Seite 1 http://www.bl.ch/kantonsgericht Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Strafrecht, vom 13. September 2016 (460 16 65) ____________________________________________________________________ Strafrecht Qualifizierte Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz Besetzung Präsident Dieter Eglin, Richter Edgar Schürmann (Re f.), Richter Stephan Gass; Gerichtsschreiber Marius Vogelsanger Parteien Staatsanwaltschaft Basel-Landschaft , Hauptabteilung BM/OK, Rheinstrasse 27, Postfach, 4410 Liestal, Anklagebehörde gegen A.____ , vertreten durch Advokat Patrick Frey, Solothurnerstrasse 21, Post- fach 2110, 4002 Basel, Beschuldigter und Berufungskläger Gegenstand qualifizierte Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz Berufung gegen das Urteil des Strafgerichts Basel-Landschaft vom 21. Januar 2016 Seite 2 http://www.bl.ch/kantonsgericht Sachverhalt A. Das Strafgericht Basel-Landschaft entschied mit Ur teil vom 21. Januar 2016 unter ande- rem Folgendes: "1.1 A.____ wird der gewerbsmässigen und teilweis e bandenmässigen Widerhand- lung gegen das Betäubungsmittelgesetz schuldig erklärt und verurteilt zu einer teilbedingt vollziehbaren Freiheitsstrafe von 2 ½ Jahren, davon 1 Jahr unbedingt, bei einer Probezeit von 3 Jahren für den bedingt vollziehbaren Teil der Strafe, unter Anrechnung der vom 16. Januar 2014 bis zum 28 . Januar 2014 ausge- standenen Untersuchungshaft von 13 Tagen, in Anwendung von Art. 19 Abs. 1 lit. a - d BetmG i. V.m. Art. 19 Abs. 2 lit. b und lit. c BetmG, Art. 40 StGB, Art. 43 StGB sowie Art. 51 StGB. 1.2 […] 2.1 Die am 23. Februar 2012 von der Staatsanwaltschaft des Kantons Bern gegen A.____ bedingt ausgesprochene Geldstrafe von 150 Ta gessätzen à Fr. 30.--, abzüglich 2 Tage Untersuchungshaft, wird in Anwendu ng von Art. 46 Abs. 2 StGB für nicht vollziehbar erklärt. 2.2–3. […] 4.1 Die Verfahrenskosten, bestehend aus den Kosten des Vorverfahrens in der Höhe von Fr. 4‘986.40, den Kosten des Zwangsmassnah mengerichts von Fr. 500.-- und der Gerichtsgebühr von Fr. 2‘000.--, abzüglich der unter Ziffer 3 eingezogenen Fr. 2‘423.75, gehen zulasten von A.____. 4.2 […] 5.1 Das Honorar des amtlichen Verteidigers Patrick Frey in der Höhe von insge- samt Fr. 6‘332.85 (inkl. Auslagen und 8 % Mehrwerts teuer) wird unter Vorbe- halt der Rückzahlungsverpflichtung von A.____ nach Art. 135 Abs. 4 StPO aus der Gerichtskasse entrichtet. 5.2 […]" Seite 3 http://www.bl.ch/kantonsgericht B. Gegen dieses Urteil meldete der Beschuldigte, vertreten durch Advokat Patrick Frey, mit Eingabe vom 29. Januar 2016 die Berufung an. Mit Be rufungserklärung vom 4. April 2016 stell- te er folgende Anträge: "1. Es wird das Urteil des Strafgerichts Basel-Landsc haft vom 21. Januar 2016 in einzelnen Teilen angefochten. 2. Es werden die folgenden Abänderungen des ersti nstanzlichen Urteils verlangt: 2.1. Es sei der Beschuldigte wegen gewerbsmässiger Widerhandlung gegen das Be- täubungsmittelgesetz schuldig zu erklären und zu ve rurteilen zu einer bedingten Gefängnisstrafe von 18 Monaten, bei einer Probezeit von 4 Jahren. 2.2. Es sei der Beschuldigte vom Vorwurf der teilwe isen bandenmässigen Begehung freizusprechen. 2.3. Im Übrigen sei das Urteil des Strafgerichts Ba sel-Landschaft vom 21. Januar 2016 zu bestätigen. 3. Es werden keine Beweisanträge gestellt. 4. Es sei die amtliche Verteidigung für das Berufun gsverfahren mit dem Unterzeich- neten als Rechtsvertreter des Beschuldigten zu bewilligen. 5. Alles unter o/e-Kostenfolge zu Lasten des Staate s." C. In seiner Berufungsbegründung vom 13. Juni 2016 hielt der Beschuldigte an seinen mit Berufungserklärung vom 4. April 2016 gestellten Rechtsbegehren fest. D. Demgegenüber begehrte die Staatsanwaltschaft Basel- Landschaft, Hauptabteilung BM/OK, in ihrer Berufungsantwort vom 11. Juli 2016 die Abweisung der Berufung. E. Was die wesentlichen verfahrensleitenden Verfügung en des Kantonsgerichts, Abteilung Strafrecht, betrifft, so wurde dem Beschuldigten mi t Verfügung vom 12. April 2016 die amtliche Verteidigung mit Advokat Patrick Frey für das zweitinstanzliche Verfahren bewilligt. F. Anlässlich der heutigen Hauptverhandlung vor dem K antonsgericht, Abteilung Strafrecht, erscheinen der Beschuldigte mit seinem Verteidiger, Advokat Patrick Frey, sowie der Vertreter der Staatsanwaltschaft. Beide Parteien halten an ih ren bereits schriftlich gestellten Anträgen Seite 4 http://www.bl.ch/kantonsgericht vollumfänglich fest. Auf die Aussagen des zur Perso n und zur Sache eingehend befragten Be- schuldigten sowie auf die Parteivorträge wird, sowe it erforderlich, nachfolgend in den Erwägun- gen eingegangen. Erwägungen I. Formelles Die Berufung ist gemäss Art. 398 Abs. 1 StPO zulässig gegen Urteile erstinstanzlicher Gerichte, mit denen das Verfahren ganz oder teilweise abgesch lossen worden ist. Es können Rechtsver- letzungen, die unvollständige oder unrichtige Feststellung des Sachverhalts sowie Unangemes- senheit gerügt werden, wobei das Berufungsgericht d as Urteil in allen angefochtenen Punkten umfassend überprüfen kann (Art. 398 Abs. 2 und Abs. 3 StPO). Gemäss Art. 399 Abs. 1 und Abs. 3 StPO ist zunächst die Berufung dem erstinstanzlichen Ge- richt innert 10 Tagen seit Eröffnung des Urteils sc hriftlich oder mündlich anzumelden und da- nach dem Berufungsgericht innert 20 Tagen seit der Zustellung des begründeten Urteils eine schriftliche Berufungserklärung einzureichen. Jede Partei, die ein rechtlich geschütztes Interes- se an der Aufhebung oder Änderung eines Entscheides hat, ist zur Berufung legitimiert (Art. 382 Abs. 1 StPO). Vorliegend wird das Urteil des Strafgerichts Basel- Landschaft vom 21. Januar 2016 angefoch- ten, welches ein taugliches Anfechtungsobjekt gemäs s Art. 398 Abs. 1 StPO darstellt. Mit Ein- gaben vom 29. Januar 2016 (Berufungsanmeldung) und 4. April 2016 (Berufungserklärung) hat der Beschuldigte die Rechtsmittelfrist gewahrt und ist seiner Erklärungspflicht nachgekommen. Die Zuständigkeit der Dreierkammer des Kantonsgeric hts, Abteilung Strafrecht, zur Beurteilung der vorliegenden Berufung ergibt sich aus Art. 21 A bs. 1 lit. a StPO sowie aus § 15 Abs. 1 lit. a des kantonalen Einführungsgesetzes vom 12. März 200 9 zur Schweizerischen Strafprozess- ordnung (EG StPO; SGS 250). Auf die Berufung des Beschuldigten ist somit einzutreten. II. Materielles A. Allgemeines Mit Blick auf die Prozessökonomie erlaubt es Art. 8 2 Abs. 4 StPO den Rechtsmittelinstanzen, für die tatsächliche und rechtliche Würdigung des i n Frage stehenden Sachverhalts auf die Be- gründung der Vorinstanz zu verweisen, wenn sie dies er beipflichten. Hingegen ist auf neue tat- sächliche Vorbringen und rechtliche Argumente einzu gehen, die erst im Rechtsmittelverfahren Seite 5 http://www.bl.ch/kantonsgericht vorgetragen werden (D ANIELA BRÜSCHWEILER , Zürcher Kommentar StPO, 2. Aufl. 2014, Art. 82 N 9). B. Gegenstand des Berufungsverfahrens In casu liegt einzig eine Berufung des Beschuldigte n vor; demgegenüber hat die Staatsanwalt- schaft weder Berufung noch Anschlussberufung erhoben. Gemäss Art. 404 Abs. 1 StPO überprüft das Berufungs gericht das erstinstanzliche Urteil nur in den angefochtenen Punkten. Aufgrund des Berufungsge genstandes gemäss der Berufungser- klärung des Beschuldigten vom 4. April 2016 stehen einzig der Schuldspruch wegen gewerbs- mässiger Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelge setz gemäss Dispositiv-Ziffer 1.1 des strafgerichtlichen Urteils sowie die Strafzumessung einschliesslich der Ausfällung der konkreten Sanktion gemäss Dispositiv-Ziffer 1.1 des vorinstan zlichen Erkenntnisses im Streit. Alle ande- ren Dispositiv-Ziffern des Urteils des Strafgericht s vom 21. Januar 2016 sind demgegenüber nicht angefochten. Gemäss Art. 391 Abs. 2 StPO darf die Rechtsmittelin stanz Entscheide nicht zum Nachteil der beschuldigten Person abändern, wenn das Rechtsmittel nur zu deren Gunsten ergriffen worden ist (Verbot der "reformatio in peius"). Diese Konst ellation liegt hier vor, so dass das Kantonsge- richt das strafgerichtliche Urteil punkto Schuldspruch und Sanktion zu Gunsten des Beschuldig- ten mildern, nicht jedoch zu dessen Lasten verschärfen kann. C. Schuldspruch wegen teilweiser bandenmässiger Wid erhandlung gegen das Be- täubungsmittelgesetz 1. Bezüglich des Qualifikationsgrunds der Bandenmässig keit führt die Vorinstanz aus, ab Beginn ihrer Zusammenarbeit hätten A.____ und B.___ _ eine ausgeprägte Arbeitsteilung prak- tiziert. Während B.____ für den Unterhalt der Hanf- Indooranlage in C.____ zuständig gewesen sei, das Marihuana geerntet und geschnitten sowie n ach D.____ gebracht habe, sei dieses von A.____ zu verkaufsfertigen Portionen verpackt worde n und dieser habe dessen Absatz organi- siert. Die arbeitsteilige Zusammenarbeit von A.____ und B.____ sei klarerweise auf Dauer an- gelegt gewesen. So hätten sie die Hanf-Indooranlage in C.____ von Herbst 2011 bis zu ihrer Verhaftung Anfang 2014 während ungefähr 2 ¼ Jahren gemeinsam betrieben. Dafür, dass die Zusammenarbeit von Anbeginn auf Dauer angelegt gewe sen sei, spreche insbesondere der Umstand, dass der Tatbeitrag von B.____ von beiden gleichsam als Bestandteil dessen Ar- beitsvertrags mit der E.____ angesehen worden sei. Insgesamt sei festzuhalten, dass es sich bei der Zusammenarbeit zwischen A.____ und B.____ u m ein Musterbeispiel einer banden- Seite 6 http://www.bl.ch/kantonsgericht mässigen Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelge setz handle. In Bezug auf die Tat- handlungen, welche A.____ nicht in Zusammenarbeit m it B.____ begangen hat, liege hingegen keine bandenmässige Begehung vor. Dies betreffe den unter Anklageziffer 1.1.1 beschriebenen ersten Anbauzyklus in C.____ sowie den Betrieb und die Ausbeute der Hanf-Indooranlage in D.____. 2. Der Beschuldigte macht bezüglich der Bandenmässigke it zusammengefasst geltend, da- mit eine über die blosse Mittäterschaft hinaus gehe nde Bandenmässigkeit erfüllt sei, müsse die Qualifizierung der Bandenmässigkeit durch ein gewis ses Mass an Organisation und vor allem an Intensität des Zusammenwirkens vorliegen, woran es in casu mangle. Dass vorliegend nicht von einer Bandenmässigkeit auszugehen sei, lasse si ch bereits daran erkennen, dass die Zu- sammenarbeit keine dafür vorausgesetzte Intensität angenommen habe, die über die "blosse" gemeinsame Tatausübung im Sinne der Mittäterschaft hinausgehe. Die Kooperation mit B.____ habe sich einzig aus dem Umstand ergeben, dass der Mitangeklagte bereits Arbeitnehmer des Berufungsklägers gewesen sei. Insofern sei diese re in zufällig und aus "praktischen" Gründen, aber nicht zur gegenseitigen Stärkung im Sinne einer Bande entstanden. Im Zweifelsfalle könne somit vorliegend nicht von einer Bandenmässigkeit g emäss Art. 19 Abs. 2 lit. b. BetmG ausge- gangen werden, da sich der Vorsatz zwar auf die Mit täterschaft, aber nicht nachweislich auf die Bandenmässigkeit bezogen habe. 3. Die Staatsanwaltschaft führt derweil im Wesentliche n aus, sowohl der Beschuldigte als auch B.____ hätten anlässlich der strafgerichtliche n Hauptverhandlung übereinstimmend zu Protokoll gegeben, dass der eine ohne den anderen n icht hätte weitermachen können. Dies dokumentiere geradezu sinnbildlich die vom Beschuld igten in Abrede gestellte "Gefährlichkeit" des bandenmässigen Zusammenschlusses. Nur durch den gemeinsamen Vorsatz, durch Ar- beitsteilung auf eine unbestimmte Zeit fortgesetzt Marihuana anzubauen und mit Gewinn zu verkaufen, sei es überhaupt erst zur Tatausführung gekommen. Der eine hätte dies ohne den anderen nicht geschafft und beide hätten offensichtlich mehr gewollt, als nur einmal gemeinsam eine Tat zu verüben. Ziel sei gewesen, auf unbestimmte Zeit Marihuana zu produzieren, um auf diese Art und Weise langfristig ein regelmässiges E inkommen zu erzielen. Demgemäss liege eben nicht nur Mittäterschaft, sondern eindeutig Ba ndenmässigkeit vor. Schliesslich sei auch die vorliegende und nicht bestrittene Gewerbsmässig keit ein Indiz für die intensive Delinquenz, mit der ein Umsatz von über CHF 200'000. ‒ erzielt worden sei. Der "erhebliche Einsatz persön- licher wie auch finanzieller Ressourcen", wie es di e Vorinstanz festhalte (Urteil S. 12, Ziff. 2), zeige denn auch, dass hier nicht einfach so locker und zufällig gehandelt wurde, wie es der Be- schuldigte darstelle. 4. a) Gemäss Art. 19 Ziff. 2 lit. b BetmG liegt ein sc hwerer Fall einer Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz vor, wenn der Täter als Mitglied einer Bande handelt, die sich zur Ausübung des unerlaubten Betäubungsmittelverkehrs z usammengefunden hat. Nach der Rechtsprechung des Bundesgerichts ist Bandenmässigk eit gegeben, wenn zwei oder mehrere Seite 7 http://www.bl.ch/kantonsgericht Täter sich mit dem ausdrücklich oder konkludent geä usserten Willen zusammenfinden, künftig zur Verübung mehrerer selbstständiger, im Einzelnen möglicherweise noch unbestimmter Straf- taten zusammenzuwirken. Nach neuerer bundesgerichtl icher Rechtsprechung ist darüber hin- aus auch auf den Organisationsgrad und die Intensit ät der Zusammenarbeit abzustellen. Ban- denmässigkeit ist danach auch zu bejahen, wenn nur gewisse Mindestansätze einer Organisa- tion wie etwa eine Rollen- oder Arbeitsteilung gege ben sind und die Zusammenarbeit mindes- tens so intensiv ist, dass von einem relativ fest v erbundenen und stabilen Team gesprochen werden kann. Bandenmässigkeit ist hingegen zu verne inen, wenn die Zusammenarbeit derart locker ist, dass von Anfang an nur ein sehr loser u nd damit unbeständiger Zusammenhalt be- steht, was z.B. dann der Fall ist, wenn sich zwei o der mehrere Personen bei zufälligen Begeg- nungen spontan dazu entschliessen, zusammen zu deli nquieren. Für die Bejahung des Vorsat- zes ist wesentlich, ob der Täter die Tatsachen kann te und wollte, aus denen das Gericht den rechtlichen Schluss auf bandenmässige Tatbegehung z ieht. Bandenmässigkeit ist erst anzu- nehmen, wenn der Wille der Täter auf die gemeinsame Verübung einer Mehrzahl von Delikten gerichtet ist (BGE 124 IV 86, 88 f. E. 2.b mit weit eren Hinweisen auf Lehre und Rechtspre- chung). b) Vor den Schranken der strafrechtlichen Abteilun g des Kantonsgerichts hat der Beschul- digte seine bisherigen Aussagen bestätigt, wonach d er Aufbau der Hanf-Indooranlage in C.____ durch ihn und B.____ gemeinsam erfolgt sei. Die Aufgabenteilung sei wie folgt gewe- sen: B.____ habe sich um die Anlage gekümmert, das Hanf geerntet, geschnitten und getrock- net sowie das fertige Marihuana zum Beschuldigten n ach D.____ geliefert. Demgegenüber ha- be der Beschuldigte die Setzlinge für die Hanf-Indo oranlage in C.____ gekauft, die Ware in D.____ in verkaufsfertige Portionen abgepackt und d ie Drogen verkauft. Einen Teil des Ge- winns habe der Beschuldigte an B.____ abgegeben, et wa im Verhältnis ein Drittel zu zwei Drit- teln. Der Beschuldigte habe mit B.____ gemeinsam üb er den Betrieb der Hanf-Indooranlage in C.____ bestimmt, d.h. es habe keinen eigentlichen C hef gegeben. Die Hanf-Indooranlage in D.____ habe er demgegenüber alleine betrieben, aber B.____ sei ihm beim Aufbau behilflich gewesen. Der Beschuldigte bestätigte zudem ausdrück lich die vor der Vorinstanz gemachte Aussage, wonach er nicht hätte weitermachen können, wenn B.____ aufgehört hätte (vgl. act. 1263). Er denke, dies wäre auch umgekehrt so g ewesen (vgl. Prot. KGer S. 26). B.____ stimmte dieser Beurteilung vor Strafgericht wortwörtlich zu (act. 1263). Aus diesen unzweideuti- gen Aussagen ergibt sich vorliegend ohne Weiteres, dass die Mindestansätze einer Organisati- on wie etwa eine Rollen- oder Arbeitsteilung zwisch en dem Beschuldigten und B.____ klarer- weise gegeben waren und die Zusammenarbeit mindeste ns so intensiv war, dass von einem relativ fest verbundenen und stabilen Team gesproch en werden kann. Der Berufungskläger verkennt in seiner Argumentation die bei mittätersc haftlich begangenen Delikten für ein ban- denmässiges Vorgehen zu erfüllenden Voraussetzungen , denn die von der gemäss Lehre und Rechtsprechung gestellten Anforderungen an den Orga nisationsgrad und die Intensität der Zu- sammenarbeit liegen in casu aufgrund des Beweiserge bnisses deutlich vor, weswegen der Be- Seite 8 http://www.bl.ch/kantonsgericht schuldigte den Tatbestand von Art. 19 Abs. 2 lit. b BetmG in objektiver und subjektiver Hinsicht erfüllt. c) Das Kantonsgericht spricht den Beschuldigten fol gerichtig in diesem Punkt in Bestätigung des Urteils der Vorinstanz und in Abweisung seiner Berufung der teilweise bandenmässigen Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz schuldig. D. Strafzumessung 1. a) Nach Art. 47 StGB misst das Gericht die Strafe nach dem Verschulden des Täters zu. Es berücksichtigt das Vorleben und die persönlichen Verhältnisse sowie die Wirkung der Strafe auf das Leben des Täters (Abs. 1). Das Verschulden wird nach der Schwere der Verletzung oder Gefährdung des betroffenen Rechtsguts, nach de r Verwerflichkeit des Handelns, den Be- weggründen und Zielen des Täters sowie danach besti mmt, wie weit der Täter nach den inne- ren und äusseren Umständen in der Lage war, die Gef ährdung oder Verletzung zu vermeiden (Abs. 2). In Anwendung von Art. 42 Abs. 1 StGB schi ebt das Gericht den Vollzug einer Geld- strafe, von gemeinnütziger Arbeit oder einer Freiheitsstrafe von mindestens sechs Monaten und höchstens zwei Jahren in der Regel auf, wenn eine u nbedingte Strafe nicht notwendig er- scheint, um den Täter von der Begehung weiterer Verbrechen oder Vergehen abzuhalten. b) Praxisgemäss hat das Gericht ausgehend von der obje ktiven Tatschwere das Verschulden zu bewerten. Es hat gestützt auf Art. 50 StGB – won ach das Gericht die für die Zumessung der Strafe erheblichen Umstände und deren Gewichtung fe stzuhalten hat – im Urteil darzutun, wel- che verschuldensmindernde und welche verschuldenser höhende Gründe im konkreten Fall ge- geben sind, um so zu einer Gesamteinschätzung des T atverschuldens zu gelangen (BGE 136 IV 55, E. 5.5). Es liegt im Ermessen des Sachgerich ts, in welchem Umfang es die verschiede- nen Strafzumessungsfaktoren berücksichtigt. Es muss nicht auf Umstände ausdrücklich einge- hen, die es – ohne dass dies ermessensverletzend wä re – bei der Strafzumessung als nicht massgebend oder nur von geringem Gewicht erachtet ( BGer 6P.66/2006 vom 16. Februar 2007, E. 4). Auch ist das Gericht nicht gehalten, i n Zahlen oder Prozenten anzugeben, wie es die einzelnen Strafzumessungskriterien berücksichti gt (BGE 136 IV 55, E. 5.6). Allerdings hat das Gericht das Gesamtverschulden zu qualifizieren und die Gesamteinschätzung des Tatver- schuldens im Urteil ausdrücklich zu benennen, wobei von einer Skala denkbarer Abstufungen nach Schweregrad auszugehen ist (leicht, mittelschwer, schwer, sehr schwer). In einem zweiten Schritt ist die (hypothetische) Strafe, die diesem Verschulden entspricht, innerhalb des zur Ver- fügung stehenden Strafrahmens zu bestimmen. c) Vorab ist anzumerken, dass auf diejenigen Rügen des Beschuldigten an der Strafzumes- sung, die sich auf formelle Einwände respektive auf eine unterschiedliche Würdigung des Sachverhalts im Vergleich zur Vorinstanz beziehen, vorliegend nicht mehr einzugehen ist. Die- Seite 9 http://www.bl.ch/kantonsgericht se haben sich erübrigt, soweit das Kantonsgericht d ie betreffenden Einwände des Beschuldig- ten verworfen hat. 2. a) Wie aus den obigen Erwägungen erhellt, hat sich der Beschuldigte der gewerbsmässi- gen und teilweise bandenmässigen Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz schuldig gemacht. b) Die Vorinstanz stellte im Rahmen der Strafzumes sung bezüglich der Tatkomponente fest, dass A.____ über einen Zeitraum von ungefähr drei Jahren zwei Hanf-Indooranlagen be- trieben und über 30 kg Marihuana umgesetzt hat. Die Anlagen seien professionell eingerichtet gewesen, insbesondere auch bezüglich deren Abschirm ung gegen die Umwelt. Anders sei es nicht zu erklären, dass während so langer Zeit mitten in einem Dorf wie C.____ eine solche An- lage unbemerkt habe betrieben werden können. Der Be schuldigte habe die Widerhandlung ge- gen das Betäubungsmittelgesetz sowohl gewerbs- als auch bandenmässig begangen, mithin zwei Qualifikationsmerkmale erfüllt. Gegenüber sein em Mittäter B.____ habe der Beschuldigte eindeutig die bestimmende Position eingenommen. Er sei bei der E.____ dessen faktischer Arbeitgeber gewesen und habe in Bezug auf den Betäubungsmittelhandel die Initiative ergriffen. Dabei habe er sich den Umstand zunutze gemacht, das s B.____ aufgrund seines fortgeschrit- tenen Alters und seiner unzureichenden Berufsbildun g auf dem Schweizer Arbeitsmarkt einen schweren Stand gehabt habe. Insgesamt sei bezüglich der Tatkomponente von einem gerade noch leichten Tatverschulden auszugehen und die Tät erkomponente – unter Berücksichtigung der teilweise einschlägigen Vorstrafen sowie der um fassenden Geständigkeit – leicht zulasten des Beschuldigten zu werten. In Gesamtbetrachtung sämtlicher Tat- und Täterkomponenten sei ein nicht mehr leichtes Verschulden festzustellen. Unter Berücksichtigung dieser Aspekte wurde die schuldangemessene Freiheitsstrafe auf 2 ½ Jahre festgelegt (vgl. Urteil der Vorinstanz, S. 15–17 f.). 3. a) Vorab ist festzuhalten, dass die Vorinstanz die Strafzumessung vollständig und kor- rekt durchgeführt hat. So wurde auf sämtliche relev anten Kriterien (vgl. Art. 47 StGB) massge- blich und ausreichend eingegangen. Namentlich wurde n das Verschulden, das Vorleben, die persönlichen Verhältnisse sowie die Wirkung der Str afe auf das Leben des Beschuldigten be- rücksichtigt. Es kann daher zunächst in globo auf d ie zutreffenden Erwägungen des Strafge- richts (vgl. Urteil der Vorinstanz S. 15–17; Art. 8 2 Abs. 4 StPO) verwiesen werden, denen sich die strafrechtliche Abteilung des Kantonsgerichts a nschliesst. Überdies ist festzustellen, dass seit der vorinstanzlichen Hauptverhandlung keine re levanten Änderungen bei den Täterkompo- nenten eingetreten sind (vgl. Prot. KGer S. 6 ff.). Im Folgenden werden daher nur insoweit Aus- führungen gemacht, als es aufgrund der Einwendungen der Verteidigung erforderlich ist. b) Entgegen der Rüge des Beschuldigten hat die Vor instanz den anwendbaren Strafrah- men korrekt bemessen. Die qualifizierte Widerhandlu ng gegen das Betäubungsmittelgesetz wird mit Freiheitsstrafe von mindestens einem und höchstens zwanzig Jahren geahndet (Art. 19 Seite 10 http://www.bl.ch/kantonsgericht Abs. 2 lit. b und c BetmG i.V.m. Art. 40 StGB). Sow eit der Beschuldigte im Berufungsverfahren – zumal die Gewerbsmässigkeit gemäss Art. 19 Abs. 2 lit. c BetmG gar nicht mehr bestritten ist – geltend macht, der Strafrahmen liege gemäss Art. 19 Abs. 1 und 2 BetmG bei maximal 3 Jah- ren Freiheitsstrafe, verkennt er die Rechtslage. Se ine diesbetreffenden Einwendungen sowie seine davon abgeleiteten Vorbringen bezüglich der A ngemessenheit der Strafhöhe erscheinen somit irrelevant. c) Hinsichtlich der Täterkomponente geht die strafrechtliche Abteilung des Kantonsgerichts – entgegen der Rüge des Berufungsklägers – mit der Vorinstanz davon aus, dass der Beschul- digte die bestimmende Position gegenüber dem Mittät er B.____ eingenommen hat. Die Initiati- ve zum Betäubungsmittelhandel ging vom Beschuldigte n aus, dieser war als faktischer Arbeit- geber und Vermieter gegenüber B.____ in einer einde utig stärkeren Position. Auch wenn B.____ schlussendlich freiwillig mitgearbeitet hat, war er aufgrund der relevierten Umstände sowie seiner schlechten Berufsbildung und der damit einhergehenden prekären Position auf dem Arbeitsmarkt doch bis zu einem massgebenden Gra d vom Beschuldigten abhängig. Im Gegensatz zur Darstellung des Berufungsklägers eben falls nicht zu beanstanden sind die Aus- führungen der Vorinstanz, wonach die einschlägige V orstrafe erheblich zulasten des Beschul- digten bei der Strafzumessung zu berücksichtigen ist und die Bewährungsaussichten des Beru- fungsklägers als getrübt erscheinen. Die Argumentat ion des Beschuldigten, es könne nicht von einer "Nichtbewährung" gesprochen werden, sondern e s liege vielmehr eine "Tateinheit" mit parallel begangenen Taten vor, verfängt klarerweise nicht, denn eine solche Rechtsfigur, wel- che besonders dreist agierende Täter im Ergebnis be vorteilen würde, ist der Strafzumessungs- lehre fremd. In casu hat sich der Beschuldigte trot z laufendem Verfahren und erfolgter Verurtei- lung vom 23. Februar 2012 wegen Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz durch die Staatsanwaltschaft des Kantons Bern, Region Emm ental-Oberaargau, nicht von weiterer, gleichgearteter Delinquenz abhalten lassen. Es ist vielmehr zu konstatieren, dass diese Strafe beim Beschuldigten offenbar keine Auswirkungen geze igt hat. Den Beschuldigten scheinen In- terventionen durch die Behörden offenkundig nicht n achhaltig zu beeindrucken, zumindest hat er sich die Konsequenzen erneuter Verfehlungen nich t verinnerlicht. Ein Delinquieren trotz ein- schlägiger Vorstrafe zeugt von einer gewissen Renit enz. Gemäss gefestigter Rechtsprechung messen die Gerichte dem Umstand, dass der Täter dur ch eine Vorstrafe oder nur schon durch frühere Strafverfahren gewarnt worden war, straferh öhende Wirkung zu (BGer 6B_974/2009 vom 18. Februar 2010, E. 5.3. und 6B_954/2009 vom 1 8. Februar 2010 m.w.H.). Von dieser gefestigten Rechtsprechung abzuweichen, besteht vorliegend keinerlei Anlass. d) Was der Beschuldigte gegen die Strafzumessungse rwägungen der Vorinstanz hinsichtlich der Strafempfindlichkeit vorbringt, überzeugt ebenf alls nicht. Im Gegensatz zur Darstellung des Beschuldigten ist bei ihm keine besondere Strafempf indlichkeit auszumachen. Die Verbüssung einer längeren Freiheitsstrafe stellt für jeden in ein familiäres Umfeld eingebetteten Täter eine gewisse Härte dar. Als unmittelbare gesetzmässige F olge jeder Sanktion darf diese Konse- quenz deshalb nur unter aussergewöhnlichen Umstände n – welche hier klarerweise nicht vor- Seite 11 http://www.bl.ch/kantonsgericht liegen – berücksichtigt werden (vgl. hierzu BGer 6B _470/2009 vom 21. November 2009, E. 2.5; HANS WIPRÄCHTIGER /S TEFAN KELLER , Basler Kommentar StGB, 3. Aufl. 2013, Art. 47 N 1 50 mit Hinweisen). e) Des Weiteren gilt es festzuhalten, dass beim Be schuldigten zu keiner Zeit eine eigentliche wirtschaftliche Notsituation vorlag, zumal seine Ehefrau im Deliktszeitraum ebenfalls erwerbstä- tig war. Allein der Umstand, dass der Beschuldigte über Jahre beträchtliche Schulden ange- häuft hat, vermag keinesfalls eine Strafmilderung zu begründen. Von der Vorinstanz zu Unrecht nicht berücksichtigte Strafminderungsgründe sind in casu nicht ersichtlich. f) Ferner greift der Einwand der Verteidigung, es sei nicht nachvollziehbar, wie aufgrund eines leichten Verschuldens betreffend der Tat- und der Täterkomponente insgesamt ein nicht mehr leichtes Verschulden festzustellen sei, ebenfalls klarerweise nicht, da der Berufungskläger die Erwägungen der Vorinstanz in seiner Berufung unzutreffend wiedergibt. Das Strafgericht hat vielmehr festgehalten, es liege ein gerade noch lei chtes Tatverschulden vor und die Täterkom- ponente wirke sich zudem insgesamt leicht zu Lasten des Beschuldigten bei der Strafzumes- sung aus (vgl. Urteil der Vorinstanz, S. 16 und 17) . Dass die Vorderrichter das aus dieser Tat- bzw. Täterkomponente resultierende Verschulden gesa mthaft als nicht mehr leicht beurteilt ha- ben, erscheint daher als folgerichtig und ist somit ebenfalls nicht zu beanstanden. g) Wird zur Tatkomponente die Täterkomponente in Relation gebracht, erscheint die von der Vorinstanz ausgefällte Freiheitsstrafe von 2 ½ Jahren, welche eindeutig im unteren Bereich des Strafrahmens von mindestens einem und höchstens zwa nzig Jahren liegt, als durchaus ange- messen. h) Mit Blick auf die Möglichkeiten des Electronic Monitorings und der Halbgefangenschaft erweist sich der Hinweis der Verteidigung, durch ei ne unbedingte Freiheitsstrafe würde der Be- schuldigte aus seiner jetzigen stabilen Lebenssitua tion herausgerissen, als undifferenziert, so- dass dieser ebenfalls nicht verfängt. i) Nachdem vorliegend eine Freiheitsstrafe von über 2 Jahren auszufällen ist, kommt ein vollständig bedingter Vollzug im Sinne von Art. 42 Abs. 1 StGB nicht mehr in Frage. Es ist aber zu prüfen, ob dem Beschuldigten in Anwendung von Ar t. 43 Abs. 1 StGB der teilbedingte Straf- vollzug gewährt werden kann. Gemäss Art. 43 Abs. 1 StGB kann das Gericht den Vollzug einer Freiheitsstrafe von mindestens einem Jahr und höchs tens drei Jahren nur teilweise aufschie- ben, wenn dies notwendig ist, um dem Verschulden de s Täters genügend Rechnung zu tragen. Der unbedingt vollziehbare Teil darf dabei die Hälfte der Strafe nicht übersteigen (Art. 43 Abs. 2 StGB). Grundvoraussetzung für eine teilbedingte Str afe im Sinne von Art. 43 StGB ist, dass eine begründete Aussicht auf Bewährung besteht. Zwa r fehlt ein entsprechender Verweis auf Art. 42 StGB, doch ergibt sich dies aus Sinn und Zweck von Art. 43 StGB. Wenn und soweit die Legalprognose des Täters nicht schlecht ausfällt, v erlangt die Bestimmung, dass zumindest ein Seite 12 http://www.bl.ch/kantonsgericht Teil der Strafe auf Bewährung ausgesetzt wird. Umge kehrt gilt, dass bei einer Schlechtprogno- se auch ein bloss teilweiser Aufschub der Strafe ni cht gerechtfertigt ist (vgl. BGE 134 IV 1 E. 5.3.1 mit Verweisen). In objektiver Hinsicht sind die Voraussetzungen zur Gewährung des teilbedingten Strafvollzu- ges gemäss Art. 43 StGB im vorliegenden Fall erfüll t, da der Beschuldigte zu einer Freiheits- strafe zu verurteilen ist, die sich innerhalb des g esetzlich zulässigen Rahmens befindet. Vorlie- gend liegt unter Verweis auf die zutreffenden Ausfü hrungen der Vorinstanz eine getrübte Prog- nose vor, sodass eine teilbedingte Strafe ausgesprochen werden kann. j) Bei der Bemessung des vollziehbaren Teils der Stra fe ist dem Verschulden sowie der Legalprognose Rechnung zu tragen. Das Verhältnis de r Strafteile ist so festzusetzen, dass da- rin die Wahrscheinlichkeit der Legalbewährung des T äters einerseits und dessen Einzeltat- schuld andererseits hinreichend zum Ausdruck kommen. Je günstiger die Prognose und je klei- ner die Vorwerfbarkeit der Tat, desto grösser muss der auf Bewährung ausgesetzte Strafteil sein (BGE 134 IV 1, E. 5.6). Aufgrund des nicht mehr leichten Verschuldens des Beschuldigten, der getrübten Bewährungsprognose sowie seiner einsc hlägigen Vorstrafe erscheint eine zu vollziehende Teilstrafe von 12 Monaten als angemess en. Den bestehenden Bedenken bezüg- lich des zukünftigen Wohlverhaltens ist überdies da durch Rechnung zu tragen, dass die Probe- zeit für den bedingt ausgesprochenen Strafteil auf 3 Jahre festgesetzt wird. k) Demnach ist das angefochtene Urteil auch in die sem Punkt in Abweisung der Berufung des Beschuldigten zu bestätigen. E. Fazit Entsprechend den obigen Ausführungen ist der Beschu ldigte in vollumfänglicher Abweisung seiner Berufung der gewerbsmässigen und teilweise b andenmässigen Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz schuldig zu sprechen und zu einer teilbedingt vollziehbaren Frei- heitsstrafe von 2 ½ Jahren, davon 1 Jahr unbedingt, bei einer Probezeit von 3 Jahren für den bedingt vollziehbaren Teil der Strafe, zu verurteil en. Die vom 16. Januar 2014 bis zum 28. Ja- nuar 2014 ausgestandene Untersuchungshaft von 13 Tagen ist in Anwendung von Art. 51 StGB an diese Strafe anzurechnen. III. Kosten a) Gemäss Art. 428 Abs. 1 StPO tragen die Parteien die Kosten des Rechtsmittelverfah- rens nach Massgabe ihres Obsiegens oder Unterliegen s. Vorliegend ist die Berufung des Be- schuldigten vollumfänglich abzuweisen. Entsprechend dem Ausgang des vorliegenden Verfah- Seite 13 http://www.bl.ch/kantonsgericht rens werden die Verfahrenskosten des Kantonsgericht s in der Höhe von CHF 6‘200. ‒, beinhal- tend eine Urteilsgebühr von CHF 6‘000. ‒ (§ 12 Abs. 2 der Verordnung über die Gebühren der Gerichte, GebT; SGS 170.31) sowie Auslagen von CHF 200. ‒, dem Beschuldigten auferlegt. b) Der vom amtlichen Verteidiger gemäss Honorarnote vom 13. September 2016 ausge- wiesene Zeitaufwand von 17.5 Stunden erscheint als angemessen, wobei ergänzend für die Teilnahme an der kantonsgerichtlichen Hauptverhandl ung insgesamt 5 Stunden zu berücksich- tigen sind, weswegen Advokat Patrick Frey eine Ents chädigung in der Höhe von CHF 4‘556.60 (inkl. Auslagen) zuzüglich 8% Mehrwertsteuer (CHF 3 64.55), somit insgesamt CHF 4‘921.15, aus der Gerichtskasse auszurichten ist. Der Beschul digte ist zur Rückzahlung der Entschädi- gung der amtlichen Verteidigung an den Kanton verpf lichtet, sobald es seine wirtschaftlichen Verhältnisse erlauben (Art. 135 Abs. 4 lit. a StPO). Seite 14 http://www.bl.ch/kantonsgericht Demnach wird erkannt: ://: I. Das Urteil des Strafgerichts Basel-Landscha ft vom 21. Januar 2016, aus- zugsweise lautend: "1. A.____ wird der gewerbsmässigen und teilweise bandenmässigen Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz schu ldig er- klärt und verurteilt zu einer teilbedingt vollziehbaren Freiheitsstrafe von 2 ½ Jahren, davon 1 Jahr unbedingt, bei einer Probezeit von 3 Jahren für den bedingt vollziehbaren Teil der Strafe, unter Anrechnung der vom 16. Januar 2014 bis zum 28 . Januar 2014 ausgestandenen Untersuchungshaft von 13 Tagen, in Anwendung von Art. 19 Abs. 1 lit. a - d BetmG i. V.m. Art. 19 Abs. 2 lit. b und lit. c BetmG, Art. 40 StGB, Art. 43 StGB sowie Art. 51 StGB. 1.2 […] 2.1 Die am 23. Februar 2012 von der Staatsanwalts chaft des Kantons Bern gegen A.____ bedingt ausgesprochene Geldstrafe von 150 Tagessätzen à Fr. 30.--, abzüglich 2 Tage Untersuch ungshaft, wird in Anwendung von Art. 46 Abs. 2 StGB für nicht vollziehbar erklärt. 2.2 […] 3. […] 4.1 Die Verfahrenskosten, bestehend aus den Kosten des Vorverfah- rens in der Höhe von Fr. 4‘986.40, den Kosten des Z wangsmass- nahmengerichts von Fr. 500.-- und der Gerichtsgebüh r von Fr. 2‘000.--, abzüglich der unter Ziffer 3 eingezog enen Fr. 2‘423.75, gehen zulasten von A.____. 4.2. […] 5.1 Das Honorar des amtlichen Verteidigers Patrick Frey in der Höhe Seite 15 http://www.bl.ch/kantonsgericht von insgesamt Fr. 6‘332.85 (inkl. Auslagen und 8 % Mehrwert- steuer) wird unter Vorbehalt der Rückzahlungsverpfl ichtung von A.____ nach Art. 135 Abs. 4 StPO aus der Gerichtska sse entrich- tet." wird in Abweisung der Berufung des Beschuldigten vollumfänglich bestä- tigt. II. Die ordentlichen Kosten des Berufungsverfahren s in der Höhe von CHF 6‘200. ‒, beinhaltend eine Urteilsgebühr von CHF 6‘000. ‒ sowie Auslagen von CHF 200. ‒, gehen zu Lasten des Beschuldigten. Dem amtlichen Verteidiger, Advokat Patrick Frey, wi rd für das Berufungsver- fahren ein Honorar in der Höhe von CHF 4‘556.60 (in kl. Auslagen) zuzüglich 8% Mehrwertsteuer (CHF 364.55), somit insgesamt CHF 4‘921.15, aus der Gerichtskasse ausgerichtet. Der Beschuldigte ist zur Rückzahlung der Entschädig ung der amtlichen Ver- teidigung an den Kanton verpflichtet, sobald es sei ne wirtschaftlichen Verhält- nisse erlauben (Art. 135 Abs. 4 lit. a StPO). Präsident Dieter Eglin Gerichtsschreiber Marius Vogelsanger