B u n d e s v e rw a l t u n g s g e r i ch t T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i f f éd é r a l T r i b u n a l e am m i n i s t r a t i vo f e d e r a l e T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i v fe d e r a l Abteilung IV D-7749/2009 U r t e i l v o m 11 . D e z e m b e r 2 0 1 2 Besetzung Richter Thomas Wespi (Vorsitz), Richter Gérald Bovier, Richter Bendicht Tellenbach, Gerichtsschreiber Stefan Weber. Parteien A._______, geboren (...), B._______, geboren (...), C._______, geboren (...), D._______, geboren (...), E._______, geboren (...), F._______, geboren (...), Syrien, alle vertreten durch lic. iur. Michael Steiner, Rechtsanwalt, Beschwerdeführende, gegen Bundesamt für Migration (BFM), Quellenweg 6, 3003 Bern, Vorinstanz. Gegenstand Asyl und Wegweisung; Verfügung des BFM vom 10. November 2009 / N_______. D-7749/2009 Seite 2 Sachverhalt: A. A.a. Eigenen Angaben zufolge verliessen die Beschwerdeführenden, sy- rische Staatsangehörige kurdischer Ethnie aus der Provinz G._______ mit letztem Wohnsitz in H._______ / Provinz G._______, zusammen mit ihren Kindern ihren Heimatstaat am (...) auf dem Landweg. Über I._______ und ihnen unbekannte Länder seien sie am 28. Mai 2008 ill e- gal in die Schweiz gelangt. Am gleichen Tag reichten sie im Empfangs - und Verfahrenszentrum (EVZ) in J._______ ihre Asylgesuche ein. Nach den dort am 16. Juni 2008 durchgeführten Kurzbefragungen wu rden die Beschwerdeführenden mit Verfügung vom 23. Juli 2008 für den Aufenthalt während des Asylverfahrens dem Kanton K._______ zugewiesen. A.b. Ein Fingerabdruckvergleich mit L._______ ergab, dass die B e- schwerdeführerin B._______ dort am (...) ein Asylgesuch eingereicht hat- te, das am (...) abgelehnt wurde. Am (...) wurde sie als "verschwunden" registriert. Diesbezüglich wurde ihr am 22. Juli 2008 seitens des BFM das rechtliche Gehör gewährt. A.c. Am 29. September 2009 wurden die Beschwerdeführenden vom BFM zu ihren Asylgründen angehört. Zur Begründung seines Gesuchs führte der Beschwerdeführer A._______ im Wesentlichen aus, sehr mit dem Volk der Kurden verbunden zu sein. Seit dem Jahre (...) sei er Mi t- glied der (Nennung Partei) und habe deren Musikgruppe geleitet res pek- tive sei für deren Bedarf und die logistischen Belange zuständig gew e- sen. Am (...), einen Tag nach dem Aufstand in H._______, als die Ve r- storbenen zu Grabe getragen worden seien, sei er vom Militär festg e- nommen und anschliessend einem anderen Sicherheit sdienst übergeben worden. Man habe ihn mit verbundenen Augen an einen ihm unbekan n- ten Ort geführt und während (...) Tagen inhaftiert. Während der Haft habe man ihm den Daumen der linken Hand gebrochen. Anschliessend sei er aufgrund einer Schmiergeldzahlung in der Nähe einer Bäckerei in H._______ freigelassen worden. Das zweite Mal sei er von zwei Angeh ö- rigen eines ihm unbekannten Sicherheitsdienstes am Newroz respektive am (...) erneut in H._______ verhaftet und für (...) Tage inhaftiert worden. Während der Haft hätten ihm die Beamten vorgeworfen, er versuche den Staat zu zerstören und – mit anderen zusammen – einen neuen Staat aufzubauen. Auch sei er schwer geschlagen worden und man habe ihn aufgefordert, mit den Sicherheitskräften zusammenzuarbeiten. Dank der Zahlung eines Bestechungsgeldes seines Kollegen M._______ sei er D-7749/2009 Seite 3 wieder freigekommen. Nach seiner Freilassung habe er H._______ ver- lassen, wobei ihm seine Freunde beziehungsweise M._______ geraten hätten, aus Syrien auszureisen. Überdies hätten der Nac hrichtendienst und das Militär ihr Haus beobachtet und auch einmal seine Frau und zwei seiner Söhne verhaftet. Einer seiner Söhne sei in L._______ und sei dort beim Radio und beim Fernsehen aktiv. Wegen dieses Sohnes sei er of t- mals zu Hause aufgesucht worden. Die Behörden hätten ihn aufgefordert, die Rückkehr dieses Sohnes nach Syrien zu veranlassen. Die älteren Kinder seien in der Schule unter Druck gesetzt und zum Beitritt in die Baath-Partei aufgefordert worden. Auch habe man ihn schikaniert, weil er seinen Kindern kurdische Namen gegeben habe. Ferner habe er einem Mann namens N._______, der in L._______ lebe und den er über seinen Sohn Q._______ kennengelernt habe, jeweils per Telefon Informationen über die Vorfälle in seiner Heimat weitergeleitet. Sein sich in L._______ aufhaltender Sohn Q._______ habe einige Zeit bei der Radio - und Fern- sehstation von N._______, der sicher in der Opposition zur syrischen R e- gierung sei, gearbeitet. Weiter habe er in der Schweiz seit seiner Einreise an diversen politischen Tätigkeiten, so insbesondere Kundgebungen, Demonstrationen und Sitzungen, teilgenommen, was durch die eing e- reichten Unterlagen belegt werde. Die Anlässe seien jeweils von (Aufzäh- lung der organisierenden Parteien) organisiert worden. Er sei zwar nicht Mitglied einer Partei, sympathisiere jedoch mit allen kurdischen Parteien. Ausserdem habe er in O._______ ein am (...) live gesendetes Interview gegeben. Eines der eingereichten Fotos, auf welchem er zu erkennen sei, sei ins Internet gestellt worden. In diesem Zusammenhang sei zu erwäh- nen, dass der syrische Nachrichtendienst auch Zugriff auf solche Webs i- tes habe. Die Beschwerdeführerin B._______ führte ihrerseits im Wesentlichen an, ihr Ehemann habe in Syrien eine Musik - und Tanzgruppe geleitet, we s- halb dieser verschiedentlich behördliche Probleme bekommen habe. Man habe diesen im Jahre (...) und (...) verhaftet und während (...) respektive (...) Tagen festgehalten. Am (...) sei sie selber zu Hause von zwei bis drei uniformierten Beamten festgenommen und während (...) Tage in H._______ inhaftiert worden. Die Sicherheitskräfte hätten während dieser Zeit Druck auf sie ausgeübt und sie nach dem Aufenthaltsort ihres in L._______ lebenden Sohnes Q._______ befragt. Da sie zu diesem Zei t- punkt schwanger gewesen und es zu einer Blutung gekommen sei, habe man sie wieder gehen lassen. In der Folge habe sie ihr ungeborenes Kind verloren. Da sie ständig beziehungsweise bereits vor der Ausre ise ihres Sohnes Q._______ nach L._______ von den Behörden belästigt worden D-7749/2009 Seite 4 seien, hätten sie die Flucht ergreifen müssen. Ferner sei anlässlich des Newroz-Festes im Jahre (...) nicht nur ihr Ehemann, sondern auch ihr Sohn P ._______ festgenommen worden. Als sie bei der Festnahme ihren Ehemann habe zurückhalten wollen, habe einer der Beamten ihr einen Schlag versetzt, worauf sie zu Boden gefallen sei. Ausserdem sei ihr Haus durchsucht und der ganze Haushalt durcheinander gebracht wo r- den. Ihren Sohn P ._______ hätten die Behörden nach rund einer Woche aus ihr unbekannten Gründen freigelassen. Hier in der Schweiz habe sie an zwei Kundgebungen in der Stadt K._______ teilgenommen. Weiter habe sie sich vor ihrer Reise in die Schweiz einmal mit ihrem Sohn Q._______ nach L._______ begeben und dort ein Asylgesuch eing e- reicht. Aus ihr unbekannten Gründen sei ihr Asylgesuch abgelehnt wo r- den, worauf sie nach Syrien zurückgekehrt sei. Sohn C._______ gab im Wesentlichen zu Protokoll, er sei bei seiner Grossmutter aufgewachsen und habe selber – im Gegensatz zu seinem Vater, seiner Mutter und Bruder P ._______ – keine Probleme mit den s y- rischen Behörden gehabt. Ein - oder zweimal sei das Haus seiner Gros s- mutter von den Sicherheitskräften durchsucht worden. Da seine Famil i- enangehörigen von den Behörden gesucht worden seien und er irgen d- wann hätte Militärdienst leisten müssen, sei er zusammen mit seinen E l- tern aus der Heimat ausgereist. Sohn D._______ führte im Wesentlichen an, seine Eltern – nicht aber er – hätten Probleme mit den syrischen Behörden gehabt. Als sein Vater ei n- mal mitgenommen worden sei, habe er sich zu Hause aufgehalten. Es sei ihm jedoch nichts geschehen. Als aber die Sicherheitskräfte ihre Mutter hätten festnehmen wollen, hätten sie geweint und versucht, deren Fes t- nahme zu verhindern, weshalb sie von den Beamten geschlagen worden seien. Er habe wegen der Probleme seiner Eltern Syrien verlassen. Zum Beleg ihrer Vorbringen reichten die Beschwerdeführenden mehrere Beweismittel zu den Akten (Auflistung Beweismittel). A.d. Die Vorinstanz ersuchte am 20. Juni 2008 die Schweizerische Ve r- tretung in Damaskus um Abklärungen vor Ort. Gemäss dem Abklärung s- ergebnis der Botschaft vom 27. Juli 2008 würden die Beschwerdeführen- den die syrische Staatsangehörigkeit besitzen und von den syrischen Be- hörden nicht gesucht. Der Beschwerdeführer A._______ habe im Besitz eines in G._______ ausgestellten Reisepasses Syrien am (...) über den Flughafen in (...) in Richtung R._______ verlassen. Dessen Ehefrau und D-7749/2009 Seite 5 der Sohn P ._______ (N_______; Geschäft s-Nr. D -7748/2009) würden keinen Reisepass besitzen, könnten aber einen beantragen. Zu diesen Feststellungen wurde den Beschwerdeführenden mit Schre i- ben des BFM 22. Oktober 2009 das rechtliche Gehör gewährt. Die Be- schwerdeführenden reichten am 30. Oktober 2009 ihre Stellungnahme zu den Akten. B. Mit Verfügung vom 10. November 2009 – eröffnet am 12. November 2009 – lehnte das BFM die Asylbegehren der Beschwerdeführenden ab und ordnete gleichzeitig die Wegweisung und deren Vollzug an. Die Vo r- instanz begründete ihre Verfügung im Wesentlichen damit, dass die Schilderungen der Beschwerdeführenden weder die Anforderungen von Art. 3 des Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 (AsylG, SR 142.31) an die Flüchtlingseigenschaft noch diejenigen von Art. 7 AsylG an die Glaubha f- tigkeit erfüllten. Der Vollzug der Wegweisung sei als zulässig, zumutbar und möglich zu erachten. C. Mit Eingabe vom 14. Dezember 2009 beantragten die Beschwerdefüh- renden die Aufhebung der vorinstanzlichen Verfügung, die Feststellung der Flüchtlingseigenschaft u nd die Gewährung von Asyl. Eventualiter sei von einer Wegweisung abzusehen respektive die Unzulässigkeit des Wegweisungsvollzugs festzustellen und die vorläufige Aufnahme anz u- ordnen. Allenfalls sei die Sache zur Prüfung von Wegweisungsvollzug s- hindernissen an die Vorinstanz zurückzuweisen. In prozessualer Hinsicht sei die unentgeltliche Rechtspflege im Sinne von Art. 65 Abs. 1 des Bu n- desgesetzes vom 20. Dezember 1968 über das Verwaltungsverfahren (VwVG, SR 172.021) zu gewähren und von der Erhebung eines Kost en- vorschusses abzusehen. Auf die Begründung wird, soweit entscheidw e- sentlich, in den Erwägungen eingegangen. D. Mit Verfügung des Instruktionsrichters vom 21. Dezember 2009 wurde den Beschwerdeführenden mitgeteilt, dass sie den Ausgang des Verfa h- rens in der Schweiz abwarten könnten. Auf die Erhebung eines Koste n- vorschusses wurde verzichtet und die Beurteilung des Gesuchs um G e- währung der unentgeltlichen Rechtspflege gemäss Art. 65 Abs. 1 VwVG wurde auf einen späteren Zeitpunkt verwiesen. Die Vorinstanz wurde in Anwendung von Art. 57 VwVG zu einem Schriftenwechsel eingeladen. D-7749/2009 Seite 6 E. Die Vorinstanz beantragte in ihrer Vernehmlassung vom 29. Dezember 2009 die Abweisung der Beschwerde. F. Mit Verfügung vom 5. Januar 2010 wurde die vorinstanzliche Verneh m- lassung den Beschwerdeführenden zur Kenntnis gebracht und ihnen die Gelegenheit zur Stellungnahme eingeräumt. G. Die Beschwerdeführenden replizierten mit Schreiben vom 14. Januar 2010. H. Mit Schreiben vom 21. Juli 2011 ersuchten die Beschwerdeführenden um eine Auskunft betreffend den Verfahrensstand und um baldigen En t- scheid. Die Anfrage der Beschwerdeführenden wurde mit Schreiben des Bundesverwaltungsgerichts vom 26. Juli 2011 beantwortet. I. Mit Verfügung vom 22. August 2011 wurde das BFM zu einem ergän zen- den Schriftenwechsel im Rahmen von Art. 57 Abs. 2 VwVG eingeladen. J. Mit Verfügung vom 13. September 2011 hob das BFM im Rahmen des Schriftenwechsels seine Verfügung vom 10. November 2009 bezüglich der Dispositivziffern 4 und 5 auf und gewährte den Beschwerdeführenden wegen Unzumutbarkeit des Wegweisungsvollzugs die vorläufige Aufna h- me in der Schweiz. K. Mit Verfügung vom 20. September 2011 wurde festgestellt, dass die B e- schwerde vom 14. Dezember 2009 durch den Entscheid der Vorinstanz vom 13. September 2011, soweit die Gewährung der vorläufigen Aufnah- me betreffend, gegenstandslos geworden sei. Gleichzeitig wurden die Beschwerdeführenden ersucht, bis zum 5. Oktober 2011 mitzuteilen, ob sie ihre Beschwerde vom 14. Dezember 2009 zurückziehen. Bei ung e- nutzter Frist werde von einem Festhalten an den Rechtsbegehren ausg e- gangen, soweit diese nicht gegenstandslos geworden seien. Die Beschwerdeführenden liessen die ihnen eingeräumte Frist unbenutzt verstreichen. D-7749/2009 Seite 7 L. Mit Schreiben vom 30. April 2012 teilte der Rechtsv ertreter die Mandat s- übernahme und die Auflösung aller früheren Vertretungsverhältnisse, so insbesondere dasjenige mit (Nennung Rechtsvertreter) mit. M. Mit Eingaben vom 1., 14. und 15. Mai 2012 und 5. Juni 2012 reichten die Beschwerdeführenden zum Beleg ihre r fortgesetzten exilpolitischen T ä- tigkeit in der Schweiz diverse Beweismittel ([teilweise auch im Internet veröffentlichte] Fotos und Internetartikel) zu den Akten und wiesen darauf hin, dass Mitglieder des militärischen Geheimdienstes bei ihrer Tochter erschienen seien und darauf hingewiesen hätten, dass ihre Söhne P ._______, C._______ und D._______ in den Militärdienst eingezogen werden müssten, so letztmals vor (...) Monaten. Der Beschwerdeführer A._______ müsse daher bei einer Rückkehr mit asylrelevanter Verfolgung rechnen. N. Mit Schreiben vom 12. September 2012 wiesen die Beschwerdeführen- den darauf hin, dass das Bundesverwaltungsgericht in seinem Urteil E - 483/2009 vom 29. August 2012 offenbar die neue Praxis des BFM betre f- fend die vorläufige Aufnahme als Flüchtlinge von vergleichbar exilpolitisch tätigen Personen bestätigt habe. Im erwähnten Urteil sei angeführt, dass die Anforderungen a n den Exponierungsgrad eines exilpolitisch Tätigen aufgrund der aktuellen politischen Lage in Syrien tiefer zu setzen se i als bisher. Da ihre (exil-)politischen Tätigkeiten, insbesondere diejenigen des Beschwerdeführers A._______ den syrischen Behörden bekannt sein dürften, sei bei einer Rückkehr nach Syrien davon auszugehen, dass sie bereits am Flughafen in Damaskus unter menschenrechtswidrigen Ver- hältnissen festgehalten und befragt würden. O. Mit Verfügung vom 14. September 2012 wurde die Vorinstanz in Anwe n- dung von Art. 57 Abs. 2 VwVG zur Einreichung einer ergänzenden Ve r- nehmlassung bis zum 1. Oktober 2012 eingeladen. P. Mit Verfügung vom 24. September 2012 hob das BFM im Rahmen des zweiten Schriftenwechsels seine Verfügung vom 10. November 2009 b e- züglich der Dispositivziffer 1 auf, stellte die weiter bestehende Aufhebung der Dispositivziffern 4 und 5 der Verfügung vom 10. Nov ember 2009 g e-D-7749/2009 Seite 8 mäss Verfügung vom 13. September 2011 sowie die Flüchtlingseige n- schaft des Beschwerdeführers A._______ gemäss Art. 3 Abs. 1 AsylG fest, verneinte die Flüchtlingseigenschaft der Beschwerdeführerin und der gemeinsamen Kinder C._______, D._______, E._______ und F._______ gestützt auf Art. 3 Abs. 1 und 2 AsylG, anerkannte die Beschwerdeführ e- rin und die erwähnten gemeinsamen Kinder j edoch gestützt auf Art. 51 Abs. 1 AsylG als Flüchtlinge und gewährte den Beschwerdeführenden wegen Unzulässigkeit des Wegweisungsvollzugs die vorläufige Aufnahme in der Schweiz. Q. Mit Eingabe vom 24. September 2012 liessen die Beschwerdeführenden dem Bundesverwaltungsgericht weitere Beweismittel (Nennung Bewei s- mittel) zu ihrem exilpolitischen Engagement in der Schweiz und zum Be- such einer Veranstaltung in Syrien im Jahre (...) zukommen. R. Mit Verfügung vom 26. September 2012 wurde festgestellt, dass die B e- schwerde vom 14. Dezember 2009 durch den Entscheid der Vorinstanz vom 24. September 2012, soweit die Anerkennung der Beschwerdefüh- renden als Flüchtlinge betreffend, gegenstandslos geworden sei. Gleic h- zeitig wurden die Beschwerdeführenden ersucht, bis zum 11. Oktober 2012 mitzuteilen, ob sie ihre Beschwerde vom 14. Dezember 2009 z u- rückziehen, soweit diese nicht gegenstandslos geworden sei. Bei ung e- nutzter Frist werde von einem Festhalten an den Rechtsbegehren ausg e- gangen. S. Mit Eingabe vom 26. September 2012 legten die Beschwerdeführenden (Nennung Beweismittel) , worauf der Beschwerdeführer A._______ ein- deutig erkennbar sei, ins Recht. T. Mit Schreiben vom 2. Oktober 2012 teilten die Beschwerdeführenden mit, dass sie an ihrer Beschwerde festhielten, soweit sie nicht gegenstandslos geworden sei. Weiter legten sie ihrem Schreiben die Kostennote ihrer Rechtsvertretung bei. D-7749/2009 Seite 9 Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 1. 1.1. Gemäss Art. 31 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (VGG, SR 173.32) beurteilt das Bundesverwaltungsgericht Beschwerden gegen Verfügungen nach Art. 5 VwVG. Das BFM gehört zu den Behörden nach Art. 33 VGG und ist daher eine Vorinstanz des Bundesverwaltung s- gerichts. Eine das Sachgebiet betreffende Ausnahme im Sinne von Art. 32 VGG liegt nicht vor. Das Bundesverwaltungsgericht ist daher z u- ständig für die Beurteilung der vorliegenden Beschwerde und entsc heidet auf dem Gebiet des Asyls endgültig , ausser bei Vorliegen eines Auslief e- rungsersuchens des Staates, vor welchem die Beschwerdeführenden Person Schutz sucht (Art. 105 AsylG; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des Bundesge- richtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]). Eine solche Aus- nahme im Sinne von Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG liegt in casu nicht vor. Das Bundesverwaltungsgericht entscheidet demnach endgültig. 1.2. Die Beschwerde ist frist- und formgerecht eingereicht. Die Beschwer- deführenden haben am Verfahren vor der Vorinstanz teilgenommen, sind durch die angefochtene Verfügung besonders berührt und haben ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung beziehungsweise Änd e- rung. Sie sind daher zur Einreichung der Beschwerde legitimiert (Art. 105 und Art. 108 Abs. 1 AsylG, Art. 48 Abs. 1 sowie Art. 52 VwVG). Auf die Beschwerde ist einzutreten. 1.3. Mit Beschwerde kann die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhal ts und die Unangemessenheit gerügt werden (Art. 106 Abs. 1 AsylG). 2. 2.1. Gemäss Art. 2 Abs. 1 AsylG gewährt die Schweiz Flüchtlingen grund- sätzlich Asyl. Flüchtlinge sind Personen, die in ihrem Heimatstaat oder im Land, in dem sie zuletzt wohnten, wegen ihrer Rasse, Religion, Nationali- tät, Zugehörigkeit zu einer bestimmten sozialen Gruppe oder wegen ihrer politischen Anschauungen ernsthaften Nachteilen ausgesetzt sind oder begründete Furcht haben, solchen Nachteilen ausgesetzt zu werden. Als ernsthafte Nachteile gelten namentlich die Gefährdung des Leibes, des Lebens oder der Freiheit sowie Massnahmen, die einen unerträglichen psychischen Druck bewirken. Den frauenspezifischen Fluchtgründen ist Rechnung zu tragen (Art. 3 AsylG). D-7749/2009 Seite 10 2.2. Wer um Asyl nachsucht, muss die Flüchtlingseigenschaft nachweisen oder zumindest glaubhaft machen. Diese ist glaubhaft gemacht, wenn die Behörde ihr Vorhandensein mit überwiegender Wahrscheinlichkeit für g e- geben hält. Unglaubhaft sind insbesondere Vorbringen, die in wesentl i- chen Punkten zu wenig begründet oder in sich widersprüchlich sind, den Tatsachen nicht entsprechen oder massgeblich auf gefälschte oder ve r- fälschte Beweismittel abgestützt werden (Art. 7 AsylG). 3. 3.1. Die Vorinstanz führte zur Begründung des ablehnenden Asylen t- scheides im Wesentlichen an, die von den Beschwerdeführenden anläss- lich der Erstbefragung angegebenen Umstände ihrer Ausreise aus Syrien seien angesichts der Abklärungen der Schweizer Vertretung in Damaskus als tatsachenwidrig zu qualifizieren. Zwar hätten sie anlässlich der Anhö- rung von sich aus zugegeben, dass sie über den Flughafen von Dama s- kus aus Syrien ausgereist seien. Die auf Vorhalt vom Beschwerdeführer A._______ abgegebene Erklärung (Drohungen seitens des Schleppers) sei stereotyp und müsse als reine S chutzbehauptung eingestuft werden, zumal dieser bereits zu Beginn der Erstbefragung auf seine Rechte und Pflichten im schweizerischen Asylverfahren – so insbesondere seine Wahrheitspflicht – hingewiesen worden sei. Es dränge sich der Schluss auf, die Beschwerdeführenden hätten die Reiseumstände bei der Anh ö- rung von sich aus offengelegt, weil sie anlässlich von Kontakten mit Landsleuten zwischenzeitlich in Erfahrung gebracht hätten, dass die schweizerischen Asylbehörden über die Schweizer Vertretung in Dama s- kus Abklärungen durchführen würden. Die Beschwerdeführerin B._______ habe auf Vorhalt anlässlich des ihr gewährten rechtlichen G e- hörs eingeräumt, dass sie – entgegen der in der Erstbefragung gemac h- ten Angaben – mit ihrem noch heute in L._______ lebenden Sohn dorthin gereist sei und am (...) ein Asylgesuch eingereicht habe, wobei sie sich gemäss ergänzender Erklärung bei der Anhörung damals zirka (...) Mona- te in L._______ aufgehalten habe. Am Wahrheitsgehalt dieser ergänze n- den Erklärung müsse angesichts des Datums ihres Untertauchens in L._______ ([...]) jedoch erheblich gezweifelt werden. Somit stehe fest, dass die Beschwerdeführenden anlässlich ihrer Gesuchseinreichung w e- sentliche Sachverhaltselemente tatsachenwidrig dargelegt respektive verschwiegen hätten . Deshalb würden grundsätzliche Zweifel an der Glaubhaftigkeit ihrer Vorbringen aufkommen. Diese Zweifel würden durch zahlreiche weitere Ungereimtheiten bestätigt. Die Abklärungen der Schweizer Vertretung in Damaskus hätten ergeben, D-7749/2009 Seite 11 dass die Beschwerdeführenden seitens der syrischen Behörden nicht g e- sucht würden und nichts gegen sie vorliege. Dieser Abklärungsbefund sei faktisch nicht mit dem Vorbringen des Beschwerdeführers A._______ vereinbar, wonach die Behörden seit (...), als sein Problem begonnen h a- be, oft zu Hause nach ihm gesucht hätten, wobei er meistens nicht dort anwesend gewesen sei. Zudem gelte es darauf hinzuweisen, dass die Ausstellung von Reisepässen in Syrien restriktiv gehandhabt werde. Es erscheine daher ausgesprochen unwahrscheinlich, das s die Behörden ihm unter den von ihm behaupteten Umständen im Jahre (...) ein solches Dokument ausgestellt hätten. Zwar hätten die Beschwerdeführenden in ihrer Stellungnahme vom 30. Oktober 2009 angeführt, es treffe nicht zu, dass ihre Familie in Syrien nicht verfolgt werde. Es sei zu vermuten, dass die syrischen Behörden "diese schlechte Behandlung" zu verheimlichen suchten. Diesbezüglich würden Abklärungen bei der Schweizer Vertr e- tung in Damaskus in Einzelfällen ergeben, dass gegen in der Schweiz um Schutz Nachsuchende tatsächlich etwas vorliege und sie beispielsweise seitens der Behörden gesucht würden. Dem Argument der Beschwerde- führenden werde dadurch der Boden entzogen und es sei als Schutzb e- hauptung einzustufen. Die Glaubhaftigkeit dieser Vorbringen d er Be- schwerdeführenden werde somit dadurch erschüttert, dass sie offensich t- lich nicht den Tatsachen entsprächen. Der Beschwerdeführer A._______ sei nicht in der Lage gewesen, die Anzahl der angeführten Durchsuchu n- gen des Hauses auch nur ungefähr zu beziffe rn, und habe lediglich g e- meint, dass dies sicherlich nicht 100 Mal vorgekommen sei. Angesichts des einschneidenden Charakters einer solchen behördlichen Massnahme könne jedoch mit Fug und Recht erwartet werden, dass er hierzu su b- stanziierte Angaben zu machen in der Lage wäre, würden die Vorbringen den Tatsachen entsprechen. Ausserdem sei darauf hinzuweisen, dass es nicht dem Verfolgungsmuster syrischer Sicherheitsorgane entspreche, ei- nen über Jahre dauernden derartigen Aufwand zu betreiben. Vielmehr wäre de r Beschwerdeführer A._______ beim Vorliegen entsprechender Verdachtsmomente erwartungsgemäss festgenommen und zwecks A b- klärung der Vorwürfe während längerer Zeit – meist während Monaten – inhaftiert worden. Ferner habe er widersprüchliche Angaben zu seinem politischen Engagement gemacht, weshalb nicht glaubhaft sei, dass er sich auf illegale Weise politisch betätigt habe. Zwar sei angesichts der von ihm eingereichten Beweismittel nicht in Abrede zu stellen, dass er sich in Syrien für Folkloregruppen engagie rt habe. Tätigkeiten dieser Art würden seitens der syrischen Behörden jedoch grundsätzlich geduldet und lösten daher in aller Regel keine Verfolgungsmassnahmen aus. Die von den Beschwerdeführenden geltend gemachten Mitnahmen müssten D-7749/2009 Seite 12 daher auch vor dem Hintergrund dieser Ausführungen als ausgesprochen wenig wahrscheinlich eingestuft werden. Zudem habe der Beschwerd e- führer A._______ anlässlich der Anhörung den Umstand, dass er bei se i- ner Festnahme im (...) von den Behörden zur Zusammenarbeit aufgefo r- dert worden sei, mit keinem Wort erwähnt. Auf Vorhalt habe er erklärt, er sei sogar mehrmals aufgefordert worden, als Spitzel zu arbeiten, was ihm jedoch nicht in den Sinn gekommen sei. Es dürfe jedoch erwartet werden, dass er darüber spontan berichtet hätte, wenn die Vorbringen den Tatsa- chen entsprechen würden. Sodann habe Sohn D._______ unsubstanziierte und widersprüchliche Aussagen zu den angeblichen Mitnahmen seiner Eltern gemacht, so hi n- sichtlich des Zeitpunktes und der Haftdauer betreffend die Mitnahmen seines Vaters und bezüglich der Haftdauer seiner Mutter. Zwar habe die Beschwerdeführerin B._______ zu Beginn ihrer Anhörung auf diese U n- gereimtheit hingewiesen. Es sei jedoch offensichtlich, dass sie auf dieses angebliche Missgeschick ihres Sohnes hingewiesen h abe, weil sie sich zuvor mit dem vor ihr angehörten Sohn ausgetauscht habe. Man könne jedoch zu Recht erwarten, dass sich ein (...)-Jähriger ganz genau an die Umstände von Festnahmen seiner Eltern erinnern und dies auch wiede r- geben könne, wenn solche Vorkommnisse den Tatsachen entsprächen. Zusammenfassend sei demnach festzuhalten, dass die Beschwerdefüh- renden nicht hätten glaubhaft machen können, Syrien wegen dort erlitt e- ner gezielter Verfolgungsmassnahmen verlassen zu haben respektive solche Massnahmen dort zu befürchten hätten. Im Übrigen sei das Vorbringen, sie würden wegen ihrer Zugehörigkeit zur kurdischen Volksgruppe in Syrien benachteiligt, nicht asylrelevant. Zwar komme es vor, dass Kurden unter Schikanen und wirtschaftlichen Nachteilen leiden müsste n; dies betreffe jedoch insbesondere Kurden, welche – anders als die Beschwerdeführenden – nicht im Besitz der syr i- schen Staatsangehörigkeit seien. Generell sei jedoch darauf hinzuwe i- sen, dass eine asylerhebliche Verfolgung der Kurden im Sinne von Art. 3 AsylG in Syrien nicht stattfinde. So könnten auch die Beschwerdeführen- den nicht glaubhaft machen, dass sie von Nachteilen mit asylerheblicher Intensität betroffen worden seien. Angesichts dessen bestehe auch kein Grund zur Annahme, dass sie wegen ihres in L._______ lebenden Soh- nes zukünftig von asylbeachtlichen Verfolgungsmassnahmen im Sinne einer Reflexverfolgung ausgesetzt sein könnten. Ausserdem seien vorli e- gend keine glaubhaften Hinweise ersichtlich, wonach der in L._______ D-7749/2009 Seite 13 lebende Sohn in Syrien überhau pt verfolgt worden sei. Daran vermöge auch das eingereichte Schreiben von N._______ aus L._______ nichts zu ändern, weil dieses – auch in Gesamtwürdigung des vorliegenden Ge- suches – als Gefälligkeitsschreiben ohne genügenden Beweiswert einge- stuft werden müsse. Die exilpolitischen Aktivitäten der Beschwerdeführenden würden zu ke i- ner konkreten Gefährdung im Falle einer Rückkehr nach Syrien führen. Die eingereichten Dokumente und CD -ROMs liessen – soweit sie übe r- haupt lesbar seien – nicht erkennen, sie hätten sich in einer Art und Wei- se exilpolitisch betätigt, dass von einem Interesse der syrischen Behö r- den an ihnen ausgegangen werden könne. Ihre Furcht vor Verfolgung sei daher als nicht begründet im Sinne des Asylgesetzes einzustufen. 3.2. In ihrer Beschwerdeschrif t bringen die Beschwerdeführenden zu- nächst vor, Syrien gehöre zu den repressivsten Gesellschaften der Welt, es komme ungestraft zu Folterungen und Misshandlungen, Angehörige der kurdischen Minderheit würden diskriminiert, deren Zusammenkünfte von Seiten de r Sicherheitskräfte angegriffen und Kurden aus politischen Gründen in willkürlicher Weise festgenommen. Zudem könne abgewies e- nen Asylbewerbern bei einer Rückkehr nach Syrien die Inhaftierung dr o- hen. Auch sei darauf hinzuweisen, dass im Rahmen von Abklärung en durch die Schweizerische Vertretung in Damaskus bei Bekanntwerden des Namens ein neues Verfolgungsrisiko für den Asylbewerber gescha f- fen werden könnte. Zum Vorhalt tatsachenwidriger Angaben sei hinzuweisen, dass die Bo t- schaft keine der Informationen erh alten könne, ohne staatliche Stellen oder Geheimdienste zu kontaktieren, was sich insbesondere aus der A n- gabe der genauen Passnummer ergebe. Dies schaffe jedoch ein Verfo l- gungsmotiv für die syrischen Behörden und damit einen weiteren Grund, weshalb sie zu Recht ernsthafte Nachteile bei einer Rückkehr befürcht e- ten, zumal auch nach Ermittlungen durch Strafbehörden gefragt worden sei. Sie hätten glaubhaft erklärt, dass ihnen die Schlepper unter Tode s- drohung verboten hätten, die wahren Umstände ihrer Ausreise o ffenzule- gen. Insbesondere sei ihnen angedroht worden, man werde sie bei Anga- be des richtigen Reiseweges nach Syrien zurückschicken. Zudem habe der Schlepper mit den Behörden zusammengearbeitet und es bestehe für diesen daher ein erhebliches Interesse, dass die Umstände der Ausreise nicht bekannt würden. Die blosse Vermutung des BFM, wonach sie a n- lässlich von Kontakten mit Landsleuten zwischenzeitlich in Erfahrung g e-D-7749/2009 Seite 14 bracht hätten, dass die schweizerischen Asylbehörden Abklärungen via die Botschaft durchführten, sei willkürlich und unhaltbar. Es sei zunächst nicht ersichtlich, wie sie zu solchen verwaltungsinternen Untersuchung s- ergebnissen hätten gelangen sollen und würde, sollte es tatsächlich z u- treffen, die unsorgfältige Arbeitsweise der Botschaft aufzeigen. Zudem habe die Beschwerdeführerin B._______ zum Vorhalt, sie habe ihr in L._______ durchlaufenes Asylverfahren verheimlicht, in glaubhafter We i- se ihre Befürchtungen, wonach die syrischen Behörden davon Kenntnis erlangen könnten, dargelegt. Die Vorinstanz gehe bezüglich des Datums des Untertauchens in L._______ von falschen Vorgaben aus. Wenn j e- mand untergetaucht sei, bedeute dies noch nicht, dass diese Person nicht schon vor diesem Zeitpunkt das Land verlassen habe. Deshalb sei das Datum des Untertauchens vom (...) auch eine blosse Feststellung der Behörden, womit jedoch weder der tatsächliche Zeitpunkt des Unterta u- chens erfasst sei noch ob sich eine Person tatsächlich nicht mehr im Land befinde. Die Beschwerdeführerin B._______ habe valable Gründe angeführt, weshalb sie diesen Umstand nicht sogleich offengelegt habe. Im Übrigen habe sie sich in L._______ regulär abgemeldet, weshalb nicht nachvollziehbar sei, weshalb die dortigen Behörden von einem Unterta u- chen sprechen würden. Zur Feststellung der schweizer ischen Vertretung, dass sie in Syrien nicht gesucht würden und nichts gegen sie vorliege, sei erneut festzuhalten, dass diese durch die wohl unumgängliche Nennung ihrer Namen hinsichtlich von gegen sie allfällig geführten strafrechtlichen Untersuchungen se lber einen weiteren Asylgrund geschaffen habe. Im Übrigen erscheine es naiv, von einem autoritären Staat zu erwarten, dass er der Schweiz freundlichst über geheime Ermittlungen – wie sie gegen kurdische Personen verbreitet seien – Auskünfte erteile. Es müsse davon ausgegangen werden, dass die Botschaft über Mittelsleute verfüge, we l- che Informationen nicht dem normalen Verwaltungsverfahrensverlauf ent- sprechend beschaffen würden. Es gebe auch keine Gewähr, dass die da- bei erlangten Informationen tatsächlich zu treffen würden. Somit sei nicht nachweisbar belegt, dass sie nicht gesucht würden, zumal ihnen auch keine entsprechenden Unterlagen vorgelegt worden seien. Selbst wenn nicht von einer tatsächlichen Suche ausgegangen würde, sei bereits auf die uneingeschrän kte Macht der Sicherheitskräfte hingewiesen worden, welche ohne bürokratischen Aufwand oder eine irgendwie geartete Ko n- trolle Personen überwachen, festnehmen und misshandeln könnten. Hi n- sichtlich der von der Vorinstanz als unwahrscheinlich erachteten Ausst el- lung eines Passes an den Beschwerdeführer A._______ sei zu entge g- nen, dass sie ihre Reisepässe nicht selber beantragt hätten, sondern di e- se vom Schlepper auf unbekannten Wegen beschafft worden seien. Dies D-7749/2009 Seite 15 sei auch der Grund, weshalb der Schlepper die Päs se unter einem Vo r- wand wieder habe zurückhaben wollen. Weiter sei der Einwand des BFM zu ihrer Aussage, es treffe nicht zu, dass sie in Syrien nicht gesucht wü r- den (Abklärungen bei der Schweizer Vertretung in Damaskus würden in Einzelfällen ergeben, dass g egen in der Schweiz weilende Asylbewerber tatsächlich etwas vorliege und dass sie beispielsweise seitens der Behö r- den gesucht würden), unhaltbar und eine blosse Schutzbehauptung, we l- che sich auf keine aktenkundigen Belege stützen könne. Ferner bestätige der Umstand, dass sich der Beschwerdeführer A._______ nicht genau an die Anzahl der Hausdurchsuchungen erinnern könne , lediglich, dass die Durchsuchungen so viele Male stattgefunden hätten, dass dieser den Überblick verloren habe. In diesem Zusammenhang treffe eine Kritik an der Formulierung den Befrager und nicht den Beschwerdeführer. Weiter stelle es eine blosse Behauptung der Vorinstanz dar, wenn diese angebe, es entspreche nicht dem Verfolgungsmuster syrischer Sicherheitsorgane, einen über Jahre dauernden derartigen Aufwand zu betreiben, zumal die syrischen Sicherheitskräfte mit geradezu paranoider Verbissenheit gegen jede vermeintliche Staatsbeleidigung vorgingen. Die Vorinstanz ver- schweige die Quellen, auf welche sie sich bei dieser Aussage stütze. Dass die Vorbringen des Beschwerdeführers A._______ und seines Soh- nes D._______ in einigen Punkten widersprüchlich seien, sei auf Mis s- verständnisse, den grossen Druck anlässlich der Anhörungen und das Al- ter des Sohnes, der von der Befragungssituation überforder t gewesen sei, zurückzuführen. Zudem seien einzelne Punkte zu nebensächlich, als dass von Ungereimtheiten in diesen Punkten auf die Unglaubhaftigkeit der fraglichen Sachverhaltselemente geschlossen werden könne. Die Zweifel des BFM, dass sie wegen ihrer Zu gehörigkeit zur kurdischen Volksgruppe ernsthaften Nachteilen ausgesetzt seien, sei eine pauschale Vermutung und angesichts der bereits dargelegten Situation in Syrien auch nachweislich