<h2>SubmittedText<h2><p>Aufgrund von Medienberichten (z. B. "heute" vom 25. September 2007) fehlt den Schweizer Nationalteam-Spielerinnen das Geld, um voll auf den Fussball setzen zu können. Sie sind gegenüber den Spielerinnen anderer Länder benachteiligt.</p><p>Im Breitenfussball verzeichnet der Frauenfussball zwar erfreuliche Zuwachsraten. Das Potenzial ist jedoch noch längst nicht ausgeschöpft. Wie die 5. Fifa-Frauen-Weltmeisterschaft eindrucksvoll bewiesen hat, profitiert der Fussballsport von der Entwicklung des Frauenfussballs enorm, was die Anzahl Aktiven, Spielmöglichkeiten, (TV-)Zuschauerinnen und Zuschauer und das Spielniveau betrifft.</p><p>Ich möchte den Bundesrat daher um die Beantwortung folgender Fragen bitten:</p><p>1. Gibt es die Möglichkeit von Sporthilfebeiträgen für die Nationalteam-Spielerinnen?</p><p>2. Gibt es eine Möglichkeit, den Frauenfussballrat Schweiz finanziell zu unterstützen?</p><p>3. Welche anderen Möglichkeiten gibt es, um die Rahmenbedingungen insbesondere für die Spielerinnen, die Trainerinnen und die Frauenfussballclubs in der Schweiz generell zu verbessern?</p><p>4. Welche Möglichkeiten sind denkbar, um kulturelle und soziale Barrieren, welche die Frauen und Mädchen vom Fussball fernhalten, zu beseitigen?</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Der Bundesrat unterstützt im Rahmen seiner Möglichkeiten die Förderung des Schweizer Frauenfussballs. Die konkreten Fragen beantwortet er wie folgt:</p><p>1. Für die Vergabe der Sporthilfebeiträge ist Swiss Olympic zuständig. Die Spielerinnen sowohl des Nationalteams als auch der U-17/19-Auswahlmannschaften des Schweizerischen Fussballverbandes (SFV) erhalten eine solche finanzielle Unterstützung. Wie in allen anderen Sportarten ist diese jedoch vom internationalen Leistungsausweis abhängig.</p><p>Der Bund leistet gemäss Bundesgesetz über die Förderung von Turnen und Sport Beiträge an Swiss Olympic und die ihm angeschlossenen nationalen Sportverbände. Daraus fliessen indirekt auch Mittel des Bundes an das Nachwuchskonzept Frauen, welches der SFV mit jährlich 660 000 Franken fördert.</p><p>Eine weitere Unterstützung des Frauenfussballs durch den Bund erfolgt über die "Jugend und Sport"-Nachwuchsförderung. Die "Jugend und Sport"-Statistiken zeigen im Übrigen einen Aufwärtstrend der Teilnehmerinnenzahlen.</p><p>2. Ziel des Frauenfussballrates Schweiz ist die Gründung "eines Netzwerks, mit Frauenpersönlichkeiten aus den Bereichen Politik, Wirtschaft, Medien, Gesellschaft und Kultur, welche den Frauenfussball gezielt unterstützen und Image- und Sponsorenpflege betreiben". Gemäss Bundesgesetz über die Förderung von Turnen und Sport kann der Bund lediglich Swiss Olympic und die ihm angeschlossenen nationalen Sportverbände finanziell unterstützen.</p><p>3./4. Mit dem Konzept für eine Sportpolitik in der Schweiz strebt der Bundesrat u. a. eine Verbesserung der Rahmenbedingungen für den Nachwuchs- und Spitzensport in der Schweiz an. Die entsprechenden Massnahmen kommen auch dem Frauenfussball zugute.</p><p>Im Vergleich zu international führenden Frauenfussball-Nationen hat der sportliche und gesellschaftliche Stellenwert des Frauenfussballs in der Schweiz noch Verbesserungspotenzial. Frauenfussball ist in unserem Land eine relativ junge Disziplin. Der Zugang zu Sportarten, welche traditionsgemäss "Männerdomänen" sind, erfordert einen Kulturwandel und entsprechend Zeit. Diesbezüglich wurde in der Schweiz in den letzten Jahren bereits wertvolle Überzeugungsarbeit geleistet: Fussballspielende Mädchen und Frauen sind heute sportlicher Alltag. Dies belegen auch die Zuwachsraten an lizenzierten Spielerinnen im SFV. Mit zunehmenden Erfolgen auf internationaler Ebene wird - analog den Beispielen USA und Deutschland - auch der Stellenwert des Frauenfussballs in der Schweiz ansteigen.</p>  Antwort des Bundesrates.