A bteilung III C -335/2006 {T 0/2} U rteil vom 15. Juni 2007 M itw irkung: R ichterin Beutler (Vorsitz); R ichter Vaudan; R ichter Trom m er; G erichtsschreiberin H aake. 1. X._______, 2. Y._______, 3. Z._______, Beschw erdeführer, alle vertreten durch Fürsprecher W erner Spirig gegen B undesam t für M igration (B FM ), Q uellenw eg 6, 3003 Bern, Vorinstanz betreffend Zustim m ungsverw eigerung zur Erteilung einer A ufenthaltsbew illigung für X._______ und Y._______. B u n d e s v e rw a ltu n g s g e ric h t T rib u n a l a d m in is tra tif fé d é ra l T rib u n a le a m m in is tra tiv o fe d e ra le T rib u n a l a d m in is tra tiv fe d e ra l2 Sachverhalt: A. D ie 1975 geborene X._______, Staatsangehörige von Togo, reiste am 5. D ezem ber 2000 in die Schw eiz ein und stellte beim dam aligen Bundesam t für Flüchtlinge (BFF) ein Asylgesuch. Ihre nach Abw eisung dieses G e- suchs bei der Schw eizerischen Asylrekurskom m ission (AR K) eingereichte Beschw erde w urde m it U rteil vom 5. Februar 2003 abgew iesen, w obei ihr eine Ausreisefrist bis zum 8. April 2003 gesetzt w urde. Auf ein anschliessendes R evisionsgesuch trat die AR K nicht ein. Am 21. M ai 2003 leitete X._______ ein Vorbereitungsverfahren im H inblick auf die geplante H eirat m it einem in der Schw eiz niederlassungsberechtigten Landsm ann ein; die Eheschliessung fand am 18. Juli 2003 statt. W ie im Eheschutzurteil vom 21. Januar 2004 fest- gestellt w urde, erfolgte die Trennung der Eheleute am 1. D ezem ber 2003. Am 8. M ärz 2004 führte die M igrationsbehörde des Kantons Solothurn m it X._______ ein so genanntes H eim reisegespräch. D abei w urde sie darauf hingew iesen, dass ihr Aufenthalt nach w ie vor illegal sei, zum al ihr Ehem ann auch kein Fam iliennachzugsgesuch gestellt habe. Für den Fall der nicht freiw illigen Ausreise w urde ihr die M öglichkeit der Aus- schaffungshaft angekündigt. B. Am 28. Septem ber 2004 verfügte das D epartem ent des Innern des Kan- tons Solothurn, dass X._______ der w eitere Aufenthalt in der Schw eiz verw eigert w erde und dass sie die Schw eiz bis am 31. O ktober 2004 zu verlassen habe. Ihre dagegen beim kantonalen Verw altungsgericht erhobene Beschw erde, in dem sie sich auf ihre m ittlerw eile eingetretene Schw angerschaft berief, w urde m it U rteil vom 15. N ovem ber 2004 abgew iesen. D as Verw altungsgericht begründete seinen ablehnenden Entscheid dam it, dass der ausländische Ehegatte eines Ausländers m it N iederlassungsbew illigung zw ar gem äss Art. 17 Abs. 2 des Bundes- gesetzes vom 26. M ärz 1931 über Aufenthalt und N iederlassung der Ausländer [AN AG , SR 142.20]) grundsätzlich Anspruch auf Erteilung einer Aufenthaltsbew illigung habe, solange die Ehegatten zusam m en w ohnten. Vorliegend habe das Zusam m enleben der Ehegatten höchstens fünf M onate gedauert, und es bestehe beidseits auch kein Ehew ille m ehr. D er Aufenthaltsanspruch sei dam it entfallen. Sow eit sich X._______ nunm ehr auf ihre Schw angerschaft und die neue, jedoch unklare Beziehung zum anderw eitig verheirateten Kindesvater berufe, liessen sich daraus ebenso w enig ausländerrechtliche Ansprüche ableiten. Ein auf Art. 17 Abs. 2 AN AG gestütztes Anw esenheitsrecht ergebe sich jedenfalls erst nach dem effektiven Eheschluss. D arüberhinaus lasse sich auch in Verbindung m it der Schw angerschaft nicht von einem H ärtefall sprechen. D as von X._______ beim BFF eingereichte G esuch um vorläufige Aufnahm e sei unbeachtlich, da eine solche Antragsbefugnis nur der Bundesanw altschaft und dem kantonalen Ausländeram t zustehe. Ihr sei die R ückkehr in ihr H eim atland Togo auch zuzum uten. M it dem U rteil w urde X._______ eine neue Ausreisefrist bis zum 10. 3 D ezem ber 2004 gesetzt. N achdem sie diese Frist hatte verstreichen lassen, versuchte die Vollzugsbehörde am 22. D ezem ber 2004, sie in ihre H eim at auszuschaffen. D er Versuch scheiterte jedoch an ihrer W eigerung, das Flugzeug zu besteigen. C . Am 15. Januar 2005 brachte X._______ eine Tochter, Y._______, zur W elt. D iese focht das Kindesverhältnis zum Ehem ann ihrer M utter an, w oraufhin m it U rteil vom 22. Juni 2005 festgestellt w urde, dass dieser nicht ihr Vater sei. D em gegenüber anerkannte der ebenfalls aus Togo stam m ende Z._______seine Vaterschaft, die am 30. M ärz 2006 ins Zivilstandsregister eingetragen w urde. Aufgrund der G eburt ihrer Tochter bem ühte sich X._______ im Kanton Solothurn erneut um Erteilung einer Aufenthaltsbew illigung. M it Schreiben vom 8. April 2005 m achte ihr R echtsvertreter unter Berufung auf Art. 8 der Konvention vom 4. N ovem ber 1950 zum Schutze der M enschenrechte und G rundfreiheiten (EM R K; SR 0.101) geltend, der biologische Vater ihres Kindes sei Inhaber einer N iederlassungsbew illigung und habe som it das R echt, den Kontakt m it seiner Tochter in der Schw eiz zu leben. Zw ischen den Eltern sei ein U nterhalts- und Besuchsrechtsvertrag abgeschlossen w orden, w elcher dem Kindesvater ein Besuchsrecht von zw ei W ochenenden pro M onat einräum e. D . M it Schreiben vom 17. Juni 2005 zeigte die kantonale M igrationsbehörde dem Parteivertreter die Bereitschaft an, seiner M andantin und ihrer Toch- ter gestützt auf Art. 8 EM R K eine Aufenthaltsbew illigung zu erteilen, und unterbreitete der Vorinstanz am 4. Juli 2005 die frem denpolizeilichen Akten zw ecks Zustim m ung. M it U rteil vom 25 Juli 2005 w urde die Ehe zw ischen X._______ und ihrem Ehem ann geschieden. D as U rteil erlangte am 13. Septem ber 2005 R echtskraft. In einem Schreiben vom 18. Januar 2006 inform ierte die kantonale Be- hörde die G esuchstellerin u.a. darüber, dass ihr eine auf Art. 8 EM R K gestützte Aufenthaltsbew illigung erteilt w erde, sobald die hierfür erforder- liche Vaterschaftsanerkennung beim zuständigen Zivilstandsam t einge- tragen sei. Am 3. Februar 2006 teilte das BFM der G esuchstellerin m it, aufgrund des vorliegenden Sachverhalts – w onach M utter und Kind m it dem Kindesvater nicht in einem gem einsam en H aushalt lebten – bestehe kein Anspruch auf Erteilung einer Aufenthaltsbew illigung nach Art. 8 EM R K. Als abgew iesene Asylbew erberin habe X._______ grundsätzlich das Land zu verlassen. Vor Erlass der entsprechenden Verfügung w erde ihr das rechtliche G ehör gew ährt. In diesem R ahm en berief sich ihr R echtsvertreter m it Eingabe vom 9. M ärz 2006 nochm als auf Art. 8 EM R K und den von dieser N orm um fassten Schutzbereich des Fam ilienlebens. E. D ie daraufhin am 29. M ärz 2006 erlassene Verfügung der Vorinstanz hat folgenden W ortlaut: "D ie zur Erteilung einer ordentlichen Aufenthalts- bew illigung gestützt auf Art. 8 EM R K in Anw endung von Art. 36 der Verordnung über die Begrenzung der Zahl der Ausländer vom 6. O ktober 4 1996 (BVO ) erforderliche Ausnahm e von der zahlenm ässigen Begrenzung w ird verw eigert." Zur Begründung legt das BFM dar, es sei gem äss ständiger bundesgerichtlicher R echtsprechung stets zu prüfen, ob es dem in der Schw eiz anw esenheitsberechtigten Fam ilienm itglied nicht zuzu- m uten sei, m it der gesuchstellenden Person auszureisen. D as Bundes- gericht gehe davon aus, dass einem Kleinkind – unabhängig von dessen Bürgerrecht – durchaus zugem utet w erden könne, dem sorgeberechtigten Elternteil ins Ausland nachzufolgen. D ies gelte insbesondere dann, w enn – w ie offensichtlich im vorliegenden Fall – zw ischen dem Vater und dem Kind keine persönliche Beziehung bestehe, geschw eige denn aktiv gelebt w erde. D ie zw ischen Vater und M utter vereinbarte Besuchsregelung, die ohnehin aufgrund des Alters des Kindes noch gar nicht praktiziert w erde, ändere daran nichts. D em Kindesvater könne durchaus zugem utet w erden, das Besuchsrecht in geeigneter W eise im Ausland w ahrzunehm en. F. M it Eingabe vom 1. M ai 2006 beantragen die Beschw erdeführer sinn- gem äss die Aufhebung der angefochtenen Verfügung sow ie die Erteilung einer Aufenthaltsbew illigung für die beiden Beschw erdeführerinnen. Sie m achen geltend, die Vorinstanz verkenne die Tragw eite von Art. 8 EM R K. Im vorliegenden Fall gehe es um das R echt des Beschw erdeführers, die Beziehung zu seinem Kind zu leben. D a X._______ dessen leibliche M utter sei, habe sie ebenfalls ein R echt auf Anw esenheit in der Schw eiz. Auf Art. 8 EM R K könne sich näm lich auch berufen, w er nahe Verw andte m it einem Anw esenheitsrecht in der Schw eiz habe. D ie Argum entation der Vorinstanz, zw ischen Vater und Tochter bestehe gar kein intaktes Fam ilienleben, treffe nicht zu. Insbesondere habe die Vorinstanz das Bestehen eines Fam ilienlebens im Schreiben vom 3. Februar 2006 und in der angefochtenen Verfügung unterschiedlich gew ürdigt. Es sei nicht ersichtlich, w arum die Vorinstanz die intakte Beziehung des Kindesvaters zu seiner Tochter anzw eifle. Im U nterhaltsvertrag finde sich ausserdem eine Klausel zu einem M inim albesuchsrecht, sollten sich die Eltern einm al nicht über den Verkehr verständigen können. Bei einem so kleinen Kind m üssten die Kontakte zuerst einm al eingespielt sein. G . In ihrer Vernehm lassung vom 9. Juni 2006 hält die Vorinstanz an der Be- gründung ihrer Verfügung fest und beantragt die Abw eisung der Be- schw erde. D as B undesverw altungsgericht zieht in Erw ägung: 1. 1.1 G em äss Art. 31 des Verw altungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (VG G , SR 173.32) beurteilt das Bundesverw altungsgericht unter Vorbehalt der in Art. 32 VG G genannten Ausnahm en Beschw erden gegen Verfügun- gen nach Art. 5 des Bundesgesetzes vom 20. D ezem ber 1968 über das Verw altungsverfahren (Vw VG , SR 172.021), w elche von einer in Art. 33 VG G aufgeführten Behörde erlassen w urden. D arunter fallen auch Ver- fügungen des BFM (Art. 20 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 26. M ärz 5 1931 über Aufenthalt und N iederlassung der Ausländer [AN AG , SR 142.20]). 1.2 D as Bundesverw altungsgericht übernim m t, sofern es zuständig ist, die Be- urteilung der beim Inkrafttreten des Verw altungsgerichtsgesetzes bei Eid- genössischen R ekurs- oder Schiedskom m issionen oder bei Beschw erde- diensten der D epartem ente hängigen R echtsm ittel. Auf dem G ebiet des Ausländerrechts entscheidet es endgültig über Bew illigungen, sofern w e- der das Bundesrecht noch das Völkerrecht einen Anspruch einräum t (Art. 83 lit. c Ziff. 2 des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BG G , SR 173.110]). Für die Beurteilung gilt das neue Verfahrensrecht (vgl. Art. 53 Abs. 2 VG G ). G em äss Art. 37 VG G richtet sich das Verfahren vor dem Bundesverw altungsgericht nach dem Vw VG , sow eit das G esetz nichts anderes bestim m t. 1.3 D ie Beschw erdeführer sind legitim iert. Auf die frist- und form gerecht ein- gereichte Beschw erde ist – unter Vorbehalt der nachfolgenden Aus- führungen – einzutreten (Art. 48 ff. Vw VG ). 2. 2.1 Im R ahm en des Beschw erdeverfahrens kann nur geprüft w erden, w as G egenstand des erstinstanzlichen Verfahrens w ar oder bei korrekter R echtsanw endung hätte sein sollen. D em zufolge darf im vorliegenden Verfahren nur über G egenstände geurteilt w erden, über w elche die Vor- instanz entschieden hat bzw . entscheiden m usste, da ansonsten in deren funktionelle Zuständigkeit eingegriffen w ürde (vgl. ALFR E D KÖ LZ / ISABELLE H ÄN E R , Verw altungsverfahren und Verw altungsrechtspflege des Bundes, 2. Auflage, Zürich 1998, R z. 404 m it H inw eisen). 2.2 Entsprechend dem Antrag des kantonalen M igrationsam tes hatte das Bun- desam t lediglich darüber zu entscheiden, ob der von kantonaler Seite beabsichtigten Erteilung der Aufenthaltsbew illigungen die Zustim m ung zu erteilen w ar. D ies entspricht im Ü brigen auch der Kom petenzaufteilung zw ischen Bund und Kantonen: D ie sich aus Art. 121 Abs. 1 der Schw eize- rischen Bundesverfassung vom 18. April 1999 (BV; SR 101) und Art. 18 Abs. 3 AN AG ergebende bundesstaatliche Kom petenzordnung geht vom G rundsatz aus, dass die Kantone zw ar befugt sind, Bew illigungen in eigener Zuständigkeit zu verw eigern, dass aber bei G utheissung eines G esuchs um Aufenthalt und N iederlassung in der R egel zusätzlich die Zustim m ung des Bundes erforderlich ist (vgl. BG E 130 II 49 E. 2.1 S. 51, BG E 127 II 49 E. 3a S. 51 f., BG E 120 Ib 6 E. 3a S. 9 ff., BG E 118 Ib 81 E. 3c S. 88). 2.3 D er Inhalt der angefochtenen Verfügung ist im H inblick auf die dort zitierte Verordnung vom 6. O ktober 1986 über die Begrenzung der Zahl der Ausländer [BVO , SR 823.21] m issverständlich, zum al der Betreff der Verfügung den Begriff der "hum anitären Aufenthaltsbew illigung" verw endet und laut D ispositiv die "erforderliche Ausnahm e von der zahlenm ässigen Begrenzung" verw eigert w ird. D arum geht es im vorliegenden Fall jedoch nicht, da die kantonale Behörde die zur Erteilung der Aufenthaltsbe-6 w illigungen erforderliche Zustim m ung des BFM nur aufgrund des be- haupteten Anspruchs der Beschw erdeführerinnen einforderte. Im m erhin w ird aber aus der Begründung der vorinstanzlichen Verfügung ersichtlich, dass diese Zustim m ung verw eigert w ird. 2.4 D em zufolge ist festzuhalten, dass allein die Frage der Zustim m ungsver- w eigerung Streitgegenstand des vorliegenden Beschw erdeverfahrens ist bzw . sein kann. Sow eit der Parteivertreter unm ittelbar die Erteilung der Aufenthaltsbew illigungen beantragt, ist darauf m angels Zuständigkeit nicht einzutreten, da für die Erteilung von Bew illigungen grundsätzlich die Kantone zuständig sind (vgl. Art. 15 Abs. 2 AN AG , Art. 18 AN AG ). 3. In Bezug auf die Beschw erdeführerin 1 ist festzustellen, dass es sich bei ihr um eine abgew iesene Asylbew erberin handelt: D ie AR K hat ihr Asyl- gesuch m it U rteil vom 5. Februar 2003 rechtskräftig abgew iesen, w obei ihr eine Ausreisefrist bis zum 8. April 2003 gesetzt w urde. D ie nachfolgende H eirat m it einem niedergelassenen Landsm ann führte zw ar dazu, dass sie gestützt auf Art. 17 Abs. 2 AN AG einen Anspruch auf Erteilung einer Aufenthaltsbew illigung hätte geltend m achen können. Zur Erteilung einer solchen Bew illigung, w elche die asylrechtliche W egw eisung obsolet ge- m acht hätte, ist es jedoch nie gekom m en. D am it unterstand sie – im Zeit- punkt des angefochtenen Entscheids – der R egelung von Art. 14 Abs. 1 des Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 [AsylG , SR 142.31]) in der dam als gültigen Fassung (AS 1999 2262). G em äss dieser R egelung kann – sofern kein Anspruch auf Erteilung einer frem denpolizeilichen Aufenthalts- bew illigung besteht – vom Zeitpunkt der Einreichung eines Asylgesuchs bis zur Ausreise nach seiner rechtskräftigen Ablehnung oder bis zur Anordnung einer Ersatzm assnahm e bei nicht durchführbarem Vollzug kein Verfahren um Erteilung einer solchen Bew illigung eingeleitet w erden. 4. 4.1 D em zufolge kann im vorliegenden Fall ein Aufenthaltstitel nur unter dem G esichtspunkt einer Anspruchsberechtigung verlangt w erden. G rundsätz- lich besteht ein derartiger R echtsanspruch nur dann, w enn sich der Aus- länder oder seine in der Schw eiz lebenden Angehörigen auf eine Son- dernorm des Bundesrechts oder eines Staatsvertrags berufen können (BG E 131 II 339 E.1 S. 342 f., BG E 130 II 388 E. 1.1 S. 389 f. und BG E 130 II 281 E. 2.1 S. 284 m it H inw eisen). Innerhalb des insow eit eingeschränkten R ahm ens entscheidet die zuständige Behörde gem äss Art. 4 AN AG nach freiem Erm essen 4.2 D ie Beschw erdeführer m öchten für M utter und Tochter ein Aufenthalts- recht aus dem U m stand herleiten, dass zw ischen dem in der Schw eiz niederlassungsberechtigten Kindesvater und seiner Tochter eine fam iliäre Beziehung besteht. Im Folgenden ist daher zu prüfen, ob die Vorinstanz im R ahm en des Zustim m ungsverfahrens den von den Beschw erdeführern geltend gem achten Anspruch zurecht verneint hat. D a zw ischen beiden Elternteilen keine fam iliäre Beziehung besteht, beschränkt sich die Prüfung auf die Frage, ob die Beschw erdeführerin 2 aus den bundesrechtlichen oder staatvertraglichen Bestim m ungen einen Anspruch auf Aufenthalt – 7 der derivativ auch ihrer M utter einen Anspruch verm itteln könnte – herleiten kann. D abei ist offensichtlich, dass die einschlägige Bestim m ung von Art. 17 Abs. 2 Satz 3 AN AG im vorliegenden Fall nicht zur Anw endung gelangen kann: D iese Bestim m ung gew ährt ledigen Kindern unter 18 Jahren nur dann einen Anspruch auf Einbezug in die N iederlassungsbe- w illigung des hier aufenthaltsberechtigten Elternteils – und dam it ein eigenes Aufenthaltsrecht – w enn sie m it ihm zusam m en w ohnen. D iese Bedingung ist im vorliegenden Fall nicht erfüllt. 5. 5.1 D am it bleibt zu prüfen, ob unm ittelbar aus Art. 8 Abs. 1 EM R K ein An- spruch auf Erteilung einer Aufenthaltsbew illigung geltend gem acht w erden kann. D iese R echtsnorm – auf die sich sow ohl die kantonale Auslän- derbehörde als auch die Beschw erdeführer berufen, gew ährt das R echt auf Achtung des Privat- und Fam ilienlebens und findet sich inhaltlich auch in Art. 13 Abs. 1 der Schw eizerischen Bundesverfassung vom 18. April 1999 (BV; SR 101) w ieder (vgl. BG E 129 II 215 E. 4.1 S. 218 f.). Sie gilt jedoch nicht absolut: Sie gew ährt w eder ein R echt auf Einreise oder Aufenthalt in einem bestim m ten Staat noch einen Anspruch, den für das Fam ilienleben am geeignetsten erscheinenden O rt w ählen zu dürfen. D as R echtsgut Fam ilienleben kann zw ar dadurch verletzt w erden, dass einem Ausländer, dessen Fam ilienangehörige sich in der Schw eiz aufhalten, die Anw esenheit untersagt w ird; dabei w ird jedoch zum einen vorausgesetzt, dass der hier w eilende Angehörige über ein gefestigtes Anw esenheitsrecht oder zum indest über einen festen R echtsanspruch darauf verfügt, zum anderen w ird verlangt, dass die fam iliäre Beziehung – auch w enn eine gem einsam e W ohnung nicht erforderlich ist – tatsächlich gelebt w ird und intakt ist (BG E 130 II 281 E. 3.1 S. 285 f.m it H inw eisen). 5.1.1 Es steht ausser Zw eifel, dass der Kindesvater in der Schw eiz über ein gefestigtes Anw esenheitsrecht verfügt. Fraglich ist hingegen, ob die zw i- schen ihm und seiner Tochter bestehende Beziehung überhaupt gelebt w ird. D ie Beschw erdeführer berufen sich diesbezüglich auf einen U nter- haltsvertrag vom 17. M ai 2005, in w elchem die Kindeseltern auch eine Besuchsvereinbarung getroffen haben. D er insofern relevante W ortlaut hält fest: "H err Z._______ und Frau X._______ verständigen sich als Eltern über das Besuchsrecht des Vaters. H err Z._______ hat auf jeden Fall ein Besuchsrecht von zw ei W ochenenden pro M onat gegenüber seiner Tochter, sobald diese alters- und entw icklungsm ässig dazu in der Lage ist." 5.1.2 O b und w ie das vereinbarte Besuchsrecht gehandhabt w ird, w urde von den Beschw erdeführern w eder im vorinstanzlichen noch im Beschw erde- verfahren dargelegt. D em entsprechend hat sich die Vorinstanz bereits in ihrem Schreiben vom 3. Februar 2006, in w elchem dem Parteivertreter das rechtliche G ehör gew ährt w urde, auf den Standpunkt gestellt, dass sich aus Art. 8 EM R K kein Anspruch auf Bew illigungserteilung herleiten lasse. In der Begründung der angefochtenen Verfügung ist die Vorinstanz eben-8 falls davon ausgegangen, dass zw ischen Vater und Kind keine persönliche Beziehung bestehe, geschw eige denn aktiv gelebt w erde. D ie Be- schw erdeführer haben dieser Schlussfolgerung keine konkreten Einw ände entgegengesetzt. In ihrem Beschw erdevorbringen beschränken sie sich auf die Behauptung, es sei nicht ersichtlich, w arum die Vorinstanz die intakte Beziehung zw ischen Vater und Tochter anzw eifle. D as insow eit unsubstantiierte Vorbringen deutet nicht einm al ansatzw eise darauf hin, dass ein fam iliärer Kontakt überhaupt stattfindet. Auch der U m stand, dass zw ischen den Eltern ein M inim albesuchsrecht vereinbart w urde, besagt nicht, dass dieses überhaupt ausgeübt w ird. 5.2 D em zufolge bleibt festzustellen, dass sich aus Art. 8 Abs. 1 EM R K für die Beschw erdeführerin 2 kein Anspruch auf Erteilung einer Aufenthalts- bew illigung herleiten lässt: D ie zw ischen ihr und ihrem Vater bestehende fam iliäre Beziehung w ird bisher ganz offensichtlich nicht gelebt. 6. 6.1 D och selbst w enn regelm ässige Besuche zw ischen Vater und Tochter stattfänden, w ürde dies im vorliegenden Fall nicht zu einem Anw esen- heitsrecht der Beschw erdeführerin 2 führen. D iese ist erst zw ei Jahre alt, w om it ihre Beziehungen zum U m feld und zum konkreten Aufenthaltsort fast ausschliesslich durch das Zusam m enleben m it der allein sorge- und obhutsberechtigten M utter bestim m t w erden. Infolge einer solchen Konstellation geht die R echtsprechung grundsätzlich davon aus, dass es einem Kind – w elches sich noch in einem anpassungsfähigen Alter befindet – zuzum uten ist, dem für ihn sorgenden Elternteil ins Ausland zu folgen (vgl. BG E 127 II 60 E. 2b S. 67 f. sow ie BG E 122 II 289 E. 3c S. 298 f., U rteil des Bundesgerichts 2A.10/2001 vom 11. M ai 2001 E. 2b). 6.2 Besondere Schw ierigkeiten, m it denen für die Beschw erdeführerin 2 das Leben im H erkunftsland ihrer M utter verbunden sein könnte, sind nicht ersichtlich und w erden in der Beschw erde auch nicht geltend gem acht. D ie Beschw erdeführerin 1 ihrerseits ist erst im Alter von 25 Jahren in die Schw eiz gekom m en und hat som it den grössten Teil ihres Lebens in Togo verbracht hat. Ihr nunm ehr sechseinhalbjähriger Aufenthalt in der Schw eiz bem isst sich dem gegenüber als vergleichsw eise kurz und lässt nicht darauf schliessen, dass sie zu ihrer H eim at keine oder nur noch w enige Beziehungen unterhält. Vielm ehr kann davon ausgegangen w erden, dass sie m it den Verhältnissen in ihrer H eim at im m er noch vertraut ist. Auch aus diesem Blickw inkel heraus kann es ihrer zw eijährigen Tochter zugem utet w erden, gem einsam m it der M utter nach Togo zurückzukehren. 6.3 Schliesslich w erden auch keine G ründe dafür dargelegt, dass der in der Schw eiz lebende Kindesvater sein Besuchsrecht nicht im gem einsam en H eim atland w ahrnehm en könnte (vgl. U rteil des Bundesgerichts 2A.10/2001 vom 11. M ai 2001 E. 2b). 6.4 Es ist daher festzustellen, dass der in Art. 8 EM R K garantierte Anspruch auf Achtung des Fam ilienlebens nicht unzulässigerw eise eingeschränkt w ird, w enn die Beziehungen zw ischen der Beschw erdeführerin 2 und dem 9 Beschw erdeführer 3 über die Landesgrenzen hinw eg gepflegt w erden. D ie angefochtene Verfügung ist som it nicht zu beanstanden. 7. D er Vollständigkeit halber sei darauf hingew iesen, dass der Kanton – ge- m äss Art. 14 Abs. 2 AsylG in der seit 1. Januar 2007 geltenden Fassung – einer ihm nach diesem G esetz zugew iesenen Person m it Zustim m ung des Bundesam tes eine Aufenthaltsbew illigung erteilen kann. O b die in dieser Bestim m ung genannten Voraussetzungen vorliegen, ist im vorliegenden Beschw erdeverfahren nicht zu prüfen. D en Akten können keine H inw eise entnom m en w erden, w onach der Kanton dem BFM in der Zw ischenzeit ei- nen entsprechenden Antrag unterbreitet hätte, w elcher die Frage der Ertei- lung einer Aufenthaltsbew illigung – unabhängig von einem bestehenden Anspruch – in einem anderen Licht erscheinen lassen könnte. 8. D ie angefochtene Verfügung ist som it als rechtm ässig zu bestätigen (Art. 49 Vw VG ) und die Beschw erde, sow eit auf sie einzutreten ist, infolge- dessen abzuw eisen. 9. Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind den Beschw erdeführern die Kos- ten aufzuerlegen (vgl. Art. 63 Abs. 1 Vw VG ). (D ispositiv nächste Seite)10 D em nach erkennt das B undesverw altungsgericht: 1. D ie Beschw erde w ird abgew iesen, sow eit darauf einzutreten ist. 2. D ie Verfahrenskosten von Fr. 800.-- w erden den Beschw erdeführern aufer- legt. Sie sind durch den am 24. M ai 2006 geleisteten Kostenvorschuss gleicher H öhe gedeckt. 3. D ieses U rteil w ird eröffnet: - den Beschw erdeführern (m it G erichtsurkunde) - der Vorinstanz (m it G erichtsurkunde; Akten R ef-N r. 1 493 572 retour) D ie vorsitzende R ichterin: D ie G erichtsschreiberin: R uth Beutler Barbara H aake R echtsm ittelbelehrung: G egen dieses U rteil kann innert 30 Tagen nach Eröffnung beim Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, Beschw erde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten ge- führt w erden (Art. 82 ff., 90 ff. und 100 des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BG G , SR 173.110]). D ie R echtsschrift ist in einer Am tssprache ab- zufassen und hat die Begehren, deren Begründung m it Angabe der Bew eism ittel und die U nterschrift zu enthalten. D as angefochtene U rteil und die Bew eism ittel sind, sow eit sie die Beschw erdeführer in H änden haben, beizulegen (vgl. Art. 42 BG G ). Versand am :