Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche- rungsrecht vom 1. Oktober 2015 (720 15 208 / 253) ____________________________________________________________________ Invalidenversicherung Rückweisung an die IV-Stelle zu weiteren Sachverhaltsabklärungen Besetzung Vizepräsident Christof Enderle, Kantonsri chter Dieter Freiburghaus, Kantonsrichter Yves Thommen, Gerichtsschreiber Markus Schäfer Parteien A.____, Beschwerdeführerin, vertreten durc h Dominik Zehntner, Advokat, Spalenberg 20, Postfach 1460, 4001 Basel gegen IV -Stelle Basel -Landschaft , Hauptstrasse 109 , 4102 Binningen , Beschwerdegegnerin Betreff IV-Rente A. Die 1959 geborene, zuletzt von Juli 1999 bis Jan uar 2003 im Rahmen eines Teilzeit- pensums als Damenschneiderin bei der B.____ AG ange stellt gewesene A.____ hatte sich im Oktober 2005 unter Hinweis auf ein seit Jahren best ehendes Rheumaleiden bei der Eidgenös- sischen Invalidenversicherung (IV) zum Bezug von Le istungen angemeldet. Nach Abklärung der gesundheitlichen, der erwerblichen und der haus wirtschaftlichen Verhältnisse ermittelte die IV-Stelle Basel-Landschaft bei der Versicherten in Anwendung der gemischten Bemessungs- methode - mit Anteilen von 80 % an Erwerbs- und von 20 % an Haushaltstätigkeit - einen Inva- Seite 2 http://www.bl.ch/kantonsgericht liditätsgrad von 35 %. Gestützt auf dieses Ergebnis lehn te die IV-Stelle mit Verfügung vom 29. April 2009 einen Anspruch der Versicherten auf ein e IV-Rente ab. Eine von A.____, vertre- ten durch Advokatin Raffaella Biaggi, hiergegen beim Kantonsgericht, Abteilung Sozialversiche- rungsrecht (Kantonsgericht), erhobene Beschwerde hiess die ses mit Urteil vom 27. Januar 2010 (Verfahren 720 09 163 / 28) in dem Sinne gut, als es die angefochtene Verfügung a ufhob und die Angelegenheit zur weiteren Abklärung im Sinne der Erwägungen und zum Erlass einer neuen Verfügung an die IV-Stelle zurückwies. In Nachachtung dieses Urteils gab die IV-Stelle bei de r Begutachtungsstelle C.____ ein poly- disziplinäres Gutachten in Auftrag, welches am 17. Mai 2 011 erstattet wurde. Gestützt auf des- sen Ergebnisse und nach Vornahme einer erneuten Haush altabklärung ermittelte die IV-Stelle bei der Versicherten - wiederum in Anwendung der gem ischten Bemessungsmethode - nun- mehr folgende Invaliditätsgrade: Ab 1. Oktober 2005: 20 %, ab 1. Mai 2007: 38 %, ab 1. Januar 2011: 35 %, ab 6. Februar 2013: 81 % und ab 1. Sept ember 2014: 35 %. Gestützt auf diese Ergebnisse sprach die IV-Stelle A.____ mit Verfügung v om 11. Mai 2015 für den Zeitraum vom 1. Februar 2013 bis 30. November 2014 eine befristete ganze IV-Rente zu. Gleichzeitig lehnte sie einen weiteren Rentenanspruch ab 1. Dezember 2014 ab. B. Gegen diese Verfügung erhob A.____, nunmehr vertre ten durch Advokat Dominik Zehntner, am 10. Juni 2015 Beschwerde beim Kantonsge richt. Darin beantragte sie, es sei die angefochtene Verfügung dahingehend abzuändern, als ihr ab dem 1. Mai 2007 eine unbefriste- te ganze IV-Rente zugesprochen werde. Überdies seien ih r die unentgeltliche Prozessführung und die unentgeltliche Verbeiständung mit ihrem Recht svertreter zu bewilligen; unter o/e- Kostenfolge. Mit Schreiben vom 3. Juli 2015 zog die B eschwerdeführerin den letztgenannten Antrag um Bewilligung der unentgeltlichen Prozessführun g und der unentgeltlichen Verbeistän- dung wieder zurück. C. Mit Eingabe vom 11. August 2015 teilte die IV-Stel le dem Kantonsgericht mit, dass sie mit einer gleichentags erlassenen neuen Verfügung die angefochtene Verfügung vom 11. Mai 2015 „zwecks weiterer Abklärungen des medizinischen Sachverha lts durch die IV-Stelle“ auf- gehoben habe. Sie beantragte dem Gericht deshalb, „d as Beschwerdeverfahren sei zufolge Gegenstandslosigkeit als erledigt von der Kontrolle abzuschreiben.“ D. In seiner prozessleitenden Verfügung vom 12. August 2 015 hielt der Instruktionsrichter fest, dass das Beschwerdeverfahren entgegen dem Antrag d er IV-Stelle nicht ohne Weiteres zufolge Wiedererwägung lite pendente abgeschrieben we rden könne. Wenn - wie im vorliegen- den Fall - eine leistungszusprechende Verfügung angefoch ten sei, müsse der Beschwerdefüh- rerin vor einer Aufhebung der Verfügung zwecks weiterer Abklärungen durch die Verwaltung Gelegenheit zum Rückzug der Beschwerde gegeben werden. Der Instruktionsrichter forderte die Beschwerdeführerin deshalb auf, dem Kantonsgericht m itzuteilen, ob sie die Beschwerde vom 10. Juni 2015 zurückziehe oder ob sie an dieser festh alte. Was die Begründung dieser Vorgehensweise betrifft, kann an dieser Stelle vollumfänglich auf die entsprechenden Erwägun- gen des Instruktionsrichters in der Verfügung vom 12. August 2015 verwiesen werden. Seite 3 http://www.bl.ch/kantonsgericht E. Nachdem die Beschwerdeführerin mit Schreiben vom 26 . August 2015 mitgeteilt hatte, dass sie an der Beschwerde festhalte, wurde die Angelege nheit am 7. September 2015 dem Kantonsgericht zur Beurteilung überwiesen. Das Kantonsgericht zieht i n E r w ä g u n g : 1. Gemäss Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes üb er die Invalidenversicherung (IVG) vom 19. Juni 1959 können Verfügungen der kantonalen IV -Stellen direkt vor dem Versiche- rungsgericht am Ort der IV-Stelle angefochten werde n. Anfechtungsobjekt des vorliegenden Verfahrens bildet eine Verfügung der IV-Stelle Basel-Landschaft, sodass die örtliche Zuständig- keit des Kantonsgerichts Basel-Landschaft zu bejahen ist. La ut § 54 Abs. 1 lit. b des Gesetzes über die Verfassungs- und Verwaltungsprozessordnung (VPO ) vom 16. Dezember 1993 beur- teilt das Kantonsgericht als Versicherungsgericht als ein zige gerichtliche Instanz des Kantons Beschwerden gegen Verfügungen der kantonalen IV-Stell e. Es ist somit auch sachlich zur Be- handlung der vorliegenden Beschwerde zuständig. Auf die - im Übrigen frist- und formgerecht erhobene - Beschwerde der Versicherten vom 10. Juni 2015 ist demnach einzutreten. 2.1 Anspruch auf eine Rente haben nach Art. 28 Abs. 1 IVG Versicherte, die ihre Erwerbs- fähigkeit oder ihre Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Ein- gliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können (lit. a), während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittli ch mindestens 40 % arbeitsunfähig gewesen sind (lit. b) und nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid sind (lit. c). 2.2 Nach Art. 6 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungs- rechts (ATSG) vom 6. Oktober 2000 ist die Arbeitsunfähig keit die durch eine Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit be dingte, volle oder teilweise Unfä- higkeit, im bisherigen Beruf oder Aufgabenbereich zumut bare Arbeit zu leisten (Satz 1). Bei langer Dauer wird auch die zumutbare Tätigkeit in e inem andern Beruf oder Aufgabenbereich berücksichtigt (Satz 2). Diese Legaldefinition stimmt i m Wesentlichen mit dem Begriff der Ar- beitsunfähigkeit überein, wie ihn die Rechtspraxis vor dem Inkrafttreten des ATSG entwickelt hatte (vgl. etwa BGE 129 V 53 E. 1.1 in fine mit Hi nweisen). Die bis zum 31. Dezember 2002 ergangene diesbezügliche Rechtsprechung des damaligen Eidgenössischen Versicherungsge- richts (EVG; heute: Bundesgericht, sozialrechtliche Abtei lungen) bleibt folglich weitestgehend anwendbar (BGE 130 V 345 E. 3.1.1). 2.3 Als Invalidität gilt nach Art. 8 ATSG die voraussicht lich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit. Sie k ann im IV-Bereich Folge von Geburts- gebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1 IV G). Unter Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommende n allgemeinen Arbeitsmarkt zu ver- stehen (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des V orliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind nach dem im Rahmen der 5. IV-Revision am 1. Januar 200 8 in Kraft gesetzten Art. 7 Abs. 2 Seite 4 http://www.bl.ch/kantonsgericht ATSG ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beein trächtigung zu berücksichtigen (Satz 1). Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht über- windbar ist (Satz 2). 2.4 Die Annahme einer allenfalls invalidisierenden psyc hischen Gesundheitsbeeinträchti- gung setzt eine fachärztlich (psychiatrisch) gestellte Dia gnose nach einem wissenschaftlich an- erkannten Klassifikationssystem voraus (BGE 131 V 50 E. 1.2, 130 V 398 ff. E. 5.3 und E. 6). Zu betonen ist, dass im Kontext der rentenmässig abzuge ltenden psychischen Leiden belas- tenden psychosozialen Faktoren sowie soziokulturellen Umstän den kein Krankheitswert zu- kommt. Ein invalidisierender Gesundheitsschaden im Sinne von Art. 8 ATSG in Verbindung mit Art. 4 Abs. 1 IVG setzt in jedem Fall ein medizinisches Substrat voraus, das die Arbeits- und Erwerbsfähigkeit wesentlich beeinträchtigt. Ist eine psych ische Störung von Krankheitswert schlüssig erstellt, kommt der weiteren Frage zentrale Bedeutung zu, ob und inwiefern, allenfalls bei geeigneter therapeutischer Behandlung, von der versi cherten Person trotz des Leidens wil- lensmässig erwartet werden kann, zu arbeiten und einem E rwerb nachzugehen (BGE 127 V 299 E. 5a mit Hinweisen). Zur Annahme einer d urch eine psychische Gesundheitsbeein- trächtigung verursachten Erwerbsunfähigkeit genügt es al so nicht, dass die versicherte Person nicht hinreichend erwerbstätig ist; entscheidend ist vielm ehr, ob anzunehmen ist, die Verwer- tung der Arbeitsfähigkeit sei ihr sozial-praktisch nicht mehr zumutbar oder - als alternative Vo- raussetzung - sogar für die Gesellschaft untragbar (BGE 1 02 V 165; vgl. auch BGE 127 V 298 E. 4c in fine). 3.1 Nach Art. 28 Abs. 2 IVG wird die Rente nach dem Gr ad der Invalidität wie folgt abge- stuft: Die versicherte Person hat Anspruch auf eine ga nze Rente, wenn sie zu mindestens 70 %, auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie zu mindestens 60 %, auf eine halbe Rente, wenn sie zu mindestens 50 % und auf eine Viertelsrente, wenn sie zu mindestens 40 % invalid ist. 3.2 Für die Bemessung der Invalidität von erwerbstätige n Versicherten ist Art. 16 ATSG anwendbar (Art. 28a Abs. 1 IVG). Danach wird für die Bestimmung des Invaliditätsgrades das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchfüh- rung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eing liederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (Invalideneinkom- men), in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (Valideneinkommen). Der Einkomm ensvergleich hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die beiden hypothetischen Erwerbseinkommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und einander gegenübergestellt werde n. Aus der Einkommensdifferenz lässt sich der Invaliditätsgrad bestimmen (allgemeine Methode des Einkommensvergleichs; BGE 128 V 30 E. 1). 3.3 Bei nichterwerbstätigen Versicherten, die im Aufgab enbereich (z.B. Haushalt) tätig sind und denen die Aufnahme einer Erwerbstätigkeit nicht z ugemutet werden kann, wird für die Be- messung der Invalidität in Abweichung von Art. 16 ATSG darauf abgestellt, in welchem Masse sie unfähig sind, sich im Aufgabenbereich zu betätigen (B etätigungsvergleich; Art. 28a Abs. 2 IVG). Seite 5 http://www.bl.ch/kantonsgericht 3.4 Bei Versicherten, die nur zum Teil erwerbstätig sind oder die unentgeltlich im Betrieb des Ehegatten oder der Ehegattin mitarbeiten, wird f ür diesen Teil die Invalidität nach Art. 16 ATSG festgelegt. Waren sie daneben auch im Aufgabenbe reich tätig, so wird die Invalidität für diese Tätigkeit nach Art. 28a Abs. 2 IVG festgelegt. In diesem Fall sind der Anteil der Erwerbs- tätigkeit oder der unentgeltlichen Mitarbeit im Betrieb des Ehegatten oder der Ehegattin und der Anteil der Tätigkeit im Aufgabenbereich festzulegen un d der Invaliditätsgrad in beiden Berei- chen zu bemessen (gemischte Methode der Invaliditätsbemessung; Art. 28a Abs. 3 IVG). Ist bei diesen Versicherten anzunehmen, dass sie im Zeitpunkt de r Prüfung des Rentenanspruchs ohne Gesundheitsschaden ganztägig erwerbstätig wären, so ist die Invaliditätsbemessung aus- schliesslich nach den Grundsätzen für Erwerbstätige zu beme ssen (Art. 27 bis der Verordnung über die Invalidenversicherung [IVV] vom 17. Januar 1961). 4.1 Ob eine versicherte Person als ganztägig oder zeitw eilig erwerbstätig oder als nichter- werbstätig einzustufen ist, ergibt sich aus der Prüfung, was sie bei im Übrigen unveränderten Umständen täte, wenn keine gesundheitliche Beeinträcht igung bestünde. Entscheidend ist so- mit nicht, welches Ausmass der Erwerbstätigkeit der versiche rten Person im Gesundheitsfall zugemutet werden könnte, sondern in welchem Pensum sie hypothetisch erwerbstätig wäre (BGE 133 V 507 E. 3.3 mit Hinweisen; Urteil H. des Bu ndesgerichts vom 17. Juli 2012, 9C_335/2012, E. 3.1). Bei im Haushalt tätigen Versiche rten im Besonderen sind die persönli- chen, familiären, sozialen und erwerblichen Verhältniss e ebenso wie allfällige Erziehungs- und Betreuungsaufgaben gegenüber Kindern, das Alter, die beruflichen Fähigkeiten und die Ausbil- dung sowie die persönlichen Neigungen und Begabunge n zu berücksichtigen. Die Statusfrage beurteilt sich praxisgemäss nach den Verhältnissen, wie sie sich bis zum Erlass der Verfügung (hier: 11. Mai 2015) entwickelt haben, wobei für die hypothetische Annahme einer im Gesund- heitsfall ausgeübten (Teil-) Erwerbstätigkeit der im Sozialversicherungsrecht übliche Beweis- grad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit erforderlich ist (BGE 137 V 338 E. 3.2, 125 V 150 E. 2c, je mit Hinweisen). 4.2 In der angefochtenen Verfügung vom 11. Mai 2015 h at die IV-Stelle den Invaliditäts- grad der Versicherten nach der gemischten Methode bemessen , wobei sie ab 1. Oktober 2005 von je hälftigen Anteilen von 50 % an Erwerbs- und an Haushalttätigkeit und ab 1. Mai 2007 von einem Anteil von 80 % an Erwerbstätigkeit und einem s olchen von 20 % an Haushalttätigkeit ausgegangen ist. Diese Methodenwahl wird von der Ve rsicherten in ihrer Beschwerde explizit beanstandet. Sie macht geltend, dass sie im Gesundheits fall nach ihrer Scheidung aus finanzi- ellen Gründen wieder zu 100 % einer Erwerbstätigkeit hätte nachgehen müssen, was ihr nach dem Erreichen eines angemessenen Alters ihrer Kinder a uch möglich gewesen wäre. Somit habe die Invaliditätsbemessung in ihrem aber Fall nicht in Anwendung der gemischten Metho- de, sondern nach der allgemeinen Methode des Einkommensvergleichs zu erfolgen. 4.3 Da die IV-Stelle - wie eingangs geschildert - im R ahmen des vorliegenden Beschwer- deverfahrens keine materielle Vernehmlassung eingereich t, sondern noch vor diesem Schritt die angefochtene Verfügung in Wiedererwägung gezogen und die Abschreibung des Verfah- rens beantragt hat, hat sie inhaltlich nicht zu den einz elnen Rügen der Versicherten Stellung Seite 6 http://www.bl.ch/kantonsgericht genommen. Somit hat sie sich insbesondere auch nicht mit d eren Vorbringen betreffend die anwendbare Bemessungsmethode auseinandergesetzt. Mangels Vorliegens einer solchen ma- teriellen Stellungnahme der Verwaltung kommt eine ab schliessende Beurteilung der strittigen Statusfrage im vorliegenden Beschwerdeverfahren nicht i n Betracht. Die Angelegenheit ist je- doch - wie im Folgenden zu zeigen sein wird - ohnehi n zur weiteren Abklärung und zur Neuver- fügung an die IV-Stelle zurückzuwiesen. Die IV-Stelle wird sich deshalb im Rahmen der Neube- urteilung des Rentenanspruchs der Versicherten nochmals einlässlich mit deren Vorbringen zur anwendbaren Methode der Invaliditätsbemessung befassen müssen. Anschliessend wird sie in Kenntnis der Argumente der Versicherten (erneut) über die strittige Frage zu befinden haben. 