Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche- rungsrecht Vom 26. August 2021 (720 21 101 / 229) ____________________________________________________________________ Invalidenversicherung Das Verwaltungsgutachten erweist sich als beweiskrä ftig, weshalb darauf abgestellt werden kann. Besetzung Präsidentin Doris Vollenweider, Kantonsrichter Beat Hersberger, Kantonsrichter Jürg Pulver, Gerichtsschreiberin Katja Wagner Parteien A.____ , Beschwerdeführer, vertreten durch Dr. Monika Guth, Advo- katin, Aeschenvorstadt 67, Postfach, 4010 Basel gegen IV -Stelle Basel -Landschaft , Hauptstrasse 109, 4102 Binningen, Beschwerdegegnerin Betreff IV-Rente / Berufliche Massnahmen A.a Der 1972 geborene A.____ meldete sich erstmals mit Gesuch vom 28. Juni 1999 (Ein- gang) bei der Eidgenössischen Invalidenversicherung (IV) zum Leistungsbezug an. Mit Verfü- gung vom 16. Januar 2003 teilte die IV-Stelle Basel- Landschaft (IV-Stelle) dem Versicherten mit, dass das Begehren um berufliche Massnahmen abgeschrieben werde, nachdem der Versi- cherte an entsprechenden Massnahmen nicht interessiert sei . Diese Verfügung erwuchs unan- gefochten in Rechtskraft. Seite 2 http://www.bl.ch/kantonsgericht A.b Am 29. November 2013 erlitt A.____ einen Unfall, wobei er sich eine distale undislo- zierte Radiusfraktur links mit Kontusion des Ellenbogens zuzog. Zu diesem Zeitpunkt hatte be- reits seit 16. September 2013 eine ausgewiesene voll ständige Arbeitsunfähigkeit aufgrund ei- nes Vertebralsyndroms bestanden. Am 11. April 2014 (Ei ngang) meldete sich A.____ unter Hinweis auf diverse Beschwerden u.a. als Folge dieses Un falls bei der IV erneut zum Leis- tungsbezug an. Nach Abklärung der gesundheitlichen und erwerblichen Verhältnisse sprach die IV-Stelle dem Versicherten mit Verfügung vom 11. Feb ruar 2021 für die Zeit vom 1. Februar 2015 bis 31. Dezember 2015, vom 1. November 2017 bis 31. Mai 2018 sowie vom 1. April 2019 bis 31. Mai 2020 eine ganze Rente zu. Für die Zeit da nach verneinte sie einen Anspruch auf Rentenleistungen unter Hinweis auf einen Invaliditätsgrad von 0%. B. Gegen diese Verfügung erhob der Versicherte, vertre ten durch Dr. Monika Guth, Advo- katin, am 15. März 2021 Beschwerde beim Kantonsgericht B asel-Landschaft, Abteilung Sozial- versicherungsrecht (Kantonsgericht). Darin beantragte er, die Verfügung vom 11. Februar 2021 sei für den Zeitraum vom 16. September 2014 bis 17. Fe bruar 2015, vom 22. September 2015 bis 7. November 2017, vom 15. Februar 2018 bis 31. Mär z 2019 und für den Zeitraum ab 1. März 2020 aufzuheben und ihm auch für diesen Zeitrau m die gesetzlichen Leistungen zu erbringen. Eventualiter sei die Angelegenheit zwecks Einh olens von weiteren Abklärungen und anschliessender Neuberechnung an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen; unter o/e- Kostenfolge. In verfahrensrechtlicher Hinsicht ersuchte er um unentgeltliche Prozessführung und unentgeltliche Verbeiständung mit Advokatin Dr. Gu th als Rechtsvertreterin. Zur Begrün- dung machte er im Wesentlichen geltend, dass das bidiszipl inäre Gutachten, auf das sich die Verfügung der IV-Stelle stütze, veraltet sei. Gestüt zt auf die Berichte der behandelnden Fach- ärzte sei vielmehr eine Verschlechterung des Gesundheitszu stands ausgewiesen. In erwerbli- cher Hinsicht müsse vorliegend sodann die ausserordentli che Bemessungsmethode zur An- wendung gelangen. C. Mit prozessleitender Verfügung vom 18. März 2021 bew illigte die instruierende Präsi- dentin dem Beschwerdeführer die unentgeltliche Prozessfü hrung und Verbeiständung mit Ad- vokatin Dr. Guth als Rechtsvertreterin. D. In ihrer Vernehmlassung vom 23. April 2021 schloss di e IV-Stelle auf Abweisung der Beschwerde. Das Kantonsgericht zieht i n E r w ä g u n g : 1. Auf die beim örtlich und sachlich zuständigen Gerich t und im Weiteren form- und frist- gerecht eingereichte Beschwerde ist einzutreten. 2. Streitig und zu prüfen ist der Anspruch auf eine I nvalidenrente. 3.1 Anspruch auf eine Rente haben nach Art. 28 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die In- validenversicherung (IVG) vom 19. Juni 1959 Versicherte, d ie ihre Erwerbsfähigkeit oder ihre Seite 3 http://www.bl.ch/kantonsgericht Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmass- nahmen wiederherstellen, erhalten oder verbessern könn en (lit. a), während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40% ar beitsunfähig gewesen sind (lit. b) und nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40% invalid sind (lit. c). 3.2 Als Invalidität gilt nach Art. 8 ATSG die voraussicht lich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit. Sie k ann im IV-Bereich Folge von Geburts- gebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1 IV G). Unter Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommende n allgemeinen Arbeitsmarkt zu ver- stehen (Art. 7 Abs. 1 ATSG). 3.3 Nach Art. 28 Abs. 2 IVG wird die Rente nach dem Gr ad der Invalidität wie folgt abge- stuft: Die versicherte Person hat Anspruch auf eine ganze Rente, wenn sie zu mindestens 70%, auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie zu mindestens 60%, auf eine halbe Rente, wenn sie zu mindestens 50% und auf eine Viertelsrente, wenn sie zu mindestens 40% invalid ist. 3.4 Die Annahme einer allenfalls invalidisierenden psych ischen Gesundheitsbeeinträchti- gung setzt eine fachärztlich (psychiatrisch) gestellte Dia gnose nach einem wissenschaftlich an- erkannten Klassifikationssystem voraus (BGE 131 V 50 E. 1. 2, 130 V 396 ff. E. 5.3 und E. 6). Zu betonen ist, dass im Kontext der rentenmässig abzug eltenden psychischen Leiden belas- tenden psychosozialen Faktoren sowie soziokulturellen Umstä nden kein Krankheitswert zu- kommt. Ein invalidisierender Gesundheitsschaden im Sinne von Art. 8 ATSG in Verbindung mit Art. 4 Abs. 1 IVG setzt in jedem Fall ein medizinisches Substrat voraus, das die Arbeits- und Erwerbsfähigkeit wesentlich beeinträchtigt. In BGE 143 V 409 und 143 V 418 hat das Bundes- gericht entschieden, dass grundsätzlich sämtliche psychischen Erkrankungen einem strukturier- ten Beweisverfahren nach BGE 141 V 281 zu unterziehen sind. Dieses für somatoforme Leiden entwickelte Vorgehen definiert systematisierte Indikatore n, die – unter Berücksichtigung von leistungshindernden äusseren Belastungsfaktoren einerse its und von Kompensationspotentia- len (Ressourcen) anderseits – erlauben, das tatsächlich e rreichbare Leistungsvermögen einzu- schätzen (BGE 141 V 281 E. 2., E. 3.4 bis 3.6 und 4.1). Entscheidend ist dabei, unabhängig von der diagnostischen Einordnung des Leidens, ob es gel ingt, auf objektivierter Beurteilungs- grundlage den Beweis einer rechtlich relevanten Arbeit s- und Erwerbsunfähigkeit zu erbringen, wobei die versicherte Person die materielle Beweislast zu tragen hat (BGE 143 V 409 E. 4.5.2 mit Hinweis auf BGE 141 V 281 E. 3.7.2). 4. Für die Bemessung der Invalidität von erwerbstätigen Versicherten ist Art. 16 ATSG anwendbar (Art. 28a Abs. 1 IVG). Danach wird für die Bestimmung des Invaliditätsgrades das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchfüh- rung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eing liederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (Invalideneinkom- men), in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das si e erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (Valideneinkommen). Der Einkomm ensvergleich hat in der Regel in der Seite 4 http://www.bl.ch/kantonsgericht Weise zu erfolgen, dass die beiden hypothetischen Erwerbseinkommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und einander gegenübergestellt werde n. Aus der Einkommensdifferenz lässt sich der Invaliditätsgrad bestimmen (allgemeine Methode des Einkommensvergleichs; BGE 128 V 29 E. 1). Insoweit die fraglichen Erwerbsei nkommen ziffernmässig nicht genau er- mittelt werden können, sind sie nach Massgabe der im Ei nzelfall bekannten Umstände zu schätzen und die so gewonnenen Annäherungswerte miteinan der zu vergleichen. Lassen sich die beiden hypothetischen Erwerbseinkommen nicht zuverl ässig ermitteln oder schätzen, so ist in Anlehnung an die spezifische Methode für Nichterwer bstätige ein Betätigungsvergleich anzu- stellen und der Invaliditätsgrad nach Massgabe der erwer blichen Auswirkungen der verminder- ten Leistungsfähigkeit in der konkreten erwerblichen Situation zu bestimmen (ausserordentli- ches Bemessungsverfahren; BGE 128 V 29 E. 1, Urteil vom 17. November 2015 , 8C_492/2015, E. 2.1). 5.1 Bei der Feststellung des Gesundheitszustandes und be i der Beurteilung der Arbeitsfä- higkeit der versicherten Person ist die Verwaltung (und i m Beschwerdefall das Gericht) auf Un- terlagen angewiesen, die ärztliche und gegebenenfalls a uch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beur- teilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig ist. Im Weiteren sind di e ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbe itsleistungen der versicherten Person noch zugemutet werden können (BGE 132 V 93 E. 4 mit weiteren Hinweisen). 5.2 Das Gericht hat die medizinischen Unterlagen nach de m für den Sozialversicherungs- prozess gültigen Grundsatz der freien Beweiswürdigung (vg l. Art. 61 lit. c ATSG) − wie alle an- deren Beweismittel – frei, d.h. ohne Bindung an förmliche Beweisregeln, s owie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen. Dies bedeutet, dass das Sozialversicherungsgericht alle Beweismit- tel, unabhängig, von wem sie stammen, objektiv zu prüfe n und danach zu entscheiden hat, ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilun g des streitigen Rechtsanspruchs ge- statten. Insbesondere darf es bei einander widersprech enden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzu- geben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt. Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist demnach entscheidend , ob dieser für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen be ruht, auch die geklagten Beschwer- den berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darle- gung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurte ilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen der Expertin oder des Experten begründet sind (BGE 134 V 232 E. 5.1; 125 V 352 E. 3a, 122 V 160 E. 1c). 5.3 Dennoch erachtet es die bundesgerichtliche Rechtspre chung als mit dem Grundsatz der freien Beweiswürdigung vereinbar, in Bezug auf best immte Formen medizinischer Berichte und Gutachten Richtlinien für die Beweiswürdigung auf zustellen (vgl. die ausführliche Zusam- menstellung dieser Richtlinien in BGE 125 V 351 E. 3b mit zahlreichen Hinweisen; vgl. dazu auch BGE 135 V 469 f. E. 4.4 und 4.5). Gemäss diesen Richtlinien ist den im Rahmen des Verwaltungsverfahrens eingeholten Gutachten externer Spe zialärztinnen und -ärzte, welche Seite 5 http://www.bl.ch/kantonsgericht aufgrund eingehender Beobachtungen und Untersuchungen sowie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei der Erörterung der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen gelangen, bei der Beweiswürdigung volle Beweiskraft zuzuerkennen, sol ange nicht konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen (BGE 125 V 353 E. 3b/bb mit weiteren Hinweisen). 6.1 Für die Beurteilung des medizinischen Sachverhalts stehen zahlreiche medizinische Akten zur Verfügung, welche allesamt vom Gericht gewür digt wurden. In der Folge werden in- dessen lediglich entscheidrelevante Arztberichte und Gutachten wiedergegeben: 6.2 Zur Abklärung des aktuellen Gesundheitszustands und d er Arbeitsfähigkeit des Versi- cherten holte die IV-Stelle ein Gutachten bei Dr. med. B.____, FMH Psychiatrie und Psychothe- rapie, und Dr. med. C.____, FMH Rheumatologie, ein, welches am 2. bzw. 10. Januar 2017 erstattet wurde. Darin werden aus bidisziplinärer Sicht mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit persistierende Handgelenksschmerzen bei einem Status nach undislozierter Radiusfraktur links am 29. November 2013, diagnostischer Handgelenks-Arthro skopie links am 24. April 2014, Verkürzungsosteotomie Ulna (Elle) links bei partieller TFCC-Läsion Handgelenk links am 18. Februar 2015 sowie Metallentfernung Ulna links am 28. November 2016 sowie eine Epoxid- harz- und Öl-Allergie diagnostiziert. Ohne Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit bestünden ein chronisches Lumbovertebralsyndrom, ein chronisches Zervik overtebralsyndrom, eine Retropa- tellararthrose rechts, eine COPD Gold II sowie eine leichte depressive Episode (ICD-10 F32.0). Im psychiatrischen Fachteil wird hierzu festgehalten, der Explorand habe etwas bedrückt und niedergeschlagen, aber nicht depressiv gewirkt. Seine Mien e habe sich deutlich aufgehellt, wenn er über erfreuliche Dinge berichtet habe. Die Psyc homotorik sei unauffällig und der An- trieb nicht vermindert gewesen. Der affektive Kontakt sei gut herstellbar und der Explorand be- wusstseinsklar gewesen. Während der ganzen Untersuchung habe er nie Zeichen von Konzent- rationsschwäche gezeigt. Der zunächst als Monteur und an schliessend als selbstständiger Gärtner tätig gewesene Explorand habe im November 201 3 einen Unfall erlitten, wobei er sich Knieverletzungen und eine Fraktur am linken Handgele nk zugezogen habe. Er leide noch im- mer an Beschwerden am linken Handgelenk. Seit 2013 sei der Explorand keiner beruflichen Tätigkeit mehr nachgegangen. Es hätten sich Schulden angehäuft. Daneben bestünden auch Schwierigkeiten mit seiner Partnerin, die an Depression en leide und kaum in der Lage sei, sich um die beiden Kinder zu kümmern. All dies habe zu eine r depressiven Entwicklung geführt. Im Rahmen der Untersuchung hätten keine eigentlichen dep ressiven Verstimmungen festgestellt werden können. Der Explorand habe aber über Antriebssch wierigkeiten, Konzentrationsstörun- gen und Zukunftsängste geklagt. Er habe sich auch vorüber gehend in psychiatrischer Behand- lung befunden, die er jedoch nicht als hilfreich erlebt habe. Eine psychopharmakologische The- rapie werde nicht durchgeführt. Eine psychiatrische Behan dlung und eine antidepressive The- rapie seien zu empfehlen. Diagnostisch handle es sich um eine leichte depressive Episode. Hinweise für eine psychische Überlagerung der geklagten Beschwerden würden nicht vorliegen. Es sei auch nicht zu einer Schmerzausweitung gekommen. D er Explorand fühle sich aufgrund der zahlreichen psychosozialen Belastungen durch seine Beschwerden mehr eingeschränkt, als dass es den objektiven Befunden entspreche. Eine eigen tliche Schmerzstörung könne aber nicht diagnostiziert werden. Er klage zwar über Schmerzen , gestalte den Alltag aber dennoch Seite 6 http://www.bl.ch/kantonsgericht aktiv. Er kümmere sich nach Möglichkeit um seine Kinder, führe seinen Haushalt selbstständig und leide im Alltag nicht unter schweren quälenden Schmerzen. Im rheumatologischen Fachteil wird im Wesentlichen ausg eführt, dass eine eingeschränkte Handgelenksbeweglichkeit auf der linken Seite mit eingeschränkter Pronation bestehe, endpha- sig mit jeweils Angabe von Schmerzen in allen Bewegungsrichtungen. Diese Handgelenksprob- lematik sei relevant in Bezug auf die körperlich schwere Tätigkeit des Exploranden. Ferner be- stehe ein lumbovertebrales Syndrom mit einer subjektiv deutlich hoch erlebten Schmerzintensi- tät, wobei die objektiv erhebbaren Befunde nicht sehr eindrücklich seien. Es fänden sich lumbal keinerlei Verspannungen, keinerlei Druckdolenzen und keine Bewegungseinschränkung. Radio- logisch bestünden lumbal altersentsprechende degenerative Veränderungen. Rein formal habe diese Problematik keinen Einfluss auf die Arbeitsfähigke it. Im zervikalen Bereich bestehe eine Fehlform mit Kopfpropulsion, die Halswirbelsäule (HWS) sei nicht eingeschränkt. Linksseitig finde sich eine Druckdolenz zervikal, es fänden sich aber keine relevanten Verspannungen. Diese Befunde dürften myofaszial sein, eine radikuläre P roblematik bestehe nicht. Auch im Be- reich der HWS handle es sich um altersentsprechende deg enerative Veränderungen, die kei- nen Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit hätten. Der Bef und am rechten Knie entspreche einer Ret- ropatellararthrose, Anhaltspunkte für eine wesentliche Meniskuspathologie oder ligamentäre Pathologie bestünden hier nicht. Hinsichtlich der Arbeitsfähigkeit wird festgehalten, dass vonsei- ten des linken Handgelenkes Einschränkungen dahingehend b estünden, dass eine körperliche Belastung im Bereich eines leichten Gewichtsbereichs (bis 5kg) möglich sei, welche sich ab Januar 2017 auf 10kg erhöhen werde. Er könne hier nur beschränkt eine Supination durchfüh- ren. Da es dem Exploranden in seinem angestammten Beru f als Geschäftsführer seiner eige- nen Firma nicht möglich sein werde, Arbeiten rein sel ektiv nur für das leichte Belastungsniveau auszuführen, sei davon auszugehen, dass er seinen angest ammten Beruf im Gartenunterhalt nicht mehr werde tätigen können. Für diese Tätigkeit als Allrounder im leichten, mittelschweren und schweren Bereich im Gartenunterhalt bestehe darum eine Arbeitsfähigkeit von 0%. In Be- zug auf eine Verweistätigkeit gelte das formulierte Bel astungsprofil. Müsste er nur leichte Tätig- keiten im Gartenunterhalt tätigen, bestehe eine Arbei tsfähigkeit von 100%. Die Arbeitsunfähig- keit in der angestammten Tätigkeit bestehe gemäss Akten seit 16. September 2013. In Bezug auf eine Verweistätigkeit habe ebenfalls ab dem 16. S eptember 2013 bis Ende Juni 2014 eine vollständige Arbeitsunfähigkeit bestanden aufgrund der Handgelenksarthroskopie. Ab Juli 2014 hätte das formulierte Zumutbarkeitsprofil für die Ver weistätigkeit Geltung gehabt. Vom 25. No- vember 2016 bis Ende 2016 habe wegen der durchgeführte n Metallentfernung erneut eine voll- ständige Arbeitsunfähigkeit bestanden. Es sei davon auszugehen, dass sich bei regulärem Ver- lauf die Belastungsfähigkeit des linken Handgelenkes erhöhen werde, so dass die Gewichtslimi- te in den körperlich leichten Bereichen ab Januar 2017 auf 10kg angehoben werden könne. Im Rahmen der Konsensbeurteilung gelangten die Gutachter zur Auffassung, dass die rheuma- tologische Beurteilung als Gesamtbeurteilung gelte, nach dem aus psychiatrischer Sicht keine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit bestehe. 6.3 Mit Vorbescheid vom 12. Juli 2017 sprach die IV-Ste lle dem Versicherten gestützt da- rauf eine vom 1. Februar bis 31. Dezember 2015 befristete ganze Rente zu. Seite 7 http://www.bl.ch/kantonsgericht 6.4 Im Rahmen des Einwandverfahrens gegen diesen Vorb escheid gab der Versicherte u.a. einen Bericht des Spitals D.____ vom 22. Juni 2 017 zu den Akten. Darin wird ausgeführt, dass der Versicherte mittlerweile Beschwerden im Bereich des rechten Kniegelenkes entwickelt habe, im Sinne einer traumatisierten Plica mediopate llaris, welche schmerzhaft und verdickt sei und operiert werden müsse (vgl. IV-act. 164). Nachdem i n der Folge am 8. November 2017 be- züglich dieser Problematik eine Kniearthroskopie, media le Teilmeniskektomie sowie eine Plica- und Narbenresektion durchgeführt worden war (IV-act. 174), konnte im Bericht der Klinik F.____ vom 15. Februar 2018 keine Plica-Symptomatik mehr ausge macht werden. Es würden vor al- lem Beschwerden bei tiefer belastender Flexion sowie be im Treppensteigen auftreten. Das Ge- hen auf ebenem Grund bereite keine Schmerzen. In der hierzu ergangenen RAD-Beurteilung vom 7. Juni 2018 (IV-act. 180) wurde behandlungsbedingt für die Zeit vom 8. November 2017 bis 14. Februar 2018 eine volle Arbeitsunfähigkeit ane rkannt. Ab 15. Februar 2018 könne von einer unlimierten Arbeitsfähigkeit nach dem Knieeingriff ausgegangen werden. 6.5 Mit Eingabe vom 17. Juli 2019 legte der Beschwerdef ührer der IV-Stelle u.a. einen Be- richt von Dr. med. E.____, FMH Rheumatologie, Klinik F .____, vom 8. Juli 2019 vor, wobei er gestützt darauf neue Diagnosen geltend machte. Dr. E.____ diagnostiziert darin einen Verdacht auf eine Seronegative Spondyloarthritis, ulnarseitige Restbeschwerden am Handgelenk links und Pronationseinschränkung bei in palmarer Verkippung verheilter Ulnaverkürzungsosteoto- mie, eine Epicondylopathia humeri radialis rechts (Te nnisellenbogen), Schulterbeschwerden rechts, Beschwerden im Bereich des Sinus tarsi rechts sow ie eine chronische Lumbalgie bei bekanntem Morbus Scheuermann. Eine erste Abklärung sei am 20. September 2018 aufgrund von chronischen lumbovertebralen Schmerzen, bei bekanntem Morbus Scheuermann, S- förmiger Fehlhaltung der Brust- und Lendenwirbelsäul e sowie leicht beginnender Chondrose LWK5/SWK 1, erfolgt. In der Folge sei eine Überweisu ng durch Dr. med. G.____, FMH Ortho- pädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsappa rates und Handchirurgie, aufgrund des diffusen Schmerzsyndroms und der Frage nach einer entzü ndlichen Rheumaerkrankung erfolgt. Klinisch seien beide Schultergelenke gut bewe glich mit leichter Steifigkeit. Die HWS sei zu einem Drittel eingeschränkt in alle Richtungen. Das MR I zeige eine Chondrose mit Band- scheibenprotrusion ohne Nervenwurzelkompression L4/5 oder Hinweise auf eine entzündliche Veränderung im Bereich der LWS und der Iliosakralgelenke sowie auch keine Hinweise auf eine Enthesitis. Die 3-Phasen-Skelettszintigraphie sei auch u nauffällig ohne Hinweise auf eine ent- zündliche Gelenkserkrankung und ohne fokale Mehrbelegung en gewesen. Auch die laborche- mische Abklärung sei bis auf einen deutlichen Vitamin-D- Mangel negativ gewesen (normale Blutsenkung und normaler CRP-Wert, negative Autoant ikörper). Klinisch, radiologisch und la- borchemisch könne eine entzündliche Rheumaerkrankung ausg eschlossen werden. Da der Patient trotz negativer radiologischer Abbildung an ve rschiedenen muskuloskelettalen Be- schwerden leide, sei eine Therapie mit einem Biologiku m begonnen worden. Da er davon Ne- benwirkungen bekommen habe, sei das Biologikum gewec hselt worden, was zu einer leichten Besserung der Schmerzen geführt habe. Um eine deutliche Wirkung zu erzielen, müsse dieses drei bis sogar sechs Monate angewendet werden. 6.6 Am 6. August 2020 erliess die IV-Stelle einen wei teren Vorbescheid, worin sie zusätz- lich für den Zeitraum November 2017 bis Februar 2018 so wie April 2019 bis Februar 2020 be- Seite 8 http://www.bl.ch/kantonsgericht handlungsbedingt eine vollständige Arbeitsunfähigkeit anerkannte. Hiergegen erhob der Versi- cherte, vertreten durch Advokatin Dr. Guth, erneut Einw and und reichte einen Bericht seines behandelnden Psychiaters Dr. med. H.____, FMH Psychiatrie und Psychotherapie, vom 21. Juli 2020 ein. Darin stellt dieser die Diagnosen einer depressiven Episode im Sinne einer Major De- pression (ICD-10 F32.1) sowie einer akzentuierten Persönl ichkeit (ICD-10 Z.73). Hierzu führt er aus, dass beim Patienten eine erhebliche Vorbelastung d urch Drogenkonsum bestehe. Es sei ihm gelungen, diesen durch eine langjährige stationäre Therapie zu besiegen und die Abstinenz bis heute aufrechtzuerhalten. Dies zeige seine hohe Wil lenskraft. Die Arbeitsfähigkeit sei wohl seit mindestens zwei Jahren eingeschränkt. 6.7 Am 8. Oktober 2020 nahm der RAD-Arzt Dr. med. I._ ___, FMH Psychiatrie und Psy- chotherapie, hierzu Stellung. Es würden von Dr. H.___ _ keine psychopathologischen Befunde beschrieben, welche gegenüber dem Gutachten von Dr. B .____ neu oder abweichend wären. Alsdann falle auf, dass seit 2017 keinem der involvierten Fachpersonen eine klinisch manifeste Depression aufgefallen sei, auch nicht während des station ären klinischen Aufenthalts gemäss Austrittsbericht Innere Medizin der Klinik M.____ (recte : Spital N.____), wo die klinisch erfahre- nen Internisten auf psychische Störungen im Rahmen von kor onaren Herzkrankheiten speziali- siert seien. Dr. H.____ begründe seine Schlussfolgerun gen mit einer erheblichen Vorbelastung durch Drogenkonsum. Bei näherer Betrachtung sei jedoch a ktenkundig, dass der Drogenkon- sum bereits seit 1996/98 abgeschlossen sei, und bereits Dr. med. J.____, FMH Psychiatrie und Psychotherapie, im April 2016 keine Folgeerscheinungen ei nes Drogenkonsums habe feststel- len können, was auch im Gutachten von Dr. B.____ vom 2. Januar 2017 bestätigt worden sei. Es bestünden keine Zweifel, dass der Drogenkonsum in früh eren Jahren bestanden habe, je- doch ohne irreversible Folgeschäden. Die von Dr. H.____ geltend gemachte Arbeitsunfähigkeit könne nicht mit dem Drogenkonsum begründet werden. De s Weiteren falle das von Dr. H.____ beschriebene Funktionsprofil inkohärent und widersprüchlich aus. Eine schwere Einschränkung in der Flexibilität, Umstell- und Durchhaltefähigkeit, jedoch keine Einschränkung in der Selbst- pflege und Verkehrsfähigkeit, sei insgesamt wenig plausibel. Der Versicherte fahre aktenkundig selbst Auto, womit er in der Lage sei, sich geraume Zei t den heutigen Erfordernissen des dich- ten Strassenverkehrs entsprechend gut zu konzentrieren, geteilt aufmerksam zu sein, sich stets den veränderten Verkehrssituationen anzupassen, sich an di e Verkehrsregeln zu halten und diese zu memorieren. Eine Flexibilität, Umstell- und Du rchhaltefähigkeit bildeten bereits für die- se Tätigkeit unabdingbare Voraussetzungen. Der Versicherte sorge für seine Familie und bringe seine Tochter zu Schule, was ebenfalls ein erhebliches M ass an Entscheidungs- und Urteils- vermögen, Gruppenfähigkeit, Fähigkeit zu familiären Beziehungen, Planung und Strukturierung von Aufgaben voraussetze. Nachvollziehbar sei, dass beim Ve rsicherten nach dem erlittenen STEMI ( Myokardinfarkt) die im Gutachten von Dr. B.____ beschrieb ene leichte depressive Epi- sode weiterhin vorhanden sein könnte, doch würden Hinwe ise für eine massgebliche Ver- schlechterung des objektiven psychopathologischen Gesundheitszustands fehlen. 6.8 Anlässlich des vorliegenden Beschwerdeverfahrens leg te der Beschwerdeführer einen weiteren Bericht von Dr. K.____, FMH Rheumatologie u nd Allgemeine Innere Medizin, vom 11. März 2021 ins Recht, wonach rheumatologische Abklär ungen im Gange seien. Es zeige sich eine entzündliche Erkrankung mit Arthritiden und mö glicher pulmonarer Beteiligung. Eben- Seite 9 http://www.bl.ch/kantonsgericht falls seien sonographische Hinweise für Kristallablager ungen gefunden worden. Weitere Abklä- rungen würden vorgenommen. Aufgrund des Einbezugs auch der grossen Gelenke und der Wirbelsäule scheine für die angestammte Tätigkeit als Gärtner eine dauernde Arbeitsunfähig- keit von 100% zu bestehen. Eine weitere Stellungnahme werde erst in einigen Wochen oder Monaten möglich sein. 7.1 Die IV-Stelle stützte sich bei der Beurteilung des Gesundheitszustands und der Ar- beitsfähigkeit des Versicherten vollumfänglich auf die Ergebnisse, zu denen die Gutachter Dres. B.____ und C.____ in ihrem Gutachten vom 2. bzw. 10 Januar 2017 gelangt waren. Sie ging demzufolge davon aus, dass dem Beschwerdeführer im Z eitpunkt des frühestmöglichen Rentenbeginns (September recte: Oktober 2014) die Ausü bung einer leidensadaptierten Tätig- keit vollschichtig zumutbar gewesen sei. Für die Zeit von Februar bis September 2015 sei ihm aufgrund der erfolgten Handgelenksarthroskopie auch ei ne leidensadaptierte Tätigkeit nicht zumutbar gewesen. Gestützt auf die RAD-Beurteilungen vom 7. Juni 2018 und 23. Januar 2020 anerkannte sie zudem für den Zeitraum November 2017 bi s Februar 2018 und April 2019 bis Februar 2020 eine behandlungsbedingte vollständige Arbeitsunfähigkeit für jegliche Tätigkeit. 7.2 Diese vorinstanzliche Beweiswürdigung ist nicht zu bea nstanden. Den im Rahmen des Verwaltungsverfahrens eingeholten Gutachten externer Spe zialärztinnen und -ärzte, welche aufgrund eingehender Beobachtungen und Untersuchungen sowie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei der Erörterung der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen gelangen, ist bei der Beweiswürdigung volle Beweiskraft zuzuerkennen, sol ange nicht konkrete Indizien ge- gen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen (vgl. E . 5.3 hiervor mit Hinweis auf BGE 125 V 351 E. 3b/bb). Solche Indizien liegen keine vor . Das Gutachten ist insgesamt umfassend und die darin dargelegten medizinischen Zusammenhänge sowie die jeweils vorgenommenen Schlussfolgerungen sind nachvollziehbar und überzeugend. Die Gutachter haben den Versi- cherten persönlich untersucht, eine umfassende Anamnes e erhoben und gehen einlässlich auf seine Angaben und Beschwerden ein. Sie setzen sich zudem fundiert mit den bei den Akten liegenden medizinischen Berichten auseinander und begrü nden abweichende Einschätzungen in überzeugende Weise. 7.3 Der Beschwerdeführer stellt die Beweistauglichkeit des Gutachtens zunächst in grund- sätzlicher Hinsicht in Frage, indem er geltend macht, da ss das von Januar 2017 datierende Gutachten nicht mehr aktuell sei. Diesbezüglich ist dara uf hinzuweisen, dass sich keine allge- meingültigen Regeln formulieren lassen, wann eine Ex pertise veraltet ist. Gemäss Bundesge- richt lässt sich angesichts der Besonderheiten jedes einzeln en Falles nicht allgemein sagen, welche konkreten Abklärungsmassnahmen in gesundheitlicher H insicht für eine rechtsgenügli- che Sachverhaltsermittlung geboten sind (Urteil des Bund esgerichts vom 18. Januar 2017, 9C_643/2016, E. 4.2 und vom 6. November 2009, 9C_575 /2009, E. 3.1 und 3.2.2.2). Zwar war die vorliegende Expertise im Verfügungszeitpunkt bereit s vier Jahre alt. Hierbei gilt es aber zu beachten, dass die Beschwerdegegnerin die RAD-Stellung nahmen jeweils zeitnah an neu bei- gebrachte medizinische Beurteilungen und nicht erst im vorliegenden Beschwerdeverfahren eingeholt hat. Dabei hat sie einer im Nachgang an da s Gutachten bestehenden, behandlungs- bedingten Arbeitsunfähigkeit entsprechend Rechnung getr agen. Wie sogleich darzulegen sein Seite 10 http://www.bl.ch/kantonsgericht wird, lässt sich eine vom Beschwerdeführer postulierte (d auernde) Verschlechterung des Ge- sundheitszustands anhand der im Anschluss an das Gutachten ergangenen medizinischen Ak- ten nicht ausmachen. Die darauf gründenden Vorbringen des Beschwerdeführers vermögen die ausschlaggebende Beweiskraft des Gutachtens nicht in Frage zu stellen. 7.4.1 In somatischer Hinsicht bringt er vor, die behand elnden Ärzte hätten ihm entgegen den gutachterlichen Feststellungen lediglich eine Arbeitsfähigkeit von 50% für eine leidensadaptierte Tätigkeit attestiert. Zur Bekräftigung seines Standpunkt es beruft er sich u.a. auf die Berichte von Dr. med. L.____, Plastische, Rekonstruktive und Ästhet ische Chirurgie und Handchirurgie, vom 17. Oktober 2016 und Dr. G.____ vom 7. Dezember 201 7 (vgl. Beschwerdebeilage 4 und 5). In pflichtgemässer Würdigung der medizinischen Unte rlagen fällt zunächst auf, dass sowohl hinsichtlich der Diagnosen sowie insbesondere auch in Be zug auf die daraus resultierenden funktionellen Einschränkungen keine wesentlich divergie renden Einschätzungen durch die in- volvierten Fachpersonen auszumachen sind. Der übereinstim menden Aktenlage zufolge kam es nach der im November 2013 erlittenen Radiusfraktur zu einer Verkürzung des Radius (Spei- che) im Verhältnis zur Ulna (Elle). Die in der Folge durchgeführte Verkürzungsosteotomie hatte zur Folge, dass die Kongruenz im distalen Radioulnargele nk nicht mehr gegeben ist. Dies äus- sert sich insbesondere in einer Einschränkung der Pronat ion und endphasigen Schmerzen am rechten Handgelenk. Dr. C.____ hat zu diesem Befund ausführlich Stellung genommen und den damit verbundenen Auswirkungen mit einem entsprechend eingeschränkten Zumutbarkeitsprofil hinreichend Rechnung getragen (vgl. 6.2 hiervor). Demgegenüber lässt sich weder dem Bericht von Dr. L.____ noch dem Bericht von Dr. G.____ eine nachvollziehbare Begründung für die von ihnen vorgenommenen Arbeitsunfähigkeitsbeurteilungen entnehmen. Namentlich ist daraus sowie gestützt auf weitere Berichte nicht ersichtlich, we shalb dem Versicherten eine leidens- adaptierte Tätigkeit, welche die Einschränkungen vons eiten des Handgelenks berücksichtigt, nicht vollschichtig zumutbar sein soll. Auch die vom Bes chwerdeführer geltend gemachte Ver- schlechterung der Beschwerden am Knie lässt sich anhand de r vorliegenden Akten nicht verifi- zieren. Im Gegenteil konnten die noch im Rahmen des Einwands vom 28. September 2017 pos- tulierten Schmerzen aufgrund der symptomatischen Plica me diopatellaris nach der am 8. No- vember 2017 durchgeführten Kniearthroskopie, medialen Teilmeniskektomie sowie Plica- und Narbenresektion gerade nicht mehr ausgemacht werden ( vgl. E. 6.4 hiervor). Ferner wurden auch in den vom Beschwerdeführer angerufenen Berichte n der Klinik F.____ vom 15. Februar 2018 und 12. September 2018 ein reizloses und ergussfre ies Kniegelenk, eine freie Kniege- lenksbeweglichkeit, keine Meniskuszeichen und Schmerzen nur bei tiefer Flexion erhoben. 7.4.2 Eine Verschlechterung des Gesundheitszustands lässt si ch entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers auch nicht gestützt auf den Bericht von E.____ vom 8. Juli 2019 (vgl. E. 6.5 hiervor) ausmachen. Wie aus diesem Bericht erhe llt, konnte der Verdacht auf eine Sero- negative Spondyloarthritis gerade nicht erhärtet werd en. Ferner konnten bei unauffälligem Be- fund weder im MRI noch in der 3-Phasen-Skelettzintigr aphie entzündliche Veränderungen nachgewiesen und eine entzündliche Gelenkserkrankung so dann auch laborchemisch ausge- schlossen werden (vgl. E. 6.5 hiervor). Dessen ungeachtet lassen sich auch weiteren medizini- schen Berichten keine Hinweise auf entzündliche Verände rungen an der LWS oder HWS aus- machen. Die übrigen von E.____ erhobenen Befunde an der LWS decken sich weitgehend mit Seite 11 http://www.bl.ch/kantonsgericht den Erhebungen von Dr. C.____. Alsdann konnte Dr. E. ____ in einem weiteren Bericht vom 5. November 2019 (vgl. IV-act. 205) durch die im April 2019 begonnene Therapie mit dem Biologi- kum Cimzia eine Besserung der – organisch nicht hinreiche nd – erklärbaren Schmerzen im Be- reich der Wirbelsäule ausmachen. 7.4.3 Was schliesslich den nach Verfügungserlass erstellt en, im vorliegenden Beschwerde- verfahren beigebrachten Bericht von Dr. K.____ vom 11 . März 2021 (E. 6.8 hiervor) anbelangt, so werden darin zwar eine entzündliche Erkrankung mit A rthritiden und möglicher pulmonarer Beteiligung sowie Hinweise für Kristallablagerungen g eltend gemacht. Gleichzeitig wird aber darauf hingewiesen, dass entsprechende rheumatologische Abklärungen im Gange seien, wes- halb diese Befunde zum damaligen Zeitpunkt nicht hinre ichend gesichert waren. Kommt hinzu, dass der in der Beschwerdebegründung in Aussicht gestell te weitere Bericht von Dr. K.____, der namentlich einen Einfluss dieser Befunde auf die Ar beitsfähigkeit belegen sollte, nicht nachgereicht wurde. 7.5 In psychiatrischer Hinsicht verweist der Beschwerdefüh rer auf die Berichte von Dr. J.____ vom 19. April 2016 und Dr. H.____ vom 21. Juli 2020. Zunächst ist unter Hinweis auf das unter Erwägung 6.2 hiervor Dargelegte festzuhalte n, dass sich Dr. B.____ mit den Ausfüh- rungen von Dr. J.____ auseinandergesetzt und begründet hat, weshalb sich eine höhere Beein- trächtigung der Arbeitsunfähigkeit nicht rechtfertigen lasse. Dem Bericht von Dr. J.____ lässt sich sodann keine nachvollziehbare Begründung für die at testierte Arbeitsunfähigkeit entneh- men, zumal er im Rahmen seiner Arbeitsunfähigkeitsbeurteilung wiederholt auf die somatischen Beschwerden verweist. In Bezug auf den Bericht von Dr. H.____ kann sodann vollumfänglich auf die überzeugenden Ausführungen des RAD-Arztes Dr. I .____ vom 8. Oktober 2020 verwie- sen werden (vgl. E. 6.7 hiervor). Hervorzuheben ist dabei namentlich der Umstand, dass sich in der medizinischen Aktenlage seit der Begutachtung im Janua r 2017 weder Hinweise für die Diagnose einer Depression noch eine andere, die Arbeit sfähigkeit beeinflussende psychiatri- sche Diagnose finden. Wie der Beschwerdeführer in seiner Beschwerde sodann selbst aner- kannt, äussert sich Dr. H.____ in ihrem Bericht nicht zur Arbeits(un)fähigkeit in einer angepass- ten Tätigkeit. Auch diesbezüglich angekündigte ergänzende Berichte wurden bisher nicht nach- gereicht. 8. Nach dem Gesagten kann hinsichtlich der Beurteilung d er gesundheitlichen Verhältnis- se sowie der zumutbaren Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers vollumfänglich auf die Ergeb- nisse des überzeugenden bidisziplinären Gutachtens der Dres. B.____ und C.____ vom 2. bzw. 10. Januar 2017 abgestellt werden. Auf die vom Beschwe rdeführer beantragten zusätzlichen medizinischen Abklärungen kann verzichtet werden. Gelangt das Gericht bei pflichtgemässer Beweiswürdigung zur Überzeugung, dass die vorhandenen Un terlagen ein zuverlässiges Bild des relevanten Sachverhalts ergeben und dieser demnach hinreichend abgeklärt ist, kann auf weitere Abklärungen verzichtet werden. Eine solche anti zipierte Beweiswürdigung ist nach kon- stanter bundesgerichtlicher Rechtsprechung zulässig (vgl. B GE 131 I 153 E. 3, 126 V 130 E. 2a, 124 V 90 E. 4b, 122 V 157 E. 1d, 119 V 335 E. 3c in fine mit Hinweisen). Seite 12 http://www.bl.ch/kantonsgericht 9.1 Zu prüfen bleiben die erwerblichen Auswirkungen de r gesundheitlichen Beeinträchti- gung. Wie bereits weiter oben ausgeführt (vgl. E. 4 hiervor), ist gemäss Art. 16 ATSG der Inva- liditätsgrad bei erwerbstätigen Versicherten aufgrun d eines Einkommensvergleichs zu bestim- men. Dabei ist in zeitlicher Hinsicht grundsätzlich auf die Gegebenheiten im Zeitpunkt des frü- hestmöglichen Rentenbeginns abzustellen (BGE 129 V 222 , 128 V 174). Wie aus dem Darge- legten erhellt (vgl. E. 7.1 hiervor), bestand beim Besc hwerdeführer zu diesem Zeitpunkt unter Berücksichtigung des formulierten Zumutbarkeitsprofils in einer leidensadaptierten Tätigkeit eine vollschichtige Arbeitsfähigkeit. 9.2.1 Für die Ermittlung des Einkommens, welches die ve rsicherte Person ohne Invalidität erzielen könnte (Valideneinkommen), ist entscheidend, was sie im massgebenden Zeitpunkt auf Grund ihrer beruflichen Fähigkeiten und persönlichen Um stände nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit als Gesunde tatsächlich verdient hätte. Da nach empirischer Feststellung in der Regel die bisherige Tätigkeit im G esundheitsfall weitergeführt worden wäre, ist Anknüpfungspunkt für die Bestimmung des Valideneink ommens grundsätzlich der letzte vor Eintritt der Gesundheitsschädigung erzielte, nötigenfa lls der Teuerung und der realen Einkom- mensentwicklung angepasste Verdienst ( BGE 139 V 28 E. 3.3.2). Die Einkommensermittlung hat so konkret wie möglich zu erfolgen. 9.2.2 Die Beschwerdegegnerin ermittelte das Validenei nkommen zugunsten des Versicher- ten in Anwendung der Tabelle TA17, Sektor Fachkräfte Land und Forstwirtschaft, Spalte Män- ner, der LSE 2014. Bei einem monatlichen Einkommen von Fr. 5'200.-- errechnete sie im Zeit- punkt des frühestmöglichen Rentenbeginns ein Validenei nkommen von Fr. 65'052.-- bzw. nach Anpassung des Betrags an die Nominallohnentwicklung (Ta bellen BFS T1.1.10, jeweils Nomi- nallohnindex Männer, 2011-2015) für das Jahr 2015 (0. 6%) ein solches von 65'247.-- und für das Jahr 2017 (0.4%) ein solches von 65'901.--. Diesb ezüglich gilt es lediglich anzumerken, dass die Beschwerdegegnerin fälschlicherweise das Total al ler Männer veranschlagt hat. Im Fall des 1972 geborenen Versicherten sind vielmehr die Durchschnittslöhne der Alterskategorie "30 - 49 Jahre" massgebend und ein monatliches Einkommen von Fr. 5'520.-- heranzuziehen. Entsprechend resultiert ein Valideneinkommen von Fr. 69'055.-- bzw. für das Jahr 2015 ein sol- ches von Fr. 69'262.-- und für das Jahr 2017 ein solches von Fr. 69'957.--, was jedoch keine rentenrelevanten Auswirkungen zeitigt (vgl. E. 9.4 hiernach). 9.3.1 Für die Festsetzung des Invalideneinkommens ist prim är von der beruflich- erwerblichen Situation auszugehen, in welcher die versich erte Person konkret steht. Übt sie nach Eintritt der Invalidität eine Erwerbstätigkeit a us, bei der − kumulativ − besonders stabile Arbeitsverhältnisse gegeben sind und anzunehmen ist, da ss sie die ihr verbleibende Arbeitsfä- higkeit in zumutbarer Weise voll ausschöpft, und erscheint zudem das Einkommen aus der Ar- beitsleistung als angemessen und nicht als Soziallohn, gi lt grundsätzlich der tatsächlich erzielte Verdienst als Invalidenlohn. Ist kein solches tatsächlich er zieltes Erwerbseinkommen gegeben, namentlich weil die versicherte Person nach Eintritt d es Gesundheitsschadens keine oder je- denfalls keine ihr an sich zumutbare neue Erwerbstätigk eit aufgenommen hat, so können ins- besondere Tabellenlöhne gemäss den vom Bundesamt für S tatistik periodisch herausgegebe- nen Lohnstrukturerhebungen herangezogen werden (BGE 139 V 592 E. 2.3 mit Hinweis). Seite 13 http://www.bl.ch/kantonsgericht 9.3.2 Ausgehend von einer vollschichtigen Arbeitsfähig keit in einer leidensadaptierten Tätig- keit hat die Beschwerdegegnerin gestützt auf die Tabelle TA1, Privater Sektor Total, Kompe- tenzniveau 1, Spalte Männer, der LSE 2014, für das Ja hr 2014 ein Invalideneinkommen von Fr. 66’453.-- und unter Berücksichtigung der Nominallohnentwicklung für das Jahr 2015 ein sol- ches von Fr. 66'652.-- errechnet. Für den Zeitraum ab 2 017 ermittelte die Beschwerdegegnerin das Invalideneinkommen neu anhand der LSE 2016, Tabe lle TA1, Privater Sektor Total, Kom- petenzniveau 1, Spalte Männer, und einem monatlichen Einkommen von Fr. 5'340.--. Nach An- passung dieses Betrags an die Nominallohnentwicklung (0 .4%) (Tabellen BFS T1.1.10, Nomi- nallohnindex Männer, 2017) resultierte ein Invalidenei nkommen von Fr. 67'071.--. Die massge- benden Berechnungsgrundlagen des Invalideneinkommens sind nicht zu beanstanden. Wie die Beschwerdegegnerin hierzu zutreffend erkannte, ist der Betrieb des Versicherten seit 2013 in- aktiv (vgl. Abklärungsbericht Selbstständigerwerbende, IV- act. 153; ferner: https://www.zefix.ch/XXX, zuletzt besucht am 13. Oktober 2 021). Die Durchführung eines Betä- tigungsvergleichs erweist sich demnach entgegen dem Dafü rhalten des Beschwerdeführers als obsolet. 9.4 Unter Berücksichtigung des vorstehend Ausgeführten erg ibt sich im Zeitpunkt ab 1. Oktober 2014 bei einem Valideneinkommen in der Hö he von Fr. 69'055.-- und einem Invali- deneinkommen von Fr. 66’453.-- ein Invaliditätsgrad von gerundet 4% und damit kein Renten- anspruch. Hinsichtlich der darauffolgenden Zeiträume F ebruar bis September 2015, November 2017 bis Februar 2018 und April 2019 bis Februar 2020, in deren Rahmen die Beschwerdegeg- nerin eine behandlungsbedingte, vollständige Arbeitsun fähigkeit anerkannte, kann ohne Weite- res festgehalten werden, dass jeweils Anspruch auf eine ganze Rente besteht. Für die Zeit ab März 2020 ergibt sich unter Berücksichtigung der sich gegenü berstehenden Vergleichsein- kommen von Fr. 69'957.-- und Fr. 67'071-- und einem daraus resultierenden Invaliditätsgrad von 4% kein Anspruch mehr auf eine Invalidenrente. In d iesem Zusammenhang gilt es nun al- lerdings die Bestimmungen nach Art. 88 ff. IVV zu ber ücksichtigen. Eine Verschlechterung der Erwerbsfähigkeit ist zu berücksichtigen, sobald sie ohne wesentliche Unterbrechung drei Mona- te gedauert hat (Art. 88a Abs. 2 IVV). Bei einer Verbesserung der Erwerbsfähigkeit wiederum ist die anspruchsbeeinflussende Änderung für die Herabsetzung oder Aufhebung der Leistung von dem Zeitpunkt an zu berücksichtigen, in welchem angenomm en werden kann, dass sie voraus- sichtlich längere Zeit dauern wird. Sie ist ebenso in jedem Fall zu berücksichtigen, nachdem sie ohne wesentliche Unterbrechung drei Monate angedauer t hat und voraussichtlich weiter an- dauern wird (vgl. Art. 88a Abs. 1 IVV). Mit Blick auf die Karenzfristen nach Art. 88a Abs. 1 und 2 IVV hat die IV-Stelle in ihrer Verfügung die ganze Rente zu Recht jeweils vom 1. Februar bis 31. Dezember 2015, vom 1. November 2017 bis 31. Mai 2018 und vom 1. April 2019 bis 31. Mai 2020 befristet. 10. Nach dem Gesagten ist die angefochtene Verfügung der IV-Stelle vom 11. Februar 2021 nicht zu beanstanden und die dagegen erhobene Beschwerde ist abzuweisen. 11.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1 bis IVG ist das Beschwerdeverfahren bei Streitigkeiten um di e Bewilligung oder die Verweigerung von IV-Leistungen vor dem kantonalen Versicherungsgericht kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem Verfahrensau fwand und unabhängig vom Streit- Seite 14 http://www.bl.ch/kantonsgericht wert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 1'000.-- festge legt. Bei Fällen wie dem vorliegenden, in denen ein durchschnittlicher Verfahrensaufwand entstan den ist, setzt das Gericht die Verfah- renskosten in Berücksichtigung des bundesrechtlichen Kostenrahmens einheitlich auf Fr. 800.-- fest. Nach § 20 Abs. 3 VPO werden die Verfahrenskosten in der Regel der unterliegenden Par- tei in angemessenem Ausmass auferlegt. Vorliegend unte rliegt der Beschwerdeführer, weshalb ihm die Verfahrenskosten aufzuerlegen sind. Ihm ist all erdings mit verfahrensleitender Verfü- gung vom 18. März 2021 die unentgeltliche Prozessführu ng bewilligt worden, weshalb die Ver- fahrenskosten zu Lasten der Gerichtskasse gehen. 11.2 Dem Ausgang des Verfahrens entsprechend wird keine Parteientschädigung ausge- richtet. Da dem Beschwerdeführer mit prozessleitender Verfügung vom 18. März 2021 auch die unentgeltliche Verbeiständung mit seiner Rechtsvertret erin bewilligt worden ist, hat deren Ent- schädigung aus der Gerichtskasse zu erfolgen. Gemäss § 3 Ab s. 2 der Tarifordnung für die Anwältinnen und Anwälte vom 17. November 2003 beträgt das Honorar bei unentgeltlicher Ver- beiständung Fr. 200.-- pro Stunde. Der Honorarnote v om 11. August 2021 zufolge beläuft sich der geltend gemachte Aufwand von Advokatin Dr. Guth auf insgesamt 11 Stunden und 22 Minu- ten, was sich angesichts der sich stellenden Sachverhalts- u nd Rechtsfragen als angemessen erweist. Ebenfalls nicht zu beanstanden sind die gelten d gemachten Auslagen im Umfang von insgesamt Fr. 15.--. Ihr ist deshalb ein Honorar in de r Höhe von Fr. 2'475.45 (11 Stunden und 22 Minuten à Fr. 200.-- zuzüglich Spesen und Auslagen v on Fr. 15.-- sowie 7.7% Mehrwert- steuer) aus der Gerichtskasse auszurichten. Der Beschwerdeführer wird jedoch ausdrücklich auf § 53a Abs. 1 des Gesetzes über die Orga- nisation der Gerichte (GOG) vom 22. Februar 2001 aufm erksam gemacht, wonach eine Partei, der die unentgeltliche Rechtspflege gewährt wurde, zu r Nachzahlung verpflichtet ist, sobald sie dazu in der Lage ist. Seite 15 http://www.bl.ch/kantonsgericht Demgemäss wird e r k a n n t : ://: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 2. Die Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 800.-- w erden dem Be- schwerdeführer auferlegt. Zufolge Bewilligung der unentgeltlichen Prozessführun g werden die Verfahrenskosten vorläufig auf die Gerichtskasse genommen. 3. Es wird keine Parteientschädigung ausgerichtet. Zufolge Bewilligung der unentgeltlichen Verbeiständu ng wird der Rechtsvertreterin des Beschwerdeführers ein Honorar in der Höhe von Fr. 2'475.45 (inkl. Auslagen und 7,7% Mehrwertsteuer) ausgerichtet.