<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2003.00054</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="https://vgrzh.djiktzh.ch/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=https://vgrzh.djiktzh.ch&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=204095&amp;W10_KEY=4467142&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2003.00054</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 10.03.2004</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">1. Abteilung/1. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Das Bundesgericht hat eine Verwaltungsgerichtsbeschwerde gegen diesen Entscheid am 05.11.2004 abgewiesen.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Raumplanungs-, Bau- und Umweltrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Baubewilligung + UVP-Pflicht</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Bei der erheblichen Erweiterung eines Möbelhauses wurde keine Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) durchgeführt. Die Grösse des Projekts war aus der Publikation nicht ersichtlich. Ungenügende Publikation? Nachträgliche Durchführung der UVP?<br/>Zuständigkeit des Verwaltungsgerichts bei Nichteintreten der Vorinstanz (E. 1).<br/>Die UVP-Pflicht ist bei einer erheblichen Erweiterung einer altrechtlichen Anlage auch dann zu bejahen, wenn die Änderung allein nicht unter die UVP-Pflicht fallen würde (E. 2).<br/>Anforderungen an die Publikation bei UVP-pflichtigen Projekten (E. 4.1). Die Publikation des Projekts war ungenügend, weil die für die Beurteilung massgeblichen Angaben (Quadratmeterzahl) fehlten (E. 4.2).<br/>Die fehlende UVP führt zur Aufhebung der Bewilligung. Falls die Bewilligung nicht oder nicht in der bisherigen Weise erteilt werden kann, ist mit Blick auf die Wiederherstellung des rechtmässigen Zustandes zu prüfen, wieweit der Bauherrschaft der Abbruch oder die Änderung der bereits erstellten Baute noch zugemutet werden kann (E. 5.2).</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: AUFHEBUNG">AUFHEBUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: BAUBEWILLIGUNG">BAUBEWILLIGUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: EINKAUFSZENTRUM">EINKAUFSZENTRUM</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: MÃBELHAUS">MÃBELHAUS</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: PUBLIKATION">PUBLIKATION</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: SCHWELLENWERT">SCHWELLENWERT</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: UMWELTVERTRÃGLICHKEITSPRÃFUNG (UVP)">UMWELTVERTRÃGLICHKEITSPRÃFUNG (UVP)</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: Umweltschutz ST: UMWELTVERTRÃGLICHKEITSPRÃFUNG (UVP)">UMWELTVERTRÃGLICHKEITSPRÃFUNG (UVP)</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: UMWELTVERTRÃGLICHKEITSPRÃFUNG (UVP)">UMWELTVERTRÃGLICHKEITSPRÃFUNG (UVP)</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: UVP-PFLICHT">UVP-PFLICHT</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: VERBANDSBESCHWERDERECHT">VERBANDSBESCHWERDERECHT</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="gerade">§ 314 Abs. III PBG</span><br/><span class="ungerade">§ 315 Abs. I PBG</span><br/><span class="gerade">§ 316 Abs. I PBG</span><br/><span class="ungerade">§ 329 Abs. II lit. c PBG</span><br/><span class="gerade">Art. 9 Abs. I USG</span><br/><span class="ungerade">Art. 55 Abs. I USG</span><br/><span class="gerade">Art. 55 Abs. IV USG</span><br/><span class="ungerade">Art. Anhang Ziff. 80.5 UVPV</span><br/><span class="gerade">Art. I Abs. II UVPV</span><br/><span class="ungerade">Anhang Ziff. 80.5 UVPV</span><br/><span class="gerade">Art. 1 UVPV</span><br/><span class="ungerade">Art. 2 UVPV</span><br/><span class="gerade">Art. 2 Abs. I UVPV</span><br/><span class="ungerade">Art. 5 UVPV</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="gerade">BEZ 2004 Nr. 32 S. 31</span><br/><span class="ungerade">RB 2004 Nr. 83</span><br/> </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 2 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Sachverhalt1"><b><span>I. </span></b><span> </span></p> <p class="Sachverhalt2"><b><span>A. </span></b><span>Mit Beschluss vom 20. Januar 1999 (BE 98/99) erteilte die Gemeinde X der B AG unter verschiedenen Bedingungen und Auflagen die baurechtliche Bewilligung fÃ¼r die Aufstockung des Ausstellungs- und VerkaufsgebÃ¤udes fÃ¼r MÃ¶bel auf dem GrundstÃ¼ck Kat.-Nr. 01 an der L-Strasse in X. Die Publikation des Baugesuchs erfolgte mit folgendem Wortlaut im Amtsblatt Nr. 16 vom 17. April 1998:</span></p> <p class="EinzugZitat"><span>"L-Strasse, Umbau Ausstellungs- und VerkaufsgebÃ¤ude fÃ¼r MÃ¶bel, Aufstockung mit 2 Voll- und 2 Dachgeschossen anstelle des bestehenden Attikageschosses, Erker sÃ¼dseitig, neue Fluchttreppe ostseitig, neues Vordach nordseitig. GHD, B AG, Projektverfasser: D."</span></p> <p class="Sachverhalt2"><b><span>B. </span></b><span>Mit Beschluss vom 26. Februar 2001 (BE 194/01) erteilte das Amt fÃ¼r Baubewilligungen der Gemeinde X die baurechtliche Bewilligung fÃ¼r die ÃnderungsplÃ¤ne zum mit Bauentscheid Nr. 98/99 bewilligten Umbau.</span></p> <p class="Sachverhalt2"><b><span>C. </span></b><span>Innert Rekursfrist gingen gegen diese beiden Entscheide keine Rekurse ein. Der Umbau wurde gemÃ¤ss den bewilligten baurechtlichen PlÃ¤nen und ÃnderungsplÃ¤nen durchgefÃ¼hrt und im FrÃ¼hjahr 2002 eingeweiht.</span></p> <p class="Sachverhalt1"><b><span>II. </span></b><span>Der Verkehrs-Club der Schweiz (VCS) forderte die beiden Entscheide an. Diese gingen, samt einer Zusammenstellung Ã¼ber die mit dem Bauprojekt verbundene Erweiterung der VerkaufsflÃ¤chen, am 9. April 2002 bei ihm ein. Mit Eingabe vom 10. Mai 2002 erhob er gegen die beiden Entscheide Rekurs beim Regierungsrat. Er forderte im Wesentlichen die Aufhebung der beiden Baubewilligungen und die RÃ¼ckweisung der Streitsache zur DurchfÃ¼hrung einer UmweltvertrÃ¤glichkeitsprÃ¼fung (UVP) und anschliessender Neuentscheidung. Mit Beschluss vom 18. Dezember 2002 trat der Regierungsrat auf den Rekurs nicht ein.</span></p> <p class="Sachverhalt1"><b><span>III. </span></b><span>Gegen diesen Beschluss erhob der VCS am 10. Februar 2003 Verwaltungsgerichtsbeschwerde und stellte die folgenden Rechtsbegehren:</span></p> <p class="EinzugZitat"><span>"1. Der angefochtene Entscheid Nr. 1974 2002 des Beschwerdegegners 1 [Regierungsrat des Kantons ZÃ¼rich] sei aufzuheben und dieser sei anzuweisen, auf den Rekurs des BeschwerdefÃ¼hrers vom 10. Mai 2002 einzutreten und diesen gutzuheissen.</span></p> <p class="EinzugZitat"><span>2. Dementsprechend sei der Beschwerdegegner 1 dazu zu verhalten, die Sache zur DurchfÃ¼hrung der UmweltvertrÃ¤glichkeitsprÃ¼fung und anschliessender Neuentscheidung an den Beschwerdegegner 2 [Bausektion der Gemeinde X] zurÃ¼ckzuweisen sowie die Kosten- und EntschÃ¤digungsfolgen dem Ergebnis entsprechend neu zu verlegen.</span></p> <p class="EinzugZitat"><span>3. Alles unter Kosten- und EntschÃ¤digungsfolgen zu Lasten des Beschwerdegegners 1 und 3 [B AG]."</span></p> <p class="Sachverhalt1"><span>Am 4. MÃ¤rz 2003 verzichtete die Gemeinde X (Beschwerdegegnerin 2) auf die Erstattung einer Beschwerdeantwort. Die Staatskanzlei schloss im Auftrag des Regierungsrats am 10. MÃ¤rz 2003 auf Abweisung der Beschwerde. Die B AG (Beschwerdegegnerin 1) liess am 4. April 2003 innert erstreckter Frist die Abweisung der Beschwerde beantragen.</span></p> <p class="Zwischentitel"><span>Die Kammer </span><span>zieht in ErwÃ¤gung:</span></p> <p class="Erwgung1"><b><span>1. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Die Beschwerde an das Verwaltungsgericht ist gegen Rekursentscheide des Regierungsrats auf dem Gebiet des Umweltschutzes grundsÃ¤tzlich zulÃ¤ssig (§§ 41â43 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 [VRG]). Nichteintretensentscheide einer Vorinstanz kÃ¶nnen das Anfechtungsobjekt bilden (§ 48 Abs. 1 VRG). Die Beschwerde steht auch offen, wenn die Vorinstanz â wie hier â keine Rechtsmittelbelehrung erteilt hat, sofern die funktionale ZustÃ¤ndigkeit des Verwaltungsgerichts zu bejahen ist (vgl. § 329 Abs. 2 lit. c des Planungs- und Baugesetzes vom 7. September 1975 [PBG] in Verbindung mit § 41 VRG und § 330 ff. PBG e contrario). FÃ¼r die Legitimation des BeschwerdefÃ¼hrers kann sinngemÃ¤ss auf die zutreffenden AusfÃ¼hrungen der Vorinstanz verwiesen werden (§ 70 in Verbindung mit § 28 Abs. 1 Satz 2 VRG). Auf die rechtzeitig erhobene Beschwerde ist damit einzutreten.</span></p> <p class="Erwgung1"><b><span>2. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>FÃ¼r die LÃ¶sung der in diesem Verfahren aufgeworfenen Rechtsfragen ist von entscheidender Bedeutung, ob das mit den angefochtenen Baubewilligungen genehmigte Bauprojekt der UVP-Pflicht untersteht.</span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>2.1 </span></b><span>Bevor eine BehÃ¶rde Ã¼ber die Planung, Errichtung oder Ãnderung von Anlagen entscheidet, welche die Umwelt erheblich belasten kÃ¶nnen, ist laut Art. 9 Abs. 1 des Bundesgesetztes vom 7. Oktober 1983 Ã¼ber den Umweltschutz (USG) mÃ¶glichst frÃ¼hzeitig deren UmweltvertrÃ¤glichkeit zu prÃ¼fen. Der Bundesrat hat seinen Auftrag, die entsprechenden Anlagen zu bezeichnen (Art. 9 Abs. 1 USG), durch eine Verweisung auf den Anhang zur Verordnung vom 19. Oktober 1988 Ã¼ber die UmweltvertrÃ¤glichkeit (UVPV) erfÃ¼llt (Art. 1 UVPV). Viele der in diesem Anhang genannten Anlagen erfÃ¼llen das gesetzliche Kriterium der erheblichen Umweltbelastung nach Auffassung des Bundesrates nur, wenn sie eine bestimmte MindestgrÃ¶sse aufweisen. Dem trÃ¤gt der Katalog mit so genannten Schwellenwerten Rechnung, die als eindeutige Abgrenzungskriterien dem RechtssicherheitsbedÃ¼rfnis entgegen kommen (Heribert Rausch/Peter M. Keller in: Kommentar zum Umweltschutzgesetz, 2001, Art. 9 N. 33 ff.). Laut Ziffer 80.5 des Anhangs zur UVPV zÃ¤hlen "Einkaufszentren mit mehr als 5000 m<sup>2</sup> VerkaufsflÃ¤che" zu den UVP-pflichtigen Anlagen.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Der hier zu beurteilende Ausbau der VerkaufsflÃ¤che belief sich auf 4970 m</span><sup><span>2</span></sup><span>, hÃ¤tte also fÃ¼r sich allein genommen den Schwellenwert von 5000 m</span><sup><span>2</span></sup><span> nicht Ã¼berschritten. GegenÃ¼ber der bereits bestehenden VerkaufsflÃ¤che von 6300 m</span><sup><span>2</span></sup><span> bedeutete der Ausbau jedoch eine Zunahme von rund 79 %. Bei Ãnderungen bestehender Anlagen, die im Anhang zur UVPV aufgefÃ¼hrt sind, besteht die UVP-Pflicht, wenn die Ãnderung wesentliche Umbauten, Erweiterungen oder BetriebsÃ¤nderungen betrifft und Ã¼ber die Ãnderung im Verfahren entschieden wird, das bei neuen Anlagen fÃ¼r die PrÃ¼fung massgeblich ist (Art. 2 Abs. 1 UVPV; kritisch zur GesetzeskonformitÃ¤t der letztgenannten Voraussetzung Rausch/Keller in: Kommentar USG, Art. 9 N. 43).</span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>2.2 </span></b><span>Die Vorinstanz fÃ¼hrt dazu aus, dass bei Ãnderungen von Anlagen, die wie das zu erweiternde MÃ¶belhaus unter altem Recht erstellt worden seien, nur dann und insoweit eine UVP durchgefÃ¼hrt werden mÃ¼sse, als dies der Umfang der Ãnderung erfordere. Dabei sei nicht die HÃ¶he des Ãnderungsaufwands entscheidend, sondern die Frage, ob die der Anlage zuzurechnenden Umweltbelastungen oder UmweltgefÃ¤hrdungen eine ins Gewicht fallende VerÃ¤nderung erfahren kÃ¶nnten. Vorliegend handle es sich zudem um ein MÃ¶belhaus und nicht um ein "Einkaufszentrum" im Ã¼blichen Sinn. Auch werde die Zahl der ParkplÃ¤tze mit dem Ausbau nicht erweitert. Die zustÃ¤ndige BaubehÃ¶rde habe deshalb davon ausgehen dÃ¼rfen, dass auf Grund des Umbaus mit keinen erheblich verÃ¤nderten Auswirkungen zu rechnen sei. Die UVP sei damit zu Recht nicht angeordnet worden.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Dem hÃ¤lt der BeschwerdefÃ¼hrer zunÃ¤chst entgegen, die Interpretation von Ziffer 80.5 des Anhangs zur UVPV durch die Vorinstanz verletze Bundesrecht, da dort nur die Begriffselemente "Einkaufszentren" und "VerkaufsflÃ¤che" genannt wÃ¼rden. Es sei daraus nicht ersichtlich, dass ein "Einkaufszentrum" nicht auch durch ein einziges grosses VerkaufsgeschÃ¤ft gebildet werden kÃ¶nne. Weiter gehe es nicht an, zwei verschiedene Arten von "VerkaufsflÃ¤chen" zu definieren, nÃ¤mlich solche, die "verkehrsintensiv" seien und solche, die dies nicht seien. Anhaltspunkte fÃ¼r eine solche Interpretation liessen sich dem Bundesrecht nicht entnehmen. Vor allem aber sei es unzulÃ¤ssig, dass sich die Vorinstanz auf die Rechtsprechung zur Ãnderung von Anlagen beziehe, fÃ¼r die bereits einmal eine UVP durchgefÃ¼hrt worden sei. Dort sei eine UVP in der Tat nur sinnvoll, wenn die Ãnderung aufgrund ihres Umfangs selbst der UVP-Pflicht unterliege. Bei einer Altanlage dagegen, die noch nie auf ihre UmweltvertrÃ¤glichkeit hin Ã¼berprÃ¼ft worden sei, genÃ¼gten bereits kleine Ãnderungen, um eine UVP-Pflicht zu begrÃ¼nden.</span></p> <p class="Erwgung2verdeckt"><b><span>2.3 </span></b><span> </span></p> <p class="Erwgung3"><b><span>2.3.1 </span></b><span>Art. 2 UVPV unterscheidet zwischen Ãnderungen bestehender Anlagen, die im Anhang aufgefÃ¼hrt sind (Abs. 1), und Ãnderungen, nach welchen eine nicht im Anhang aufgefÃ¼hrte Anlage einer Anlage im Anhang entspricht (Abs. 2 lit. a). WÃ¤hrend die Ãnderungen von Anlagen, die im Anhang aufgefÃ¼hrt sind, "wesentlich" sein mÃ¼ssen (Abs. 1 lit. a), ist die Regelung von Absatz 2 im Zusammenhang mit den im Anhang der UVPV enthaltenen Schwellenwerten zu verstehen: auch unwesentliche Ãnderungen, die zu einer Ãberschreitung des Schwellenwertes fÃ¼hren, haben die UVP-Pflicht fÃ¼r die gesamte Anlage zur Folge (Rausch/Keller in: Kommentar USG, Art. 9 N. 44 und 48). Was dagegen als "wesentlich" im Sinn von Absatz 1 zu gelten hat, lÃ¤sst sich nicht abstrakt, sondern nur fallbezogen und im Hinblick auf den Zweck der UVP beurteilen (Rausch/Keller in: Kommentar USG, Art. 9 N. 43). Mit der UVP sollen die voraussehbaren Auswirkungen eines umweltbelastenden Vorhabens im Voraus abgeklÃ¤rt und beurteilt werden, damit die mit der Sache befasste BehÃ¶rde entsprechend aufgeklÃ¤rt entscheiden kann. Die UVP soll gewÃ¤hrleisten, dass Projekte, welche die Umwelt erheblich belasten kÃ¶nnen, nur zur AusfÃ¼hrung gelangen, wenn eine eingehende PrÃ¼fung ergeben hat, dass sie auf die Erfordernisse des Umweltschutzrechts abgestimmt sind (Rausch/Keller in: Kommentar USG, Art. 9 N. 1 f.). Dabei ist zu berÃ¼cksichtigen, dass die Schwelle fÃ¼r die DurchfÃ¼hrung einer UVP nicht zu hoch gelegt werden darf: Laut Art. 8 Abs. 2 UVPV kann nÃ¤mlich auch bei an sich bestehender UVP-Pflicht auf die Erstellung eines detaillierten UVB verzichtet werden, wenn bereits die Voruntersuchung ergibt, dass keine erheblichen Auswirkungen zu erwarten sind.</span></p> <p class="Erwgung2"><span>Im vorliegenden Fall geht es um die Erweiterung eines altrechtlichen MÃ¶belhauses, bei dessen Errichtung noch keine UVP im Sinn der Umweltschutzgesetzgebung durchgefÃ¼hrt werden musste. Die Erweiterung der VerkaufsflÃ¤che ist erheblich und entspricht fÃ¼r sich selbst fast schon dem Schwellenwert von 5000 m<sup>2</sup> gemÃ¤ss Ziffer 80.5 des Anhangs zur UVPV. Die bisherige VerkaufsflÃ¤che wird um knapp 79 % vergrÃ¶ssert. Zusammen mit der bereits bestehenden VerkaufsflÃ¤che, fÃ¼r die noch nie eine UVP durchgefÃ¼hrt werden musste, wird das Doppelte des Schwellenwerts Ã¼berschritten. Alle diese Faktoren sprechen fÃ¼r die UVP-Pflicht.</span></p> <p class="Erwgung3"><b><span>2.3.2 </span></b><span>Die Vorinstanz bezweifelt, dass mit den "Einkaufszentren" in Ziffer 80.5 des Anhangs zur UVPV auch GrosslÃ¤den gemeint seien. Die von einem Grossladen wie einem MÃ¶belhaus verursachten Umweltbelastungen seien bedeutend geringer als die Belastungen durch ein gleich grosses Einkaufzentrum mit verschiedenen VerkaufslÃ¤den. Selbst wenn die Annahme der Vorinstanz zutreffen sollte, wÃ¤re die von ihr angefÃ¼hrte mindere Umweltbelastung durch ein MÃ¶belhaus nicht bereits bei der ÃberprÃ¼fung der UVP-Pflicht, sondern erst im UVP-Verfahren zu berÃ¼cksichtigen. Mit der Umschreibung der Anlagetypen mitsamt gewissen Schwellenwerten wollte der Bundesrat â wie vorne ausgefÃ¼hrt â eine praktikable LÃ¶sung im Interesse der Rechtssicherheit treffen. Wenn ein bestimmter Anlagetyp den jeweiligen Schwellenwert Ã¼berschreitet, ist eine UVP erforderlich. Diese klare Regelung darf von den BewilligungsbehÃ¶rden nicht unterlaufen werden, indem die Umschreibung der Anlagetypen restriktiv ausgelegt wird. Auf jeden Fall findet die Unterscheidung nach Einkaufszentren mit nur einem und solchen mit mehreren VerkaufsgeschÃ¤ften im einschlÃ¤gigen Bundesrecht keine StÃ¼tze.</span></p> <p class="Erwgung3"><b><span>2.3.3 </span></b><span>Angesichts des Zwecks der UVP, des erheblichen Umfangs der VerkaufsflÃ¤chenerweiterung und des klaren Wortlauts von Ziffer 80.5 des Anhangs zur UVPV kann der vor­instanzlichen Ansicht nicht gefolgt werden, nach welcher im vorliegenden Fall die UVP-Pflicht nicht feststehe. Vielmehr ergibt sich diese aus Art. 2 in Verbindung mit Ziffer 80.5 des Anhangs der UVPV.</span></p> <p class="Erwgung1"><b><span>3. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Unterliegt ein Ãnderungsprojekt wie im vorliegenden Fall der UVP-Pflicht, so ist der BeschwerdefÃ¼hrer gemÃ¤ss Art. 55 USG auch befugt, sÃ¤mtliche Interessen des Umweltschutzes geltend zu machen (BGE 126 II 460 E. 2 am Ende). Er kann damit auch geltend machen, in einem bestimmten Verfahren sei eine UVP zu Unrecht unterblieben. Verneint die zustÃ¤ndige BehÃ¶rde die UVP-Pflicht, so ist das Rechtsmittel abzuweisen, andernfalls ist es gutzuheissen. Der Regierungsrat hÃ¤tte als Vorinstanz demnach â selbst wenn er die UVP-Pflicht verneint hat â unter diesem Gesichtspunkt auf den Rekurs eintreten mÃ¼ssen, wenn die Ã¼brigen Prozessvoraussetzungen erfÃ¼llt gewesen wÃ¤ren (VGr, 29. MÃ¤rz 2001, VB.2001.00001, E. 2a, www.vgrzh.ch). Letzteres hat die Vorinstanz verneint, da die BeschwerdefÃ¼hrerin das Rekursrecht gemÃ¤ss § 316 PBG verwirkt habe.</span></p> <p class="Erwgung1"><b><span>4. </span></b><span> </span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>4.1 </span></b><span>Die Bewilligung von Anlagen, fÃ¼r die eine UVP durchgefÃ¼hrt werden muss, ist gemÃ¤ss Art. 55 Abs. 1 USG den beschwerdeberechtigten Organisationen durch schriftliche Mitteilung oder Publikation im Bundesblatt oder Amtsblatt zu erÃ¶ffnen (Art. 55 Abs. 4 Satz 1 USG). Damit sich die entsprechenden Organisationen von Anfang an am Verfahren beteiligen kÃ¶nnen (Art. 55 Abs. 4 Satz 2 USG), haben Rechtsprechung und Lehre Mindestanforderungen an die Publikation des Projekts formuliert, die sich aus dem Zweck der Publikation ergeben. Diese soll den berechtigten Organisationen eine erste Meinungsbildung zur Bedeutung des Vorhabens unter Umweltschutzaspekten und zur Notwendigkeit einer Anfechtung ermÃ¶glichen (Theodor H. Loretan in: Kommentar zum Umweltschutzgesetz, 2002, Art. 55 N. 44). Die Publikation muss mindestens Ã¼ber Art, Zweck und Umfang des Vorhabens, Ort und raumplanerische Einordnung sowie betroffene bundes- oder kantonalrechtlich geschÃ¼tzte Gebiete Aufschluss geben (Peter M. Keller, Das Beschwerderecht der Umweltorganisationen, AJP 1995, S. 1125 ff., 1131; Isabelle Romy, Les droits de recours administratif des particuliers et des organisations en matiÃ¨re de protection de l'environnement, URP 2001, S. 248 ff., 272). Bei UVP-pflichtigen Vorhaben mÃ¼ssen entsprechend dem Zweck der Publikation auch der Grund der UVP und die massgeblich betroffenen Umweltbereiche in Stichworten aufgefÃ¼hrt werden (Loretan in: Kommentar USG, Art. 55 N. 44). Im Hinblick auf die fÃ¼r die UVP-Pflicht massgeblichen Schwellenwerte sind auch bezÃ¼glich der dafÃ¼r relevanten Dimensionen (Quadratmeterzahlen, Parkplatzzahlen etc.) Angaben zu machen; dies zumindest dann, wenn die Schwellenwerte nicht deutlich unterschritten werden.</span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>4.2 </span></b><span>Die Vorinstanz hat die Publikation des Projekts darauf hin Ã¼berprÃ¼ft, ob sie in Einklang mit den Anforderungen von § 314 Abs. 3 PBG die nÃ¶tigen Angaben Ã¼ber Ort und Art des Vorhabens sowie Ã¼ber den Gesuchsteller enthielt. Diese Frage hat sie bejaht. Da zum Zeitpunkt der Publikation Unklarheit Ã¼ber eine allfÃ¤llige UVP-Pflicht bestanden habe, hÃ¤tten die soeben beschriebenen strengeren Anforderungen an die Publikation nicht angewandt werden mÃ¼ssen, was die Publikation des Ausbauprojekts als genÃ¼gend erscheinen lasse. Die Publikation sei anderseits aber prÃ¤zis genug gewesen, damit bei einem aufmerksamen, fÃ¼r eine ideelle Organisation arbeitenden Leser, dem die VerhÃ¤ltnisse in ZÃ¼rich-Nord nicht vÃ¶llig fremd seien, der Verdacht hÃ¤tte aufkommen mÃ¼ssen, dass es sich um ein grÃ¶sseres MÃ¶belkaufhaus handelte. Die Ausschreibung hÃ¤tte nach vorinstanzlicher Ansicht von einer Umweltorganisation, welche die von ihr zu erwartende Sorgfalt bei der AusÃ¼bung ihres Beschwerderechts nach Art. 55 USG aufgewendet hÃ¤tte, als "problematisch" erkannt werden mÃ¼ssen. Der bescheidene Aufwand, der mit einem Zustellungsbegehren gemÃ¤ss § 315 PBG verbunden sei, wÃ¤re vom BeschwerdefÃ¼hrer als bedeutender Umweltschutzorganisation zu erwarten gewesen. Dies ergebe sich allein schon daraus, dass der BeschwerdefÃ¼hrer in frÃ¼heren Verfahren, in denen ebenfalls keine UVP durchgefÃ¼hrt worden sei, die von ihm vertretenen Interessen zu wahren gewusst habe. Der BeschwerdefÃ¼hrer habe deshalb sein Beschwerderecht gemÃ¤ss § 316 Abs. 1 PBG verwirkt, weshalb auf seinen Rekurs nicht einzutreten sei.</span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>4.3 </span></b><span>FÃ¼r die Anforderungen, die an die Publikation eines Bauprojekts gestellt werden, kann nicht entscheidend sein, ob sich die zustÃ¤ndige BehÃ¶rde zum Zeitpunkt der Publikation Ã¼ber eine allfÃ¤llige UVP-Pflicht im Klaren war. Die UVP-Pflicht lÃ¤sst sich grundsÃ¤tzlich aus dem einschlÃ¤gigen Bundesrecht in objektiver Weise ableiten. Der Wissensstand oder die Rechtsauffassung einer einzelnen BehÃ¶rde ist dabei nicht massgeblich. Die Publikation muss im vorliegenden Fall deshalb den strengeren Anforderungen genÃ¼gen, die bei einem UVP-pflichtigen Projekt gelten (vorn 4.1).</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Der Publikation des Projekts war weder eine Angabe zu einem allfÃ¤lligen UVB noch zum Umfang der Erweiterung zu entnehmen. Gerade zum Umfang der Erweiterung, der lediglich 30 m</span><sup><span>2</span></sup><span> unter dem Schwellenwert von 5'000 m</span><sup><span>2</span></sup><span> lag, hÃ¤tten nach den vorstehenden AusfÃ¼hrungen Angaben gemacht werden mÃ¼ssen (vorn E. 4.1). Allein die Formulierung, dass das bisherige Attikageschoss in zwei Vollgeschosse und zwei Dachgeschosse umgewandelt werden solle, lÃ¤sst noch keine RÃ¼ckschlÃ¼sse auf den Umfang des Projekts zu. Es hÃ¤tte sich grundsÃ¤tzlich auch um ein viel kleineres GebÃ¤ude handeln kÃ¶nnen, mit dessen Ausbau nur eine viel geringere Zunahme der VerkaufsflÃ¤che verbunden gewesen wÃ¤re. Objektiv betrachtet musste deshalb auch bei einem aufmerksamen Leser nicht der Verdacht aufkommen, dass es sich hier um eine derart umfangreiche Erweiterung der VerkaufsflÃ¤che handelte.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Soweit die Vorinstanz geltend macht, der BeschwerdefÃ¼hrer habe in frÃ¼heren Verfahren die von ihm vertretenen Interessen zu wahren gewusst, indem er die Objekte, die eigentlich der UVP unterstanden hÃ¤tten, zu identifizieren vermochte, kann ihren SchlÃ¼ssen nicht gefolgt werden. Es ist nicht zulÃ¤ssig, an eine Umweltorganisation, die sich aktiv bereits an verschiedenen Verfahren beteiligt hat, hÃ¶here Anforderungen zu stellen als an Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter anderer Umweltorganisationen. Dass der BeschwerdefÃ¼hrer in diesem speziellen Fall nicht zwischen den Zeilen der wenig aussagekrÃ¤ftigen Publikation zu lesen vermochte, kann ihm nicht zum Nachteil angerechnet werden. Vielmehr ist hier davon auszugehen, dass die Publikation den Anforderungen nicht genÃ¼gte, weil sie zu massgeblichen Punkten keine Angaben enthielt. Deshalb durfte vom BeschwerdefÃ¼hrer auch objektiv nicht erwartet werden, sich innert der zwanzigtÃ¤gigen Frist den Entscheid gemÃ¤ss § 315 Abs. 1 PBG zustellen zu lassen.</span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>4.4 </span></b><span>Dem BeschwerdefÃ¼hrer war es bei aller zumutbaren Aufmerksamkeit objektiv nicht mÃ¶glich, sein allfÃ¤lliges Beschwerderecht aufgrund der Publikation des Projekts, die den Anforderungen von Art. 55 Abs. 4 Satz 1 USG nicht genÃ¼gte, zu erkennen. Er hat sein Rekursrecht daher nicht verwirkt, weshalb die Vorinstanz auf seinen Rekurs hÃ¤tte eintreten mÃ¼ssen.</span></p> <p class="Erwgung1"><b><span>5. </span></b><span> </span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>5.1 </span></b><span>Die Vorinstanz schloss sich der Ansicht der Beschwerdegegnerinnen an, nach welcher die Baubewilligung formell rechtskrÃ¤ftig geworden sei. Weiter sei die Bewilligung bereits konsumiert worden, was grundsÃ¤tzlich gegen deren AbÃ¤nderbarkeit spreche. Schliesslich habe der BeschwerdefÃ¼hrer auch nach dem Studium der Bauunterlagen keine umweltrechtlichen MÃ¤ngel benennen kÃ¶nnen. Das Ã¶ffentliche Interesse an der nachtrÃ¤glichen DurchfÃ¼hrung einer UVP vermÃ¶ge deshalb das private Interesse der Beschwerdegegnerin 1, das Baubewilligungsverfahren nicht nochmals aufnehmen zu mÃ¼ssen, nicht aufzuwiegen. Es sei der Beschwerdegegnerin 1 nicht zuzumuten, sich auf einen jahrelangen Rechtsstreit einlassen zu mÃ¼ssen und allein zur AbklÃ¤rung der UVP-Pflichtigkeit kostenintensive Gutachten vorfinanzieren zu mÃ¼ssen.</span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>5.2 </span></b><span>Diese Auffassung trifft nicht zu. Solange die Baubewilligung noch vom BeschwerdefÃ¼hrer angefochten werden konnte, erwuchs sie nicht in Rechtskraft. Eine InteressenabwÃ¤gung, wie sie beim Widerruf einer bereits rechtskrÃ¤ftigen Bewilligung vorzunehmen wÃ¤re, findet daher in diesem Stadium nicht statt. Ob im konkreten Fall eine Verletzung von umweltrechtlichen Vorschriften vorliegt, kann erst nach DurchfÃ¼hrung der UVP beurteilt werden; diese wurde hier, wie gezeigt (E. 2.3), zu Unrecht unterlassen.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Die Baubewilligung ist daher aufzuheben, und die BaubehÃ¶rde wird nach DurchfÃ¼hrung der UVP Ã¼ber deren Erteilung zu entscheiden haben. Falls die Bewilligung nicht oder nicht in der bisherigen Weise erteilt werden kann, ist mit Blick auf die Wiederherstellung des rechtmÃ¤ssigen Zustandes zu prÃ¼fen, wieweit der Bauherrschaft der Abbruch oder die Ãnderung der bereits erstellten Baute noch zugemutet werden kann (vgl. Alfred KÃ¶lz/JÃ¼rg Bosshart/Martin RÃ¶hl, Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons ZÃ¼rich, 2. A., ZÃ¼rich 1999, § 30 N. 52 ff.; Walter Haller/Peter Karlen, Raumplanungs-, Bau- und Umweltrecht, 3. A., Band I, ZÃ¼rich 1999, N. 859 ff.; Peter HÃ¤nni, Planungs-, Bau- und besonderes Umweltschutzrecht, 4. A., Bern 2002, S. 326 ff.; Christoph Fritzsche/Peter BÃ¶sch, ZÃ¼rcher Planungs- und Baurecht, 3. A., ZÃ¼rich 2003, S. 24-9 ff.).</span></p> <p class="Erwgung1"><b><span>6. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Wurde mit der angefochtenen Anordnung nicht auf die Sache eingetreten, kann das Verwaltungsgericht die Angelegenheit zu neuer Entscheidung an die Vorinstanz zurÃ¼ckweisen (§ 64 Abs. 1 VRG). Ausnahmsweise kann das Gericht auch bei Aufhebung eines Nichteintretensbeschlusses der Vorinstanz einen Sachentscheid fÃ¤llen (siehe KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 63 N. 11).</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Der BeschwerdefÃ¼hrer verlangt die Aufhebung des angefochtenen Rechtsmittelentscheids und die RÃ¼ckweisung der Sache an die Vorinstanz. Diese habe auf die Sache einzutreten und die Sache ihrerseits an die Beschwerdegegnerin 2 zurÃ¼ckzuweisen. Das Verwaltungsgericht ist an diese prozessualen AntrÃ¤ge nicht gebunden. Eine direkte RÃ¼ckweisung an die Beschwerdegegnerin 2 rechtfertigt sich aus verfahrensÃ¶konomischen GrÃ¼nden (KÃ¶lz/Boss­hart/RÃ¶hl, § 63 N. 11) und liegt im Interesse der Verfahrensbeschleunigung (§ 4a VRG).</span></p> <p class="Erwgung1"><b><span>7. </span></b><span> </span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>7.1 </span></b><span>Da der BeschwerdefÃ¼hrer mit seinen Rechtsbegehren durchdringt, sind die Kosten des verwaltungsgerichtlichen Verfahrens der Beschwerdegegnerschaft aufzuerlegen (§ 13 Abs. 2 in Verbindung mit § 70 VRG).</span></p> <p class="Erwgung2"><span>Der BeschwerdefÃ¼hrer beantragt, die Kosten der privaten Beschwerdegegnerin 1 sowie der Vorinstanz aufzuerlegen. Einer Vorinstanz, die bereits als RechtsmittelbehÃ¶rde entschieden hat, kommt jedoch in einem darauf folgenden Rechtsmittelverfahren lediglich parteiÃ¤hnliche Stellung zu (KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 13 N. 26). Mit RÃ¼cksicht auf diese besondere Funktion sind die Gerichtskosten nur dann der Vorinstanz aufzuerlegen, wenn diese die Kosten durch klare VerfahrensmÃ¤ngel verursacht hat (vgl. RB 1989 Nr. 4; VGr, 11. Februar 2004, VB.2003.00400, E. 4, www.vgrzh.ch). Die Voraussetzungen fÃ¼r eine solche Kostenauflage sind im vorliegenden Fall jedoch nicht erfÃ¼llt. Zudem untersteht die Verlegung der verwaltungsgerichtlichen Kosten nicht der Disposition einer beschwerdefÃ¼hrenden Partei. Die Kosten sind deshalb der privaten Beschwerdegegnerin 1 aufzuerlegen.</span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>7.2 </span></b><span>Die Beschwerde hat schwierige Rechtsfragen aufgeworfen, die den Beizug eines Rechtsbeistandes rechtfertigten (§ 17 Abs. 2 lit. a VRG). Die unterliegende Beschwerdegegnerin 1 ist deshalb zur Leistung einer angemessenen EntschÃ¤digung fÃ¼r die Umtriebe des BeschwerdefÃ¼hrers, die im Zusammenhang mit dem Beschwerdeverfahren angefallen sind, verpflichtet.</span></p> <p class="Einzug1"><span>DemgemÃ¤ss </span><span><a id="Text25"></a>entscheidet</span><span> die Kammer</span><span>:</span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>1. Die Beschwerde wird gutgeheissen. Der Regierungsratsbeschluss und die angefochtenen Baubewilligungen vom 20. Januar 1999 und 26. Februar 2001 werden aufgehoben und die Akten zur Neubeurteilung im Sinn der ErwÃ¤gungen an die Gemeinde X zurÃ¼ckgewiesen.</span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>2. Die GerichtsgebÃ¼hr wird festgesetzt auf <br/> Fr. 6'000.--; die Ã¼brigen Kosten betragen:<br/> Fr. 60.-- Zustellungskosten,<br/> Fr. 6'060.-- Total der Kosten.</span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>3. Die Gerichtskosten sowie die Kosten der Vorinstanz im Betrag von Fr. 1'759.- werden der privaten Beschwerdegegnerin auferlegt.</span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>4. Die private Beschwerdegegnerin wird verpflichtet, dem BeschwerdefÃ¼hrer fÃ¼r die Unkosten vor beiden Instanzen eine ParteientschÃ¤digung von Fr. 3'000.- (Mehrwertsteuer inbegriffen) zu bezahlen, zahlbar innert 30 Tagen ab Rechtskraft dieses Entscheids.</span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>5. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen, von der Zustellung an gerechnet, Verwaltungsgerichtsbeschwerde beim Bundesgericht erhoben werden.</span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>6. â¦</span></p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>