B u n d e s v e rw a l t u n g s g e r i ch t T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i f f éd é r a l T r i b u n a l e am m i n i s t r a t i vo f e d e r a l e T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i v fe d e r a l Abteilung V E-3911/2014 U r t e i l v o m 1 8 . S e p t e m b e r 2 0 1 4 Besetzung Einzelrichterin Regula Schenker Senn, mit Zustimmung von Richter François Badoud; Gerichtsschreiber Urs David. Parteien A._______, B._______, C._______, Bangladesh, alle vertreten durch Daniel Weber, Fürsprecher, Beschwerdeführerinnen, gegen Bundesamt für Migration (BFM), Quellenweg 6, 3003 Bern, Vorinstanz. Gegenstand Asyl und Wegweisung; Verfügung des BFM vom 10. Juni 2014 / N (…). E-3911/2014 Seite 2 Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest, dass die Beschwerdeführerinnen eigenen Angaben zufolge am 20. N o- vember 2013 in die Schweiz einreiste n und gleichentags im Empfangs- und Verfahrenszentrum (EVZ) Basel um Asyl nachsuchten, dass die erst - und zweit rubrizierten Beschwerdeführerinnen anlässlich der Befragungen zur Person (BzP) vom 2. Dezember 2013 im EVZ und der Anhörungen vom 28. März 2014 zu den Asylgründen – mit Rücküber- setzung des Protokolls der zweitrubrizierten Beschwerdeführerin am 28. Mai 2014 – im Wesentlichen Folgendes geltend machten, dass die erstrubrizierte Beschwerdeführerin (im Folgenden Beschwerd e- führerin) aus D._______ stamme, Muslimin sei und im Jahre 1995 illegal- erweise einen Hindu geheiratet habe, was den Unmut ihrer Familie auf sich gezogen habe, mit der Folge, dass sie im gl eichen Jahr nach E._______ umgezogen seien, ihr Ehemann – ein im dortigen Bazar e r- werbstätiger (…) – aber dennoch weiterhin von den männlichen Angehö- rigen ihrer Familie belästigt und insbesondere mehrmals geschlagen und einmal entführt worden sei, dass dieser sich deshalb alsbald beziehungsweise erst im Jahr ihrer Aus- reise von der Familie getrennt habe, nunmehr an einem unbekannten Ort lebe, sich nur einmal telefonisch gemeldet und aufgrund seiner Gefäh r- dungssituation schliesslich (gemäss Scheidungsunterlagen im […] 2013) die Scheidung eingereicht habe, dass die Mutter der Beschwerdeführerin den Beschwerdeführerinnen die Ausreise empfohlen, organisiert und finanziert habe, da die Mullahs bei einem weiteren Verbleib in Bangladesch den Mann und die Töchter der Beschwerdeführerin töten würden, dass die Töchter zudem nicht aus dem Haus hätten gehen können, an keine Schule zugelassen worden seien und die ältere im Februar bezie- hungsweise Oktober 2013 kurz nacheinander in E._______ beziehungs- weise in F._______ zwei Selbsttötungen mit Schlaftabletten versucht ha- be, dass die Einschaltung der Polizei erfolglos geblieben sei, weil diese eine Hilfeleistung aufgrund der illegalen Heirat verweigert habe, E-3911/2014 Seite 3 dass sich die Beschwerdeführerinnen deshalb zur Ausreise entschieden und diese im November 2013 – nach einem zuvor halbjährigen Aufenthalt in F._______ beziehungsweise G._______ – in Begleitung eines Schle p- pers und im Besitze von durch diesen besorgte n Reisepässen realisiert hätten, wobei sie auf dem Luftweg nach Marokko, auf dem Seeweg wei- ter nach Spanien und schliesslich – nach einem zwei- beziehungsweise rund elftägigen Aufenthalt dort – per Bus illegal in die Schweiz gelangt seien, dass die (seit dem 16. Mai 201 4 rechtsvertretenen) Beschwerdeführerin- nen trotz entsprechender Aufforderungen keine Identitätsdokumente ei n- reichten und solche auch nie besessen hätten , im Verlaufe des Verfa h- rens jedoch verschiedene Unterlagen in Kopie – darunter ihre Geburts- scheine, Heiratsurkunde und Scheidungspapiere vorlegten, dass das BFM die Asylgesuche mit Verfügung vom 10. Juni 2014 – eröff- net am 11. Juni 2014 – ablehnte und die Wegweisung de r Beschwerde- führerinnen sowie den Vollzug anordnete, wobei es feststellte, sie erfüll- ten die Flüchtlingseigenschaft nicht, weil die geltend gemachten Verfo l- gungsvorbringen den Anforderungen von Art. 7 AsylG (SR 142.31) an die Glaubhaftmachung eines Asyl begründenden Sachverhalts nicht genüg- ten, dass die von der Beschwerdeführerin geschilderten Probleme aufgrund ihres Mannes unsubstanziiert, widersprüchlich und vage ausgefallen se i- en, so hinsichtlich Anzahl, Dauer und Ereignisabläufe der gegenüber i h- rem Mann verübten Verfolgungshandlungen sowie betreffend das Hilfeer- suchen bei der Polizei, den letzten Kontakt zum Eh emann und die Ereig- nischronologie, dass auch die Aussagen der angehörten Tochter gänzlich oberflächlich und ausweichend geblieben seien und erhebliche Zweifel an ihrer Biogra- fie, insbesonder e an der behaupteten fehlenden Schulbildung und den dafür angeführten Gründen bestünden, dass daneben aus den Protokollen krass ungereimte Angaben zu Zeit und Ort der geltend gemachten Suizidversuche hervorgingen und die Vorbringen in wesentlichen Punkten trotz ausgiebig gebotener Schild e- rungsmöglichkeiten und mehrfachen Nachfragens substanzarm, ungenau und ausweichend geblieben seien, E-3911/2014 Seite 4 dass immerhin die geltend gemachte Heirat und Scheidung der B e- schwerdeführerin nicht gänzlich auszuschliessen seien, die da raus abge- leiteten Probleme nebst dem Erwähnten aber auch aus dem Grund u n- glaubhaft seien, weil gemäss dem abgegebenen Ehevertrag vom Brau t- vater eine Mitgift bezahlt worden sei und die hierzu abgegebene Erkl ä- rung der Beschwerdeführerin – ihr Ex -Mann sei daf ür aufgekommen – nicht überzeuge, dass im Weiteren der in den Geburtsscheinen vermerkte damalige Wohn- sitz der Beschwerdeführerinnen ( [D._______]) nicht dem geltend g e- machten ([E._______]) entspreche, dass es sich angesichts der erkannten Unglaubhaftigkeit der Verfo l- gungsvorbringen erübrige, diese auf ihre Asylrelevanz hin zu prüfen, dass die Wegweisung die Regelfolge des ablehnenden Asylentscheides darstelle und keine hinreichenden Anhaltspunkte gegen die Zulässigkeit, Zumutbarkeit und Möglichkeit des Wegwe isungsvollzuges bestünden, zumal keine völkerrechtlichen Vollzugshindernisse (insb. i.S.v. Art. 5 AsylG oder Art. 3 EMRK) auszumachen seien, dass insbesondere auch keine individuellen Gründe gegen die Zumutba r- keit des Wegweisungsvollzuges sprächen, da angesichts der ungesicher- ten Aussagen betreffend Identität, Biografie, Reiseumstände und Famil i- ennetz, der fehlenden Identitätsdokumente sowie der aufgetretenen W i- dersprüche davon auszugehen sei, die Beschwerdeführerinnen verfügten in der Heimat über ein trag fähiges Beziehungs- und Familiennetz und sie seien mit eigenen Reisedokumenten gereist, welche die den Asylbehö r- den zwecks Erschwerung einer Rückführung absichtlich vorenthielten, dass die Beschwerdeführerinnen im Übrigen gemäss eigenen Aussagen gesund und in Anbetracht der kostspieligen Herreise offenbar finanziell gut situiert seien, dass die Beschwerdeführerinnen mit Eingabe vom 11. Juli 2014 gegen diesen Entscheid beim Bundesverwaltungsgericht Beschwerde erhoben haben und darin dessen Aufhebung, die Gewährung von Asyl, eventual i- ter d ie Anordnung der vorläufigen Aufnahme unter Feststellung der U n- zumutbarkeit des Wegweisungsvollzuges sowie in prozessualer Hinsicht die Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung nach Art. 65 VwVG inklusive Beiordnung des rubrizierten Rechtsvertreters al s unentgeltlicher Rechtsbeistand beantragen, E-3911/2014 Seite 5 dass sie in der Begründung geltend machen, beide befragten Beschwe r- deführerinnen seien anlässlich der BzP gesundheitlich geschwächt und daher unkonzentriert gewesen, insbesondere die Beschwerdeführerin aufgrund einer (…), und bei allen Befragungen beziehungsweise Anh ö- rungen seien die Übersetzungen "nicht sehr gut" beziehungsweise unge- nügend gewesen, was – zusammen mit Versprechern der Beschwerd e- führerin – gewisse Unstimmigkeiten erklären möge, dass die Beschwerde führerinnen sodann unter Hinweis auf bei liegende Beweismittel ( undatierte Erklärung der Mutter der Beschwerdeführerin und "Identification Letter" vom […] 2014 einer Bezirksverwaltung ), die Wahrheitskonformität ihrer präzisen, umfassenden, stringenten und über- einstimmenden Vorbringen und Angaben, insbesondere ihre absolute Pa- pierlosigkeit und ebenso ihre persönliche Glaubwürdigkeit bekräftigen, dass die angehörte Tochter gesagt habe, was sie wisse, verständlicher- weise auf belanglose Fragen der "nicht netten " Befragerin ausweichende Antworten gegeben und sich nicht gerne an ihre Suizidversuche erinnert habe, wobei diesbezügliche Unstimmigkeiten möglicherweise auf Übe r- setzungs- oder Umrechnungsfehler zurückzuführen seien und sie mit die- sen in Missachtung ihres Anspruchs auf rechtliche s Gehör auch nicht konfrontiert worden sei, dass die in den Geburtsurkunden vermerkten inkorrekten Wohnorte e i- nerseits unwesentlich und anderseits auf den Umstand zurückzuführen seien, dass die Mutter der Beschwerdeführerin die Do kumente eben in D._______ und nicht in E._______ erhältlich gemacht habe, dass das BFM die weiteren Ungereimtheiten nicht präzise genug benannt habe, dass damit die Beschwerdeführerinnen ungenügend befragt und der Sachverhalt falsch festgestellt worden sei , die Vorinstanz sich um den praxisgemäss beschränkten Beweiswert der BzP foutiere, in den Erw ä- gungen unzulässigerweise "nach der bekannten Salamitaktik" verfahre und die Aussagen verzerre , womit die Argumentation des BFM letztlich wie ein Kartenhaus in si ch zusammenfalle, einen "Akt reiner Willkür" da r- stelle und zudem unangemessen sei, dass das BFM Gelegenheit haben werde, hierzu im Rahmen der Ve r- nehmlassung Stellung zu nehmen, E-3911/2014 Seite 6 dass aus dem somit glaubhaft gemachten Sachverhalt ihre objektiv und subjektiv begründete sowie nachvollziehbar erscheinende Furcht vor pr i- vaten und quasistaatlichen Verfolgungsmassnahmen und staatlichen Dis- kriminierungen hervorgehe und keine innerstaatliche n Fluchtalternativen bestünden, dass schliesslich die Erwägungen zum Vollzug der Wegweisung schema- tische Textbausteine und – mangels gesetzlicher Abstützung – mithin un- zulässige Tatsachenvermutungen darstellten, was den reduzierten Anfo r- derungen an die Glaubhaftmachung und – mangels einer sachgerechten Anfechtungsmöglichkeit – ebenso der Begründungspflicht widerspreche, dass die Beschwerdeführerinnen nebst den bereits genannten Beweismit- teln und diesbezüglichen Zustellunterlagen aus dem Ausland einen Arzt- bericht des (…) betreffend eine (…) der Beschwerdeführerin vom (…) November 2013 vorlegen, dass mit Zwischenverfügung des Bundesverwaltungsgerichts vom 28. Juli 2014 der legale Aufenthalt de r Beschwerdeführerinnen während des B e- schwerdeverfahrens festgestellt, die Gesuche um Gewährung der unen t- geltlichen Prozessführung inklusive Beiordnung eines unentgeltlichen Rechtsbeistandes abgewiesen und sie – unter Hinweis auf die Aussichts- losigkeit der Beschwerde – zur Leistung eines Kostenvorschusses im Be- trag von Fr. 600.