<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: SR.2004.00002</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="https://vgrzh.djiktzh.ch/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=https://vgrzh.djiktzh.ch&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=204092&amp;W10_KEY=4467141&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>SR.2004.00002</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 24.03.2004</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">2. Abteilung/2. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Steuerrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Steuersicherung</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Im Steuersicherungsverfahren sind neue Tatsachen vor Verwaltungsgericht zulässig.<br/>Wegen systematischer Verschleierung der finanziellen Verhältnisse besteht vorliegend eine Steuergefährung.</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ARRESTBESCHLAG">ARRESTBESCHLAG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: AUSLANDSWOHNSITZ">AUSLANDSWOHNSITZ</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: FEHLENDES NEUES VERMÃGEN">FEHLENDES NEUES VERMÃGEN</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: GARANTIEERKLÃRUNG">GARANTIEERKLÃRUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: KAUTION">KAUTION</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: KONKURSIT">KONKURSIT</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: NEUE TATSACHE">NEUE TATSACHE</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: NOTBEDARF">NOTBEDARF</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: SCHKG-BESCHWERDE">SCHKG-BESCHWERDE</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: Urteile: Steuerrecht UR: Ãbriges ST: SICHERUNG, STEUERBEZUG UND STEUERERLASS">SICHERUNG, STEUERBEZUG UND STEUERERLASS</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: STEUERGEFÃHRDUNG">STEUERGEFÃHRDUNG</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="gerade">Art. 17 SchKG</span><br/><span class="ungerade">Art. 75 Abs. II SchKG</span><br/><span class="gerade">Art. 93 Abs. III SchKG</span><br/><span class="ungerade">Art. 265a Abs. I SchKG</span><br/><span class="gerade">Art. 271 Abs. I Ziff. 2 SchKG</span><br/><span class="ungerade">Art. 278 Abs. III SchKG</span><br/><span class="gerade">§ 181 Abs. I StG</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade">RB 2004 Nr. 102 S. 194</span><br/> </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 4 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Sachverhalt1"><b><span>I. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Am 7. Januar 2004 verfÃ¼gte die Gemeinde X die Sicherstellung von Fr. 51'674.15 durch A zur Deckung der definitiv festgesetzten Staats- und Gemeindesteuern fÃ¼r die Steuerperioden 1993 - 1999. Als SicherstellungsgrÃ¼nde wurden der fehlende steuerrechtliche Wohnsitz in der Schweiz und die SteuergefÃ¤hrdung wegen Fluchtgefahr bzw. Abreise ins Ausland angefÃ¼hrt. Die sicherzustellende Forderung sei von A gemÃ¤ss Konkursverlustschein vom 11. Juli 2002 anerkannt worden. Aufgrund der SicherstellungsverfÃ¼gung wurden Lohnguthaben, Provisionen und Honorarguthaben von A gegenÃ¼ber der B GmbH (welche am 26. Januar 2004 in eine Aktiengesellschaft umgewandelt wurde) verarrestiert.</span></p> <p class="Sachverhalt1"><b><span>II. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Am 22. Januar 2004 erhob A Rekurs gegen die SicherstellungsverfÃ¼gung vom 7. Januar 2004 und beantragte, diese sei aufzuheben bzw. als nichtig zu erklÃ¤ren. Die Gemeinde X beantragte sinngemÃ¤ss Abweisung des Rekurses und verlangte ausserdem die Zusprechung einer ParteientschÃ¤digung.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Mit PrÃ¤sidialverfÃ¼gung vom 5. Februar 2004 wurde A aufgefordert, die ihn allenfalls treffenden Verfahrenskosten durch einen Vorschuss von Fr. 6'060.- si­cher­zustellen. Nachdem er eine Garantie seiner Arbeitgeberin, der B AG, beigebracht hatte, wurde ihm die Kautionsfrist abgenommen. Ausserdem verlangte A in seiner Replik ebenfalls die Zusprechung einer ParteientschÃ¤digung. Die Gemeinde X hielt im zweiten Schriftenwechsel an ihren AntrÃ¤gen fest.</span></p> <p class="Einzug1"><span>Die Kammer</span> zieht in ErwÃ¤gung:</p> <p class="Erwgung1"><b><span>1. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Hat der Steuerpflichtige keinen Wohnsitz in der Schweiz oder erscheint die Bezahlung der von ihm geschuldeten Steuer als gefÃ¤hrdet, kann das Gemeindesteueramt oder das kantonale Steueramt laut § 181 Abs. 1 des Steuergesetzes vom 8. Juni 1997 (StG) auch vor der rechtskrÃ¤ftigen EinschÃ¤tzung die Sicherstellung des mutmasslich geschuldeten Steuerbetrags verlangen. </span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>1.1 </span></b><span>Fehlt ein Wohnsitz in der Schweiz, kann eine Sicherstellung ohne weiteres erfolgen (RB 2001 Nr. 96). Aus den Akten ergibt sich, dass der Rekurrent im Zeitpunkt der SicherstellungsverfÃ¼gung keinen Wohnsitz in der Schweiz hatte, womit ein Sicherstellungsgrund gegeben war. Am 12. Januar 2004, nach Erlass der SicherstellungsverfÃ¼gung, hat sich der Rekurrent allerdings in Y, an der L-Strasse, angemeldet. Da im Rekursverfahren gegen eine SicherstellungsverfÃ¼gung, wie im Einspracheverfahren gegen den Ar­restbefehl, neue Tatsachen geltend gemacht werden kÃ¶nnen (vgl. Art. 278 Abs. 3 des Schuldbetreibungs- und Konkursgesetzes), entfÃ¤llt dieser Sicherstellungsgrund. </span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>1.2 </span></b><span>Der Sicherstellungsgrund der SteuergefÃ¤hrdung ist â wie derjenige von Art. 169 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 14. Dezember 1990 Ã¼ber die direkte Bundessteuer â offenkundig dem Arrestgrund von Art. 271 Abs. 1 Ziff. 2 SchKG nachgebildet (vgl. Ferdinand Fessler in: Kommentar zum Schweizerischen Steuerrecht I/2b, Basel etc. 2000, Art. 169 DBG N. 1), geht aber aufgrund des allgemein gehaltenen Gesetzestextes von § 181 Abs. 1 StG darÃ¼ber hinaus (RB 2001 Nr. 98, auch zum Folgenden). Das Gesetz verlangt seinem Wortlaut nach zwar kein bestimmtes steuergefÃ¤hrdendes Verhalten des Steuerschuldners, weshalb es genÃ¼gt, wenn die Bezahlung der Steuerschuld objektiv gefÃ¤hrdet erscheint (Felix Richner/Walter Frei/Stefan Kaufmann, Kommentar zum harmonisierten ZÃ¼rcher Steuergesetz, ZÃ¼rich 1999, § 181 N. 4). Dennoch vermag die Tatsache, dass der Steuerpflichtige aus finanziellen GrÃ¼nden nicht in der Lage ist, die infrage stehenden Steuern zu zahlen, fÃ¼r sich allein betrachtet keine SteuergefÃ¤hrdung im Sinn von § 181 Abs. 1 StG zu bewirken. Im Licht von Art. 271 Abs. 1 Ziff. 2 SchKG ergibt sich nÃ¤mlich, dass die GefÃ¤hrdung insofern eine besondere zu sein hat, als die Zwangsvollstreckung der Steuerschuld in Gefahr sein muss (vgl. Ernst KÃ¤nzig/Urs R. Behnisch, Die direkte Bundessteuer, III. Teil, Bd. 4b, 2. A., Basel 1992, Art. 118 BdBSt N. 5), was in den UmstÃ¤nden des Einzelfalls zum Ausdruck gelangt. Diese wiederum werden sich in der Regel in einem auf Erschwerung oder Vereitelung der Zwangsvollstreckung hindeutenden Verhalten des Steuerpflichtigen manifestieren. Dazu gehÃ¶ren etwa die Vorbereitung zur Abreise ins Ausland, Fluchtgefahr, die Verminderung des VermÃ¶gens durch verschwenderische LebensfÃ¼hrung oder umfassende Schenkungen sowie das Beiseiteschaffen oder Verheimlichen von VermÃ¶genswerten (vgl. Fessler, Art. 169 DBG N. 18 ff.; Richner/Frei/Kaufmann, § 181 N. 4; vgl. auch RB 2001 Nr. 98). Weitere UmstÃ¤nde, die auf eine SteuergefÃ¤hrdung schliessen lassen, kÃ¶nnen das Bestehen von erheblichen unbeglichenen Verbindlichkeiten, das Bestehen von Verbindlichkeiten in einem im VerhÃ¤ltnis zu den Mitteln drohenden Ausmass, das unkooperative, hinauszÃ¶gernde Verhalten des Schuldners sowie andere laufende Betreibungsverfahren sein (Walter A. Stoffel in: Kommentar zum Bundesgesetz Ã¼ber Schuldbetreibung und Kon­kurs, Bd. III, Basel etc. 1998, Art. 271 N. 64). Ebenso ist eine SteuergefÃ¤hrdung anzunehmen, wenn der Steuerpflichtige den VeranlagungsbehÃ¶rden gegenÃ¼ber systematisch seine Einkommens- und VermÃ¶genssituation verschleiert (ASA 66 [1997/98], S. 479; BGr, 8. September 2003, 2A.560/2002, www.bger.ch).</span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>1.3 </span></b><span>Das Verwaltungsgericht beschrÃ¤nkt sich bei der ÃberprÃ¼fung einer SicherstellungsverfÃ¼gung auf eine Prima-facie-WÃ¼rdigung der tatsÃ¤chlichen VerhÃ¤ltnisse (RB 2001 Nr. 98). Diese provisorische und vorfrageweise PrÃ¼fung bezieht sich sowohl auf Bestand und Umfang der Steuerschuld als auch auf das Vorliegen der GefÃ¤hrdung der Steuerforderung. Denn nach dem Gesetzeswortlaut, wonach die Bezahlung der Steuerschuld als gefÃ¤hrdet "erscheinen" muss, ist die SteuergefÃ¤hrdung lediglich glaubhaft zu machen (BGr, 27. Ok­tober 1995, StE 1997 B 99.1 Nr. 8 E. 2).</span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>1.4 </span></b><span>FÃ¼r die Tatsachen, welche zur Glaubhaftmachung des Sicherstellungsgrundes und der sicherzustellenden Steuerforderung fÃ¼hren, ist nach der allgemeinen Beweislastregel das die Sicherstellung verfÃ¼gende Gemeinwesen beweisbelastet (vgl. Martin Zweifel in: Kom­mentar zum Schweizerischen Steuerrecht I/1, 2. A., Basel etc. 2002, Art. 46 StHG N. 25). Bei der Feststellung dieser Tatsachen hat indessen der Steuerpflichtige mitzuwirken, denn er hat grundsÃ¤tzlich selbst diejenigen Tatsachen und Beweismittel zu nennen, die nur ihm bekannt sein kÃ¶nnen und Ã¼ber die er am besten Bescheid weiss (vgl. BGr, 31. August 1995, StE 1997 B 99.1 Nr. 6 E. 3b). Wirkt er nicht mit und bleiben deshalb Tatsachen im Dunkeln, welche fÃ¼r die Beurteilung des Sicherstellungsgrundes oder der sicherzustellenden Steuerforderung erheblich sind, so liegt darin eine Vereitelung der dem Gemeinwesen obliegenden Glaubhaftmachung solcher Tatsachen. Dieses obstruktive Verhalten kann bei der BeweiswÃ¼rdigung entsprechend gewÃ¼rdigt werden (RB 2001 Nr. 98).</span></p> <p class="Erwgung1"><b><span>2. </span></b><span> </span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>2.1 </span></b><span>Die Rekursgegnerin macht geltend, dass der Rekurrent seine Einkommens- und VermÃ¶gensverhÃ¤ltnisse den VeranlagungsbehÃ¶rden gegenÃ¼ber verschleiert habe. Im Zeitraum von 1993 bis 1999 habe dieser keine SteuererklÃ¤rung eingereicht. Seit 1989 habe er keine nennenswerten Zahlungen an das Steueramt der Rekursgegnerin geleistet. Ausserdem lasse das frÃ¼here geschÃ¤ftliche Verhalten des Rekurrenten auf SteuergefÃ¤hrdung schliessen. Gerade, dass seit 1993 keine Zahlungen fÃ¼r Staats- und Gemeindesteuern geleistet worden seien und zwei Verlustscheine in der GesamthÃ¶he von rund Fr. 112'232.05 existierten, zeige auf, dass eine objektive GefÃ¤hrdung vorliege.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Der Bestand der vom Rekurrenten im Konkursverfahren anerkannten Steuerforderung ist vor Verwaltungsgericht unbestritten. Der Rekurrent bestreitet allerdings die ZulÃ¤ssigkeit der Sicherstellung mangels Fluchtgefahr. Zum einen habe er der Gemeinde Z anlÃ¤sslich der Abmeldung eine gÃ¼ltige Adresse und gleichzeitig seinen neuen Arbeitsort bekannt gegeben und zum anderen sei er als GeschÃ¤ftsleitungsmitglied bei der B AG tÃ¤tig. Weiter sei er nicht zu neuem VermÃ¶gen gekommen und stÃ¼nden ihm wegen der SicherstellungsverfÃ¼gung keine Mittel fÃ¼r den Lebensunterhalt zur VerfÃ¼gung. </span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>2.2 </span></b><span>Der Rekurrent hatte sich am 16. Februar 1993 in X, kommend von W (Nidwalden), angemeldet. Eine SteuererklÃ¤rung hatte er nie eingereicht, weshalb er fÃ¼r die Steuerperioden 1993/94, 1995/96 und 1997/98 jeweils nach pflichtgemÃ¤ssem Ermessen eingeschÃ¤tzt wurde. Am 4. November 1999 meldete er sich polizeilich mit unbekanntem Ziel ab. Bereits am 15. Oktober 1992 war Ã¼ber ihn der Konkurs erÃ¶ffnet worden. Am 18. Januar 1995 wurde der Rekursgegnerin vom Konkursamt V ein Verlustschein Ã¼ber Fr. 60'557.90 fÃ¼r Forderungen aus Staats- und Gemeindesteuern 1989 - 1992 sowie GrundstÃ¼ckgewinnsteuern ausgestellt. In der Gemeinde V, wo der Rekurrent offenbar auch im Steuerregister verzeichnet war, wurde er per 1. September 2001 amtlich aus dem Register gestrichen. Am 12. September 2001 wurde Ã¼ber den Rekurrenten erneut der Konkurs erÃ¶ffnet. In der Folge stellte das Konkursamt V der Rekursgegnerin am 11. Juli 2002 einen Verlustschein Ã¼ber Fr. 51'674.15 fÃ¼r Staats- und Gemeindesteuern 1993 - 1999 aus. Am 28. Februar 2003 Ã¼bermittelte die Heimatgemeinde U den bei ihr deponierten Heimatschein der Gemeinde Z (Thurgau). Am 31. Ok­tober 2003 meldete sich der Rekurrent bei der Gemeinde Z nach Y, c/o B AG, ab. In Y meldete er sich jedoch erst am 12. Januar 2004 an. </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Schon die Tatsache, dass der Rekurrent in den sechs Jahren, in denen er bei der Rekursgeg­nerin angemeldet und steuerpflichtig war, nie eine SteuererklÃ¤rung eingereicht und ebenso keine Steuern entrichtet hat, lÃ¤sst eine SteuergefÃ¤hrdung als wahrscheinlich erscheinen. Hinzu kommt, dass Ã¼ber ihn zweimal der Konkurs erÃ¶ffnet wurde, dass seine AufenthaltsverhÃ¤ltnisse in den letzten 15 Jahren unÃ¼berschaubar sind, dass er sich erst nach Erlass der SicherstellungsverfÃ¼gung wieder polizeilich angemeldet hat und er es auch im Rekursverfahren unterlassen hat, seine finanziellen VerhÃ¤ltnisse zu erhellen. Diese UmstÃ¤nde fÃ¼hren dazu, dass die Steuer im Sinn von § 181 Abs. 1 StG als objektiv gefÃ¤hrdet erscheint. Seine TÃ¤tig­keit bei der B AG als angebliches GeschÃ¤ftsleitungsmitglied vermag daran nichts zu Ã¤ndern; insbesondere da er bei dieser Gesellschaft weder fest angestellt noch im Handelsregister eingetragen ist.</span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>2.3 </span></b><span>Die Einrede des fehlenden neuen VermÃ¶gens nach Art. 75 Abs. 2 SchKG kann nicht im Sicherstellungsverfahren vorgebracht werden, sondern wird im Betreibungsverfahren vom RechtsÃ¶ffnungsrichter abschliessend beurteilt (Art. 265a Abs. 1 SchKG). Ebenso ist eine in den betreibungsrechtlichen Notbedarf eingreifende Beschlagnahme von Erwerbs­ein­kommen mit Beschwerde an die AufsichtsbehÃ¶rde nach Art. 17 SchKG zu rÃ¼gen. Da dem Verwaltungsgericht diesbezÃ¼glich keine substanziierte Tatsachendarstellung des Rekurrenten vorliegt, kann es nicht beurteilen, ob der Arrestvollzug unzulÃ¤ssigerweise betrÃ¤chtlich in das zum Leben des Schuldners Notwendige eingreift (Hans Reiser in: Kommentar zum Bundesgesetz Ã¼ber Schuldbetreibung und Konkurs, Art. 275 N. 65). Im Ãbrigen hat auch das Betreibungsamt die MÃ¶glichkeit, die Beschlagnahme den geÃ¤nderten Ver­hÃ¤ltnissen anpassen (vgl. Art. 93 Abs. 3 SchKG).</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Demzufolge ist der Rekurs abzuweisen, soweit darauf einzutreten ist.</span></p> <p class="Erwgung1"><b><span>3. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Bei diesem Verfahrensausgang sind die Kosten dem Rekurrenten aufzuerlegen (§ 151 Abs. 1 in Verbindung mit § 181 Abs. 3 StG) und steht ihm keine ParteientschÃ¤digung zu (§§ 152 und 181 Abs. 3 StG in Verbindung mit § 17 Abs. 2 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959). Weil der Beschwerdegegnerin kein besonderer Aufwand entstanden ist, bleibt ihr eine ParteientschÃ¤digung ebenfalls versagt.</span></p> <p class="Urteilstext"><span> </span></p> <p class="Einzug1">DemgemÃ¤ss entscheidet <span>die Kammer</span>:</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug2">1. Der Rekurs wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird.</p> <p class="Einzug2"> </p> <p class="Einzug2">2. Die GerichtsgebÃ¼hr wird festgesetzt auf <br/> Fr. 4'000.--; die Ã¼brigen Kosten betragen:<br/> Fr. 100.-- Zustellungskosten,<br/> Fr. 4'000.-- Total der Kosten.</p> <p class="Einzug2"> </p> <p class="Einzug2">3. Die Gerichtskosten werden dem Rekurrenten auferlegt.</p> <p class="Einzug2"> </p> <p class="Einzug2">4. ParteientschÃ¤digungen werden keine zugesprochen.</p> <p class="Einzug2"> </p> <p class="Urteilstext"><span>5. â¦</span></p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>