Bundesgesetz vom 29. September 2023 über die Entlastung der Unternehmen von Regulierungskosten (Unternehmensentlastungsgesetz, UEG) <?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><akomaNtoso xmlns="http://docs.oasis-open.org/legaldocml/ns/akn/3.0" xmlns:fedlex="http://fedlex.admin.ch/"><act name="publicLaw"><meta><identification source="#ch.bk"><FRBRWork><FRBRthis value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/2024/118/20241001/main-text"/><FRBRuri value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/2024/118/20241001"/><FRBRdate date="2023-09-29" name="jolux:dateDocument"/><FRBRdate date="2024-04-01" name="jolux:dateEntryInForce"/><FRBRdate date="2024-10-01" name="jolux:dateApplicability"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#publisher"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#rightsHolder"/><FRBRcountry value="CH"/><FRBRnumber value=""/><FRBRname xml:lang="de" value="Bundesgesetz vom 29. September 2023 über die Entlastung der Unternehmen von Regulierungskosten (Unternehmensentlastungsgesetz, UEG)" shortForm="UEG"/><FRBRname xml:lang="fr" value="Loi fédérale du 29 septembre 2023 sur l’allégement des coûts de la réglementation pour les entreprises (LACRE)" shortForm="LACRE"/><FRBRname xml:lang="it" value="Legge federale del 29 settembre 2023 sullo sgravio delle imprese dai costi della regolamentazione (Legge sullo sgravio delle imprese, LSgrI)" shortForm="LSgrI"/><FRBRauthoritative value="true"/></FRBRWork><FRBRExpression><FRBRthis value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/2024/118/20241001/de/main-text"/><FRBRuri value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/2024/118/20241001/de"/><FRBRdate date="2023-09-29" name="jolux:dateDocument"/><FRBRdate date="2024-04-01" name="jolux:dateEntryInForce"/><FRBRdate date="2024-10-01" name="jolux:dateApplicability"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#publisher"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#rightsHolder"/><FRBRlanguage language="de"/></FRBRExpression><FRBRManifestation><FRBRthis value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/2024/118/20241001/de/xml/main-text"/><FRBRuri value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/2024/118/20241001/de/xml"/><FRBRdate date="2023-09-29" name="jolux:dateDocument"/><FRBRdate date="2024-04-01" name="jolux:dateEntryInForce"/><FRBRdate date="2024-10-01" name="jolux:dateApplicability"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#publisher"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#rightsHolder"/><FRBRformat value="xml" fedlex:generator="2024-q4-rel-1.6.5"/></FRBRManifestation></identification><references source="#ch.bk"><TLCOrganization eId="ch.bk" href="https://fedlex.data.admin.ch/vocabulary/legal-institution/2" showAs="Bundeskanzlei"/><TLCRole eId="publisher" href="http://data.legilux.public.lu/resource/ontology/jolux#publisher" showAs="Editeur"/><TLCRole eId="rightsHolder" href="http://data.legilux.public.lu/resource/ontology/jolux#rightsHolder" showAs="Détenteur des droits"/><TLCReference name="language" href="http://publications.europa.eu/resource/authority/language/DEU" showAs="de"/><TLCReference name="format" href="https://fedlex.data.admin.ch/vocabulary/user-format/xml" showAs="xml"/></references></meta><preface><p><docNumber>930.31</docNumber></p><p><docTitle>Bundesgesetz<br/>über die Entlastung der Unternehmen von Regulierungskosten</docTitle></p><p>(Unternehmensentlastungsgesetz, UEG)</p><p>vom 29. September 2023 (Stand am 1. Oktober 2024)</p></preface><preamble><p>Die Bundesversammlung der Schweizerischen Eidgenossenschaft,</p><p>gestützt auf Artikel 173 Absatz 2 der Bundesverfassung<authorialNote><p> <ref href="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/1999/404" xmlns:data="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:data" xmlns:tmp="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:temp">SR <b>101</b></ref></p></authorialNote>, <br/>nach Einsicht in die Botschaft des Bundesrates vom 9. Dezember 2022<authorialNote><p> <ref href="https://fedlex.data.admin.ch/eli/fga/2023/166" xmlns:data="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:data" xmlns:tmp="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:temp">BBl <b>2023</b> 166</ref></p></authorialNote>,</p><p>beschliesst:</p></preamble><body><section eId="sec_1"><num>1. Abschnitt: </num><heading>Regulierungsgrundsätze</heading><article eId="art_1"><num><b>Art. 1</b></num><heading>Rechtsetzung</heading><paragraph eId="art_1/para"><content><blockList><listIntroduction eId="art_1/para/listintro">Der Bund wirkt bei seinen rechtssetzenden Erlassen darauf hin, dass die Regulierung volkswirtschaftlich effizient ist und die Unternehmen wenig belastet. Er beachtet dabei insbesondere die folgenden Grundsätze:</listIntroduction><item eId="art_1/para/lbl_a"><num>a. </num><p>Es wird diejenige Regulierungsvariante mit dem besten Kosten-Nutzen-Verhältnis für die Volkswirtschaft gewählt.</p></item><item eId="art_1/para/lbl_b"><num>b. </num><p>Die Belastung von Unternehmen durch Regulierungskosten wird frühzeitig im Rechtsetzungsprozess analysiert und transparent ausgewiesen.</p></item><item eId="art_1/para/lbl_c"><num>c. </num><p>Kleine und mittlere Unternehmen werden nicht übermässig belastet.</p></item><item eId="art_1/para/lbl_d"><num>d. </num><p>Die Regulierungen werden innovationsfreundlich und technologieneutral ausgestaltet.</p></item><item eId="art_1/para/lbl_e"><num>e. </num><p>Die Regulierungen werden wettbewerbsneutral ausgestaltet; tatsächliche oder potenzielle Wettbewerbsverzerrungen zwischen Unternehmen werden vermieden.</p></item><item eId="art_1/para/lbl_f"><num>f. </num><p>Die Erlasse werden sachgerecht, klar und bürgerfreundlich formuliert.</p></item></blockList></content></paragraph></article><article eId="art_2"><num><b>Art. 2</b></num><heading>Vollzug</heading><paragraph eId="art_2/para"><content><blockList><listIntroduction eId="art_2/para/listintro">Der Bund gestaltet den Vollzug seiner rechtsetzenden Erlasse so aus, dass die Unternehmen administrativ möglichst wenig belastet werden. Er beachtet dabei insbesondere die folgenden Grundsätze:</listIntroduction><item eId="art_2/para/lbl_a"><num>a. </num><p>Die Anzahl der Stellen, an die sich die Unternehmen wenden müssen, wird möglichst gering gehalten.</p></item><item eId="art_2/para/lbl_b"><num>b. </num><p>Die Regelungen werden den Unternehmen in einer sachgerechten, klaren und bürgerfreundlichen Form vermittelt.</p></item><item eId="art_2/para/lbl_c"><num>c. </num><p>Erstinstanzliche wirtschaftsrechtliche Verfahren werden schnell und einfach durchgeführt; die Verfahrensdauer wird durch Ordnungsfristen beschränkt.</p></item><item eId="art_2/para/lbl_d"><num>d. </num><p>Bei den Behördenkontakten werden die Möglichkeiten elektronischer Mittel vollumfänglich genutzt.</p></item><item eId="art_2/para/lbl_e"><num>e. </num><p>Formulare werden einheitlich und einfach ausgestaltet.</p></item><item eId="art_2/para/lbl_f"><num>f. </num><p>Unternehmen werden risikobasiert kontrolliert.</p></item></blockList></content></paragraph></article><article eId="art_3"><num><b>Art. 3</b></num><heading>Überprüfung</heading><paragraph eId="art_3/para_1"><num>1</num><content><p> Das geltende Recht und sein Vollzug werden regelmässig auf Möglichkeiten der Entlastung der Unternehmen von Regulierungskosten überprüft.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_3/para_2"><num>2</num><content><p> Bei Überprüfungen des geltenden Rechts wird auch dessen Wirtschaftlichkeit berücksichtigt.</p></content></paragraph></article></section><section eId="sec_2"><num>2. Abschnitt: </num><heading>Ausarbeitung von Erlassen</heading><article eId="art_4"><num><b>Art. 4</b></num><heading>Prüfpflichten</heading><paragraph eId="art_4/para_1"><num>1</num><content><blockList><listIntroduction eId="art_4/para_1/listintro"> Die verantwortlichen Einheiten der Bundesverwaltung prüfen bei der Ausarbeitung von rechtsetzenden Erlassen des Bundes, ob:</listIntroduction><item eId="art_4/para_1/lbl_a"><num>a. </num><p>für die kleinen und mittleren Unternehmen vereinfachte oder kostengünstigere Regelungen vorgesehen werden können;</p></item><item eId="art_4/para_1/lbl_b"><num>b. </num><p>höhere regulatorische Anforderungen als bei vergleichbaren Regulierungen im Ausland vermieden werden können;</p></item><item eId="art_4/para_1/lbl_c"><num>c. </num><p>der Vollzug der Regulierungen mit elektronischen Mitteln vereinfacht werden kann;</p></item><item eId="art_4/para_1/lbl_d"><num>d. </num><p>die betroffenen Unternehmen durch die Aufhebung von Regulierungen im gleichen Bereich entlastet werden können.</p></item></blockList></content></paragraph><paragraph eId="art_4/para_2"><num>2</num><content><p> Die Ergebnisse dieser Prüfungen sind im erläuternden Bericht zur Vernehmlassung und in der Botschaft des Bundesrates festzuhalten. Werden in Absatz 1 genannte Möglichkeiten zur Entlastung der Unternehmen nicht genutzt, so ist dies im Bericht und in der Botschaft zu begründen.</p></content></paragraph></article><article eId="art_5"><num><b>Art. 5</b></num><heading>Regulierungskostenschätzung</heading><paragraph eId="art_5/para_1"><num>1</num><content><p> Die verantwortlichen Einheiten der Bundesverwaltung schätzen bei der Ausarbeitung von rechtsetzenden Erlassen des Bundes die einmaligen und wiederkehrenden Kosten, die den Unternehmen als Folge der Auferlegung von Handlungs-, Duldungs- oder Unterlassungspflichten entstehen. Das Eidgenössische Departement für Wirtschaft, Bildung und Forschung stellt die methodischen Grundlagen zur Verfügung.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_5/para_2"><num>2</num><content><p> Die geschätzten Kosten werden im Antrag an den Bundesrat, im erläuternden Bericht zur Vernehmlassung und in der Botschaft des Bundesrates ausgewiesen. Sie werden soweit möglich dem erwarteten Nutzen der Regulierung gegenübergestellt.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_5/para_3"><num>3</num><content><p> Die geschätzten Kosten werden soweit möglich in Zahlen dargestellt. Wenn dies nicht möglich ist, so müssen die Gründe dafür angegeben und die betreffenden Kosten beschrieben werden.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_5/para_4"><num>4</num><content><p> Die verantwortlichen Einheiten aktualisieren die Ergebnisse der Regulierungskostenschätzung im Verlauf des Rechtsetzungsprozesses. Sie melden die Ergebnisse der Aktualisierungen der Stelle, die für das Monitoring der Belastung durch Regulierungskosten verantwortlich ist.</p></content></paragraph></article></section><section eId="sec_3"><num>3. Abschnitt: </num><heading>Monitoring und Bereichsstudien</heading><article eId="art_6"><num><b>Art. 6</b></num><heading>Monitoring der Belastung durch Regulierungskosten</heading><paragraph eId="art_6/para_1"><num>1</num><content><p> Der Bundesrat überwacht die Entwicklung der Belastung von Unternehmen durch Regulierungskosten.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_6/para_2"><num>2</num><content><p> Er bezeichnet die für das Monitoring verantwortliche Stelle.</p></content></paragraph></article><article eId="art_7"><num><b>Art. 7</b></num><heading>Bereichsstudien</heading><paragraph eId="art_7/para_1"><num>1</num><content><p> Der Bundesrat bezeichnet in seinen Jahreszielen drei bis fünf Regulierungsbereiche, die im Rahmen einer externen Studie daraufhin überprüft werden, ob sie Entlastungspotenzial für Unternehmen aufweisen (Bereichsstudie).</p></content></paragraph><paragraph eId="art_7/para_2"><num>2</num><content><p> Die Departemente schlagen dem Bundesrat jährlich mindestens einen Regulierungsbereich, für den sie zuständig sind, für eine Bereichsstudie vor.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_7/para_3"><num>3</num><content><p> Die Kantone und die gesamtschweizerischen Wirtschaftsdachverbände können dem Bundesrat Regulierungsbereiche vorschlagen, die überprüft werden sollen<inline name="man-color-FF0000">.</inline></p></content></paragraph><paragraph eId="art_7/para_4"><num>4</num><content><p> Die Bereichsstudien zeigen mögliche Verbesserungsmassnahmen und deren volkswirtschaftliche Auswirkungen auf. Sie werden veröffentlicht.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_7/para_5"><num>5</num><content><p> Die Departemente legen die Ergebnisse der Bereichsstudien dem Bundesrat vor und stellen ihm Antrag über das weitere Vorgehen.</p></content></paragraph></article><article eId="art_8"><num><b>Art. 8</b></num><heading>Berichterstattung</heading><paragraph eId="art_8/para_1"><num>1</num><content><p> Der Bundesrat unterbreitet der Bundesversammlung alle vier Jahre einen Bericht zur Entlastung der Unternehmen von Regulierungskosten.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_8/para_2"><num>2</num><content><blockList><listIntroduction eId="art_8/para_2/listintro"> Der Bericht des Bundesrates enthält:</listIntroduction><item eId="art_8/para_2/lbl_a"><num>a. </num><p>die Ergebnisse des Monitorings der Belastung von Unternehmen durch Regulierungskosten;</p></item><item eId="art_8/para_2/lbl_b"><num>b. </num><p>die Entlastungsvorschläge aus den durchgeführten Bereichsstudien;</p></item><item eId="art_8/para_2/lbl_c"><num>c. </num><p>eine Zusammenfassung der Massnahmen des Bundesrates zur Entlastung von Unternehmen von Regulierungskosten.</p></item></blockList></content></paragraph></article></section><section eId="sec_4"><num>4. Abschnitt: </num><heading>Elektronische Plattform zur Erbringung von Behördenleistungen</heading><article eId="art_9"><num><b>Art. 9</b></num><heading>Zweck</heading><paragraph eId="art_9/para_1"><num>1</num><content><p> Das Staatssekretariat für Wirtschaft (SECO) betreibt eine zentrale elektronische Plattform zur erleichterten Erbringung von Behördenleistungen für Unternehmen und andere UID-Einheiten nach dem Bundesgesetz vom 18. Juni 2010<authorialNote><p> <ref href="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/2010/705" xmlns:data="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:data" xmlns:tmp="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:temp">SR <b>431.03</b></ref></p></authorialNote> über die Unternehmens-Identifikationsnummer.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_9/para_2"><num>2</num><content><p> Es kann die Plattform auch für Einzelpersonen öffnen, soweit die ihnen angebotenen Behördenleistungen mit denjenigen für Unternehmen und andere UID-Einheiten vergleichbar sind.</p></content></paragraph></article><article eId="art_10"><num><b>Art. 10</b></num><heading>Funktionen</heading><paragraph eId="art_10/para_1"><num>1</num><content><p> Die Plattform unterstützt die Benutzerinnen und Benutzer bei der Kommunikation mit den Behörden.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_10/para_2"><num>2</num><content><blockList><listIntroduction eId="art_10/para_2/listintro"> Sie bietet den Benutzerinnen und Benutzern die folgenden Möglichkeiten, soweit das anwendbare Recht dem nicht entgegensteht:</listIntroduction><item eId="art_10/para_2/lbl_a"><num>a. </num><p>Daten zur späteren Verwendung für die Kommunikation mit den Behörden zu erfassen und zu verwalten;</p></item><item eId="art_10/para_2/lbl_b"><num>b. </num><p>Daten aus amtlichen Registern zu importieren;</p></item><item eId="art_10/para_2/lbl_c"><num>c. </num><p>Dokumente an Behörden zu übermitteln oder von einer Behörde zu empfangen.</p></item></blockList></content></paragraph><paragraph eId="art_10/para_3"><num>3</num><content><p> Sie stellt den Behörden Schnittstellen für die Anbindung ihrer Systeme zur Verfügung.</p></content></paragraph></article><article eId="art_11"><num><b>Art. 11</b><authorialNote><p> Tritt zu einem späteren Zeitpunkt in Kraft.</p></authorialNote></num></article><article eId="art_12"><num><b>Art. 12</b></num><heading>Verwendung zum Vollzug von kantonalem Recht</heading><paragraph eId="art_12/para"><content><blockList><listIntroduction eId="art_12/para/listintro">Das SECO kann die Plattform für die Verwendung zum Vollzug von kantonalem Recht zur Verfügung stellen, sofern:</listIntroduction><item eId="art_12/para/lbl_a"><num>a. </num><p>die Erfüllung der Hauptaufgaben der Plattform nicht beeinträchtigt wird; und</p></item><item eId="art_12/para/lbl_b"><num>b. </num><p>keine bedeutenden zusätzlichen sachlichen und personellen Mittel erforderlich sind.</p></item></blockList></content></paragraph></article><article eId="art_13"><num><b>Art. 13</b></num><heading>Standards</heading><paragraph eId="art_13/para_1"><num>1</num><content><p> Die Bundeskanzlei kann, soweit es für die Interoperabilität anderer Systeme mit der Plattform erforderlich ist, technische, organisatorische und prozedurale Standards festlegen, die für die Behörden und mit Verwaltungsaufgaben betrauten Dritten nach diesem Gesetz verbindlich sind. Sie orientiert sich dabei an bestehenden und international etablierten offenen Standards.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_13/para_2"><num>2</num><content><p> Sie legt die Standards in Zusammenarbeit mit dem SECO und der Organisation Digitale Verwaltung Schweiz fest.</p></content></paragraph></article><article eId="art_14"><num><b>Art. 14</b></num><heading>Kosten</heading><paragraph eId="art_14/para_1"><num>1</num><content><p> Der Bund trägt die Betriebs- und Weiterentwicklungskosten der Plattform für die Verwendung zum Vollzug von Bundesrecht.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_14/para_2"><num>2</num><content><p> Das SECO kann mit Kantonen, öffentlich-rechtlichen Körperschaften, insbesondere der Organisation Digitale Verwaltung Schweiz, und den mit Verwaltungsaufgaben betrauten Dritten zur Verwendung der Plattform beim Vollzug von Bundesrecht eine Vereinbarung über die finanzielle Beteiligung abschliessen.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_14/para_3"><num>3</num><content><p> Bei einer Verwendung zum Vollzug von kantonalem Recht leisten die Kantone und die mit kantonalen Verwaltungsaufgaben betrauten Dritten einen kostendeckenden Beitrag an die Betriebs- und Weiterentwicklungskosten. Das SECO kann die Beiträge pauschal festlegen.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_14/para_4"><num>4</num><content><p> Bei Vorhaben von hohem Bundesinteresse kann das SECO auf höchstens 45 Prozent des kantonalen Beitrags verzichten; bei geringfügigen Kosten kann es ganz auf kantonale Beiträge verzichten.</p></content></paragraph></article><article eId="art_15"><num><b>Art. 15</b></num><heading>Datenbearbeitung</heading><paragraph eId="art_15/para_1"><num>1</num><content><p> Zugriff auf die Daten einer Benutzerin oder eines Benutzers sowie auf die von ihr oder ihm an eine Behörde übermittelten oder von einer Behörde empfangenen Dokumente haben nur Personen, die von der Benutzerin oder dem Benutzer dazu bevollmächtigt wurden.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_15/para_2"><num>2</num><content><p> Das SECO darf Personendaten und Daten juristischer Personen, einschliesslich besonders schützenswerter Personendaten, bearbeiten, soweit dies für die Gewährleistung der Funktionen nach Artikel 10 erforderlich ist.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_15/para_3"><num>3</num><content><p> Es darf die Daten auf Antrag der betroffenen Benutzerinnen und Benutzer an die jeweils zuständigen Behörden übermitteln.</p></content></paragraph></article><article eId="art_16"><num><b>Art. 16</b></num><heading>Aufbewahrungsfrist für die Daten</heading><paragraph eId="art_16/para_1"><num>1</num><content><p> Die Daten werden so lange aufbewahrt, bis die Benutzerin oder der Benutzer sie vernichtet.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_16/para_2"><num>2</num><content><blockList><listIntroduction eId="art_16/para_2/listintro"> Das SECO vernichtet die Daten zudem:</listIntroduction><item eId="art_16/para_2/lbl_a"><num>a. </num><p>spätestens ein Jahr, nachdem eine UID-Einheit ihre wirtschaftliche Tätigkeit beendet hat;</p></item><item eId="art_16/para_2/lbl_b"><num>b. </num><p>zwei Jahre, nachdem das SECO vom Tod einer Einzelperson nach Artikel 9 Absatz 2 Kenntnis erlangt hat, es sei denn eine Rechtsnachfolgerin oder ein Rechtsnachfolger hat während dieser Zeit Ansprüche angemeldet.</p></item></blockList></content></paragraph></article><article eId="art_17"><num><b>Art. 17</b></num><heading>Datensicherheit</heading><paragraph eId="art_17/para"><content><p>Das Eidgenössische Departement für Wirtschaft, Bildung und Forschung regelt die Gewährleistung der Datensicherheit.</p></content></paragraph></article><article eId="art_18"><num><b>Art. 18</b></num><heading>Öffentlichkeitsprinzip</heading><paragraph eId="art_18/para_1"><num>1</num><content><p> Die auf der Plattform gespeicherten Daten gelten nicht als amtliche Dokumente des SECO im Sinne des Öffentlichkeitsgesetzes vom 17. Dezember 2004<authorialNote><p> <ref href="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/2006/355" xmlns:data="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:data" xmlns:tmp="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:temp">SR <b>152.3</b></ref></p></authorialNote>.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_18/para_2"><num>2</num><content><p> Dokumente an oder von Behörden, die über die Plattform übermittelt werden, gelten als amtliche Dokumente der betreffenden Behörden.</p></content></paragraph></article></section><section eId="sec_5"><num>5. Abschnitt: </num><heading>Schlussbestimmungen</heading><article eId="art_19"><num><b>Art. 19</b></num><heading>Überprüfung</heading><paragraph eId="art_19/para_1"><num>1</num><content><p> Der Bundesrat überprüft spätestens zehn Jahre nach Inkrafttreten dieses Gesetzes, ob das Gesetz und sein Vollzug notwendig, zweckmässig, wirksam und wirtschaftlich sind.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_19/para_2"><num>2</num><content><p> Er erstattet der Bundesversammlung Bericht und unterbreitet ihr nötigenfalls Änderungsanträge.</p></content></paragraph></article><article eId="art_20"><num><b>Art. 20</b></num><heading>Ausführungsbestimmungen</heading><paragraph eId="art_20/para"><content><p>Der Bundesrat erlässt die Ausführungsbestimmungen.</p></content></paragraph></article><article eId="art_21"><num><b>Art. 21</b></num><heading>Änderung eines anderen Erlasses</heading><paragraph eId="art_21/para"><content><p>…<authorialNote><p> Die Änderung kann unter <ref href="https://fedlex.data.admin.ch/eli/oc/2024/118" xmlns:data="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:data" xmlns:tmp="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:temp">AS <b>2024</b> 118 </ref>konsultiert werden.</p></authorialNote></p></content></paragraph></article><article eId="art_22"><num><b>Art. 22</b></num><heading>Referendum, Inkrafttreten und Geltungsdauer</heading><paragraph eId="art_22/para_1"><num>1</num><content><p> Dieses Gesetz untersteht dem fakultativen Referendum.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_22/para_2"><num>2</num><content><p> Der Bundesrat bestimmt das Inkrafttreten.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_22/para_3"><num>3</num><content><p> Der 3. Abschnitt (Art. 6–8) gilt während zehn Jahren ab Inkrafttreten.<authorialNote><p> Bis zum 30. Sept. 2034.</p></authorialNote></p><p>Datum des Inkrafttretens:<authorialNote><p> BRB vom 15. März 2024</p></authorialNote> <br/>Art. 9, 10, 12–20 und 22 Abs. 1 und 2: 1. April 2024 <br/>Art. 1–8, 21 und 22 Abs. 3: 1. Okober 2024 <br/>Art. 11: zu einem späteren Zeitpunkt</p></content></paragraph></article></section></body></act></akomaNtoso>