<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: PB.2000.00015</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="https://vgrzh.djiktzh.ch/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=https://vgrzh.djiktzh.ch&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=105711&amp;W10_KEY=4467149&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>PB.2000.00015</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 12.10.2000</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">4. Abteilung/Einzelrichter</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Personalrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Besoldungseinstufung und Lohnrückforderung</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Zuständigkeit des VGr bei einer rückwirkenden Einstufungskorrektur und der damit einhergehenden Lohnrückforderung gegeben, da kein Anwendungsfall von § 74 Abs. 2 VRG vorliegt (E. 1).<br/>Eine rückwirkende Einstufungskorrektur entspricht einem Widerruf einer Verfügung und ist nur unter bestimmten Voraussetzungen möglich (E. 2a). <br/>I.c. überwiegt das Interesse an der Rechtssicherheit und dem Vertrauensschutz gegenüber dem öffentlichen Interesse an der richtigen Anwendung des Rechts (E. 2b und c).<br/>Bei Unzulässigkeit des Widerufs bleibt bei einem Anstellungsverhältnis nur die ordentliche Änderung unter Wahrung der Kündigungsfrist (E. 2d).<br/>Gutheissung.</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: GUTER GLAUBE">GUTER GLAUBE</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: Ãffentliches Dienstrecht ST: INHALT DES DIENSTVERHÃLTNISSES">INHALT DES DIENSTVERHÃLTNISSES</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: INTERESSENABWÃGUNG">INTERESSENABWÃGUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: Allgemeines Verwaltungsrecht ST: ÃBRIGES ALLGEMEINES VERWALTUNGRECHT">ÃBRIGES ALLGEMEINES VERWALTUNGRECHT</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: VERTRAUENSSCHUTZ">VERTRAUENSSCHUTZ</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: WIDERRUF">WIDERRUF</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade">§ 5 lit. III LehrerbesoldG</span><br/><span class="gerade">§ 31 LehrerbesoldV</span><br/><span class="ungerade">§ 63 lit. II VRG</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 3 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Einzug1"><span>I. Mit VerfÃ¼gung vom 28. Juli 1998 wurde A auf den Beginn des Schuljahres 1998/1999 unbefristet als Verweser mit Vollpensum abgeordnet und die Besoldungseinstu­fung in BR 12.01.29 vorgenommen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Aufgrund einer Anfrage As bezÃ¼glich der FÃ¤lligkeit des Dienstaltersgeschenkes stellte das Volksschulamt am 23. Dezember 1999 fest, dass die mit VerfÃ¼gung vom 28. Juli 1998 vorgenommene, ab 16. August 1998 wirksame Einstufung um zwei Stufen zu hoch ausgefallen war und richtigerweise in BR 12.01.27 hÃ¤tte erfolgen mÃ¼ssen. Mit dem Hin­weis, dass die Einstufung rÃ¼ckwirkend per 16. August 1998 korrigiert wÃ¼rde, wurde A Gelegenheit zur Stellungnahme geboten, der hiervon keinen Gebrauch machte.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Mit Schreiben vom 17. Januar 2000 wurde erneut die Einstufungskorrektur festge­halten und A fÃ¼r die Lohndifferenz von Fr. 7'486.85 ein RÃ¼ckzahlungsvorschlag unterbrei­tet. Nachdem A innert Frist eine BegrÃ¼ndung verlangt hatte, verfÃ¼gte das Volksschulamt am 25. Januar 2000 die Korrektur der Einstufung in neu BR 12.01.27 rÃ¼ckwirkend auf 16. August 1998 (Dispositiv Ziffer III); die Korrektur sollte ab 1. Januar 2000 vollzogen werden (Dispositiv Ziffer IV) und die genauere Regelung der RÃ¼ckzahlungsmodalitÃ¤ten blieb fÃ¼r einen spÃ¤teren Zeitpunkt vorbehalten (Dispositiv Ziffer V).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>II. Hiergegen liess A am 15. Februar 2000 Rekurs erheben, wobei er geltend machte, nicht nur die RÃ¼ckforderung der bereits ausbezahlten Besoldungsdifferenz sei un­zulÃ¤ssig, sondern auch die Korrektur der Einstufung per 1. Januar 2000, da fÃ¼r eine solche Ãnderung des DienstverhÃ¤ltnisses die KÃ¼ndigungsfrist zu beachten sei.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die Bildungsdirektion wies den Rekurs am 6. Juni 2000 ab.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>III. Entgegen der auf den Regierungsrat verweisenden Rechtsmittelbelehrung des Rekursentscheids liess A am 12. Juli 2000 Beschwerde an das Verwaltungsgericht erheben und beantragen, den Rekursentscheid und die angefochtene VerfÃ¼gung des Volksschulamts insoweit aufzuheben, als der zuviel bezahlte Lohn im Betrag von Fr. 7'486.95 zurÃ¼ckzuer­statten sei und die korrigierte Einstufung ab 1. Januar 2000 erfolge. Der BegrÃ¼ndung lÃ¤sst sich zudem entnehmen, dass die BesoldungskÃ¼rzung nach Auffassung des BeschwerdefÃ¼h­rers nur unter Einhaltung einer 6-monatigen KÃ¼ndigungsfrist, das heisst auf 1. August 2000, erfolgen kÃ¶nne.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die Bildungsdirektion und das Volksschulamt verzichteten am 19. bzw. 22. Juli 2000 auf Vernehmlassung.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Der Einzelrichter zieht in ErwÃ¤gung:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>1. Mit Beschwerde angefochten wird ein Rekursentscheid der Bildungsdirektion Ã¼ber eine personalrechtliche Anordnung. GemÃ¤ss § 74 Abs. 1 des Verwaltungsrechtspfle­gegesetzes vom 24. Mai 1959 (VRG; in der Fassung vom 8. Juni 1997) ist deshalb die Beschwerde an das Verwaltungsgericht zulÃ¤ssig, soweit nicht ein Ausnahmetatbestand im Sinn von § 74 Abs. 2 VRG erfÃ¼llt ist. UnzulÃ¤ssig ist nach dieser Bestimmung insbesondere die Beschwerde gegen Anordnungen und Rekursentscheide Ã¼ber die Einreihung in Besol­dungsklassen und -stufen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Ein solcher Ausschlussgrund liegt hier jedoch nicht vor. Streitig ist nicht die vom Verwaltungsgericht nicht zu beurteilende richtige Einreihung in Besoldungsklassen oder <br/> -stufen, sondern lediglich die Frage, ob und ab welchem Zeitpunkt eine unbestrittenermas-sen zu hoch erfolgte Einreihung korrigiert werden darf.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Auf die Beschwerde ist deshalb einzutreten. Die Beschwerde behandelt gemÃ¤ss § 38 Abs. 2 VRG der Einzelrichter.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>2. Die Parteien gehen Ã¼bereinstimmend davon aus, dass die Einreihung des Be­schwerdefÃ¼hrers in BR 12.01.29 gemÃ¤ss VerfÃ¼gung vom 28. Juli 1998 fehlerhaft war. Ob diese unangefochten gebliebene VerfÃ¼gung gegen den Willen des BeschwerdefÃ¼hrers wi­derrufen werden kann, ist, da eine ausdrÃ¼ckliche gesetzliche Ordnung fehlt, nach den all­gemeinen Voraussetzungen Ã¼ber den Widerruf von VerfÃ¼gungen zu beurteilen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>a) Der Widerruf von Verwaltungsakten, die dem Gesetz nicht oder nicht mehr ent­sprechen, ist grundsÃ¤tzlich zulÃ¤ssig, allerdings nur unter den von der bundesgerichtlichen Rechtsprechung entwickelten Voraussetzungen. Danach sind das Interesse an der richtigen Durchsetzung des objektiven Rechts und dasjenige an der Wahrung der Rechtssicherheit gegeneinander abzuwÃ¤gen. Dem Postulat der Rechtssicherheit kommt in der Regel dann der Vorrang zu, wenn durch die frÃ¼here VerfÃ¼gung ein subjektives Recht begrÃ¼ndet wor­den ist oder wenn die VerfÃ¼gung in einem Verfahren ergangen ist, in welchem die sich gegenÃ¼berstehenden Interessen allseitig zu prÃ¼fen und gegeneinander abzuwÃ¤gen waren, oder wenn der Private von einer ihm durch die fragliche VerfÃ¼gung eingerÃ¤umten Befugnis bereits Gebrauch gemacht hat. Diese Regel gilt allerdings nicht absolut; ein Widerruf kann auch in einem der drei genannten FÃ¤lle in Frage kommen, wenn er durch ein besonders gewichtiges Ã¶ffentliches Interesse geboten ist (BGE 119 Ia 305 E. 4c).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Zur InteressenabwÃ¤gung im Zusammenhang mit einer irrtÃ¼mlich zu hoch angesetz­ten Besoldung hat das Verwaltungsgericht in RB 1989 Nr. 19 eingerÃ¤umt, die in einer AnstellungsverfÃ¼gung festgesetzte Besoldung sei zwar in aller Regel nicht gegen Geset­zesÃ¤nderungen geschÃ¼tzt; bei der AbwÃ¤gung zwischen dem Interesse an der richtigen DurchfÃ¼hrung des objektiven Rechts und dem Vertrauensschutzinteresse der oder des An­gestellten mÃ¼sse der in der AnstellungsverfÃ¼gung festgesetzten Besoldung solange ein grosses Gewicht zukommen, als sich die Rechtsgrundlagen nicht verÃ¤ndert hÃ¤tten; die Festsetzung der Besoldung bilde eine, wenn nicht sogar die zentrale Entscheidungsgrund­lage bei der Ãbernahme einer Stelle im Ã¶ffentlichen Dienst, und mit der Verpflichtung zum Stellenantritt habe der oder die Angestellte eine Disposition getroffen, die sich nachtrÃ¤glich nicht mehr rÃ¼ckgÃ¤ngig machen lasse (gleicher Auffassung Tobias Jaag, Das Ã¶ffentlich­rechtliche DienstverhÃ¤ltnis im Bund und im Kanton ZÃ¼rich â ausgewÃ¤hlte Fragen, ZBl 95/1994, S. 450).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) Auf den Schutz seines Vertrauens in die BestÃ¤ndigkeit der AnstellungsverfÃ¼gung bzw. damit einher gehend auf das Postulat der Rechtssicherheit kann sich der Beschwerde­fÃ¼hrer nur berufen, wenn er selber den seiner Einreihung zugrundeliegenden Irrtum nicht erkannte bzw. wenn er ihn nicht hÃ¤tte erkennen mÃ¼ssen. DafÃ¼r gibt es jedoch keine An-haltspunkte. So hat er selber durch seine Anfrage zur FÃ¤lligkeit des Dienstaltersgeschenkes beim Volksschulamt die Entdeckung des Irrtums ausgelÃ¶st, und dass der Wechsel vom Vikar mit Verweserbesoldung zum Verweser nicht zu einer LohnerhÃ¶hung von Fr. 132'498.- auf Fr. 137'943.- fÃ¼hren konnte, ist jedenfalls nicht offensichtlich. Zwar trifft es zu, dass der Kanton ZÃ¼rich seit 1995 keine generellen BesoldungserhÃ¶hungen vorge-nommen hat, doch sind individuelle BefÃ¶rderungen weiterhin mÃ¶glich geblieben. Sodann enthÃ¤lt die VerfÃ¼gung vom 28. Juli 1998 lediglich die Einstufungsangabe ohne Hinweis auf die damit verbundene Jahresbesoldung, sodass der BeschwerdefÃ¼hrer den Irrtum erst auf-grund der monatlichen Lohnabrechnung hÃ¤tte erkennen kÃ¶nnen, auf welchen jedoch die Differenz von weniger als 5% betragsmÃ¤ssig nicht auffallen musste.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>c) Dem Postulat der Rechtssicherheit und besonders dem Vertrauen der Rechtsun­terworfenen in die VerlÃ¤sslichkeit hoheitlicher Anordnungen kommt von vornherein er­hebliches Gewicht zu. Bei der BegrÃ¼ndung Ã¶ffentlichrechtlicher AnstellungsverhÃ¤ltnisse durch mitwirkungsbedÃ¼rftige VerfÃ¼gung ist sodann zu berÃ¼cksichtigen, dass eine solche VerfÃ¼gung einem Vertrag insofern nahekommt, als sie die Einigung der Beteiligten Ã¼ber die wesentlichen Fragen des AnstellungsverhÃ¤ltnisses festhÃ¤lt. Die Leistungen des verfÃ¼­genden Gemeinwesens sind Korrelat der freiwillig begrÃ¼ndeten Leistungspflicht des oder der Arbeitnehmenden; auch wenn die Rechtsprechung die sich aus diesem RechtsverhÃ¤ltnis ergebenden vermÃ¶gensrechtlichen AnsprÃ¼che der Angestellten nicht als wohlerworbene Rechte anerkennt und sie deshalb nicht vor Eingriffen des Gesetzgebers schÃ¼tzt (BGE 118 Ia 245 E. 5a; Bundesgericht, 21. Oktober 1997, Pra 87/1998 Nr. 31, mit Hinweisen), so vermag in Anlehnung an den Grundsatz "pacta sunt servanda" die vertragsÃ¤hnliche Bezie­hung zwischen Ã¶ffentlichem Arbeitgeber und Angestelltem wenn auch keine wohlerworbe­nen Rechte, so doch immerhin einen erhÃ¶hten Vertrauensschutz gegenÃ¼ber individuellen Anpassungen der AnstellungsverfÃ¼gung zu begrÃ¼nden (vgl. BGE 118 Ia 245 E. 5b; Ulrich HÃ¤felin/Georg MÃ¼ller, Grundriss des Allgemeinen Verwaltungsrechts, 3. A., ZÃ¼rich 1998, Rz. 815).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Indem der BeschwerdefÃ¼hrer seine Arbeitsleistung aufgrund der verfÃ¼gungsmÃ¤ssig festgehaltenen Bedingungen erbracht und er seine Lebenshaltung auf das hÃ¶here Einkom­men ausgerichtet hat, hat er Dispositionen getroffen, die sich im Nachhinein nicht mehr rÃ¼ckgÃ¤ngig machen lassen. Ob er belegen kann, dass er Ã¼ber den von der Beschwerdegeg­nerschaft zurÃ¼ckgeforderten Betrag bereits verfÃ¼gt habe, ist deshalb nicht von ausschlagge­bender Bedeutung. HÃ¤tte er dagegen die Lohndifferenz zur Seite gelegt, so wÃ¼rde dies eher auf fehlende GutglÃ¤ubigkeit schliessen lassen. Indessen sind die Darlegungen des Be-schwerdefÃ¼hrers, dass der Projektauftrag fÃ¼r den Um- und Ausbau seiner Liegenschaft Xstrasse (vgl. act. --) alle seine finanziellen Mittel beansprucht habe, unwidersprochen geblieben. Zudem stellt in aller Regel das Erwerbseinkommen die Existenzgrundlage des Angestellten dar, und erfahrungsgemÃ¤ss kÃ¶nnen sich schon geringfÃ¼gige Einbussen gegen­Ã¼ber der erwarteten Besoldung relativ einschneidend auswirken.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Auf der anderen Seite erweist sich das Interesse an der richtigen Durchsetzung des objektiven Rechts als nicht besonders hoch. Abgesehen von dem aus der Sicht des Kantons bescheidenen Betrag von einigen Tausend Franken geht es um die Korrektur eines Fehlers, wie er in einer grossen Verwaltung ohne weiteres vorkommen kann. Sodann stellt sich nicht die Frage, ob die fehlerhafte VerfÃ¼gung Ã¼berhaupt korrigiert werden kann, sondern lÃ¤sst sich der Fehler spÃ¤testens mit der AuflÃ¶sung des AnstellungsverhÃ¤ltnisses beheben. Auch GrÃ¼nde der Rechtsgleichheit rechtfertigen keine andere Gewichtung: Weil der Fehler nur den BeschwerdefÃ¼hrer betrifft, besteht entgegen der im angefochtenen Entscheid ver­tretenen Auffassung keine Gefahr, dass wegen des Grundsatzes der Gleichbehandlung im Unrecht andere Lehrpersonen erfolgreich eine HÃ¶hereinstufung beantragen kÃ¶nnten (vgl. RB 1989 Nr. 19, am Ende).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>d) Erweist sich damit der Widerruf der fehlerhaften VerfÃ¼gung als unzulÃ¤ssig, so stellt sich die Frage nicht, ob ein solcher Widerruf ex tunc oder ex nunc wirkt, sondern kommt eine Ãnderung nur auf dem ordentlichen Weg in Betracht, das heisst bei einem An­stellungsverhÃ¤ltnis unter Wahrung der KÃ¼ndigungsfrist. Dieses Ergebnis ist um so eher gerechtfertigt, als das Bundesgericht selbst bei einem grundsÃ¤tzlich zulÃ¤ssigen Eingriff des Gesetzgebers in eine Besoldungsordnung die Frist fÃ¼r die Anpassung in Analogie zu den KÃ¼ndigungsfristen des Obligationenrechts festgelegt hat (vgl. Bundesgericht, 15. Dezem-ber 1976, ZBl 78/1977, S. 269). Der von der Vorinstanz angerufene § 5 Abs. 3 der Verord­nung zum Lehrerbesoldungsgesetz vom 5. MÃ¤rz 1986 (LehrerbesoldungsV) bestimmt unter dem Randtitel "Anrechnung von Dienstjahren", dass AntrÃ¤ge auf eine hÃ¶here Einstufung vom Lehrer der Bildungsdirektion einzureichen seien und dass die Anrechnung auf Beginn des dem Antrag folgenden Monats erfolge. FÃ¼r den hier zu entscheidenden Fall einer Be­soldungskÃ¼rzung lÃ¤sst sich daraus nichts herleiten.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>GemÃ¤ss den in der AnstellungsverfÃ¼gung festgehaltenen KÃ¼ndigungsregelung kann eine (ordentliche) KÃ¼ndigung des AnstellungsverhÃ¤ltnisses nur auf Ende des Schuljahres erfolgen. GemÃ¤ss § 31 LehrerbesoldungsV wÃ¼rde damit der Anspruch auf die hÃ¶here Be­soldung bis 15. August 2000 bestehen. Da das Verwaltungsgericht gemÃ¤ss § 63 Abs. 2 VRG nicht Ã¼ber die gestellten Rechtsbegehren hinausgehen kann, ist in Gutheissung der Beschwerde das Volksschulamt zu verpflichten, dem BeschwerdefÃ¼hrer bis zum 1. August 2000 die Besoldung entsprechend der Einstufung in BR 12.01.29 auszurichten.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>3. ...<br/> <br/> </span></p> <p class="Einzug1"><span>DemgemÃ¤ss entscheidet der Einzelrichter:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>1. Die Beschwerde wird gutgeheissen und die VerfÃ¼gung des Volksschulamtes vom 25. Januar 2000 im angefochtenen Umfang sowie der Rekursentscheid der Bildungsdi­rektion vom 6. Juni 2000 werden aufgehoben. Das Volksschulamt wird verpflichtet, den BeschwerdefÃ¼hrer bis 1. August 2000 gemÃ¤ss BR 12.01.29 zu besolden.</span></p> <p class="Einzug2"><span>2. ...</span></p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>