<h2>SubmittedText<h2><p>Im Kanton Jura hat die Post ein Disziplinarverfahren gegen vier ihrer Mitarbeiter eröffnet und einen von ihnen vom Dienst suspendiert. Dies deshalb, weil die vier Gewerkschafter in der Öffentlichkeit kritisch über die Schwierigkeiten und den Leistungsabfall berichtet hatten, welche die Einführung des neuen Paketpostkonzeptes verursacht hatte (Opération escargot). Die Unternehmensleitung wirft ihnen vor, sie hätten den Interessen des Unternehmens geschadet, indem sie eine Protestaktion gegen die vorübergehende Streichung des "colis prioritaire" aus dem Angebot lancierten und auf den entsprechenden Paketen einen Kleber mit einer Schnecke anbrachten.</p><p>Ich stelle dem Bundesrat deshalb folgende Fragen:</p><p>- Wie beurteilt er den Umstand, dass die Postdirektion gegen vier ihrer Mitarbeiter vorgeht, die im Grunde nichts anderes getan haben, als die Interessen des Service public zu verteidigen, der in den Randregionen besonders gefährdet ist?</p><p>- Ist er nicht auch der Auffassung, dass diese jurassischen Postangestellten mit ihrer Aktion vor allem den Marktanteil der Post und damit die Arbeitsplätze erhalten wollten?</p><p>- Wie stellt er sich zu dieser unzulässigen Verletzung der gewerkschaftlichen Rechte?</p><p>- Wie gedenkt er dafür zu sorgen, dass sich solche Verletzungen der gewerkschaftlichen Rechte nicht wiederholen?</p><p>- Welche Massnahmen gedenkt er zu ergreifen, damit die Post das Disziplinarverfahren gegen diese vier Mitarbeiter, die allesamt der Sektion "La Jurassienne Poste" der Gewerkschaft Kommunikation angehören, einstellt und die Suspendierung des Sektionspräsidenten aufhebt? Was gedenkt er zu tun, damit diese Mitarbeiter ihre Arbeitsplätze behalten können?</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>In der vom Interpellanten angesprochenen Angelegenheit wurde zwischenzeitlich eine Lösung gefunden. So konnte Anfang Oktober zwischen der Post, den Betroffenen und der Gewerkschaft eine gütliche Einigung in der Sache erzielt werden. </p><p>Der Bundesrat nimmt mit Befriedigung von dieser positiven Wende Kenntnis. Er verzichtet daher auf eine Stellungnahme zu den durch diese Entwicklung obsolet gewordenen Einzelfragen.</p>  Antwort des Bundesrates.