprozessrecht UR: Allgemeines ST: KOSTEN UND ENTSCHÃDIGUNGEN">KOSTEN UND ENTSCHÃDIGUNGEN</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: Planungs- und Baurecht ST: RAHMENNUTZUNGSPLÃNE">RAHMENNUTZUNGSPLÃNE</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: RECHTSKRAFT">RECHTSKRAFT</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: REKURSKOSTEN">REKURSKOSTEN</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: REVISION">REVISION</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: SCHREIBGEBÃHREN">SCHREIBGEBÃHREN</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: SPRUCHGEBÃHR">SPRUCHGEBÃHR</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsprozessrecht UR: Revision ST: VERFAHREN">VERFAHREN</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ZUSTÃNDIGKEIT">ZUSTÃNDIGKEIT</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade">§ 7 GebÃ¼hrenO</span><br/><span class="gerade">§ 151 GemeindeG</span><br/><span class="ungerade">§ 34 OV BRK</span><br/><span class="gerade">§ 35 OV BRK</span><br/><span class="ungerade">§ 329 Abs. I PBG</span><br/><span class="gerade">§ 12 lit. II VRG</span><br/><span class="ungerade">§ 13 lit. I VRG</span><br/><span class="gerade">§ 86a VRG</span><br/><span class="ungerade">§ 86b VRG</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 4 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Einzug1">I. Der Grosse Gemeinderat der Stadt Illnau-Effretikon beschloss am 30. Januar 1997 eine Revision der Bau- und Zonenordnung (BZO). Dabei blieb versehentlich unbe­merkt, dass die Zonengrenze im Kernzonenplan im Bereich eines GrundstÃ¼cks nicht mit dem Zonenplan 1:5'000 Ã¼berein­stimmte; gemÃ¤ss Letzterem liegt eine TeilflÃ¤che davon in der Kernzone, wÃ¤hrend gemÃ¤ss Ersterem diese FlÃ¤che in der Landwirtschaftszone liegt. Nachdem das mit der Revision beauftragte PlanungsbÃ¼ro nach Abschluss des Planfestsetzungsverfahrens im Parlament die Divergenz entdeckt hatte, wurde die Zonengrenze im Kernzonenplan <b>X</b> jener im Zonenplan 1:5'000 angepasst und die Nutzungsplanung in dieser bereinigten Fassung publiziert. </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">II. Am 22. Juni 1999 reichten <b>Y</b>, EigentÃ¼mer eines in der Umgebung liegenden GrundstÃ¼cks, beim Bezirksrat PfÃ¤ffikon eine Beschwerde sowie eine Aufsichtsbeschwerde mit verschiedenen AntrÃ¤gen ein, welche im Wesentlichen darauf abzielen, den Kernzonenplan <b>X</b> erneut und in einem korrekten Verfahren festzusetzen und den Festsetzungsbeschluss wiederum mit Ansetzung einer Rechtsmittelfrist zu publi­zieren. Sie ergÃ¤nzten diese Eingaben am 16. August 1999.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Der Bezirksrat PfÃ¤ffikon beschloss am 15. Dezember 1999, die Rechtsmittel zu vereinigen (Disp. Ziff. 1), auf die Gemeindeschwerde nicht einzutreten (Disp. Ziff. 2) und der Aufsichtsbeschwerde im Sinn der ErwÃ¤gungen keine Folge zu geben (Disp. Ziff. 3); als zulÃ¤ssiges Rechtsmittel gegen Disp. Ziff. 2 wurde der Rekurs an den Regierungsrat ange­geben (Disp. Ziff. 5). Der Bezirksrat bejahte seine ZustÃ¤ndigkeit zur Behandlung der einge­reichten Gemeindebeschwerde nach § 151 des Gemeindegesesetzes vom 6. Juni 1926 (in der Fassung vom 4. September 1983; GemeindeG), weil im Wesentlichen formelle MÃ¤ngel bei der kommunalen Planfestsetzung gerÃ¼gt wÃ¼rden, weshalb die ZustÃ¤ndigkeit der Baure­kurskommission entfalle (E. I/2). Er betrachtete jedoch die Gemeindebeschwerde als ver­spÃ¤tet (E. I/4). Bei der Beurteilung der Aufsichtsbeschwerde kam er zum Schluss, dass der ursprÃ¼ngliche Grenzverlauf im Kernzonenplan als blosser Schreibfehler zu qualifizieren sei, d.h. auf einem Versehen beruhe, welches formlos habe berichtigt werden dÃ¼rfen. Durch diese nachtrÃ¤gliche Berichtigung sei der in der Bau- und Zonenordnung zum Ausdruck kommende Wille des Gesetzgebers kartographisch richtig dargestellt wor­den. Weil somit durch die nachtrÃ¤gliche formlose Berichtigung weder Rechtsnormen ver­letzt noch Ã¶ffentliche oder private Interessen tangiert worden seien, bestehe kein Anlass zur Anordnung aufsichtsrechtlicher Massnahmen (E. II/1-7).</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">III. Mit Eingabe vom 7. Januar 2000 ersuchte <b>Y</b> die Baurekurskommis­sion III um Wiederherstellung der Rekursfrist zur Anfechtung des Beschlusses des Grossen Gemeinderats Illnau-Effretikon vom 30. Januar 1997 betreffend Revision der BZO. Zur BegrÃ¼ndung brachte er vor, erst aufgrund des bezirksrÃ¤tlichen Beschlusses vom 15. Dezember 1999, der ihm wÃ¤hrend der Gerichtsferien zugestellt worden sei und den er am 31. Dezember 1999 gelesen habe, habe er Kenntnis vom fehlerhaften Gemeinderatsbe­schluss und der stillschweigenden PlanÃ¤nderung erhalten. Wenn er deswegen die Frist zur Anfechtung des Festsetzungsbeschlusses verpasst habe, so dÃ¼rfe ihm dies nicht als grobe NachlÃ¤ssigkeit angelastet werden.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Die Baurekurskommission III beschloss am 2. Februar 2000, auf das Fristwieder­herstellungsgesuch nicht einzutreten. Die Rekurskosten von Fr. 770.-, wovon Fr. 500.- SpruchgebÃ¼hr, Fr. 238.- SchreibgebÃ¼hren und Fr. 32.- Ã¼brige Kanzleikosten, wurden dem Gesuchsteller auferlegt. Aus den ErwÃ¤gungen: GemÃ¤ss § 12 Abs. 2 des Verwaltungs­rechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 (in der Fassung vom 8. Juni 1997; VRG) kÃ¶nne eine versÃ¤umte Frist wiederhergestellt werden, wenn dem SÃ¤umigen keine grobe NachlÃ¤s­sigkeit zur Last falle und er innert 10 Tagen nach Wegfall des Hinderungsgrundes ein Wiederherstellungsgesuch einreiche. Die Frist von 10 Tagen zur Einreichung des Gesuchs sei hier mit der der Post am 7. Januar 2000 Ã¼bergebenen Eingabe nicht gewahrt worden, weil der Beschluss des Bezirksrats PfÃ¤ffikon dem Gesuchsteller bereits am 20. Dezember 1999 zugestellt worden sei; dass er ihn erst am 31. Dezember 1999 gelesen habe, sei unbe­helflich. Dem Gesuch kÃ¶nnte Ã¼berdies auch aus anderen GrÃ¼nden nicht entsprochen wer­den. Wenn nÃ¤mlich der Gesuchsteller, wie er sinngemÃ¤ss geltend mache, den Anfech­tungsgrund erst nach Ablauf der Rekursfrist erkannt habe, so kÃ¶nne dies nicht zur Wieder­herstellung der Rekursfrist fÃ¼hren, da er weder durch persÃ¶nliche GrÃ¼nde (wie etwa Hand­lungsunfÃ¤higkeit oder qualifizierte UnabkÃ¶mmlichkeit) noch durch Ã¤ussere UmstÃ¤nde (wie etwa Unfall) an der Fristwahrung gehindert worden sei. Die von ihm geltend gemachte Neuentdeckung einer rechtserheblichen Tatsache sei allenfalls ein Revisiongrund, sofern er den Mangel nicht hÃ¤tte frÃ¼her erkennen und deswegen mit dem ordentlichen Rechtsmittel