<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="content"> <div class="para">Bundesgericht </div> <div class="para">Tribunal fédéral </div> <div class="para">Tribunale federale </div> <div class="para">Tribunal federal </div> <div class="para"> </div> <div class="para">{T 0/2} </div> <div class="para">4A_690/2011 </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Urteil vom 26. Januar 2012 </div> <div class="para">I. zivilrechtliche Abteilung </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Besetzung </div> <div class="para">Bundesrichterin Klett, Präsidentin, </div> <div class="para">Bundesrichter Corboz, </div> <div class="para">Bundesrichterin Rottenberg Liatowitsch, </div> <div class="para">Gerichtsschreiber Leemann. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Verfahrensbeteiligte </div> <div class="para">Q.________ GmbH, </div> <div class="para">vertreten durch Rechtsanwalt Gian Andrea Danuser, </div> <div class="para">Beschwerdeführer, </div> <div class="para"> </div> <div class="para">gegen </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Kanton Zürich, vertreten durch das Handelsregisteramt des Kantons Zürich, </div> <div class="para">Beschwerdegegner. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Gegenstand </div> <div class="para">Organisationsmangel, </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Beschwerde gegen das Urteil des Handelsgerichts des Kantons Zürich vom 6. Oktober 2011. </div> <div class="para">In Erwägung, </div> <div class="para">dass der Einzelrichter am Handelsgericht des Kantons Zürich mit Urteil vom 6. Oktober 2011 entschied, die Q.________ GmbH (Beschwerdeführerin) werde aufgrund eines schwerwiegenden Organisationsmangels (insb. Fehlen einer gesetzlichen Revisionsstelle [Art. 818 Abs.1 i.V.m. <span class="artref">Art. 727 ff. OR</span>]) aufgelöst und ihre Liquidation nach den Vorschriften über den Konkurs angeordnet (Art. 819 i.V.m. <span class="artref">Art. 731b Abs. 1 Ziff. 3 OR</span>); </div> <div class="para">dass der Einzelrichter insbesondere feststellte, gestützt auf die Klage des Handelsregisteramts des Kantons Zürich (Beschwerdegegner) sei der Beschwerdeführerin Frist zur Behebung des Mangels angesetzt worden, die Postzustellung an das Domizil der Beschwerdeführerin sei jedoch wegen Wegzugs misslungen, diejenige an den geschäftsführenden Gesellschafter H.________ wegen Nichtabholens, wobei Letzterer mit einer Zustellung habe rechnen müssen, weshalb die Sendung als zugestellt gelte (<span class="artref">Art. 138 Abs. 3 lit. a ZPO</span>); </div> <div class="para">dass die angesetzte Frist ungenutzt verstrichen und die Beschwerdeführerin daher androhungsgemäss aufzulösen sei; </div> <div class="para">dass die Beschwerdeführerin dem Bundesgericht mit Beschwerde in Zivilsachen und subsidiärer Verfassungsbeschwerde beantragte, es sei das Urteil des Handelsgerichts des Kantons Zürich vom 6. Oktober 2011 aufzuheben und die Sache im Sinne der Erwägungen an die Vorinstanz zurückzuweisen, eventualiter sei das Verfahren wegen Gegenstandslosigkeit abzuschreiben; </div> <div class="para">dass die Eingabe der Beschwerdeführerin aufgrund des Streitwerts (vgl. <span class="artref">Art. 74 Abs. 1 lit. b BGG</span>) als Beschwerde in Zivilsachen entgegenzunehmen ist, weshalb auf die ebenfalls erhobene subsidiäre Verfassungsbeschwerde nicht einzutreten ist (<span class="artref">Art. 113 BGG</span>); </div> <div class="para">dass keine Umstände ersichtlich sind, die zur Gegenstandslosigkeit des Verfahrens führen würden, weshalb eine entsprechende Abschreibung des Verfahrens ausser Betracht bleibt; </div> <div class="para">dass in den Rechtsmitteln an das Bundesgericht unter Bezugnahme auf die Erwägungen des kantonalen Entscheids dargelegt werden muss, welche Rechte der beschwerdeführenden Partei durch das kantonale Gericht verletzt worden sind (<span class="artref">Art. 42 Abs. 2 BGG</span>), wobei eine allfällige Verletzung der bundesrechtlichen Grundrechte oder kantonaler verfassungsmässiger Rechte vom Bundesgericht nicht von Amtes wegen geprüft wird, sondern nur dann, wenn entsprechende Rügen in der Beschwerdeschrift ausdrücklich erhoben und begründet werden (<span class="artref">Art. 106 Abs. 2 BGG</span>); </div> <div class="para">dass das Bundesgericht seinem Urteil den Sachverhalt zugrunde legt, den die Vorinstanz festgestellt hat (<span class="artref">Art. 105 Abs. 1 BGG</span>), und es die Sachverhaltsfeststellung der Vorinstanz nur berichtigen oder ergänzen kann, wenn sie offensichtlich unrichtig - d.h. willkürlich (<a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=33&amp;from_date=19.01.2012&amp;to_date=07.02.2012&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F135-III-127%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page127">BGE 135 III 127</a> E. 1.5) - ist oder auf einer Rechtsverletzung im Sinne von <span class="artref">Art. 95 BGG</span> beruht (<span class="artref">Art. 105 Abs. 2 BGG</span>); </div> <div class="para">dass Willkür im Sinne von <span class="artref">Art. 9 BV</span> nach ständiger Rechtsprechung nicht schon dann vorliegt, wenn eine andere Lösung ebenfalls vertretbar erscheint oder gar vorzuziehen wäre, sondern das Bundesgericht einen kantonalen Entscheid wegen Willkür nur aufhebt, wenn er offensichtlich unhaltbar ist, zur tatsächlichen Situation in klarem Widerspruch steht, eine Norm oder einen unumstrittenen Rechtsgrundsatz krass verletzt oder in stossender Weise dem Gerechtigkeitsgrundsatz zuwiderläuft (<a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=33&amp;from_date=19.01.2012&amp;to_date=07.02.2012&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F135-V-2%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page2">BGE 135 V 2</a> E. 1.3 S. 4 f.; <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=33&amp;from_date=19.01.2012&amp;to_date=07.02.2012&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F134-II-124%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page124">134 II 124</a> E. 4.1 S. 133; <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=33&amp;from_date=19.01.2012&amp;to_date=07.02.2012&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F132-III-209%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page209">132 III 209</a> E. 2.1 S. 211; je mit Hinweisen). </div> <div class="para">dass die Beschwerdeführerin der Vorinstanz im Zusammenhang mit der Zustellung der erwähnten Aufforderung vom 12. Juli 2011 zur Behebung des Organisationsmangels eine offensichtlich unrichtige Sachverhaltsfeststellung (<span class="artref">Art. 97 Abs. 1 BGG</span>) vorwirft, wobei sich ihre rechtlichen Vorbringen auf diese Sachverhaltsrüge stützen; </div> <div class="para">dass die Beschwerdeführerin vor Bundesgericht nicht bestreitet, dass ein Organisationsmangel vorliegt; </div> <div class="para">dass die Beschwerdeführerin ebenso wenig bestreitet, dass ihr geschäftsführender Gesellschafter H.________ mit einer Zustellung hätte rechnen müssen, habe er doch am 14. März 2011 das Schreiben des Handelsregisteramts vom 4. März 2011 mit der Aufforderung zur Herstellung des rechtmässigen Zustands und der Androhung der Überweisung an das Gericht entgegengenommen; </div> <div class="para">dass die Beschwerdeführerin hingegen vorbringt, es treffe entgegen der vorinstanzlichen Feststellung nicht zu, dass H.________ die Postzustellung des Handelsgerichts nicht abgeholt habe, vielmehr sei eine solche an ihn nicht erfolgt; </div> <div class="para">dass die Beschwerdeführerin ihre Rüge damit begründet, gemäss der eingereichten Wohnsitzbestätigung sowie dem Amtsbericht der Gemeinde X.________ sei H.________ zwar aufgrund einer internen Revision der Gemeindeverwaltung neu an der Z.________strasse 1 gemeldet, die Postzustellung habe jedoch nach wie vor über die Z.________strasse 3 zu erfolgen, an der er bei seinem damaligen Zuzug registriert worden sei und über die sämtliche Postzustellungen stattgefunden hätten und noch immer stattfinden würden; </div> <div class="para">dass der Beweis der Zustellung der Klage bzw. der gerichtlichen Aufforderung vom 12. Juli 2011 nicht erbracht sei; </div> <div class="para">dass sich aus den Akten ergibt, dass die Aufforderung des Handelsregisteramts vom 4. März 2011, die - wie die gerichtliche Fristansetzung vom 12. Juli 2011 - an die Z.________strasse 1 adressiert war, von H.________ am 14. März 2011 in Empfang genommen wurde; </div> <div class="para">dass aus den Akten zudem hervorgeht, dass das angefochtene Urteil des Handelsgerichts vom 6. Oktober 2011 dem geschäftsführenden Gesellschafter H.________ ebenfalls an die Z.________strasse 1 zugestellt und von diesem am 13. Oktober 2011 in Empfang genommen wurde; </div> <div class="para">dass die vorinstanzliche Feststellung, die Postzustellung der gerichtlichen Verfügung vom 12. Juli 2011 an H.________ - die ebenfalls an die Z.________strasse 1 in X.________ geschickt wurde - sei wegen Nichtabholens misslungen, aufgrund dieser Umstände naheliegt, jedenfalls nicht willkürlich ist; </div> <div class="para">dass sich die rechtlichen Vorbringen in der Beschwerde auf die erhobene Sachverhaltsrüge stützen, weshalb darauf nicht weiter einzugehen ist; </div> <div class="para">dass aus diesen Gründen die Beschwerde im Verfahren nach <span class="artref">Art. 109 Abs. 2 lit. a BGG</span> abzuweisen ist, soweit darauf eingetreten werden kann; </div> <div class="para">dass die Beschwerdeführerin bei diesem Verfahrensausgang kostenpflichtig wird (<span class="artref">Art. 66 Abs. 1 BGG</span>); </div> <div class="para">dass dem Beschwerdegegner keine Parteientschädigung zuzusprechen ist (<span class="artref">Art. 68 Abs. 3 BGG</span>); </div> <div class="para"> </div> <div class="para">erkennt das Bundesgericht: </div> <div class="para"> </div> <div class="para">1. </div> <div class="para">Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf einzutreten ist. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">2. </div> <div class="para">Die Gerichtskosten von Fr. 2'000.-- werden der Beschwerdeführerin auferlegt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">3. </div> <div class="para">Es werden keine Parteientschädigungen zugesprochen. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">4. </div> <div class="para">Dieses Urteil wird den Parteien und dem Handelsgericht des Kantons Zürich schriftlich mitgeteilt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Lausanne, 26. Januar 2012 </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Im Namen der I. zivilrechtlichen Abteilung </div> <div class="para">des Schweizerischen Bundesgerichts </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Die Präsidentin: Klett </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Der Gerichtsschreiber: Leemann </div> <div class="para"> </div> </div></body></html>