<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="cell small-12 contentContainer printArea"> <div><table><tr><td><p class="Standard berschrift1"><span class="Standard berschrift1">Sozialversicherungsgericht</span></p><p class="Standard berschrift1"><span class="Standard berschrift1">des Kantons Zürich</span></p></td><td><p class="Standard berschrift1"><img src="word/media/image1.png"/></p></td></tr></table><div><div><p><span>UV.2024.00044</span></p></div><p><br/></p><div><p>II. Kammer</p></div><div><p>Sozialversicherungsrichterin Sager als Einzelrichterin<br/>Gerichtsschreiberin Peter-Schwarzenberger</p></div><p class="Standard berschrift2"><span class="Standard berschrift2">Urteil</span><span class="Standard berschrift2"> vom </span><span class="Standard berschrift2">30. Dezember 2024</span></p></div><p class="Standard StandardEinzug"><span class="Standard StandardEinzug">in Sachen</span></p><p class="Standard StandardFett RubrumFett"><span class="Standard StandardFett RubrumFett">X.___</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">Beschwerdeführer</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">vertreten durch Rechtsanwalt Dr. Sascha Daniel </span><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">Patak</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">Goetz &amp; </span><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">Patak</span><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"> Rechtsanwälte</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">Oberwachtstrasse 13, 8700 Küsnacht ZH</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">gegen</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Standard StandardFett RubrumFett"><span class="Standard StandardFett RubrumFett">Visana Versicherungen AG</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">Weltpoststrasse 19, 3000 Bern 15</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">Beschwerdegegnerin</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p><br/></p><p></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Sachverhalt:</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">1.</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">X.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">, geboren 1970, war seit dem 1. Oktober 2022 bei </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">der </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Y.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> AG als Arzt angestellt und damit bei der Visana Versicherungen AG, Bern (Visana)</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">,</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> versichert, als er am 15. April 2023 bei einem Apéro auf einen «harten Gegenstand» biss und dabei einen Zahnschaden erlitt (Urk. 9/1). </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Mit Verfügung vom 8. Januar 2024 (Urk. 9/24-26) verneinte die Visana einen Anspruch auf Versicherungsleistungen aus der obligatorischen Unfallversiche</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rung für die erlittene Zahnschädigung im Zusammenhang mit dem Ereignis vom 15. April 2023. Die vom Versicherten am 31. Januar 2024 erhobene Einsprache (Urk. 3 = Urk. 9/28 = Urk. 9/30) wies die Visana mit Entscheid vom 6. Februar 2024 (Urk. 9/33-36 = Urk. 2) ab. </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Der Versicherte erhob am 7. März 2024 Beschwerde gegen den </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Einsprache</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">entscheid</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> vom 6. Februar 2024 (Urk. 2) und beantragte, dieser sei vollumfänglich aufzuheben und der Sachverhalt sei als Unfall anzuerkennen. Die Visana sei entsprechend zu verpflichten, entsprechende Leistungen zu erbringen. Eventuell sei die Sache zur Neubeurteilung an die Vorinstanz zurückzuweisen (Urk. 1 S. 2 Ziff. 1-2). Mit Beschwerdeantwort vom 1. Mai 2024 (Urk. 8) beantragte die Visana die Abweisung der Beschwerde. Dies wurde dem Beschwerdeführer am 2. Mai 2024 zur Kenntnis gebracht (Urk. 10). </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span id="FUNKTION1"></span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Einzelrichterin</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> zieht in Erwägung:</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">1.1</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Da der Streitwert Fr. 30’000.-- nicht übersteigt, fällt die Beurteilung der </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Beschwerde</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> in die einzelrichterliche Zuständigkeit (§ 11 Abs. 1 des </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Gesetz</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">es</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> über das Sozialversicherungsgericht</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">,</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">GSVGer</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">1.2</span><span> </span><span id="UV118"></span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">UV170180</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Unfallbegriff, Gesetzestext</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">04.2021</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Ein Unfall ist gemäss Art. 4 </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG)</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> die plötzliche, nicht beabsichtigte schädigende Einwirkung eines ungewöhnlichen äusseren Faktors auf den menschlichen Körper, die eine Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit oder den Tod zur Folge hat.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">1.3</span><span> </span><span id="UV119"></span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">UV170190</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Unfallbegriff, ungewöhnlicher äusserer Faktor</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">06.2023</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Der äussere Faktor ist zentrales Begriffsmerkmal eines jeden Unfallereignisses; er ist Gegenstück zur </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> den Krankheitsbegriff konstituierenden </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> inneren Ursache (BGE 134 V 72 E. 4.1.1; Urteil des Bundesgerichts 8C_305/2022 vom 13. April 2023 E. 3.2). Nach der Rechtsprechung bezieht sich das Begriffsmerkmal der Ungewöhnlichkeit nicht auf die Wirkung des äusseren Faktors, sondern nur auf diesen selbst. Ohne Belang für die Prüfung der Ungewöhnlichkeit ist somit, dass der äussere Faktor allenfalls schwerwiegende, unerwartete Folgen nach sich zog. Der äussere Faktor ist ungewöhnlich, wenn er – nach einem objektiven Massstab – den Rahmen des im jeweiligen Lebensbereich Alltäglichen oder Üblichen überschreitet. Ausschlaggebend ist also, dass sich der äussere Faktor vom Normalmass an Umwelteinwirkungen auf den menschlichen Körper abhebt. Unge</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">wöhnliche Auswirkungen allein begründen keine Ungewöhnlichkeit (BGE 142 V 219 E. 4.3.1 mit Hinweisen, 134 V 72 E. 4.1 und E. 4.3.1 mit Hinweis; vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_368/2020 vom 17. September 2020 E. 4.2 mit Hinweisen).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">1.4</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Praxisgemäss sind die Umstände des Unfallgeschehens von der versicherten Person glaubhaft zu machen. Unvollständige, ungenaue und widersprüchliche Angaben genügen diesem Erfordernis nicht. Zur Glaubhaftmachung eines Unfalls genügt es nicht, einen Gesundheitsschaden nachzuweisen, der möglicherweise auf ein Unfallereignis zurückgehen könnte, sondern es müssen über das konkrete Geschehen wahre, genaue und wenn möglich ins Einzelne gehende Daten namhaft gemacht werden, aufgrund derer der Versicherer in die Lage versetzt wird, sich über die Tatumstände ein Bild zu machen und diese in objektiver Weise abzuklären. Unter Umständen kann auch der medizinische Befund einen Beweis für ein unfallmässiges Geschehen bilden; er dient jedoch häufig nur als Indiz (Urteil des Bundesgerichts 9C_338/2018 vom 17. Dezember 2018 E. 4.2 mit Hinweisen). Im Streitfall obliegt es dem Gericht zu beurteilen, ob die einzelnen Voraussetzungen des Unfallbegriffs </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">erfüllt</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">sind.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">1.5</span><span> </span><span id="VV033"></span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Die Verwaltung als verfügende Instanz und – im Beschwerdefall – das Gericht dürfen eine Tatsache nur dann als bewiesen annehmen, wenn sie von ihrem Bestehen überzeugt sind. Im Sozialversicherungsrecht hat das Gericht seinen Entscheid, sofern das Gesetz nicht etwas Abweichendes vorsieht, nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu fällen. Die blosse Möglich</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">keit eines bestimmten </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Sachverhalts genügt den Beweisanforderungen nicht. Das Gericht folgt vielmehr jener Sachverhaltsdarstellung, die es von allen möglichen Geschehensabläufen als die wahrscheinlichste würdigt (BGE 144 V 427 E. 3.2).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span id="_Hlk185599675"></span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.</span><span> </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">2.1</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Die </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Beschwerdegegnerin</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">hielt </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">im angefochtenen </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Einspracheentscheid</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> (Urk. 2) </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">fest</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">, </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">dass der </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Beschwerdeführer</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> den fraglichen Gegenstand nicht identifizieren könne. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Es sei</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> unklar, was für ein Gegenstand die Zahnschädigung herbeigeführt habe. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Unter Anwendung der ständigen bundesgerichtlichen Rechtsprechung</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> zum Unfallbegriff bei Zahnschäden</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> sei vorliegend von Beweislosigkeit auszugehen, deren Folgen der </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Beschwerdeführer</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> zu tragen haben. Es bestehe mithin keine Leistungspflicht des Unfallversicherers (S. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">3</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">). </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">2.2</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Der Beschwerdeführer stellte sich demgegenüber auf den Standpunkt</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> (Urk. 1), dass beim Essen eine</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">r</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> frischen Laugenbre</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">t</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">zel durch Biss auf ein</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">en</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> besonders harte</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">n</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">, nicht zum Brot gehörende</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">n</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> oder ins Brot passende</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">n</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> Fremdkörper</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">ein Zahn abgebrochen </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">sei</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Obwohl</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> der Gegenstand nicht direkt habe eruiert werden können, da dieser verschluckt worden sei, zeige sich, dass e</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">r</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> offensichtlich ungewöhnlich gewesen sei und damit eben ein Unfall dargestellt habe. Es sei bewiesen, sicherlich aber glaubhaft gemacht, dass es sich um Ungewöhnlichkeit handle und aus diesem Grund ein Unfall vorliege (S. 4 ff.). </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">2.3</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">In der Beschwerdeantwort (Urk. 8) </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">hielt die </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Beschwerdegegnerin</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> fest, dass der Nachweis für das Vorliegend bzw. die Einwirkung eines ungewöhnlich</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">en</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> äusseren Faktors entgegen der Auffassung des </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Beschwerdeführer</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">s vorliegend nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit erbracht worden sei. Somit trage der </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Beschwerdeführer</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> als Anspruchsteller die Folgen der Beweislosigkeit und es bestehe keine Leistungspflicht des Unfallversicherers (S. 4 f.). </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">3.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">3.1</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Zu beurteilen ist im Folgenden, ob es sich beim Ereignis </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">vom 15. April 2023 um </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">einen Unfall im Rechtssinne handelt. Streitig ist insbesondere, ob die Anspruchs</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">voraussetzungen des ungewöhnlichen äusseren Faktors gegeben bzw. genügend nachgewiesen sind</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> (vgl. vorstehend E. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">1.2-1.4</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">). </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.2</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Der Unfallmeldung der </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Y.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> AG vom 18. August 2023 (Urk. 9/1) ist die folgende Schilderung des Ereignisses vom 15. April 2023</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">zu entnehmen: «Während dem Apero auf harten Gegenstand gebissen und den Zahn dabei zer</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">brochen». </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Als verletztes Körperteil wurden die «Zähne, links» und als Schädigung «Bruch» angegeben. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Als </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Erstbehandler</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> wurde Dr. med. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">dent</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Z.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> genannt. </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.3</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Der Zahnarzt </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Dr. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Z.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nannte im Formular «Zahnschäden gemäss KVG, Befun</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">de/Kostenvoranschlag» </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">vom 24. August 2023 (Urk. 9/</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">5</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">-</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">7</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">) folgende</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">n</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Unfallher</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gang: «Biss auf Hartes»</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Befundaufnahme sei am 15. April 2023 erfolgt, das beigelegte Röntgenbild datiert vom 27. Juni 2023</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> (S. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">4</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Ziff. 2</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> und S. 8</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">). </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">3.</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">4</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Den</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> Fragebogen zum Ereignis vom 15. April 2023 (Urk. 9/17-18 = Urk. 9/19-20)</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> füllte der Beschwerdeführer am 1. Dezember 2023 aus. D</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">ie Frage, wie und wann er sich den Zahn verletzte habe</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">, beantwortete er</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> folgendermassen: «Am 15.4.2023 habe ich auf eine Salzbretzel gebissen. Es gab einen Knack und mein Zahn war gebrochen» (Frage 1). Auf die Frage, ob dabei etwas Besonderes passiert sei, antwortete der Beschwerdeführer: «Etwas Hartes war </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">in der Bretzel</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">, darauf habe ich gebissen» (Frage 2). Die Frage, ob er den Gegenstand gesehen habe oder nur vermute, dass er darauf gebissen habe, beantwortete er wie folgt: «Es war etwas </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">in der Bretzel</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">, darauf habe ich gebissen» (Frage 3). Die Frage, ob er den Gegenstand noch habe, verneinte er (Frage 4). </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Das fehlerhafte Produkt beschrieb er folgendermassen: «War an einem Apéro, nicht selber gekauft» (Frage 5). </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Auf d</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">ie Frage, ob der beschädigte Zahn vor dem Vorfall von seinem Zahnarzt behandelt worden sei, antwortete er: «Nein, ich habe gesunde Zähne (Frage 8). </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">3.</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">5</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">In der Einsprache vom 31. Januar 2024 (Urk. 3 = Urk. 9/28 = Urk. 9/30) gegen die Verfügung vom 8. Januar 2024 (vgl. Urk. 9/24-26) beschrieb der Beschwer</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">deführer den Ereignishergang folgendermassen: «Beim Essen eines Bretzels (kein kleines Salzbretzel), also eines weichen Brötchens, welches nicht typischerweise harte Fremdkörper enthält, </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">biss</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> ich auf etwas sehr Hartes. Dies führte zu einem plötzlichen und unmittelbaren Schmerz und – wie sich nachher herausstellte – einem gebrochene</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">n</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> Zahn</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Meine Zähne sind in bester Gesundheit und brechen nicht ohne schädigende Einwirkung eines äusseren Faktors. Einzig konnte ich den harten Gegenstand nicht vorlegen, dies ist aber zur überwiegenden Wahr</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">scheinlichkeit in diesem Fall nicht nötig. Der Kausalverlauf lässt im Rückschluss nur der Biss auf einen äusserst harten Gegenstand (so beschreibt es auch der Zahnarzt) zu. Der Gegenstand musste sich damit im Bretzel befunden haben. Der Bruch des Zahnes konnte auf Grund der allgemeinen Lebensumstände und des normalen Verlaufs nicht anders entstanden sein, als durch einen ungewöhnlichen äusseren Faktor (spricht Stein im Brot).</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> Fakt ist, dass durch einen Biss auf etwas Hartes ein Zahn gebrochen ist. Dies ist auch nach bundesrechtlicher Auslegung m.E. zweifelsfrei als Unfall zu deklarieren.»</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">3.6</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">In der Beschwerde vom 7. März 2024 (Urk. 1) </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">führte der Beschwerdeführer zum Ereignishergang folgendes aus: «Im vorliegenden Fall handelt es sich um weiche, </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">frische Laugenbreze</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">l</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> (ohne Kruste und ohne Salzstücke). Es handelt sich also um ein Brot, welches definitionsgemäss besonders weich ist. Beim Essen dieses besonders weichen Brotes wurde durch Biss auf ein besonders harter, nicht zum Brot gehörender oder ins Brot passender Fremdkörper – wohl in Form eines Steines – welcher unter normalen Gesichtspunkten nichts in einem Weichgebäck zu suchen hat und auch nicht durch die konsumierende Person vermutet werden kann, ein Zahn abgebrochen. Wenngleich der Gegenstand – </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">das</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">corpus</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">delicti</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> – nicht direkt eruiert werden konnte, da dieser verschluckt worden ist, zeigt es sich, dass es offensichtlich ungewöhnlich war und damit eben […] ein Unfall darstellte (S. 6 f. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Rz</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">. 19). </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">4.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">4.1</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Die Nahrungsaufnahme erfüllt nur ausnahmsweise das Element der Ungewöhn</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">lichkeit. Es müssen mechanische Vorkommnisse damit verbunden s</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">ein</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">. Verlet</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">zungen beim Essen treten oft als Zahnschäden auf, die beim Kauvorgang durch Beissen auf einen harten Gegenstand verursacht werden</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">.</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> Die Ungewöhnlichkeit ist in diesen Fällen zu bejahen, wenn sie durch einen Gegenstand verursacht werden, welcher üblicherweise nicht im betreffenden Nahrungsmittel vorhanden ist. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Es ist eine objektive Prüfung vorzunehmen (BSK ATSG-Hofer, Basel 2020, Art. 4 N 54). Damit die Ungewöhnlichkeit bei einem Zahnschaden beurteilt werden kann, ist es</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> in beweis</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">rechtlicher Hinsicht entscheidend, dass das schädigende Objekt eindeutig identi</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">fiziert werden kann. Die versicherte Person muss das </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">corpus</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">delicti</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> genau beschreiben, was nicht möglich ist, wenn sie dieses herunter</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">ge</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">schluckt hat, ohne es zu identifizieren. Der blosse Hinweis, auf etwas Hartes oder einen Fremdkörper gebissen zu haben, genügt nicht für die Annahme eines ungewöhnlichen äusseren Faktors, denn die Vermutung über den Fremdkörper trägt für sich allein nichts zur Klärung des Sachverhalts bei (vgl. Urteile des Bundesgerichts 8C_251/2018 vom 20. Juni 2018 E. 4.1, </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">8C_215/2013 vom 4. Juni 2013 E. 3, 8C_1059/2008 vom 27. Februar 2009 E. 3). </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">4.2</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Der Beschwerdeführer behauptet, beim Essen eine</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">r</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> Salzbre</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">t</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">zel auf «etwas Hartes»</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> beziehungsweise auf</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> einen «Stein» gebissen zu haben</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> (vgl. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">vorstehend E. 3.2, E. 3.4-3.6</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">)</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">. Es ist unbestritten, dass er den Gegenstand bzw. das </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">corpus</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">delicti</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> nicht </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">genau beschreiben kann</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">, weil er diesen verschluckt hat (vgl. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">vorstehend E. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">2.2</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">).</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers reicht die Argumentation, dass beim Essen eine</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">r</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> frischen Laugenbre</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">t</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">zel, welche definitionsgemäss besonders </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">weich </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">sei</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">, durch Biss auf ein</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">en</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> besonders harte</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">n</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">, nicht zum Brot gehörende</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">n</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> oder ins Brot passende</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">n</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> Fremdkörper – wohl in Form eines Steines -, welcher unter normalen Gesichtspunkten nichts in einem Weichgebäck zu suchen ha</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">be</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> und auch nicht durch die konsumierende Person vermutet werden </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">könne</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">, ein Zahn abgebrochen wurde (Urk. 1 S. 6 f. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Rz</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> 19), </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">nicht</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> für den Nachweis der Ungewöhn</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">lichkeit des äusseren Faktors</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">,</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> da </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">d</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">ie blosse Vermutung, der Zahnschaden sei durch einen Fremdkörper verursacht worden, für die Annahme eines unge</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">wöhnlichen äusseren Faktors nicht genügt</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">.</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Dies </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">trifft </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">insbesondere </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">auch dann zu, wenn der fragliche Gegenstand zwar benannt </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">wird</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">, der entsprechende Nachweis aber nicht erbracht werden </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">kann</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">. Da der Beschwerdeführer den fraglichen Gegenstand verschluckte und deshalb lediglich die Vermutung anstellen </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">kann</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">, es habe sich um </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">etwas Hartes oder einen Stein g</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">ehandelt, </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">kann der Nachweis der Ungewöhnlichkeit des äusseren Faktors nicht erbracht werden </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">(vgl. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Urteil des Bundesgerichts </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">8C_251/2018 vom 20. Juni 2018 E. 4.1</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">mit weiteren Hinweisen </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">und </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">vorstehend E. 4.1)</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Ausserdem kann allein aus dem Umstand, dass überhaupt eine Schädigung eingetreten ist, nicht auf das Vorliegen eines äusseren Faktors geschlossen werden</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">.</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">A</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">uch medizinische Feststellungen vermögen den mangeln</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">den Nachweis einer unfallbedingten Schädigung rechtsprechungsgemäss nicht zu ersetzen (Urteils des Bundesgerichts 8C_1059/2008 vom 27. Februar 2009 E. 3). Der Beschwerdeführer kann daher nichts zu seinen Gunsten ableiten, wenn er auf die Angaben seines Zahnarztes Dr. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Z.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> (vgl. vorstehend E. 3.</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">3</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">) </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">verweist. </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">4.3</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Der Beschwerdeführer macht geltend, er müsse die Tatsache, dass er auf einen harten Gegenstand gebissen und daraufhin der Zahn einen Schaden erlitten hat</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">,</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> nicht beweisen, sondern lediglich glaubhaft machen (Urk. 1 S. 6 </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Rz</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">. 17). </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Wie bereits erwähnt, </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">konnte der Beschwerdeführer den harten Gegenstand bezie</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">hungs</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">weise</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> vermuteten</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> Stein nicht näher bezeichnen oder identifizieren</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">, womit</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">er </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">unbestimmbar ist. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Demzufolge</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">vermag es der Beschwerdeführer nicht, ein Unfallgeschehen mit der erforderlichen Wahrscheinlichkeit geltend zu machen.</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Denn die blosse Möglichkeit, dass es sich bei dem Gegenstand, auf </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">den </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">er anlässlich des Ereignisses vom </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">15. April 2023 </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">gebissen hat,</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">um</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">ein</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">en Stein</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">gehandelt</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">haben könnte,</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">beziehungsweise die Vermutung, dass es</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">sich dabei um einen ungewöhnlichen äusseren Faktor gehandelt habe,</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">genügt</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">für die Glaub</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">haftmachung eines Unfallgeschehens nicht</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Wie erwähnt, </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">ist bei der Beurteilung der Ungewöhnlichkeit des äusseren Faktors bei Zahnschäden, die durch Beissen auf einen harten Gegenstand verursacht werden, aus beweisrechtlicher Sicht entscheidend, dass das schädigende Objekt eindeutig identifiziert werden kann</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">. Diesbezüglich ist auf die bundesgerichtliche Rechtsprechung zum Unfallbegriff bei Zahnschäden zu verweisen</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">(</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">vgl. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">vorstehend E. 4.1). </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">4.4</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Nach dem Gesagten ist nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit erstellt, dass es sich beim Ereignis vom 15. April 2023 im unfallversicherungsrechtlichen Sinn um einen Unfall gehandelt hat. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Mit der Beschwerdegegnerin ist von Beweis</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">losigkeit auszugehen, deren Folgen der Beschwerdeführer zu tragen hat, der aus dem unbewiesen gebliebenen Sachverhalt Rechte ableiten will (vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_1059/2008 vom 27.</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Februar 2009 E. 3 mit Hinweisen; BGE 138 V 218 E. 6 mit Hinweisen).</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Da es bereits am Unfallbegriff fehlt, muss die Frage, ob zwischen dem Ereignis und dem Zahnschaden ein natürlicher Kausal</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">zusammenhang bestand, nicht weiter geprüft werden. </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Es ist demzufolge nicht zu beanstanden, dass die </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Beschwerdegegnerin</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> eine Leistungspflicht im Zusammenhang mit dem Ereignis vom 15. April 2023 verneint hat. Dies führt zu Abweisung der Beschwerde. </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Standard berschrift3"><span class="Standard berschrift3">Die Einzelrichterin erkennt:</span><span id="BeginnMateriell"></span></p><p class="Standard Dispotext DispoHngend"><span class="Standard Dispotext DispoHngend">1.</span><span> </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">Die </span><span id="Text1"></span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">Beschwerde</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend"> wird abgewiesen.</span></p><p class="Standard Dispotext DispoHngend"><span class="Standard Dispotext DispoHngend">2.</span><span> </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">Das Verfahren ist kostenlos.</span></p><p class="Standard Dispotext DispoHngend"><span class="Standard Dispotext DispoHngend">3.</span><span> </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">Zustellung gegen Empfangsschein an:</span></p><p class="Standard Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">Rechtsanwalt Dr. Sascha Daniel </span><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">Patak</span></p><p class="Standard Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">Visana Versicherungen AG</span></p><p class="Standard Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">Bundesamt für Gesundheit</span></p><p class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">4.</span><span> </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Gegen diesen Entscheid kann innert </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">30 Tagen</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"> seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundes</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">gesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebenten Tag vor Ostern bis und mit dem siebenten Tag nach Ostern, vom 15. Juli bis und mit dem 15. August sowie vom 18. Dezember bis und mit dem 2. Januar (Art.</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"> </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">46</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"> </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">BGG).</span></p><p class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span> </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">stellen.</span></p><p class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span> </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweis</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">mittel und die Unterschrift </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">der </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">beschwerdeführenden</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"> Partei oder ihrer Rechts</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">vertretung</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"> zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat (Art. 42 BGG).</span></p><p class="Standard Dispotext DispoHngend"><br/></p><p></p><p class="Standard berschrift3"><span class="Standard berschrift3">Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich</span></p><p><br/></p><p>Die EinzelrichterinDie Gerichtsschreiberin</p><p><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p>SagerPeter-Schwarzenberger</p><p></p></div> </div></body></html>