<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2006.00027</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="https://vgrzh.djiktzh.ch/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=https://vgrzh.djiktzh.ch&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=205881&amp;W10_KEY=4467135&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2006.00027</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 04.05.2006</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">3. Abteilung/3. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Gesundheitswesen</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Tierschutz</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Tierschutz: Kann nach der Feststellung von Mängeln in der Tierhaltung vom Tierhalter eine Tierbestandeskontrolle verlangt werden? - Der Tierhalter handelt gewerbsmässig mit Tieren, worunter namentlich auch importierte Amphibien sind.<br/><br/>Rechtsgrundlagen zum Tierschutz im Allgemeinen und zum Handel mit Tieren im Besonderen (E. 2.1).<br/>Die eidgenössische Tierschutzverordnung räumt der kantonalen Vollzugsbehörde für die Kontrolle des Tierbestandes in Tierhandlungen eine direkte Vollzugskompetenz ein (E. 3.1). Die offene Normierung im Bundesrecht schliesst nicht aus, dass eine Tierbestandeskontrolle auch auf Wildtiere ausgedehnt wird, deren Haltung nicht bewilligungspflichtig ist (E. 3.2). Das kantonale Recht schränkt die Führung einer Tierbestandeskontrolle nicht auf bestimmte Wildtiere ein (E. 3.3). Im Übrigen ist im kantonalen Tierschutzgesetz die Befugnis der Vollzugsorgane verankert, Massnahmen zur Behebung von Mängeln der Tierhaltung zu verfügen (E. 3.4).<br/>Die Pflicht zur Führung einer Tierbestandeskontrolle verstösst angesichts der grossen Zahl importierter Amphibien im Vergleich zu anderen Tierhandlungen nicht gegen die Rechtsgleichheit, und sie ist insgesamt verhältnismässig (E. 4.2).<br/>Abweisung.</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: AMPHIBIEN">AMPHIBIEN</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: FROSCH">FROSCH</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: GESETZLICHE GRUNDLAGE">GESETZLICHE GRUNDLAGE</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: TIERBESTANDESKONTROLLE">TIERBESTANDESKONTROLLE</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: TIERHANDEL">TIERHANDEL</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: Besonderes Verwaltungsrecht (ohne...) ST: TIERSCHUTZ">TIERSCHUTZ</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: TIERSCHUTZRECHT">TIERSCHUTZRECHT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: VERHÃLTNISMÃSSIGKEIT">VERHÃLTNISMÃSSIGKEIT</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade">Art. 80 BV</span><br/><span class="gerade">§ 6 KTSchG</span><br/><span class="ungerade">§ 11 KTSchG</span><br/><span class="gerade">§ 5 KTSchV</span><br/><span class="ungerade">§ 6 KTSchV</span><br/><span class="gerade">§ 7 KTSchV</span><br/><span class="ungerade">Art. 8 TSchG</span><br/><span class="gerade">Art. 39 TSchV</span><br/><span class="ungerade">Art. 40 TSchV</span><br/><span class="gerade">Art. 49 TSchV</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 3 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Sachverhalt1"><b>I. </b> </p> <p class="Sachverhalt2"><b><span>A. </span></b><span>A betreibt die C AG, welche den Handel mit Reptilienfutter, Reptilien und Amphibien sowie TerraristikzubehÃ¶r bezweckt. Am 1. MÃ¤rz 2004 beantragte er beim kantonalen VeterinÃ¤ramt ZÃ¼rich (VeterinÃ¤ramt) bzw. beim Bundesamt fÃ¼r VeterinÃ¤rwesen die Einfuhrbewilligung fÃ¼r 780 PfeilgiftfrÃ¶sche aus dem Ausland. Das VeterinÃ¤ramt wies gleichentags darauf hin, es sei eine genaue Tierbestandesliste aller Tiere zu fÃ¼hren, was anlÃ¤sslich einer Kontrolle geprÃ¼ft werde. Der Import erfolgte am 8. Mai 2004 und zwei Tage spÃ¤ter die Kontrolle, anlÃ¤sslich welcher A angab, von den gelieferten Tieren seien rund 20 tot angekommen und drei weitere seien seither gestorben. Mit Schreiben vom 11. Mai 2004 wies das VeterinÃ¤ramt A erneut darauf hin, dass er eine Tierbestandesliste zu fÃ¼hren habe und die FrÃ¶sche unverzÃ¼glich entsprechend den Mindestanforderungen im Zoofachhandel unterzubringen seien, da die Besatzdichte in den Terrarien zu hoch sei. In der Folge reichte A eine Aufsichtsbeschwerde gegen das VeterinÃ¤ramt ein, unter anderem mit den Argumenten, die Mindestmasse der Terrarien seien eingehalten und die Schweiz habe einen Vorbehalt zum Ãbereinkommen vom 3. MÃ¤rz 1973 Ã¼ber den internationalen Handel mit gefÃ¤hrdeten Arten freilebender Tiere und Pflanzen (Artenschutzabkommen, SR 0.453) angebracht, was bedeute, dass die betreffenden PfeilgiftfrÃ¶sche keiner gesetzlich vorgeschriebenen Verkaufskontrolle unterlÃ¤gen. Das VeterinÃ¤ramt hielt fest, nicht gestÃ¼tzt auf das Artenschutzabkommen, sondern allein gestÃ¼tzt auf Art. 49 der (eidgenÃ¶ssischen) Tierschutzverordnung vom 27. Mai 1981 (TSchV, SR 455.1) eine Tierbestandesliste verlangt zu haben. Mit Schreiben vom 21. Juli 2004 teilte die Gesundheitsdirektion des Kantons ZÃ¼rich die rechtliche Auffassung des VeterinÃ¤ramtes und gab der Aufsichtsbeschwerde keine Folge.</span></p> <p class="Sachverhalt2"><b><span>B. </span></b><span>Nach Umzug des Ladenlokals der C AG per 1. April 2005 erfolgte am 25. April 2005 wiederum eine Kontrolle durch das VeterinÃ¤ramt, anlÃ¤sslich welcher festgestellt wurde, dass die Tierbestandesliste die im Mai 2004 eingefÃ¼hrten PfeilgiftfrÃ¶sche nicht enthielt. Mit VerfÃ¼gung des VeterinÃ¤ramtes vom 7. Juni 2005 wurde A eine neue Bewilligung zum Handel mit Tieren erteilt, welche unter anderem folgende Auflage enthÃ¤lt (Dispositiv-Ziffer 4): </span></p> <p class="Urteilstext"><span>âDas FÃ¼hren der Tierbestandeskontrolle wird wie folgt angeordnet </span><span>(Art. 49 Abs. 2 TSchV; § 5 und § 7 Kant. Tierschutzverordnung; KTSchV)</span><span>:</span></p> <p class="Urteilstext"><span>-<span> </span></span><span>FÃ¼r alle Amphibien, welche gehandelt werden;</span></p> <p class="Urteilstext"><span>-<span> </span></span><span>FÃ¼r nach Art. 39 [TSchV] bewilligungspflichtige Tiere (ChamÃ¤leon);</span></p> <p class="Urteilstext"><span>-<span> </span></span><span>FÃ¼r alle Tierarten, die nach Art. 20 der Artenschutzverordnung geschÃ¼tzt sind (Tiere, die in den AnhÃ¤ngen des Washingtoner Artenschutzabkommens aufgefÃ¼hrt sind);</span></p> <p class="Urteilstext"><span>-<span> </span></span><span>Aufzuzeichnen sind die EingÃ¤nge (Art und Zahl, Datum, Name und Adresse der Bezugsquellen), AusgÃ¤nge (Art und Zahl, Datum, Name und Adresse Abnehmer/<br/> -in oder Datum Abgang, einschliesslich Grund des Abganges).</span></p> <p class="Urteilstext"><span>-<span> </span></span><span>Das Bezeichnen weiterer Tierarten, fÃ¼r die eine Tierbestandeskontrolle zu fÃ¼hren ist, bleibt vorbehalten.â</span></p> <p class="Sachverhalt1"><b>II. </b> </p> <p class="Urteilstext">In der Folge erhob A gegen die Auflage gemÃ¤ss Dispositiv-Ziffer 4 der VerfÃ¼gung des VeterinÃ¤ramtes vom 7. Juni 2005 Rekurs. Die Gesundheitsdirektion wies diesen mit VerfÃ¼gung vom 9. Dezember 2005 ab. </p> <p class="Sachverhalt1"><b>III. </b> </p> <p class="Urteilstext">Dagegen liess A Beschwerde beim Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich erheben mit den AntrÃ¤gen, Dispositiv-Ziffer 4 der VerfÃ¼gung des VeterinÃ¤ramtes vom 7. Juni 2005 sei aufzuheben, eventualiter sei Dispositiv-Ziffer 4 auf eine Tierbestandeskontrolle betreffend die bewilligungspflichtigen Wildtiere im Sinne von Art. 39 f. TSchV zu beschrÃ¤nken, wobei die Verfahrenskosten sowohl fÃ¼r das Rekurs- als auch das Beschwerdeverfahren auf die Staatskasse zu nehmen seien und dem BeschwerdefÃ¼hrer fÃ¼r das Verfahren vor Verwaltungsgericht eine angemessene ProzessentschÃ¤digung zuzusprechen sei. Das VeterinÃ¤ramt beantragte mit Schreiben vom 17. Februar 2006 die Abweisung der Beschwerde, ebenso die Gesundheitsdirektion mit Vernehmlassung vom 21. Februar 2006.</p> <p class="Einzug1"><span>Die Kammer</span><span> zieht in ErwÃ¤gung:</span></p> <p class="Erwgung1"><b>1. </b> </p> <p class="Urteilstext"><span>Die ZustÃ¤ndigkeit des Verwaltungsgerichts ergibt sich vorliegend aus § 41 Abs. 1 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 (VRG), wonach das Verwaltungsgericht Beschwerden gegen letztinstanzliche Anordnungen von VerwaltungsbehÃ¶rden, darunter namentlich Direktionen, beurteilt (Alfred KÃ¶lz/JÃ¼rg Bosshart/Martin RÃ¶hl, Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons ZÃ¼rich, 2. A., ZÃ¼rich 1999, § 41 N. 28). Da auch die Ã¼brigen Prozessvoraussetzungen erfÃ¼llt sind, ist auf die Beschwerde einzutreten.</span></p> <p class="Erwgung1"><b>2. </b> </p> <p class="Urteilstext"><b><span>2.1 </span></b><span>Der Bund erlÃ¤sst Vorschriften Ã¼ber den Schutz der Tiere (Art. 80 Abs. 1 der Bundesverfassung vom 18. April 1999, BV). Darunter fÃ¤llt auch die Regelung des Tierhandels und von Tiertransporten (Art. 80 Abs. 2 lit. e BV). FÃ¼r den Vollzug der Vorschriften sind die Kantone zustÃ¤ndig, soweit das Gesetz ihn nicht dem Bund vorbehÃ¤lt (Art. 80 Abs. 3 BV).</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Allgemein hÃ¤lt Art. 2 des (eidgenÃ¶ssischen) Tierschutzgesetzes vom 9. MÃ¤rz 1978 (TSchG; SR 455) fest, Tiere seien so zu behandeln, dass ihren BedÃ¼rfnissen in bestmÃ¶glicher Weise Rechnung getragen werde (Abs. 1). Wer mit Tieren umgehe, habe, soweit es der Verwendungszweck zulasse, fÃ¼r deren Wohlbefinden zu sorgen (Abs. 2). Nach Art. 1 TSchV sind Tiere so zu halten, dass ihre KÃ¶rperfunktionen und ihr Verhalten nicht gestÃ¶rt werden und ihre AnpassungsfÃ¤higkeit nicht Ã¼berfordert wird (Abs. 1). FÃ¼tterung, Pflege und Unterkunft sind angemessen, wenn sie nach dem Stand der Erfahrung und den Erkenntnissen der Physiologie, Verhaltenskunde und Hygiene den BedÃ¼rfnissen der Tiere entsprechen (Abs. 2). Tiere sind regelmÃ¤ssig und ausreichend mit geeignetem Futter und, soweit nÃ¶tig, mit Wasser zu versorgen. Werden Tiere in Gruppen gehalten, muss der Tierhalter dafÃ¼r sorgen, dass jedes Tier genÃ¼gend Futter und Wasser erhÃ¤lt (Art. 2 Abs. 1 TSchV). Die Pflege muss haltungsbedingte Krankheiten und Verletzungen verhindern sowie das arteigene Pflegeverhalten der Tiere ersetzen, soweit dieses durch die Haltung eingeschrÃ¤nkt und fÃ¼r die Gesundheit erforderlich ist. Der Tierhalter muss das Befinden der Tiere sowie die Einrichtungen genÃ¼gend oft Ã¼berprÃ¼fen. Er muss MÃ¤ngel an den Einrichtungen, die das Befinden der Tiere beeintrÃ¤chtigen, unverzÃ¼glich beheben oder aber andere geeignete Massnahmen zum Schutz der Tiere treffen. Kranke und verletzte Tiere muss der Tierhalter unverzÃ¼glich ihrem Zustand entsprechend unterbringen, pflegen und behandeln oder aber tÃ¶ten (Art. 3 TSchV). </span></p> <p class="Urteilstext"><span>GemÃ¤ss Art. 8 Abs. 1 und 2 TSchG bedÃ¼rfen der gewerbsmÃ¤ssige Handel mit Tieren und das Verwenden lebender Tiere zur Werbung einer kantonalen Bewilligung. Der Bundesrat ordnet nach AnhÃ¶ren der Kantone die Voraussetzungen fÃ¼r die Bewilligung. In der Folge sind diese Voraussetzungen in den Art. 45 ff. der TSchV festgehalten worden. Nach Art. 49 TSchV Ã¼berprÃ¼ft die kantonale BehÃ¶rde die bewilligten Tierhandlungen mindestens alle zwei Jahre (Abs. 1), und der Bewilligungsinhaber muss nach den Weisungen der kantonalen BehÃ¶rde eine Tierbestandeskontrolle fÃ¼hren (Abs. 2). </span></p> <p class="Urteilstext"><b><span>2.2 </span></b><span>Der BeschwerdefÃ¼hrer stellt sich auf den Standpunkt, § 7 der Kantonalen Tierschutzverordnung vom 11. MÃ¤rz 1992 (KTSchV; LS 554.11) fÃ¼hre die eidgenÃ¶ssischen Bestimmungen, nÃ¤mlich Art. 8 TSchG und Art. 49 TSchV, aus. § 7 KTSchV lege abschliessend die FÃ¼hrung einer Tierbestandeskontrolle Ã¼ber Hunde und Katzen sowie Ã¼ber diejenigen Wildtiere, deren Haltung bewilligungspflichtig sei, fest, weshalb beim Handel mit anderen Tieren keine Tierbestandeskontrolle angeordnet werden kÃ¶nne. Der Bewilligungspflicht seien aber nur die in den Art. 39 und 40 TSchV ausdrÃ¼cklich aufgezÃ¤hlten Wildtiere oder aber jene Wildtiere, welche gemÃ¤ss § 6 des Kantonalen Tierschutzgesetzes vom 2. Juni 1991 (KTSchG; LS 554.1) bzw. § 6 KTSchV als gefÃ¤hrlich eingestuft wÃ¼rden, unterstellt. Art. 80 Abs. 3 BV weise die Vollzugskompetenz im Bereich der Tierschutzgesetzgebung den Kantonen zu, soweit das Gesetz den Vollzug nicht dem Bund vorbehalte. Indem Art. 49 TSchV festhalte, dass der Bewilligungsinhaber nach den Weisungen der kantonalen BehÃ¶rde eine Tierbestandeskontrolle fÃ¼hren mÃ¼sse, habe der eidgenÃ¶ssische Gesetzgeber die Regelungskompetenz bezÃ¼glich Tierbestandeskontrollen den Kantonen Ã¼berlassen. Wann und wo der kantonale Gesetzgeber die Pflicht zur FÃ¼hrung einer Tierbestandeskontrolle vorschreiben wolle, sei seinem Ermessen Ã¼berlassen. Mangels gesetzlicher Grundlage sei aber die dem BeschwerdefÃ¼hrer auferlegte Auflage zur FÃ¼hrung einer Bestandeskontrolle Ã¼ber die betreffenden Amphibien und Reptilien nicht zulÃ¤ssig und verstosse zudem gegen das Prinzip der VerhÃ¤ltnismÃ¤ssigkeit. Auch aus dem Artenschutzabkommen lasse sich keine Rechtsgrundlage ableiten, habe die Schweiz doch einen Vorbehalt bezÃ¼glich Dendrobaten angebracht. Die selektive Anordnung einer umfassenden Tierbestandeskontrolle fÃ¼r einzelne HÃ¤ndler stelle zudem eine unzulÃ¤ssige Ungleichbehandlung unter Gewerbegenossen und somit eine Verletzung der Wirtschaftsfreiheit dar. </span></p> <p class="Urteilstext"><b><span>2.3 </span></b><span>Die Gesundheitsdirektion und der Beschwerdegegner gehen davon aus, Art. 49 Abs. 2 TSchV ermÃ¤chtige das VeterinÃ¤ramt direkt zum Erlass von Auflagen und beinhalte gerade nicht eine Delegation der Regelungskompetenz an den kantonalen Gesetzgeber. Die §§ 5 und 7 KTSchV hielten lediglich fest, in welchen FÃ¤llen immer Tierbestandeskontrollen zu fÃ¼hren seien, was aber nicht ausschliesse, dass in besonderen FÃ¤llen weiter gehende Tierbestandeskontrollen verlangt werden kÃ¶nnten. Die kantonale VollzugsbehÃ¶rde sei somit schon von Bundesrechts wegen zur Anordnung weit reichenderer Tierbestandeskontrollen berechtigt, weshalb der kantonale Gesetzgeber diese Weisungsbefugnis nicht mittels Verordnung einschrÃ¤nken kÃ¶nne. Das VeterinÃ¤ramt kÃ¶nne die Pflicht zur FÃ¼hrung von Tierbestandeskontrollen aber auch auf die allgemeinen Bestimmungen der eidgenÃ¶ssischen Tierschutzgesetzgebung, namentlich Art. 2 TSchG und die Art. 1-3 TSchV, abstÃ¼tzen, welche zum Ziel hÃ¤tten, tierschutzwidrige Situationen zu verhindern. Daher sei zu prÃ¼fen, ob und inwiefern der vom BeschwerdefÃ¼hrer betriebene Tierhandel die Amphibien schÃ¤dige oder aber mit einiger Wahrscheinlichkeit eine SchÃ¤digung bewirken kÃ¶nnte und welche Massnahmen zur Behebung einer allenfalls mangelhaften Haltung verfÃ¼gt werden kÃ¶nnten. Anstoss fÃ¼r die verfÃ¼gte Auflage sei das vom BeschwerdefÃ¼hrer gestellte Einfuhrgesuch fÃ¼r insgesamt 780 Dendrobaten aus dem Ausland im MÃ¤rz 2004 sowie die in der Folge nicht gefÃ¼hrte Tierbestandesliste gewesen. Bei solchen Massentransporten kÃ¶nnten grosse Todesfallraten wÃ¤hrend oder nach dem Transport auftreten. Transport und neuer Haltungsort kÃ¶nne fÃ¼r die Tiere zu belastenden Situationen fÃ¼hren, in welchen auch das Immunsystem besonders gefordert sei, wobei eine Ã¼bermÃ¤ssige Besatzungsdichte zusÃ¤tzlich massive Probleme und erhÃ¶hte Todesraten verursachen kÃ¶nne. Vorliegend sei es ohne das FÃ¼hren einer Tierbestandesliste unmÃ¶glich, die Situation beim Amphibienhandel des BeschwerdefÃ¼hrers zu Ã¼berprÃ¼fen. Unter den gegebenen UmstÃ¤nden sei die Massnahme auch verhÃ¤ltnismÃ¤ssig und es sei den Kunden des BeschwerdefÃ¼hrers zuzumuten, beim Erwerb von Amphibien ihre Personalien bekannt zu geben. </span></p> <p class="Erwgung1"><b>3. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>3.1 </b> Aus dem Wortlaut von Art. 49 Abs. 2 TSchV, wonach der Bewilligungsinhaber einer Tierhandlung nach den Weisungen der kantonalen BehÃ¶rde eine Tierbestandeskontrolle fÃ¼hren mÃ¼sse, lÃ¤sst sich eine direkte, von Bundesrechts wegen verliehene Kompetenz an das kantonale VeterinÃ¤ramt ableiten, solche Kontrollen zu verlangen. Da der Adressat solcher Weisungen nach dem Verordnungstext der Bewilligungsinhaber selber und nicht etwa eine Dienststelle ist, steht hier das Wort âWeisungenâ fÃ¼r âAnweisungenâ oder âAnordnungenâ (Duden, Bd. 8, Das SynonymwÃ¶rterbuch, 3. A.). Daraus lÃ¤sst sich gerade nicht folgern, dass hiefÃ¼r ein dazwischen stehendes kantonales Gesetzgebungsverfahren erforderlich wÃ¤re, andernfalls dies im Verordnungstext zum Ausdruck gekommen und auf die Wendung ânach den Weisungen der kantonalen BehÃ¶rdeâ wohl verzichtet worden wÃ¤re. Selbst wenn hier dem Begriff âWeisungenâ die Bedeutung einer von der kantonalen BehÃ¶rde zu erlassenden generell-abstrakten (Dienst-)Anordnung zugeschrieben werden wollte, Ã¤nderte dies vorliegend fÃ¼r den BeschwerdefÃ¼hrer nichts, stellen doch solche sich ohnehin auf RegelfÃ¤lle beziehende Weisungen grundsÃ¤tzlich keine RechtssÃ¤tze dar (siehe dazu Recht und Rechtsetzung im Bundesamt fÃ¼r VeterinÃ¤rwesen, Staats- und verwaltungsrechtlicher Exkurs, Ziff. 3.5, www.bvet.admin.ch; Ulrich HÃ¤felin/Georg MÃ¼ller, Allgemeines Verwaltungsrecht, 4. A., ZÃ¼rich etc. 2002, Rz. 384, 867; KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 50 N. 58-65). Somit ist gestÃ¼tzt auf den Wortlaut von Art. 49 Abs. 2 TSchV davon auszugehen, dass der Bundesrat als zustÃ¤ndiger Vollzugsgesetzgeber (Art. 33 Abs. 1 TSchG) der kantonalen BehÃ¶rde â mithin dem VeterinÃ¤ramt (§ 1 Abs. 1 KTSchV) â eine direkte Vollzugskompetenz erteilt hat, weshalb Letzteres grundsÃ¤tzlich von Bundesrechts wegen dazu befugt war, vom BeschwerdefÃ¼hrer eine Tierbestandeskontrolle zu verlangen (vgl. KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 50 N. 11). Da aber Art. 49 Abs. 2 TSchV selber keine weiter gehenden Detaillierungen enthÃ¤lt, ist im Folgenden darauf einzugehen, inwieweit diese offene Normierung das VeterinÃ¤ramt dazu ermÃ¤chtigte, vom BeschwerdefÃ¼hrer auch bezÃ¼glich Wildtiere, deren Haltung keiner Bewilligungspflicht unterliegt (gemÃ¤ss Art. 39 f. TSchV ist bei Amphibien âlediglichâ die Haltung von Riesensalamandern und GoliathfrÃ¶schen bewilligungspflichtig), eine Tierbestandeskontrolle zu verlangen. </p> <p class="Erwgung2"><b>3.2 </b> Charakterisiert sich eine zu regelnde Frage durch eine hohe sachliche KomplexitÃ¤t, kann dies normativ entweder mit einer umfassenden, detaillierten Regelung oder aber mit einer offenen Bestimmung erfasst werden (Tanja Katharina Gehrig, Struktur und Instrumente des Tierschutzrechts, ZÃ¼rich 1999, S. 145). Bei Art. 49 Abs. 2 TSchV handelt es sich wie erwÃ¤hnt um eine offene Bestimmung, wird doch der genaue Inhalt solcher Tierbestandeskontrollen nicht weiter umschrieben (vgl. Antoine F. Goetschel, Kommentar zum EidgenÃ¶ssischen Tierschutzgesetz, ZÃ¼rich 1986, Art. 18 N 3; Gehrig, S. 142 ff.). GemÃ¤ss der Information des Bundesamtes fÃ¼r VeterinÃ¤rwesen vom 1. September 1981 âWildtierhaltungen und Tierhandlungenâ (www.bvet.admin.ch), welche Publikation der Auslegung von Art. 49 Abs. 2 TSchV dient (vgl. Gehrig, S. 163), âsollteâ sich die Kontrolle in Tierhandlungen auf alle in Art. 39 TSchV genannten Tiere, auf alle Tiere, die ausschliesslich zu Schauzwecken gehalten werden, sowie auf Hunde und Katzen erstrecken. Auch diese Information des Bundesamtes fÃ¼r VeterinÃ¤rwesen enthÃ¤lt demnach keine abschliessende Auflistung, sondern Empfehlungen fÃ¼r den Regelfall. Somit ist nicht ausgeschlossen, dass die Tierbestandeskontrolle auf weitere Tiere, namentlich auch Wildtiere, deren Haltung nicht bewilligungspflichtig ist, ausgedehnt werden kann. Diese Schlussfolgerung ergibt sich schon aus dem Zweck solcher Kontrollen, soll damit doch festgestellt werden kÃ¶nnen, ob sich die Sterblichkeit in einem vernÃ¼nftigen Rahmen hÃ¤lt (Parameter fÃ¼r tiergerechte Haltung) (vgl. vorerwÃ¤hnte Information des Bundesamtes fÃ¼r VeterinÃ¤rwesen). Da sich das Tierschutzgesetz auf alle Wirbeltiere erstreckt (Art. 1 Abs. 2 TSchG) und die Tierbestandeskontrollen eine tiergerechte Haltung garantieren kÃ¶nnen, muss daher â mindestens unter gewissen UmstÃ¤nden â das FÃ¼hren solcher Kontrollen auch fÃ¼r Wildtiere verlangt werden kÃ¶nnen, deren Haltung nicht bewilligungspflichtig ist. Gerade dies wird denn auch durch die angesichts der Vielzahl der denkbaren Sachverhalte offen gehaltene Normierung gemÃ¤ss Art. 49 Abs. 2 TSchV ermÃ¶glicht. </p> <p class="Erwgung2"><b>3.3 </b> Nichts anderes ergibt sich auch aus den kantonalen Gesetzesbestimmungen, welche ohnehin nicht Bundesrecht derogieren kÃ¶nnten (Art. 49 BV; KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 4 N. 2). Entsprechend hat der Regierungsrat des Kantons ZÃ¼rich eine an ihn gerichtete parlamentarische Anfrage im Zusammenhang mit auf Landwirtschaftsbetrieben durchgefÃ¼hrten Kontrollen, welche auch auf den privaten Bereich ausgedehnt worden seien, dahingehend beantwortet, das kantonale Tierschutzrecht unterscheide nicht zwischen den einzelnen Formen der Tierhaltung. Somit kÃ¶nnten alle Tierhaltungen, auch Hobby-Tierhaltungen, stichprobenweise Ã¼berprÃ¼ft werden. Alle wesentlichen materiellen Bestimmungen des Tierschutzes seien in der Bundesgesetzgebung festgeschrieben. Der Spielraum fÃ¼r DeregulierungsbemÃ¼hungen auf kantonaler Ebene sei Ã¤usserst klein. Im Weiteren hÃ¤tten die parlamentarischen Verhandlungen zum Kantonalen Tierschutzgesetz von 1991 gezeigt, dass ein konsequenter und strenger Vollzug von den BehÃ¶rden im Kanton ZÃ¼rich erwartet werde (Prot. KR [1995-1999], S. 734 ff.). In der Weisung des Regierungsrats zum Tierschutzgesetz vom 30. August 1989 (ABl 1989, S. 1617, 1629 ff.) ist festgehalten, der Vollzug der Tierschutzgesetzgebung werde durch die zustÃ¤ndigen Amtsstellen, vorab durch die Volkswirtschaftsdirektion und das ihr beigegebene kantonale VeterinÃ¤ramt, gewÃ¤hrleistet (S. 1632). In Bezug auf die §§ 6 und 7 KTSchG, welche die Haltung gefÃ¤hrlicher Wildtiere sowie die Frage des Aussetzens und Entweichens von Wildtieren regeln, ist ausdrÃ¼cklich festgehalten, dass sich diese Bestimmungen nicht auf die eidgenÃ¶ssische Tierschutzgesetzgebung abstÃ¼tzen, sondern eigenstÃ¤ndiges kantonales Recht bilden (S. 1636). Somit stellt § 5 KTSchV, welche Bestimmung den âeigenstÃ¤ndigenâ § 6 KTSchG nÃ¤her prÃ¤zisiert, keine EinschrÃ¤nkung auf bestimmte Wildtiere fÃ¼r die FÃ¼hrung von Tierbestandeskontrollen gemÃ¤ss dem bundesrechtlichen Art. 49 Abs. 2 TSchV dar. Entsprechend kann auch § 7 KTSchV nur die Funktion einer Mindestanforderung, nÃ¤mlich unter welchen UmstÃ¤nden <i>immer</i> eine Tierbestandeskontrolle zu fÃ¼hren ist, zukommen, nicht aber die Anwendbarkeit von Art. 49 Abs. 2 TSchV einschrÃ¤nken. Dies ergibt sich auch daraus, dass die kantonalen AusfÃ¼hrungsvorschriften mit der Bundesgesetzgebung Ã¼bereinstimmen mÃ¼ssen, weshalb sie zu ihrer GÃ¼ltigkeit der Genehmigung des Bundesrates bedÃ¼rfen (Art. 36 Abs. 2 TSchG; vgl. auch Art.70 Abs. 1 TSchV; Goetschel, Art. 36 N. 4). Die Kantonale Tierschutzverordnung ist denn auch vom Bundesrat am 16. April 1992 genehmigt worden.</p> <p class="Erwgung2"><b>3.4 </b> Nachdem das VeterinÃ¤ramt nach der Feststellung von MÃ¤ngeln die FÃ¼hrung einer Tierbestandeskontrolle in der VerfÃ¼gung vom 7. Juni 2005 zur Auflage machte, lÃ¤sst sich diese Nebenbestimmung auch auf § 11 KTSchG abstÃ¼tzen. Diese Norm rÃ¤umt den kantonalen Vollzugsorganen in allgemeiner Weise die Befugnis ein, Massnahmen zur Behebung von MÃ¤ngeln zu verfÃ¼gen.</p> <p class="Erwgung1"><b>4. </b> </p> <p class="Urteilstext"><b>4.1 </b>Zu klÃ¤ren bleibt die Frage, inwieweit vorliegend das Bestehen auf der FÃ¼hrung einer Tierbestandeskontrolle fÃ¼r Amphibien, deren Haltung nicht bewilligungspflichtig ist, unverhÃ¤ltnismÃ¤ssig ist und gegen die Wirtschaftsfreiheit und Rechtsgleichheit verstÃ¶sst, wie dies vom BeschwerdefÃ¼hrer kurz ausgefÃ¼hrt wird. </p> <p class="Urteilstext"><span>Verwaltungsmassnahmen mÃ¼ssen zur Verwirklichung des im Ã¶ffentlichen Interesse liegenden Ziels geeignet und notwendig sein. Ferner muss der angestrebte Zweck in einem vernÃ¼nftigen VerhÃ¤ltnis zu den FreiheitsbeschrÃ¤nkungen liegen, die den Privaten auferlegt werden. Der staatliche Eingriff erweist sich als gerechtfertigt, wenn ein das private Interesse Ã¼berwiegendes Ã¶ffentliches Interesse daran besteht (HÃ¤felin/MÃ¼ller, N. 581, 587 ff., 615). </span></p> <p class="Urteilstext"><b><span>4.2 </span></b><span>Das FÃ¼hren der heute im Streit stehenden Tierbestandeskontrolle wurde verlangt, nachdem der BeschwerdefÃ¼hrer ursprÃ¼nglich ein Einfuhrgesuch fÃ¼r 780 Dendrobaten aus dem Ausland gestellt und daraufhin â trotz Auflage, welche allerdings ohne Rechtsmittelbelehrung erfolgt war â keine Tierbestandesliste betreffend die genannten FrÃ¶sche gefÃ¼hrt hatte. Vorliegend ist nicht jene frÃ¼here, auf die eingefÃ¼hrten Dendrobaten beschrÃ¤nkte Auflage unmittelbarer Gegenstand des Verfahrens, sondern die in der Folge davon erlassene neue Anordnung des VeterinÃ¤ramtes vom 7. Juni 2005, wonach der BeschwerdefÃ¼hrer bezÃ¼glich sÃ¤mtlicher gehandelter Amphibien eine Tierbestandesliste zu fÃ¼hren habe. GemÃ¤ss den unbestritten gebliebenen AusfÃ¼hrungen des VeterinÃ¤ramtes beschrÃ¤nkt sich allerdings der vom BeschwerdefÃ¼hrer getÃ¤tigte Amphibienhandel im Wesentlichen auf seine Importamphibien. Die Vorinstanz und das VeterinÃ¤ramt stellen sich auf den Standpunkt, nur so lasse sich die konkrete Situation beim Amphibienhandel des BeschwerdefÃ¼hrers bzw. die mit diesem Massentransport verbundenen mÃ¶glichen SchÃ¤digungen und GefÃ¤hrdungen der Tiere Ã¼berprÃ¼fen.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Der Import von 780 PfeilgiftfrÃ¶schen aus dem Ausland ist auch im Zoofachhandel nicht alltÃ¤glich, was sich allein schon aus dem Umstand ergibt, dass dafÃ¼r eine entsprechende Einfuhrbewilligung erforderlich war. Ein derartiger Massenimport wirkt sich naturgemÃ¤ss auch heute noch auf den Amphibienbestand im GeschÃ¤ft des BeschwerdefÃ¼hrers aus. Unter diesen UmstÃ¤nden lÃ¤sst sich der vom BeschwerdefÃ¼hrer betriebene Amphibienhandel auch nicht mit anderen Tierhandlungen vergleichen; der BeschwerdefÃ¼hrer macht denn auch nicht geltend, andere Gewerbegenossen hÃ¤tten PfeilgiftfrÃ¶sche im genannten Umfang importiert und mÃ¼ssten keine Auflagen einhalten. Somit erweist sich der Vorwurf der Verletzung der Rechtsgleichheit als unbegrÃ¼ndet.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Die aufgrund des Massenimports entstandene spezielle Situation rechtfertigt es daher, dass aus GrÃ¼nden des im Ã¶ffentlichen Interesse stehenden Tierschutzes der vom BeschwerdefÃ¼hrer betriebene Amphibienhandel seitens der zustÃ¤ndigen BehÃ¶rde in einem gewissen Mass kontrolliert wird, wozu das Gesetz mit der MÃ¶glichkeit der Verpflichtung zur FÃ¼hrung von Tierbestandeslisten eine Handhabe bietet. Das FÃ¼hren von solchen ist zwar mit einem gewissen Aufwand verbunden, welcher aber angesichts des Ã¼berwiegenden Ã¶ffentlichen Interesses als zumutbar und verhÃ¤ltnismÃ¤ssig erscheint. Auch der zur ErfÃ¼llung des Kontrollzweckes unabdingbare Umstand, dass die Abnehmer in der Liste aufzufÃ¼hren sind, steht im Ã¼berwiegenden Ã¶ffentlichen Interesse, wird dadurch doch zusÃ¤tzlich eine artgerechte Haltung seitens des Erwerbers viel eher gewÃ¤hrleistet. Das FÃ¼hren solcher Listen spricht ausserdem fÃ¼r die SeriositÃ¤t des vom BeschwerdefÃ¼hrer gefÃ¼hrten Fachhandels mit nicht alltÃ¤glichen Angeboten; eine Verletzung der Wirtschaftsfreiheit liegt daher nicht vor. Sollte sich ein KÃ¤ufer daran stÃ¶ren, seine Personalien bekannt zu geben, mÃ¼sste dies als Indiz dafÃ¼r gewertet werden, dass er keine artgerechte Haltung des erworbenen Tieres gewÃ¤hrleisten kann. Ein solches Verhalten verdiente aber auch unter dem Gesichtspunkt der Wirtschaftsfreiheit keinen Rechtsschutz.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Die angeordnete Tierbestandeskontrolle liegt somit innerhalb des dem VeterinÃ¤ramt zustehenden pflichtgemÃ¤ssen Ermessens. Eine BeschrÃ¤nkung der Tierbestandeskontrolle auf die gemÃ¤ss Art. 39 f. TSchV bewilligungspflichtigen Wildtiere, wie dies der BeschwerdefÃ¼hrer eventualiter beantragt und dem Mindeststandard entsprÃ¤che (vgl. Information des Bundesamtes fÃ¼r VeterinÃ¤rwesen vom 1. September 1981 âWildtierhaltungen und Tierhandlungenâ, www.bvet.admin.ch), wÃ¼rde den hier vorliegenden speziellen UmstÃ¤nden kaum genÃ¼gend Rechnung tragen.</span></p> <p class="Urteilstext"><b><span>5.</span></b></p> <p class="Urteilstext"><span>Es ergibt sich somit, dass die Beschwerde abzuweisen ist. Bei diesem Ausgang sind die Kosten des Verfahrens dem BeschwerdefÃ¼hrer aufzuerlegen (§ 70 in Verbindung mit § 13 Abs. 2 VRG). Eine EntschÃ¤digung ist nicht zuzusprechen (§ 17 Abs. 2 VRG).</span></p> <p class="Einzug1"><span>DemgemÃ¤ss </span><span><a id="Text25"></a>entscheidet</span><span> </span><span>die Kammer</span><span>:</span></p> <p class="Einzug2"><span>1. Die Beschwerde wird abgewiesen.</span></p> <p class="Einzug2"><span>2. Die GerichtsgebÃ¼hr wird festgesetzt auf <br/> Fr. 2'000.--; die Ã¼brigen Kosten betragen:<br/> Fr. 60.-- Zustellungskosten,<br/> Fr. 2'060.-- Total der Kosten.</span></p> <p class="Einzug2"><span>3. Die Gerichtskosten werden dem BeschwerdefÃ¼hrer auferlegt.</span></p> <p class="Einzug2"><span>4. Es wird keine ParteientschÃ¤digung zugesprochen.</span></p> <p class="Einzug2"><span>5. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen, von der Zustellung an gerechnet, Verwaltungsgerichtsbeschwerde beim Bundesgericht erhoben werden.</span></p> <p class="Urteilstext">6. Mitteilung an â¦</p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>