<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="cell small-12 contentContainer printArea"> <div><table><tr><td><p class="Normal Heading1"><span id="_GoBack"></span><span class="Normal Heading1">Sozialversicherungsgericht</span></p><p class="Normal Heading1"><span class="Normal Heading1">des Kantons Zürich</span></p></td><td><p class="Normal Heading1"></p></td></tr></table><p><span>BV.2016.00092</span></p><p><span> </span></p><p><span> </span></p><p><br/></p><p>III. Kammer</p><p>Sozialversicherungsrichter Gräub, Vorsitzender<br/>Sozialversicherungsrichterin Annaheim<br/>Sozialversicherungsrichterin Fehr<br/>Gerichtsschreiberin Fonti</p><p class="Normal Heading2"><span class="Normal Heading2">Urteil vom 19. Juli 2018</span></p><p class="Normal StandardEinzug"><span class="Normal StandardEinzug">in Sachen</span></p><p class="Normal StandardFett RubrumFett"><span class="Normal StandardFett RubrumFett">X.___</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Kläger</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">vertreten durch Rechtsanwalt Dr. Massimo Aliotta</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Anwaltskanzlei Aliotta</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Obergasse 20, Postfach 1508, 8401 Winterthur</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">gegen</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardFett RubrumFett"><span class="Normal StandardFett RubrumFett">Zürich Lebensversicherungs-Gesellschaft AG</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Hauptsitz</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Austrasse 46, Postfach, 8085 Zürich</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Beklagte</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">vertreten durch Rechtsanwältin Eva Pouget-Hänseler</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Buis Bürgi AG</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Mühlebachstrasse 8, Postfach 672, 8024 Zürich</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Sachverhalt:</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">X.___, geboren 1953, war vom 5. Juni 2004 bis 15. Juli 2008 bei der Y.___ SA als Sicherheitsmitarbeiter angestellt, wobei sein letzter effektiver Arbeitstag am 17. Juli 2006 war (Urk. 10/B/2 Ziff. 2.1 + 2.7 f., Urk. 2/8). Mit Ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sicherungsbeginn per 1. Dezember 2005 schloss er bei der Zürich Lebensversiche</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rungs-Gesellschaft AG (nachfolgend: Zürich) eine Risikoversicherung bei Er</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">werbsunfähigkeit im Rahmen einer gebundenen Vorsorgeversicherung nach der Verordnung über die steuerliche Abzugsberechtigung für Beiträge an anerkannte Vorsorgeformen (BVV 3) ab (Urk. 2/3). Am 13. Oktober 2006 ging bei der Zürich eine Krankheits- und Unfallmeldung des Versicherten ein. Damit meldete er eine seit dem 17. Juli 2006 bestehende Arbeitsunfähigkeit infolge Krankheit. Weiter wies er auf einen am 25. Mai 2006 (in den Akten wird teilweise auch der 15. Mai 2006 als Unfalldatum genannt, vgl. Urk. 10/B/4 Ziff. 4) erlittenen Bagatellunfall (Treppensturz) hin und führte aus, er habe nach dem Sturz zu 100 % weitergear</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">beitet (Urk. 2/9). Mit Schreiben vom 27. April 2009 lehnte die Zürich einen Leis</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tungsanspruch des Versicherten ab (Urk. 2/13), wogegen der Versicherte mit Schreiben vom 28. September 2009 opponierte (Urk. 2/14). Die Zürich hielt an ihrer Leistungsablehnung fest (Schreiben vom 6. Oktober 2009, Urk. 2/15). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Aus einem Schreiben vom 16. Juni 2015 geht hervor, dass der Versicherte die Zürich erneut um eine Leistungsbeurteilung aus der obengenannten Versicherung ersuchte (Urk. 2/16). Die Zürich hielt am 12. Januar 2016 fest, aufgrund der ihr vorliegenden IV-Akten und den darin enthaltenen medizinischen Abklärungen liege keine Erwerbsunfähigkeit in anspruchsbegründender Höhe vor (Urk. 2/17). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Am 26. Oktober 2016 erhob der Versicherte Klage gegen die Zürich und stellte folgende Rechtsbegehren (Urk. 1 S. 2):</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung">„1.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung">Es sei die Beklagte zu verpflichten, dem Kläger aus der Police Nr. O.___ CHF 272'870.95 nebst Zins zu 5 % seit 26. Oktober 2016 zu bezahlen.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung">2.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung">Es sei der Kläger mit Wirkung ab 18. Juli 2008 von der Prämienzah</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung">lungspflicht betreffend die Police Nr. O.___ zu befreien.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung">3.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung">Es sei ein weiterer Schriftenwechsel durchzuführen.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung">4.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung">Es sei eine öffentliche Verhandlung im Sinne von Art. 6 EMRK </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung">durchzuführen.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung">5.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung">Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zulasten der Beklagten.”</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Mit Klageantwort vom 14. Februar 2017 beantragte die Zürich die Abweisung der Klage (Urk. 9). Mit Replik vom 4. Mai 2017 (Urk. 13) hielt der Kläger an seinem Rechtsbegehren fest. Die Duplik vom 20. Juni 2017 (Urk. 19), womit die Beklagte ebenfalls an ihrem Standpunkt festhielt, wurde dem Kläger am 21. Juni 2017 zur Kenntnisnahme zugestellt (Urk. 20). Mit Eingabe vom 30. Mai 2018 zog der Klä</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ger sein Gesuch um Durchführung einer öffentlichen Verhandlung vorbehaltlos zurück (Urk. 24). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Das Gericht zieht in Erwägung:</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.</span><span> </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Der Kläger stellte sich in seiner Klageschrift (Urk. 1) auf den Standpunkt, gestützt auf diverse medizinische Berichte und Arztzeugnisse sei eine seit dem 17. Juli 2006 anhaltende krankheitsbedingte 100%ige Arbeitsunfähigkeit in seiner bishe</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rigen sowie einer angepassten Tätigkeit ausgewiesen (S. 7 ff. Ziff. 2.1 ff., S. 20 f. Ziff. 5.3 ff.). In den Jahren 2006 bis 2013 seien fünf Arbeitsversuche gescheitert. Die bestehenden Einschränkungen würden sich durch medizinische Massnahmen nicht vermindern lassen und es könne nicht mit einer Wiederaufnahme der be</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ruflichen Tätigkeit gerechnet werden (S. 15 f. Ziff. 2.15, S. 21 Ziff. 5.7). Der Klä</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ger weise eine langjährige äusserst komplexe Schmerzproblematik der linken Körperseite auf. Er sei äusserst schmerzgeplagt und habe eine Opioid-Dauerme</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">dikation. Es bestehe eine langjährige Arbeitsunfähigkeit in sämtlichen Tätigkei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ten. Eine weiterführende Idee zum Vorgehen bezüglich der langjährigen Schmerz</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">problematik im linken Bein bestehe nicht. Für eine genaue Wertung und Gewich</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tung inklusive aller Vorbefunde müsse eine neue polydisziplinäre Begutachtung durchgeführt werden (S. 18 Ziff. 2.20). Aufgrund des bereits im Zeitpunkt der Erkrankung (17. Juli 2006) fortgeschrittenen Alters von 53 Jahren würde der aus</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">geglichene Arbeitsmarkt ohnehin keine Stelle für den Kläger bereithalten. Der Grad der Erwerbsunfähigkeit betrage somit 100 % (S. 22 f. Ziff. 6.4). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Sodann hätte die Beklagte den Kläger allenfalls beim Suchen einer zumutbaren Erwerbstätigkeit unterstützen und während einer allenfalls erforderlichen Um</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">schulungszeit die Erwerbsunfähigkeitsleistungen erbringen müssen (S. 23 Ziff. 7). Weiter hätte die Beklagte dem Kläger ab dem 18. Juli 2006 Prämienbefreiung gewähren müssen (S. 24 Ziff. 9.3). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Daran hielt der Kläger mit Replik vom 4. Mai 2017 fest (Urk. 13).</span></p><p></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Demgegenüber führte die Beklagte aus (Urk. 9), vorliegend fehle es am Erforder</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nis des Vorliegens einer Krankheit. Die angebliche und bestrittene Erwerbsunfä</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">higkeit beruhe auf dem am 25. Mai 2006 erlittenen Unfall. Leistungen bei Er</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">werbsunfähigkeit infolge eines Unfalles seien jedoch in der vom Kläger abge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">schlossenen Risikoversicherung ausgenommen worden (S. 14 ff. Ziff. 46 ff.). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Selbst wenn gestützt auf das beweiskräftige MEDAS-Gutachten von einer gerin</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gen krankheitsbedingten Einschränkung der Arbeitsfähigkeit von 20 % auszuge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">hen wäre, fehlte es an einer anspruchsbegründenden Erwerbsunfähigkeit von mindestens 25 % (S. 17 ff. Ziff. 59 ff.).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Sodann machte die Beklagte geltend, bis zum Einreichen der vorliegenden Klage seien keine rechtsgenügenden verjährungsunterbrechenden Handlungen vorge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nommen worden. Der Kläger könne höchstens für die zwei Jahre vor der Klage</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">einreichung betreffende Zeit Rentenleistungen verlangen. Darüberhinausge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">hende, von ihm geltend gemachte Ansprüche seien gestützt auf Art. 46 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Versicherungsvertrag (VVG) in Verbindung mit Art. 128 des Bundesgesetzes</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> betreffend die Ergänzung des Schweizerischen Zi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">vilgesetzbuches (Fünfter Teil: Obligationenrecht, OR)</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> verjährt (S. 12 ff. Ziff. 39 ff.). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Streitig und zu prüfen ist, ob der Kläger einen Leistungsanspruch aufgrund der bei der Beklagten mit Police-Nr. O.___ abgeschlossenen Risikoversicherung bei Erwerbsunfähigkeit hat.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.</span><span> </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Der Kläger schloss bei der Beklagten eine Risikoversicherung bei Erwerbsunfä</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">higkeit im Rahmen einer gebundenen Vorsorgeversicherung nach BVV 3 ab. Als Versicherungsbeginn wurde der 1. Dezember 2005 festgelegt. Bei Erwerbsunfä</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">higkeit infolge Krankheit wird nach einer Wartefrist von 24 Monaten als Versi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">cherungsleistung eine jährliche Rente von Fr. 33'000.-- ausbezahlt. Bei Erwerbs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">unfähigkeit infolge eines Unfalles wird keine Leistung fällig. Ebenfalls tritt im Falle einer Erwerbsunfähigkeit nach einer Wartefrist von 24 Monaten eine Prä</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">mienbefreiung ein (Police-Nr. O.___; Urk. 2/3). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.2</span><span> </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.2.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Aus den Bedingungen für die Rente bei Erwerbsunfähigkeit (Ausgabe August 2004; nachfolgend: AVB-Rente; Urk. 2/52) gehen folgende Definitionen und Re</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gelungen hervor:</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.2.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Eine erwerbstätige Person ist erwerbsunfähig, wenn sie wegen medizinisch ob</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">jektiv feststellbaren Krankheits- oder Unfallfolgen vollständig oder teilweise aus</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">serstande ist, ihren Beruf oder eine andere zumutbare Erwerbstätigkeit auszu</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">üben. Zumutbar ist eine andere Tätigkeit, wenn sie den Fähigkeiten und der bis</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">herigen Lebensstellung der versicherten Person entspricht, auch wenn die hierfür benötigten Kenntnisse erst durch eine Umschulung erworben werden müssen. Während der erforderlichen Umschulungszeit werden Erwerbsunfähigkeitsleis</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tungen erbracht (Ziff. 2 Abschnitt 1). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Als Beginn der Erwerbsunfähigkeit gilt der Tag, an dem diese ärztlich festgestellt wurde (= Datum des Arztbesuches; Ziff. 2 Abschnitt 4). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Gemäss den Bedingungen für die Prämienbefreiung bei Erwerbsunfähigkeit (nachfolgend: AVB-Prämienbefreiung; Urk. 2/2) übernimmt die Beklagte bei mindestens 25%iger Erwerbsunfähigkeit der versicherten Person während der vereinbarten Wartezeit für die weitere Dauer der Erwerbsunfähigkeit ganz oder teilweise die Prämienzahlung (Ziff. 3 Abschnitt 1). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Höhe der Prämienbefreiung richtet sich nach dem Grad der Erwerbsunfähig</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">keit. Eine Erwerbsunfähigkeit von weniger als 25 % gibt keinen Anspruch auf Prämienbefreiung (Ziff. 3 Abschnitt 2). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.4</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Gemäss Ziff. 26 in Verbindung mit Ziff. 22 der Allgemeinen Versicherungsbedin</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gungen (nachfolgend: AVB; Ausgabe August 2004, Urk. 2/4) kommen ergänzend die Regelungen des Bundesgesetzes über die berufliche Alters-, Hinterlassenen und Invalidenvorsorge (BVG), der Verordnung über die steuerliche Abzugsbe</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rechtigung für Beiträge an anerkannte Vorsorgeformen (BVV 3) sowie die Best</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">im</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">mungen des Bundesgesetzes über den Versicherungsvertrag (VVG) zur Anwen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">dung, falls etwas nicht ausdrücklich geregelt ist. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">2.5</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Das Sozialversicherungsgericht hat den Sachverhalt von Amtes wegen festzustel</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">len und alle Beweismittel objektiv zu prüfen, unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden, ob sie eine zuverlässige Beurteilung des strittigen Leistungsanspruches gestatten. Insbesondere darf es beim Vorliegen ei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">nander widersprechender medizinischer Berichte den Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzugeben, wa</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">rum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt (ZAK 1986 S. 188 E. 2a). Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Gutachtens ist im Lichte dieser Grundsätze entscheidend, ob es für die Beantwortung der gestell</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ten Fragen umfassend ist, auf den erforderlichen allseitigen Untersuchungen be</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ruht, die geklagten Beschwerden berücksichtigt und sich mit diesen sowie dem Verhalten der untersuchten Person auseinander setzt – was vor allem bei psychi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">schen Fehlentwicklungen nötig ist –, in Kenntnis der und gegebenenfalls in Aus</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">einandersetzung mit den Vorakten abgegeben worden ist, ob es in der Darlegung der medizinischen Zustände und Zusammenhänge einleuchtet, ob die Schlussfol</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gerungen der medizinischen Experten in einer Weise begründet sind, dass die rechtsanwendende Person sie prüfend nachvollziehen kann, ob der Experte oder die Expertin nicht auszuräumende Unsicherheiten und Unklarheiten, welche die Beantwortung der Fragen erschweren oder verunmöglichen, gegebenenfalls deut</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">lich macht (BGE 134 V 231 E. 5.1; 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c; Ulrich Meyer, Die Rechtspflege in der Sozialversicherung, BJM 1989, S. 30 f.; derselbe in: Hermann Fredenhagen, Das ärztliche Gutachten, 4. Auflage 2003, S. 24 f.).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3.</span><span> </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Es ist unbestritten, dass der Kläger im Jahr 2006 bei der Y.___ SA angestellt war und damit als erwerbstätige Person im Sinne der AVB gilt. Fraglich und streitig ist, ob beim Kläger eine mindestens 25%ige Erwerbsunfähigkeit vorliegt und diese krankheitsbedingt ist. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Dem Bericht von prakt. med. Z.___ vom 25. August 2006 (Urk. 2/38) ist zu entnehmen, dass sich der Kläger seit dem 17. Juli 2006 bei ihm in Behandlung befindet (Ziff. 1) aufgrund eines Femoropatellarsyndrom rechts und einer Lum</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">boischialgie bei Status nach Re-Hemilaminektomie L5/S1 links (Ziff. 2). Seit der Operation im Jahr 1997 bestünden Exazerbationen mit lumbospondylogenem Syndrom, meist ohne radikuläre Ausfälle. Seit dem 17. Juli 2006 hätten die Be</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">schwerden derart zugenommen, dass der Kläger ab dem 22. August 2006 habe hospitalisiert werden müssen (Ziff. 7). Es handle sich um keinen Unfall (Ziff. 3). Dem Kläger wurde ab dem 17. Juli 2006 eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit attes</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tiert (Ziff. 4; vgl. auch Arztzeugnisse Urk. 2/36-37+39-40). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Vom 22. August bis 9. September 2006 war der Kläger im Stadtspital A.___ hos</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">pitalisiert (Bericht vom 21. September 2006; Urk. 2/18). Die Ärzte führten aus, der Kläger habe am 15. (richtig: 25.; vgl. auch Diagnoseliste) Mai 2006 während der Arbeit einen Treppensturz aufs Gesäss erlitten. Im Anschluss daran habe er Schmerzen im Hals- und Nackenbereich sowie eine Schwellung der linken Schul</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">terseite und später progrediente Schmerzen im Lumbalbereich gehabt. Am 17. Juli 2006 habe er die Arbeit abbrechen müssen wegen Lumbalgien mit Radiatio ins linke Knie, linker Unterschenkel, Fuss und Grosszehe links (S. 1 unten). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Es wurde folgende Diagnose gestellt (S. 1 Mitte):</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">lumbospondylogenes Schmerzsyndrom mit intermittierend radikulärer Reizung L5 links bei </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">leichter epiduraler Narbenbildung rezessal L4/5 links </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">Status nach Diskushernienoperation L4/5 links</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">Status nach Rezidivhernienoperation 1997 L5/S1</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">Status nach Arbeitsunfall am 25. Mai 2006</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">deutlicher vegetativer Reaktion bei physiotherapeutisch provozierten Schmerzen</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">Schmerzgebietsausdehnung im Lendenwirbelsäulen (LWS)-Bereich</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Vom 22. August bis 22. September 2006 wurde dem Kläger eine 100%ige Ar</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">beitsunfähigkeit attestiert (S. 2 unten). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.4</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Auf Anfrage der Beklagten führten die Ärzte des Stadtspitals A.___ mit Bericht vom 8. November 2006 (Urk. 10/B/3) aus, Ursache der Arbeitsunfähigkeit des Klägers sei ein Unfall (S. 1 Ad 1). Weiter hielten sie Folgendes fest (S. 2 Ad 4): „Die Prognose dieser Erkrankung bei schon voroperiertem Patienten ist eher schlecht.”</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Ab dem 22. September 2006 solle ein 50%iger Wiedereinstieg ins Arbeitsleben möglich sein (S. 2 Ad 6+8). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3.5</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Prakt. med. Z.___ hielt gegenüber der Beklagten am 8. Dezember 2006 (Urk. 10/B/4) fest, der Kläger habe seit Mitte Mai 2006 zunehmende Schmerzen im Rückenbereich und sei seit dem 17. Juli 2006 deswegen arbeitsunfähig. Als mitauslösender Faktor komme möglicherweise auch ein Treppensturz aufs Gesäss während der Arbeit am 15. (richtig: 25.) Mai 2006 in Frage (Ziff. 4). Er attestierte weiterhin eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit (Ziff. 6). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3.6</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Am 16. Dezember 2014 (Urk. 10/B/10) erstatteten </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">die </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Ärzte der Medizinischen Abklärungsstelle (MEDAS) </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">B.___</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> GmbH im Auftrag der Sozialversiche</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">rungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, ein polydisziplinäres Gutachten</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> (nachfolgend: MEDAS-Gutachten)</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">.</span></p><p><span> </span><span>Im Rahmen der Konsensbeurteilung mas</span><span>sen die Gutachter einzig den vom ortho</span><span>pädischen Gutachter gestellten </span><span>Diagnosen einen Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit zu, mithin der linken Gonarthrose, dem chronischen lumbovertebralen und lum</span><span>bospondylogenen Schmerzsyndrom und dem Zervikalsyndrom </span><span>(S. 28 f.</span><span>). Sie hiel</span><span>ten fest, gewisse geklagte Schmerzen seien nachvollziehbar. Einerseits aufgrund einer reduzierten Rückenbelastbarkeit bei fortgeschrittener Osteochondrose L4/5, andererseits wegen einer mittelgradigen Gonarthrose des linken Knies. Rein so</span><span>matisch betrachtet ergebe dies in einer leidensangepassten Tätigkeit eine voll</span><span>schichtige Arbeitsfähigkeit mit um rund 20 % reduzierter Leistungsfähigkeit. Diese Einschränkung sei durch einen schmerzbedingt erhöhten</span><span> Pausenbedarf res</span><span>pektive ein möglicherweise reduziertes Arbeitstempo begründet</span><span> </span><span>(S. 28 oben</span><span>). Sie beurteilten dabei alle körperlich leichten, wechselbelastenden Tätigkeiten unter Vermeidung von Wirbelsäulenzwangshaltungen, längeren Gehstrecken, längerem Stehen und längerem Sitzen als leidensangepasst. Als nicht geeignet erachteten sie Arbeiten mit Begehen von Gerüsten, gehen auf unebenem Boden und ständi</span><span>gem Treppensteigen oder dem Hantieren mit schlagenden und vibrierenden Ma</span><span>schinen. Betreffend Arbeiten mit monotoner Kopfhaltung und Überkopf</span><span>arbeiten hielten die medizinischen Sachverständigen fest, diese seien selten zumutbar </span><span>(S</span><span>. </span><span>30 oben</span><span>).</span><span> Die zumutbare Arbeitsfähigkeit in einer Verweistätigkeit gelte retro</span><span>spektiv seit dem Sturzereignis im Jahr 2006. Die Tätigkeit als Sicherheitsbeamter mit hoher Gehstrecke und der allfällig nötigen Einsatzbereitschaft auch für theo</span><span>retisch denkbare körperliche Auseinandersetzung im Dienst sei ab dem Sturzer</span><span>eignis im Jahr 2006 nicht mehr zumutbar. Diese Tätigkeit sei auch durch die Kniepathologie beeinträchtigt. Eine Tätigkeit im Innendienst wäre möglich und als Verweistätigkeit zu werten (S. 29 unten). </span></p><p><span> </span><span>Aus psychiatrischer Sicht hätten sich keine Hinweise für eine versicherungsme</span><span>dizinisch relevante Erkrankung ergeben. Betreffend die chronische Schmerzstö</span><span>rung mit psychischen und somatischen Faktoren (ICD-10 F45.41) seien die Förs</span><span>ter-Ausnahmekriterien nur tei</span><span>lweise erfüllt. Die Behandlungs</span><span>möglichkeiten seien noch nicht ausgeschöpft worden, die Behandlungsversuche seien noch nicht kon</span><span>sequent genug und bisher ohne entsprechend hohe Behandlungsaktivität gewe</span><span>sen. Auch bestehe kein sozialer Rückzug in allen Bereichen des Lebens. Aus psy</span><span>chiatrischer Sicht sei deshalb nicht von einer zusätzlichen Einschränkung der </span><span>Ar</span><span>beitsfähigkeit auszugehen (S</span><span>. </span><span>28</span><span>).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die Beklagte stellte sich auf den Standpunkt, es liege keine krankheitsbedingte Arbeitsunfähigkeit vor. Die angeblichen Einschränkungen des Klägers seien auf das Unfallereignis vom 25. Mai 2006 zurückzuführen (vgl. vorstehend E. 1.2).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Im Untersuchungsbericht vom 16. Dezember 2005 (Urk. 10/B/1), welcher prakt. med. Z.___ im Vorfeld des Versicherungsabschlusses zuhanden der Beklagten ausfüllte, wurden die früheren Probleme am Bewegungsapparat und dabei insbe</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sondere im Bereich der Wirbelsäule erwähnt. So nannte er die beiden Diskusher</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">nienoperationen der Jahre 1983 und 1997 (Ziff. 3i). Auf die Frage, ob Anzeichen für eine Erkrankung der Wirbelsäule bestehen würden, gab prakt. med. Z.___ un</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ter erneutem Hinweis auf den Status nach zweimaliger Diskushernienoperation an, die LWS sei derzeit praktisch voll beweglich bei einem Finger-Boden-Abstand (FBA) von 10 cm (Ziff. 19b).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">Aus dem Bericht vom 25. August 2006 von pract. med. Z.___ geht hervor, dass der Kläger seit der Operation 1997 an Exazerbationen mit lumbospondylogenem Syndrom leidet, wobei die Beschwerden seit dem 17. Juli 2006 stark zugenommen und eine Hospitalisierung notwendig gemacht hätten. Es handelt sich gemäss med. pract. Z.___ um keine unfallbedingten Beschwerden (vorstehend E. 3.2). Die Ärzte des Stadtspitals A.___ wiesen auf „im Anschluss” an einen Treppensturz bestehende Schmerzbeschwerden hin (vorstehend E. 3.3) und hielten später ex</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">plizit fest, Ursache der Arbeitsunfähigkeit sei ein Unfall (vorstehend E. 3.4). So</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">dann erwähnten dieselben Ärzte allerdings auch, dass die Prognose der Erkran</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">kung beim schon voroperierten Kläger eher schlecht sei. Dies wiederum spricht nicht dafür, dass die Beschwerden vollumfänglich und überwiegend wahrschein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">lich auf das Ereignis vom 25. Mai 2006 zurückzuführen sind. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">Aufgrund der Akten ist nicht auszuschliessen, dass der besagte Treppensturz vom 25. Mai 2006 ein mitauslösender Faktor (vgl. dazu auch vorstehend E. 3.5) für die Schmerzbeschwerden im Rückenbereich war. Für</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug"> die Bejahung des natürlichen Kausalzusammenhangs </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">ist es </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">praxisgemäss</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug"> zwar ausreichend</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">, wenn das schädi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">gende Geschehen eine Teilursache bildet.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug"> Allerdings genügt die blosse Möglich</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">keit eines Zusammenhangs für die Frage, ob zwischen einem schädigenden Er</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">eignis und einer gesundheitlichen Störung ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht, nicht (BGE 129 V 177 E. 3.1, 119 V 335 E. 1, 118 V 286 E. 1b, je mit Hinweisen). </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">Die</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug"> Argumentation der Beklagten mittels ärztlicher Berichte nach der Formel „</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">post hoc ergo propter hoc", nach deren Bedeutung eine gesundheit</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">liche Schädigung schon dann als durch den Unfall verursacht gilt, weil sie nach diesem aufgetreten ist, ist beweisrechtlich nicht zulässig und vermag zum Beweis natürlicher Kausalzusammenhänge nic</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">ht zu genügen (BGE 119 V 335 E. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">2b/bb., Urteil des Bundesgerichts 8</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">C_332/2013 vom 25. Juli 2013 E. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">5.1).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">Da insbesondere bereits im Vorfeld an das Ereignis vom 25. Mai 2006 auf die Vorschäden am Rücken hingewiesen wurde, der Kläger sodann im Anschluss an das besagte Ereignis mehrere Wochen weitergearbeitet hat und eine einge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">schränkte Arbeitsfähigkeit erst ab dem 17. Juli 2006 dokumentiert ist sowie den medizinischen Akten lediglich der Hinweis auf eine mögliche Teilursache des Un</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">falles für die Beschwerden zu entnehmen ist, ist vorliegend nicht davon auszu</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">gehen, dass die strittige Arbeitsunfähigkeit mit überwiegender Wahrscheinlich</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">keit infolge eines Unfalles eintrat. Als weiteres Indiz für eine weitgehend dege</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">nerative und krankheitsbedingte Einschränkung ist die Tatsache zu werten, dass offenbar aufgrund des Unfalles vom 25. Mai 2006 kein unfallversicherungsrecht</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">liches Verwaltungsverfahren eröffnet wurde. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Nach dem Gesagten ist eine allfällige Arbeitsunfähigkeit nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit unfallbedingt. Dementsprechend greift vorliegend der Leis</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tungsausschluss für eine allfällige Erwerbsunfähigkeit infolge Unfall nicht. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">5.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">5.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Der Kläger stellte sich auf den Standpunkt, es sei gestützt auf die Berichte und Zeugnisse verschiedener Ärzte eine seit dem 17. Juli 2006 andauernde 100%ige Arbeitsunfähigkeit ausgewiesen (vorstehend E. 2.1). Dahingegen machte die Be</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">klagte geltend, gestützt auf das MEDAS-Gutachten sei lediglich eine höchstens 20%ige Arbeitsunfähigkeit belegt (vorstehend E. 2.2).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">5.2</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">5.2.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Der Kläger stützte sich für seine Argumentation auf Berichte diverser Ärzte (vgl. Urk. 1 S. 7 ff. Ziff. 2.2-2.16 sowie S. 20 f. Ziff. 5.4 ff.), welche allesamt den MEDAS-Gutachtern vorlagen. Die Gutachter führten die vom Kläger im Einzelnen erwähnten Berichte und Zeugnisse in ihrer Aktenanalyse auf und berücksichtig</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ten diese demzufolge bei ihrer Beurteilung (vgl. Urk. 10/B/10 S. 8 ff.). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Sowohl das hiesige Gericht (Urteil vom 14. Juli 2017 im Prozess IV.2016.00961 E. 5; beigezogen als Urk. 25) als auch das Bundesgericht (Urteil 9C_650/2017 vom 31. Oktober 2017 E. 4) haben bereits rechtskräftig - im Rahmen des invalidenver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sicherungsrechtlichen Verfahrens - festgehalten, dass das MEDAS-Gutachten den erforderlichen Kriterien (vgl. vorstehend E. 2.5) entspricht und darauf abgestellt werden kann. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Vorliegend kann nichts anderes gelten, zumal der Kläger weitgehend Mängel am MEDAS-Gutachten geltend macht, welche bereits im Urteil des hiesigen Gerichts vom 14. Juli 2017 entkräftet wurden. So bemängelte der Kläger, das MEDAS-Gutachten nehme Bezug auf die veraltete Überwindbarkeits-Rechtsprechung und tauge bereits deswegen nicht zur Beurteilung der Arbeits- beziehungsweise Er</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">werbsunfähigkeit. Sodann habe Dr. med. C.___ mit Kommentar vom 24. April 2015 zum MEDAS-Gutachten (vgl. Urk. 14/5) zentrale Mängel des Gut</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">achtens aufgezeigt, worauf zu verweisen sei. Im MEDAS-Gutachten sei nicht schlüssig und nachvollziehbar dargelegt worden, weshalb sich die festgestellten Diagnosen mit Relevanz für die Arbeitsfähigkeit nur auf die angestammte Tätig</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">keit beziehen sollen. Genauso wenig nachvollziehbar sei, weshalb die auf Seite 29 des Gutachtens gestellten Diagnosen ohne Relevanz für die Arbeitsfähigkeit sein sollen. Schliesslich setze sich das MEDAS-Gutachten in Widerspruch zu den vom Kläger eingereichten Unterlagen. Daher könne das besagte Gutachten nicht als Beweismittel zur Beurteilung der Arbeitsunfähigkeit gelten (Urk. 13 S. 6 f. Ziff. 8.5). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">5.2.2</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">5.2.2.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Zu diesen Kritikpunkten sowie zu den im Nachgang an das Gutachten erstellten ärztlichen Berichten nahm das hiesige Gericht bereits Stellung (vgl. IV.2016.00961 E. 5.2.1, Urk. 25):</span></p><p class="Normal Dispotext DispoEinzug"><span class="Normal Dispotext DispoEinzug">„[…] Der Hausarzt Dr. C.___ brachte in seiner Stellungnahme vom 24. April 2015 (…) nichts vor, was dazu geeignet wäre, diese Beurteilung in Zweifel zu ziehen. Er verwies einzig vage darauf, dass sich die Schmerzsymptomatik im Bereich der LWS immer wie</span><span class="Normal Dispotext DispoEinzug">der verschlechtere, ohne dies durch Nennung von Befunden zu substantiieren (…). </span></p><p class="Normal Dispotext DispoEinzug"><span class="Normal Dispotext DispoEinzug">Auch aus den weiteren nach der Begutachtung datierenden ärztlichen Berichten erge</span><span class="Normal Dispotext DispoEinzug">ben sich keine neuen Erkenntnisse bezüglich Ursache der somatisch nicht erklärbaren Schmerzen oder Anhaltspunkte für relevante neu aufgetretene oder exazerbierte soma</span><span class="Normal Dispotext DispoEinzug">tische Beschwerden: Die MRI-Untersuchungen vom 25. Januar 2016 (…) zeigten im Vergleich zu denjenigen vom 5. und 18. Februar 2014 (…) keine wesentliche Verände</span><span class="Normal Dispotext DispoEinzug">rung. Dies kommt auch i</span><span class="Normal Dispotext DispoEinzug">m Bericht der Rheumatologie des </span><span class="Normal Dispotext DispoEinzug">D.___</span><span class="Normal Dispotext DispoEinzug"> vom 6. Mai 2016</span><span class="Normal Dispotext DispoEinzug">, in welchem diese aktuelle Bildgebung berücksichtigt wurde,</span><span class="Normal Dispotext DispoEinzug"> </span><span class="Normal Dispotext DispoEinzug">zum Ausdruck. Darin wurde </span><span class="Normal Dispotext DispoEinzug">von einer Ausstrahlung der zervikalen Schmerzen in den linken Arm berichtet.</span><span class="Normal Dispotext DispoEinzug"> Die die</span><span class="Normal Dispotext DispoEinzug">sen Schmerzen zugrunde liegende morphostrukturelle Pathologie wurde jedoch als nicht evident beurteilt und - ohne entsprechende Bildgebung - eine mögliche Ursache im Segment C5-C7 angenommen und von einem Einfluss psychischer Faktoren ausge</span><span class="Normal Dispotext DispoEinzug">gangen (…). Dies steht im Einklang mit der von den MEDAS-Gutachtern festgestellten Kompression der Nervenwurzel C4 rechts und Tangierung von C5 rechts und C6 links sowie der diagnostizierten chronischen Schmerzstörung mit psychischen und somati</span><span class="Normal Dispotext DispoEinzug">schen Faktoren (ICD-10: F45.41, …). Die Radiologie des D.___ überwies den Beschwer</span><span class="Normal Dispotext DispoEinzug">deführer sodann mit Bericht vom 20. Juni 2016 spitalintern an das Schmerzzentrum, nachdem keine Ursache für die grossflächige Schmerzproblematik gefunden worden war und ebenso wenig wie vom Neurologen Dr. E.___ eine gezielte Behandlungsmög</span><span class="Normal Dispotext DispoEinzug">lichkeit angeboten werden konnte (…).</span></p><p class="Normal Dispotext DispoEinzug"><span class="Normal Dispotext DispoEinzug">[…]</span></p><p class="Normal Dispotext DispoEinzug"><span class="Normal Dispotext DispoEinzug">Auch eine am 21. März 2017 im D.___ durchgeführte CT-Myelographie der LWS lieferte keine neuen Erkenntnisse (…). </span></p><p></p><p class="Normal Dispotext DispoEinzug"><span class="Normal Dispotext DispoEinzug">Damit ist durch die nach der Begutachtung erstellten ärztlichen Berichte keine Ver</span><span class="Normal Dispotext DispoEinzug">schlechterung des Gesundheitszustandes nachgewiesen, womit die Rüge der fehlenden Aktualität des Gutachtens (…) ins Leere geht. Zur Beurteilung der Arbeitsfähigkeit aus somatischer Sicht ist entsprechend vom Gesundheitszustand gemäss dem MEDAS-Gutachten vom 16. Dezember 2014 (…) auszugehen. […]”</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">5.2.2.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Aufgrund der festgestellten, objektivierbaren körperlichen Einschränkungen leg</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ten die MEDAS-Gutachter ein Belastungsprofil für eine leidensangepasste Tätig</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">keit fest und führten aus, die bisherige Tätigkeit als Sicherheitsbeamter sei wegen de</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">r</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> erforderlichen Gehstrecke sowie der möglichen körperlichen Auseinanderset</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">zungen nicht mehr zumutbar. Die quantitative Einschränkung der vollschichtig verwertbaren Arbeitsfähigkeit in einer angepassten Tätigkeit begründeten </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sie</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> mit einem schmerzbedingt erhöhten Pausenbedarf und einem allenfalls reduzierten Arbeitstempo</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> und bezifferten d</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ie Einschränkung der Leistungsfähigkeit mit 20 % (vgl. vorstehend E. 3.6). Aufgrund der gestützt auf die erhobenen Befunde und die medizinischen Vorakten gestellten Diagnosen ist es - entgegen den Ausfüh</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">rungen des Klägers (vorstehend E. 5.2.1) - nachvollziehbar, dass die MEDAS-Gutachter zwar von einer Unzumutbarkeit der zuletzt ausgeübten Tätigkeit, aber von einer vollschichtigen Zumutbarkeit einer leidensangepassten Tätigkeit </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">bei </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ner 80%igen Leistungsfähigkeit ausgehen.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">5.2.2.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Schliesslich führt der Umstand, dass das MEDAS-Gutachten noch unter Geltung der Überwindbarkeits-Rechtsprechung erstellt wurde, nicht dazu, dass die Exper</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tise per se ihren Beweiswert verliert (vgl. Urteil des Bundesgerichts 9C_650/2017 vom 31. Oktober 2017 E. 4.2.3). Die vom hiesigen Gericht durchgeführte Prüfung der Standardindikatoren (vgl. IV.2016.00961 E. 5.3.4, Urk. 25) wurde vom Bun</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">desgericht geschützt, weshalb das MEDAS-Gutachten auch in dieser Hinsicht nicht zu beanstanden ist und auf die psychiatrische Arbeitsfähigkeitsbeurteilung, welche sich für eine 100%ige Arbeitsfähigkeit ausspricht, abgestellt werden kann. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Es geht nicht an, ein Administrativgutachten stets dann in Frage zu stellen und zum Anlass weiterer Abklärungen zu nehmen, wenn die behandelnden Ärzte nachher auf der gleichen Befundgrundlage zu bloss unterschiedlichen Einschät</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">zungen gelangen oder an vorgängig geäusserten Auffassungen festhalten. Anders verhält es sich nur, wenn - was hier nicht der Fall ist - objektiv feststellbare Gesichtspunkte (reproduzierbare Befunde und überprüfbare anamnestische An</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gaben) vorgebracht werden, welche im Rahmen der Administrativbegutachtung unerkannt oder ungewürdigt geblieben und geeignet sind, zu einer abweichenden Beurteilung zu führen (Urteil des Bundesgerichts 9C_353/2015 vom 24. Novem</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ber 2015 E. 4.1 unter Hinweis auf die Urteile 9C_4/2015 vom 5. Mai 2015 E. 3.2 und </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">9</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">C_853/2015 vom 23. Juni 2014 E. 3.1.2).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">5.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Nach dem Gesagten ist gestützt auf das MEDAS-Gutachten von einer 80%igen Arbeitsfähigkeit in leidensangepasster Tätigkeit seit dem 17. Juli 2006 auszuge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">hen. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Soweit der Kläger verlangt, es seien weitere Abklärungen durchzuführen (vgl. vorstehend E. 1.1), kann darauf in antizipierter Beweiswürdigung verzichtet wer</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">den (BGE 127 V 491 E. 1b mit Hinweisen). Der Gesundheitszustand und die me</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">dizinisch-theoretische Arbeitsfähigkeit sind aufgrund der medizinischen Akten hinreichend abgeklärt. Von weiteren Untersuchungen sind keine neuen Erkennt</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">nisse zu erwarten.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">6.</span><span> </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">6.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Es bleiben die erwerblichen Auswirkungen der 20%igen Arbeitsunfähigkeit zu prüfen.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Gemäss Ziff. 4 AVB-Rente (Urk. 2/52) wird bei Personen, die eine Erwerbstätig</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">keit ausüben, der Grad der Erwerbsunfähigkeit ermittelt, indem das Erwerbsein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">kommen, das die versicherte Person vor Eintritt der Erwerbsunfähigkeit erzielt hat, mit demjenigen verglichen wird, das sie bei ausgeglichenem Arbeitsmarkt nach Ablauf der Wartefrist noch erzielt beziehungsweise noch erzielen könnte. Die Differenz, ausgedrückt in Prozenten des bisherigen Einkommens, ergibt den Grad der Erwerbsunfähigkeit. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Eine Erwerbsunfähigkeit von weniger als 25 % ergibt keinen Anspruch auf Ren</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ten (Ziff. 3 AVB-Rente). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">6.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die Beklagte lehnte bereits im Jahr 2009 das Leistungsgesuch des Klägers ab (Schreiben vom 6. Oktober 2009, Urk. 2/15). Danach ersuchte der Kläger die Be</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">klagte erst im Juni 2015 erneut um eine Leistungsbeurteilung (Urk. 2/16). Im Zeitpunkt der ersten Leistungsablehnung war der Kläger 56 Jahre alt. Die ihm verbleibende Aktivitätsdauer bis zum Eintritt ins AHV-Alter betrug somit noch knapp 9 Jahre, weshalb entgegen der Ansicht des Klägers (vorstehend E. 1.1) zweifelsohne von einer verwertbaren Restarbeitsfähigkeit auf dem ausgegliche</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">nen Arbeitsmarkt auszugehen war. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">6.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Gestützt auf die Angaben der früheren Arbeitgeberin des Klägers, der Y.___ SA, ging die Beklagte von einem Valideneinkommen von Fr. 58'500.-- aus (vgl. Urk. 10/B/2 Ziff. 2.10). Dieses Einkommen hätte der Kläger gemäss der Arbeitge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">berin im Jahr 2008 ohne Eintritt eines Gesundheitsschadens erzielt (Urk. 10/B/2 Ziff. 2.11; vgl. dazu auch schon IV.2016.00961 E. 6.2). </span></p><p></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">6.4</span><span> </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">6.4.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Hinsichtlich Invalideneinkommen führte die Beklagte aus, aufgrund der Erfah</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">rung des Klägers im Sicherheitsbereich, komme beispielsweise eine Arbeit im Empfangsbereich einer Bank, Versicherung oder einer anderen Dienstleistungs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gesellschaft in Frage. Mit Blick auf seine früheren Tätigkeiten sei ebenfalls eine Kombination von Chauffeur- und anderen Dienstleistungen, beispielsweise als Chauffeur der Geschäftsleitung und des Verwaltungsrates sowie Verantwortlicher für den Fuhrpark eines grösseren Unternehmens, möglich. Auch Funktionen als Telefonist in Kombination mit einer Tätigkeit am Empfang kämen zweifelsfrei in Frage, da auch hier die Möglichkeit der Wechselbelastung bestehen würde (Urk. 9 S. 18 Ziff. 64). Der von einem Schweizer durchschnittlich erzielbare Medianlohn liege für die ausgewählten Berufsgruppen (ohne Kaderfunktion, ohne abgeschlos</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sene Berufsbildung) zwischen Fr. 4'169.-- (für Reinigungspersonal und Hilfs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">kräfte im Dienstleistungsbereich) und Fr. 5'840.-- (für Hilfskräfte im Finanz- und Versicherungsdienstleistungsbereich; S. 19 Ziff. 65). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Demgegenüber stellte sich der Kläger auf den Standpunkt, es sei ihm unmöglich und nicht zumutbar, irgendeine Tätigkeit auszuüben (Urk. 13 S. 8 Ziff. 8.6).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">6.4.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Das Invalideneinkom</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">men ist entgegen der Ansicht der</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Beklagten nicht gestützt auf branchenspezifische Tabellenlö</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">hn</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">e</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> zu ermitteln</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">, da dem Kläger eine Vielzahl an</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> körperlich leichte</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">n</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">, wechselbelastende</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">n</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> Tätigkeiten </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">(vgl. vorstehend E. 3.6) </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">in sämtlichen Branchen zumutbar</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> ist. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Tätigkeiten mit einem nicht allzu eingeschränkten Anforderungsprofil, wie sie dem </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Kläger</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> zumutbar sind, sind auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt ausrei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">chend vorhanden, wobei an leichte Montagetätigkeiten oder Kontroll- und Über</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">wachungstätigkeiten, leichte Magazinerarbeiten oder Archivarbeiten oder fir</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">meninterne Briefpostverteilung oder auch - wie von der </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Beklagten</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> angeführt (vgl. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">vorstehend E. 6.4.1</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">) - an</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> diverse Hilfstätigkeiten im Dienstleistungssektor</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> zu den</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ken ist. Dabei ist zu berücksichtigen, dass in Industrie und Gewerbe Arbeiten, welche physische Kraft verlangen, seit vielen Jahren und in ständig zunehmen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">dem Ausmass durch Maschinen verrichtet werden, während den Überwachungs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">funktionen wie auch Hilfstätigkeiten im Dienstleistungsbereich grosse und wach</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sende Bedeutung zukommt. Insgesamt besteht auf dem ausgeglichenen Arbeits</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">markt durchaus die entsprechende Nachfrage für den gesundheitlichen Ein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">schränkungen des </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Klägers</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> angepasste Tätigkeiten.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Es ist daher das durchschnittliche</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> Monatseinkommen für einfache </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">und repetitive </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Tätigkeiten (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Anforderungsniveau 4</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">) in sämtlichen Wirtschaftszweigen des priva</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ten Sektors </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">(Totalwert) </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gemäss </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Tabelle TA1 der Lohnstrukturerhebung (LSE) 2008</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">in der Höhe von Fr. 4'806.-- heranzuziehen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> Unter Berücksichtigung der betriebs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">üblichen Arbeitszeit von 41.6 Stunden (vgl</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">. </span><a href="http://www.bfs.admin.ch"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">www.bfs.admin.ch</span> </a><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">,</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> Tabelle T 03.02.03.01.04.01, 2004-2017, betriebsübliche Arbeitszeit nach Wirtschaftsabtei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">lungen, Total, 2008) sowie bei einer Arbeitsfähigkeit von 80 % ist für das Jahr 2008 von einem hypothetischen Invalideneinkommen von rund Fr. 47'983.-- auszugehen (Fr. 4'806.-- x 12 : 40 x 41.6 x 0.8).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">6.4.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die Beklagte führte weiter aus, es resultiere - bei ihrer Berechnung - selbst bei Gewährung eines 10%igen leidensbedingten Abzuges kein leistungsbegründender Erwerbsunfähigkeitsgrad (Urk. 9 S. 19 Ziff. 66). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Eine eigentliche Prüfung der </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">persönliche</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">n</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> und berufliche</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">n</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> Merkmale, wie Art und Ausmass der Behinderung, Lebensalter, Dienstjahre, Nationalität oder Auf</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">enthaltsk</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ategorie und Beschäftigungsgrad, welche </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Auswirkungen auf die Lohn</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">höhe haben können </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">(BGE 124 V 321 E. 3b/aa), führte sie allerdings nicht durch. Im invalidenversicherungsrechtlichen Verfahren wurde eine solche Prüfung bis</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">her ebenfalls nicht durchgeführt, da die Höhe eines allenfalls zu gewährenden Abzuges nicht entscheidend war (vgl. IV.2016.00961 E. 6.3 sowie 9C_650/2017 E. 4.4). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die Überprüfung der besagten Merkmale, welche für die Gewährung eines lei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">densbedingten Abzuges relevant sind, ergibt Folgendes: </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die gesundheitlich bedingte Unmöglichkeit, weiterhin körperlich schwere Arbeit zu verrichten, führt nicht automatisch zu einer V</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">erminderung</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> des hypothetischen Invalidenlohns. Vielmehr ist der Umstand allein, dass nur mehr leichte bis mit</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">telschwere Arbeiten zumutbar sind, auch bei eingeschränkter Leistungsfähigkeit kein Grund für einen zusätzlichen leidensbedingten Abzug, weil der Tabellenlohn im </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Anforderungsniveau 4</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> (bis LSE 2010</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">; danach Kompetenzniveau 1</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">) bereits eine Vielzahl von leichten und mittelschweren Tätigkeiten umfasst (Urteil des Bundes</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gerichts 8C_805/2016 vom 22. März 2017 E. 3.4.2 unter Hinweis auf 9C_455/2013 vom 4. Oktober 2013 E. 4.4 und 9C_386/2012 vom 18. September 2012 E. 5.2).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Da</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Hilfsarbeiten auf dem massgebenden ausgeglichenen Stellenmarkt altersun</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">abhängig nachgefragt </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">werden </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">(Urteile des Bundesgerichts 8C_403/2017 vom 25. August 2017 E. 4.4.1 und 8</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">C_805/2016 vom 22. März 2017 E. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.4.3)</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">, recht</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">fertigt das Merkmal „Alter“ keinen Abzug vom Tabellenlohn. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Dass das Alter die Stellensuche faktisch negativ beeinflussen kann, muss als invaliditätsfremder Faktor unberücksichtigt bleiben (Urteil des Bundesgerichts 8C_312/2017</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> vom 22. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">November 2017 E.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.3.2 unter Hinweis auf 8C_808/2013 vom 14.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Februar 2014 E. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">7.3). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die lange Abwesenheit vom Arbeitsmarkt betrifft das Kriterium der Dienstjahre, dessen Bedeutung im privaten Sektor abnimmt, je niedriger das Anforderungs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">profil ist. Mit Blick auf das Kompetenzniveau 1 (bis LSE 2010 Anforderungsni</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">veau 4) kommt diesem Aspekt keine ins Gewicht fallende Bedeutung zu (vgl. Ur</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">teile des Bundesgerichts </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">9C_808/2015 vom 29. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Februar 2016 E</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">. 3.4.2 und 8C_805/2016 vom 22. März 2017 E. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.3 unter Hinweis auf 8C_</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">351/2014 vom 14. August 2014 E. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">5.2.4.2). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Bei Versicherten, die aus gesundheitlichen Gründen nur noch teilzeitlich erwerbs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tätig se</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">in können, ist unter dem Titel „</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Beschäftigungsgrad" ein Abzug vom Ta</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">bellenlohn vorzunehmen, wenn Teilzeitarbeit nach der im konkreten Fall an</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">wendbaren Tabelle vergleichsweise weniger gut entlöhnt wird als eine Vollzeit</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tätigk</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">eit (Urteil 8C_805/2016 vom 22. März 2017 E. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.2 mit Hinweisen). Dagegen rechtfertigt der Umstand, dass die versicherte Person zwar ganztags arbeitsfähig, hierbei aber nur reduziert leistungsfähig ist</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> (wie vorliegend, vgl. vorstehend E. 3.6)</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">, grundsätzlich keinen Abzug vom Tabellenlohn (Urteil des Bundesgerichts </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">9C_581/2016 vom 24. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">J</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">anuar 2017 E. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3 mit Hinweisen; vgl. Urteil des Bundes</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gerichts 9C_421/2017 vom 19. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">September 2017 E. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.1.1).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Nach dem Gesagten rechtfertigt es sich beim Kläger nicht, einen leidensbedingten Abzug zu gewähren. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">6.5</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Der Vergleich des Valideneinkommen in der Höhe von Fr. 58'500.-- mit dem In</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">valideneinkommen von Fr. 47'983.-- ergibt eine Erwerbseinbusse von Fr. 10'517.--, was einen Erwerbsunfähigkeitsgrad von aufgerundet 18 % ergibt. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Dementsprechend hat die Beklagte ihre Leistungspflicht zu Recht verneint. Die Klage ist vollumfänglich abzuweisen. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Bei diesen Erwägungen erübrigt sich die Prüfung der Prämienbefreiung (vgl. vor</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">stehend E. 2.3) sowie der Frage der Verjährung allfälliger Ansprüche. Ebenfalls sind weder Bemühungen des Klägers, eine ihm zumutbare Erwerbstätigkeit zu suchen und finden, noch Anstrengungen seinerseits, sich um eine Umschulung zu kümmern, aktenkundig. Daher gehen seine Vorwürfe an die Beklagte fehl, sie hätte ihn bei der Stellensuche unterstützen oder Erwerbsunfähigkeitsleistungen während einer allfälligen Umschulungszeit erbringen müssen (vgl. vorstehend E. 1.1). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Heading3"><span class="Normal Heading3">Das Gericht erkennt:</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span class="Normal Dispotext DispoHngend">1.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Die </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Klage </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">wird abgewiesen.</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span class="Normal Dispotext DispoHngend">2.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Das Verfahren ist kostenlos.</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span class="Normal Dispotext DispoHngend">3.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Zustellung gegen Empfangsschein an:</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Rechtsanwalt Dr. Massimo Aliotta</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Rechtsanwältin Eva Pouget-Hänseler unter Beilage je einer Kopie von Urk. 24 und Urk. 25</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Bundesamt für Sozialversicherungen</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">4.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Gegen diesen Entscheid kann innert </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">30 Tagen</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"> seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundesge</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">setzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 15. Juli bis und mit 15. August sowie vom 18. Dezember bis und mit dem 2. Januar (Art. 46 BGG).</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">stellen.</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismit</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">tel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizu</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">legen, soweit die Partei sie in Händen hat (Art. 42 BGG).</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><br/></p><p class="Normal Heading3"><span class="Normal Heading3">Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich</span></p><p><br/></p><p>Der VorsitzendeDie Gerichtsschreiberin</p><p><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p>GräubFonti</p><p></p></div> </div></body></html>