<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2002.00223</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="https://vgrzh.djiktzh.ch/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=https://vgrzh.djiktzh.ch&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=106874&amp;W10_KEY=4467146&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2002.00223</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 05.09.2002</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">3. Abteilung/Einzelrichter</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">FÃ¼rsorgerecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Sozialhilfe</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Rückerstattung irrtümlich doppelt ausbezahlter Sozialhilfe-Leistungen<br/><br/>Auf die Beschwerde ist einzutreten (E. 1).<br/>Nach Auffassung des Bezirksrat ergibt sich die Rückerstattungspflicht aus dem auch im öffentlichen Recht geltenden Grundsatz der Rückerstattung ungerechtfertigter Bereicherungen, wobei die Grundsätze betreffend Kürzungen von Hilfeleistungen einzuhalten seien (E. 2).<br/>Den Erwägungen des Bezirksrats ist beizupflichten. Da es vorliegend nicht um rechtmässig bezogene Hilfe geht, ist unwesentlich, dass kein Rückerstattungstatbestand von § 26 SHG erfüllt ist (E. 3).<br/>Das Bedarfsdeckungsprinzip begrenzt die Verrechnung mit Sozialhilfeansprüchen (E. 4).</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: BEDARFSDECKUNGSPRINZIP">BEDARFSDECKUNGSPRINZIP</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: BEREICHERUNG">BEREICHERUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: DOPPELZAHLUNG">DOPPELZAHLUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: EXISTENZMINIMUM">EXISTENZMINIMUM</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: KÃRZUNG">KÃRZUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: RÃCKERSTATTUNG">RÃCKERSTATTUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: UNGERECHTFERTIGTE BEREICHERUNG">UNGERECHTFERTIGTE BEREICHERUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: FÃ¼rsorge ST: WIRTSCHAFTLICHE HILFE">WIRTSCHAFTLICHE HILFE</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade">Art. 62 lit. II OR</span><br/><span class="gerade">§ 24 SHG</span><br/><span class="ungerade">§ 26 SHG</span><br/><span class="gerade">§ 27 SHG</span><br/><span class="ungerade">§ 24 SHV</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 4 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Einzug1"><span>I. A wurde seit 1. Mai 2001 von der Gemeinde X mit monatlichen Sozialhilfeleistungen unterstÃ¼tzt. Infolge einer Falschbuchung wurde ihm im Monat September 2001 der geschuldete Betrag von Fr. 2'543.- doppelt ausbezahlt. Am 2. November 2001 unterzeichnete er eine entsprechende Schuldanerkennung und RÃ¼ckerstattungsverpflichtung. Darin heisst es unter anderem, er besitze verschiedene in den nÃ¤chsten Monaten eingehende Guthaben, die er fÃ¼r die RÃ¼ckerstattung der Sozialhilfeleistung verwenden wolle. Falls dies bis 31. Januar 2002 nicht mÃ¶glich sei, werde mit dem zustÃ¤ndigen Sozialbetreuer das weitere Vorgehen (freiwillige RÃ¼ckerstattung in geeigneten Ratenzahlungen ab Februar 2002 oder Erwirken eines Entscheids der FÃ¼rsorgebehÃ¶rde) vereinbart.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Auf Antrag des Sozialbetreuers vom 8. Januar 2002 beschloss die FÃ¼rsorgebehÃ¶rde X am 14. Januar 2002, ab 1. Februar 2002 bis 30. November 2002 werde A zwecks RÃ¼ckerstattung des unrechtmÃ¤ssig erhaltenen Betrags von Fr. 2'543.- monatlich ein Betreffnis von Fr. 254.30 von der UnterstÃ¼tzungsleistung abgezogen. Falls er im Laufe dieser Periode auf weitere Sozialleistungen der Gemeinde verzichte, sei er verpflichtet, die ausstehenden Raten weiterhin monatlich der FÃ¼rsorgebehÃ¶rde zu Ã¼berweisen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>II. Den dagegen erhobenen Rekurs hiess der Bezirksrat Y am 24. April 2002 teilweise gut, indem er den mit den UnterstÃ¼tzungsleistungen zu verrechnenden Gesamtbetrag von Fr. 2'543.- in zehn monatliche Raten von Fr. 251.50 und eine weitere Monatsrate von Fr. 28.- aufteilte.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>III. Mit Beschwerde vom 1. Juli 2002 erneuerte A sein Begehren, von einer Verrechnung der Sozialhilfeleistungen mit der RÃ¼ckerstattungsforderung sei abzusehen. Ausserdem verlangte er eine GenugtuungsentschÃ¤digung von Fr. 1'000.- sowie eine ProzessentschÃ¤digung in âortsÃ¼blicherâ HÃ¶he.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Zur BegrÃ¼ndung brachte er vor, Sozialhilfeleistungen dÃ¼rften nur gekÃ¼rzt werden, wenn dem EmpfÃ¤nger ein Fehlverhalten anzulasten und er zuvor fÃ¶rmlich verwarnt worden sei. Diese Voraussetzungen seien hier nicht erfÃ¼llt. Die BehÃ¶rde habe die Falschbuchung erst sechs Monate ânach der Tatâ entdeckt, und anderseits habe er im Zeitpunkt der Falschbuchung ein anderes Guthaben in Ã¤hnlicher HÃ¶he erwartet. Deswegen mÃ¼sse die Gemeinde ihren RÃ¼ckerstattungsanspruch âgemÃ¤ss den Spielregeln des SchKGâ einfordern. Dabei sei davon auszugehen, dass das Existenzminimum geschÃ¼tzt sei und nicht zwecks Schuldentilgung unterschritten werden dÃ¼rfe.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Der Bezirksrat Y beantragte dem Gericht, die Beschwerde unter Kosten- und EntschÃ¤digungsfolgen zu Lasten des BeschwerdefÃ¼hrers abzuweisen. Die FÃ¼rsorgebehÃ¶rde X ersuchte ebenfalls um Abweisung der Beschwerde.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Der Einzelrichter zieht in ErwÃ¤gung:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>1. Das Verwaltungsgericht ist nach § 41 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959/8. Juni 1997 (VRG) zur Behandlung der vorliegenden Beschwerde zustÃ¤ndig. Aufgrund des Streitwerts von Fr. 2'543.- ist die Sache vom Einzelrichter zu behandeln (§ 38 Abs. 2 VRG). Weil auch die Ã¼brigen Prozessvoraussetzungen erfÃ¼llt sind, ist auf die Beschwerde einzutreten.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>2. Der Bezirksrat hat im Wesentlichen erwogen: Der in Art. 62 Abs. 2 des Schweizerischen Obligationenrechts (OR) verankerte Grundsatz, dass ohne gÃ¼ltigen Grund oder aus einem nicht verwirklichten oder nachtrÃ¤glich weggefallenen Grund erhaltene Leistungen zurÃ¼ckzuerstatten seien, gelte auch im Ã¶ffentlichen Recht. Daraus ergebe sich hier ohne Weiteres der Anspruch der FÃ¼rsorgebehÃ¶rde auf RÃ¼ckerstattung der doppelt ausbezahlten Sozialhilfe, ungeachtet dessen, dass hier keiner der in §§ 26 und 27 des Sozialhilfegesetzes vom 14. Juni 1981 (SHG) genannten RÃ¼ckerstattungstatbestÃ¤nde erfÃ¼llt sei. BezÃ¼glich VerjÃ¤hrung sei die allgemein im Ã¶ffentlichen Recht geltende und daher auch im vorliegenden Fall massgebende Frist von fÃ¼nf Jahren seit Entstehung des RÃ¼ckerstattungsanspruchs gewahrt. Es ergebe sich demnach, dass der RÃ¼ckerstatttungsanspruch der Beschwerdegegnerin grundsÃ¤tzlich ausgewiesen sei, was denn auch der BeschwerdefÃ¼hrer mit der Unterzeichnung der Schuldanerkennung/RÃ¼ckerstattungsverpflichtung vom 2. November 2001 anerkannt habe. â UnbegrÃ¼ndet sei der Einwand des Rekurrenten, die RÃ¼ckerstattungsforderung dÃ¼rfe nicht mit seinem laufenden Anspruch auf FÃ¼rsorgeleistung verrechnet werden. Das Gemeinwesen sei befugt, Forderungen gegen eine Privatperson mit Schulden gegenÃ¼ber dieser unter den im Obligationenrecht formulierten Voraussetzungen zur Verrechnung zu bringen. Danach mÃ¼ssten Forderung und Gegenforderung zwischen den nÃ¤mlichen Parteien bestehen und gleichartig sein; die zur Verrechnung gebrachte Forderung mÃ¼sse fÃ¤llig und rechtlich durchsetzbar sein und die Verrechnung mÃ¼sse ausdrÃ¼cklich oder durch konkludentes Verhalten durch die Person, die sich hierauf berufe, erklÃ¤rt worden sein. Diese Voraussetzungen seien hier erfÃ¼llt. â Im Sozialhilferecht spreche allerdings das Bedarfsdeckungsprinzip gegen eine Verrechnung der wirtschaftlichen Hilfe mit Forderungen des Gemeinwesens bzw. gegen eine entsprechende Reduktion von FÃ¼rsorgeleistungen. In der Praxis (dargestellt im Sozialhilfe-BehÃ¶rdenhandbuch, Ziff. 2.5.1/§ 17 SHG) werde jedoch die Verrechnung von zu Unrecht bezogenen, nicht mehr vorhandenen Leistungen mit laufender Sozialhilfe als zulÃ¤ssig anerkannt, sofern ein rechtskrÃ¤ftiger RÃ¼ckerstattungsbeschluss vorliege, die betreffende RÃ¼ckforderung fÃ¤llig sei und sie der zur laufenden UnterstÃ¼tzung zustÃ¤ndigen Gemeinde zustehe. Im vorliegenden Fall vermÃ¶ge die vom Rekurrenten am 2. November 2001 unterzeichnete Schuldanerkennung/RÃ¼ckerstattungsver­pflichtung einen rechtskrÃ¤ftigen RÃ¼ckerstattungsbeschluss ohne Weiteres zu ersetzen. Wie sich aus jener ErklÃ¤rung ergebe, sei die RÃ¼ckerstattungsforderung fÃ¤llig. Die Voraussetzungen, unter denen im Sozialhilferecht die Verrechnung von RÃ¼ckerstattungsforderungen mit laufenden AnsprÃ¼chen des HilfeempfÃ¤ngers als zulÃ¤ssig anerkannt wÃ¼rden, seien demnach hier grundsÃ¤tzlich erfÃ¼llt. â In betragsmÃ¤ssiger und zeitlicher Hinsicht sei die Verrechnung allerdings nur in jenem Rahmen zulÃ¤ssig, wie er nach den SKOS-Richtlinien bei der KÃ¼rzung von Leistungen gemÃ¤ss § 24 SHG zu beachten wÃ¤re. Danach dÃ¼rften folgende KÃ¼rzungen abgestuft oder kombiniert vorgenommen werden: NichtgewÃ¤hren, KÃ¼rzen oder Streichen von situationsbedingten Leistungen (1); NichtgewÃ¤hren, KÃ¼rzen oder Streichen des Grundbedarfs II fÃ¼r den Lebensunterhalt, erstmalig fÃ¼r die Dauer von maximal zwÃ¶lf Monaten, mit VerlÃ¤ngerungsmÃ¶glichkeit um maximal weitere zwÃ¶lf Monate (2); KÃ¼rzen des Grundbedarfs I fÃ¼r den Lebensunterhalt um maximal 15 % fÃ¼r die Dauer von bis zu sechs Monaten, mit der MÃ¶glichkeit, in AusnahmefÃ¤llen die KÃ¼rzung zu verlÃ¤ngern und die Hilfe auf das absolute Existenzminimum zu reduzieren (3). Im vorliegenden Fall habe die FÃ¼rsorgebehÃ¶rde fÃ¼r die Dauer von zehn Monaten den Grundbedarf II von Fr. 100.- gestrichen und den Grundbedarf I von Fr. 1'010.- um Fr. 154.30 gekÃ¼rzt. Nicht zu beanstanden sei dabei, dass der Grundbedarf I von Anfang an fÃ¼r mehr als sechs Monate angeordnet worden sei. Angesichts dessen, dass der Rekurrent trotz der von ihm unterzeichneten Schuldanerkennung/RÃ¼ckerstattungsverpflichtung offenkundig nicht gewillt sei, den geschuldeten Betrag innert angemessener Frist zurÃ¼ckzuerstatten, habe die BehÃ¶rde davon absehen dÃ¼rfen, die KÃ¼rzung des Grundbedarfs I um 15 % vorerst auf sechs Monate zu beschrÃ¤nken; eine weitere ÃberprÃ¼fung der KÃ¼rzung nach Ablauf von sechs Monaten wÃ¼rde sich bei der gegebenen Sachlage als reine FormalitÃ¤t erweisen. Nicht hinzunehmen sei es anderseits, dass bei der Verrechnung mit dem Grundbedarf I die zulÃ¤ssige maximale Quote, wenn auch nur geringfÃ¼gig, Ã¼berschritten worden sei. Werde diese Limite gewahrt, betrage der monatlich maximal abzugsfÃ¤hige Betrag beim Grundbedarf I Fr. 151.50 (15 % von Fr. 1'010.-). Zusammen mit der Streichung des Grundbedarfs II von monatlich Fr. 100.- habe dies zur Folge, dass der zu verrechnende Gesamtbetrag von Fr. 2'543.- in zehn monatliche Raten von Fr. 251.50 (statt Fr. 254.30) sowie eine weitere Monatsrate von Fr. 28.- aufzuteilen sei.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>3. Der Rekurrent bestreitet zu Recht nicht, dass er den ihm monatlich zustehenden Betrag von Fr. 2'543.- (Fr. 1'010.- Grundbedarf I, Fr. 100.- Grundbedarf II, Fr. 1'254.- Wohnungsmiete, Fr. 179.- KrankenkassenprÃ¤mie) im September 2001 versehentlich doppelt ausbezahlt erhielt (vgl. Kontoauszug). Er scheint auch seine RÃ¼ckerstattungsverpflichtung grundsÃ¤tzlich nicht zu bestreiten. In diesem Sinn kÃ¶nnte allerdings sein Einwand verstanden werden, fÃ¼r den Fall, das die UnterstÃ¼tzungspflicht der Beschwerdegegnerin wegfalle, verpflichte er sich nicht, die Raten weiterhin monatlich direkt an die FÃ¼rsorgebehÃ¶rde X zu Ã¼berweisen. Der Bezirksrat hat indessen zutreffend dargelegt, dass der BeschwerdefÃ¼hrer grundsÃ¤tzlich zur RÃ¼ckerstattung des Betrags von Fr. 2'543.- verpflichtet ist; es kann auf die diesbezÃ¼glichen ErwÃ¤gungen der Vorinstanz (E. 2a-d) verwiesen werden (§ 70 in Verbindung mit § 28 Abs. 1 Satz 2 VRG). Wie anzumerken ist, stehen die verwaltungsgerichtlichen Urteile VB.1999.00083 vom 20. Mai 1999 (RB 1999 Nr. 86) und VB.2000.00343 vom 29. November 2000 (RB 2000 Nr. 80) dieser Beurteilung nicht entgegen. In beiden FÃ¤llen ging es um ârechtmÃ¤ssig bezogeneâ Sozialhilfe (vgl. § 27 SHG), fÃ¼r welche im Zeitpunkt ihrer Ausrichtung die gesetzlichen Voraussetzungen fÃ¼r den Bezug allseitig erfÃ¼llt waren. Die in jenen Entscheiden vom Verwaltungsgericht nicht geschÃ¼tzten RÃ¼ckforderungen der SozialhilfebehÃ¶rden waren im ersten Fall mit der zweckwidrigen Verwendung der bezogenen Leistungen, im zweiten Fall mit spÃ¤ter erzieltem Erwerbseinkommen des BezÃ¼gers begrÃ¼ndet worden. Dass eine Pflicht zur RÃ¼ckerstattung rechtmÃ¤ssig bezogener Sozialhilfe nur in den gesetzlich umschriebenen FÃ¤llen (§ 27 in Verbindung mit § 20 SHG) besteht (vgl. RB 2000 Nr. 80), vermag dem BeschwerdefÃ¼hrer nicht zu helfen, weil in seinem Fall der Bezug des rÃ¼ckgeforderten Betrags nicht rechtmÃ¤ssig war; daran vermag der Umstand, dass ihn an diesem Bezug kein Verschulden traf, mithin kein RÃ¼ckerstattungstatbestand im Sinn von § 26 SHG vorliegt, nichts zu Ã¤ndern. Die Pflicht zur RÃ¼ckerstattung nicht geschuldeter, versehentlich ausbezahlter Sozialhilfeleistungen ergibt sich aus den vom Bezirksrat zutreffend dargelegten GrundsÃ¤tzen Ã¼ber die RÃ¼ckerstattung bei ungerechtfertigter Bereicherung. Davon ist das Verwaltungsgericht bereits in dem vom Bezirksrat erwÃ¤hnten Entscheid VB.2001.00218 vom 12. September 2001 ausgegangen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>4. Der Bezirksrat hat sodann zutreffend dargelegt, dass trotz des im Sozialhilferecht geltenden Bedarfdeckungsprinzips unter nÃ¤her bezeichneten Voraussetzungen RÃ¼ckerstattungsansprÃ¼che auf dem Wege der Verrechnung mit laufenden LeistungsansprÃ¼chen der rÃ¼ckerstattungspflichtigen Person geltend gemacht werden kÃ¶nnen und dass im vorliegenden Fall diese Voraussetzungen grundsÃ¤tzlich erfÃ¼llt sind (E. 3b Abs. 1 und 2). Der BeschwerdefÃ¼hrer bringt nichts vor, was diese Ã¼berzeugenden ErwÃ¤gungen entkrÃ¤ften wÃ¼rde, weshalb auf sie ebenfalls verwiesen werden kann.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Dem Bedarfdeckungsprinzip (wonach die Sozialhilfe einer individuellen, konkreten und aktuellen Notlage abhelfen und entsprechend bemessen werden soll) wird hinreichend Rechnung getragen, wenn bei der Verrechnung von RÃ¼ckerstattungsforderungen mit laufenden AnsprÃ¼chen des BezÃ¼gers und RÃ¼ckerstattungspflichtigen in betragsmÃ¤ssiger und zeitlicher Hinsicht der Rahmen gewahrt wird, wie er nach der Praxis bei LeistungskÃ¼rzungen gestÃ¼tzt auf § 24 SHG zu beachten ist (vgl. dazu SKOS-Richtlinien Ziff. A.8.3; Sozialhilfe-BehÃ¶rdenhandbuch Ziff. 2.5.1/§ 17 SHG S. 2): NichtgewÃ¤hren, KÃ¼rzen oder Streichen von situationsbedingten Leistungen (1); NichtgewÃ¤hren, KÃ¼rzen oder Streichen des Grundbedarfs II fÃ¼r den Lebensunterhalt, erstmalig fÃ¼r die Dauer von maximal zwÃ¶lf Monaten, mit VerlÃ¤ngerungsmÃ¶glichkeit um maximal weitere zwÃ¶lf Monate (2); KÃ¼rzen des Grundbedarfs I fÃ¼r den Lebensunterhalt um maximal 15 % fÃ¼r die Dauer von bis zu sechs Monaten, mit der MÃ¶glichkeit, in AusnahmefÃ¤llen die KÃ¼rzung zu verlÃ¤ngern und die Hilfe auf das absolute Existenzminimum zu reduzieren (3). Diese Begrenzungen kÃ¶nnen als Konkretisierung der in § 24 der Verordnung zum Sozialhilfegesetz vom 21. Oktober 1981 enthaltenen Regel angesehen werden, dass LeistungskÃ¼rzungen bzw. Verrechnungen nur insoweit statthaft sind, als dadurch der Lebensunterhalt des BezÃ¼gers nicht gefÃ¤hrdet wird (VGr, 8. MÃ¤rz 2001, VB.2000.00423). Mit dem pauschalen Hinweis darauf, dass bei der Bemessung der ihm zustehenden Sozialhilfe das Existenzminimum zu respektieren sei, legt der BeschwerdefÃ¼hrer nicht dar, dass die vom Bezirksrat geschÃ¼tzte Verrechnung seinen Lebensunterhalt durch Unterschreitung des Existenzminimums gefÃ¤hrde. Auch in dieser Hinsicht sind seine AusfÃ¼hrungen nicht geeignet, die Ã¼berzeugenden ErwÃ¤gungen des Bezirksrats zu entkrÃ¤ften. Beizupflichten ist insbesondere auch dessen ErwÃ¤gung, dass die SozialhilfebehÃ¶rde unter den vorliegenden UmstÃ¤nden davon absehen durfte, die KÃ¼rzung des Grundbedarfs I um 15 % vorerst auf sechs Monate zu beschrÃ¤nken.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>5. ...</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>DemgemÃ¤ss entscheidet der Einzelrichter:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>1. Die Beschwerde wird abgewiesen.</span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>...</span></p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>