Seite 1 Entscheid vom 14. Dezember 2018 (510 18 47) __________________________________________________ ___________________ Beschwer Besetzung Vizepräsident Dr. L. Schneider, Steuerric hter S. Schmid (Ref.), P. Salathe, J. Felix, M. Angehrn, Gerichtsschreiber D. Brügger Parteien A.____ , vertreten durch Deloitte AG , Patrick Businger, Steinengraben 22, 4002 Basel Rekurrent gegen Steuerverwaltung des Kantons Basel -Landschaft , Rheinstrasse 33 , 4410 Liestal, Rekursgegnerin betreffend Staatssteuer 2013 ( Revisionsentscheid ) Seite 2 Sachverhalt: A. Mit Verfügung der Staatssteuer 2013 vom 19. März 2015 wurde der Pflichtige zu einer Ein- kommenssteuer von Fr. 0.-- und einer Vermögenssteuer von Fr. 50.75 veranlagt. B. Mit Revisionsgesuch vom 29. Dezember 2017 beantragte die Vertreterin, der Steuerpflichtige sei der Quellensteuer zu unterstellen. Zur Begründung führte sie aus, der Wohnsitz des Pflichti- gen befinde sich seit April 2013 in Grossbritannien, w o er den grössten Teil seiner Arbeits- und Freizeittage bei seiner Partnerin und seinem im Jahr 2012 geborenen Sohn verbracht habe. Mit Revisionsentscheid vom 18. Mai 2018 wies die Steuerve rwaltung das Gesuch ab und führte aus, bei zumutbarer Sorgfalt wäre es möglich gewesen, di e behauptete Wohnsitzverlegung im Ra hmen des ordentlichen Veranlagungsverfahrens geltend zu machen. C. Mit Rekurs vom 20. Juni 2018 machte die Vertreterin gel tend, die Überprüfung des Reisekalen- ders des Pflichtigen habe erst im Zuge der Mandatierun g für die britische Steuererklärung statt- gefunden; überdies verfüge der Steuerpflichtige mit se iner Partnerin über ein gemeinsames Konto. Mit Vernehmlassung vom 2. August 2018 beantragte die Steuerverwaltung, mangels Beschwer auf den Rekurs nicht einzutreten. Anlässlich der heutigen Verhandlung hält die Steuerverwaltung an ihrem Begehren fest. Erwägungen: 1. Das Steuergericht ist gemäss § 124 des Gesetzes vom 7. Febr uar 1974 über die Staats- und Gemeindesteuern (Steuergesetz, StG; SGS 331) zur Beur teilung des vorliegenden Rekurses zuständig. Gemäss § 129 Abs. 3 StG werden Rekurse, deren umstrittener Steuerbetrag wie im vorliegenden Fall Fr. 8'000.-- pro Steuerjahr überste igt, vom Präsidenten und vier Richterinnen und Richtern des Steuergerichts beurteilt. 2. Vorab stellt sich die Frage, ob auf den Rekurs einzutreten ist. 2.1. Das Beschwerderecht setzt insbesondere voraus, dass die be schwerdeführende Person sich über ein schutzwürdiges Interesse rechtlicher oder ta tsächlicher Natur ausweisen kann. Von einem hinreichenden Rechtsschutzinteresse darf ausgeg angen werden, falls durch die Gutheissung des Rechtsmittels ein praktischer materieller oder ideeller Nachteil abgewendet Seite 3 werden kann, den die beschwerdeführende Person ansonste n aufgrund des angefochtenen Entscheids erleiden würde. Zu verlangen ist folglich, da ss die Situation der beschwerdeführen- den Person durch den Ausgang des Verfahrens überhaupt in rechtserheblicher Weise verbes- sert werden kann. Wenn selbst die Gutheissung des Rechtsmittels zu keinem anderen Ergebnis führen würde, kann kein rechtserhebliches Rechtsschutzintere sse vorliegen. Gleiches gilt, falls Rechtsfragen aufgeworfen werden, die im betreffenden Fall von keinerlei Bedeutung sind (vgl. Entscheid des Bundesgerichts [BGer] 2C_514/2017 vom 13. Dezember 2017, E. 2.2.2, m.w.H.). 2.2. Ergibt sich eine Nullveranlagung, fehlt es der steuerpf lichtigen Person regelmässig an ei- nem Feststellungs- oder einem andersartigen Rechtsschutzin teresse, das sie zur Anfechtung des Entscheids berechtigen könnte. Anders könnte es sich verhalten, wenn die Nullveranlagung - trotz Fehlens einer zurzeit zu bezahlenden Steuer - un mittelbare Rechtswirkungen entfaltet, deren Klärung keinen Aufschub erduldet (vgl. BGer 2C_514/2017, a.a.O. E. 2.3.2, m.w.H.). 2.3. Vorliegend betrifft das Revisionsgesuch bzw. der Rekurs die Einkommenssteuer. Da nicht erkennbar ist, welches Feststellungs- oder andersartige Re chtsschutzinteresse der Rekurrent an der Aufhebung der Nullveranlagung haben könnte, ist auf den Rekurs nicht einzutreten. 3. Ausgangsgemäss hat der Rekurrent gemäss § 130 StG i.V.m. § 20 Abs. 1 und 3 des Gesetzes vom 16. Dezember 1993 über die Verfassungs- und Verwal tungsprozessordnung (Verwal- tungsprozessordnung, VPO; SGS 271) Verfahrenskosten von F r. 1‘500.-- zu bezahlen und es ist ihm gestützt auf § 130 StG i.V.m. § 21 Abs. 3 VPO keine Parteientschädigung auszurichten. Seite 4 Demgemäss erkennt das Steuergericht: 1. Auf den Rekurs wird nicht eingetreten. 2. Der Rekurrent hat Verfahrenskosten von Fr. 1‘500.-- (inkl. Auslagen von pauschal Fr. 100.--) zu bezahlen, welche mit dem geleisteten Kostenvorschuss verrechnet werden. 3. Der Antrag auf Ausrichtung einer Parteientschädigung wird abgewiesen. 4. Mitteilung an die Vertreterin, für sich und den Rekurrenten (2), die Gemeinde B.____ (1) und die Rekursgegnerin (3).