<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2003.00174</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=107417&amp;W10_KEY=13013571&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2003.00174</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 11.09.2003</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">3. Abteilung/3. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Raumplanungs-, Bau- und Umweltrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Kanalisationsanschluss</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Verweigerung der Bewilligung für eine Naturkläranlage; Verpflichtung zum Kanalisationsanschluss: Zuständigkeit des Verwaltungsgerichts (E. 1). Obwohl die Verpflichtung an die Beschwerdeführende, den Anschluss ihres Wohnhauses an die öffentliche Kanalisation vorzunehmen, formell in Rechtskraft erwachsen war, war es zulässig, dass das AWEL - im Zusammenhang mit der Prüfung des von den Beschwerdeführenden eingereichten Projekts für eine Naturkläranlage zur Reinigung der häuslichen Abwässer - die Frage der Anschlusspflicht erneut überprüfte (E. 2). Die gesetzlichen Grundlagen zur Anschlusspflicht finden sich im Gewässerschutzgesetz und in der Gewässerschutzverordnung. Ausserhalb der Bauzone besteht die Anschlusspflicht, wenn der Anschluss an die Kanalisation zweckmässig und zumutbar ist (E. 3a). Dem gesetzgebersichen Willen entspricht die generelle Anschlusspflicht. Bei der Beurteilung der Zweckmässigkeit ist es unerheblich, ob alternative Lösungen im Vergleich mit der Anschlusspflicht ebenbürtig oder sogar überlegen sind. Nicht ausgeschlossen wird dagegen, bei der Prüfung der Zumutbarkeit der Kosten die Möglichkeit alternativer Lösungen zu berücksichtigen (E. 3b). Beim Entscheid über die Zweckmässigkeit und die Zumutbarkeit von Anschlusskosten handelt es sich um einen Ermessensentscheid (E. 3c). Zusammenfassung der Standpunkte der Parteien und der Vorinstanz (E. 4). Der Anschluss ist zweckmässig (E. 5). Da die veranschlagten Kosten nur knapp über dem Minimalwert von Fr. 5'160.- je EWG und erheblich unter dem Mittelwert von Fr. 6'450.- je EWG liegen sind sie auch zumutbar (E. 6). Abweisung der Beschwerde. Kostenfolge (E. 7).</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ANSCHLUSSKOSTEN">ANSCHLUSSKOSTEN</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ANSCHLUSSPFLICHT">ANSCHLUSSPFLICHT</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ERMESSEN">ERMESSEN</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: FORMELLE RECHTSKRAFT">FORMELLE RECHTSKRAFT</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: Umweltschutz ST: GEWÃSSERSCHUTZ">GEWÃSSERSCHUTZ</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: KANALISATION">KANALISATION</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: NATURKLÃRANLAGE">NATURKLÃRANLAGE</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: Besonderes Verwaltungsrecht (ohne...) ST: WASSERRECHT UND GEWÃSSERSCHUTZ">WASSERRECHT UND GEWÃSSERSCHUTZ</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ZUMUTBARKEIT">ZUMUTBARKEIT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ZWECKMÃSSIGKEIT">ZWECKMÃSSIGKEIT</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade">Art. 11 lit. I GSchG</span><br/><span class="gerade">Art. 11 lit. II GSchG</span><br/><span class="ungerade">Art. 11 lit. II c GSchG</span><br/><span class="gerade">Art. 12 lit. IV GSchG</span><br/><span class="ungerade">Art. 13 lit. I GSchG</span><br/><span class="gerade">Art. 12 lit. I GSchV</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 3 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Einzug1">I. A und B bewirtschaften einen viehlosen Landwirtschaftsbetrieb in X. Im Zusammenhang mit der baulichen Erweiterung des Wohnhauses Vers.-Nr. 1 auf dem GrundstÃ¼ck Kat.-Nr. 2 erteilte das Amt fÃ¼r GewÃ¤sserschutz und Wasserbau (AGW) A am 7. April 1987 die gewÃ¤sserschutzrechtliche Bewilligung fÃ¼r das Sammeln der AbwÃ¤sser in einer bestehenden und einer neuen Jauchegrube. Im Zusammenhang mit dem Neubau eines Pouletmaststalles erteilte ihm das AGW am 7. Juli 1997 die gewÃ¤sserschutzrechtliche Bewilligung fÃ¼r das Sammeln der AbwÃ¤sser aus dem Pouletmaststall in der bestehenden Jauchegrube; er wurde jedoch verpflichtet, bis spÃ¤testens 30. Juni 1998 auf Weisung der zustÃ¤ndigen GemeindebehÃ¶rde den Anschluss des Wohnhauses an die Ã¶ffentliche Kanalisation vorzunehmen; gleichzeitig wurde die VerfÃ¼gung vom 7. April 1987 aufgehoben. Nachdem A dieser Verpflichtung trotz mehrmaliger Fristerstreckung, letztmals bis 31. MÃ¤rz 2001, nicht nachgekommen war, verfÃ¼gte der Tiefbauvorsteher der Gemeinde X auf Betreiben des Amts fÃ¼r Wasser, Energie und Luft (AWEL, vormals AGW; vgl. dessen Schreiben vom 9. Mai 2001) am 11. Juni 2001, das Wohnhaus sei bis spÃ¤testens 31. August 2001 an die Ã¶ffentliche Kanalisation anzuschliessen, unter Androhung der Ersatzvornahme mit Kostenfolge und Busse; ein entsprechendes Gesuch mit den nÃ¶tigen Unterlagen habe er bis spÃ¤testens 29. Juni 2001 einzureichen. In der Folge bemÃ¼hte sich A bei der Baudirektion um einen Aufschub der Anschlusspflicht, was die Direktion mit Schreiben vom 18. Dezember 2001 ablehnte. Ein diesbezÃ¼gliches WiedererwÃ¤gungsgesuch vom 25. April 2002 wies die Direktion am 10. Juni 2002 ebenfalls ab.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">II. Am 30. Oktober 2002 reichte A dem Bauamt X ein Projekt fÃ¼r eine NaturklÃ¤ranlage zur Reinigung der hÃ¤uslichen AbwÃ¤sser ein, welches am 14. No­vember 2002 dem AWEL Ã¼berwiesen wurde. Das AWEL verweigerte am 20. Dezember 2002 die Bewilligung zur Erstellung der projektierten NaturklÃ¤ranlage; der Gemeinderat X wurde eingeladen, den Anschluss der GebÃ¤ulichkeiten an die Ã¶ffentliche Kanalisation durchzusetzen.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Den dagegen am 21. Januar 2003 erhobenen Rekurs wies die Baudirektion am 7. April 2003 ab. </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">III. Dagegen erhoben A und B am 8. Mai 2003 Beschwerde an das Verwaltungsgericht mit dem Antrag, die VerfÃ¼gungen der Vorinstanzen vom 20. Dezember 2002 und vom 7. April 2003 aufzuheben und die nachgesuchte Bewilligung fÃ¼r die Abwasserentsorgungsanlage zu erteilen. Von der in Betracht gezogenen Fristansetzung zur Einreichung einer verbesserten Beschwerdeschrift mit BegrÃ¼ndung wurde abgesehen, weil eine solche Beschwerdeschrift am 13. Mai 2003 einging.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Die Baudirektion und das AWEL beantragten Abweisung der Beschwerde.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Die Kammer zieht in ErwÃ¤gung:</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">1. Das Verwaltungsgericht ist nach §§ 19b Abs. 1, 41 und 43 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959/8. Juni 1997 (VRG) zur Behandlung der Beschwerde zustÃ¤ndig; auf das von den VerfÃ¼gungsadressaten fristgerecht eingereichte Rechtsmittel ist einzutreten. </p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1">2. Die dem BeschwerdefÃ¼hrer in Disp.-Ziff. III der VerfÃ¼gung vom 7. Juli 1997 auferlegte Verpflichtung, bis spÃ¤testens 30. Juni 1998 auf Weisung der zustÃ¤ndigen GemeindebehÃ¶rde den Anschluss des Wohnhauses an die Ã¶ffentliche Kanalisation vorzunehmen, ist seinerzeit vom BeschwerdefÃ¼hrer nicht angefochten worden und formell in Rechts­kraft erwachsen. In der Folge hat das AWEL das vom BeschwerdefÃ¼hrer am 30. Oktober 2002 dem Bauamt X eingereichte und von diesem am 14. November 2002 Ã¼berwiesene Projekt fÃ¼r eine NaturklÃ¤ranlage zur Reinigung der hÃ¤uslichen AbwÃ¤sser entgegengenommen und geprÃ¼ft, was bedingte, dass die Frage der Anschlusspflicht erneut Ã¼berprÃ¼ft wurde (vgl. nachstehende E. 3). Es fragt sich, ob die formelle Rechtskraft der am 7. Juli 1997 getroffenen Anordnung einer solchen erneuten ÃberprÃ¼fung zwingend entgegenstand, mit der Folge, dass die Beschwerde schon aus diesem formellen Grund abzuweisen wÃ¤re. Das ist zu verneinen. </p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="Einzug1">Zwar hat das AWEL mit dieser erneuten ÃberprÃ¼fung der Anschlusspflicht die frÃ¼here Anordnung (verfahrensmÃ¤ssig) in WiedererwÃ¤gung gezogen (wobei es im Ergebnis die Anschlusspflicht erneut bejahte). Indessen ist es den VerwaltungsbehÃ¶rden nicht von vornherein verwehrt, eine den Adressaten belastende Anordnung in dem Sinn in WiedererwÃ¤gung zu ziehen, dass sie prÃ¼ft, ob daran festzuhalten sei; das gilt selbst bezÃ¼glich Anordnungen, die formell in Rechtskraft erwachsen sind (Alfred KÃ¶lz/JÃ¼rg Bosshart/Martin RÃ¶hl, Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons ZÃ¼rich, 2. A., ZÃ¼rich 1999, Vorbem. zu §§ 19-28 N. 23 f., Vorbem. zu §§ 86a-86d N. 5 und 8, vgl. auch N. 13). Im vorliegenden Fall ist zu beachten, dass im Juli 1997, als der BeschwerdefÃ¼hrer im Zusammenhang mit der Errichtung des Pouletmaststalles zum Anschluss der hÃ¤uslichen AbwÃ¤sser an die Ã¶ffentliche Kanalisation verpflichtet wurde, ein konkretes Projekt fÃ¼r eine NaturklÃ¤ranlage noch nicht zur Diskussion stand; die damals angeordnete Verpflichtung stÃ¼tzte sich in erster Linie auf die ErwÃ¤gung, dass mit der Umstellung zu einem viehlosen Landwirtschaftsbetrieb ein gesetzlicher Befreiungstatbestand entfallen war. Es ist daher nicht rechtsverletzend, wenn sich das AWEL in der Folge auf eine PrÃ¼fung des im Oktober 2002 eingereichten Projekts eingelassen hat, was â wie erwÃ¤hnt â bedingte, dass die Frage der Anschlusspflicht â diesmal insbesondere unter dem Gesichtswinkel der gesetzlichen Kriterien der ZweckmÃ¤ssigkeit und der Zumutbarkeit (vgl. nachstehende E. 3) â erneut beurteilt wurde. Wie es sich verhielte, wenn das AWEL unter Hinweis auf die rechtskrÃ¤ftige Anordnung vom 7. Juli 1997 auf das Gesuch um Bewilligung der NaturklÃ¤ranlage von vornherein nicht eingetreten wÃ¤re (vgl. KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, Vorbem. zu §§ 19-28 N. 25), kann hier offen bleiben. Dass sich das AWEL und ihm folgend auch die Baudirektion als Rekursinstanz auf eine materielle Beurteilung dieses Gesuchs und damit auch auf eine erneute ÃberprÃ¼fung der Anschlusspflicht eingelassen haben, ist jedenfalls nicht rechtsverletzend. Im vorliegenden Beschwerdeverfahren ist daher diese materielle Beurteilung zu Ã¼berprÃ¼fen.</p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1">3. a) Nach Art. 11 Abs. 1 des GewÃ¤sserschutzgesetzes vom 24. Januar 1991 (GSchG [SR 814.20]) muss das verschmutzte Abwasser im Bereich Ã¶ffentlicher Kanalisationen in die Kanalisation eingeleitet werden. Laut Art. 11 Abs. 2 GSchG umfasst der Bereich Ã¶ffentlicher Kanalisationen die Bauzonen (lit. a), weitere Gebiete, fÃ¼r die eine Kanalisation erstellt wurde (lit. b), und weitere Gebiete, in welchen der Anschluss an die Kanalisation zweckmÃ¤ssig und zumutbar ist (lit. c). Art. 12 Abs. 1 der GewÃ¤sserschutzverordnung vom 28. Oktober 1998 (GSchV [SR 814.201]) definiert die ZweckmÃ¤ssigkeit und Zumutbarkeit im Sinn von Art. 11 Abs. 2 lit. c GSchG; zweckmÃ¤ssig ist demnach der Anschluss an die Ã¶ffentliche Ka­nalisation, "wenn er sich einwandfrei und mit normalem baulichem Aufwand herstellen lÃ¤sst" (lit. a), zumutbar, "wenn die Kosten des Anschlusses diejenigen fÃ¼r vergleichbare An­schlÃ¼sse innerhalb der Bauzone nicht wesentlich Ã¼berschreiten" (lit. b). Eine Ausnahme von der Anschlusspflicht zu Gunsten einer landwirtschaftlichen Verwertung sieht Art. 12 Abs. 4 GSchG unter bestimmten Voraussetzungen fÃ¼r das hÃ¤usliche Abwasser von Landwirtschaftsbetrieben mit erheblichem Rindvieh- und Schweinebestand vor. Ausserhalb des Bereichs Ã¶ffentlicher Kanalisationen ist das Abwasser laut Art. 13 Abs. 1 GSchG entsprechend dem Stand der Technik zu beseitigen, wozu es gemÃ¤ss § 20 Abs. 1 des kantonalen EinfÃ¼hrungsgesetzes zum GewÃ¤sserschutzgesetz vom 8. Dezember 1974 (LS 711.1) einer Bewilligung des zustÃ¤ndigen kantonalen Amtes bedarf. Die dargelegte Regelung entspricht weit gehend der Rechtslage, die nach der Praxis unter den frÃ¼heren Art. 18 des GewÃ¤sserschutzgesetzes vom 8. Oktober 1971 und Art. 18 der Allgemeinen GewÃ¤sserschutzverordnung vom 19. Juni 1972 (AS 1972, 967) galt (vgl. Peter HÃ¤nni, Planungs-, Bau und besonderes Umweltschutzrecht, 4. A., Bern 2002, S. 425 f.; Peter Karlen, Neues Umweltrecht und seine Auswirkungen auf das Bauen, BR 1998, S. 39 ff., 43). Die frÃ¼here Praxis des Bundesgerichts ist deshalb weiterhin zu be­achten (BGr, 7. Mai 2001, 1A.1/2001, E. 2a, www.bger.ch).</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">b) Es ist unbestritten, dass das fragliche GrundstÃ¼ck ausserhalb der Bauzone und nicht in einem Gebiet im Sinn von Art. 11 Abs. 2 lit. b in Verbindung mit Art. 10 Abs. 1 lit. b GSchG liegt, fÃ¼r das eine Kanalisation erstellt wurde. Streitig ist, ob die Voraussetzungen von Art. 11 Abs. 2 lit. c GSchG erfÃ¼llt sind. ZweckmÃ¤ssigkeit und Zumutbarkeit im Sinn von Art. 11 Abs. 2 lit. c GSchG sind nach den MassstÃ¤ben des Gesetzes zu beurteilen. Dem gesetzgeberischen Willen entspricht die generelle Anschlusspflicht (vgl. Botschaft vom 29. April 1987 zur Volksinitiative "zur Rettung unserer GewÃ¤sser" und zur Revision des Bundesgesetzes Ã¼ber den Schutz der GewÃ¤sser [BBl 1987 II 1061, 1115]), die sich auch mit der Notwendigkeit zur Finanzierung der Entsorgungsanlagen und mit der Rechtsgleichheit begrÃ¼nden lÃ¤sst (BGr, 7. Mai 2001, 1A.1/2001, E. 3a, www.bger.ch). Bei der Beurteilung der ZweckmÃ¤ssigkeit ist deshalb nach der Gerichtspraxis unerheblich, ob alternative LÃ¶sungen im Vergleich mit der Anschlusspflicht ebenbÃ¼rtig oder sogar Ã¼berlegen sind (BGE 115 Ib 28 E. 2b/aa; VGr BE, 19. Dezember 1994, BVR 1996, S. 17 E. 5a). Nicht ausgeschlossen wird dagegen, bei der PrÃ¼fung der Zumutbarkeit der Kosten die MÃ¶glichkeit alternativer LÃ¶sungen zu berÃ¼cksichtigen (vgl. BGE 115 Ib 28 E. 2b/bb; BUWAL [Hrsg.], Hinweise fÃ¼r die Abwasserbeseitigung im lÃ¤ndlichen Raum, Bern 1989, S. 15 ff.; VGr BE, 19. Februar 2002, URP 2002, S. 225 E. 2d). Zur Beurteilung der ZweckmÃ¤ssigkeit und Zumutbarkeit werden in der zÃ¼rcherischen Verwaltungspraxis die Richtlinien betreffend die Anschlusspflicht von Liegenschaften an die private und Ã¶ffentliche Kanalisation, herausgegeben vom AGW im MÃ¤rz 1987 (im Folgenden Richtlinien), angewendet (vgl. auch Christoph Fritzsche/Peter BÃ¶sch, ZÃ¼rcher Planungs- und Baurecht, 2.A., WÃ¤denswil 2000, S. 228 ff.).</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">c) Beim Entscheid Ã¼ber die ZweckmÃ¤ssigkeit und die Zumutbarkeit von Anschlusskosten handelt es sich um einen Ermessensent­scheid, den das Verwaltungsgericht in Anwendung von § 50 Abs. 1 in Verbindung mit Abs. 2 lit. c VRG nur beschrÃ¤nkt Ã¼ber­prÃ¼fen kann. Die zustÃ¤ndige BehÃ¶rde ist in ihrer Entscheidung jedoch nicht vÃ¶llig frei. Eine korrekte und gesetzeskonforme Ermessenshandhabung erfordert die Beurteilung und WÃ¼rdigung aller fÃ¼r den Entscheid sachlich massgebenden Gesichtspunkte. Das Ermessen muss mit anderen Worten stets pflichtgemÃ¤ss ausgeÃ¼bt werden. Die BehÃ¶rde muss insbe­sondere das Rechtsgleichheits­gebot, das VerhÃ¤ltnismÃ¤ssig­keitsprinzip und die Pflicht zur Wahrung der Ã¶ffentlichen Interessen befolgen. Ausserdem sind Sinn und Zweck der ge­setzlichen Ordnung auch bei Ermessensentscheiden zu beachten (Ulrich HÃ¤felin/Georg MÃ¼ller, Allgemeines Verwaltungs­­­recht, 4. A., ZÃ¼rich/Basel/Genf 2002, Rz. 441).</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">d) Beim Betrieb der BeschwerdefÃ¼hrenden handelt es sich nicht um einen Landwirtschaftsbetrieb mit erheblichem Rindvieh- und Schweinebestand im Sinn von Art. 12 Abs. 4 GSchG. Zwar ist es den BeschwerdefÃ¼hrenden gemÃ¤ss der gewÃ¤sserschutzrechtlichen Bewilligung vom 7. Juli 1997 aufgrund der damals erstellten DÃ¼ngerbilanz (vgl. Art. 14 GSchG) gestattet, die aus dem Pouletmaststall anfallenden AbwÃ¤sser (Reinigungs- und MistabwÃ¤sser) in der bestehenden Jauchegrube zu sammeln und auf der landwirtschaftlich bewirtschafteten FlÃ¤che auszubringen (vgl. Bericht zur UmweltvertrÃ¤glichkeitsprÃ¼fung vom April 1997, Ziff. 6.2.2). Das Ã¤ndert jedoch nichts daran, dass auf den Betrieb der BeschwerdefÃ¼hrenden Art. 12 Abs. 4 GSchG nicht anwendbar ist. Aus diesem Grund ist denn auch die gewÃ¤sserschutzrechtliche Bewilligung vom 7. Juli 1997 mit der Verpflichtung, das Wohnhaus bis spÃ¤testens 30. Juni 1998 an die Ã¶ffentliche Kanalisation anzuschliessen, verbunden worden (vgl. Beurteilung des UmweltvertrÃ¤glichkeitsberichts vom 21. Mai 1997 S. 3), gegen welche Anordnung sie damals nicht Rekurs erhoben haben.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">4. In seiner VerfÃ¼gung vom 20. Dezember 2002 erwog das AWEL, der Landwirtschaftsbetrieb der BeschwerdefÃ¼hrenden befinde sich etwa 200 m von der nÃ¤chsten Schmutz­wasserkanalisation entfernt. Der Anschluss des Wohnhauses an die Schmutzwasserleitung sei zweck­mÃ¤ssig; aufgrund der topografischen VerhÃ¤ltnisse lasse er sich einwandfrei und mit normalem baulichem Aufwand herstellen. Zudem sei der Anschluss zumutbar, weil dessen Kosten jene fÃ¼r vergleichbare AnschlÃ¼sse innerhalb der Bauzone nicht wesentlich Ã¼berschrei­ten wÃ¼rden. Nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung gÃ¤lten Anschlusskosten von Fr. 5'000.- bis Fr. 6'000.- je Einwohnergleichwert (EGW) als zumutbar. Hier sei von 12 EGW und damit von zumutbaren Kosten von Fr. 60'000.- bis Fr. 72'000.- auszugehen. DemgegenÃ¼ber dÃ¼rften sich die tatsÃ¤chlichen Kosten fÃ¼r die erforderliche Anschlussleitung in einer LÃ¤nge von 200 m auf ca. Fr. 30'000.- belaufen. </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Dem im Rekurs erhobenen Einwand der BeschwerdefÃ¼hrenden, es sei angesichts des allgemein gestiegenen WohnflÃ¤chenbedarfs nicht von 12, sondern von hÃ¶chstens 10 EGW auszugehen, hielt die Baudirektion entgegen, nicht nur der WohnflÃ¤chenbedarf pro Person, sondern auch der Wasserverbrauch pro Person sei gegenÃ¼ber frÃ¼her stark gestiegen. Der Bezug zwischen Zimmerzahl und Bewohner sei nach wie vor eine sinnvolle Berechnungsgrundlage. Dass vorliegend ein Zimmer als BÃ¼ro genutzt werde, schliesse dessen BerÃ¼cksichtigung nicht aus, da es auf die objektive Eignung als bewohnbarer Raum ankomme. Das streitbetroffene Haus enthalte 11 ½ Zimmer, weshalb es sich rechtfertige, von 11 statt von 12 EGW auszugehen. Ebenfalls zu Gunsten der Rekurrierenden sei von einer Leitungsdistanz von 300 statt 200 m auszugehen. Auch unter diesen UmstÃ¤nden bzw. Annahmen erweise sich der Anschluss als zweckmÃ¤ssig und zumutbar. Laut dem eingereichten Kostenvoranschlag sei mit Erstellungskosten von Fr. 39'000.- zu rechnen; zu diesen dÃ¼rften die zu erwartenden AnschlussgebÃ¼hren von ca. Fr. 19'000.- nicht hinzugerechnet werden. Der zu erwartende Kostenaufwand von Fr. 39'000.- bzw. von Fr. 3'545.- je EGW liege weit unterhalb des Minimalwerts von Fr. 5'160.- je EGW gemÃ¤ss den Richtlinien des AGW/AWEL. Das gÃ¤lte selbst dann, wenn die AnschlussgebÃ¼hren zu den Erstellungskosten hinzugerechnet wÃ¼rden, mithin von zu erwartenden Kosten von Fr. 4'724.- je EGW auszugehen wÃ¤re. Bei dieser Sachlage erÃ¼brige es sich, die Zumutbarkeit des Anschlusses nach weiteren Kriterien, etwa den finanziellen VerhÃ¤ltnissen der Rekurrierenden oder einem Vergleich der Kosten des Anschlusses mit jenen der projektierten NaturklÃ¤ranlage, zu prÃ¼fen.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Die BeschwerdefÃ¼hrenden halten daran fest, der Anschluss sei fÃ¼r sie unzumutbar. Es sei aus den bereits im Rekurs dargelegten GrÃ¼nden von hÃ¶chstens 10 EGW auszugehen. Zudem seien die ihnen bisher erwachsenen Kosten fÃ¼r die Beseitigung der hÃ¤uslichen AbwÃ¤sser hinzuzurechnen. Die erste, 1966 erstellte Grube habe "wegen den hÃ¤uslichen Abwassern grÃ¶sser gebaut werden" mÃ¼ssen; von den damaligen Gesamtkosten von Fr. 60'000.- verblieben heute noch unabgeschriebene Restkosten von ca. Fr. 10'000.-. Sodann habe er 1987 fÃ¼r die ebenfalls im Hinblick auf die hÃ¤uslichen AbwÃ¤sser erforderliche Erweiterung der Grube rund Fr. 35'000.- investiert, von denen aufgrund eines jÃ¤hrlichen Abschreibungssatzes von 2 % heute noch rund Fr. 26'000.- als Abschreibungssubstrat verblieben. Es ergÃ¤ben sich so zu berÃ¼cksichtigende Gesamtkosten von ca. Fr. 74'000.- bzw. unter Annahme von 10 EGW von Fr. 7'400.- je EGW, was deutlich Ã¼ber den gemÃ¤ss den Richtlinien massgebenden Wert von Fr. 5'160.- liege. Zu beachten sei sodann, dass dieser Wert auf einem Ã¤lteren Gerichtsurteil beruhe und daher hinterfragt werden mÃ¼sse, zumal die landwirtschaftlichen Einkommen seither massiv gesunken seien. Unzumutbar sei der verlangte Kanalisationsanschluss aber auch deswegen, weil er drei Mal mehr als die projektierte NaturklÃ¤ranlage koste, welche eine absolut gleichwertige ProblemlÃ¶sung darstelle. Mit Bezug auf seine eigene finanzielle Situation sei zu respektieren, dass er vorhandene Mittel "besser wieder in gewinnbringende, betriebsvergrÃ¶ssernde Massnahmen investiere".</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">5. Der streitige Anschluss ist zweckmÃ¤ssig im Sinn von Art. 11 Abs. 2 lit. c GSchG und Art. 12 Abs. 1 lit. a GSchV. Es kann diesbezÃ¼glich auf die zutreffende Beurteilung durch die Vorinstanz verwiesen werden (Rekursentscheid E. 4a). In der Beschwerde wird nichts vorgebracht, was diese Beurteilung entkrÃ¤ften wÃ¼rde. </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">6. a) In Ziff. 4 lit. a der Richtlinien werden "im Mittel" Fr. 5'000.- (Stand 1987) je (Wohn- oder Schlaf-) Zimmer als noch zumutbare Anschlusskosten bezeichnet; dieser Mittelwert dÃ¼rfe bei Vorliegen von (im Folgenden nÃ¤her umschriebenen) besonderen VerhÃ¤ltnissen bis auf maximal Fr. 10'000.- je Zimmer (Stand 1987) bzw. auf mindestens Fr. 4'000.- je Zimmer (Stand 1987) reduziert werden. Als ErhÃ¶hungsgrund wird unter anderen eine grosse spezifische GebÃ¤udeversicherungssumme je Zimmer (mehr als Fr. 75'000.- je Zimmer, Stand 1987) genannt. Korrigiert um den Faktor 1,29 (Steigerung des ZÃ¼rcher Baukostenindexes von 718,9 im Jahr 1987 auf 928,4 im Jahr 2002) ergibt sich gestÃ¼tzt auf die Richtlinien ein Minimalwert von Fr. 5'160.-, ein Mittelwert von Fr. 6'450.- und ein Maximalwert von Fr. 12'900.-.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Wie das Verwaltungsgericht mit Urteil VB 2002.00206 vom 4. Dezember 2002 (E. 4c, www.vgrzh.ch) erkannt hat, halten sich diese Richtlinien, denen keine Gesetzeskraft, jedoch eine das Gesetz prÃ¤zisierende, die Auslegung beeinflussende Wirkung zuzugestehen ist (vgl. KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 50 N. 65), im Rahmen des massgebenden Bundesrechts (zu diesem vgl. vorstehend E. 3a).</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">In der Gerichtspraxis anderer Kantone werden Kosten von bis zu Fr. 7'500.- je EGW fÃ¼r zumutbar erklÃ¤rt. Das Verwaltungsgericht Bern sieht nach seiner stÃ¤ndigen Praxis in diesem Betrag eine Obergrenze des Zumutbaren, wobei es sich um einen Richtwert handelt, der beim Vorliegen besonderer UmstÃ¤nde Ã¼ber- oder unterschritten werden kann (VGr BE, 19. Februar 2002, URP 2002, S. 225 E. 2d; 3. Mai 1999, BVR 1999, S. 456 E. 3d; 19. Dezember 1994, BVR 1996, S. 17 E. 5b/bb; vgl. auch Urs Eymann in: Peter MÃ¼nch/ Peter Karlen/Thomas Geiser (Hrsg.), Beraten und Prozessieren in Bausachen, Basel/Genf/ MÃ¼nchen 1998, S. 197 ff., Rz. 6.26). Das Bundesgericht hat Kosten von Fr. 6'000.- bis Fr. 6'700.- je EGW fÃ¼r zumutbar erklÃ¤rt, ohne eine Obergrenze festzulegen (BGr, 7. Mai 2001, 1A.1/2001, E. 2c, www.bger.ch, mit einem Ãberblick Ã¼ber die kantonale Praxis). Nicht erheblich ist im vorliegenden Fall, dass das Bundesgericht bei der Bestimmung der zulÃ¤ssigen KostensÃ¤tze zwischen Bau­ten von landwirtschaftlichen Betrie­ben einerseits und reinen WohnhÃ¤usern anderseits unterschieden hat: Dies geschah im Hin­blick auf die MÃ¶glichkeit der technisch einwandfreien Entsorgung der (auch hÃ¤uslichen) Ab­wÃ¤sser aus Landwirtschaftsbetrieben mit der Jauche (vgl. BGE 115 Ib 28 E. 2b/bb). Die entsprechende Regelung findet sich heute in Art. 12 Abs. 4 GSchG, dessen Voraus­setz­un­gen die BeschwerdefÃ¼hrenden â wie erwÃ¤hnt (E. 3d) â nicht erfÃ¼llen.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">b) In Ziff. 4 lit. a der Richtlinien werden als Bezugseinheit Zimmer (Wohn- oder Schlafzimmer) genannt, wÃ¤hrend in den vorinstanzlichen Entscheiden â in Anlehnung an die bundesgerichtliche Praxis - mit Einwohnergleichwerten argumentiert wird. Dabei handelt es sich aber nicht um zwei verschiedene BezugsgrÃ¶ssen. Die EGW richten sich in objektivierter Betrachtungsweise nach der mÃ¶glichen Nutzung des GebÃ¤udes bei voller Auslastung, weshalb bei WohnhÃ¤usern die Zahl der Zimmer der Zahl der EGW entsprechen kann (vgl. BGr, 7. Mai 2001, 1A.1/2001, E. 2c/bb; BGE 115 Ib 28 E. 2b/bb). Das Wohnhaus der BeschwerdefÃ¼hrenden weist unbestrittenermassen 11 ½ Zimmer auf. Das Haus hat kein hohes Alter (Erstellungsjahr 1965), jedoch einen verhÃ¤ltnismÃ¤ssig hohen GebÃ¤udeversicherungswert von Fr. 1'080'000.- (SchÃ¤tzdatum 13. Juli 2001). Unter diesen UmstÃ¤nden ist es nicht zu beanstanden, wenn die Vorinstanz von 11 EGW ausgegangen ist; damit hat sie den Einwendungen der BeschwerdefÃ¼hrenden gegen die Berechnung des Beschwerdegegners, der ursprÃ¼nglich von 12 EGW ausgegangen war, hinreichend Rechnung getragen.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">c) Der von den BeschwerdefÃ¼hrenden eingereichte Kostenvoranschlag fÃ¼r den Anschluss an die Kanalisation lautet auf Fr. 39'058.-. Entgegen ihrer Auffassung sind die zu erwartenden AnschlussgebÃ¼hren von Fr. 12'960.- nicht dazu zu rechnen. Die NichtberÃ¼cksichtigung der AnschlussgebÃ¼hren entspricht den Richtlinien, und diese erweisen sich insofern als gesetzeskonform; die NichtberÃ¼cksichtigung lÃ¤sst sich grundsÃ¤tzlich mit Art. 12 Abs. 1 lit. b GSchV vereinbaren, weil nach dieser Bestimmung auf die Mehrkosten gegenÃ¼ber AnschlÃ¼ssen in der Bauzone abzustellen ist und die AnschlussgebÃ¼hren auch in der Bauzone anfallen (VGr, 4. Dezember 2002, VB.2002.00206, E. 4a/bb, www.vgrzh.ch).</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Die BeschwerdefÃ¼hrenden wollen zudem den nach ihrer Auffassung noch nicht abgeschriebenen Teil der Kosten berÃ¼cksichtigt haben, welche sie 1966 und 1987 fÃ¼r die hÃ¤usliche Abwasserentsorgung investiert hÃ¤tten. Sie haben indessen diese Kosten abgesehen von der Nennung von BetrÃ¤gen von Fr. 60'000.- (1966) und Fr. 35'000.- (1987) in keiner Weise substanziiert und belegt. Beim genannten Betrag von Fr. 60'000.- handelt es sich um den damaligen Gesamtaufwand fÃ¼r die damalige Entsorgungsanlage (GÃ¼llegrube). Es ist davon auszugehen, dass damals nur ein geringer Teil auf die Entsorgung hÃ¤uslicher AbwÃ¤sser entfiel; eine Anrechnung kommt schon aus diesem Grund nicht in Betracht. Die 1987 angefallenen Kosten im behaupteten, nicht belegten Umfang von Fr. 35'000.- betrafen offenbar ausschliesslich die Entsorgung hÃ¤uslicher AbwÃ¤sser im Zusammenhang mit der damals erfolgten Erweiterung des Wohnhauses. WÃ¼rde davon der heute noch nicht abgeschriebene Kostenanteil berÃ¼cksichtigt, so wÃ¤re jedenfalls bei Bestimmung dieses Anteils nicht von einem jÃ¤hrlichen Abschreibungssatz von 2 %, sondern von einem solchen von 2,5 % auszugehen (vgl. Baukostensammlung fÃ¼r landwirtschaftliche BetriebsgebÃ¤ude, herausgegeben von der EidgenÃ¶ssischen Forschungsanstalt fÃ¼r Agrarwirtschaft und Landtechnik). Zu berÃ¼cksichtigen wÃ¤re demnach noch ein nicht amortisierter Restbetrag von Fr. 21'000.- (60 % von Fr. 35'000.-), was zusammen mit den Anschlusskosten von Fr. 39'000.- zu berÃ¼cksichtigende Gesamtkosten von Fr. 60'000.- bzw. von Fr. 5'455.- je EGW ergÃ¤be. Kosten in dieser GrÃ¶ssenordnung liegen nur knapp Ã¼ber dem Minimalwert von Fr. 5'160.- je EGW und erheblich unter dem Mittelwert von Fr. 6'450.- je EGW (vgl. E. 5a).</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">d) Ausgehend davon, dass die Anschlusskosten (von Fr. 39'000.- bzw. Fr. 3'545.- je EGW; ohne BerÃ¼cksichtigung der damals noch nicht geltend gemachten frÃ¼heren Investitionen) weit unter dem Minimalwert von Fr. 5'160.- je EGW lÃ¤gen, hat die Baudirektion davon abgesehen, die Zumutbarkeit des Anschlusses noch nach weiteren Kriterien zu beurteilen. Als solche weiteren Kriterien werden in Ziff. 4 Ingress der Richtlinien die Abwassermenge, das Vorliegen einer gewÃ¤sserschutzkonformen Alternativ­lÃ¶sung sowie die wirtschaftliche Situation des GrundeigentÃ¼mers genannt. </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Beim Kriterium "Abwassermenge" ist in objektivierter Betrachtungsweise von den NutzungsmÃ¶glichkeiten der fraglichen Baute auszugehen, so dass diesem Kriterium bereits dadurch Rechnung getragen wird, dass die Kosten je Zimmer bzw. je Einwohnergleichwert ermittelt werden. Dass ihre wirtschaftliche Situation den fÃ¼r den Anschluss erforderlichen Kostenaufwand als unzumutbar erscheinen liesse, machen die BeschwerdefÃ¼hrenden nicht geltend. Der BeschwerdefÃ¼hrer bringt diesbezÃ¼glich einzig vor, dass er, sofern Mittel vorhanden seien, diese besser wieder in gewinnbringende, betriebsvergrÃ¶ssernde Massnahmen investiere. Was die von den BeschwerdefÃ¼hrenden geplante NaturklÃ¤ranlage anbelangt, so dÃ¼rfte es sich dabei um eine gewÃ¤sserschutzkonforme AlternativlÃ¶sung handeln, ohne dass dies jedoch hier nÃ¤her geklÃ¤rt werden mÃ¼sste. Unter dem Gesichtswinkel der Zumutbarkeit geht es vor allem um einen Vergleich der Kosten des Anschlusses mit jenen einer (als gewÃ¤sserschutzkonform vorausgesetzten) AlternativlÃ¶sung. Die BeschwerdefÃ¼hrenden behaupten, der Anschluss an die Ã¶ffentliche Kanalisation koste "alles inbegriffen" drei Mal mehr als die NaturklÃ¤ranlage. Diese Behauptung wird weder belegt noch nÃ¤her substanziiert. Selbst wenn sie zutreffen sollte, vermag sie im Rahmen einer GesamtwÃ¼rdigung nicht den Ausschlag zu Gunsten der angestrebten AlternativlÃ¶sung zu geben. </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Bei einer GesamtwÃ¼rdigung erscheint es nicht als rechtsverletzend, wenn die Vorinstanzen die Zumutbarkeit des Anschlusses bejaht haben. Massgebend dafÃ¼r ist wie erwÃ¤hnt in erster Linie die ErwÃ¤gung, dass die zu veranschlagenden Kosten nur knapp Ã¼ber dem Minimalwert von Fr. 5'160.- je EGW und erheblich unter dem Mittelwert von Fr. 6'450.- je EGW liegen (vgl. E. 6c).</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">7. Demnach ist die Beschwerde abzuweisen. Die Gerichtskosten sind den unterliegenden BeschwerdefÃ¼hrenden je zu HÃ¤lfte, unter solidarischer Haftung fÃ¼reinander, aufzuerlegen. </p> <p class="Einzug1"><a id="Text12"></a>DemgemÃ¤ss entscheidet die Kammer:</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug2">1. Die Beschwerde wird abgewiesen.</p> <p class="Einzug2"> </p> <p class="Einzug2">2. Die GerichtsgebÃ¼hr wird festgesetzt auf <br/> Fr. 2'500.--; die Ã¼brigen Kosten betragen:<br/> Fr. 60.-- Zustellungskosten,<br/> Fr. 2'560.-- Total der Kosten.</p> <p class="Einzug2"> </p> <p class="Einzug2">3. Die Gerichtskosten werden den BeschwerdefÃ¼hrenden je zur HÃ¤lfte, unter solidarischer Haftung fÃ¼reinander, auferlegt.</p> <p class="Einzug2"> </p> <p class="Einzug2">4. Gegen <a id="Dropdown3">diesen</a> <a id="Dropdown4">Entscheid</a> kann innert <a id="Dropdown5">30</a> Tagen, von <a id="Dropdown1">der</a> Zustellung an gerechnet, Verwaltungsgerichtsbeschwerde beim Bundesgericht erhoben werden.</p> <p class="Einzug2"> </p> <p class="MsoNormal"><span>5. ...</span></p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>