JAAC70.11 Auszug aus dem Entscheid SRK 2004-094 der Eidgenössischen Steuerrekurskommission vom 9. August 2005 Impôt anticipé. Refus du remboursement. Personne au bénéfice d’un droit de jouissance. Evasion fiscale. Art. 21 al. 1 let. a, art. 21 al. 2 LIA. - Le remboursement de l’impôt anticipé sur le rendement de capitaux mobiliers à une personne morale sous-entend, entre autres choses, que celle-ci ait eu un droit de jouissance sur les valeurs qui ont produit le rendement soumis à l’impôt. Il n’y a pas de droit au remboursement de l’impôt anticipé pour le propriétaire de valeurs à titre fiduciaire. Seul a droit à la jouissance des valeurs qui ont produit le rendement soumis à l’impôt, celui qui perçoit le rendement net, après déduction de l’impôt anticipé, et qui peut en disposer librement, soit en particulier le conserver sans devoir le transférer comme tel à un tiers (consid. 2a, 2b/aa et bb, consid. 3a). - Le remboursement d’impôt est également inadmissible aux personnes bénéficiant d’un droit de jouissance lorsqu’il pourrait permettre d’éluder un impôt au sens de l’art. 21 al. 2 LIA (consid. 2b/cc-dd). La délimitation entre, d’une part, la réserve de l’évasion fiscale et, d’autre part, la non-reconnaissance du droit de jouissance comme critère ouvrant le droit au remboursement réside finalement dans la pratique abusive (consid. 2b/dd). En l’espèce, une évasion fiscale doit être constatée; la forme juridique retenue apparaît inadéquate au vu des conditions économiques et il y a lieu de croire que ce choix a été simplement arrêté afin de pouvoir bénéficier du remboursement intégral de l’impôt anticipé (consid. 3b-c). 1Verrechnungssteuer. Verweigerung der Rückerstattung. Nutzungsberechtigte. Steuerumgehung. Art. 21 Abs. 1 Bst. a, Art. 21 Abs. 2 VStG. - Die Rückerstattung der Verrechnungssteuer auf dem Ertrag beweglichen Kapitalvermögens an eine juristische Person setzt unter anderem voraus, dass diese das Recht zur Nutzung des den steuerbaren Ertrag abwerfenden Vermögenswertes besessen hat. Keinen Anspruch auf Rückerstattung der Verrechnungssteuer hat der treuhänderische Eigentümer eines Vermögenswertes. Nur derjenige ist zur Nutzung des den besteuerten Ertrag abwerfenden Vermögenswertes berechtigt, welcher den um die Verrechnungssteuer gekürzten Nettoertrag bezieht und über diesen frei verfügen, ihn insbesondere behalten kann und als solchen nicht an einen Dritten weiterzuleiten hat (E. 2a, 2b.aa und bb, E. 3a). - Die Steuerrückerstattung ist auch an den Nutzungsberechtigten unzulässig, wenn sie zu einer Steuerumgehung gemäss Art. 21 Abs. 2 VStG führen würde (E. 2b.cc-dd). Die Grenzziehung zwischen dem Steuerumgehungsvorbehalt und der Aberkennung des Anspruchskriteriums Recht zur Nutzung liegt letztlich beim missbräuchlichen Vorgehen (E. 2b.dd). Vorliegend ist eine Steuerumgehung zu bejahen; die gewählte Rechtsgestaltung erscheint als den wirtschaftlichen Gegebenheiten unangemessen und es ist anzunehmen, dass diese Wahl lediglich getroffen worden ist, um in den Genuss der vollumfänglichen Rückerstattung der Verrechnungssteuer zu gelangen (E. 3b-c). Imposta preventiva. Rifiuto di rimborso. Persone al beneficio di un diritto di godimento. Evasione fiscale. Art. 21 cpv. 1 lett. a, art. 21 cpv. 2 LIP . - Il rimborso dell’imposta preventiva sul reddito di capitale mobile ad una persona giuridica presuppone fra l’altro che essa abbia il diritto di godimento sul valore patrimoniale che ha fruttato il reddito che soggiace all’imposta. Il proprietario fiduciario di un valore patrimoniale non ha diritto al rimborso dell’imposta preventiva. Ha diritto di godimento sul valore patrimoniale che ha fruttato il reddito imponibile solo la persona che ottiene un importo netto da cui è dedotta l’imposta preventiva e che ne può disporre liberamente, in particolare trattenendolo senza doverlo trasmettere in quanto tale ad un terzo (consid. 2a, 2b.aa e bb, consid. 3a). - E’ escluso anche il rimborso dell’imposta a chi ha il diritto al godimento nel caso in cui il rimborso porti ad un’evasione fiscale ai sensi dell’art. 21 cpv. 2 LIP (consid. 2b.cc-dd). Il limite fra la riserva dell’evasione fiscale e il mancato riconoscimento del diritto di godimento quale criterio che conferisce diritto al rimborso è fissato in ultima analisi dal comportamento abusivo (consid. 2b.dd). Nella fattispecie, vi è un’evasione fiscale; la forma giuridica scelta non 2appare adeguata alle condizioni economiche e vi è da ritenere che questa scelta sia stata effettuata unicamente per beneficiare del completo rimborso dell’imposta (consid. 3b-c). ZusammenfassungdesSachverhalts: A. DieX.AG(nachfolgendX.)stelltefürdasGeschäftsjahr1999mitFormular 21dasNachtrags-GesuchumAbschlagsrückerstattungderindiesemJahr fälliggewordenenVerrechnungssteuer. DasGesuchenthieltunteranderem einePosition«RückkaufPSY.Holding»für10’000Partizipationsscheine(PS) undeinenBruttoertragvonFr. 7’850’000.-. MitTelefaxvom9. November 1999teiltedieX.derEidgenössischenSteuerverwaltung(ESTV)mit,die Position«PSY.Holding»seiam11. bzw. 12. März1999vonihrgekauft worden,wovon9’750PSvoneinemangelsächsischeninstitutionellenKunden unddierestlichenTitelvonZ.MitSchreibenvom16. Dezember1999teilte dieX.derESTVmit,beimKunden,welcheram11. März19999’750PSY. Holdingverkaufthabe,handleessichumdieW.Ltd. (nachfolgendW.). Am29. Dezember1999erteiltedieX.derESTVunterBezugnahmeaufgemeinsame BesprechungendiverseAuskünftezutelefonischgestelltenFragenbetreffend KaufvertragderTransaktion,wirtschaftlicheBegründungdesGeschäfts sowiezurFrage,weshalbdieW.ihrePSnichtderY.Holding(nachfolgend Y.)angedienthabe. B. MitSchreibenvom13. März2000teiltedieESTVderX.mit,ihrAntrag (Formular25)werdeumFr. 2’678’812.50(=35%vonFr. 7’653’750.- [Überpariteil])gekürztunddasRestguthabenimBetragevonFr. 624’571.80 zurückerstattet. ZurBegründungführtesieimWesentlichenaus,sie erachtedenTatbestandderSteuerumgehungalserfüllt. Am21. Juni2000 führtendieVertreterderX.undderESTVeineBesprechungdurch. Die BankvertreterstelltensichdabeiaufdenStandpunkt,derErwerbvon schweizerischenTitelnausBeständenvonausländischenGeschäftspartnern seialsnormalesTagesgeschäftzubetrachten. ImgewähltenVorgehensei daherkeineAbsonderlichkeitzuerblicken. Demgegenübervertratendie VertreterderESTVdieAuffassung,esseiungewöhnlichundsachwidrig, dassdiebishernichtanderY.beteiligteX.mitdiesemPS-Kaufwährendder RückkaufangebotsfristinVerbindungmitderanschliessendenAndienung zurKapitalreduktionesdemVerkäufermöglichmachenwollte,dass dieseBeteiligungausdemBesitzihresbisherigenausländischenInhabers mitlatenterSockelsteuerlastvon15%indenBereicheinerinländischen juristischenPersonmitvollerRückerstattungsberechtigunggelangten. Wäreesnurdarumgegangen,sicheinesGeschäftspartnersaufdem lokalenMarktzubedienenumdieTitelanzudienen,sohättedieserEffekt auchdadurcherreichtwerdenkönnen,dassdieX.alsVermittlerin,d. h. treuhänderischaufgetretenwäre. DieParteiendiskutiertensodanndie MöglichkeiteinergütlichenLösung,wonachdieX.aufdieRückerstattung derVerrechnungssteuerimUmfangevon15%(Sockelsteueranteil Grossbritannien-Schweiz)verzichtenwürde. DieVertreterderESTVwiesen daraufhin,dasshiefüreinvomenglischenFiskusunterzeichneterAntrag mitFormular86vorliegenmüsse. DieVertreterderX.gabenzubedenken,es bedeutefürdieBankeinImageverlust,wennmandemGeschäftspartner 3inEnglandsignalisierenmüsse,dasssteuerlicheKonsequenzenausder Geschäftsabwicklungentstandenseien. Zudemseiklarersichtlich,dasses sichbeiderVerkäuferschaftumeineenglischejuristischePersonhandle unddaherdasDoppelbesteuerungsabkommenzwischenderSchweizund GrossbritannienohneProblemehättebenutztwerdenkönnen. C. MitSchreibenvom28. Juli2003liessdieX.durchihrenVertreterdie ESTVersuchen,ihrdenbishervorenthaltenenRückerstattungsbetragvon Fr. 2’678’812.50zuüberweisen. ZurBegründungwurdeimWesentlichen ausgeführt,beiderVerkäuferinhandleessichumdieBrokergesellschaft W.DiesehätteverschiedeneHandlungsalternativengehabt,nämlichden VerkaufüberdieBörse,denausserbörslichenVerkaufoderdasAndienen zumRückkauf. BeiAnnahmedesRückkaufangeboteshättebiszum 23. März1999Ungewissheitdarüberbestanden,wievielePSeffektiv zurückgenommenwurden. ImExtremfallhättedieW.miteinerKürzung derzurückgenommenTitelumzweiDrittelaufrund3’250PSrechnenmüssen. FürdiezurückbleibendenTitelhättesiedasKursrisikogetragen. Fürdie veräusserungswilligeW.seiesdaherdurchaussachgerechtgewesen,die 9’750PSam11. März1999ineinemZugzuverkaufen,stattsichaufdie UngewissheitendesRückkaufangeboteseinzulassen. DaraufhinerliessdieESTVam10. November2003gestütztaufArt. 51des Bundesgesetzesvom13. Oktober1965überdieVerrechnungssteuer(VStG,SR 642.21)einenEntscheid. Darinhieltsiefest,derX.werdedieRückerstattung derVerrechnungssteuerimBetragvonFr. 2’678’812.50aufderimJahr1999 fälliggewordenenTeilliquidationimUmfangevonFr. 7’653’750.-,betreffend dieKapitalreduktionvon9’750PartizipationsscheinenY.,verweigert. Die ESTVerläuterte,dabishereinestichhaltigewirtschaftlicheBegründungfür dasgewählteVorgehennichtbeigebrachtwordensei,werdedieTransaktion weiterhinalsungewöhnlichbetrachtet. DasVorgehenseivondenBeteiligten offensichtlichdeshalbgetroffenworden,umüberdieX.dievollständige RückerstattungderVerrechnungssteuerzuerwirken. DievondenBeteiligten gewählteRechtsgestaltungerfülledenSteuerumgehungstatbestandvonArt. 21 Abs. 2VStG. D. GegendiesenEntscheidliessdieX.am10. Dezember2003Einsprache erhebenmitdemAntrag,esseiderX.dieVerrechnungssteuerimBetrage vonFr. 2’678’812.50aufdemam23. März1999fälliggewordenen BruttoertragvonFr. 7’653’750.-ausderKapitalreduktionvon9’750 PartizipationsscheinenY.zuerstatten. ZurBegründungliesssieim Wesentlichenausführen,derEntscheidderESTVberuheaufzahlreichen unzutreffendenSachverhaltsfeststellungen,welchesieimEinzelnenerörtern liess. Sodannwurdeausgeführt,nachderKorrekturderaktenwidrigen undunzutreffendenSachverhaltsfeststellungenbleibekeinRaummehr fürdieAnnahmeeinerSteuerumgehung. Diesbezüglichwurdendetaillierte AusführungenzudenHandlungsalternativenderW.gemacht,welcheindie Feststellungmündeten,füreinenveräusserungswilligenEigentümerseies 4durchaussachgerechtgewesen,die9’750Partizipationsscheineam11. März 1999überdieBörsezuverkaufen,stattsichaufdiespätereFälligkeitunddie UngewissheitendesRückkaufangeboteseinzulassen. E. MitEinspracheentscheidvom29. April2004wiesdieESTVdieEinsprache derX.abundbestätigtedieVerweigerungderRückerstattungder VerrechnungssteuerimBetragevonFr. 2’678’812.50. DieESTVbrachte zurBegründungnamentlichvor,dieW.unddieX.hättenimHinblickauf undalleinwegenderanschliessendenTitelandienungdurchdieX.den VertragbetreffenddieÜbertragungder9’750PSY.abgeschlossen. DieW. wärefreigewesen,dieRechtsgestaltungdesSachverhaltsdemwirtschaftlich verfolgtenZweckentsprechenddurchzuführenundihrePSY.imRahmender RückkaufaktionderY.direktundohneZwischenverkaufandieX.anzudienen. DiegewählteRechtsgestaltungentsprechenichtdemwirtschaftlichen Sachverhaltundmüssealsabsonderlichqualifiziertwerden. BeiZulassung desgewähltenVorgehenswürdeeineerheblicheSteuerersparnisresultieren. SoweitdieVorgehensweisemitdemVollandienungsrisikobegründetwerde, seidiesnichtstichhaltig. SoweiteinsolchesRisikoüberhauptbestanden habe,seieslediglichaufdieX.übertragenworden. ImWeiterensetzte sichdieESTVimEinzelnenmitdenVorbringenderX.inderenEinsprache auseinander. Dabeihieltsieunteranderemfest,dasseinVerkaufander elektronischenBörsepraktischnichtmöglichgewesenwäreunddassein ausserbörslicherVerkaufimVergleichzurDirektandienungeinentieferen Erlösergab,somitwirtschaftlichungünstigerwar. Schliesslichwarfsiedie Frageauf-undliesssieoffen‑,obderX.überhauptdasRechtzurNutzung andenPSY.imSinnevonArt. 21Abs. 1Bst. aVStGzustand,dasiedenim RahmenderKapitalherabsetzungausgeschüttetenLiquidationserlösinForm desKaufpreisesgrösstenteilsandieW.Ltd. weitergeleitethabe. F .MitEingabeihresRechtsvertretersvom17. Mai2004lässtdieX. (Beschwerdeführerin)gegendiesenEinspracheentscheidBeschwerdebei derEidgenössischenSteuerrekurskommission(SRK)führenmitdemAntrag, esseiihrdieVerrechnungssteuerimBetragvonFr. 2’678’812.50aufdem am23. März1999fälliggewordenenBruttoertragvonFr. 7’653’750.-aus derKapitalreduktionvon9’750PartizipationsscheinenY.zuerstattenunter Kosten-undEntschädigungsfolgenzulastenderESTV.ImWesentlichenwird vonderBeschwerdeführeringeltendgemacht,dieW.seinieEigentümerin oderNutzungsberechtigtevonPartizipationsscheinenderY.gewesen;siehabe ausschliesslichalsKommissärinfürihreKundengehandelt. BeimKunden derW.könneessichebensogutumeineinderSchweizdomizilierteund rückerstattungsberechtigtePersonwieumeinenAusländerhandeln. Im Weiterenbringtsievor,einbeträchtlicherTeilderveräusserungswilligen EigentümervonY.TitelnhättenimmassgebendenZeitraumdemVerkauf überdieBörsegegenüberdemRückkaufdenVorzuggegeben. Jenach dervomAnlegererzieltenAnlagerenditeunddesfürihnmassgebenden RückerstattungszeitpunkteshättensicherheblichefinanzielleNachteiledes Rückkaufangebotesergeben. FürTitel,welchewegenderzahlenmässigen BeschränkungdesRückkaufangebotesbeidenAnbieternzurückbleiben würden,hättendieseimWeiterendasKursrisikogetragen. DerNachweisder Steuerumgehungscheitereschondaran,dassdieIdentitätdesVerkäufers der9’750PSnichtfeststeheunddamitoffenbleibe,obessichumeine rückerstattungsberechtigtePersonhandle. DieESTVanerkenneausdrücklich, 5dasssieinFällen,indenenderVerkäuferunbekanntsei,demAntragdes ErwerbersaufRückerstattungderVerrechnungssteuerbeimanschliessenden RückkaufderTitelstattgebe. DieX.habeAnspruchaufrechtsgleiche Behandlung. SchliesslichsetztsiesichmitderÜberlegungderESTV auseinander,wonachfraglichsei,obderX.imZeitpunktderRückgabederPS dasRechtzuderenNutzungzugestandenhabe. DieESTVbeantragtinihrerVernehmlassungvom2. Juli2004,dieBeschwerde seikostenfälligabzuweisen. ZurBegründungdiesesAntragesbringtsie imWesentlichendieselbenArgumentevor,welchesiebereitsihrem EinspracheentscheidzuGrundegelegthatte. Ergänzendmachtsie AusführungenzumVorbringenderBeschwerdeführerin,wonachdieW.nicht EigentümerinoderNutzungsberechtigtederveräussertenPSY.gewesensei. SodannsetztsiesichmitdenÜberlegungenderBeschwerdeführerinzur MöglichkeitdesbörslichenVerkaufesauseinander. AusdenErwägungen: 1. (...) 2.a. DerBunderhebtunteranderemeineVerrechnungssteueraufdem ErtragbeweglichenKapitalvermögens(Art. 1Abs. 1VStG).Gegenstandder VerrechnungssteueraufdemErtragbeweglichenKapitalvermögenssind dieZinsen,Renten,GewinnanteileundsonstigenErträgedervoneinem InländerausgegebenenObligationen,Serienschuldbriefe,Seriengültenund SchuldbuchguthabensowieAktien,AnteileanGesellschaftenmitbeschränkter Haftung,Genossenschaftsanteile,PartizipationsscheineundGenussscheine, dervoneinemInländerodervoneinemAusländerinVerbindungmit einemInländerausgegebenenAnteileaneinemAnlagefondsoderaneinem VermögenähnlicherArtsowiederKundenguthabenbeiinländischenBanken undSparkassen(Art. 4Abs. 1VStG).SteuerpflichtigistnachArt. 10Abs. 1 VStGderSchuldnerdersteuerbarenLeistung. DieseistbeiderAuszahlung, Überweisung,GutschriftoderVerrechnungohneRücksichtaufdiePersondes GläubigersumdenSteuerbetragzukürzen(Art. 14Abs. 1VStG). GemässArt. 21Abs. 1Bst. aVStGhateinnachArt. 22bis28VStGBerechtigter AnspruchaufRückerstattungderihmvomSchuldnerabgezogenen VerrechnungssteueraufKapitalerträgen,wennerbeiFälligkeitder steuerbarenLeistungdasRechtzurNutzungdesdensteuerbarenErtrag abwerfendenVermögenswertesbesass. DieRückerstattungistindessenin allenFällenunzulässig,indenensiezueinerSteuerumgehungführenwürde (Art. 21Abs. 2VStG).DieVerrechnungssteuer,dievomErtragtreuhänderisch übereigneterWerteabgezogenwurde,wirdnurzurückerstattet,wenndie VoraussetzungenzurRückerstattungbeimTreugebererfülltsind(Art. 61Abs. 1derVollziehungsverordnungvom19. Dezember1966zumBundesgesetz überdieVerrechnungssteuer[VStV,SR642.211]). NachArt. 32Abs. 1VStG erlischtderAnspruchaufRückerstattung,wennderAntragnichtinnertdrei JahrennachAblaufdesKalenderjahres,indemdiesteuerbareLeistungfällig gewordenist,gestelltwird. JuristischePersonenundHandelsgesellschaftenohnejuristische PersönlichkeithabennachArt. 24Abs. 2VStGAnspruchaufRückerstattung derVerrechnungssteuer,wennsiebeiFälligkeitdersteuerbarenLeistung ihrenSitzimInlandhatten. SofernsiediemitderVerrechnungssteuer 6belastetenEinkünftenichtordnungsgemässalsErtragverbuchen,verwirken sieindessendenAnspruchaufRückerstattungdervondiesenEinkünften abgezogenenVerrechnungssteuer(Art. 25Abs. 1VStG). WerRückerstattungderVerrechnungssteuerbeansprucht,hatsiebei derzuständigenBehördeschriftlichzubeantragen(Art. 29Abs. 1VStG). JuristischePersonenhabenihrenRückerstattungsantrag(aufdem entsprechendenamtlichenFormular)derESTVeinzureichen(Art. 30Abs. 2VStG;Art. 64Abs. 1VStV).DieseerlässtdieallgemeinenWeisungenundtrifft dieEinzelverfügungen,diefürdieRückerstattungderVerrechnungssteuer durchdenBunderforderlichsind(Art. 63Abs. 1VStV).Entsprichtsieeinem Antragnichtodernurteilweise,undlässtsichderAnstandnichtaufandere Weiseerledigen,sotrifftsieeinenEntscheid. Art. 42bis44VStGüberdas Einsprache-undBeschwerdeverfahrensowiedieVerfahrenskosten(im RahmenderErhebungderSteuer)findendabeisinngemässeAnwendung (Art. 51Abs. 1und4VStG). b.aa. DieRückerstattungderVerrechnungssteueraufdemErtragbeweglichen KapitalvermögensaneinejuristischePersonsetztdemnachvoraus,dassdiese beiFälligkeitdersteuerbarenLeistungihrenSitzimInlandgehabtunddas RechtzurNutzungdesdensteuerbarenErtragabwerfendenVermögenswertes besessenhat(Art. 21Abs. 1Bst. aundArt. 24Abs. 2VStG),dasssiediemit derVerrechnungssteuerbelastetenEinkünfteordnungsgemässalsErtrag verbuchthatunddasssiedenAntragaufRückerstattungderSteuerinnert dreiJahrennachAblaufdesKalenderjahres,indemdiesteuerbareLeistung fälliggewordenist,stellt(Art. 25Abs. 1und32Abs. 1VStG).Fernerstehtdie RückerstattungunterdemVorbehalt,dasssienichtzueinerSteuerumgehung führenwürde(Art. 21Abs. 2VStG). bb. GegenstandeinerNutzungsindSachenodernutzbareRechte,die Früchte(inderRegelzeitlichwiederkehrendeErzeugnisseoderErträge) abwerfen. NebendemEigentümerderSache,derindenSchrankender RechtsordnungübersienachseinemBeliebenverfügenkannundauchdas EigentumanihrennatürlichenFrüchtenhat(Art. 641ff. desSchweizerischen Zivilgesetzbuchesvom10. Dezember1907[ZGB,SR210])habeneinederartige NutzungdiejenigenPersonen,denensienachZivilrecht(Gesetz,Vertrag) odernachöffentlichemRechtzustehtoderdenensievomEigentümeroder seinemRechtsnachfolgerübertragenwordenist(W.RobertPfund/Bernhard Zwahlen,DieEidgenössischeVerrechnungssteuer,II.Teil,Basel1985,Rz. 2.26). SohatdasRechtzurNutzungeineszinstragendenGuthabensderjenige, derdarüberausschliesslich«effektiv»verfügungsberechtigtist,d. h. den umfassendenAnspruchaufjedenmöglichenNutzen,denderVermögenswert inirgendeinerFormabwirft,hat(Pfund/Zwahlen,a.a.O.,Rz. 2.23). Das verrechnungssteuerlichrelevanteNutzungsrechtdarfwederblossvorgegeben nochlediglichvonvorübergehenderDauersein. Esmussnichtdinglich, sondernkannauchblossobligatorischsein,weshalbnichtunbedingt entscheidendist,obderdensteuerbarenErtragabwerfendeVermögenswert imEigentumdesAntragstellersstand(vgl. ArchivfürSchweizerisches Abgaberecht[ASA]54S.394f. E.4b). Dementsprechendhatderjenige,der -wiez. B.derblosseVerwaltereinesVermögens-vertraglichverpflichtetist, denNettoertrageinemDritten(spontanoderaufAbruf)zuzuwenden,nicht dasRechtzurNutzungdesbetreffendenStammrechtes. InsoweitenthältArt. 721Abs. 1Bst. aVStGmitderUmschreibung«RechtzurNutzung»nichteinen zivilrechtlichen,sonderneinenwirtschaftlichenAnknüpfungspunktundist demzufolgeinwirtschaftlicherBetrachtungsweiseauszulegen. Dementsprechendistesdurchausmöglich,dassdasRechtzurNutzung einemandernalsdem(formellen)EigentümerdesVermögenswertszusteht, etwawenndieservertraglichverpflichtetist,denKapitalertraganDritte weiterzuleiten,jasogarwennzwarkeineformelleVerpflichtungzur WeiterleitungdesErtragsbesteht,sichaberausderGesamtheitderUmstände schliessenlässt,dassderKapitalertragdemEigentümernichtverbleibt(nicht veröffentlichterEntscheiddesBundesgerichtsvom26. Juli1985i.S.F.GmbHet al. [A328/83,A329/83undA334/83],E.7;vgl. dazuConradStockar/HansPeter Hochreutener[Hrsg.],DiePraxisderBundessteuern,II.Teil: Stempelabgaben undVerrechnungssteuer,Band2,Loseblatt,Basel,Nr. 34und35zuArt. 21 Abs. 1Bst. aVStG;vgl. auchPfund/Zwahlen,a.a.O.,Rz. 2.23,ASA54S.394 f. E.4aund4b,ASA43S.465f. E.5,ASA42S.339E.3,ASA39S.388f. E.5, ASA28S.114f. E.2). InsbesonderewerblosstreuhänderischEigentümer einesVermögenswertesist,hatnachdergegebenenUmschreibungdesRechts zurNutzungkeinenAnspruchaufRückerstattungderVerrechnungssteuer, dievomErtragdertreuhänderischübereignetenWerteabgezogenwurde. DieSteuerkannnurzurückerstattetwerden,wenndieVoraussetzungen zurRückerstattungbeimTreugebererfülltsind,denndieseristder «wirtschaftlicheHerrderSache»,währendderTreuhänderalssolchernieein RechtzurNutzungderübereignetenWertehat(Art. 61Abs. 1VStV).DiePraxis derESTVfürdieSteuererhebungmitihrenstrengenformellenAnforderungen fürdieAnerkennungeinesTreuhandverhältnisses(vgl. dasvonderESTV imOktober1967herausgegebeneMerkblatt«Treuhandverhältnisse»)bleibt bezüglichdesRückerstattungsanspruchsohneBelang. Massgebendistdie wahreNaturdesRechtsverhältnisses(ASA48S.270E.2;Pfund/Zwahlen,a.a.O., Rz. 2.24,mitHinweisen). Zusammenfassendkannsomitfestgehaltenwerden, dassnurderjenigezurNutzungdesdenbesteuertenErtragabwerfenden Vermögenswertesberechtigtist,welcherdenumdieVerrechnungssteuer gekürztenNettoertragbeziehtundüberdiesenfreiverfügen,ihninsbesondere behaltenkannundalssolchennichtaneinenDrittenweiterzuleitenhat(vgl. zumGanzenEntscheidderSRKvom19. Februar2001,veröffentlichtin VPB 65.112,auchbetreffenddienachfolgendenAusführungen). cc. AuchwenndieVoraussetzungengemässArt. 21Abs. 1Bst. aVStG erfülltsindundinsbesonderedasRechtzurNutzungdesdensteuerbaren ErtragabwerfendenVermögenswertsdemAntragstellerzukommt,istdie SteuerrückerstattungnachArt. 21Abs. 2VStGgleichwohlunzulässigin alldenFällen,indenensiezueinerSteuerumgehungführenwürde. Diese Bestimmungsollverhindern,dassinländischeDefraudantenoderAusländer diegesetzlicheOrdnung,dieihnenkeinenRückerstattungsanspruchgibt, umgehen,indemsieVermögenswerte,dieeinenderVerrechnungssteuer unterliegendenErtragabwerfen,aufeineninländischenDrittenübertragen undvondiesemdieRückerstattungderVerrechnungssteuererwirken lassen(Pfund/Zwahlen,a.a.O.,Rz. 4.2und4.5,jemitHinweisen;Conrad Stockar,ÜbersichtundFallbeispielezudenStempelabgabenundzur Verrechnungssteuer,3. Aufl.,Basel2000,S.159f. [FallbeispielNr. 21]). Die RückerstattungsollwegenSteuerumgehungverweigertwerden,wennder originäreLeistungsempfängerentwedereinimAuslandSteuerpflichtiger 8odereininländischerDefraudantistunddieursprünglichenVerhältnisseim HinblickaufdenverrechnungssteuerbelastetenLeistungsflussmissbräuchlich, imSinnederSteuerumgehungskriterien,dergestaltarrangiertwordensind, dassnunmehrformelleinvorgeschobenersteuerehrlicherInländerals Rückerstattungsberechtigtererscheint,dieRückerstattungwirtschaftlich abereinemAusländerodereineminländischenDefraudantenzugutekommt (MajaBauer-Balmelli,in: MartinZweifel/PeterAthanas/MajaBauer-Balmelli (Hrsg.),KommentarzumSchweizerischenSteuerrechtII/2,2004,N.39zuArt. 21VStG,mitHinweisen). NachderRechtsprechungdesBundesgerichts,dieesauchbeiderAuslegung vonArt. 21Abs. 2VStGanwendet(ASA42S.342f. E.7undASA40S.516f. E. 2),liegteineSteuerumgehungvor,wenn: -dievondenBeteiligtengewählteRechtsgestaltungalsungewöhnlich, sachwidrigoderabsonderlich,jedenfallsdenwirtschaftlichenGegebenheiten völligunangemessenerscheint; -anzunehmenist,dassdieseWahlmissbräuchlich,lediglichdeshalbgetroffen wordenist,umSteuerneinzusparen,welchebeisachgemässerOrdnungder Verhältnissegeschuldetwären; -dasgewählteVorgehentatsächlichzueinererheblichenSteuerersparnis führenwürde,fallsesvonderSteuerbehördehingenommenwürde. SoferndieseVoraussetzungenkumulativerfülltsind,wirdderBesteuerung auchdann,wenndiegewählteRechtsformunterzivilrechtlichen Gesichtspunktenalsgültigundwirksamerscheint,nichtdietatsächlich erfolgteGestaltungzuGrundegelegt,sonderndieOrdnung,dieder sachgemässeAusdruckdesvondenBeteiligtenerstrebtenwirtschaftlichen Zwecksgewesenwäre,wasimFallevonArt. 21Abs. 2VStGzurVerweigerung derRückerstattungführt. Dabeiistzubeachten,dassdiebeidenerstgenannten Bedingungennichtunabhängignebeneinanderstehen,sondernmiteinander verbundensindundsichteilweiseüberschneiden,wobeidieFrageim Vordergrundsteht,obdieRechtsgestaltungmissbräuchlicherscheint. DasobjektiveMerkmal(dieUngewöhnlichkeitdesVorgehens)hatsomit indizielleBedeutungfürdenNachweisderSteuerumgehungsabsicht. DieserIndizienbeweiskanndadurchentkräftetwerden,dassder SteuerpflichtigediebesonderenUmständeglaubhaftmacht,dieihn-ohne Steuereinsparungsabsicht-zuseinemungewöhnlichenVorgehenveranlassten (ErnstBlumenstein,DassubjektiveMomentderSteuerumgehung,inASA 18S.201). ObdasgewählteVorgehentatsächlichzueinererheblichen Steuerersparnisführenwürde,sofernesvonderESTVhingenommen würde,istaufGrundderentsprechenden,strittigenSteuernachforderung derESTV-bzw. imFallevonArt. 21Abs. 2VStGderSteuer,deren Rückerstattungbeantragtwird-zubeurteilen(vgl. ASA46S.199E.3b betreffendWarenumsatzsteuer;vgl. auchASA42S.344f. E.8b,ASA50S. 152E.3b,ASA50S.588f. E.2c). AlsEssentialiafürdieVermutungeinerSteuerumgehungbeider RückerstattungderVerrechnungssteuerergebensichausdenvorstehenden AusführungeneinerseitsdieentgeltlicheÜbertragungeinesVermögenswertes oderdesAnspruchesaufdessenverrechnungssteuerpflichtigenErtragvon einemAusländeroderinländischenDefraudantenaufeinensteuerehrlichen 9Inländer,andererseitsdiezeitlicheNähedieserÜbertragungzumspäteren, relevantenErtragsfluss,sowieallenfallseineunüblicheFinanzierung desErwerbsdesVermögenswertesrespektivedesRechtesaufdenErtrag. GefordertistmithineinklarerKonnexzwischenWeiterleitungenund verrechnungssteuerbelastetemErtrag(Bauer-Balmelli,a.a.O.,N.40zuArt. 21VStG). ObdieRückerstattungderVerrechnungssteuerzueinerSteuerumgehung führenwürde(Art. 21Abs. 2VStG),brauchtindessendannnichtgeprüftzu werden,wenndieRückerstattungbereitsdeshalbabzulehnenist,weilder AntragstellerbeiFälligkeitdersteuerbarenLeistungdasRechtzurNutzung desdensteuerbarenErtragabwerfendenVermögenswerts(imSinnevon Art. 21Abs. 1Bst. aVStG)nichtbesass(nichtveröffentlichtesUrteildes Bundesgerichtsvom26. Juli1985i.S.F.GmbHetal. [A328/83,A329/83und A334/83],E.7c,ASA39S.389E.6,ASA28S.114E.2). dd. DieGrenzziehungzwischendemSteuerumgehungsvorbehaltundder AberkennungdesAnspruchskriteriumsRechtzurNutzungliegtletztlichbeim missbräuchlichenVorgehen(Bauer-Balmelli,a.a.O.,Art. 21N.52VStG).In derpubliziertenRechtsprechungwirddieVerweigerungderRückerstattung derVerrechnungssteuerinfolgeFehlensdesRechtszurNutzungeinerseits undgestütztaufdasVorliegeneinerSteuerumgehungandererseitsallerdings zumTeilnichtvölligklarauseinandergehalten. SohatdasBundesgericht beispielsweiseerklärt,einNotar,derGeldervonKlientenaufBankkonti überweist,dieaufseinenNamenlautenunddenKlientendievonderBank bezahltenZinseninErfüllungseinesAuftragsgutschreibt,könneinBezug aufdieseGeldernichtdasRechtzurNutzungimSinnevonArt. 21Abs. 1Bst. aVStGbesitzen. WürdemanihmdieVerrechnungssteuerzurückerstatten, währenderdieentsprechendenBruttozinsenalsAufwandinAbzugbringe, sowürdediesdaraufhinauslaufen,denKlientendieMöglichkeitzugeben, dieSteuerzuumgehen,sodassdieserRückerstattungArt. 21Abs. 2VStG entgegenstehe,zumalnichtausgeschlossensei,dassgewisseKlientendes NotarsdieRückerstattungderVerrechnungssteuernichthättenbeanspruchen können,namentlichwegenfehlendenWohnsitzesinderSchweiz( BGE118 Ib315 E.2e;vgl. sodannnamentlichauchASA48S.270E.2und3,ASA42 S.339f. E.3-5sowieS.342ff. E.7und8). SowirddennauchdieAuffassung vertreten,dieSteuerumgehunggemässArt. 21Abs. 2VStGbildeeigentlich -jedenfallswodieUmgehungderVerrechnungssteuerimSpielesteheund hierzumindestinderMehrzahlderFälle-eineArtAuffangtatbestand. Die demSinnedergesetzlichenOrdnungentsprechendeLösungergebesichbei genauemHinsehenschonaufGrunddesKriteriumsdes«RechtszurNutzung» (Pfund/Zwahlen,a.a.O.,Rz. 4.7). WasindessendieKonstellationenbetrifft,wodieErträgeeines Vermögenswertesdemjenigen,derdieRückerstattungderVerrechnungssteuer beantragt,obwohlerzivilrechtlichEigentümerdiesesVermögenswertes ist,nichtverbleiben,weilerzuderenWeiterleitungverpflichtetist,soist dasBundesgerichtregelmässigzumSchlussgekommen,demAntragsteller fehlebereitsdasNutzungsrecht,sodasssichdiePrüfungderFrage,ob darüberhinausauchnocheineSteuerumgehungvorliege,jeweilserübrigt hat. Sohatesetwaentschieden,weraufGrundeinesReportgeschäftes vertraglichverpflichtetsei, dieDividendedem Gegenkontrahentenabzuliefern, habenichtdasRechtzurNutzungderAktie(ASA28S.114f. E.2). Wer 10sodann(imdamalszubeurteilendenFallegestütztaufeineOptionsklausel) vertraglichverpflichtetsei,denganzenihmzufliessendenNettoertragan Dritteweiterzuleiten,besitzedasRechtzurNutzungdesdensteuerbaren ErtragabwerfendenVermögensgegenstandes(Art. 21Abs. 1Bst. aVStG)nicht (ASA39S.387ff. E.5;imgleichenSinneauchASA43S.465ff. E.5-7;ASA 42S.339E.3). IneinemweiterenEntscheidhatdasBundesgerichterkannt, derdieRückerstattungbeanspruchendeLeistungsempfängerbesitzedas RechtzurNutzunggemässArt. 21Abs. 1Bst. aVStGklarerweisenichtin BezugaufdieErträgederihmvoneinemAusländerzwecksAnlagebeieiner schweizerischenUnternehmunginFormeinesverzinslichen«Darlehens» überlassenenGelder(ASA48S.269f. E.2). SchliesslichhatdashöchsteGericht wiebereitsgesagt(obenE.2b/bb)auchentschieden,Art. 21Abs. 1Bst. aVStG seiinwirtschaftlicherBetrachtungsweiseauszulegen. Esseidahermöglich, dassderzivilrechtlicheEigentümerdasNutzungsrechtnichtbesitze,etwa wennervertraglichverpflichtetsei,denKapitalertraganDritteweiterzuleiten oderwennsichausderGesamtheitderUmständedaraufschliessenlasse,dass ihmderKapitalertragnichtverbleibe(nichtveröffentlichterEntscheidvom26. Juli1985i.S.F.GmbHetal., a.a.O.E.7b [vgl. Stockar/Hochreutener, a.a.O.,Nr. 34 und35zuArt. 21Abs. 1Bst. aVStG];vgl. auchStockar,a.a.O.,S.85f. und160f. [Fallbeispiel22]). 3. ImvorliegendenFallvertrittdieESTVdieAuffassung,dieRückerstattung derVerrechnungssteuerseigestütztaufArt. 21Abs. 2VStGunzulässig, dasiezueinerSteuerumgehungführenwürde. Fernerhatsieim EinspracheentscheiddieFrageaufgeworfen-aberoffengelassen‑,obdie BeschwerdeführerineffektivimSinnevonArt. 21Abs. 1Bst. aVStGdasRecht zurNutzungdesdensteuerbarenErtragabwerfendenVermögenswertes besass. InihrerVernehmlassungstelltsiesichaufdenStandpunkt,der BeschwerdeführerinhabediesesRechtaufgrunddesZusammenwirkens mitderW.gefehlt. AufgrunddesvorstehendunterE.2b/cc(amEnde) AusgeführtenistvorabaufdieseFrageeinzugehen. a. DieESTVbegründetihreAuffassunginderVernehmlassungnicht. Im Einspracheentscheidführtesiediesbezüglichaus,dieBeschwerdeführerin habedenimRahmenderKapitalherabsetzungausgeschütteten LiquidationserlösinFormdesKaufpreisesgrösstenteilsandieW. weitergeschüttet. ZumindestseisienichtalleinigeEndbegünstigtegewesen, dasiemitdemandieAndienunggekoppeltenKaufnurfürdieDifferenz zwischenAndienungspreisundKaufpreisDestinatärinwar. DieseÜberlegungenderESTVvermögennichtzuüberzeugen. Die BeschwerdeführerinweistdiesbezüglichzuRechtdaraufhin,dassandernfalls beieinemAktienrückkaufnurganzwenigenAndienerndasRechtzur Nutzungzugestandenwürde. Esistnotorisch,dassinsbesonderebeinicht allzulangenFristenzwischenErwerbvonVermögenswertenbzw. desRechtes aufdenErtragundspäteremErtragsflussderdemErwerberverbleibende Nettoerlösallenfallskleinist. LediglichausdiesemUmstandalleinezu schliessen,derErwerberseiletztlichgarnichtNutzungsberechtigter, ohnedasshiefürweitereAnhaltspunktevorliegen,gehtjedochnichtan. DerartigeAnhaltspunkteergebensichausdenDarstellungenderESTV vorliegendnicht. Solchemüsstennämlichdaraufhinweisen,dass-zumindest wirtschaftlichbetrachtet-garkeineechteVeräusserungderfraglichenPSan dieBeschwerdeführeringewolltwar,sonderndieVertragsparteienlediglich 11dieAbsichtverfolgten,dieBeschwerdeführerindasEntgeltausdemRückkauf derPSproformavereinnahmenzulassen,esaberandieW.weiterzuleiten. VorliegendistjedochaufgrundderAktenersichtlich,dassdieW.diefraglichen PSeffektivandieBeschwerdeführerinübertrugunddiesedasRisikodafür trug,wasinderFolgedamitgeschehenwürde,d. h. obesihrgelingenwürde, allederY.anzudienen. DerSachverhaltstelltsichvorliegendalsodeutlich andersdaralsimvonderSRKmitEntscheidvom19. Februar2001beurteilten Fall(publiziertin VPB65.112). WährenddemdortdieErträgederdamaligen Beschwerdeführerinzumindestwirtschaftlichbetrachtetnichtverblieben (vgl. E.3bdeszitiertenEntscheids),warvorliegenddieBeschwerdeführerin völligfrei,wiesieüberdieerworbenenPSverfügt. AusdenAktenergibtsich keinerleiVerpflichtungderBeschwerdeführerin,dieerworbenenPSderY. anzudienen,sondernfürdieVeräusserinW.wardieAngelegenheitmitder ÜbereignungderTitelandieBeschwerdeführerinoffensichtlicherledigt. EntgegenderAnsichtderESTVistdaherfestzustellen,dassdie BeschwerdeführerindurchausdasRechtzurNutzungimSinnevon Art. 21Abs. 1Bst. aVStGbesassundsomitgrundsätzlichAnspruchauf RückerstattungdererhobenenVerrechnungssteuerhatte. ImWeiterenist daherzuprüfen,obdieRückerstattunggestütztaufArt. 21Abs. 2VStGzu verweigernist,dasiezueinerSteuerumgehungführenwürde. b. DieESTVbegründetdieAnnahmeeinerSteuerumgehungdamit,der Verkaufder9’750PSY.zwischenderW.undderBeschwerdeführerinsei imHinblickundalleinwegenderanschliessendenTitelandienungdurchdie Beschwerdeführerinerfolgt. DieW.wärefreigewesen,dieRechtsgestaltung desSachverhaltsdemwirtschaftlichverfolgtenZweckentsprechend durchzuführenundihrePSY.imRahmenderRückkaufaktionderY.vom März1999direktundohneZwischenverkaufandieBeschwerdeführerin anzudienen. SelbstwenndieAndienungnurmitHilfeeineserfahrenen PlayersaufdemlokalenMarktmöglichgewesenwäre,sohättedieserals VermittleroderTreuhänderauftretenmüssen. DiegewählteRechtsgestaltung- KaufamDonnerstag11. März1999indenEigenbestandundAndienungder TitelamMontag15. März1999-erweisesichwirtschaftlichbetrachtetals absonderlich. WürdedieESTVdemRückerstattungsantragentsprechen,so würdesichausdemVorgehenfürdieW.eineSteuerersparnisvontotalFr. 1’148’062.50(beieinerSockelsteuergemässDBA-GBvon15%)ergeben,ohne DBA-GBsogareineErsparnisvonFr. 2’678’812.50. SchliesslichführtdieESTV aus,dassdieParteienausschliesslichsteuerlicheGründefürdiegewählte Vorgehensweisehatten. DieBeschwerdeführerinsetztsichnichtmitdenAusführungender ESTVauseinander,wonachausdemgewähltenVorgehen-gemessenam ordentlichenVorgehengemässDarlegungderESTV-einSteuervorteilvonFr. 1’148’062.50bzw. vonFr. 2’678’812.50entstehenwürde. DiesesElementeiner allfälligenSteuerumgehung-ErwirkeneinererheblichenSteuerersparnis-ist deshalbalsunbestrittenzubetrachten. DagegenführtdieBeschwerdeführerin aus,dieESTVstützesichaufzweifalscheSachverhaltsannahmen: zum einenseidieW.nieEigentümerinoderNutzungsberechtigtevonPSderY. 12gewesen. Zumanderentreffeesnichtzu,dassdieW.ihrePSimRahmendes RückkaufangebotesderY.habeandienenwollen. WürdedieserSachverhalt zutreffen,solägetatsächlicheinFallvonSteuerumgehungvor. aa. DieBeschwerdeführerinbegründetihreBehauptung,wonachdieW.nie EigentümerinoderNutzungsberechtigtevonPSderY.gewesensei,damit, dieGesellschaftschliessekeineWertschriftengeschäfteaufeigeneRechnung ab,sondernhandleausschliesslichfürKunden. SielegtdazuUnterlagenins Recht,ausdenensichkeineWertschriftenbeständeergebenbzw. indenen dieW.ausführt,siehabelediglichalsBrokergehandelt. Hierausergibtsich jedoch,wiedieESTVzuRechtausführt,nicht,dassdieW.auchimkonkreten FallnichtaufeigeneRechnunggehandelthat. DieESTVträgtmitVerweisauf denSchriftenwechselimVerfahren(...) vor,dassdieBeschwerdeführerin selberimmerdavonausgegangenist,VerkäuferinderfraglichenPSseidie W.gewesen. ErstinderEinsprachehabedieBeschwerdeführerinbehauptet, dieW.seiimstreitigenGeschäftalsBrokerinaufgetreten. DieESTVistder Ansicht,eshandlesichbeidiesemVorbringenumeineSchutzbehauptung, welcheimWiderspruchzurursprünglichvertretenenPositionstehe. Diese Auffassungistzutreffend;siewirdinsbesonderedurchdieÄusserungen derVertreterderBeschwerdeführerindeutlichbestätigt: anlässlichder Besprechungvom21. Juni2000wurdedieMöglichkeiteinergütlichenLösung diskutiert,beiwelcherdieAnwendungdesDoppelbesteuerungsabkommens zwischenderSchweizundGrossbritannieninsAugegefasstwurde,mithindie ReduktiondesVerrechnungssteuerrückbehaltsaufdenSockelsteuerbetrag. DieBeschwerdeführeringingselberoffensichtlichdavonaus,aufgrundvon Art. VIAbs. 