<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2000.00177</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="https://vgrzh.djiktzh.ch/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=https://vgrzh.djiktzh.ch&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=105539&amp;W10_KEY=4467150&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2000.00177</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 05.07.2000</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">3. Abteilung/Einzelrichter</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">FÃ¼rsorgerecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Sozialhilfe</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Sozialhilfe: Berücksichtigung von Erwerbsunkosten bei selbständiger Erwerbstätigkeit in der Bedarfsberechnung<br/><br/>Die Gewährung von Sozialhilfebeiträgen kann mit Weisungen verbunden werden. Eine Kürzung der Beiträge bedarf einer vorausgehenden Verwarnung (E. 4).<br/>Sozialhilfe können auch Erwerbstätige beanspruchen, soweit ihr Einkommen nicht ausreicht, und zwar unabhängig davon, ob sie unselbständig oder selbständig erwerbstätig sind. Das Gemeinwesen hat jedoch nicht auf Dauer das Betriebsrisiko eines Selbständigerwerbenden über Sozialhilfebeiträge zu tragen (E. 5).<br/>Wer als selbständiger Berater tätig ist, kann für die Berechnung des Nettoeinkommens Erwerbsunkosten grundsätzlich in Abzug bringen (E. 6a).<br/>Die beschwerdeführende Gemeinde kann sich nicht mit Erfolg auf die Akten lediglich des erstinstanzlichen Verfahrens beziehen, nachdem ihr die relevanten Akten des Rechtsmittelverfahrens im Rahmen des Akteneinsichtsrechts zugänglich waren (E. 6b).<br/>Bezahlte oder geschuldete Sozialversicherungsleistungsbeiträge sind einkommensmindernd zu berücksichtigen (E. 6c).<br/>Kosten für das Telefon - soweit geschäftlich bedingt - sowie für öffentliche Verkehrsmittel sind anzurechnen (E. 6 d/e).</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: AKTENEINSICHT">AKTENEINSICHT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ERWERBSUNKOSTEN">ERWERBSUNKOSTEN</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: SELBSTÃNDIGE ERWERBSTÃTIGKEIT">SELBSTÃNDIGE ERWERBSTÃTIGKEIT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: SOZIALHILFE">SOZIALHILFE</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: VERWARNUNG">VERWARNUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: FÃ¼rsorge ST: WIRTSCHAFTLICHE HILFE">WIRTSCHAFTLICHE HILFE</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade">§ 14 SHG</span><br/><span class="gerade">§ 21 SHG</span><br/><span class="ungerade">§ 24 SHG</span><br/><span class="gerade">§ 16 lit. II SHV</span><br/><span class="ungerade">§ 23 lit. d SHV</span><br/><span class="gerade">§ 8 VRG</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 4 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Einzug1"><span>I. <b>A</b> arbeitet seit Jahren im freien AuftragsverhÃ¤ltnis als Lebensbera­ter/Partnervermittler. Weil er mit seinem Erwerbseinkommen seinen Lebensunterhalt nicht mehr decken konnte, ersuchte er die FÃ¼rsorgebehÃ¶rde <b>X</b> am 1. Dezember 1998 um GewÃ¤hrung von wirtschaftlicher Hilfe. Diese lehnte das Gesuch trotz festgestellter Unterdeckung am 19. Januar 1999 ab mit der BegrÃ¼ndung, es sei dem Gesuchsteller zuzumuten, einem geregelten Nebenverdienst nachzugehen und er habe bei der Wohnungswahl eine teurere Variante als die ihm angebotene gewÃ¤hlt. Einen hiergegen erhobenen Rekurs von <b>A</b> hiess der Bezirksrat <b>Y</b> am 22. Juni 1999 gut und wies die Sache zur Neubeurteilung an die Vorinstanz zurÃ¼ck. Er erwog, dass es an einem Budget fehle, welches die effektiv erzielten NettoeinkÃ¼nfte berÃ¼cksichtige, und dass die NichtgewÃ¤hrung eines Fehlbetrages bzw. eine KÃ¼rzung erst mÃ¶glich sei, wenn keine aus­reichenden BemÃ¼hungen betreffend Arbeitsuche nachgewiesen seien, die KÃ¼rzung ange­droht und mit einem rekursfÃ¤higen Entscheid mitgeteilt worden sei. Entsprechend sei auch vorzugehen im Hinblick auf die Einstellung eines niedrigeren Mietzinses.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Mit Beschluss vom 7. Dezember 1999 wies die FÃ¼rsorgebehÃ¶rde <b>X</b> das Gesuch erneut ab. Sie beanstandete einerseits, dass die vom Gesuchsteller eingereichten Unterlagen unvollstÃ¤ndig und mangelhaft seien, und errechnete sodann ein durchschnittliches Monats­einkommen von <b>A</b> von Fr. 2'439.35 gegenÃ¼ber einem Existenzminimum ge­mÃ¤ss SKOS-Richtlinien von Fr. 2'202.20.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>II. Mit einem gegen diesen Beschluss erhobenen Rekurs verlangte <b>A</b>, dass er rÃ¼ckwirkend ab 1. Dezember 1998 mit Fr. 1'000.- monatlich unterstÃ¼tzt werde. Der Bezirksrat <b>Y</b> hiess das Rechtsmittel am 24. MÃ¤rz 2000 gut. Er erwog, die dem Rekur­renten anfallenden Erwerbsunkosten, mithin Telefonkosten, Sozialversicherungsabgaben und Auslagen fÃ¼r Ã¶ffentliche Verkehrsmittel seien als situationsbedingte Leistungen bei der Budgetierung zu berÃ¼cksichtigen. Die diesbezÃ¼glich im Rekursverfahren eingereichten Belege seien glaubhaft und ausreichend. FÃ¼r die Zeitspanne von Dezember 1998 bis De­zember 1999 sei von einem monatlichen Manko von Fr. Fr. 1'000.- auszugehen, welches dem Rekurrenten auszurichten sei. Ab Januar 2000 sei der UnterstÃ¼tzungsbetrag sodann neu zu berechnen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>III. Hiergegen wandte sich die FÃ¼rsorgebehÃ¶rde <b>X</b> am 9. Mai 2000 mit Be­schwerde an das Verwaltungsgericht und beantragte, der Rekursentscheid sei aufzuheben und der angefochtene Beschluss zu bestÃ¤tigten.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>In seiner Beschwerdeantwort vom 14. Juni 2000 beantragte <b>A</b> die Ab­weisung der Beschwerde. Gleichentags liess sich auch der Bezirksrat <b>Y</b> vernehmen und schloss ebenfalls auf Beschwerdeabweisung.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>Die Einzelrichterin zieht in ErwÃ¤gung:</span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>1. Die Beschwerde gegen den Beschluss des Bezirksrats <b>Y</b> ist nach § 19c Abs. 2 in Verbindung mit § 41 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959/ 8. Ju­ni 1997 (VRG) zulÃ¤ssig. Die Gemeinde <b>X</b> ist durch den Entscheid in ihren schutzwÃ¼rdigen Interessen betroffen und daher zur Anfechtung gemÃ¤ss § 70 in Verbindung mit § 21 lit. b VRG legitimiert. Da auch die Ã¼brigen Voraussetzungen erfÃ¼llt sind, ist auf die vorliegende Beschwerde einzutreten. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>2. Im Streit liegen monatliche Leistungen in HÃ¶he von Fr. 1'000.-. Nach der Praxis des Verwaltungs­gerichts bemisst sich der Streitwert bei periodischen Leistungen, nament­lich im Bereich der Sozial- und Jugendhilfe, in der Regel auf deren Summe innerhalb eines Jahrs (Alfred KÃ¶lz/JÃ¼rg Bosshart/Martin RÃ¶hl, Kommentar zum Verwaltungs­rechts­pfle­ge­gesetz des Kantons ZÃ¼rich, 2. A., ZÃ¼rich 1999, § 38 N. 5; RB 1998 Nr. 21). Damit fÃ¤llt die vorliegende Streitigkeit in den ZustÃ¤ndigkeitsbereich der Einzelrichterin (§ 38 Abs. 2 VRG).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>3. Das Verwaltungsgericht Ã¼berprÃ¼ft den angefochtenen Entscheid lediglich auf Rechtsverletzungen hin. Eine ErmessensÃ¼berprÃ¼fung steht ihm - ausser bei Ermessens­missbrauch und ErmessensÃ¼berschreitung - nicht zu (§ 50 Abs. 1 und 2 VRG).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>4. Die BeschwerdefÃ¼hrerin macht geltend, der Beschwerdegegner sei nicht bereit gewesen, sich beim Regionalen Arbeitsvermittlungszentrum (RAV) zu melden, obwohl eine berufliche Neuorientierung seit lÃ¤ngerer Zeit angezeigt sei. Weiter wirft sie dem Be­schwerdegegner erneut vor, ohne RÃ¼cksprache mit ihr eine Wohnung fÃ¼r Fr. 1'000.- ge­mietet zu haben. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Bereits im rechtskrÃ¤ftigen Rekursentscheid des Bezirksrates <b>Y</b> vom 22. Juni 1999 wurde die BeschwerdefÃ¼hrerin darauf hingewiesen, dass eine derart begrÃ¼ndete NichtgewÃ¤hrung oder KÃ¼rzung der wirtschaftlichen Hilfe eine entsprechende fÃ¶rmliche Weisung und Verwarnung der FÃ¼rsorgebehÃ¶rde voraussetze. Dies entspricht § 21 des Sozi­alhilfegesetzes vom 14. Juni 1981 (SHG), wonach die wirtschaftliche Hilfe mit Aufla­gen und Weisungen verbunden werden darf, die sich auf die richtige Verwendung der Bei­trÃ¤ge beziehen oder geeignet sind, die Lage des Hilfeemp­fÃ¤n­gers und seiner AngehÃ¶rigen zu verbessern. Mit einer derartigen Nebenbestimmung kÃ¶n­nen unter anderem die Auf­nahme einer zumutbaren Arbeit verlangt oder Ã¤hnliche Ver­hal­tensmass­regeln, die nach den UmstÃ¤nden angebracht erscheinen, aufgestellt werden (§ 23 lit. d der Verordnung zum Sozialhilfegesetz vom 21. Oktober 1981, SHV). Wird eine solche Weisung nicht befolgt, so ist der Hilfesuchende zu verwarnen; erst nach erfolgloser Verwarnung kÃ¶nnen die Leistungen gekÃ¼rzt werden (§ 24 SHG).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Aus den Akten geht weder hervor, dass dem Beschwerdegegner je eine fÃ¶rmliche Weisung zur Anmeldung beim RAV erteilt, noch dass er diesbezÃ¼glich verwarnt worden wÃ¤re. Das gleiche gilt mit Bezug auf den Wohnungsmietvertrag. Die Beschwerde ist in diesem Punkt offensichtlich unbegrÃ¼ndet. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>5. Die FÃ¼rsorgebehÃ¶rde <b>X</b> beruft sich sodann auf die SKOS-Richtlinien, wonach die Betriebskosten eines SelbstÃ¤ndigerwerbenden in der Regel nicht zu Lasten der Sozial­hilfe Ã¼bernommen wÃ¼rden.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Wer fÃ¼r seinen Lebensunterhalt nicht hinreichend oder rechtzeitig aus eigenen Mit­teln aufkommen kann, hat Anspruch auf wirtschaftliche Hilfe (§ 14 SHG). Zu den eigenen Mitteln gehÃ¶ren alle EinkÃ¼nfte und das VermÃ¶gen des Hilfesuchenden (§ 16 Abs. 2 SHV). Wirtschaftliche Hilfe kÃ¶nnen auch ErwerbstÃ¤tige beanspruchen, soweit ihr Einkommen fÃ¼r den Lebensunterhalt nicht reicht. Dabei unterscheiden Gesetz und Verordnung grundsÃ¤tz­lich nicht zwischen der wirtschaftlichen Hilfe fÃ¼r selbstÃ¤ndig und fÃ¼r unselbstÃ¤ndig Erwer­bende. Dem Grundsatz nach werden daher auch SelbstÃ¤ndigerwerbende unterstÃ¼tzt, hier gilt es jedoch zu vermeiden, dass das Gemeinwesen auf Dauer das Betriebsrisiko einer nicht gewinnbringenden selb­stÃ¤n­di­gen ErwerbstÃ¤tigkeit zu tragen hat. Daher muss die wirtschaftliche TÃ¤tigkeit oder das Projekt von SelbstÃ¤ndigerwerbenden langfristig Erfolg und eine anhaltende SelbstÃ¤ndigkeit versprechen (Charlotte Alfirev-Bieri, Leistungen der Sozialhilfe fÃ¼r Selb­stÃ¤n­digerwerbende, in: Zeitschrift fÃ¼r Sozialhilfe 94/1997, S. 129). Diesen GrundsÃ¤tzen entsprechen die SKOS-Richtlinien, welche unter Kap. H.7 ÃberbrÃ¼c­kungshilfen fÃ¼r SelbstÃ¤ndigerwerbende vorsehen, jedoch empfehlen, dass nach einer ge­wissen Zeitspanne anhand der notwendigen Unterlagen fachlich Ã¼berprÃ¼ft werde, ob die Voraussetzungen fÃ¼r das wirtschaftliche Ãberleben des Betriebes gegeben seien.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Der Beschwerdegegner ist offenbar schon seit Jahren im freien AuftragsverhÃ¤ltnis selbstÃ¤ndig erwerbstÃ¤tig. Seine TÃ¤tigkeit wirft sodann nach wie vor einen Nettogewinn ab, auch wenn dieser bereits seit einiger Zeit nicht mehr zur vollumfÃ¤nglichen Deckung der Lebenshaltungskosten ausreicht. Unter diesen UmstÃ¤nden stellt sich hier entgegen der Auf­fassung der BeschwerdefÃ¼hrerin nicht die Frage, ob dem Gemeinwesen die Ãbernahme eines Betriebsrisikos zuzumuten sei. Ebenso wenig geht es um die Ãbernahme von Be­triebskosten durch das Gemeinwesen, sondern einzig um die Berechnung des massgeben­den Nettoeinkommens des SelbstÃ¤ndigerwerbenden. Soweit angesichts der anhaltenden finanziellen Notlage des Beschwerdegegners die Frage einer berufliche Neuorientierung zwar durchaus berechtigt sein mag, lÃ¤sst sich eine solche wiederum nur mittels Weisung und Verwarnung der FÃ¼rsorgebehÃ¶rde und nicht direkt mittels LeistungskÃ¼rzung durchset­zen. DiesbezÃ¼glich gilt das vorstehend unter ErwÃ¤gung 4 AusgefÃ¼hrte.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>6. a) GemÃ¤ss Kap. E.1.2 der SKOS-Richtlinien wird bei ErwerbstÃ¤tigkeit das Nettoein­kommen voll angerechnet (ebenso Felix Wolffers, Grundriss des Sozialhilferechts 2.A., Bern/Stuttgart/Wien 1999, S. 154). Zur Ermittlung des Nettoeinkommens sind die effektiven mit der (selbstÃ¤ndigen oder unselbstÃ¤ndigen) ErwerbstÃ¤tigkeit verbundenen Un­kosten ab­zugs­fÃ¤hig. Bei der Anrechnung der Erwerbsunkosten ist sodann zu beachten, dass gewisse Kostenanteile z.B. fÃ¼r Ã¶ffentliche Verkehrsmittel im Ortsnetz bereits im Grundbedarf fÃ¼r den Lebensunterhalt berÃ¼cksichtigt sind, so dass hier nur die Differenz einzusetzen ist. ZusÃ¤tzlich anzurechnen ist fÃ¼r allgemeine Erwerbsunkosten bei einer Voll­zeit­be­schÃ¤f­ti­gung eine Pauschale Ã¼ber Fr. 250.- monatlich, bei Teilzeitarbeit entsprechend weniger (Kap. C.3). </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) Der Bezirksrat <b>Y</b> hat im angefochtenen Entscheid die ihm vorgelegten Un­terlagen zur Einkommenssituation und den situationsbedingten Erwerbsunkosten des Be­schwerdegegners als glaubhaft und ausreichend gewÃ¼rdigt. Mit dieser Beurteilung setzt sich die FÃ¼rsorgebehÃ¶rde in ihrer Beschwerdeschrift nicht auseinander, sondern stÃ¼tzt ihre Beschwerdeschrift allein auf die Akten des erstinstanzlichen Verfahrens, da ihr die im Re­kursverfahren zusÃ¤tzlich eingereichten Belege nicht vorlÃ¤gen. Dieses Vorgehen ist unstatt­haft. Die FÃ¼rsorgebehÃ¶rde hatte gemÃ¤ss § 8 VRG jederzeit das Recht, in die Akten des Rekurs- oder Beschwerdeverfahrens Einsicht zu nehmen. Hat sie dies unterlassen, so kann sie daraus jedenfalls nichts zu ihren Gunsten ableiten.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>c) Aufgrund der Rechnung der Sozialversicherungsanstalt des Kantons ZÃ¼rich vom 5. September 1998 hat der Beschwerdegegner im Oktober 1999 AHV-BeitrÃ¤ge Ã¼ber Fr. 3'178.80 bezahlt. Die BeschwerdefÃ¼hrerin macht hierzu geltend, diese BeitrÃ¤ge hÃ¤tten eine frÃ¼here Abrechnungsperiode betroffen und seien allenfalls durch die frÃ¼here Wohn­sitzgemeinde zu bezahlen. Ausserdem handle es sich bei obligatorischen Versicherungs­beitrÃ¤gen, welche ein Gemeinwesen anstelle eines Versicherten leiste, nur um Mindestbei­trÃ¤ge, d.h. hier um Fr. 402.- jÃ¤hrlich. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Beide EinwÃ¤nde Ã¼berzeugen nicht. FÃ¼r die Ermittlung des massgebenden Einkom­mens kann ein nicht buchfÃ¼hrungspflichtiger SelbstÃ¤ndigerwerbender im Steuerrecht ent­weder nach der sogenannten Soll- oder nach der Ist-Methode abrechnen. WÃ¤hrend erstere fÃ¼r die Realisation von Aufwand und Ertrag auf den Zeitpunkt des Forderungserwerbes bzw. der Entstehung der Verpflichtung abstellt, kommt es bei der letzteren Methode fÃ¼r die zeitliche Abgrenzung nur darauf an, wann die entsprechenden Gelder tatsÃ¤chlich ein- oder ausgehen. Es ist fraglich, ob nach Sinn und Zweck des Sozialhilfegesetzes ein Abstellen auf die Soll-Methode, welche unter UmstÃ¤nden die derzeitige tatsÃ¤chliche Finanzlage eines Hilfesuchenden nur unvollstÃ¤ndig widerspiegelt, grundsÃ¤tzlich zulÃ¤ssig und sinnvoll ist. Die Frage braucht jedoch vorliegend nicht geklÃ¤rt zu werden, da unabhÃ¤ngig davon, nach welcher Methode der Beschwerdegegner abrechnet, fÃ¼r den massgebenden Zeitraum vom 1. Dezember 1998 bis Ende Dezember 1999 grundsÃ¤tzlich SozialversicherungsbeitrÃ¤ge einkommensmindernd zu berÃ¼cksichtigen sind. Entweder sind es die in dieser Periode tat­sÃ¤chlich bezahlten oder aber eben die fÃ¼r diese Periode geschuldeten. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>In der HÃ¶he macht der Beschwerdegegner â mÃ¶glicherweise ausgehend von der derzeitigen Quartalsrechnung - monatlich Fr. 132.45 geltend, was im Lichte der verfÃ¼gten BeitrÃ¤ge von Fr. 2'853.60 fÃ¼r 1996 und von Fr. 2'939.40 fÃ¼r 1997 und ange­sichts der tatsÃ¤chlich bezahlten Rechnung Ã¼ber Fr. 3'178.80 im Oktober 1999 jedenfalls bescheiden ist. Im Weiteren geht es entgegen dem DafÃ¼rhalten der BeschwerdefÃ¼hrerin auch nicht etwa um AHV-BeitrÃ¤ge, welche das Gemeinwesen anstelle des Versicherten leistet, sondern wiederum nur um die Frage, von welchem Nettoeinkommen des Be­schwerdegegners auszugehen ist. Die BerÃ¼cksichtigung der vom Beschwerdegegner gel­tend gemachten AHV-BeitrÃ¤ge bei der Einkommensberechnung ist daher nicht rechtsver­letzend.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>d) Von den in den Akten belegten privaten Telefonkosten des Beschwerdegegners beansprucht dieser 2/3 als geschÃ¤ftlich bedingte Unkosten. Soweit die BeschwerdefÃ¼hrerin hiergegen geltend macht, dies seien Betriebskosten, die das Gemeinwesen nicht Ã¼berneh­me, gilt das vorstehend Gesagte. Auch der Einwand, ein Anteil dieser Kosten sei bereits im Grundbedarf enthalten, sticht nicht, da der Beschwerdegegner nicht die ganzen Telefonspe­sen, sondern nur einen Teil davon als GeschÃ¤ftsunkosten berÃ¼cksichtigt haben mÃ¶chte. </span></p> <p class="Einzug1"><span>Der Rekursentscheid erweist sich daher auch in diesem Punkte nicht als rechtsverletzend.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>e) Bei den Kosten fÃ¼r Ã¶ffentliche Verkehrsmittel hat der Beschwerdegegner monat­lich Fr. 99.- in die Rechnung aufgenommen. Aus den Akten geht hervor, dass er seine Partnervermittlungs- und LebensberatungstÃ¤tigkeit teilweise von seinem privaten Telefonanschluss in <b>X</b> und teilweise von seinem GeschÃ¤ftsanschluss in ZÃ¼rich aus tÃ¤tigt. Die Anrechnung von Fahrspesen erscheint daher gerechtfertigt. In welchem Umfang die Auslagen fÃ¼r Ã¶ffentliche Verkehrsmittel im Grundbedarf bereits berÃ¼cksichtigt sind, hat die BeschwerdefÃ¼hrerin nicht substanziiert, insbesondere nicht, welche Kosten im Ortsnetz ohnehin anfallen wÃ¼rden, und welche Differenz demnach einkommensmindernd berÃ¼ck­sichtigt werden dÃ¼rfte. Auf ihren diesbezÃ¼glichen Einwand kann daher nicht nÃ¤her einge­treten werden.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>f) Wird schliesslich berÃ¼cksichtigt, dass der Beschwerdegegner zumindest teilweise auch Anspruch auf eine Erwerbsunkostenpauschale hÃ¤tte, so erweist sich die Rechnung des Bezirksrates <b>Y</b>, wonach das Budget des Beschwerdegegners ein monatliches Manko von Fr. 1'000.- aufweise, als rechtens. DemgemÃ¤ss ist die Beschwerde abzuweisen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>...</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>DemgemÃ¤ss entscheidet die Einzelrichterin:</span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>1. Die Beschwerde wird abgewiesen.</span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>...</span></p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>