Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche- rungsrecht vom 27. April 2017 (720 16 304 / 97) ____________________________________________________________________ Invalidenversicherung IV-Rente: Beurteilung der Frage, ob vor Verfügungse rlass eine Verschlechterung des Gesundheitszustandes eingetreten ist / Bei der Beme ssung des Valideneinkommens ist auf den bei der letzten Arbeitgeberin erzielten Lohn abzustellen, da der Versicherte diese Stelle aus gesundheitlichen und nicht aus invaliditätsfremden Gründen verloren hat Besetzung Präsidentin Doris Vollenweider, Kantonsri chter Beat Hersberger, Kantonsrichterin Elisabeth Berger Götz, Gerichtsschreiber Markus Schäfer Parteien A.____, Beschwerdeführer, vertreten durch Roman Felix, Advokat, Hauptstrasse 8, Postfach 732, 4153 Reinach gegen IV -Stelle Basel -Landschaft , Hauptstrasse 109 , 4102 Binningen , Beschwerdegegnerin Betreff IV-Rente A. Der 1959 geborene A.___ war seit 1. Oktober 2006 als Mitarbeiter im Bereich “Entwick- lung Informatik“ bei der B.____ AG angestellt. Am 9 . März 2010 meldete er sich unter Hinweis auf eine rezidivierende depressive Störung und ein Schlafapnoe-Syndrom bei der Eidgenössi- schen Invalidenversicherung (IV) an, wobei er beruf liche Massnahmen beantragte. Mit Verfü- Seite 2 http://www.bl.ch/kantonsgericht gung vom 12. Mai 2011 lehnte die IV-Stelle Basel-La ndschaft (IV-Stelle) dieses Leistungsbe- gehren mit der Begründung ab, dass der Versicherte ange messen eingegliedert sei. Nachdem die B.____ AG das Arbeitsverhältnis mit A.____ am 18. Juni 2013 gekündigt hatte, meldete sich dieser am 4. Dezember 2013 unter Hinweis auf eine Depr ession erneut bei der IV zum Leis- tungsbezug an. Die IV-Stelle klärte in der Folge die gesundheitlichen und beruflichen Verhält- nisse des Versicherten ab, wobei sie einen Invaliditätsgr ad von 44 % ermittelte. Gestützt auf dieses Ergebnis sprach die IV-Stelle A.____ - nach durc hgeführtem Vorbescheidverfahren - mit Verfügung vom 19. Juli 2016 rückwirkend ab 1. Juni 2014 eine Viertelsrente zu. B. Gegen diese Verfügung erhob A.____, vertreten durch Advokat Roman Felix, am 14. September 2016 Beschwerde beim Kantonsgericht, Abt eilung Sozialversicherungsrecht (Kantonsgericht). Darin beantragte er, es sei die ange fochtene Verfügung aufzuheben und es sei die IV-Stelle zu verpflichten, ihm die gesetzliche n Leistungen zu erbringen; unter o/e Kos- tenfolge, wobei ihm für den Fall des Unterliegens die unentgeltliche Prozessführung und die unentgeltliche Verbeiständung mit seinem Rechtsvertreter zu bewilligen seien. In verfahrens- rechtlicher Hinsicht beantragte er überdies, es sei ihm Ge legenheit zu geben, aktuelle ärztliche Unterlagen einzureichen. Zur Begründung machte er ge ltend, sein Gesundheitszustand habe sich noch vor Verfügungserlass verschlechtert. Er werde entsprechend e schriftliche Berichte nachreichen. C. Mit Verfügung vom 16. September 2016 bewilligte d as Kantonsgericht dem Beschwer- deführer gestützt auf die eingereichten Unterlagen di e unentgeltliche Prozessführung und die unentgeltliche Verbeiständung mit Advokat Roman Felix als Rechtsvertreter. Gleichzeitig räum- te es dem Versicherten eine Frist zur Einreichung der von ihm in Aussicht gestellten Arztberich- te ein. D. Am 16. November 2016 reichte der Beschwerdeführer Be richte des behandelnden Psychiaters Prof. Dr. med. C.____, Psychiatrie und Psychot herapie FMH, vom 7. November 2016 und von Dr. med. D.____, Innere Medizin FMH, speziell Endokrinologie/Diabetologie, vom 26. Oktober 2016 ein. In seinem Begleitschreiben nahm er aus seiner Sicht zu diesen beiden Berichten Stellung. Gleichzeitig beantragte er, es sei d ie IV-Stelle zu verpflichten, die Kosten der Berichterstattung von Prof. Dr. C.____ vom 7. November 2016 im Betrag von Fr. 1‘200.-- zu bezahlen. E. In ihrer Vernehmlassung vom 26. Januar 2017 beantr agte die IV-Stelle die Abweisung der Beschwerde. Im Zusammenhang mit dem vom Versicherte n beanstandeten Einkommens- vergleich anerkannte sie allerdings, dass sie bei der Ermi ttlung des massgebenden Invaliden- einkommens fälschlicherweise keinen leidensbedingten Abzug vom Tabellenlohn vorgenom- men habe. Es sei angezeigt, dem Versicherten einen Abzug in der Höhe von 5 % zu gewähren, was im Ergebnis zu einem Invaliditätsgrad von 47 % und n icht, wie in der angefochten Verfü- gung festgehalten, zu einem solchen von 44 % führe. Diese Korrektur ändere aber nichts daran, dass der Beschwerdeführer lediglich Anspruch auf eine V iertelsrente habe. Im Weiteren legte die IV-Stelle ihren Ausführungen zwei nachträglich bei m Regionalen Ärztlichen Dienst (RAD) beider Basel eingeholte Beurteilungen von Dr. med. E .____, Facharzt für Arbeitsmedizin, vom Seite 3 http://www.bl.ch/kantonsgericht 22. November 2016 und von Dr. med. F.____, Psychiatrie und Psychotherapie FMH, vom 5. Dezember 2016 bei. Das Kantonsgericht zieht i n E r w ä g u n g : 1. Gemäss Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes üb er die Invalidenversicherung (IVG) vom 19. Juni 1959 können Verfügungen der kantonalen IV -Stellen direkt vor dem Versiche- rungsgericht am Ort der IV-Stelle angefochten werde n. Anfechtungsobjekt des vorliegenden Verfahrens bildet eine Verfügung der IV-Stelle Basel-Landschaft, sodass die örtliche Zuständig- keit des Kantonsgerichts Basel-Landschaft zu bejahen ist. La ut § 54 Abs. 1 lit. b des Gesetzes über die Verfassungs- und Verwaltungsprozessordnung (VPO ) vom 16. Dezember 1993 beur- teilt das Kantonsgericht als Versicherungsgericht als ein zige gerichtliche Instanz des Kantons Beschwerden gegen Verfügungen der kantonalen IV-Stell e. Es ist somit auch sachlich zur Be- handlung der vorliegenden Beschwerde zuständig. Auf die - im Übrigen frist- und formgerecht erhobene - Beschwerde des Versicherten vom 14. September 2016 ist demnach einzutreten. 2.1 Anspruch auf eine Rente haben nach Art. 28 Abs. 1 IVG Versicherte, die ihre Erwerbs- fähigkeit oder ihre Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Ein- gliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können (lit. a), während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittli ch mindestens 40 % arbeitsunfähig gewesen sind (lit. b) und nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid sind (lit. c). 2.2 Nach Art. 6 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungs- rechts (ATSG) vom 6. Oktober 2000 ist die Arbeitsunfähig keit die durch eine Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit be dingte, volle oder teilweise Unfä- higkeit, im bisherigen Beruf oder Aufgabenbereich zumut bare Arbeit zu leisten (Satz 1). Bei langer Dauer wird auch die zumutbare Tätigkeit in e inem andern Beruf oder Aufgabenbereich berücksichtigt (Satz 2). Als Invalidität gilt nach Art. 8 ATSG die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunf ähigkeit. Sie kann im IV-Bereich Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1 IVG). Unter Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geist igen oder psychischen Gesundheit verur- sachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederun g verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kom menden allgemeinen Arbeitsmarkt zu verstehen (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind nach Art. 7 Abs. 2 ATSG ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen (Satz 1). Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objekti- ver Sicht nicht überwindbar ist (Satz 2). 2.3 Die Annahme einer allenfalls invalidisierenden psych ischen Gesundheitsbeeinträchti- gung setzt eine fachärztlich (psychiatrisch) gestellte Dia gnose nach einem wissenschaftlich an- erkannten Klassifikationssystem voraus (BGE 131 V 50 E. 1.2, 130 V 398 ff. E. 5.3 und E. 6). Zu betonen ist, dass im Kontext der rentenmässig abzuge ltenden psychischen Leiden belas- tenden psychosozialen Faktoren sowie soziokulturellen Umstän den kein Krankheitswert zu- Seite 4 http://www.bl.ch/kantonsgericht kommt. Ein invalidisierender Gesundheitsschaden im Sinne von Art. 8 ATSG in Verbindung mit Art. 4 Abs. 1 IVG setzt in jedem Fall ein medizinisches Substrat voraus, das die Arbeits- und Erwerbsfähigkeit wesentlich beeinträchtigt. Ist eine psych ische Störung von Krankheitswert schlüssig erstellt, kommt der weiteren Frage zentrale Bedeutung zu, ob und inwiefern, allenfalls bei geeigneter therapeutischer Behandlung, von der versi cherten Person trotz des Leidens wil- lensmässig erwartet werden kann, zu arbeiten und einem E rwerb nachzugehen (BGE 127 V 299 E. 5a mit Hinweisen). Zur Annahme einer d urch eine psychische Gesundheitsbeein- trächtigung verursachten Erwerbsunfähigkeit genügt es al so nicht, dass die versicherte Person nicht hinreichend erwerbstätig ist; entscheidend ist vielm ehr, ob anzunehmen ist, die Verwer- tung der Arbeitsfähigkeit sei ihr sozial-praktisch nicht mehr zumutbar oder - als alternative Vo- raussetzung - sogar für die Gesellschaft untragbar (BGE 1 02 V 165; vgl. auch BGE 127 V 298 E. 4c in fine). 2.4 Nach Art. 28 Abs. 2 IVG wird die Rente nach dem Gr ad der Invalidität wie folgt abge- stuft: Die versicherte Person hat Anspruch auf eine ga nze Rente, wenn sie zu mindestens 70 %, auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie zu mindestens 60 %, auf eine halbe Rente, wenn sie zu mindestens 50 % und auf eine Viertelsrente, wenn sie zu mindestens 40 % invalid ist. 3. Ausgangspunkt der Ermittlung des Invaliditätsgrades bildet die Frage, in welchem Ausmass die versicherte Person aufgrund ihrer gesundheit lichen Beeinträchtigungen arbeitsun- fähig ist. 3.1 Bei der Feststellung des Gesundheitszustandes und bei der Beurteilung der Arbeitsfä- higkeit der versicherten Person ist die Verwaltung (und i m Beschwerdefall das Gericht) auf Un- terlagen angewiesen, die ärztliche und gegebenenfalls a uch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beur- teilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig ist. Im Weiteren sind di e ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbe itsleistungen der versicherten Person noch zugemutet werden können (BGE 132 V 99 E. 4 mit weiteren Hinweisen). 3.2 Das Gericht hat die medizinischen Unterlagen nach de m für den Sozialversicherungs- prozess gültigen Grundsatz der freien Beweiswürdigung ( vgl. Art. 61 lit. c ATSG) - wie alle an- deren Beweismittel - frei, d.h. ohne Bindung an förm liche Beweisregeln, sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen. Dies bedeutet, dass das Sozialversicherungsgericht alle Beweismit- tel, unabhängig, von wem sie stammen, objektiv zu prüfe n und danach zu entscheiden hat, ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilun g des streitigen Rechtsanspruchs ge- statten. Insbesondere darf es bei einander widerspreche nden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzu- geben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt. Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist demnach entscheidend , ob dieser für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen be ruht, auch die geklagten Beschwer- den berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darle- gung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurte ilung der medizinischen Situation Seite 5 http://www.bl.ch/kantonsgericht einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen der Expertin oder des Experten begründet sind (BGE 134 V 232 E. 5.1; 125 V 352 E. 3a, 122 V 160 E. 1c). 3.3 Dennoch erachtet es die bundesgerichtliche Rechtspr echung mit dem Grundsatz der freien Beweiswürdigung als vereinbar, in Bezug auf be stimmte Formen medizinischer Berichte und Gutachten Richtlinien für die Beweiswürdigung aufzu stellen (vgl. die ausführlichen Zusam- menstellungen dieser Richtlinien in BGE 125 V 352 E. 3b mit zahlreichen Hinweisen; vgl. dazu auch BGE 135 V 469 f. E. 4.4 und 4.5). So ist den im Rahmen des Verwaltungsverfahrens ein- geholten Gutachten externer Spezialärztinnen und -ärzte , welche aufgrund eingehender Be- obachtungen und Untersuchungen sowie nach Einsicht in d ie Akten Bericht erstatten und bei der Erörterung der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen ge langen, bei der Beweiswürdigung volle Beweiskraft zuzuerkennen, solange nicht konkrete Indi zien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen (BGE 125 V 353 E. 3b/bb mit weiteren Hinweisen). 4.1 Die IV-Stelle zog im Rahmen der Abklärung des med izinischen Sachverhalts die Akten der G.____ Versicherungen AG, des Krankentaggeldversich erers des Beschwerdeführers, bei. Diese hatte im Zusammenhang mit der Beurteilung ihrer Leistungspflicht bei Prof. Dr. med. H.____, Psychiatrie und Psychotherapie FMH, eine psychiatrische Begutachtung des Versicher- ten in Auftrag gegeben. In seiner fachärztlichen Expert ise, welche er am 7. August 2014 erstat- tete, erhob Prof. Dr. H.____ als Diagnosen mit Auswirku ng auf die Arbeitsfähigkeit eine rezidi- vierende depressive Störung, zurzeit mittelschwere Depressio n (ICD-10 F33.1; seit 2009) und eine organisch bedingte Schlafstörung bei Schlafapnoesyndrom (seit 2008). Als Diagnose ohne Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit hielt der Gutachter abhängige Persönlichkeitszüge (ICD-10 F60.7; akzentuierte Persönlichkeitsmerkmale, seit der Jugend) fest. Zur Frage der Arbeitsfähig- keit führte Prof. Dr. H.____ aus, der Versicherte leid e unter Lust- und Antriebslosigkeit, was ihn bereits in der Verrichtung der Alltagstätigkeiten bee inträchtige und was es ihm schwer mache, einer geregelten Arbeit nachzugehen. Erschwerend komme die Müdigkeit dazu. Aufgrund sei- ner Lustlosigkeit und seiner bedrückten Stimmung sei er momentan einem Arbeitgeber kaum zumutbar. Auf die Frage, wie sich die festgestellten Stö rungen auf die bis anhin ausgeübte Tä- tigkeit auswirken würden, hielt Prof. Dr. H.____ fest, der Explorand sei zuletzt in der Lage ge- wesen, noch 50 % zu arbeiten, und es sei anzunehmen, dass er mit Mühe weiter dazu in der Lage wäre, falls er wieder eine Arbeitsstelle finden w ürde. Auf die weiteren Frage, ob und ge- gebenenfalls seit wann die festgestellten Störungen e ine Arbeitsunfähigkeit von mindestens 20 % verursachen würden, führte der Gutachter aus, im F rühjahr 2010 habe eine 100 %-ige Arbeitsunfähigkeit bestanden. Schrittweise habe diese auf 50 % und aktuell (theoretisch) auf 30 % reduziert werden können, wobei man diese, bedin gt durch die Arbeitslosigkeit, nicht habe umsetzen können. Diese 30 %-ige Arbeitsunfähigkeit sei ausgewiesen. Das Beschwerdebild mit ausgeprägtem Antriebsmangel, Freud- und Lustlosigkeit, Rückzugstendenz, Müdigkeit bei Schlafstörungen, Verlangsamung sowie gedrückter Stimmung mit Affektlabilität spreche aller- dings für eine 50 %-ige Arbeitsunfähigkeit. Diese gelte ab dem 24. Juli 2014. 4.2 Nachdem auch der behandelnde Psychiater Prof. Dr. C. ____ in seinem Bericht vom 17. April 2015 die Arbeitsfähigkeit des Versicherten in seiner angestammten Tätigkeit als Infor- matiker auf maximal 50 % beziffert hatte, schloss sich der RAD-Arzt Dr. E.____ in seiner Beur- Seite 6 http://www.bl.ch/kantonsgericht teilung vom 21. April 2015 im Ergebnis der Einschätzun g der beiden Fachärzte an, wonach beim Versicherten im angestammten Beruf als Informatiker von einer 50 %-igen Arbeitsunfähig- keit auszugehen sei. Gleichzeitig präzisierte er in seiner Beurteilung, dass diese Einschätzung auch für jegliche leidensadaptierte Verweistätigkei t, die er als leichte bis mittelschwere, wech- selbelastende und überwiegend im Sitzen zu verrichtende Arbeit umschrieb, gelte. 4.3 Die IV-Stelle stützte sich in der angefochtenen Ve rfügung vom 19. Juli 2016 bei der Beurteilung des medizinischen Sachverhalts auf diese vorste hend geschilderten, in Bezug auf die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit des Versicherten im Ergebnis übereinstimmenden Ein- schätzungen des Gutachters Prof. Dr. H.____ und des RAD-Arztes Dr. E.____. Sie ging demzu- folge davon aus, dass der Versicherte sowohl im angestammten Beruf als Informatiker als auch in einer leidensadaptierten Verweistätigkeit zu 50 % arbeitsfähig ist. Diese vorinstanzliche Be- weiswürdigung ist - jedenfalls im Lichte der damals vorh andenen medizinischen Aktenlage - nicht zu beanstanden, wobei vorliegend insbesondere der Expertise des verwaltungsunabhän- gigen Facharztes Prof. Dr. H.____ ausschlaggebender Bewe iswert beizumessen ist. Dessen Gutachten vom 7. August 2014 weist weder formale noch i nhaltliche Mängel auf, es ist - wie dies vom Bundesgericht verlangt wird (vgl. E. 3.2 hiervor ) - für die streitigen Belange umfas- send, es beruht auf allseitigen Untersuchungen, es berü cksichtigt die geklagten Beschwerden, es ist in Kenntnis der Vorakten abgegeben worden, es is t in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge bzw. der Beurteilung der aktuellen medizinischen Situation schlüssig, es setzt sich mit den übrigen fachärztlichen Einschätzungen auseina nder und es enthält einleuchtende Schlussfolgerungen. Insbesondere nimmt Prof. Dr. H.__ __ eine überzeugende Beurteilung der Arbeitsfähigkeit des Versicherten vor. Zu ergänzen blei bt, dass diese auch mit der damaligen Einschätzung des behandelnden Psychiaters Prof. Dr. C.__ __ übereinstimmt, der in seinem Bericht vom 17. April 2015 die Arbeitsfähigkeit des Ver sicherten in seiner angestammten Tätig- keit als Informatiker ebenfalls auf (maximal) 50 % beziff ert hat. Es erstaunt denn auch nicht, dass der Versicherte in seinen Einwänden, die er Ende Ma i 2015 gegen den Vorbescheid der IV-Stelle erhoben hat, die Beurteilung seines Gesundheitszustandes und seiner Arbeitsfähigkeit durch den Gutachter Prof. Dr. H.____ nicht in Frage gestellt hat. 5. In seiner Beschwerde vom 14. September 2016 macht der Versicherte nun allerdings geltend, sein Gesundheitszustand habe sich im Zeitraum zwi schen dem Vorbescheidverfahren und dem Erlass der vorliegend angefochtenen Verfügung verschlechtert. 5.1 Nach ständiger Rechtsprechung hat das Sozialversicheru ngsgericht die Gesetzmäs- sigkeit der Verwaltungsverfügungen in der Regel nach dem Sachverhalt zu beurteilen, wie er im Zeitpunkt des Verfügungserlasses vorgelegen hat (BGE 130 V 140 E. 2.1, 121 V 366 E. 1b mit Hinweisen). Daraus folgt, dass für die Beurteilung der vorliegenden Beschwerde grundsätzlich der (medizinische) Sachverhalt massgebend ist, der am 19. Juli 2016, dem Zeitpunkt des Erlas- ses der rentenablehnenden Verfügung der IV-Stelle, vo rgelegen hat. Falls sich der Gesund- heitszustand des Versicherten tatsächlich, wie von ihm gel tend gemacht, noch vor Verfügungs- erlass verschlechtert haben sollte, wäre diese Entwicklung d eshalb im vorliegenden Beschwer- deverfahren mit zu berücksichtigen. Seite 7 http://www.bl.ch/kantonsgericht 5.2 Als Belege für die geltend gemachte Verschlechterung seines Gesundheitszustandes reichte der Beschwerdeführer am 16. November 2016 eine n längeren Bericht von Prof. Dr. C.____ vom 4. November 2016 und ein kürzeres Schre iben von Dr. D.____ vom 26. Okto- ber 2016 ein. Der behandelnde Psychiater Prof. Dr. C._ ___ hielt in seinem Bericht fest, dass sich das Gesamtzustandsbild des Patienten neben den immer wiederkehrenden depressiven Episoden und dem zunehmenden Vermüllen der Wohnung i n den letzten ein bis zwei Jahren verschlechtert habe. Davon zeugten die zunehmenden, den Patienten stark belastenden Zah- lungsprobleme und Betreibungen sowie die existentiell e Aussichtslosigkeit. Der Patient habe seit 2013 keine Arbeitsstelle und er hätte auch kaum A ussicht auf eine solche, selbst wenn er arbeitsfähig wäre. Offenbar müsse sich der Versicherte seit ca. eineinhalb Jahren mit dem Exis- tenzminimum begnügen. Auch die Vergesslichkeit, die Konzentrationsstörungen und die rasche Ermüdbarkeit hätten sich in dieser Zeit verschlechtert. Nebst den erwähnten Diagnosen leide er auch am bereits erwähnten Sammeln und Horten von Gege nständen, was dem Vermüllungs- syndrom in seiner Wohnung Vorschub leisten und sein Befinden ebenfalls stark beeinträchtigen würde. Auch dieses Sammeln und Horten habe eindeutig Krankheitswert. Die Verlangsamung, die auch tagsüber auftretende Müdigkeit und das Nichtv orankommen bei alltäglichen Verrich- tungen hätten in den letzten ein bis zwei Jahren ebenf alls zugenommen. Berücksichtige man sämtliche Diagnosen und das Gesamtbefinden des Patiente n, so sei davon auszugehen, dass dieser seit mehr als einem Jahr zu 80 – 100 % arbeitsunf ähig sei. Der Internist Dr. D.____ wie- derum schilderte in seinem Schreiben die ihm bekannte n aktuellen somatischen Leiden des Versicherten. So bestünden Schmerzen im rechten Sprunggelenk, wobei sich der Patient in den Jahren 2006 und 2013 jeweils eine Bandläsion im Rahmen eines Pronations-/Supinationstrau- mas zugezogen habe. Des Weiteren sei ihm bekannt, dass de r Versicherte an einem schweren obstruktiven Schlafapnoesyndrom leide und deshalb nachts e ine maschinelle Luftzufuhr in Form einer APAP-Therapie benötige. Bei ihm selber se i der Patient in erster Linie wegen eines Testosteronmangels im Rahmen eines tertiären Hypogonadi smus in Behandlung. Der Patient benötige in diesem Zusammenhang regelmässig Testosteron intramuskulär. 5.3 Die Beschwerdegegnerin nahm in ihrer Vernehmlassun g vom 26. Januar 2017 zu die- sen vom Versicherten eingereichten aktuellen Arztberichte n Stellung. So führte sie unter Hin- weis auf die fachärztliche Beurteilung ihres RAD-Arztes Dr. F.____ vom 5. Dezember 2016 aus, dass Prof. Dr. C.____ in seiner Beurteilung des aktuelle n Zustandsbildes des Versicherten nur unzureichend zwischen störungsbedingten und versicherungsfr emden Faktoren differenziere. Eine störungsbedingte Verschlechterung des Gesundheitszu standes seit der Erstellung des Gutachtens durch Prof. Dr. H.____ vom 7. August 2014 bzw . der Beurteilung von Dr. E.____ vom 21. April 2015 könne dem neuen Bericht nicht entnom men werden. Bereits damals habe eine mittelgradige depressive Episode bestanden und in deren Rahmen seien die Symptome “Antriebsmangel, Freud- und Lustlosigkeit, Rückzugstende nz, Müdigkeit bei Schlafstörungen, Verlangsamung sowie gedrückte Stimmung bei Affektlabil ität“ beschreiben worden. Die neu dargelegten Entwicklungen bzw. die nunmehr beschriebenen Verhaltensweisen des Versicher- ten würden gesamthaft zwar auf eine Chronifizierung/V erfestigung dieser Symptomatik, nicht aber auf eine Verschlechterung des Gesundheitszustandes schliessen lassen. In diesem Zu- sammenhang scheine auch das beschriebene Sammeln und Ho rten von Gegenständen eher Ausdruck des beim Versicherten bestehenden depressiven Zust andsbildes zu sein als Aus- Seite 8 http://www.bl.ch/kantonsgericht druck eines zwanghaften Verhaltens. Schliesslich sei auch der von Prof Dr. C.____ angeführte Umstand, dass der Versicherte zunehmend Mühe habe, seine n Alltag zu organisieren und zum Beispiel seine Rechnungen zu bezahlen, bereits im Gutac hten von Prof. Dr. H.____ festgehal- ten und berücksichtigt worden. Diesen schlüssigen Ausführu ngen der IV-Stelle kann vollum- fänglich beigepflichtet werden und es kann von Weiterun gen hierzu abgesehen werden. Entge- gen der Auffassung des Beschwerdeführers ist deshalb der aktuelle fachärztliche Bericht von Prof. Dr. C.____ vom 7. November 2016 nicht geeignet, eine im Zeitraum zwischen dem Vorbe- scheidverfahren und dem Erlass der angefochtenen Verfügu ng eingetretene erhebliche Ver- schlechterung seines Gesundheitszustandes zu belegen. Dasselb e kann sodann auch für den Bericht von Dr. D.____ vom 26. Oktober 2016 festgehalten werden. Wie die IV-Stelle zutreffend aufzeigt, enthält dieser in Bezug auf die vorhandenen somatischen Beeinträchtigungen (Sprunggelenksbeschwerden, Schlafapnoesyndrom, tertiär er Hypogonadismus) keine neuen medizinischen Fakten, die nicht bereits anlässlich der RA D-Beurteilung vom 21. April 2015 be- kannt gewesen und bei der Beurteilung der Arbeitsfähi gkeit berücksichtigt worden sind. Auch diesbezüglich kann auf die zutreffenden Ausführungen de r IV-Stelle in ihrer Vernehmlassung vom 26. Januar 2017 verwiesen werden. 5.4 Im Sinne eines Zwischenergebnisses ist demnach festzuhal ten, dass die IV-Stelle in der angefochtenen Verfügung vom 19. Juli 2016 bei de r Beurteilung des medizinischen Sach- verhalts zu Recht davon ausgegangen ist, dass der Beschwerdef ührer sowohl im angestamm- ten Beruf als Informatiker als auch in einer leidensadap tierten Verweistätigkeit zu 50 % arbeits- fähig ist. 6. Für die Bemessung der Invalidität von erwerbstätigen Versicherten ist Art. 16 ATSG anwendbar (Art. 28a Abs. 1 IVG). Danach wird für die Bestimmung des Invaliditätsgrades das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchfüh- rung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eing liederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (Invalideneinkom- men), in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (Valideneinkommen). Der Einkomm ensvergleich hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die beiden hypothetischen Erwerbseinkommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und einander gegenübergestellt werde n. Aus der Einkommensdifferenz lässt sich der Invaliditätsgrad bestimmen (allgemeine Methode des Einkommensvergleichs; BGE 128 V 30 E. 1). 7.1 Bei der Bemessung des Valideneinkommens ist entschei dend, was die versicherte Person im Zeitpunkt des frühestmöglichen Rentenbeginns n ach dem Beweisgrad der überwie- genden Wahrscheinlichkeit als gesunde Person tatsächlich verdienen würde. Dabei wird in der Regel am zuletzt erzielten, nötigenfalls der Teuerung und der realen Einkommensentwicklung angepassten Verdienst angeknüpft, da erfahrungsgemäss di e bisherige Tätigkeit ohne Ge- sundheitsschaden fortgesetzt worden wäre (BGE 134 V 325 E. 4.1). Ausnahmen von diesem Erfahrungssatz müssen mit überwiegender Wahrscheinlichkeit erstellt sein (BGE 135 V 59 E. 3.1; vgl. auch BGE 135 V 300 E. 5.1). Ein zuletzt b ezogener (hoher) Verdienst ist nur dann als Valideneinkommen heranzuzuziehen, wenn mit überwiegender Wahrscheinlichkeit feststeht, Seite 9 http://www.bl.ch/kantonsgericht dass er weiterhin erzielt worden wäre. Erfolgte der S tellenverlust aus invaliditätsfremden Grün- den, ist der Validenlohn anhand von Durchschnittswerten zu bestimmen (Urteil A. des Bundes- gerichts vom 9. Juni 2015, 9C_212/2015, E. 5.4 mit weiteren Hinweisen). 7.2.1 Der Beschwerdeführer macht geltend, dass er seine Arbeitsstelle bei der B.____ AG aufgrund seiner gesundheitlichen Probleme verloren h abe. Somit sei bei der Berechnung sei- nes Validenlohns vom letzten Einkommen auszugehen, welche s er bei der genannten Arbeit- geberin erzielt habe. Demgegenüber vertritt die IV-S telle den Standpunkt, dass der Versicherte seine Arbeitsstelle aus invaliditätsfremden Gründen ver loren habe, weshalb das Validenein- kommen gestützt auf die Tabellenlöhne der Schweizerischen Lohnstrukturerhebung (LSE) des Bundesamtes für Statistik zu ermitteln sei. Wie dem Protokoll “Assessment und Eingliederungs- plan“ vom 23. Januar 2014 entnommen werden könne, habe die ausgesprochene Kündigung die seit Jahren bestehende psychische Problematik akzentuiert und die aktuelle Arbeitsunfähig- keit ausgelöst. Ferner habe der Versicherte über eine p roblematische Zusammenarbeit mit sei- nem direkten Vorgesetzten berichtet, die mehrheitlich zur Entlassung geführt habe. Diese Aus- sagen des Beschwerdeführers anlässlich des Gesprächs vom 2 3. Januar 2014 würden schliesslich dadurch gestützt, dass die Kündigung vom 18. Juni 2013 vor der IV-Anmeldung am 5. Dezember 2013 erfolgt sei und die Arbeitgeberin am 24. Dezember 2013 bestätigt habe, dass die Kündigung vor der Erkrankung des Versicherten ausgesprochen worden sei. 7.2.2 Der Auffassung der IV-Stelle, wonach die Kündig ung des Arbeitsverhältnisses durch die Arbeitgeberin auch ohne Erkrankung des Versicherten erfolgt und die bisherige Beschäfti- gung auch im Gesundheitsfall nicht fortgesetzt worden wäre, kann nicht gefolgt werden. Im “Fragebogen für Arbeitgebende“ vom 24. Dezember 2013 begründet die B.____ AG die Auflö- sung des Arbeitsverhältnisses mit dem Versicherten einzig, d.h. ohne weitergehende Ausfüh- rungen, mit dem Vermerk “ungenügende Leistungen“. Auf grund der Aktenlage muss nun aber - entgegen der Betrachtungsweise der IV-Stelle - davon ausgegangen werden, dass die “unge- nügenden Leistungen“ des Versicherten im Wesentlichen F olge seiner gesundheitlichen Prob- leme waren. In diesem Zusammenhang ist von Bedeutung, dass der Versicherte bereits im Frühjahr 2010 erheblich erkrankt und damals aufgrund se ines psychischen Leidens während rund drei Monaten hospitalisiert war. Nach der Klinike ntlassung bestand beim Versicherten vor- erst eine 50 %-ige Arbeitsfähigkeit, welche in der Fo lge auf 70 % erhöht worden ist. Zu beach- ten ist allerdings, dass der Versicherte auch in der Zeit nach der Hospitalisation immer wieder an depressiven Phasen litt (vgl. den Arztbericht des behandelnden Psychiaters Prof. Dr. C.____ vom 17. Februar 2014). Es liegt auf der Hand, dass sich d iese wiederkehrenden gesundheitli- chen Probleme des Versicherten, die sich unter anderem in Konzentrationsstörungen, rascher Ermüdung, Verlangsamung und dem Gefühl, blockiert zu sein, äussern (vgl. den Arztbericht von Prof. Dr. C.____ vom 25. August 2014), im berufliche n Alltag in qualitativer und quantitativer Hinsicht auf seine Arbeitsleistung ausgewirkt haben. Laut der Einschätzung des Gutachters Prof. Dr. H.____ ist denn auch davon auszugehen, dass der Versicherte seit der Erkrankung im Frühjahr 2010 aus medizinisch-theoretischer Sicht nie meh r vollständig, sondern bis zur Auflö- sung des Arbeitsverhältnisses durch die Arbeitgeberin eigen tlich nur zu 70 % arbeitsfähig ge- wesen ist. Für Prof. Dr. H.____ ist die entsprechende 30 %-ige Arbeitsunfähigkeit ausgewiesen. Wie bereits oben ausgeführt (vgl. E. 4.3 hiervor), ko mmt dem überzeugenden und schlüssigen Seite 10 http://www.bl.ch/kantonsgericht Gutachten von Prof. Dr. H.____ vom 7. August 2014 bei der Beurteilung des Gesundheitszu- standes und der Arbeitsfähigkeit des Versicherten voller Beweiswert zu. Somit besteht aber auch im vorliegenden Zusammenhang keine Veranlassung, seine Einschätzung in Frage zu stellen. Es ist deshalb davon auszugehen, dass der Versicher te bis zur Auflösung des Arbeits- verhältnisses durch die Arbeitgeberin aus medizinisch-theore tischer Sicht eigentlich nur zu 70 % arbeitsfähig gewesen ist. Vor diesem Hintergrund sind denn aber auch die von der Arbeit- geberin monierten “ungenügenden Leistungen“ ohne Weiteres erklärbar. 7.2.3 Aus den Gesagten folgt, dass der Beschwerdeführer se ine letzte Arbeitsstelle bei der B.____ AG, wie von ihm geltend gemacht, aus gesundheit lichen und nicht, wie die IV-Stelle angenommen hat, aus invaliditätsfremden Gründen ver loren hat. Somit ist aber für die Ermitt- lung des Valideneinkommens das Gehalt heranzuziehen, w elches der Versicherte zuletzt bei der genannten Arbeitgeberin erzielt hat, wobei dieses auf den Zeitpunkt des frühestmöglichen Rentenbeginns hin (hier: 1. Juni 2014) nötigenfalls n och der Teuerung und der realen Einkom- mensentwicklung anzupassen ist. 7.3 Laut Auskunft der B.____ AG im bereits erwähnten “Fragebogen für Arbeitgebende“ hätte der Versicherte im Jahr 2014 im Rahmen des von ihm ausgeübten 90%-Pensums monat- lich einen Lohn von Fr. 7‘407.-- erzielt, was bei 13 Monatslöhnen ein massgebendes Jahresein- kommen von Fr. 96‘291.-- ergibt. Der Beschwerdeführer stellt diesen Betrag als solchen nicht in Frage, er macht jedoch geltend, dass die IV-Stelle der Bestimmung des Valideneinkommens zu Unrecht ein Arbeitspensum von 90 % zu Grunde gelegt ha be. Es sei aktenkundig, dass er seit Jahren unter depressiven Episoden leide. Einzig aus diesem Grund sei er zuletzt in einem 90 %-Pensum tätig gewesen. Er hätte den Alltag nebst einer 100 %-Anstellung aufgrund seiner Erkrankung nicht mehr bewältigen können. Unter diesen Umständen sei aber der erwähnte, auf einem 90 %-Pensum beruhende Jahreslohn von 96‘291.-- im Hinblick auf die Ermittlung des massgebenden Valideneinkommens auf ein 100 %-Pensum hoch zurechnen, was im Ergebnis zu einem Gehalt von Fr. 106‘956.-- führe. Diesem Einw and des Beschwerdeführers kann nicht gefolgt werden. Den Angaben der B.____ AG im “Frage bogen für Arbeitgebende“ kann ent- nommen werden, dass der Versicherte nicht bloss „zuletzt“, sondern seit Beginn des Arbeits- verhältnisses am 1. Oktober 2006 in einem Pensum von 90 % bei der genannten Arbeitgeberin angestellt war. Zudem erklärt auch Prof. Dr. C.____ in seinem Bericht vom 7. November 2016 ausdrücklich, dass der Versicherte jahrelang nur 90 % (und nicht 100%) gearbeitet habe, hänge nicht mit seinem Gesundheitszustand zusammen. Dieses Pensu m sei vom Versicherten freiwil- lig vereinbart worden, um mehr Freizeit, in erster L inie für seinen 2000 geborenen Sohn, zu haben. In Anbetracht dieser klaren Aussage des behande lnden Psychiaters und der Angaben der Arbeitgeberin im “Fragebogen für Arbeitgebende“ ist mit überwiegender Wahrscheinlichkeit erstellt, dass der Versicherte auch im Gesundheitsfall ( weiterhin) in einem 90 %- Pensum und nicht in einem Vollpensum für seine bisherige Arbeitge berin tätig gewesen wäre. Somit ist dem Einkommensvergleich aber das vorstehend erwähnte, auf einem 90 %-Pensum beruhende Jah- resgehalt des Versicherten in der Höhe von Fr. 96‘291.-- als massgebendes Valideneinkommen zu Grunde zu legen. 8. Zu prüfen bleibt die vorinstanzliche Bemessung des In valideneinkommens. Seite 11 http://www.bl.ch/kantonsgericht 8.1 Hat die versicherte Person nach Eintritt des Gesundh eitsschadens keine oder jeden- falls keine ihr an sich zumutbare neue Erwerbstätigkeit a ufgenommen, so muss ihr (hypotheti- sches) Invalideneinkommen unter Beizug der LSE-Tabellenl öhne ermittelt werden (vgl. dazu BGE 126 V 76 E. 3b/bb mit Hinweisen und 124 V 322 E . 3b/aa). Vorliegend ist der Versicherte seit dem Verlust seiner Arbeitsstelle bei der B.____ A G keiner Erwerbstätigkeit mehr nachge- gangen. Die IV-Stelle hat deshalb in der angefochten en Verfügung vom 19. Juli 2016 eine Ein- kommensermittlung anhand der LSE-Tabellenlöhne vorgenommen, was sich nach dem Gesag- ten als richtig erweist. 8.2 Die IV-Stelle hat bei ihrer Berechnung auf die statistischen Lohndaten der Tabelle TA1 (“Privater Sektor“) abgestellt. Innerhalb dieser Tabelle hat sie die Lohnzahlen der Position 62-63 (“Informationstechnologie und Informationsdienstleistungen“) herangezogen. Da der Versicherte laut der massgeblichen gutachterlichen Beurteilung (vgl . E. 4.3 hiervor) weiterhin in seinem an- gestammten Beruf als Informatiker tätig sein kann, ist das Abstellen auf die genannte Position der Tabelle TA1 nicht zu beanstanden. Dies wird denn au ch vom Beschwerdeführer nicht in Frage gestellt. Streitig ist jedoch, von welchem Kompet enzniveau innerhalb der Position 62-63 der Tabelle TA1 auszugehen ist. In den Tabellenlöhnen der LSE werden je nach persönlicher Qualifikation der Arbeitnehmerin bzw. des Arbeitnehme rs vier Kompetenzniveaus des Arbeits- platzes unterschieden. Bei der Frage, auf welchen Wert der LSE abzustellen ist, sind die Aus- bildung, die Berufserfahrung und der berufliche Werd egang der versicherten Person zu berück- sichtigen. Die IV-Stelle ist der Auffassung, dass für den Versicherten das Kompetenzniveau 3 der LSE 2012 zur Anwendung gelangen soll, welches „kom plexe praktische Tätigkeiten, die ein grosses Wissen in einem Spezialgebiet voraussetzen“, umfasst. Dem hält der Beschwerdefüh- rer entgegen, dass er seine letzte anspruchsvolle Stelle gerade wegen seiner Krankheit verlo- ren habe. Da er laut gutachterlicher Beurteilung unte r Lust- und Antriebslosigkeit sowie rascher Ermüdbarkeit leide, was ihm bereits die Verrichtung d er Alltagstätigkeiten erschwere, sei ledig- lich noch vom untersten Kompetenzniveau - also in Bezu g auf die hier zur Anwendung gelan- gende LSE 2012 vom Kompetenzniveau 1 (“einfache Tätigke iten körperlicher oder handwerkli- cher Art“) - auszugehen. Dieser Betrachtungsweise des V ersicherten kann nicht beigepflichtet werden. Der Beschwerdeführer kann auf seine Ausbildung und seine langjährige Berufserfah- rung im Informatikbereich zurückgreifen und er kann laut gutachterlicher Beurteilung weiterhin in einer Tätigkeit als Informatiker eingesetzt werden. Zudem ist zu beachten, dass den vom Versicherten erwähnten, gutachterlich festgehaltenen B eeinträchtigungen (Lust- und Antriebs- losigkeit, rasche Ermüdbarkeit) bereits dadurch Rechnung g etragen worden ist, dass dem Ver- sicherten lediglich noch eine 50 %-ige Arbeitsfähigkeit in der angestammten Tätigkeit als Infor- matiker attestiert worden ist. Nach dem Gesagten ist de shalb nicht zu beanstanden, dass die IV-Stelle bei der Ermittlung des Invalideneinkommens d es Versicherten innerhalb der Position 62-63 (“Informationstechnologie und Informationsdien stleistungen“) der Tabelle TA1 auf die Lohnzahlen des Kompetenzniveaus 3 abgestellt hat. 8.3 Laut Tabelle TA1 der LSE 2012 belief sich der Ze ntralwert für die im Bereich “Informa- tionstechnologie und Informationsdienstleistungen“ im Kompetenzniveau 3 (“komplexe prakti- sche Tätigkeiten, welche ein grosses Wissen in einem Spezialgebiet voraussetzen“) beschäftig- Seite 12 http://www.bl.ch/kantonsgericht ten Männer im Jahre 2012 auf Fr. 7'317.-- (LSE 2012, Privater Sektor, Tabelle TA1, Männer, Position 62-63). Dabei ist zu beachten, dass dieser Tabellenlohn auf einer einheitlichen Arbeits- zeit von 40 Wochenstunden beruht und deshalb auf die du rchschnittliche Wochenarbeitszeit des Jahres 2014 von 41,2 Stunden (Bundesamt für Statis tik, Statistik der betriebsüblichen Ar- beitszeit, Sektor J, Position 62-63: Informationstechn ologie und Informationsdienstleistungen) umzurechnen ist. Daraus resultiert ein Monatslohn von Fr. 7'536.50. Dieser Betrag ist der bis ins Jahr 2014 erfolgten Nominallohnentwicklung von + 2,2 % (Bundesamt für Statistik, Tabelle T1.1.10, Nominallohnindex Männer, 2011-2015, Sektor J, Position 58-63: Information und Kommunikation) anzupassen, was ein Invalideneinkommen von Fr. 7'702.30 pro Monat bzw. ein Jahresgehalt von Fr. 92'428.-- ergibt. Da der Versicher te laut den massgebenden medizini- schen Unterlagen (vgl. E. 4.3 hiervor) in einer solchen Tätigkeit lediglich noch zu 50 % arbeits- fähig ist, resultiert für den Beschwerdeführer grundsät zlich ein Invalideneinkommen von Fr. 46'214.-- (Fr. 92'428.-- x 50 %). 8.4.1 Wird das Invalideneinkommen wie im vorliegenden Fall auf der Grundlage von statisti- schen Durchschnittswerten ermittelt, ist der entsprechende Ausgangswert allenfalls zu kürzen. Mit dem sogenannten Leidensabzug wurde ursprünglich ber ücksichtigt, dass versicherte Per- sonen, welche in ihrer letzten Tätigkeit körperliche Sch werarbeit verrichteten und nach Eintritt des Gesundheitsschadens auch für leichtere Arbeiten nurme hr beschränkt einsatzfähig sind, in der Regel das entsprechende durchschnittliche Lohnniveau gesunder Hilfsarbeiter nicht errei- chen. Der ursprünglich nur bei Schwerarbeitern zugela ssene Abzug entwickelte sich in der Fol- ge zu einem allgemeinen behinderungsbedingten Abzug, w obei die Rechtsprechung dem Um- stand Rechnung trug, dass auch weitere persönliche und berufliche Merkmale der versicherten Person wie Alter, Dauer der Betriebszugehörigkeit, Nationalität oder Aufenthaltskategorie sowie Beschäftigungsgrad Auswirkungen auf die Höhe des Lohnes h aben können. Ein Abzug soll aber nicht automatisch, sondern nur dann erfolgen, wenn im Einzelfall Anhaltspunkte dafür be- stehen, dass die versicherte Person wegen eines oder mehr erer dieser Merkmale ihre gesund- heitlich bedingte (Rest-) Arbeitsfähigkeit auf dem al lgemeinen Arbeitsmarkt nur mit unterdurch- schnittlichem Einkommen verwerten kann. Bei der Bestimmun g der Höhe des Abzuges ist der Einfluss aller in Betracht fallenden Merkmale auf das I nvalideneinkommen unter Würdigung der Umstände im Einzelfall gesamthaft zu schätzen und insg esamt auf höchstens 25 % des Tabel- lenlohnes zu begrenzen (BGE 134 V 327 f. E. 5.2; vgl. z um Ganzen auch BGE 126 V 80 E. 5b/bb und cc). 8.4.2 Vorliegend nahm die IV-Stelle in der angefoch ten Verfügung vom 19. Juli 2016 keinen leidensbedingten Abzug vom Tabellenlohn vor. In ihrer Vernehmlassung vom 26. Januar 2017 bezeichnete sie dies jedoch selber als nicht korrekt. Dem B eschwerdeführer sei die Ausübung seiner angestammten Tätigkeit nur noch zu 50 % zumutba r. Er könne deshalb nur noch eine Teilzeittätigkeit ausüben, weshalb ihm ein Abzug vom T abellenlohn von 5 % zu gewähren sei. Diesen Ausführungen der IV-Stelle kann gefolgt werde n, sodass es angezeigt erscheint, den oben ermittelten Tabellenlohn um 5 % zu kürzen. Zu e rgänzen bleibt, dass keine hinreichenden Gründe für die Vornahme eines höheren Abzugs ersichtli ch sind. Solche werden denn auch vom Beschwerdeführer zu Recht nicht geltend gemacht. Nim mt man demnach einen 5 %-igen Seite 13 http://www.bl.ch/kantonsgericht Abzug vom Tabellenlohn vor, so führt dies zu einem mass gebenden Invalideneinkommen des Versicherten von Fr. 43'903.-- (Fr. 46’214.-- x 95 %). 8.5 Setzt man im Einkommensvergleich dieses Invalidene inkommen von Fr. 43'903.-- dem Valideneinkommen von Fr. 96‘291.-- (vgl. E. 7.3 hier vor) gegenüber, so resultiert daraus eine Erwerbseinbusse von Fr. 52'388.--, was einen Invaliditä tsgrad von 54,41 % bzw. gerundet (vgl. zur Rundungspraxis: BGE 130 V 121 ff.) von 54 % ergibt . Bei einem Invaliditätsgrad von 54 % hat der Versicherte aber nicht bloss Anspruch auf eine Vi ertelsrernte, sondern auf eine halbe Rente. In Gutheissung der Beschwerde des Versicherten ist deshalb die angefochtene Verfü- gung der IV-Stelle vom 19. Juli 2016 dahingehend zu ä ndern, dass dem Beschwerdeführer mit Wirkung ab 1. Juni 2014 eine halbe Rente zuzusprechen ist. 9. Abschliessend bleibt über die Kosten des Beschwerdever fahrens zu befinden. 9.1 Beim Entscheid über die Verlegung der Verfahrens- und der Parteikosten ist grund- sätzlich auf den Prozessausgang abzustellen. Vorliegend ist der Beschwerdeführer obsiegende und die IV-Stelle unterliegende Partei. 9.2 Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG sind Streitigkeiten um die Bewilligung oder die Verwei- gerung von IV-Leistungen vor dem kantonalen Versicherungsgericht kostenpflichtig. Die Verfah- renskosten werden gestützt auf § 20 Abs. 3 des kantonale n Gesetzes über die Verfassungs- und Verwaltungsprozessordnung (VPO) vom 16. Dezember 1 993 in der Regel in angemesse- nem Ausmass der unterliegenden Partei auferlegt. In casu hätte deshalb die IV-Stelle als unter- liegende Partei grundsätzlich die Verfahrenskosten zu tr agen. In diesem Zusammenhang ist allerdings zu beachten, dass laut § 20 Abs. 3 Satz 3 VPO d en Vorinstanzen - vorbehältlich des hier nicht interessierenden § 20 Abs. 4 VPO - keine Verf ahrenskosten auferlegt werden. Dies hat zur Folge, dass für den vorliegenden Prozess keine Verfahrenskosten erhoben werden. 9.3 Laut Art. 61 lit. g ATSG hat die obsiegende Beschw erde führende Person Anspruch auf Ersatz der Parteikosten. Da der Beschwerdeführer obsiegende Partei ist, ist ihm eine Parteient- schädigung zu Lasten der IV-Stelle zuzusprechen. Der Rech tsvertreter des Beschwerdeführers hat in seiner Honorarnote vom 28. Februar 2017 für da s vorliegende Verfahren einen Zeitauf- wand von 8,75 Stunden geltend gemacht, was sich in Anbe tracht der sich stellenden Sachver- halts- und Rechtsfragen als angemessen erweist. Die Bem ühungen sind zu dem in Sozialversi- cherungsprozessen praxisgemäss für durchschnittliche Fälle zur Anwendung gelangenden Stundenansatz von 250 Franken zu entschädigen. Nicht zu beanstanden sind sodann die in der Honorarnote ausgewiesenen Auslagen von Fr. 52.60. Dem Beschwerdeführer ist deshalb eine Parteientschädigung in der Höhe von Fr. 2‘419.30 (8,7 5 Stunden à Fr. 250.-- + Auslagen von Fr. 52.60 zuzüglich 8 % Mehrwertsteuer) zu Lasten der IV-Stelle zuzusprechen. 9.4 Der Beschwerdeführer beantragt überdies, es seien ihm im Zusammenhang mit der auszurichtenden Parteientschädigung auch die Kosten der Berichterstattung durch Prof. Dr. C.____ vom 7. November 2016 in der Höhe von Fr. 1‘200.-- zuzusprechen. Dem Beschwer- deführer ist insoweit beizupflichten, als nach der Rech tsprechung unter dem Titel der Parteient- Seite 14 http://www.bl.ch/kantonsgericht schädigung auch die Kosten privat eingeholter Gutachte n zu vergüten sind, soweit die Partei- expertise für die Entscheidfindung unerlässlich war (BGE 115 V 63 E. 5c; Urteil B. des Bundes- gerichts vom 24. April 2007, I 1008/06, E. 3.1 mit wei teren Hinweisen). Dieser Grundsatz ist für das Verwaltungsverfahren ausdrücklich in Art. 45 Abs. 1 A TSG festgehalten (U ELI KIESER , ATSG-Kommentar, 3. Auflage, Zürich/Basel/Genf 2015, Art. 45 Rz. 17). Vorliegend kommt nun allerdings dem Bericht von Prof. Dr. C.____ vom 4. Novem ber 2016 im Hinblick auf den Pro- zessausgang keine entscheidrelevante Bedeutung zu. Der Ber icht ist entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers nicht geeignet, eine erhebliche, i m Zeitraum zwischen dem Vorbe- scheidverfahren und dem Erlass der vorliegend angefochte nen Verfügung eingetretene Ver- schlechterung des Gesundheitszustandes des Versicherten zu belegen (vgl. E. 5 hiervor). Die IV-Stelle hat deshalb - wie oben ausgeführt (vgl. E. 4.3 hiervor) - bei der Beurteilung des medi- zinischen Sachverhalts zu Recht vollumfänglich auf das Gutachten von Prof. Dr. H.____ und die RAD-Stellungnahme vom 21. April 2015 abgestellt. Som it sind aber die Voraussetzungen für eine Vergütung der Kosten des privat eingeholten Berich ts von Prof. Dr. C.____ nicht gegeben, weshalb dem entsprechenden Begehren des Beschwerdeführe rs nicht entsprochen werden kann. Seite 15 http://www.bl.ch/kantonsgericht Demgemäss wird e r k a n n t : ://: 1. In Gutheissung der Beschwerde wird die angefoc htene Verfügung der IV-Stelle Basel-Landschaft vom 19. Juli 2016 dahingehen d geändert, dass dem Beschwerdeführer mit Wirkung ab 1. Juni 2014 eine halbe Rente zugesprochen wird. 2. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. 3. Die IV-Stelle Basel-Landschaft hat dem Beschwerdefü hrer eine Partei- entschädigung in der Höhe von Fr. 2‘419.30 (inkl. Ausla gen und 8 % Mehrwertsteuer) zu bezahlen. http://www.bl.ch/kantonsgericht