<h2>SubmittedText<h2><p>Der Bundesrat wird aufgefordert, die Einführung einer Säule 3c zur freiwilligen und steuerbegünstigten Generierung eines Guthabens für die Finanzierung der individuellen (Langzeit-)Pflege im Alter zu prüfen und dem Parlament einen entsprechenden Umsetzungsvorschlag zu unterbreiten. Die Modalitäten einer Säule 3c haben sich an den Vorgaben der bereits bestehenden Säule 3a auszurichten. Die während einer limitierten Periode angesparten zweckgebundenen Guthaben sollen sowohl für die Finanzierung der im eigenen Haushalt erbrachten Pflegeleistungen als auch für die Bezahlung von Pflegeheimkosten verwendet werden können.</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Der Bundesrat teilt die Ansicht der Motionäre, dass die Finanzierung der Kosten der Langzeitpflege eine grosse Herausforderung für unsere Gesellschaft darstellt. Eine einzige und einheitliche Lösung für diese Problematik gibt es aber nicht. Vielmehr geht es darum, Lösungen auf verschiedenen Ebenen zu treffen und dabei sowohl kollektive und solidarisch finanzierte Modelle (insbesondere im Rahmen der Krankenversicherung und der Ergänzungsleistungen) wie auch individuelle, auf Eigenverantwortung basierende Modelle zu realisieren und diese miteinander zu kombinieren.</p><p>Der Bundesrat steht dem Vorschlag für eine Säule 3c grundsätzlich positiv gegenüber. Dieses Modell setzt die richtigen Anreize; es kann eine sinnvolle Ergänzung der Neuregelung der Pflegefinanzierung darstellen, wie sie zur Zeit vom Parlament diskutiert wird. Allerdings bedarf dieses Modell noch einer vertieften Abklärung, bevor der Bundesrat dem Parlament eine entsprechende Vorlage unterbreiten kann. Zuerst müssen also noch die Modalitäten dieses Modells und dessen Auswirkungen näher geprüft werden. Dabei wird auch zu klären sein, wie eine Säule 3c nicht nur einem kleinen Kreis der Bevölkerung, sondern einer möglichst grossen Anzahl von Personen zugänglich gemacht werden kann.</p><p>Je nach Ergebnis dieser Prüfung wird der Bundesrat dem Parlament eine entsprechende Vorlage unterbreiten. In diesem Sinne ist der Bundesrat bereit, die Motion anzunehmen.</p>  Der Bundesrat beantragt die Annahme der Motion.