<h2>SubmittedText<h2><p>Der Bundesrat wird beauftragt, die nötigen gesetzlichen Grundlagen zu schaffen, damit an einem Sonntag pro Jahreszeit alle öffentlichen Plätze und Strassen inklusive Nationalstrassen der Bevölkerung zum freien Gemeingebrauch ohne privaten Motorfahrzeugverkehr gewidmet sind.</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Der Bundesrat findet die Idee sympathisch, vier autofreie Sonntage pro Jahr durchzuführen. Die Umsetzung dieser Idee bereitet aber verschiedene Schwierigkeiten. Diese hat der Bundesrat bereits in der Botschaft zur Volksinitiative "für einen autofreien Sonntag pro Jahreszeit - ein Versuch für vier Jahre (Sonntags-Initiative)" ausgeführt. Da Ausnahmen vom Fahrverbot vorgesehen werden müssen, würde eine erhebliche Anzahl Fahrzeuge die Strassen weiterhin im üblichen Umfang benützen (z. B. Polizei, Notfalldienste, Fahrten, die bereits heute vom Sonntags- und Nachtfahrverbot befreit sind, Taxis, motorisierte Invalidenfahrstühle und Behindertentransporte). Dies führt zu Problemen bei der Verkehrssicherheit. Es würde zudem im Ausland kaum verstanden werden, wenn der Strassenverkehr an der Schweizer Grenze aufgehalten würde. Der Schweiz dürfte vielmehr zum Vorwurf gemacht werden, unnötigen Umwegverkehr mit entsprechend höherem CO2-Ausstoss zu erzeugen. Zudem wären auch negative Auswirkungen in den abgelegenen Gebieten mit minimalem ÖV-Anschluss zu erwarten. </p><p>Mit den beliebten "Slow-up"-Veranstaltungen gibt es zudem bereits eine Möglichkeit, um auf eine klimafreundlichere Mobilität aufmerksam zu machen. Bei diesen Veranstaltungen werden die Strassen in einem klar abgegrenzten regionalen Gebiet während einer bestimmten Zeit für den motorisierten Verkehr gesperrt. </p><p>Der Bundesrat ist auch der Ansicht, dass der Verkehrsbereich einen Beitrag zur Erreichung der CO2-Reduktionsziele leisten muss. Er sieht dafür aber andere Massnahmen im Vordergrund, wie zum Beispiel tiefere CO2-Grenzwerte für Neufahrzeuge, die Kompensationspflicht für Importeure fossiler Treibstoffe oder die Verbesserung des Velowegnetzes. </p>  Der Bundesrat beantragt die Ablehnung der Motion.