B u n d e s v e rw a l t u n g s g e r i ch t T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i f f éd é r a l T r i b u n a l e am m i n i s t r a t i vo f e d e r a l e T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i v fe d e r a l Abteilung IV D-6764/2014 U r t e i l v o m 2 6 . N o v e m b e r 2 0 1 4 Besetzung Einzelrichter Martin Zoller, mit Zustimmung von Richter Daniel Willisegger; Gerichtsschreiber Daniel Widmer. Parteien A._______, Pakistan, vertreten durch Dr. iur. Attaul Wasay, LL.M., Great Central Advisory, (…), Beschwerdeführer, gegen Bundesamt für Migration (BFM), Quellenweg 6, 3003 Bern, Vorinstanz. Gegenstand Flughafenverfahren (Asyl und Wegweisung); Verfügung des BFM vom 13. November 2014 / (…). D-6764/2014 Seite 2 Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest, dass der Beschwerdeführer am 25. Oktober 2014 im Flughafen Zürich um Asyl nachsuchte, dass das BFM ihm gleichentags die Einreise in die Schweiz vorläufig ver - weigerte und ihm für die Dauer des weiteren Asylverfahrens b is maximal 60 Tage der Transitbereich des Flughafens Zürich als Aufenthaltsort zuge- wiesen wurde, dass der Beschwerdeführer am (…) 2014 summarisch befragt wurde und die Anhörung zu den Asylgründen durch das BFM am (…) 2014 erfolgte, dass er dabei im Wesent lichen vorbrachte, er sei pakistanischer Staats- angehöriger und gehöre der Glaubensgemeinschaft der Ahmadiyya an, dass er zuerst im District B._______ gewohnt habe, wegen Diskrimini e- rungen jedoch mit seiner Familie nach C._______ im gleichnamigen District gezogen sei, dass er dort staatliche Schulen besucht habe, dann jedoch wegen seiner Religion in eine (…) Schule habe wechseln müssen, wobei er auch das College nicht als (…) habe beenden können, weil er Ahmadi sei, dass er und die anderen Ahmadi von der Bevölkerung stets gemieden worden sei, dass sein Vater, welcher als Polizeibeamter gearbeitet habe, im Jahr (…) bei einem Autounfall umgekommen sei, wobei D._______, welcher se i- nen Vater zuvor bereits bedroht habe, seinem Grossvater in der Folge gesagt habe, dass er seinen Vater getötet habe, dass seine Familie (Beschwerdeführer) bei der Polizei Anzeige erstattet habe, welche jedoch nichts unternommen habe, dass im (…) 2014 E._______ ihn immer wieder telefonisch und auf der Strasse bedroht habe und ihn (…) 2014 mit einem (…) zu Hause aufge- sucht habe, dass er E._______ rechtzeitig kommen gehört habe und ihm die Flucht durch den Hinterausgang gelungen sei, woraufhin er bei einem F._______ gelebt habe, D-6764/2014 Seite 3 dass er Pakistan am (…) 2014 mithilfe eines Schleppers, welchem er sei- nen Reisepass habe übergeben müssen, auf dem Luftweg verlassen ha- be und über G._______ nach Zürich gereist sei, dass er seine entfernten Verwandten H._______ (…) und I._______ (…), welche zur gleichen Zeit am Flughafen Zürich um Asyl ersucht hätten, dort zufällig getroffen habe, dass er den Asylbehörden keine rechtsgenüglichen Identitätspapiere ei n- reichte, dass er zur Stützung seiner Vorbringen einen Ahmadi -Ausweis und (…) einreichte, dass das BFM mit am selben Tag eröffneter Verfügung vom 13. Novem- ber 2014 feststellte, der Beschwerdeführer erfülle die Flüchtlingseige n- schaft nicht, sein Asylgesuch ablehnte und die Wegweisung aus dem Transitbereich des Flughafens Zürich sowie den Vollzug anordnete, wobei ihm die editionspflichtigen Akten ausgehändigt wurden, dass das Bundesamt zur Begründung seines Entscheids im Wesentlichen ausführte, die Vorbringen des Beschwerdeführers hielten weder den An- forderungen an die Glaubhaftigkeit noch denjenigen an die Flüchtlingse i- genschaft stand, dass er die geltend gemachte Verfolgung durch E._______ unglaubhaft geschildert habe, wobei es ihm insbesondere nicht gelungen sei plausibel zu erklären, weshalb er gerade zu jenem Zeitpunkt von E._______ ver- folgt worden sei, nachdem seine Familie vorher angebl ich während (…) Jahren keine Probleme gehabt habe, dass dies auch für das Vorbringen gelte, wonach E._______ ihn während (…) auf verschiedene Weisen bedroht habe, ohne ihm etwas anzutun, um ihn schliesslich zu Hause umbringen zu wollen, dass nicht nachvollziehbar sei, weshalb ihn E._______ angeblich ausge- rechnet zu Hause aufgesucht habe, obwohl er ihn heimlich hätte töten können, und ihn fliehen lassen habe, dass es dem Beschwerdeführer auch nicht gelungen sei, die Drohungen vor der Ausreise konkret zu schildern, zumal er sich auf die Behauptung beschränkt habe, er sei auf der Strasse und telefonisch bedroht worden, D-6764/2014 Seite 4 ohne dass er fähig sei, diese Drohungen diff erenziert und detailliert zu beschreiben, dass er nicht in der Lage gewesen sei, die Szene , als E._______ zu ihm nach Hause gekommen sei, konkret und realistisch zu schildern, dass er schliesslich ohne Angabe von plausiblen Gründen keinerlei Au s- weise eingereicht habe, sondern sich diesbezüglich widersprochen habe, indem er zum einen erklärt habe, seine Identitätskarte befinde sich zu Hause, um zum andern zu sagen, diese sei beim Schlepper, dass sich der angeblich inszenierte tödliche Autounfall seines Vater s vor (…) Jahren ereignet habe, ohne dass dem Beschwerdeführer seither etwas zugestossen sei, und die geltend gemachte Verfolgung vor der Ausreise als unglaubhaft zu qualifizieren sei, wobei selbst wenn die geltend gemachten Todesumstände zutreffen sollten , kein begründeter Anlass bestehen würde, dass auch der Beschwerdeführer Opfer eines Anschlags werden könnte, dass im Zusammenhang mit der geltend gemachten Unterdrückung der Ahmadi in Pakistan nicht von einer Kollektivverfolgung gesprochen werden könne, dass sich auch aus den eingereichten Beweismitteln keine Hinweise auf eine asylrelevante Verfolgung ergeben würden , dass der Vollzug der Wegweisung zulässig, zumutbar und möglich sei, dass zwar namentlich die Ahmadi in Pakistan gewissen Benachteiligu n- gen vo n Seiten der Bevölkerung und den Behörden ausgesetzt seien, welche jedoch im Normalfall keine Intensität von der Art erreichten, dass sie einer konkreten Gefährdung im Sinne von Art. 83 Abs. 4 AuG (SR 142.20) gleichkämen, dass der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 19. November 2014 (D a- tum des Poststempels: 20. November 2014 ) an das Bundesverwal - tungsgericht durch seinen Rechtsvertreter die Aufhebung des Ent - scheids des BFM und die Gewährung von Asyl, eventualiter die Fest - stellung der Flüchtlingseigenschaft und subeventualiter die Feststel - lung der Unzulässigkeit beziehungsweise Unzumutbarkeit des Vollzugs der Wegweisung und die Anordnung der vorläufigen Aufnahme bean - tragen liess, D-6764/2014 Seite 5 dass er in verfahrensrechtlicher Hinsicht um Übersetzung der Begrün - dung der Beschwerdeschrift in eine Amtssprache sowie um Verzicht auf die Erhebung eines Kostenvorschusses und Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung ersuchte, dass er zudem die Entlassung aus dem Transitbereich des Flughafens Zürich und die Gewährung der Möglichkeit und Zeit zur Einreichung weiterer Beweismittel aus seinem Heimatland betreffend seine Gefähr - dung beantragen liess, dass er gleichzeitig zehn Internetausdrucke und eine Pressemitteilung betreffend die Verfolgung de r Ahmadi in Pakistan einreichte, dass darauf sowie auf die Begründung, soweit für den Entscheid we - sentlich, in den Erwägungen eingegangen wird, dass die vorinstanzlichen Akten am (…) 2014 vollständig beim Bunde s- verwaltungsgericht eintrafen (Art. 109 Abs. 2 AsylG), und zieht in Erwägung , dass das Bundesverwaltungsgericht auf dem Gebiet des Asyls – in der Regel und auch vorliegend – endgültig über Beschwerden gegen Verf ü- gungen (Art. 5 VwVG) des BFM entscheidet (Art. 105 AsylG [SR 142.31] i.V.m. Art. 31–33 VGG; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG), dass sich das Verfahren nach dem VwVG, dem VGG und dem BGG ric h- tet, soweit das AsylG nichts anderes bestimmt (Art. 37 VGG und Art. 6 AsylG), dass der Beschwerdeführer am Verfahren vor der Vorinstanz teilgeno m- men hat, durch die angefochtene Verfügung besonders berührt ist, ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung beziehungsweise Änd e- rung hat und daher zur Einreichung der Beschwerde legitimiert ist (Art. 105 AsylG und Art. 48 Abs. 1 VwVG), dass somit auf die frist - und formgerecht eingereichte Beschwerde einzutreten ist (Art. 108 Abs. 2 AsylG und Art. 52 Abs. 1 VwVG), D-6764/2014 Seite 6 dass mit Beschwerde die Verletzung von Bundesrecht (einschliesslich Missbrauch und Überschreiten des Ermessens) sowie die unrichtige und unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts gerügt werden können (Art. 106 Abs. 1 AsylG), dass die Beschwerdeschrift samt Begründung bereits in einer Amts- sprache eingereicht wurde, weshalb sich der darin gestellte, mit keinem Wort begründete Antrag auf Übersetzung als gegenstandslos erweist und darüber nicht zu befinden ist, dass gestützt auf Art . 111a Abs. 2 AsylG vorliegend auf einen Schrifte n- wechsel verzichtet wurde, dass die Schweiz Flüchtlingen grundsätzlich Asyl gewährt (Art. 2 Abs. 1 AsylG), wobei Flüchtlinge Personen sind, die in ihrem Heimatstaat oder im Land, in dem sie zuletzt wohnten, wegen ihrer Rasse, Religion, Nati o- nalität, Zugehörigkeit zu einer bestimmten sozialen Gruppe oder wegen ihrer politischen Anschauungen ernsthaften Nachteilen ausgesetzt sind oder begründete Furcht haben, solchen Nachteilen ausgesetzt zu werden (Art. 3 Abs. 1 AsylG), dass die Flüchtlingseigenschaft nachgewiesen o der zumindest glaubhaft gemacht werden muss (Art. 7 AsylG; vgl. zu den entsprechenden Anfo r- derungen BVGE 2010/57 E. 2.2 und 2.3), dass sich die Beschwerdeschrift im Wesentlichen auf eine Wiederholung der bisherigen Vorbringen beschränkt und an deren Glaubh aftigkeit fest- hält, wobei unter Hinweis auf die eingereichten Unterlagen ausgeführt wird, die Situation der Ahmadi habe sich vor allem seit dem Machtwec h- sel und der neuen Regierung in Pakistan extrem verschlechtert und der Beschwerdeführer würde verfolgt und bedroht, weil er ein aktives Mitglied der Ahmadiyya-Gemeinde sei, dass bezüglich der Ausweise des Beschwerdeführers dessen beide Au s- sagen korrekt seien und ein Übersetzungsfehler vorliege, dass auch im Zusammenhang mit der geltend gemachten individuellen Verfolgung wegen der sprachlichen Barriere und Missverständnissen des Übersetzers einiges falsch interpretiert worden sei, D-6764/2014 Seite 7 dass entgegen de ssen gegenteiliger Behauptung die Aussagen des B e- schwerdeführers betreffend den Ort, wo sich seine Identitätskarte befinde, widersprüchlich sind, dass die Überprüfung der vorinstanzlichen Protokolle keine Hinweise auf sprachliche Missverständnisse oder Übersetzungsfehler ergibt, dass sowohl die Erstbefragung als auch die Anhörung des Beschwerd e- führers in de ssen Muttersprache erfolgten, er die Verständigung mit der Dolmetscherin als gut bezeichnete, ihm die Protokolle rückübersetzt wu r- den und er unterschriftlich bestätigte, dass sie seinen Aussagen entspr e- chen würden, dass er sich deshalb bei seinen protokollierten Aussagen behaften lassen muss, dass das BFM in der angefochtenen Verfügung ausführlich und – nach Überprüfung der Akten auch aus Sicht des Bundesverwaltungsgerichts – mit zutreffender Begründung festgestellt hat, die geltend gemachten Verfolgungsvor bringen hielten weder den Anforderungen an die Glaub - haftigkeit noch denjenigen an die Flüchtlingseigenschaft stand, dass diesbezüglich zwecks Vermeidung von Wiederholungen auf die nicht zu beanstandenden Erwägungen in der angefochtenen Verfü - gung verwiesen werden kann, dass in der Beschwerde zudem ausgeführt wird, bei der Ahmadiyya - Gemeinde Schweiz sei ein Antrag auf Bestätigung betreffend Zuge - hörigkeit und bekannte Bedrohungen gegen den Beschwerdeführer ge - stellt worden, dass die vom Beschwerdefü hrer geltend gemachten Verfolgungs - vorbringen, soweit glaubhaft, in Übereinstimmung mit der Vorinstanz als asylrechtlich nicht relevant zu qualifizieren sind, dass sich deshalb in diesem Zusammenhang die Einreichung weiterer Beweismittel aus dem In - und Au sland erübrigt, weshalb der vom Be - schwerdeführer diesbezüglich implizit gestellte Antrag auf Fristan - setzung abzuweisen ist, D-6764/2014 Seite 8 dass im Übrigen die Zugehörigkeit des Beschwerdeführers zur Ahmadiyya -Gemeinschaft im vorinstanzlichen Verfahren nicht in Zwei - fel gezogen wurde, dass d ie Angehörigen der Glaubensgemeinschaft der Ahmadi yya in Pa- kistan in ihrem religiösen Leben in einschneidender Weise eingeschränkt sind, sich selber als Muslime verstehen, jedoch von den orthodoxen Mus- limen als Ketzer betrachtet werden, da sie das fundamentale Glauben s- prinzip des Islams – Muhammed sei der letzte aller Propheten gewesen – verworfen haben, dass die Ahmadi im Jahr 1974 durch Beschluss der pakistanischen Nat i- onalversammlung aus der Gemeinschaft der Muslime ausgeschlossen und zu einer nicht-muslimischen Minderheit erklärt wurden, dass seither einige Strafgesetzbestimmungen ins pakistanische Strafg e- setzbuch aufgenommen wurden (unter anderem der sogenannte "Bla s- phemieparagraph"), die diskriminierenden Charakter haben und sich ins- besondere auch gegen die Ahmadi richten, dass daher sämtliche Formen, mit denen die Ahmadi ihren muslimischen Glauben ausdrücken und ausüben, bewirken können, dass orthodoxe Muslime sich in ihrem religiösen Empfinden beleidigt und ihren wahren Glauben b eeinträchtigt sehen, und Reaktionen der Betroffenen (und grundsätzlich auch strafrechtliche Verfolgung) auszulösen vermögen (vgl. Urteil des BVGer E-4992/2006 vom 10. Mai 2011 E. 7.3; Entscheidungen und Mitteilungen der Schweizerischen Asylrekurskommission [EMARK] 2002 Nr. 3 E. 7.d.bb S. 25), dass das Bundesverwaltungsgericht in seiner konstanten Rechtspr e- chung weiterhin nicht vom Vorliegen einer Kollektivverfolgung der Ahmadi in dem Sinne ausgeht, dass jedes Mitglied der Ahmadiyya-Gemeinschaft Anlass habe, individuell eine Verfolgung befürchten zu müssen, dass eine Abweichung von der bisherigen Rechtsprechung als nicht a n- gezeigt erscheint, dass insgesamt damit an der Praxis festzuhalten ist, wonach von d er all- gemeinen Lage der Ahmadi nicht generell auf eine flüchtlingsrechtlich r e- levante Verfolgungssituation des Einzelnen geschlossen werden kann (vgl. dazu Urteil des BVGer E-4992/2006 vom 10. Mai 2011 E. 5.1 u nd 7.3, m.w.H., bestätigt in D-5941 vom 8. Januar 2014 E. 5.6.3) D-6764/2014 Seite 9 dass an dieser Einschätzung auch die Ausführungen in der Beschwerde sowie die eingereichten Berichte nichts zu ändern vermögen, und sich aus diesen Beweismitteln mangels individuellen Bezugs keine Verfolgung des Beschwerdeführers ergibt, weshalb dieser daraus nichts zu seinen Gunsten abzuleiten vermag, dass sich der Gerichtshof der