<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="cell small-12 contentContainer printArea"> <b><font face="RotisSansSerif ExtraBold" size="4">AL.2011.00070</font></b><br/> <b><font face="RotisSansSerif ExtraBold" size="4"> </font></b><br/> <font face="RotisSansSerif ExtraBold" size="6">Sozialversicherungsgericht</font><br/> <font face="RotisSansSerif ExtraBold" size="6">des Kantons Zürich</font><br/> <font size="4">II. Kammer</font><br/> <font size="4">Sozialversicherungsrichter Mosimann, Vorsitzender</font> <p><font size="4">Sozialversicherungsrichter Gräub</font> </p><p><font size="4">Ersatzrichterin Romero-Käser</font> </p><p><font size="4">Gerichtsschreiber Trüssel</font><br/> <b><font face="RotisSansSerif" size="5">Urteil vom 12. Juli 2011</font></b><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">in Sachen</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">A.___</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4"> </font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">Beschwerdeführer</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4"> </font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">gegen</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4"> </font><br/> <font face="RotisSansSerif ExtraBold" size="4">Arbeitslosenkasse des Kantons Zürich</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">Brunngasse 6, Postfach, 8405 Winterthur</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">Beschwerdegegnerin</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4"> </font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4"> </font> </p><p><font size="4"> </font> </p><p><font size="4"> </font> </p><p><font size="4"> </font> </p><p><font size="4"> </font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">Nachdem die Arbeitslosenkasse des Kantons Zürich mit Verfügung vom 13. Dezember 2010 (Urk. 7/59), betätigt mit Einspracheentscheid vom 24. Februar 2011 (Urk. 7/62 = Urk. 2), einen Anspruch von A.___ auf Arbeitslosentschädigung mangels Wohnsitzes in der Schweiz abgelehnt hat,</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">nach Einsicht in die Beschwerde vom 27. März 2011, mit welcher der Beschwerdeführer sinngemäss die Aufhebung des angefochtenen Einspracheentscheids sowie die Zusprache von Arbeitslosenentschädigung beantragt hat (Urk. 1), und in die auf Abweisung der Beschwerde schliessende Beschwerdeantwort der Beschwerdegegnerin vom 23. Mai 2011 (Urk. 6), sowie die übrigen Akten,</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">in Erwägung,</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">dass am 1. Juni 2002 das Abkommen vom 21. Juni 1999 zwischen der Schweizerischen Eidgenossenschaft einerseits und der Europäischen Gemeinschaft und ihren (damals fünfzehn) Mitgliedstaaten andererseits über die Freizügigkeit (Freizügigkeitsabkommen, FZA) in Kraft trat,</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">dass es unter Vorbehalt der gemeinschafts- beziehungsweise abkommensrechtlichen Vorgaben Sache des innerstaatlichen Rechts ist, festzulegen, unter welchen Voraussetzungen Leistungen gewährt werden (BGE 131 V 214 E. 5.3),</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">dass vorliegend somit Schweizer Recht zur Anwendung gelangt, </font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">dass die Voraussetzungen des Anspruchs auf Arbeitslosenentschädigung in Art. 8 des Bundesgesetzes über die obligatorische Arbeitslosenversicherung und die Insolvenzentschädigung, AVIG, aufgezählt sind und die versicherte Person danach unter anderem in der Schweiz wohnen muss (Art. 8 Abs. 1 lit. c AVIG), </font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">dass das Wohnen in der Schweiz im Sinne von Art. 8 Abs. 1 lit. c AVIG nicht im Sinne des zivilrechtlichen Wohnsitzes zu verstehen ist, sondern den gewöhnlichen Aufenthalt in der Schweiz voraussetzt; verlangt werden der tatsächliche Aufenthalt in der Schweiz und die Absicht, diesen Aufenthalt während einer gewissen Zeit aufrechtzuerhalten und hier in dieser Zeit auch den Schwerpunkt der Lebensbeziehungen zu haben (BGE 125 V 466 E. 2a, Urteil des Eidgenössischen Versicherungsgerichts, EVG, C 227/05 vom 8. November 2006 E. 4.1; Urteil des EVG C 290/03 vom 6. März 2006 E. 6.1),</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">dass der Beschwerdeführer gemäss der Bestätigung des Einwohnerkontrolle der Gemeinde Embrach vom 24. Dezember 2010 (Urk. 3/1) und der Quittung vom 6. Juli 2010 (Urk. 3/2) ab 21. Juni 2010 an der Adresse Y.___ in Z.___ wohnhaft war,</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">dass er sich am 23. August 2010 bei der Gemeinde Z.___ wieder abgemeldet und die Schweiz nach D.___ verlassen hat (Urk. 7/49-50), </font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">dass der Beschwerdeführer vor und nach dem Aufenthalt in der Schweiz an der B.___ in C.___, D.___, wohnhaft war (Urk. 7/51, Urk. 7/24-27) wobei es sich offenbar um das Haus seiner Grossmutter handelt (Urk. 1), auf welches er offensichtlich Zugriff hatte,</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">dass er in der Schweiz vom 21. bis 23. Juni 2010 bei der E.___, F.___, als Hilfsdachdecker (Urk. 7/38, Urk. 7/35) und vom 8. bis 21. Juli 2010 bei der G.___ AG, H.___, als Maler (Urk. 7/41-42) tätig war, </font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">dass der Beschwerdeführer während des knapp dreimonatigen Aufenthalts in der Schweiz insgesamt zwei Wochen und drei Tag arbeitete,</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">dass er sich am 29. Juli 2010 beim RAV zur Arbeitsvermittlung (Urk. 7/4) und am 16. August 2010 bei der Arbeitslosenkasse des Kantons Zürich zum Leistungsbezug ab 22. Juli 2010 (Urk. 7/1) anmeldete,</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">dass er sich im Juli 2010 und August 2010 zwar, wenn auch nicht genügend, um Arbeit in der Schweiz bemühte (Urk. 3/7-8), </font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">dass er die noch offenen Ergebnisse seiner Bewerbungen offensichtlich nicht abwartete und wieder zurück nach D.___ zog,</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">dass damit keine Absicht beziehungsweise keine Möglichkeit (Urk. 1 Ziff. 3) des Beschwerdeführers bestand, den Aufenthalt in der Schweiz über eine längere Zeit aufrechtzuerhalten, </font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">dass der Beschwerdeführer während des Aufenthaltes in der Schweiz keine eigene Wohnung hatte (vgl. Urk. 7/1) und auch eine solche nicht suchte (beziehungsweise keine entsprechenden Beweise auflegte), so dass auch aus diesem Grund nicht von einer Absicht des Beschwerdeführers, über eine längere Zeit in der Schweiz zu bleiben, ausgegangen werden kann,</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">dass er sich zusammenfassend um einen blossen Versuch handelte, in der Schweiz beruflich Fuss zu fassen, und in keiner Art und Weise von einem Lebensmittelpunkt in der Schweiz ausgegangen werden kann,</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">dass zusammenfassend der Einspracheentscheid der Beschwerdegegnerin nicht zu beanstanden und die Beschwerde abzuweisen ist,</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">dass anzufügen ist, dass es vorliegend ohnehin nur um einen Anspruch des Beschwerdeführers auf Arbeitslosenentschädigung für den Zeitraum vom 29. Juli 2010 (Anmeldung beim Regionalen Arbeitsvermittlungszentrum, RAV; Urk. 7/4) bis 23. August 2010 (Abmeldung bei der Einwohnerkontrolle Embrach; Urk. 7/49-50) ginge, was abzüglich der Wartezeit von 5 Tagen (Art. 18 AVIG) 21 Anspruchtage (allfällige Einstelltage nicht miteinbezogen, vgl. Urk. 3/7-8) und aufgrund des tiefen Verdienstes des Beschwerdeführers keinen erheblichen Betrag ergeben würde, </font><br/> <b><font face="RotisSansSerif" size="5"> </font></b><br/> <b><font face="RotisSansSerif" size="5"> </font></b><br/> <b><font face="RotisSansSerif" size="5">erkennt das Gericht:</font></b><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">1. Die Beschwerde wird abgewiesen.</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">2. Das Verfahren ist kostenlos.</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">3. Zustellung gegen Empfangsschein an:</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">- A.___</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">- Arbeitslosenkasse des Kantons Zürich</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">- Staatssekretariat für Wirtschaft seco</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">- AWA Amt für Wirtschaft und Arbeit</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">4. Gegen diesen Entscheid kann innert </font><b><font face="RotisSansSerif" size="4">30 Tagen</font></b><font face="RotisSansSerif" size="4"> seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundesgesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 15. Juli bis und mit 15. August sowie vom 18. Dezember bis und mit dem 2. Januar (Art. 46 BGG).</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4"> Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzustellen.</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4"> Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismittel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat (Art. 42 BGG).</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4"> </font> </p></div></body></html>