<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="content"> <div class="para"> </div> <div class="para">Bundesgericht </div> <div class="para">Tribunal fédéral </div> <div class="para">Tribunale federale </div> <div class="para">Tribunal federal </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <img height="74" src="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/clir/http/displayimage.php?id=2024-12-02-5F_35-2024.1&amp;type=gif" width="95"/> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>5F_35/2024</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>Urteil vom 2. Dezember 2024</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>II. zivilrechtliche Abteilung</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Besetzung </div> <div class="para">Bundesrichter Herrmann, Präsident, </div> <div class="para">Bundesrichter Bovey, Hartmann, </div> <div class="para">Gerichtsschreiber Möckli. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Verfahrensbeteiligte </div> <div class="para">A.________, </div> <div class="para">Gesuchsteller, </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <i>gegen</i> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">1. B.B.________, </div> <div class="para">2. C.B.________, </div> <div class="para">beide vertreten durch </div> <div class="para">Rechtsanwältin Regina Carstensen, </div> <div class="para">Gesuchsgegner. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Gegenstand </div> <div class="para">Revisionsgesuch gegen das Urteil des Schweizerischen Bundesgerichts 5A_584/2024 vom 5. November 2024. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>Sachverhalt:</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>A.</b> </div> <div class="para">Der Gesuchsteller hat Verfahren betreffend Kindesbelange in Bezug auf zwei Kinder aus verschiedenen Beziehungen und gelangt in diesem Zusammenhang regelmässig bis vor Bundesgericht. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>B.</b> </div> <div class="para">In Bezug auf das eine Kind (Gesuchsgegner Ziff. 1) fällte das Bezirksgericht Winterthur am 2. Juni 2024 sein Endurteil. Darin übertrug es die alleinige elterliche Sorge auf die Mutter (Gesuchsgegnerin Ziff. 2) und regelte den persönlichen Verkehr des Gesuchstellers. </div> <div class="para">Mit Berufungsurteil vom 2. September 2024 erweiterte das Obergericht des Kantons Zürich den persönlichen Verkehr schrittweise in vier Phasen. </div> <div class="para">Die hiergegen erhobene Beschwerde wies das Bundesgericht mit Urteil 5A_584/2024 vom 5. November 2024 ab, soweit es darauf eintrat. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>C.</b> </div> <div class="para">Mit Revisionsgesuch vom 25. November 2024 stellt der Gesuchsteller die Begehren, seine Postulationsfähigkeit sei abzuerkennen und die offensichtlich falsch verstandenen Anträge seien richtig zu beurteilen. Ferner verlangt er einen Rechtsbeistand. Mit weiterer Eingabe vom 27. November 2024 wiederholt er seine Begehren und verlangt zusätzlich eine Entschädigung für 2,5 Jahre gerichtlichen Psychoterror. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>Erwägungen:</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>1.</b> </div> <div class="para">Wie dem Gesuchsteller schon oft mitgeteilt wurde, vermittelt das Bundesgericht keine Rechtsanwälte. In der Schweiz gibt es keinen Anwaltszwang und es ist an der Verfahrenspartei, einen Rechtsvertreter zu mandatieren. In diesem Zusammenhang dürfte im Übrigen auch der Antrag zu lesen sein, die Postulationsfähigkeit sei abzuerkennen. Dies würde dazu führen, dass die Rechtsmittel unbeachtlich wären. Das Bundesgericht hat diese aber stets behandelt, denn die unzähligen Eingaben zeigten und zeigen, dass der Gesuchsteller zwar durchwegs jede Verfügung und jeden Entscheid anficht, aber seine Anliegen durchaus zu formulieren weiss. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>2.</b> </div> <div class="para">Ein bundesgerichtliches Urteil kann auf Gesuch hin aus einem der in <span class="artref">Art. 121 ff. BGG</span> abschliessend genannten Gründe in Revision gezogen werden, wobei der Revisionsgrund in der Gesuchsbegründung in gedrängter Form darzulegen ist (<span class="artref">Art. 42 Abs. 2 BGG</span>). Die Revision dient nicht dazu, die Rechtslage erneut zu diskutieren und inhaltlich eine Wiedererwägung des ergangenen bundesgerichtlichen Urteils zu verlangen (vgl. zum Ganzen statt vieler: Urteil 5F_36/2022 vom 29. November 2022 E. 3 m.w.H.). </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>3.</b> </div> <div class="para">Der Gesuchsteller beruft sich auf die Revisionsgründe von Art. 121 lit. c und d sowie <span class="artref">Art. 123 lit. a BGG</span>. Abgesehen von (teils persönlich auf Gerichts- und Behördenmitglieder zielender und teils allgemein an Gerichte und Behörden adressierter) Polemik macht der Gesuchsteller geltend, es habe nie einen Kontaktunterbruch gegeben und die Feststellungen des Obergerichtes seien komplett falsch. Das Rayonverbot finde natürlich während der Besuchszeit statt, ansonsten würde dieses ja gar keinen Sinn machen; offenbar verstehe das Bundesgericht die einfachsten Zusammenhänge nicht. Er habe keine Möglichkeit gehabt, gegen das Sorgerecht vorzugehen. Sodann mache es keinen Sinn, wenn er das Kind ab der Phase 2 nach Deutschland nehmen könne, aber keine Verpflichtung habe, es zurückzubringen. Generell würden bei der Besuchsregelung seine Freiheitsrechte und die Souveränität Deutschlands verletzt. Ihm als Papa werde grundlos der Sohn verweigert und das Bundesgericht unterstütze die Bindungsintoleranz der Mutter. In seiner weiteren Eingabe vom 27. November 2024 macht der Gesuchsteller geltend, der als notwendig erachtete schrittweise Aufbau der physischen Kontakte verletze seine rügbaren Rechte und es liege nicht an ihm, wenn das Bundesgericht dies verkenne; im Übrigen ergeht er sich wiederum in Polemik. </div> <div class="para">Mit seinen Ausführungen wiederholt der Gesuchsteller teils die Vorbringen aus dem Verfahren 5A_584/2024 und teils führt er neue an. Er ist offenkundig mit dem Ausgang des Verfahrens 5A_584/2024 und dem zugrundeliegenden obergerichtlichen Urteil unzufrieden. Dies begründet keine Revisionsmöglichkeit. Sodann sind Anträge nicht unbeachtet geblieben, wenn sie neu und damit unzulässig waren oder ausserhalb des Anfechtungsgegenstandes standen (dazu Urteil 5A_584/2024 E. 3). Es ist weder dargetan noch ersichtlich, inwiefern Revisionsgründe vorliegen könnten. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>4.</b> </div> <div class="para">Nach dem Gesagten ist auf das Revisionsgesuch nicht einzutreten. Bei diesem Verfahrensausgang sind die Gerichtskosten dem Gesuchsteller aufzuerlegen (<span class="artref">Art. 66 Abs. 1 BGG</span>). </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>Demnach erkennt das Bundesgericht:</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>1.</b> </div> <div class="para">Auf das Revisionsgesuch wird nicht eingetreten. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>2.</b> </div> <div class="para">Die Gerichtskosten von Fr. 1'500.-- werden dem Gesuchsteller auferlegt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>3.</b> </div> <div class="para">Dieses Urteil wird den Parteien und dem Obergericht des Kantons Zürich, I. Zivilkammer, mitgeteilt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Lausanne, 2. Dezember 2024 </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Im Namen der II. zivilrechtlichen Abteilung </div> <div class="para">des Schweizerischen Bundesgerichts </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Der Präsident: Herrmann </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Der Gerichtsschreiber: Möckli </div> </div></body></html>