<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="cell small-12 contentContainer printArea"> <div><table><tr><td><p class="Standard berschrift1"><span class="Standard berschrift1">Sozialversicherungsgericht</span></p><p class="Standard berschrift1"><span class="Standard berschrift1">des Kantons Zürich</span></p></td><td><p class="Standard berschrift1"></p></td></tr></table><p><span>IV.2016.00770</span></p><p><br/></p><p>I. Kammer</p><p>Sozialversicherungsrichterin Grünig, Vorsitzende<br/>Sozialversicherungsrichter Spitz<br/>Ersatzrichter Wilhelm<br/>Gerichtsschreiberin Tanner Imfeld</p><p class="Standard berschrift2"><span class="Standard berschrift2">Urteil vom 29. September 2017</span></p><p class="Standard StandardEinzug"><span class="Standard StandardEinzug">in Sachen</span></p><p class="Standard StandardFett RubrumFett"><span class="Standard StandardFett RubrumFett">X.___</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">Beschwerdeführerin</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">vertreten durch Rechtsanwältin Géraldine Walker</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">advokaturbüro</span><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"> </span><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">kernstrasse</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">Kernstrasse 10, Postfach 9814, 8036 Zürich</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">gegen</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Standard StandardFett RubrumFett"><span class="Standard StandardFett RubrumFett">Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">Beschwerdegegnerin</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p><br/></p><p></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Sachverhalt:</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.</span><span> </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.1</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">X.___, geboren 1982, ist ohne abgeschlossene Berufsausbildung (Urk. 7/1, 7/40). Mit in Rechtskraft erwachsener Verfügung vom 3. November 2004 verneinte die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, einen Rentenanspruch (Urk. 7/30). </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Am 29. Oktober 2009 meldete die Versicherte sich erneut wegen Rücken</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">beschwer</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">den bei Diskushernie und wegen sekundärer Depression und seit April 2009 bestehender Arbeitsunfähigkeit zur Früherfassung und am 18. Dezember 2009 zur berufli</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">chen Integration und zum Rentenbezug bei der IV-Stelle an (Urk. 7/38, 7/40). Die IV-Stelle stellte der Versicherten mit Vorbe</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">scheid vom 6. Mai 2011 in Aussicht, das Leistungsbegehren werde abgewiesen (Urk. 7/78). Dagegen erhob die Versicherte Einwand (Urk. 7/79, 7/80). Die IV-Stelle prüfte daraufhin den Sachverhalt weiter und legte das Dossier dem Regi</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">onalen Ärztlichen Dienst (RAD) vor (vgl. Urk. 7/85). Mit Vorbescheid vom 14. Oktober 2011 stellte die IV-Stelle der Versicherten in Aussicht, sie werde ihr ab 1. Juni 2010 eine </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Dreiviertelsrente</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> und ab 1. Oktober 2010 eine ganze Rente ausrichten (Urk. 7/89). Am 14. November 2011 erhob die </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Gemeinsschaftsstif</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tung</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> BVG für </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Temporärarbeit</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> (nachfolgend: Pensionskasse) Einwand gegen den Vorbescheid (Urk. 7/96). Die IV-Stelle hielt trotz der von der Pensionskasse erhobenen Einwände mit Verfügungen vom 21. Dezember 2012 am angekün</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">digten Entscheid fest, und sprach der Versicherten ab 1. Juni 2010 eine Invali</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">denrente und ab September 2012 - mit der Geburt des ersten Kindes - zusätzlich eine Kinderrente zu (Urk. 7/115-116). </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.2</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Gegen diese Verfügungen erhob die Pensionskasse mit Eingabe vom 1. Februar 2013 Beschwerde beim Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich und beantragte die Aufhebung der Verfügungen vom 21. Dezember 2012 und die Ab</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">weisung des Rentenbegehrens, eventualiter die Rückweisung der Sache zur weiteren Abklärung des Sachverhalts, </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">subeventualiter</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> die Zusprechung einer </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Viertelsrente</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> bei einem </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Valideneinkommen</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> von Fr. 44‘200.-- (Urk. 7/121 S. 2, Prozess IV.2013.00130). Mit Verfügung vom 19. März 2013 wurde die Ver</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sicherte zum Prozess IV.2013.00130 beigela</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">den, und mit Eingabe vom 26. April 2013 beantragte sie die Abweisung der Beschwerde (Urk. 7/123, 7/128/1-2). Am 10. und am 14. Mai 2013 gingen beim Sozialversicherungsgericht Berichte behandelnder Ärzte ein (Urk. 7/128/3-4 und 7/128/5-8). Die Pensionskasse hielt in der Replik vom 17. Juni 2013 an ihren Anträgen fest (Urk. 7/129/11-12). Die </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Beschwerdegegnerin verzichtete auf eine Duplik (Urk. 7/132). Die Beigeladene liess sich innert angesetzter Frist nicht mehr vernehmen, womit androhungs</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gemäss Verzicht angenommen wurde (Urk. 7/133, 7/137).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Am 11. Oktober 2013 kam das zweite Kind der Versicherten zur Welt, weshalb ihr die IV-Stelle mit Verfügung vom 21. November 2013 eine zu ihrer Rente akzesso</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">rische Kinderrente von Fr. 638.-- monatlich ab 1. Oktober 2013 zusprach (Urk. 7/139). Auch dagegen erhob die Pensionskasse Beschwerde, woraufhin das Sozialversicherungsgericht das Verfahren Nr. IV.2014.00022 eröffnete. </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Mit Urteil vom 26. November 2014 hob das Sozialversicherungsgericht die Verfü</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gungen der IV-Stelle vom 21. Dezember 2012 und vom 21. November 2013 auf und stellte fest, dass die Versicherte keinen Rentenanspruch habe (Urk. 7/158). Dieses Urteil erwuchs unangefochten in Rechtskraft.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.3</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Daraufhin forderte die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, mit Verfügung vom 30. Januar 2015 die für die Zeit vom 1. Juni 2010 bis 31. Januar 2015 zu Unrecht ausbezahlten Rentenbeträge in der Höhe von Fr. 115‘901.- zurück. Die der Versicherten ausbezahlten Renten im Betrag von Fr. 88‘097.95 seien von ihr zurückzuerstatten. Im Umfang von Fr. 27‘806.05 würden die für die Zeit vom 1. Juni 2010 bis 30. September 2011 direkt den Sozialen Diensten ausbezahlten Renten (Urk. 7/155 und 7/116) von diesen zurückgefordert (Urk. 7/169).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Am 27. Februar 2015 liess die Versicherte ein Erlassgesuch stellen (Urk. 7/173). Im Rahmen der Gewährung des rechtlichen Gehörs liess sie einen Teilerlass beantragen (Urk. 7/185, 7/188, 7/189, 7/190). Mit Verfügung vom 26. Mai 2016 wies die IV-Stelle das Erlassgesuch ab und hielt gegenüber der Versicherten an der Rückforderung des gesamten Betrages von Fr. 88‘097.95 fest (Urk. 2). </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Gegen diese Verfügung vom 26. Mai 2016 richtet sich die Beschwerde der Ver</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sicherten vom 1. Juli 2016 mit dem Rechtsbegehren, die Verfügung sei aufzu</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">heben und die Rückerstattungsforderung in der Höhe von Fr. 88‘097.95 sei ihr zu erlassen (Urk. 1). In der Beschwerdeantwort vom 12. September 2016 schloss die IV-Stelle auf Abweisung (Urk. 6). Mit Verfügung vom 6. Oktober 2016 bestellte das Sozialversicherungsgericht der Versicherten antragsgemäss Rechts</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">anwältin Géraldine Walker als unentgeltliche Rechtsvertreterin (Urk. 8). Da die Versicherte innert angesetzter Frist keine Replik einreichen liess, wurde Verzicht angenommen (Urk. 11). </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Das Gericht zieht in Erwägung:</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.</span><span> </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.1</span><span> </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.1.1</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Gemäss </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Art. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">25 </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Abs. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1 Satz 1 </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ATSG</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">)</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> sind unrechtmässig bezogene Leistungen zurückzuerstatten. Wer Leistungen in gutem Glauben bezogen hat, muss sie nicht zurückerstatten, wenn eine grosse Härte vorliegt (</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Art. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">25 </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Abs. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1 Satz 2 ATSG und </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Art. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">4 </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Abs. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1 </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">der Verordnung über den Allgemeinen Teil des Sozial</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">versicherungsrechts, </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ATSV). </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Massgeblich ist der gute Glaube während des Leistungsbezugs. Dies gilt unabhän</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gig davon, ob die Leistungen gestützt auf eine rechtskräftige Verfü</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gung oder vorschussweise im Sinne von Art. 19 Abs. 4 ATSG bezogen wurden (Urteil des Bundesgerichts 8C_182/2014 vom 13. Juni 2014 E. 3.5). Nach Art. 19 Abs. 4 ATSG können Vorschusszahlungen ausgerichtet werden, wenn der Anspruch auf Leistungen nachgewiesen scheint und sich deren Ausrichtung verzögert (vgl. dazu: Kieser, ATSG-Kommentar, 3. Auflage, Zürich 2015, Art. 19 </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Rz</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> 55, S. 287). </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.1.2</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Rechtsprechung unterscheidet zwischen dem guten Glauben als fehlendem Unrechtsbewusstsein und der Frage, ob sich jemand unter den gegebenen Umständen auf den guten Glauben berufen kann und ob er bei zumutbarer Aufmerksamkeit den bestehenden Rechtsmangel hätte erkennen sollen (BGE 122 V 223 </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Erw</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">. 3</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">; vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_243/2016 vom 7. Juli 2016 E. 4.2</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">). </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Der gute Glaube als Erlassvoraussetzung ist</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> zu vermuten (Urteil des Bundesge</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">richts 8C_182/2014 vom 13. Juni 2014 E. 3.3). Er ist nach der Rechtsprechung als Erlassvoraussetzung</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> nicht schon mit der Unkenntnis des Rechtsmangels gegeben. Der Leistungsempfänger darf sich vielmehr nicht nur keiner böswilli</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gen Absicht, sondern auch keiner groben Nachlässigkeit schuldig gemacht haben. Der gute Glaube entfällt somit einerseits von vornherein, wenn die zu Unrecht erfolgte Leistungsausrichtung auf eine arglistige oder grobfahrlässige Melde- oder Auskunftspflichtverletzung zurückzuführen ist. Andererseits kann sich die rückerstattungspflichtige Person auf den guten Glauben berufen, wenn ihr fehlerhaftes Verh</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">alten nur leicht fahrlässig war</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">. Wie in anderen Bereichen beurteilt sich das Mass der erforderlichen Sorgfalt nach einem objektiven Mas</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sstab, wobei aber das den Betroffenen in ihrer </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Subjektivität M</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ögliche und Zumutbare (Urteilsfähigkeit, Gesundheitszustand, Bildungsgrad usw.)</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> nicht aus</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">geblendet werden darf</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">. Das Verhalten, das den guten Glauben ausschliesst, braucht nicht in einer Melde- oder Anzeigepflichtverletzung zu bestehen. Auch ein anderes Verhalten, z.B. die Unterlassung, sich bei der Verwaltung zu erkun</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">digen, fällt in Betracht (</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Urteil des Bundesgerichts 8C_243/2016 vom 7. Juli 2016 E. 4.1 mit Hinweisen</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">). </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Nach der Rechtsprechung des Bundesgerichts muss die versicherte Person in den Fällen, in denen das kantonale Gericht nach Androhung einer </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">reformatio</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> in </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">pejus</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> die von der Verwaltung zugesprochene Rente reduziert oder aufhebt, ab Eröffnung des kantonalen, in </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">pejus</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> reformierenden Entscheides damit rechnen, dass sie die ihr während des Beschwerdeverfahrens vor dem Bundesgericht weiterhin ausgerichtete Rente bei Abweisung des Rechtsmittels zurückzuerstat</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ten hat; mit anderen Worten ist ab diesem Zeitpunkt der gute Glaube zu vernei</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nen (vgl. Urteil des Bundesgerichts 9C_48/2016 vom 25. Februar 2016 E. 4.2 und Sachverhalt A; vgl. auch BGE 136 V 48 E. 6.2, Urteile des Bundesgerichts 8C_182/2014 vom 13. Juni 2014 E. 3.2 und 3.5, 9C_805/2009 vom 13. März 2009 E. 2.4). </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.1.3</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Eine grosse Härte im Sinne von Art. 25 Abs. 1 ATSG liegt gemäss Art. 5 Abs. 1 ATSV vor, wenn die vom Bundesgesetz vom 19. März 1965 über Ergänzungs</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">leistungen zur Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenversicherung (ELG) aner</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">kannten Ausgaben und die zusätzlichen Ausgaben nach Abs. 4 die nach ELG anrechenbaren Einnahmen übersteigen, dies unter Berücksichtigung der zusätz</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">lichen Vorgaben gemäss Abs. 2 und 3. Massgebend für die Beurteilung, ob eine grosse Härte vorliegt, ist der Zeitpunkt, in welchem über die Rückforderung rechtskräftig entschieden ist (Art. 4 Abs. 2 ATSV). </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">1.2</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Abgeleitet aus dem Grundsatz von Treu und Glauben (Art. 9 der Bundesverfas</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">sung, BV), welcher den Bürger in seinem berechtigten Vertrauen auf behörd</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">liches Verhalten schützt, können falsche Auskünfte von Verwaltungs</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">be</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">hörden unter bestimmten Voraussetzungen eine vom mate</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">riel</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">len Recht abweichende Behandlung der Rechtsuchenden gebieten. Gemäss Rechtsprechung und Doktrin ist dies der Fall, wenn die Behörde in einer konkreten Situation mit Bezug auf bestimmte Personen gehandelt hat (1.), wenn sie für die Erteilung der betreffen</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">den Auskunft zuständig war oder wenn die rechtsuchende Person die Behörde aus zurei</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">chenden Gründen als zuständig betrachten durfte (2.), wenn die Person die Unrichtigkeit der Auskunft nicht ohne weiteres erkennen konnte (3.), wenn sie im Vertrauen auf die Richtigkeit der Auskunft Dispositionen getroffen hat, die nicht ohne Nachteil rückgän</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">gig gemacht werden können (4.), und wenn die gesetzliche Ordnung seit der Auskunftserteilung keine Änderung erfahren hat (5.; BGE 131 II </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">627 E. 6.1, 129 I 161 E. 4.1, 126 II 377 E. 3a, 122 II 113 E. 3b/cc, 121 V 65 E. 2a; RKUV 2000 Nr. KV 126 S. 223).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Unterbleibt eine Auskunft entgegen gesetzlicher Vorschrift (vgl. Art. 27 ATSG) oder obwohl sie nach den im Einzelfall gegebenen Umständen geboten war, hat die Rechtsprechung dies der Erteilung einer unrichtigen Auskunft gleichgestellt (BGE 131 V 472 E. 5 mit Hinweisen; vgl. auch Ulrich Meyer, Die Bedeutung von Art. 4 Bundesverfassung für das Sozialversicherungsrecht, in: ZSR 1992 2 </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Halbbd</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">., S. 299 ff., 412 f.).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.</span><span> </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.1</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Beschwerdegegnerin ging in der angefochtenen Verfügung davon aus, die Beschwerdeführerin habe ab Kenntnis der durch die Pensionskasse beim Sozial</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">versicherungsgericht erhobenen Beschwerde wissen müssen, dass die Renten</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">verfügungen noch zu ihren Ungunsten abgeändert werden könnten und sie bei Herabsetzung der Leistungen rückerstattungspflichtig würde. Der gute Glaube liege nicht vor, weshalb an der Rückforderung im Betrag von Fr. 88‘097.95 festgehalten werde (Urk. 2). In der Beschwerdeantwort führte sie weiter an, die Beschwerdeführerin habe mit der Rentenverfügung vom 21. Dezember 2012 Kenntnis erhalten, dass sich die Pensionskasse im </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Vorbescheidverfahren</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> gegen die Rentenzusprechung ausgesprochen habe. Somit habe sie damit rechnen müssen, dass die Pensionskasse auch gegen die Verfügung selbst vorgehen werde (Urk. 6 S. 2). Im Zeitpunkt der Auszahlung der Nachzahlung habe die Versicherte bereits Kenntnis von den Einwänden der Pensionskasse gehabt. Der gute Glaube sei somit bezüglich aller ausbezahlten Rentenbeträge zu verneinen (Urk. 6 S. 2). An den Entscheid des Amtes für Zusatzleistungen der Stadt Zürich betreffend Erlass sei sie nicht gebunden (Urk. 6 S. 2). Aus ihren Akten gehe kein Anruf beziehungsweise keine Gesprächsnotiz hervor, welche die Ausführungen der Beschwerdeführerin bestätige (Urk. 6 S. 2). </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.2</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Beschwerdeführerin liess in der Beschwerde geltend machen, mit der Beila</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">dungsverfügung vom 19. März 2013 habe sie erstmals Kenntnis davon erhalten, dass die Pensionskasse Beschwerde gegen die Ausrichtung der Invalidenrente erhoben habe. Auf ihre Nachfrage hin sei ihr von der IV-Stelle im Rahmen eines Telefongesprächs mitgeteilt worden, das Vorgehen der Pensionskasse müsse sie nicht interessieren. Schliesslich sei ihr eine Rente zugesprochen worden und diese würde ihr auch weiterhin ausbezahlt werden. Für das zweite, am 21. November 2013 geborene Kind sei sodann eine akzessorische Kinderrente zugesprochen </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">worden. Schliesslich sei sogar Kostengutsprache für eine orthopä</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">dische Schuhabänderung erteilt worden (Urk. 1 S. 4 f.). </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span></p><p></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Beschwerdegegnerin mache geltend, dass sie ab Kenntnis der Beschwerde</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">erhe</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">bung durch die Pensionskasse habe wissen müssen, dass die Rente zurückgefordert werden könnte. Gestützt auf diese Begründung hätte die Beschwerdegegnerin aber nur die bezogene Rente seit Kenntnisnahme der Beschwerde mit Verfügung vom 19. März 2013 zurückfordern können. Als juristische Laienperson und psychisch stark angeschlagene Persönlichkeit habe sie nicht erkennen können, dass sie die Rentenbeträge zurückzahlen müsse. Während des ganzen Verfahrens sei sie zudem nicht vertreten gewesen und habe sich auf die Zusicherungen und Handlungen der IV-Stelle verlassen. So habe ihr diese auch klar mitgeteilt, das Vorgehen der Pensionskasse müsse sie nicht interessieren, schliesslich habe sie ihr eine Rente zugesprochen. Zudem seien weitere Leistungen zugesprochen worden. Sie könne sich auf den Vertrau</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ensschutz nach Art. 9 BV berufen und habe davon ausgehen können, dass sie die Rente zu Recht erhalte (Urk. 1 S. 7 und S. 9). Unklar sei, weshalb die IV-Stelle ihr trotz fehlender Rechtskraft der Verfügung jahrelang eine Rente aus</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gerichtet habe. Das Fehlverhalten der IV-Stelle könne ihr nicht angelastet wer</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">den (Urk. 1 S. 7). Auch die finanzielle Härte als zusätzliches Kriterium sei zu bejahen (Urk. 1 S. 8). Das Amt für Zusatzleistungen habe sodann den guten Glauben bejaht und das Erlassgesuch bewilligt. Es sei nicht einzusehen, weshalb sie bezüglich der Invalidenversicherungsleistungen nicht auch im guten Glau</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ben gewesen sein sollte (Urk. 1 S. 8). </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.3</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Strittig und zu prüfen ist somit, ob die Beschwerdeführerin beim Bezug der in der Zeit zwischen Januar 2013 (vgl. Urk. 7/116/4) und Januar 2015 (Urk. 7/169) ausbezahlten Invaliden- und Kinderrenten gutgläubig war, und insbesondere, ob die Gutgläubigkeit für den ganzen oder zumindest einen Teilbetrag zu beja</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">hen ist.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">In tatsächlicher Hinsicht steht in Ergänzung zum Sachverhalt im Weiteren fest, dass die Versicherte mit Vorbescheid vom 6. Mai 2011 über die Verneinung des Rentenanspruchs in Kenntnis gesetzt worden war (Urk. 7/78). Daraufhin erhob sie am 18. Mai 2011 persönlich Einwand (Urk. 7/79). Die Beschwerdegegnerin überprüfte den Rentenanspruch und setzte die Versicherte mit neuem Vorbe</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">scheid vom 14. Oktober 2011 darüber in Kenntnis, dass ab 1. Juni 2010 von einem Anspruch auf eine </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Dreiviertelsrente</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> und ab 1. Oktober 2010 auf eine ganze Invalidenrente ausgegangen werde (Urk. 7/89). Die Versicherte erklärte mit Schreiben vom 18. Oktober 2011, mit dem angekündigten Entscheid ein</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">verstanden zu sein; gleichzeitig kam sie ihrer Meldepflicht hinsichtlich eines ab 2. August 2011 durchgeführten Arbeitsversuchs nach (Urk. 7/93). Die Pensions</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">kasse erhob am </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">14. November 2011 Einwand gegen den Vorbescheid (Urk. 7/96), wovon der Versicherten nicht Kenntnis gegeben wurde. Mit den Verfügungen vom 21. Dezember 2012 wurden der Versicherten die Renten ent</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sprechend dem Vorbescheid vom 14. Oktober 2011 zugesprochen (Urk. 7/115, 7/116). In der Verfügungsbegründung wurde sowohl zu den Einwänden der Versicherten vom 18. Mai 2011 als auch zu den Einwänden der Pensionskasse vom 14. November 2011 Stellung genommen (Urk. 7/115/8-9). </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die beim Sozialversicherungsgericht erhobene Beschwerde der Pensionskasse datiert vom 1. Februar 2013 (Urk. 7/121/3). Die Versicherte wurde mit Verfü</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gung vom 19. März 2013 (Urk. 7/123), welche am 28. März 2013 entgegenge</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nommen wurde (vgl. Akten des erledigten Verfahrens IV.2013.00130, Urk. 9), über die Beschwerdeerhebung in Kenntnis gesetzt. Daraufhin forderte Dr. med. Y.___, Facharzt Psychiatrie/Psychotherapie, am 11. April 2013 unter Bezugnahme auf die Beschwerde der Pensionskasse bei der IV-Stelle die Akten an (Urk. 7/124). Die Versicherte äusserte sich mit Schreiben vom 26. April 2013 und machte geltend, sie sei mit den Aussagen und Schlussfolgerungen sowie dem darauf basierenden Rechtsbegehren der Pensionskasse nicht einverstanden. Sie erhalte die aktuellen Leistungen der Invalidenversicherung zu Recht (Urk. 7/128/1-2). Die Versicherte reichte in der Folge keine weitere Stellung</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nahme zur Eingabe der Pensionskasse vom 17. Juni 2013 ein (Urk. 7/129/11, 7/133, 7/137). </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Im Prozess betreffend zusätzliche Kinderrente ab Oktober 2013 beantragte die Beschwerdegegnerin am 17. Februar 2014 beim Sozialversicherungsgericht die Vereinigung mit dem Verfahren IV.2013.00130 und hielt fest, das Vorgehen der zuständigen Ausgleichskasse sei nicht unzulässig gewesen, zumal die Haupt</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">rente nach wie vor ausbezahlt werde (Urk. 7/141). Die Versicherte äusserte sich weder zur erneuten Beschwerdeerhebung durch die Pensionskasse noch zur Ein</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">gabe der Beschwerdegegnerin vom 17. Februar 2014 (Urk. 7/143). </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Am 17. November 2014 erteilte die IV-Stelle der Versicherten Kostengutsprache für orthopädische Änderungen an Konfektionsschuhen (Urk. 7/156). </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Mit Urteil vom 26. November 2014 hiess das Sozialversicherungsgericht die Beschwerde der Pensionskasse gut (Urk. 7/158), woraufhin die ausbezahlten Renten zurückgefordert wurden (vgl. Urk. 7/169). Die Versicherte liess am 27. Februar 2015 ein Erlassgesuch stellen (Urk. 7/173). Die zuständige Aus</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">gleichskasse nahm am 8. Dezember 2015 zum Erlassgesuch Stellung und beschied, diesem könne nicht entsprochen werden (Urk. 7/185). Die Versicherte liess daraufhin am 7. Januar 2016 geltend machen, zumindest für die Zeit ab 12. Juni </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">2010 bis Ende Januar 2013 sei von einem gutgläubigen Bezug auszu</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">gehen und seien die Beträge zu erlassen (Urk. 7/188). Mit Schreiben vom 10. März 2016 äusserte sich die Versicherte selbst zur Ablehnung des Erlasses und des Teilerlasses der Schuld und hielt fest, die gewährten Leistungen seien im guten Glauben empfangen worden. Von Seiten der Pensionskasse sei ihr nie eine Rente zugesprochen worden. Im Telefonat mit der Mitarbeiterin Z.___ von der Beschwerdegegnerin sei ihr mitgeteilt worden, dass die Invalidenver</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">sicherung nicht auf die Pensionskasse schaue, sondern selbst eine Entscheidung treffe und ihr ja eine Rente zugesprochen worden sei. Im Glauben daran, dass sie Anspruch auf diese Rente habe, habe sie sie empfangen (Urk. 7/190). </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">4.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">4.1</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Der rentenaufhebende Entscheid des Sozialversicherungsgerichts datiert vom 26. November 2014 und wurde von der Versicherten (beziehungsweise ihrem Ehemann) am 8. Dezember 2014 entgegengenommen (vgl. Akten des Verfahrens IV.2013.00130, Urk. 35). Bezüglich der nach diesem Zeitpunkt zugegangenen Rentenzahlungen ist nach der Rechtsprechung des Bundesgerichts die Gutgläu</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">bigkeit von vorneherein zu verneinen (vgl. vorne E. 1.1.2). </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">4.2</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Spätestens nach der Beschwerdeerhebung durch die Pensionskasse am 1. Februar 2013 (Urk. 7/121) konnte der Leistungsanspruch nicht mehr als nachgewiesen im Sinne von Art. 19 Abs. 4 ATSG gelten, und es ist deshalb auch für den Zeitpunkt des Bezugs „von zu Unrecht erbrachten Leistungen“ auszugehen (vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_182/2014 vom 13. Juni 2014 E. 3.4 und Urteil des Sozialversicherungsgerichts IV.2013.00137 vom 20. Januar 2014 E. 2.5.2; vgl. auch Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 20. Mai 2014, IV 2012/79, mit Hinweis auf </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">BBl</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> 1999 IV 4561).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Festzustellen ist, ob die Versicherte ab Ausrichtung der Nachzahlung und der laufenden Rente im Januar 2013 (vgl. Urk. 7/116/4) im Glauben war, und bei Anwendung der hinreichenden Sorgfalt auch darin sein durfte, diese Leistungen stünden ihr zu. Dabei hat sie sich unbestrittenermassen weder eine arglistige noch eine </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">grobfahrlässige Melde- oder Auskunftspflichtverletzung</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> zuschulden kommen lassen. </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Der Entscheid des Amtes für Zusatzleistungen der Stadt Zürich, welches bezüg</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">lich der Zusatzleistungen von der Gutgläubigkeit des Leistungsbezugs ausge</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gangen war (vgl. Urk. 3/4), ist dabei nicht bindend.</span></p><p></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">4.3</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">4.3.1</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Beschwerdeführerin wurde im Verfahren IV.2013.00130 über die Beschwerde der Pensionskasse in Kenntnis gesetzt. Daraufhin orientierte sie ihren behandelnden Arzt und reichte die Stellungnahme vom 26. April 2013 (Urk. 7/128) ein. Diese wurde von ihr persönlich unterzeichnet und das Schrei</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ben scheint von ihr selbst aufgesetzt worden zu sein, wie sich aus dem Ver</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gleich mit ihren weiteren Eingaben ergibt (vgl. Urk. 7/79, 7/93, 7/128; vgl. aber auch Urk. 7/190). Die Ausführungen der Beschwerdeführerin in der Stellung</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nahme vom 26. April 2013, worin unter anderem festgehalten wurde, sie, die Beschwerdeführerin, erhalte die aktuellen Leistungen der Invalidenversicherung entgegen den Ausführungen der Pensionskasse zu Recht (Urk. 7/128 S. 2), deu</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ten darauf hin, dass ihr bewusst war, dass die Beschwerde der Pensionskasse die Zusprechung und die Zahlung der Invalidenrente in Frage stellte und dass die vom Sozialversicherungsgericht vorzunehmende Beurteilung des Rentenan</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">spruchs offenen Ausgangs war. Damit wäre aber der gute Glaube beim Renten</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">bezug ab dem Zeitpunkt der Kenntnisnahme der Beschwerde vom 1. Februar 2013 am 28. März 2013 (vgl. Akten des erledigten Verfahrens IV.2013.00130, Urk. 9) zu verneinen. Auch die im späteren Verlauf zusätzlich zugesprochene akzessorische Kinderrente, welche seitens der Pensionskasse ebenfalls beschwerde</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">weise angefochten wurde, änderte daran nichts. </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">4.3.2</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Wenn die Beschwerdeführerin aber in tatsächlicher Hinsicht auch nach der Kennt</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nisnahme der Beschwerdeerhebung durch die Pensionskasse weiterhin von der Rechtmässigkeit des Rentenbezugs ausgegangen war, so ist zu prüfen, ob ihr diese Annahme als mehr als nur als leicht fahrlässiges Fehlverhalten auszulegen ist.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Aus der Verfügung des Sozialversicherungsgerichts des Kantons Zürich vom 19. März 2013 und den der Beschwerdeführerin damit zugesandten Unterlagen ging hervor, dass bezüglich des Rentenanspruchs mittlerweile ein Gerichtsver</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">fahren hängig war (vgl. Urk. 7/123). In der Verfügung wurden die Pensions</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">kasse als Beschwerdeführerin und die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, als Beschwerdegegnerin aufgeführt. Damit musste die Beschwerdeführerin bei Anwendung der gebotenen Aufmerksamkeit und Sorg</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">falt wissen, dass der Rentenanspruch in Frage gestellt war und die Beurteilung des Rentenanspruchs nicht mehr in den Händen der Beschwerdegegnerin, son</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">dern beim Gericht lag. </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span></p><p></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Beschwerdeführerin lebte bis über ihren 10. Geburtstag hinaus in Somalia und wurde erst 1993 in der Schweiz eingeschult. Sie verfügt über keine abge</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">schlossene Berufsausbildung (vgl. Urk. 7/1). Dennoch vermochte sie ihre Rechte im Verfahren selbst zu wahren oder sich die hinsichtlich der Wahrung ihrer Rechte nötige Hilfe zu holen. Dies ergibt sich insbesondere aus ihren verschie</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">denen Eingaben (vgl. etwa Urk. 7/79, 7/93, 7/124, 7/128, 7/190). Es bestehen damit keine Hinweise dafür, dass sie aufgrund ihrer persönlichen Umstände die objektiv gebotene Aufmerksamkeit und Sorgfalt nicht hatte aufbringen können. Damit durfte die Beschwerdeführerin nicht von der Rechtmässigkeit des Leis</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tungsbezugs ausgehen. </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Das Fehlverhalten der Beschwerdegegnerin (beziehungsweise das ihr anzurechnende Fehlverhalten der zuständigen Ausgleichskasse), welche die Rente weiter ausrichtete, was sie selbst spätestens mit der Kenntnisnahme der Beschwerde der Pensionskasse vom 9. Januar 2014 gegen die akzessorische Kinderrente sogar realisiert hatte (vgl. Urk. 7/141), vermag die fehlende Gutgläubigkeit der Beschwerdeführerin nicht wiederherzustellen (vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_243/2016 vom 7. Juli 2016 E. 6.2). </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">4.3.3</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Beschwerdeführerin machte jedoch geltend, eine Erkundigung bei der Beschwerdegegnerin eingeholt zu haben. Im Schreiben vom 10. März 2016 führte sie aus, im Telefonat mit der Mitarbeiterin Z.___ sei ihr mitgeteilt wor</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">den, „dass die IV-Stelle nicht auf die BVG schaue, sondern selbst eine Entschei</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">dung treffe und sie ja eine Rente zugesprochen bekommen habe“ (Urk. 7/190). In der Beschwerde vom 1. Juli 2016 lässt sie nunmehr geltend machen, es sei ihr durch die Beschwerdegegnerin mitgeteilt worden, „dass sie das Vorgehen der Pensionskasse nicht interessieren müsse. Schliesslich habe ihr die IV-Stelle eine Rente zugesichert und diese würde ihr auch weiterhin ausbezahlt werden“ (Urk. 1 S. 4). </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Aus der mit dem Schreiben vom 10. März 2016 geltend gemachten Auskunft kann die Versicherte von vorneherein nichts ableiten, was für den guten Glau</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ben bedeutsam wäre. Die Auskunft, wie sie gemäss Beschwerde vom 1. Juli 2016 erteilt worden sein soll, wäre demgegenüber zumindest grundsätzlich geeignet, das Vertrauen in die Rechtmässigkeit des Leistungsbezugs zu begrün</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">den. In der Beschwerde wurde jedoch nicht geltend gemacht, es seien mehrere Telefonate erfolgt (vgl. Urk. 1 S. 4). Aufgrund der Vorbringen und des unter</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">schiedlichen Inhalts der Auskünfte ist letztlich unklar, ob es sich dabei um eine oder ob es sich um mehrere Auskünfte handelt. Sodann ist auch unklar, wann genau sie eingeholt wurde(n) und welches die (genauen) Fragestellung(en) der Versicherten war(en). </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die telefonische Auskunft beziehungsweise die Auskünfte sind sodann in den Akten nicht dokumentiert. Die blosse, unbelegte Behaup</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tung einer mündlichen, insbesondere telefonischen Auskunft genügt nicht, um einen Anspruch aus dem Grundsatz des Vertrauensschutzes zu begründen (Urteil des Bundesgerichts 8C_645/2012 vom 5. Dezember 2013 E. 3.2). Auch vorliegend kann die Versicherte aus der weder hinreichend noch glaubhaft dar</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">getanen, geschweige denn nachgewiesenen Auskunft nichts für sich ableiten. Daran vermöchte auch eine Parteibefragung nichts zu ändern, weshalb davon abzusehen ist (vgl. Urk. 1 S. 4 und S. 7). </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Ab dem Zeitpunkt der Kenntnisnahme der Verfügung des Sozialversicherungs</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ge</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">richts vom 19. März 2013 am 28. März 2013 (vgl. Akten des erledigten Verfahrens IV.2013.00130, Urk. 9) ist der gute Glaube zu vernei</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nen. Die Renten, die der Versicherten zu diesem Zeitpunkt und später zugegan</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gen waren, können deshalb zurückgefordert werden. </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">4.4</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Zu prüfen bleibt, ob mit der Beschwerdegegnerin bereits für den Zeitpunkt der rentenzusprechenden Verfügung vom 21. Dezember 2012 der gute Glaube zu verneinen ist. </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Beschwerdegegnerin geht davon aus, dass die Beschwerdeführerin aufgrund des Einwands der Pensionskasse habe wissen müssen, dass auch gegen die Verfügung Beschwerde erhoben werden würde. Aus diesem Grund habe sie von Beginn weg nicht gutgläubig sein können (vgl. Urk. 6 S. 2). </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Dieser Auffassung ist zu widersprechen. Die Beschwerdeführerin erhielt erst durch die rentenzusprechende Verfügung vom 21. Dezember 2012 überhaupt Kenntnis von den (konkreten) Einwänden der Pensionskasse. Entgegen den Ausführungen der Beschwerdegegnerin kann von einer Laienperson grundsätz</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">lich nicht erwartet werden, dass sie das künftige wahrscheinliche Prozessver</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">halten einer Drittpartei zuverlässig einschätzen kann. Im Weiteren kann auch nicht erwartet werden, dass eine Laienperson wie die Beschwerdeführerin ledig</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">lich aufgrund eines Hinweises in einer Verfügung, mit welcher dem eigenen Anliegen vollumfänglich entsprochen wurde, Erkundigungen über ein mög</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">liches oder wahrscheinliches Verhalten eines Dritten bei der Verwaltung oder einer rechtskundigen Person einholt. Zwischen der Verfügung vom 21. Dezember 2012 und der Mitteilung durch das Gericht mit Verfügung vom 19. März 2013 beziehungsweise der Kenntnisnahme am 28. März 2013 (vgl. Akten des erledigten Verfahrens IV.2013.00130, Urk. 9) vergingen drei Monate, während welcher Zeit die Versicherte die Leistungen gutgläubig entgegennahm.</span></p><p></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">4.5</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Zusammenfassend ist der gute Glaube für die Rentenbeträge, die vor dem 28. März 2013 bei der Beschwerdeführerin eingetroffen waren, zu bejahen. Dies betrifft die Überweisung von Januar 2013 im Betrag von Fr. 24‘876.95 sowie die laufenden Renten ab Februar 2013 bis circa März oder April 2013. Damit ist die Verfügung vom 26. Mai 2016 mit dieser Feststellung aufzuheben und die Sache an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen, damit diese prüfe, ob die grosse Härte (vgl. Urk. 2) gegeben ist, und damit sie anschliessend über den Erlass der Rückforderung neu verfüge. Die Beschwerde ist in diesem Sinne teil</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">weise gutzuheissen.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">5.</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Die Vertreterin der Beschwerdeführerin reichte die Kostennote vom 27. September 2017 (Urk. 14) ein, worin sie einen Aufwand von 13 Stunden 35 Minuten und Barauslagen von Fr. 33.50 geltend machte. Dieser Aufwand erscheint der Sache gerade noch angemessen. Die Entschädigung ist demzufolge auf Fr. 3‘263.60 (13,5834 Stunden x Fr. 220.- zuzüglich Barauslagen von Fr. 33.50 zuzüglich Mehrwertsteuer von 8 %) festzusetzen. </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Die Beschwerdeführerin obsiegt in etwa zu einem Drittel. Die Entschädigung der unentgeltlichen Rechtsvertreterin ist demzufolge im Umfang von Fr. 1‘088.- von der Beschwerdegegnerin zu leisten. </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Im weitergehenden Umfang, nämlich im Betrag von Fr. 2‘175.60 wird die unent</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">geltliche Rechtsvertreterin aus der Gerichtskasse entschädigt. </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Standard berschrift3"><span class="Standard berschrift3">Das Gericht verfügt:</span></p><p class="Standard Dispotext DispoHngend"><span class="Standard Dispotext DispoHngend">1.</span><span> </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">Die Beschwerde wird in dem Sinne teilweise gutgeheissen, dass die Verfü</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">gung der Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, vom 26. Mai 2016 aufgeho</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">ben und festgestellt wird, dass der gute Glaube bezüglich der Rentenbeträge, die vor dem 28. März 2013 bei der Beschwerdeführerin eingetroffen sind, zu bejahen ist. Die Sache wird an die Beschwerdegegnerin zurückgewiesen, damit diese die grosse Härte prüfe und über den Erlass der Rückforderung neu verfüge. Im Übrigen wird die Beschwerde abgewiesen.</span></p><p class="Standard Dispotext DispoHngend"><span class="Standard Dispotext DispoHngend">2.</span><span> </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">Das Verfahren ist kostenlos.</span></p><p class="Standard Dispotext DispoHngend"><span class="Standard Dispotext DispoHngend">3.</span><span> </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">Die Beschwerdegegnerin wird </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">verpflichtet, </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">der unentgeltlichen Rechtsvertreterin der Beschwerdeführerin, Rechtsanwältin Géraldine Walker, Zürich, </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">eine reduzierte Prozess</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">entschädigung von </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">Fr. 1‘088.-</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend"> (inkl. Barauslagen und </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">MWSt</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">) zu bezahlen.</span></p><p class="Standard Dispotext DispoEinzug"><span class="Standard Dispotext DispoEinzug">Im weitergehenden Umfang wird </span><span class="Standard Dispotext DispoEinzug">die unentgeltliche Rechtsvertreterin der Beschwerdeführerin, Rechtsanwältin Géraldine Walker, Zürich, </span><span class="Standard Dispotext DispoEinzug">mit </span><span class="Standard Dispotext DispoEinzug">Fr. 2‘175.60</span><span class="Standard Dispotext DispoEinzug"> (inkl. Barauslagen und </span><span class="Standard Dispotext DispoEinzug">MWSt</span><span class="Standard Dispotext DispoEinzug">) aus der Gerichtskasse entschädigt. </span><span class="Standard Dispotext DispoEinzug">Die Beschwerdeführerin wird </span><span class="Standard Dispotext DispoEinzug">auf die Nachzahlungspflicht gemäss § 16 Abs. 4 </span><span class="Standard Dispotext DispoEinzug">GSVGer</span><span class="Standard Dispotext DispoEinzug"> hingewiesen.</span></p><p class="Standard Dispotext DispoHngend"><span class="Standard Dispotext DispoHngend">4.</span><span> </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">Zustellung gegen Empfangsschein an:</span></p><p class="Standard Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">Rechtsanwältin Géraldine Walker</span></p><p class="Standard Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle</span></p><p class="Standard Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">Bundesamt für Sozialversicherungen</span></p><p class="Standard Dispotext DispoEinzug"><span class="Standard Dispotext DispoEinzug">sowie an:</span></p><p class="Standard Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">Gerichtskasse</span></p><p class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">5.</span><span> </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Gegen diesen Entscheid kann innert </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">30 Tagen</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"> seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundes</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">gesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 15. Juli bis und mit 15. August sowie vom 18. Dezember bis und mit dem 2. Januar (Art. 46 BGG).</span></p><p class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span> </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">stellen.</span></p><p class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span> </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismit</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">tel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat (Art. 42 BGG).</span></p><p class="Standard Dispotext DispoHngend"><br/></p><p class="Standard berschrift3"><span class="Standard berschrift3">Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich</span></p><p><br/></p><p>Die VorsitzendeDie Gerichtsschreiberin</p><p><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p>GrünigTanner Imfeld</p><p></p></div> </div></body></html>