Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche- rungsrecht vom 14. April 2016 (720 15 340 / 93) ____________________________________________________________________ Invalidenversicherung Die Vorinstanz wird verpflichtet, ergänzende Abklärungen betreffend einen allfälligen befristeten Rentenanspruch durchzuführen. Besetzung Präsident Andreas Brunner, Kantonsrichter Jgnaz Jermann, Kantons- richter Christof Enderle, Gerichtsschreiber Pascal Acrémann Parteien A.____ , Beschwerdeführer , vertreten durch Michael Blattner , Adv o- kat, Advokatur Sissach, Postgasse 9, Postfach 182, 4450 Sissach gegen IV -Stelle Basel -Landschaft , Hauptstrasse 109 , 4102 Binningen , Beschwerdegegnerin Betreff IV-Rente A. Der 1960 geborene A.____ arbeitete mehrere Jahre als Programmierer und Analytiker und war zuletzt vom 1. Mai 1992 bis 30. April 2003 bei der B____AG als Sachbearbeiter in der Informatikabteilung angestellt. Danach wurde er arb eitslos. Am 15. Juli 2014 meldete sich A.____ unter Hinweis auf Depressionen bei der Eidge nössischen Invalidenversicherung (IV) zum Bezug von Leistungen an. Nachdem die IV-Stelle Basel-Landschaft (IV-Stelle) die gesund- Seite 2 http://www.bl.ch/kantonsgericht heitlichen und erwerblichen Verhältnisse abgeklärt und z udem Eingliederungsmassnahmen durchgeführt hatte, verneinte sie – nach Durchführung d es Vorbescheidverfahrens – mit Verfü- gung vom 29. September 2015 einen Anspruch auf eine Invalidenrente mit der Begründung, der Versicherte habe das Wartejahr nicht erfüllt. B. Hiergegen erhob A.____, vertreten durch Advokat M ichael Blattner, am 4. November 2015 Beschwerde beim Kantonsgericht, Abteilung Sozialv ersicherungsrecht (Kantonsgericht). Er beantragte, in Aufhebung der Verfügung vom 29. Se ptember 2015 sei die IV-Stelle zu ver- pflichten, die gesetzlichen Leistungen zu erbringen, na mentlich sei ihm ab dem 25. Februar 2015 eine IV-Rente basierend auf einem IV-Grad von 10 0% auszurichten. Eventualiter sei die Angelegenheit zur Neubeurteilung an die Beschwerdege gnerin zurückzuweisen; unter o/e- Kostenfolge. In verfahrensrechtlicher Hinsicht beantragte er die Bewilligung der unentgeltlichen Rechtspflege mit Advokat Michael Blattner als Rechtsvertr eter. Zur Begründung führte er im Wesentlichen aus, dass der Entscheid auf unzureichenden Abklärungen beruhe. C. Mit Verfügung vom 5. November 2015 wurde dem Beschw erdeführer für das vorliegen- de Verfahren die unentgeltliche Rechtspflege mit Advokat Blattner als Rechtsvertreter bewilligt. D. In ihrer Vernehmlassung vom 14. Januar 2016 schloss d ie IV-Stelle auf Abweisung der Beschwerde. Das Kantonsgericht zieht i n E r w ä g u n g : 1. Gemäss Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes übe r die Invalidenversicherung (IVG) vom 19. Juni 1959 können Verfügungen der kantonalen IV -Stellen direkt vor dem Versiche- rungsgericht am Ort der IV-Stelle angefochten werde n. Anfechtungsobjekt des vorliegenden Verfahrens bildet eine Verfügung der IV-Stelle Basel-Landschaft, sodass die örtliche Zuständig- keit des Kantonsgerichts Basel-Landschaft zu bejahen ist. La ut § 54 Abs. 1 lit. b des Gesetzes über die Verfassungs- und Verwaltungsprozessordnung (VPO ) vom 16. Dezember 1993 beur- teilt das Kantonsgericht als Versicherungsgericht als ein zige gerichtliche Instanz des Kantons Beschwerden gegen Verfügungen der kantonalen IV-Stell e. Es ist somit auch sachlich zur Be- handlung der vorliegenden Beschwerde zuständig. Auf di e – im Übrigen frist- und formgerecht erhobene – Beschwerde vom 4. November 2015 ist einzutre ten. 2. Streitig und zu prüfen ist der Rentenanspruch des Be schwerdeführers. Massgebend ist der Sachverhalt, wie er sich bis zum Erlass der angefocht enen Verfügung vom 29. September 2015 entwickelt hat. Dieser Zeitpunkt bildet rechtsprechu ngsgemäss die zeitliche Grenze der richterlichen Überprüfungsbefugnis (BGE 129 V 4 E. 1.2). 3.1 Anspruch auf eine Rente haben nach Art. 28 Abs. 1 IVG Versicherte, die ihre Erwerbs- fähigkeit oder ihre Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Ein- gliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können (lit. a), während Seite 3 http://www.bl.ch/kantonsgericht eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich m indestens 40% arbeitsunfähig gewesen sind (lit. b) und nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40% invalid sind (lit. c). 3.2 Nach Art. 6 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen T eil des Sozialversicherungs- rechts (ATSG) vom 6. Oktober 2000 ist die Arbeitsunfähigk eit die durch eine Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit be dingte, volle oder teilweise Unfä- higkeit, im bisherigen Beruf oder Aufgabenbereich zumut bare Arbeit zu leisten (Satz 1). Bei langer Dauer wird auch die zumutbare Tätigkeit in ei nem anderen Beruf oder Aufgabenbereich berücksichtigt (Satz 2). 3.3 Als Invalidität gilt nach Art. 8 ATSG die voraussich tlich bleibende oder längere Zeit dau- ernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit. Sie ka nn im IV-Bereich Folge von Geburtsge- brechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1 IVG ). Unter Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psych ischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleib ende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden allg emeinen Arbeitsmarkt zu verstehen (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorlieg ens einer Erwerbsunfähigkeit sind nach dem im Rahmen der 5. IV-Revision am 1. Januar 2008 in Kraft gesetzten Art. 7 Abs. 2 ATSG ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträc htigung zu berücksichtigen (Satz 1). Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Satz 2). 3.4 Nach Art. 28 Abs. 2 IVG hat die versicherte Person A nspruch auf eine ganze Rente, wenn sie zu mindestens 70%, auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie zu mindestens 60%, auf eine halbe Rente, wenn sie zu mindestens 50% und auf eine Vi ertelsrente, wenn sie zu mindestens 40% invalid ist. 4. Für die Bemessung der Invalidität von erwerbstätige n Versicherten ist Art. 16 ATSG an- wendbar (Art. 28a Abs. 1 IVG). Danach wird für die B estimmung des Invaliditätsgrads das Er- werbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt d er Invalidität und nach Durchfüh- rung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eing liederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (Invalideneinkom- men), in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (Valideneinkommen). Der Einkomm ensvergleich hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die beiden hypothetischen Erwerbseinkommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und einander gegenübergestellt werde n. Aus der Einkommensdifferenz lässt sich der Invaliditätsgrad bestimmen (allgemeine Methode des Einkommensvergleichs; BGE 128 V 30 E. 1). 5. Ausgangspunkt der Ermittlung des Invaliditätsgrades bildet die Frage, in welchem Aus- mass die versicherte Person aufgrund ihrer gesundheitlichen Beeinträchtigungen arbeitsunfähig ist. Seite 4 http://www.bl.ch/kantonsgericht 6.1 Bei der Feststellung des Gesundheitszustandes und insb esondere auch bei der Beurtei- lung der Arbeitsfähigkeit einer versicherten Person i st die rechtsanwendende Behörde – die Verwaltung und im Streitfall das Gericht – auf Unterl agen angewiesen, die vorab von Ärztinnen und Ärzten zur Verfügung zu stellen sind. Deren Aufgabe ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkei- ten die versicherte Person arbeitsunfähig ist (BGE 115 V 134 E. 2, 114 V 314 E. 3c, 105 V 158 E. 1 in fine). Darüber hinaus bilden die ärztlichen S tellungnahmen eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Zumutbarkeit, also der Frage, we lche anderen Erwerbstätigkeiten als die zuletzt ausgeübte Berufsarbeit von der versicherten Perso n auf dem allgemeinen, ausgegliche- nen und nach ihren persönlichen Verhältnissen in Frage kommenden Arbeitsmarkt zumut- barerweise noch verrichtet werden können (U LRICH MEYER -BLASER , Zur Prozentgenauigkeit in der Invaliditätsschätzung, in: René Schaffhauser/Franz Sc hlauri [Hrsg.], Rechtsfragen der Inva- lidität in der Sozialversicherung, St. Gallen 1999, S. 20 f. mit Hinweisen). 6.2 Das Gericht hat die medizinischen Unterlagen nach dem für den Sozialversicherungs- prozess gültigen Grundsatz der freien Beweiswürdigung (vg l. Art. 61 lit. c ATSG) – wie alle an- deren Beweismittel – frei, d.h. ohne Bindung an förm liche Beweisregeln, sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen. Dies bedeutet, dass das Sozialversicherungsgericht alle Beweismit- tel, unabhängig von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden hat, ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilun g des streitigen Rechtsanspruchs ge- statten. Insbesondere darf es bei einander widerspreche nden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzu- geben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt. Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist also entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen be ruht, auch die geklagten Beschwer- den berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darle- gung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurte ilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen der Expertin oder des Experten begründet sind. Ausschlaggebend für den Beweiswert ist somit grundsätzlich weder die Herkunft eines Be- weismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten (BGE 125 V 352 E. 3a, 122 V 160 E. 1c). 6.3 Dennoch erachtet es die Rechtsprechung mit dem Gr undsatz der freien Beweiswürdi- gung als vereinbar, in Bezug auf bestimmte Formen me dizinischer Berichte und Gutachten Richtlinien für die Beweiswürdigung aufzustellen (vgl. die ausführlichen Zusammenstellungen dieser Richtlinien in BGE 125 V 352 ff. E. 3b und in AHI-Praxis 2001 S. 114 E. 3b, jeweils mit weiteren Hinweisen). So ist den im Rahmen des Verwaltu ngsverfahrens eingeholten Gutachten externer Spezialärztinnen und -ärzte, welche aufgrund e ingehender Beobachtungen und Unter- suchungen sowie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei der Erörterung der Befun- de zu schlüssigen Ergebnissen gelangen, bei der Beweiswür digung volle Beweiskraft zuzuer- kennen, solange nicht konkrete Indizien gegen die Zuverlässi gkeit der Expertise sprechen (BGE 125 V 353 E. 3b/bb mit weiteren Hinweisen). Di ese im Bereich der Unfallversicherung entwickelten Grundsätze finden für das IV-Verwaltungsve rfahren sinngemäss Anwendung (Ur- teil des Eidgenössischen Versicherungsgerichts [EVG] vom 9. August 2000, I 437/99 und Seite 5 http://www.bl.ch/kantonsgericht I 575/99, E. 4b/bb). In Bezug auf Berichte von behan delnden Ärzten darf und soll das Gericht der Erfahrungstatsache Rechnung tragen, dass diese mitunt er im Hinblick auf ihre auftrags- rechtliche Vertrauensstellung in Zweifelsfällen eher zu Gunsten ihrer Patientinnen und Patien- ten aussagen. Bei der Abschätzung des Beweiswerts im Rahmen einer freien und umfassenden Beweiswürdigung dürfen allerdings auch die potentiell en Stärken der Berichte behandelnder Ärzte nicht vergessen werden. Der Umstand allein, dass ei ne Einschätzung vom behandelnden Mediziner stammt, darf nicht dazu führen, sie als von vor nherein unbeachtlich einzustufen; die einen längeren Zeitraum abdeckende und umfassende Betr euung durch behandelnde Ärzte bringt oft wertvolle Erkenntnisse hervor. Auf der ander en Seite lässt es die unterschiedliche Natur von Behandlungsauftrag des therapeutisch tätigen (Fach-)Arztes einerseits und Begut- achtungsauftrag des amtlich bestellten fachmedizinischen E xperten anderseits (BGE 124 I 170 E. 4; Urteil des EVG vom 13. Juni 2001, I 506/00, E. 2b) nicht zu, ein Administrativgutachten stets in Frage zu stellen und zum Anlass weiterer Abklärung en zu nehmen, wenn die behan- delnden Ärzte zu anderslautenden Einschätzungen gelange n (Urteil des Bundesgerichts vom 25. Mai 2007, I 514/06, E. 2.2.1 mit Hinweisen). Vor behalten bleiben Fälle, in denen sich eine abweichende Beurteilung aufdrängt, weil die behandelnden Ärzte wichtige – und nicht rein sub- jektiver ärztlicher Interpretation entspringende – Aspe kte benennen, die im Rahmen der Begut- achtung unerkannt oder ungewürdigt geblieben sind (Urt eil des Bundesgerichts I 514/06 vom 25. Mai 2007, E. 2.2.1, mit Hinweisen). 7. Das Administrativverfahren und der kantonale Sozialve rsicherungsprozess sind vom Untersuchungsgrundsatz beherrscht (Art. 43 Abs. 1, Art. 61 lit. c ATSG). Danach haben IV- Stelle und Sozialversicherungsgericht von Amtes wegen für die richtige und vollständige Abklä- rung des rechtserheblichen Sachverhalts zu sorgen. Diese Untersuchungspflicht dauert so lan- ge, bis über die für die Beurteilung des streitigen An spruchs erforderlichen Tatsachen hinrei- chende Klarheit besteht (Urteil des Bundesgerichts vom 6. Februar 2008, 8C_163/2007, E. 3.2). Was zu beweisen ist, ergibt sich aus der Sach- und Rechtslage. 8. Für die Beurteilung des vorliegenden Falls sind im W esentlichen die folgenden medizini- schen Unterlagen zu berücksichtigen: 8.1 Der Versicherte unterzog sich in der Klinik C.____ ei ner testpsychologischen Abklärung. Im Bericht vom 7. Juli 2014 stellten Dr. med. D.____, FMH Psychiatrie und Psychotherapie, und lic. phil. E.____, Fachpsychologin für Psychotherapie, ein e mittelgradige depressive Episode fest. Beim Versicherten bestünden deutliche Leistungsdefizi te im Bereich der Reaktionsge- schwindigkeit, des Arbeitstempos, der räumlichen Wahrnehm ung, der Reproduktion sowie im Bereich der exekutiven Fähigkeiten. Im Testverhalten s eien grosse Verhaltensauffälligkeiten emotionaler Natur (Frustrationsintoleranz, emotionale Blockierung, Versagensängste und - überzeugungen sowie Resignation) festzustellen. Aufgru nd des Symptomniveaus zeige sich eine affektive Überlagerung. Deutlich ausgeprägt seien selbstunsichere und ängstlich- phobische Komponenten und es seien kognitive Schwächen, die nicht mit einer Depression übereinstimmen würden, feststellbar. Differentialdiag nostisch sei eine Persönlichkeitsstörung möglich. Eine abschliessende Beurteilung sei im Rahmen d er Testung nicht möglich. Es sei aber anzunehmen, dass der Versicherte primär eine ängstl ich-abhängige selbstunsichere Per- Seite 6 http://www.bl.ch/kantonsgericht sönlichkeit habe, die sich reaktiv zu einer forcierten Una bhängigkeit und Selbstbezogenheit entwickelt habe. 8.2 Die behandelnde Ärztin Dr. med. F.____, FMH Psychi atrie und Psychotherapie, diag- nostiziert am 20. Oktober 2014 eine rezidivierende depr essive Störung, aktuell mittelgradige Episode (ICD-10 F33.1), einen Verdacht auf angeboren e Teilleistungsdefizite (ICD-10 F81.3) und eine Persönlichkeitsstörung mit emotional-instabile n und narzisstischen Zügen (ICD-10 F60.8). Der Versicherte sei seit dem 25. Februar 2014 b ei ihr in Behandlung. Er sei im Affekt deutlich bedrückt, resigniert, traurig und hoffnungslos. Anzeichen für ein psychotisches Ge- schehen würden nicht bestehen. Aufgrund der Chronifizier ung der Depression sowie der Per- sönlichkeitsstörung müsse von einer langjährigen Arbeitse inschränkung ausgegangen werden. Für die zuletzt ausgeübte Tätigkeit als kaufmännischer Ang estellter bestünde eine vollständige Arbeitsunfähigkeit. 8.3 Die IV-Stelle beauftragte Dr. med. G.____, FMH Psychiatrie und Psychotherapie, mit einem Gutachten, welches am 6. Mai 2015 erstattet wurd e. Die Untersuchung wurde am 30. April 2015 durchgeführt. Dabei konnte Dr. G.___ _ keine Diagnose mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit feststellen. Ohne Einfluss auf die Ar beitsfähigkeit bestünden ein Status nach mittelgradiger depressiver Episode (ICD-10 F32.1) und nach Panikattacken (ICD-10 F41.0) so- wie narzisstische Persönlichkeitszüge (ICD-10 Z73.0). Bei der psychiatrischen Untersuchung sei die Stimmung ausgeglichen und die Psychomotorik unau ffällig gewesen. Der Versicherte leide darunter, seit Jahren keine Arbeit zu finden, kau m Geld zur Verfügung zu haben und sich gegenüber der Sozialhilfebehörde immer wieder rechtfe rtigen zu müssen. Aus psychiatrischer Sicht sei die Prognose günstig. Die mittelgradige depr essive Episode, unter der er zwischen November 2013 und März 2014 gelitten habe, habe sich vollständig zurückgebildet. Die narziss- tischen Persönlichkeitszüge würden keine Einschränkung der A rbeitsfähigkeit begründen. Auf- grund der langjährigen Arbeitslosigkeit und des Alters se i es für den Versicherten schwierig, sich in die Berufswelt zu integrieren. Diese Schwierigkei ten seien aber IV-fremd. Aktuell sei der Versicherte sowohl in der bisherigen als auch in anderen Tätigkeiten vollständig arbeitsfähig. Es sei davon auszugehen, dass die Arbeitsfähigkeit im Zeitra um November 2013 bis März 2014 aufgrund der mittelgradigen depressiven Episode um 50% vermindert gewesen sei. Die psychi- atrische Behandlung ab Februar 2014 und die antidepre ssive Therapie hätten innert weniger Wochen zu einer wesentlichen Verbesserung geführt und der Versicherte berichte, dass es ihm ab Frühjahr 2014 deutlich besser gegangen sei. In Bezug auf die Einschätzungen der behan- delnden Ärztin Dr. F.____ hielt Dr. G.____ fest, dass h eute keine Hinweise auf eine rezidivie- rende depressive Störung mehr festzustellen seien. Entge gen den Beurteilungen in den vorlie- genden psychiatrischen Berichten könne keine Persönlichkei tsstörung diagnostiziert werden. So habe der Versicherte während Jahren ohne grössere Sch wierigkeiten als Analytiker und Programmierer gearbeitet, was mit einer Persönlichkeitsst örung nicht vereinbar wäre. Die in seiner Berufskarriere ein- oder zweimal aufgetretenen verbalen aggressiven Auseinanderset- zungen würden für die Diagnose einer emotional instabi len Persönlichkeitsstörung nicht ausrei- chen. Narzisstische Persönlichkeitszüge würden die Arbeitsf ähigkeit nicht einschränken. Die anlässlich der Abklärung in der Klinik C.____ festgestell ten Teilleistungsdefizite seien möglich- erweise durch gewisse depressive Nachschwankungen bedingt gewesen. Die Tatsache, dass Seite 7 http://www.bl.ch/kantonsgericht der Versicherte während vielen Jahren als EDV-Mitarbeite r tätig gewesen sei, schliesse rele- vante kognitive Störungen aus. Der Beschwerdeführer hab e nach seiner beruflichen Tätigkeit weder ein Schädelhirntrauma erlitten noch eine schwere psychiatrische Störung durchgemacht, die allenfalls zu einer Einschränkung der kognitiven Leistungsfähigkeit hätten führen können. 8.4 Am 2. November 2015 nahm Dr. F.____ zum Gutachte n von Dr. G.____ Stellung. Sie hielt fest, dass die Remission der depressiven Episode aus m edizinischer Sicht begründet und nachvollziehbar sei. Aufgrund der Komorbidität (Persönl ichkeitsstörung, Teilleistungsdefizite) müsse jedoch mit erheblicher Wahrscheinlichkeit von einer e rneuten depressiven Phase aus- gegangen werden. Die Verneinung der Persönlichkeitsstör ung werde vom Gutachter nicht ge- nügend begründet. Insbesondere sei die Aussage, wonach eine langjährige Tätigkeit als Analy- tiker mit einer Persönlichkeitsstörung nicht vereinbar se i, nicht korrekt. Als Einzelkämpfer habe sich der Versicherte nicht in ein Team einfügen müssen. Ausserdem seien die Beziehungen des Versicherten nur oberflächlich erwähnt worden. Entg egen der Ansicht von Dr. G.____ lies- sen die Anamnese, die aktuelle Situation und die Erge bnisse der testpsychologischen Abklä- rung an eine schizoide u.o. narzisstische Persönlichkeit mit Teilleistungsdefiziten denken. Die mit grösster Sicherheit bestehenden Wechselwirkungen zwi schen den rezidivierenden depres- siven Episoden, der Persönlichkeitsstörung und den Teilleistungsdefiziten würden im Gutachten nicht näher beurteilt. Zudem sei die darin vorgenommen e retrospektive Beurteilung der Arbeits- fähigkeit spekulativ. 8.5 In ihrer Stellungnahme vom 12. Januar 2016 hiel t Dr. med. H.____, FMH Psychiatrie und Psychotherapie, Regionaler Ärztlicher Dienst (RAD) beider Basel, fest, dass die depressive Episode unbestritten remittiert sei. Die narzisstischen Pe rsönlichkeitszüge würden weder vom Gutachter Dr. G.____ noch vom RAD in Frage gestellt. Sie würden aber entgegen der Ansicht der behandelnden Psychiaterin nicht den Schweregrad ein er Persönlichkeitsstörung aufweisen. Die Beurteilung des Gutachters, wonach der Versicherte a ufgrund der depressiven Episode ab November 2013 im Umfang von 50% arbeitsunfähig gewesen sei, sei nicht zu beanstanden. Es sei überwiegend wahrscheinlich, dass es bis zur Begutachtung durch Dr. G.____ im April 2014 [recte: April 2015] zu einer allmählichen Verbesserung der Depressivität resp. der Arbeitsfähig- keit gekommen sei. Es sei nicht sicher nachgewiesen, wann und in welchem Ausmass die Ver- besserung eingetreten sei. Daher sei – zu Gunsten des Ve rsicherten – davon ausgegangen worden, dass die Einschränkung von 50% für den gesamten Zeitraum von November 2013 bis März 2014 bestanden habe. 9.1 Die IV-Stelle stützte sich bei der Beurteilung des medizinischen Sachverhalts vollum- fänglich auf die Ergebnisse des Gutachtens von Dr. G.__ __ vom 6. Mai 2015 und ging demzu- folge davon aus, dass der Versicherte im Zeitraum Novemb er 2013 bis März 2014 aufgrund einer mittelgradigen depressiven Episode eine Einschränk ung der Arbeitsfähigkeit von 50% aufwies. Zufolge Verbesserung des Gesundheitszustandes sei ab April 2014 von einer vollstän- digen Arbeitsfähigkeit auszugehen. 9.2.1 Wie oben ausgeführt (vgl. E. 6.3 hiervor), ist den im Rahmen des Verwaltungsverfahrens eingeholten Gutachten externer Spezialärztinnen und -är zte, welche aufgrund eingehender Be- Seite 8 http://www.bl.ch/kantonsgericht obachtungen und Untersuchungen sowie nach Einsicht in d ie Akten Bericht erstatten und bei der Erörterung der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen ge langen, bei der Beweiswürdigung volle Beweiskraft zuzuerkennen, solange nicht konkrete Indi zien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen. Solche Indizien liegen hier keine vo r. Das Gutachten von Dr. G.____ vom 6. Mai 2015 beruht auf einer eingehenden Untersuchung des Versicherten und es berücksich- tigt auch die übrigen bei den Akten liegenden medizini schen Berichte. Zudem geht es einläss- lich auf die Beschwerden ein und vermittelt ein hinre ichendes Bild über den Gesundheitszu- stand des Versicherten. Es wird deutlich, dass sich die d epressive Episode im Zeitpunkt der Begutachtung vollständig zurückgebildet hatte, keine Per sönlichkeitsstörung diagnostiziert wer- den kann und die narzisstischen Persönlichkeitszüge die Arb eitsfähigkeit nicht einschränken. Die Beurteilung im Gutachten von Dr. G.____ vom 6. Ma i 2015 ist sowohl in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge als auch bezüglich der daraus gezogenen Schlussfolgerungen überzeugend und lässt im Zeitpunkt der Begutachtung i m April 2015 eine zuverlässige Beurtei- lung der Arbeitsfähigkeit des Versicherten zu. 9.2.2 Daran vermögen die Vorbringen des Beschwerdeführ ers nichts zu ändern. Soweit er zunächst die vollständige Remission der rezidivierenden dep ressiven Störung anzweifelt, ist ihm entgegenzuhalten, dass auch die behandelnde Ärztin Dr. F.____ in ihrem Bericht vom 2. November 2015 die Remission der depressiven Episode a ls begründet und nachvollziehbar erachtete. Aufgrund der vorliegenden Akten ergeben si ch denn auch keine Hinweise dafür, dass der Beschwerdeführer nach der Begutachtung durch Dr . G.____ am 30. April 2015 bis zum Erlass der angefochtenen Verfügung vom 29. Septemb er 2015 (vgl. E. 2 hiervor) erneut eine depressive Episode durchgemacht hätte. Eine nach Er lass der angefochtenen Verfügung eingetretene Verschlechterung des Gesundheitszustandes wä re demnach gegebenenfalls ein Revisionsgrund im Sinne von Art. 17 Abs. 1 ATSG. Weiter hat Dr. G.____ unter Bezugnahme auf die Berichte der behandelnden Ärztin nachvollziehb ar dargelegt, dass keine Persönlich- keitsstörung diagnostiziert werden kann. Soweit sich der Be schwerdeführer auf die Diagnose der behandelnden Ärztin beruft, vermag dies keine Zwe ifel am Gutachten zu erwecken. Abge- sehen davon, dass rechtsprechungsgemäss der Erfahrungstatsache Rechnung zu tragen ist, dass behandelnde Ärzte mitunter im Hinblick auf ihre a uftragsrechtliche Vertrauensstellung in Zweifelsfällen eher zu Gunsten ihrer Patientinnen und Patienten aussagen, benennt Dr. F.____ in ihrem Bericht vom 2. November 2015 keine Aspekte, die im Rahmen der Begutachtung uner- kannt oder ungewürdigt geblieben wären. Ausserdem kann aufgrund ihrer Formulierung, wo- nach die Anamnese, die jetzige Situation und die test psychologische Abklärung an eine schi- zoide u.o. narzisstische Persönlichkeit mit Teilleistungsdef iziten denken lasse , die Diagnose einer Persönlichkeitsstörung nicht als hinreichend gesicher t gelten. Wenn der Beschwerdefüh- rer weiter einwendet, dass er gemäss Bericht der Klinik C.____ vom 7. Juli 2014 deutliche Leis- tungsdefizite mit erheblichen Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit habe, vermag dies die Beur- teilung von Dr. G.____ nicht in Zweifel zu ziehen. So w ies der Gutachter darauf hin, dass der Versicherte während vielen Jahren als EDV-Miterbeiter ge arbeitet habe und die festgestellten Teilleistungsdefizite möglicherweise im Zusammenhang mi t der depressiven Episode standen, jedoch keine spätere Ursache für eine Einschränkung d er kognitiven Leistungsfähigkeit ersicht- lich sei. Insgesamt vermögen die Vorbringen des Beschwerdef ührers die ausschlaggebende Beweiskraft des Gutachtens von Dr. G.____ vom 6. Mai 2015 nicht in Zweifel zu ziehen. Viel- Seite 9 http://www.bl.ch/kantonsgericht mehr lässt es ab dem Begutachtungszeitpunkt eine zuverlässig e Beurteilung der verbleibenden Arbeitsfähigkeit zu, weshalb darauf abgestellt werden kann. 9.2.3 Aufgrund der vorliegenden Unterlagen ist indes der Verlauf der ab November 2013 ein- getretenen depressiven Episode nicht hinreichend geklärt. Dr. G.____ hielt fest, dass der Versi- cherte ab November 2013 aufgrund der mittelgradigen depressiven Episode zu 50% in der Ar- beitsfähigkeit eingeschränkt gewesen sei. Er ging davon aus, dass die psychiatrische Behand- lung ab Februar 2014 und die antidepressive Therapie innert weniger Wochen zu einer wesent- lichen Verbesserung geführt, und sich die depressive Episo de ab Frühjahr 2014 vollständig zu- rückgebildet habe. Seine Beurteilung in Bezug auf den Verlauf und die Verbesserung der De- pressivität basieren allerdings allein auf den anamnestisc hen Angaben des Versicherten, was indes mit Blick auf die Berichte der Klinik C.____ vom 7 . Juli 2014 und der behandelnden Ärztin Dr. F.____ vom 20. Oktober 2014, wonach im Zeitpunkt de r Berichterstattungen weiterhin eine mittelgradigen depressiven Störung, bestand, nicht zu üb erzeugen vermag. So wies auch die RAD-Ärztin Dr. H.____ in ihrer Stellungnahme vom 12. Januar 2016 darauf hin, dass nicht si- cher nachgewiesen sei, wann und in welchem Ausmass die V erbesserung der Depressivität eingetreten sei. Weiter führt sie aus, es sei überwiegend wahrscheinlich, dass es bis zur Begut- achtung durch Dr. G.____ im April 2014 [recte: 2015] z u einer allmählichen Verbesserung der Depressivität resp. der Arbeitsfähigkeit gekommen sei, w eshalb zu Gunsten des Versicherten davon ausgegangen werde, dass die Einschränkung von 50% für den gesamten Zeitraum von November 2013 bis März 2014 [recte: 2015] bestanden hab e. Diese Ausführungen sind inso- fern widersprüchlich, als die Begutachtung durch Dr. G. ____ eben nicht im April 2014, sondern im April 2015 durchgeführt wurde. So wie sich die Aktenlage präsentiert, kann demnach im Zeit- raum November 2013 bis zur Begutachtung durch Dr. G._ ___ am 30. April 2015 nicht beurteilt werden, wann und in welchem Ausmass die Verbesserung der Depressivität eingetreten ist. Jedenfalls kann entgegen der Ansicht der IV-Stelle nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit geschlossen werden, dass sich der Gesundheitszustand des Besch werdeführers bereits ab April 2014 massgeblich verbessert hatte. Demnach ist der m assgebende medizinische Sach- verhalt im Zeitraum November 2013 bis zur Begutachtung d urch Dr. G.____ am 30. April 2015 nicht ausreichend abgeklärt. 10.1 Gemäss neuerer bundesgerichtlicher Rechtsprechung können die Sozialversicherungs- gerichte nicht mehr frei entscheiden, ob sie eine Strei tsache zur neuen Begutachtung an die Verwaltung zurückweisen. Die Beschwerdeinstanz hat vielme hr im Regelfall selbst ein Ge- richtsgutachten einzuholen, wenn sie einen im Verwaltu ngsverfahren anderweitig erhobenen Sachverhalt überhaupt für gutachtlich abklärungsbedürf tig hält oder wenn eine Administrativex- pertise in einem rechtserheblichen Punkt nicht beweiskräft ig ist. Eine Rückweisung an die IV- Stelle bleibt hingegen möglich, wenn sie allein in de r notwendigen Erhebung einer bisher voll- ständig ungeklärten Frage begründet ist oder wenn ledi glich eine Klarstellung, Präzisierung oder Ergänzung von gutachtlichen Ausführungen erforderlich ist (BGE 137 V 210, E. 4.4.1 ff.). 10.2 Aus dem vorstehend Gesagten (vgl. E. 9.2.3 hiervor) ist bezüglich der medizinischen Verhältnisse vor der Begutachtung durch Dr. G.____ eine Aktenergänzung geboten. Da es sich um einen punktuellen Abklärungsbedarf handelt, und es nicht die Aufgabe der kantonalen Ge- Seite 10 http://www.bl.ch/kantonsgericht richte ist, im Verwaltungsverfahren versäumte medizinische Abklärungen nachzuholen, steht einer Rückweisung an die Vorinstanz nichts entgegen. 11. Nach dem Gesagten stellt das Gutachten von Dr. G.__ __ vom 6. Mai 2015 ab dem Un- tersuchungszeitpunkt am 30. April 2015 eine geeignete Entscheidgrundlage dar. Demanch ist davon auszugehen, dass die Arbeitsfähigkeit des Versicher ten aus psychiatrischer Sicht nicht eingeschränkt ist. Demgegenüber besteht für die Verhäl tnisse vor der Begutachtung durch Dr. G.____ punktueller Abklärungsbedarf, weshalb die Sache für weitere Abklärungen im Zeit- raum November 2011 bis April 2015 an die IV-Stelle zu rückzuweisen ist. Demzufolge ist in teil- weiser Gutheissung der Beschwerde die Verfügung der IV- Stelle Basel-Landschaft vom 29. September 2015 teilweise aufzuheben und die IV-S telle zu verpflichten, ergänzende Abklä- rungen betreffend einen allfälligen befristeten Ren tenanspruch durchzuführen. Gestützt auf die Ergebnisse der Aktenergänzung wird sie über den Renten anspruch des Beschwerdeführers neu zu verfügen haben. 12.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1 und 1 bis IVG ist das Beschwerdeverfahren bei Streitigkeiten um die Bewilligung oder die Verweigerung von IV-Leistung en vor dem kantonalen Versicherungs- gericht kostenpflichtig. Nach § 20 Abs. 3 Satz 2 des Ges etzes über die Verfassungs- und Ver- waltungsprozessordnung (VPO) vom 16. Dezember 1993 we rden die Verfahrenskosten in der Regel der unterliegenden Partei in angemessenem Ausma ss auferlegt. Den Vorinstanzen wer- den in der Regel keine Verfahrenskosten auferlegt. Wei l der Beschwerdeführer mit seiner Be- schwerde teilweise durchgedrungen ist, rechtfertigt es sich, ihm die Hälfte der Verfahrenskosten von Fr. 600.-- aufzuerlegen. Dem Beschwerdeführer werden damit Verfahrenskosten in der Hö- he von Fr. 300.-- auferlegt. In Anbetracht des Umstand s, dass ihm mit Verfügung vom 5. No- vember 2015 die unentgeltliche Prozessführung bewilligt wurde, gehen diese Verfahrenskosten zu Lasten der Gerichtskasse. 12.2.1 Art. 61 lit. g Satz 1 ATSG hält fest, dass die obsiegende Beschwerde führende Person Anspruch auf Ersatz der Parteikosten hat. Infolge der t eilweisen Gutheissung der Beschwerde ist dem Beschwerdeführer eine reduzierte Parteientschädi gung zu Lasten der IV-Stelle zuzu- sprechen. Advokat Blattner hat in seiner Honorarnote vom 9. Februar 2016 für das vorliegende Beschwerdeverfahren einen Zeitaufwand von insgesamt 13, 4 Stunden und Auslagen von Fr. 67.-- ausgewiesen, was umfangmässig angesichts der sich stellenden Sach- und Rechtsfra- gen nicht zu beanstanden ist. Da die Beschwerde teilweise gutzuheissen ist, ist es angemes- sen, die Hälfte des geltend gemachten Honorars als Part eikosten zu entschädigen, wobei ein Stundenansatz von Fr. 250.-- zur Anwendung kommt. Demnach wird dem Beschwerdeführer für das vorliegende Beschwerdeverfahren eine reduzierte Parte ientschädigung von Fr. 1‘845.20 (6,7 Stunden à Fr. 250.-- und Auslagen von Fr. 33.50 zuzüglich 8% Mehrwertsteuer) zu Lasten der Beschwerdegegnerin zugesprochen. Im Übrigen werde n die ausserordentlichen Kosten wettgeschlagen. 12.2.2 Da dem Beschwerdeführer ebenfalls mit Verfügung vom 5. November 2015 die unent- geltliche Verbeiständung mit seinem Rechtsvertreter bewi lligt worden ist, ist dieser im Umfang des Unterliegens aus der Gerichtskasse zu entschädigen. G emäss § 3 Abs. 2 der Tarifordnung Seite 11 http://www.bl.ch/kantonsgericht für die Anwältinnen und Anwälte vom 17. November 200 3 beträgt das Honorar bei unentgeltli- cher Verbeiständung Fr. 200.-- pro Stunde. Dem Rechtsve rtreter ist deshalb ein Honorar in der Höhe von Fr. 1‘483.40 (6,7 Stunden à Fr. 200.-- und Auslagen von Fr. 33.50 zuzüglich 8% Mehrwertsteuer) aus der Gerichtskasse auszurichten. 12.3 Der Beschwerdeführer wird ausdrücklich auf § 53a Abs. 1 des Gesetzes über die Orga- nisation der Gerichte (GOG) vom 22. Februar 2001 aufme rksam gemacht, wonach eine Partei, der die unentgeltliche Rechtspflege gewährt wurde, zu r Nachzahlung verpflichtet ist, sobald sie dazu in der Lage ist. 13.1 Gemäss Art. 90 des Bundesgesetzes über das Bundesge richt (BGG) vom 17. Juni 2005 ist die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenh eiten an das Bundesgericht zulässig gegen Entscheide, die das Verfahren abschliessen. Selbst ändig eröffnete Zwischenentscheide sind – mit Ausnahme der Zwischenentscheide über die Zustä ndigkeit und über Ausstandsbe- gehren (vgl. Art. 92 BGG) – nur mit Beschwerde in öf fentlich-rechtlichen Angelegenheiten an- fechtbar, wenn sie einen nicht wieder gutzumachenden Na chteil bewirken können (Art. 93 Abs. 1 lit. a BGG) oder wenn die Gutheissung der Beschw erde sofort einen Endentscheid her- beiführen und damit einen bedeutenden Aufwand an Ze it oder Kosten für ein weitläufiges Be- weisverfahren ersparen würde (Art. 93 Abs. 1 lit. b BG G). Nach der bundesgerichtlichen Recht- sprechung handelt es sich bei einem Rückweisungsentscheid an den Versicherungsträger zur Aktenergänzung und anschliessenden Neuverfügung nicht um einen Endentscheid, sondern um einen Zwischenentscheid im Sinne von Art. 93 Abs. 1 BGG. Dies gilt auch für einen Rückwei- sungsentscheid, mit dem eine materielle Teilfrage (z.B. eine von mehreren materiellrechtlichen Anspruchsvoraussetzungen) beantwortet wird (BGE 133 V 481 f. E. 4.2). 13.2 Beim vorliegenden Rückweisungsentscheid handelt es si ch somit um einen Zwischen- entscheid im Sinne des BGG. Demnach ist gegen ihn eine Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten an das Bundesgericht nur unter den in Art. 93 Abs. 1 BGG genannten Vo- raussetzungen zulässig. Ob diese erfüllt sind, entscheidet d as Bundesgericht. Die nachstehen- de Rechtsmittelbelehrung erfolgt unter diesem ausdrücklichen Vorbehalt. Demgemäss wird e r k a n n t : ://: 1. In teilweiser Gutheissung der Beschwerde wird die Verfügung der IV- Stelle Basel-Landschaft vom 29. September 2015 teilwei se aufgeho- ben und die IV-Stelle verpflichtet, ergänzende Abkläru ngen betreffend einen allfälligen befristeten Rentenanspruch im Sinne der Erwägungen durchzuführen. Im Übrigen wird die Beschwerde abgewiesen. 2. Dem Beschwerdeführer werden Verfahrenskosten in de r Höhe von Fr. 300.-- auferlegt. Zufolge Bewilligung der unentgeltlichen Prozessführun g werden die dem Versicherten auferlegten Verfahrenskosten vorläufig auf die Ge- Seite 12 http://www.bl.ch/kantonsgericht richtskasse genommen. 3. Die IV-Stelle hat dem Beschwerdeführer eine redu zierte Parteient- schädigung in der Höhe von Fr. 1'845.20 (inkl. Auslagen und 8% Mehrwertsteuer) zu bezahlen. Im Übrigen werden die ausserordentlichen Kosten wettgeschlagen. Zufolge Bewilligung der unentgeltlichen Verbeiständun g wird dem Rechtvertreter des Beschwerdeführers ein Honorar in der Höhe von Fr. 1'483.40 (inkl. Auslagen und 8% Mehrwertsteuer) aus der Gerichts- kasse ausgerichtet. http://www.bl.ch/kantonsgericht