<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="content"> <div class="para"> </div> <div class="para">Bundesgericht </div> <div class="para">Tribunal fédéral </div> <div class="para">Tribunale federale </div> <div class="para">Tribunal federal </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <img height="74" src="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/clir/http/displayimage.php?id=2021-12-14-2C_976-2021.1&amp;type=gif" width="95"/> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>2C_976/2021</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>Urteil vom 14. Dezember 2021</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>II. öffentlich-rechtliche Abteilung</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Besetzung </div> <div class="para">Bundesrichter Seiler, Präsident, </div> <div class="para">Gerichtsschreiber Businger. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Verfahrensbeteiligte </div> <div class="para">1. A.________ AG, </div> <div class="para">2. B.________, </div> <div class="para">Beschwerdeführer, </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <i>gegen</i> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Schweizerische Eidgenossenschaft, vertreten durch das Eidgenössische </div> <div class="para">Finanzdepartement (EFD), </div> <div class="para">Beschwerdegegnerin. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Gegenstand </div> <div class="para">Staatshaftung, </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Beschwerde gegen die Verfügung des EFD vom 22. September 2021. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>Erwägungen:</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>1.</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>1.1.</b> Am 20. Oktober 2020 reichten die A.________ AG sowie deren Verwaltungsratspräsident B.________ je ein Schadenersatz- und Genugtuungsbegehren beim Eidgenössischen Finanzdepartement (EFD) über Fr. 8'609'151.75 bzw. Fr. 6'390'000.-- ein, wobei als Schadensverursacher die Eidgenossenschaft, die Eidgenössische Verwaltung und Personen nach <span class="artref">Art. 1 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 14. März 1958 über die Verantwortlichkeit des Bundes sowie seiner Behördemitglieder und Beamten (Verantwortlichkeitsgesetz; VG; SR 170.32)</span> genannt wurden. Mit Verfügung vom 22. September 2021 wies das EFD die Begehren ab. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>1.2.</b> Am 7. Juni 2021 erhoben die A.________ AG und B.________ sodann Klage beim Bundesgericht gegen die Schweizerische Eidgenossenschaft wegen unerlaubten Unterlassungen und Handlungen durch Mitglieder des Bundesrats. Das Bundesgericht eröffnete in der Folge das Verfahren 2E_3/2021. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>1.3.</b> Zusammen mit ihrer Stellungnahme zur Klageantwort im Verfahren 2E_3/2021 erheben die A.________ AG und B.________ mit Eingabe vom 30. November 2021 Beschwerde gegen die Verfügung des EFD vom 22. September 2021 und beantragen u.a., die Verfügung "sei als ungültig zu erklären". Das Bundesgericht hat daraufhin das vorliegende Verfahren 2C_976/2021 eröffnet und keine Instruktionsmassnahmen verfügt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>2.</b> </div> <div class="para">Die Beschwerde an das Bundesgericht ist zulässig gegen Entscheide der in <span class="artref">Art. 86 Abs. 1 BGG</span> aufgeführten Vorinstanzen; die Departemente der Bundesverwaltung gehören nicht dazu. Die Verfügung des EFD kann beim Bundesverwaltungsgericht angefochten werden (<span class="artref">Art. 10 Abs. 1 VG</span>; <span class="artref">Art. 47 Abs. 1 lit. b VwVG</span>; <span class="artref">Art. 33 lit. d VGG</span>), was sich auch aus der Rechtsmittelbelehrung ergibt. Erst der Entscheid des Bundesverwaltungsgerichts könnte - bei Vorliegen der übrigen Beschwerdevoraussetzungen - beim Bundesgericht angefochten werden (<span class="artref">Art. 86 Abs. 1 lit. a BGG</span>). Daran ändert auch das bereits hängige Klageverfahren 2E_3/2021 nichts, das sich lediglich auf das kritisierte Verhalten von Mitgliedern des Bundesrats bezieht (<span class="artref">Art. 120 Abs. 1 lit. c BGG</span>), und zwar unabhängig davon, ob sich dabei ähnliche Fragen wie im Verfahren vor der EFD stellen. Auf die offensichtlich unzulässige Beschwerde kann daher nicht eingetreten werden; dies geschieht durch den Einzelrichter im vereinfachten Verfahren (<span class="artref">Art. 108 Abs. 1 lit. a BGG</span>). </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>3.</b> </div> <div class="para">Im Übrigen erweist sich die Beschwerde auch als offensichtlich verspätet. Wie sich aus den Fristerstreckungsgesuchen der Beschwerdeführer im Verfahren 2E_3/2021 vom 28. September 2021 ergibt, hatten sie dannzumal Kenntnis von der Verfügung des EFD. Die Beschwerdefrist von 30 Tagen war daher im Zeitpunkt der Eingabe vom 30. November 2021 bereits abgelaufen. Daran ändert auch die gewährte Fristerstreckung nichts, die sich ausdrücklich nur auf die Einreichung einer Stellungnahme im Verfahren 2E_3/2021 bezogen hat; die Beschwerdefrist kann als gesetzliche Frist von vornherein nicht erstreckt werden (<span class="artref">Art. 47 Abs. 1 BGG</span>; <span class="artref">Art. 22 Abs. 1 VwVG</span>). Sodann haben die Beschwerdeführer in ihren Gesuchen ausgeführt, dass sie die Verfügung des EFD, "insbesondere die Eingabe einer Beschwerde beim Bundesverwaltungsgericht, samt 30-Tage-Frist und die Verfügung der Entscheidgebühr als nicht bindend" erachten. Damit haben sie bewusst auf eine fristgerechte Beschwerde bei der zuständigen Instanz verzichtet. Aus diesen Gründen ist eine Überweisung an das Bundesverwaltungsgericht nach <span class="artref">Art. 30 Abs. 2 BGG</span> nicht angezeigt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>4.</b> </div> <div class="para">Die Gerichtskosten sind den Beschwerdeführern aufzuerlegen (<span class="artref">Art. 66 Abs. 1 BGG</span>). Sollten sie, was aus der Beschwerde vom 30. November 2021 nicht zweifelsfrei hervorgeht, auch ein Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege gestellt haben, so wäre dieses wegen Aussichtslosigkeit abzuweisen (<span class="artref">Art. 64 Abs. 1 BGG</span> e contrario). </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b> Demnach erkennt der Präsident:</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>1.</b> </div> <div class="para">Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>2.</b> </div> <div class="para">Die Gerichtskosten von Fr. 1'000.-- werden den Beschwerdeführern unter solidarischer Haftbarkeit auferlegt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>3.</b> Dieses Urteil wird den Verfahrensbeteiligten und dem Bundesverwaltungsgericht mitgeteilt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Lausanne, 14. Dezember 2021 </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Im Namen der II. öffentlich-rechtlichen Abteilung </div> <div class="para">des Schweizerischen Bundesgerichts </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Der Präsident: Seiler </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Der Gerichtsschreiber: Businger </div> </div></body></html>