<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2005.00312</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="https://vgrzh.djiktzh.ch/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=https://vgrzh.djiktzh.ch&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=205383&amp;W10_KEY=4467137&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2005.00312</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 27.09.2005</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">3. Abteilung/Einzelrichter</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">FÃ¼rsorgerecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Sozialhilfe</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Sozialhilfe (Leistungskürzungen wegen Nichtbefolgung von Weisungen [Arbeitsbemühungen, Anmeldung für ein Beschäftigungsprojekt])<br/><br/>Rechtsgrundlagen betreffend Weisungen im Zusammenhang mit der Ausrichtung von Sozialhilfeleistungen und betreffend Leistungskürzungen (E. 2). Der Beschwerdeführer ist mehrmals schriftlich auf die Folgen von Leistungskürzungen hingewiesen worden (E. 3.2). Die Weisung, sich für ein Beschäftigungsprojekt anzumelden, ist zumutbar, insbesondere weil die Arbeit zumutbar ist, der Beschwerdeführer entschädigt wird und er dadurch seine Lage verbessern kann. Der Einwand, sich irrtümlich nicht beim Beschäftigungsprojekt angemeldet zu haben, ist nicht glaubhaft (E. 3.3). Das Verhalten des Beschwerdeführers stellt eine grobe Pflichtverletzung und deshalb einen qualifizierten Kürzungsgrund dar. Die Streichung des Grundbedarfs II und die Kürzung des Grundbedarfs I um 15 % während drei Monaten ist rechtmässig (E. 3.4).<br/>Abweisung.</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ARBEITSSUCHE">ARBEITSSUCHE</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: AUFLAGE">AUFLAGE</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: BESCHÃFTIGUNGSPROGRAMM">BESCHÃFTIGUNGSPROGRAMM</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: GRUNDBEDARF">GRUNDBEDARF</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: KÃRZUNG">KÃRZUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: SOZIALHILFE">SOZIALHILFE</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: WEISUNG">WEISUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: FÃ¼rsorge ST: WIRTSCHAFTLICHE HILFE">WIRTSCHAFTLICHE HILFE</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade">§ 14 SHG</span><br/><span class="gerade">§ 21 SHG</span><br/><span class="ungerade">§ 24 SHG</span><br/><span class="gerade">§ 23 lit. d SHV</span><br/><span class="ungerade">§ 24 SHV</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 4 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Sachverhalt1"><b>I. </b> </p> <p class="Sachverhalt2"><span>Die FÃ¼rsorgebehÃ¶rde Q beschloss am 1. November 2004, A und seine Familie mit Fr. 4'000.60 monatlich zu unterstÃ¼tzen. A wurde gleichzeitig die Auflage der intensiven Arbeitssuche und des regelmÃ¤ssigen Nachweises seiner ArbeitsbemÃ¼hungen gemacht mit der Androhung, bei Nichteinhaltung von Auflagen und Weisungen der Sozialhilfeorgane wÃ¼rden zwangslÃ¤ufig KÃ¼rzungen im Rahmen der Richtlinien fÃ¼r die Ausgestaltung und Bemessung der Sozialhilfe, hrsg. von der Konferenz fÃ¼r Sozialhilfe, Fassung vom Mai 2003 (SKOS-Richtlinien), vorgenommen. Die KÃ¼rzungen kÃ¶nnten in der Streichung des Grundbedarfs II bis hin zu einer KÃ¼rzung des Grundbedarfs I um 15% bestehen. In der Folge kam A der Auflage nur ungenÃ¼gend nach, weshalb mit VerfÃ¼gung des FÃ¼rsorgevorstands vom 22. November 2004 der Grundbedarf II ab Dezember 2004 fÃ¼r die Dauer von vier Monaten gestrichen wurde. </span></p> <p class="Sachverhalt2"><span>Am 24. Dezember 2004 gab A die Nachweise seiner ArbeitsbemÃ¼hungen fÃ¼r den Monat November ab. In den Formularen waren weder die bei den angefragten Firmen kontaktieren Personen noch deren Telefonnummern aufgefÃ¼hrt. </span></p> <p class="Sachverhalt2"><span>Mit Schreiben vom 26. Januar 2005 wurde A seitens des Sozialamts Q auf den ausstehenden Nachweis seiner ArbeitsbemÃ¼hungen fÃ¼r den vorangegangenen Monat Dezember und den demnÃ¤chst fÃ¤llig werdenden fÃ¼r den laufenden Monat Januar hingewiesen. Zudem wurde er aufgefordert, sich zwecks Vereinbarung eines Termins in der Woche vom 31. Januar bis 4. Februar 2005 umgehend mit dem Sozialamt in Verbindung zu setzen, sich bis am 28. Januar 2005 beim Regionalen Arbeitsvermittlungszentrum (RAV) anzumelden und sich auf diverse beigelegte Stellenanzeigen hin zu bewerben. Seine RÃ¼ckmeldung darÃ¼ber werde beim nÃ¤chsten Termin erwartet. Auf dem Nachweisformular sei bei allen Eintragungen die Person, mit welcher er gesprochen habe, und deren Telefonnummer hinzuschreiben. Wenn er den Auflagen und Weisungen nicht nachkomme, mÃ¼sse er nicht nur weiterhin mit der Streichung des Grundbedarfs II, sondern zusÃ¤tzlich mit einer KÃ¼rzung des Grundbedarfs I (bis zu 15%) rechnen. Erst am 14. Februar 2005 brachte A seine Anmeldung beim RAV sowie die Formulare seiner ArbeitsbemÃ¼hungen fÃ¼r die vorangegangenen zwei Monate beim Sozialamt vorbei. Auf den Formularen waren die kontaktierten Personen teilweise nicht angegeben. </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Das Sozialamt Q gelangte mit Schreiben vom 9. MÃ¤rz 2005 erneut an A und wies ihn darauf hin, dass er weiterhin beim RAV angemeldet bleiben mÃ¼sse. Ausserdem soll er sich bis am 11. MÃ¤rz 2005 beim Projekt X, dem Y in R, fÃ¼r die Teilnahme an einem Einsatzprogramm melden, solange er keine Arbeitsstelle habe. Er werde dort nach seiner Suche nach Arbeit unterstÃ¼tzt, gehe einer BeschÃ¤ftigung nach und erarbeite sich die ihm fehlende Beitragszeit fÃ¼r eine ArbeitslosenunterstÃ¼tzung. Bis am 15. MÃ¤rz 2005 erwarte das Sozialamt eine RÃ¼ckmeldung sowie die Abgabe seiner ArbeitsbemÃ¼hungen fÃ¼r den Vormonat. A meldete sich beim Projekt X nicht und erstattete dem Sozialamt auch keine RÃ¼ckmeldung. Die ArbeitsbemÃ¼hungen fÃ¼r den Monat Februar 2005 hatte er beim RAV abgegeben. </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Mit Beschluss vom 4. April 2005 strich die FÃ¼rsorgebehÃ¶rde Q fÃ¼r die Dauer von drei Monaten ab April 2005 im Budget der Familie von A den Grundbedarf II und kÃ¼rzte den Grundbedarf I um 15% mit der BegrÃ¼ndung, A habe trotz mehreren mÃ¼ndlichen und schriftlichen Mahnungen sowie Androhungen von Sanktionen Termine und RÃ¼ckmeldungsverpflichtungen nicht eingehalten, ArbeitsbemÃ¼hungen nicht nachgewiesen und sich beim Projekt X nicht gemeldet. </span></p> <p class="Sachverhalt1"><b>II. </b> </p> <p class="Urteilstext"><span>Der Bezirksrat S wies mit Beschluss vom 13. Juli 2005 den von A gegen den Beschluss der FÃ¼rsorgebehÃ¶rde vom 4. April 2005 erhobenen Rekurs ab.</span></p> <p class="Sachverhalt1"><b>III. </b> </p> <p class="Urteilstext"><span>Mit Beschwerde vom 19. Juli 2005 gelangte A an das Verwaltungsgericht und beantragte sinngemÃ¤ss, es sei der Rekursentscheid aufzuheben sowie von einer KÃ¼rzung des Budgets abzusehen. Die FÃ¼rsorgebehÃ¶rde Q beantragte mit Beschluss vom 22. August 2005 die Abweisung der Beschwerde unter allfÃ¤lliger Kostenfolge zu Lasten des BeschwerdefÃ¼hrers. Der Bezirksrat S verzichtete auf eine Vernehmlassung.</span></p> <p class="Einzug1"><span>Die Einzelrichterin</span><span> zieht in ErwÃ¤gung:</span></p> <p class="Erwgung1"><b>1. </b> </p> <p class="Urteilstext"><span>Das Verwaltungsgericht ist nach § 19c Abs. 2 und § 41 Abs. 1 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 (VRG) zur Behandlung der vorliegenden Beschwerde zustÃ¤ndig. Der Streitwert liegt unter Fr. 20'000.-, sodass die Sache in die einzelrichterliche Kompetenz fÃ¤llt (§ 38 Abs. 2 VRG). Da auch die Ã¼brigen Prozessvoraussetzungen erfÃ¼llt sind, ist auf die Beschwerde einzutreten.</span></p> <p class="Erwgung1"><b>2. </b> </p> <p class="Urteilstext"><span>GemÃ¤ss § 21 des Sozialhilfegesetzes vom 14. Juni 1981 (SHG) kÃ¶nnen Sozialhilfeleistungen mit Auflagen und Weisungen verbunden werden, die sich auf die richtige Verwendung der BeitrÃ¤ge beziehen oder geeignet sind, die Lage des HilfeempfÃ¤ngers und seiner AngehÃ¶rigen zu verbessern. Insbesondere kann die wirtschaftliche Hilfe mit der Weisung verbunden werden, eine zumutbare Arbeit aufzunehmen oder entsprechende BemÃ¼hungen nachzuweisen (§ 23 lit. d der Verordnung zum Sozialhilfegesetz vom 21. Oktober 1981, SHV). Wenn der Hilfesuchende Anordnungen der FÃ¼rsorgebehÃ¶rde nicht befolgt, indem er Auflagen und Weisungen missachtet, kÃ¶nnen Leistungen gekÃ¼rzt werden. Er muss zuvor auf die MÃ¶glichkeit einer LeistungskÃ¼rzung schriftlich hingewiesen worden sein, wobei ein solcher Hinweis schon mit der Anordnung verbunden werden kann (§ 24 SHG). § 24 SHV konkretisiert die gestÃ¼tzt auf § 24 SHG zulÃ¤ssigen LeistungskÃ¼rzungen in quantitativer Hinsicht; danach darf dadurch der Lebensunterhalt des HilfeempfÃ¤ngers und seiner AngehÃ¶rigen nicht gefÃ¤hrdet werden. Allenfalls wÃ¤re aber selbst eine vollstÃ¤ndige Einstellung der Leistungen zulÃ¤ssig, so wenn sich der HilfeempfÃ¤nger beharrlich weigert, eine ihm zumutbare Arbeitsstelle zu suchen und anzutreten. Diesfalls kann sich der Schluss rechtfertigen, es liege keine Notlage im Sinn von § 14 SHG vor, jedenfalls keine Notlage gemÃ¤ss Art. 12 der Bundesverfassung vom 18. April 1999, denn zur Annahme einer solchen Notlage, die den verfassungsrechtlichen Anspruch auf wirtschaftliche Hilfe auslÃ¶st, genÃ¼gt es nicht, dass die betroffene Person in Not gerÃ¤t; der verfassungsrechtliche Anspruch auf Nothilfe setzt zusÃ¤tzlich voraus, dass sie nicht in der Lage ist, fÃ¼r sich zu sorgen (vgl. VGr, 3. Februar 2005, VB.2004.00428, E. 2.2, www.vgrzh.ch, BGE 131 I 166 E. 4.3). </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Bei der KÃ¼rzung von Sozialhilfeleistungen ist unter anderem zu prÃ¼fen, ob die Weisung der SozialhilfebehÃ¶rde zumutbar war (SKOS-Richtlinien, Ziff. A.8.2). ZulÃ¤ssig ist das Streichen des Grundbedarfs II, erstmalig fÃ¼r die Dauer von maximal zwÃ¶lf Monaten. Diese Massnahme kann jeweils nach einer grÃ¼ndlichen ÃberprÃ¼fung um maximal weitere zwÃ¶lf Monate verlÃ¤ngert werden. Der Grundbedarf I fÃ¼r den Lebensunterhalt kann um maximal 15% fÃ¼r die Dauer von bis zu sechs Monaten gekÃ¼rzt werden, sofern qualifizierte KÃ¼rzungsgrÃ¼nde vorliegen (grobe Pflichtverletzung, unrechtmÃ¤ssiger Leistungsbezug in besonders gravierenden oder wiederholten FÃ¤llen; SKOS-Richtlinien, Ziff. A.8.3).</span></p> <p class="Erwgung1"><b>3. </b> </p> <p class="Urteilstext"><b><span>3.1 </span></b><span>Die Beschwerdegegnerin setzte die Lebenshaltungskosten der Familie von A durch Streichung des Grundbedarfs II und KÃ¼rzung des Grundbedarfs I um 15% ab April 2005 fÃ¼r die Dauer von drei Monaten von ursprÃ¼nglich Fr. 4'000.60 auf Fr. 3'159.25 herab, wobei die Gemeinde neu die bisherigen Kosten Ã¼ber Fr. 410.60 fÃ¼r die Krankenkasse mit dieser direkt verrechnete. Die monatliche KÃ¼rzung betrug somit Fr. 430.75. Im Beschluss vom 4. April 2005 wurde die KÃ¼rzung mit der Nichteinhaltung der Auflagen und Weisungen seitens des BeschwerdefÃ¼hrers begrÃ¼ndet, namentlich mit dem Nichteinhalten von Terminen und RÃ¼ckmeldungsverpflichtungen, mit fehlenden ArbeitsbemÃ¼hungen und mangelnder Anmeldung beim Projekt X. Der BeschwerdefÃ¼hrer seinerseits macht geltend, alles gemacht zu haben, was das Sozialamt gesagt habe. Seine Eingaben seien korrekt gewesen. Er habe sich auf jede ihm per Post Ã¼bermittelte Stellenanzeige hin beworben. Leider habe er sich beim Y anstatt beim vom Sozialamt angegebenen Projekt X beworben. Es sei ja nicht verboten, sich dort zu bewerben, und er sehe keinen Grund fÃ¼r eine BudgetkÃ¼rzung. Er habe sich zudem beim RAV gemeldet. Zwei Mal habe er auch einen Termin bei der Beraterin des Sozialamts gehabt, welche aber das GesprÃ¤ch abgelehnt habe. </span></p> <p class="Urteilstext"><b><span>3.2 </span></b><span>Dem BeschwerdefÃ¼hrer wurde von der Beschwerdegegnerin mit Beschluss vom 1. November 2004 formell die Auflage der intensiven Arbeitssuche und des regelmÃ¤ssigen Nachweises der ArbeitsbemÃ¼hungen gemacht. In Dispositiv-Ziffer 4 des genannten Beschlusses wurde ausdrÃ¼cklich festgehalten, das Nichteinhalten von Auflagen und Weisungen der Sozialhilfeorgane fÃ¼hre zwangslÃ¤ufig zu KÃ¼rzungen im Rahmen der SKOS-Richtlinien, nÃ¤mlich zur Streichung des Grundbedarfs II bis hin zur KÃ¼rzung des Grundbedarfs I um 15%. Auf diese Konsequenzen wurde der BeschwerdefÃ¼hrer mit Schreiben vom 3. November 2004 erneut hingewiesen. Da der BeschwerdefÃ¼hrer in der Folge den ihm auferlegten Weisungen und Auflagen nur ungenÃ¼gend nachkam, wurde ihm mit VerfÃ¼gung vom 22. November 2004 fÃ¼r die Dauer von vier Monaten ab Dezember 2004 ein erstes Mal der Grundbedarf II aus dem UnterstÃ¼tzungsbudget gestrichen. Mit Schreiben vom 26. Januar 2005 wurde der BeschwerdefÃ¼hrer nochmals auf die Konsequenzen aufmerksam gemacht, welche er bei Nichtbefolgung der Auflagen und Weisungen zu gewÃ¤rtigen hÃ¤tte. Damit ergibt sich, dass vorliegend die Voraussetzung gemÃ¤ss § 24 SHG, wonach der Hilfesuchende auf die MÃ¶glichkeit einer LeistungskÃ¼rzung bei mangelnder Kooperation schriftlich hinzuweisen sei, seitens der Beschwerdegegnerin hinreichend erfÃ¼llt worden ist.</span></p> <p class="Urteilstext"><b><span>3.3</span></b><span> Weiter stellt sich die Frage der Zumutbarkeit der dem Beschwerdegegner mit Schreiben vom 9. MÃ¤rz 2005 auferlegten Aufforderung, sich bis am 11. MÃ¤rz 2005 beim Leiter des Projekts X fÃ¼r die Teilnahme an einem Einsatzprogramm zu melden und dem Sozialamt bis am 15. MÃ¤rz 2005 RÃ¼ckmeldung darÃ¼ber zu erstatten. Nach der Rechtsprechung ist die Weisung zur Teilnahme an einem Einsatzprogramm grundsÃ¤tzlich zulÃ¤ssig, insbesondere wenn es sich dabei um eine zumutbare Arbeit handelt und der Betroffene dafÃ¼r entschÃ¤digt wird oder sich seine Lage dadurch verbessern kann (Sozialhilfe-BehÃ¶rdenhandbuch, hrsg. von der Abteilung Ãffentliche FÃ¼rsorge des Sozialamts des Kantons ZÃ¼rich, Ziff. 2.1.3/ S. 1, Fassung vom April 1995/Januar 2005 [BehÃ¶rdenhandbuch], mit Hinweis auf VGr, 6. Dezember 2004, VB.2004.00333, www.vgrzh.ch). </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Vorliegend hÃ¤tte die Teilnahme an einem Einsatzprogramm die Lage des BeschwerdefÃ¼hrers verbessert, zumal er sich die ihm fehlende Beitragszeit fÃ¼r eine ArbeitslosenunterstÃ¼tzung hÃ¤tte erarbeiten kÃ¶nnen. Dies wurde dem BeschwerdefÃ¼hrer auch mitgeteilt. Schon deswegen war die erteilte Weisung zumutbar, was vom BeschwerdefÃ¼hrer nicht bestritten wird. Er bringt denn auch lediglich vor, sich an der falschen Stelle, nÃ¤mlich beim Y anstatt beim Projekt X, gemeldet zu haben, was seines Erachtens keine Rolle spiele. Dem kann jedoch nicht gefolgt werden. Zum einen war dem BeschwerdefÃ¼hrer Name und Telefonnummer des Leiters des Projekts X schriftlich mitgeteilt worden, sodass die behauptete und nicht weiter belegte Verwechslung spÃ¤testens beim Vorsprechen an der falschen Stelle hÃ¤tte bemerkt werden mÃ¼ssen. Zum anderen hÃ¤tte der BeschwerdefÃ¼hrer dem Sozialamt bis am 15. MÃ¤rz 2005 RÃ¼ckmeldung erstatten sollen, was ohne weiteres zumutbar gewesen wÃ¤re. HÃ¤tte er dies getan, so wÃ¤re spÃ¤testens dann das behauptete Versehen zum Vorschein gekommen. Zwar bringt der BeschwerdefÃ¼hrer pauschal vor, alles gemacht zu haben, was das Sozialamt verlangt habe, womit er wohl auch geltend machen will, fristgerecht RÃ¼ckmeldung erstattet zu haben. Es wÃ¤re jedoch Sache des BeschwerdefÃ¼hrers gewesen, aufgrund seiner Mitwirkungspflicht nÃ¤here AusfÃ¼hrungen dazu zu machen (Alfred KÃ¶lz/JÃ¼rg Bosshart/Martin RÃ¶hl, Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons ZÃ¼rich, 2. A., ZÃ¼rich 1999, § 60 N. 3). Dies hat er jedoch unterlassen, und es besteht kein Grund, an den Angaben der Beschwerdegegnerin, die Auflagen seien bis am 15. MÃ¤rz 2005 nicht erfÃ¼llt worden, zu zweifeln, erst recht nicht, nachdem der BeschwerdefÃ¼hrer diesen schon frÃ¼her nur ungenÃ¼gend nachgekommen war, was aktenkundig belegt ist. Die mangelnde Kooperation des BeschwerdefÃ¼hrers ist somit rechtsgenÃ¼gend dargetan.</span></p> <p class="Urteilstext"><b><span>3.4 </span></b><span>Die Beschwerdegegnerin hat die erneuten VersÃ¤umnisse des BeschwerdefÃ¼hrers als gravierend gewÃ¼rdigt und deswegen nicht nur den Grundbedarf II fÃ¼r weitere drei Monate gestrichen, sondern auch den Grundbedarf I um 15% fÃ¼r dieselbe Dauer gekÃ¼rzt. Wie bereits dargelegt, kann der Grundbedarf I gemÃ¤ss den SKOS-Richtlinien im genannten Umfang fÃ¼r die Dauer von bis zu sechs Monaten gekÃ¼rzt werden, wenn ein so genannter qualifizierter KÃ¼rzungsgrund vorliegt (Ziff. A.8.3).</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Nachdem der BeschwerdefÃ¼hrer mehrmals ausdrÃ¼cklich auf die Folgen fehlender Kooperation hingewiesen und ihm mit VerfÃ¼gung vom 22. November 2004 bereits einmal das Budget aus eben diesem Grund gekÃ¼rzt worden war, musste er sich umso mehr im Klaren darÃ¼ber sein, dass er die Auflagen und Weisungen genau zu erfÃ¼llen habe. Dennoch unterliess er es, sich innert Frist beim Projekt X zu melden, obwohl ihm schriftlich Name und Telefonnummer der Ansprechperson angegeben worden waren. Es wÃ¤re fÃ¼r den BeschwerdefÃ¼hrer daher ein Leichtes gewesen, sich wie verlangt beim Projekt X zu melden sowie dem Sozialamt bis am 15. MÃ¤rz 2005 RÃ¼ckmeldung zu erstatten. Unter den gegebenen UmstÃ¤nden kÃ¶nnen die wiederholten Unterlassungen des BeschwerdefÃ¼hrers nicht mehr bagatellisiert werden, sondern sie erfÃ¼llen gesamthaft betrachtet die Merkmale einer groben Pflichtverletzung und somit eines qualifizierten KÃ¼rzungsgrundes im erwÃ¤hnten Sinn. Durch sein Verhalten hat der BeschwerdefÃ¼hrer seine mangelnde Bereitschaft, Anordnungen und Weisungen korrekt erfÃ¼llen zu wollen, offen gelegt. Dies zeigt auch seine Auffassung, wonach es nichts ausmache, dass er sich am falschen Ort beworben habe, nÃ¤mlich beim Y anstatt beim Projekt X. Es sei ja nicht verboten, sich dort zu bewerben. Damit verkennt der BeschwerdefÃ¼hrer, dass die BudgetkÃ¼rzung nicht wegen seiner behaupteten Bewerbung beim Y erfolgt ist, was ihm selbstverstÃ¤ndlich ebenso offen stand wie anderweitige Bewerbungen, sondern wegen erneuter Nichtbefolgung der konkreten Auflagen und Weisungen. Es versteht sich von selbst, dass es nicht im Belieben des BeschwerdefÃ¼hrers stand, Termine nach seinem eigenen GutdÃ¼nken wahrzunehmen sowie ihm auferlegte Auflagen und Weisungen umzudeuten. Vielmehr hÃ¤tte er diese genau erfÃ¼llen sollen, was ihm ohne weiteres mÃ¶glich gewesen wÃ¤re. Unter den gegebenen UmstÃ¤nden erscheint die vorÃ¼bergehende Streichung des Grundbedarfs II und KÃ¼rzung des Grundbedarfs I um 15% als verhÃ¤ltnismÃ¤ssig und angemessen (vgl. auch BGE 131 I 166 E. 8.2), zumal der BeschwerdefÃ¼hrer wiederholt auf die entsprechenden Folgen hingewiesen und ihm bereits einmal das Budget gekÃ¼rzt worden war. Er hÃ¤tte es somit in der Hand gehabt, die KÃ¼rzungen zu verhindern. Ebenso liegt es an ihm, durch eine Ãnderung seines Verhaltens, namentlich die korrekte Einhaltung von Terminen, das vollstÃ¤ndige AusfÃ¼llen der erforderlichen Formulare sowie die Kontaktnahme mit den angegebenen Stellen inskÃ¼nftig die Weisungen und Auflagen zu erfÃ¼llen und so eine erneute KÃ¼rzung zu verhindern (vgl. dazu auch die neuen SKOS-Richtlinien, Fassung vom Dezember 2004, Ziff. A.8.2). </span></p> <p class="Erwgung1"><b>4. </b> </p> <p class="Urteilstext"><span>Die Beschwerde ist demnach abzuweisen. Da der BeschwerdefÃ¼hrer unterliegt, sind ihm die Gerichtskosten aufzuerlegen (§ 70 in Verbindung mit § 13 Abs. 2 VRG). </span></p> <p class="Einzug1"><span>DemgemÃ¤ss </span><span><a id="Text25"></a>entscheidet</span><span> die Einzelrichterin </span><span>:</span></p> <p class="Einzug2"><span>1. Die Beschwerde wird abgewiesen.</span></p> <p class="Einzug2"><span>2. Die GerichtsgebÃ¼hr wird festgesetzt auf <br/> Fr. 300.--; die Ã¼brigen Kosten betragen:<br/> Fr. 60.-- Zustellungskosten,<br/> Fr. 360.-- Total der Kosten.</span></p> <p class="Einzug2"><span>3. Die Gerichtskosten werden dem BeschwerdefÃ¼hrer auferlegt.</span></p> <p class="Urteilstext">4. Mitteilung an â¦</p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>