A bteilung IV D -2071/2007 spn/m al {T 0/2} U rte il v o m 2 6 . S e p te m b e r 2 0 0 7 R ichterin N ina Spälti G iannakitsas (Vorsitz), R ichterin M adeleine H irsig, R ichter Thom as W espi, G erichtsschreiber Lorenz M auerhofer. X._______, geboren _______, unbekannter H erkunft (angeblich Eritrea), w ohnhaft _______, Beschw erdeführerin, gegen B undesam t für M igration (B FM ), Q uellenw eg 6, 3003 Bern, Vorinstanz. Verfügung vom 12. M ärz 2007 i.S. N ichteintreten auf Asylgesuch und W egw eisung / N _______. B u n d e s v e rw a ltu n g s g e ric h t T rib u n a l a d m in is tra tif fé d é ra l T rib u n a le a m m in is tra tiv o fe d e ra le T rib u n a l a d m in is tra tiv fe d e ra l B esetzung P arteien G egenstandD -2071/2007 D as B undesverw altungsgericht stellt fest, dass die Beschw erdeführerin am 19. D ezem ber 2006 im Em pfangs- und Verfahrenszentrum des BFM in _______ ein Asylgesuch einreichte, dass sie am 12. Januar 2007 vom BFM kurz befragt und am 5. Februar 2007 von der zuständigen kantonalen Behörde einlässlich zu ihren G e- suchsgründen angehört w urde, dass sie dabei betreffend ihre H erkunft angab, sie sei in Äthiopien ge- boren und aufgew achsen, ihre Eltern seien jedoch eritreischer Ab- stam m ung, w eshalb sie eine Staatsangehörige von Eritrea sei, dass ihre Eltern im Jahre 1999 von den äthiopischen Behörden nach Eritrea ausgew iesen w orden seien, w orauf sie alleine an ihrem bisheri- gen H eim atort _______ verblieben sei, dass sie dort noch w ährend zw ei Jahren eine christliche Internats- schule besucht habe und noch w ährend einiger Zeit von der Schule aus nach H ause gegangen sei, bis das H aus ihrer Eltern versiegelt w orden sei, dass sie dann bei ihrem H albbruder _______ und dessen Fam ilie in der Stadt _______ gew ohnt habe, dass sie im Jahre 2003 zu ihrem Freund _______ nach _______ gezo- gen sei, w o ihr Freund einen kleinen Laden betrieben habe, dass ihr Freund – w elcher viel älter sei als sie – ein M itglied der Kinijit sei, diese unterstützt und an Versam m lungen teilgenom m en habe, w o- gegen sie selbst dam it nichts zu tun gehabt habe, dass sie und ihr Freund am 5. N ovem ber 2005 anlässlich einer D e- m onstration vor ihrem Laden verhaftet und bis zum 19. Juli 2006 im _______ G efängnis in H aft behalten w orden seien, dass m an sie persönlich w ährend der H aft nicht verhört habe, m ithin sie die G ründe für die 8-m onatige H aft nicht gekannt habe, dass sie einfach nur eingesperrt gew esen und in der H aft auch nicht geschlagen w orden sei, es im G efängnis aber fast keine N ahrung ge- S eite 2D -2071/2007 geben habe und sie desw egen im Verlauf der H aft in ein Spital über- w iesen w orden sei, dass sie schw anger gew esen sei, m an sie w egen M angelernährung habe behandeln m üssen und sie das Kind verloren habe, dass sie und ihr Freund gegen eine Kaution, w elche ein Freund von _______ aufgebracht habe, aus der H aft entlassen w orden seien, dass sie und ihr Freund sich vor einer erneuten Verhaftung gefürchtet hätten, es ferner Problem e m it ihrem H albbruder _______ gegeben habe, da ihr Freund _______ ein C hrist sei, und ausserdem ihr provi- sorischer Ausweis abgelaufen sei, dass sie und ihr Freund deshalb ein paar M onate später in den Sudan gereist seien, w o in _______ ihr O nkel w ohnhaft sei, dass sie persönlich eigentlich zu ihren Eltern nach Eritrea habe reisen w ollen, ihr O nkel aber davon abgeraten habe, da es schw ierig w äre, dorthin zu gelangen, sie in Eritrea nach _______ ins M ilitär m üsste und die R egierung die Bevölkerung unter D ruck setze, dass sie und ihr Freund nach Libyen gereist seien, w o beide an der G renze verhaftet w orden seien, dass m an die Beschw erdeführerin nach fünf Tagen w ieder freigelassen habe, w ogegen ihr Freund in H aft behalten w orden sei, dass sie in der Folge – nach über einem M onat W arten auf ihren Freund – alleine w eitergereist sei, auf dem Seew eg Italien erreicht habe und von dort in die Schw eiz gelangt sei, dass sie in der Vergangenheit den Kontakt zu ihren Eltern verloren und erst im Sudan von ihrem O nkel erfahren habe, dass sich ihre Eltern in _______ aufhalten w ürden, beziehungsw eise ihr erst in der Schw eiz durch einen Zufall bekannt gew orden sei, dass ihre Eltern in _______ w ohnhaft seien, dass die Beschw erdeführerin anlässlich der Einreichung ihres Asylge- suches beim BFM eine auf sie lautende äthiopische R esidenzkarte für eritreische Staatsangehörige sow ie zw ei auf ihre Eltern lautende erit- reische Identitätskarten abgab, S eite 3D -2071/2007 dass sie dazu ausführte, einen Pass oder eine Identitätskarte habe sie nie besessen, sondern einzig die R esidenzkarte, w elche ihr vom äthio- pischen M igrationsbüro in _______ ausgestellt w orden sei, und die Identitätskarten habe sie nach der Ausw eisung ihrer Eltern zuhause behändigt und ihren Eltern m itbringen w ollen, dass das BFM die vorgelegten Papiere einer am tsinternen D okum en- tenprüfung unterzog, in deren Folge die vorgelegten eritreischen Iden- titätskarten der Eltern und die R esidenzkarte der Beschw erdeführerin als gefälscht respektive verfälscht erkannt w urden, dass das BFM der Beschw erdeführerin m it Schreiben vom 23. Februar 2007 Frist zur Stellungnahm e einräum te, das Schreiben jedoch m it dem Post-Verm erk „nicht abgeholt“ ans BFM zurückging, dass das BFM m it Verfügung vom 12. M ärz 2007 – in Anw endung von A rt. 32 Abs. 2 Bst. a des Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 (AsylG , SR 142.31) – auf das Asylgesuch der Beschw erdeführerin nicht eintrat, verbunden m it der Anordnung der W egw eisung aus der Schw eiz und des W egw eisungsvollzuges (vgl. für die Begründung nachfolgende Er- w ägungen), dass auch diese Sendung von der Post m it dem Verm erk „nicht abge- holt“ ans BFM retourniert w urde, dass die Beschw erdeführerin am 20. M ärz 2007 gegen den Entscheid des BFM beim Bundesverw altungsgericht Beschw erde erhob, dass sie in ihrer Eingabe die Aufhebung der angefochtenen Verfügung und R ückw eisung der Sache an die Vorinstanz, eventualiter die G e- w ährung einer vorläufigen Aufnahm e in der Schw eiz beantragte und um G ew ährung der unentgeltlichen R echtspflege (E rlass der Verfah- renskosten und unentgeltliche Verbeiständung) sow ie um Anordnung vollzugshem m ender M assnahm en ersuchte (vgl. für die Begründung nachfolgende Erw ägungen), dass m it Zw ischenverfügung des Bundesverw altungsgerichts vom 26. M ärz 2007 auf das Erheben eines Kostenvorschusses verzichtet, für den Entscheid über das G esuch um E rlass der Verfahrenskosten auf einen späteren Zeitpunkt verw iesen und das G esuch um unentgelt- liche Verbeiständung abgew iesen w urde, S eite 4D -2071/2007 dass das BFM gleichzeitig zur Vernehm lassung eingeladen w urde, dass die m it der Betreuung und U nterbringung der Beschw erdeführe- rin beauftragte O rganisation am 27. M ärz 2007 (Poststem pel) an das Bundesverw altungsgericht gelangte, auf gew isse U nstim m igkeiten bei der Zustellung des angefochtenen Entscheides verw ies und um eine nochm alige Zustellung des Entscheides sow ie der editionspflichtigen Akten ersuchte, dass m it Zw ischenverfügung des Bundesverw altungsgerichts vom 2. April 2007 das BFM angew iesen w urde, der Beschw erdeführerin nochm als Akteneinsicht zu gew ähren, dass der Beschw erdeführerin gleichzeitig die M öglichkeit eingeräum t w urde, innert Frist eine allfällige Beschw erdeergänzung nachzurei- chen, dass das BFM am 4. April 2007 w eisungsgem äss nochm als Aktenein- sicht gew ährte, dass die Beschw erdeführerin am 5. April 2007 eine kurze Beschw erde- ergänzung nachreichte, dass das BFM in seiner Vernehm lassung vom 2. M ai 2007 – unter Ver- w eis auf seine bisherigen Erw ägungen – die Abw eisung der Be- schw erde beantragte, dass die vorinstanzliche Vernehm lassung der Beschw erdeführerin am 10. M ai 2007 zur Kenntnisnahm e zugestellt w urde, und zieht in Erw ägung, dass das Bundesverw altungsgericht endgültig über Beschw erden ge- gen Verfügungen des BFM auf dem G ebiet des Asyls entscheidet (A rt. 105 AsylG i.V.m . A rt. 31 - 34 des Verw altungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [VG G , SR 173.32]; A rt. 83 Bst. d Ziff. 1 des Bundesge- richtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BG G , SR 173.110]), dass m it Beschw erde an das Bundesverw altungsgericht die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige oder unvollständige Feststellung des S eite 5D -2071/2007 rechtserheblichen Sachverhalts und die U nangem essenheit gerügt w erden können (A rt. 106 Abs. 1 AsylG ), dass die Beschw erdeführerin legitim iert ist, w eshalb auf die frist- und form gerecht eingereichte Beschw erde einzutreten ist (A rt. 108a AsylG und A rt. 6 AsylG i.V.m . A rt. 48 und 52 des Verw altungsverfahrensge- setzes vom 20. D ezem ber 1968 [Vw VG , SR 172.021]), dass die Beurteilung von Beschw erden gegen N ichteintretensentschei- de grundsätzlich auf die Ü berprüfung der Frage beschränkt ist, ob die Vorinstanz zu R echt auf das Asylgesuch nicht eingetreten ist, dass dem entsprechend im Fall der Begründetheit des R echtsm ittels die angefochtene Verfügung aufzuheben und die Sache zu neuer Ent- scheidung an die Vorinstanz zurückzuw eisen ist (Entscheidungen und M itteilungen der Schw eizerischen Asylrekurskom m ission [EM AR K] 2004 N r. 34 E. 2.1 S. 240 f.), dass indes beim N ichteintretenstatbestand von A rt. 32 Abs. 2 Bst. a i.V.m . Abs. 3 AsylG (in Kraft seit dem 1. Januar 2007), auf w elchen sich die angefochtene Verfügung stützt, die Besonderheit besteht, dass das BFM im R ahm en einer sum m arischen Prüfung das offenkun- dige N ichterfüllen der Flüchtlingseigenschaft im Sinne von A rt. 3 AsylG und das offenkundige Fehlen von W egw eisungsvollzugshindernissen zu beurteilen hat (vgl. dazu nachfolgend), w eshalb insow eit bei dage- gen erhobenen Beschw erden auch die Flüchtlingseigenschaft Pro- zessgegenstand bildet (vgl. zur Publikation vorgesehenes U rteil BVG E D -688/2007 vom 11. Juli 2007 E. 2.1), dass hinsichtlich der Frage der W egw eisung und deren Vollzugs die Beurteilungszuständigkeit des Bundesverw altungsgerichts nicht be- schränkt ist, w eil das BFM sich diesbezüglich auch m ateriell zur Sache zu äussern hatte (vgl. dazu unten), dass gem äss A rt. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG auf ein Asylgesuch nicht ein- getreten w ird, w enn Asylsuchende den Behörden nicht innerhalb von 48 Stunden nach Einreichung des G esuchs R eise- oder Identitätspa- piere abgeben, dass diese Bestim m ung jedoch keine Anw endung findet, w enn Asylsu- chende glaubhaft m achen können, sie seien dazu aus entschuldbaren G ründen nicht in der Lage (A rt. 32 Abs. 3 Bst. a AsylG ), oder w enn auf S eite 6D -2071/2007 G rund der Anhörung sow ie gestützt auf A rt. 3 und 7 AsylG die Flücht- lingseigenschaft festgestellt w ird (A rt. 32 Abs. 3 Bst. b AsylG ) oder w enn sich auf G rund der Anhörung die N otw endigkeit zusätzlicher Ab- klärungen zur Feststellung der Flüchtlingseigenschaft oder eines W eg- w eisungsvollzugshindernisses ergibt (A rt. 32 Abs. 3 Bst. c AsylG ), dass das BFM im angefochtenen Entscheid ausführt, die Beschw erde- führerin habe gefälschte respektive verfälschte Papiere eingereicht und vor diesem H intergrund lägen keine entschuldbaren G ründe für das Fehlen von R eise- oder Identitätspapieren vor, dass die Beschw erdeführerin den Feststellungen des BFM zum Ergeb- nis der am tsinternen D okum entenprüfung nichts Konkretes entgegen setzt, m ithin sie im R ahm en der Beschw erdeergänzung einzig aus- führt, sie habe m it ihren Eltern Kontakt aufgenom m en und benötige noch etw as Zeit, dam it sie ihre G eburtsurkunde beschaffen könne, das aufgrund der Akten m it dem BFM darin einig zu gehen ist, dass die Beschw erdeführerin keine hinreichenden, sondern bloss gefälschte respektive verfälschte Papiere eingereicht hat, dass dam it die G rundvoraussetzung für einen N ichteintretensentscheid in Anw endung von A rt. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG erfüllt ist, dass daran auch das sinngem ässe in Aussicht Stellen der N achrei- chung anderer respektive echter Papiere nichts zu ändern verm ag (vgl. dazu EM AR K 1999 N r. 16 E. 5), dass die Vorlage gefälschter oder verfälschter Papiere – w ie vom BFM zu R echt festgestellt – gegen das Vorliegen entschuldbarer G ründe für das Fehlen von R eise- oder Identitätspapieren spricht, w om it der Aus- schlussgrund nach A rt. 33 Abs. 2 Bst. a AsylG nicht erfüllt ist, dass das BFM im angefochtenen Entscheid w eiter ausführt, aufgrund des Verhaltens der Beschw erdeführerin (Einreichen gefälschter Papie- re), ihrer realitätsfrem den Angaben (angeblich kein Kontakt zu den El- tern w ährend Jahren) sow ie ihrer m angelhaften Sprachkenntnisse (die Beschw erdeführerin spreche nur Am harisch und verstehe Tigrinya kaum ) entbehre die geltend gem achte eritreische Staatsangehörigkeit jeder G rundlage, S eite 7D -2071/2007 dass betreffend die Frage der tatsächlichen H erkunft der Beschw erde- führerin – und dam it betreffend die Frage des W egw eisungsvollzuges – jedoch keine w eiteren Abklärungen notw endig seien, da die Be- schw erdeführerin dazu offensichtlich nicht den Tatsachen entsprechen- de Angaben m ache, w om it w eitere Abklärungen verunm öglicht w ürden und zugleich die U ntersuchungspflicht des BFM ihre G renze finde, dass die Beschw erdeführerin schliesslich die Flüchtlingseigenschaft offensichtlich nicht erfülle, da ihr Verhalten (Einreichen gefälschter Pa- piere) nicht jenem einer tatsächlich Verfolgten entspreche und ihre An- gaben zu den angeblich in Äthiopien erlittenen Verfolgungsm assnah- m en (8-m onatige H aft) unsubstanziiert und w idersprüchlich seien, dass die Beschw erdeführerin auch diesen Erw ägungen nichts Konkre- tes entgegen setzt, m ithin es sich bei ihrer Beschw erdeeingabe um eine bekannte Form ularbeschw erde handelt, in w elcher – ohne Bezug- nahm e auf den konkreten Einzelfall – am geltend gem achten Sachver- halt festgehalten und das Vorliegen einer relevanten G efährdung be- hauptet, zudem die R echtm ässigkeit der fünftägigen Beschw erdefrist im Falle von N ichteintretensentscheiden nach A rt. 108a AsylG bestritten und ferner das N achreichen einer Beschw erdeergänzung in Aussicht gestellt w ird, dass insow eit, als in der Beschw erde die R echtsstaatlichkeit der fünftägigen Beschw erdefrist von A rt. 108a AsylG bestritten w ird, auf die nach w ie vor gültigen und zutreffenden Erw ägungen in EM AR K 2004 N r. 25 zu verw eisen ist, dass der Beschw erdeführerin aufgrund der Akten (w egen unklarer Zu- stellm odalitäten) G elegenheit zur Beschw erdeergänzung eingeräum t w urde, dass die Beschw erdeführerin in ihrer Beschw erdeergänzung – über das sinngem ässe in Aussicht Stellen einer G eburtsurkunde hinaus – keine zusätzlichen Begründungselem ente einbringt, dass die Beschw erdeführerin dam it die Erw ägungen des BFM nicht zu entkräften verm ag, dass aufgrund der Akten die Feststellungen des BFM betreffend die offenkundige U nglaubhaftigkeit der G esuchsvorbringen zu bestätigen sind, S eite 8D -2071/2007 dass die Beschw erdeführerin gem äss den Akten durchaus zu detail- lierten Angaben in der Lage ist, hat sie doch beispielsw eise ihren R ei- sew eg von Äthiopien via den Sudan nach Libyen sow ie die U m stände der Verhaftung an der libyschen G renze übereinstim m end und hinrei- chend nachvollziehbar schildern können (vgl. act. A1, Ziff. 16, und A11, S. 14 und 15), dass dem gegenüber ihre Schilderungen zu den zentralen Elem enten ihres G esuches – insbesondere zur angeblich 8-m onatigen H aft von Ende 2005 bis M itte 2006 – praktisch durchw egs an der O berfläche bleiben und nicht auf einen realen H intergrund schliessen lassen, dass auch ihre Schilderungen zu ihren persönlichen U m ständen in der Zeit nach der angeblichen Ausw eisung ihrer Eltern im Jahre 1999 so- w ie zu ihren persönlichen U m ständen nach ihrem angeblichen U m zug zu ihrem Freund _______ sehr lückenhaft sind, dass die Schilderungen zur angeblichen H aft einzig hinsichtlich der geltend gem achten Erkrankung konkrete Elem ente erkennen lassen (H ospitalisation aufgrund von M angelernährung und Verlust der Schw angerschaft), im Ü brigen aber sehr dürftig sind, obw ohl die an- gebliche H aft erst kurz zurück liegen soll, von erheblicher D auer gew esen sei und m it Sicherheit sehr einschneidend gew esen w äre, dass die Beschw erdeführerin schliesslich – trotz angeblich erlittener H aft – keine eigene Auseinandersetzung m it den politischen Verhält- nissen in Äthiopien erkennen lässt, sondern diesbezüglich vollum fäng- lich auf ihren angeblich viel älteren Freund verw eist, dass vor diesem H intergrund die angeblich ausreiserelevante Furcht vor einer erneuten Verhaftung insgesam t nicht nachvollziehbar w ird, w om it sich nicht auf das Vorliegen einer relevanten G efährdungslage im Zeitpunkt der Ausreise schliessen lässt, dass das BFM daher zu R echt erkannt hat, dass die Flüchtlingseigen- schaft offensichtlich nicht gegeben ist (im Sinne von A rt. 32 Abs. 3 Bst. b AsylG ) dass auch im Ü brigen aufgrund der Akten – w ie nachfolgend aufgezeigt – keine N otw endigkeit zur Vornahm e von w eiteren Abklärungen zur Feststellung der Flüchtlingseigenschaft oder eines S eite 9D -2071/2007 W egw eisungsvollzugshindernisses besteht (im Sinne von A rt. 32 Abs. 3 Bst. c AsylG ), dass insbesondere die Prüfung von Identitätspapieren auf ihre Echtheit keine w eitere Abklärung in Bezug auf die Flüchtlingseigenschaft im Sinne von A rt. 32 Abs. 3 Bst. c AsylG darstellt (vgl. BVG E D -688/2007) dass bei dieser Sachlage der N ichteintretensentscheid in Anw endung von A rt. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG zu bestätigen ist, dass die Anordnung der W egw eisung zu bestätigen ist, da die Be- schw erdeführerin – abgesehen vom bisherigen Asylbew erberstatus – über keine Aufenthaltsbew illigung verfügt und keinen Anspruch auf Er- teilung einer solchen hat (A rt. 44 Abs. 1 AsylG ; EM AR K 2001 N r. 21), dass die Vorinstanz eine vorläufige Aufnahm e anzuordnen hat (gem äss den Bestim m ungen des Bundesgesetzes vom 26. M ärz 1931 über Aufenthalt und N iederlassung der Ausländer [AN AG , SR 142.20]), w enn der Vollzug der W egw eisung als unzulässig, unzum utbar oder unm öglich zu erkennen ist (A rt. 44 Abs. 2 AsylG ), dass angesichts der unbekannten H erkunft der Beschw erdeführerin die entsprechende Prüfung nur beschränkt m öglich ist, dass keine H inw eise auf Verfolgung oder Anhaltspunkte für eine m enschenrechtsw idrige Behandlung (im Sinne von A rt. 3 der Europäischen M enschenrechtskonvention vom 4. N ovem ber 1950 [EM R K, SR 0.101]) glaubhaft gem acht w urden, dass im Falle der Beschw erdeführerin – gem äss den Akten eine junge und gesunde Frau, w elche über eine angem essene Schulbildung ver- fügt – kein besonderes R isikoprofil und dam it keine individuellen Voll- zugshindernisse zu erblicken sind, dass schliesslich auch von der M öglichkeit des W egw eisungsvollzugs auszugehen ist, da es vorab Sache der Beschw erdeführerin ist, sich die von ihr benötigten R eisepapiere bei der für sie zuständigen Aus- landvertretung ihres H eim atstaates zu beschaffen, S eite 10D -2071/2007 dass unter diesen U m ständen der angeordnete W egw eisungsvollzug zu bestätigen ist, m ithin die Anordnung einer vorläufigen Aufnahm e ausser Betracht fällt, dass nach vorstehenden Erw ägungen die angefochtene Verfügung zu bestätigen und die eingereichte Beschw erde abzuw eisen ist, dass das G esuch um Erlass der Verfahrenskosten (im Sinne von A rt. 65 Abs. 1 Vw VG ) abzuw eisen ist, da die Beschw erdeführerin – entgegen der Aufforderung in der Zw ischenverfügung vom 26. M ärz 2007 – keinen Beleg für die von ihr geltend gem achte prozessuale Bedürftigkeit nachgereicht hat, dass dem nach die Kosten des Verfahrens von Fr. 600.-- der Beschw er- deführerin aufzuerlegen sind (A rt. 63 Abs. 1 Vw VG sow ie A rt. 2 und 3 des R eglem ents vom 11. D ezem ber 2006 über die Kosten und Ent- schädigungen vor dem Bundesverw altungsgericht [VG KE, SR 173.320.2]). (D ispositiv nächste Seite) S eite 11D -2071/2007 D em nach erkennt das B undesverw altungsgericht: 1. D ie Beschw erde w ird abgew iesen. 2. D as G esuch um E rlass der Verfahrenskosten w ird abgew iesen. 3. D ie Verfahrenskosten von Fr. 600.-- w erden der Beschw erdeführerin auferlegt. D ieser Betrag ist innert 30 Tagen zu G unsten der G erichts- kasse zu überw eisen. 4. D ieses U rteil geht an: - die Beschw erdeführerin (eingeschrieben; Beilage: Einzahlungs- schein) - die Vorinstanz, Abteilung Aufenthalt und R ückkehrförderung (R ef.- N r. N _______) - _______ D ie R ichterin: D er G erichtsschreiber: N ina Spälti G iannakitsas Lorenz M auerhofer Versand: S eite 12