<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="content"> <div class="para"> </div> <div class="para">Bundesgericht </div> <div class="para">Tribunal fédéral </div> <div class="para">Tribunale federale </div> <div class="para">Tribunal federal </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <img height="74" src="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/clir/http/displayimage.php?id=2023-03-16-5A_206-2023.1&amp;type=gif" width="95"/> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>5A_206/2023</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>Urteil vom 16. März 2023</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>II. zivilrechtliche Abteilung</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Besetzung </div> <div class="para">Bundesrichter Herrmann, Präsident, </div> <div class="para">Gerichtsschreiber Möckli. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Verfahrensbeteiligte </div> <div class="para">A.________, </div> <div class="para">Beschwerdeführerin, </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <i>gegen</i> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">B.________, </div> <div class="para">vertreten durch Rechtsanwalt Stefan Kuhn, </div> <div class="para">Beschwerdegegner. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Gegenstand </div> <div class="para">Abänderung des Scheidungsurteils, </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Beschwerde gegen das Urteil des Obergerichts des Kantons Zug, I. Zivilabteilung, vom 23. Februar 2023 </div> <div class="para">(Z1 2023 2). </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>Sachverhalt:</b> </div> <div class="para">Mit Klage vom 23. November 2022 beantragte die Beschwerdeführerin die Verurteilung ihres früheren Ehemannes zur Zahlung von Fr. 7'950.-- sowie die alleinige Sorge über die Kinder, dies in Abänderung des Scheidungsurteils vom 14. August 2018. Nachdem sie auch die Nachfrist zur Leistung des Kostenvorschusses unbenutzt hatte verstreichen lassen, trat das Kantonsgericht Zug mit Entscheid vom 19. Januar 2023 auf die Klage nicht ein. </div> <div class="para">Die hiergegen erhobene Beschwerde wies das Obergericht des Kantons Zug mit Urteil vom 23. Februar 2023 ab, soweit es darauf eintrat. </div> <div class="para">Mit Eingabe vom 6. März 2023 wendet sich die Beschwerdeführerin an das Bundesgericht. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>Erwägungen:</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>1.</b> </div> <div class="para">Während des Berufungsverfahrens korrespondierte das Obergericht mehrmals mit der Beschwerdeführerin und wies sie darauf hin, dass nur die Frage des Nichteintretens zum Berufungsgegenstand gemacht werden könne und dass sie erstinstanzlich trotz entsprechenden Hinweisen kein Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege gestellt habe. Die Beschwerdeführerin machte darauf geltend, von ihrem Anwalt falsch beraten worden zu sein und keinen Vorschuss bezahlt zu haben, weil sie immer am Scheidungsurteil festgehalten habe und deshalb ihr früherer Ehemann die Kosten des Abänderungsverfahrens übernehmen müsse. </div> <div class="para">Im angefochtenen Urteil hielt das Obergericht fest, die Beschwerdeführerin habe es versäumt, die Behauptung der falschen Beratung zu belegen, und auch nicht aufgezeigt, weshalb sie dieses unechte Novum nicht bereits vor erster Instanz habe vorbringen können. Im Übrigen sei nach <span class="artref">Art. 98 ZPO</span> sie als Klägerin und nicht ihr früherer Ehemann kostenvorschusspflichtig gewesen. Sodann seien ihr die Folgen bei Nichtleistung des Kostenvorschusses angedroht worden und in diesem Zusammenhang könne von Nötigung keine Rede sein. Ferner auferlegte das Obergericht der Beschwerdeführerin die Gerichtskosten des Berufungsverfahrens, da sie ausdrücklich auf unentgeltliche Rechtspflege verzichtet habe. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>2.</b> </div> <div class="para">Die Beschwerde hat eine Begründung zu enthalten, in welcher in gedrängter Form dargelegt wird, inwiefern der angefochtene Entscheid Recht verletzt (<span class="artref">Art. 42 Abs. 2 BGG</span>), was eine sachbezogene Auseinandersetzung mit dessen Erwägungen erfordert (<a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=10&amp;from_date=02.03.2023&amp;to_date=21.03.2023&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F140-III-115%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page115">BGE 140 III 115</a> E. 2; <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=10&amp;from_date=02.03.2023&amp;to_date=21.03.2023&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F142-III-364%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page364">142 III 364</a> E. 2.4). Neue Tatsachenbehauptungen und Beweismittel können vor Bundesgericht grundsätzlich nicht mehr vorgebracht werden (<span class="artref">Art. 99 Abs. 1 BGG</span>). </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>3.</b> </div> <div class="para">Eine sachgerichtete Auseinandersetzung mit den obergerichtlichen Erwägungen erfolgt nicht. Die Ausführungen in der Beschwerde bestehen teils in Polemik; darauf ist nicht einzutreten. Ebenso wenig kann auf die Behauptung der Beschwerdeführerin eingetreten werden, sie könne alle Beweise bezüglich der Falschberatung nachliefern; diese Aussage bleibt unsubstanziiert und im Übrigen wären diesbezügliche Unterlagen gemäss <span class="artref">Art. 99 Abs. 1 BGG</span> auch verspätet. Am Anfechtungsgegenstand (Nichteintreten auf die Klage zufolge Nichtleistens des Kostenvorschusses) vorbei gehen sodann die Ausführungen der Beschwerdeführerin, sie wolle eine Abänderung bezüglich der elterlichen Sorge, weil sie monatelang auf die Unterschrift ihres früheren Ehemannes für neue Pässe der Kinder warten müsse und weil dieser psychisch nicht stabil sei, wie eine Foto zeige. Keine Rechtsverletzung ist schliesslich darzutun mit der allgemeinen Aussage, es fehle an Logik, für einen Nichteintretensentscheid und damit für ein Nichtstun Geld zu verlangen. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>4.</b> </div> <div class="para">Nach dem Gesagten erweist sich die Beschwerde als offensichtlich nicht hinreichend begründet, weshalb auf sie nicht eingetreten werden kann und der Präsident im vereinfachten Verfahren entscheidet (<span class="artref">Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG</span>). </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>5.</b> </div> <div class="para">Die Gerichtskosten sind der Beschwerdeführerin aufzuerlegen (<span class="artref">Art. 66 Abs. 1 BGG</span>). </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b> Demnach erkennt der Präsident:</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>1.</b> </div> <div class="para">Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>2.</b> </div> <div class="para">Die Gerichtskosten von Fr. 1'000.-- werden der Beschwerdeführerin auferlegt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>3.</b> </div> <div class="para">Dieses Urteil wird den Parteien und dem Obergericht des Kantons Zug, I. Zivilabteilung, schriftlich mitgeteilt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Lausanne, 16. März 2023 </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Im Namen der II. zivilrechtlichen Abteilung </div> <div class="para">des Schweizerischen Bundesgerichts </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Der Präsident: Herrmann </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Der Gerichtsschreiber: Möckli </div> </div></body></html>