<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="content"> <div class="para">Bundesgericht </div> <div class="para">Tribunal fédéral </div> <div class="para">Tribunale federale </div> <div class="para">Tribunal federal </div> <div class="para"> </div> <div class="para">{T 0/2} </div> <div class="para">6B_124/2009/sst </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Urteil vom 20. März 2009 </div> <div class="para">Strafrechtliche Abteilung </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Besetzung </div> <div class="para">Bundesrichter Favre, Präsident, </div> <div class="para">Bundesrichter Schneider, Ferrari, </div> <div class="para">Gerichtsschreiber Monn. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Parteien </div> <div class="para">X.________, Beschwerdeführerin, </div> <div class="para"> </div> <div class="para">gegen </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Staatsanwaltschaft des Kantons Glarus, Burgstrasse 16, 8750 Glarus, </div> <div class="para">Beschwerdegegnerin. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Gegenstand </div> <div class="para">Versuchte Gewalt und Drohung gegen Behörden und Beamte, </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Beschwerde gegen den Entscheid des Obergerichts des Kantons Glarus vom 9. Januar 2009. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Das Bundesgericht zieht in Erwägung: </div> <div class="para"> </div> <div class="para">1. </div> <div class="para">X.________ wurde durch das Obergericht des Kantons Glarus am 9. Januar 2009 im Appellationsverfahren der versuchten Gewalt und Drohung gegen Behörden und Beamte im Sinne von <span class="artref">Art. 285 Ziff. 1 StGB</span> in Verbindung mit <span class="artref">Art. 22 Abs. 1 StGB</span> schuldig gesprochen und mit einer Geldstrafe von 60 Tagessätzen à Fr. 20.--, bedingt aufgeschoben bei einer Probezeit von drei Jahren, bestraft. </div> <div class="para">Dagegen wendet sie sich mit staatsrechtlicher Beschwerde ans Bundesgericht und beantragt einen Freispruch. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">2. </div> <div class="para">Da es um eine Strafsache geht, ist die als staatsrechtliche Beschwerde bezeichnete Eingabe als Beschwerde gemäss <span class="artref">Art. 78 ff. BGG</span> entgegenzunehmen. </div> <div class="para">Die Beschwerde ist innert 30 Tagen nach der Eröffnung des angefochtenen Entscheids beim Bundesgericht einzureichen (<span class="artref">Art. 100 Abs. 1 BGG</span>). Der angefochtene Entscheid wurde der Beschwerdeführerin am 16. Januar 2009 eröffnet. Die Frist für die Beschwerde lief folglich am Montag, 16. Februar 2009, ab. Auf die erst am 19. Februar 2009 der Post übergebenen "Zugaben" ist nicht einzutreten. </div> <div class="para">Auf die Beschwerde vom 16. Februar 2009 ist zur Hauptsache ebenfalls nicht einzutreten, weil die Ausführungen teils an der Sache vorbeigehen und teils nicht den Begründungsanforderungen von Art. 42 Abs. 2 bzw. <span class="artref">Art. 106 Abs. 2 BGG</span> entsprechen. </div> <div class="para">Immerhin macht die Beschwerdeführerin auf S. 1 der Beschwerde geltend, sie habe keine Drohung ausgestossen. Als Drohung wird ihr vorgeworfen, sie habe in einem Brief an die Glarner Regierungsrätin A.________ folgendes geschrieben: </div> <div class="para">"Ich verlange die Konfrontationsverhandlung! Sofort! Ich habe jetzt die letzte Runde gestartet (...) und ich warne Sie, dies noch einmal zu ignorieren. Es sollte Ihnen klar geworden sein, dass ich pickelhart im Kanton aufräumen werde (...). Was braucht es eigentlich noch, bis dreckige Beamte verschwinden? Wann verschwindet die A.________? Schneller, als ihr lieb ist, wenn sie nicht dafür sorgt, dass die Kasse bezahlt und ... bestraft wird! (...) Sie werden sonst nie Ruhe bekommen, dafür garantiere ich" (angefochtener Entscheid S. 11 lit. d und aa). </div> <div class="para">Es ist offensichtlich, dass die Beschwerdeführerin mit diesen Formulierungen in ihrem Schreiben Drohungen ausgestossen hat. Die Beschwerde ist in diesem Punkt abzuweisen. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">3. </div> <div class="para">Die Beschwerde ist im Verfahren nach <span class="artref">Art. 109 BGG</span> abzuweisen, soweit darauf einzutreten ist. Bei diesem Ausgang sind die Gerichtskosten der Beschwerdeführerin aufzuerlegen (<span class="artref">Art. 66 Abs. 1 BGG</span>). Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege ist in Anwendung von <span class="artref">Art. 64 BGG</span> abzuweisen, weil die Rechtsbegehren aussichtslos erschienen. Der finanziellen Lage der Beschwerdeführerin ist durch eine herabgesetzte Gerichtsgebühr Rechnung zu tragen (<span class="artref">Art. 65 Abs. 2 BGG</span>). </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Demnach erkennt das Bundesgericht: </div> <div class="para"> </div> <div class="para">1. </div> <div class="para">Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf einzutreten ist. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">2. </div> <div class="para">Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege wird abgewiesen. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">3. </div> <div class="para">Die Gerichtskosten von Fr. 800.-- werden der Beschwerdeführerin auferlegt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">4. </div> <div class="para">Dieses Urteil wird den Parteien und dem Obergericht des Kantons Glarus schriftlich mitgeteilt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Lausanne, 20. März 2009 </div> <div class="para">Im Namen der Strafrechtlichen Abteilung </div> <div class="para">des Schweizerischen Bundesgerichts </div> <div class="para">Der Präsident: Der Gerichtsschreiber: </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Favre Monn </div> </div></body></html>