<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2005.00200</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=205627&amp;W10_KEY=13013563&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2005.00200</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 25.01.2006</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">1. Abteilung/1. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Das Bundesgericht hat eine staatsrechtliche Beschwerde gegen diesen Entscheid am 23.02.2007 abgewiesen.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Submissionsrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Submission</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Abfallwesen der Stadt Adliswil: Ausschluss aus dem Vergabeverfahren; Nichtberücksichtigung des preislich günstigsten Angebots. Ausschluss vom Verfahren wegen Unterangebot: Bedeutung von Kalkulationsmängeln (E. 2.2-2.5); Verhältnismässigkeit (E. 2.6). Angebotspreise: Die Festlegung eines Mindestpreises ist nicht zulässig (E. 3.2). Nachhaltigkeit: Fahrzeuge, Fahrdistanzen, Umweltmanagement (ISO 14001) (E. 3.4). Technische Spezifikationen: Unnötig detaillierte Vorgaben; Ausrichtung auf die Bedürfnisse des bisherigen Auftragnehmers (E. 5). Beschränkung der maximalen Vertragsdauer (E. 6). Gutheissung und Rückweisung zu neuem Entscheid (E. 7). </b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ANGEBOT">ANGEBOT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ANGEBOTSPREIS">ANGEBOTSPREIS</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: AUSSCHLUSS EINES ANBIETERS">AUSSCHLUSS EINES ANBIETERS</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: AUSSCHLUSSGRUND">AUSSCHLUSSGRUND</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: BANDBREITE">BANDBREITE</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: BEWERTUNG DER ZUSCHLAGSKRITERIEN">BEWERTUNG DER ZUSCHLAGSKRITERIEN</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: KALKULATIONSGRUNDLAGE">KALKULATIONSGRUNDLAGE</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: KEHRICHTABFUHR">KEHRICHTABFUHR</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: LEHRLINGSAUSBILDUNG">LEHRLINGSAUSBILDUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: LEISTUNGSFÃHIGKEIT">LEISTUNGSFÃHIGKEIT</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: NACHHALTIGKEIT">NACHHALTIGKEIT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: PREIS">PREIS</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: QUALITÃT">QUALITÃT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: SELBSTKOSTEN">SELBSTKOSTEN</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: Besonderes Verwaltungsrecht (ohne...) ST: SUBMISSIONSRECHT">SUBMISSIONSRECHT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: TECHNISCHE SPEZIFIKATIONEN">TECHNISCHE SPEZIFIKATIONEN</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: VERTRAGSDAUER">VERTRAGSDAUER</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: WIRTSCHAFTLICHE LEISTUNGSFÃHIGKEIT">WIRTSCHAFTLICHE LEISTUNGSFÃHIGKEIT</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade">§ 28 lit. a SubmV</span><br/><span class="gerade">§ 28 lit. j SubmV</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 3 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Sachverhalt1"><b>I. </b> </p> <p class="Urteilstext">Mit einer Ausschreibung vom 20. August 2004 erÃ¶ffnete die Stadt Adliswil eine Submission im selektiven Verfahren fÃ¼r die Kehrichtabfuhr und weitere Dienstleistungen des Abfallwesens wÃ¤hrend der Jahre 2006â2012. Der Auftrag ist in vier Lose aufgeteilt, die unterschiedliche Dienstleistungen betreffen; die Stadt beabsichtigt jedoch, die Lose mÃ¶glichst als Gesamtpaket zu vergeben.</p> <p class="Urteilstext">Innert Frist reichten acht Unternehmungen ihre Bewerbung ein. Mit Beschluss der Gesundheitskommission vom 7. Oktober 2004 wurden fÃ¼nf Bewerber zum Einreichen eines Angebots zugelassen. Alle fÃ¼nf reichten ein Angebot ein. Die unbereinigten OffertbetrÃ¤ge belaufen sich auf Fr. 647'684.80 bis Fr. 946'397.- (voraussichtliche Kosten pro Jahr).</p> <p class="Urteilstext">Mit Beschluss des Stadtrats vom 19. April 2005 wurde das preisgÃ¼nstigste Angebot der A AG vom Verfahren ausgeschlossen und der Zuschlag der D AG zum Preis von Fr. 824'662.65 erteilt. Diese Entscheide wurden den Anbieterinnen von der Gesundheitskommission am 25. April 2005 schriftlich mitgeteilt.</p> <p class="Sachverhalt1"><b>II. </b> </p> <p class="Urteilstext">Mit Eingabe vom 4. Mai 2005 erhob die A AG beim Verwaltungsgericht Beschwerde gegen die Entscheide des Stadtrats Adliswil. Sie beantragte, der Ausschluss vom Verfahren sowie der Zuschlag an die D AG seien aufzuheben und der Zuschlag sei ihr zu erteilen, unter Kosten- und EntschÃ¤digungsfolgen zulasten der Beschwerdegegnerin. Eventualiter beantragte sie die RÃ¼ckweisung der Sache zur Wiederholung des Vergabeverfahrens an die Beschwerdegegnerin und subeventualiter die Feststellung der Rechtswidrigkeit des Vergabeentscheids. Gleichzeitig ersuchte sie darum, der Beschwerde die aufschiebende Wirkung zu erteilen.</p> <p class="Urteilstext">Die Stadt Adliswil stellte mit der Beschwerdeantwort vom 15. Juni 2005 Antrag auf Abweisung der Beschwerde unter Kosten- und EntschÃ¤digungsfolgen zulasten der BeschwerdefÃ¼hrerin. Dem Gesuch betreffend GewÃ¤hrung der aufschiebenden Wirkung widersetzte sie sich. Mit Replik und Duplik vom 29. Juli und 30. August 2005 hielten die Parteien an ihren AntrÃ¤gen fest. Die D AG nahm als Mitbeteiligte nicht zur Beschwerde Stellung.</p> <p class="Urteilstext">Mit PrÃ¤sidialverfÃ¼gungen vom 28. Juni und 9. September 2005 wurde der Beschwerde zunÃ¤chst vorlÃ¤ufig und alsdann fÃ¼r die Dauer des Beschwerdeverfahrens aufschiebende Wirkung erteilt. Ein WiedererwÃ¤gungsgesuch der Beschwerdegegnerin vom 20. September 2005, mit welchem diese um den Entzug der aufschiebenden Wirkung ersuchte, wurde mit PrÃ¤sidialverfÃ¼gung vom 21. September 2005 abgewiesen.</p> <p class="Zwischentitel">Die Kammer zieht in ErwÃ¤gung:</p> <p class="Erwgung1"><b>1. </b> </p> <p class="Urteilstext">Vergabeentscheide kantonaler und kommunaler Auftraggeber kÃ¶nnen unmittelbar mit Beschwerde an das Verwaltungsgericht weitergezogen werden (RB 1999 Nr. 27 = <span class="urteilstextchar">BEZ 1999 Nr. 13 = ZBl 100/1999, S. 372; vgl. Alfred KÃ¶lz/JÃ¼rg Bosshart/Martin RÃ¶hl, Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons ZÃ¼rich, 2. A., ZÃ¼rich 1999, § 41 N. 22). Auf das Beschwerdeverfahren gelangen die Art. 15 ff. der revidierten Interkantonalen Vereinbarung Ã¼ber das Ã¶ffentliche Beschaffungswesen vom 15. MÃ¤rz 2001 (IVÃ¶B) sowie § 2 des Gesetzes vom 15. September 2003 Ã¼ber den Beitritt zur revidierten Interkantonalen Vereinbarung zur Anwendung.</span></p> <p class="Urteilstext">Der Ausschluss vom Verfahren ist ein selbstÃ¤ndig anfechtbarer Entscheid (Art. 15 Abs. 1<sup><span>bis</span></sup> lit. d IVÃ¶B). Die BeschwerdefÃ¼hrerin besitzt ein schutzwÃ¼rdiges Interesse, diesen anzufechten, da sie bei der Aufhebung des Ausschlusses die MÃ¶glichkeit erhÃ¤lt, auch den Zuschlag an die Mitbeteiligte anzufechten. DiesbezÃ¼glich macht die Beschwerdegegnerin zwar geltend, dass die BeschwerdefÃ¼hrerin bei der Bewertung der Angebote weit hinter der Mitbeteiligten zurÃ¼ckliege und damit keine Chance auf den Zuschlag besitze. Die BeschwerdefÃ¼hrerin beanstandet jedoch gerade diese Bewertung; dazu ist sie, sofern sich der Ausschluss als ungerechtfertigt erweist, befugt.</p> <p class="Erwgung1"><b>2. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>2.1 </b>Die Beschwerdegegnerin nahm in den Ausschreibungsunterlagen im Voraus ausfÃ¼hrlich zum Thema "UngewÃ¶hnlich niedrige Angebote" Stellung. Sie wies darauf hin, dass die Auftragsvergabe eine lÃ¤ngere Zeitspanne und hÃ¶here BetrÃ¤ge betreffe, weshalb sich die Gefahr von grossen Verlusten durch ruinÃ¶se Preise beim Unternehmer als markant erweise. Berechtigte Zweifel an einer seriÃ¶sen AuftragserfÃ¼llung mÃ¼ssten daher unbedingt ausgerÃ¤umt werden. Es mÃ¼sse gewÃ¤hrleistet sein, dass der beauftragte Unternehmer den Auftrag zum vereinbarten Preis wÃ¤hrend der ganzen Vertragsdauer auszufÃ¼hren vermÃ¶ge. Auch zum Schutz des vom Anbieter bzw. seinen Subunternehmern angestellten Personals solle eine PlausibilitÃ¤tskontrolle verhindern, dass ein auf ruinÃ¶sen Preisen beruhendes Angebot den Zuschlag erhalte.</p> <p class="Urteilstext"><span>FÃ¼r den Fall, dass ein Angebot als ungewÃ¶hnlich niedrig, das heisst unter den Selbstkosten liegend erscheine, stellte die Beschwerdegegnerin in Aussicht, dass der Unternehmer schriftlich aufgefordert werde, detaillierte Angaben zur Preisbildung zu liefern und Nachweise zur vertragskonformen ErfÃ¼llung sowie zur Einhaltung der Arbeits- und Teilnahmebedingungen zu erbringen. "Kann er durch Einreichen von Unterlagen (Darlegung der Kalkulationsgrundlagen) klar und ohne Zweifel nachweisen, dass sein Angebot auf richtigen und plausiblen Annahmen beruht und auch die vertragskonforme AusfÃ¼hrung sowie die ErfÃ¼llung der Arbeits- und Teilnahmebedingungen gewÃ¤hrleistet ist, wird sein Angebot zugelassen. Kann dieser Nachweis nicht oder nicht Ã¼berzeugend geleistet werden, wird der Anbieter fÃ¼r das betreffende Los bzw. die betreffenden Lose ausgeschlossen".</span></p> <p class="Erwgung2"><b>2.2 </b>Nach dem Eingang der Angebote wandte sich die Beschwerdegegnerin mit Schreiben vom 19. Januar 2005 an die BeschwerdefÃ¼hrerin und forderte sie auf, ihre Kalkulationsgrundlagen auf den mitgelieferten Tabellen einzutragen. Mit Begleitbrief vom 3. Februar 2005 reichte die BeschwerdefÃ¼hrerin die ausgefÃ¼llten Tabellen ein. Diese wurden in der Folge einer ÃberprÃ¼fung unterzogen, von der allerdings nicht bekannt ist, wann und durch wen sie durchgefÃ¼hrt wurde. Im betreffenden Dokument wird ausgefÃ¼hrt, dass die BeschwerdefÃ¼hrerin ihrer Kalkulation in verschiedenen Punkten unrealistische bzw. falsche Annahmen zu Grunde gelegt habe. So habe sie beim Kehricht eine durchschnittliche Ladeleistung von mehr als 2,8 Tonnen pro Stunde angenommen, welche in Adliswil nicht erreichbar sei. Vermutlich sei sie dabei von Erfahrungszahlen aus Gemeinden mit einmaliger Abfuhr pro Woche (mit grÃ¶sserer Menge pro Ladeort) oder mit hohem Anteil an Gewerbecontainern ausgegangen. Aufgrund dieses und weiterer MÃ¤ngel sei davon auszugehen, dass das Angebot fÃ¼r die Kehrichtabfuhr deutlich mehr als 15 % unter der kostendeckenden HÃ¶he liege. Bei der Kalkulation der GrÃ¼ngutabfuhr wird ebenfalls in erster Linie die zu Grunde gelegte Ladeleistung bemÃ¤ngelt, die deutlich Ã¼ber dem in Adliswil im Durchschnitt erreichbaren Wert liege. Das Angebot fÃ¼r die GrÃ¼ngutabfuhr liege daher beinahe 60 %, auf jeden Fall aber mehr als 21 % unter der kostendeckenden HÃ¶he.</p> <p class="Urteilstext"><span>Diese Nachkalkulation wurde von der Beschwerdegegnerin als Grundlage ihres Entscheids Ã¼bernommen. Die Gesundheitskommission begrÃ¼ndet den Ausschluss vom Verfahren in der Mitteilung des Entscheids damit, dass die BeschwerdefÃ¼hrerin in ihrer Kalkulation einerseits von unplausiblen Basiszahlen, anderseits von Ãberlegungen ausgegangen sei, die nicht nachvollziehbar seien und verlangte Leistungsangaben ausser Acht liessen. Das Angebot entspreche in verschiedenen Punkten nicht den gestellten Anforderungen und Vorgaben. Eine vollstÃ¤ndige und vertragskonforme Erbringung der ausgeschriebenen Leistungen sei daher nicht gewÃ¤hrleistet.</span></p> <p class="Erwgung2"><b>2.3 </b>Nach § 32 der Submissionsverordnung vom 23. Juli 2003 (SubmV) kann die Vergabestelle, wenn sie ein Angebot erhÃ¤lt, das ungewÃ¶hnlich niedriger ist als andere eingereichte Angebote, beim Anbieter Erkundigungen einziehen, um sich zu vergewissern, dass dieser die Teilnahmebedingungen einhalten und die Auftragsbedingungen erfÃ¼llen kann. Aufgrund dieser Umschreibung, die im Wesentlichen mit jener von Art. XIII Abs. 4 lit. a des GATT/WTO-Ãbereinkommens vom 15. April 1994 Ã¼ber das Ã¶ffentliche Beschaffungswesen Ã¼bereinstimmt, beziehen sich die zusÃ¤tzlichen AbklÃ¤rungen in erster Linie auf die QualitÃ¤t des Angebots und die LeistungsfÃ¤higkeit des Anbieters. Allenfalls kÃ¶nnen auch weitere Fragen im Raum stehen wie die Einhaltung von Arbeitsschutzbestimmungen und Arbeitsbedingungen; stets aber geht es um die Einhaltung von Vergabekriterien, nicht um den tiefen Preis als solchen.</p> <p class="Urteilstext">Der Umstand allein, dass der offerierte Preis die Selbstkosten des Anbieters nicht deckt, fÃ¼hrt nach der Rechtsprechung des Verwaltungsgerichts â im Einklang mit der in der Schweiz herrschenden Lehre und Rechtsprechung â nicht zum Ausschluss des Angebots. Angebote, welche unter Kalkulation eines Verlusts zu Stande kommen, stehen nicht notwendig im Widerspruch zur Zielsetzung einer wettbewerbsorientierten Auftragsvergabe. Ein derartiges Angebot kann aus der Sicht des Anbieters gerechtfertigt sein, um z.B. die BeschÃ¤ftigung seiner Arbeitnehmer in einer kritischen Phase zu gewÃ¤hrleisten oder in einem neuen GeschÃ¤ftsbereich Fuss zu fassen. Diese Art von Preisbildung ist im GeschÃ¤ftsverkehr unter Privaten weder ungewÃ¶hnlich noch gilt sie grundsÃ¤tzlich als unzulÃ¤ssig; ein Verbot dieses Vorgehens wÃ¼rde den Anbietern das Eindringen in neue MÃ¤rkte erschweren und bestehende Marktstrukturen zementieren, was nicht der Zielsetzung des Vergaberechts entspricht (vgl. zum Ganzen RB 2003 Nr. 50 = BEZ 2003 Nr. 48 E. 3bâd, mit Hinweisen; Robert Wolf, Preis und Wirtschaftlichkeit, Baurecht, Sonderheft Vergaberecht 2004, S. 12 f., mit Hinweisen).</p> <p class="Erwgung2"><b>2.4 </b>Der Vergabestelle steht bei der Beurteilung der Angebote auch hinsichtlich der Frage, ob ein Anbieter trotz ungewÃ¶hnlich niedrigem Angebot in der Lage ist, die Teilnahmebedingungen einzuhalten und die Auftragsbedingungen zu erfÃ¼llen (§ 32 SubmV), ein erhebliches Ermessen zur VerfÃ¼gung. Bei der AusÃ¼bung dieses Ermessens muss sie sich jedoch auf ausreichend gesicherte tatsÃ¤chliche Annahmen stÃ¼tzen kÃ¶nnen.</p> <p class="Urteilstext">Vorliegend sind die quantitativen Annahmen, von denen die BeschwerdefÃ¼hrerin einerseits und die Beschwerdegegnerin anderseits ausgehen, in verschiedener Hinsicht umstritten. Festzuhalten ist dabei, dass die Gemeinde nicht befugt ist, die bei der ErfÃ¼llung des Auftrags mÃ¶glichen Ladeleistungen verbindlich festzulegen, denn die Kalkulation ist Sache des anbietenden Unternehmers. Der Einwand, dass die BeschwerdefÃ¼hrerin die in den Ausschreibungsunterlagen genannten Eckwerte schon wÃ¤hrend der Angebotsphase hÃ¤tte beanstanden mÃ¼ssen, ist daher nicht stichhaltig.</p> <p class="Urteilstext">Aufgrund der vorliegenden Akten kÃ¶nnen die geltend gemachten MÃ¤ngel in den Kalkulationsgrundlagen der BeschwerdefÃ¼hrerin nicht ausreichend geklÃ¤rt werden. In der Duplik hat die Beschwerdegegnerin allerdings detaillierte Berechnungen angestellt, welche die Kalkulation der BeschwerdefÃ¼hrerin in manchen Punkten als problematisch erscheinen lassen. Abgesehen davon, dass diese AusfÃ¼hrungen in der Duplik zu spÃ¤t erfolgten (vgl. RB 2003 Nr. 56 = BEZ 2003 Nr. 50, mit Hinweisen), wÃ¤ren aber dennoch zusÃ¤tzliche Erhebungen Ã¼ber die erreichbaren Ladeleistungen sowie allenfalls auch eine Expertise Ã¼ber die angewandten Berechnungsmethoden erforderlich. Von derartigen Beweiserhebungen kann abgesehen werden, da sie fÃ¼r den Ausgang des Verfahrens, wie die nachstehenden ErwÃ¤gungen zeigen, nicht entscheidend sind.</p> <p class="Erwgung2"><b>2.5 </b>KalkulationsmÃ¤ngel eines Anbieters kÃ¶nnen fÃ¼r die Beurteilung seiner FÃ¤higkeit, trotz eines niedrigen Angebots die Teilnahmebedingungen einzuhalten und die Auftragsbedingungen zu erfÃ¼llen (§ 32 SubmV), unter verschiedenen Gesichtspunkten von Bedeutung sein:</p> <p class="Einzug2">â Die KalkulationsmÃ¤ngel kÃ¶nnen einen Hinweis auf ungenÃ¼gende Fachkenntnisse des Anbieters geben. Erweisen sich die Zweifel an der fachlichen Eignung als ausreichend begrÃ¼ndet, ist der Anbieter aus diesem Grund vom Verfahren auszuschliessen.</p> <p class="Einzug2">â Die KalkulationsmÃ¤ngel kÃ¶nnen ferner dazu fÃ¼hren, dass der Anbieter bei der AusfÃ¼hrung des Auftrags einen Verlust erleidet. Dieser Umstand allein ist nach dem Gesagten noch kein Grund fÃ¼r den Ausschluss des Angebots (vorn, E. 2.3). Hingegen stellt sich die Frage, ob der Anbieter Ã¼ber eine ausreichende wirtschaftliche LeistungsfÃ¤higkeit verfÃ¼gt, um den Auftrag trotz der Verluste vertragskonform durchzufÃ¼hren. Ãberdies kann die BefÃ¼rchtung bestehen, dass der Anbieter versuchen wird, Verluste durch eine schlechte ErfÃ¼llung seiner Aufgaben zu vermindern.</p> <p class="Urteilstext">Aus den AusfÃ¼hrungen der Beschwerdegegnerin wird nicht deutlich, welche dieser Ãberlegungen fÃ¼r den Ausschluss massgeblich waren. Bereits in ihrem Schreiben an die BeschwerdefÃ¼hrerin vom 19. Januar 2005 forderte sie diese lediglich dazu auf, die Kalkulation zu erlÃ¤utern; weiter gehende AbklÃ¤rungen zum Einhalten der Teilnahme- und Auftragsbedingungen waren entgegen der Vorschrift von § 32 SubmV nicht Gegenstand der Erkundigung. Aus den geltend gemachten MÃ¤ngeln der Kalkulation zog die Beschwerdegegnerin dann ohne weiteres den Schluss, dass eine <span>vollstÃ¤ndige und vertragskonforme Erbringung der ausgeschriebenen Leistungen nicht gewÃ¤hrleistet sei. Diese Schlussfolgerung ist nach dem Gesagten nicht zulÃ¤ssig.</span></p> <p class="Erwgung3"><b>2.5.1 </b>Die Beschwerdegegnerin spricht verschiedentlich ihre BefÃ¼rchtung aus, dass ein Anbieter nicht "wÃ¤hrend der ganzen vertraglich vereinbarten Zeit" in der Lage sein werde, den Auftrag vertragskonform auszufÃ¼hren. In der Beschwerdeantwort erwÃ¤hnt sie auch die Gefahr eines Konkurses. Dies lÃ¤sst darauf schliessen, dass sie vor allem die <i>wirtschaftliche LeistungsfÃ¤higkeit</i> der Anbieter gewÃ¤hrleistet sehen will. Inwiefern sie die wirtschaftliche LeistungsfÃ¤higkeit der BeschwerdefÃ¼hrerin bezweifelt, hat sie jedoch nicht nÃ¤her begrÃ¼ndet, und sie hat auch nichts unternommen, um diesen Punkt zu Ã¼berprÃ¼fen. Anhaltspunkte, die zu offensichtlichen Zweifeln an der LeistungsfÃ¤higkeit der BeschwerdefÃ¼hrerin Anlass gÃ¤ben, sind nicht ersichtlich. Diese ist unbestrittenermassen seit mehreren Jahrzehnten auf dem Gebiet der Entsorgung und des Transportwesens tÃ¤tig und besorgt schon bisher die Kehrichtabfuhr in fÃ¼nf Gemeinden, von denen eine, nÃ¤mlich die Stadt X, deutlich mehr Einwohner aufweist als die Beschwerdegegnerin. Bis Ende 2003 war sie Ã¼berdies fÃ¼r die Stadt Y in gleicher Weise tÃ¤tig. Ohne konkrete Anhaltspunkte fÃ¼r die von der Beschwerdegegnerin gehegten Zweifel darf das Angebot der BeschwerdefÃ¼hrerin daher nicht wegen mangelnder wirtschaftlicher LeistungsfÃ¤higkeit ausgeschlossen werden.</p> <p class="Erwgung3"><b>2.5.2 </b>Sofern die Beschwerdegegnerin die <i>fachliche Eignung</i> der BeschwerdefÃ¼hrerin bezweifelt, kann auch dieser Einwand nicht lediglich mit den behaupteten KalkulationsmÃ¤ngeln begrÃ¼ndet werden. Angesichts der offensichtlich breiten Erfahrung der BeschwerdefÃ¼hrerin auf ihrem TÃ¤tigkeitsgebiet wÃ¤ren konkretere Anhaltspunkte erforderlich, um eine fehlende fachliche Eignung zu belegen. Die BeschwerdefÃ¼hrerin hat mit ihrer Offerte schriftliche Referenzen mehrerer Gemeinden eingereicht, die ihr eine zuverlÃ¤ssige Erledigung der AuftrÃ¤ge bestÃ¤tigen. Diese Referenzen wurden von der Beschwerdegegnerin nicht substanziiert in Zweifel gezogen, sie macht lediglich geltend, dass die VerhÃ¤ltnisse in den besagten Gemeinden nicht mit jenen in Adliswil vergleichbar seien. Selbst wenn dies bis zu einem gewissen Grad zutreffen mag, ist dies kein Grund, die fachliche LeistungsfÃ¤higkeit der BeschwerdefÃ¼hrerin grundsÃ¤tzlich in Frage zu stellen (vgl. hinten, E. 5.2). Was die Beschwerdegegnerin des Weiteren mit Bezug auf die Qualifikation von Mitarbeitern, die Zertifizierung nach ISO 14001 usw. vorbringt, betrifft nicht die grundsÃ¤tzliche fachliche Eignung, sondern ist im Zusammenhang mit den Zuschlagskriterien zu prÃ¼fen. Es besteht daher keine ausreichende Grundlage, um die BeschwerdefÃ¼hrerin mangels fachlicher Eignung vom Verfahren auszuschliessen.</p> <p class="Erwgung2"><b>2.6 </b>Im Ãbrigen ist beim Ausschluss eines Anbieters vom Verfahren, wie die Beschwerdegegnerin zutreffend festhÃ¤lt, auch die VerhÃ¤ltnismÃ¤ssigkeit der Massnahme zu prÃ¼fen. Von Bedeutung ist dabei insbesondere das Risiko, welches dem auftraggebenden Gemeinwesen aus einer allenfalls ungenÃ¼genden AuftragserfÃ¼llung erwÃ¤chst.</p> <p class="Urteilstext">Die Beschwerdegegnerin bringt im Wesentlichen vor, dass ihr nicht zuzumuten sei, den Auftrag an eine Unternehmerin zu vergeben, bei welcher befÃ¼rchtet werden mÃ¼sse, sie werde wegen einer ungenÃ¼genden Kalkulation der Kosten nicht zur vertragskonformen AusfÃ¼hrung des Auftrags in der Lage sein.</p> <p class="Urteilstext">Das SicherheitsbedÃ¼rfnis des Gemeinwesens ist bei einem Auftrag dieser Art deutlich geringer als etwa bei der Vergabe eines anspruchsvollen Bauauftrags, bei dem es befÃ¼rchten muss, der Auftragnehmer werde aus KostengrÃ¼nden unsorgfÃ¤ltig arbeiten oder wÃ¤hrend der BauausfÃ¼hrung leistungsunfÃ¤hig werden. Falls die Auftragnehmerin im vorliegenden Fall tatsÃ¤chlich eine ungenÃ¼gende Leistung erbringt, hat die Beschwerdegegnerin die MÃ¶glichkeit, den Vertrag vorzeitig aufzulÃ¶sen und den Auftrag neu auszuschreiben. Bei der BeschwerdefÃ¼hrerin erscheint es aufgrund der von ihr vorgelegten Referenzen als wahrscheinlich, dass sie immerhin den Anforderungen, welche andere Gemeinden an ihre Abfuhrdienste stellen, zu genÃ¼gen vermag. FÃ¼r die Beschwerdegegnerin besteht das Risiko somit im Wesentlichen darin, dass die Abfuhr allenfalls nicht den â nach ihrer Darstellung hÃ¶heren â Anforderungen der eigenen Gemeinde genÃ¼gt und sie diesen Zustand vorÃ¼bergehend zu erdulden hÃ¤tte, wenn sie den Auftrag vorzeitig neu vergeben mÃ¼sste. Dies erscheint als zumutbares Wagnis.</p> <p class="Erwgung2"><b>2.7 </b>Nach dem Gesagten erweist sich der Ausschluss der BeschwerdefÃ¼hrerin vom Verfahren nicht als gerechtfertigt und ist aufzuheben.</p> <p class="Erwgung1"><b>3. </b> </p> <p class="Urteilstext">In der Folge sind die EinwÃ¤nde zu prÃ¼fen, welche die BeschwerdefÃ¼hrerin gegen den Zuschlag an die Mitbeteiligte erhebt. Die Beschwerdegegnerin macht geltend, dass die BeschwerdefÃ¼hrerin selbst dann, wenn auf ihren Ausschluss verzichtet worden wÃ¤re, keine Chance auf den Zuschlag gehabt hÃ¤tte, da sie in der Gesamtbewertung der Zuschlagskriterien weit hinter der Mitbeteiligten zurÃ¼ckliege. Um dies zu belegen, hat sie die Auswertung der Angebote im Sinn einer hypothetischen Betrachtung auch auf die BeschwerdefÃ¼hrerin ausgedehnt.</p> <p class="Erwgung2"><b>3.1 </b>Die Beschwerdegegnerin legte die Zuschlagskriterien in den Ausschreibungsunterlagen wie folgt fest:</p> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0" class="MsoTableGrid"> <tr> <td valign="top"> <p class="EinzugZitat">1.</p> </td> <td valign="top"> <p class="EinzugZitat">Angebotspreis</p> </td> <td valign="top"> <p class="EinzugZitat">40 %</p> </td> </tr> <tr> <td valign="top"> <p class="EinzugZitat">2.</p> </td> <td valign="top"> <p class="EinzugZitat">LeistungsfÃ¤higkeit/QualitÃ¤t</p> </td> <td valign="top"> <p class="EinzugZitat">40 %</p> </td> </tr> <tr> <td valign="top"> <p class="EinzugZitat">3.</p> </td> <td valign="top"> <p class="EinzugZitat">Nachhaltigkeit</p> </td> <td valign="top"> <p class="EinzugZitat">15 %</p> </td> </tr> <tr> <td valign="top"> <p class="EinzugZitat">4.</p> </td> <td valign="top"> <p class="EinzugZitat">Lehrlingsausbildung</p> </td> <td valign="top"> <p class="EinzugZitat">5 %</p> </td> </tr> </table> <p class="EinzugZitat"> </p> <p class="Urteilstext">Bei der Auswertung der Angebote anhand der Zuschlagskriterien erhielt die Mitbeteiligte die folgenden Noten (Gesamtbewertung Ã¼ber alle vier Lose; die BeschwerdefÃ¼hrerin wurde in dieser Auswertung nicht berÃ¼cksichtigt, da sie als ausgeschlossen galt):</p> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0" class="MsoTableGrid"> <tr> <td valign="top"> <p class="EinzugZitat">1.</p> </td> <td valign="top"> <p class="EinzugZitat">Angebotspreis</p> </td> <td valign="top"> <p class="EinzugZitat">38.20 Punkte</p> </td> </tr> <tr> <td valign="top"> <p class="EinzugZitat">2.</p> </td> <td valign="top"> <p class="EinzugZitat">LeistungsfÃ¤higkeit/QualitÃ¤t</p> </td> <td valign="top"> <p class="EinzugZitat">39.98 Punkte</p> </td> </tr> <tr> <td valign="top"> <p class="EinzugZitat">3.</p> </td> <td valign="top"> <p class="EinzugZitat">Nachhaltigkeit</p> </td> <td valign="top"> <p class="EinzugZitat">15 Punkte</p> </td> </tr> <tr> <td valign="top"> <p class="EinzugZitat">4.</p> </td> <td valign="top"> <p class="EinzugZitat">Lehrlingsausbildung</p> </td> <td valign="top"> <p class="EinzugZitat">5 Punkte</p> </td> </tr> <tr> <td valign="top"> <p class="EinzugZitat">Total</p> </td> <td valign="top"> <p class="EinzugZitat"> </p> </td> <td valign="top"> <p class="EinzugZitat">98.18 Punkte</p> </td> </tr> </table> <p class="EinzugZitat"> </p> <p class="Urteilstext">Damit lag die Mitbeteiligte knapp vor der E AG (97.45 Punkte), auf dem ersten Platz.</p> <p class="Urteilstext">Bei der hypothetischen Bewertung der Angebote, in welche auch das Angebot der BeschwerdefÃ¼hrerin einbezogen wurde, resultierten fÃ¼r diese und die Mitbeteiligte folgende Werte:</p> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0" class="MsoTableGrid"> <tr> <td valign="top"> <p class="EinzugZitat"> </p> </td> <td valign="top"> <p class="EinzugZitat"> </p> </td> <td valign="top"> <p class="EinzugZitat">Mitbeteiligte</p> </td> <td valign="top"> <p class="EinzugZitat">BeschwerdefÃ¼hrerin</p> </td> </tr> <tr> <td valign="top"> <p class="EinzugZitat">1.</p> </td> <td valign="top"> <p class="EinzugZitat">Angebotspreis</p> </td> <td valign="top"> <p class="EinzugZitat">34.76</p> </td> <td valign="top"> <p class="EinzugZitat">40 Punkte</p> </td> </tr> <tr> <td valign="top"> <p class="EinzugZitat">2.</p> </td> <td valign="top"> <p class="EinzugZitat">LeistungsfÃ¤higkeit/QualitÃ¤t</p> </td> <td valign="top"> <p class="EinzugZitat">39.98</p> </td> <td valign="top"> <p class="EinzugZitat">27.67 Punkte</p> </td> </tr> <tr> <td valign="top"> <p class="EinzugZitat">3.</p> </td> <td valign="top"> <p class="EinzugZitat">Nachhaltigkeit</p> </td> <td valign="top"> <p class="EinzugZitat">15</p> </td> <td valign="top"> <p class="EinzugZitat">2.53 Punkte</p> </td> </tr> <tr> <td valign="top"> <p class="EinzugZitat">4.</p> </td> <td valign="top"> <p class="EinzugZitat">Lehrlingsausbildung</p> </td> <td valign="top"> <p class="EinzugZitat">5</p> </td> <td valign="top"> <p class="EinzugZitat">0 Punkte</p> </td> </tr> <tr> <td valign="top"> <p class="EinzugZitat">Total</p> </td> <td valign="top"> <p class="EinzugZitat"> </p> </td> <td valign="top"> <p class="EinzugZitat">94.74</p> </td> <td valign="top"> <p class="EinzugZitat">70.19 Punkte</p> </td> </tr> </table> <p class="EinzugZitat"> </p> <p class="Urteilstext">Aufgrund dieser Auswertung lag die Mitbeteiligte im Gesamtergebnis deutlich vor der BeschwerdefÃ¼hrerin. Die BeschwerdefÃ¼hrerin beanstandet jedoch die Notengebung bei allen Kriterien. Diese ist im Folgenden zu Ã¼berprÃ¼fen.</p> <p class="Erwgung2"><b>3.2 </b>Die Bewertung der <i>Angebotspreise</i> wurde in den Ausschreibungsunterlagen detailliert festgelegt. Danach erhÃ¤lt das tiefste Angebot die Maximalbewertung von 40 Punkten. Die fÃ¼r die Bewertung massgebliche Bandbreite der Angebotspreise wurde im Voraus auf 50 % festgelegt, sodass ein Preis von 150 % des gÃ¼nstigsten Angebots mit 0 Punkten bewertet wird. Innerhalb der Bandbreite erfolgt die Bewertung linear gemÃ¤ss der prozentualen Abweichung vom tiefsten Angebot. Insoweit hat die Beschwerdegegnerin die Anforderungen der verwaltungsgerichtlichen Rechtsprechung â auch mit Bezug auf die Transparenz der Bekanntgabe â zutreffend umgesetzt (vgl. VGr, 21. April 2004, ZBl 105/2004, S. 382 = BEZ 2004 Nr. 34 E. 2.5 und 2.6; RB 2002 Nr. 52 = BEZ 2003 Nr. 13 E. 3g und 4b).</p> <p class="Urteilstext">Gleichzeitig legte die Beschwerdegegnerin jedoch die Untergrenze der Bandbreite auf "10 % unter ASTAG-Tarif" fest. Sie bezog sich damit auf ihre eigene Kalkulation, die auf der Grundlage der Dokumentation "Selbstkosten fÃ¼r Nutzfahrzeuge im Strassentransport" des ASTAG (Schweizerischer Nutzfahrzeugverband) erstellt worden war (vgl. das Schreiben des ASTAG vom 27. Januar 2005). Diese Bestimmung, deren Tragweite aus den Ausschreibungsunterlagen nicht ohne weiteres erkennbar war, wird von der Beschwerdegegnerin dahin gehend verstanden, dass als tiefster Angebotspreis von vornherein ein Preis angenommen wird, der um 10 % unter dem genannten Tarif liegt; ein tieferer Angebotspreis wird fÃ¼r die Bewertung nicht berÃ¼cksichtigt.</p> <p class="Urteilstext">Dieses Vorgehen ist offensichtlich nicht sachgerecht. ZulÃ¤ssige Angebote sind stets mit ihrem effektiven â allenfalls um notwendige Korrekturen bereinigten â Preis in die Bewertung einzusetzen, denn andernfalls wÃ¼rde die Bedeutung des Preiskriteriums ohne sachlichen Grund gemindert. Da ein tiefer Preis nicht von vornherein zum Ausschluss des betreffenden Angebots fÃ¼hrt, selbst wenn er die Gestehungskosten des Anbieters nicht deckt (vorn, E. 2.3), kann es ebenso wenig zulÃ¤ssig sein, den tiefen Preis bei der Bewertung kÃ¼nstlich zu verteuern, um die WettbewerbsfÃ¤higkeit des Angebots zu mindern.</p> <p class="Urteilstext">Der Angebotspreis der BeschwerdefÃ¼hrerin ist demnach mit seinem effektiven Betrag von Fr. 647'684.80 in die Bewertung einzusetzen. Das hat zur Folge, dass die Mitbeteiligte beim Kriterium "Angebotspreis" nicht 34.76, sondern nur 18.14 Punkte erhÃ¤lt, wÃ¤hrend die Benotung der BeschwerdefÃ¼hrerin bei 40 Punkten verbleibt. Dieses Ergebnis stimmt mit den Berechnungen der Beschwerdegegnerin in ihrer ergÃ¤nzenden Stellungnahme vom 20. September 2005 Ã¼berein.</p> <p class="Erwgung2"><b>3.3 </b> </p> <p class="Erwgung3"><b>3.3.1 </b>Das Zuschlagskriterium <i>"LeistungsfÃ¤higkeit/QualitÃ¤t"</i> wurde in den Ausschreibungsunterlagen wie folgt umschrieben:</p> <p class="EinzugZitat">"Gute QualitÃ¤t der angebotenen Leistungen und ausreichende Infrastruktur (Fahrzeugpark und Personal)</p> <p class="EinzugZitat">â Sicherstellung des Einsatzes von qualifiziertem Personal und Fahrzeugen, die eine effiziente Auftragserledigung gewÃ¤hrleisten.</p> <p class="EinzugZitat">â Vorhandensein der geforderten Zertifikate und Lizenzen.</p> <p class="EinzugZitat">â Nachweis, dass Anforderungen gemÃ¤ss Ausschreibungsunterlagen (Phase I und II) pro Los vollumfÃ¤nglich erbracht werden kÃ¶nnen."</p> <p class="EinzugZitat"> </p> <p class="Urteilstext">Der Stadtrat hatte die Zuschlagskriterien und deren Gewichtung in einem Beschluss vom 2. November 2004 festgelegt und gleichzeitig in einer Beilage die Unterkriterien sowie deren Gewichtung genehmigt. Die in den Ausschreibungsunterlagen enthaltene Umschreibung des Zuschlagskriteriums "LeistungsfÃ¤higkeit/QualitÃ¤t" entspricht dem ersten Teil der Unterkriterien gemÃ¤ss Beilage zum Stadtratsbeschluss. Die in der besagten Beilage Ã¼berdies aufgefÃ¼hrten detaillierten Unterkriterien mit entsprechender Gewichtung sind fÃ¼r die Beschwerdegegnerin nicht verbindlich, da sie den Anbieterinnen nicht bekannt gegeben wurden. Davon gehen auch die ErwÃ¤gungen des Stadtratsbeschlusses aus.</p> <p class="Erwgung3"><b>3.3.2 </b>Die Auswertung der Angebote nimmt beim Kriterium "LeistungsfÃ¤higkeit/QualitÃ¤t" nicht auf die in den Ausschreibungsunterlagen gegebene Umschreibung Bezug. FÃ¼r die Auswertung wurden vielmehr drei andere Unterkriterien verwendet, nÃ¤mlich:</p> <p class="EinzugZitat">Wirtschaftliche LeistungsfÃ¤higkeit 400 Punkte</p> <p class="EinzugZitat">Fachliche LeistungsfÃ¤higkeit 400 Punkte</p> <p class="EinzugZitat">Organisatorisch/technische LeistungsfÃ¤higkeit 200 Punkte</p> <p class="EinzugZitat"> </p> <p class="Urteilstext">Ferner wurde fÃ¼r den Einsatz von Lehrlingen ein Abzug von 20 Punkten gemacht. Anhand dieser Unterkriterien wurde der Mitbeteiligten bei den Losen 1, 2 und 4 das Punktemaximum (nach Abzug von 20 Punkten fÃ¼r den Einsatz von Lehrlingen) von 980 Punkten gegeben. Beim Los 3 erhielt sie aufgrund der Bewertung ihrer Unterakkordantin E AG 978 Punkte. DemgegenÃ¼ber erhielt die BeschwerdefÃ¼hrerin bedeutend schlechtere Noten:</p> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0" class="MsoTableGrid"> <tr> <td valign="top"> <p class="EinzugZitat"> </p> </td> <td valign="top"> <p class="EinzugZitat">Mitbeteiligte</p> </td> <td valign="top"> <p class="EinzugZitat">BeschwerdefÃ¼hrerin</p> </td> <td valign="top"> <p class="EinzugZitat"> </p> </td> </tr> <tr> <td valign="top"> <p class="EinzugZitat">Los 1</p> </td> <td valign="top"> <p class="EinzugZitat">980</p> </td> <td valign="top"> <p class="EinzugZitat">711.88</p> </td> <td valign="top"> <p class="EinzugZitat">Punkte</p> </td> </tr> <tr> <td valign="top"> <p class="EinzugZitat">Los 2</p> </td> <td valign="top"> <p class="EinzugZitat">980</p> </td> <td valign="top"> <p class="EinzugZitat">658.55</p> </td> <td valign="top"> <p class="EinzugZitat">Punkte</p> </td> </tr> <tr> <td valign="top"> <p class="EinzugZitat">Los 3</p> </td> <td valign="top"> <p class="EinzugZitat">978</p> </td> <td valign="top"> <p class="EinzugZitat">813.04</p> </td> <td valign="top"> <p class="EinzugZitat">Punkte</p> </td> </tr> <tr> <td valign="top"> <p class="EinzugZitat">Los 4</p> </td> <td valign="top"> <p class="EinzugZitat">980</p> </td> <td valign="top"> <p class="EinzugZitat">527.81</p> </td> <td valign="top"> <p class="EinzugZitat">Punkte</p> </td> </tr> </table> <p class="EinzugZitat"> </p> <p class="Urteilstext">Die Werte der vier Lose wurden sodann zusammengezÃ¤hlt und auf die Gewichtung des Kriteriums von 40 % umgerechnet, woraus sich fÃ¼r die Mitbeteiligte eine Benotung des Zuschlagskriteriums mit 39.98 Punkten, fÃ¼r die BeschwerdefÃ¼hrerin eine solche mit 27.67 Punkten ergab.</p> <p class="Erwgung3"><b>3.3.3 </b>Das angewandte Vorgehen erweist sich unter mehreren Gesichtspunkten als unzulÃ¤nglich. ZunÃ¤chst ist nicht ersichtlich, inwiefern sich die verwendeten Unterkriterien auf die bei der Bekanntgabe der Zuschlagskriterien gegebene Umschreibung beziehen. Jene Umschreibung ist zwar nicht in dem Sinn verbindlich, dass die einzelnen Stichworte notwendigerweise als eigentliche Unterkriterien verwendet werden mÃ¼ssten (vgl. RB 2002 Nr. 47 = BEZ 2003 Nr. 13 E. 3g a.E.). Die Anbieter mÃ¼ssen sich jedoch darauf verlassen kÃ¶nnen, dass die Zuschlagskriterien so angewandt werden, wie sie anhand der Umschreibung verstanden werden durften.</p> <p class="Urteilstext">Sodann erwÃ¤hnte der Stadtrat in seinem Beschluss Ã¼ber die Vergabe des Auftrags, dass die Beurteilungsergebnisse fÃ¼r "LeistungsfÃ¤higkeit/QualitÃ¤t", "Nachhaltigkeit" und "Lehrlingsausbildung" unverÃ¤ndert aus der PrÃ¤qualifikation Ã¼bernommen worden seien (Beschluss vom 19. April 2005). TatsÃ¤chlich nannten die Unterlagen zur PrÃ¤qualifikation die wirtschaftliche, fachliche und organisatorisch/technische LeistungsfÃ¤higkeit als Eignungskriterien. Diese kÃ¶nnen jedoch nicht ohne weiteres zur Verwendung als Zuschlagskriterien Ã¼bernommen werden. Eignungs- und Zuschlagskriterien sind entsprechend ihrer unterschiedlichen Funktion stets klar auseinander zu halten. Die Rechtsprechung lÃ¤sst zwar zu, dass Merkmale, die zur PrÃ¼fung der Eignung herangezogen werden, in sachlich begrÃ¼ndeten FÃ¤llen auch als Zuschlagskriterien verwendet werden. Zu diesem Zweck mÃ¼ssen sie jedoch <i><span>als Zuschlagskriterien</span></i> festgelegt und auch ausgewertet werden; ein blosses Abstellen auf die bereits bei der EignungsprÃ¼fung vorgenommene Bewertung genÃ¼gt nicht (RB 2002 Nr. 48 = BEZ 2003 Nr. 13 E. 2). In der Beschwerdeantwort erklÃ¤rte die Beschwerdegegnerin dann allerdings, im Rahmen der Zuschlagskriterien seien hÃ¶here Anforderungen an die LeistungsfÃ¤higkeit und die QualitÃ¤t der zu erbringenden Leistungen gestellt worden als bei der EignungsprÃ¼fung. Ob und wie dies geschehen ist, geht aus den Unterlagen jedoch nicht hervor.</p> <p class="Urteilstext">Ferner werden die als Benotung vergebenen Punktzahlen in den Unterlagen in keiner Weise begrÃ¼ndet. Der Hinweis, dass sie unverÃ¤ndert aus der PrÃ¤qualifikation Ã¼bernommen wurden, lÃ¤sst darauf schliessen, dass tatsÃ¤chlich keine Bewertung der Angebote anhand der Zuschlagskriterien mehr vorgenommen wurde. Auch die seinerzeit im Rahmen der PrÃ¤qualifikation vorgenommene Bewertung wird nicht nÃ¤her erlÃ¤utert oder durch Unterlagen belegt. In der Beschwerdeantwort wird lediglich ergÃ¤nzt, dass die BeschwerdefÃ¼hrerin in einzelnen Teilbereichen nicht die notwendige Qualifikation aufgewiesen habe und dass ihre Organisation sowie der Ausbildungsstand des Personals auf einem tieferen Stand seien als jene der Ã¼brigen Anbieterinnen. Diese Behauptungen werden jedoch nicht nÃ¤her erlÃ¤utert und stellen in dieser pauschalen Form keine ausreichende BegrÃ¼ndung der tieferen Benotung dar.</p> <p class="Urteilstext">Der BegrÃ¼ndung dient auch nicht, dass die Beschwerdegegnerin im Zusammenhang mit dem Ausschluss BeschwerdefÃ¼hrerin vom Verfahren geltend gemacht hat, deren Kalkulation sei unzutreffend. Falls tatsÃ¤chlich erhebliche KalkulationsmÃ¤ngel nachgewiesen werden, kÃ¶nnen diese zwar eine schlechtere Benotung der fachlichen FÃ¤higkeiten rechtfertigen. Die behaupteten MÃ¤ngel wurden jedoch grossenteils erst mit der Duplik und damit verspÃ¤tet substanziiert (vgl. vorn, E. 2.4), und es wird auch nicht deutlich, ob und in welcher Weise sie in die Bewertung des Zuschlagskriteriums "LeistungsfÃ¤higkeit/QualitÃ¤t" eingeflossen sind.</p> <p class="Urteilstext">Schliesslich ist problematisch, dass die Noten der vier Lose zur Ermittlung der Gesamtnote gleichwertig zusammengezÃ¤hlt wurden, ohne den stark unterschiedlichen Gewichten der einzelnen Lose Rechnung zu tragen. Ob dieser Umstand die BeschwerdefÃ¼hrerin im Ergebnis benachteiligt hat, lÃ¤sst sich aufgrund der vorliegenden Zahlen nicht ermitteln.</p> <p class="Urteilstext">Angesichts dieser MÃ¤ngel ist die vorgenommene Benotung des Zuschlagskriteriums "LeistungsfÃ¤higkeit/QualitÃ¤t" nicht haltbar und kann nicht als Grundlage eines rechtsgÃ¼ltigen Vergabeentscheids dienen. Die BeschwerdefÃ¼hrerin weist bei diesem Kriterium gemÃ¤ss der beanstandeten Auswertung der Beschwerdegegnerin einen RÃ¼ckstand von gut 12 Punkten auf die Mitbeteiligte auf (27.67 gegenÃ¼ber 39.98 Punkten). Bei einer korrekten Auswertung ist daher nicht ausgeschlossen, dass sie ihren RÃ¼ckstand in der Gesamtbewertung, welcher nach der Korrektur beim Zuschlagskriterium "Angebotspreis" (vorn, E. 3.2) noch rund 8 Punkte betrÃ¤gt, aufholen kann. Bereits aus diesem Grund ist der Vergabeentscheid aufzuheben.</p> <p class="Erwgung2"><b>3.4 </b> </p> <p class="Erwgung3"><b>3.4.1 </b>Das Zuschlagskriterium <i>"Nachhaltigkeit"</i> wurde in den Ausschreibungsunterlagen wie folgt umschrieben:</p> <p class="EinzugZitat">"â Fahrzeuge: ErfÃ¼llung Euronorm 4 oder besser</p> <p class="EinzugZitat">â Umweltmanagement (ISO 14001)</p> <p class="EinzugZitat">â Nachweis der Einhaltung der massgebenden umweltrechtlichen Anforderungen (vgl. auch Ziff. 8 nachfolgend).</p> <p class="EinzugZitat">â Nachweis einer mÃ¶glichst geringen Umweltbelastung.<br/> Der Anbieter hat darzulegen, wie er durch den effizienten Einsatz seiner Fahrzeuge und deren AusrÃ¼stung eine mÃ¶glichst geringe Belastung der Umwelt erreicht. Erwartet werden â nebst der verlangten AusrÃ¼stung gemÃ¤ss Euronorm 4 â Angaben zu den fÃ¼r die Auftragserledigung erforderlichen Fahrten in Kilometern und deren mÃ¶gliche Reduktion. Sind Angebote mit Bezug auf die durch die einzusetzenden Fahrzeuge verursachte Ã¶kologische Belastung als gleichwertig zu erachten, wird beim Kriterium Nachhaltigkeit auf die LÃ¤nge der zurÃ¼ckgelegten Fahrten abgestellt."</p> <p class="EinzugZitat"> </p> <p class="Urteilstext">In dem vom Stadtrat am 2. November 2004 genehmigten Dokument war fÃ¼r die drei Unterkriterien Fahrzeuge (ErfÃ¼llung Euronorm 4 oder besser), Umweltmanagement und "Nachweis einer mÃ¶glichst geringen Umweltbelastung" eine Gewichtung von je 5 %, das heisst von je einem Drittel des Gesamtgewichts des Zuschlagskriteriums "Nachhaltigkeit", vorgesehen. Diese Festlegung ist fÃ¼r die Beschwerdegegnerin indessen nicht verbindlich, da sie den Anbietenden nicht bekannt gegeben wurde.</p> <p class="Urteilstext">Bei der Auswertung der Angebote hat die Beschwerdegegnerin die folgenden Unterkriterien und Gewichtungen angewandt:</p> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0" class="MsoTableGrid"> <tr> <td valign="top"> <p class="EinzugZitat"> </p> </td> <td valign="top"> <p class="EinzugZitat">Los 1</p> </td> <td valign="top"> <p class="EinzugZitat">Los 2</p> </td> <td valign="top"> <p class="EinzugZitat">Los 3</p> </td> <td valign="top"> <p class="EinzugZitat">Los 4</p> </td> </tr> <tr> <td valign="top"> <p class="EinzugZitat">Mehr als Euronorm 4 erfÃ¼llt</p> </td> <td valign="top"> <p class="EinzugZitat">1</p> </td> <td valign="top"> <p class="EinzugZitat">1</p> </td> <td valign="top"> <p class="EinzugZitat"> </p> </td> <td valign="top"> <p class="EinzugZitat"> </p> </td> </tr> <tr> <td valign="top"> <p class="EinzugZitat">Umweltmanagement (ISO 14001)</p> </td> <td valign="top"> <p class="EinzugZitat">5</p> </td> <td valign="top"> <p class="EinzugZitat">5</p> </td> <td valign="top"> <p class="EinzugZitat">10</p> </td> <td valign="top"> <p class="EinzugZitat">10</p> </td> </tr> <tr> <td valign="top"> <p class="EinzugZitat">Nachweis/Darlegung geringe Umweltbelastung</p> </td> <td valign="top"> <p class="EinzugZitat">6</p> </td> <td valign="top"> <p class="EinzugZitat">6</p> </td> <td valign="top"> <p class="EinzugZitat">5</p> </td> <td valign="top"> <p class="EinzugZitat">5</p> </td> </tr> <tr> <td valign="top"> <p class="EinzugZitat">Anfahrtsweg Presswagen</p> </td> <td valign="top"> <p class="EinzugZitat">3</p> </td> <td valign="top"> <p class="EinzugZitat">3</p> </td> <td valign="top"> <p class="EinzugZitat"> </p> </td> <td valign="top"> <p class="EinzugZitat"> </p> </td> </tr> <tr> <td valign="top"> <p class="EinzugZitat">Total Punkte-Maximum</p> </td> <td valign="top"> <p class="EinzugZitat">15</p> </td> <td valign="top"> <p class="EinzugZitat">15</p> </td> <td valign="top"> <p class="EinzugZitat">15</p> </td> <td valign="top"> <p class="EinzugZitat">15</p> </td> </tr> </table> <p class="EinzugZitat"> </p> <p class="Urteilstext">Der Mitbeteiligten wurde bei allen Teilkriterien das Punktemaximum zuerkannt, in der Gesamtbewertung des Zuschlagskriteriums "Nachhaltigkeit" erhielt sie somit 15 Punkte. Die BeschwerdefÃ¼hrerin erhielt die folgenden Benotungen:</p> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0" class="MsoTableGrid"> <tr> <td valign="top"> <p class="EinzugZitat"> </p> </td> <td valign="top"> <p class="EinzugZitat">Los 1</p> </td> <td valign="top"> <p class="EinzugZitat">Los 2</p> </td> <td valign="top"> <p class="EinzugZitat">Los 3</p> </td> <td valign="top"> <p class="EinzugZitat">Los 4</p> </td> </tr> <tr> <td valign="top"> <p class="EinzugZitat">Mehr als Euronorm 4 erfÃ¼llt</p> </td> <td valign="top"> <p class="EinzugZitat">1</p> </td> <td valign="top"> <p class="EinzugZitat">1</p> </td> <td valign="top"> <p class="EinzugZitat"> </p> </td> <td valign="top"> <p class="EinzugZitat"> </p> </td> </tr> <tr> <td valign="top"> <p class="EinzugZitat">Umweltmanagement (ISO 14001)</p> </td> <td valign="top"> <p class="EinzugZitat">0</p> </td> <td valign="top"> <p class="EinzugZitat">0</p> </td> <td valign="top"> <p class="EinzugZitat">0</p> </td> <td valign="top"> <p class="EinzugZitat">0</p> </td> </tr> <tr> <td valign="top"> <p class="EinzugZitat">Nachweis/Darlegung geringe Umweltbelastung</p> </td> <td valign="top"> <p class="EinzugZitat">1.8</p> </td> <td valign="top"> <p class="EinzugZitat">1.8</p> </td> <td valign="top"> <p class="EinzugZitat">0</p> </td> <td valign="top"> <p class="EinzugZitat">0</p> </td> </tr> <tr> <td valign="top"> <p class="EinzugZitat">Anfahrtsweg Presswagen</p> </td> <td valign="top"> <p class="EinzugZitat">2.25</p> </td> <td valign="top"> <p class="EinzugZitat">2.25</p> </td> <td valign="top"> <p class="EinzugZitat"> </p> </td> <td valign="top"> <p class="EinzugZitat"> </p> </td> </tr> <tr> <td valign="top"> <p class="EinzugZitat">Total Punkte</p> </td> <td valign="top"> <p class="EinzugZitat">5.05</p> </td> <td valign="top"> <p class="EinzugZitat">5.05</p> </td> <td valign="top"> <p class="EinzugZitat">0</p> </td> <td valign="top"> <p class="EinzugZitat">0</p> </td> </tr> </table> <p class="EinzugZitat"> </p> <p class="Urteilstext">Insgesamt erhielt die BeschwerdefÃ¼hrerin bei diesem Zuschlagskriterium 2.53 Punkte (Durchschnitt der vier Lose).</p> <p class="Erwgung3"><b>3.4.2 </b>Gesichtspunkte des Umweltschutzes dÃ¼rfen als Zuschlagskriterien herangezogen werden, soweit dies sachgerecht erfolgt und die Gewichtung ein fÃ¼r die fragliche Beschaffung vertretbares Mass nicht Ã¼berschreitet. Dabei ist darauf zu achten, dass Umweltschutzkriterien zu keiner ungerechtfertigten Benachteiligung auswÃ¤rtiger Anbieter fÃ¼hren. Problematisch ist insbesondere das Abstellen auf die LÃ¤nge der Anfahrtswege, weil dadurch der mit dem Bundesgesetz vom 6. Oktober 1995 Ã¼ber den Binnenmarkt (BGBM) angestrebte freie und gleichberechtigte Zugang zum Markt auf dem gesamten Gebiet der Schweiz (Art. 1â3 BGBM) in Frage gestellt wird. Die LÃ¤nge der Anfahrtswege darf daher nur im Rahmen einer Gesamtbeurteilung berÃ¼cksichtigt werden, die auch andere Umweltaspekte angemessen einbezieht (vgl. zum Ganzen BGr, 31. Mai 2000, ZBl 102/2001, S. 312 = URP 2000, S. 613 = Pra 89/2000 Nr. 150 E. 4; VGr, 20. August 1999, BEZ 1999 Nr. 27 = URP 1999, S. 814, E. 4; 11. September 2003, VB.2003.00188, E. 5c, www.vgrzh.ch; Marc Steiner, Nachhaltige Beschaffung â vergaberechtliche MÃ¶glichkeiten und Grenzen, Baurecht, Sonderheft Vergaberecht 2004, S. 54 ff., 57 f.).</p> <p class="Urteilstext">Vorliegend hÃ¤lt sich die Gewichtung der Nachhaltigkeit mit 15 % in einem zulÃ¤ssigen Rahmen. Auch sind die beim Zuschlagskriterium "Nachhaltigkeit" genannten Merkmale im Wesentlichen sachgerecht. Das gilt zunÃ¤chst fÃ¼r die Anforderungen an die Fahrzeuge. Allerdings wird die ErfÃ¼llung der Euronorm 4 fÃ¼r Sammelfahrzeuge (Presswagen) in den Ausschreibungsunterlagen ausdrÃ¼cklich vorgeschrieben. Das Einhalten dieser Vorschrift, die als Mindestvoraussetzung ausgestaltet ist, kann nicht zusÃ¤tzlich als Zuschlagskriterium verwendet werden; lediglich die Verwendung von Sammelfahrzeugen einer noch strengeren Norm (Euro 5) kann in die Bewertung einfliessen. Ãhnliches gilt fÃ¼r die Einhaltung der massgebenden umweltrechtlichen Anforderungen, fÃ¼r welche die Zuschlagskriterien ergÃ¤nzend auf die in Ziff. 8 der Ausschreibungsunterlagen erwÃ¤hnten Erlasse und Weisungen verweisen. Diese Regeln mÃ¼ssen auf jeden Fall eingehalten werden, und ihre Beachtung eignet sich daher nicht als Zuschlagskriterium.</p> <p class="Urteilstext">Das Vorliegen eines zertifizierten Umweltmanagements kann bei der Vergabe eines Auftrags mit wesentlichen Umweltauswirkungen berÃ¼cksichtigt werden (VGr, 7. April 2004, VB.2003.00319, E. 4.2, www.vgrzh.ch), eignet sich aber â ebenso wie andere QualitÃ¤tsmanagement-Zertifikate (vgl. VGr, 30. Juni 2004, VB.2004.00095, E. 3.1, www.vgrzh.ch) â in der Regel nicht als alleiniges Beurteilungselement und darf kein Ã¼bermÃ¤ssiges Gewicht erhalten.</p> <p class="Urteilstext">Wichtigster Umweltaspekt ist im vorliegenden Fall (neben der QualitÃ¤t der Fahrzeuge) zweifellos die zur AusfÃ¼hrung des Auftrags insgesamt gefahrene Strecke. Nach dem Gesagten ist dabei nicht nur auf die LÃ¤nge der Anfahrtswege abzustellen. Unterschiede kÃ¶nnen sich z.B. auch ergeben aus der LadekapazitÃ¤t der Fahrzeuge und aus der Organisation der Touren. So weist die Beschwerdegegnerin selber darauf hin, dass bei den vier wÃ¶chentlichen Touren zur Kehrichtabfuhr in der Regel nur eines der zwei eingesetzten Fahrzeuge voll ausgelastet sei. Das hat zwangslÃ¤ufig zur Folge, dass auch Transporte zur Kehrichtverbrennungsanlage mit halb vollen Fahrzeugen vorgenommen werden mÃ¼ssen. Offenbar ist diese Regelung darauf zurÃ¼ckzufÃ¼hren, dass die Touren nach den BedÃ¼rfnissen der Mitbeteiligten als bisheriger Auftragnehmerin ausgelegt wurden, welche nur Ã¼ber zwei Fahrzeuge verfÃ¼gt (vgl. hinten, E. 5.2). WÃ¼rden je zwei Touren an einem Tag zusammengefasst, was mit dem grÃ¶sseren Fahrzeugpark der BeschwerdefÃ¼hrerin mÃ¶glich wÃ¤re, mÃ¼ssten an Tagen mit wenig Abfall nur drei statt vier Fahrzeuge eingesetzt werden.</p> <p class="Erwgung3"><b>3.4.3 </b>Die Beschwerdegegnerin hat diese GrundsÃ¤tze bei der Beurteilung der Angebote in wesentlichen Punkten ausser Acht gelassen. So nahm sie keine Kalkulation der zu erwartenden Fahrstrecken vor, sondern bewertete nur die Anfahrtswege, die sie mit 0 bis 5 Punkten benotete (pro 4 km Distanz ein Punkt Abzug).</p> <p class="Urteilstext">Sodann stellte sie in wesentlichem Umfang auf die Darlegungen der Anbieterinnen zur Umweltbelastung ab. Jene der Mitbeteiligten wurden mit dem Maximum von 6 (Lose 1 und 2) bzw. 5 Punkten (Lose 3 und 4) benotet, jene der BeschwerdefÃ¼hrerin mit 1.8 (Lose 1 und 2) bzw. 0 Punkten (Lose 3 und 4). Dabei stÃ¼tzte sie sich auf die mit den Zuschlagskriterien bekannt gegebene Anforderung, nach welcher die Anbieter darzulegen hatten, wie sie durch den effizienten Einsatz ihrer Fahrzeuge eine mÃ¶glichst geringe Umweltbelastung erreichen. Erwartet wurden insbesondere "Angaben zu den fÃ¼r die Auftragserledigung erforderlichen Fahrten in Kilometern und deren mÃ¶gliche Reduktion".</p> <p class="Urteilstext">Diese Anforderung konnte vernÃ¼nftigerweise nur so verstanden werden, dass die gelieferten Angaben als Grundlage fÃ¼r die Beurteilung der mutmasslichen Kilometerleistungen verwendet wÃ¼rden. Nun enthalten aber weder die von der Mitbeteiligten eingereichten Unterlagen noch das Angebot der BeschwerdefÃ¼hrerin konkrete Angaben zu den erforderlichen Fahrten in Kilometern, und die Beschwerdegegnerin hat auch keine entsprechende Auswertung vorgenommen. Die mit der Maximalnote bewerteten Darlegungen der Mitbeteiligten enthalten keine zahlenmÃ¤ssigen Angaben und entsprechen im Konkretisierungsgehalt eher AbsichtserklÃ¤rungen als Ã¼berprÃ¼fbaren Verpflichtungen. Dass Anbieter Ãberlegungen dieser Art anstellen und diese auch dokumentieren, ist durchaus sinnvoll. Die Darlegungen als solche dÃ¼rfen indessen, wenn Ã¼berhaupt, nur mit sehr geringem Gewicht berÃ¼cksichtigt werden. Hinzu kommt vorliegend, dass derselbe Aspekt bereits beim Unterkriterium "Umweltmanagement" bewertet wird. Denn auch dieses hat zum Ziel, die betrieblichen AblÃ¤ufe mit Blick auf die Schonung der Umwelt zu optimieren und die nÃ¶tigen organisatorischen, personellen und instrumentellen Voraussetzungen zur Erreichung des Ziels zu schaffen (vgl. JÃ¼rg Hofer, Umweltmanagement- und Audit-Systeme; wo stehen wir heute?, URP 1996, S. 291). Indem die Beschwerdegegnerin neben dem Umweltmanagement auch die "Darlegungen" der Anbieterinnen in die Bewertung einbezog, verschaffte sie demselben Merkmal ein noch hÃ¶heres Gewicht.</p> <p class="Urteilstext">Insgesamt hat die Beschwerdegegnerin fÃ¼r die Beurteilung des Kriteriums "Nachhaltigkeit" fast ausschliesslich auf das Zertifikat betreffend Umweltmanagement und die genannten "Darlegungen" zur Umweltbelastung abgestellt, wie die Gewichtung der Unterkriterien zeigt. Bei den Losen 1 und 2 wurden die QualitÃ¤t der Fahrzeuge mit 1 Punkt und der Anfahrtsweg mit 3 von 15 Punkten gewichtet; die restlichen 11 Punkte entfielen auf das Umweltmanagement und die "Darlegungen". Bei den Losen 3 und 4 beruht sogar die ganze Benotung ausschliesslich auf den beiden Unterkriterien "Umweltmanagement" (10 Punkte) und "'Darlegungen'" (5 Punkte). Dieses Ungleichgewicht wird noch verstÃ¤rkt durch den Umstand, dass die Noten der vier Lose zur Ermittlung der Gesamtnote gleichwertig zusammengezÃ¤hlt wurden, ohne der unterschiedlichen Bedeutung der Lose Rechnung zu tragen. So enthÃ¤lt Los 1 die gesamte Kehrichtabfuhr sowie Kartonsammlung und Reinigung der Nebensammelstellen; dagegen umfasst z.B. Los 4 nur die Betreuung der Hauptsammelstelle "TÃ¼fi" und das Abfalltaxi. Ãber alle vier Lose gerechnet, machen die beiden Elemente Umweltmanagement und "Darlegungen" 52 von 60 Punkten und damit 13 % des mit 15 % gewichteten Zuschlagskriteriums "Nachhaltigkeit" aus. Mit dem Gewicht von 13 % vermÃ¶chten diese beiden Elemente eine Differenz des Angebotspreises von rund Fr. 105'000.- aufzuwiegen. DemgegenÃ¼ber tragen die 2 Punkte fÃ¼r die QualitÃ¤t der Fahrzeuge nur 0,5 % und die 6 Punkte fÃ¼r den Anfahrtsweg lediglich 1,5 % zum Gesamtgewicht bei. Diese Gewichtungen liegen deutlich ausserhalb des der BehÃ¶rde bei der Beurteilung der Angebote zustehenden Ermessens.</p> <p class="Urteilstext">Die von der Beschwerdegegnerin vorgenommene Bewertung des Zuschlagskriteriums "Nachhaltigkeit" ist aus diesen GrÃ¼nden ebenfalls nicht haltbar. Bei einer korrekten Bewertung erscheint es nicht als ausgeschlossen, dass die BeschwerdefÃ¼hrerin eine ebenso hohe Bewertung erfÃ¤hrt wie die Mitbeteiligte. Nachdem sie bei diesem Kriterium aufgrund der Bewertung der Beschwerdegegnerin einen RÃ¼ckstand auf die Mitbeteiligte von 12.47 Punkten aufweist, kann somit auch diese Korrektur dazu fÃ¼hren, dass sie in der Gesamtwertung auf den ersten Rang zu stehen kommt. Auch aus diesem Grund ist der Vergabeentscheid aufzuheben.</p> <p class="Erwgung2"><b>3.5 </b>In den Ausschreibungsunterlagen wurde die <i>"Lehrlingsausbildung"</i> als Zuschlagskriterium mit einem Gewicht von 5 % bezeichnet, was zulÃ¤ssig ist und auch nicht beanstandet wird. Die BeschwerdefÃ¼hrerin Ã¤usserte jedoch in der Replik Zweifel, ob die Mitbeteiligte tatsÃ¤chlich Lehrlinge ausbilde, wie dies in der Bewertung der Angebote angenommen werde.</p> <p class="Urteilstext">Die Mitbeteiligte hatte in ihrer Bewerbung zur PrÃ¤qualifikation eine Bewilligung des kantonalen Mittelschul- und Berufsbildungsamts vom 29. Juli 2004 eingereicht, wonach sie zur Lehrlingsausbildung im Beruf LastwagenfÃ¼hrer berechtigt ist. GemÃ¤ss den AusfÃ¼hrungen der Beschwerdegegnerin in der Duplik wurde dieser die Genehmigung des Lehrvertrags zur Kenntnis gebracht und der Lehrling persÃ¶nlich vorgestellt. Die BeschwerdefÃ¼hrerin erhielt allerdings keine Gelegenheit, sich zum neuen Vorbringen zu Ã¤ussern, weshalb nicht darauf abgestellt werden darf. Da die Frage fÃ¼r den Ausgang des Verfahrens nicht von Bedeutung ist, braucht nicht weiter darauf eingegangen zu werden.</p> <p class="Erwgung1"><b>4. </b> </p> <p class="Urteilstext"><span>Der Zuschlag an die Mitbeteiligte ist somit aufzuheben. Da die vorliegenden Unterlagen und Angaben keine abschliessende Bewertung der Angebote erlauben und sich in den Verfahrensakten auch keine ausreichenden Angaben Ã¼ber die weiteren Anbieterinnen befinden, die ebenfalls in die Neubewertung einzubeziehen sind, ist die Sache zur erneuten Beurteilung der Angebote im Sinn der ErwÃ¤gungen an die Beschwerdegegnerin zurÃ¼ckzuweisen.</span></p> <p class="Erwgung1"><b>5. </b> </p> <p class="Urteilstext">Im Hinblick auf die Neubeurteilung ist noch die RÃ¼ge der BeschwerdefÃ¼hrerin zu prÃ¼fen, die Vorgaben der Ausschreibungsunterlagen seien so detailliert, dass sie ihr keinen Spielraum fÃ¼r die Ausarbeitung des Angebots liessen. SinngemÃ¤ss beanstandet sie gleichzeitig bei verschiedenen Punkten, dass die Festlegungen zu sehr auf die BedÃ¼rfnisse der Mitbeteiligten ausgerichtet seien.</p> <p class="Erwgung2"><b>5.1 </b>In der Umschreibung des Gegenstands einer Beschaffung und der an diese gestellten Anforderungen ist das vergebende Gemeinwesen grundsÃ¤tzlich frei. Wenn die Anforderungen an eine Beschaffung jedoch dazu fÃ¼hren, dass einzelnen Anbietern besondere Nachteile oder Vorteile erwachsen, ist zu prÃ¼fen, ob der Zweck der Beschaffung derartige Festlegungen rechtfertigt.</p> <p class="Urteilstext">Mit Bezug auf die technischen Spezifikationen einer Beschaffung gelangt dieser Grundsatz in § 16 Abs. 1 und 2 SubmV zum Ausdruck, wo bestimmt wird, dass solche Spezifikationen eher in Bezug auf die Leistung als in Bezug auf die Konstruktion umschrieben werden sollen und dass ihre Definition wenn mÃ¶glich auf der Grundlage von internationalen oder, wenn solche fehlen, von in der Schweiz verwendeten technischen Normen zu erfolgen hat. Anforderungen oder Hinweise, die auf besondere Handelsmarken oder Handelsnamen, Patente, Muster oder Typen sowie auf einen bestimmten Ursprung oder Produzenten Bezug nehmen, dÃ¼rfen nur verwendet werden, wenn eine hinreichend genaue und verstÃ¤ndliche Beschreibung des Beschaffungsbedarfs ohne sie nicht mÃ¶glich ist und in den Vergabeunterlagen Ã¼berdies mit dem Hinweis "oder gleichwertig" zum Ausdruck gebracht wird, dass auch andere Produkte zugelassen sind (vgl. zum Ganzen RB 2001 Nr. 47; VGr, 21. April 2004, BEZ 2004 Nr. 36).</p> <p class="Erwgung2"><b>5.2 </b>Vorliegend enthalten die Ausschreibungsunterlagen sehr ausfÃ¼hrliche Festlegungen; die Bedingungen fÃ¼r die AusfÃ¼hrung des Auftrags wurden bis in kleinste Details umschrieben. Hinzu kommt, dass Offerten mit Varianten, soweit solche seitens der Gemeinde nicht ausdrÃ¼cklich vorgesehen waren, ausgeschlossen wurden.</p> <p class="Urteilstext">Die Beschwerdegegnerin begrÃ¼ndet die Notwendigkeit derart detaillierter Festlegungen mit den besonderen Anforderungen der Gemeinde auf dem Gebiet der Abfallentsorgung. Aus demselben Grund will sie die Referenzen, welche die BeschwerdefÃ¼hrerin zu ihrer TÃ¤tigkeit fÃ¼r andere Gemeinden vorgelegt hat, nicht anerkennen, da die BedÃ¼rfnisse jener Gemeinden nicht mit denen von Adliswil vergleichbar seien. Derart grundlegende Unterschiede lassen sich aber aufgrund ihrer Darlegungen nicht erkennen. Dass in Adliswil zwei Kehrichttouren pro Woche verlangt werden und dass die lokale Verkehrssituation, die Topografie und die GebÃ¤udeverteilung nach Angaben der Beschwerdegegnerin anders sein sollen als an anderen Orten, rechtfertigt jedenfalls nicht, Referenzen aus anderen Gemeinden vÃ¶llig ausser Acht zu lassen. Auch der Umstand, dass hier noch zusÃ¤tzliche Dienstleistungen wie HÃ¤ckselservice, Betreuung einer Sammelstelle und Abfallpolizei zu vergeben sind, vermag detaillierte Festlegungen hÃ¶chstens fÃ¼r diese Teilleistungen zu begrÃ¼nden.</p> <p class="Urteilstext">Die Nachteile der detaillierten Festlegung zeigen sich etwa bei den Vorgaben fÃ¼r die Touren der wÃ¶chentlichen Kehrichtabfuhr und Kartonsammlung. Die Forderung, dass das ganze Gemeindegebiet zweimal wÃ¶chentlich bedient werden soll, ist zwar ohne weiteres zulÃ¤ssig, da diese die QualitÃ¤t der Dienstleistung bestimmt. Die zusÃ¤tzliche Festlegung, dass die Abfuhr auf vier Tage zu verteilen sei (2 mal 2 Halbtouren, die jeweils an einem Tag nur das halbe Gemeindegebiet bedienen), ist dagegen fÃ¼r die QualitÃ¤t der Leistung nicht erforderlich, und sie kann eine wirtschaftlich rationelle und Ã¶kologisch erwÃ¼nschte volle Auslastung der eingesetzten Fahrzeuge erschweren. Die Beschwerdegegnerin weist selber darauf hin, dass bei vier wÃ¶chentlichen Touren an jedem der vier Tage zwei Fahrzeuge eingesetzt werden mÃ¼ssen, in der Regel aber nur eines davon voll ausgelastet wird. Mit der Festlegung von vier Touren wird daher einerseits der wirtschaftliche Einsatz der Fahrzeuge und der zugehÃ¶rigen Mannschaften erschwert; die Beschwerdegegnerin rechnet der BeschwerdefÃ¼hrerin vor, dass es ihr schwer fallen werde, die nicht voll ausgelasteten Fahrzeuge in der verbleibenden Zeit sinnvoll zu nutzen. Anderseits zeitigt sie die Ã¶kologisch unerwÃ¼nschte Folge, dass unnÃ¶tig viele Transporte zur Kehrichtverbrennungsanlage mit nur teilweise gefÃ¼llten Fahrzeugen vorgenommen werden (vgl. vorn, E. 3.4.2).</p> <p class="Urteilstext">Diese Festlegung ist mÃ¶glicherweise darauf zurÃ¼ckzufÃ¼hren, dass die Touren nach den BedÃ¼rfnissen der Mitbeteiligten ausgelegt wurden, welche als bisherige Auftragnehmerin nur Ã¼ber zwei Fahrzeuge verfÃ¼gt. Der Gemeinde ist aber ohne weiteres zuzumuten, dass sie bei der Verpflichtung eines neuen Auftragnehmers auch gewisse Anpassungen an ihrer hergebrachten Touren-Ordnung vornimmt. Andere Gemeinden organisieren ihre Kehrichtabfuhr ebenfalls in einer Weise, die ein mÃ¶glichst effizientes und gÃ¼nstiges Vorgehen ermÃ¶glicht. Das gilt z.B. auch mit Bezug auf den Wochentag, an welchem die Kartonsammlung vorzunehmen ist: Nach den Aussagen der Beschwerdegegnerin im Rahmen der Fragenbeantwortung soll eine Umstellung dieses Abfuhrtags "nur mit Problemen zu vollziehen" sein; korrekterweise dÃ¼rfte einem Anbieter jedoch die Verlegung des Wochentags nur aus triftigen GrÃ¼nden versagt werden.</p> <p class="Erwgung2"><b>5.3 </b>Die Beschwerdegegnerin liess die Submission durch die F AG daraufhin beurteilen, ob die Ausschreibungsunterlagen die Mitbeteiligte gegenÃ¼ber den andern Anbieterinnen bevorteilten. In ihrem Bericht vom 7. April 2005 gelangte die F AG zum Schluss, die Mitbeteiligte sei durch die Ausschreibungsunterlagen in keiner Weise bevorteilt worden; die fÃ¼r die Bewertung der Kriterien "Preis" und "Nachhaltigkeit" verwendeten Raster hÃ¤tten sie sogar geringfÃ¼gig benachteiligt.</p> <p class="Urteilstext">Der Bericht der F AG ist kein unabhÃ¤ngiges Gutachten, welchem eine erhÃ¶hte Beweiskraft zukÃ¤me. Im Einzelnen ist dazu zu bemerken, dass die F AG lediglich die bekannt gegebenen Zuschlagskriterien, nicht deren zum Teil abweichende Anwendung bei der Bewertung der Angebote geprÃ¼ft hat. Beim Zuschlagskriterium "LeistungsfÃ¤higkeit/QualitÃ¤t" hat sie Ã¼berdies auf die intern festgelegten Unterkriterien abgestellt, die nicht zur Anwendung gelangten. Ferner geht sie beim Zuschlagskriterium "Preis" von einer Bewertungsmethode aus, die nach der Rechtsprechung des Verwaltungsgerichts klarerweise nicht zulÃ¤ssig ist. Beim Kriterium "Nachhaltigkeit" schliesslich Ã¼bersieht sie, dass die Abgasnorm EURO 4 bei den wichtigsten Fahrzeugarten zu den Mindestanforderungen zÃ¤hlt und daher nicht als Zuschlagskriterium verwendet werden kann. Insgesamt kann die Beschwerdegegnerin aus dieser Stellungnahme daher nichts zu ihren Gunsten ableiten.</p> <p class="Erwgung2"><b>5.4 </b>Die BeschwerdefÃ¼hrerin hat die Vorgaben der Ausschreibungsunterlagen anerkannt und betont, dass ihr Angebot diesen Forderungen entspreche. Insoweit kann sie keine Modifikationen zu ihren Gunsten beanspruchen. Die Beschwerdegegnerin beruft sich jedoch bei der Bewertung der Angebote wiederholt auf besondere VerhÃ¤ltnisse ihres Abfuhrwesens, um eine schlechtere Benotung der BeschwerdefÃ¼hrerin zu rechtfertigen. Soweit derartige Besonderheiten auswÃ¤rtige Anbieter unzulÃ¤ssig benachteiligen, dÃ¼rfen sie bei der Bewertung keine Rolle spielen. So kann der BeschwerdefÃ¼hrerin nicht entgegengehalten werden, sie verursache durch ihre lÃ¤ngeren Anfahrtswege eine hÃ¶here Umweltbelastung, wenn ihr mit der Festlegung der Kehrichttouren gleichzeitig verwehrt wird, die Abfuhr insgesamt effizienter und mit geringerer Umweltbelastung durchzufÃ¼hren. Bei der neuen Bewertung der Angebote sind Fehler dieser Art zu vermeiden.</p> <p class="Erwgung1"><b>6. </b> </p> <p class="Urteilstext">GemÃ¤ss der im Amtsblatt publizierten Ausschreibung sowie Ziff. 9.2.2.1.2 der Ausschreibungsunterlagen soll der Vertrag mit dem Auftragnehmer fÃ¼r sieben Jahre fest abgeschlossen werden und danach jeweils auf ein Jahresende kÃ¼ndbar sein. Ohne KÃ¼ndigung verlÃ¤ngert sich die Vertragsdauer stillschweigend um ein weiteres Jahr. Ein definitives Ende der Vertragsdauer ist nicht vorgesehen.</p> <p class="Urteilstext">Nach der Rechtsprechung des Verwaltungsgerichts ist die Dauer eines Auftrags im Voraus zu beschrÃ¤nken, da es nicht im Belieben der VergabebehÃ¶rde stehen kann, das VertragsverhÃ¤ltnis mit einem Auftragnehmer auf unbestimmte Zeit fortzusetzen und damit jede weitere Vergabe auszuschliessen (VGr, 2. November 2000, ZBl 102/2001, S. 101, E. 3c; vgl. Peter Galli/AndrÃ© Moser/Elisabeth Lang, Praxis des Ã¶ffentlichen Beschaffungsrechts, ZÃ¼rich 2003, N. 535). Die Beschwerdegegnerin ist daher gehalten, fÃ¼r den Vertrag mit dem kÃ¼nftigen Auftragnehmer auch eine HÃ¶chstdauer festzulegen. Dabei ist zu berÃ¼cksichtigen, dass der Schutz der Investitionen, die ein Anbieter fÃ¼r den vorliegenden Auftrag tÃ¤tigt, vor allem durch die Mindestdauer des Vertrags gewÃ¤hrleistet wird. Eine weit darÃ¼ber hinaus reichende VerlÃ¤ngerungsmÃ¶glichkeit ist im Hinblick darauf nicht erforderlich.</p> <p class="Erwgung1"><b>7. </b> </p> <p class="Urteilstext">Die Beschwerde ist somit gutzuheissen und der Beschluss des Stadtrats Adliswil vom 19. April 2005 betreffend den Ausschluss der BeschwerdefÃ¼hrerin vom Verfahren und den Zuschlag an die Mitbeteiligte aufzuheben. Die Sache ist zu neuem Entscheid Ã¼ber den Zuschlag im Sinn der ErwÃ¤gungen an den Stadtrat zurÃ¼ckzuweisen.</p> <p class="Urteilstext">Bei diesem Ausgang des Verfahrens wird die Beschwerdegegnerin kostenpflichtig (§ 70 in Verbindung mit § 13 Abs. 2 Satz 1 VRG), und sie hat der BeschwerdefÃ¼hrerin Ã¼berdies eine angemessene EntschÃ¤digung fÃ¼r ihre Umtriebe auszurichten (§ 17 Abs. 2 lit. a VRG; § 12 der GebÃ¼hrenverordnung des Verwaltungsgerichts vom 26. Juni 1997, LS 175.252). Als angemessen erweist sich eine EntschÃ¤digung von Fr. 4'000.- (Mehrwertsteuer inbegriffen).</p> <p class="Zwischentitel">DemgemÃ¤ss <a id="Text25"></a>entscheidet die Kammer:</p> <p class="Einzug2">1. Die Beschwerde wird gutgeheissen und der Beschluss des Stadtrats Adliswil vom 19. April 2005 betreffend den Ausschluss der BeschwerdefÃ¼hrerin vom Verfahren und den Zuschlag an die Mitbeteiligte aufgehoben. Die Sache wird zu neuem Entscheid Ã¼ber den Zuschlag im Sinn der ErwÃ¤gungen an den Stadtrat zurÃ¼ckgewiesen.</p> <p class="Einzug2">2. Die GerichtsgebÃ¼hr wird festgesetzt auf <br/> Fr. 12'000.--; die Ã¼brigen Kosten betragen: <br/> Fr. 210.-- Zustellungskosten, <br/> Fr. 12'210.-- Total der Kosten. </p> <p class="Einzug2">3. Die Gerichtskosten werden der Beschwerdegegnerin auferlegt.</p> <p class="Einzug2">4. Die Beschwerdegegnerin wird verpflichtet, der BeschwerdefÃ¼hrerin eine ParteientschÃ¤digung von Fr. 4'000.- (<span>Mehrwertsteuer inbegriffen</span>) zu bezahlen, zahlbar innert 30 Tagen nach Rechtskraft des vorliegenden Entscheids.</p> <p class="Urteilstext">5. Mitteilung an â¦</p> <p class="MsoNormal"> </p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>