<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2020.00806</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=221180&amp;W10_KEY=13013476&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2020.00806</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 31.03.2021</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">2. Abteilung/2. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Das Bundesgericht hat eine Beschwerde in Ã¶ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten gegen diesen Entscheid am 24.11.2021 abgewiesen.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">AuslÃ¤nderrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Erteilung einer Aufenthaltsbewilligung EU/EFTA</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>[Der Beschwerdeführer hat in seinem Heimatland eine mehrjährige Freiheitsstrafe wegen Betäubungsmitteldelikten verbüsst und ist danach in die Schweiz zurückgekehrt, wo er u.a. wegen Betäubungsmitteldelikten zu einer mehrjährigen Freiheitsstrafe verurteilt worden ist. Das Strafgericht sah von einer Landesverweisung ab. Der Beschwerdeführer ist sozialhilfeanhängig. Umstritten ist, ob ihm eine Aufenthaltsbewilligung EU/EFTA zu erteilen ist.] Der Beschwerdeführer kann seinen Aufenthalt nicht (mehr) auf das Freizügigkeitsabkommen stützen (E. 3). Ihm steht auch gestützt auf das Ausländer- und Integrationsgesetz kein Anwesenheitsanspruch zu (E. 4). Hingegen ergibt sich ein konventionsrechtlicher Anspruch auf Erteilung einer Aufenthaltsbewilligung aus der Beziehung zu seinen minderjährigen Kindern (E. 5.1). Es bestehen mehrere gewichtige öffentliche Interessen an der Verweigerung der Erteilung der Aufenthaltsbewilligung EU/EFTA (E. 5.3). Aufgrund der im Migrationsrecht bestehenden Sperrwirkung darf die Bewilligung nicht nur gestützt auf die Verurteilung des Strafgerichts verweigert werden; es dürfen jedoch über das Delikt hinausreichende Aspekte in die Beurteilung einfliessen (E. 5.3.4.1). Neben der Straffälligkeit im In- und Ausland besteht aufgrund der Sozialhilfeabhängigkeit ein weiteres öffentliches Interesse (E. 5.3.2). Seit der vom Strafgericht vorgenommenen Interessenabwägung hat sich der Gesundheitszustand des Beschwerdeführers gebessert. In Würdigung der gesamten Umstände überwiegen die öffentlichen Interessen an der Fernhaltung des Beschwerdeführers die privaten Interessen an dessen Verbleib in der Schweiz. Ein Eingriff in das Recht des Beschwerdeführers gemäss Art. 8 Abs. 2 EMRK erweist sich daher als gerechtfertigt (E. 6). Abweisung der Beschwerde. </b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: STRAFFÃLLIGKEIT">STRAFFÃLLIGKEIT</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> - keine -<br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 3 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="WordSection1"> <table border="1" cellpadding="0" cellspacing="0" class="MsoNormalTable" width="0"> <tr> <td valign="top"> <p class="Kopf1"><span>Verwaltungsgericht</span></p> <p class="Kopf1"><span>des Kantons ZÃ¼rich</span></p> <p class="Kopf1"><span>2. Abteilung</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Kopf1"> </p> </td> <td valign="top"> <p class="Kopf1"><span><img alt="" height="78" id="Bild 1" src="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getImage&amp;nF38_KEY=52145" width="123"/></span></p> </td> </tr> </table> <p class="MsoNormal">VB.2020.00806</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"><b><span>Urteil</span></b></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="Zwischentitel"> </p> <p class="MsoNormal"><span>der 2. Kammer</span></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">vom <a id="VF_DAT_ENTSCHEID">31. MÃ¤rz 2021</a></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">Mitwirkend: AbteilungsprÃ¤sident Andreas Frei<span> (Vorsitz)</span>, Verwaltungsrichterin Elisabeth Trachsel, Verwaltungsrichterin Silvia Hunziker, <a id="TN_AUTOTEXT_RICHTER"></a><a id="TN_AUTOTEXT_GS"></a>Gerichtsschreiberin Linda Rindlisbacher. </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">In Sachen</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>A,</span></p> <p class="MsoNormal"><b><span>BeschwerdefÃ¼hrer, </span></b></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="Zwischentitel">gegen</p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>Migrationsamt des Kantons ZÃ¼rich,</span></p> <p class="MsoNormal"><b><span>Beschwerdegegner, </span></b></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><b><span>betreffend Erteilung einer Aufenthaltsbewilligung EU/EFTA,</span></b></p> <p class="Zwischentitel">hat sich ergeben: </p> <p class="Sachverhalt1"><b>I. </b> </p> <p class="Sachverhalt1">A, geboren im Jahr 1961, StaatsangehÃ¶riger von Italien, reiste gemÃ¤ss Akten 1983 und gemÃ¤ss eigener Darstellung im Kindesalter in die Schweiz ein. Eigenen Angaben zufolge hielt er sich zwischenzeitlich im Ausland auf, insbesondere im MilitÃ¤rdienst in Italien und als Koch in Deutschland. Zuletzt war er im Besitz der Niederlassungsbewilligung, kontrollbefristet bis 31. Dezember 2014.</p> <p class="Urteilstext">Am 18. Oktober 2014 reiste A nach Italien, wo er wegen eines BetÃ¤ubungsmitteldelikts verhaftet wurde und eine mehrjÃ¤hrige Freiheitsstrafe in Form von Hausarrest verbÃ¼ssen musste. Nach seiner RÃ¼ckkehr in die Schweiz, welche angeblich am 16. Mai 2017 erfolgte, ersuchte er am 22. Mai 2017 um VerlÃ¤ngerung seiner Niederlassungsbewilligung. Am 15. August 2018 wurde A hier verhaftet.</p> <p class="Urteilstext">A erwirkte vor seiner Ausreise nach Italien am 18. Oktober 2014 folgende Straferkenntnisse:</p> <p class="Urteilstext"><span>-<span> </span></span>Mit Urteil des Kreisgerichts Chur vom 24. Mai 1989 wurde er des unvollendeten Diebstahlversuchs, der fortgesetzten Hehlerei, des fortgesetzten Betrugs und des unvollendeten Betrugsversuchs sowie der fortgesetzten UrkundenfÃ¤lschung schuldig gesprochen und zu einer GefÃ¤ngnisstrafe von zwÃ¶lf Monaten verurteilt. </p> <p class="Urteilstext"><span>-<span> </span></span>Mit Strafbefehl des Polizeirichteramts des Kantons Zug vom 26. Juni 1989 wurde er wegen Verkehrsregelverletzungen mit einer Busse von Fr. 100.- bestraft.</p> <p class="Urteilstext"><span>-<span> </span></span>Die Bezirksanwaltschaft BÃ¼lach sprach ihn am 11. MÃ¤rz 1994 des mehrfachen Diebstahls schuldig und bestrafte ihn mit einer bedingten GefÃ¤ngnisstrafe von 30 Tagen.</p> <p class="Urteilstext"><span>-<span> </span></span>Die Bezirksanwaltschaft ZÃ¼rich erkannte ihn am 25. November 1997 der mehrfachen Widerhandlung gegen das ANAG (heute AIG) schuldig und bestrafte ihn mit einer Busse von Fr. 1'000.-.</p> <p class="Urteilstext"><span>-<span> </span></span>Mit Strafbefehl der Staatsanwaltschaft Winterthur/Unterland vom 9. Juni 2006 wurde er des Erleichterns des rechtswidrigen Aufenthalts sowie der BeschÃ¤ftigung eines AuslÃ¤nders ohne Bewilligung schuldig gesprochen und mit einer bedingten GefÃ¤ngnisstrafe von drei Monaten bestraft.</p> <p class="Urteilstext"><span>-<span> </span></span>Mit Strafbefehl der Staatsanwaltschaft GraubÃ¼nden vom 20. Juni 2012 wurde er wegen grober Verletzung von Verkehrsregeln mit einer bedingten Geldstrafe von zehn TagessÃ¤tzen zu je Fr. 60.- und mit einer Busse von Fr. 500.- bestraft.</p> <p class="Urteilstext">Am 25. April 1994 wurde A auslÃ¤nderrechtlich verwarnt.</p> <p class="Urteilstext">Nach seiner Ausreise nach Italien am 18. Oktober 2014 wurde er mit Urteil des Tribunal C vom 19. Dezember 2014 wegen BetÃ¤ubungsmitteldelikten zu einer Freiheitsstrafe von vier Jahren und einer Geldstrafe von 11'477.- Euro verurteilt.</p> <p class="Urteilstext">Nach seiner Wiedereinreise hat A erneut Anlass zu Klagen gegeben: </p> <p class="Urteilstext"><span>-<span> </span></span>Mit Strafbefehl der Staatsanwaltschaft Baden vom 5. Juni 2018 wurde er wegen Diebstahls schuldig gesprochen und mit einer bedingten Geldstrafe von 30 TagessÃ¤tzen zu je Fr. 30.- sowie einer Busse von Fr. 500.- bestraft.</p> <p class="Urteilstext"><span>-<span> </span></span>Mit Urteil vom 5. Juni 2019 sprach ihn das Bezirksgericht ZÃ¼rich des Verbrechens gegen das BetÃ¤ubungsmittelgesetz, der FÃ¶rderung des rechtswidrigen Aufenthalts sowie der mehrfachen Ãbertretung des BetÃ¤ubungsmittelgesetzes fÃ¼r schuldig und verurteilte ihn zu einer Freiheitsstrafe von 42 Monaten sowie einer Busse von Fr. 500.-. Von der obligatorischen Landesverweisung im Sinn von Art. 66a Abs. 1 lit. o Schweizerisches Strafgesetzbuch vom 21. Dezember 1937 (StGB) sah es ab.</p> <p class="Urteilstext">A befand sich vom 5. Juni 2019 im Strafvollzug und wurde aufgrund der bestehenden gesundheitlichen BeeintrÃ¤chtigungen in Bezug auf eine Infizierung mit dem Coronavirus als Hochrisikopatient mit VerfÃ¼gung des Amtes fÃ¼r Justizvollzug des Kantons ZÃ¼rich vom 14. April 2020 an seinen Wohnort in den modifizierten Vollzug (Electronic Monitoring) versetzt. Mit VerfÃ¼gung des Amtes fÃ¼r Justizvollzug des Kantons ZÃ¼rich vom 7. Dezember 2020 wurde er per 20. Dezember 2020 bedingt aus dem Strafvollzug entlassen. </p> <p class="Urteilstext">A ist mit der brasilianischen StaatsangehÃ¶rigen D, geboren im Jahr 1985, verheiratet. Aus der Ehe sind Sohn E, geboren im Jahr 2003, und Tochter F, geboren im Jahr 2013, hervorgegangen. Ehefrau und Sohn verfÃ¼gen Ã¼ber eine Aufenthaltsbewilligung EU/EFTA, gÃ¼ltig bis 31. Dezember 2024, die Tochter ist im Besitz der Niederlassungsbewilligung. Die Familie wird seit Juni 2013 von der Sozialhilfe unterstÃ¼tzt. </p> <p class="Urteilstext">Mit VerfÃ¼gung vom 13. MÃ¤rz 2020 wies das Migrationsamt das Gesuch um Wiedererteilung der Niederlassungsbewilligung bzw. um Erteilung einer Aufenthaltsbewilligung EU/EFTA von A ab, wies ihn aus der Schweiz weg und ordnete an, die Wegweisung werde auf das Ende des Strafvollzugs vollzogen. </p> <p class="Sachverhalt1"><b>II. </b> </p> <p class="Sachverhalt1">Den dagegen erhobenen Rekurs wies die Rekursabteilung der Sicherheitsdirektion am 13. Oktober 2020 ab. Umstritten war nur noch die Erteilung einer Aufenthaltsbewilligung EU/EFTA.</p> <p class="Sachverhalt1"><b>III. </b> </p> <p class="Sachverhalt1">Mit Beschwerde vom 18. November 2020 liess A dem Verwaltungsgericht beantragen, die Ziffern 1, 3 und 5 des vorinstanzlichen Entscheids seien aufzuheben und sein Gesuch um Erteilung einer Aufenthaltsbewilligung EU/EFTA gutzuheissen. Eventualiter sei die Sache zur Neubeurteilung an die Vorinstanz zurÃ¼ckzuweisen. In prozessrechtlicher Hinsicht beantragte er, der Beschwerde sei die aufschiebende Wirkung zu erteilen und ihm die unentgeltliche Rechtspflege zu bewilligen, unter Kosten- und EntschÃ¤digungsfolgen zulasten der Staatskasse. </p> <p class="Sachverhalt1">Mit PrÃ¤sidialverfÃ¼gung vom 20. November 2020 hielt das Verwaltungsgericht fest, dass der Beschwerde von Gesetzes wegen aufschiebende Wirkung zukomme, A aber mangels vorbestehenden Anwesenheitsrechts Ã¼ber kein prozedurales Aufenthaltsrecht verfÃ¼ge, es sich aber gleichwohl rechtfertige, wÃ¤hrend des Verfahrens vorerst von Vollzugsmassnahmen abzusehen. Weiter hielt es fest, dass Ã¼ber einen Beizug der IV-Akten oder eine allfÃ¤llige Verfahrenssistierung wÃ¤hrend des hÃ¤ngigen IV-Verfahrens nach Eingang der vorinstanzlichen Akten oder mit dem Endentscheid zu befinden sei, A jedoch unter Hinweis seiner Mitwirkungspflicht dazu aufzufordern sei, zeitnah Ã¼ber sÃ¤mtliche bewilligungsrelevanten UmstÃ¤nde zu informieren. </p> <p class="Urteilstext">Die Rekursabteilung der Sicherheitsdirektion verzichtete auf Vernehmlassung. Das Migrationsamt reichte keine Beschwerdeantwort ein.</p> <p class="Urteilstext">Mit Schreiben vom 23. Februar 2021 informierte RA B auf Nachfrage des Verwaltungsgerichts Ã¼ber den aktuellen Stand des IV-Verfahrens und teilte mit, dass mit Vorbescheid vom 24. November 2020 das Leistungsgesuch vom 10. August 2017 abgelehnt worden sei. Auf erneute Nachfrage reichte RA B dem Verwaltungsgericht den Vorbescheid der IV-Stelle ZÃ¼rich zu den Akten.</p> <p class="Urteilstext"><span>Die Kammer</span><span> erwÃ¤gt:</span></p> <p class="Erwgung1"><b>1. </b> </p> <p class="Erwgung2">Mit Beschwerde an das Verwaltungsgericht kÃ¶nnen Rechtsverletzungen und die unrichtige oder ungenÃ¼gende Feststellung des Sachverhalts gerÃ¼gt werden, nicht aber die Unangemessenheit des angefochtenen Entscheids (§ 20 Abs. 1 in Verbindung mit § 50 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 [VRG]).</p> <p class="Erwgung1"><b>2. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b><span>2.1 </span></b>GemÃ¤ss Art. 2 Abs. 2 des AuslÃ¤nder- und Integrationsgesetzes vom 16. Dezember 2005 (AIG, vormals AuG) gilt dieses Gesetz fÃ¼r StaatsangehÃ¶rige der Mitgliedstaaten der EuropÃ¤ischen Gemeinschaft und ihre FamilienangehÃ¶rigen nur so weit, als das FreizÃ¼gigkeitsabkommen vom 21. Juni 1999 (FZA) keine abweichenden Bestimmungen enthÃ¤lt oder das AIG gÃ¼nstigere Bestimmungen vorsieht. GemÃ¤ss Art. 61 Abs. 2 AuG erlischt die Niederlassungsbewilligung unter anderem dann, wenn sich der AuslÃ¤nder, ohne sich abzumelden, wÃ¤hrend sechs Monaten tatsÃ¤chlich im Ausland aufhÃ¤lt. Mit Ausnahme eines Auslandsaufenthalts wegen MilitÃ¤rdienst, steht diese Regelung im Einklang mit Art. 6 Abs. 5 Anhang 1 FZA.</p> <p class="Erwgung2"><b>2.2 </b>Dass sich der BeschwerdefÃ¼hrer als StaatsangehÃ¶riger von Italien auf das FZA berufen kann, ist unbestritten.</p> <p class="Erwgung2"><b>2.3 </b>Der BeschwerdefÃ¼hrer hielt sich vom 18. Oktober 2014 bis 16. Mai 2017 â und somit mehr als sechs Monate â in Italien auf, ohne sich in der Schweiz abzumelden. Da sein Heimataufenthalt unbestrittenermassen nicht der Absolvierung des MilitÃ¤rdienstes diente, ist seine Niederlassungsbewilligung spÃ¤testens nach 6 Monaten, bzw. am 18. April 2015, erloschen. Zu prÃ¼fen bleibt, ob die Voraussetzungen fÃ¼r eine Neuerteilung einer Aufenthaltsbewilligung EU/EFTA erfÃ¼llt sind, namentlich ob sich ein solcher Anspruch aus den freizÃ¼gigkeitsrechtlichen Bestimmungen (vgl. E. 3<i> </i>nachfolgend), den Bestimmungen des AIG (vgl. E. 4 nachfolgend) oder dem konventions- und verfassungsmÃ¤ssig geschÃ¼tzten Recht auf Privat- und Familienleben (vgl. E. 5 nachfolgend) ableiten lÃ¤sst.</p> <p class="Erwgung1"><b>3. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>3.1 </b> </p> <p class="Erwgung3"><b>3.1.1 </b>Das FreizÃ¼gigkeitsabkommen bezweckt die diskriminierungsfreie EinfÃ¼hrung des freien Personenverkehrs fÃ¼r erwerbstÃ¤tige (Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer sowie SelbstÃ¤ndigerwerbende [Art. 1 lit. a FZA]) sowie nichterwerbstÃ¤tige (Art. 1 lit. c FZA) AngehÃ¶rige eines EU-Mitgliedstaats und ihre FamilienangehÃ¶rigen (vgl. Art. 3 Anhang I FZA). Entsprechend ist den genannten Personenkategorien im Rahmen der Voraussetzungen des Anhangs I FZA etwa gestattet, sich â mit einer Aufenthaltsbewilligung EU/EFTA â in der Schweiz aufzuhalten und hier einer unselbstÃ¤ndigen oder selbstÃ¤ndigen ErwerbstÃ¤tigkeit nachzugehen (vgl. Art. 6 ff. Anhang I FZA) bzw. im Anschluss an diese gegebenenfalls im Land zu verbleiben (Art. 4 Abs. 1 Anhang I FZA; vgl. zum Ganzen BGr, 2. November 2015, 2C_243/2015, E. 2.1 mit Hinweisen).</p> <p class="Urteilstext">Bei <i>dauernder</i> ArbeitsunfÃ¤higkeit besteht ein bedingungsloses Verbleiberecht, wenn StaatsangehÃ¶rige der EU oder EFTA wegen eines Arbeitsunfalls oder einer Berufskrankheit dauernd arbeitsunfÃ¤hig geworden sind und Anspruch auf eine Rente eines schweizerischen VersicherungstrÃ¤gers haben oder nach zweijÃ¤hrigem stÃ¤ndigem Aufenthalt in der Schweiz aus einem anderen Grund dauerhaft arbeitsunfÃ¤hig werden (Art. 4 Abs. 2 Anhang I FZA in Verbindung mit Art. 2 Abs. 1 lit. b der Verordnung (EWG) Nr. 1251/70 bzw. Art. 2 Abs. 1 lit. b der Richtlinie 75/34/EWG; ZÃ¼nd/Hugi Yar, S. 191 mit Hinweisen). GemÃ¤ss den genannten Bestimmungen muss die unselbstÃ¤ndige bzw. selbstÃ¤ndige ErwerbstÃ¤tigkeit gerade "infolge dauernder ArbeitsunfÃ¤higkeit" aufgegeben worden sein, was nicht der Fall ist, wenn die Erwerbsaufgabe auf andere GrÃ¼nde zurÃ¼ckzufÃ¼hren ist bzw. der Arbeitnehmerstatus bei Eintritt der ArbeitsunfÃ¤higkeit bereits entfallen war (vgl. BGE 141 II 1 E. 4.2.3). Wer sich auf ein Verbleiberecht im Sinn der genannten Bestimmungen berufen kann, behÃ¤lt seine als selbstÃ¤ndig oder unselbstÃ¤ndig ErwerbstÃ¤tiger erworbenen Rechte und hat insbesondere auch Anspruch auf Sozialhilfe (vgl. BGE 141 II 1 E. 4.1). </p> <p class="Erwgung3"><b>3.1.2 </b>Der BeschwerdefÃ¼hrer geht seit Oktober 2014 keiner ErwerbstÃ¤tigkeit mehr nach und ist seit seiner Einreise in die Schweiz im Mai 2017 von der Sozialhilfe abhÃ¤ngig. Der BeschwerdefÃ¼hrer hat zuletzt an drei bis vier Tagen pro Woche in Hilfsjobs als KochablÃ¶sung gearbeitet. Da der BeschwerdefÃ¼hrer die Arbeitnehmereigenschaft nicht mehr erfÃ¼llt, kann er seinen Aufenthalt nicht auf die Arbeitnehmereigenschaft stÃ¼tzen. Durch seine SozialhilfeabhÃ¤ngigkeit hat er die Voraussetzungen von Art. 24 Abs. 1 Anhang I FZA offensichtlich nicht erfÃ¼llt, weshalb ihm auch als Erwerbsloser keine Aufenthaltsbewilligung zuzusprechen ist. Der BeschwerdefÃ¼hrer macht geltend, er sei aufgrund seines Gesundheitszustandes arbeitsunfÃ¤hig, weshalb er am 10. August 2017 ein Gesuch um Erhalt einer IV-Rente eingereicht habe. Die IV-Stelle ZÃ¼rich hat das Leistungsgesuch des BeschwerdefÃ¼hrers mit Vorbescheid vom 24. November 2020 jedoch abgelehnt. Zur BegrÃ¼ndung fÃ¼hrte sie aus, dass der BeschwerdefÃ¼hrer aus gesundheitlichen GrÃ¼nden in seiner ArbeitsfÃ¤higkeit eingeschrÃ¤nkt gewesen sei, sich sein Gesundheitszustand indes verbessert habe und er seit Februar 2020 in einer seinen Leiden angepassten TÃ¤tigkeit zu 100 % arbeitsfÃ¤hig sei. Der BeschwerdefÃ¼hrer hat eigenen Angaben zufolge dagegen Einsprache erhoben. Er gibt an, es sei davon auszugehen, dass eine polydisziplinÃ¤re Begutachtung durchgefÃ¼hrt werden mÃ¼sse. Diese werde einige Zeit in Anspruch nehmen. Nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung darf die MigrationsbehÃ¶rde bei geltend gemachter dauernder ArbeitsunfÃ¤higkeit so lange nicht Ã¼ber den weiteren Aufenthaltsstatus entscheiden, als die IV-AbklÃ¤rungen bezÃ¼glich der dauernden ArbeitsunfÃ¤higkeit noch im Gang sind. Im Zweifelsfall ist die VerfÃ¼gung der zustÃ¤ndigen IV-Stelle abzuwarten. Der Aufenthaltsstatus darf nur dann frÃ¼her geregelt werden, wenn die IV-rechtliche Ausgangslage als Vorfrage zum Bewilligungsentscheid klar und eindeutig erscheint (BGE 141 II 1 E. 4.2.1; BGr, 27. August 2015, 2C_771/2014, E. 2.3.3; BGr, 8. Juli 2014, 2C_1102/2013, E. 4.4; BGr, 30. Oktober 2013, 2C_587/2013, E. 4.3). Eine Sistierung des migrationsrechtlichen Beschwerdeverfahrens, um das Ergebnis des sozialversicherungsrechtlichen Einspracheverfahrens abzuwarten, ist vorliegend jedoch nicht angezeigt, da sich der BeschwerdefÃ¼hrer auch bei einem positiven IV-Entscheid nicht auf das Recht, bei dauernder ArbeitsunfÃ¤higkeit in der Schweiz verbleiben zu kÃ¶nnen, berufen kann. Ein solches setzt voraus, dass die Arbeitnehmereigenschaft aufgrund der ArbeitsunfÃ¤higkeit aufgegeben wurde. Der BeschwerdefÃ¼hrer war zum Zeitpunkt, als er seine Arbeitnehmereigenschaft im Jahr 2014 verloren hat, nicht arbeitsunfÃ¤hig. Er hat die Schweiz im Jahr 2014 zudem verlassen, wodurch seine Niederlassungsbewilligung erloschen ist. Er verfÃ¼gt seither Ã¼ber keinen gÃ¼ltigen Aufenthaltstitel in der Schweiz mehr. Er kann daher aus dem Recht, bei dauernder ArbeitsunfÃ¤higkeit in der Schweiz verbleiben zu kÃ¶nnen, keinen Anspruch auf Erteilung einer Aufenthaltsbewilligung EU/EFTA ableiten. Der Abschluss des IV-Verfahrens muss folglich nicht abgewartet werden und der Eventualantrag ist damit abzuweisen.</p> <p class="Erwgung2"><b>3.2 </b> </p> <p class="Erwgung3"><b>3.2.1 </b>GestÃ¼tzt auf Art. 7 lit. d und e FZA in Verbindung mit Art. 3 Abs. 1 und 2 lit. a Anhang I FZA haben Ehegatten von EU-StaatsangehÃ¶rigen mit Aufenthaltsrecht in der Schweiz ungeachtet der eigenen StaatsangehÃ¶rigkeit das Recht, bei diesen Wohnung zu nehmen und eine ErwerbstÃ¤tigkeit auszuÃ¼ben. Dieses abgeleitete Aufenthaltsrecht knÃ¼pft an den formellen Bestand der Ehe an und darf grundsÃ¤tzlich nicht vom Erfordernis des Zusammenlebens abhÃ¤ngig gemacht werden, sofern nicht rechtsmissbrÃ¤uchlich zur blossen Aufenthaltssicherung an einer nur noch formell bestehenden Ehe festgehalten wird (vgl. BGE 130 II 113 [= Pra 93/2004 Nr. 171] E. 8 f.; BGE 139 II 393 E. 2.1). Bei unselbstÃ¤ndig erwerbstÃ¤tigen Arbeitnehmenden aus der EU/EFTA und ihren FamilienangehÃ¶rigen stellt sodann die SozialhilfeabhÃ¤ngigkeit grundsÃ¤tzlich keinen Grund fÃ¼r eine Aufenthaltsbeendigung dar, solange sie nicht dauerhaft und erheblich von der FÃ¼rsorge unterstÃ¼tzt werden mÃ¼ssen (vgl. Art. 63 Abs. 1 lit. c AIG; vgl. ferner die Weisungen und ErlÃ¤uterungen des Staatssekretariats fÃ¼r Migration [SEM] zur Verordnung Ã¼ber die EinfÃ¼hrung des freien Personenverkehrs [Stand April 2020], Ziff. 10.4.4.1). </p> <p class="Erwgung3">Nach Art. 3 Anhang I FZA (in Verbindung mit Art. 7 lit. d FZA) haben FamilienangehÃ¶rige einer Person, die StaatsangehÃ¶rige einer Vertragspartei ist und ein Aufenthaltsrecht hat, das Recht bei ihr Wohnung zu nehmen (Abs. 1); als FamilienangehÃ¶rige gelten ungeachtet ihrer StaatsangehÃ¶rigkeit die Verwandten in aufsteigender Linie, denen Unterhalt gewÃ¤hrt wird (Abs. 2 lit. b).</p> <p class="Erwgung3"><b>3.2.2 </b>Der BeschwerdefÃ¼hrer fÃ¼hrt zwar unbestritten eine intakte Ehe, jedoch ist seine Ehefrau nicht BÃ¼rgerin eines EU/EFTA-Staates, weshalb er aufgrund der Ehe keinen Anspruch auf Erteilung einer Aufenthaltsbewilligung EU/EFTA aus dem FZA ableiten kann. Auch steht ihm aus den Beziehungen zu den zwei gemeinsamen Kindern kein solcher Anspruch zu, da die Kinder nicht fÃ¼r seinen Unterhalt aufkommen.</p> <p class="Erwgung1"><b>4. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>4.1 </b>Nach Art. 44 Abs. 1 AIG kann auslÃ¤ndischen Ehegatten von Personen mit Aufenthaltsbewilligung eine Aufenthaltsbewilligung erteilt und verlÃ¤ngert werden, wenn sie mit diesen zusammenwohnen, eine bedarfsgerechte Wohnung vorhanden ist, sie nicht auf Sozialhilfe angewiesen sind, sie sich in der am Wohnort gesprochenen Landesprache verstÃ¤ndigen kÃ¶nnen und die nachziehende Person keine jÃ¤hrlichen ErgÃ¤nzungsleistungen nach dem ELG bezieht oder wegen des Familiennachzugs beziehen kÃ¶nnte.</p> <p class="Erwgung2">Der BeschwerdefÃ¼hrer kann aufgrund der SozialhilfeabhÃ¤ngigkeit gestÃ¼tzt auf die Ehe mit seiner in der Schweiz aufenthaltsberechtigten Ehefrau keinen Anspruch auf Erteilung einer Aufenthaltsbewilligung aus Art. 44 Abs. 1 AIG ableiten. VollstÃ¤ndigkeitshalber ist festzustellen, dass auch eine ermessensweise Erteilung einer Aufenthaltsbewilligung aufgrund der SozialhilfeabhÃ¤ngigkeit ausser Betracht fÃ¤llt. </p> <p class="Erwgung2"><b>4.2 </b>Im Fall einer freiwilligen Ausreise kommt eine Wiederzulassung nach Art. 30 Abs. 1 lit. k AuG in Verbindung mit Art. 49 VZAE wÃ¤hrend lÃ¤ngstens zwei Jahren Auslandsabwesenheit infrage, gehen Gesetz- und Verordnungsgeber doch davon aus, dass bei einem darÃ¼ber hinausgehenden Auslandaufenthalt die frÃ¼heren Verbindungen zur Schweiz bereits stark abgeschwÃ¤cht sind.</p> <p class="Erwgung3"><span>Der BeschwerdefÃ¼hrer hielt sich mehr als zwei Jahre in seiner italienischen Heimat auf, weshalb eine Wiederzulassung nach genannten Bestimmungen ausser Betracht fÃ¤llt. </span></p> <p class="Erwgung1"><b>5. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>5.1 </b>VerfÃ¼gt ein AuslÃ¤nder â wie hier â Ã¼ber nahe Verwandte mit einem gefestigten Anwesenheitsrecht in der Schweiz und wird die intakte familiÃ¤re Beziehung tatsÃ¤chlich gelebt, kann es Art. 8 Abs. 1 der EuropÃ¤ischen Menschenrechtskonvention (EMRK) bzw. Art. 13 Abs. 1 der Bundesverfassung vom 18. April 1999 (BV) verletzen, wenn ihr die Anwesenheit untersagt und damit ihr Familienleben vereitelt wird (BGE 130 II 281 E. 3.1 mit Hinweisen). Sodann kÃ¶nnen sich AuslÃ¤nder der zweiten Generation â wie der BeschwerdefÃ¼hrer â auf ihr Recht auf Privatleben berufen (VGr, 23. Juli 2020, VB.2019.00636, E. 4.1, und 23. Oktober 2019, VB.2019.00079, E. 3.2). </p> <p class="Erwgung2">Es ist unbestritten, dass sich fÃ¼r den BeschwerdefÃ¼hrer zumindest aus der Beziehung zu seinen minderjÃ¤hrigen Kindern ein konventionsrechtlicher Anspruch auf Erteilung einer Aufenthaltsbewilligung ergibt. Die Beziehung zu ihnen ist intakt. Die Familie lebt in einem gemeinsamen Haushalt. Die Ehefrau wie auch die gemeinsamen Kinder verfÃ¼gen Ã¼ber ein gefestigtes Aufenthaltsrecht und ihnen ist die Ausreise aus der Schweiz mit dem BeschwerdefÃ¼hrer nicht zumutbar. </p> <p class="Erwgung2"><b>5.2 </b>Kann sich der BeschwerdefÃ¼hrer auf Art. 8 EMRK berufen, kommt die Verweigerung einer Anwesenheitsbewilligung einem Eingriff in den darin gewÃ¤hrleisteten Anspruch auf Achtung des Familienlebens gleich. Der betreffende Anspruch gilt indes nicht absolut. Vielmehr ist nach Art. 8 Abs. 2 EMRK ein Eingriff in das durch Abs. 1 geschÃ¼tzte Rechtsgut statthaft, soweit dieser gesetzlich vorgesehen ist und eine verhÃ¤ltnismÃ¤ssige Massnahme darstellt, die in einer demokratischen Gesellschaft fÃ¼r die nationale Sicherheit, die Ã¶ffentliche Ruhe und Ordnung, das wirtschaftliche Wohl des Landes, zur Verhinderung von strafbaren Handlungen, zum Schutz der Gesellschaft und Moral sowie der Rechte und Freiheiten anderer notwendig ist. Die Konvention bzw. die diese verbindlich auslegende Rechtsprechung des EuropÃ¤ischen Gerichtshofs fÃ¼r Menschenrechte verlangt im Rahmen von Art. 8 Abs. 2 EMRK, die privaten Interessen der betroffenen Person am Verbleib im Land anhand mehrerer Kriterien zu erfassen (Schwere des Fehlverhaltens; Dauer der Anwesenheit; seit der Tat verstrichener Zeitraum; Verhalten des Betroffenen wÃ¤hrend desselben; NationalitÃ¤t der beteiligten Personen; Art und Natur der familiÃ¤ren Bindungen; Kenntnis der Straftat bei Eingehen der Beziehung; der Familie drohende Nachteile; QualitÃ¤t der sozialen, kulturellen und familiÃ¤ren Beziehungen zum Gast- und zum Heimatstaat). In der Folge sind die entsprechenden privaten Interessen dem Ã¶ffentlichen Interesse an der Entfernung bzw. Fernhaltung der betroffenen Person gegenÃ¼berzustellen und abzuwÃ¤gen (BGE 135 I 143 E. 2.1, 153 E. 2.2.1, 122 II 1 E. 2 mit Hinweisen). Analoge Voraussetzungen ergeben sich aus Art. 36 BV im Hinblick auf einen Eingriff in Art. 13 BV.</p> <p class="Erwgung2"><b>5.3 </b>Es bestehen vorliegend mehrere gewichtige Ã¶ffentliche Interessen an einer Verweigerung der Erteilung der Aufenthaltsbewilligung: </p> <p class="Erwgung3"><b>5.3.1 </b>Der BeschwerdefÃ¼hrer ist wiederholt und in erheblichem Masse strafrechtlich in Erscheinung getreten: </p> <p class="Erwgung4"><b>5.3.1.1 </b>Der BeschwerdefÃ¼hrer ist in der Schweiz von 1989 bis 2018 insgesamt sieben Mal u.<span> </span>a. wegen Diebstahls, Hehlerei, Betrugs, UrkundenfÃ¤lschung, Verkehrsregelverletzungen, Widerhandlungen gegen das AuslÃ¤ndergesetz strafrechtlich verurteilt worden und dabei mit Freiheitsstrafen von 16 Monaten, Geldstrafen von 40 TagessÃ¤tzen und Bussen in der HÃ¶he von Fr. 2'100.- bestraft worden. Bei schweren Straftaten und bei RÃ¼ckfall bzw. wiederholter Delinquenz besteht regelmÃ¤ssig ein wesentliches Ã¶ffentliches Interesse, die weitere Anwesenheit der TÃ¤terin oder des TÃ¤ters zu beenden, da und soweit sie hochwertige RechtsgÃ¼ter verletzt oder in Gefahr gebracht haben bzw. sich von straf- und auslÃ¤nderrechtlichen Massnahmen nicht beeindrucken lassen und damit zeigen, dass sie auch kÃ¼nftig weder gewillt noch fÃ¤hig erscheinen, sich an die hiesige Rechtsordnung zu halten (BGE 139 I 16 E. 2.1). Die gesamten strafrechtlichen Verurteilungen sprechen fÃ¼r ein grosses Ã¶ffentliches Interesse an der Fernhaltung des BeschwerdefÃ¼hrers aus der Schweiz. Auch wenn diese Delikte zum Teil Jahre zurÃ¼ckliegen und ihnen daher nur noch untergeordnete Bedeutung zukommt, zeigt der BeschwerdefÃ¼hrer mit seiner jahrelangen Delinquenz, dass er generell MÃ¼he hat, sich an die schweizerische Rechtsordnung zu halten. </p> <p class="Erwgung4"><b>5.3.1.2 </b>DarÃ¼ber hinaus erwirkte er im Ausland eine strafrechtliche Verurteilung. Mit Urteil vom Tribunal C vom 19. Dezember<span> </span>2014 wurde er wegen BetÃ¤ubungsmitteldelikten zu einer Freiheitsstrafe von vier Jahren und einer Geldstrafe von 11'477.- Euro verurteilt. Strafrechtliche Verurteilungen, welche durch ein auslÃ¤ndisches Gericht ausgesprochen wurden, dÃ¼rfen auch in der Schweiz im Bewilligungsverfahren berÃ¼cksichtigt werden, sofern das infrage stehende Delikt auch nach schweizerischer Rechtsordnung als Verbrechen oder Vergehen aufzufassen wÃ¤re, das auslÃ¤ndische Urteil rechtsstaatlichen GrundsÃ¤tzen genÃ¼gt und insbesondere die Verteidigungsrechte geachtet wurden sowie anzunehmen ist, dass fÃ¼r vergleichbare Taten auch in der Schweiz eine Ã¼berjÃ¤hrige Strafe ausgesprochen worden wÃ¤re (vgl. BGr, 13. MÃ¤rz 2012, 2C_817/2011, E. 3.1.1). BetÃ¤ubungsmitteldelikte stehen auch in der Schweiz unter Strafe. Es liegen keine Hinweise vor, die darauf hindeuten wÃ¼rden, dass bei der Verurteilung in Italien die rechtsstaatlichen GrundsÃ¤tze nicht eingehalten worden wÃ¤ren. Solches macht der BeschwerdefÃ¼hrer denn auch nicht geltend. Die vom BeschwerdefÃ¼hrer im Ausland erwirkte strafrechtliche Verurteilung darf damit grundsÃ¤tzlich bei der vorliegend vorzunehmenden VerhÃ¤ltnismÃ¤ssigkeitsprÃ¼fung berÃ¼cksichtigt werden. BetÃ¤ubungsmitteldelikte stellen eine schwerwiegende Rechtsgutverletzung dar, die ein grosses Ã¶ffentliches Interesse an der Fernhaltung eines entsprechenden TÃ¤ters begrÃ¼nden (vgl. BGE 139 I 31 E. 2.3.2). </p> <p class="Erwgung4"><b>5.3.1.3 </b>Zuletzt wurde er mit Urteil des Bezirksgerichts ZÃ¼rich vom 5. Juni 2019 wegen Verbrechen gegen das BetÃ¤ubungsmittelgesetz, der FÃ¶rderung des rechtswidrigen Aufenthalts sowie der mehrfachen Ãbertretung des BetÃ¤ubungsmittelgesetzes zu einer Freiheitsstrafe von 42 Monaten sowie zu einer Busse von Fr. 500.- verurteilt. Das Bezirksgericht hat in seinem Urteil nach einer InteressenabwÃ¤gung von einer Landesverweisung abgesehen. Es hielt im Wesentlichen fest, dass der BeschwerdefÃ¼hrer mit einer grossen Menge von insgesamt 1'800 Gramm Kokaingemisch mit einem durchschnittlichen Reinheitsgrad von 70 % gehandelt und hierarchisch nicht auf der untersten Stufe gestanden habe. Er habe damit die Gesundheit vieler Menschen gefÃ¤hrdet. Es erachtete das Ã¶ffentliche Interesse als gewichtig. </p> <p class="Erwgung3">DemgegenÃ¼ber erachtete es die privaten Interessen des BeschwerdefÃ¼hrers als gerade noch leicht Ã¼berwiegend. Zur BegrÃ¼ndung fÃ¼hrte es im Wesentlichen aus, es bestehe nur eine geringe RÃ¼ckfallgefahr. Der BeschwerdefÃ¼hrer sei zwar einschlÃ¤gig in Italien vorbestraft und fast unmittelbar nach seiner Entlassung aus dem italienischen Strafvollzug im Mai 2017 mit der Begehung schwerer BetÃ¤ubungsmitteldelikte in der Schweiz aufgefallen. Er habe jedoch glaubhaft und nachvollziehbar grosse Reue und Selbstkritik gezeigt. Sodann habe sich sein Gesundheitszustand erheblich verschlechtert. Er sei fast rundum auf pflegerische UnterstÃ¼tzung angewiesen. Der BeschwerdefÃ¼hrer habe zudem angeblich keinen Kontakt mehr zu seinen in Italien lebenden Verwandten. Die Landesverweisung wÃ¼rde auch ungÃ¼nstige Auswirkungen auf seine minderjÃ¤hrigen Kinder haben. Es liege aufgrund der familiÃ¤ren VerhÃ¤ltnisse eine persÃ¶nliche HÃ¤rte vor. Hingegen fÃ¼hre die Arbeitssituation des BeschwerdefÃ¼hrers nicht zu einem HÃ¤rtefall, da er bei einer Landesverweisung nicht aus einem stabilen (Arbeits-)Umfeld herausgerissen werde. Der BeschwerdefÃ¼hrer sei seit dem Jahr 2012 nur noch teilweise erwerbstÃ¤tig und seit Oktober 2014 immer wieder von der Sozialhilfe abhÃ¤ngig. Die Wiedereingliederung des BeschwerdefÃ¼hrers auf dem Arbeitsmarkt sei wenig chancenreich. Vor dem Hintergrund seiner schweren gesundheitlichen Probleme und seiner langjÃ¤hrigen ErwerbstÃ¤tigkeit (bis im Alter von 51 Jahren) kÃ¶nne die Arbeitssituation jedoch nur von untergeordneter Bedeutung sein. Der BeschwerdefÃ¼hrer leide an schweren und mannigfachen gesundheitlichen BeeintrÃ¤chtigungen. Er leidet unter einer peripheren arteriellen Verschlusskrankheit (PAVK Stadium I beidseitig), einer arteriellen Hypertonie und Herzinsuffizienz (hypertensive und koronare Herzkrankheit), einer HerzrhythmusstÃ¶rung (Vorhofflimmern), einer EntzÃ¼ndung des Knochenmarkraums an der Ferse (chronische Osteomyelitis Calcaneus), an Diabetes (Typ 1), chronischer Niereninsuffizienz, beidseitiger, durch Diabetes hervorgerufener Erkrankung der Netzhaut des Auges (diabetische Retinopathie) sowie einer SensibilitÃ¤tsstÃ¶rung im linken Unterarm (HypÃ¤sthesie). Am 17. November 2016 habe der BeschwerdefÃ¼hrer einen Herzinfarkt erlitten. Ausserdem sei er in psychiatrischer Behandlung. Aufgrund der Diabetes-Erkrankung mÃ¼sse der BeschwerdefÃ¼hrer tÃ¤glich Insulin einnehmen und es sei wegen fehlender Blutzirkulation eine Teilamputation des Fusses erfolgt. Die Motorik sei allgemein eingeschrÃ¤nkt, der BeschwerdefÃ¼hrer leide unter GleichgewichtsstÃ¶rungen und auch das ErinnerungsvermÃ¶gen sei beeintrÃ¤chtigt. Der BeschwerdefÃ¼hrer sei tÃ¤glich auf eine grosse Zahl an Medikamenten und auf eine intensive medizinische Betreuung angewiesen. Er habe sich in der Schweiz ein Netzwerk an Ãrzten aufgebaut, die seine Krankheitsgeschichte kennen wÃ¼rden und entsprechend eine medizinisch notwendige Versorgung gewÃ¤hrleisten kÃ¶nnten. Der Aufbau eines solchen Netzwerks in Italien wÃ¼rde einige Zeit in Anspruch nehmen. Der BeschwerdefÃ¼hrer sei jedoch auf eine nachhaltige medizinische Betreuung angewiesen. Es sei nicht davon auszugehen, dass eine solche â auch auf einem moderateren Level â in Italien ohne Weiteres gewÃ¤hrleistet wÃ¤re. Angesichts seines Alters weise der BeschwerdefÃ¼hrer eine stark angeschlagene gesundheitliche Verfassung auf.</p> <p class="Erwgung4"><b>5.3.1.4 </b>Nach der im Migrationsrecht bestehenden Sperrwirkung darf der Widerruf einer Bewilligung nicht nur damit begrÃ¼ndet werden, dass ein Delikt begangen wurde, fÃ¼r das ein Strafgericht bereits eine Strafe- oder Massnahme verhÃ¤ngt hat, jedoch von einer Landesverweisung abgesehen hat (vgl. Art. 62 Abs. 2 AIG). Wie die Vorinstanz mit Bezug auf ein Urteil des Bundesgerichts festgehalten hat, gilt die Sperrwirkung auch im Fall der Erteilung der Aufenthaltsbewilligung (vgl. hierzu BGr, 20. Januar 2020, 2C_362/2019, E. 8.1). Nachdem das Bezirksgericht ZÃ¼rich von einer Landesverweisung abgesehen hat, darf dem BeschwerdefÃ¼hrer die Erteilung einer Aufenthaltsbewilligung EU/EFTA folglich nicht bloss gestÃ¼tzt auf die Verurteilung durch das Bezirksgericht ZÃ¼rich vom 5. Juni 2019 verweigert werden. Nach Rechtsprechung des Bundesgerichts steht es den AuslÃ¤nderbehÃ¶rden indes weiterhin zu, die Bewilligung dieser Person gestÃ¼tzt auf auslÃ¤nderrechtliche Ãberlegungen zu widerrufen (bzw. Nichtzuerteilen), wenn Ã¼ber das Delikt hinausreichende Aspekte in die Beurteilung einfliessen, etwa solche, die zum Zeitpunkt des Urteils nicht bekannt waren, erst spÃ¤ter eintraten oder rein auslÃ¤nderrechtliche GrÃ¼nde betreffen (vgl. statt vieler BGr, 18. November 2019, 2C_305/2018, E. 4.1). Im migrationsrechtlichen Verfahren sind im Rahmen der VerhÃ¤ltnismÃ¤ssigkeitsprÃ¼fung alle Ã¶ffentlichen Interessen, die gegen eine Bewilligungserteilung sprechen, zu berÃ¼cksichtigen. Neben dem aufgrund der Begehung einer Anlasstat durch das Bezirksgericht ZÃ¼rich bindend festgestellten erheblichen Ã¶ffentlichen Interesse an der Fernhaltung des BeschwerdefÃ¼hrers aus der Schweiz kÃ¶nnen sich im migrationsrechtlichen Verfahren daher weitere GrÃ¼nde ergeben, die im Rahmen der vorzunehmenden VerhÃ¤ltnismÃ¤ssigkeitsprÃ¼fung zu berÃ¼cksichtigen sind. Davon ausgehend kann die VerhÃ¤ltnismÃ¤ssigkeitsprÃ¼fung zu einem anderen Resultat fÃ¼hren. Es ist im Folgenden zu prÃ¼fen, ob aus migrationsrechtlicher Sicht weitere GrÃ¼nde bestehen, welche gegen eine Bewilligungserteilung sprechen.</p> <p class="Erwgung3"><b>5.3.2 </b>Aufgrund der SozialhilfeabhÃ¤ngigkeit des BeschwerdefÃ¼hrers besteht ein weiteres Ã¶ffentliches Interesse an einer Verweigerung der Erteilung der Aufenthaltsbewilligung EU/EFTA. Der BeschwerdefÃ¼hrer ist seit 2012 nur noch teilweise erwerbstÃ¤tig und muss seit Oktober 2014 immer wieder von der Sozialhilfe unterstÃ¼tzt werden. Seine Familie wird seit dem 1. Juni 2013 fortdauernd von der Sozialhilfe unterstÃ¼tzt. Die Familie hat bisher rund Fr. 375'000.- (Stand September 2020) an Sozialhilfegeldern bezogen. <span>Es besteht grundsÃ¤tzlich ein erhebliches Ã¶ffentliches Interesse an der Fernhaltung von AuslÃ¤nderinnen und AuslÃ¤ndern aus der Schweiz, welche durch ihre </span><span>SozialhilfeabhÃ¤ngigkeit<span> das wirtschaftliche Wohl des Landes gefÃ¤hrden (Art. 3 Abs. 1 AIG; vgl. BGr, 2. November 2017, 2C_260/2017, E. 3.5). </span></span></p> <p class="Urteilstext">Wie bereits festgehalten, hat die IV-Stelle ZÃ¼rich das Gesuch um Ausrichtung einer Invalidenrente mit Vorbescheid vom 24. November 2020 abgelehnt und festgestellt, dass der BeschwerdefÃ¼hrer seit Februar 2020 in einer seinen Leiden angepassten TÃ¤tigkeit zu 100 % arbeitsfÃ¤hig sei (vgl. E. 3.1.2). Wie die Vorinstanz zutreffend feststellte, ist selbst bei einem positiven IV-Entscheid nicht davon auszugehen, dass die Rente fÃ¼r seinen Lebensunterhalt ohne die ergÃ¤nzende UnterstÃ¼tzung der Ã¶ffentlichen Hand ausreichen wird. Der BeschwerdefÃ¼hrer war zuletzt wÃ¤hrend drei bis vier Tagen pro Woche als Hilfskoch tÃ¤tig und geht seit Mai 2017 keiner ErwerbstÃ¤tigkeit mehr nach. Eine AblÃ¶sung von der Sozialhilfe ist bei dem 59-jÃ¤hrigen BeschwerdefÃ¼hrer, der gesundheitlich angeschlagen ist, deshalb nicht absehbar. Es ist davon auszugehen, dass der BeschwerdefÃ¼hrer weiterhin Sozialhilfe bzw. in der Folge ErgÃ¤nzungsleistungen beziehen und auch das Gesundheitswesen belasten wird. Eine Sistierung des migrationsrechtlichen Beschwerdeverfahrens, um das Ergebnis des sozialversicherungsrechtlichen Einspracheverfahrens abzuwarten, ist auch in Bezug auf die SozialhilfeabhÃ¤ngigkeit nicht angezeigt. Wie die Vorinstanz zutreffend festgestellt hat, ist vorliegend, da es sich um eine Neuerteilung und nicht um einen Widerruf bzw. eine NichtverlÃ¤ngerung einer Aufenthaltsbewilligung handelt, nur von untergeordneter Bedeutung, dass sein Verschulden an der SozialhilfeabhÃ¤ngigkeit eher im unteren Bereich anzusiedeln ist. Der BeschwerdefÃ¼hrer hat zudem Schulden. Er schuldet dem Kanton ZÃ¼rich Fr. 18'394.60 aus erledigten Verfahren. Es besteht demnach auch in wirtschaftlicher Hinsicht ein grosses Ã¶ffentliches Interesse an der Fernhaltung des BeschwerdefÃ¼hrers aus der Schweiz. </p> <p class="Erwgung1"><b>6. </b> </p> <p class="Erwgung3">Diesen erheblichen Ã¶ffentlichen Fernhalteinteressen sind die privaten Interessen des BeschwerdefÃ¼hrers gegenÃ¼berzustellen. Das Bezirksgericht ZÃ¼rich hat seinem Urteil vom 5. Juni 2019 im Rahmen der PrÃ¼fung eines Landesverweises eine VerhÃ¤ltnismÃ¤ssigkeitsprÃ¼fung vorgenommen und ist zum Schluss gelangt, dass die privaten Interessen des BeschwerdefÃ¼hrers das Ã¶ffentliche Interesse an seiner Fernhaltung gerade noch leicht Ã¼berwiegen. Es mass dabei insbesondere dem gesundheitlichen Zustand des BeschwerdefÃ¼hrers grosses Gewicht bei (vgl. E. 5.4.1.3). Im Unterschied zu der vom Bezirksgericht ZÃ¼rich vorgenommenen InteressenabwÃ¤gung ist in migrationsrechtlicher Hinsicht auch zu berÃ¼cksichtigen, dass neben dem erheblichen Ã¶ffentlichen Interesse aufgrund der StraffÃ¤lligkeit noch ein grosses wirtschaftliches Interesse an der Fernhaltung des BeschwerdefÃ¼hrers besteht. Seit der durch das Bezirksgericht ZÃ¼rich vorgenommenen VerhÃ¤ltnismÃ¤ssigkeitsprÃ¼fung hat sich der Sachverhalt zudem verÃ¤ndert. Der Gesundheitszustand des BeschwerdefÃ¼hrers hat sich mittlerweile gebessert. Gesundheitliche EinschrÃ¤nkungen stehen nur dann einer RÃ¼ckkehr ins Heimatland entgegen, wenn <span>dort mit einer raschen und lebensgefÃ¤hrdenden BeeintrÃ¤chtigung des Gesundheitszustands zu rechnen ist (vgl. BGr, 27. MÃ¤rz 2015, 2C_396/2014, E. 4.5; BGr, 15. Mai 2008, 2C_187/2008, E. 2.3). Von dem ist vorliegend, insbesondere nachdem sich der Gesundheitszustand verbessert hat, nicht auszugehen und solches wird vom BeschwerdefÃ¼hrer auch nicht geltend gemacht. Es ist der Vorinstanz nach dem Gesagten zuzustimmen, dass in WÃ¼rdigung der gesamten UmstÃ¤nde die Ã¶ffentlichen Interessen (wirtschaftliches Wohl des Landes; Ã¶ffentliche Sicherheit und Ordnung) an der Fernhaltung des BeschwerdefÃ¼hrers die privaten Interessen an dessen Verbleib in der Schweiz Ã¼berwiegen. Ein Eingriff in das Recht des BeschwerdefÃ¼hrers gemÃ¤ss Art. 8 Abs. 2 EMRK erweist sich daher als gerechtfertigt. </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Damit ist die Beschwerde abzuweisen. </span></p> <p class="Erwgung1"><b>7. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>7.1 </b>AusgangsgemÃ¤ss sind die Gerichtskosten dem BeschwerdefÃ¼hrer aufzuerlegen; eine ParteientschÃ¤digung steht ihm nicht zu (§ 13 Abs. 2 in Verbindung mit § 65a Abs. 2 sowie § 17 Abs. 2 VRG). </p> <p class="Erwgung2"><b>7.2 </b>Der BeschwerdefÃ¼hrer beantragt die GewÃ¤hrung der unentgeltlichen ProzessfÃ¼hrung und des unentgeltlichen Rechtsbeistands. Nach § 16 Abs. 1 VRG ist Privaten, welchen die nÃ¶tigen Mittel fehlen und deren Begehren nicht offensichtlich aussichtslos erscheint, auf entsprechendes Ersuchen die Bezahlung von Verfahrenskosten und KostenvorschÃ¼ssen zu erlassen. Sie haben nach Abs. 2 derselben Bestimmung Anspruch auf die Bestellung eines unentgeltlichen Rechtsbeistands, wenn sie nicht in der Lage sind, ihre Rechte im Verfahren selbst zu wahren. Offensichtlich aussichtslos sind Begehren, bei denen die Aussichten zu obsiegen wesentlich geringer sind als die Aussichten zu unterliegen, und die deshalb kaum als ernsthaft bezeichnet werden kÃ¶nnen (statt vieler VGr, 18. August 2016, VB.2016.0019, E. 5.). </p> <p class="Erwgung2"><b>7.3 </b>Der BeschwerdefÃ¼hrer befand sich bis vor Kurzem im offenen Strafvollzug. Er wird von der Sozialhilfe unterstÃ¼tzt. Es ist deshalb von seiner Mittellosigkeit auszugehen. Die vorliegende Beschwerde erweist sich aufgrund der dargelegten UmstÃ¤nde nicht als offensichtlich aussichtslos und der BeschwerdefÃ¼hrer ist offensichtlich nicht in der Lage, seine Rechte im Verfahren selbst zu wahren, weshalb dem Gesuch um unentgeltliche ProzessfÃ¼hrung und dem Gesuch um unentgeltliche RechtsverbeistÃ¤ndung zu entsprechen ist. Dem BeschwerdefÃ¼hrer ist damit RA B als unentgeltlicher Rechtsbeistand zu bestellen. Der BeschwerdefÃ¼hrer wird darauf aufmerksam gemacht, dass er zur Nachzahlung verpflichtet ist, sobald er dazu in der Lage ist (§ 16 Abs. 4 VRG). </p> <p class="Erwgung2"><b>7.4 </b>Rechtsvertreter RA B weist in seiner Kostennote einen zeitlichen Aufwand von 9,75 Stunden aus. Dieser Zeitaufwand wÃ¤re wohl auch fÃ¼r eine in der Schweiz anwaltlich tÃ¤tige Person objektiv erforderlich gewesen, um die effektiv erbrachten Dienstleistungen in der gleichen QualitÃ¤t zu erbringen, weshalb der fÃ¼r RechtsanwÃ¤lte vorgesehene Stundenansatz von Fr. 220.- (§ 9 Abs. 1 GebÃ¼hrenverordnung des Verwaltungsgerichts vom 23. August 2010 [GebV VGr] i.<span> </span>V.<span> </span>m. § 3 Verordnung Ã¼ber die AnwaltsgebÃ¼hren vom 8. September 2010 [AnwGebV]) auch fÃ¼r den Rechtsvertreter, der nicht Ã¼ber das Rechtsanwaltspatent verfÃ¼gt, angemessen erscheint (zum Ganzen siehe VGr, 16. Mai 2018, VB.2017.00799, E. 2.4). Dies fÃ¼hrt unter Einberechnung der Auslagen von Fr. 7.30.-<span> </span>zu einer EntschÃ¤digung von Fr. 2'137.30.</p> <p class="Einzug1"><span>DemgemÃ¤ss erkennt <span>die Kammer</span>:</span></p> <p class="Einzug2"><span>1. Dem BeschwerdefÃ¼hrer wird die unentgeltliche ProzessfÃ¼hrung fÃ¼r das Beschwerdeverfahren gewÃ¤hrt und in der Person von RA B ein unentgeltlicher Rechtsbeistand fÃ¼r das Beschwerdeverfahren bestellt. </span></p> <p class="Einzug2"><span>2. Die Beschwerde wird abgewiesen. </span></p> <p class="Einzug2"><span>3. Die GerichtsgebÃ¼hr wird festgesetzt auf <br/> Fr. 2'000.-; die Ã¼brigen Kosten betragen:<br/> <u>Fr. 70.-</u> Zustellkosten,<br/> <u>Fr. 2'070.-</u> Total der Kosten.</span></p> <p class="Einzug2"><span>4. Die Gerichtskosten werden dem BeschwerdefÃ¼hrer auferlegt<span>, jedoch einstweilen zufolge GewÃ¤hrung der unentgeltlichen ProzessfÃ¼hrung auf die Gerichtskasse genommen. Die Nachzahlungspflicht des BeschwerdefÃ¼hrers nach § 16 Abs. 4 VRG bleibt vorbehalten. </span></span></p> <p class="Einzug2"><span>5. <span>Rechtsvertreter RA B wird fÃ¼r das verwaltungsgerichtliche Verfahren mit </span>Fr. 2'137.30<span> (Mehrwertsteuer inklusive) aus der Gerichtskasse entschÃ¤digt. Die Nachzahlungspflicht des BeschwerdefÃ¼hrers nach § 16 Abs. 4 VRG bleibt vorbehalten.</span></span></p> <p class="Einzug2"><span>6. </span><span>Eine ParteientschÃ¤digung wird nicht zugesprochen. </span></p> <p class="Einzug2"><span>7. Gegen dieses Urteil kann Beschwerde in Ã¶ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten nach Art. 82 ff. des Bundesgerichtsgesetzes erhoben werden. Die Beschwerde ist innert 30 Tagen, von der Zustellung an gerechnet, beim Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, einzureichen.</span></p> <p class="Einzug2"><span>8. Mitteilung an: â¦</span></p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>