Motion du groupe Adl/PEP 2486 N 13 décembre 1991 hensweise auch auf andere Staaten der Region angewandt werden. Die Ausdehnung dieser Politik auf die Sowjetunion oder ge- wisse Republiken, aus denen sie heute aufgebaut ist, muss im Lichte des dort laufenden Umwandlungsprozesses unter- sucht werden. Allerdings wird diese Politik alleine noch keine paneuropäi- sche Freihandelszone schaffen. Nur durch zusätzliche Ver- träge zwischen den mittel- und osteuropäischen Ländern, den lEfta-Staaten und der EG kann eine Homogenität der Regeln erreicht werden. Auch in diesem Bereich bemüht sich die Schweiz, die Kompatibilität der verschiedenen Regimes zu verbessern. Der Bundesrat erachtet eine solche Politik deshalb nicht als Al- ternative, sondern als Zusatz zu seiner Politik der europäi- • sehen Integration. Schriftliche Erklärung des Bundesrates Déclaration écrite du Conseil fédéral Der Bundesrat beantragt, die Motion in ein Postulat umzuwan- deln. Ueberwiesen als Postulat - Transmis comme postulat #ST# 90.673 Motion Bund! Lenkungsabgabe auf Treib- und Brennstoffen Taxe d'incitation sur les carburants et les combustibles Wortlaut der Motion vom 17. September 1990 Der Bundesrat wird beauftragt, so rasch als möglich eine Len- kungsabgabe auf fossilen Treib- und Brennstoffen einzufüh- ren, entweder über den Benzin- und Oelpreis oder in der Form einer CO2-Abgabe. Die Mittel sollen zur Verbilligung der Tarife des öffentlichen Verkehrs, für gezielte Energie- und Umwelt- schutzmassnahmen sowie als Beiträge an die Krankenkassen eingesetzt werden. Texte de la motion du 17 septembre 1990 Le Conseil fédéral est chargé d'introduire le plus rapidement possible une taxe d'incitation sur les carburants et les com- bustibles fossiles, soit en augmentant le prix de l'essence et du pétrole, soit sous la forme d'une taxe sur le C02. Les fonds ainsi obtenus serviront à réduire les tarifs des transports pu- blics, à financer des mesures appropriées en matière d'écono- mie d'énergie et de protection de l'environnement et à alimen- ter les caisses-maladie. Mitunterzeichner - Cosignataires: Ammann, Bäumlin, Bircher Silvio, Bodenmann, Borei François, Braunschweig, Brügger Cyrill, Carobbio, Danuser, Eggenberger Georges, Euler, Fankhauser, Haering Binder, Hafner Ursula, Haller, Jeanprê- tre, Lanz, Leuenberger Ernst, Longet, Matthey, Mauch Ursula, Neukomm, Pitteloud, Rechsteiner, Reimann Fritz, Stappung, Uchtenhagen, Ulrich, Vollmer, Ziegler Jean, Züger (31) Schriftliche Begründung - Développement par écrit Die Situation des vergangenen Sommers mit den häufig über den zulässigen Grenzen liegenden Ozonwerten zeigt, dass die bisherigen Massnahmen nicht genügen. Die Luftverunrei- nigung hat eine Grenze erreicht, da nicht nur Pflanzen und Tiere, sondern zunehmend auch Menschen darunter leiden. [Entschiedenere, wirksamere und raschere Massnahmen drängen sich auf. Die Realisierung des bisher diskutierten fahrleistungsabhän- gigen Oekobonus scheint dem Vernehmen nach auf grosse Schwierigkeiten zu stossen (die Messgeräte sollen bei vielen Fahrzeugen nicht montierbar sein). Die mit dieser Motion vor- geschlagene Lenkungsabgabe hat zum Ziel, den Verbrauch von fossilen Treib- und Brennstoffen und damit den CO2-Aus- stosszu reduzieren und die Sparer zu belohnen. Die anvisierte Verwendung der Mittel entspricht dem Verursacherprinzip. Die Lenkungsabgabe soll einmal erreichen, dass mehr Leute vom individuellen Motorfahrzeug auf das öffentliche Verkehrs- mittel umsteigen. Wer das öffentliche Verkehrsmittel benützt, wird begünstigt Die Begünstigung im Sinne von Tarifredukti- onsbeiträgen kann der Bund direkt in seinem Bereich vorneh- men (SBB, PTTund konzessionierte Unternehmungen), aber auch noch indirekt Kantonen und Gemeinden (z. B. zugun- sten von günstigen Umweltabonnements oder Nulltarifen etc.) zukommen lassen. Für abgelegene Berggebiete wären spezi- elle Förderungsmassnahmen (wie z. B. umweltfreundliche Ruftaxis etc.) ins Auge zu fassen. Von solchen Massnahmen darf ein erheblicher Umsteigeeffekt erwartet werden. Ein Teil der Erträge der Lenkungsabgabe soll alsdann gezielt für Energiespar- und Umweltschutzmassnahmen eingesetzt werden. So soll in erster Linie der Sektor der alternativen Ener- gien gefördert werden, insbesondere Pilotprojekte für Solar- fahrzeuge und treibstoff-, abgas- und lärmarme Motorfahr- zeuge (Forschung, Entwicklung und Erstserienherstellung). Auch das Energiesparen im Bereiche der Wärme- und Haus- technik sowie der industriellen Produktion soll aus den Mitteln der Abgabe gefördert werden. Finanzielle Anreize sind eine Möglichkeit, den Verbrauch fossiler Brenn- und Treibstoffe zu vermindern. Neuerdings auftretende Krankheiten weisen auf Zusammen- hänge mit der Luftverschmutzung hin. Im Sinne des Kausalzu- sammenhangs soll deshalb ein weiterer Teil der Erträge der Lenkungsabgabe als Beitrag an die Krankenkassen verwen- det werden. Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates von November 1991 (Siehe Seite 2082 hiervor) Rapport écrit du Conseil fédéral de novembre 1991 (Voir page 2088 ci-devant) Wir verweisen auf Teil II, Ziffern 15 und 16, unserer Stellung- nahme. Schriftliche Erklärung des Bundesrates Déclaration écrite du Conseil fédéral Der Bundesrat beantragt, die Motion in ein Postulat umzuwan- deln. Präsident: Der Vorstoss wird von Herrn Scherrer Jürg be- kämpft Die Diskussion wird verschoben. Verschoben - Renvoyé #ST# 90.715 Motion der LdU EVP-Fraktion Marktwirtschaftliche Energiepolitik Motion du groupe Adl/PEP Politique énergétique axée sur l'économie de marché Wortlaut der Motion vom 24. September 1990 Aufgrund der Annahme des Energieartikels und der Moratori- ums-initiative am 23. September 1990 drängt sich die Anwen- dung zusätzlicher, vor allem marktwirtschaftlich ausgestalte- ter, energie- und umweltpolitischer Instrumente auf.13. Dezember 1991 2487 Motion Ruf 1. Der Bundesrat wird ersucht, Vorkehren zu treffen, welche die Elektrizitätsproduzenten veranlassen, die Stromtarife nach den Grenzkosten auszurichten. Entsprechende Massnahmen sind entweder im Energienutzungsbeschluss oder aufgrund bestehender Kompetenzen (zum Beispiel Art 24quater BV) vorzusehen. 2. Der Bundesrat wird ersucht, eine Energieabgabe einzufüh- ren (zum Beispiel aufgrund des geltenden Umweltschutz- rechts), mit der im Sinne des Verursacherprinzips eine Interna- lisierung der Emissions-, Sicherheits- und Entsorgungsfolge- kosten, die bisher nicht von den Anbietern getragen werden, anzustreben ist. 3. Der Bundesrat wird ersucht, den Einsatz der finanziellen Mittel im Bereich der Energieforschung zugunsten von Im- pulsprogrammen für umweltfreundliche, einheimische und dezentrale Energieträger sowie rationelle Energienutzung um- zulagern. Texfe cte la motion du 24 septembre 1990 Après l'acceptation de l'article constitutionnel sur l'énergie et du moratoire nucléaire, le 23 septembre 1990, il est urgent de mettre en place de nouveaux instruments visant à axer la politi- que énergétique sur l'économie de marché et la protection de l'environnement. Le Conseil fédéral est donc prié de prendre les mesures suivantes: 1. Inciter les producteurs de courant électrique à calculer leurs tarifs en fonction des coûts marginaux. Les dispositions perti- nentes seront soit insérées dans l'arrêté sur l'utilisation de l'énergie, soit fondées sur les compétences existantes (par exemple l'article 24quater Cst). 2. Instituer une redevance sur l'énergie (par exemple en vertu de la législation relative à la protection de l'environnement), de manière à internaliser les coûts liés aux émissions, à la sécu- rité et à l'élimination des déchets, conformément au principe du pollueur-payeur, dans la mesure où ces frais ne sont pas encore supportés par ceux qui les occasionnent 3. Orienter l'utilisation des moyens financiers afférents à la re- cherche énergétique en faveur de programmes de promotion de l'utilisation rationnelle et décentralisée d'énergies indigè- nes ménageant l'environnement Sprecher-Porte-parole: Jaeger Schriftliche Begründung Die Urheber verzichten auf eine Begründung und wünschen eine schriftliche Antwort. Développement par écrit Les auteurs renoncent au développement et demandent une réponse écrite. Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates vonNovember1991 (Siehe Seite 2082 hiervor) Für Punkt 1 der Motion verweisen wir auf Teil II, Ziffern 3 und 17, für Punkt 2 auf Ziffern 15 und 16, für Punkts auf Ziffer 10 der Stellungnahme. Rapport écrit du Conseil fédéral de novembre 1991 (Voir page 2088 ci-devant) Nous vous renvoyons à la partie II de notre réponse, aux chiffres 3 et 17 pour le premier point de la motion, aux chiffres 15 et 16 pour le point 2 et au chiffre 10 pour le point 3. Schriftliche Erklärung des Bundesrates Der Bundesrat beantragt, die Motion in ein Postulat umzuwan- deln. Déclaration écrite du Conseil fédéral Le Conseil fédéral propose de transformer la motion en postu- lat. Präsident: Der Vorstoss wird von Herrn Scherrer Jürg be- kämpft. Die Diskussion wird verschoben. Verschoben - Renvoyé #ST# 90.716 Motion Ruf Erforschung erneuerbarer Energien Recherche dans le domaine des énergies renouvelables Wortlaut der Motion vom 24. September 1990 Nach der Annahme des Volksbegehrens «Stopp dem Atom- kraftwerkbau (Moratorium)» einerseits und des Energiearti- kels 24octies der Bundesverfassung anderseits gilt es, die durch die Moratoriums-initiative entstandene Denkpause aktiv für die Erforschung erneuerbarer Energien zu nutzen, damit nach Ablauf der zehnjährigen Frist ein ausreichendes Energie- angebot zur Verfügung steht, um den Energiebedarf künftig ohne Atomstrom decken zu können und den definitiven Aus- stieg aus der Kernenergie zu beschliessen. Der Bundesrat wird deshalb beauftragt: 1. die bisher jährlich für die Kernenergieforschung verwende- ten Bundesgelder künftig für die Erforschung, Entwicklung und Erprobung von Techniken zur Nutzung umweltfreundli- cher, erneuerbarer Energiequellen (namentlich der Sonnen- energie, der Windenergie und der Bioenergie) einzusetzen;! 2. darüber hinaus zusätzliche Mittel für diesen Zweck zur Ver- fügung zu stellen. Texte de la motion du 24 septembre 1990 Après l'acceptation par le peuple suisse de l'initiative pour un moratoire nucléaire et de l'adjonction d'un article 24octies sur l'énergie dans la Constitution fédérale, il convient d'exploiter activement le moratoire en procédant à une étude des éner- gies renouvelables. Il faut en effet qu'au bout des dix années prévues, notre pays dispose d'un choix suffisant de formes d'énergie pour pouvoir couvrir ses besoins sans recourir aux centrales atomiques et pouvoir décider de renoncer définitive- ment au nucléaire. Le Conseil fédéral est donc chargé: 1. de consacrer dorénavant les sommes prévues jusqu'ici chaque année pour la recherche nucléaire, à l'étude, au déve- loppement et à l'application de techniques exploitant des sources d'énergie renouvelables (écologiques), telles que l'énergie solaire, l'énergie éolienne et la bioénergie; 2. de libérer des fonds supplémentaires à cet effet. Mitunterzeichner-Cosignataires: Steffen (1 ) Schriftliche Begründung - Développement par écrit Der Urheber verzichtet auf eine Begründung und wünscht eine schriftliche Antwort. Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates von November 1991 (Siehe Seite 2082 hiervor) Rapport écrit du Conseil fédéral de novembre 1991 (Voir page 2088 ci-devant) Wir verweisen auf Teil l sowie auf Teil II, Ziffer 10, unserer Stel- lungnahme.Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali Motion der LdU EVP-Fraktion Marktwirtschaftliche Energiepolitik Motion du groupe Adl/PEP Politique énergétique axée sur l'économie de marché In Amtliches Bulletin der Bundesversammlung Dans Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale In Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale Jahr 1991 Année Anno Band V Volume Volume Session Wintersession Session Session d'hiver Sessione Sessione invernale Rat Nationalrat Conseil Conseil national Consiglio Consiglio nazionale Sitzung 15 Séance Seduta Geschäftsnummer 90.715 Numéro d'objet Numero dell'oggetto Datum 13.12.1991 - 08:00 Date Data Seite 2486-2487 Page Pagina Ref. No 20 020 727 Dieses Dokument wurde digitalisiert durch den Dienst für das Amtliche Bulletin der Bundesversammlung. Ce document a été numérisé par le Service du Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale. Questo documento è stato digitalizzato dal Servizio del Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale.