<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2003.00203</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="https://vgrzh.djiktzh.ch/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=https://vgrzh.djiktzh.ch&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=204087&amp;W10_KEY=4467142&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2003.00203</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 17.03.2004</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">1. Abteilung/1. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Submissionsrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Submission</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Nichtbeachtung des wirtschaftlich günstigsten Angebots; Vom Zuschlag abweichender Vertragsabschluss<br/><br/>Der Ausschluss von zwei Angeboten bzw. die schlechtere Bewertung von zwei weiteren Angeboten der Beschwerdeführerin aus Qualitätsgründen ist nicht zu beanstanden, da die Beschwerdegegnerin das ihr zustehende Ermessen nicht überschritten hat (E. 3). Beschafft die Behörde nach Durchführung des Vergabeverfahrens ein anderes Produkt als dasjenige, für welches der Zuschlag erteilt wurde, so trifft sie damit einen neuen Vergabeentscheid, der selbständig angefochten werden kann. Im Beschwerdeverfahren betreffend den ursprünglichen Zuschlag ist der neue Vergabeentscheid nicht zu beurteilen (E. 5). Abweisung der Beschwerde soweit auf sie eingetreten wurde bzw. sie nicht allenfalls gegenstandslos geworden ist.</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ERMESSEN">ERMESSEN</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: Besonderes Verwaltungsrecht (ohne...) ST: SUBMISSIONSRECHT">SUBMISSIONSRECHT</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: VERFAHRENSABBRUCH">VERFAHRENSABBRUCH</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: VERGABEENTSCHEID">VERGABEENTSCHEID</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> - keine -<br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 3 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Sachverhalt1"><b><span>I. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext">Mit einer Ausschreibung vom 14. MÃ¤rz 2003 erÃ¶ffnete die Stadt ZÃ¼rich die Submission zur Beschaffung von vorerst 35 Unterflur-Containern fÃ¼r die Abfallentsorgung in der ZÃ¼rcher Altstadt. Als Option wurden FolgeauftrÃ¤ge fÃ¼r zusÃ¤tzliche 30 Container im Jahr 2004 sowie fÃ¼r weitere Container ab 2005 vorgesehen. Innert Frist gingen Offerten von sechs Anbietern ein, von denen einer, die A AG, fÃ¼nf verschiedene Angebote einreichte. Mit VerfÃ¼gung vom 21. Mai 2003 vergab der Direktor von Entsorgung + Recycling ZÃ¼rich den Auftrag an die D AG. Der Entscheid wurde den Ã¼brigen Anbietenden gleichentags schriftlich erÃ¶ffnet.</p> <p class="Sachverhalt1"><b><span>II. </span></b><span> </span></p> <p class="Sachverhalt2"><b><span>A. </span></b><span>Am 2. Juni 2003 erhob die A AG beim Verwaltungsgericht Beschwerde gegen die ZuschlagsverfÃ¼gung von Entsorgung + Recycling ZÃ¼rich und beantragte sinngemÃ¤ss, diese sei aufzuheben. Die Beschwerdegegnerin stellte in ihrer Beschwerdeantwort vom 14. Juli 2003 Antrag auf Abweisung der Beschwerde unter Kosten- und EntschÃ¤digungsfolgen zu Lasten der BeschwerdefÃ¼hrerin.</span></p> <p class="Urteilstext">Mit der Replik vom 13. August 2003 prÃ¤zisierte und ergÃ¤nzte die BeschwerdefÃ¼hrerin ihre AntrÃ¤ge dahin gehend, dass der angefochtene Vergabeentscheid aufzuheben und der Zuschlag ihr zu erteilen sei, unter Kosten- und EntschÃ¤digungsfolgen zu Lasten der Beschwer­degegnerin. Eventualiter beantragte sie, die Beschwerdegegnerin sei anzuweisen, den Auftrag aufgrund einer neuen Bewertung unter Einbezug der Angebote 1 und 2 der BeschwerdefÃ¼hrerin neu zu vergeben. Gleichzeitig ersuchte sie darum, der Beschwerde die aufschiebende Wirkung zu erteilen.</p> <p class="Urteilstext">Die Beschwerdegegnerin hielt in der Duplik vom 10. September 2003 an ihren AntrÃ¤gen fest und wandte sich gegen die Erteilung der aufschiebenden Wirkung.</p> <p class="Urteilstext">Am 29. September 2003 reichte die BeschwerdefÃ¼hrerin eine ergÃ¤nzende Stellungnahme ein, um einzelne in der Duplik gemachte Aussagen "richtig zu stellen". Am 7. Oktober 2003 liess sich die Beschwerdegegnerin dazu vernehmen; sie stellte den Antrag, die nachtrÃ¤gliche Stellungnahme der BeschwerdefÃ¼hrerin sei "aus dem Recht zu weisen und fÃ¼r die Entscheidfindung nicht zu beachten".</p> <p class="Urteilstext">Die Mitbeteiligte nahm zu keinem Zeitpunkt zur Beschwerde Stellung.</p> <p class="Sachverhalt2"><b><span>B. </span></b><span>Mit PrÃ¤sidialverfÃ¼gung vom 15. August 2003 wurde der Beschwerde einstweilen aufschiebende Wirkung erteilt, mit PrÃ¤sidialverfÃ¼gung vom 18. September 2003 jedoch wieder entzogen. Am 14. Oktober 2003 teilte die Beschwerdegegnerin dem Gericht mit, dass der Vertrag mit der Mitbeteiligten inzwischen abgeschlossen worden sei.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Am 28. November 2003 reichte die BeschwerdefÃ¼hrerin eine ergÃ¤nzende Eingabe ein, in welcher sie geltend machte, die Beschwerdegegnerin habe mit dem Vertragsschluss ein an­deres Produkt beschafft als dasjenige, fÃ¼r welches der Zuschlag erteilt wurde. Sie beantragte subeventualiter, die Vergabe der Unterflur-Container sei neu Ã¶ffentlich auszuschreiben.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Mit Eingabe vom 9. Januar 2004 nahm die Beschwerdegegnerin zu diesem Vorwurf Stellung und beantragte, der Antrag auf Anordnung einer neuen Ausschreibung sei abzuweisen.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Mit PrÃ¤sidialverfÃ¼gung vom 13. Februar 2004 wurde der BeschwerdefÃ¼hrerin Frist angesetzt, um dem Gericht mitzuteilen, ob sie mit ihrer Eingabe vom 28. November 2003 eine zusÃ¤tzliche Beschwerde erheben wollte.</span></p> <p class="Urteilstext">In ihrer Stellungnahme vom 26. Februar 2004 erklÃ¤rte die BeschwerdefÃ¼hrerin, dass sie keine zusÃ¤tzliche Beschwerde erhebe. Gleichzeitig erneuerte sie das Gesuch um GewÃ¤hrung der aufschiebenden Wirkung mit Bezug auf die als Option vorgesehene Beschaffung von weiteren maximal 30 Unterflur-Containern im Jahr 2004. Mit PrÃ¤sidialverfÃ¼gung vom 3. MÃ¤rz 2004 wurde die GewÃ¤hrung der aufschiebenden Wirkung verweigert.</p> <p class="Urteilstext"> </p> <p class="Urteilstext"><span>Die Kammer</span><span> zieht in ErwÃ¤gung:</span></p> <p class="Erwgung1"><b><span>1. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Vergabeentscheide kantonaler und kommunaler Auftraggeber kÃ¶nnen unmittelbar mit Beschwerde an das Verwaltungsgericht weitergezogen werden (vgl. Alfred KÃ¶lz/JÃ¼rg Bosshart/Martin RÃ¶hl, Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons ZÃ¼rich, 2. A., ZÃ¼rich 1999, § 41 N. 22). Auf das Beschwerdeverfahren gelangen die Art. 15 ff. der Interkantonalen Vereinbarung Ã¼ber das Ã¶ffentliche Beschaffungswesen in der vorliegend noch anwendbaren Fassung vom 25. November 1994 (aIVÃ¶B) sowie die §§ 3 ff. des Geset­zes Ã¼ber den Beitritt des Kantons ZÃ¼rich zur Interkantonalen Vereinbarung Ã¼ber das Ã¶ffentliche Beschaffungswesen vom 22. September 1996 (aIVÃ¶B-BeitrittsG) zur Anwendung. </span></p> <p class="Erwgung1"><b><span>2. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Die BeschwerdefÃ¼hrerin beanstandet, dass die angefochtene VerfÃ¼gung vom 21. Mai 2003 keine nachvollziehbare BegrÃ¼ndung enthalte. Auf eine am 27. Mai 2003 mittels E-Mail gestellte Bitte um ErlÃ¤uterungen habe sie keine Antwort erhalten. Die Beschwerdegegnerin fÃ¼hrt dazu aus, dass der Zuschlagsentscheid alle gesetzlichen Erfordernisse erfÃ¼lle; das fragliche E-Mail habe sie nicht erhalten. </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Die angefochtene VerfÃ¼gung erfÃ¼llt die formellen Anforderungen gemÃ¤ss § 33 Abs. 1 der vorliegend noch anwendbaren alten Submissionsverordnung vom 18. Juni 1997 (aSubmV). Ob die Beschwerdegegnerin die Anfrage der BeschwerdefÃ¼hrerin erhalten hat, kann offen bleiben. Nachdem die Beschwerdegegnerin mit der Beschwerdeantwort eine BegrÃ¼ndung ihres Vergabeentscheids geliefert hat und die BeschwerdefÃ¼hrerin in der Replik dazu Stellung nehmen konnte, wÃ¤re eine allfÃ¤llige Verletzung der BegrÃ¼ndungspflicht jedenfalls ge­heilt (RB 2000 Nr. 59 = BEZ 2000 Nr. 25 E. 4).</span></p> <p class="Erwgung1"><b><span>3. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Die BeschwerdefÃ¼hrerin beanstandet in erster Linie, dass die zwei gÃ¼nstigsten der von ihr eingereichten fÃ¼nf Angebote vom Verfahren ausgeschlossen wurden, weil diese nach Auffassung der Beschwerdegegnerin die Anforderungen nicht erfÃ¼llten. Aufgrund derselben unzutreffenden Beurteilung hÃ¤tten Ã¼berdies ihre Angebote 3 und 4 beim Kriterium QualitÃ¤t einen ungerechtfertigten Abzug erfahren.</span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>3.1 </span></b><span>GemÃ¤ss den Ausschreibungsunterlagen vom 14. MÃ¤rz 2003 muss­ten die zu liefernden Unterflur-Container unter anderem die folgende Vorgabe erfÃ¼llen:</span></p> <p class="EinzugZitat"><span> "Beschaffenheit des Container-KÃ¶rpers: Rostfreier Stahl oder robuster und feuerhemmender Kunststoff oder gleichwertiges Material."</span></p> <p class="EinzugZitat"><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Die von der BeschwerdefÃ¼hrerin eingereichten Angebote 1 und 2 sehen sowohl fÃ¼r den AussenbehÃ¤lter der Container, der fest in den Boden eingebaut wird, wie auch fÃ¼r den InnenbehÃ¤lter, der zur Leerung herausgehoben werden kann, eine AusfÃ¼hrung in Stahlblech vor, das mit einer Epoxidfarbe beschichtet ist. Bei den Angeboten 3 und 4 ist der AussenbehÃ¤lter in rostfreiem Stahlblech ausgefÃ¼hrt, wÃ¤hrend der InnenbehÃ¤lter wiederum die Epo­xidbeschichtung aufweist. Bei der Beurteilung der Angebote ging die Beschwerdegeg­nerin davon aus, dass die AusfÃ¼hrung des AussenbehÃ¤lters in epoxidbeschichtetem Stahlblech nicht als ausschreibungskonform gewertet werden kÃ¶nne, weshalb sie die Angebote 1 und 2 vom Verfahren ausschloss. Beim InnenbehÃ¤lter liess sie die Epoxidbeschichtung als ausreichend gelten, betrachtete sie jedoch als nicht optimal und benotete die Angebote 3 und 4 daher beim Kriterium QualitÃ¤t nur mit 10 von mÃ¶glichen 20 Punkten. Beim Angebot 5 der BeschwerdefÃ¼hrerin besteht der AussenbehÃ¤lter aus einer Betonwanne und der InnenbehÃ¤lter aus verzinktem Stahlblech. Es wurde als qualitativ gut benotet, liegt jedoch bei andern Kriterien, insbesondere dem Preis, hinter jenem der Mitbeteiligten zurÃ¼ck; die BeschwerdefÃ¼hrerin geht zu Recht nicht davon aus, dass der Zuschlag auf dieses Angebot hÃ¤tte erfolgen mÃ¼ssen. </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Das Angebot der Mitbeteiligten sieht eine Betonwanne als AussenbehÃ¤lter und einen InnenbehÃ¤lter aus verzinktem Stahlblech vor. Die Beschwerdegegnerin wertete diese AusfÃ¼hrung als ausschreibungskonform und benotete das Produkt beim Kriterium QualitÃ¤t mit der vollen Punktzahl.</span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>3.2 </span></b><span>Die BeschwerdefÃ¼hrerin betrachtet die schlechtere Bewertung der von ihr offerierten BehÃ¤lter mit Epoxidbeschichtung als ungerechtfertigt. Sie macht geltend, dieses Material sei mit rostfreiem Stahl oder Kunststoff in Bezug auf Rostfreiheit, Dichtigkeit, BestÃ¤ndigkeit gegen Ã¤ussere Einwirkungen, Abriebfestigkeit und Lebensdauer absolut gleichwertig. Zweikomponenten-Epoxidanstriche, wie sie hier zur Anwendung gelangten, wÃ¼rden im Innen- und Aussenbereich fÃ¼r zahlreiche Zwecke verwendet. Die Herstellerfirma der verwendeten Epoxidbeschichtung verfÃ¼ge Ã¼ber weltweite Referenzen (u.a. bei BrÃ¼cken, Tunneln und Untergrundbauwerken), und die vorliegend verwendete Farbe komme vorzugsweise bei KlÃ¤rschlamm- und EntwÃ¤sserungstanks, Heiz- und ErdÃ¶ltanks etc. zum Einsatz. Die angebotenen epoxidbeschichteten BehÃ¤lter seien daher mindestens ebenso robust und dauerhaft wie das von der Mitbeteiligten fÃ¼r den AussenbehÃ¤lter verwendete Betonelement bzw. das beim InnenbehÃ¤lter verwendete verzinkte Stahlblech. </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Die Beschwerdegegnerin fÃ¼hrt dazu aus, dass es Sache der BeschwerdefÃ¼hrerin gewesen wÃ¤re, bereits in ihrem Angebot die Gleichwertigkeit des von ihr offerierten Materials mit einer AusfÃ¼hrung in rostfreiem Stahl oder robustem und feuerhemmendem Kunststoff gemÃ¤ss den Ausschreibungsunterlagen darzulegen. Die erst mit der Replik vorgebrachten Hinweise auf die Dauerhaftigkeit des Epoxidanstrichs seien verspÃ¤tet. Ãberdies sei der von der BeschwerdefÃ¼hrerin verwendete Schutzanstrich fÃ¼r die hier in Frage stehende Anwendung tatsÃ¤chlich nicht gleichwertig. Die Beschwerdegegnerin weist insbesondere darauf hin, dass der AussenbehÃ¤lter jedes Mal, wenn der InnenbehÃ¤lter hochgehoben und wieder zurÃ¼ckgestellt wird, mechanischen Belastungen ausgesetzt sei, weil der Boden des InnenbehÃ¤lters dabei gegen die WÃ¤nde des AussenbehÃ¤lters schlage. Das fÃ¼hre mit der Zeit zu Verletzungen der Epoxidschicht. Der AussenbehÃ¤lter kÃ¶nne im Unterschied zum InnenbehÃ¤lter auch nicht ersetzt werden, da er fest im Boden eingebaut sei. </span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>3.3 </span></b><span>Technische Spezifikationen sollen nach § 18 Abs. 1 aSubmV eher in Bezug auf die Leistung als in Bezug auf die Konstruktion umschrieben werden. Die Beschwerdegegnerin hat bei der Umschreibung der Anforderungen, die sie an die Konstruktion der Container stellt, den umgekehrten Weg beschritten und mit Bezug auf das Material zwei zulÃ¤ssige Konstruktionsweisen beschrieben, ergÃ¤nzt durch den Hinweis auf die MÃ¶glichkeit gleichwertiger Angebote. Die Leistungsanforderungen gehen aus dieser Umschreibung sowie aus den praktischen Anforderungen, die allen Herstellern derartiger Container zweifellos bekannt sind, mit ausreichender Deutlichkeit hervor.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Nach § 18 Abs. 3 aSubmV hat ein Anbieter, der von den in den Ausschreibungsunterlagen verwendeten Normen abweicht, die Gleichwertigkeit seines Angebots zu beweisen. Entsprechende Nachweise sind zweifellos schon mit dem Angebot, nicht erst auf Anfrage der vergebenden Amtsstelle beizubringen. Ob diese Vorschrift auch bei der vorliegend angewandten Umschreibung der Anforderungen zur Anwendung gelangt, ist jedoch nicht klar. Die Frage kann offen bleiben, da sie fÃ¼r den Ausgang des Verfahrens aufgrund der nachstehenden ErwÃ¤gungen nicht entscheidend ist.</span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>3.4 </span></b><span>Die Ausschreibungsunterlagen unterscheiden mit Bezug auf die Anforderungen an die Container nicht zwischen Aussen- und InnenbehÃ¤lter. Im Hinblick auf die unterschiedliche Funktion der beiden BehÃ¤lter erscheint es jedoch als sachgerecht, dass die Beschwerdegegnerin diese Anforderungen gesondert beurteilte. Zwar kommt es bei beiden BehÃ¤ltern darauf an, dass sie dicht sind und diese Eigenschaft nicht aufgrund von Korrosion oder mechanischer BeschÃ¤digung verlieren. Dazu gehÃ¶rt insbesondere, dass durch die mechanische Beanspruchung auch bei lÃ¤ngerer Benutzungsdauer keine Angriffspunkte fÃ¼r die Korro­sion geschaffen werden. Da jedoch beim AussenbehÃ¤lter die Dichtigkeit mit Blick auf die Gefahr einer GewÃ¤sserverschmutzung wichtiger ist und dieser nur mit grÃ¶sserem Aufwand ersetzt oder repariert werden kann als der InnenbehÃ¤lter, erscheint es gerechtfertigt, die Anforderungen an den AussenbehÃ¤lter strenger zu beurteilen.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Sodann erscheint es einleuchtend, dass die mechanische Abriebfestigkeit eines Schutzanstrichs aus Kunststoffverbindungen geringer ist als diejenige von Betonelementen bzw. verzinktem Stahlblech, wie sie im Angebot der Mitbeteiligten verwendet werden. Diese Problematik wird auch durch die fÃ¼nfzehnjÃ¤hrige Garantie gegen "Durchrostung", welche die Herstellerin der Epoxidfarbe gemÃ¤ss Angaben der BeschwerdefÃ¼hrerin gewÃ¤hrt, nicht entschÃ¤rft. Die von der BeschwerdefÃ¼hrerin genannten Beispiele fÃ¼r eine langjÃ¤hrige erfolgreiche Verwendung der fraglichen Beschichtung (Metallbauwerke, Tankanlagen etc.) betreffen Situationen, bei welchen es vor allem auf die Resistenz gegenÃ¼ber chemischer Beanspruchung, nicht gegenÃ¼ber mechanischer Belastung, ankommt. Auf jeden Fall hat die Beschwerdegegnerin mit ihrer Beurteilung das ihr zustehende Ermessen nicht Ã¼berschritten. Dass sie aus diesen GrÃ¼nden die Angebote 1 und 2 der BeschwerdefÃ¼hrerin, bei welchen der Aussencontainer aus epoxidbeschichtetem Stahlblech besteht, vom Verfahren ausschloss und den Angeboten 3 und 4 wegen des epoxidbeschichteten Innencontainers eine schlechtere QualitÃ¤t bescheinigte, ist nachvollziehbar und bedeutet keine ungerechtfertigte Ungleichbehandlung.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Aufgrund dieser Bewertung liegt das Angebot der Mitbeteiligten zu Recht an erster Stelle. Anzumerken ist, dass die Angebote 3 und 4 der BeschwerdefÃ¼hrerin in der Gesamtwertung auch dann noch hinter demjenigen der Mitbeteiligten zurÃ¼cklÃ¤gen, wenn sie beim Krite­rium QualitÃ¤t keinen Abzug erfahren wÃ¼rden.</span></p> <p class="Erwgung1"><b><span>4. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>ZusÃ¤tzlich zum Grundauftrag fÃ¼r die Unterflur-Container enthielt die Ausschreibung als Op­tion einen Auftrag fÃ¼r die Gestaltung der sichtbaren oberirdischen Verkleidung der Container (so genanntes Los 2). Die Beschwerdegegnerin behielt sich vor, das Los 2 an einen andern Anbieter oder gar nicht zu vergeben (Ausschreibungsunterlagen, Ziff. 3.2 und 3.3).</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Nach dem Gesagten ergeht der Grundauftrag zu Recht an die Mitbeteiligte. Bei dem von ihr angebotenen System ist keine zusÃ¤tzliche oberirdische Verkleidung erforderlich. Das An­gebot der BeschwerdefÃ¼hrerin kommt aus diesem Grund â und weil sie ohnehin keine Verkleidungen fÃ¼r andere als die von ihr angebotenen Grundsysteme offeriert hat â auch beim Zusatzauftrag fÃ¼r das Los 2 nicht zum Zug. Auf ihre AusfÃ¼hrungen zur Bewertung des Gesamtangebots (Los 1 und Los 2) ist daher nicht weiter einzugehen.</span></p> <p class="Erwgung1"><b><span>5. </span></b><span> </span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>5.1 </span></b><span>In einer nachtrÃ¤glichen Eingabe vom 28. November 2003 machte die BeschwerdefÃ¼hrerin geltend, dass die Beschwerdegegnerin mit dem Vertragsschluss ein anderes Produkt beschafft habe als dasjenige, fÃ¼r welches der Zuschlag erteilt wurde. Sie beantragte daher, die Vergabe der Unterflur-Container sei neu Ã¶ffentlich auszuschreiben. Die Beschwerdegegnerin anerkennt in ihrer Stellungnahme vom 9. Januar 2004, dass im Anschluss an den Zuschlag noch Ãnderungen des Auftrags vorgenommen worden seien, geht aber davon aus, dass diese nicht wesentlich seien bzw. dass der Auftrag fÃ¼r zusÃ¤tzlich beschaffte Teile freihÃ¤ndig habe vergeben werden dÃ¼rfen, weil wegen des Zusammenhangs mit dem Hauptauftrag kein anderer Anbieter in Frage gekommen sei (§ 11 lit. c aSubmV).</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Die BeschwerdefÃ¼hrerin sieht in dem Vorgehen der Beschwerdegegnerin einen Abbruch des ursprÃ¼nglichen Vergabeverfahrens, verbunden mit einer neuen freihÃ¤ndigen Vergabe. Die nachtrÃ¤gliche Eingabe der BeschwerdefÃ¼hrerin richtet sich daher sinngemÃ¤ss gegen diese â nach ihrer Darstellung ergangenen â zusÃ¤tzlichen Vergabeentscheide. Diese Entscheide sind jedoch nicht Gegenstand des vorliegenden Beschwerdeverfahrens. Das Verfahren kann auch nicht auf neue Anfechtungsobjekte ausgedehnt werden, denn dies stÃ¼nde im Widerspruch zur Bindung an den Streitgegenstand bzw. dem Verbot neuer oder erweiterter Rechtsbegehren (vgl. KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, Vorbem. §§ 19â28 N. 87 f.; § 52 N. 3 ff.). Auf den Antrag betreffend Anordnung einer neuen Ausschreibung ist daher nicht einzutreten, und die von der BeschwerdefÃ¼hrerin erhobenen VorwÃ¼rfe sind hier nicht zu prÃ¼fen.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Der BeschwerdefÃ¼hrerin wurde mit PrÃ¤sidialverfÃ¼gung vom 13. Februar 2004 Frist angesetzt, um dem Gericht mitzuteilen, ob sie mit ihrer Eingabe vom 28. November 2003 eine zusÃ¤tzliche Beschwerde erheben wollte. Mit Schreiben vom 26. Februar 2004 teilte sie mit, dass dies nicht der Fall sei.</span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>5.2 </span></b><span>In ihrer Stellungnahme vom 26. Februar 2004 machte die BeschwerdefÃ¼hrerin geltend, dass die Frage des Verfahrensabbruchs im vorliegenden Beschwerdeverfahren vorfrageweise geprÃ¼ft werden mÃ¼sse. Liege ein zulÃ¤ssiger Abbruch vor, sei das Beschwerdeverfahren als gegenstandslos abzuschreiben; sei der Abbruch dagegen unzulÃ¤ssig oder werde das Vorgehen der Beschwerdegegnerin nicht als Verfahrensabbruch gewertet, so mÃ¼sse Ã¼ber die Beschwerde entschieden werden.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Entgegen dieser Auffassung kÃ¶nnte jedoch ein Entscheid zum Abbruch des Vergabeverfahrens, falls ein solcher vorliegt, hier nicht Ã¼berprÃ¼ft werden, weil er mangels Anfechtung inzwischen in Rechtskraft erwachsen wÃ¤re. Wieweit ein Verfahrensabbruch erfolgt ist und das Beschwerdeverfahren dadurch gegenstandslos wurde, kann indessen offen bleiben, da die Beschwerde auf jeden Fall abzuweisen ist.</span></p> <p class="Erwgung1"><b><span>6. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Die Beschwerde erweist sich damit als unbegrÃ¼ndet und ist abzuweisen, soweit auf sie einzutreten und sie nicht allenfalls gegenstandslos geworden ist. Bei diesem Ausgang des Verfahrens wird die BeschwerdefÃ¼hrerin kostenpflichtig, und sie hat der Beschwerdegegnerin eine angemessene EntschÃ¤digung fÃ¼r die Umtriebe des Beschwerdeverfahrens zu entrichten (§ 17 Abs. 2 lit. a VRG). Bei der Bemessung der ParteientschÃ¤digung ist zu berÃ¼cksichtigen, dass die Beschwerdegegnerin mit der Beschwerdeantwort im Wesentlichen nur die â von ihr ohnehin geschuldete â BegrÃ¼ndung des Vergabeentscheids nachgeholt hat; in Betracht fÃ¤llt daher vor allem noch der Aufwand, der ihr mit der Ausarbeitung der Duplik entstanden ist.</span></p> <p class="Zwischentitel"><span>DemgemÃ¤ss </span><span><a id="Text25"></a>entscheidet</span><span> </span><span>die Kammer</span><span>: </span></p> <p class="Einzug2">1. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit auf sie eingetreten wird und sie nicht gegenstands­los geworden ist.</p> <p class="Einzug2"> </p> <p class="Einzug2">2. Die GerichtsgebÃ¼hr wird festgesetzt auf <br/> Fr. 2'000.--; die Ã¼brigen Kosten betragen:<br/> Fr. 330.-- Zustellungskosten,<br/> Fr. 2'330.-- Total der Kosten.</p> <p class="Einzug2"> </p> <p class="Einzug2">3. Die Verfahrenskosten werden der BeschwerdefÃ¼hrerin auferlegt.</p> <p class="Einzug2"> </p> <p class="Einzug2">4. Die BeschwerdefÃ¼hrerin wird verpflichtet, der Beschwerdegegnerin eine ParteientschÃ¤­digung von Fr. 1'000.- (Mehrwertsteuer inbegriffen) zu bezahlen, zahlbar innert 30 Tagen ab Rechtskraft des vorliegenden Entscheids.</p> <p class="Einzug2"> </p> <p class="Urteilstext"><span>5. â¦</span></p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>