Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche- rungsrecht vom 19. März 2015 (725 14 279) ___________________________________________________________________ Unfallversicherung Fallabschluss zurecht erfolgt. Das Schonhinken aufgrund der Fussverletzung ist nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit für die Rückenbeschwerden verantwortlich. Die Unfallkausalität der Rückenbeschwerden ist folglich zu verneinen. Besetzung Präsident Andreas Brunner, Kantonsrichterin El isabeth Berger Götz, Kantonsrichter Yves Thommen, Gerichtsschreiberin Christina Mar- kiewicz Parteien A.____, Beschwerdeführer, vertreten durch D r. Marco Chevalier, Rechtsanwalt, Lange Gasse 90, 4052 Basel gegen SUVA , Rechtsabteilung , Postfach 4358 , 6002 Luzern , Beschwerd e- gegnerin, vertreten durch Andrea Tarnutzer, Advokat, Güterstrasse 106, 4053 Basel Betreff Leistungen A. Der 1980 geborene A.___ war als Eisenleger tätig, als er am 26. August 2005 von einer Betonplatte am rechten Oberschenkel getroffen wurde un d eine Oberschenkelkontusion erlitt. Die SUVA erbrachte für diesen Unfall die gesetzlichen L eistungen bis zum 29. Januar 2006. Ab 24. September 2010 arbeitete A.____ bei der B.____. Am 27. September 2010 stürzte er von einer Leiter und verletzte sich am rechten Fuss. Die SUV A übernahm die Heilungskosten und richtete Taggelder aus. Am 17. Juli 2013 stellte sie di e Einstellung dieser Leistungen per 31. August 2013 in Aussicht. Mit Verfügung vom 4. September 2013 sprach sie B.____ schliesslich für die Folgen des Unfalls vom 27. September 2010 ein e Rente gestützt auf einen IV-Grad von 11% zu, wobei sie die Unfallkausalität der psychischen B eschwerden und der Rückenbe- schwerden verneinte. Gegen diese Verfügung erhob A.____, vertreten durch A dvokat Dr. Marco Chevalier, Einspra- che. Er machte geltend, dass die Unfallkausalität der Rü ckenbeschwerden gegeben sei und verwies auf den Bericht von Dr. med. C.____, FMH Physikali sche Medizin und Rehabilitation, vom 29. April 2013. Mit Entscheid vom 29. Juli 2014 wies die SUVA die Einsprache gestützt auf die Aktenbeurteilung des Kreisarztes Dr. med. D.____, F MH Chirurgie sowie FMH Orthopädi- sche Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, vom 25. Juli 2014 ab. B. A.____ erhob durch seinen Rechtsvertreter mit Ein gabe vom 15. September 2014 Be- schwerde ans Kantonsgericht, Abteilung Sozialversicherungsrec ht. Er beantragte im Wesentli- chen, der angefochtene Einspracheentscheid sei aufzuhebe n und die SUVA sei zu verurteilen, die gesetzlichen Leistungen auszurichten. Eventualiter s ei die SUVA in Aufhebung der ange- fochtenen Verfügung zu verpflichten, ein polydisziplinäre s Gutachten in Auftrag zu geben. Er rügte die fehlende Beweiskraft der kreisärztlichen Beurte ilung von Dr. D.____ vom 25. Juli 2014, die ungenügende Abklärung des rechtserheblichen m edizinischen Sachverhalts, das Fehlen eines Endzustandes sowie die Verletzung des rechtli chen Gehörs bei der Festlegung des Valideneinkommens. C. Mit Vernehmlassung vom 30. Oktober 2014 beantragte die SUVA, vertreten durch Ad- vokat Andrea Tarnutzer-Münch, die Abweisung der Beschwerde. D. Sowohl der Beschwerdeführer als auch die SUVA hiel ten mit Replik vom 18. November 2014 bzw. Duplik vom 3. Dezember 2014 an ihren Anträgen fest. Das Kantonsgericht zieht i n E r w ä g u n g : 1.1 Gemäss Art. 6 des Bundesgesetzes über die Unfallversi cherung (UVG) vom 20. März 1981 hat der Unfallversicherer in der obligatorischen U nfallversicherung, soweit das Gesetz nichts anderes bestimmt, die Versicherungsleistungen bei Be rufsunfällen, Nichtberufsunfällen und Berufskrankheiten zu gewähren. 1.2 Art. 10 Abs. 1 UVG gewährt der versicherten Person Anspruch auf die zweckmässige Behandlung der Unfallfolgen (Heilbehandlung). Ist d ie versicherte Person infolge des Unfalles voll oder teilweise arbeitsunfähig, so hat sie gemäss Art. 16 Abs. 1 UVG Anspruch auf ein Tag- geld. Der Anspruch entsteht am dritten Tag nach dem Unfalltag und er erlischt mit der Wieder- erlangung der vollen Arbeitsfähigkeit, mit dem Beginn einer Rente oder mit dem Tod der versi- cherten Person (Art. 16 Abs. 2 UVG). Ist die versicherte Person infolge des Unfalles zu mindes- tens 10 Prozent invalid, so hat sie Anspruch auf eine Invalidenrente (Art. 18 Abs. 1 UVG). Erlei- det sie durch den Unfall eine dauernde erhebliche Schä digung der körperlichen oder geistigen Integrität, so hat sie nach Art. 24 Abs. 1 UVG Anspruc h auf eine angemessene Integritätsent- schädigung. Diese wird mit der Invalidenrente festgesetz t oder, falls kein Rentenanspruch be- steht, bei der Beendigung der ärztlichen Behandlung gewährt (Art. 24 Abs. 2 UVG). 2.1 Die Leistungspflicht eines Unfallversicherers gemäss UVG setzt voraus, dass zwischen dem versicherten Ereignis und den Gesundheitsbeeinträchtigungen ein natürlicher und ein adä- quater Kausalzusammenhang besteht (BGE 129 V 181 E. 3.1 und 3.2). Ursachen im Sinne des natürlichen Kausalzusammenhangs sind alle Umstände, ohne deren Vorhandensein der einge- tretene Erfolg nicht als eingetreten oder nicht als in der gleichen Weise bzw. nicht zur gleichen Zeit eingetreten gedacht werden kann. Entsprechend d ieser Umschreibung ist für die Bejahung des natürlichen Kausalzusammenhangs nicht erforderlich, dass ein Unfall die alleinige oder unmittelbare Ursache gesundheitlicher Störungen ist; e s genügt, dass das schädigende Ereig- nis zusammen mit anderen Bedingungen die körperliche od er geistige Integrität der versicher- ten Person beeinträchtigt hat, das Ereignis mit anderen Worten nicht weggedacht werden kann, ohne dass auch die eingetretene gesundheitliche Störun g entfiele (BGE 129 V 181 E. 3.1 mit Hinweisen). Ob zwischen einem schädigenden Ereignis und einer gesundheitlichen Störung ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht, ist eine Tatfrag e, worüber die rechtsanwendende Behörde - die Verwaltung oder im Streitfall das Geri cht - im Rahmen der ihr obliegenden Be- weiswürdigung nach dem im Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu befinden hat. Die blosse Möglichkei t eines Zusammenhangs genügt für die Begründung eines Leistungsanspruches nicht (BGE 129 V 181 E. 3.1 mit Hinweisen). 2.2 Ein adäquater Kausalzusammenhang zwischen dem Unfal lereignis und dem eingetre- tenen Schaden ist nach der Rechtsprechung dann zu beja hen, wenn das Ereignis nach dem gewöhnlichen Lauf der Dinge und nach der allgemeinen Lebenserfahrung an sich geeignet ist, einen Erfolg von der Art des eingetretenen herbeizufü hren, der Eintritt dieses Erfolges also durch das Ereignis allgemein als begünstigt erscheint (BG E 129 V 181 E. 3.2 mit Hinweis). Der Voraussetzung des adäquaten Kausalzusammenhangs kommt dabe i die Funktion einer Haf- tungsbegrenzung zu (BGE 125 V 462 E. 5c, 123 V 102 E. 3b mit Hinweisen). Ob bei Vorliegen eines natürlichen Kausalzusammenhangs zwischen dem versichert en Ereignis und der einge- tretenen gesundheitlichen Schädigung auch der erforde rliche adäquate, d.h. rechtserhebliche Kausalzusammenhang besteht, ist eine Rechtsfrage, die nach den von Doktrin und Praxis ent- wickelten Regeln vom Gericht zu beurteilen ist (BGE 112 V 33 E. 1b). 3.1 Zur Abklärung medizinischer Sachverhalte - wie der B eurteilung des Gesundheitszu- standes und der Arbeitsfähigkeit sowie der Feststellung natürlicher Kausalzusammenhänge im Bereich der Medizin - ist die rechtsanwendende Behörd e regelmässig auf Unterlagen angewie- sen, die ihr vorab von Ärztinnen und Ärzten zur Verfügun g zu stellen sind (BGE 122 V 158 f. E. 1b mit zahlreichen weiteren Hinweisen). Das Gericht hat diese medizinischen Unterlagen nach dem für den Sozialversicherungsprozess gültigen Grund satz der freien Beweiswürdigung (vgl. Art. 61 lit. c des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSG] vom 6. Oktober 2000) - wie alle anderen Beweismittel - frei, d.h. ohne Bindung an förm- liche Beweisregeln, sowie umfassend und pflichtgemäss zu w ürdigen. Dies bedeutet, dass das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel, unabhängig, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden hat, ob die verfügbare n Unterlagen eine zuverlässige Beur- teilung des streitigen Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf es bei einander widerspre- chenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismate- rial zu würdigen und die Gründe anzugeben, warum es a uf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt. Hinsichtlich des Beweiswertes e ines Arztberichtes ist demnach entscheidend, ob dieser für die streitigen Belange u mfassend ist, auf allseitigen Untersuchun- gen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt , in Kenntnis der Vorakten (Anam- nese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der med izinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen der Expertin oder des Experten begründet sind (BGE 134 V 232 E. 5.1, 125 V 352 E. 3a, 122 V 160). 3.2 Im vorliegenden Fall besteht Einigkeit über die U nfallkausalität der Fussbeschwerden. Unbestritten ist auch, dass die diagnostizierten psychischen Beschwerden (somatoforme Schmerzstörung und mittelgradige depressive Episode) wede r zum ersten Unfall im Jahr 2005 noch zum zweiten Unfall im Jahr 2010 in einem natürlich en und adäquaten Kausalzusammen- hang stehen. Strittig ist dagegen, ob die Rückenbeschw erden unfallkausal sind. Die SUVA ver- neinte dies und verwies in ihrem Einspracheentscheid auf die Kreisarztberichte von Dr. D.____ vom 25. Juli 2014 und Dr. med. E.____, FMH Orthopädi sche Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, vom 3. Dezember 2012. Der Beschwer deführer geht dagegen von der Unfallkausalität der Rückenbeschwerden aus und verweist au f die Beurteilung von Dr. C.____ vom 29. April 2013. Vor der Kausalitätsprüfung ist die Frage des Fallabschlusses zu beurteilen. 4.1 Ein weiterer Anspruch auf die vorübergehende UV-Le istung “Heilbehandlung“ setzt nach Gesetz (Art. 19 Abs. 1 UVG) und Praxis voraus, dass von einer Fortsetzung der ärztlichen Behandlung noch eine namhafte Besserung des - unfallb edingt beeinträchtigten - Gesundheits- zustandes erwartet werden kann oder dass noch Einglieder ungsmassnahmen der IV laufen. Trifft beides nicht (mehr) zu, hat der Versicherer den F all unter Einstellung der vorübergehen- den Leistungen abzuschliessen und den Anspruch auf eine Invalidenrente und auf eine Integri- tätsentschädigung zu prüfen (BGE 137 V 201 f. E. 2.1, 134 V 114 E. 4.1). Nahtlos an diese Re- gelung schliesst sich Art. 21 Abs. 1 UVG an. Danach soll H eilbehandlung - wie die in den Art. 11 bis 13 UVG vorgesehenen Kostenvergütungen - na ch Festsetzung der Rente durch den Unfallversicherer nur unter besonderen Voraussetzungen gewährt werden, so bei Berufskrank- heit (lit. a), bei Rückfall oder Spätfolgen zur wese ntlichen Besserung oder Bewahrung vor we- sentlicher Beeinträchtigung der Erwerbsfähigkeit (lit . b), zur Erhaltung der verbleibenden Er- werbsfähigkeit (lit. c) und zur wesentlichen Verbesseru ng oder zur Bewahrung vor wesentlicher Beeinträchtigung des Gesundheitszustandes im Falle der E rwerbsunfähigkeit (lit. d). Im dazwi- schen liegenden Bereich, nämlich wenn einerseits von der F ortsetzung der ärztlichen Behand- lung keine namhafte Besserung im Sinne von Art. 19 Ab s. 1 UVG mehr erwartet werden kann und anderseits die Voraussetzungen von Art. 21 Abs. 1 U VG nicht erfüllt sind, hat der Unfall- versicherer keine Heilbehandlung mehr zu übernehmen. An seine Stelle tritt der obligatorische Krankenpflegeversicherer (BGE 134 V 114 f. E. 4.2). 4.2 Was unter einer namhaften Besserung des Gesundheitszu standes der versicherten Person zu verstehen ist, umschreibt das Gesetz nicht nähe r. Das Bundesgericht hat in BGE 134 V 109 ff. hierzu festgehalten, dies bestimme sich mi t Blick darauf, dass die soziale Unfall- versicherung ihrer Konzeption nach auf die erwerbstätige n Personen ausgerichtet sei, nament- lich nach Massgabe der zu erwartenden Steigerung oder Wiederherstellung der unfallbedingt beeinträchtigten Arbeitsfähigkeit. Dabei verdeutliche die Verwendung des Begriffes "namhaft" durch den Gesetzgeber, dass die durch weitere Heilbehand lung zu erwartende Besserung ins Gewicht fallen müsse. Unbedeutende Verbesserungen würde n nicht genügen (BGE 134 V 115 E. 4.3 mit weiteren Hinweisen). 5.1 Mit Schreiben vom 17. Juli 2013 teilte die SUVA de m Versicherten mit, dass gemäss kreisärztlicher Beurteilung vom 14. Juni 2013 eine weite re Behandlung den gesundheitlichen Zustand nicht mehr namhaft zu verbessern vermöge. Demn ach würden sie die Heilkosten- und Taggeldleistungen per 31. August 2013 einstellen und die Rentenfrage prüfen. Eingliederungs- massnahmen der Invalidenversicherung standen im Zeitpunkt d es Fallabschlusses nicht zur Diskussion (vgl. Notiz vom 17. Juli 2013). Mit Verfügung vom 4. September 2013 gewährte die SUVA dem Versicherten eine IV-Rente aufgrund einer Er werbsunfähigkeit von 11%. Der Be- schwerdeführer wehrt sich gegen den Fallabschluss mit der Begründung, dass kein Endzustand eingetreten sei. 5.2 Anlässlich des Unfalls vom 26. August 2005 erlitt de r Beschwerdeführer eine Bänderzer- rung an der Aussenseite des rechten oberen Sprunggelen kes sowie eine Prellung des rechten Oberschenkels. Beide Verletzungen wurden konservativ behan delt. Vom 30. November 2005 bis 18. Januar 2006 hielt sich der Beschwerdeführer in der F.____ auf. Gemäss Bericht vom 24. April 2006 wurde festgehalten, dass die erlittenen Ve rletzungen leichter Art gewesen und voll- ständig abgeheilt seien. Minimale Restbeschwerden im Si nne von Schmerzen bei starker kör- perlicher Belastung liessen sich nicht ausschliessen, seien ab er nicht in einem Ausmass zu erwarten, dass sie die Lebensqualität oder Arbeitsfähigke it des Versicherten wesentlich min- dern würden. Der Versicherte sei ab Spitalaustritt für sämtliche berufliche Tätigkeiten voll ar- beitsfähig. Der Fall wurde daraufhin abgeschlossen. Beim zweiten Unfall am 27. September 2010 zog sich der Versicherte ein Supinationstrauma (Verletzung der fibularen Bänder des Sprunggelenkes) zu. Am 21. Dezember 2010 wurde im G.____ eine OSG-Arthroskopie mit lateraler und media ler Bandplastik durchgeführt. Am 18. Februar 2011 attestierte Dr. med. H.____, FMH Ortho pädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, eine volle Arbeitsfähigkeit ab 21. Februar 2011. Da der Versicherte unter persistierenden Schmerzen im rechten Fuss mit Ausstrahlung in Knie und Hüfte litt, wurde er im I.____ vorstellig. Am 31. Januar 2012 erfolgte eine weitere OSG-Arthroskopie, anlässlich welcher eine laterale Band- und eine Peronealsehnenrekonstruktion vorgenommen wurden. Am 24. August 2012 diagnostizierte Dr. med. J.____, Obera rzt Orthopädie am Universitätsspital Basel, eine sudeckoide Reaktion bei Status nach lateraler Bandrevision. Vom 26. April 2012 bis 21. Juni 2012 war der Versicherte in den K.____ zur sta tionären Behandlung. Es wurden eine mittelgradige depressive Episode und eine somatoforme Sch merzstörung festgestellt (vgl. Be- richt vom 28. September 2012). Anschliessend nahm er eine ambulante psychiatrische Behand- lung bei Dr. med. L.____, FMH Psychiatrie und Psychothera pie, auf. Am 3. Dezember 2012 erfolgte eine kreisärztliche Untersuchung bei Dr. E.___ _. Er stellte eine laterale Schmerzsymp- tomatik am rechten Fuss fest. Die Schraube nach Calcaneu sverlängerungsosteotomie sei tast- bar. Eine relevante Dystrophie sei nicht eruierbar. De r Kreisarzt kam zum Schluss, dass dem Versicherten zum aktuellen Zeitpunkt aus unfallkausaler S icht ganztags leichte, wechselbelas- tende und möglichst ebenerdige Tätigkeiten zumutbar se ien mit freier Wahl zwischen Sitzen, Stehen und Gehen. Von einer erheblichen Verbesserung der Beschwerden am rechten Fuss durch operative Massnahmen sei nicht auszugehen. Der Ver sicherte habe gleichentags noch eine Untersuchung im I.____. Erst nach Eingang des entsp rechenden Berichts sei zur Frage des Endzustandes Stellung zu nehmen (vgl. Notiz vom 3. D ezember 2012). Am 4. Januar 2013 wurde die Calcaneus-Schraube im I.____ entfernt (vgl. Operationsbericht vom 4. Januar 2013) und am 29. Januar 2013 ein unbefristetes Arbeitsunfähi gkeitszeugnis im Rahmen von 100% ausgestellt. Mit weiterem Bericht vom 25. Februar 201 3 führte Dr. J.____ an, dass die Fussbe- schwerden nicht zurückgingen. Eine Abklärung in M.____ wär e sinnvoll, um beurteilen zu kön- nen, ob ein chronifiziertes Schmerzsyndrom oder eine rheum atologische Erkrankung mit ur- sächlich seien. Dr. E.____ schlug einen stationären Aufenthalt in der F.____ vor, womit sich der Versicherte einverstanden erklärte. Er weilte dort vom 7 . Mai 2013 bis 28. Mai 2013. Gemäss Austrittsbericht vom 31. Mai 2013 wurde eine erhebliche Symptomausweitung festgestellt, wel- che auf eine psychische Störung zurückzuführen sei. In Bezug auf die Fussbeschwerden gäbe es keine Anhaltspunkte für ein Morbus Sudeck. Klinisch b eständen auch keine Hinweise für eine Läsion des zentralen oder peripheren Nervensystems. Die radiologischen Aufnahmen zeigten stationäre degenerative Veränderungen im OSG. Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit habe - neben den Beschwerden am rechten Fuss - vor allem di e psychische Störung; in geringerem Ausmass die Beschwerden am rechten Knie und am thorako lumbalen Rücken. Aus somati- scher Sicht seien dem Versicherten leichte bis mittelschwere wechselbelastende Arbeiten ganz- tags zumutbar. Bezüglich des rechten Fusses sei darauf zu acht en, dass Vibrationen und Schläge, Zwangshaltungen und wiederholtes Treppen- od er Leiternsteigen mit Gewichten so- wie Arbeiten an sturzexponierten Stellen und in unebe nem Gelände vermieden würden. Zwangshaltungen seien auch für das rechte Knie nicht id eal. Aufgrund der degenerativen Ver- änderungen am Rücken seien wechselbelastende Tätigkeiten mit länger dauernden vorgeneig- ten und/oder verdrehten Rumpfpositionen nicht zumutbar. Unerwartete, asymmetrische Lasten- einwirkungen seien ebenfalls ungünstig. Aktuell sei der Versicherte aber aus psychiatrischer Sicht nicht arbeitsfähig. 5.3 Dr. E.____ ging aufgrund des medizinischen Verlaufs am 14. Juni 2013 von einem End- zustand der Beschwerden am rechten Fuss aus. Der Beschwerd eführer wehrt sich gegen den Fallabschluss mit der Begründung, dass der Kreisarzt die S udeck-Problematik ausgeblendet habe. Überhaupt habe er die gesundheitliche Situatio n falsch eingeschätzt, da trotz Annahme des Endzustandes eine weitere Operation am Fuss notwendig gewesen sei. Zur Beurteilung des Endzustandes sei deshalb ein externes medizinisches Gutachten in Auftrag zu geben. 5.4 Anspruch auf ein Gerichtsgutachten besteht rechtsprech ungsgemäss, wenn die Abklä- rungsergebnisse aus dem Verwaltungsverfahren in rechtser heblichen Punkten nicht ausrei- chend beweiswertig sind (BGE 137 V 210 E. 4.4.1). Zu beachten ist diesbezüglich, dass Berich- ten versicherungsinterner medizinischer Fachpersonen praxis gemäss nicht dieselbe Beweis- kraft zukommt, wie einem gerichtlichen oder einem im Verfahren nach Art. 44 ATSG vom Versi- cherungsträger in Auftrag gegebenen Gutachten. Soll ein Versicherungsfall ohne Einholung eines externen Gutachtens entschieden werden, so sind an di e Beweiswürdigung strenge An- forderungen zu stellen. Bestehen auch nur geringe Zwe ifel an der Zuverlässigkeit und Schlüs- sigkeit der versicherungsinternen ärztlichen Feststellungen, so sind ergänzende Abklärungen vorzunehmen (BGE 135 V 465 E. 4.4). 5.5 Den Einwänden des Beschwerdeführers gegen den Falla bschluss in Bezug auf die Be- schwerden des rechten Fusses kann nicht gefolgt werden. I m Zeitpunkt der Beurteilung des Endzustandes durch den Kreisarzt am 14. Juni 2013 bestand keine Sudeck-Problematik mehr. Die Diagnose eines Morbus Sudeck wurde erstmals vom behand elnden Facharzt Dr. J.____ anlässlich einer Verlaufskontrolle am 25. Juni 2012 nac h der lateralen Bandrevision im Januar 2012 diagnostiziert (vgl. Verlaufsbericht vom 24. August 2012). Die Diagnose wurde mit Zwi- schenbericht vom 29. Oktober 2012 bestätigt. Im Operati onsbericht vom 4. Januar 2013 zur Entfernung der Calcaneus-Schraube wurde lediglich no ch von einem Verdacht auf ein Morbus Sudeck mit Rötung und Hyperhydrosis des Fussgelenkes gesproch en. Bereits im Bericht vom 29. Januar 2013 war für Dr. J.____ die Sudeck-Problemat ik kein Thema mehr. Gemäss Bericht von Dr. J.____ vom 25. Februar 2013 wurde neu der Urs prung der noch bestehenden Be- schwerden in einem chronifizierten Schmerzsyndrom bzw. einer rheumatologischen Erkrankung vermutet. Schliesslich verneinten die Ärzte der F.____ a usdrücklich einen Morbus Sudeck (vgl. Austrittsbericht der F.____ vom 31. Mai 2013). Bei die ser Ausgangslage gab es für den Kreis- arzt keinen Grund, bei der Beurteilung des Endzustandes am 14. Juni 2013 auf die Sudeck- Problematik einzugehen. Aus einem aktuellerem Bericht des G.____ vom 22. August 2014 geht ebenfalls hervor, dass es keine Anzeichen für ein Morbus Sudeck gebe. 5.6 Bei der vom Beschwerdeführer angesprochenen, erneu ten Operation am rechten Fuss handelte es sich um eine Infiltration, d.h. um eine Schmerzbehandlung, welche am 16. Septem- ber 2014 und somit ein Jahr nach Fallabschluss im G.___ _ durchgeführt wurde. Ein Endzu- stand bedeutet nicht, dass kein Bedarf mehr an medizinische r Behandlung gegeben ist. Der Endzustand liegt vor, wenn von der Fortsetzung der ärztli chen Behandlung keine namhafte Besserung des Gesundheitszustandes bzw. keine Steigerung de r unfallbedingten Arbeitsunfä- higkeit mehr erwartet werden kann. Aufgrund der bereits ohne eine solche Schmerzbehandlung festgestellten vollständigen Arbeitsfähigkeit bezügli ch der Fussbeschwerden in einer den Be- schwerden angepassten Tätigkeit durfte die SUVA davon au sgehen, dass keine namhafte Ver- besserung durch weitere Eingriffe zu erreichen gewese n wäre (vgl. Austrittsbericht der F.____ vom 31. Mai 2013). So empfahlen die Ärzte in F.____ zur Besserung der Schmerzproblematik nur noch konservative Massnahmen. Auch der Kreisarzt ging anlässlich seiner Untersuchung am 3. Dezember 2012 davon aus, dass eine erhebliche Besser ung der Beschwerden am rech- ten Fuss durch weitere operative Massnahmen unwahrscheinli ch sei. Der Fallabschluss war somit im Zeitpunkt der Verfügung vom 4. September 201 3 aufgrund der gegebenen medizini- schen Lage rechtens. Bestätigt wird dieser Entscheid durch den Verlaufsbericht des G.____ vom 26. September 2014, wonach die Infiltration keine Verbesserung des Zustandes gebracht habe und von chirurgischer Seite her äusserste Zurückhaltu ng für weitere operative Eingriffe empfohlen wurde, da weder aufgrund des SPECT-CT noch aufgrund der Elektroneurographie eine Indikation für weitere Massnahmen gegeben war (vgl. Bericht vom 26. September 2014). 6.1 Umstritten ist weiter, ob neben den Beeinträchtig ungen am rechten Fuss auch die Rückenbeschwerden unfallkausal sind. Der Beschwerdeführer m acht geltend, dass die Rü- ckenschmerzen durch das Schonhinken entstanden und somit mittelbar unfallbedingt seien. Er bezieht sich dabei auf den Bericht von Dr. C.____ vom 29 . April 2013. Die SUVA erachtet da- gegen die Beurteilungen der Kreisärzte Dr. E.____ und Dr. D.____ als massgebend. 6.2 Aus den Akten geht hervor, dass der Beschwerdeführer erstmals am 13. November 2012 wegen Lumbalgien in der Sprechstunde von Dr. C._ ___ war. Sie verordnete Physiothera- pie und veranlasste eine radiologische Abklärung (vgl. Be richt vom 20. November 2012). Das am 19. Dezember 2012 durchgeführte MRT der LWS zeigte auf Höhe L3/L4 und L4/L5 eine Diskopathie mit Protrusion ohne Herniation sowie einen Riss des posterioren Abschnittes des Anulus fibrosus auf Höhe L4/L5. Dieser Riss erkläre die Schmerzsymptomatik. Durch die an- dauernde asymmetrische Belastung komme es lumbal zu rezidi vierenden Schmerzexaberatio- nen (Bericht von Dr. C.____ vom 28. Januar 2013). Anläs slich einer Verlaufskontrolle kam Dr. C.____ zum Schluss, dass der degenerative Prozess, welcher b ei jedem Patienten genetisch festgelegt sei, wegen der asymmetrischen Belastung der L WS infolge der Unfallbeschwerden beschleunigt werden könne. Da der Versicherte vor dem U nfallereignis bezüglich des Rückens beschwerdefrei gewesen sei, seien die seit dem Unfalle reignis aufgetretenen lumbalen Schmerzen mit dem Unfallereignis zusammenhängend (vgl. B ericht von Dr. C.____ vom 29. April 2013). Gemäss Austrittsbericht der F.