A bteilung I A -1687/2006 {T 0/2} U rteil vom 18. Juni 2007 M itw irkung: Kam m erpräsident Thom as Stadelm ann (Vorsitz); R ichter D aniel R iedo; Pascal M ollard; G erichtsschreiberin Iris W idm er. X._______A G , Beschw erdeführerin, vertreten durch Y._______, gegen O berzolldirektion (O ZD ), H auptabteilung R echt und Abgaben, M onbijoustrasse 40, 3003 Bern, Vorinstanz betreffend N achbezugsverfügung betreffend Inlandverkauf von zollbegünstigt eingeführtem Schw einefett; Verw endungsverpflichtung. B u n d e s v e rw a ltu n g s g e ric h t T rib u n a l a d m in is tra tif fé d é ra l T rib u n a le a m m in is tra tiv o fe d e ra le T rib u n a l a d m in is tra tiv fe d e ra l2 Sachverhalt: A. D ie X._______ AG bezw eckt gem äss Eintrag im H andelsregister die H erstellung und den Verkauf von N ahrungsm itteln. In der Schw eiz ist die Firm a insbesondere in der Fettverarbeitung tätig. Für die Einfuhr von zollbegünstigtem Schw einefett zu Futterzw ecken hat sie eine Verw en- dungsverpflichtung bei der O berzolldirektion (O ZD ) hinterlegt. B. Betriebskontrolleure der zuständigen Zollinspektorate überprüften am 5. D ezem ber 2000 und am 5. M ai 2004 die Firm a u.a. hinsichtlich der Verw endung zollbegünstigter W are. Kontrolliert w urden die Verw en- dungsverpflichtungen für tierische und pflanzliche Fette und Ö le zu Futterzw ecken und zu technischen Zw ecken. D ie Kontrolleure stellten fest, von dem im Jahr 2000 zu zollbegünstigtem Ansatz im portierten Schw einefett zu Futterzw ecken gem äss der Tarifnum m er 1501.0012 seien insgesam t 139'060 kg an die A._______AG w eiterverkauft w orden, die zum Zeitpunkt der Lieferungen nicht über eine entsprechende Verw endungsverpflichtung gegenüber der O ZD verfügt habe. Eine N achkontrolle bei den (End-)Abnehm ern der A._______AG habe ergeben, dass von der genannten M enge im ganzen 77'260 kg zu Speise- und nicht zu Futterzw ecken verarbeitet w orden seien; dies ebenfalls ohne ent- sprechende Verw endungsverpflichtungen. D iese M enge Schw einefett falle folglich unter den höheren – für Speisezw ecke geltenden – Zollansatz der Tarifnum m er 1501.0018 (Fr. 153.-- je 100 kg). G estützt auf diese U ntersuchungen forderte die Zollkreisdirektion Basel m it N achbezugsverfügung vom 2. Juli 2004 die D ifferenz zw ischen dem begünstigten und dem norm alen Zollansatz für die entsprechende M enge in der H öhe von Fr. 107'792.50 (inkl. M ehrw ertsteuern) nach. C . D agegen legte die X._______AG am 11. August 2004 Beschw erde bei der O ZD ein m it dem Begehren, die N achbezugsverfügung der Zollkreis- direktion Basel vom 2. Juli 2004 sei aufzuheben, und der N ach- bezugsbetrag sei auf Fr. 0.-- festzusetzen. Zur Begründung brachte sie im W esentlichen vor, sie habe im Jahre 2000 469'760 kg Schw einefett zollbegünstigt eingeführt und im R ahm en des W eiterverkaufs für eine Schw einefettm enge von m indestens 478'423 kg den zollrechtlichen Verw endungsvorbehalt auf den R echnungen vorgenom m en, w om it sie den Zollvorschriften betreffend zollbegünstigter W aren um fassend nachgekom m en sei. Auf den R echnungen an die A._______AG habe sie den Verw endungsvorbehalt für 61'860 kg fest- gehalten. D a im Ü brigen der Im port-Schw einefettanteil aufgrund der Verm ischung m it dem inländischen Schw einefett im R ahm en der Ver- arbeitung höchstens 11 % betrage, m ache der Anteil ausländischen Fettes in den Lieferungen von insgesam t 77'260 kg ohne Verw endungs- verpflichtung an die A._______AG höchstens 8'492 kg aus. D ieser U m stand bliebe aber unbeachtlich, habe die X._______AG doch im G eschäftsjahr 2000 m ehr als die privilegierte M enge ausländischen Schw einefettes dem Verw endungsvorbehalt unterstellt.3 M it Entscheid der O ZD vom 19. N ovem ber 2004 w ies diese die Be- schw erde ab. D . Am 21. D ezem ber 2004 erhebt die X._______AG (Beschw erdeführerin) Beschw erde bei der Eidgenössischen Zollrekurskom m ission (ZR K). Sie beantragt, der Entscheid der O ZD vom 19. N ovem ber 2004 sei aufzuheben, und der N achbezugsbetrag sei m axim al auf Fr. 554.-- festzusetzen; unter Kosten- und Entschädigungsfolge. In ihrer Begründung trägt sie insbesondere vor, die Vorinstanz gehe bei der Berechnung der im portierten M enge von einem falschen Sachverhalt aus. Aufgrund ihrer Produktionsw eise sei die Annahm e, w onach eine M enge von 139'060 kg Schw einefett für den W eiterverkauf an die A._______AG im portiert w orden sei, offensichtlich falsch. Im W eiteren argum entiert sie, dass höchstens auf einer M enge von 8'492 kg ein Zoll nacherhoben w erden dürfe. D iesbezüglich sei zudem der Zolltarif 1501.0018 für Schw eineschm alz (ausgeschm olzen oder ausgepresst) zum reduzierten N orm alansatz von Fr. 20.-- je 100 kg für die H erstellung von Speisefett m assgebend, so dass sich der N achbezugsbetrag auf Fr. 554.-- reduziere. In ihrer Vernehm lassung vom 10. M ärz 2005 schliesst die O ZD auf voll- um fängliche Abw eisung der Beschw erde. M it Verfügung vom 24. M ärz 2005 w ird ein zw eiter Schriftenw echsel durchgeführt. D ie Beschw erdeführerin bestätigt in der R eplik vom 26. April 2005 ihre R echtsbegehren. D ie O ZD hält in der Stellungnahm e vom 12. M ai 2005 im G rundsatz an ihrer Vernehm lassung fest. E. Per 31. D ezem ber 2006 hat die ZR K die Verfahrensakten dem Bundesverw altungsgericht (BVG er) zur Beurteilung der Sache übergeben. D as B undesverw altungsgericht zieht in Erw ägung: 1. 1.1 Bis zum 31. D ezem ber 2006 unterlagen erstinstanzliche Verfügungen oder Beschw erdeentscheide der O ZD der Beschw erde an die ZR K (Art. 109 Abs. 1 Bst. c des Zollgesetzes vom 1. O ktober 1925 [aZG , in der Fassung vom 6. O ktober 1972 [AS 1973 644]). D as BVG er übernim m t, sofern es zuständig ist, die am 1. Januar 2007 bei der ZR K hängigen R echtsm ittel. D ie Beurteilung erfolgt nach neuem Verfahrensrecht (Art. 53 Abs. 2 des Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesverw altungsgericht [Verw altungsgerichtsgesetz, VG G , SR 173.32]). Sow eit das VG G nichts anderes bestim m t, richtet sich gem äss Art. 37 VG G das Verfahren nach dem Bundesgesetz vom 20. D ezem ber 1968 über das Verw altungs- verfahren (Vw VG , SR 172.021). Beschw erden an das BVG er sind zulässig gegen Verfügungen im Sinne von Art. 5 Vw VG (Art. 31 VG G ). Entscheide der O ZD betreffend die Veranlagung der Zölle unterliegen der Beschw erde an das BVG er (Art. 109 Abs. 1 Bst. c aZG in der Fassung vom 17. Juni 4 2005 [AS 2006 2197] in Verbindung m it Art. 33 Bst. d und Art. 50 VG G ). D ieses ist som it zur Behandlung der Beschw erde sachlich w ie funktionell zuständig. 1.2 D as BVG er kann den angefochtenen Entscheid grundsätzlich in vollem U m fang überprüfen. D ie Beschw erdeführerin kann neben der Verletzung von Bundesrecht (Art. 49 Bst. a Vw VG ) und der unrichtigen oder unvoll- ständigen Feststellung des rechtserheblichen Sachverhaltes (Art. 49 Bst. b Vw VG ) auch die R üge der U nangem essenheit erheben (Art. 49 lit. c Vw VG ; AN D R É M O SER , in André M oser/Peter U ebersax, Prozessieren vor eidgenössischen R ekurskom m issionen, Basel und Frankfurt am M ain 1998, R z. 2.59; U LR IC H H ÄFELIN /G EO R G M Ü LLER /FELIX U H LM AN N, Allgem eines Verw altungsrecht, 5. Aufl., Zürich 2006, R z. 1758 ff.). D ie Beschw erdeinstanz hat den Sachverhalt von Am tes w egen festzustellen und ist dabei nicht ausschliesslich an die Parteibegehren gebunden (Art. 62 Abs. 4 Vw VG ). 1.3 D ie Beschw erdeführerin bestreitet die Sachverhaltsannahm en der Zollverw altung hinsichtlich der Erm ittlung der H öhe des Anteils zollbe- günstigten Fettes in den an die Firm a A._______AG w eiterverkauften M engen, sow ie den angew endeten Zollansatz der Tarifnum m er 1501.0018. 2. 2.1 Jede W areneinfuhr über die schw eizerische Zollgrenze unterliegt grundsätzlich der Zollpflicht (vgl. Art. 1 Abs. 1 aZG ). G em äss Art. 1 Abs. 2 aZG um fasst die Zollpflicht die Befolgung der Vorschriften für den Verkehr über die G renze (Zollm eldepflicht) und die Entrichtung der gesetzlichen Abgaben (Zollzahlungspflicht). Ausnahm en von diesem allgem einen G rundsatz bedürfen einer ausdrücklichen gesetzlichen oder staatsvertraglichen G rundlage. 2.2 Art. 18 aZG sieht eine Zollbegünstigung bei bestim m ter Verw endungsart vor. D anach sind zollpflichtige W aren, die je nach ihrer Verw endung verschiedenen Ansätzen unterliegen, auf Ansuchen gegen Verw endungs- nachw eis zu den für die entsprechende Verw endungsart festgesetzten niedrigeren Ansätzen abzufertigen, sow eit der Zolltarif nicht gänzliche Befreiung vorsieht (Abs. 1). D ie Abfertigung zu den niedrigeren Ansätzen w ird grundsätzlich unter anderem vom N achw eis der Verw endungsart abhängig gem acht. Sonst findet die Abfertigung zu den höheren Ansätzen statt (Abs. 3). Sofern die Verhältnisse es rechtfertigen, kann an Stelle des Verw endungsnachw eises unter Vorbehalt jederzeitiger N achprüfung und unter den durch Verordnung festgesetzten Bedingungen eine vom Verbraucher der W are auszustellende Verw endungsverpflichtung (R evers) angenom m en und die Abfertigung zum niedrigeren Ansatz bew illigt w erden (Abs. 4). D ie Verw endungsverpflichtung ist vom Verbraucher der W are auszustellen. W er eine Verw endungsverpflichtung eingeht, verpflichtet sich gleichzeitig, die Zolldifferenz nachzuentrichten, w enn die niedrig verzollte W are zu einem der Zollerm ässigung nicht entsprechenden Zw eck verw endet oder über sie sonstw ie entgegen der Verpflichtung verfügt w ird (Art. 40 Abs. 4 der Verordnung vom 10. Juli 1926 zum Zollgesetz [aZV, AS 5 42 339] in der Fassung vom 18. D ezem ber 1961 [AS 1961 1178]). 2.3 2.3.1 D ie Zollm eldepflichtigen unterliegen im Zollverfahren besonderen gesetz- lichen M itw irkungspflichten (Art. 29 ff. aZG ). H insichtlich ihrer Sorgfaltspflichten w erden hohe Anforderungen an sie gestellt. Sie m üssen die Zolldeklaration abgeben und haben für deren R ichtigkeit einzustehen (Art. 31 aZG in Verbindung m it Art. 47 Abs. 2 aZV); zum Selbstde- klarationsprinzip vgl. U rteil des Bundesgerichts vom 7. Februar 2001, veröffentlicht in Archiv für Schw eizerisches Abgaberecht [ASA] 70 S. 334 E. 2c, U rteil des Bundesgerichts 2A.1/2004 vom 31. M ärz 2004 E. 2.1; U rteil BVG er A-1688/2006 vom 22. M ärz 2007 E. 2.3; Entscheid der ZR K vom 28. O ktober 2003 veröffentlicht in ASA 73 S. 576 E. 3c). 2.3.2 D ie Eidgenössische Zollverw altung hat in den Zollvorschriften vom 1. O ktober 1999 über zollbegünstigte W are die Pflichten konkretisiert, die den Berechtigten einer Verw endungsverpflichtung treffen (seit Inkrafttreten des neuen Zollgesetzes vgl. auch Verordnung des EFD vom 4. April 2007 über Zollerleichterungen für W aren je nach Verw endungszw eck [Zollerleichterungsverordnung, ZEV, SR 631.012]). D iese spezifischen Verpflichtungen der aufgrund einer hinterlegten Verw endungsverpflichtung zollbegünstigten Person gegenüber der Zollverw altung konkretisieren das Selbstdeklarationsprinzips. W er eine Verw endungsverpflichtung hinterlegt hat, darf eine W are ohne Einschränkung hinsichtlich der M enge und H erkunft der W are sow ie der D auer grundsätzlich nur zu einem bestim m ten Zw eck im eigenen Betrieb verw enden (Art. 2 in Verbindung m it Art. 7 der Zollvorschriften). Zollbegünstigte W are darf nur unverarbeitet an andere