<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2009.00101</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=208768&amp;W10_KEY=13013549&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2009.00101</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 15.07.2009</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">3. Abteilung/Einzelrichter</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Das Bundesgericht hat eine Beschwerde in Ã¶ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten gegen diesen Entscheid am 25.01.2010 abgewiesen.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Straf- und Massnahmenvollzug</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>bedingte Entlassung aus der Verwahrung</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Bedingte Entlassung aus der Verwahrung und Vollzugslockerungen (Der Beschwerdeführer befindet sich seit seiner Verurteilung wegen Fahrens im angetrunkenen Zustand im Jahre 2004 in Verwahrung. Er leidet seit über 25 Jahren an schwerer, unbehandelbarer Trunksucht und verletzte mehrfach andere Menschen.) Vereinigung der Verfahren VB.2009.00101 und VB.2009.00197 (E. 1.4). Kein Anspruch auf mündliche öffentliche Verhandlung, weder nach Art. 5 Ziff. 4 noch nach Art. 6 Ziff. 1 EMRK (E. 2). Der Anspruch auf gerichtliche Überprüfung (Art. 5 Ziff. 4 EMRK) wird durch das zweistufige Verwaltungsverfahren nicht verletzt; vorliegend wurde auch das Beschleunigungsgebot nicht verletzt (E. 3.3). Rechtsgrundlagen der bedingten Entlassung aus der Verwahrung (E. 4.1). Für die Frage der bedingten Entlassung aus der Verwahrung braucht nicht geprüft zu werden, ob die Verwahrung auf einer nach der heutigen gesetzlichen Regelung genügenden Anlasstat beruht (E. 4.4). Es ist nicht zu beanstanden, dass die Justizdirektion beim Beschwerdeführer aufgrund seines deliktischen Vorlebens und der unbewältigten Alkoholproblematik die Gefahr der Begehung von Delikten nach Art. 64 Abs. 1 StGB gegen die körperliche Integrität bejahte, sich dabei auf das Urteil des Obergerichts von 2004 (Anordnung der Verwahrung) abstützte und feststellte, dass seither mangels die Legalprognose verbessernder Therapie keine wesentlichen Veränderungen eingetreten seien (E. 4.4.1). Dass die Justizdirektion das Fehlen einer erfolgreichen Therapie im Hinblick auf die Bewährungsprognose berücksichtigte, verstösst nicht gegen Treu und Glauben; denn für die bedingte Entlassung aus der Verwahrung ist nicht allein der Therapiewille des Verwahrten, sondern auch die durch die Therapie tatsächlich bewirkte Verbesserung der Bewährungsprognose entscheidend (E. 4.4.2). Zur Beurteilung der Gemeingefährlichkeit dürfen weiter als nach der Frist von Art. 369 Abs. 7 StGB zurückliegende Straftaten berücksichtigt werden, da bei der Verwahrung im Gegensatz zur Strafzumessung die Sicherheit der Allgemeinheit auf dem Spiel steht (E. 4.4.3). Der Verzicht auf die Einholung eines neuen Gutachtens und den Beizug der Fachkommission lässt sich angesichts der Untherapierbarkeit des Beschwerdeführers und der bald bevorstehenden nächsten jährlichen Überprüfung rechtfertigen (E. 4.4.4). Eine neuerliche Begutachtung ist für die Beurteilung der Frage nach seiner Gefährlichkeit für die Öffentlichkeit und für allfällige Vollzugslockerungen erforderlich (E. 4.5). Rechtsgrundlagen zur Gewährung von Vollzugslockerungen (E. 5.1). Da sich weder der Bericht der Anstaltsleitung zur Frage der Vollzugslockerung äussert noch der Beschwerdeführer dazu angehört wurde, ist die Verfügung der Justizdirektion insofern aufzuheben, als sie den Rekurs betreffend Gewährung von Vollzugslockerungen abwies; Rückweisung zur weiteren Abklärung des Sachverhalts und zum Neuentscheid an den Justizvollzug (E. 5.4). Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege (E. 6). Abweisung der Beschwerde VB.2009.00101 und teilweise Gutheissung der Beschwerde VB.2009.00197</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ANLASSTAT">ANLASSTAT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: Besonderes Verwaltungsrecht (ohne...) ST: ANORDNUNG IM STRAF- UND MASSNAHMENVOLLZUG">ANORDNUNG IM STRAF- UND MASSNAHMENVOLLZUG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: BEDINGTE ENTLASSUNG">BEDINGTE ENTLASSUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: BESCHLEUNIGUNGSGEBOT">BESCHLEUNIGUNGSGEBOT</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: BEWÃHRUNGSAUSSICHT">BEWÃHRUNGSAUSSICHT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: FACHKOMMISSION">FACHKOMMISSION</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: GEMEINGEFÃHRLICHKEIT">GEMEINGEFÃHRLICHKEIT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: GERICHTLICHE BEURTEILUNG">GERICHTLICHE BEURTEILUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: GUTACHTEN">GUTACHTEN</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: MÃNDLICHE ANHÃRUNG">MÃNDLICHE ANHÃRUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: MÃNDLICHE VERHANDLUNG">MÃNDLICHE VERHANDLUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ÃFFENTLICHE VERHANDLUNG">ÃFFENTLICHE VERHANDLUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: TRUNKSUCHT">TRUNKSUCHT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: UNENTGELTLICHE RECHTSPFLEGE (UP/URB)">UNENTGELTLICHE RECHTSPFLEGE (UP/URB)</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: VERWAHRUNG">VERWAHRUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: VOLLZUGSLOCKERUNGEN">VOLLZUGSLOCKERUNGEN</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade">Art. 5 Ziff. 4 EMRK</span><br/><span class="gerade">Art. 6 Ziff. 1 EMRK</span><br/><span class="ungerade">Art. 43 StGB</span><br/><span class="gerade">Art. 64 Abs. I StGB</span><br/><span class="ungerade">Art. 64a StGB</span><br/><span class="gerade">Art. 64b StGB</span><br/><span class="ungerade">Art. 84 Abs. VI StGB</span><br/><span class="gerade">Art. 369 Abs. VII StGB</span><br/><span class="ungerade">Art. 91 Abs. I SVG</span><br/><span class="gerade">§ 16 VRG</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 3 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <table border="1" cellpadding="0" cellspacing="0" class="MsoNormalTable"> <tr> <td valign="top"> <p class="Kopf1"><span>Verwaltungsgericht</span></p> <p class="Kopf1"><span>des Kantons ZÃ¼rich</span></p> <p class="Kopf1"><span>3. Abteilung</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Kopf1"> </p> </td> <td valign="top"> <p class="Kopf1"><span><img alt="" height="77" src="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getImage&amp;nF38_KEY=10451" width="123"/></span></p> </td> </tr> </table> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">VB.2009.00101</p> <p class="MsoNormal">VB.2009.00197</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"><b><span>Entscheid</span></b></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="Zwischentitel"> </p> <p class="MsoNormal"><span>des Einzelrichters</span></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">vom <a id="VF_DAT_ENTSCHEID">15. Juli 2009</a></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">Mitwirkend: Verwaltungsrichter Rudolf Bodmer, <a id="TN_AUTOTEXT_RICHTER"></a><a id="TN_AUTOTEXT_GS"></a>GerichtssekretÃ¤r Andreas Conne. </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">In Sachen</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>A<a id="Anonym_Ruolo_BESF_1_1_3">,</a></span></p> <p class="MsoNormal"><span>vertreten durch RA B<a id="Anonym_Ruolo_VRTR_1_2_9">,</a></span></p> <p class="MsoNormal"><b><span>BeschwerdefÃ¼hrer</span></b><span>, </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>gegen</span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><a id="Anonym_Ruolo_BESG_1_3_15"><span>Justizvollzug Kanton ZÃ¼rich,</span></a><b><span> </span></b></p> <p class="MsoNormal"><b><span>Beschwerdegegner</span></b><span>, </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"><b>betreffend bedingte Entlassung aus der Verwahrung,</b></p> <p class="Zwischentitel">hat sich ergeben: </p> <p class="Sachverhalt1"><b>I. </b> </p> <p class="Sachverhalt2"><b>A. </b>A, geb. 1961, wurde vom Obergericht des Kantons ZÃ¼rich am 9. MÃ¤rz 2004 des Fahrens im angetrunkenen Zustand schuldig gesprochen und mit 4 ½ Monaten GefÃ¤ngnis bestraft. Zudem wurde die mit Strafmandat des Kreisgerichts C vom 27. MÃ¤rz 2001 ausgefÃ¤llte Strafe von 20 Tagen GefÃ¤ngnis fÃ¼r vollziehbar erklÃ¤rt. A wurde im Sinn von Art. 43 Ziff. 1 Abs. 2 des Strafgesetzbuchs vom 21. Dezember 1937 (in der bis Ende 2006 gÃ¼ltigen Fassung, aStGB) verwahrt und der Vollzug der beiden Freiheitsstrafen im Sinn von Art. 43 Ziff. 2 Abs. 1 aStGB aufgeschoben. Am 30. November 2004 wies das Amt fÃ¼r Justizvollzug des Kantons ZÃ¼rich (nachfolgend: Justizvollzug) A in die Strafanstalt F ein und schob den Vollzug der stationÃ¤ren Massnahme gemÃ¤ss Urteil des Kantonsgerichts D vom 3. April 1995 zugunsten des Vollzugs der Verwahrungsmassnahme gemÃ¤ss Urteil des Obergerichts des Kantons ZÃ¼rich vom 9. MÃ¤rz 2004 auf. Seither befindet sich A im Verwahrungsvollzug. Der Justizvollzug lehnte am 22. Dezember 2005 und 20. Dezember 2006 seine probeweise Entlassung aus der Verwahrungsmassnahme ab. Den gegen die zweite VerfÃ¼gung erhobenen Rekurs wies die Direktion der Justiz und des Innern des Kantons ZÃ¼rich (nachfolgend: Justizdirektion) am 7. Juni 2007 ab.</p> <p class="Sachverhalt2">Der Justizvollzug Ã¼berwies am 12. MÃ¤rz 2007 dem Obergericht die Vollzugsakten zwecks ÃberprÃ¼fung der altrechtlichen Verwahrung. Auf ein im Rahmen des ÃberprÃ¼fungsverfahrens gestelltes Entlassungsgesuch trat das Obergericht am 12. Juni 2008 nicht ein und Ã¼berwies es dem Justizvollzug, welcher es am 1. Juli 2008 abwies. Auf ein weiteres Entlassungsgesuch trat das Obergericht mit Beschluss vom 1. Oktober 2008 mangels ZustÃ¤ndigkeit erneut nicht ein, ordnete ausdrÃ¼cklich keine therapeutische Massnahme im Sinn von Art. 59â61 oder 63 StGB an und ordnete die WeiterfÃ¼hrung der mit Urteil des Obergerichts vom 9. MÃ¤rz 2004 nach Art. 43 Ziff. 1 Abs. 1 (recte: Abs. 2) aStGB angeordneten Verwahrung nach neuem Recht an. Die dagegen erhobene Nichtigkeitsbeschwerde wies das Kassationsgericht des Kantons ZÃ¼rich am 15. Dezember 2008 ab. Das Bundesgericht wies die dagegen erhobene Beschwerde in Strafsachen am 25. Februar 2009 ab, soweit es darauf eintrat.</p> <p class="Sachverhalt2"><b>B. </b>GestÃ¼tzt auf einen Bericht der Anstaltsleitung vom 22. Juli 2008 und einen Therapiebericht des Psychiatrisch-Psychologischen Diensts vom 30. Juli 2008 und nach AnhÃ¶rung von A am 21. August 2008 lehnte der Justizvollzug im Rahmen der alljÃ¤hrlichen PrÃ¼fung von Amtes wegen die bedingte Entlassung aus der Verwahrung am 7. Oktober 2008 erneut ab.</p> <p class="Sachverhalt2"><b>C. </b>Am 21. August 2008 ersuchte A den Justizvollzug um Aufhebung der Verwahrung, eventualiter um bedingte Entlassung aus der Verwahrung sowie um GewÃ¤hrung unbegleiteter Urlaube, Versetzung in den offenen Vollzug und Erstellung eines Vollzugsplans. Der Justizvollzug wies am 5. Dezember 2008 die AntrÃ¤ge auf unbegleitete Urlaube und Versetzung in den offenen Vollzug ab und verweigerte die Bestellung eines unentgeltlichen Rechtsbeistands.</p> <p class="Sachverhalt1"><b>II. </b> </p> <p class="Sachverhalt2"><b>A. </b>Gegen die VerfÃ¼gung des Justizvollzugs vom 7. Oktober 2008 erhob A am 10. November 2008 Rekurs an die Justizdirektion und beantragte seine bedingte Entlassung, eventualiter die RÃ¼ckweisung der Sache an die Vorinstanz; unter Kosten- und EntschÃ¤digungsfolgen zulasten der Staatskasse. Sodann beantragte er die GewÃ¤hrung der unentgeltlichen ProzessfÃ¼hrung und die Bestellung eines unentgeltlichen Rechtsbeistands. Die Justizdirektion wies den Rekurs am 22. Januar 2009 ab, bewilligte die unentgeltliche ProzessfÃ¼hrung und bestellte einen unentgeltlichen Rechtsbeistand.</p> <p class="Sachverhalt2"><b>B. </b>Gegen die VerfÃ¼gung des Justizvollzugs vom 5. Dezember 2008 erhob A am 11. Dezember 2008 Rekurs an die Justizdirektion und beantragte deren Aufhebung. Es sei ihm unbegleiteter, eventualiter begleiteter Urlaub zu gewÃ¤hren. Sodann sei er in eine offene Vollzugsanstalt zu versetzen, und es sei ihm die unentgeltliche Rechtspflege zu gewÃ¤hren sowie fÃ¼r das erstinstanzliche und das Rekursverfahren ein unentgeltlicher Rechtsbeistand zu bestellen. Sodann sei festzustellen, dass der Justizvollzug das Beschleunigungsgebot verletzt habe. Die Justizdirektion hiess den Rekurs am 5. MÃ¤rz 2009 bezÃ¼glich der Verweigerung eines unentgeltlichen Rechtsbeistands gut und wies ihn im Ãbrigen ab, soweit sie darauf eintrat. Sie gewÃ¤hrte sodann die unentgeltliche VerfahrensfÃ¼hrung und bestellte einen unentgeltlichen Rechtsbeistand.</p> <p class="Sachverhalt1"><b>III. </b> </p> <p class="Sachverhalt2"><b>A. </b>Gegen die VerfÃ¼gung der Justizdirektion vom 22. Januar 2009 erhob A am 2. MÃ¤rz 2009 Beschwerde an das Verwaltungsgericht und beantragte deren Aufhebung. Er sei auf einen vom Gericht zu bestimmenden Zeitpunkt bedingt zu entlassen, unter Auferlegung sachdienlicher Weisungen (hinsichtlich Aufenthalt und Alkoholmissbrauch) und unter Androhung einer BewÃ¤hrungshilfe. Durch das Verwaltungsgericht seien die fÃ¼r die PrÃ¼fung der bedingten Entlassung erforderlichen AbklÃ¤rungen zu treffen. Sodann sei festzustellen, dass Art. 5 Ziff. 4 der EuropÃ¤ischen Menschenrechtskonvention vom 4. November 1950 (EMRK) verletzt worden sei; unter Kosten- und EntschÃ¤digungsfolgen zulasten der Staatskasse. In verfahrensmÃ¤ssiger Hinsicht beantragte A, die Beschwerde sei sowohl nach § 41 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 (VRG) als auch nach Massgabe eines HaftprÃ¼fungsverfahrens im Sinn von Art. 5 Ziff. 4 EMRK zu behandeln. Sodann sei er vom Verwaltungsgericht anzuhÃ¶ren. Schliesslich sei ihm die unentgeltliche Rechtspflege zu gewÃ¤hren und ein unentgeltlicher Rechtsbeistand zu bestellen.</p> <p class="Urteilstext">Der Justizvollzug und die Justizdirektion beantragten am 10. MÃ¤rz bzw. 1. April 2009 Abweisung der Beschwerde.</p> <p class="Sachverhalt2"><b>B. </b>Gegen die VerfÃ¼gung der Justizdirektion vom 5. MÃ¤rz 2009 erhob A am 14. April 2009 Beschwerde an das Verwaltungsgericht und beantragte deren Aufhebung. Ihm seien unbegleitete, eventualiter begleitete Urlaube sowie die Versetzung in den offenen Vollzug zu bewilligen. Sodann seien die fÃ¼r die Bewilligung der AntrÃ¤ge erforderlichen AbklÃ¤rungen anzuordnen; unter Kosten- und EntschÃ¤digungsfolgen zulasten der Staatskasse. In verfahrensmÃ¤ssiger Hinsicht beantragte A, es seien die Akten des beim Verwaltungsgericht hÃ¤ngigen Beschwerdeverfahrens zwischen denselben Parteien beizuziehen (VB.2009.00101). Schliesslich sei ihm die unentgeltliche Rechtspflege zu gewÃ¤hren und ein unentgeltlicher Rechtsbeistand zu bestellen.</p> <p class="Urteilstext">Die Justizdirektion und der Justizvollzug beantragten am 21. April bzw. 7. Mai 2009 Abweisung der Beschwerde.</p> <p class="Einzug1"><span>Der Einzelrichter</span><span> zieht in ErwÃ¤gung:</span></p> <p class="Erwgung1"><b>1. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>1.1 </b>Das Verwaltungsgericht prÃ¼ft seine ZustÃ¤ndigkeit nach § 70 in Verbindung mit § 5 Abs. 1 VRG von Amtes wegen. Dabei kommt es auf das geltende Recht in jenem Zeitpunkt an, in dem eine Rechtsvorkehr hÃ¤ngig wird (RB 2004 Nr. 8).</p> <p class="Erwgung2">Bis Ende 2006 verbot § 43 Abs. 1 lit. g VRG die Beschwerde gegen Anordnungen auf dem Gebiet des Straf- und Massnahmevollzugs. Das galt nach § 43 Abs. 2 VRG freilich nicht, wenn es sich um Angelegenheiten gemÃ¤ss Art. 6 Abs. 1 EMRK drehte, der aber bei Vollzugssachen ohnehin nicht griff (vgl. VGr, 2. Februar 2009, VB.2009.00007, E. 2.1, mit zahlreichen Hinweisen, www.vgrzh.ch), oder soweit die Verwaltungsgerichtsbeschwerde an das Bundesgericht offenstand (OS 54, 268 ff., 274 f. und 290). Dem trug Art. 98a Abs. 1 des Bundesrechtspflegegesetzes vom 16. Dezember 1943 (AS 1992, 288 ff., 294) Rechnung, wonach in solchen FÃ¤llen als letzte kantonale Instanz eine richterliche BehÃ¶rde wirken musste (Alfred KÃ¶lz/JÃ¼rg Bosshart/Martin RÃ¶hl, Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons ZÃ¼rich, 2. A., ZÃ¼rich 1999, § 43 N. 4, 21, 23, 33 und 49 f.). </p> <p class="Erwgung2">Auf Anfang 2007 lÃ¶ste das Bundesgerichtsgesetz vom 17. Juni 2005 (BGG, SR 173.110) das Bundesrechtspflegegesetz ab; es gestattet gegen ab diesem Zeitpunkt ergangene kantonal letztinstanzliche Entscheide Ã¼ber den Vollzug von Strafen und Massnahmen, wozu die bedingte Entlassung gehÃ¶rt (Art. 86 StGB), ganz allgemein die Beschwerde in Strafsachen (Art. 78 Abs. 2 lit. b, 80 Abs. 1, 131 f. je Abs. 1 BGG; AS 2006, 1205 ff., 1243). Laut § 5 der ebenfalls auf 1. Januar 2007 in Kraft gesetzten regierungsrÃ¤tlichen Verordnung Ã¼ber die Anpassung des kantonalen Rechts an das Bundesgesetz Ã¼ber das Bundesgericht vom 29. November 2006 (VO BGG; OS 61, 480 f.) ist unter Verwaltungsgerichtsbeschwerde in § 43 Abs. 2 VRG die ordentliche Beschwerde an das Bundesgericht im Sinn der <br/> Art. 72â89 BGG zu verstehen (ausdrÃ¼cklich fÃ¼r die Beschwerde in Strafsachen vgl. BGr, 22. Dezember 2008, 6B_707/2008, E. 2.2, 2.4). Entsprechend ist die ZustÃ¤ndigkeit des Verwaltungsgerichts zu bejahen. </p> <p class="Erwgung2"><b>1.2 </b>Kraft § 38 Abs. 2 lit. b VRG fallen Beschwerden betreffend Anordnungen aufgrund des Kantonalen Straf- und Vollzugsgesetzes (GS II 687 ff.) gerichtsintern in die einzelrichterliche Kompetenz. Das Anfang 2007 in Kraft getretene Straf- und Justizvollzugsgesetz vom 19. Juni 2006 (StJVG, LS 331) hat durch seinen § 42 das Kantonale Straf- und Vollzugsgesetz aufgehoben, wodurch der Einzelrichter seine bisherige ZustÃ¤ndigkeit im Bereich des Straf- und Massnahmevollzugs jedoch nicht verlor (zum Ganzen RB 2007 Nr. 21 E. 1 Abs. 1). Es stellen sich vorliegend keine grundsÃ¤tzlichen Fragen; da zudem als Vorinstanz nicht der Regierungsrat gewirkt hat, ist die Beschwerde durch den Einzelrichter zu erledigen (vgl. § 38 Abs. 3 VRG).</p> <p class="Erwgung2"><b>1.3 </b><span>Da auch die Ã¼brigen Prozessvoraussetzungen erfÃ¼llt sind, ist auf beide Beschwerden einzutreten.</span></p> <p class="Erwgung2"><b>1.4 </b>Aus GrÃ¼nden der ProzessÃ¶konomie kann das Gericht mehrere Verfahren vereinigen, namentlich wenn mehrere Begehren den gleichen Sachverhalt betreffen und dieselben Rechtsfragen aufwerfen (vgl. KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, Vorbem. zu §§ 4â31 N. 33). Da es sich in beiden Verfahren um die Verwahrung derselben Person handelt und sich im Wesentlichen dieselben Rechtsfragen stellen, rechtfertigt es sich, die beiden Verfahren zu vereinigen.</p> <p class="Urteilstext"><b>Bedingte Entlassung aus der Verwahrung</b></p> <p class="Erwgung1"><b>2. </b> </p> <p class="Erwgung2">Der BeschwerdefÃ¼hrer verlangt seine persÃ¶nliche AnhÃ¶rung durch das Gericht, mithin eine mÃ¼ndliche Verhandlung. Die Beteiligten haben nach § 59 Abs. 1 VRG keinen Rechtsanspruch auf DurchfÃ¼hrung einer mÃ¼ndlichen Verhandlung. In FÃ¤llen, die als zivilrechtliche Streitigkeiten oder als strafrechtliche Anklagen im Sinn von Art. 6 Ziff. 1 EMRK gelten, kann sich ein Anspruch auf mÃ¼ndliche Verhandlung ergeben. Indessen besteht in Beschwerdeverfahren Ã¼ber die bedingte Entlassung aus einer stationÃ¤ren Massnahme im Sinne von Art. 43 aStGB weder nach Art. 5 Ziff. 4 noch nach Art. 6 Ziff. 1 EMRK ein Anspruch auf mÃ¼ndliche gerichtliche AnhÃ¶rung. Dabei ist zu berÃ¼cksichtigen, dass der BeschwerdefÃ¼hrer seinen Standpunkt im vorliegenden Verfahren ausreichend geltend machen konnte, und dass er im Rahmen der jÃ¤hrlichen ÃberprÃ¼fung der bedingten Entlassung aus der Verwahrung am 21. August 2008 angehÃ¶rt wurde. Unter diesen UmstÃ¤nden besteht kein Anspruch auf eine mÃ¼ndliche Ã¶ffentliche Verhandlung (vgl. RB 1998 Nr. 38 und 39; KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 59 N. 6).</p> <p class="Erwgung1"><b>3. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>3.1 </b>Kraft Art. 5 Ziff. 4 EMRK hat jede Person, die festgenommen oder der die Freiheit entzogen ist, das Recht zu beantragen, dass ein Gericht innerhalb kurzer Frist Ã¼ber die RechtmÃ¤ssigkeit des Freiheitsentzugs entscheidet und ihre Entlassung anordnet, wenn der Freiheitsentzug nicht rechtmÃ¤ssig ist.</p> <p class="Erwgung2"><b>3.2 </b>Der BeschwerdefÃ¼hrer macht geltend, ein Verwahrter habe gemÃ¤ss Art. 5 Ziff. 4 EMRK jederzeit Anspruch auf unverzÃ¼gliche gerichtliche ÃberprÃ¼fung der RechtmÃ¤ssigkeit seiner Verwahrung. Das fÃ¼r Begehren um bedingte Entlassung aus der Verwahrung nach Art. 64b StGB im Kanton ZÃ¼rich vorgesehene zweistufige Verwaltungsverfahren vor der ÃberprÃ¼fung durch das Verwaltungsgericht sei mit Art. 5 Ziff. 4 EMRK unvereinbar, da es keinen unverzÃ¼glichen Zugang zu einem gerichtlichen Verfahren vorsehe und dem Anspruch auf HaftprÃ¼fung innert kurzer Frist nicht genÃ¼ge. Die gegenteilige Auffassung des Obergerichts widerspreche klar Art. 5 Ziff. 4 EMRK. Nachdem die verwaltungsinterne Behandlung des Gesuchs um bedingte Entlassung mehr als fÃ¼nf Monate in Anspruch genommen habe, stehe bereits fest, dass das qualifizierte Beschleunigungsgebot von Art. 5 Ziff. 4 EMRK verletzt sei, weshalb der BeschwerdefÃ¼hrer einen Anspruch auf gerichtliche Feststellung der Verletzung von Art. 5 Ziff. 4 EMRK habe.</p> <p class="Erwgung2"><b>3.3 </b>Das Bundesgericht hielt in seinem Entscheid vom 25. Februar 2009 im strafrechtlichen Beschwerdeverfahren von A gegen den Beschluss des Obergerichts des Kantons ZÃ¼rich vom 1. Oktober 2008 und den Beschluss des Kassationsgerichts des Kantons ZÃ¼rich vom 15. Dezember 2008 fest, das Verfahren nach Art. 64a f. StGB zur PrÃ¼fung der bedingten Entlassung aus der Verwahrung genÃ¼ge gemÃ¤ss bundesgerichtlicher Rechtsprechung dem Anspruch auf HaftprÃ¼fung nach Art. 5 Ziff. 4 EMRK. Bereits nach altem Recht habe bei rechtskrÃ¤ftiger gerichtlicher Verurteilung und Anordnung einer stationÃ¤ren Massnahme kein Anspruch auf jederzeitige Anrufung des Haftrichters bestanden (BGer, 25. Februar 2009, 6B_33/2009, E. 3.1 und 3.4, www.bger.ch). Sodann ist der vom BeschwerdefÃ¼hrer angefÃ¼hrte Bundesgerichtsentscheid (BGE 116 Ia 60), in welchem eine Verletzung von Art. 5 Ziff. 4 EMRK im Kanton ZÃ¼rich festgestellt wurde, fÃ¼r die vorliegend zu beurteilenden Beschwerden ohnehin nicht einschlÃ¤gig, da sich dort die Justizdirektion, das Obergericht und der Einzelrichter am Bezirksgericht ZÃ¼rich fÃ¼r unzustÃ¤ndig erklÃ¤rt hatten, wodurch dem Betroffenen jegliche Kontrolle durch ein Gericht oder eine VerwaltungsbehÃ¶rde verweigert blieb. Im Gegensatz dazu behandelte die Justizdirektion die Rekurse des BeschwerdefÃ¼hrenden, und auch das Verwaltungsgericht prÃ¼ft die Beschwerden, so dass von einer Verletzung des Anspruchs auf gerichtliche ÃberprÃ¼fung keine Rede sein kann.</p> <p class="Urteilstext">Im erwÃ¤hnten Entscheid vom 25. Februar 2009 (6B_33/2009, E. 3.1 und 3.4) verneinte das Bundesgericht eine Verletzung von Art. 5 Ziff. 4 EMRK und stellte klar, dass diesen AnsprÃ¼chen mit dem Verfahren von Art. 64a f. StGB GenÃ¼ge getan sei. Damit erklÃ¤rte es das mehrstufige ZÃ¼rcher System der VerwahrungsÃ¼berprÃ¼fung fÃ¼r konventionskonform. Dieses fÃ¼hrt durch seine Mehrstufigkeit gezwungenermassen zu einer lÃ¤ngeren Gesamtverfahrensdauer. Die rund eineinhalb Monate zwischen der AnhÃ¶rung am 21. August 2008 und dem Entscheid des Justizvollzugs am 7. Oktober 2008 und die ca. zweieinhalb Monate zwischen der Rekurserhebung am 10. November 2008 und dem Rekursentscheid vom 22. Januar 2009 erscheinen aber durchaus angemessen. Dabei gilt es zu beachten, dass jeweils mehrere Instanzen gleichzeitig mit Ã¤hnlichen AntrÃ¤gen des BeschwerdefÃ¼hrers beschÃ¤ftigt waren und teilweise Entscheide der anderen Instanz abzuwarten hatten. Zudem handelt es sich vorliegend um die gesetzlich vorgesehene jÃ¤hrliche VerwahrungsÃ¼berprÃ¼fung von Amtes wegen, an die bezÃ¼glich Beschleunigungsgebot nicht dieselben AnsprÃ¼che gestellt werden kÃ¶nnen wie an eine ÃberprÃ¼fung auf Gesuch des Verwahrten aufgrund verÃ¤nderter UmstÃ¤nde. Letztere Situation lÃ¶st denn auch die AnsprÃ¼che von Art. 5 Ziff. 4 EMRK aus (vgl. Mark E. Villiger, Handbuch der EuropÃ¤ischen Menschenrechtskonvention [EMRK], 2. A., ZÃ¼rich 1999, N. 368). Solche verÃ¤nderten UmstÃ¤nde wurden jedoch vom BeschwerdefÃ¼hrer nicht geltend gemacht. Ãberdies ist das Beschleunigungsgebot nach Art. 5 Ziff. 4 EMRK in erster Linie auf die PrÃ¼fung der Untersuchungshaft und der erstmaligen Anordnung einer Freiheitsstrafe oder Massnahme ausgerichtet, worum es sich hier offensichtlich nicht handelt (vgl. dazu Jochen Frowein/Wolfgang Peukert, EMRK-Kommentar, 2. A., Kehl/Strassburg/Arlington 1996, Art. 5 N. 136 f.). Demnach ist auch das Beschleunigungsgebot nicht verletzt.</p> <p class="Erwgung1"><b>4. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>4.1 </b>Nach bis Ende 2006 geltendem Recht waren die "Massnahmen an geistig Abnormen" und insbesondere die Verwahrung wie folgt geregelt: Erfordert der Geisteszustand des TÃ¤ters, der eine vom Gesetz mit Zuchthaus oder GefÃ¤ngnis bedrohte Tat begangen hat, die damit im Zusammenhang steht, Ã¤rztliche Behandlung oder besondere Pflege und ist anzunehmen, dadurch lasse sich die Gefahr weiterer mit Strafe bedrohter Taten verhindern oder vermindern, so kann der Richter Einweisung in eine Heil- oder Pflegeanstalt anordnen. GefÃ¤hrdet der TÃ¤ter infolge seines Geisteszustands die Ã¶ffentliche Sicherheit in schwerwiegender Weise, so wird vom Richter seine Verwahrung angeordnet, wenn diese Massnahme notwendig ist, um ihn vor weiterer GefÃ¤hrdung anderer abzuhalten (Art. 43 Ziff. 1 Abs. 1 und 2 je Satz 1 aStGB).</p> <p class="Urteilstext">GemÃ¤ss seit 1. Januar 2007 geltendem Recht ordnet das Gericht gemÃ¤ss Art. 64 Abs. 1 StGB eine Verwahrung an, wenn der TÃ¤ter einen Mord, eine vorsÃ¤tzliche TÃ¶tung, eine schwere KÃ¶rperverletzung, eine Vergewaltigung, einen Raub, eine Geiselnahme, eine Brandstiftung, eine GefÃ¤hrdung des Lebens oder eine andere mit einer HÃ¶chststrafe von fÃ¼nf oder mehr Jahren bedrohte Tat begangen hat, durch die er die physische, psychische oder sexuelle IntegritÃ¤t einer anderen Person schwer beeintrÃ¤chtigt hat oder beeintrÃ¤chtigen wollte, und wenn a) aufgrund der PersÃ¶nlichkeitsmerkmale des TÃ¤ters, der TatumstÃ¤nde und seiner gesamten LebensumstÃ¤nde ernsthaft zu erwarten ist, dass er weitere Taten dieser Art begeht; oder b) aufgrund einer anhaltenden oder langdauernden psychischen StÃ¶rung von erheblicher Schwere, mit der die Tat in Zusammenhang stand, ernsthaft zu erwarten ist, dass der TÃ¤ter weitere Taten dieser Art begeht und die Anordnung einer Massnahme nach Art. 59 StGB keinen Erfolg verspricht. <span>Die Verwahrung im Sinne von Art. 64 StGB ersetzt die altrechtliche Verwahrung von Gewohnheitsverbrechern gemÃ¤ss Art. 42 aStGB und diejenige von gefÃ¤hrlichen psychisch abnormen TÃ¤tern gemÃ¤ss Art. 43 Ziff. 1 Abs. 2 aStGB.</span></p> <p class="Urteilstext">Nach Art. 64a Abs. 1 StGB wird der TÃ¤ter aus der Verwahrung nach Artikel 64 Absatz 1 StGB bedingt entlassen, sobald zu erwarten ist bzw. eine hohe Wahrscheinlichkeit dafÃ¼r besteht, dass sich der Verurteilte in Freiheit bewÃ¤hrt (BBl 1999, 2098). Die Probezeit betrÃ¤gt zwei bis fÃ¼nf Jahre. FÃ¼r die Dauer der Probezeit kann BewÃ¤hrungshilfe angeordnet und kÃ¶nnen Weisungen erteilt werden. <span>Die zustÃ¤ndige BehÃ¶rde prÃ¼ft auf Gesuch hin oder von Amtes wegen mindestens einmal jÃ¤hrlich und erstmals nach Ablauf von zwei Jahren, ob und wann der TÃ¤ter aus der Verwahrung bedingt entlassen werden kann (Art. 64b Abs. 1 lit. a StGB). Sie trifft die Entscheide nach Absatz 1 gestÃ¼tzt auf einen Bericht der Anstaltsleitung, eine unabhÃ¤ngige sachverstÃ¤ndige Begutachtung im Sinne von Art. 56 Abs. 4 StGB, die AnhÃ¶rung einer Kommission nach Art. 62d Abs. 2 StGB und die AnhÃ¶rung des TÃ¤ters (Art. 64b Abs. 2 lit. aâd StGB).</span></p> <p class="Erwgung2">Das Gericht Ã¼berprÃ¼ft gemÃ¤ss Ziff. 2 Abs. 2 der Schlussbestimmungen der Ãnderung vom 13. Dezember 2002 bis spÃ¤testens zwÃ¶lf Monate nach Inkrafttreten des neuen Rechts, ob bei Personen, die nach den Artikeln 42 oder 43 Ziffer 1 Absatz 2 des bisherigen Rechts (aStGB) verwahrt sind, die Voraussetzungen fÃ¼r eine therapeutische Massnahme (Art. 59â61 oder 63) erfÃ¼llt sind. Trifft dies zu, so ordnet das Gericht die entsprechende Massnahme an; falls die Anordnung einer therapeutischen Massnahme nach Art. 59â61 oder 63 StGB mangels Vorliegens der diesbezÃ¼glichen Voraussetzungen ausser Betracht fÃ¤llt, so wird die Verwahrung aufrechterhalten, aber nach neuem Recht weitergefÃ¼hrt. Dies gilt nach bundesgerichtlicher Rechtsprechung auch, wenn die neurechtlichen Voraussetzungen einer Verwahrung im Sinn von Art. 64 StGB nicht erfÃ¼llt sind. Auf den Vollzug der altrechtlichen Verwahrung finden indessen die Bestimmungen des neuen Rechts Ã¼ber das Vollzugsregime und die Rechte und Pflichten der Gefangenen Anwendung. Zu diesen Bestimmungen des neuen Rechts gehÃ¶ren auch die Vorschriften betreffend bedingte Entlassung im Sinn von Art. 64a f. StGB. Die in Art. 64a Abs. 1 StGB vorausgesetzte Erwartung der BewÃ¤hrung bezieht sich auf Straftaten im Sinn von Art. 64 Abs. 1 StGB. Folglich sind diejenigen TÃ¤ter, die als Gewohnheitsverbrecher im Sinn von Art. 42 aStGB oder als psychisch Abnorme im Sinn von Art. 43 Ziff. 1 Abs. 2 aStGB verwahrt worden sind, aus der Massnahme in Anwendung von Art. 64a StGB bedingt zu entlassen, wenn zu erwarten ist, dass sie in Freiheit keine Delikte der in Art. 64 Abs. 1 StGB genannten Art begehen werden (BGE 135 IV 49 E. 1.1; BGr, 11. September 2008, 6B_172/2008, E. 2.1; 9. Oktober 2008, 6B_103/2008, E. 2.1; www.bger.ch).</p> <p class="Erwgung2"><b>4.2 </b>Die Justizdirektion erwog, die Anlasstat sei keine besonders schwerwiegende und kÃ¶nnte heute nicht mehr zur Anordnung einer Verwahrung fÃ¼hren; dies sei jedoch unbeachtlich. Massgebend seien vielmehr die ErwÃ¤gungen im Urteil des Obergerichts vom 9. MÃ¤rz 2004, wonach die vom BeschwerdefÃ¼hrer ausgehende GefÃ¤hrdung der Ãffentlichkeit als schwerwiegend zu qualifizieren sei. Die seit Ã¼ber zwei Jahrzehnten bestehende schwere und nicht behandelbare AlkoholabhÃ¤ngigkeit des BeschwerdefÃ¼hrers habe zu Hirnabbau und WesensverÃ¤nderung gefÃ¼hrt. Er fÃ¼hle sich unter Alkoholeinfluss Ã¼berschnell angegriffen und reagiere â wie dies sein Vorleben zeige â mit Ã¼bersteigert-aggressivem Verhalten, weshalb zu befÃ¼rchten sei, dass er jederzeit die kÃ¶rperliche IntegritÃ¤t seiner Mitmenschen in hÃ¶chste Gefahr bringen kÃ¶nne. So habe er beispielsweise einer Person eine Flasche Ã¼ber den Kopf geschlagen. Da er in seinen bis zur Vergiftung reichenden Alkoholexzessen kaum in der Lage sei, seine KrÃ¤fte zu dosieren, kÃ¶nnten abermalige derartige Handlungen durchaus zu einer schweren KÃ¶rperverletzung oder gar zum Tod des Opfers fÃ¼hren, weshalb er seit vielen Jahren ein unverÃ¤ndert hohes GefÃ¤hrdungspotenzial bezÃ¼glich des wichtigsten Rechtsguts, der kÃ¶rperlichen IntegritÃ¤t, in sich trage. Aus diesen AusfÃ¼hrungen des Obergerichts ergebe sich deutlich, dass die Verwahrung angeordnet worden sei, weil Delikte nach Art. 64 Abs. 1 StGB befÃ¼rchtet worden seien. Es sei daher nicht zu beanstanden, wenn der Justizvollzug wesentliche positive VerÃ¤nderungen in Bezug auf die Legalprognose Ã¼berprÃ¼ft und zu Recht verneint habe. Von einer BewÃ¤hrung des BeschwerdefÃ¼hrers in Freiheit seit dem 1994 beurteilten Raub kÃ¶nne nicht die Rede sein, da er sich zwischen 1994 und dem Anlassdelikt vom 23. Juli 2001 zur Verwahrung mehrheitlich in psychiatrischen Klinken, Wohnheimen und Ã¤hnlichen Institutionen aufgehalten habe. Die Entlassungsprognose hÃ¤nge nicht nur von der Begehung eines Delikts von Art. 64 Abs. 1 StGB ab, sondern habe auch den Geisteszustand des TÃ¤ters, Erfahrungen mit Lockerungen, AuffÃ¤lligkeiten wÃ¤hrend des Vollzugs, die Deliktaufarbeitung und die zukÃ¼nftige Lebenssituation zu berÃ¼cksichtigen. Die Tatsache, dass keine die Legalprognose verbessernde Therapie oder anderweitige Behandlung hinsichtlich der AlkoholabhÃ¤ngigkeit stattgefunden habe, sei â unabhÃ¤ngig von der Verantwortung dafÃ¼r â bei der Beurteilung einer allfÃ¤lligen Entwicklung des BeschwerdefÃ¼hrers zu berÃ¼cksichtigen. Ferner seien die Disziplinierung in der Strafanstalt F vom 14. Mai 2007 und die VorfÃ¤lle im Massnahmezentrum G vom Dezember 2007, welche zur RÃ¼ckversetzung in die Strafanstalt F gefÃ¼hrt haben, nicht so harmlos, wie dies der BeschwerdefÃ¼hrer darzustellen versuche, weshalb sie der Justizvollzug bei der Beurteilung der Legalprognose zu Recht negativ gewertet habe.</p> <p class="Urteilstext">Die Erstellung eines neuen Gutachtens erscheine bei der PrÃ¼fung der bedingten Entlassung nach Art. 64b StGB nicht zwingend notwendig, wenn unverÃ¤nderte VerhÃ¤ltnisse vorlÃ¤gen. Vielmehr kÃ¶nne auf ein frÃ¼heres Gutachten abgestellt werden, wenn es hinreichend aktuell sei. Dabei sei nicht primÃ¤r auf das formelle Kriterium des Alters des Gutachtens abzustellen; massgeblich sei vielmehr die Frage, ob GewÃ¤hr dafÃ¼r bestehe, dass sich die Ausgangslage seit Erstellung des Gutachtens nicht gewandelt habe. Zudem wÃ¼rde der Mangel an qualifizierten Gutachtern bei einer zwingenden jÃ¤hrlichen Neubegutachtung zu einer weiteren Ãberlastung der forensisch tÃ¤tigen Gutachter und damit zu einer lÃ¤ngeren Erstellungsdauer der Gutachten fÃ¼hren. Dieselben Ãberlegungen gÃ¤lten auch fÃ¼r den jÃ¤hrlichen Beizug der Fachkommission.</p> <p class="Erwgung2"><b>4.3 </b>Der BeschwerdefÃ¼hrer rÃ¼gt die Verletzung der Voraussetzungen seiner weiteren Verwahrung bzw. der bedingten Entlassung aus derselben nach Art. 64 und 64a StGB. Das Fahren in angetrunkenem Zustand im Sinn von Art. 91 Abs. 1 des Strassenverkehrsgesetzes vom 19. Dezember 1958 (SVG), weswegen er verurteilt und in Verwahrung genommen worden sei, genÃ¼ge nach neuem Recht nicht mehr als Anlasstat fÃ¼r die Anordnung einer Verwahrung im Sinn von Art. 64 StGB. Zum neuen Recht, nach dem die Verwahrung gemÃ¤ss Ziff. 2 Abs. 2 der Schlussbestimmungen der Ãnderung vom 13. Dezember 2002 weitergefÃ¼hrt werde, gehÃ¶re auch die Bestimmung zur bedingten Entlassung in Art. 64a Abs. 1 StGB; die dort vorausgesetzte BewÃ¤hrung beziehe sich auf Delikte nach Art. 64 Abs. 1 StGB. Aus dem Urteil des Obergerichts vom 9. MÃ¤rz 2004 ergebe sich entgegen den AusfÃ¼hrungen der Vorinstanz nicht, dass die Verwahrung angeordnet worden sei, weil Delikte im Sinn von Art. 64 Abs. 1 StGB befÃ¼rchtet worden seien. Wenn sich die Vorinstanz auf die diesbezÃ¼glichen ErwÃ¤gungen des Obergerichts abstÃ¼tze, verstosse dies gegen Art. 369 Abs. 7 StGB, wonach aus dem Strafregister nach bestimmter Zeit zu entfernende Urteile weder bei der Strafzumessung noch bei der Prognosebeurteilung zulasten des Betroffenen verwendet werden dÃ¼rfen (mit Hinweis auf BGE 135 IV 87 E. 2.4). Die obergerichtlichen ErwÃ¤gungen zur GefÃ¤hrdung der Ã¶ffentlichen Sicherheit beschlÃ¼gen mit einer unbedeutenden Ausnahme Vorstrafen, welche dem BeschwerdefÃ¼hrer aufgrund von Art. 369 Abs. 7 StGB nicht mehr entgegengehalten werden dÃ¼rften. Das Obergericht habe die Voraussetzungen von Art. 43 Ziff. 1 Abs. 2 aStGB zu prÃ¼fen gehabt und daher nicht geprÃ¼ft, ob zu erwarten sei, der BeschwerdefÃ¼hrer werde eine Tat nach Art. 64 Abs. 1 StGB begehen. </p> <p class="Erwgung2">Aufgrund der vorliegenden psychiatrischen Gutachten liessen sich die Voraussetzungen der Verwahrung nach Art. 64 StGB nicht bejahen, hÃ¤tten diese doch die altrechtlichen Voraussetzungen der Verwahrung Ã¼berprÃ¼fen mÃ¼ssen. Sodann habe Dr. E in seinem Gutachten eine schwerwiegende GefÃ¤hrdung der Ã¶ffentlichen Sicherheit verneint. Wenn der BeschwerdefÃ¼hrer in Phasen nicht strafrechtlich begrÃ¼ndeter Unterbringung in Institutionen (z.B. Wohnheimen) nicht relevant straffÃ¤llig geworden sei, so sei dies fÃ¼r die Beurteilung einer bedingten Entlassung entscheidend. Der Justizvollzug verstosse gegen den Grundsatz von Treu und Glauben, wenn er TherapiewÃ¼nsche eines Verwahrten wÃ¤hrend Jahren mit dem Hinweis auf dessen TherapieunfÃ¤higkeit zurÃ¼ckweise und dann die Entlassung ablehne mit der BegrÃ¼ndung, es habe keine Therapie stattgefunden. Den Vollzugsakten lasse sich entgegen den ErwÃ¤gungen der Justizdirektion nichts zulasten des BeschwerdefÃ¼hrers entnehmen; vielmehr bestÃ¤tigten sein weitgehend unauffÃ¤lliges und kooperatives Verhalten, die Absolvierung des Lernprogramms betreffend soziale Fertigkeiten und das weitgehende Ausbleiben negativer Vorkommnisse die gÃ¼nstige Legalprognose von Dr. E. Sodann bedÃ¼rfe es keiner aktuellen Begutachtung des BeschwerdefÃ¼hrers, um festzustellen, dass es an der ernsthaften Erwartung fehle, er werde ein gravierendes Gewalt- oder Sexualdelikt im Sinn von Art. 64 Abs. 1 StGB begehen. Auch die Fachkommission im Sinn von Art. 64b Abs. 2 lit. c StGB mÃ¼sse nicht einbezogen werden, da er keine Tat im Sinn von Art. 64 Abs. 1 StGB begangen habe.</p> <p class="Erwgung2"><b>4.4 </b>Vorab kann auf die zutreffenden AusfÃ¼hrungen der Justizdirektion verwiesen werden (§ 70 in Verbindung mit § 28 Abs. 1 Satz 2 VRG). Da nicht die Anordnung der Verwahrung zu beurteilen ist, sondern sich die Frage der bedingten Entlassung aus derselben stellt, braucht vorliegend nicht geprÃ¼ft zu werden, ob die Verwahrung auf einer nach der heutigen gesetzlichen Regelung genÃ¼genden Anlasstat beruht. In diesem Zusammenhang ist immerhin darauf hinzuweisen, dass das Obergericht im Urteil vom 9. MÃ¤rz 2004 festhielt, die Anlasstat sei in Bezug auf die Strafdrohung keine schwerwiegende. Es rechtfertigte die Verwahrung im Wesentlichen damit, dass der BeschwerdefÃ¼hrer einer Behandlung der Trunksucht nicht zugÃ¤nglich sei, in den vergangenen 25 Jahren aber gezeigt habe, dass er sich unter Alkoholeinfluss nicht mehr um die Sicherheit und das Eigentum seiner Mitmenschen schere, reizbar und aggressiv werde und damit sozialgefÃ¤hrlich bleibe. So habe er in den vergangenen gut 20 Jahren schon mehrfach Menschen verletzt, ohne dass sich seine Verhaltensweisen inzwischen markant verÃ¤ndert hÃ¤tten. Gesamthaft besehen sei die vom BeschwerdefÃ¼hrer ausgehende GefÃ¤hrdung der Ãffentlichkeit daher als schwerwiegend zu qualifizieren. Dem kÃ¶nne weder mit einer therapeutischen Massnahme noch mit einer langen Freiheitsstrafe begegnet werden, weshalb die Verwahrung zur Wahrung der Ã¶ffentlichen Sicherheit zwingend anzuordnen sei.</p> <p class="Erwgung2">Dies wird entgegen der Ansicht des BeschwerdefÃ¼hrers zu berÃ¼cksichtigen sein bei der PrÃ¼fung der Voraussetzungen fÃ¼r die bedingte Entlassung, insbesondere bei der Frage, ob erwartet werden darf, dass der BeschwerdefÃ¼hrer in Freiheit keine Delikte nach Art. 64 Abs. 1 StGB begehen werde (Art. 64a Abs. 1 in Verbindung mit Abs. 2 StGB). </p> <p class="Erwgung3"><b>4.4.1 </b>Die Justizdirektion bejahte in Ãbereinstimmung mit dem Justizvollzug beim BeschwerdefÃ¼hrer<i> </i>die Gefahr der Begehung von Delikten nach Art. 64 Abs. 1 StGB gegen die kÃ¶rperliche IntegritÃ¤t. Sie stÃ¼tzte sich dabei auf das Urteil des Obergerichts vom 9. MÃ¤rz 2004 und stellte fest, dass seither keine wesentlichen VerÃ¤nderungen eingetreten seien, was sie insbesondere darauf zurÃ¼ckfÃ¼hrte, dass keine die Legalprognose verbessernde Therapie stattgefunden habe. Dies ist nicht zu beanstanden, denn wie erwÃ¤hnt stellte das Obergericht ein hohes GefÃ¤hrdungspotenzial des BeschwerdefÃ¼hrers bezÃ¼glich des wichtigsten Rechtsguts, der kÃ¶rperlichen IntegritÃ¤t, fest. Es befÃ¼rchtete aufgrund seines deliktischen Vorlebens (etwa mehrfaches Fahren in angetrunkenem Zustand, Schlag mit Flasche auf den Kopf einer anderen Person, Werfen von BierglÃ¤sern und Barhockern durch ein Lokal, Bedrohung einer Person mit einem Messer, Zusammenschlagen des Vormunds und EinschÃ¼chtern mit einer Pistole, Schuss in die Luft mit scharfer Munition aus dem Sturmgewehr) und der unbewÃ¤ltigten Alkoholproblematik, dass sich Ã¤hnliche Handlungen erneut ereignen und zu einer schweren KÃ¶rperverletzung oder gar zum Tod eines Opfers fÃ¼hren kÃ¶nnten. Damit besteht ein direkter Bezug zu den in Art. 64 Abs. 1 StGB aufgezÃ¤hlten Delikten, weshalb die BegrÃ¼ndung des angefochtenen Entscheids diesbezÃ¼glich nicht zu beanstanden ist. Erschwerend kommt hinzu, dass der BeschwerdefÃ¼hrer auch ohne Alkoholgenuss zu unvermittelten und unbeherrschten GewaltausbrÃ¼chen neigt (vgl. etwa aggressives Verhalten bei emotionalen Themen; 15 Tage Arrest wegen Arbeitsverweigerung sowie Beschimpfungen und Drohungen gegen Angestellte im Mai 2007; unvermittelter Ãbergriff auf Bezugsperson im Massnahmezentrum G, November 2007). Zwar wich das Obergericht in der Prognose der GemeingefÃ¤hrlichkeit des BeschwerdefÃ¼hrers von derjenigen des Gutachters Dr. E ab, begrÃ¼ndete diese Abweichung aber Ã¼berzeugend und konnte sich zudem auf ein Gutachten von Dr. H abstÃ¼tzen, welches von einer schwerwiegenden GefÃ¤hrdung der Ã¶ffentlichen Sicherheit ausgeht.</p> <p class="Erwgung3"><b>4.4.2 </b>Dass die Justizdirektion â wie bereits der Justizvollzug und das Obergericht â das Fehlen einer erfolgreichen Therapie im Hinblick auf die BewÃ¤hrungsprognose berÃ¼cksichtigte, verstÃ¶sst keineswegs gegen Treu und Glauben, wie der BeschwerdefÃ¼hrer beanstandet. Denn fÃ¼r die bedingte Entlassung aus der Verwahrung ist nicht allein der Therapiewille des Verwahrten, sondern auch die durch die Therapie tatsÃ¤chlich bewirkte Verbesserung der BewÃ¤hrungsprognose entscheidend. Dabei ist darauf hinzuweisen, dass bereits Dr. E in seinem Gutachten vom 5. Dezember 2003 aufgrund der sehr negativ verlaufenen Massnahmen und der alkoholbedingten WesensÃ¤nderung aufgrund des eingetretenen Hirnabbauprozesses von einer erneuten Massnahme abriet, da sich der BeschwerdefÃ¼hrer als behandlungsunfÃ¤hig erwiesen habe. Wie der BeschwerdefÃ¼hrer selber angibt, haben seither verschiedene AbklÃ¤rungen der Therapiemotivation und -eignung stattgefunden. Dabei kamen die Fachleute zum Schluss, dass dem BeschwerdefÃ¼hrer der konkrete Wille fehle, sich mit seinen Problemen auseinanderzusetzen und eine deliktorientierte Therapie nicht mÃ¶glich sei. DiesbezÃ¼glich belegt der BeschwerdefÃ¼hrer keine wesentlichen VerÃ¤nderungen bei sich seit dem obergerichtlichen Urteil vom MÃ¤rz 2004, weshalb auf die bestehenden Berichte und Gutachten abgestellt werden darf (dazu BGE 128 IV 241, E. 3.2, 3.4). Da er sich bereits seit November 2004 in Verwahrung befindet, sind kÃ¼rzere UnterbrÃ¼che durch Versetzung in eine Wohngruppe eines Massnahmezentrums in Bezug auf die BewÃ¤hrungsprognose von untergeordneter Bedeutung. Zudem musste der BeschwerdefÃ¼hrer aufgrund seines Verhaltens im Massnahmezentrum G im November 2007 wieder in die Verwahrung zurÃ¼ckversetzt werden, so dass keineswegs von einer BewÃ¤hrung in Freiheit gesprochen werden kann. Die verschiedenen Ereignisse wÃ¤hrend der Verwahrung des BeschwerdefÃ¼hrers wurden zwar von den Vorinstanzen nicht hoch gewichtet, doch durften sie bei der Entscheidung Ã¼ber die bedingte Entlassung nicht ausgeblendet werden, da sie den Hang des BeschwerdefÃ¼hrers zu unbeherrschten GewaltausbrÃ¼chen untermauern (dazu vorn E. 4.4.1). Zu Recht ging die Vorinstanz nicht davon aus, der BeschwerdefÃ¼hrer werde sich mit hoher Wahrscheinlichkeit in Freiheit bewÃ¤hren<i>.</i></p> <p class="Erwgung3"><b>4.4.3 </b>Im vom BeschwerdefÃ¼hrer angefÃ¼hrten Urteil des Bundesgerichts (BGE 135 IV 87 E. 2.4) betreffend Entfernung der StrafregistereintrÃ¤ge war die Strafzumessung und die Anordnung einer vollzugsbegleitenden Massnahme zu beurteilen. Dies kann jedoch nicht auf die vorliegend zu beurteilende Situation der Verwahrung Ã¼bertragen werden, denn andernfalls mÃ¼sste jedem Verwahrten nach der in Art. 369 Abs. 7 StGB genannten Frist â mindestens bei Wohlverhalten wÃ¤hrend der Verwahrung â unabhÃ¤ngig von einer mÃ¶glichen GefÃ¤hrdung der Allgemeinheit eine positive Prognose gestellt werden. Dies kann nicht der Wille des Gesetzgebers sein, denn bei der Verwahrung steht im Gegensatz zur Strafzumessung die Sicherheit der Allgemeinheit auf dem Spiel, weshalb zur Beurteilung der GemeingefÃ¤hrlichkeit auch weiter zurÃ¼ckliegende Straftaten berÃ¼cksichtigt werden dÃ¼rfen.</p> <p class="Erwgung3"><b>4.4.4 </b>Angesichts der Untherapierbarkeit des BeschwerdefÃ¼hrers und der folglich im Wesentlichen unverÃ¤nderten VerhÃ¤ltnisse sowie angesichts der bald bevorstehenden nÃ¤chsten jÃ¤hrlichen ÃberprÃ¼fung lÃ¤sst sich der Verzicht auf die Einholung eines neuen Gutachtens und den Beizug der Fachkommission, wie sie Art. 64b Abs. 2 lit. b und c StGB vorsehen, rechtfertigen. Damit entsteht kein Widerspruch zum vom BeschwerdefÃ¼hrer in anderem Zusammenhang genannten Entscheid des Verwaltungsgerichts vom 28. September 2007 (VB.2007.00310, E. 3.2, www.vgrzh.ch), in welchem die Bezugnahme auf Gutachten aus den Jahren 1996 und 2000 wegen der erfolgten TherapiebemÃ¼hungen verneint wurde, denn im vorliegenden Verfahren wurde der BeschwerdefÃ¼hrer â im Unterschied zu jenem Verfahren â mehrmals fÃ¼r nicht therapierbar erklÃ¤rt. Mit einem Entscheid des Verwaltungsgerichts vom 7. Februar 2007 (VB.2006.00430, www.vgrzh.ch) ist der vorliegend zu beurteilende Fall insofern nicht zu vergleichen, als hier keine neue Begutachtung des BeschwerdefÃ¼hrers beantragt, sondern der Standpunkt vertreten wird, es bedÃ¼rfe keiner neuen Begutachtung und keines Beizugs der Kommission. </p> <p class="Erwgung2"><b>4.5 </b>Die Justizdirektion forderte unter BerÃ¼cksichtigung dessen, dass GefÃ¤hrlichkeitsprognosen fÃ¼r lÃ¤ngere ZeitrÃ¤ume nicht zuverlÃ¤ssig gestellt werden kÃ¶nnten, und angesichts des Alters der bestehenden Gutachten, dass der BeschwerdefÃ¼hrer "in nÃ¤chster Zeit" zu begutachten sei. Auch wenn gravierende Ãnderungen in der Situation des BeschwerdefÃ¼hrers mindestens nach dem gegenwÃ¤rtigen Aktenstand kaum zu erwarten sind, stellt sich anderseits doch die Frage nach allfÃ¤lligen Vollzugslockerungen beim BeschwerdefÃ¼hrer, deren GewÃ¤hrung aufgrund der Dauer der Verwahrung angezeigt wÃ¤re (dazu sogleich E. 5.4). In jenem Zusammenhang wird die Frage nach seiner GefÃ¤hrlichkeit fÃ¼r die Ãffentlichkeit zu prÃ¼fen sein, aber auch diejenige, wie bei allfÃ¤lligen Vollzugslockerungen vorgegangen werden soll. DafÃ¼r erscheint eine neuerliche Begutachtung erforderlich. </p> <p class="Erwgung2">Demnach ist die Beschwerde VB.2009.00101 abzuweisen.</p> <p class="Urteilstext"><b>GewÃ¤hrung von Vollzugslockerungen</b></p> <p class="Erwgung1"><b>5. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b><span>5.1 </span></b>Nach Art. 84 Abs. 6 StGB ist dem Gefangenen zur Pflege <span>der Beziehungen zur Aussenwelt, zur Vorbereitung seiner Entlassung oder aus besonderen GrÃ¼nden in angemessenem Umfang Urlaub zu gewÃ¤hren, soweit sein Verhalten im Strafvollzug dem nicht entgegensteht und keine Gefahr besteht, dass er flieht oder weitere Straftaten begeht. § 61 Abs. 1 JVV verweist fÃ¼r die UrlaubsgewÃ¤hrung auf die dem revidierten Strafrecht angepassten (Andrea Baechtold, Basler Kommentar, 2. A. 2007, Art. 84 StGB N. 4 und 23) Richtlinien der Ostschweizer Strafvollzugskommission Ã¼ber die Ausgangs- und UrlaubsgewÃ¤hrung vom 7. April 2006. Nach deren Ziffer 3.1 kÃ¶nnen der eingewiesenen Person Ausgang und Urlaub bewilligt werden, wenn: a) keine Gefahr besteht, dass sie flieht oder weitere Straftaten begeht; b) sie den Vollzugsplan einhÃ¤lt und bei den EingliederungsbemÃ¼hungen aktiv mitwirkt; c) ihre Einstellung und Haltung im Vollzug sowie ihre Arbeitsleistungen zu keinen Beanstandungen Anlass geben; d) Grund zur Annahme besteht, dass sie rechtzeitig in die Vollzugseinrichtung zurÃ¼ckkehrt, sich an die durch die zustÃ¤ndige BehÃ¶rde festgelegten Bedingungen und Auflagen hÃ¤lt und wÃ¤hrend des Urlaubs das in sie gesetzte Vertrauen nicht missbraucht; e) sie Ã¼ber genÃ¼gend Mittel verfÃ¼gt, um die Kosten des Ausgangs oder Urlaubs zu bezahlen. GemeingefÃ¤hrlichen StraftÃ¤tern werden Urlaub und andere Vollzugslockerungen nur gewÃ¤hrt, wenn davon ausgegangen werden kann, dass sie nicht mehr gemeingefÃ¤hrlich sind oder Dritte vor einer verbleibenden Gefahr durch begleitende Massnahmen ausreichend geschÃ¼tzt werden kÃ¶nnen (§ 70 Abs. 2 JVV).</span></p> <p class="Erwgung2"><b>5.2 </b>Der BeschwerdefÃ¼hrer rÃ¼gt, es sei auf sein Gesuch um Vollzugslockerungen hin weder ein Gutachten eingeholt noch die Fachkommission konsultiert worden. Auch die vorliegenden Berichte des Psychiatrisch-Psychologischen Diensts Ã¤usserten sich nicht zur Frage der Vollzugslockerung.</p> <p class="Erwgung2"><b>5.3 </b>Der Justizvollzug und die Justizdirektion stÃ¼tzten sich fÃ¼r ihre Entscheide insbesondere auf das Urteil des Obergerichts vom 9. MÃ¤rz 2004, auf die psychiatrischen Gutachten von Dr. H und Dr. E aus den Jahren 2002 bzw. 2003 sowie auf den Bericht der Anstaltsleitung vom 22. Juli 2008 und den Bericht des Psychiatrisch-Psychologischen Dienstes vom 30. Juli 2008. Ein neues Gutachten wurde nicht eingeholt und die Fachkommission im Sinn von Art. 64b Abs. 2 lit. c StGB nicht konsultiert. WÃ¤hrend sich der Bericht vom 30. Juli 2008 nicht materiell Ã¤ussert, nimmt der Bericht der Anstaltsleitung vom 22. Juli 2008 lediglich zur Frage der bedingten Entlassung Stellung und macht dementsprechend nur AusfÃ¼hrungen zum RÃ¼ckfallrisiko, nicht jedoch zur Fluchtgefahr. Sodann wurde der BeschwerdefÃ¼hrer auch nicht zur Frage der Vollzugslockerung angehÃ¶rt, denn die AnhÃ¶rung zur bedingten Entlassung fand am 21. August 2008 statt, mithin am Tag der Gesuchstellung (dieses traf am 22. August 2008 beim Justizvollzug ein), und der Justizvollzug nahm nur zur Frage der bedingten Entlassung Stellung. Dass der BeschwerdefÃ¼hrer am Ende der Befragung ergÃ¤nzte, er wolle sofort in den Urlaub, in den offenen Vollzug und einen Vollzugsplan, Ã¤ndert daran nichts. Eine Befragung zu einem spÃ¤teren Zeitpunkt fand nicht statt. Da fÃ¼r die Frage der UrlaubsgewÃ¤hrung massgebend auf das Verhalten im Strafvollzug abzustellen ist und die beiden vorliegenden Gutachten in den Jahren 2002 bzw. 2003 und mithin vor dem Antritt der Verwahrung erstellt wurden, kÃ¶nnen auch diese keine genÃ¼gende Grundlage fÃ¼r die zu prÃ¼fende Frage bilden.</p> <p class="Erwgung2"><b>5.4 </b>Demnach ist die Beschwerde VB.2009.00197 teilweise gutzuheissen, indem die VerfÃ¼gung der Justizdirektion vom 5. MÃ¤rz 2009 insofern aufzuheben ist, als sie den Rekurs betreffend GewÃ¤hrung von Vollzugslockerungen abwies (Dispositiv-Ziffer I Abs. 2). DiesbezÃ¼glich ist die Sache zur weiteren AbklÃ¤rung des Sachverhalts und zum Neuentscheid an den Justizvollzug zurÃ¼ckzuweisen. Entsprechend sind auch die Dispositiv-Ziffern I und II der VerfÃ¼gung des Amtes fÃ¼r Justizvollzug vom 5. Dezember 2008 aufzuheben. Die RÃ¼ckweisung an die Erstinstanz rechtfertigt sich schon deswegen, als sie nÃ¤her am Vollzugsalltag ist als die Justizdirektion und zudem ohnehin in nÃ¤chster Zeit die jÃ¤hrliche ÃberprÃ¼fung der bedingten Entlassung aus der Verwahrung vorzunehmen hat. Dabei wird â wie oben ausgefÃ¼hrt (vgl. E. 4.5) â ein Gutachten einzuholen und die Fachkommission zu konsultieren sein. Die begutachtende Person und die Fachkommission werden sich auch zur Frage von Vollzugslockerungen â insbesondere zu begleiteten und allenfalls unbegleiteten Urlauben â zu Ã¤ussern haben. So kann die PrÃ¼fung allfÃ¤lliger Vollzugslockerungen zusammen mit der jÃ¤hrlichen ÃberprÃ¼fung der Entlassung aus der Verwahrung erfolgen. Angesichts dieses Ausgangs sind die Ã¼brigen RÃ¼gen des BeschwerdefÃ¼hrers nicht weiter zu prÃ¼fen. Im Ãbrigen ist die Beschwerde VB.2009.00197 abzuweisen.</p> <p class="Erwgung1"><b>6. </b> </p> <p class="Erwgung2">AusgangsgemÃ¤ss sind die Kosten zu zwei Dritteln dem BeschwerdefÃ¼hrer und zu einem Drittel dem Beschwerdegegner aufzuerlegen (§ 13 in Verbindung mit § 70 VRG). Zu prÃ¼fen bleibt das Gesuch um GewÃ¤hrung der unentgeltlichen ProzessfÃ¼hrung und Bestellung eines unentgeltlichen Rechtsbeistands.</p> <p class="Erwgung2"><b>6.1 </b>GemÃ¤ss § 16 VRG wird Privaten, welchen die nÃ¶tigen Mittel fehlen und deren Begehren nicht offensichtlich aussichtslos erscheinen, auf entsprechendes Ersuchen die Bezahlung von Verfahrenskosten erlassen (Abs. 1). Sie haben zudem Anspruch auf die Bestellung eines unentgeltlichen Rechtsbeistands, wenn sie nicht in der Lage sind, ihre Rechte im Verfahren selbst zu wahren (Abs. 2). Mittellos im Sinn von § 16 VRG ist, wer die erforderlichen Vertretungskosten lediglich bezahlen kann, wenn er jene Mittel heranzieht, die er fÃ¼r die Deckung des Grundbedarfs fÃ¼r sich und seine Familie benÃ¶tigt. Die BedÃ¼rftigkeit ist aufgrund der gesamten VerhÃ¤ltnisse, namentlich der Einkommenssituation, der VermÃ¶gensverhÃ¤ltnisse und allenfalls der KreditwÃ¼rdigkeit zu beurteilen (KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 16 N. 26). Als aussichtslos sind Begehren anzusehen, bei denen die Aussichten auf Gutheissung um derart viel kleiner als jene auf Abweisung erscheinen, dass sie deshalb kaum als ernsthaft bezeichnet werden kÃ¶nnen (KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 16 N. 32). Nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung hat die bedÃ¼rftige Partei Anspruch auf unentgeltliche VerbeistÃ¤ndung, wenn ihre Interessen in schwerwiegender Weise betroffen sind und der Fall in tatsÃ¤chlicher und rechtlicher Hinsicht Schwierigkeiten bietet, die den Beizug eines Rechtsvertreters erforderlich machen. Falls das in Frage stehende Verfahren besonders stark in die Rechtsposition des Betroffenen eingreift, ist die Bestellung eines unentgeltlichen Rechtsvertreters grundsÃ¤tzlich geboten. Dies trifft insbesondere im Strafprozess zu, wenn dem Angeschuldigten eine schwerwiegende freiheitsentziehende Massnahme oder eine Strafe droht, deren Dauer die GewÃ¤hrung des bedingten Strafvollzugs ausschliesst (BGE 128 I 225 E. 2.5.2).</p> <p class="Erwgung2"><b>6.2 </b>Von der Mittellosigkeit des BeschwerdefÃ¼hrers ist angesichts des bereits mehrjÃ¤hrigen Aufenthalts im Verwahrungsvollzug auszugehen. Die Beschwerden kÃ¶nnen angesichts der sich stellenden etwas schwierigeren Rechtsfragen und der teilweisen Gutheissung einer Beschwerde nicht als aussichtslos im oben beschriebenen Sinn gewertet werden. Auch ist die Notwendigkeit des Beizugs eines Rechtsvertreters angesichts der KomplexitÃ¤t der rechtlichen Fragen im Hinblick auf die IntelligenzstÃ¶rung des BeschwerdefÃ¼hrers zu bejahen.</p> <p class="Erwgung2"><b>6.3 </b>Demnach ist dem BeschwerdefÃ¼hrer fÃ¼r das verwaltungsgerichtliche Verfahren die unentgeltliche ProzessfÃ¼hrung zu gewÃ¤hren; der auf ihn fallende Anteil an den Gerichtskosten von zwei Dritteln ist auf die Gerichtskasse zu nehmen. Weiter ist ihm in der Person von Rechtsanwalt B ein unentgeltlicher Rechtsbeistand zu bestellen. Dieser hat dem Gericht binnen einer nicht erstreckbaren Frist von dreissig Tagen nach Zustellung dieses Entscheids eine detaillierte Zusammenstellung Ã¼ber den Zeitaufwand und die Bar­auslagen fÃ¼r das verwaltungsgerichtliche Verfahren einzureichen, ansonsten die EntschÃ¤digung nach Ermessen festgesetzt wÃ¼rde (§ 13 Abs. 2 der GebÃ¼hrenverordnung des Verwaltungsgerichts vom 26. Juni 1997).</p> <p class="Einzug1"><span>DemgemÃ¤ss verfÃ¼gt <span>der Einzelrichter</span>:</span></p> <p class="MsoNormal"><span>1.<span> </span></span><span>Die Verfahren VB.2009.00101 und VB.2009.00197 werden vereinigt.</span></p> <p class="MsoNormal"><span>2.<span> </span></span><span>Dem BeschwerdefÃ¼hrer wird fÃ¼r die verwaltungsgerichtlichen Verfahren die unentgeltliche ProzessfÃ¼hrung gewÃ¤hrt.</span></p> <p class="MsoNormal"><span>3.<span> </span></span><span>Dem BeschwerdefÃ¼hrer wird in der Person von Rechtsanwalt B ein unentgeltlicher Rechtsbeistand bestellt. Rechtsanwalt B wird aufgefordert, dem Verwaltungsgericht binnen einer nicht erstreckbaren Frist von 30 Tagen nach Zustellung dieses Entscheids eine Zusammenstellung Ã¼ber den Zeitaufwand und die Barauslagen fÃ¼r das verwaltungsgerichtliche Verfahren einzureichen, ansonsten die EntschÃ¤digung nach Ermessen festgesetzt wÃ¼rde.</span></p> <p class="Urteilstext">und entscheidet:</p> <p class="Einzug2"><span>1. Die Beschwerde VB.2009.00101 wird abgewiesen.</span></p> <p class="Einzug2"><span>2. In teilweiser Gutheissung der Beschwerde VB.2009.00197 wird Dispositiv-Ziffer I Abs. 2 der VerfÃ¼gung der Justizdirektion vom 5. MÃ¤rz 2009 insofern aufgehoben, als sie den Rekurs gegen die Verweigerung von Vollzugslockerungen abweist. Entsprechend werden auch die Dispositiv-Ziffern I und II der VerfÃ¼gung des Amts fÃ¼r Justizvollzug vom 5. Dezember 2008 aufgehoben. DiesbezÃ¼glich wird die Sache zur weiteren AbklÃ¤rung des Sachverhalts im Sinn der ErwÃ¤gungen und zum Neuentscheid an das Amt fÃ¼r Justizvollzug zurÃ¼ckgewiesen.</span></p> <p class="Einzug2"><span> Im Ãbrigen wird die Beschwerde VB.2009.00197 abgewiesen.</span></p> <p class="Einzug2"><span>3. Die GerichtsgebÃ¼hr wird festgesetzt auf <br/> Fr. 3'000.--; die Ã¼brigen Kosten betragen:<br/> Fr. 60.-- Zustellungskosten,<br/> Fr. 3'060.-- Total der Kosten.</span></p> <p class="Einzug2"><span>4. Die Gerichtskosten werden zu zwei Dritteln auf die Gerichtskasse genommen und zu einem Drittel dem Beschwerdegegner auferlegt.</span></p> <p class="Einzug2"><span>5. Gegen diesen Entscheid Beschwerde in Strafsachen nach Art. 78 ff. des Bundesgerichtsgesetzes erhoben werden. Die Beschwerde ist innert 30 Tagen, von der Zustellung an gerechnet, beim Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, einzureichen.</span></p> <p class="Urteilstext">6. Mitteilung anâ¦</p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>