– bis zum 12. August 2014 aufgefordert wurden, dass die Instruktions richterin zur Begründung der erkannten Aussichtsl o- sigkeit erwog (Zitat:), "dass das BFM in seinen Erwägungen mit umfassender, ausgewogener, überzeugender und hinlänglich auf die Akten abgestützter Begründung zur zutreffenden Erkenntnis gelangt ist, die Vo rbringen der Beschwerd e- führerinnen würden den Anforderungen von Art. 7 AsylG an die Glau b- haftmachung eines Asyl begründenden Sachverhalts nicht genügen, weshalb sie die Flüchtlingseigenschaft nicht erfüllen und unbesehen der Frage nach der Asylrelevanz der Vorbringen keinen Anspruch auf Gewäh- rung des Asyls haben, dass das BFM ebenso die verfügte Wegweisung und die Anordnung des Wegweisungsvollzuges gesetzes- und praxiskonform erwogen hat, dass auf diese Erwägungen verwiesen werden kann und darin nach Pr ü- fung der Akten kein erhebliches Beanstandungspotenzial zu erblicken E-3911/2014 Seite 7 sein dürfte, zumal der Inhalt der Beschwerde und die eingereichten B e- weismittel keinen anderen Blickwinkel öffnen, dass das Bundesverwaltungsgericht – unbesehen der nachstehend zu erörternden Glaubhaftigkeitsfrage – zunächst unter Bezugnahme auf die Behauptung einer flüchtlingsrechtlich relevanten Verfolgungslage der B e- schwerdeführerinnen (vgl. insb. die Ziffern B 3 und C 15 der Beschwe r- debegründung) ein gänzlich anderes Bild gewinnt, so hinsi chtlich der Ein- griffs- bzw. Bedrohungsintensität und mithin der Ernsthaftigkeit und B e- gründetheit der Verfolgungsvorbringen, der Möglichkeit der Beanspr u- chung (inner -) staatlichen Schutzes und ganz offensichtlich hinsichtlich des Bestehens zumutbarer innerstaatlicher Ausweichmöglichkeiten, dass nähere Ausführungen dazu aber unterbleiben können, da der Inhalt der Beschwerde auch der vorinstanzlich erkannten Unglaubhaftigkeit der Verfolgungsvorbringen unter dem Aspekt von Art. 7 AsylG keine grun d- sätzlich abweichende Betrachtungsweise entgegenzusetzen vermag, dass zwar einzelne Erwägungsteile eine gewisse "Kundenfreundlichkeit" vermissen lassen, indem die Unstimmigkeiten eher beispielhaft oder bloss themenbezogen erwähnt werden, worin aber entgegen der erhob e- nen Rügen (vgl. Ziffern B 2/f, C 9 f. und C 17 der Beschwerdebegrü n- dung) weder eine Verletzung der Begründungspflicht noch des rechtl i- chen Gehörs zu erblicken sein dürfte, da vom BFM jeweils klare Aktenab- stützungen genannt werden und sich dadurch ein zureich ender Konkreti- sierungsgrad herstellen lässt, der eine sachgerechte Anfechtung der Unglaubhftigkeitserkenntnisse vorliegend ohne Weiteres zulässt, dass sich die Beschwerdeführerinnen sodann im Wesentlichen darauf beschränken, die Wahrheitskonformität ihrer Vorbringen zu bekräftigen und im Hinblick auf die Erwägungen der Vorinstanz Entkräftungs- und Er- klärungsversuche zu unternehmen, die in der nunmehr vorgelegten Form und unter Berücksichtigung der Akten offensichtlich keine Durchschlag s- kraft besitzen, zumal es sich weitgehend um blosse Schutzbehauptu n- gen, sachverhaltliche Anpassungen und unbehelfliche Ausflüchte handelt (ungenügende Befragungen, Übersetzungs- und Protokollierungsmängel, Überbewertung der Erstbefragungsprotokolle, Versprecher, körperliche Geschwächtheit, eingeschränkte Konzentrationsfähigkeit, "Salamitaktik" des BFM, Aussageverzerrungen, Unwesentlichkeit des auf den Geburt s- urkunden erwähnten Wohn- bzw. Aufenthaltsorts, belanglose Fragen der nicht netten Befragerin, "Akt reiner Willkür" usw.), E-3911/2014 Seite 8 dass die mit der Beschwerde vorgelegten Beweismittel keine andere B e- trachtungsweise aufdrängen und inhaltlich gar weitere Glaubhaftigkeit s- zweifel aufwerfen und die Akten zudem zahlreiche weitere Unglaubhaftig- keitselemente und Unstimmigkeiten, eine persönl iche Unglaubwürdigkeit der Beschwerdeführerinnen und Anhaltspunkte auf eine Mitwirkungsve r- weigerung und Verschleierungsabsicht offenlegen, deren Erörterung j e- doch in einem allfällig ergehenden materiellen Urteil vorzunehmen wäre", dass der Kostenvorschuss am 11. August 2014 geleistet wurde, dass auf den weiteren Inhalt der protokollierten Schilderungen, der ang e- fochtenen Verfügung des BFM, der Beschwerde , der vorgelegten B e- weismittel sowie der Zwischenverfügung des Bundesverwaltungsgerichts, soweit wesentli ch, in den Erwägungen einzugehen und im Übrigen auf die Akten zu verweisen ist, und erwägt, dass das Bundesverwaltungsgericht auf dem Gebiet des Asyls endgültig über Beschwerden gegen Verfügungen (Art. 5 VwVG) des BFM entschei- det, ausser bei Vorliegen eines Auslieferungsersuchens des Staates, vor welchem die beschwerdeführende Person Schutz sucht (Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 31–33 VGG; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG), dass eine solche Ausnahme im Sinne von Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG nicht vorliegt, weshalb das Bundesverwaltungsgericht endgültig entscheidet, dass sich das Verfahren nach dem VwVG, dem VGG und dem BGG ric h- tet, soweit das AsylG nichts anderes bestimmt (Art. 37 VGG und Art. 6 AsylG), dass die Beschwerdeführerinnen am Verfahren vor der Vorinstanz teilg e- nommen haben, durch die angefochtene Verfügung besonders berührt sind, ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung beziehungsweise Änderung haben und daher zur Einreichung der Beschwerde legitimiert sind (Art. 105 AsylG und Art. 48 Abs. 1 VwVG), dass somit auf die frist - und formgerecht eingereichte Beschwerde einzu- treten ist (Art. 108 Abs. 1 AsylG und Art. 52 Abs. 1 VwVG), E-3911/2014 Seite 9 dass gemäss Art. 106 Abs. 1 AsylG mit Beschwerde die Verletzung von Bundesrecht (einschliesslich Missbrauch und Überschreiten des Erme s- sens) sowie die unrichtige und unvollständige Feststellung des rechtse r- heblichen Sachverhalts gerügt werden k ann, wogegen die von den B e- schwerdeführerinnen erhobene, indessen nicht näher spezifizierte Rüge der Unangemessenheit seit de r am 1. Februar 2014 in Kraft stehenden Änderung der genannten Bestimmung nicht mehr zulässig ist, dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterlich er Zuständigkeit mit Zustimmung eines zweiten Richters beziehungsweise einer zweiten Richterin entschieden wird (Art. 111 Bst. e AsylG) und es sich vorliegend, wie nachfolgend aufgezeigt, um eine solche handelt, weshalb der Beschwerdeentscheid nur summaris ch zu begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG), dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG vorliegend auf einen Schrifte n- wechsel verzichtet wurde und der von den Beschwerdeführerinnen impl i- zit geäusserte Anspruch auf Einholung einer Vernehmlassung somit vor- liegend nicht besteht, dass die Schweiz Flüchtlingen grundsätzlich Asyl gewährt (Art. 2 Abs. 1 AsylG), wobei Flüchtlinge Personen sind, die in ihrem He imatstaat oder im Land, in dem s ie zuletzt wohnten, wegen ihrer Rasse, Religion, Nati o- nalität, Zugehörigkeit zu einer bestimmten sozialen Gruppe oder wegen ihrer politischen Anschauungen ernsthaften Nachteilen ausgesetzt sind oder begründete Furcht haben, solchen Nachteilen ausgesetzt zu werden (Art. 3 Abs. 1 AsylG), dass die Flüchtlingseigenschaft nachgewiesen oder zumindest glaubhaft gemacht werden muss (Art. 7 AsylG), dass die Flüchtlingseigenschaft glaubhaft gemacht ist, wenn die Behörde ihr Vorhandensein mit überwiegender Wahrscheinlichkeit für gegeben hält und Vorbringen insbesondere dann unglaubhaft sind, wenn sie in wesent- lichen Punkten zu wenig begründet oder in sich widersprüchlich sind, den Tatsachen nicht entsprechen oder massgeblich auf gefälschte oder ve r- fälschte Beweismittel abgestützt werden, dass die se Voraussetzungen vorliegend offensichtlich ni cht erfüllt sind und hierzu integral auf die oben zitierten Erwägungen gemäss Zwischen- verfügung vom 28. Juli 2014 verwiesen werden kann, zumal die B e- schwerdeakten seither substanziell unverändert geblieben sind, E-3911/2014 Seite 10 dass die Selbsteinschätzung der Beschwerdeführerinnen, wonach sich ih- re Vorbringen und Angaben präzis, umfassend, stringent und überei n- stimmend präsentierten, in Anbetracht des Inhalts der erstellten Protoko l- le offensichtlich nicht zutrifft und vom erwähnten gesetzlichen und praxi s- gemässen Anforderungsprofil entfernt liegt, dass die erst - und zweitinstanzlich vorgelegten Beweismittel weitere Un- stimmigkeiten offenlegen, zumal beispielsweise die Ehe gemäss Heirat s- urkunde vollumfänglich nach muslimischem Recht und vor Zeugen ge- schlossen und amtlich registriert worden und mithin nicht illegal ist, dass die eingereichte beglaubigte Erklärung der Mutter der Beschwerd e- führerin als Gefälligkeit zu betrachten und mangels amtlicher Verifizierung von äusserst geringem Beweiswert ist, dass sodann der "Identification Letter" der Bezirksverwaltung weder eine irgendwie geartete Verfolgungssituation bestätigt noch als Identitätspapier taugt, sondern bestenfalls als Leumundszeugnis dient, dass im Weiteren die Verwendung von Textbausteinen per se in keiner Weise beanstandungswürdig, sondern vielmehr Ausdruck einer auf Pr o- zessökonomie und Rechtssicherheit bedachten Entscheidfindung ist , und vorliegend das BFM seinen Asyl - und Wegweisungsentscheid offensicht- lich in durchaus einzelfallgerechter Beurteilung erliess, dass im Übrigen dem Arztbericht des (…) betreffend die (…) der B e- schwerdeführerin vom (…) November 2013 keine eingeschränkte Ko n- zentrationsfähigkeit entnommen werden kann, sondern der intra - und postoperative Verlauf als komplikationslos und der Allge meinzustand als gut bestätigt wird, dass sich vorliegend weiter gehende Erörterungen zu zahlreichen weite- ren Unglaubhaftigkeitselementen und zur augenfälligen persönlichen Un- glaubwürdigkeit de r erst- und zweitrubrizierten Beschwerdeführerinnen angesichts der klaren Sachlage erübrigen, dass es den Beschwerdeführerinnen somit nicht gelingt, die Flüchtling s- eigenschaft nachzuweisen oder zumindest glaubhaft zu machen, weshalb das Bundesamt die Asylgesuche zu Recht abgelehnt hat, dass die Ablehnung eines Asylgesuchs oder das Nichteintreten auf ein Asylgesuch in der Regel die Wegw eisung aus der Schweiz zur Folge hat E-3911/2014 Seite 11 (Art. 44 AsylG), vorliegend der Kanton keine Aufenthaltsbewilligung erteilt hat und zudem kein Anspruch auf Erteilung einer solchen besteht (vgl. BVGE 2013/37 E 4.4; 2009/50 E. 9, je m.w.H.), weshalb die verfügte Wegweisung im Einklang mit den gesetzlichen Bestimmungen steht und demnach vom Bundesamt zu Recht angeordnet wurde, dass das Bundesamt das Anwesenheitsverhältnis nach den gesetzlichen Bestimmungen über die vorläufige Aufnahme regelt, wenn der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar oder nicht möglich ist (Art. 44 AsylG; Art. 83 Abs. 1 AuG [SR 142.20]), dass beim Geltendmachen von Wegweisungsvollzugshindernissen g e- mäss Praxis des Bundesverwaltungsgerichts der gleiche Beweisstandard wie bei der Prüfung der Flüchtlingseigenschaft gilt, das heisst, sie sind zu beweisen, wenn der strikte Beweis möglich ist , und andernfalls wenig s- tens glaubhaft zu machen (vgl. BVGE 2011/24 E. 10.2 m.w.H.), dass der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig ist, wenn völkerrechtl i- che Verpflichtungen der Schweiz einer Weiterreise der Ausländerin oder des Ausländers in den Heimat -, Herkunfts- oder einen Drittstaat entg e- genstehen (Art. 83 Abs. 3 AuG), und keine Person in irgendeiner Form zur Ausreise in ein Land gezwungen werden darf, in dem ihr Leib, ihr L e- ben oder ihre Freiheit aus einem Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefähr- det ist oder in dem sie Gefahr läuft, zur Ausreise in ein solches Land g e- zwungen zu werden (Art. 5 Abs. 1 AsylG; vgl. ebenso Art. 33 Abs. 1 des Abkommens vom 28. Juli 1951 über die Rechtsstellung der Flüchtlinge [FK, SR 0.142.30]), dass der Vollzug der Wegweisung vorliegend in Beachtung dieser mas s- geblichen völker- und landesrechtlichen Bestimmungen zulässig ist, da es den Beschwerdeführerinnen nicht gelungen ist, eine asylrechtlich erhebl i- che Gefährdung nachzuweisen oder glaubhaft zu machen, deshalb das in Art. 5 AsylG verankerte Prinzip des flüchtlingsrechtlichen Non - Refoulement im vorliegenden Verfahren keine Anwendung findet, und zu- dem keine Anhaltspunkte für eine im Heimat - oder Herkunftsstaat dr o- hende menschenrechtswidrige Behandlung im Sinne von Art. 25 Abs. 3 BV, von Art. 3 des Übereinkommens vom 10. Dezember 1984 gegen Fol- ter und andere grausame, unmenschliche oder erniedrigende Be hand- lung oder Strafe (FoK, SR 0.105) und der Praxis zu Art. 3 EMRK ersicht- lich sind, E-3911/2014 Seite 12 dass vorliegend ebenso eine allfällige Ver letzung von Art. 8 EMRK (Grundsatz der Einheit der Familie) oder des Übereinkommens vom 20. November 1989 über die Rechte des Kindes (KRK, SR 0.107) weder geltend gemacht wird noch ersichtlich ist, dass die Beschwerdeführerinnen denn auch auf einen formel len Be- schwerdeantrag betreffend Feststellung der Unzulässigkeit des Wegwe i- sungsvollzuges – im Gegensatz zum expliziten Antrag betreffend Fes t- stellung der Unzumutbarkeit – verzichtet haben, dass sich der Vollzug für Ausländerinnen und Ausländer als unzumutb ar erweist, wenn sie im Heimat- oder Herkunftsstaat aufg rund von Situati o- nen wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und medizinischer Notl a- ge konkret gefährdet sind (Art. 83 Abs. 4 AuG), dass weder die allgemeine Lage in Bangladesch noch individuelle G rün- de auf eine konkrete Gefährdung der Beschwerdeführerinnen im Falle e i- ner Rückkehr schliessen lassen und hierzu wiederum auf die zutreffenden Zumutbarkeitserwägungen gemäss angefochtener Verfügung (dort E. III/2) zu verweisen ist, welche substanziell in der Beschwerde nicht bestritten werden, dass der Vollzug der Wegw eisung der Beschwerdeführerinnen in den Heimatstaat schliesslich möglich ist, da kei ne Vollzugshindernisse beste- hen (Art. 83 Abs. 2 AuG) und es den Beschwerdeführerinnen nach wie vor obliegt, bei der Beschaffung gültiger Reisepapiere mitzuwirken (vgl. Art. 8 Abs. 4 AsylG und dazu auch BVGE 2008/34 E. 12), dass nach dem Gesagten der vom Bundesamt verfügte Vollzug der Wegweisung zu bestätigen ist, dass die angefochtene Verfügung Bundesrecht nicht verletzt und den rechtserheblichen Sachverhalt richtig sowie vollständig feststellt (Art. 106 Abs. 1 AsylG), weshalb die Beschwerde abzuweisen ist, dass bei diesem Ausgang des Verfahrens die Kosten von Fr. 600.– (Art. 1–3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]) den Beschwerdeführer innen aufzuerlegen (Art. 63 Abs. 1 VwVG) sind und der am 11. August 2014 einbezahlte Kostenvorschuss zur Bezahlung der Verfahrenskosten zu verwenden ist. E-3911/2014 Seite 13 Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 2. Die Verfahrenskosten von Fr. 600.– werden den Beschwerdeführerinnen auferlegt. Der am 11. August 2014 einbezahlte Kostenvorschuss wird zur Bezahlung der Verfahrenskosten verwendet. 3. Dieses Urteil geht an die Beschwerdeführerinnen, das BFM und die kan- tonale Migrationsbehörde. Die Einzelrichterin: Der Gerichtsschreiber: Regula Schenker Senn Urs David Versand: