<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="cell small-12 contentContainer printArea"> <div><table><tr><td colspan="2"><p class="Normal Heading1"><span id="_GoBack"></span><span class="Normal Heading1">Sozialversicherungsgericht</span></p><p class="Normal Heading1"><span class="Normal Heading1">des Kantons Zürich</span></p></td><td><p class="Normal Heading1"></p></td></tr><tr><td><p class="Normal Heading1"><br/></p></td><td colspan="2"><p><span>IV.2015.00713</span></p><p><br/></p><p><br/></p><p></p></td></tr></table><p><br/></p><p>I. Kammer</p><p>Sozialversicherungsrichterin Grünig, Vorsitzende</p><p>Sozialversicherungsrichter Spitz</p><p>Ersatzrichter Wilhelm</p><p>Gerichtsschreiberin Widmer</p><p class="Normal Heading2"><span class="Normal Heading2">Urteil vom 31. Januar 2017</span></p><p class="Normal StandardEinzug"><span class="Normal StandardEinzug">in Sachen</span></p><p class="Normal StandardFett RubrumFett"><span class="Normal StandardFett RubrumFett">X.___</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Beschwerdeführer</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">vertreten durch Stadt Zürich Soziale Dienste</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">lic. iur. Y.___, Sozialversicherungsrecht, Team Recht</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Hönggerstrasse 24, 8037 Zürich</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">gegen</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardFett RubrumFett"><span class="Normal StandardFett RubrumFett">Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Beschwerdegegnerin</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Sachverhalt:</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.</span><span> </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Der 1966 geborene X.___, von Beruf Teppichknüpfer, arbei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tete bis Juni 2001 bei der Z.___ AG und war hernach nicht mehr erwerbstätig (Urk. 11/8). Am 18. August 2009 meldete er sich erstmals unter Hinweis auf eine psychische Krankheit bei der Eidgenössischen Invaliden</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">versicherung an (Urk. 11/5). Die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, tätigte medizinische sowie erwerbliche Abklärungen und stellte dem Versicherten mit Vorbescheid vom 14. Juni 2012 die Abweisung des Leistungsbegehrens in Aussicht (Urk. 11/27). Nach hiergegen erhobenem Einwand (Urk. 11/28 und Urk. 11/32) kündigte sie ihm mit Vorbescheid vom 13. November 2012 die Ausrichtung einer Viertelsrente mit Wirkung ab </span><br/><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1. März 2010 an (Urk. 11/37). Gleichzeitig machte sie den </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Versicherte</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">n auf die</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Schadenminderungspflicht</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> aufmerksam</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">. Sie wies </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ihn</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> darauf hin, dass </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">er</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> ge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">hal</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ten</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> sei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">, sich in </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">regelmässige </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">psychiatrisch</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">-psychotherapeutisch</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">e Behandlung</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> mit dem Ziel einer Suchtmittelabstinenz (Cannabis, Opioide)</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> zu begeben (Urk. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">11/36</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">). </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Mit Verfügung vom 29. Mai 2013 sprach sie ihm aus</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gehend von einem Invaliditätsgrad von 47 % mit Wirkung ab 1. März 2010 eine Viertelsrente zu (Urk. 11/44, Urk. 11/41).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Anlässlich eines im September 2013 eingeleiteten Revisionsverfahrens (Urk. 11/53 ff.) holte die IV-Stelle einen Auszug aus dem individuellen Konto des Versicherten (IK-Auszug, Urk. 11/54) sowie bei Dr. med. A.___, Facharzt für </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Psychiatrie und Psychotherapie</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">, und Mag. phil. B.___, klinischer Psychologe und Neuropsychologe, den Bericht vom 6. Oktober 2014 (Urk. 11/72) ein. Ferner liess sie den Versicher</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ten durch Dr. med. C.___, Facharzt für </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Psychiatrie und Psychotherapie</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">, begutachten und holte zu dessen Gutachten vom 2. Februar 2015 (Urk. 11/79) eine Stellungnahme des </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Regionalen Ärztlichen Dienstes (RAD)</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> ein (Urk. 11/80/3). Mit Vorbescheid vom 31. März 2015 stellte sie dem Ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sicherten die Einstellung seiner Invalidenrente per Ende des der Zustellung der Verfügung folgenden Monats in Aussicht (Urk. 11/81). Dagegen erhob der Versicherte am 20. April 2015, ergänzt am 4. Juni 2015, Einwand (Urk. 11/86 und Urk. 11/97). Am 11. Juni 2015 verfügte die IV-Stelle im angekündigten Sinne (Urk. 11/100 = Urk. 2).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Gegen die Verfügung vom 11. Juni 2015 erhob der Versicherte am 29. Juni 2015 Beschwerde und beantragte, die angefochtene Verfügung sei aufzuhe</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ben, es sei ihm weiterhin eine Rente der Invalidenversicherung zu gewähren und die Überwindbarkeit sei aufgrund der neuen Rechtsprechung zu über</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">prüfen. In prozessualer Hinsicht ersuchte er um Gewährung der unentgelt</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">lichen Prozessführung (Urk. 1 S. 2). Die IV-Stelle schloss in der Beschwerde</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">antwort vom 6. August 2015 auf Abweisung der Beschwerde (Urk. 10). Mit gerichtlicher Verfügung vom 11. August 2015 wurde dem Beschwerdeführer die unentgeltliche Prozessführung gewährt (Urk. 12). </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Auf die Ausführungen der Parteien und die eingereichten Unterlagen wird, soweit erforderlich, in den </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nachfolgenden </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Erwägungen eingegangen.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Das Gericht zieht in Erwägung:</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.</span><span> </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">des </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Sozialversicherungsrechts; ATSG</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">). </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Sie kann Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">des Bundesge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">setzes über die Invalidenversicherung; IVG</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">). </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verblei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">bende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Praxisge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">mäss stellt die Diagnose einer </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sonstigen anda</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">uernden Persönlich-</span><br/><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">keits</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">änderung</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> nach ICD-10: F62.8 für sich allein nicht einen invalidi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">-</span><br/><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sierenden Gesundheitsschaden im Rechtssinne dar. Vielmehr ist bei dieser gesundheitlichen Beeinträchtigung die Frage der invalidisierenden Wir</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">-</span><br/><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">kung nach den rechtlichen Kriterien zu beurteilen, die für somatoforme </span><br/><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Schmerz</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">störungen und ähnliche Leiden gelten (Urteil des Bundesgerichts 8C_822/2013 vom 4. Juni 2014</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">,</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> E. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.4 mit Hinweis auf in BGE</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">136 V 362</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">nicht publizierte</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">E. 2.3 des Urteils</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">9C_55/2010 vom 8. Oktober 2010</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Mit </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">BGE 141 V 281 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">hat das Bundesgericht seine bisherige Rechtsprechung zur Invaliditätsbemessung bei Schmerzstörungen ohne erkennbare orga</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">nische Ursache und vergleichbaren psychosomatischen Leiden (BGE 130 V 352 u</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">nd anschliessende Urteile) ange</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">passt und festgehalten, dass die Invali</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ditätsbemessung stärker als bisher den Aspekt der funktionellen Auswirkun</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gen zu berücksichtigen hat, was sich schon in den diagnostischen Anforde</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">rungen niederschlagen muss. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Das bishe</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">rige Regel/Ausnahme-Modell wird durch ein st</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">rukturiertes Beweisverfahren er</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">setzt. An der Rechtsprechung zu Art. 7 Abs. 2 ATSG – ausschliessliche Berücksichtigung der Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung und objektivierte Zumutbarkeitsprüfung bei materieller Beweisl</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ast der rentenansprechenden Per</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">son (Art. 7 Abs. 2 ATSG) – ändert sich dadurch </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">nichts. An die Stelle des bishe</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">rigen Kriterien</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">katalogs (bei anhaltender somatoformer Schmerzstörung und vergleichbaren psychosomatischen Leiden) trete</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">n im Regelfall beachtliche Stan</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">dardindika</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">toren. Diese lassen sich in die Ka</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tegorien Schweregrad und Konsis</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tenz der funktionellen Auswirkungen einteilen. Auf den Begriff des primären Krank</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">heitsgewinnes und die Präponderanz der psychiatrischen Komorbidität ist zu verzichten. Der Prüfungsraster ist rechtlich</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">er Natur. Recht und Medizin wir</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ken sowohl bei der Formulierung der Standardindikatoren wie auch bei deren – rechtlich gebotener – Anwendung im Einzel</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">fall zusammen. Im Grunde konkre</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tisieren die in E. 4 und 5 formulierten Beweisthemen und Vorgehens</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">weisen für die Invaliditätsbemessung bei psychosomatischen Leiden die gesetzgeberischen Anordnungen nach Art. 7 Abs. 2 ATSG. Die</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> Anerkennung eines rentenbegrün</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">denden Invaliditätsgrades ist nur zulässig, w</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">enn die funk</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tionellen Auswirkun</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gen der medizinisch festgestellten gesundheitlichen Anspruchsgrundlage im Einzelfall anhand der Standardindikatoren schlüssig und widerspruchsfrei mit (zumindest) überwiegender Wahrscheinlichkeit nachgewiesen sind. Fehlt e</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">s da</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ran, hat die Folgen der Beweislosigkeit nach wi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">e vor die materiell beweisbelas</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tete versicherte Person zu tragen (E. 6).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1.4</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Ändert sich der Invaliditätsgrad einer Rentenbezügerin oder eines Renten</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">-</span><br/><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">bezü</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gers erheblich, so wird die Rente von Amtes wegen oder auf Gesuch hin für die Zukunft entsprechend erhöht, herabgesetzt oder aufgeho</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ben (Art. 17 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Abs. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1 ATSG). Anlass zur Rentenrevision gibt jede wesentliche Änderung in den tatsächlichen Verhältnissen, die geeignet ist, den Invalidi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tätsgrad und damit den Rentenanspruch zu beeinflussen. Eine Veränderung der gesund</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">-</span><br/><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">heitlichen Verhältnisse liegt auch bei gleich gebliebener Diagnose vor, wenn sich ein Leiden in seiner Intensität und in seinen Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit verändert hat (Urteile des Bundesgerichts 9C_261/2009 vom 11. Mai 2009</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">,</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> E. 1.2 und I 212/03 vom 28. August 2003</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">,</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> E. 2.2.3). Dagegen stellt die bloss unterschiedliche Beurteilung der Auswir</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">kungen eines im Wesentlichen unverändert gebliebenen Gesundheitszustan</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">des auf die Arbeitsfähigkeit für sich allein genommen keinen Revisionsgrund im Sinne von Art. 17 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Abs. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1 ATSG dar. Zeitliche Vergleichsbasis für die Beurteilung einer anspruchserheblichen Änderung des Invaliditätsgrades bil</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">den die letzte rechtskräftige Verfügung oder der letzte rechtskräftige Ein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">spracheentscheid, welche oder welcher auf einer materiellen Prüfung des Rentenanspruchs mit rechtskonformer Sachverhaltsabklärung, Beweiswürdi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gung und Invaliditäts</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">-</span><br/><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">bemessung beruht (BGE 133 V 108; vgl. auch BGE 130 V 71 E. 3.2.3; Urteil des Bundesgerichts 9</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">C_438/2009 vom 26. März 2010, E. 2.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1 mit Hinweisen).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1.5</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Das Sozialversicherungsgericht hat den Sachverhalt von Amtes wegen festzu</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">stellen und alle Beweismittel objektiv zu prüfen, unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden, ob sie eine zuverlässige Beurteilung des strittigen Leistungsanspruches gestatten. Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Gutachtens ist im Lichte dieser Grundsätze entscheidend, ob es für die Beantwortung der gestellten Fragen umfassend ist, auf den erforderlichen allseitigen Untersuchungen beruht, die geklagten Beschwerden berücksichtigt und sich mit diesen sowie dem Verhalten der untersuchten Person auseinander setzt – was vor allem bei psychischen Fehl</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">entwicklungen nötig ist –, in Kenntnis der und gegebenenfalls in Auseinan</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">dersetzung mit den Vorakten abgegeben worden ist, ob es in der Darlegung der medizinischen Zustände und Zusammenhänge einleuchtet, ob die Schlussfolgerungen der medizinischen Experten in einer Weise begründet sind, dass die rechtsanwendende Person sie prüfend nachvollziehen kann, ob der Experte oder die Expertin nicht auszuräumende Unsicherheiten und Unklarheiten, welche die Beantwortung der Fragen erschweren oder verun</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">möglichen, gegebenenfalls deutlich macht (BGE 134 V 231 E. 5.1; 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c; Ulrich Meyer, Die Rechtspflege in der Sozialver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sicherung, BJM 1989, S. 30 f.; derselbe in: Hermann Fredenhagen, Das ärzt</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">liche Gutachten, 4. Auflage 2003, S. 24 f.).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1.6</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Das Gericht kann die Angelegenheit zu neuer Entscheidung an die Vorinstanz zurückweisen, besonders wenn mit dem angefochtenen Entscheid nicht auf die Sache eingetreten oder der Sachverhalt ungenügend festgestellt wurde (§ 26 Abs. 1 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht; GSVGer). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.</span><span> </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Beschwerdegegnerin stellte sich in der angefochtenen Verfügung auf den Standpunkt, von den im Gutachten von Dr. C.___ gestellten Diagnosen seien die beiden letztgenannten mit „anamnestisch Status nach“ nicht mehr relevant und die Dysthymie stelle aus invalidenversicherungsrechtlicher Sicht keinen erheblichen Gesundheitsschaden dar. Unter Bezugnahme auf die Foerster-Kriterien führte sie aus, die durch die Persönlichkeitsänderung her</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">vorgerufenen Beeinträchtigungen gölten nach der Rechtsprechung als über</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">windbar. Somit liege kein invalidisierender Gesundheitszustand mehr vor, weshalb die Invalidenrente aufzuheben sei (Urk. 2).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Der Beschwerdeführer beanstandete, die bei der Prüfung der Foerster-Krite</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rien angeführten Argumente seien nicht nachvollziehbar. Ohnehin habe nach der mit BGE 141 V 281 eingeführten Rechtsprechung ein strukturiertes Beweisverfahren zu erfolgen und das tatsächliche Leistungsvermögen sei - nicht mehr in Anwendung der Foerster-Kriterien - ergebnisoffen und einzel</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">fallgerecht zu bewerten. Dass der Gutachter nicht zur Überwindbarkeit Stel</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">lung genommen habe, halte nach der neuen Rechtsprechung nicht stand. Ferner wies der Beschwerdeführer darauf hin, dass sich sein Gesundheitszu</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">stand auch laut Gutachten trotz regelmässiger Behandlung verschlechtert habe, mithin die Behandlungsergebnisse unbefriedigend seien (Urk. 1 S. 4 f.).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3.</span><span> </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die Rentenzusprechung erfolgte im Wesentlichen gestützt auf den Arzt-</span><br/><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">be</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">richt der D.___ vom 3. Mai 2012 (vgl. Urk. 11/35/2 und Urk. 11/23). Dr. med. E.___, Facharzt für </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Psychiatrie und Psychotherapie</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">, diagnostizierte darin ein Methadon-substi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tuiertes Opioidabhängigkeitssyndrom (ICD-10: F11.22), einen Verdacht auf eine Dysthymia (ICD-10: F34.1) bei Selbstwertproblematik und nannte diffe</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">rentialdiagnostisch eine narzisstische Persönlichkeitsstörung (ICD-10: F60.8). Sämtlichen Diagnosen mass er Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit zu (Urk. 11/23/1). Den Beschwerdeführer beschrieb er als affektiv gering modu</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">liert, überwiegend bedrückt, zum Teil dysphorisch und psychomotorisch etwas retardiert. Dr. E.___ gelangte zum Schluss, insgesamt liege keine wegweisende Psychopathologie vor, sondern einige Symptomkategorien würden gestreift und blieben etwas diffus. Er weise eine gewisse Verstim</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">mung und eine grosse Eigenwilligkeit bei angekratztem Selbstwert und bei einer gewissen Entwurzelung auf (Urk. 11/23/2). Dr. E.___ erachtete den Beschwerdeführer in den meisten Bereichen des Mini-ICF-APP als leicht beeinträchtigt, in der Kontakt- und Gruppenfähigkeit gar als mittelschwer beeinträchtigt (Urk. 11/23/3-4). Weiter führte er aus, bei wahrscheinlich leicht depressiver Symptomatik bestünden insbesondere ein verminderter Antrieb und eine erhöhte Irritierbarkeit. Die Kommunikation sei aufgrund der mässig guten Deutschkenntnisse erschwert. Eine Erwerbstätigkeit sei noch in einem Umfang von 60 bis 80 % zumutbar, wobei die Leistungsfähigkeit um circa 20 % vermindert sei und es wegen der erhöhten ErF.___- und Irritier</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">barkeit nicht allzu stressig zu- und hergehen sollte (Urk. 11/23/4). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3.2</span><span> </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3.2.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Zur weiteren Entwicklung der medizinischen Verhältnisse liegt der Bericht des seit 2008 behandelnden Mag. phil. B.___ und des Dr. A.___ vom 6. Oktober 2014 vor (Urk. 11/72). Darin wurde mangels Chancen auf Wiedereingliederung die Erhöhung auf eine ganze Invaliden</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">rente empfohlen (Urk. 11/72/1, 72/3-4). Ferner wurde dem Beschwerdeführer eine gute Behandlungsmotivation attestiert (Urk. 11/72/6). Des Weiteren wurde ausgeführt, trotz der Therapieerfolge hinsichtlich des Konsums von Cannabis und illegaler Opioide (Urk. 11/72/6) sei der Beschwerdeführer in</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">folge der weitgehenden Chronifizierung des Beschwerdebildes und aufgrund der klinisch relevanten primären Persönlichkeitsproblematik im Sinne einer kombinierten Persönlichkeitsstörung (ICD-10: F62) weiterhin vollumfänglich arbeitsunfähig (Urk. 11/72/7). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3.2.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Dem im Rahmen der Rentenüberprüfung eingeholten Gutachten von Dr. C.___ vom 2. Februar 2015 lässt sich entnehmen, dass sich das Zustandsbild seit der Rentenzusprache leicht verschlechtert hat. Dies in der Form einer zunehmenden Verbitterung und Unzufriedenheit über den bishe</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">rigen Lebensverlauf und die aktuelle Situation. Weiter führte Dr. C.___ aus, aufgrund der Persönlichkeitsänderung gehe er lediglich für adaptierte Tätig</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">keiten ohne interpersonellen Kontakt von einer Restarbeitsfähigkeit aus. Es handle sich um eine andere Beurteilung eines im Wesentlichen nur wenig veränderten Gesundheitszustands (Urk. 11/79/11). Eine Veränderung des Gesundheitsschadens sei jedoch in der zunehmenden Verbitterung und der chronifizierten depressiven Entwicklung vor dem Hintergrund der multiplen lebensgeschichtlichen Belastungen zu sehen (Urk. 11/79/12). Während der Begutachtung sei der Beschwerdeführer in der Grundstimmung ausgeglichen gewesen und die affektive Modulation sei erhalten gewesen (Urk. 11/79/7). Beim Erzählen der Lebensgeschichte sei eine deutliche Niedergeschlagenheit spürbar gewesen. Neben der Kriegserfahrung habe der Beschwerdeführer auch seine Beschneidung durch einen Nichtarzt traumatisch erlebt (Urk. 11/79/8). In seiner diagnostischen Beurteilung führte Dr. C.___ aus, im psychopathologischen Befund lasse sich lediglich eine leichte, hintergründig bestehende Verstimmung im Sinne einer Dysthymie (ICD-10: F34.1) feststel</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">len. Der Beschwerdeführer weise jedoch wiederholte traumatische Lebenser</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">fahrungen auf, wodurch es zu einer weiteren Verbitterung im Sinne einer Persönlichkeitsänderung gekommen sei. Dementsprechend diagnostizierte er unter anderem eine Persönlichkeitsänderung mit Verbitterung, Kränkbarkeit und emotionaler Instabilität nach multiplen traumatischen Lebenserfahrun</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gen (ICD-10: F62.8) und hielt diese für limitierend bezüglich der Arbeitsfä</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">higkeit (Urk. 11/79/9-10). Dr. C.___ gelangte zur Einschätzung, Tätigkeiten ohne intensive interpersonelle Kontakte seien mit einem zeitlichen Pensum von 60 % und einer um circa 20 % verminderten Leistung zumutbar (Urk. 11/79/11).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Unbestrittenermassen (vgl. Urk. 11/80/3) hat sich der Gesundheitszustand des Beschwerdeführers leicht verschlechtert. Eine Veränderung des Gesundheits</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">schadens ist in der zunehmenden Verbitterung und der chronifizierten depressiven Entwicklung auf dem Hintergrund der multiplen lebens</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">geschichtlichen Belastungen zu sehen, hat zur Diagnose einer Persönlich</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">keitsänderung geführt und hat gemäss Dr. C.___ eine zusätzliche Einschrän</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">kung des Zumutbarkeitsprofils zur Folge (vgl. E. 3.2 vorstehend). Die Reduk</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tion des zeitlich zumutbaren Pensums von rund 70 auf 60 % ist auf die Ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">schlechterung des Gesundheitszustands zurückzuführen. Bereits eine leichte Veränderung im tatsächlichen Gesundheitszustand ist geeignet, um zu einem veränderten Rentenanspruch zu führen, womit vorliegend ein Revisionsgrund gegeben ist (vgl. vorstehende E. 1.4). Ist ein Revisionsgrund gegeben, ist der Invaliditätsgrad auf der Grundlage eines richtig und vollständig festgestellten Sachverhalts neu und ohne Bindung an frühere Invaliditätsschätzungen zu ermitteln. Dabei kann auch ein Revisionsgrund in Form einer Verschlechte</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">rung des Gesundheitszustands zu einer Rentenaufhebung oder -herabsetzung führen (BGE 141 V 9 E. 2.3, 5.3 und 6.1).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Das Gutachten von Dr. C.___ </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">beruh</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">t</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> auf </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">einer </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">fachärztlichen </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">psychiat</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">rischen </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Untersuchung</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> (Urk. 11/79/5 ff.) und wurde</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> in Kenntnis der relevan</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ten Vorakten erstellt</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> (Urk. 11/79/1-4)</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">. Die </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">vom</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> Beschwerdef</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ührer</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> geklagten Beschwerden wurden </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ebenfalls </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">berücksichtigt</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> (Urk. 11/79/6).</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> D</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">er Gutachter nahm</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> zu </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">abweichenden</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> medizinischen Beurteilungen Stellung </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">(Urk. 11/79/8-10) und erhob</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> detaillierte Befunde und </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">stellte gestützt darauf </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Diagnosen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> (Urk. 11/79/7-10)</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> Dabei ist die Einordnung der depressiven Symptomatik als Dysthymie bei ausgeglichener Grundstimmung, erhaltener affektiver Modu</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">lation und klinisch nicht beeinträchtigter Aufmerksamkeit und Konzentration (vgl. Urk. 11/79/7) plausibel. Dass keine Persönlichkeitsstörung, sondern eine Persönlichkeitsänderung zu diagnostizieren ist, ist vor dem Hintergrund, dass keine seit der Jugend bestehende emotional instabile Persönlichkeit mit deutlichen Beeinträchtigungen im mehreren Lebensbereichen auszumachen ist (Urk. 11/79/10), indes aufgrund multipler Traumatisierungen eine andau</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ernde Verbitterung besteht, ebenfalls nachvollziehbar. Gestützt auf das inso</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">weit beweiskräftige Gutachten steht fest, dass es sich bei der die Arbeits</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">fähigkeit limitierenden Diagnose um eine Persönlichkeitsänderung handelt (Urk. 11/79/10). Strittig ist deren Überwindbarkeit.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.3</span><span> </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.3.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die Überwindbarkeit der Persönlichkeitsänderung (ICD-10: F62.8) war bis</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">lang nach den Foerster-Kriterien zu prüfen und heute ist ihre invalidisierende Wirkung in Anwendung der Standardindikatoren zu ermitteln (vgl. vorste</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">hende E. 1.2 und 1.3). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Dabei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> sind Indikatoren beachtlich, die das Bundesgericht wie folgt systemati</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">siert hat </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">(</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">BGE 141 V 281 E. 4.3.1): </span></p><p><span>- </span><span>Kategorie „funktioneller Schweregrad" </span></p><p><span>- </span><span>Komplex „Gesundheitsschädigung" </span></p><p><span>- </span><span>Ausprägung der diagnoserelevanten Befunde </span></p><p><span>- </span><span>Behandlungs- und Eingliederungserfolg oder –resistenz </span></p><p><span>- </span><span>Komorbiditäten </span></p><p><span>- </span><span>Komplex „Persönlichkeit" (Persönlichkeitsdiagnostik, persönliche Res</span><span>sourcen)</span></p><p><span>- </span><span>Komplex „Sozialer Kontext" </span></p><p><span>- </span><span>Kategorie „Konsistenz" (Gesichtspunkte des Verhaltens)</span></p><p><span>- </span><span>gleichmässige Einschränkung des Aktivitätenniveaus in allen ver</span><span>gleich</span><span>baren Lebensbereichen </span></p><p><span>- </span><span>behandlungs- und eingliederungsanamnestisch ausgewiesener Lei</span><span>dens</span><span>druck </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Diese</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> Standardindikatoren erlauben - unter Berücksichtigung leistungs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">-</span><br/><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">hindern</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">der äusserer Belastungsfaktoren einerseits und Kompensations</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">-</span><br/><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">potenzialen (Ressourcen) anderseits - das tatsächlich erreichbare Leis</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tungs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">-</span><br/><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">vermögen einzuschätzen (BGE 141 V 281 E. 3.4-3.6 und E. 4.1; Urteil des Bundesgerichts 9C_534/2015 vom 1. März 2016</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">,</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> E. 2.2.1).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Beweisrechtlich entscheidend ist der Aspekt der Konsistenz (BGE 141 V 281 E. 4.4):</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Der Indikator einer gleichmässigen Einschränkung des Aktivitätsniveaus in allen vergleichbaren Lebensbereichen zielt auf die Frage ab, ob die disku</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tierte Einschränkung in Beruf und Erwerb (bzw. bei Nichterwerbstätigen im Aufgabenbereich) einerseits und in den sonstigen Lebensbereichen (z.B. Frei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">zeitgestaltung) anderseits gleich ausgeprägt ist. Dabei ist das bisherige Krite</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">rium des sozialen Rückzugs (wiederum) so zu fassen, dass neben Hinweisen auf Einschränkungen auch Ressourcen erschlossen werden; umgekehrt kann ein krankheitsbedingter Rückzug aber auch Ressourcen zusätzlich vermin</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">dern. Soweit erhebbar, empfiehlt sich auch ein Vergleich mit dem Niveau sozialer Aktivität vor Eintritt der Gesundheitsschädigung. Das Aktivitäts</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">niveau der versicherten Person ist stets im Verhältnis zur geltend gemachten Arbeitsunfähigkeit zu sehen (BGE 141 V 281 E. 4.4.1; vgl. Urteil des Bundes</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gerichts 9C_296/2016 vom 29. Juni 2016 E. 4.1.1). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die Inanspruchnahme von therapeutischen Optionen, das heisst das Ausmass, in welchem Behandlungen wahrgenommen oder eben vernachlässigt werden, weist (ergänzend zum Gesichtspunkt Behandlungs- und Eingliederungserfolg oder -resistenz unter dem Komplex "Gesundheitsschädigung") auf den tat</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sächlichen Leidensdruck hin. Dies gilt allerdings nur, solange das betreffende Verhalten nicht durch das laufende Versicherungsverfahren beeinflusst ist. Nicht auf fehlenden Leidensdruck zu schliessen ist, wenn die Nichtinan</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">spruchnahme einer empfohlenen und zugänglichen Therapie oder die schlechte Compliance klarerweise auf eine (unabwendbare) Unfähigkeit zur Krankheitseinsicht zurückzuführen ist. In ähnlicher Weise zu berücksichtigen ist das Verhalten der versicherten Person im Rahmen der beruflichen (Selbst-) Eingliederung. Inkonsistentes Verhalten ist auch hier ein Indiz dafür, die geltend gemachte Einschränkung sei anders begründet als durch eine ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sicherte Gesundheitsbeeinträchtigung (BGE 141 V 281 E. 4.4.2; vgl. Urteil des Bundesgerichts 9C_296/2016 vom 29. Juni 2016</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">,</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> E. 4.1.2).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.3.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die IV-Stelle stellte sich auf den Standpunkt, die Auswirkungen der Erkran</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">kung seien aus rechtlicher Sicht überwindbar. Begründet wurde dies unter Bezugnahme auf die Foerster-Kriterien damit, dass keine chronischen kör</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">perlichen Begleiterkrankungen vorlägen. Ebenso wenig könne ein sozialer Rückzug in allen Belangen des Lebens bejaht werden, da der Beschwerde</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">führer weiterhin Kontakte zu Familienangehörigen und Drittpersonen pflege (Kontaktaufnahme mit Ämtern, Treffen mit Kollegen), eine Flugreise habe antreten können und sich ausserhalb der Wohnung bewegen könne. Auch ein primärer Krankheitsgewinn liege nicht vor. Einzig könne von unbefriedi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">genden Behandlungsergebnissen ausgegangen werden (Urk. 2 S. 3). Zu den Standardindikatoren nahm die IV-Stelle - namentlich in ihrer Beschwerde</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">antwort vom 6. August 2015 (Urk. 10) - nicht Stellung.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.3.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Der Beschwerdeführer wies darauf hin, dass er das Haus verlasse, weil er den Lärm nicht ertrage und die Ruhe vor der Gesellschaft suche. Er ernähre sich lediglich von Fertiggerichten, um den Einkauf möglichst schnell hinter sich zu bringen. Obwohl er in einer Grossfamilie aufgewachsen sei, pflege er nur noch punktuell zu einem Bruder Kontakt. In seiner Freizeit gehe er keinen Vereinstätigkeiten oder anderen gesellschaftlichen Aktivitäten nach, sondern mache alleine kurze Spaziergänge. Dass die Behandlungsergebnisse unbefrie</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">digend seien, sei daraus ersichtlich, dass sich der Gesundheitszustand seit der Rentenzusprechung trotz regelmässiger Behandlung verschlechtert habe (Urk. 1 S. 5).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.4</span><span> </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.4.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Dr. C.___ hat sein psychiatrisches Gutachten vor der erwähnten Recht</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sprechungsänderung erstattet. Es verliert deshalb jedoch nicht per se seinen Beweiswert. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Vielmehr ist im Rahmen einer gesamthaften Prüfung des Einzel</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">falls mit seinen spezifischen Ge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gebenheiten und den erhobenen Rügen ent</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">scheidend, ob ein abschliessendes Abstellen auf die vor</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">handenen Beweis</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">grundlagen vor Bundesrecht standhält (BGE a.a.O. E. 6 in initio). In sinnge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">mässer Anwendung der nunmehr materiell-beweisrechtlich geänderten Anforderungen ist in jedem einzelnen Fall zu prü</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">fen, ob die beigezogenen admi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">nistrativen und/oder gerichtlichen Sachverständi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gengutachten – gege</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">benenfalls im Kontext mit weiteren fachärztlichen Berich</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ten – eine schlüs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sige Beurteilung im Lichte der massgeblichen Indikatoren er</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">lauben oder nicht. Je nach Abklärungstiefe und -dichte kann zudem unter Um</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ständen eine punktuelle Ergänzung genügen (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">BGE 141 V 281</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> E. 8).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.4.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die Nachfrage von Dr. C.___ beim Zentrum für Abhängigkeitserkrankungen der D.___ ergab, dass der Beschwerdeführer in 14-täglichen Abständen zuver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">lässig zu den vereinbarten Terminen erscheint und eine gute Compliance aufweist (Urk. 11/79/4). Nebst diesen Terminen konsultiert der Beschwerde</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">führer nach seinen eigenen Angaben den Psychologen B.___ je nach Bedarf wöchentlich bis monatlich (Urk. 7/79/6). Zum Akti</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">vitätsniveau des Beschwerdeführers ist dem Gutachten zu entnehmen, dass der Beschwerdeführer in punktuellem Kontakt zu einem Bruder steht und sich gelegentlich mit zwei bis drei Kollegen trifft. Zudem pflegt er gelegent</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">lich telefonischen Kontakt zu den Angehörigen im Iran und war drei Monate vor der Begutachtung für drei Wochen zu ihnen gereist. Als weitere Aktivi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">täten verrichtet er Haushaltsarbeiten, geht bei Bedarf einkaufen und nimmt Termine wahr. Zwei- bis dreimal wöchentlich geht er für circa eine halbe Stunde zu einem nahe gelegenen Fluss spazieren, wo er zur Ruhe kommen kann (Urk. 11/79/6-7). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.4.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Laut dem Bericht von Dr. A.___ vom 6. Oktober 2014 ist der Beschwerde</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">führer wöchentlich bei ihm in Psychotherapie und wird auch medikamentös behandelt (Urk. 11/72/2). Des Weiteren verfügt er über eine gute Behand</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">lungsmotivation (Urk. 11/72/6). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.4.4</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Aus dem Gesagten lässt sich schliessen, dass der Beschwerdeführer sich zuver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">lässig und motiviert behandeln lässt, was für einen gewissen Leidens</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">druck spricht. Er weist weder ein lebhaftes Aktivitätsniveau auf noch hat er sich sozial komplett zurückgezogen. Im Gutachten von PD Dr. F.___, Facharzt für </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Psychiatrie und Psychotherapie</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">, vom 3. Mai 2011 wurde ange</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">deutet, die soziale Isolierung sei erst nach Eintritt in die Arbeitslosigkeit auf</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">getreten (Urk. 11/19/2), was dafür spricht, dass früher ein höheres Aktivitäts</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">niveau bestand. Insgesamt sind somit keine Inkonsistenzen erkennbar, welche einen Rentenanspruch von vornherein ausschliessen würden. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Wie in</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">BGE 141 V 281</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> festgehalten (E. 5.2.1), hat sich das Bundesgericht verschiedentlich, so auch jüngst, über das Zusammenwirken von Recht und Medizin bei der konkreten Rechtsanwendung geäussert. Danach ist es sowohl den begutachtenden Ärzten al</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">s auch den Organen der Rechtsan</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">wendung aufgegeben, die Arbeitsfähigkeit im E</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">inzelfall mit Blick auf die nor</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">mativ vorgegebenen Kriterien zu beurteilen. Die medizinischen Fachpersonen und die Organe der Rechtsanwendung prüfen die Arbeitsfähigkeit je aus ihrer Sicht (BGE 137 V 64 E. 5.1). Bei der Abschätzu</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ng der Folgen aus den diag</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">nosti</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">zierten gesundheitlichen Beeinträchtigungen nimmt zuerst der Arzt Stellung zur Arbeitsfähigkeit. Seine Einschätzung ist ein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">e wichtige Grundlage für die an</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">schliessende juristische Beurteilung der Frage, welche Arbeitsle</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">is</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tung der versi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">cherten Person noch zugemutet werden kann (BGE 140 V 193 E. 3.2; Ulrich Meyer, Der Rechtsbegriff der Arbeitsunfähigkei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">t und seine Bedeutung in der So</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">zialversicherung, namentlich für den Einkomme</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">nsver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gleich in der Invaliditäts</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">bemessung, in: Schmerz und Arbeitsunfähigkeit, Schaffhauser/</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Schlauri [Hrsg.], 2003, S. 49).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Eine solche ärztliche Beurteilung fehlt vorliegend, weshalb die Arbeitsfähig</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">keit nicht abschliessend beurteilt werden kann. Auf die von Dr. C.___ vor</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">genommene Einschätzung der Arbeitsfähigkeit kann - zumindest vorerst - nicht abgestellt werden, da er sich nicht mit den Indikatoren (und ebenso wenig mit den Foerster-Kriterien) auseinandergesetzt hat. Nach dem Gesag</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ten sind weitere medizinische (psychiatrische) Abklärungen bezüglich der Arbeitsfähigkeit unter Be</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rücksichtigung der in BGE 141 V 281 aufgestellten Standardindikatoren erforderlich. Da die IV-Stelle weder Dr. C.___ noch einen anderen Psychiater aufgefordert hat, hierzu Stellung zu beziehen, und somit den Sachverhalt ungenügend festgestellt hat, ist die Sache zwecks weiterer Abklärungen und zum neuen Entscheid an sie zurückzuweisen </span><br/><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">(vgl. E. 1.6 vorstehend). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">5.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Da es um die Bewilligung oder Verweigerung von Versicherungsleistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichtskosten sind nach dem Verfahrensaufwand unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 1‘000.-- festzulegen (Art. 69 Abs. 1</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">bis</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> IVG) und auf Fr. 800.-- anzu</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">setzen. Nach ständiger Rechtsprechung gilt die Rückwei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sung der Sache an die Verwaltung zur weiteren </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Abklärung und neuen Verfü</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gung als vollständi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ges Obsiegen (BGE 137 V 57 E.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">2.2),</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> weshalb die Kosten der Beschwerde-</span><br/><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gegne</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">rin aufzuerlegen sind.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Heading3"><span class="Normal Heading3">Das Gericht erkennt:</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span class="Normal Dispotext DispoHngend">1.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Die Beschwerde wird in dem Sinne gutgeheissen, dass der angefochtene Entscheid vom</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend"> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">11. Juni 2015</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend"> aufgehoben und die Sache an die Sozialversicherungsanstalt des Kanton</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">s Zürich, IV-Stelle, zurückg</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">ewiesen wird, damit diese nach </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">erfolgter Abklä</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">rung im Sinne der Erwägungen </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">über den Rentenanspruch des Beschwerdeführers </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">neu verfüge</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">.</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span class="Normal Dispotext DispoHngend">2.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Die Gerichtskosten von </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Fr. 800</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">.-- werden </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">der Beschwerdegegnerin auferlegt. </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Rech</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">nung und Einzahlungsschein werden </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">der </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Kostenpflichtigen nach Eintritt der Rechts</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">kraft zugestellt.</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span class="Normal Dispotext DispoHngend">3.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Zustellung gegen Empfangsschein an:</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Stadt Zürich Soziale Dienste</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Bundesamt für Sozialversicherungen</span></p><p class="Normal Dispotext DispoEinzug"><span class="Normal Dispotext DispoEinzug">sowie an:</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Gerichtskasse (im Dispositiv nach Eintritt der Rechtskraft)</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">4.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Gegen diesen Entscheid kann innert </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">30 Tagen</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"> seit der Zustellung beim Bundesge</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">richt Beschwerde eingereicht werden (Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundesgesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 15. Juli bis und mit 15. August sowie vom 18. Dezember bis und mit dem 2. Januar (Art. 46 BGG).</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzustellen.</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweis</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">mittel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat (Art. 42 BGG).</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><br/></p><p class="Normal Heading3"><span class="Normal Heading3">Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich</span></p><p><br/></p><p>Die VorsitzendeDie Gerichtsschreiberin</p><p><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p>GrünigWidmer</p><p><br/></p><p><br/></p><p></p></div> </div></body></html>