<h2>SubmittedText<h2><p>Welche Überlegungen macht sich der Bundesrat zur Regionalpolitik der Departemente und Bundesämter? Werden regionale und föderale Aspekte bei Zentralisierungsentscheiden berücksichtigt?</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Der Bundesrat hat sich ausführlich im Dezentralisierungsbericht vom November 2003 mit den von der Interpellantin aufgeworfenen Fragen auseinandergesetzt. Der Bericht zeigte auf, dass die Bundesverwaltung bereits über einen hohen Dezentralisierungsgrad verfügt. Von den gut 50 000 Beschäftigten der zentralen und dezentralen Bundesverwaltung arbeitet nur knapp ein Drittel in der Agglomeration Bern. Die Arbeitsplätze der übrigen Bundesangestellten sind dezentral auf verschiedene Kantone verteilt. Der Bundesrat bestätigte daher seine bisherige Politik, bei der Schaffung neuer Verwaltungseinheiten auch die Möglichkeit einer Dezentralisierung prüfen zu lassen. Es besteht kein Anlass, von dieser Politik abzuweichen.</p><p>Das in der Begründung genannte Bundesamt für Meteorologie und Klimatologie (Meteo Schweiz) ist beispielhaft für eine seit je gut funktionierende dezentral organisierte Verwaltungseinheit. Meteo Schweiz ist in den drei Sprachregionen mit fünf Standorten vertreten (Zürich, Genf, Payerne, Locarno und Arosa) und weist mit einem Anteil von 34 Prozent an Mitarbeitern französischer und italienischer Muttersprache eine überdurchschnittliche Quote aus (2012, Durchschnitt der Bundesverwaltung: 28 Prozent). Im Rahmen der Reorganisation von Meteo Schweiz wurde zudem die Bedeutung der Regionalzentralen bekräftigt und wurden die Leiter der Regionalzentralen Genf und Locarno in die erweiterte Geschäftsleitung integriert.</p><p>Bei der angesprochenen Verschiebung der Produktion der Flughafen-Wetterprognose von Genf und Locarno nach Zürich handelt es sich schliesslich um eine veränderte interne Aufgabenzuteilung, die durch Verschiebungen anderer Aufgaben (Pollenflugprognose und Methodenentwicklung) kompensiert wird. Diese Aufgabenverschiebung hat keine Auswirkungen auf die Anzahl Arbeitsplätze in Genf und Locarno.</p>  Antwort des Bundesrates.