<!DOCTYPE HTML PUBLIC "-//W3C//DTD HTML 4.01 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/html4/loose.dtd"> <html lang="en"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Entscheid: BV.2006.00076</title> <link href="/c050018/svg/findexweb.nsf/favicon.ico" rel="SHORTCUT ICON"/> <link href="/xsp/.ibmxspres/dojoroot-1.9.7/dijit/themes/tundra/tundra.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> <link href="/xsp/.ibmxspres/dojoroot-1.9.7/ibm/domino/widget/layout/css/domino-default.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> <link href="/domjava/xsp/theme/webstandard/xsp.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> <link href="/domjava/xsp/theme/webstandard/xspLTR.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> <link href="/domjava/xsp/theme/webstandard/xspFF.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> <link href="/c050018/svg/findexweb.nsf/svger.scss" media="screen" rel="stylesheet" type="text/css"/> <link href="/c050018/svg/findexweb.nsf/svger_print.scss" media="print" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body class="xspView tundra"> <form action="/c050018/svg/findexweb.nsf/urteil.xsp?uid=UWEE-9AQSZW" class="xspForm" enctype="multipart/form-data" id="view:_id1" method="post"> <header><div class="container-main noprint"><div class="container-header"><img alt="" class="xspImage" id="view:_id1:_id2:image1" src="/c050018/svg/findexweb.nsf/logo.png"/><div class="container-header-slogan show-for-medium"><h6>Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich</h6></div></div></div></header><div class="container"> <div class="inner-container1 wrap clearfix"> <section class="vacancy"><div class="grid-container container-main"> <div class="grid-x grid-margin-x grid-margin-y container-form"> <div class="cell small-9 noprint"> <span>Entscheid: BV.2006.00076<span class="xspTextComputedField"></span></span></div> <div class="cell small-3 noprint"> <a href="#" id="view:_id1:lnkPrint">Drucken</a><a href="#" id="view:_id1:lnkBack">Zurück</a></div> <div class="cell small-12"> <div id="view:_id1:inputRichText1"><div class="domino-par--indent"><font face="RotisSansSerif ExtraBold" size="3"><b>BV.2006.00076</b></font><br/> <font face="RotisSansSerif ExtraBold" size="3"><b> </b></font><br/> <font face="RotisSansSerif ExtraBold" size="5">Sozialversicherungsgericht</font><br/> <font face="RotisSansSerif ExtraBold" size="5">des Kantons Zürich</font><br/> <font face="serif" size="3">III. Kammer</font><br/> <font face="serif" size="3">Sozialversicherungsrichter Faesi, Vorsitzender</font> <p><font face="serif" size="3">Sozialversicherungsrichterin Daubenmeyer</font></p> <p><font face="serif" size="3">Ersatzrichterin Condamin</font></p> <p><font face="serif" size="3">Gerichtssekretär Stocker</font></p> <br/> <font face="RotisSansSerif" size="4"><b>Urteil vom 29. August 2007</b></font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="3">in Sachen</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="3"><b>B.___</b></font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="3"> </font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="3">Klägerin</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="3"> </font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="3">vertreten durch Rechtsanwalt Dr. André Largier</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="3">Sonneggstrasse 55, Postfach 6378, 8023 Zürich</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="3"> </font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="3">gegen</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="3"> </font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="3"><b>Kanton Zürich</b></font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="3">Beklagter</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="3"> </font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="3">vertreten durch Finanzdirektion des Kantons Zürich</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="3">Walcheplatz 1, Postfach, 8090 Zürich</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="3"> </font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="3">diese vertreten durch Beamtenversicherungskasse des Kantons Zürich</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="3">Stampfenbachstrasse 63, Postfach, 8090 Zürich</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="3"> </font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="3"> </font> <p><font face="serif" size="3"> </font></p> <p><font face="serif" size="3"> </font></p> <p><font face="serif" size="3"> </font></p> <p><font face="serif" size="3"> </font></p> <br/> <font face="RotisSerif" size="3"> Nach Einsicht in</font><br/> <font face="RotisSerif" size="3"> die Eingabe vom 12. April 2006 (Urk. 1), mit der B.___ Klage gegen den Kanton Zürich erheben liess mit folgendem Rechtsbegehren:</font><br/> <font face="RotisSerif" size="3">Der Beklagte sei zu verpflichten, der Klägerin rückwirkend ab 1. Juli 2005 die statutarischen Leistungen auf der Basis eines Invaliditätsgrads von 61 % auszurichten,</font><br/> <font face="RotisSerif" size="3">unter Entschädigungsfolgen (zuzüglich Mehrwertsteuer) zu Lasten de Beklagten.</font><br/> <font face="RotisSerif" size="3"> die auf Klageabweisung schliessende Klageantwort des Kantons Zürich vom 13. September 2006 (Urk. 7),</font><br/> <font face="RotisSerif" size="3"> die Replik vom 21. November 2006 (Urk. 12) und die Duplik vom 22. Dezember 2006 (Urk. 15), worin die Parteien an den gestellten Anträgen festhalten liessen,</font><br/> <font face="RotisSerif" size="3"> sowie die übrigen Verfahrensakten;</font><br/> <font face="RotisSerif" size="3"> unter Hinweis darauf, dass kein Grund ersichtlich ist, weshalb dem eventualiter gestellten Verfahrensantrag des Beklagten (Urk. 15 S. 2)</font><br/> <font face="RotisSerif" size="3">Es sei der Arbeitgeber zur Feststellung des massgeblichen versicherten Lohnes zum Prozess beizuladen und die daraus sich ergebenden Folgen auch für ihn verbindlich festzustellen, falls mit der Höhe des versicherten Lohnes etwas nicht stimmen sollte.</font><br/> <font face="RotisSerif" size="3"> stattzugeben sein sollte, weil erstens die Höhe des versicherten Lohnes im vorliegenden Verfahren - soweit ersichtlich - nicht strittig ist, zweitens nicht verständlich ist, was damit nicht stimmen sollte, drittens die Höhe des versicherten Lohnes - wie noch zu zeigen sein wird - nicht entscheiderheblich ist und viertens auch kein anderer Grund für eine Verfahrensausweitung erkennbar ist;</font><br/> <font face="RotisSerif" size="3"> in Erwägung, dass</font><br/> <font face="RotisSerif" size="3"> gemäss § 21 Abs. 2 der Statuten der Versicherungskasse für das Staatspersonal (BVK-Statuten) eine versicherte Person als erwerbsinvalid gilt, wenn sie infolge Krankheit oder Unfall ihre bisherige oder eine andere, ihrem Wissen und Können entsprechende und zumutbare Erwerbstätigkeit nicht mehr ausüben kann, oder wenn sie aufgrund eines Entscheides der eidgenössischen IV-Kommission invalid erklärt wurde,</font><br/> <font face="RotisSerif" size="3"> für die Bestimmung des Invaliditätsgrades das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (Invalideneinkommen), zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (Valideneinkommen), in Beziehung gesetzt wird (Art. 16 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSG]),</font><br/> <font face="RotisSerif" size="3"> sich aus der engen Verbindung zwischen dem Recht auf eine Rente der Invalidenversicherung und demjenigen auf eine Invalidenleistung nach dem Bundesgesetz über die berufliche Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenvorsorge (BVG) ergibt, dass der Invaliditätsbegriff im obligatorischen Bereich der beruflichen Vorsorge und in der Invalidenversicherung grundsätzlich der gleiche ist (BGE 123 V 271 Erw. 2a, 120 V 108 Erw. 3c, je mit Hinweisen),</font><br/> <font face="RotisSerif" size="3">praxisgemäss daher die Vorsorgeeinrichtungen im Bereich der gesetzlichen Mindestvorsorge (Art. 6 BVG) an die Feststellungen der IV-Organe (Eintritt der invalidisierenden Arbeitsunfähigkeit, Eröffnung der Wartezeit, Festsetzung des Invaliditätsgrades) gebunden sind, soweit die IV-rechtliche Betrachtung aufgrund einer gesamthaften Prüfung der Akten nicht als offensichtlich unhaltbar erscheint (BGE 126 V 311 Erw. 1 in fine),</font><br/> <font face="RotisSerif" size="3">diese Bindungswirkung voraussetzt, dass die IV-Stelle allen in Betracht fallenden Vorsorgeeinrichtungen ihre Rentenverfügung von Amtes wegen eröffnet, wobei dem BVG-Versicherer ein selbständiges Beschwerderecht im Verfahren nach dem Bundesgesetz über die Invalidenversicherung (IVG) zusteht;</font><br/> <font face="RotisSerif" size="3">in weiterer Erwägung, dass</font><br/> <font face="RotisSerif" size="3"> vorliegend einzig strittig und zu prüfen ist, ob die Klägerin, der von der Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, mit in Rechtskraft erwachsenem Einspracheentscheid vom 14. Februar 2006 (Urk. 2/3) eine auf einem Invaliditätsgrad von 61 % basierende Rente der Eidgenössischen Invalidenversicherung mit Wirkung ab 1. Juli 2004 zugesprochen wurde, ab 1. Juli 2005 auch Anspruch auf eine auf demselben Invaliditätsgrad basierende Rente der Beamtenversicherungskasse hat oder ob aus berufsvorsorgerechtlicher Sicht - wie der Beklagte ausführen liess (vgl. Urk. 7 S. 5) - lediglich von einem Invaliditätsgrad von 58,4 % auszugehen ist,</font><br/> <font face="RotisSerif" size="3"> im Übrigen (etwa betreffend Versicherteneigenschaft oder Rentenbeginn) zwischen den Parteien zu Recht keine Differenzen bestehen,</font><br/> <font face="RotisSerif" size="3"> sich den BVK-Statuten keine Bestimmung entnehmen lässt, die den Begriff der Erwerbsinvalidität (für den überobligatorischen Bereich) abweichend vom bundesrechtlichen Invaliditätsbegriff in Art. 8 Abs. 1 ATSG definiert, wonach unter Invalidität die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit zu verstehen ist,</font><br/> <font face="RotisSerif" size="3"> die Auffassung des Klägers, dass im vorliegenden Fall der Invaliditätsgrad durch einen Vergleich von versichertem Lohn und Invalideneinkommen zu berechnen sei (vgl. Urk. 7 S. 5), nach dem Ausgeführten mit der oben dargestellten Rechtslage nicht in Einklang zu bringen ist, sondern offensichtlich die Unterschiede zwischen Valideneinkommen und versichertem Verdienst ausser Acht lässt,</font><br/> <font face="RotisSerif" size="3"> sich vielmehr das Vorgehen der IV-Stelle, das Valideneinkommen (und nicht den versicherten Verdienst) mit dem Invalideneinkommen zu vergleichen, als einzig richtig erweist,</font><br/> <font face="RotisSerif" size="3"> der genannte Einspracheentscheid, mit dem der Invaliditätsgrad auf 61 % festgesetzt wurde (Urk. 2/3), auch dem Beklagten eröffnet wurde, weshalb er - da Anzeichen für dessen offensichtliche Unrichtigkeit fehlen und auch nicht geltend gemacht wurden - für den Beklagten verbindlich ist,</font><br/> <font face="RotisSerif" size="3"> daraus ohne weiteres folgt, dass die Klage gutzuheissen und der Beklagte zu verpflichten ist, der Klägerin mit Wirkung ab 1. Juli 2005 eine auf einem Invaliditätsgrad von 61 % basierende statutarische Invalidenrente auszurichten,</font><br/> <font face="RotisSerif" size="3"> der Beklagte ausgangs- und antragsgemäss zu verpflichten ist, der Klägerin eine angemessene Prozessentschädigung zu bezahlen;</font><br/> <font face="RotisSerif" size="3"> </font><br/> <font face="RotisSerif" size="3"> </font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4"><b>erkennt das Gericht:</b></font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="3">1. In Gutheissung der Klage wird der Beklagte verpflichtet, der Klägerin mit Wirkung ab 1. Juli 2005 eine auf einem Invaliditätsgrad von 61 % basierende statutarische Invalidenrente auszurichten.</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="3">2. Das Verfahren ist kostenlos.</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="3">3. Der Beklagte wird verpflichtet, der Klägerin eine Prozessentschädigung von Fr. 1'700.-- (inklusive Barauslagen und Mehrwertsteuer) zu bezahlen.</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="3">4. Zustellung gegen Empfangsschein an:</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="3">- Rechtsanwalt Dr. André Largier</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="3">- Beamtenversicherungskasse des Kantons Zürich</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="3">- Bundesamt für Sozialversicherungen</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="3">sowie an:</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="3">- die Gerichtskasse (nach Eintritt der Rechtskraft)</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="3">5. Gegen diesen Entscheid kann innert </font><font face="RotisSansSerif" size="3"><b>30 Tagen</b></font><font face="RotisSansSerif" size="3"> seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundesgesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 15. Juli bis und mit 15. August sowie vom 18. Dezember bis und mit dem 2. Januar (Art. 46 BGG).</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="3"> Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzustellen.</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="3"> Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat (Art. 42 BGG).</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="3"> </font></div></div></div> </div> </div> </section></div> </div> <input id="view:_id1__VUID" name="$$viewid" type="hidden" value="!86jy1p2lb93qddo3tbmrc038a!"/> <input name="$$xspsubmitid" type="hidden"/> <input name="$$xspexecid" type="hidden"/> <input name="$$xspsubmitvalue" type="hidden"/> <input name="$$xspsubmitscroll" type="hidden"/> <input name="view:_id1" type="hidden" value="view:_id1"/></form> </body> </html>