Zollbegünstigte geliefert w erden (Art. 7 in Verbindung m it Art. 11 der Zollvorschriften); auf Lieferscheinen und R echnungen ist ein Verw endungsvorbehalt m it folgendem W ortlaut anzubringen: "D iese W are w urde zollbegünstigt eingeführt; sie darf nur zu dem in Ihrer Verw endungsverpflichtung aufgeführten Zw eck verw endet w erden" (Art. 13 Abs. 1 und 2 der Zollvorschriften). D ie Zollbegünstigten haben schriftlich und unaufgefordert der O ZD u.a. diejenigen M engen zu m elden, die anders als gem äss der Verw endungsverpflichtung verw endet w erden oder die an andere als Zollbegünstigte abgegeben w erden (Art. 14 Abs. 1 lit. a und b der Zollvorschriften). G em äss Art. 8 Abs. 1 und 2 der Zollvorschriften sind zollbegünstigte W aren grundsätzlich getrennt zu lagern; sie dürfen nur zusam m en m it anderen W aren gelagert w erden, w enn sie von gleicher Art, Q ualität und Beschaffenheit sind. D ie W arenbuchhaltung hat alle Angaben zu enthalten, die für die ordnungsgem ässe D urchführung des Zollbegünstigungsverfahrens und die Ü berw achung erforderlich sind; aus den Bestandesaufzeichnungen m uss jederzeit der Bestand an zollbegünstigten W aren ersichtlich sein (Art. 9 Abs. 1 bis 3 der Zollvorschriften). Für W aren, die an andere als Zollbegünstigte abgegeben oder die anders als gem äss der Verw endungsverpflichtung verw endet w erden, m uss die D ifferenz zw ischen dem begünstigten und dem norm alen Zollansatz für die entsprechende M enge nachgezahlt w erden (Art. 15 Abs. 1 lit. a und b der 6 Zollvorschriften). D ie Zollvorschriften bilden integrierenden Bestandteil der Verw endungsverpflichtung (Art. 1 Abs. 2 der Zollvorschriften). 2.4 D ie Bew eisw ürdigung endet m it dem richterlichen Entscheid darüber, ob eine rechtserhebliche Tatsache als erw iesen zu gelten hat oder nicht. D er Bew eis ist geleistet, w enn der R ichter bzw . die R ichterin gestützt auf die freie Bew eisw ürdigung zur Ü berzeugung gelangt, dass sich der rechts- erhebliche Sachum stand verw irklicht (bzw . nicht verw irklicht) hat. G elangt der R ichter bzw . die R ichterin aufgrund der Bew eisw ürdigung nicht zur Ü berzeugung, die feststellungsbedürftige Tatsache habe sich verw irklicht, so fragt es sich, w er die Folgen der Bew eislosigkeit zu tragen hat. G em äss der allgem einen Bew eislastregel hat, w o das G esetz es nicht anders bestim m t, derjenige das Vorhandensein einer behaupteten Tatsache zu bew eisen, der aus ihr R echte ableitet (Art. 8 des Zivilgesetzbuches vom 10. D ezem ber 1910 [ZG B, SR 210]). Bei Bew eislosigkeit ist folglich zu U ngunsten desjenigen zu entscheiden, der die Bew eislast trägt (BG E 121 II 257, 266; FR ITZ G YG I, Bundesverw altungsrechtspflege, Bern 1983, S. 279 f., M AR TIN ZW E IFEL, D ie Sachverhaltserm ittlung im Steuerver- anlagungsverfahren, Zürich 1989, S. 109 f.). D em zufolge trägt die O ZD die Bew eislast für Tatsachen, w elche die Abgabepflicht als solche begründen oder die Abgabeforderungen erhöhen. D em gegenüber ist die abgabepflichtige bzw . abgabebegünstigte Person für die abgabe- aufhebenden und -m indernden Tatsachen bew eisbelastet (vgl. zur Bew eispflicht im Zollabfertigungsverfahren BG E 109 Ib 192, E. 1d; Entscheide der ZR K vom 15. N ovem ber 2005 [ZR K 2003-165] E. 2aa, 2bb und 3b; vom 6. Juli 2004 in Verw altungspraxis der Bundesbehörden [VPB] 68.166 E. 2d; ER N ST BLU M EN STEIN /PETER LO C H ER , System des Steuerrechts, Zürich 2002, S. 454; ZW E IFEL, a.a.O ., S. 48). 3. 3.1 Zunächst ist hinsichtlich des Sachverhaltes zu erm itteln, für w elche M enge die Beschw erdeführerin nachzahlungspflichtig gew orden ist. U nbestritten ist, dass die Beschw erdeführerin im Jahr 2000 insgesam t 469'760 kg Schw einefett zollbegünstigt zu Futterzw ecken eingeführt hat. U nbestritten ist auch, dass sie insgesam t 139'060 kg Schw einefett an die A._______AG w eiterverkauft hat, w ovon 77'260 kg zu Speisezw ecken verarbeitet w urden und dass w eder die A._______AG noch ihre Endabnehm er zum Zeitpunkt der Lieferungen eine Verw endungs- verpflichtung für Schw einefett w eder zu Futter- noch zu Speisezw ecken hinterlegt hatten. Schliesslich ist ebenfalls unbestritten, dass die R echnungen an die A._______AG für eine M enge von 61'860 kg einen Vorbehalt enthalten, der vom vorgeschriebenen W ortlaut gem äss Zollvorschriften abw eicht. 3.1.1 D ie Beschw erdeführerin trägt vor, dass sie das Schw einefett aus eigener Fettschm elze zusam m en m it dem im portierten Fett im R ohprodukte-Tank lagere und som it in jedem Fall eine Verm ischung zw ischen dem Fett aus eigener Produktion und dem Im portfett stattfinde. Es sei technisch und betrieblich unm öglich, das inländische Fett aus eigener Fettschm elze und 7 das Im portfett qualitativ und quantitativ zu trennen. Von der im Jahr 2000 insgesam t verarbeiteten M enge Schw einefett von 4'267'428 kg [recte: 4'267'448 kg gem äss Beilage 4 zur Beschw erde an die O ZD ] falle 469'760 kg auf zollbegünstigtes Im portfett. Im Jahresdurchschnitt m ache das Im portfett folglich einen Anteil von 11% aus. D ie Verbrauchs- und Verkaufsm enge von Schw einefett schw anke m onatlich unw esentlich, so dass davon auszugehen sei, dass der Im portanteil im jew eils veräusserten Fett im Schnitt 11% betrage. D er Eingang der inländischen R ohfett-Abschnitte erfolge aufgrund der Schlachtm engen und könne nicht gesteuert w erden. D ie ergänzende, zu im portierende Fettm enge w erde auf der Basis eines G esam tfettbedarfs erm ittelt und erfolge daher nie direkt gestützt auf die Bedürfnisse des einzelnen Abnehm ers. D ie Beschw erdeführerin greife nur in der W eiterverarbeitung bzw . R affinierung des R ohproduktes auf die chargenw eise Produktion zurück. D a die A._______AG von der Beschw erdeführerin kein raffiniertes Produkt bezogen habe, sei die Annahm e der Vorinstanz, w onach eine M enge von 139'060 kg Schw einefett für den W eiterverkauf an dieselbe im portiert w orden sei, offensichtlich falsch. Auch die Annahm e, w onach sich das von der A._______AG für Speisezw ecke verw endete Fett von 77'260 kg ausschliesslich aus Im portfett zusam m ensetze, stehe im krassen W iderspruch zu den tatsächlichen betrieblichen Verhältnissen. Bei Lieferungen von insgesam t 77'260 kg an die A._______AG könne der Im portfettanteil som it 8'498 kg (11% von 77'260 kg) nicht übersteigen. 3.1.2 D ie Vorinstanz stim m t der Beschw erdeführerin insofern zu, als sich ein Im portanteil von 11% ergebe, stelle m an die G esam tproduktion des Jahres 2000 der im portierten M enge gegenüber. Ü ber die tatsächlichen Verhältnisse in den einzelnen Lieferungen sei dam it aber nichts ausgesagt und so liesse sich die Behauptung der Beschw erdeführerin, w onach sich in der an die A._______AG verkauften M enge von 139'060 kg Schw einfett höchstens 15'297 kg (entspricht 11% ) im portiertes Fett befinde, nicht bew eisen. Tatsache sei, dass die in R ede stehende M enge Fett (139'060 kg) in der W arenbuchhaltung der Beschw erdeführerin als Futterm ittel geführt w urde und an Abnehm er ohne entsprechende Verw endungsverpflichtungen gelangt sei. G rundsätzlich hätte die Zollverw altung dem nach die Zolldifferenz für die gesam ten 139'060 kg nachfordern m üssen; sie sei der Beschw erdeführerin aber entgegengekom m en, indem sie die Zolldifferenz nur für den nicht zu Futterzw ecken verw endeten Teil nachgefordert habe (77'260 kg). 3.1.3 D as Vorgehen der Zollverw altung, w onach sie von einer an die A._______AG gelieferten M enge von 139'060 kg Schw einefett zu Futterzw ecken ausgeht, ist nicht zu beanstanden: W er eine Verw endungsverpflichtung hinterlegt hat, ist für die W are verantw ortlich und hat dafür zu sorgen, dass diese ausschliesslich zu dem m it der Verw endungsverpflichtung verbundenen Zw eck verw endet w ird. G erade aufgrund der Schw ierigkeiten, die einzelnen W arenbew egungen 8 zollbegünstigter Im porte m it Verw endungsverpflichtung innerhalb eines Betriebes bzw . zw ischen den H andelsteilnehm enden nachzuverfolgen, sind m it der Verw endungsverpflichtung die in den Zollvorschriften verankerten strengen Pflichten – sow ohl praktischer als auch buchhalterischer Art – verbunden, denen die Berechtigten nachzukom m en haben (vgl. E. 2.3.2). D ies gilt um so m ehr für zollbegünstigte W are, die – w ie vorliegend – w egen ihrer G leichartigkeit m it anderen W aren zusam m en gelagert bzw . verm ischt w erden können. Aufgrund der Betriebskontrollen ist der Verw altung ohne Zw eifel bekannt, dass die Beschw erdeführerin die W are gem ischt lagert und als Folge davon eine Kom pensationsbuchhaltung führt. D as ändert aber nichts daran, dass im Falle der Verletzung der Verw endungsverpflichtung es aufgrund des Selbstdeklarationsprinzips allein den Berechtigten einer Verw endungs- verpflichtung obliegt, detailliert nachzuw eisen, w elche M engen w elchen Zw ecken zugeführt w urden, w ährend die Zollverw altung keine w eiteren Pflichten zur Abklärung des Sachverhaltes trifft. U nbestrittenerm assen hat die Beschw erdeführerin sich verschiedene Verletzungen der Zollvorschriften vorhalten zu lassen. So hat sie sich nicht vergew issert, dass die A._______AG ebenfalls im Besitz einer Verw endungs- verpflichtung für Schw einefett zu Futterzw ecken ist, auch hat sie auf den R echnungen den vorgeschriebenen Verw endungsvorbehalt nicht korrekt w iedergegeben. D ie Sachverhaltsdarstellung der Beschw erdeführerin, w onach betreffend die beanstandeten Lieferungen an die A._______AG von einem Anteil von m axim al 11% ausgegangen w erden m uss, verm ag indessen nicht zu überzeugen: D ie Beschw erdeführerin übersieht bei dieser Argum entation, dass grundsätzlich die gesam te Verw endung des von ihr zu Futterzw ecken im portierten Schw einefettes zur D iskussion steht. G em äss Kontrollbericht R H N r. 55 vom 30. August 2000 ist erstellt, dass die Produkte nicht nach Verw endungszw eck getrennt gelagert w urden. D er U ntersuchungsbericht hält dazu fest, die Beschw erdeführerin im portiere die W are zuerst zur m enschlichen Ernährung. W enn entsprechende Verkäufe in anderen Sektoren getätigt w ürden (techn. Zw ecke, M ayonnaisenherstellung oder Futterzw ecke), w erde die entsprechende Verzollung nachgeholt (a.a.O . Ziff. 13). D am it w ird das Vorbringen der Beschw erdeführerin bestätigt, w onach sie das Fett aus eigener Fettschm elze und Im portfett m iteinander m ischt und – entgegen den Äusserungen der Vorinstanz – nicht von einer direkten W eiterveräusserung des zu Futterzw ecken im portierten Fettes an einzelne Kunden ausgegangen w erden kann. D araus ist nun jedoch entgegen der M einung der Beschw erdeführerin nicht der Schluss zu ziehen, gesam thaft berechnet betrage der Anteil von zu Futterzw ecken im portiertem Fett unbestrittenerm assen lediglich 11% , und es könne dem entsprechend ein Anteil von 11% der beanstandeten Lieferungen als unrechtm ässig verw endet qualifiziert w erden. Vielm ehr oblag es der Beschw erdeführerin nach dem eingangs ausgeführten (E. 2.3.2), detailliert nachzuw eisen, dass die zu Futterzw ecken eingeführte gesam te M enge 9 auch für diesen Zw eck verw endet w urde. R elevant ist vorliegend nun, dass die Beschw erdeführerin unbestrittenerm assen selber die Ausscheidung zw ischen dem für Futterzw ecke verw endeten Schw einefett und dem übrigen Schw einefett dergestalt vornahm , dass sie das an die A._______AG gelieferte Fett in ihrer Kom pensationsbuchhaltung als Schw einefett zu Futterzw ecken führte (vgl. dazu das Feststellungs- Protokoll vom 11. M ai 2004 sow ie die m it Telefax vom 3. M ai 2004 von der Beschw erdeführerin an das Zollinspektorat überm ittelte Statistik). D araus folgt, dass die Zollverw altung ohne W eiteres von den in der W arenbuchhaltung deklarierten Angaben, w onach 139'060 kg zu Futterzw ecken an die A._______AG geliefert w urden, ausgehen konnte. Im Ü brigen hält auch die Beschw erdeführerin selber dafür, dass ihre Buchhaltung geeignet sei, aufzuzeigen, w elche Fettm enge in den Futterm ittelkanal verkauft und w elche Fettm enge im relevanten Zeitraum zollbegünstigt im portiert w orden ist. W ird m it zollbegünstigter W are nicht vorschriftsgem äss um gegangen und w ird sie insbesondere nicht gem äss der Verw endungsverpflichtung verarbeitet, m uss grundsätzlich die D ifferenz zum N orm alansatz auf der entsprechenden M enge nacherhoben w erden. D ie Zollverw altung ist der Beschw erdeführerin gem äss ihrer Praxis insofern entgegengekom m en, als sie die D ifferenz nur für jene M enge nacherhoben hat, die gem äss den unbestrittenen U ntersuchungen der Zollverw altung zu Speisezw ecken verw endet w orden ist. Zusam m enfassend ist som it festzuhalten, dass die Zollverw altung ihrer N achbezugsverfügung zu R echt eine M enge von 77'260 kg zu G runde gelegt hat. 4. 4.1 D ie Beschw erdeführerin bestreitet im W eiteren den für den N achbezug angew endeten Ansatz des Zolltarifs 1501.0018. Für die beanstandete M enge habe die Verw altung "in Anlehnung an ihre Zollpraxis" nicht den N orm alansatz dieser N um m er von Fr. 153.-- zu je 100 kg brutto zu G runde legen dürfen, sondern den reduzierten N orm alansatz von Fr. 20.-- je 100 kg brutto für Schw eineschm alz (ausgeschm olzen oder ausgepresst) zur H erstellung von Speisefetten gem äss Verordnung vom 20. Septem ber 1999 über die Zollbegünstigung nach Verw endungszw eck (Zollbe- günstigungsverordnung [ZBV], SR 631.146.31), könne doch davon ausgegangen w erden, dass die Endabnehm er der A._______AG das Fett als Speisefett verw endet hätten. 4.2 Schw einefett zu Speisezw ecken unterliegt einem höheren Zollansatz als solches zu Futterzw ecken. D a eine M enge von 77'260 kg nicht zu Futter-, sondern zu Speisezw ecken verw endet w urde, ist dafür grundsätzlich die D ifferenz zw ischen dem zollbegünstigten Ansatz der Tarifnum m er 1501.0012 roh für Futterzw ecke (Fr. 10.-- bis Fr. 21.-- je 100 kg brutto; je nach Zeitpunkt der Einfuhr) und dem Zollansatz der Tarifnum m er 1501.0018 für Speisezw ecke (Fr. 153.-- je 100 kg) nachzuentrichten (vgl. Art. 40 Abs. 4 aZV und Art. 15 der Zollvorschriften; E. 2.2 und E. 2.3.2). 10 4.3 D a die O ZD bei der Erm ittlung der nach zu verzollenden M enge die tatsächliche Verw endung berücksichtigt und die Fettm enge, w elche trotz fehlender Verw endungsverpflichtung zu Futterzw ecken verw endet w urde, nicht nacherhebt, könnte sich die Frage stellen, ob die Verw altung der Beschw erdeführerin konsequenterw eise ebenfalls entgegenkom m en m üsste und bei ihrer Berechnung von der tatsächlichen Verw endung im Speisem ittelkanal – sofern diese nachgew iesen ist – auszugehen hat, obw ohl die Zollbegünstigung m angels H interlegung einer Verw endungs- verpflichtung für Speisezw ecken bei den Abnehm ern w iederum fehlt. Vorliegend könnte dies allenfalls die Anw endung des reduzierten Ansatzes des Zolltarifes 1501.0018 für Schw eineschm alz (ausgeschm olzen oder ausgepresst) zur H erstellung von Speisefetten gem äss ZBV zur Folge haben. U nerlässliche Voraussetzung hierfür w äre allerdings, dass die Beschw erdeführerin tatsächlich Schw eineschm alz in der gem äss der Tarif- N um m er 1501.0018 erforderlichen Q ualität im portiert hat. In Verletzung der Verw endungsverpflichtung obliegt – w ie bereits eingehend erläutert – dieser N achw eis grundsätzlich der Beschw erdeführerin selber. D iese hat gegenüber der Zollbehörde "Schw einefett roh" gem äss der Tarif-N um m er 1501.0018 deklariert und dieses auch auf ihren R echungen an die A._______AG (vgl. Beilage 7 zur Beschw erde an die O ZD ) sow ie in ihrer Kom pensationsbuchhaltung unter dieser Bezeichnung geführt. Zw ar schliesst die Zollposition für Schw einefett (N r. 1501) auch Schw eineschm alz m it ein; die Beschw erdeführerin hat es aber unterlassen, nachzuw eisen, dass sie ebensolches eingeführt (und w eitergeliefert) hat. Aus der von der Beschw erdeführerin beschriebenen Lagerung im R ohstoffe-Tank (Verm ischung von inländischen R ohfett- Abschnitten, Fett aus eigener Fettschm elze und ausländischem Im portfett, vgl. E. 3.1.3) kann jedenfalls nicht ohne W eiteres und einw andfrei auf die erforderliche Schm alzqualität geschlossen w erden. Auch aus dem von der Beschw erdeführerin behaupteten U m stand allein, dass die Endabnehm er das Fett zur H erstellung von Speisefetten verw endet hätten, ist nicht erw iesen, in w elcher Q ualität die Beschw erdeführerin ihr Schw einefett geliefert hat. Aus diesen G ründen ist die Anw endung des N orm alansatzes der Tarifnum m er 1501.0018 (Fr. 153.-- je 100 kg) für die Berechnung des N achbezug durch die Zollverw altung nicht zu beanstanden. U nter diesen U m ständen erübrigt es sich, die Praxis der Zollbehörde w eiter zu überprüfen. D ie Beschw erde ist som it auch in diesem Punkt abzuw eisen. 5. Aufgrund dieser Erw ägungen ist die Beschw erde abzuw eisen und der Entscheid der O ZD vom 19. N ovem ber 2004 zu bestätigen. D ie Verfahrenskosten in der H öhe von Fr. 3'000.-- w erden der Beschw erde- führerin auferlegt (Art. 63 Abs. 1 Vw VG in Verbindung m it Art. 4 des R eglem ents vom 11. D ezem ber 2006 über die Kosten und Entschädi- gungen vor dem Bundesverw altungsgericht [VG KE, SR 173.320.2]). Eine 11 Parteientschädigung an die Beschw erdeführerin ist nicht zuzusprechen (Art. 64 Abs. 1 Vw VG e contrario, vgl. auch Art. 7 Abs. 1 VG KE e contrario). D em nach erkennt das B undesverw altungsgericht: 1. D ie Beschw erde w ird abgew iesen. 2. D ie Verfahrenskosten in der H öhe von Fr. 3'000.-- w erden der Beschw erdeführerin auferlegt und m it dem von ihr geleisteten Kostenvorschuss von Fr. 3'000.-- verrechnet. 3. D er Beschw erdeführerin w ird keine Parteientschädigung zugesprochen. 4. D ieses U rteil w ird eröffnet: - der Beschw erdeführerin (m it G erichtsurkunde) - der Vorinstanz (R ef-N r. _______) (m it G erichtsurkunde) D er Kam m erpräsident: D ie G erichtsschreiberin: Thom as Stadelm ann Iris W idm er R echtsm ittelbelehrung U rteile des Bundesverw altungsgerichts können innert 30 Tagen seit Eröffnung beim Schw eizerischen Bundesgericht in Lausanne angefochten w erden. D ie Beschw erde ist unzulässig gegen Entscheide über die Zollveranlagung, w enn diese aufgrund der Tarifierung oder des G ew ichts der W are erfolgt, sow ie gegen Entscheide über die Stundung oder den Erlass von Abgaben. D ie R echtsschrift ist in einer Am tssprache abzufassen und hat die Begehren, deren Begründung m it Angabe der Bew eism ittel und die U nterschrift zu enthalten. Sie m uss spätestens am letzten Tag der Frist beim Bundesgericht eingereicht oder zu dessen H anden der Schw eizerischen Post oder einer schw eizerischen diplom atischen oder konsularischen Vertretung übergeben w erden (Art. 42, 48, 54, 83 Bst. l und Art. 100 des Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht [Bundesgerichtsgesetz, BG G , SR 173.110]). Versand am :