<h2>SubmittedText<h2><p>Der Bundesrat wird beauftragt, die Schweizer Ernährungsstrategie und die entsprechenden Aktionspläne (2017-2024 und 2025 plus) so anzupassen, dass die wissenschaftlich nachgewiesene Mitverantwortung der zahlreichen Zusatzstoffe (Süssstoffe, Konservierungsstoffe usw.) und chemischen Schadstoffe (Pestizide, Weichmacher usw.) in Lebensmitteln am massiven Auftreten von nicht übertragbaren Krankheiten (Krebs, Diabetes, Fettleibigkeit usw.) berücksichtigt wird.</p><p></p><p>Eine Minderheit der Kommission (Huber, Gafner, Giacometti, Haab, Herzog Verena, Keller Peter, Kutter, Stadler, Wasserfallen Christian) beantragt, die Motion abzulehnen.</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Sichere Lebensmittel sind eine Grundvoraussetzung, um sich ausgewogen und abwechslungsreich zu ernähren. Die Sicherheit der Lebensmittel und somit der Schutz der Konsumentinnen und Konsumenten werden im Lebensmittelrecht insbesondere mittels Höchstwerten für Zusatzstoffe, Pestizidrückstände und andere Stoffe gewährleistet. Diese Höchstwerte sind mit jenen der EU harmonisiert und werden von den kantonalen Lebensmittelvollzugsbehörden regelmässig kontrolliert.</p><p>Die Schweizer Ernährungsempfehlungen geben den Konsumentinnen und Konsumenten Hinweise, wie eine gesunde Ernährung aussieht. So wird zum Beispiel der Konsum von fünf Portionen Früchte und Gemüse empfohlen. Dabei wird vorausgesetzt, dass die auf dem Markt angebotenen Lebensmittel sicher sind. Wenn es Bedenken bezüglich der Sicherheit gibt, dann müssen Rückstandshöchstwerte revidiert oder Stoffe verboten werden. Dies wird schon heute bei neuen wissenschaftlichen Erkenntnissen gemacht, so werden z.B. Rückstandshöchstwerte von Pflanzenschutzmitteln bei Bedarf angepasst.</p><p>Im Rahmen der Ernährungsstrategie 2017-2024 braucht es somit aus Sicht des Bundesrates keine weiteren Empfehlungen, um die Sicherheit von Lebensmitteln zu gewährleisten, die Zusatzstoffe, Pestizidrückstände und andere Stoffe enthalten. Wer sich im Übrigen gemäss den Ernährungsempfehlungen ernährt, reduziert sein Risiko, an nicht übertragbaren Krankheiten zu erkranken (www.blv.admin.ch &gt; Das BLV &gt; Über uns &gt; Kommissionen &gt; Eidgenössische Ernährungskommission &gt; Weitere Informationen &gt; Neubewertung der wissenschaftlichen Erkenntnisse über den Zusammenhang zwischen dem Verzehr von Lebensmitteln aus bestimmten Lebensmittelgruppen und NCDs [2020]).</p>  Der Bundesrat beantragt die Ablehnung der Motion.