falsch. Hinsichtlich der befürchteten Reflexverfolgung sei anzuführen, dass die Vorinstanz nicht in rechtlich hinreichender Weise begründet habe, weshalb sie wegen ihres Sohnes keine Verfolgung in i h- rer Heimat befürchten müssten. Sie hätten hinreichend dargelegt, dass der in L._______ lebende Sohn durchaus Grund zur Flucht g ehabt habe. Insbesondere die Fernsehauftritte innerhalb eines regimekritischen Pr o- gramms seien ein Grund für die Behörden, den Sohn und in der Folge auch dessen Familie zu inhaftieren, allenfalls auch nur mit dem Ziel, den Sohn zur Rückkehr nach Syrien zu zwingen. Ungenügend begründet sei auch die blosse Behauptung, beim Schreiben von N._______ handle es sich um ein Gefälligkeitsschreiben. D-7749/2009 Seite 16 Die Vorinstanz beurteile die Erheblichkeit der vorgebrachten exilpolit i- schen Aktivitäten aus einer schweizerischen Sich t, was jedoch mit der Wahrnehmung syrischer Behörden in eklatanter Weise nicht überei n- stimme. Die Vorinstanz begründe unzureichend, weshalb sich das dem O._______ gewährte Interview mit den eingereichten Beweismitteln nicht verifizieren lasse. Falls damit gemeint sein sollte, dass die CD unlesbar sei, so hätte sie im Rahmen ihrer Abklärungspflicht von ihnen ohne weite- res eine weitere Kopie einfordern können. Ihre exilpolitischen Aktivitäten führten zu einer konkreten Gefährdung im Falle einer Rückkehr nach Sy- rien und es sei diesbezüglich zumindest ihre Flüchtlingseigenschaft fes t- zustellen. 3.3. In ihrer Vernehmlassung vom 29. Dezember 2009 hält die Vorinstanz im Wesentlichen fest, dass die Beschwerdeschrift keine neuen erhebl i- chen Tatsachen oder Beweismittel enth alte, welche eine Änderung ihres Standpunktes zu rechtfertigen vermöchten. Dem Vorwurf, die von der Schweizer Vertretung getätigten Abklärungen seien unter Nennung ihrer Namen durchgeführt worden, was eine zusätzliche Gefährdung für die Beschwerdeführenden darstelle, sei entgegenzuhalten, dass die betre f- fenden Abklärungen mit äusserster Diskretion – unter Einbezug von Ve r- trauensanwälten – durchgeführt würden. Gegenüber von Behörden de r- jenigen Staaten, in welchen die Abklärungen vorgenommen würden, wü r- den keine Namen erwähnt. Es könne nicht Sinn und Zweck solcher U n- tersuchungsmassnahmen sein, dadurch Personen zu gefährden respekti- ve diesen Personen durch derartige Abklärungen zur Flüchtlingseige n- schaft zu verhelfen. Dieser immer wieder vorgebrachte Vorwurf en tbehre somit offensichtlich der Grundlage. Weiter würden die Beschwerdefüh- renden darauf beharren, dass sie anfänglich falsche Angaben zu den Umständen ihrer Ausreise aus Syrien gemacht hätten, weil sie vom Schlepper stark unter Druck gesetzt worden seien. Die Unterstellung des BFM, dass sie die Wahrheit bei der Anhörung nur wegen entsprechender Informationen seitens von Landsleuten offengelegt hätten, sei willkürlich und unhaltbar. Diesbezüglich sei auf Folgendes hinzuweisen: Als das BFM bei Asylsuchenden a us Syrien begonnen habe, systematisch Bo t- schaftsabklärungen durchzuführen, habe es niemanden gegeben, der seine Ausreiseumstände bei der Anhörung anders geschildert habe als anlässlich der Erstbefragung im EVZ. Dies habe sich mit der Zeit signif i- kant geändert. So hätten mehr und mehr Asylsuchende bei der Anhörung erklärt, bei der Erstbefragung auf Druck des Schleppers falsche Angaben zu den Ausreiseumständen gemacht zu haben, und den wirklichen Re i- seweg offengelegt. Es sei nun aber offensichtlich, dass die auffällige Ver-D-7749/2009 Seite 17 änderung im Verhaltensmuster von Asylsuchenden aus Syrien den Info r- mationsaustausch innerhalb dieser Personengruppe zur Ursache habe: Während des Aufenthaltes in der Schweiz würden die Asylgesuchsteller bei Kontakten mit Landsleuten realisier en, dass sich die anfänglich ge l- tend gemachte Ausreisegeschichte nicht mehr aufrechterhalten lasse, und daher anlässlich der Anhörung – im Sinne einer Flucht nach vorn – den wahren Ausreiseweg offenlegen und auf die angebliche Unterstü t- zung durch einen Schlepper verweisen. Weiter sei zum Einwand, der (...)- jährige Sohn D._______ sei von der Befragungssituation offensichtlich überfordert gewesen, festzuhalten, dass es nicht zutreffe, dass normal entwickelte jugendliche Asylsuchende nicht in der Lage seien, e inen Sachverhalt ausführlich und stimmig zu schildern. Mitunter würden solche Schilderungen sogar weit substanziierter ausfallen als diejenigen von E r- wachsenen und enthielten Details, welche gerade die Sichtweise des J u- gendlichen widergeben würden. Derartige Hinweise würden in den Ang a- ben von D._______ völlig fehlen. Indessen sei nicht abzustreiten, dass Kinder und Jugendliche in einer Befragungssituation bisweilen tatsächlich überfordert seien. Dies aber nicht deshalb, weil sie tatsächlich Erlebtes nicht ausführlich und widerspruchsfrei schildern könnten, sondern weil sie von ihren Eltern gezwungen würden, unwahre Angaben zu machen, und Angst davor hätten, dabei "Fehler" zu begehen und somit (mit)verantwortlich für die Ablehnung des Asylgesuchs der Familie zu sein. 3.4. In ihrer Stellungnahme vom 14. Januar 2010 bringen die Beschwer- deführenden vor, die Vorinstanz stelle hinsichtlich der Vorgehensweise der Schweizer Vertretung im Ausland in für sie unüberprüfbarer Weise l e- diglich Behauptungen auf. Es lägen jedoch keine Belege dafür vor, wie diese Abklärungen tatsächlich vorgenommen würden. Auf Akten oder E r- eignisse abzustellen, welche sie nicht überprüfen könnten, erscheine nicht nur als unfair, sondern auch als Verletzung der Begründungspflicht. Zudem sei unerfindlich, wie die im Abklärungsergebnis der Botschaft en t- haltenen Informationen, ohne gegenüber den syrischen Behörden Namen zu nennen, erhältlich gemacht werden sollen. Dass ihnen die Vorinstanz im Übrigen nicht durch solche gefährdenden Abklärungen zur Flüch t- lingseigenschaft "verhelfen" wolle, überzeuge nicht, weil diese Gefäh r- dung erst durch die entsprechende Rüge in der Beschwerde ins Recht eingebracht worden sei. Bei den Ausführungen der Vorinstanz zur nac h- träglichen Änderung des Reiseweges anlässlich der direkten Anhörung handle es sich um Mutmassungen, die weder durch Zahlen noch durch andere sachdienliche Hinweise untermauert würden und genauso gut a n-D-7749/2009 Seite 18 dere Gründe haben könnten. So sei es möglich, dass die angeblichen Verhaltensänderungen der Asylgesuchsteller aus Syrien nicht auf die A b- klärungen des BFM, sondern auf ein geändertes Verhalten der Schlepper zurückgingen. Die Auffassung des BFM zu den Aussagen des Sohnes D._______, gemäss welcher dessen unsubstanziierte n und widersprüch- lichen Angaben keineswegs auf die Überforderung in der Befragungssit u- ation zurückzuführen seien, werde auch in diesem Punkt nur durch Al l- gemeinplätze begründet. So versäume die Vorinstanz die Prüfung der Prämisse, ob es sich bei D._______ tatsächlich um einen normal entw i- ckelten jungen Asylsuchenden handle. Zudem sei es unzutreffend, dass quasi alle Jugendlichen ein Quell an ausführlicher und stimmiger Schild e- rungskraft sein sollen. Auch hierzulande gebe es verschlossene Jugendli- che, die Mühe hätten, sich zu artikulieren und wider spruchsfreie Sätze zu bilden. Aus diesen Verschiedenheiten verbiete sich die durch nichts b e- legte Behauptung der Vorinstanz, Jugendliche könnten nur deshalb nicht ausführlich und widerspruchsfrei schildern, weil sie von ihren Eltern g e- zwungen würden, falsche Angaben zu machen. 4. Das Bundesverwaltungsgericht gelangt nach Prüfung der Akten zum Schluss, dass das BFM im Rahmen der Prüfung der Asylvorbringen au f- grund der ausgeführten einzelnen Aspekte zu Recht erkannt hat, dem von den Beschwerdeführenden in der v orgebrachten Form geltend gemac h- ten Sachverhalt könne keine Grundlage zuerkannt werden, die die Vo r- aussetzungen der Flüchtlingseigenschaft gemäss Art. 3 AsylG erfüllen könnte. Die Entgegnungen in der Rechtsmitteleingabe und die eing e- reichten Beweismittel v ermögen die vorinstanzlichen Erwägung en nicht zu entkräften. 4.1. Vorweg ist die sinngemässe Rüge der unvollständigen Sachverhalt s- feststellung zu prüfen, da ein allenfalls ungenügend abgeklärter Sachve r- halt eine materielle Beurteilung verunmöglichen würde. So h abe die Vor- instanz ihre Asylgründe nicht angemessen gewürdigt, zumal sich diese in ihren Erwägungen in Schutzbehauptungen und Vermutungen verliere, ohne sich dabei auf aktenkundige respektive überprüfbare Belege stützen zu können. Dadurch sei auch die Begründungspflicht verletzt worden. 