<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2023.00419</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=223683&amp;W10_KEY=13045535&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2023.00419</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 01.12.2023</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">3. Abteilung/Einzelrichter</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">FÃ¼rsorgerecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Rückforderung von Sozialhilfeleistungen</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>[Das Sozialamt überwies einem Fürsorgeempfänger einen ihm zustehenden Anteil eines Ausbildungsbeitrags aus Versehen zweimal. Der Aufforderung des Sozialamts zur Rücküberweisung des irrtümlich ausbezahlten Betrags kam der Fürsorgeempfänger nur teilweise nach. Die Sozialbehörde verpflichtete ihn daher, den noch ausstehenden Betrag zurückzubezahlen und verrechnetete ihre Rückforderung mit seinen laufenden Unterstützungsansprüchen.] Nach einem allgemeinen Rechtsgrundsatz dürfen Zuwendungen, die aus einem nicht verwirklichten oder nachträglich weggefallenen Grund oder im Irrtum über die Leistungspflicht erfolgten, zurückgefordert werden. Für solche Rückforderungen sind im öffentlichen Recht die privatrechtlichen Bestimmungen über die Entstehung der Obligationen aus ungerechtfertigter Bereicherung (Art. 62 ff. OR) analog anwendbar (E. 3.1). Eine Rückforderung entsteht namentlich bei nochmaliger Bezahlung einer bereits beglichenen Forderung (E. 3.2). Der Sozialhilfeempfänger wurde bereits wenige Tage nach Eingang der Doppelzahlung auf seinen Konto auf den Irrtum hingewiesen und zur Rücküberweisung aufgefordert. Dass er damals bereits nicht mehr bereichert gewesen bzw. das Geld in guten Treuen ausgegeben gehabt hätte, ist nicht anzunehmen. Eine allfällig später erfolgte Entreicherung steht der Rückforderung nicht entgegen (E. 3.3). Die Verrechnung der Rückforderung mit den fürsorgerechtlichen Ansprüchen ist hier grundsätzlich zulässig (E. 4.1). Mit der Verrechnung geht eine Kürzung der Unterstützungsleistungen des Fürsorgeemfängers einher. Der Sozialbehörde kommt bei Kürzungsentscheiden ein gewisser Beurteilungsspielraum zu; sie muss jedoch den Grundsatz der Verhältnismässigkeit wahren. Vorliegend ist für die Beurteilung der Verhältnismässigkeit der mit der Verrechnung einhergehenden Kürzung der Sozialhilfeleistungen jedenfalls kein strengerer Massstab anzuwenden, als er bei einer Kürzung infolge der Rückforderung unrechtmässig erbrachter Sozialhilfeleistungen zur Anwendung kommt (E. 4.2-4). In betragsmässiger Hinsicht ist die Verrechnung bzw. Kürzung des Grundbedarfs für den Lebensunterhalt um 20 % nicht zu beanstanden; in zeitlicher Hinsicht hätte sie hingegen einstweilen auf sechs Monate beschränkt werden müssen (E. 4.5). Gewährung unentgeltlicher Prozessführung. Teilweise Gutheissung.</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: IRRTÃMLICHE ZAHLUNG EINER NICHTSCHULD">IRRTÃMLICHE ZAHLUNG EINER NICHTSCHULD</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: KÃRZUNG">KÃRZUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: KÃRZUNGSUMFANG">KÃRZUNGSUMFANG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: RES IUDICATA">RES IUDICATA</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: RÃCKFORDERUNG">RÃCKFORDERUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: SOZIALHILFE">SOZIALHILFE</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: UNGERECHTFERTIGTE BEREICHERUNG">UNGERECHTFERTIGTE BEREICHERUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: VERRECHNUNG">VERRECHNUNG</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade">Art. 62 OR</span><br/><span class="gerade">Art. 64 OR</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 3 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="WordSection1"> <table border="1" cellpadding="0" cellspacing="0" class="MsoNormalTable" width="591"> <tr> <td valign="top"> <p class="Kopf1"><span>Verwaltungsgericht</span></p> <p class="Kopf1"><span>des Kantons ZÃ¼rich</span></p> <p class="Kopf1"><span>3. Abteilung</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Kopf1"> </p> </td> <td valign="top"> <p class="Kopf1"><span><img alt="" height="78" id="Bild 1" src="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getImage&amp;nF38_KEY=64999" width="123"/></span></p> </td> </tr> </table> <p class="MsoNormal">VB.2023.00419</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"><b><span>Urteil</span></b></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="Zwischentitel"> </p> <p class="MsoNormal"><span>des Einzelrichters</span></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">vom <a id="VF_DAT_ENTSCHEID">1. Dezember 2023</a></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">Mitwirkend: Verwaltungsrichter Franz Kessler Coendet, <a id="TN_AUTOTEXT_RICHTER"></a><a id="TN_AUTOTEXT_GS"></a>Gerichtsschreiberin Eva Heierle.</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">In Sachen</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>A, </span></p> <p class="MsoNormal"><b><span>BeschwerdefÃ¼hrer, </span></b></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="Zwischentitel">gegen</p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>Stadt Illnau-Effretikon, </span><span>vertreten durch die SozialbehÃ¶rde, </span></p> <p class="MsoNormal"><b><span>Beschwerdegegnerin,</span></b><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"><b>betreffend RÃ¼ckforderung von Sozialhilfeleistungen,</b></p> <p class="Zwischentitel">hat sich ergeben: </p> <p class="Sachverhalt1"> </p> <p class="Sachverhalt1"><b>I. </b> </p> <p class="Sachverhalt2"><b>A. </b>A wird von der SozialbehÃ¶rde Illnau-Effretikon mit wirtschaftlicher Sozialhilfe unterstÃ¼tzt. FÃ¼r ein Fernstudium an der Hochschule B erhielt er vom kantonalen Amt fÃ¼r Jugend- und Berufsberatung ein Darlehen in der HÃ¶he von Fr. 9'300.-, wobei dieser Betrag an die SozialbehÃ¶rde Illnau-Effretikon ausbezahlt wurde. Die SozialbehÃ¶rde Illnau-Effretikon entschied mit Beschluss vom 14. Juni 2021 nebst anderem, A von diesem Darlehen den Betrag von Fr. 4'858.- fÃ¼r Lehrmittel und StudiengebÃ¼hren auszubezahlen und den Restbetrag von Fr. 4'442.- an die wirtschaftliche Hilfe anzurechnen. A rekurrierte dagegen am 18. Juli 2021 an den Bezirksrat PfÃ¤ffikon und verlangte sinngemÃ¤ss, es sei ihm das gesamte Darlehen unter Verzicht auf eine Anrechnung an die wirtschaftlichen UnterstÃ¼tzungsleistungen auszubezahlen.</p> <p class="Urteilstext">Mit E-Mail vom 31. Juli 2021 ersuchte A die Leiterin der Sozialhilfe der Stadt Illnau-Effretikon sinngemÃ¤ss darum, ihm den unumstrittenen Teilbetrag des Ausbildungsdarlehens von Fr. 4'858.- auszubezahlen. Das Sozialamt nahm die gewÃ¼nschte Ãberweisung auf das Konto von A am 3. August 2021 vor. Am 26. August 2021 Ã¼berwies es A denselben Betrag erneut. Die zweite Zahlung ging A am Folgetag zu. Mit Schreiben vom 30. August 2021 teilte die Leiterin der Sozialhilfe A mit, dass ihm der Betrag von Fr. 4'858.- irrtÃ¼mlich ein zweites Mal ausbezahlt worden sei, und ersuchte um RÃ¼ckerstattung. A bestÃ¤tigte am 31. August 2021 per E-Mail, dass er zwei Auszahlungen Ã Fr. 4'858.- (insgesamt Fr. 9'716.-) erhalten habe. Da ihm â aus seiner Sicht â das gesamte Ausbildungsdarlehen von Fr. 9'300.- zustehe, seien ihm nur Fr. 416.- zu viel ausbezahlt worden, welchen Betrag er rÃ¼ckÃ¼berweise. Im Mehrbetrag bzw. im Umfang von Fr. 4'442.- nehme er keine RÃ¼ckzahlung vor. "Nach dem anstehenden Entscheid zu [seinem] Darlehen [bzw. betreffend den Beschluss der SozialbehÃ¶rde Illnau-Effretikon vom 14. Juni 2021 kÃ¶nne] das Gericht prÃ¼fen, ob eine eventuelle KÃ¼rzung gerechtfertigt" sei. </p> <p class="Urteilstext">Der Bezirksrat PfÃ¤ffikon wies den Rekurs von A gegen den Beschluss der SozialbehÃ¶rde Illnau-Effretikon vom 14. Juni 2021 am 10. Januar 2022 ab. A erhob dagegen am 9. Februar 2022 Beschwerde an das Verwaltungsgericht und verlangte sinngemÃ¤ss, auf die Anrechnung des Ausbildungsdarlehens an die wirtschaftliche Sozialhilfe im Umfang von Fr. 4'442.- sei zu verzichten, und es sei ihm der gesamte Darlehensbetrag (Fr. 9'300.-) auszubezahlen. Das Verwaltungsgericht wies die Beschwerde mit Urteil vom 28. November 2022 ab (VB.2022.00074). Das Bundesgericht trat auf eine dagegen erhobene Beschwerde von A mit Urteil vom 6. Februar 2023 nicht ein (8C-754/2022).</p> <p class="Sachverhalt2"><b>B. </b>Mit Beschluss vom 20. MÃ¤rz 2023 forderte die SozialbehÃ¶rde Illnau-Effretikon Fr. 4'442.- von A zurÃ¼ck (Dispositivziffer 1) und verrechnete ihren RÃ¼ckforderungsanspruch ab dem 1. April 2023 mit den A zustehenden Sozialhilfeleistungen im Umfang von Fr. 206.20 pro Monat (entsprechend 20 % des Grundbedarfs fÃ¼r den Lebensunterhalt; Dispositivziffer 2). </p> <p class="Sachverhalt1"><b>II. </b> </p> <p class="Urteilstext">A erhob am 19. April 2023 beim Bezirksrat PfÃ¤ffikon Rekurs gegen den Beschluss der SozialbehÃ¶rde Illnau-Effretikon vom 20. MÃ¤rz 2023 und beantragte im Wesentlichen sinngemÃ¤ss, von der RÃ¼ckforderung sowie einer KÃ¼rzung seiner SozialhilfeansprÃ¼che sei abzusehen, eventualiter sei die KÃ¼rzung zu beschrÃ¤nken auf eine Dauer von hÃ¶chstens 12 Monaten sowie maximal 15 % seines Grundbedarfs fÃ¼r den Lebensunterhalt. Der Bezirksrat PfÃ¤ffikon hiess den Rekurs mit Beschluss vom 21. Juni 2023 teilweise gut und ersetzte Dispositivziffer 2 des Beschlusses der SozialbehÃ¶rde Illnau-Effretikon vom 20. MÃ¤rz 2023 wie folgt: "Der RÃ¼ckforderungsbetrag von Fr. 4'442.- wird nach Eintritt der Rechtskraft, jedoch frÃ¼hestens ab dem 1. September 2023, in monatlichen Raten von Fr. 206.20 mit den Sozialhilfeleistungen von A [â¦] verrechnet. Die Verrechnung erfolgt vorerst beschrÃ¤nkt wÃ¤hrend einer Dauer von 12 Monaten." (Dispositivziffer II). Im Ãbrigen wies der Bezirksrat PfÃ¤ffikon das Rechtsmittel ab (Dispositivziffer III). Verfahrenskosten erhob er nicht (Dispositivziffer IV). </p> <p class="Sachverhalt1"><b>III. </b> </p> <p class="Urteilstext">Am 19./20. Juli 2023 erhob A Beschwerde beim Verwaltungsgericht und beantragte sinngemÃ¤ss, von der RÃ¼ckforderung sowie einer KÃ¼rzung seiner sozialhilferechtlichen AnsprÃ¼che sei abzusehen; in prozessualer Hinsicht ersuchte er um GewÃ¤hrung unentgeltlicher ProzessfÃ¼hrung. Die Stadt Illnau-Effretikon beantragte mit Beschwerdeantwort vom 27. Juli 2023, die Beschwerde sei abzuweisen, soweit darauf einzutreten sei. Der Bezirksrat PfÃ¤ffikon verzichtete am 10. August 2023 auf Vernehmlassung. A Ã¤usserte sich am 18. August 2023 erneut. Die Stadt Illnau-Effretikon verzichtete am 8. September 2023 auf eine weitere Stellungnahme.</p> <p class="Einzug1"><span>Der Einzelrichter</span><span> erwÃ¤gt:</span></p> <p class="Erwgung1"><b>1. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>1.1 </b>Das Verwaltungsgericht ist nach § 41 Abs. 1 in Verbindung mit § 19 Abs. 1 lit. a sowie § 19b Abs. 2 lit. c Ziff. 1 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 (VRG, LS 175.2) fÃ¼r die Behandlung von Beschwerden gegen Rekursentscheide eines Bezirksrats Ã¼ber kommunale Anordnungen im Bereich der Sozialhilfe zustÃ¤ndig.</p> <p class="Urteilstext">Da auch die Ã¼brigen Sachurteilsvoraussetzungen erfÃ¼llt sind, ist auf die Beschwerde einzutreten.</p> <p class="Erwgung2"><b>1.2 </b>Umstritten sind vorliegend die von der Beschwerdegegnerin mit Beschluss vom 20. MÃ¤rz 2023 geltend gemachte RÃ¼ckforderung von Fr. 4'442.- und deren Verrechnung mit den sozialhilferechtlichen AnsprÃ¼chen des BeschwerdefÃ¼hrers. Da der Streitwert mithin weniger als Fr. 20'000 betrÃ¤gt und dem Fall keine grundsÃ¤tzliche Bedeutung zukommt, ist der Einzelrichter zum Entscheid berufen (§ 38b Abs. 1 lit. c VRG; § 38b Abs. 2 e contrario VRG). </p> <p class="Erwgung1"><b>2. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>2.1 </b>Der BeschwerdefÃ¼hrer stellt nicht in Abrede, dass ihm der Anteil an seinem Ausbildungsdarlehen in der HÃ¶he von Fr. 4'858.-, welcher ihm gemÃ¤ss dem Beschluss der SozialbehÃ¶rde Illnau-Effretikon fÃ¼r Lehrmittel und StudiengebÃ¼hren auszurichten war, zweimal ausbezahlt wurde. Auch verneint er nicht, die zweite Zahlung lediglich im Umfang von Fr. 416.- an die Beschwerdegegnerin zurÃ¼ckÃ¼berwiesen zu haben. Er wendet gegen die umstrittene RÃ¼ckforderung vielmehr sinngemÃ¤ss und in grundsÃ¤tzlicher Weise ein, es hÃ¤tte ihm das gesamte Ausbildungsdarlehen (mithin Fr. 9'300.-) ausbezahlt werden mÃ¼ssen und eine Anrechnung an die wirtschaftliche Sozialhilfe â wie sie die SozialbehÃ¶rde Illnau-Effretikon mit Beschluss vom 14. Juni 2021 angeordnet hatte â hÃ¤tte nicht erfolgen dÃ¼rfen. </p> <p class="Erwgung2"><b>2.2 </b>Die fragliche BerÃ¼cksichtigung eines Teils des Ausbildungsdarlehens im Rahmen der Bemessung der FÃ¼rsorgeleistungen wurde freilich wie oben Ziff. I.A. dargelegt vom Verwaltungsgericht Ã¼berprÃ¼ft und mit Urteil vom 28. November 2022 (VB.2022.00074) bestÃ¤tigt; das Bundesgericht trat auf eine gegen das verwaltungsgerichtliche Urteil vom 28. November 2022 gerichtete Beschwerde am 6. Februar 2023 (8C_754/2022) nicht ein. Das Urteil des Verwaltungsgerichts vom 28. November 2022 (und damit die darin bestÃ¤tigte Anrechnung des Ausbildungsdarlehens im Umfang von Fr. 4'442.- an die wirtschaftliche Sozialhilfe) ist mithin in Rechtskraft erwachsen (vgl. Martin Bertschi in: Alain Griffel [Hrsg.], Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegesetz des Kantons ZÃ¼rich [VRG], 3. A., ZÃ¼rich etc. 2014 [Kommentar VRG], Vorbemerkungen zu §§ 86aâ86d N. 7). </p> <p class="Urteilstext">RechtskrÃ¤ftige Rechtsmittelentscheide sind rechtsbestÃ¤ndig, das heisst inhaltlich grundsÃ¤tzlich unabÃ¤nderlich. Die beurteilte Sache darf deshalb â als sogenannte res iudicata â nicht Gegenstand eines neuen Verfahrens werden. Wenn sie als Vorfrage in einem anderen Verfahren zu behandeln ist, sind die BehÃ¶rden an den Rechtsmittelentscheid gebunden. Die damit angesprochene Bindungswirkung gilt auch fÃ¼r die BehÃ¶rde bzw. das Gericht, das entschieden hat (zum Ganzen Bertschi, Vorbemerkungen zu §§ 86aâ86d N. 6). </p> <p class="Erwgung2"><b>2.3 </b>Inwieweit das Ausbildungsdarlehen an den BeschwerdefÃ¼hrer auszubezahlen bzw. im Rahmen der Bemessung seiner UnterstÃ¼tzungsleistungen zu berÃ¼cksichtigen war, ist nach dem Gesagten im vorliegenden Verfahren nicht erneut zu Ã¼berprÃ¼fen. Auch der Vorwurf der RechtsverzÃ¶gerung des BeschwerdefÃ¼hrers bezieht sich auf das abgeschlossene Verfahren der Ausbildungsfinanzierung. Auf seine entsprechenden RÃ¼gen ist nicht einzugehen. Vielmehr ist festzuhalten, dass Fr. 4'442.- des Ausbildungsdarlehens fÃ¼r die Finanzierung des Lebensunterhalts des BeschwerdefÃ¼hrers verwendet bzw. im Rahmen der Bemessung seiner wirtschaftlichen UnterstÃ¼tzungsleistungen berÃ¼cksichtigt werden durften und der BeschwerdefÃ¼hrer keinen Anspruch auf Auszahlung dieses Betrags bzw. freie Verwendung desselben hat(te). </p> <p class="Erwgung1"><b>3. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b><span>3.1 </span></b>Das Ã¶ffentliche Recht anerkennt den allgemeinen Rechtsgrundsatz, dass Zuwendungen, die aus einem nicht <span>verwirklichten oder nachtrÃ¤glich weggefallenen Grund oder im Irrtum Ã¼ber die Leistungspflicht erfolgten, zurÃ¼ckgefordert werden kÃ¶nnen. Im Sinn einer LÃ¼ckenfÃ¼llung finden die privatrechtlichen Vorschriften Ã¼ber die ungerechtfertigte Bereicherung nach Art. 62 ff. des Obligationenrechts vom 30. MÃ¤rz 1911 (OR, SR 220) analoge Anwendung, und es muss diese Regelung nach der Rechtsprechung auch im Ã¶ffentlichen Recht integral angewendet werden unter Einschluss der VerjÃ¤hrungsregel von Art. 67 OR. Diese ist im Ã¶ffentlichen Recht im Gegensatz zum Privatrecht von Amtes wegen zu berÃ¼cksichtigen, wenn das Gemeinwesen GlÃ¤ubiger und der Private Schuldner der Forderung ist (VGr, 29. Juni 2020, VB.2020.00087, E. 5.1 mit Hinweisen).</span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>3.2 </span></b><span>GemÃ¤ss Art. 62 Abs. 1 OR hat, wer in ungerechtfertigter Weise aus dem VermÃ¶gen eines andern bereichert worden ist, die Bereicherung zurÃ¼ckzuerstatten. Diese Verbindlichkeit tritt nach Art. 62 Abs. 2 OR insbesondere dann ein, wenn jemand ohne jeden gÃ¼ltigen Grund oder aus einem nicht verwirklichten oder nachtrÃ¤glich weggefallenen Grund eine Zuwendung erhalten hat. Eine Zuwendung "ohne jeden gÃ¼ltigen Grund" liegt namentlich bei nochmaliger Bezahlung einer bereits beglichenen Forderung vor (Peter Gauch/Walter R. Schluep/JÃ¶rg Schmid, Schweizerisches Obligationenrecht, Allgemeiner Teil, Band I, 11. A., ZÃ¼rich 2020, Rz. 1482). Wer eine Nichtschuld freiwillig bezahlt, kann das Geleistete nur dann zurÃ¼ckfordern, wenn er nachzuweisen vermag, dass er sich Ã¼ber die Schuldpflicht im Irrtum befunden hat, wobei die RÃ¼ckforderung dann ausgeschlossen ist, wenn die Zahlung fÃ¼r eine verjÃ¤hrte Schuld oder in ErfÃ¼llung einer sittlichen Pflicht geleistet wurde (Art. 63 Abs. 1 und 2 OR). Die RÃ¼ckerstattung kann insoweit nicht gefordert werden, als der EmpfÃ¤nger nachweisbar zur Zeit der RÃ¼ckforderung nicht mehr bereichert ist, es sei denn, dass er sich der Bereicherung entÃ¤usserte und hierbei nicht in gutem Glauben war oder doch mit der RÃ¼ckerstattung rechnen musste (Art. 64 OR).</span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>3.3 </span></b><span>Wie sich dem oben Ziff. I.A Abs. 2 AusgefÃ¼hrten, den Akten und den vorinstanzlichen ErwÃ¤gungen, auf welche ergÃ¤nzend verwiesen werden kann, entnehmen lÃ¤sst, liegt hier ein Fall einer irrtÃ¼mlichen Doppelzahlung vor; die Beschwerdegegnerin Ã¼berwies dem BeschwerdefÃ¼hrer den ihm zustehenden Anteil des Ausbildungsdarlehens aus Versehen zweimal (insgesamt Fr. 9ꞌ716.- anstelle von Fr. 4ꞌ858.-). Der BeschwerdefÃ¼hrer wurde durch die versehentlich ausgefÃ¼hrte zweite Ãberweisung mithin um Fr. 4ꞌ858.- bereichert. Er wurde sodann bereits wenige Tage nach Eingang der Doppelzahlung auf den Irrtum hingewiesen und aufgefordert, die grundlos geleistete Zahlung an die Beschwerdegegnerin zurÃ¼ckzuÃ¼berweisen. Dass der BeschwerdefÃ¼hrer dannzumal bereits nicht mehr bereichert gewesen wÃ¤re bzw. das Geld in guten Treuen ausgegeben gehabt hÃ¤tte, machte und macht er nicht geltend und ist auch nicht anzunehmen. Eine RÃ¼ckzahlung an die Beschwerdegegnerin hat er sodann unbestrittenermassen nur im Umfang von Fr. 416.- veranlasst. Dass er den Rest des ihm versehentlich Ã¼berwiesenen Geldes (Fr. 4ꞌ442.-) nach der erstmaligen RÃ¼ckforderung durch die Beschwerdegegnerin bzw. nach Erhalt des Schreibens vom 30. August 2021 ausgegeben haben und mithin zum heutigen Zeitpunkt nicht mehr bereichert sein mag, steht der RÃ¼ckforderung der Beschwerdegegnerin nicht entgehen (vgl. Art. 64 OR). Vielmehr hat Letztere einen Anspruch auf (vollstÃ¤ndige) RÃ¼ckerstattung der irrtÃ¼mlichen Doppelzahlung und somit des ausstehenden Betrags von Fr. 4ꞌ442.-. Dabei handelt es sich um eine Ã¶ffentlich-rechtliche Forderung. Es ist somit nicht zu beanstanden, dass Dispositivziffer 1 des erstinstanzlichen Beschlusses im angefochtenen Entscheid geschÃ¼tzt worden ist. </span></p> <p class="Erwgung1"><b><span>4. </span></b><span> </span></p> <p class="Erwgung2"><b>4.1 </b><span>Die Vorinstanz hielt zur Verrechnung des RÃ¼ckerstattungsanspruchs der Beschwerdegegnerin mit den sozialhilferechtlichen AnsprÃ¼chen des BeschwerdefÃ¼hrers und der damit einhergehenden KÃ¼rzung seiner wirtschaftlichen UnterstÃ¼tzungsleistungen zutreffend fest, dass der streitbetroffene RÃ¼ckforderungsanspruch sowie der Anspruch auf wirtschaftliche Sozialhilfe zwischen denselben Parteien (der Beschwerdegegnerin und dem BeschwerdefÃ¼hrer) bestÃ¼nden und die RÃ¼ckforderung noch nicht verjÃ¤hrt sei. Sie ordnete zudem an, dass eine Verrechnung erst erfolgen dÃ¼rfe, wenn der Entscheid Ã¼ber die RÃ¼ckforderung in Rechtskraft erwachsen sei. ErgÃ¤nzend dazu ist darauf hinzuweisen, dass die Verrechnung einer Ã¶ffentlich-rechtlichen Forderung des Gemeinwesens keiner Zustimmung des bzw. der betroffenen Privaten bedarf </span>(vgl. HÃ¤felin/MÃ¼ller/Uhlmann, Rz. 787 ff.). Eine Verrechnung der beschwerdegegnerischen RÃ¼ckforderung mit den fÃ¼rsorgerechtlichen AnsprÃ¼chen des BeschwerdefÃ¼hrers ist daher grundsÃ¤tzlich mÃ¶glich, was der BeschwerdefÃ¼hrer denn auch nicht bestreitet. </p> <p class="Erwgung2"><b><span>4.2 </span></b><span>Er erhebt indes EinwÃ¤nde gegen den Umfang der Verrechnung bzw. der damit einhergehenden KÃ¼rzung seiner sozialhilferechtlichen AnsprÃ¼che und macht geltend, da ihm kein oder jedenfalls kein schwerwiegendes Fehlverhalten vorzuwerfen sei, dÃ¼rften die Leistungen zur Deckung seines Grundbedarfs fÃ¼r den Lebensunterhalt nicht so weitgehend gekÃ¼rzt werden, wie dies die Vorinstanzen getan hÃ¤tten. </span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>4.3 </span></b><span>Nach der verwaltungsgerichtlichen Praxis dÃ¼rfen auf unrechtmÃ¤ssigen Sozialhilfebezug im Sinn des § 26 des Sozialhilfegesetzes vom 14. Juni 1981 (SHG, LS 851.1) gestÃ¼tzte RÃ¼ckerstattungsforderungen der Ã¶ffentlichen Hand in betragsmÃ¤ssiger und zeitlicher Hinsicht nur in jenem Rahmen mit den laufenden UnterstÃ¼tzungsansprÃ¼chen verrechnet werden, wie er nach den SKOS-Richtlinien bei der KÃ¼rzung von Leistungen gestÃ¼tzt auf § 24 SHG zu beachten wÃ¤re (VGr, 16. Juli 2020, VB.2020.00278, E. 2.1 mit Hinweisen). Nach dieser Bestimmung sind die Sozialhilfeleistungen als Sanktion von bestimmten Pflichtverletzungen der unterstÃ¼tzten Person angemessen zu kÃ¼rzen. Dabei sind die berechtigten Interessen von MinderjÃ¤hrigen angemessen zu berÃ¼cksichtigen (§ 24 Abs. 2 SHG). Der Lebensunterhalt des HilfeempfÃ¤ngers und seiner AngehÃ¶rigen darf durch die KÃ¼rzung der UnterstÃ¼tzungsleistungen nicht gefÃ¤hrdet werden (vgl. § 24 der Verordnung zum Sozialhilfegesetz vom 21. Oktober 1981 [SHV, LS 851.11]). </span></p> <p class="Urteilstext">Die SKOS-Richtlinien sehen vor, dass der Grundbedarf fÃ¼r den Lebensunterhalt um 5 bis 30 % gekÃ¼rzt werden kann. KÃ¼rzungen von 20 % und mehr sind auf maximal sechs Monate zu befristen, unter 20 % ist eine KÃ¼rzung je nach Fehlverhalten fÃ¼r maximal zwÃ¶lf Monate mÃ¶glich (VGr, 4. Mai 2022, VB.2020.00877, E. 4.3, und 3. Oktober 2023, VB.2023.00435, E. 2.4, je mit Hinweis auf Kapitel F.2 der SKOS-Richtlinien samt ErlÃ¤uterungen, in der ab 1. Januar 2021 geltenden Fassung). Eine KÃ¼rzung um 20 bis 30 % ist nur bei wiederholtem oder schwerwiegendem Fehlverhalten zulÃ¤ssig (VGr, 4. Mai 2022, VB.2020.00877, E. 4.3 mit Hinweis u.<span> </span>a. auf Kantonales Sozialamt, Sozialhilfehandbuch, Kap. 14.2.01, Ziff. 3, 28. September 2021 [zu finden unter www.sozialhilfe.zh.ch]). </p> <p class="Urteilstext">Der SozialbehÃ¶rde kommt bei einem KÃ¼rzungsentscheid zwar ein gewisser Beurteilungsspielraum zu, sie muss dabei jedoch stets den Grundsatz der VerhÃ¤ltnismÃ¤ssigkeit berÃ¼cksichtigen. Da die RÃ¼ckerstattungsforderung hier nicht auf ein unrechtmÃ¤ssiges Verhalten des BeschwerdefÃ¼hrers im Sinn des § 26 SHG, sondern auf einen Fehler der Beschwerdegegnerin zurÃ¼ckzufÃ¼hren ist (sogleich E. 4.4), ist fÃ¼r die Beurteilung der VerhÃ¤ltnismÃ¤ssigkeit der KÃ¼rzung jedenfalls kein strengerer Massstab als soeben skizziert anzusetzen. </p> <p class="Erwgung2"><b>4.4 </b>Wie die Vorinstanz zutreffend darlegt, liegt hier eine KÃ¼rzung des Grundbedarfs fÃ¼r den Lebensunterhalt um 20 % im Streit. Die rechtsgrundlose zweite Ãberweisung des dem BeschwerdefÃ¼hrer zustehenden Anteils an seinem Ausbildungsdarlehen ist auf einen Fehler im Wirkungskreis der Beschwerdegegnerin zurÃ¼ckzufÃ¼hren; dem BeschwerdefÃ¼hrer kann insoweit kein Fehlverhalten vorgeworfen werden. Es entspricht indes einem allgemeinen Rechtsgrundsatz, dass grundlos erbrachte Leistungen zurÃ¼ckgefordert werden kÃ¶nnen. Der BeschwerdefÃ¼hrer musste deshalb und jedenfalls seit der bereits am 30. August 2021 erfolgten Aufforderung der Beschwerdegegnerin zur RÃ¼ckÃ¼berweisung des fraglichen Betrags ernsthaft damit rechnen, dass er zur RÃ¼ckerstattung verpflichtet wÃ¼rde. Sollte er das ihm irrtÃ¼mlich Ã¼berwiesene Geld daher bereits ausgegeben haben, hÃ¤tte er dies nicht in guten Treuen getan. Vielmehr lÃ¤ge darin ein Versuch, vor dem Abschluss der gegen den Beschluss der Beschwerdegegnerin vom 14. Juni 2021 gerichteten Rechtsmittelverfahren mit Bezug auf den von ihm frei bzw. fÃ¼r die Studienkosten verwendbaren Anteil des Ausbildungsdarlehens Fakten zu schaffen. Dass die Vorinstanzen diesen Umstand im Ergebnis einem schwerwiegenden Fehlverhalten gleichstellten, ist nicht rechtsverletzend. Sodann ist der BeschwerdefÃ¼hrer alleinstehend, weshalb der KÃ¼rzung keine Interessen mitbetroffener, insbesondere minderjÃ¤hriger FamilienangehÃ¶riger entgegenstehen. Entgegen der Ansicht des BeschwerdefÃ¼hrers erweist sich die Verrechnung der RÃ¼ckforderung <i>in betragsmÃ¤ssiger Hinsicht</i> mithin als verhÃ¤ltnis- und rechtmÃ¤ssig. <i>In zeitlicher Hinsicht</i> ist die KÃ¼rzung von 20 % hingegen Ã¼bermÃ¤ssig und hÃ¤tte sie einstweilen auf sechs Monate beschrÃ¤nkt werden mÃ¼ssen, was deren WeiterfÃ¼hrung nach ÃberprÃ¼fung der Situation nicht ausschliesst (oben E. 4.3). </p> <p class="Erwgung1"><b>5. </b> </p> <p class="Urteilstext">Nach dem Gesagten ist die Beschwerde teilweise gutzuheissen. In teilweiser AbÃ¤nderung von Dispositivziffer II des Beschlusses des Bezirksrats PfÃ¤ffikon vom 21. Juni 2023 hat die Verrechnung der beschwerdegegnerischen RÃ¼ckforderung mit den sozialhilferechtlichen AnsprÃ¼chen des BeschwerdefÃ¼hrers vorerst beschrÃ¤nkt auf eine Dauer von <i>sechs</i> Monaten zu erfolgen. Im Ãbrigen ist die Beschwerde abzuweisen.</p> <p class="Erwgung1"><b>6. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b><span>6.1 </span></b><span>Bei diesem Ausgang erscheint der BeschwerdefÃ¼hrer als Ã¼berwiegend unterliegend. Die Gerichtskosten sind deshalb ihm zu zwei Dritteln und der Beschwerdegegnerin zu einem Drittel aufzuerlegen (§ 65a Abs. 2 in Verbindung mit § 13 Abs. 2 Satz 1 VRG). Zu prÃ¼fen bleibt sein Gesuch um GewÃ¤hrung unentgeltlicher ProzessfÃ¼hrung:</span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>6.2 </span></b><span>Nach § 16 Abs. 1 VRG haben Private, welchen die nÃ¶tigen Mittel fehlen und deren Begehren nicht offenkundig aussichtslos erscheinen, auf Ersuchen Anspruch auf unentgeltliche ProzessfÃ¼hrung. </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Die Mittellosigkeit des sozialhilfeabhÃ¤ngigen BeschwerdefÃ¼hrers ist zu bejahen, und sein Begehren erscheint angesichts des Verfahrensausgangs nicht als offenkundig aussichtslos. Folglich gilt es ihm unentgeltliche ProzessfÃ¼hrung zu gewÃ¤hren; die ihn treffenden Verfahrenskosten sind einstweilen auf die Gerichtskasse zu nehmen. </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Der BeschwerdefÃ¼hrer ist auf § 65a Abs. 2 in Verbindung mit § 16 Abs. 4 VRG aufmerksam zu machen, wonach eine Partei, der unentgeltliche Rechtspflege gewÃ¤hrt wurde, Nachzahlung leisten muss, sobald sie dazu in der Lage ist. Der Anspruch des Kantons verjÃ¤hrt zehn Jahre nach Abschluss des Verfahrens. </span></p> <p class="Urteilstext"><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>DemgemÃ¤ss erkennt <span>der Einzelrichter</span>:</span></p> <p class="Einzug2"><span>1.<span> </span></span><span>Die Beschwerde wird teilweise gutgeheissen. In teilweiser AbÃ¤nderung von Dispositivziffer II des Beschlusses des Bezirksrats PfÃ¤ffikon vom 21. Juni 2023 wird die Verrechnung der RÃ¼ckerstattungsforderung der Beschwerdegegnerin mit den sozialhilferechtlichen AnsprÃ¼chen des BeschwerdefÃ¼hrers vorerst auf eine Dauer von sechs Monaten beschrÃ¤nkt. Im Ãbrigen wird die Beschwerde abgewiesen.</span></p> <p class="Einzug2"><span>2. Die GerichtsgebÃ¼hr wird festgesetzt auf <br/> Fr. 500.--; die Ã¼brigen Kosten betragen:<br/> <u>Fr. 145.--</u> Zustellkosten,<br/> <u>Fr. 645.--</u> Total der Kosten.</span></p> <p class="Einzug2"><span>3. Das Gesuch des BeschwerdefÃ¼hrers um GewÃ¤hrung unentgeltlicher ProzessfÃ¼hrung wird gutgeheissen.</span></p> <p class="Einzug2"><span>4. Die Gerichtskosten werden zu einem Drittel der Beschwerdegegnerin und zu zwei Dritteln dem BeschwerdefÃ¼hrer auferlegt; die den BeschwerdefÃ¼hrer treffenden Kosten werden einstweilen auf die Gerichtskasse genommen.</span></p> <p class="Einzug2"><span>5. Gegen dieses Urteil kann Beschwerde in Ã¶ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten nach Art. 82 ff. des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (BGG, SR 173.110) erhoben werden. Die Beschwerde ist binnen 30 Tagen ab Zustellung einzureichen beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern.</span></p> <p class="Einzug2"><span>6. Mitteilung an:<br/> a) die Parteien;<br/> b) den Bezirksrat PfÃ¤ffikon;<br/> c) die Gerichtskasse.</span></p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>