<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="content"> <div class="para">Bundesgericht </div> <div class="para">Tribunal fédéral </div> <div class="para">Tribunale federale </div> <div class="para">Tribunal federal </div> <div class="para"> </div> <div class="para">{T 0/2} </div> <div class="para">1B_209/2009 </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Urteil vom 24. August 2009 </div> <div class="para">I. öffentlich-rechtliche Abteilung </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Besetzung </div> <div class="para">Bundesrichter Féraud, Präsident, </div> <div class="para">Gerichtsschreiber Pfäffli. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Parteien </div> <div class="para">X.________, Beschwerdeführer, </div> <div class="para"> </div> <div class="para">gegen </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Gerichtspräsidium Laufenburg, Gerichtsgasse 85, 5080 Laufenburg, </div> <div class="para">Staatsanwaltschaft des Kantons Aargau, </div> <div class="para">Frey-Herosé-Strasse 12, 5000 Aarau. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Gegenstand </div> <div class="para">Untersuchungshaft, </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Beschwerde gegen den Entscheid vom 21. Juli 2009 </div> <div class="para">des Obergerichts des Kantons Aargau, Beschwerdekammer in Strafsachen. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Erwägungen: </div> <div class="para"> </div> <div class="para">1. </div> <div class="para">Das Bezirksgericht Laufenburg sprach X.________ mit Urteil vom 6. Juli 2009 des gewerbsmässigen Diebstahls, des mehrfachen Hausfriedensbruchs, der mehrfachen Übertretung des Betäubungsmittelgesetzes sowie der Widerhandlung gegen das Transportgesetz schuldig und verurteilte ihn zu einer Gesamtstrafe von 572 Tagen Freiheitsstrafe, zusammengesetzt aus 419 Tagen widerrufener Reststrafe und 153 Tagen Freiheitsstrafe für die neu begangenen Straftaten, unter Anrechnung der Untersuchungshaft von 153 Tagen. Gleichzeitig verfügte der Gerichtspräsident die Aufrechterhaltung der Untersuchungshaft wegen Fortsetzungsgefahr zur Sicherung des Strafvollzugs. </div> <div class="para">Gegen diese Verfügung erhob X.________ am 13. Juli 2009 Beschwerde und ersuchte um Haftentlassung. Das Präsidium der Beschwerdekammer des Obergerichts des Kantons Aargau wies die Beschwerde mit Entscheid vom 21. Juli 2009 ab. Es bejahte das Vorliegen des besonderen Haftgrundes der Fortsetzungsgefahr und verwarf den Einwand der Überhaft. Bei einer Untersuchungshaftzeit von rund 190 Tagen habe der Angeschuldigte erst rund ein Drittel der erstinstanzlich ausgefällten Strafzeit von gesamthaft 572 Tagen verbüsst. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">2. </div> <div class="para">X.________ führt mit Eingabe vom 28. Juli 2009 (Postaufgabe 29. Juli 2009) Beschwerde in Strafsachen gegen den Entscheid des Präsidiums der Beschwerdekammer des Obergerichts des Kantons Aargau vom 21. Juli 2009. </div> <div class="para">Das Bezirksgericht Laufenburg beantragt Abweisung der Beschwerde. Das Präsidium der Beschwerdekammer verzichtet, unter Hinweis auf die Ausführungen in seinem Entscheid, auf eine Vernehmlassung. Die Staatsanwaltschaft des Kantons Aargau hat sich nicht vernehmen lassen. Am 20. August 2009 ging die Replik des Beschwerdeführers ein. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">3. </div> <div class="para">Nach <span class="artref">Art. 42 Abs. 2 BGG</span> ist in der Begründung einer Beschwerde in gedrängter Form darzulegen, inwiefern der angefochtene Entscheid Recht verletzt. <span class="artref">Art. 95 ff. BGG</span> nennt die vor Bundesgericht zulässigen Beschwerdegründe. </div> <div class="para">Ist ein, wie hier, in Anwendung kantonalen Rechts ergangener Entscheid angefochten, bildet die Verletzung blossen kantonalen Rechts keinen selbständigen Beschwerdegrund. Vielmehr hat der Beschwerdeführer darzulegen, inwiefern der beanstandete Entscheid gegen verfassungsmässige Rechte, wie etwa das Willkürverbot oder den Anspruch auf persönliche Freiheit, verstossen soll. Hinsichtlich der Verletzung von Grundrechten gilt der in <span class="artref">Art. 106 Abs. 1 BGG</span> verankerte Grundsatz der Rechtsanwendung von Amtes wegen nicht; insofern besteht eine qualifizierte Rügepflicht (<span class="artref">Art. 106 Abs. 2 BGG</span>; <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=36&amp;from_date=22.08.2009&amp;to_date=10.09.2009&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F134-I-313%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page313">BGE 134 I 313</a> E. 2 S. 315; <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=36&amp;from_date=22.08.2009&amp;to_date=10.09.2009&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F133-II-249%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page249">133 II 249</a> E. 1.4.2 S. 254). Es obliegt dem Beschwerdeführer namentlich darzulegen, inwiefern der angefochtene Entscheid gegen die gerügten Grundrechte verstossen soll. Das Bundesgericht prüft nur klar und detailliert erhobene und, soweit möglich, belegte Rügen. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">3.1 Das Präsidium der Beschwerdekammer äusserte sich ausführlich zum Vorliegen des besonderen Haftgrundes der Fortsetzungsgefahr. Neben der andauernden Delinquenz des Beschwerdeführers verwies es auf die in dieser Angelegenheit bereits ergangenen Entscheide des Präsidiums und des Bundesgerichts, insbesondere auf das Urteil 1B_99/2009 des Bundesgerichts vom 15. Mai 2009. In diesem Urteil bejahte das Bundesgericht das Vorliegen der Fortsetzungsgefahr nicht nur aufgrund der gewerbsmässigen Delinquenz des Beschwerdeführers, sondern auch aufgrund der Vorstrafen, die es für sich allein keineswegs als leicht beurteilte. Damit setzt sich der Beschwerdeführer in der vorliegenden Beschwerde überhaupt nicht auseinander. </div> <div class="para">Den Einwand des Beschwerdeführers, aufgrund der Sozialhilfe bestehe die Gefahr erneuter Delinquenz nicht mehr, verwarf das Präsidium u.a. mit dem Argument, dass der Beschwerdeführer die Sozialhilfe zum Kauf von Drogen und nicht zur Deckung seines Unterhalts verwendet habe. Der Beschwerdeführer setzt sich auch mit diesen Ausführungen nicht hinreichend auseinander und vermag nicht darzulegen, inwiefern das Präsidium in verfassungswidriger Weise die Fortsetzungsgefahr bejaht haben sollte. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">3.2 Auch hinsichtlich der Verhältnismässigkeit der Haftdauer stellen die vom Beschwerdeführer vorgebrachten Ausführungen keine hinreichende Auseinandersetzung mit den Entscheidgründen des angefochtenen Entscheids dar. Aus den Ausführungen des Beschwerdeführers ergibt sich nicht, inwiefern das Präsidium in verfassungswidriger Weise von einer verhältnismässigen Haftdauer ausgegangen sein sollte. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">3.3 </div> <div class="para">Da die vom Beschwerdeführer vorgebrachten Ausführungen keine hinreichende Auseinandersetzung mit den Entscheidgründen des angefochtenen Entscheids darstellen, ist mangels einer genügenden Begründung im Sinne von <span class="artref">Art. 42 Abs. 2 BGG</span> auf die Beschwerde nicht einzutreten. Der Begründungsmangel ist offensichtlich, weshalb über die Beschwerde im vereinfachten Verfahren nach <span class="artref">Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG</span> entschieden werden kann. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">4. </div> <div class="para">Auf eine Kostenauflage kann verzichtet werden (<span class="artref">Art. 66 Abs. 1 BGG</span>). </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Demnach erkennt der Präsident: </div> <div class="para"> </div> <div class="para">1. </div> <div class="para">Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">2. </div> <div class="para">Es werden keine Kosten erhoben. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">3. </div> <div class="para">Dieses Urteil wird dem Beschwerdeführer, dem Gerichtspräsidium Laufenburg sowie der Staatsanwaltschaft und dem Obergericht des Kantons Aargau, Beschwerdekammer in Strafsachen, schriftlich mitgeteilt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Lausanne, 24. August 2009 </div> <div class="para">Im Namen der I. öffentlich-rechtlichen Abteilung </div> <div class="para">des Schweizerischen Bundesgerichts </div> <div class="para">Der Präsident: Der Gerichtsschreiber: </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Féraud Pfäffli </div> </div></body></html>