<h2>SubmittedText<h2><p>Auf Plakaten und in verschiedenen Magazinen wirbt Schweiz Tourismus für wunderschöne Landschaften in der Schweiz. Personifiziert werden die Botschaften mit Persönlichkeiten wie dem Autorennfahrer Michael Schumacher und der Schauspielerin Sophia Loren im Pelzmantel. Schweiz Tourismus erhält vom Bund namhafte finanzielle Mittel. Ich gehe deshalb davon aus, dass auch Schweiz Tourismus seine Aktivitäten im Rahmen der Strategie zur nachhaltigen Entwicklung zu gestalten hat.</p><p>Ich ersuche deshalb den Bundesrat, die folgenden Fragen zu beantworten:</p><p>1. Wie viel Mittel erhält Schweiz Tourismus jährlich vom Bund?</p><p>2. Welchen Anteil machen die Beiträge des Bundes am Gesamtbudget von Schweiz Tourismus aus? Welcher Leistungsauftrag ist damit verbunden?</p><p>3. Welche Richtlinien auferlegt sich Schweiz Tourismus im Werbebereich?</p><p>4. Sind Werbeträgerinnen mit Pelzmantel oder Rennfahrer glaubwürdig für die vermittelten Botschaften?</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Schweiz Tourismus setzt sich für eine nachhaltige touristische Entwicklung ein. Sie wirbt nicht nur mit schönen Landschaften. Vielmehr berät sie auch die touristischen Anbieter in der Gestaltung naturnaher und umweltgerechter Dienstleistungen. So hat sie im "Internationalen Jahr der Berge 2002" ein neues Ökolabel und eine Produktelinie für sanften Tourismus geschaffen.</p><p>Schweiz Tourismus hat aber auch für wirtschaftliche Nachhaltigkeit zu sorgen, da zahlreiche Landesteile tourismusabhängig sind und kaum andere Entwicklungsperspektiven bestehen. Aufgrund des relativ hohen schweizerischen Preisniveaus ist der Schweizer Tourismus in besonderem Mass auf kaufkräftige Gäste angewiesen. Zudem müssen junge Besucher angezogen werden, da die Gästestruktur überaltert ist. Schweiz Tourismus setzt in der Marktkommunikation bewährte Mittel ein, um diese Gästeschichten gezielt anzuziehen.</p><p>1. Schweiz Tourismus erhält für die Jahre 2000 bis 2004 vom Bund einen Beitrag von jährlich durchschnittlich 40 Millionen Franken (BBl 1999 5478, BBl 2001 6546).</p><p>2. Der Bundesbeitrag macht rund zwei Drittel der Einnahmen der Schweiz Tourismus aus (BBl 1999 5473). Diese öffentlich-rechtliche Körperschaft hat gemäss Artikel 1 Absatz 1 des Bundesgesetzes vom 21. Dezember 1955 über die Schweizerische Verkehrszentrale (SR 935.21) die Nachfrage für die Schweiz als Reise- und Tourismusland zu fördern.</p><p>3. Die Werbung der Schweiz Tourismus hält sich an die Ziele der Tourismuspolitik des Bundes, welche ausdrücklich die Entwicklung eines nachhaltigen Tourismus fordern. Um die notwendige Aufmerksamkeit auf den hart umkämpften Informationsmärkten zu erreichen, hat sie aber die wirksamsten Werbeverfahren einzusetzen. Dazu gehört auch die Werbung mit bekannten Persönlichkeiten aus allen Lebensbereichen wie beispielsweise aus Kultur und Sport.</p><p>4. Die Filmschauspielerin Sophia Loren und der Automobilrennfahrer Michael Schumacher sprechen Gästeschichten an, welche für den Schweizer Tourismus wichtig sind. Sie haben eine starke Bindung zur Schweiz, da sie ihren Wohnsitz in unserem Land haben. Sie sind deshalb glaubwürdige Multiplikatoren für gezielte Werbebotschaften.</p>  Antwort des Bundesrates.