B u n d e s v e rw a l t u n g s g e r i ch t T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i f f éd é r a l T r i b u n a l e am m i n i s t r a t i vo f e d e r a l e T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i v fe d e r a l Abteilung I A-6457/2017 U r t e i l v o m 1 5 . F e b r u a r 2 0 1 8 Besetzung Richter Jürg Steiger (Vorsitz), Richter Maurizio Greppi, Richter Jérôme Candrian, Gerichtsschreiber Andreas Kunz. Parteien A._______, Gesuchsteller, gegen Eidgenössisches Finanzdepartement EFD, Generalsekretariat Rechtsdienst, Bundesgasse 3, 3003 Bern, Vorinstanz. Gegenstand Revisionsgesuch betreffend Urteil des Bundesverwaltungs- gerichts vom 3. Oktober 2017. A-6457/2017 Seite 2 Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest und erwägt, dass A._______ im Juni 2017 ein Schadenersatz - und Genugtuungsge- such beim Eidgenössischen Finanzdepartement (EFD) einreichte; dass das EFD daraufhin einen Kostenvorschuss von A._______ verlangte; dass A._______ in der Folge Beschwerde gegen die Kostenvorschussver- fügung des EFD beim Bundesverwaltungsgericht erhob und unter anderem um Befreiung vom vorinstanzlichen Kostenvorschuss ersuchte; dass das Bundesverwaltungsgericht die B eschwerde im Verfahren A-4235/2017 mit Urteil vom 3. Oktober 2017 abwies, soweit es darauf ein- trat; dass es darin ausführte, dass die Vorinstanz von gebührenpflichtigen Per- sonen mit Wohnsitz im Ausland einen angemessenen Kostenvorschuss verlangen dürfe , A._______ in diesem Zusammenhang den Beweis für eine Wohnsitznahme in der Schweiz (mittels Wohnadresse [bis anhin nur „postlagernd (…)“], Anmeldebestätigung einer Gemeinde aller Familienmit- glieder, Arbeitsverträge/Handelsregistereinträge, Aufenthalts- oder Nieder- lassungsbewilligung, etc.) jedoch nicht habe erbringen können (Urteil des Bundesverwaltungsgerichts [BVGer] A-4235/2017 vom 3. Oktober 2017 E. 2.1 ff.); dass das Urteil des Bundesverwaltungsgerichts unangefochten in Rechts- kraft erwuchs; dass A._______ (nachfolgend: Gesuchsteller) mit Schreiben vom 13. No- vember 2017 die Revision des Urteils beim Bundesverwaltungsgericht „we- gen neuen Tatsachen“ verlangt; dass der Gesuchsteller sinngemäss ausführt, dass er und seine Familie sich mittlerweile mit Schreiben vom 10. November 2017 angemeldet hätten und ihre Aufenthaltsbewilligungsgesuche vom 23. März 2017 und 29. Ok- tober 2017 noch nicht behandelt worden seien, was ihnen im Sinne einer Aufenthaltsbewilligung das Recht verschaffe, die diesbezüglichen Ent- scheide in der Schweiz abzuwarten; dass das Bundesverwaltungsgericht gestützt auf Art. 45 des Verwaltungs- gerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (VGG, SR 173.32) zur Beurteilung von Revisionsgesuchen zuständig ist, die sich gegen seine eigenen Ent- scheide richten (BVGE 2007/21 E. 2.1); A-6457/2017 Seite 3 dass für die Revision von Entscheiden des Bundesverwaltungsgerichts die Artikel 121 - 128 des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (BGG, SR 173.110) sinngemäss gelten (Art. 45 VGG) und auf Inhalt, Form, Ver- besserung und Ergänzung des Revisionsgesuchs Art. 67 Abs. 3 des Ver- waltungsverfahrensgesetzes vom 20. Dezember 1968 (VwVG, SR 172.021) Anwendung findet (Art. 47 VGG); dass für eine Revision einer der im Gesetz abschliessend aufgeführten Re- visionsgründe (Art. 121 BGG - Art. 123 BGG) gegeben sein muss ( NIG- GLI/UEBERSAX/WIPRÄCHTIGER [Hrsg.], Bundesgerichtsgesetz, 2. Aufl. 2011, N 1 zu Art. 121 BGG); dass der Gesuchsteller sinngemäss den Bestand eines zulässigen Revisi- onsgrundes nach Art. 123 Abs. 2 Bst. a BGG behauptet; dass das Revisionsgesuch form - (vgl. Art. 67 Abs. 3 VwVG i.V.m. Art. 52 Abs. 1 VwVG) und fristgerecht (vgl. Art. 45 VGG i.V.m. Art. 124 Abs. 1 Bst. d BGG) eingereicht wurde; dass demzufolge auf das Revisionsgesuch einzutreten ist; dass eine Revision in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten verlangt wer- den kann, wenn die ersuchende Partei nachträglich erhebliche Tatsachen erfährt oder entscheidende Beweismittel auffindet, die sie im früheren Ver- fahren nicht beibringen kon nte, unter Ausschluss der Tatsachen und Be- weismitteln, die erst nach dem Entscheid entstanden sind (Art. 123 Abs. 2 Bst. a BGG); dass somit nur im früheren Verfahren bereits vorhandene Tatsachen und Beweise, welche dem Gesuchsteller nicht bekannt gewesen sind und des- halb von ihm nicht beigebracht werden konnten (unechte Noven), zu einer Revision berechtigen (BGE 134 III 45 E. 2.1; NIGGLI ET AL., a.a.O, N 5 zu Art. 123 BGG); dass das Anmeldeschreiben vom 27. November 2017 und das Aufenthalts- bewilligungsgesuch vom 29. Oktober 2017 nach dem Urteil A -4235/2017 vom 3. Oktober 2017 erstellt worden sind; dass es sich somit bei der Existenz dieser Schreiben um eine Tatsache handelt, welche im früheren Verfahren noch nicht vorhanden war und folg- lich als Revisionsgrund im Sinne von Art. 123 Abs. 2 Bst. a BGG ausser Betracht fällt; A-6457/2017 Seite 4 dass der Gesuchsteller das Aufenthaltsbewilligungsgesuch vom 23. März 2017 (recte gemäss Beilage: 23. März 2016) selbst verfasste; dass ihm infolgedessen dieses Schreiben bereits im früheren Verfahren bekannt war, weshalb es kein unechtes Novum und folglich auch kein Re- visionsgrund im Sinne von Art. 123 Abs. 2 Bst. a BGG darstellt; dass der Gesuchsteller ferner sinngemäss eine Rechtsverletzung geltend macht, indem er ausführt, das s die Aufenthaltsbewilligungsgesuche ihm und seiner Familie ein vorläufiges Aufenthaltsrecht in der Schweiz verlie- hen hätten; dass Gründe, welche die Partei, die um Revision nachsucht, bereits mit einer Beschwerde gegen den Entscheid des Bundesverwaltungs gerichts hätte geltend machen können, nicht als Revisionsgründe gelten (Art. 46 VGG); dass der Gesuchsteller die behauptete Rechtsverletzung bereits mit einer Beschwerde gegen das Urteil A -4235/2017 vom 3. Oktober 2017 beim Bundesgericht hätte geltend machen können, weshalb jene – sofern über- haupt begründet – als Revisionsgrund ebenfalls nicht in Frage kommt; dass zusammengefasst keine Revisionsgründe vorliegen, weshalb das Revisionsgesuch abzuweisen ist; dass die Verfahrenskosten in der Regel der unterliegenden Partei aufzuer- legen sind , diese jedoch ganz oder teilweise erlassen werden können, wenn Gründe in der Sache oder in der Person der Partei es als unverhält- nismässig erscheinen lassen, ihr Verfahrenskosten aufzuerlegen ( Art. 68 Abs. 2 VwVG i.V.m. Art. 63 Abs. 1 VwVG i.V.m. Art. 6 Bst. b des Regle- ments vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]); dass aufgrund der Abweisung des Revisionsgesuchs der Gesuchsteller als unterliegend gilt, es sich vorliegend aufgrund des geringen Aufwandes al- lerdings rechtfertigt, auf die Erhebung von Verfahrenskosten zu verzichten (Art. 6 Bst. b VGKE); dass keine Parteientschädigungen auszurichten sind (Art. 68 Abs. 2 VwVG i.V.m. Art. 64 Abs. 1 VwVG i.V.m. Art. 7 Abs. 1 und 3 VGKE). A-6457/2017 Seite 5 Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 1. Das Revisionsgesuch wird abgewiesen. 2. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. 3. Es werden keine Parteientschädigungen zugesprochen. 4. Dieses Urteil geht an: – den Gesuchsteller (Gerichtsurkunde) – die Vorinstanz (Ref-Nr. […]; Gerichtsurkunde) Der vorsitzende Richter: Der Gerichtsschreiber: Jürg Steiger Andreas Kunz Rechtsmittelbelehrung: Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen nach Eröffnung beim Bun- desgericht, 1000 Lausanne 14, Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Ange- legenheiten geführt werden (Art. 82 ff., 90 ff. und 100 BGG). Die Rechts- schrift ist in einer Amtssprache abzufassen und hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. Der angefochtene Entscheid und die Beweismittel sind, soweit sie der Be- schwerdeführer in Händen hat, beizulegen (Art. 42 BGG). Versand: