Postulat Ruf-Berne 2052 N 19docombro 1986 rôle de l'information dans la constellation régionale de Suisse romande. Compte tenu de ce qui précède, nous estimons que pour les radios locales dans les régions périphériques, de montagne et frontière, les objectifs visés par le postulat ont été atteints et que celui-ci peut être classé. Schriftliche Erklärung des Bundesrates Déclaration écrite du Conseil fédéral Le Conseil fédéral propose de classer le postulat. Abgeschrieben - Classé #ST# 86.968 Postulat Ruf-Bern Radio und Fernsehen. Sendezeit für politische Parteien Postulat Ruf-Berne Radio et télévision. Temps d'antenne réservés aux partis politiques Wortlaut des Postulates vom 11. Oktober 1986 Der Bundesrat wird ersucht, die Konzession für die Schwei- zerische Radio- und Fernsehgesellschaft (SRG) in dem Sinne zu ergänzen, dass die in der Bundesversammlung vertretenen politischen Parteien an Radio und Fernsehen monatlich mindestens je zehn Minuten Sendezeit erhalten, über die sie zwecks Kontakts mit dem Bürger sowie zur verbesserten Erfüllung ihrer Informationsaufgabe frei verfü- gen und die sie selbst gestalten können. Den gesamtschwei- zerisch organisierten Parteien müssten die elektronischen Medien der SRG in allen drei Senderegionen zugänglich gemacht werden. Parteien und Gruppierungen, die nur in einzelnen Landesteilen oder Kantonen organisiert sind, wäre lediglich in den SRG-Sendeanstalten ihrer Sprachre- gion(en) Sendezeit zur Verfügung zu stellen. Texte du postulat du 11 octobre 1986 Le Conseil fédéral est invité à compléter la concession octroyée à la Société suisse de radiodiffusion et de télévi- sion (SSR) de telle sorte que les partis politiques repré- sentés à l'Assemblée fédérale se voient attribuer chacun dix minutes d'antenne au minimum par mois, à la radio comme à la télévision, qu'ils puissent en disposer librement et en user comme bon leur semble, afin d'être en contact avec les citoyens et de mieux s'acquitter de leur tâche d'information. Les médias électroniques de la SSR doivent être accessi- bles, dans les trois aires d'émission, aux partis organisés à l'échelon du pays. Quant aux partis et groupements qui ne sont organisés que dans certaines régions ou dans quel- ques cantons seulement, ils ne devraient disposer d'un temps d'antenne qu'auprès des stations émettrices de la SSR de leur(s) aire(s) linguistique(s) respective(s). Mitunterzeichner - Cosignataire: Steff en (1 ) Schriftliche Begründung - Développement par écrit Die politischen Parteien erfüllen in der direkten Demokratie unseres Landes zweifellos eine staatspolitisch wesentliche und entscheidende Funktion. Damit sie ihre Aufgabe voll- umfänglich erfüllen und insbesondere die Oeffentlichkeit über ihre Zielsetzungen informieren können, müssen sie allerdings über ausreichende Mittel verfügen. Genügend Finanzen fehlen aber gerade kleineren Parteien im notwen- digen Umfange, da sie-im Gegensatz zu den Grossparteien - in der Regel keine Unterstützung von Verbänden und Interessenorganisationen erwarten können. Andererseits nehmen die Parteien oft starke politische Strömungen im Volk auf, die auf der Ebene der Interessens- und Verbands- politik keinen Niederschlag finden. Durch die verhältnismäs- sig schlechte und ungenügende Wiedergabe der Stellung- nahmen kleiner Parteien in den Massenmedien werden die betroffenen Gruppierungen jedoch stark in den Hintergrund verdrängt, da ihnen der Weg ihrer Meinungsäusserung über Verbände und Interessengruppen versperrt bleibt. Dieser aus demokratischer Sicht unbefriedigenden Situa- tion könnte dadurch abgeholfen werden, dass allen im eid- genössischen Parlament vertretenen Parteien eino minimale eigene Sendezeit (von 10 oder mehr Minuten monatlich) in den elektronischen Medien der Schweizerischen Radio- und Fernsehgesellschaft (SRG) zur freien Gestaltung eingeräumt würde. Gesamtschweizerischen Parteien müssten die Son- deanstalten aller drei Senderregionen zugänglich gemacht werden. Parteien, die nur in einzelnen Regionen oder Kanto- nen organisiert sind, wären auf Sendungen in den SGR- Medien der entsprechenden Sprachregion(en) zu beschrän- ken. Der politischen Stärke könnte allenfalls mittols einer entsprechenden Ausdehnung der Sendezeit für grössoro Parteien Rechnung getragen werden. Eine Beschränkung auf im Parlament vertretenen politischen Gruppierungen würde garantieren, dass nur Kräfte mit einer minimalen politischen Stärke und Bedeutung von der beantragton Informationsmöglichkeit profitieren könnten. Die politischen Parteien - namentlich die kleineren - wären durch die vorgeschlagene Massnahme in der Lage, ihre Funktion besser zu erfüllen. Das Interesse der Bürger an politischen Fragen und Entscheidungsprozessen könnte auf diese Weise entscheidend gefördert werden, was zu einer qualitativen Verbesserung unseres demokratischen Systems beitrüge, das auf eine möglichst breite Mitarbeit des Volks angewiesen ist. Schriftliche Erklärung des Bundesrates vom 12. November 1986 Déclaration écrite du Conseil fédéral du 12 novembre 1986 Der Bundesrat ist bereit, das Postulat entgegenzunehmen und es im Rahmen des Postulats beider Räte (Unterstützung der Parteien ;463/zu 81.225) vom T.Juni 1984 zu behandeln. Le président: J'apprends que M. Leuenberger entend com- battre le postulat Ruf, 86.968. Je vous proposo de renvoyer la discussion au sujet de ce postulat. Ruf-Bern: Ich kann nur feststellen, dass Herr Kollege Leuen- berger zu spät gekommen ist. Alle vorher nicht bestrittonon Postulate, mit Ausnahme des Postulates Basler, sind soeben stillschweigend überwiesen worden. Dieser Entscheid ist nicht rückgängig zu machen. Ich stelle ausdrücklich fest: Mein Postulat ist mit allen anderen stillschweigend überwie- sen worden. Herr Leuenberger ist mit seinem Antrag zu spät gekommen. Le président: Nous passons à la décision. J'oppose la proposition de M. Leuenberger-Solouro à cello que vient d'exposer M. Ruf. M. Leuenberger-Solouro a la parole pour quelques mots. Leuenberger-Solothurn: Es geht mir um dio Sache und nicht um den Autor dieses Vorstosses. Es ist offenbar eino Panne passiert, aber nicht mir. Ich habe vor einer Woche dem Generalsekretär mitgeteilt, dass ich dieses Postulat bestreite. Er hat davon Kenntnis genommen und bestätigt das. Durch eine Panne im Präsidium ist das nicht bekannt- gegeben worden. Ich beantrage Ihnen, dem Präsidenten zu folgen, die Diskus- sion über dieses Postulat zu verschieben. Ich bestroito es nach wie vor um der Sache willen, nicht um dos Autors willen. Abstimmung - Vote Für den Antrag Leuenberger offensichtliche Mehrheit Dagegen Minderheit Diskussion verschoben - Discussion renvoyéeSchweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali Postulat Ruf-Bern Radio und Fernsehen. Sendezeit für politische Parteien Postulat Ruf-Berne Radio et télévision. Temps d'antenne réservés aux partis politiques In Amtliches Bulletin der Bundesversammlung Dans Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale In Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale Jahr 1986 Année Anno Band V Volume Volume Session Wintersession Session Session d'hiver Sessione Sessione invernale Rat Nationalrat Conseil Conseil national Consiglio Consiglio nazionale Sitzung 13 Séance Seduta Geschäftsnummer 86.968 Numéro d'objet Numero dell'oggetto Datum 19.12.1986 - 08:00 Date Data Seite 2052-2052 Page Pagina Ref. No 20 015 051 Dieses Dokument wurde digitalisiert durch den Dienst für das Amtliche Bulletin der Bundesversammlung. Ce document a été numérisé par le Service du Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale. Questo documento è stato digitalizzato dal Servizio del Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale.