B u n d e s v e rw a l t u n g s g e r i ch t T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i f f éd é r a l T r i b u n a l e am m i n i s t r a t i vo f e d e r a l e T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i v fe d e r a l Abteilung III C-514/2018 U r t e i l v o m 2 6 . N o v e m b e r 2 0 1 8 Besetzung Richter Daniel Stufetti (Vorsitz), Richter Michael Peterli, Richterin Caroline Bissegger, Gerichtsschreiberin Giulia Santangelo. Parteien A._______, (Serbien), ohne Zustelldomizil in der Schweiz, Beschwerdeführer, gegen Schweizerische Ausgleichskasse SAK, Vorinstanz. Gegenstand AHV, Kapitalabfindung, Einspracheentscheid vom 17.Oktober 2017. C-514/2018 Seite 2 Sachverhalt: A. Der am (…) 1951 geborene und in Serbien wohnhafte serbische Staatsan- gehörige A._______ (nachfolgend: Versicherter oder Beschwerdeführer) ist mit B._______, einer am (…) 1959 geborenen Landsfrau verheiratet. Der Versicherte beantragte mit Formular vom 21. April 2017 (Eingang: 19. Mai 2017) bei der Schweizerischen Ausgleichskasse (nachfolgend: SAK oder Vorinstanz) eine Altersrente der schweizerischen Alters - und Hinter- lassenenversicherung (Akten der Vor-instanz [act.] 20). B. B.a Mit Verfügung vom 28. Juni 2017 sprach die SAK dem Versicherten per 1. Mai 2016 bei einer gesamten Versicherungszeit von drei Jahren und sechs Monaten, Erziehungsgutschriften von drei Jahren sowie einem massgebenden durchschnittlichen Jahreseinkommen von Fr. 73‘320.- eine einmalige Abfindung von Fr. 34‘257.- zu (act. 28). Die Auszahlung erfolgte am 11. Juli 2017 (act. 31). B.b Mit Eingaben vom 7. Juli 2017 (Eingang: 17. Juli 2017) und 20. Sep- tember 2017 (Eingang: 26. September 2017) erhob der Versicherte sinn- gemäss Einsprache gegen die vorinstanzliche Verfügung. Darin beantragte er eine höhere Altersleistung, welche in Form einer Rente anstelle einer einmaligen Abfindung ausgerichtet werden solle (act. 32, 34, 36 und 37). B.c In ihrem Einspracheentscheid vom 17. Oktober 2017 wurde d ie Ein- sprache des Beschwerdeführers abgewiesen und die Verfügung vom 28. Juli 2017 bestätigt. Die Vorinstanz äusserte sich ausführlich über die Be- rechnung der Altersrente sowie die einmalige Abfindung (act. 38). C. C.a Mit Eingabe vom 16. November 2017 an die Vo rinstanz (Eingang 22. November 2017) erklärte der Versicherte, dass er mit dem Einspracheent- scheid nicht einverstanden sei. Diese Eingabe wurde von der Vorinstanz zuständigkeitshalber an das Bundesverwaltungsgericht weitergeleitet (Ein- gang: 25. Januar 2019) (Akten im Beschwerdeverfahren [B-act.] 1 und 3). C.b Mit Schreiben des Bundesverwaltungsgerichts vom 5. Februar 2018 wurde der Beschwerdeführer aufgefordert , ein Zustellungsdomizil in der Schweiz zu bezeichnen (B-act. 4). Nachdem das Schreiben unbeantwortet C-514/2018 Seite 3 geblieben war, wurde der Beschwerdeführer, auf diplomatischem Weg, mit Instruktionsverfügung vom 22. März 2018 zur Bezeichnung eines Zustel- lungsdomizils in der Schweiz innerhalb von 30 Tagen nach Empfang der Verfügung aufgefordert, ansonsten künftige Anordnungen und Entscheide durch Publikation im Bundesblatt eröffnet würden (B -act. 4, 6 und 7). Die dem Beschwerdeführer gesetzte Frist lief ungenutzt ab. C.c Die Vorinstanz schloss in ihrer Vernehmlassung vom 25. Juni 2018 auf Abweisung der Beschwerde. In ihrer Begründung legte sie wiederum ihre Schlussfolgerungen und die Berechnungsschritte dar (B-act. 12). C.d Mit Instruktionsverfügung wurde der Beschwerdeführer per Publikation im Bundesblatt zur Replik eingeladen (B -act. 13). Die hierzu angesetzte Frist lief jedoch ungenutzt ab, worauf der Schriftenwechsel abgeschlossen wurde (B-act. 16). D. Auf den weiteren Akteninhalt wird, soweit entscheidwesentlich, im Rahmen der Erwägungen eingegangen. Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 1. 1.1 Gemäss Art. 31 VGG in Verbindung mit Art. 33 Bst. d VGG und Art. 85bis Abs. 1 AHVG (SR 831.10) beurteilt das Bundesverwaltungsgericht Be- schwerden von Personen im Ausland gegen Verfügungen der SAK. Da keine Ausnahme im Sinne von Art. 32 VGG vorliegt, ist das Bundesverwal- tungsgericht somit zur Beurteilung der vorliegenden Beschwerden zustän- dig. 1.2 Aufgrund von Art. 3 Bst. dbis VwVG findet das VwVG keine Anwendung in Sozialversicherungsrechtssachen, soweit das ATSG anwendbar ist. Ge- mäss Art. 1 Abs. 1 AHVG sind die Bestimmungen des ATSG auf die im ersten Teil geregelte Alters- und Hinterlassenenversicherung anwendbar, soweit das AHVG nicht ausdrücklich eine Abweichung vom ATSG vorsieht. C-514/2018 Seite 4 1.3 Der Beschwerdeführer ist als Adressat durch den angefochtenen Ein- spracheentscheid vom 17. Oktober 2017 berührt und hat ein schutzwürdi- ges Interesse an dessen Aufhebung oder Änderung, so dass er im Sinne von Art. 59 ATSG beschwerdelegitimiert ist. 1.4 Die Beschwerde wurde form- und fristgemäss eingereicht (Art. 60 Abs. 1 i.V.m. Art. 38 Abs. 4 Bst. b ATSG sowie Art. 21 Abs. 2 VwVG). 1.5 Nachdem die Prozessvoraus setzungen gegeben sind, ist auf die Be- schwerde einzutreten. 2. 2.1 Der in Serbien wohnhafte Beschwerdeführer ist Serbe. Das zwischen der Republik Serbien und der Schweiz ausgehandelte Sozialversiche- rungsabkommen ist noch nicht in Kraft getreten (vgl. http://www.bsv.ad- min.ch > Sozialversicherungen > Internationale Sozialve rsicherung > Grundlagen und Abkommen > Liste der Sozialversicherungsabkommen, abgerufen am 30.8.2018). Bis zum Inkrafttreten dieses neuen Abkommens ist weiterhin das bisherige Abkommen zwischen der Schweizerischen Eid- genossenschaft und der Föderativen Volksrepublik Jugoslawien über So- zialversicherung vom 8. Juni 1962 (SR 0.831.109.818.1, nachfolgend: Staatsvertrag) anwendbar (vgl. BGE 126 V 198 E. 2b; 122 V 381 E. 1 mit Hinweisen). Nach Art. 2 des Staatsvertrags stehen die Staatsangehörigen der Vertragsstaaten in ihren Rechten und Pflichten aus den in Art. 1 ge- nannten Rechtsvorschriften, zu welchen die schweizerische Bundesge- setzgebung über die Alters - und Hinterlassenenversicherung gehört, ein - ander gleich, soweit nichts anderes bestimmt ist. Nach Art. 3 des hier mas- sgebenden Staatsvertrags werden AHV-Renten an jugoslawische – bzw. heute serbische – Staatsangehörige ausgerichtet, welche in Serbien woh- nen und in der Schweiz keinen Wohnsitz haben. Der Staatsvertrag sieht damit eine Ausnahme von der Wohnsitzklausel in Art. 18 Abs. 2 AHVG vor. Ferner wird aufgrund von Art. 7 Bst. a des Staatsvertrags einem serbischen Staatsangehörigen, der sich nicht in der Schweiz aufhält, und Anspruch auf eine ordentliche Teilrente hat, die höchstens ein Zehntel der entsprechen- den ordentlichen Vollrente beträgt, an Stelle der Teilrente eine Abfindung in der Höhe des Barwertes der geschuldeten Rente gewährt. Beträgt die ordentliche Teilrente mehr als ein Zehntel, aber höchstens ein Fünftel der entsprechenden ordentlichen Vollrente, so kann der serbische Staatsange- hörige, der sich nicht in der Schweiz aufhält oder diese endgültig verlässt, C-514/2018 Seite 5 zwischen der Ausrichtung der Rente oder einer Abfindung wählen. Die Prü- fung der streitigen AHV-Leistungsansprüche sowie die Ausgestaltung des Verfahrens bestimmen sich im Übrigen grundsätzlich nach den schweize- rischen Rechtsvorschriften, insbesondere nach dem AHVG und der AHVV (SR 831.101) sowie dem ATSG. 2.2 Nach den allgemeinen intertemporalrechtlichen Regeln sind in verfah- rensrechtlicher Hinsicht in der Regel diejenigen Rechtssätze massgebend, welche im Zeitpunkt der Beschwerdebeurteilung Geltung haben (BGE 130 V 1 E. 3.2), unter Vorbehalt der spezialgesetzlichen Übergangsbestimmun- gen. In materiellrechtlicher Hinsicht sind grundsätzlich diejenigen R echts- sätze anwendbar, die bei der Erfüllung des zu Rechtsfolgen führenden Tat- bestandes Geltung hatten (BGE 130 V 445 E. 1.2.1; 127 V 466 E. 1; 126 V 134 E. 4b). Der Anspruch des Beschwerdeführers auf die Altersrente ent- stand am 1. Mai 2016 (vgl. Art. 40 Abs. 1 AHVG). Massgebend sind somit diejenigen Normen, welche zu diesem Zeitpunkt in Kraft standen. 2.3 Nach der Rechtsprechung stellt das Sozialversicherungsgericht bei der Beurteilung einer Streitsache in der Regel auf den bis zum Zeitpunkt des Erlasses des streitigen Entscheides (hier: 17. Oktober 2017) eingetretenen Sachverhalt ab (BGE 129 V 1 E. 1.2 mit Hinweisen). Tatsachen, die den Sachverhalt seither verändert haben, sollen im Normalfall Gegenstand ei- ner neuen Verwaltungsverfügung sein (BGE 121 V 362 E.1b). 2.4 Die Beschwerdeführenden können im Rahmen des Beschwerdever- fahrens die Verletzung von Bundesrecht unter Einschluss des Missbrauchs oder der Überschreitung des Ermessens, die unrichtige oder unvollstän- dige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhaltes sowie Unangemes- senheit des Entscheides rügen (Art. 49 VwVG). 2.5 Das Bundesverwaltungsgericht ist gemäss dem Grundsatz der Rechts- anwendung von Amtes wegen nicht an die Begründung der Begehren der Parteien gebunden (Art. 62 Abs. 4 VwVG). Es kann die Beschwerde auch aus anderen als den geltend gemachten Gründen gutheissen oder den an- gefochtenen Entscheid im Ergebnis mit einer Begründung bestätigen, die von jener der Vorinstanz abweicht (vgl. BVGE 2009/65 E. 2.1). 