Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Verfassungs- und Verwaltungsrecht vom 24. Februar 2016 (810 15 369) ____________________________________________________________________ Zivilgesetzbuch Entzug des Aufenthaltsbestimmungsrechts Besetzung Präsidentin Franziska Preiswerk-Vögtli, K antonsrichter Claude Jeanneret, Markus Clausen, Christian Haidlauf , Kantonsrichterin Helena Hess, Gerichtsschreiberin Stephanie Schlecht Beteiligte A.____ , Beschwerdeführerin , vertreten durch Dr. Caroline Ehlert , Rechtsanwältin gegen Kindes - und Erwachsenenschutzbehörde B.____ , Vorinstanz C.____ , Beigeladener Betreff Entzug des Aufenthaltsbestimmungsrechts (Entscheid der Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde B.____ vom 20. November 2015) Seite 2 http://www.bl.ch/kantonsgericht A. D.____ wurde am 23. März 2012 in E.____ geboren u nd ist die Tochter der unverheira- teten A.____, geboren am 13. April 1989. Der Kindsmu tter obliegt die elterliche Sorge. Sie ver- fügt über eine IV-Rente im Umfang von 50 % und bezieht Ergänzungsleistungen. B. Am 27. März 2012 machte eine Sozialpädagogin des Ka ntonsspitals E.____ eine Mel- dung an die zuständige Vormundschaftsbehörde über das allfällige Bestehen einer Kindswohl- gefährdung, mitunter weil die Kindsmutter in der Ver gangenheit ein Drogenproblem gehabt ha- be und depressiv gewesen sei. Die Kindes- und Erwachsene nschutzbehörde (KESB) F.____ errichtete am 4. April 2013 zwecks Feststellung der Vater schaft und Regelung des Unterhalts eine Beistandschaft. C. Als die Mütter- und Väterberatung E.____ am 1. Ma i 2013 eine Gefährdungsmeldung machte, wurde die Beistandschaft insofern erweitert, als der Beiständin neu die Aufgabe zu- kam, die Kindsmutter bei der Erziehung von D.____ mit R at und Tat zu unterstützen (vgl. Ent- scheid der KESB F.____ vom 18. Juni 2013). Die Vatersch aft von C.____, geboren am 18. Juli 1988, konnte geklärt werden, und es wurde eine Unterh altsregelung getroffen. Zwecks Rege- lung des Besuchsrechts wurde die Erziehungsbeistandschaft weitergeführt (vgl. Entscheid der Einzelrichterin des Kreisgerichts E.____ vom 16. April 20 14; Beschluss der KESB F.____ vom 22. Mai 2014; Vaterschaftsabklärung des Instituts für Rechtsmedizin des Kantonsspitals E.____ vom 23. Dezember 2013; Mitteilung der Kindesanerkennung vom 19. Juni 2013). D. Die bestehenden Kindesschutzmassnahmen betreffend D._ ___ wurden per 1. Januar 2015 von der KESB B.____ übernommen, da die Kindsmut ter mit ihrer Tochter am 1. September 2014 nach G.____ zog (Entscheid der KESB B.____ vom 7. Januar 2014 [recte: 2015]; Verfügung der KESB F.____ vom 20. November 2 014). Als Erziehungsbeiständin wurde H.____, I.____ GmbH, eingesetzt. D.____ wurde zunächst in der Kinderkrippe J.____ in G.____ und anschliessend in einer Pflegefamilie untergebracht , wo sie von Sonntag- bis Freitagabend betreut wurde. E. Am 10. Juni 2015 stellte die Beiständin einen Ant rag auf Begutachtung von D.____. Zur Begründung führte sie insbesondere die psychische Erkranku ng und die damit einhergehende Überforderung der Kindsmutter an. Gemäss Aktennotiz der KESB B.____ vom 19. Oktober 2015 wurde ein Obhutsentzug erwogen und gemäss der KES B aufgrund dieser veränderten Situation auf die Einholung eines kinderpsychologischen G utachtens verzichtet. Mit Schreiben vom 27. Oktober 2015 stellte die Beiständin einen Antrag auf Aufhebung der elterlichen Obhut. F. Am 5. November 2015 wurden die Kindsmutter und ihr Partner von der KESB B.____ angehört. G. Mit Entscheid der KESB B.____ vom 11. November 2015 wurde der Kindsmutter das Aufenthaltsbestimmungsrecht über D.____ entzogen. Ferner wurde die Beiständin damit beauf- tragt, die Platzierung bei der Pflegefamilie zu begle iten und zu überwachen sowie die Interes- sen von D.____ in Bezug auf den Kontakt mit der Mutter zu vertreten und das Besuchsrecht zu regeln. Seite 3 http://www.bl.ch/kantonsgericht H. Am 20. November 2015 teilte die Beschwerdeführerin, nachfolgend vertreten durch Dr. iur. Caroline Ehlert, Rechtsanwältin in Zürich, der Pflegefamilie mit, D.____ am selben Abend gemäss Pflegevertrag abzuholen, da der Entscheid der KESB B.____ vom 11. November 2015 nicht in Rechtskraft erwachsen sei (vgl . Eingabe der Beschwerdeführerin vom 20. November 2015; Aktennotiz der KESB B.____ vom 20. November 2015). I. Mit Entscheid der KESB B.____ vom 20. November 201 5 (“Rektifikat“) wurde der Kindsmutter das Aufenthaltsbestimmungsrecht über D.__ __ per sofort entzogen. Das Aufent- haltsbestimmungsrecht oblag neu der KESB B.____ (Zif fer 1). Einer allfälligen Beschwerde ge- gen den angefochtenen Entscheid wurde die aufschiebend e Wirkung entzogen (Ziffer 2). Im Rahmen der bestehenden Erziehungsbeistandschaft wurden der Beiständin folgende zusätzli- che Aufgaben übertragen (Ziffer 3): die Platzierung b ei der Pflegefamilie zu begleiten und zu überwachen (lit. a) sowie die Interessen von D.____ in Bezug auf den Kontakt mit der Mutter zu vertreten und das Besuchsrecht zu regeln (lit. b). J. Gegen den Entscheid der KESB B.____ vom 20. November 2015 erhob die Kindsmutter am 21. Dezember 2015 Beschwerde beim Kantonsgericht, Abt eilung Verfassungs- und Verwal- tungsrecht (Kantonsgericht), mit den Rechtsbegehren, d er angefochtene Entscheid sei aufzu- heben und D.____ unter ihre Obhut zu stellen (1), eve ntualiter sei zwecks Abklärung des Sach- verhalts ein Gutachten über die Erziehungsfähigkeit der Beschwerdeführerin einzuholen (2), subeventualiter sei die Angelegenheit zur weiteren Sachv erhaltsabklärung an die Vorinstanz zurückzuweisen (3), in verfahrensrechtlicher Hinsicht sei der Beschwerde die aufschiebende Wirkung zu erteilen (4); unter o/e-Kostenfolge, wobei der Beschwerdeführerin die unentgeltliche Rechtspflege zu bewilligen sei (5 und 6). K. Die Vorinstanz liess sich am 6. Januar 2016 vernehme n und schloss auf kostenfällige Abweisung der Beschwerde. L. Mit Präsidialverfügung vom 26. Januar 2016 wurde d er Fall der Kammer zur Beurteilung im Rahmen einer Urteilsberatung überwiesen. Gleichzeit ig wurde der Beschwerdeführerin die unentgeltliche Prozessführung und Verbeiständung bewil ligt. Ihr Antrag auf Erteilung der auf- schiebenden Wirkung wurde demgegenüber abgewiesen. M. Die Beschwerdeführerin replizierte am 8. Februar 20 16 und hielt vollumfänglich an ihren Anträgen fest. Das Kantonsgericht zieht i n E r w ä g u n g: 1. Gemäss Art. 450 Abs. 1 des Schweizerischen Zivilgesetzbuch es (ZGB) vom 10. De- zember 1907 kann gegen Entscheide der Erwachsenenschutzbe hörde Beschwerde beim zu- ständigen Gericht erhoben werden. Gestützt auf Art. 450 Abs. 1 ZGB i.V.m. § 43 Abs. 2 des Gesetzes über die Verfassungs- und Verwaltungsprozessord nung (VPO) vom 16. Dezember 1993 und § 66 Abs. 1 des Gesetzes über die Einführung des Zivilgesetzbuches (EG ZGB) vom Seite 4 http://www.bl.ch/kantonsgericht 16. November 2006 ist das Kantonsgericht, Abteilung Verfassungs- und Verwaltungsrecht, für die Beurteilung der vorliegenden Angelegenheit zustä ndig. Die Beschwerdeführerin ist gemäss Art. 450 Abs. 2 Ziff. 1 ZGB zur Beschwerde befugt. Da auch die übrigen Prozessvoraussetzun- gen nach Art. 450 ff. ZGB i.V.m. § 66 Abs. 2 EG ZGB und §§ 43 ff. VPO erfüllt sind, ist auf die Beschwerde einzutreten. 2. Gemäss Art. 450a Abs. 1 ZGB können mit der Beschwerde Rechtsverletzungen (Ziff. 1), die unrichtige oder unvollständige Feststellung des Sachve rhalts (Ziff. 2) sowie die Unange- messenheit (Ziff. 3) gerügt werden. Dem Kantonsgericht kommt bei der Beurteilung der vorlie- genden Beschwerde somit volle Kognition zu. 3. Streitgegenstand bildet vorliegend die Frage, ob d ie Vorinstanz der Beschwerdeführerin zu Recht das Aufenthaltsbestimmungsrecht über ihre Tochter D.____ per sofort entzogen hat. 4. Ist das Wohl des Kindes gefährdet und sorgen die Elte rn nicht von sich aus für Abhilfe oder sind sie dazu ausserstande, so trifft die Kindesschutzbehörde gemäss Art. 307 Abs. 1 ZGB die geeigneten Massnahmen zum Schutz des Kindes. Art. 307 Abs. 1 ZGB enthält die Aufforde- rung, die im Einzelfall geeigneten, vom Gesetz vorgese henen Massnahmen (Art. 307 Abs. 3 ZGB bis Art. 312 ZGB) zu treffen. Nach Art. 310 Abs. 1 ZGB hat die KESB das Kind den Eltern oder, wenn es sich bei Dritten befindet, diesen wegzu nehmen und in angemessener Weise un- terzubringen, wenn der Gefährdung des Kindes nicht anders begegnet werden kann. Die KESB hat zu bestimmen, wo das Kind untergebracht wird. In Betracht kommen Familienpflege, eine betreute Wohngruppe, Heimpflege oder eine selbständi ge Unterkunft (P ETER BREITSCHMID , in: Honsell/Vogt/Geiser [Hrsg.], Basler Kommentar zum Zivil gesetzbuch, 4. Auflage, Basel 2010, N 8 zu Art. 310). Kindesschutzmassnahmen bezwecken im Allgemeinen die Abwend ung einer Gefährdung des Kindeswohls (CYRIL HEGNAUER , Grundriss des Kindesrechts, 5. Auflage, Bern 1999, N 27 .09). Von einer Gefährdung des Kindeswohls wird nach herrschend er Auffassung dann ausgegan- gen, wenn nach den konkreten Umständen die ernstliche Mö glichkeit einer gegenwärtigen oder zumindest unmittelbar bevorstehenden Gefahr für die Kin desentwicklung abzusehen ist, die bei ihrer Fortdauer eine erhebliche Beeinträchtigung des physischen oder psychischen Wohls des Kindes voraussehen lässt (B REITSCHMID , a.a.O., N 18 zu Art. 307). Unerheblich ist, auf wel che Ursachen die Gefährdung zurückzuführen ist: Sie können in den Anlagen oder in einem Fehl- verhalten des Kindes, der Eltern oder der weiteren Umg ebung liegen. Desgleichen spielt es keine Rolle, ob die Eltern ein Verschulden an der Gefä hrdung trifft. Massgebend sind die Ver- hältnisse im Zeitpunkt der Entziehung. Alle Kindesschutzma ssnahmen müssen in Konkretisie- rung des Verhältnismässigkeitsprinzips erforderlich sein (Su bsidiarität), und es ist immer die mildeste Erfolg versprechende Massnahme anzuordnen (Pro portionalität); diese sollen elterli- che Bemühungen nicht ersetzen, sondern ergänzen (Komplementarität; vgl. Art. 389 ZGB i.V.m. Art. 314 Abs. 1 ZGB, zum Ganzen: H EGNAUER , a.a.O., N 27.10 ff.; Urteile des Bundesgerichts 5A_188/2013 vom 17. Mai 2013 E. 3 und 5A_701/2011 vom 12. März 2012 E. 4.2.1, in: FamPra.ch 2012, S. 821 mit weiteren Hinweisen auf Literatur und Rechtsprechung). Seite 5 http://www.bl.ch/kantonsgericht 5.1 Zunächst rügt die Beschwerdeführerin in formeller Hinsicht eine Verletzung ihres An- spruchs auf rechtliches Gehör und beantragt daher die Au fhebung des angefochtenen Ent- scheids. Zur Begründung bringt sie einerseits vor, die Vo rinstanz sei ihrer Begründungspflicht nicht nachgekommen, und andererseits sei ihr Gehörsanspruch verletzt worden, da ihre anläss- lich der Anhörung eingebrachten Ausführungen nicht in die Entscheidfindung miteingeflossen seien. 5.2 Der Anspruch der Parteien auf rechtliches Gehör g ewährleistet dem Einzelnen eine effektive Mitwirkung im Verfahren zum Erlass von Entscheid ungen, die in die Rechtsstellung des Einzelnen eingreifen (Art. 29 Abs. 2 der Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgenos- senschaft [BV] vom 18. April 1999; G EROLD STEINMANN , in: Die Schweizerische Bundesverfas- sung, St. Galler Kommentar, 3. Auflage, Zürich/St. Gallen 2014, N 42 zu Art. 29). Als Teilgehal- te des rechtlichen Gehörs zählen in der Rechtsprechung un d Lehre die Ansprüche auf vorgän- gige Äusserung und Anhörung, der Anspruch auf Berücksic htigung der Vorbringen, der An- spruch auf Teilnahme am Beweisverfahren unter Einschluss d es Rechts, Beweisanträge zu stellen, das Recht auf Akteneinsicht und das Recht auf einen begründeten Entscheid (vgl. JÖRG PAUL MÜLLER , Grundrechte in der Schweiz, 4. Auflage, Bern 2008, S. 860 ff.; M ICHELE ALBERTINI , Der verfassungsmässige Anspruch auf rechtliches Gehör im Verwaltungsverfahren des modernen Staates, Bern 2000, S. 202 ff.; Urteil d es Kantonsgerichts, Abteilung Verfas- sungs- und Verwaltungsrecht [KGE VV], vom 5. September 2007 [810 06 199] E. 9.1). Mit dem Anspruch auf effektive Mitwirkung korrespondiert, dass die Behörde die Vorbringen der Beteilig- ten tatsächlich hört, prüft und berücksichtigt sowie ihre n Entscheid vor diesem Hintergrund be- gründet. Darzulegen sind der zugrunde gelegte Sachverha lt und die rechtliche Würdigung, d.h. die Überlegungen, von denen sich die Behörde hat leite n lassen und auf die sich ihr Entscheid gestützt hat (vgl. Urteil des Bundesgerichts 2C_219/2015 vom 20. November 2015 E. 3.1). 5.3 Die Begründung eines Entscheids muss so abgefasst sein, dass die betroffene Person ihn gegebenenfalls sachgerecht anfechten kann. Dies ist nur möglich, wenn sowohl sie als auch die Rechtsmittelinstanz sich über die Tragweite der Entsch eidung ein Bild machen können (vgl. Urteil des Bundesgerichts 5A_401/2015 vom 7. September 2015 E. 3.1; ULRICH HÄFELIN /G EORG MÜLLER /F ELIX UHLMANN , Allgemeines Verwaltungsrecht, 7. Auflage, Zürich 2016 , N 1070 ff.). In diesem Sinne müssen wenigstens kurz die Überlegungen genan nt werden, von denen sich die Behörde hat leiten lassen und auf die sie sich in ihrem Entscheid stützt (BGE 134 I 83 E. 4.1). Es stellt keine Verletzung der Begründungspflicht dar, wenn sich die Entscheidbehörde auf die für den Entscheid wesentlichen Argumente beschränkt (R ENÉ RHINOW /H EINRICH KOLLER / CHRISTINA KISS /D ANIELA THURNHERR /D ENISE BRÜHL -MOSER , Öffentliches Prozessrecht, Basel 2014, N 345; Urteil des Bundesgerichts 5A_401/2015 vom 7 . September 2015 E. 3.1). Eine besonders eingehende Begründung ist notwendig, wenn e in Entscheid schwer in die Rechts- stellung des Betroffenen eingreift, wenn komplexe Recht s- oder Sachfragen zu beurteilen sind oder wenn in einem konkreten Fall von einer konstanten P raxis der Gesetzesanwendung ab- gewichen wird (R HINOW /K OLLER /KISS /T HURNHERR /B RÜHL -MOSER , a.a.O., N 347; KGE VV vom 13. Februar 2013 [810 12 221] E. 5.1.2). Seite 6 http://www.bl.ch/kantonsgericht 5.4 Im angefochtenen Entscheid verweist die Vorinstanz zur Begründung des angeordneten Entzugs des Aufenthaltsbestimmungsrechts vornehmlich auf die von der Beiständin im entspre- chenden Antrag gemachten Ausführungen, wonach sich die K indsmutter erneut in einer Über- forderungssituation befinde, sie gemäss Aussage der beha ndelnden Ärztin, K.____ , Fachärztin FMH für Psychiatrie und Psychotherapie , psychisch schwer beeinträchtigt sowie ein Drogen- konsum nicht auszuschliessen sei. Ferner hätten die Rückmel dungen der Pflegeeltern Anlass zur Besorgnis gegeben. 5.5 Aus den Akten geht hervor, dass die KESB F.____ im Jahr 2013 eine Beistandschaft für D.____ errichtete, weil die Kindsmutter offenbar im M ärz 2013 die zuständige Beraterin der Mütter- und Väterberatung um Erziehungshilfe ersucht ha be, da sie sich in einer schlechten psychischen Verfassung befunden und Amphetamine konsumie rt habe (vgl. Beschluss der KESB F.____ vom 18. Juni 2013). In der Folge errichte te die KESB F.____ eine Beistandschaft für D.____, welche zufolge Wohnsitzwechsels von der KESB B .____ per 1. Januar 2015 bestä- tigt wurde. Aufgrund der gesundheitlichen Beeinträcht igung der Kindsmutter und der daraus resultierenden Überforderung mit der Kindererziehung wurde D.____ im April 2015 mit dem Einverständnis der Kindsmutter bei einer Pflegefamilie platziert. Mit Schreiben vom 10. Juni 2015 beantragte die Beiständin der KESB B.____ eine Begutachtung von D.____, um zu klä- ren, ob für D.____ die Wochenendaufenthalte bei ihrer Mutter weiterhin zumutbar seien oder ob diese Aufenthalte allenfalls das Kindeswohl gefährden würden bzw. ob sich eine angeordnete erweiterte Unterbringung von D.____ bei der Pflegefa milie unter Einräumung eines Besuchs- rechts für die Kindsmutter aufdränge. Zur Begründung führte sie aus, die Kindsmutter habe an- fangs Juni 2015 darum ersucht, dass anstelle der Platzier ung bei der Pflegefamilie für D.____ ein Krippenplatz gesucht würde, damit sie ihr Kind öft ers sehen könne. Die weiteren Abklärun- gen hätten zusammengefasst ergeben, dass die Kindsmutter si ch erneut in einer Überforde- rungssituation befinde und ihre Therapien nicht mehr w ahrgenommen habe. Dem Antrag der Beiständin vom 10. Juni 2015 lässt sich gleichzeitig entne hmen, dass die Kindsmutter in Bezug auf ihre Überforderungssituation Einsicht zeige und sich deshalb seit Juli 2015 in den Tageskli- niken der Psychiatrie Baselland in L.____ therapieren lasse. Gemäss Angaben der Beiständin, welche offenbar mit der Psychiaterin Rücksprache genomme n hat, sei die Kindsmutter psy- chisch schwer beeinträchtigt, besuche die Therapiestunden nicht mehr regelmässig, höre ver- mehrt Stimmen und konsumiere wahrscheinlich wieder Dro gen (vgl. Aktennotiz der KESB B.____ vom 19. Oktober 2015). Die KESB B.____ hielt w eiter fest, dass unter diesen Umstän- den von der Einholung eines Gutachtens abgesehen bzw. e in Obhutsentzug erwogen werde. Am 27. Oktober 2015 stellte die Beiständin den entsprech enden Antrag auf Entzug des Aufent- haltsbestimmungsrechts der Kindsmutter. Diesen begründet sie damit, dass die Kindsmutter mit der Erziehung von D.____ nach wie vor überfordert sei. Anlässlich des Standortgesprächs mit der Beiständin habe die Beschwerdeführerin den Wunsch geäussert, ihre Tochter wieder öfter sehen zu können. Die vorgängige Rücksprache mit der behandelnden Psychiaterin habe jedoch ergeben, dass die Kindsmutter sich abermals in einer Über forderungssituation befinde, welche schliesslich zu einem Abbruch der Tagesstruktur in den Tageskliniken der Psychiatrie Baselland sowie der Therapiesitzungen bei der Psychiaterin geführ t habe. Ferner konsumiere sie vermut- lich wieder Drogen und höre Stimmen. Auch die Rückmeldu ngen der Tagesmutter seien be- sorgniserregend. Die Psychiaterin habe die Beschwerdeführerin unter solchen Umständen nicht Seite 7 http://www.bl.ch/kantonsgericht als fähig erachtet, ihre Aufgabe als Mutter wahrzuneh men. Gemäss der Beiständin sei der Ge- fährdung des Kindeswohls nicht mehr anders als mit einem Entzug des Aufenthaltsbestim- mungsrechts zu begegnen. Folglich falle eine Ausweitung der Betreuung von D.____ durch die Kindsmutter ausser Betracht. Wie die Vorinstanz gleichzeitig ausführt, habe die Psych iaterin der Kindsmutter der KESB B.____ nach dem verfügten Entzug des Aufenthaltsbestim mungsrechts mitgeteilt, sie habe den Eindruck, ihre Aussagen seien aus dem Zusammenhang gerissen worden und nur Ausschnitte ihrer Ausführungen seien in den angefochtenen Entschei d eingeflossen (vgl. Aktennotiz der KESB B.____ vom 24. November 2015). Darüber hinaus ha be die behandelnde Ärztin betont, stets darauf hingewiesen zu haben, dass die Beziehung zw ischen der Kindsmutter und ihrer Tochter unbedingt gewährleistet sein müsse (vgl. E-Mail von K.____ an die KESB B.____ vom 25. November 2015). 5.6 Wie die vorstehenden Erwägungen zeigen, scheint die Kindsmutter bereits kurz nach der Geburt mit ihrer Situation und insbesondere mit der Kindererziehung überfordert gewesen zu sein. Aus diesem Grund wurden bereits ab März 2013 e ntsprechende Kindesschutzmass- nahmen angeordnet. Gemäss Vorinstanz habe sich aufgrund des labilen Gesund heitszustands der Kindsmutter so- wie der Rückmeldungen der Pflegefamilie, der Beiständi n und der Psychiaterin eine Unterbrin- gung von D.____ gegen den Willen der Kindsmutter auf gedrängt. Aus diesem Grund wurde der Beschwerdeführerin das Aufenthaltsbestimmungsrecht über D.____ entzogen. Aus der – äusserst knappen – Begründung des Entscheids ist kein releva nter Unterschied zur bereits zu- vor bestehenden Situation (Überforderung der Kindsmutt er in Bezug auf die Erziehung von D.____, allfälliger Drogenkonsum) erkennbar. Weder de r zugrunde gelegte Sachverhalt noch die rechtliche Würdigung, welche zum Entzug des Aufenth altsbestimmungsrechts geführt ha- ben, ergeben sich aus der angefochtenen Entscheidbegründ ung. Ferner lassen sich sowohl zu allfälligen milderen Massnahmen als auch zu den anlässlich der Anhörung vorgebrachten Äusserungen der Kindsmutter keine Hinweise finden. Insb esondere ist der Verweis der Vorinstanz auf die von der behandelnden Psychiaterin (an geblich) gemachten Aussagen wenig behelflich, da diese gemäss der Psychiaterin selber – zumi ndest teilweise – nicht vollständig und richtig zitiert worden seien (vgl. Aktennotiz der KESB B.____ vom 24. November 2015). Die vorinstanzlichen Erwägungen lassen somit nicht hinreichend klar erkennen, warum die bisheri- gen freiwilligen Vorkehren nicht mehr ausreichend waren . Auch eine Verschärfung der Kindes- schutzmassnahme muss klar begründet sein, dies umso mehr, als es sich beim Entzug des Aufenthaltsbestimmungsrechts um eine sehr einschneidende Massnahme handelt. Damit hat die Vorinstanz es versäumt, im angefochtenen Entscheid ih re massgeblichen Überlegungen zu nennen, von denen sie sich leiten liess und auf die sie sich in ihrem Entscheid stützte. Sie ist damit ihrer Begründungspflicht nur in ungenügender W eise nachgekommen und hat den An- spruch der Beschwerdeführerin auf rechtliches Gehör verletzt. Seite 8 http://www.bl.ch/kantonsgericht 5.7 Weiter macht die Beschwerdeführerin eine Gehörsve rletzung geltend, weil die von ihr anlässlich der Anhörung gemachten Ausführungen in der Entscheidfindung keine Berücksichti- gung gefunden hätten. 5.8 Ein weiterer Teilaspekt des Anspruchs auf rechtliche s Gehör ist das Recht auf vorgängi- ge Äusserung und Anhörung, welches den Betroffenen eine n Einfluss auf die Ermittlung des wesentlichen Sachverhalts sichert. Die Behörde muss diese Vorbringen entgegennehmen, prü- fen und in der Entscheidfindung berücksichtigen (vgl. B ERNHARD WALDMANN , in: Waldmann/ Belser/Epiney [Hrsg.], Basler Kommentar zur Bundesverfassu ng, Basel 2015, N 45 zu Art. 29). Der Anspruch auf rechtliches Gehör besteht unbestritten auch im Bereich des Kindes- und Er- wachsenenschutzes (Art. 314 Abs.1 ZGB i.V.m. Art. 447 A bs. 1 ZGB). Der Anspruch auf per- sönliche Anhörung steht nur der betroffenen Person zu, wobei gemäss Art. 447 Abs. 1 ZGB zu den betroffenen Personen auch die Eltern zu zählen si nd, soweit Anordnungen über Kinder zu treffen sind (C HRISTOPH AUER /MICHÈLE MARTI , in: Waldmann/Belser/Epiney [Hrsg.], Basler Kommentar zur Bundesverfassung, Basel 2015, N 13 zu Art . 447). Art. 447 ZGB verpflichtet die KESB, die betroffene Person persönlich anzuhören. Die persönliche Anhörung ist Ausdruck des Persönlichkeitsrechts und bildet ein qualifiziertes persönliches Mitwirkungsrecht der betroffenen Personen. Sie steht der Betroffenen um ihrer Persönli chkeit willen zu und stellt ein höchstper- sönliches Recht dar (AUER /MARTI , a.a.O., N 7 zu Art. 447). 5.9 Die Beschwerdeführerin wurde als betroffene Person von der KESB B.____ zu einer Anhörung eingeladen. Gemäss Protokoll wurde sie anlässli ch dieser Anhörung darüber infor- miert, dass D.____ weiterhin bei der Pflegefamilie bl eiben solle, wobei der Beschwerdeführerin neu das Aufenthaltsbestimmungsrecht über D.____ entzo gen werde. Weiter hält das Protokoll fest, der Entscheid über den Entzug des Aufenthaltsbesti mmungsrechts sei im Dreier-Gremium detailliert geprüft und abgewogen worden (vgl. Prot okoll der KESB B.____ vom 5. November 2015, S. 2). Damit stand der angefochtene Entscheid i m Zeitpunkt der Anhörung offenbar be- reits fest. Das Äusserungsrecht bezweckt jedoch gerade, dass sich die betroffene Person vor dem Erlass eines in ihre Rechtsstellung eingreifenden Entscheids zur Sache äussern kann (vgl. STEINMANN , a.a.O., N 46 zu Art. 29). Dies ist vorliegend offen bar nicht der Fall, wurde der Ent- scheid faktisch vor der Anhörung der Kindsmutter bereits g efällt. Auch die Entscheidbegrün- dung lässt keinen anderen Schluss zu, da die Vorbringen d er Kindsmutter darin keinen Nieder- schlag gefunden haben. Es ist somit davon auszugehen, dass der Entscheid über den Entzug des Aufenthaltsbestimmungsrechts bereits vor der Anhörung getroffen wurde. Nichts anderes lässt sich aus dem neuen Pflegevertrag ableiten, welche r eine umfassende Platzierung von D.____ per 5. November 2015 – d.h. per Anhörungstag – vorsah. Das rechtliche Gehör ist le- diglich dann sinnvoll und stellt keinen Leerlauf dar, w enn es vorgängig gewährt wird. Nur dann erfüllt es seinen eigentlichen Zweck, nämlich der Behörd e zu ermöglichen, in Kenntnis aller Umstände zu entscheiden, also auch in Kenntnis der Argume nte, die der Betroffene zu den Vorkommnissen und der ins Auge gefassten Massnahmen vorbrin gt. Vorliegend entsteht der Eindruck, als wären nicht alle relevanten Umstände in di e Sachverhaltsabklärung resp. Ent- scheidfindung eingeflossen. In diesem Zusammenhang fällt insbesondere ins Gewicht, dass die Kindsmutter anlässlich der Anhörung ihre grundsätzliche Be reitschaft erklärt hat, ein allfällig ungenügendes Verhalten anzupassen, was die Möglichkeit zur Anordnung milderer Massnah- Seite 9 http://www.bl.ch/kantonsgericht men grundsätzlich eröffnet hätte. Ferner führte die Ki ndsmutter aus, ihr seien bis zum Anhö- rungstermin weder seitens der Pflegefamilie noch seit ens der Beiständin besorgte Rückmel- dungen zugetragen worden. Die Vorinstanz stellt die Be reitschaft der Kindsmutter bezüglich weiterer – allenfalls freiwilliger – Vorkehren nicht i n Abrede. Dennoch legte die Vorinstanz nicht dar, weshalb sie keine milderen Massnahmen erwog. Vor d iesem Hintergrund und angesichts der Tatsache, dass sich die Beschwerdeführerin zu keinem Zeitpunkt gegen eine (teilweise engmaschige) Betreuung und Überprüfung stellte, kann n icht abschliessend beurteilt werden, ob mildere Massnahmen angezeigt gewesen wären und es ist nicht nachvollziehbar, aus wel- chem Grund die Vorinstanz den Entzug des Aufenthaltsbestim mungsrechts als mildeste, Erfolg versprechende Massnahme erachtete. Die Vorinstanz wird di es nach eingehender Sachver- haltsfeststellung durch weitere Abklärungen wie Einho lung von Arztberichten oder Gutachten darzulegen haben. Damit erweist sich die Rüge der Beschw erdeführerin als berechtigt und die Vorinstanz hat den Anspruch der Beschwerdeführerin auf rechtliches Gehör verletzt. 6.1 Eine Verletzung des Anspruchs auf Anhörung führt un geachtet der Erfolgsaussichten der Beschwerde in der Sache selbst grundsätzlich zur Aufhebung der angefochtenen Verfügung (vgl. BGE 137 I 195 E. 2.2 mit Hinweisen, AUER /MARTI , a.a.O., N 37 zu Art. 447). Darauf kann in nicht besonders schwerwiegenden Fällen verzichtet werden, wenn die betroffene Person sich vor einer Rechtsmittelinstanz äussern kann, die sowohl den Sachverhalt wie auch die Rechtsla- ge frei überprüft; zudem darf dem Betroffenen daraus kein Nachteil erwachsen (vgl. BGE 138 III 225 E. 3.3; BGE 135 I 279 E. 2.6; BVGE 2009/61 E. 4 .1.3 je mit Hinweisen). Diese sogenannte "Heilung" ist aber in der Regel ausgeschlossen, wenn e s sich um eine besonders schwerwie- gende Verletzung der Parteirechte handelt. Selbst dann kann jedoch ausnahmsweise von einer Rückweisung der Sache an die Vorinstanz abgesehen werden , wenn und soweit dies zu einem "formalistischen Leerlauf" und damit zu unnötigen Verzö gerungen führen würde, die mit dem Interesse der betroffenen Partei an einer beförderli chen Beurteilung der Sache nicht zu verein- baren wären (vgl. KGE VV vom 5. September 2007 [810 06 199] und vom 11. Januar 2012 [810 11 122]; BGE 137 I 195 E. 2.3.2; BGE 133 I 201 E. 2.2; BGE 132 V 387 E. 5.1). 6.2 Die begangenen Gehörsverletzungen führen somit nu r dann zu einer Aufhebung des angefochtenen Entscheids, wenn die vorgebrachten Rügen erheblich sind und das Ergebnis beeinflusst haben könnten. Massgebend sind demnach letztli ch die Erheblichkeit des Verfah- rensmangels und dessen möglicher Einfluss auf das Ergebni s (vgl. STEINMANN , a.a.O., N 60 zu Art. 29). Vorliegend ist zunächst festzuhalten, dass der Anspruch der Beschwerdeführerin auf rechtliches Gehör gleich in zweifacher Hinsicht verletzt wurd e. Zum einen konnte die Be- schwerdeführerin ihren Standpunkt im Sinne des rechtlic hen Gehörs nicht (genügend) einbrin- gen, da der Entscheid offenbar vor ihrer Äusserungsmöglich keit gefasst worden war. Wie dar- gelegt, hatte die Beschwerdeführerin anlässlich der Anh örung ihre Bereitschaft zum Ausdruck gebracht, ihr Verhalten zu ändern resp. zu verbessern, u nd es hätten gegebenenfalls mildere Massnahmen angeordnet werden können (vgl. E. 5.9). Es fi nden sich jedoch weder in den Ver- fahrensakten noch im angefochtenen Entscheid Hinweise darauf, dass die diesbezüglichen Ausführungen der Beschwerdeführerin in die Entscheidfi ndung eingeflossen sind bzw. andere Kindesschutzmassnahmen ernsthaft in Betracht gezogen wurd en. Insofern kann nicht ausge- schlossen werden, dass die vorliegenden Gehörsverletzunge n das Ergebnis beeinflusst haben. Seite 10 http://www.bl.ch/kantonsgericht Vielmehr erscheint es als durchaus möglich, dass ein korrektes Vorgehen den Entscheid beein- flusst hätte. Zum anderen versäumte es die Vorinstanz, e ine hinreichende Entscheidbegrün- dung zu verfassen, wodurch der Beschwerdeführerin eine sachgerechte Anfechtung des Ent- scheids erschwert bzw. verunmöglicht wurde. Angesichts der T atsache, dass es sich beim Ent- zug des Aufenthaltsbestimmungsrechts um eine einschneidende Massnahme handelt, erscheint die Verletzung des Gehörsanspruchs als umso schwerwiegender. Mit der Gehörsverletzung geht zugleich eine unvollständige Sachverhaltsabklärung einher, welche die Vorinstanz – wie in der Vernehmlassung vom 6. Januar 2016 angekündigt – vo rzunehmen hat und die nicht durch das Kantonsgericht nachzuholen ist. Eine Heilung der V erfahrensfehler im kantonsgerichtlichen Verfahren ist gerade auch wegen des Umstandes, dass der B eschwerdeführerin bereits auf- grund der ungenügenden Entscheidbegründung durch die Vorinstanz eine sachgerechte An- fechtung verwehrt war, nicht angezeigt. Dies führt zur G utheissung der Beschwerde und zur Rückweisung an die Vorinstanz. Bei dieser Sachlage ist a uf die weiteren Rügen der Beschwer- deführerin nicht weiter einzugehen. 7.1 Es bleibt über die Kosten zu befinden. Gemäss § 20 Abs. 1 VPO ist das Verfahren vor Kantonsgericht kostenpflichtig. Die Verfahrenskosten umf assen die Gerichtsgebühren und die Beweiskosten und werden in der Regel in angemessenem Au smass der ganz oder teilweise unterliegenden Partei auferlegt, wobei den Vorinsta nzen – von hier nicht interessierenden Fäl- len abgesehen – keine Verfahrenskosten auferlegt werden (§ 20 Abs. 3 VPO). Demzufolge werden im vorliegenden Verfahren keine Kosten erhoben. 7.2 Der ganz oder teilweise obsiegenden Partei kann ge mäss § 21 Abs. 1 VPO für den Beizug eines Anwalts oder einer Anwältin eine angemessene Parteientschädigung zulasten der Gegenpartei zugesprochen werden. Gemäss dem Ausgang des Verfahrens ist der Beschwer- deführerin als obsiegende Partei antragsgemäss eine Pa rteientschädigung zu Lasten der Vo- rinstanz zuzusprechen. Der in der Honorarnote vom 8. Feb ruar 2016 geltend gemachte Auf- wand von 8.90 Stunden à Fr. 200.-- ist nicht zu beanstanden. Die Vorinstanz hat der Beschwer- deführerin somit eine Parteientschädigung von insgesamt Fr. 2‘018.75 (inkl. Auslagen und 8 % MWSt) zu bezahlen. Seite 11 http://www.bl.ch/kantonsgericht Demgemäss wird e r k a n n t : ://: 1. In Gutheissung der Beschwerde wird der Entsche id der Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde B.____ vom 20. November 2015 aufgeho- ben und die Angelegenheit an die Kindes- und Erwachsen enschutzbe- hörde B.____ zur Neubeurteilung im Sinne der Erwägu ngen zurückge- wiesen. 2. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. 3. Die KESB B.____ hat der Beschwerdeführerin eine Parteientschädi- gung in der Höhe von Fr. 2‘018.75 (inkl. Auslagen und 8 % MWSt) zu bezahlen. Präsidentin Gerichtsschreiberin