<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2005.00273</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=205361&amp;W10_KEY=13013564&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2005.00273</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 15.09.2005</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">3. Abteilung/3. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Abgaberecht ohne Steuern</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Kanalisationsanschlussgebühren</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Kanalisationsanschlussgebühren: Umstritten ist, ob diese zu entrichten sind. Zuständigkeit des Verwaltungsgerichts (E.1.1). Gemäss komunalen Recht entfällt bei teilweise überbauten Grundstücken, die bereits eine Anschlussgebühr entrichtet haben, die Gebührenpflicht (E.2.1). Standpunkte der Parteien und der Vorinstanz (E.2.2-2.4). Die von der Vorinstanz und der Gemeinde vorgenommenen Auslegung des kommunalen Rechts erweist sich als rechtmässig. Abweisung der Beschwerde (E.3). Kostenfolge (E.4).</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: Abgaberecht ST: GEBÃHREN">GEBÃHREN</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: GEMEINDEAUTONOMIE">GEMEINDEAUTONOMIE</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: KANALISATIONSANSCHLUSSGEBÃHR">KANALISATIONSANSCHLUSSGEBÃHR</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: KOMMUNALES RECHT">KOMMUNALES RECHT</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> - keine -<br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 3 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Sachverhalt1"><b>I. </b> </p> <p class="Urteilstext">Die Tiefbau- und Werkabteilung der Gemeinde X setzte mit VerfÃ¼gung vom 14. September 2004 auf mehreren im Eigentum von B stehenden GrundstÃ¼cken KanalisationsanschlussgebÃ¼hren im Betrag von insgesamt Fr. 154'879.45 fÃ¼r die am 19. MÃ¤rz 2004 erteilten Anschlussbewilligungen fest. Die dagegen erhobene Einsprache der A AG, Projektverfasserin einer auf den GrundstÃ¼cken erstellten Ãberbauung, wurde vom Gemeinderat X mit Beschluss vom 23. November 2004 abgewiesen.</p> <p class="Sachverhalt1"><b>II. </b> </p> <p class="Urteilstext">Der gegen den Beschluss des Gemeinderats durch die A AG und B eingereichte Rekurs wurde vom Bezirksrat Y am 12. Mai 2005 ebenfalls abgewiesen.</p> <p class="Sachverhalt1"><b>III. </b> </p> <p class="Urteilstext">Die A AG und B gelangten daraufhin am 20. Juni 2005 an das Verwaltungsgericht. Sie beantragten die Aufhebung des Beschlusses des Bezirksrats, und es sei die Beschwerde gutzuheissen, indem festzustellen sei, dass fÃ¼r die GrundstÃ¼cke Kat.-Nrn. 01, 02, 03, 04 und 05 keine AbwasseranschlussgebÃ¼hren zu bezahlen seien. Eventuell sei festzustellen, dass eine AbwassergebÃ¼hrenpflicht lediglich fÃ¼r das GrundstÃ¼ck Kat.-Nr. 05 bestehe. Der Gemeinderat X beantragte die vollumfÃ¤ngliche Abweisung der Beschwerde, unter Kosten- und EntschÃ¤digungsfolge zulasten der BeschwerdefÃ¼hrenden. Dasselbe wurde vom Bezirksrat Y beantragt, welcher aber unter Hinweis auf den angefochtenen Entscheid im Ãbrigen auf eine Vernehmlassung verzichtete. </p> <p class="Einzug1"><span>Die Kammer</span><span> zieht in ErwÃ¤gung:</span></p> <p class="Erwgung1"><b>1. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>1.1 </b>Das Verwaltungsgericht ist zur Behandlung der vorliegenden Beschwerde nach § 19c Abs. 2 und § 41 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 (VRG) zustÃ¤ndig. Weil auch die Ã¼brigen Prozessvoraussetzungen erfÃ¼llt sind, ist auf die Beschwerde grundsÃ¤tzlich einzutreten, sofern sich aus der nachfolgenden ErwÃ¤gung nicht die teilweise UnzulÃ¤ssigkeit der AntrÃ¤ge ergibt.</p> <p class="Erwgung2"><b>1.2 </b>Soweit die BeschwerdefÃ¼hrenden ein Feststellungsbegehren bezÃ¼glich der Frage der AbwassergebÃ¼hrenpflicht fÃ¼r die fraglichen GrundstÃ¼cke stellen, ist darauf nicht einzutreten, da in der streitigen Angelegenheit eine GestaltungsverfÃ¼gung erwirkt werden kann (Alfred KÃ¶lz/JÃ¼rg Bosshart/Martin RÃ¶hl, Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons ZÃ¼rich, 2. A., ZÃ¼rich 1999, § 19 N. 62 in Verbindung mit N. 58, VGr, 22. August 2003, VB.2003.00143, E. 3a, www.vgrzh.ch). Somit ist auf die Beschwerde nur insoweit einzutreten, als die Aufhebung des Beschlusses des Bezirksrats Y beantragt wird.</p> <p class="Erwgung1"><b>2. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>2.1 </b>Seit dem 1. Januar 2004 steht in der Politischen Gemeinde X die Verordnung Ã¼ber die GebÃ¼hren fÃ¼r SiedlungsentwÃ¤sserungsanlagen vom 12. Juni 2003 (GebÃ¼hrenverordnung [GebVO]) in Kraft. Danach berechnen sich die KanalisationsanschlussgebÃ¼hren nach der zonengewichteten GrundstÃ¼cksflÃ¤che (Art. 3.2 Abs. 1 GebVO), wÃ¤hrend diese frÃ¼her gestÃ¼tzt auf die aufgehobene Verordnung Ã¼ber BeitrÃ¤ge und GebÃ¼hren fÃ¼r Abwasseranlagen vom 29. Mai 1970 (alte GebÃ¼hrenverordnung) nach der GebÃ¤udeversicherungssumme ermittelt wurden. Art. 3.2 Abs. 5 GebVO sieht Folgendes vor:</p> <p class="Urteilstext">"Bei teilweise Ã¼berbauten GrundstÃ¼cken, die bereits eine AnschlussgebÃ¼hr entrichtet haben, entfÃ¤llt die GebÃ¼hrenpflicht. "</p> <p class="Erwgung2"><b>2.2 </b>Die BeschwerdefÃ¼hrenden stellen sich gestÃ¼tzt auf diese Bestimmung auf den Standpunkt, fÃ¼r die in der Gemeinde X gelegenen GrundstÃ¼cke Kat.-Nrn. 01, 02, 03, 04 und 05 seien keine AbwasseranschlussgebÃ¼hren mehr geschuldet, da im Zusammenhang mit frÃ¼her darauf stehenden GebÃ¤uden schon solche entrichtet worden seien. SpÃ¤tere Aufteilungen von ursprÃ¼nglich grÃ¶sseren GrundstÃ¼cksflÃ¤chen in die GrundstÃ¼cke der genannten Kat.-Nrn. Ã¤ndere nichts daran. So sei bewiesen, dass fÃ¼r das GebÃ¤ude mit der Assekuranz-Nr. 06, ein Verkaufsladen und GewÃ¤chshÃ¤user, im Jahr 1993 KanalisationsanschlussgebÃ¼hren bezahlt worden seien. Das GrundstÃ¼ck, auf welchem das GebÃ¤ude gestanden sei, sei mit Mutation Nr. 344 vom 14. MÃ¤rz 2003 in die Kat.-Nrn. 07 und 08 aufgeteilt worden, wobei das GebÃ¤ude entgegen der Meinung von Vorinstanz und Beschwerdegegnerin auf beide GrundstÃ¼cke und nicht nur auf das GrundstÃ¼ck Kat.-Nr. 07 zu stehen gekommen sei. Entsprechend seien auch die aus der Kat.-Nr. 08 aufgrund der spÃ¤teren Mutation Nr. 354 hervorgegangenen GrundstÃ¼cke Kat.-Nrn. 01, 02, 04 und 03 nicht gebÃ¼hrenpflichtig (fÃ¼r das GrundstÃ¼ck Kat.-Nr. 11, frÃ¼her Kat.-Nr. 07, wurde keine AnschlussgebÃ¼hr in Rechnung gestellt). Aber auch in Bezug auf das sÃ¼dlich der L-Strasse gelegene GrundstÃ¼ck Kat.-Nr. 05 entfalle eine GebÃ¼hrenpflicht, sei doch anzunehmen, dass fÃ¼r die ehemaligen GebÃ¤ude mit den Assekuranz-Nrn. 09 und 10, die sich darauf befunden hÃ¤tten, frÃ¼her ebenfalls AbwasseranschlussgebÃ¼hren bezahlt worden seien. Sollte sich erweisen, dass fÃ¼r diese nie AbwasseranschlussgebÃ¼hren bezahlt worden seien, so sei bezÃ¼glich Kat.-Nr. 05 die Beschwerde abzuweisen.</p> <p class="Erwgung2"><b>2.3 </b>Die Beschwerdegegnerin bestreitet, dass fÃ¼r diese beiden GebÃ¤ude mit den Assekuranz-Nrn. 09 und 10 je AbwasseranschlussgebÃ¼hren bezahlt worden seien, habe es sich doch um FoliengewÃ¤chshÃ¤user ohne Kanalisationsanschluss gehandelt. BezÃ¼glich der auf Kat.-Nr. 07 (heute Kat.-Nr. 11) gelegenen Vers.-Nr. 06 sei im Jahr 1993 nur der durch den damaligen Neubau des Verkaufsladens und der zwei GewÃ¤chshÃ¤user entstandene neue GebÃ¤udeversicherungswert gebÃ¼hrenpflichtig erklÃ¤rt worden. Die Behauptung, es sei auch fÃ¼r die auf Kat.-Nr. 08 damals schon bestehenden GewÃ¤chshÃ¤user AnschlussgebÃ¼hren bezahlt worden, sei unrichtig. </p> <p class="Erwgung2"><b>2.4 </b>Im Rekursentscheid wird ausgefÃ¼hrt, Art. 3.2 Abs. 5 der am 1. Januar 2004 in Kraft getretenen GebÃ¼hrenverordnung habe die Bedeutung einer Ãbergangsregelung. Die neu eingefÃ¼hrte Berechnungsweise kÃ¶nne nicht dazu fÃ¼hren, dass sÃ¤mtliche teilweise Ã¼berbauten GrundstÃ¼cke in der Gemeinde, welche unter altem Recht mit einer (aus heutiger Sicht) zu tiefen AnschlussgebÃ¼hr belastet worden seien, einzig aufgrund dieser RechtsÃ¤nderung mit NachgebÃ¼hren zu belasten wÃ¤ren. Da nun nur noch das neue System in Kraft sei, kÃ¶nnten aber bei solchen GrundstÃ¼cken auch dann keine NachgebÃ¼hren erhoben werden, wenn ein Umbau vorgenommen werde. Neue Parzellen, welche im Rahmen einer umfassenden Neuparzellierung aus einem grossen Areal hervorgingen, selber aber keine schon bestehenden AnschlÃ¼sse aufwiesen, liessen sich aber von vornherein nicht mit einer bestehenden, im Grenzverlauf unverÃ¤ndert gebliebenen Parzelle gleichsetzen, auch wenn das aufgeteilte Areal ursprÃ¼nglich zwei AnschlÃ¼sse aufgewiesen habe. Ebenso wenig lasse sich die Ãberbauung mit einem einfachen Umbau vergleichen. Die Ãbergangsbestimmung von Art. 3.2 Abs. 5 GebVO komme damit auf den vorliegenden, anders gelegenen Sachverhalt nicht zur Anwendung, weshalb die Gemeinde fÃ¼r die neu entstandenen, zu Ã¼berbauenden Parzellen AnschlussgebÃ¼hren erheben dÃ¼rfe. Immerhin sei fÃ¼r die Parzellen mit den neuen Kat.-Nrn. 11 und 12, auf welchen die ursprÃ¼nglich bereits angeschlossenen GebÃ¤ude stehen bzw. standen, keine GebÃ¼hren erhoben worden.</p> <p class="Erwgung1"><b>3. </b> </p> <p class="Urteilstext"><span>Es stellt sich somit die Frage, inwieweit die von der Beschwerdegegnerin vorgenommene und durch die Vorinstanz geschÃ¼tzte Auslegung der GebÃ¼hrenverordnung rechtens ist. Das Verwaltungsgericht ist bei der ÃberprÃ¼fung auf die Rechtskontrolle gemÃ¤ss § 50 Abs. 1 und 2 VRG beschrÃ¤nkt. </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Da verschiedene Mutationen und Neuparzellierungen stattgefunden haben, sind die GrundstÃ¼cke, fÃ¼r die mit VerfÃ¼gung vom 14. September 2004 AnschlussgebÃ¼hren erhoben wurden, von vornherein nicht mehr identisch mit jenen Liegenschaften, betreffend welchen frÃ¼her KanalisationsanschlussgebÃ¼hren verrechnet worden waren bzw. verrechnet worden sein sollen. Die neu entstandenen GrundstÃ¼cke bilden rechtlich und wirtschaftlich betrachtet eine andere Ausgangslage. Vor allem aus dieser Ãberlegung sind die Beschwerdegegnerin und die Vorinstanz zum Schluss gelangt, Art. 3.2 Abs. 5 GebVO sei auf den vorliegenden Sachverhalt nicht anwendbar. Eine solche Interpretation der Bestimmung ist rechtmÃ¤ssig. Wenn darin festgehalten ist, bei teilweise Ã¼berbauten GrundstÃ¼cken, die bereits eine AnschlussgebÃ¼hr entrichtet hÃ¤tten, entfalle die GebÃ¼hrenpflicht, so ist damit sowohl nach dem Wortlaut als auch nach dem Zweck der Bestimmung ein bezÃ¼glich Parzellierung und Grenzverlauf unverÃ¤ndertes GrundstÃ¼ck gemeint. Die GebÃ¼hrenpflicht im Sinn von Art. 3.2 Abs. 5 GebVO entfÃ¤llt daher nur, wenn auf einem ansonsten unverÃ¤nderten GrundstÃ¼ck eine weitere Bebauung â namentlich ein Umbau â erfolgt, sofern fÃ¼r die bisherige teilweise Ãberbauung bereits AnschlussgebÃ¼hren entrichtet worden sind. Dies gilt aber grundsÃ¤tzlich nicht auch fÃ¼r durch Um- bzw. Neuparzellierungen neu entstandene zu Ã¼berbauende GrundstÃ¼cke. Das verstÃ¶sst weder gegen die Eigentumsgarantie noch gegen das Ãquivalenzprinzip (vgl. dazu VGr, 22. August 2003, VB.2003.00143, E. 4c, www.vgrzh.ch, sowie BGr, 18. Mai 2005, 2P.223/2004, E. 3.3.3, www.bger.ch), was von den BeschwerdefÃ¼hrenden auch nicht geltend gemacht wird.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Ausserdem sind frÃ¼her bezahlte AnschlussgebÃ¼hren insoweit berÃ¼cksichtigt worden, als fÃ¼r die GrundstÃ¼cke Kat.-Nrn. 11 und 12 keine neuen GebÃ¼hren verrechnet wurden. Ob und inwieweit solche auch fÃ¼r diese beiden GrundstÃ¼cke hÃ¤tten verlangt werden kÃ¶nnen, braucht hier nicht beantwortet zu werden. BezÃ¼glich der Ã¼brigen, in die GebÃ¼hrenerhebung einbezogenen GrundstÃ¼cke ist aber festzuhalten, dass aus derart einschneidenden VorgÃ¤ngen, wie den hier zu Grunde liegenden Mutationen mit einhergehenden Neuparzellierungen, "Neuanschliessende" im eigentlichen Sinn resultieren, welche der GebÃ¼hrenpflicht unterliegen (vgl. VSA/FES, Richtlinie Ã¼ber die Finanzierung der Abwasserentsorgung auf Gemeinde- und Verbandsebene, ZÃ¼rich/Bern 1994, S. 45 lit. A). Dies muss auch in Bezug auf das GrundstÃ¼ck Kat.-Nr. 05, auf dem die GewÃ¤chshÃ¤user mit den Assekuranz-Nrn. 09 und 10 lediglich teilweise standen, gelten (sie befanden sich auch auf dem nicht weiter Verfahrensgegenstand bildenden GrundstÃ¼ck Kat.-Nr. 13 sowie auf Kat.-Nr. 04). Selbst wenn fÃ¼r diese GewÃ¤chshÃ¤user frÃ¼her AnschlussgebÃ¼hren bezahlt worden wÃ¤ren, bildeten die Mutationen mit den entsprechenden Neuparzellierungen eine gÃ¤nzlich neue Ausgangslage und daher einen neuen Abgabetatbestand im dargelegten Sinn. </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Entsprechend sind fÃ¼r die GrundstÃ¼cke Kat.-Nrn. 01, 02, 03, 04 und 05, fÃ¼r welche mit VerfÃ¼gung vom 19. MÃ¤rz 2004 die Bewilligung fÃ¼r den Anschluss an die Gemeindekanalisation erteilt worden war, AnschlussgebÃ¼hren gemÃ¤ss neuer GebÃ¼hrenverordnung geschuldet (vgl. Art. 4.2 GebVO; Richtlinie, S. 47 lit. D). Dabei ist unerheblich, ob die tief greifenden Mutationen und Parzellierungen schon vor oder erst nach In-Kraft-Treten der neuen GebÃ¼hrenverordnung stattgefunden haben. Entscheidend ist nur, dass die fraglichen GrundstÃ¼cke nicht mehr mit jenen identisch sind, bezogen auf welche fÃ¼r die darauf stehenden GebÃ¤ude frÃ¼her AnschlussgebÃ¼hren erhoben worden waren. </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Aufgrund der gemachten AusfÃ¼hrungen ergibt sich, dass der angefochtene Entscheid nicht auf einer unrichtigen oder ungenÃ¼genden Feststellung des Sachverhalts im Sinn von § 51 VRG beruht, wie dies die BeschwerdefÃ¼hrenden geltend machen, und dass die von der Beschwerdegegnerin vorgenommene und von der Vorinstanz geschÃ¼tzte Interpretation von Art. 3.2 Abs. 5 GebVO im Rahmen der Gemeindeautonomie liegt und keine Rechtsverletzung im Sinn von § 50 Abs. 1 und 2 VRG darstellt. Die so ausgelegte Bestimmung hÃ¤lt mit Bezug auf den vorliegend zu beurteilenden Sachverhalt auch vor dem verfassungsmÃ¤ssigen WillkÃ¼rverbot (Art. 9 der Bundesverfassung) stand. Dies insbesondere im Hinblick darauf, dass die mit den neuen AnschlussgebÃ¼hren belasteten GrundstÃ¼cke aufgrund mehrerer Mutationen entstanden sind, weshalb sie mit den frÃ¼heren Parzellen, fÃ¼r deren Bauten bereits AnschlussgebÃ¼hren erhoben worden sind, in keiner Weise mehr identisch sind. Ob Art. 3.2 Abs. 5 GebVO (in der vorliegenden Auslegung) mit dem verfassungsrechtlichen WillkÃ¼rverbot auch in FÃ¤llen vereinbar sei, in welchen ein nur geringfÃ¼gig verÃ¤ndertes GrundstÃ¼ck erneut mit einer AnschlussgebÃ¼hr belastet wird, kann hier offen bleiben. </span></p> <p class="Erwgung1"><b>4. </b> </p> <p class="Urteilstext"><span>Demnach ist die Beschwerde abzuweisen, soweit darauf einzutreten ist. Bei diesem Verfahrensausgang sind die Gerichtskosten den BeschwerdefÃ¼hrenden je zur HÃ¤lfte, unter solidarischer Haftung eines jeden fÃ¼r den ganzen Betrag, aufzuerlegen (§ 70 in Verbindung mit § 13 Abs. 2 VRG). Bei diesem Verfahrensausgang steht ihnen auch keine ParteientschÃ¤digung zu (§ 17 Abs. 2 VRG). Der Beschwerdegegnerin ist keine ParteientschÃ¤digung zuzusprechen, gehÃ¶rt doch die Beantwortung von Rechtsmitteln zum angestammten Aufgabenbereich eines Gemeinwesens, das daher nur bei ausserordentlichen Umtrieben eine ProzesskostenvergÃ¼tung beanspruchen kann (KÃ¶lz/Bosshart/ RÃ¶hl, § 17 N. 19). Diese Voraussetzungen sind hier nicht erfÃ¼llt. </span></p> <p class="Einzug1"><span>DemgemÃ¤ss </span><span><a id="Text25"></a>entscheidet</span><span> </span><span>die Kammer</span><span>:</span></p> <p class="Einzug2"><span>1. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit auf sie eingetreten wird.</span></p> <p class="Einzug2"><span>2. Die GerichtsgebÃ¼hr wird festgesetzt auf <br/> Fr. 7'000.--; die Ã¼brigen Kosten betragen:<br/> Fr. 60.-- Zustellungskosten,<br/> Fr. 7'060.-- Total der Kosten.</span></p> <p class="Einzug2"><span>3. Die Gerichtskosten werden den BeschwerdefÃ¼hrenden je zur HÃ¤lfte, unter solidarischer Haftung eines jeden fÃ¼r den ganzen Betrag, auferlegt.</span></p> <p class="Einzug2"><span>4. Es wird keine ParteientschÃ¤digung zugesprochen.</span></p> <p class="Urteilstext">5. Mitteilung an â¦</p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>