<h2>SubmittedText<h2><p>In einem "NZZ"-Artikel (22.09.2000, S. 17), den Annemarie Huber-Hotz ausdrücklich als Bundeskanzlerin zeichnete, steht zur Reform des schweizerischen Regierungssystems der Satz: "Die Willensnation Schweiz hat dieses System (in dem keine der wichtigen Führungsfunktionen an Einzelpersonen vergeben werden, a.g.) bewusst gewählt, obwohl auch die Schweizerseele einen Bedarf nach personifizierter Leadership und Identifikation hat."</p><p>Ich frage den Bundesrat beziehungsweise die Bundeskanzlerin, was er oder sie unter der "Schweizerseele" versteht und wie ein Mensch zu einer solchen kommt? Reicht es aus, in der Schweiz wohnhaft oder heimatberechtigt zu sein oder regelmässig an die Urne zu gehen? Kann man einem Menschen ansehen, ob er - beziehungsweise sie - eine Seele oder gar eine "Schweizerseele" sei beziehungsweise ihr eigen nennen kann?</p><p>Würde die Bundeskanzlerin im Nachhinein der "Schweizerseele" etwas einfachere Begriffe wie Mentalität oder politische Kultur vorziehen?</p>