A bteilung V E -3881/2007 {T 0/2} U rteil vom 13. Juni 2007 M itw irkung: R ichter W eber, R ichter D ubey, R ichterin Luterbacher G erichtsschreiber H ardegger A._______, Türkei, c/o B._______, vertreten durch C ._______, Beschw erdeführer gegen B undesam t für M igration (B FM ), Q uellenw eg 6, 3003 Bern, Vorinstanz betreffend Verfügung vom 31. M ai 2007 in Sachen N ichteintreten auf A sylgesuch und W egw ei- sung / N D ._______ B u n d e s v e rw a ltu n g s g e ric h t T rib u n a l a d m in is tra tif fé d é ra l T rib u n a le a m m in is tra tiv o fe d e ra le T rib u n a l a d m in is tra tiv fe d e ra l2 D as B undesverw altungsgericht stellt fest, dass der Beschw erdeführer - ein Kurde aus der Provinz E._______ - den H eim atstaat nach eigenen Angaben am 16. Februar 2001 verliess und am 20. Februar 2001 in der Schw eiz ein erstes Asylgesuch stellte, dass der Beschw erdeführer im W esentlichen geltend m achte, seit 1996 Sym pathisant der TD KP (R evolutionäre Kom m unistische Partei der Türkei) zu sein, Zeitungen und Zeitschriften verteilt und Propagandaplakate aufgehängt zu haben, dass ihn die Polizei seit dem Jahr 1998 w egen Kuriertätigkeiten für die TD KP behelligt habe, dass er sich zw ischen Februar 1999 und August 2000 in D eutschland als Asylbew erber aufgehalten habe, und nach dem negativ verlaufenen deutschen Asylverfahren in die Türkei zurückgekehrt sei, w o er sich w iederum politisch betätigt habe, dass ihn die Polizei im (...) verhaftet und auf den G endarm erieposten in F._______ gebracht habe, w o er w ährend vier Tagen festgehalten und m isshandelt w orden sei, dass die Polizei w iederholt versucht habe, in Erfahrung zu bringen, w oher er die Zeit- schriften und das Propagandam aterial erhalten habe, dass der Beschw erdeführer w ährend des ersten Asylverfahrens in der Schw eiz unter an- derem eine Bestätigung des D orfvorstehers vom 9. M ärz 2001 und eine vom (...) datierte Bestätigung der Staatsanw altschaft F._______ zu den Akten reichte, dass für w eitere Einzelheiten auf die Vorakten und Bew eism ittel zu verw eisen ist, dass das Bundesam t für Flüchtlinge (BFF, neu: Bundesam t für M igration, BFM ) das Asylgesuch des Beschw erdeführers vom 20. Februar 2001 m it Verfügung vom 31. O kto- ber 2001 abw ies und die W egw eisung aus der Schw eiz sow ie deren Vollzug anordnete, w obei es gleichzeitig das Schreiben der Staatsanw altschaft als gefälscht qualifizierte und einzog, dass der Beschw erdeführer m it Eingabe vom 3. D ezem ber 2001 gegen die Verfügung vom 31. O ktober 2001 bei der dam als zuständigen Schw eizerischen Asylrekurskom m is- sion (AR K) Beschw erde erheben und einen H aftbefehl (Ö rnek 29) des G erichts von F._______ vom (...) einreichen liess, dass die AR K m it U rteil vom 16. Januar 2004 die Beschw erde abw ies, w obei sie den als Fälschung erkannten Ö rnek 29 gleichzeitig einzog, dass die AR K ihr U rteil dam it begründete, der Beschw erdeführer habe einen unw ahren Sachverhalt m ittels gefälschter D okum ente zu belegen versucht, dass die AR K die vom Beschw erdeführer geltend gem achte Verfolgung nam entlich w e- gen unglaubhafter Vorbringen in den Aussagen (unbehelfliche Einw endungen zu den vorgehaltenen W idersprüchen im Bereich des Zeitpunktes der Inhaftierung und der D ro- hungen w ährend der H aft; W idersprüche im R ahm en der geltend gem achten Behelligun- gen; unsubstanziierte Angaben betreffend die Benachteiligungen und die politischen Ak- tivitäten, unterschiedliche Angaben im deutschen Asylverfahren) nicht hat glauben kön-3 nen, dass der im R ubrum angeführte Vertreter den Beschw erdeführer im Beschw erdeverfah- ren vor der AR K vertreten hat, dass bezüglich w eiterer Einzelheiten auf das betreffende U rteil der AR K zu verw eisen ist, dass der Beschw erdeführer seit M ärz 2004 unbekannten Aufenthalts w ar, dass der Beschw erdeführer sein H eim atland eigenen Angaben zufolge am 27. April 2007 verliess und am 3. M ai 2007 in der Schw eiz erneut ein Asylgesuch stellte, dass das BFM den Beschw erdeführer am 4. M ai 2007 sum m arisch zu den Ausreisegrün- den und am 24. M ai 2007 direkt und einlässlich zu den Asylgründen (...) befragte, dass der Beschw erdeführer angab, nach dem U rteil der AR K vom 16. Januar 2004 habe er eine Ausreisefrist bis 21. M ärz 2004 erhalten, dass der zuständige kantonale Beam te die Ausreisefrist zw ar noch sistiert habe, w eil er für die bereits angem eldete H eirat in der Schw eiz nur noch einige U nterlagen hätte ein- reichen m üssen, dass er gleichw ohl in sein H eim atland zurückgereist sei, w eil sein Vater erkrankt sei, dass der Vollständigkeit halber anzufügen sei, dass er sich vor der Ausreise m it den An- gehörigen der Fam ilie seiner Braut überw orfen habe und die geplante H eirat dem zufolge nicht habe stattfinden können, dass er an einem unbekannten D atum in die Türkei gereist sei und sich in der Folge bei einem Freund in G ._______ aufgehalten habe, dass er dort gelebt und als (...) jahrelang gearbeitet habe, dass ihn dort sein operierter Vater alle zw ei bis drei Tage habe besuchen können, dass er sich w ährend der letzten drei Jahre um seinen kranken Vater habe küm m ern m üssen und desw egen gar nicht Zeit gehabt habe, für die Partei oder sonstw ie aktiv zu w erden, dass er in der Türkei keine konkreten Problem e m it den Behörden gehabt habe und ihm ein Freund problem los in (...) den N üfus habe beschaffen können (Ausstelldatum N üfus: [...]), dass er jedoch stets befürchtet habe, w egen der im ersten Asylverfahren in der Schw eiz zu Protokoll gegebenen G ründe festgenom m en und in der Türkei vor G ericht gestellt zu w erden, dass im Jahr 2001 beziehungsw eise 2000 die türkischen Behörden nach seiner Person gefahndet hätten, und er noch heute nicht w isse, ob das (dam alige) G erichtsverfahren noch hängig sei, dass er keine w eiteren G ründe kenne, dass der Vater, als er w ieder auf dem W eg der gesundheitlichen Besserung gew esen sei, ihm geraten habe, erneut das Land zu verlassen, dass die Lebensperspektiven in der Türkei für Personen kurdischer Ethnie ohnehin be- schränkt seien, w eil sie D iskrim inierungen ausgesetzt seien,4 dass er sich deshalb entschlossen habe, zu den Freunden und den freundlichen M en- schen in der Schw eiz zurückzukehren, dass er am 27. April 2007 aus der Türkei ausgereist sei, dass er die illegalen G renzübertritte beziehungsw eise seine R eisen aus und von der Türkei jew eils tagelang versteckt in einem Lastw agen (TIR ) bew ältigt habe, dass m an eben m anchm al etw as riskieren m üsse, und es eine G lücksfrage sei, ob m an beim illegalen G renzübertritt erw ischt w erde, dass er in der Schw eiz eine Berufsausbildung m it einem D iplom abschliessen m öchte, dass der Beschw erdeführer die Identitätskarte dem BFM abgegeben hat, dass für w eitere Einzelheiten auf die Akten zu verw eisen ist, dass das BFM m it Verfügung vom 31. M ai 2007 - gleichentags eröffnet - in Anw endung von A rt. 32 Abs. 2 Bst. e und f AsylG auf dieses Asylgesuch vom 3. M ai 2007 nicht ein- trat und die W egw eisung des Beschw erdeführers aus der Schw eiz sow ie den Vollzug an- ordnete, dass das BFM das N ichteintreten auf das Asylgesuch im W esentlichen dam it begründe- te, das am 20. Februar 2001 eingeleitete Asylgesuch sei m it U rteil der AR K vom 23. Ja- nuar 2004 w egen fehlender Asylrelevanz und m angelnder G laubhaftigkeit rechtskräftig abgeschlossen w orden, und der Beschw erdeführer stütze sich erneut auf die im ersten Asylverfahren geltend gem achten G ründe, w eshalb die in diesem Zusam m enhang gel- tend gem achten Vorbringen des Beschw erdeführers nicht plausibel seien, dass der Beschw erdeführer keine substanziierten Angaben zum befürchteten G erichts- verfahren gem acht und zw ischenzeitlich auch die entsprechenden Inform ationen nicht eingeholt habe, obw ohl er sich dort drei Jahre lang aufgehalten habe, dass der Beschw erdeführer pauschale, oberflächliche und nicht nachvollziehbare Be- hauptungen in Bezug auf seine R eise in einem TIR gem acht habe und seine Ausführun- gen R ealitätsm erkm ale verm issen liessen, w eshalb davon auszugehen sei, sein Sach- vortrag habe keinen realen H intergrund, dass die Vorbringen, in der Schw eiz Freunde zu haben und das G lück in der Schw eiz versuchen zu w ollen, keine asylrechtliche R elevanz aufw eisen w ürden, dass der Beschw erdeführer m it Eingabe vom 6. Juni 2007 gegen diesen Entscheid beim Bundesverw altungsgericht Beschw erde erheben liess und dabei beantragte, es sei unter Kosten- und Entschädigungsfolge die Verfügung des BFM vom 31. M ai 2007 aufzuheben und auf das Asylgesuch einzutreten, es sei die angeordnete W egw eisung unabhängig vom Ausgang des Asylverfahrens aufzuheben, und es sei im Fall der Bestätigung des N ichteintretensentscheids und der W egw eisung die vorläufige Aufnahm e des Beschw er- deführers anzuordnen, dass in prozessualer H insicht um unentgeltliche Prozessführung inklusive Verzicht auf die Erhebung eines Kostenvorschusses und am tliche Verbeiständung in der Person des R echtsvertreters ersucht w urde, dass die vorinstanzlichen Akten am 8. Juni 2007 beim Bundesverw altungsgericht eintra- fen (A rt. 109 Abs. 2 AsylG ),5 und zieht in Erw ägung, dass das Bundesverw altungsgericht endgültig über Beschw erden gegen Verfügungen (A rt. 5 des Bundesgesetzes über das Verw altungsverfahren vom 20. D ezem ber 1968, Vw VG , SR 172.021) des BFM entscheidet (A rt. 105 AsylG i.V.m . A rt. 31 - 34 des Verw al- tungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005, VG G , SR 173.32; A rt. 83 Bst. d Ziff. 1 des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005, BG G , SR 173.110), dass der Beschw erdeführer legitim iert ist, w eshalb auf die frist- und form gerecht einge- reichte Beschw erde einzutreten ist (A rt. 108a AsylG sow ie A rt. 6 AsylG i.V.m . A rt. 48 Abs. 1 und 52 Vw VG ), dass m it Beschw erde an das Bundesverw altungsgericht die Verletzung von Bundes- recht, die unrichtige und unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts und die U nangem essenheit gerügt w erden können (A rt. 106 Abs. 1 AsylG ), dass die Beurteilung von Beschw erden gegen N ichteintretensentscheide auf die Ü ber- prüfung der Frage beschränkt ist, ob die Vorinstanz zu R echt auf das Asylgesuch nicht eingetreten ist, dass die Beurteilungszuständigkeit der Beschw erdeinstanz som it darauf beschränkt ist, bei Begründetheit des R echtsm ittels die angefochtene Verfügung aufzuheben und die Sache zu neuer Entscheidung an die Vorinstanz zurückgehen zu lassen (vgl. die bisheri- ge zutreffende Praxis der AR K in Entscheidungen und M itteilungen der AR K, EM AR K 2004 N r. 34 E. 2.1. S. 240 f.), dass die Vorinstanz dem gegenüber die Frage der W egw eisung sow ie deren Vollzugs m ateriell geprüft hat, w eshalb dem Bundesverw altungsgericht diesbezüglich volle Kogni- tion zukom m t, dass die vorliegende Beschw erde - w ie sich aus den nachstehenden Erw ägungen er- gibt - offensichtlich unbegründet ist, w eshalb auf einen Schriftenw echsel verzichtet und der Beschw erdeentscheid sum m arisch begründet w ird (A rt. 111 Abs. 1 und 3 AsylG ; ver- einfachtes Verfahren), dass hinsichtlich der zur Begründung des Asylgesuchs geltend gem achten Angaben des Beschw erdeführers vorw eg auf dessen (...) am 3. und 24. M ai 2007 protokollierte Aussagen und die Vorakten des ersten Asylgesuchs und die Bew eism ittel zu verw eisen ist, dass der Beschw erdeführer in der R echtsm itteleingabe rügt, das BFM habe m it seiner Begründung des N ichteintretensentscheids im Asylpunkt bereits eine m aterielle Prüfung vorgenom m en, dass diese R üge bei Zutreffen zu einer Kassation der angefochtenen Verfügung führen w ürde, w eshalb sie vorw eg zu prüfen ist, dass die Anforderungen an das Bew eism ass bei der Prüfung von H inw eisen auf in der Zw ischenzeit eingetretene, für die Flüchtlingseigenschaft relevante Ereignisse, die ge- m äss A rt. 32 Abs. 2 Bst. e AsylG dazu führen, dass auf ein zw eites Asylgesuch einzutre- ten ist, tief anzusetzen sind (vgl. dazu die nach w ie vor zutreffende Praxis der AR K in EM AR K 2005 N r. 2 E. 4.3),6 dass die Anw endung von A rt. 32 Abs. 2 Bst. e AsylG jedoch notw endigerw eise eine sum m arische m aterielle Prüfung der G laubhaftigkeit der Aussagen der gesuchstellenden Person voraussetzt, aus der sich das offensichtliche Fehlen von H inw eisen auf die Erfül- lung der Flüchtlingseigenschaft beziehungsw eise auf die Voraussetzungen der G ew äh- rung des vorübergehenden Schutzes ergibt (vgl. dazu die nach w ie vor zutreffende Pra- xis der AR K in EM AR K 2000 N r. 14), dass aufgrund der vorliegenden Aktenlage der Argum entation des R echtsvertreters nicht gefolgt w erden kann, w onach im vorliegenden Fall das BFM in einer ersten Prüfungsstu- fe (der eigentlichen Prüfung des Eintretens auf das G esuch) in Bezug auf eine Anw en- dung der Bestim m ung von A rt. 32 Abs. 2 Bst. e AsylG bereits auf das G esuch (faktisch) eingetreten sei (vgl. Beschw erde S. 5), dass die Begründung der vorinstanzlichen Verfügung nicht über eine sum m arische m a- terielle Prüfung der G laubhaftigkeit der Aussagen hinausgeht, w eshalb diese R üge un- begründet ist, dass der Beschw erdeführer in seiner Beschw erde w eiter rügt, er habe w egen der kurzen Verfahrensfristen keinen Vertreter beauftragen können, sich deshalb für das Asylverfah- ren nicht genügend instruieren lassen können, desw egen die nach seiner R ückkehr in die Türkei erlittenen Verfolgungshandlungen, die Folge seiner bereits früher gesetzten G ründe gew esen seien, nicht ausführlich darlegen können und dam it einen R echtsnach- teil erlitten, dass Beschw erden gegen N ichteintretensverfügungen und dam it verbundene W egw ei- sungsentscheide des BFM im Sinne von A rt. 32 - 34 AsylG gem äss A rt. 108a AsylG in- nert fünf Arbeitstagen einzureichen sind (vgl. die bisherige zutreffende Praxis der AR K in EM AR K 2004 N r. 25 E. 3a), dass diese Beschw erdefrist zw ar in der Tat kurz bem essen ist (vgl. Beschw erde, S. 2 und 3), durch die D auer der R echtsm ittelfrist indessen das R echt auf eine w irksam e Be- schw erde im Sinne von A rt. 13 EM R K nicht grundsätzlich vereitelt w ird (vgl. dazu die w eiterhin zutreffende Praxis der AR K in EM AR K 2004 N r. 25 E. 3c), dass m it Bezug auf das vorliegende Verfahren aus den Akten auch nicht ersichtlich w ird, inw iefern dem Beschw erdeführer aufgrund der nicht ausgeschöpften fünftägigen Be- schw erdefrist durch seinen R echtsvertreter ein R echtsnachteil erw achsen sein soll, dass sich die geltend gem achten N achteile zudem offensichtlich auf das Verfahren vor der Vorinstanz beziehen, jedoch in der Beschw erde nicht aufgezeigt w ird, inw iefern es dem Beschw erdeführer w ährend des Verfahrens (...) nicht m öglich gew esen sei, seinen früheren R echtsvertreter zu beauftragen und seine Asylgründe ausführlich darzulegen, dass er - den Ausführungen in der Beschw erde w idersprechend - in der direkten Bun- desanhörung erklärte, er habe w ieder seinen alten Anw alt kontaktiert, bei Bedarf könne er ihn w ieder beauftragen (B 6, S. 5), dass er zudem in der Anhörung zur Person und zum R eisew eg explizit aufgefordert w ur- de, die G ründe für die erneute Ausreise aus dem H eim atland ausführlicher darzulegen (B 1, S. 4), und er in der direkten Bundesanhörung gebeten w urde, seine Fluchtgründe ausführlich darzulegen (B 6, S. 6), dass sich dam it die R üge des R echtsnachteils w egen zu kurzer Verfahrensfristen als un- begründet erw eist, 7 dass im W eiteren das BFM das N ichteintreten auf das zw eite Asylgesuch sow ohl m it A rt. 32 Abs. 2 Bst. e AsylG als auch A rt. 32 Abs. 2 Bst. f AsylG begründete, dass nachfolgend zu prüfen ist, ob sich die Vorinstanz zu R echt auf die Bestim m ung von A rt. 32 Abs. 2 Bst. e AsylG berufen hat, und - bei Bejahung dieser Frage - die Prüfung einer korrekten Anw endung von A rt. 32 Bst. f AsylG durch das BFM entfallen kann, dass auf ein Asylgesuch nicht eingetreten w ird, w enn Asylsuchende in der Schw eiz be- reits ein Asylverfahren erfolglos durchlaufen oder ihr G esuch zurückgezogen haben oder w ährend des hängigen Asylverfahrens in den H eim at- oder H erkunftsstaat zurückge- kehrt sind (A rt. 32 Abs. 2 Bst. e AsylG ), dass auf ein Asylgesuch nicht eingetreten w ird, w enn Asylsuchende in einem Staat der Europäischen U nion (EU ) oder des Europäischen W irtschaftsraum s (EW R ) einen ableh- nenden Asylentscheid erhalten haben (A rt. 32 Abs. 2 Bst. f AsylG ), dass beide vorstehend erw ähnten Bestim m ungen indessen keine Anw endung finden können, w enn die Anhörung H inw eise auf zw ischenzeitlich eingetretene Ereignisse er- gibt, die geeignet sind, die Flüchtlingseigenschaft zu begründen oder die für die G ew äh- rung vorübergehenden Schutzes relevant sind (A rt. 32 Abs. 2 Bst. e und f AsylG ), dass das BFM die Anw endung des A rt. 32 Abs. 2 Bst. e AsylG auch aus Sicht des Bun- desverw altungsgerichts zu R echt bejaht hat, dass nam entlich der Beschw erdeführer ein erstes Asylverfahren in der Schw eiz erfolglos durchlaufen hat, das m it U rteil der AR K vom 16. Januar 2004 (und nicht w ie w iederholt in der angefochtenen Verfügung behauptet: 23. Januar 2004) geendet hat, dass sich der Beschw erdeführer nach der W iedereinreise in die Schw eiz in den Anhö- rungen auf den Sachvortrag des ersten Asylgesuchs berufen und dabei die Befürchtung geäussert hat, das dam alige G erichtsverfahren (Jahr 2001 oder 2000, vgl. B 6, S. 7) könnte allenfalls noch hängig sein und er könnte w egen der U nterstützung der TD KP verhaftet und vor G ericht gestellt w erden, dass jedoch im ersten Asylgesuch bereits rechtskräftig festgestellt w urde, dass eine Ver- folgung w egen U nterstützungshandlungen zu G unsten der TD KP nicht glaubhaft sei (vgl. U rteil der AR K vom 16. Januar 2004), und der Beschw erdeführer im zw eiten Asylverfah- ren darüber hinaus keine w eiteren H inw eise auf Ereignisse anzugeben verm ochte, die eine Flüchtlingseigenschaft allenfalls begründen oder für die Anordnung eines vorüber- gehenden Schutzes allenfalls erheblich sein könnten, dass der Beschw erdeführer zudem erklärte, sich in den Jahren 2004 bis 2007 nicht poli- tisch betätigt zu haben, w eil er sich um seinen kranken Vater habe küm m ern m üssen (vgl. B 1, S. 4), dass der Beschw erdeführer auch von keinen konkreten Schw ierigkeiten w ährend seines angeblichen dreijährigen Aufenthalts in der Türkei bis zur Ausreise im Jahr 2007 berich- tet hat (vgl. B 6, S. 7 und 8), dass aufgrund des Verlaufs des ersten Asylgesuchs der H inw eis, er habe in der Türkei nur bei einem Freund w ohnen und nicht ins D orf zurückkehren können (vgl. B 6, S. 6) of- fensichtlich nicht ein Indiz für das Bestehen einer Verfolgungslage darstellt, dass der Beschw erdeführer eigenen Angaben zufolge in der Türkei im M ärz 2005 einen N üfus problem los (via eine D rittperson) habe beschaffen können und dort als Autom e-8 chaniker unbehelligt gearbeitet und gelebt habe (vgl. B 1, S. 3 und 4; B 6, S. 7 und 8), dass ferner der von ihm geltend gem achte U m stand einer (generellen) D iskrim inierung von Personen kurdischer Ethnie in der Türkei und der U m stand freundlich gesinnter Per- sonen in der Schw eiz offensichtlich keine H inw eise auf für die Flüchtlingseigenschaft re- levante Ereignisse darstellen, dass bei dieser Sachlage offensichtlich w eder den Akten noch den Aussagen des Be- schw erdeführers H inw eise zu entnehm en sind, w onach seit dem ablehnenden U rteil der AR K vom 16. Januar 2004 Ereignisse eingetreten sind, die allenfalls geeignet sein könn- ten, die Flüchtlingseigenschaft des Beschw erdeführers zu begründen oder für die An- ordnung eines vorübergehenden Schutzes in Frage kom m en könnten, dass bei dieser Sachlage die Prüfung entfallen kann, ob sich der Beschw erdeführer in den Jahren 2004 bis 2007 tatsächlich in der Türkei aufgehalten hat, w eil eine solche Prüfung - egal, zu w elchem Schluss sie auch kom m en m öge - am Ausgang dieses Ver- fahrens nichts ändern w ürde, dass die Ausführungen in der R echtsm itteleingabe nichts ändern am U m stand, dass kei- ne H inw eise auf zw ischenzeitlich eingetretene Ereignisse vorhanden sind, die geeignet sind, die Flüchtlingseigenschaft zu begründen oder die für die G ew ährung des vorüber- gehenden Schutzes relevant sind, dass som it für das Bundesverw altungsgericht in antizipierter Bew eisw ürdigung (vgl. dazu die nach w ie vor zutreffende Praxis der AR K in EM AR K 2003 N r. 13 E. 4c S. 83 ff.) kein Anlass besteht, die in Aussicht gestellte Bestätigung des Spitals abzuw arten (vgl. Beschw erde S. 7, unten), dass das BFM dem nach in Anw endung von A rt. 32 Abs. 2 Bst. e AsylG zu R echt auf das Asylgesuch des Beschw erdeführers nicht eingetreten ist, und die w eitere Prüfung entfal- len kann, ob das BFM bei der Anw endung von A rt. 32 Abs. 2 Bst. f AsylG in korrekter W eise vorgegangen ist, dass das N ichteintreten auf ein Asylgesuch in der R egel die W egw eisung aus der Schw eiz zur Folge hat, vorliegend der Beschw erdeführer w eder eine Aufenthaltsbew illi- gung besitzt noch einen Anspruch auf E rteilung einer solchen hat, w eshalb die verfügte W egw eisung im Einklang m it den gesetzlichen Bestim m ungen steht und zu bestätigen ist (A rt. 44 Abs. 1 AsylG , A rt. 32 Bst. a Asylverordnung 1 vom 11. August 1999 [AsylV 1, SR 142.311]), dass zu prüfen bleibt, ob es G ründe gibt, die dem Vollzug der W egw eisung entgegenste- hen, da im Fall eines unzulässigen, unzum utbaren oder unm öglichen Vollzugs das An- w esenheitsverhältnis nach den Bestim m ungen des Bundesgesetzes über Aufenthalt und N iederlassung der Ausländer vom 26. M ärz 1931 (AN AG , SR 142.20) über die vorläufige Aufnahm e zu regeln ist (A rt. 44 Abs. 2 AsylG ), dass der Vollzug der W egw eisung in Beachtung der m assgeblichen völker- und landes- rechtlichen Bestim m ungen zulässig ist, w eil keine H inw eise auf Verfolgung vorliegen, die geeignet w ären, die Flüchtlingseigenschaft des Beschw erdeführers zu begründen und keine Anhaltspunkte für eine m enschenrechtsw idrige Behandlung ersichtlich sind, die ihm in seinem H eim atstaat droht (A rt. 14a Abs. 3 AN AG ), dass der Beschw erdeführer zw ar rügte, das BFM halte zu U nrecht daran fest, der G rundsatz der N ichtrückschiebung nach A rt. 5 Abs. 1 AsylG kom m e nicht zur Anw en-9 dung, w eil er die Flüchtlingseigenschaft nicht erfülle, dass im W eiteren eine solche Begründung unzulässig sei, zum al im R ahm en des vorlie- genden N ichteintretensverfahrens keine m aterielle Prüfung der Flüchtlingseigenschaft stattgefunden habe (vgl. Beschw erde, S. 8), dass dem Beschw erdeführer jedoch entgegenzuhalten ist, dass das vorliegende Verfah- ren ergeben hat, dass offensichtlich keine H inw eise auf in der Zw ischenzeit eingetretene Ereignisse im Sinne von A rt. 32 Abs. 2 Bst. e AsyG , und dam it auf die m ateriellen Ele- m ente der Flüchtlingseigenschaft nach A rt. 3 AsylG , bestehen, dass zudem die Befürchtung des Beschw erdeführers nicht zu teilen ist, w onach er bei der Einreise in die Türkei w egen seiner Angaben auf dem Flughafen verhaftet und in Po- lizeigew ahrsam genom m en w erden könnte, dass in seinem Fall auch kein "Folterrisiko" besteht (vgl. Beschw erde, S. 8), zum al sich die von ihm geltend gem achten G efährdungselem ente, nam entlich die politische Betäti- gung und U nterstützung der TD KP, ein hängiges G erichtsverfahren und ein H aftbefehl, bereits im ersten Asylgesuch als unglaubhaft erw iesen haben, dass bei dieser Sachlage auch kein Anlass zu spezifischen Abklärungen der M enschen- rechtssituation in der Türkei besteht (vgl. Beschw erde, S. 8), dass ferner keine glaubhaften individuellen G ründe ersichtlich sind, die dem Vollzug der W egw eisung entgegenstehen w ürden, zum al der Beschw erdeführer über Fam ilienange- hörige in der Türkei und nahe Angehörige in D rittstaaten (vgl. B 1, S. 3; B 6 S. 3) verfügt, die ihn bei einer R ückkehr unterstützen könnten, dass er sich darüber hinaus in einem leistungsfähigen Alter befindet, in der Türkei lang- jährig als Autom echaniker gearbeitet hat, offenbar gesund ist, Türkisch und D eutsch spricht, w as ihm insgesam t erm öglichen w ird, sich in seinem H eim atland w ieder zu integrieren und dort eine Existenz aufzubauen, dass sich aufgrund der Akten schliesslich keine H inw eise auf das Vorliegen technischer Vollzugshindernisse ergeben, w eshalb der Vollzug als m öglich erscheint (A rt. 14a Abs. 2 AN AG ), dass som it der vom BFM verfügte W egw eisungsvollzug in Ü bereinstim m ung m it den zu beachtenden Bestim m ungen steht und zu bestätigen ist, dass es dem Beschw erdeführer dem nach nicht gelungen ist darzutun, inw iefern die an- gefochtene Verfügung Bundesrecht verletze, den rechtserheblichen Sachverhalt unrich- tig oder unvollständig feststelle oder unangem essen sei (A rt. 106 AsylG ), w eshalb die Beschw erde abzuw eisen ist, dass m it dem vorliegenden U rteil der Antrag auf Verzicht zur Erhebung eines Kostenvor- schusses (vgl. Beschw erde, S. 9) gegenstandslos w ird und dem Antrag auf Aufhebung der W egw eisung unabhängig vom Ausgang des Asylverfahrens (vgl. Beschw erde S. 2) nicht stattzugeben ist, dass sich die Beschw erde - w ie vorstehend aufgezeigt w urde - als zum Vornherein aus- sichtslos erw iesen hat, w eshalb bereits deshalb, das heisst ohne Prüfung der nicht w ei- ter belegten Bedürftigkeit, das G esuch um G ew ährung der unentgeltlichen R echtspflege im Sinne von A rt. 65 Abs. 1 (unentgeltliche Prozessführung) und 2 (am tliche Bestellung eines Anw alts) Vw VG (vgl. Beschw erde, S. 1 und 9) abzuw eisen und die Kosten von Fr. 10 600.-- (A rt. 16 Abs. 1 Bst. a VG G i.V.m . A rt. 2 und 3 des R eglem ents vom 11. D ezem ber 2006 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverw altungsgericht [VG KE, SR 173.320.2]) dem Beschw erdeführer aufzuerlegen sind (A rt. 63 Abs. 1 Vw VG ), dass bei diesem Verfahrensausgang der Antrag auf Zusprechung einer Parteientschädi- gung abzuw eisen ist. (D ispositiv nächste Seite)11 D em nach erkennt das B undesverw altungsgericht: 1. D ie Beschw erde w ird abgew iesen. 2. D ie G esuche um G ew ährung der unentgeltlichen Prozessführung und am tlichen Verbeiständung w erden abgew iesen. 3. D ie Verfahrenskosten, bestim m t auf Fr. 600.--, w erden dem Beschw erdeführer auf- erlegt. D ieser Betrag ist innert 30 Tagen zu G unsten der G erichtskasse zu über- w eisen. 4. D ieses U rteil geht an: - R echtsvertreter des Beschw erdeführers (eingeschrieben, vorab per Telefax; Postbeilagen: Einzahlungsschein, angefochtene Verfügung im O riginal) - Vorinstanz, (...), m it der Bitte, die beigelegten Beschw erdeakten im D ossier abzulegen (vorab per Telefax; R ef.-N r. N D ._______) - H ._______ (per Telefax) D er R ichter: D er G erichtsschreiber: Beat W eber Thom as H ardegger Versand am :