<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2007.00147</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=206821&amp;W10_KEY=13013558&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2007.00147</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 04.07.2007</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">3. Abteilung/Einzelrichter</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Das Bundesgericht ist auf eine Beschwerde in Ã¶ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten gegen diesen Entscheid am 22.10.2007 nicht eingetreten.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">FÃ¼rsorgerecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Sozialhilfe</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Sozialhilfe: Überhöhte Wohnkosten und Integrationszulage (IZU) (Die Hilfeempfängerin, welche zusammmen mit ihrer zwölfjährigen Tochter in einer Vierzimmerwohung wohnt, wurde angewiesen, sich um eine günstigere Dreizimmerwohnung zu bewerben und diese Suchbemühungen der Sozialarbeiterin monatlich vorzulegen; anderenfalls ziehe die Sozialbehörde einen Abzug des die Richtlinien übersteigenden Betrags in Erwägung. Der Hilfeempfängerin wurde eine IZU von Fr. 100.- monatlich zugesprochen. Diese beantragt die Aufhebung der Weisung betreffend den Wohnungswechsel und eine IZU von Fr. 200.- monatlich.) Rechtsgrundlagen der wirtschaftlichen Hilfe und der Weisungen bzw. Auflagen (E. 2.1+2). Rechtsgrundlagen bei überhöhten Wohnkosten (E. 2.3). Es erscheint nicht unmöglich, im selben Wohnquartier eine günstigere Dreizimmerwohnung zu finden. Der zu beurteilende Beschluss der Sozialbehörde sieht mögliche Sanktionen nur für den Fall vor, dass die Beschwerdeführerin keine Suchbemühungen vorlegt, und zieht allfällige Sanktionen lediglich in Erwägung. Der angefochtene Beschluss des Bezirksrats steht sodann nicht im Widerspruch zu dessen früheren Beschluss, in welchem er im damaligen Zeitpunkt aus Billigkeits- und Verhältnismässigkeitsgründen auf die Anordnung eines Wohnungswechsels verzichtete (E. 3.4). Rechtsgrundlagen der Integrationszulage (E. 4.1+4). Gemäss Weisung der Sicherheitsdirektion zur Anwendung der SKOS-Richtlinien wird eine IZU von Fr. 200.- ausgerichtet, wenn Alleinerziehende mindestens ein weniger als drei Jahre altes Kind betreuen, so dass vorliegend eine IZU von Fr. 100.- nicht zu beanstanden ist (E. 4.4). Abweisung </b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: AUFLAGE">AUFLAGE</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: INTEGRATIONSZULAGE">INTEGRATIONSZULAGE</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: SOZIALHILFE">SOZIALHILFE</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: WEISUNG">WEISUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: FÃ¼rsorge ST: WIRTSCHAFTLICHE HILFE">WIRTSCHAFTLICHE HILFE</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: WOHNUNGSKOSTEN">WOHNUNGSKOSTEN</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade">§ 15 SHG</span><br/><span class="gerade">§ 21 SHG</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 3 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <table border="1" cellpadding="0" cellspacing="0" class="MsoNormalTable"> <tr> <td valign="top"> <p class="Kopf1"><span>Verwaltungsgericht</span></p> <p class="Kopf1"><span>des Kantons ZÃ¼rich</span></p> <p class="Kopf1"><span>3. Abteilung</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Kopf1"> </p> </td> <td valign="top"> <p class="Kopf1"><span><img alt="" height="77" src="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getImage&amp;nF38_KEY=7927" width="123"/></span></p> </td> </tr> </table> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">VB.2007.00147</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"><b><span>Entscheid</span></b></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="Zwischentitel"> </p> <p class="MsoNormal"><span>des Einzelrichters</span></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">vom <a id="VF_DAT_ENTSCHEID">4. Juli 2007</a></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">Mitwirkend: Verwaltungsrichter JÃ¼rg Bosshart, <a id="TN_AUTOTEXT_RICHTER"></a><a id="TN_AUTOTEXT_GS"></a>GerichtssekretÃ¤r Andreas Conne. </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">In Sachen</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><a id="Anonym_ORT_1_5"><span>A,</span></a></p> <p class="MsoNormal"><b><span>BeschwerdefÃ¼hrerin</span></b><span>, </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>gegen</span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><a id="Anonym_Ruolo_BESG_1_2_7"><span>Gemeinde X,</span></a><a id="BT_Z_PLZ_N"></a></p> <p class="MsoNormal"><b><span>Beschwerdegegnerin</span></b><span>, </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"><b>betreffend Sozialhilfe,</b></p> <span><br/> </span> <p class="Zwischentitel">hat sich ergeben: </p> <p class="Sachverhalt1"><b>I. </b> </p> <p class="Sachverhalt2">A wird seit August 2004 von der SozialbehÃ¶rde X wirtschaftlich unterstÃ¼tzt. Mit Beschluss vom 17. August 2006 sprach die SozialbehÃ¶rde A fÃ¼r die Zeit vom 1. Oktober 2006 bis 30. September 2007 wirtschaftliche Hilfe von monatlich Fr. 2'960.- zu und erteilte ihr die Weisung, sich um eine gÃ¼nstigere Dreizimmerwohnung zu bewerben und diese SuchbemÃ¼hungen der Sozialarbeiterin monatlich vorzulegen, da ihre aktuelle Vierzimmerwohnung Fr. 91.- monatlich "Ã¼ber der Norm" liege (Disp.-Ziff. 1 und 2). Andernfalls ziehe die SozialbehÃ¶rde nach dem 30. Juni 2007 die WohnungskÃ¼ndigung und den Umzug in eine Notwohnung oder einen Abzug des die Richtlinien Ã¼bersteigenden Betrags in ErwÃ¤gung (Disp.-Ziff. 3). Die zugesprochene wirtschaftliche Hilfe enthielt unter anderem eine Integrationszulage von Fr. 100.- monatlich.</p> <p class="Urteilstext">Gegen diesen Beschluss erhob A am 20. September 2006 Rekurs an den Bezirksrat Y und beantragte, in ihrer aktuellen Wohnung verbleiben zu kÃ¶nnen; ausserdem beantragte sie finanzielle UnterstÃ¼tzung fÃ¼r die Arbeitssuche und telefonische GesprÃ¤che sowie die Ausrichtung einer hÃ¶heren Integrationszulage. Der Rekurs wurde vom Bezirksrat mit Beschluss vom 21. Februar 2007 (versandt am 27. Februar 2007) abgewiesen, soweit er darauf eintrat.</p> <p class="Sachverhalt1"><b>II. </b> </p> <p class="Urteilstext">Mit Eingabe vom 27. MÃ¤rz 2007 erhob A dagegen fristgerecht Beschwerde an das Verwaltungsgericht. Da die Beschwerdeschrift den Formerfordernissen von § 54 Satz 1 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 (VRG) nicht genÃ¼gte, wurde A zur Einreichung einer verbesserten Beschwerdeschrift eine Nachfrist von zehn Tagen angesetzt. Am 11. April 2007 reichte A eine verbesserte Beschwerdeschrift ein, in welcher sie sinngemÃ¤ss beantragte, die Weisung bezÃ¼glich des Wohnungswechsels sei aufzuheben, und es sei ihr eine Integrationszulage von monatlich Fr. 200.- auszurichten.</p> <p class="Urteilstext">Die SozialbehÃ¶rde beantragte am 25. April 2007 die Abweisung der Beschwerde. Der Bezirksrat Y verzichtete mit Schreiben vom 21. Mai 2007 auf eine Vernehmlassung.</p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Der Einzelrichter</span><span> zieht in ErwÃ¤gung:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Erwgung1"><b>1. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>1.1 </b>Das Verwaltungsgericht ist zur Behandlung der vorliegenden Beschwerde gemÃ¤ss § 41 Abs. 1 in Verbindung mit § 19c Abs. 2 VRG zustÃ¤ndig. Da auch die Ã¼brigen Prozessvoraussetzungen erfÃ¼llt sind, ist auf die Beschwerde einzutreten.</p> <p class="Erwgung2"><b>1.2 </b>Streitgegenstand bildet einerseits die an die BeschwerdefÃ¼hrerin ergangene Weisung, sich um eine gÃ¼nstigere Wohnung zu bemÃ¼hen, da der Mietzins ihrer aktuellen Wohnung Fr. 91.- monatlich "Ã¼ber der Norm" liege; anderenfalls ziehe die SozialbehÃ¶rde die WohnungskÃ¼ndigung oder den Abzug des die Richtlinien Ã¼bersteigenden Betrags in ErwÃ¤gung. Anderseits beantragt die BeschwerdefÃ¼hrerin sinngemÃ¤ss, ihr sei eine Integrationszulage von Fr. 200.- statt Fr. 100.- pro Monat auszurichten. Bei Streitigkeiten Ã¼ber periodisch wiederkehrende Leistungen ist der Streitwert der Summe dieser periodischen Leistungen wÃ¤hrend der Dauer von zwÃ¶lf Monaten gleichzusetzen (Alfred KÃ¶lz/JÃ¼rg Bosshart/Martin RÃ¶hl, Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons ZÃ¼rich, 2. A., ZÃ¼rich 1999, § 38 N. 5). Dies ergibt vorliegend einen Streitwert von Fr. 2'292.- ([Fr. 91.- + Fr. 100.-] x 12), weshalb der Einzelrichter zum Entscheid berufen ist (§ 38 Abs. 2 VRG).</p> <p class="Erwgung1"><b>2. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>2.1 </b>Wer fÃ¼r seinen Lebensunterhalt und denjenigen seiner FamilienangehÃ¶rigen nicht hinreichend oder nicht rechtzeitig aus eigenen Mitteln aufkommen kann, hat nach § 14 SHG Anspruch auf wirtschaftliche Hilfe. Diese soll das soziale Existenzminimum gewÃ¤hrleisten, das neben den Ã¼blichen Aufwendungen fÃ¼r den Lebensunterhalt auch individuelle BedÃ¼rfnisse angemessen berÃ¼cksichtigt (§ 15 Abs. 1 SHG). Grundlage fÃ¼r die Bemessung bilden gemÃ¤ss § 17 der Verordnung zum Sozialhilfegesetz vom 21. Oktober 1981 (SHV) die Richtlinien der Schweizerischen Konferenz fÃ¼r Sozialhilfe (SKOS-Richtlinien in der Fassung von Dezember 2004), wobei begrÃ¼ndete Abweichungen im Einzelfall vorbehalten bleiben. Nach den genannten Richtlinien enthÃ¤lt das individuelle UnterstÃ¼tzungsbudget einerseits die so genannte materielle Grundsicherung, bestehend aus dem Grundbedarf fÃ¼r den Lebensunterhalt sowie den Kosten fÃ¼r die Wohnungsmiete und fÃ¼r die medizinische Grundversorgung, anderseits situationsbedingte Leistungen sowie allfÃ¤llige Integrationszulagen und/oder Einkommens-FreibetrÃ¤ge (SKOS-Richtlinien, Kap. A.6).</p> <p class="Erwgung2"><b>2.2 </b>Die wirtschaftliche Hilfe darf mit Auflagen und Weisungen verbunden werden, die sich auf die richtige Verwendung der BeitrÃ¤ge beziehen oder geeignet sind, die Lage des HilfeempfÃ¤ngers und seiner AngehÃ¶rigen zu verbessern (§ 21 SHG).