B u n d e s v e rw a l t u n g s g e r i ch t T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i f f éd é r a l T r i b u n a l e am m i n i s t r a t i vo f e d e r a l e T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i v fe d e r a l Abteilung I A-6759/2011 Urteil vom 20. Dezember 2012 Besetzung Richter Daniel Riedo (Vorsitz), Richter Michael Beusch, Richter Pascal Mollard, Gerichtsschreiberin Iris Widmer. Parteien A._______, vertreten durch …, Beschwerdeführerin, gegen Eidgenössische Steuerverwaltung ESTV, Hauptabteilung Mehrwertsteuer, Schwarztorstrasse 50, 3003 Bern, Vorinstanz . Gegenstand MWST; Spielertransfers, Vorsteuerabzug (1/98-4/03). A-6759/2011 Seite 2 Sachverhalt: A. Die A._______ (Steuerpflichtige) übte im vorliegend relevanten Zeitraum nach ihren eigenen Angaben unter anderem den Handel mit Rechten an Fussballspielern aus. An diversen Tagen der Jahre 2003 bis 2005 führte die Eidgenössische Steuerverwaltung (ESTV) bei der Steuerpflichtigen eine Kontrolle betre f- fend die Abrechnungsperioden 1. Quartal 1998 bis 4. Quartal 2003 (1. Ja- nuar 1998 bis 31. Dezember 2003) durch . Die ESTV b eanstandete ver- schiedene Punkte. So seien u.a. "Transfererlöse aus dem Handel mit Fussballspielern" sowie "Dienstleistungsbezüge aus dem Ausland (Spi e- lereinkäufe etc.)" nicht versteuert und nicht deklariert worden. Daraus re- sultierten – separiert nach den jeweils für die kontrollierten Quartale gel- tenden rechtlichen Grundlagen ( vgl. die Verordnung vom 22. Juni 1994 über die Mehrwertsteuer [ aMWSTV, AS 1994 1464] bzw. das Bundesge- setz vom 2. September 1999 über die Mehrwertsteuer [aMWSTG, AS 2000 1300 ]) – diverse Ergänzungsabrechnungen (EA) und Gut schriften (GS), welche die Steuerpflichtige mit (zwei) Schreiben vom 30. Juni 2006 teilweise, namentlich betreffend die "Frage des Rechts auf Abzug der Vorsteuer", bestritt. Mit Entscheiden je vom 30. Januar 2008 hielt die ESTV an ihren Forderungen fest. B. B.a Am 29. Februar 2008 erhob die Steuerpflichtige in einer einzigen Eingabe Einsprache gegen die beiden genannten Entscheide und bean- tragte deren Aufhebung. Sie brachte im Wesen tlichen vor, bei den Zahlungen "im Bereich 'Tran s- fer' von Spielern" handle es sich um von der Steuer ausgenommene "Ausbildungsentschädigungen". Die mit ausländischen Vereinen g e- schlossenen Vereinbarungen betreffend "den 'Transfer' von Spielern" bzw. die auf dieser Basis geleisteten Zahlungen stellten zudem seit dem "Bosman Urteil" reine "Schadenersatzzahlungen" für die vorzeitige Aufl ö- sung von Verträgen dar. Diese Zahlungen unterlägen nicht der Meh r- wertsteuer. Ausserdem stünde ihr das Recht auf Vorsteuerabzug zu. Es sei nämlich zu beachten, dass sie die von ihr eingekauften Spieler der X._______ AG entgeltlich zur Verfügung gestellt habe. B.b Die ESTV erkannte in ihrem Einspracheentscheid vom 14. November 2011, mangels Anfechtung seien gewisse Teile ihrer Forderung in Rechts-A-6759/2011 Seite 3 kraft erwachsen. Im Weiteren wies sie die Einsprache ab und machte für den Zeitraum vom 1. Januar 1998 bis zum 31. Dezember 2000 Meh r- wertsteuern in der Höhe von Fr. 511'603.– (nebst Zins) bzw. für den Zei t- raum vom 1. Januar 2001 bis zum 31. Dezember 2003 von Fr. 300'592.– (nebst Zins), insgesamt ausmachend Fr. 812'195.–, geltend. In ihrer Begründung brachte sie hauptsächlich vor, gemäss bundesg e- richtlicher Rechtsprechung gelte der Spielertransfer als steuerbare Dienstleistung (Überlassung immaterieller Werte und Rechte). Von dieser Rechtsprechung abzuweichen, bestehe vorliegend kein Grund. Hinsich t- lich des Rechts auf Vorsteuerabzug hielt sie fest, gemäss den von ihr vor Ort gemachten Feststellungen habe die Steuerpflichtige der X._______ AG die Rechte an den Spielern unentgeltlich zur Verfügung gestellt, so dass kein Recht auf Vorsteuerabzug entstanden sei. C. C.a Gegen diesen Einspracheentscheid erhob die Steuerpflichtige (B e- schwerdeführerin) am 15. Dezember 2011 Beschwerde beim Bundesve r- waltungsgericht. Sie beantragt die Aufhebung des E inspracheentscheids, soweit die ESTV an ihrer Steuernachforderung im Umfang von Fr. 812'195.– festhalte, eventualiter sei die Sache zur Neuberechnung an die Vorinstanz zurückzuweisen; unter Kosten - und Entschädigungsfolge. In ihrer Begründung hält sie an d en bereits in der Einsprache vorgetrage- nen Argumenten fest. C.b In ihrer Vernehmlassung vom 30. Januar 2012 schliesst die ESTV (Vorinstanz) auf Abweisung der Beschwerde und nimmt zu ausgewählten Punkten Stellung. von der ESTV als "reines Finanzvehikel", welche s "ausserhalb der Wi r- kung Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 1. 1.1 Angefochten ist ein Einspracheentscheid der ESTV und damit eine Verfügung nach Art. 5 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 über das Verwaltungsverfahren (VwVG, SR 172.021). Das Bundesverwal- tungsgericht ist die zuständige Beschwerdeinstanz (Art. 31, Art. 32 e contrario und Art. 33 Bst. d des Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesverwaltungsgericht [Verwaltungsgerichtsgesetz, VGG, SR 173.32]). Das vorliegende Verfahren richtet sich nach dem VwVG, soweit A-6759/2011 Seite 4 das VGG nichts anderes bestimmt (Art. 37 VGG). Auf die form - und frist- gerecht eingereichte Beschwerde ist einzutreten. 1.2 Am 1. Januar 2010 ist das Bundesgesetz vom 12. Juni 2009 über die Mehrwertsteuer (MWSTG, SR 641.20) in Kraft getreten. Das MWSTG löst das aMWSTG ab, welches seinerseits per 1. Januar 2001 die aMWSTV ersetzte. Die bisherigen gesetzlichen Bestimmungen sowie die darauf gestützt erlassenen Vorschriften bleiben grundsätzlich weiterhin auf alle während ihrer Geltungsdauer eingetretenen Tatsachen und entstandenen Rechtsverhältnisse anwendbar (Art. 112 Abs. 1 MWSTG). Die Beurteilung des vorliegenden Sachverhalts, sofern er sich in der Zeit vom 1. Ja nuar 2001 bis zum 31. Dezember 2003 ereignete, richtet sich dem nach nach dem aMWSTG; sofern sich der Sachverhalt in der Zeit vom 1. Januar 1998 bis zum 31. Dezember 2000 zugetragen hat, beurteilt sich dieser – gemäss der inhaltlich Art. 112 Abs. 1 MWSTG entsprechenden Regelung in Art. 93 Abs. 1 aMWSTG – nach der aMWSTV. Demgegenüber ist das neue mehrwertsteuerliche Verfahrensrecht im Sinn von Art. 113 Abs. 3 MWSTG auf sämtliche im Zeitpunkt des In kraft- tretens hängige Verfahren anwend bar. Allerdings ist Art. 113 Abs. 3 MWSTG insofern restriktiv zu handhaben, als gem äss höchstrichterlicher Rechtsprechung nur eigentliche Verfahrensnormen sofort auf hän gige Verfahren anzuwenden sind, und es dabei nicht zu einer Anwen dung von neuem materiellen Recht auf altrechtliche Sach verhalte kommen darf (ausführlich: Ur teil des Bundesverwaltungsgerichts A -1113/2009 vom 23. Februar 2010 E. 1.3, vgl. auch Urteile des Bundesverwaltungsgerichts A-6299/2009 vom 21. April 2011 E. 2.2 und E. 5.7, A -6642/2008 vom 8. November 2010 E. 1.3, A-7652/2009 vom 8. Juni 2010 E. 1.3, mit Hin- wiesen). 2. 2.1 Der Mehrwertsteuer im Inland unterliegen die entgeltliche Lieferung von Gegenständen, die entgeltlich erbrachten Dienstleistungen, der E i- genverbrauch sowie der entgeltliche Bezug von Dienstleistungen aus dem Ausland, sofern sie nicht ausdrücklich von der Besteuerung ausg e- nommen oder befreit sind (Steuerobjekt; Art. 4 Bst. a -d aMWSTV, Art. 14 und 15 aMWSTV; Art. 5 Bst. a -d aMWSTG, Art. 18 und 19 aMWSTG). Eine Dienstleistung liegt unter anderem vor, wenn immaterielle Werte oder Rechte ü berlassen werden (Art. 6 Abs. 2 Bst. a aMWSTV; Art. 7 Abs. 2 Bst. a aMWSTG). A-6759/2011 Seite 5 2.2 Damit eine steuerbare Leistung überhaupt vorliegt, muss sie im Au s- tausch mit einer Gegenleistung (Entgelt) erfolgen. Die Entgeltlichkeit stellt ein unabdingbares Tatbestandsmerkmal einer mehrwertsteuerlichen Leis- tung dar (Ausnahme: Eigenverbrauch [Art. 4 Bst. c aMWSTV; Art. 5 Bst. c aMWSTG]). Besteht kein Austauschverhältnis in diesem Sinn zwischen Leistungserbringer und -empfänger, ist die Aktivität mehrwertsteuerlich irrelevant und fällt nicht in den Geltungsbereich der Mehrwertsteuer (statt vieler: Urteil des Bundesverwaltungsgerichts A -1648/2006 vom 27. April 2009 E. 2.2 [u.a. betreffend "Spielertransfer"]). 2.2.1 Die Annahme eines solchen Leistungsaustausches setzt voraus, dass z wischen Leistung und Gegenleistung eine innere wirtschaftliche Verknüpfung gegeben ist (BGE 126 II 443 E. 6a, mit Hinweisen; IVO P. BAUMGARTNER, in: mwst.com, Kommentar zum Bundesgesetz über die Mehrwertsteuer, Basel/Genf/München 2000, Rz. 6 und 8 zu Art. 33 Abs. 1 und 2). Die Beantwortung der Frage nach der inneren Verknüpfung erfolgt nicht in erster Linie nach zivilrechtlichen, sondern nach wirtschaftlichen, tatsächlichen Kriterien. Insbesondere ist für die Annahme eines Lei s- tungsaustausches das Vorliege n eines Vertragsverhältnisses nicht zwi n- gend erforderlich (BGE 126 II 249 E. 4a, Urteil des Bundesgerichts vom 13. Februar 2008, veröffentlicht in: Archiv für Schweizerisches Abgab e- recht [ASA] 77 S. 191 E. 3.2). Es genügt vielmehr, dass Leistung und Gegenleistung innerlich derart verknüpft sind, dass die Leistung eine G e- genleistung auslöst. Ausreichend kann folglich auch sein, wenn einer Leistung eine erwartete (Üblichkeit) oder erwartbare Gegenleistung (nach den Umständen ist erwartbar, dass eine Leistung die Gegenleistung aus- löst) gegenübersteht, d.h. dass nach den Umständen davon auszugehen ist, die Leistung löse eine Gegenleistung aus (statt vieler: Urteile des Bundesverwaltungsgerichts A-1218/2011 vom 24. Januar 2012 E. 2.3 f., A-135/2011 vom 27. September 2011 E. 2.1.1). Die mehrwertsteuerlichen Leistungen können sich unter den gegebenen Voraussetzungen auch in einem Tausch oder tauschähnlichen Verhältnis gegenüberstehen; dies namentlich dann, wenn die Gegenleistung nicht oder nicht nur in einer reine n Geldzahlung besteht (vgl. Art. 33 Abs. 4 aMWSTG; Art. 26 Abs. 4 aMWSTV; Urteile des Bundesverwaltungsg e- richts A -1593/2006 vom 25. Januar 2008 E. 2.2, A -1567/2006 vom 28. Dezember 2007 E. 2.2.4; vgl. auch UELI MANSER, in: mwst.com, a.a.O., Rz. 1 zu Art. 33). A-6759/2011 Seite 6 2.2.2 Der Transfer oder die Ausleihe von Sportlern durch ein ausländ i- sches oder inländisches Unternehmen an ein inländisches gegen Entgelt stellt einen solchen Leistungsaustausch gemäss diesen allgemeinen R e- geln (E. 2.2.1 hievor) dar. Es handelt sich dabei u m eine steuerbare Dienstleistung und zwar unabhängig davon, wie der Transfer oder die Ausleihe abgewickelt wird (vgl. Urteil des Bundesgerichts 2A.174/2002 vom 23. Dezember 2002 E. 2 in Bestätigung des Entscheides der Eidg e- nössischen Steuerrekurskommission [SRK] 2001 -094 vom 28. Februar 2002; Urteil des Bundesverwaltungsgerichts A -1648/2006 vom 27. April 2009 E. 2.2.2). 2.3 Verwendet eine steuerpflichtige Person Gegenstände oder Dienstleis- tungen für steuerbare Ausgangsleistungen, so kann sie in ihrer Steuera b- rechnung die ihr von anderen Steuerpflichtigen in Rechnung gestellte Steuer für Lieferungen und Dienstleistungen abziehen (Art. 29 Abs. 1 und 2 aMWSTV; Art. 38 Abs. 1 und 2 aMWSTG). Für den Vorsteuerabzug ist unter anderem erforderlich, dass die mit der Vorsteuer belasteten Gegen- stände oder Dienstleistungen für einen geschäftlich begründeten Zweck verwendet werden. Das schweizerische Mehrwertsteuerrecht schreibt vor, dass die steuerpflichtige Person die "Eingangsleistung" für steuerbare Lieferungen oder Dienstleistungen verwenden muss, damit sie die auf der Eingangsleistung lastende Steuer als Vorsteuer abziehen kann. Gemäss konstanter Rechtsprechung bedarf es denn auch eines objektiven wir t- schaftlichen Zusammenhangs zwischen steuerbarer "Eingangs- und Aus- gangsleistung", mithin, dass die "Eingangsleistung" in eine "Ausgang s- leistung" mündet (statt vieler: BGE 132 II 353 E. 8.3, 8.4, 10; Urteil des Bundesgerichts 2A.650/2005 vom 16. August 2006 E. 3.4; Urteile des Bundesverwaltungsgerichts A -212/2008 vom 15. Ju ni 2010 E. 2.2.1, A-1479/2006 vom 10. September 2008 E. 2.2.1, mit Hinweisen). 2.4 Von der Mehrwertsteuer ausgenommen sind unter anderem die U m- sätze im Bereich des Unterrichts, der Ausbildung, Fortbildung und der be- ruflichen Umschulung, sowie von Kursen, Vort rägen und anderen Vera n- staltungen wissenschaftlicher oder bildender Art (Art. 14 Ziff. 9 aMWSTV; Art. 18 Ziff. 11 Bst. a aMWSTG). Nach der Praxis der ESTV sind die Umsätze im Bereich der Erziehung von Kindern und Jugendlichen sowie Umsätze im Bereich des Unterrichts und der Aus - und Fortbildung jeglicher Art – einschliesslich der sportl i- chen Ausbildung – und jeder Stufe umfassend von der Mehrwertsteuer ausgenommen (vgl. Wegleitung für Mehrwertsteuerpflichtige 1997 [We g-A-6759/2011 Seite 7 leitung 1997] Rz. 607 f.; vgl. auch Br anchenbroschüre [BB] der ESTV für Bildung und Forschung von 1999 insbes. Ziff. 3.6, BB Sport von 1995 Ziff. 5.2, BB Sport von 2001 Ziff. 18.3). Letzteres ergibt sich bereits aus den Materialien, wonach jegliche Art von Unterricht von der Meh r- wertsteuer bef reit werden soll (vgl. Urteil des Bundesgerichts 2A.756/2006 vom 22. Oktober 2007 E. 2.3.1). Nach der vom Bundesg e- richt als bundesrechtskonform anerkannten Praxis der ESTV wird die Steuerausnahme im Bereich der Bildung in dem Sinne "restriktiv ausg e- legt", dass eine Leistung im Bereich des Unterrichts und der Ausbildung nicht schon dann als von der Steuer ausgenommen gilt, wenn sie einen irgendwie gearteten Bezug zur Bildung aufweist, sondern nur diejenigen Leistungen, bei denen die Vermittlung von Wissen od er von besonderen Kenntnissen im Vordergrund steht (Urteil des Bundesgerichts vom 20. September 2000, veröffentlicht in: ASA 71 S. 57 ff. E. 3c, mit Hinweis; Urteile des Bundesverwaltungsgerichts A -1473/2006 vom 3. Juni 2008 E. 2.3.1, A-1979/2007 vom 2. No vember 2007 E. 2.5, mit weiteren Hi n- weisen). 2.5 Bei Schadenersatz - oder ähnlichen Entschädigungsleistungen ist mehrwertsteuerlich ebenfalls entscheidend, ob sie im Rahmen eines Leis- tungsaustausches geleistet werden oder nicht (vgl. E. 2.2.1; Urteile des Bundesverwaltungsgerichts A-6312/2010 vom 10. November 2011 E. 2.2, A-1540/2006 vom 8. Januar 2008 E. 2.1.2; Entscheide der SRK vom 14. Juni 2005, veröffentlicht in: Verwaltungspraxis der Bundesbehörden [VPB] 69.126 E. 2b, 3a, vom 1. Dezember 2004, veröffentlic ht in: VPB 69.65 E. 3c, 2003 -152 vom 9. November 2005 E. 3b, 4a; DANIEL RIEDO, Vom Wesen der Mehrwertsteuer als allgemeine Verbrauchsteuer und von den entsprechenden Wirkungen auf das schweizerische Recht, Bern 1999, S. 241 f.; ALOIS CAMENZIND/NIKLAUS HONAUER/KLAUS A. VALLEN- DER, Handbuch zum neuen Mehrwertsteuergesetz, 2. Aufl., Bern 2003, Rz. 316, 318; PIERRE-ALAIN GUILLAUME, in: mwst.com, a.a.O., Rz. 52 f. zu Art. 5). Für diese Entscheidung ist die zivilrechtliche Ausgestaltung des Vorgangs oder die Bezeichnung einer Zahlung als Schadenersatz wi e- derum nicht ausschlaggebend (Urteile des Bundesverwaltungsgerichts A-6312/2010 vom 10. November 2011 E. 2.2, A -1558/2006 vom 3. D e- zember 2009 E. 6.2, A-1540/2006 vom 8. Januar 2008 E. 2.1.2, mit Hi n- weisen). 2.5.1 Kein mehrwertsteuerlicher Leistungsaustausch findet statt, wenn der Schädiger leistet, weil er einen Schaden verursacht hat und er bloss den wirtschaftlichen Zustand vor dem schädigenden Ereignis wieder he r-A-6759/2011 Seite 8 stellt. Der Geschädigte hat dann gegen seinen Willen einen Schaden er- litten. Er erbringt keine steuerbare Leistung und der Schädiger leistet die Zahlung entsprechend nicht, weil er von diesem eine Leistung erhalten hat. Dieser so genannt "echte Schadenersatz" stellt somit einen meh r- wertsteuerlich nicht rele vanten Vorgang dar (Urteile des Bundesverwa l- tungsgerichts A -6312/2010 vom 10. November 2011 E. 2.2.1, A-1558/2006 vom 3. Dezember 2009 E. 6.2.1, A-1540/2006 vom 8. Janu- ar 2008 E. 2.1.2; RIEDO, a.a.O., S. 242; CAMENZIND/HONAUER/VALLENDER, a.a.O., Rz. 315 f.). 2.5.2 Steuerbarkeit ist demgegenüber anzunehmen, wenn bei einer Schadenersatzleistung ein mehrwertsteuerlicher Leistungsaustausch zu Tage tritt. Ein steuerbarer Vorgang ist nur gegeben, wenn die Schadener- satzleistung aufgewendet wird, um eine Leistung zu er halten oder abz u- gelten, also effektive Gegenleistung für eine Leistung darstellt ( CAMEN- ZIND/HONAUER/VALLENDER, a.a.O., Rz. 318 f.; RIEDO, a.a.O., S. 242; PI- ERRE-ALAIN GUILLAUME, in: mwst.com, a.a.O., Rz. 52 f. zu Art. 5). In di e- sem Fall wird von "unechtem Schadenersatz" gesprochen (Urteile des Bundesverwaltungsgerichts A -6312/2010 vom 10. November 2011 E. 2.2.2, A-1558/2006 vom 3. Dezember 2009 E. 6.2.2). 3. Im vorliegenden Fall ist zunächst einmal unbestritten, dass die B e- schwerdeführerin Rechte an Spielern erworben hat (auch "Spielertran s- fer" genannt). Hierfür leistete sie jeweils eine Zahlung (auch "Transferzah- lung" oder "Transferentschädigung" genannt). Diese Rechte bezog sie sowohl aus dem Ausland als auch aus dem Inland. Unstrittig ist weiter, dass die B eschwerdeführerin die Rechte an den Spielern auch wieder "verkauft" und hierfür wiederum jeweils eine "Transferzahlung" erhalten hat. Die steuerliche Beurteilung dieser "Transferzahlungen" ist vorliegend strittig. 3.1 Indem die Beschwerdeführerin vorliegend Rechte an Fussballspielern "verkauft" hat, hat sie dem Abnehmer die Rechte an dem jeweiligen Spie- ler überlassen und dafür ein Entgelt erhalten. Dies gilt gemäss konstanter Rechtsprechung als Leistungsaustausch. Mehrwertsteuerlich wird das Überlassen von Rech ten als Dienstleistung qualifiziert. Diese Dienstleis- tung unterliegt der Mehrwertsteuer und zwar unabhängig davon, wie der Transfer oder die Ausleihe abgewickelt wird. Die Steuer wird auf den Ein- nahmen ("Transferzahlung") bemessen (vgl. E. 2.1, 2.2.2; dies wird in der A-6759/2011 Seite 9 Lehre kaum mehr bestritten, vgl. DIEGO CLAVADETSCHER, in: MWSTG Kommentar, Zürich 2012, Art. 21 N 79). 3.2 Die Beschwerdeführerin bringt vor, die von der Verwaltung geübte und vom Bundesgericht gestützte Praxis, wonach "Transferentschädigun- gen" de r Mehrwertsteuer unterliegen, sei aus verschiedenen Gründen falsch und bedürfe der Revision. Bei den Zahlungen im Bereich des "Transfers" handle es sich nämlich um von der Steuer ausgenommene "Ausbildungsentschädigungen". Dies ergebe sich bereits aus dem R eg- lement der Nationalliga betreffend Spielerwechsel in der Schweiz, w o- nach im Falle eines Transfers eines Spielers bis zum Ende seines 23. Lebensjahres eine Ausbildungsentschädigung zu leisten sei. Ausserdem dürfe beim Transfer der Rechte an Fussballern seit dem Urteil des Europäischen Gerichtshofes in Sachen "Bosman" im Grunde gar kein Entgelt mehr bezahlt werden. Gemäss dieser Rechtsprechung seien "ein- zig und ausschliesslich Schadenersatzzahlungen für die jeweils vorzeitige Vertragsauflösung mit dem bish erigen Arbeitgeber und Rechteinhaber des Spielers zu entrichten". Schadenersatzzahlungen stünden aber au s- serhalb des Anwendungsbereichs der Mehrwertsteuer. 3.2.1 Mit der Vorinstanz kann festgehalten werden, dass zwar "mit jedem Fussballspiel die praktische Erfa hrung der teilnehmenden Spieler wächst und insoweit – wie auch beim Training – ein Weiterbildungseffekt im (…) weiten Sinn" besteht. Die Steuerausnahme im Bereich der Bildung ist aber in dem Sinne restriktiv zu handhaben, als dass eine Leistung nicht schon dann als von der Steuer ausgenommen gilt, wenn sie einen i r- gendwie gearteten Bezug zur Bildung aufweist. Das bildende Element muss im Vordergrund stehen (vgl. E. 2.4). Dies ist bei Fussballspielen nicht der Fall. Mit der Vorinstanz ist diesbezüglich festz uhalten, dass der eigentliche "Hauptzweck von kommerziellen Fussballspielen vor zahle n- dem Publikum (…) die Einnahme von Eintrittsgeld" ist. Mit anderen Wo r- ten steht die Vermittlung von Wissen oder von besonderen Kenntnissen nicht im Vordergrund (vgl. E. 2.4), sondern tritt hinter das primäre Ziel des Fussballclubs zurück. Dieses besteht darin, sportlich erfolgreich zu sein, wovon letztlich das gesamte (wirtschaftliche) Schicksal des Clubs a b- hängt (vgl. auch Urteil des Bundesverwaltungsgerichts A -1648/2006 vom 27. April 2009 E. 2.5.2 unter Berufung auf den durch das Bundesgericht mit Urteil 2A.175/2002 vom 23. Dezember 2005 E. 5 bestätigten En t- scheid der SRK 2001 -093 vom 28. Februar 2002 E. 6c; vgl. auch CLAVA- DETSCHER, a.a.O., wonach Spielertransfers, Vertrag sablösungen und die A-6759/2011 Seite 10 Ausleihe von Sportlern zu wichtigen Einnahmequellen von Sportvereinen gehören). Dass es sich bei der "Transferzahlung" nicht um eine "Ausbi l- dungsentschädigung" handelt, zeigt sich auch darin, dass – wie die Vor- instanz treffend ausführt – mit den professionellen Fussballspielern kein Lehr- oder Ausbildungsvertrag geschlossen wird. Vielmehr üben die Spie- ler in Erfüllung ihrer arbeitsvertraglichen Pflicht den bezahlten Fus s- ballsport als Erwerbstätigkeit aus. 3.2.2 Mit Bezug auf das Vorbringen, es handle sich bei der strittigen Za h- lung um "Schadenersatz" ist zunächst einmal festzuhalten, dass für die Entscheidung darüber, ob ein Leistungsaustausch vorliegt oder nicht, die zivilrechtliche Ausgestaltung des Vorgangs oder die Bezeichnung einer Zahlung als "Schadenersatz" nicht ausschlaggebend ist (vgl. E. 2.5). Die "Transferzahlung", die die Beschwerdeführerin jeweils erhalten hat, ist – wie gesehen (vgl. E. 3.1) – die Gegenleistung für die Überlassung der Rechte an einem Spieler. Ist also ein Leistun gsaustausch zu bejahen, steht ein "echter" Schadenersatz im Sinne des Mehrwertsteuerrechts ausser Frage (vgl. E. 2.5.1). Allenfalls lässt sich die "Transferentschäd i- gung" terminologisch als "unechter Schadenersatz" begreifen (vgl. E. 2.5.2). Dies würde aber an der rechtlichen Beurteilung, wonach es sich um einen steuerbaren Leistungsaustausch handelt – nichts ändern. Dass – wie die Beschwerdeführerin vorbringt – die "Schadenersatzpflicht" e i- gentlich den vertragsbrüchigen Spieler treffe und nicht den überneh men- den Verein, ändert an diesem Ergebnis ebenfalls nichts, sind doch für die mehrwertsteuerliche Beurteilung die tatsächlichen, wirtschaftlichen Ve r- hältnisse bzw. "Zahlungsflüsse" massgebend (vgl. E. 2.2.1), und diese haben zwischen dem jeweiligen Club und der Beschwerdeführerin stat t- gefunden. Das Bundesverwaltungsgericht sieht anlässlich der von der Beschwerd e- führerin vorgetragenen Argumente keine Gründe, auf die bisherige, ko n- stante Rechtsprechung zurückzukommen. 3.3 Die Beschwerde ist in diesem Punkt folglich abzuweisen. 4. Die Beschwerdeführerin beanstandet die Verweigerung des Rechts auf Vorsteuerabzug im Zusammenhang mit dem Erwerb von Rechten an Fussballspielern, die der X._______ AG zur Verfügung gestellt wurden. A-6759/2011 Seite 11 4.1 Die Beschwerdeführerin bringt vor, der S inn des Erwerbs der Rechte an einem Spieler sei es, über den Wert dieses Rechts verfügen zu kö n- nen und seinen Wert zu mehren. Ihr sei es darum gegangen, aus dem Handel mit diesen Rechten einen möglichst hohen wirtschaftlichen, gel d- werten Gewinn zu erwirtsc haften. Zum Zweck der Mehrung des Spiele r- werts habe sie der X._______ AG die Spieler zur Verfügung gestellt, we l- che diese an Fussballspielen des Vereins Z._______ eingesetzt habe. Hierfür habe sie von der X._______ AG ein Entgelt erhalten. 4.2 Damit die Beschw erdeführerin den Vorsteuerabzug auf ihren "Ei n- gangsleistungen" (Erwerb der Rechte an Fussballern) geltend machen darf, muss sie sie für steuerbare Zwecke verwenden (vgl. E. 2.3). Die B e- schwerdeführerin sieht diese steuerbare Ausgangsleistung in der Zurve r- fügungstellung der Spieler an die X._______ AG, welche entgeltlich e r- folgt sei. Zum Nachweis der Entgeltlichkeit reicht sie exemplarisch drei inhaltlich vergleichbar ausgestaltete "Vereinbarungen" (nachfolgend: "Spieler-Vereinbarung") ein, die zwischen der Beschwerdeführerin (in den Verträgen als "…" bezeichnet) und der X._______ AG sowie dem Verein Z._______ pro Spieler abgeschlossen wurden (Beschwerdebeilagen 2-4). 4.2.1 Gemäss diesen "Spieler -Vereinbarungen" verpflichtet sich die X._______ AG, mit dem Spieler, an dem die Beschwerdeführerin die Rechte hält, während eines definierten Zeitraumes einen Nationalliga - Spielervertrag abzuschliessen und den daraus entstehenden finanziellen Verpflichtungen (Salärzahlungen, Prämien, Berufsschutz etc.) nachz u- kommen. Die Bes chwerdeführerin verpflichtet sich, eine allfällige Tran s- ferfinanzierung bezüglich des betroffenen Spielers auch nach Ablauf des Nationalliga-Spielervertrages zu übernehmen, falls sich der Verein Z._______ sowie die X._______ AG und der Spieler auf eine wei tere Tä- tigkeit beim Verein Z._______ einigen. Diesfalls sollen sich die Parteien über die Höhe einer von der X._______ AG an die Beschwerdeführerin zu zahlenden Gebühr verständigen. Die X._______ AG verpflichtet sich g e- mäss diesen "Spieler -Vereinbarungen" weiter, der Beschwerdeführerin monatlich eine Gebühr zu entrichten. Die X._______ AG wird im Falle e i- ner Spielerausleihe zudem zu 20% an einer allfälligen Leihgebühr bete i- ligt. Für den Fall einer Weiterveräusserung des Spielers durch die B e- schwerdeführerin noch während der Laufzeit des Nationalliga - Spielervertrages wird dem Verein Z._______ ein Vorkaufsrecht eing e- räumt. Ausserdem wird der X._______ AG unter bestimmten Bedingu n- gen ein Gewinnanteilsrecht zugestanden, um an einem allfälligen Nett o- erlös aus dem Verkauf der Rechte zu partizipieren. Hinsichtlich der e r-A-6759/2011 Seite 12 wähnten monatlichen Zahlungen erklärt die Beschwerdeführerin, diese seien nicht monatlich geleistet worden, sondern mit dem der X._______ AG zustehenden Gewinnanteil verrechnet worden. 4.2.2 Die Vorinstanz verneint einen Leistungsaustausch zwischen der Beschwerdeführerin und der X._______ AG mit der Begründung, anläs s- lich ihrer Kontrolle bei der Beschwerdeführerin habe sie keine den ve r- traglichen "Spieler -Vereinbarungen" entsprechenden monatlichen Leis- tungen der X._______ AG an die Beschwerdeführerin festgestellt. Somit sei die Zurverfügungstellung der Spieler unentgeltlich erfolgt. 4.2.3 Der vertragsrechtlichen Ausgestaltung kann bei der Beurteilung der mehrwertsteuerlichen Folgen von wirtschaftlichen Vorgängen Indizwi r- kung zukommen, dies jedenfalls dann, wenn dem Vertrag auch tatsäc h- lich nachgelebt wird. Massgebend sind indes die tatsächlichen, wirtschaft- lichen Verhältnisse (vgl. E. 2.2.1). Entscheidend ist also, ob die B e- schwerdeführerin der X._______ AG tatsächlich Leistungen erbracht und hierfür auch eine Gegenleistung erhalten hat. 4.2.3.1 In tatsächlicher Hinsicht ist unbestritten, dass die Beschwerdefü h- rerin die Rechte an den Fussballspielern gehalten hat, und dass sie diese Spieler der X._______ AG überl assen bzw. zur Verfügung gestellt hat. Die X._______ AG hat – das ist ebenfalls unstrittig – mit dem jeweiligen Spieler einen Nationalliga -Spielervertrag abgeschlossen und ist den da r- aus erwachsenen Pflichten nachgekommen. Dies entspricht ganz dem vertraglich Vereinbarten (vgl. E. 4.2.1). In sachver haltsmässiger Hinsicht ist überdies unbestritten, dass die Beschwerdeführerin der X._______ AG im Falle eines Verkaufes jeweils einen Gewinn- und im Falle einer Auslei- he jeweils einen Leihgebührenanteil ausgeri chtet hat. Diese Zahlungen sind vorliegend allerdings nicht Streitgegenstand, weshalb darauf im Nachfolgenden nicht mehr weiter eingegangen wird (vgl. aber Verfahren A-607/2012). Strittig ist indessen, ob die X._______ AG der Beschwerd e- führerin die monatliche Gebühr tatsächlich entrichtet hat. 4.2.3.2 Mehrwertsteuerlich sind diese Vorgänge wie folgt zu beurteilen: Die Beschwerdeführerin hat der X._______ AG den jeweiligen Spieler überlassen, damit Letztere mit dem betroffenen Fussballspieler einen Na- tionalliga-Spielervertrag abschliesst. Dadurch, dass im Gegenzug die X._______ AG mit den entsprechenden Fussballspielern jeweils einen Spielervertrag eingeht, erfüllt sie ihre gegenüber der Beschwerdeführerin A-6759/2011 Seite 13 eingegangene vertragliche Verpflichtung. Dabei erbringt sie gegenüber der Beschwerdeführerin gleichzeitig eine Leistung im Sinne des Meh r- wertsteuerrechts. Eine innere Verknüpfung bzw. ein unmittelbarer wir t- schaftlicher Zusammenhang zwischen den Leistungen der Beschwerd e- führerin und der Gegenleistung der X._______ AG ist mithin gegeben. Ein mehrwertsteuerlicher Leistungsaustausch – in der Gestalt eines tausc h- ähnlichen Vorganges – ist deshalb zu bejahen (vgl. E. 2.2.1). Da die G e- genleistung der X._______ AG (bereits) darin besteht, Nationalliga - Spielerverträge abzuschliessen, spielt es – entgegen der Auffassung der Vorinstanz – für die Frage des Leistungsaustausches keine Rolle, ob die X._______ AG der Beschwerdeführerin zusätzlich die monatliche Gebühr ausgerichtet hat oder nicht. Dies wäre höchstens für die Bemessun g der von der Beschwerdeführerin geschuldeten Steuer relevant, wenn sie denn eine solche Gebühr entgegengenommen hätte, was die ESTV in Abrede stellt. Immerhin sei an dieser Stelle angefügt, dass die Beschwe r- deführerin für ihre Behauptung, wonach die monat lichen Gebühren b e- zahlt bzw. mit den Gewinn - und Leihanteilen verrechnet worden seien, keine Belege ins Recht gelegt hat. Des besseren Verständnisses wegen ist hier klarzustellen, dass sich die vorliegende Konstellation von jener unterscheidet, welche das Bundesge- richt im Entscheid 2A.174/2002 vom 23. Dezember 2002 betreffend Spi e- lertransfer beurteilt hat. Während es dort um den Leistungsaustausch zwischen der X. AG und dem Verein FC X. ging, steht vorliegend der quasi vorgelagerte Leistungsaustausch, nämli ch derjenige zwischen der Beschwerdeführerin und der X._______ AG, welche die Spieler a n- schliessend beim Verein Z._______ einsetzt, zur Diskussion. 4.2.4 Wird also zwischen der Beschwerdeführerin und der X._______ AG ein Leistungsaustausch bejaht, mit anderen Worten, hat die Beschwerde- führerin ihre "Eingangsleistungen" (Erwerb der Rechte an Fussballspi e- lern) für steuerliche Zwecke verwendet (Zurverfügungstellung dieser Spieler an die X._______ AG), steht ihr – entgegen der Auffassung der Vorinstanz – das Recht zu, die damit verbundenen Vorsteuern im gesetz- lich zulässigen Umfang geltend zu machen. Bei diesem Ergebnis erübrigt sich eine Auseinandersetzung mit den A r- gumenten der Beschwerdeführerin, wonach ihr das Recht auf Abzug der Vorsteuern wenigstens teilweise zugestanden werden müsse. Dies in j e- nen Fällen, bei denen das Recht am Spieler verkauft worden sei. Nur der Vollständigkeit halber sei in diesem Zusammenhang erwähnt, dass die A-6759/2011 Seite 14 Vorinstanz der Beschwerdeführerin das Recht auf Abzug der Vorsteuern in solchen F ällen teilweise gewährt hat (vgl. act. 4, EA Nr. 240'870 vom 22. November 2005, Position 4). 4.2.5 Die Beschwerde ist in diesem Punkt folglich gutzuheissen. Die S a- che ist zur Berechnung des Umfangs der Vorsteuerabzugsberechtigung der Beschwerdeführerin an die Vorinstanz zurückzuweisen. 4.3 4.3.1 Schliesslich legt die Beschwerdeführerin dar, es handle sich bei dem vorliegend gewählten Konstrukt eigentlich um ein blosses "Finan z- geschäft". Die Beschwerdeführerin habe vor allem für die Finanzierung der Transfers der Spieler gesorgt und der X._______ AG finanzielle Mittel zukommen lassen, welche als "Schenkung oder Sanierungsbeiträge" b e- zeichnet werden könnten. Soweit ihr die Aufgabe zugekommen sei, die Mittel für den Erwerb der Rechte an Fussballspielern zu beschaffen, kö n- ne man dies als "reines Finanzierungsinstitut" betrachten. Sie ermögliche den Erwerb der Rechte an den Spielern und stelle diese Rechte der X._______ AG vergünstigt zur temporären Nutzung zur Verfügung. Ein ähnlich aufgebautes Konstrukt sei inzwischen der Mehrwertsteuer stehe", anerkannt und akzeptiert worden. Der einzige Unterschied zwischen di e- sem "neuen System Investorengruppe" und dem "alten System …" b e- stehe darin, dass die Rechte an den Spielern im ersten Fall bei der X._______ AG verbleiben würden, während diese in der zweiten Konstel- lation "in der Buchhaltung der Beschwerdeführerin geführt", aber während der Vertragsdauer trotzdem der X._______ AG überlassen würden. 4.3.2 Nachdem zwischen der Beschwerdeführerin und der X._______ AG ein Leistungsaustausch zu b ejahen ist (vgl. E. 4.2.3), kann von einem "reinen Finanzierungsgeschäft ausserhalb der Mehrwertsteuer" oder von einer "Schenkung oder einem Sanierungsbeitrag" keine Rede sein. Wie die Vorinstanz das "neue System Investorengruppe" mehrwertsteuerlich beurteilt, ist vorliegend somit irrelevant, zumal die Beschwerdeführerin ohnehin selber darauf hinweist, dass sich die vorliegende Konstellation vom "neuen System" unterscheidet. 5. Nach dem Gesagten ist die Beschwerde im Sinne der Erwägungen teil- weise gutzuheissen (vgl. E. 4.2.4), im Übrigen jedoch abzuweisen. Die Sache ist zur Berechnung der Höhe des Vorsteuerabzugs (E. 4.1 und E. 4.2) an die Vorinstanz zurückzuweisen. A-6759/2011 Seite 15 5.1 Gemäss Art. 63 Abs. 1 VwVG sind die Verfahrenskosten in der Regel der unterliegenden Partei aufzuerlegen, wobei sie bei nur teilweisem U n- terliegen zu ermässigen sind. Obsiegen und Unterliegen im Prozess ist grundsätzlich nach den Rechtsbegehren der Beschwerde führenden Pa r- tei, gemessen am Ergebnis der Anfechtung des vorinstanzlichen En t- scheids, zu beurteilen (BGE 123 V 156 E. 3c, 123 V 159 E. 4b). Die Ko s- ten des vorliegenden Verfahrens belaufen sich auf Fr. 12'000.–. Da die Beschwerdeführerin teilweise als obsiegend gilt, sind ihr entsprechend ermässigte Verfahrenskosten im Um fang von Fr. 6'000. – aufzuerlegen. Der Vorinstanz sind keine Kosten auf zuerlegen (Art. 63 Abs. 2 VwVG). Der im vorlie genden Verfahren darüber hinaus ge leistete Kos tenvor- schuss von Fr. 6'000.– ist der Be schwerdeführerin nach Rechtskraft di e- ses Urteils zurückzuerstatten. 5.2 Die Vorinstanz hat der teilweise obsiegenden Beschwerdeführer in eine reduzierte Parteientschädigung auszurichten (Art. 64 Abs. 1 und 2 VwVG; Art. 7 ff. des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]). Die Parteientschädigung wird in Anwendung von Art. 7 Abs. 1 VGKE auf Fr. 9'000.– (inkl. Auslagen und Mehrwertsteuer) festg e- setzt. A-6759/2011 Seite 16 Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 1. Die Beschwerde wird im Sinne der Erwägungen teilweise gutgeheissen , im Übrigen jedoch abgewiesen. Die Sache wird zur Berechnung der Höhe des berechtigten Vorsteuerabzugs an die Vorinstanz zurückgewiesen. 2. Die Verfahrenskosten von Fr. 12'000.– werden im Umfang von Fr. 6'000.– der Beschwerdeführerin auferlegt. Sie werden in diesem Umfang mit dem geleisteten Kostenvorschuss von Fr. 12'000.– verrechnet. Der Restbetrag von Fr. 6'000.– wird der Beschwerdeführerin nach Rechtskraft dieses U r- teils zurückerstattet. 3. Die Vorinstanz hat der Beschwerdeführerin eine Parteien tschädigung in der Höhe von Fr. 9'000.– zu entrichten. 4. Dieses Urteil geht an: – die Beschwerdeführerin (Gerichtsurkunde) – die Vorinstanz (Ref-Nr. …; Gerichtsurkunde) Der vorsitzende Richter: Die Gerichtsschreiberin: Daniel Riedo Iris Widmer Rechtsmittelbelehrung: Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen nach Eröffnung beim Bun- desgericht, 1000 Lausanne 14 , Beschwerde in öffentlich -rechtlichen An- gelegenheiten geführt werden (Ar t. 82 ff., 90 ff. und 100 des Bundesg e- richtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]). Die Rechtsschrift ist in einer Amtssprache abzufassen und hat die Begehren, deren B e- gründung mit Angabe der Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. Der angefochtene Entscheid und die Beweismittel sind, soweit sie der Beschwerdeführer in Händen hat, beizulegen (Art. 42 BGG).