<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2005.00045</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=205121&amp;W10_KEY=13013564&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2005.00045</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 02.06.2005</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">3. Abteilung/3. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Gesundheitswesen</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Heilmittelabgabe</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Heilmittelabgabe: Bewilligung zur Abgabe von Vitalstoffpräparaten durch Drogisten ohne höhere Fachprüfung und zum Betrieb von Vitaminshops Die streitige Bewilligung ist als eine solche zur Ausübung eines Berufs der Gesundheitspflege zu qualifizieren ("Vitalstofftherapeut"), weshalb die Bewilligungsverweigerung der Gesundheitsdirektion direkt beim Verwaltungsgericht anzufechten ist (E. 1.1), das deshalb auch die Angemessenheit überprüfen kann (E. 1.2). Rechtsgrundlagen zur Abgabe von Heilmitteln in Drogerien (E. 2.1), zur Drogistenausbildung (E. 2.2) und zu den Heilmittelkategorien sowie den daraus folgenden Auswirkungen für deren Abgabe (E. 2.3). Mit dem neuen Heilmittelgesetz des Bundes (HMG) sind kantonale Regelungen zur Abgabe von Heilmitteln nur noch sehr beschränkt zulässig. Für die vorliegend in Frage stehenden Präparate wird vor der Abgabe eine Fachberatung vorausgesetzt (E. 3.1). Die vom HMG den Kantonen eingeräumte erweiterte Abgabeberechtigung lässt es nicht zu, den Drogisten ohne höhere Fachprüfung die Abgabe von Vitalstoffpräparaten zu gestatten. Werden in Zukunft Ausbildungsgänge in Vitalstofftherapie durchgeführt, so wird der Kanton dann zu entscheiden haben, ob diese Ausbildungsgänge anerkannt werden und ob damit eine erweiterte Abgabeberechtigung verbunden ist (E. 3.2). Weil das Bundesrecht die Heilmittelkategorien definiert und dabei die verschiedenen Risiken der Heilmittel berücksichtigt, erübrigt sich eine Auseinandersetzung über die Gefährlichkeit der Vitalstoffpräparate im Einzelnen (E. 3.3). Abweisung. </b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ARZNEIMITTEL">ARZNEIMITTEL</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: Gesundheit ST: BERUFSAUSÃBUNG">BERUFSAUSÃBUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: DROGIST">DROGIST</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: HEILMITTEL">HEILMITTEL</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: HEILMITTELABGABE">HEILMITTELABGABE</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: KOMPLEMENTÃRMEDIZIN">KOMPLEMENTÃRMEDIZIN</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: VITALSTOFFPRÃPARAT">VITALSTOFFPRÃPARAT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ZUSTÃNDIGKEIT">ZUSTÃNDIGKEIT</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade">§ 27 aGesundheitsG</span><br/><span class="gerade">§ 28 aGesundheitsG</span><br/><span class="ungerade">§ 65 Abs. II aGesundheitsG</span><br/><span class="gerade">Art. 23 HMG</span><br/><span class="ungerade">Art. 24 HMG</span><br/><span class="gerade">Art. 25 HMG</span><br/><span class="ungerade">Art. 30 HMG</span><br/><span class="gerade">Art. 25a VAM</span><br/><span class="ungerade">Art. 27 VAM</span><br/><span class="gerade">Art. 44c VAM</span><br/><span class="ungerade">§ 19a Abs. II Ziff. 2 VRG</span><br/><span class="gerade">§ 50 Abs. III VRG</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 3 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Sachverhalt1"><b>I. </b> </p> <p class="Urteilstext">A und B wollen in verschiedenen Gemeinden des Kantons ZÃ¼rich Vitaminshops erÃ¶ffnen, welche in kleinen Lokalen und baulich abgegrenzten Verkaufsinseln innerhalb von bestehenden GeschÃ¤ften mit hoher Passantenfrequenz eingerichtet und von Drogisten ohne hÃ¶here FachprÃ¼fung betreut werden sollen. Sie ersuchten die Gesundheitsdirektion am 9. November 2004 gestÃ¼tzt auf § 65 Abs. 2 letzter Satz des Gesundheitsgesetzes vom 4. November 1962 (GesundheitsG, LS 810.1) um Bewilligung zur Abgabe von Arzneimitteln, deren Wirkstoffe Vitamine, Mineralien und/oder Spurenelemente sind und die gemÃ¤ss Arzneimittelkompendium der Schweiz als Arzneimittel der Abgabekategorie D klassifiziert seien (VitalstoffprÃ¤parate) sowie zum Betrieb von Vitaminshops fÃ¼r die Abgabe von solchen PrÃ¤paraten.</p> <p class="Urteilstext">Die Gesundheitsdirektion lehnte das Gesuch am 6. Januar 2005 unter Kostenfolgen fÃ¼r die Gesuchstellenden ab.</p> <p class="Sachverhalt1"><b>II. </b> </p> <p class="Urteilstext">Gegen diese VerfÃ¼gung gelangten A und B am 31. Januar 2005 an das Verwaltungsgericht und beantragten, die angefochtene VerfÃ¼gung sei aufzuheben und es sei ihnen die Bewilligung zur Abgabe von den im Einzelnen aufgefÃ¼hrten Arzneimitteln (VitalstoffprÃ¤paraten) mit der Auflage, dass die Abgabe ausschliesslich durch Personen erfolge, welche als Drogisten ohne hÃ¶here FachprÃ¼fung ausgebildet seien, sowie zum Betrieb von Vitaminshops fÃ¼r die Abgabe der VitalstoffprÃ¤parate zu erteilen. Eventualiter verlangten sie, die Bewilligung sei ihnen soweit zu erteilen, als die VitalstoffprÃ¤parate als harmlos qualifiziert wÃ¼rden, und subeventuell, die Sache sei an die Gesundheitsdirektion zur erneuten PrÃ¼fung im Sinne der ErwÃ¤gungen des Gerichts zurÃ¼ckzuweisen.</p> <p class="Urteilstext">In der Beschwerdeantwort vom 4. MÃ¤rz 2005 beantragte die Gesundheitsdirektion die Abweisung der Beschwerde unter Kosten- und EntschÃ¤digungsfolgen zulasten der BeschwerdefÃ¼hrenden. Die BeschwerdefÃ¼hrenden hielten in ihrer Replik vom 4. April 2005 an ihren AntrÃ¤gen fest. Die Frist zur Duplik liess die Gesundheitsdirektion ungenutzt verstreichen.</p> <p class="Einzug1"><span>Die Kammer</span><span> zieht in ErwÃ¤gung:</span></p> <p class="Erwgung1"><b>1. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>1.1 </b>Nach § 19a Abs. 2 Ziff. 2 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 (VRG) kÃ¶nnen erstinstanzliche Anordnungen der Direktionen und Ãmter betreffend Bewilligungen zur AusÃ¼bung der Berufe der Gesundheitspflege unmittelbar beim Verwaltungsgericht angefochten werden. Zu diesen Berufsbewilligungen gehÃ¶ren vorab alle Zulassungen fÃ¼r die im GesundheitsG und in der Verordnung Ã¼ber die Berufe der Gesundheitspflege vom 8. Januar 1992 (VBG, LS 811.31) genannten Berufe, so unter anderem auch die Bewilligungen zum Betrieb einer Drogerie, wofÃ¼r ein eidgenÃ¶ssisches oder eidgenÃ¶ssisch anerkanntes auslÃ¤ndisches Diplom des Betreibers vorausgesetzt wird (§ 27 GesundheitsG). Die BeschwerdefÃ¼hrenden sind selber nicht Inhaber eines solchen Diploms und wollen auch nicht eine eigentliche Drogerie betreiben. Sie verlangen vielmehr die Bewilligung fÃ¼r die Abgabe von harmlosen Arzneimitteln, eine grundsÃ¤tzlich den Apotheken und Drogerien vorbehaltene TÃ¤tigkeit, die jedoch nach § 65 Abs. 2 letzter Satz GesundheitsG von der Gesundheitsdirektion auch weiteren Personen bewilligt werden kann. </p> <p class="Urteilstext">Die Gesundheitsdirektion stellte sich in der angefochtenen VerfÃ¼gung auf den Standpunkt, die strittige Bewilligung sei eine solche im Sinne von § 19a Abs. 2 Ziff. 2 VRG und wies die VerfÃ¼gungsadressaten daher in der Rechtsmittelbelehrung gemÃ¤ss Disp.-Ziff. 3 der VerfÃ¼gung auf den Beschwerdeweg an das Verwaltungsgericht. In ihrer Vernehmlassung fÃ¼hrte sie zudem aus, dass es nach der Rechtsprechung des Verwaltungsgerichts bei der Anwendung der genannten Bestimmung nicht darauf ankomme, ob die fragliche Bewilligung als BerufsausÃ¼bungsbewilligung oder als Betriebsbewilligung zu qualifizieren sei. Die in § 65 Abs. 2 letzter Satz GesundheitsG vorgesehene Bewilligung finde nur noch in Verbindung mit § 25 Abs. 5 des Bundesgesetzes vom 15. Dezember 2000 Ã¼ber Arzneimittel und Medizinprodukte (Heilmittelgesetz, HMG, SR 812.21) Anwendung. Nach dieser Bestimmung kÃ¶nnten die Kantone Personen, die Ã¼ber eine kantonal anerkannte Ausbildung verfÃ¼gen, zur Abgabe bestimmter Arzneimittelgruppen wie komplementÃ¤rmedizinischer Arzneimittel zulassen. DemgemÃ¤ss hÃ¤tten alle Personen, denen die Abgabe von Arzneimitteln der Kategorien A bis D gestattet werde, als AngehÃ¶rige eines Berufes der Gesundheitspflege zu gelten.</p> <p class="Urteilstext">Auch die BeschwerdefÃ¼hrenden anerkennen in ihrer Beschwerdeschrift, dass die Kantone die Abgabe bestimmter Arzneimittelgruppen nach Inkrafttreten des HMG nur noch denjenigen Personen bewilligen kÃ¶nnen, die eine entsprechende kantonal anerkannte Ausbildung in der Gesundheitspflege absolviert haben. </p> <p class="Urteilstext">DemgemÃ¤ss rechtfertigt es sich, die vorliegend strittige Bewilligung als eine solche zur Aus­Ã¼bung eines Berufes der Gesundheitspflege anzusehen, auch wenn weder das GesundheitsG selber noch die VBG den Beruf des âVitalstofftherapeutenâ kennen. Das Verwaltungsgericht ist daher fÃ¼r die Behandlung der vorliegenden Beschwerde funktionell zustÃ¤ndig. Da auch die weiteren Prozessvoraussetzungen erfÃ¼llt sind, ist auf die Beschwerde einzutreten.</p> <p class="Erwgung2"><b>1.2 </b>Bei der Beurteilung der vorliegenden Beschwerde Ã¼berprÃ¼ft das Gericht nicht nur die RechtmÃ¤ssigkeit, sondern auch die Angemessenheit der angefochtenen VerfÃ¼gung (§ 50 Abs. 1 und 3 VRG).</p> <p class="Erwgung1"><b>2. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>2.1 </b>Wer Arzneimittel in Apotheken, Drogerien und anderen DetailhandelsgeschÃ¤ften abgibt, benÃ¶tigt gemÃ¤ss Art. 30 Abs. 1 HMG eine kantonale Bewilligung. Die Kantone regeln die Voraussetzungen und das Verfahren fÃ¼r die Erteilung der Detailhandelsbewilligung (Art. 30 Abs. 2 Satz 1 HMG). Die Bewilligung zum Betrieb einer Drogerie wird nach § 27 GesundheitsG erteilt, wenn der Inhaber oder Leiter Ã¼ber ein eidgenÃ¶ssisches oder eidgenÃ¶ssisch anerkanntes auslÃ¤ndisches Diplom verfÃ¼gt. Sie wird dem Inhaber der Drogerie erteilt (§ 28 Abs. 1 GesundheitsG). FÃ¼hrt dieser die Drogerie nicht selbst oder besitzt er keinen nach § 27 GesundheitsG genÃ¼genden Ausweis, muss die Drogerie von einem Leiter gefÃ¼hrt werden, der diese Anforderungen erfÃ¼llt (§ 28 Abs. 2 GesundheitsG). Der verantwortliche Drogist muss wÃ¤hrend der Ãffnungszeiten in der Regel in der Drogerie anwesend sein (§ 62 Abs. 1 der [kantonalen] Verordnung Ã¼ber den Verkehr mit Heilmitteln vom 28. Dezember 1978, HeilmittelV, LS 812.1).</p> <p class="Erwgung2"><b>2.2 </b>Die Ausbildung zum Drogisten erfolgt in der Schweiz Ã¼ber eine vierjÃ¤hrige, vereinheitlichte Berufslehre; mit der LehrabschlussprÃ¼fung wird ein eidgenÃ¶ssisches FÃ¤higkeitszeugnis als Drogist/in erworben (Art. 38 des Berufsbildungsgesetzes vom 13. Dezember 2002, BGB, SR 412.10). Im Anschluss an diese berufliche Grundbildung kann nach einer bestimmten Praxiszeit ein Studiengang in der Fachrichtung âDrogeriefÃ¼hrungâ an einer hÃ¶heren Fachschule absolviert werden, welche mit einer DiplomprÃ¼fung abschliesst. Dieser Abschluss berechtigt dazu, die Berufsbezeichnung dipl. Drogist/in HF zu fÃ¼hren (vgl. Art. 22 lit. i und Anhang 3 Ziff. 1b und 4b der Verordnung des EidgenÃ¶ssischen Volkswirtschaftsdepartements Ã¼ber Mindestvorschriften fÃ¼r die Anerkennung von BildungsgÃ¤ngen und Nachdiplomstudien der hÃ¶heren Fachschulen vom 11. MÃ¤rz 2005, SR 412.101.61, welche am 1. April 2005 die bisherige Verordnung Ã¼ber Mindestvorschriften fÃ¼r die Anerkennung von HÃ¶heren Fachschulen fÃ¼r Drogisten und Drogistinnen vom 15. August 1996, SR 412.117.0, ablÃ¶ste). </p> <p class="Erwgung2"><b>2.3 </b>In Art. 23 ff. HMG ist der Vertrieb, die Verschreibung und die Abgabe von Arzneimitteln geregelt. Diese werden in Kategorien mit und ohne Verschreibungspflicht eingeteilt (Art. 23 Abs. 1 HMG), welche nur von den in den Art. 24 und 25 HMG bezeichneten Personen abgegeben werden dÃ¼rfen. ZusÃ¤tzlich wird eine Kategorie von frei verkÃ¤uflichen Arzneimitteln gebildet, fÃ¼r welche keine Abgabe- und DetailhandelsbeschrÃ¤nkungen bestehen (Art. 23 Abs. 2 HMG). Art. 23 ff. der Verordnung Ã¼ber die Arzneimittel vom 17. Oktober 2001 (Arzneimittelverordnung, VAM, SR 812.212.21) normieren die Arzneimittelkategorien im Einzelnen, wobei das Schweizerische Heilmittelinstitut (im HMG und in der VAM als Institut bezeichnet, seit 1. Januar 2002 Swissmedic genannt, vgl. Art. 16a der Organisationsverordnung fÃ¼r das EidgenÃ¶ssische Departement des Innern vom 28. Juni 2000, SR 172.212.1) jedes zugelassene Arzneimittel einer dieser Kategorien zuordnet (Art. 23 Abs. 3 HMG). Die Kategorien A und B bezeichnen dabei die verschreibungspflichtigen (Art. 23 und 24 VAM), die Kategorien C und D die nicht verschreibungspflichtigen Arzneimittel, deren Abgabe an eine Fachberatung gebunden ist (Art. 25, 25a bis c und 26 VAM), und die Kategorie E schliesslich die frei verkÃ¤uflichen Mittel, welche von allen Personen ohne Verschreibung abgegeben werden dÃ¼rfen (Art. 27 VAM).</p> <p class="Urteilstext">Die in die Abgabekategorie D fallenden Arzneimittel dÃ¼rfen ohne Verschreibung von den Personen nach Art. 25 Abs. 1 lit. a, b und d HMG abgegeben werden (Art. 26 Abs. 2 VAM), das heisst von Apothekerinnen und Apothekern, weiteren Medizinalpersonen entsprechend den Bestimmungen Ã¼ber die Selbstdispensation (Art. 25 Abs. 1 lit. a in Verbindung mit Art. 24 Abs. 1 HMG), eidgenÃ¶ssisch diplomierten Drogistinnen und Drogisten im Rahmen ihrer Abgabekompetenz (Art. 25 Abs. 1 lit. b HMG) sowie entsprechend ausgebildeten Fachpersonen unter der Kontrolle der vorstehend genannten (Art. 25 Abs. 1 lit. d HMG). ZusÃ¤tzlich kÃ¶nnen gemÃ¤ss Art. 25 Abs. 1 lit. c HMG weitere Personen, die Ã¼ber eine angemessene Ausbildung verfÃ¼gen, im Rahmen ihrer Abgabekompetenz zugelassen werden, wobei der Bundesrat bestimmt, welche Berufskategorien Ã¼ber eine angemessene Ausbildung in diesem Sinne verfÃ¼gen (Art. 25 Abs. 2 HMG). GestÃ¼tzt auf diese Kompetenz ergÃ¤nzte der Bundesrat die VAM am 18. August 2004 um die Art. 25a bis 25c und erweiterte damit die Abgabekompetenz fÃ¼r nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel punktuell. Von Bedeutung ist hier Art. 25a VAM, wonach auch Personen mit einem Diplom einer eidgenÃ¶ssisch anerkannten Ausbildung in einem Bereich der KomplementÃ¤rmedizin bei der AusÃ¼bung ihres Berufs nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel (gemeint sind solche der Kategorien C und D) selbstÃ¤ndig abgeben dÃ¼rfen. GestÃ¼tzt auf Art. 25 Abs. 5 HMG schliesslich kÃ¶nnen die Kantone ihrerseits zusÃ¤tzlich Personen, die Ã¼ber eine kantonal anerkannte Ausbildung verfÃ¼gen, zur Abgabe bestimmter Arzneimittelgruppen wie komplementÃ¤rmedizinischer Arzneimittel zulassen, worÃ¼ber das Heilmittelinstitut zu informieren ist. </p> <p class="Erwgung1"><b>3. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>3.1 </b>Die BeschwerdefÃ¼hrenden stÃ¼tzen ihren Anspruch auf § 65 Abs. 2 letzter Satz GesundheitsG, wonach die Gesundheitsdirektion harmlose Arzneimittel auch zum Verkauf durch Personen ausserhalb von Apotheken, Ã¤rztlichen Privatapotheken und Drogerien freigeben kann. Sie argumentieren, es liege keine Definition von âharmlosen Arzneimittelnâ vor. Nach der Praxis des Verwaltungsgerichtes dÃ¼rfe mit den §§ 65 und 68 GesundheitsG und den aufgrund von § 70 GesundheitsG erlassenen Bestimmungen zwar eine abstrakte Polizeigefahr abgewehrt werden, jedoch mÃ¼sse die abstrakte GefÃ¤hrdung in der Grosszahl der FÃ¤lle die konkrete Bedrohung eines Polizeigutes â hier der Ã¶ffentlichen Gesundheit â nach sich ziehen. Der Begriff der GefÃ¤hrdung der Gesundheit dÃ¼rfe nicht Ã¼berspannt werden. Das Arzneimittelkompendium fÃ¼hre bei keinem der fraglichen VitalstoffprÃ¤parate unerwÃ¼nschte Wirkungen oder Kontraindikationen auf, welche diese Arzneimittel ausserhalb des harmlosen Bereiches ansiedelten. Die Gesundheitsdirektion habe den ihr nach Gesetz zustehenden Ermessensspielraum nicht wahrgenommen, der Entscheid verletze die Wirtschaftsfreiheit und sei unangemessen.</p> <p class="Urteilstext">Diese Argumentation greift insoweit zu kurz, als sie sich ausschliesslich am kantonalen Recht orientiert. Bis zum Erlass des HMG unterstand die Aufsicht Ã¼ber Herstellung, Zulassung, Vertrieb und Abgabe von Heilmitteln mit Ausnahme vereinzelter punktueller Regelungen im Bundesrecht weitgehend den Kantonen. Zur ErfÃ¼llung ihrer Aufgaben hatten sich diese zur Interkantonalen Vereinigung Ã¼ber die Kontrolle der Heilmittel (IKV) zusammengeschlossen und die Interkantonale Kontrollstelle fÃ¼r Heilmittel (IKS), welche die Ã¼ber die Zulassung und Ãberwachung der Arzneimittel entschied, betrieben (Tomas Poledna/Brigitte Berger, Ãffentliches Gesundheitsrecht, Bern 2002, N. 300 ff.; Peter Bratschi/Ursula Eggenberger StÃ¶ckli, Bundesgesetz Ã¼ber Arzneimittel und Medizinprodukte, Gesetzestext mit ErlÃ¤uterungen, Bern 2002, S. 2 f.). Bei den Entscheidungen der IKS handelte es sich aber lediglich um Empfehlungen, welche es den Kantonen Ã¼berliessen, inwieweit sie diese im kantonalen Recht fÃ¼r verbindlich erklÃ¤ren wollten (vgl. BGr, 11. September 1989, ZBl 92/1991, S. 117 f.). Dementsprechend erklÃ¤rte § 68 GesundheitsG fÃ¼r die Abgrenzung der Abgabeberechtigung und der Rezeptpflicht sowie fÃ¼r die Zulassung von Anpreisungen die Listen und Gutachten der IKS fÃ¼r verbindlich. GemÃ¤ss § 70 GesundheitsG konnte die Gesundheitsdirektion jedoch einerseits allgemein und unabhÃ¤ngig von der IKS Anpreisung und Abgabe von Heilmitteln, von denen SchÃ¤digungen der Gesundheit zu befÃ¼rchten waren, verbieten oder die Abgabe unter Rezeptpflicht stellen (Abs. 1), auf der anderen Seite aber auch die Abgabeberechtigung erweitern, sofern dadurch keine GefÃ¤hrdung der Gesundheit zu erwarten war (Abs. 2). </p> <p class="Urteilstext">Mit Erlass des HMG nun hat der Bundesgesetzgeber gestÃ¼tzt auf Art. 95 Abs. 1 und 118 Abs. 2 lit. a der Bundesverfassung vom 18. April 1999 (BV) die bisherige Gesetzgebungskompetenz im Bereich des Umgangs mit Heilmitteln (Art. 2 Abs. 1 lit. a HMG) weitgehend an sich gezogen. Kantonale Abgaberegelungen, die Ã¼ber Art. 25 Abs. 1 HMG hinausgehen, sind daher nur im Rahmen von Art. 25 Abs. 4 und 5 HMG zulÃ¤ssig. Daraus folgt, dass § 65 Abs. 2 letzter Satz GesundheitsG heute seine ursprÃ¼ngliche Bedeutung weitgehend eingebÃ¼sst hat. Die Freigabe des Verkaufs harmloser Arzneimittel ist nunmehr in erster Linie mit Erlass von Art. 23 Abs. 2 HMG in Verbindung mit Art. 27 VAM betreffend die Arzneimittel der Kategorie E erfolgt. FÃ¼r die hier in Frage stehenden Arzneimittel der Kategorie D geht der Bundesgesetzgeber jedoch verbindlich davon aus, dass vor deren Abgabe eine Fachberatung notwendig sei (Art. 25 HMG in Verbindung mit Art. 26 VAM). Insofern geht es vorliegend nicht darum, ob der Kanton ZÃ¼rich die von den BeschwerdefÃ¼hrenden bezeichneten VitalstoffprÃ¤parate als harmlos beurteilt oder nicht, sondern in erster Linie darum, ob die Voraussetzungen fÃ¼r eine kantonale Abgabeerweiterung nach Art. 25 Abs. 5 HMG gegeben sind.</p> <p class="Erwgung2"><b>3.2 </b>Nach Auffassung der Gesundheitsdirektion soll Art. 25 Abs. 5 HMG den Kantonen nicht gestatten, Drogistinnen und Drogisten mit eidgenÃ¶ssischem FÃ¤higkeitsausweis und ohne eidgenÃ¶ssisches Diplom einer hÃ¶heren Fachschule zur Abgabe bestimmter Arzneimittelgruppen zuzulassen. Nach Art. 25 Abs. 2 HMG stehe die Abgabeerweiterung auf Personen mit einer bundesrechtlich anerkannten Ausbildung ausschliesslich dem Bundesrat zu. Von dieser Kompetenz habe der Bundesrat mit dem Erlass von Art. 25a VAM bereits Gebrauch gemacht. Die BeschwerdefÃ¼hrenden bringen dagegen vor, diese Auslegung entspreche weder dem Wortlaut des Gesetzes, noch lasse sich solches aus der Botschaft zum HMG entnehmen. Voraussetzung bilde allein, ob der Kanton eine Ausbildung selber anerkenne. Ansonsten kÃ¶nne die unsinnige Situation entstehen, dass eine kantonale Abgabeberechtigung mit der eidgenÃ¶ssischen Anerkennung einer bisher nur kantonal anerkannten Ausbildung bis zum Erlass einer entsprechenden bundesrechtlichen Abgabeerweiterung automatisch verloren gehe. </p> <p class="Urteilstext">Mit Art. 25 Abs. 5 HMG wollte der Bundesgesetzgeber insbesondere den Berufsgruppen aus dem komplementÃ¤rmedizinischen Bereich, fÃ¼r die (noch) keine eidgenÃ¶ssisch einheitliche Berufsregelung existierte, eine angemessene Abgabekompetenz erteilen (vgl. Botschaft des Bundesrates in BBl 1999, S. 3513). Mit Erlass von Art. 25a VAM wurde nunmehr jedoch eine Regelung fÃ¼r eidgenÃ¶ssisch anerkannte Ausbildungen in (irgend)einem Bereich der KomplementÃ¤rmedizin erlassen. Sobald eine solche, bisher nur kantonal anerkannte Ausbildung die eidgenÃ¶ssische Anerkennung erlangt, sind die entsprechend ausgebildeten Fachleute direkt gestÃ¼tzt auf Art. 25a VAM berechtigt, die vom Institut bezeichneten nicht verschreibungspflichtigen Arzneimittel bei der BerufsausÃ¼bung selbstÃ¤ndig abzugeben. Ein Bedarf nach ErgÃ¤nzung der bundesrÃ¤tlichen Verordnung besteht in diesen FÃ¤llen nicht, so dass auch keine zeitliche LÃ¼cke in der Abgabeberechtigung entstehen kann, wie dies die BeschwerdefÃ¼hrenden befÃ¼rchten. Indessen schliesst Art. 25a VAM selbstverstÃ¤ndlich nicht aus, dass im komplementÃ¤rmedizinischen Bereich weiterhin kantonale Ausbildungen existieren, die keine eidgenÃ¶ssische Anerkennung geniessen. In diesen FÃ¤llen kÃ¶nnen die Kantone von ihrer Kompetenz gemÃ¤ss Art. 25 Abs. 5 HMG Gebrauch machen. </p> <p class="Urteilstext">Drogistinnen und Drogisten mit eidgenÃ¶ssischem FÃ¤higkeitsausweis und ohne eidgenÃ¶ssisches Diplom verfÃ¼gen vorerst Ã¼ber eine berufliche Grundausbildung, die sie gemÃ¤ss dem Ã¼bergangsrechtlich motivierten Art. 44c VAM nur unter ganz besonderen â im vorliegenden Fall nicht zur Diskussion stehenden â Voraussetzungen zur Abgabe von Arzneimitteln der Kategorie D berechtigt. Im Ãbrigen geht der Bundesgesetzgeber jedoch davon aus, dass die selbstÃ¤ndige Abgabe von Arzneimitteln der Kategorie D zwingend mit einer Fachberatung verbunden ist, zu welcher erst das eidgenÃ¶ssische Drogistendiplom befÃ¤higt. WÃ¼rde Art. 25 Abs. 5 HMG so verstanden, dass die Kantone generell alle Drogisten ohne hÃ¶heres Fachdiplom auch zum Verkauf von Arzneimitteln der Kategorie D zulassen dÃ¼rften, so wÃ¼rde damit letztlich das gesamte System der Arzneimittelkategorien und der differenzierten bundesrechtlichen Abgabeberechtigung unterlaufen. Die Ãbergangsregelung von Art. 44c VAM hÃ¤tte in diesem Fall Ã¼berhaupt keinen Sinn. Die Drogistenausbildung mit eidgenÃ¶ssischem FÃ¤higkeitsausweis kann demnach nur als Grundausbildung angesehen werden, an die eine weitere Zusatzausbildung anschliessen muss, die der einzelne Kanton anerkennen und die ihn zur Erweiterung der Abgabeberechtigung gemÃ¤ss Art. 25 Abs. 5 HMG veranlassen kann. In diesem Sinne Ã¤usserte sich auch die Swissmedic, wenn sie schreibt, sie wisse nicht, ob es eine kantonale Ausbildung zum Vitalstofftherapeuten gebe, falls ja, so kÃ¶nnte der entsprechende Kanton die Ausgebildeten zur Abgabe einer Arzneimittelgruppe der Kategorie Vitalstoffe zulassen.</p> <p class="Urteilstext">Insofern trifft es zu, dass Art. 25 Abs. 5 HMG den Kantonen keinen Raum dafÃ¼r lÃ¤sst, um Fachleuten, welche allein das eidgenÃ¶ssische FÃ¤higkeitszeugnis als Drogisten erworben haben, eine Abgabe von Arzneimitteln der Kategorie D zu gestatten. Ob dies generell fÃ¼r alle Absolventen einer eidgenÃ¶ssisch anerkannten Ausbildung (im Bereich der KomplementÃ¤rmedizin) der Fall ist, ob demnach das Heilmittelinstitut auch gestÃ¼tzt auf Art. 25a VAM abschliessend Ã¼ber den zur Abgabe zugelassenen Arzneimittelkatalog der Kategorie D entscheidet oder ob mit der kantonalen Anerkennung eine weitergehende Abgabeberechtigung verbunden werden kann, braucht hier nicht geprÃ¼ft zu werden. </p> <p class="Urteilstext">Die BeschwerdefÃ¼hrenden machen nicht geltend, dass eigentliche AusbildungsgÃ¤nge in Vitalstofftherapie existieren. Sollte dies jedoch heute oder in Zukunft der Fall sein, sei es als eigenstÃ¤ndige Berufsausbildung oder aber als Zusatzausbildung fÃ¼r Drogisten ohne hÃ¶heres Fachdiplom, so wird der Kanton auf entsprechendes Ersuchen hin zu entscheiden haben, ob er derartige Ausbildungen anerkennen und damit verbunden eine Abgabeerweiterung fÃ¼r entsprechende PrÃ¤parate statuieren will. Allerdings bleibt dabei fraglich, ob die Gesundheitsdirektion in diesen FÃ¤llen (Ausbildung zum Vitalstofftherapeuten) Ã¼ber die Anerkennung und Abgabeerweiterung auch im Einzelfall, d.h. ohne eine Ã¼ber § 65 Abs. 2 letzter Satz GesundheitsG hinausgehende Bestimmung, entscheiden darf.</p> <p class="Erwgung2"><b>3.3 </b>In materieller Hinsicht argumentierte die Gesundheitsdirektion damit, dass die Ausbildung zum Drogisten ohne eidgenÃ¶ssisches Diplom nicht ausreiche, weil diese Ausbildung keinerlei Bezug zur Abgabe von VitalstoffprÃ¤paraten habe. Auch kÃ¶nnten die von den BeschwerdefÃ¼hrenden zur Abgabe vorgesehenen Produkte aufgrund ihrer pharmakologischen Wirkung keineswegs als harmlos bezeichnet werden. Die BeschwerdefÃ¼hrenden scheinen zu anerkennen, dass ein Bezug zwischen der kantonal anerkannten Ausbildung und der zur Abgabe zugelassenen Arzneimittelgruppe bestehen muss. Sie fÃ¼hren sogar aus, dass die von ihnen angestellten Fachpersonen Ã¼ber eine solide Ausbildung im Bereich der Vitalstoffberatung bzw. Erfahrung im Bereich der Vitalstoffe verfÃ¼gen werden. Allerdings sind sie dabei offenbar davon ausgegangen, dass die vierjÃ¤hrige Drogistenausbildung bereits genÃ¼ge, um die nÃ¶tige Fachberatung bei der Abgabe von VitalstoffprÃ¤paraten zu gewÃ¤hrleisten. Sie machen auch geltend, in den Drogerien im Kanton ZÃ¼rich wÃ¼rde ein Grossteil der Arzneimittel der Kategorie D von Drogisten ohne hÃ¶here FachprÃ¼fung abgegeben. Der die Drogerie fÃ¼hrende Drogist berate nur einzelne Kunden und sei nicht immer anwesend. Aufgrund der Harmlosigkeit der VitalstoffprÃ¤parate mÃ¼sse daher die einfache Drogistenausbildung genÃ¼gen. </p> <p class="Urteilstext">Nach dem vorstehend Dargelegten (E. 3.1) ist mit der Einteilung der nicht verschreibungspflichtigen Arzneimittel in die Kategorien C, D und E bundesrechtlich definiert, welche Risiken diesen Arzneimitteln innewohnen und welche Fachberatung bei deren Abgabe notwendig ist. Ebenfalls wurde vorstehend ausgefÃ¼hrt (E. 3.2), dass der Bundesgesetzgeber die Abgabeberechtigung der Drogisten ohne hÃ¶heres Fachdiplom auf bestimmte Ã¼bergangsrechtliche FÃ¤lle begrenzt hat (Art. 44c VAM). Angesichts dieser Rechtslage verbietet sich eine Diskussion Ã¼ber die GefÃ¤hrlichkeit von VitalstoffprÃ¤paraten im Allgemeinen bzw. der zur Abgabe vorgesehenen PrÃ¤parate gemÃ¤ss der eingereichten Liste, zumal die BeschwerdefÃ¼hrenden auch nicht geltend machen, die durch das Heilmittelinstitut vorgenommene Einreihung der fraglichen Arzneimittel in die Kategorie D sei verfassungs- oder gesetzeswidrig. Im Ãbrigen ist zu bemerken, dass die BeschwerdefÃ¼hrenden den Ã¼berzeugenden Bedenken der Gesundheitsdirektion bezÃ¼glich einzelner Wirkstoffe und Wirkstoffkombinationen nichts Substanzielles entgegenhalten konnten.</p> <p class="Erwgung2">Das Gesuch der BeschwerdefÃ¼hrenden scheitert demnach daran, dass die von ihnen zum Einsatz vorgesehenen Drogisten ohne eidgenÃ¶ssisches Diplom keine kantonal anerkennbare Ausbildung haben. Damit kann offen bleiben, ob sich die VitalstoffprÃ¤parate innerhalb der Arzneimittelkategorie D Ã¼berhaupt fÃ¼r die Bildung einer spezifischen Arzneimittelgruppe eignen, was die Gesundheitsdirektion entgegen der Auffassung der Swissmedic verneinte.</p> <p class="Erwgung1"><b>4. </b> </p> <p class="Urteilstext">Bei diesem Ausgang des Beschwerdeverfahrens sind die Kosten den BeschwerdefÃ¼hrenden je zur HÃ¤lfte unter solidarischer Haftung fÃ¼r den Gesamtbetrag aufzuerlegen (§ 13 Abs. 2 in Verbindung mit § 70 VRG).</p> <p class="Einzug1"><span>DemgemÃ¤ss entscheidet </span><span>die Kammer</span><span>:</span></p> <p class="Einzug2"><span>1. Die Beschwerde wird abgewiesen.</span></p> <p class="Einzug2"><span>2. Die GerichtsgebÃ¼hr wird festgesetzt auf <br/> Fr. 3'000.--; die Ã¼brigen Kosten betragen:<br/> Fr. 210.-- Zustellungskosten,<br/> Fr. 3'210.-- Total der Kosten.</span></p> <p class="Einzug2"><span>3. Die Kosten werden den BeschwerdefÃ¼hrenden je zur HÃ¤lfte unter solidarischer Haftung fÃ¼r den Gesamtbetrag auferlegt.</span></p> <p class="Einzug2"><span>4. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen, von der Zustellung an gerechnet, Verwaltungsgerichtsbeschwerde beim Bundesgericht erhoben werden.</span></p> <p class="Urteilstext">5. Mitteilung an â¦</p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>