A bteilung III C -957/2007 {T 0/2} U rteil vom 14. Septem ber 2007 M itw irkung: R ichter Im oberdorf (Kam m erpräsident); R ichter Trom m er und R ichter Vaudan; G erichtsschreiber Birgelen. 1. H ._______, 2. M ._______, Zustelldom izil: H ._______, 3. R ._______, vertreten durch H ._______, 4. E._______, vertreten durch H ._______, Beschw erdeführer, gegen B undesam t für M igration (B FM ), Q uellenw eg 6, 3003 Bern, Vorinstanz betreffend Einreisebew illigung für M ._______ B u n d e s v e rw a ltu n g s g e ric h t T rib u n a l a d m in is tra tif fé d é ra l T rib u n a le a m m in is tra tiv o fe d e ra le T rib u n a l a d m in is tra tiv fe d e ra l2 Sachverhalt: A. D er 1974 geborene kenianische Staatsangehörige M ._______ (nachfol- gend: G esuchsteller bzw . Beschw erdeführer 2) beantragte am 1. N ovem - ber 2006 bei der Schw eizerischen Vertretung in N airobi ein Visum für ei- nen dreim onatigen Besuchsaufenthalt bei dem im Kanton Bern w ohnhaften Ehepaar R ._______ und E._______ (nachfolgend: G astgeber bzw . Be- schw erdeführer 3 und 4). N ach form loser Verw eigerung leitete die Schw ei- zerische Vertretung das G esuch an das Bundesam t für M igration (BFM ) zur Prüfung und zum form ellen Entscheid w eiter. B. N achdem der M igrationsdienst des Kantons Bern bei den G astgebern w ei- tere Abklärungen getroffen hatte, w ies die Vorinstanz das G esuch um Be- w illigung der Einreise m it Verfügung vom 10. Januar 2007 ab. Zur Begrün- dung w urde ausgeführt, es bestehe keine G ew ähr für eine fristgerechte und anstandslose W iederausreise. D er G esuchsteller stam m e aus einer R egion, aus w elcher als Folge der dort herrschenden w irtschaftlichen und soziokulturellen Verhältnisse ein starker Zuw anderungsdruck festzustellen sei. W eiter w ürden auch keine zw ingenden G ründe für eine Einreise vorlie- gen. C . G egen diese Verfügung erhob H ._______ (nachfolgend: Vertreterin bzw . Beschw erdeführerin 1) im eigenen N am en und im N am en der G astgeber am 3. Februar 2007 beim Bundesverw altungsgericht Beschw erde. D arin ersucht sie im plizit um Aufhebung der vorinstanzlichen Verfügung und um Erteilung des beantragten Visum s. Zur Begründung führt sie insbesondere aus, in der angefochtenen Verfügung sei kein handfester G rund für eine Ablehnung des Visum santrages ersichtlich. Sie habe den G esuchsteller im Juli 2006 in Kenia kennengelernt und sei seine Freundin. D er G esuchstel- ler m öchte sie und seinen C ousin, den Beschw erdeführer 3, in der Schw eiz besuchen. Eine H eirat zw ischen ihr und dem G esuchsteller sei m om entan nicht vorgesehen. Sie m öchte ihn nur besser kennenlernen. Zu diesem Zw eck habe sie ihre Stelle als Sekundarlehrerin gekündigt und pla- ne, im Som m er 2007 für zw ei Jahre nach Sansibar zu ziehen und dort zu arbeiten. D urch seinen vorgängigen Besuch in der Schw eiz solle er ihre Kultur, ihre Fam ilie und Freunde kennenlernen. Sie gebe ihr W ort dafür, dass der G esuchsteller rechtzeitig w ieder ausreisen w erde. D er Beschw erde legte sie eine Kopie des Schreibens bei, m it dem sie ihre Stelle als Klassenlehrerin an der O berstufe der Schulgem einde X._______ am 31. Januar 2007 per Ende des laufenden Schuljahres kündigte. D . In einer Beschw erdeschrift vom 14. Februar 2007 (D atum des Poststem - pels) ersuchte der G esuchsteller seinerseits um Aufhebung der vorinstanz- lichen Verfügung und Erteilung des beantragten Besuchervisum s. Er sei von den Beschw erdeführern 3 und 4 - entfernte Verw andte bzw . Freunde von ihm - eingeladen w orden und sie hätten alle Vorkehrungen für einen legalen Aufenthalt getroffen. Er m öchte in der Schw eiz Ferien m achen, das U m feld und die Kultur seiner Freunde kennenlernen und seine Freun- din, die Beschw erdeführerin 1, w elche er letzten Som m er kennengelernt 3 habe, besuchen. Er w erde auf jeden Fall nach Ablauf seines Visum s frist- gem äss w ieder ausreisen. In Kenia habe er zw ei Schw estern und vier Brü- der, um die er sich als Ältester küm m ern m üsse. Zudem w olle er nicht sei- ne Arbeitsstelle verlieren, die er in einer Tauchschule habe. E. In einer Eingabe vom 23. Februar 2007 betonten die Beschw erdeführer 3 und 4, dass sie als G astgeber auftreten w ürden. Ergänzend führten sie aus, sie hätten sich - auch gegenüber Behörden - bisher im m er korrekt verhalten. In gleicher W eise sei der G esuchsteller ein ehrlicher M ensch, der sich noch nie etw as habe zu Schulden kom m en lassen. Sein Antrieb, in sein H eim atland zurückzukehren, sei gross, m üsse er sich doch dort um seine vier jüngeren Brüder, seine zw ei jüngeren Schw estern, seine G ross- m utter und seinen achtjährigen Sohn küm m ern. Seine Eltern seien 1999 verstorben. Ausserdem habe er eine feste Arbeitsstelle, w elche er nach seinem Ferienaufenthalt in der Schw eiz w ieder antreten m öchte. F. Am 18. M ärz 2007 teilte die Beschw erdeführerin 1 m it, dass sie sich noch in der Planung ihres Auslandaufenthaltes befinde und ihr der vorgängige Besuch ihres Freundes in der Schw eiz ausgesprochen w ichtig sei. Sie w ol- le ihn hier ihrer Fam ilie und ihren Freunden vorstellen. G . In ihrer Vernehm lassung vom 13. April 2007 spricht sich die Vorinstanz für eine Abw eisung der Beschw erden aus. D er G esuchsteller kom m e aus ei- ner R egion m it starkem Zuw anderungsdruck und auch seine fam iliären, beruflichen oder gesellschaftlichen Verpflichtungen w ürden keine hinrei- chende G ew ähr für eine anstandslose und fristgerechte R ückkehr bieten. Insbesondere an der geltend gem achten Erw erbstätigkeit w ürden erhebli- che Zw eifel bestehen. Für eine Einreise in die Schw eiz gebe es keine zw ingenden G ründe, da die Beschw erdeführerin 1 selber in absehbarer Zeit in die G egend des G esuchstellers ziehen w erde. H . In ihrer R eplik vom 19. M ai 2007 hält die Beschw erdeführerin 1 an den Be- schw erden fest. Sie und die Beschw erdeführer 3 und 4 w ürden sich ver- bürgen, dass der Beschw erdeführer 2 nach Ablauf seines dreim onatigen Besuchervisum s die Schw eiz w ieder verlassen w erde. D ie Beschw erdefüh- rer 3 und 4 w ürden ihn bereits länger kennen und ihm vertrauen. D er Be- schw erdeführer 2 w olle sein H eim atland nicht auf D auer verlassen. Er sei seit 1999 Vollw aise und als Ältester der sieben zurückgelassenen Kinder habe er in der Fam ilie - zu w elcher auch seine G rossm utter und sein Sohn gehöre - die Vaterrolle übernom m en. Falls er nicht zurückkehren w ürde, w äre seine Fam ilie in existenziellen N öten, da erst zw ei seiner G eschw is- ter auf eigenen Füssen stehen w ürden. D er zw eitälteste Bruder habe be- reits eine eigene Fam ilie und sei bereit, für die D auer der dreim onatigen Abw esenheit des Beschw erdeführers 2 ausnahm sw eise für zw ei Fam ilien zu sorgen. M it ihrer Abreise nach Kenia im Januar 2008 habe der G esuch- steller einen w eiteren gew ichtigen R ückkehrgrund. D er R eplik legte die Beschw erdeführerin 1 die Faxkopie eines handschrift- lichen D okum entes bei, bei dem es sich um eine Bestätigung der besonde- ren fam iliären Verpflichtungen des Beschw erdeführers 2 durch den „chief aus D ._______ (Kenia)“ handeln soll. W eiter legte die Beschw erdeführerin 4 1 die Kopie eines Schreibens der Austauschorganisation Y. vor, m it dem ihr ihre Bew erbung für ein nicht näher erläutertes „Berufsprogram m 2007/2008“ m it Beginn ab Januar 2008 bestätigt w ird. D as B undesverw altungsgericht zieht in Erw ägung: 1. 1.1 Verfügungen des Bundesam tes für M igration (BFM ) betreffend Verw eige- rung der Einreisebew illigung unterliegen der Beschw erde an das Bundes- verw altungsgericht (Art. 20 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 26. M ärz 1931 über Aufenthalt und N iederlassung der Ausländer [AN AG , SR 142.20] i.V.m . Art. 31, Art. 32 sow ie Art. 33 lit. d des Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesverw altungsgericht [VG G , SR 173.32]). 1.2 G em äss Art. 37 VG G richtet sich das Verfahren vor dem Bundesverw al- tungsgericht nach dem Bundesgesetz vom 20. D ezem ber 1968 über das Verw altungsverfahren (Vw VG , SR 172.021). D as U rteil ist endgültig (Art. 1 Abs. 2 VG G i.V.m . Art. 83 Bst. c Ziff. 1 des Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht [BG G , SR 173.110]). 1.3 D ie Beschw erdeführer 2 bis 4 sind gem äss Art. 48 Vw VG ohne w eiteres zur Beschw erde legitim iert. O b dies auch für die Beschw erdeführerin 1 zu- trifft, w elche nicht nur im N am en der Beschw erdeführer 3 und 4, sondern auch in eigenem N am en Beschw erde führt, ohne selber am vorinstanzli- chen Verfahren teilgenom m en zu haben, kann unter diesen U m ständen of- fenbleiben. Auf die frist- und form gerecht eingereichten Beschw erden ist einzutreten (Art. 49 ff. Vw VG ). 2. 2.1 D ie Schw eizerische R echtsordnung gew ährt grundsätzlich keinen An- spruch auf Bew illigung der Einreise. D er Entscheid darüber ist - vorbehält- lich nachfolgend zu erörternder H inderungsgründe - von der Bew illigungs- behörde in pflichtgem ässer Ausübung ihres Erm essens zu fällen (Art. 4 und Art. 16 Abs. 1 AN AG , Art. 9 Abs. 1 der Verordnung vom 14. Januar 1998 über Einreise und Anm eldung von Ausländerinnen und Ausländern [VEA, SR 142.211], PETER U EBE R SAX, Einreise und Anw esenheit, in: PETER U EBE R SAX / PETER M Ü N C H / TH O M A S G EIS ER / M AR TIN AR N O LD (H rsg.), Ausländer- recht, Ausländerinnen und Ausländer im öffentlichen R echt, Privatrecht, Steuerrecht und Sozialrecht der Schw eiz, Basel/G enf/M ünchen 2002, S. 143; U R S BO LZ, R echtsschutz im Ausländer- und Asylrecht, Basel und Frankfurt a.M . 1990, S. 29 m it w eiteren H inw eisen; PH ILIP G R AN T, La protec- tion de la vie fam iliale et de la vie privée en droit des étrangers, Basel usw . 2000, S. 24). 2.2 Ausländerinnen und Ausländer benötigen zur Einreise in die Schw eiz ei- nen Pass und ein Visum , sofern sie nicht aufgrund besonderer R egelung von diesem Erfordernis ausgenom m en sind (Art. 1 bis 5 VEA). U m ein Vi- sum zu erhalten, m üssen Ausländerinnen und Ausländer die in Artikel 1 Absatz 2 VEA aufgeführten Voraussetzungen erfüllen. Sie haben unter an-5 derem G ew ähr für eine fristgerechte W iederausreise zu bieten (Art. 1 Abs. 2 Bst. c VEA). 3. 3.1 D er G esuchsteller bedarf aufgrund seiner N ationalität zur Einreise in die Schw eiz nebst dem Pass eines Visum s. D ie Vorinstanz verw eigerte die Er- teilung eines solchen Visum s m it der Begründung, die anstandslose und fristgerechte W iederausreise erscheine nicht als hinreichend gesichert. 3.2 W enn es zu beurteilen gilt, ob das Kriterium der gesicherten W iederausrei- se erfüllt ist, m uss ein zukünftiges Verhalten beurteilt w erden. D azu lassen sich in der R egel keine Feststellungen, sondern lediglich Prognosen m a- chen. D abei rechtfertigt es sich durchaus, Einreisegesuchen von Bürgerin- nen und Bürgern aus Staaten oder R egionen m it politisch respektive w irt- schaftlich vergleichsw eise ungünstigen Verhältnissen zum vornherein m it Zurückhaltung zu begegnen, da die persönliche Interessenlage in solchen Fällen häufig nicht m it dem Ziel und Zw eck einer zeitlich befristeten Einrei- sebew illigung in Einklang steht. 3.3 In Kenia sind breite Bevölkerungsschichten von vergleichsw eise schw ieri- gen ökonom ischen und sozialen Lebensbedingungen betroffen. Im D ezem - ber 2002 w urde die KAN U -R egierung unter D aniel arap M oi, der w ährend 24 Jahren Präsident von Kenia w ar, abgew ählt. Seither führt die N ational R ainbow C oalition (N AR C ) die R egierungsgeschäfte m it ihrem Präsidenten M w ai Kibaki. U nter der R egierung von D aniel arap M oi w ar Kenia von ei- nem für Entw icklungsländer-M assstäbe relativ reichen Land zu einem ver- gleichsw eise arm en Land gew orden. D ie letzten zw ölf Jahre unter dieser R egierung w aren gekennzeichnet von einem extrem schw achen W irt- schaftsw achstum , einer im m er schieferen Verteilung von Einkom m en und Verm ögen und von verbreiteter Korruption. Seit 1990 w urde Kenia von ei- nem anhaltenden w irtschaftlichen und sozialen N iedergang geprägt. So lag das Pro-Kopf-Einkom m en 2002 m it U SD 360 unterhalb des N iveaus von 1990 m it U SD 380. D er Bevölkerungsanteil m it einem Einkom m en unter- halb der Arm utsgrenze stieg von 43,3% im Jahre 1990 auf geschätzte 56% im Jahre 2002 (Q uelle: Landesw eites M onitoring von Strategien nachhalti- ger Arm utsbekäm pfung/PR SPs, Band 2: Länderstudien Burkina Faso, Ke- nia, N icaragua, Vietnam , August 2004, S. 82 ff.; H erausgeber: D eutsche G esellschaft für Technische Zusam m enarbeit (G TZ) G m bH , im Auftrag des Bundesm inisterium s für w irtschaftliche Zusam m enarbeit und Entw icklung, w w w .bm z.de). In Kenia sind nach w ie vor viele - vornehm lich junge M en- schen - arbeitslos oder in unsicheren Verhältnissen beschäftigt. Entspre- chend hoch ist der Anteil jener, die versuchen, nach W esteuropa - unter anderem auch in die Schw eiz - zu gelangen, um sich unter günstigeren Le- bensbedingungen eine bessere Existenz aufzubauen. D iese Tendenz zur Ausw anderung zeigt sich erfahrungsgem äss besonders stark bei jüngeren und ungebundenen Personen, die bereits über ein m inim ales soziales Be- ziehungsnetz im Ausland (Verw andte oder Freunde) verfügen. Im Falle der Schw eiz führt dies angesichts der restriktiven frem denpolizeilichen Zulas- sungsregelung nicht selten zur U m gehung ausländerrechtlicher Bestim -6 m ungen. 4. 4.1 Bei der R isikoanalyse sind aber nicht nur solch allgem eine U m stände und Erfahrungen, sondern auch säm tliche G esichtspunkte des konkreten Ein- zelfalles zu berücksichtigen. O bliegt einem G esuchsteller im H eim atstaat beispielsw eise eine besondere berufliche, gesellschaftliche oder fam iliäre Verantw ortung, kann dieser U m stand durchaus die Prognose für eine an- standslose W iederausreise begünstigen. U m gekehrt m uss bei G esuchstel- lern, die in ihrer H eim at keine der erw ähnten Verpflichtungen haben, die sie von einer m öglichen Em igration abhalten könnten, aufgrund entspre- chender Erfahrungen das R isiko eines frem denpolizeilich nicht vorschrifts- gem ässen Verhaltens (nach bew illigter Einreise zu einem Besuchsaufent- halt) hoch eingeschätzt w erden. 4.2 Beim G esuchsteller handelt es sich um einen 32-jährigen, ledigen M ann, w elcher der Freund der Vertreterin ist und ein w eit entfernter Verw andter der G astgeber sein soll. G em äss Angaben von Vertreterin und G astgeber habe er einen 8-jährigen Sohn und küm m ere sich um ihn, seine G rossm ut- ter und als ältester Bruder auch um seine G eschw ister, nachdem seine El- tern 1999 verstorben seien. Auf den ersten Blick könnte der U m stand, dass der G esuchsteller für die D auer seines Besuchsaufenthaltes in der Schw eiz seinen Sohn und andere nahe Fam ilienangehörige in der H eim at zurücklassen w ürde, durchaus für eine starke Verw urzelung sprechen. An- dererseits zeigt die Erfahrung, dass zurückbleibende Angehörige gerade in Situationen angespannter w irtschaftlicher Verhältnisse nicht verlässlich da- von abhalten können, den Entscheid für eine Em igration zu fällen. Im G e- genteil, der Entscheid kann dort gerade von der H offnung getragen sein, die Angehörigen aus dem Ausland effizienter unterstützen und allenfalls später nachziehen zu können. D as Pflichtgefühl des G esuchstellers seinen Angehörigen gegenüber ist auch insofern zu relativieren, als er den beab- sichtigten Besuch nicht im R ahm en w eniger W ochen, sondern über eine D auer von m ehreren M onaten plant. D aran ändert grundsätzlich nichts, dass die Fam ilienangehörigen w ährend dessen Abw esenheit vom zw eitäl- testen Bruder gut betreut sein sollen. W eiter ist darauf hinzuw eisen, dass die fam iliären Verhältnisse und Ver- antw ortlichkeiten des G esuchstellers insgesam t nicht sehr transparent sind: W ährend die Schw eizerische Vertretung festhielt, der G esuchsteller habe eine 12-jährige Schw ester und einen 14-jährigen Bruder, w elche bei- de noch zur Schule gehen w ürden, sprach der G esuchsteller selber von zw ei Schw estern und vier Brüdern, das G astgeberehepaar anfänglich von drei Brüdern und anschliessend ebenfalls von zw ei jüngeren Schw estern und vier jüngeren Brüdern, um die er sich zu küm m ern habe, die Vertrete- rin w iederum von sechs jüngeren G eschw istern, w ovon zw ei bereits auf ei- genen Füssen stehen w ürden. Auch das von der Vertreterin nachgereichte Schreiben des D orfchefs von D ._______ vom 16. M ai 2007, m it w elchem sie die von ihr geschilderten fam iliären Verpflichtungen des G esuchstellers belegen w ill, verschafft diesbezüglich keine Klarheit: D ie angebliche Bestä-7 tigung ist bloss handschriftlich und auf nicht offiziellem Papier verfasst, aufgrund der schlechten D ruckqualität (FAX-Kopie) nicht lesbar und som it ohne jeglichen Bew eisw ert. 4.3 G em äss der beigebrachten Bestätigung vom 19. N ovem ber 2006 arbeitet der G esuchsteller seit dem Jahre 2002 als R eiseleiter in einer Firm a na- m ens „Z._______“ und erzielt ein m onatliches N ettoeinkom m en von KES 9'600, d.h. um gerechnet ca. U SD 136 (zum W echselkurs vom 19. N ovem - ber 2006). Sein Jahressalär von ca. U SD 1'632 liegt som it um einiges über dem für kenianische Verhältnisse allgem ein üblichen (vgl. Ziff. 3.3). G e- genüber der Schw eizerischen Vertretung führte der G esuchsteller w eiter aus, er arbeite auf einer Insel vor der Küste Kenias und verkaufe dort den Touristen Tauchausflüge. Aufgrund des Zeitpunktes des beabsichtigten Besuchsaufenthaltes in der Schw eiz (w ährend der Touristenhochsaison über W eihnachten/N eujahr) und angesichts des U m standes, dass die Tou- risten Ausflüge auf besagte Insel vom Festland aus zu buchen pflegten und eine erneute Buchung auf der Insel selber som it w enig Sinn m ache, äusserte die Schw eizerische Vertretung ihre Zw eifel an der Ernsthaftigkeit der angegebenen Tätigkeit. D ie Vorinstanz verm erkte diese Zw eifel in ihrer Vernehm lassung. D ennoch liessen sich die Beschw erdeführer zu diesem Punkt nicht m ehr vernehm en. O b die Zw eifel berechtigt sind bzw . ob der G esuchsteller das ausgew iesene Einkom m en tatsächlich erzielt, kann aber letztlich offenbleiben, zeigt doch die Erfahrung ganz allgem ein, dass auf- grund des grossen Lohngefälles zw ischen der Schw eiz und Entw icklungs- ländern w ie Kenia selbst ein für einheim ische Verhältnisse gutes Salär nicht davon abhalten kann, die H eim at dauerhaft zu verlassen. W eiter stellt sich auch die Frage, w ie sich eine dreim onatige Abw esenheit m it den Verbindlichkeiten aus dem Arbeitsverhältnis verträgt. Zw ar liegt eine R eiseerlaubnis des Arbeitgebers des G esuchstellers vor; ob diese auch eine W eiterbeschäftigungsgarantie nach seiner R ückkehr beinhaltet, erscheint jedoch zum indest fraglich. D essen ungeachtet zeugt die lange D auer des beabsichtigten Besuchsaufenthaltes von einer grossen Flexibili- tät des G esuchstellers auch in beruflicher H insicht. 4.4 Vor dem aufgezeigten H intergrund durfte die Vorinstanz daher zu R echt davon ausgehen, die fristgerechte W iederausreise sei nicht gew ährleistet (vgl. Art. 14 Abs. 1 i.V.m . Art. 1 Abs. 2 Bst. c VEA). Zw ar lässt sich diese Einschätzung nicht zu einer gesicherten Feststellung verdichten; sie reicht aber aus, um die Erteilung einer Einreisebew illigung - auf w elche w ie be- reits erw ähnt ohnehin kein R echtsanspruch besteht - abzulehnen. 5. D ie Vertreterin und die G astgeber w ollen in ihrer Person G ew ähr für eine anstandslose und fristgerechte W iederausreise des G esuchstellers aus der Schw eiz bieten. D ie Integrität vorgenannter Personen w ird in keiner W eise in Zw eifel gezogen. Indessen geht es bei der Abw ägung des R isikos einer nicht fristgerechten W iederausreise nicht um das Verhalten des G astge- bers oder von D rittpersonen, sondern allein um dasjenige des G astes. N ur dieser ist in der Lage, hinreichend G ew ähr für eine fristgerechte und an- standslose W iederausreise zu bieten. D er G astgeber kann zw ar für gew is-8 se finanzielle R isiken G arantie leisten, nicht aber - m angels rechtlicher D urchsetzbarkeit - für ein bestim m tes Verhalten des G astes. 6. Aus den Akten lässt sich entnehm en, dass das G astgeberehepaar seit län- gerer Zeit alljährlich seine Ferien in Kenia verbringt (letztm als anfangs 2007). D ie Vertreterin ihrerseits ist eigenen Angaben zufolge seit Einrei- chen des Visum santrages durch den G esuchsteller bereits zw eim al in Ke- nia gew esen und w ird im Januar 2008 für zw ei Jahre in die N ähe des G e- suchstellers ziehen. Es ist den Beteiligten som it zuzum uten, auch in Zu- kunft ihre persönlichen Kontakte im H eim atland des G esuchstellers zu pflegen. 7. Aus vorstehenden Erw ägungen folgt, dass die angefochtene Verfügung im Lichte von Art. 49 Vw VG nicht zu beanstanden ist. D ie Beschw erden sind daher abzuw eisen. 8. Entsprechend dem Ausgang des Verfahrens w erden die unterliegenden Beschw erdeführer kostenpflichtig (Art. 63 Abs. 1 Vw VG ). D ie Verfahrens- kosten sind auf Fr. 700.-- festzusetzen (Art. 1, Art. 2 und Art. 3 Bst. b des R eglem ents vom 11. D ezem ber 2006 über die Kosten und Entschädigun- gen vor dem Bundesverw altungsgericht [VG KE, SR 173.320.2]). (D ispositiv S. 9)9 D em nach erkennt das B undesverw altungsgericht: 1. D ie Beschw erden w erden abgew iesen. 2. D ie Verfahrenskosten im Betrag von Fr. 700.-- w erden den Beschw erde- führern auferlegt. Sie sind durch den am 16. M ärz 2007 in gleicher H öhe geleisteten Kostenvorschuss gedeckt. 3. D ieses U rteil w ird eröffnet: - den Beschw erdeführern (Einschreiben; 2 Exem plare) - der Vorinstanz (Akten 2 262 275 zurück) D er Kam m erpräsident: D er G erichtsschreiber: A. Im oberdorf L. Birgelen Versand am :