<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2004.00238</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=204344&amp;W10_KEY=13013568&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2004.00238</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 05.07.2004</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">3. Abteilung/3. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Ãbriges Verwaltungsrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Verfahrenskosten</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Privater Gestaltungsplan "Stadion Zürich": Höhe und Verlegung der Kosten im Rekursverfahren vor Regierungsrat Zuständigkeit und Kognition des Verwaltungsgerichts (E. 1.1, 1.3). Rechtsgrundlagen für die Erhebung von Kosten im Rekursverfahren (E. 2.1). Die im Rekursverfahren vor Regierungsrat festgesetzte Staatsgebühr von Fr. 30'000.- ist 7.5mal so hoch wie die ordentliche Maximalgebühr und lässt sich auch unter Berücksichtigung des grossen Bearbeitungsaufwands nicht rechtfertigen. Als angemessen erweisen sich Fr. 16'000.- zuzüglich eine - nicht zu korrigierende - Ausfertigungsgebühr von Fr. 4'562.- (E. 2.2). Bei der Kostenverlegung ist zu berücksichtigen, dass die Beschwerdeführerin im Rekursverfahren nur eine e i n z i g e Frage thematisiert hat, weshalb ihr Kostenanteil von 1/3 auf 1/8 zu reduzieren ist (E. 3). Im Übrigen ist die Kostenverlegung unter Berücksichtigung des Ergebnisses des Sachentscheids (VB.2004.00234) auch unter den anderen Beteiligten des Rekursverfahrens zu ändern (E. 4). Teilweise Gutheissung. </b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: AUSFERTIGUNGSGEBÃHR">AUSFERTIGUNGSGEBÃHR</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsprozessrecht UR: Allgemeines ST: KOSTEN UND ENTSCHÃDIGUNGEN">KOSTEN UND ENTSCHÃDIGUNGEN</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: KOSTENVERLEGUNG">KOSTENVERLEGUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsprozessrecht UR: Verwaltungsinterne Rechtspflege ST: REKURS">REKURS</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: REKURSKOSTEN">REKURSKOSTEN</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: SPRUCHGEBÃHR">SPRUCHGEBÃHR</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: STAATSGEBÃHR">STAATSGEBÃHR</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="gerade">§ 5 GebÃ¼hrenO</span><br/><span class="ungerade">§ 9 GebÃ¼hrenO</span><br/><span class="gerade">Art. 59 KV</span><br/><span class="ungerade">§ 13 Abs. I VRG</span><br/><span class="gerade">§ 13 Abs. II VRG</span><br/><span class="ungerade">§ 43 Abs. III VRG</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 3 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Sachverhalt1"><b><span>I. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Am 28. MÃ¤rz 2003 vereinbarten die Stadt ZÃ¼rich und die Y AG fÃ¼r das Gebiet zwischen FÃ¶rrlibuck-, Berner- und Pfingstweidstrasse einen privaten Gestaltungsplan samt Gestaltungsplanvorschriften (GPV), der den Neubau eines Fussballstadions mit Mantelnutzungen ermÃ¶glichen soll. Am 4. Juni 2003 stimmten der Gemeinderat ZÃ¼rich, am 7. September 2003 die Stimmberechtigten der Stadt ZÃ¼rich dem Gestaltungsplan zu. </span></p> <p class="Sachverhalt1"><b><span>II. </span></b><span> </span></p> <p class="Sachverhalt2"><span>Gegen den Gemeindebeschluss erhoben der Verkehrsclub der Schweiz (VCS), der Verein "Interessengemeinschaft Hardturmquartier", die Bau- und Wohngenossenschaft Z, Anwohner 01 und weitere Personen (nachstehend als "Nachbarn" bezeichnet) sowie die Stiftung Q Planungsrekurse an den Regierungsrat. </span></p> <p class="Sachverhalt2"><span>Der Regierungsrat vereinigte die drei Rekurse und hiess sie am 21. April 2004 im Sinne der ErwÃ¤gungen (betreffend Parkplatzregime, Herabsetzen der jÃ¤hrlichen Fahrtenlimiten und Erschliessung mit dem Ã¶ffentlichen Verkehr) teilweise gut (RRB Nr. 576/2004). Soweit sich die Rekurrierenden gegen die ZulÃ¤ssigkeit von Art. 9 Abs. 2 GPV gewandt hatten, wies der Regierungsrat die Rechtsmittel ab. Die Rekurskosten, bestehend aus einer StaatsgebÃ¼hr von Fr. 30'000.- sowie den AusfertigungsgebÃ¼hren von Fr. 4'562.-, auferlegte er zu 1/3 der Stiftung Q, zu je 4/15 dem VCS und den Nachbarn und zu je 1/15 der Stadt ZÃ¼rich und der Y AG.</span></p> <p class="Sachverhalt1"><b><span>III. </span></b><span> </span></p> <p class="Sachverhalt2"><b><span>A. </span></b><span>Gegen diesen Entscheid erhob die Stiftung Q am 23. Mai 2004 Beschwerde an das Verwaltungsgericht (VB.2004.00238). Sie beantragte, Disp.-Ziff. III des angefochtenen Regierungsratsbeschlusses sei aufzuheben und sie sei fÃ¼r das Rekursverfahren mit einer StaatsgebÃ¼hr von hÃ¶chstens Fr. 1'000.- und mit AusfertigungsgebÃ¼hren von hÃ¶chstens Fr. 317.- zu belasten.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Die Staatskanzlei beantragte fÃ¼r den Regierungsrat die Abweisung der Beschwerde. Der VCS erklÃ¤rte, er widersetze sich dem Versuch, zu seinen Lasten eine andere Kostenverteilung zu erreichen. Die Stadt ZÃ¼rich und die Y AG verzichteten auf Stellungnahme. Die Nachbarn liessen sich nicht vernehmen.</span></p> <p class="Sachverhalt2"><b><span>B. </span></b><span>Gegen den Entscheid Ã¼ber die Planungsrekurse erhoben der Verkehrsclub der Schweiz (VCS), vertreten durch den VCS ZÃ¼rich, sowie Anwohner 02 und vier weitere Anwohner am 24. Mai 2004 Beschwerde an das Verwaltungsgericht. In dieser Beschwerde wurde auch die HÃ¶he der Kosten des Rekursentscheids angefochten. Das Verwaltungsgericht trat auf die Beschwerde mit Beschluss vom 16. Juni 2004 nicht ein (VB.2004.00233, www.vgrzh.ch).</span></p> <p class="Sachverhalt2"><b><span>C. </span></b><span>Ebenfalls am 24. Mai 2004 erhoben einerseits die Nachbarn (VB.2004.00234, www.vgrzh.ch) â von denen eine Person auf den Weiterzug verzichtete â und andererseits die Y AG sowie die Stadt ZÃ¼rich â diese als GrundeigentÃ¼merin â (VB.2004.00235) gegen den Entscheid des Regierungsrates Ã¼ber die Planungsrekurse Beschwerde an das Verwaltungsgericht. Ãber diese Beschwerden hat das Verwaltungsgericht mit heutigem Datum entschieden, unter Ausklammerung des Antrags der Nachbarn, unabhÃ¤ngig vom Verfahrensausgang in der Sache selbst eine Reduktion der vom Regierungsrat festgesetzten StaatsgebÃ¼hr auf maximal Fr. 8'000.- vorzunehmen.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Zu diesem Antrag verzichteten die Stadt ZÃ¼rich und die Y AG auf eine Stellungnahme, wÃ¤hrend der Regierungsrat die Abweisung der Beschwerde insgesamt beantragte.</span></p> <p class="Sachverhalt2"><b><span>D. </span></b><span>Am 26. Mai 2004 genehmigte der Regierungsrat den Gestaltungsplan "Stadion ZÃ¼rich" im Sinne der ErwÃ¤gungen und unter dem Vorbehalt, dass fÃ¼r das Parkplatzregime, die Fahrtenlimiten und die Anforderungen an die Erschliessung mit dem Ã¶ffentlichen Verkehr der Rekursentscheid vom 21. April 2004 massgebend sei. </span></p> <p class="MsoNormal">Die Kammer zieht in ErwÃ¤gung:</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Erwgung1"><b><span>1. </span></b><span> </span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>1.1 </span></b><span>Das Verwaltungsgericht ist zur Behandlung der vorliegenden Kostenbeschwerde der Stiftung Q (im Folgenden: BeschwerdefÃ¼hrerin) funktionell und sachlich zustÃ¤ndig (§ 41 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959, VRG; § 43 Abs. 3 VRG e contrario; Alfred KÃ¶lz/JÃ¼rg Bosshart/Martin RÃ¶hl, Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons ZÃ¼rich, 2. A., ZÃ¼rich 1999, § 48 N. 2). Angefochten ist ein Entscheid des Regierungsrats. Schon deshalb hat die Kammer zu entscheiden (§ 38 Abs. 3 VRG).</span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>1.2 </span></b><span>Die sich bei der Kostenbeschwerde der BeschwerdefÃ¼hrerin stellenden Fragen Ã¼berschneiden sich mit jenen, die die Nachbarn im Verfahren VB.2004.00234 mit ihrem Antrag auf Herabsetzung der StaatsgebÃ¼hr des Rekursverfahrens aufwerfen. Es ist daher angezeigt, diesen Antrag im Rahmen des vorliegenden Verfahrens zu behandeln. Gleichzeitig ist Ã¼ber die Neuverlegung der Rekurskosten zu entscheiden, die aufgrund des heutigen Sachentscheids in jenem Verfahren notwendig wird. </span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>1.3 </span></b><span>Dem Verwaltungsgericht kommt in der Regel nur eine Rechtskontrolle und keine Ermes­senskontrolle zu (§ 50 VRG). Weil die Festsetzung und Verlegung von Verfahrenskos­ten weit gehend nach Ermessen erfolgt, kann sie vom Verwaltungsgericht nur in beschrÃ¤nktem Umfang Ã¼berprÃ¼ft werden (KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 50 N. 91, § 13 N. 37).</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Ausgehend von den RÃ¼gen der BeschwerdefÃ¼hrerin und der Nachbarn ist daher einerseits zu prÃ¼fen, ob der Regierungsrat die StaatsgebÃ¼hr im Rahmen des ihm zustehenden Ermessens festgesetzt hat, andererseits, ob dies auch fÃ¼r die Verteilung der Rekurskosten zutrifft.</span></p> <p class="Erwgung1"><b><span>2. </span></b><span> </span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>2.1 </span></b><span>Rechtsgrundlage der GebÃ¼hrenerhebung ist § 13 VRG, der fÃ¼r das Verwaltungsrekursverfahren durch § 5 der GebÃ¼hrenordnung fÃ¼r die VerwaltungsbehÃ¶rden vom 30. Juni 1966 (GebÃ¼hrenO) konkretisiert wird. Danach betragen die StaatsgebÃ¼hren fÃ¼r Entscheide im Rechtsmittelverfahren Fr. 50.- bis Fr. 4'000.-. GemÃ¤ss § 9 Abs. 1 GebÃ¼hrenO werden GebÃ¼hren nach dem Zeitaufwand und der Bedeutung des GeschÃ¤fts berechnet, wo Mindest- und HÃ¶chstbetrÃ¤ge festgesetzt sind und nichts anderes vorgeschrieben ist. GemÃ¤ss Abs. 2 der genannten Bestimmung kÃ¶nnen die GebÃ¼hren in besonderen FÃ¤llen Ã¼ber die in dieser Verordnung festgesetzten HÃ¶chstbetrÃ¤ge hinaus angemessen erhÃ¶ht werden; der Entscheid darÃ¼ber ist zu begrÃ¼nden.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Die BehÃ¶rden bewegen sich im Rahmen des ihnen zustehenden Ermessens, wenn die HÃ¶he der StaatsgebÃ¼hr in einem ausgewogenen VerhÃ¤ltnis zum Ausmass der staatlichen Verrichtungen steht. Als generelle Schranke bei der Kostenfestsetzung wirkt dabei die Verpflichtung zu "wohlfeiler Rechtspflege" in Art. 59 der Kantonsverfassung vom 18. April 1869 (KV), die zur Folge hat, dass im Rechtsmittelverfahren der Grundsatz der vollen Kostendeckung nicht zum Tragen gelangt (KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 13 N. 9).</span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>2.2 </span></b><span>Der Regierungsrat hat die StaatsgebÃ¼hr auf das 7.5-fache der MaximalgebÃ¼hr gemÃ¤ss § 5 GebÃ¼hrenO festgesetzt. Ausgehend davon, dass es sich um drei Rekurse handelt, und angenommen, dass fÃ¼r alle der Maximalansatz gemÃ¤ss § 5 GebÃ¼hrenO zu wÃ¤hlen gewesen wÃ¤re, so betrÃ¤gt die ErhÃ¶hung immer noch das 2.5-fache. Zur BegrÃ¼ndung verweist der Regierungsrat auf die Bedeutung der Rekurse, den grossen Zeitaufwand, den die Instruk­tion erforderte, sowie die KomplexitÃ¤t des Falles.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Es liesse sich fragen, ob eine ErhÃ¶hung der SpruchgebÃ¼hr um das 7- bis 8-fache nicht von vornherein den Rahmen des ZulÃ¤ssigen sprengt. Von Interesse ist in diesem Zusammenhang, dass die GebÃ¼hrenordnungen der Baurekurskommissionen und des Verwaltungsgerichts hÃ¶chstens eine Verdoppelung der SpruchgebÃ¼hr zulassen (vgl. § 35 Abs. 2 der Verordnung des Regierungsrats Ã¼ber die Organisation und den GeschÃ¤ftsgang der Baurekurskommis­sionen vom 20. Juli 1977 sowie § 5 der GebÃ¼hrenverordnung des Verwaltungsgerichts vom 26. Juni 1997, GebV VGr). Die Frage kann indessen offen bleiben, da sich die festgesetzte GebÃ¼hr auf jeden Fall als unverhÃ¤ltnismÃ¤ssig hoch erweist.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>In der Sache selbst zu beurteilen war der Gestaltungsplan fÃ¼r ein Gebiet, in welchem ein Stadion mit Mantelnutzungen (vor allem Einkaufszentrum, Hotel, Freizeitnutzungen) sowie ein hauptsÃ¤chlich fÃ¼r BÃ¼ros vorgesehenes Hochhaus errichtet werden sollen. Umstritten waren im Rekursverfahren vor allem Fragen im Zusammenhang mit der Verkehrserzeugung durch das Vorhaben (Parkierung und zulÃ¤ssige Anzahl Fahrten; Immissionen; Erschliessung durch den Ã¶ffentlichen Verkehr) sowie der Schattenwurf durch das StadiongebÃ¤ude. Ferner war eine Verfahrensfrage im Zusammenhang mit der UmweltvertrÃ¤glichkeitsprÃ¼fung zu beurteilen. </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Es ist nicht zu bezweifeln, dass damit Ã¼berdurchschnittlich komplexe Fragen aufgeworfen wurden, namentlich deshalb, weil darin erstmals die RechtmÃ¤ssigkeit des so genannten Fahrtenmodells zu beurteilen war. Das Dossier ist gewichtig, ebenso â sowohl nach Inhalt als auch nach Umfang â die eingereichten Rechtsschriften. Der Regierungsrat sah sich veranlasst, einen zweiten Schriftenwechsel durchzufÃ¼hren, was von keiner Seite als unnÃ¶tig bezeichnet wurde. Folglich durfte der Regierungsrat ohne weiteres erwÃ¤gen, dass die Rekursinstruktion einen grossen Zeitaufwand erforderte, ohne dies nÃ¤her zu spezifizieren. </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Nicht zu verkennen ist allerdings, dass der Fall nicht zuletzt deshalb auch eine politische Bedeutung erhielt, weil die Y AG und die Stadt ZÃ¼rich trotz extrem knappem Zeitrahmen erklÃ¤rten, das GebÃ¤ude rechtzeitig fÃ¼r die Fussballeuropameisterschaft 2008 in Betrieb nehmen zu wollen. Diese politische Bedeutung, fÃ¼r welche die Rekurrierenden nichts kÃ¶nnen und die sie nicht an der Wahrung ihrer rechtlich geschÃ¼tzten Interessen hindern darf, kann von vornherein nicht die Auferlegung von erhÃ¶hten GebÃ¼hren im Sinne von § 9 Abs. 2 GebÃ¼hrenO rechtfertigen. </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Die Nachbarn machen unwidersprochen geltend, der Regierungsrat habe in vergleichbaren FÃ¤llen wesentlich tiefere GebÃ¼hrenansÃ¤tze gewÃ¤hlt. Sie verweisen auf RRB Nr. 278/2003 (grosse GewÃ¤chshausanlage in Wiesendangen, Fr. 2'800.-), RRB Nr. 748/2002 (Fachmarkt Migros GrÃ¼ze, Winterthur, Fr. 2'000.-) und RRB Nr. 203/2000 (Kino- und Fachmarktzentrum GrÃ¼t, Adliswil, Fr. 4'000.-).</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Bei der GebÃ¼hrenbemessung ist zu beachten, dass durch die Vereinigung der Verfahren der BegrÃ¼ndungsaufwand reduziert werden kann (vgl. KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, Vorbem. zu §§ 4-31 N. 35). Von Bedeutung erscheint auch, dass die sich stellenden Fragen zum grÃ¶ssten Teil ohnehin im Rahmen des Genehmigungsverfahrens hÃ¤tten geprÃ¼ft werden mÃ¼ssen. Das Genehmigungsverfahren erfolgt kostenfrei. </span></p> <p class="Urteilstext"><span>In AbwÃ¤gung der vorgenannten Aspekte ist es zwar nicht grundsÃ¤tzlich zu beanstanden, dass der Regierungsrat gestÃ¼tzt auf § 9 Abs. 2 GebÃ¼hrenO eine ErhÃ¶hung der StaatsgebÃ¼hr Ã¼ber den gesetzlichen Maximalrahmen vornahm. Hingegen erscheint der festgesetzte Betrag als weit Ã¼bersetzt. Er steht in keinem ausgewogenen VerhÃ¤ltnis zum staatlichen Aufwand mehr und verletzt sowohl den Grundsatz der rechtsgleichen Behandlung vergleichbarer Sachverhalte als auch Art. 59 KV.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Die StaatsgebÃ¼hr im Rekursentscheid ist daher aufzuheben und neu festzusetzen. Als angemessen erweist sich eine GebÃ¼hr von insgesamt Fr. 16'000.-. Der Antrag der Nachbarn ist in diesem Sinn teilweise gutzuheissen.</span></p> <p class="Erwgung1"><b><span>3. </span></b><span> </span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>3.1 </span></b><span>Was die Verteilung der Rekurskosten unter die drei rekurrierenden Parteien bzw. die entsprechenden Verfahren angeht, so wehrt sich die BeschwerdefÃ¼hrerin zu Recht dagegen, dass ihr ein Drittel der StaatsgebÃ¼hr auferlegt wurde. Gewisse Vereinfachungen und Pauschalierungen bei der Kostenverlegung unter mehreren Parteien sind zwar ohne weiteres zulÃ¤ssig. Indessen sind bei vereinigten Verfahren die Verfahrenskosten grundsÃ¤tzlich gleich zu verlegen, wie wenn die zustÃ¤ndige BehÃ¶rde die einzelnen Eingaben getrennt behandelt hÃ¤tte (KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, Vorbem. zu §§ 4-31 N. 35). </span></p> <p class="Urteilstext"><span>In ihrem Rekurs hat die BeschwerdefÃ¼hrerin ausschliesslich den Schattenwurf thematisiert und im Hauptantrag verlangt, dass Art. 9 Abs. 2 GPV die Genehmigung verweigert werde. Die Behandlung dieser Thematik stellte zwar durchaus gewisse AnsprÃ¼che, rechtfertigte es aber keineswegs, der BeschwerdefÃ¼hrerin einen Drittel der festgesetzten StaatsgebÃ¼hr aufzuerlegen. Es wÃ¤re angemessen gewesen, die der BeschwerdefÃ¼hrerin aufzuerlegende StaatsgebÃ¼hr auf hÃ¶chstens Fr. 2'000.- bzw. einen Achtel der nunmehr herabgesetzten GesamtgebÃ¼hr festzusetzen. Als Vergleich mag dienen, dass das Verwaltungsgericht seine SpruchgebÃ¼hr im Verfahren VB.2004.00193 (Entscheid vom 9. Juni 2004; www.vgrzh.ch), in welchem neben der Frage des Schattenwurfes noch eine ZustÃ¤ndigkeitsfrage zu beantworten war, auf Fr. 3'000.- festsetzte, wobei der GebÃ¼hrenrahmen gemÃ¤ss § 4 GebV VGr zwischen Fr. 1'000.- und 50'000.- liegt, also wesentlich hÃ¶her als nach § 5 GebÃ¼hrenO. Immerhin hÃ¤tte es nicht als Missbrauch des Ermessens qualifiziert werden kÃ¶nnen, wenn der Regierungsrat im Rahmen seiner Kostenverlegung die der BeschwerdefÃ¼hrerin aufzuerlegende StaatsgebÃ¼hr nicht zusÃ¤tzlich reduziert hÃ¤tte. </span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>3.2 </span></b><span>Wie die BeschwerdefÃ¼hrerin zudem grundsÃ¤tzlich zu Recht geltend macht, hÃ¤tte es sich aufgedrÃ¤ngt, ihr auch die AusfertigungsgebÃ¼hren in reduziertem Ausmass aufzuerlegen. Dabei kann es allerdings aus verwaltungsÃ¶konomischen GrÃ¼nden nicht auf die genaue Anzahl Seiten ankommen, die im Entscheid den von der BeschwerdefÃ¼hrerin vorgebrachten RÃ¼gen gewidmet sind. Es genÃ¼gt vÃ¶llig und entspricht gÃ¤ngiger Praxis, wenn die AusfertigungsgebÃ¼hren im gleichen VerhÃ¤ltnis verlegt werden wie die StaatsgebÃ¼hr. Dies bedeutet, dass die BeschwerdefÃ¼hrerin einen Achtel der Ausfertigungskosten von insgesamt Fr. 4'562.- zu Ã¼bernehmen hat, mithin Fr. 570.25.</span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>3.3 </span></b><span>Die Beschwerde im Verfahren VB.2004.00238 ist im Sinne der vorstehenden ErwÃ¤gungen teilweise gutzuheissen; die der BeschwerdefÃ¼hrerin aufzuerlegenden Rekurskosten sind entsprechend neu auf insgesamt Fr. 2'570.25 festzusetzen.</span></p> <p class="Erwgung1"><b><span>4. </span></b><span> </span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>4.1 </span></b><span>Die teilweise Gutheissung der Beschwerde der Nachbarn (VB.2004.00234) mit heutigem Urteil hat zur Folge, dass auch die Rekurskosten entsprechend dem Verfahrensausgang neu zu verlegen sind. </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Zu verlegen sind, nach Abzug des von der BeschwerdefÃ¼hrerin im Verfahren VB.2004.00238 zu tragenden Anteils, eine StaatsgebÃ¼hr von Fr. 14'000.- sowie AusfertigungsgebÃ¼hren von Fr. 3'991.75. Angesichts der vorgetragenen RÃ¼gen bzw. des ungefÃ¤hren Bearbeitungsaufwandes wÃ¤ren diese Kosten zu zwei FÃ¼nfteln (bzw. 10/25) dem Verfahren VCS und zu drei FÃ¼nfteln (bzw. 15/25) dem Verfahren der Nachbarn anzulasten gewesen. Zu verlegen sind mithin vorliegend Fr. 10'795.05.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Ausgehend vom angefochtenen Gestaltungsplan und dem heutigen Entscheid sind die Nachbarn als zu zwei FÃ¼nfteln obsiegend anzusehen; dementsprechend sind ihnen fÃ¼r das Rekursverfahren drei FÃ¼nftel der massgeblichen GebÃ¼hr von Fr. 10'795.05 aufzuerlegen, mithin Fr. 6'477.05. Dies entspricht 9/25 der GebÃ¼hren von Fr. 17'991.75. Der Rest, 6/25 oder Fr. 4'318.-, ist je zur HÃ¤lfte der Stadt ZÃ¼rich und der Y AG aufzuerlegen.</span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>4.2 </span></b><span>Weil das Verwaltungsgericht auf die Beschwerde des VCS nicht eingetreten ist (VB.2004.00233), kann die dem VCS gemÃ¤ss Disp.-Ziff. III des Rekursentscheides treffende Kostenbelastung nicht verÃ¤ndert werden. </span></p> <p class="Erwgung1"><b><span>5. </span></b><span> </span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>5.1 </span></b><span>Die BeschwerdefÃ¼hrerin hÃ¤tte gemÃ¤ss dem angefochtenen Entscheid Verfahrenskosten von rund Fr. 11'520.- zu tragen gehabt. Sie dringt mit ihren AntrÃ¤gen nicht vÃ¶llig durch, obsiegt jedoch zu etwa sieben Achteln. Dementsprechend sind ihr ein Achtel der Gerichtskosten aufzuerlegen, wÃ¤hrend der Rest auf die Gerichtskasse zu nehmen ist, da er weder der Vorinstanz (vgl. hierzu KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 13 N. 26) noch den Ã¼brigen Parteien bzw. Mitbeteiligten auferlegt werden kann. Der Staat ZÃ¼rich ist ausserdem zu verpflichten, der BeschwerdefÃ¼hrerin fÃ¼r das Beschwerdeverfahren eine angemessene ParteientschÃ¤digung in der HÃ¶he von Fr. 1'000.- (Mehrwertsteuer inbegriffen) auszurichten (§ 17 Abs. 2 VRG).</span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>5.2 </span></b><span>Das Verwaltungsgericht hat aus PraktikabilitÃ¤tsgrÃ¼nden beschlossen, die auf die Kosten bezogene RÃ¼ge der Nachbarn im vorliegenden Verfahren zu entscheiden. Die hierfÃ¼r entstehenden Gerichtskosten sind im Verfahren VB.2004.00234 enthalten, sodass im vorliegenden Verfahren keine zusÃ¤tzlichen Kosten zu erheben sind.</span></p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1"><span>DemgemÃ¤ss </span><span><a id="Text25"></a>entscheidet</span><span> </span><span>die Kammer</span><span>:</span></p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug2">1. Die Kostenbeschwerde des Vereins "Interessengemeinschaft Hardturmquartier" und MitbeschwerdefÃ¼hrende (aus VB.2004.00234) wird teilweise gutgeheissen. Die mit Disp.-Ziff. III des angefochtenen Beschlusses (RRB Nr. 576/2004) festgesetzte StaatsgebÃ¼hr von Fr. 30'000.- wird aufgehoben und neu auf insgesamt Fr. 16'000.- festgesetzt.</p> <p class="Einzug2">2. Die Beschwerde der Stiftung Q (VB.2004.00238) wird teilweise gutgeheissen. Disp.-Ziff. III des angefochtenen Beschlusses (RRB Nr. 576/2004) wird, soweit damit der BeschwerdefÃ¼hrerin Kosten auferlegt wurden, aufgehoben und durch folgende VerfÃ¼gung ersetzt:</p> <p class="Einzug2">Der Rekurrentin 3 werden eine StaatsgebÃ¼hr und AusfertigungsgebÃ¼hren in der HÃ¶he von insgesamt Fr. 2'570.25 auferlegt.</p> <p class="Einzug2">3. Disp.-Ziff. III des Rekursentscheides RRB Nr. 576/2004 wird, soweit damit den BeschwerdefÃ¼hrenden VB.2004.00234 Kosten auferlegt wurden, aufgehoben und durch folgende VerfÃ¼gung ersetzt:</p> <p class="Einzug2">Den Rekurrierenden 2.1-2.19 werden eine StaatsgebÃ¼hr und AusfertigungsgebÃ¼hren in der HÃ¶he von insgesamt Fr. 6'477.05 auferlegt. Den Rekursgegnerinnen 1 und 2 werden aus dem Verfahren der Rekurrierenden 2.1-2.19 eine StaatsgebÃ¼hr und AusfertigungsgebÃ¼hren von je Fr. 2'159.- auferlegt.</p> <p class="Einzug2">4. Die GerichtsgebÃ¼hr fÃ¼r das Verfahren VB.2004.00238 wird festgesetzt auf <br/> Fr. 1'000.-; die Ã¼brigen Kosten betragen:<br/> Fr. 90.- Zustellungskosten,<br/> Fr. 1'090.- Total der Kosten.</p> <p class="Einzug2">5. Die Gerichtskosten werden zu 1/8 der BeschwerdefÃ¼hrerin auferlegt und zu 7/8 auf die Gerichtskasse genommen.</p> <p class="Einzug2">6. Der Staat ZÃ¼rich wird verpflichtet, der BeschwerdefÃ¼hrerin eine ParteientschÃ¤digung von Fr. 1'000.- (Mehrwertsteuer inbegriffen) zu bezahlen, zahlbar innert 30 Tagen ab Rechtskraft dieses Entscheids.</p> <p class="Urteilstext"><span>7. â¦</span></p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>