Entscheid vom 16. September 2014 Beschwerdekammer Besetzung Bundesstrafrichter Andreas J. Keller, Vorsitz, Cornelia Cova und Patrick Robert-Nicoud, Gerichtsschreiberin Chantal Blättler Grivet Fojaja Parteien A. CORP., vertreten durch Rechtsanwalt André Bürgi, Beschwerdeführerin gegen BUNDESANWALTSCHAFT, Beschwerdegegnerin Gegenstand Internationale Rechtshilfe in Strafsachen an Öster- reich Herausgabe von Beweismitteln (Art. 74 IRSG) B u n d e s s t r a f g e r i c h t T r i b u n a l p é n a l f é d é r a l T r i b u n a l e p e n a l e f e d e r a l e T r i b u n a l p e n a l f e d e r a l Geschäftsnummer: RR.2014.140 - 2 - Sachverhalt: A. Die Staatsanwaltschaft Wien führt ein Strafverfahren gegen Unterne h- mensverantwortliche der B. GmbH , da runter C. , und verdächtigt diese, Vermögen der B. GmbH veruntreut und dadurch der Gesellschaft einen Vermögensnachteil von insgesamt USD 45'000'000.-- verursacht zu haben. Die beschuldigten Personen sollen über Scheingese llschaften fingierte Leistungen erbracht und die dafür erhaltenen Gelder an sich selber bezi e- hungsweise an Dritte weitergeleitet haben. Gemäss Ermittlungen der öster- reichischen Behörden g ehöre unter anderem die D. AG zu den Gesel l- schaften, die dazu verwend et worden seien, die illegal erwirtschafteten Vermögenswerte weiterzuleiten. In diesem Zusammenhang gelangte die Staatsanwaltschaft Wien mit Rechtshilfeersuchen vom 29. Dezember 2011 bzw. 27. Dezember 2012 an die Schweiz und ersuchte um Erteilung von Auskünften über die Kontoverbindung 1 lautend auf die D. AG bei der Bank E. Ltd. in Z. für den Zeitraum ab Kontoeröffnung bis zum 31. August 2011 sowie um Sicherstellung sämtlicher Vermögenswerte, die von der Kontover bindung lautend auf die D. AG bei der Bank E . Ltd. auf weitere Konten transferiert wurden oder deren Herkunft sonst aus der b e- zeichneten Kontoverbindung stammen (act. 1.6). B. Mit Eintretensverfügung der Bundesanwaltschaft vom 13. Februar 2012 wurde die Bank F. AG (vormals Bank E. Ltd.) angewiesen, sämtliche Kon- tounterlagen des Kontos mit der Nummer 2 lautend auf die D. AG heraus- zugeben (act. 1.4). Dieser A ufforderung ist die Bank F. AG mit Schreiben vom 12. März 2012 nachgekommen (act. 1.3 II Ziff. 5). C. Die Sichtung der Bankunterlagen brachte unter ande rem eine Verbindung der D. AG zu einem auf die A. Corp. lautenden Konto Nr. 2 bei der Bank G. AG (vormals Bank F. AG) zu Tage. Mit Editionsverfügung vom 10. Mai 2012 wurde daher die Bank G. AG angewiesen, unter anderem die Kontounterlagen des Kontos Nr. 2, lautend auf die A. Corp. herauszugeben (act. 1.5). Dies er Aufforderung kam die Bank G. AG mit Schreiben vom 8. Juni 2012 nach (act. 1.3 II Ziff. 5). D. Nachdem der A. Corp. am 7. März 2013 die herauszugebenden Bankunter- lagen zur Einsicht zugestellt worden waren, nahm deren Rechtsvertreter mit Eingabe vom 5. April 2013 Stellung zur beabsichtigten Her ausgabe der Unterlagen (act. 1.3 III Ziff. 3 und act. 1.15). - 3 - E. Mit Schlussverfügung vom 12. März 2014 ordnete die Bundesanwaltschaft die Herausgabe der edierten Bankunterlagen des Kontos Nr. 3 bei der Bank G. AG, lautend auf die A. Corp., an (act. 1.3). Dagegen gelangt die A. Corp. mit Beschwerde vom 14. April 2014 an die Beschwerdekammer des Bundesstrafgerichts mit folgenden Anträgen (act. 1 S. 2 f.): "1. Es sei die Nichtigkeit der Eintretens - und Editionsverfügungen vom 13. Fe b- ruar 2012 und 10. Mai 2012, aller die Beschwerdeführerin betreffenden Zw i- schenverfügungen sowie der Schlussverfügung der BA vom 12. März 2014 festzustellen und die Rechtshilfe sei zu verweigern. 2. Eventualiter sei die Schlussverfügung der BA vom 12. März 2014 aufzuheben und die Rechtshilfe, insbesondere die verfügte Herausgabe der Bankunterlagen (act. 1 bis 510), zu verweigern. 3. Subeventualiter sei di e Schlussverfügung der BA vom 12. März 2014 aufzuheben und die Sache zur Neubeurteilung an die BA zurück zu weisen. 4. Subsubeventualiter seien die in den Erwägungen speziell gekennzeichneten Akten auszuso n- dern. 5. Alles unter Kosten - und Entschädigungsfolgen zu Lasten der Eidgenosse n- schaft (Bundesanwaltschaft)." In prozessualer Hinsicht beantragt die A. Corp. das Folgende: "1. Es sei das Verfahren vor Bundesstrafgericht zu sistieren, bis die Bundesa n- waltschaft der Beschwerdeführerin volle Einsicht i n sämtliche Akten und vollständige Information über die Kommunikation mit der Staatsanwaltschaft Wien im Zusammenhang mit der Beschwerdeführerin sowie volle Einsicht in sämtliche bei der Bundesanwaltschaft liegenden Akten in den Verfahren RH.12.0004 und SV.09.0185, soweit diese irgendwie mit dem Verfahren g e- gen die Beschwerdeführerin zusammenhängen, insbesondere diejenigen, die in der beiliegenden Aktenübersicht in Strafsachen der Staatsanwal t- schaft Wien betreffend C. erwähnt sind, gewährt hat. - 4 - 2. Eventualiter seien die Akten aus d em Strafverfahren SV.09.0185 zum vorlie- genden Rechtshilfeverfahren beizuziehen und es sei der Beschwerdeführ e- rin im Rahmen des vorliegenden Verfahrens volle Akteneinsicht zu gewä h- ren. 3. Hernach sei der Beschwerdeführerin Frist zur erneuten und ausführlichen Stellungnahme anzusetzen." F. Sowohl das Bundesamt für Justiz (nachfolgend "BJ") wie auch die Bunde s- anwaltschaft beantragen in ihren Beschwerdeantworten vom 27. und 30. Mai 2014 die kostenfällige Ab weisung der Beschwerde (act. 7 und 8). Die Beschwerdeführerin hält in ihrer Replik vom 7. Juli 2014 vollumfänglich an ihren in der Beschwerde gemachten Anträgen fest (act. 11), was dem BJ und der Beschwerdegegnerin am 11. Juli 2014 zur Kenntnis gebracht wird (act. 12). Auf die weiteren Ausführungen der Parteien und die eingereichten Akten wird, soweit erforderlich, in den rechtlichen Erwägungen Bezug genommen. Die Beschwerdekammer zieht in Erwägung: 1. Für die Rechtshilfe zwischen der Schweiz und Ö sterreich sind in er ster Li- nie das Europäische Übereinkommen über die Rechtshilfe in Strafs achen vom 20. April 1959 (EUeR; SR 0.351.1), der zwischen den beiden Staaten abgeschlossene Vertrag vom 13. Juni 1972 über die Ergänzung des EUeR und die Erleichterung seiner Anwendung (Zusatzvertrag; SR 0.351.916.32) sowie die Bestimmungen der Art. 48 ff. des Übereinkommens vom 19. Ju- ni 1990 zur Durchführung des Übereinkommens von Schengen vom 14. Juni 1985 (Schengener Durchführungsübereinkommen, SDÜ; ABl. L 239 vom 22. September 2000, S. 19 – 62) massgebend. Soweit das Staatsvertragsrecht bestimmte Fragen nicht abschliessend regelt, gelangt das schweizerische Landesrecht, namentlich das Bundesgesetz vom 20. März 1981 über internationale Rechtshilfe in Strafsachen (I RSG; SR 351.1) und die Verordnung vom 24. Februar 1982 über internationale Rechtshilfe in Strafsachen (IRSV; SR 351.11), zur Anwendung (vgl. Art. 1 Abs. 1 IRSG). Ebenso zur Anwendung kommt vorliegend das Überei n- kommen vom 8. November 1990 über Geldwäschere i sowie Ermittlung, Beschlagnahme und Einziehung von Erträgen aus Straftaten (GwUe; SR 0.311.53). Das innerstaatliche Recht gilt nach dem Günstigkeitsprinzip auch dann, wenn dieses geringere Anforderungen an die Rechtshilfe stellt - 5 - (BGE 137 IV 33 E. 2.2.2; 136 IV 82 E. 3.1, 129 II 462 E. 1.1 S. 464). Vor- behalten bleibt die Wahrung der Menschenrechte (BGE 135 IV 212 E. 2.3; 123 II 595 E. 7c). 2. 2.1 Beim angefochtenen Entscheid handelt es sich um eine Schlussve rfügung der ausführenden Bundesbehörde in internationalen Rechtshilfea ngele- genheiten, gegen welche innert 30 Tagen ab der schriftlichen Mitteilung bei der Beschwerdekammer des Bundesstrafgerichts Beschwerde g eführt wer- den kann (Art. 80 e Abs. 1 i.V.m. Art. 80 k IRSG; Art. 37 Abs. 2 lit. a Ziff. 1 StBOG; Art. 19 Abs. 2 BStGerOR). Die Beschwerde vom 14. April 2014 gegen die Schlussverfügung vom 12. März 2014 ist fristg e- recht eingereicht worden. 2.2 Zur Beschwerdeführung ist berechtigt, wer persönlich und direkt von einer Rechtshilfemassnahme betroffen ist und ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung oder Änderung hat (Art. 80 h lit. b IRSG). Bei der Erh e- bung von Kontoinformationen gilt als persönlich und direkt betroffen im Sinne der Art. 21 Abs. 2 und 80 h IRSG der Kontoinhaber (Art. 9a lit. a IRSV; BGE 118 Ib 547 E. 1d; BGE 122 II 130 E. 2b; TPF 2007 79 E. 1.6). Die Beschwerdeführerin ist Inhaberin der von der Rechtshilfemassnahme betroffenen Konten, sodass sie zur vorliegenden Beschwerde grundsätzlich legitimiert und auf die Beschwerde – unter Vorbehalt der Erwägungen 4.3.3 – einzutreten ist. 3. Die Beschwerdekammer ist nicht an die Begehren der Parteien gebunden (Art. 25 Abs. 6 IRSG). Sie prüft die bei ihr erhobenen Rügen grundsätzlich mit freier Kognition. Sie ist aber nicht verpfl ichtet, nach weiteren der Rechtshilfe allenfalls entgegenstehenden Gründen zu forschen, die aus der Beschwerde nicht hervorgehen (BGE 123 II 134 E. 1d S. 136 f.; 122 II 367 E. 2d S. 372, mit Hinweisen). Ebenso wenig muss sich die urteilende In - stanz nach d er bundesgerichtlichen Rechtsprechung mit allen Parteistan d- punkten einlässlich auseinandersetzen und jedes einzelne Vorbringen aus - drücklich widerlegen. Sie kann sich auf die für ihren Entscheid wesentli - chen Punkte beschränken, und es genügt, wenn die Beh örde wenigstens kurz die Überlegungen nennt, von denen sie sich leiten liess und auf wel - che sich ihr Entscheid stützt (Urteil des Bundesgerichts 1A.59/2004 vom 16. Juli 2004, E. 5.2, mit weiteren Hinweisen). - 6 - 4. 4.1 Zunächst ist auf die Rüge der Verletz ung des rechtlichen Gehörs einzug e- hen: Die Beschwerdeführerin moniert in diesem Zusammenhang, ihr sei von der Beschwerdegegnerin zu wenig Zeit eingeräumt worden, um zu den herauszugebenden Bankunterlagen Stellung zu nehmen. Sie habe lediglich 12 Arbeitstage zur Verfügung gehabt, um die rund 760 Aktenstücke umfa s- senden Bankunterlagen durchzusehen. Die Beschwerdeführerin habe fe r- ner die Beschwerdegegnerin mit Schreiben vom 5. April 2013 um Einsicht in die Verfahrensakten, einschliesslich die Korrespondenz mit der Staats- anwaltschaft Wien und der Bank G. AG ersucht. Die Beschwerdegegnerin habe dieses Akteneinsichtsgesuch jedoch nicht beantwortet. Schliesslich treffe es nicht zu, dass der Beschwerdeführerin volle Akteneinsicht gewährt worden sei. Die Beschwerdeführerin habe aufgrund der ihr zugespielten Aktenübersicht der Staatsanwaltschaft Wien feststellen können, dass vor dem ersten Rechtshilfeersuchen vom 29. Dezember 2011 ein reger Au s- tausch von Dokumenten und Informationen zwischen der Beschwerdege g- nerin und der Staatsanwaltschaft Wien stattgefunden ha be. Ausserdem existiere offenbar auch ein Strafverfahren der Beschwerdegegner in mit dem Kürzel SV.09.1085 sowie ein Rechtsh ilfeersuchen vom 3. A u- gust 2010, das mit dem vorliegenden Verfahren offensichtlich direkt und eng zusammenhänge. Die in diesem Strafv erfahren gesammelten Akten hätten das österreichische Strafverfahren ausgelöst, zu dem die B e- schwerdeführerin jedoch keinen Zugang habe, da sie dort nicht Partei sei. Trotzdem seien gestützt auf das österreichische Rechtshilfeersuchen Bankakten der Beschwerdeführerin beschlagnahmt sowie eine Schlussver- fügung erlassen worden. Das Beschwerdeverfahren sei daher zu sistieren bis der Beschwerdeführerin volle Einsicht auch in diese Akten gewährt worden sei (act. 1 S. 30 ff.; act. 11 S. 2 ff.). 4.2 Im Bereich de r internationalen Rechtshilfe wird der in Art. 29 Abs. 2 BV verankerte Anspruch auf rechtliches Gehör zum einen im Rechtshilfegesetz selber und zum anderen aufgrund des Verweises von Art. 12 Abs. 1 IRSG im Verwaltungsverfahrensgesetz, namentlich in Art. 26 ff. und Art. 29 ff. VwVG konkretisiert. Das Recht auf Teilnahme am Rechtshilfeverfahren ist in Art. 80 b Abs. 1 IRSG festgelegt. Danach können die Berechtigten am Verfahren teilnehmen, soweit dies für die Wahrung ihrer Interessen no t- wendig ist. Berechtigt im Sinne von Art. 80b Abs. 1 IRSG ist, wer Parteistel- lung hat, mithin, wer im Sinne von Art. 80 h lit. b IRSG beschwerdeberec h- tigt ist. Aus dem Anspruch auf rechtliches Gehör fliessen das Akteneinsichtsrecht und das Recht auf Teilnahme an der Aussonderung der beschlagnahmten - 7 - Unterlagen, welche an die ersuchende Behörde herauszugeben sind (BGE 126 II 258 E. 9b/aa). Akteneinsicht ist zu gewähren, soweit diese notwendig ist, um die Interessen des Berechtigten zu wahren, d.h. allein je- ne Akten sind offen zu legen, welche ihn direkt und persönlich betreffen. Das Akteneinsichtsrecht umfasst alle Unterlagen, welche für den Entscheid relevant sein können, nicht nur die im Zuge der Durchführung des Ers u- chens erhobenen Akten, sondern auch diejenigen des Rechtshilfeverfa h- rens i. e. S., insbesondere das Begehren und weitere Unterlagen des ers u- chenden Staates (P OPP, Grundzüge der internationalen Rechtshilfe in Strafsachen, S. 315 N. 463). Folgen einem Rechtshilfeersuchen mehrere Ergänzungen, gewährt die ausführende Behörde nur Einsicht in das G e- such (Hauptgesuch oder Ergänzung), welches die Partei betrifft, wenn es sich ergibt, dass die Einsicht in die übrigen Ersuchen ihr keine Erkenntni s- se zu vermitteln vermag, die sie nicht schon hatte. Die ausführende Behör- de verweigert die Einsicht in Rechtshilfegesuche, welche in der gleichen Angelegenheit schon früher eingegangen sind und die den Berechtigten nicht betreffen (ZIMMERMANN, La coopération judiciare internationale en ma- tière pénale, Bern 200 9, N 479, S. 445; Urteil des Bundesgerichts 1A.216/2001 vom 21. März 2002, E. 2.3). Um das Recht auf Teilnahme an der Aussonderung zu gewähren, setzt die ersuchte Behörde dem Berec h- tigten eine Frist an, damit dieser in Bezug auf jeden einzelnen Beleg Arg u- mente nennen kann, die seines Erachtens der Übermittlung entgegen st e- hen. Die Frist zur Stellungnahme ist dabei so anzusetzen, dass dem Gebot der raschen Erledigung Rechnung getragen wird (vgl. Urteil des Bundesge- richts 1A.7/2007 vom 3. Juli 2007, E. 2.3.2). 4.3 4.3.1 Aus den Akten geht hervor, und unbestritten ist, dass die Beschwerdege g- nerin der Beschwerdeführerin mit Schreiben vom 7. März 2013 das Rechtshilfeersuchen vom 29. Dezember 2011, die Eintretensverfügung vom 13. Februar 2012, die Editionsverfü gung vom 10. Mai 2012, die Ko r- respondenz der Bundesanwaltschaft mit der ersuchende Behörde vom 21. Dezember 2012, das ergänzende Rechtshilfeersuchen vom 27. D e- zember 2012 sowie die Bankunterlagen der Konten lautend auf die B e- schwerdeführerin sowie auf eine natürliche Person – insgesamt rund 760 Seiten – zustellte und eine Frist bis zum 1. April 2013 ansetzte, um dazu Stellung zu nehmen (act. 1.12). Mit Schreiben vom 26. März 2013 wurde diese Frist bis zum 5. April 2013 verlängert (act. 1.13). Unter Berücksi chti- gung der in diese Zeit fallenden Osterfeiertage sowie des Umstandes, dass die Beschwerdeführerin die Akten erst am 12. März 2013 erhalten haben soll (act. 1 S. 30), standen deren Rechtsvertreter mindestens 16 Arbeitst a- ge oder gut drei Arbeitswochen zur Verfügung, um sich zu den 760 Seiten - 8 - zu äussern, was jedoch nicht als unverhältn ismässig kurz angesehen we r- den kann (vgl. den Entscheid des Bundesstrafgerichts RR.2011.185 vom 9. Februar 2012, E. 4.3.1, wo bei einer Datenmenge von 1763 Bankunte r- lagen eine Zeit von rund sechs Wochen als ausreichend für die Durchsicht derselben und eine allfällige Stellungnahme erachtet wurde). Die B e- schwerdeführerin hatte mit anderen Worten genügend Zeit, um sich umfa s- send zu den herauszugebenden Bankunterlagen zu äussern. Eine diesbe- zügliche Verletzung des rechtlichen Gehörs ist zu verneinen. 4.3.2 Soweit die Beschwerdeführerin sodann davon ausgeht, sie habe nicht alle Akten zur Einsicht erhalten, ist Folgendes auszuführen: Bei der Korrespo n- denz der Be schwerdegegnerin mit der Bank G. AG bzw. der Bank F. AG, die der Beschwerdeführerin nicht bekannt sein soll, handelt es sich um A k- ten, die sie nicht direkt und persönlich betreffen und ihr daher auch nicht zur Einsicht offen zu legen sind. Hinzu kommt, dass eine allfällige Korres- pondenz zwischen der Bank G. AG bzw. der Bank F. AG und der B e- schwerdegegnerin – wie noch zu zeigen sein wird (vgl. hinten Ziff. 7) – für die Beurteilung der Gültigkeit der angeordneten Rechtshilfemassnahme gar nicht relevant ist. Entgegen der Ansicht der Beschwerdeführerin soll es sich sodann gemäss Ausführungen der Beschwerdegegnerin beim in der A k- tenübersicht der Staatsanwaltschaft Wien genannten Ersuchen vom 3. A u- gust 2010 (Ordnungsnummer 3) nicht etwa um ein Rechtshilfeersuchen handeln, sondern um eine Anfrage der Beschwerdegegnerin, ob die öste r- reichischen Behörden das schweizerisc he Strafverfahren SV.09.0185 übernehmen wollten. In der Folge hätten die österreichischen Behörden der Verfahrensübernahme zugestimmt und die Beschwerdegegnerin habe am 14. Oktober 2010 das Strafverfahren vorläufig eingestellt. Bis zur Einste l- lung habe die Beschwerdeführerin im Schweizer Strafverfahren keine Pa r- teistellung und somit kein Recht auf Akteneinsicht gehabt (act. 8 S. 2). An dieser Stelle ist festzuhalten, das s die Frage, ob der Beschwerdeführerin mit Bezug auf die Akten de s Strafverfahrens SV.09.0185 Einsicht zu g e- währen ist, primär das schweizerische Strafverfahren betrifft und nicht im vorliegenden Rechtshilfeverfahren zu klären ist. Zur Frage, ob vor dem 29. Dezember 2011 ein Informationsaustausch zwischen der Beschwerd e- gegnerin und den österreichischen Behörden stattgefunden hat, der die Beschwerdeführerin betrifft, schweigt sich die Beschwerdegegnerin in ihrer Beschwerdeantwort aus, obschon sie vom Gericht dazu aufgefordert wo r- den ist, sich zu dieser Frage zu äussern (act. 6). Die Beschwerdegegnerin hielt in ihrer Beschwerdeantwort lediglich fest, das im Rechtshilfeersuchen vom 29. Dezember 2011 erwähnte Rechtshilfeersuchen vom 6. Mai 2011 habe sich nicht a uf ein Konto de r Beschwerdeführerin bezogen (act. 8 S. 2). Bereit s in der Schlussverfügung vom 12 . März 2014 wurde jedoch - 9 - darauf hing ewiesen, dass die Beschwerdeführerin zu allen Akten, die sie betreffen würden, habe Stellung nehmen könn en. Alle anderen Ak ten wür- den sie nicht betreffen (act. 1.3). Am Wahrheitsgehalt dieser Aussage ist nicht zu zweifeln, ist doch die Beschwerdegegnerin als Verwaltungsbehö r- de im Rechtshilfeverfahren verpflichtet, wahrheitsgemässe Aussagen zu tä- tigen. Da die Beschwerdeführerin im Rechtshilfeersuchen vom 29. Deze m- ber 2011 auch gar nicht genannt wird, bestehen keinerlei Anhaltspunkte dafür, dass vor dem 29. Dezember 2011 ein Informationsaustausch zw i- schen der Beschwerde gegnerin und den ersuchenden Behörden die B e- schwerdeführerin betreffend stattgefunden hätte. 4.3.3 Die Beschwerdeführerin rügt sodann, die Beschwerdegegnerin habe ihr Ak- teneinsichtsgesuch vom 5. April 2013 unbeantwortet gelassen und daher die Mitwirkungsrechte und das rechtliche Gehör der Beschwerdeführerin verletzt. Zu dieser sinngemäss geltend gemachten Rüge der Rechtsve r- weigerung resp. Rechtsverzögerung ist Folgendes auszuführen: Die B e- schwerdeführerin hatte im Rahmen ihrer Stellungnahme zu den herausz u- gebenden Bankunterlagen vom 5. April 2013 darum ersucht, dass ihr vol l- ständige Einsicht in sämtliche Verfahrensakten, einschliesslich der Korre s- pondenz mit der Staatsanwalts chaft Wien und der Bank G. AG, gewährt werde (act. 1.15). Dies, nachdem ihr bereits Einsicht in das Rechtshilfeer- suchen vom 29. Dezember 2011, die Eintretensverfügung vom 13. Februar 2012, die Editionsverfügung vom 10. Mai 2012, die Korrespondenz der Bundesanwaltschaft mit der ersuchende Behörde vom 21. Dezember 2012, das ergänzende Rechtshilfeersuchen vom 27. Dezember 2012 sowie die Bankunterlagen ermöglicht wurde. Die Beschwerdegegnerin nahm in ihrer Schlussverfügung vom 12. März 2014 auf die Eingabe der Beschwerdefüh- rerin vom 5. April 2013 Bezug und führte – wie oben erwähnt – aus, der Beschwerdeführerin seien am 7. März 2013 alle Unterlagen zugestellt wor- den, die für die Wahrung ihrer Interessen notwendig seien. Alle restlichen – nicht der Beschwerdeführerin zugestellten Akten – würden nicht das Konto der B eschwerdeführerin betreffen (act. 1.3 III Ziff. 1.3). Damit hat die B e- schwerdegegnerin das Akteneinsichtsgesuch der Beschwerdeführerin (n e- gativ) beantwortet, weshalb es somit am aktuellen rechtlich geschützten In- teresse an der Behandlung dieser Rechtsverwe igerungs- bzw. Rechtsver- zögerungsrüge fehlt (Urteil des Bundesgerichts 9C_889/2007 vom 12. Feb- ruar 2008, E. 2.2 m.w.H.) und auf die Beschwerde in diesem Punkt nicht einzutreten ist. 4.4 Zusammenfassend gehen die Rügen der mangelnden Akteneinsicht all e- samt fehlt. Die in diesem Zusammenhang gestellten prozessualen Anträge auf Sistierung des Beschwerdeverfahrens bis zur vollständigen Gewährung - 10 - der Akteneinsicht und eventualiter auf Beizug der Akten aus dem Strafve r- fahren SV.090.0185 und Gewährung der Aktene insicht sind daher ohne Weiteres abzuweisen. 5. 5.1 Die Beschwerdeführerin macht in einem weiteren Punkt geltend, die von der Beschwerdegegnerin erlassenen Verfügungen, wie die Eintretensve r- fügung vom 13. Februar 2012, die Editionsverfügung vom 10. Mai 2012 und die Schlussverfügung vom 13. März 2014 seien nichtig. Die von der Staatsanwaltschaft Wien verfügte Anordnung der Auskunft über Bankko n- ten und Bankgeschäfte sei vom Landesgeri cht für Strafsachen Wien am 28. Dezember 2011 bis am 1. Februar 2012 bewi lligt worden. Die Durc h- führung der beantragten Massnahme sei jedoch erst mit der Eintretensve r- fügung der Beschwerdegegnerin am 13. Februar 2012 anhand genommen worden. Zu diesem Zeitpunkt sei die Bewilligung bereits ausser Kraft getre- ten gewesen, weshalb d ie Massnahme nicht mehr habe durchgeführt we r- den dürfen. Dies sei von der Beschwerdegegnerin einfach übersehen wo r- den. Aus § 105 Abs. 1 öStPO ergebe sich, dass sich die verlangte Befri s- tung auf die Durchführung der anbegehrten Massnahme beziehe und nicht etwa auf das Stellen eines entsprechenden Rechtshilfeersuchens. Der für die Befristung massgebliche Zeitpunkt sei die Aufforderung an die kont o- führende Bank, die verlangten Unterlagen herauszugeben, mithin die Ei n- tretensverfügung vom 13. Februar 2012. Eine Massnahme, die von der ver- fügenden ausländischen Behörde selber nicht mehr vollzogen werden könnte, dürfe auch von den Schweizer Behörden nicht rechtshilfeweise vollzogen werden. Die Zu lässigkeit der Rechtshilfemassnahme werde durch die österreichischen Be hörden nicht mehr überprüft, weshalb eine unrechtmässige Beweiserhebung durch Schweizer Behörden im österre i- chischen Verfahren nicht wiedergutgemacht werden könne (act. 1 S. 12 ff.). 5.2 Die Anordnung der Staatsanwaltschaft Wien vom 27. Dezember 2011 b e- züglich der Auskunft über Bankkonten und Bankgeschäfte ist vom Lande s- gericht für Strafsachen Wien am 28. Dezember 2011 bewilligt und bis am 1. Februar 2012 befristet worden. Das Rechtshilfeersuchen vom 29. D e- zember 2011 an die Schweiz ist innert der bewill igten Frist gestellt worden (act. 1.6). Ob erst nach diesem Datum in der Schweiz durch schweizer i- sche Behörden erhobene Beweismittel nach österreichischem Recht ve r- wertbar sind, ist nicht im schweizerischen Rechtshilfeverfahren zu prüfen. Die Schweizerisch e Rechtshilfebehörde hat sich grundsätzlich nicht über die Vereinbarkeit der Rechtshilfe mit dem Recht des ersuchenden Staates oder über eine mögliche Wirkung einer befristeten Anordnung einer - 11 - Zwangsmassnahme im ersuchenden Staat auszusprechen. Insbesonder e hat sie nicht zu klären, ob die erhobenen Bankunterlagen im österreich i- schen Strafverfahren als Beweismittel verwendet werden dürfen oder nicht. Im schweizerischen Rechtshilfeverfahren ist einzig zu prüfen, ob die bea n- tragte Rechtshilfe nach dem anwendba ren Staatsvertrags - und landesi n- ternen Gesetzesrecht zulässig ist. Dabei ist der ersuchte Staat gemäss Art. 1 EUeR verpflichtet, soweit wie möglich Rechtshilfe zu leisten, wenn er von einer Vertragspartei darum ersucht wird. Das SDÜ verweist in Art. 48 Abs. 1 auf das EUeR, welches durch die B e- stimmung des SDÜ über die Rechtshilfe in Strafsachen ergänzt und in se i- ner Anwendung erleichtert werden soll. Art. 51 SDÜ statuiert gar, dass Rechtshilfeersuchen um Durchsuchung und Beschlagnahme keinen weit e- ren Bedingungen als denen der doppelten Strafbarkeit und der Vereinba r- keit mit dem Recht des ersuchten Staates unterworfen werden. Gemäss der Botschaft zur Genehmigung der bilateralen Abkommen zwischen der Schweiz und der Europäischen Union, einschliesslich der E rlasse zur Durchsetzung der Abkommen ("Bilaterale II") vom 1. Oktober 2004 sei es das Ziel von Art. 51 SDÜ, die einschränkenden Bedingungen von Art. 5 EUeR weiter zu lockern und damit die Rechtshilfe gegenüber dem EUeR insgesamt zu erweitern (BBl 2004, 5965 ff.; 6159). Art. 14 EUeR sieht fe r- ner im Gegensatz zu Art. 76 lit. c IRSG eine Bescheinigung über die Zulä s- sigkeit der Zwangsmassnahmen nach dem Recht des ersuchenden Sta a- tes gerade nicht vor. Daran vermag entgegen der Ansicht de r Beschwerde- führerin die Formulierung in Art. II Abs. 1 des Zusatzvertrages, wonach ei- nem Ersuchen um Beschlagnahme von Gegenständen eine Erklärung der zuständigen Justizbehörde beizulegen ist, dass die für diese Massnahme erforderlichen Voraussetzungen nach dem im ersuchenden Sta at gelte n- den Recht vorliegen, nichts zu ändern: Dieser Vertrag soll die Rechtshilfe in Strafsachen zwischen beiden Vertragsstaaten erleichtern und nicht e r- schweren. Es entspricht weder dem Sinn noch dem Wortlaut von Art. II Abs. 1 des Zusatzvertrages, ein zusätzliches, im EUeR nicht vorgesehenes Erfordernis einzuführen (vgl. Urteil des Bundesgerichts 1C_326/2013 vom 28. Mai 2013, E. 3.2). Unbehelflich ist in diesem Zusammenhang der Hinweis auf den von der Beschwerdeführerin eingereichten Beschluss des Fürstlichen Obersten Ge- richtshofes des Fürstentums Liechtenstein vom 7. Oktober 2011. Dieser Entscheid, welcher in Anwendung des Vertrages zwischen dem Fürstentum Liechtenstein und der Republik Österreich vom 4. Juni 1982 über die E r- gänzung des EUeR ergangen ist, ist für das Bundesstrafgericht nicht bi n- dend. Auch der von der Beschwerdeführerin zitierte Entscheid des Bu n-- 12 - desstrafgerichts RR.2011.88 vom 15. April 2011 vermag nichts am oben Gesagten zu ändern. Dieser Entscheid hatte ein österreichisches Auslief e- rungsbegehren zum Gegenstand, weshalb das Europäische Auslieferung s- übereinkommen (EUAe) zur Anwendung gelangte. Die Beschwerdeka m- mer hielt in Erwägung 5.2 ihres Entscheides fest, dass dem Europäischen Haftbefehl vom 1. März 2011 die Anordnung der Festnahme der Staatsan- waltschaft Wien vom 18. Februar 2011 zugrundeliege, welche gleichentags durch das Landesgericht für Strafsachen Wien bis zum 1. Juni 2011 bewil- ligt worden sei, weshalb das Ersuchen der österreichischen Behörden Art. 16 Ziff. 2 EAUe entspreche und zumindest im Zeitpunkt des Beschwer- deentscheides ein in zeitlicher Hinsicht gültiger Hafttitel vorgelegen habe. Die Beschwerdekammer wies im Übrigen auf ihre ständige Rechtspr e- chung hin, wonach der ersuchte Staat das Rechtshilfeersuchen auszufü h- ren h at, es sei denn, der ersuchende Staat habe zwischenzeitlich den Rückzug eines Ersuchens mitgeteilt. Ein derartiger Rückzug liegt aber – wie bereits ausgeführt – im vorliegenden Verfahren gerade nicht vor. Schliesslich geht selbst der von der Beschwerdef ührerin angerufene Prof. H. in seinem Gutachten vom 25. März 2013 nicht davon aus, dass e i- ne allfällig unzulässige Beweiserhebung in Österreich in keinem Fall einer gerichtlichen Überprüfung unterzogen werden könne. So soll die Nichti g- keitsbeschwerde gemäss § 281 Abs. 1 Ziff. 2 -4 der österreichischen Stra f- prozessordnung zulässig sein, wenn wegen einer unzulässigen Beweise r- hebung eine Grundrechtsverletzung vorliegt (act. 1.9 S. 3). Die erhobene Rüge der Nichtigkeit der Eintretens - und Schlussverfügung erweist sich daher als unbegründet. 6. 6.1 Die Beschwerdeführerin moniert ferner, dass der im Rechtshilfeersuchen geschilderte Sachverhalt den Anforderungen von Art. 14 EUeR und Art. 28 IRSG nicht genüge. Die Sachverhaltsausführungen seien dürftig, lücke n- haft und teilweise falsch, sodass es nicht möglich sei, sich ein ausreiche n- des Bild über den relevanten Sachverhalt zu machen (act. 1 S. 6 ff.). 6.2 Das Rechtshilfeersuchen muss insbesondere Angaben über den Gegen - stand und den Grund des Ersuchens enthalten (Art. 14 Ziff. 1 lit. b EUeR). Ausserdem muss das Ersuchen in Fällen wie hier die strafbare Handlung bezeichnen und eine kurze Darstellung des Sachverhalts enthalten (Art. 14 Ziff. 2 i.V.m. Art. 3 EUeR). Art. 28 Abs. 2 und 3 IRSG i.V.m. Art. 10 IRSV stellen entsprechende Anforderungen an das Rechtshilfeersuchen. Diese - 13 - Angaben müssen der ersuchten Behörde die Prüfung der Frage erlauben, ob die doppelte Strafbarkeit gegeben ist (Art. 5 Ziff. 1 lit. a EUeR), ob die Handlungen, wegen denen um Rechtshilfe ersucht wird, nicht ein polit i- sches oder fiskalisches Delikt darstellen (Art. 2 lit. a EUeR), und ob der Grundsatz der Verhältnismässigkeit gewahrt wird (BGE 129 II 97 E. 3.1 S. 98 m.w.H.). Die Rechtsprechung stellt an die Schilderung des Sachverhalts im Recht s- hilfeersuchen keine hohen Anforderungen. Von den Behörden des ers u- chenden Staates kann nicht verlangt werden, dass sie den Sachverhalt, der Gegenstand des hängigen Strafverfahrens bildet, bereits lückenlos und völ- lig widerspruchsfrei darstellen. Das wäre mit dem Sinn und Zweck des Rechtshilfeverfahrens unvereinbar, ersucht doch ein Staat einen anderen gerade deswegen um Unterstützung, damit er die bisher im Dunkeln g e- bliebenen Punkte aufgrund von Beweismitteln, die sich im ersuchten Staat befinden, klären kann. Es reicht daher aus, wenn die Angaben im Recht s- hilfeersuchen den schweizerischen Behörden ermöglichen zu prüfen, ob ausreichende Anhaltspunkte für eine rechtshilfefähige Straftat vorliegen, ob Verweigerungsgründe gegeben sind bzw. in welchem Umfang dem Bege h- ren allenfalls entsprochen werden muss. Es kann auch nicht verlangt we r- den, dass die ersuchende Behörde die Tatvorwürfe bereits abschliessend mit Beweisen belegt. Der Rechtshilferichter hat weder Tat - noch Schuldfra- gen zu prüfen und grundsätzlich auch keine Beweiswürdigung vorzune h- men, sondern ist vielmehr an die Sachdarstellung im Ersuchen gebunden, soweit sie nicht durch offensichtliche Fehler, Lücken oder Widersprüche so- fort entkräftet wird (vgl. BGE 133 IV 76 E. 2.2 S: 79; 132 II 81 E. 2.1 S. 85; Entscheide des Bundesstrafgerichts RR:2009.39 vom 22. September 2009, E. 8.1; RR.2008.158 vom 20. November 2008, E. 5.3, je m.w.H.). 6.3 Im Rechtshilfeersuchen vom 29. Dezember 2011 wird den Unternehmen s- verantwortlichen der B. GmbH, insbesondere C. als "Managing Director for South East Europe" und I. als Repräsentant der rumänischen Zweignieder- lassung der B. GmbH Folgendes vorgeworfen: Die B. GmbH habe mit dem rumänischen Staat am 15. April 2004 einen Softwa re-Lizenzvertrag abge- schlossen, der die Ausstattung von rumänischen staatlichen Stellen mit Microsoft-Produkten zum Gegenstand gehabt habe. Die B. GmbH habe in der Folge verschiedene Gesellschaften, darunter die D. AG, mit der Erbrin- gung von Serviceleistungen für die rumänischen staatlichen Stellen beau f- tragt. Gestützt auf ein am 29. Dezember 2003 abgeschlossenes Consu l- tancy Service Agreement und ein Amendment No. 2 to Consultancy and Service Agreement vom 9. April 2004 seien von der B. GmbH an die D. AG, welche durch J. vertreten werde, Zahlungen von USD 15.6 Mio. und - 14 - USD 7.2 Mio. geflos sen, teilweise ohne dass die B. GmbH eine Überprü- fung der Leistu ngserbringung durch die D. AG vorgenommen habe. Eine Hausdurchsuchung am Sitz der B. GmbH habe ergeben, dass keinerlei Serviceleistungen durch die D. AG erbracht worden seien. Insbesondere habe sich die vermeintliche Projektdokumen tation der D. AG als Zusa m- menstellung von aus dem Internet frei zugänglichen Standarddokumenten ergeben. Damit seien Gelder unrechtmäs sig an die Beschuldigten oder Dritte geflossen (act. 1.6). Die Sachverhaltsdarstellung hinsichtlich der den Beschuldigten vorgewo r- fenen Taten genügen den gesetzlichen Anforderungen von Art. 28 Abs. 2 IRSG und Art. 14 Ziff. 2 EUeR. Die ersuchende Behörde verfügt über konkrete Hinweise, dass die vertraglichen Vereinbarungen zwischen der B. GmbH und der D. AG, welche in Zusammenhang mit dem im A p- ril 2004 zwischen der B. GmbH und dem rumänischen Staat abgeschlo s- senen Software -Lizenzvertrag stehen, einzig dem Zweck dienen, in u n- rechtmässiger Weise Gelder aus der B. GmbH abzuzweigen, um diese letztlich den Beschuldigten oder Dritten zuzueignen. Es bestehen keine Anhaltspunkte für die Einleitung des Rechtshilfeverfahrens ohne Vorha n- densein von Verdachtsmomenten und damit für ein missbräuchliches Vo r- gehen auf Seiten der ersuchenden B ehörde. Ob die Zahlungen der B. GmbH an die D. AG allesamt legal sind, wie die Beschwerdeführer in ausführlich geltend macht (act. 1 S. 6 ff.), wird das österreichische Strafver- fahren z u klären haben. Bei den diesbezüglichen Ausführungen der B e- schwerdeführerin handelt es sich um im vorliegenden Verfahren nicht zu berücksichtigende Gegendarstellungen (siehe supra 6.2). Daran vermögen auch die Hinweise der Beschwerdeführerin auf eine Auflö sungsvereinba- rung der B. GmbH mit der D. AG vom März 2006 nicht zu ändern. Gemäss dieser Vereinbarung soll die D. AG der B. GmbH EUR 1.95 Mio. von einer zehn Monate zuvor geleisteten Vorauszahlung von EUR 2 Mio. zurückb e- zahlt haben, da das vereinbarte Gesc häft nicht wie geplant habe abgew i- ckelt werden können (act. 1 S. 11). Der Rechtshilferichter hat keine B e- weiswürdigung vorzunehmen. Offensichtliche Fehler, Lücken oder Wide r- sprüche, welche im Sinne der erläuterten Rechtsprechung den Sachve r- haltsvorwurf gemäss Rechtshilfeersuchen und dessen Ergänzungen sofort entkräften würden, sind nicht zu erkennen. Der Sachverhalt lässt sich prima facie ohne Weiteres unter den Tatbestand der ungetreuen Geschäftsbesorgung im Sinne von Art. 158 Ziff. 1 Abs. 3 StGB oder d er Veruntreuung im Sinne von Art. 138 Ziff. 1 Abs. 2 StGB subsumieren. - 15 - 7. 7.1 Die Beschwerdeführerin rügt schliesslich eine Verletzung des Verhältni s- mässigkeitsprinzips. Sie moniert, die Herausgabe der Bankunterlagen gehe über das Rechtshilfeersuchen hinaus. Die Beschwerdegegnerin konstruiere und begründe in unzulässiger Weise, im Sinne einer "fishing expedition", einen seitens der ersuchenden Behörde bisher nicht bestehenden Verdacht gegen die Beschwerdeführerin. Dabei setzte sich die Beschwerdegegner in in unzulässiger Weise materiell mit einem möglichen Verdacht gegen die Beschwerdeführerin auseinander und entscheide sich zur Übermittlung von Bankunterlagen, die von der ersuchenden Behörde gar nicht verlangt wo r- den seien. Zwar sei de r Liquidationserlös der D. AG von EUR 818.89 am 22. Februar 2007 auf das Konto der Beschwerdeführerin geflossen, dies aber nur deshalb, weil der wirtschaftlich Berechtigte am Konto der B e- schwerdeführerin, K., stellvertretend für die anderen beiden wirtschaftl ich Berechtigten an der D. AG den Liquidationserlös habe entgegennehmen sollen. Ansonsten habe die Beschwerdeführerin nichts mit den Konten d er D. AG zu tun. Daher seien die nach dem 22. Februar 2007 auf das Konto der Beschwerdeführerin geflossenen Vermögenswerte für das österreichi- sche Strafverfahren absolut unerheblich und von keinem Nutzen. Die D o- kumente BA-0079-85, BA-0089-99, BA-0100-105, BA-0110-119, BA-0124- 129, BA -0131-133, BA -0139-162, BA -0167-174, BA -0181-189, BA -0193- 227, BA -0232-261, BA -0270-314, BA -0334-367, BA-0395-389 und BA- 0420-425 seien daher auf jeden Fall auszusondern. Bei den Dokumenten BA-0382-384, BA-0388-390 und BA -0399-416 handle es sich um Unterl a- gen, welche offensichtlich nicht in das Kundenfile der Beschwerdeführerin gehören würden, da diese aus dem Jahre 2004 bzw. 2003 datieren wü r- den, weshalb auch diese Unterlagen auszusondern seien. Bei den Unterl a- gen in den Laschen "KYC/CONTACTS" (BA -0307-319) und "Kundendo s- sier" (BA-0320-427 und BA-0456-477) handle es sich nicht um Kontounte r- lagen, sondern u m Dokumente, die sich auf höchstpersönliche Vorgänge beziehen würden, weshalb sie absolut unerheblich und ohne Nutzen für die ersuchende Behörde seien. Daher seien auch diese Dokumente auf jeden Fall auszusondern. Schliesslich würden die Dokumente BA -0076-85, BA- 0106-119, BA -0120-133, BA-0201-231 und BA -0262-306 ein L. Mandat und damit ein reines Vermögensverwaltungsmandat dokumentieren, das mit dem österreichischen Strafverfahren keinen Zusammenhang habe. Die Unterlagen seien daher nicht zu übermitteln (act. 1 S. 20 ff.). 7.2 Rechtshilfemassnahmen haben generell dem Prinzip der Verhältnismä s- sigkeit zu genügen (ZIMMERMANN, a.a.O., mit Verweisen auf die Rechtspre- chung; mit Verweisen auf die Rechtsprechung; DONATSCH/HEIMGARTNER/ SIMONEK, Internationale Rechtshilfe, Zürich/Basel/Genf 2011, S. 61 ff.; - 16 - POPP, a.a.O., N. 404; siehe statt vieler den Entscheid des Bundesstrafg e- richts RR.2011.193 vom 9. Juli 2012, E. 8.2). Die internationale Zusa m- menarbeit kann nur abgelehnt werden, wenn die verlangten Unterlag en mit der verfolgten Straftat in keinem Zusammenhang stehen und offensichtlich ungeeignet sind, die Untersuchung voranzutreiben, so dass das Ersuchen nur als Vorwand für eine unzulässige Beweisausforschung (“fishing expedi- tion“) erscheint (BGE 136 IV 82 E. 4.1 S. 85; 134 II 318 E. 6.4; 129 II 462 E. 5.3 S. 467 f.). Nicht erforderlich ist, dass dem von der Rechtshilfemas s- nahme Betroffenen im ausländischen Strafverfahren selbst ein strafbares Verhalten zur Last gelegt wird (Urteil des Bundesgerichts 1A.245/2006 vom 26. Januar 2007, E. 3; Entscheid des Bundesstrafgerichts RR.2007.29 vom 30. Mai 2007, E. 3). Ob die verlangten Auskünfte für das Strafverfahren im ersuchenden Staat nötig oder nützlich sind, ist eine Frage, deren Beantwor- tung grundsätzlich dem E rmessen der Behörden dieses Staates anhei m- gestellt ist. Da der ersuchte Staat im Allgemeinen nicht über die Mittel ve r- fügt, die es ihm erlauben wü rden, sich über die Zweckmässigkeit bestim m- ter Beweise im auslä ndischen Verfahren auszusprechen, hat er insoweit die Würdigung der mit der Unte rsuchung befassten Behörde nicht durch seine eigene zu ersetzen und ist verpflichtet, dem ersuchenden Staat alle diejenigen Aktenstücke zu übermitteln, die sich auf den im Rechtshilfeersu- chen dargelegten Sachverhalt beziehen können; nicht zu übermitteln sind nur diejenigen Akten, die für das ausländische Strafverfahren mit Sicherheit nicht erheblich sind (sog. potentielle Erheblichkeit). Dabei darf die ersuchte Rechtshilfebehörde über ein im Rechtshilfeersuchen gestelltes Begehren nicht hinausgehen (Übe rmassverbot; BGE 136 IV 82 E. 4.1). Die Rech t- sprechung hat diesen Grundsatz derweil insofern präzisiert, als das Rechtshilfeersuchen nach Massgabe des Zwecks der angestrebten Rechtshilfe weit ausgelegt werden kann, solange alle Voraussetzungen für die Gewährung der Rechtshilfe e rfüllt sind. Auf diese Weise kann eine a n- dernfalls notwendige Ergänzung des Rechtshilfeersuchens vermieden we r- den (BGE 136 IV 82 E. 4.1; vgl. zum Ganzen auch TPF 2009 161 E. 5.1 S. 164). Zielt das Rechtshilfeers uchen auf die Ermittlung ab, auf welchem Weg Geldmittel möglicherweise strafbarer Herkunft verschoben wurden, so sind die Behörden des ersuchenden Staates grundsätzlich über alle Trans- aktionen zu inform ieren, die von Gesellschaften und über Konten getätigt wurden, welche in die Angelegenheit verwickelt sind (BGE 129 II 462 E. 5.3 S. 468; TPF 2011 97 E. 5.1 S. 106 m.w.H.). 7.3 Wie bereits ausgeführt, sollen gemäss dem österreichischen Rechtshilfee r- suchen erhebliche mutmasslich deliktisch erlangte Beträge unter andere m auf ein Bankkonto der D. AG bei der Bank G. AG geflossen sein. Die Be- schwerdegegnerin hat aufgrund der Kontounterlagen der Beschwerdefü h-- 17 - rerin feststellen können, dass v om persönlichen Konto K.'s bei der Bank G. AG am 16 . Juni und 7. Juli 2006 EUR 4'757.37 und USD 1'641.-- auf das Konto der Beschwerdeführerin überwiesen wurden (Verfahrensakten pag. 0086, 0100, 0134, 0163, 0175-176 und 0190). Aktenkundig sind ferner Überweisungen vom 21. Dezember 2006 und 22. Februar 2007 in der H ö- he von EUR 312.80 und EUR 818.39 vom Konto der O. Ltd. und der D. AG (Verfahrensakten pag. 0087-88, 0136, 0138 und 0178). Die Beschwerdegegnerin geht davon aus, dass es sich bei diesen Transak- tionen um einen Teil des inkrimierten Geldes handelt, das unrechtmäss i- gerweise von der B. GmbH an die D. AG überwiesen wurde. Das veru n- treute Geld soll, bevor es letztlich auf das Konto der Beschwerdeführerin geflossen ist, zunächst auf ein Konto der M. Ltd. und teilweise von dort auf das Konto der N. Ltd. und dann auf das persönli che Konto von K. transf e- riert worden sein. K. sei wirtschaftlich Berechtigter an der M. Ltd. und der N. Ltd. (act. 1.3 III Ziff. 4.3). Ziel des Rechtshilfeersuchens ist es, den we i- teren Verbleib des zum Nachteil der B. GmbH veruntreuten Geldes und der daran anknüpfenden Zahlungsflüsse zu eruieren (act. 1.6). Vor diesem Hin- tergrund sind die Kontounterlagen de r Beschwerdeführerin potentiell g e- eignet, mögliche Geldflüsse im Zusammenha ng mit dem im Rechtshilfee r- suchen geschilderten Sachverhalt aufzudecken. Es entspricht dabei der Rechtsprechung, dass den Behörden des ersuchenden Staates grundsät z- lich alle sichergestellten Ak tenstücke zu übermitteln sind , welche sich auf den im Ersuchen dargelegten Verdacht beziehen können. Dies gerade dann, wenn das Rechtshilfeersuchen wie vorliegend, auf die Ermittlung a b- zielt, auf welchem Weg Geldmittel mutmasslich strafbarer Herkunft ve r- schoben wurden. Dabei können insbesondere die bankinternen Know - Your-Customer-Daten (Verfahrensakten pag. 0307 -319) und das Kunde n- dossier (Verfahrensakten pag. 0320-427 und pag. 0456 -477) Aufschluss über die wirtschaftliche Berechtigung an der Beschwerdeführerin und die Verbindungen zwischen der Beschwerdeführerin und der D. AG geben. Die Dokumente, die aus den Jahren 2004 und 2003 datieren (Verfahrensakten pag. 0382-384, 0388-390 und 0399-416), betreffen zum einen Stammdaten hinsichtlich des Vermögensverwaltungs auftrags von K. , der anschliessend auf die Beschwerde führerin übertragen worden ist (vgl. Verfahrensakten pag. 0385), eine Cash -Flow-Übersicht sowie das im Rechtshilfeersuchen erwähnte Consultancy and Service Agreement vom 29. Dezember 2003 zwischen der B. GmbH und der D. AG. Die potentielle Relevanz ist auc h bezüglich diesen Unterlagen ohne Weiteres zu bejahen: die Dokumente betreffend des auf die Beschwerdeführerin übertragenen Vermögensve r- waltungsauftrags können Antworten auf die Frage nach der Herkunft ei n- zelner Gelder geben. Ebenso die Cash -Flow-Übersicht: Darin sind Gel d-- 18 - flüsse von der B. GmbH zur D. AG und von dieser auf die M. Ltd. und von dort zugunsten diverser anderer Gesellschaften wie N. Ltd. sowie zuguns- ten von K. dargestellt. Das Datum dieser Aktenstücke spielt entgegen der Ansicht der Beschwerdeführerin keine Rolle, da es sich hierbei nicht um die Darstellung von Kontobewegungen handelt (vgl. Urteil des Bundesgerichts 1A.223/2006 vom 2. April 2007, E. 4.2; Entscheid des Bundesstrafgerichts RR.2010.10 vom 6. Dezember 2010 E. 5.3.3 m.w.H.). Ob soda nn die Bankunterlagen, welche gemäss Beschwer deführerin ein L. Mandat doku- mentieren, nichts mit dem österreichischen Strafverfahren zu tun hätten, ist gerade nicht im Rechtshilfeverfahren zu prüfen. Es wird im österreichischen Strafverfahren festzustellen sein, ob die Transaktionen deliktischen Hinte r- grunds sind oder nicht. Im Übrigen sind die strittigen Überweisungen auch als potentiell relevant zu bezeichnen, um darauf Rückschlüsse be - aber auch entlastender Natur über das den beschuldigten Personen angel astete Verhalten zu ziehen. Ein willkürliches Handeln der Beschwerdegegnerin ist damit nicht zu erkennen, und von einer unzulässigen Beweisausforschun g kann keine Rede sein. Dass die Beschwerdeführerin im Rechtshilfeers u- chen nicht erwähnt wird, steht der L eistung der Rechtshilfe nicht entgegen (vgl. Entscheide des Bundesstrafgerichts RR.2011.56 vom 2. Dezember 2011, E. 6.3, RR.2010.244 vom 14. September 2011, E. 4.3 und RR.2010.268-270 vom 21. Juni 2011, E. 8.3). 8. Zusammenfassend ergibt sich somit, dass sich die von der Beschwerdefüh- rerin erhobenen Rügen allesamt als unbegründet erweisen, weshalb die Beschwerde vollumfänglich abzuweisen ist, soweit darauf einzutreten ist. 9. Bei diesem Ausgang des Verfahrens wird die Beschwerdeführerin kosten- pflichtig (Art. 63 Abs. 1 VwVG i.V.m. Art. 39 Abs. 2 lit. b StBOG). Für die Berechnung der Gerichtsgebühren gelangt das Reglement des Bunde s- strafgerichts vom 31. August 2010 über die Kosten, Gebühren und En t- schädigungen in Bundesstrafverfahren (BStKR; SR 173.713.162) zur A n- wendung (Art. 53 Abs. 2 lit. a, Art. 73 StBOG i.V.m. Art. 65 Abs. 5 VwVG sowie Art. 22 Abs. 3 BStKR). Es rechtfertigt sich vorliegend, die Gebühr auf Fr. 5'000.-- festzusetzen und de r Beschwerdeführerin aufzuerlegen, unter Anrechnung des geleisteten Kostenvorschusses. - 19 - Demnach erkennt die Beschwerdekammer: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird. 2. Die Gerichtsgebühr von Fr. 5'000.-- wird der Beschwerdeführerin auferlegt , unter Anrechnung des geleisteten Kostenvorschusses in gleicher Höhe. Bellinzona, 16. September 2014 Im Namen der Beschwerdekammer des Bundesstrafgerichts Der Vorsitzende: Die Gerichtsschreiberin: Zustellung an - Rechtsanwalt André Bürgi - Bundesanwaltschaft - Bundesamt für Justiz, Fachbereich Rechtshilfe Rechtsmittelbelehrung Gegen Entscheide auf dem Gebiet der internationalen Rechtshilfe in Strafsachen kann innert zehn Tagen nach der Eröff nung der vollständigen Ausfertigung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (Art. 100 Abs. 1 und 2 lit. b BGG). Gegen einen Entscheid auf dem Gebiet der internationalen Rechtshilfe in Strafsachen ist die Beschwerde nur zulässig, wenn er eine Auslieferung, eine Beschlagnahme, eine Herausgabe von Gegenständen oder Vermögenswerten oder eine Übermittlung von Informationen aus dem Geheimbereich betrifft und es sich um einen besonders bedeutenden Fall handelt (Art. 84 Abs. 1 BGG). Ein besonders bede utender Fall liegt insbesondere vor, wenn Gründe für die Annahme bestehen, dass elementare Verfahrensgrundsätze verletzt worden sind oder das Verfahren im Ausland schwere Mängel aufweist (Art. 84 Abs. 2 BGG).