Beschwerdeführerin A. vertreten durch: RA AA. Vorinstanz Versicherung B. Beigeladene Versicherung C. Gegenstand Leistungen der Unfallversicherung Beschwerde gegen den Einspracheentscheid der Versicherung B. vom 15. Juli 2019 Obergericht Appenzell Ausserrhoden 3. Abteilung Zirkular-Urteil vom 4. November 2020 Mitwirkende Obergerichtsvizepräsident W. Kobler Oberrichter H.P. Fischer, F. Windisch, H.P. Blaser, E. Zingg Obergerichtsschreiberin A. Mauerhofer Verfahren Nr. O3V 19 30 Seite 2 Rechtsbegehren a) der Beschwerdeführerin: 1. Es sei der Einspracheentscheid der Beschwerdegegnerin vom 15. Juli 2019 aufzu - heben. 2. Es sei die Beschwerdegegnerin zu verpflichten, der Beschwerdeführerin auch nach dem 1. Oktober 2017 die gesetzlichen Leistungen zu erbringen. Eventuell sei eine gerichtliche Begutachtung durchzuführen oder die Streitsache zur unabhängigen Begutachtung an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen. 3. Es sei die Beschwerdegegnerin zu verpflichten, die der Beschwerdeführerin ent stan- denen Kosten der fachärztlichen Beurteilung des Spitals G. zurückzuerstatten. 4. Es sei die Beschwerdegegnerin sodann zu verpflichten, der Beschwerdeführerin für die Kosten der Rechtsvertretung eine angemessene ausseramtliche Entschädigung zu ent - richten. b) der Vorinstanz: Es sei die Beschwerde vom 5. September 2019 abzuweisen. c) der Beigeladenen: Die Beschwerde sei insofern gutzuheissen, als die Vorinstanz zu verpflichten sei, auch nach dem 1. Oktober 2017 die gesetzlichen Leistungen nach UVG (insbesondere die Heilkosten) zu erbringen. Seite 3 Sachverhalt A. Die am XX.XX.1956 geborene A. (nachfolgend: Beschwerdeführerin) war über ihre Arbeitgeberin bei der Versicherung B. (nachfolgend: Vorinstanz) obliga torisch gegen die Folgen von Unfällen versichert, als sie gemäss Schadenmeldung UVG (act. 8.1/A1) am 30. März 2017 verunfallte und sich dabei an den Knien, an der Schulter links und an der Hand rechts verletzte. B. Die Vorinstanz kam in der Folge für diverse Heilbehandlungskosten im Zusammenhang mit dem Unfall auf. Am 19. September 2017 erkundigte sich eine Mitarbeiterin der Vorinstanz telefonisch bei der Beschwerdeführerin nach dem aktuellen Stand. Diese berichtete, es gehe ihr gut, sowohl die Physiotherapie als auch beim Arzt sei die Behandlung im Moment abgeschlossen, aber sie wisse nicht, ob später eine OP stattfinden werde (act. 8. 1/A7). Am 7. März 2018 mel dete die Beschwerdeführerin sich erneut telefonisch bei der Vorinstanz und berichtete, sie leide noch immer unter Schmerzen am Handgelenk. Eine Kortison - spritze habe nichts genützt, es werde höchstwahrscheinlich eine OP geben (act. 8.1/A8). C. Mit Schreiben vom 25. Mai 2018 teilte die Vorinstanz der Beschwerdeführerin mit, sie habe die Unterlagen dem medizinischen Dienst vorgelegt und dieser sei zum Schluss gelangt, dass die Be schwerden nicht mehr mit der gesetzlich festgeleg ten überwiegenden Wahrscheinlichkeit im Zusammenhang mit dem Unfallereignis stünden. Aufgrund die ser Beurteilung bestehe ab dem 1. Oktober 2017 kein Anspruch mehr auf Leistungen aus der obligatorischen Un fallversicherung (act. 8.1/A9). Diese Auffa ssung bestätigte die Vorinstanz mit Ver fügung vom 7. August 2018 und hielt erneut fest, der medizinische Dienst könne keinen Zu sammenhang zwischen den Beschwerden und dem Unfallereignis erkennen, weshalb die Leis tungen aus der obligatorischen Unfal lversicherung per 30. September 2017 ein gestellt würden (act. 8.1/A14). Gegen diese Verfügung erhob die Beschwerdeführerin mit Schreiben vom 5. September 2018 persönlich (act. 8.1/A18) und am 14. Septem ber 2018 aus führlicher begründet durch ihren d amaligen Rechtsvertreter Einsprache (act. 8.1/A22) und beantragte die Übernahme der gesetzlichen Leistungen durch den Unfallver sicherer auch für die Zeit ab Oktober 2017. In der Folge tätigte die Vorinstanz zunächst wei tere Abklärungen und erliess sch liesslich am 15. Juli 2019 einen ausführlich begründeten abweisenden Einspracheentscheid (act. 8.1/A34). Darin hielt die Vorinstanz fest, sie habe den Fall, nach dem die Behandlung nach dem 7. August 2017 nicht fortgesetzt worden sei, bereits damals formlos abschliessen dürfen. Für die ab Februar 2018 geltend gemachten Beschwer den liege eine Rückfall - bzw. Spätfolge -Seite 4 konstellation vor, weshalb es nun an der Be schwerdeführerin liege, das Vor liegen eines Kausalzusammenhangs zwischen den Beschwe rden und dem Un fall nach zuweisen. Aus medizinischer Sicht sei eine Kausa lität zwischen den durch die Rhiz arthrose verursachten Beschwerden und dem Unfall höchs tens möglich, was für die Be gründung einer Leistungspflicht des obliga torischen Unfall versicherers nicht ge nüge. Auf weitere Abklärungen könne in antizipierter Beweiswürdigung verzichtet werden. D. Gegen diesen leistungsabweisenden Einspracheentscheid richtet sich die am 5. September 2019 von der Beschwerdeführerin erhobene Beschwerde ans Obergericht mit den eingangs erwähnten Anträgen (act. 1). Mit Vernehmlassung vom 15. Oktober 2019 (act. 4) bean- tragte der zum Verfahren beigeladene Krankenversicherer die Gutheissung dieser Beschwerde, während die Vorinstanz innert erstreckter Frist am 12. Dezember 2019 eine Vernehmlassung mit dem Antrag auf Abweisung der Beschwerde einreichte (act. 7). Keine der be teiligten Parteien verlangte die Durchführung einer mündlichen Verhandlung. Die Beschwerdeführerin verzichtete a uf die Einreichung einer Replik. Aufgrund der Corona - Pandemie wurde beim Obergericht im ersten Halbjahr von Beratungen vor Ort weitgehend abgesehen. Als nach vorübergehender Wiederaufnahme des ordentlichen Verhandlungs - betriebs nach dem Sommer infolge de r weiteren Entwicklung der Pandemie die zur Beratung des vorliegenden Verfahrens angesetzte Sitzung kurzfristig wieder abgesagt werden musste, fällten die Richter einstimmig das vorliegende Zirkular-Urteil. E. Auf weitere Einzelheiten im Sachverhalt und in den vorinstanzlichen Akten sowie die Vorbringen der Parteien in den Rechtsschriften wird, soweit entscheidrelevant, in den nachfolgenden Erwägungen näher eingegangen. Erwägungen 1. Formelles 1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversicherungsrecht ergangen. Zuständig für die Beurteilung von sozialversicherungsrechtlichen Streitigkeiten ist gemäss Art. 58 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungs - rechts (ATSG, SR 830.1) das Versicherungsgeri cht desjenigen Kantons, in dem die ver -Seite 5 sicherte Per son zur Zeit der Beschwerdeerhebung Wohnsitz hat. Da die Beschwerde - führerin in XX AR wohnt, ist die örtliche Zuständigkeit in Appenzell Ausserrhoden gegeben. 1.2 Gemäss Art. 57 ATSG i.V.m. Art. 28 Abs. 1 lit. b Justizgesetz (JG, bGS 145.31) be urteilt das Obergericht als kantonales Versicherungsgericht Beschwerden aus dem Be reich der So zialversicherungen. Das Gesamtgericht hat Be schwerden in Sozial versiche- rungssachen mit medizinischen Fra gestellungen der 3. Ab teilung zur Be urteilung zugewiesen (so pub liziert im aktuellen Staats kalender des Kantons Appen zell Aus - serrhoden [https:// staatskalender.ar.ch/organizations/pdf], Ziff. 2.6.1.2), weshalb diese zur Beurteilung der vorliegenden Beschwerdesache zuständig ist. 1.3 Die von Amtes wegen vorzunehmende Prüfung der weiteren Prozessvoraussetzungen ergibt, dass diese sowohl hinsichtlich der Beschwerdeberechtigung auf Seiten der Beschwerdeführerin als auch hinsichtlich der Form - und Fristerfordernisse mit Bezug auf die Beschwerdeschrift erfüllt sind (insbesondere Art. 1 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung [UVG, SR 832.20] i.V.m. Art. 59, Art. 60 Abs. 1 und Art. 61 lit. b ATSG). 1.4 Auf die Beschwerde ist somit einzutreten. 1.5 Gestützt auf Art. 2 der Verordnung über COVID -19-Massnahmen: Gerichte (bGS 113.2) kann das Obergericht zur Bewältigung der aktuell ausserordentlichen Lage in allen Fällen auf dem Zirkularweg entscheiden, wenn das Ge setz keine Verhand lung vorschreibt . Da vorliegend keine Durchführung einer Verhandlung vorgeschrieben ist und die Parteien auf die Durchführung einer solchen verzichteten, hat das Obergericht den vorliegenden Entscheid im Zirkularverfahren gefällt. 2. Materielles 2.1 Gegenstand der Unfallversicherung sind Versicherungsleistungen bei Berufsunfällen, Nichtberufsunfällen und Berufskrankheiten (Art. 6 Abs. 1 UVG). Zwischen den Parteien ist unbestritten, dass die Beschwerdeführerin am 30. März 2017, als sie infolge eine r Kollision mit einem Lieferwagen mit ihrem Roller stürzte, ei nen Unfall erlitt. Die Vorinstanz richtete der Be schwerdeführerin als deren Unfall versicherer zunächst auch Versicherungs -Seite 6 leistungen aus, stellte diese aber mit Verfügung vom 7. August 201 8 schliesslich rückwirkend per 30. September 2017 ein, wobei auf die Rückforderung der bisher erbrachten Leistungen ver zichtet wurde. Streitig und zu prüfen ist im vorliegenden Beschwerdeverfahren, ob die Vorinstanz zu dieser Leistungseinstellung berechtigt war oder nicht. Zur Diskussion steht dabei namentlich der Kau salzusammenhang zwischen dem Unfallereignis vom 30. März 2017 und den ab Oktober 2017 weiterhin bestehenden Beschwerden. a. Die Leistungspflicht eines Unfallversicherers gemäss UVG s etzt zunächst das Bestehen eines na türlichen Kausalzusammenhangs zwi schen dem Unfallereignis und dem einge - tretenen Schaden (Krankheit, Invalidität, Tod) vo raus. Ursachen im Sinne des natürlichen Kausalzusammenhangs sind alle Umstände, ohne deren Vo rhandensein der eingetretene Erfolg nicht als eingetreten oder nicht als in der gleichen Weise bzw. nicht zur gleichen Zeit eingetreten gedacht werden kann. Entsprechend dieser Umschreibung ist für die Bejahung des natürlichen Kausalzusammenhangs nicht erforderlich, dass ein Unfall die alleinige oder unmittelbare Ursache gesundheitlicher Stö rungen ist; es genügt, dass das schä digende Ereignis zusammen mit anderen Be dingungen die kör perliche oder geistige Integrität der versicherten Person beeinträchtigt hat, der Unfall mit anderen Worten nicht weg gedacht werden kann, ohne dass auch die ein getretene gesund heitliche Störung ent fiele. Die Leistungspflicht des obligatorischen Unfallversicherers erstreckt sich auch auf mit telbare bzw. in direkte Unfallfolgen (vgl. an stelle vieler: Urteil des Bun desgerichts 8C_558/2019 vom 19. September 2019 E. 3 m.w.H.). b. Der Unfallversicherer haftet für einen Gesundheitsschaden nur insoweit, als dieser nicht nur in einem na türlichen, sondern auch in einem adäquaten Kausalzusammenhang zum versicherten Ereignis steht. Bei organisch objektiv aus gewiesenen Unfallfolgen deckt sich die adä quate weit gehend mit der natürlichen Kau salität, so dass in solchen Fällen die Adäquanz als rechtliche Eingrenzung der sich aus dem na türlichen Kausalzusammenhang ergebenden Haf tung des Unfallversicherers prak tisch keine Rolle spielt (Urteil des Bundesgerichts 8C_786/2019 vom 20. Februar 2020 E. 3.1, namentlich mit Hin weis auf BGE 129 V 177). 2.2 Im angefochtenen Einspracheentscheid hielt die Vorinstanz unter Ziff. 4.1.3 fest, sie habe im Einklang mit der geltenden Rechtsprechung gestützt auf die medizinischen Unterlagen, namentlich den Bericht von Dr. D. vom 7. August 2017 (act. 8 .2/M5), im konkreten Fall davon ausgehen dürfen, dass bereits am 7. August 2017 ein formloser Fallabschluss möglich gewesen sei. Bereits ab dem 7. August 2017 habe somit kein Leistungsanspruch Seite 7 aus der obligatorischen Unfallversicherung mehr bestanden. Soll te sich die Situation seit Fallabschluss verändert haben, hätte die Beschwerdeführerin allenfalls von der Möglichkeit der Wiederanmeldung - mit der Folge, dass sie diesfalls aber den Beweis für den Kausal - zusammenhang zwischen den erneuten Beschwerden und dem Unfallereignis zu erbringen hätte - Gebrauch machen können. Zu dieser Argumentation ist vorweg folgendes anzumerken: a. Die Vorinstanz hat am 7. August 2018 ausdrücklich eine Leistungseinstellung per 30. Sep- tember 2017 verfügt. In Ziff. 2 des Dispositivs der Verfügung hat die Vorinstanz zudem festgehalten, dass sie auf eine Rückforderung bisher erbrachter Leistungen verzichte. Mit Einspracheentscheid vom 15. Juli 2019 wurde diese Verfügung bestätigt. Die vorliegende Beschwerde richtet sich gegen den Einspracheentscheid vom 15. Juli 2019. Unter diesen Umständen ist die Vorinstanz nach Treu und Glauben auf die explizit verfügte Leistungs - einstellung per Ende September 2017 zu behaften, nach dem sie auch im Rahmen des vorliegenden Beschwerdeverfahrens (lediglich) die Ab weisung der Beschwerde beantragte und damit materiell gesehen an der ursprünglich ver fügten Leistungseinstellung per Ende September 2017 festhält (und notabene nicht etwa den konkreten An trag stellte, die Leistungspflicht sei neu auf die Zeit bis zum 7. August 2017 zu be schränken; ebensowenig hat die Vorinstanz von der Möglichkeit Gebrauch gemacht, mittels Verfügung pendente lite im Sinn von Art. 53 Abs. 3 ATSG auf die ursprüngliche Ver fügung vom 7. August 2 018 zurückzukommen und allenfalls ein neues Fallabschlussdatum zu ver fügen [was allerdings ohnehin nicht mög lich gewesen wäre ohne Einverständnis der Beschwerdeführerin; diesfalls wäre die neue Verfügung aber als entsprechender Antrag im vor liegenden Gerichtsverfahren zu be rücksichtigen ge wesen, vgl. dazu auch BARBARA KOBEL, in: Zünd/Pfiffner Rauber, Gesetz über das So zialversicherungsgericht des Kantons Zürich, 2. Aufl. 2009, N 9 zu § 19 ; Urteil des Bundesgerichts 8C_1036/2012 vom 21. Mai 2013 E. 3.3]). b. Da das Anfechtungsobjekt im vorliegenden Beschwerdeverfahren der Einspracheentscheid vom 15. Juli 2019 ist, beschränkt sich der zu beur teilende Streitgegenstand somit inhaltlich auf die Fra ge, ob die mit Verfügung vom 7. Au gust 2018 vor genommene Leis tungsein- stellung per Ende September 2017 zulässig war oder nicht. Nicht zu prüfen ist dagegen, ob ein Fallabschluss allenfalls bereits früher möglich gewesen wäre. c. Insoweit die Vorinstanz geltend macht, die wieder aufgetr etenen Beschwerden seien höchstens als Rückfall zu prüfen, was in beweisrechtlicher Hinsicht zu Lasten der Beschwerdeführerin gehe, so ist zudem folgendes in Erwägung zu ziehen: Seite 8  Tatsächlich gab die Beschwerdeführerin bei der telefonischen Nachfrage d er Vorinstanz am 19. September 2017 (act. 8.1/A7) an, die Behandlung sei abgeschlossen und es gehe ihr gut. Sie wisse aber nicht, ob spä ter noch eine Operation stattfinden werde. Auch Dr. D. hatte am 7. August 2017 „abschliessend“ über die Beschwerdeführerin berichtet, diese habe „vorerst“ gut angesprochen auf die Kortison -Infiltration und könne ihrer Arbeit wieder problemlos nachgehen. Sie werde daher „vorerst“ den Fall abschlies- sen, wies aber bereits darauf hin, dass mitte lfristig allenfalls weitere Infiltrationen bzw. längerfristig auch eine Operation in Betracht zu ziehen sei (act. 8.2/M5). Dieser Sach - verhaltsablauf zeigt, dass so mit sowohl die be handelnde Ärztin als auch die Beschwerdeführerin überein stimmend d arauf hin gewiesen hatten, dass zwar vorerst keine Be schwerden mehr be standen - was angesichts der statt gefundenen Infiltration auch nachvollziehbar erscheint -, es aber vom weiteren Ver lauf abhängen würde, ob künftig noch weitere medizinische Massnahmen angezeigt sein würden.  Zwischen der Sprechstunde vom 7. August 2017 bis zur Wiedervorstellung bei Dr. D. am 2. Februar 2018 verging rund ein halbes Jahr, offenbar ohne dass wei tere medizinische Behandlungen erfolgten. Dass die Vorinstanz nicht bereits in dieser Zwi schenzeit den Fallabschluss schriftlich verfügte, spielt an sich keine Rolle: Der Fallabschluss hat zwar grundsätzlich in Form einer Verfügung zu erfolgen, wenn und solange die wei tere Erbringung von erheb lichen Leistunge n zur Diskussion steht; allerdings kann der Unfallversicherer mit einer formellen Verfügung durchaus auch erst einmal zuwarten und die Ent wicklung be obachten, bevor er verfügt (vgl. BGE 132 V 412 E. 4 in fine). Im vorliegenden Fall war der Vorinstan z im Verfügungszeitpunkt schliesslich bereits bekannt, dass wei tere Behandlungen notwendig geworden waren; in Kenntnis dessen setzte sie den Fall abschluss rückwirkend per Ende September 2017 fest und begründete dies damit, dass kein Zusammenhang zwisc hen den nach Ende September 2017 wieder vorhandenen Beschwerden und dem Unfallereignis mehr bestehe.  Für die Verteilung der Beweis last im vorliegenden Verfahren bedeutet dies folgendes: Während bei der Frage, ob ein Kausalzusammenhang überhaupt j emals gegeben ist, die ver sicherte Person beweis belastet ist, trägt die Be weislast für einen behaupteten Wegfall der Kausalität aufgrund des Er reichens des Status quo sine (oder allenfalls des Status quo ante) der Unfallversicherer. Da die Beur teilung der Zulässigkeit der Leistungseinstellung per Ende September 2017 in Frage steht, bedeutet dies, dass im vorliegenden Verfahren in erster Linie die Vorinstanz beweis belastet ist, da es zunächst um die Überprüfung des von der Vorinstanz vorgeno mmenen Fallabschlusses per Ende September 2017 geht. Erst wenn sich erweisen würde, dass dieser Fallabschluss zulässig gewesen war, so würde sich - in einem zweiten Schritt - die Frage nach einem Seite 9 Rückfall bzw. nach Spätfolgen stellen. Nur in diesem Fal l wäre dann die Beschwerde - führerin be weisbelastet für den Kausalzusammenhang zwischen solchen Rückfallbe - schwerden und dem Unfallereignis. Sollte sich hingegen ergeben, dass der von der Vorinstanz per Ende Sep tember 2017 vorgenommene Fallabschluss gar nicht zulässig war, so stellte sich automatisch die Frage, ob gestützt auf die vorhandenen Unterlagen bereits beurteilt wer den könnte, per wann ein Fallabschluss allenfalls zwischenzeitlich zulässig gewesen wäre oder ob auch in der Zwischenzeit noch gar kein Fallabschluss hätte vorgenommen werden können. Bezüglich des Zeitpunkts des Fallabschlusses wäre diesfalls (weiterhin) der Unfallversicherer beweisbelastet. Erst ab dem Zeitpunkt, in dem ein Fallabschluss möglich war, wäre es dann wiederum an der versicherten Person, mit überwiegender Wahr scheinlichkeit den Kausalzusammenhang von erst danach aufgetretenen Beschwerden zum Unfallereignis darzulegen.  Allerdings tragen die Parteien im Sozialversicherungsrecht in der Regel eine Be weislast ohnehin nur insofern, als im Falle der Beweislosigkeit der Entscheid zu Ungunsten jener Partei ausfällt, die aus dem un bewiesen gebliebenen Sach verhalt Rechte ab leiten wollte. Diese Beweisregel greift aber erst Platz, wenn es sich als unmög lich erweist, im Rahmen des Untersu chungsgrundsatzes auf grund einer Beweis würdigung einen Sachverhalt zu er mitteln, der zumindest die Wahr scheinlichkeit für sich hat, der Wirk - lichkeit zu ent sprechen (Urteil des Bundesgerichts 8C_623/2019 vom 21. Januar 2020 E. 2.1.2 m.w.H.). Bevor sich also überhaupt die Frage der Beweislast stellt, ist der Sachverhalt im Rahmen des Untersuchungsgrundsatzes richtig und vollständig zu klären (Urteile des Bundesgerichts 8C_488/2017 vom 27. November 2017 E. 3.1; 8C_777/2015 vom 22. März 2016 E. 2.2 und 8C_476/2011 vom 5. Dezember 2011 E. 6.3; je m.w.H.). 2.3 Aus den vorliegenden Akten ergibt sich folgender Sachverhalt: a. Die Beschwerdeführerin war mit ihrem Motorrad unterwegs, als sie am 30. März 2017 mit einem V W-Lieferwagen, dessen Fahrer sie bei der Einfahrt in einen Kreisel übersehen hatte, kollidierte und in der Folge auf die linke Seite stürzte (act. 2/4). Sie wurde unmittelbar nach dem Un fall im Spital E. erstversorgt. Die Ärzte diagnostizierten eine Kon tusion und Exkoriation der Knie beid seits, eine Kontusion MCP II rechts und Daumen rechts mit aktivierter Rhiz arthrose sowie eine Dis torsion der Schulter links (act. 2/5). Während die Knieverletzungen im Anschluss offenbar problemlos wie der verheilten, erfolgten sowohl im Zusammenhang mit der verletzten Hand als auch mit der ver letzten Schul ter zunächst weitere Arztbesuche. Seite 10 b. Dr. F. , orthopädischer Chirurge FMH, diag nostizierte bezüglich der Schulter einen beim Unfall erlittenen par tiellen Rotatorenmanschetten -Riss und berichtete schliesslich, nach Physiotherapie sei die Beschwerdeführerin dies bezüglich „fast völlig beschwer defrei“ geworden. Gemäss Bericht vom 28. Juni 2017 schloss er die Behandlung nach güns tigem Verlauf ab (a ct. 8.2/M3). Nachdem die Vorinstanz ihre Leistungspflicht noch bis Ende September 2017 anerkannte, kann somit davon ausgegangen werden, dass sie für die Kosten der Schul terbehandlung bis zum Behandlungsabschluss durch Dr. F. Ende Juni 2017 aufgekommen ist. Die Beschwerdeführerin gab in der Beschwerdeschrift ausdrücklich an, sowohl bezüglich Schulter- als auch Kniebeschwerden habe sich inzwischen Beschwer- defreiheit eingestellt (Beschwer de, S. 4, Ziff. 1.2), so dass grund -sätzlich da von auszugehen ist, dass seit dem Behandlungsabschluss per Ende Juni 2017 durch Dr. F. keine Schulterbeschwerden mit möglichem Bezug zum Unfallereignis mehr in Frage stehen (siehe dazu allerdings nachfolgend, E. 2.8b). c. Hingegen persistierten die Schmerzen in der verletzten Hand von Beginn weg. In sach ver- haltsmässiger Hinsicht sind im Zusammenhang mit den Handbeschwerden insbesondere folgende Unterlagen von Bedeutung: Im ra diologischen Befundbericht (act. 8.2/M14) vom Unfalltag war bezüglich der Ha ndverletzung Fol gendes angeführt worden: „Verdacht auf feine corticale Absprengung ulnar am Os ha matum, nur abgrenzbar in der anteropo - sterioren Projektion. Ansonsten keine knöcherne Verletzung. Degenerative Veränderungen am Daumengrundgelenk. Ansonsten altersentsprechend normal.“ Am 10. April 2017 fand im Spital G. eine Nachkontrolle statt bei Dr. D., FMH Hand chirurgie (act. 8.2/M1). Dr. D. stellte eine anhaltende Schwellung im Be reich des Daumensattelgelenks fest und diagnos- tizierte eine nicht dislozierte, extraartikuläre Metacarpale I-Basisfraktur (Winterstein-Fraktur) Daumen rechts sowie Rhizarthrose rechts Stadium Eaton -Litter III. Zu den bereits im Spital E. erstellten Röntgenbildern hielt sie fest: „Im Bereich der Basis von Meta carpale I lässt sich extra artikulär eine Frak turlinie vermuten. Rhiz arthrose bei Subluxationsstellung, Gelenksspaltverschmälerung und grös seren osteo phytären Randanbauten Daumen sattel- gelenk.“ Bezüglich der beim Unter such neu angefertigten Röntgen bilder führte sie aus: „Auch hier kommt die mögliche Fissur wie der zur Dar stellung. Keinerlei Dislokation oder Fehlstellung.“ Die ebenfalls durchgeführte Computertomographie der Hand rechts führte zu folgendem Befund: „Nicht dis lozierte, ex traartikuläre Ba sisfraktur von Os metacarpale I ohne Dislokation. Kein Hinweis für intraartikuläre Komponente.“ Die betroffene Hand wurde in der Folge konservativ mittels Gips ruhiggestellt und eine nächste Verlaufskontrolle in 4 1/2 Wochen vorgesehen. Dort berichtete die Beschwerdeführerin, dass sie im Gips immer noch leichte Schmer zen im Be reich des Dau mensattelgelenks verspüre. Nach der Gips entfer- nung zeigte sich eine deut liche Ein schränkung der Beweglichkeit des rech ten Daumens. Dr. D. ging gestützt auf den ak tuellen Röntgen befund von einer zuneh menden Konso li-Seite 11 dation der Fraktur aus und ord nete zu nächst Ergotherapie zum ge zielten Kraftaufbau an (act. 8.2/M2). Bei der weiteren Verlaufskontrolle vom 10. Juli 2017 (act. 8.2/M4) stellte sich heraus, dass die regel mässigen Ergotherapiesitzungen zu keiner we sentlichen Besserung geführt hatten. Erst die schliesslich vor genommene Infiltration des Dau mensattelgelenks führte zunächst zu einem Ab klingen der Schmerzen. Im Bericht vom 7. Au gust 2017 (act. 8.2/M5) berichtete Dr. D. zum weiteren Verlauf, mittlerweile komme es nur noch bei grösse- ren Belastungen zu leichten Be schwerden und hielt fest: „Wir wer den vor erst den Fall abschliessen. Sollten im Ver lauf wie der vermehrt Beschwerden auf treten, ist selbst ver- ständlich jeder Zeit eine Wieder vorstellung möglich. Die Kortison -Infiltration könnte nach einigen Mo naten wiederholt wer den. Lä ngerfristig müsste eine Resektions -Interpositions- Suspensionsarthroplastik diskutiert werden.“ Am 2. Februar 2018 (act. 8.2/ M7) wurde die Beschwerdeführerin erneut bei Dr. D. vorstellig und berichtete, die Kortison-Infiltration habe nur rund z wei Monate lang eine Bes serung der Beschwerden im rech ten Dau mensattel- gelenk bewirkt. Dr. D. riet unter diesen Umständen von ei ner weiteren Infiltration ab und hielt fest, konservativ könne sie der Patientin nicht mehr viel bieten; als nächster S chritt wäre eine Trapezektomie mit Suspensions -Interpositions-Arthroplastik in Erwägung zu ziehen, wo zu die Patientin aber noch nicht bereit sei. Im Sprechstunden bericht vom 30. April 2018 (act. 8.2/M8) be richtete Dr. D. von zu nehmenden Schmerzen i m rechten Daumensattelgelenk. Bei aus geschöpfter kon servativer The rapie habe sich die Pa tientin nun de finitiv für die vorge schlagene Ope ration entschieden. Am 3. Mai 2018 wur de die Vorinstanz um Kosten gutsprache für die ge plante Opera tion ersucht (act. 8.2/M9), was abgelehnt wurde (act. 8.1/A9). Die Ope ration wur de am 18. Mai 2018 durch geführt (act. 8.1/M22). Dr. D. ersuchte die Vorinstanz mit Brief vom 12. Juni 2018 (act. 8.1/M11) um Reevaluation des Falles. Die Beschwerdeführerin sei vor dem Ereignis vom 30. März 2017 völlig beschwerdefrei gewesen; es sei erst durch die beim Sturz erfolgte Basisfraktur von Os metacarpale I zu einer rich tungsweisenden Verschlechterung gekommen, weshalb sie der Meinung sei, die Kosten für die Operation seien von der Unfallversicherung zu überneh- men. In der fachärztlichen Beurteilung vom 26. August 2019 (act. 2/19) nahm Dr. D. schliesslich zu Handen der Beschwerdeführerin er neut vertieft Stellung zur Frage des Zusammenhangs zwischen dem Unfallereignis und den Beschwerden an der rechten Hand. Sie be stätigte, dass schon vor dem Unfall eine mo derate Rhizarthrose bestanden habe. Beim Unfall habe die Beschwerdeführerin - nebst einer sog. Wintersteinfraktur - eine Dis- torsionsverletzung des rechten Daumens mit Quetschung bzw. Überdehnung des Daumen- sattelgelenks und dessen Kapselband apparates erlitten. Diese Verletzung sei geeignet gewesen, die Rhizarthrose zu aktivieren. Die Mehr zahl der Arthrosen an den Fingerge - lenken sei asymp tomatisch. Durch eine zusätz liche Traumatisierung des Gelenkknorpels und des Kap selbandapparats werde eine bislang stum me Arthrose plötzlich akut schmerzhaft (traumatisierte Arthrose). Dr. D. beantwortete die Frage, ob die Beschwerden / Seite 12 Operation auch ohne den Unfall vom 30. März 2017 nötig ge worden wäre, wie folgt: „Wahrscheinlich nicht. Ob die Rhizarthrose zu einem späteren Zeit punkt symptomatisch geworden wäre, bleibt spekulativ. Wenn, dann erst zu einem deut lich späteren Zeitpunkt . Zumal, wie er wähnt, die Rhizart hrose bis zum Unfall keinerlei Beschwerden und Einschränkungen bewirkt hatte.“ 2.4 Die Vorinstanz begründete die per Ende September 2017 vorgenommene Leistungs ein- stellung namentlich gestützt auf die bei ihren Vertrauensärzten eingeholten Stellung - nahmen. Für die Fest stellung natürlicher Kausalzusammenhänge im Bereich der Medizin sind Ver waltung und das Gericht auf dies bezügliche Angaben ärztlicher Experten angewiesen. Berichten und Gutachten versicherun gsinterner Ärztinnen und Ärzten kommt nach der Recht sprechung Beweiswert zu, sofern sie als schlüssig er scheinen, nachvollziehbar be gründet sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihre Zu verlässigkeit bestehen ( BGE 125 V 351 E. 3b /ee). Auch wenn den Berichten versicherungsinterner medizinischer Fach personen mithin grund sätzlich Beweiswert zuerkannt wird, so ist doch zu betonen, dass ihnen praxisgemäss nicht dieselbe Beweiskraft wie einem ge richtlichen oder einem im Ver fahren nach Art. 44 ATSG vom Versicherungsträger in Auftrag gege benen Gutachten zu zubilligen ist. Soll ein Versicherungsfall ohne Einholung eines externen Gutachtens entschieden werden, so sind an die Beweiswürdigung strenge Anfor derungen zu stellen . Be stehen auch nur geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüs sigkeit der versiche rungsinternen ärztlichen Feststellungen, so sind ergänzende Ab klärungen vorzu nehmen (BGE 135 V 465 E. 4.4; Urteil des Bundesgerichts 8C_620/2015 vom 24. März 2016 E. 3.4 m.w.H.). Anspruch auf ein unabhängiges Gutachten besteht damit recht sprechungsgemäss, wenn die Abklärungsergebnisse aus dem Verwaltungs verfahren in rechtserheblichen Punk ten nicht ausreichend beweiswertig sind (vgl. BGE 137 V 210 E. 4.4.1.5). 2.5 Die Vorinstanz legte das Dossier zunächst Dr. H. zur versicherungsinternen medizinischen Beurteilung vor. Dieser nahm in ei nem Kurzbericht vom 24. Mai 2018 (act. 8.2/M10) Stellung zur Frage, ob die damals von der Be schwerdeführerin geklagten Handbeschwer- den noch kausal auf das Unfallereignis vom 30. März 2017 zurückzuführen seien oder nicht. Er verneinte dies mit der Begründung, bei der Be schwerdeführerin würde eine degenerative Erkrankung des Daumengrund gelenks vor liegen. Die R hizarthrose sei als Vorzustand nicht unfallbedingt und bereits in den Erst akten gut dokumentiert. Die beim Unfall erlittene Fraktur sei in der Zwischenzeit ab geheilt. Die ge plante Arthroplastik des Daumengrundgelenks sei Folge der krankheitsbe dingten Arth rose. Es sei davon Seite 13 auszugehen, dass sich der Zustand durch den Unfall vo rübergehend verschlechtert habe, der Zustand quo sine sollte aber sechs Monate nach dem Un fall wieder erreicht worden sein. a. Die Beschwerdeführerin macht geltend, diese Kausalitätsbeurteilung durch Dr. H. sei zum Vornherein nicht überzeugend, weil Dr. H. als Facharzt FMH für Innere Medizin, spez. Geriatrie, gar nicht kompetent sei, eine rein handchirurgische Gesundheitsstörung zu be ur- teilen. Ohnehin bleibe aber di e Leistungspflicht des Unfallversicherers gemäss Rechtspre - chung auch dann bestehen, wenn der be treffende Schaden auch ohne das versicherte Ereignis früher oder später wohl eingetreten wä re, der Unfall aber hinsichtlich des Zeit - punkts des Schadeneintritts eine unerlässliche Bedingung darstellte. Es genüge konkret zur Begründung der Leistungspflicht der Vor instanz, dass die Operation wegen des Unfalls früher notwendig geworden sei, als dies ansonsten der Fall gewesen wäre. b. Dr. H. ging gestützt auf das ihm vorliegende Kostengutsprachegesuch (act. 8.2/M9) da von aus, die geplante Operation sei eine „Folge der krankheitsbedingten Arthrose .“ Auf dem Kostengutspracheformular war weder das Feld „Unfall“ noch „Krankheit“ angekreuzt worden; dass Dr. H . angesichts der angegebenen Diagnose einer Rhizarthrose grund - sätzlich auf ein Krankheitsgeschehen schloss, erscheint zunächst nach vollziehbar. Als Dr. H. seine Einschätzung abgab, lag ihm nämlich der Brief von Dr. D. vom 12. Juni 2018 (act. 8.2/7M11) noch nicht vor. Erst in diesem Schreiben teilte die Behand lerin der Vor instanz ausdrücklich mit, aus ihrer Sicht sei es durch den Un fall zu einer richtungs weisenden Verschlechterung gekommen, weshalb sie - sinngemäss - den Kausalzu sammenhang zwischen dem Unfall und den weiterhin nötigen Behandlungen nach Ende September 2017 klar als gegeben ansehe. Angesichts dieser konkreten Stellung nahme der be handelnden Fachärztin vermag die von Dr. H. abgegebene Kurzeinschätzung so oder so nicht mehr zu genügen, um allein ge stützt darauf eine Leis tungspflicht der Vor instanz ab Oktober 2017 definitiv auszu schliessen. Für eine ab schliessende Be urteilung bedarf es vielmehr einer konkreten, schlüssigen Stellungnahme dazu, wes halb von der klar ge äusserten Meinung der be handelnden Ärztin, die den Kausalzusam menhang der weiterhin Behandlungen erfordernden Beschwerden zum Unfallereignis bejaht, ab gewichen wird. Damit kann aber an dieser Stelle auch offengelassen werden, ob und falls ja, inwie weit die Rüge der Beschwerdeführerin zutrifft, wonach Dr. H. als Facharzt für innere Medizin, Spez. Geriatrie, ohnehin zum Vornherein nicht fachkompetent ge wesen sein soll, eine verlässliche Beurteilung abzugeben. 2.6 Dass die Stellungnahme von Dr. H. zur abschliessenden Beurteilung der Leistungs pflicht noch nicht genügte, erkannte im weiteren Verlauf wohl auch die Vorin stanz und holte Seite 14 deshalb eine zweite ver trauensärztliche Stellungnahme bei Dr. I., Facharzt Chirurgie, ein. Dr. I., dem nun a uch der Be richt von Dr. D. vom 12. Juni 2018 (act. 8.2/M11) so wie auch das im üb rigen kom plettierte und aktualisierte medizinische Dossier (act. 8.2/M12 ff.) vorgelegt wurde, kam in sei nem Bericht vom 1. Juli 2019 (act. 8.2/M25) zum Schluss, bezüglich der Handverletzung sei bereits am 7. August 2017, dem Datum, an welchem Dr. D. die Beschwerdefreiheit festgestellt habe, der status quo sine wie der erreicht ge wesen. Die von der Hand chirurgin er wähnte Aktivierung der Rhizarthrose könne nicht nach- vollzogen werden; im Daumen sattelgelenk hätten sich nach dem Unfall keiner lei Verletz- ungen gezeigt, insbesondere nicht im Bereich des Kapsel-Bandapparats. Für die Annahme einer richtungsgebenden Verschlim merung der Rhiz arthrose durch den Unfall fehl ten die dafür nötigen Begleitverletzungen. Es könne allenfalls eine leichte Stauchung des Dau - mensattelgelenks angenommen werden, die se sei jedoch spätestens im August 2017 abgeheilt gewesen. Hierzu ist folgendes in Erwägung zu ziehen: a. Die Argumentation der Vorinstanz in der Vernehmlassung, wonach sich nicht belegen lassen soll, dass der Unfall zu einer Quetschung geführt und statt dessen lediglich eine vorübergehende Stauchung vorgelegen haben soll (vgl. Vernehm lassung, S. 9, Ziff. 2.2.2), stützt sich offensichtlich auf die Stellungnahme von Dr. I.. Dieser ging ausdrücklich davon aus, im Daumensattelgelenk hät ten sich keine Ver letzungen gezeigt (act. 8.2./M 25: „Im Daumensattelgelenk zeig ten sich keinerlei Verletzungen, insb esondere nicht im Bereich des Kapsel -Bandapparats“). Seine Schlussfolgerung, wonach ge rade deshalb keine richtungsgebende Verschlimmerung der Rhizarthrose anzunehmen sei (vgl. act. 8.2/M25: [...], es han delt sich jedoch nicht mit dem geforderten Be weisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit um eine richtungs gebende Verschlimmerung der Rhizarthrose. Hierfür fehlen Begleitverletzungen wie oben be schrieben.“), kann aus folgenden Gründen jedoch nicht ohne weiteres nachvollzogen werden: b. Seine Annahme steht nämlich nicht nur im Wider spruch zur ausdrücklichen Angabe der behandelnden Fachärztin, wonach die Beschwer deführerin beim Unfall sehr wohl Verletzungen im Daumen sattelgelenk, näm lich konkret eine Über dehnung des Daumen - sattelgelenks und des sen Kapsel bandapparats, erlitten habe, son dern es fällt auch auf, dass bereits die Ärzte im Spital E. bei der Erstversorgung der Be schwerdeführerin nach dem Unfall nicht nur eine Stauchung, sondern ausdrücklich eine Quetschung d er Hand diagnostiziert hatten ( „Kontusion MCP II Hand rechts und Daumen rechts mit aktivierter Rhizarthrose“, siehe act. 2/5, Diagnosen). Gemäss Dr. D. - welche die Beschwerde-führerin immerhin mehrfach persönlich untersucht hat und sich dadurch ein konkretes Bild von der Seite 15 Situation machen konnte, was auf Dr. I. nicht zutrifft - hat diese Quetschung der Hand zu einer Überdehnung des Daumensattelgelenks und des sen Kap selbandapparats geführt (vgl. act. 5/19). Soweit dies dem Bericht von Dr. I. entnommen werden kann, würde auch er im Falle solcher „Begleitverletzungen“ jedenfalls nicht zum Vornherein ausschlies sen, dass durch den Unfall eine richtungsgebende Verschlim merung der Rhizarthrose ein getreten sein könnte. Da seine Annahme, wona ch die Be schwerdeführerin lediglich eine leichte Stauchung erlitten haben soll, sowohl durch die An gaben der be handelnden Ärztin Dr. D. als auch durch die von den Erstbehandlern im Spital E. gestellten Diagnosen widerlegt wird, bestehen klare Indizie n, die gegen die Zu verlässigkeit und Schlüssigkeit seiner Einschätzung sprechen. c. Bestehen aber auch nur geringe Zwei fel an der Zu verlässigkeit und Schlüs sigkeit der versicherungsinternen ärztlichen Feststel lungen, so sind bereits er gänzende Abklärungen vorzunehmen (Urteil des Bundesgerichts 8C_824/2018 vom 26. März 2019 E. 3.3 m.w.H.). Angesichts dieser strengen Anforderungen an rein versicherungsinterne Berichte führt dies im konkre ten Fall dazu, dass eine abschlies sende Beurte ilung erst nach weiteren unabhängigen medizinischen Abklärungen vorgenommen werden kann. 2.7 Da somit im konkreten Fall letztlich beide vertrauensärztlichen Stellungnahmen nicht für eine ab schliessende Beurteilung des medizinischen Sach verhalts genügen, bleibt zu prüfen, ob im konkreten Fall der Sachverhalt aufgrund der inzwi schen neu vorliegenden Unterlagen bereits genügend geklärt ist, so dass die Beurteilung der Leis tungspflicht der Vorinstanz gestützt darauf bereits abschliessend erfolgen kann oder ob zuerst noch weitere Abklärungen nötig sind. a. Dr. I. vertrat in seinem Bericht die Auffassung, die Behauptung von Dr. D., die Beschwerde- führerin habe vor dem Unfall keinerlei Beschwer den im Bereich ihrer Daumen ge habt, sei angesichts der degenerativen Veränderungen zum Vornherein nicht glaubhaft (act. 8.2 M25 in fine). Aus den vorliegenden medizinischen Unterlagen (siehe insbesondere act. 2/5, act. 8.2/M21) ist zu schliessen, dass bei der Beschwerdeführerin in der rechten Hand jedenfalls gewisse de generative Veränderungen bereits vor dem Unfall vor gelegen haben. Dem stimmt auch Dr. D. zu (vgl. act. 5/19, Antwort auf Frage 1). Allerdings hielt Dr. D. auch fest, die Beschwerdeführerin habe an der rechten Hand (trotzdem) vo r dem Un fall keinerlei Beschwerden gehabt (act. 8.2/M11; act. 8.2/M1; act. 2/5), abgesehen von eventuell leichter Kraftminderung im Ver gleich zu Gegenseite. Dr. I. begründet nicht mit konkreten Argumenten, weshalb er es für ausgeschlossen hält, dass die Beschwerdeführerin vor dem Unfall beschwerdefrei gewesen sein soll. Tatsache ist, dass jedenfalls keine Unterlagen Seite 16 vorliegen, woraus zu schliessen wäre, dass die degenerativen Verän derungen bereits vor dem Unfall zu be handlungsbedürftigen Bes chwerden geführt hätten. Die von Dr. D. erwähnte Kraftminderung ist, nachdem die Beschwerdeführerin offenbar beidhändig ist und zwar rechts schreibt, links aber schneide t - was eher grösseren Kraftauf wand erfordert - nicht zwing end als durch eine de generative Veränderung bedingt aufzu fassen. Mangels gegenteiligen Belegen besteht gestützt auf die vorhandene Aktenlage somit jedenfalls kein konkreter Grund, in Frage zu stellen, dass die Be schwerdeführerin vor dem Unfall tatsächlich keine Beschwerd en in der rechten Hand bzw. am rechten Daumen hatte und diese erst nach dem Unfall auftraten. b. Die Vorinstanz weist in diesem Zusammenhang allerdings zu Recht darauf hin, dass es zur Begründung einer Leis tungspflicht des Unfallversicherers nicht g enügt, wenn diese einzig gestützt auf das Argument „post hoc ergo propter hoc“ erfolgt und somit mit dem alleinigen Umstand begründet würde, dass der Scha den zeitlich nach dem Unfallereignis eingetreten ist (vgl. dazu anstelle vieler: Urteil des Bundes gerichts 8C_158/2020 vom 17. April 2020 E. 3.2 m.w.H.). Da bereits am Un falltag degenerative Ver änderungen in der rechten Hand vorhanden waren, ist es wohl mög lich, wenn nicht gar naheliegend, dass diese de genera- tiven Veränderungen im weiteren ze itlichen Verlauf irgendwann auch ohne den Unfall zu den von der Beschwerde führerin geklagten Be schwerden geführt hätten. Dies wird auch von Dr. D. in der fachärztlichen Beur teilung vom 26. August 2019 (act. 5/19) grundsätzlich eingeräumt. c. Da in erster Linie der von der Vorinstanz verfügte Fallabschluss per Ende September 2017 bestritten wird, stellt sich im vorliegenden Verfahren die Frage, ob der medizinische Sach - verhalt überhaupt bereits genügend abgeklärt ist, um beurteilen zu können, ob ein solcher Fallabschluss zulässig war oder nicht, wobei vor allem die Frage im Vordergrund steht, ob die ab Februar 2018 wieder aktenkundig vorhandenen Handbeschwerden wegen dem Unfall früher als sonst eingetreten sind. Wie die Beschwer deführerin näml ich zu Recht vorbringt, ist für die Beur teilung der Leis tungspflicht eines Un fallversicherers zu be achten, dass gemäss Recht sprechung zu den im Sinne von Art. 6 Abs. 1 UVG massge benden Ursachen auch Um stände ge hören, ohne deren Vorhanden sein die gesundheitliche Beeinträchtigung nicht zur gleichen Zeit - sondern eben erst später - eingetreten wäre. Das heisst: Ein krankhafter Vorzustand mag grundsätzlich geeignet sein, einen Schaden alleine hervorzurufen; für die Be gründung der L eistungspflicht des Un fallversicherers kommt es aber entscheidend darauf an, ob der in Frage stehende Unfall mit Blick auf das Stadium der Grunderkrankung die Realisierungswahrscheinlichkeit des Schadenrisikos zum gegebenen Zeitpunkt beeinflusste. Eine Leistungspflicht des Unfallversicherers entfällt dann, wenn der Unfall nur Ge legenheits- oder Zu fallsursache ist, welche ein ge genwärtiges Risiko, mit Seite 17 dessen Realisierung (ohnehin) jederzeit zu rechnen gewesen wäre, mani fest werden lässt, ohne im Rah men des Ver hältnisses von Ursache und Wirkung ei genständige Bedeutung anzunehmen. Schafft ein krank hafter Vorzustand aber erst eine la tente Schadensneigung, entspricht er lediglich einer Teilursache und es besteht somit Raum für eine Leistungspflicht des obliga torischen Un fallversicherers (Ur teile des Bundes gerichts 8C_847/2016 vom 5. April 2017 E. 5.3.2; U 413/05 vom 5. April 2007 E. 4.2). d. Dr. D. schloss die Behandlung der Handbeschwerden rechts am 7. A ugust 2017 zunächst erfolgreich ab (act. 8.2/M5). Rund ein halbes Jahr später nahm sie die Behandlung wieder auf, nachdem die Be schwerdeführerin vor allem unter grösseren Belastungen er neut unter Beschwerden im rech ten Daumensattelgelenk litt (act. 8.2/M7). Aus dem Sprechstunden - bericht vom 30. April 2018 (act. 8.2/M8) geht hervor, dass die Beschwerdeführerin nicht nur an der rechten, sondern auch an der linken Hand Beschwerden beklagte („ Gleiche Beschwerden treten aus serdem auch zunehmend links auf.“). Die linke Hand wur de aber beim Unfall ereignis gar nicht in Mitleidenschaft gezogen. Das Auf treten seitengleicher Beschwerden im Früh ling 2018 (Diagnose: „Rhizarthrose beidseits“ , vgl. act. 8.2/M24) scheint auf den ersten Blick dafür zu spre chen, anzunehmen, dass die dege nerativen Veränderungen an der rechten Hand wohl auch dann zu Problemen geführt hätten, wenn es gar nicht zum Unfall vom 30. März 2017 ge kommen wäre, zumindest wenn man naheliegenderweise von einer ähn lichen Entwic klung an der linken wie an der rechten Hand ausgeht. Umgekehrt erscheint aber die Erklärung der Beschwerdeführerin, wonach die Prob leme in der linken Hand lediglich vorüber gehend bestanden hatten und gerade durch die Mehr belastung infolge der Proble matik in der rechten Hand verursacht worden waren, weil sie wegen der dortigen Einschränkungen fast nur noch die linke Hand einzusetzen vermochte (vgl. dazu act. 8.1/A22, S. 4, Ziff. 8), grundsätzlich schlüssig. Eine konkrete medizinische Beurteilung, wie es sich damit verhält, ist den vorhandenen Akten nicht zu entnehmen. e. Selbst der aktuelle Zustand der beim Unfall verletzten rechten Hand ist gestützt auf die vorhandenen Unterlagen noch gar nicht abschliessend beurteilbar: Während die Ope ration gemäss Angaben in der Beschwerdeschrift (Beschwerde, S. 5, Ziff. 1.4 in fine) zu einem positiven Ergebnis führte, berichtete Dr. D. im Sprechstundenbericht vom 6. Februar 2019 (act. 8.1/M22) von un veränderten Beschwerden im rechten Daumen. Im MRI zeige sich zwar ein zeit gerechter postoperativer Befund, sobald aber die Beschwerde führerin die Hände einsetze, komme es zu störenden Schmerzen. Dr. D. hielt nicht das inzwischen neu diagnostizierte leichtgradige sensomotorische Karpaltunnelsyndrom für diese Beschwerden verantwortlich, sondern vermutete unter den gegebenen Umständen eher eine fun ktionelle Komponente als ur sächlich und bat Dr. J. und Dr. K. um eine hand chirurgische Zweitmei-Seite 18 nung. Diese findet sich nicht in den v orhandenen Ak ten. Für die Be urteilung des Kausalzusammenhangs der andauernden Beschwerden zum Unfallereignis könnte diese Zweitmeinung aber ebenfalls von Bedeutung sein, weshalb diese Beurteilung ebenfalls noch zu den Akten zu nehmen sein wird, bevor der medizinische Sachverhalt - ausser die Frage des Kausalzusammenhangs erschiene im Anschluss bereits gestützt auf diese zusätzlichen Abklärungen abschliessend geklärt - wohl abschliessend einem medizinischen Experten zur unabhängigen Stellungnahme unterbreitet werden muss. f. Zusammengefasst sind im konkreten Fall noch diverse Fragen offen und die vorhandenen Unterlagen genügen noch nicht für eine abschliessende Beurteilung der Kausalitätsfrage. Bevor beurteilt werden kann, ob der von der Vorinstanz per Ende September 2017 verfügte Fallabschluss zulässig war oder nicht, ist in einem ersten Schritt das medizinische Dossier zu aktualisieren durch Einholung aktueller Berichte bei den behandelnden Ärzten. Nach - dem wie aufgezeigt den bisher rein versic herungsintern vorgenommenen medizinischen Abklärungen kein Beweiswert zuzumessen ist, wäre, sofern im Anschluss gestützt auf das ergänzte medi zinische Dossier nicht bereits eindeutig feststeht, wie es sich mit der Zulässigkeit des ver fügten Fallabsc hlusses verhält, zwingend die Einholung einer unab - hängigen Ex pertise angezeigt. Dies führt im Resultat zur Gutheissung der vorliegenden Beschwerde unter Aufhebung des angefochtenen Einspracheentscheids. 2.8 Im konkreten Fall weist das Gericht die Ang elegenheit an die Vorin stanz zurück, damit diese in Nachachtung ihrer Untersuchungspflicht für die nötige ab schliessende Sachverhaltsklärung sorgt: a. Art. 43 Abs. 1 ATSG schreibt dem Versicherungsträger gesetzlich vor, die an ihn ge rich- teten Begehren zu prüfen, die notwendigen Abklärungen von Amtes wegen vorzunehmen und die erforderlichen Auskünfte einzuholen. Das bedeutet konkret, dass der Ver si- cherungsträger die Pflicht hat, den Sachverhalt bis zur zweifelsfreien Eruierung abzuklären. Gemäss R echtsprechung kommt ihm dabei zwar durchaus ein Ermessensspielraum bezüglich Notwendigkeit, Umfang und Zweckmässigkeit von medizinischen Erhebungen zu. Das heisst al lerdings nicht, dass ein Versicherungsträger die von ihm zu erfüllende Untersuchungspflicht einfach durch Nichttätigkeit dem Gericht, das den Fall später beurteilt, zuschieben kann. Die Vorinstanz hat ihre eigene gesetzlich vorgesehene Abklärungspflicht im kon kreten Fall nicht er füllt, indem sie sich für den vorgenommenen Fallabschl uss auf Stellungnahmen ihrer Vertrauensärzte stützte, welche aus den dargelegten Gründen offensichtlich nicht für eine abschliessende Beurteilung genügen. Da die Sachverhaltsab - klärungen im Verwaltungsverfahren unvollständig blieben, sind sie zunächst von der hierzu Seite 19 zuständigen Vorinstanz abzuschliessen. Entsprechend wird die Angelegenheit zur Wahrung des Instanzenzugs an die Vorinstanz zurückgewiesen, damit diese nach ergänz - ten Ab klärungen in me dizinischer Hinsicht erneut über den Leistungsan spruch der Beschwerdeführerin entscheide. b. An dieser Stelle bleibt anzumerken, dass sich aus den vorliegenden Unterlagen ergibt, dass offenbar im Novem ber 2019 unter Bezug nahme auf das Unfallereignis vom 30. März 2017 ein Kos tengutsprachegesuch „AS, Bicepstenotomie, ASD, SSP -Ref. Schulter li“ bei der Diag nose einer „SSP-Ruptur li“ bei der Vor instanz eingereicht wurde (act. 8.2/M26). Gestützt auf die vorhandenen Unterlagen erscheint nicht ohne weiteres schlüs sig, weshalb die linke Schulter operiert werden sollte, nachdem gemäss Bericht vom 20. Juli 2018 (act. 8.2/M12) noch ausdrücklich „die arthroskopische Rotatorenmanschetten -Rekon- struktion mit Bi zepstenodese, AC -Resektion und Akromio plastik rechts“ mit der Beschwerdeführerin besprochen worden war (wobei die rechte Schulter beim Unfall - im Gegensatz zur linken - nicht verletzt worden war, vgl. z.B. act. 2/5, so dass bezüglich der rechten Schulter zum Vorn herein nicht ersichtlich wäre, weshalb die Vorinstanz für eine Operation leis tungspflichtig sein soll). Eine Antwort der Vorinstanz auf das Kosten - gutsprachegesuch ist in den dem Ge richt vorliegenden vorinstanz lichen Akten nicht enthalten. Sollte die Be schwerdeführerin auch im Zusammenhang mit Schulterbe - schwerden Leistunge n gegen über der Vor instanz geltend machen (wie es sich damit verhält, dürfte sich bei den weiteren Ab klärungen der Vorinstanz in sachver haltsmässiger Hinsicht wohl ohne weiteres ergeben), so kann dies bezüglich bereits an dieser Stelle darauf hingewiesen werden, dass der von der Vor instanz verfügte Fallabschluss per Ende September 2017, jedenfalls was die Schulter beschwerden betrifft, angesichts des von Dr. F. bereits am 28. Juni 2017 be richteten er folgreichen Behandlungsabschlusses (act. 8.2/M3) grundsätzlich nachvoll ziehbar er scheint. Aus den vorliegenden Unterlagen ergeben sich, anders als dies bezüglich der Handbe schwerden der Fall ist, jedenfalls beim jetzigen Aktenstand keinerlei Anhaltspunkte dafür, dass bezüglich Schulterbeschwerden ein Fallabschluss per Ende September 2017 nicht zulässig wäre. Unter diesen Umständen wäre es daher grundsätzlich Sache der Beschwerde führerin, einen Kausalzusammenhang zwischen weiterhin behand lungsbedürftigen Schulterbeschwerden und dem Unfallereignis vom 30. März 2017 nachzu weisen, sollte sie dies bezüglich erneut Leistungen von der Vorinstanz beanspruchen wollen. Seite 20 3. Kosten und Entschädigung 3.1 Es handelt sich um ein kostenloses Verfahren (Art. 1 Abs. 1 UVG i.V.m. Art. 61 lit. a ATSG), weshalb keine Gerichtskosten zu erheben sind. 3.2 Nach Art. 61 lit. g ATSG hat die obsiegende Beschwerde führende Person Anspruch auf Ersatz der Parteikosten; diese werden vom Versicherungsgericht festgesetzt und ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der Bedeutung der Streitsache und nach der Schwie - rigkeit des Prozesses bemessen. Im Übrigen ist die Bemessung der Partei entschädigung dem kantonalen Recht überlassen (Urteil des Bundesgerichts 8C_11/2016 vom 22. Februar 2016 E. 3.1). Zu berücksichtigen ist in diesem Zusammenhang namentlich Art. 13 Abs. 1 lit. c der kantonalen Verordnung über den Anwaltstarif (AT, bGS 145.53), wonach in Ver - waltungssachen vor Obergericht die pauschale Bemessung zur An wendung gelangt. Für das Honorar ist grundsätzlich ein Rahmen zwischen Fr. 1‘000. -- bis Fr. 10‘000. -- vorge- sehen (Art. 16 Abs. 1 AT). a. Beim vorliegenden Verfahrensausgang ist die Beschwerdeführerin als obsiegend zu betrachten (vgl. dazu anstelle vieler: Urteil des Bundesgerichts 8C_50 9/2019 vom 8. November 2019 E. 6 ). Sie wurde im vorliegenden Verf ahren durch RA K. vertreten, so dass ihm für die Vertretungskosten wie beantragt eine Ent schädigung zu Lasten der Vorinstanz zuzusprechen ist. Im konkreten Fall erscheint - auch im Vergleich zu anderen, vom Aufwand her vergleichbaren Fällen - für diese Vertretung ein Honorar von pauschal Fr. 2‘500.-- als angemessen , nach dem lediglich ein ein facher Schriften wechsel durchgeführt wurde. Zuzüglich der praxis gemäss üblichen Barauslagenpauschale von 4% sowie der Mehrwert steuer von 7.7% ergibt sich somit eine Ent schädigung für die anwaltliche Vertretung im Gesamtbetrag von Fr. 2‘800.20. b. Die Beschwerdeführerin hatte bereits mit der Beschwerde angekündigt, sie wer de die Aufwendungen für die fachärztliche Beurteilung der behandelnden Handchirurgin ans Gericht wei terleiten, so bald diese vorliege. Mit Verfügung vom 14. Juli 2020 sowie ein zweites Mal am 22. Oktober 2020 wurde die Be schwerdeführerin an diese Pendenz erinnert. Am 27. Oktober 2020 ging die betreffende Rechnungskopie über einen Betrag von Fr. 150. -- beim Ober gericht ein. Nachdem die fachärztliche Beur teilung von Dr. D. vom 26. August 2019 bedeutenden Einfluss auf die Be urteilung des vorliegenden Be schwer- deverfahrens hatte und wie aufgezeigt die Vorinstanz ihrer Pflicht zur umfassenden Sach - verhaltsabklärung dagegen nicht abschliessend nachgekommen ist, ist dem Antrag der Beschwerdeführerin auf zusätzliche Erstattung dieser konkreten Auslage (Ziff. 3 Rechts -Seite 21 begehren) ohne weiteres zu entsprechen und die Vorinstanz zu verpflichten, der Beschwer- deführerin zusätzlich zur auszurichtenden Entschädigung für die rechtsanwaltliche Vertretung von Fr. 2‘800.20 (inklusive al lgemeine Barauslagen und Mehrwert steuer) weitere Fr. 150. -- für die se fachärztliche Stellung nahme zu erstatten (vgl. UELI KIESER, ATSG-Kommentar, 4. Aufl. 2020, N. 216 zu Art. 61 ATSG). c. Insgesamt hat die Vorinstanz somit die Beschwerdeführerin mit Fr. 2‘950.20 zu ent schä- digen. d. Die beigeladene Krankenkasse hat keine Entschädigung beantragt; ihr kommt bei einem Obsiegen im Rahmen ihres amtlichen Wirkungskreises grundsätzlich auch kein Entschä - digungsanspruch zu, so dass der Beigeladenen - unabhängig vom Verfahrensausgang - keine Entschädigung zuzusprechen ist. Seite 22 Demgemäss erkennt das Obergericht: 1. In Gutheissung der Beschwerde von A. wird der angefochtene Ein spracheentscheid der Versicherung B. vom 15. Juli 2019 aufgehoben. Die Sache wird an die Vorinstanz zurückgewiesen, damit diese nach ergänzenden Ab - klärungen im Sinne der Erwägungen erneut über den Leistungsanspruch der Be schwer- deführerin im Zusammenhang mit dem Unfallereignis vom 30. März 2017 verfüge. 2. Es werden keine Kosten erhoben. 3. Die Vorinstanz wird verpflichtet, der Beschwerdeführerin eine Parteientschädigung von Fr. 2‘950.20 (inkl. Barauslagen [samt Auslagen für die bei Dr. D. eingeholte fachärztliche Beurteilung vom 26. August 2019] und Mehrwertsteuer) auszurichten. 4. Rechtsmittel: Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit der Zustellung Beschwerde in öffentlich - rechtlichen Angelegenheiten erhoben werden. Die Zulässigkeit einer solchen Beschwerde richtet sich nach Art. 82 ff. Bundesgerichtsgese tz (BGG, SR 173.110). Die Beschwerde ist beim Schweizerischen Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, schriftlich einzureichen. Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind - soweit vorhanden - beizulegen (Art. 42 BGG) . Die Beschwerde hat in der Regel keine aufschiebende Wirkung (Art. 103 BGG). 5. Zustellung an die Beschwerdeführerin über deren Anwältin, die Vorinstanz, die Beigeladene und an das Bundesamt für Gesundheit. Im Namen der 3. Abteilung des Obergerichts Der Obergerichtsvizepräsident: lic. iur. Walter Kobler Die Gerichtsschreiberin: lic. iur. Annika Mauerhofer versandt am: 6. November 2020