<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="cell small-12 contentContainer printArea"> <div><table><tr><td><p class="Standard berschrift1"><span class="Standard berschrift1">Sozialversicherungsgericht</span></p><p class="Standard berschrift1"><span class="Standard berschrift1">des Kantons Zürich</span></p></td><td><p class="Standard berschrift1"><img src="word/media/image1.png"/></p></td></tr></table><div><div><p><span>IV.2022.00385</span></p></div><div><p><span> </span></p></div><div><p><span> </span></p></div><p><br/></p><div><p>II. Kammer</p></div><div><p>Sozialversicherungsrichterin Grieder-Martens, Vorsitzende<br/>Sozialversicherungsrichterin Romero-Käser<br/>Ersatzrichterin Lienhard<br/>Gerichtsschreiberin Tiefenbacher</p></div><p class="Standard berschrift2"><span class="Standard berschrift2">Urteil</span><span class="Standard berschrift2"> vom </span><span class="Standard berschrift2">2. März 2023</span></p></div><p class="Standard StandardEinzug"><span class="Standard StandardEinzug">in Sachen</span></p><p class="Standard StandardFett RubrumFett"><span id="_Hlk134359544"></span><span class="Standard StandardFett RubrumFett">X.___</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">Beschwerdeführerin</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">vertreten durch Rechtsanwalt Stefan Wenger</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">Wiesentalstrasse 27, Postfach 222, 8355 Aadorf</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">gegen</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Standard StandardFett RubrumFett"><span class="Standard StandardFett RubrumFett">Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">Beschwerdegegnerin</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p><br/></p><p></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Sachverhalt:</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.1</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">X.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">, geboren 1969, wurde von Mai bis Dezember 2003 eine ganze und ab Januar 2004 eine Dreiviertelsrente zugesprochen (Beschluss vom 21. Januar 2013, Urk. 9/157). Vom 25. August 2005 bis 13. Juli 2007 durchlief sie berufliche Massnahmen im Sinne einer Umschulung (Urk. 9/39). Mit Urteil vom 12. September 2017 im Prozess Nr. IV.2016.00815 sprach ihr das Sozial</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">versicherungsgericht mit Wirkung ab August 2016 eine halbe Invalidenrente zu (Urk. 9/266).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.2</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Am 5. Juli 2018 (Eingang Beschwerdegegnerin) liess die Versicherte durch ihren Hausarzt eine Verschlechterung ihres Gesundheitszustands geltend machen (Urk. 9/302). Die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, holte medizinische Berichte ein und erteilte der </span><span id="_Hlk134359589"></span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Y.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">AG am 25. März 2021 über die </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">SuisseMED</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">-Plattform (vgl. Urk. 9/351) den Auftrag, die Versicherte in den Disziplinen Allgemeine Innere Medizin, Chirurgie, Infektiologie, Psychiatrie sowie Neuropsychologie zu be</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gutachten (Urk. 9/353). Nachdem die Versicherte den ersten Untersuchungstermin beim Neuropsychologen wahrgenommen hatte (vgl. Teilgutachten von </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Z.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">, Fachpsychologe für Neuropsychologie FSP, vom 20. Juni 2021, Urk. 9/376), stellte sie am 21. Juni 2021 das Gesuch, es seien die noch aus</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">stehenden Untersuchungen aus gesundheitlichen Gründen nach Zürich zu ver</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">legen, oder es sei für einen angemessenen Transport zu sorgen (Urk. 9/364). </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Am 24. Juni 2021 erteilte die IV-Stelle der </span><span id="_Hlk134359644"></span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">A.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">AG den Auftrag, die Versicherte in den Disziplinen All</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gemeine Innere Medizin, Chirurgie, Infektiologie und Psychiatrie zu begutachten, und wies darauf hin, dass die neuropsychologische Untersuchung bereits in der </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Y.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> AG stattgefunden habe (Urk. 9/367). Die </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">A.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> AG teilte der IV-Stelle am 19. Juli 2021 mit, dass sie den Gutachtensauftrag nicht annehmen könne, da sie die Fachdisziplin Infektiologie nicht anbiete (Urk. 9/379). In der Folge erteilte die IV-Stelle am 1. September 2021 den Gutachtensauftrag über die </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">SuisseMED</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">-Plattform (vgl. Urk. 9/384) erneut der </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Y.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> AG (Urk. 9/382).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Am 8. Februar 2022 erstattete die </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Y.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> AG das polydisziplinäre Gutachten (Urk. 9/391), zu welchem die IV-Stelle am 17. Februar 2022 von den Gutachtern eine ergänzende Stellungnahme einforderte (Urk. 9/392). Der Versicherten räumte sie gleichentags Gelegenheit ein, Ergänzungsfragen zum Gutachten zu stellen (Urk. 9/393). Die </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Y.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">-Gutachter reichten am 17. März 2022 ihre Stellung</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nahme ein (Urk. 9/397), worauf die IV-Stelle der Versicherten am 4. Mai 2022 eine erneute polydisziplinäre medizinische Untersuchung ankündigte und darauf hinwies, dass innert 10 Tagen Zusatzfragen zu den beigelegten Fragen eingereicht </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">werden könnten (Urk. 9/399). Dagegen opponierte die Versicherte am </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">5. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">(Urk. 9/401) und 11. Mai 2022 (Urk. 9/405). Mit Mitteilung vom 29. Juni 2022 informierte die Beschwerdegegnerin unter Bekanntgabe der Namen der Sach</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">verständigen, dass die polydisziplinäre Begutachtung durch die Ärzte der </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">B.___ </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">GmbH erfolgen werde, und wies darauf hin, dass </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Ausstandsgründe</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> gegen Sachverständige innert 10 Tagen schriftlich ein</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gereicht werden könnten (Urk. 9/411), wogegen die Versicherte am 30. Juni 2022 erneut Einwände erhob (Urk. 9/412). Mit Verfügung vom 13. Juli 2022 ordnete die IV-Stelle die polydisziplinäre Begutachtung (Allgemeine Innere Medizin, Chirurgie, Infektiologie, Neuropsychologie, Psychiatrie) der Versicherten durch die Ärzte der </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">B.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> an, wobei sie an den bereits mitgeteilten Sachverständigen festhielt (Urk. 9/414). </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Am 20. Juli 2022 (Urk. 1) erhob die Versicherte Beschwerde gegen die Verfügung vom 13. Juli 2022 (Urk. 2) mit dem Antrag auf deren Aufhebung und auf Zu</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sprache einer ganzen Invalidenrente ab 28. Mai 2021 (S. 2). Mit Beschwerde</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">antwort vom 18. August 2022 ersuchte die IV-Stelle, es sei auf die Beschwerde nicht einzutreten (Urk. 8). Mit Gerichtsverfügung vom 29. August 2022 wurde der Beschwerdeführerin antragsgemäss (vgl. Urk. 1 S. 1) die unentgeltliche Prozessführung gewährt und ihr Rechtsanwalt Stefan Wenger, Aadorf, als unent</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">geltlicher Rechtsvertreter bestellt (Urk. 13). Die Beschwerdeführerin hielt mit Replik an ihrem Rechtsbegehren fest (Urk. 14), wohingegen die Beschwerde</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gegnerin am 18. Oktober 2022 auf Duplik verzichtete (Urk. 16). Darüber wurde die Beschwerdeführerin am 19. Oktober 2022 orientiert (Urk. 17).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Das Gericht</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> zieht in Erwägung:</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">1.</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Vorab ist darauf hinzuweisen, dass die Beschwerdegegnerin über den Anspruch der Beschwerdeführerin auf eine Invalidenrente ab 28. Mai 2021 noch nicht ent</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">schieden hat, weshalb diesbezüglich kein Anfechtungsobjekt vorliegt, und dem</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">entsprechend auf den Antrag auf Zusprache einer ganzen Invalidenrente ab Mai 2021 von Vornherein nicht einzutreten ist.</span></p><p></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">2.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">2.1</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Am 1. Januar 2022 sind die geänderten Bestimmungen des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des S</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">ozialversicherungsrechts (ATSG) sowie</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> der Ver</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">ordnung über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSV)</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> in Kraft getreten. </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span id="VV178"></span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Nach der Rechtsprechung sind neue Verfahrensvorschriften vorbehältlich anders lautender Übergangsbestimmungen in der Regel mit dem Tag des Inkrafttretens sofort und in vollem Umfang anwendbar. Dieser intertemporalrechtliche Grund</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">satz beruht auf der relativen Wertneutralität des Prozessrechts und erscheint jedenfalls dann zweckmässig sowie geboten, wenn mit dem neuen Recht keine grundlegend neue Verfahrensordnung geschaffen wird, mithin zwischen neuem und altem Recht eine Kontinuität des verfahrensrechtlichen Systems besteht (BGE 136 II 187 E. 3.1; vgl. auch BGE 144 II 273 E. 2.2.4).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.2</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Im Hinblick auf eine einheitliche Regelung für alle Sozialversicherungen </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">wurden</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> die Partizipationsrechte der Versicherten und die Rolle der Durchführungsstellen im Rahmen des Amtsermittlungsverfahrens neu auf Gesetzesstufe verankert. Unter anderem w</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">u</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rden die Abklärungsmassnahmen insbesondere i</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">m</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Zusammen</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">hang mit medizinischen Begutachtungen </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">in Art. 44 ATSG </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">einheitlich geregelt</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">: Erachtet der Versicherungsträger ein Gutachten als notwendig, so legt er, je nach Erfordernis, die Art fest (mono-, bi- oder polydisziplinär; </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Abs. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1). Ist ein Gut</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">achten bei einem oder mehreren unabhängigen Sachverständigen einzuholen, so gibt der Versicherungsträger der Partei deren Namen bekannt. Diese kann innert zehn Tagen aus den Gründen nach Art. 36 Abs. 1 ATSG Sachverständige ab</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">lehnen und Gegenvorschläge machen (Abs. 2). Mit der Bekanntgabe der Namen stellt der Versicherungsträger der Partei auch die Fragen an den oder die Sach</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">verständigen zu und weist sie auf die Möglichkeit hin, innert der gleichen Frist Zusatzfragen in schriftlicher Form einzureichen. Der Versicherungsträger ent</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">scheidet abschliessend über die Fragen an den oder die Sachverständigen (Abs. 3). Hält er trotz Ablehnungsantrag an den vorgesehenen Sachverständigen fest, so teilt er dies der Partei durch Zwischenverfügung mit (Abs. 4). Bei mono- und </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">bidisziplinären</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Gutachten werden die Fachdisziplinen vom Versicherungsträger, bei polydisziplinären Gutachten von der Gutachterstelle abschliessend festgelegt (</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Abs. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">5).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">2.3</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Gemäss Randziffer 3067.1 des Kreisschreibens über das Verfahren in der In</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">validenversicherung (KSVI), gültig ab </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">1. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Januar 2022, Stand </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">1. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Juli 2022, ent</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">scheidet die IV-Stelle abschliessend, ob und in welcher Form (mono-, bi- oder </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">polydisziplinär) ein externes medizinisches Gutachten erstellt wird. Bestreitet die versicherte Person diesen Entscheid, so ist keine Zwischenverfügung zu erlassen.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">2.4</span><span> </span><span id="VV019"></span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Verwaltungsweisungen, wie etwa Wegleitungen oder Kreisschreiben, richten sich an die Durchführungsstellen und sind für das Sozialversicherungsgericht nicht verbindlich. Dieses soll sie bei seiner Entscheidung aber berücksichtigen, sofern sie eine dem Einzelfall angepasste und gerecht werdende Auslegung der anwend</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">baren gesetzlichen Bestimmungen zulassen. Das Gericht weicht also nicht ohne triftigen Grund von Verwaltungsweisungen ab, wenn diese eine überzeugende Konkretisierung der rechtlichen Vorgaben darstellen. Insofern wird dem Bestreben der Verwaltung, durch interne Weisungen eine rechtsgleiche Gesetzes</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">anwendung zu gewährleisten, Rechnung getragen (BGE 146 V 224 E. 4.4.2, 141 V 365 E. 2.4 mit Hinweisen).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.1</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Beschwerdegegnerin hielt mit der angefochtenen Zwischenverfügung an der erneuten Einholung eines polydisziplinären Gutachtens bei der </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">B.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> fest (Urk. 2). Dies mit der Begründung, auf das von ihr bereits eingeholte Gutachten der </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Y.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> könne aufgrund gravierender Mängel und Inkonsistenzen nicht abgestellt wer</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">den. Dieses sei hinsichtlich der Umstände, welche zu dessen Fertigstellung geführt hätten, widersprüchlich und damit mangelhaft. Es sei nicht möglich, auf dieser Grundlage eine versicherungsmedizinische Entscheidung zu treffen, welche den Interessen der Beschwerdeführerin gerecht werde. Es bleibe daher nur, die Begut</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">achtung zu wiederholen (S. 7 unten).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Mit Beschwerdeantwort (Urk. 8) machte die Beschwerdegegnerin sodann geltend, die Beschwerdeführerin mache keinen Ablehnungsgrund gegen die vorgesehenen Sachverständigen geltend, sondern beantrage ausschliesslich, dass ohne weitere Begutachtung gestützt auf das bestehende neuropsychologische Gutachten vom 20. Juni 2021 eine ganze Rente zuzusprechen sei. Für den Erlass einer anfecht</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">baren Zwischenverfügung habe daher keine gesetzliche Grundlage bestanden, weshalb diese nichtig und auf die Beschwerde nicht einzutreten sei (S. 2).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.2</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Dagegen wandte die Beschwerdeführerin im Wesentlichen ein (Urk. 1), gestützt auf das Gutachten des Neuropsychologen der </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Y.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> liege eine vollständige Arbeitsunfähigkeit (vgl. Urk. 5 </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">i.V.m</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">. Urk. 6) vor. Darauf sei abzustellen. So habe der Neuropsychologe nach der klinischen Untersuchung zusätzlich lege artis spezifisch neuropsychologische Untersuchungen und Tests vorgenommen und in deren Rahmen die Defizite festgestellt. Hätte der psychiatrische Gutachter davon Kenntnis gehabt, hätte er seine eigenen klinisch nebenbei gewonnenen neuro</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">psychologischen Erkenntnisse nicht darüber gestellt. Daher sei es zur Fehl</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">beurteilung des Psychiaters betreffend die neuropsychologische Problematik ge</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">kommen. Eine nochmalige Begutachtung sei angesichts des klaren Ergebnisses nicht nur unnötig, sondern erscheine angesichts ihrer seit vielen Jahren schwer angeschlagenen Gesundheit geradezu als schikanös, wobei sich der Eindruck der Schikane aufgrund der mehrfachen Verweigerung des rechtlichen Gehörs ver</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">stärke (S. 8 </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Ziff. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">4, S. 9 Ziff. 5; vgl. auch Urk. 6 Ziff. 5).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Replicando</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> machte die Beschwerdeführerin geltend (Urk. 14), die Notwendigkeit einer polydisziplinären Begutachtung sei nicht bestritten worden, weshalb sie sich gegen deren Anordnung vom 30. Oktober 2020 auch nicht zur Wehr gesetzt habe. Ihre Beschwerde richte sich einzig und allein gegen die Zwischenverfügung, mit welcher die Wiederholung einer bereits erfolgten Beweisabnahme verfügt worden sei und mit welcher damit derart schwer in ihre Rechtstellung eingegriffen werde, dass die Beschwerde bereits dagegen und nicht erst gegen den Endentscheid mög</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">lich sein müsse (S. 1 f. Ziff. 1). Aus dem Gesetzestext ergebe sich nicht, dass sich die Partei nicht gegen die Anordnung eines Gutachtens zur Wehr setzen könne. Wie es sich damit verhalte, könne jedoch </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">offen bleiben</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">, da sie sich nicht gegen die Anordnung der polydisziplinären medizinischen Abklärung gewandt habe, sondern sich gegen die Anordnung deren Wiederholung (S. 2 f. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Ziff. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.3</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Streitig und zu prüfen ist, ob das verfügungsweise Festhalten der Beschwerde</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gegnerin an der Wiederholung einer polydisziplinären Begutachtung der Beschwerdeführerin zu Recht erfolgte.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">4.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">4.1</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Fehlerhafte Verwaltungsakte sind in der Regel nicht nichtig, sondern nur anfecht</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">bar, und sie werden durch Nichtanfechtung resp. bei verspäteter Anfechtung rechtsgültig. Nichtigkeit, d.h. absolute Unwirksamkeit einer Verfügung wird nur angenommen, wenn der ihr anhaftende Mangel besonders schwer wiegt, wenn er offensichtlich oder zumindest leicht erkennbar ist und wenn zudem die Rechts</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sicherheit durch die Annahme der Nichtigkeit nicht ernsthaft gefährdet wird. In</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">haltliche Mängel haben nur in seltenen Ausnahmefällen die Nichtigkeit einer Verfügung zur Folge. Als Nichtigkeitsgründe fallen hauptsächlich funktionelle und sachliche Unzuständigkeit einer Behörde sowie schwerwiegende Verfahrens</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">fehler in Betracht (BGE 139 II 243 E. 11.2; 132 II 21 E. 3.1 mit Hinweisen).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">4.2</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Wie oben dargelegt, sieht das ATSG in </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Art. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">44 </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Abs. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">4 den Erlass einer Verfügung im Zusammenhang mit der Anordnung eines polydisziplinären Gutachtens dann vor, wenn die versicherte Person </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Ausstandsgründe</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> gegen die oder einen der Sach</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">verständigen geltend macht (E. 2.2). Vorliegend verfügte die Beschwerdegegnerin über das Einholen eines neuen Gutachtens, nachdem sie das zuvor eingeholte Gutachten als nicht beweistauglich erachtet hatte, und über die sich an der Untersuchung zu beteiligenden Sachverständigen. Zwar ist gesetzlich nicht aus</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">drücklich vorgesehen, das Einholen eines Gutachtens verfügungsweise zu be</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">schliessen, trotzdem hatte die Beschwerdegegnerin das Einholen eines Gutachtens zu bestimmen und hatte überdies über die Sachverständigen beschlossen. Es stellt sich damit vorliegend nicht die Frage, ob die Zwischenverfügung nichtig ist - sie ist es nicht -, sondern vielmehr, ob die Anordnung der erneuten Begutachtung anfechtbar ist.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">4.3</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Anfechtungsgegenstand ist vorliegend die Verfügung vom </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">13. Juli 2022 </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">(</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Urk. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2), mit welcher die </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Beschwerdegegnerin</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> an der von ihr angeordneten </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">erneuten </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">polydisziplinären Begutachtung de</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">r</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Beschwerdeführer</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">in</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> festgehalten hat (</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Urk. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2). Hierbei handelt es sich um eine Zwischenverfügung im Sinne von </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Art. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">55 </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Abs. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1 </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ATSG</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">i.V.m</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Art. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">5 </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Abs. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2 und </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Art. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">46 des Bundesgesetzes über das Verwaltungs</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">verfahren (VwVG), welche bei Bejahung des nicht wieder gutzumachenden Nach</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">teils (</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Art. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">46 </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Abs. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1 lit. a VwVG; BGE 132 V 93 E. 6.1) grundsätzlich selbständig mit Beschwerde angefochten werden kann.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">4.4</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Vor der Revision des Art. 44 ATSG hielt das Bundesgericht für die Bejahung des nicht wiedergutzumachenden Nachteils im Kontext des IV-rechtlichen Ab</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">klärungsverfahrens mit seinen spezifischen Gegebenheiten (dazu eingehend BGE 137 V 210 und 139 V 349) fest, es müsse berücksichtigt werden, dass das Sach</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">verständigengutachten im Rechtsmittelverfahren mit Blick auf die fachfremde Materie faktisch nur beschränkt überprüfbar sei: Der Rechtsanwender sehe sich mangels ausreichender Fachkenntnisse kaum in der Lage, in formal korrekt ab</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gefassten Gutachten objektivfachliche Mängel zu erkennen. Zugleich stehe die faktisch vorentscheidende Bedeutung der medizinischen Gutachten für den Leistungsentscheid in einem Spannungsverhältnis zur grossen Streubreite der Möglichkeiten, einen Fall medizinisch zu beurteilen, und zur entsprechend geringen Vorbestimmtheit der Ergebnisse (BGE 137 V 210 E. 2.5 mit Hinweisen). Diesen Umständen sei mit verfahrensrechtlichen Garantien zu begegnen (BGE 137 V 210 E. 2.5 und E. 3.4.2.3 in </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">fine</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">). Die Mitwirkungsrechte müssten im Beschwerdeverfahren durchsetzbar sein. Sei dies durch Anfechtung des End</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">entscheids nicht mehr möglich, könne ein nicht wiedergutzumachender Nachteil entstehen, der den Rechtsweg an eine Beschwerdeinstanz eröffne. Da system</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">immanent kein Anspruch auf Einholung eines Gerichtsgutachtens bestehe (vgl. BGE 136 V 376), sei das Administrativgutachten häufig zugleich die wichtigste medizinische Entscheidungsgrundlage im Beschwerdeverfahren. In solchen </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Fällen kämen die bei der Beweiseinholung durch ein Gericht vorgesehenen Garantien zugunsten der privaten Partei im gesamten Verfahren nicht zum Tra</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gen. Um dieses Manko wirksam auszugleichen, müssten die gewährleisteten Mit</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">wirkungsrechte durchsetzbar sein, bevor präjudizierende Effekte einträten (BGE 137 V 210 E. 3.4.2.4). </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Beschwerdeweise geltend gemacht werden könnten (personenbezogene) </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Ausstandsgründe</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> oder materielle Einwendungen beispiels</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">weise des Inhalts, die in Aussicht genommene Begutachtung sei nicht notwendig, weil sie - mit Blick auf einen bereits umfassend abgeklärten Sachverhalt - bloss einer "</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">second</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">opinion</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">" entspräche. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Mit Blick auf das naturgemäss begrenzte Überprüfungsvermögen der rechtsanwendenden Behörden genüge es daher nicht, die Mitwirkungsrechte erst nachträglich, bei der Beweiswürdigung im </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Ver</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">waltungs</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">- und Beschwerdeverfahren, einzuräumen. Für die Annahme eines drohenden unumkehrbaren Nachteils spreche schliesslich auch, dass die mit medizinischen Untersuchungen einhergehenden Belastungen zuweilen einen erheblichen Eingriff in die physische oder psychische Integrität bedeuteten (BGE 137 V 210 E. 3.4.2.7).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Aus diesen Gründen hat das Bundesgericht die Anfechtbarkeitsvoraussetzung des nicht wiedergutzumachenden Nachteils für das erstinstanzliche Beschwerde</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">verfahren in IV-Angelegenheiten bejaht, zumal die nicht sachgerechte Begut</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">achtung in der Regel einen rechtlichen und nicht nur tatsächlichen Nachteil be</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">wirkte (BGE 137 V 210 E. 3.4.2.7 mit Hinweisen).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Zu prüfen ist, ob mit Blick auf die per </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Januar 2022 in Kraft getretene Änderung des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung und der damit einher</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gegangenen Neufassung von </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Art. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">44 ATSG (E. 2.1-2.3) die mit BGE 137 V 210 begründete Praxis, wonach unter anderem auch die Anordnung eines Administrativgutachtens anfechtbar ist, weiterhin Geltung hat. </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">4.5</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Im Wesentlichen unverändert geblieben ist die gesetzliche Regelung betreffend die Ablehnung von Sachverständigen. Dies ergibt ein Vergleich der alten Fassung von </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Art. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">44 ATSG mit der neuen Fassung von </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Art. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">44 </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Abs. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3 ATSG, wobei Absatz 4 neu ausdrücklich den Erlass einer Zwischenverfügung für den Fall vorsieht, dass der Versicherungsträger trotz Ablehnungsantrag am vorgesehenen Sach</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">verständigen festhält. Im Unterschied dazu ist bezüglich des Fragenkatalogs und der Fachdisziplinen ein abschliessender Entscheid durch den Versicherungsträger vorgesehen. Zur Frage, ob der Versicherungsträger abschliessend über die An</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ordnung eines Gutachtens entscheidet oder eine anfechtbare Zwischenverfügung zu erlassen hat, schweigt das Gesetz wie schon in der alten Fassung des </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Art. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">44 ATSG. </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Wortlaut und Aufbau der neuen Bestimmung lassen damit ebenso wenig wie ein Vergleich mit der alten Fassung auf die klare Absicht des Gesetzgebers schliessen, die Mitwirkungsrechte einzuschränken. So wurde die Gutachtensanordnung weder ausdrücklich dem abschliessenden Entscheid des Versicherungsträgers noch dem Erlass einer Zwischenverfügung zugewiesen. Vielmehr weist die – wie schon nach altem Verfahrensrecht - fehlende Regelung darauf hin, dass die ein</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gangs geschilderte Rechtsprechung auch nach Revision der Verfahrens</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">bestimmungen Bestand hat.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">In Bezug auf die Entstehungsgeschichte von </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Art. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">44 E-ATSG lässt sich der Bot</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">schaft zur Änderung des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (Weiter</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">entwicklung der IV) vom 15. Februar 2017 entnehmen, dass nebst der Stärkung des Amtsermittlungsverfahrens auch die Kodifizierung der Partizipationsrechte der Versicherten beabsichtigt wurde (</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">BBl</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> 2017 S. 2625 ff. lit. 1.2.5.4). In diesem Zusammenhang wurde insbesondere auf die BGE 137 V 210 und BGE 139 V 349 (vgl. vorstehend E. 4.4) und die darin aufgeführten und bisher erst auf </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Ver</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ordnungs</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">- und Weisungsstufe umgesetzten Mitwirkungsrechte hingewiesen (S. 2626), zu welchen eine Gesetzesgrundlage zu schaffen sei. Eine ausdrückliche Änderung bezog sich auf den der Gutachterstelle zu unterbreitenden Fragekatalog und die fehlende Einigung über die Gutachterstelle (S. 2627 oben). Der dies</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">bezügliche Änderungsvorschlag lautete:</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Der versicherten Person werden nicht nur der Name der Gutachterstelle mitgeteilt, sondern auch die Fragen, die dieser gestellt werden. Die ver</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">sicherte Person kann zusätzliche Fragen stellen (Art. 44 Abs. 2 und 3 E-ATSG).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Können sich der Versicherungsträger und die versicherte Person nicht auf eine Gutachterstelle einigen, kann der Rechtsweg beschritten werden (Art. 44 Abs. 4 E-ATSG).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Dass </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">darüber hinaus keine Änderung, sondern lediglich eine </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Kodifizierung der geltenden Gerichtspraxis </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">angestrebt wurde, lässt sich auch dem Votum </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">von</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> Bundesrat Alain Berset in der parlamentarischen Debatte zu </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Art. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">44 E-ATSG ent</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">nehmen. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">I</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">m Zusammenhang mit medizinischen Gutachten </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">führte er aus</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">, dass dazu eine umfangreiche Rechtsprechung bestehe. Es werde lediglich vor</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">geschlagen, diese Rechtsprechung auf Gesetzesstufe zu heben (Amtliches Bulletin [AB] 2019 S. 112 oben, Sitzung des Nationalrats vom </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">6. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">März 2019 zu Geschäft 17.022). Was den Minderheitsantrag von Silvia Schenker angeht, wonach </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Art. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">44 </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Abs. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">4 E-ATSG </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">unter anderem </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">dahingehend abgeändert werden solle, dass der Versicherungsträger der Partei durch Zwischenverfügung mitzuteilen habe, wenn er trotz Ablehnungsantrag an der Anordnung der Begutachtung, an den vor</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">gesehenen Sachverständigen oder an den Fragen festhält (AB 2019 S. 107 f.)</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">, so </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">wurde dieser Antrag </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">vom Nationalrat ohne inhaltliche Diskussion und in einer mehrere Anträge umfass</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">enden Blockabstimmung</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> abgelehnt (AB 2019 S. 115). </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">A</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">llein </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">daraus </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">lässt sich </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">daher </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">nicht ableiten, dass </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">- </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">im Umkehrschluss</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">- </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Gut</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">achtensanordnung</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">en</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> explizit </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">von der Anfechtungsmöglichkeit </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">ausgeschlossen werden sollten. </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Damit ist nicht davon auszugehen, dass der Gesetzgeber die Straffung des Ver</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">waltungsverfahrens aus prozessökonomischen Gründen höher gewichtete als die in BGE 137 V 210 den Versicherten zugestandenen Mitwirkungsrechte. I</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">m Übrigen </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">besteht </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">dann, wenn die Anordnung des Gutachtens erst zusammen mit dem Endentscheid angefochten werden kann, </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">die </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Gefahr von vermeidbaren Verfahrensverzögerungen. Insofern liefe </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">es</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> einer Verfahrensstraffung gerade zu</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">wider und es entstünden unnötige Kosten, falls (Zweit)Begutachtungen erst im Nachhinein als unzulässig qualifiziert </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">werden könnten</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">. </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Vor diesem Hintergrund erweist sich die </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">für das Gericht nicht verbindliche über</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">prüfbare Verwaltungsweisung </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">von </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">KSVI </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Rz</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> 3067.1</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">(vorstehend E. 2.3-2.3) vom Gesetzeswortlaut insofern nicht als gedeckt, als sie die Gutachtensanordnung </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">als solche</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">(«Die IV-Stelle entscheidet abschliessend, </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ob</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> […] ein externes medizinisches Gutachten erstellt wird.») sinngemäss der abschliessenden Ent</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">scheidung des Versicherungsträgers zuweist und </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">von einer </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">anfechtbaren </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Zwischenverfügung ausschliesst. In diesem Punkt stellt sie keine dem Einzelfall angepasste und gerecht werdende Auslegung der anwendbaren gesetzlichen Bestimmungen dar.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Zusammenfassend </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">bleibt</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> die Anordnung eines (</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Zweit</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">)Gutachtens auch nach dem neuen Verfahrensrecht anfechtbar, sodass die IV-Stelle </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">darüber </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">zu Recht eine Zwischenverfügung erlassen hat. </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Auf die Beschwerde ist demnach einzutreten. Der diesbezügliche Antrag der Beschwerdegegnerin, es sei auf die Beschwerde nicht einzutreten, ist abzuweisen.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">4.6</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Eine Minderheit des Gerichts hat eine abweichende Meinung zu Protokoll gegeben (</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Urk. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">20).</span></p><p></p><p><span> </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">5.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">5.1</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Zu prüfen ist in materieller Hinsicht, ob die Anordnung der Begutachtung beim </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">B.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> mit Mitteilung vom 29. Juni 2022 (</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Urk. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">9/411) beziehungsweise mit Ver</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">fügung vom 1</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Juli 2022 (</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Urk. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2) zu Recht erfolgte. </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">5.2</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Nach den allgemeinen Regeln des Sozialversicherungsrechts hat der Versicherungsträger den rechtserheblichen Sachverhalt abzuklären. Er ist nach dem in Art. 43 Abs. 1 ATSG statuierten Untersuchungsgrundsatz verpflichtet, die notwendigen Abklärungen von Amtes wegen vorzunehmen und die erforderlichen Auskünfte einzuholen. Die Verfahrensleitung liegt dabei beim Ver</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">sicherungsträger, dessen Ermessensspielraum in Bezug auf Notwendigkeit, Um</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">fang und </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Zweckmässigkeit</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> von medizinischen Erhebungen </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">gross</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> ist (Urteil des Bundesgerichts 8C_481/2013 vom 7. November 2013 E. 3.4). Was zu beweisen ist, ergibt sich aus der Sach- und Rechtslage. Gestützt auf den Untersuchungs</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">grundsatz ist der Sachverhalt soweit zu ermitteln, dass über den Leistungs</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">anspruch zumindest mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit entschieden werden kann. Die für die Beurteilung des Leistungsanspruchs von Amtes wegen durchzuführenden Abklärungen im Sinne von Art. 43 ATSG beinhalten indessen </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">rechtsprechungsgemäss</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> nicht das Recht des Versicherungs</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">trägers, eine „</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">second</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">opinion</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">“ zum bereits in einem Gutachten festgestellten Sachverhalt einzuholen, wenn ihm dieser nicht passt (BGE 138 V 271 E. 1.1; Urteil des Bundesgerichts U 571/06 vom 29. Mai 2007 E. 4.2). Entscheidend dafür, ob weitere Abklärungen angeordnet werden können und müssen, ist, </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">ob die bereits vorliegenden Gutachten die </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">praxisgemässen</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> inhaltlichen und </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">beweis</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">mässigen</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> Anforderungen erfüllen (Urteil des Bundesgerichts U 571/06 vom 29. Mai 2007 E. 4.2).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist also entscheidend, ob er für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Vorakten</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Beurteilung der medizinischen Zusammenhänge und Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen des Experten begründet sind. Ausschlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Her</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">kunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten (BGE 134 V 231 E. 5.1; 125 V 351 E. 3a).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">5.3</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Summarisch zu prüfen ist, ob es sich bei der angeordneten </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">polydisziplinären Be</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gutachtung bei</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">m</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">B.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> um das Einholen einer unzulässigen „</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">second</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">opinion</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">“ </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">handelt, beziehungsweise ob eine genügende Beweislage vorlag. Um diese Frage beantworten zu können, müsste die vorliegende Aktenlage auf ihre Vollständig</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">keit und Schlüssigkeit hin überprüft werden. Eine eingehende Überprüfung der medizinischen Aktenlage würde aber dazu führen, dass der Endentscheid im Hin</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">blick auf die Beurteilung der medizinischen Sachlage weitgehend präjudiziert würde. Da die Verfahrenshoheit bis zum Abschluss des Verwaltungsverfahrens bei der Beschwerdegegnerin liegt und ihr deshalb im Rahmen der Verfahrens</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">leitung ein </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">grosser</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Ermessensspielraum bezüglich Notwendigkeit, Umfang und </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Zweckmässigkeit</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> von medizinischen Erhebungen zukommt, muss im vor</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">liegenden Verfahren die richterliche Prüfung bei einer knappen Beurteilung der Aktenlage im Sinne einer Plausibilitäts- respektive Missbrauchskontrolle ihr Bewenden haben. Entscheidend ist, ob die Gründe, die die Beschwerdegegnerin für die Notwendigkeit einer weiteren polydisziplinären Abklärung anführt, plausibel erscheinen.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">5.4</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Im neurologischen Teilgutachten vom 2</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">7. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Mai 2021 ging </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Z.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">, Fach</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">psychologe für Neuropsychologie FSP, aufgrund seiner Untersuchung von einer mittelgradigen bis schweren Störung im Rahmen einer HIV-assoziierten kognitiven Störung aus und attestierte eine volle Arbeitsunfähigkeit (</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Urk. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">9/376 S. 17 </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Ziff. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">6-7). </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Der interdisziplinären Gesamtbeurteilung vom </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">8. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Februar 2022 (</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Urk. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">9/391 S. 5 ff.) mit den Fachrichtungen Allgemeine Innere Medizin, Chirurgie, Infektiologie und Psychiatrie mit psychiatrischem Teilgutachten vom 1</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">3. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Dezember 2021 (</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Urk. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">391/30-48) ist zu entnehmen, dass aus psychiatrischer Sicht keine De</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">pression von Krankheitswert vorliege. Es liege im Wesentlichen eine somatoform-autonome Funktionsstörung des unteren Verdauungssystems vor, welche aus psychiatrischer Sicht die Arbeitsfähigkeit nicht beeinträchtige. Allgemein-inter</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">nistisch sei die Belastbarkeit der Beschwerdeführerin durch eine Anämie beeinträchtigt. Chirurgisch bestehe eine Obstipation mit Defäkationsproblematik, welche die Arbeitsfähigkeit beeinträchtige. Die aus infektiologischer Sicht be</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">stehende HIV-Infektion führe zu keinen wesentlichen Funktionsstörungen und somit zu keiner Arbeitsunfähigkeit. Die Arbeitsfähigkeit in angestammter wie an</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">gepasster Tätigkeit betrage 50</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> %</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> (6 Stunden pro Tag bei einer Leistungsfähigkeit von 75</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> %</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Mit Stellungnahme vom 1</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">7. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">März 2022 (</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Urk. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">9/397) beantwortete die Geschäfts</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">leitung der </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Y.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> die von der Beschwerdegegnerin am 1</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">7. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Februar 2022 gestellten Rückfragen (</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Urk. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">9/392). Darin führte sie aus, das neuropsychologische Fachgutachten vom 2</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">7. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Mai 2021 und die interdisziplinäre Gesamtbeurteilung vom </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">8. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Februar 2022 beruhten auf zwei unterschiedlichen und unabhängigen </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Aufträgen. Eine Berücksichtigung des neuropsychologischen Fachgutachtens im polydisziplinären Gutachten sei somit formal nicht vorgesehen gewesen. Zudem erscheine der Zeitraum zwischen der Erstellung des neuropsychologischen Gut</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">achtens und der nunmehr vorgenommenen interdisziplinären Gesamtbegut</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">achtung als zu lang. Da die neuropsychologische Untersuchung eng mit der momentanen Gesamtsituation des Untersuchten verbunden sei, erscheine es nicht sachgerecht, auf die nun nahezu ein Jahr zurückliegende neuropsychologische Beurteilung zurückzugreifen. Im Übrigen erscheine die psychiatrische Beurteilung der Versicherten ausreichend, um die versicherungsmedizinische Beurteilung fundiert darzustellen.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">5.5</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Die Konsensbeurteilung des polydisziplinären Gutachtens (Allgemeine Innere Medizin, Chirurgie, Infektiologie und Psychiatrie) bezog das neuropsychologische Teilgutachten nicht mit ein. Die </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Y.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">-Gutachter nahmen zu den entgegen</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">gesetzten Einschätzungen der Arbeitsfähigkeit im neuropsychologischen Gut</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">achten – volle Arbeitsunfähigkeit - und dem psychiatrischen Teilgutachten – volle Arbeitsfähigkeit - nicht Stellung. Die Gutachter klärten diese Punkte auch auf Rückfrage hin nicht, sondern verwiesen auf den grossen zeitlichen Abstand zwischen den Gutachten, welcher den Einbezug des älteren neuropsychologischen Teilgutachtens verbiete, und wiesen darauf hin, dass das psychiatrische Teilgut</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">achten auch für sich allein aussagekräftig sei. </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Eine summarische Prüfung weist damit auf eine ungenügende Beweislage hin. Angesichts der diametral abweichenden Einschätzungen des neuro</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">psychologischen und psychiatrischen Teilgutachtens ist nachvollziehbar, dass die Beschwerdegegnerin weder auf das eine noch das andere abstellte, sondern weitere Abklärungen traf. </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Die Beschwerdegegnerin hat daher zu Recht eine erneute Begutachtung des Beschwerdeführers angeordnet.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Dies führt zur Abweisung der Beschwerde.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">6.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">6</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">.1</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Im vorliegenden Verfahren geht es nicht um die Bewilligung oder Verweigerung von IV-Leistungen, weshalb das Verfahren kostenlos ist (Art. 69 Abs. 1</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">bis</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">IVG e contrario).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">6.2</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Der vom Rechtsvertreter des Beschwerdeführers mit Honorarnote vom 24. Oktober 2022 (Urk. 19) geltend gemachte Zeitaufwand von 5.75 Stunden ist der Bedeutung der Streitsache und der Schwierigkeit des Prozesses angemessen. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Unter Berücksichtigung des gerichtsüblichen Ansatzes von Fr. 220.</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> sowie der geltend gemachten Barauslagen von Fr. 115.80 ist Rechtsanwalt Stefan Wenger für seine Bemühungen mit Fr. 1'487.</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> inklusive Barauslagen und Mehr</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">wertsteuer (</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">MWSt</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">) aus der Gerichtskasse zu entschädigen.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">7.</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Eine Minderheit des Gerichts hat ihre abweichende Meinung zum Ausgang des Verfahrens zu Protokoll gegeben (vgl. Prot. S 6 </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">i.V.m</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">. Urk. 20)</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Standard berschrift3"><span class="Standard berschrift3">Das Gericht erkennt:</span><span id="BeginnMateriell"></span></p><p class="Standard Dispotext DispoHngend"><span id="_Hlk128986303"></span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">1.</span><span> </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">Die </span><span id="Text1"></span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">Beschwerde</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend"> wird abgewiesen</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">, soweit darauf einzutreten ist</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">.</span></p><p class="Standard Dispotext DispoHngend"><span class="Standard Dispotext DispoHngend">2.</span><span> </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">Das Verfahren ist kostenlos.</span></p><p class="Standard Dispotext DispoHngend"><span class="Standard Dispotext DispoHngend">3.</span><span> </span><span id="Text7"></span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">Der unentgeltliche Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin, Rechtsanwalt Stefan Wenger, Aadorf,</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend"> wird mit </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">Fr. </span><span id="Text3"></span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">1’487</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">.-- (inkl. Barauslagen und </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">MWSt</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">) aus der Gerichts</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">kasse entschädigt. </span><span id="Text5"></span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">Die Beschwerdeführerin wird</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend"> auf die Nachzahlungspflicht gemäss § 16 Abs. 4 GSVGer hingewiesen.</span></p><p class="Standard Dispotext DispoHngend"><span class="Standard Dispotext DispoHngend">4.</span><span> </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">Zustellung gegen Empfangsschein an:</span></p><p class="Standard Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">Rechtsanwalt Stefan Wenger</span><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">, unter Beilage einer Kopie von </span><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">Urk. </span><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">20</span></p><p class="Standard Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle</span><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">, unter Beilage einer Kopie von </span><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">Urk. </span><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">20</span></p><p class="Standard Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">Bundesamt für Sozialversicherungen</span><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">, unter Beilage einer Kopie von </span><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">Urk. </span><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">20</span></p><p class="Standard Dispotext DispoEinzug"><span class="Standard Dispotext DispoEinzug">sowie an:</span></p><p class="Standard Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">Gerichtskasse</span></p><p class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">5.</span><span> </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Gegen diesen Entscheid kann innert </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">30 Tagen</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"> seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Art. </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">82 ff. in Verbindung mit </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Art. </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">90 ff. des Bundes</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">gesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 1</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">5. </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Juli bis und mit 1</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">5. </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">August sowie vom 1</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">8. </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Dezember bis und mit dem </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">2. </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Januar (</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Art. </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">46 BGG).</span></p><p class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span> </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzustellen.</span></p><p class="Standard Dispotext DispoHngend"><span> </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweis</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">mittel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthalten; </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind bei</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">zulegen, soweit die Partei sie in Händen hat (</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">Art. </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">42 BGG).</span></p><p class="Standard Dispotext DispoHngend"><br/></p><p class="Standard berschrift3"><span class="Standard berschrift3">Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich</span></p><p><br/></p><p><br/></p><p>Die VorsitzendeDie Gerichtsschreiberin</p><p><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p>Grieder-MartensTiefenbacher</p><p><br/></p><p></p></div> </div></body></html>