Europäischen Union ( EuGH) in seinem Grundsatzurteil vom 5. September 2012 C-71/11 (und C-99/11) – wie auch die schweizerischen Asylbehörden – auf den Standpunkt stellt, dass nicht jeder Eingriff in die Religionsfreiheit eine Verfolgungshandlung im Sinne der jeweils zu beachtenden Bestimmungen bedeute und er d es Weiteren wie auch die schweizerischen Asylbehörden davon aus ging, dass bei einem Antragssteller, der n ach seiner Rückkehr in sein He r- kunftsland religiöse Betätigungen vornehmen werde, die ihn der tatsächli- chen Gefahr einer Verfolgung aussetzten, begründete Furcht vor Ver fol- gung vorliegen könne, dass beim Beschwerdeführer indessen gerade nicht davon auszuge hen ist, dass er nach einer allfälligen Rückkehr nach Pakistan religiöse Betäti- gungen vornehmen wird, die eine Verfolgu ngsfurcht begründen könnten, zumal er seit seiner Geburt der Glaubensgemeinschaft der Ahmadiyya angehört und sich offensichtlich nie in e iner Art und Weise für seinen Glauben exponierte, die zu einer asylrelevanten Verfolgung führte, dass deshalb nicht davon ausgegangen werden kann, dass er nach einer Rückkehr in seine Heimat allein aufgrund der seinem Umfeld bekannten Glaubenszugehörigkeit oder der Art und Weise, wie er seinen Glauben lebt, verfolgt würde, dass sich eine Auseinandersetzung mit den weiteren Ausführungen in der Beschwerde erübrigt, weil sich diese darin erschöpfen, die Asylvorbringen sinngemäss zu wiederholen und deren Authen tizität zu bekräftigen, ohne in substanziierter Weise zur Argumentation der Vorinstanz Stellung zu nehmen, dass es dem Beschwerdeführer nicht gelingt, die Flüchtlingseigen - schaft nachzuweisen oder zumindest glaubhaft zu machen, weshalb das Bundesamt das As ylgesuch zu Recht abgelehnt hat, dass die Ablehnung eines Asylgesuchs oder das Nichteintreten auf ein Asylgesuch in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz zur Folge hat (Art. 44 Abs. 1 AsylG), vorliegend der Kanton keine Aufenthaltsbe -D-6764/2014 Seite 10 willigung erteilt h at und zudem kein Anspruch auf Erteilung einer sol - chen besteht (vgl. BVGE 2009/50 E. 9 S. 733 m .w.H. sowie EMARK 2001 Nr. 21), weshalb die verfügte Wegweisung im Einklang mit den gesetzlichen Bestimmungen steht und demnach vom Bundesamt zu Recht angeordne t wurde, dass das Bundesamt das Anwesenheitsverhältnis nach den gesetzli - chen Bestimmungen über die vorläufige Aufnahme von Ausländern re - gelt, wenn der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar oder nicht möglich ist (Art. 44 AsylG; Art. 83 Abs. 1 AuG), dass bezüglich der Geltendmachung von Wegweisungshindernissen g e- mäss ständiger Praxis des Bundesverwaltungsgerichts der gleiche B e- weisstandard wie bei der Flüchtlingseigenschaft gilt, das heisst, sie sind zu beweisen, wenn der strikte Beweis möglich ist und andernfalls wenigs- tens glaubhaft zu machen (vgl. BVGE 2011/24 E. 10.2 S. 502), dass der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig ist, wenn völkerrechtl i- che Verpflichtungen der Schweiz einer Weiterreise der Ausländerin oder des Ausländers in de n Heimat -, Herkunfts - oder einen Drittstaat entg e- genstehen (Art. 83 Abs. 3 AuG), dass keine Person in irgendeiner Form zur Ausreise in ein Land gezwu n- gen werden darf, in dem ihr Leib, ihr Leben oder ihre Freiheit aus einem Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG ge fährdet ist oder sie Gefahr läuft, zur Ausreise in ein solches Land gezwungen zu werden (Art. 5 Abs. 1 AsylG), dass der Vollzug der Wegweisung vorliegend in Beachtung dieser mas s- geblichen völker - und landesrechtlichen Bestimmungen zulässig ist, da der Besc hwerdeführer keine Verfolgung oder begründete Furcht vor Nachteilen darzulegen vermag, welche geeignet wären, die Flüchtlingse i- genschaft zu begründen, dass ferner keine Anhaltspunkte für eine ih m drohende menschenrechts- widrige Behandlung im Sinne von Art. 3 des Übereinkommens vom 10. Dezember 1984 gegen Folter und andere grausame, unmenschliche oder erniedrigende Behandlung oder Strafe (FoK, SR 0.105) oder eine durch Art. 3 EMRK verbotene Strafe oder Behandlung ersichtlich sind, dass sich der Vollzug als unzumutbar erweist, wenn eine Person im He i- mat- oder Herkunftsstaat aufgrund von Situationen wie Krieg, Bürge r-D-6764/2014 Seite 11 krieg, allgemeiner Gewalt und medizinischer Notlage konkret gefährdet ist (Art. 83 Abs. 4 AuG), dass weder die allgemeine Lage im Heimat - beziehungsweise Herkunfts- staat des Beschwerdeführers noch individuelle Gründe auf eine konkrete Gefährdung im Falle einer Rückkehr nach Pakistan schliessen lassen, dass davon ausgegangen werden kann, dass (…) des Beschwerdefüh- rers weiterhin in Pakistan wohnhaft si nd, obwohl er (…) angeblich seit dem (…) 2014 keinen Kontakt mehr gehabt habe und vermutet, dass di e- se nicht mehr in C._______ wohne, dass der Beschwerdeführer einen (…)-Abschluss am College besitzt und von seinem F._______ und seinem Grossvater unterstützt wurde, in (…) tätig war, dass er mithin in Pakistan über ein soziales und wirtschaftliches Bezie- hungsnetz verfügt, dass auch sonst keine individuellen Gründe (beispielsweise medizin i- scher Natur) vorliegen, welche den Wegw eisungsvollzug als unzumutbar erscheinen lassen, weshalb unter den gegebenen Umständen somit nicht davon auszugehen ist, er würde bei einer Rückkehr in eine existenzb e- drohende Situation geraten, welche als konkrete Gefährdung im Sinne der zu beachtenden Bestimmungen zu werten wäre (Art. 83 Abs. 4 AuG), dass der Vollzug der Wegweisung schliesslich möglich ist und es dem Beschwerdeführer obliegt, bei der Beschaffung gültiger Reisepapiere mi t- zuwirken (Art. 8 Abs. 4 AsylG; vgl. BVGE 2008/34 E. 12 S. 513 ff.), dass nach dem Gesagten der vom Bundesamt verfügte Vollzug der Weg - weisung zu bestätigen ist, dass demnach die angefochtene Verfügung Bundesrecht nicht verletzt und den rechtserheblichen Sachverhalt richtig sowie vollständig feststellt (Art. 106 Abs. 1 AsylG), weshalb die Beschwerde abzuweisen ist, dass das Beschwerdeverfahren mit vorliegendem Urteil abgeschlossen ist, weshalb sich d er Antrag des Beschwerdeführers auf Entlassung aus dem Transitbereich des Flughafens und das Gesuch um Verzicht auf die Erhebung eines Kostenvorschusses als gegenstandslos erweisen, D-6764/2014 Seite 12 dass das mit der Beschwerde gestellte Gesuch um Gewährung der u n- entgeltlichen Rechtspflege abzuweisen ist, da die Begehren – wie sich aus den vorstehenden Erwägungen ergibt – als aussichtslos zu bezeic h- nen waren, weshalb die Voraussetzungen von Art. 65 Abs. 1 VwVG nicht erfüllt sind, dass bei diesem Ausgang des Verfahrens die Kosten von Fr. 600.– (Art. 1-3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bun desverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]) dem Beschwerdeführer aufzuerlegen sind (Art. 63 Abs. 1 VwVG). (Dispositiv nächste Seite) D-6764/2014 Seite 13 Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 2. Das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung (im Sin- ne von Art. 65 Abs. 1 VwVG) wird abgewiesen. 3. Die Verfahrenskosten von Fr. 600.– werden dem Beschwerdeführer auf- erlegt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zuguns- ten der Gerichtskasse zu überweisen. 4. Dieses Urteil geht an den Beschwerdeführer, das BFM und die kantonale Migrationsbehörde. Der Einzelrichter: Der Gerichtsschreiber: Martin Zoller Daniel Widmer Versand: