Abteilung III C-2721/2008 {T 0/2} U r t e i l v o m 1 8 . D e z e m b e r 2 0 0 9 Richter Michael Peterli (Vorsitz), Richter Stefan Mesmer, Richter Johannes Frölicher, Gerichtsschreiberin Lucie Schafroth. A._______, vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Adrian Fiechter, Poststrasse 6, Postfach 239, 9443 Widnau, Beschwerdeführer, gegen IV-Stelle für Versicherte im Ausland IVSTA, avenue Edmond-Vaucher 18, Postfach 3100, 1211 Genf 2, Vorinstanz. Invalidenrente. B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t T r i b u n a l a d m i n i s t r a t i f f é d é r a l T r i b u n a l e a m m i n i s t r a t i v o f e d e r a l e T r i b u n a l a d m i n i s t r a t i v f e d e r a l Besetzung Parteien GegenstandC-2721/2008 Sachverhalt: A. Der 1953 geborene österreichische Staatsbürger A._______, wohnhaft in Österreich, arbeitete von Mai 1999 bis Januar 2006 als Grenz- gänger (Tätigkeit: Aufspanner) für die B._______ AG (Textilunter- nehmen) in St. Gallen (act. 1, 5 und 8). In dieser Zeit leistete er Bei- träge an die schweizerische Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenver- sicherung (AHV/IV; act. 3 und 8). Am 24. April 2006 stellte er bei der Sozialversicherungsanstalt des Kantons St. Gallen (nachfolgend: IV- Stelle St. Gallen) ein Gesuch um Gewährung einer Rente der schwei- zerischen Invalidenversicherung mit der Begründung, dass er seit zwei bis drei Jahren an einer depressiven Episode mit Somatisierung sowie an einer chronischen Lumboischialgie leide (act. 1 und 2). B. Der IV-Stelle St. Gallen lagen bei der Prüfung des Leistungsbegehrens diverse Berichte von behandelnden Ärzten aus den Jahren 1998, 2002, 2005 und 2006 vor (act. 11, 12 und 37). Gemäss Arztbericht von Dr. med. C._______, Arzt für Allgemeinmedizin, vom 24. August 2006 leide A._______ an einer chronischen Depression mit Somatisierung, einer chronischen Lumboischialgie und Discusprotrusion (L2–S1), einer "thorac. Spondylose" sowie einer Hypercholesterinämie, und er sei seit dem 9. Mai 2005 zu 100% arbeitsunfähig (act. 11). Dr. med. D._______, Facharzt für Neurologie und Psychiatrie, attestierte A._______ in seinen Berichten vom 12. und 14. September 2006 bei der Diagnose "depressive Störung mit Biorhythmusstörungen und Soma tisierungen" seit September 1998 eine Arbeitsunfähigkeit von 100% in der bisherigen Tätigkeit, während er Verweisungstätigkeiten täglich noch für vier Stunden als zumutbar erachtete (act. 12). In seiner Stellungnahme vom 9. November 2006 führte Dr. med. E._______ des regionalärztlichen Dienstes hinsichtlich dieser medizi- nischen Berichte aus, dass die Angaben zur Arbeitsfähigkeit nicht nachvollziehbar seien, weshalb eine bidisziplinäre orthopädisch-psy- chiatrische Begutachtung durchzuführen sei (act. 17). In der Folge holte die IV-Stelle St. Gallen bei der Krankentaggeld- versicherung von A._______ zur Vervollständigung der Akten weitere medizinischen Unterlagen aus dem Jahre 2005 ein, welche teilweise unterschiedliche Angaben betreffend Arbeitsunfähigkeit (100%, 50% Seite 2C-2721/2008 und 30%) enthielten (act. 19). Gemäss rheumatologischem Gutachten von Dr. med. F._______ und Dr. med. G._______ vom 12. Oktober 2005 leide A._______ an einer depressiven Störung mit somatoformer Störung, Symptomausweitung, "fear of avoidance" und Angstproble- ma tik sowie an einem chronischen lumbospondylogenen Syndrom links bei wahrscheinlich vorwiegend myofascialer Komponente bei Osteochondrose L5/S1 mit mittlerer Spondylarthrose. Aus rheumato- logischer Sicht bestehe für leichte Arbeit eine Arbeitsfähigkeit von mindestens 70%. Die Arbeitsunfähigkeit aus psychiatrischer Sicht könne nicht beurteilt werden (act. 19/26 ff.). Dr. med. H._______, FMH Psychiatrie und Psychotherapie, diagnostizierte in seinem psychia- trischen Gutachten vom 10. November 2005 eine leichte bis mittel- gradige depressive Episode (ICD 10: F32.0/1), eine anhaltende soma - toforme Schmerzstörung mit somatischen und psychischen Faktoren (ICD 10: F45.4) und akzentuierte Persönlichkeitszüge (ängstlich und unsicher; ICD 10: Z73.1). Aus psychiatrischer Sicht sei A._______ in seiner Arbeitsfähigkeit zu ca. 30% beeinträchtigt. Diese Arbeitsunfähig- keit könne nur teilweise zur Arbeitsunfähigkeit von 30% aus rheumato- logischer Sicht addiert werden. Daraus resultiere eine Arbeitsunfähig- keit von insgesamt ca. 50% (act. 19/13 ff.). Auf entsprechende Anfrage der IV-Stelle St. Gallen stellte Dr. med. E._______ des regionalärztlichen Dienstes in seiner Stellungnahme vom 1. Dezember 2006 die Diagnosen "leicht bis mittelgradige depes- sive Episode", "anhaltende Schmerzstörung", "chron. lumbospondyl. Syndrom links", "Osteochondrose L5/S1" sowie "Spondylarthrose" und führte aus, dass die nun vorliegenden psychiatrischen und rheumato- logischen Gutachten umfassend, konsistent und nachvollziehbar seien. Somit sei A._______ aus rheumatologischer und psychiatrischer Sicht sowohl in der bisherigen Tätigkeit als auch in Verweisungstätigkeiten seit dem 9. Mai 2005 noch zu 50% arbeitsfähig (act. 20). Im Rahmen der Durchführung des europäischen Verfahrens wurden der IV-Stelle St. Gallen weitere medizinische Unterlagen aus den Jahren 2003, 2005 und 2006 zugestellt (act. 37). Dr. med. I._______, Facharzt für Psychiatrie, stellte im ärztlichen Gesamtgutachten der Pensionsversicherungsanstalt der Landesstelle Vorarlberg vom 11. De - zem ber 2006 die Diagnosen "mittelgradig depressive Episode bei organischer Unterlegung, ICD 10: F06.3" sowie "chronische Lumbo- ischialgie bei medialer Diskusprotrusion L2/L3, L4/L5, L5/S1" und kam zum Schluss, dass die Ursache der depressiven Symptomatik orga- Seite 3C-2721/2008 nisch begründbar und die cerebrale Belastbarkeit zu gering sei, um eine Erwerbstätigkeit aufzunehmen (act. 37/1 ff.). Gestützt auf dieses Gutachten von Dr. med. I._______ bat die IV-Stelle St. Gallen Dr. med. E._______ des regionalärztlichen Dienstes erneut um Mitteilung, ob sich aufgrund dieser Unterlagen eine Änderung der Beurteilung betreffend Arbeitsfähigkeit gemäss der letzten Anfrage ergäbe. Dr. med. E._______ kam in seiner Stellungnahme vom 3. Mai 2007 zum Schluss, dass aufgrund der gleich bleibenden Diagnosen unterschiedliche Beurteilungen der Arbeitsfähigkeit zu zeitlich unter- schiedlichen Beurteilungsdaten vorlägen. Da die Begründung von Dr. med. I._______ nicht überzeugend und ungenügend untermauert sei, sei eine bidisziplinäre Begutachtung (psychiatrisch und rheumato- logisch) durchzuführen (act. 39). Mit Schreiben vom 15. Mai 2007 beauftragte die IV-Stelle St. Gallen Dr. med. J._______, Facharzt für Rheumatologie und Innere Medizin, eine medizinische Abklärung (medizinisches Gutachten inklusive Psy- chiatrie) von A._______ durchzuführen (act. 41). Dr. med. J._______ diagnostizierte in seinem Gutachten vom 20. Juni 2007 aus rheumatologischer Sicht ein chronisches lumbospondylo- genes Syndrom links (ICD 10: M54.4) – bei/mit: Wirbelsäulenfehlstatik/ Haltungsinsuffizienz bei "Diconditioning-Syndrom", degenerativen Ver- änderungen der Lendenwirbelsäule, geringem organischem Korrelat, ausgeprägter Symptomausweitung bei