<h2>SubmittedText<h2><p>In der Schweiz könnten im Gesundheitswesen erhebliche Summen eingespart werden, wenn vermehrt Generika statt Originalpräparate verschrieben und eingenommen würden. Berechnungen haben Einsparungen bis gegen 1 Milliarde Franken ergeben.</p><p>Es wäre daher sinnvoll, wenn in den Apotheken den Patienten Generika abgegeben werden dürften, auch wenn auf dem Rezept das Originalpräparat verschrieben ist. Apotheker erklären, dass ihnen dies heute verboten ist. Selbstverständlich müsste es sich um anerkannte Generika handeln.</p><p>Ich bitte den Bundesrat, folgende Fragen zu beantworten:</p><p>Ist die Auffassung der Apotheker korrekt?</p><p>Falls dies zutrifft:</p><p>a. Welche rechtlichen Änderungen müssten vorgenommen werden, um die Abgabe von Generika anstelle rezeptierter Originalpräparate zu ermöglichen?</p><p>b. Wäre der Bundesrat bereit, diese Änderungen von sich aus in die Wege zu leiten?</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Für die ärztliche Tätigkeit tragen Ärztin und Arzt die volle Verantwortung. Dazu gehört die Auswahl der Medikamente in bezug auf Dosierung, Packungsgrösse und auch im Hinblick auf Verträglichkeit, Haltbarkeit oder Erfassung von Nebenwirkungen. Es steht ihnen deshalb frei, ob sie ein Originalpräparat oder ein Generikum verschreiben wollen. Apothekerin und Apotheker können nur dann ein Generikum abgeben, wenn sie ausdrücklich ermächtigt werden oder wenn in Notfällen das Originalpräparat nicht am Lager ist. In solchen Fällen ist der Verschreibende allerdings innerhalb von 24 Stunden zu informieren.</p><p>Bei den Beratungen zum neuen Krankenversicherungsgesetz (KVG) war diese Möglichkeit der Kosteneinsparung bekannt. Trotzdem fiel der Entscheid zugunsten der Verschreibungsfreiheit von Ärztin und Arzt aus, was grundsätzlich einen Verzicht auf das Substitutionsrecht der Abgebenden bedeutet. Von seiten der Kostenträger wäre eine Lösung im Sinne der Einfachen Anfrage allerdings zu begrüssen. Im Hinblick auf die Botschaft zur Volksinitiative "für tiefere Arzneimittelpreise" wird der Bundesrat deshalb den ganzen Fragenkomplex einer neuen Prüfung unterziehen.</p>  Antwort des Bundesrates.