<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="cell small-12 contentContainer printArea"> <div><table><tr><td><p class="Normal Heading1"><span id="_GoBack"></span><span class="Normal Heading1">Sozialversicherungsgericht</span></p><p class="Normal Heading1"><span class="Normal Heading1">des Kantons Zürich</span></p></td><td><p class="Normal Heading1"></p></td></tr></table><p><span>KV.2016.00082</span></p><p><br/></p><p>II. Kammer</p><p>Sozialversicherungsrichter Mosimann, Vorsitzender<br/>Sozialversicherungsrichter Bachofner<br/>Sozialversicherungsrichterin Sager<br/>Gerichtsschreiberin Keller</p><p class="Normal Heading2"><span class="Normal Heading2">Urteil vom 21. Dezember 2017</span></p><p class="Normal StandardEinzug"><span class="Normal StandardEinzug">in Sachen</span></p><p class="Normal StandardFett RubrumFett"><span class="Normal StandardFett RubrumFett">X.___</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Beschwerdeführerin</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">gegen</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardFett RubrumFett"><span class="Normal StandardFett RubrumFett">Gesundheitsdirektion des Kantons Zürich</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Stampfenbachstrasse 30, Postfach, 8090 Zürich</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Beschwerdegegnerin</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p><br/></p><p></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Sachverhalt:</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">X.___, geboren 1955, ist deutscher Staatsangehörigkeit und zog im September 2015 in die Schweiz (Urk. 5/1). Am 26. Oktober 2015 ersuchte die </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Stadt Opfikon die Gesundheitsdirektion des Kantons Zürich (nachfolgend: Gesund</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">heitsdirektion) um die Prüfung einer allfälligen Befreiung von X.___ von der Krankenversicherungspflicht (Urk. 5/1). Die Gesundheits</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">direk</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tion wies das Gesuch mit Verfügung vom 4. Februar 2016 ab (Urk. 5/3). Dage</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> erhob X.___ am 1. März 2016 Einsprache (Urk. 5/4), welche die Gesund</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">heitsdirektion mit Einspracheentscheid vom 19. August 2016 abwies (Urk. 5/11 = Urk. 2).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Gegen den Einspracheentscheid vom 19. August 2016 (Urk. 2) erhob X.___ am 18. September 2016 Beschwerde mit dem Antrag auf Befreiung vom </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Versicherungsobligatorium (Urk. 1). Mit Beschwerdeantwort vom 20. Oktober 2016</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> (Urk. 4) beantragte die Beschwerdegegnerin die Abweisung der Beschwer</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">d</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">e, was der Beschwerdeführerin am 24. Oktober 2016 mitgeteilt wurde (Urk. 6).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Das Gericht</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> zieht in Erwägung:</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.</span><span> </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Beschwerdeführerin ist deutsche Staatsangehörige und lebt in der Schweiz. Es liegt somit ein Sachverhalt vor, der in persönlicher Hinsicht vom Perso</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">freizügigkeitsabkommen (Abkommen vom 21. Juni 1999 zwischen der Schwei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ze</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rischen Eidgenossenschaft einerseits und der Europäischen Gemeinschaft und ihren Mitgliedstaaten andererseits über die Freizügigkeit [FZA]) erfasst ist. Anhang II des FZA erklärt ausserdem die Verordnung (EG) Nr. 883/2004 vom 29. April 2004 zur Koordinierung der Systeme der sozialen Sicherheit (VO 883/2004) und die Verordnung (EG) Nr. 987/2009 vom 16. September 2009 zur Festlegung der Modalitäten für die Durchführung der VO 883/2004 (VO 987/2009) als anwendbar. In sachlicher Hinsicht sind das FZA und die VO 883/2004 ebenfalls anwendbar, da Leistungen bei Krankheit im Sinne von Art. 3 Abs. 1 lit. a der Verordnung zur Diskussion stehen.</span></p><p></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Damit ist nach den Regeln in Art. 11 ff. VO 883/2004 das anwendbare Landes</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">recht festzulegen. Nach dem Grundsatz in Art. 11 Abs. 1 VO 883/2004 unter</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">liegen Personen, für welche die Verordnung gilt, den Rechtsvorschriften nur eines Mitgliedstaats. Nach Art. 11 Abs. 3 lit. e VO 883/2004 gelten für Per</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sonen, welche nicht erwerbstätig sind und deshalb unter keine der in Art. 11 Abs. 3 VO 883/2004 lit. a bis d genannten Sachverhalte fallen, die Rechts</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">vor</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">schriften des Mitgliedsstaates, in dessen Gebiet sie wohnen. Der Wohnort ist gemäss Art. 1 lit. j der Verordnung der Ort des gewöhnlichen Aufenthalts. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Nachdem die Beschwerdeführerin nicht erwerbstätig ist (Urk. 1 S. 1) und sich ihr Wohnort in der Schweiz befindet, gelangen die schweizerischen Rechtsvor</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">schriften zur Anwendung. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Art. 3 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Krankenversicherung (KVG) schreibt vor, dass sich jede Person mit Wohnsitz in der Schweiz innert drei Monaten nach der Wohnsitznahme oder der Geburt in der Schweiz für Krankenpflege ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sichern oder von ihrem gesetzlichen Vertreter beziehungsweise ihrer gesetz</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">lichen Vertreterin versichern lassen muss. Der Wohnsitz bestimmt sich nach Art. 23-26 des Zivilgesetzbuches (ZGB; Art. 13 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts, ATSG, und Art. 3 Abs. 1 KVG).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Dieses allgemeine Versicherungsobligatorium für die gesamte schweizerische Wohnbevölkerung stellt ein unverzichtbares Instrument zur Gewährleistung der Solidarität zwischen Gesunden und Kranken dar (Gebhard Eugster, in: Schwei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">zerisches Bundesverwaltungsrecht, Band XIV, Soziale Sicherheit, Ulrich Meyer, Hrsg., 3. A., Basel, 2016, E Krankenversicherung, S. 418 Rz 29). In Anbetracht dieser gesetzgeberischen Absicht ist es folgerichtig, dass die Ausnahmen von der Versicherungspflicht und damit von der Zugehörigkeit zur Solidarge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">mein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">schaft eng umschrieben werden. Der Zweck des Obligatoriums besteht nicht nur darin, zu verhindern, dass infolge Fehlens einer Versicherung unter Umständen bei Risikoeintritt das Gemeinwesen für höhere oder alle Kosten aufkommen muss, sondern auch darin, die Solidarität zwischen Gesunden und Kranken zu gewährleisten (BGE 132 V 310 E. 8.3, E. 8.5.6). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Art. 3 Abs. 2 KVG ermächtigt den Bundesrat, Ausnahmen von der Versiche</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rungs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">pflicht vorzusehen. Die Ausnahmen gibt es in der Form der Nichtunter</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">stellung, die nach Gesetz oder Verordnung automatisch eintritt (Art. 2 Abs. 1 de</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">r </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Verordnung üb</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">er die Krankenversicherung, KVV), und in der Form der Befrei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ung auf Gesuch hin, welche ein Tätigwerden der versicherten Person erfordert (Art. 2 Abs. 2 bis Abs. 8 KVV). Die Ausnahmen gemäss Verordnung stellen abschliessende Aufzählungen dar und unterliegen grundsätzlich einer restrik</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tiven Interpretation (Eugster, S. 423 Rz. 46). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.4</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Gestützt auf Art. 2 Abs. 8 KVV sind Personen auf Gesuch hin von der Versi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">che</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rungspflicht ausgenommen, für welche eine Unterstellung unter die schweize</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rische Versicherung eine klare Verschlechterung des bisherigen Versicherungs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">schutzes oder der bisherigen Kostendeckung zur Folge hätte und die sich auf Grund ihres Alters und/oder ihres Gesundheitszustandes nicht oder nur zu kaum tragbaren Bedingungen im bisherigen Umfang zusatzversichern könnten. Dem Gesuch ist eine schriftliche Bestätigung der zuständigen ausländischen Stelle mit allen erforderlichen Angaben beizulegen. Die betreffende Person kann die Befreiung oder einen Verzicht auf die Befreiung ohne besonderen Grund nicht widerrufen.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">2.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">2.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die Beschwerdegegnerin ging im angefochtenen Entscheid (Urk. 2) davon aus, dass die Voraussetzungen nach Art. 2 und 6 KVV nicht gegeben seien, weshalb </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">die Beschwerdeführerin nicht von der Versicherungspflicht befreit werden könne</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">. So sei insbesondere die Voraussetzung nach Art. 2 Abs. 8 KVV nicht erfüllt, da die Unterstellung unter die schweizerische Versicherungspflicht keine Ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">schlech</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">terung des bisherigen Versicherungsschutzes darstelle (S. 4).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">2.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Demgegenüber stellte sich die Beschwerdeführerin auf den Standpunkt, dass eine Unterstellung unter die schweizerische Versicherung zu einer wesentlichen Verschlechterung der medizinischen Versorgungsleistung führe (Urk. 1).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">2.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Strittig und zu prüfen ist, ob die Beschwerdeführerin nach den schweizerischen </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Rechtsvorschriften Anspruch auf Befreiung von der Krankenversicherungs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">pflicht</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> hat. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3.</span><span> </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Art. 2 Abs. 8 KVV schützt nicht allgemein Personen, für die der Wechsel zum schweizerischen System einen teureren und/oder weniger guten Versicherungs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">schutz bedeutet, die sich aber immerhin - wenn auch möglicherweise nicht im bisherigen Umfang, aber doch insoweit im bisherigen Umfang, als diesen Um</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">fang garantierende Versicherungen in der Schweiz überhaupt angeboten werden - über das gesetzliche Minimum (obligatorische Krankenpflegeversicherung) </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">hin</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">aus zusatzversichern können (privatrechtliche Versicherung nach dem Bun</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">des</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gesetz über den Versicherungsvertrag [VVG]; vgl. Art. 12 Abs. 2 und 3 KVG). Sie kann nur von denjenigen Personen mit Erfolg angerufen werden, die sich - im Rahmen des in der Schweiz nutzbaren Versicherungsangebots - nur deshalb nicht oder nur zu kaum tragbaren Bedingungen im bisherigen Umfang zusatz</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">versichern können, weil sie wegen ihres Alters und/oder ihres Gesundheitszu</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">standes entsprechende Zusatzversicherungen entweder überhaupt nicht oder nur </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">zu kaum tragbaren Bedingungen abschliessen können. Art. 2 Abs. 8 KVV soll m</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">it </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">anderen Worten nicht den Nachteil verhindern, den eine Person dadurch erlei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">det</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">, dass das schweizerische System den Versicherungsschutz, den sie bisher unter dem ausländischen System genoss, überhaupt nicht oder nicht zu gleich güns</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tigen Bedingungen vorsieht. Er soll vielmehr den Nachteil vermeiden, der darau</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">s resultiert, dass eine Person bis zum Erreichen ihres bisherigen ausländischen Versicherungsniveaus von in der Schweiz tatsächlich vorhandenen Angeboten wegen ihres Alters und/oder Gesundheitszustandes nicht oder nur zu kaum tragbaren Bedingungen Gebrauch machen kann (BGE 132 V 310 E. 8.5.6).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Der Gesetzeswortlaut von Art. 2 Abs. 8 KVV sieht zwei kumulativ zu erfüllende Bedingungen für eine Befreiung von der Versicherungspflicht vor: Zunächst muss eine Unterstellung unter die schweizerische Versicherung eine klare Ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">schlechterung des bisherigen Versicherungsschutzes oder der bisherigen Kosten</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">deckung zur Folge haben. Vorliegend verhält es sich so, dass die Beschwer</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">deführerin geltend macht, </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">mit der deutschen Versicherung </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">über eine bessere Versicherung zu verfügen. Indes ist die Beschwerdeführerin bei der Techniker Krankenkasse nur gesetzlich versichert. Sie verfügt damit nicht über eine Privat</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">versicherung, deren Deckung über die Leistungen nach KVG hinausgeht. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Ist die bestehende Versicherung im Vergleich zur schweizerischen Versicherung aber nicht deutlich höherwertig, kann der Abschluss der obligatorischen Kran</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">kenversicherung nicht als klare Verschlechterung im Sinne von </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">2 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Abs. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">8 KVV gelten (BGE 134 V 34 E. 7). </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">E</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ine Befreiung vom Versicherungsobligato</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">rium gestützt auf </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">2 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Abs. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">8 KVV </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">scheidet daher von vorneherein aus. Im Übrigen wurde das von der Beschwerdegegnerin der Beschwerdeführerin zuge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">stellte Formular H nicht durch die deutsche Versicherung unterzeichnet und gestempelt (vgl. Urk. 5/10). Eine erforderliche schriftliche Bestätigung der aus</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ländischen Versicherung im Sinne von Art. 2 Abs. 8 KVV liegt demnach nicht vor.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Finanzielle Nachteile in dem Sinne, dass </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">bei hoher Franchise eine relativ hohe Selbstbeteiligung oder bei niedriger Franchise ein hoher Monatsbeitrag anfalle (vgl. Urk. 1 S. 2), </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">genügen nicht als Befreiungsgrund im Sinne von </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Abs. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">8 KVV. Nachdem damit bereits die erste der zwei kumulativ zu erfüllenden Befrei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ungsbedingungen nicht erfüllt ist, kann offen bleiben, ob sich </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">die</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Beschwerde</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">führer</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">in</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> aufgrund </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ihres</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Gesundheitszustandes und </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ihres</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Alters nicht oder nur </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">zu kaum tragbaren Bedingungen im bisherigen Umfang zusatzversichern könnte</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3.4</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Schliesslich bringt die Beschwerdeführerin nicht vor, einer der übrigen Perso</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">nen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gruppen anzugehören, die nach </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">2 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Abs. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">2 und 4 sowie </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Abs. 5</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">-7 KVV vom Versicherungsobligatorium ausgenommen sind oder davon befreit werden können. Aus den Akten ergeben sich auch keine solchen Hinweise, weshalb sich diesbezügliche Weiterungen erübrigen.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">5</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Zusammenfassend ist somit festzuhalten, dass </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">die</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> Beschwerdeführer nicht ge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">stützt auf </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">2 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Abs. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">8 KVV von der Versicherungspflicht befreit werden kann.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Dies führt zur Abweisung der Beschwerde.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Heading3"><span class="Normal Heading3">Das Gericht erkennt:</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span class="Normal Dispotext DispoHngend">1.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Die </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Beschwerde</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend"> wird abgewiesen.</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span class="Normal Dispotext DispoHngend">2.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Das Verfahren ist kostenlos.</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span class="Normal Dispotext DispoHngend">3.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Zustellung gegen Empfangsschein an:</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">X.___</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Gesundheitsdirektion des Kantons Zürich</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Bundesamt für Gesundheit</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">4.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Gegen diesen Entscheid kann innert </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">30 Tagen</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"> seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundes</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">gesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 15. Juli bis und mit 15. August sowie vom 18. Dezember bis und mit dem 2. Januar (Art. 46 BGG).</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">stellen.</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweis</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">mittel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthal</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">ten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat (Art. 42 BGG).</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><br/></p><p class="Normal Heading3"><br/></p><p class="Normal Heading3"><span class="Normal Heading3">Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich</span></p><p><br/></p><p>Der VorsitzendeDie Gerichtsschreiberin</p><p><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p>MosimannKeller</p></div> </div></body></html>