A bteilung IV D -3273/2006 spn/w er {T 0/2} U rteil vom 1. O ktober 2007 M itw irkung: R ichterin Spälti G iannakitsas, R ichter Badoud, R ichter Schürch G erichtsschreiber W eber 1. A._______, geboren _______ 2. B._______, geboren _______ 3. C ._______, geboren _______ 4. D ._______, geboren _______ 5. E._______, geboren _______ 6. F._______, geboren _______ alle aus Serbien (Kosovo), w ohnhaft _______, vertreten durch M ichel M eier, _______, Beschw erdeführer gegen B undesam t für M igration (B FM ), Q uellenw eg 6, 3003 Bern, Vorinstanz betreffend Verfügung vom 18. M ai 2004 i.S. A syl und W egw eisung / N _______ B u n d e s v e rw a ltu n g s g e ric h t T rib u n a l a d m in is tra tif fé d é ra l T rib u n a le a m m in is tra tiv o fe d e ra le T rib u n a l a d m in is tra tiv fe d e ra l2 D as B undesverw altungsgericht stellt fest: A. a) D ie Beschw erdeführer verliessen ihren H eim atstaat nach eigenen Angaben erst- m als am 30. Septem ber 1998 und gelangten am 18. O ktober 1998 von Italien her kom m end in die Schw eiz, w o sie am 19. O ktober 1998 Asylgesuche stellten. b) Anlässlich der Befragungen m achte der Beschw erdeführer albanischer Ethnie aus _______ im W esentlichen geltend, den Kosovo w egen der kriegerischen Ereignisse verlassen zu haben. Am 15. M ai 1998 sei das D orf bom bardiert w orden. U nter prekären Bedingungen sei er schliesslich nach Albanien gelangt. c) D ie Beschw erdeführerin gab ebenfalls zu Protokoll, w egen der kriegerischen Er- eignisse aus ihrem H eim atland geflohen zu sein. Sie habe ihr H aus fluchtartig ver- lassen m üssen und sei den Angriffen nur knapp entkom m en. d) M it Verfügung vom 21. Juli 1999 stellte das Bundesam t fest, die Beschw erdeführer erfüllten die Flüchtlingseigenschaft nicht, und lehnte die Asylgesuche ab. G leich- zeitig verfügte es die W egw eisung der Beschw erdeführer aus der Schw eiz. Zur Begründung führte die Vorinstanz aus, aufgrund der veränderten Situation im Ko- sovo sei davon auszugehen, dass für die Beschw erdeführer aktuell keine begrün- dete Furcht vor staatlichen Verfolgungsm assnahm en m ehr bestehe. G leichzeitig nahm das BFM die Beschw erdeführer gestützt auf den Bundesratsbeschluss vom 7. April 1999 vorläufig auf. D iese Verfügung erw uchs unangefochten in R echts- kraft. e) N ach Aufhebung des obenstehend erw ähnten Bundesratsbeschlusses reisten die Beschw erdeführer am 31. Juli 2000 in den Kosovo zurück. B. a) D ie Beschw erdeführer verliessen ihren H eim atstaat nach eigenen Angaben am 25. April 2003 erneut und gelangten am 7. M ai 2003 von Italien her kom m end in die Schw eiz, w o sie gleichentags Asylgesuche stellten. Am 12. M ai 2003 w urden die Beschw erdeführer und ihr ältester Sohn in der Em pfangsstelle _______ sum m arisch befragt. Für die D auer des Asylverfahrens w urden sie dem Kanton _______ zugew iesen. Am 25. Juni 2003 führte die kantonale Behörde Anhörungen durch. b) D abei m achte die Beschw erdeführerin geltend, w ährend der kriegerischen Ausein- andersetzungen im H eim atland im Frühjahr 1998 durch Serben aus ihrem D orf m ehrfach vergew altigt w orden zu sein. Sie habe sich zusam m en m it ihren Kindern im H aus aufgehalten. W ährend der Vergew altigungen habe sie vorübergehend das Bew usstsein verloren. Im R ahm en des ersten Asylverfahrens in der Schw eiz habe sie auf G eheiss ihres Ehem annes die erlittene sexuelle G ew alt verschw iegen. U n- m ittelbar nach ihrer R ückkehr in den Kosovo sei sie aber durch N achbarn und an- dere D orfbew ohner auf das Erlebte angesprochen w orden. Besagte Personen sei- en ihr gegenüber negativ eingestellt gew esen. W egen des Vorgefallenen sei sie unter m assivem D ruck gestanden. Ihr Sohn sei w egen der Vergew altigung seiner M utter provoziert w orden. Auch ihr Ehem ann sei auf die Vergew altigung 3 angesprochen w orden. Sie habe das H aus kaum m ehr verlassen können und sei schliesslich erneut ausgereist. Seit drei Jahren sei sie krank und auf M edikam ente angew iesen. Ihr M ann passe auf sie auf, dam it sie keine G elegenheit für suizidale H andlungen habe. c) D er Beschw erdeführer erw ähnte anlässlich der Befragungen insbesondere die Vergew altigung seiner Ehefrau. D ie Lage im D orf sei für sie unerträglich gew or- den, da die Einw ohner vom Vorfall Kenntnis erlangt hätten. Er sei im m er w ieder beleidigt w orden. W egen der suizidalen Tenzenden seiner Frau habe er sie über- w achen m üssen. d) D er älteste Sohn der Beschw erdeführer m achte geltend, unter der Traum atisierung seiner M utter gelitten zu haben. Er sei w iederholt durch M itschüler provoziert w or- den. e) M it Zw ischenverfügung vom 30. Januar 2004 forderte die Vorinstanz die Be- schw erdeführerin auf, innert Frist einen spezialärztlichen Bericht einzureichen. In der Folge gab die Beschw erdeführerin einen ärztlichen Bericht _______ vom 24. Februar 2004 zu den Akten. Im besagten Bericht w urde eine posttraum atische Belastungsstörung m it Tendenz zu schw erem chronischem Verlauf und andauernder Persönlichkeitsänderung diagnostiziert. C . M it Verfügung vom 18. M ai 2004 - eröffnet am 21. M ai 2004 - stellte das Bundes- am t fest, die Beschw erdeführer erfüllten die Flüchtlingseigenschaft nicht, und lehn- te die Asylgesuche ab. G leichzeitig verfügte es die W egw eisung der Beschw erde- führer aus der Schw eiz. Zur Begründung führte die Vorinstanz aus, es w äre zw ar unter gew issen U m ständen nachvollziehbar gew esen, dass die Beschw erdeführe- rin ein tatsächlich stattgefundenes traum atisierendes Erlebnis w ie eine Vergew alti- gung anlässlich des ersten Asylverfahrens in der Schw eiz nicht erw ähnt hätte. Vor- liegend seien indes auch Sachverhaltselem ente, w elche sich unm ittelbar vor und nach der geltend gem achten Vergew altigung ereignet haben sollten, im Verlaufe der beiden Asylverfahren durch die Beschw erdeführer ungereim t dargestellt w or- den. N icht übereinstim m end seien ihre Angaben unter anderem hinsichtlich der Flucht aus dem Kosovo (gem einsam bzw . getrennt), des Aufenthaltsorts des Ehe- m annes im Zeitpunkt der Vergew altigung und des Zeitpunktes der Inform ation des Ehem annes über das Vorgefallene. Entsprechend sei zu verm uten, dass die Be- schw erdeführer ihre Aussagen nachträglich m odifiziert hätten, um die angebliche Vergew altigung plausibler zu schildern. Ferner m uteten ihre D arlegungen zur an- geblichen Stigm atisierung der Beschw erdeführerin am W ohnort nach ihrer R ück- kehr in den Kosovo realitätsfrem d an. In Anbetracht w eiterer U ngereim theiten in den Schilderungen m üssten die Vorbringen als insgesam t unglaubhaft qualifiziert w erden. D en Vollzug der W egw eisung erachtete die Vorinstanz für zulässig, zu- m utbar und m öglich. Für die Beschw erdeführer bestehe keine konkrete G efähr- dung im Kosovo. Ausserdem stehe aufgrund der unglaubhaften Vergew altigung im geltend gem achten Kontext nicht fest, dass die grundsätzlich unbestrittene Trau- m atisierung der Beschw erdeführerin tatsächlich im Kosovo erfolgt sei. Ein traum a- tisierendes Ereignis könne sich durchaus auch in der Schw eiz zugetragen haben. Vor diesem H intergrund seien die ärztlichen Vorbehalte gegen eine Fortführung der Therapie der Beschw erdeführerin im H eim atland nicht zu teilen. Vielm ehr sei ihr zuzum uten, die dort ausreichend vorhandene Infrastruktur zu nutzen. 4 H insichtlich der dam it verbundenen Kosten käm en finanzielle U nterstützungen durch Verw andte der Beschw erdeführerin in der Schw eiz, in D eutschland und in Belgien in Betracht. Ü berdies könne sie beim Bundesam t m edizinische R ückkehrhilfe beantragen. Schliesslich bestehe im Falle der - vorliegend nicht glaubhaften - sozialen Ächtung im D orf eine innerstaatliche Ausw eichm öglichkeit. D abei könnte sie w iederum auf die U nterstützung ihrer Verw andtschaft vor O rt und im Ausland zählen. D . M it Eingabe vom 21. Juni 2004 beantragten die Beschw erdeführer bei der Schw ei- zerischen Asylrekurskom m ission (AR K) die Aufhebung des angefochtenen Ent- scheids und die Asylgew ährung. Eventualiter sei die U nzum utbarkeit des W egw ei- sungsvollzugs festzustellen und die vorläufige Aufnahm e anzuordnen. Es sei die unentgeltliche R echtspflege zu gew ähren. Zur Begründung w urde vorgebracht, der Beschw erdeführerin sei durch ihren G atten verboten w orden, anlässlich des ersten Asylverfahrens über die erlittene Vergew altigung zu sprechen. Entsprechend dem Verhaltenskodex der kosovarischen G esellschaft habe dam als kein Anlass bestan- den, das Erlebte w ahrheitsgem äss zu schildern. D ie vom Bundesam t hinsichtlich der Beschw erdeführer und ihres Sohnes aufgelisteten U ngereim theiten in den Aussagen seien sodann auf Erinnerungsschw ierigkeiten der Betroffenen, w elche lang zurückliegende Ereignisse hätten schildern m üssen, zurückzuführen. Ferner m üsse berücksichtigt w erden, dass w ährend der kriegerischen Auseinanderset- zungen im Kosovo system atisch vergew altigt w orden sei. D ie Betroffenen hätten aus Angst vor einer Stigm atisierung oftm als geschw iegen und auch keine ärztliche H ilfe in Anspruch genom m en. Vor diesem H intergrund könne die Beschw erdefüh- rerin entgegen der vorinstanzlichen Einschätzung ihre Behandlung vor O rt nicht fortsetzen. Zudem seien gem äss einem SFH -Bericht vom M ärz 2004 schw erw ie- gende psychische Krankheiten im Kosovo ohnehin nicht ausreichend m edizinisch behandelbar, und bei den m edizinischen Institutionen herrschten schon aufgrund des Andrangs der Patienten zum Teil prekäre Verhältnisse. Eine angem essene Betreuung der an einer posttraum tischen Belastungsstörung leidenden Beschw er- deführerin sei im H eim atland entsprechend nicht gew ährleistet. E. M it Zw ischenverfügung vom 7. Juli 2004 verzichtete die AR K auf die Erhebung ei- nes Kostenvorschusses. Bezüglich des G esuchs im Sinne von Art. 65 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 20. D ezem ber 1968 über das Verw altungsverfahren (Vw VG , SR 172.021) w urde auf einen späteren Zeitpunkt verw iesen. F. M it Vernehm lassung vom 19. Juli 2004 hielt das Bundesam t an seinen Ausführun- gen vollum fänglich fest und beantragte ohne detaillierte w eitere Erw ägungen die Abw eisung der Beschw erde. D ie Stellungnahm e der Vorinstanz w urde den Be- schw erdeführern am 21. Juli 2004 zur Kenntnis gebracht. G . Am 7. D ezem ber 2004 teilte die AR K den Beschw erdeführern unter Fristansetzung zw ecks Stellungnahm e m it, die zuständige kantonale Behörde habe anlässlich ei- ner H ausdurchsuchung bei einer D rittperson m it den N am en der Beschw erdeführer versehene Ausw eisdokum ente beschlagnahm t. H . In ihrer Stellungnahm e vom 22. D ezem ber 2004 m achten die Beschw erdeführer geltend, besagte D okum ente seien vom Schlepper an die Adresse der D rittperson gesendet w orden. 5 I. Aufgrund des Zeitablaufs forderte die AR K die Beschw erdeführerin m it Zw ischen- verfügung vom 18. Juli 2006 auf, innert Frist ein aktuelles Arztzeugnis einzurei- chen. J. N ach gew ährter Fristerstreckung gab die Beschw erdeführerin am 4. Septem ber 2006 einen Bericht _______ vom 29. August 2006 zu den Akten. D arin w urde eine Persönlichkeitsänderung nach postraum atischer Belastungsstörung m it chronischem Verlauf diagnostiziert. K. Am 15. M ai 2007 gelangte das Bundesverw altungsgericht an das Schw eizerische Verbindungsbüro in Pristina und ersuchte um Abklärungen vor O rt. L. M it Schreiben vom 1. August 2007 teilte das Verbindungsbüro dem Bundesverw al- tungsgericht das Ergebnis der Abklärungen m it. Im R ahm en der kriegerischen Auseinandersetzungen sei es im H erkunftsgebiet der Beschw erdeführerin im m er w ieder zu Kontrollen durch serbische Soldaten gekom m en. G em äss Aussage einer Verw andten der Beschw erdeführerin sei keinem M itglied der Fam ilie _______ körperliche G ew alt angetan w orden. D ie Fam ilie _______ sei vom Som m er 2000 bis zum Frühjahr 2003 w ieder in _______ w ohnhaft gew esen und habe sich gut integriert. D ie Beschw erdeführerin habe sich oft zu Besuch bei Verw andten und Freunden aufgehalten. Andererseits sei sie psychisch krank gew esen und habe die Einsam keit gesucht. Es sei insgesam t schw ierig, sich vorzustellen, dass die geltend gem achte Vergew altigung der Beschw erdeführerin und die anschliessende Stigm atisierung tatsächlich stattgefunden hätten. D er Ausreisegrund sei die Arbeitslosigkeit gew esen. D as H aus, in w elchem der Beschw erdeführer m it seinen Eltern lebte, sei nach der Flucht der Fam ilie aus dem Kosovo zerstört w orden. N ach deren R ückkehr sei das H aus m it U nterstützung einer H ilfsorganisation w ie- der aufgebaut und etw as vergrössert w orden. Es verfüge über eine Küche, ein Bad sow ie zw ei W ohn- und Schlafräum e. Im N achbarhaus lebe die W itw e eines O nkels des Beschw erdeführers m it ihrem Sohn. D aneben befinde sich das H aus eines w eiteren O nkels und dessen Fam ilie. D ie vier O nkel des Beschw erdeführers, w el- che in der Schw eiz lebten, hätten im Ü brigen ein sehr stattliches H aus gebaut und w ürden jew eils die Ferien dort verbringen. D ie Eltern der Beschw erdeführerin leb- ten in _______. Es gehe ihnen gut. D ie Schw estern der Beschw erdeführerin lebten in der Schw eiz und hätten ihr und den Angehörigen die erneute Ausreise finanziert. Es könne ferner angenom m en w erden, dass die O nkel des Beschw erdeführers diesen im N otfall unterstützen könnten. D ie w irtschaftliche Lage im Kosovo sei desolat, und viele Fam ilien seien auf G eldsendungen aus der D iaspora angew iesen. D er (G ross)Fam ilie _______ scheine es indes vergleichsw eise gut zu gehen, da sie es sich leisten könnten, ihre Kinder an der U niversität studieren zu lassen. M . Im R ahm en des eingeräum ten R eplikrechts m achte die Beschw erdeführerin am 6. Septem ber 2007 geltend, nach w ie vor regelm ässig m edizinische Betreuung in An- spruch zu nehm en. Ihr Zustand sei unverändert. Eine eventuelle Ausreise w ürde ihre G esundheit zusätzlich beeinträchtigen. Im Bedarfsfall könne ein aktueller Arzt- bericht nachgereicht w erden. Ferner stünden zw ei Kinder der Beschw erdeführer in der Ausbildung (G astgew erbe), und eine Tochter w erde auf die Arbeitsaufnahm e respektive eine Lehre vorbereitet. Im Falle einer erzw ungenen R ückkehr in den Kosovo w ürden diese Perspektiven zerstört. Für die Kinder, w elche vier Jahre ei-6 ner w ichtigen Lebensphase (Pubertät) in der Schw eiz verbracht hätten, w ürde dies eine besondere H ärte darstellen. H insichtlich der Lage im Kosovo w urde ausge- führt, dass die Beschw erdeführer nach ihrer R ückkehr vorerst im H aus des Vaters (des Beschw erdeführers) gelebt hätten. N achdem sie im eigenen zerstörten H aus w ieder ein Zim m er hergerichtet hätten, seien sie um gezogen. Sie hätten alle in einem Zim m er schlafen m üssen. D ie Zerstörung dieses H auses sei durch die bei- liegende Bestätigung der zuständigen Am tsstelle belegt. D er im Bericht des Ver- bindungsbüros erw ähnte O nkel des N achbarhofs sein kein Verw andter, sondern lediglich ein N achbar. Im W eiteren treffe zu, dass die Schw estern der Beschw er- deführerin diese finanziell unterstützt hätten. D as G eld sei aber nicht nur von ih- nen, sondern von der ganzen Fam ilie gekom m en. Ein w eiterer, im erw ähnten Be- richt erw ähnter O nkel habe seit der Einreise der Fam ilie _______ keinen Kontakt m it ihnen aufgenom m en. D as B undesverw altungsgericht zieht in Erw ägung: 1. 1.1 G em äss Art. 31 des Verw altungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (VG G , SR 173.32) beurteilt das Bundesverw altungsgericht Beschw erden gegen Verfügungen nach Art. 5 Vw VG , sofern keine Ausnahm e nach Art. 32 VG G vorliegt. Als Vorins- tanzen gelten die in Art. 33 und 34 VG G genannten Behörden. D azu gehören Ver- fügungen des BFM gestützt auf das Asylgesetz vom 26. Juni 1998 (AsylG , SR 142.31); das Bundesverw altungsgericht entscheidet in diesem Bereich endgültig (Art. 105 AsylG ; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BG G , SR 173.110]). 1.2 D as Bundesverw altungsgericht übernim m t, sofern es zuständig ist, am 1. Januar 2007 die Beurteilung der bei der ehem aligen AR K hängigen R echtsm ittel. D as neue Verfahrensrecht ist anw endbar (vgl. Art. 53 Abs. 2 VG G ). 1.3 M it Beschw erde kann die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige oder unvoll- ständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts und die U nangem essen- heit gerügt w erden (Art. 106 Abs. 1 AsylG ). 2. D ie Beschw erde ist form - und fristgerecht eingereicht; die Beschw erdeführer sind legitim iert (Art. 6 AsylG i.V.m . Art. 48 Abs. 1 und 50 ff. Vw VG ). Auf die Beschw er- de ist m ithin einzutreten. 3. 3.1 G em äss Art. 2 Abs. 1 AsylG gew ährt die Schw eiz grundsätzlich Flüchtlingen Asyl. Als Flüchtling w ird eine ausländische Person anerkannt, w enn sie in ihrem H eim at- staat oder im Land, w o sie zuletzt w ohnte, w egen ihrer R asse, R eligion, N ationali- tät, Zugehörigkeit zu einer bestim m ten sozialen G ruppe oder w egen ihrer politi- schen Anschauungen ernsthaften N achteilen ausgesetzt ist oder begründete Furcht hat, solchen N achteilen ausgesetzt zu w erden. Als ernsthafte N achteile gel- ten nam entlich die G efährdung von Leib, Leben oder Freiheit sow ie M assnahm en, die einen unerträglichen psychischen D ruck bew irken. D en frauenspezifischen Fluchtgründen ist R echnung zu tragen (Art. 3 AsylG ).7 3.2 W er um Asyl nachsucht, m uss die Flüchtlingseigenschaft nachw eisen oder zum in- dest glaubhaft m achen. D iese ist glaubhaft gem acht, w enn die Behörde ihr Vor- handensein m it überw iegender W ahrscheinlichkeit für gegeben hält. U nglaubhaft sind insbesondere Vorbringen, die in w esentlichen Punkten zu w enig begründet oder in sich w idersprüchlich sind, den Tatsachen nicht entsprechen oder m assgeb- lich auf gefälschte oder verfälschte Bew eism ittel abgestützt w erden (Art. 7 AsylG ). 4. 4.1 D ie Beschw erdeführer m achen insbesondere geltend, die Beschw erdeführerin habe glaubhaft dargelegt, im Kosovo im Frühjahr 1998 O pfer einer Vergew altigung durch serbische Soldaten gew orden zu sein. Sie sei im D orf stigm atisiert w orden. Eine Behandlung der dadurch bew irkten Traum atisierung vor O rt kom m e ange- sichts der Fallum stände nicht in Betracht. 4.2 Vorbringen sind dann glaubhaft, w enn sie genügend substanziiert, in sich schlüs- sig und plausibel sind; sie dürfen sich nicht in vagen Schilderungen erschöpfen, in w esentlichen Punkten nicht w idersprüchlich sein oder der inneren Logik entbehren und auch nicht den Tatsachen oder der allgem einen Erfahrung w idersprechen. D arüber hinaus m uss die asylsuchende Person persönlich glaubw ürdig erschei- nen, w as insbesondere dann nicht der Fall ist, w enn sie ihre Vorbringen auf ge- fälschte oder verfälschte Bew eism ittel abstützt (vgl. Art. 7 Abs. 3 AsylG ), aber auch dann, w enn sie w ichtige Tatsachen unterdrückt oder bew usst falsch darstellt, im Laufe des Verfahrens Vorbringen ausw echselt oder unbegründet nachschiebt, m angelndes Interesse am Verfahren zeigt oder die nötige M itw irkung verw eigert. G laubhaftm achung bedeutet ferner - im G egensatz zum strikten Bew eis - ein redu- ziertes Bew eism ass und lässt durchaus R aum für gew isse Einw ände und Zw eifel an den Vorbringen des Beschw erdeführers. Eine Behauptung gilt bereits als glaub- haft gem acht, w enn der R ichter von ihrer W ahrheit nicht völlig überzeugt ist, sie aber überw iegend für w ahr hält, obw ohl nicht alle Zw eifel beseitigt sind. Für die G laubhaftm achung reicht es dem gegenüber nicht aus, w enn der Inhalt der Vorbrin- gen zw ar m öglich ist, aber in W ürdigung der gesam ten Aspekte w esentliche und überw iegende U m stände gegen die vorgebrachte Sachverhaltsdarstellung spre- chen. Entscheidend ist im Sinne einer G esam tw ürdigung, ob die G ründe, die für die R ichtigkeit der Sachverhaltsdarstellung sprechen, überw iegen oder nicht; dabei ist auf eine objektivierte Sichtw eise abzustellen (vgl. Entscheide und M itteilungen der Schw eizerischen Asylrekurskom m ission/EM AR K 1994 N r. 5 E. 3c S. 43 f.; 1996 N r. 28 E. 3a S. 270; 2005 N r. 21 E. 6.1. S. 190 f.). An den genannten Kriteri- en ist nach w ie vor festzuhalten, zum al die R echtslage diesbezüglich keine Ände- rung erfahren hat. 4.3 D as BFM hat im angefochtenen Entscheid die im Zusam m enhang m it den kriegeri- schen Ereignissen im Kosovo geltend gem achte Vergew altigung für unglaubhaft erachtet. Im Folgenden ist daher zu prüfen, ob diese Einschätzung den oben ste- hend zitierten Anforderungen an die Ü berprüfung der G laubhaftm achung zu genü- gen verm ag. 4.4 4.4.1 Für die G laubhaftigkeit der Vergew altigung spricht das Verhalten der Beschw erdeführerin anlässlich der kantonalen Anhörung vom 25. Juni 2003. So 8 schilderte sie das (angeblich) Erlebte auffallend substanziiert und m it R ealkennzeichen versehen. D adurch w irken ihre Aussagen teilw eise authentisch (vgl. u.a. B 13/21, Antw orten 34 ff., 53, 57 ff., 67 und 69 ff.). D em gegenüber fällt aber ins G ew icht, dass die Aussagen der Eheleute und ihres ältesten Sohnes im Verlaufe der beiden Asylverfahren gem äss den diesbezüglichen vorinstanzlichen Erw ägungen in der Tat in gew issen Punkten nicht übereinstim m en. So ist nam entlich nicht ersichtlich, w eshalb die Beschw erdeführer den U m stand, w onach die Flucht vorerst getrennt erfolgt sei, nicht bereits in dieser Form explizit im ersten Asylverfahren dargelegt haben. D iese U nstim m igkeit allein m it dem Zeitablauf zu erklärten, m ag nur w enig zu überzeugen. G egen die gem äss Angaben der Beschw erdeführerin im R ahm en der kriegerischen Ereignisse im Frühjahr 1998 erfolgte Vergew altigung spricht prim a vista auch der U m stand, dass sie diese im R ahm en des ersten Asylverfahrens in keiner W eise erw ähnte. Zw ar trifft im Sinne der vorinstanzlichen Erw ägungen zu, dass G ew altopfer m itunter über längere Zeit nicht in der Lage sind, das Erlebte zu schildern. Bei der Beschw erdeführerin fällt indes zum einen auf, dass sie bereits im R ahm en des ersten Asylverfahrens angab, für sie w äre eine R ückkehr in den Kosovo denkbar, w enn das H aus im D orf nicht zerstört w orden w äre (A 6/13, Antw ort 2). D iese Aussage erstaunt insofern, als das geltend gem achte traum atisierende Erlebnis im anschliessend offenbar zerstörten H aus stattgefunden haben soll. Zum anderen gab die Beschw erdeführerin im R ahm en des zw eiten Asylverfahrens zu Protokoll, im ersten Asylverfahren nicht an einem (längeren) Aufenthalt in der Schw eiz interes- siert gew esen zu sein und die Schw eiz freiw illig verlassen zu haben. Ihr Ehem ann habe sie dam als nicht über die Vergew altigung sprechen lassen (B 2/9, S. 5). Solche Aussagen w eisen nicht darauf hin, dass die Beschw erdeführerin bereits im dam aligen Zeitpunkt w egen einer akuten Traum atisierung nicht fähig gew esen w äre, die Vergew altigung geltend zu m achen. D a die Beschw erdeführerin aber auch im ersten Asylverfahren gehalten w ar, ihre Fluchtgründe vollum fänglich offen zu legen (und sie dazu grundsätzlich in der Lage gew esen w äre), m uss sie nunm ehr schon deshalb eine gew isse Beeinträchtigung der G laubhaftigkeit der gem äss ihren Aussagen im Frühjahr 1998 erfolgten und verspätet geltend gem achten Vergew altigung in Kauf nehm en. D ie vorinstanzliche Einschätzung, dass nicht diese angebliche Vergew altigung im geltend gem achten Zeitpunkt für die Traum atisierung der Beschw erdeführerin verantw ortlich ist, erscheint som it als nachvollziehbar. Im aktuell zu beurteilenden Verfahren gab die Beschw erdeführerin ferner an, sich im Kosovo einen Pass ausgestellt haben zu lassen, um allenfalls in Albanien Badeferien zu verbringen respektive nach M ontenegro zu reisen. Sie habe nicht vorgehabt, den Kosovo zu verlassen (B 13/21, Antw orten 5 ff.). Auch diese Aussagen lassen jedenfalls nicht darauf schliessen, die Beschw erdeführerin w äre - aus w elchen G ründen auch im m er - in ihrem D orf derart unter D ruck gestanden, dass sie diesem nur durch Flucht ins Ausland hätte entgehen können. D ie geltend gem achte schw erw iegende Ächtung im D orf beziehungsw eise die zuvor erlittene Vergew altigung ist som it auch in diesem Lichte besehen kaum glaubhaft. Andererseits w äre aber denkbar, dass die aktuellen Leiden der Beschw erdeführerin nicht allein durch die geltend gem achte Vergew altigung an sich, sondern durch das Verhalten der D orfbevölkerung nach ihrer W iedereinreise bedingt sind. Vor diesem H intergrund w äre dem nach plausibel, dass sie in Anbetracht der soziokulturellen Situation auf G eheiss ihres 9 Ehem annes das Erlebte in der H offnung, es niem als them atisieren zu m üssen, vorerst verschw ieg, und nach der W iedereinreise durch das Verhalten der D orfbevölkerung (re)traum atisiert w urde (vgl. dazu auch die Anam nese im Arztbe- richt vom 24. Februar 2004). D em gegenüber haben aber die Abklärungen vor O rt ergeben, dass sich die Fam ilie nach ihrer R ückkehr in den Kosovo gut integriert habe. D ie Kinder seien äusserst höflich gew esen und hätten schnell Freunde gefunden. Auch sei die Beschw erdeführerin oft zu Besuch zu Verw andten und Freunden gegangen, sei tagsüber alleine ausgegangen und habe auch die Einkäufe erledigt. G em äss Auskunft sei kein M itglied der Fam ilie _______ w ährend des Kosovokrieges O pfer physischer G ew alt gew orden. Aufgrund der erfolgten G espräche sei die geltend gem achte Vergew altigung der Beschw erdeführerin und die darauf folgende Stigm atisierung - obw ohl dies im Kosovo oft vorkom m e - kaum vorstellbar. Bestätigt w urde allerdings, dass die Beschw erdeführerin auch im Kosovo unter psychischen Problem en litt. D iesen Abklärungsergebnissen w urde sodann im R ahm en des rechtlichen G ehörs nichts W esentliches entgegengehalten, w as den darin enthaltenen Feststellungen und Auskünften einen erheblichen Bew eisw ert zukom m en lässt. G em äss den eingereichten Arztberichten ist zw ar unbestritten, dass die Beschw erdeführerin unter schw eren psychischen Problem en leidet, deren genaue U rsache kann durch derartige Berichte jedoch anerkannterm assen nicht belegt w erden. 4.4.2 In Abw ägung säm tlicher Aspekte, w elche für oder gegen die G laubhaftigkeit der erlittenen sexuellen G ew alt in der geltend gem achten Form zu berücksichtigen sind, kom m t das Bundesverw altungsgericht zum Schluss, dass w esentliche und überw iegende U m stände gegen die vorgebrachte Sachverhaltsdarstellung sprechen. D ie Beschw erdeführerin hat nicht glaubhaft m achen können, w ährend der kriegerischen Auseinandersetzungen durch serbische Käm pfer im Kosovo vergew altigt w orden zu sein. Auch die vorgebrachte anschliessende Ächtung durch D orfbew ohner verm ag in Anbetracht des Ergebnisses der Abklärungen vor O rt, w elches auf Beschw erdeebene unw idersprochen geblieben ist, den Anforderungen an die G laubhaftm achung nicht zu genügen. 4.5 Aufgrund der vorstehenden Erw ägungen erübrigt es sich im Asylpunkt, auf die w ei- teren Ausführungen in der Beschw erde und die Bew eism ittel im Einzelnen einzu- gehen, w eil sie am Ergebnis nichts ändern können. U nter Berücksichtigung der ge- sam ten U m stände folgt, dass die Beschw erdeführer keine G ründe nach Art. 3 AsylG nachw eisen oder glaubhaft m achen konnten. D as Bundesam t hat ihre Asyl- gesuche zu R echt abgelehnt. 5. 5.1 Lehnt das Bundesam t das Asylgesuch ab oder tritt es darauf nicht ein, so verfügt es in der R egel die W egw eisung aus der Schw eiz und ordnet den Vollzug an; da- bei ist der G rundsatz der Einheit der Fam ilie zu berücksichtigen (Art. 44 Abs. 1 AsylG ). Ist der Vollzug der W egw eisung nicht m öglich, nicht zulässig oder nicht zu- m utbar, so regelt das Bundesam t das Anw esenheitsverhältnis nach den gesetzli- chen Bestim m ungen über die vorläufige Aufnahm e von Ausländern (Art. 44 Abs. 2 AsylG ; Art. 14a Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 26. M ärz 1931 über Aufenthalt und N iederlassung der Ausländer [AN AG , SR 142.20]). 5.2 D er Vollzug ist nicht m öglich, w enn der Ausländer w eder in den H erkunfts- oder in 10 den H eim atstaat noch in einen D rittstaat verbracht w erden kann. Er ist nicht zuläs- sig, w enn völkerrechtliche Verpflichtungen der Schw eiz einer W eiterreise des Aus- länders in seinen H eim at-, H erkunfts- oder einen D rittstaat entgegenstehen. D er Vollzug kann insbesondere nicht zum utbar sein, w enn er für den Ausländer eine konkrete G efährdung darstellt (Art. 14a Abs. 2 - 4 AN AG ). 5.3 N iem and darf in irgendeiner Form zur Ausreise in ein Land gezw ungen w erden, in dem sein Leib, sein Leben oder seine Freiheit aus einem G rund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet sind oder in dem die G efahr besteht, dass er zur Ausreise in ein solches Land gezw ungen w ird (Art. 5 Abs. 1 AsylG ). 5.4 G em äss Art. 25 Abs. 3 der Bundesverfassung der Schw eizerischen Eidgenossen- schaft vom 18. April 1999 (BV, SR 101), Art. 3 des Ü bereinkom m ens vom 10. D e- zem ber 1984 gegen Folter und andere grausam e, unm enschliche oder erniedri- gende Behandlung oder Strafe (FoK, SR 0.105) und der Praxis zu Art. 3 der Kon- vention zum Schutze der M enschenrechte und G rundfreiheiten vom 4. N ovem ber 1950 (EM R K, SR 0.101) darf niem and der Folter oder unm enschlicher oder ernied- rigender Strafe oder Behandlung unterw orfen w erden. 6. D ie Beschw erdeführer verfügen w eder über eine frem denpolizeiliche Aufenthalts- bew illigung noch einen Anspruch auf Erteilung einer solchen. D ie W egw eisung w urde dem nach zu R echt angeordnet (Art. 44 Abs. 1 AsylG ; E ntscheidungen und M itteilungen der Schw eizerischen Asylrekurskom m ission/EM AR K 2001 N r. 21). 7. 7.1 D as BFM w ies in der angefochtenen Verfügung zutreffend darauf hin, dass der G rundsatz der N ichtrückschiebung gem äss Art. 5 Abs. 1 AsylG nur Personen schützt, die die Flüchtlingseigenschaft erfüllen. D ie Beschw erdeführer erfüllen die Flüchtlingseigenschaft nicht, w eshalb das in Art. 5 AsylG verankerte Prinzip des flüchtlingsrechtlichen N on-refoulem ents im vorliegenden Verfahren keine Anw en- dung findet. Eine R ückkehr der Beschw erdeführer nach Serbien (Kosovo) ist dem - nach unter dem Aspekt von Art. 5 AsylG rechtm ässig. Sodann ergeben sich w eder aus den Aussagen der Beschw erdeführer noch aus den Akten Anhaltspunkte da- für, dass sie für den Fall einer Ausschaffung nach Serbien (Kosovo) dort m it be- achtlicher W ahrscheinlichkeit einer nach Art. 3 EM R K oder Art. 1 FoK verbotenen Strafe oder Behandlung ausgesetzt w ären. G em äss Praxis des Europäischen G e- richtshofes für M enschenrechte sow ie jener des U N -Anti-Folterausschusses m üss- ten sie eine konkrete G efahr nachw eisen oder zum indest glaubhaft m achen, dass ihnen im Fall einer R ückschiebung Folter oder unm enschliche Behandlung droht (vgl. EM AR K 2001 N r. 16 S. 122, N r. 17 S. 130 f., 1996 N r. 18 S. 182 ff., jew eils m it w eiteren H inw eisen). D as ist vorliegend nach dem G esagten nicht der Fall. D em nach ist der Vollzug der W egw eisung sow ohl im Sinne der asyl- als auch der völkerrechtlichen Bestim m ungen zulässig. 7.2 Aus hum anitären G ründen, nicht in Erfüllung völkerrechtlicher Pflichten der Schw eiz, w ird auf den Vollzug der W egw eisung verzichtet, w enn die R ückkehr in den H eim atstaat für den Betroffenen eine konkrete G efährdung darstellt. Eine sol- che kann angesichts der im H eim atland herrschenden allgem einen politischen Lage, die sich durch Krieg, Bürgerkrieg oder durch eine Situation allgem einer G e- w alt kennzeichnet, oder aufgrund anderer G efahrenm om ente, w ie beispielsw eise 11 des Fehlens einer notw endigen m edizinischen Behandlung, angenom m en w erden (vgl. Botschaft zum Bundesbeschluss über das Asylverfahren vom 22. Juni 1990, BBl 1990 II 668). 7.3 D ie Beschw erdeführer gehören der albanischen Ethnie an und stam m en aus der G em einde _______. Sie haben zahlreiche Verw andte im In- und Ausland, w elche sie bereits bei der Ausreise unterstützten und ihnen bei der W iederansiedlung behilflich sein dürften. D ie Eltern des Beschw erdeführers bew ohnen ein eigenes H aus vor O rt. Im W eiteren verfügen die Beschw erdeführer respektive die Eltern des Beschw erdeführers über G rundbesitz (B 2/9, S. 2 f.; B 12/14, Antw orten 14 ff. und 25 f.). Ferner haben die Abklärungen vor O rt ergeben, dass die (G ross)fam ilie _______ im Vergleich zu anderen Fam ilienverbänden offenbar in relativ guten finanziellen Verhältnissen lebt und kriegsbedingte Schäden am W ohnraum (vgl. dazu die eingereichte Bestätigung vom 25. M ärz 2003) m it U nterstützung einer H ilfsorganisation zum indest teilw eise behoben w erden konnten. U nbestritten ist ferner, dass die in der Schw eiz lebenden Verw andten die Beschw erdeführer m ateriell unterstützten (vgl. die Stellungnahm e der Beschw erdeführer vom 7. Septem ber 2007). D er Beschw erdeführer, w elcher eine durchschnittliche Schulbildung aufw eist, arbeitete sow ohl in einem M öbelgeschäft w ie auch in der Landw irtschaft (A 5/13, Antw orten 10 f. und 31). N achdem im Kosovo praxisgem äss nicht von einer für die M itglieder der albanischen Bevölke- rungsm ehrheit per se existenzebedrohenden Situation auszugehen ist, kann auch in Berücksichtigung der prekären Lage auf dem Arbeitsm arkt von der grundsätzli- chen Zum utbarkeit des W egw eisungsvollzugs des Fam ilienverbands der Be- schw erdeführer ausgegangen w erden. D em U m stand, w onach die Kinder der Be- schw erdeführer in Ausbildungen involviert sind, könnte allenfalls im R ahm en der durch das Bundesam t vorzunehm enden Beurteilung eines G esuchs um Erstre- ckung der Ausreisefrist R echnung getragen w erden. D er Vorinstanz ist sodann insofern beizupflichten, als auch die W eiterbehandlung der psychischen Leiden der Beschw erdeführerin im Kosovo nicht ausgeschlossen erscheint (zu der von der Beschw erdeführerin offenbar bereits dort in Anspruch genom m enen m edizinischen Behandlung und einer allfälligen Betreuung durch w eitere Fam ilienm itglieder vgl. B 13/21, Antw orten 18, 34, 38, 104 und 107). D ie im Arztbericht vom 24. Februar 2004 geäusserten Vorbehalte zur W eiterführung der erforderlichen Therapie im H eim atland sind in Anbetracht der Tatsache, dass die geltend gem achte Stigm atisierung der Beschw erdeführerin im H eim atdorf of- fenbar nicht realen G egebenheiten entspricht, zu relativieren. G em äss besagtem Bericht ist die Beschw erdeführerin im Alltag zw ar zw ingend auf ihren Ehem ann und die Kinder angew iesen; eine vorläufige Aufnahm e erscheine als unabdingbar für eine erfolgreiche Therapie. Im H erkunftsland drohe eine m assive R etraum ati- sierung m it der G efahr w eiterer Exazerbation der Krankheit. D iese eher spekulati- ve Einschätzung der Ärzteschaft steht aber in einem gew issen W iderspruch zu den Abklärungen vor O rt, w onach die Beschw erdeführerin zw ar als Person m it psychi- schen Problem en aufgefallen, aber entgegen den Beschw erdevorbringen in der Lage gew esen sei, das H aus auch tagsüber regelm ässig zu verlassen. Im Arztbe- richt vom 29. August 2006 w ird eine Verschlechterung des Zustandes der Be- schw erdeführerin festgestellt Bei der R ückkehr in den H eim atstaat droht gem äss 12 Einschätzung des zuständigen M edizinalpersonals eine R etraum atisierung auf ver- schiedenen Ebenen. Auch diese aktualisierten ärztlichen Vorbehalte hinsichtlich einer drohenden R ückführung der Beschw erdeführerin in den Kosovo sind zw ar grundsätzlich ernst zu nehm en; andererseits verm ag gem äss vorstehenden Erw ä- gungen die in der Anam nese geltend gem achte U rsache der Traum atisierung den Anforderungen an die G laubhaftm achung nicht zu genügen. Im W eiteren soll sich der Zustand der Beschw erdeführerin gem äss ihrer Eingabe vom 7. Septem ber 2007 unverändert darstellen, w eshalb sich die eventualiter beantragte Einholung eines w eiteren Arztberichts erübrigt. In W ürdigung säm tlicher Fallum stände kom m t das Bundesverw altungsgericht zum Schluss, dass die Beschw erdeführerin zw ar psychisch ernsthaft erkrankt ist (gem äss dem erw ähnten Arztbericht Persönlich- keitsänderung und posttraum atische Belastungsstörung m it chronischem Verlauf), die von ihr erw ähnte U rsache des Leidens in der geltend gem achten Form aber nicht geglaubt w erden kann. D ie Vorbehalte der Ärzteschaft gegen eine W eiterbe- handlung im Kosovo sind entsprechend nur bedingt nachvollziehbar. D ass eine am bulante psychotherapeutische Behandlung dort m öglich ist, dürfte unbestritten sein, und die ausführlichen Beschw erdevorbringen über die prekäre Lage hospita- lisierter Psychiatriepatienten lassen sich nicht auf die Situation der Beschw erde- führerin, w elche am bulant behandelt w urde und R ückhalt im Fam ilienverband hat, übertragen. D ie offenbar nach w ie vor erforderlichen stützenden G espräche sam t therapeutischen Interventionen (Traum atherapie) und M edikation sow ie die Ver- netzung m it Strukturen vor O rt und inbesondere der Einbezug des Ehem annes in die Therapie lassen sich auch im H eim atland der Beschw erdeführerin durchführen. G ew isse Engpässe und nach w ie vor bestehende M ängel im kosovarischen G e- sundheitssystem w ird die Beschw erdeführerin zw ar m öglicherw eise in Kauf neh- m en m üssen, auch w enn diese durch U nterstützung des Fam ilienverbands im In- und Ausland sow ohl in finanzieller w ie auch persönlicher H insicht im Bedarfsfall m utm asslich relativiert w erden können. D ass die bevorstehende R ückkehr in den Kosovo zu einer vorübergehenden w eiteren Beeinträchtigung des G esundheitszu- standes führen könnte, soll nicht in Abrede gestellt w erden; m ittels einer geeigne- ten M edikation beziehungsw eise der auf G esuch hin zu gew ährenden m edizini- schen R ückkehrhilfe dürfte eine gew isse Stabilität des G esundheitszustandes in- des erhalten w erden können oder zum indest nicht ernsthaft und auf unabsehbare Zeit hin gefährdet sein. In Anbetracht der gesam ten U m stände ist der Vollzug der angeordneten W egw eisung som it auch in m edizinischer H insicht als zum utbar zu bezeichnen. 7.4 Schliesslich obliegt es den Beschw erdeführern, sich bei der zuständigen Vertre- tung ihres H eim atstaates für eine R ückkehr notw endige R eisedokum ente zu be- schaffen (Art. 8 Abs. 4 AsylG ), w eshalb der Vollzug der W egw eisung auch als m öglich zu bezeichnen ist. 7.5 D er von der Vorinstanz verfügte W egw eisungsvollzug steht daher in Ü bereinstim - m ung m it den zu beachtenden Bestim m ungen und ist zu bestätigen. N ach dem G esagten fällt eine Anordnung der vorläufigen Aufnahm e ausser Betracht (Art. 14a Abs. 1 - 4 AN AG ). 8. Aus diesen Erw ägungen ergibt sich, dass die angefochtene Verfügung Bundes- recht nicht verletzt, den rechtserheblichen Sachverhalt richtig und vollständig fest- stellt und angem essen ist (Art. 106 AsylG ). D ie Beschw erde ist nach dem G esag-13 ten abzuw eisen. 9. Bei diesem Ausgang des Verfahrens w ären die Kosten den Beschw erdeführern aufzuerlegen (Art. 63 Abs. 1 Vw VG ) und auf insgesam t Fr. 600.-- festzusetzen (Art. 16 Abs. 1 Bst. a VG G i.V.m . Art. 2 und 3 des R eglem ents über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverw altungsgericht vom 11. D ezem ber 2006 [VG KE], SR 173.320.2). N achdem sich die Beschw erde nicht als zum Vornherein aussichtslos darstellte und von der Bedürftigkeit der Beschw erdeführer ausgegan- gen w erden kann, ist das G esuch im Sinne von Art. 65 Abs. 1 Vw VG gutzuhei- ssen, w eshalb keine Kostenauflage erfolgt. (D ispositiiv nächste Seite)14 D em nach erkennt das B undesverw altungsgericht: 1. D ie Beschw erde w ird abgew iesen. 2. D as G esuch im Sinne von Art. 65 Abs. 1 Vw VG w ird gutgeheissen. Es w erden kei- ne Verfahrenskosten auferlegt. 3. D ieses U rteil geht an: - die Beschw erdeführer durch Verm ittlung ihrer Vertretung (eingeschrieben; Bei- lage: Angefochtene Verfügung im O riginal) - das Bundesam t, Abteilung Aufenthalt und R ückkehrförderung, m it den vorinstanzlichen Akten (Kopie; R ef.-N r. N _______) - _______ D ie Instruktionsrichterin: D er G erichtsschreiber: N ina Spälti G iannakitsas Patrick W eber Versand am :