<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.1999.00323</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="https://vgrzh.djiktzh.ch/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=https://vgrzh.djiktzh.ch&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=105304&amp;W10_KEY=4467151&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.1999.00323</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 10.02.2000</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">3. Abteilung/3. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Ãbriges Verwaltungsrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Parkieren gegen Gebühr</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Ausdehnung der gebührenpflichtigen Parkierzeiten in der Zürcher Innenstadt und im Zentrum von Oerlikon<br/><br/>Die Ausdehnung der gebührenpflichtigen Parkierzeiten durch die Stadt Zürich enthält Elemente einer funktionellen Verkehrsanordnung i.S.v. SVG 3 IV und stellt daneben eine Regelung gesteigerten Gemeingebrauchs dar (E. 1b).<br/>Es ergeben sich damit Ansatzpunkte sowohl für die Zuständigkeit des RR als auch des VGr. Eine Aufspaltung ist zu vermeiden. Da der Umfang der RR-Kompetenz ungewiss ist und er sich selbst als unzuständig erachtet, hat das VGr über die Beschwerde zu befinden (E. 1b ee).<br/>Die Vorinstanz hat das rechtl. Gehör der Bf nicht verletzt (E. 2).<br/>Die fragliche Anordnung wird grundsätzlich durch Interessen der Verkehrsregelung gerechtfertigt. Dies gilt für die Kurzzeitparkplätze (30 Minuten) allerdings nur für die Zeit bis 20 Uhr (E. 3).<br/>Die Erhebung von Parkiergebühren ist zulässig (E. 4).<br/>Eine UVP ist nicht durchzuführen (E. 5).<br/><br/><br/>--&gt; Weiterzug: Beschwerde an den Schweizerischen Bundesrat;<br/> erledigt am 14.2.2001 (Abweisung)</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: BUNDESRAT">BUNDESRAT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: GEHÃR">GEHÃR</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: GEMEINGEBRAUCH">GEMEINGEBRAUCH</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: GESTEIGERTER GEMEINGEBRAUCH">GESTEIGERTER GEMEINGEBRAUCH</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: PARKIERBESCHRÃNKUNG">PARKIERBESCHRÃNKUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: PARKIERGEBÃHREN">PARKIERGEBÃHREN</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: RECHTLICHES GEHÃR">RECHTLICHES GEHÃR</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: Besonderes Verwaltungsrecht (ohne...) ST: STRASSENVERKEHRSRECHT">STRASSENVERKEHRSRECHT</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: UMWELTVERTRÃGLICHKEITSPRÃFUNG (UVP)">UMWELTVERTRÃGLICHKEITSPRÃFUNG (UVP)</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: VERKEHRSANORDNUNG">VERKEHRSANORDNUNG</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade">Art. 3 lit. IV SVG</span><br/><span class="gerade">Art. 9 USG</span><br/><span class="ungerade">§ 42 VRG</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 2 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>I. Der Vorsteher des Polizeidepartements der Stadt ZÃ¼rich erliess am 13. Januar 1998 durch VerfÃ¼gung neue Verkehrsvorschriften fÃ¼r zwei nÃ¤her umschriebene Gebiete in der Innenstadt und in Oerlikon, in welchen die gebÃ¼hrenpflichtigen Parkierzeiten von Montag bis Freitag bis um 21.00 Uhr verlÃ¤ngert wurden. Der Stadtrat von ZÃ¼rich wies eine dagegen gerichtete Einsprache des TCS ZÃ¼rich sowie von A. B., C. D. und F. G. am 3. Februar 1999 ab.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>II. Der TCS und die genannten Privatpersonen wandten sich in der Folge am 12. MÃ¤rz 1999 mit Rekurs an das Statthalteramt ZÃ¼rich und beantragten die Aufhebung der angefochtenen Bestimmungen. Das Statthalteramt wies den Rekurs mit VerfÃ¼gung vom 14. September 1999 ab.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>III. Am 15. Oktober 1999 erhoben der TCS ZÃ¼rich und die drei Privatpersonen Beschwerde beim Verwaltungsgericht. Sie beantragten die Aufhebung der VerfÃ¼gung des Polizeivorstands der Stadt ZÃ¼rich, des Beschlusses des Stadtrats ZÃ¼rich sowie der VerfÃ¼gung des Statthalteramts ZÃ¼rich, eventualiter die RÃ¼ckweisung der Streitsache an das Statthalteramt, subeventualiter die BeschrÃ¤nkung der gebÃ¼hrenpflichtigen Parkierzeiten von Montag bis Freitag jeweils bis um 20 Uhr. FÃ¼r das Verfahren stellten die BeschwerdefÃ¼hrer Antrag auf Sistierung, bis das Statthalteramt des Bezirks ZÃ¼rich Ã¼ber die noch hÃ¤ngigen Rekurse gegen die VerfÃ¼gung des Polizeivorstehers der Stadt ZÃ¼rich vom 13. Januar 1998 und den Stadtratsbeschluss vom 3. Februar 1999 entschieden habe. Die Behandlung der Beschwerde sei mit derjenigen des gleichzeitig eingereichten Rekurses an den Regierungsrat zu koordinieren, wobei dessen Entscheid betreffend seine ZustÃ¤ndigkeit abgewartet werden solle. Die Kosten des gemeindeinternen Einspracheverfahrens seien der Stadtkasse zu Ã¼berbinden, diejenigen des Rekurs‑ und des Beschwerdeverfahrens auf die Staatskasse zu nehmen und den BeschwerdefÃ¼hrern sei eine angemessene ParteientschÃ¤digung fÃ¼r alle drei Verfahren zuzusprechen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die Vorinstanz verzichtete am 9. November 1999 auf eine Vernehmlassung, wies bezÃ¼glich des Sistierungsgesuchs aber darauf hin, dass es in dem von den BeschwerdefÃ¼hrern angesprochenen Verfahren entschieden habe. Der Beschwerdegegner beantragte in der Beschwerdeantwort vom 17. November 1999 die Abweisung des Rechtsmittels, wÃ¤hrend der Regierungsrat in seiner Stellungnahme vom 19. November 1999 ausfÃ¼hren liess, in der vorliegenden Angelegenheit sei das Verwaltungsgericht und nicht er zustÃ¤ndig, womit sich eine Sistierung des Verfahrens erÃ¼brige.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>Das Verwaltungsgericht zieht in ErwÃ¤gung:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>1. a) Die ursprÃ¼ngliche VerfÃ¼gung des Polizeivorstands der Stadt ZÃ¼rich ist als AllgemeinverfÃ¼gung zu charakterisieren (vgl. Ulrich HÃ¤felin/Georg MÃ¼ller, Grundriss des Allgemeinen Verwaltungsrechts, 3. A., ZÃ¼rich 1998, Rz. 737 ff.) und stellt deshalb grundsÃ¤tzlich eine Anordnung im Sinn von § 41 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959/8. Juni 1997 (VRG) dar (Alfred KÃ¶lz/JÃ¼rg Bosshart/Martin RÃ¶hl, Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons ZÃ¼rich, 2. A., ZÃ¼rich 1999, Vorbem. zu §§ 4-31 N. 16). Da sich die Beschwerde gegen eine VerfÃ¼gung des Statthalters des Bezirks ZÃ¼rich richtet, ist auch das Erfordernis der Letztinstanzlichkeit von § 41 VRG erfÃ¼llt (§ 19c Abs. 2 VRG).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) aa) Ausgeschlossen ist gemÃ¤ss § 42 VRG die Beschwerde jedoch gegen Anordnungen, die unmittelbar bei einer VerwaltungsbehÃ¶rde oder einer Rekurskommission des Bundes angefochten werden kÃ¶nnen. Zu prÃ¼fen ist im vorliegenden Fall, ob die Verkehrsanordnungen fÃ¼r die ZÃ¼rcher City und das Zentrum von Oerlikon als "andere BeschrÃ¤nkungen oder Anordnungen" im Sinn von Art. 3 Abs. 4 des Strassenverkehrsgesetzes vom 19. Dezember 1958 (SVG) zu qualifizieren sind. Sollte dies der Fall sein, so wÃ¤re gegen den letztinstanzlichen kantonalen Entscheid die Beschwerde an den Bundesrat zulÃ¤ssig. Nach der Praxis des Verwaltungsgerichts hÃ¤tte dies wiederum zur Folge, dass auf die Beschwerde nicht einzutreten und die Streitsache dem Regierungsrat zu Ã¼berweisen wÃ¤re (RB 1998 Nr. 28).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die BeschwerdefÃ¼hrer stellen sich auf den Standpunkt, der Regierungsrat sei zur Beurteilung der vorliegenden Angelegenheit zustÃ¤ndig, wÃ¤hrend dieser selbst, die Vorinstanz und der Beschwerdegegner das Verwaltungsgericht als zustÃ¤ndig erachten.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>bb) GemÃ¤ss Art. 37<sup>bis</sup> Abs. 1 der Bundesverfassung vom 29. Mai 1874 in der Fassung vom 22. Mai 1921 (aBV; vgl. nunmehr Art. 82 Abs. 1 der Bundesverfassung vom 18. Dezember 1998) ist der Bund befugt, Vorschriften Ã¼ber Automobile und FahrrÃ¤der zu erlassen. Diese Kompetenz bezieht sich Ã¼ber den Wortlaut der Norm hinaus auf den Strassenverkehr Ã¼berhaupt (Martin Lendi in: Kommentar zur Bundesverfassung, 1987, Art. 37<sup>bis</sup> Rz. 2). Den Kantonen verbleibt neben den in Abs. 2 der Bestimmung genannten Rechten insbesondere die sogenannte Strassenhoheit, das heisst die Befugnis, Strassen zu bauen, zu unterhalten und deren Zweckbestimmung festzulegen (Lendi, Rz. 13 f.; RenÃ© Schaffhauser, Grundriss des schweizerischen Strassenverkehrsrechts, Bd. 1, Bern 1984, S. 31). Ãber die Abgrenzung dieser ZustÃ¤ndigkeiten besteht in Lehre und Rechtsprechung allerdings keine Einigkeit. Teilweise wird die Auffassung vertreten, das SVG regle den Strassenverkehr nur insoweit, als er sich im Rahmen des einfachen Gemeingebrauchs halte (BGE 122 I 279 E. 2b [betreffend den der angefochtenen VerfÃ¼gung zugrundeliegenden Gemeindebeschluss vom 25. September 1994]; 108 Ia 111 E. 1b; VPB 43/1979 Nr. 23, S. 94; Adrian Haas, Staats‑ und verwaltungsrechtliche Probleme bei der Regelung des Parkierens von Motorfahrzeugen auf Ã¶ffentlichem und privatem Grund, insbesondere im Kanton Bern, Bern 1994, S. 15; Roger Meier, Verkehrsberuhigungsmassnahmen nach dem Recht des Bundes und des Kantons ZÃ¼rich, ZÃ¼rich 1989, S. 118 f.). In anderen Entscheiden wurde nicht ausdrÃ¼cklich auf diese Unterscheidung Bezug genommen, da sie wenig oder gar nicht relevant war (BGE 111 IV 87 E. 2; VPB 50/1986 Nr. 14 [betreffend einen Beschluss des ZÃ¼rcher Stadtrats vom 8. September 1982]; vgl. auch Schaffhauser, S. 34 f.). In einem neueren Entscheid hat der Bundesrat nach einem Meinungsaustausch mit dem Bundesgericht diese Auffassung verworfen (VPB 59/1995 Nr. 39). Auch der gesteigerte Gemeingebrauch werde in verschiedener Hinsicht durch das SVG geregelt. Das lÃ¤ngerdauernde Parkieren gehÃ¶re im weiteren Sinn zum Gebrauchszweck der Fahrzeuge und damit zur BenÃ¼tzung der Ã¶ffentlichen Strassen. Ãberdies sei eine Unterscheidung von ParkierbeschrÃ¤nkungen danach, ob sie den einfachen oder den gesteigerten Gemeingebrauch betrÃ¤fen, unpraktikabel, da die Grenze zwischen den beiden Benutzungsformen unbestimmt und schwankend sei. Einigkeit besteht indessen darÃ¼ber, dass Regelungen Ã¼ber die GebÃ¼hrenpflicht keine Anordnungen aufgrund von Art. 3 Abs. 4 SVG darstellen (BGE 111 IV 87 E. 2; VPB 50/1986 Nr. 14; vgl. auch BGE 122 I 279 E. 2b).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>cc) Die zu beurteilende AllgemeinverfÃ¼gung des StadtzÃ¼rcher Polizeivorstands weist zwei Teilaspekte auf: Die Pflicht zur Bezahlung von Kontroll‑ und gegebenenfalls BenÃ¼tzungsgebÃ¼hren wird auf die Zeit zwischen 19 und 21 Uhr an Arbeitstagen ausgedehnt. Anordnungen Ã¼ber die GebÃ¼hrenpflicht stellen ‑ wie oben ausgefÃ¼hrt ‑ keine funktionellen VerkehrsbeschrÃ¤nkungen im Sinn von Art. 3 Abs. 4 SVG dar.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>dd) Die zeitliche Ausdehnung der ParkiereinschrÃ¤nkungen stellt demgegenÃ¼ber ‑ folgt man der in VB 59/1995 Nr. 39 geÃ¤usserten Auffassung ‑ eine Massnahme im Sinn von Art. 3 Abs. 4 SVG, ohne dass es darauf ankÃ¤me, ob das Parkieren als einfacher oder gesteigerter Gemeingebrauch zu qualifizieren ist.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>ee) Damit entstehen im vorliegenden Fall auch aufgrund der neuen Praxis wiederum Abgrenzungsprobleme, da zeitliche ParkierbeschrÃ¤nkungen und GebÃ¼hrenpflicht durch die angefochtene VerfÃ¼gung miteinander verknÃ¼pft werden. Rechtlich erscheint diese VerknÃ¼pfung aber nicht als zwingend: Sollten die angeordneten zeitlichen ParkiereinschrÃ¤nkungen Art. 3 Abs. 4 SVG widersprechen, so ist damit noch nicht Ã¼ber das Schicksal der GebÃ¼hrenpflicht entschieden, da diese sich auf gesteigerten Gemeingebrauch Ã¶ffentlichen Grundes bezieht und damit in jedem Fall kantonalem Recht untersteht. Es bestehen demnach AnknÃ¼pfungspunkte sowohl fÃ¼r die ZustÃ¤ndigkeit des Regierungsrats als auch des Verwaltungsgerichts. Eine Gabelung des Rechtsmittelwegs sollte dabei vermieden werden, da die bundes‑ und die kantonalrechtlichen Rechtsfragen einen deutlichen Zusammenhang aufweisen und somit die Gefahr sich widersprechender Entscheide bestÃ¼nde. Somit hat eine der beiden BehÃ¶rden in Kompetenzattraktion Ã¼ber die gesamte angefochtene Anordnung zu befinden. Inwieweit im vorliegenden Fall Ã¼berhaupt eine ZustÃ¤ndigkeit des Regierungsrats besteht, ist fraglich, da die Tragweite von Art. 3 Abs. 4 SVG nicht restlos geklÃ¤rt ist. Der Regierungsrat selbst erachtet denn auch das Verwaltungsgericht als zustÃ¤ndig. DafÃ¼r bestehen somit Ã¼berwiegende GrÃ¼nde.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>c) Von den Ã¼brigen Voraussetzungen der Beschwerde erscheint die Legitimation des BeschwerdefÃ¼hrers 3 fraglich. Es erÃ¼brigt sich jedoch, diese nÃ¤her zu prÃ¼fen, da die anderen BeschwerdefÃ¼hrer jedenfalls legitimiert sind. Das Verwaltungsgericht hat somit auf die vorliegende Beschwerde einzutreten. Mangels eines Streitwerts der Angelegenheit ist nach § 38 VRG die Kammer zustÃ¤ndig.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>d) Da das von den BeschwerdefÃ¼hrern angesprochene Verfahren in Sachen ACS Sektion ZÃ¼rich und weitere gegen den Polizeivorstand der Stadt ZÃ¼rich abgeschlossen ist - eine Beschwerde gegen den Entscheid des Statthalteramts ZÃ¼rich hat das Verwaltungsgericht ebenfalls am 10. Februar 2000 abgewiesen (VB.1999.00376), und auch der Regierungsrat das Verwaltungsgericht in der vorliegenden Streitsache als zustÃ¤ndig erachtet, erÃ¼brigt sich die von den BeschwerdefÃ¼hrern beantragte Sistierung des Verfahrens.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>2. a) Die BeschwerdefÃ¼hrer werfen der Vorinstanz vor, sie habe in ihrem Entscheid auf Vorbringen der Beschwerdegegnerin abgestellt, ohne ihnen Gelegenheit zur Stellungnahme zu geben, und dadurch ihr rechtliches GehÃ¶r verletzt. So habe der Statthalter unbesehen die Darstellung der Beschwerdegegnerin Ã¼bernommen, die KurzzeitparkplÃ¤tze seien durch die neue Regelung gar nicht betroffen, da sie bereits bisher durchgehend zu bedienen gewesen seien; dasselbe gelte fÃ¼r die Behauptung des Stadtrats, durch die neue Ladenschlussordnung habe sich zwar die Situation im Citybereich entschÃ¤rft, doch bestehe jetzt trotzdem eine abendliche Spitzenbelastung bis nach 20 Uhr.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) Der Anspruch auf rechtliches GehÃ¶r beinhaltet unter anderem das Recht, sich zu allen entscheidungsrelevanten Sachverhaltselementen vorgÃ¤ngig zu Ã¤ussern und eigene Beweismittel anzubieten (Georg MÃ¼ller in: Kommentar BV, 1995, Art. 4, Rz. 105; JÃ¶rg Paul MÃ¼ller, Grundrechte in der Schweiz, 3. A., Bern 1999, S. 520 ff.). FÃ¼r den Ausgang des Entscheids mÃ¶glicherweise von Bedeutung ist die Tatsache, ob die KurzzeitparkplÃ¤tze bereits jetzt durchgehend zu bedienen seien. Sollte dies der Fall sein, so hÃ¤tte die strittige AllgemeinverfÃ¼gung bezÃ¼glich dieser ParkplÃ¤tze gar keine Auswirkungen und kÃ¶nnte auf die PrÃ¼fung verzichtet werden, ob die Ausdehnung der zeitlichen ParkierbeschrÃ¤nkung auch auf diesen Feldern mit Art. 3 Abs. 4 SVG zu vereinbaren sei.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>c) Ob die Vorinstanz tatsÃ¤chlich von dieser Sachlage ausging und damit die Behauptung der Beschwerdegegnerin ungeprÃ¼ft Ã¼bernahm, ist zweifelhaft. Immerhin erwog sie, auch die Erhebung einer GebÃ¼hr fÃ¼r kurzfristiges Parkieren kÃ¶nne sich nicht auf Art. 3 Abs. 4 SVG stÃ¼tzen, was unter der erwÃ¤hnten PrÃ¤misse nicht nÃ¶tig gewesen wÃ¤re (act. 4 S. 5). Anderseits prÃ¼fte das Statthalteramt die VerlÃ¤ngerung der zeitlichen ParkierbeschrÃ¤nkung betreffend die KurzzeitparkplÃ¤tze weder auf deren Vereinbarkeit mit Art. 3 Abs. 4 SVG noch unter irgend einem anderen rechtlichen Gesichtspunkt. Offenbar war die Vorinstanz der Auffassung, mit dem Entscheid Ã¼ber die RechtmÃ¤ssigkeit der zusÃ¤tzlichen GebÃ¼hrenerhebung, die sie zumindest implizit bejahte, sei auch gleichzeitig Ã¼ber das Schicksal der erweiterten ParkiereinschrÃ¤nkung entschieden. Es ist deshalb davon auszugehen, dass die Vorinstanz die Frage, ob bereits damals die KurzzeitparkplÃ¤tze durchgehend zu bedienen seien, nicht fÃ¼r entscheidungsrelevant hielt. Dieser Auffassung ist zwar insoweit nicht beizutreten, als eine tatsÃ¤chliche Ausdehnung der Geltungsdauer dieser BeschrÃ¤nkungen auf deren Vereinbarkeit mit Art. 3 Abs. 4 SVG zu prÃ¼fen ist, doch fÃ¼hrt dies nicht dazu, dass der Vorinstanz in diesem Punkt eine Verletzung des rechtlichen GehÃ¶rs der BeschwerdefÃ¼hrer vorzuwerfen wÃ¤re. Die Pflicht zur AnhÃ¶rung einer Partei bezieht sich nur auf solche Tatsachen, auf die sich die BehÃ¶rde selbst in ihrem Entscheid stÃ¼tzt. Andernfalls hÃ¤tte eine abweichende rechtliche WÃ¼rdigung der Rechtsmittelinstanz in sehr vielen FÃ¤llen zur Folge, dass diese nicht selbst (reformatorisch) entscheiden kÃ¶nnte, sondern den angefochtenen Akt aufheben und die Streitsache an die untere Instanz zurÃ¼ckweisen mÃ¼sste.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>d) Die BeschwerdefÃ¼hrer behaupten im Weiteren, die Vorinstanz habe auch die "vÃ¶llig unbelegte neue Behauptung" des Stadtrats ohne ihre Stellungnahme Ã¼bernommen, die neue Ladenschlussordnung habe die Situation im Citybereich zwar massiv entschÃ¤rft, doch habe sich die neue abendliche Spitzenbelastung auf den Zeitraum zwischen 16 und nach 20 Uhr verlagert; dadurch sei ihr rechtliches GehÃ¶r verletzt worden. Dass die Darstellung der Beschwerdegegnerin ganz neu sein soll, trifft allerdings nicht zu. Bereits in seinem Einspracheentscheid vom 3. Februar 1999 fÃ¼hrte der Stadtrat aus, dass zahlreiche erwerbstÃ¤tige Personen erst nach 17 Uhr im Stadtzentrum und in Oerlikon eintrÃ¤fen und ParkplÃ¤tze suchten, um ihre EinkÃ¤ufe tÃ¤tigen zu kÃ¶nnen. Diese Darstellung entspricht im Wesentlichen derjenigen in der Rekursantwort, weshalb den BeschwerdefÃ¼hrern die Argumentation des Stadtrats bekannt war. Sie setzten sie sich denn auch in ihrer Rekursschrift an die Vorinstanz eingehend mit der Parkplatzsituation in den von der Anordnung betroffenen Zonen auseinander. Ein Grund, ihnen eigens Gelegenheit zur Replik einzurÃ¤umen, bestand deshalb nicht. Eine Verletzung des rechtlichen GehÃ¶rs durch das Statthalteramt liegt somit auch in diesem Punkt nicht vor.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>3. a) Die Ausdehnung der abendlichen Geltungsdauer der zeitlichen ParkierbeschrÃ¤nkungen stellt allenfalls eine funktionelle Verkehrsanordnung dar und ist deshalb auf ihre Vereinbarkeit mit Art. 3 Abs. 4 SVG zu prÃ¼fen. Solche Massnahmen sind zulÃ¤ssig, soweit der Schutz der Bewohner oder gleichermassen Betroffener vor LÃ¤rm und Luftverschmutzung, die Sicherheit, die Erleichterung oder die Regelung des Verkehrs, der Schutz der Strasse oder andere in den Ã¶rtlichen VerhÃ¤ltnissen liegende GrÃ¼nde dies erfordern. Dabei ist die Massnahme zu wÃ¤hlen, die den Zweck mit den geringsten EinschrÃ¤nkungen erreicht (VPB 59/1995 Nr. 39). Die zustÃ¤ndige BehÃ¶rde hat dabei aber ein weites Ermessen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) Der Beschwerdegegner fÃ¼hrt zur BegrÃ¼ndung der angefochtenen Anordnung an, die Geltungsdauer der ParkiereinschrÃ¤nkungen mÃ¼sste an die durch die VerlÃ¤ngerung der LadenÃ¶ffnungszeiten verÃ¤nderte Parkplatznachfrage angepasst werden. Dieser geltend gemachte Grund kann unter den Begriff der "Regelung des Verkehrs" von Art. 3 Abs. 4 SVG subsumiert werden, da die Nachfrage nach ParkplÃ¤tzen etwas gedÃ¤mpft und die zur VerfÃ¼gung stehenden Felder gerecht auf die Interessenten verteilt werden sollen. Die BeschwerdefÃ¼hrer bringen dagegen vor, es bestehe wegen der verlÃ¤ngerten abendlichen LadenÃ¶ffnungszeiten gar kein NachfrageÃ¼berhang mehr.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Dieser Auffassung kann nicht gefolgt werden. Es mag zwar durchaus zutreffen, dass an gewissen Wochentagen an bestimmten Stellen der betroffenen Gebiete freie ParkplÃ¤tze erst nach einiger Zeit wieder belegt werden. Nach aller Erfahrung besteht aber zu GeschÃ¤ftszeiten in InnenstÃ¤dten stets eine starke Nachfrage nach ParkplÃ¤tzen. Dass die BeschwerdefÃ¼hrer davon sprechen, es bestehe "eine gute Chance", in der fraglichen Zeit einen Platz zu finden, vermag dagegen nicht aufzukommen, rÃ¤umen sie doch damit implizit ein, dass sehr wohl noch Knappheit besteht und eine erfolgreiche Suche in der Regel doch einige BemÃ¼hungen voraussetzt. Es ist im Ãbrigen in keiner Weise plausibel, dass ausgerechnet in der Zeit, in der die BerufstÃ¤tigen Gelegenheit zum Einkaufen in der Innenstadt und im Zentrum von Oerlikon haben, Ã¼berhaupt keine Parkplatzknappheit mehr bestehen soll. Die Notwendigkeit zeitlicher ParkierbeschrÃ¤nkungen ist somit genÃ¼gend nachgewiesen. Es ist nicht erforderlich, dass "unhaltbare ZustÃ¤nde" herrschen. Auf den beantragten Augenschein kann verzichtet werden. Der von den BeschwerdefÃ¼hrern gegenÃ¼ber der Vorinstanz erhobene Vorwurf der WillkÃ¼r trifft somit nicht zu.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>c) Die gewÃ¤hlten Massnahmen erscheinen zur Erreichung des Ziels einer gerechten und effizienten Verteilung des Parkraums ‑ entgegen der Auffassung der BeschwerdefÃ¼hrenden ‑ durchaus tauglich. Automobilisten, die bei Belegung eines Parkfeldes die GebÃ¼hr fÃ¼r eine bestimmte Belegungsdauer entrichten mussten und bei deren Ãberschreitung mit einer Busse rechnen mÃ¼ssen, werden sich anders verhalten als solche, die in den Genuss eines Gratisparkplatzes kamen und deshalb kein Interesse daran haben, nach Deckung ihrer BedÃ¼rfnisse diesen rasch wieder freizugeben. Andere Massnahmen fÃ¼r eine gleichmÃ¤ssige Verteilung des bestehenden Parkraumangebots unter den Interessenten als zeitliche BeschrÃ¤nkungen sind nicht ersichtlich. Nicht zu prÃ¼fen ist im vorliegenden Verfahren die vom Beschwerdegegner beschlossene, aber noch nicht rechtskrÃ¤ftige VerlÃ¤ngerung der HÃ¶chstparkierdauer.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Unbehelflich ist in diesem Zusammenhang der Hinweis der BeschwerdefÃ¼hrer auf die angebliche Aufhebung von 236 ParkplÃ¤tzen in der City zwischen 1982 und 1992. Abgesehen davon, dass diese Periode fÃ¼r die Beurteilung heutiger Verkehrsmassnahmen kaum mehr von Belang ist, verfolgt die angefochtene VerfÃ¼gung nicht etwa das Ziel eines mÃ¶glichst grossen Parkplatzangebots; dazu ist die Stadt auch nicht verpflichtet. Vielmehr soll das bestehende Angebot mÃ¶glichst gleichmÃ¤ssig auf die Interessierten verteilt werden.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>d) Dies bedeutet, dass Interessen der Verkehrsregelung im Sinn von Art. 3 Abs. 4 SVG die zeitliche Ausdehnung der ParkierbeschrÃ¤nkungen rechtfertigen. Fraglich ist allerdings, bis zu welchem Zeitpunkt diese GrÃ¼nde bestehen, wird doch die Geltungsdauer der ParkierbeschrÃ¤nkungen bis 21 Uhr und damit eine Stunde Ã¼ber die LadenÃ¶ffnungszeiten hinaus festgelegt.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>BezÃ¼glich der Felder mit einer HÃ¶chstparkierdauer von 60 bzw. 120 Minuten erscheint dies gerechtfertigt: Nach 20 Uhr ist einerseits damit zu rechnen, dass ein Grossteil der Einkaufenden sukzessive die von ihnen belegten ParkplÃ¤tze wieder freigibt. Anderseits besteht in den Abendstunden vermehrt eine Nachfrage durch Besucher von Lokalen oder Veranstaltungen in den betroffenen Stadtteilen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Anders ist die Lage jedoch bei den KurzzeitparkplÃ¤tzen, die jedenfalls teilweise ebenfalls von der angefochtenen Anordnung betroffen sind, wie der Stadtrat in seiner Beschwerdeantwort ausfÃ¼hrte. Hier ist nur insoweit nach Schliessung der LÃ¤den um 20 Uhr noch mit einer nennenswerten Nachfrage nach solchen Feldern zu rechnen, als noch Einrichtungen offenstehen, deren BenÃ¼tzung typischerweise nur kurze Zeit dauert. Solche sind aber kaum auszumachen. Es ist deshalb nicht notwendig, die Autolenker, die ihren Wagen nach 19.30 Uhr abstellen, zu verpflichten, ihr Parkfeld nach 30 Minuten wieder freizugeben. BezÃ¼glich dieser KurzzeitparkplÃ¤tze ist deshalb die angefochtene Anordnung nur teilweise zu schÃ¼tzen und die Geltungsdauer der zeitlichen ParkierbeschrÃ¤nkung von Montag bis Freitag bis 20 Uhr festzusetzen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>4. a) Die Benutzung von ParkplÃ¤tzen wÃ¤hrend der Dauer von 60 bzw. 120 Minuten, die auf den meisten Feldern zulÃ¤ssig ist, stellt gesteigerten Gemeingebrauch dar. In der Regel wird die Grenze in Stadtzentren ab einer Dauer von 15 bis 30 Minuten gezogen (BGE 122 I 279 E. 2 e dd; Tobias Jaag, GebÃ¼hrenpflichtiges Parkieren auf Ã¶ffentlichem Grund, AJP 1994, S. 186; Meier, S. 193 f.; Hugo Werren, Zur rechtlichen Analyse der ParkplatzbenÃ¼tzung, ZÃ¼rich 1986, S. 32 f.). Nach herrschender Lehre und Rechtsprechung hat das Gemeinwesen, dem die Herrschaft Ã¼ber den Ã¶ffentlichen Grund zusteht, unter Anderem das Recht, eine BenutzungsgebÃ¼hr zu erheben (BGE 122 I 279 E. 2b; Haas, S. 115 ff.; HÃ¤felin/MÃ¼ller, Rz. 1878a; Jaag, S. 185; Werren, S. 37 ff.). Als zulÃ¤ssig erachtet wird auch die Erhebung von KontrollgebÃ¼hren fÃ¼r das kurzzeitige Parkieren (BGE 122 I 279 E. 2b; 112 Ia 39 E. 1b, 2b und c; Haas, S. 113; Werren, S. 38; kritisch Jaag, S. 184).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) Die BeschwerdefÃ¼hrer Ã¤ussern sie sich nicht zur ZulÃ¤ssigkeit und zur HÃ¶he der GebÃ¼hren, sondern sind offenbar der Auffassung, die von ihnen behauptete Widerrechtlichkeit der zeitlichen ParkierbeschrÃ¤nkungen habe automatisch auch die UnzulÃ¤ssigkeit der GebÃ¼hrenerhebung zur Folge, was aber nicht zutrifft.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Das Verwaltungsgericht hat nicht von Amtes wegen nach allen erdenklichen Fehlern der angefochtenen Anordnung zu suchen, sondern beschrÃ¤nkt seine ÃberprÃ¼fung darauf, ob klare und erhebliche MÃ¤ngel vorliegen (KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 50 N. 4).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>c) Gesetzliche Grundlage der angefochtenen VerfÃ¼gung ist ein Gemeindebeschluss vom 25. September 1994 (Stadt ZÃ¼rich, Amtliche Sammlung der BeschlÃ¼sse, Bd. 42, S. 156 f.), der dem fakultativen Referendum unterstand (Art. 12 der Gemeindeordnung der Stadt ZÃ¼rich vom 26. April 1970) und die wichtigsten Festlegungen (Kreis der Abgabepflichtigen, Gegenstand und HÃ¶he der Abgabe) selbst trifft. Die wichtigsten Voraussetzungen der Abgabeerhebung sind somit erfÃ¼llt. Andere rechtliche MÃ¤ngel sind nicht ersichtlich.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>5. Im Weiteren stellen die BeschwerdefÃ¼hrer den Antrag, es sei eine UmweltvertrÃ¤glichkeitsprÃ¼fung (UVP) durchzufÃ¼hren. Nach Art. 9 des Umweltschutzgesetzes vom 7. Oktober 1983 haben Gesuchsteller bei Planung, Errichtung oder Ãnderung von Anlagen fÃ¼r die Erstellung eines UVP-Berichts zu sorgen. Die UVP-pflichtigen Vorhaben werden dabei durch Verordnung nÃ¤her bestimmt. Anhang Ziff. 11.4 der Verordnung Ã¼ber die UmweltvertrÃ¤glichkeitsprÃ¼fung vom 19. Oktober 1988 erklÃ¤rt ParkhÃ¤user und ‑plÃ¤tze fÃ¼r mehr als 300 Motorwagen fÃ¼r UVP-pflichtig. Zwar existieren in den von der angefochtenen Anordnung erfassten Gebieten mehr als 300 Parkfelder, doch besteht zwischen ihnen nicht der funktionelle Gesamtzusammenhang, der notwendig wÃ¤re, um sie gesamthaft als Anlage zu qualifizieren (vgl. Heribert Rausch in: Kommentar zum Umweltschutzgesetz, ZÃ¼rich 1989, Art. 9 Rz. 35). Ãberdies liegt wohl kaum eine wesentliche BetriebsÃ¤nderung vor, da die Ãffnungszeiten nicht Ã¤ndern, sondern wÃ¤hrend zwei weiteren Stunden pro Tag die zulÃ¤ssige Parkierdauer herabgesetzt wird.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>...</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>DemgemÃ¤ss entscheidet das Verwaltungsgericht:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>1. Die Beschwerde wird teilweise gutgeheissen und die Geltungsdauer der ParkierbeschrÃ¤nkungen auf den KurzzeitparkplÃ¤tzen (30 Minuten) von Montag bis Freitag bis 20 Uhr festgelegt. Im Ãbrigen wird die Beschwerde abgewiesen.</span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>2. ...</span></p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>