<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2002.00293</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="https://vgrzh.djiktzh.ch/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=https://vgrzh.djiktzh.ch&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=107042&amp;W10_KEY=4467145&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2002.00293</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 05.02.2003</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">1. Abteilung/1. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Submissionsrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Submission</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Die Landeskirche und die weiteren vom Staat als Personen des öffentlichen Rechts anerkannten Kirchgemeinden unterstehen den Vorschriften des Submissionsrechts.<br/>Nichteintreten.</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ANWENDBARES RECHT">ANWENDBARES RECHT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: GEGENRECHTSVEREINBARUNG">GEGENRECHTSVEREINBARUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: LANDESKIRCHE">LANDESKIRCHE</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ÃFFENTLICH-RECHTLICHE KÃRPERSCHAFT">ÃFFENTLICH-RECHTLICHE KÃRPERSCHAFT</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ORTSANSÃSSIGKEIT">ORTSANSÃSSIGKEIT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: Besonderes Verwaltungsrecht (ohne...) ST: SUBMISSIONSRECHT">SUBMISSIONSRECHT</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: TREUWIDRIGKEIT">TREUWIDRIGKEIT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: VERSPÃTUNG">VERSPÃTUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: VORBEHALT">VORBEHALT</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="gerade">Art. 5 lit. I BGBM</span><br/><span class="ungerade">Art. 7 lit. I b IVÃ¶B</span><br/><span class="gerade">Art. 8 lit. I IVÃ¶B</span><br/><span class="ungerade">Art./§ 2 lit. II KirchenG</span><br/><span class="gerade">§ 38 lit. III VRG</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade">BEZ 2003 Nr. 11</span><br/><span class="gerade">RB 2003 Nr. 41</span><br/> </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 2 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Einzug1"><span>Am 1. April 2001 reichte auf Anfrage der Bezirkskirchenpflege X die B AG, in Y, eine auf ein Jahr befristete Offerte zur Neuordnung des Archivs der Kir­chenpflege ein. Nach­dem die Bezirkskirchenpflege den Kirchenrat um Kos­ten­gutsprache ersucht hatte, Ã¼ber­prÃ¼fte dieser die Archive sÃ¤mtlicher Bezirkskirchenpflegen mit dem Ergebnis, dass auch die Archive in W und V einer Neuordnung bedurften. In der Folge wurden bei der vom Staatsarchiv des Kantons ZÃ¼rich empfohlenen Firma C Offerten eingeholt. Mit Brief vom 26. MÃ¤rz 2002 erteilte das Juristische Sekretariat des Kirchenrats des Kantons ZÃ¼rich diesem Anbieter den Auftrag fÃ¼r die Neuordnung der Archive der Bezirkskirchenpflegen X und W. Den Auftrag fÃ¼r die Neuordnung des Archivs in V durch die nÃ¤mliche Firma erteil­te im Auftrag des Kirchenrats die Bezirkskirchenpflege V am 17. Juni 2002. Je Archiv betrug die Auftragssumme Fr. 2'200.-.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Am 12. September 2002 erkundigte sich die B AG beim Kirchenrat nach dem Schick­sal ihrer Offerte, worauf ihr mitgeteilt wurde, dass die AuftrÃ¤ge fÃ¼r die Neu­ordnung der drei Archive aufgrund frÃ¼herer Erfahrungen der Landeskirche mit der B AG anderweitig vergeben worden seien. Hierauf erhob die B AG gleichentags Beschwerde an das Verwaltungsgericht.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die Evangelisch-reformierte Landeskirche des Kantons ZÃ¼rich liess am 26. Septem­ber 2002 beantragen, die Beschwerde abzuweisen, soweit darauf einzutreten sei, unter Kos­ten- und EntschÃ¤digungsfolgen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Mit Replik vom 18. November 2002 beantragte die BeschwerdefÃ¼hrerin unter anderem sinngemÃ¤ss, es sei die UnzulÃ¤ssigkeit der Vergabe festzustellen. Mit Duplik vom 4. De­­zember 2002 hielt die Beschwerdegegnerin an ihren AntrÃ¤gen fest. Der Mitbeteiligte verzichtete auf Stellungnahme.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die Kammer zieht in ErwÃ¤gung:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>1. Angesichts des geringen Streitwerts von deutlich unter Fr. 20'000 kÃ¶nnte gemÃ¤ss § 38 Abs. 2 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 (VRG) die GeschÃ¤fts­erledigung durch den Einzelrichter erfolgen. Die in der Rechtsprechung umstrittene Frage der Anwendbarkeit der Interkantonalen Vereinbarung Ã¼ber das Ã¶ffentliche Beschaffungswe­sen vom 25. November 1994 (IVÃ¶B) auf kirchliche Auftragsvergaben rechtfertigt es je­doch, dem Fall grundsÃ¤tzliche Bedeutung beizumessen und die Entscheidung deshalb gemÃ¤ss § 38 Abs. 3 VRG der Kammer zu Ã¼bertragen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>2. Nach Art. 8 Abs. 1 lit. b IVÃ¶B unterstehen dieser Vereinbarung âdie Gemeinden, die GemeindeverbÃ¤nde und die anderen Ã¶ffentlich-rechtlichen KÃ¶rperschaften gegenÃ¼ber jenen Kantonen und Vertragsstaaten des GATT-Ãbereinkommens, die Gegenrecht gewÃ¤hrenâ. Der Ausdruck âandere Ã¶ffentlich-rechtliche KÃ¶rperschaftenâ erfasst diejenigen Ã¶ffent­lichrechtlichen Gebilde, an denen der Staat nicht beteiligt ist, und die deshalb nicht unter Art. 8 Abs. l lit. a IVÃ¶B fallen. Unter dem Vorbehalt des Gegenrechts gilt deshalb die Inter­kantonale Vereinbarung auch fÃ¼r die vom Staat als Personen des Ã¶ffentlichen Rechts anerkannten Kirchen (Peter Galli/Daniel Lehmann/Peter Rechsteiner, Das Ã¶ffentliche Beschaffungswesen in der Schweiz, ZÃ¼rich 1996, Rz. 80; Denis Esseiva, Baurecht 2/1999 S. 50.); die den kirchlichen VerbÃ¤nden regelmÃ¤ssig eingerÃ¤umte Autonomie in der Ordnung der in­ner­kirchlichen Angelegenheiten Ã¤ndert daran nichts (VGr FR, 6. September 2000, RDAF 57/ 2001, S. 443; a.M. VGr SG, 19. MÃ¤rz 2001, GVP 2001 Nr. 16). Die Beschwerde­gegnerin und ihre Gemeinden, die gemÃ¤ss Art. 64 Abs. 2 der Kantonsverfassung vom 18. April 1869 und § 2 Abs. 2 des Gesetzes vom 7. Juli 1963 Ã¼ber die evangelisch-re­for­mier­te Landeskirche (KirchenG, LS 181.11) vom Staat als Personen des Ã¶ffentlichen Rechts anerkannt sind, sind deshalb der Interkantonalen Vereinbarung grundsÃ¤tzlich unterstellt.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Zu prÃ¼fen bleibt, welche Tragweite dem Vorbehalt des Gegenrechts zukommt, nach­­dem nach der Auffassung des Verwaltungsgerichts des Kantons St. Gallen, wo die Be­schwer­de­­fÃ¼hrerin domiziliert ist, die kirchlichen KÃ¶rperschaften in ihrem Autonomiebereich dem staatlichen Beschaffungsrecht nicht unterstellt sind (VGr SG, 19. MÃ¤rz 2001, GVP 2001 Nr. 16). GrundsÃ¤tzlich bedeutet der Vorbehalt, dass eine Kirche einem Bewerber den Zugang zu ihren Ausschreibungen verwehren kann, wenn er aus einem Kanton kommt, der nicht fÃ¼r eine entsprechende Ãffnung des Marktes durch seine eigenen Kirchen sorgt. Die Frage betrifft allerdings nur die Anwendung der Vereinbarung Ã¼ber das Ã¶ffentliche Beschaffungswesen und ist hier ohne Bedeutung, weil der in Frage stehende Dienstleis­tungs­auftrag den Schwellenwert gemÃ¤ss Art. 7 Abs. 1 lit. b IVÃ¶B ohnehin nicht erreicht. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Hingegen stellt die Landeskirche einen âandere(n) TrÃ¤ger kantonaler oder kommunaler Aufgabenâ im Sinn von Art. 5 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 6. Oktober 1995 Ã¼ber den Binnenmarkt (Binnenmarktgesetz, BGBM) dar; diese Bestimmung setzt anders als Art. 8 Abs. 1 lit. a IVÃ¶B fÃ¼r die Unterstellung einer Ã¶ffentlich-rechtlichen KÃ¶rperschaft nicht voraus, dass der Staat an ihr beteiligt ist, sondern es genÃ¼gt, dass sie durch das kantonale Recht zugewiesene Aufgaben erfÃ¼llt (was Ã¼brigens der Formulierung in Art. 8 Abs. 2 lit. a der im Kanton ZÃ¼rich noch nicht in Kraft stehenden, am 15. MÃ¤rz 2001 revidierten In­terkantonalen Vereinbarung entspricht). Bei den anerkannten Kirchen (vgl. zu den Aufgaben der zÃ¼rcherischen Landeskirche: § 3 Abs. 2 KirchenG in Verbindung mit Art. 5 der Kirchenordnung vom 2. Juli 1967, LS 181.12) ist diese Voraussetzung erfÃ¼llt (Esseiva, S. 51). Damit ergibt sich die ZustÃ¤ndigkeit des Verwaltungsgerichts aus Art. 9 Abs. 2 BGBM (Alfred KÃ¶lz/JÃ¼rg Bosshart/ Martin RÃ¶hl, Kommentar zum Verwaltungsrechtspflege­gesetz des Kantons ZÃ¼rich, 2.A., ZÃ¼rich 1999, § 41 Rz. 22). </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>3. Die Beschwerdegegnerin hÃ¤lt die Beschwerde fÃ¼r verspÃ¤tet: Die Offerte der BeschwerdefÃ¼hrerin vom 1. April 2002 sei auf 1 Jahr befristet gewesen und sie habe deshalb spÃ¤testens nach Ablauf dieser Frist davon ausgehen mÃ¼ssen, dass der Auftrag anderweitig vergeben worden sei. Es sei deshalb treuwidrig, sich erst ein halbes Jahr spÃ¤ter nach einem Entscheid zu erkundigen und ihn in der Folge anzufechten.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Dieser Auffassung ist beizupflichten. Zwar ist der BeschwerdefÃ¼hrerin der Entscheid Ã¼ber ihre Offerte nicht in der gemÃ¤ss § 10 Abs. 1 VRG gebotenen Form mitgeteilt worden, was in der Regel dazu fÃ¼hrt, dass die Rechtsmittelfrist nicht zu laufen beginnt (RB 1962 Nr. 13 = ZR 62 Nr. 57; KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 10 N. 51, auch zum Folgenden). Das bedeutet aber nicht, dass der Rechtsuchende beliebig lange mit der Erhebung des Rechts­mittels zuwarten kann, sondern es wird von ihm gestÃ¼tzt auf den Grundsatz von Treu und Glauben erwartet, dass er sich nach dem zulÃ¤ssigen Rechtsmittel erkundigt. Dabei sind bei berufsmÃ¤ssig vor BehÃ¶rden auftretenden Rechtskundigen strengere MassstÃ¤be anzulegen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Musste der BeschwerdefÃ¼hrerin auf Grund des Ablaufs der GÃ¼ltigkeit ihrer eigenen Offerte am 1. April 2002 klar sein, dass ihre Offerte nicht berÃ¼cksichtigt wÃ¼rde, so hÃ¤tte sie sich spÃ¤testens in diesem Zeitpunkt nach dem Zuschlag und das ihr gegen eine anderweitige Vergabe zur VerfÃ¼gung stehende Rechtsmittel erkundigen mÃ¼ssen. Bei einer BeschwerdefÃ¼hrerin, die, wie in der Replik ausgefÃ¼hrt wird, regelmÃ¤ssig fÃ¼r BehÃ¶rden tÃ¤tig ist, muss das Wissen, dass eine Auftragsvergabe nicht beliebig lange durch Rechtsmittel anderer An­bieter in Frage gestellt werden kann, vorausgesetzt werden. Die am 12. September 2002 erhobene Beschwerde gegen die bereits am 26. Mai bzw. 17. Juni 2002 erfolgten Vergaben erweist sich unter den gegebenen UmstÃ¤nden als verspÃ¤tet. Auf die Beschwerde ist nicht ein­zutreten.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>4. Anzumerken ist, dass die Beschwerde in der Sache offensichtlich unbegrÃ¼ndet ist.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>GemÃ¤ss Art. 5 Abs. 1 BGBM dÃ¼rfen ortsfremde Anbietende bei einer Ã¶ffent­lichen Beschaffung nicht benachteiligt werden. ZulÃ¤ssig sind ihnen gegenÃ¼ber nach Art. 3 Abs. 1 BGBM nur BeschrÃ¤nkungen, welche gleichermassen auch fÃ¼r ortsansÃ¤ssige Perso­nen gelten (lit. a), zur Wahrung Ã¼berwiegender Ã¶ffentlicher Interessen unerlÃ¤sslich sind (lit. b) und dem Grundsatz der VerhÃ¤ltnismÃ¤ssigkeit entsprechen (lit. c). Als Ã¼berwiegendes Ã¶ffentliches Interesse kommt insbesondere der Schutz der natÃ¼rlichen Umwelt in Betracht (Art. 3 Abs. 2 lit. b BGBM). Eine auf diese Bestimmungen gestÃ¼tzte BeschrÃ¤nkung darf jedoch in keinem Fall ein verdecktes Handelshemmnis zugunsten einheimischer Wirt­schaftsinteressen enthalten (Art. 3 Abs. 4 BGBM). </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Von einer gegen diese Bestimmungen verstossenden Benachteiligung der Beschwer­degegnerin kann keine Rede sein. Die Vergabe an den ortsansÃ¤ssigen Anbieter erfolgte auf Grund der preisgÃ¼nstigeren Offerte und weil die Beschwerdegegnerin mit frÃ¼heren Archivierungsarbeiten der BeschwerdefÃ¼hrerin nicht zufrieden war. Das verstÃ¶sst weder gegen Art. 5 Abs. 1 BGBM noch ist es willkÃ¼rlich.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>5. ... </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>DemgemÃ¤ss beschliesst die Kammer:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>1. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.</span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>2. ...</span></p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>