<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2014.00664</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=215112&amp;W10_KEY=13013518&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2014.00664</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 16.04.2015</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">1. Abteilung/1. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Das Bundesgericht ist auf eine Beschwerde in Ã¶ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten gegen diesen Entscheid am 20.08.2015 nicht eingetreten.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Raumplanungs-, Bau- und Umweltrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Baubewilligung für einen Hühner-Unterstand</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Frist zur Rekurserhebung verpasst. Bestätigung des Nichteintretensentscheids der Vorinstanz. Die Vorinstanz stellt zu Recht fest, dass der Entscheid der Baubehörde vom 22. Februar 2007 über die nachträgliche Baubewilligung für einen Hühner-Unterstand längst in Rechtskraft erwachsen ist, was auch unbestritten blieb. Die 30-tägige Rekursfrist gemäss § 22 Abs. 1 VRG war damit bei der Rekurserhebung durch den Beschwerdeführer am 25. Mai 2014 offenkundig verpasst. Es bleibt unerheblich, ob der Beschwerdeführer im Jahr 2007, was er heute bestreitet, überhaupt Rekurs hat erheben wollen. Selbst wenn ein Rekurswille damals gefehlt hätte, würde ihm dies heute kein nachträgliches Rekursrecht eröffnen. Es versteht sich von selbst, dass die unterlassene Anfechtung einer Baubewilligung nicht dazu führt, dass gegen die Bewilligung nachträglich noch rekurriert werden könnte. Eine solche Auffassung würde Rechtsmittelfristen vielmehr zur Makulatur machen. Daran ändert auch nichts, dass der Beschwerdeführer zu Recht darauf hinweist, dass es keinen Gerichtsentscheid gibt, der sich materiell zur Rechtmässigkeit der nachträglichen Baubewilligung für den Hühner-Unterstand äussert (E. 1). Abweisung.</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: Planungs- und Baurecht ST: BAUBEWILLIGUNG UND BAUBEWILLIGUNGSVERFAHREN">BAUBEWILLIGUNG UND BAUBEWILLIGUNGSVERFAHREN</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: RECHTSMITTELFRIST">RECHTSMITTELFRIST</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade">§ 22 Abs. I VRG</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 5 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="WordSection1"> <table border="1" cellpadding="0" cellspacing="0" class="MsoNormalTable"> <tr> <td valign="top"> <p class="Kopf1"><span>Verwaltungsgericht</span></p> <p class="Kopf1"><span>des Kantons ZÃ¼rich</span></p> <p class="Kopf1"><span>1. Abteilung</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Kopf1"> </p> </td> <td valign="top"> <p class="Kopf1"><span><img alt="" height="77" id="Bild 1" src="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getImage&amp;nF38_KEY=25498" width="123"/></span></p> </td> </tr> </table> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">VB.2014.00664</p> <p class="MsoNormal"><b><span>Urteil</span></b></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="Zwischentitel"> </p> <p class="MsoNormal"><span>der 1. Kammer</span></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">vom <a id="VF_DAT_ENTSCHEID">16. April 2015</a></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">Mitwirkend: AbteilungsprÃ¤sident Lukas Widmer<span> (Vorsitz)</span>, Verwaltungsrichterin Maja SchÃ¼pbach Schmid, Verwaltungsrichter Martin Kayser, <a id="TN_AUTOTEXT_RICHTER"></a><a id="TN_AUTOTEXT_GS"></a>Gerichtsschreiberin Laura Diener.</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">In Sachen</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>A, </span></p> <p class="MsoNormal"><b><span>BeschwerdefÃ¼hrer, </span></b></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="Zwischentitel">gegen</p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>1.1 B, </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>1.2 C, </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoBodyText">beide vertreten durch RA D, </p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>2. Baukommission der Gemeinde Lindau, </span></p> <p class="MsoNormal"><b><span>Beschwerdegegnerschaft,</span></b></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"><b>betreffend Baubewilligung fÃ¼r einen HÃ¼hner-Unterstand,</b></p> <p class="Zwischentitel">hat sich ergeben: </p> <p class="Sachverhalt1"><b>I. </b> </p> <p class="Urteilstext">Die Baukommission der Gemeinde Lindau erteilte C und B am 22. Februar 2007 die nachtrÃ¤gliche baurechtliche Bewilligung fÃ¼r einen HÃ¼hner-Unterstand auf dem GrundstÃ¼ck Kat.-Nr. 01 am E- Weg 02 in G.</p> <p class="Urteilstext">Die Baurekurskommission des Kantons ZÃ¼rich trat auf einen dagegen gerichteten Rekurs mit Entscheid vom 16. Mai 2007 nicht ein mit der BegrÃ¼ndung, das Begehren um Zustellung des baurechtlichen Entscheids sei zu spÃ¤t gestellt worden. Diesen Nichteintretensentscheid bestÃ¤tigten in der Folge sowohl das Verwaltungsgericht als auch das Bundesgericht.</p> <p class="Sachverhalt1"><b>II. </b> </p> <p class="Urteilstext">Am 25. Mai 2014 gelangte A an das Baurekursgericht mit dem Begehren, den Beschluss der Baukommission Lindau vom 22. Februar 2007 aufzuheben und den rechtmÃ¤ssigen Zustand wiederherzustellen. Das Gericht trat am 22. Oktober 2014 auf den Rekurs nicht ein.</p> <p class="Sachverhalt1"><b>III. </b> </p> <p class="Urteilstext">A erhob gegen diesen Entscheid am 22. November 2014 Beschwerde an das Verwaltungsgericht. Er beantragte sinngemÃ¤ss, den Entscheid der Baukommission Lindau vom 22. Februar 2007 sowie den Rekursentscheid vom 22. Oktober 2014 aufzuheben.</p> <p class="Urteilstext">Das Baurekursgericht ersuchte am 3. Dezember 2014 um Beschwerdeabweisung. Die private Beschwerdegegnerschaft beantragte am 11. Dezember 2014, die Beschwerde abzuweisen, soweit darauf eingetreten werden kÃ¶nne sowie die Zusprechung einer ParteientschÃ¤digung. Die BaubehÃ¶rde der Gemeinde Lindau verzichtete auf eine Stellungnahme. Eine weitere Eingabe von A erfolgte am 9. Januar 2015.</p> <p class="Einzug1"><span>Die Kammer erwÃ¤gt:</span></p> <p class="Erwgung1"><b>1. </b> </p> <p class="Urteilstext">Das Baurekursgericht hÃ¤lt im angefochtenen Nichteintretensbeschluss vom 22. Oktober 2014 fest, dass der Entscheid der BaubehÃ¶rde Lindau vom 22. Februar 2007 lÃ¤ngst in Rechtskraft erwachsen sei. Dies trifft offensichtlich zu und stellt auch der BeschwerdefÃ¼hrer nicht in Abrede; der damalige Entscheid wurde am 23. Februar 2007 an den BeschwerdefÃ¼hrer versandt. Bereits im MÃ¤rz 2007 hatte der BeschwerdefÃ¼hrer denn auch erfolglos ein Rekursverfahren ausgelÃ¶st. Die 30-tÃ¤gige Rekursfrist (§ 22 Abs. 1 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 [VRG]) gegen den Entscheid der BaubehÃ¶rde Lindau vom 22. Februar 2007 war damit bei der Rekurserhebung durch den BeschwerdefÃ¼hrer am 25. Mai 2014 offenkundig verpasst.</p> <p class="Urteilstext">DiesbezÃ¼glich bleibt unerheblich, ob der BeschwerdefÃ¼hrer im Jahr 2007, was er heute bestreitet, Ã¼berhaupt Rekurs hat erheben wollen. Selbst wenn ein Rekurswille damals gefehlt hÃ¤tte, wÃ¼rde ihm dies heute kein nachtrÃ¤gliches Rekursrecht erÃ¶ffnen. So oder so war die Rekursfrist im Jahr 2014 lÃ¤ngst abgelaufen.</p> <p class="Urteilstext">Daran Ã¤ndert auch nichts, dass der BeschwerdefÃ¼hrer zu Recht darauf hinweist, dass es keinen Gerichtsentscheid gibt, der sich materiell zur RechtmÃ¤ssigkeit der nachtrÃ¤glichen Baubewilligung fÃ¼r den HÃ¼hner-Unterstand Ã¤ussert. Dies ist indessen systembedingt und keineswegs eine Besonderheit: Gegen die weit Ã¼berwiegende Mehrheit der Baubewilligungen wird von keiner Seite rekurriert; erfolgt innert Frist kein Rekurs, so erfolgt keine richterliche ÃberprÃ¼fung der RechtmÃ¤ssigkeit einer Baubewilligung. Es versteht sich von selbst, dass die unterlassene Anfechtung einer Baubewilligung nicht dazu fÃ¼hrt, dass gegen die Bewilligung nachtrÃ¤glich noch rekurriert werden kÃ¶nnte. Eine solche Auffassung wÃ¼rde Rechtsmittelfristen vielmehr zur Makulatur machen.</p> <p class="Urteilstext">Der Nichteintretensentscheid der Vorinstanz erweist sich demnach als rechtmÃ¤ssig. Die Beschwerde ist abzuweisen. </p> <p class="Erwgung1"><b>2. </b> </p> <p class="Urteilstext">Anzumerken bleibt schliesslich Folgendes: Gegenstand der hier im Streit liegenden Bauentscheids der BaubehÃ¶rde Lindau vom 22. Februar 2007 bildete einzig der ohne Bewilligung erstellte HÃ¼hner-Unterstand. Nur die nachtrÃ¤glich erteilte Baubewilligung fÃ¼r diesen HÃ¼hner-Unterstand konnte demnach Gegenstand der bisherigen Rechtsmittelverfahren sein. Soweit der BeschwerdefÃ¼hrer die Widerrechtlichkeit anderer Bauten oder der Nutzweise geltend machen will, so steht es ihm offen, bei der Gemeinde Lindau vorstellig zu werden.</p> <p class="Erwgung1"><b>3. </b> </p> <p class="Urteilstext">Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind die Gerichtskosten dem BeschwerdefÃ¼hrer aufzuerlegen (§ 65a Abs. 2 in Verbindung mit § 13 Abs. 2 Satz 1 VRG). Eine ParteientschÃ¤digung steht ihm von vornherein nicht zu (§ 17 Abs. 2 VRG). Hingegen hat er die private Beschwerdegegnerschaft in Anwendung von § 17 Abs. 2 lit. b VRG zu entschÃ¤digen. Angesichts des geringen Aufwands fÃ¼r die Beschwerdeantwort erscheint eine ParteientschÃ¤digung von Fr. 500.- als angemessen.</p> <p class="Einzug1"><span>DemgemÃ¤ss erkennt die Kammer:</span></p> <p class="Einzug2"><span>1. Die Beschwerde wird abgewiesen.</span></p> <p class="Einzug2"><span>2. Die GerichtsgebÃ¼hr wird festgesetzt auf <br/> Fr. 2'000.--; die Ã¼brigen Kosten betragen:<br/> Fr. 150.-- Zustellkosten,<br/> Fr. 2'150-- Total der Kosten.</span></p> <p class="Einzug2"><span>3. Die Gerichtskosten werden dem BeschwerdefÃ¼hrer auferlegt.</span></p> <p class="Einzug2"><span>4. Der BeschwerdefÃ¼hrer wird verpflichtet, der privaten Beschwerdegegnerschaft fÃ¼r das Beschwerdeverfahren eine ParteientschÃ¤digung von insgesamt Fr. 500.- zu bezahlen, zahlbar innert 30 Tagen ab Rechtskraft dieses Entscheids.</span></p> <p class="Einzug2"><span>5. Gegen dieses Urteil kann Beschwerde in Ã¶ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten nach Art. 82 ff. des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 erhoben werden. Die Beschwerde ist innert 30 Tagen, von der Zustellung an gerechnet, beim Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, einzureichen.</span></p> <p class="Einzug2"><span>6. Mitteilung anâ¦</span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>