A bteilung V E -2975/2007 hub/let {T 0/2} U rteil vom 20. Septem ber 2007 M itw irkung:R ichter Bruno H uber, R ichter François Badoud, R ichterin R egula Schenker Senn G erichtsschreiberin M areile Lettau A ._______ geboren _______, palästinensischer H erkunft, _______, Beschw erdeführer gegen B undesam t für M igration (B FM ), Q uellenw eg 6, 3003 Bern, Vorinstanz betreffend Verfügung vom 19. A pril 2007 i. S. N ichteintreten auf A sylgesuch und W egw eisung N _______ B u n d e s v e rw a ltu n g s g e ric h t T rib u n a l a d m in is tra tif fé d é ra l T rib u n a le a m m in is tra tiv o fe d e ra le T rib u n a l a d m in is tra tiv fe d e ra l2 D as B undesverw altungsgericht stellt fest: A. D er palästinensische Beschw erdeführer verliess C ._______ eigenen Angaben zu- folge Ende Juli 2006 und gelangte über Am m an (Jordanien), Ägypten, Libyen und Italien am 3. Septem ber 2006 in die Schw eiz, w o er gleichentags um Asyl nach- suchte. Am 20. Septem ber 2006 w urde er in der Em pfangsstelle B._______ zu seinen Asylgründen angehört. Ein von der Vorinstanz auf Basis eines Telefongespräches vom 28. Septem ber 2006 durchgeführtes Lingua-G utachten vom 9. O ktober 2006 kam zum Ergebnis, der Beschw erdeführer stam m e eindeutig aus dem W estjordanland (palästinensisches M ilieu). Am 16. N ovem ber 2006 führte das Am t D ._______ eine Befragung des Beschw erdeführers durch. Bei dieser gab der Beschw erdeführer die Kopie einer G eburtsurkunde zu den Akten, später reichte er bei den Asylbehörden das O riginal nach. Zur Begründung seines Asylgesuches führte der Beschw erdeführer aus, er sei in C ._______ aufgew achsen und habe dort nach Schulabschluss verschiedene G e- legenheitsarbeiten verrichtet. Als Volljähriger habe er nach Israel reisen dürfen und von 2000 bis 2003 in W est-Jerusalem in der G astronom ie gearbeitet und dort gew ohnt. In dieser Zeit sei er für die Fatah als Späher tätig gew esen. Im Jahr 2001 sei er in C ._______ auf dem Kom m issariat E._______ festgehalten w orden, da m an ihn der Kollaboration m it Israel verdächtigt habe. Im M ärz 2003 habe der m ilitärische Zw eig der Fatah in C ._______ von ihm verlangt, dass er Sprengladungen in W est-Jerusalem anbringe. Er habe abgelehnt und sei etw as später von m ehreren verm um m ten Personen m it Schlagstöcken geschlagen w or- den. Im April 2003 hätten in C ._______ zw eim al m ehrere Personen aus einem fah- renden Auto auf ihn geschossen, doch sei er beide M ale nicht getroffen w orden. N ach dem zw eiten Vorfall Ende April 2003 habe er sich nicht m ehr nach C ._______ getraut, und er sei nach Israel gegangen. D ort sei er w egen der Beziehung zu einem M ädchen aus einer (Fam ilie), m it der er zusam m engelebt habe, D iskrim inierungen ausgesetzt gew esen. Er habe sich illegal in Israel aufgehalten und verstecken m üssen. Im Zeitraum 2003-2005 sei er drei- bis vierm al w egen seines illegalen Aufenthaltes für jew eils ein bis zw ei Tage in Israel inhaftiert w orden. Im Juni oder Juli 2003 sei er von Schlägern angegriffen w orden, die von der Fam ilie seiner Freundin bezahlt w orden seien. D araufhin sei er m it seiner Freundin für etw a zw ei Jahre nach E._______ gezogen, anschliessend nach F._______, w o sie zusam m en bis zu seiner Ausreise gelebt hätten. Für den Inhalt der w eiteren Aussagen w ird auf die Akten verw iesen. B. M it Verfügung vom 19. April 2007 trat das BFM gestützt auf Art. 32 Abs. 2 Bst. a und Art. 32 Abs. 3 des Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 (AsylG , SR 142.31) auf das Asylgesuch des Beschw erdeführers nicht ein und verfügte die W egw eisung sow ie deren Vollzug.3 C . M it Eingabe an das Bundesverw altungsgericht vom 27. April 2007 (Poststem pel) beantragte der Beschw erdeführer im W esentlichen, die angefochtene Verfügung aufzuheben und die Vorinstanz anzuw eisen, auf das Asylgesuch einzutreten. Es sei ihm die unentgeltliche R echtspflege im Sinne von Art. 65 Abs. 1 und 2 des Verw altungsverfahrensgesetzes vom 20. D ezem ber 1968 (Vw VG , SR 172.021) zu gew ähren. Ausserdem ersuchte er um die W iederherstellung der aufschiebenden W irkung der Beschw erde. D . M it Zw ischenverfügung des Bundesverw altungsgerichts vom 2. M ai 2007 bestätig- te der Instruktionsrichter die Berechtigung des Beschw erdeführers zur Anw esen- heit in der Schw eiz bis zum Abschluss des Verfahrens, hiess das G esuch um G e- w ährung der unentgeltlichen R echtspflege gem äss Art. 65 Abs. 1 Vw VG gut und verzichtete auf die Erhebung eines Kostenvorschusses. D em Beschw erdeführer w urde zur Einreichung einer Fürsorgebestätigung eine Frist bis zum 16. M ai 2007 gesetzt. D as G esuch um am tliche Verbeiständigung im Sinne von Art. 65 Abs. 2 Vw VG w urde abgew iesen. G leichzeitig w urde dem Beschw erdeführer m itgeteilt, m angels entsprechender Anordnung der Vorinstanz sei das G esuch um W ieder- herstellung der aufschiebenden W irkung der Beschw erde als gegenstandslos zu bew erten. E. M it Eingabe vom 10. M ai 2007 (Poststem pel) ging beim Bundesverw altungsgericht innert Frist eine Fürsorgebestätigung des Am tes D ._______ vom 9. M ai 2007 ein. F. D as BFM führt in seiner Vernehm lassung vom 13. Juni 2007 aus, entgegen der Ansicht des Beschw erdeführers sei bei der Anw endung von Art. 32 Abs. 2 Bst. a des Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 (AsylG , SR 142.31) eine sum m arische Prü- fung der Vorbringen gestützt auf Art. 3 und 7 AsylG vorzunehm en. Im Ü brigen w er- de vollum fänglich an den Erw ägungen der Verfügung vom 19. April 2007 festge- halten und die Abw eisung der Beschw erde beantragt. G . In seiner fristgerechten R eplik vom 16. Juli 2007 (Poststem pel) verw ies der Be- schw erdeführer auf seine Beschw erdeausführungen und hob hervor, seiner An- sicht nach erfordere die völkerrechtskonform e Auslegung von Art. 32 Abs. 2 Bst. a und Abs. 3 AsylG bei H inw eisen auf Verfolgung eine m aterielle Prüfung der Be- schw erde.4 D as B undesverw altungsgericht zieht in Erw ägung: 1. 1.1 G em äss Art. 31 des Verw altungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (VG G , SR 173.32) beurteilt das Bundesverw altungsgericht Beschw erden gegen Verfü- gungen nach Art. 5 Vw VG , sofern keine Ausnahm e nach Art. 32 VG G vorliegt. Als Vorinstanzen gelten die in Art. 33 und 34 VG G genannten Behörden. D azu gehö- ren Verfügungen des BFM gestützt auf das AsylG ; das Bundesverw altungsgericht entscheidet in diesem Bereich endgültig (Art. 105 AsylG ; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BG G , SR 173.110]). 1.2 M it Beschw erde kann die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige oder unvoll- ständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts und die U nangem essen- heit gerügt w erden (Art. 106 Abs. 1 AsylG ). 2. 2.1 D ie vorliegend zu beurteilende Beschw erde richtet sich gegen eine Verfügung, laut deren D ispositiv (Ziffer 1) das BFM auf das Asylgesuch des Beschw erdeführers nicht eingetreten ist. D ie Verfügung bildet als Anfechtungsgegenstand in der Bun- desverw altungsrechtspflege den äusseren R ahm en, innerhalb w elchem die Partei- en der R echtsm ittelinstanz ein R echtsverhältnis zur Beurteilung unterbreiten kön- nen. D er durch die Parteibegehren definierte Streitgegenstand darf nicht über den Anfechtungsgegenstand hinaus reichen. G egenstand des Beschw erdeverfahrens kann grundsätzlich nur sein, w as G egenstand des erstinstanzlichen Verfahrens w ar oder nach richtiger G esetzesauslegung hätte sein sollen (vgl. C H R ISTO PH AU ER , Streitgegenstand und R ügeprinzip im Spannungsfeld der verw altungsrechtlichen Prozessm axim en, Bern 1997, S. 63; ALFR ED KÖ LZ/ISABELLE H ÄN E R , Verw altungsverfah- ren und Verw altungsrechtspflege des Bundes, 2. Aufl., Zürich 1998, S. 149). W er- den N ichteintretensentscheide, m it denen es das BFM der Form nach ablehnt, das Asylgesuch auf seine Begründetheit hin zu überprüfen (Art. 32-35 AsylG ), m it Be- schw erde angefochten, so ist dem entsprechend einzig zu beurteilen, ob die Vor- instanz zu R echt auf das Asylgesuch nicht eingetreten ist. D ie Beurteilungskom pe- tenz der Beschw erdeinstanz ist m it anderen W orten darauf beschränkt, im Fall der Begründetheit des R echtsm ittels die angefochtene Verfügung aufzuheben und die Sache zu neuer Entscheidung an die Vorinstanz zurückzuw eisen (vgl. Entschei- dungen und M itteilungen der Schw eizerischen Asylrekurskom m ission [EM AR K ] 2004 N r. 34 E. 2.1. S. 240 f.). M it dem am 1. Januar 2007 in Kraft getretenen N ichteintretensgrund von Art. 32 Abs. 2 Bst. a und m it Abs. 3 AsylG hat der G esetzgeber ein Sum m arverfahren ge- schaffen, in w elchem über das Bestehen beziehungsw eise N ichtbestehen der Flüchtlingseigenschaft abschliessend m ateriell zu entscheiden ist, sow eit dies im R ahm en einer sum m arischen Prüfung m öglich ist (vgl. zur Publikation vorgesehe- nes U rteil BVG E D -688/2007 vom 11. Juli 2007 insbes. E. 5.6.5). D em entsprech- end ist im Beschw erdeverfahren auch die Flüchtlingseigenschaft Prozessgegen- stand (vgl. BVG E a.a.O . E. 2.1). N icht beschränkt ist die Beurteilungszuständigkeit 5 des Bundesverw altungsgerichts zudem in der Frage der W egw eisung und deren Vollzugs, w eil das BFM sich diesbezüglich gem äss Art. 44 AsylG in Verbindung m it Art. 14a des Bundesgesetzes vom 26. M ärz 1931 über Aufenthalt und N iederlas- sung der Ausländer (AN AG , SR 142.20) m ateriell zur Sache zu äussern hat. 2.2 D ie Beschw erde ist form - und fristgerecht eingereicht; der Beschw erdeführer ist legitim iert (Art. 108a AsylG sow ie Art. 6 AsylG i.V.m . Art. 48 und 52 Vw VG ). Auf die Beschw erde ist einzutreten. 3. G em äss Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG w ird auf ein Asylgesuch nicht eingetreten, w enn Asylsuchende den Behörden nicht innerhalb von 48 Stunden nach Einrei- chung des G esuchs R eise- oder Identitätspapiere abgeben. D iese Bestim m ung fin- det keine Anw endung, w enn Asylsuchende glaubhaft m achen können, sie seien dazu aus entschuldbaren G ründen nicht in der Lage (Art. 32 Abs. 3 Bst. a AsylG ), oder w enn auf G rund der Anhörung sow ie gestützt auf Art. 3 und 7 AsylG die Flüchtlingseigenschaft festgestellt w ird (Art. 32 Abs. 3 Bst. b AsylG ), oder w enn sich auf G rund der Anhörung die N otw endigkeit zusätzlicher Abklärungen zur Fest- stellung der Flüchtlingseigenschaft oder eines W egw eisungsvollzugshindernisses ergibt (Art. 32 Abs. 3 Bst. c AsylG ). 4. 4.1 D as BFM begründete seinen Entscheid dam it, dass der Beschw erdeführer eine G eburtsurkunde eingereicht habe und es sich bei dieser nicht um ein R eise- oder Identitätspapier im Sinne von Art. 1 lit. b und c der Asylverordnung 1 über Verfah- rensfragen vom 11. August 1999 (AsylV1, SR 142.311) handle. D er Beschw erde- führer besitze zw ar einen R eisepass und einen Identitätsausw eis, habe jedoch kei- nes dieser D okum ente abgegeben. Laut Angaben des Beschw erdeführers habe er seine Identitätskarte und seinen alten, abgelaufenen R eisepass zu H ause gelas- sen. Er sei m it seinem neuen R eisepass ausgereist. Zum Verbleib dieses Passes m ache der Beschw erdeführer in den Befragungen w idersprüchliche und realitäts- frem de Ausführungen. In der Em pfangsstellenanhörung sage er aus, er habe den neuen R eisepass m itsam t seiner H andtasche verloren, in der kantonalen Befra- gung gebe er jedoch an, er habe seinem Schlepper den Pass sam t der R eiseta- sche freiw illig ausgehändigt. D as BFM ist der Auffasung, es könne nicht geglaubt w erden, dass der Beschw erdeführer seinem Schlepper zusätzlich zu den geforder- ten 7'000 U S-D ollar für die Ausreise noch freiw illig seinen R eisepass ausgehändigt habe. Aufgrund dieser U nstim m igkeiten sei davon auszugehen, dass er zw ar über relevante Identitätspapiere verfüge, diese dem Bundesam t aber vorenthalte, w es- halb keine entschuldbaren G ründe vorlägen, die es ihm verunm öglichten, R eise- oder Identitätspapiere einzureichen. D ie angebliche Verfolgung des Beschw erdeführers durch die Al Aqsa-Brigaden, w eil er sich nicht als Selbstm ordattentäter zur Verfügung habe stellen w ollen, sei w idersprüchlich und realitätsfrem d. D er Beschw erdeführer habe seine Fluchtgründe in der Em pfangsstellenanhörung ganz anders dargestellt, als später in der kantonalen Befragung, da er erst zu die-6 sem Zeitpunkt geltend gem acht habe, allein seine Absage an die Al Aqsa-Brigaden habe zu einer G efährdung seines Lebens geführt und dass gegen ihn im April 2003 und M ärz 2006 m ehrere Anschläge verübt w orden seien. Zu den G ründen und Zeitpunkten der kurzen Festnahm en m ache der Beschw erdeführer in den Be- fragungen gegensätzliche Aussagen. Es sei bekannt, dass Kandidaten für Selbstm ordattentate nicht m it W affengew alt zu ihren Taten gezw ungen w ürden. D en Al Aqsa-Brigaden stünden genügend hochm otivierte und junge Kandidaten zur Verfügung. Auch die D arstellung, der in Isarel w ohnende und arbeitende Beschw erdeführer sei direkt durch die Al Aqsa- Brigaden kontaktiert und beauftragt w orden, ein Attentat auszuführen, entspreche aufgrund des dam it verbundenen erheblichen R isikos nicht dem Vorgehen der im U ntergrund agierenden Al Aqsa-Brigaden. Auch verm öge der Beschw erdeführer nicht zu erklären, w arum er trotz der gezielten Anschläge jew eils unbeschadet habe entkom m en können. Insgesam t w ürden sich keine glaubhaften H inw eise auf Verfolgung finden. D er Beschw erdeführer habe auch erklärt, sein H eim atland ei- gentlich präventiv verlassen zu haben, aus Angst, ihm könne einm al etw as zustos- sen. Er erfülle som it die Flüchtlingseigenschaft gem äss Art. 3 und 7 AsylG nicht. Zusätzliche Abklärungen zur Feststellung der Flüchtlingseigenschaft oder eines W egw eisungsvollzushindernisses seien aufgrund der Aktenlage nicht erforderlich. 4.2 In der Beschw erde w ird im W esentlichen ausgeführt, die Begründung für das Feh- len von Papieren sei nicht w idersprüchlich. Sein R eisepass sei ihm m itsam t seiner H andtasche vom Schlepper abgenom m en w orden, er habe sich nicht dagegen w ehren können. Er habe zw ischenzeitlich versucht, Papiere zu beschaffen, w as ihm aber bisher nicht gelungen sei. Zudem w eise er darauf hin, dass er eine G e- burtsurkunde zum Identitätsnachw eis eingereicht habe. W eshalb diese nicht als Identitätsdokum ent im Sinne der Vorschrift gelte, sei ihm unverständlich. Som it lä- gen entschuldbare G ründe für das N ichteinreichen von Identitätspapieren vor, w eshalb auf das Asylgesuch einzutreten sei. Auch habe die Vorinstanz in ihrer Verfügung G laubw ürdigkeit und Flüchtlingsei- genschaft geprüft, obw ohl eine deratige m aterielle Auseinandersetzung in einem N ichteintretensentscheid nicht erlaubt sei, sondern lediglich die Prüfung, ob H in- w eise auf Verfolgung vorlägen. Ausserdem hätten verschiedene G utachten aufgezeigt, dass Art. 32 Abs. 2 Bst. a und Abs. 3 AsylG völkerrechtsw idrig sei. D ie neue Form ulierung des G esetztestex- tes sei dahingehend auszulegen, dass zusätzlicher Abklärungsbedarf bestehe, w enn sich H inw eise auf Verfolgung ergeben w ürden, die sich nicht als offensicht- lich haltlos erw iesen, und dass in diesem Fall auf das Asylgesuch einzutreten sei. D ie R echtsprechung der ehem aligen Schw eizerischen Asylrekurskom m ission (AR K) habe w eiterhin G ültigkeit. Auf ein Asylgesuch sei trotz Fehlens von D oku- m enten im m er dann einzutreten, w enn H inw eise auf Verfolgung vorlägen, die nicht offensichtlich haltlos seien. D as BFM habe eine G laubw ürdigkeitsprüfung gem äss Art. 7 AsylG durchgeführt; die Begründungen des Am tes zeigten, dass die Vorbrin- gen des Beschw erdeführers nicht als offensichtlich haltlos bezeichnet w erden könnten und ein N ichteintreten ausgeschlossen sei. 7 5. 5.1 D as BFM ist in seiner Verfügung zu R echt davon ausgegangen, dass die vom Be- schw erdeführer eingereichte G eburtsurkunde nicht als R eise- oder Identitätspapier im Sinne von Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG zu betrachten ist (vgl. das zur Publikation vorgesehene U rteil BVG E D -2279/2007 vom 11. Juli 2007 E. 6). 5.2 D er Begriff "R eise- oder Identitätspapiere", w ie er in der revidierten Bestim m ung von Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG verw endet w ird, ist m it R ücksicht auf die Zielset- zung der zum 1. Januar 2007 in Kraft getretenen G esetzesänderung in einem en- gen Sinne zu verstehen. Es fallen darunter diejenigen D okum ente, w elche sow ohl eine zw eifelsfreie Identifizierung als auch die R ückschaffung ohne (grossen) adm i- nistrativen Aufw and erm öglichen. D iesen beiden Anforderungen genügen in der Praxis regelm ässig R eisepässe und Identitätskarten. Allgem ein sollen von der neuen Form ulierung insbesondere jene Ausw eise erfasst w erden, die prim är zum Zw eck des Identitätsnachw eises durch die heim atliche Behörde ausgestellt w orden sind, zum al nur dann die Ü berprüfung der Identität vor der zu erfolgenden Ausstel- lung sichergestellt ist. N ach diesem - engen - Verständnis m üssen dem nach Identi- tätspapiere vorliegen, die jem anden als bestim m te Person ausw eisen beziehungs- w eise die Identität nachw eisen. Es genügt nicht, dass ein Schriftstück jem anden als einen in einer bestim m ten Angelegenheit Berechtigten ausw eist, w eil in sol- chen Fällen die Identität nicht Inhalt des N achw eises ist und dem nach auch nicht zw eifelsfrei feststeht. U nter diesen Voraussetzungen können neben den klassi- schen Identitätskarten auch andere Ausw eise taugliche Identitätspapiere darstel- len, w ie zum Beispiel ein Inlandpass. Andere Ausw eise, die zw ar H inw eise auf die Identität geben, jedoch in erster Linie einem anderen Zw eck dienen, w ie die Be- stätigung nam entlich der Fahrfähigkeit, der Berufsfähigkeit beziehunsgw eise vor- liegend einer G eburt zu einem bestim m ten Zeitpunkt an einem bestim m ten O rt, des Schulbesuches oder -abschlusses, stellen dagegen keine Identitätspapiere im Sinne von Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG dar (vgl. zum G anzen zur Publikation vor- gesehenes U rteil BVG E D -2279/2007 vom 11. Juli 2007 E. 4-6). Bei einer G eburtsurkunde w ird die einw andfreie Feststellung der Identität m it ei- nem derartigen D okum ent nicht erm öglicht, w eil ein derartiges D okum ent nicht pri- m är zum Zw ecke des Identitätsnachw eises ausgestellt w ird, sondern in erster Linie zur Bestätigung der G eburt zu einem bestim m ten Zeitpunkt an einem bestim m ten O rt. 5.3 D er Beschw erdeführer m achte hinsichtlich des Verbleibs seines gültigen R eise- ausw eises w idersprüchliche Aussagen, indem er in der Erstbefragung behauptete, er habe diesen für die Ausreise benutzt, aber m itsam t der H andtasche verloren (vgl. act. A1, S. 4). In der kantonalen Befragung gibt er jedoch an, er habe den R eisepass m it der Tasche w iderstandslos dem Schlepper übergeben (vgl. act. A22, S. 5), w obei die Vorinstanz zu R echt darauf hinw eist, dass es unrealistisch erscheint, der Beschw erdeführer habe zusätzlich zu den hohen Kos- ten für den Schlepper noch freiw illig seinen R eisepass herausgegeben. Auch ist nicht zu verstehen, dass es dem Beschw erdeführer gem äss seinen Aus- führungen in der Beschw erdeschrift nicht gelungen sein soll, sich von seiner Fam i- lie den abgelaufenen R eisepass oder seine Identitätskarte zukom m en zu lassen.8 Insgesam t fehlt es dam it an entschuldbaren G ründen für das Versäum nis, R eise- oder Identitätspapiere einzureichen. 5.4 D as Bundesverw altungsgericht hat im zur Publikation vorgesehenen U rteil BVG E D -688/2007 vom 11. Juli 2007 E. 5.7 festgehalten, dass der G esetzgeber im Zu- sam m enhang m it dem N ichteinreichen von Identitätspapieren in Bezug auf den Prüfungsum fang gegenüber den übrigen N ichteintretenstatbeständen eine Ver- schärfung einführen w ollte, um dem Anreiz, Identitätspapiere einzureichen, m ög- lichst grossen N achdruck zu verschaffen. Führt eine sum m arische Prüfung zum Ergebnis, dass der Asylgesuchsteller die Flüchtlingseigenschaft offensichtlich er- füllt, ist auf das Asylgesuch einzutreten (Art. 32 Abs. 3 Bst. b AsylG ). Führt eine ebenso sum m arische Prüfung im Sinne von Art. 40 AsylG zum Ergebnis, dass der Asylgesuchsteller die Flüchtlingseigenschaft offenkundig nicht erfüllt und offenkun- dig keine W egw eisungsvollzugshindernisse bestehen, w ird auf sein Asylgesuch nicht eingetreten. Ein N ichteintretensentscheid gestützt auf Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG im pliziert som it zw ingend das (offenkundige) Fehlen der Flüchtlingseigen- schaft, w as zum indest in der Begründung der Verfügung des BFM ausdrücklich festzuhalten ist. Ausgeschlossen ist das N ichteintreten gem äss Art. 32 Abs. 3 Bst. c AsylG jedoch in all jenen Fällen, die einer eingehenden Prüfung bedürfen und die nicht sum m arisch begründet w erden können. Vorliegend erfolgte, w orauf das BFM in seiner Vernehm lassung zu R echt hinw eist, eine der Praxis entspre- chende sum m arische Begründung des offensichtlichen Fehlens der Flüchtlingsei- genschaft. W eitere Abklärungen in diesem Sinne beziehen sich dem nach auf Sachverhalts- w ie auf R echtsfragen. D er in der Beschw erde vertretenen Auffas- sung, die R echtsprechung der AR K zu den Anforderungen an "H inw eise auf Ver- folgung" habe w eiterhin G eltung, ist som it in dieser absoluten Form nicht beizu- pflichten. 5.5 In der Beschw erde w ird ausgeführt, die Bestim m ung von Art. 32 Abs. 2 Bst. a und Abs. 3 AsylG sei verfassungs- und völkerrechtsw idrig. D ie neue R egelung bew irke, dass Flüchtlinge, w elche die Verm utung, dass sie w egen fehlender Papiere die Flüchtlingseigenschaft nicht besitzen, nicht sofort w iderlegen könnten, von der An- erkennung der Flüchtlingseigenschaft und dam it vom G enuss der R echte aus der Flüchtlingskonvention ausgeschlossen w ürden. Einen solchen Ausschlussgrund sehe die Flüchtlingskonvention nicht vor. D a für die Frage des N ichteintretens eine sum m arische Prüfung vorzunehm en ist, ob ein Asylgesuchsteller offenkundig die Flüchtlingseigenschaft nicht erfüllt, und dieser Entscheid in Anbetracht der form ellen, durch das Asylgesetz aufgestellten Bedingungen in einem fairen Verfahren getroffen w ird, erw eist sich ein solcher Entscheid als völkerrechtskonform (vgl. das zur Publikation vorgesehene U rteil BVG E D -688/2007 vom 11. Juli 2007 E. 6.1 und 6.2.). 5.6 D as Bundesverw altungsgericht schliesst sich der Auffassung des BFM an, w onach der Beschw erdeführer die Flüchtlingseigenschaft gem äss Art. 3 und 7 AsylG offensichtlich nicht erfüllt. D er Vorinstanz ist zuzustim m en, dass sich die Vorbringen des Beschw erdeführers in der Em pfangsstellenanhörung anders darstellen als in der kantonalen Befra- gung, da er zu Anfang angibt, er habe sich gew eigert, Anschläge in Israel auszu- üben, er habe eine Israelin nicht heiraten dürfen, und er sei als israelischer Kolla-9 borateur betrachtet w orden (vgl. act. A1, S. 6). In der kantonalen Befragung m acht er jedoch geltend, seine Problem e beruhten auf seiner Absage an die Al Aqsa-Bri- gaden, für diese Terroranschläge durchzuführen. D iese Absage habe neben Schlägen auch zu zw ei Attentaten auf ihn im April 2003 geführt (vgl. act. A22, S. 13, 14), die er in der Em pfangsstellenanhörung nicht erw ähnt. H insichtlich der angeblichen Anschläge auf ihn ist unklar, ob diese sich im M ärz 2003 oder im M ärz 2006 zugetragen haben sollen. D er Beschw erdeführer spricht zw ar von M ärz 2006, aber er stellt die Ü bergriffe als R eaktion auf seine Absage im M ärz 2003 dar (vgl. act. A22, S. 11, 12), und es erschliesst sich nicht, w eshalb es drei Jahre spä- ter in C ._______ noch einm al zu einem deratigen Vorfall gekom m en sein soll, zu- m al sich der Beschw erdeführer eigenen Angaben gem äss nach den Schüssen auf ihn im April 2003 nicht m ehr, ausser zu seiner Ausreise, nach C ._______ getraut und in palästinensischem G ebiet keine Problem e m ehr gehabt haben w ill (vgl. act. A22, S. 14, 15). Ausserdem habe er zu dem Zeitpunkt angeblich in E._______ gelebt. D er Beschw erdeführer hat sich in der kantonalen Anhörung zudem auch bei den D aten der Schüsse auf ihn korrigieren m üssen, die er erst m it April 2006, dann m it April 2003 angibt (vgl. act. A22, S. 13). Zu R echt w eist die Vorinstanz darauf hin, dass die Angaben des Beschw erdefüh- rers zu den G ründen und Zeitpunkten seiner Inhaftierungen w idersprüchlich sind. So gibt er in der Em pfangsstellenanhörung als Zeitpunkte seiner drei kurzen Inhaf- tierungen in Israel die Jahre 1997, 1999 und 2001 an (vgl. act. A1, S. 5), in der kantonalen Befragung jedoch erst den Zeitraum 2003-2004 (vgl. act. A22, S. 16), später 2003-2005 (vgl. act. A22, S. 17). In der kantonalen Befragung nennt er als G rund für seine Festnahm en im G egensatz zur Anhörung in der Em pfangsstelle ausschliesslich seinen illegalen Status in Israel. Auch hinsichtlich der Festnahm e auf dem Kom m issariat E._______ in C ._______ im Jahr 2001 m acht der Beschw erdeführer w idersprüchliche Angaben (vgl. act. A1, S. 5; A22, S. 18). U nklar bleibt bis zuletzt, w o der Beschw erdeführer die letzen Jahre vor seiner Ausreise aus C ._______ gelebt haben w ill. In der kantonalen Befragung gibt er zum einen an, er habe von M itte 2005 bis Juli 2006 in G ._______ gelebt (vgl. act. A22, S. 7), später sagt er jedoch aus, er habe vor seiner Ausreise etw a zw ei Jahre in E._______, dann in F._______ in Israel zusam m en m it seiner Freundin gelebt (vgl. act. A22, S. 17, 18). D er Vorinstanz ist auch zuzustim m en, dass es in hohem M asse realitätsfrem d an- m utet, der Beschw erdeführer sei m it W affengew alt gedrängt w orden, Selbstm ord- attentate auszuführen. Auch ist es nicht plausibel, dass der Beschw erdeführer trotz der angeblich gezielten Anschläge auf ihn durch die Al Aqsa-Brigaden nicht zu Schaden gekom m en ist. H inzu kom m t, dass der Beschw erdeführer zugibt, sein H eim atland eigentlich prä- ventiv verlassen zu haben, aus Angst, ihm könne einm al etw as passieren (vgl. act. A22, S. 21). Ausserdem sagt er aus, dass er schon im Zeitraum 1995-2000 habe nach Europa kom m en w ollen (vgl. act. A22, S. 6) - also zu einer Zeit, für die er in der Befragung keine Verfolgung vorbringt - , aber keine M öglichkeit dazu gehabt habe. D er Beschw erdeführer hat trotz seiner entsprechenden Ankündigung in der kantonalen Anhörung (vgl. act. A22, S. 22) keine Bew eism ittel nachgereicht und in seiner Beschw erdeschrift auch nicht zu den vom BFM aufgezeigten W idersprü-10 chen Stellung genom m en. 5.7 Aus den vorstehenden Erw ägungen ergibt sich, dass für das BFM aufgrund der Aktenlage nach der Befragung vom 16. N ovem ber 2006 das N ichtbestehen der Flüchtlingseigenschaft einerseits und - w ie sich aus den nachfolgenden Erw ägun- gen zum Vollzug der W egw eisung ergibt - das Fehlen von W egw eisungsvollzugs- hindernissen andererseits gleicherm assen offenkundig w aren. Es sind keine An- haltspunkte für die Annahm e zu erkennen, das BFM habe, um zu seiner Erkennt- nis zu gelangen, eine m ehr als bloss sum m arische m aterielle Prüfung vornehm en oder zusätzliche sachliche oder rechtliche Abklärungen treffen m üssen. U nter den dargelegten U m ständen besteht auch im R ahm en des vorliegenden Beschw erde- verfahrens kein Anlass zu einer w eiter gefassten Erhebung des Sachverhalts. Es erübrigt sich, auf die w eiteren Ausführungen in der Beschw erde einzugehen, da diese an der rechtlichen W ürdigung nichts zu ändern verm ögen. D as BFM ist dem - nach zu R echt gestützt auf Art. 32 Abs. 2 Bst. a i.V.m . Art. 32 Abs. 3 AsylG auf das Asylgesuch des Beschw erdeführers nicht eingetreten. 6. 6.1 Lehnt das Bundesam t das Asylgesuch ab oder tritt es darauf nicht ein, so verfügt es in der R egel die W egw eisung aus der Schw eiz und ordnet den Vollzug an; da- bei ist der G rundsatz der Einheit der Fam ilie zu berücksichtigen (Art. 44 Abs. 1 AsylG ). Ist der Vollzug der W egw eisung nicht m öglich, nicht zulässig oder nicht zu- m utbar, so regelt das Bundesam t das Anw esenheitsverhältnis nach den gesetzli- chen Bestim m ungen über die vorläufige Aufnahm e von Ausländern (Art. 44 Abs. 2 AsylG ; Art. 14a Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 26. M ärz 1931 über Aufenthalt und N iederlassung der Ausländer [AN AG , SR 142.20]). 6.2 D er Vollzug ist nicht m öglich, w enn der Ausländer w eder in den H erkunfts- oder in den H eim atstaat noch in einen D rittstaat verbracht w erden kann. Er ist nicht zuläs- sig, w enn völkerrechtliche Verpflichtungen der Schw eiz einer W eiterreise des Aus- länders in seinen H eim at-, H erkunfts- oder einen D rittstaat entgegenstehen. D er Vollzug kann insbesondere nicht zum utbar sein, w enn er für den Ausländer eine konkrete G efährdung darstellt (Art. 14a Abs. 2 - 4 AN AG ). 6.3 N iem and darf in irgendeiner Form zur Ausreise in ein Land gezw ungen w erden, in dem sein Leib, sein Leben oder seine Freiheit aus einem G rund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet sind oder in dem die G efahr besteht, dass er zur Ausreise in ein solches Land gezw ungen w ird (Art. 5 Abs. 1 AsylG ). 6.4 G em äss Art. 25 Abs. 3 der Bundesverfassung der Schw eizerischen Eidgenossen- schaft vom 18. April 1999 (BV, SR 101), Art. 3 des Ü bereinkom m ens vom 10. D e- zem ber 1984 gegen Folter und andere grausam e, unm enschliche oder erniedri- gende Behandlung oder Strafe (FoK, SR 0.105) und der Praxis zu Art. 3 der Kon- vention zum Schutze der M enschenrechte und G rundfreiheiten vom 4. N ovem ber 1950 (EM R K, SR 0.101) darf niem and der Folter oder unm enschlicher oder ernied- rigender Strafe oder Behandlung unterw orfen w erden.11 7. D er Beschw erdeführer verfügt w eder über eine frem denpolizeiliche Aufenthaltsbe- w illigung noch einen Anspruch auf Erteilung eines solchen. D ie W egw eisung w ur- de dem nach zu R echt angeordnet (Art. 44 Abs. 1 AsylG ; vgl. EM AR K 2001 N r. 21). 8. 8.1 D ie Vorinstanz w ies in ihrer angefochtenen Verfügung zutreffend darauf hin, dass der G rundsatz der N ichtrückschiebung nur Personen schützt, die die Flüchtlingsei- genschaft erfüllen (vgl. M AR IO G ATTIKER , D as Asyl- und W egw eisungsverfahren, Bern 1999, S. 89). D a es dem Beschw erdeführer nicht gelungen ist, eine asyl- rechtlich erhebliche G efährdung nachzuw eisen oder glaubhaft zu m achen, kann das in Art. 5 AsylG verankerte Prinzip des flüchtlingsrechtlichen N on-refoulem ents im vorliegenden Verfahren keine Anw endung finden. Eine R ückkehr des Be- schw erdeführers in seinen H eim atstaat ist dem nach unter dem Aspekt von Art. 5 AsylG rechtm ässig. 8.2 Sodann ergeben sich w eder aus den Aussagen des Beschw erdeführers noch aus den Akten Anhaltspunkte dafür, dass er für den Fall einer Ausschaffung in die palästinensischen G ebiete Israels dort m it beachtlicher W ahrscheinlichkeit einer nach Art. 3 EM R K oder Art. 1 FoK verbotenen Strafe oder Behandlung ausgesetzt w äre. G em äss Praxis des Europäischen G erichtshofes für M enschenrechte sow ie jener des U N -Anti-Folterausschusses m üsste er eine konkrete G efahr ("real risk") nachw eisen oder glaubhaft m achen, dass ihm im Fall einer R ückschiebung Folter oder unm enschliche Behandlung drohen w ürde (vgl. EM AR K 2001 N r. 16 S. 122, m it w eiteren H inw eisen), w as ihm unter H inw eis auf seine haltlosen Vorbringen und der Schlussfolgerung, er habe seinen H eim atstaat legal verlassen, offensicht- lich nicht gelungen ist. D ie unbestrittenerm assen prekäre allgem eine Sicherheits- und M enschenrechtssituation in den palästinensischen G ebieten Israels lässt den W egw eisungsvollzug zum heutigen Zeitpunkt nicht als unzulässig erscheinen. N ach dem G esagten ist der Vollzug der W egw eisung sow ohl im Sinne der asyl- als auch der völkerrechtlichen Bestim m ungen zulässig. 8.3 Aus hum anitären G ründen, nicht in Erfüllung einer völkerrechtlichen Verpflichtung der Schw eiz, w ird auf den Vollzug der W egw eisung auch verzichtet, w enn die R ückkehr in den H eim atstaat für den Betroffenen eine konkrete G efährdung dar- stellt. Eine solche G efährdung kann angesichts der im H eim atland herrschenden allgem einen politischen Lage, die sich durch Krieg, Bürgerkrieg oder durch eine Si- tuation allgem einer G ew alt kennzeichnet, oder aufgrund anderer G efahrenm om en- te, w ie beispielsw eise der N ichtdurchführbarkeit einer notw endigen m edizinischen Behandlung, angenom m en w erden (vgl. Botschaft zum Bundesbeschluss über das Asylverfahren vom 22. Juni 1990, BBl 1990 II 668). Zw ar gibt in den palästinensischen Autonom iegebieten Spannungen, und es kom m t im m er w ieder zu gew altsam en Auseinandersetzungen zw ischen israeli- schen Sicherheitskräften und Palästinensern. Vorliegend ist der Vollzug aber als zum ut-bar zu erachten, w eil keine Anhaltspunkte dafür bestehen, dass der Be- schw erdeführer bei einer R ückkehr in die palästinensischen G ebiete Israels einer konkreten G efährdung ausgesetzt ist. Es handelt sich um einen jungen, gesunden M ann m it Berufserfahrung als Friseur, in der G astronom ie und auf dem Bau (vgl. 12 act. A22, S. 6, 7), dem der W iederaufbau einer Existenz nach der R ückkehr zuzu- m uten ist, zum al er in C ._______ gem äss seinen Angaben seine Eltern und m eh- rere G eschw ister zur U nterstützung vorfinden w ird (vgl. act. A22, S. 3). N ach dem G esagten ist der Vollzug der W egw eisung als zum utbar zu bezeichnen. 8.4 Schliesslich obliegt es dem Beschw erdeführer, sich allenfalls bei der zuständigen Vertretung seines H eim atstaates die für eine R ückkehr notw endigen R eisedoku- m ente zu beschaffen (Art. 8 Abs. 4 AsylG ), w eshalb der Vollzug der W egw eisung auch als m öglich zu bezeichnen ist. 8.5 Insgesam t ist die durch die Vorinstanz verfügte W egw eisung zu bestätigen. D ie Vorinstanz hat deren Vollzug zu R echt als zulässig, zum utbar und m öglich erach- tet. N ach dem G esagten fällt eine Anordnung der vorläufigen Aufnahm e ausser Betracht (Art. 14a Abs. 1 - 4 AN AG ). 9. Aus diesen Erw ägungen ergibt sich, dass die angefochtene Verfügung Bundes- recht nicht verletzt, den rechtserheblichen Sachverhalt richtig und vollständig fest- stellt und angem essen ist (Art. 106 AsylG ). D ie Beschw erde ist nach dem G esag- ten abzuw eisen. 10. Bei diesem Ausgang des Verfahrens w ären die Kosten dem Beschw erdeführer aufzuerlegen (Art. 63 Abs. 1 Vw VG ). D a m it Zw ischenverfügung vom 2. M ai 2007 sein G esuch um G ew ährung der unentgeltlichen R echtspflege gem äss Art. 65 Abs. 1 Vw VG gutgeheissen w urde, sind ihm keine Verfahrenskosten aufzuerlegen. (D ispositiv nächste Seite)13 D em nach erkennt das B undesverw altungsgericht: 1. D ie Beschw erde w ird abgew iesen. 2. Es w erden keine Verfahrenskosten auferlegt. 3. D ieses U rteil geht an: - den Beschw erdeführer (eingeschrieben) - die Vorinstanz, Abteilung Aufenthalt und R ückkehrförderung, m it deren Akten (R ef.-N r. N _______; Kopie) - _______ (Kopie) D er vorsitzende R ichter: D ie G erichtsschreiberin: Bruno H uber M areile Lettau Versand am :