Obergericht des Kantons Zürich I. Zivilkammer Geschäfts-Nr.: RT160183-O/U.doc Mitwirkend: Oberrichterin Dr. L. Hunziker Schnider, Vorsitzende, Oberrichterin Dr. D. Scherrer und Oberrichter lic. iur. M. Spahn sowie Gerichts- schreiberin lic. iur. G. Ramer Jenny Beschluss vom 19. Dezember 2016 in Sachen A._____, Beklagter und Beschwerdeführer vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. X._____ gegen B._____, Kläger und Beschwerdegegner vertreten durch Rechtsanwalt Y._____ betreffend Rechtsöffnung Beschwerde gegen ein Urteil des Einzelgerichts im summarischen Verfahren am Bezirksgericht Horgen vom 4. Oktober 2016 (EB160217-F) - 2 - Erwägungen: 1.a) Mit Urteil vom 4. Oktober 2016 erteilte die Vorinstanz dem Kläger und B e- schwerdegegner (fortan Kläger) in der Betreibung Nr. … des Betreibungsamtes Sihltal, Zahlungsbefehl vom 1. April 2015, provisorische Rechtsöffnung für Fr. 21'494.– nebst Kosten (Urk. 17 = Urk. 22). b) Dagegen erhob der Beklagte und Beschwerdeführer (fortan Beklagter) mit Eingabe vom 23. Oktober 2016 innert Frist (Urk. 18/2, Briefumschlag zu Urk. 21) Beschwerde (Urk. 21). Mit Eingabe vom 1. November 2016 liess er mitteilen, dass er nunmehr anwaltlich vertreten werde (Urk. 26, Urk. 27). c) Die vorinstanzlichen Akten wurden beigezogen. Da sich die Beschwerde - wie nachstehend zu zeigen ist - sogleich als offensichtlich unzulässig erweist, kann auf die Einholung einer Beschwerdeantwort der Gegenpartei verzichtet wer- den (Art. 322 Abs. 1 ZPO). 2.a) Die Vorinstanz erwog im angefochtenen Entscheid, mit den eingereichten Verlustscheinen infolge Konkurses vom 21. August 1997 im Gesamtbetrag von Fr. 33'094.– (Urk. 4/3), welche beide nicht verjährt seien und worauf je der Ver- merk betreffend Anerkennung der Forderung durch den Beklagten angebracht sei, würden gültige Schuldanerkennungen und damit ein provisorischer R echts- öffnungstitel im Sinne von Art. 82 Abs. 1 SchKG vor liegen (Art. 265 Abs. 1 SchKG). Der Beklagte habe vor Vorinstanz einzig vorgebracht, er sei seit der Konkurseröffnung nicht zu neuem Vermögen gekommen . Die se Einwendung sei unbeachtlich, da der Rechtsvorschlag des Beklagten wegen fehlenden neuen Vermögens mit Urteil vom 21. August 2015 nicht bewilligt worden (Urk. 4/7) und die daraufhin erhobene Klage auf Bestreitung neuen Vermögens mit Verfügung vom 22. März 2016 durch Rückzug erledigt worden sei (Urk . 4/16). Entsprechend erteilte die Vorinstanz provisorische Rechtsöffnung im anbegehrten Umfang von Fr. 21'494.– zuzüglich Kosten (Urk. 22 S. 3 ff.). b) Mit der Beschwerde können unrichtige Rechtsanwendungen und offensicht- lich unrichtige Feststellung en des Sachverhalts geltend gemacht werden - 3 - (Art. 320 ZPO). Die Beschwerde ist begründet einzureichen (Art. 321 Abs. 1 ZPO). Dazu gehört, dass im Einzelnen darzulegen ist, was konkret im an- gefochtenen Entscheid unrichtig sein soll; was nicht in dieser Weise beanstandet wird, braucht von der Beschwerdeinstanz nicht überprüft zu werden und hat somit Bestand. Überdies hat die Beschwerdeschrift konkrete Anträge zu enthalten (w o- rauf schon in der vo rinstanzlichen Rechtsmittelbelehrung hingewiesen wurde, vgl. Dispositiv-Ziffer 7, Urk. 22 S. 5). Aus diesen muss eindeutig hervorgehen, in wel- chem Umfang der vorinstanzliche Entscheid angefochten wird und wie der En t- scheid stattdessen zu lauten hätte. c) Der Beklagte stützt se ine Beschwerde wiederum auf sein behaupteterwei se fehlendes neues Vermögen und reicht - teils neue (Urk. 24/2+3, Urk. 24/6+7) - Unterlagen zu seiner finanziellen Situation ins Recht (Urk. 24/1-4, Urk. 24/6-12). Seit seiner Insolvenz sei es ihm nicht gelungen , neues Vermögen aufzubauen. Vielmehr würden sich die Verlustscheine auf diversen Liegenschaften immer noch auf ca. 1.5 Millionen belaufen. Er habe versucht , in den letzten Jahren Verlus t- scheine zurückzukaufen, was jedoch nur teilweise gelungen sei. Für die bereits erfolgte teilweise Tilgung der klägerischen Forderung habe er Geld von einem Bekannten erhalten, das er rückerstatten müsse. Es sei ihm unmöglich, die be- triebene Restforderung an den Kläger zu bezahlen (Urk. 21). d) Mit diesen Vorbringen vermag der Beklagte den formellen Anforderungen an die Beschwerde nicht zu genügen. Zunächst fehlt es in der Beschwerdeschrift an konkreten Anträgen, aus welchen ersichtlich wird, was im Einzelnen angefochten wird und wie der Entscheid stattdessen zu lauten hätte. Sodann setzt sich die B e- gründung der Beschw erde mit keinem Wort mit den entscheidtragenden Erwä- gungen des angefochtenen Urteils auseinander. Namentlich bringt der Beklagte nicht vor, weshalb die Ausführungen der Vorinstan z unzutreffend seien, wonach die Einwendung des fehlenden neuen Vermögens im v orliegenden Rechts - öffnungsverfahren nicht mehr zu hören sei (Urk. 22 S. 3 f.), und wiederholt im Wesentlichen lediglich vor Vorinstanz Vorgebrachtes. Dabei verkennt er, dass über die Einrede des fehlenden neuen Vermögens im Rahmen der hängigen B e- treibung endgültig abschlägig entschieden worden war (Urk. 4/7, Urk. 4/16) und - 4 - der Kläger nunmehr die Betreibung im Umfang des festgestellten neuen Verm ö- gens fortführen kann (vgl. BGE 136 III 51 E. 3.2 mit weiteren Hinweisen). Der Rechtsöffnungsrichter ist für die Beurteilung des neuen Vermögens des Schuld- ners nicht zuständig (vgl. BSK SchKG I -Staehelin, Art. 82 N 159). Ebenfalls nicht Gegenstand des Rechtsöffnungsverfahrens ist, ob und inwieweit ein Schuldner eine fällige Schuld aufgrund seiner finanziellen Situation bezahlen kann. Vielmehr wird einzig geprüft, ob für die geltend gemachte Forderung ein gültiger Rechtsöff- nungstitel vorliegt, was hier (anerkanntermassen) der Fall ist. e) Da der Beklagte in seiner Besch werdeschrift keinerlei konkrete Beanstan- dungen gegen das angefochtene Urteil erhob, sind die formellen Anforderungen an eine rechtsgültige Beschwerdeschrift vorliegend nicht erfüllt. Auf die B e- schwerde ist daher nicht einzutreten, ohne dass ein e Nachfrist anzusetzen wäre (Freiburghaus/Afheldt, in: Sutter-Somm et al., ZPO Komm, Art. 311 N 34 f. i.V.m. Art. 321 N 14). 3.a) Der Streitwert für das Beschwerdeverfahren beträgt Fr. 21'494.–. Die zwei t- instanzliche Entscheidgebühr ist in Anwendung von Art. 48 in Verbindung mit Art. 61 Abs. 1 GebV SchKG auf Fr. 500.– festzusetzen und aufgrund des Au s- gangs des Beschwerdeverfahrens dem Beklagten aufzuerlegen (Art. 106 Abs. 1 ZPO). b) Parteientschädigungen sind für das Beschwerdeverfahren keine zuzuspr e- chen, dem Beklagten aufgrund seines Unterliegens, dem Kläger mangels relevan- ter Umtriebe (Art. 106 Abs. 1 ZPO, Art. 95 Abs. 3 ZPO) Es wird beschlossen: 1. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten. 2. Die zweitinstanzliche Entscheidgebühr wird auf Fr. 500.– festgesetzt. 3. Die Kosten für das zweitinstanzliche Verfahren werden dem Beklagten auf- erlegt. - 5 - 4. Für das zweitinstanzliche Verfahren werden keine Parteientschädigungen zugesprochen. 5. Schriftliche Mitteilung an die Parteien, an den Kläger unter Beilage der Doppel von Urk. 21, Urk. 23, Urk. 24/1-4 und Urk. 24/6-12, sowie an die Vorinstanz, je gegen Empfangsschein. Die erstinstanzlichen Akten gehen nach unbenütztem Ablauf der Rechtsmit- telfrist an die Vorinstanz zurück. 6. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist innert 30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Be- schwerde richten sich nach Art. 72 ff. (Beschwerde in Zivilsachen) oder Art. 113 ff. (subsidiäre Verfassungsbeschwerde) in Verbindung mit Art. 42 des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG). Dies ist ein Endentscheid im Sinne von Art. 90 BGG. Es handelt sich um eine vermögensrechtliche Angelegenheit. Der Streitwert beträgt Fr. 21'494.–. Die Beschwerde an das Bundesgericht hat keine aufschiebende Wirkung. Hinsichtlich des Fristenlaufs gelten die Art. 44 ff. BGG. Zürich, 19. Dezember 2016 Obergericht des Kantons Zürich I. Zivilkammer Die Gerichtsschreiberin: lic. iur. G. Ramer Jenny versandt am: jo