Kantonsgericht Schwyz Verfügung vom 1. Juli 2019 ZK2 2019 25 Mitwirkend Kantonsgerichtsvizepräsidentin lic. iur. Daniela Pérez-Steiner, Gerichtsschreiber lic. iur. Claude Brüesch. In Sachen A.________, Gesuchsteller und Beschwerdeführer, betreffend Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege (definitive Rechtsöffnung) (Beschwerde gegen die Verfügung der Einzelrichterin am Bezirksgericht Schwyz vom 2. April 2019, ZES 2019 108);- hat die Kantonsgerichtsvizepräsidentin,Kantonsgericht Schwyz 2 nachdem sich ergeben und in Erwägung: 1. Die Einzelrichterin am Bezirksgericht Schwyz wies mit prozessleitender Verfügung vom 2. April 2019 das Gesuch von A.________ um Bewilligung der unentgeltlichen Rechtspflege inkl. gerichtlicher Bestellung einer Rechtsbei- ständin oder eines Rechtsbeistandes (vgl. Vi-act. 11) ab. Zur Begründung führte sie im Wesentlichen aus, A.________ habe weder seine finanziellen Verhältnisse noch die Notwendigkeit der Bestellung eines Rechtsbeistandes zur Wahrung seiner Interessen dargelegt noch habe er Ausführungen zu sei- nen Prozessaussichten gemacht (Vi-act. 12). A.________ (nachfolgend: Beschwerdeführer) erhob gegen diese Verfügung vom 2. April 2019 Beschwerde mit dem sinngemässen Rechtsbegehren, es sei ihm für das vorinstanzliche Verfahren die unentgeltliche Prozessführung und Rechtsvertretung zu gewähren (KG-act. 1). 2. Der Beschwerdeführer bringt im Beschwerdeverfahren vor, die Vorin- stanz habe das Recht nicht richtig angewendet, weil seine (unveränderten) finanziellen Verhältnisse gerichtsnotorisch seien, von einem fairen Prozess keine Rede sein könne, wenn sich die Gegenpartei eine Rechtsanwältin leis- ten könne, er aber gezwungen werde, ohne Rechtsbeistand aufzutreten, und von ihm, einem Nichtjuristen, nicht erwartet werden könne, die Prozessaus- sichten zu bewerten. a) Eine Beschwerde ist gemäss Art. 321 ZPO schriftlich und begründet einzureichen. In der Beschwerdebegründung ist darzulegen, worauf der Be- schwerdeführer seine Legitimation stützt, inwieweit er beschwert ist, auf wel- chen Beschwerdegrund (Art. 320 ZPO) er sich beruft und an welchen Mängeln der angefochtene Entscheid leidet. Mithin besteht im Beschwerdeverfahren eine Rügepflicht, und es obliegt der beschwerdeführenden Partei, in ihrer Be- schwerde im Einzelnen darzulegen, inwiefern der angefochtene Entscheid an Kantonsgericht Schwyz 3 einem Beschwerdegrund krankt, andernfalls ist auf die Beschwerde nicht ein- zutreten (Freiburghaus/Afheldt, in: Sutter-Somm/Hasenböhler/Leuenberger, Kommentar zur schweizerischen Zivilprozessordnung, 3. A., 2016, N 14 f. zu Art. 321 ZPO; Staehelin/Staehelin/Grolimund, Zivilprozessrecht, 2. A., S. 505 N 42; Sterchi, in: Berner Kommentar, Band II, 2012, N 17 f. zu Art. 321 ZPO). b) Der Beschwerdeführer erwähnt lediglich, seine (unveränderten) finanzi- ellen Verhältnisse seien gerichtsnotorisch, behauptet aber nicht, dass er diese im erstinstanzlichen Verfahren glaubhaft darlegte. Er setzt sich also mit den vorinstanzlichen Erwägungen nicht auseinander und begründet insbesondere nicht, inwiefern die Feststellungen des Vorderrichters unzutreffend sein sollen. Aus diesem Grund ist auf die Beschwerde präsidial (§ 40 Abs. 2 i.V.m. § 41 Abs. 1 JG) nicht einzutreten. Davon abgesehen führte der Beschwerdeführer in seinem Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege vom 26. März 2019 im vor- instanzlichen Verfahren bloss aus, er verweise auf die dem Gericht bekann- ten, unveränderten Einkommensverhältnisse, ohne weitere Angaben zu ma- chen. Der Beschwerdeführer vermochte in früheren Gerichtsverfahren die Par- teien betreffend indes seine Bedürftigkeit gerade nicht glaubhaft zu belegen (vgl. unter anderem Beschluss ZK1 2017 10 vom 15. Mai 2017 E. 6b S. 15-17, mit welchem die 1. Zivilkammer des Kantonsgerichts ein Armenrechtsgesuch des Beschwerdeführers wegen dessen ungenügender Mitwirkung hinsichtlich seines Vermögens [Vorlegung aktueller Kontoauszüge, Auflösung der Le- bensversicherung, hälftiger Anteil am Eigentum der Wohnung in Erfurt im Wert von Fr. 250'000.00] abwies; ferner: Verfügung ZK1 2017 9 vom 13. September 2018). c) Es braucht somit nicht weiter geprüft zu werden, wie es sich mit den Prozessaussichten verhält und ob der Beschwerdeführer i.S.v. Art. 118 Abs. 1 lit. c ZPO zur Wahrung seiner Rechte im vorinstanzlichen Verfahren der ge- richtlichen Bestellung einer Rechtsbeiständin oder eines Rechtsbeistandes bedarf.Kantonsgericht Schwyz 4 3. Zusammenfassend ist auf die Beschwerde nicht einzutreten. Ausgangs- gemäss werden die Kosten des Beschwerdeverfahrens von pauschal Fr. 300.00 dem Beschwerdeführer auferlegt, da das Beschwerdeverfahren nach Art. 121 ZPO nicht unter Art. 119 Abs. 6 ZPO fällt (vgl. BGE 140 III 501 E. 4.3.2 S. 510 f. und BGE 137 III 470 E. 6.4 und 6.5 S. 472 ff.). Das vom Be- schwerdeführer für das Rechtsmittelverfahren sinngemäss gestellte Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege ist nach dem Gesagten wegen offensichtlicher Aussichtslosigkeit der Beschwerdebegehren abzuweisen;- Kantonsgericht Schwyz 5 verfügt: 1. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten. 2. Die Kosten des Beschwerdeverfahrens von Fr. 300.00 werden dem Be- schwerdeführer auferlegt. 3. Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege für das Beschwerdeverfah- ren wird abgewiesen. 4. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit Zustellung nach Massgabe von Art. 72 ff. des Bundesgerichtsgesetzes unter den Vor- aussetzungen von Art. 93 BGG Beschwerde in Zivilsachen beim Bun- desgericht in Lausanne eingereicht werden; die Beschwerdeschrift muss den Anforderungen von Art. 42 BGG entsprechen. Der Streitwert in der Hauptsache beträgt Fr. 99'000.00. 5. Zufertigung an A.________ (1/Rechtshilfe), die Vorinstanz (1/A) sowie nach definitiver Erledigung an die Vorinstanz (1/R, unter Rückgabe der Akten) und an die Kantonsgerichtskasse (1/ü, im Dispositiv). Die Kantonsgerichtsvizepräsidentin Der Gerichtsschreiber Versand 1. Juli 2019 sl