psychosozialer Problemkonstel- lation – und gestützt auf das psychiatrische Untergutachten von Dr. med. K._______ vom 21. Juni 2007 eine Dysthymia (ICD 10: F34.1) sowie eine anhaltende somatoforme Schmerzstörung (ICD 10: F45.4). A._______ sei aus rein rheumatologischer Sicht in allen körperlich leichten, wirbelsäulenadaptierten Tätigkeiten derzeit zu 70% arbeitsfähig. Hinsichtlich der somatoformen Schmerzstörung sei ihm die Schmerzüberwindung zuzumuten. Aufgrund der festgestellten Dys- thymie bestehe aus psychiatrischer Sicht eine maximale Einschrän- kung der Arbeitsfähigkeit von 30%. Somit könne aus bidisziplinärer Sicht von einer Arbeitsfähigkeit von 70% in Verweisungstätigkeiten ausgegangen werden. Die bisher ausgeübte Tätigkeit in Schichtarbeit erscheine primär aufgrund der Arbeitszeiten sowie der sich daraus herleitenden psychischen Belastung und wahrscheinlich auch der fehlenden Möglichkeit zur Durchführung von adäquaten Trainings- mass nahmen "bestenfalls" zu 50% zumutbar (act. 46/1 ff.). Seite 4C-2721/2008 Auf erneute Anfrage der IV-Stelle St. Gallen hin, führte Dr. med. E._______ des regionalärztlichen Dienstes in seiner Stellungnahme vom 14. September 2007 aus, dass die bidisziplinären Gutachten von Dr. med. J._______ und Dr. med. K._______ vom 20./21. Juni 2007 konsistent und nachvollziehbar seien, und kam zum Schluss, dass A._______ in der bisherigen Tätigkeit seit November 2005 zu 50% arbeitsunfähig sei, während eine leichte, wirbelsäulenadaptierte (Wech selbelastung, keine fixierten Körperhaltungen, Lasten bis 10 kg) Tätigkeit, ohne Nachtarbeit, seit November 2005 noch zu 70% zumut- bar sei (act. 47). C. Mit Vorbescheid vom 27. September 2007 teilte die IV-Stelle St. Gallen A._______ mit, dass das Leistungsbegehren voraussichtlich abge- wiesen werden müsse, da trotz festgestellter Arbeitsunfähigkeit von 50% in der bisherigen Tätigkeit und 30% in körperlich leichten bis mittelschweren leidensangepassten Tätigkeiten bei einem Invaliditäts- grad von 37% kein Rentenanspruch bestehe (act. 53 und 54). D. In seinem Einwand vom 29. Oktober 2007 beantragte A._______ die Gewährung einer ganzen Invalidenrente spätestens ab 25. April 2006, eventualiter die Gewährung einer halben Invalidenrente für die Zeit vom 25. April 2006 bis 31. Dezember 2006 und die Gewährung einer ganzen Invalidenrente ab 1. Januar 2007. Zur Begründung führte er im Wesentlichen aus, dass er in Österreich "eine volle Pension auf der Basis einer vollen Arbeitsunfähigkeit" erhalte, was aus dem Bescheid der Pensionsversicherungsanstalt vom 23. Mai 2007 hervorgehe. Den Eintragungen in der Taggeldkarte der Swica und den Beurteilungen von Dr. med. L._______ und Dr. med. D._______ könne zudem ent- nom men wer den, dass er zu 100% arbeitsunfähig sei. Er befinde sich in regelmässiger physiotherapeutischer Behandlung. Ferner enthalte das Gutachten vom 20. Juni 2007 widersprüchliche Angaben. Gleichzeitig reichte er einen Bericht der behandelnden Ärztin, Dr. med. L._______, Spezialärztin für Psychiatrie und Psychotherapie, vom 5. Juni 2007, einen Bericht von Dr. med. D._______ vom 18. Juni 2007 sowie eine Stellungnahme von Dr. med. L._______ vom 28. Oktober 2007 ein. Letztere gab in ihrer Stellungnahme vom 28. Oktober 2007 an, sich mit dem psychiatrischen Untergutachten von Dr. med. K._______ vom 21. Juni 2007 in Bezug auf die ihrer Meinung nach zu Seite 5C-2721/2008 niedrig eingeschätzte Arbeitsfähigkeit sowie auf die gestellten Diagno- sen nicht einverstanden erklären zu können (act. 65). E. Auf entsprechende Anfrage der IV-Stelle St. Gallen führte Dr. med. E._______ des regionalärztlichen Dienstes in seiner Stellungnahme vom 7. November 2007 im Wesentlichen aus, dass die neu einge- reichten Arztzeugnisse keine neuen Diagnosen enthielten und keine Verschlechterung aufgrund von neuen Symptomen zu begründen ver- möch ten. Es handle sich lediglich um eine unterschiedliche Bewertung des gleichen Gesundheitsschadens. Die "formellen Kriterien" des Ein- wands von A._______ seien den Gutachtern zur Stellungnahme vorzu- legen (act. 66). Mit Stellungnahme vom 19. November 2007 teilte Dr. med. J._______ der IV-Stelle St. Gallen im Wesentlichen mit, dass er das Gutachten in Kenntnis der Vorakten erstellt habe. Das Gutachten stütze sich auf seine Einschätzung des Versicherten, wie er sich zum Gutachtenszeit- punkt präsentiert habe. Aus psychiatrischer Sicht erscheine die de- pressive Störung weniger ausgeprägt, sodass auch die Beeinträchti- gung der Arbeitsfähigkeit weniger ausgeprägt sei. Entsprechend sei die Beurteilung aus bidisziplinärer Sicht verfasst. Die anderslautenden Einschätzungen der behandelnden Ärzte seien nachvollziehbar, da diese bemüht seien, ihrem Patienten die beste Behandlung zukommen zu lassen. Eine zwingende Korrelation von Physiotherapie zur Arbeits- fähigkeit oder deren Einschränkung sei nicht ersichtlich. Ferner seien die von A._______ genannten Widersprüche ohne Einfluss auf das Ergebnis der gutachterlichen Beurteilung (act. 72). F. Mit Verfügung vom 7. März 2008 wies die IV-Stelle für Versicherte im Ausland (nachfolgend: IVSTA) das Leistungsbegehren von A._______ im Wesentlichen mit der bereits im Vorbescheid vom 27. September 2007 vorgebrachten Begründung und unter Verweis auf die regional- ärztliche Stellungnahme vom 7. No vember 2007 sowie die Stellung- nahme von Dr. med. J._______ vom 19. Novem ber 2007 ab (act. 75). G. Gegen diese Verfügung erhob A._______ (nachfolgend: Beschwerde- führer), vertreten durch Rechtsanwalt Adrian Fiechter, mit Eingabe vom 24. April 2008 Beschwerde beim Bundesverwaltungsgericht und beantragte die Aufhebung der Verfügung und die Gewährung einer Seite 6C-2721/2008 ganzen Invalidenrente spätestens ab 25. April 2006, eventualiter die Gewährung einer halben Invalidenrente vom 25. April 2006 bis 31. De - zember 2006, und die Gewährung einer ganzen Invalidenrente ab 1. Januar 2007. Zur Begründung wiederholte er insbesondere die be- reits in seinem Einwand vom 29. Oktober 2007 vorgebrachten Argu- mente und wies auf den Bericht von Dr. med. L._______ vom 11. April 2008 hin, welchen er zu den Akten reichte. Dr. med. L._______ attestierte ihm eine "mittelgradige depressive Episode mit soma- tischem Syndrom (F 32.11)", eine "anhaltende somatoforme Schmerz- störung (F 45.4)" und "Merkmale einer anankastischen Persönlich- keitsstörung (F 60.5)" sowie eine aus rein psychiatrischer Sicht resul- tierende Arbeitsunfähigkeit von 70% (act. 77 und 78). H. Mit Zwischenverfügung vom 2. Mai 2008 forderte der zuständige Instruktionsrichter den Beschwerdeführer auf, einen Kostenvorschuss von Fr. 400.- in der Höhe der mutmasslichen Verfahrenskosten zu leisten. Der einverlangte Kostenvorschuss ging innert der gesetzten Frist bei der Gerichtskasse ein. I. Mit Eingabe vom 6. Mai 2008 reichte der Beschwerdeführer zudem einen Bericht von Dr. med. D._______ vom 28. April 2008 zu den Akten, welcher ihm aus "nervenärztlicher" Sicht eine Arbeitsunfähigkeit von 70% attestierte. Aufgrund seiner chronifizierten psychischen Stö- rung sei die Arbeitsverfügbarkeit nur im Sinne eines geschützten Ar- beitsplatzes zumutbar (act. 78). J. Auf entsprechende Anfrage der IVSTA (act. 77) beantragte die IV- Stelle St. Gallen in ihrer Stellungnahme vom 9. Juni 2008 die Abwei- sung der Beschwerde. Zur Begründung führte sie im Wesentlichen aus, dass die Gutachten von Dr. med. J._______ und von Dr. med. K._______ den Anforderungen der Rechtsprechung entsprächen. Ein behandelnder Arzt müsse beweisrechtlich nicht als Sachverständiger, sondern als Auskunftsperson auftreten. Aufgrund des engen persön- lichen und rechtlichen Verhältnisses zwischen dem Arzt und dem Pati- enten bestehe eine natürliche Vermutung dafür, dass die Äusserungen des Arztes in erster Linie der Unterstützung des Patienten im Hinblick auf Zusprache von Sozialversicherungsleistungen und nicht der objek- tiven und unabhängigen Sachverhaltserhebung dienten. Die Einschät- Seite 7C-2721/2008 zung von Dr. med. L._______ vermöge daher weder Zweifel an der Richtigkeit der Gutachten von Dr. med. J._______ und Dr. med. K._______ zu wecken noch deren Angaben zu widerlegen. Mit Vernehmlassung vom 11. Juni 2008 beantragte die IVSTA unter Hinweis auf diese Stellungnahme der IV-Stelle St. Gallen die Abwei- sung der Beschwerde und die Bestätigung der angefochtenen Verfü- gung. K. In seiner Replik vom 1. September 2008 wiederholte der Beschwerde- führer seine bisher gestellten Anträge und reichte zusätzlich einen ärztlichen Kurzbericht des Landeskrankenhauses M._______ vom 1. August 2008 zu den Akten. Zur Begründung führte er im Wesentlichen aus, dass Dr. med. L._______ und Dr. med. D._______ "in erster Linie" Fachärzte seien und deren Stellung als behandelnde Ärzte des Beschwerdeführers daher in den Hintergrund trete, weshalb sie als beweisrechtlich Sachverständige zu betrachten seien. Der Beschwerdeführer stehe "nach wie vor" in regelmässiger Behandlung bei Dr. med. L._______ und Dr. med. D._______. Zudem habe er im Juli 2008 einen akuten Zusammen bruch erlitten, sodass er stationär in die psychiatrische Abteilung des Landeskrankenhauses M._______ habe eingewiesen werden müssen. Zusammen fassend werde nach wie vor festgehalten, dass eine volle Arbeitsunfähigkeit vorliege. Be- treffend Einkommensvergleich werde die Höhe des Invalideneinkom - mens bestritten. Ferner hätte nebst dem "Teilzeitabzug" von 10% ein leidensbedingter Abzug von 25% vorgenom men werden müssen. L. Mit Eingabe vom 26. September 2008 reichte der Beschwerdeführer zusätzlich einen Bericht des Landeskrankenhauses M._______ vom 8. September 2008 zu den Akten, welcher ihm einen stationären Auf- enthalt in der Zeit vom 14. Juli 2008 bis 1. August 2008 attestierte. Der Beschwerdeführer sei bei bekannter rezidivierender depressiver Stö- rung bereits zum dritten Mal stationär aufgenommen worden. M. In ihrer Stellungnahme vom 13. November 2008 führte die IV-Stelle St. Gallen im Wesentlichen aus, dass für die richterliche Beurteilung praxisgemäss die Verhältnisse massgebend seien, wie sie sich bis zum Zeitpunkt des Verfügungserlasses entwickelt hätten. Daher sei Seite 8C-2721/2008 der nachträglich eingereichte ärztliche Bericht höchstens im Sinne eines Revisionsgesuches entgegenzunehmen. Mit Duplik vom 18. November 2008 hielt die IVSTA Ihre Anträge ge- stützt auf die Stellungnahme der IV-Stelle St. Gallen vom 13. No vem - ber 2008 aufrecht. N. Auf die weiteren Vorbringen der Parteien und die eingereichten Unter- lagen wird – soweit erforderlich – in den nachfolgenden Erwägungen eingegangen. Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 1. 1.1 Gemäss Art. 31 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (VGG, SR 173.32) in Verbindung mit Art. 33 Bst. d VGG und Art. 69 Abs. 1 Bst. b des Bundesgesetzes über die Invalidenversiche- rung vom 19. Juni 1959 (IVG, SR 831.20) beurteilt das Bundesverwal- tungsgericht Beschwerden von Personen im Ausland gegen Verfü- gungen der IVSTA. Eine Ausnahme im Sinne von Art. 32 VGG liegt nicht vor. 1.2 Aufgrund von Art. 3 Bst. dbis des Bundesgesetzes über das Verwal- tungsverfahren vom 20. Dezember 1968 (VwVG, SR 172.021) findet das VwVG keine Anwendung in Sozialversicherungssachen, soweit das Bundesgesetz über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungs- rechts vom 6. Oktober 2000 (ATSG, SR 830.1) anwendbar ist. Gemäss Art. 1 Abs. 1 IVG sind die Bestimmungen des ATSG auf die Invaliden- versicherung (Art. 1a-26bis und 28-70 IVG) anwendbar, soweit das IVG nicht ausdrücklich eine Abweichung vom ATSG vorsieht. 1.3 Der Beschwerdeführer ist durch die angefochtene Verfügung be- rührt und hat ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung oder Änderung, so dass er im Sinne von Art. 59 ATSG beschwerde legiti- miert ist. 1.4 Die angefochtene Verfügung vom 7. März 2008 (Freitag) wurde dem Rechtsvertreter des Beschwerdeführers am 10. März 2008 (Mon- Seite 9C-2721/2008 tag) eröffnet. Demnach ist die 30-tägige Beschwerdefrist unter Berück- sichtigung des Fristenstillstandes während der Gerichtsferien (Art. 38 Abs. 4 ATSG und Art. 22a Abs. 1 VwVG) am 24. April 2008 abgelaufen (Art. 38 ATSG). Die Beschwerde erfolgte somit fristgerecht (Art. 60 ATSG). 1.5 Da die Beschwerde im Übrigen formgerecht (Art. 52 VwVG) einge- reicht und der Kostenvorschuss fristgerecht geleistet wurde, ist darauf einzutreten. 2. Vorab ist zu prüfen, welche Rechtsnormen im vorliegenden Verfahren zur Anwendung gelangen. 2.1 Das Verfahren vor dem Bundesverwaltungsgericht richtet sich im Wesentlichen nach den Vorschriften des VGG, des VwVG (Art. 37 VGG) sowie des ATSG. Dabei finden nach den allgemeinen intertem- poralrechtlichen Regeln diejenigen Rechtssätze Anwendung, welche im Zeitpunkt der Beschwerdebeurteilung Geltung haben (BGE 130 V 1 E. 3.2), unter Vorbehalt spezialgesetzlicher Übergangsbestimmungen. In materiellrechtlicher Hinsicht sind grundsätzlich diejenigen Rechts- sätze massgebend, die bei der Erfüllung des zu Rechtsfolgen führen- den Sachverhalts Geltung haben (BGE 130 V 329 E. 2.3). Ein allfälli- ger Leistungsanspruch ist für die Zeit vor einem Rechtswechsel auf- grund der bisherigen und ab diesem Zeitpunkt nach den neuen Nor- men zu prüfen (pro rata temporis; BGE 130 V 445). Nach der Rechtsprechung stellt das Sozialversicherungsgericht bei der Beurteilung einer Streitsache in der Regel auf den bis zum Zeit- punkt des Erlasses der streitigen Verfügung (hier: 7. März 2008) einge- tretenen Sachverhalt ab (BGE 129 V 1 E. 1.2 mit Hinweisen). Tat- sachen, die jenen Sachverhalt seither verändert haben, sollen im Nor- malfall Gegenstand einer neuen Verwaltungsverfügung sein (BGE 121 V 362 E. 1b). 2.2 Der Beschwerdeführer ist österreichischer Staatsangehöriger mit Wohnsitz in Österreich, weshalb das am 1. Juni 2002 in Kraft getre- tene Abkommen vom 21. Juni 1999 zwischen der Schweizerischen Eidgenossenschaft einerseits und der Europäischen Gemeinschaft und ihrer Mitgliedsstaaten andererseits über die Freizügigkeit (FZA, SR 0.142.112.681) zu beachten ist. Nach Art. 1 Abs. 1 des auf der Seite 10C-2721/2008 Grundlage des Art. 8 FZA ausgearbeiteten und Bestandteil des Ab- kom mens bildenden (Art. 15 FZA) Anhangs II ("Koordinierung der Sys- teme der sozialen Sicherheit") des FZA in Verbindung mit Abschnitt A dieses Anhangs wenden die Vertragsparteien untereinander insbeson- dere die Verordnung (EWG) Nr. 1408/71 des Rates vom 14. Juni 1971 zur Anwendung der Systeme der sozialen Sicherheit auf Arbeitnehmer und Selbstständige sowie deren Familienangehörige, die innerhalb der Gemein schaft zu- und abwandern (SR 0.831.109.268.1; nachfolgend: Verordnung Nr. 1408/71), und die Verordnung (EWG) Nr. 574/72 des Rates vom 21. März 1972 über die Durchführung der Verordnung (EWG) Nr. 1408/71 über die Anwendung der Systeme der sozialen Sicherheit auf Arbeitnehmer und Selbstständige sowie deren Familien- angehörige, die innerhalb der Gemeinschaft zu- und abwandern (SR 0.831.109.268.11; nachfolgend: Verordnung Nr. 574/72) oder gleich- wertige Vorschriften an. Dabei ist im Rahmen des FZA auch die Schweiz als "Mitgliedstaat" im Sinne dieser Koordinierungsverord- nungen zu betrachten (Art. 1 Abs. 2 Anhang II des FZA). Nach Art. 40 Abs. 4 der Verordnung Nr. 1408/71 ist die vom Träger eines Staates getroffene Entscheidung über die Invalidität eines An- tragstellers für den Träger eines anderen betroffenen Staates nur dann verbindlich, wenn die in den Rechtsvorschriften dieser Staaten fest- gelegten Tatbestandsmerkmale der Invalidität in Anhang V dieser Ver- ordnung als übereinstimmend anerkannt sind. Eine solche anerkannte Übereinstimmung besteht für das Verhältnis zwischen einzelnen EU- Mitgliedstaaten und der Schweiz nicht. Der Invaliditätsgrad bestimmt sich daher auch im Geltungsbereich des FZA nach schweizerischem Recht (BGE 130 V 253 E. 2.4). Gemäss Art. 40 der Verordnung Nr. 574/72 hat der Träger eines Mit- gliedstaates aber bei der Bemessung des Grades der Erwerbsminde- rung die von den Trägern der anderen Staaten erhaltenen ärztlichen Unterlagen und Berichte sowie Auskünfte der Verwaltung zu berück- sichtigen, soweit sie rechtsgenüglich ins Verfahren eingebracht werden (vgl. Art. 32 VwVG). Jeder Träger behält jedoch insbesondere die Mög- lichkeit, durch einen Arzt oder eine Ärztin seiner Wahl die antragstel- lende Person untersuchen zu lassen. 2.3 Für das vorliegende Verfahren ist deshalb das per 1. Januar 2003 in Kraft getretene ATSG anwendbar. Die darin enthaltenen Formulie- rungen der Arbeitsunfähigkeit, der Erwerbsunfähigkeit, der Invalidität Seite 11C-2721/2008 und der Einkommensvergleichsmethode entsprechen ohnehin den bis- herigen, von der Rechtsprechung dazu entwickelten Begriffen in der IV. Demzufolge beanspruchen die diesbezüglich schon herausgebildeten Grundsätze auch unter der Herrschaft des ATSG weiterhin Geltung (BGE 130 V 343). Bei den materiellen Bestimmungen des IVG und der Verordnung über die Invalidenversicherung vom 17. Januar 1961 (IVV, SR 831.201) ist auf die Fassung gemäss den am 1. Januar 2004 in Kraft getretenen Änderungen (4. IV-Revision; AS 2003 3837) abzustel- len. Soweit ein Rentenanspruch ab dem 1. Januar 2008 zu prüfen ist, sind weiter die mit der 5. IV-Revision zu diesem Zeitpunkt in Kraft ge- tretenen Gesetzesänderungen zu beachten (AS 2007 5129). 3. Gemäss Art. 40 Abs. 2 IVV ist bei Grenzgängern die IV-Stelle, in deren Tätigkeitsgebiet der Grenzgänger eine Erwerbstätigkeit ausübt, zur Entgegennahme und Prüfung der Anmeldungen zuständig. Dies gilt auch für ehemalige Grenzgänger, sofern sie bei der Anmeldung ihren ordentlichen Wohnsitz noch in der benachbarten Grenzzone haben und der Gesundheitsschaden auf die Zeit ihrer Tätigkeit als Grenz- gänger zurückgeht. Die Verfügungen werden von der IVSTA erlassen. Vorliegend war die IV-Stelle St. Gallen demnach für die Entgegen- nahme und Prüfung der Anmeldung zuständig und die Verfügung vom 7. März 2008 wurde zu Recht von der IVSTA erlassen. 4. 4.1 Gemäss Art. 8 ATSG in Verbindung mit Art. 4 Abs. 1 IVG ist Inva- lidität die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit als Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall. Art. 7 ATSG definiert die Erwerbsunfähigkeit als durch Beeinträchti- gung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verur- sachten und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verblei- benden ganzen oder teilweisen Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt. Arbeitsunfähigkeit ist die durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit bedingte, volle oder teilweise Unfähigkeit, im bisherigen Beruf oder Aufgabenbereich zumutbare Arbeit zu leisten. Bei langer Dauer wird auch die zumutbare Tätigkeit Seite 12C-2721/2008 in einem anderen Beruf oder Aufgabenbereich berücksichtigt (Art. 6 ATSG). 4.2 Anspruch auf eine ordentliche Rente haben gemäss Art. 36 Abs. 1 IVG in der bis 31. Dezember 2007 gültig gewesenen Fassung die rentenberechtigten Versicherten, die bei Eintritt der Invalidität während mindestens eines vollen Jahres Beiträge an die schweizerische Sozial- versicherung geleistet haben. Meldet sich ein Versicherter mehr als zwölf Monate nach Entstehen des Anspruchs an, so werden die Leistungen in Abweichung von Art. 24 Abs. 1 ATSG lediglich für die zwölf der Anmeldung vorangehenden Monate ausgerichtet (Art. 48 Abs. 2 IVG in der bis 31. Dezember 2007 gültig gewesenen Fassung). 4.3 Anspruch auf eine ganze Invalidenrente besteht bei einem IV-Grad von mindestens 70%, auf eine Dreiviertelsrente bei mindestens 60%, auf eine halbe Rente bei mindestens 50% sowie auf eine Viertelsrente bei mindestens 40% (Art. 28 Abs. 1 IVG [4. IV-Revision] und Art. 28 Abs. 2 IVG [5. IV-Revision]). Gemäss Art. 28 Abs. 1ter IVG (in den seit 1. Januar 2003 bis zum 31. Dezember 2007 gültig gewesenen Fassungen) beziehungsweise Art. 29 Abs. 4 IVG (in der seit 1. Januar 2008 gültigen Fassung [5. IV- Revision]) werden Renten, die einem Invaliditätsgrad von weniger als 50% entsprechen, nur an Versicherte ausgerichtet, die ihren Wohnsitz und gewöhnlichen Aufenthalt (Art. 13 ATSG) in der Schweiz haben. Nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung stellt Art. 28 Abs. 1ter IVG nicht eine blosse Auszahlungsvorschrift, sondern eine besondere Anspruchsvoraussetzung dar (BGE 121 V 264 E. 6c). Eine Ausnahme von diesem Prinzip gilt seit dem 1. Juni 2002 für Schweizer Bürger und Staatsangehörige der Europäischen Gemeinschaft. Diesen Personen wird bei einem Invaliditätsgrad ab 40% eine Rente ausgerichtet, wenn sie in einem Mitgliedstaat der Europäischen Gemeinschaft Wohnsitz haben (BGE 130 V 253 E. 2.3 und 3.1), was vorliegend der Fall ist. Die einschlägige Bestimmung der seit 1. Januar 2008 gültigen Fassung (Art. 29 Abs. 4 IVG [5. IV-Revision]) wurde zwar neu formuliert, hat aber inhaltlich keine Änderung erfahren, weshalb die hierzu entwi- ckelte Rechtsprechung übernommen und weitergeführt werden kann. Der Rentenanspruch nach Artikel 28 entsteht nach den Vorschriften der 4. IV-Revision frühestens in dem Zeitpunkt, in dem der Versicherte mindestens zu 40 Prozent bleibend erwerbsunfähig (Art. 7 ATSG) ge- worden ist (Art. 29 Abs. 1 lit. a IVG [4. IV-Revision]) oder während Seite 13C-2721/2008 eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindes- tens zu 40% arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen war (Art. 29 Abs. 1 lit. b IVG [4. IV-Revision]). Nach den Bestimmungen der 5. IV-Revision haben Anspruch auf eine Rente Versicherte, die ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungs- massnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können, wäh rend eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40% arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind und nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40% invalid (Art. 8 ATSG) sind (Art. 28 Abs. 1 lit. a - c IVG [5. IV-Revision]). 4.4 Für die Bestimmung des Invaliditätsgrades wird das Erwerbs- einkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Ein- gliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei aus- geglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (so genanntes Invaliden- einkommen), in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (so genanntes Valideneinkommen; Art. 16 ATSG). Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im Beschwerdeverfahren das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die der Arzt und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten der Versicherte arbeitsunfähig ist. Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen dem Versicherten konkret noch zuge- mutet werden können. Es sind demnach nicht nur die Erwerbsmöglich- keiten im angestammten Beruf, sondern auch in zumutbaren Verwei- sungstätigkeiten zu prüfen (BGE 115 V 134 E. 2, 114 V 314 E. 3c mit Hinweisen; ZAK 1991 S. 319 E. 1c). Nicht als Folgen eines Gesundheitsschadens und damit invaliden- versicherungsrechtlich nicht als relevant gelten Einschränkungen der Erwerbsfähigkeit, welche die versicherte Person bei Aufbietung allen guten Willens, die verbleibende Leistungsfähigkeit zu verwerten, ab- wenden könnte (BGE 131 V 49 E. 1.2 mit Hinweisen). Aufgrund des im Seite 14C-2721/2008 gesamten Sozialversicherungsrecht geltenden Grundsatzes der Scha- denminderungspflicht ist ein in seinem bisherigen Tätigkeitsbereich dauernd arbeitsunfähiger Versicherter gehalten, innert nützlicher Frist Arbeit in einem anderen Berufs- oder Erwerbszweig zu suchen und anzunehmen, soweit sie möglich und zumutbar erscheint (BGE 113 V 28 E. 4a, 111 V 239 E. 2a). Deshalb ist es am behandelnden Arzt bzw. am Vertrauensarzt einer IV- Stelle zu entscheiden, in welchem Ausmass ein Versicherter seine ver- bliebene Arbeitsfähigkeit bei zumutbarer Tätigkeit und zumutbarem Einsatz auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt verwerten kann. Diese so genannte Verweisungstätigkeit hat sich der Versicherte anrechnen zu lassen (leidensangepasste Verweisungstätigkeit; ZAK 1986 S. 204 f.). 4.5 Die Verwaltung und im Beschwerdefall das Gericht haben die medizinischen Unterlagen nach dem Grundsatz der freien Beweis- würdigung – wie alle anderen Beweismittel – frei, d.h. ohne Bindung an förmliche Beweisregeln, sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen. Dies bedeutet für das Gericht, dass es alle Beweismittel, unabhängig, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden hat, ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruches gestatten. Insbesondere darf es bei einander widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu wür- digen und die Gründe anzugeben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt. Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizini- schen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen der Expertin oder des Experten begründet sind. Ausschlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Herkunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag gegebenen Stellung- nahme als Bericht oder Gutachten (BGE 125 V 351 E. 3a, BGE 122 V 157 E. 1c). 5. Vorliegend ist zu prüfen, ob und gegebenenfalls seit wann und in Seite 15C-2721/2008 welchem Umfang der Beschwerdeführer Anspruch auf eine Invaliden- rente hat. 5.1 Gemäss Bescheinigung des ehemaligen Arbeitgebers des Be- schwerdeführers war Letzterer vom 9. Mai 2005 bis zum 31. Januar 2006 krankheitshalber abwesend (act. 8/5 f.). Am 28. und 29. Novem - ber 2005 arbeitete er jeweils einen halben Tag, so dass kein wesent- licher Unterbruch der Arbeitsunfähigkeit vorlag (vgl. Art. 29ter IVV). Der Beginn der einjährigen Wartezeit im Sinne von Art. 29 Abs. 1 Bst. b IVG (4. IV-Revision) beziehungsweise Art. 28 Abs. 1 Bst. b IVG (5. IV- Revision) ist demnach auf den 9. Mai 2005 – also mit der 100%-igen Krankschreibung durch die behandelnden Ärzte (act. 11, 19/12, 19/38 und 65/9) – festzusetzen. Ein allfälliger Rentenanspruch entsteht somit frühestens am 1. Mai 2006 (vgl. E. 4.3 hiervor). 5.2 5.2.1Der Beschwerdeführer macht im Wesentlichen geltend, dass er zu 100% arbeitsunfähig sei, was auch durch die behandelnden Ärzte bestätigt werde. In Österreich erhalte er "eine volle Pension auf der Basis einer vollen Arbeitsunfähigkeit". Ferner erweise sich das Gut- achten von Dr. med. J._______ vom 20. Juni 2007 als widersprüchlich. Betreffend Einkommensvergleich werde das Invalideneinkom men be - stritten. Zudem hätte nebst dem "Teilzeitabzug" von 10% ein leidens- bedingter Abzug von 25% vorgenommen werden müssen. 5.2.2Die Vorinstanz entgegnet im Wesentlichen gestützt auf die Stel- lungnahmen des regionalärztlichen Dienstes, dass keine Invalidität von anspruchsbegründendem Ausmass bestehe. Ferner sei der Einkom- mens vergleich nicht zu beanstanden. 5.2.3Dr. med. K._______ führt in seinem psychiatrischen Untergut- achten vom 21. Juni 2007 aus, dass aufgrund der inkonsistenten Vor- befunde und der momentan eher leichten depressiven Ausprägung bei nicht ausschliessbarer Aggravationstendenz die Diagnose "Dysthymia" zu stellen sei. Schwierig einzuordnen bleibe die von Dr. med. I._______ gestellte Diagnose der organisch bedingten Depression. Diese sei gewählt worden, weil sich im MRI angeblich Veränderungen gezeigt hätten, die sich jedoch auch als beginnendes dementielles Syndrom interpretieren liessen. Auch wenn die organische Ursache nur als Verdacht beschrieben worden sei, habe Dr. med. I._______ diese Diagnose "codiert". Die Sensitivität und Aussagekraft der MRI Seite 16C-2721/2008 Untersuchungen seien jedoch fraglich. Entsprechend dem Gutachten von Dr. med. H._______ vom 10. November 2005 sei dem Beschwer- deführer die Schmerzüberwindung hinsichtlich der diagnostizierten so- ma toformen Schmerzstörung zuzumu ten. Aufgrund der diagnostizier- ten Dysthymia betrage die Einschränkung der Arbeitsfähigkeit aus psy- chiatrischer Sicht zum Zeitpunkt der Untersuchung ca. 25 bis 30% (act. 46). In seinem Gutachten vom 20. Juni 2007 teilt Dr. med. J._______ mit, dass die Beurteilung der Einschränkung der Arbeitsfähigkeit gemäss Gutachten von Dr. med. H._______ vom 10. November 2005 von 50% aus bidisziplinärer Sicht nachvollziehbar dokumentiert sei. In der en- geren Beziehung zur psychisch traumatisierenden Kündigung und den Verlust der Arbeitsstelle könnte vormals eine höhergradige psychia- trische Einschränkung der Arbeitsfähigkeit bestanden haben, die der- zeit weniger ausgeprägt erscheine. Die aktuell dokumentierte Ein- schränkung der Arbeitsfähigkeit gelte ab Datum des Gutachtens. Aus rein rheumatologischer Sicht sei der Beschwerdeführer sowohl in der bisherigen Tätigkeit als auch in Verweisungstätigkeiten derzeit zu 70% arbeitsfähig. Aus bidisziplinärer rheumatologisch-psychiatrischer Sicht (vgl. psychiatrisches Untergutachten von Dr. med. K._______ vom 21. Juni 2007) sei von einer Arbeitsfähigkeit von 70% in Verweisungs- tätigkeiten auszugehen, da ein "rentenrelevanter additiver Effekt der Limitierung in zu normalen Tageszeiten ausgeübten Tätigkeiten" nicht anzunehmen sei. Die bisher ausgeübte Tätigkeit in Schichtarbeit er- scheine primär aufgrund der Arbeitszeiten und der sich daraus her- leitenden psychischen Belastung und wahrscheinlich auch den fehlen- den Möglichkeiten zur Durchführung von adäquaten Trainingsmass - nahmen "bestenfalls" zu 50% zumutbar. Das Gutachten vom 20. Juni 2007 beruht auf einer bidisziplinären Untersuchung des Beschwerdeführers in Zürich. Am 20. Juni 2007 fand eine rheumatologische Untersuchung durch Dr. med. J._______ und eine psychiatrische Untersuchung durch Dr. med. K._______ statt (vgl. auch psychiatrisches Untergutachten vom 21. Juni 2007; act. 46). Es sprechen keine konkreten Indizien gegen die Zuverlässigkeit des ausführlichen und nachvollziehbaren Gutachtens von Dr. med. J._______. Es beruht auf allseitigen Untersuchungen, berücksichtigt die geklagten Beschwerden, erfolgte in Kenntnis der Vorakten (insbe- sondere medizinische Berichte und Anamnese) und leuchtet in der Seite 17C-2721/2008 Beurteilung der medizinischen Diagnosen und der Auswirkungen auf die Erwerbsfähigkeit ein. Entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers ist das Gutachten von Dr. med. J._______ in sich stimmig. Die Ausführungen betreffend Arbeitsfähigkeit auf Seite 8 des Gutachtens befinden sich im Abschnitt "Vorgeschichte zum Gutachten mit Eckdaten gemäss Aktenlage" und bilden somit nicht Teil der eigentlichen Beurteilung, sondern beziehen sich auf das Gutachten von Dr. med. F._______ und Dr. med. G._______ vom 12. Oktober 2005 (act. 19/26 ff.). Auch die übrigen geltend gemachten Widersprüche (falsche Alters- und Herkunftsanga- ben) sind nicht geeignet, das Gutachten von Dr. med. J._______ in Frage zu stellen. 5.2.4Die behandelnden Ärzte des Beschwerdeführers diagnostizieren aus psychiatrischer Sicht eine anhaltende somatoforme Schmerzstö- rung und eine mittelgradige depressive Störung. Dabei kommt Dr. med. D._______ in seinem Bericht vom 30. November 2005 zum Schluss, dass der Bescherdeführer seit dem 12. Mai 2005 nicht mehr arbeits- fähig sei (act. 19/12). Demgegenüber attestiert er dem Beschwerde- führer in seinen Berichten vom 12. und 14. September 2006 seit Septem ber 1998 eine Arbeitsunfähigkeit von 100% "nach österrei- chischem Recht" in der bisherigen Tätigkeit, während er Verweisungs- tätigkeiten täglich noch für vier Stunden als zumutbar erachte (act. 12). Dabei verkennt Dr. med. D._______, dass der Beschwerdeführer bis zum 6. Mai 2005 zu 100% arbeitete (act. 8) und somit damals nicht arbeitsunfähig gewesen sein konnte. Der Hinweis auf das österrei- chische Recht vermag daran nichts zu ändern. 5.2.5Hinzu kommt, dass nach der höchstrichterlichen Rechtspre- chung den im Rahmen des Verwaltungsverfahrens eingeholten Gut- achten externer Spezialärzte, welche aufgrund eingehender Beobach- tungen und Untersuchungen sowie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei der Erörterung der Befunde zu schlüssigen Ergebnis- sen gelangen, bei der Beweiswürdigung volle Beweiskraft zuzuerken- nen ist, solange nicht konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen. Berichte von behandelnden Ärzten sind aufgrund der auftragsrechtlichen Vertrauensstellung zum Patienten hingegen mit Vorbehalt zu würdigen (BGE 125 V 353 E. 3b/bb und cc mit weiteren Hinweisen; Urteil des EVG vom 9. August 2000, I 437/99 E. 4b/bb; Urteil des EVG vom 20. März 2006, I 655/05 E. 5.4 mit Hinweisen). Seite 18C-2721/2008 Bei der Abschätzung des Beweiswerts im Rahmen einer freien und um fassenden Beweiswürdigung dürfen allerdings auch die potentiellen Stärken der Berichte behandelnder Ärzte nicht vergessen werden. Der Umstand allein, dass eine Einschätzung vom behandelnden Mediziner stammt, darf nicht dazu führen, sie von vornherein als unbeachtlich einzustufen; die einen längeren Zeitraum abdeckende und umfassende Betreuung durch behandelnde Ärzte bringt oft wertvolle Erkenntnisse hervor. Auf der anderen Seite lässt es die unterschiedliche Natur von Behandlungsauftrag des therapeutisch tätigen (Fach-)Arztes einerseits und Begutachtungsauftrag des amtlich bestellten fachmedizinischen Experten anderseits (BGE 124 I 170 E. 4) nicht zu, ein Administrativ- oder Gerichtsgutachten stets in Frage zu stellen und zum Anlass weiterer Abklärungen zu nehmen, wenn die behandelnden Ärzte zu anderslautenden Einschätzungen gelangen. Vorbehalten bleiben Fälle, in denen sich eine abweichende Beurteilung aufdrängt, weil die behan- delnden Ärzte wichtige – und nicht rein subjektiver ärztlicher Interpre- tation entspringende – Aspekte benennen, die im Rahmen der Begut- achtung unerkannt oder ungewürdigt geblieben sind (Urteil des Bun- desgerichts 9C_24/2008 vom 27. Mai 2008 E. 2.3.2 mit Hinweisen). Eine solche Situation ist im vorliegenden Fall nicht gegeben. Die be- handelnden und die begutachtenden Ärzte umschreiben weitgehend dieselbe Symptomatik, kommen aber bezüglich der Diagnose und der Einschätzung der Restarbeitsfähigkeit zu einem unterschiedlichen Schluss. Damit sind die Ausführungen von Dr. med. L._______ und Dr. med. D._______ nicht geeignet, die Beurteilung von Dr. med. J._______ in Frage zu stellen. Bezüglich der im vorliegenden Beschwerdeverfahren eingereichten medizinischen Unterlagen neueren Datums (vgl. Bericht von Dr. med. D._______ vom 28. April 2008, Bericht von Dr. med. L._______ vom 11. April 2008 und Bericht des Landeskrankenhauses M._______ vom 8. Septem ber 2008) bleibt vollständigkeitshalber anzumerken, dass das Sozialversicherungsgericht bei der Beurteilung einer Streitsache in der Regel auf den bis zum Zeitpunkt des Erlasses der streitigen Verfügung (hier: 7. März 2008) eingetretenen Sachverhalt abstellt. Tatsachen, die jenen Sachverhalt seither verändert haben, sollen im Normalfall Gegenstand einer neuen Verwaltungsverfügung sein (vgl. E. 2.1 hiervor). Es rechtfertigt sich daher, diese Berichte als neues Revisionsgesuch zu betrachten. Seite 19C-2721/2008 5.2.6Hinsichtlich der Beurteilung der Arbeitsunfähigkeit durch Dr. med. I._______ ist schliesslich festzustellen, dass dieser keinen Unterschied zwischen der Arbeitsfähigkeit in der angestammten Tätig- keit und in einer leidensadaptierten machte. Dass der Beschwerde- führer, wie von Dr. med. I._______ postuliert, auch in einer ange- passten Tätigkeit keine Restarbeits- bzw. -erwerbsfähigkeit mehr aufweisen soll, wurde nicht rechtsgenüglich begründet und ist mit Blick auf die Beurteilung von Dr. med. J._______ auch nicht nach- vollziehbar. Die entsprechenden Ausführungen von Dr. med. I._______ – welcher im Übrigen zu einem grossen Teil das subjektive Empfinden des Beschwerdeführers wiedergibt – stellen bloss abweichende Beur- teilungen eines im Wesentlichen gleich gebliebenen Sachverhalts dar. 5.2.7Zusammenfassend ist demnach festzuhalten, dass keine Gründe vorhanden sind, von der Beurteilung von Dr. med. J._______ abzuwei- chen. Es ist daher auf die Schlussfolgerung dieses Gutachtens abzu- stellen. 5.2.8Gestützt auf das Gutachten von Dr. med. J._______ kommt Dr. med. E._______ des regionalärztlichen Dienstes am 14. Septem - ber 2007 zum Schluss, dass der Beschwerdeführer in der bisherigen Tätigkeit seit November 2005 zu 50% arbeitsunfähig sei, während eine angepasste Tätigkeit seit November 2005 zu 70% ausgeübt werden könne (act. 47). Es ist nicht nachvollziehbar, weshalb Dr. med. E._______ den Beginn der Restarbeitsfähigkeit auf November 2005 festsetzte, zumal Dr. med. J._______ in seinem Gutachten ausgeführt hat, dass die aktuell doku- mentierte Einschränkung der Arbeitsfähigkeit ab dem Datum des Gut- achtens, dass heisst ab dem 20. Juni 2007, gelte. Ferner ist Dr. med. J._______ in seinem Gutachten zum Schluss gekommen, dass die Beurteilung von Dr. med. H._______, welcher dem Beschwerdeführer aus bidisziplinärer Sicht bei rheumatologischer Komorbidität eine Ar- beitsunfähigkeit von 50% ab November 2005 attestiert habe, nachvoll- ziehbar dokumentiert sei, da in der engeren Beziehung zur psychisch traumatisierenden Kündigung und dem Verlust der Arbeitsstelle vor- mals eine höhergradige psychiatrische Einschränkung der Arbeits- fähigkeit bestanden haben könnte, die derzeit weniger ausgeprägt er- scheine. Diesbezüglich ist die Beurteilung von Dr. med. E._______ somit nicht schlüssig. Seite 20C-2721/2008 5.2.9Daher ist auf die ausführliche und nachvollziehbare bidisziplin- äre Beurteilung von Dr. med. J._______ vom 20. Juni 2007 abzu- stellen, wonach der Beschwerdeführer seit November 2005 in der bis- herigen Tätigkeit zu 50% arbeitsunfähig sei, während er Verweisungs- tätigkeiten von November 2005 bis 19. Juni 2007 zu 50% und seit dem 20. Juni 2007 zu 70% ausüben könne. 5.3 In Bezug auf den Einkommensvergleich macht der Beschwerde- führer geltend, dass dieser nicht korrekt durchgeführt worden sei. Bestritten wird insbesondere die Höhe des Invalideneinkommens. Ferner hätte nebst dem "Teilzeitabzug" von 10% ein leidensbedingter Abzug von 25% vorgenommen wer den müssen. 5.3.1Für die Bestimmung des Invalideneinkommens ist primär von der beruflich-erwerblichen Situation auszugehen, in welcher die versi- cherte Person konkret steht. Ist kein solches tatsächlich erzieltes Er- werbseinkommen gegeben, namentlich weil die versicherte Person nach Eintritt des Gesundheitsschadens keine oder jedenfalls keine ihr an sich zumutbare neue Erwerbstätigkeit aufgenommen hat, so sind nach der Rechtsprechung grundsätzlich die gesamtschweizerischen Tabellenlöhne gemäss den vom Bundesamt für Statistik (BFS) perio- disch herausgegebenen Lohnstrukturerhebungen (LSE) heranzuzie- hen (vgl. das Urteil des Bundesgerichts U 75/03 vom 12. Oktober 2006), allenfalls die Zahlen der Dokumentation über Arbeitsplätze (DAP; vgl. BGE 129 V 472 E. 4.2.1, 126 V 75 E. 3.b). Zu berücksichtigen ist dabei, dass sich die für die Invaliditätsbemes - sung massgebenden Vergleichseinkommen eines im Ausland wohnen- den Versicherten auf den gleichen Arbeitsmarkt beziehen müssen, weil es die Unterschiede in den Lohnniveaus und den Lebenshaltungs- kosten zwischen den Ländern nicht gestatten, einen objektiven Ver- gleich der in Frage stehenden Einkommen vorzunehmen (BGE 110 V 277 E. 4b; Urteil des Bundesgericht I 817/05 vom 5. Februar 2007 E. 8.1; Urteil des Bundesgericht U 262/02 vom 8. April 2003 E. 4.4). 5.3.2Nach der Rechtsprechung ist für die Bemessung des Validenein- kommens entscheidend, was die versicherte Person im massgeben- den Zeitpunkt des frühestmöglichen Rentenbeginns, im vorliegenden Fall am 1. Mai 2006 (vgl. E. 5.1 hiervor), nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit als Gesunde tatsächlich verdient hätte. Die Ermittlung des Valideneinkommens muss so konkret wie möglich erfolgen. Massgebend ist, was die versicherte Person auf- Seite 21C-2721/2008 grund ihrer beruflichen Fähigkeiten und persönlichen Umstände sowie unter Berücksichtigung ihrer beruflichen Weiterentwicklung, soweit da- für hinreichend konkrete Anhaltspunkte bestehen, zu erwarten gehabt hätte. Da die bisherige Tätigkeit ohne Gesundheitsschaden erfah- rungsgemäss fortgesetzt würde, ist in der Regel vom letzten vor Ein- tritt der Gesundheitsschädigung erzielten Lohn auszugehen. Das Ge- halt ist, wenn nötig, der Teuerung und der realen Einkommensentwick- lung anzupassen (Urteil des Bundesgerichts I 505/06 vom 16. Mai 2007 E. 2.1 mit Hinweisen). 5.3.3Hinsichtlich des Valideneinkommens hat die IV-Stelle St. Gallen daher zu Recht auf das gemäss Angaben des ehemaligen Arbeit- gebers im Jahr 2006 zu erzielende Gehalt des Beschwerdeführers ab- gestellt (act. 8 und 50). In Anwendung des Grundsatzes, dass für den Einkommens vergleich die Verhältnisse im Zeitpunkt des Beginns des Rentenanspruchs massgebend sind, ist dieser Wert jedoch nicht zu indexieren. Das Invalideneinkommen bestimmt sich ferner nach den gesamtschweizerischen Tabellenlöhnen gemäss LSE 2006 (vgl. E. 5.3.1 hiervor). Das massgebliche Valideneinkommen beträgt somit Fr. 57'915.-, während das Invalideneinkommen (in vollschichtiger Ver- weisungstätigkeit) auf Fr. 59'197.32 festzusetzen ist (vgl. LSE 2006, TA1, Anforderungsniveau 4, Männer, Zentralwert, angepasst an die durchschnittliche Wochenarbeitszeit von 41.7 Stunden). 5.3.4Daran ändert auch der Umstand nichts, dass im Ergebnis das Invalideneinkommen höher als das Valideneinkommen ausfällt, da dem Beschwerdeführer ein breites Spektrum an Stellen aus dem Anforde- rungsniveau 4 zumutbar ist und der gemäss Angaben des ehemaligen Arbeitgebers des Besschwerdeführers im Jahr 2006 zu erzielende Lohn nicht erheblich, dass heisst mindestens 5%, unter dem Durch- schnitt der betreffenden Branche (vgl. LSE 2006, TA1, Textilgewerbe) liegt, weshalb sich eine Parallelisierung der Vergleichseinkommen vor- liegend nicht rechtfertigt (vgl. hierzu BGE 135 V 297 E. 6.1.2 mit Hin- weisen). 5.3.5Ein Abzug von dem mittels Tabellen ermittelten Invalideneinkom - men kann vorgenommen werden, wenn der Versicherte voraussichtlich infolge seiner leidensbedingten Einschränkung, seines Alters, seiner Herkunft, der geleisteten Dienstjahre, des Beschäftigungsgrades und des Umstands, dass er eine gänzlich neue Arbeit antreten muss, nicht das Lohnniveau einer gesunden Person am gleichen Arbeitsplatz er- Seite 22C-2721/2008 reichen dürfte (sog. leidensbedingter Abzug). Die Frage, ob und in welchem Ausmass ein solcher Abzug zu gewähren ist, hängt von den persönlichen und beruflichen Umständen des Versicherten im Zeit- punkt des Verfügungserlasses ab, wobei der Einfluss der erwähnten Kriterien auf das Invalideneinkommen nach pflichtgemässem Ermes - sen zu schätzen und der leidensbedingte Abzug auf maximal 25% zu begrenzen ist (BGE 126 V75 E. 5a). Vorliegend hat die IV-Stelle St. Gallen aufgrund des Beschäftigungs- grades des Beschwerdeführers zwar einen "Teilzeitabzug" von 10%, jedoch keinen "Leidensabzug" vorgenom men (act. 50). Gemäss Recht- sprechung ist der Beschäftigungsgrad im Rahmen des leidensbe- dingten Abzuges zu berücksichtigen. Der "Teilzeitabzug" von 10% ist daher als leidensbedingter Abzug zu qualifizieren. Die Gewährung des Abzuges als solche ist nicht zu beanstanden. Bei der Überprüfung des Ausmasses des Abzuges kann es sodann nicht darum gehen, dass die kontrollierende richterliche Behörde ihr Ermes- sen an die Stelle desjenigen der Vorinstanz setzt. Es geht bloss, aber immerhin, um die Frage, ob der überprüfende Entscheid, den die Be- hörde nach dem ihr zustehenden Ermessen im Einklang mit den allge- meinen Rechtsprinzipien in einem konkreten Fall getroffen hat, nicht zweckmässigerweise anders hätte ausfallen sollen. Das Sozialversi- cherungsgericht darf somit sein Ermessen nicht ohne triftigen Grund an die Stelle desjenigen der Verwaltung setzen; es muss sich somit auf Gegebenheiten abstützen können, welche seine abweichende Ermes- sensausübung als naheliegender erscheinen lassen (vgl. BGE 126 V 75 E. 6 mit Hinweisen). Die Festlegung des Ausmasses beschlägt dem nach eine typische Ermessensfrage und kann gerichtlich nur korrigiert werden, wenn die Vorinstanz ihr diesbezügliches Ermessen rechtsfehlerhaft ausgeübt hat (vgl. BGE 132 V 393 E. 3.3). Ein leidensbedingter Abzug von 10% erscheint hier angesichts der leidensbedingten Einschränkung, des Beschäftigungsgrades, der Her- kunft und des Alters des Beschwerdeführers nicht als Rechtsverlet- zung. Das Invalideneinkommen beläuft sich demnach auf Fr. 26'638.79. 5.3.6Bei einer Arbeitsfähigkeit von 50% resultiert somit ein Invalidi- tätsgrad von 54% ([{57'915 - 26'638.79} x 100] : 57'915 = 54%), was ab dem 1. Mai 2006 den Anspruch auf eine halbe Rente begründet (vgl. E. 5.1 und 5.2.9). Demgegenüber beträgt der Invaliditätsgrad bei Seite 23C-2721/2008 einer Arbeitsfähigkeit von 70% aufgerundet 36% (vgl. BGE 130 V 121 E. 3.2; [{57'915 - 37'294.31} x 100] : 57'915 = 35.61%). Da der Invalidi- tätsgrad unter 40% liegt, besteht bei einer Arbeitsfähigkeit von 70% kein Rentenanspruch (vgl. E. 4.3 hiervor). 5.4 Festzusetzen bleibt somit der Zeitpunkt, auf den die ab 1. Mai 2006 zu gewährende halbe Rente aufzuheben ist. Nach der Recht- sprechung sind auch dann die Grundsätze zur Revision der Rente mass geblich, wenn – wie vorliegend – stufenweise über die Zuspre- chung einer Rente befunden wird (BGE 109 V 125 E. 4a, BGE 125 V 413 E. 2d). Gemäss Art. 88a Abs. 1 IVV ist bei einer Verbesserung der Erwerbsfähigkeit die anspruchsbeeinflussende Änderung für die He- rabsetzung der Leistung von dem Zeitpunkt an zu berücksichtigen, in dem ange nommen werden kann, dass sie voraussichtlich längere Zeit dauern wird. Sie ist in jedem Fall zu berücksichtigen, nachdem sie ohne wesentliche Unterbrechung drei Monate angedauert hat und voraussichtlich weiterhin andauern wird. Demnach ist die ab 1. Mai 2006 auszurichtende halbe Invalidenrente in Anwendung von Art. 88a Abs. 1 Satz 2 IVG per 1. September 2007 aufzuheben, da die Aufhe- bung ab dem ersten Tag des Monats erfolgt, in dem die Zeitspanne von drei Monaten abläuft (vorliegend 20. Juni 2007 bis 20. September 2007; vgl. U RS M ÜLLER , Die materiellen Voraussetzungen der Renten- revision in der Invalidenversicherung, Freiburg, 2003, Rz. 789 S. 211). 5.5 Der Beschwerdeführer hat somit von 1. Mai 2006 bis 31. August 2007 Anspruch auf eine halbe Invalidenrente. Die Beschwerde ist daher teilweise gutzuheissen und die angefochtene Verfügung vom 7. März 2008 aufzuheben. Dem Beschwerdeführer ist von 1. Mai 2006 bis 31. August 2007 eine halbe Invalidenrente zuzusprechen. Zudem sind die Akten zur Berechnung der Rentenhöhe und zur Behandlung des neuen Revisionsgesuchs an die Vorinstanz zurückzusenden. 6. Zu befinden bleibt noch über die Verfahrenskosten und eine allfällige Parteientschädigung. 6.1 Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind dem Beschwerdeführer nach Massgabe des Obsiegens die auf die Hälfte reduzierten Verfah- renskosten aufzuerlegen. Sie werden auf Fr. 200.- festgesetzt und sind mit dem einbezahlten Kostenvorschuss von Fr. 400.- zu verrechnen (Art. 63 VwVG). Die Differenz von Fr. 200.- ist dem Beschwerdeführer zurückzuerstatten. Seite 24C-2721/2008 6.2 Dem teilweise obsiegenden Beschwerdeführer steht eine redu- zierte Parteientschädigung für ihm erwachsene notwendige und ver- hältnismässig hohe Kosten zu (Art. 64 Abs. 1 VwVG und Art. 7 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädi- gungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]). Mangels Kostennote ist die Entschädigung nach Ermessen, unter Be- rücksichtigung des gebotenen und aktenkundigen Aufwandes seines Rechtsvertreters festzusetzen (Art. 65 Abs. 5 VwVG in Verbindung mit Art. 14 Abs. 2 VGKE). Das Bundesverwaltungsgericht erachtet einen Aufwand von 6 Stunden für geboten, der mit einem Stundenansatz von Fr. 300.- zu entschädigen ist (Art. 10 VGKE). Die dem teilweisen Ob- siegen entsprechende reduzierte Parteientschädigung inklusive pau- schalem Auslagenersatz wird daher auf Fr. 900.- festgesetzt, wobei keine Mehrwertsteuer geschuldet ist (vgl. Art. 5 Bst. b des Bundes- gesetzes vom 2. September 1999 über die Mehrwertsteuer [Mehrwert- steuergesetz, MWSTG, SR 641.20] in Verbindung mit Art. 14 Abs. 3 Bst. c MWSTG und Art. 9 Abs. 1 Bst. c VGKE). Diese Entschädigung ist von der Vorinstanz zu leisten (Art. 64 Abs. 2 VwVG). Seite 25C-2721/2008 Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 1. Die Beschwerde wird teilweise gutgeheissen und die angefochtene Verfügung vom 7. März 2008 wird aufgehoben. 2. Dem Beschwerdeführer wird von 1. Mai 2006 bis 31. August 2007 eine halbe Invalidenrente zugesprochen. 3. Weitergehend wird die Beschwerde abgewiesen. 4. Die Akten gehen zurück an die Vorinstanz zur Berechnung der Renten- höhe und zur Beurteilung des neuen Revisionsgesuchs im Sinne der Erwägung 5.2.5. 5. Die Verfahrenskosten von Fr. 200.- werden dem Beschwerdeführer auferlegt und mit dem geleisteten Kostenvorschuss von Fr. 400.- ver- rechnet. Die Differenz von Fr. 200.- wird dem Beschwerdeführer nach Eintritt der Rechtskraft des vorliegenden Urteils zurückerstattet. 6. Die Vorinstanz wird verpflichtet, dem Beschwerdeführer eine Partei- kostenentschädigung von Fr. 900.- zu bezahlen. 7. Dieses Urteil geht an: - den Beschwerdeführer (Gerichtsurkunde; Beilage: Formular Zahl- adresse) - die Vorinstanz - das Bundesamt für Sozialversicherungen Für die Rechtsmittelbelehrung wird auf die nächste Seite verwiesen. Der vorsitzende Richter: Die Gerichtsschreiberin: Michael Peterli Lucie Schafroth Seite 26C-2721/2008 Rechtsmittelbelehrung: Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen nach Eröffnung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten geführt werden (Art. 82 ff., 90 ff. und 100 des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]). Die Rechtsschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. Der angefochtene Entscheid und die Beweismittel sind, soweit sie die beschwerdeführende Partei in Händen hat, beizulegen (vgl. Art. 42 BGG). Versand: Seite 27