<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="content"> <div class="para"> </div> <div class="para">[AZA 7] </div> <div class="para">U 420/99 Hm </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">IV. Kammer </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Bundesrichter Borella, Rüedi und Bundesrichterin Leuzinger; </div> <div class="para">Gerichtsschreiber Grünvogel </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Urteil vom 19. April 2001 </div> <div class="para"> </div> <div class="para">in Sachen </div> <div class="para"> </div> <div class="para">I.________, 1943, Beschwerdeführer, vertreten durch Rechtsanwalt </div> <div class="para">Tobias Fankhauser, Rennweg 10, Zürich, </div> <div class="para"> </div> <div class="para">gegen </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Schweizerische Unfallversicherungsanstalt, Luzern, Beschwerdegegnerin, </div> <div class="para"> </div> <div class="para">und </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich, Winterthur </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">A.- Der 1943 geborene I.________ war seit April 1979 </div> <div class="para">bei der Firma S.________ angestellt und damit bei der </div> <div class="para">Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt (SUVA) obligatorisch </div> <div class="para">gegen Unfälle versichert. Am 4. April 1988 erlitt </div> <div class="para">er bei einem Verkehrsunfall u.a. eine Commotio cerebri </div> <div class="para">sowie ein Schleudertrauma der Halswirbelsäule (HWS). Die </div> <div class="para">SUVA anerkannte ihre Leistungspflicht. Die Behandlung konnte </div> <div class="para">nach kurzer Zeit bei voller Arbeitsfähigkeit abgeschlossen </div> <div class="para">werden, musste allerdings im Juni 1990 wegen einem </div> <div class="para">Rückfall bis im November 1990 vorübergehend wieder aufgenommen </div> <div class="para">werden. </div> <div class="para">Am 24. Dezember 1990 erlitt I.________ erneut einen </div> <div class="para">Unfall, für welchen er nunmehr als Arbeitnehmer der Firma </div> <div class="para">W.________ ebenfalls bei der SUVA versichert war. Die Heilung </div> <div class="para">der dabei erlittenen vorderen Kreuzbandruptur erwies </div> <div class="para">sich als schleppend. Eine persistierende antero-mediale </div> <div class="para">Instabilität, eine Muskelatrophie sowie ein ausgeprägtes </div> <div class="para">Schmerzsyndrom blieben trotz operativ eingesetzter vorderer </div> <div class="para">Kreuzbandersatzplastik bestehen, weshalb die SUVA </div> <div class="para">I.________ neben einer auf einer Integritätseinbusse von </div> <div class="para">5 % basierenden Integritätsentschädigung mit Wirkung ab </div> <div class="para">1. August 1992 eine Invalidenrente auf der Grundlage einer </div> <div class="para">Erwerbsunfähigkeit von 33 1/3 % zusprach (rechtskräftiger </div> <div class="para">Einspracheentscheid vom 30. Juni 1993). Grundlage bildete </div> <div class="para">dabei die Einschätzung des SUVA-Kreisarztes Dr. G.________ </div> <div class="para">vom 17. September 1992, wonach dem Versicherten mit diesem </div> <div class="para">Gesundheitsschaden eine wechselbelastende, leichte Arbeit </div> <div class="para">ohne Leitersteigen voll zugemutet werden könne. Am 29. September </div> <div class="para">1993 wurden die bei der Kreuzbandplastik eingesetzten </div> <div class="para">Schrauben operativ entfernt, ohne dass sich deswegen </div> <div class="para">der Gesundheitszustand des Versicherten bleibend verändert </div> <div class="para">hätte (Bericht der Klinik B.________ vom 12. Januar 1994). </div> <div class="para">Der nunmehr bei der Arbeitslosenkasse des Kantons </div> <div class="para">Zürich als arbeitslos registrierte und damit bei der SUVA </div> <div class="para">gegen Nichtberufsunfälle versicherte I.________ verunglückte </div> <div class="para">am 2. März 1994 erneut. Gemäss Polizeirapport vom </div> <div class="para">25. März 1994 fuhr ein Auto etwa mit einer Geschwindigkeit </div> <div class="para">von 10 km/h frontal in die Fahrerseite des vom Versicherten </div> <div class="para">mit 25 bis 30 km/h fortbewegten Personenwagens. Der Lenker </div> <div class="para">des anderen Fahrzeuges sowie die auf dem Beifahrersitz befindliche </div> <div class="para">Ehefrau des I.________ blieben unverletzt. Im Polizeibericht </div> <div class="para">findet sich kein Hinweis, dass er im Anschluss </div> <div class="para">an den Unfall bewusstlos gewesen sei. Das ihn ambulant behandelnde </div> <div class="para">Kantonsspital X.________ erkannte auf eine Commotio </div> <div class="para">cerebri sowie ein Schleudertrauma der HWS. Röntgenologisch </div> <div class="para">konnten keine ossären Läsionen festgestellt werden. </div> <div class="para">Der Versicherte wurde am 3. März 1994, mit einem Halskragen </div> <div class="para">ausgerüstet, entlassen. Weitere Angaben finden sich im Bericht </div> <div class="para">des Kantonsspitals nicht. Gegenüber dem Hausarzt Dr. </div> <div class="para">L.________ definierte I.________ die Unfallbeschwerden am </div> <div class="para">7. März 1994 näher als Schmerzen in der Nackenregion. </div> <div class="para">Gegenüber dem Kreisarzt Dr. G.________ präzisierte er am </div> <div class="para">11. April 1994, die Nackenschmerzen würden in den Kopf bis </div> <div class="para">zu den Augen ausstrahlen; sodann leide er an Schlafstörungen </div> <div class="para">und häufigem Zittern. Dr. G.________ attestierte </div> <div class="para">I.________ ab 25. April 1994 eine 50%-ige Arbeitsfähigkeit. </div> <div class="para">Am 26. April 1994 berichtete Dr. L.________ von einer massiven </div> <div class="para">subjektiven Beschwerdezunahme, die sich in sehr starken </div> <div class="para">okzipitalen Kopfschmerzen sowie Sehstörungen äussern </div> <div class="para">sollen. Bereits früher hatte er den Verdacht einer Aggravation </div> <div class="para">geäussert. Die verordneten ambulanten Physiotherapien </div> <div class="para">zeigten nur mässigen Erfolg, weshalb die SUVA I.________ </div> <div class="para">vom 25. Mai bis 29. Juni 1994 in die Rehabilitationsklinik </div> <div class="para">Y.________ einwies. Diese bezeichnete im Bericht vom </div> <div class="para">4. Juli 1994 die in den Kopf ausstrahlenden Nackenschmerzen </div> <div class="para">als therapieresistent und betrachtete den Versicherten ab </div> <div class="para">30. Juni 1994 im Rahmen der bisherigen Rente für voll arbeitsfähig. </div> <div class="para">Den vom Hausarzt geäusserten Verdacht einer </div> <div class="para">Aggravation griffen die Ärzte der Rehabilitationsklinik im </div> <div class="para">Bericht nicht auf, dagegen erkannten sie erste Anzeichen </div> <div class="para">einer Depression. Eine neurootologische Untersuchung des </div> <div class="para">Dr. C.________ von der Abteilung Arbeitsmedizin der SUVA </div> <div class="para">vom 24. Januar 1995 konnte die zwischenzeitig ebenfalls </div> <div class="para">geklagten Schwindelbeschwerden nicht objektivieren. Aus </div> <div class="para">ORL-ärztlicher Sicht wurde zudem auf eine fehlende Einschränkung </div> <div class="para">der Arbeitsfähigkeit geschlossen, worauf die </div> <div class="para">Anstalt mit Verfügung vom 24. Februar 1995 den Behandlungsabschluss </div> <div class="para">bekannt gab. Nach erfolgter Einsprache holte die </div> <div class="para">SUVA bei der Kopfwehsprechstunde der Neurologischen Klinik </div> <div class="para">und Poliklinik des Universitätsspitals R.________ Berichte </div> <div class="para">(vom 4. Oktober, 5. September, 14. November sowie 22. April </div> <div class="para">1996) ein, wo sich I.________ seit Sommer 1995 ambulant </div> <div class="para">behandeln liess. Es folgten je eine orthopädische, eine </div> <div class="para">neurootologische sowie neurologische Untersuchung durch das </div> <div class="para">Ärzteteam Unfallmedizin der SUVA (Berichte vom 30., 26. und </div> <div class="para">25. September 1996), wobei auch die Knieschmerzen Gegenstand </div> <div class="para">der Exploration bildeten. Dabei erkannte der Orthopäde </div> <div class="para">Dr. M.________ im Bereich des Knies einen seit 1992 </div> <div class="para">weitestgehend unveränderten Zustand. Als im Vordergrund </div> <div class="para">stehend bezeichnete er das Symptom Kopfschmerz, gepaart mit </div> <div class="para">Nackenbeschwerden, welche nach Aussagen des Neurologen </div> <div class="para">Dr. H.________ I.________ zwar in seinem Befinden beeinträchtigen </div> <div class="para">sollen, indessen das Verrichten einer leichten, </div> <div class="para">ganztägigen Arbeit erlauben würden. In diesem Zusammenhang </div> <div class="para">wies der Neurologe auf eine Depression in bedeutendem Ausmass </div> <div class="para">hin, welche jegliche berufliche Tätigkeit verunmögliche. </div> <div class="para">Gestützt auf diese Unterlagen wies die Anstalt die </div> <div class="para">Einsprache mit Entscheid vom 10. Januar 1997 ab. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">B.- Dagegen erhob I.________ Beschwerde. Dabei reichte </div> <div class="para">er u.a. einen Bericht der Neurologischen Klinik des Universitätsspitals </div> <div class="para">R.________ vom 10. Juni 1997 ein, worin auf </div> <div class="para">ein von der Invalidenversicherung veranlasstes psychiatrisches </div> <div class="para">Gutachten mit der Diagnose einer anhaltenden somatoformen </div> <div class="para">Schmerzstörung (ICD-10; F45.4) hingewiesen wird. Mit </div> <div class="para">Entscheid vom 21. Oktober 1999 wies das Sozialversicherungsgericht </div> <div class="para">des Kantons Zürich das Rechtsmittel ab. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">C.- Mit Eingabe vom 29. November 1999 lässt I.________ </div> <div class="para">Verwaltungsgerichtsbeschwerde führen und beantragen, in </div> <div class="para">Aufhebung des angefochten Entscheids sowie des Einsprache-Entscheids </div> <div class="para">vom 10. Januar 1997 seien ihm weiterhin die </div> <div class="para">gesetzlichen Leistungen zu erbringen; eventuell sei die </div> <div class="para">Sache an die Vorinstanz oder die SUVA zwecks Einholung </div> <div class="para">eines psychiatrischen Gutachtens zur Kausalitätsfrage sowie </div> <div class="para">anschliessendem Entscheid zurückzuweisen. Gleichzeitig </div> <div class="para">lässt I.________ um unentgeltliche Verbeiständung ersuchen. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Während die SUVA auf eine Stellungnahme verzichtet, </div> <div class="para">hat sich das Bundesamt für Sozialversicherung nicht vernehmen </div> <div class="para">lassen. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Das Eidg. Versicherungsgericht zieht in Erwägung: </div> <div class="para"> </div> <div class="para">1.- Die Vorinstanz hat die Rechtsprechung zu dem für </div> <div class="para">die Leistungspflicht des Unfallversicherers zunächst </div> <div class="para">vorausgesetzten natürlichen Kausalzusammenhang zwischen dem </div> <div class="para">Unfall und dem eingetretenen Schaden (Krankheit, Invalidität, </div> <div class="para">Tod) zutreffend dargelegt (<a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=6&amp;from_date=06.04.2001&amp;to_date=25.04.2001&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F119-V-335%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page337">BGE 119 V 337</a> Erw. 1, 118 V </div> <div class="para">289 Erw. 1b, je mit Hinweisen). Im angefochtenen Entscheid </div> <div class="para">richtig wiedergegeben ist auch die Rechtsprechung zur weiter </div> <div class="para">vorausgesetzten Adäquanz des Kausalzusammenhangs im </div> <div class="para">Allgemeinen (<a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=6&amp;from_date=06.04.2001&amp;to_date=25.04.2001&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F123-III-110%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page112">BGE 123 III 112</a> Erw. 3a, 123 V 103 Erw. 3d, </div> <div class="para">139 Erw. 3c, 122 V 416 Erw. 2a, 121 V 49 Erw. 3a mit Hinweisen; </div> <div class="para">vgl. auch <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=6&amp;from_date=06.04.2001&amp;to_date=25.04.2001&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F125-V-456%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page461">BGE 125 V 461</a> Erw. 5a) und bei psychischen </div> <div class="para">Unfallfolgen (<a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=6&amp;from_date=06.04.2001&amp;to_date=25.04.2001&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F115-V-133%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page133">BGE 115 V 133</a>) sowie Folgen eines Unfalls </div> <div class="para">mit Schleudertrauma der Halswirbelsäule (HWS) ohne </div> <div class="para">organisch nachweisbare Funktionsausfälle (<a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=6&amp;from_date=06.04.2001&amp;to_date=25.04.2001&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F117-V-359%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page359">BGE 117 V 359</a>) im </div> <div class="para">Besonderen. Sodann hat das kantonale Gericht zu Recht festgestellt, </div> <div class="para">dass die Beurteilung der Adäquanz in Fällen, in </div> <div class="para">welchen die zum typischen Beschwerdebild eines Schleudertraumas </div> <div class="para">der HWS gehörenden Beschwerden zwar teilweise gegeben </div> <div class="para">sind, im Vergleich zur ausgeprägten psychischen Problematik </div> <div class="para">aber ganz in den Hintergrund treten, nach den für </div> <div class="para">psychische Fehlentwicklungen nach einem Unfall entwickelten </div> <div class="para">Kriterien vorzunehmen ist (<a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=6&amp;from_date=06.04.2001&amp;to_date=25.04.2001&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F123-V-98%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page99">BGE 123 V 99</a> Erw. 2a). Darauf </div> <div class="para">kann verwiesen werden. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">2.- Das kantonale Sozialversicherungsgericht hielt in </div> <div class="para">seinem Entscheid fest, dass der Beschwerdeführer zum massgebenden </div> <div class="para">Zeitpunkt des Einspracheentscheides vom 10. Januar </div> <div class="para">1997 (<a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=6&amp;from_date=06.04.2001&amp;to_date=25.04.2001&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F121-V-362%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page366">BGE 121 V 366</a> Erw. 1b mit Hinweisen) nebst den mit </div> <div class="para">einer Rente auf der Basis einer Erwerbsunfähigkeit von </div> <div class="para">33 1/3 % abgegoltenen, auf den Unfall im Jahre 1990 zurückzuführenden </div> <div class="para">Kniebeschwerden, einzig noch an psychischen </div> <div class="para">Störungen litt. Dabei übersieht es, wie in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde </div> <div class="para">an sich noch treffend dargetan, dass der </div> <div class="para">Versicherte darüber hinaus auch noch an Nacken- und Kopfschmerzen </div> <div class="para">litt. Diese werden von der Neurologischen Klinik </div> <div class="para">des Universitätsspitals R.________ im Bericht vom 10. Juni </div> <div class="para">1997 näher als Spannungstyp-Kopfschmerzen auf der Basis </div> <div class="para">eines cervicocephalen, posttraumatischen Syndroms bezeichnet, </div> <div class="para">die zum typischen Beschwerdebild der 1994 erlittenen </div> <div class="para">HWS-Distorsion gehören. Indessen verursachen sie keine </div> <div class="para">Arbeitsunfähigkeit, die über das bereits entschädigte Ausmass </div> <div class="para">hinausgeht, was vom Beschwerdeführer in seiner weiteren </div> <div class="para">Argumentation übersehen wird. Hiefür ist alleine die </div> <div class="para">anhaltende somatoforme Schmerzstörung (Neurologische Klinik </div> <div class="para">am 10. Juni 1997) bzw. Depression (Dr. H.________ am </div> <div class="para">25. September 1996) verantwortlich. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">3.- Ob es sich beim psychischen Gesundheitsschaden um </div> <div class="para">eine natürliche Folge des Unfallereignisses vom 2. März </div> <div class="para">1994, bei dem der Versicherte ein Schleudertrauma der HWS </div> <div class="para">erlitten hatte, handelt, liess das kantonale Sozialversicherungsgericht </div> <div class="para">offen. Eine Aktenergänzung, wie vom Beschwerdeführer </div> <div class="para">gefordert, erübrigt sich indessen; selbst </div> <div class="para">wenn auf Grund zusätzlicher Abklärungen die natürliche Kausalität </div> <div class="para">zu bejahen wäre, fehlt es nach den Darlegungen der </div> <div class="para">Vorinstanz, auf welche verwiesen wird, an der Adäquanz des </div> <div class="para">Kausalzusammenhangs. Insbesondere hat das kantonale Sozialversicherungsgericht </div> <div class="para">zutreffend erkannt, dass die Beurteilung </div> <div class="para">nach der Rechtsprechung zu den psychischen Unfallfolgen </div> <div class="para">(<a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=6&amp;from_date=06.04.2001&amp;to_date=25.04.2001&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F115-V-133%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page133">BGE 115 V 133</a>) und nicht anhand der Kriterien, wie sie </div> <div class="para">für Schleudertraumen der HWS entwickelt wurden (BGE 117 V </div> <div class="para">359), vorzunehmen ist. Denn es ist offensichtlich, dass die </div> <div class="para">für diese Verletzung typischen Symptome (vgl. <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=6&amp;from_date=06.04.2001&amp;to_date=25.04.2001&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F117-V-359%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page360">BGE 117 V 360</a> </div> <div class="para">Erw. 4b), welche erst mit der Zeit und nur beschränkt aufgetreten </div> <div class="para">sind, schon bald nach ihrem Erscheinen von der </div> <div class="para">vorliegenden ausgeprägten psychischen Problematik überlagert </div> <div class="para">wurden, welche eindeutige Dominanz aufweist, was </div> <div class="para">sich letztlich aus der Diagnose der anhaltenden somatoformen </div> <div class="para">Schmerzstörung bzw. Depression ableiten lässt. Ein adäquater </div> <div class="para">Kausalzusammenhang zwischen dem aus dem Jahre 1990 </div> <div class="para">stammenden, maximal als mittelschwer, an der Grenze zu den </div> <div class="para">leichten Unfällen einzustufenden Ereignis und der psychischen </div> <div class="para">Störung ist weiter offenkundig nicht gegeben, ist </div> <div class="para">doch weder eines der massgebenden Kriterien in ausgeprägter </div> <div class="para">Weise erfüllt, noch sind diese in gehäufter oder auffallender </div> <div class="para">Weise gegeben. Dementsprechend kann auch hier das Bestehen </div> <div class="para">eines natürlichen Kausalzusammenhangs offen bleiben </div> <div class="para">und braucht nicht gutachterlich abgeklärt zu werden. Gleiches </div> <div class="para">gilt auch für die Frage, ob die psychischen Beschwerden </div> <div class="para">mit dem Unfall aus den Jahre 1988 in Verbindung zu </div> <div class="para">bringen sind. </div> <div class="para">Sämtliche Einwendungen in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde </div> <div class="para">vermögen an diesem Ergebnis nichts zu ändern. </div> <div class="para">Tritt im Anschluss an zwei oder mehrere Unfälle eine psychische </div> <div class="para">Fehlentwicklung ein, ist die Adäquanz des Kausalzusammenhangs </div> <div class="para">grundsätzlich für jeden Unfall gesondert </div> <div class="para">gemäss der Rechtsprechung zu den psychischen Unfallfolgen </div> <div class="para">zu beurteilen. Dies gilt insbesondere dann, wenn die Unfälle, </div> <div class="para">wie jene der Jahre 1990 und 1994, zwei verschiedene </div> <div class="para">Körperteile betreffen (Knie und Kopf) und zu unterschiedlichen </div> <div class="para">Verletzungen führen (RKUV 1996 Nr. U 248 S. 177 </div> <div class="para">Erw. 4b mit Hinweisen). Der Umstand, dass der Unfall von </div> <div class="para">1994, nach welchem die invalidisierende psychische Störung </div> <div class="para">auftrat, den Versicherten traf, als seine psychische Widerstandskraft </div> <div class="para">durch die unmittelbaren Folgen des versicherten </div> <div class="para">Unfalles von 1990 bereits angeschlagen war, ändert daran </div> <div class="para">nichts. Wenn sich der Beschwerdeführer sodann bereits 1988 </div> <div class="para">ein Schleudertrauma zugezogen hatte, so litt er an dessen </div> <div class="para">Folgen nach 1990 nicht mehr und war auch wieder in den Arbeitsprozess </div> <div class="para">eingegliedert, wie aus den umfangreichen Akten </div> <div class="para">des Unfalles von 1990 hervorgeht. Ein Abweichen vom aufgezeigten </div> <div class="para">Grundsatz ist daher nicht angezeigt. Weiter übersieht </div> <div class="para">der Beschwerdeführer, dass in die Adäquanzbeurteilung </div> <div class="para">weder die Dauer oder das Ausmass der psychisch bedingten </div> <div class="para">Arbeitsunfähigkeit, noch die Behandlungsdauer des psychogenen </div> <div class="para">Leidens einbezogen werden dürfen (RKUV 1993 Nr. U 166 </div> <div class="para">S. 94 Erw. 2c mit Hinweisen). Deshalb kann beispielsweise </div> <div class="para">die ärztliche Behandlung der zu berücksichtigenden Beschwerden </div> <div class="para">mit der Vorinstanz nicht als aussergewöhnlich </div> <div class="para">langdauernd bezeichnet werden, nachdem die Kopfschmerzen </div> <div class="para">von der Kopfwehsprechstunde der Neurologischen Klinik und </div> <div class="para">Poliklinik des Universitätsspitals R.________ schon rund </div> <div class="para">sieben Monate nach dem Unfallereignis erstmals als unveränderbar </div> <div class="para">und damit therapierefraktär bezeichnet sowie zur </div> <div class="para">Schmerzlinderung Medikamente verordnet wurden (Berichte vom </div> <div class="para">4. Oktober, 5. September, 15. November 1995 und 22. April </div> <div class="para">1996). </div> <div class="para"> </div> <div class="para">4.- Die unentgeltliche Verbeiständung kann gewährt </div> <div class="para">werden (Art. 152 in Verbindung mit <span class="artref">Art. 135 OG</span>), da die </div> <div class="para">Bedürftigkeit aktenkundig ist, die Beschwerde nicht als </div> <div class="para">aussichtslos zu bezeichnen und die Vertretung geboten war </div> <div class="para">(<a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=6&amp;from_date=06.04.2001&amp;to_date=25.04.2001&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F125-V-201%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page202">BGE 125 V 202</a> Erw. 4a und 372 Erw. 5b, je mit Hinweisen). </div> <div class="para">Es wird indessen ausdrücklich auf <span class="artref">Art. 152 Abs. 3 OG</span> aufmerksam </div> <div class="para">gemacht, wonach die begünstigte Partei der Gerichtskasse </div> <div class="para">Ersatz zu leisten haben wird, wenn sie später </div> <div class="para">dazu im Stande ist. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Demnach erkennt das Eidg. Versicherungsgericht: </div> <div class="para"> </div> <div class="para">I. Die Verwaltungsgerichtsbeschwerde wird abgewiesen. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">II. Es werden keine Gerichtskosten erhoben. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">III. Zufolge Gewährung der unentgeltlichen Verbeiständung </div> <div class="para">wird Rechtsanwalt Tobias Fankhauser, Zürich, für das </div> <div class="para">Verfahren vor dem Eidgenössischen Versicherungsgericht </div> <div class="para">aus der Gerichtskasse eine Entschädigung (einschliesslich </div> <div class="para">Mehrwertsteuer) von Fr. 2500.- ausgerichtet. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">IV. Dieses Urteil wird den Parteien, dem Sozialversicherungsgericht </div> <div class="para">des Kantons Zürich und dem Bundesamt für </div> <div class="para">Sozialversicherung zugestellt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Luzern, 19. April 2001 </div> <div class="para">Im Namen des </div> <div class="para">Eidgenössischen Versicherungsgerichts </div> <div class="para">Der Präsident der IV. Kammer: </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Der Gerichtsschreiber: </div> <div class="para"> </div> </div></body></html>