Nr. 29 Öffentliches Beschaffungswesen. Art. 29 Abs. 1 BV. Art. 38 Abs. 3, Art. 39 Abs. 1 und Art. 42 lit. a SubV. Die Ben achrichtigung aller Anbieter nach Art. 38 Abs. 3 SubV stellt keine anfechtbare Ve rfügung dar. Anfechtbar ist nur die als Ver- fügung auszugestaltende begründete Mitteilung nach Art. 39 Abs. 1 SubV. Nur eine einlässliche Begründung lässt eine substanziierte Anfechtung eines Entscheides zu. Der entscheidenden Behörde soll auch die Möglichkeit geboten werden, ihren Entscheid umfassend zu begründen. Nur so lässt sich darlegen, dass sie sich von sachlichen Argumenten hat leiten lassen und keine willkürliche Entscheidung ge- troffen hat. Der Betroffene kann nicht vo n sich aus über die Begründungsdichte ei- nes Entscheides verfügen, in dem er auf eine Begründung verzichtet. Es stellt kei- nen überspitzten Formalismus dar, wenn vom Beschwerdeführer verlangt wird, dass er eine anfechtbare Verfügung einzuhol en gehabt hätte. Diese erfüllt eine sachliche Funktion und an die Einforderung si nd geringe formelle Voraussetzungen gestellt. Obergericht, 09. April 2003, OG V 02 18