4Bst. ddesAbkommensvom30. September1954zwischender SchweizerischenEidgenossenschaftunddemVereinigtenKönigreichvon GrossbritannienundNordirlandzurVermeidungderDoppelbesteuerung aufdemGebietederSteuernvomEinkommen(SR0.672.936.711)müssedie VerkäuferineineinGrossbritannienansässigejuristischePersonsein,damit dieVerrechnungssteuerum20%reduziertwerdenkönne,unddiesseiin BezugaufdieW.gegeben. Dasheisst,dieBeschwerdeführerinstützteihr Anliegen,wonachentgegendemVorschlagderESTVaufdieEinreichungdes Formulars86fürdieReduktionderVerrechnungssteuerzuverzichtensei, explizitaufdenUmstand,dassderVerkaufdurchdieW.erfolgtsei. Wennnun dieESTVaufgrundderverschiedenenVorbringenderBeschwerdeführerin festhält,esseinichtbelegt,dassdieW.nichtalsEigentümerinderTitel gehandelthabe,soistdasaufgrunddergesamtenUmständenichtzu beanstanden. NurderVollständigkeithalberistschliesslichaufFolgendes hinzuweisen: selbstwennderBeschwerdeführerinderNachweisgelungen wäre,dassdieW.nichtselberEigentümerinundNutzungsberechtigteder fraglichenPSwar,sonderndieseblossalsBrokeringehandelthat,würde sichdarausnochnichtergeben,dasskeineSteuerumgehungvorliegenkann. Vielmehrwärediesfallszuprüfen,inwieweitbereitsimDazwischenschalten derW.,bzw. imUmstand,dassdiesefürandereausländischeKundenoder garnatürlichePersonenmitWohnsitzinderSchweizgehandelthätte, eineSteuerumgehungzuerblickenwäre. Massgebenderscheintindiesem Zusammenhang,dassdiestreitigenPSnicht-inkleinerenTranchen-über dieBörse,sondernausserbörslich-enbloc-verkauftwurden. Lediglichim erstgenanntenFallkommtnämlichallenfallsdievonderBeschwerdeführerin geltendgemachtePraxisderESTV,wonachbeieinemanonymenErwerb dieRückerstattunggewährtwird,zumTragen. Demgegenüberdarfim 13zweitgenanntenFalleangenommenwerden,derVeräussererseinicht rückerstattungsberechtigtbzw. einDefraudant,wenndessenIdentitätvom Käufernichtbekanntgegebenwird(vgl. ASA28S.101;vgl. auchpräzisierend Bauer-Balmelli,a.a.O.,N.52und59ff. zuArt. 21VStG). Zusammenfassendistsomitfestzuhalten,dassdieESTVzuRechtdavon ausging,dieW.seialsEigentümerinderandieBeschwerdeführerin veräussertenPSY.zubetrachten. bb. DieESTVhatimangefochtenenEntscheidunteranderemausgeführt, dieW.unddieBeschwerdeführerinhättendenVerkaufder9’750PSY. imHinblickaufundalleinwegenderanschliessendenTitelandienung durchdieBeschwerdeführerinabgeschlossen. DieserFeststellungging voraus,dasssiederBeschwerdeführerinimNachgangzuderenGesuch aufVerrechnungssteuerrückerstattungverschiedeneFragenunterbreitete. Unteranderemwolltesiewissen,warumdieW.ihrePSnichtderY.angedient habe. DieBeschwerdeführerinantwortetedarauf,dieW.habesichzur AbwicklungdieserTransaktionaufdemschweizerischenAktienmarkteines guteingeführtenunderfahrenenBrokersaufdemlokalenMarktbedient. Sie habeinsbesonderedasRisikoeliminierenwollen,beiderAndienungandie GesellschafteineVollzuteilungzuerhaltenodernicht(...). Aufgrunddieser ursprünglichenDarstellungderTransaktiondurchdieBeschwerdeführerin selberergibtsichohneweiteresdieRichtigkeitderAnnahmederESTV, wonachdasGeschäftzwischenderW.undderBeschwerdeführerinim HinblickaufdieTitelandienungandieY.erfolgte. BestärktwirddieserSchluss durchdenUmstand,dassderVerkaufwährendderlaufendenAndienungsfrist, amDonnerstag11. März1999zustandekamunddieAndienungbereits amdarauffolgendenMontag15. März1999erfolgte. Selbstnochausdem SchreibendesVertretersderBeschwerdeführerinandieESTVvom28. Juli2003(...) ergibtsich,dassdieVeräusserungderPSdurchdieW.an dieBeschwerdeführerinimHinblickaufdasRücknahmeangebotderY. erfolgte,wirddochdamitargumentiert,eshabeeineUngewissheitüberden UmfangderRücknahmenunddamitverbundeneinKursrisikobestanden. AufdiebeidenPunktewirdnachfolgendeinzugehensei;andieserStelle istfestzuhalten,dassaufgrunddieserArgumentationdieRichtigkeitder AnnahmederESTVbestärktwird,wonachdieTransaktionimHinblickaufdie Titelandienungerfolgte. InderFolgeändertedieBeschwerdeführerinihreDarstellung,indemsie ausführt,eshabesichumeineordentlicheBörsentransaktiongehandelt; dieW.seieineveräusserungswilligeEigentümeringewesen,dielediglich densachgerechtestenWegzurVeräusserungderPSgewählthabe(...). Zu dieserErläuterungistinÜbereinstimmungmitderbundesgerichtlichen RechtsprechungvorabaufdieBeweismaximehinzuweisen,dassbeisich widersprechendenAngabendiesogenanntenspontanen«Aussagender erstenStunde»inderRegelunbefangenerundzuverlässigersindals spätereDarstellungen,diebewusstoderunbewusstvonnachträglichen ÜberlegungeninsbesondererechtlicherArtbeeinflusstseinkönnen(vgl. BGE 121V45 E.2amitHinweisen,auchzumFolgenden). WennderPflichtige seineDarstellungimLaufederZeitwechselt,kommtdenAngaben,die erzuBeginngemachthat,meistensgrösseresGewichtzualsjenennach KenntniseinerablehnendenAuffassungderBehörde. Vorallemabersinddie BegründungenderBeschwerdeführerin,weshalbdieW.mitderVeräusserung 14andieBeschwerdeführerinblossdensachgerechtenWeggewählthabe,nicht stichhaltig. SoweitsieaufdasKursrisikoverweist,führtedieESTVbereitsim EinspracheentscheidzuRecht aus,dasseine Kapitalherabsetzungin allerRegel zueinerGewinnverdichtung,alsozueinemrelativenGewinnanstiegführt, indemsichderUnternehmensgewinnneuaufwenigerBeteiligungenverteilt. ImZusammenhangmitdemRücknahmeangebotdurchdieY.bestandsomit keinrelevantesKursrisiko,welchesdenEigentümervonPShätteveranlassen können,anstellederAndienungzurRücknahmedendirektenBörsenverkauf zuwählen,sonderneskonnteimGegenteilallenfallsmiteinemKursanstieg gerechnetwerden. DieBeschwerdeführerinhatwährenddesgesamten Verfahrensnievorgetragen,inwiefernimZeitpunktderGeschäftsabwicklung miteinernegativenKursentwicklunggerechnetwurde,welcheeinen sofortigenVerkaufderPSnahegelegthätte. DaranänderndieAusführungen derBeschwerdeführerinüberdienachträglicheKursentwicklungnichts;wie dieESTVrichtigvorbringt,müssenandere,nachträglichaufgetreteneGründe Ursachedafürgewesensein. DieBeschwerdeführerinmachtfernergeltend,dasgewählteVorgehen seisachgerechtgewesen,weilsichdadurchVorteileinBezugauf dieFälligkeitdesKaufpreisesergaben. Hierzuistfestzuhalten,dass sicheffektivaufgrunddesAuseinanderklaffensvonErhebungund RückerstattungderVerrechnungssteuergrundsätzlicheinZinsnachteil ergebenkann. ZumEinentrifftdiesabernurzu,soweitdieW.tatsächlich AnspruchaufRückerstattungderVerrechnungssteuergehabthätte,was gemässdemvorstehend(E.3b/aa)Ausgeführtennichtohneweiteres alsgegebenerscheint. ZudemhätteesderW.alsaufgrunddesDBA-GB Rückerstattungsberechtigteohneweiteresfreigestanden,unmittelbarnach AbwicklungdesRücknahmegeschäftesdie-anteilige-Rückerstattungder Verrechnungssteuerzubeantragen(...). DiediesbezüglichenÜberlegungen undBerechnungenderBeschwerdeführerin,welchevoneinerinder SchweizansässigenPersonausgehen,sinddaher,wievonderESTVrichtig bemerkt,unzutreffend. OffenbleibenkannbeidiesemErgebnis,obder angeblicheZinsverlustbeiverrechnungssteuerpflichtigerAbwicklung nichtsystemimmanentzurVerrechnungssteuergehört,demzufolgealso dieMassnahmenzurVermeidungdieserZinsnachteileineinerGesamtheit mitdenMassnahmenzurVermeidungderVerrechnungssteuerbzw. zu derenungerechtfertigtenRückforderungzuwürdigensind,undnichtals wirtschaftlicheBegründungfüreinansonstenungewöhnlichesVorgehen. ImWeiterenstütztdieBeschwerdeführerinihreAuffassung,dasgewählte Vorgehenseisachgerechtgewesen,mitdemVerweisdarauf,wieamMarkt vorgegangenwordensei(...). HierzuistzumEinenmitderESTVfestzustellen, dassdievonderBeschwerdeführerinangeführtenZahlenirreführendsind, indemeinerseitseineZeitperiodemiterfasstwird,inwelcherdieAndienung zumRückkaufgarnochnichtmöglichwar(26. Februarbis3. März1999), undandererseitsdievonderBeschwerdeführerinselbererworbenenPS -mithininsbesonderedievorliegendrelevanten-indenunter«Verkauf überdieBörse»aufgelistetenmitenthaltensind. Eskanndaheraufdievon derESTVerrechnetenZahlenabgestelltwerden,d. h. esistvonlediglich 2’690überdieBörsegehandeltenPSauszugehen(...). Zumanderenist wesentlich,dasswährendderDauerdesRückkaufangebotes,alsoinder Zeitvom4. bis17. März1999,lediglichkleinereMengengehandeltwurden, 15nämlichmaximal100StückproTransaktion(mitAusnahmeeinereinzigen grösserenTransaktionvon1’000Stückam17. März1999;...). Aufgrunddieses «Kleinhandels»könnenkeinegültigenRückschlüsseaufdassachgerechte VorgehenbeiVeräusserungvon9’750PSgemachtwerden,wiesievorliegend zurDiskussionstehen. Insbesonderekanndarausnichtabgeleitetwerden, esseisachgerechtgewesen,die9’750PSnichtzumRückkaufanzudienen, sondernzuveräussern. DieESTVhältdiesbezüglichzuRechtfest,ausdem kleinenHandelsvolumenundtiefenMarktpreismüsseabgeleitetwerden,dass dieNachfragefehlte,umdasPaketderPSanderelektronischenBörseauf einmaloderinmehrerenkleinerenPaketenzuverkaufen. WennRückschlüsse ausdemVerhaltenderMarktteilnehmergezogenwerdenkönnten,dann eheraufgrunddesUmstandes,dass115’321PSzumRückkaufangedientund zurückgekauftwurden,dassalsobezüglichungefähr98%derimfraglichen ZeitraumveräussertenPSderWegüberdasRückkaufangebotgewähltwurde. DieBeschwerdeführerinmachtschliesslichgeltend,dasgewählteVorgehen seisachgerechtgewesen,weildieW.dasVollandienungsrisikonichthabe tragenwollen. SieführtediesbezüglichbereitsinihremSchreibenvom 29. Dezember1999andieESTVaus,dasRisikohabedarinbestanden, dassdieübernommenenPSnichtvollumfänglichderY.hättenangedient werdenkönnen. AuchdieseÜberlegungenvermögennichtzuüberzeugen. UnbestrittenistvorabdieFeststellungderESTV,dasseineallfällige proportionaleKürzungderRücknahmesämtlicheInhabervonPSingenau gleicherWeisegetroffenhätte,somitdasallfälligeVollandienungsrisiko durchdieVeräusserungderPSnichteliminiert,sondernlediglichaufdie Beschwerdeführerinübertragenwurde. Esistallerdingsnichtersichtlich, inwiefernesfürdieBeschwerdeführerinsinnvollergewesenseinsollte,dieses angeblicheRisikozutragen,alsfürdieW.selber. DieBeschwerdeführerinhat zwargegenüberderESTVausgeführt,siehabesichdiesesRisikohonorieren lassendurcheinenAbschlagvonFr. 20.-proPS(...). Zudemführtsieinihrer Beschwerdeaus,geradedieserRisikotransferseiesgewesen,derbeieinem veräusserungswilligenPartizipantenfürdenVerkaufüberdieBörsestatt fürdieAndienungzumRückkaufgesprochenhabe. DieESTVhatsichim angefochtenenEntscheidmitderFragedesallfälligenRisikos,dassallenfalls dieangedientenPSdurchdieY.nichtzurückgenommenwürden,detailliert auseinandergesetzt(...). IhreAusführungensind überzeugend,worannichtszu ändernvermag,wenndieBeschwerdeführerinpauschalvorbringt,aufgrund derobjektivenFaktorenlassesichdieKürzungswahrscheinlichkeitnicht zuverlässigbestimmen(...). InsbesondereergibtsichkeineandereBeurteilung aufgrunddesUmstandes,dassbeimRücknahmeangebotderY.vomNovember 2000nur86%derangedientenAktienzurückgekauftwurden,unterlässt esdochdieBeschwerdeführerinaufzuzeigen,inwieweitdieobjektiven Faktorenvergleichbarwaren. Esistdamitfestzuhalten,dassdasangebliche Vollandienungsrisikoobjektivvernachlässigbarwarundkeineüberzeugende BegründungfürdiegewählteVorgehensweisedarstellt. Hinzukommt,dass dieBeschwerdeführerinoffensichtlichdieAuswirkungeneinesallfälligen RisikosderRücknahmekürzungnichtperseerblickte,sondernimsich darausergebendenKursrisiko. Eswurdebereitsdaraufhingewiesen,dassdie diesbezüglichenÜberlegungenderBeschwerdeführerinnichtzuüberzeugen vermögen. 16Zusammenfassendistfestzuhalten,dassdieBeschwerdeführerinkeine stichhaltigenArgumentevorträgt,ausdenensichandereMotivefürdie VeräusserungderPSdurchdieW.zumPreisvonFr. 815.50proPSanstelle derDirektandienungzumPreisvonFr. 835.-proPSergeben,ausserden ÜberlegungenzurRückerstattungderVerrechnungssteuer. DieAuffassung derESTV,wonachsichdieW.nachwirtschaftlichenundausschliesslichnicht steuerlichenÜberlegungenfüreineDirektandienungderfraglichenPShätte entscheidenmüssen,istfolgerichtig. c. EsergibtsichausdemAusgeführten,dassdievonderBeschwerdeführerin, inVerbindungmitderW.,gewählteRechtsgestaltungalsdenwirtschaftlichen Gegebenheitenunangemessenerscheintunddassanzunehmenist,diese Wahlseilediglichdeshalbgetroffenworden,umindenGenussder vollumfänglichenRückerstattungderVerrechnungssteuerzugelangen. GestütztaufArt. 21Abs. 2VStGist daherdieESTVimangefochtenenEntscheid zuRechtzurAuffassunggelangt,dieRückerstattungseizuverweigern. (...) 17Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali JAAC 70.11 - Auszug aus dem Entscheid SRK 2004-094 der Eidgenössischen Steuerrekurskommission vom 9. August 2005 In Verwaltungspraxis der Bundesbehörden Dans Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération In Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione Jahr 2006 Année Anno Band 70 Volume Volume Seite --- Page Pagina Ref. No 150 007 214 Das Dokument wurde durch das Schweizerische Bundesarchiv und die Bundeskanzlei konvertiert. Le document a été digitalisé par les Archives Fédérales Suisses et la Chancellerie fédérale. Il documento è stato convertito dall'Archivio federale svizzero e della Cancelleria federale.