4.1.1. Der Untersuchungsgrundsatz gehört zu den allgemeinen Grundsätzen des Asylverfahrens (vgl. Art. 12 VwVG i.V.m. Art. 6 AsylG). Demnach hat die Behörde von Amtes wegen für die richtige und vollstä n- dige Abklärung des rechtserheblichen Sachverhaltes zu sorgen. Sie muss D-7749/2009 Seite 19 die für das Verfahren notwendigen Sachverhaltsunterlagen beschaffen und die rechtlich relevanten Umstände abklären sowie ordnungsgemäss darüber Beweis führen (beispielsweise durch die Einholung eines Gu t- achtens). Dieser Grundsatz gilt indes nicht uneingeschränkt, er findet sein Korrelat in der Mitwirkungspflicht des Asylsuchenden (vgl. Art. 13 VwVG und Art. 8 AsylG). Trotz des Untersuchungsgrundsatzes kann sich nä m- lich die entscheidende Behörde in der Regel darauf be schränken, die Vorbringen eines Gesuchstellers zu würdigen und die von ihm angebot e- nen Beweise abzunehmen, ohne weitere Abklärungen vornehmen zu müssen. Eine ergänzende Untersuchung kann sich jedoch aufdrängen, wenn aufgrund dieser Vorbringen und Beweismit tel berechtigte Zweifel oder Unsicherheiten bestehen, die voraussichtlich nur mit Ermittlungen von Amtes wegen beseitigt werden können (vgl. Entscheidungen und Mit- teilungen der Schweizerischen Asylrekurskommission [EMARK] 1995 Nr. 23 E. 5a S. 222). Vorlieg end ging die Vorinstanz aufgrund der Parte i- auskünfte und der weiteren Abklärungen über die Schweizer Vertretung in Damaskus (vgl. Art. 41 AsylG; Art. 12 Bst. c VwVG) davon aus, dass der rechtserhebliche Sachverhalt als erstellt gelten könne und keine weite ren Beweismassnahmen zu ergreifen seien. So gilt ein Sachverhalt erst dann als unvollständig festgestellt, wenn in der Begründung des Entscheides ein rechtswesentlicher Sachumstand übergangen beziehungsweise übe r- haupt nicht beachtet wird (vgl. FRITZ GYGI, Bundesverwaltungsrechtspfle- ge, 2. Aufl., Bern 1983, S. 286). 4.1.2. Die Vorinstanz gelangte nach einer gesamtheitlichen Würdigung der aktenkundigen Parteivorbringen und der Beweismittel zu einem ande- ren Schluss als die Beschwerdeführenden, was jedenfalls weder ei ne Verletzung des Untersuchungsgrundsatzes noch eine unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhaltes darstellt. Dabei ist hi n- sichtlich der gerügten Verletzung der Abklärungs- und Begründungspflicht anzuführen, dass die Vorinstanz in Beachtu ng des Grundsatzes des rechtlichen Gehörs (Art. 29 Abs. 2 der Bundesverfassung der Schweizeri- schen Eidgenossenschaft vom 18. April 1999 [BV, SR 101], Art. 29 VwVG, Art. 32 Abs. 1 VwVG) die Vorbringen der Beschwerdeführenden tatsächlich hörte, sorgfältig un d ernsthaft prüfte und in der Entscheidfi n- dung berücksichtigte, was sich entsprechend in den betreffenden Erw ä- gungen niederschlug. Insbesondere legte die Vorinstanz im angefocht e- nen Entscheid in schlüssiger Weise dar, aufgrund welcher Überlegungen die Asylvorbringen die Anforderungen von Art. 3 und 7 AsylG nicht erfül l- ten, weshalb weitergehende Abklärungen als nicht nötig erachtet wurden. Eine Verletzung der Begründungspflicht ist in casu nicht zu erkennen, D-7749/2009 Seite 20 zumal es den Beschwerdeführenden möglich war, sich ein Bild über die Tragweite des BFM-Entscheides zu machen und diesen sachgerecht a n- zufechten (BGE 129 I 232 E. 3.2). In diesem Zusammenhang ist festz u- halten, dass sich die verfügende Behörde nicht ausdrücklich mit jeder ta t- beständlichen Behauptung und jed em rechtlichen Einwand auseinande r- setzen muss, sondern sich auf die wesentlichen Gesichtspunkte b e- schränken darf (BGE 126 I 97 E. 2b). Weiter ist im Zusammenhang mit den Abklärungen der Botschaft festzuhalten, dass den Beschwerdefüh- renden zum einen bereits im vorinstanzlichen Verfahren das rechtliche Gehör zum Abklärungsergebnis der Botschaft gewährt wurde und das Bundesamt die dementsprechende Stellungnahme der Beschwerdefüh- renden in seine Erwägungen einfliessen liess. Zum anderen stellten diese Abklärungsergebnisse für das BFM in der Folge im angefochtenen En t- scheid lediglich ein – wenn auch gewichtiges – Indiz für die Beurteilung der Glaubhaftigkeit der Asylvorbringen dar und es führte daraufhin in se i- nen Erwägungen überzeugend aus, dass die Ergebnisse de r Schweizer Vertretung durch zahlreiche weitere Ungereimtheiten und realitätsfremde Schilderungen im Sachverhaltsvortrag untermauert würden. Soweit die Beschwerdeführenden bezüglich des auf einer CD -ROM befindlichen, dem O._______ gewährten Interviews monieren, im Falle dessen Unle s- barkeit wäre die Vorinstanz gehalten gewesen, sie zur Einreichung einer weiteren CD-Kopie aufzufordern, ist anzuführen, dass es den Beschwer- deführenden angesichts der entsprechenden Erwägungen im angefoc h- tenen Entscheid offen ges tanden und zumutbar gewesen wäre, bereits mit der Rechtsmitteleingabe eine weitere Kopie des fraglichen Interviews einzureichen. Zudem wird aus den Akten nicht ersichtlich, um welche I n- halte es im fraglichen Interview gegangen sein könnte, obwohl der B e- schwerdeführer A._______ anlässlich der Anhörung explizit gefragt wu r- de, was sich auf der erwähnten CD-ROM befinde (vgl. act. A37/17, S. 4). Da der Beschwerdeführer überdies an gleicher Stelle im Protokoll angab, ausser der Teilnahme an Kundgebungen keine wei teren (exilpolitischen) Aktivitäten gehabt zu haben, und die Vorinstanz – wie bereits erwähnt – nicht gehalten war, sich ausdrücklich mit jeder tatbeständlichen Behau p- tung und jedem rechtlichen Einwand auseinanderzusetzen, sondern sich auf die wesentlichen Gesichtspunkte beschränken durfte, ist auch in di e- sem Punkt keine Verletzung der Abklärungspflicht zu erkennen. 4.1.3. Die Rüge der unvollständigen Sachverhaltsfeststellung respektive der Verletzung des Untersuchungsgrundsatzes (Abklärungs - und B e- gründungspflicht) erweist sich demnach als unbegründet. D-7749/2009 Seite 21 4.2. 4.2.1. Soweit die Beschwerdeführenden in materieller Hinsicht zunächst den Beweiswert der Botschaftsabklärung in Frage stellen und insbeso n- dere rügen, dass weder Quellen der Informationen noch die tatsächlich e Vorgehensweise der Botschaft offengelegt würden, ist Folgendes festz u- halten: Gemäss Art. 27 Abs. 1 Bst. a und b VwVG darf die Behörde die Einsichtnahme in die Akten verweigern, wenn wesentliche öffentliche oder private Interessen die Geheimhaltung erforde rn. Die Geheimhaltung der Quelle von Botschaftsauskünften ist demnach offensichtlich und bedarf keiner weiteren Ausführungen. Sodann würde die Offenlegung der A r- beitsweise beziehungsweise der Identität der beigezogenen Vertrauen s- personen die Abklärungen in künftigen Fällen erschweren beziehung s- weise verunmöglichen (vgl. EMARK 1994 Nr. 1). Es besteht somit keine Veranlassung, die Identität sowie die Vorgehensweise der Quelle der Schweizerischen Botschaft offenzulegen. Auch gilt festzuhalten, dass vor- liegend keine stichhaltigen Gründe ersichtlich sind, wonach die Abkläru n- gen der Schweizer Vertretung in Damaskus nicht zuverlässig und zutre f- fend sein sollten. Was die Ausreise des Beschwerdeführers A._______ anbelangt, so bedeutet das Abklärungsergebnis nichts an deres, als dass dieser Syrien legal und im Besitz eines gültigen Reisepasses über einen offiziellen Grenzübergang verliess. Dies wäre indes – entgegen der in der Beschwerdeschrift geäusserten Ansicht – offensichtlich nicht möglich g e- wesen, wenn er aufgrund der vorgebrachten politischen Aktivitäten den heimatlichen Behörden, insbesondere dem Geheimdienst bekannt gew e- sen und von diesen noch im Zeitpunkt seiner Ausreise gesucht worden wäre. In diesem Zusammenhang ist zu berücksichtigen, dass syrische Staatsangehörige, um in den Besitz eines Reisepasses zu gelangen, zahlreiche Bedingungen erfüllen müssen. Sind die Formalitäten einmal erfüllt und liegen die Meinungen der verschiedenen staatlichen Stellen vor, wird einem Gesuchsteller ein regulärer Reisepass ausge händigt. An- gesichts der diversen Hürden zum Erhalt eines Reisepasses und insb e- sondere der Abklärungen bei diversen Amtsstellen ist mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit auszuschliessen, dass gegen den B e- schwerdeführer A._______ etwas von behördlichem Interesse vorgelegen haben könnte, ansonsten ihm die Ausstellung eines Reisepasses verwe i- gert und mithin die legale Ausreise verunmöglicht worden wäre. Unter diesen Umständen ist davon auszugehen, dass die Beschwerdeführen- den Syrien nicht am (...) illegal und mit dem PW über I._______ verlies- sen, sondern – wie sie anlässlich der Anhörungen denn auch selber ei n- gestanden – vielmehr am (...) legal im Besitze von Reisepässen über den Flughafen von (...) in Richtung R._______ ausreisten. Da die Beschwe r-D-7749/2009 Seite 22 deführenden offensichtlich falsche Angaben zu ihrer Ausreise machten, ist auch ihre persönliche Glaubwürdigkeit ernsthaft in Frage gestellt. 