B u n d e s v e rw a l t u n g s g e r i ch t T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i f f éd é r a l T r i b u n a l e am m i n i s t r a t i vo f e d e r a l e T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i v fe d e r a l Abteilung III C-7909/2009 und C-51/2011 U r t e i l v o m 2 5 . M a i 2 0 1 2 Besetzung Richter Michael Peterli (Vorsitz), Richterin Elena Avenati-Carpani, Richter Daniel Stufetti, Gerichtsschreiberin Sandra Tibis. Parteien X._______, Deutschland, vertreten durch Advokat Philippe Zogg, Postfach 136, 4010 Basel, Beschwerdeführer, gegen IV-Stelle für Versicherte im Ausland IVSTA, Avenue Edmond-Vaucher 18, Postfach 3100, 1211 Genf 2, Vorinstanz. Gegenstand IV (Rentenrevision und unentgeltliche Verbeiständung). C-7909/2009 und C-51/2011 Seite 2 Sachverhalt: A. Der am (…) 1967 geborene, verheiratete, kroatische Staatsangehörige X._______ lebt in Deutschland . Er war in den Jahren 1990 bis 1996 in der Schweiz als Maurerpolier er werbstätig und hatte dabei Beiträge an die schweizerische Alters -, Hinterlassenen - und Invalidenversicherung entrichtet. B. B.a Am 3. Juni 1996 meldete sich X._______ bei der IV -Stelle Aargau (nachfolgend: IV-Stelle AG) zum Bezug einer Invalidenrente an (IV-act. 1). B.b Mit Verfügung vom 25. Februar 2002 (IV -act. 59) sprach ihm die IV - Stelle AG mit Wirkung ab 1. Juli 1996 eine ganze Invalidenrente zu. Sie stützte sich dabei namentlich auf d ie Berichte des Zentrums für a m- bulante Psychiatrie und Psychotherapie der Kli nik A._______ vom 27. August 1998 (SUVA -act. [alle Aktenstücke ohne Pagin ierung]) und des Kantonsspitals B._______ vom 8. März 2000 (SUVA -act.), welche X._______ in psychiatrischer Hinsicht das Vorliegen einer unfallbezog e- nen depressiven Reaktion mit ausge prägten Ängsten im Rahmen einer Anpassungsstörung und in orthopädischer Hinsicht Kniebeschwerden links medial bei Zustand nach vorderer Kreuzbandplastik 08/1995, Status nach arthroskopischer Teilmeniskektomie links 12/1997, unklaren Fersen- schmerz beidseits und unklaren Kniegelenkschmerz rechts attestierten. B.c Mit Mitteilung vom 7. November 2002 (IV -act. 62) bestätigte die IV - Stelle AG nach dem Einholen eines Revisionsfragebogens (IV-act. 60) die zugesprochene Rente. C. C.a Nach Durchführung einer Rentenrevision von Amtes wegen (vgl. IV - act. 70 ff.) hob die IV-Stelle für Versicherte im Ausland (nachfolgend: IVSTA) die Rente von X._______ mit Verfügung vom 11. März 2008 (IV- act. 130) mit Wirkung ab 1. Mai 2008 auf. Die IVSTA stützte sich dabei insbesondere auf den Bericht von Dr. med. C._______, Facharzt für Chirurgie und Sportmedizin, vom 18. Dezember 2006 (IV-act. 103), mit welchem dieser X._______ einen Zustand nach C-7909/2009 und C-51/2011 Seite 3 Kreuzbandplastik am linken Knie, ein pseudoradikuläres LWS -Syndrom sowie eine psychosomatische Erkrankung attestierte. C.b Gegen die Verfügung vom 11. März 2008 erhob X._______ Be- schwerde beim Bundesverwaltungsgericht, welches die Verfügung mit Ur- teil vom 22. Oktober 2008 aufhob und die Sache zur weiteren medizini- schen Abklärung an die IVSTA zurückwies (IV-act. 133). D. D.a Mit Eingabe vom 28. Oktober 2009 (IV-act. 196) ersuchte X._______, vertreten durch Advokat Philippe Zogg, bei der IVSTA um Gewährung der unentgeltlichen Verbeiständung für das Verwaltungsverfahren. D.b Mit Verfügung vom 12. November 2009 (IV-act. 197) wies die IVSTA das Gesuch um unentgeltliche Verbeiständung mit der Begründung ab, eine anwaltliche Vertretung sei vorliegend nicht nötig. D.c Gegen die Verfügung vom 12. November 2009 erhob X._______ (nachfolgend: Beschwerdeführer), vertreten durch Advokat Philippe Zogg, mit Eingabe vom 17. Dezember 2009 Beschwerde beim Bundesverwa l- tungsgericht. Er beantragte im Wesentlichen die Aufhebung der ang e- fochtenen Verfügung und die Gewährung der unentgeltlichen Prozessfüh- rung und Verbeiständung im Verwaltungsverfahren. Mit Eingabe vom 21. Januar 2010 reichte der Beschwerdeführer das aus- gefüllte Formular "Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege" sowie die entsprechenden Belege beim Bundesverwaltungsgericht ein. D.d Mit Vernehmlassung vom 25. Mai 2010 beantragte die IVSTA die Ab- weisung der Beschwerde. Zur Begründung führte sie aus, im nichtstreit i- gen Administrativverfahren sei in Bezug auf die Notwendigkeit eines Ve r- treters ein strengerer Massstab als in einem Gerichtsverfahren anzuse t- zen und eine Vertretung durch einen Rechtsanwalt nur in Ausnahmefällen zu bewilligen; vorliegend liege jedoch kein solcher Ausnahmetatbestand vor. E. Nach Durchführung weiterer medizinischer Abklärungen erliess die IVSTA am 18. November 2010 (IV -act. 214 f.) eine neue Verfügung betreffend Rentenanspruch, mit welcher sie dem Beschwerdeführer vom 1. Mai 2008 bis zum 31. Juli 2008 weiterhin eine ganze Rente und vom C-7909/2009 und C-51/2011 Seite 4 1. August 2008 bis zum 31. März 2009 noch befristet eine halbe Rente zusprach; weitere Ansprüche verneinte sie. Dieser Verfügung lagen insbesondere die Gutachten von Dr. med. D._______, Facharzt für orthopädische Chirurgie, Sportmedizin und Ch i- rotherapie, vom 5. Mai 2009 (IV -act. 179) und von Dr. med. E._______, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, vom 15. Mai 200 9 (IV - act. 180) zugrunde. Die begutachtenden Ärzte attestierten X._______ namentlich 1) einen Status nach mehrmaliger Knieoperation links mit persistierender, ang e- deuteter vorderer Schublade und belastungsabhängigen, medialseitigen Knieschmerzen auf Höhe d es Tibiakopfes, 2) unklare, zeitweise auftr e- tende Beinschmerzen rechts, 3) ein Zervikalsyndrom und Zephalgien u n- klarer Ätiologie, 4) Insertionstendinosen der Rückenmuskulatur am B e- ckenkamm dorsal und lateral bei leichter, rechtskonvexer Lumbalskoliose und 5) eine rezidivierende depressive Störung bei gegenwärtig knapp mit- telgradiger Episode. Aus orthopädischer Sicht attestierten die Ärzte X._______ eine volle Arbeitsfähigkeit, aus psychiatrischer Sicht attestie r- ten sie ihm indes namentlich für die Zeit ab Mai 2008 eine Arbeitsfähigkeit von 40% bis 50% und "seit einigen Monaten" von 60%. F. Gegen die Verfügung vom 18. November 2010 erhob X._______ (nach- folgend: Beschwerdeführer), vertreten durch Advokat Philippe Zogg, mit Eingabe vom 4. Januar 2011 Beschwerde b eim Bundesverwaltungsg e- richt. Er beantragte die Aufhebung der angefochtenen Verfügung und die Weitergewährung einer unbefristeten ganzen Rente über den 31. Juli 2008 hinaus, eventualiter die Gewährung einer halben Rente über den 31. März 2009 hinaus; alles unter Kosten - und Entschädigungsfolge zu Lasten der IVSTA. Für das Beschwerdeverfahren ersuchte der B e- schwerdeführer zudem um Gewährung der unentgeltlichen Prozessfü h- rung und Verbeiständung. Zur Begründung führte er im Wesentlichen aus, die eingeholten Gu tachten seien mangelhaft, weshalb nicht auf diese, sondern auf die Berichte von Dipl. psych. F._______, gemäss welchen sein Leistungsvermögen "unter drei Stunden" betrage, abzustellen sei. G. Mit Eingabe vom 14. Februar 2011 reichte der Beschwerdeführer beim Bundesverwaltungsgericht das ausgefüllte Formular "Gesuch um unen t- geltliche Rechtspflege" sowie die entsprechenden Belege ein. C-7909/2009 und C-51/2011 Seite 5 H. Mit Vernehmlassung vom 28. Februar 2011 beantragte die IVSTA die Ab- weisung der Beschwerde. Zur Begründung verwies sie im Wesent lichen auf die Stellungnahmen der Ärztin des Regionalen Ärztlichen Dienstes (RAD), die bestätigt habe, dass die durchgeführten Begutachtungen die Kriterien von sorgfältig durchgeführten Untersuchungen erfüllen , weshalb diesen voller Beweiswert zukomme. I. Mit Replik vom 1. Juni 2011 hielt der Beschwerdeführer an seinen Begeh- ren fest. J. Mit Duplik vom 23. November 2011 hielt die IVSTA unter Hinweis auf die Stellungnahme des RAD vom 8. November 2011 ebenfalls an ihrem A n- trag fest. K. Mit Stellungnahme vom 6. Januar 2012 hielt der Beschwerdeführer an seinen bisherigen Ausführungen fest. L. Auf die weiteren Vorbringen der Parteien sowie die eingereichten B e- weismittel ist – soweit für die Entscheidfindung erforderlich – in den nach- folgenden Erwägungen einzugehen. Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 1. 1.1. Mit den angefochtenen Verfügungen vom 12. November 2009 und vom 18. November 2010 hat die IVSTA sowohl einen Anspruch auf u n- entgeltliche Rechtspflege im Verwaltungsverfahren als auch einen Re n- tenanspruch des Beschwerdeführers verneint. Dies bezüglich ist festz u- stellen, dass grund sätzlich jeder vorinstanzliche Entscheid ein selbs t- ständiges Anfechtungsobjekt bildet. 1.2. Aufgrund des engen persönlichen und sachlichen Zusammen hangs rechtfertigt es sich vorliege nd jedoch, die beiden Verfahren C -7909/2009 und C -51/2011 zu vereinigen und in einem einzigen Urteil zu erledigen C-7909/2009 und C-51/2011 Seite 6 (vgl. BGE 129 V 237 E. 1, 128 V 124 E. 1 und 123 V 214 E. 1 je mit Hin- weisen; zur Vereinigung von Verfahren vgl. auch ANDRÉ MOSER/MICHAEL BEUSCH/LORENZ KNEUBÜHLER, Prozessieren vor dem Bundesverwa l- tungsgericht, Basel 2008, S. 114 Rz. 3.17). 2. 2.1. Gemäss Art. 31 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (VGG, SR 173.32) in Verbindung mit Art. 33 lit. d VGG und Art. 69 Abs. 1 lit. b des Bunde sgesetzes vom 19. Juni 1959 über die Invalidenversich e- rung (IVG, SR 831.20) beurteilt das Bundesver waltungsgericht B e- schwerden von Personen im Ausland gegen Verfügungen der IV-Stelle für Versicherte im Ausland. Eine Ausnahme im Sinne von Art. 32 VGG li egt nicht vor. 2.2. Das Verfahren vor dem Bundesverwaltungsgericht richtet sich nach dem Bundesgesetz vom 20. Dezember 1968 über das Ver wal- tungsverfahren (VwVG, SR 172.021), soweit das VGG nichts an deres bestimmt (vgl. Art. 37 VGG). Gemäss Art. 3 lit. dbis VwVG bleiben in so - zialversicherungsrechtlichen Verfahren die besonderen Bestim mungen des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungs- rechts vom 6. Oktober 2000 (ATSG, SR 830.1) vor behalten. Ge mäss Art. 2 ATSG sind die Bestimm ungen dieses Ge setzes auf die bun des- gesetzlich geregelten Sozialversicherungen anwendbar, wenn und soweit die einzelnen Sozialversicherungs gesetze es vor sehen. Nach Art. 1 IVG sind die Bestimmungen des ATSG auf die In validenversicherung a n- wendbar (Art. 1a bis 70 IVG), soweit das IVG nicht aus drücklich eine Ab- weichung vom ATSG vor sieht. Dabei finden nach den allgemeinen inte r- temporalrechtlichen Regeln in formellrechtlicher Hinsicht mangels anders- lautender Übergangsbestimmungen grundsätzlich diejenigen Rechtssätze Anwendung, welche im Zeit punkt der Beschwerdebeurteilung Geltung haben (BGE 130 V 1 E. 3.2). 2.3. Hinsichtlich der Legitimation ist vorab festzuhalten, dass bei Ause i- nandersetzungen um die unentgeltliche Verbeiständung dem Rechtsve r- treter bezüglich der Höhe des Honorars Parteistellung zukommt, nicht j e- doch der vertretenen Partei. In Beschwerdeverfahren gegen die Verwe i- gerung der unentgeltlichen Prozessführung kommt der vertretenen Partei lediglich Parteistellung zu, sofern mit der angef ochtenen Verfügung die unentgeltliche Prozessführung grundsätzlich verweigert wurde (vgl. zum C-7909/2009 und C-51/2011 Seite 7 Ganzen UELI KIESER, ATSG -Kommentar, 2. Aufl., Zürich 2009, Art. 59 Rz. 8), was vorliegend der Fall ist. Der Beschwerdeführer ist durch die angefochtenen Verfügun gen berührt und hat ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung oder Änd e- rung, so dass er im Sinne von Art. 59 ATSG beschwerdelegitimiert ist. 2.4. Da die Beschwerden im Übrigen frist- und formgerecht (Art. 60 Abs. 1 ATSG und Art. 52 Abs. 1 VwVG) eingereicht wurden, ist darauf einzutr e- ten. 3. 3.1. Der Beschwerdeführer ist Staatsangehöriger von Kroatien, so dass vorliegend das am 1. Januar 1998 in Kraft getretene Abkommen vom 9. April 1996 zwischen der Schweizerischen Eidgenossenschaft und der Republik Kroatien über Soziale Sicherheit (nachfolgend: Abkommen Kr o- atien, SR 0.831.109.291.1) anwendbar ist (vgl. Art. 3 lit. a Abkommen Kroatien). Gemäss Art. 4 Abs. 1 Abkommen Kroatien sind die Staatsa n- gehörigen des einen Vertragsstaates sowie deren Familienangehö rige und Hinterlassene in ihren Rechten und Pflichten aus den Rechtsvo r- schriften des anderen Vertragsstaates den Angehörigen dieses Vertrag s- staates beziehungsweise deren Familienangehörigen und Hinterlassenen gleichgestellt; abweichende Bestimmungen in diesem Abkommen bleiben vorbehalten. Da vorliegend keine abweichenden Bestimmungen zur Anwendung g e- langen (vgl. aber E. 8.2), bestimmt sich der Anspruch des Beschwerd e- führers auf Leistungen der schweizerischen Invalidenversicherung somit nach dem innerstaatlichen schweizerischen Recht, insbesondere nach dem IVG, der Verordnung über die Invalidenversicherung vom 17. Januar 1961 (IVV, SR 832.201), dem ATSG sowie der Verordnung vom 11. September 2002 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherung s- rechts (ATSV, SR 830.11). 3.2. Nach der Rechtsprechung stellt das Sozialversicherungsgericht bei der Beurteilung einer Streitsache in der Regel auf den bis zum Zeitpunkt des Erlasses der streitigen Verwaltungsverfügung (hier: 12. November 2009 respektive 18. November 201 0) eingetretenen Sachverhalt ab (BGE 129 V 1 E. 1.2 mit Hinweis). C-7909/2009 und C-51/2011 Seite 8 3.3. In materiell-rechtlicher Hinsicht ist auf jene Be stimmungen des IVG und der IVV respektive des ATSG und der ATSV abzustellen, die für die Beurteilung eines Rentenanspruchs jeweils releva nt waren und in Kraft standen. Da vorliegend der Rentenanspruch ab 1. Mai 2008 strittig ist, ist vorliegend auf die Fassung gemäss den am 1. Januar 2008 in Kraft getre- tenen Änderungen (5. IV-Revision; AS 2007 5129 und AS 2007 5155) ab- zustellen. Im Fol genden wird – ohne anderslautende Hin weise – jeweils auf diese Fassung Bezug genommen. Noch keine Anwendung findet vorliegend das am 1. Januar 2012 in Kraft getretene erste Massnahmenpaket der 6. IV-Revision (IVG in der Fa s- sung vom 18. März 2011 [AS 2011 5659]). 3.4. Die Beschwerdeführenden können im Rahmen des Beschwerde - verfahrens die Verletzung von Bundesrecht unter Einschluss des Miss - brauchs oder der Überschreitung des Ermessens, die unrichtige oder u n- vollständige Feststellung des rechtserhebliche n Sachverhalts sowie U n- angemessenheit des Entscheids rügen (Art. 49 VwVG). 4. 4.1. Gemäss Art. 17 Abs. 1 ATSG wird eine Rente von Amtes wegen oder auf Gesuch hin für die Zukunft entsprechend erhöht, herab gesetzt oder aufgehoben, wenn sich der Invaliditätsgrad des Rentenbezügers erheb- lich verändert hat. 4.1.1. Zu einer Änderung des Invaliditätsgrades Anlass geben kann einer- seits eine wesentliche Verbesserung oder Verschlechterung des Ge - sundheitszustandes mit entsprechender Beeinflussung der Erwerbs - fähigkeit und and erseits eine erhebliche Veränderung der erwerblichen Auswirkungen eines an sich gleich gebliebenen Gesundheitsschadens (BGE 125 V 369 E. 2, 113 V 275 E. 1a, 107 V 221 E. 2 mit Hinweisen; SVR 2004 IV Nr. 5 S. 13 E. 2). Ist die Invalidität nach der Einkommen s- vergleichsmethode gemäss Art. 28 Abs. 2 IVG zu bemessen, so kann j e- de Änderung eines der beiden Vergleichseinkommen zu einer für den An- spruch erheblichen Erhöhung oder Verringerung des Invaliditäts grades führen. Dagegen ist die un terschiedliche Beurteilung eines im Wesent lichen un- verändert geblie benen Sachverhalts kein Revisionsgrund; unter - schiedliche Beurteilun gen sind revisionsrechtlich nur dann beacht lich, wenn sie Aus druck von Änderungen der tatsächlichen Verhältnis se sind C-7909/2009 und C-51/2011 Seite 9 (siehe nur BGE 115 V 313 E. 4a/bb mit Hinweisen; SVR 1996 IV Nr. 70 S. 204 E. 3a). Identisch gebliebene Diagnosen schliessen eine revision s- rechtlich erhebliche Steigerung des tatsächlichen Leistungsvermögens (Arbeitsfähigkeit) grundsätzlich nicht aus. Dies gilt namentlich dann, wenn der Schweregrad eines Leidens sich verringert hat oder es der versiche r- ten Person gelungen ist, sich besser an das Leiden anzupassen. Ob eine derartige tatsächliche Änderung vorliegt oder aber eine revisionsrechtlich unbeachtliche abweichende ärzt liche Einschätzung eines im Wesentl i- chen gleich gebliebenen Gesundheitszustands, bedarf auch mit Blick auf die mitunter einschneidenden Folgen für die versicherte Person einer sorgfältigen Prüfung. Dabei gilt der Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit; die blosse Möglichkeit einer Verbesserung tatsächl i- cher Art genügt nicht (Urteil des Bundesgerichts [BGer] 9C_88/2010 vom 4. Mai 2010 E. 2.2.2 mit Hinweis). 4.1.2. Ob eine unter revisionsrechtlichen Gesichtspunkten erhebliche Ä n- derung eingetreten ist, beur teilt sich durch den Vergleich des Sach ver- haltes, wie er im Zeitpunkt der letzten, der versicherten Person eröffneten rechtskräftigen Verfügung, welche auf einer materiellen Prüfung des Ren- tenanspruchs mit rechtskonformer Sachverhalts abklärung, Beweis - würdigung und Durchführung eines Einkommensver gleichs (bei Anhalt s- punkten für eine Änderung in den erwerblichen Auswirkungen des G e- sundheitszustands) beruht, mit demjenigen zur Zeit der strei tigen Revisi- onsverfügung respektive des Einspracheent scheides; vor behalten bleibt die Rechtsprechung zur Wiedererwägung und prozes sualen Revision (BGE 133 V 108 E. 5.4). Vorliegend ist daher für die Frage, ob sich der Gesundheitszustand des Beschwerdeführers verändert hat und somit ein Revisionsgrund vorliegt, der Sachverhalt im Zeitpunkt der erstmaligen, in Rechtskraft erwachs e- nen Rentenzusprache (Verfügung vom 25. Februar 2002) mit dem Sac h- verhalt im Zeitpunkt der ( [vom Bundesverwaltungsgericht am 22. Oktober 2008] aufgehobenen) Revisionsverfügung vom 11. März 2008 zu verglei- chen. Das erste Revisionsverfahren, welches am 7. November 2002 mit einer Mitteilung abgeschlossen wurde, kann nicht als Vergleichszeitpunkt berücksichtigt werden, da keine umfassende Prüfung stattgefunden hat. Ferner ist zu beurteilen, wie s ich der Sachverhalt bis zum Zeitpunkt der vorliegend angefochtenen Verfügung vom 18. November 2010 entwickelt hat. C-7909/2009 und C-51/2011 Seite 10 4.2. 4.2.1. Gemäss Art. 8 Abs. 1 ATSG in Verbindung mit Art. 4 Abs. 1 IVG ist Invalidität die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit als Folge von Geburts gebrechen, Krankheit oder Unfall. Erwerbsunfähigkeit ist gemäss Art. 7 ATSG der durch Beeinträchtigung der körperlichen oder geistigen Ge sundheit ver- ursachte und nach zumutbarer Behandlung und Ei ngliederung verble i- bende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbs möglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt. Arbeitsunfähigkeit ist die durch eine Beeinträchtigung der kör perlichen, geistigen oder psych i- schen Gesundheit bedingte, volle oder teilweise Unfähigkeit, im bisher i- gen Beruf oder Aufgabenbereich zu mutbare Arbeit zu leisten. Bei langer Dauer wird auch die zumutbare Tätigkeit in einem anderen Beruf oder Aufgabenbereich berücksichtigt (Art. 6 ATSG). 4.2.2. Neben den geist igen und körperlichen Gesundheitsschäden kö n- nen auch psychische Gesundheitsschäden eine Invalidität bewirken (Art. 8 in Verbindung mit Art. 7 ATSG). Gemäss Rechtsprechung setzt die Annahme einer invalidisierenden (psychischen) Gesundheitsstörung im Sinne von Art. 4 Abs. 1 IVG sowie Art. 3 Abs. 1 und Art. 6 ATSG zunächst eine fachärztlich (psychiatrisch) gestellte Diagnose nach einem wisse n- schaftlich anerkannten Klassifikationssystem voraus (BGE 132 V 65 E. 3.4, 130 V 352 E. 2.2.3 und 2.2.4, 130 V 396). Nicht als Folgen eines psychischen Gesundheitsschadens und damit invalidenversicherung s- rechtlich nicht als relevant gelten Einschränkungen der Erwerbsfähigkeit, welche die versicherte Person bei Aufbietung allen guten Willens, die verbleibende Leistungsfähigke it zu verwerten, abwenden könnte; das Mass des Forderbaren wird dabei weitgehend objektiv bestimmt (BGE 131 V 49 E. 1.2 mit Hinweisen, 130 V 352 E. 2.2.1; SVR 2007 IV Nr. 47 S. 154 E. 2.4). Entscheidend ist, ob und inwiefern es der versicher- ten Person trot z ihres Leidens sozialpraktisch zumutbar ist, die Resta r- beitsfähigkeit auf dem ihr nach ihren Fähigkeiten offen stehenden ausg e- glichenen Arbeitsmarkt zu verwerten, und ob dies für die Gesellschaft tragbar ist. Dies ist nach einem weitgehend objektivierten Massstab zu prüfen (BGE 127 V 294 E. 4c, 102 V 165; AHI 2001 S. 228 E. 2b). 4.3. Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gegebenenfalls andere Fachleute zur Verfügung zu stel len haben. Aufgabe des Arztes im schweizerischen Invalidenver sicherungs-C-7909/2009 und C-51/2011 Seite 11 verfahren ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Ste l- lung zu nehmen, in welchem Umfang und gegebenenfalls be züglich wel- cher Tätigkeiten der Versicherte arbeitsunfähig ist. Die ärztlichen Auskünf- te sind sodann eine wichtige Grundlage für die Be urteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen dem Versicherten konkret noch zugemutet we r- den können (BGE 125 V 256 E. 4, 115 V 134 E. 2; AHI -Praxis 2002, S. 62, E. 4b/cc). 4.4. Das Bundesrecht schreibt nicht vor, wie die einzelnen Beweis mittel zu würdigen sind. Für das gesamte Verwaltungs - und Be schwerde- verfahren gilt der Grundsatz der freien Beweiswürdigung. Danach ha ben Versicherungsträger und Sozialversicher ungsgerichte die Beweise frei, das heisst ohne förmliche Beweisregeln, sowie um fassend und pflichtge- mäss zu würdigen. Bezüglich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitig en Un - tersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Be - urteilung der medizinischen Zusammenhänge und in der Be urteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolge rungen der Experten begründet sind. Ausschlaggebend für den Be weiswert ist grundsätzlich somit weder die Herkunft des Beweismittels noch die B e- zeichnung der eingereichten oder in Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder als Guta chten (vgl. dazu das Urteil des BGer I 268/2005 vom 26. Januar 2006 E. 1.2, mit Hinweis auf BGE 125 V 352 E. 3.a). Gleichwohl erachtet es die Rechtsprechung mit dem Grundsatz der freien Beweiswürdigung als vereinbar, Richtlinien für die Beweiswürdi gung in Bezug auf bestimmte Formen medizinischer Berichte und Gut achten auf- zustellen (vgl. hierzu BGE 125 V 352 E. 3b; AHI 2001 S. 114 E. 3b; Urteil des BGer I 128/98 vom 24. Januar 2000 E. 3b). So ist den im Rahmen des Verwaltungsverfahrens eingeholten Gutachten externer Spezialärzte, welche aufgrund einge hender Beobachtungen und Untersuchungen s o- wie nach Einsicht in die Akten Bericht erstat ten und bei der Erörterung der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen gelangen, bei der Beweiswürd i- gung volle Be weiskraft zuzuerkennen, solange nicht konkrete Indizien gegen die Zu verlässigkeit der Experti se sprechen (BGE 125 V 353 E. 3b/bb, mit weite ren Hinweisen). Be richte der behandelnden Ärzte schliesslich sind auf grund deren auf tragsrechtlicher Vertrauensstellung zum Patienten mit Vorbehalt zu würdigen (BGE 125 V 353 E. 3b/cc). Dies C-7909/2009 und C-51/2011 Seite 12 gilt für den all gemein praktizierenden Hausarzt wie auch für den beha n- delnden Spezialarzt (Urteil des BGer I 655/05 vom 20. März 2006 E. 5.4 mit Hinweisen; vgl. aber Urteil des BGe r 9C_24/2008 vom 27. Mai 2008 E. 2.3.2). 4.5. Bei erwerbstätigen Versicherten ist der Invaliditätsgrad gemäss Art. 16 ATSG in Verbindung mit Art. 28 Abs. 2 IVG aufgrund eines Ein - kommensvergleichs zu bestimmen. Dazu wird das Erwerbseinkom men, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchfüh- rung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliede rungsmass- nahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgegli chener Arbeits- marktlage erzielen könnte (sogenanntes Invalidenein kommen), in Bezi e- hung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie er zielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (sogenanntes Va lideneinkommen). Der Ei n- kommensvergleich hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die beiden hypothetischen Erwerbseinkom men ziffernmässig möglichst g e- nau ermittelt und einander gegenüber gestellt werden, worauf sich aus der Einkommensdifferenz der Invalidi tätsgrad bestimmen lässt (allgeme i- ne Methode des Einkommensver gleichs; BGE 130 V 343 E. 3.4.2, 128 V 29 E. 1). Für den Ei nkommensvergleich sind die Verhältnisse im Zeitpunkt des (hypothetischen) Beginns des Rentenanspruchs massg e- bend, wobei Validen- und Invalideneinkommen auf zeitidentischer Grund- lage zu erheben und allfälli ge rentenwirksame Änderungen der Ve r- gleichseinkommen bis zum Ver fügungserlass respektive bis zum Ei n- spracheentscheid zu berücksichtigen sind (BGE 129 V 222 E. 4). Für die Ermittlung des Einkommens, welches der Versicherte ohne In - validität erzielen könnte (Valideneinkommen), ist entscheidend, was er im fraglichen Zeitpunkt nach dem im Sozialversicherungsrecht allgemein gül- tigen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit (vgl. BGE 126 V 360 E. 5b, BGE 125 V 195 E. 2, je mit Hinweisen) als Ge - sunder tatsächlich verdient hätte. Dabei wird in der Re gel am zuletzt er - zielten, nötigenfalls der Teuerung und der realen Einkommensentwicklung angepassten Verdienst angeknüpft, da es empirischer Erfah rung en t- spricht, dass die bisherige Tätigkeit ohne Gesundheitsschaden fortgesetzt worden wäre. Ausnahmen v on diesem Grundsatz müs sen ebenfalls mit überwiegender Wahrscheinlichkeit erwiesen sein, damit sie berücksichtigt werden können. Für die Bestimmung des Invalideneinkommens ist primär von der be - ruflich-erwerblichen Situation auszugehen, in welcher die v ersicherte C-7909/2009 und C-51/2011 Seite 13 Person konkret steht. Hat die versicherte Person nach Eintritt des Ge - sundheitsschadens keine oder jedenfalls keine ihr an sich zumutbare neue Erwerbstätigkeit aufgenommen, so können nach der Rech t- sprechung LSE -Tabellenlöhne herangezogen werde n (BGE 129 V 472 E. 4.2.1, 126 V 75 E. 3b bb; RKUV 1999 U 343 S. 412 E. 4b aa Es gilt zu berücksichtigen, dass gesundheitlich beeinträchtigte Personen, die selbst bei leichten Hilfsarbeitstätigkeiten behindert sind, im Vergleich zu voll leistungsfähigen un d entsprechend einsetzbaren Arbeitnehmern lohnmässig benachteiligt sind und deshalb in der Regel mit unterdurc h- schnittlichen Lohnansätzen rechnen müssen. Diesem Umstand ist mit e i- nem Abzug vom Tabellenlohn Rechnung zu tragen (BGE 124 V 321 E. 3b bb; SVR 20 07 IV Nr. 11 S. 41 E. 3.2; RKUV 2003 U 494 S. 390 E. 4.2.3). Die Frage, ob und in welchem Ausmass Tabellenlöhne hera b- zusetzen sind, hängt von sämtlichen persönlichen und beruflichen U m- ständen des konkreten Einzelfalles ab (leidensbedingte Einschränkung, Alter, Dienstjahre, Nationalität/Aufenthaltskategorie und Beschäftigung s- grad). Der Einfluss sämtlicher Merkmale auf das Invalideneinkommen ist nach pflichtgemässem Ermessen gesamthaft zu schätzen, wobei der A b- zug auf insgesamt höchstens 25% zu begrenzen ist (BGE 129 V 472 E. 4.2.3, 126 V 75 E. 5b bb und cc; AHI 2002 S. 69 ff. E. 4b). 4.6. Versicherte haben Anspruch auf eine Viertelsrente, wenn sie zu mi n- destens 40 Prozent invalid sind, bei ei nem Inva liditätsgrad von min - destens 50 Prozent besteht ein Anspruch auf eine halbe Rente, bei mi n- destens 60 Prozent auf eine Dreiviertelsrente und bei mindestens 70 Pro- zent auf eine ganze Rente (Art. 28 Abs. 2 IVG). Gemäss Art. 29 Abs. 4 IVG werden Renten, die einem Invaliditätsgrad von weniger als 50 Pr o- zent entsprechen, je doch nur an Versicherte ausge richtet, die ihren Wohnsitz und gewöhnlichen Aufenthalt (Art. 13 ATSG) in der Schweiz ha- ben, soweit nicht völkerrechtliche Vereinba rungen eine abweichende Re- gelung vorsehen, was für Kroatien nicht der Fall ist (vgl. Art. 5 Abs. 2 Ab- kommen Kroatien). 5. Nachfolgend ist zu prüfen, ob die IVSTA zu Recht das Vorliegen eines Revisionsgrundes beim Beschwerdeführer bejaht und gestützt darauf seine ganze Rente mit Wirkung ab 1. August 2008 auf eine halbe Rente reduziert und ab 1. April 2009 den Rentenanspruch ganz verneint hat. C-7909/2009 und C-51/2011 Seite 14 5.1. Im Rahmen der vorliegend als Vergleichsbasis dienenden Verfügung vom 25. Februar 2002 attestierten die Ärzte dem Beschwerdeführer in psychiatrischer Hinsicht das Vorliegen einer unfallbezogenen depressiven Reaktion mit ausgeprägten Ängsten im Rahmen einer Anpassungsst ö- rung und in orthopädischer Hinsicht Kniebeschwerden links medial bei Zustand nach vorderer Kreuzbandplastik 08/1995, Status nach arthroskopischer Teilmeniskektomie links 12/1997, unklarer Ferse n- schmerz beidseits und unklarer Kniegelenkschmerz rechts. Die Ärzte e r- achteten den Beschwerdeführer aufgrund der vorgenannten Beschwe r- den lediglich als zu 50% arbeitsfähig mit ein er um 50% eingeschränkten Leistungsfähigkeit. 5.2. Anlässlich des im Jahr 2007 eingeleiteten Revisionsverfahrens re- spektive nach der Rückweisung der Sache zur weiteren Abklärung vom 22. Oktober 2008 wurden von der IVSTA neue Arztberichte zur Beurtei- lung des orthopädischen und psychischen Zustands des Beschwerdefü h- rers eingeholt. Dr. med. G._______, Arzt für Orthopädie, Sportmedizin und Chirotherapie, attestierte dem Beschwerdeführer ein oberes Zerv i- kalsyndrom und Zephalgie, eine Steilstellung der Halswirbelsäule und Vertigo. Dr. med. D._______, Facharzt für orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, stellte in seinem Gutachten vom 5. Mai 2009 folgende Diagnosen: 1) einen Status nach mehrmaliger Knieoperation links mit persistierender, anged euteter vorderer Schublade und belastungsabhängigen, medialseitigen Knieschmerzen auf Höhe des Tibiakopfes, 2) unklare, zeitweise auftretende Beinschmerzen rechts, 3) ein Zervikalsyndrom und Zephalgien unklarer Ätiologie und 4) Inser- tionstendinosen der Rückenmuskulatur am Beckenkamm dorsal und late- ral bei leichter, rechtskonvexer Lumbalskoliose. In Bezug auf die psych i- schen Einschränkungen diagnostizierte Dipl. psych. F._______ in seinem Bericht vom 10. Dezember 2008 eine schwere depressive Episode, und Dr. med. E._______, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, atte s- tierte dem Beschwerdeführer in seinem Gutachten vom 15. Mai 2009 eine rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig knapp mittelgradige Ep i- sode. Aus orthopädischer Sicht erachte te Dr. med. D._______ den B e- schwerdeführer wieder als zu 100% arbeitsfähig, da die Knieprobleme in der letzten Zeit sowohl eine subjektive als auch eine klinisch feststellbare Verbesserung erfahren hätten , zudem bestünden keine neurologischen Ausfallerscheinungen. Zwar hätten sich die zervik o-zephalen Beschwer- den seit Januar 2009 aus Sicht des Beschwerdeführers verstärkt, aber mangels neurologischer Ausfallerscheinungen und zufolge freier Bewe g- lichkeit der Hals -, Brust- und Lendenwirbelsäule sei nicht davon ausz u-C-7909/2009 und C-51/2011 Seite 15 gehen, dass aus somatischer Sicht eine Einschränkung der Arbeitsfähig- keit bestehe, zumal auch mit dem MRI keine objektiven Befunde erhoben werden konnten; es sei deshalb von einer Arbeitsfähigkeit von 100%, im Idealfall in einer Tätigkeit mit wechselnder B elastung, auszugehen; eine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit auf Grund des Bewegungsapparates bestehe jedenfalls keine mehr . Die anderen beurteilenden Orthopäden (Dr. med. G._______ und Dr. med. C._______) äusserten sich nicht in Bezug auf die Arbeitsfähi gkeit. Aus psychiatrischer Sicht attestierte Dr. med. E._______ dem Beschwerdeführer seit Mai 2008 eine Arbeitsf ä- higkeit von 40% bis 50% und "seit einigen Monaten " von 60%. Er stellte allerdings fest, dass die medikamentöse Behandlung zur Zeit ungen ü- gend sei und eine Anpassung der Medikation die Arbeitsfähigkeit verbe s- sern würde. Zudem wies Dr. med. E._______ darauf hin, dass einige u n- günstige krankheitsfremde Faktoren wie lange Phase der Beschäft i- gungslosigkeit, Krankheit der Ehefrau, fehlende Motivation z ur Wiede r- aufnahme einer beruflichen Tätigkeit und langjähriger sekundärer Kran k- heitsgewinn den Verlauf der Krankheit negativ beeinflussten. Dipl. psych. F._______ ging in seinem Bericht vom 10. Dezember 2008 indes ohne Begründung lediglich von einer Arbei tsfähigkeit von "unter drei Stunden" aus. In einem neueren Bericht vom 9. November 2009 hielt er dagegen folgendes fest: "Aktuell sehe ich die Leistungsfähigkeit des Pat. maximal halbschichtig". Im gleichen Bericht führte er zudem – im Widerspruch zur vorgenannten eigenen Einschätzung – aus: "Der Umfang des beruflichen Leistungsvermögens ist unter 3 Std. einzuschätzen". 5.3. Zusammenfassend ist festzuhalten, dass die Kniebeschwerden nach den Operationen und einer gewissen Rekonvaleszenzphase zurückg e- gangen s ind. B eim Beschwerdeführer haben sich seit dem Jahr 2002 somit insbesondere die orthopädischen Beschwerden aus objektiver Sicht vermindert, und es liegt (spätestens) seit dem Bericht von Dr. med. C._______ am 18. Dezember 2006 aus orthopädischer Sicht eine Ar- beitsfähigkeit in allen Tätigkeiten von 100% vor; diesbezüglich sind die Einschätzungen von Dr. med. D._______ und Dr. med. C._______ klar und nachvollziehbar und die übrigen beurteilenden Orthopäden äusserten sich nicht dazu , weshalb auf die übereinstimmenden Beurteilungen von Dr. med. D._______ und Dr. med. C._______ abzustellen ist . Daher ist festzuhalten, dass sich der Zustand des Beschwerdeführers aus orthop ä- discher Sicht verbessert hat und damit die Voraussetzungen für eine R e- vision grundsätzlich g egeben sind. In psychiatrischer Hinsicht sind sich die Ärzte insofern einig, als sie eine rezidivierende depressive Störung diagnostizierten. Der behandelnde Psychologe attestierte dem B e-C-7909/2009 und C-51/2011 Seite 16 schwerdeführer eine schwere depressive Episode und der Gutachter Dr. med. E._______ stellte eine knapp mittelgradige Episode fest. Dies- bezüglich ist festzuhalten, dass den Berichten von Dipl. psych. F._______ vorliegend schon aus dem Grund keine (volle) Beweiskraft zukommen kann, weil die Beurteilung der Arbeits- und Leistungsfähigkeit durch einen Diplompsychologen vor genommen worden war und er nicht nur in der Funktion einer Hilfsperson eines ärztlichen Gutachters, sondern als e i- genständiger Gutachter handelte (vgl. dazu die Urteile des BGer I 77/07 vom 4. Januar 2008 E. 6.3 und I 843/06 vom 12. Oktober 2007 E. 8.2), denn es ist Aufgabe eines Arztes oder einer Ärztin, den Gesund - heitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die ver sicherte Person ar - beitsunfähig ist (vgl. E. 4.3 hiervor). Zudem sind seine Beurteilungen tei l- weise auch in sich widersprüchlich (vgl. E. 5.2 hiervor), weshalb auch aus diesen Gru nd nicht darauf abzustellen ist . Der beurteilende Psychiater , Dr. med. E._______, stellte fest, es lie ge keine schwermütig gedrückte Stimmung oder Suizidalität vor, ferner entnehme er den Schilderungen des Beschwerdeführers, dass dieser eine rege lmässige Tagesgestaltung habe und früher (also vor 1998) noch nie psychische Störungen aufgetre- ten seien; all dies sei nicht mit einer schweren Depression zu vereinb a- ren, weshalb eine solche ausgeschlossen werden könne. Zudem sei d a- von auszugehen, dass die depressive Störung vor allem reaktiver Natur sei, da sich diese offensichtlich immer d ann verstärke, wenn der Be- schwerdeführer beispielsweise einen belastenden Entscheid der IVSTA erhalte; es könne in diesem Sinne von einer negativen Eigendynamik g e- sprochen werden . Die Arbeitsfähigkeit bezifferte er für die Zeit ab Mai 2008 auf 40% bis 50% und "seit einigen Monaten" auf 60% , da die initial vorhandenen Störungen (Aggressionen und Schmerzverarbeitungsst ö- rungen) nicht mehr vorhanden seien . Da das Gutachten von Dr. med. E._______ in Bezug auf die zu beurteilende psychische Beeinträchtigung des B eschwerdeführers von einem Facharzt angefertigt worden ist und inhaltlich schlüssig ist , was auch Dr. med. H._______, Facharzt für Ps y- chiatrie und Psychotherapie, in seiner Stellungnahme vom 15. September 2009 bestätigt (vgl. IV -act. 193, S. 13 f.), ist grundsätzlich darauf abz u- stellen. Dr. med. I._______, Fachärztin für Innere Medizin beim RAD, ist in ihrem Schlussbericht vom 6. April 2010 gestützt auf die vorstehend genannten medizinischen Unterlagen zum Schluss gekommen, der Gesundheitsz u- stand des Beschwerdeführers habe sich verbessert und es bestehe in der früheren Tätigkeit seit 1. Mai 2008 eine Arbeitsunfähigkeit von 50% und C-7909/2009 und C-51/2011 Seite 17 seit 1. Januar 2009 eine solche von 40%. Unter Berücksichtigung der B e- urteilung von Dr. med. E._______, der die Arbeitsfähigkeit ab 1. Mai 2008 auf 40% bis 50% bezifferte und damit einen gewissen Spielraum offen liess, wäre mangels genauer Bezifferung von einer durchschnittlichen Ar- beitsfähigkeit von 45% respektive einer Arbeitsunfähigkeit von 55% au s- zugehen. Da dies – wie nachfolgend aufzuzeigen sein wird – im Ergebnis nichts änder t, ist nicht weiter darauf einzugehen. Dass die RAD -Ärztin gestützt auf die Einschätzung von Dr. med. E._______, welcher in seinem Bericht vom 15. Mai 2009 ausführte, die Arbeitsfähigkeit betrage "seit e i- nigen Monaten" 60%, davon ausgegangen ist, dies gelte somit seit Janu- ar 2009, ist nicht zu beanstan den, da unter dem Begriff "einige Monate" durchaus ein Zeitraum von vier bis fünf Monaten verstanden werden kann. Die Würdigung der medizinischen Unterlagen durch die IVSTA ist somit nicht zu beanstanden. 6. Zu prüfen bleibt, ob der Beschwerdeführer seine ihm von den Gutachtern attestierte Arbeitsfähigkeit tatsächlich verwerten kann oder ob allenfalls ein Anspruch auf Eingliederungsmassnahmen zu prüfen gewesen wäre. Diesbezüglich ist darauf hinzuweisen, dass im Gebiet der Invalidenvers i- cherung ganz allgemein der Grundsatz gilt, dass die versicherte Person, bevor sie Leistungen verlangt, alles ihr Zumutbare selber vorzukehren hat, um die Folgen ihrer Invalidität bestmöglich zu mildern. Es ist primär Sache des Einzelnen, sich um eine angemessene Eingliederung zu b e- mühen. Kann eine versicherte Person ihre erwerbliche Beeinträchtigung in zumutbarer Weise selber beheben, so besteht gar keine Invalidität, womit es an d er unabdingbaren Anspruchsvoraussetzung für jegliche Leistungen der Invalidenversicherung – auch für Eingliederungsmas s- nahmen – fehlt. Die Selbsteingliederung als Ausdruck der allgemeinen Schadenminderungspflicht geht nicht nur dem Renten -, sondern auch dem gesetzlichen Eingliederungsanspruch vor (BGE 113 V 22 E. 4a). Da- her geht die ständige Rechtsprechung vom Regelfall aus, der darin b e- steht, dass eine medizinisch attestierte Verbesserung der Arbeitsfähigkeit grundsätzlich auf dem Weg der Selbsteingliederu ng verwertbar ist; pra k- tisch bedeutet dies, dass aus einer medizinisch attestierten Verbesserung der Arbeitsfähigkeit unmittelbar auf eine Verbesserung der Erwerbsfähi g- keit geschlossen und damit ein entsprechender Einkommensvergleich vorgenommen werden kan n, und zwar auch bei langjährigem Rentenb e- zug. Dennoch hat die Rechtsprechung in ganz besonderen Ausnahmefäl- len nach langjährigem Rentenbezug trotz medizinisch (wieder) ausgewi e-C-7909/2009 und C-51/2011 Seite 18 sener Leistungsfähigkeit vorderhand weiterhin eine Rente zugesprochen, bis mit Hilfe medizinisch -rehabilitativer und/oder beruflich -erwerblicher Massnahmen das theoretische Leistungspotential ausgeschöpft werden kann. Im Sinne eines rechtslogisch gebotenen Schrittes muss sich die Verwaltung nach dem Gesagten vor der Herabsetzung ode r Aufhebung einer Invalidenrente vergewissern, ob sich ein medizinisch -theoretisch wiedergewonnenes Leistungsvermögen ohne Weiteres in einem entspr e- chend tieferen Invaliditätsgrad niederschlägt oder ob dafür – ausnahms- weise – im Einzelfall eine erwerbsbez ogene Abklärung und/oder die Durchführung von Eingliederungsmassnahmen im Rechtssinne vorau s- gesetzt ist (vgl. Urteil des BGer 9C_163/2009 vom 10. September 2010 E. 4.2.2 mit weiteren Hinweisen). Die Rechtsprechung 9C_163/2009 ist jedoch dahingehend zu prä zisieren, dass sie grundsätzlich auf Sachve r- halte zu beschränken ist, in denen die revisions - oder wiedererwägungs- weise Herabsetzung oder Aufhebung der Invalidenrente eine versicherte Person betrifft, die das 55. Altersjahr zurückgelegt oder die Rente seit mehr als 15 Jahren bezogen hat (Urteil des BGer 9C_228/2010 vom 26. April 2011 E. 3.3, vgl. aber auch Urteil des BGer 9C -367/2011 vom 10. August 2011 E. 3.2 f.). Da der Beschwerdeführer im Revisionszeitpunkt weder das 55. Altersjahr erreicht hatte, noch s eit mehr als 15 Jahren eine Rente bezog, sind die obgenannten Voraussetzungen nicht erfüllt, sodass sich eine Prüfung von Eingliederungsmassnahmen erübrigt (vgl. zum Ganzen das Urteil des Bundesverwaltungsgerichts C-3897/2009 vom 14. Juni 2011 E. 13). 7. Zu bestimmen bleibt noch der Invaliditätsgrad. Da der Beschwerdeführer in seiner früheren Tätigkeit noch weitestgehend arbeitsfähig ist, ist zur Bestimmung des Invaliditätsgrades kein Einko m- mensvergleich im eigentlichen Sinne durchzuführen, sondern der Invalidi- tätsgrad ist mittels Prozentvergleich zu bestimmen, weshalb sich damit auch die Prüfung eines leidensbedingten Abzugs , welcher nur bei Tabe l- lenlöhnen zur Anwendung gelangt, erübrigt. Der Invaliditätsgrad beträgt somit ab 1. Mai 2008 55% und seit 1. Januar 2009 40%. 8. 8.1. Nach Art. 88a Abs. 1 IVV ist die anspruchsbeeinflussende Än derung vom Zeitpunkt an zu berücksichtigen, in dem angenommen wer den kann, C-7909/2009 und C-51/2011 Seite 19 dass sie voraussichtlich längere Zeit dauern wird. Sie ist in jedem Fall zu berücksichtigen, nachdem sie ohne wesentlichen Unterbruch drei Monate gedauert hat und voraussichtlich weiterhin andauern wird (Art. 88a Abs. 1 Satz 2 IVV). Gemäss Art. 88bis Abs. 2 lit. a IVV erfolgt die Herabsetzung einer Rente in jedem Fall frühestens vom ersten Tag des zweiten Mo nats an, welcher der Zustellung der Herabsetzungsverfügung folgt. 8.2. Aufgrund der Akten ist davon auszugehen, dass sich der Ge - sundheitszustand des Beschwerdeführers ab Mai 2008 verbessert hat. Die anspruchsbeeinflussende Änderung war im Zeitpunkt der noch n icht rechtskräftigen Revisionsverfügung vom 11. März 2008, mit welcher die Rente ursprünglich per 1. Mai 2008 aufgehoben wurde, noch nicht einge- treten. Erst Ende Juli 2008 war die Dreimonatsfrist gemäss Art. 88a Abs. 1 IVV abgelaufen. Eine Änderung der Ren te war somit – wie die IVSTA mit Verfügung vom 18. November 2010 korrekt festgestellt hat, erst mit Wirkung ab 1. August 2008 möglich. Der Beschwerdeführer hat somit bis zum 31. Juli 2008 Anspruch auf eine ganze Rente und mit Wirkung ab 1. August 2008 mit einem IV-Grad von 55% auf eine halbe Rente. Ab Ja- nuar 2009 hat sich der Gesundheitszustand des Beschwerdeführer – wie bereits festgestellt – wiederum verbessert, so dass in Anwendung von Art. 88a Abs. 1 IVV mit Wirkung ab 1. April 2009 bei einem IV -Grad von 40% grundsätzlich ein Anspruch auf eine Viertelsrente bestehen würde, diese jedoch ge stützt auf Art. 5 Abs. 2 Abkommen Kroatien bei Wohnsitz des Beschwerdeführers ausserhalb der Schweiz nicht gewährt werden kann, weshalb somit mit Wirkung ab 1. April 2009 kein Anspruch mehr auf eine Rente besteht. D a bei einer Rückweisung mit Anordnung von weit e- ren Abklärungen eine Rente nicht nur für die Zukunft aufgehoben werden kann (vgl. BGE 106 V 18 und Urteil des BGer 8C_451/2010 E. 3 f.), be- zieht sich die Frist gemäss Art. 88bis Abs. 2 lit. a IVV auf den Zeitpunkt der Verfügung vom 11. März 2008, weshalb die Rente bereits mit Wirkung ab 1. August 2008 und nicht erst mit Wirkung ab 1. Januar 2011 (ab dem ers- ten Tag des zweiten Monats nach Zustellu ng der Verfügung vom 18. No- vember 2010) herabgesetzt respektive aufgehoben werden kann. 8.3. Zusammenfassend ist somit festzuhalten, dass die Vorinstanz zu Recht von einer Verbesserung des Gesundheitszustandes ausgegangen ist und die ganze Rente mit Wirkung ab 1. August 2008 auf eine halbe Rente reduziert und ab 1. April 2009 aufgehoben hat ; diesbezüglich ist die Beschwerde abzuweisen. C-7909/2009 und C-51/2011 Seite 20 9. Ferner ist nachfolgend zu prüfen, ob die Vorinstanz mit Verfügung vom 12. November 2009 den Anspruch des Beschwerdeführers auf unentgelt- liche Verbeiständung im Verwaltungsverfahren zu Recht verneint hat. 9.1. 9.1.1. Die Vorinstanz begründete die Abweisung des Gesuchs um unen t- geltliche Prozessführung in der angefochtenen Verfügung damit, dass das Verwaltungsverfahren vom Untersuchungsgrundsatz beherrscht wer- de. Die Prozessarmut und die fehlende Aussichtslosigkeit seien gegeben. Eine anwaltliche Verbeiständung dränge sich jedoch nur in Ausnahmefä l- len auf, wenn schwierige rechtliche oder tatsächliche Fragen dies als notwendig erscheinen lassen würden und eine Verbeiständung durch Ver- bandsvertreter, Fürsorger oder andere Fach - und Vertrauensleute sozia- ler Institutionen nicht in Betracht fielen. Der Fall weise keine besonderen Schwierigkeiten auf, so dass nach der Rückweisung der Sache durch das Bundesverwaltungsgericht mit Urteil vom 22. Oktober 2008 keine anwalt- schaftliche Verbeiständung mehr notwendig gewesen sei. 9.1.2. Der Beschwerdeführer macht seinerseits geltend, die Vorinstanz habe verkannt, dass sich eine Verbeiständung als notwendig erwiesen habe, um den Rückweisungsentscheid des Bundesverwaltungsgerichts vom 22. Oktober 2008 zu erstreiten, welchen es nun im vorliegenden Ver- fahren zu vollstrecken gelte. Dabei seien zahlreiche medizinischen Unter- lagen zu sichten und Rechtsfragen zu prüfen gewes en, denen der B e- schwerdeführer als Laie nicht gewachsen sei, zumal er nicht deutscher Muttersprache sei. 9.2. 9.2.1. Der Anspruch auf unentgeltliche Rechtspflege ist als Grundrecht in Art. 29 Abs. 3 der Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgenosse n- schaft vom 18. April 1999 (BV, SR 101) verankert. In Bezug auf das Sozi- alversicherungsverfahren, welches kostenlos ist, wurde diese Garantie in Art. 37 Abs. 4 ATSG umgesetzt. Nach dieser Bestimmung wird der g e- suchstellenden Person ein unentgeltlicher Rechtsbeistand bewil ligt, wo die Verhältnisse es erfordern. Art. 37 Abs. 4 ATSG ist Ausfluss der heute gefestigten Lehre und Rechtsprechung, wonach der Anspruch auf unen t- geltliche Verbeiständung im Verwaltungsverfahren grundsätzlich ane r- kannt ist (vgl. zu dieser Entwicklung UELI KIESER, ATSG-Kommentar, C-7909/2009 und C-51/2011 Seite 21 2. Aufl., Zürich 2009, Art. 37 Rz. 17 ff.; ebenso STEFAN MEICHSSNER, Das Grundrecht auf unentgeltliche Rechtspflege [Art. 29 Abs. 3 BV], Basel 2008, S. 61 f.). 9.2.2. Die unentgeltliche Verbeiständung im Sozialversicherungsverfa h- ren ist grundsätzlich nur ausnahmsweise zu gewähren, und an die Vo r- aussetzungen der sachlichen Notwendigkeit ist – insbesondere auch mit Blick auf die Offizialmaxime – ein strenger Massstab anzulegen (Urteile des BGer I 746/06 vom 8. November 2006 E. 3.1 und I 812/05 vom 24. Januar 2006 E. 4.2 mit Hinweisen). Nach Lehre und Rechtsprechung soll die Formulierung "Wo die Verhältnisse es erfordern" der Absicht des Gesetzgebers Ausdruck verleihen, wonach an die Notwendigkeit der a n- waltlichen Vertretung im Verwaltungs verfahren höhere Anforderungen zu stellen sind als im Beschwerdeverfahren, da ein Beschwerdeverfahren in der Regel komplexer ist als ein Verwaltungsverfahren. Die Komplexität des Verfahrens bildet somit ein entscheidendes Element für die Beurte i- lung der Notwendigkeit der anwaltlichen Vertretung. Je nach Stadium des Verfahrens oder nach Verfahrenskonstellation kann die Vertretung auch im erstinstanzlichen Verfahren geboten sein, insbesondere im Fall einer Rentenrevision oder wenn sich ein Verwaltungsverfahre n an eine Rüc k- weisung durch eine Gerichtsbehörde anschliesst (vgl. BGE 132 V 200 E. 4.1, BGE 125 V 32 E. 2 und 4b; UELI KIESER, a.a.O., Art. 37 Rz. 22 f.). Die Komplexität der zu lösenden Fragen ist jedoch nicht absolut, sondern in Abhängigkeit von den Fähigkeiten der betroffenen Person zu beurte i- len. Massgebend ist auch die Frage, ob die Vertretung durch einen Soz i- alarbeiter oder durch Fach - und Vertrauensleute sozialer Insti tutionen in Betracht kommt (BGE 132 V 200 E. 4.1). Schliesslich kann eine unen t- geltliche Vertretung im Verwaltungsverfahren auch erforderlich sein, wenn ein besonders starker Eingriff in die Rechtsstellung der betroffenen Partei droht (Urteil des BGer 2P .234/2006 vom 14. Dezember 2006 E. 3.2 und 3.3; BGE 125 V 32 E. 4b; UELI KIESER, a.a.O., Art. 37 Rz. 23). 9.3. Im vorliegenden Fall wird die unentgeltliche Verbeiständung bea n- tragt für ein Verfahren, welches auf Anordnung des Bundesverwaltung s- gerichts ergänzend durchgeführt wurde (vgl. Urteil C -2720/2008 vom 22. Oktober 2008). Das Bundesverwaltungsgericht wies die Sache mit der Begründung an die IVSTA zurück, der rechtserhebliche Sachverhalt sei unvollständig festgestellt worden und es sei nach Durchführung einer orthopädisch-psychiatrischen Begutachtung über den Rentenanspruch neu zu verfügen. C-7909/2009 und C-51/2011 Seite 22 Die Begründung der Vorinstanz, die Offizialmaxime mache einen unen t- geltlichen Rechtsbeistand entbehrlich, trifft in dieser Absolutheit nicht zu. Nach der Rechtsprechung rechtfertigt die Offizialmaxime lediglich, an die Voraussetzungen, unter denen eine anwaltliche Verbeiständung sachlich geboten ist, einen strengen Massstab anzulegen (vgl. Urteil des BGer I 746/06 vom 8. November 2006 E. 3.1). Jedoch kann aus dem Umstand allein, dass in einem Verfahren die Offizialmaxime gilt, nicht auf fehlend e Notwendigkeit der Vertretung geschlossen werden (vgl. Urteil des BGer 2P .234/2006 vom 14. Dezember 2006 E. 3.4; BGE 130 I 180 E. 3.1). Auch wenn die Offizialmaxime für die betroffene Partei im Vergleich zur Dispositionsmaxime komfortabler ist, bedeutet dies nicht, dass ein sozial- versicherungsrechtliches Verfahren deswegen leicht zu durchschauen wäre, zumal wenn es sich – wie im vorliegenden Fall – um ein Revisions- verfahren handelt, in dem die Herabsetzung oder gar die Einstellung der Rente zur Diskussion steht. In der Literatur wird zu Recht darauf hing e- wiesen, dass von der Offizialmaxime beherrschte Verfahren für juristisch ungebildete Personen kaum einfacher zu verstehen seien, zumal Letzt e- ren eine mitunter umfassende Mitwirkungspflicht obliege und sie n icht vor Fehlleistungen der Behörden gefeit seien (vgl. STEFAN MEICHSSNER, a.a.O., S. 131). Sowohl die Verfahrenskonstellation der ergänzenden Begutachtung nach Rückweisung durch das Bundesverwaltungsgericht als auch die Schwi e- rigkeit der tatsächlichen und rechtlichen Fragen sprechen für die Gewä h- rung der unentgeltlichen Verbeiständung. Schliesslich ist festzuhalten, dass die drohende vollständige Einstellung der Invalidenrente die Rechts- stellung des Beschwerdeführers stark berührt. Somit ist auch unter di e- sem Gesichtspunkt die Notwendigkeit der anwaltlichen Vertretung zu b e- jahen. Nach dem Gesagten sind somit die besonderen Voraussetzungen für die ausnahmsweise Gewährung der unentgeltlichen Verbeiständung im Verwaltungsverfahren im vorliegenden Fall erfüllt . Die Vorinstanz hat das Gesuch um unentgeltliche Verbeiständung zu Unrecht abgewiesen , zumal auch die weiteren Voraussetzungen (fehlende Aussichtslosigkeit und Bedürftigkeit) unbestrittenermassen gegeben sind , weshalb die vo r- liegende Beschwerde in dieser Hinsicht gutzuheissen ist. Demzufolge hätte die Vorinstanz im Verwaltungsverfahren dem Rechtsvertreter des Beschwerdeführers eine angemessene Entschädigung bezahlen müssen, wozu sie vorliegend aufzufordern ist. C-7909/2009 und C-51/2011 Seite 23 10. Zu befinden bleibt noch über die Verfahrenskosten und eine allfällige Par- teientschädigung. Einleitend ist festzuhalten, dass sich gestützt auf die eingereichten Unter- lagen zur finanziellen Situation des Beschwerdeführers feststellen lässt, dass Bedürftigkeit vorliegt. Da im Beschwerdeverfahren auch die No t- wendigkeit der Vertretung und das Fehlen von Aussichtslosigkeit, mithin die übrigen Voraussetzungen für die Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege, gegeben sind, ist das Gesuch um Gewährung der unen t- geltlichen Rechtspflege gutzuheissen. 10.1. Die Verfahrenskosten werden in der Regel der unterliegenden Par - tei auferlegt (Art. 63 Abs. 1 VwVG). Zufolge Bewilligung der unentgeltl i- chen Rechtspflege sind dem (teilweise) unterliegenden Beschwerdeführer keine Verfahrenskosten aufzuerlegen. Einer (teilweise) u nterliegenden Vorinstanz sind gemäss Art. 63 Abs. 2 VwVG keine Verfahrenskosten aufzuerlegen. 10.2. Die Beschwerdeinstanz kann der ganz oder teilweise obsiegenden Partei von Amtes wegen oder auf Begehren eine Entschädigung für ihr erwachsene notwendige und verhältnismässig hohe Kosten zuspre chen (Art. 64 Abs. 1 VwVG in Verbindung mit Art. 7 Abs. 1 des Regle ments vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]). Die Partei ent- schädigung umfasst die Kosten der Vertretung sowie allfällige wei tere notwendige Auslagen der Partei (Art. 8 VGKE). Der Beschwerdeführer ist im vorliegenden Verfahren anwaltlich vertreten. Ihm ist daher unter B e- rücksichtigung des Prozessausgangs (Obsiegen im Verfahren C-7909/2009) zu Lasten der IVSTA eine Parteientschädigung für die ih m entstandenen notwendigen Kosten zuzusprechen. Da keine Kostennote eingereicht wurde, ist die Parteientschädigung aufgrund der Akten festzu- setzen (Art. 14 Abs. 2 VGKE). Eine Parteientschädigung in der Höhe von Fr. 1'500.-- erscheint angemessen. Zudem ist dem Vertreter des B e- schwerdeführers zufolge Bewilligung der unentgeltlichen Rechtspflege für das Verfahren C -51/2011 aus der Gerichtskasse eine Entschädigung in der Höhe von Fr. 3'000.-- zuzusprechen. Der teilweise obsiegenden Vorinstanz ist als Bundesbehörde keine Pa r- teientschädigung zuzusprechen. C-7909/2009 und C-51/2011 Seite 24 Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 1. Die Verfahren C-7909/2009 und C-51/2011 werden vereinigt. 2. Die Beschwerde gegen die Verfügung vo m 12. November 2009 (Verfah- ren C-7909/2009) wird gutgeheissen und die Verfügung wird aufgehoben. Die Vorinstanz wird aufgefordert, dem Rechtsvertreter des Beschwerd e- führers für das Verwaltungsverfahren eine angemessene Entschädigung zuzusprechen. 3. Die Beschwerde gegen die Verfügung vom 18. November 2010 (Verfah- ren C-51/2011) wird abgewiesen. 4. Zufolge Bewilligung der unentgeltlichen Rechtspflege werden keine Ve r- fahrenskosten erhoben. 5. Dem Beschwerdeführer wird zu Lasten der IVSTA eine Parteientschäd i- gung in der Höhe von Fr. 1'500.-- zugesprochen. 6. Dem Vertreter des Beschwerdeführers wird zufolge Bewilligung der u n- entgeltlichen Rechtspflege aus der Gerichtskasse eine Entschädigung in der Höhe von Fr. 3'000.-- zugesprochen. 7. Dieses Urteil geht an: – den Beschwerdeführer (Gerichtsurkunde) – die Vorinstanz (Ref-Nr. …) – das Bundesamt für Sozialversicherungen Für die Rechtsmittelbelehrung wird auf die nächste Seite verwiesen. C-7909/2009 und C-51/2011 Seite 25 Der vorsitzende Richter: Die Gerichtsschreiberin: Michael Peterli Sandra Tibis Rechtsmittelbelehrung: Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen nach Eröffnung beim Bun- desgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern , Beschwerde in öffentlich - rechtlichen Angelegenheiten geführt werden (Art. 82 ff., 90 ff. und 100 des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173. 110]). Die Rechtsschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der B e- weismittel und die Unterschrift zu enthalten. Der angefochtene Entscheid und die Beweismittel sind, soweit sie der Beschwerdeführer in Händen hat, beizulegen (Art. 42 BGG). Versand: