B u n d e s v e rw a l t u n g s g e r i ch t T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i f f éd é r a l T r i b u n a l e am m i n i s t r a t i vo f e d e r a l e T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i v fe d e r a l Abteilung III C-6516/2017 U r t e i l v o m 1 9 . M ä r z 2 0 1 8 Besetzung Richter Beat Weber (Vorsitz), Richter Michael Peterli, Richterin Franziska Schneider, Gerichtsschreiber Daniel Golta. Parteien A._______, (Spanien), Beschwerdeführerin, gegen Schweizerische Ausgleichskasse SAK, Vorinstanz. Gegenstand AHV, Rechtsverzögerung. C-6516/2017 Seite 2 Sachverhalt: A. A.a Mit Verfügung vom 17. Dezember 2007 und Einspracheentscheid vom 9. April 2010 wies die Schweizerische Ausgleichskasse (SAK; nachfolgend auch Vorinstanz) den Antrag von A._______ (nachfolgend Beschwerdefüh- rerin) vom 15. August 2007 auf Hilflosenentschädigung ab. Mit Urteil C-7803/2010 vom 30. Nov ember 2012 hiess das Bundesverwaltungsge- richt die gegen den Einspracheentscheid erhobene Beschwerde der Be- schwerdeführerin insoweit gut, als dieser aufgehoben und die Sache an die Vorinstanz zurückgewiesen wurde, damit diese nach erfolgter Abklärung im Sinne der Erwägungen – für den Zeitraum vom 1. Mai 2007 bis 31. Ja- nuar 2009 – über den Leistungsanspruch neu verfüge. Im Übrigen wurde die Beschwerde abgewiesen (vgl. Urteil C -7803/2010, insbesondere Dis- positivziffer 1 in Verbindung mit den Erwägungen 3.3, 3.10, 5). A.b Am 12. Dezember 2012 bestätigte die SAK den Empfang des Urteils C-7803/2010 (Beschwerdeakten C-7803/2010 [B-act. 2010] 18). Auf ihrem Urteilsexemplar (Vernehmlassungsbeilage) vermerkte die SAK: „Abklärung Hilflosenentschädigung: 1.5.2007-31.1.2009“. A.c Mit Eingabe vom 14. August 2017 (versandt am 30. August 2017) er- suchte die Beschwerdeführerin die SAK um Zustellung einer Verfügung ge- mäss Anweisung des Bundesverwaltungsgerichts im Urteil C -7803/2010 und um eine Stellungnahme betreffend die eingetretene Verzögerung. Die Eingabe wurde der SAK am 4. September 2017 zugestellt; eine Kopie traf am selben Tag beim Bundesverwaltungsgericht ein (vgl. Akten des Be- schwerdeverfahrens C-7803/2010 [B-act. 2010] 22 und Replikbeilagen im vorliegenden Beschwerdeverfahren [B-act. 2017] 6). B. B.a Am 15. November 2017 (Datum Poststempel) erhob die Beschwerde- führerin Rechtsverzögerungsbeschwerde, weil die SAK bisher nichts zur Umsetzung der gerichtlichen Anweisung im Urteil C -7803/2010 vom 30. November 2012 unternommen habe, und beantragte in erster Linie, die SAK anzuweisen, die Sache an die Hand zu nehmen und über die bean- tragte Hilflosenentschädigung eine anfechtbare Verfügung zu erlassen. Zur Begründung führte die Beschwerdeführerin aus, sei habe seit der gericht- lichen Anweisung im Urteil C -7803/2010 nichts mehr von der SAK gehört oder erhalten. Auch auf ihre schriftliche Anfrage bzw. Aufforderung vom 14. C-6516/2017 Seite 3 August 2017, welche nachweislich bei der SAK eingegangen sei, habe sie von dieser bisher keine Antwort erhalten. Ausserdem ersuchte die Beschwerdeführerin das Bundesverwaltungsge- richt um Beurteilung der vorliegenden Verfehlungen der SAK, um gegebe- nenfalls weitere Schritte bei der zuständigen Stelle einzuleiten, soweit zu- treffend oder zielführend. Denn die SAK habe eine gericht liche Entschei- dung missachtet. Dabei gehe es ihr um eine Bestrafung oder Anwendung anderer geeigneter Massnahmen, damit die SAK ihre offensichtlichen Ver- fehlungen nicht nur zur Kenntnis nehme und korrigiere, sondern insbeson- dere Massnahmen getroffen würden, damit sich diese Verfehlungen nicht wiederholten und anderen Antragstellern in Zukunft nicht das gleiche Schicksal widerfahre. B.b In ihrer Vernehmlassung vom 29. Dezember 2017 (B-act. 2017/3) führte die SAK aus, dass das Urteil C-7803/2010 leider untergegangen sei. Auch die Versicherte habe sich in der Zwischenzeit diesbezüglich nicht mehr gemeldet. Die SAK sei erst mit der Rechtsverzögerungsbeschwerde erneut darauf aufmerksam geworden. Die entsprechenden Abklärungen seien durch die zuständige IV -Abteilung nunmehr im Gange. Diese brau- che allerdings für die medizinischen Abklärungen eine angemessene Zeit. Die SAK entschuldigte sich für diese Umstände. B.c Mit Replik vom 5. Februar 2018 hielt die Beschwerdeführerin fest, dass die IV-Stelle für Versicherte im Ausland (IVSTA) inzwischen dabei sei, ihren Antrag für eine Hilflosenentschädigung gemäss dem Urteil C -7803/2010 abzuklären und diesbezüglich bereits korrespondiert worden sei und sie Akten eingereicht habe (B-act. 2017/6 inkl. Beilagen). Sie gehe daher da- von aus, dass der Antrag auf Hilflosenentschädigung nun in einem ange- messenen Zeitraum bearbeitet und bald ein entsprechender Entscheid ge- fällt werde. Angesichts der bisherigen erheblichen Verzögerungen und Nachlässigkeiten seitens der SAK würde sie es jedoch fü r angebracht er- achten, dass das Gericht ein Auge auf den Vorgang habe und zu diesem Zweck die SAK dazu verpflichtet, dem Gericht mitzuteilen, wenn der Vor- gang abgeschlossen bzw. ein Entscheid über den Antrag getroffen worden sei. Sie stelle daher den Antra g an das Gericht, entsprechende Schritte gegenüber der SAK zu veranlassen und damit einer weiteren Rechtsver- zögerung entgegenzuwirken. Die Beschwerdeführerin macht geltend, dass die SAK sich offensichtlich in einem desaströsen Zustand befinde. Dies werde nicht zuletzt auch daraus C-6516/2017 Seite 4 ersichtlich, dass die SAK ihr Handlungsversäumnis damit begründe, dass das Urteil „leider untergegangen“ sei und die Beschwerdeführerin sich diesbezüglich nicht mehr gemeldet habe. Letzte Feststellung sei in Anbe- tracht der nachweislich zugestellten Anfrage der Beschwerdeführerin vom 14. August 2017 ausserdem unzutreffend. Auch diese Eingabe scheine bei der SAK „untergegangen“ zu sein. Was die hier offenkundig gewordenen ungeheuerlichen Vorgänge der SAK betreffe, so halte sie es für ihre Pflicht und sicherlich auch die Pflicht des Bundesverwaltungsgerichts, diesen nä- her auf den Grund zu gehen. Daher ersuche sie das Gericht, als wichtigen Teil der hier behandelten Beschwerde, die vollständige Akteneinsicht ein- zufordern, um zu ergründen, wie es zu den der vorliegenden Beschwerde zugrundeliegenden Versäumnissen habe kommen können, und ersuchte um Zustellung eines Doppels. Die Möglichkeit der Beschwerde solle ja letztlich auch dafür sorgen, dass Fehler in der Verwaltung erkannt und be- hoben würden, damit solche Vorgänge sich möglichst nicht wiederholten. Leider sei bisher kein Versuch der SAK ersichtlich, den Fehler, der zur Rechtsverzögerung geführt habe, zu identifizieren oder zu dessen Identifi- zierung beizutragen, geschweige denn ein Ansatz, diesen zu beheben, da- mit sich solche Vorgänge in Zukunft (möglichst) nicht mehr ereigneten. Die SAK äussere sich auch nicht anderweitig zu den Vorfällen. C. Auf die weiteren Vorbringen und Beweismittel wird – soweit entscheidwe- sentlich – in den nachfolgenden Erwägungen eingegangen. Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 1. 1.1 Gemäss Art. 31 VGG beurteilt das Bundesverwaltungsgericht Be- schwerden gegen Verfügungen nach Art. 5 VwVG, die von den als Vorinstanzen in Art. 33 VGG genannten Behörden erlassen wurden. Es be- urteilt namentlich auch Beschwerden von Personen im Ausland gegen AHV-Verfügungen der Schweizerischen Ausgleichskasse (vgl. Art. 33 Bst. d VGG und Art. 85bis Abs. 1 AHVG [SR 831.10]). 1.2 Als Verfügungen gelten gemäss Art. 5 Abs. 1 VwVG Anordnungen der Behörden im Einzelfall, die sich auf öffentliches Recht des Bundes stützen und die Begründung, Änderung oder Aufhebung von Rechten und Pflichten (Bst. a), die Feststellung des Bestehens, Nichtbestehens oder Umfanges C-6516/2017 Seite 5 von Rechten und Pflichten (Bst. b) oder die Abweisung von Begehren auf Begründung, Änderung, Aufhebung oder Feststellung von Rechten oder Pflichten, oder Nichteintreten auf solche Begehren (Bst. c) zum Gegen- stand haben. Eine Verfügung im Sinne von Art. 5 Abs. 1 VwVG ist ein indi- vidueller, an den Einzelnen gerichteter Hoheitsakt, der sich auf das öffent- liche Recht des Bundes stützt und durch den eine konkrete verwaltungs- rechtliche Rechtsbeziehung rechtsgestaltend oder feststellend in verbind- licher und erzwingbarer Weise geregelt wird. 1.3 Gemäss Art. 56 Abs. 2 ATSG (SR 830.1) kann auch Beschwerde erho- ben werden, wenn der Versicherungsträger entgegen dem Begehren der betroffenen Partei keine Verfügung oder keinen Einspracheentscheid er- lässt. Mit einer Rechtsverweigerungs - und Rechtsverzögerung sbe- schwerde kann allerdings nur verlangt werden, dass die Rechtsverzöge- rung festgestellt beziehungsweise die zuständige Behörde zum Erlass ei- ner Verfügung oder eines Einspracheentscheids verpflichtet wird. Auf wei- tergehende Begehren im Verfahren der Rechtsverweigerungsbeschwerde ist dagegen nicht einzutreten (vgl. UELI KIESER, ATSG -Kommentar, 3. Aufl. 2015 [nachfolgend: ATSG-Kommentar], Art. 56 Rz. 24 f.; vgl. auch KÖLZ/HÄNER/BERTSCHI, Verwaltungsverfahren und Verwaltungsrechts- pflege des Bundes, 3. Aufl 201 3 [nachfolgend: Verwaltungsverfahren und Verwaltungsrechtspflege] Rz. 1312, 1315). 1.4 Nach Art. 37 VGG richtet sich das Verfahren vor dem Bundesverwal- tungsgericht nach dem VwVG, soweit das VGG nichts anderes bestimmt. Indes findet das VwVG aufgrund von Art. 3 Bst. dbis VwVG keine Anwen- dung in Sozialversicherungssachen, soweit das ATSG anwendbar ist, was vorliegend auf Grund von Art. 1 Abs. 1 AHVG der Fall ist. 1.5 Zur Beschwerdeführung vor dem Bundesverwaltungsgericht ist legiti- miert, wer durch die angefochtene Ve rfügung oder den Einspracheent- scheid besonders berührt ist und ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung oder Änderung hat (vgl. Art. 59 ATSG). 1.6 Soweit die in Spanien wohnhafte Beschwerdeführerin den rechtsverzö- gernden Nichterlass einer Verfügung über ihren geltend gemachten An- spruch auf AHV-Hilflosenentschädigung rügt, ist das Bundesverwaltungs- gericht zur Prüfung der Beschwerde zuständig (vgl. Art. 31 VGG in Verbin- dung mit Art. 33 Bst. d VGG, Art. 85bis Abs. 1 AHVG und Art. 5 VwVG). Im gleichen Umfang wird die Beschwerdeführerin vom Nichterlass der von ihr C-6516/2017 Seite 6 verlangten Verfügung besonders berührt und hat ein schutzwürdiges Inte- resse an deren Erlass, weshalb sie in diesem Umfang zur Beschwerde le- gitimiert ist (vgl. Art. 59 bzw. Art. 56 Abs. 2 ATSG, je in Verbindung mit Art. 5 VwVG). 1.7 Wegen Rechtsverweigerung bzw. Rechtsverzögerung kann jederzeit Beschwerde geführt werden (vgl. Art. 50 Abs. 2 VwVG). Da die Beschwer- deführerin Rechtsverzögerung geltend macht und vorliegend betreffend ih- ren Anspruch auf Hilflos enentschädigung nach Ergehen des Urteils C- 7803/2010 kein neuer Entscheid ergangen ist, war sie für die erhobene Beschwerde an keine Frist gebunden. 1.8 Die Beschwerde wurde im Übrigen formgerecht eingereicht (Art. 52 VwVG), sodass darauf im in E. 1.6 umschriebenen Umfang einzutreten ist (s. unten E. 4.2 ff.). 2. 2.1 Nach der Rechtsprechung stellt das Sozialversicherungsgericht bei der Beurteilung einer Streitsache in der Regel auf den bis zum Zeitpunkt des Erlasses der streitigen Verwaltungsverfügung eingetretenen Sachverhalt ab (vgl. BGE 129 V 1 E. 1.2 mit Hinweis). Weiter sind in zeitlicher Hinsicht grundsätzlich diejenigen Rechtssätze massgebend, die bei der Erfüllung des zu Rechtsfolgen führenden Tatbestandes Geltung hatten (vgl. BGE 130 V 329). Im Fall der Rechtsverweigerungsbeschwerde ist diesbezüglich das Datum der Beschwerdeeinreichung massgebend (vgl. für viele: Urteil des BVGer C-257/2012 vom 8. Juni 2012 E. 2.2). Vorliegend ist also der 15. November 2017 massgebend. 2.2 Da die Beschwerdeführerin Schweizerin ist, findet vorliegend Schwei- zer Recht Anwendung (vgl. auch Urteil C-7803/2010 E. 2.3). 2.3 Die Beschwerdeführerin kann mit der Beschwerde die Verletzung von Bundesrecht einschliesslich Überschreitung oder Missbrauch des Ermes- sens, die unrichtige oder unvollstä ndige Feststellung des rechtserhebli- chen Sachverhaltes oder die Unangemessenheit des Entscheids rügen (Art. 49 VwVG). Die Beschwerdeinstanz entscheidet in der Sache selbst oder weist diese ausnahmsweise mit verbindlichen Weisungen an die Vor- instanz zurück (Art. 61 Abs. 1 VwVG). C-6516/2017 Seite 7 3. 3.1 Die Beschwerdeführerin rügt in erster Linie eine Rechtsverzögerung, welche sie darin sieht, dass die SAK im Nachgang zum Urteil C-7803/2010 – trotz entsprechender gerichtlicher Anweisung – nicht aktiv geworden und über den von ihr geltend gemachten Anspruch auf Hilflosenentschädigung bisher nicht verfügt hat. 3.2 Anspruch auf eine Hilflosenentschädigung haben Bezüger von Alters- renten oder Ergänzungsleistungen mit Wohnsitz und gewöhnlichem Auf- enthalt (Art. 13 ATSG) in der Schweiz, die in schwerem oder mittlerem Grad hilflos (Art. 9 ATSG) sind. Dem Bezug einer Altersrente ist der Rentenvor- bezug gleichgestellt (Art. 43bis Abs. 1 AHVG). Der Anspruch auf eine Hilflo- senentschädigung entsteht am ersten Tag des Monats, in dem sämtliche Voraussetzungen erfüllt sind und die Hilflosigkeit schweren oder mittleren Grades ununterbrochen während mindestens eines Jahres bestanden hat. Er erlischt am Ende des Monats, in dem die Voraussetzungen nach Ab- satz 1 nicht mehr gegeben sind (Art. 43bis Abs. 2 AHV G; vgl. Urteil C-7803/2010 E. 3.2). Die Beschwerdeführerin hat von der SAK die Zusprache einer Hilflosenent- schädigung verlangt. Das Bundesverwaltungsgericht hat die SAK mit Urteil C-7803/2010 angewiesen, diesbezüglich nach Abklärung im Sinne der Er- wägungen neu zu verfügen. 3.3 Das Verbot der Rechtsverweigerung bzw. Rechtsverzögerung wird ver- letzt, wenn eine Gerichts- oder Verwaltungsbehörde untätig bleibt oder das gebotene Handeln über Gebühr hinauszögert, obwohl sie zum Tätigwer- den verpflichtet wäre ( HÄFELIN/MÜLLER/UHLMANN, Allgemeines Verwal- tungsrecht, 7. Aufl. 2016 Rz. 1045 mit Hinweisen auf die bundesgerichtli- che Rechtsprechung; ATSG -Kommentar Art. 56 Rz. 21). Aufgrund von Art. 56 Abs. 2 ATSG ist Rechtsverzögerung anzunehmen, wenn der Versi- cherungsträger das Verfahren nicht innert angemessener Frist abschliesst (ATSG-Kommentar, Art. 56 Rz. 21). Die Bestimmung der angemessenen Frist im Bereich der Sozialversicherung hängt, mangels gesetzlicher Vor- gaben, vom Aufwand ab, der zu betreiben ist, um den Fall zu erle digen. Dabei fallen die Schwierigkeiten und die Zahl der zu beantwortenden Fra- gen ins Gewicht. Abzustellen ist sodann auf das Verhalten der Beteiligten sowie der Behörde im Verfahren (UELI KIESER, Das Verwaltungsverfahren in der Sozialversicherung, 1999, S. 243/244 N. 509/510; ATSG-Kommentar C-6516/2017 Seite 8 Ar. 56 Rz.30). Auf welche Gründe die festgestellte Rechtsverzögerung zu- rückzuführen ist – beispielsweise auf ein Fehlverhalten der Behörde oder auf andere Umstände – ist nicht von Bedeutung. Entscheidend ist aus- schliesslich, dass die Behörde nicht fristgerecht handelt (vgl. Urteile des BGer 8C_151/2009 vom 7. Mai 2009 E. 3.2, 1C_487/2009 vom 10. August 2010 E. 8.4.2, je m.w.H.; ATSG-Kommentar Art. 56 Rz. 31). 3.4 Wie erwähnt (s. oben Sachverhalt Bst. A.b), wurde das Urteil C-7803/2010 am 12. Dezember 2012 der SAK zugestellt, welche auf der ersten Seite des Urteils die daraus hervorgehende Abklärungsanweisung vermerkte. Die SAK muss sich ab diesem Zeitpunkt die Kenntnis ihrer Handlungspflicht anrechnen lassen. Zwischen diesem Zeitpunkt und der Zustellung der Rechtsverzögerungsbeschwerde mit Verfügung des Bun- desverwaltungsgerichts vom 23. November 2017 liegen fast fünf Jahre, während welchen die SAK untätig geblieben ist. Daraus, dass das Urteil bei ihr untergegangen sein und die Beschwerdeführerin sich in dieser Sa- che nicht mehr gemeldet haben soll, kann die SAK keine Rechtfertigung für die Verzögerung herleiten. Insbesondere musste sie nichts (namentlich keine Handlung der Beschwerdeführerin) abwarten, bevor sie tätig werden konnte. Da sie das Geschäft nicht an die Hand nahm, bleibt ohne Bedeu- tung, welche Schwierigkeiten und zu beantwortenden Fragen die entspre- chende Abklärung mit sich bringen könnte. Es sind auch keine anderen Rechtfertigungsgründe für die eingetretene Verzögerung ersichtlich. Unter Berücksichtigung der gesamten Umstände hat die SAK die Abklärungen somit im Sinne der Rechtsprechung nicht innert angemessener Frist an- hand genommen, geschweige denn die Sache mittels Verfügung abge- schlossen. Die Rechtverzögerungsbeschwerde ist daher gutzuheissen. Bei diesem Verfahrensausgang erübrigt es sich, darauf einzugehen, ob, wann und wie die SAK auf die am 4. September 2017 zugestellte Eingabe der Beschwerdeführerin vom 14. bzw. 30. August 2017 hätte reagieren müs- sen. 3.5 Die Guth eissung einer Rechtsverzögerungsbeschwerde führt zur Rückweisung der Sache an die Vorinstanz, in der Regel mit der verbindli- chen Anweisung (vgl. Art. 61 Abs. 1 VwVG), die Sache an die Hand zu nehmen und so rasch als möglich zum Entscheid zu führen. Auf weiter ge- hende Anträge ist grundsätzlich nicht einzutreten (vgl. MO- SER/BEUSCH/KNEUBÜHLER, Prozessieren vor dem Bundesverwaltungsge- richt, 2. Aufl. 2013 [nachfolgend: Prozessieren vor BVGer], S. 300 Rz. 5.30; Verwaltungsverfahren und Verwaltungsrechtspflege, S. 448, Rz. 1312, ATSG-Kommentar Art. 56 Rz. 36, je m.w.H.). Die verbindlichen C-6516/2017 Seite 9 Weisungen, mit denen das Bundesverwaltungsgericht die Sache an die Vorinstanz zurückweist, haben sich auf den Einzelfall zu beschränken und dürfen keine allgemeinen Anordnungen en thalten (vgl. Prozessieren vor BVGer, S. 226 Rz. 3.196). 3.6 Die vorliegende Beschwerde ist somit – soweit darauf einzutreten ist (s. unten E. 4.2 ff.) – gutzuheissen. Die Sache ist deshalb an die Vorinstanz zurückzuweisen, damit diese ohne weitere Verzögerung die mit Urteil C-7803/2010 vom 30. November 2012 angeordnete – inzwischen an die Hand genommene – Abklärung durchführe, den Anspruch der Beschwer- deführerin auf Hilflosenentschädigung beurteile und darüber neu verfüge. 4. 4.1 4.1.1 Weiter ersucht die Beschwerdeführerin das Gericht einerseits darum, abzuklären wie es zu den der vorliegenden Beschwerde zugrundeliegen- den Versäumnissen habe kommen können. Dafür habe das Gericht um- fassend in die Akten der SAK Einsicht zu nehmen (s. unten E. 4.2). Aus- serdem seien gegenüber der SAK Massnahmen anzuordnen, um einer weiteren Rechtsverzögerung in der vorliegenden Sache entgegenzuwir- ken. Insbesondere sei die SAK dazu zu verpflichten, dem Gericht mitzutei- len, wenn die angeordnete Abklärung abgeschlossen und in der Sache ver- fügt worden sei (s. unten E. 4.3). Andererseits habe das Bundesverwal- tungsgericht den offenkundig gewordenen allgemeinen ungeheuerlichen Vorgängen innerhalb der SAK auf den Grund zu gehen und Schritte einzu- leiten und z.B. eine Bestrafung anzuordnen oder andere Mas snahmen zu ergreifen, damit die SAK ihre offensichtlichen Verfehlungen nicht nur zur Kenntnis nehme und korrigiere, sondern insbesondere Massnahmen ge- troffen würden, damit sich diese Verfehlungen nicht wiederholten und an- deren Antragstellern in Zukunft nicht das gleiche Schicksal widerfahre wie der Beschwerdeführerin (s. unten E. 4.4). 4.1.2 Die Beschwerdeführerin begründet diese Anträge hauptsächlich da- mit, dass die SAK sich allgemein in einem desaströsen Zustand befinde (s. oben Sachverhalt Bst. B.a, B.c). So h abe sie z.B. in ihrem Fall die ge- richtliche Anweisung im Urteil C -7803/2010 missachtet und zwei von drei Dokumenten „untergehen“ lassen (das Urteil und ihre Eingabe vom 14./30. August 2017, im Gegensatz zur aktuellen Rechtsverzögerungsbe- schwerde). Damit ha be die SAK in ihrem Fall nachlässig gehandelt und C-6516/2017 Seite 10 ungerechtfertigte Verzögerungen verschuldet. Ausserdem seien im Rah- men von Untersuchungen der Eidgenössischen Finanzverwaltung ver- gleichbare gravierende Missstände, wenn auch in anderem Zusammen- hang, aufgedeckt worden, wie Presseberichten zu entnehmen sei. 4.2 Wie bereits ausgeführt (s. oben E. 3.3) ist für die Beurteilung einer gel- tend gemachten Rechtsverzögerung ausschliesslich entscheidend, dass die Behörde nicht fristgerecht gehandelt hat. Auf welche Gründe die fest- gestellte Rechtsverzögerung zurückzuführen ist, ist nicht von Bedeutung. Das Vorliegen einer Rechtsverzögerung in der vorliegenden Sache wurde bereits bejaht (s. oben E. 3.5). Soweit die Beschwerdeführerin sich auf das Verhalten der SAK im Allgemei nen und speziell in ihrem Fall beruft, um ihren Anspruch auf Erlass einer neuen Verfügung durchzusetzen, erübrigt sich diesbezüglich somit eine Auseinandersetzung mit den Ausführungen der Beschwerdeführerin und eine Akteneinsichtnahme durch das Bundes- verwaltungsgericht. Ausserdem fällt eine Anweisung an die Vorinstanz, das Bundesverwaltungsgericht über den weiteren Verlauf und den Abschluss des neuen Verwaltungsverfahrens ausser Betracht. 4.3 Soweit die Beschwerdeführerin beantragt, dass das Gericht Mass- nahme ergreifen solle, um eine weitere Rechtsverzögerung zu verhindern, verkennt sie, dass das Beschwerdeverfahren für das Bundesverwaltungs- gericht mit der Eröffnung seines Urteils in der (jeweiligen) Sache abge- schlossen – vorliegend mit der verbindlichen Anweisung an die Vorinstanz, ohne weitere Verzögerung die Abklärung durchzuführen, den Anspruch auf Hilflosenentschädigung zu beurteilen und darüber neu zu verfügen. Eine anschliessende Überwachung der Umsetzung seines Urteils liegt nicht im Zuständigkeitsbereich des Bundesverwaltungsgerichts (s. oben E. 1.1 ff. e contrario, E. 3.5). Damit fällt namentlich auch eine gerichtliche Anwei- sung an SAK, das Bundesverwaltungsgericht über den Ausgang des Ver- waltungsverfahrens zu informieren, ausser Betracht. Daraus erwächst der Beschwerdeführerin auch kein Nachteil. Da die SAK die Abklärungen inzwischen aufgenommen und die Beschwerdeführerin in dieses neue Verwaltungsverfahren involviert hat, kann diese den Verlauf desselben verfolgen und gegebenenfalls Kontakt mit der SAK aufnehmen, sollte eine für sie erklärungsbedürftige Verzögerung entstehen. Sollte die SAK dennoch nicht innert angemessener Frist die Sache vorantreiben, steht der Beschwerdeführerin die Möglichkeit einer erneuten Rechtsverzö- gerungsbeschwerde offen. Dies e würde vom Bundesverwaltungsgericht geprüft, welches auf diesem Weg Kenntnis vom Verhalten der SAK in der C-6516/2017 Seite 11 Umsetzung der gerichtlichen Anordnung erhalten würde. Sollte die Be- schwerdeführerin mit der schliesslich erlassenen Verfügung der SAK nicht einverstanden sein, steht ihr wiederum der Rechtsmittelweg offen. 4.4 Entgegen der Ansicht der Beschwerdeführerin dient die Möglichkeit der Beschwerde nicht dazu, dafür zu sorgen, dass allgemeine Fehler in der Verwaltung erkannt und behoben würden. Soweit sie beantrag t, das Ge- richt solle Missstände in der SAK abklären und Massnahmen zu deren Be- hebung ergreifen, verkennt sie, dass auch dies ausserhalb der Zuständig- keit des Bundesverwaltungsgerichts liegt. Aus diesem Grund ist, soweit die Beschwerde über die unverzügliche Behandlung und Beurteilung des An- spruchs der Beschwerdeführerin auf Hilflosenentschädigung hinausgeht, darauf nicht einzutreten (s. auch oben E. 3.5; s. auch unten E. 4.5 f.) 4.5 Soweit die Beschwerdeführerin öffentliche Interessen und Interessen Dritter, die möglicherweise von den geltend gemachten Missständen tan- giert werden, geltend macht, fehlt es ihr ausserdem an einem eigenen be- sonderen Berührtsein und einem eigenen schutzwürdigen Interesse (s. oben E. 1.2; vgl. auch ATSG-Kommentar, Art. 59 Rz. 15; vgl. auch Pro- zessieren vor BVGer S. 53-55, Rz. 2.64, 2.67, je m.w.H.). Auch aus diesem Grund ist, soweit die Beschwerde über die unverzügliche Behandlung und Beurteilung des Anspruchs der Beschwerdeführerin auf Hilflosenentschä- digung hinausgeht, darauf nicht einzutreten. 4.6 4.6.1 Anders als bei der Beschwerdeführung, welche – wie dargelegt– nur eingeschränkt möglich ist, kann gemäss Art. 71 Abs. 1 VwVG jedermann jederzeit Tatsachen, die im öffentlichen Interesse ein Einschreiten gegen eine Behörde von Amtes wegen erfordern, der Aufsichtsbehörde anzeigen. Diese sogenannte Aufsichtsbeschwerde dient de r Verwaltungskontrolle und kann sich gegen alle Verwaltungshandlungen richten, sowohl gegen Verfügungen und Entscheide als auch gegen nicht förmliches Verwaltungs- handeln, beispielsweise organisatorische Massnahmen. Es können alle Mängel in der Amtsführung einer Behörde oder von deren Mitarbeitenden vorgebracht werden, soweit sie in die Aufsichtskompetenz der angerufenen Behörde fallen. Gerügt werden können namentlich Rechtswidrigkeit, Un- zweckmässigkeit, fehlende Wirtschaftlichkeit oder auch die Umgangsfor- men. Es können sämtliche zulässigen Aufsichtsmassnahmen angeregt werden (vgl. Verwaltungsverfahren und Verwaltungsrechtspflege S. 272 C-6516/2017 Seite 12 Rz. 772 f.; Prozessieren vor BVGer S. 301 f. Rz. 5.33). Der die Aufsichts- behörde anrufende Anzeiger hat allerdings nicht die Rechte einer Partei (vgl. Art. 71 Abs. 2 VwVG). 4.6.2 Die Kritik der Beschwerdeführerin an der SAK im Allgemeinen und in Bezug auf die Gründe für die in ihrem Fall eingetretene Rechtsverzögerung könnte als Aufsichtsbeschwerde im Sinne von Art. 71 Abs. 1 VwVG ve r- standen werden. 4.6.3 Zuständig für die Behandlung einer Aufsichtsbeschwerde nach Art. 71 Abs. 1 VwVG ist jeweils die entsprechende Aufsichtsbehörde. Wer dies im Einzelfall ist, entscheidet sich nach den einschlägigen Vorschriften (vgl. OLIVER ZIBUNG, in: Waldmann/Weissenberger [Hrsg.], Praxiskommen- tar VwVG, 2. Aufl. 2016, Rz. 9 zu Art. 71). 4.6.4 Mit Ausnahme einer hier nicht einschlägigen, gesetzlich speziell ge- regelten Konstellation, ist das Bundesverwaltungsgericht nicht Aufsichtsin- stanz und daher nicht zur Behandlung von Aufsichtsbeschwerden zustän- dig (vgl. Prozessieren vor BVGer, S. 301 f. Rz. 533 f.; Verwaltungsverfah- ren und Verwaltungsrechtspflege, S. 271 Rz. 771, je e contrario; s. auch oben E. 3.5). Dementsprechend ist das Bundesverwaltungsgericht, soweit die Eingabe der Beschwerdeführerin eine Aufsichtsbeschwerde darstellt, für deren Beurteilung nicht zuständig und ist darauf nicht einzutreten. Da die Aufsichtsbeschwerde an keine Frist gebunden ist und sie von der Beschwerdeführerin im gewünschten Umfang dir ekt an die zuständige(n) Aufsichtsbehörde(n) adressiert werden kann, ist das Bundesverwaltungs- gericht nicht verpflichtet, die Aufsichtsbeschwerde weiterzuleiten (vgl. BVGE 2008/37 E. 4). Unter diesen Umständen braucht das Bundesverwal- tungsgericht auch nicht zu beurteilen, welche Aufsichtsbehörde(n) für die Beurteilung der möglichen Aufsichtsbeschwerde der Beschwerdeführerin zuständig ist/sind, z.B. das Bundesamt für Sozialversicherungen (BSV), welches für den Bun- desrat und das Eidgenössische Departement des Innern (EDI) innerhalb der Bundesverwaltung – und damit auch gegenüber der dem Eidgenös- sischen Finanzdepartement (EFD) angehörenden SAK – die Aufsicht über die AHV wahrnimmt (vgl. ATSG -Kommentar, Art. 76 Rz. 13; vgl. auch Art. 76 ATSG; Art. 49, Art. 72 Abs. 1 AHVG; Art. 176 Abs. 1 f. AHVV [SR 831.101]; Art. 5 Abs. 4 der Verordnung des EFD vom 3. Dezember C-6516/2017 Seite 13 2008 über die Zentrale Ausgleichsstelle [ZAS -Verordnung, SR 831.143.32]) und/oder die – unter Ausschluss der Fachaufsicht des BSV – für die Finanzauf- sicht über die SAK zuständige Eidgenössische Finanzkommission (EFK; vgl. Art. 5 i.V.m. Art. 1 der ZAS-Verordnung) und/oder die dem EFD zugehörige Eidgenössische Finanzverwaltung [EFV] als die der SAK übergeordnete Bundesstelle (vgl. Art. 9 der Organisations- verordnung vom 17. Februar 2010 für das Eidgenössische Finanzde- partement [OV-EFD, SR 172.215.1]; vgl. auch den von der Beschwer- deführerin in der Replik angeführten Zeitungsartikel). 5. Zusammenfassend ergibt sich, dass die Beschwerde – soweit darauf ein- zutreten ist – gutzuheissen ist. Die Sache ist deshalb an die Vorinstanz zurückzuweisen, damit diese ohne weitere Verzögerung die mit Urteil C-7803/2010 vom 30. November 2012 angeordneten – inzwischen anhand genommenen – Abklärungen durchführe, de n Anspruch auf Hilflosenent- schädigung beurteile und darüber neu verfüge. 6. Zu befinden bleibt über die Verfahrenskosten und eine allfällige Parteient- schädigung 6.1 Das Verfahren ist für die Parteien kostenlos (Art. 85 bis Abs. 2 AHVG), sodass keine Verfahrenskosten zu erheben sind. 6.2 Der obsiegenden Partei kann von Amtes wegen oder auf Begehren eine Entschädigung für ihr erwachsene notwendige und verhältnismässig hohe Kosten zugesprochen werden (Art. 64 Abs. 1 VwVG). Da der weitge- hend obsiegenden Beschwerdeführerin, welche nicht vertreten war, keine unverhältnismässig hohen Kosten entstanden sind und sie zu Recht keinen entsprechenden Antrag gestellt hat, ist ihr keine Parteientschädigung zu- zusprechen (vgl. Art. 64 Abs. 1 VwVG und Art. 7 ff. des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundes- verwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]). Die weitgehend unterliegende SAK hat keinen Anspruch auf Parteientschädigung (Art. 64 Abs. 1 VwVG e contrario, Art. 7 Abs. 3 VGKE). C-6516/2017 Seite 14 Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 1. Die Beschwerde wird gutgeheissen, soweit darauf einzutreten ist. Die Sa- che wird an die Vorinstanz zurückgewiesen, damit diese ohne weitere Ver- zögerung die mit Urteil C-7803/2010 vom 30. November 2012 angeordnete Abklärung durchführe, den Anspruch auf Hilflosenentschädigung beurteile und darüber neu verfüge. 2. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. 3. Es wird keine Parteientschädigung ausgerichtet. 4. Dieses Urteil geht an: – die Beschwerdeführerin (Einschreiben mit Rückschein) – die Vorinstanz (Ref-Nr. […]; Einschreiben; Beilage: Doppel der Replik der Beschwerdeführerin inkl. Beilagen und Kopie der Eingabe der Beschwerdeführerin vom 14.08.2017 inkl. Beilage [B-act. 22 im Beschwerdedossier C-7803/2010]) – das Bundesamt für Sozialversicherungen (Einschreiben) Für die Rechtsmittelbelehrung wird auf die nächste Seite verwiesen. Der vorsitzende Richter: Der Gerichtsschreiber: Beat Weber Daniel Golta C-6516/2017 Seite 15 Rechtsmittelbelehrung: Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen nach Eröffnung beim Bun- desgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öffentlich - rechtlichen Angelegenheiten geführt werden (Art. 82 ff., 90 ff. und 100 BGG). Die Rechtsschrift ist in einer Amtssprache abzufassen und hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismittel und die Unter- schrift zu enthalten. Der angefochtene Entscheid und die Beweismittel sind, soweit sie der Beschwerdeführer in Händen hat, beizulegen (Art. 42 BGG). Versand