</p> <p class="Erwgung2"><b>2.3 </b>Unter dem Punkt Wohnkosten ist der aktuelle Wohnungsmietzins anzurechnen, soweit dieser im ortsÃ¼blichen Rahmen liegt. ÃberhÃ¶hte Wohnkosten sind so lange zu Ã¼bernehmen, bis eine zumutbare gÃ¼nstigere LÃ¶sung zur VerfÃ¼gung steht. Die Sozialhilfeorgane haben die Aufgabe, die SozialhilfebezÃ¼gerinnen und -bezÃ¼ger bei der Suche nach gÃ¼nstigem Wohnraum aktiv zu unterstÃ¼tzen. Ãbliche KÃ¼ndigungsbedingungen sind in der Regel zu berÃ¼cksichtigen. Bevor der Umzug in eine gÃ¼nstigere Wohnung verlangt wird, ist die Situation im Einzelfall genau zu prÃ¼fen. Insbesondere sind folgende Punkte bei einem Entscheid zu berÃ¼cksichtigen: die GrÃ¶sse und die Zusammensetzung der Familie, eine allfÃ¤llige Verwurzelung an einem bestimmten Ort, das Alter und die Gesundheit der betroffenen Personen sowie der Grad ihrer sozialen Integration. Weigern sich unterstÃ¼tzte Personen, trotz Vorliegens zumutbarer UmstÃ¤nde eine gÃ¼nstigere Wohnung zu suchen oder in eine effektiv verfÃ¼gbare und zumutbare gÃ¼nstigere Wohnung umzuziehen, dann dÃ¼rfen die anrechenbaren Wohnkosten auf jenen Betrag reduziert werden, der fÃ¼r die gÃ¼nstigere Wohnung aufzuwenden wÃ¤re. Dies kann dazu fÃ¼hren, dass die unterstÃ¼tzte Person den teureren Mietzins nicht mehr zu bezahlen vermag und die KÃ¼ndigung erhÃ¤lt. In diesem Fall ist das Gemeinwesen verpflichtet, eine Notunterkunft zur VerfÃ¼gung zu stellen (SKOS-Richtlinien, Kap. B.3).</p> <p class="Erwgung1"><b>3. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>3.1 </b>Die SozialbehÃ¶rde hatte bereits mit Beschluss vom 22. September 2005 der BeschwerdefÃ¼hrerin die Weisung erteilt, ihre Wohnung per Ende Januar 2006 zu kÃ¼ndigen; anderenfalls werde ihr kÃ¼nftig lediglich ein Mietzins von Fr. 1'300.- gemÃ¤ss internen Richtlinien der SozialbehÃ¶rde angerechnet. Den dagegen erhobenen Rekurs hiess der Bezirksrat Y bezÃ¼glich der Auflage des Wohnungswechsels mit Beschluss vom 15. MÃ¤rz 2006 gut. Er hatte damals erwogen, obwohl Fr. 1'300.- monatlich fÃ¼r einen Zweipersonenhaushalt angemessen erschienen, sei angesichts der relativ geringen Differenz zwischen effektivem und gefordertem Mietzins, der anfallenden Umzugskosten und der guten sozialen Integration der Tochter im Wohnquartier aus Billigkeits- und VerhÃ¤ltnismÃ¤ssigkeitsgrÃ¼nden ohne PrÃ¤judiz im damaligen Zeitpunkt auf einen zwangsweisen Wohnungswechsel zu verzichten.</p> <p class="Erwgung2"><b>3.2 </b>Im Rekursverfahren betreffend den vorliegend zu beurteilenden Beschluss der SozialbehÃ¶rde vom 17. August 2006 erwog der Bezirksrat in seinem Beschluss vom 21. Februar 2007, die Auflage, eine gÃ¼nstigere Wohnung zu suchen, sei aus heutiger Sicht angesichts des zu hohen aktuellen Mietzinses gerechtfertigt. Dabei sei die Chance gross, dass die BeschwerdefÃ¼hrerin mit ihrer Tochter im jetzigen Wohnquartier verbleiben kÃ¶nne, und der tiefere Mietzins wÃ¼rde ihre Chancen auf AblÃ¶sung von der Sozialhilfe vergrÃ¶ssern. Die von der BeschwerdefÃ¼hrerin ins Feld gefÃ¼hrten GrÃ¼nde, weshalb sie auf dem Wohnungsmarkt keine grosse Chance habe, bedeuteten nicht, dass sie es nicht doch versuchen mÃ¼sse.</p> <p class="Erwgung2"><b>3.3 </b>Die BeschwerdefÃ¼hrerin macht geltend, ihre Chance, als SozialhilfeempfÃ¤ngerin in ihrer aktuellen Lebenssituation in X eine gÃ¼nstigere Wohnung zu finden, sei gering. Im Falle eines Umzugs in eine Dreizimmerwohnung mÃ¼sse sie einige persÃ¶nliche GegenstÃ¤nde irgendwo einlagern, was Fr. 150.- pro Monat koste. Im Ãbrigen fielen durch einen Umzug zusÃ¤tzliche Kosten an. Die SozialbehÃ¶rde habe sie sodann nicht Ã¼ber freiwerdende Wohnungen informiert.</p> <p class="Erwgung2"><b>3.4 </b>ZunÃ¤chst ist festzuhalten, dass die EinschÃ¤tzung der Vorinstanz und der SozialbehÃ¶rde, eine Zweizimmerwohnung sei fÃ¼r eine Mutter mit zwÃ¶lfjÃ¤hriger Tochter genÃ¼gend gross, nicht zu beanstanden ist. Die SozialbehÃ¶rde unterstÃ¼tzte sodann die BeschwerdefÃ¼hrerin entgegen ihren Aussagen aktiv in der Wohnungssuche. So ist den Akten ein Schreiben der SozialhilfebehÃ¶rde vom 5. September 2006 zu entnehmen, in welchem sie die BeschwerdefÃ¼hrerin auf eine Wohnung am L â und damit im Nachbarhaus der BeschwerdefÃ¼hrerin â zu einem Mietzins von Fr. 984.- aufmerksam machte. Es erscheint demzufolge nicht unmÃ¶glich, im Wohnquartier, in welchem die BeschwerdefÃ¼hrerin und insbesondere ihre Tochter verwurzelt sind, eine gÃ¼nstigere Dreizimmerwohnung zu finden. Der zu beurteilende Beschluss der SozialbehÃ¶rde berÃ¼cksichtigt gar allfÃ¤llige Schwierigkeiten bei der Wohnungssuche, indem er mÃ¶gliche Sanktionen nur fÃ¼r den Fall vorsieht, dass die BeschwerdefÃ¼hrerin keine SuchbemÃ¼hungen vorlegt. AllfÃ¤llige Sanktionen werden gemÃ¤ss Beschluss der SozialbehÃ¶rde vom 17. August 2006 lediglich in ErwÃ¤gung gezogen und nicht fÃ¼r einen bestimmten Zeitpunkt bereits angedroht, so dass erneut Spielraum zur BerÃ¼cksichtigung der konkreten Lage der BeschwerdefÃ¼hrerin bestehen wird. </p> <p class="Erwgung2">Der vorliegend angefochtene Beschluss des Bezirksrats steht schliesslich nicht im Widerspruch zu dessen Beschluss vom 15. MÃ¤rz 2006, in welchem er im damaligen Zeitpunkt aus Billigkeits- und VerhÃ¤ltnismÃ¤ssigkeitsgrÃ¼nden auf die Anordnung eines Wohnungswechsels verzichtete. Einerseits ist unterdessen bereits mehr als ein Jahr vergangen, in welchem die BeschwerdefÃ¼hrerin Gelegenheit hatte, eine gÃ¼nstigere Wohnung zu suchen, anderseits ist die vorliegend zu beurteilende Weisung wesentlich flexibler und nimmt besser auf die Situation der BeschwerdefÃ¼hrerin RÃ¼cksicht, insbesondere in Bezug auf allfÃ¤llige Schwierigkeiten bei der Suche einer gÃ¼nstigeren Wohnung und auf die Verwurzelung der BeschwerdefÃ¼hrerin und ihrer Tochter im Wohnquartier. Der zu beurteilende Beschluss des Bezirksrats hÃ¤lt sich demnach im Rahmen des der RekursbehÃ¶rde zustehenden Ermessensspielraums, weshalb die Beschwerde in diesem Punkt abzuweisen ist.</p> <p class="Erwgung1"><b>4. </b> </p> <p class="Urteilstext">Die BeschwerdefÃ¼hrerin macht sodann geltend, sie habe Anspruch auf Fr. 200.- monatlich als Integrationszulage.</p> <p class="Erwgung2"><b>4.1 </b>Eine Integrationszulage wird nicht erwerbstÃ¤tigen Personen gewÃ¤hrt, die das 16. Lebensjahr vollendet haben und sich besonders um ihre soziale und/oder berufliche Integration sowie um diejenige von Menschen in ihrer Umgebung bemÃ¼hen. Sie betrÃ¤gt je nach der erbrachten Leistung und ihrer Bedeutung fÃ¼r den Integrationsprozess zwischen Fr. 100.- und Fr. 300.- pro Person und Monat. Ãber die Integrationszulage sollen berufliche Qualifizierung, Schulung und Ausbildung, gemeinnÃ¼tzige oder nachbarschaftliche TÃ¤tigkeit sowie die Pflege von AngehÃ¶rigen finanziell honoriert und gefÃ¶rdert werden. Alleinerziehende Personen, die wegen ihrer Betreuungsaufgaben weder einer ErwerbstÃ¤tigkeit noch einer ausserfamiliÃ¤ren IntegrationsaktivitÃ¤t nachgehen kÃ¶nnen, erhalten eine monatliche Integrationszulage von mindestens Fr. 200.- (SKOS-Richtlinien, Kap. C.2). Der Entscheid Ã¼ber die Ausrichtung und Bemessung einer Integrationszulage liegt weitgehend im Ermessen der SozialhilfebehÃ¶rde.</p> <p class="Erwgung2"><b>4.2 </b>Im Beschluss vom 17. August 2006 sprach die SozialbehÃ¶rde der BeschwerdefÃ¼hrerin wirtschaftliche Hilfe von monatlich Fr. 2'960.- zu. Diese setzt sich aus dem Grundbedarf fÃ¼r den Lebensbedarf eines Zweipersonenhaushalts (Fr. 1'469.-; SKOS-Richtlinien, Kap. B.2.2), den Wohnkosten (Fr. 1'391.-) und einer Integrationszulage von Fr. 100.- zusammen. Die SozialbehÃ¶rde fÃ¼hrte in ihrer Vernehmlassung vom 30. Oktober 2006 anlÃ¤sslich des Rekursverfahrens aus, die BeschwerdefÃ¼hrerin betreue ihre bald zwÃ¶lfjÃ¤hrige Tochter und nÃ¼tze damit nur 50 % ihres mÃ¶glichen Einsatzes. Bei diesem Alter der Tochter kÃ¶nne die Mutter parallel zur Kinderbetreuung einer TeilzeittÃ¤tigkeit nachgehen oder sich fÃ¼r eine gemeinnÃ¼tzige TÃ¤tigkeit einsetzen. Deshalb sei eine Integrationszulage von Fr. 100.- monatlich angemessen.</p> <p class="Erwgung2"><b>4.3 </b>Der Bezirksrat betrachtete im vorliegend angefochtenen Beschluss die Integrationszulage von Fr. 100.- als angemessen und verwies auf die "Weisung der Direktion fÃ¼r Soziales und Sicherheit (heute: Sicherheitsdirektion) zur Anwendung der SKOS-Richtlinien in der Fassung vom Dezember 2004" vom 29. MÃ¤rz 2005.</p> <p class="Erwgung2"><b>4.4 </b>In der vom Bezirksrat zitierten Weisung der Sicherheitsdirektion wird ausgefÃ¼hrt, dass die Integrationszulage maximal Fr. 300.- pro Monat betrage und entsprechend dem TÃ¤tigkeitsumfang reduziert werde, wobei sie im Minimum Fr. 100.- monatlich betrage. Eine Integrationszulage von Fr. 200.- pro Monat werde ausgerichtet, wenn Alleinerziehende mindestens ein weniger als drei Jahre altes Kind betreuten.</p> <p class="Urteilstext">Demzufolge hat die BeschwerdefÃ¼hrerin als alleinerziehende Mutter einer zwÃ¶lfjÃ¤hrigen Tochter, welche angesichts ihres Alters keiner stÃ¤ndigen Betreuung durch die Mutter bedarf und im Ãbrigen mindestens wÃ¤hrend der Unterrichtszeit in der Schule weilt, entgegen ihren AusfÃ¼hrungen keinen Anspruch auf eine Integrationszulage von mindestens<br/> Fr. 200.-. Eine allfÃ¤llige Integrationszulage fÃ¼r die BeschwerdefÃ¼hrerin kann vielmehr zwischen Fr. 100.- und Fr. 300.- liegen. Angesichts der Integrationsleistung der BeschwerdefÃ¼hrerin ist die auf Fr. 100.- festgelegte Integrationszulage nicht zu beanstanden. Die Beschwerde ist demnach auch in Bezug auf den Antrag einer hÃ¶heren Integrationszulage abzuweisen.</p> <p class="Erwgung1"><b>5. </b> </p> <p class="Urteilstext">Demzufolge ist die Beschwerde abzuweisen. Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind die Gerichtskosten der BeschwerdefÃ¼hrerin aufzuerlegen, aufgrund ihrer angespannten finanziellen Situation hingegen massvoll zu bemessen (§ 13 Abs. 2 in Verbindung mit § 70 VRG; KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 13 N. 10).</p> <p class="Einzug1"><span>DemgemÃ¤ss entscheidet <span>der Einzelrichter</span>:</span></p> <p class="Einzug2"><span>1. Die Beschwerde wird abgewiesen.</span></p> <p class="Einzug2"><span>2. Die GerichtsgebÃ¼hr wird festgesetzt auf <br/> Fr. 300.--; die Ã¼brigen Kosten betragen:<br/> Fr. 60.-- Zustellungskosten,<br/> Fr. 360.-- Total der Kosten.</span></p> <p class="Einzug2"><span>3. Die Gerichtskosten werden der BeschwerdefÃ¼hrerin auferlegt.</span></p> <p class="Einzug2"><span>4. Gegen diesen Entscheid kann Beschwerde in Ã¶ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten nach Art. 82 ff. des Bundesgerichtsgesetzes erhoben werden. Die Beschwerde ist innert 30 Tagen, von der Zustellung an gerechnet, beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, einzureichen.</span></p> <p class="Urteilstext">5. Mitteilung an â¦</p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>