A bteilung III C -2207/2007 {T 0 /2 } U rteil vom 9. Juli 2007 M itw irkung: M ichael Peterli, R ichter, G erichtsschreiberin G ross V._______, Serbien, Beschw erdeführer, vertreten durch H errn lic. iur. G ojko R eljic, R echtsberatung für Ausländer, G o-R e-M a, Q uaderstrasse 18/2, 7000 C hur, gegen Eidgenössische Invalidenversicherung (IV), IV-Stelle für Versicherte im A usland, Postfach 3100, 1211 G enf 2, Vorinstanz, betreffend Invalidenrente B u n d e s v e rw a ltu n g s g e ric h t T rib u n a l a d m in is tra tif fé d é ra l T rib u n a le a m m in is tra tiv o fe d e ra le T rib u n a l a d m in is tra tiv fe d e ra l2 Sachverhalt: A. M it Verfügung vom 2. Februar 2007 hat die IV-Stelle für Versicherte im Ausland (nachfolgend: IV-Stelle) das G esuch von V._______ um G ew äh- rung einer Invalidenrente abgew iesen. B. G egen diese Verfügung erhebt V._______ (nachfolgend: der Beschw erde- führer) m it Eingabe vom 23. M ärz 2007 über seinen in der Schw eiz ansäs- sigen R echtsvertreter Beschw erde beim Bundesverw altungsgericht. C . M it Verfügung vom 28. M ärz 2007 ersucht das Bundesverw altungsgericht die IV-Stelle um eine Vernehm lassung, w obei insbesondere das Zustellda- tum der angefochtenen Verfügung zu belegen sei. D . M it Vernehm lassung vom 29. M ai 2007 legt die IV-Stelle m it Verw eis auf ihre postalischen N achforschungen dar, dass die angefochtene Verfügung am 6. Februar 2007 bei der Post aufgegeben und am 7. Februar 2007 bei der Em pfangspost in A._______ eingegangen sei, w elche gleichentags vergeblich versucht habe, die Sendung zuzustellen, und diese anschlies- send auf W unsch des Adressaten bis zum 26. Februar 2007 zurückbehal- ten habe. Am 26. Februar 2007 sei die Sendung schliesslich abgeholt w or- den. E. M it Eingabe vom 3. Juli 2007 bestreitet der Beschw erdeführer die Position der Vorinstanz. Als Bew eism ittel legt er eine Kopie seines Postauftrags vom 3. Februar 2007 bei, w onach die Post zw ischen dem 7. und dem 26. Februar 2007 zurückbehalten w erden solle. Ferienhalber habe er die Ver- fügung vom 2. Februar 2007 deshalb erst am 26. Februar 2007 abgeholt, w ie der Kopie des entsprechenden Briefum schlages zu entnehm en sei. Seine Beschw erde vom 23. M ärz 2007 erw eise sich deshalb als fristge- recht. D as B undesverw altungsgericht zieht in Erw ägung: 1. Laut Art. 31 des Bundesgesetzes über das Bundesverw altungsgericht vom 17. Juni 2005 (VG G , SR 173.32) in Verbindung m it Art. 33 Bst. d VG G und Art. 69 Abs. 1 Bst. b des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung vom 19. Juni 1959 (IVG , SR 831.20) beurteilt das Bundesverw altungsge- richt Beschw erden von Personen im Ausland gegen Verfügungen der schw eizerischen IV-Stelle für Versicherte im Ausland. Eine Ausnahm e im Sinne von Art. 32 VVG liegt nicht vor. 2. 2.1 Aufgrund von Art. 3 Bst. dbis des Bundesgesetzes vom 20. D ezem ber 1968 über das Verw altungsverfahren (Vw VG , SR 172.021) findet das Vw VG kei- ne Anw endung in Sozialversicherungssachen, sow eit das Bundesgesetz vom 6. O ktober 2000 über den Allgem einen Teil des Sozialversicherungs-3 rechts (ATSG , SR 830.1) anw endbar ist. G em äss Art. 1 Abs. 1 IVG sind die Bestim m ungen des ATSG auf die Invalidenversicherung (Art. 1a-26bis und 28-70) anw endbar, sow eit das IVG nicht ausdrücklich eine Abw ei- chung vom ATSG vorsieht. 2.2 G em äss Art. 60 Abs. 1 ATSG ist eine Beschw erde innerhalb von 30 Tagen nach der Eröffnung der angefochtenen Verfügung einzureichen. 2.3 N ach Art. 38 Abs. 1 ATSG in Verbindung m it Art. 60 Abs. 2 ATSG beginnt eine Frist am Tag nach ihrer M itteilung an die Parteien zu laufen. Eine M itteilung, die nur gegen U nterschrift des Adressaten überbracht w ird, gilt laut Art. 38 Abs. 2bis ATSG in Verbindung m it Art. 60 Abs. 2 ATSG spätestens am siebenten Tag nach dem ersten erfolglosen Zustel- lungsversuch als erfolgt. D iese Zustellfiktion betrifft Fälle, in denen eine Sendung innerhalb der sie- bentägigen Zustellfrist nicht abgeholt w urde. Sie betrifft nicht die von der Post eigentlich durch genannte Frist geregelte Frage, w ie lange eine Sen- dung abgeholt w erden kann, sondern orientiert sich an dieser R egel, um eine andere Frage zu beantw orten. D ie Frist bis zum Eintreten der Zustell- fiktion w ird deshalb nicht verlängert, w enn ein Abholen nach den anw end- baren Bestim m ungen der Post auch noch länger m öglich ist, etw a auf- grund eines Zurückbehaltungsauftrags (BG E 123 III 493 E. 1, 127 I 34 E. 2b). So ist doch für die Festlegung des Zeitpunkts der Zustellfiktion na- m entlich aus G ründen der R echtssicherheit eine klare, einfache und vor al- lem einheitliche R egelung notw endig. Eine fingierte Zustellung ist allerdings nur m öglich, w enn m it einiger W ahr- scheinlichkeit m it dem Zugang einer Postsendung zu rechnen w ar (vgl. BG E 117 V 131, 119 V 94; U ELI KIES ER , ATSG Kom m entar, S. 404, m it w ei- teren H inw eisen). G em äss Art. 40 Abs. 1 in Verbindung m it Art. 60 Abs. 2 ATSG kann eine gesetzliche Frist nicht erstreckt w erden. D ie W iederherstellung der Frist ist nach Art. 41 ATSG in Verbindung m it Art. 60 Abs. 2 ATSG nur dann m ög- lich, w enn die gesuchsstellende Person unverschuldeterw eise abgehalten w orden ist, binnen Frist zu handeln, innerhalb von 30 Tagen nach W egfall des H indernisses darum ersucht und die versäum te R echtshandlung nach- geholt w ird. 2.4 G em äss den Inform ationen der Post w urde vorliegend ein erster erfolglo- ser Zustellversuch am 7. Februar 2007 unternom m en, w obei für das Bun- desverw altungsgericht kein G rund besteht, an der R ichtigkeit dieser Anga- be zu zw eifeln. D ie M itteilung galt deshalb am 14. Februar 2007 – sieben Tage nach der versuchten Zustellung – als erfolgt. D ie 30-tägige R echts- m ittelfrist begann som it am 15. Februar 2007 zu laufen. D ie Beschw erde ist laut dem Poststem pel auf dem Briefum schlag am 23. M ärz 2007 der Schw eizerischen Post übergeben w orden. D er Beschw erdeführer m usste nam entlich aufgrund des Vorbescheides vom 17. N ovem ber 2006 m it der Verfügung der IV-Stelle rechnen und hat-4 te som it die Pflicht, dafür zu sorgen, dass diese ihm zugestellt w erden kann. Er m achte auch nicht geltend, dass er im Sinne von Art. 41 ATSG unverschuldeterw eise abgehalten w orden sei, die Beschw erde innerhalb der gesetzlichen Frist einzureichen, so dass eine W iederherstellung der Frist ausgeschlossen ist. 2.5 D ie Beschw erde erw eist sich som it als verspätet. Es ist deshalb im einzel- richterlichen Verfahren auf die Beschw erde nicht einzutreten (vgl. Art. 23 Abs. 1 Bst. b VG G ). 3. Es w erden keine Verfahrenskosten erhoben. D em nach erkennt das B undesverw altungsgericht: 1. Auf die Beschw erde w ird nicht eingetreten. 2. Es w erden keine Verfahrenskosten erhoben. 3. D ieses U rteil w ird eröffnet: - dem Beschw erdeführer (als G erichtsurkunde) - der Vorinstanz (als G erichtsurkunde) - dem Bundesam t für Sozialversicherungen (als G erichtsurkunde) D er R ichter: D ie G erichtsschreiberin: R echtsm ittelbelehrung G egen diesen Entscheid kann innerhalb von 30 Tagen nach Eröffnung beim Bundesge- richt, Sozialversicherungsrechtliche Abteilungen, Schw eizerhofquai 6, 6004 Luzern, Be- schw erde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten geführt w erden (Art. 82 ff., 90 ff. und 100 des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BG G , SR 173.110]). D ie R echts- schrift hat die Begehren, deren Begründung m it Angabe der Bew eism ittel und die U nter- schrift zu enthalten. D er angefochtene Entscheid und die Bew eism ittel sind, sow eit sie der Beschw erdeführer in H änden hat, beizulegen (vgl. Art. 42 BG G ). Versand am :