<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2006.00272</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="https://vgrzh.djiktzh.ch/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=https://vgrzh.djiktzh.ch&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=206265&amp;W10_KEY=4467134&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2006.00272</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 25.10.2006</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">1. Abteilung/1. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Raumplanungs-, Bau- und Umweltrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Baubewilligung</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Baubewilligung für Wohnhaus mit 5 Wohnungen und Tiefgarage. Begrenzung der Ausnützungsübertragung innerhalb der nämlichen Bauzone. Befriedigende Einordnung.<br/><br/>Weder aus dem Gesetz noch aus der Praxis lässt sich eine allgemeine quantitative Begrenzung für Ausnützungsübertragungen innerhalb der nämlichen Bauzone ableiten. Eine Einschränkung kann sich indessen insofern ergeben, als die Ausnützungsübertragung nicht zu einer § 238 Abs. 1 PBG verletzenden Konzentration der Bausubstanz führen darf (E. 3.3).<br/><br/>Die Frage, wie sich die grundsätzlich zulässige Ausnützungsübertragung auf die befriedigende Einordnung des Bauvorhabens auswirkt und ob die Baubehörde die Baubewilligung gestützt auf § 238 Abs. 1 PBG verweigern durfte, kann infolge fehlender Sachverhaltselemente nicht abschliessend beurteilt werden (E. 3.5).<br/><br/>Gutheissung und Rückweisung (E. 4).</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ATTIKAGESCHOSS">ATTIKAGESCHOSS</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: AUSNÃTZUNG">AUSNÃTZUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: AUSNÃTZUNGSBERECHNUNG">AUSNÃTZUNGSBERECHNUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: AUSNÃTZUNGSÃBERTRAGUNG">AUSNÃTZUNGSÃBERTRAGUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: Planungs- und Baurecht ST: BAUBEWILLIGUNG UND BAUBEWILLIGUNGSVERFAHREN">BAUBEWILLIGUNG UND BAUBEWILLIGUNGSVERFAHREN</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: DACHGESCHOSS">DACHGESCHOSS</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: EINORDNUNG">EINORDNUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: GESCHLOSSENE BAUWEISE">GESCHLOSSENE BAUWEISE</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: OFFENE BAUWEISE">OFFENE BAUWEISE</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: PROFILLINIEN">PROFILLINIEN</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: SCHRÃGDACH">SCHRÃGDACH</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="gerade">§ 238 Abs. I PBG</span><br/><span class="ungerade">§ 259 Abs. I PBG</span><br/><span class="gerade">§ 275 Abs. II PBG</span><br/><span class="ungerade">§ 281 Abs. I lit. a PBG</span><br/><span class="gerade">§ 286 Abs. I PBG</span><br/><span class="ungerade">§ 292 lit. b PBG</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="gerade">BEZ 2006 Nr. 54 S. 10</span><br/> </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 3 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Sachverhalt1"><b>I. </b> </p> <p class="Sachverhalt2">Am 17. August verweigerte der Gemeinderat Boppelsen der A AG die baurechtliche Bewilligung fÃ¼r ein Wohnhaus mit 5 Wohnungen und Tiefgarage auf dem GrundstÃ¼ck Kat.-Nr. 01 an der L-Strasse.</p> <p class="Sachverhalt1"><b>II. </b> </p> <p class="Urteilstext">Den hiergegen von der Gesuchstellerin erhobenen Rekurs wies die Baurekurskommission I, die zuvor den Nachbarn C zum Verfahren beigeladen hatte, am 19. Mai 2006 ab. Entgegen der Auffassung der Ã¶rtlichen BaubehÃ¶rde lasse sich die Bauverweigerung nicht auf Art. 19 der Bau- und Zonenordnung der Gemeinde Boppelsen vom 31. MÃ¤rz 1995 (BZO) stÃ¼tzen, wonach in der Zone W1 nur freistehende HÃ¤user zulÃ¤ssig seien, und das Ausmass der AusnÃ¼tzungsÃ¼bertragung von einem der gleichen Zone angehÃ¶rigen NachbargrundstÃ¼ck sei nicht unzulÃ¤ssig. Hingegen liege das Attikageschoss nicht innerhalb des Profils des hypothetischen SchrÃ¤gdachs, zu dessen Bestimmung eine 45<span>°</span>-Linie am tatsÃ¤chlichen Schnittpunkt zwischen Fassade und Flachdach und nicht unter BerÃ¼cksichtigung eines fiktiven Kniestocks an der maximal zulÃ¤ssigen GebÃ¤udehÃ¶he anzusetzen sei. Das Attikageschoss sei deshalb nicht als Dachgeschoss zu erkennen, was zusammen mit dem freigelegten Untergeschoss das GebÃ¤ude als dreigeschossig und damit, wie die BaubehÃ¶rde zu Recht rÃ¼ge, als zu wuchtig wirken lasse.</p> <p class="Sachverhalt1"><b>III. </b> </p> <p class="Urteilstext">Mit Beschwerde vom 23. Juni 2006 liess die A AG dem Verwaltungsgericht Aufhebung des Rekursentscheids und RÃ¼ckweisung der Sache an die Vorinstanz beantragen, unter Kosten- und EntschÃ¤digungsfolgen zulasten des Gemeinderats Boppelsen.</p> <p class="Urteilstext">Der Gemeinderat Boppelsen am 24. August und der vom Gericht ebenfalls als Beschwerdegegner rubrizierte Nachbar C am 6. September 2006 liessen Abweisung der Beschwerde unter EntschÃ¤digungsfolge zulasten der BeschwerdefÃ¼hrerin beantragen. Die Vorinstanz verzichtete auf Vernehmlassung.</p> <p class="Einzug1"><span>Die Kammer</span><span> zieht in ErwÃ¤gung:</span></p> <p class="Erwgung1"><b>1. </b> </p> <p class="Urteilstext">Das Verwaltungsgericht ist gemÃ¤ss § 41 Abs. 1 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 (VRG) zur Behandlung der gegen einen Entscheid der Baurekurskommission I erhobenen Beschwerde zustÃ¤ndig. Da auch die Ã¼brigen Prozessvoraussetzungen erfÃ¼llt sind, ist auf die form- und fristgerecht erhobene Beschwerde einzutreten.</p> <p class="Erwgung1"><b>2. </b> </p> <p class="Urteilstext">Die Vorinstanz hat die Bauverweigerung des Gemeinderats wegen einer unzulÃ¤ssigen Ausgestaltung des Dachgeschosses geschÃ¼tzt. Dieser Bauverweigerungsgrund, auf den sich der Gemeinderat nicht berufen hat, beruht, wie die BeschwerdefÃ¼hrerin zu Recht geltend macht, auf einer unzutreffenden Feststellung des massgeblichen Sachverhalts.</p> <p class="Urteilstext">Dachgeschosse (Attikageschosse) sind laut der Definition von § 275 Abs. 2 des Bau- und Planungsgesetzes vom 7. September 1975 (PBG) GebÃ¤udeabschnitte, welche Ã¼ber der Schnittlinie zwischen Fassade/DachflÃ¤che liegen. Bei FlachdÃ¤chern dÃ¼rfen sie â vorbehÃ¤ltlich § 292 lit. b PBG â grundsÃ¤tzlich die fÃ¼r ein <i>entsprechendes</i> SchrÃ¤gdach zulÃ¤ssigen Ebenen nicht durchstossen, das heisst jene Profillinie, die unter 45° an die Schnittlinie zwischen der tatsÃ¤chlichen DachflÃ¤che (des obersten Vollgeschosses) und der dazugehÃ¶rigen Fassade ansetzt (§ 281 Abs. 1 lit. a in Verbindung mit § 292 PBG; RB 1993 Nr. 42).</p> <p class="Urteilstext">Entgegen den Feststellungen der Baurekurskommission wird diese Profillinie jedenfalls im Dachbereich nicht in einem § 292 lit. b PBG verletzenden Ausmass durchstossen. In den Schnitt- und FassadenplÃ¤nen wurde zwar eine Profillinie nicht an der massgeblichen Schnittlinie zwischen der DachflÃ¤che des obersten Vollgeschosses und zugehÃ¶riger Fassade, sondern unter MitberÃ¼cksichtigung eines fiktiven Kniestocks ungefÃ¤hr einen Meter hÃ¶her angesetzt. Diese Profillinie verlÃ¤uft jedoch nicht, wie zur Bestimmung des hypothetischen SchrÃ¤gdachs zulÃ¤ssig, in einem Winkel von 45°, sondern entsprechend dem tatsÃ¤chlich geplanten SchrÃ¤gdach in einem solchen von lediglich 31,5°, was zur irrtÃ¼mlichen Sachverhaltsfeststellung der Vorinstanz beigetragen haben mag. Wird dagegen das massgebliche SchrÃ¤gdach am richtigen Ort und unter dem zulÃ¤ssigen Winkel von 45° angesetzt, so liegt der gesamte Dachbereich innerhalb des gemÃ¤ss § 281 Abs. 1 lit. a in Verbindung mit § 292 PBG massgeblichen Profils.</p> <p class="Erwgung1"><b>3. </b> </p> <p class="Urteilstext">Von den von der Ã¶rtlichen BaubehÃ¶rde geltend gemachten BauverweigerungsgrÃ¼nden hat die Vorinstanz denjenigen der unzulÃ¤ssigen Bauweise sowie der Ã¼bermÃ¤ssigen AusnÃ¼tzungsÃ¼bertragung verworfen. Die ebenfalls beanstandete Einordnung hat sie nur unter dem Gesichtswinkel der Dachgestaltung geprÃ¼ft.</p> <p class="Erwgung2"><b>3.1 </b>GemÃ¤ss § 286 Abs. 1 PBG sind GebÃ¤ude in offener Ãberbauung zu erstellen, wenn die BZO, wie dies hier zutrifft, keine andere Festlegung trifft.</p> <p class="Erwgung2">Entgegen der von der BaubehÃ¶rde im Baubewilligungsverfahren noch vertretenen Auffassung ist das geplante Bauvorhaben ohne weiteres als ein einziges, freistehendes GebÃ¤ude zu wÃ¼rdigen. FÃ¼r die Annahme einer geschlossenen Ãberbauung, das heisst von zwei seitlich zusammengebauten GebÃ¤uden, fehlt die vorausgesetzte durchgehende baulich-funktionale vertikale Trennung der beiden hier nur Ã¤usserlich leicht verschobenen GebÃ¤udeteile (RB 1998 Nr. 118). Sodann enthÃ¤lt die BZO keine Bestimmung, wonach in der Wohnzone W1 nur EinfamilienhÃ¤user zulÃ¤ssig sein sollen; abgesehen davon geht die herrschende Auffassung davon aus, dass § 49 Abs. 2 PBG es den Gemeinden nicht erlaubt, in Wohnzonen die Zahl der pro GebÃ¤ude zulÃ¤ssigen Wohnungen vorzuschreiben (BGr, 14. MÃ¤rz 1984, ZBl 85/1984, S. 512, E. 6; vgl. RB 1990 Nr. 59 = BEZ 1990 Nr. 23).</p> <p class="Erwgung2"><b>3.2 </b>Was die AusnÃ¼tzung betrifft, so ist zunÃ¤chst umstritten, ob die beiden BastelrÃ¤ume im Untergeschoss zur anrechenbaren FlÃ¤che zÃ¤hlen. Dies ist aufgrund stÃ¤ndiger Rechtsprechung (vgl. die Zusammenfassung in RB 2000 Nr. 100 = BEZ 2001 Nr. 4 sowie VGr, 22. Juli 2005, BEZ 2005 Nr. 37) ohne weiteres zu bejahen. Die so genannten BastelrÃ¤ume verfÃ¼gen Ã¼ber einen direkten, niveaugleichen Zugang zu den zugehÃ¶rigen Wohnungen und erhalten Ã¼ber einen Lichtschacht Tageslicht und Frischluft. Sie sind mindestens zu Arbeitszwecken geeignet und deshalb ohne weiteres anrechenbar. Neben der im Erdgeschoss anrechenbaren FlÃ¤che von 284 m<sup>2</sup> ergibt sich damit im Untergeschoss eine solche von 154 m<sup>2</sup> (301 m<sup>2</sup> - 147 m<sup>2</sup>), das heisst total eine anrechenbare FlÃ¤che von 438 m<sup>2</sup> und damit eine Ãbernutzung von (438 m<sup>2</sup> - 294 m<sup>2</sup> =) 144 m<sup>2</sup>.</p> <p class="Erwgung2"><b>3.3 </b>Die BeschwerdefÃ¼hrerin will sich die auf dem BaugrundstÃ¼ck fehlende AusnÃ¼tzung durch eine AusnÃ¼tzungsÃ¼bertragung vom NachbargrundstÃ¼ck Kat.-Nr. 02 beschaffen, was die Beschwerdegegner anders als die Baurekurskommission fÃ¼r unzulÃ¤ssig halten.</p> <p class="Urteilstext">Als fÃ¼r die Berechnung der AusnÃ¼tzung massgebliche GrundflÃ¤che bezeichnet § 259 Abs. 1 PBG die von der Baueingabe erfasste FlÃ¤che der baulich noch nicht ausgenÃ¼tzten GrundstÃ¼cke oder GrundstÃ¼ckteile der Bauzone. Aus dieser Bestimmung leiten Lehre und Praxis ab, dass AusnÃ¼tzungsÃ¼bertragungen zwischen verschiedenen, der nÃ¤mlichen Bauzone zugehÃ¶rigen Parzellen grundsÃ¤tzlich zulÃ¤ssig sind (BGr, 5. September 1997, ZBl 100/1999, S. 218 E. 2c); AusnutzungsÃ¼bertragungen Ã¼ber eine Zonengrenze hinweg sind dagegen nur im Rahmen von ArealÃ¼berbauungen mÃ¶glich (§ 72 Abs. 3 PBG). Eine quantitative Begrenzung fÃ¼r AusnÃ¼tzungsÃ¼bertragungen innerhalb der nÃ¤mlichen Bauzone kennt das Gesetz nicht. Eine EinschrÃ¤nkung kann sich dagegen insofern ergeben, als die AusnÃ¼tzungsÃ¼bertragung nicht zu einer § 238 Abs. 1 PBG verletzenden Konzentration der Bausubstanz fÃ¼hren darf (VGr, 31. Mai 1994, BEZ 1994 Nr. 15; Christoph Fritzsche/Peter BÃ¶sch, ZÃ¼rcher Planungs- und Baurecht, 3. A., ZÃ¼rich 2003, S. 10-7 und 11-11). Eine allgemein geltende quantitative Grenze fÃ¼r AusnÃ¼tzungsÃ¼bertragungen lÃ¤sst sich daraus jedoch nicht herleiten, sondern es ist jeweils im Einzelfall zu prÃ¼fen, ob die AusnÃ¼tzungsÃ¼bertragung zu BaukÃ¶rpern fÃ¼hrt, welche den Rahmen der zonengemÃ¤ssen, durch Bauvorschriften und Parzellarordnung geprÃ¤gten Ãberbauungsstruktur sprengen und sich deshalb nicht mehr befriedigend in die bauliche Umgebung einordnen. Etwas anderes lÃ¤sst sich aus dem von den Beschwerdegegnern zitierten Verwaltungsgerichtsentscheid vom 5. September 2001 (VB.2001.00092, www.vgrzh.ch) nicht ableiten, wo das Gericht eine AusnÃ¼tzungsÃ¼bertragung von 10 % als unproblematisch beurteilt hat.</p> <p class="Erwgung2"><b>3.4 </b>Die Baurekurskommission hat bezÃ¼glich der AusnÃ¼tzungsÃ¼bertragung lediglich erwogen, die durch die Ãbertragung erhÃ¶hte AusnÃ¼tzung betrage hÃ¶chstens 22 % und nicht 49 % der regulÃ¤ren NutzflÃ¤che und erlaube nur einen weiter gehenden Ausbau des anrechenbaren Untergeschosses mit Wohn- statt mit KellerrÃ¤umen, weshalb sich das GebÃ¤udevolumen durch den AusnÃ¼tzungstransfer in keiner Weise verÃ¤ndere. Diese Betrachtungsweise greift insofern zu kurz, als das Bauvorhaben bereits Ã¼ber ausreichende NebenrÃ¤ume verfÃ¼gt und die Schaffung des durch die AusnÃ¼tzungsÃ¼bertragung zusÃ¤tzlich ermÃ¶glichten Volumens wirtschaftlich keinen Sinn machen wÃ¼rde, wenn es nicht zu Wohnzwecken verwendet werden kÃ¶nnte. Sodann mÃ¼ssen Wohnungen anders als KellerrÃ¤ume Ã¼ber Fenster verfÃ¼gen, was wie hier zu Abgrabungen fÃ¼hrt und sich entsprechend auf die Gestaltung des Bauvorhabens und seine Einordnung in die bauliche und landschaftliche Umgebung auswirkt.</p> <p class="Erwgung2"><b>3.5 </b>Weitere Ãberlegungen bezÃ¼glich der Einordnung des Bauvorhabens, welche von der BaubehÃ¶rde als weiterer Verweigerungsgrund angefÃ¼hrt wurden, hat die Baurekurskommission nicht angestellt. Insbesondere lÃ¤sst sich den Akten nichts bezÃ¼glich der baulichen Umgebung und der vorhandenen Bebauungsstruktur sowie darÃ¼ber entnehmen, inwiefern diese das nach der geltenden Bau- und Zonenordnung zulÃ¤ssige Volumen ausschÃ¶pft. Ohne diese AbklÃ¤rungen lÃ¤sst sich die Frage, wie sich die grundsÃ¤tzlich zulÃ¤ssige AusnÃ¼tzungsÃ¼bertragung auf die Einordnung des Bauvorhabens auswirkt und ob die BaubehÃ¶rde die Baubewilligung gestÃ¼tzt auf § 238 Abs. 1 PBG verweigern durfte, nicht entscheiden. Ebenso sind die weiteren von der BaubehÃ¶rde geltend gemachten EinordnungsmÃ¤ngel zu prÃ¼fen, so insbesondere bezÃ¼glich der fÃ¼r die Freilegung des Untergeschosses erforderlichen Abgrabungen, die zumindest teilweise ebenfalls eine Folge des Nutzungstransfers sind.</p> <p class="Erwgung1"><b>4. </b> </p> <p class="Urteilstext">Der Sachverhalt erweist sich damit als unzureichend geklÃ¤rt, was zur Aufhebung des Rekursentscheids fÃ¼hrt. GestÃ¼tzt auf § 64 Abs. 1 VRG ist die Angelegenheit zu weiterer Untersuchung und neuer Entscheidung an die Vorinstanz zurÃ¼ckzuweisen.</p> <p class="Urteilstext">Damit obsiegt die BeschwerdefÃ¼hrerin, die keinen weitergehenden Antrag gestellt hat, vollstÃ¤ndig, und sind deshalb die Gerichtskosten den Beschwerdegegnern je zur HÃ¤lfte aufzuerlegen (§ 13 Abs. 2 Satz 1 in Verbindung mit § 70 VRG). Der private Beschwerdegegner ist Ã¼berdies zu einer ParteientschÃ¤digung von Fr. 1'000.- an die BeschwerdefÃ¼hrerin zu verpflichten (§ 17 Abs. 2 lit. a VRG). Ãber die Verlegung der Rekurskosten wird die Vorinstanz im zweiten Rechtsgang zu entscheiden haben.</p> <p class="Einzug1"><span>DemgemÃ¤ss </span><span><a id="Text25"></a>entscheidet</span><span> </span><span>die Kammer</span><span>:</span></p> <p class="Einzug2"><span>1. Die Beschwerde wird gutgeheissen. Der Rekursentscheid wird aufgehoben und die Akten werden zu weiterer Untersuchung und neuer Entscheidung an die Baurekurskommission I zurÃ¼ckgewiesen.</span></p> <p class="Einzug2"><span>2. Die GerichtsgebÃ¼hr wird festgesetzt auf <br/> Fr. 3'000.--; die Ã¼brigen Kosten betragen:<br/> Fr. 90.-- Zustellungskosten,<br/> Fr. 3'090.-- Total der Kosten.</span></p> <p class="Einzug2"><span>3. Die Gerichtskosten werden den Beschwerdegegnern je zur HÃ¤lfte auferlegt.</span></p> <p class="Einzug2"><span>4. Der private Beschwerdegegner wird zu einer ParteientschÃ¤digung von Fr. 1'000.- an die BeschwerdefÃ¼hrerin verpflichtet, zahlbar innert 30 Tagen ab Rechtskraft des Entscheids.</span></p> <p class="Einzug2"><span>5. Mitteilung an â¦</span></p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>