B u n d e s v e rw a l t u n g s g e r i ch t T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i f f éd é r a l T r i b u n a l e am m i n i s t r a t i vo f e d e r a l e T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i v fe d e r a l Abteilung I A-1930/2012 U r t e i l v o m 5 . N o v e m b e r 2 0 1 2 Besetzung Richterin Marianne Ryter (Vorsitz), Richter Christoph Bandli, Richterin Claudia Pasqualetto Péquignot, Gerichtsschreiber Pascal Baur. Parteien A._______, Beschwerdeführer, gegen Fachstelle für Personensicherheitsprüfungen im Bereich Informations- und Objektsicherheit (IOS), Papiermühlestrasse 20, 3003 Bern, Vorinstanz. Gegenstand Personensicherheitsprüfung. A-1930/2012 Seite 2 Sachverhalt: A. A._______, (…), arbeitet seit über 24 Jahren für (...). Während seiner An- stellung wurde er zum (…) befördert. In dieser Funktion hat er Zugang zu klassifizierten ausländischen Informationen im Sinne von Art. 11 Abs. 1 Bst. e der Verordnung vom 19. Dezember 2001 über die Personensiche r- heitsprüfung (aPSPV, AS 2002 377). B. Am 24. April 2007 eröffnete (….) gegen A._______ eine Strafunters u- chung wegen Ve rdachts auf (Kinder -) Pornografie. A._______ teilte dies noch am gleichen Tag (…) mit. Am 26. April 2007 wurde er vom (…) schriftlich ermahnt, dass das Arbeitsverhältnis aufgekündigt werde, falls sich die Tat wiederhole oder seine Angaben zu Inhalt und Umfang der konsumierten Bilder sich als unrichtig erwiesen. C. Am 26. Juli 2007 ersuchte (…) die Fachstelle für Personensicherheitsprü- fungen (nachfolgend: Fachstelle) mit Zustimmung und Ermächtigung von A._______ um Durchführung einer erweiterten Personensicherheitspr ü- fung nach Art. 11 aPSPV. D. Mit Urteil vom 16. Januar 2008 erklärte (…) A._______ der mehrfachen (Kinder-) Pornografie schuldig und verurteilte ihn zu einer Geldstrafe von 30 Tagessätzen zu Fr. 160. --, mit bedingtem Strafvollzug, unter Auferl e- gung einer Probezeit von zwei Jahren. E. Am 9. Feb ruar 2012 ermächtigte A._______ die Fachstelle für weitere sechs Monate , die Daten gemäss Art. 20 des Bundesgesetzes vom 21. März 1997 über Massnahmen zur Wahrung der inneren Sicherheit (BWIS, SR 120) zu erheben und bei den zuständigen Strafverfolgungsor- ganen Akten über laufende, abgeschlossene oder eingestellte Strafve r- fahren einzuholen. Am 20. März 2012 wurde er durch die Fachstelle pe r- sönlich befragt. F. Mit Schreiben vom 23. März 2012 teilte die Fachbehörde A._______ mit, sie komme nach Würdigung aller erhobenen Daten zum Schluss, es b e- stehe ein erhöhtes Sicherheitsrisiko, und beabsichtige daher, eine Risiko-A-1930/2012 Seite 3 verfügung mit Auflagen oder eine negative Risikoverfügung zu erlassen. Sie wies ihn auf die möglichen Folgen der jeweiligen Verfügung hin und gab ihm Gelegenheit, bis am 4. April 2012 zu ihren Ausführungen schrift- lich Stellung zu nehmen und / oder Beweismittel einzureichen. A._______ machte davon keinen Gebrauch. G. Am 10. April 2012 erliess die Fachstelle eine negative Risikoverfügung . Sie hielt fest, A._______ werde als Sicherheitsrisiko im Sinn e des BWIS und der aPSPV erachtet (Dispositiv-Ziff. 1); von seiner Weiterverwendung in der Funktion als (…) sei abzusehen (Dispositiv -Ziff. 2) ; zudem dürfe ihm kein Zugang zu klassifizierten ausländischen Informa tionen sowie zu als VERTRAULICH oder GEHEIM klassifizierten Informationen gewährt werden (Dispositiv-Ziff. 3). H. Am 12. April 2012 erhebt A._______ (nachfolgend: Beschwerdeführer) beim Bundesverwaltungsgericht Beschwerde gegen die negative Risik o- verfügung der Fachstelle (nachfolgend: Vorinstanz) und beantragt deren Aufhebung. Er bringt vor, das von der Vorinstanz geltend gemachte S i- cherheitsrisiko bestehe aus verschiedenen Gründen nicht. I. Die Vorinstanz beantragt in ihrer Vernehmlassung vom 30. Mai 2012 die Abweisung der Beschwerde . Sie hält an ihren Erwägungen in der ang e- fochtenen Verfügung vollumfänglich fest und geht ausserdem auf einzel- ne Vorbringen des Beschwerdeführers ein. J. Der Beschwerdeführer bekräftigt in seinen Bemerkungen vom 22. Juni 2012 sein Beschwerdebegehren und macht einige zusätzliche Ausfü h- rungen zur Frage der Erpressbarkeit. K. Die Vorinstanz hält in ihrer zweiten Vernehmlassung vom 18. Juli 2012 an ihrem Vernehmlassungsantrag sowie an ihren Erwägungen in der ang e- fochtenen Verfügung und der Vernehmlassung fest. Ausserdem äussert sie sich zu den Bemerkungen des Beschwerdeführers vom 22. Juni 2012. L. Auf die weiteren Vorbringen der Parteien sowie die sich bei den Akten be-A-1930/2012 Seite 4 findlichen Schriftstücke wird – soweit entscheidrelevant – in den nachfol- genden Erwägungen eingegangen. Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 1. 1.1 Das Bundesverwaltungsgericht beurteilt gemäss Art. 31 des Verwa l- tungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (VGG, SR 173.32) Beschwer- den gegen Verfügungen nach Art. 5 des Verwa ltungsverfahrensgesetzes vom 20. Dezember 1968 (VwVG, SR 172.021) , sofern sie von einer Vor- instanz nach Art. 33 VGG stammen und keine Ausnahme nach Art. 32 VGG vorliegt . Die angefochtene Verfügung ist ein zulässiges Anfec h- tungsobjekt nach Art. 31 VGG und s tammt von ei ner Behörde nach Art. 33 Bst. d VGG; eine Ausnahme nach Art. 32 VGG liegt nicht vor. Das Bundesverwaltungsgericht ist somit zur Beurteilung der vorliegenden B e- schwerde zuständig. 1.2 Zur Beschwerde ist nach Art. 48 Abs. 1 VwVG berechtigt, wer vor d er Vorinstanz am Verfahren teilgenommen hat oder keine Möglichkeit zur Teilnahme erhalten hat, durch die angefochtene Verfügung besonders be- rührt ist und ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung oder Ä n- derung hat. Der Beschwerdeführer hat am vorinst anzlichen Verfahren teilgenommen. Er ist als Adressat durch die angefochtene negative Ris i- koverfügung beschwert und hat ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung. Er ist somit zur Beschwerde legitimiert. 1.3 Auf die im Übrigen frist - und formgerecht eing ereichte Beschwerde (Art. 50 Abs. 1 und Art. 52 VwVG) ist demnach einzutreten. 2. Das Bundesverwaltungsgericht überprüft angefochtene Verfügung en nicht nur auf Verletzung von Bundesrecht, einschliesslich Überschreitung oder Miss brauch des Ermessens, und unrichtige oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts , sondern auch auf Un- angemessenheit (Art. 49 VwVG) . Bei der Beurteilung, ob eine bestimmte Person ein Sicherheitsrisiko darstellt, gesteht es der Vorinstanz, die dies- bezüglich über besondere Fachkenntnisse verfügt, indes einen gewissen Beurteilungsspielraum zu. S oweit deren Überlegungen als sachgerecht A-1930/2012 Seite 5 erscheinen, greift es nicht in deren Ermessen ein (vgl. Urteil des Bunde s- verwaltungsgerichts A-1273/2012 vom 11. September 2012 E. 2 m.w.H.). 3. Am 1. April 2011 ist die Verordnung vom 4. März 2011 über die Pers o- nensicherheitsprüfung (PSPV, SR 120.4) in Kraft getreten. Gemäss der Übergangsbestimmung von Art. 32 Abs. 3 PSPV gilt für Personensiche r- heitsprüfungen, die vor diesem Zeitpun kt eingeleitet wurden, allerdings noch das bisherige Recht. Auf den vorliegenden Fall findet somit noch die aPSPV Anwendung. 4. 4.1 Ziel der Personensicherheitsprüfung nach Art. 19 ff. BWIS ist es, bei gewissen Personen, namentlich Bediensteten des Bundes, die eine nach Art. 19 Abs. 1 Bst. a bis e sensible Arbeit verrichten oder verrichten wü r- den, Sicherheitsrisiken aufzudecken. Nach Art. 20 Abs. 1 BWIS werden im Rahmen der Personensicherheitsprüfung sicherheitsrelevante Daten über die Lebensführung der geprüften Person erhoben, insbesondere über ihre engen persönlichen Beziehungen und familiären Verhältnisse, ihre finanzielle Lage, ihre Beziehungen zum Ausland und Aktivitäten, die die innere oder äussere Sicherheit in rechtswidriger Weise gefähr den können. Über die Ausübung verfassungsmässiger Rechte werden keine Daten erhoben. Gemäss dem Zweckartikel von Art. 1 BWIS dient das Gesetz der Sicherung der demokratischen und rechtsstaatlichen Grun d- lagen der Schweiz sowie dem Schutz der Freiheitsrechte ihrer Bevölke- rung. Der Bundesrat hat in seiner Botschaft vom 7. März 1994 ausg e- führt, eine der heikelsten und intensivsten Bedrohungen der inneren S i- cherheit entstehe dann, wenn an besonders wichtigen Schlüsselpositi o- nen eingesetzte Personen Verrat übten, gegen den Staat s elber arbeite- ten oder seine Institutionen auf rechtswidrige Weise verändern wollten. Es sollten nur Personen eingesetzt werden, die nicht erpressbar seien und Gewähr böten, das ihnen entgegengesetzte Vertrauen nicht zu mis s- brauchen ( vgl. BBl 1994 II 1147). Als Sicherheitsrisiken im Sinn e des BWIS gelten insbesondere Terrorismus, kriminelle Handlungen, Korrupt i- on, finanzielle Probleme, Abhängigkeiten, Erpressbarkeit und exzessiver Lebenswandel (vgl. Urteil des Bundesverwaltu ngsgerichts A -1273/2012 vom 11. September 2012 E. 3.1 m.w.H.). 4.2 Bei der Personensicherheitsprüfung wird gestützt auf die erhobenen Daten eine Risikoeinschätzung vorgenommen bzw. eine Prognose über A-1930/2012 Seite 6 ungewisse künftige Sachverhalte gestellt. Es kann deshalb nicht nur auf Grund "harter" Tatsachen entschieden werden ; v ielmehr liegt es in der Natur der Sache , dass die aus den erhobenen Daten gezogenen Schlussfolgerungen auch Annahmen und Vermutungen sein können. Ge- richtlich überprüfbar ist zum einen, ob die Daten auf zulässige Weise e r- hoben, und zum anderen, ob sie korrekt gewürdigt wurden (vgl. Urteil des Bundesverwaltungsgerichts A -1273/2012 vom 11. September 2012 E. 6.3.1 m.w.H.). Die Bejahung eines relevanten Sicherheitsrisikos im Sinne des BWIS kann dabei auch auf Grund der Summe mehrerer Ri si- koquellen gerechtfertigt sein, selbst wenn einzelne davon für sich g e- nommen kein relevantes Sicherheitsrisiko darstellen würden (vgl. Urteil des Bundesverwaltungsgerichts A -6563/2011 vom 25. Juni 2012 E. 6.1 m.w.H.). Nicht massgebend ist hingegen, ob die geprüfte Person am Vor- liegen eines allfälligen Sicherheitsrisikos ein Verschulden trifft oder nicht. Ebenso wenig relevant ist die Qualität ihrer Arbeitsleistung. In die Beurtei- lung des Sicherheitsrisikos dürfen ferner auch keine sozialen Überlegu n- gen einfliessen. Soziale Aspekte und die positive Arbeitsleistung können jedoch vom Arbeitgeber beim Entscheid über die Form der Weiterbe- schäftigung der geprüften Person berücksichtigt werden, zum al er ge- mäss Art. 21 Abs. 4 Satz 2 BWIS nicht an die Beurteilung der Fachstelle gebunden ist (vgl. Urteil des Bundesverwal tungsgerichts A-6563/2011 vom 25. Juni 2012 E. 6.2 m.w.H.). 5. Bei der Beurteilung, ob eine Person ein Sicherheitsrisiko im Sinn e des BWIS darstellt, ist stets die Sicherheitsempfindlichkeit der ausgeü bten Funktion zu beachten. Je heikler diese ist, desto eher ist ein Sicherheit s- risiko zu bejahen (vgl. Urteil des Bundesverwaltungsgerichts A-6563/2011 vom 25. Juni 2012 E. 7 m.w.H.). Die Vorinstanz führt in die- sem Zusammenhang aus, der Beschwerdeführer b enötige gemäss au s- gefülltem Prüfformular uneingeschränkten Zugang zu klassifizierten au s- ländischen Informationen (Art. 11 Abs . 1 Bst. e aPSPV). Eine gültige S i- cherheitsprüfung dieser Prüf stufe gehe auch mit der Berechtigung zum Zugang zu als VERTRAULICH und GEHEIM klassifizierten Informationen einher. Die Funktion des Beschwerdeführers habe somit beim Eintreten eines Ereignisses Schadenspotenz iale verschiedenster Art und sei ent- sprechend als sicherheitsempfindlich zu qualifizieren. Diese Beurteilung erscheint sachgerecht und ist bei der nachfolgenden Prüfung der streit i- gen Sicherheitsrisiken im Auge zu behalten. A-1930/2012 Seite 7 6. Die Vorinstanz erblickt ein erstes Sicherheitsrisiko in der ihrer Ansicht nach mangelhaften Integrität und Vertrauenswürdigkeit des Beschwerd e- führers. 6.1 Unter dem Titel "Integrität und Vertrauenswürdigkeit" ist zu prüfen, ob darauf vertraut werden kann, dass die von der Personensicherheitspr ü- fung betroffene Person bei der Ausübung ihrer Tätigkeit loyal zu ihrer Aufgabe steht, mithin , ob sie Gewähr bietet, das ihr entgegengebrachte Vertrauen nicht zu missbrauchen. Eine Verurteilung wegen krimineller Handlungen führt dabei nicht zwingend zu einer negativen Beurtei lung bzw. zur Annahme eines Sicherheitsrisikos. Zu berücksichtigen sind vi el- mehr die Art des Delikts, die Umstände und die Beweggründe. Es ist zu fragen, ob die damaligen Umstände Rückschlüsse auf Charakterzüge der geprüften Person zulassen, die einen Risikofaktor darstellen. Weiter spielt es ein Rolle, ob es sich um ein einmali ges Vergehen handelt oder ob die geprüfte Person wiederholt delinquiert hat und ob davon ausgegangen werden muss, es bestehe Wiederholungsgefahr. Relevant ist ferner, wie lange das Delikt bzw. die Verurteilung zurückliegt. Auch die Höhe der Strafe ist für sich allein nicht entscheidend . Ist das Strafmass auf Grund verminderter Schuldfähigkeit tief ausgefallen, kann dies vielmehr gerade Anlass zu besonderer Vorsicht sein. Bei der Beurteilung des sich im D e- likt manifestierenden Sicherheitsrisikos muss weiter auch der Frage nachgegangen werden, ob seither Umstände hinzugetreten sind, die die Verurteilung in den Hintergrund treten oder anders beurteilen lassen, d.h., ob sich die Risikobeurteilung zugunsten der überprüften Person geändert hat. Massgebend sind vorab die Umstände des Einzelfalls (vgl. zum Gan- zen Urteil des Bundesverwaltungsgerichts A -6563/2011 vom 25. Juni 2012 E. 8.4 m.w.H.). 6.2 Die Vorinstanz macht geltend, das vom Beschwerdeführer begangene Delikt der mehrfachen (Kinder-) Pornografie beeinträchtige dessen Integ- rität und Vertrauenswürdigkeit in einem Mass, dass er den in dieser Hin- sicht bestehenden hohen Anforderungen seiner sicherheitsempfindlichen Funktion nicht gerecht werde . Seine Delinquenz lasse zunächst darauf schliessen, dass er es mit der Einhaltung der Gesetze nicht so streng nehme, und deute zudem auf ein mangelndes Gefahrenbewusstsein so- wie ein mangelhaftes Normempfinden hin. Es sei daher nicht auszu- schliessen, dass er auch beim Umgang mit der Geheimhaltung sensitiver in- und ausländischer Daten fahrlässig handle. Aktenkundig sei weiter ein regelmässiger Konsum illegaler Pornografie über einen Zeitraum von fast A-1930/2012 Seite 8 zwei Jahren. Auf den Festplatten des Beschwerdeführers seien über 300 Dateien mit kinderpornograf ischem Inhalt gefunden w orden, die dieser willentlich abgespeichert habe . Gemäss Spezialisten der Kriminalpolizei liege bei "mehr als 100 Bildern" ein schwerer Fall verbotener Pornografie vor. Obschon sodann namentlich auf Grund bestehender Untersuchu n- gen davon auszugehen sei, der Beschwerdeführer habe die Dateien mit kinderpornografischem Inhalt aktiv bzw. gezielt gesucht , gebe dieser an, er habe sie mit einer simplen Google -Suche gefunden. Auch könne er seine Motivation für sein Verhalten nicht benennen bzw. habe er die Ten- denz, diese zu beschönigen. So erkläre er wenig plausibel, er habe die Dateien aus "Neugier" gesucht und angeschaut resp. abgespeichert ; ausserdem dementiere er, ein Bedürfnis oder einen Drang nach kinder- pornografischen Bildern gehabt zu haben. Seine Ausfü hrungen legten nahe, dass er versuche, die Schwere seiner Tathandlungen zu seinem Schutz herunterzuspielen. Es müsse zumindest als wahrscheinlicher be- trachtet werden, dass sein illegaler Pornografiekonsum auf einer entspre- chenden Neigung und nicht auf (längerfristiger) Neugier gründe. Dies gel- te umso mehr, als er die abgespeicherten Bilder aus moralischen Grü n- den immer wieder gelöscht, zu späteren Zeitpunkten aber wieder danach gesucht habe, wobei der Drang über die Jahre zu stark gewesen sei, als dass er s ich an seine persönliche Moral hätte halten können. Künftige Delikte könnten daher nicht mit hinreichender Sicherheit ausgeschlossen werden. An ihrer Beurteilung ändere nichts, dass seit der Verurteilung des B e- schwerdeführers mehr als vier Jahre vergangen seien. Die Dauer des Prüfungsverfahrens sei zwar für den Beschwerdeführer wie auch dessen Arbeitgeber unangenehm. Auch liege es nicht im Interes se des Staats, dass Sicherheitsrisiken über Jahre bestehen blieben. Die überlange Ver- fahrensdauer verleihe dem Beschwerdeführer jedoch keinen Anspruch auf Erlass einer positiven Risikoverfügung . Nicht massgebend sei auch dessen weitere Rüge, sie habe nicht alle relevanten Gesichtspunkte in die Prüfung einbezogen. 6.3 Der Beschwerdeführer bringt vor, er sei seit seiner Verurteilung vom 16. Januar 2008 bzw. seit dem Ende seiner Tat am 23. April 2007 nicht mehr wegen strafbarer Handlungen irgendwelcher Art in Erscheinung g e- treten. Die Vorinstanz habe am 22. März 2012 mit seiner Ermächtigung verifiziert, dass keine neuen Verzeichnungen in Registern und Datenban- ken gemäss Art. 17 aPSPV vorhanden seien. Die angefochtene negative Risikoverfügung sei weiter erst 4 Jahre und 2 ½ Monate nach seiner Ve r-A-1930/2012 Seite 9 urteilung ergangen, was darauf schliessen lasse, dass er kein Risiko sein könne, wie es die Vorinstanz beschreibe. Wäre er tatsächlich ein solches Risiko, hätte diese bzw. sein Arbeitgeber sehr viel schneller ein greifen müssen, zumal beide schon vor seiner Verurteilung von der gegen ihn hängigen Strafuntersuchung Kenntnis gehabt hätten. Die Vorinstanz habe sodann ausser Acht gelassen, dass er , abgesehen von der erwähnten Verurteilung, noch nie gegen das Strafrecht verstossen habe. Ausserdem habe s ie die Gesamtheit seiner Person und sein Vorleben sowie seine persönlichen Lebensverhältnisse, d.h. das geordnete Familienleben, die geordneten finanziellen Verhältnisse und die Dauer des Arbeitsverhältnis- ses von 24 ½ Jahren, nicht berücksichtigt. 6.4 Dem Beschwerdeführer ist zwar zugute zu halten, dass er in den über vier Jahren seit seiner Verurteilung wegen mehrfacher illegaler (Kinder -) Pornografie bzw. der noch längeren Zeit seit Beendigung seines strafb a- ren Verhaltens weder in einschlägiger noch irgendeiner anderen Weise erneut straffällig in Erscheinung getreten ist. Dieser Umstand vermag die Risikoeinschätzung der Vorinstanz allerdings nicht in Frage zu stellen ; diese erscheint im hier fraglichen Punkt vielmehr im Wesentlichen als sachgerecht und überzeugend. Wie die Vorinstanz zutreffend ausführt, ist das strafbare Verhalten des Beschwerdeführers hinsichtlich seiner Dauer und der Anzahl der auf den Festplatten gefundenen kinderpornograf i- schen Dateien von einer gewissen Schwere. Es wirft deshalb insbeson- dere die Frage auf, wodurch es motiviert wurde. Es wäre entsprechend zu erwarten gewesen, dass der Beschwerdeführer im Rahmen der Pe r- sonensicherheitsprüfung klar und unmissverständlich dazu Stellung nimmt. Ausserdem wäre anzunehmen gewesen, dass er verständlich und plausibel darlegt, inwiefern sich die heutige Situation von der damaligen unterscheidet, namentlich, zu welchem Ergebnis die nach Bekanntwe r- den seines illegalen Pornografiekonsums aufgenommenen Gespräche mit einem Psychologen führten und wieso sie beendigt wurden. Dies tat er jedoch nicht. Zwar ist die Darstellung der Vorinstanz in dieser Hinsicht insofern etwas einseitig, als der Beschwerdeführer sein strafbares Verhal- ten anlässlich seiner Befragung vom 20. März 2012 nicht nur mit "Ne u- gier" erklärte, sondern einräumte, dieses sei auch auf sein Verlangen nach kinderpornografischen Bildern zurückzuführen gewesen, die ihn damals teilweise erregt hätten . Dies ändert allerdings nichts daran, dass er hinsichtlich seiner damaligen Motivation vage blieb. Unklar blieb auch, wieso der damals offenbar vorhandene Reiz nicht mehr bestehen soll. Wenig plausibel erscheint ausserdem, dass er die illegale Pornografie nicht aktiv bzw. gezielt gesucht haben will. D ie Einschätzung der Vorin-A-1930/2012 Seite 10 stanz, der Beschwerdeführer scheine die Schwere seiner Tathandlungen zu seinem Schutz herunterzuspielen, i st folglich ebenso nachvollziehbar wie ihre Prognose, ein Rückfall sei nicht mit hinreichender Sicherheit auszuschliessen. Bereits diese Umstände stellen jedoch die Integrität und Vertrauenswürdigkeit des Beschwerdeführers in massgeblicher Weise in Frage. Der Schlussfolgerung der Vorinstanz, hinsichtlich dessen Integrität und Vertrauenswürdigkeit bestünden Mängel, die ausschlössen, dass er den diesbezüglich bestehenden hohen Anforderungen seiner sicherheits- empfindlichen Funktion gerecht werde, ist deshalb beizupflichten. An diesem Ergebnis ändert nichts, dass der Beschwerdeführer abges e- hen von seiner Verurteilu ng im Januar 2008 nie wegen eines strafbaren Verhaltens verzeichnet wurde, werden doch die hinsichtlich seiner Integri- tät und Vertrauenswürdigkeit bestehenden , dargelegten Mängel dadurch nicht beseitigt . Für die hier zu beurteilende Frage nicht von Bedeutung sind weiter seine geordneten persönlichen und familiären Verhältnisse sowie seine langjährige und offenbar erfolgreiche Anstellung (…). Wie die Vorinstanz zutreffend vorbringt, ist die Qualität der Arbeitsleistung bei der Beurteilung des Sicherheitsrisikos nicht releva nt und dürfen auch soziale Überlegungen nicht in diese einfliessen. Soziale Aspekte und die posit i- ven Arbeitsleistung können jedoch vom Arbeitgeber beim Entscheid über die Form der Weiterbeschäftigung des Beschwerdeführers berücksichtigt werden (vgl. E. 4.2). Nichts zu seinen Gunsten abzuleiten vermag dieser schliesslich aus der klar überlangen Dauer des vorinstanzlichen Verfah- rens. Zum einen stellt diese die hinsichtlich seiner Integrität und der Ver- trauenswürdigkeit bestehenden, dargelegten Mängel nicht in Frage. Zum anderen verleiht sie ihm, wie die Vorinstanz zu Recht vorbringt, nach der Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts keinen Anspruch auf e i- ne positive Risikoverfügung, auch wenn sie für ihn unangenehm ist (vgl. Urteil des Bundesverwaltungsgerichts A -7894/2009 vom 16. Juni 2010 E. 5.5). Sie ist jedoch, zusammen mit der bereits geleisteten Arbeit, beim Entscheid über eine mögliche Weiterbeschäftigung des Beschwe r- deführers sowie bei der Kostenverlegung im vorliegenden Beschwerd e- verfahren (vgl. E. 10.1) zu berücksichtigen (vgl. E. 5.5 des vorstehend zi- tierten Urteils). 7. Die Vorinstanz macht ein zweites Sicherheitsrisiko im Bereich der E r- pressbarkeit des Beschwerdeführers aus. A-1930/2012 Seite 11 7.1 Wie erwähnt (vgl. E. 4.1), gilt Erpressbarkeit als ein Sic herheitsrisiko im Sinn e des BWIS . Gemäss der Botschaft des Bundesrats sollen an wichtigen Schlüsselstellen insbesondere nur Personen eingesetzt we r- den, die nicht erpressbar sind (vgl. BBl 1994 II 1147) . Das Risiko einer Erpressung hängt dabei von der Anzahl und Bedeutung der "Makel", die für die Erpressung ver wendet werden könnten, und der Zielattraktivität der Funktion ab. Es ist kleiner, wenn das persönliche Umfeld und der A r- beitgeber über den bzw. die "Makel" informiert sind (vgl. Urteil des Bu n- desverwaltungsgerichts A-6563/2011 vom 25. Juni 2012 E. 9.3 m.w.H.). 7.2 Die Vorinstanz bringt vor, der Konsum kinderpornograf ischen Mate - rials gelte bei der Grosszahl der Bevölkerung als anstössig und verwer f- lich und sei in der Gesellschaft stark stigmatisiert . Anlässlich der Befr a- gung des Beschwerdeführers habe sich gezeigt, dass der eigene Konsum für diesen mit Scham verbunden sei und ihm äussert unangenehm zu sein scheine. Auch wolle er unter allen Umständen verhindern, dass j e- mand davon erfahre. So habe er erklärt, er habe in seinem engsten priva- ten Umfeld nur seine Frau, nicht aber seine mittlerweile (…)-jährige Toch- ter informiert. Ausserdem habe er angegeben, in seinem beruflichen Um- feld lediglich (…) in Kenntnis gesetzt zu haben; aktuell sei keiner seiner Vorgesetzten informiert. Dies sei problematisch, da das bewusste Vorent- halten wichtiger Informationen bezüglich der eigenen Gesetzesverstösse in Richtung einer erhöhten Er pressungsgefährdung gewertet werden müsse. Die Befragung, zu der der Beschwerdeführer im Übrigen in seiner Freizeit und ohne seine Frau zu in formieren gekommen sei, lasse somit den Schluss zu, dass er in erhöhtem Mass Angriffsfläche für eine Erpres- sung biete und ein allfälliger Erpressungsversuch Erfolg ha ben könnte . Die Wahrscheinlichkeit, dass ein Schadensereignis eintrete, wenn er in seiner sensitiven Funktion verbleibe, sei deshalb als hoch zu bewerten. Wegen seines Zugangs zu klassifizierten ausländischen Informationen bzw. seines Stellenprofils seien überdies auch das mögliche Sch a- densausmass und die Zielattraktivität als hoch einzustufen . Im Bereich der Erpressbarkeit sei daher von einem grundsätzlichen Sicherheitsrisiko auszugehen. An diesem Ergebnis ändere nichts, dass der Beschwerdeführer in seinen Bemerkungen vom 22. Juni 2012 nunmehr vorbringe, es seien im berufl i- chen Umfeld weitere Personen über seinen illegalen Pornograf iekonsum informiert gewesen. Der aktuelle Informationsstand im beruflichen Umfeld reiche vorliegend für sich allein nicht aus, um eine erhöhte Erpressungs- gefährdung zu begründen, sondern müsse in Kombination mit dem Infor-A-1930/2012 Seite 12 mationsstand im privaten Umfeld bewertet werden. Die neuen Vorbringen des Beschwerdeführers betreffend die Information seiner Tochter und seiner Eltern erhöhten im Weiteren seine Erpressbarkeit noch, könne die- ser doch nunmehr nicht mehr nur der Schutz der eigenen Person, so n- dern auch der Schutz seiner Tochter und seiner Eltern zugrunde liegen. 7.3 Der Beschwerdeführer macht geltend, er s ei seit seiner Verurteilung im Januar 2008 nie in irgendeiner Form zu einer Handlung genötigt wo r- den, weshalb weder für die Vergangenheit noch die Zukunft gefolgert werden könne, er s ei erpressbar. Sein Arbeitgeber bzw. die Linie , d.h. (…), sei weiter über die gegen ihn hängige Strafuntersuchung bzw. seine Verurteilung informiert gewesen. Eine Kopie des Urteils sei an (…) ge- gangen, der sie wohl in seinem Personaldossier abgelegt bzw. (…) zu- stellt habe. Die von (…) verfügte Mahnung vom 26. April 2007 sei zudem über (…), d.h. über (…), an ihn weitergeleitet worden. Nach der Rückkehr aus den Ferien sei auch (…) informiert worden, der (…). Der Umstand, dass sein Arbeitgeber bzw. die Linie informiert gewesen sei, entkräfte den Vorwurf der Erpressbarkeit. Seine Frau habe damals sodann in kindsge- rechter Weise mit der Tochter über das Vorgefallene gesprochen; diese habe seine Verfehlung jedoch nicht wahrhaben wollen. Aus Gründen des Kindswohls habe er es unterlassen, die Sach e während ihrer (…) neu aufzurollen, da dies für sie ohne Nutzen gewesen wäre und sie in ihrer Entwicklung hätte belasten können. Zu seinen Eltern unterhalte er im Üb- rigen lediglich einen losen Kontakt; wegen (…) wolle er sie zudem mit der Angelegenheit nicht belasten. 7.4 Auf Grund der Ausführungen des Beschwerdeführers ist zwar davon auszugehen, dass im damaligen beruflichen Umfeld nicht nur (…), son- dern zumindest auch (…) über das strafbare Verhalten des Beschwerd e- führers Bescheid wussten . Da (…), ist ausserdem anzunehmen, dass auch im gegenwärtigen unmittelbaren beruflichen Umfeld jemand um die damaligen Verfehlungen des Beschwerdeführers weiss. Dessen strafba- res Verhalten dürfte überdies in seinem Personaldossier vermerkt sein . Entgegen der Ansicht des Beschwerdeführers wird dadurch die Einschät- zung der Vorinstanz, er sei erpressbar, jedoch nicht widerlegt. Wie diese richtig ausführt, ist bei der Beurteilung der Erpressbarkeit der Informati- onsstand im beruflichen Um feld in Kombination mit dem im privaten Um- feld zu bewerten. In Letzterem weiss aber einzig die Frau des Beschwer- deführers von dessen damaligem Konsum illegaler Pornografie. Dieser ist für den Beschwerdeführer , wie die Vorinstanz zutreffend bemerkt, mit (grossem) Scham verbunden und scheint ihm äussert unangenehm zu A-1930/2012 Seite 13 sein. Mit der Vorinstanz ist deshalb davon auszugehen, er wolle ihn zum Schutz seiner eigenen Person wie auch zum Sc hutz seiner Tochter und seiner Eltern verheimlichen. Unter diesen Umständen erscheint die Schlussfolgerung der Vorinstanz, es sei im Bereich der Erpressbarkeit von einem grundsätzlichen Sicherheitsrisiko auszugehen, als sachg e- recht, auch wenn ihre Ansicht, die Zielattraktivität der Funktion des B e- schwerdeführers sei als hoch einzustufen , (etwas) übertrieben anmutet. An diesem Ergebnis ändert nichts, dass der Beschwerdeführer, wie er geltend macht, bislang nicht erpresst worden ist, dient die Personens i- cherheitsprüfung doch gerade auch dazu, Erpressungen vorzubeugen. Das Bundesverwaltungsgericht hat entsprechend bereits in früheren, ähn- lich gelagerten Fällen die Einschätzung der Vorinstanz, es bestehe ein Erpressungsrisiko, geschützt (vgl. Urteile des Bundesverwaltungsgerichts A-6563/2011 vom 25. Juni 2012 E. 9.3 und A -4673/2010 vom 7. April 2011 E. 6.6.3 mit weiterem Hinweis). Daran ist vorliegend festzuhalten. 8. Die Vorinstanz bejaht ein letztes Sicherheitsrisiko unter dem Titel "Rep u- tationsverlust und Spektakelwert". 8.1 Der im Falle des Eintretens eines Ereignisses resultierende negative Medien- oder Öffentl ichkeitswert ist als sogenannter Spektakelwert b e- kannt. Bei dessen Beurteilung geht es nicht primär darum, den Staat vor allfälligen Blamagen zu schütze n. Es soll vielmehr materieller wie auch immaterieller Schaden präventiv abgewendet und das störungsfreie Funktionieren der betroffenen Institution bzw. der Eidgenossenschaft als solcher gewahrt werden. Die Annahme eines Sicherheitsrisikos ist dann gerechtfertigt, wenn ein konkreter Zusammenhang zwischen dem vorg e- worfenen Sicherheitsrisiko und der dadurch entstandenen Bedrohung des Institutionenvertrauens gegeben ist (vgl. Urteil des Bundesverwaltungsge- richts A-3037/2011 vom 27. März 2012 E. 6.4 m.w.H.). 8.2 Die Vorinstanz b ringt vor, (…) geniesse als (…) ein Institutione n- vertrauen. Dieses Vertrauen sei sehr leicht verletzbar bzw. enorm em p- findlich. Ein Misstrauensvotum der Bevölkerung könne beachtlichen m a- teriellen Schaden erzeugen. (…) müsse demzufolge darauf bedacht sein, ausschliesslich Personen mit einem untadeligen Leumund und einem ebensolchen persönlichen Umfeld in sensitiven Funktionen zu beschäft i- gen. Im vorliegenden Fall sei der von der Rechtsprechung geforderte konkrete Zusammenhang zwischen einer Bed rohung des Institutione n- vertrauens und den offensichtlichen Gefährdungen durch mangelnde In-A-1930/2012 Seite 14 tegrität, mangelnde Vertrauenswürdigkeit und erhöhte Erpressbarkeit ge- geben. Das Eintreten eines Schaden ereignisses werde als wahrschei n- lich, der daraus entstehende mögliche Schaden als hoch erachtet. Es sei entsprechend davon auszugehen, (…) werde bei einer Weiterverwendung des Beschwerdeführers in seiner aktuellen Funktion kurz - bis mittelfristig nachteilig belastet. 8.3 Das Bundesverwaltungsgericht hat bereits in früheren, ähnlich gela- gerten Fällen ausgeführt, die Öffentlichkeit im In - und Ausland reagiere auf Delikte gegen die sexuelle Integrität, insbesondere im Zusamme n- hang mit Minderjährigen, sehr empfindlich . Es sei deshalb davon ausz u- gehen, das Vertrauen in die jeweils betroffene Institution würde bei Be- kanntwerden der illegalen (Kinder -) Pornografie arg strapaziert werden (vgl. Urteile des Bundesverwaltungsgerichts A -6563/2011 vom 25. Juni 2012 E. 10.3 und A-4673/2010 vom 7. April 2011 E. 6.7.4). Vorliegend be- steht kein Anlass, von dieser Rechtsprechung abzuweichen. Vielmehr ist auch hier anzunehmen, das Institutionenvertrauen, das (…) im In - und Ausland geniesst, würde arg strapaziert werden, wenn der Sachverhalt, der dem Strafurteil vom 16. Januar 2008 zugrunde liegt, publik würde. Die Vorinstanz hat deshalb den Spektakelwert im Falle einer Weiterverwen- dung des Beschwerdeführers in seiner sicherheitsempfindlichen Funktion in Verbindung mit dem Eintreten eines Ereignisses zu Recht als h och eingestuft. 9. 9.1 Die Vorinstanz ist bei ihrem Entscheid wie jede Verwaltungsbehörde an den Grundsatz der Verhältnismässigkeit gebunden (Art. 5 Abs. 2 der Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft vom 18. April 1999 [BV, SR 101]). Die Verfügung muss demnach zur Erreichung des im öffentlichen Interesse angestrebte n Ziels geeignet und erforderlich sein; sie hat zu unterbleiben, wenn eine gleich geeignete, aber mildere Mass- nahme ausreichen würde. Der angestrebte Zweck muss zudem in einem vernünftigen Verhältnis zu den Belastungen stehen, die der von der Ve r- fügung betroffenen Person auferlegt werden (vgl. BGE 131 V 107 E. 3.4.1 m.w.H.; Urteil des Bundesverwaltungsgerichts A -6563/2011 vom 25. Juni 2012 E. 11 m.w.H.; ULRICH HÄFELIN/GEORG MÜLLER/FELIX UHLMANN, All- gemeines Verwaltungsrecht, 6. Aufl., Zürich 2010, Rz. 581). 9.2 Die Ausführungen der Vorinstanz zur Verhältnismässigkeit der ange- fochtenen negativen Risikoverfügung sind sehr kurz gehalten und b e-A-1930/2012 Seite 15 schränken sich im Wesentlichen auf theoretische Grundlagen; die Beur- teilung ist im Ergebnis jedoch nicht zu beanstanden. So ist der Vorinstanz beizupflichten, dass keine mildere n Massnahmen ersichtlich sind, um in kurzer Zeit und nachhaltig das festgestellte Sicherheitsrisiko zu reduzie- ren. Das öffentliche Interesse an der Wahrung der inneren und äusseren Sicherheit resp. an der Vermeidung des festgestellten Sicherheitsrisikos bzw. des bei dessen Verwirklichung potenziell resultierenden materiellen und immateriellen Schadens überwiegt weiter das private Interesse des Beschwerdeführers an einer Weiterverwendung in seiner sicherheitsemp- findlichen Funktion. Seine Belastung durch die angefochtene negative Ri- sikoverfügung steht überdies in einem vernünftigen Verhältnis zu dem mit dieser angestrebten Zweck. Die Vorinstanz hat die angefochtene Verf ü- gung deshalb zu Recht als verhältnismässig qualifiziert (vgl. in diesem Sinne auch die Urteile des Bundesverwaltungsgerichts A -6563/2011 vom 25. Juni 2012 E. 11.2 und A-4673/2010 vom 7. April 2011 E. 7). Die gegen diese gerichtete Beschwerde erweist sich damit im Ergebnis als unbe- gründet und ist daher abzuweisen. 10. 10.1 Bei diesem Verfahrensausgang gilt der Beschwerdeführer als unte r- liegend. Er hat deshalb in Anwendung von Art. 63 Abs.1 VwVG grund- sätzlich die auf Fr. 1'000.-- festzusetzenden Verfahrenskosten (vgl. Art. 1 ff. des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entsch ä- digungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]) zu tragen. Wegen der übermässig langen Dauer des vorinstanzlichen Ver- fahrens sind ihm die Kosten jedoch lediglich zur Hälfte, d.h. im Um fang von Fr. 500.--, aufzuerlegen (Art. 63 Abs. 1 VwVG i.V.m. Art. 6 Bst. b VGKE; vgl. auch Urteil des Bundesverwaltungsgerichts A-7894/2009 vom 16. Juni 2010 E. 7.1). 10.2 Die Vorinstanz hat , obschon sie obsiegt, keinen Anspruch auf eine Parteientschädigung ( Art. 7 Abs. 3 VGKE). Dem unterliegenden Be- schwerdeführer steht ebenfalls keine Parteientschädigung zu (Art. 64 Abs. 1 VwVG). A-1930/2012 Seite 16 Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 2. Die Verfahrenskosten von Fr. 1'000.-- werden dem Beschwerdeführer im Umfang von Fr. 500. -- auferlegt. Dieser Betrag wird mit dem geleisteten Kostenvorschuss von Fr. 1'000. -- verrechnet. Der Restbe trag von Fr. 500.-- wird dem Beschwerdeführer nach Eintritt der Rechtskraft dieses Urteils zurückerstattet. Hierzu hat er dem Bundesverwaltungsgericht e i- nen Einzahlungsschein zuzustellen oder seine Kontonummer bekannt zu geben. 3. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen. 4. Dieses Urteil geht an: – den Beschwerdeführer (Gerichtsurkunde) – die Vorinstanz (Ref-Nr. 251'840; Einschreiben) – das Generalsekretariat VBS (Gerichtsurkunde) Für die Rechtsmittelbelehrung wird auf die nächste Seite verwiesen. Die vorsitzende Richterin: Der Gerichtsschreiber: Marianne Ryter Pascal Baur A-1930/2012 Seite 17 Rechtsmittelbelehrung: Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen nach Eröffnung beim Bun- desgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern , Beschwerde in öffentlich - rechtlichen Angelegenheiten geführt werden, sofern die Voraussetzungen gemäss Art. 82 ff., 90 ff. und 100 des Bundesgerichtsge setzes vom 17. Juni 2005 (BGG, SR 173.110) erfüllt sind. Die Rechtsschrift ist in einer Amtssprache abzufassen und hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. Der angefoch- tene Entscheid und die Beweismittel sind, soweit sie der Beschwerdefü h- rer in Händen hat, beizulegen (Art. 42 BGG). Versand: