<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="content"> <div class="para"> </div> <div class="para">Bundesgericht </div> <div class="para">Tribunal fédéral </div> <div class="para">Tribunale federale </div> <div class="para">Tribunal federal </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <img height="74" src="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/clir/http/displayimage.php?id=2023-07-12-6B_640-2023.1&amp;type=gif" width="95"/> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>6B_640/2023</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>Urteil vom 12. Juli 2023</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>I. strafrechtliche Abteilung</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Besetzung </div> <div class="para">Bundesrichterin Jacquemoud-Rossari, Präsidentin, </div> <div class="para">Gerichtsschreiberin Arquint Hill. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Verfahrensbeteiligte </div> <div class="para">A.________, </div> <div class="para">Beschwerdeführer, </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <i>gegen</i> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Generalstaatsanwaltschaft des Kantons Thurgau, Maurerstrasse 2, 8510 Frauenfeld, </div> <div class="para">Beschwerdegegnerin. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Gegenstand </div> <div class="para">Einfache Verletzung von Verkehrsregeln; Grundsatz in dubio pro reo; Nichteintreten, </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Beschwerde gegen den Entscheid des Obergerichts des Kantons Thurgau vom 5. April 2023 (SBR.2023.5). </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>Die Präsidentin zieht in Erwägung:</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>1.</b> </div> <div class="para">Der Beschwerdeführer erhebt Beschwerde in Strafsachen gegen einen Entscheid des Obergerichts des Kantons Thurgau vom 5. April 2023, mit dem er wegen einfacher Verkehrsregelverletzung mit Fr. 400.-- unter Auferlegung der Kosten gebüsst wurde (Ersatzfreiheitsstrafe 4 Tage). </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>2.</b> </div> <div class="para">Die Partei, die das Bundesgericht anruft, hat einen Kostenvorschuss zu bezahlen (<span class="artref">Art. 62 Abs. 1 BGG</span>). </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>3.</b> </div> <div class="para">Der Instruktionsrichter oder die Instruktionsrichterin bzw. der Abteilungspräsident oder die Abteilungspräsidentin (vgl. <span class="artref">Art. 32 Abs. 1 BGG</span>) setzt zur Leistung des Kostenvorschusses eine angemessene Frist und bei deren unbenütztem Ablauf eine Nachfrist an, wobei das Bundesgericht auf die Eingabe nicht eintritt, wenn der Kostenvorschuss auch innert der Nachfrist nicht geleistet wird (<span class="artref">Art. 62 Abs. 3 BGG</span>). </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>4.</b> </div> <div class="para">Dem Wesen einer (regelmässig kurz zu bemessenden) Nachfrist entspricht, dass sie nicht erstreckt werden kann, weshalb der Betroffene mit einer zusätzlichen Fristerstreckung nicht rechnen kann, es sei denn, es lägen ganz besondere, nicht voraussehbare Hinderungsgründe vor, die von ihm in seinem Gesuch um Einräumung einer zweiten Nachfrist bzw. "Not-Nachfrist" spezifisch darzulegen wären (Urteile 8C_694/2022 vom 10. Februar 2023; 6B_1117/2022 vom 5. Dezember 2022 E. 3 und 6B_586/2022 vom 14. November 2022 E. 2; je mit Hinweisen). </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>5.</b> </div> <div class="para">Dem Beschwerdeführer wurde mit Verfügung vom 16. Mai 2023 Frist bis zum 31. Mai 2023 sowie mit Verfügung vom 8. Juni 2023 die gesetzlich vorgeschriebene Nachfrist bis zum 19. Juni 2023 angesetzt, um dem Bundesgericht einen Kostenvorschuss von Fr. 1'500.-- zu leisten, dies unter Androhung, dass ansonsten auf das Rechtsmittel nicht eingetreten werde (<span class="artref">Art. 62 Abs. 3 BGG</span>). Die jeweils mit Gerichtsurkunde versandten Verfügungen konnten an die vom Beschwerdeführer bezeichnete Adresse zugestellt werden. Der Beschwerdeführer bezahlte den Kostenvorschuss auch innert der ihm unter Androhung des Nichteintretens im Säumnisfall angesetzten Nachfrist nicht. Stattdessen ersuchte er am letzten Tag der Nachfrist, also am 19. Juni 2023, um Gewährung von Ratenzahlungen. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>6.</b> </div> <div class="para">Das Begehren um Ratenzahlungen vom 19. Juni 2023 begründet der Beschwerdeführer mit seiner "seit Monaten" andauernden Arbeitslosigkeit. Die Arbeitslosigkeit muss damit folglich schon zum Zeitpunkt der Entgegennahme der ursprünglichen Kostenvorschussverfügung vom 16. Mai 2023 bestanden haben; trotzdem hat es der Beschwerdeführer nie für nötig gehalten, darauf hinzuweisen. Unter diesen Umständen tut er damit keinen ausserordentlichen Grund dar, der ausnahmsweise eine (wegen Ratenzahlungen zu bewilligenden) Gewährung einer zweiten Nachfrist bzw. einer "Not-Nachfrist" erlauben würde (s.a. Urteile 6B_1117/2022 vom 5. Dezember 2022 E. 3 und 2C_399/2013 vom 4. Juli 2013). </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>7.</b> </div> <div class="para">Auf die Beschwerde kann somit gestützt auf <span class="artref">Art. 62 Abs. 3 BGG</span> mangels Leistung des Kostenvorschusses auch innert Nachfrist im Verfahren nach <span class="artref">Art. 108 BGG</span> nicht eingetreten werden. Die Gerichtskosten sind dem Beschwerdeführer aufzuerlegen (<span class="artref">Art. 66 Abs. 1 BGG</span>). </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b> Demnach erkennt die Präsidentin:</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>1.</b> </div> <div class="para">Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>2.</b> </div> <div class="para">Die Gerichtskosten von Fr. 500.-- werden dem Beschwerdeführer auferlegt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>3.</b> </div> <div class="para">Dieses Urteil wird den Parteien und dem Obergericht des Kantons Thurgau schriftlich mitgeteilt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Lausanne, 12. Juli 2023 </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Im Namen der I. strafrechtlichen Abteilung </div> <div class="para">des Schweizerischen Bundesgerichts </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Die Präsidentin: Jacquemoud-Rossari </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Die Gerichtsschreiberin: Arquint Hill </div> </div></body></html>