Abteilung II B-1204/2007 {T 1/2} U r t e i l v o m 7 . A p r i l 2 0 0 8 Einzelrichter Hans Urech Gerichtsschreiberin Beatrice Brügger. imc information multimedia communication AG, Altenkesseler Strasse 17/D3, DE-68115 Saarbrücken, vertreten durch Herrn Rechtsanwalt Jürg Burger, Grafenau 6, 6300 Zug, Beschwerdeführerin, gegen Feller AG, Bergstrasse 70, 8810 Horgen, vertreten durch Frau Dr. Renata Kündig, Hallenstrasse 15, 8008 Zürich, Beschwerdegegnerin, Eidgenössisches Institut für Geistiges Eigentum, Stauffacherstrasse 65, 3003 Bern, Vorinstanz. Widerspruchsverfahren Nr. 7915 FELLER CLIXX / CLIX; Verfügung des IGE vom 12. Januar 2007. B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t T r i b u n a l a d m i n i s t r a t i f f é d é r a l T r i b u n a l e a m m i n i s t r a t i v o f e d e r a l e T r i b u n a l a d m i n i s t r a t i v f e d e r a l Besetzung Parteien GegenstandB-1204/2007 Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest, dass die Vorinstanz am 12. Januar 2007 den Widerspruch der Be- schwerdegegnerin guthiess (Ziff. 1) und dieser zu Lasten der Be- schwerdeführerin eine Parteientschädigung von Fr. 2'800.- zusprach (Ziff. 3), welche die Widerspruchsgebühr von Fr. 800.- (Ziff. 2) beinhal- tet (= Parteientschädigung von Fr. 2'000.- + die von der Beschwerde- gegnerin vorgeschossene und von der Beschwerdeführerin zu tragen- de Gebühr von Fr. 800.-), dass die Beschwerdeführerin diese Verfügung am 14. Februar 2007 beim Bundesverwaltungsgericht anfocht, dass die Beschwerdeführerin den einverlangten Kostenvorschuss von Fr. 4'500.- fristgerecht einbezahlte, dass die Vorinstanz mit Vernehmlassung vom 16. April 2007 die Abwei- sung der Beschwerde beantragt, dass am 16. Januar 2008 eine öffentliche mündliche Verhandlung statt- fand, dass das Bundesverwaltungsgericht das Beschwerdeverfahren auf An- trag beider Parteien am 21. Januar 2008 bzw. am 18. Februar 2008 sistierte, dass die Beschwerdeführerin und die Beschwerdegegnerin in einem gemeinsam unterzeichneten Schreiben vom 26. März 2008 erklären, sie hätten sich über den Streitgegenstand geeinigt und die Beschwer- degegnerin (und Widersprechende) ziehe ihren Widerspruch zurück, dass beide Parteien dem Bundesverwaltungsgericht gegenüber bean- tragen, die Beschwerde sei infolge Rückzugs des Widerspruches ab- zuschreiben, dass die Kosten des Beschwerdeverfahrens der Beschwerdeführerin aufzuerlegen seien und sie im Übrigen auf Parteientschädigung ver- zichten würden, Seite 2B-1204/2007 und zieht in Erwägung, dass das Bundesverwaltungsgericht gemäss Art. 31 des Verwaltungs- gerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (VGG, SR 173.32) Beschwerden gegen Verfügungen nach Art. 5 des Bundesgesetzes vom 20. Dezem- ber 1968 über das Verwaltungsverfahren (VwVG, SR 172.021) beur- teilt, die von Behörden gemäss den Art. 33 und 34 VGG stammen, so- fern keine Ausnahme nach Art. 32 VGG vorliegt, dass Verfügungen der Vorinstanz im Rahmen markenrechtlicher Wider- spruchsverfahren beim Bundesverwaltungsgericht anfechtbar sind, dass die Eingabe der Parteien vom 26. März 2008 der Vorinstanz zur Kenntnis zu bringen ist, dass das vorliegende Verfahren gegenstandslos geworden ist, nach- dem die Parteien im Schreiben vom 26. März 2008 explizit den Rück- zugs des Widerspruchs erklärt haben, dass deshalb die vorliegende Streitsache im einzelrichterlichen Verfah- ren im Sinne des übereinstimmenden Antrags der Parteien als gegen- standslos geworden abzuschreiben ist (Art. 23 Abs. 1 Bst. a VGG; vgl. die Abschreibungsentscheide des Bundesverwaltungsgerichts B-4677/2007 vom 27. Februar 2008 sowie B-489/2007 und B-813/2007 vom 19. Februar 2008), dass angesichts der zwischen den Parteien zustande gekommenen Ei- nigung betreffend den Streitgegenstand Ziffer 1 des Dispositivs der an- gefochtenen Verfügung aufgehoben werden muss (vgl. die oben ge- nannten Abschreibungsentscheide des Bundesverwaltungsgerichts), dass die Widerspruchsgebühr von Fr. 800.- (Ziff. 2 des Dispositivs der angefochtenen Verfügung) gemäss Verursacherprinzip prinzipiell ge- schuldet bleibt (vgl. die oben genannten Abschreibungsentscheide des Bundesverwaltungsgerichts), dass die Parteien sich in der eingereichten Vereinbarung und ihrer Ein- gabe vom 26. März 2008 betreffend Auferlegung der Verfahrenskosten und Verzicht auf Parteikosten geeinigt haben, dass auf die Auferlegung von Verfahrenskosten verzichtet werden kann, wenn die Beschwerde infolge Rückzugs ohne erheblichen Auf- Seite 3B-1204/2007 wand für das Gericht erledigt werden kann (Art. 6 Bst. a des Regle- ments vom 11. Dezember 2006 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2] i.V.m. Art. 33b Abs. 5Satz 1 VwVG; vgl. die oben genannten Abschreibungs- entscheide des Bundesverwaltungsgerichts), dass vorliegend auf ausdrücklichen Wunsch der Beschwerdeführerin eine öffentliche Verhandlung durchgeführt wurde und der Rückzug der Beschwerde somit nicht ohne erheblichen Aufwand erfolgt, dass demzufolge die Verfahrenskosten auf Fr. 500.- festzulegen und im Sinne der Vereinbarung der Beschwerdeführerin aufzuerlegen sind, dass sie mit dem geleisteten Kostenvorschuss von Fr. 4'500.- verrech- net werden und der Saldo von Fr. 4'000.- der Beschwerdeführerin zu- rückzuerstatten ist, dass entsprechend dem ausdrücklich vereinbarten Verzicht der Partei- en keine Parteientschädigung zu sprechen ist, (Art. 64 VwVG, Ziff. 5 der Vereinbarung), dass gegen diesen Entscheid keine Beschwerde ans Bundesgericht of- fen steht (Art. 73 des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]), dieser insofern rechtskräftig ist. Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 1. Es wird Akt genommen, dass sich die Parteien über den Streitgegen- stand und die Kostentragung geeinigt haben und die Beschwerdegeg- nerin ihren Widerspruch zurückzieht. 2. Ziff. 1 des angefochtenen Entscheids der Vorinstanz vom 12. Januar 2007 wird aufgehoben. 3. Das Beschwerdeverfahren wird als gegenstandslos geworden abge- schrieben. Seite 4B-1204/2007 4. Die Verfahrenskosten im Betrag von Fr. 500.- werden der Beschwerde- führerin auferlegt. Sie werden mit dem geleistete Kostenvorschuss von Fr. 4'500.- verrechnet und der Saldo von Fr. 4'000.- wird der Beschwer- deführerin zurückerstattet. 5. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen. 6. Dieses Urteil geht an: - die Beschwerdeführerin (Einschreiben, Beilage: Beschwerdebeila- gen zurück) - die Beschwerdegegnerin (Einschreiben, Beilage: Beschwerdebeila- gen zurück) - die Vorinstanz (Einschreiben, Beilagen: Vorakten zurück, Eingabe der Parteien vom 26. März 2008 inkl. Vereinbarung in Kopie z.K.) Der Einzelrichter: Die Gerichtsschreiberin: Hans Urech Beatrice Brügger Versand: 9. April 2008 Seite 5