<h2>SubmittedText<h2><p>Der Bundesrat wird beauftragt, zu prüfen und zu berichten, wie durch die Förderung der Grundkompetenzen gemäss neuem Weiterbildungsgesetz (Art. 13-16) der Zugang zu Nachholbildung ermöglicht werden kann.</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Grundkompetenzen sind eine Voraussetzung, um am lebenslangen Lernen und am gesellschaftlichen Leben teilnehmen zu können. Der Bundesrat misst deshalb der Förderung von Grundkompetenzen Erwachsener eine grosse Bedeutung zu. Der Erwerb von Grundkompetenzen Erwachsener wird im Rahmen verschiedener Spezialgesetze gefördert. Das Weiterbildungsgesetz, das am 20. Juni 2014 vom Parlament verabschiedet wurde, bietet die Grundlage für ein durch Bund und Kantone koordiniertes Vorgehen in diesem Bereich. Zu den entsprechenden Gesetzesbestimmungen (Art. 13-16 des Weiterbildungsgesetzes) wird derzeit eine Bundesratsverordnung erarbeitet. Im Rahmen dieser Arbeiten und in den Erläuterungen zum Verordnungsentwurf wird den von der Postulantin angesprochenen Aspekten Rechnung getragen werden.</p><p>Fragen des Zugangs zur Nachholbildung für gering qualifizierte, sozial benachteiligte Menschen werden im Nationalen Programm zur Prävention und Bekämpfung von Armut (Laufzeit 2014-2018) untersucht.</p><p>Der Bundesrat hat ausserdem am 19. September 2014 aufgrund der Annahme der Volksinitiative "gegen Masseneinwanderung" die Massnahmen der Fachkräfte-Initiative im Handlungsfeld "Höherqualifizierung" verstärkt. Dabei soll unter anderem der Zugang zur Berufsbildung und zu Berufsabschlüssen für Erwachsene erleichtert werden. Die Umsetzung dieses Auftrags wird mit den Arbeiten zur Bundesratsverordnung zum Weiterbildungsgesetz abgestimmt.</p><p>Der Bundesrat wird bis Ende Juni 2015 den Stand der Arbeiten zur Umsetzung der Fachkräfte-Initiative beurteilen und insbesondere prüfen, ob weitere Massnahmen und finanzielle Mittel notwendig sind, um den Fachkräftemangel wirksam zu bekämpfen.</p><p>Das Anliegen des Postulates wird damit erfüllt. Zusätzliche Abklärungen und einen separaten Bericht erachtet der Bundesrat nicht als zielführend.</p>  Der Bundesrat beantragt die Ablehnung des Postulates.