A bteilung V E -5319/2006 gyk/bec {T 0/2} U rteil vom 7. M ai 2007 M itw irkung: R ichter G ysi, Zoller, H uber G erichtsschreiber Berger A._______, geboren _______, Sri Lanka, w ohnhaft _______; Sri Lanka Beschw erdeführer gegen B undesam t für M igration (B FM ), Q uellenw eg 6, 3003 Bern, Vorinstanz betreffend Verfügung vom 26. Septem ber 2005 i.S. A sylgesuch aus dem A usland und Einreisebew illigung / N _______ B u n d e s v e rw a ltu n g s g e ric h t T rib u n a l a d m in is tra tif fé d é ra l T rib u n a le a m m in is tra tiv o fe d e ra le T rib u n a l a d m in is tra tiv fe d e ra lD as B undesverw altungsgericht stellt fest: A. D er Beschw erdeführer gelangte m it einem schriftlichem Asylgesuch am 20. Januar 2004 (Eingangsdatum ) an die Schw eizerische Botschaft in C olom bo. D arin und in einem bei der Botschaft eingereichten Ergänzungsschreiben vom 17. Februar 2004 sow ie anlässlich der persönlichen Befragung in der Schw eizerischen Bot- schaft vom 10. M ärz 2004 m achte der Beschw erdeführer - ein Angehöriger der ta- m ilischen Ethnie - im W esentlichen geltend, in seinem bisherigen Leben von ver- schiedener Seite aus unterschiedlichen M otiven in G ew ahrsam oder in H aft ge- nom m en w orden zu sein. So sei er im Jahre 1987 durch die Indian Peace Keeping Force (IPKF) w ährend zehn Tagen festgehalten w orden. Im Jahre 1991 sei er sei- tens der Liberation Tigers of Tam il Eelam (LTTE) unter der falschen Anschuldi- gung, M itglied der People's Liberation O rganisation of Tam il Eelam (PLO TE) zu sein, festgenom m en und zw ei Jahre in H aft gehalten w orden. N achdem der Be- schw erdeführer m it seiner Fam ilie seit dem Jahre 2000 in einem Flüchtlingslager in Z_______ W ohnsitz genom m en habe, sei er am 17. Januar 2000 durch die C ounter Subversive U nit (C SU ) festgenom m en und in deren C am p unter M isshandlungen beschuldigt w orden, der LTTE anzugehören. N ach der Ü berführung in ein G efängnis nach Kalutara sei er schliesslich am 28. M ai 2001 auf Kaution und unter Auferlegung einer m onatlichen M eldepflicht freigelassen w orden. Am 4. D ezem ber 2002 sei der Beschw erdeführer form ell vom G ericht in Y_______ freigesprochen w orden. W ährend der Zeit der M eldepflicht und nach dem Freispruch sei es zu keinen Zw ischenfällen gekom m en. Zur Stützung des geltend gem achten Sachverhaltes reichte der Beschw erdeführer verschiedene D okum ente zu den Akten. M it Schreiben vom 28. April 2004 an die Schw eizerische Botschaft in C olom bo teil- te der Beschw erdeführer m it, bei einer R eise in die H auptstadt m it der Absicht, sich einen R eisepass zu besorgen, sei er in einen Verkehrsunfall verw ickelt w or- den, w obei er (erhebliche Verletzungen erlitten) habe und som it seiner bisherigen handw erklichen Arbeit nicht m ehr nachgehen könne. B. M it Verfügung vom 26. Septem ber 2005 bew illigte die Vorinstanz die Einreise in die Schw eiz nicht und lehnte das Asylgesuch ab. Zur Begründung führte sie im W esentlichen aus, die Vorbringen des Beschw erdeführers könnten nicht als unm it- telbarer Anlass für die Einreichung des Asylgesuches gelten und seien som it für die Einreisebew illigung nicht beachtlich. Es fehle in zeilicher und sachlicher H in- sicht ein hinreichend enger Kausalzusam m enhang zw ischen den H aftereignissen und dem Zeitpunkt des Asylersuchens. Zudem lägen keine Anhaltspunkte vor, w o- nach der Beschw erdeführer unm ittelbar vor der Asylgesuchseinreichung m it Ver- folgungsm assnahm en hätte rechnen m üssen. Im W eiteren ergäben sich - entge- gen der geltend gem achten Befürchtung des Beschw erdeführers - keine H inw eise für die Annahm e einer begründeten Furcht vor künftigen staatlichen M assnahm en, die eine einreisebeachtliche Bedrohung darzustellen verm öchten. M it Bezug auf die Folgen des erlittenen Verkehrsunfalles drückte die Vorinstanz dem Beschw erdeführer ihr M itgefühl aus. D a dieser Vorfall jedoch nicht im Zusam - m enhang m it staatlicher oder nichtstaatlicher Verfolgung stehe, sei er für die Beur- teilung der Einreisebew illigung unbeachtlich. C . G egen diese Verfügung erhob der Beschw erdeführer m it an die Schw eizerische Botschaft in C olom bo gerichteter Eingabe vom 22. N ovem ber 2005 Beschw erde, w elche die Botschaft zusam m en m it w eiterer Korrespondenz am 28. N ovem ber 2005 dem BFM überm ittelte, verbunden m it der Bitte, die nötigen Schritte zu unter- nehm en. In der R echtsm itteleingabe führt der Beschw erdeführer im W esentlichen aus, er habe aufgrund der vorherrschenden Situation in Sri Lanka um Asyl ersucht und seine persönliche m issliche Lage den schw eizerischen Behörden gegenüber erklärt; er habe keine Alternative gesehen, als die Schw eiz um H ilfe anzugehen. In der Zw ischenzeit habe er sich unter anderem bem üht, einen R eisepass zu erhal- ten. Infolge des erlittenen Verkehrsunfalles sei er arbeitsunfähig und som it nicht in der Lage, seinen Lebensunterhalt zu verdienen und seine Fam ilie zu unterstützen. Im W eiteren w erde die allgem eine Situation in Sri Lanka im m er schlim m er, w as ihm ständig Angst bereite. D er Beschw erdeführer beantragt, seine persönlichen Schw ierigkeiten in Erw ägung zu ziehen. D . M it Schreiben vom 14. Septem ber 2006 an die Schw eizerische Botschaft erkundig- te sich der Beschw erdeführer nach dem Stand des Verfahrens und bekräftigte sein Begehren um Erteilung von Asyl aus hum anitären G ründen. M it Schreiben vom 9. O ktober 2006 überm ittelte die Botschaft diese Eingabe an die Vorinstanz. E. Am 24. O ktober 2006 überw ies die Vorinstanz die gesam ten Akten an die Schw ei- zerischen Asylrekurskom m ission (AR K) m it dem H inw eis, dass die Eingabe vom 22. N ovem ber 2005 w ohl als Beschw erde zu gew ichten sei. D as B undesverw altungsgericht zieht in Erw ägung: 1. 1.1 G em äss Art. 31 des Verw altungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (VG G , SR 173.32) beurteilt das Bundesverw altungsgericht seit dem 1. Januar 2007 Be- schw erden gegen Verfügungen nach Art. 5 des Bundesgesetzes über das Verw al- tungsverfahren vom 20. D ezem ber 1968 (Vw VG , SR 172.021) sofern keine Aus- nahm e nach Art. 32 VG G vorliegt. Als Vorinstanzen gelten die in Art. 33 und 34 VG G genannten Behörden. D azu gehören Verfügungen des BFM gestützt auf das Asylgesetz vom 26. Juni 1998 (AsylG , SR 142.31); das Bundesverw altungsgericht entscheidet in diesem Bereich endgültig (Art. 105 AsylG ; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BG G , SR 173.110]). G em äss ständi- ger Praxis erstreckt sich sodann die Zuständigkeit der Beschw erdeinstanz auf- grund des engen sachlichen Zusam m enhangs auch auf die Verw eigerung der Ein- reisebew illigung im Sinne von Art. 20 Abs. 2 AsylG (vgl. die w eiterhin geltende Praxis der ehem aligen AR K in Entscheidungen und M itteilungen der Schw eizeri- schen Asylrekurskom m ission /EM AR K 2000 N r. 12). 1.2 M it Beschw erde kann die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige oder unvoll- ständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts und die U nangem essen- heit gerügt w erden (Art. 106 Abs. 1 AsylG ). 1.3 Ü ber offensichtlich unbegründete Beschw erden w ird in einem vereinfachten Ver- fahren entschieden. W ie nachstehend aufgezeigt, handelt es sich vorliegend um eine solche, w eshalb auf einen Schriftenw echsel verzichtet w erden kann und der Beschw erdeentscheid nur sum m arisch zu begründen ist (Art. 111 Abs. 1 und 3 AsylG ). 1.4 D ie Beschw erde ist nicht in einer Am tssprache des Bundes abgefasst. Auf die An- setzung einer Frist zur Beschw erdeverbesserung kann indessen verzichtet w er- den, da der in Englisch verfassten Beschw erdeeingabe genügend klare, sinnge- m ässe R echtsbegehren und deren Begründung zu entnehm en sind und ohne W ei- teres darüber befunden w erden kann. 2. D ie Beschw erde ist - abgesehen vom sprachlichen M angel - form - und, sow eit feststellbar, fristgerecht eingereicht; der Beschw erdeführer ist legitim iert (Art. 6 AsylG i.V.m . Art. 48 und 50 und 52 Vw VG ). Auf die Beschw erde ist m ithin einzutre- ten. 3. 3.1 D as BFM kann ein im Ausland gestelltes Asylgesuch ablehnen, w enn die asylsu- chende Person keine Verfolgung glaubhaft m achen kann oder ihr die Aufnahm e in einem D rittstaat zugem utet w erden kann (vgl. Art. 3, Art. 7 und Art. 52 Abs. 2 AsylG ). G em äss Art. 20 Abs. 2 AsylG bew illigt das BFM einem Asylsuchenden die Einreise zur Abklärung des Sachverhaltes, w enn ihm nicht zugem utet w erden kann, im W ohnsitz- oder Aufenthaltsstaat zu bleiben oder in ein anderes Land aus- zureisen. 3.2 Bei diesem Entscheid sind die Voraussetzungen zur Erteilung einer Einreisebew il- ligung grundsätzlich restriktiv zu um schreiben, w obei den Behörden ein w eiter Er- m essensspielraum zukom m t. N eben der erforderlichen G efährdung im Sinne von Art. 3 AsylG sind nam entlich die Beziehungsnähe zur Schw eiz, die M öglichkeit der Schutzgew ährung durch einen anderen Staat, die Beziehungsnähe zu anderen Staaten, die praktische M öglichkeit und die objektive Zum utbarkeit zur anderw eiti- gen Schutzsuche sow ie die voraussichtlichen Eingliederungs- und Assim ilations- m öglichkeiten in Betracht zu ziehen (vgl. die nach w ie vor geltende Praxis in EM AR K 2004 N r. 20 S. 130 m it w eiteren H inw eisen). Ausschlaggebend für die Er- teilung der Einreisebew illigung ist dabei die Schutzbedürftigkeit der betroffenen Person, m ithin die Prüfung der Fragen, ob eine G efährdung im Sinne von Art. 3 AsylG glaubhaft gem acht w ird und ob der Verbleib am Aufenthaltsort für die D auer der Sachverhaltsabklärung zugem utet w erden kann. 4. 4.1 N ach Prüfung der Akten gelangt das Bundesverw altungsgericht zum Schluss, dass die Vorinstanz zu R echt und m it zutreffender Begründung feststellte, dem Be- schw erdeführer drohe in seinem H eim atland aktuell keine Verfolgung im Sinne des Asylgesetzes. U m unnötige W iederholungen zu verm eiden, kann im W esentlichen auf die zu bestätigenden Erw ägungen der Vorinstanz verw iesen w erden. D er Be- schw erdeführer verm ag in seiner R echtsm itteleingabe offenkundig nicht darzutun, und es ist auch aufgrund der Aktenlage klarerw eise nicht ersichtlich, inw iefern die vorinstanzliche Verfügung nicht rechts- und praxiskonform w äre. D ie Vorinstanz hat richtigerw eise festgehalten, dass der vorgebrachte Sachverhalt durch verschie- dene Bew eism ittel unterlegt und som it nicht bestritten ist, jedoch die Bew illigung der Einreise im Zusam m enhang m it einem Asylgesuch nicht zum Ausgleich ver- gangenen U nrechts diene, sondern eines aktuellen ernsthaften Schutzbedürfnis- ses im Sinne des G esetzes bedürfe. Vorliegend ist hervorzuheben, dass der Be- schw erdeführer am 4. D ezem ber 2002 vom Vorw urf der U nterstützung einer illega- len O rganisation freigesprochen w urde und seither keine staatlichen Behelligun- gen zu beklagen hatte. D er Beschw erdeführer m acht auch nicht geltend, ihm w äre in irgeneiner Form staatlicher Schutz in asylrechtlich relevantem U m feld verw eigert w orden. Vielm ehr bekräftigt der Beschw erdeführer auf R ekursebene w iederholt, er habe sich in der H auptstadt seines Landes um die Ausstellung von R eisepapieren geküm m ert, ohne in diesem Zusam m enhang staatliche Benachteiligungen geltend zu m achen. Ebenso hat die Vorinstanz zu R echt erw ogen, w onach die tragischen Folgen des erlittenen Verkehrsunfalles für die Beurteilung der Einreisebew illigung im vorliegenden rechtlichen Kontext nicht beachtlich sein können. Aufgrund der Vorbringen des Beschw erdeführers im vorinstanzlichen Verfahren w ie auch in der Beschw erde ist dem nach nicht von einer aktuellen konkreten Verfolgung des Be- schw erdeführers im Sinne des G esetzes auszugehen. 4.2 N ach dem G esagten ist zusam m enfassend festzuhalten, dass der Beschw erdefüh- rer aufgrund der gesam ten Akten keine aktuelle G efährdung beziehungsw eise konkrete H inw eise auf eine künftige Verfolgung darzulegen verm ochte, w onach ihm der Verbleib im H eim atstaat nicht zugem utet w erden könnte (vgl. Art. 20 Abs. 2 AsylG ). U nter diesen U m ständen hat die Vorinstanz dem Beschw erdeführer zu R echt die Einreise nicht bew illigt und das Asylgesuch abgew iesen. 5. Aus den obigen Erw ägungen ergibt sich, dass die angefochtene Verfügung Bun- desrecht nicht verletzt, den rechtserheblichen Sachverhalt richtig und vollständig feststellt und angem essen ist (vgl. Art. 106 Abs. 1 AsylG ). D ie Beschw erde ist, da offensichtlich unbegründet, im vereinfachten Verfahren abzuw eisen. 6. Bei diesem Ausgang des Verfahrens w ären dessen Kosten grundsätzlich dem Be-schw erdeführer aufzuerlegen (vgl. Art. 63 Abs. 1 Vw VG ); aus verw altungsökono- m ischen G ründen w ird indessen in Anw endung von Art. 6 des R eglem ents über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverw altungsgericht (VG KE, SR 173.320.2) auf die Erhebung von Verfahrenskosten verzichtet. D ispositiv nächste SeiteD em nach erkennt das B undesverw altungsgericht: 1. D ie Beschw erde w ird abgew iesen. 2. Es w erden keine Kosten erhoben. 3. D ieses U rteil geht an: - den Beschw erdeführer, zu eröffnen durch die Schw eizerische Vertretung in C o- lom bo - die Schw eizerische Vertretung in C olom bo, m it der Bitte um Eröffnung des U r- teils an den Beschw erdeführer - die Vorinstanz, m it deren Akten (R ef.-N r. N _______) D er vorsitzende R ichter: D er G erichtsschreiber: Kurt G ysi C hristoph Berger Versand am :