<h2>SubmittedText<h2><p>Der Bundesbeschluss vom 21. September 2020 über die Legislaturplanung 2019–2023 sieht unter Ziel 7 in Artikel 8 Ziffer 38 folgende Massnahme vor: «Verabschiedung des Aktionsplans für die Förderung der Mehrsprachigkeit und Unterricht in Heimatlicher Sprache und Kultur unter Einbezug der Kantone».&nbsp;</p><p>Dieses Ziel wurde vom Parlament bei der Behandlung der Legislaturplanung 2019–2023 aufgenommen; in der Legislatur 2019–2023 wurde das Ziel nicht realisiert, obwohl ein externes Unternehmen beauftragt worden war, die bestehenden Massnahmen zur Förderung der Mehrsprachigkeit zu evaluieren, und obwohl einzelne Vorbereitungsarbeiten unter Einbezug der wichtigsten Akteure an die Hand genommen worden waren.</p><p>Im Entwurf des Bundesbeschlusses über die Legislaturplanung 2023–2027 figuriert die Mehrsprachigkeit unter Ziel 10 in Artikel 11. Dieser sieht folgende Massnahmen vor: «Verabschiedung der Botschaft zur Förderung der Kultur in den Jahren 2025–2028» und «Verabschiedung der strategischen Ziele des Bundesrats 2024–2027 zur Förderung der Mehrsprachigkeit». Vom Aktionsplan hingegen steht nichts.</p><p>Aufgrund des vom beauftragten Unternehmen erstellten Berichts, in dem die Erarbeitung einer übergeordneten Strategie empfohlen wird, und angesichts der Bedeutung eines Aktionsplans für die Förderung der Mehrsprachigkeit und den Zusammenhalt des Landes frage ich den Bundesrat:</p><ol><li>Ist der Bundesrat auch der Ansicht, dass es wichtig ist, den Aktionsplan zügig auszuarbeiten und damit dem ausdrücklichen Willen des Parlaments Folge zu leisten?</li><li>Wo stehen die Arbeiten zum Aktionsplan und wann wird das Bundesamt für Kultur den Plan präsentieren?</li><li>Welche Schritte sind als Nächstes geplant, um die Kantone und die interessierten Kreise einzubeziehen?</li><li>Ist die Stärkung des Italienischunterrichts auf Bundesebene eine der Massnahmen, die momentan geprüft werden?</li></ol>