<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="content"> <div class="para">Tribunale federale </div> <div class="para">Tribunal federal </div> <div class="para"> </div> <div class="para">{T 0/2} </div> <div class="para">5A_459/2008/bnm </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Urteil vom 11. Juli 2008 </div> <div class="para">II. zivilrechtliche Abteilung </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Besetzung </div> <div class="para">Bundesrichter Raselli, Präsident, </div> <div class="para">Gerichtsschreiber Zbinden. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Parteien </div> <div class="para">X.________, </div> <div class="para">Beschwerdeführer, </div> <div class="para"> </div> <div class="para">gegen </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Vormundschaftsbehörde A.________, </div> <div class="para">Beschwerdegegner. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Gegenstand </div> <div class="para">Fürsorgerische Freiheitsentziehung (Unterbringung in B.________; jährliche Prüfung), </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Beschwerde gegen den Entscheid der Verwaltungsrekurskommission des Kantons St. Gallen, Abteilung V, vom 17. Juni 2008. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Erwägungen: </div> <div class="para"> </div> <div class="para">1. </div> <div class="para">Mit Verfügung vom 25. September 2006 ordnete die Vormundschaftsbehörde A.________ in Anwendung von <span class="artref">Art. 397a ZGB</span> die Rückbehaltung von Z.________ auf unbestimmte Zeit in B.________ an. Mit Beschluss vom 13. Mai 2008 bestätigte die Vormundschaftsbehörde die am 25. September 2006 angeordnete Freiheitsentziehung. Die Verwaltungsrekurskommission des Kantons St. Gallen wies eine von Z.________ und ihrem Vater, X.________, erhobene Klage ab. X.________ führt mit Eingabe vom 6. Juli 2008 sinngemäss Beschwerde in Zivilsachen mit dem sinngemässen Begehren um Entlassung seiner Tochter. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">2. </div> <div class="para">2.1 Die Beschwerde hat einen Antrag zu enthalten, wobei neue Begehren unzulässig sind (<span class="artref">Art. 99 Abs. 2 BGG</span>). Die Beschwerde ist sodann zu begründen. Mit ihr ist in gedrängter Form durch Auseinandersetzung mit den Erwägungen des angefochtenen Entscheids darzulegen, inwiefern dieser Bundesrecht verletzt (<span class="artref"><artref id="CH/173.110/42/2" type="start"></artref><artref id="CH/173.110/42/1" type="start"></artref>Art. 42 Abs. 1 und 2 BGG</span><artref id="CH/173.110/42/2" type="end"></artref><artref id="CH/173.110/2" type="end"></artref>). Verfassungsverletzungen werden nur geprüft, wenn sie gerügt und gehörig begründet werden (<span class="artref">Art. 106 Abs. 2 BGG</span>; <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=11&amp;from_date=28.06.2008&amp;to_date=17.07.2008&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F133-IV-286%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page287">BGE 133 IV 287</a> 1.4). Wird eine Sachverhaltsfeststellung beanstandet, muss in der Beschwerdeschrift dargelegt werden, inwiefern diese Feststellung willkürlich oder durch eine andere Rechtsverletzung im Sinn von <span class="artref">Art. 95 BGG</span> (z.B. <span class="artref">Art. 29 Abs. 2 BV</span> oder <span class="artref">Art. 8 ZGB</span>) zustande gekommen ist (vgl. <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=11&amp;from_date=28.06.2008&amp;to_date=17.07.2008&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F133-II-249%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page249">BGE 133 II 249</a> E. 1.2.2 und 1.4.3 S. 255). In der Beschwerde in Zivilsachen dürfen überdies keine neuen Tatsachen und Beweismittel vorgebracht werden, es sei denn, erst der Entscheid der Vorinstanz habe dazu Anlass gegeben (<span class="artref">Art. 99 Abs. 1 BV</span>). </div> <div class="para"> </div> <div class="para">2.2 Nach dem angefochtenen Entscheid leidet die Tochter des Beschwerdeführers an einer unreif-abhängigen Persönlichkeitsstörung sowie an einer dissoziativen Störung und damit an einer Geisteskrankheit im Sinn von <span class="artref">Art. 397a Abs. 1 ZGB</span>. Das Verhalten der Betroffenen sei sehr auffällig, indem sie infolge eingebildeter Erstickungsanfälle notfallmässig verschiedene Ärzte aufsuchte und deswegen sogar ein Behandlungsverbot verfügt werden musste. Nach dem angefochtenen Entscheid beherrscht die Atmung als zentrales Thema das alltägliche Leben der Betroffenen; sie hat deswegen grosse Mühe beim Trinken und Essen oder beim Duschen. Ihre permanente Verschlossenheit und Beziehungsunfähigkeit wirken befremdend. Besonders auffällig sind die Einschränkungen in den alltäglichen Fähigkeiten, insbesondere der Körperhygiene. Aufgrund der Aussagen der betreuenden Personen ist der Einfluss des Beschwerdeführers auf den Gesundheitszustand der Betroffenen negativ. Der heute 73jährige Beschwerdeführer ist nicht in der Lage, die sehr aufwendige Betreuung seiner Tochter sicherzustellen. Die Verwaltungsrekurskommission kommt zum Schluss, dass der Betroffenen die notwendige persönliche Fürsorge im gegenwärtigen Zeitpunkt nur in der Anstalt gewährt werden kann und dass bei einer Entlassung grosse Verwahrlosung und eine unzumutbare Belastung der Umgebung droht. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">2.3 Der Beschwerdeführer setzt sich mit den Erwägungen des angefochtenen Entscheides nicht auseinander und bringt nichts vor, was den angefochtenen Entscheid als bundesrechtswidrig erscheinen liesse. Seine Eingabe entspricht somit den Begründungsanforderungen von <span class="artref">Art. 42 Abs. 2 ZGB</span> nicht. Auf die Beschwerde ist somit im vereinfachten Verfahren nach <span class="artref">Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG</span> durch den Präsidenten der Abteilung nicht einzutreten. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">3. </div> <div class="para">Es werden keine Kosten erhoben (<span class="artref">Art. 66 Abs. 1 BGG</span>). </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Demnach erkennt der Präsident: </div> <div class="para"> </div> <div class="para">1. </div> <div class="para">Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">2. </div> <div class="para">Es werden keine Kosten erhoben. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">3. </div> <div class="para">Dieses Urteil wird den Parteien und der Verwaltungsrekurskommission des Kantons St. Gallen, Abteilung V, schriftlich mitgeteilt. </div> <div class="para">Lausanne, 11. Juli 2008 </div> <div class="para">Im Namen der II. zivilrechtlichen Abteilung </div> <div class="para">des Schweizerischen Bundesgerichts </div> <div class="para">Der Präsident: Der Gerichtsschreiber: </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Raselli Zbinden </div> <div class="para"> </div> </div></body></html>