<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: PB.1999.00009</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=105937&amp;W10_KEY=13013579&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>PB.1999.00009</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 31.01.2001</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">4. Abteilung/4. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Personalrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Besoldung</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>. Die definitive Besoldungseinstellung ab dem Zeitpunkt der vorsorglichen Einstellung im Dienst ist auch dann zulässig, wenn das damit zusammenhängende Disziplinarverfahren wegen Kündigung des Arbeitsverhältnisses durch den Arbeitnehmer eingestellt wird, soweit die Abwesenheit vom Arbeitsplatz durch den Arbeitnehmer verschuldet worden ist. Zuständigkeit des Verwaltungsgerichts (E. 1 und 2). Streitgegenstand (E. 3 und 4). Unterscheidung zwischen dem Zeitpunkt der Beendigung des Dienstverhältnisses und demjenigen des Endes des Besoldungsanspruchs. Dieser kann mit der vorsorglichen Diensteinstellung auch dann entfallen, wenn das Disziplinarverfahren wegen Kündigung gegenstandslos wird (E. 5). Kein Besoldungsanspruch bei verschuldeter Abwesenheit vom Arbeitsplatz (E. 6).</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: Ãffentliches Dienstrecht ST: BEENDIGUNG DES DIENSTVERHÃLTNISSES">BEENDIGUNG DES DIENSTVERHÃLTNISSES</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: BESOLDUNGSEINSTELLUNG">BESOLDUNGSEINSTELLUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: DIENSTVERSÃUMNIS">DIENSTVERSÃUMNIS</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: Ãffentliches Dienstrecht ST: DISZIPLINARRECHT">DISZIPLINARRECHT</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: DISZIPLINARVERFAHREN">DISZIPLINARVERFAHREN</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsprozessrecht UR: Personalrechtliche Streitigkeiten ST: PERSONALRECHTLICHE BESCHWERDE">PERSONALRECHTLICHE BESCHWERDE</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade">Art. 324a OR</span><br/><span class="gerade">Art. 336c OR</span><br/><span class="ungerade">§ 74 lit. I VRG</span><br/><span class="gerade">Art. 9 lit. V BesoldungsV ZÃ¼rich</span><br/><span class="ungerade">Art. 42 PR ZÃ¼rich</span><br/><span class="gerade">Art. 93 PR ZÃ¼rich</span><br/><span class="ungerade">Art. 95 lit. I PR ZÃ¼rich</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 3 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Einzug1">I. Am 5. August<span> 1997 verfÃ¼gte der stellvertretende Kommandant der Stadtpolizei ZÃ¼rich, dass der Polizeibeamte A mit sofortiger Wirkung vorsorglich in seinem Dienst eingestellt wird. Der Polizeivorstand bestÃ¤tigte diese Anordnung am 8. August 1997. Mit Be­schluss vom 20. August 1997 legte der Stadtrat ZÃ¼rich fest, dass dem vorsorglich im Dienst eingestellten A die zuletzt bezogene Besoldung bis am 5. August 1997 auszurichten ist. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Mit Schreiben vom 22. August 1997 liess A dem Kommandanten der Stadtpolizei mitteilen, dass er das "ArbeitsverhÃ¤ltnis mit der Stadt ZÃ¼rich auf den 30. November 1997 kÃ¼ndigt". Am 25. August 1997 wurde A fÃ¶rmlich mit­geteilt, dass am 5. August 1997 die ErÃ¶ffnung einer Disziplinaruntersuchung angeordnet worden sei. Am 12. November 1997 verfÃ¼gte der Vorsteher des Polizeidepartements, dass das ArbeitsverhÃ¤ltnis von A gestÃ¼tzt auf dessen KÃ¼ndigung auf den 30. No­vember 1997 aufgelÃ¶st werde, wobei der mit Stadt­rats­beschluss vom 20. August 1997 gefÃ¤llte Entscheid bezÃ¼glich des Besoldungs­anspruchs bestehen bleibe. Mit VerfÃ¼­gung des Kommandanten der Stadtpolizei ZÃ¼rich vom 22. Mai 1998 wurde in der Folge das gegen A angehobene Disziplinarverfahren ein­ge­stellt, wobei dies damit begrÃ¼ndet wurde, dass mit der KÃ¼ndigung kein Handlungsbedarf mehr gegeben sei. Schliesslich beschloss der Stadtrat ZÃ¼rich am 2. September 1998, A die zuletzt bezogene Besoldung definitiv bis zum 5. August 1997 auszurichten; jede darÃ¼ber hin­ausgehende Besoldungsforderung wurde abgelehnt.