Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche- rungsrecht vom 27. Oktober 2016 (720 16 71 /276) ____________________________________________________________________ Invalidenversicherung IV-Rente / Würdigung des medizinischen Sachverhalts: auf das schlüssige Verwaltungs- gutachten kann abgestellt werden Besetzung Präsident Andreas Brunner, Kantonsrichter in Elisabeth Berger Götz, Kantonsrichter Daniel Noll, Gerichtsschreiber Markus Schäfer Parteien A.____, Beschwerdeführerin, vertreten durc h Daniel Altermatt, Rechtsanwalt, Neuarlesheimerstrasse 15, Postfach 435, 4143 Dornach gegen IV -Stelle Basel -Landschaft , Hauptstrasse 109 , 4102 Binningen , Beschwerdegegnerin Betreff IV-Rente A. Die 1962 geborene A.____ hatte sich am 16. Janua r 2007 unter Hinweis auf „starke Schmerzen am linken Knie“ bei der Eidgenössischen Invalidenversicherung (IV) zum Bezug von Leistungen angemeldet. Nach Abklärung der gesundhei tlichen, der erwerblichen und der haus- wirtschaftlichen Verhältnisse ermittelte die IV-Ste lle Basel-Landschaft bei der Versicherten in Anwendung der gemischten Bemessungsmethode - mit An teilen von je 50 % an Erwerbs- und an Haushalttätigkeit - ab 12. Mai 2006 einen Invali ditätsgrad von 13 %, ab 26. April 2007 einen Seite 2 http://www.bl.ch/kantonsgericht solchen von 58 % und ab 1. Dezember 2007 wiederum einen solchen von 13 %. Gestützt auf diese Ergebnisse sprach die IV-Stelle A.____ nach Durchf ührung des Vorbescheidverfahrens mit Verfügung vom 11. Dezember 2008 für den Zeitraum vom 1. Juli 2007 bis 29. Februar 2008 eine befristete halbe Rente zu. Gleichzeitig hielt si e fest, dass ab 1. März 2008 kein Rentenan- spruch mehr bestehe. Diese Verfügung erwuchs unangefochten in Rechtskraft. Am 2. Dezember 2013 meldete sich die zuletzt seit Oktobe r 2009 in einem Teilzeitpensum als Mitarbeiterin im Reinigungsdienst bei der B.____ AG tätig gewesene A.____ - wiederum unter Hinweis auf Kniebeschwerden links - erneut bei der IV zum Leistungsbezug an. Nach Vornah- me medizinischer und erwerblicher Abklärungen ermittelt e die IV-Stelle bei der Versicherten - nunmehr in Anwendung der allgemeinen Bemessungsmethode - einen Invaliditätsgrad von 28 %. Gestützt auf dieses Ergebnis lehnte sie nach durchge führtem Vorbescheidverfahren mit Verfügung vom 27. Januar 2016 einen Anspruch von A.____ auf eine Rente ab. B. Gegen diese Verfügung erhob A.____, vertreten dur ch Rechtsanwalt Daniel Altermatt, am 29. Februar 2016 Beschwerde beim Kantonsgericht, Ab teilung Sozialversicherungsrecht (Kantonsgericht). Darin beantragte sie, es sei die angef ochtene Verfügung aufzuheben und es sei die IV-Stelle zu verpflichten, neue medizinische Abklär ungen vorzunehmen; unter o/e- Kostenfolge. Am 29. Juni 2016 reichte die Versicherte einen von ih r in ihrer Beschwerde in Aussicht gestell- ten MRI-Bericht des Instituts C.____ vom 11. Juni 2015 nach. C. In ihrer Vernehmlassung vom 22. Juli 2016 beantragt e die IV-Stelle die Abweisung der Beschwerde. Zudem legte sie ihren Ausführungen eine B eurteilung von Dr. med. D.____, Or- thopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates FMH, Regionaler Ärztlicher Dienst (RAD) beider Basel, vom 6. Juli 2016 bei. Das Kantonsgericht zieht i n E r w ä g u n g : 1. Gemäss Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes üb er die Invalidenversicherung (IVG) vom 19. Juni 1959 können Verfügungen der kantonalen IV -Stellen direkt vor dem Versiche- rungsgericht am Ort der IV-Stelle angefochten werde n. Anfechtungsobjekt des vorliegenden Verfahrens bildet eine Verfügung der IV-Stelle Basel-Landschaft, sodass die örtliche Zuständig- keit des Kantonsgerichts Basel-Landschaft zu bejahen ist. La ut § 54 Abs. 1 lit. b des Gesetzes über die Verfassungs- und Verwaltungsprozessordnung (VPO ) vom 16. Dezember 1993 beur- teilt das Kantonsgericht als Versicherungsgericht als ein zige gerichtliche Instanz des Kantons Beschwerden gegen Verfügungen der kantonalen IV-Stell e. Es ist somit auch sachlich zur Be- handlung der vorliegenden Beschwerde zuständig. Auf die - im Übrigen frist- und formgerecht erhobene - Beschwerde der Versicherten vom 29. Februar 2016 ist demnach einzutreten. 2.1 Anspruch auf eine Rente haben nach Art. 28 Abs. 1 IVG Versicherte, die ihre Erwerbs- fähigkeit oder ihre Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Ein- Seite 3 http://www.bl.ch/kantonsgericht gliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können (lit. a), während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittli ch mindestens 40 % arbeitsunfähig gewesen sind (lit. b) und nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid sind (lit. c). 2.2 Nach Art. 6 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungs- rechts (ATSG) vom 6. Oktober 2000 ist die Arbeitsunfähig keit die durch eine Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit be dingte, volle oder teilweise Unfä- higkeit, im bisherigen Beruf oder Aufgabenbereich zumut bare Arbeit zu leisten (Satz 1). Bei langer Dauer wird auch die zumutbare Tätigkeit in e inem andern Beruf oder Aufgabenbereich berücksichtigt (Satz 2). Als Invalidität gilt nach Art. 8 ATSG die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunf ähigkeit. Sie kann im IV-Bereich Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1 IVG). Unter Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geist igen oder psychischen Gesundheit verur- sachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederun g verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kom menden allgemeinen Arbeitsmarkt zu verstehen (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind nach Art. 7 Abs. 2 ATSG ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen (Satz 1). Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objekti- ver Sicht nicht überwindbar ist (Satz 2). 2.3 Gemäss Art. 28 Abs. 2 IVG wird die Rente nach de m Grad der Invalidität wie folgt ab- gestuft: Die versicherte Person hat Anspruch auf eine ga nze Rente, wenn sie zu mindestens 70 %, auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie zu mindestens 60 %, auf eine halbe Rente, wenn sie zu mindestens 50 % und auf eine Viertelsrente, wenn sie zu mindestens 40 % invalid ist. 2.4 Für die Bemessung der Invalidität von erwerbstätige n Versicherten ist Art. 16 ATSG anwendbar (Art. 28a Abs. 1 IVG). Danach wird für die Bestimmung des Invaliditätsgrades das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchfüh- rung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eing liederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (Invalideneinkom- men), in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (Valideneinkommen). Der Einkomm ensvergleich hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die beiden hypothetischen Erwerbseinkommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und einander gegenübergestellt werde n. Aus der Einkommensdifferenz lässt sich der Invaliditätsgrad bestimmen (allgemeine Methode des Einkommensvergleichs; BGE 128 V 30 E. 1). 3.1 Bei der Feststellung des Gesundheitszustandes und insb esondere auch bei der Beur- teilung der Arbeitsfähigkeit der versicherten Person i st die Verwaltung (und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche u nd gegebenenfalls auch andere Fach- leute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesund- heitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig ist. Im Weiteren sind die ärztlichen Seite 4 http://www.bl.ch/kantonsgericht Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der Person noch zugemutet werden können (BGE 132 V 99 E. 4 mit weiteren Hinweisen). 3.2 Das Gericht hat die medizinischen Unterlagen nach de m für den Sozialversicherungs- prozess gültigen Grundsatz der freien Beweiswürdigung ( vgl. Art. 61 lit. c ATSG) - wie alle an- deren Beweismittel - frei, d.h. ohne Bindung an förm liche Beweisregeln, sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen. Dies bedeutet, dass das Sozialversicherungsgericht alle Beweismit- tel, unabhängig, von wem sie stammen, objektiv zu prüfe n und danach zu entscheiden hat, ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilun g des streitigen Rechtsanspruchs ge- statten. Insbesondere darf es bei einander widerspreche nden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzu- geben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt. Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist demnach entscheidend , ob dieser für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen be ruht, auch die geklagten Beschwer- den berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darle- gung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurte ilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen der Expertin oder des Experten begründet sind (BGE 134 V 232 E. 5.1; 125 V 352 E. 3a, 122 V 160 E. 1c). 3.3 Dennoch erachtet es die bundesgerichtliche Rechtspr echung mit dem Grundsatz der freien Beweiswürdigung als vereinbar, in Bezug auf be stimmte Formen medizinischer Berichte und Gutachten Richtlinien für die Beweiswürdigung auf zustellen (vgl. die ausführliche Zusam- menstellung dieser Richtlinien in BGE 125 V 352 E. 3b mit zahlreichen Hinweisen; vgl. dazu auch BGE 135 V 469 f. E. 4.4 und 4.5). So ist den im Rahmen des Verwaltungsverfahrens ein- geholten Gutachten externer Spezialärztinnen und -ärzte , welche aufgrund eingehender Be- obachtungen und Untersuchungen sowie nach Einsicht in d ie Akten Bericht erstatten und bei der Erörterung der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen ge langen, bei der Beweiswürdigung volle Beweiskraft zuzuerkennen, solange nicht konkrete Indi zien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen (BGE 125 V 353 E. 3b/bb mit weiteren Hinweisen). 4.1 Die Annahme einer allenfalls invalidisierenden psych ischen Gesundheitsbeeinträchti- gung setzt eine fachärztlich (psychiatrisch) gestellte Di agnose nach einem wissenschaftlich an- erkannten Klassifikationssystem voraus (BGE 131 V 50 E. 1.2, 130 V 398 ff. E. 5.3 und E. 6). Zu betonen ist, dass im Kontext der rentenmässig abzuge ltenden psychischen Leiden belas- tenden psychosozialen Faktoren sowie soziokulturellen Umstän den kein Krankheitswert zu- kommt. Ein invalidisierender Gesundheitsschaden im Sinne von Art. 8 ATSG in Verbindung mit Art. 4 Abs. 1 IVG setzt in jedem Fall ein medizinisches Substrat voraus, das die Arbeits- und Erwerbsfähigkeit wesentlich beeinträchtigt. Ist eine psych ische Störung von Krankheitswert schlüssig erstellt, kommt der weiteren Frage zentrale Bedeutung zu, ob und inwiefern, allenfalls bei geeigneter therapeutischer Behandlung, von der versi cherten Person trotz des Leidens wil- lensmässig erwartet werden kann, zu arbeiten und einem E rwerb nachzugehen (BGE 127 V 299 E. 5a mit Hinweisen). Zur Annahme einer d urch eine psychische Gesundheitsbeein- trächtigung verursachten Erwerbsunfähigkeit genügt es al so nicht, dass die versicherte Person nicht hinreichend erwerbstätig ist; entscheidend ist vielm ehr, ob anzunehmen ist, die Verwer- Seite 5 http://www.bl.ch/kantonsgericht tung der Arbeitsfähigkeit sei ihr sozial-praktisch nicht mehr zumutbar oder - als alternative Vo- raussetzung - sogar für die Gesellschaft untragbar (BGE 1 02 V 165; vgl. auch BGE 127 V 298 E. 4c in fine). 4.2.1 Zu beachten ist sodann, dass das Bundesgericht im Lei turteil BGE 141 V 281 ff. seine Rechtsprechung zur invalidisierenden Wirkung von somatof ormen Schmerzstörungen (BGE 130 V 352) und damit vergleichbaren psychosomatischen Lei den (vgl. BGE 140 V 13 f. E. 2.2.1.3) revidiert hat. Eine Einschränkung der Leist ungsfähigkeit kann danach weiterhin nur anspruchserheblich sein, wenn sie Folge einer fachärztlich einwandfrei diagnostizierten Ge- sundheitsbeeinträchtigung ist. Auch künftig wird der Ren tenanspruch - in Nachachtung der ver- fassungs- und gesetzmässigen Vorgaben von Art. 8 und 29 de r Bundesverfassung der Schwei- zerischen Eidgenossenschaft (BV) vom 18. April 1999 (Rech tsgleichheit) und Art. 7 Abs. 2 ATSG (objektivierte Zumutbarkeitsbeurteilung) - anhand eines normativen Prüfrasters beurteilt, und es braucht eine medizinische Evidenz, dass die Erwerbs unfähigkeit aus objektiver Sicht eingeschränkt ist. Indes trägt das Bundesgericht der seit längerem namentlich aus medizini- scher, aber auch aus juristischer Sicht an der bisherigen Schmerzrechtsprechung geäusserten Kritik Rechnung und hält an der Überwindbarkeitsvermutun g nicht weiter fest. Anstelle des bis- herigen Regel/Ausnahme-Modells tritt ein strukturiertes, normatives Prüfraster. In dessen Rah- men wird im Regelfall anhand von auf den funktionelle n Schweregrad bezogenen Standardindi- katoren das tatsächlich erreichbare Leistungsvermögen erg ebnisoffen und symmetrisch beur- teilt, indem gleichermassen den äusseren Belastungsfakto ren wie den vorhandenen Ressour- cen Rechnung getragen wird (Urteil A. des Bundesgerichts vom 29. Juni 2015, 9C_899/2014, E. 3.1 mit weiteren Hinweisen). 4.2.2 Die für die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit bei den genannten Gesundheitsschäden beachtlichen Standartindikatoren hat das Bundesgericht wie folgt systematisiert: Der erste Indi- katoren-Komplex steht unter dem Titel “Gesundheitsschädigung“. Darunter sind die Ausprägung der diagnoserelevanten Befunde, der Gesichtspunkt Behand lungs- und Eingliederungserfolg oder -resistenz und die Komorbiditäten zu würdigen. Im zweiten, die “Persönlichkeit“ betreffen- den Indikatoren-Komplex wird nach der Persönlichkeitsent wicklung und der Persönlichkeits- struktur gefragt, und es sind die persönlichen Ressourcen des Versicherten zu eruieren. Im drit- ten Indikatoren-Komplex schliesslich ist unter dem Titel “Sozialer Kontext“ eine Eruierung der Ressourcen anhand des sozialen Umfelds vorzunehmen. Anhand der ermittelten Indikatoren ist schliesslich die “Konsistenz“ zu prüfen. Darunter fallen ver haltensbezogene Kategorien wie die Indikatoren einer gleichmässigen Einschränkung des Aktivität sniveaus in allen vergleichbaren Lebensbereichen und eines behandlungs- und eingliederun gsanamnestisch ausgewiesenen Leidensdrucks (BGE 141 V 296 ff. E. 4). 4.2.3 Zwar hatten die Ärzte bereits bis anhin ihre Ste llungnahmen zur Arbeitsfähigkeit so substanziell wie möglich zu begründen, und es war für die ärztliche Plausibilitätsprüfung wichtig, in welchen Funktionen die versicherte Person eingeschränkt ist. Die diesbezüglichen Anforde- rungen hat das Bundesgericht aber nunmehr dahin gehend konkretisiert, dass aus den medizi- nischen Unterlagen genauer als bisher ersichtlich sein muss, welche funktionellen Ausfälle in Beruf und Alltag aus den versicherten Gesundheitsschäden resultieren. Diagnosestellung und - Seite 6 http://www.bl.ch/kantonsgericht in der Folge - Invaliditätsbemessung haben somit stärker als bis anhin die entsprechenden Auswirkungen der diagnoserelevanten Befunde zu berücksichtigen. Medizinisch muss schlüssig begründet sein, inwiefern sich aus den funktionellen A usfällen bei objektivierter Zumutbarkeits- beurteilung anhand der Standardindikatoren eine Einsc hränkung der Arbeitsfähigkeit ergibt. Eine anhaltende somatoforme Schmerzstörung und damit ve rgleichbare Leiden können somit eine Invalidität nur begründen, wenn die funktionelle n Auswirkungen der medizinisch festge- stellten gesundheitlichen Anspruchsgrundlage im Einzelfal l anhand der Standardindikatoren schlüssig und widerspruchsfrei mit zumindest überwiegende r Wahrscheinlichkeit in einem an- spruchserheblichen Ausmass nachgewiesen sind. Fehlt es daran , hat die Folgen der Beweislo- sigkeit nach wie vor die materiell beweisbelastete versicherte Person zu tragen (BGE 141 V 308 E. 6). 5.1 Wie eingangs erwähnt, hatte die IV-Stelle der Ve rsicherten mit Verfügung vom 11. De- zember 2008 für den Zeitraum vom 1. Juli 2007 bis 29. Februar 2008 eine befristete halbe Ren- te zugesprochen. Sie hatte sich damals bei der Beurteil ung des massgebenden medizinischen Sachverhalts vollumfänglich auf ein bidisziplinäres (rhe umatologisches/psychiatrisches) Gut- achten der Dres. med. E.____, Innere Medizin und Rheum atologie FMH, und F.____, Psychiat- rie und Psychotherapie FMH, vom 3. Januar 2008 gestützt. Nachdem sich die Versicherte im Dezember 2013 erneut bei der IV zum Bezug einer Rente angemeldet hatte, entschloss sich die IV-Stelle deshalb, wiederum bei den Dres. E.____ und F.