<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD HTML 4.01//EN"> <html> <head> <title>AGVE 2005 87 S.400</title> <meta charset="utf-8"/><meta content="text/html; charset=utf-8" http-equiv="CONTENT-TYPE"/> <meta content="Weblaw - www.weblaw.ch" name="Publisher"/> </head> <body> <div class="header"><span class="year">2005</span> <span class="title">Landwirtschaftliche Rekurskommission</span> <span class="page_no">400</span></div> <div class="page" id="S1"> <div role="main"><br/> [...]<br/> <br/> <span class="ft2"><b>87 Ausnahmebewilligung</b></span><br/> <span class="ft3">-</span> <span class="ft2"><b>Eine tierschutzrechtliche Ausnahmebewilligung kann nicht nach-</b></span><br/> <span class="ft2"><b>träglich eingeholt werden.</b></span><br/> <br/> <span class="ft5">Aus einem Entscheid der Landwirtschaftlichen Rekurskommission vom</span><br/> <span class="ft5">11. Mai 2005 in Sachen H. gegen Finanzdepartement (Abteilung Landwirt-</span><br/> <span class="ft5">schaft).</span><br/> <br/> <span class="ft6"><i>Aus den Erwägungen</i></span><br/> <br/> <span class="ft1">2.2.2.</span> <span class="ft1">Der durch den Beschwerdeführer erhobene Einwand,</span><br/> <span class="ft1">wonach er infolge der selbst durchgeführten Bauarbeiten den Aus-</span><br/> <span class="ft1">laufplatz nicht zur Verfügung hatte, weshalb er allenfalls Anspruch</span><br/> <span class="ft1">auf eine Ausnahmebewilligung gestützt auf Art. 76 Abs. 1ter TSchV</span><br/> <span class="ft1">gehabt hätte, ist nicht zu hören. Eine solche Ausnahmebewilligung</span><br/> <span class="ft1">ist durch den Beschwerdeführer zu beantragen und zum Zeitpunkt</span><br/> <span class="ft1">einer möglichen Kontrolle bereit zu halten. Würde man diesfalls eine</span><br/></div> </div> <div class="header"><span class="year">2005</span> <span class="title">Direktzahlungen</span> <span class="page_no">401</span></div> <div class="page" id="S2"> <div role="main"><br/> <span class="ft1">nachträgliche Prüfung zulassen, so würden Sinn und Zweck solcher</span><br/> <span class="ft1">Ausnahmebewilligungen untergraben. Zum einen müsste diesfalls</span><br/> <span class="ft1">das entsprechende Gesuch immer erst im Kontrollfall gestellt</span><br/> <span class="ft1">werden, zum anderen lässt sich häufig retrospektiv gar nicht mit</span><br/> <span class="ft1">genügender Klarheit nachweisen, ob ein Anspruch auf eine</span><br/> <span class="ft1">Ausnahmebewilligung zum Zeitpunkt des verweigerten Auslaufs</span><br/> <span class="ft1">bestanden hat oder nicht. Versäumt es der Tierhalter demnach, das</span><br/> <span class="ft1">entsprechende Gesuch gestützt auf Art. 76 Abs. 1ter TSchV rechtzei-</span><br/> <span class="ft1">tig zu stellen, so hat er die daraus resultierenden Nachteile - im</span><br/> <span class="ft1">vorliegenden Fall die Sanktion wegen vermindertem Auslauf - selbst</span><br/> <span class="ft1">zu tragen. Unter diesen Umständen kann die Frage offen gelassen</span><br/> <span class="ft1">werden, ob beim Vorliegen einer Ausnahmebewilligung von der di-</span><br/> <span class="ft1">rektzahlungsrechtlichen Sanktion abzusehen gewesen wäre (so neues</span><br/> <span class="ft1">Sanktionsschema 2001 B.1.2.2.) oder nicht (so die bisherige Recht-</span><br/> <span class="ft1">sprechung [Aargauische Gerichts- und Verwaltungsentscheide</span><br/> <span class="ft1">{AGVE} 2000, S. 459 f; Entscheid der Rekurskommission des</span><br/> <span class="ft1">Eidgenössischen Volkswirtschaftsdepartements {REKO/EVD} vom</span><br/> <span class="ft1">11. Februar 2000 i.S. H., S. 11]).</span><br/> <span class="ft1">(...)</span><br/></div> </div> </body> </html>