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1">II. <span>Am 14. Oktober 1998 liess A gegen den letztgenannten Be­schluss beim Bezirks­rat Rekurs erheben und unter anderem beantragen, es sei ihm die Restbesoldung vom 5. Au­gust bis 30. November 1997 zu bezahlen, wenigstens aber Fr. 24'000.- (zuzÃ¼glich Zins). </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Mit Beschluss vom 8. April 1999 wies der Bezirksrat ZÃ¼rich den Rekurs ab, soweit darauf einzutreten war. </span></p> <p class="Einzug1"><span>III. Mit Beschwerde vom 11. Mai 1999 liess A dem Verwaltungsge­richt beantragen, den Beschluss des Bezirksrats aufzuheben und die Stadt ZÃ¼rich zu ver­pflichten, ihm die Be­soldung vom 5. August bis 30. November 1997 zu bezahlen, wenigs­tens aber Fr. 24'000.-, zuzÃ¼glich Zins zu 5 % ab 1. Dezember 1997.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Der Stadtrat ZÃ¼rich beantragte dem Verwaltungsgericht am 9. Juni 1999 unter Hin­weis auf die Akten Abweisung der Beschwerde. Der Bezirksrat verzichtete am 15. Juni 1999 auf Vernehmlassung.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Mit PrÃ¤sidialverfÃ¼gung vom 17. Juni 1999 wurde das vorliegende Verfahren bis zur rechtskrÃ¤ftigen Erledigung des beim Kassationsgericht des Kantons ZÃ¼rich bzw. beim Kas­sationshof des Schweizerischen Bundesgerichts hÃ¤ngigen Strafverfahrens sistiert. Auf ent­sprechendes Schreiben des BeschwerdefÃ¼hrers vom 12. September 2000 hin wurde das Be­schwerdeverfahren am 14. September 2000 wieder aufgenommen; ein zweiter Schrif­ten­wech­sel wurde nicht angeordnet. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="MsoNormal">Das Verwaltungsgericht zieht in ErwÃ¤gung:</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">1. <span>Der Betrag der streitigen Besoldung vom 5. August bis zum 30. November 1997 liegt jedenfalls Ã¼ber Fr. 20'000.-. Das GeschÃ¤ft ist deshalb gemÃ¤ss § 38 Abs. 1 des Verwal­tungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 (in der Fassung vom 8. Juli 1997; VRG) durch die Kammer zu erledigen. Ein zweiter Schriftenwechsel gemÃ¤ss § 58 VRG erweist sich im vorliegenden Fall als unnÃ¶tig.</span></p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">2.<span> GemÃ¤ss § 74 Abs. 1 VRG kÃ¶nnen mit der Beschwerde erstinstanzliche Rekurs­entscheide Ã¼ber personalrechtliche Anordnungen angefochten werden. GemÃ¤ss § 75 VRG kÃ¶nnen Rechtsverletzungen sowie die unrichtige oder unvollstÃ¤ndige Feststellung des rechts­erheblichen Sachverhalts geltend gemacht werden. </span></p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">3.<span> Art. 93 der Verordnung Ã¼ber die ArbeitsverhÃ¤ltnisse des Personals der Stadt ZÃ¼­rich (Personalrecht) vom 15. Juli 1993 (PR) regelt den Besoldungsentzug bei einer vor­sorg­lichen Einstellung des Arbeitnehmers im Dienst. Nach § 88 Abs. 3 PR endet - im Rah­men der disziplinarischen Massnahmen - ferner der Besoldungsanspruch im Zeitpunkt der Einstellung in den dienstlichen Pflichten. </span></p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">4.<span> Im vorliegenden Fall ist streitig, ob dem BeschwerdefÃ¼hrer Ã¼ber den 5. August 1997 hinaus und jedenfalls bis 30. November 1997 ein Besoldungsanspruch zusteht. Die Beschwerdegegnerin verneint dies unter Hinweis auf die Akten; der BeschwerdefÃ¼hrer wen­det dagegen im Wesentlichen ein, mit der von ihm am 22. August 1997 vorgenomme­nen KÃ¼ndigung sei die Grundlage dafÃ¼r genommen, wÃ¤hrend der KÃ¼ndigungsfrist "die Be­soldung zu streichen" (act. --). </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>5. Zwischen dem Zeitpunkt der Beendigung eines DienstverhÃ¤ltnisses sowie dem­jenigen des Endes des Besoldungsanspruchs ist zu unterscheiden. Dies betrifft bereits den Arbeitsvertrag gemÃ¤ss Art. 319 ff. des Schweizerischen Obligationenrechts (OR; vgl. etwa Art. 324a OR betreffend Lohnanspruch sowie Art. 336c OR betreffend KÃ¼ndigung), hat aber auch bei Ã¶ffentlichen DienstverhÃ¤ltnissen eine entsprechende Bedeutung. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Im vorliegenden Fall nahm der Stadtrat ZÃ¼rich am 2. September 1998 davon Kennt­nis, dass das ArbeitsverhÃ¤ltnis des BeschwerdefÃ¼hrers "auf den 30. November 1997 aufge­lÃ¶st worden ist" (Ziff. 3 des Beschlusses vom 2. September 1998). Weil er zugleich be­schloss, dass ein Besoldungsanspruch lediglich bis am 5. August 1997 besteht, ist zu ent­scheiden, ob unter den konkreten UmstÃ¤nden ein Auseinanderfallen der Zeitpunkte der AuflÃ¶sung des ArbeitsverhÃ¤ltnisses und des Besoldungsanspruchs eine ausreichende ge­setzliche Grundlage findet. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Ausser Betracht fÃ¤llt dabei ohne weiteres, dass die Einstellung des Besoldungsan­spruchs disziplinarrechtlich begrÃ¼ndet wird. Denn gemÃ¤ss Art. 95 Abs. 1 PR ist das Diszi­plinarverfahren einzustellen, wenn wesentliche Voraussetzungen fÃ¼r die FortfÃ¼hrung des­selben dahinfallen. Indem der BeschwerdefÃ¼hrer das DienstverhÃ¤ltnis gekÃ¼ndigt hat, ist eine wesentliche Voraussetzung des Disziplinarverfahrens weggefallen, was denn auch da­zu gefÃ¼hrt hat, das Disziplinarverfahren einzustellen (VerfÃ¼gung des Kommandanten der Stadtpolizei ZÃ¼rich vom 22. Mai 1998). </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Es stellt sich die Frage, ob eine sonstige ausreichende Grundlage dafÃ¼r besteht, die Besoldung per 5. August 1997 einzustellen. Im vorliegenden Fall steht ausser Frage, dass der Entscheid vom 20. August 1997, womit der BeschwerdefÃ¼hrer vorsorglich im Dienst eingestellt wurde und wonach dem BeschwerdefÃ¼hrer wÃ¤hrend der vorsorglichen Einstel­lung ein Besoldungsanspruch nicht zusteht, rechtmÃ¤ssig war; der Entscheid ist denn auch vom Be­schwerdefÃ¼hrer nicht angefochten worden. Indem in der Folge das eingeleitete Dis­ziplinar­verfahren eingestellt wurde, ist die Grundlage fÃ¼r die disziplinarrechtlich angeord­nete vor­lÃ¤ufige Besoldungseinstellung dahingefallen. Im vorliegenden Fall erscheint dabei als zu­treffend, den Eintritt des Wegfalls von disziplinarischen Massnahmen rÃ¼ckwirkend anzu­nehmen. Denn die mit Art. 95 Abs. 1 PR angestrebte Wirkung ist diejenige, das Dis­zipli­nar­verfahren gÃ¤nzlich einzustellen, wenn wesentliche Voraussetzungen fÃ¼r die Fort­fÃ¼hrung dahinfallen. Dies bedeutet, dass mit der Einstellung des Disziplinarverfahrens rÃ¼ckwirkend die Voraussetzung dafÃ¼r dahingefallen ist, dem BeschwerdefÃ¼hrer einen Be­soldungsan­spruch aus disziplinarrechtlichen Ãberlegungen zu versagen (vgl. dazu auch Isabelle HÃ¤­ner, Vorsorgliche Massnahmen im Verwaltungsverfahren und Verwaltungs­pro­zess, ZSR NF 116/1997 II S. 253 ff, 385 f.).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Damit ist aber noch nicht entschieden, ob dem BeschwerdefÃ¼hrer der Anspruch auf die Besoldungszahlungen Ã¼ber den 5. August 1997 hinaus zusteht. Im vorliegenden Fall hat sich der BeschwerdefÃ¼hrer gemÃ¤ss rechtskrÃ¤ftigem Urteil des Obergerichts des Kantons ZÃ¼rich vom 5. Oktober 1998 des Diebstahls im Sinn von Art. 139 Ziff. 1 des Schweizeri­schen Strafgesetzbuchs schuldig gemacht und ist dafÃ¼r mit vier Monaten GefÃ¤ngnis be­straft worden. Unter den konkreten UmstÃ¤nden (Handeln eines im Dienst der Stadtpolizei stehenden Angestellten wÃ¤hrend der Dienstzeit) stellt eine solche Verurteilung offensicht­lich einen Grund dar, welcher die Fortsetzung des ArbeitsverhÃ¤ltnisses nach Treu und Glau­ben nicht mehr zulÃ¤sst. Es steht ausser Frage, dass eine AuflÃ¶sung aus wichtigen GrÃ¼nden im Sinn von Art. 42 PR mÃ¶glich gewesen wÃ¤re. Wenn aus zeitlichen GrÃ¼nden (Einstellung des zunÃ¤chst eingeleiteten Disziplinarverfahrens wegen nachfolgender KÃ¼ndi­gung des DienstverhÃ¤ltnisses) eine Beendigung des ArbeitsverhÃ¤ltnisses mit sofortiger Wir­­kung im Sinn von Art. 42 Abs. 2 PR nicht mehr mÃ¶glich ist, bedeutet dies jedoch nicht, dass trotzdem wÃ¤hrend der gesamten KÃ¼ndigungsdauer ein Besoldungsanspruch bestehen bleibt. Denn bei dieser besonderen Konstellation ist - was eingangs aufgezeigt wurde - zu bedenken, dass nicht in jedem Fall das Ende des DienstverhÃ¤ltnisses mit demjenigen des Besoldungsanspruchs zusammenfallen muss. In FÃ¤llen, wo aus besonderen GrÃ¼nden ein Dis­ziplinarverfahren nicht zu Ende gefÃ¼hrt werden kann und wo nachtrÃ¤glich eine admini­strative Entlassung mit sofortiger Wirkung nicht mehr vorgenommen wird, ist eigenstÃ¤ndig darÃ¼ber zu entscheiden, wie es sich mit dem Besoldungsanspruch verhÃ¤lt. Nachdem im vor­liegenden Fall offensichtlich ist, dass die Beschwerdegegnerin - wÃ¤re das Dienstver­hÃ¤l­tnis nicht gekÃ¼ndigt worden - eine sofortige Entlassung im Sinn einer Disziplinarmass­nah­me oder aus administrativen GrÃ¼nden hÃ¤tte vornehmen kÃ¶nnen, kann ihr nicht benom­men sein, jedenfalls den Besoldungsanspruch ab demjenigen Zeitpunkt zu verneinen, wo die dis­ziplinarische Massnahme bzw. die administrative Entlassung hÃ¤tte greifen kÃ¶nnen. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>6. Zum nÃ¤mlichen Ergebnis fÃ¼hrt </span>Art. 9 Abs. 5 der Verordnung Ã¼ber die Besoldun­gen des Personals der Stadt ZÃ¼rich (Besoldungsverordnung) vom 15. Juli 1993, wonach <span>bei verschuldeter Abwesenheit des Arbeitnehmers sowie bei VerbÃ¼ssung einer Freiheitsstrafe kein Anspruch auf Besoldung besteht. </span>So­weit nicht wie bei Krank­heit, Mutterschaft, Mili­tÃ¤r etc. ein Lohnanspruch gesetzlich vor­ge­sehen ist, besteht bei Ab­wesenheit vom Arbeits­platz kein Anspruch auf Lohn­fort­zah­lung (RB 1966 Nr. 30 = ZBl 67, 336 = ZR 65 Nr. 148; Tobias Jaag, Das Ã¶ffentlich­recht­li­che Dienst­ver­hÃ¤lt­nis im Bund und im Kanton ZÃ¼rich ‑ aus­gewÃ¤hlte Fragen, ZBl 95/1994, S. 449). Das gilt nicht nur bei unentschuldigten Abwe­senheiten, sondern auch hier, wo zwar der Ar­beit­ge­ber die Amts­ein­stel­lung angeordnet hat, diese jedoch auf GrÃ¼nde zu­rÃ¼ck­zufÃ¼hren ist, die dem Ar­beit­neh­mer zuzurechnen sind (vgl. act. --: VGr, 29. Januar 1999, PB 98.00018; sowie bei Verhinderung durch Untersu­chungs­haft, VGr, 22. November 2000, PB.2000.0017).</p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <span><br/> </span> <p class="Einzug1"><span>BeizufÃ¼gen ist, dass nicht geltend gemacht werden kÃ¶nnte, ein Besoldungsentzug sei deshalb unzulÃ¤ssig, da er nicht unverzÃ¼glich erfolgt sei. Denn im vorliegenden Fall ist zu berÃ¼cksichtigen, dass die vorsorgliche Anordnung umgehend geschah. Dass erst ge­rau­me Zeit spÃ¤ter Ã¼ber den definitiven Besoldungsentzug entschieden wurde, ist auf die be­son­dere Situation zurÃ¼ckzufÃ¼hren, dass die Voraussetzungen fÃ¼r die DurchfÃ¼hrung des Dis­ziplinarverfahrens erst nachtrÃ¤glich dahingefallen waren. </span></p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">7.<span> â¦</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="MsoNormal">DemgemÃ¤ss entscheidet das Verwaltungsgericht:</p> <p class="Einzug2"> </p> <p class="Einzug2"> </p> <p class="Einzug2">1. Die Beschwerde wird abgewiesen. </p> <p class="Einzug2"> </p> <p class="Einzug2">2. â¦</p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>