<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="content"> <div class="para">Bundesgericht </div> <div class="para">Tribunal fédéral </div> <div class="para">Tribunale federale </div> <div class="para">Tribunal federal </div> <div class="para"> </div> <div class="para">{T 0/2} </div> <div class="para">2C_270/2010 </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Urteil vom 6. April 2010 </div> <div class="para">II. öffentlich-rechtliche Abteilung </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Besetzung </div> <div class="para">Bundesrichter Zünd, Präsident, </div> <div class="para">Gerichtsschreiber Feller. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Verfahrensbeteiligte </div> <div class="para">X.________, </div> <div class="para">Beschwerdeführer, </div> <div class="para"> </div> <div class="para">gegen </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Einwohnergemeinde A.________, </div> <div class="para">Polizei- und Militärdirektion des Kantons Bern. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Gegenstand </div> <div class="para">Nichtverlängerung der Aufenthaltsbewilligung und Wegweisung, </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Beschwerde gegen das Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 25. Februar 2010. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Erwägungen: </div> <div class="para"> </div> <div class="para">1. </div> <div class="para">Der nigerianische Staatsangehörige X.________ reiste im Februar 2004 in die Schweiz ein und ersuchte unter falschem Namen - erfolglos - um Asyl. Am 12. November 2004 heiratete er eine Schweizer Bürgerin, woraufhin ihm eine Aufenthaltsbewilligung erteilt wurde. Der gemeinsame Haushalt wurde im Juli 2006 aufgegeben (gerichtlich genehmigte Trennungsvereinbarung vom 31. August 2006) und seither nicht wieder aufgenommen; die Ehe ist am 16. Mai 2009 geschieden worden. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Mit Verfügung vom 2. April 2009 lehnten die Einwohnerdienste der Einwohnergemeinde A.________ als zuständige Fremdenpolizeibehörde das Gesuch um eine weitere Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung von X.________ ab und setzten ihm eine Ausreisefrist an. Die gegen diese Verfügung erhobene Beschwerde an die Polizei- und Militärdirektion des Kantons Bern blieb erfolglos. Mit Urteil vom 25. Februar 2010 wies das Verwaltungsgericht des Kantons Bern die gegen den Direktionsentscheid vom 10. September 2009 erhobene Beschwerde ab, unter Neuansetzung der Aufreisefrist auf den 16. April 2010. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Mit als Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten bzw. subsidiäre Verfassungsbeschwerde bezeichneter Rechtsschrift in französischer Sprache vom 30. März 2010 beantragt X.________ dem Bundesgericht im Wesentlichen, das Urteil des Verwaltungsgerichts aufzuheben und ihm die Aufenthaltsbewilligung zu verlängern, damit er seine Ausreise organisieren könne "en respectant (ses) obligations contractuelles découlant du droit de travail, du droit de bail et (son) droit aux assurances sociales". </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Es ist weder ein Schriftenwechsel noch sind andere Instruktionsmassnahmen angeordnet worden. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">2. </div> <div class="para">2.1 Die Beschwerdeschrift ist in französischer Sprache verfasst, das angefochtene Urteil in deutscher Sprache. Gemäss <span class="artref">Art. 54 Abs. 1 BGG</span> wird das Verfahren in der Regel in der Sprache des angefochtenen Entscheids geführt. Es besteht vorliegend kein Anlass, von dieser Regel abzuweichen, und das Urteil ergeht in der Amtssprache Deutsch. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">2.2 Gemäss <span class="artref">Art. 83 lit. c Ziff. 2 BGG</span> ist die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten unzulässig gegen Entscheide auf dem Gebiet des Ausländerrechts betreffend Bewilligungen, auf die weder das Bundesrecht noch das Völkerrecht einen Anspruch einräumt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Der Beschwerdeführer hat keinen Anspruch auf Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung: Wohl war er mit einer Schweizer Bürgerin verheiratet und hatte er insofern gestützt auf Art. 42 Abs. 1 AuG einen Anspruch auf Erteilung und Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung. Nach der mittlerweile erfolgten Scheidung besteht dieser gesetzliche Anspruch jedoch nicht fort: Ausgehend von seinen für das Bundesgericht verbindlichen Sachverhaltsfeststellungen (vgl. <span class="artref">Art. 105 Abs. 1 BGG</span>) hat das Verwaltungsgericht zutreffend erkannt, dass die Ehegemeinschaft nicht drei Jahre gedauert hat (Art. 50 Abs. 1 lit. a AuG). Der Beschwerdeführer behauptet sodann keine Umstände, die geeignet wären, Grundlage für den Fortbestand des Bewilligungsanspruchs im Sinne von Art. 50 Abs. 1 lit. b und Abs. 2 AuG zu bilden. Inwiefern sich nach Auflösung der Ehe einerseits und aus einer sechsjährigen Landesanwesenheit andererseits ein Bewilligungsanspruch aus dem vom Beschwerdeführer am Rande erwähnten <span class="artref">Art. 8 EMRK</span> ergeben könnte, bleibt unerfindlich (s. dazu namentlich <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=25&amp;from_date=30.03.2010&amp;to_date=18.04.2010&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F130-II-281%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page281">BGE 130 II 281</a> E. 3 S. 285 ff.). Soweit die Beschwerde die Bewilligungsfrage zum Gegenstand hat, ist sie als Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten nach <span class="artref">Art. 83 lit. c Ziff. 2 BGG</span> unzulässig. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Hinsichtlich der Frage der Wegweisung ist das ordentliche Rechtsmittel in Anwendung von <span class="artref">Art. 83 lit. c Ziff. 4 BGG</span> offensichtlich unzulässig (<span class="artref">Art. 108 Abs. 1 lit. a BGG</span>). </div> <div class="para"> </div> <div class="para">2.3 Der Beschwerdeführer will seine Beschwerde subsidiär als Verfassungsbeschwerde gemäss <span class="artref">Art. 113 ff. BGG</span> behandelt wissen. Mit diesem Rechtsmittel kann einzig die Verletzung verfassungsmässiger Rechte gerügt werden (<span class="artref">Art. 116 BGG</span>). </div> <div class="para">2.3.1 Hinsichtlich der Bewilligungsfrage selber ist der Beschwerdeführer zur subsidiären Verfassungsbeschwerde nicht legitimiert: Mangels Bewilligungsanspruchs hat er diesbezüglich kein rechtlich geschütztes Interesse an der Aufhebung oder Änderung des angefochtenen Entscheids (<span class="artref">Art. 115 lit. b BGG</span>; vgl. dazu <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=25&amp;from_date=30.03.2010&amp;to_date=18.04.2010&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F133-I-185%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page185">BGE 133 I 185</a>). Bei der einzigen in diesem Zusammenhang erhobenen Verfassungsrüge (<span class="artref">Art. 29 Abs. 2 BV</span>) handelt es sich zwar um eine solche verfahrensrechtlicher Natur. Derartige Rügen sind gegebenenfalls trotz fehlender Legitimation in der Sache selbst zulässig. Nicht zu hören sind dabei aber Vorbringen, die im Ergebnis auf die Überprüfung des Sachentscheids abzielen, wie etwa die Behauptung, dass die Begründung des angefochtenen Entscheids unvollständig oder zu wenig differenziert ausgefallen sei oder sich nicht mit sämtlichen Argumenten und Parteivorbringen auseinandersetze (vgl. <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=25&amp;from_date=30.03.2010&amp;to_date=18.04.2010&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F114-IA-307%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page307">BGE 114 Ia 307</a> E. 3c S. 313<span class="artref">; <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=25&amp;from_date=30.03.2010&amp;to_date=18.04.2010&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F129-I-217%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page217">129 I 217</a></span> E. 1.4 S. 222<span class="artref">; <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=25&amp;from_date=30.03.2010&amp;to_date=18.04.2010&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F126-I-81%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page81">126 I 81</a></span> E. 7b S. 94; <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=25&amp;from_date=30.03.2010&amp;to_date=18.04.2010&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F118-IA-232%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page232">118 Ia 232</a> E. 1c S. 236; zur Weiterführung dieser so genannten "Star-Praxis" unter der Herrschaft des Bundesgerichtsgesetzes s. <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=25&amp;from_date=30.03.2010&amp;to_date=18.04.2010&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F133-I-185%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page185">BGE 133 I 185</a> E. 6.2 S. 198 f.). Bei den unter dem Titel Gehörsverweigerung (<span class="artref">Art. 29 Abs. 2 BV</span> [in Verbindung mit <span class="artref">Art. 8 EMRK</span>]) gemachten Ausführungen des Beschwerdeführers handelt es sich um in dem Sinn unzulässige Vorbringen. </div> <div class="para">2.3.2 Der Beschwerdeführer beschwert sich auch über die Wegweisung bzw. die damit verbundenen Modalitäten (Ausreisefrist); diesbezüglich wäre er - im Prinzip - zur subsidiären Verfassungsbeschwerde legitimiert. Zu diesem Prozessthema wird als einziges verfassungsmässiges Recht der Grundsatz von Treu und Glauben angerufen. Inwiefern dieses Grundrecht durch die Vorgehensweise des Verwaltungsgerichts, welches dem Beschwerdeführer, der seit über einem Jahr ernsthaft mit einer Wegweisung rechnen muss, nochmals eine Ausreisefrist von sechs Wochen angesetzt hat, tangiert sein sollte, legt der Beschwerdeführer nicht in einer den gesetzlichen Begründungsanforderungen (Art. 42 Abs. 2 bzw. <span class="artref">Art. 106 Abs. 2 BGG</span>) genügenden Weise dar. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Die subsidiäre Verfassungsbeschwerde erweist sich ihrerseits als offensichtlich unzulässig bzw. entbehrt einer hinreichenden Begründung (<span class="artref"><artref id="CH/173.110/108/b" type="start"></artref><artref id="CH/173.110/108/1/b" type="start"></artref><artref id="CH/173.110/108/1/a" type="start"></artref>Art. 108 Abs. 1 lit. a und b BGG</span><artref id="CH/173.110/108/1/b" type="end"></artref><artref id="CH/173.110/108/b" type="end"></artref><artref id="CH/173.110/b" type="end"></artref>). </div> <div class="para"> </div> <div class="para">2.4 Auf das Rechtsmittel des Beschwerdeführers ist damit - im vereinfachten Verfahren nach <span class="artref">Art. 108 BGG</span> - weder als Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten noch als subsidiäre Verfassungsbeschwerde einzutreten. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Mit diesem instanzabschliessenden Urteil wird das Gesuch um aufschiebende Wirkung gegenstandslos. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">2.5 Dem Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege kann schon darum nicht entsprochen werden, weil die Beschwerde von vornherein aussichtslos erschien. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Damit sind die Gerichtskosten (<span class="artref">Art. 65 BGG</span>) entsprechend dem Verfahrensausgang dem Beschwerdeführer aufzuerlegen (Art. 66 Abs. 1 erster Satz BGG). </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Demnach erkennt der Präsident: </div> <div class="para"> </div> <div class="para">1. </div> <div class="para">Auf die Beschwerden wird nicht eingetreten. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">2. </div> <div class="para">Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege wird abgewiesen. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">3. </div> <div class="para">Die Gerichtskosten von Fr. 500.--- werden dem Beschwerdeführer auferlegt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">4. </div> <div class="para">Dieses Urteil wird den Verfahrensbeteiligten, dem Verwaltungsgericht des Kantons Bern und dem Bundesamt für Migration schriftlich mitgeteilt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Lausanne, 6. April 2010 </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Im Namen der II. öffentlich-rechtlichen Abteilung </div> <div class="para">des Schweizerischen Bundesgerichts </div> <div class="para">Der Präsident: Der Gerichtsschreiber: </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Zünd Feller </div> </div></body></html>