geltend machen kÃ¶nnen. Ein solcher Revisionsgrund sei mittels eines Revisionsgesuchs bei der hierfÃ¼r zustÃ¤ndigen Instanz â jene, die den zu revidierenden Entscheid gefÃ¤llt habe â vorzubringen. Habe der Gesuchsteller dagegen den Mangel erst nach Ablauf der Rekurs­frist festgestellt oder feststellen kÃ¶nnen, so liege darin ebenso wenig wie ein Revisions­grund ein Fristwiederherstellungsgrund. </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">III. Mit Beschwerde vom 4. MÃ¤rz 2000 beantragte <b>Y</b> dem Verwaltungs­gericht, den Nichteintretensbeschluss der Baurekurskommission III aufzuheben und die Sache an diese BehÃ¶rde mit der Anweisung zurÃ¼ckzuweisen, auf das Fristwiederherstel­lungsgesuch einzutreten (1); die Kostenauflage der Baurekurskommission sei jedenfalls aufzuheben und Letztere anzuweisen, die Verfahrenskosten neu festzusetzen; eventuell habe das Verwaltungsgericht selber die Rekurskosten in reduzierter HÃ¶he festzusetzen (2); die Kosten des Beschwerdeverfahrens seien dem Staat aufzuerlegen (3). Zur BegrÃ¼ndung brachte er vor, die Auffassung der Baurekurskommission III, im vorliegenden Fall habe die Frist von 10 Tagen zur Einreichung des Wiederherstellungsgesuchs gemÃ¤ss § 12 Abs. 2 VRG bereits mit der Zustellung des Bezirksratsbeschlusses am 20. Dezember 1999 bzw. am Tag danach zu laufen begonnen, sei nicht haltbar. Sie unterstelle dem BeschwerdefÃ¼h­rer, allein schon deswegen pflichtwidrig gehandelt zu haben, weil er den Bezirksratsbe­schluss nicht unmittelbar nach dessen Zustellung gelesen habe. Weil der Beschluss des Bezirksrats PfÃ¤ffikon vom 15. Dezember 1999 infolge der dagegen beim Regierungsrat erhobenen Beschwerde noch nicht rechtskrÃ¤ftig sei, komme sodann eine Revision des Ge­meinderatsbeschlusses vom 30. Januar 1997 ohnehin noch nicht in Betracht; solange das dortige Beschwerdeverfahren pendent sei, bleibe zudem auch offen, ob dem Beschwerde­fÃ¼hrer der von ihm gerÃ¼gte Mangel des Planfestsetzungsbeschlusses schon frÃ¼her hÃ¤tte bekannt sein mÃ¼ssen.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Die Baurekurskommission III beantragte Abweisung des Rekurses. Der als Mitbe­teiligter einbezogene EigentÃ¼mer des streitbetroffenen GrundstÃ¼cks liess sich nicht vernehmen. Das Verwaltungsgericht zog vom Regierungsrat bzw. von der mit der Instruktion der dort eingereichten Beschwerde befassten Amtsstelle verschiedene Un­terlagen (Eingaben an den Bezirksrat vom 16. August 1999; Rekurs an den Regierungsrat vom 10. Januar 2000) bei.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1"> Das Verwaltungsgericht zieht in ErwÃ¤gung:</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">1. Angefochten ist ein Beschluss der Baurekurskommission III vom 2. Februar 2000, womit diese auf das Gesuch des BeschwerdefÃ¼hrers vom 7. Januar 2000 um Wieder­herstellung der Rekursfrist zur Anfechtung des am 7. MÃ¤rz 1997 publizierten Beschlusses des Grossen Gemeinderats Illnau-Effretikon vom 30. Januar 1997 nicht eingetreten ist. Das Verwaltungsgericht ist daher zur Behandlung der vorliegenden Beschwerde nach § 41 VRG sachlich und funktionell zustÃ¤ndig. Der Sache nach geht es um eine Streitigkeit be­treffend die Festsetzung der kommunalen Nutzungsplanung, welche auch bei einer materi­ellen Beurteilung nicht unmittelbar mit einem Streitwert verbunden wÃ¤re; zum Entscheid Ã¼ber die Beschwerde berufen ist daher nach § 38 VRG die Kammer.