5. Ausgangspunkt der Ermittlung des Invaliditätsgrade s im Erwerbsbereich bildet die Fra- ge, in welchem Ausmass die versicherte Person aufgrund ihre r gesundheitlichen Beeinträchti- gungen arbeitsunfähig ist. 5.1 Bei der Feststellung des Gesundheitszustandes und de r Beurteilung der Arbeitsfähig- keit der versicherten Person ist die Verwaltung (und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unter- lagen angewiesen, die ärztliche und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versi- cherte Person arbeitsunfähig ist. Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grund- lage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsle istungen der versicherten Person noch zu- gemutet werden können (BGE 132 V 99 E. 4 mit weiteren Hinweisen). 5.2 Das Gericht hat die medizinischen Unterlagen nach de m für den Sozialversicherungs- prozess gültigen Grundsatz der freien Beweiswürdigung ( vgl. Art. 61 lit. c ATSG) - wie alle an- deren Beweismittel - frei, d.h. ohne Bindung an förm liche Beweisregeln, sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen. Dies bedeutet, dass das Sozialversicherungsgericht alle Beweismit- tel, unabhängig, von wem sie stammen, objektiv zu prüfe n und danach zu entscheiden hat, ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilun g des streitigen Rechtsanspruchs ge- statten. Insbesondere darf es bei einander widerspreche nden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzu- geben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt. Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist demnach entscheidend , ob dieser für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen be ruht, auch die geklagten Beschwer- den berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darle- gung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurte ilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen der Expertin oder des Experten begründet sind (BGE 134 V 232 E. 5.1; 125 V 352 E. 3a, 122 V 160 E. 1c). 6.1 Nach ständiger Rechtsprechung hat das Sozialversicheru ngsgericht die Gesetzmäs- sigkeit der Verwaltungsverfügungen in der Regel nach dem Sachverhalt zu beurteilen hat, wie er im Zeitpunkt des Verfügungserlasses vorgelegen hat (BGE 130 V 140 E. 2.1, 121 V 366 E. 1b mit Hinweisen). Daraus folgt, dass für die Beurt eilung der vorliegenden Beschwerde Seite 7 http://www.bl.ch/kantonsgericht grundsätzlich der (medizinische) Sachverhalt massgebend ist, der am 11. Mai 2015, dem Zeit- punkt des Erlasses der angefochtenen Rentenverfügung der IV-Stelle, vorgelegen hat. 6.2 Die IV-Stelle stützte sich in der angefochtenen Ver fügung vom 11. Mai 2015 bei der Beurteilung des medizinischen Sachverhalts auf die Ergeb nisse des von ihr eingeholten poly- disziplinären Gutachtens der Begutachtungsstelle C.____ vom 17. Mai 2011. Darin wurden bei der Versicherten als Diagnosen mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit ein chronisch rezidi- vierendes, zervikoradikuläres Reiz- und sensomotorisches A usfallsyndrom C6 links (ICD-10 M53.1), ein chronisches lumbovertebrales und radikulär es Reizsyndrom L3 rechts (ICD-10 M54.5, M54.4), ein systemischer Lupus erythematodes (ED: ca . 1991), eine depressive Episo- de leichten bis mittleren Grades (ICD-10 F32.0, F32.1 ) und eine Persönlichkeitsänderung nach langdauernder Schmerzkrankheit, mehrheitlich somatisch bedingt (ICD-10 F62.8), erhoben. In Bezug auf die Arbeitsfähigkeit der Explorandin gelangten die Gutachter der Begutachtungsstelle C.____ im Rahmen ihrer interdisziplinären Gesamtbeurteilung zum Ergebnis, dass in der ange- stammten Tätigkeit als Damenschneiderin keine Arbeitsfä higkeit mehr bestehe. In einer lei- densangepassten Tätigkeit hingegen erachte man die Explor andin als zu 50 % arbeitsfähig, wobei die Versicherte eine solche Tätigkeit wechselbela stend sitzend oder stehend und ohne Notwendigkeit, längere Gehstrecken zurückzulegen, sollte au süben können. Zudem dürfe sie keine Tätigkeiten auf unebenem Grund beinhalten und Z wangshaltungen - vor allem des Kopfs - seien zu vermeiden. Ferner sei nur eine leichte Belast ung des Achsenorgans möglich und Überkopfarbeiten seien nicht durchführbar. Rechts könnt en Lasten bis 7 kg, über Schulterhöhe bis 5 kg zugemutet werden. Feinmotorische Arbeiten links seien nicht zumutbar. 6.3 In ihrer Beschwerde vom 10. Juni 2015 weist die V ersicherte darauf hin, dass sich ihr Gesundheitszustand im Zeitraum zwischen den im Oktober 201 0 erfolgten Untersuchungen durch die Gutachter der Begutachtungsstelle C.____ und dem Erlass der angefochtenen Verfü- gung vom 11. Mai 2015 in verschiedener Hinsicht verschlech tert habe. So sei sie in der Zwi- schenzeit an einem Mammakarzinom links erkrankt, was verschied ene operative Eingriffe zur Folge gehabt habe. Noch heute müsse sie deswegen zahlre iche Medikamente einnehmen und sie leide entsprechend unter deren Nebenwirkungen. Sod ann habe sich, wie ein Bericht des Spitals D.____ vom 10. September 2014 zeige, auch die Situation an ihrer Wirbelsäule seit der Begutachtung verschlechtert. Schliesslich habe durch all diese Leiden auch ihre psychische Belastung zugenommen. Somit schildere das Gutachten der Begutachtungsstelle C.____, auf welches die Beschwerdegegnerin abgestellt habe, nicht me hr ihre aktuelle gesundheitliche Si- tuation, dieses müsse vielmehr als „hoffnungslos“ veraltet bezeichnet werden. Dies bedeute, dass eine erneute gutachterliche Abklärung des medizinisc hen Sachverhalts erforderlich sei. Nach Erhalt der Beschwerde der Versicherten unterbreitet e die IV-Stelle diese ihrem Regiona- len Ärztlichen Dienst (RAD) zur Stellungnahme. In seiner Beurteilung vom 31. Juli 2015 hielt der RAD-Arzt Dr. med. E.____, Innere Medizin FMH, fest, es sei zu akzeptieren, dass seit den Un- tersuchungen zum polydisziplinären Gutachten der Begutach tungsstelle C.____ - neben dem Mammakarzinom - mehrere an sich wenig bedeutende interku rrente Ereignisse eingetreten sei- en, die den Gesundheitszustand verschlechtert haben könn ten. Der Versicherten sei deshalb beizupflichten, dass eine neue gesamtmedizinische Beurteil ung notwendig sei. Dementspre- Seite 8 http://www.bl.ch/kantonsgericht chend schlage er der IV-Stelle vor, ein polydisziplinäre s Gutachten mit den Disziplinen Innere Medizin, Psychiatrie, Rheumatologie, Neurologie und Onkologie in Auftrag zu geben. 6.4 Die vorstehenden Ausführungen zeigen, dass sich der m assgebende medizinische Sachverhalt im Zeitraum zwischen den im Oktober 2010 erf olgten Untersuchungen, auf denen das Gutachten der Begutachtungsstelle C.____ vom 17. M ai 2011 basiert, und dem Erlass der angefochtenen Verfügung vom 11. Mai 2015 in anspruchsre levanter Weise verändert haben könnte. Ob und gegebenenfalls im welchem Ausmass die im genannten Zeitraum eingetreten Ereignisse und Krankheitsentwicklungen die (Rest-) Arbeitsfähigkeit der Versicherten zusätzlich beeinträchtigt haben und nach wie vor beeinträchtige n, lässt sich gestützt auf die vorhandene medizinischen Aktenlage nicht abschliessend beurteilen. Die Abklärungsergebnisse aus dem Verwaltungsverfahren sind mit anderen Worten nicht ausre ichend beweiskräftig, der relevante medizinische Sachverhalt bedarf vielmehr weiterer Abklär ung. Dieser Einschätzung hat sich mittlerweilen auch die IV-Stelle vollumfänglich angesch lossen, geht sie doch in ihrer Eingabe vom 11. August 2015 gestützt auf die Beurteilung ihres RAD-Arztes Dr. E.____ ebenfalls davon aus, dass sie in dieser Angelegenheit weitere Abklärungen des medizinischen Sachverhalts vorzunehmen und ein neues polydisziplinäres Gutachten mit den Disziplinen Innere Medizin, Psychiatrie, Rheumatologie, Neurologie und Onkologie i n Auftrag zu geben haben wird. Dieser zutreffenden nachträglichen Beurteilung der IV-Stelle ist, zumal sich auch die Beschwerdeführe- rin dieser Betrachtungsweise nicht widersetzt, seitens des Kantonsgerichts grundsätzlich nichts mehr beizufügen. 7. Falls die IV-Stelle - nach erfolgter neuer gutacht erlicher Abklärung des medizinischen Sachverhalts - im Rahmen der Neubeurteilung des Renten anspruchs weiterhin der Auffassung sein wird, dass die Invalidität der Versicherten nach der gemischten Methode zu bemessen sei (vgl. dazu E. 4.3 hiervor), wird sie ihrem Abklärungsdie nst zur Ermittlung der aktuellen Ein- schränkung der Versicherten im Haushaltbereich zusätzlich e ine neue Haushaltabklärung vor Ort in Auftrag zu geben haben. 8. Gestützt auf die Ergebnisse ihrer zusätzlichen medizinisc hen - und allenfalls hauswirt- schaftlichen - Abklärungen wird die IV-Stelle über den Rentenanspruch der Versicherten neu zu befinden haben. Die vorliegende Beschwerde ist somit i n dem Sinne gutzuheissen, als die an- gefochtene Verfügung vom 11. Mai 2015 aufzuheben und die Angelegenheit zur weiteren Ab- klärung im Sinne der Erwägungen und zum Erlass einer neuen Verfügung an die IV-Stelle Ba- sel-Landschaft zurückzuweisen ist. 9.1 Beim Entscheid über die Verlegung der Verfahrens- und der Parteikosten ist grund- sätzlich auf den Prozessausgang abzustellen. Hebt das Kanto nsgericht eine bei ihm angefoch- tene Verfügung auf und weist es die Angelegenheit z um weiteren Vorgehen im Sinne der Er- wägungen und zum Erlass einer neuen Verfügung an die IV-Stelle zurück, so gilt in prozessua- ler Hinsicht die Beschwerde führende Partei als (vollständ ig) obsiegende und die IV-Stelle als unterliegende Partei (BGE 137 V 61 f. E. 2.1 und 2.2, BGE 132 V 235 E. 6.2, je mit Hinweisen). Seite 9 http://www.bl.ch/kantonsgericht 9.2 Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG sind Streitigkeiten um die Bewilligung oder die Verwei- gerung von IV-Leistungen vor dem kantonalen Versicherungsgericht kostenpflichtig. Die Verfah- renskosten werden gestützt auf § 20 Abs. 3 des kantonale n Gesetzes über die Verfassungs- und Verwaltungsprozessordnung (VPO) vom 16. Dezember 1 993 in der Regel in angemesse- nem Ausmass der unterliegenden Partei auferlegt. In casu hätte deshalb die IV-Stelle als unter- liegende Partei grundsätzlich die Verfahrenskosten zu tr agen. In diesem Zusammenhang ist allerdings zu beachten, dass laut § 20 Abs. 3 Satz 3 VPO d en Vorinstanzen - vorbehältlich des hier nicht interessierenden § 20 Abs. 4 VPO - keine Verf ahrenskosten auferlegt werden. Dies hat zur Folge, dass für den vorliegenden Prozess keine Verfahrenskosten erhoben werden. Der Beschwerdeführerin ist der geleistete Kostenvorschuss zurückzuerstatten. 9.3 Laut Art. 61 lit. g ATSG hat die obsiegende Beschw erde führende Person Anspruch auf Ersatz der Parteikosten. Da die Beschwerdeführerin obsieg ende Partei ist, ist ihr eine Partei- entschädigung zu Lasten der IV-Stelle zuzusprechen. De r Rechtsvertreter der Beschwerdefüh- rerin hat in seiner Honorarnote vom 8. September 2015 für das vorliegende Verfahren einen Zeitaufwand von 8 Stunden und 55 Minuten geltend gemacht, was sich umfangmässig in Anbe- tracht der sich stellenden Sachverhalts- und Rechtsfrage n als angemessen erweist. Die Bemü- hungen sind zu dem in Sozialversicherungsprozessen praxisgem äss für durchschnittliche Fälle zur Anwendung gelangenden Stundenansatz von 250 Franken zu entschädigen. Nicht zu bean- standen sind sodann die in der Honorarnote ausgewiese nen Auslagen von Fr. 72.20. Der Be- schwerdeführerin ist deshalb eine Parteientschädigung in der Höhe von Fr. 2‘485.45 (8 Stunden und 55 Minuten à Fr. 250.- + Auslagen von Fr. 72.20 z uzüglich 8 % Mehrwertsteuer) zu Lasten der IV-Stelle zuzusprechen. 10.1 Gemäss Art. 90 des Bundesgesetzes über das Bundesge richt (BGG) vom 17. Juni 2005 ist die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angel egenheiten an das Bundesgericht zuläs- sig gegen Entscheide, die das Verfahren abschliessen. Sel bständig eröffnete Zwischenent- scheide sind - mit Ausnahme der Zwischenentscheide über d ie Zuständigkeit und über Aus- standsbegehren (vgl. Art. 92 BGG) - nur mit Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenhei- ten anfechtbar, wenn sie einen nicht wieder gutzumachenden Nachteil bewirken können (Art. 93 Abs. 1 lit. a BGG) oder wenn die Gutheissung der Beschw erde sofort einen Endentscheid her- beiführen und damit einen bedeutenden Aufwand an Ze it oder Kosten für ein weitläufiges Be- weisverfahren ersparen würde (Art. 93 Abs. 1 lit. b BG G). Nach der bundesgerichtlichen Recht- sprechung handelt es sich bei einem Rückweisungsentscheid an den Versicherungsträger zur Aktenergänzung und anschliessenden Neuverfügung nicht um einen Endentscheid, sondern um einen Zwischenentscheid im Sinne von Art. 93 Abs. 1 BGG. Dies gilt auch für einen Rückwei- sungsentscheid, mit dem eine materielle Teilfrage (z.B. eine von mehreren materiellrechtlichen Anspruchsvoraussetzungen) beantwortet wird (BGE 133 V 481 f. E. 4.2). 10.2 Beim vorliegenden Rückweisungsentscheid handelt es si ch somit um einen Zwischen- entscheid im Sinne des BGG. Demnach ist gegen ihn eine Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten an das Bundesgericht nur unter den i n Art. 93 Abs. 1 BGG genannten Vo- raussetzungen zulässig. Ob diese erfüllt sind, entscheidet d as Bundesgericht. Die nachstehen- de Rechtsmittelbelehrung erfolgt unter diesem ausdrücklichen Vorbehalt. Seite 10 http://www.bl.ch/kantonsgericht 10.3 Zu ergänzen bleibt, dass nach bundesgerichtlicher Praxis die in einem Rückweisungs- entscheid getroffene (Kosten- und) Entschädigungsregelun g - wie die Rückweisung im Haupt- punkt selbst - einen Zwischenentscheid (Art. 93 Abs. 1 BGG ) darstellt, der in der Regel keinen nicht wieder gutzumachenden Nachteil im Sinne von Art. 93 Abs. 1 lit. a BGG bewirkt und damit nicht selbstständig beim Bundesgericht angefochten werden kann. Ihre Anfechtung ist erst mit Beschwerde gegen den Endentscheid möglich. Entscheidet d ie Instanz, an welche die Sache zurückgewiesen wurde, in der Hauptsache voll zu Gunsten d er Beschwerde führenden Person, so kann die Kosten- oder Entschädigungsregelung im Rückwei sungsentscheid direkt innerhalb der Frist des Art. 100 BGG ab Rechtskraft des Endentsche ids mit ordentlicher Beschwerde beim Bundesgericht angefochten werden (BGE 133 V 648 E. 2.2, bestätigt im Urteil K. des Bundesgerichts vom 30. Oktober 2008, 9C_567/2008, E. 2-4; vgl. auch Urteil K. des Bundesge- richts vom 19. Februar 2008, 9C_748/2007). Seite 11 http://www.bl.ch/kantonsgericht Demgemäss wird e r k a n n t : ://: 1. Die Beschwerde wird in dem Sinne gutgeheissen , als die angefochtene Verfügung der IV-Stelle Basel-Landschaft vom 11. Mai 20 15 aufgeho- ben und die Angelegenheit zur weiteren Abklärung im Sinne der Erwä- gungen und zum Erlass einer neuen Verfügung an die I V-Stelle Basel- Landschaft zurückgewiesen wird. 2. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. Der Beschwerdeführerin wird der geleistete Kostenvorschu ss in der Höhe von Fr. 600.-- zurückerstattet. 3. Die IV-Stelle Basel-Landschaft hat der Beschwerde führerin eine Par- teientschädigung in der Höhe von Fr. 2‘485.45 (inkl. Auslagen und 8 % Mehrwertsteuer) zu bezahlen. http://www.bl.ch/kantonsgericht