2.6 Gemäss Art. 21 Abs. 1 und 2 AHVG haben Männer, w elche das 65. Altersjahr vollendet und Frauen, welche das 64. Altersjahr vollendet haben, Anspruch auf eine Altersrente. Der Anspruch auf die Altersrente entsteht C-514/2018 Seite 6 am ersten Tag des Monats, welcher der Vollendung des gemäss Abs. 1 massgebenden Altersjahres folgt. Er erlischt mit dem Tod. 2.7 Die ordentlichen Renten werden gemäss Art. 29 bis Abs. 1 AHVG nach Massgabe der Beitragsjahre, Erwerbseinkommen sowie der Erziehungs - oder Betreuungsgutschriften der rentenberechtigten Person berechnet. Sie gelangen nach Art. 29 Abs. 2 AHVG in Form von Vollrenten für Versicherte mit vollständiger Beitragsdauer (Bst. a) oder in Form von Teilrenten für Ver- sicherte mit unvollständiger Beitragsdauer (Bst. b) zur Ausrichtung. Die Teilrente entspricht dabei einem Bruchteil der Vollr ente (Art. 38 Abs. 1 AHVG), für dessen Berechnung das Verhältnis zwischen den vollen Bei- tragsjahren der Versicherten zu denjenigen ihres Jahrgangs sowie die ein- getretenen Veränderungen der Beitragsansätze berücksichtigt werden (Art. 38 Abs. 2 AHVG). Als vollständig gilt die Beitragsdauer, wenn die ren- tenberechtigte Person zwischen dem 1. Januar nach der Vollendung des 20. Altersjahres und dem 31. Dezember vor Eintritt des Rentenalters gleich viele Beitragsjahre aufweist wie ihr Jahrgang (Art. 29bis Abs. 1 AHVG i.V.m. Art. 29ter Abs. 1 AHVG). 2.8 Innerhalb der anwendbaren Rentenskala bestimmt sich der Rentenbe- trag nach dem durchschnittlichen Jahreseinkommen. Dieses setzt sich grundsätzlich zusammen aus den Erwerbseinkommen, den Erziehungs - gutschriften und den Be treuungsgutschriften (Art. 29quater AHVG). Zur Er - mittlung des massgebenden durchschnittlichen Jahreseinkommens wird die Summe der Erwerbseinkommen entsprechend dem Rentenindex ge - mäss Artikel 33ter AHVG aufgewertet. Das Bundesamt für Sozialversiche - rungen (BSV) legt die Aufwertungsfaktoren jährlich fest. Die Summe der aufgewerteten Erwerbseinkommen sowie die Erziehungs - oder Betreu- ungsgutschriften werden durch die Anzahl der Beitragsjahre geteilt (Art. 30 Abs. 1 Satz 1 und Abs. 2 AHVG, Art. 51bis Abs. 1 AHVV). Gemäss Art. 51bis Abs. 2 AHVV werden die Aufwertungsfaktoren ermittelt, indem der Renten- index nach Artikel 33ter Abs. 2 AHVG durch den mit 1,1 gewichteten Durch- schnitt der Lohnindizes aller Kalenderjahre von der ersten Eintragung in das individuelle Konto des Versicherten bis zum Vorjahr des Eintritts des Versicherungsfalles geteilt wird. Bei unvollständiger Beitragsdauer ist das Kalenderjahr für den Aufwertungsfaktor massgebend, in welchem erstmals ein Eintrag im individuellen Konto (IK) vorgenommen wurde, wobei dieses Jahr zwischen dem der Zurücklegung des 20. Altersjahres folgenden Jahr und dem Eintritt des Versicherungsfalles liegen muss (vgl. dazu Art. 29 bis Abs. 2 AHVG i.V.m. Art. 51bis Abs. 2 AHVV; Urteil des EVG [heute: BGer] H 49/05 vom 1. Dezember 2005 E. 2.4). C-514/2018 Seite 7 2.9 Einkommen, welche die Ehegatten während der Kalenderjahre der ge- meinsamen Ehe erzielt haben, werden geteilt und je zur Hälfte den beiden Ehegatten angerechnet. Die Einkommensteilung wird vorgenommen, wenn beide Ehegatten rentenberechtigt sind, wenn eine verwitwete Person Anspruch auf eine Altersrente hat oder bei Auflösung der Ehe durch Schei- dung (Art. 29quinquies Abs. 3 Bst. a bis c AHVG). Der Teilung und gegenseiti- gen Anrechnung unterliegen jedoch nur Einkommen aus der Zeit zwischen dem 1. Januar nach Vollendung des 20. Altersjahres und dem 31. Dezem- ber vor Eintritt des Versicherungsfalles beim Ehegatten, welcher zuerst rentenberechtigt wird, und aus Zeiten, in denen beide Ehegatten in der schweizerischen AHV versichert gewesen sind (Ar t. 29 quinquies Abs. 4 AHVG). Nach Art. 50 b AHVV werden die Einkommen von Ehepaaren in jedem Jahr, in dem beide Ehegatten in der AHV versichert gewesen sind, hälftig geteilt (Abs. 1, erster Satz). Auch wenn die beiden Ehegatten in ei- nem Kalenderjahr nicht während der gleichen Monate versichert sind, wer- den die Einkommen während des ganzen Kalenderjahres aufgeteilt. Die Beitragszeiten werden jedoch nicht übertragen (Abs. 2). Die Einkommen im Jahr der Eheschliessung und im Jahr der Auflösung der Ehe werden nicht geteilt (Abs. 3). 2.10 Versicherten wird für die Jahre, in welchen sie die elterliche Gewalt über eines oder mehrere Kinder ausüben, die das 16. Altersjahr noch nicht erreicht haben, eine Erziehungsgutschrift angerechnet, wobei Ehepaaren nicht zwei Gutschri ften kumulativ gewährt werden. Der Bundesrat regelt die Einzelheiten (Art. 29sexies Abs. 1 AHVG). Erziehungsgutschriften werden immer für ganze Kalenderjahre angerechnet. Während des Jahres, in dem der Anspruch entsteht, werden keine Gutschriften angerechnet. Im Jahr, in dem der Anspruch erlischt, werden Gutschriften angerechnet. Absatz 5 bleibt vorbehalten (Art. 52f Abs. 1 AHVV). Die Erziehungsgutschrift für das Jahr, in dem die Ehe aufgelöst wurde oder ein Elternteil stirbt, wird dem Elternteil angerechnet, welchem das Kind zugesprochen wurde oder wel- cher hinterblieben ist (Art. 52f Abs. 2 AHVV). Für Jahre, in denen sein Ehe- gatte nicht in der Schweizerischen Alters- und Hinterlassenenversicherung versichert war, wird dem versicherten Elternteil die ganze E rziehungsgut- schrift angerechnet (Art. 52 f Abs. 4 AHVV). Ist eine Person nur während einzelner Monate versichert, so werden diese Monate über das Kalender- jahr hinaus zusammengezählt. Für je zwölf Monate wird eine Erziehungs- gutschrift angerechnet (Art. 52 f Abs. 5 AHVV). Die Erziehungsgutschrift entspricht dem Betrag der dreifachen minimalen jährlichen Altersrente ge- mäss Art. 34 im Zeitpunkt der Entstehung des Rentenanspruches C-514/2018 Seite 8 (Art. 29 sexies Abs. 2 AHVG). Bei verheirateten Personen wird die Erzie- hungsgutschrift während der Kalenderjahre der Ehe hälftig aufgeteilt. Der Teilung unterliegen aber nur die Gutschriften für die Zeit zwischen dem 1. Januar nach Vollendung des 20. Altersjahres und dem 31. Dezember vor Eintritt des Versicherungsfalles beim Ehegatten, welcher zuerst rentenbe- rechtigt wird (Art. 29sexies Abs. 3 AHVG). 2.11 Hinsichtlich der Dauer der Beitragsleistung und der Höhe der Beiträge wird grundsätzlich auf die individuellen Konten abgestellt, welche für jeden beitragspflichtigen Versicherten geführt werden und in welche die entspre- chenden Daten eingetragen werden (vgl. Art. 30 ter AHVG; Art. 137 ff. AHVV). Der Versicherte hat das Recht, bei jeder Ausgleichskasse, die für ihn ein individuelles Konto führt, einen Auszug über die darin gemachten Eintragungen unter Angabe allfälliger Arbeitgeber zu verlangen (Art. 141 Abs. 1 AHVV). Versicherte können innert 30 Tagen seit Zustellung des Kon- tenauszuges bei der Ausgleichskasse eine Berichtigung verlangen (Art. 141 Abs. 2 AHVV). Wird kein Kontenauszug oder keine B erichtigung verlangt, oder wird das Berichtigungsbegehren abgelehnt, so kann bei Ein- tritt des Versicherungsfalles die Berichtigung von Eintragungen im indivi- duellen Konto nur verlangt werden, soweit deren Unrichtigkeit offenkundig ist oder dafür der volle Beweis erbracht wird (Art. 141 Abs. 3 AHVV). Das gilt nicht nur für unrichtige, sondern auch für unvollständige bzw. fehlende Eintragungen im IK (BGE 117 V 261 E. 3a). 3. 3.1 Der Beschwerdeführer macht im Wesentlichen geltend, er habe An- recht auf eine höhere, als die ihm zugesprochene Rente und bringt zudem vor, er wolle keine einmalige Abfindung sondern eine monatliche Rente. Es ist daher nachfolgend zu prüfen, ob die Vorinstanz die Rente korrekt ermit- telt und dem Beschwerdeführer zu Recht eine einmalige Abfindung in der Höhe von Fr. 34‘257.- zugesprochen hat. 3.2 3.2.1 Der am (…) geborene Beschwerdeführer vollendete im April 2016 das 65. Altersjahr, womit der Rentenanspruch am 1. Mai 2016 entstand. Versicherte des Jahrgangs 1951 – wie der Beschwerdeführer – wiesen bei Eintritt des Versicherungsfalles im Kalenderjahr 2016 bei vollständiger Bei- tragsdauer 44 Versicherungsjahre auf (vgl. die vom Bundesamt für Sozial- versicherungen [BSV] herausgegebenen, seit 1. Januar 2015 geltenden C-514/2018 Seite 9 Rententabellen [Versionsnummer: 13; im Folge nden: Rententabel- len 2015], S. 8; abrufbar unter < https://www.bsvlive.admin.ch/voll- zug/documents/view/365/lang:deu/category:23 >], abgerufen am 1. Okto- ber 2018). Aus der Bescheinigung des Versicherungsverlaufes in der Schweiz E 205 vom 7. Juni 2016 (act. 10) ergibt sich, dass dem Beschwer- deführer während insgesamt 42 Monaten resp. drei Jahren und sechs Mo- naten Beiträge abgerechnet worden sind. Dementsprechend weist die Bei- tragsdauer des Beschwerdeführers Lücken auf und es besteht bloss An- spruch auf eine Teilrente. Diese entspricht einem Bruchteil der gemäss den Art. 34 bis 37 AHVG zu ermittelnden Vollrente. Bei der Berechnung des Bruchteils werden das Verhältnis zwischen den vollen Beitragsjahren des Beschwerdeführers zu denjenigen seines Jahrganges sowie die eingetre- tenen Veränderungen der Beitragsansätze berücksichtigt. Mit Blick auf die verbindlichen Rententabellen ergibt sich, dass beim 19 51 geborenen Be- schwerdeführer, welcher über drei volle Beitragsjahre verfügt, bei der Ren- tenberechnung die Rentenskala 03 zur Anwendung gelangt (vgl. Renten- tabellen 2015 S. 10). 3.2.2 Gemäss Auszug aus dem individuellen Konto (IK ) sind dem Be- schwerdeführer in den Jahren 1987-1991 Beiträge auf einem Erwerbsein- kommen in der Höhe von insgesamt Fr. 125‘856.- abgerechnet worden (act. 23). 3.2.3 Dieses Einkommen wird grundsätzlich einer Aufwertung unterzogen. Das durchschnittliche Jahreseinkommen wird ermittelt, indem die Summe der Erwerbseinkommen entsprechend dem Rentenindex gemäss Art. 33ter AHVG aufgewertet wird, wobei der Bundesrat die Aufwertungsfaktoren jährlich feststellen lässt (Art. 30 Abs. 1 AHVG). Die Summe der aufgewer- teten Erwerb seinkommen sowie die Erziehungs - oder Betreuungsgut- schriften werden durch die Anzahl der Beitragsjahre geteilt (Art. 30 Abs. 2 AHVG). Der erste IK-Eintrag des Beschwerdeführers erfolgte im Jahre 19 87. Auf- grund dieses Umstands sowie mit Blick auf den Eintritt des Versicherungs- falls "Alter" im Jahre 2016 beträgt der eintrittsabhängige pauschale Aufwer- tungsfaktor 1.000 (vgl. „Aufwertungsfaktoren 2016“ des BSV; abrufbar un- ter < https://sozialversicherungen.admin.ch/de/ > AHV > Grundlagen AHV > Weisungen Renten > Versionen > Version 10; abgerufen am 5. Novem- ber 2018), womit das Einkommen nicht aufzuwerten ist. Wird das Einkom-C-514/2018 Seite 10 men von Fr. 125‘856.- durch die Beitragsperiode von insgesamt 42 Mona- ten dividiert und mit dem Faktor 12 auf ein Jahr umgerechnet, resultiert ein durchschnittliches Jahreseinkommen von Fr. 35‘959.-. 3.2.4 Nachfolgend ist weiter eine Prüfung betreffend Anrechnung von Er- ziehungsgutschriften vorzunehmen. Der Beschwerdeführer is t seit 1983 verheiratet, doch war seine Ehefrau in der Schweiz nie erwerbstätig . Das gemeinsame Kind C._______ wurde 1986 geboren (act. 25). Da der Be- schwerdeführer zwischen 1987 und 1991 jeweils einzelne Monate versi- chert war, hat er Anspruch auf 42 Monate Erziehungsgutschriften. Das an- gebrochene Jahre nicht aufgerundet werden, besteht ein Anspruch auf drei Jahre Erziehungsgutschriften. Es ergibt sich folgende Berechnung: Eine ganze Erziehungsgutschrift be- trug im Jahr 2016 (Eintritt des Versicherungsfalls Alter) Fr. 42‘300.- (dreifa- che jährliche minimale Monatsaltersrente von CHF 1‘175; vgl. Rententa- bellen 2015 S. 18). Der Beschwerdeführer hat somit Anspruch auf Erzie- hungsgutschriften in der Höhe von Fr. 126‘900.- (3 Jahre à Fr. 42'300. -). Umgerechnet von der Beitragsdauer des Beschwerdeführers von 42 Mo- naten auf ein Jahr (12 Monate) ergibt dies eine durchschnittliche Erzie- hungsgutschrift von jährlich Fr. 36‘257.-. 3.2.5 Die Erziehungsgutschrift ist zum durchschnittlichen Jahreseinkom- men von Fr. 35‘959.- hinzuzuzählen. Es ergibt sich somit ein massgebli- ches Jahreseinkommen von Fr. 72‘216. Dieses wird auf den nächst höhe- ren Tabellenwert des massgebenden durchschnittlichen Jahreseinkommen aufgerundet (vgl. Rententabellen 2015 S. 18) und ergibt somit Fr. 73‘320.- 3.3 Bei einem massgebenden durchschnittlichen Jahreseinkommen von Fr. 73‘320.- hätte die monatliche volle Altersrente ab 1. Mai 2016 Fr. 150.- betragen (Rententabellen 2015, Skala 3, S. 100). Die entsprechende or- dentliche Vollrente (Skala 44) würde be i einem massgebenden durch- schnittlichen Jahreseinkommen von Fr. 37‘320.- und mit der anwendbaren Rentenskala 44 Fr. 2‘200.- betragen (Rententabellen, Skala 44, S. 18). Das Verhältnis dieser Vollrente zur errechneten Teilrente von Fr. 150.- beträgt somit 6.8% und liegt unterhalb der 10%-Grenze laut Staatsvertrag (vgl. E. 2.1). Folglich stand dem Beschwerdeführer das staatsvertraglich veran- kerte Wahlrecht zwischen der monatlichen Teilaltersrente und der Abfin- dung nicht zu. C-514/2018 Seite 11 3.4 Die Vorinstanz hat die einmalige Abfindung für den Beschwerdeführer gestützt auf die "Barwerttabellen, Abfindungen geschuldeter Renten, gültig ab 1. Januar 1997" ermittelt (nachfolgend: Barwerttabellen, gültig ab 1. Ja- nuar 1997, < http://www.bsv.admin.ch > Praxis > Vollzug > AHV > Grund- lagen AHV > Weisungen Renten > Barwerttabellen >, abgerufen am 1.10.2015). Im hier massgebenden Zeitpunkt (1. Mai 2016) war der Be- schwerdeführer 65-jährig. Seine Ehegattin hat in der Schweiz nicht gear- beitet und ist demnach nicht versichert. Die Barwerttabellen sehen für diese Konstellation die folgende, von der Vorinstanz angewendete Berech- nungsformel für die Kapital isierung der Altersrenten vor ( Barwerttabellen, S. 20): KW: = [B1(x) x RH1 + (B2(y) – B3(X,y)) x 0.8 x RH1] x 12 ­ KW: Kapitalwert einer Rente ­ RH1: Rentenhöhe der aktuellen Rente im massgebenden Zeitpunkt ­ B1(x): Barwert einer lebenslänglichen Rente für Männer (Tabelle 2, S. ­ B2(y): Barwert einer lebenslänglichen Rente für Frauen (Tabelle 2, S. ­ B3(x,y): Barwert einer lebenslänglichen Verbindungsrente für einen Mann im Alter x und einer Frau im Alter y (Tabelle 3, S. Der Kapitalwert der einmaligen Abfindung beträgt nach den anwendbaren Barwerttabellen folglich: [13.273 x Fr. 150.- + (19.838 - 12.640) x 0.8 x Fr. 150.-] x 12 = 34‘257.- Daraus folgt, dass die dem Beschwerdeführer mit Verfügung vom 28. Juni 2017, bestätigt durch Einspracheentscheid vom 17. Oktober 2017, zuge- sprochene Abfindung von Fr. 34‘257.- korrekt ermittelt worden und daher nicht zu beanstanden ist. 3.5 Der angefochtene Einspracheentscheid vom 17. Oktober 2017 erweist sich demnach als rechtens, weshalb die vom Beschwerdeführer dagegen erhobene Beschwerde als unbegründet abzuweisen ist. 4. Zu befinden bleibt über die Verfahrenskosten und eine allfällige Parteient- schädigung. C-514/2018 Seite 12 4.1 Das Verfahren ist für die Parteien kostenlos (Art. 85 bis Abs. 2 AHVG), so dass keine Verfahrenskosten zu erheben sind. 4.2 Der obsiegenden Partei kann von Amtes wegen oder auf Begehren eine Entschädigung für ihr erwachsene notwendige und verhältnismässig hohe Kosten zugesprochen werden (Art. 64 Abs. 1 VwVG). Als Bundesbe- hörde hat die SAK jedoch keinen Anspruch auf Parteientschädigung (Art. 7 Abs. 3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Ent- schädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR173.320.2]). Der unterliegende Beschwerdeführer hat ebenfalls keinen Anspruch auf eine Parteientschädigung (Art. 64 Abs. 1 VwVG e contrario). Dispositiv nächste Seite C-514/2018 Seite 13 Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 2. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben und es wird keine Parteient- schädigung ausgerichtet. 3. Dieses Urteil geht an: – den Beschwerdeführer (Publikation im Bundesblatt) – die Vorinstanz (Ref-Nr. […]; Einschreiben) – das Bundesamt für Sozialversicherungen (Einschreiben) Der vorsitzende Richter: Die Gerichtsschreiberin: Daniel Stufetti Giulia Santangelo Rechtsmittelbelehrung: Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen nach Eröffnung beim Bun- desgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern , Beschwerde in öffentlich - rechtlichen Angelegenheiten geführt werden (Art. 82 ff., 90 ff. und 100 BGG). Die Rechtsschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. Der angefochtene Ent- scheid und die Beweismittel sind, soweit sie die beschwerdeführende Par- tei in Händen hat, beizulegen (Art. 42 BGG). Versand: