<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: SB.2010.00174</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=210613&amp;W10_KEY=13013541&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>SB.2010.00174</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 13.04.2011</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">2. Abteilung/2. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Steuerrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Steuerausweis</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Steuerausweis trotz Datensperre Hat der Steuerpflichtige seine Steuerdaten sperren lassen, wird ein Steuerausweis nur dann ausgestellt, wenn der Gesuchsteller durch die Sperrung an der Verfolgung eigener Rechte gegenüber dem Steuerpflichtigen gehindert wird (E. 1.1). In casu will der Gesuchsteller die Chancen einer Abänderungsklage abschätzen und sich deshalb einen Überblick über die wirtschaftliche Lage seiner früheren Ehefrau verschaffen. Damit wird er durch die Datensperre an der Verfolgung eigener Rechte gehindert (E. 1.2). Abweisung.</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: DATENSCHUTZ">DATENSCHUTZ</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: DATENSPERRE">DATENSPERRE</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: STEUERAUSWEIS">STEUERAUSWEIS</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: STEUERDATEN">STEUERDATEN</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade">Art. 22 IDG</span><br/><span class="gerade">§ 122 StG</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 3 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="WordSection1"> <table border="1" cellpadding="0" cellspacing="0" class="MsoNormalTable"> <tr> <td valign="top"> <p class="Kopf1"><span>Verwaltungsgericht</span></p> <p class="Kopf1"><span>des Kantons ZÃ¼rich</span></p> <p class="Kopf1"><span>2. Abteilung</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Kopf1"> </p> </td> <td valign="top"> <p class="Kopf1"><span><img alt="" height="77" src="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getImage&amp;nF38_KEY=56198" width="123"/></span></p> </td> </tr> </table> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">SB.2010.00174</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"><b><span>Urteil</span></b></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="Zwischentitel"> </p> <p class="MsoNormal"><span>der 2. Kammer</span></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">vom <a id="VF_DAT_ENTSCHEID">13. April 2011</a></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">Mitwirkend: AbteilungsprÃ¤sident Martin Zweifel<span> (Vorsitz)</span>, Verwaltungsrichter Andreas Frei, Verwaltungsrichterin Leana Isler, <a id="TN_AUTOTEXT_RICHTER"></a><a id="TN_AUTOTEXT_GS"></a>Gerichtsschreiber Martin Businger. </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">In Sachen</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"><span>A<a id="Anonym_Ruolo_BESF_1_1_3">,</a> </span></p> <p class="MsoNormal"><b><span>BeschwerdefÃ¼hrerin, </span></b></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="Zwischentitel">gegen</p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>1. <a id="Anonym_Ruolo_BESG_1_2_7">Gemeinde B,</a> vertreten durch <a id="Anonym_Ruolo_VRTR_1_3_10">das Steueramt</a>, <a id="Anonym_PLZ_3_9"></a></span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>2. C<a id="Anonym_Ruolo_BESG_2_4_15">,</a> </span></p> <p class="MsoNormal"><b><span>Beschwerdegegnerschaft, </span></b></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"><b>betreffend Steuerausweis,</b></p> <p class="Zwischentitel">hat sich ergeben: </p> <p class="Sachverhalt1"><b>I. </b> </p> <p class="Sachverhalt2">Am 13. August 2010 ersuchte C um Ausstellung eines Steuerausweises Ã¼ber die Steuerdaten seiner frÃ¼heren Ehefrau A. Er begrÃ¼ndete das Gesuch mit einer beabsichtigten AbÃ¤nderungsklage betreffend Alimentenzahlung. Mit Entscheid vom 5. Oktober 2010 entsprach das Steueramt der Gemeinde B dem Gesuch.</p> <p class="Sachverhalt1"><b>II. </b> </p> <p class="Urteilstext">Den dagegen erhobenen Rekurs von A wies die Finanzdirektion am 30. November 2010 ab.</p> <p class="Sachverhalt1"><b>III. </b> </p> <p class="Urteilstext">Mit Beschwerde vom 29. Dezember 2010 beantragte A dem Verwaltungsgericht sinngemÃ¤ss, es sei das Gesuch um Ausstellung eines Steuerausweises abzuweisen.</p> <p class="Urteilstext">WÃ¤hrend sich das Steueramt der Gemeinde B und C nicht vernehmen liessen, schloss die Finanzdirektion auf Abweisung der Beschwerde.</p> <p class="Einzug1"><span>Die Kammer</span><span> erwÃ¤gt:</span></p> <p class="Erwgung1"><b>1. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>1.1 </b>Die GemeindesteuerÃ¤mter stellen gegen GebÃ¼hr Ausweise Ã¼ber das steuerbare Einkommen und VermÃ¶gen, den steuerbaren Reingewinn und das steuerbare Kapital gemÃ¤ss letzter rechtskrÃ¤ftiger EinschÃ¤tzung oder aufgrund der letzten SteuererklÃ¤rung aus (§ 122 Abs. 1 Satz 1 des Steuergesetzes vom 8. Juni 1997 [StG]). Weil der Steuerausweis voraussetzungslos an Private ausgestellt wird, kann der Steuerpflichtige seine Steuerdaten sperren lassen (§ 22 Abs. 1 des Gesetzes vom 12. Februar 2007 Ã¼ber die Information und den Datenschutz [IDG] in Verbindung mit § 122 Abs. 2 StG). Sind die Daten im Steuerregister gesperrt, kann ein Steuerausweis nur ausgestellt werden, wenn die gesuchstellende Person glaubhaft macht, dass die Sperrung sie in der Verfolgung eigener Rechte gegenÃ¼ber dem Steuerpflichtigen behindert (§ 122 Abs. 3 Satz 1 StG sowie § 22 Abs. 2 IDG).</p> <p class="Erwgung2"><b>1.2 </b>Die BeschwerdefÃ¼hrerin und der Beschwerdegegner 2 sind verheiratet gewesen. GemÃ¤ss Urteil des Bezirksgerichts Uster vom 20. November 2002 hat der Beschwerdegegner 2 wegen der eingeschrÃ¤nkten LeistungsfÃ¤higkeit der BeschwerdefÃ¼hrerin auf KinderunterhaltsbeitrÃ¤ge verzichtet. Offenbar vermutet er jetzt, dass sich die wirtschaftliche LeistungsfÃ¤higkeit der BeschwerdefÃ¼hrerin verbessert hat, und zieht eine AbÃ¤nderungsklage in Betracht. Damit besitzt er ein schÃ¼tzenswertes Interesse, die aktuelle wirtschaftliche Lage der BeschwerdefÃ¼hrerin in Erfahrung zu bringen, bevor er das Kostenrisiko eines Prozesses eingeht. Dass die BeschwerdefÃ¼hrerin per Gerichtsurteil verpflichtet ist, ihm jÃ¤hrlich ihre SteuererklÃ¤rung zur Einsicht vorzulegen, spielt dabei keine Rolle. Selbst wenn sie dieser Pflicht nachgekommen sein sollte, besitzt er ein schÃ¼tzenswertes Interesse, die erhaltenen Steuerdaten mit einem amtlichen Steuerausweis auf ihre Richtigkeit hin zu prÃ¼fen. Soweit sich die BeschwerdefÃ¼hrerin gegen die beabsichtigte AbÃ¤nderungsklage wendet, kann sie im vorliegenden Verfahren nicht gehÃ¶rt werden. Ob und inwieweit der Beschwerdegegner 2 berechtigt ist, eine AbÃ¤nderung der UnterhaltsbeitrÃ¤ge zu verlangen, wÃ¤re im Fall einer Klage vom Zivilrichter zu entscheiden.</p> <p class="Erwgung2"><b>1.3 </b>Zusammenfassend hindert die Sperrung der Steuerdaten den Beschwerdegegner 2 an der Verfolgung eigener Rechte gegenÃ¼ber der BeschwerdefÃ¼hrerin, weshalb ihm ein Steuerausweis auszustellen ist.</p> <p class="Urteilstext">Damit ist die Beschwerde abzuweisen.</p> <p class="Erwgung1"><b>2. </b> </p> <p class="Urteilstext">Bei diesem Verfahrensausgang sind die Gerichtskosten der BeschwerdefÃ¼hrerin aufzuerlegen (§ 151 Abs. 1 in Verbindung mit § 153 Abs. 4 StG).</p> <p class="Einzug1"><span>DemgemÃ¤ss erkennt <span>die Kammer</span>:</span></p> <p class="Einzug2"><span>1. Die Beschwerde wird abgewiesen.</span></p> <p class="Einzug2"><span>2. Die GerichtsgebÃ¼hr wird festgesetzt auf <br/> Fr. 2'000.--; die Ã¼brigen Kosten betragen:<br/> <u>Fr. 80.--</u> Zustellkosten,<br/> <u>Fr. 2'080.--</u> Total der Kosten.</span></p> <p class="Einzug2"><span>3. Die Gerichtskosten werden der BeschwerdefÃ¼hrerin auferlegt.</span></p> <p class="Einzug2"><span>4. Gegen dieses Urteil kann Beschwerde in Ã¶ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten nach Art. 82 ff. des Bundesgerichtsgesetzes erhoben werden. Die Beschwerde ist innert 30 Tagen, von der Zustellung an gerechnet, beim Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, einzureichen.</span></p> <p class="Einzug2"><span>5. Mitteilung an â¦</span></p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>