<h2>SubmittedText<h2><p>Die Personen, die nach Beendigung einer Berufslehre nach dem Bundesgesetz über die Berufsbildung arbeitslos sind, erhalten Arbeitslosenentschädigungen in der Höhe von 127 Franken pro Tag. Diejenigen, die sich nach Beendigung einer Anlehre, welche ebenfalls diesem Gesetz unterstellt ist, in derselben Situation befinden, erhalten nur 40 Franken pro Tag. Eine solch unterschiedliche Behandlung ist stossend.</p><p>Es bedeutet auch, dass die Sozialhilfen und die minimalen Wiedereingliederungseinkommen an die Stelle der Arbeitslosenversicherung treten müssen und dass die betroffenen jungen Leute faktisch in den Prozess der beruflichen und sozialen Ausgrenzung gelangen, obwohl sie einen von der kantonalen Behörde anerkannten Ausbildungsweg hinter sich haben.</p><p>Unter den rund 250 Berufslehren, die vom Bund gesetzlich geregelt sind, gibt es einige, deren Anforderungsniveau sehr hoch ist, während andere wiederum Lehrlingen offenstehen, die in ihren Fähigkeiten eingeschränkter sind. So gibt es Berufslehren, die nur zwei Jahre dauern und deren Anforderungsniveau nicht höher ist als das einer Anlehre. Diese Berufslehren schliessen jedoch mit einem anerkannten Zeugnis. Die Anlehre - ebenfalls von zweijähriger Dauer - beinhaltet eine praktische Ausbildung im Unternehmen, ergänzt durch den Besuch der Berufsschule und gegebenenfalls eines Einführungskurses. Daher kann die Anlehre einer zweijährigen, auf weniger hohen Anforderungen beruhenden Berufslehre gleichgesetzt werden.</p><p>Der Bundesrat wird ersucht, die ungleiche Behandlung, welche die Personen mit einer Anlehre erfahren müssen, aufzuheben und gegebenenfalls die Verordnung, die bei diesem Fall zur Anwendung kommt, zu ändern.</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2>Der Bundesrat ist bereit, das Postulat entgegenzunehmen.