<h2>SubmittedText<h2><p>Der Bundesrat wird beauftragt, das Bundesgesetz über die Invalidenversicherung (IVG) anzupassen. Es soll eine Meldepflicht für die Leistungserbringer gemäss Artikel 35 des Bundesgesetzes über die Krankenversicherung (KVG) geschaffen werden. Bei längerer Arbeitsunfähigkeit sollen die Leistungserbringer eine Meldung an die IV-Stelle machen. Der Bundesrat soll die Kompetenz erhalten, die für die Meldung notwendige Dauer der Arbeitsunfähigkeit und das Verfahren festzulegen.</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Der Bundesrat ist der Ansicht, dass behandelnde Ärzte und Ärztinnen im Eingliederungsprozess eine sehr bedeutende Rolle spielen und sie eine grosse Verantwortung für das rechtzeitige Beschreiten des Eingliederungsweges tragen. Ein möglichst früher Einbezug der Invalidenversicherung (IV) durch behandelnde Ärzte und Ärztinnen erlaubt es der IV, rascher zu reagieren und zu vermeiden, dass sich gesundheitliche Probleme chronifizieren. Dadurch erhöhen sich die Chancen der versicherten Personen, den bestehenden Arbeitsplatz zu erhalten. In diesem Sinne war im Jahr 2008 mit der 5. IV-Revision die Früherfassung eingeführt worden, welche u. a. das Melderecht für Ärzte und Chiropraktoren vorsah. Für den Bundesrat geht eine allgemeine Verpflichtung für alle Leistungserbringer gemäss Artikel 35 des Bundesgesetzes über die Krankenversicherung (SR 832.10) zu weit. Unter allen im erwähnten Artikel aufgeführten Leistungserbringern sind lediglich diejenigen nach den Buchstaben a und c geeignet für eine Meldung. Alle anderen in Artikel 35 aufgeführten Leistungserbringer begleiten die Versicherten nur während einer bestimmten Zeit, was es ihnen nicht ermöglicht, darüber zu urteilen, ob eine Meldung an die IV von ihrer Seite aus angezeigt ist oder nicht (z. B. Hebammen, Geburtshäuser, Heilbäder). Viele von ihnen stellen zudem weder Arbeitsunfähigkeitszeugnisse aus, noch sind sie an konkreten, die Eingliederung betreffenden Lösungsfindungen beteiligt (Apotheker, Laboratorien, Transport- und Rettungsunternehmen usw.). Deshalb beantragt der Bundesrat die Ablehnung der Motion. Er ist jedoch bereit, im Rahmen der Umsetzung der Motion Schwaller 13.3990, "Eine nachhaltige Sanierung der Invalidenversicherung ist dringend notwendig", Massnahmen zu prüfen, die die Zusammenarbeit mit den behandelnden Ärzten und Chiropraktoren verbessern und damit die Eingliederung stärken.</p>  Der Bundesrat beantragt die Ablehnung der Motion.