<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="content"> <div class="para">Bundesgericht </div> <div class="para">Tribunal fédéral </div> <div class="para">Tribunale federale </div> <div class="para">Tribunal federal </div> <div class="para"> </div> <div class="para">{T 0/2} </div> <div class="para">5D_134/2012 </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Urteil vom 25. September 2012 </div> <div class="para">II. zivilrechtliche Abteilung </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Besetzung </div> <div class="para">Bundesrichterin Escher, präsidierendes Mitglied, </div> <div class="para">Gerichtsschreiber Zbinden. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Verfahrensbeteiligte </div> <div class="para">X.________, </div> <div class="para">Beschwerdeführer, </div> <div class="para"> </div> <div class="para">gegen </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Kanton Bern, Obergericht des Kantons Bern, vertreten durch die Steuerverwaltung des Kantons Bern, Kreis Seeland, Bereich Inkasso, Bahnhofplatz 10, 2501 Biel/Bienne, </div> <div class="para">Beschwerdegegner. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Gegenstand </div> <div class="para">Definitive Rechtsöffnung, </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Verfassungsbeschwerde gegen den Entscheid des Obergerichts des Kantons Bern, Zivilabteilung, 1. Zivilkammer, vom 7. August 2012. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Erwägungen: </div> <div class="para"> </div> <div class="para">1. </div> <div class="para">Am 13. Juli 2012 erteilte der Gerichtspräsident des Regionalgerichts Berner Jura-Seeland dem Beschwerdegegner in den Betreibungen Nr. xxx und yyy des Betreibungsamtes A.________ unter Kosten und Entschädigungsfolge je definitive Rechtsöffnung für Fr. 100.-- nebst Zins zu 3% seit dem 14. Februar 2012 bzw. für Fr. 600.-- nebst Zins zu 3% seit dem 14. Februar 2012. Der Beschwerdeführer gelangte dagegen an das Obergericht des Kantons Bern, welches mit Entscheid vom 7. August 2012 auf die Beschwerde nicht eintrat. Der Beschwerdeführer hat am 13. August 2012 gegen den Entscheid des Obergerichts beim Bundesgericht sinngemäss Verfassungsbeschwerde erhoben. Er beantragt im Ergebnis die Aufhebung des angefochtenen Entscheids und die Abweisung der Rechtsöffnungsbegehren. Der Beschwerdeführer wurde mit Verfügung vom 15. August 2012 zur Leistung eines Kostenvorschusses von Fr. 200.-- angehalten, worauf er am 3. September 2012 um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege ersuchte. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">2. </div> <div class="para">2.1 Da in der vorliegenden vermögensrechtlichen Zwangsvollstreckungssache (<span class="artref">Art. 72 Abs. 2 lit. a BGG</span>) der Streitwert von Fr. 30'000.-- nicht erreicht ist (<span class="artref">Art. 74 Abs. 1 lit. b BGG</span>), kann der Entscheid der Vorinstanz nur mit Verfassungsbeschwerde angefochten werden (<span class="artref">Art. 113 BGG</span>). In der Verfassungsbeschwerde ist die Rüge der Verletzung verfassungsmässiger Rechte vorzubringen und zu begründen (Art. 117 i.V.m. <span class="artref">Art. 106 Abs. 2 BGG</span> sowie <span class="artref">Art. 116 BGG</span>), d.h. es ist anhand der Erwägungen des kantonalen Entscheids klar und detailliert darzulegen, welche verfassungsmässigen Rechte und inwiefern sie durch diesen Entscheid verletzt sein sollen (<a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=22&amp;from_date=15.09.2012&amp;to_date=04.10.2012&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F133-II-396%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page396">BGE 133 II 396</a> E. 3.1 S. 399). </div> <div class="para"> </div> <div class="para">2.2 Das Obergericht hat im Wesentlichen erwogen, der Beschwerdeführer habe mit Eingabe vom 19. Juli 2012 Beschwerde gegen den Entscheid des Rechtsöffnungsrichters sowie gegen die Verfahren CIV 12 2204 und CIV 12 1534 Beschwerde geführt, wobei in den letztgenannten Verfahren bisher noch kein Entscheid gefällt worden sei und der Beschwerdeführer auch keine prozessleitende Verfügung als Anfechtungsobjekt anführe. Hinsichtlich dieser beiden Verfahren sei mangels Anfechtungsobjektes auf die Beschwerde nicht einzutreten. Mit Bezug auf die Gewährung der definitiven Rechtsöffnung in den vorgenannten Betreibungen enthalte die Beschwerde entgegen der Vorschrift von <span class="artref">Art. 321 ZPO</span> keine Begründung; der Beschwerdeführer beschränke sich vielmehr darauf, die Kosten und die Parteientschädigung zu bestreiten, weshalb nicht klar sei, inwiefern der angefochtene Entscheid Recht verletzen oder offensichtlich unrichtige Sachverhaltsfeststellungen enthalten soll. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">2.3 Der Beschwerdeführer setzt sich in seiner Verfassungsbeschwerde an das Bundesgericht nicht den unter E. 2.1 aufgezeigten Anforderungen entsprechend mit den Erwägungen des abgefochtenen Entscheids auseinander, sondern bestreitet auch hier lediglich die Zusprechung einer Parteientschädigung. Abgesehen davon hat das Obergericht für das Beschwerdeverfahren keine Parteienschädigung zugesprochen, sodass hier auch nicht zu prüfen ist, ob die Verurteilung zu einer Parteienschädigung die Verfassung verletzt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">2.4 Auf die offensichtlich unzulässige Verfassungsbeschwerde ist somit im vereinfachten Verfahren (<span class="artref">Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG</span>) durch das präsidierende Mitglied der II. zivilrechtlichen Abteilung des Bundesgerichts unter Kostenfolge für den Beschwerdeführer (<span class="artref">Art. 66 Abs. 1 BGG</span>) nicht einzutreten. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">3. </div> <div class="para">Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege ist abzuweisen, da sich die Beschwerde als von Anfang an aussichtslos erwiesen hat <span class="artref">Art. 64 Abs. 1 BGG</span>). </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Demnach erkennt das präsidierende Mitglied: </div> <div class="para"> </div> <div class="para">1. </div> <div class="para">Auf die Verfassungsbeschwerde wird nicht eingetreten. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">2. </div> <div class="para">Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege wird abgewiesen. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">3. </div> <div class="para">Die Gerichtskosten von Fr. 200.-- werden dem Beschwerdeführer auferlegt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">4. </div> <div class="para">Dieses Urteil wird den Parteien und dem Obergericht des Kantons Bern, Zivilabteilung, 1. Zivilkammer, schriftlich mitgeteilt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Lausanne, 25. September 2012 </div> <div class="para">Im Namen der II. zivilrechtlichen Abteilung </div> <div class="para">des Schweizerischen Bundesgerichts </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Das präsidierende Mitglied: Escher </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Der Gerichtsschreiber: Zbinden </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> </div></body></html>