<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="content"> <div class="para"> </div> <div class="para">Bundesgericht </div> <div class="para">Tribunal fédéral </div> <div class="para">Tribunale federale </div> <div class="para">Tribunal federal </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <img height="74" src="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/clir/http/displayimage.php?id=2022-03-29-2C_172-2022.1&amp;type=gif" width="95"/> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>2C_172/2022</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>Urteil vom 29. März 2022</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>II. öffentlich-rechtliche Abteilung</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Besetzung </div> <div class="para">Bundesrichterin Hänni, als Einzelrichterin, </div> <div class="para">Gerichtsschreiberin de Sépibus. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Verfahrensbeteiligte </div> <div class="para">A.________, </div> <div class="para">Beschwerdeführer, </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <i>gegen</i> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Abteilung Migration des Kantons Glarus, </div> <div class="para">Departement Sicherheit und Justiz des Kantons Glarus. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Gegenstand </div> <div class="para">Aufenthaltsbewilligung, </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Beschwerde gegen das Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Glarus, I. Kammer, vom 27. Januar 2022 (VG.2021.00078). </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>Erwägungen:</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>1.</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>1.1.</b> Der slowakische Statsangehörige A.________ (geb. 1975) reiste am 5. September 1979 im Alter von vier Jahren erstmals in die Schweiz ein. Aus der im Jahre 1999 geschlossenen Ehe mit der Schweizer Bürgerin B.________ gingen drei Kinder hervor, C.A.________ (geb. 1999), D.A.________ (geb. 2000) und E.A.________ (geb. 2002). Am 17. August 2006 meldete sich A.________ ins Ausland ab. Im Rahmen des Familiennachzugs reiste A.________ anfangs September 2009 erneut in die Schweiz ein, wobei er vom 1. Juli 2015 bis zum 29. Juni 2021 Sozialhilfe bezog. Die Ehe mit B.________ wurde am 17. März 2016 geschieden. Die EU/EFTA Aufenthaltsbewilligung von A.________ wurde zuletzt Ende 2019 bis zum 31. Dezember 2020 verlängert. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>1.2.</b> Mit Entscheid vom 3. März 2021 verweigerte das Migrationsamt des Kantons Glarus die Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung EU/EFTA von A.________. Die von diesem am 16. März 2021 hiergegen erhobene Beschwerde wies das Departement für Sicherheit und Justiz des Kantons Glarus am 21. September 2021 ab. In der Folge gelangte A.________ mit Eingaben vom 27. September 2021, 30. September 2021 und 11. Oktober 2021 an das Verwaltungsgericht des Kantons Glarus und beantragte sinngemäss die Aufhebung der Verfügung des Migrationsamts vom 3. März 2021 sowie des Entscheids des Departements für Sicherheit und Justiz des Kantons Glarus vom 21. September 2021 und die Verlängerung seiner Aufenthaltsbewilligung. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>1.3.</b> Am 27. Januar 2022 wies das Verwaltungsgericht des Kantons Glarus die Beschwerde von A.________ ab. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>1.4.</b> A.________ gelangt mit Eingabe vom 21. Februar 2022 an das Bundesgericht und beantragt, der Entscheid der Vorinstanz sei nichtig zu erklären und er sei nicht wegzuweisen. </div> <div class="para">Mit Schreiben vom 23. Februar 2022 wurde A.________ darauf aufmerksam gemacht, dass seine Beschwerde den Begründungsanforderungen an eine Eingabe an das Bundesgericht nicht genügen dürfte; er habe aber noch bis zum Ablauf der Beschwerdefrist Gelegenheit, seine Eingabe zu verbessern. In der Folge reichte A.________ am 24. Februar 2024 eine weitere Eingabe ein. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>2.</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>2.1.</b> Nach <span class="artref">Art. 42 BGG</span> (Bundesgerichtsgesetz; SR 173.110) haben die Rechtsschriften an das Bundesgericht die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. Die Begründung hat sachbezogen zu sein; die beschwerdeführende Partei hat in gezielter Auseinandersetzung mit den für das Ergebnis des angefochtenen Entscheids massgeblichen Erwägungen plausibel aufzuzeigen, welche Rechte bzw. Rechtsnormen die Vorinstanz verletzt haben soll (<a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=35&amp;from_date=27.03.2022&amp;to_date=15.04.2022&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F140-III-86%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page86">BGE 140 III 86</a> E. 2 mit Hinweisen). In Bezug auf die Verletzung von Grundrechten gilt eine qualifizierte Rüge- und Substanziierungspflicht (<span class="artref">Art. 106 Abs. 2 BGG</span>; <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=35&amp;from_date=27.03.2022&amp;to_date=15.04.2022&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F142-I-99%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page99">BGE 142 I 99</a> E. 1.7.2<span class="artref">; <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=35&amp;from_date=27.03.2022&amp;to_date=15.04.2022&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F139-I-229%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page229">139 I 229</a></span> E. 2.2). </div> <div class="para">Der von der Vorinstanz festgestellte Sachverhalt ist für das Bundesgericht verbindlich, es sei denn, die Partei zeige auf, dass und inwiefern die tatsächlichen Feststellungen qualifiziert falsch oder in Verletzung von Verfahrensvorschriften getroffen worden seien, was spezifisch geltend zu machen und zu begründen ist, sofern entsprechende Mängel nicht ins Auge springen (vgl. Art. 105 Abs. 1 und 2; <span class="artref">Art. 97 Abs. 1 BGG</span>; vgl. auch <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=35&amp;from_date=27.03.2022&amp;to_date=15.04.2022&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F140-III-115%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page115">BGE 140 III 115</a> E. 2). </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>2.2.</b> Die tatsächlichen Feststellungen des Verwaltungsgerichts, wonach der Beschwerdeführer über kein nennenswertes Einkommen verfüge, keiner unselbständigen Tätigkeit nachgehe und keine Anhaltspunkte für eine Arbeitsunfähigkeit vorlägen, werden vom Beschwerdeführer nicht substanziiert bestritten. Die nicht weiter belegten Behauptungen, er verfüge über ausreichende Mittel, da er dem Verwaltungsgericht des Kantons Glarus Fr. 1500.-- überwiesen habe, bzw. seine Vermieterin bezeugen könne, dass er seinen Mietverpflichtungen nachkomme, genügen nicht, um den von der Vorinstanz festgestellten Sachverhalt als willkürlich erscheinen zu lassen. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>2.3.</b> Das Verwaltungsgericht hat gestützt auf diese verbindlichen Feststellungen und unter Hinweis auf die bundesgerichtliche Rechtsprechung (vgl. <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=35&amp;from_date=27.03.2022&amp;to_date=15.04.2022&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F145-II-322%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page322">BGE 145 II 322</a> E. 2.2-2.4) erwogen, dass der Beschwerdeführer aus dem Freizügigkeitsabkommen (FZA, SR 142.112.681) keinen Aufenthaltsanspruch ableiten könne. Das Recht auf Familie gemäss <span class="artref">Art. 8 Abs. 1 EMRK</span> bzw. <span class="artref">Art. 13 Abs. 1 BV</span> sowie die Härtefallklausel nach Art. 30 Abs. 1 lit. b des Ausländer- und Integrationsgesetzes (AIG; SR 142.20) (SR 142.20) bzw. Art. 20 VFP (SR 142.203) würden ebenfalls keinen Aufenthaltsanspruch begründen. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Mit den entsprechenden Erwägungen setzt sich der Beschwerdeführer nicht sachbezogen auseinander und zeigt nicht auf, inwiefern das angefochtene Urteil Recht verletzt. Seine Vorbringen, wonach er gut in der Schweiz integriert sei und keinerlei Gefahr für die Schweiz darstelle, gehen über blosse unbelegte Behauptungen nicht hinaus. Auch seine Kritik, der Gerichtspräsident des Verwaltungsgerichts sei befangen, da er Mitglied der "Firma Kanton Glarus" sei und deshalb nicht unparteiisch urteilen könne, wird nicht substanziiert. Dass sein Anspruch auf ein faires Verfahren (<span class="artref">Art. 29 Abs.1 BV</span>) verletzt worden wäre, wird weder durch die beigelegte Emailkorrespondenz noch durch das Schreiben zur "Institutionellen Behördenkriminalität in der Schweiz" erhärtet. Die Beschwerde enthält in dieser Hinsicht offensichtlich keine hinreichende Begründung (<span class="artref">Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG</span>). Soweit er einen Artikel aus dem Magazin Forbes von 2013 einreicht, welcher seine gute Integration belegen würde, handelt es sich dabei um ein unzulässiges Novum, das das Bundesgericht so oder anders nicht berücksichtigen könnte (<span class="artref">Art. 99 BGG</span>). </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>2.4.</b> Die Beschwerde enthält offensichtlich keine hinreichende Begründung (<span class="artref">Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG</span>). Es ist darauf mit Entscheid der Einzelrichterin im vereinfachten Verfahren nach <span class="artref">Art. 108 BGG</span> nicht einzutreten. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>3.</b> </div> <div class="para">Auf die Erhebung von Verfahrenskosten kann angesichts der Umstände verzichtet werden (<span class="artref">Art. 66 Abs. 1 BGG</span>). Parteientschädigungen sind nicht geschuldet (<span class="artref">Art. 68 Abs. 3 BGG</span>). </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>Demnach erkennt die Einzelrichterin:</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>1.</b> </div> <div class="para">Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>2.</b> </div> <div class="para">Es werden keine Gerichtskosten erhoben. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>3.</b> </div> <div class="para">Dieses Urteil wird den Verfahrensbeteiligten, dem Verwaltungsgericht des Kantons Glarus, I. Kammer, und dem Staatssekretariat für Migration mitgeteilt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Lausanne, 29. März 2022 </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Im Namen der II. öffentlich-rechtlichen Abteilung </div> <div class="para">des Schweizerischen Bundesgerichts </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Die Einzelrichterin: Hänni </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Die Gerichtsschreiberin: de Sépibus </div> </div></body></html>