B u n d e s v e rw a l t u n g s g e r i ch t T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i f f éd é r a l T r i b u n a l e am m i n i s t r a t i vo f e d e r a l e T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i v fe d e r a l Abteilung IV D-1479/2013 U r t e i l v o m 1 2 . D e z e m b e r 2 0 1 3 Besetzung Richter Thomas Wespi (Vorsitz), Richterin Muriel Beck Kadima, Richter Gérard Scherrer, Gerichtsschreiber Alfred Weber. Parteien A._______, geboren (…), Iran, vertreten durch Christian Hoffs, HEKS Rechtsberatungsstelle für Asylsuchende (…), Beschwerdeführer, gegen Bundesamt für Migration (BFF), Quellenweg 6, 3003 Bern, Vorinstanz. Gegenstand Asyl und Wegweisung; Verfügung des BFM vom 19. Februar 2013 / N (…). D-1479/2013 Seite 2 Sachverhalt: A. Der Beschwerdeführer verliess eigenen Angaben zufolge den Heima t- staat am 17. Dezember 2010 und gelangte über diverse Länder am 23. Dezember 2010 in die Schweiz, wo er am folgenden T ag um Asyl nachsuchte. Nach einer Kurzbefragung im Empfangs - und Verfahren s- zentrum (EVZ) B._______ vom 4. Januar 2011 wurde der Beschwerd e- führer für die Dauer des Verfahrens dem Kanton C._______ zugewiesen. Am 11. Februar 2013 wurde er vom BFM direkt zu s einen Asylgründen angehört. Im Wesentlichen machte er bei den Befragungen geltend, er sei Kurde und stamme aus S. Die Schule habe er bis zur Matura besucht. Danach habe er als (Erwerbsausübung)sowie als Inhaber eines (Ge- schäft 1) gearbeitet. Ungefähr im Jahre 2005 habe er einen (Geschäft 2) eröffnet, in dem er bis zur Ausreise tätig gewesen sei. Er sei als junger Mann der Demokratischen Partei des iranischen Kurdistans (D PK-I) bei- getreten. Sein Freund H. habe ihn 1997 erstmals zur lokalen Parteifüh- rung in den Nordirak mitgenommen , wo er offiziell Mitglied der Partei g e- worden sei. In einer kleinen Zelle von drei Personen habe er fortan jäh r- lich mehrere Propaganda -Aktionen in S. durchgeführt, die darin besta n- den hätten, vor wichtigen Gedenktagen der DPK-I in der Stadt Flyer und Fotos zu verteilen. Erstmals in Schwierigkeiten sei er deswegen am 17. Dezember 2010 mit den iranischen Behörden gekommen. Er und sein Freund H. hätten einige Tage zuvor wie üblich in einer heimlichen Aktion Flyer und Fotos in einem Stadtviertel von S. verteilt. Im Verlaufe dieser Aktion sei ihm die Idee einer privaten Abrechnung gegenüber A., einem Geschäftsnachbar und Mitarbeiter des iranischen Geheimdienstes Ett e- laat, gekommen, der ihn während Jahren mit Bele idigungen der DPK-I provoziert habe. Er habe sich entschlossen , im Wohnviertel von A. in j e- ner Nacht einige Flyer zu verteilen. Bei dieser Aktion sei A. auf ihn und H. aufmerksam geworden und h abe die Nachbarschaft gegen sie aufg e- hetzt. Er habe die Flucht ergriffen und sich bei seinem Freund X. ve r- steckt. Am Folgetag habe er via Vermittlung des X. von seinem Bruder er- fahren, dass die Ettelaat noch in der gleichen Nacht das Haus seiner F a- milie durchsucht habe. Er habe noch zwei bis drei Tage abgewartet, ob sich die Lage beruhige und er zu seiner Frau und den beiden Kindern z u- rückkehren könne, ehe er v or diesem Hintergrund mit Hilfe eines Schlep- pers über D._______ ausgereist sei. Für den Inhalt der weiteren Auss a- gen wird auf die Akten verwiesen. Das BFM verzichtete auf weitere Abklä- rungen. D-1479/2013 Seite 3 Mit Eingaben vom 1. Februar 2011 und 6. April 2011 fanden das Famil i- enbüchlein (Shenasnameh) und die Heiratsurkunde des Beschwerdefü h- rers im Original Eingang in die Akten. B. Das BFM stellte mit Verfügung vom 19. Februar 2013 – eröffnet am 20. Februar 2013 – fest, der Beschwerdeführer erfülle die Flüchtlingse i- genschaft nicht, und lehnte das Asylgesuch ab. Gleichzeitig verfügte es die Weg weisung des Beschwerdeführers aus der Schweiz und ordnete den Wegweisungsvollzug an. Zur B egründung wurde im Wesentlichen ausgeführt, die Vorbringen des Beschwerdeführers genügten weder den Anforderungen an die Glaubhaftigkeit gemäss Art. 7 des Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 (AsylG, SR 142.31) noch denjenigen an die Flüch t- lingseigenschaft gemäss Art. 3 AsylG. Unter Angabe der Fundstellen in den Protokollen führte das BFM aus, die Vorbringen des Beschwerdefüh- rers würden in wesentlichen Punkten der allgemeinen Erfahrung und der Logik des Handelns widersprechen (unvorsichtige und unprofessionelle Verhaltens- beziehungsweise Vorgehensweise des Beschwerdeführers im Zusammenhang mit dem geltend gemachten Konflikt mit A., insbeso n- dere vor dem Hintergrund seiner 13-jährigen Mitgliedschaft bei einer ille- galen Partei, der von der Partei zu beachtenden strikten Sicherheitsvo r- kehrungen bei der Durchführung von Aktionen und der Nichtbehelligung durch die iranischen Behörden in dieser Zeitspanne; Angaben zum Grund respektive Zeitpunkt der Tat, obschon der Konflikt mit A. seit fünf bis sechs Jahren bestanden habe; Begehung einer solch leichtfertigen Tat im Wissen um die Berufsstellung von A. und die allfällig daraus resultieren- den Gefahren für sich und die Partei; Angaben zur Aufbewahrung von be- lastendem Material zu Hause und de r in diesem Zusammenhang abg e- gebenen Begründung; unlogische und widersprüchliche Angaben betr ef- fend den Ablauf der Ereignisse vom 17. Dezember 2010 ; Angaben zur geltend gemachten Verfolgung durch die Ettelaat, welche durch die se Er- eignisse ausgelöst worden sein soll; Angaben zu r angeblichen Gefäh r- dungssituation des Beschwerdeführers während dessen zwei bis dreit ä- gigen Aufenthalts bei X.; unbehelligtes Weiterleben von des ihn beim E r- eignis vom 17. Dezember 2010 begleitenden H. in S.). Der Beschwerde- führer ha be glaubhaft von seiner Mitgliedschaft bei der illegalen Partei DPK-I, für die er während vieler Jahre politische Aktionen durchgeführt habe, erzählt. Weder die Mitgliedschaft noch das Engagement in einer i l- legalen Partei würden aber direkt zur Anerkennung der Flüchtlingseigen- schaft führen. Der Beschwerdeführer habe nicht glaubhaft machen kö n- nen, dass er aus diesem Grund ernsthaften Nachteilen ausgesetzt gew e-D-1479/2013 Seite 4 sen wäre oder begründete Furcht gehabt hätte, solchen Nachteilen au s- gesetzt zu werden. Der Beschwerd eführer wolle trotz der geltend g e- machten 13-jährigen Mitgliedschaft bei der DPK-I mit Ausnahme des vom BFM als unglaubhaft gewerteten Vorfalls kein einziges Mal in Konflikt mit den iranischen Behörden gekommen sein. Somit könne er sich nicht da r- auf berufen, aus einem der in Art. 3 AsylG genannten Gründe den Iran verlassen zu haben. Im Zusammenhang mit seinen exilpolitischen Aktivi- täten beziehungsweise mit seiner Berufung auf subjektive Nachfluch t- gründe, die zur Flüchtlingseigenschaft führen würden, sei fes tzuhalten, dass sich im vorliegenden Fall aus den Ausführungen des Beschwerd e- führers indes keinerlei Hinweise darauf ergeben würden, wonach sich dieser in einer Weise exilpolitisch exponiert hätte, die von den iranischen Behörden hätte zur Kenntnis genomme n werden können. So w olle der Beschwerdeführer lediglich an einigen Parteianlässen teilgenommen und als Mitglied des Komitees die Verantwortlichen unterstützt haben. Die gel- tend gemachten Gründe seien deshalb nicht als relevant im Sinne von Art. 3 AsylG zu werten. Der Vollzug der Wegweisung sei zulässig, zumut- bar und möglich. C. Mit Eingabe vom 20. März 2013 liess der Beschwerdeführer beim Bu n- desverwaltungsgericht Beschwerde erheben und unter Kosten- und Ent- schädigungsfolge die Aufhebung der angefochtenen Verfügung, die Fest- stellung der Flüchtlingseigenschaft und die Gewährung von Asyl beantra- gen. Eventualiter sei wegen subjektiver Nachfluchtgründe die Flüchtling s- eigenschaft festzustellen und deshalb die vorläufige Aufnahme wegen Unzulässigkeit des Wegweis ungsvollzugs anzuordnen. Es sei dem B e- schwerdeführer die unentgeltliche Rechtspflege zu gewähren und es sei von der Erhebung eines Kostenvorschusses abzusehen. Auf die Begrün- dung der Beschwerde wird, soweit entscheidwesentlich, in den Erwägu n- gen eingegangen. D. Nach vorgängiger Eingangsbestätigung der Beschwerde vom 10. April 2013 wurde dem Beschwerdeführer m it Instruktionsverfügung vom 30. April 2013 mit geteilt, er dürfe den Ausgang des Verfahrens in der Schweiz abwarten. Der Entscheid über d as Gesuch um G ewährung der unentgeltlichen Rechtspflege im Sinne von Art. 65 Abs. 1 des Bundesge- setzes vom 20. Dezember 1968 über das Verwaltungsverfahren (VwVG, SR 172.021) wurde auf einen späteren Zeitpunkt verwiesen und auf die Erhebung eines Kostenvorschusses verzichtet. D-1479/2013 Seite 5 Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 1. 1.1 Gemäss Art. 31 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (VGG, SR 173.32) beurteilt das Bundesverwaltungsgericht Beschwerden gegen Verfügungen nach Art. 5 VwVG. Das BFM gehört zu den Behörden nach Art. 33 VGG und ist daher eine Vorinstanz des Bundesverwaltung s- gerichts. Eine das Sachgebiet betreffende Ausnahme im Sinne von Art. 32 VGG liegt nicht vor. Das Bundesverwaltungsgericht ist daher z u- ständig für die Beurteilung der vorliegenden Beschwerde und entscheidet auf dem Gebiet des Asyls endgültig , ausser bei Vorliegen eines Auslief e- rungsersuchens des Staates, vor welchem die beschwerdeführende Pe r- son Schutz sucht (Art. 105 AsylG; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des Bundesg e- richtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]). Eine solche Aus- nahme im Sinne von Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG liegt nicht vor, weshalb das Bundesverwaltungsgericht endgültig entscheidet. 1.2 Das Verfahren richtet sich nach dem VwVG, dem VGG und dem BGG, soweit das AsylG nichts anderes bestimmt (Art. 37 VGG und Art. 6 AsylG). 1.3 Die Beschwerde ist frist- und formgerecht eingereicht. Der Beschwer- deführer hat am Verfahren vor der Vorinstanz teilgenommen, ist durch die angefochtene Verfügung besonders berührt und hat ein schutzwürdiges Interesse an de ren Aufhebung beziehungsweise Änderung. Er ist daher zur Einreichung der Beschwerde legitimiert (Art. 105 und Art. 108 Abs. 1 AsylG, Art. 48 Abs. 1 sowie Art. 52 VwVG). Auf die Beschwerde ist einz u- treten. 1.4 Die Abteilungen des Bundesverwaltungsgerichts entscheiden in der Regel in der Besetzung mit drei Richtern oder Richterinnen (vgl. Art. 21 Abs. 1 VGG). Das Bundesverwaltungsgericht kann auch in solchen Fällen auf die Durchführung des Schriftenwechsels verzichten (Art. 111a Abs. 1 AsylG). 2. Mit Beschwerde kann die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts und die Unangemessenheit gerügt werden (Art. 106 Abs. 1 AsylG). D-1479/2013 Seite 6 3. 3.1 Gemäss Art. 2 Abs. 1 AsylG gewährt die Schweiz Flüchtlingen grun d- sätzlich Asyl. Flüchtlinge sind Personen, die in ihrem Heimatstaat oder im Land, in dem sie zuletzt wohnten, wegen ihrer Rasse, Religion, Nationali- tät, Zugehörigkeit zu einer bestimmten sozialen Gruppe oder wegen ihrer politischen Anschauungen ernsthaften Nachteilen ausgesetzt sind oder begründete Furcht haben, solchen Nachteilen ausgesetzt zu werden. Als ernsthafte Nachteile gelten namentlich die Ge fährdung des Leibes, des Lebens oder der Freiheit sowie Massnahmen, die einen unerträglichen psychischen Druck bewirken (Art. 3 AsylG). 3.2 Wer um Asyl nachsucht, muss die Flüchtlingseigenschaft nachw eisen oder zumindest glaubhaft machen. Diese ist glaubhaft gemacht, wenn die Behörde ihr Vorhandensein mit überwiegender Wahrscheinlichkeit für g e- geben hält. Unglaubhaft sind insbesondere Vorbringen, die in wesentl i- chen Punkten zu wenig begründet oder in sich widersprüchlich sind, den Tatsachen nicht entsprechen od er massgeblich auf gefälschte oder ve r- fälschte Beweismittel abgestützt werden (Art. 7 AsylG). 4. 4.1 Die Vorinstanz erachtete den vom Beschwerdeführer vorgetragenen Sachvortrag rund um das geltend gemachte Ereignis vom Dezember 2010 als den Anforderungen an die Glaubhaftigkeit gemäss Art. 7 AsylG nicht genügend. Unter Angabe der jeweiligen Fundstellen in den Protokol- len, insbesondere demjenigen der direkten Bundesanhörung, zeigte das BFM schlüssig und nachvollziehbar auf, aufgrund welcher Überlegungen und Feststellungen es zu diesem Ergebnis gelangte. Das Bundesverwa l- tungsgericht hat nach Überprüfung der Akten keine Veranlassung, die von der Vorinstanz gezogenen Schlussfolgerungen zu beanstanden. Die von ihr angegebenen Fundstellen finden Stütze in den Akten (vgl. dazu auch E. 4.3 nachstehend). Eine asylrelevante Verfolgungs- oder Bedrohungssituation des Beschwer- deführers, welche ihm aus seiner 13-jährigen Mitgliedschaft bei der DPK-I resultiert haben soll oder vor einer solchen er begründete Furcht haben müsste, stellte das BFM in Abrede. Zum einen führte es zur Begründung an, dem Beschwerdeführer seien in dieser Zeitspanne nie irgendwelche Schwierigkeiten seitens der heimatlichen Behörden entstanden , und zum anderen erachtete es den von ihm erwähnten Vorfall im Dezember 2010 als unglaubhaft. Mithin könne er sich nicht darauf berufen, seine Heimat aus einem Grund nach Art. 3 AsylG verlassen zu haben. D-1479/2013 Seite 7 Hinsichtlich der exilpolitischen Tätigkeit des Beschwerdeführers hielt das BFM fest, dass sich aus den Ausführungen des Beschwerdeführers ke i- nerlei Hinweise darauf ergeben würden, dieser hätte sich in einer Weise exilpolitisch exponiert, dass dessen Betätigungen von den iranischen B e- hörden hätten zur Kenntnis genommen werden können . Er habe lediglich an einigen Parteia nlässen teilgenommen und als Mitglied des Komitees die Verantwortlichen unterstützt. Diesen zutreffenden vorinstanzlichen Erwägungen in der angefochtenen Verfügung , worauf verwiesen werden kann, sei lediglich im Sinne einer Ergänzung die aufschlussreiche Antwort des Beschwerdeführers hinzugefügt, wonach dieser die Teilnahme an ei- ner Demonstration zugunsten der Partei in der Schweiz gar ausdrücklich verneinte (A 25 S. 14). Aufgrund der Akten ergeben sich weiter auch ke i- ne Anhaltspunkte dafür, dass er im Rahmen seines behaupteten exilpoli- tischen Engagements in den Fokus der iranischen Behörden hätte gera- ten sein könne n (vgl. dazu auch BVGE 2009/28 E. 7.4.3 S. 364 ff .). Mit der Rechtsmitteleingabe lässt der Beschwerdeführer im Zusammenhang mit den behaupteten subjektiven Nachfluchtgründen s odann zwei Mi t- gliedschaftsbestätigungen der DPK-I Schweiz und Europa einreichen. Ih- nen ist a ufgrund des völlig unsubstanziierten Inhalts jedoch die beweis- rechtliche Bedeutung hinsichtlich einer allfällige n flüchtlingsrechtlich rele- vanten Gefährdungssituation des Beschwerdeführers abzusprechen. Letztlich kann ihnen bloss Gefälligkeitscharakter beigemessen werden. Ferner ist festzustellen, dass auf Beschwerdestufe in diesem Zusa m- menhang keine weiteren Worte verloren werden. Bei dieser Sachlage – vorliegend bestehen keine Nachfluchtgründe, die zur Zuerkennung der Flüchtlingseigenschaft führen könnten – erübrigen sich weitere Erört e- rungen. Der Eventualantrag (Rechtsbegehren Ziff. 3 der Besc hwerde) ist abzuweisen. 4.2 In der Rechtsmitteleingabe bleibt der vom Beschwerdeführer geschi l- derte Sachvortrag zum angeblich ausreiseauslösenden Ereignis von D e- zember 2010 grundsätzlich unverändert. Nach einer argumentativen Aus- einandersetzung mit den einzeln en, dem Beschwerdeführer von der Vo r- instanz vorgeworfenen Unglaubhaftigkeitselementen wird a ufgrund einer Gesamtschau der Befragungsprotokolle und der vom BFM gezogenen Schlussfolgerungen der Einwand erhoben , dass das BFM seinen En t- scheid letztlich nur auf Vermutungen und eine angebliche Logik des Han- delns stütze. Unter anderem scheine für das BFM völlig ausgeschlossen zu sein, dass es Zufälle gebe und Menschen wie der Beschwerdeführer nicht immer voraussehbar handeln würden. Schliesslich wird ausgeführt, dass sein Verhalten riskant gewesen sein möge. Indes sei es nicht Au f-D-1479/2013 Seite 8 gabe des BFM, darüber zu urteilen, ob ihm dieses riskante Handeln vo r- zuwerfen sei, sondern nur, ob dieses Handeln glaubhaft sei. Vorbringen könnten auch dann glaubhaft sein, wenn eine überwiegende Wahrschein- lichkeit dafür spreche, dass sich der Sachverhalt so zugetragen habe. Diese Wahrscheinlichkeit dürfe durchaus mit Fragen und Zweifeln beha f- tet sein. 4.3 Nebst dem bereits unter E. 3.2 Erwähnten bedeutet Glaubhaftma- chung ferner – im Gegensatz zum strikten Beweis – ein reduziertes B e- weismass und lässt Raum für gewisse Einwände und Zweifel an den Vor- bringen des Gesuchstellers. Eine Behauptung gilt bereits als glaubhaft gemacht, wenn der Richter von ihrer Wahrheit nicht völlig überzeugt ist, sie aber überwiegend für wahr hält, obwohl nicht alle Zweifel beseitigt sind. Für die Glaubhaftmachung reicht es demgegenüber nicht aus, wenn der Inhalt der Vorbringen zwar möglich ist, aber in Würdigung der gesam- ten Aspekte wesentliche und überwiegende Umstä nde gegen die vorg e- brachte Sachverhaltsdarstellung sprechen. Entscheidend ist im Sinne e i- ner Gesamtwürdigung, ob die Gründe, die für die Richtigkeit der Sac h- verhaltsdarstellung sprechen, überwiegen oder nicht; dabei ist auf eine objektivierte Sichtweise ab zustellen (vgl. BVGE 2012/5 E. 2.2 S. 43 f., BVGE 2010/57 E. 2.3 S. 826 f.). 4.3.1 Vorab gilt vor Augen zu halten, dass der Beschwerdeführer als Mi t- glied einer illegalen und nachhaltig verfolgten Partei (DPK-I) im Iran wäh- rend 13 Jahren jährlich zu wichtigen Anlässen der Partei politische Aktivi- täten durchgeführt habe; je insgesamt sieben Mal pro Jahr. Er führte auch anschaulich die entsprechenden Vorgaben der Partei hinsichtlich der strikte einzuhaltenden Sicherheitsvorkehrungen bei der Vorgehensweise und Durchführung von solchen politischen Aktionen bei der direkten Bu n- desanhörung an. Ebenfalls gab er zu Protokoll, dass solch wichtige G e- denktage wie der 17. Dezember 2010 ( 26. Azer) bei der Regierung b e- kannt seien und die Stadt voller Militärpersonen sei, die jeden Treffpunkt beobachten und kontrollieren würden, wer am Abend hinausgehe. Er und sein Freund H. seien an diesem Abend derart in Stress und Angst gew e- sen, dass er nicht sagen könne, zu welchem Zeitpunkt sie im Viertel des A. angekommen seien (A 25 S. 7). 4.3.2 Vor diesem Hintergrund erweisen sich die Ausführungen in der Rechtsmitteleingabe als wenig plausibel respektive aussagekräftig, wo- nach der Beschwerdeführer das Risiko des Entdecktwerdens unte r- schätzt habe, da er nachts tätig gewesen sei und das Gefühl gehabt ha-D-1479/2013 Seite 9 be, dass nichts passieren werde. Auch wenn sie aus Sicherheitsgründen jeweils etwa vier Tage vor einem Gedenktag die Flugblätter verteilt hätten (A 25 S. 7 und 14), ist nicht auszuschliessen, dass bereits vor solchen Anlässen mit einer erhöhten Präsenz der Sicherheitskräfte zu rechnen ist. Schwer nachvollziehbar ist sodann die Begründung in diesem Zusa m- menhang, dass er – eingedenk des von ihm abschätzbaren Risikos – aufgrund der jahrelangen Provokationen von A. diesem spontan die Wi r- kungsmacht der DPK-I vor Augen habe führen wollen. So gab der Be- schwerdeführer zu Protokoll, aus Sicherheitsgründen straff in einer Zelle zu drei Personen organisiert gewesen zu sein und mit diesen jährlich di- verse politische Aktionen zugunsten der Partei durchgeführt zu haben. Von daher erscheint es fraglich, dass dem A., einem Mitglied der Ettelaat, solche Vorkommnisse über Jahre hinweg verborgen geblieben sein so l- len. Hinzu kommt, dass der Beschwerdeführer nach der Verhaftung eines Parteimitglieds durch die Ettelaat im Jahre 2007 in den Verdacht von Ak- tivitäten zugunsten der Partei geraten und deswegen dreimal während drei bis vier Stunden respektive einmal befragt worden sein soll (A 6 S. 6; A 25 S. 12). Wenig überzeugend und als Erklärungsversuch muss auch die Begründung im Zusammenhang mit dem Aufbewahrungsort der Flyer am Vorabend des Geschehens gewertet werden. Hinsichtlich der dem Beschwerdeführer von der Vorinstanz vorgehaltenen Divergenz bei der Bundesanhörung wird zum einen auf den Wortlaut der entsprechenden Antwort des Beschwerdeführers hingewiesen, wonach diese nicht au s- schliesse, dass er das Material ausnahmsweise an diesem Tag bei sich zu Hause aufbewahrt habe. Zum anderen wird erneut das Argument des von ihm abschätzbaren Risikos aufgrund seiner jahrelangen , unbehellig- ten Tätigkeit zugunsten der Partei herangezogen. Die von der Vorinstanz in der angefochtenen Verfügung hierzu weiter gemachten Ausführungen, welche die Unglaubhaftigkeit des vorgebrachten Sachverhaltselements zu verstärken verm ögen, bleib en unberücksichtigt respektive ihnen wird nicht widersprochen. Was den vom Beschwerdeführer geschilderten Ge- schehnisablauf vom 17. Dezember 2010 beziehungsweise der Vortage anbelangt, so erachtete die Vorinstanz diesen als unlogisch und wide r- sprüchlich. In der Tat kann nicht von vorneherein ausgeschlossen we r- den, dass A. von der nächtlichen Aktion des Beschwerdeführers und se i- nes Freundes H. nichts hätte mitbekommen können. Ungeachtet dessen, ob sich das entsprechende Ereignis allenfalls in der vom Beschwerdefüh- rer geschilderten Art und Weise zugetragen haben könnte, ist festzuste l- len, dass für das Bundesverwaltungsgericht in Anbetracht des oben E r- wähnten, den als nachträgliche Sachverhaltsanpassung zu qualifiziere n- den Schilderungen des Beschwerdeführers bezüglic h des Wohnviertels D-1479/2013 Seite 10 von A. sowie der diesbezüglich polemischen Kritik (Befragerin des B e- schwerdeführers und Verfasserin der angefochtenen Verfügung seien dieselbe Person; der Wortlaut in die sem Punkt ze ige, dass sie den B e- schwerdeführer nicht ernst genommen habe), insgesamt gewichtige Zweifel a m geltend gemachten Geschehni sablauf bestehen. Gleicher- massen verhält es sich mit den Einwänden in der Rechtsmitteleingabe im Zusammenhang mit der geltend gemachten Verfolgung des Beschwerd e- führers sowie zu dessen Verh altensweise während des mehrtägigen Auf- enthalts bei X. bis zur Ausreise. Die vo n ih m geltend gemachte Hau s- durchsuchung nach der angeblich fehlgeschlagenen politischen Aktion in derselben Nacht durch die Ettelaat bezeichnete die Vorinstanz nicht als unmöglich, sondern erachtete diese Massnahme i n Anbetracht der von ihm geschilderten Umstände als konstruiert. Im Sinne einer auf gesu n- dem Menschenverstand basierenden Begründung führte sie, insbesonde- re in Verbindung mit der vom Beschwerdeführer bei der Befragung zu diesem Vorfall gemachten Aussage, aus, weshalb die Wahrscheinlichkeit der Anordnung einer unverzügliche n Hausdurchsuchung durch d ie Ette- laat nicht gegeben gewesen sei. Dieser als blosser Vermutung bezeic h- neten Argumentation vermag der Beschwerdeführer jedoch nichts Su b- stanzielles entgegenzusetzen. Er lässt es v ielmehr mit der Behauptung bewenden, dass der Wortlaut anlässlich der Befragung eine Verfolgung in derselben Nacht nicht ausschliesse. Nicht zuletzt ist der Umstand zu er- wähnen, dass der in Kontakt mit der Familie im Heimatland stehende Be- schwerdeführer (vgl. A 25 S. 2) weder zu seiner behaupteten Gefähr- dungssituation noch zur Situation seiner Familienangehörigen im Iran im Verlaufe des Verfahrens irg endwelche sachdienlichen Hinweise und An- haltspunkte oder seinen Sachvortrag untermauernde Dokumente und Beweismittel einbrachte. Insgesamt ist nach dem Gesagten nicht davon auszugehen, dass sich der Beschwerdeführer aufgrund jahrelanger Ei n- haltung strikter Sicherheitsvorkehrungen plötzlich unter Ausserachtlas- sung elementarster zu berücksichtigende r Aspekte zu einer spontanen Reaktion veranlasst gesehen haben soll , derentwegen sein unbehelligtes Dasein als verantwortliches Familienoberhaupt und dasjenige seiner An- gehörigen (Ehefrau, zwei Kinder und Mutter des Beschwerdeführers l e- ben in einem gemeinsamen Haushalt) einer nicht abschliessend a b- schätzbaren Gefährdungssituation ausgesetzt worden wäre . Unter dem Blickwinkel von E. 4.3 gesehen genügt die Argument ation in der Recht s- mitteleingabe demnach den Anforderungen an die Glaubhaftmachung nicht. Der Inhalt der diesbezüglichen Vorbringen erweist sich in einer Ge- samtwürdigung als mutmassend und hypothetisch. Im Zusammenhang mit einer allfällig aus seiner 13 -jährigen Mitgliedschaft bei der DPK -I re-D-1479/2013 Seite 11 sultierenden (asyl -)relevanten Gefährdungssituation kann , zur Verme i- dung von Wiederholungen, auf die zutreffenden Erwägungen in der ange- fochtenen Verfügung verwiesen werden. 4.4 Zusammenfassend ist festzustellen, dass der B eschwerdeführer nicht darzutun vermochte, dass er einer Verfolgung im Sinne von Art. 3 AsylG ausgesetzt war oder begründete Furcht hat, einer solchen aus gesetzt werden zu können. Ebenfalls bestehen keine Nachfluchtgründe, die zur Zuerkennung der Flüchtlingseigenschaft führen könnten (E. 4.1). Die Vor- instanz hat das Asylgesuch des Beschwerdefüh rers demnach zu Recht abgelehnt. Angesichts dieser Sachlage ist auf die übrigen Vorbringen in der Beschwerde nicht einzugehen. 5. 5.1 Lehnt das Bundesamt das Asylgesuch ab oder tritt es darauf nicht ein, so verfügt es in der Regel die Wegw eisung aus der Schweiz und ordnet den Vollzug an; es berücksichtigt dabei den Grundsatz der Einheit der Familie (Art. 44 Abs. 1 AsylG). 5.2 Der Beschwerdeführer verfügt weder über eine ausländerrechtliche Aufenthaltsbewilligung noch über einen Anspruch auf Erteilung einer so l- chen. Die Wegw eisung wurde demnach zu Recht angeordnet ( Art. 44 Abs. 1 AsylG; BVGE 2009/50 E. 9 m.w.H.). 6. 6.1 Ist der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar oder nicht möglich, so regelt das Bundesamt das Anwesenheitsverhältnis nach den gesetzlichen Bestimmunge n über die vorläufige Aufnahme (Art. 44 Abs. 2 AsylG; Art. 83 Ab s. 1 des Bundesgesetzes vom 16. Dezember 2005 über die Ausländerinnen und Ausländer [AuG, SR 142.20]). Beim Geltendmachen von Wegweisungsvollzugshindernissen gilt gemäss Praxis des Bundesverwa ltungsgerichts der gleiche Beweisstandard wie bei der Prüfung der Flüchtlingseigenschaft; das heisst, sie sind zu bewe i- sen, wenn der strikte Beweis möglich ist, und andernfalls wenigstens glaubhaft zu machen (vgl. BVGE 2011/24 E. 10.2 m.w.H.). 6.2 Der Vollzug ist nicht zulässig, wenn völkerrechtliche Verpflicht ungen der Schweiz einer Weiterreise der Ausländerin oder des Ausländers in den Heimat -, Herkunfts - oder einen Drittstaat entgegenstehen (Art. 83 Abs. 3 AuG). D-1479/2013 Seite 12 So darf keine Person in irgendeiner Form zur Ausreise in ein Land g e- zwungen werden, in dem ihr Leib, ihr Leben oder ihre Freiheit aus einem Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet ist oder in dem sie Gefahr läuft, zur Ausreise in ein solches Land gezwungen zu werden (Art. 5 Abs. 1 AsylG; vgl. ebenso Art. 33 Abs. 1 des Abkommens vom 28. Juli 1951 über die Rechtsstellung der Flüchtlinge [FK, SR 0.142.30]). Gemäss Art. 25 Abs. 3 der Bundesverfassung der Schweizerischen Ei d- genossenschaft vom 18. April 1999 (BV, SR 101), Art. 3 des Überei n- kommens vom 10. Dezember 1984 gegen Folter und andere grausame, unmenschliche oder erniedrigende Behandlung oder Strafe (FoK, SR 0.105) und der Praxis zu Art. 3 der Konvention vom 4. November 1950 zum Schutz der Menschenrechte und Grundfreiheiten (EMRK, SR 0.101) darf nie mand der Folter oder unmenschlicher oder erniedr i- gender Strafe oder Behandlung unterworfen werden. 6.3 Die Vorinstanz wies in ihrer angefochtenen Verfügung zutreffend dar- auf hin, dass das Prinzip des flüchtlingsrechtlichen Non -Refoulement nur Personen schützt, die die Flüchtlingseigenschaft erfüllen. Da es dem Beschwerdeführer nicht gelungen ist, eine asylrechtlich erhebliche G e- fährdung nachzuweisen oder glaubhaft zu machen, kann der in A rt. 5 AsylG verankerte Grundsatz der Nichtrückschiebung im vorliegenden Verfahren keine Anwendung finden. Eine Rückkehr des Beschwerdefüh- rers in den Heimatstaat ist demnach unter dem Aspekt von Art. 5 AsylG rechtmässig. Sodann ergeben sich weder aus den Aussagen des Beschwerdeführers noch aus den Akten Anhaltspunkte dafür, dass er für den Fall einer Au s- schaffung in den Heimatstaat dort mit beachtlicher Wahrscheinlichkeit e i- ner nach Art. 3 EMRK od er Art. 1 FoK verbotenen Strafe oder Behan d- lung ausgesetzt wäre. Gemäss Praxis des Europäischen Gerichtshofes für Menschenrechte (EGMR) sowie jener des UN-Anti-Folterausschusses müsste der Beschwerdeführer eine konkrete Gefahr ("real risk") nachwe i- sen oder glaubhaft machen, dass ihm im Fall einer Rückschiebung Folter oder unmenschliche Behandlung drohen würde (vgl. EGMR [Grosse Kammer], Saadi gegen Italien, Urteil vom 28. Februar 2008, Beschwerde Nr. 37201/06, §§ 124–127, mit weiteren Hinweisen). Auch die allgemeine Menschenrechtssituation im Heimatstaat lässt den Wegweisungsvollzug zum heutigen Zeitpu nkt klarerweise nicht als unzulässig erscheinen. Nach dem Gesagten ist der Vollzug der Wegweisung sowohl im Sinne der asyl- als auch der völkerrechtlichen Bestimmungen zulässig. D-1479/2013 Seite 13 6.4 Gemäss Art. 83 Abs. 4 AuG kann der Vollzug für Ausländerinnen und Ausländer u nzumutbar sein, wenn sie i m Heimat- oder Herkunftsstaat aufgrund von Situationen wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und medizinischer Notlage konkret gefährdet sind . Wird eine konkrete G e- fährdung festgestellt, ist – unter Vorbehalt von Art. 83 Abs. 7 AuG – die vorläufige Aufnahme zu gewähren. 6.5 Im Iran herrscht zurzeit kein Krieg, kein Bürgerkrieg und keine Situat i- on allgemeiner Gewalt, weshalb unter diesem Aspekt von der generellen Zumutbarkeit des Wegweisungsvollzugs in dieses Land auszugehen ist. Wie vorstehend ausgeführt, dürfte sich der Beschwerdeführer bei einer Rückkehr in den Iran keiner konkreten Gefährdung ausgesetzt sehen. Aufgrund der Aktenlage ist nicht davon auszugehen, dass ihm Behell i- gungen drohen, die zwar nicht die von Art. 3 EMRK gef orderte Intensität erreichen, eine Rückkehr aber trotzdem als unzumutbar erscheinen la s- sen. Er verfügt in seiner Heimat über ein familiäres und darüber hinau s- gehendes Beziehungsnetz sowie reichlich Berufserfahrung, so dass ihm eine Reintegration nicht allzu schwer fallen sollte. Nach dem Gesagten erweist sich der Vollzug der Wegweisung auch als zumutbar. 6.6 Schliesslich obliegt es dem Beschwerdeführer, sich bei der zuständ i- gen Vertretun g des Heimatstaates die für eine Rückkehr notwendigen Reisedokumente zu beschaffen (vgl. Art. 8 Abs. 4 AsylG und dazu auch BVGE 2008/34 E. 12 S. 513–515), weshalb der Vollzug der Wegw eisung auch als möglich zu bezeichnen ist (Art. 83 Abs. 2 AuG). 6.7 Zusammenfassend hat die Vorinstanz den Wegweisungsvollzug zu Recht als zulässig, zumutbar und möglich erachtet. Eine Anordnung der vorläufigen Aufnahme fällt somit ausser Betracht (Art. 83 Abs. 1–4 AuG). 7. Aus diesen Erwägungen ergibt sich, dass die angefoc htene Verfügung Bundesrecht nicht verletzt, den rechtserheblichen Sachverhalt richtig und vollständig feststellt und angemessen ist ( Art. 106 Abs. 1 AsylG). Die Be- schwerde ist abzuweisen. 8. Das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege im Sinne von Art. 65 Abs. 1 VwVG ist gutzuheissen. Der Beschwerdeführer ist g e- mäss den vorliegenden Akten aktuell nach wie vor nicht erwerbstätig, D-1479/2013 Seite 14 weshalb von dessen prozessuale r Bedürftigkeit ausgegangen werden kann. Ebenfalls k onnten die Begehren im Zeitpunkt der Einreichung der Beschwerde als nicht aussichtslos bezeichnet werden. Die kumulativ zu erfüllenden Voraussetzungen von Art. 65 Abs. 1 VwVG sind damit geg e- ben. Auf die Auferlegung von Verfahrenskosten ist demnach zu verzic h- ten. (Dispositiv nächste Seite) D-1479/2013 Seite 15 Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 2. Das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege (Art. 65 Abs. 1 VwVG) wird gutgeheissen. 3. Es werden keine Verfahrenskosten auferlegt. 4. Dieses Urteil geht an den Beschwerdeführer, das BFM und die kantonale Migrationsbehörde. Der vorsitzende Richter: Der Gerichtsschreiber: Thomas Wespi Alfred Weber Versand: