A bteilung IV D -210/2007 w et/w es/bes {T 0/2} U rteil vom 5. Juli 2007 M itw irkung: R ichter W espi, Lang, Schürch G erichtsschreiber W eber A ._______, und B ._______, Iran, vertreten durch W altraud W eber, Beschw erdeführer gegen B undesam t für M igration (B FM ), Q uellenw eg 6, 3003 Bern, Vorinstanz betreffend Verfügung vom 8. D ezem ber 2006 i.S. A syl und Fam ilienzusam m enführung / C ._______ B u n d e s v e rw a ltu n g s g e ric h t T rib u n a l a d m in is tra tif fé d é ra l T rib u n a le a m m in is tra tiv o fe d e ra le T rib u n a l a d m in is tra tiv fe d e ra l2 Sachverhalt: A. M it G esuchen vom 6. Januar 2006 sow ie vom 11. April 2006 sow ie Ergänzungen vom 6. Juli 2006 beantragte D ._______, w elcher m it Entscheid der Vorinstanz vom X._______ in der Schw eiz als Flüchtling vorläufig aufgenom m en w orden w ar, die Fam ilienzusam m enführung für E._______ sow ie für A._______ und B._______. Zur Begründung w urde für A._______ angeführt, dieser riskiere, den M ilitärdienst leisten zu m üssen, zum al dessen G esuch um Befreiung von der M ilitärdienstpflicht w egen Landesabw esenheit des Vaters keine C hance habe, gutgeheissen zu w er- den. W egen der aktuellen Lage im Iran und insbesondere in den kurdischen G e- bieten sei zu befürchten, dass A._______ dies nicht unbeschadet überstehen w erde. So kom m e es in G renznähe im m er w ieder zu bew affneten Auseinandersetzungen zw ischen kurdischen G ruppen und der iranischen Arm ee. W eiter w urde in der ergänzenden Eingabe vom 6. Juli 2006 vorgebracht, A._______ besuche seit einem Jahr die U niversität in F._______, dürfe jedoch niem andem sagen, dass sich sein Vater nicht im Iran aufhalte und A._______ ein Kurde sei. Sonst m üsse dieser um seinen Studienplatz und die W ohnung fürchten. Für B._______ w urde vorgebracht, diese w ürde bei einem W egzug der M utter in eine schlechte Situation geraten, zum al es unter dem M ullah-R egim e ein unge- schriebenes G esetz sei, dass unverheiratete Kinder bei den Eltern w ohnen m üss- ten. Zudem könne diese nur m it dem Einverständnis des Vaters heiraten oder ei- nen R eisepass beantragen, w eshalb ihr R eisen ins Ausland verw ehrt seien. B._______ besuche ebenfalls seit einem Jahr die U niversität in F._______, es sei gegen diese w egen der Ö calan-D em onstration im Jahre 1999 eine U ntersuchung eingeleitet w orden und m an habe sie betreffend den Aufenthaltsort des Vaters befragt. B. M it Verfügung vom 8. D ezem ber 2006 verw eigerte das BFM die Bew illigung zur Einreise in die Schw eiz und lehnte die Asylgesuche ab. D ie Vorinstanz begründete ihre Verfügung dam it, dass die Anforderungen von Art. 20 Abs. 2 und 3 des Asyl- gesetzes vom 26. Juni 1998 (AsylG , SR 142.31) für die Erteilung einer Einreisebe- w illigung vorliegend nicht erfüllt seien. Ferner könne die Einreise auch nicht ge- stützt auf Art. 51 Abs. 5 AsylG und die R echtsprechung der schw eizerischen Asyl- rekurskom m ission (AR K) zu Art. 39 Abs. 1 der Asylverordnung 1 vom 11. August 1999 über Verfahrensfragen [AsylV1, SR 142.311] (m it H inw eis auf Entscheidun- gen und M itteilungen der Schw eizerischen Asylrekurskom m ission [EM AR K] 2006 N r. 7) im R ahm en der Fam ilienzusam m enführung bew illigt w erden. Auf die Be- gründung w ird, sow eit w esentlich, in den nachstehenden Erw ägungen eingegan- gen. C . M it Eingabe vom 10. Januar 2007 beantragten die Beschw erdeführer, handelnd durch D ._______, die Aufhebung des vorinstanzlichen Entscheides, die Zuerkennung der Flüchtlingseigenschaft sow ie die G ew ährung von Asyl. Zum indest sei ihnen die Einreise in die Schw eiz zu bew illigen. Auf die Begründung w ird, sow eit w esentlich, in den nachfolgenden Erw ägungen eingegangen.3 D . M it Schreiben des Bundesverw altungsgerichtes vom 23. Januar 2007 w urde den Beschw erdeführern der Eingang der Beschw erde vom 10. Januar 2007 bestätigt. E. M it Zw ischenverfügung des Instruktionsrichters vom 31. Januar 2007 w urde auf die Erhebung eines Kostenvorschusses verzichtet und für die Behandlung der w ei- teren Anträge auf einen späteren Zeitpunkt verw iesen. F. Am 8. D ezem ber 2006 erteilte das BFM die Einreisebew illigung für E._______ zw ecks Fam ilienvereinigung. E._______ reiste am 26. Februar 2007 in die Schw eiz ein und ersuchte am 5. M ärz 2007 beim Em pfangs- und Ver- fahrenszentrum Kreuzlingen um Asyl. D as B undesverw altungsgericht zieht in Erw ägung: 1. 1.1 G em äss Art. 31 des Verw altungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (VG G , SR 173.32) beurteilt das Bundesverw altungsgericht Beschw erden gegen Verfügungen nach Art. 5 des Bundesgesetzes vom 20. D ezem ber 1968 über das Verw altungs- verfahren (Vw VG , SR 172.021), sofern keine Ausnahm e nach Art. 32 VG G vor- liegt. Als Vorinstanzen gelten die in Art. 33 und 34 VG G genannten Behörden. D azu gehören Verfügungen des BFM gestützt auf das Asylgesetz; das Bundesver- w altungsgericht entscheidet in diesem Bereich endgültig (Art. 105 AsylG ; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BG G , SR 173.110]). D am it ist das Bundesverw altungsgericht zur Behandlung der vorliegenden Be- schw erde zuständig, sow eit von den Beschw erdeführern die Abw eisung ihres Asyl- gesuches (vgl. Ziff. 1 des D ispositivs der vorinstanzlichen Verfügung) sow ie die Verw eigerung einer Einreisebew illigung im R ahm en eines Asylverfahrens (vgl. Ziff. 2 des D ispositivs der angefochtenen Verfügung) angefochten w ird. 1.2 M it Beschw erde kann die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige oder unvoll- ständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts und die U nangem essen- heit gerügt w erden (Art. 106 Abs. 1 AsylG ). 1.3 Ü ber offensichtlich unbegründete Beschw erden w ird in einem vereinfachten Ver- fahren entschieden. W ie nachstehend aufgezeigt, handelt es sich vorliegend um eine solche, w eshalb auf einen Schriftenw echsel verzichtet w erden kann und der Beschw erdeentscheid nur sum m arisch zu begründen ist (Art. 111 Abs. 1 und 3 AsylG ). 2. D ie Beschw erde ist form - und fristgerecht eingereicht; die Beschw erdeführer sind legitim iert (Art. 6 AsylG i.V.m . Art. 48 und 50 ff. Vw VG ). Auf die Beschw erde ist m ithin einzutreten.4 3. 3.1 D as Bundesam t bew illigt Asylsuchenden die Einreise zur Abklärung des Sachver- halts, w enn ihnen nicht zugem utet w erden kann, im W ohnsitz- oder Aufenthalts- staat zu bleiben oder in ein anderes Land auszureisen. D as D epartem ent kann schw eizerische Vertretungen erm ächtigen, Asylsuchenden die Einreise zu bew illi- gen, die glaubhaft m achen, dass eine unm ittelbare G efahr für Leib und Leben oder für die Freiheit aus einem G rund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG besteht (Art. 20 Abs. 2 und 3 AsylG ). 3.2 Ehegatten und ledige Kinder unter 18 Jahren von vorläufig aufgenom m enen Per- sonen und vorläufig aufgenom m enen Flüchtlingen können frühestens drei Jahre nach Anordnung der vorläufigen Aufnahm e nachgezogen und in diese einge- schlossen w erden, w enn sie m it diesen zusam m en w ohnen, eine bedarfsgerechte W ohnung vorhanden ist und die Fam ilie nicht auf Sozialhilfe angew iesen ist (Art. 14c Abs. 3bis AN AG ). 4. 4.1 D ie Vorinstanz begründete ihre Verfügung dam it, dass die Anforderungen von Art. 20 Abs. 2 und 3 AsylG für die G ew ährung einer Einreisebew illigung vorliegend nicht erfüllt seien. D as Bundesam t hielt fest, dass es in den Vorbringen der Be- schw erdeführer keine einreisebeachtlichen Verfolgungsm assnahm en erkennen könne. So befinde sich D ._______ seit über vier Jahren in der Schw eiz. O bw ohl die Beschw erdeführer dem nach seit m ehreren Jahren ohne D ._______ im Iran gelebt hätten, sei es desw egen bisher offenbar zu keinen nennensw erten N achteilen gekom m en. Vielm ehr sei es diesen offenbar trotzdem m öglich, sogar die U niversität zu besuchen. W eiter seien aufgrund der Aktenlage keine Anhaltspunkte ersichtlich, dass die Beschw erdeführer künftig m it diesbezüglichen konkreten und asylrelevanten Verfolgungsm assnahm en zu rechnen hätten. Bei den angeführten Schikanen und Benachteiligungen der kurdischen Bevölkerung im Iran handle es sich im Allgem einen nicht um ernsthafte N achteile im Sinne des Asylgesetzes, die per se einen Verbleib im Iran verunm öglichen oder erschw eren w ürden. D asselbe sei für die Befürchtungen der Beschw erdeführer im Falle einer Ausreise von E._______ festzustellen. Bezüglich der geltend gem achten N achteile im R ahm en des zu leistenden M ilitärdienstes sei anzuführen, dass auch hier die W ahrscheinlichkeit nicht beachtlich im Sinne der oben stehenden Erw ägungen sei. H inzu kom m e, dass diesem Vorbringen eine asylrelevante M otivation abgehe. W eiter seien die Beschw erdeführer volljährig und w ürden som it nicht zum Kreis der anspruchsberechtigten Personen gem äss Art. 51 Abs. 1 AsylG gehören. Zu- dem sei auch ein Abhängigkeitsverhältnis gem äss Art. 51 Abs. 2 AsylG bei den Beschw erdeführern nicht ersichtlich. Allein eine allfällige finanzielle Abhängigkeit könne insofern nicht als besonderer G rund anerkannt w erden, als D ._______ eine solche U nterstützung grundsätzlich auch m ittels finanzieller Ü berw eisungen in den Iran leisten könne. D eshalb seien die Voraussetzungen für eine Fam ilienvereinigung gestützt auf Art. 51 Abs. 5 AsylG in Verbindung m it Art. 39 5 Abs. 1 AsylV 1 nicht erfüllt. 4.2 D em gegenüber bringen die Beschw erdeführer in ihrer R echtsm itteleingabe im W e- sentlichen vor, die Vorinstanz übersehe, dass Jugendliche oder junge Erw achsene im Iran ohne elterlichen Schutz G esetzesverletzungen durch den Staat als auch durch Private, M issbrauch, Arbeitslosigkeit und extrem er Arm ut ausgesetzt seien. Für E._______ sei die Abw esenheit von D ._______ schon ein grosses Problem gew esen und sie sei desw egen ausgegrenzt w orden. D am it sie, die Kinder, nicht G leiches erleben m üssten und bei den allerorts arbeitenden Spitzeln auffallen w ürden, seien sie von E._______ nach F._______ geschickt w orden, w o niem and sie gekannt habe. D ie Ausreise von E._______ führe zur Konfiskation ihres Eigentum s, w eshalb sie nun ohne Besitz dastehen w ürden, der ihnen eine gew isse w irtschaftliche Selbständigkeit erm öglicht hätte. Zudem w äre eine Fortsetzung des Studium s nicht m öglich, da die Elterngeneration eine w ichtige R olle spiele und die Absenz der Eltern bei gew issen schulischen Anlässen sofort den Verdacht erw ecke, dass "etw as" nicht in O rdnung sei. Auch sei nun eine Arbeitssuche chancenlos und das Abgleiten in die G rauzonen der Prostitution und des D rogen- handels sei fast zw angsläufig der einzige Ausw eg. Erschw erend kom m e hinzu, dass sich D ._______ oppositionell betätigt habe. D ass A._______ ständig falsche Aussagen über den Aufenthalt von D ._______ und seine R eligionszugehörigkeit m achen m üsse, belaste ihn und stelle einen psychischen D ruck respektive eine perm anente Furcht vor Verfolgung dar. D er Besuch der U niversität sei für sie der einzige W eg gew esen, nach der Schule etw as zu tun, da es keine Arbeits- und Ausbildungsplätze gebe. 4.3 4.3.1 U nter dem Aspekt von Art. 20 Abs. 2 und 3 AsylG ist zu prüfen, ob eine unm ittel- bare G efährdung im Sinne von Art. 3 AsylG vorliegt und m ithin die Einreise der Be- schw erdeführer in die Schw eiz zu bew illigen ist - sei es im H inblick auf die Aner- kennung als Flüchtlinge und die Asylgew ährung, sei es zur vollständigen Abklä- rung des Sachverhalts - oder ob ein Verbleib im H eim atstaat zugem utet w erden kann. D er Behörde kom m t bei der restriktiv zu handhabenden Bew illigung der Ein- reise ein w eiter Erm essensspielraum zu (vgl. EM AR K 1997 N r. 15). D ie sachverhaltsm ässigen G rundlagen w erden in ihren w esentlichen Punkten w e- der vom Bundesam t noch vom Bundesverw altungsgericht in Frage gestellt. Zur Prüfung steht vorliegend, ob die vorinstanzlichen Erw ägungen zur fehlenden Ein- reisebeachtlichkeit der vorgebrachten Benachteiligungen zutreffend sind. D ie betreffenden Erkenntnisse des Bundesam tes sind in casu zu bestätigen. D ie von den Beschw erdeführern angeführten Beeinträchtigungen aufgrund ihrer kurdi- schen H erkunft und R eligionszugehörigkeit sind w eder generell geeignet, ernsthaf- te N achteile im Sinne von Art. 2 AsylG darzustellen, noch erreichen sie vorliegend eine Intensität, dass sich daraus ein unerträglicher D ruck hätte entw ickeln können. M it der Vorinstanz ist einig zu gehen, dass es den Beschw erdeführern offensicht- lich m öglich w ar und w eiterhin ist, die U niversität zu besuchen, ohne dabei erhebli- che und flüchtlingsrelevante Beeinträchtigungen erleiden zu m üssen. Auch w äh- rend des m ittlerw eile über vier Jahre dauernden Aufenthaltes von D ._______ w aren diese keinen erheblichen N achteilen ausgesetzt.6 Einschränkungen der R eligionsausübung sind zudem nur dann geeignet, einen unerträglichen psychischen D ruck im Sinne von Art. 3 Abs. 2 AsylG zu bew irken, w enn der G läubige als religiös geprägte Persönlichkeit durch die ihm auferlegten Einschränkungen und Schikanen in ähnlich schw erer W eise w ie bei Eingriffen in die körperliche U nversehrtheit oder Bew egungsfreiheit getroffen w ird. D ies ist jedoch vorliegend nicht der Fall. D er in der R echtsm itteleingabe w iederholte H inw eis auf die Ausreise von E._______ - w as die Situation für die Beschw erdeführer erheblich erschw ere und das Abgleiten in die G rauzonen der Prostitution und des D rogenhandels fast zw angsläufig m it sich ziehe - verm ag an dieser Einschätzung nichts zu ändern. D ie Vorinstanz hat diese Vorbringen bereits im angefochtenen Entscheid in zutreffender W eise gew ürdigt und der entsprechende Einw and ist im Ü brigen angesichts der bereits länger bestehenden Volljährigkeit der Beschw erdeführer und der finanziellen U nterstützungm öglichkeit durch D ._______ erheblich zu relativieren. D ie von den Beschw erdeführern gehegte Befürchtung, in nächster Zukunft ernsthaften asylrelevanten Benachteiligungen ausgesetzt zu w erden, erscheint daher in einer objektiven Einschätzung aus flüchtlingsrechtlichen G esichtspunkten - bei allem Verständnis für eine allenfalls in subjektiver H insicht vorhandene Furcht der Beschw erdeführer - nicht begründet. D er Annahm e einer unm ittelbaren G efahr für Leib, Leben oder Freiheit aus einem G rund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG kann daher nicht gefolgt w erden, w eshalb der Antrag auf Erteilung einer Einreisebew illi- gung - als vorsorgliche M assnahm e - zw ecks zusätzlicher Sachverhaltsabklärun- gen durch das BFM abzuw eisen ist. D ie persönliche Situation der Beschw erdeführer ist daher gesam thaft nicht als derart kritisch einzustufen, dass eine reale Existenzbedrohung bestünde und ein w eiterer Verbleib im Iran nicht m ehr zum utbar w äre. 4.3.2 W eiter hat die Vorinstanz im angefochtenen Entscheid das G esuch um Fam ilien- vereinigung gestützt auf Art. 51 Abs. 5 AsylG in Verbindung m it Art. 39 Abs. 1 AsylV 1 abgew iesen. D abei prüfte die Vorinstanz, ob die m it Bezug auf die An- spruchsberechtigten analog anzuw endenden Bestim m ungen von Art. 51 Abs. 1 bis 3 AsylG (vgl. EM AR K 2006 N r. 7 E. 5.4 S. 78 f.) überhaupt erfüllt sind und vernein- te dies. Aus den folgenden Erw ägungen erübrigt es sich zu prüfen, ob die Ausfüh- rungen der Vorinstanz zutreffend sind: Art. 51 Abs. 5 AsylG ist m it W irkung seit dem 1. Januar 2007 aufgehoben. N eu w ird der N achzug der Ehegatten und der le- digen Kinder unter 18 Jahren von vorläufig aufgenom m enen Flüchtlingen einheit- lich in Art. 14c Abs. 3bis des Bundesgesetzes vom 26. M ärz 1931 über Aufenthalt und N iederlassung der Ausländer (AN AG , SR 142.20) geregelt. D er Fam iliennach- zug ist frühestens drei Jahre nach der Anordnung der vorläufigen Aufnahm e m ög- lich. D ie bisherige R echtsprechung (vgl. EM AR K 2006 N r. 7) zum Fam iliennachzug von vorläufig aufgenom m enen Flüchtlingen ist betreffend die als unzulässig erach- tete Anordnung einer generellen W artefrist von drei Jahren nicht m ehr m assgeb- lich. G em äss den Akten w urde D ._______ m it Verfügung vom X._______ 7 w iedererw ägungsw eise als Flüchtling in der Schw eiz vorläufig aufgenom m en, w om it einerseits ersichtlich w ird, dass die erw ähnte dreijährige Frist noch nicht verstrichen ist und andererseits die Beschw erdeführer ohnehin bereits die Volljährigkeit erreicht haben. D ie Voraussetzungen von Art. 14c Abs. 3bis AN AG sind som it nicht erfüllt. 4.4 Bei dieser Sachlage und in W ürdigung der gesam ten U m stände und Vorbringen der Beschw erdeführer ist zusam m enfassend festzustellen, dass diese die Voraus- setzungen für die Bew illigung der Einreise und für eine Fam ilienvereinigung nicht erfüllen. Es erübrigt sich, auf die w eiteren Ausführungen in der Beschw erde im Einzelnen näher einzugehen, da sie am Ergebnis nichts zu ändern verm ögen. D ie Vorinstanz hat daher die Einreise der Beschw erdeführer zu R echt verw eigert und die Asylgesuche zu R echt abgew iesen. 5. Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind die Kosten den Beschw erdeführern auf- zuerlegen (Art. 63 Abs. 1 Vw VG ) und auf insgesam t Fr. 600.-- festzusetzen (Art. 16 Abs. 1 Bst. a VG G i.V.m . Art. 2 und 3 des R eglem ents vom 11. D ezem ber 2006 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverw altungsgericht [VG KE, SR 173.320.2]). (D ispositiv nächste Seite)8 D em nach erkennt das B undesverw altungsgericht: 1. D ie Beschw erde w ird abgew iesen. 2. D ie Verfahrenskosten, bestim m t auf Fr. 600.--, w erden den Beschw erdeführern auferlegt. D ieser Betrag ist innert 30 Tagen zu G unsten der G erichtskasse zu überw eisen. 3. D ieses U rteil geht an: - die R echtsvertreterin der Beschw erdeführer, 2 Expl. (eingeschrieben; Beilage: Einzahlungsschein) - die Vorinstanz, Abteilung Aufenthalt und R ückkehrförderung, m it den Akten (R ef.-N r. C ._______) - H ._______ D er R ichter: D er G erichtsschreiber: Thom as W espi Stefan W eber Versand am :