<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="content"> <div class="para"> </div> <div class="para">Bundesgericht </div> <div class="para">Tribunal fédéral </div> <div class="para">Tribunale federale </div> <div class="para">Tribunal federal </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <img height="74" src="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/clir/http/displayimage.php?id=2021-07-13-1F_21-2021.1&amp;type=gif" width="95"/> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>1F_21/2021</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>Urteil vom 13. Juli 2021</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>I. öffentlich-rechtliche Abteilung</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Besetzung </div> <div class="para">Bundesrichter Kneubühler, Präsident, </div> <div class="para">Bundesrichter Haag, </div> <div class="para">nebenamtlicher Bundesrichter Weber, </div> <div class="para">Gerichtsschreiber Kessler Coendet. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Verfahrensbeteiligte </div> <div class="para">A.________, </div> <div class="para">Gesuchstellerin, </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <i>gegen</i> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Gemeinderat Gontenschwil, </div> <div class="para">5728 Gontenschwil, </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Regierungsrat des Kantons Aargau, Regierungsgebäude, 5001 Aarau, </div> <div class="para">handelnd durch das Departement Bau, Verkehr und Umwelt </div> <div class="para">des Kantons Aargau, Abteilung für Baubewilligungen, Entfelderstrasse 22, 5001 Aarau, </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Verwaltungsgericht des Kantons Aargau, 3. Kammer, </div> <div class="para">Obere Vorstadt 40, 5000 Aarau. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Gegenstand </div> <div class="para">Revisionsgesuch gegen die Urteile des Schweizerischen Bundesgerichts 1C_347/2017 vom 23. März 2018 und 1C_185/2019 vom 12. November 2019. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>Sachverhalt:</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>A.</b> </div> <div class="para">Mit Urteil 1C_347/2017 vom 23. März 2018 wies das Bundesgericht eine Beschwerde von A.________ gegen das Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Aargau vom 5. Mai 2017 ab, soweit es darauf eintrat. Streitgegenstand vor Bundesgericht war die angeordnete Beschränkung der Pferdehaltung auf maximal vier Tiere sowie der Rückbau bzw. die Bewilligungsfähigkeit von Pferdauslaufflächen. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Mit Urteil 1C_185/2019 vom 12. November 2019 wies das Bundesgericht eine Beschwerde von A.________ gegen das Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Aargau vom 22. Februar 2019 ab, soweit es darauf eintrat. Sie hatte bereits während des bundesgerichtlichen Verfahrens 1C_347/2017 erneut ein Baugesuch für die Bewilligung von "Pferdehaltung mit Aussenanlagen" auf dem fraglichen Grundstück gestellt. Darauf war erstinstanzlich mangels wesentlicher Änderung der Sachlage nicht eingetreten worden. Vor Bundesgericht bildete Streitgegenstand, ob das Verwaltungsgericht den erstinstanzlichen Nichteintretensentscheid schützen durfte. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>B.</b> </div> <div class="para">Mit Eingabe vom 22. Mai 2021 verlangt A.________, die Urteile 1C_347/2017 und 1C_185/2019 zu revidieren oder aufzuheben. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>C.</b> </div> <div class="para">Das Bundesgericht hat auf die Durchführung eines Schriftenwechsels verzichtet (<span class="artref">Art. 127 BGG</span>). </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>Erwägungen:</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>1.</b> </div> <div class="para">Entscheide des Bundesgerichts erwachsen am Tag ihrer Ausfällung in Rechtskraft (<span class="artref">Art. 61 BGG</span>). Eine nochmalige Überprüfung der vom Bundesgericht beurteilten Streitsache ist grundsätzlich ausgeschlossen. Das Gericht kann auf seine Urteile nur zurückkommen, wenn einer der in den <span class="artref">Art. 121 ff. BGG</span> abschliessend aufgeführten Revisionsgründe vorliegt. Revisionsgesuche haben den Begründungsanforderungen von <span class="artref">Art. 42 Abs. 2 BGG</span> zu genügen, weshalb die gesuchstellende Person in gedrängter Form darzulegen hat, inwiefern der von ihr behauptete Revisionsgrund vorliegen soll. Fehlt es an einer rechtsgenüglichen Begründung, tritt das Bundesgericht auf das Revisionsgesuch nicht ein (vgl. Urteil 1F_7/2020 vom 4. Mai 2020 E. 3.1 mit Hinweisen). </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>2.</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>2.1.</b> Die Revision eines Bundesgerichtsurteils kann verlangt werden, wenn das Bundesgericht einzelne Anträge unbeurteilt liess (<span class="artref">Art. 121 lit. c BGG</span>) oder in den Akten liegende erhebliche Tatsachen aus Versehen nicht berücksichtigte (<span class="artref">Art. 121 lit. d BGG</span>). Weiter kann die Revision verlangt werden, wenn die ersuchende Partei nachträglich erhebliche Tatsachen erfährt oder entscheidende Beweismittel auffindet, die sie im früheren Verfahren nicht beibringen konnte, unter Ausschluss der Tatsachen und Beweismittel, die erst nach dem Entscheid entstanden sind (<span class="artref">Art. 123 Abs. 2 lit. a BGG</span>). </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>2.2.</b> Der Eingabe der Gesuchstellerin lässt sich der Vorwurf entnehmen, das Bundesgericht habe Beweismittel bzw. -anträge und tatsächliche Ausführungen von ihr in den Urteilen vom 23. März 2018 und 12. November 2019 nicht berücksichtigt. Ausserdem legt sie ein Betriebsdatenblatt ihres Bruders über das Jahr 2007 als Beleg für die Fortführung des landwirtschaftlichen Betriebs auf dem betroffenen Hof vor. Sie behauptet, dieses Dokument stehe im Gegensatz zur Feststellung im Urteil 1C_347/2017 vom 23. März 2018, wonach der landwirtschaftliche Betrieb im Jahr 1998 aufgegeben worden sei. Diese Vorbringen der Gesuchstellerin beziehen sich sinngemäss auf die Revisionsgründe von Art. 121 lit. c und d sowie <span class="artref">Art. 123 Abs. 2 lit. a BGG</span>. Dabei setzt sich die Gesuchstellerin aber nicht mit den Bestimmungen von <span class="artref">Art. 124 BGG</span> zur Einhaltung der Revisionsfrist auseinander. Ebenso wenig befasst sie sich mit den Voraussetzungen von <span class="artref">Art. 123 Abs. 2 lit. a BGG</span> (vgl. dazu <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=33&amp;from_date=10.07.2021&amp;to_date=29.07.2021&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F143-III-272%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page272">BGE 143 III 272</a> E. 2.2; Urteil 4F_7/2020 vom 22. Februar 2021 E. 4, zur Publikation vorgesehen). Insbesondere zeigt sie nicht auf, dass sie die im Betriebsdatenblatt 2007 enthaltenen Angaben in den früheren Verfahren trotz hinreichender Sorgfalt nicht vorbringen bzw. das Dokument damals unverschuldet nicht einreichen konnte. In dieser Hinsicht fehlt es an einer rechtsgenüglichen Begründung des Gesuchs (vgl. oben E. 1). Darauf ist nicht einzutreten. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>2.3.</b> Eine unzutreffende beweismässige oder rechtliche Würdigung von Tatsachen unterliegt nicht der Revision (vgl. Urteil 1F_23/2020 vom 17. September 2020 E. 3.1 mit Hinweisen). Mit Kritik an der rechtlichen Würdigung kann ein Revisionsbegehren nicht begründet werden. Auf die diesbezüglichen Vorbringen der Gesuchstellerin ist nicht einzutreten. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>3.</b> </div> <div class="para">Nach dem Gesagten ist auf das Revisionsgesuch nicht einzutreten. Bei diesem Ausgang des Verfahrens trägt die Gesuchstellerin die Kosten (<span class="artref">Art. 66 Abs. 1 BGG</span>). Im Übrigen behält sich das Bundesgericht vor, inskünftig ähnliche Eingaben in der vorliegenden Angelegenheit formlos abzulegen. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>Demnach erkennt das Bundesgericht:</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>1.</b> </div> <div class="para">Auf das Revisionsgesuch wird nicht eingetreten. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>2.</b> </div> <div class="para">Die Gerichtskosten von Fr. 500.-- werden der Gesuchstellerin auferlegt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>3.</b> </div> <div class="para">Dieses Urteil wird der Gesuchstellerin, dem Gemeinderat Gontenschwil, dem Regierungsrat des Kantons Aargau, dem Verwaltungsgericht des Kantons Aargau, 3. Kammer, und dem Bundesamt für Raumentwicklung (ARE) schriftlich mitgeteilt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Lausanne, 13. Juli 2021 </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Im Namen der I. öffentlich-rechtlichen Abteilung </div> <div class="para">des Schweizerischen Bundesgerichts </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Der Präsident: Kneubühler </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Der Gerichtsschreiber: Kessler Coendet </div> </div></body></html>