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">2. a) GemÃ¤ss § 12 Abs. 2 VRG kann eine versÃ¤umte Frist wiederhergestellt werden, wenn dem SÃ¤umigen keine grobe NachlÃ¤ssigkeit zur Last fÃ¤llt und er innert zehn Tagen nach Wegfall des Grundes, der die Einhaltung der Frist verhindert hat, ein Gesuch um Wiederherstellung einreicht (Satz 1). Wird die Wiederherstellung gewÃ¤hrt, so betrÃ¤gt die Frist zur Nachholung der versÃ¤umten Rechtshandlung zehn Tage (Satz 2). ZustÃ¤ndig zur Behandlung des Wiederherstellungsgesuchs ist jene BehÃ¶rde, die bei GewÃ¤hrung der Fristwiederherstellung Ã¼ber die nachgeholte Rechtshandlung zu befinden hat, bezÃ¼glich der Wiederherstellung einer Rechtsmittelfrist also die fÃ¼r die Behandlung des betreffenden Rechtsmittels zustÃ¤ndige BehÃ¶rde (Alfred KÃ¶lz/JÃ¼rg Bosshart/Martin RÃ¶hl, Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons ZÃ¼rich, 2. A., ZÃ¼rich 1999, § 12 N. 24). â Laut § 86a lit. b VRG kann die Revision rechtskrÃ¤ftiger Anordnungen von Verwaltungsbe­hÃ¶rden, Rekurskommission und Verwaltungsgericht von den am Verfahren Beteiligten verlangt werden, wenn diese neue erhebliche Tatsachen oder Beweismittel auffinden, die sie im frÃ¼heren Verfahren nicht beibringen konnten (zum letztgenannten Erfordernis vgl. auch § 86b Abs. 1 VRG). ZustÃ¤ndig zur Behandlung eines Revisionsgesuchs ist grundsÃ¤tz­lich jene BehÃ¶rde, die den zu revidierenden Entscheid getroffen hat (KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 86b N. 5 ff.).</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Zur BegrÃ¼ndung seines von der Baurekurskommission III als verspÃ¤tet beurteilten Fristwiederherstellungsgesuchs vom 7. Januar 2000 hat der BeschwerdefÃ¼hrer ausgefÃ¼hrt, erst aufgrund der ErwÃ¤gungen im Beschluss des Bezirksrats PfÃ¤ffikon vom 15. Dezember 1999 habe er wissen kÃ¶nnen, "dass die zu beanstandenden PlÃ¤ne bereits 1997 hÃ¤tten ange­fochten werden mÃ¼ssen". Die Einhaltung der 1997 laufenden (Rekurs-)frist sei ihm nicht mÃ¶glich gewesen, weil er damals "keine Kenntnis vom fehlerhaften Gemeinderatsbe­schluss und der stillschweigenden PlanÃ¤nderung" gehabt habe.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Vorab stellt sich im Hinblick auf die ZustÃ¤ndigkeit die weder vom BeschwerdefÃ¼h­rer noch von der Baurekurskommission aufgeworfene Frage, mit welchem Rechtsmittel oder Rechtsbehelf der Mangel geltend zu machen ist, der den BeschwerdefÃ¼hrer zu seinem Gesuch um Wiederherstellung der Rekursfrist zur Anfechtung des Beschlusses des Grossen Gemeinderats Illnau-Effretikon veranlasst hat. Nach eigener Darstellung des Beschwerde­fÃ¼hrers handelt es sich dabei um den Mangel, den der Bezirksrat PfÃ¤ffikon im Rahmen der von ihm behandelten Aufsichtsbeschwerde als ein blosses, der formlosen Berichtigung zugÃ¤ngliches Versehen qualifiziert hat. </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">b) Der Bezirksrat hat seine eigene ZustÃ¤ndigkeit zur Behandlung des Rekurses vom 22. Juni/16. August 1999 mit der BegrÃ¼ndung bejaht, mit diesem Rekurs wÃ¼rden im We­sentlichen formelle MÃ¤ngel geltend gemacht, weshalb die grundsÃ¤tzlich in Bau- und Pla­nungssachen gegebene ZustÃ¤ndigkeit der Baurekurskommisison entfalle. TrÃ¤fe diese Be­urteilung der ZustÃ¤ndigkeit zu, so wÃ¤re der Bezirksrat auch zustÃ¤ndig fÃ¼r die Behandlung eines Gesuchs um Wiederherstellung der Rekursfrist; der nunmehr mit Beschwerde ange­fochtene Beschluss der Baurekurskommission III, womit diese auf das Fristwiederherstel­lungsgesuch wegen VerspÃ¤tung nicht eingetreten ist, wÃ¤re im Ergebnis schon aus diesem anderen Grund (UnzustÃ¤ndigkeit der Baurekurskommission) zu bestÃ¤tigen.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Weil Rekurse Ã¼ber kommunale Nutzungsplanungen, zu deren Behandlung nach § 329 Abs. 1 des Planungs- und Baugesetzes vom 7. September 1975 grundsÃ¤tzlich die Baurekurskommissionen zustÃ¤ndig sind, zugleich einen Anwendungsfall der Gemeindebe­schwerde nach § 151 GemeindeG bilden, ist mit Bezug auf bestimmte formelle MÃ¤ngel nicht die Baurekurskommission, sondern der Bezirksrat zustÃ¤ndige Rekursinstanz. Das gilt aber nicht fÃ¼r formelle MÃ¤ngel schlechthin, sondern nur fÃ¼r solche RÃ¼gen, mit denen MÃ¤n­gel des Abstimmungsverfahrens oder Verletzungen des Stimmrechts (vgl. § 151 Abs. 1 Ziff. 1 Halbsatz 2 und Ziff. 3 GemeindeG) geltend gemacht werden (KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 19 N. 107; Hans Rudolf Thalmann, Kommentar zum ZÃ¼rcher Gemeindegesetz, 2. A., WÃ¤denswil 1991, § 153 N. 4; FranÃ§ois Ruckstuhl, Der Rechtsschutz im zÃ¼rcherischen Planungs- und Baurecht, ZBl 86/1985, S. 290; Simon Andreas Trippel, Gemeindebe­schwerde und Gemeinderekurs im Kanton ZÃ¼rich, ZÃ¼rich 1988, S. 76; RR, 7. MÃ¤rz 1984, ZR 85/1986 Nr. 2). Der BeschwerdefÃ¼hrer strebt eine Aufhebung des Beschlusses des Grossen Gemeinderats Illnau-Effretikon vom 30. Januar 1997 an. Bei dem von ihm gerÃ¼gten Mangel ist sein Stimmrecht nicht im Sinn von § 151 Ziff. 3 GemeindeG tangiert; es han­delt sich aber auch nicht um einen Mangel des Abstimmungsverfahrens im Sinn von § 151 Abs. 1 Ziff. 1 Halbsatz 2 GemeindeG. Damit ist die Baurekurskommission III grundsÃ¤tz­lich zu Recht von ihrer ZustÃ¤ndigkeit zur Behandlung des Gesuchs um Wiederherstellung der Rekursfrist ausgegangen. Ob der Bezirksrat PfÃ¤ffikon in seinem vorangehenden Be­schluss vom 15. Dezember 1999 im Hinblick auf allfÃ¤llige weitere RÃ¼gen des Beschwerde­fÃ¼hrers, die allenfalls als Wahlbeschwerde im Sinn von § 151 Abs. 2 GemeindeG verstan­den werden kÃ¶nnten, seine ZustÃ¤ndigkeit gleichwohl zu Recht bejaht hat, braucht hier nicht beurteilt zu werden; dieser Beschluss ist nicht Anfechtungsobjekt der vorliegenden Be­schwerde; gegen ihn hat der BeschwerdefÃ¼hrer entsprechend der zutreffenden Rechtsmit­telbelehrung (vgl. § 19c Abs. 2 und § 43 Abs. 1 lit. a VRG; KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, Vorbem. zu §§ 19-28 N. 19) Rekurs beim Regierungsrat erhoben.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1"> c) Die Baurekurskommission III hat erwogen, die Frist von 10 Tagen zur Ein­reichung des Gesuchs sei hier mit der der Post am 7. Januar 2000 Ã¼bergebenen Eingabe nicht eingehalten worden, weil der Beschluss des Bezirksrats PfÃ¤ffikon dem Gesuchsteller bereits am 20. Dezember 1999 zugestellt worden sei; dass er ihn erst am 31. Januar 2000 gelesen habe, sei unbehelflich. Diese ErwÃ¤gung wird vom BeschwerdefÃ¼hrer zu Recht be­anstandet. Es konnte von ihm auch bei der vorauszusetzenden pflichtgemÃ¤ssen Sorgfalt nicht erwartet werden, dass er vom Inhalt des ihm am 20. Dezember 1999 zugestellten Bezirksratsbeschluss unmittelbar nach Zustellung Kenntnis nahm; hat er â wie er behauptet und wovon auszugehen ist - den Entscheid am 31. Dezember 1999 gelesen, so erscheint die Gesuchsfrist von zehn Tagen gemÃ¤ss § 12 Abs. 2 VRG bezogen auf den geltend gemachten Hinderungsgrund gewahrt, sofern dieser Grund erst mit Kenntnisnahme des Bezirksratsbe­schlusses weggefallen ist, wovon die Baurekurskommission III zugunsten des Beschwerde­fÃ¼hrers stillschweigend ausgegangen ist. </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Letzteres trifft jedoch mit Blick auf den bisherigen Verfahrensablauf nicht zu. Der BeschwerdefÃ¼hrer hÃ¤tte nÃ¤mlich spÃ¤testens im Sommer 1999 Anlass gehabt, ein Fristwie­derherstellungsgesuch zu stellen: Im Juli 1999 hat er auf dem kommunalen Bauamt Ein­sicht in die Akten im Zusammenhang mit der Revision der Bau- und Zonenordnung von 1997 genommen. Dies bewog ihn, die ursprÃ¼nglichen Eingaben an den Bezirksrat PfÃ¤ffi­kon vom 22. Juni 1999 mit neuen Eingaben vom 16. August 1999 zu ergÃ¤nzen. Der Be­schwerdefÃ¼hrer hÃ¤tte sich somit bereits damals veranlasst sehen mÃ¼ssen, ein Gesuch um Wiederherstellung der Rekursfrist bei der zustÃ¤ndigen Baurekurskommission zu stellen. Nachdem er dies unterlassen und keine GrÃ¼nde geltend gemacht hat, die ihn damals am Handeln gehindert hÃ¤tten, ist die MÃ¶glichkeit zur Fristwiederherstellung verwirkt. Die Vor­instanz ist deshalb zu Recht auf das Fristwiederherstellungsgesuch nicht eingetreten.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">d) aa) Die vom BeschwerdefÃ¼hrer geltend gemachten MÃ¤ngel wÃ¤ren indessen ohnehin nicht mit einem Fristwiederherstellungsgesuch, sondern mit einem Revisionsbe­gehren geltend zu machen. Zwar handelt es sich beim Gemeindeparlament, das die Zonen­planÃ¤nderung festgesetzt hat, nicht um eine "VerwaltungsbehÃ¶rde" im engeren Sinn, von der das Verwaltungsrechtspflegegesetz in den Bestimmungen Ã¼ber die Revision ausgeht (vgl. § 86a VRG). Doch bereits kraft Bundesrecht (Art. 4 Abs. 1 der alten bzw. Art. 8 Abs. 1 der neuen Bundesverfassung) muss unter Voraussetzungen, wie sie in § 86a lit. b VRG ausdrÃ¼cklich formuliert sind, die Revision kantonalrechtlicher Entscheide, mithin auch von BeschlÃ¼ssen kommunaler Parlamente Ã¼ber Nutzungsplanungen, gewÃ¤hrleistet sein (vgl. BGE 120 Ib 42 E. 2b, 113 Ia 146 E. 3b am Ende).</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">bb) Der Beschluss des Grossen Gemeinderates vom 30. Januar 1997 (amtlich publi­ziert am 7. MÃ¤rz 1997) ist zwischenzeitlich lÃ¤ngst formell rechtskrÃ¤ftig geworden. Allein der Umstand, dass der BeschwerdefÃ¼hrer nachtrÃ¤glich ‑ Ã¼ber zwei Jahre spÃ¤ter ‑ am 22. Juni 1999 bzw. 16. August 1999 mit Eingaben an den Bezirksrat PfÃ¤ffikon unter ande­rem eine neue Festsetzung der ZonenplanÃ¤nderung und dessen Publikation mit EinrÃ¤umung einer Rechtsmittelfrist verlangt, vermag an der eingetretenen Rechtskraft nichts zu Ã¤ndern. Ob allerdings ein jetzt noch beim Grossen Gemeinderat einzureichendes Revisionsgesuch als rechtzeitig eingegangen angesehen werden kann, erscheint als zweifelhaft; doch braucht diese Frage in diesem Verfahren nicht abschliessend geprÃ¼ft zu werden: Gute GrÃ¼nde spre­chen jedenfalls dafÃ¼r, dass fÃ¼r die Revision von BeschlÃ¼ssen eines Gemeindeparlamentes auch die in § 86b Abs. 2 VRG vorgesehene 90-tÃ¤gige Frist zur Einreichung des Gesuchs seit Entdeckung des Revisionsgrundes analoge Anwendung findet. In diesem Fall wÃ¤re auch diese Frist inzwischen abgelaufen.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">e) Schliesslich ist darauf hinzuweisen, dass der BeschwerdefÃ¼hrer ein schÃ¼tzens­wertes Interesse an der Anfechtung des am 7. MÃ¤rz 1997 publizierten Beschlusses des Grossen Gemeinderats bzw. der darin enthaltenen berichtigten Fassung des Kernzonen­verlaufs nur insoweit hat, als er einen anderen Grenzverlauf, z.B. jenen gemÃ¤ss dem dem Grossen Gemeinderat bei der Beschlussfassung vorliegenden Entwurf des Kernzonenplans, anstrebt. Soweit der BeschwerdefÃ¼hrer zur Erreichung dieses Ziel andere MÃ¤ngel als die von ihm angeblich erst nachtrÃ¤glich erkannte Berichtigung geltend machen wollte, hÃ¤tte er dies, wie schon der Bezirksrat PfÃ¤ffikon zutreffend erwogen hat, mit rechtzeitigem Rekurs gegen den Beschluss des Grossen Gemeinderats tun kÃ¶nnen.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">3. Der BeschwerdefÃ¼hrer beantragt sodann die Aufhebung der von der Baure­kurskommission festgesetzten Spruch- und SchreibgebÃ¼hren von Fr. 500.- bzw. Fr. 238.- sowie deren tiefere Neufestsetzung entweder durch die Vorinstanz oder durch das Verwal­tungsgericht. </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">a) Laut § 13 Abs. 1 VRG kÃ¶nnen VerwaltungsbehÃ¶rden fÃ¼r ihre Amtshandlun­gen GebÃ¼hren und Kosten auferlegen (Satz 1). Der Regierungsrat bezeichnet die kostenpflich­tigen Amtshandlungen und die hierfÃ¼r zu erhebenden GebÃ¼hren in einer Verordnung (Satz 2). Die GebÃ¼hren der Baurekurskommissionen werden in §§ 34 ff. der Verordnung (des Regierungsrats) Ã¼ber die Organisation und den GeschÃ¤ftsgang der Baurekurskommis­sionen vom 20. Juli 1977 (mit seitherigen Ãnderungen; OV BRK, LS 700.7) geregelt. Ge­mÃ¤ss § 34 OV BRK gehÃ¶ren zu den Verfahrenskosten (des Rekursverfahrens) die Spruch­gebÃ¼hr einerseits und die SchreibgebÃ¼hren, Barauslagen und Zustellungskosten anderseits. Die SpruchgebÃ¼hr betrÃ¤gt gemÃ¤ss § 35 OV BRK je nach dem Zeitaufwand sowie der fi­nanziellen und rechtlichen Tragweite, die dem Entscheid im Einzelfall zukommt, Fr. 100.‑ bis Fr. 12'000.‑ (Abs. 1); in besonders aufwÃ¤ndigen Verfahren kann die GebÃ¼hr unter Angabe der GrÃ¼nde bis auf das Doppelte erhÃ¶ht werden (Abs. 2). Bei formellen Entschei­den wie bei UngÃ¼ltigkeit, RÃ¼ckzug oder Gegenstandslosigkeit des Rechtsmittels betrÃ¤gt die SpruchgebÃ¼hr in der Regel einen FÃ¼nftel des der Tragweite eines Endentscheides entspre­chenden Ansatzes (Abs. 3). BezÃ¼glich der Bemessung der SchreibgebÃ¼hren, Barauslagen und Zustellungskosten verweist § 34 lit. b OV BRK vorab auf § 7 der GebÃ¼hrenverordnung fÃ¼r die VerwaltungsbehÃ¶rden vom 30. Juni 1966 (GebÃ¼hrenV; LS 682). </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Die GebÃ¼hrenhÃ¶he, namentlich jene der SpruchgebÃ¼hren, ist aufgrund der genann­ten Kriterien von der Baurekurskommission nach pflichtgemÃ¤ssem Ermessen zu bestim­men. Weiter zu berÃ¼cksichtigen sind der Aufwand durch Verhandlungen, der Umfang der Akten und allfÃ¤lliger Beweiserhebungen sowie der Schwierigkeitsgrad der sich stellenden Rechtsfragen. Insgesamt verfÃ¼gen die BehÃ¶rden bei der GebÃ¼hrenbemessung Ã¼ber einen weiten Ermes­sensspielraum. Das Verwaltungsgericht kann die Kostenauflage und Kosten­verlegung nach § 50 Abs. 2 lit. c VRG nur auf rechtsverletzende Fehler hin Ã¼berprÃ¼fen (vgl. RB 1995 Nr. 90; KÃ¶lz/Boss­hart/RÃ¶hl, § 13 N. 8, 13 und 37).</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">b) HÃ¤tte die Baurekurskommission III den vom BeschwerdefÃ¼hrer mit seinem Fristwiederherstellungsbegehren beabsichtigten Rekurs materiell behandeln mÃ¼ssen, wÃ¤re es letzlich um die Frage gegangen, ob das betroffene GrundstÃ¼ck der Kernzone oder der Landwirtschaftszone zuzuweisen sei. Ob diese Beurteilung eine SpruchgebÃ¼hr von Fr. 2'500.- gerechtfertigt hÃ¤tte, ist keineswegs auszuschliessen, braucht aber nicht nÃ¤her geprÃ¼ft zu werden, weil bei formeller Verfahrenserledigung die Herabsetzung auf einen FÃ¼nftel nur "in der Regel" geboten ist. Ein Nichteintretensbeschluss, wie ihn die Vorin­stanz hier getroffen und begrÃ¼ndet hat, ist mit grÃ¶sserem Aufwand als formelle Erledigun­gen infolge RÃ¼ckzugs oder Gegenstandslosigkeit verbunden. Die auferlegte SpruchgebÃ¼hr von Fr. 500.- hÃ¤lt sich jedenfalls im Rahmen des der Baurekurskommission zustehenden Ermessens. </p> <p class="Einzug1"><i> </i></p> <p class="Einzug1">c) Der vorinstanzliche Beschluss vom 2. Februar 2000 wurde insgesamt an fÃ¼nf Personen bzw. BehÃ¶rden zugestellt. Zusammen mit dem Aktenexemplar ergeben sich so­mit sechs kostenpflichtige Ausfertigungen. Dabei war die Verrechnung der Kopie an den Bezirksrat durchaus gerechtfertigt. GemÃ¤ss § 7 Abs. 2 Satz 2 GebÃ¼hrenV fallen Mitteilun­gen an Amtsstellen nur in Betracht, wenn es sich um eine Vorinstanz handelt oder wenn die Zustellung gesetzlich vorgeschrieben ist. Streng genommen trifft hier bezÃ¼glich des Bezirksrats weder das eine noch das andere zu. Eine Auslegung gegen den Wortlaut ist jedoch zulÃ¤ssig, wenn dafÃ¼r gewichtige GrÃ¼nde sprechen: Vorliegend schliessen sich die ZustÃ¤ndigkeiten des Bezirksrats und jene der Baurekurskommission hinsichtlich der vom BeschwerdefÃ¼hrer geltend gemachten MÃ¤ngel des Beschlusses des Grossen Gemeinderats Illnau-Effretikon ganz oder zumindest teilweise aus. Die Zustellung an den Bezirksrat war deswegen nicht nur zweckmÃ¤ssig, sondern geradezu geboten. Folglich ergibt sich daraus eine SchreibgebÃ¼hr von Fr. 210.- (Erstexemplar: 7 Seiten Ã Fr. 15.- = Fr. 105.-; 5 weitere Ausfertigungen: 5 x 7 Seiten Ã Fr. 3.- = Fr. 105.-). ‑ Die verbleibende Differenz von Fr. 28.- wird abgedeckt durch die Ausfertigung der prozessleitenden VerfÃ¼gung vom 12. Januar 2000. § 34 lit. b OV BRK in Verbindung mit § 7 GebÃ¼hrenV lÃ¤sst durchaus Raum, auch fÃ¼r prozessleitende VerfÃ¼gungen eine SchreibgebÃ¼hr zu erheben. Die Festset­zung der SchreibgebÃ¼hr erweist sich damit nicht als rechtsverletzend.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">...</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1"> DemgemÃ¤ss entscheidet das Verwaltungsgericht:</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug2">1. Die Beschwerde wird abgewiesen.</p> <p class="Einzug2"> </p> <p class="Einzug2">2. ...</p> <p class="Einzug2"> </p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>