<h2>SubmittedText<h2><p>Im Zusammenhang mit der Entwicklung des Verkehrs auf dem Nationalstrassennetz im Raum Zürich und im Hinblick auf die Inbetriebnahme des auf sechs Spuren erweiterten Bareggtunnels im Jahr 2005 bitte ich den Bundesrat um die Beantwortung der folgenden Fragen:</p><p>1. Wie beurteilt er die heutige Verkehrssituation auf der A 1 im Abschnitt Bareggtunnel-Gubristtunnel-Aubrugg, und wie prognostiziert er die Entwicklung bis im Jahr 2010?</p><p>2. Wie schätzt er insbesondere die Auswirkungen der Inbetriebnahme des erweiterten Bareggtunnels auf die vierspurigen Abschnitte der Nordumfahrung von Zürich und den bereits heute überlasteten Gubristtunnel ein?</p><p>3. Hat der Bundesrat in diesem Zusammenhang bereits eine Erweiterung des Gubristtunnels in Betracht gezogen? Wenn nein, warum nicht? Wenn ja, wie sieht er das weitere Vorgehen und den Zeitrahmen?</p><p>4. Etwa ab dem Jahr 2010 werden im Gubristtunnel grössere Sanierungsarbeiten anstehen, die den Betrieb massiv beeinträchtigen dürften. Ist der Bundesrat bereit, diesem Umstand Rechnung zu tragen, und was sieht er vor?</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>1. Die sechsspurige Strecke zwischen dem Limmattaler Kreuz und dem Bareggtunnel ist zwar stark belastet, aber von der Kapazität her genügend. Probleme bietet das Nadelöhr Baregg. Die Beseitigung dieses Engpasses ist in Vorbereitung. Die vierspurige Nordumfahrung ist nahe der Belastungsgrenze, die Entwicklung ist derzeit recht schwierig abzuschätzen, insbesondere im Hinblick auf das attraktivere Bahnangebot nach der Realisierung der "Bahn 2000".</p><p>2. An sich produziert das Verschwinden des Nadelöhrs Baregg nicht direkt Mehrverkehr, eine gewisse Mehrbelastung dadurch, dass der heutige Umweg- und Schleichwegverkehr auf Lokalstrassen durch bewohntes Gebiet wohl bei geringerer Staugefahr am Baregg sich auf die A 1 zurückverlagern dürfte, ist zu erwarten.</p><p>3. In der vom Interpellanten erwähnten Studie ist der Gubristtunnel als eine der neuralgischen Strecken angeführt. Es versteht sich, dass sich deshalb auch der Bund respektive dessen Fachdienste Gedanken machen müssen, was allenfalls machbar wäre. Eine Erweiterung des Gubristtunnels wurde aber bisher noch nicht konkret in Betracht gezogen. Dies schon deshalb, weil die Strassenbaupriorität des Bundesrates nach wie vor unverändert gilt:</p><p>a. Erstellung des beschlossenen Netzes;</p><p>b. Substanzerhaltung des gebauten Werkes;</p><p>c. Kapazitätsausnützung mit den Mitteln der "intelligenten Strasse", und erst</p><p>d. Ausbau von Engpässen.</p><p>Dazu kommt, dass wegen der auf diesen Zeitpunkt ebenfalls erstellten Westumfahrung und der A 4 in Richtung Innerschweiz im Raum Zürich ohnehin stark veränderte Verkehrsverhältnisse herrschen werden. Studien des Kantons beziehen auch das "Problem Gubrist" mit ein, was einer isolierten Einzelmassnahme vorzuziehen ist.</p><p>4. Die Sanierungen von Strassentunnels auf Strecken mit hohem Verkehrsaufkommen bieten in Zukunft allgemein grosse Probleme und werden wohl auch zu massiven Behinderungen führen. Das gilt nicht nur für den Gubrist. Der Bau von überdimensionierten Tunnels im Hinblick auf einen behinderungsfreien Unterhalt ist schon aus Kostengründen unmöglich. Behinderungen durch Unterhalt sind dann aber im Tunnel unvermeidlich.</p>  Antwort des Bundesrates.