____ ein bidisziplinäres Gutachten zum aktuellen Gesundheitszustand und zur Frage der Arbei tsfähigkeit der Versicherten einzu- holen. In ihrem Gutachten vom 20. Oktober 2014 halten die beiden Fachärzte als Diagnosen mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit ein chronisches lumbospondylogenes Schmerzsyn- drom rechtsbetont beidseits mit möglicher lumboradikulä rer Mitkomponente L4 rechts (ICD-10 M54.5) und eine medialbetonte Gonarthrose beidseits sow ie eine symptomatische Femoropa- tellararthrose rechts (ICD-10 M17.0) fest. Als Diagno sen ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähig- keit werden ein unspezifisches, multilokuläres chronifizier tes Schmerzsyndrom, eine Adipositas per magna sowie eine allgemeine muskuläre Dekonditioni erung und psychiatrischerseits eine mögliche leichte oder subdepressive Störung (ICD-10 F34 .1) sowie eine unspezifische Schmerzfehlverarbeitung (ICD-10 F68.0) aufgeführt. In ihrer Konsensbeurteilung halten die bei- den Gutachter fest, dass sich aus psychiatrischer Sicht wiede r eine ähnliche Explorandin wie anlässlich der Begutachtung im Jahr 2008 finde, indem diese in eher unreifer Art und Weise die Beschwerden darlege und sich vorwiegend auf die Schmerzp roblematik fokussiere. Ihr gesam- tes Verhalten sei nicht nachvollziehbar und sie wirke sehr dramatisierend. Es müsse ange- nommen werden, dass sie ineffiziente Bewältigungsstrategien aufweise. Insgesamt könne dabei aus psychiatrischer Sicht keine Einschränkung begründet werden. Aus rheumatologischer Sicht würden sich im Vergleich zur Voruntersuchung Hinweise a uf eine gewisse Verschlechterung der gesundheitlichen Situation zeigen, insbesondere du rch eine vermehrt symptomatische lum- bospondylogene und eine mögliche lumboradikuläre Mitko mponente rechts sowie auch durch vermehrt symptomatisch werdende arthrotische Kniebeschwer den beidseits. Ansonsten domi- niere weiterhin ein unspezifisches multilokuläres Schmerzsy ndrom, begleitet von einer sich zu- sätzlich ungünstig auswirkenden Adipositas per magna. Bezüg lich der seit der letzten Begut- achtung erfolgten operativen Massnahmen könne keine zusät zliche Einschränkung der Arbeits- fähigkeit ausgewiesen werden. Zur Frage der Arbeitsfä higkeit der Versicherten führen die Gut- Seite 7 http://www.bl.ch/kantonsgericht achter aus, dass aus psychiatrischer Sicht keine Einschränkung d er Arbeitsfähigkeit vorliege. Aufgrund der körperlichen Beeinträchtigungen bestehe eine Einschränkung auch für leichte Reinigungstätigkeiten, welche die Explorandin noch in einem Pensum von 50 % durchführen könnte. Bei repetitiv einzunehmenden Zwangshaltungen un d repetitivem Bücken könne aller- dings höchstens noch eine 30 %-ige Restarbeitsfähigkeit festgestellt werden. Eine anderweitige leichte Verweistätigkeit, durchgeführt in Wechselbelastung, sollte mit einer 30%-igen Leistungs- einschränkung auch in Zukunft möglich sein. 5.2 Wie oben ausgeführt (vgl. E. 4.2 hiervor), hat da s Bundesgericht im Juni 2015 mit dem Entscheid 141 V 281 ff. seine Rechtsprechung zur invalidisierenden Wirkung von somatoformen Schmerzstörungen und damit vergleichbaren psychosomatisch en Leiden revidiert. Da das bi- disziplinäre Gutachten der Dres. E.____ und F.____ im Oktober 2014 und somit noch vor dieser Rechtsprechungsänderung erstellt wurde, nimmt es selbstr edend nicht explizit zu den für die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit bei den genannten G esundheitsschäden neu zu beachtenden Standartindikatoren Stellung. Die IV-Stelle bat desha lb die RAD-Ärztin Dr. med. G.____, Psy- chiatrie und Psychotherapie FMH, anhand der Akten - ins besondere der gutachterlichen Be- obachtungen und Feststellungen der Dres. E.____ und F. ____ - die Frage der Arbeitsfähigkeit der Versicherten im Lichte der neuen bundesgerichtlichen Schmerzrechtsprechung nochmals zu prüfen. Diesem Ersuchen kam Dr. G.____ mit ihrem Be richt vom 13. Januar 2016, in wel- chem sie zu den einzelnen massgebenden Standartindikator en Stellung nimmt, nach. So hält sie in Bezug auf den Indikatoren-Komplex “Gesundheitsschädigung“ (Ausprägung und Schwere der objektiven Befunde) fest, dass die aus psychiatrischer Sicht erhobenen Befunde nicht aus- reichen würden, um eine relevante psychische Störung mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit zu begründen. Die Schwere der somatischen Komorbidität wiederum werde relativiert durch die fachärztliche Formulierung der zumutbaren Verweistätigkei ten (Belastungsprofil). Was den Komplex “Persönlichkeit“ betreffe, so würden keine Hinw eise auf eine Persönlichkeitsstörung vorliegen, und zum Komplex “Sozialer Kontext“ sei festzu halten, dass aufgrund der guten In- tegration in der erweiterten Grossfamilie davon ausg egangen werden könne, dass die Versi- cherte über adäquate interpersonelle Kompetenzen verfü ge. Bezüglich “Behandlung und Ein- gliederung“ zeige sich, dass der Krankheitsverlauf nicht allein durch medizinische, sondern auch durch invaliditätsfremde Gründe verursacht worden sei, beispielsweise durch eine ausge- prägte Krankheitsüberzeugung, ein geringes Bildungsnive au, den Migrationshintergrund, man- gelnde Deutschkenntnisse und den Verlust der Arbeitsstelle. Im Rahmen der erforderlichen Prü- fung der “Konsistenz“ schliesslich falle auf, dass beide Gut achter eine Tendenz zu einem mal- adaptiven Verhalten ohne Krankheitswert im Sinne ein er Symptomausweitung beschreiben würden. Zusammenfassend gelangte Dr. G.____ deshalb in Würdigung dieser Standartindikato- ren zum Ergebnis, dass bei der Versicherten genügend Ress ourcen vorhanden seien, welche die Zumutbarkeit einer 70 %-igen Arbeitsfähigkeit in einer leidensadaptierten Verweistätigkeit begründen würden. 5.3 Die IV-Stelle stützte sich in der angefochtenen Ver fügung vom 27. Januar 2016 bei der Beurteilung des Gesundheitszustandes und der Arbeitsfäh igkeit der Versicherten auf die Er- gebnisse, zu denen die Dres. E.____ und F.____ in ihre m bidisziplinären Gutachten vom 20. Oktober 2014 und Dr. G.____ in ihrer Beurteilung vom 13. Januar 2016 gelangt sind. Sie Seite 8 http://www.bl.ch/kantonsgericht ging demzufolge davon aus, dass die Versicherte in eine r leidensadaptierten leichten Tätigkeit, durchgeführt in Wechselbelastung, im Umfang von 70 % ar beitsfähig sei. Diese vorinstanzliche Beweiswürdigung ist nicht zu beanstanden. Wie oben ausgeführt (vgl. E. 3.3 hiervor), ist den im Rahmen des Verwaltungsverfahrens eingeholten Gutachten externer Spezialärztinnen und - ärzte, die aufgrund eingehender Beobachtungen und Unt ersuchungen sowie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei der Erörterung der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen gelangen, bei der Beweiswürdigung volle Beweiskraft zu zuerkennen, solange nicht konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen. Solche Indizien liegen hier keine vor. Das bidisziplinäre Gutachten der Dres. E.____ und F.___ _ vom 20. Oktober 2014 weist weder formale noch inhaltliche Mängel auf, es ist - wie dies vom Bundesgericht verlangt wird (vgl. E. 3.2 hiervor) - für die streitigen Belange umfassend, es beruht auf allseitigen Untersuchungen, es berücksichtigt die geklagten Beschwerden, es ist in Kenn tnis der Vorakten abgegeben wor- den, es leuchtet in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge bzw. der Beurteilung der aktuellen medizinischen Situation ein, es setzt sich mit den vorhandenen abweichenden ärztli- chen Einschätzungen auseinander und es ist in den Schlu ssfolgerungen überzeugend. Dazu kommt, dass Dr. G.____ eine nachträgliche Prüfung der bei der Beurteilung der invalidisieren- den Wirkung von somatoformen Schmerzstörungen und damit vergleichbaren psychosomati- schen Leiden neu massgebenden Standardindikatoren vorge nommen hat und dabei in nach- vollziehbarer Weise zum Ergebnis gelangt ist, dass die Ve rsicherte über genügend Ressourcen verfügt, um im Umfang der gutachterlich attestierten A rbeitsfähigkeit von 70 % eine leidens- adaptierte leichte Verweistätigkeit zu verrichten. 5.4 In ihrer Beschwerde macht die Versicherte geltend, die Feststellungen des rheumato- logischen Gutachters Dr. E.____ seien überholt, weil es se it dessen Untersuchung - aber noch vor Erlass der Rentenverfügung - zu einer Verschlechter ung ihres Gesundheitszustandes ge- kommen sei. Sie beruft sich dabei auf die Ergebnisse eine r am 11. Juni 2015 erfolgten MRI- Untersuchung im Institut C.____. Darin wird im Vergle ich zu den Voraufnahmen vom 8. Sep- tember 2014, die auch dem rheumatologischen Gutachter Dr. E.____ vorgelegen hatten, eine Zunahme der Lumboischialgie beschrieben. Die IV-Stelle hat diesen neuen Bilder und den Be- richt des Instituts C.____dem RAD-Arzt Dr. D.____ vorge legt. Dieser weist in seiner Stellung- nahme vom 6. Juli 2016 vorab darauf hin, dass es sich bei der Voraufnahme vom 8. September 2014 um eine MRT-Diagnostik im Liegen und bei den neu en Bildern vom 11. Juni 2015 um Funktions-MRI-Aufnahmen sitzend in Reklination und Inklin ation handle. Somit stünden einan- der Bilder aus zwei völlig unterschiedlichen Aufnahmetech niken gegenüber, die in Bezug auf eine messbare Verschlechterung nicht eins zu eins vergleichbar seien. Zu beachten sei sodann, dass die aktuell beschriebene Segmentinstabilität in der Höhe L4/5 klarerweise schon in den Bildern vom 8. September 2014 erkennbar gewesen und a uch von Dr. E.____ berücksichtigt worden sei. In seiner entsprechenden Diagnose sei Dr. E. ____ sogar von einer möglichen lum- boradikulären Mitkomponente L4 rechts ausgegangen. Eine Wurzelirritation habe jetzt aller- dings durch die Bilder aus dem Jahr 2015 nicht nachgewiesen werden können. Vor diesem Hin- tergrund erscheine die der Versicherten von Dr. E.___ _ damals attestierte 30 %-ige Leistungs- einschränkung als sehr wohlwollend. Mit den aktuell vor gebrachten bildgebenden Befunden würden sich jedenfalls, so Dr. D.____ weiter, die seit Januar 2015 subjektiv zunehmenden Be- schwerden der Versicherten nicht hinlänglich erklären lasse n, denn auch foraminal zeige sich Seite 9 http://www.bl.ch/kantonsgericht keine eindeutige Zunahme der geringen Einengung L4/5 beidseitig, bei welcher trotz rechtssei- tiger Klinik nur eine diskrete Betonung rechts vorliege. Gestützt auf diese schlüssigen Ausfüh- rungen von Dr. D.____ vom 6. Juli 2016 kann der Beurtei lung der IV-Stelle in der Vernehmlas- sung vom 22. Juli 2016 beigepflichtet und festgehalten w erden, dass die von der Versicherten geltend gemachte massgebliche Verschlechterung ihres Gesun dheitszustandes, zu der es seit der Begutachtung bei Dr. E.____ gekommen sein soll, nicht ausgewiesen ist. Entgegen der Auf- fassung der Beschwerdeführerin kann deshalb von weiteren zusätzlichen Abklärungen des ak- tuellen medizinischen Sachverhalts abgesehen werden. 6.1 Wie bereits oben ausgeführt (vgl. E. 2.4 hiervor), ist der Invaliditätsgrad bei erwerbstäti- gen Versicherten aufgrund eines Einkommensvergleichs zu be stimmen (Art. 16 ATSG). Die IV- Stelle hat in der angefochtenen Verfügung vom 27. J anuar 2016 den erforderlichen Einkom- mensvergleich vorgenommen und dabei einen Invaliditätsgrad der Versicherten von 28 % ermit- telt. 6.2 Der Versicherte beanstandet im Zusammenhang mit d er konkreten Berechnung, dass ihm die IV-Stelle bei der Bemessung des Invalideneinko mmens einen unzureichenden Abzug vom Tabellenlohn gewährt habe. 6.2.1 Wird das Invalideneinkommen wie im vorliegenden Fall auf der Grundlage von statisti- schen Durchschnittswerten ermittelt, ist der entsprechende Ausgangswert allenfalls zu kürzen. Mit dem sogenannten Leidensabzug wurde ursprünglich ber ücksichtigt, dass versicherte Per- sonen, welche in ihrer letzten Tätigkeit körperliche Sch werarbeit verrichteten und nach Eintritt des Gesundheitsschadens auch für leichtere Arbeiten nurme hr beschränkt einsatzfähig sind, in der Regel das entsprechende durchschnittliche Lohnniveau gesunder Hilfsarbeiter nicht errei- chen. Der ursprünglich nur bei Schwerarbeitern zugela ssene Abzug entwickelte sich in der Fol- ge zu einem allgemeinen behinderungsbedingten Abzug, w obei die Rechtsprechung dem Um- stand Rechnung trug, dass auch weitere persönliche und berufliche Merkmale der versicherten Person wie Alter, Dauer der Betriebszugehörigkeit, Nationalität oder Aufenthaltskategorie sowie Beschäftigungsgrad Auswirkungen auf die Höhe des Lohnes h aben können. Ein Abzug soll aber nicht automatisch, sondern nur dann erfolgen, wenn im Einzelfall Anhaltspunkte dafür be- stehen, dass die versicherte Person wegen eines oder mehr erer dieser Merkmale ihre gesund- heitlich bedingte (Rest-) Arbeitsfähigkeit auf dem al lgemeinen Arbeitsmarkt nur mit unterdurch- schnittlichem Einkommen verwerten kann. Bei der Bestimmun g der Höhe des Abzuges ist der Einfluss aller in Betracht fallenden Merkmale auf das I nvalideneinkommen unter Würdigung der Umstände im Einzelfall gesamthaft zu schätzen und insg esamt auf höchstens 25 % des Tabel- lenlohnes zu begrenzen (BGE 134 V 327 f. E. 5.2; vgl. z um Ganzen auch BGE 126 V 80 E. 5b/bb und cc). 6.2.2 Vorliegend hat die IV-Stelle in der angefochte nen Verfügung einen Abzug vom Tabellen- lohn von 5 % vorgenommen. Demgegenüber ist die Beschwe rdeführerin der Auffassung, dass sich in ihrem Fall die Gewährung des Maximalabzuges von 2 5 % rechtfertige. Dieser Betrach- tungsweise der Versicherten kann nicht beigepflichtet werden. Durch die gutachterlich attestie- ret Leistungseinschränkung von 30 % wird bereits hinreiche nd berücksichtigt, dass die Versi- Seite 10 http://www.bl.ch/kantonsgericht cherte auch in Verweistätigkeiten beeinträchtigt ist. I ndem die IV-Stelle zusätzlich einen lei- densbedingten Abzug von 5 % vorgenommen hat, hat sie d em Umstand Rechnung getragen, dass die Versicherte nur noch körperlich leichte Tätigkeit en ausüben kann. Da diese Einschät- zung inzwischen eher in Frage zu stellen ist, nachdem eine Wurzelirritation durch die neuen MRI-Aufnahmen aus dem Jahr 2015 nicht hat nachgewiesen w erden können (vgl. E. 5.4 hier- vor), ist der unter diesem Aspekt gewährte Abzug jeden falls nicht heraufzusetzen. Weitere Kri- terien, die eine Erhöhung des Abzugs vom Tabellenlohn rechtfertigen würden, sind ebenfalls nicht ersichtlich. So nehmen sowohl die Bedeutung des Alters als auch diejenige der Dienstjah- re der Versicherten ab, je niedriger das Anforderungsp rofil ist, weshalb diese Faktoren bei Tä- tigkeiten, die dem Kompetenzniveau 1 der LSE 2012 (“e infache Tätigkeiten körperlicher oder handwerklicher Art“) entsprechen, in der Regel keinen Anlass zu einem (weiteren) Abzug vom Tabellenlohn geben (vgl. BGE 126 V 79 E. 5a/cc). Unter Würdigung der gegebenen Umstände und in Berücksichtigung der in Betracht fallenden Merkma le lässt sich deshalb - entgegen der Auffassung der Beschwerdeführerin - die Vornahme eines höheren Abzugs nicht begründen. 6.3 Die vorinstanzliche Bemessung des massgebenden Validen- und des zumutbaren Inva- lideneinkommens erweist sich auch in den übrigen Punkten als korrekt. Die von der IV-Stelle ermittelten Zahlen sind denn auch - abgesehen vom vorste hend erörterten Einwand - in der vorliegenden Beschwerde nicht weiter beanstandet worden. Unter diesen Umständen kann hier von weiteren Ausführungen zum Einkommensvergleich abgesehen und stattdessen vollumfäng- lich auf die entsprechenden Ausführungen der IV-Stell e in der Verfügung vom 27. Januar 2016 verwiesen werden. 7. Aus dem Gesagten folgt zusammenfassend, dass die IV-S telle in der angefochtenen Verfügung vom 27. Januar 2016 einen Rentenanspruch der Versicherten zu Recht abgelehnt hat. Die hiergegen erhobene Beschwerde erweist sich demn ach als unbegründet, weshalb sie abgewiesen werden muss. 8.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1 bis IVG ist das Beschwerdeverfahren bei Streitigkeiten um di e Bewilligung oder die Verweigerung von IV-Leistungen vor dem kantonalen Versicherungsgericht kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem Verfahrensau fwand und unabhängig vom Streit- wert im Rahmen von 200-1000 Franken festgelegt. Bei F ällen wie dem vorliegenden, in denen ein durchschnittlicher Verfahrensaufwand entstanden ist, setzt das Gericht die Verfahrenskos- ten in Berücksichtigung des bundesrechtlichen Kostenrahmens einheitlich auf 600 Franken fest. Nach § 20 Abs. 3 VPO werden die Verfahrenskosten in der Regel der unterliegenden Partei in angemessenem Ausmass auferlegt. Vorliegend ist die Beschw erdeführerin unterliegende Par- tei, weshalb die Verfahrenskosten ihr zu auferlegen sind. 8.2 Die ausserordentlichen Kosten sind dem Prozessausgan g entsprechend wettzuschla- gen. Seite 11 http://www.bl.ch/kantonsgericht Demgemäss wird e r k a n n t : ://: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 2. Die Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 600.-- wer den der Be- schwerdeführerin auferlegt und mit dem geleisteten Kos tenvorschuss in der Höhe von Fr. 600.-- verrechnet. 3. Die ausserordentlichen Kosten werden wettgeschlagen. http://www.bl.ch/kantonsgericht