<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: SB.2000.00013</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="https://vgrzh.djiktzh.ch/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=https://vgrzh.djiktzh.ch&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=105724&amp;W10_KEY=4467150&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>SB.2000.00013</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 05.07.2000</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">2. Abteilung/2. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Steuerrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Einschätzung 1994</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>"Transponierung" (Präzisierung der Rechtsprechung)<br/><br/>Einbringung von verschiedenen börsenkotierten Titeln (keine massgebenden Beteiligungen sowie SICAV-Anteile) in die von "Verkäufer" beherrschte Holdinggesellschaft.<br/>Gemäss dem vom Verwaltungsgericht verfolgten Veräusserungsbegriff handelt es sich bei einer derartigen Einbringung nicht um einen steuerfreien Kapitalgewinn, sondern um grundsätzlich steuerbaren Vermögensertrag (das Vermögen wird bloss "umstrukturiert"; E. 1).<br/>§ 19 lit.c aStG ist eine Norm mit wirtschaftlichem Grundgehalt und soll bezüglich des Ertrags aus Beteiligungsrechten die wirtschaftliche Doppelbelastung sicherstellen. Diese wird "ausgehebelt", wenn durch Einbringen in eine selbstbeherrschte Holdinggesellschaft die auf den Beteiligungspapieren bestehende latente Ausschüttungssteuerlast in eine (einkommenssteuerfreie) Rückzahlung eines Darlehens bzw. Auszahlung des nominellen Kapitals der aufnehmenden Holdinggesellschaft umgewandelt werden kann. Voraussetzung dafür ist aber, dass eine massgebende Beteiligung eingebracht wurde, garantiert doch nur eine solche einen substanziellen Einfluss auf die Dividendenpolitik derjenigen Gesellschaft, deren Beteiligungsrechte eingebracht wurden. Eine massgebende Beteiligung liegt vor, wenn vom Grund- oder Stammkapital einer Gesellschaft mindestens 20% gehalten wird oder der Verkehrswert der Beteiligung mindestens 2 Mio. Fr. beträgt (vgl. die Regelung über den Beteiligungsabzug in § 50 Abs. 2 aStG). Ist dies der Fall, so wird (widerlegbarerweise) vermutet, ein (verlangter) substanzieller Einfluss bestehe und bleibt es bei der Besteuerung des Vermögensertrags beim Einbringenden in der Differenz zwischen Einbringungspreis und einbezahltem Gesellschaftsanteil. Ist dies nicht der Fall, ist die (ebenfalls widerlegbare) Vermutung umgekehrt und bleibt die Einbringung (trotz blosser Vermögensumstrukturierung) im Ergebnis steuerfrei (E. 2).<br/>I.c. wurden keine massgebenden Beteiligungen eingebracht. Die Einbringung bleibt demgemäss steuerfrei und die Beschwerde ist gutzuheissen.</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: Urteile: Steuerrecht UR: Steuern von Einkommen und VermÃ¶gen, Kapital, Ertra ST: ALLGEMEINE BESTIMMUNGEN">ALLGEMEINE BESTIMMUNGEN</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: AUSSCHÃTTUNGSSTEUERLAST">AUSSCHÃTTUNGSSTEUERLAST</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: BETEILIGUNG">BETEILIGUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: BETEILIGUNGSERTRAG">BETEILIGUNGSERTRAG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: DOPPELBELASTUNG">DOPPELBELASTUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: Urteile: Steuerrecht UR: Steuern von Einkommen und VermÃ¶gen, Kapital, Ertra ST: EINKOMMENSSTEUER">EINKOMMENSSTEUER</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: HOLDINGGESELLSCHAFT">HOLDINGGESELLSCHAFT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: KAPITALGEWINN">KAPITALGEWINN</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: LATENTE AUSSCHÃTTUNGSTEUERLAST">LATENTE AUSSCHÃTTUNGSTEUERLAST</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: MASSGEBENDE BETEILIGUNG">MASSGEBENDE BETEILIGUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: SICAV">SICAV</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: TRANSPONIERUNG">TRANSPONIERUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: UMSTRUKTURIERUNG">UMSTRUKTURIERUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: VERÃUSSERUNGSBEGRIFF">VERÃUSSERUNGSBEGRIFF</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: VERMÃGENSERTRAG">VERMÃGENSERTRAG</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="gerade">§ 19 lit. c aStG</span><br/><span class="ungerade">§ 19ingress aStG</span><br/><span class="gerade">§ 50 lit. II aStG</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 1 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Einzug1"><span>I. A ist AlleinaktionÃ¤r der C AG. Zur Tilgung einer Schuld dieser Gesellschaft Ã¼bertrug er ihr im Mai 1993 aus seinem PrivatvermÃ¶gen zahlreiche Wertpapiere, nament­lich verschiedene bÃ¶rsenkotierte in- und auslÃ¤ndische Aktien und Genussscheine sowie Anteile an drei SociÃ©tÃ©s d'investissement Ã capital variable (SICAV), nach luxemburgi­schem Recht inkorporierten Anlagefonds.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Der SteuerkommissÃ¤r stellte sich auf den Standpunkt, die UnterschiedsbetrÃ¤ge zwi­schen den Verkaufspreisen und den jeweiligen Nennwerten der Ã¼bertragenen Wertpapiere von insgesamt Fr. ...- seien als steuerbarer VermÃ¶gensertrag zu wÃ¼rdigen, wobei er bei den nennwertlosen SICAV einen Nennwert von Fr. 0 annahm. GestÃ¼tzt darauf veran­lagte er A am 2. September 1998 fÃ¼r das Steuerjahr 1994 mit einem Reineinkommen von Fr. ...- und einem ReinvermÃ¶gen von Fr. ...-. An seiner Auffassung hielt das kantonale Steueramt mit Einspracheentscheid vom 10. Februar 1999 fest.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>II. Die Steuerrekurskommission II wies den Rekurs des Pflichtigen am 10. Dezem-ber 1999 ab. Dieser hatte zur Hauptsache geltend gemacht, bei den besteuerten Differenz­betrÃ¤gen zwischen Verkaufspreis und Nominalwert der an die C AG verkauften Wertpapie­re handle es sich um steuerfreien privaten Kapitalgewinn.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>III. Der Pflichtige liess dem Verwaltungsgericht mit Beschwerde vom 7. Februar 2000 beantragen, er sei fÃ¼r das Steuerjahr 1994 mit einem Reineinkommen von Fr. ...- einzuschÃ¤tzen; eventualiter sei dieses auf Fr. ...- festzusetzen. Ausser­dem verlangte er die Zusprechung einer ParteientschÃ¤digung.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die Rekurskommission II und das kantonale Steueramt schlossen auf Abweisung der Beschwerde.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Das Verwaltungsgericht zieht in ErwÃ¤gung:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>1. Steuerbar sind nach § 19 Ingress des vorliegend gemÃ¤ss § 269 Abs. 1 des Steuer­gesetzes vom 8. Juni 1997 (StG) in materieller Hinsicht massgebenden Steuergesetzes vom 8. Juli 1951 (aStG) die gesamten EinkÃ¼nfte, insbesondere laut lit. c dieser Bestimmung solche aus beweglichem VermÃ¶gen (VermÃ¶gensertrag), wie Kapitalzinsen, Dividenden und andere Leistungen, die keine RÃ¼ckzahlung des Kapitals oder des Gesellschaftsanteils bil­den. Steuerfrei sind demgegenÃ¼ber (seit 1. Januar 1971 wegen Aufhebung von § 23 aStG durch Gesetz vom 5. Juli 1970) die realisierten Kapitalgewinne auf beweglichem Privat­vermÃ¶gen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>a) Aufgrund der gesetzlichen Ordnung der Einkommenssteuer sind damit alle Wert­zuflÃ¼sse (EinkÃ¼nfte) beim Steuerpflichtigen ohne RÃ¼cksicht auf ihre Quelle steuerbar, so­fern sie das Gesetz nicht ausdrÃ¼cklich von der Besteuerung ausnimmt. Folglich kommt der Bestimmung jener EinkÃ¼nfte, welche das Gesetz ausnahmsweise fÃ¼r steuerfrei erklÃ¤rt oder einem andern Besteuerungssystem unterwirft, entscheidende Bedeutung zu. Denn jeder Wertzufluss, der nicht unter eine solche Ausnahmeregelung fÃ¤llt, ist demnach steuerbar. Aus diesem Grund lassen sich die steuerbaren EinkÃ¼nfte abschliessend nur durch Um­schreibung der einkommenssteuerfreien EinkÃ¼nfte bestimmen. "EinkÃ¼nfte aus bewegli­chem VermÃ¶gen" (VermÃ¶gensertrag) im Sinn von § 19 lit. c aStG und damit grundsÃ¤tzlich steuerbar sind deshalb alle WertzuflÃ¼sse aus solchem VermÃ¶gen, die nicht private Kapital­gewinne sind.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Nach der Rechtsprechung des Verwaltungsgerichts (vgl. insbesondere VGr, 27. Ok­tober 1987, RB 1987 Nr. 20 = StE 1988 B 24.4 Nr. 11; VGr, 6. September 1988, StE 1988 B 24.4 Nr. 16 = StR 43, 592), welche aus der Praxis zum aufgehobenen § 23 aStG fortent­wickelt wurde (RB 1987 Nr. 20 E. d), liegt ein Kapitalgewinn dann vor, wenn der Mehr­wert eines (obligatorischen oder dinglichen) VermÃ¶gensrechts dadurch realisiert worden ist, dass er in einem andern VermÃ¶gensrecht eine auch wirtschaftlich betrachtet neue Ver­kÃ¶rperung gefunden hat (vgl. Ernst HÃ¶hn, Die Besteuerung der privaten Gewinne [Kapital­gewinnbesteuerung], Winterthur 1955, S. 102 f.; Markus Reich, in Kommentar zum schweizerischen Steuerrecht I/2, Basel 2000, Art. 16 DBG N. 51). In diesem Sinn realisiert ist mit anderen Worten ein solches Recht, wenn der Steuerpflichtige die wirtschaftliche VerfÃ¼gungsmacht hierÃ¼ber aufgegeben und als adÃ¤quate Folge davon ein neues VermÃ¶­gensrecht erlangt hat, so dass dieses als Gegenwert fÃ¼r das aus seinem VermÃ¶gen ausge­schiedene Recht erscheint. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) Deshalb realisiert der Steuerpflichtige, der Aktien auf die von ihm beherrschte Holdinggesellschaft Ã¼bertrÃ¤gt, keinen solchen Mehrwert (RB 1989 Nr. 21 = StE 1990 B 24.4 Nr. 18). Denn er behÃ¤lt trotz Aufgabe des Eigentums an den Aktien die wirtschaftliche VerfÃ¼gungsmacht Ã¼ber sie, so dass er sein VermÃ¶gen auf diese Art lediglich "umstruktu­riert" hat (RB 1982 Nr. 59). Die aus diesem Anlass dem Steuerpflichtigen zugeflossenen EinkÃ¼nfte sind gemÃ¤ss § 19 lit. c aStG grundsÃ¤tzlich steuerbarer VermÃ¶gensertrag, weil ihr Zufluss nicht Folge einer Realisation im vorstehend umschriebenen Sinn ist. In diesem Licht kommt es auch nicht darauf an, welchen Anteil die in die Holdinggesellschaft einge­brachten Aktien am gesamten Aktienkapital der betreffenden Gesellschaften aufweisen (in diesem Sinn auch Markus Reich, Umstrukturierungen, I. Teil, in Reich/Duss, Unterneh­mensumstrukturie­rungen im Steuerrecht, Basel und Frankfurt a.M. 1996, S. 88).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Diese Auslegung des Gesetzes steht insoweit im Einklang mit der stÃ¤ndigen Recht­sprechung des Bundesgerichts, als die Ãbertragung von Aktien auf eine dem bisherigen AktionÃ¤r gehÃ¶rende Holdinggesellschaft nicht als VerÃ¤usserung im Sinn von Art. 21 Abs. 1 lit. d des inzwischen aufgehobenen Beschlusses Ã¼ber die direkte Bundessteuer zu wÃ¼rdigen ist, weil der AktionÃ¤r mit ihr seine wirtschaftliche VerfÃ¼gungsmacht nicht preisgibt; sie bleibt ihm vielmehr in Form seiner Beteiligung an der von ihm beherrschten Aktiengesell­schaft erhalten. Der mit der AktienÃ¼bertragung verbundene VermÃ¶genszufluss beim Aktio­nÃ¤r ist auf das Halten und nicht auf die VerÃ¤usserung von Beteiligungsrechten zurÃ¼ckzu­fÃ¼hren (Urteil vom 7. Juli 1993, StE 1994 B 24.4 Nr. 35; BGE 115 Ib 238 E. 3c S. 241 mit Hinweisen). </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>c) Im vorliegend zu beurteilenden Sachverhalt hat der Pflichtige unbestrittenermas­sen verschiedene bÃ¶rsenkotierte in- und auslÃ¤ndische Aktien und Genussscheine sowie drei SICAV-Anteile in die von ihm beherrschte Holdinggesellschaft eingebracht. Dadurch hat er die wirtschaftliche VerfÃ¼gungsmacht Ã¼ber die Ã¼bertragenen VermÃ¶gensrechte nicht preisgegeben, sondern diese vielmehr behalten. Dass die VermÃ¶gensrechte spÃ¤ter von der Holdinggesellschaft verkauft worden sind, spielt entgegen seiner Auffassung keine Rolle; entscheidend sind die VerhÃ¤ltnisse im Zeitpunkt der Ãbertragung der VermÃ¶gensrechte auf die Holdinggesellschaft. Das Einbringen der erwÃ¤hnten VermÃ¶genswerte in die Holdingge­sellschaft erweist sich damit unter diesem Aspekt grund­sÃ¤tzlich als steuerbar.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>2. Wird festgestellt, dass keine zu einem steuerfreien Kapitalgewinn fÃ¼hrende Ver­Ã¤usserung stattgefunden hat, so ist im Licht von § 19 lit. c aStG zu prÃ¼fen, ob das Einbrin­gen von Wertpapieren in eine vom Einbringenden beherrschten Holdinggesellschaft gege­benenfalls aus anderen GrÃ¼nden steuerfrei bleibt.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>a) § 19 lit. c aStG ist eine Norm mit wirtschaftlichem Grundgehalt. BezÃ¼glich des Ertrags aus Beteiligungsrechten folgt sie der objektbezogenen Betrachtungsweise, wonach jeder geldwerte Vorteil aus Beteiligungen, der keine RÃ¼ckzahlung von Kapitalanteilen dar­stellt, steuerbarer VermÃ¶gensertrag ist. Dadurch wird der VermÃ¶gensertragsbegriff formali­siert und aus der Sicht der leistenden Gesellschaft und nicht des empfangenden AktionÃ¤rs konzipiert (Reich, Art. 20 DBG N. 30). Unter dem Blickwinkel von § 19 lit. c aStG soll somit die wirtschaftliche Doppelbelastung sichergestellt werden (RB 1997 Nr. 28, auch zum Folgenden). Diese Vorschrift beruht folglich auf dem Gedanken, dass sÃ¤mtliche von Kapitalgesellschaften und Genossenschaften erarbeiteten Mittel bei ihrer AusschÃ¼ttung an den Inhaber der Beteiligungsrechte besteuert werden sollten, und zwar unabhÃ¤ngig davon, ob diese Leistungen aus dem periodisch erarbeiteten Gewinn oder aus den in Reserven an­gesammelten Mitteln entrichtet werden (Reich in Reich/Duss, S. 79). </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Beim Einbringen in eine vom Einbringenden beherrschten Holdinggesellschaft werden anstelle des in den bisherigen Beteiligungsrechten verkÃ¶rperten latenten Anspruchs auf AusschÃ¼ttung der Gesellschaftsmittel andere Beteiligungsrechte mit einem hÃ¶heren Nennwert und/oder eine Darlehensforderung erworben. Da die Auszahlung des nominellen Kapitals der aufnehmenden Holdinggesellschaft sowie die RÃ¼ckzahlung des Darlehens in der Folge keine Einkommenssteuerpflicht mehr auslÃ¶sen, wird durch diese Umgestaltung der Rechtsbeziehungen zwischen dem (einbringenden) AktionÃ¤r und seinen Gesellschaften die latente AusschÃ¼ttungssteuerlast aufgehoben (vgl. Reich, Art. 20 DBG N. 75). In sol­chen FÃ¤llen ist zur Aufrechterhaltung der von § 19 lit. c aStG verlangten wirtschaftlichen Doppelbelastung an sich der Wertzufluss aus Einbringung im Unterschiedsbetrag zwischen Einbringungspreis und einbezahltem Gesellschaftsanteil beim Einbringenden als VermÃ¶­gensertrag zu besteuern. Diese Folge setzt allerdings ihrerseits voraus, dass der einbringen­de AktionÃ¤r die nachfolgende Entleerung der eingebrachten Gesellschaften zu beeinflussen vermag. Dies ist nur dann der Fall, wenn ein substanzieller Einfluss auf die Dividendenpo­litik derjenigen Gesellschaft ausgeÃ¼bt werden kann, deren Beteiligungsrechte eingebracht wurden, mit anderen Worten in der Regel also bloss dann, wenn eine massgebende Beteili­gung einge­bracht wurde.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) Um die Frage zu beantworten, unter welchen Voraussetzungen eine derartige massgebende Beteiligung anzunehmen sei, rechtfertigt es sich, mangels entsprechender Re­gelung, die gesetzliche Ordnung von § 50 Abs. 2 aStG Ã¼ber den Beteiligungsabzug hilfs­weise heranzuziehen. Eine Beteiligung im Sinn dieser Vorschrift liegt vor, wenn vom Grund- oder Stammkapital einer Gesellschaft mindestens 20 % gehalten wird oder der Verkehrs­wert der Beteiligung mindestens zwei Millionen Franken betrÃ¤gt (vgl. auch Marco Greter, Der Beteiligungsabzug im harmonisierten Gewinnsteuerrecht, ZÃ¼rich 2000, S. 102 ff.). Ob dies der Fall ist, bestimmt sich nach den VerhÃ¤ltnissen zum Zeitpunkt der Einbringung in die Holdinggesellschaft. Dabei versteht es sich von selbst, dass nicht nur deshalb keine Beteiligung vorliegt, weil diese in mehrere Pakete aufgeteilt und zu ver­schiedenen Zeit­punkten in die Holdinggesellschaft eingebracht wird.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Wird eine Beteiligung im Sinn von § 50 Abs. 2 aStG in eine vom Einbringenden beherrschte Holdinggesellschaft eingebracht, kann in der Regel vermutet werden, dass sie einen massgeblichen Einfluss auf die Dividendenpolitik des betreffenden Unternehmens ermÃ¶glicht. Die deswegen anzunehmende Aufhebung der latenten AusschÃ¼ttungssteuerlast fÃ¼hrt nach § 19 lit. c aStG zur Besteuerung des VermÃ¶gensertrags beim Einbringenden in der Differenz zwischen Einbringungspreis und einbezahltem Gesellschaftsanteil.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Liegt hingegen keine derartige Beteiligung vor, so besteht mangels massgeblicher Beteiligung in der Regel kein Einfluss auf die Gesellschaft, deren Anteile eingebracht wer­den. Folglich bleibt die von § 19 lit. c aStG gebotene wirtschaftliche Doppelbelastung erhalten. In einer solchen Konstellation bleibt die Einbringung demnach - trotz blosser VermÃ¶gensumstruk­turierung - im Ergebnis steuerfrei.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Damit stimmt hinsichtlich der Einbringung von (bÃ¶rsenkotierten) Beteiligungspa­pieren die nunmehr fÃ¼r Staats- und Gemeindesteuern geltende LÃ¶sung mit dem der bundes­steuerlichen Transponierungstheorie zugrundeliegenden Gedanken Ã¼berein, wonach durch die Besteuerung des Einbringens von Wertpapieren in eine selbstbeherrschte Holdingge­sellschaft die Aufhebung der latenten AusschÃ¼ttungssteuerlast ausgeglichen werden soll. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>c) Im vorliegenden Fall ist unbestritten, dass der Pflichtige keine massgebliche Be­teiligungen im Sinn der dargelegten PrÃ¤zisierung in die von ihm beherrschte Holdingge­sellschaft eingebracht hat. Damit bleibt die Einbringung steuerfrei und die Beschwerde ist gutzuheissen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>...</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>DemgemÃ¤ss entscheidet das Verwaltungsgericht:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>1.<span> </span></span><span>Die Beschwerde wird gutgeheissen. Der BeschwerdefÃ¼hrer wird fÃ¼r das Steuerjahr 1994 mit einem Reineinkommen von Fr. ...‑ sowie mit einem ReinvermÃ¶gen von Fr. ...‑ eingeschÃ¤tzt.<br/> <br/> </span></p> <p class="Einzug2"><span>2.<span> </span></span><span>...</span></p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>