____ vom 31. Mai 2013 wurd en die Rückenbeschwerden als krankheitsbedingt beurteilt, ohne die Frage einer mög lichen Beschleunigung des degenerativen Prozesses durch eine asymmetrische Belastung zu diskutieren. Im Vordergrund stand vielmehr die erhebliche Symptomausweitung durch die psychische Stör ung. Dr. E.____ vertrat am 14. Juni 2013 die Auffassung, dass die Degeneration an der LWS ein eigenständiger Krankheits- prozess sei, welcher nicht im Zusammenhang mit dem Unfall stehe. Eine Fehlbelastung ver- stärke den degenerativen Prozess nicht (vgl. Notiz vom 14. J uni 2013). Schliesslich befasste sich Dr. D.____ in einem Aktengutachten mit der Unfall kausalität der Rückenbeschwerden. Da- bei setzte er sich mit allen Arztberichten vom ersten und zweiten Unfall und den MRT-Bildern detailliert auseinander und nahm eine umfangreiche L iteraturrecherche vor. Zusammenfassend stellte er fest, dass die vom Versicherten beklagten Rücken beschwerden keiner strukturellen Läsion der Wirbelsäule zuzuordnen seien. Das Ausmass der geklagten Schmerzen sei aus or- thopädisch-chirurgischer Sicht nicht erklärbar, aber im Rahmen der somatoformen Schmerzstö- rung und der mittelgradigen Schmerstörung. Zudem sei nicht ausgewiesen, dass ein Vorzu- stand durch das asymmetrische Gangbild vorübergehend ode r richtungsgebend verschlimmert worden sei. Die geklagten Rückenbeschwerden seien demnach mit überwiegender Wahr- scheinlichkeit nicht unfallbedingt. 6.3 Allein gestützt auf die Aussagen von Dr. C.____ in i hrem Bericht vom 29. April 2013 kann nicht geschlossen werden, dass die Rückenbeschwerden des Versicherten unfallkausal sind. Zwar mag die erste Aussage, dass der degenerative P rozess, welcher genetisch festge- legt sei, durch eine asymmetrische Belastung der LWS besc hleunigt werden kann, in vereinzel- ten Fällen zutreffen. Nach der vertieften Recherche vo n Dr. D.____ zu diesem Thema trifft dies im vorliegenden Fall jedoch nicht zu. Soweit der Beschw erdeführer geltend macht, dass Dr. D.____ aufgrund der Studien von Harrington die Kausal ität hätte bejahen müssen, kann ihm nicht gefolgt werden. Harrington führte an, dass das H inken schwer und dauerhaft sein müsse, um „einen Einfluss auf die Verursachung oder Verschlimm erung von degenerativen Verände- rungen der Wirbelsäule“ zu haben. Ein solches schweres u nd dauerhaftes Hinken ist nach der differenzierten Auseinandersetzung von Dr. D.____ mit allen Arztberichten nicht dokumentiert. Der zweiten Aussage von Dr. C.____, dass die Rückenbeschwer den unfallkausal seien, weil der Versicherte vor dem Unfall beschwerdefrei gewesen sei , kann so ebenfalls nicht gefolgt werden. Es fehlt an einer konkreten, fallbezogenen Beg ründung der Kausalitätsaussage. So wird nicht Bezug genommen auf Schwere und Dauer des Hinkens, die die Rückenbeschwerden ausgelöst haben. Auch fehlt es an einer Würdigung der vorangegangen Berichte, insbesondere des Berichts der F.____ und der Feststellung, dass eine m assgebende Symptomausweitung vorliegt. Es sind auch keine Vergleichsbilder vorhanden, die ihre Schlussfolgerung objektiv un- termauern könnten. Es liegen einzig MRT-Bilder von Sept ember 2013 vor. So stellt die strittige Aussage von Dr. C.____, dass aufgrund der vorherigen Besch werdefreiheit des Versicherten von einer Unfallkausalität der Rückenbeschwerden auszuge hen sei, lediglich eine Vermutung dar. Eine fundierte Begründung für die Annahme eine s Kausalzusammenhangs fehlt hingegen. Die Auseinandersetzung von Dr. D.____ mit dem Thema ist dagegen schlüssig und nachvoll- ziehbar. Er zeigt einleuchtend auf, dass die Rückenbeschwe rden im vorliegenden Fall nicht überwiegend wahrscheinlich in Zusammenhang mit den Unfällen stehen. Darauf ist abzustellen. Anlass für weitere medizinische Abklärungen besteht nicht. 6.4 In diesem Zusammenhang ist zu erwähnen, dass weitere Untersuchungen im Kan- tonsspital Liestal erfolgten. Am 3. September 2014 wa r der Versicherte im Rahmen einer Ver- laufskontrolle in der Fuss- und Sprunggelenkssprechstund e. Im Bericht vom 18. September 2014 wird erwähnt, dass Dr. med. N.____ als Wirbelsäule nspezialist auf Anfrage des Rechts- vertreters des Versicherten um Klärung der Frage gebeten werde, ob die bestehenden Rücken- beschwerden kausal mit den Unfällen bzw. Operationen am rechten Fuss in Zusammenhang stehen könnten. Der Rechtsvertreter sei bereits telefonisch über die geringe Wahrscheinlichkeit eines Zusammenhangs informiert worden. Dr. N.____ veran lasste nach der Sprechstunde vom 18. September 2014 eine erneute Bilduntersuchung mittels Kernspin-Diagnostik und Funktions- aufnahmen (vgl. Bericht vom 18. September 2014). Weitere Arztberichte finden sich nicht in den Akten, was vermuten lässt, dass es keine neuen relevanten Erkenntnisse aus den Zusatzunter- suchungen gegeben hat. 6.5 Nicht zuletzt ist anzumerken, dass die Ärzte der F.__ __ die Rückenbeschwerden zwar klar als krankheitsbedingt beurteilt haben. Bei der Zum utbarkeitsbeurteilung wurden sie aber mitberücksichtigt. Somit ist dem Beschwerdeführer unabhän gig davon, ob die Rückenbe- schwerden kausal sind oder nicht, aus somatischer Sicht eine ganztägige beschwerdeange- passte Tätigkeit zumutbar. 7. Der Beschwerdeführer macht schliesslich in seiner Replik vom 18. November 2014 gel- tend, dass nun neurologische Beeinträchtigungen festgest ellt worden seien, weshalb eine neu- rologische Begutachtung indiziert sei. In Bezug auf die Rückenbeschwerden führte Dr. N.____ in seinem Bericht vom 18. September 2014 an, dass der V ersicherte in der klinischen Untersu- chung grob neurologisch unauffällig sei. In Bezug auf die Fussbeschwerden erfolgte eine neuro- logische Abklärung bei Dr. med. O.____, FMH Neurologie , in Liestal. Multiple Schädigungen einzelner sensibler Nervenfasern seien nachweisbar, die objektiven Befunde seien aber gering- fügig. Ein relevantes Nervenentrapment mit Indikation zur operativen Dekompression liege nicht vor (vgl. Bericht vom 4. September 2014). Aufgrund die ser spezialärztlichen Feststellungen er- übrigt sich derzeit eine gutachterliche Abklärung. 8. Im Ergebnis ist somit festzuhalten, dass der Fallabschl uss per 31. August 2013 zu Recht erfolgt ist und ein natürlicher und adäquater Kausalzus ammenhang zwischen den Rückenbe- schwerden und dem Unfall vom 27. September 2010 bzw. d emjenigen vom 26. August 2005 nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit geben ist. Fo lglich ist die SUVA lediglich für die Fussbeschwerden leistungspflichtig. 9. Nach Art. 16 ATSG hat die Invaliditätsbemessung bei erwerbstätigen Versicherten auf- grund eines Einkommensvergleichs zu erfolgen. Dazu wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Be- handlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durc h eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (Invalid eneinkommen), in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie ni cht invalid geworden wäre (Vali- deneinkommen). Der Einkommensvergleich hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die beiden hypothetischen Erwerbseinkommen ziffernmässig mög lichst genau ermittelt und einan- der gegenüber gestellt werden, worauf sich aus der Einko mmensdifferenz der Invaliditätsgrad bestimmen lässt (BGE 104 V 136). Nach der Rechtsprechung des Bundesgerichts sind für den Einkommensvergleich grundsätzlich die Verhältnisse im Zeit punkt des Beginns des Rentenan- spruchs massgebend (vgl. BGE 129 V 222, 128 V 174). Der Rentenanspruch entsteht gemäss Art. 19 Abs. 1 UVG, sobald von der Fortsetzung der ärzt lichen Behandlung keine namhafte Besserung des Gesundheitszustandes der versicherten Person mehr erwartet werden kann und allfällige Eingliederungsmassnahmen der Invalidenversicherung abgeschlossen sind (sog. End- zustand). Gestützt auf den kreisärztlichen Bericht vom 14. Juni 2013 war der Endzustand zu diesem Zeitpunkt erreicht. Gemäss Mitteilung vom 17. Juli 2013 erfolgte die Einstellung der Heilkosten- und Taggeldleistungen per 31. August 2013. Demgemäss ist für die Beurteilung des Rentenanspruchs der 1. September 2013 massgebend. 10. Bei der Bemessung des Valideneinkommens ist entscheid end, was die versicherte Per- son im massgebenden Zeitpunkt nach dem Beweisgrad der ü berwiegenden Wahrscheinlichkeit als gesunde Person tatsächlich verdienen würde. Die Einkommensermittlung hat so konkret wie möglich zu erfolgen, weshalb in der Regel vom letzten Lohn, den die versicherte Person vor Eintritt des Gesundheitsschadens erzielte, auszugehen ist ( BGE 134 V 322 E. 4.1; Urteile des Bundesgerichts vom 4. April 2012, 8C_793/2011, E. 3.1 und vom 26. November 2002, I 491/01, E. 2.3.1 mit zahlreichen Hinweisen). Der Versicherte arbeitete vor seinem Unfall bei der B.____. Im Februar 2012 ging die Firma Konkurs (vgl. SUVA-Akte Nr. 207). Unter diesen Umständen zog die SUVA zu Recht die Tabellenlöhne der Schweizerisch en Lohnstrukturerhebung (LSE) des Bundesamtes für Statistik (BFS) 2010 bei. Sie stell te auf die LSE 2010, Nordwestschweiz, Tabelle TA1, Total, Kategorie 4 (einfache und repetitive Tätigkeiten), Männer (Fr. 4‘936.-- bei 40 Wochenstunden) ab. Diesen Lohn passte sie der betriebsüblichen durchschnittlichen Arbeitszeit von 41,7 Stunden und der Nominallohnentwicklung bis ins Jahr 2013 (1% [2011], 0,8% [2012] und 0,5% [2013]) an. Folglich resultierte für das Jahr 2013 ein Lohn von Fr. 63‘180.--. Die Be- rechnung des Validenlohnes ist nicht zu beanstanden. Sowei t der Rechtsvertreter geltend macht, dass die SUVA nicht dargelegt habe, auf welchen Wirtschaftszweig und welches Anfor- derungsniveau sie sich abgestützt habe, kann ihm nicht g efolgt werden. In der Verfügung vom 4. September 2013 werden die Berechnungsgrundlagen a ufgezeigt. Zuzustimmen ist dem Rechtsvertreter jedoch darin, dass die in der Verfügung erwähnte „Verdienstzahl“ von Fr. 9‘436.-- für Verwirrung sorgt. Aus dem Einspracheentscheid vom 29. Juni 2014 wird ersichtlich, dass es sich bei diesem Betrag nicht um das monatliche Ei nkommen handelt. Vielmehr sollte damit die Lohneinbusse aufgezeigt werden, wobei diese korrekterweise Fr. 7‘172.-- beträgt und nicht Fr. 9‘436.--. Der Rechtsvertreter des Beschwerdefüh rers sprach die SUVA auf diese Un- stimmigkeiten in seiner Replik vom 18. November 2014 an. Der Duplik vom 3. Dezember 2012 lässt sich allerdings keine klärende Antwort zu dieser Frage entnehmen. 11.1 Für die Festsetzung des Invalideneinkommens ist nach der Rechtsprechung primär von der beruflich-erwerblichen Situation auszugehen, in we lcher die versicherte Person konkret steht. Vorliegend geht der Versicherte keiner Erwerbstät igkeit mehr nach. Im Einkommensver- gleich ist deshalb von einem hypothetischen Invalidenein kommen auszugehen. Um dieses zu ermitteln, können nach der Rechtsprechung entweder Ta bellenlöhne gemäss LSE oder die so- genannten Zahlen der DAP (Dokumentation von Arbeits plätzen) herangezogen werden (BGE 126 V 76 E. 3b mit Hinweisen; RKUV 1999 Nr. U 343 S. 412). 11.2 Im Entscheid BGE 129 V 472 ff. befasste sich das Bu ndesgericht ausführlich mit der Invaliditätsbemessung aufgrund von Arbeitsplatzbeschrei bungen aus der von der SUVA ge- schaffenen DAP und stellte fest, dass die für die Invalid itätsbemessung herangezogenen DAP- Profile im konkreten Einzelfall repräsentativ sein müssen. Es genügt daher nicht, wenn lediglich ein einziger oder einige wenige zumutbare Arbeitsplätze angegeben werden, weil es sich dabei sowohl hinsichtlich der Tätigkeit als auch des bezahlten Lohnes um Sonder- oder Ausnahmefäl- le handeln kann. Vielmehr muss der Unfallversicherer m indestens fünf DAP-Blätter auflegen, damit die Repräsentativität der DAP-Profile als gegebe n betrachtet werden kann. Zusätzlich sind Angaben zu machen über die Gesamtzahl der aufgrun d der gegebenen Behinderung der versicherten Person in Frage kommenden dokumentierten Ar beitsplätze, über den Höchst- und den Tiefstlohn sowie über den Durchschnittslohn der dem jeweils verwendeten Behinderungs- profil entsprechenden Gruppe. Dadurch wird eine hinr eichende Überprüfung des dem Unfall- versicherer bei der Auswahl der DAP-Blätter zustehenden E rmessens ermöglicht. Sind die er- wähnten verfahrensmässigen Anforderungen nicht erfüllt, kann nicht auf den DAP- Lohnvergleich abgestellt werden (vgl. zitiertes Urteil, E. 4.2.2; vgl. auch BGE 139 V 595 f. E. 6.3). 11.3 Vorliegend ermittelte die SUVA das Invalideneinko mmen aufgrund der DAP und legte hierzu insgesamt fünf DAP-Blätter für 2013 auf. Gestü tzt auf die darin enthaltenen Lohnanga- ben bezifferte sie das massgebende Jahreseinkommen mit Fr. 56'008.--. Darüber hinaus mach- te sie Angaben über die Gesamtzahl der aufgrund der g egebenen Behinderung des Versicher- ten in Frage kommenden dokumentierten Arbeitsplätze (insgesamt 39 DAP), über den dabei erzielbaren Höchstlohn (Fr. 60‘002.--), über den Tiefs tlohn (Fr. 52'014.--) sowie über den Durchschnittslohn der dem verwendeten Behinderungsprofil entsprechenden Gruppe (Fr. 56'008.--). Die Ermittlung des Invalideneinkommens ist nicht zu beanstanden und wird auch seitens des Beschwerdeführers nicht bestritten. 12. Stellt man im Einkommensvergleich dieses Invalideneink ommen von Fr. 56'008.-- dem Valideneinkommen von Fr. 63'180.-- gegenüber (vgl. E rwägung 6.3), so resultiert daraus eine Erwerbseinbusse von Fr. 7‘172.--, was einen Invaliditätsg rad von 11,35 % bzw. gerundet (vgl. zur Rundungspraxis BGE 130 V 121 ff.) von 11 % ergibt. A ls Ergebnis ist demnach festzuhal- ten, dass der Versicherte ab 1. September 2013 Anspruch auf eine auf einem Erwerbsunfähig- keitsgrad von 11 % basierende Invalidenrente der SUVA hat. Die Beschwerde ist demgemäss abzuweisen. 13. Gemäss Art. 61 lit. a ATSG ist der Prozess vor dem kan tonalen Gericht für die Parteien kostenlos. Es sind deshalb für den vorliegenden Prozess kei ne Verfahrenskosten zu erheben. Zufolge Bewilligung der unentgeltlichen Verbeiständu ng wird dem Rechtsvertreter des Be- schwerdeführers ein Honorar in der Höhe von Fr. 3‘686. -- (inkl. Auslagen und 8% Mehrwert- steuer) aus der Gerichtskasse ausgerichtet. Der Beschwerdeführer wird jedoch ausdrücklich auf § 53a Abs. 1 des Gesetzes über die Organisation der Geri chte vom 22. Februar 2001 aufmerk- sam gemacht, wonach eine Partei, der die unentgeltlich e Rechtspflege gewährt wurde, zur Nachzahlung verpflichtet ist, sobald sie dazu in der Lage ist. Demgemäss wird e r k a n n t : ://: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 2. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. 3. Die ausserordentlichen Kosten werden wettgeschlagen. Zufolge Bewilligung der unentgeltlichen Verbeiständun g wird dem Rechtsvertreter des Beschwerdeführers ein Honorar in der Höhe von Fr. 3‘686.-- (inkl. Auslagen und 8% Mehrwertsteuer) a us der Gerichts- kasse ausgerichtet. http://www.bl.ch/kantonsgericht