Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche- rungsrecht vom 2. März 2017 (720 16 394 / 63) ____________________________________________________________________ Invalidenversicherung Die IV-Stelle hat den Einkommensvergleich korrekt durchgeführt. Abweisung der Be- schwerde. Besetzung Vorsitzender Kantonsrichter Yves Thommen, Kantonsrichter Daniel Noll, Kantonsrichter Christof Enderle, Gerichtsschreiber Pascal Acrémann Parteien A.____ , Beschwerdeführer , vertreten durch Markus Schmid , Recht s- anwalt, Lange Gasse 90, 4052 Basel gegen IV -Stelle Basel -Landschaft , Hauptstrasse 109 , 4102 Binningen , Beschwerdegegnerin Betreff IV-Rente A. Der 1972 geborene A.____ war zuletzt vom 1. Nove mber 2012 bis 31. Oktober 2014 bei der B.____AG als Logistiker angestellt. Am 12. Janu ar 2015 meldete er sich unter Hinweis auf einen Status nach fünffachem Herzstillstand bei der Invalidenversicherung (IV) zum Leistungs- bezug an. Nachdem die IV-Stelle Basel-Landschaft (IV-Stelle) die gesundheitlichen und erwerb- lichen Verhältnisse abgeklärt hatte, ermittelte sie beim Versicherten einen IV-Grad von 52%. Seite 2 http://www.bl.ch/kantonsgericht Gestützt auf dieses Ergebnis sprach sie A.____ mit Verfüg ung vom 28. Oktober 2016 rückwir- kend ab 1. Juli 2015 eine halbe Rente zu. B. Hiergegen erhob A.____, vertreten durch Rechtsanwa lt Markus Schmid, am 30. November 2016 Beschwerde beim Kantonsgericht, Abte ilung Sozialversicherungsrecht (Kantonsgericht). Er beantragte, in Gutheissung der Besch werde sei die Verfügung vom 28. Oktober 2016 aufzuheben und die Beschwerdegegnerin zu verpflichten, ihm mit Wirkung ab 1. Juli 2015 mindestens eine Dreiviertelsrente auszurichte n; unter o/e-Kostenfolge. In verfah- rensrechtlicher Hinsicht beantragte er die Bewilligung der unentgeltlichen Rechtspflege mit Rechtsanwalt Schmid als Rechtsvertreter. Zur Begründung führte er im Wesentlichen aus, dass die IV-Stelle den Einkommensvergleich nicht korrekt durchgeführt habe. C. Mit Verfügung vom 19. Dezember 2016 wurde dem Be schwerdeführer für das vorlie- gende Verfahren die unentgeltliche Rechtspflege mit Rechtsanwalt Schmid als Rechtsvertreter bewilligt. D. In ihrer Vernehmlassung vom 6. Januar 2017 schloss di e IV-Stelle auf Abweisung der Beschwerde. Das Kantonsgericht zieht i n E r w ä g u n g : 1. Auf die beim örtlich und sachlich zuständigen Gericht frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde vom 30. November 2016 ist einzutreten. 2. Streitig und zu prüfen ist der Rentenanspruch des Be schwerdeführers. Massgebend ist der Sachverhalt, wie er sich bis zum Erlass der angefoch tenen Verfügung vom 28. Oktober 2016 entwickelt hat. Dieser Zeitpunkt bildet rechtsprechu ngsgemäss die zeitliche Grenze der richterlichen Überprüfungsbefugnis (BGE 129 V 4 E. 1.2). 3.1 Anspruch auf eine Rente haben nach Art. 28 Abs. 1 IVG Versicherte, die ihre Erwerbs- fähigkeit oder ihre Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Ein- gliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können (lit. a), während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich m indestens 40% arbeitsunfähig gewesen sind (lit. b) und nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40% invalid sind (lit. c). 3.2 Nach Art. 6 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen T eil des Sozialversicherungs- rechts (ATSG) vom 6. Oktober 2000 ist die Arbeitsunfähig keit die durch eine Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit be dingte, volle oder teilweise Unfä- higkeit, im bisherigen Beruf oder Aufgabenbereich zumut bare Arbeit zu leisten (Satz 1). Bei langer Dauer wird auch die zumutbare Tätigkeit in e inem andern Beruf oder Aufgabenbereich berücksichtigt (Satz 2). Diese Legaldefinition stimmt i m Wesentlichen mit dem Begriff der Ar- beitsunfähigkeit überein, wie ihn die Rechtspraxis vor dem Inkrafttreten des ATSG entwickelt hatte (vgl. etwa BGE 129 V 53 E. 1.1 in fine mit Hi nweisen). Die bis zum 31. Dezember 2002 Seite 3 http://www.bl.ch/kantonsgericht ergangene diesbezügliche Rechtsprechung des damaligen Eidgenössischen Versicherungsge- richts [EVG; heute: Bundesgericht, sozialrechtliche Abte ilungen] bleibt folglich weitestgehend anwendbar (BGE 130 V 345 E. 3.1.1) 3.3 Als Invalidität gilt nach Art. 8 ATSG die voraussicht lich bleibende oder längere Zeit dau- ernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit. Sie kan n im IV-Bereich Folge von Geburtsge- brechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1 IVG) . Unter Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psych ischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleib ende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden allg emeinen Arbeitsmarkt zu verstehen (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorlieg ens einer Erwerbsunfähigkeit sind nach dem im Rahmen der 5. IV-Revision am 1. Januar 2008 in Kraft gesetzten Art. 7 Abs. 2 ATSG ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträc htigung zu berücksichtigen (Satz 1). Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Satz 2). 4.1 Nach Art. 28 Abs. 2 IVG hat die versicherte Person A nspruch auf eine ganze Rente, wenn sie zu mindestens 70%, auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie zu mindestens 60%, auf eine halbe Rente, wenn sie zu mindestens 50% und auf eine Vi ertelsrente, wenn sie zu mindestens 40% invalid ist. 4.2 Für die Bemessung der Invalidität von erwerbstätig en Versicherten ist Art. 16 ATSG an- wendbar (Art. 28a Abs. 1 IVG). Danach ist der Invalid itätsgrad aufgrund eines Einkommensver- gleichs zu bestimmen. Dazu wird das Erwerbseinkommen, da s die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der med izinischen Behandlung und allfälliger Ein- gliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktla- ge erzielen könnte (Invalideneinkommen), in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden w äre (Valideneinkommen). Der Einkom- mensvergleich hat in der Regel in der Weise zu erfol gen, dass die beiden hypothetischen Er- werbseinkommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt un d einander gegenübergestellt wer- den. Aus der Einkommensdifferenz lässt sich der Invaliditä tsgrad bestimmen (allgemeine Me- thode des Einkommensvergleichs; BGE 104 V 136 E. 2a und b). 5. Ausgangspunkt der Ermittlung des Invaliditätsgrades bildet die Frage, in welchem Aus- mass die versicherte Person aufgrund ihrer gesundheitlichen Beeinträchtigungen arbeitsunfähig ist. 5.1 Bei der Feststellung des Gesundheitszustandes und insb esondere auch bei der Beurtei- lung der Arbeitsfähigkeit einer versicherten Person i st die rechtsanwendende Behörde – die Verwaltung und im Streitfall das Gericht – auf Unterl agen angewiesen, die vorab von Ärztinnen und Ärzten zur Verfügung zu stellen sind. Deren Aufgabe ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkei- ten die versicherte Person arbeitsunfähig ist (BGE 115 V 134 E. 2, 114 V 314 E. 3c, 105 V 158 E. 1 in fine). Darüber hinaus bilden die ärztlichen S tellungnahmen eine wichtige Grundlage für Seite 4 http://www.bl.ch/kantonsgericht die Beurteilung der Zumutbarkeit, also der Frage, we lche anderen Erwerbstätigkeiten als die zuletzt ausgeübte Berufsarbeit von der versicherten Perso n auf dem allgemeinen, ausgegliche- nen und nach ihren persönlichen Verhältnissen in Frag e kommenden Arbeitsmarkt zumutba- rerweise noch verrichtet werden können (ULRICH MEYER -BLASER , Zur Prozentgenauigkeit in der Invaliditätsschätzung, in: René Schaffhauser/Franz Schlauri [Hrsg.], Rechtsfragen der Invalidität in der Sozialversicherung, St. Gallen 1999, S. 20 f. mit Hinweisen). 5.2 Das Gericht hat die medizinischen Unterlagen nach dem für den Sozialversicherungs- prozess gültigen Grundsatz der freien Beweiswürdigung (vg l. Art. 61 lit. c ATSG) – wie alle an- deren Beweismittel – frei, d.h. ohne Bindung an förm liche Beweisregeln, sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen. Dies bedeutet, dass das Sozialversicherungsgericht alle Beweismit- tel, unabhängig von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden hat, ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilun g des streitigen Rechtsanspruchs ge- statten. Insbesondere darf es bei einander widerspreche nden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzu- geben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt. Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist also entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen be ruht, auch die geklagten Beschwer- den berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darle- gung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurte ilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen der Expertin oder des Experten begründet sind. Ausschlaggebend für den Beweiswert ist somit grundsätzlich weder die Herkunft eines Be- weismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten (BGE 125 V 352 E. 3a, 122 V 160 E. 1c). 5.3 Dennoch erachtet es die Rechtsprechung mit dem Gr undsatz der freien Beweiswürdi- gung als vereinbar, in Bezug auf bestimmte Formen me dizinischer Berichte und Gutachten Richtlinien für die Beweiswürdigung aufzustellen (vgl. die ausführlichen Zusammenstellungen dieser Richtlinien in BGE 125 V 352 ff. E. 3b und in AHI-Praxis 2001 S. 114 E. 3b, jeweils mit weiteren Hinweisen). So ist den im Rahmen des Verwaltu ngsverfahrens eingeholten Gutachten externer Spezialärztinnen und -ärzte, welche aufgrund e ingehender Beobachtungen und Unter- suchungen sowie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei der Erörterung der Befun- de zu schlüssigen Ergebnissen gelangen, bei der Beweiswür digung volle Beweiskraft zuzuer- kennen, solange nicht konkrete Indizien gegen die Zuverlässi gkeit der Expertise sprechen (BGE 125 V 353 E. 3b/bb mit weiteren Hinweisen). Di ese im Bereich der Unfallversicherung entwickelten Grundsätze finden für das IV-Verwaltungsve rfahren sinngemäss Anwendung (Ur- teil des Eidgenössischen Versicherungsgerichts [EVG] vom 9. August 2000, I 437/99 und I 575/99, E. 4b/bb). 6. Das Administrativverfahren und der kantonale Sozialve rsicherungsprozess sind vom Untersuchungsgrundsatz beherrscht (Art. 43 Abs. 1, Art. 61 lit. c ATSG). Danach haben IV- Stelle und Sozialversicherungsgericht von Amtes wegen für die richtige und vollständige Abklä- rung des rechtserheblichen Sachverhalts zu sorgen. Diese Untersuchungspflicht dauert so lan- ge, bis über die für die Beurteilung des streitigen An spruchs erforderlichen Tatsachen hinrei- Seite 5 http://www.bl.ch/kantonsgericht chende Klarheit besteht (Urteil des Bundesgerichts vom 6. Februar 2008, 8C_163/2007, E. 3.2). Was zu beweisen ist, ergibt sich aus der Sach- und Rechtslage. 7.1 Die IV-Stelle beauftragte das Begutachtungszentr um C.____ mit einem polydisziplinären Gutachten, welches am 16. März 2016 erstattet wurde. Dem nach wurde beim Versicherten mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit eine koronare Zwei gefässerkrankung, eine Anpassungsstö- rung (ICD-10 F43.25) mit vorherrschender Störung ande rer Gefühle und eine kombinierte Per- sönlichkeitsstörung (ICD-10 F61.0) diagnostiziert. Seit d em Myokardinfarkt am 9. Juni 2014 sei der Versicherte für mittelschwere und schwere körperliche A rbeiten – so auch für die bisherige berufliche Tätigkeit als Logistiker – vollständig arbeit sunfähig. Aus kardiologischer Sicht seien ihm aber seit August 2014 leichte sitzende Tätigkeiten zu 50% zumutbar. Dabei sei zu beach- ten, dass der Versicherte wegen des Herzschrittmachers nich t magnetischen Feldern ausge- setzt werden und sich nicht in eine selbstgefährdende Umge bung begeben dürfe. Zudem seien schwere Arbeiten mit Bewegung des linken Arms, langes St ehen sowie das Heben und Tragen von Lasten über 5 kg zu vermeiden. Rein neuropsychologisch s ei keine namhafte Einschrän- kung der Arbeitsfähigkeit auszumachen. Von Arbeiten un ter verstärktem Zeitdruck sei abzura- ten, ansonsten Aufmerksamkeitslücken und Fehlreaktionen auf treten könnten. In psychiatri- scher Hinsicht sei der Versicherte als Lagerist vollständig a rbeitsunfähig. Angepasste Tätigkei- ten ohne Dauerstress und Hektik seien dem Versicherten sechs Stunden pro Tag ohne Vermin- derung des Rendements möglich. Gesamtmedizinisch seien mittelschwere und schwere körper- liche Arbeiten auf Dauer nicht mehr zumutbar. Für leich te sitzende Tätigkeiten bestünde ab Au- gust 2014 seine Arbeitsfähigkeit von 50%. 7.2 Die IV-Stelle ging demzufolge davon aus, dass der Ve rsicherte die bisherige Tätigkeit als Logistiker ab 9. Juni 2014 krankheitsbedingt nicht mehr ausüben kann, ihm aber ab August 2014 eine angepasste Tätigkeiten im Umfang von 50% zumutbar ist. Nach dem oben Gesagten (vgl. E. 5.3 hiervor) ist den im Rahmen des Verwaltung sverfahrens eingeholten Gutachten ex- terner Spezialärztinnen und -ärzte, welche aufgrund ein gehender Beobachtungen und Untersu- chungen sowie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatte n und bei der Erörterung der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen gelangen, bei der Beweiswürdigun g volle Beweiskraft zuzuerken- nen, solange nicht konkrete Indizien gegen die Zuverlässigke it der Expertise sprechen. Solche Indizien liegen keine vor. Das Gutachten erweist sich sow ohl in der Darlegung der medizini- schen Zusammenhänge als auch bezüglich der daraus gezogen en Schlussfolgerungen als überzeugend. Der Beschwerdeführer hat zu Recht nicht be anstandet, dass die IV-Stelle darauf abgestellt hat. Demnach ist davon auszugehen, dass dem V ersicherten die bisherige körperlich belastende Tätigkeit seit dem 9. Juni 2014 nicht mehr möglich ist. Leichte sitzende Tätigkeiten sind ihm aber ab August 2014 im Umfang von 50% zumutbar. 8. Zu prüfen bleiben die erwerblichen Auswirkungen der gesundheitlichen Beeinträchtigun- gen. Wie oben ausgeführt (vgl. E. 4.2 hiervor), ist de r Invaliditätsgrad bei erwerbstätigen Versi- cherten aufgrund eines Einkommensvergleichs zu bestimmen. Dabei ist in zeitlicher Hinsicht grundsätzlich auf die Gegebenheiten im Zeitpunkt des fr ühestmöglichen Rentenbeginns abzu- stellen ist (BGE 129 V 222, 128 V 174), welcher – gem äss Art. 29 Abs. 1 und 2 IVG – zu Recht unbestritten auf den 1. Juli 2015 zu liegen kommt. Für den nachfolgend durchzuführenden Ein- Seite 6 http://www.bl.ch/kantonsgericht kommensvergleich sind demnach die zu diesem Zeitpunkt gegebenen Einkommensverhältnisse massgebend. 9.1.1 Bei der Ermittlung des ohne Invalidität erzielb aren Einkommens (Valideneinkommen) ist entscheidend, was die versicherte Person im massgebenden Z eitpunkt nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit (BGE 126 V 360 E. 5b) als Gesunde tatsächlich verdie- nen würde. Die Einkommensermittlung hat so konkret wie möglich zu erfolgen. Massgebend ist, was die versicherte Person aufgrund ihrer beruflichen Fä higkeiten und persönlichen Umstände unter Berücksichtigung ihrer beruflichen Weiterentwicklung , soweit hiefür hinreichend konkrete Anhaltspunkte bestehen, zu erwarten gehabt hätte (BGE 96 V 29; ZAK 1985 S. 635 E. 3a sowie RKUV 1993 Nr. U 168 S. 100 f. E. 3b). Da im Gesundhe itsfall erfahrungsgemäss die bisherige Tätigkeit in der Regel weitergeführt worden wäre, ist Anknüpfungspunkt für die Bestimmung des Valideneinkommens häufig der zuletzt erzielte, der Teue rung sowie der realen Einkommens- entwicklung angepasste Verdienst (RKUV 1993 Nr. U 168 S . 101 E. 3b am Ende; vgl. auch ZAK 1990 S. 519 E. 3c). 9.1.2 Die IV-Stelle ermittelte das Valideneinkommen a ufgrund der Angaben der ehemaligen Arbeitgeberin im "Fragebogen Arbeitgeber" vom 27. F ebruar 2015. Demnach erzielte der Be- schwerdeführer vor Eintritt des Gesundheitsschadens seit Mär z 2012 ein monatliches Einkom- men von Fr. 3‘700.--. Das massgebende Valideneinkommen für das Jahr 2015 beträgt somit – zu Recht unbestritten – Fr. 48‘100.-- (13 x Fr. 3‘700.--). 9.2.1 Für die Bestimmung des trotz Gesundheitsschädigung zumutbarerweise noch realisier- baren Einkommens (Invalideneinkommen) ist primär von de r beruflich-erwerblichen Situation auszugehen, in welcher die versicherte Person konkret ste ht. Übt diese nach Eintritt der Invali- dität eine Erwerbstätigkeit aus, ist der tatsächlich er zielte Verdienst dem Invalideneinkommen gleichzusetzen, wenn – kumulativ – besonders stabile Arbeit sverhältnisse gegeben sind, die verbliebene Arbeitsfähigkeit in zumutbarer Weise voll ausgeschöpft wird und die Entlöhnung der Leistung angemessen ist, folglich nicht ein Soziallohn zur Auszahlung gelangt (BGE 135 V 301 E. 5.2, 129 V 475 E. 4.2.1 mit Hinweisen). Erfüllt d as tatsächlich erzielte Erwerbseinkommen diese Voraussetzungen nicht, namentlich weil die versichert e Person nach Eintritt der Gesund- heitsbeeinträchtigung keine oder jedenfalls keine ihr an sich zumutbare neue Erwerbstätigkeit aufgenommen hat, kann das Invalideneinkommen unter Bei zug der Tabellenlöhne der Lohn- strukturerhebung (LSE) des Bundesamts für Statistik (Bf S) ermittelt werden (vgl. BGE 129 V 475 E. 4.2.1 mit Hinweisen). 9.2.2 Die IV-Stelle bestimmte das Invalideneinkommen a ufgrund der LSE 2012, TA1, Kompe- tenzniveau 1, Total Männer und ermittelte für das Jahr 2015 einen an die betriebsübliche wö- chentliche Arbeitszeit und an die Nominallohnentwicklung angepassten Lohn von Fr. 66‘155.--. Unter Berücksichtigung des zumutbaren Pensums von 50%, eines leidensbedingten Abzugs von 10% und einem Minderverdienst von 23% bezifferte sie das massgebende Invalidenein- kommen mit Fr. 22‘923.--. Demgegenüber stellt sich der Beschwerdeführer auf den Standpunkt, er habe in den vergangenen Jahren kein Einkommen erzie lt, welches auch nur annähernd dem Seite 7 http://www.bl.ch/kantonsgericht Medianlohn gemäss LSE entsprochen hätte. Aus diesem Grund sei für die Ermittlung des Inva- lideneinkommens auf seine bisherigen Einkommensverhältnisse abzustellen. 9.2.3 Das Vorgehen der IV-Stelle, das Invalideneinkomm en aufgrund der Tabellenlöhne zu bemessen, ist nicht zu beanstanden. Aufgrund der Tats ache, dass dem Beschwerdeführer die bisherige Tätigkeit als Lagerist aus gesundheitlichen G ründen nicht mehr zumutbar ist und er nach Eintritt der Gesundheitsbeeinträchtigung keine oder jedenfalls keine ihm an sich zumutba- re neue Erwerbstätigkeit aufgenommen hat, besteht – en tgegen den Ausführungen in der Be- schwerde – kein Raum für eine Bemessung des Invalideneink ommens aufgrund der bisher er- zielten Erwerbseinkommen. Einem bisher deutlich unterdurchschnittliches Einkommen ist durch eine Parallelisierung der Vergleichseinkommen Rechnung zu tragen (vgl. E. 9.2.4 ff. hernach). Gemäss TA1 der LSE 2012 beträgt der Totalwert für ei nfache Tätigkeiten körperlicher oder handwerklicher Art (Kompetenzniveau 1) Fr. 5‘210.--, woraus – indexiert und angepasst an die betriebsübliche wöchentliche Arbeitszeit von 41,6 Stunden (BfS, Statistik der betriebsüblichen Arbeitszeit nach Wirtschaftsabschnitten und Kantonen, 20 15, Total) – ein jährliches Invaliden- einkommen von Fr. 66‘256.20 ([Fr. 5‘210.-- x 12] x 101 ,9 / 100 [BfS, Tabelle T1.1.10, Nominal- lohnindex 2011-2015, Männer, Total] x 41,6 / 40) resultiert. 9.2.4 Hat eine versicherte Person aus invaliditätsfrem den Gründen ein deutlich unterdurch- schnittliches Einkommen bezogen, so ist diesem Umstand bei der Invaliditätsbemessung nach Art. 16 ATSG Rechnung zu tragen, es sei denn, es bestünd en Anhaltspunkte dafür, dass sie sich aus freien Stücken mit einem bescheideneren Einkommen sniveau begnügen wollte. Nur dadurch ist der Grundsatz gewahrt, dass die auf invaliditä tsfremde Gesichtspunkte zurückzu- führenden Lohneinbussen entweder überhaupt nicht oder aber bei beiden Vergleichseinkom- men gleichmässig zu berücksichtigen sind. Diese Paralleli sierung der Einkommen kann praxis- gemäss entweder auf Seiten des Valideneinkommens durch eine entsprechende Heraufsetzung des effektiv erzielten Einkommens oder durch Abstellen au f die statistischen Werte oder aber auf Seiten des Invalideneinkommens durch eine entsprechende Herabsetzung des statistischen Wertes erfolgen (BGE 134 V 325 f. E. 4.1). Wie das Bundesgericht mit BGE 135 V 297 ff. präzi- siert hat, ist der tatsächlich erzielte Verdienst allerd ings erst dann im Sinne von BGE 134 V 325 f. E. 4.1 deutlich unterdurchschnittlich, wenn er mindestens 5% vom branchen- üblichen Tabellenlohn abweicht. Ebenso hat das Bundesg ericht in diesem Entscheid festgehal- ten, dass eine Parallelisierung der Vergleichseinkommen bei Erfüllung der übrigen Vorausset- zungen nur in dem Umfang erfolgen darf, in welchem d ie prozentuale Abweichung den Erheb- lichkeitsgrenzwert von 5% übersteigt (BGE 135 V 303 f. E. 6.1.2 und 6.1.3). 9.2.5 Bei der Bemessung des Minderverdienstes stellte di e IV-Stelle auf den Bereich verarbei- tendes Gewerbe und Herstellung von Waren (Ziffern 10 bis 33) ab, was indes nicht nachvoll- ziehbar ist, arbeitete der Beschwerdeführer doch nachwei slich als Logistiker (vgl. die Angaben im Fragebogen für Arbeitgebende vom 27. Februar 2015 ; act. 22). Für die Bemessung des Minderverdienstes ist demnach vielmehr auf dem Tabellenlo hn von Fr. 5‘033.-- gemäss LSE 2012 TA1 für einfache Tätigkeiten körperlicher od er handwerklicher Art (Kompetenzniveau 1) im Bereich Verkehr und Lagerei (Ziffern 49 bis 53) abzustellen, woraus – indexiert und ange- passt an die betriebsübliche wöchentliche Arbeitszeit von 42.4 Stunden (BfS. Statistik der be- Seite 8 http://www.bl.ch/kantonsgericht triebsüblichen Arbeitszeit nach Wirtschaftsabschnitten un d Kantonen, 2015) – ein jährliches Einkommen von Fr. 64‘595.95 ([Fr. 5‘033.-- x 12] x 100 ,9 / 100 [BfS, Tabelle T1.1.10, Nominal- lohnindex 2011-2015, Männer] x 42.4 / 40) resultiert. 9.2.6 Wie oben ausgeführt (vgl. E. 9.1.2 hiervor) ausg eführt, würde der Versicherte in der an- gestammten Tätigkeit bei der ehemaligen Arbeitgeberin einen Jahresverdienst von Fr. 48‘100.-- erzielen. Setzt man den Verdienst bei der ehemaligen A rbeitgeberin dem aufgrund der LSE ermittelten Einkommen von Fr. 64‘595.95 gegenüber, so zeigt sich, dass der Beschwerdeführer ein Einkommen erzielt hat, welches um Fr. 16‘495.95 und somit um 25,53% unter dem bran- chenüblichen Durchschnittslohn gelegen hat. Da keine Anhaltspunkte ersichtlich sind, dass sich die Versicherte aus freien Stücken mit einem bescheideneren Einkommen begnügen wollte, als er hätte erzielen können, sind die Voraussetzungen für eine Parallelisierung der Vergleichsein- kommen grundsätzlich gegeben. Somit ist das vorstehend ( vgl. E. 9.2.3) anhand der LSE be- rechnete Invalideneinkommen von Fr. 66‘256.20 um 20,53%, d.h. um den Prozentsatz, um wel- chen der effektive Minderverdienst von 25,53% den Erheblichkeitsgrenzwert von 5% übersteigt, zu kürzen. Dies ergibt ein parallelisiertes Invalideneink ommen von Fr. 52‘653.80 (Fr. 66‘256.20 - [Fr. 66‘256.20 x 20,53%]). Unter Berücksichtigung des zumutbaren Pensums von 50% resul- tiert ein Invalideneinkommen von Fr. 26‘326.90 (Fr. 52‘653.80 x 50%) 9.3.1 Von diesem anhand der Tabellenlöhne der LSE e rhobenen Invalideneinkommen sind praxisgemäss verschiedene Abzüge zulässig. Im Entscheid 126 V 75 ff. hat das damalige EVG seine Rechtsprechung zu den Abzügen vom Tabellenlohn bereinigt und weiterentwickelt. Dabei hat es betont, dass die Frage, ob und in welchem Ausmass Tabellenlöhne herabzusetzen sind, von sämtlichen persönlichen und beruflichen Umständen de s konkreten Einzelfalles abhängt (leidensbedingte Einschränkung, Lebensalter, Anzahl Di enstjahre, Nationali- tät/Aufenthaltskategorie und Beschäftigungsgrad), welch e nach pflichtgemässem Ermessen gesamthaft zu schätzen sind. Dabei ist der Abzug vom stati stischen Lohn unter Berücksichti- gung aller jeweils in Betracht fallenden Merkmale let ztlich aber auf insgesamt höchstens 25% zu begrenzen (BGE 126 V 80 E. 5b). 9.3.2 Vorliegend hat die IV-Stelle einen Abzug vom Tabellenlohn von 10% vorgenommen, was anhand eines Quervergleichs mit ähnlich gelagerten Fällen nicht zu beanstanden ist. So ist zu beachten, dass den Behinderungen des Beschwerdeführer s bereits durch die Annahme ei- nes reduzierten Arbeitspensums im Umfang von 50% Rechnung getragen wurde. Eine zusätzli- che Berücksichtigung der gesundheitlichen Einschränkungen unter dem Titel des leidensbe- dingten Abzugs im Sinne von BGE 126 V 75 würde somit zu einer unzulässigen doppelten An- rechnung desselben Faktors führen. Zu beachten ist aber, dass Teilzeitarbeit bei Männern sta- tistisch gesehen vergleichsweise weniger gut entlöhnt wird als eine Vollzeittätigkeit (vgl. dazu SVR 2011 IV Nr. 37 S. 109, 9C_721/2010 E. 4.2 in fi ne und E. 4.2.2 mit Hinweisen). Schliess- lich rechtfertigen die Kriterien Alter, Dienstjahre und Nationalität/Aufenthaltskategorie vorliegend keinen Abzug. Insgesamt ist der von der Beschwerdegegneri n vorgenommene Abzug vom Ta- bellenlohn im Umfang von 10% nicht zu beanstanden u nd es besteht – entgegen der Ansicht des Beschwerdeführers – kein Anlass, in ihr Ermessen korri gierend einzugreifen. Unter Berück- Seite 9 http://www.bl.ch/kantonsgericht sichtigung eines leidensbedingten Abzugs von 10% beträgt das massgebende Invalidenein- kommen demnach Fr. 23‘694.20 (Fr. 26‘326.90 x 90%). 9.4 Setzt man im Einkommensvergleich dieses Invalidene inkommen von Fr. 23‘694.20 dem Valideneinkommen von Fr. 48‘100.-- gegenüber, so erg ibt dies eine Einkommenseinbusse von Fr. 24'405.80. Daraus resultiert ein IV-Grad von rund 51% (zur Rundungspraxis des Bundesge- richts vgl. BGE 130 V 121 ff), woraus ein Anspruch auf ei ne halbe Rente resultiert. Im Übrigen ist festzuhalten, dass selbst ein maximaler Abzug vom Tab ellenlohn von 25% einen IV-Grad von rund 59% und damit keinen Anspruch auf eine Drei viertelsrente ergeben würde. Der vor- instanzliche Entscheid ist im Ergebnis nicht zu beanstanden u nd die Beschwerde deshalb ab- zuweisen. 10.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1 bis IVG ist das Beschwerdeverfahren bei Streitigkeiten um die Be- willigung oder die Verweigerung von IV-Leistungen vor dem kantonalen Versicherungsgericht kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem Verfahrensau fwand und unabhängig vom Streit- wert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 1'000.-- festge legt. Bei Fällen wie dem vorliegenden, in denen ein durchschnittlicher Verfahrensaufwand entstan den ist, setzt das Gericht die Verfah- renskosten in Berücksichtigung des bundesrechtlichen Kostenrahmens einheitlich auf Fr. 800.-- fest. Nach § 20 Abs. 3 VPO werden die Verfahrenskosten in der Regel der unterliegenden Par- tei in angemessenem Ausmass auferlegt. Vorliegend ist der Beschwerdeführer unterliegende Partei, weshalb die Verfahrenskosten ihm zu auferlege n sind. Da ihm mit Verfügung vom 19. Dezember 2016 die unentgeltliche Prozessführung b ewilligt wurde, gehen die Verfahrens- kosten vorläufig zu Lasten der Gerichtskasse. 10.2 Die ausserordentlichen Kosten sind dem Prozessausgan g entsprechend wettzuschla- gen. Da dem Beschwerdeführer ebenfalls mit Verfügung vom 19. Dezember 2016 die unentgelt- liche Verbeiständung mit seinem Rechtsvertreter bewill igt wurde, ist dieser für seine Bemühun- gen aus der Gerichtskasse zu entschädigen. Der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers hat in seiner Honorarnote vom 26. Januar 2017 für das vorlieg ende Verfahren einen Zeitaufwand von 8,5 Stunden und Auslagen von Fr. 906.-- geltend gemacht. Zu beachten ist, dass vorprozessua- ler Aufwand (Positionen bis und mit 8. August 2016: 1, 6 Stunden und Auslagen von Fr. 29.--) praxisgemäss nicht berücksichtigt werden kann. Folglich bl eiben ein Aufwand von 6,9 Stunden und Auslagen von Fr. 877.-- (Fr. 906.-- abzüglich Fr. 29.--) zu entschädigen. Gemäss § 3 Abs. 2 der Tarifordnung für die Anwältinnen und Anwälte vom 17. November 2003 beträgt das Honorar bei unentgeltlicher Verbeiständung Fr. 200.-- pro St unde. Hinsichtlich der verbleibenden Ausla- gen (Porti, Kopiaturen, Telefonate) von Fr. 877.-- ist anzumerken, dass gemäss § 15 Abs. 1 der Tarifordnung für die Anwältinnen und Anwälte vom 17. November 2003 neben dem Honorar für Doppel der Rechtsschriften, Eingaben und Korrespondenz en, für Abschriften, Fotokopien und mehrfache Ausfertigungen ein Auslagenersatz von Fr. 1. 50 pro Seite berechnet werden darf. Abs. 2 derselben Bestimmung hält fest, dass der Auslage nersatz bei Massenkopien 50 Rp. pro Seite beträgt. Unter diesen Umständen ist der geltend gemachten Ansatz pro kopierte Seite der IV-Akten in der Höhe von Fr. 2.-- zu hoch angesetzt, w eshalb er auf den gesetzlich vorgegebe- nen Betrag zu reduzieren ist (Fr. 740.-- : Fr. 2.-- x 50 Rp). Dem Rechtsvertreter ist deshalb ein Seite 10 http://www.bl.ch/kantonsgericht Honorar in der Höhe von Fr. 1‘838.15 (6,9 Stunden à Fr. 200.-- und Auslagen von Fr. 322.-- zuzüglich Mehrwertsteuer) aus der Gerichtskasse auszurichten. 10.3 Der Beschwerdeführer wird ausdrücklich auf § 53a Abs. 1 des Gesetzes über die Orga- nisation der Gerichte (GOG) vom 22. Februar 2001 aufme rksam gemacht, wonach eine Partei, der die unentgeltliche Rechtspflege gewährt wurde, zu r Nachzahlung verpflichtet ist, sobald sie dazu in der Lage ist. Demgemäss wird e r k a n n t : ://: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 2. Die Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 800.-- w erden dem Be- schwerdeführer auferlegt. Zufolge Bewilligung der unentgeltlichen Prozessführung gehen die Verfahrenskosten zu Lasten der Gerichtskasse. 3. Die ausserordentlichen Kosten werden wettgeschlagen. Zufolge Bewilligung der unentgeltlichen Verbeiständun g wird dem Rechtsvertreter des Beschwerdeführers ein Honorar in der Höhe von Fr. 1‘838.15 (inkl. Auslagen und 8% Mehrwertsteuer) au s der Ge- richtskasse ausgerichtet. http://www.bl.ch/kantonsgericht