<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2003.00392</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="https://vgrzh.djiktzh.ch/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=https://vgrzh.djiktzh.ch&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=203901&amp;W10_KEY=4467142&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2003.00392</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 07.01.2004</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">4. Abteilung/4. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Das Bundesgericht hat eine Verwaltungsgerichtsbeschwerde gegen diesen Entscheid am 16.03.2004 abgewiesen.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">AuslÃ¤nderrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Niederlassungsbewilligung</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Der Widerruf der Niederlassungsbewilligung für eine gut 18-jährige Ausländerin, die im Alter von 14 1/2 Jahren als angebliche Tochter einer eingebürgerten Schweizerin in die Schweiz nachgezogen wurde, ist rechtmässig. Die Erschleichung der Niederlassungsbewilligung durch falsche Personenangaben, womit die Nichte der Schweizerin als deren Tochter ausgewiesen wurde, muss sie sich auch entgegenhalten lassen, wenn sie nur mittelbar an der Täuschung beteiligt war.<br/><br/>Zur Eintretensfrage (E. 2). Zumindest eventualvorsätzliche Täuschung als Voraussetzung des Widerrufs, der zudem verhältnismässig sein muss (E. 3.1).Tatbestand des Erschleichens einer Bewilligung hier erfüllt (E. 3.2). Die Beschwerdeführerin hat von der Täuschung der Bewilligungsbehörde durch ihre Tante gewusst oder zumindest wissen müssen; daran ändert nichts, dass die Untersuchung wegen ANAG-Widerhandlung der Beschwerdeführerin eingestellt worden ist (E. 3.3).</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ERSCHLEICHUNG">ERSCHLEICHUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: FÃLSCHUNG">FÃLSCHUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: AuslÃ¤nderrecht ST: NIEDERLASSUNGSBEWILLIGUNG">NIEDERLASSUNGSBEWILLIGUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: TÃUSCHUNG">TÃUSCHUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: VERHÃLTNISMÃSSIGKEIT">VERHÃLTNISMÃSSIGKEIT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: WIDERRUF">WIDERRUF</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade">Art. 9 Abs. 4 lit. a ANAG</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="gerade">RB 2004 Nr. 28 S. 79</span><br/> </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 3 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Sachverhalt1"><b>I. </b> </p> <p class="Sachverhalt2"><b><span>A. </span></b><span>A kam 1965 in Afrika zur Welt. 1987 heiratete sie in X in Afrika den Schweizer B; sie erwarb dadurch dessen BÃ¼rgerrecht; 1991 schied das Bezirksgericht Y die Ehe. A hatte noch als Ledige 1986 in der alten Heimat C geboren; diese stammt von einem Dritten; 1994 wurde das Kind hierher nachgezogen. D sodann entsprang 2000 einer Verbindung A's mit einem hiesigen Freund. Beide TÃ¶chter sind verbeistÃ¤ndet. Ihre Mutter lebt von der Ã¶ffentlichen FÃ¼rsorge.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>E wurde am 24. Dezember 1984 in Afrika geboren. Ihre Eltern heissen F und G; Letzterer ist A's Bruder. E wuchs bei der Grossmutter vÃ¤terlicherseits auf; in der Heimat genoss sie wÃ¤hrend sieben Jahren Primarunterricht. Sie reiste gegen Ende August 1999 als H in die Schweiz ein. A hatte einen falschen Geburtsschein beschafft; dieser wies sie als Mutter aus. Darauf erhielt H vom Kanton ZÃ¼rich die Niederlassungsbewilligung zum "Verbleib bei der Mutter". Sie besuchte hier fÃ¼r zwei Jahre eine Sonderklasse E sowie fÃ¼r eines die Oberschule; im August 2002 begann sie eine ein- bis zweijÃ¤hrige Ausbildung zur Haus­wirtschafterin. Seit Herbst 2001 wohnt sie nicht mehr bei ihrer Tante; sie beansprucht gleichfalls UnterstÃ¼tzung durch das Gemeinwesen.</span></p> <p class="Sachverhalt2"><span>A geriet am 11. September 2002 in Untersuchungshaft. Dort verriet sie die wahre IdentitÃ¤t der angeblichen Tochter H. Sie bejahte zudem folgende Frage: "War H einverstanden, dass sie als Ihre Tochter hierhin gekommen war und nur hier weilt".</span></p> <p class="Sachverhalt2"><b><span>B. </span></b><span>Mit VerfÃ¼gung vom 24. Februar 2003 widerrief die Direktion fÃ¼r Soziales und Sicher­heit H's Niederlassungsbewilligung; denn diese sei im Sinn von Art. 9 Abs. 4 lit. a des Bundesgesetzes vom 26. MÃ¤rz 1931 Ã¼ber Aufenthalt und Niederlassung der AuslÃ¤nder (ANAG, SR 142.20) durch falsche Angaben bzw. wissentliches Verschweigen wesent­licher Tatsachen erschlichen worden. Zugleich setzte die Direktion zum Verlassen des zÃ¼rcherischen Kantonsgebiets Frist bis 21. Mai 2003. Die Adressatin dieser Anordnung empfing dieselbe am 27. Februar 2003.</span></p> <p class="Sachverhalt2"><b><span>II.</span></b></p> <p class="Urteilstext"><span>H rekurrierte hiergegen am 20. MÃ¤rz 2003. Mit Eingabe vom 27. jenes Monats ergÃ¤nzte sie das Rechtsmittel.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Eine Untersuchung gegen sie betreffend ANAG-Widerhandlung war am 10./21. MÃ¤rz 2003 eingestellt worden.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Mit kostenfÃ¤lligem Beschluss vom 3. September 2003 wies der Regierungsrat den Rekurs ohne EntschÃ¤digungsfolge ab (Dispositiv-Ziffern I, III, V); er beauftragte in Dispositiv-Ziffer II die Direktion fÃ¼r Soziales und Sicherheit, "der Rekurrentin eine neue Frist zum Verlassen des Kantons ZÃ¼rich anzusetzen". Am 26. nÃ¤mlichen Monats wurde der Ent­scheid H zugestellt.</span></p> <p class="Sachverhalt1"><b><span>III.</span></b></p> <p class="Urteilstext"><span>H erhob gegen den regierungsrÃ¤tlichen Beschluss am 21. Oktober 2003 Beschwerde beim Verwaltungsgericht mit dem Antrag:</span></p> <p class="EinzugZitat">"1. Es sei der angefochtene Entscheid aufzuheben und der Weiterbe­stand der Niederlassungsbewilligung ... zu bestÃ¤tigen.</p> <p class="EinzugZitat">2.<span> </span>unter â¦ EntschÃ¤digungsfolge zu Lasten der Beschwerdegegnerin [Direktion fÃ¼r Soziales und Sicherheit]."</p> <p class="EinzugZitat"> </p> <p class="Urteilstext"><span>Im Auftrag des Regierungsrats liess sich die Staatskanzlei am 18./19. November 2003 mit dem Schluss vernehmen, "die Beschwerde sei abzuweisen, soweit darauf einzutreten ist". Die Direktion fÃ¼r So­ziales und Sicherheit verzichtete stillschweigend auf Beschwerde­antwort.</span></p> <p class="Urteilstext"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die 4. Kammer</span> zieht in ErwÃ¤gung:</p> <p class="Erwgung1"><b>1. </b> </p> <p class="Urteilstext"><span>Der Regierungsrat hat als Vorinstanz gewaltet (vgl. oben II Abs. 3). Schon deshalb gilt es die Beschwerde in Dreierbesetzung zu erledigen (§ 38 des Verwaltungsrechts­pflege­gesetzes vom 24. Mai 1959 [VRG, LS 175.2]).</span></p> <p class="Erwgung1"><b>2. </b> </p> <p class="Urteilstext"><span>§ 43 Abs. 1 lit. h VRG verbietet auf dem Gebiet der Fremdenpolizei die Beschwerde prinzipiell. Eine solche gestattet indes Abs. 2 derselben Bestimmung, "[s]oweit die Ver­waltungsgerichtsbeschwerde an das Bundesgericht offensteht". Das trifft zu fÃ¼r den Wider­ruf einer Bewilligung (Art. 100 Abs. 1 lit. b Ziff. 3 in Verbindung mit Art. 101 lit. d des Bundesrechtspflegegesetzes vom 16. Dezember 1943 [OG, SR 173.110]). DiesbezÃ¼glich lÃ¤sst sich das Rechtsmittel mithin an die Hand nehmen; auch die Ã¼brigen Eintretens­voraus­setzungen erscheinen nÃ¤mlich insofern ohne weiteres als erfÃ¼llt.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Beschwerdeantrag 1 beschlÃ¤gt auch Dispositiv-Ziffer II des vorinstanzlichen Entscheids betreffend Wegweisung. Insoweit gibt es jedoch kein Rechtsmittel beim Verwaltungs­gericht (VGr, 30. April 2003, VB.2003.00124, E. 2 Ingress, www.vgrzh.ch).</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Die Beschwerde beruft sich unter anderem auf Art. 13 lit. f der Verordnung vom 6. Okto­ber 1986 Ã¼ber die Begrenzung der Zahl der AuslÃ¤nder (BVO, SR 823.21), Art. 44 Abs. 2 und 4 f. des Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 (SR 142.31) sowie Art. 25 (Abs. 1 lit. g) ANAG. FÃ¼r die damit angesprochenen BVO-HÃ¤rtefÃ¤lle, VerfÃ¼gungen Ã¼ber GewÃ¤hren oder Verweigern des Asyls bzw. Ã¼ber vorlÃ¤ufige Aufnahme von AuslÃ¤ndern und fÃ¼r Erteilen resp. Versagen von Bewilligungen, auf die kein Anspruch besteht, gebricht es dem Ver­waltungsgericht aber ebenso an der ZustÃ¤ndigkeit (vgl. VGr, 11. Juni 2003, VB.2003.00018, E. 1e, www.vgrzh.ch; act. 6; Art. 100 Abs. 1 lit. b Ziff. 2 f. und 5 OG; oben Abs. 1).</span></p> <p class="Erwgung1"><b>3. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>3.1 </b>Aufenthalts- und Niederlassungsbewilligung lassen sich kraft Art. 9 Abs. 2 bzw. 4 je lit. a ANAG widerrufen, "wenn der AuslÃ¤nder sie durch falsche Angaben oder wissentli­ches Verschweigen wesentlicher Tatsachen erschlichen hat" (RB 1999 Nr. 41 E. 1; Marc Spescha/Peter StrÃ¤uli, AuslÃ¤nderrecht, ZÃ¼rich 2001, S. 42; Andreas ZÃ¼nd, Beendigung der Anwesenheit, Entfernung und Fernhaltung, in: Peter Uebersax et al. [Hrsg.], AuslÃ¤n­der­recht, Basel etc. 2002, S. 207 ff., Rz. 6.16 f., â alles mit Hinweisen, auch zu den folgenden beiden Abs.).</p> <p class="Erwgung2">Das TÃ¤uschen der BewilligungsbehÃ¶rde hat absichtlich erfolgt zu sein; Eventualvorsatz genÃ¼gt (richtig act. 4 E. 2b+c, ebenso zum Weiteren). Nicht zwingende Voraussetzung bildet, dass bei richtigen Angaben eine Bewilligung verweigert worden wÃ¤re; immerhin muss es sich um wesentliche Tatsachen handeln, das heisst solche, die den behÃ¶rdlichen Entscheid Ã¼berhaupt zu beeinflussen vermochten (vgl. auch BGr, 20. Juni 2002, 2A.57/2002, E. 2.2, und 21. November 2003, 2A.551/2003, E. 2.1, mit Hinweis â beides unter www.bger.ch). Den Rechtsinhaberinnen oder Rechtsinhabern lÃ¤sst sich dabei das Verhalten zumindest jener Personen anrechnen, zu denen sie in einer fÃ¼r das Erteilen der Bewilligung erheblichen Beziehung standen (siehe ferner BGr, 22. Mai 2002, 2A.34/2002, www.bger.ch).</p> <p class="Erwgung2">Der Widerruf muss verhÃ¤ltnismÃ¤ssig sein; den Verwaltungsinstanzen kommt bei diesem Punkt ein gewisses Ermessen zu (BGr, 11. September 2003, 2A.399/2003, E. 2.2.3, mit Hinweis, www.bger.ch; richtig act. 2 Blatt 1, 4 E. 4a â beides ebenso zum Folgenden). Dessen AusÃ¼bung Ã¼berprÃ¼ft das Verwaltungsgericht laut § 50 VRG in Verbindung mit Art. 98a sowie 104 OG nur auf Ãberschreiten oder Missbrauch hin. Beim Ermessensent­scheid analog Art. 11 Abs. 3 ANAG gilt es sinngemÃ¤ss auch Art. 16 Abs. 3 der Voll­ziehungsverordnung vom 1. MÃ¤rz 1949 zum Bundesgesetz Ã¼ber Aufenthalt und Nieder­lassung der AuslÃ¤nder (SR 142.201) anzuwenden. Danach erscheinen namentlich als wichtig: "die Schwere des Verschuldens des AuslÃ¤nders; die Dauer seiner Anwesenheit in der Schweiz; die ihm und seiner Familie drohenden Nachteile" (Satz 1); allenfalls genÃ¼gt eine Verwarnung (Satz 2).</p> <p class="Erwgung2"><b>3.2 </b>Die Beschwerdegegnerin sah hier den gesetzlichen Tatbestand des Erschleichens einer Bewilligung als erfÃ¼llt an (vgl. oben I.B). Zu Recht hat das die Vorinstanz bestÃ¤­tigt; auf deren BegrÃ¼ndung lÃ¤sst sich nach § 70 in Verbindung mit § 28 Abs. 1 Satz 2 VRG zustimmend verweisen.</p> <p class="Urteilstext"><span>Insbesondere hat ja die Tante der BeschwerdefÃ¼hrerin einschlÃ¤gige TÃ¤uschungshandlungen eingestanden. Und solche allein schufen zwischen den beiden â zwar immerhin, aber â bloss im zweiten Grad Verwandten vermeintlich einen landesrechtlichen Nachzugs­anspruch. Dieser verwirklichte sich alsdann auch (zum Ganzen sowie nÃ¤chsten Abs. vorn 3.1 Abs. 2).</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Freilich scheint sich die BeschwerdefÃ¼hrerin vor Verwaltungsgericht das Verhalten ihrer Tante nicht anrechnen lassen zu wollen. Damit verkennt sie indes die aufgezeigte Rechtslage. Das Argument eigenen guten Glaubens spielt hierbei noch keine Rolle.</span></p> <p class="Erwgung2"><b>3.3 </b>Der angefochtene Entscheid bejaht auch die VerhÃ¤ltnismÃ¤ssigkeit des Bewilligungs­widerrufs durch die Beschwerdegegnerin. Vorab lÃ¤sst sich darauf wiede­rum beipflichtend verweisen.</p> <p class="Erwgung2">FÃ¼r den Widerruf einer Bewilligung kommt es innerhalb der bereits dargelegten Krite­rien stark auf den guten oder bÃ¶sen Glauben der berechtigten Person an (vgl. zum einen BGE 112 Ib 473 E. 5b ff.; zum andern Alain Wurzburger, La jurisprudence rÃ©cente du Tribunal fÃ©dÃ©ral en matiÃ¨re de police des Ã©trangers, Bern 1997, S. 60 f.; ferner BGr, 16. MÃ¤rz 2000, 2A.366/1999, E. 3c, www.bger.ch; oben 3.1 Abs. 3).</p> <p class="Erwgung2"><span>Daneben gibt es noch weitere Gesichtspunkte (vgl. Peter Kottusch, Das Ermessen der kantonalen Fremdenpolizei und seine Schranken, ZBl 91/1990, S. 145 ff., 172).</span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>3.3.1</span></b><span> Vor den VerwaltungsbehÃ¶rden betonte die BeschwerdefÃ¼hrerin: "Ich war immer im guten Glauben, dass A meine leibliche Mutter ist". Die Vorinstanz hat das gestÃ¼tzt auf die eigenen Depositionen der Be­schwerdefÃ¼hrerin vom 1. Oktober 2002 in der Strafuntersuchung gegen die Tante zutreffend als Schutzbehauptung verworfen. Etwa schon auf den dortigen einleitenden Vorhalt : "Wie Sie wissen, ist Ihre angebliche Mutterâ¦ im GefÃ¤ngnis. Es liegen Aussagen vor, wonach sie gar nicht ihre Mutter ist. Was sagen Sie dazu?" hatte die BeschwerdefÃ¼hrerin geantwortet: "Ich sage nichts. Sie mÃ¼ssen meine Mutter fragen". Guten Glauben der BeschwerdefÃ¼hrerin widerlegen ebenso die damaligen Aus­kÃ¼nfte der Tante und von deren Ex-Freund. Die Be­schwerde macht solch guten Glauben denn auch fÃ¼glich nicht lÃ¤nger geltend.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Freilich bringt die BeschwerdefÃ¼hrerin nun vor: "â¦ ich â¦ hatte keinerlei Ahnung, wie die Gesetzgebung in der Schweiz ist"; bereits frÃ¼her hat sie mit ihren falschen Ausweis­dokumenten eigentlich nichts zu tun gehabt haben wollen. Das stimmt vielleicht. Trotzdem kann sie sich zumindest nicht auf guten Glauben berufen (siehe Art. 3 Abs. 2 des Zivil­gesetzbuchs [SR 210]; Hans Michael Riemer, Die Einleitungsartikel des Schweizerischen Zi­vilgesetzbuches, 2. A., Bern und ZÃ¼rich 2003, S. 35, 132 ff.). Ihr wurden vor Einreise in die Schweiz Nachname und Mutter ausgewechselt. Dies geschah denn auch genau zum Zweck der Ãbersiedlung; das wiederum musste der BeschwerdefÃ¼hrerin klar sein.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Daran Ã¤ndert die Einstellung der Untersuchung wegen ANAG-Widerhandlung der Be­schwerdefÃ¼hrerin nichts. Das hat schon die Vorins­tanz richtig gesehen. Denn diesbe­zÃ¼gliche VerfÃ¼gungen von Strafverfolgungsorganen binden die VerwaltungsbehÃ¶rden nicht (siehe Andreas Donatsch/Nik­laus Schmid, Kommentar zur Strafprozessordnung des Kantons ZÃ¼rich, ZÃ¼­rich 1999, § 45 N. 1 ff.). Umgekehrt kÃ¶nnte es sich hÃ¶chstens nach einem â hier fehlenden â kriminalgerichtlichen Entscheid in der Sache verhalten (zum Ganzen RenÃ© Rhinow/Beat KrÃ¤henmann, Schweizerische Verwaltungsrechtsprechung, ErgÃ¤nzungsband, Basel und Frankfurt am Main 1990, Nr. 49 B VIIIc; Alfred KÃ¶lz/JÃ¼rg Bosshart/Martin RÃ¶hl, Kom­mentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons ZÃ¼rich, 2. A., ZÃ¼rich 1999, § 1 N. 30 f.; Pierre Tschannen/Ulrich Zimmerli/Regina Kiener, Allgemeines Verwaltungsrecht, Bern 2000, S. 83 ff.).</span></p> <p class="Urteilstext"><b>3.3.2</b> <span>Die BeschwerdefÃ¼hrerin reiste erst vier Monate vor dem 15. Geburtstag hier ein. Sie zÃ¤hlte damals also nicht "gerade mal vierzehn Jahre". Schon rund drei Jahre nach Erteilen der Niederlassungsbewilligung trat deren Erschleichen zu Tage und erfolgte der Widerruf (zum Vor- sowie Nachstehenden oben I.A+B). Diese unangefochten-gestattet im Land verbrachte Zeit erscheint â verglichen insbesondere mit jener in der Heimat â als relativ kurz. Bei der angeb­lichen Mutter als "nach wie vor sehr wichtige Bezugsperson" wohnte die BeschwerdefÃ¼hrerin nur etwas Ã¼ber zwei Jahre; in der Schweiz leben an Verwandten bloss die Tante mit ihren zwei TÃ¶chtern, in Afrika jedoch alle weiteren AngehÃ¶rigen. Dort verbrachte die BeschwerdefÃ¼hrerin zudem im Jahr 2000 Ferien. Sie kann demnach nicht als ihrer Herkunft schon entfremdet gelten.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Die BeschwerdefÃ¼hrerin kam durchaus mit ihrem EinverstÃ¤ndnis hierher; es ging um Armut und schlechte Aussichten in der Heimat sowie um â mittlerweile auch genossene bzw. noch stattfindende â Ausbildung und ArbeitsmÃ¶glichkeiten in der Schweiz. Diese indirekt ebenfalls erschli­chene Ausbildung erfolgt auf Kosten der Ã¶ffentlichen Hand (vgl. oben I.A Abs. 1 f.). Im Ãbrigen lÃ¤sst sich der BeschwerdefÃ¼hrerin eine gewisse Integrationsleistung und ein â soweit erkennbar â unbescholtener Ruf bescheinigen.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Vor diesem Hintergrund lÃ¤sst sich der heute mÃ¼ndigen BeschwerdefÃ¼hrerin eine RÃ¼ckkehr in die Heimat zumuten. Das gilt selbst in Anbetracht der laufenden Ausbildung. Eine blosse Verwarnung ergÃ¤be hier keinen Sinn. Der vorinstanzlich bestÃ¤­tigte Widerruf der Niederlassungsbewilligung erscheint mithin als verhÃ¤ltnismÃ¤ssig (vgl. etwa auch BGr, 16. MÃ¤rz 2000, 2A.366/1999, E. 4; 22. Mai 2002, 2A.34/2002, E. 3.4; 11. September 2003, 2A.399/2003, E. 2.2.3; 21. November 2003, 2A.551/2003, E. 2.2 â alles unter www.bger.ch). Die VerwaltungsbehÃ¶rden haben sich innerhalb ihres verwaltungs­gerichtlich unÃ¼berprÃ¼fbaren Ermessensbereichs bewegt (siehe oben 3.1 Abs. 3).</span></p> <p class="Urteilstext"><b><span>3.3.3</span></b><span> Nach alledem ist das Rechtsmittel im Ãbrigen abzuweisen.</span></p> <p class="Urteilstext"><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><b><span>4.</span></b></p> <p class="Urteilstext"><span>Als Unterliegende wird die BeschwerdefÃ¼hrerin laut § 70 in Verbindung mit § 13 Abs. 2 Satz 1 VRG kostenpflichtig. Und ohne Obsiegen kann sie gemÃ¤ss § 17 Abs. 2 VRG von vornherein keine ParteientschÃ¤digung erhalten.</span></p> <p class="Urteilstext"><span> </span></p> <p class="Einzug1">DemgemÃ¤ss <a id="Text25"></a>entscheidet <span>die 4. Kammer</span>:</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug2">1. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird.</p> <p class="Einzug2"> </p> <p class="Einzug2">2. Die GerichtsgebÃ¼hr wird festgesetzt auf <br/> Fr. 2'000.--; die Ã¼brigen Kosten betragen:<br/> Fr. 60.-- Zustellungskosten,<br/> Fr. 2'060.-- Total der Kosten.</p> <p class="Einzug2"> </p> <p class="Einzug2">3. Die Gerichtskosten werden der BeschwerdefÃ¼hrerin auferlegt.</p> <p class="Einzug2"> </p> <p class="Einzug2">4. Eine ParteientschÃ¤digung wird nicht zugesprochen.</p> <p class="Einzug2"> </p> <p class="Einzug2">5. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen, von der Zustellung an gerechnet, Verwaltungsgerichtsbeschwerde beim Bundesgericht erhoben werden.</p> <p class="Einzug2"> </p> <p class="Urteilstext">6. â¦</p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>