4.2.2. Weiter lassen sich – wie die Vorinstanz zu Recht und mit zutreffen- der Begründung festhielt – in den Asylvorbringen der Beschwerdeführen- den diverse Ungereimtheiten feststellen, die obige Ausführungen unte r- mauern und die Glaubhaftigkeit der vorgebrachten Asylgründe vollends erschüttern. Zur Vermeidung von Wiederholungen kann diesbezüglich auf die zutreffenden vorinstanzl ichen Erwägungen im angefochtenen En t- scheid verwiesen werden. Soweit die Beschwerdeführenden anführen, der Schlepper habe ihnen unter Todesdrohung verboten, die wahren Um- stände ihrer Ausreise offenzulegen, da man sie sonst nach Syrien z u- rückschicken werde, ist dieses Vorbringen angesichts des Umstandes, dass sie bereits zu Beginn der Erstbefragung im EVZ ausdrücklich auf die Verschwiegenheitspflicht aller am Verfahren beteiligten Personen sowie ihre eigene Wahrheitspflicht hingewiesen wurden, wobei sich die Miss- achtung dieser Pflicht nachteilig auf ihr Asylverfahren auswirken könne, als blosse Schutzbehauptung zu werten. Dass der Schlepper jemals e t- was von den Vorbringen der Beschwerdeführenden in Erfahrung bringen könnte, ist unter diesen Umständen nämlich als ausgeschlossen zu e r- achten. Das Gleiche hat auch für den Einwand zu gelten, die Beschwe r- deführerin B._______ habe zum Vorhalt, ihr in L._______ durchlaufenes Asylverfahren verheimlicht zu haben, in glaubhafter Weise ihre Befürc h- tungen dargelegt, die syrischen Behörden könnten davon Kenntnis erla n- gen. Zudem ist die Behauptung, der Schlepper habe mit den Behörden zusammengearbeitet und daher ein erhebliches Interesse daran gehabt, dass die Umstände ihrer Ausreise nicht bekannt würden, als in sich w i- dersprüchlich und schon von daher als unbehelflich zu erachten. Soweit die Beschwerdeführerin B._______ darauf hinweist, dass das Datum des Untertauchens vom (...) lediglich eine blosse Feststellung der Behörden darstelle, womit jedoch weder der tatsächliche Zei tpunkt des Unterta u- chens erfasst sei noch ob sich eine Person tatsächlich nicht mehr im Land befinde, ist entgegenzuhalten, dass sie anlässlich des ihr gewährten rechtlichen Gehörs (vgl. act. A19/2) selber nicht anführte, bereits (einige Zeit) vor dem (...) in L._______ untergetaucht zu sein. Weiter bleibt ihr Einwand, sie habe sich in L._______ regulär abgemeldet, weshalb nicht nachvollziehbar sei, dass die dortigen Behörden von einem Untertauchen sprechen würden, angesichts des eindeutigen Abklärungsergeb nisses unbehelflich. Zum Vorhalt, der Beschwerdeführer A._______ könne sich nicht genau an die Anzahl der Hausdurchsuchungen erinnern, wird ei n- gewendet, dieser Umstand bestätige lediglich, dass die Durchsuchungen D-7749/2009 Seite 23 so viele Male stattgefunden hätten, weshalb dieser den Überblick verl o- ren habe. In diesem Zusammenhang treffe eine Kritik an der Formuli e- rung den Befrager und nicht den Beschwerdeführer. Dieser Einwand ist jedoch nicht stichhaltig, zumal die Vorinstanz im angefochtenen En t- scheid – unabhängig von der Anzahl Durchsuchungen – letztlich nur den Umstand kritisierte, dass der Beschwerdeführer nicht in der Lage war, substanziiertere Angaben zu diesen Geschehnissen zu liefern (vgl. act. A42/11, S. 5). Überdies vermag auch der Einwand, die von der Vorinstanz als u n- substanziiert und widersprüchlich erachteten Aussagen des Sohnes D._______ seien auf Missverständnisse, den grossen Druck anlässlich der Anhörung und dessen Alter zurückzuführen, da er von der Befr a- gungssituation überfordert gewesen sei, nicht zu überzeugen. So sind die Schilderungen von D._______ zu den angeblichen Mitnahmen seiner E l- tern vage und unbestimmt ausgefallen und enthalten auch keine Rea l- kennzeichen (so insbesondere Detailreichtum der Schilderung, freies a s- soziatives Erzählen, Interaktion sschilderung sowie inhaltliche Besonde r- heiten), was jedoch mit Blick auf die geltend gemachten Mitnahmen e r- wartet werden dürfte, weil es sich dabei um einschneidende Ereignisse handelt, die erfahrungsgemäss besonders gut im Gedächtnis haften ble i- ben. Es ist zwar einzuräumen, dass Asylbewerber eine gewisse Nervos i- tät in den für sie wichtigen Befragungen empfinden mögen. Die vom BFM festgestellten Ungereimtheiten lassen sich indessen nicht mit einer so l- chen Nervosität erklären, zumal sich auch den fraglichen Befragungspro- tokollen keine Hinweise entnehmen lassen, die darauf hindeuteten, D._______ wäre von der Anhörung überfordert gewesen. In diesem Z u- sammenhang ist denn auch festzuhalten, dass ein Asylbewerber grun d- sätzlich nur eigene Erlebnisse zu schildern ha t und nicht komplizierte theoretische oder abstrakte Erörterungen anzustellen braucht. 4.2.3. Hinsichtlich der angeführten Benachteiligung der Beschwerdefüh- renden wegen ihrer kurdischen Volkszugehörigkeit ist festzuhalten, dass die Kurden die grösste nicht -arabische Minderheit in Syrien darstellen, deren Gesamtzahl auf 1,75 bis 2 Millionen oder etwa 10 % der syrischen Gesamtbevölkerung geschätzt wird. Diese Volksgruppe ist generell einer Diskriminierung ausgesetzt, als es Kurden in Syrien nicht gestattet ist, e i- gene Schulen zu eröffnen, ihre Sprache zu unterrichten und kulturelle Vereine zur Wahrung ihrer Identität zu gründen. Im Übrigen verbietet die Regierung auch die Publikation von Büchern und Artikeln auf Kurdisch. Das Bundesverwaltungsgericht ging aber in For tführung der Rechtspr e-D-7749/2009 Seite 24 chung der Schweizerischen Asylrekurskommisson (ARK; vgl. EMARK 2002 Nr. 23 E. 4d S. 185 f.) davon aus, dass die vorerwähnten Diskrim i- nierungen für sich allein zu wenig intensiv sind, als dass sie Massnahmen gleichkämen, die einen uner träglichen psychischen Druck bewirken, und damit ernsthafte Nachteile im Sinne von Art. 3 Abs. 2 AsylG darstellen könnten. Wie die gegenwärtige Situation der Kurden zu beurteilen ist, kann offen bleiben, da auch die aktuellen politischen Entwicklungen in Sy- rien nicht die Annahme einer Gefährdungssituation im Sinne von Art. 3 AsylG rechtfertigen. 4.2.4. Entgegen der in der Beschwerdeschrift geäusserten Ansicht hat die Vorinstanz in korrekter Weise eine befürchtete Reflexverfolgung für die Beschwerdeführenden ausgeschlossen. So ergeben sich aus den Akten in der Tat keine Hinweise darauf, die Beschwerdeführenden hätten bei ei- ner Rückkehr in ihr Heimatland wegen der angeblichen exilpolitischen Tä- tigkeit ihres in L._______ lebenden Sohnes asylrelevante Nachteile zu befürchten. Insbesondere haben sie anlässlich der Befragungen durch die Vorinstanz – wie aus den obigen Erwägungen zu ersehen ist – nicht darlegen können, sie seien in glaubhafter Weise von den syrischen B e- hörden behelligt worden, weshalb auch nicht geglaubt w erden kann, sie hätten wegen der behaupteten exilpolitischen Tätigkeit ihres Sohnes Übergriffe seitens der syrischen Sicherheitskräfte erleiden müssen. Dass dieser Sohn zudem während seines Aufenthaltes in Syrien behördliche r- seits Probleme hatte, ist aufgr und der protokollierten Aussagen der Be- schwerdeführenden jedenfalls nicht erstellt (vgl. act. A36/15, S. 11; A37/17, S. 14). An dieser Einschätzung vermag auch das aus L._______ stammende Dokument von N._______ respektive S._______ vom (...) nichts zu ände rn, das überdies hinsichtlich der Dauer der Tätigkeit des Sohnes für N._______ nicht mit den Äusserungen des Beschwerdefü h- rers A._______ in Übereinstimmung gebracht werden kann (vgl. act. A1/12, S. 8). 4.3. Nach dem Gesagten ist insgesamt festzuhalten, dass die Beschwer- deführenden für die Zeit vor dem Verlassen ihres Heimatlandes keine b e- gründete Furcht vor Verfolgung im Sinne von Art. 3 AsylG glaubhaft da r- zulegen vermochten. Eine begründete Furcht liegt vor, wenn konkreter Anlass zur Annahme besteht, eine Verfolgung hätte sich – aus der Sicht im Zeitpunkt der Ausreise – mit beachtlicher Wahrscheinlichkeit und in absehbarer Zeit verwirklicht beziehungsweise werde sich – auch aus heu- tiger Sicht – mit ebensolche r Wahrscheinlichkeit in absehbarer Zukunft verwirklichen. Eine bloss entfernte Möglichkeit künftiger Verfolgung g e-D-7749/2009 Seite 25 nügt nicht; es müssen konkrete Indizien vorliegen, welche den Eintritt der erwarteten – und aus einem der vom Gesetz aufgezählten Motive e r- folgenden – Benachteiligung als wahrscheinlich und dementsprechend die Furcht davor als realistisch und nachvollziehbar erscheinen lassen (vgl. BVGE 2008/4 E. 5.2 S. 37, EMARK 2006 Nr. 18 E. 7 und 8 S. 190 ff., 2005 Nr. 21 E. 7 S. 193 f.). Die Beschwerdeführe nden konnten keine hinreichend überzeugenden und glaubhaften Indizien vorbringen, die auf eine Vorverfolgung schlie s- sen lassen könnten. Aus ihren Aussagen lassen sich entsprechend auch keine ausreichenden Hinweise auf eine begründete Furcht vor Verfolgung ableiten, die zum Zeitpunkt der Ausreise aus Syrien zu bejahen gewesen wäre. Es erübrigt sich daher, auf die weiteren Ausführungen in der Rechtsmitteleingabe und die zur Stützung der Asylvorbringen eingereic h- ten weiteren Beweismittel näher einzugehen, da s ie an obiger Einschä t- zung bezüglich der Vorfluchtgründe nichts zu ändern vermögen. 4.4. Soweit die Beschwerdeführenden in ihren Eingaben auf Beschwe r- deebene mit Verweis auf die politischen Aktivitäten der Beschwerdeführer A._______ und B._______ in der Schweiz subjektive Nachfluchtgründe geltend machen, ist vorliegend darauf – da die Beschwerdeführenden mit Verfügung des BFM vom 24. September 2012 als Flüchtlinge anerkannt wurden – nicht einzugehen. 4.5. Zusammenfassend ist somit festzuhalten, dass die Asylvorbringen der Beschwerdeführenden den Anforderungen an das Glaubhaftmachen beziehungsweise die Asylrelevanz hinsichtlich der geltend gemachten Vorfluchtgründe nicht zu genügen vermögen. An dieser Einschätzung vermögen die weiteren Ausführungen in der Rechtsmittelei ngabe sowie die eingereichten Dokumente nichts zu ändern. Das BFM hat die Asylge- suche der Beschwerdeführenden demnach zu Recht abgelehnt. 5. 5.1. Lehnt das Bundesamt das Asylgesuch ab oder tritt es darauf nicht ein, so verfügt es in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz und ord- net den Vollzug an; es berücksichtigt dabei den Grundsatz der Einheit der Familie (Art. 44 Abs. 1 AsylG). 5.2. Die Beschwerdeführenden verfügen weder über eine ausländerrecht- liche Aufenthaltsbewilligung noch über einen Anspruch auf Erteilung einer solchen. Die Wegweisung wurde demnach zu Recht angeordnet (Art. 44 D-7749/2009 Seite 26 Abs. 1 AsylG; vgl. BVGE 2009/50 E. 9 S. 733, BVGE 2008/34 E. 9.2 S. 510, EMARK 2001 Nr. 21). 6. 6.1. Ist der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar oder nicht möglich, so regelt das Bundesamt das Anwesenheitsverhältnis nach den gesetzlichen Bestimmungen über die vorläufige Aufnahme von Aus - ländern (Art. 44 Abs. 2 AsylG; Art. 83 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 16. Dezember 2005 über die Ausländerinnen und Ausländer [AuG, SR 142.20]). 6.2. Das BFM gewährte den Beschwerdeführenden zunächst mit En t- scheid vom 13. September 2011 wiedererwägungsweise wegen Unz u- mutbarkeit des Wegweisungsvollzugs die vorläufige Aufnahme in der Schweiz und anerkannte diese im Folgenden mit Entscheid vom 24. Se p- tember 2012 wiedererwägungsweise als Flüchtlinge und ordnete wegen Unzulässigkeit des Wegweisungsvollzugs die vorläufige Aufnahme in der Schweiz an. Daher erübrigt sich eine Prüfung der Fr age der übrigen Vor- aussetzungen des Wegweisungsvollzugs (vgl. BVGE 2009/51 E. 5.4 S. 748, EMARK 2006 Nr. 6 E. 4 S. 54 f.). Die Beschwerde gegen die z u- nächst verweigerte Anerkennung als Flüchtlinge sowie gegen den u r- sprünglich angeordneten Wegweisungsvollzug erweist sich demnach als gegenstandslos und ist diesbezüglich abzuschreiben. 7. Aus diesen Erwägungen ergibt sich, dass die angefochtene Verfügung in Bezug auf die Nichtanerkennung der Flüchtlingseigenschaft aufgrund von Vorfluchtgründen, die Verweigerung von Asyl und die Anordnung der Wegweisung Bundesrecht nicht verletzt, den rechtserheblichen Sachve r- halt richtig und vollständig feststellt und angemessen ist (Art. 106 AsylG). Die Beschwerde ist daher abzuweisen, soweit sie nicht als gegenstand s- los geworden abzuschreiben ist. 8. 8.1. Bei diesem Verfahrensausgang ist von einem teilweisen Obsiegen der Beschwerdeführenden auszugehen. Demnach wäre ihnen nach dem Grad des Durchdringens praxisgemäss ein Drittel der Verfahrenskosten aufzuerlegen (Art. 63 Abs. 1 und 5 VwV G; Art. 1-3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bu n- desverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]). Die Beschwerdeführen- den ersuchten jedoch in ihrer Beschwerdeschrift um die Gewährung der D-7749/2009 Seite 27 unentgeltlichen Prozessführung im Sinne von Art. 65 Abs. 1 VwVG. Eine Partei, die nicht über die erforderlichen Mittel verfügt, wird auf Antrag hin von der Bezahlung der Verfahrenskosten befreit, sofern ihr Begehren nicht aussichtslos erscheint (Art. 65 Abs. 1 VwVG). Dabei verfügt e ine Person dann nicht über die erforderlichen Mittel, wenn sie ohne Beei n- trächtigung des notwendigen Lebensunterhaltes die Prozesskosten nicht zu bestreiten vermag. Eine Beschwerde gilt ferner dann als aussichtslos, wenn die Gewinnaussichten beträchtlich g eringer sind als die Verlustg e- fahren und deshalb kaum als ernsthaft bezeichnet werden können (vgl. BGE 125 II 265 E. 4b S. 275). Es ist von der Bedürftigkeit der Beschwer- deführenden auszugehen. Auch können die Begehren der Beschwerde nicht als aussichtslos bezeichnet werden. Das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung ist somit gutzuheissen, weshalb ke i- ne Verfahrenskosten aufzuerlegen sind. 8.2. Bei Gegenstandslosigkeit des Verfahrens ist der beschwerdeführe n- den Partei eine Entschädigung für die ihr erwachsenen notwendigen Kos- ten zuzusprechen, sofern sie die Gegenstandslosigkeit nicht durch ihr e i- genes Verhalten bewirkt hat (Art. 15 i.V.m. Art. 5 VGKE). Diese Vorau s- setzungen sind vorliegend gegeben, da die Gegenstandslosigkeit durch die wiedererwägungsweise Anerkennung der Flüchtlingseigenschaft und die Gewährung der vorläufigen Aufnahme durch das BFM herbeigeführt wurde. Den teilweise obsiegenden und vertretenen Beschwerdeführen- den ist folglich in Anwendung von Art. 64 VwVG und Art. 7 Abs. 1 VGKE eine praxisgemäss um einen Drittel reduzierte Entschädigung für die i h- nen notwendigerweise erwachsenen Parteikosten zuzusprechen. Von der gegenwärtigen Rechtsvertretung wurde mit der Eingabe vom 2. Oktober 2012 eine Kostennote für die Aufwendungen ab dem 30 . April 2012 (Mandatsübernahme) eingereicht. Der darin ausgewiesene Aufwand (3.45 Stunden bei einem Ansatz von Fr. 230.-) ist um 35 Minuten zu kü r- zen, da nur die notwendigen, im Zusammenhang mit dem Beschwerd e- verfahren entstandenen Aufwendungen zu ersetzen sind. Die in der Ko s- tennote enthaltenen, aber nicht näher bezeichneten Aufwendungen für den Erhalt von Unterlagen durch die Vorinstanz und die Korrespondenz mit derselben sowie für die Erstellung und Einreichung der Honorarnote – der diesbezügliche Aufwand ist im Stundenansatz bereits enthalten, weil es sich um eine Sekretariatsarbeit handelt – sind nicht zu entschädigen. Entsprechend sind die mit diesen Leistungen in Zusammenhang stehe n- den Auslagen um Fr. 28.- zu kürzen. Gestützt auf die in Betracht zu zi e- henden Bemessungsfaktoren (vgl. Art. 7 -14 VGKE) sowie auf die eing e- reichte und im erwähnten Umfang zu kürzende Kostennote ist die um e i-D-7749/2009 Seite 28 nen Drittel reduzierte Parteientschädigung auf Fr. 50 3.– (inkl. Auslagen und MWSt) festzusetzen. Ferner ist den Beschwerdeführenden für den Zeitraum von der B e- schwerdeeinreichung bis zur Übernahme des Mandats am 30. April 2012 durch den gegenwärtigen Rechtsvertreter den Beschwerdeführenden ebenfalls eine um einen Drittel reduzierte Parteientschädigung auszuric h- ten, da diese bereits im erwähnten Zeitraum anwaltlich vertreten waren. Die Rechtsvertretung ist zur unaufgeforderten Einreichung einer detaillier- ten Kostennote gehalten (Art. 14 Abs. 1 VGKE), ansonsten das Gericht die Entschädigung von Amtes wegen und aufgrund der Akten festlegt. Da seitens der ursprünglichen respektive der im Zeitpunkt der Einreichung der Beschwerde beauftragten Rechtsvertretung keine Kostennote eing e- reicht wurde und sich der notwendige Vertretungsaufwand aufgrund der Aktenlage hinreichend zuv erlässig abschätzen lässt (Art. 14 Abs. 2 VGKE), ist unter Berücksichtigung der massgeblichen Bemessungsfakt o- ren (Art. 8 ff. VGKE) die entsprechende Parteientschädigung auf Fr. 1400.– (inkl. allfälliger Auslagen und Mehrwertsteuer) festzusetzen. Das BFM wi rd angewiesen, den Beschwerdeführenden den gesamten Betrag in der Höhe von Fr. 1903.- (Fr. 503.- + Fr. 1400.- ) auszurichten. (Dispositiv nächste Seite) D-7749/2009 Seite 29 Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit sie nicht als gegenstandslos geworden abgeschrieben wird. 2. Es werden keine Verfahrenskosten auferlegt. 3. Das BFM wird angewiesen, den Beschwerdeführenden für das Verfahren vor dem Bundesverwaltungsgericht eine Parteientschädigung von Fr. 1903.– auszurichten. 4. Dieses Urte il geht an die Beschwerdeführenden, das BFM und die z u- ständige kantonale Behörde. Der vorsitzende Richter: Der Gerichtsschreiber: Thomas Wespi Stefan Weber Versand: