<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2002.00027</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="https://vgrzh.djiktzh.ch/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=https://vgrzh.djiktzh.ch&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=106598&amp;W10_KEY=4467146&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2002.00027</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 21.03.2002</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">3. Abteilung/3. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Das Bundesgericht hat eine staatsrechtliche Beschwerde gegen diesen Entscheid am 25.11.2002 abgewiesen.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Raumplanungs-, Bau- und Umweltrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Sanierung einer Kanalisationsleitung</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Pflicht der Grundstückeigentümer zur Sanierung auf eigene Kosten<br/><br/>Auf die Beschwerde ist grundsätzlich einzutreten (E. 1a).<br/>Nicht einzutreten ist aber auf den Antrag, der Gemeinderat sei anzuweisen, die Kanalisations-Hauptleitung auf Kosten der Gemeinde reparieren zu lassen (E. 1b).<br/>Es ist davon auszugehen, dass der Beschwerdeführer sich vor dem Entscheid nicht zum Sachverhalt äussern konnte; gleichwohl ist auf Rückweisung zu verzichten (E. 2a).<br/>Anwendbar ist das zur Zeit der erstinstanzlichen Verfügung in Kraft stehende Recht (E. 2b).<br/>Bei der strittigen Leitung handelt es sich um eine Grundstück-Anschlussleitung, für deren Unterhalt die Eigentümer der angeschlossenen Grundstücke aufzukommen haben (E. 2c).<br/>Aufgrund der Akten ist von der Sanierungsbedürftigkeit der Leitung auszugehen (E. 2d).<br/>Allfällige Haftungsansprüche gegen die Gemeinde sind vor den Zivilgerichten geltend zu machen (E. 2e).<br/>Die weiteren Vorbringen sind nicht geeignet, die Sanierungs- und Kostentragungspflicht des Beschwerdeführers in Frage zu stellen (E. 2f).</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ANSCHLUSSLEITUNG">ANSCHLUSSLEITUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: Umweltschutz ST: GEWÃSSERSCHUTZ">GEWÃSSERSCHUTZ</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: GRUNDSTÃCKANSCHLUSSLEITUNG">GRUNDSTÃCKANSCHLUSSLEITUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: HAFTUNG">HAFTUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: INTERTEMPORALES RECHT">INTERTEMPORALES RECHT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: KANALISATION">KANALISATION</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: RECHTLICHES GEHÃR">RECHTLICHES GEHÃR</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: RÃCKWEISUNG">RÃCKWEISUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: SANIERUNGSBEDÃRFTIGKEIT">SANIERUNGSBEDÃRFTIGKEIT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: SANIERUNGSPFLICHT">SANIERUNGSPFLICHT</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: STAATSHAFTUNG">STAATSHAFTUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: STREITGEGENSTAND">STREITGEGENSTAND</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: UNENTGELTLICHE PROZESSFÃHRUNG (UP)">UNENTGELTLICHE PROZESSFÃHRUNG (UP)</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ZUSTELLUNG">ZUSTELLUNG</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade">Art. 15 EG GSchG</span><br/><span class="gerade">§ 19 HaftungsG</span><br/><span class="ungerade">§ 16 lit. I VRG</span><br/><span class="gerade">Art./§ 5 VA Zell</span><br/><span class="ungerade">Art./§ 6 VA Zell</span><br/><span class="gerade">Art./§ 8 lit. I VA Zell</span><br/><span class="ungerade">Art./§ 9 VA Zell</span><br/><span class="gerade">Art./§ 56 VA Zell</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Einzug1"><span>I. Der Gemeinderat X beschloss am 29. MÃ¤rz 2001, das gemeinsame private, im Eigentum von B und A befindliche SchmutzwasserleitungsstÃ¼ck zwischen dem Kontrollschacht beim Bach und der im Eigentum der Gemeinde befindlichen Hauptleitung sei durch eine neue Steinzeugleitung zu ersetzen, und rÃ¤umte den betroffenen EigentÃ¼mern dafÃ¼r eine Frist von einem Monat ein. Die Sanierung sei durch das GemeindeingenieurbÃ¼ro zu kontrollieren. FÃ¼r den Fall der Nichtbeachtung dieser Fristansetzung drohte der Gemein­de­rat Busse und Ersatzvornahme auf Kosten der Pflichtigen an und machte fÃ¼r die Kosten allfÃ¤lliger Voll­streckungsmassnahmen ein gesetzliches Grundpfandrecht geltend. Die Grund­eigen­tÃ¼mer wurden weiter verpflichtet, die Kosten der Sanierung je zur HÃ¤lfte zu tragen; ihnen wurden auch die Verfahrenskosten von Fr. 200.- auferlegt.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>II. A erhob gegen den Beschluss des Gemeinderats X am 17. Mai 2001 Rekurs an den Bezirksrat V und beantragte dessen Aufhebung. Der Bezirksrat wies das Rechts­mittel am 23. November 2001 ab, soweit er darauf eintrat.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>III. Am 20. Januar 2002 wandte sich A mit Beschwerde ans Verwaltungsgericht und verlangte sinngemÃ¤ss die Aufhebung des vorinstanzlichen Beschlusses. Der Bezirksrat beantragte am 29. Januar Abweisung der Beschwerde, ebenso der Gemeinderat X mit Beschwerdeantwort vom 21. Februar 2002.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die Kammer zieht in ErwÃ¤gung:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>1. a) Gegen Rekursentscheide der BezirksrÃ¤te ist gemÃ¤ss § 19c Abs. 2 und § 41 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959/8. Juni 1997 (VRG) die Beschwerde ans Verwaltungsgericht zulÃ¤ssig. Da auch die Ã¼brigen Voraussetzungen erfÃ¼llt sind, ist auf das Rechtsmittel grundsÃ¤tzlich einzutreten.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) Nicht einzutreten ist allerdings auf den Antrag, der Gemeinderat X sei anzuweisen, auf Kat.Nr. 1 die dringenden Reparaturarbeiten an der Kanalisations-Haupt­leitung so­fort auf eigene Kosten vornehmen zu lassen sowie die fehlenden EntlÃ¼ftungsleitungen einzubauen. Dies bildete nicht Gegenstand des erstinstanzlichen Beschlusses und kann somit im vorliegenden Verfahren nicht Teil des Streitgegenstands sein (Alfred KÃ¶lz/JÃ¼rg Bosshart/Martin RÃ¶hl, Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons ZÃ¼rich, 2. A., ZÃ¼rich 1999, § 52 N. 3). Ãberdies ist das Verwaltungsgericht nicht AufsichtsbehÃ¶rde Ã¼ber die Gemeinden in Fragen der Abwasserentsorgung und deshalb nicht befugt, diesbezÃ¼glich Weisungen zu erteilen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>2. a) Der BeschwerdefÃ¼hrer rÃ¼gt erstens sinngemÃ¤ss, sein rechtliches GehÃ¶r sei dadurch verletzt worden, dass er den Brief des Beschwerdegegners vom 23. Februar 2001, mit dem die betroffenen GrundeigentÃ¼mer Ã¼ber die SchÃ¤den an der streitbetroffenen Schmutz­wasserleitung informiert werden sollten, gar nie erhalten habe.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Zwar ist davon auszugehen, dass ein Exemplar dieses Schreibens auch an den BeschwerdefÃ¼hrer abgeschickt wurde, hingegen fehlt ein Zustellungsbeleg. Zu vermuten, ein nicht eingeschriebener Brief habe dessen Adressaten erreicht, ist unzulÃ¤ssig (KÃ¶lz/Boss­hart/RÃ¶hl, § 10 N. 22 m.H.). Der Bezirksrat ging somit zu Unrecht ohne weitere PrÃ¼fung davon aus, dem BeschwerdefÃ¼hrer sei dieses zugestellt worden und er habe somit ausreichend Gelegenheit gehabt, seinen Standpunkt zu wahren. Es ist deshalb davon auszugehen, dass der BeschwerdefÃ¼hrer im erstinstanzlichen Verfahren das ihm zustehende rechtliche GehÃ¶r nicht wahrnehmen konnte.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Dieser Befund fÃ¼hrt nicht dazu, dass der angefochtene Entscheid aufzuheben und die Angelegenheit an den Beschwerdegegner zurÃ¼ckzuweisen wÃ¤re, wie es die formelle Natur des GehÃ¶rsanspruchs an sich verlangt (KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 8 N. 5 f.). Gerade in FÃ¤llen wie dem vorliegenden, in dem die BehÃ¶rde sich bemÃ¼ht hat, die Rechte der privaten Verfahrensbeteiligten zu wahren, rechtfertigt es sich, die NichtgewÃ¤hrung als im Rechtsmit­telverfahren geheilt zu betrachten (vgl. zur Heilung KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 8 N. 48 ff.). Ãberdies wurde im Beschluss der Gemeinde auf den fraglichen Brief Bezug genommen und hatte der BeschwerdefÃ¼hrer nach eigener Aussage nach Einreichung des Rekurses <br/> eine â wenn auch kurze â Aussprache mit dem Bauvorstand der Gemeinde.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) In der Sache selbst bringt der BeschwerdefÃ¼hrer zunÃ¤chst vor, zur Zeit der Erstel­­lung der fraglichen Leitung im Jahr 1971 habe noch die alte Bauordnung der Gemeinde X von 1954 sowie die damalige Kanalisations-Verordnung gegolten. Diese Erlasse hÃ¤tten auch heute noch fÃ¼r den vorliegenden Fall ihre GÃ¼ltigkeit.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Anwendbar ist grundsÃ¤tzlich jenes Recht, das in Kraft stand, als der angefochtene Beschluss erlassen wurde. Massgebend ist somit, ob am 29. MÃ¤rz 2001 eine Sanierungs- und Kostentragungspflicht des BeschwerdefÃ¼hrers mit Bezug auf den streitbetroffenen Ab­wasserkanal bestand. Dass dieser noch unter der Herrschaft frÃ¼herer, inzwischen ausser Kraft getretener Erlasse erbaut wurde, steht dem nicht entgegen, sondern bewirkt hÃ¶chstens eine â zulÃ¤ssige â unechte RÃ¼ckwirkung (Ulrich HÃ¤felin/Georg MÃ¼ller, Grundriss des Allgemeinen Verwaltungsrechts, 3. A., ZÃ¼rich 1998, Rz. 273 ff.). Im Ãbrigen ergibt sich auch aus der Kanalisationsanschlussbewilligung vom 7. Dezember 1970, dass Erstel­lung und laufender Unterhalt zu Lasten der damaligen EigentÃ¼merin und Gesuchsteller­in gingen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>GemÃ¤ss § 15 des kantonalen EinfÃ¼hrungsgesetzes zum GewÃ¤sserschutzgesetz vom 8. Dezember 1974 (EG GSchG) haben die Gemeinden ein Ã¶ffentliches Kanalnetz mit den nÃ¶tigen zentralen Reinigungsanlagen zu erstellen, verbessern, unterhalten und betreiben (Abs. 1). Nebenleitungen aus den Quartieren kÃ¶nnen durch die Gemeinde erstellt werden, ganz oder teilweise auf Kosten der EigentÃ¼mer der anzuschliessenden GrundstÃ¼cke; die Lei­tungen sind ins Eigentum der Gemeinde zu Ã¼berfÃ¼hren (Abs. 3). Erstellung, Unterhalt und Reinigung der Abwasseranlagen der einzelnen GrundstÃ¼cke sind nach Massgabe der kommunalen Vorschriften Sache der GrundeigentÃ¼mer (Abs. 4). GestÃ¼tzt darauf erliess die </span></p> <p class="Einzug1"><span>Gemeinde X die Verordnung Ã¼ber Abwasseranlagen vom 11. Juni 1982 (VA). Art. 5 ff. VA </span></p> <p class="Einzug1"><span>unterscheiden entsprechend dem EG GSchG zwischen Ã¶ffentlichen KanÃ¤len, die grund­sÃ¤tz­lich durch die Gemeinde finanziert werden, Nebenleitungen, welche die AbwÃ¤sser in den Quartieren sammeln und in der Regel von den EigentÃ¼mern der anzuschliessenden GrundstÃ¼cke zu finanzieren sind, Sanierungsleitungen sowie GrundstÃ¼ck-Anschluss­lei­tun­gen, die von den GrundeigentÃ¼mern auf eigene Kosten zu erstellen und zu betreiben sind. Nach Art. 9 VA kann allerdings die Gemeinde auch private Abwasseranlagen, die Ã¶f­fent­lichen Interessen dienen, Ã¼bernehmen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>c) Der Bezirksrat erwog, bei der streitbetroffenen Schmutzwasserleitung handle es sich weder um einen Ã¶ffentlichen Kanal noch um eine Neben- oder eine Sanierungsleitung, sondern um eine GrundstÃ¼ck-Anschlussleitung gemÃ¤ss Art. 8 Abs. 1 VA, die der Ableitung des Abwassers einzelner HÃ¤user oder kleinerer HÃ¤usergruppen diene. Der BeschwerdefÃ¼hrer behaupte zwar, die Gemeinde habe diese Leitung im Sinn von Art. 9 VA Ã¼bernommen, habe dafÃ¼r aber keinen Nachweis erbracht. Somit obliege eine allfÃ¤llige Sanierung der Lei­tung ihm und der MiteigentÃ¼merin B. Dieser Beurteilung ist vollumfÃ¤nglich zuzustimmen (§ 28 Abs. 1 Satz 2 in Verbindung mit § 70 VRG). AngefÃ¼gt werden kann, dass die vom BeschwerdefÃ¼hrer behauptete Ãbernahme der Leitung auch rechtlich fragwÃ¼rdig wÃ¤re, da diese nach den Akten allein der EntwÃ¤sserung der beiden privaten angeschlossenen GrundstÃ¼cke dient und ein Ã¶ffentliches Interesse im Sinn von Art. 9 VA, das eine Ãbernahme rechtfertigen kÃ¶nnte, nicht ersichtlich ist. GrundsÃ¤tzlich ist somit davon auszugehen, dass die EigentÃ¼mer der GrundstÃ¼cke, deren Entsorgung die betroffene Leitung dient, diese zu unterhalten und zu sanieren haben.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>d) Nach Art. 56 VA haben die EigentÃ¼mer die privaten Abwasseranlagen in gutem, funktionstÃ¼chtigem Zustand zu halten. Der BeschwerdefÃ¼hrer bestreitet die SanierungsbedÃ¼rftigkeit der streitbetroffenen Leitung. Die in diesem Schacht aufgetretene Ãberschwem­mung sei nicht durch SchÃ¤den daran entstanden, sondern durch Ãberdruck im Ã¶ffentlichen Kanalnetz zwischen Z und Y, der auf fehlende EntweichmÃ¶glichkeiten fÃ¼r Druckluft zurÃ¼ckzufÃ¼hren gewesen sei. Auf den beigelegten Fotos sei zudem nir­gends eine eingewachsene Wurzel in der Kanalisationsleitung zu erkennen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die tatsÃ¤chlichen Annahmen des Beschlusses der Gemeinde X stÃ¼tzen sich auf eine Aktennotiz, Aufnahmen des Kanalfernsehens, sowie eine Plan­skizze. Aktennotiz und Plan­skizze beschreiben den Zustand der fraglichen Lei­tung recht detailliert. Der BeschwerdefÃ¼hrer vermag diesem Befund nichts Substanzielles entgegenzusetzen, sondern beschrÃ¤nkt sich auf pauschale Bestreitungen und vor allem â im vorliegenden Zusammenhang nicht interessierende (vgl. E. 2f) â AusfÃ¼hrungen Ã¼ber MÃ¤ngel im Kanalisationsnetz der Gemeinde im Allgemeinen und zwischen den Ortschaften Y und Z im Besonderen. Die aktenkundigen Feststellungen werden Ã¼berdies gestÃ¼tzt durch die Tatsache, dass Kanalisationsleitungen erfahrungsgemÃ¤ss 30 Jah­re nach ihrer Erstellung sanierungsbedÃ¼rftig sein kÃ¶n­nen. Die beiliegenden Fotografien lassen zwar keine sicheren SchlÃ¼sse zu, widersprechen aber der Annahme der Gemeinde, die Schmutz­leitung werde durch WurzeleinwÃ¼chse verstopft, jedenfalls nicht; vielmehr deuten sie auf einen nicht ordnungsgemÃ¤ssen Zustand hin. Es somit davon auszugehen, dass mehrere SchÃ¤­den an der Leitung deren Instandstellung notwendig machen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>e) Der BeschwerdefÃ¼hrer wirft der Gemeinde X vor, sie habe ihr Ã¶ffentliches Kanalisationsnetz nicht fachgerecht erstellt und unterhalte es ungenÃ¼gend, was hÃ¤ufig zu erheblichen Problemen fÃ¼hre. Dieses Vorbringen vermag nicht zu entkrÃ¤ften, dass die streitbetroffene Abwasserleitung sanierungsbedÃ¼rftig ist. Was der BeschwerdefÃ¼hrer daraus sonst zu eigenen Gunsten ableiten will, bleibt unklar. Da er eine SchÃ¤digung und damit einen Sa­nierungsbedarf in Abrede stellt, beabsichtigt er kaum, eine Haftpflicht der Gemein­de fÃ¼r die entstehenden Kosten geltend zu machen. Ohnehin wÃ¤re aber darÃ¼ber nicht im vorliegen­den Verfahren zu befinden. Nach § 19 Abs. 1 des Haftungsgesetzes vom 14. Sep­tember 1969 haben die Zivilgerichte Ã¼ber AnsprÃ¼che von Privatpersonen gegen den Staat zu entscheiden.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>f) Die weiteren Vorbringen des BeschwerdefÃ¼hrers sind ebenfalls nicht geeignet, seine Sanierungs- und Kostentragungspflicht in Frage zu stellen. Ob tÃ¤glich Tausende von Tonnen Jauche und KlÃ¤rschlamm durch Landwirte ausgebracht wird, ist fÃ¼r die hier zu ent­scheidende Frage ohne Bedeutung. Der BeschwerdefÃ¼hrer kann sich seiner Verantwortlich­keit nicht unter Hinweis auf angebliche die Sauberkeit der GewÃ¤sser schwerer gefÃ¤hrdende MissstÃ¤nde entziehen. Die Beschwerde ist somit abzuweisen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>3. ...</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>DemgemÃ¤ss beschliesst die Kammer:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>...</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>und entscheidet:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>1. Die Beschwerde wird abgewiesen.</span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>...</span></p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>