B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i ch t T ri b u n a l ad m i n i s t r a t i f f éd é r a l T ri b u n a l e am m i n i s t r a t i vo f e d e r a l e T ri b u n a l ad m i n i s t r a t i v fe d e r a l Abteilung III C-1681/2023 U r t e i l v o m 27 . A p r i l 2 0 2 3 Besetzung Einzelrichterin Regina Derrer, Gerichtsschreiberin Monique Schnell Luchsinger. Parteien A._______, Beschwerdeführer, gegen Sicherheitsfonds BVG, Vorinstanz, Stiftung Auffangeinrichtung BVG, Beschwerdegegnerin. Gegenstand BVG, Sicherstellung; Verfügung des Sicherheitsfonds BVG vom 24. Februar 2023. C-1681/2023 Seite 2 Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest und erwägt, dass der Sicherheitsfonds BVG ( nachfolgend: Vorinstanz) mit Verfügung vom 24. Februar 2023 (BVGer-act. 4 Beilage) das Gesuch der Stiftung Auf- fangeinrichtung BVG (nachfolgend: Auffangeinrichtung oder Beschwerde- gegnerin) vom 24. Juni 2022 um Ausrichtung von Insolvenzleistungen für die Mitarbeite nden der in Konkurs gefallenen Firma B.______ GmbH, (Sitz), insoweit gutgeheissen hat, als für die Mitarbeitenden als Sicherstel- lung gesetzlicher Leistungen Fr. 15'188.90 bezahlt wurden, inkl. Mindest- verzinsung gemäss BVG per Auszahlung 27. Februar 2023 (Ziffer 1 Verfü- gungsdispositiv), wobei die Sicherstellung der Leistungen für A.______ und C.______ für die Zeit vom 1. Februar 2019 bis 24. Juni 2021 abgelehnt wurde (Ziffern 2 und 3 Verfügungsdispositiv), dass A.______ (für sich selbst; nachfolgend: Beschwerdeführer) und ohne Vollmacht für C.______ (nachfolgend: Bruder) mit Eingabe vom 22. März 2023 ans Bundesverwaltungsgericht gelangt ist und sinngemäss geltend gemacht hat, sie seien mit der Verfügung der Vorinstanz vom 24. Februar 2023 nicht einverstanden (BVGer-act. 1), dass gemäss Art. 31 des Bundesgesetzeses vom 17. Juni 2005 über das Bundesverwaltungsgericht (VGG; SR 173.32) das Bundesverwaltungsge- richt Beschwerden gegen Verfügungen nach Art. 5 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 über das V erwaltungsverfahren (VwVG; SR 172.021) beurteilt, sofern keine Ausnahme nach Art. 32 VGG vorliegt, dass als Vorinstanzen die in Art. 33 VGG genannten Behörden gelten, dass zu den vor Bundesverwaltungsgericht anfechtbaren Verfügungen auch jene des Sicherheitsfonds BVG gehören, zumal dieser im Bereich der beruflichen Vorsorge öffentlich-rechtliche Aufgaben des Bundes erfüllt und als Vorinstanz gemäss Art. 33 Bst. h VGG zu gelten hat (vgl. Urteil des BGer 9C_616/2011 vom 5. April 2012 E. 3.1 sowie Urteil des BVGer A-3220/2019 vom 26. Juni 2019 S. 2), dass demnach das Bundesverwaltungsgericht zur Beurteilung der vorlie- genden Beschwerde zuständig ist, dass der Sicherheitsfonds BVG gemäss Art. 56 Abs. 1 Bst. b und c des Bundesgesetzes vom 25. Juni 1982 über die be rufliche Alters-, Hinterlas- senen- und Invalidenvorsorge (BVG, SR 831.40) gesetzliche und teilweise auch reglementarische Leistungen von zahlungsunfähig gewordenen Vor- sorgeeinrichtungen sicherstellt, C-1681/2023 Seite 3 dass gemäss Art. 24 Abs. 1 der Verordnung vom 22. Juni 19 98 über den Sicherheitsfonds BVG (SFV, SR 831.432.1) nur die zahlungsunfähig ge- wordene Vorsorgeeinrichtung oder die Rechtsträgerin des insolvent gewor- denen Versichertenkollektivs als Antragstellerin für die Leistungen des Si- cherheitsfonds in Frage kommen, dass gemäss Art. 26 Abs. 3 SFV der Sicherheitsfonds die Sicherheit zweck- gebunden zugunsten der zahlungsunfähigen Vorsorgeeinrichtung leistet, dass vorliegend die Auffangeinrichtung das Gesuch um Insolvenzleistun- gen gestellt hat, dass laut den beiden oben erwähnten Verordnungsbestimmungen die ein- zelnen Destinatäre nicht direkt am Verfahren betreffend Ausrichtung von Insolvenzleistungen beteiligt sind und auch laut Praxis des Bundesgerichts einzelne Destinatäre mangels aktuellen Rechtsschutzinteresses nicht legi- timiert sind, Verfügungen des Sicherheitsfonds BVG im Zusammenhang mit der Ausrichtung von Insolvenzleistungen anzufechten (BGE 141 V 650 E. 3.2; Urteile des BGer 9C_616/2011 vom 5. April 2012 E. 3, 9C_918/2009 vom 24. Dezember 2009 E. 4.3 sowie Urteil des BVGer A-3220/2019 vom 26. Juni 2019 S. 3 und Ziffer 7 der Erwägungen der angefochtenen Verfü- gung), dass dies auch für Fälle wie den vorliegenden gilt, in welchen «die Sicher- stellung von Leistungen der Geschäftsinhaber bzw. der leitenden Ange- stellten einer Firma» (Ziffer 5 der Erwägungen der angefochtenen Verfü- gung) gestützt auf Art. 56 Abs. 5 BVG abgelehnt wird ( vgl. Urteile des BVGer A-3220/2019 vom 26. Juni 2019 S. 3 und A-1273/2017 vom 2. März 2017 S. 3 [mit Verweis auf das Urteil des BGer 9C_616/2011 vom 5. April 2012 E. 3], die ebenfalls eine Verweigerung der von der Auffangeinrichtung beantragten Sicherstellung von Leistungen gestützt auf Art. 56 Abs. 5 BVG betroffen haben), dass der Beschwerdeführer vorliegend keine anderen unmittelbaren Nach- teile begründen kann, die ihn und s einen Bruder in Abweichung zur ge- nannten Rechtsprechung als Drittbeschwerdeführende legitimieren wür- den, Beschwerde gegen die Verfügung des Sicherheitsfonds zu erheben, dass weder der Beschwerdeführer noch sein Bruder nach den oben ste- henden Erwägungen und der oben erwähnten Gerichtspraxis mithin als einzelne Destinatäre im vorliegenden Verfahren aktivlegitimiert sind bzw. C-1681/2023 Seite 4 sein können, und deshalb auf die Beschwerde im einzelrichterlichen Ver- fahren nicht einzutreten ist (Art. 23 Abs. 1 Bst. b VGG), dass unter diesen Umständen nicht weiter darauf eingegangen zu werden braucht, ob die Eingabe die Anforderungen an eine Beschwerdeschrift im Sinn von Art. 52 VwVG erfüllt bzw. ob verneinendenfalls eine Nachfrist zur Verbesserung anzusetzen gewesen wäre, dass der Beschwerdeführer bei diesem Verfahrensausgang zwar als un- terliegende Partei gilt, der gemäss Art. 63 Abs. 1 VwVG Verfahrenskosten aufzuerlegen sind, aufgrund des geringen Aufwandes allerdings vorliegend darauf zu verzichten ist (Art. 6 Bst. b des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungs- gericht [VGKE, SR 173.320.2]), dass bei diesem Verfahrensausgang auch keine Parteientschädigung ge- schuldet ist (vgl. Art. 64 Abs. 1 VwVG, Art. 7 Abs. 3 VGKE, Art. 7 Abs. 4 VGKE). (Für das Dispositiv wird auf die nächste Seite verwiesen.) C-1681/2023 Seite 5 Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 1. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten. 2. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. 3. Es wird keine Parteientschädigung ausgerichtet. 4. Dieses Urteil geht an den Beschwerdeführer, die Vorinstanz, die Beschwer- degegnerin und die Oberaufsichtskommission BVG. (Für die Rechtsmittelbelehrung wird auf die nächste Seite verwiesen.) Die Einzelrichterin: Die Gerichtsschreiberin: Regina Derrer Monique Schnell Luchsinger C-1681/2023 Seite 6 Rechtsmittelbelehrung: Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen nach Eröffnung beim Bun- desgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öffentlich - rechtlichen Angelegenheiten geführt werden (Art. 82 ff., 90 ff. und 100 BGG). Die Frist ist gewahrt, wenn die Beschwerde spätestens am letzten Tag der Frist beim Bundesgericht eingereicht oder zu dessen Handen der Schweizerischen Post oder einer schweizerischen diplomatischen oder konsularischen Vertretung übergeben worden ist (Art. 48 Abs. 1 BGG). Die Rechtsschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Be- weismittel und die Unterschrift zu enthalten. Der angefochtene E ntscheid und die Beweismittel sind, soweit sie die beschwerdeführende Partei in Händen hat, beizulegen (Art. 42 BGG). Versand: