A bteilung III C -1744/2007 {T 0/2} U rteil vom 7. A ugust 2007 M itw irkung: M ichael Peterli, vorsitzender R ichter, Francesco Parrino, R ichter, Elena Avenati-C arpani, R ichterin, G erichtsschreiberin Isabelle Pittet. B ._______, U S, Beschw erdeführer, gegen Schw eizerische A usgleichskasse SA K , avenue Edm ond-Vaucher 18, Postfach 3100, 1211 G enf 2, Vorinstanz betreffend Freiw illige Versicherung. B u n d e s v e rw a ltu n g s g e ric h t T rib u n a l a d m in is tra tif fé d é ra l T rib u n a le a m m in is tra tiv o fe d e ra le T rib u n a l a d m in is tra tiv fe d e ra l2 Sachverhalt: A. D er im Jahre 1961 geborene, verheiratete Schw eizerbürger B._______ ist seit 1. M ai 2004 im Ausland niedergelassen (vom 1. M ai 2004 bis 31. Januar 2006 in D änem ark, seither in den U SA; act. 1-3). M it Verfügung vom 16. Januar 2007 w ies die Schw eizerische Ausgleichskasse (nachfolgend: SAK) sein Beitrittsgesuch zur freiw illigen Alters-, H interlas- senen- und Invalidenversicherung (nachfolgend: freiw illige Versicherung) vom 10. O ktober 2006 ab m it der Begründung, dass er nicht unm ittelbar vor dem Ausscheiden aus der obligatorischen Versicherung w ährend m indestens 5 Jahren der schw eizerischen AH V/IV angeschlossen gew esen sei (act. 10). B. M it Schreiben vom 6. Februar 2006 erhob der G esuchsteller bei der SAK Einsprache gegen die Verfügung vom 16. Januar 2007 und beantragte sinngem äss die Aufhebung der Verfügung sow ie seine Aufnahm e in die freiw illige Versicherung. C . M it Einspracheentscheid vom 2. M ärz 2007 w ies die SAK die Einsprache ab m it der Begründung, dass der G esuchsteller schon Ende April 2004 aus der obligatorischen AH V/IV ausgetreten sei und er innert einem Jahr seit W egfall der obligatorischen Versicherung hätte beitreten m üssen (act. 30- 31). D . M it Schreiben vom 6. M ärz 2007 erhob B._______ (nachfolgend: Beschw erdeführer) Beschw erde beim Bundesverw altungsgericht. Zur Begründung führte er im W esentlichen aus, dass er seit 1980 ohne U nter- bruch obligatorisch versichert gew esen sei. Zw ar habe er seine obligatori- sche AH V-M itgliedschaft in der Schw eiz schon am 30. April 2004 beendet, er sei jedoch danach in D änem ark w ohnhaft und ebenfalls ohne U nter- bruch der landeseigenen Sozialversicherung angeschlossen gew esen. Per 1. Februar 2006 sei er von D änem ark in die U SA um gezogen und hätte dort innert Jahresfrist den Beitritt zur freiw illigen Versicherung erklärt (act. 44-56). E. In ihrer Vernehm lassung vom 20. April 2007 beantragte die SAK die Abw eisung der Beschw erde. Zur Begründung führte sie aus, dass die ausländische Versicherungsunterstellung für die Bestim m ung der Beitrittsfrist nicht zu berücksichtigen sei. F. D er Beschw erdeführer liess sich in der Folge nicht m ehr vernehm en. G . Am 1. Januar 2007 ging das Beschw erdeverfahren auf das Bundesverw al- tungsgericht über, das den Parteien die Zusam m ensetzung des Spruch- körpers bekannt gab. Es ging kein Ausstandsbegehren ein.3 D as B undesverw altungsgericht zieht in Erw ägung: 1. 1.1 G em äss Art. 31 des Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundes- verw altungsgericht (VG G , SR 173.32) in Verbindung m it Art. 33 lit. d VG G und Art. 85bis Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Alters- und H interlasse- nenversicherung vom 20. D ezem ber 1946 (AH VG ; SR 831.10) beurteilt das Bundesverw altungsgericht Beschw erden von Personen im Ausland gegen Verfügungen der Schw eizerischen Ausgleichskasse. Es liegt keine Ausnahm e im Sinne von Art. 32 VG G vor. 1.2 Aufgrund von Art. 3 Bst. dbis des Bundesgesetzes vom 20. D ezem ber 1968 über das Verw altungsverfahren (Vw VG , SR 172.021) findet das Vw VG keine Anw endung in Sozialversicherungssachen, sow eit das Bundesgesetz vom 6. O ktober 2000 über den Allgem einen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG , SR 830.1) anw endbar ist. G em äss Art. 1 Abs. 1 AH VG sind die Bestim m ungen des ATSG auf die im ersten Teil geregelte Alters- und H interlassenenversicherung anw endbar, sow eit das AH VG nicht ausdrücklich eine Abw eichung vom ATSG vorsieht. 1.3 D er Beschw erdeführer ist durch den angefochtenen Einspracheentscheid berührt und hat ein schutzw ürdiges Interesse an dessen Aufhebung oder Änderung, so dass er im Sinne von Art. 59 ATSG beschw erdelegitim iert ist. 1.4 D a die Beschw erde im Ü brigen frist- und form gerecht (Art. 60 ATSG und Art. 52 Vw VG ) eingereicht w urde, ist auf die Beschw erde einzutreten. 2. 2.1 Vorliegend ist strittig und vom Bundesverw altungsgericht zu prüfen, ob die SAK den Beschw erdeführer zu R echt nicht in die freiw illige Versicherung aufgenom m en hat. D iese Frage beurteilt sich aufgrund derjenigen R echts- sätze, die bei Erfüllung des zu R echtsfolgen führenden Tatbestandes G eltung hatten (BG E 126 V 136 Erw . 4b, 124 V 227 Erw . 1), som it nach den im Jahre 2006 (Beitrittsgesuch 10. O ktober 2006) gültigen Bestim - m ungen des AH VG , der Verordnung über die Alters- und H interlassenenversicherung vom 31. O ktober 1947 (AH VV, 831.101) sow ie der Verordnung über die freiw illige Alters-, H interlassenen- und Invaliden- versicherung vom 26. M ai 1961 (VFV, SR 831.111). 2.2 Art. 2 Abs. 1 AH VG bestim m t unter dem Titel ''Freiw illige Versicherung'', dass Schw eizer Bürger und Staatsangehörige der M itgliedstaaten der Europäischen G em einschaft (nachfolgend: EU ), die in einem Staat ausser- halb der EU leben, der freiw illigen Versicherung beitreten können, falls sie unm ittelbar vorher w ährend m indestens fünf aufeinander folgenden Jahren obligatorisch versichert w aren. G em äss Art. 7 VFV können Personen der freiw illigen Versicherung beitreten, w elche die Versicherungsvorausset- zungen nach Art. 2 Abs. 1 AH VG erfüllen, einschliesslich jener, die für einen Teil ihres Einkom m ens der obligatorischen Versicherung unterstellt 4 sind. N ach Art. 8 VFV m uss die Beitrittserklärung schriftlich bei der zustän- digen Auslandsvertretung innerhalb eines Jahres ab dem Zeitpunkt des Ausscheidens aus der obligatorischen Versicherung eingereicht w erden. N ach Ablauf dieser Frist ist der Beitritt zur freiw illigen Versicherung nicht m ehr m öglich (Abs. 1). D ie Versicherung beginnt m it dem Ausscheiden aus der obligatorischen Versicherung (Abs. 2). Liegen ausserordentliche U m stände vor, die nicht vom Antragsteller zu vertreten sind, kann die Ausgleichskasse auf G esuch in Einzelfällen die Frist zur Abgabe der Beitrittserklärung um längstens ein Jahr erstrecken. D ie G ew ährung oder die Ablehnung ist durch eine Kassenverfügung zu treffen (Art. 11 VFV). 2.3 M it Blick auf den U m stand, dass die U SA ein Staat ausserhalb der EU sind, w äre der Beitritt des Beschw erdeführers zur freiw illigen Versicherung grundsätzlich m öglich gew esen. Allerdings w ar der Beschw erdeführer lediglich bis April 2004 (aufgrund seines W ohnsitzes in der Schw eiz) obligatorisch versichert (Art. 1a Abs. 1 lit. a AH VG ). D a die Anm eldung des Beschw erdeführers zur freiw illigen Versicherung erst 2 1/2 Jahre nach dem Ausscheiden aus der obligatorischen AH V/IV-Versicherung erfolgte, sind die gesetzlichen Voraussetzungen für einen Beitritt zur freiw illigen Versicherung bereits aus diesem G rund offensichtlich nicht erfüllt (Art. 8 VFV i.V.m . Art. 2 Abs. 1 AH VG ). Es ist der Vorinstanz R echt zu geben, dass die Zugehörigkeit zu einer ausländischen Sozialversicherung (hier der dänischen vom 1. M ai 2004 bis 31. Januar 2006) diesen M angel nicht beheben kann. Im Ü brigen sind in den fünf Jahren vor der Ausreise aus der Schw eiz (April 1999 bis April 2004) ohnehin bereits Lücken im individuellen Beitragskonto des Beschw erdeführers zu finden (vgl. Act. 50- 52). 2.4 D ie Beschw erde gegen den Einspracheentscheid vom 2. M ärz 2007 ist daher abzuw eisen. 2.5 D as Verfahren ist für die Parteien kostenlos (Art. 85bis Abs. 2 AH VG ). D er unterliegende Beschw erdeführer hat keinen Anspruch auf Parteientschädi- gung (Art. 64 Abs. 1 Vw VG e contrario).5 D as B undesverw altungsgericht erkennt: 1. D ie Beschw erde w ird abgew iesen. 2. Es w erden keine Verfahrenskosten erhoben, und dem Beschw erdeführer w ird keine Parteientschädigung zugesprochen. 3. D ieses U rteil w ird eröffnet: - dem Beschw erdeführer (auf konsularischem W eg) - der Vorinstanz - dem Bundesam t für Sozialversicherungen D er vorsitzende R ichter: D ie G erichtsschreiberin: M ichael Peterli Isabelle Pittet R echtsm ittelbelehrung G egen diesen Entscheid kann innerhalb von 30 Tagen nach Eröffnung beim Bundesge- richt, Sozialversicherungsrechtliche Abteilungen, Schw eizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschw erde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten geführt w erden (Art. 82 ff., 90 ff. und 100 des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BG G , SR 173.110]). D ie R echtsschrift hat die Begehren, deren Begründung m it Angabe der Bew eism ittel und die U nterschrift zu enthalten. D er angefochtene Entscheid und die Bew eism ittel sind, sow eit sie der Beschw erdeführer in H änden hat, beizulegen (vgl. Art. 42 BG G ). Versand am :