<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2019.00445</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=219733&amp;W10_KEY=13013489&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2019.00445</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 13.11.2019</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">2. Abteilung/2. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">AuslÃ¤nderrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Widerruf der Niederlassungsbewilligung und Familiennachzug</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Widerruf der Niederlassungsbewilligung und Verweigerung Familiennachzug wegen Scheinehe. [Dem kosovarischen Beschwerdeführer wird gestützt auf seine Ehe mit einer in der Schweiz niedergelassenen Frau eine Aufenthalts- und später auch eine Niederlassungsbewilligung erteilt. Vor und nach dieser Ehe zeugte er mit seiner jetzigen kosovarischen Frau je zwei Kinder. Die zwei vorehelichen Kinder legte der Beschwerdeführer im Rahmen des Bewilligungsverfahrens nicht offen. Nachdem der Beschwerdeführer um den Nachzug seiner kosovarischen Ehefrau und der gemeinsamen Kinder ersucht hatte, wurde seine Niederlassungsbewilligung widerrufen.] Ausschlaggebend für den Widerruf ist nicht das (alleinige) Verschweigen von vor- oder ausserehelichen Kindern, sondern der dadurch indizierte Verdacht, dass im Heimatland eine parallel gelebte Beziehung bestand, die künftig unter Umgehung von Sinn und Zweck der ausländerrechtlichen Regeln zu einem Familiennachzug führen soll. Die Geburt von ausser- oder vorehelichen Kindern während des Bestehens der Ehe in der Schweiz bildet ein - nicht alleine - entscheidendes Indiz in diesem Zusammenhang. Neben der Zeugung von gemeinsamen Kindern sind je nachdem zusätzlich andere Hinweise dafür erforderlich, dass tatsächlich eine Zweitbeziehung bestand (E. 4.2). Ob der Beschwerdeführer mit seiner heutigen Frau während seiner Ehe in der Schweiz tatsächlich eine Parallelbeziehung führte, lässt sich anhand der Akten nicht abschliessend beurteilen (E.4.2.2). Zur Vermeidung eines Instanzenverlusts und aufgrund der beschränkten Kognition des Verwaltungsgerichts rechtfertigt es sich deshalb, die Sache zur weiteren Untersuchung und zum Neuentscheid an die Vorinstanz zurückzuweisen (E. 4.3). Rückweisung der Beschwerde. </b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: GEHÃRSVERLETZUNG">GEHÃRSVERLETZUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: NIEDERLASSUNGSBEWILLIGUNG">NIEDERLASSUNGSBEWILLIGUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: RÃCKWEISUNG">RÃCKWEISUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: SCHEINEHE">SCHEINEHE</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: SCHEINEHEVERDACHT">SCHEINEHEVERDACHT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: WIDERRUF">WIDERRUF</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade">Art. 62 Abs. 1 lit. a AIG</span><br/><span class="gerade">Art. 63 Abs. 1 lit. a AIG</span><br/><span class="ungerade">Art. 90 Abs. 1 lit. a AIG</span><br/><span class="gerade">Art. 29 Abs. 2 BV</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 3 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="WordSection1"> <table border="1" cellpadding="0" cellspacing="0" class="MsoNormalTable" width="0"> <tr> <td valign="top"> <p class="Kopf1"><span>Verwaltungsgericht</span></p> <p class="Kopf1"><span>des Kantons ZÃ¼rich</span></p> <p class="Kopf1"><span>2. Abteilung</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Kopf1"> </p> </td> <td valign="top"> <p class="Kopf1"><span><img alt="" height="78" id="Bild 1" src="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getImage&amp;nF38_KEY=44853" width="123"/></span></p> </td> </tr> </table> <p class="MsoNormal">VB.2019.00445</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"><b><span>Urteil</span></b></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="Zwischentitel"> </p> <p class="MsoNormal"><span>der 2. Kammer</span></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">vom <a id="VF_DAT_ENTSCHEID">13. November 2019</a></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">Mitwirkend: AbteilungsprÃ¤sident Andreas Frei<span> (Vorsitz)</span>, Verwaltungsrichterin Elisabeth Trachsel, Verwaltungsrichterin Silvia Hunziker, <a id="TN_AUTOTEXT_RICHTER"></a><a id="TN_AUTOTEXT_GS"></a>Gerichtsschreiberin Corinna Seiler. </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">In Sachen</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>A,<b> </b>vertreten durch RA B, dieser substituiert durch MLaw C, </span></p> <p class="MsoNormal"><b><span>BeschwerdefÃ¼hrer,</span></b><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="Zwischentitel">gegen</p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>Migrationsamt des Kantons ZÃ¼rich,<b> </b></span></p> <p class="MsoNormal"><b><span>Beschwerdegegner, </span></b></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><b><span>betreffend Widerruf der Niederlassungsbewilligung und Familiennachzug,</span></b></p> <p class="Zwischentitel">hat sich ergeben: </p> <p class="Sachverhalt1"><b>I. </b> </p> <p class="Urteilstext">Der 1969 geborene kosovarische StaatsangehÃ¶rige A hielt sich erstmals von 1990 bis 1992 als Saisonnier in der Schweiz auf. Im Juli 1998 reiste er wiederum in die Schweiz ein und ersuchte um Asyl. Nach abschlÃ¤giger Beurteilung seines Asylgesuchs verliess er die Schweiz erneut. Im FrÃ¼hling 2000 lernte er in ZÃ¼rich die in der Schweiz aufenthaltsberechtigte und damals noch verheiratete bulgarische StaatsangehÃ¶rige D (geb. 1966) kennen. Am 12. Mai 2005 heirateten A und D, worauf ihm am 15. Juni 2006 eine Aufenthaltsbewilligung zum Verbleib bei seiner Ehefrau und am 20. Mai 2016 eine Niederlassungsbewilligung erteilt wurde. Die Ehe A/D wurde am 6. August 2012 geschieden. Am 15. September 2017 heiratete A die Landsfrau E. </p> <p class="Sachverhalt1"><span>E war erstmals am 23. August 1998 zu ihren in der Schweiz lebenden FamilienangehÃ¶rigen in die Schweiz eingereist und hatte hier zwei erfolgslose Asylverfahren durchlaufen, worauf sie am 11. Juni 2000 in den Kosovo ausgeschafft worden war. Am 10. Februar bzw. 28. MÃ¤rz 2002 stellte E wiederum Antrag auf Bewilligung der Einreise zu ihrer in der Schweiz lebenden Familie im Rahmen eines schwerwiegenden persÃ¶nlichen HÃ¤rtefalls. Dieser wurde am 5. April 2002 abgewiesen und ein dagegen erhobener Rekurs blieb erfolgslos. </span>A und E lernten sich im Jahr 2001 im Kosovo kennen und gingen eine intime Verbindung ein. 2002 wurde die gemeinsame Tochter F geboren. 2005 wurde im Kosovo, die zweite gemeinsame Tochter G, und 2014 H, die dritte gemeinsame Tochter, geboren. Am 15. Juni 2017 reiste E mit ihren (damals) drei TÃ¶chtern in die Schweiz ein. Nach der Heirat mit A am 15. September 2017 ersuchte sie einerseits fÃ¼r sich und andererseits fÃ¼r ihre drei TÃ¶chter um Familiennachzug zum Verbleib beim Ehemann bzw. Vater. 2017 wurde I als viertes Kind der Eheleute A/E geboren.</p> <p class="Urteilstext">Aufgrund des durch das Gesuch von E um Familiennachzug resp. Verbleib beim Ehemann geweckten Scheineheverdachts liess das Migrationsamt A und D am 20. September 2017 polizeilich zu ihrer (inzwischen geschiedenen) Ehe befragen. Mit VerfÃ¼gung vom 27. Juni 2018 widerrief es die Niederlassungsbewilligung von A, wies die Nachzugsgesuche seiner Ehefrau und der gemeinsamen vier Kinder ab, verfÃ¼gte unter Ansetzung einer Ausreisefrist bis am 27. September 2018 deren Wegweisung aus der Schweiz und hielt fest, dass ein Rekurs keine aufschiebende Wirkung entfalte. </p> <p class="Sachverhalt1"><b>II. </b> </p> <p class="Urteilstext">Am 3. August 2018 erhob A Rekurs gegen die VerfÃ¼gung vom 27. Juni 2018. Mit Zwischenentscheid vom 26. Oktober 2018 trat die Rekursabteilung der Sicherheitsdirektion auf das Gesuch um Erteilung der aufschiebenden Wirkung nicht ein. </p> <p class="Urteilstext">Mit Urteil vom 6. MÃ¤rz 2019 (VB.2018.00767) wies das Verwaltungsgericht eine Beschwerde von E und ihren TÃ¶chtern gegen den Entscheid der Rekursabteilung der Sicherheitsdirektion vom 26. Oktober 2018 betreffend die Verweigerung der aufschiebenden Wirkung bzw. GewÃ¤hrung eines prozeduralen Aufenthaltsrechts ab, soweit es darauf eintrat. Daraufhin verliessen E und die vier TÃ¶chter die Schweiz.</p> <p class="Urteilstext">Den von A am 3. August 2018 erhobenen Rekurs wies die Rekursabteilung der Sicherheitsdirektion am 28. Mai 2019 ab, unter Ansetzung einer neuen Ausreisefrist bis am 31. August 2019.</p> <p class="Sachverhalt1"><b>III. </b> </p> <p class="Urteilstext">Mit Beschwerde vom 8. Juli 2019 liess A (nachfolgend: der BeschwerdefÃ¼hrer) dem Verwaltungsgericht beantragen, es sei der angefochtene Rekursentscheid vollumfÃ¤nglich aufzuheben und das Migrationsamt anzuweisen, ihm die Niederlassungsbewilligung zu belassen und das Familiennachzugsgesuch vom 18. September 2017 gutzuheissen; alles unter Kosten- und EntschÃ¤digungsfolgen zu Lasten des Beschwerdegegners. </p> <p class="Urteilstext">WÃ¤hrend sich das Migrationsamt nicht vernehmen liess, verzichtete die Rekursabteilung der Sicherheitsdirektion auf Vernehmlassung.</p> <p class="Urteilstext">Mit Eingabe vom 15. Juli 2019 reichte der Rechtsvertreter des BeschwerdefÃ¼hrers ergÃ¤nzende Unterlagen zur Beschwerde ein. Danach folgten keine weiteren Eingaben.</p> <p class="Einzug1"><span>Die Kammer erwÃ¤gt:</span></p> <p class="Erwgung1"><b>1. </b> </p> <p class="Erwgung2">Mit der Beschwerde an das Verwaltungsgericht kÃ¶nnen Rechtsverletzungen einschliesslich Ermessensmissbrauch, ErmessensÃ¼berschreitung und Ermessensunterschreitung, und die unrichtige oder ungenÃ¼gende Feststellung des Sachverhalts gerÃ¼gt werden, nicht aber die Unangemessenheit des angefochtenen Entscheids (§ 20 in Verbindung mit § 50 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 [VRG]).</p> <p class="Erwgung1"><b>2. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>2.1 </b>Der BeschwerdefÃ¼hrer macht geltend, sein Anspruch auf rechtliches GehÃ¶r sei verletzt worden, indem die Vorinstanz die in der Rekursschrift angebotenen Beweismittel, insbesondere die AnhÃ¶rung der Tochter von D, nicht abgenommen habe. </p> <p class="Erwgung2"><b>2.2 </b>Der Anspruch auf rechtliches GehÃ¶r (Art. 29 Abs. 2 der Bundesverfassung vom 18. April 1999 [BV]) ist formeller Natur. Seine Verletzung fÃ¼hrt grundsÃ¤tzlich ungeachtet der Erfolgsaussichten der Beschwerde in der Sache selbst zur Aufhebung des angefochtenen Entscheids. Der Anspruch auf rechtliches GehÃ¶r gemÃ¤ss Art. 29 Abs. 2 BV beinhaltet auch die Pflicht der BehÃ¶rde, rechtzeitig und formrichtig angebotene Beweise abzunehmen, die eine erhebliche Tatsache betreffen und nicht vÃ¶llig untauglich erscheinen (BGE 134 I 140 E. 5.3). Ãber nicht rechtserhebliche Tatsachenbehauptungen ist kein Beweis zu fÃ¼hren und entsprechenden BeweisantrÃ¤gen keine Folge zu leisten (BGr, 21. Dezember 2012, 2D_29/2012, E. 3.1 mit Literaturhinweis; vgl. auch BGE 125 I 127 E. 6c/cc). Die BehÃ¶rde hat nach pflichtgemÃ¤ssem Ermessen zu entscheiden, welche der angebotenen Beweismittel rechtserheblich sind und zur KlÃ¤rung des Sachverhalts beitragen und welche nicht; es gilt der Grundsatz der freien BeweiswÃ¼rdigung. Die BehÃ¶rde kann das Beweisverfahren schliessen, wenn die BeweisantrÃ¤ge eine nicht erhebliche Tatsache betreffen oder offensichtlich untauglich sind oder wenn es aufgrund bereits abgenommener Beweise seine Ãberzeugung gebildet hat und ohne WillkÃ¼r in vorweggenommener BeweiswÃ¼rdigung annehmen kann, dass seine Ãberzeugung durch weitere Beweiserhebungen nicht geÃ¤ndert wÃ¼rde (sog. antizipierte BeweiswÃ¼rdigung; BGE 124 I 208 E. 4a). </p> <p class="Erwgung2"><b>2.3 </b>In der Stellungnahme vom 5. Februar 2018 zum Widerruf der Niederlassungsbewilligung und sinngemÃ¤ss auch in der Rekursschrift beantragte der BeschwerdefÃ¼hrer, es seien J (Tochter von D), K (Freundin von D) und L (Angestellter Restaurant M) zu seiner tatsÃ¤chlich gefÃ¼hrten Beziehung mit D zu befragen. Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass diese Personen sachdienliche Hinweise zum vorliegenden Verfahren hÃ¤tten machen kÃ¶nnen. Indem diese Beweise nicht abgenommen wurden, wurde das rechtliche GehÃ¶r des BeschwerdefÃ¼hrers verletzt. Die Beweise hÃ¤tten in erster Linie durch den Beschwerdegegner abgenommen werden mÃ¼ssen. Da dies nicht geschehen ist, hÃ¤tte die Vorinstanz die GehÃ¶rsverletzung feststellen und die Sache an den Beschwerdegegner zurÃ¼ckweisen kÃ¶nnen (vgl. BGr, 17. Mai 2019, 2C_118/2018, E. 4). Die Vorinstanz hat diese Personen im Rahmen ihrer zusÃ¤tzlich zu treffenden AbklÃ¤rungen (vgl. nachfolgend E. 3.2.3) als Auskunftspersonen zu befragen. </p> <p class="Erwgung2"><b>2.4 </b>Mit Eingabe vom 15. Juli 2019 reichte der BeschwerdefÃ¼hrer als Nachtrag zur Beschwerde je ein Schreiben von J, N und O (ehemalige Nachbarn von D und dem BeschwerdefÃ¼hrer) und K ein und offerierte erneut deren Befragung. Da die Schreiben von J und K, deren Befragung bereits beantragt wurde, erst im Verfahren vor Verwaltungsgericht eingebracht wurden, Ã¤ndern diese nichts an der GehÃ¶rsverletzung durch den Beschwerdegegner.</p> <p class="Erwgung1"><b>3. </b>Aus dem Einwand, dass der Beschwerdegegner im Zeitpunkt der GewÃ¤hrung der Niederlassungsbewilligung von der Scheidung und den Kindern im Ausland gewusst habe, kann der BeschwerdefÃ¼hrer nichts zu seinen Gunsten ableiten. Aus den Akten ist zum einen ersichtlich, dass D den Beschwerdegegner Ã¼ber die Scheidung informierte. Zum andern liegen zwei Vollmachten mit dem Betreff "Migration / Familiennachzug" bei den Akten. Bei der einen Vollmacht wird konkretisierend darauf hingewiesen, dass insbesondere die AbklÃ¤rung der MÃ¶glichkeiten des Familiennachzugs fÃ¼r Frau und zwei TÃ¶chter und die Veranlassung der nÃ¶tigen Schritte im Auftrag enthalten seien. Beide Vollmachten wurden dem Beschwerdegegner im Jahr 2014 eingereicht. Die Namen der Ehefrau und der TÃ¶chter sowie deren Geburtsdaten waren in diesen Dokumenten nicht genannt. Entgegen der Auffassung des BeschwerdefÃ¼hrers konnte der Beschwerdegegner alleine aus diesen Informationen nicht erkennen, dass die Kinder bereits vor seiner Ehe mit D auf die Welt kamen und damit ein Indiz fÃ¼r eine Scheinehe vorliegt. Erst aufgrund des Gesuchs um Familiennachzugs von E und den drei Kindern vom 18. September 2017 konnte der Beschwerdegegner erkennen, dass der BeschwerdefÃ¼hrer bereits vor der Ehe mit D mit E liiert gewesen sein musste. Somit hat der Beschwerdegegner nicht in Kenntnis der gesamten UmstÃ¤nde die Bewilligung erteilt und durfte daher im Rahmen eines Widerrufsverfahrens auf die Bewilligung zurÃ¼ckkommen. </p> <p class="Erwgung1"><b>4. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>4.1 </b>Eine Niederlassungsbewilligung kann unter anderem widerrufen werden, wenn der betroffene AuslÃ¤nder im Bewilligungsverfahren (in TÃ¤uschungsabsicht) falsche Angaben gemacht oder wesentliche Tatsachen verschwiegen hat (Art. 62 Abs. 1 lit. a in Verbindung mit Art. 63 Abs. 1 lit. a des AuslÃ¤nder- und Integrationsgesetzes vom 16. Dezember 2005 [AIG], in der bis Ende 2018 geltenden Fassung) und sich noch nicht mehr als 15 Jahre ununterbrochen und ordnungsgemÃ¤ss in der Schweiz aufhÃ¤lt (Art. 63 Abs. 2 AIG). Eine auslÃ¤ndische Person, welche um Aufenthalt in der Schweiz ersucht, ist verpflichtet, an der Feststellung des Sachverhalts mitzuwirken und zutreffende und vollstÃ¤ndige Angaben Ã¼ber die fÃ¼r die Regelung des Aufenthalts wesentlichen Tatsachen zu machen (Art. 90 Abs. 1 lit. a AIG). Nach der Rechtsprechung zu Art. 62 Abs. 1 lit. a AIG muss die auslÃ¤ndische Person die Fragen der MigrationsbehÃ¶rde wahrheitsgetreu beantworten. Falsche Angaben, welche fÃ¼r die Erteilung der Aufenthalts- oder Niederlassungsbewilligung relevant sind, fÃ¼hren zum Widerruf derselben. Dabei ist nicht erforderlich, dass die Bewilligung bei richtigen oder vollstÃ¤ndigen Angaben mit Sicherheit verweigert worden wÃ¤re. Es genÃ¼gt, wenn der Anspruch auf eine Bewilligung bei Offenlegung der VerhÃ¤ltnisse ernsthaft infrage gestellt gewesen wÃ¤re (BGE 142 II 265 E. 3.1; BGr, 25. September 2017, 2C_279/2017, E. 3.1). Was das Verschweigen wesentlicher Tatsachen betrifft, muss bei der auslÃ¤ndischen Person eine TÃ¤uschungsabsicht vorliegen. Eine solche ist zu bejahen, wenn die auslÃ¤ndische Person einen falschen Anschein Ã¼ber Tatsachen erweckt hat oder aufrechterhÃ¤lt, von denen sie vernÃ¼nftigerweise wissen musste, dass sie fÃ¼r den Bewilligungsentscheid von Bedeutung sein kÃ¶nnten (BGE 135 II 1 E. 4.1). Dies ist insbesondere der Fall, wenn eine auslÃ¤ndische Person ihr Gesuch um Familiennachzug auf eine Ehe mit einem in der Schweiz anwesenheitsberechtigen Partner stÃ¼tzt und dabei eine stabile Lebenspartnerschaft mit einer Drittperson (Parallelbeziehung) verschweigt. Dadurch tÃ¤uscht die auslÃ¤ndische Person die BehÃ¶rde Ã¼ber den wahren Charakter der Ehe, auf die sich das Anwesenheitsrecht stÃ¼tzen soll. Das Verschweigen einer Parallelbeziehung fÃ¼hrt somit zum Widerruf der Niederlassungsbewilligung gestÃ¼tzt auf Art. 63 Abs. 1 lit. a in Verbindung mit Art. 62 Abs. 1 lit. a AIG (BGr, 17. August 2018, 2C_169/2018, E. 2.2; BGE 142 II 265 E. 3.2; BGr, 9. April 2018, 2C_334/2017, E. 2.2). </p> <p class="Erwgung3"><b>4.1.1 </b>Die Vorinstanz ist im angefochtenen Entscheid zum Schluss gekommen, indem der BeschwerdefÃ¼hrer anlÃ¤sslich des Einreiseverfahrens am 13. Oktober 2005 bestÃ¤tigte, keine Kinder zu haben, <span>obwohl die beiden Ã¤lteren TÃ¶chter zu diesem Zeitpunkt schon auf der Welt waren, bzw. diese sowie die voreheliche Parallelbeziehung zur Mutter seiner Kinder verschwiegen habe, habe er im Bewilligungsverfahren wesentliche Tatsachen verschwiegen und damit einen Widerrufsgrund gesetzt. Es bestÃ¼nden keine Zweifel daran, dass der Beschwerdegegner in Kenntnis der tatsÃ¤chlichen VerhÃ¤ltnisse die Aufenthaltsbewilligung des BeschwerdefÃ¼hrers widerrufen resp. ihm keine Niederlassungsbewilligung ausgestellt hÃ¤tte. Die Voraussetzungen fÃ¼r den Widerruf der Niederlassungsbewilligung nach Art.</span> <span>63 Abs.</span> <span>1 lit. a in Verbindung mit Art.</span> <span>62 Abs.</span> <span>1 lit. a AIG seien somit erfÃ¼llt. Ferner mÃ¼sse davon ausgegangen werden, dass der BeschwerdefÃ¼hrer die Ehe mit D von Anfang an nur zum Schein eingegangen sei und er somit bereits bei der Erteilung bzw. VerlÃ¤ngerung der Aufenthaltsbewilligung wissentlich wesentliche Tatsachen verschwiegen habe. Selbst wenn die Ehe zwischen dem BeschwerdefÃ¼hrer und D nicht bloss zum Schein eingegangen worden sei, erweise sich die Berufung auf die Ehe aufgrund Verschweigens wesentlicher Tatsachen gleichwohl als rechtsmissbrÃ¤uchlich. </span></p> <p class="Erwgung3"><b><span>4.1.2 </span></b>Der<span> BeschwerdefÃ¼hrer gesteht ein, dass er zwischen 2001 und 2004 mit E eine AffÃ¤re gehabt habe und dies zur gleichen Zeit, als er auch D getroffen habe und die beiden entschieden hÃ¤tten, ihre Zukunft zusammen zu verbringen. Er macht jedoch geltend, dass dies fÃ¼r den Bewilligungsentzug nicht relevant sei, da diese Parallelbeziehung vor der aufenthaltsbegrÃ¼ndenden Ehe mit D stattgefunden habe. Danach habe er mit E keinen Kontakt mehr gehabt und es gÃ¤be keinerlei Hinweise, dass er wÃ¤hrend der Ehe mit D mit einer anderen Frau eine Beziehung gefÃ¼hrt habe. Dass er die Existenz seiner zwei Ã¤lteren Kinder bei der Einreise nicht angegeben habe, sei darauf zurÃ¼ckzufÃ¼hren, dass er zu diesem Zeitpunkt noch keine Gewissheit gehabt habe, dass er deren Vater sei und als solcher in den Geburtsurkunden auch nicht eingetragen gewesen sei. SpÃ¤ter sei er nie danach gefragt worden und sei davon ausgegangen, dass voreheliche Kinder keinen Einfluss auf sein Aufenthaltsrecht hÃ¤tten. </span></p> <p class="Urteilstext"><b><span>4.2 </span></b><span>Die auslÃ¤ndische Person trifft im Bewilligungsverfahren ohne ausdrÃ¼ckliche entsprechende Befragung der BehÃ¶rden keine generelle Pflicht, auf die Existenz von vor- oder ausserehelichen Kindern im Ausland hinzuweisen (</span>BGr, 5.<span> </span>September 2019, 2C_403/2019, E.<span> </span>4.1.1; <span>BGE</span> <span>142 II 265 E. 3; BGr, 14. Februar 2014, </span>2C_214/2013, E. 2.2; BGr, 2. Dezember 2011, 2C_403/2011, E. 3.3.3<span>). Dies ist nur soweit erforderlich, als deren Existenz fÃ¼r den auslÃ¤nderrechtlichen Status nicht nur potenziell, sondern aufgrund sÃ¤mtlicher UmstÃ¤nde auch konkret als wesentlich zu gelten hat. Im Entscheid BGE</span> <span>142 II 265 vom 24. Mai 2016 hat das Bundesgericht seine Praxis diesbezÃ¼glich prÃ¤zisiert: Ausschlaggebend ist demnach nicht das (alleinige) Verschweigen von vor- oder ausserehelichen Kindern, sondern der dadurch indizierte Verdacht, dass im Heimatland eine parallel gelebte Beziehung bestand, die kÃ¼nftig unter Umgehung von Sinn und Zweck der auslÃ¤nderrechtlichen Regeln zu einem Familiennachzug fÃ¼hren soll. Die Geburt von ausser- oder vorehelichen Kindern wÃ¤hrend des Bestehens der Ehe in der Schweiz bildet ein â nicht allein â entscheidendes Indiz in diesem Zusammenhang. Neben der Zeugung von gemeinsamen Kindern sind je nachdem zusÃ¤tzlich andere Hinweise dafÃ¼r erforderlich, dass tatsÃ¤chlich eine Zweitbeziehung bestand. Solche kÃ¶nnen etwa darin liegen, dass sich die Partner regelmÃ¤ssig wechselseitig besuchen, besondere wirtschaftliche Leistungen an den anderen Elternteil erbringen oder etwa eine De-facto-Ehe ohne zivilrechtliche Eheschliessung in der Heimat aufrechterhalten. Entscheidend ist die qualitative Natur der Beziehung, die â parallel zur hiesigen Ehe â im Ausland gelebt wird und zeitverschoben den spÃ¤teren Familienzusammenschluss in der Schweiz bezweckt (BGr, 17. Mai 2019, 2C_118/2018, E. 4.4; BGr, 3. Januar 2018, 2C_523/2017, E. 2.2; BGr, 20. Juli 2016, 2C_1115/2015, E. 4.2.2; vgl. BGE</span> <span>142 II 265 E. 5).</span></p> <p class="Erwgung3"><b><span>4.2.1 </span></b><span>Vorliegend ist die Ã¤lteste Tochter drei Jahre vor und die zweitÃ¤lteste Tochter wÃ¤hrend der Ehe des BeschwerdefÃ¼hrers und D, nÃ¤mlich zwei Monate nach der Heirat, geboren. Die beiden jÃ¼ngeren TÃ¶chter wurden beide erst nach der Scheidung geboren. Die Tatsache, dass der BeschwerdefÃ¼hrer mit E vor und nach der Ehe mit D je zwei Kinder zeugte, bildet nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung ein starkes, aber nicht allein entscheidendes Indiz fÃ¼r das Bestehen einer Parallelbeziehung zwischen dem BeschwerdefÃ¼hrer und E (BGr, 17. Mai 2019, 2C_118/2018, E. 4.4). Neben der Zeugung gemeinsamer Kinder sind je nachdem zusÃ¤tzliche andere Hinweise dafÃ¼r erforderlich, dass tatsÃ¤chlich eine Zweitbeziehung bestand (BGr, 17. Mai 2019, 2C_118/2018, E. 4.4).</span></p> <p class="Erwgung3"><b>4.2.2 </b>Zur Parallelbeziehung zwischen dem BeschwerdefÃ¼hrer und E fÃ¼hrt die Vorinstanz einzig aus, fÃ¼r eine solche spreche, dass der BeschwerdefÃ¼hrer gemÃ¤ss Auskunft von D jeweils in den Ferien und im Winter fÃ¼r jeweils ca. drei bis vier Wochen ohne sie im Kosovo geweilte habe (vgl. E<span> </span>19.1 des vorinstanzlichen Entscheids). Diese Feststellung reicht alleine nicht aus, um eine wÃ¤hrend der Ehe zwischen dem BeschwerdefÃ¼hrer und D gefÃ¼hrte Parallelbeziehung mit E annehmen zu dÃ¼rfen. Neben den gemeinsamen Kindern des BeschwerdefÃ¼hrers mit E werden keine weiteren Hinweise dafÃ¼r angefÃ¼hrt, dass dieser die Beziehung mit E auch wÃ¤hrend der Ehe mit D aufrechterhielt. </p> <p class="Erwgung2"><a id="_Ref22738444"><b>4.3 </b>Zur Vermeidung eines Instanzenverlusts und aufgrund der beschrÃ¤nkten Kognition des Verwaltungsgerichts rechtfertigt es sich deshalb, die Sache zur weiteren Untersuchung und zum Neuentscheid an die Vorinstanz zurÃ¼ckzuweisen. </a><span>Die Vorinstanz</span> wird zu klÃ¤ren haben, ob der BeschwerdefÃ¼hrer wÃ¤hrend der Ehe mit D die Beziehung zu E aufrechterhielt. Hinweise dafÃ¼r kÃ¶nnen etwa sein, dass <span>sie sich regelmÃ¤ssig wechselseitig besuchten oder besondere wirtschaftliche Leistungen an den anderen Elternteil erbrachten. Insbesondere hat die Vorinstanz dazu die Befragung von E Ã¼ber die schweizerische Botschaft im Kosovo zu veranlassen.</span></p> <p class="Erwgung2">Der BeschwerdefÃ¼hrer liess vor Verwaltungsgericht eine BestÃ¤tigung des Vermieters von E, P, einreichen, wonach dieser E von 2000 bis 2007 eine Wohnung vermietet habe, in welcher sie mit einer Person namens Q lebte. GemÃ¤ss Angaben des BeschwerdefÃ¼hrers handelt es sich bei Q um den damaligen Partner von E. Dass E in dieser Zeit mit einem anderen Mann zusammenlebte, erklÃ¤re auch, dass sie den BeschwerdefÃ¼hrer nicht mit der Vaterschaft (der beiden Ã¤lteren TÃ¶chter) konfrontiert habe und belege, dass er mit E wÃ¤hrend seines Aufenthalts in der Schweiz mit ihr keine Parallelbeziehung gefÃ¼hrt habe. Dazu beantragte der BeschwerdefÃ¼hrer â wie bereits in der Beschwerdeschrift selbst â die Befragung von E durch die schweizerische Botschaft. Da die Vorinstanz E aufgrund der RÃ¼ckweisung zur tatsÃ¤chlich gelebten Parallelbeziehung zu befragen hat, rechtfertigt es sich, dass dieser Beweisantrag auch durch sie abzunehmen ist. So ist E auch zum MietverhÃ¤ltnis und ihrer damaligen Beziehung zu Q zu befragen. </p> <p class="Erwgung1"><b>5. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>5.1 </b>Eine RÃ¼ckweisung zu neuem Entscheid bei offenem Ausgang ist in Bezug auf die Nebenfolgen als Obsiegen der beschwerdefÃ¼hrenden Partei zu behandeln (BGr, 28. April 2014, 2C_846/2013, E. 3.2 f. mit Hinweisen; Marco Donatsch in: Alain Griffel [Hrsg.], Kommentar zum VRG, 3. A., ZÃ¼rich etc. 2014, § 64 N. 5). Damit sind die Kosten des vorliegenden Verfahrens dem unterliegenden Beschwerdegegner aufzuerlegen und ist dieser fÃ¼r das verwaltungsgerichtliche Beschwerdeverfahren zur Bezahlung einer angemessenen ParteientschÃ¤digung von Fr. 1'500.- zu verpflichten (§ 65a Abs. 2 in Verbindung mit § 13 Abs. 2 VRG sowie § 17 Abs. 2 VRG).</p> <p class="Erwgung2"><b>5.2 </b>Ãber die Kosten- und EntschÃ¤digungsfolgen des Rekursverfahrens hat die Vorinstanz im Neuentscheid zu befinden.</p> <p class="Erwgung1"><b>6. </b> </p> <p class="Erwgung2">Beim vorliegenden RÃ¼ckweisungsentscheid handelt es sich um einen Zwischenentscheid gemÃ¤ss Art. 93 des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (BGG). Die Beschwerde an das Bundesgericht kann deshalb nur erhoben werden, wenn der Zwischenentscheid einen nicht wiedergutzumachenden Nachteil bewirken kÃ¶nnte oder wenn die Gutheissung der Beschwerde sofort einen Endentscheid herbeifÃ¼hren und damit einen bedeutenden Aufwand an Zeit und Kosten fÃ¼r ein weitlÃ¤ufiges Beweisverfahren ersparen wÃ¼rde.</p> <p class="Einzug1"><span>DemgemÃ¤ss erkennt <span>die Kammer</span>:</span></p> <p class="Einzug2"><span>1. Die Beschwerde wird teilweise gutgeheissen. Die Sache wird zur weiteren Untersuchung und zum Neuentscheid im Sinn der ErwÃ¤gungen an die Rekursabteilung der Sicherheitsdirektion zurÃ¼ckgewiesen. </span></p> <p class="Einzug2"><span>2. Die GerichtsgebÃ¼hr wird festgesetzt auf <br/> Fr. 2'000.--; die Ã¼brigen Kosten betragen:<br/> Fr. 70.-- Zustellkosten,<br/> Fr. 2'070.-- Total der Kosten.</span></p> <p class="MsoNormal"><span>3. Die Gerichtskosten werden dem Beschwerdegegner auferlegt<span>.</span></span></p> <p class="MsoNormal"><span>4. Der Beschwerdegegner wird verpflichtet, dem BeschwerdefÃ¼hrer fÃ¼r das Beschwerdeverfahren eine ParteientschÃ¤digung von Fr. 1'500.- (Mehrwertsteuer inbegriffen) zu bezahlen. </span></p> <p class="MsoNormal"><span>5. Gegen<span> dieses Urteil kann im Sinn der ErwÃ¤gungen Beschwerde erhoben werden. Die </span>Beschwerde<span> ist innert 30 Tagen, von der Zustellung an gerechnet, beim Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, einzureichen</span>.</span></p> <p class="MsoNormal"><span>6. Mitteilung an â¦</span></p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>