<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="cell small-12 contentContainer printArea"> <div><table><tr><td><p class="Normal Heading1"><span class="Normal Heading1">Sozialversicherungsgericht</span></p><p class="Normal Heading1"><span class="Normal Heading1">des Kantons Zürich</span></p></td><td><p class="Normal Heading1"></p></td></tr></table><p><span id="G_NR"></span><span>IV.2018.00105</span></p><p><span id="AHV_NR"></span><span> </span></p><p><span id="G_NR_VI"></span><span> </span></p><p><br/></p><p>II. Kammer</p><p>Sozialversicherungsrichter Mosimann, Vorsitzender<br/>Sozialversicherungsrichterin Käch<br/>Ersatzrichterin Romero-Käser<br/>Gerichtsschreiberin Lienhard</p><p class="Normal Heading2"><span class="Normal Heading2">Urteil vom 4. März 2019</span></p><p class="Normal StandardEinzug"><span class="Normal StandardEinzug">in Sachen</span></p><p class="Normal StandardFett RubrumFett"><span class="Normal StandardFett RubrumFett">X.___</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Beschwerdeführer</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">vertreten durch Stadt Zürich Soziale Dienste</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">MLaw Y.___, Sozialversicherungsrecht</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Hönggerstrasse 24, 8037 Zürich</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">gegen</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardFett RubrumFett"><span class="Normal StandardFett RubrumFett">Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Beschwerdegegnerin</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p><br/></p><p></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Sachverhalt:</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">X.___, geboren 1964, war zuletzt von 2011 bis 2013 als Hilfsmonteur bei der Z.___ AG tätig gewesen (Urk. 7/20 Ziff. 2.1 und Ziff. 2.7). Am 2. Juli 2013 meldete er sich wegen eines psychischen Leidens und Unfall</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">folgen bei der Invalidenversicherung an (Urk. 7/5). Die Sozialver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">siche</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, tätigte erwerbliche und medi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">zinische Abklärungen und zog Akten der Krankentaggeldversicherung bei (Urk. 7/10; Urk. 7/35; Urk. 7/37). Sodann veranlasste sie eine polydisziplinäre Begutachtung des Ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sicherten durch das Gutachtenzentrum A.___, dessen Gutachten am 1. Juni 2015 erstattet wurde (Urk. 7/70), und auferlegte ihm mit Schreiben vom 12. Oktober 2015 (Urk. 7/71) eine Schadenminde</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rungspflicht. Die IV-Stelle liess in der Folge den Versicherten bidisziplinär begut</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">achten (Gutachten vom 19. Mai 2017; Urk. 7/103). Nach durchgeführtem Vorbe</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">scheid</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">verfahren (Urk. 7/107-108; Urk. 7/111, Urk. 7/115; Urk. 7/120) verneinte die IV</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Stelle mit Verfügung vom 14. Dezember 2017 einen Rentenanspruch des Versicherten (Urk. 7/122 = Urk. 2). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Der Versicherte erhob am 26. Januar 2018 Beschwerde gegen die Verfügung vom 14. Dezember 2017 (Urk. 2) und beantragte deren Aufhebung, die Aufhebung der Schadenminderungspflicht und die Zusprache einer Rente. Eventuell sei ein Gerichtsgutachten einzuholen oder die Sache an die Beschwerdegegnerin zurück</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">zuweisen (Urk. 1 S. 2). Mit Beschwerdeantwort vom 2. März 2018 (Urk. 6) bean</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tragte die Beschwerdegegnerin die Abweisung der Beschwerde. Dies wurde dem Beschwerdeführer am 10. April 2018 unter gleichzeitiger Bewilligung der bean</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tragten (vgl. Urk. 1 S. 2) unentgeltlichen Prozessführung mitgeteilt (Urk. 8). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Das Gericht</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> zieht in Erwägung:</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.</span><span> </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1.1</span><span> </span><span id="XX001"></span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">des </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Bundesgesetz</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">es</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> über den Allge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">meinen Teil</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> des Sozialversicherungsrechts, </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ATSG)</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">trächtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beur</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">lung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsun</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">fähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1.2</span><span> </span><span id="XX006"></span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Beeinträchtigungen der psychischen Gesundheit können in gleicher Weise wie körperliche Gesundheitsschäden eine Invalidität im Sinne von Art. 4 Abs. 1 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG)</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> in Verbindung mit Art. 8 ATSG bewirken. Rechtsprechungsgemäss ist bei psychischen Beeinträchtigungen zu prüfen, ob ein psychischer Gesundheitsschaden mit Krankheitswert besteht, welcher die versicherte Person auch bei Aufbietung allen guten Willens daran hindert, ein rentenausschliessendes Erwerbseinkommen zu erzielen (vgl. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">BGE 139 V 547</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> E. 5, </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">131 V 49</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> E. 1.2, </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">130 V 352</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> E. 2.2.1; vgl. Urteil des Bundesgerichts 9C_125/2015 vom 1</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">8. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">November 2015 E. 5.4). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die Annahme eines psychischen Gesundheitsschadens im Sinne von Art. 4 Abs. 1 IVG sowie Art. 3 Abs. 1 und Art. 6 ATSG setzt eine psychiatrische, lege artis auf die Vorgaben eines anerkannten Klassifikationssystems abgestützte Diagnose voraus (vgl. BGE 143 V 409 E. 4.5.2, 141 V 281 E. 2.1, 130 V 396 E. 5.3 und E.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">6). Eine fachärztlich einwandfrei festgestellte psychische Krankheit ist jedoch nicht ohne weiteres gleichbedeutend mit dem Vorliegen einer Invalidität. In jedem Ein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">zelfall muss eine Beeinträchtigung der Arbeits- und Erwerbsfähigkeit unabhängig von der Diagnose und grundsätzlich unbesehen der Ätiologie ausgewiesen und in ihrem Ausmass bestimmt sein. Entscheidend ist die nach einem weitgehend objektivierten Massstab zu beurteilende Frage, ob es der versicherten Person zumutbar ist, eine Arbeitsleistung zu erbringen (BGE 143 V 409 E. 4.2.1, 141 V 281 E. 3.7, 139 V 547 E. 5.2, 127 V 294 E. 4c, je mit Hinweisen; vgl. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">7 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Abs. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">2 ATSG).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1.3</span><span> </span><span id="XX008"></span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Nach der Rechtsprechung führt Drogensucht (wie auch Alkoholismus und Medi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">kamentenmissbrauch) als solche nicht zu einer Invalidität im Sinne des Gesetzes. Dagegen wird sie im Rahmen der Invalidenversicherung relevant, wenn sie eine Krankheit oder einen Unfall bewirkt hat, in deren Folge ein körperlicher oder geistiger, die Erwerbsfähigkeit beeinträchtigender Gesundheitsschaden eingetre</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ten ist, oder wenn sie selber Folge eines körperlichen oder geistigen Gesundheits</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">schadens ist, dem Krankheitswert zukommt (BGE 124 V 265 E. 3c). Aus letzterem Leitsatz folgt nicht, dass die Auswirkungen einer Drogensucht, die ihrer</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">seits auf einen Gesundheitsschaden zurückgeht, per se invaliditäts</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">begründend sind. Die zitierte Praxis setzt vielmehr den Grundsatz um, dass funktionelle Einschränkun</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gen nur anspruchsbegründend sein können, wenn sie sich als Folgen selbständi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ger Gesundheitsschädigungen darstellen (Art. 6 ff. ATSG und Art. 4 Abs. 1 IVG). Insofern verhält es sich ähnlich wie im Verhältnis zwischen psychosozialen oder soziokulturellen Umständen und fachärztlich festgestellten psychischen Störun</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gen von Krankheitswert (BGE 127 V 294 E. 5a): Wo die Gutachter im Wesentli</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">chen nur Befunde erheben, welche in der Drogensucht ihre hinreichende Erklä</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">rung finden, gleichsam in dieser aufgehen, ist kein invalidisierender psychischer Gesundheitsschaden gegeben. Dies trifft zu, wenn davon auszugehen ist, dass sich beispielsweise ein depressives Zustandsbild bei einer (angenommenen) positiven Veränderung der suchtbedingten psychosozialen Problematik wesentlich bessern (und die damit verbundene Beeinträchtigung des Leistungsvermögens sich ent</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sprechend verringern) würde (Urteil des Bundesgerichts 8C_582/2015 vom 8. Oktober 2015 E. 2.2.1). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Angesichts der insoweit finalen Natur der Invalidenversicherung (BGE 120 V 95 E. 4c; Meyer/Reichmuth, Bundesgesetz über die Invalidenversicherung, 3. Aufl. 2014, Rz 51 zu Art. 4 IVG) ist nicht entscheidend, ob die Drogensucht Folge eines körperlichen oder geistigen Gesundheitsschadens ist oder ob die Sucht ausserhalb eines Kausalzusammenhangs mit dem versicherten Gesundheitsschaden steht. In beiden Konstellationen sind reine Suchtfolgen IV-rechtlich irrelevant, soweit sie als solche allein leistungsmindernd wirken. Hingegen sind sie gleichermassen IV</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">rechtlich relevant, soweit sie in einem engen Zusammenhang mit einem eigenständigen Gesundheitsschaden stehen. Dies kann der Fall sein, wenn die Drogensucht – einem Symptom gleich – Teil eines Gesundheitsschadens bildet (BGE 99 V 28 E. 3b); dies unter der Voraussetzung, dass nicht allein die unmit</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">telbaren Folgen des Rauschmittelkonsums, sondern wesentlich auch der psychiatrische Befund selber zu Arbeitsunfähigkeit führt. Sodann können selbst reine Suchtfolgen invalidisierend sein, wenn daneben ein psychischer Gesund</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">heitsschaden besteht, welcher die Betäubungsmittelabhängigkeit aufrecht erhält oder deren Folgen massgeblich verstärkt. Umgekehrt können die Aus</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">wirkungen der Sucht (unabhängig von ihrer Genese) wie andere psychosoziale Faktoren auch mittelbar zur Invalidität beitragen, wenn und soweit sie den Wirkungsgrad der Folgen eines Gesundheitsschadens beeinflussen (Urteil des Bundesgerichts 8C_582/2015 vom 8. Oktober 2015 E. 2.2.2).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Im erwähnten Urteil 8C_582/2015 vom 8. Oktober 2015 E. 4 hat das Bundes</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">richt entschieden, dass die Rechtsprechung gemäss BGE 141 V 281 psychoso</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ma</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tische Leiden betrifft und auf Suchtproblematiken nicht anwendbar ist</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1.4</span><span> </span><span id="XX021"></span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Zur Annahme der Invalidität nach </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">8 ATSG ist – auch bei psychischen Erkrankungen </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">-</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> in jedem Fall ein medizinisches Substrat unabdingbar, das (fach</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">)ärztlicherseits schlüssig festgestellt wird und nachgewiesenermassen die Arbeits- und Erwerbsfähigkeit wesentlich beeinträchtigt. Je stärker psychosoziale und soziokulturelle Faktoren wie beispielsweise Sorge um die Familie oder Zukunftsängste (etwa ein drohender finanzieller Notstand) im Einzelfall in den Vordergrund treten und das Beschwerdebild mitbestimmen, desto ausgeprägter muss eine fachärztlich festgestellte psychische Störung von Krankheitswert vor</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">handen sein. Das bedeutet, dass das klinische Beschwerdebild nicht einzig in Beeinträchtigungen, welche von den belastenden soziokulturellen Faktoren her</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">rühren, bestehen darf, sondern davon psychiatrisch zu unterscheidende Befunde zu umfassen hat, zum Beispiel eine von depressiven Verstimmungs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">zuständen klar unterscheidbare andauernde Depression im fachmedizinischen Sinne oder einen damit vergleichbaren psychischen Leidenszustand. Solche von der soziokultu</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">rellen Belastungssituation zu unterscheidende und in diesem Sinne verselb</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">stän</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">digte psychische Störungen mit Auswirkungen auf die Arbeits- und Erwerbsfä</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">higkeit sind unabdingbar, damit überhaupt von Invalidität gesprochen werden kann. Wo die begutachtende Person dagegen im Wesentlichen nur Befunde erhebt, welche in den psychosozialen und soziokulturellen Umständen ihre hin</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">reichende Erklärung finden, gleichsam in ihnen aufgehen, ist kein invalidisieren</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">der psychischer Gesundheitsschaden gegeben (BGE 127 V 294 E. 5a; Urteil des Bundesgerichts 8C_730/2008 vom 23. März 2009 E. 2).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Wenn und soweit psychosoziale und soziokulturelle Faktoren zu einer eigentli</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">chen Beeinträchtigung der psychischen Integrität führen, indem sie einen ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">selbständigten Gesundheitsschaden aufrechterhalten oder den Wirkungsgrad sei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ner – unabhängig von den invaliditätsfremden Elementen bestehenden – Folgen verschlimmern, können sie sich mittelbar invaliditätsbegründend aus</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">wirken (Urteil des Bundesgerichts 9C_537/2011 vom 2</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">8. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Juni 2012 E. 3.2 mit Hinweisen).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1.5</span><span> </span><span id="XX072"></span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Anspruch auf eine Rente haben gemäss </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">28 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Abs. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1 IVG Versicherte, die:</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">a.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betäti</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder her</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">stellen, erhalten oder verbessern können;</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">b.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindes</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tens 40 % arbeitsunfähig (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">6 ATSG) gewesen sind; und</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">c.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">8 ATSG) sind.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine Vier</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">telsrente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine Dreiviertelsrente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">28 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Abs. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">2 IVG).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1.6</span><span> </span><span id="UV053"></span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Berichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen in der Expertise begründet sind (BGE 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Beschwerdegegnerin begründete den angefochtenen Entscheid (Urk. 2) wie folgt: Selbst unter Cannabiseinfluss lägen nur minime Einschränkungen vor. Auf</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">grund der medizinischen Akten sei der Beschewerdeführer in einer dem Schulter</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">leiden angepassten Tätigkeit weiterhin zu 100 % arbeitsfähig, weshalb kein Ren</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tenanspruch bestehe (S. 1-2). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Der Beschwerdeführer machte hierzu geltend (Urk. 1), es sei aus näher dargeleg</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ten Gründen auf das A.___-Gutachten abzustellen, worin zum Ausdruck gebracht werde, dass eine Cannabis-Abstinenz der Gefahr verstärkt auftretender emotionaler Störungen vorbeugen solle. Das zweite bidisziplinäre Gutachten stelle demgegenüber nur eine unzulässige second opinion dar (S. 9). Weiter sei die Sanktionierung wegen Verletzung der Schadenminderungspflicht nicht zulässig gewesen. Gemäss dem A.___-Gutachten, welches vom Regionalen Ärztlichen Dienst (RAD) als beweiskräftig beurteilt worden sei, sei ein Cannabis- oder Kokainentzug zur Beurteilung der Arbeitsfähigkeit nicht nötig und werde ein Entzug die Arbeitsfähigkeit nicht wesentlich verbessern (S. 12). Eine Absti</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nenz sei lediglich auferlegt worden, um den Gesundheitszustand des Beschwer</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">deführers zu erhalten (S. 13). Weiter sie die von den A.___-Gutachtern progno</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">stizierte 70%ige Arbeitsfähigkeit nicht realistisch, wie sich anhand der Berichte der psychiatrischen Klinik B.___ zeige. Gegenwärtig leide er an einer schweren depressiven Episode (S. 14). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Streitig und zu prüfen ist der Invaliditätsgrad des Beschwerdeführers. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Ärztinnen der B.___ diagnostizierten in ihrem am 15. Mai 2013 zuhanden der Krankentaggeldversicherung erstatteten Bericht (Urk. 7/10/2-4) eine rezidi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">vieren</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">de depressive Störung, gegenwärtig mittelgradige Episode (ICD-10 F33.1), welche etwa seit Sommer 2012 bestehe (Ziff.1). Die depressive Sympto</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">matik bestehe vor dem Hintergrund verschiedener psychosozialer Belastungs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">faktoren (Arbeitsplatz</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">verlust, Familiensituation). Die Arbeitsun</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">fähig</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">keit betrage 100 % seit 6. März 2013 bis auf Weiteres (S. 2). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Dr. med. C.___, Fachärztin für Physikalische Medizin, stellte mit Bericht vom 24. Juli 2013 (Urk. 7/17) folgende Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeits</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">fähigkeit (Ziff. 1.1):</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">schwere depressive Entwicklung</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">chronische Periarthritis humeroscapularis (PHS) calcarea rechts mit Bur</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">sitis subacromialis</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">chronische Tendovaginitis rechter Unterarm</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">Die Prognose hänge von der Depression ab. In der angestammten Tätigkeit bestehe ab 2. Juli 2012 bis auf Weiteres eine volle Arbeitsunfähigkeit (Ziff. 1.4, Ziff. 1.6). Schwere körperliche Arbeit sei dem Beschwerdeführer nicht mehr zumutbar (Ziff. 1.7). Wechselbelastende Tätigkeiten seien zu 100 % zumutbar (Urk. 7/17/4). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Ärztinnen der B.___ wiederholten mit Bericht vom 5. August 2013 (Urk. 7/18) die bereits gestellten Diagnosen (S. 2) und hielten fest, dass der Beschwerdeführer voraussichtlich ab Juli 2013 zu 50 % arbeitsfähig sei (S. 1). Die depressive Symp</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tomatik bestehe vor dem Hintergrund verschiedener psychosozialer Belastungs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">faktoren (Arbeitsplatzverlust, Familiensituation). Nach Umstellung der Medika</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tion zeige sich eine zunehmende Verbesserung der depressiven Symptomatik mit Stimmungsaufhellung, Antriebssteigerung und Schlaf</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">regulierung. Der Beschwer</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">deführer erscheine regelmässig und zuverlässig zu den ärztlichen Konsultationen. Prognostisch gehe man von einem günstigen Verlauf der depressiven Sympto</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">matik aus. Unter Beibehaltung der psychotherapeutischen Behandlung und medikamentösen Therapie sei von einer Vollremission auszu</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gehen. Die Behand</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">lung erfolge in 14-tägigem Intervall (S. 3 unten f.). Bei noch mässigen Einschrän</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">kungen in Belastbarkeit und Ausdauer empfehle man die Wiederaufnahme einer beruflichen Tätigkeit zu 50 % bis auf Weiteres, welche im weiteren Verlauf gege</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">benenfalls sukzessive zu steigern sei. Die bisherige Tätigkeit sei noch zu 50 % zumutbar (S. 4).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.4</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">In einem weiteren Bericht vom 8. Mai 2014 (Urk. 7/38) stellten die Ärztinnen der B.___ folgende Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit (Ziff. 1.1):</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig mittelgradige Episode (ICD-10 F33.1)</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">somatische Diagnosen:</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">hochgradiger Verdacht auf Nierenzellkarzinom rechter Nierenunterpol</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">benigne essentielle Hypertonie</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">hypertensive Herzkrankheit ohne Herzinsuffizienz</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">gemischte Hyperlipidämie </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">nicht primärabhängiger Diabetes mellitus Typ II</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">Adipositas</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">obstruktives Schlafapnoe-Syndrom</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">Der Beschwerdeführer sei vom 21. bis 31. Januar 2014 in der B.___ in stationärer Behandlung gewesen. Vom 3. Februar bis 27. März 2014 sei eine teilstationäre Weiterbehandlung in der Akut-Tagesklinik erfolgt (S. 2). Aktuell befinde sich der Patient mit Verdacht auf ein Nierenzellkarzinom in der Urologie des Universitäts</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">spitals D.___, weshalb eine abschliessende Beurteilung der psychiatrischen Prog</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">nose nicht möglich sei (S. 3). Die Operation erfolge am 31. März 2014 (vgl. Urk. 7/43-44). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.5</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Ärztinnen der B.___ hielten mit Bericht vom 17. Oktober 2014 (Urk. 7/51) bei unveränderter Diagnose (Ziff. 1.1) fest, das psychiatrische Zustandsbild habe sich seit dem letzten Bericht nicht verändert. Seit der Krebsdiagnose habe sich der Beschwerdeführer sozial mehr und mehr zurückgezogen, er habe kaum noch Antrieb und verbringe den Grossteil des Tages schlafend im Bett. Er sei deshalb erneut in der Tagesklinik angemeldet worden. Aktuell und bis auf Weiteres bestehe volle Arbeitsunfähigkeit (S. 2). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.6</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Dr. med. E.___, Assistenzarzt der Klinik für Urologie am Universitätsspital D.___, hielt mit einem undatierten Bericht (Urk. 7/60/1-5) fest, aus urologischer Sicht bestehe eine volle Arbeitsfähigkeit (S. 1 oben). Vom 28. März bis 21. April 2014 sei der Beschwerdeführer zu 100 % arbeitsunfähig gewesen (Ziff. 1.6). Hin</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">weise für ein Tumorrezidiv bestünden nicht (Ziff. 1.4). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.7</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Gutachter des A.___ stellten in ihrem am 1. Juni 2015 unter Berücksichti</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gung der Akten, Erhebung der Anamnese und Durchführung einer internisti</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">schen, psychiatrischen und orthopädischen Begutachtung erstatteten Gutachten (Urk. 7/70) folgende Diagnosen mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit (S. 41): </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">leichte degenerative Veränderungen der Sternoclaviculargelenke und ent</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">zündlich aktivierter Rippenknorpelansatz der ersten Rippe am Manubrium sterni links mehr als rechts </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Acromioclaviculargelenksarthrose rechts</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">rezidivierende depressive Störung mit mittelgradigen depressiven Episo</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">den (ICD-10 F33.1)</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">Die folgenden Diagnosen hätten keinen Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit (S. 41): </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">psychische Störungen durch Cannabinoide und Kokain mit gegenwärti</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">gem Substanzgebrauch (ICD-10 F12.24, F14.1) </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">metabolisches Syndrom mit Diabetes mellitus Typ 2, arterieller Hyperto</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">nie, Adipositas</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">obstruktives Schlafapnoe-Syndrom </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Status nach Tumornephrektomie </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Nikotinabusus</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">Aus orthopädischer Sicht sei die angestammte Tätigkeit als Fenstermontage</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">arbei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">ter aufgrund der leichten degenerativen Veränderungen der Sternocla</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">vicular</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">ge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">lenke sowie dem entzündlich aktivierten Rippenknorpelansatz der ersten Rippe seit dem Begutachtungszeitpunkt zu 65 % zumutbar. Körperlich leichte Tätig</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">kei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">ten in temperierten Räumen ohne häufige Arbeiten über der Horizontalen könnten seit jeher bei voller Stundenpräsenz zu 100 % zugemutet werden (S. 8).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">Gegenüber dem psychiatrischen Gutachter führte der Beschwerdeführer aus, die psychischen Störungen hätten sich etwa seit Sommer 2012 entwickelt, nachdem er sich zuvor in guter psychischer Verfassung befunden habe. Diese Störungen hätten begonnen, als seine Frau mit einem Messer auf seinen Sohn losgegangen sei. Hinzugekommen seien Partnerprobleme, finanzielle Probleme sowie Schul</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">terbeschwerden nach einem Arbeitsunfall. In der Folge habe sich das psychische Zustandsbild zunehmend verschlechtert (S. 18). Die vom Beschwerdeführer berichteten und beklagten Beschwerden seien in sich teilweise konsistent und es seien die Symptome einer mittelgradigen depressiven Episode durchaus nachvoll</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">ziehbar. Daneben liessen sich aber auch widersprüchliche Angaben erheben, ins</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">besondere bezüglich seiner Interessen. Er zeige während der Untersuchung auch kurze Stimmungsaufhellungen mit affektiv adäquatem Verhalten. Weiter werde der Kokainabusus verheimlicht (S. 28 Mitte). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">Aufgrund der rezidivierenden depressiven Störung mit überwiegend mittel</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">gradi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">gen depressiven Episoden und Beeinträchtigung der emotionalen Belastbarkeit, der geistigen Flexibilität, des Antriebs, der Interessen, der Motivation, der Kon</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">taktfähigkeit und der Dauerbelastbarkeit betrage die Arbeits</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">fähigkeit als Monta</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">gemitarbeiter gesamthaft bei voller Stundenpräsenz seit März 2013 50 %. Kör</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">perlich leichte Tätigkeiten in temperierten Räumen, die nicht mit häufigen Arbeiten über der Horizontalen verbunden seien, sowie Arbeiten ohne erhöhte emotionale Belastung, ohne Stressbelastung, ohne erforderliche geistige Flexibi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">lität, ohne vermehrte Kundenkontakte und ohne überdurchschnittliche Dauerbe</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">lastung könnten gesamthaft bei voller Stundenpräsenz seit März 2013 zu 60 % zugemutet werden (S. 42). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">Aus psychiatrischer Sicht erscheine die Prognose nach dem bisherigen Krank</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">heitsverlauf eher ungünstig, nachdem trotz regelmässiger ambulanter psychiatri</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">scher und psychotherapeutischer Behandlung einschliesslich sta</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">tionärer und teil</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">stationärer Behandlungen keine wesentliche Besserung des psychischen Zustandsbildes habe erreicht werden können. Bei konsequenter Weiter</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">behand</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">lung und zusätzlich schlafanstossender Medikation wäre im weiteren Verlauf eine Besserung der depressiven Störung mit allmählicher Leistungssteigerung inner</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">halb eines Jahres mit theoretisch etwa gesamthaft einer 70%igen Arbeitsfähigkeit in angepasster Tätigkeit zu erwarten. Zudem sollte eine Drogenabstinenz ange</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">strebt werden (S. 42). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">Die Arbeitsfähigkeit sei primär durch ein psychisches Leiden mit Krankheitswert eingeschränkt. Ein Überwiegen von psychosozialen Faktoren bestehe nicht und an psychosozialen Faktoren fänden sich vor allem Arbeitslosigkeit, finanzielle Belastungen, Zustand nach familiären Problemen sowie mangelnde Beherrschung der deutschen Sprache nach zwölf Jahren in der Deutschschweiz (S. 43 Mitte). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">Beim Versicherten lasse sich </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">seit der Jugendzeit</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug"> ein nahezu regelmässiger Cannabisabusus erheben, indem er etwa drei bis vier Mal pro Woche Cannabis konsumiere, letztmals am Vortag der psychiatrischen Untersuchung. Damit bestehe ein Abhängigkeitssyndrom mit gegenwärtigem Substanzgebrauch und es handle sich um eine </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">primäre Sucht</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">. Es sollte trotz des langjährigen Konsums eine Drogenabstinenz angestrebt werden. Obwohl sich der Beschwerdeführer unter dem Cannabiskonsum psychisch subjektiv besser fühle, könnten dadurch neben der halluzinogenen Wirkung auch verstärkte emotionale Störungen auftreten, verbunden mit einer gewissen Gleichgültigkeit und resignativem Verhalten. Erstaunlich sei, dass dieser langjährige Konsum in den Berichten der B.___ nicht angegeben worden sei. Eine Entzugsbehandlung von Cannabis dürfte bei mangelnder Motivation des Beschwerdeführers zwar schwierig sein und ein plötz</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">liches Absetzen erscheine auch nicht zielführend. Jedoch sollte im Verlauf der Therapie innerhalb von Monaten versucht werden, eine Abstinenz zu erreichen. Ausserdem lasse sich laborchemisch Kokain nachweisen. Eine entsprechende Abstinenz könne sofort zugemutet werden (S. 43). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.8</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Ärztinnen der B.___ hielten in einem Schreiben vom 4. Mai 2016 (Urk. 7/86) fest, es erfolgten aktuell zwei wöchentliche Gesprächstermine und die Medikation sei ergänzt worden. Der Beschwerdeführer werde zur Tagesstrukturierung und zur Belastungserprobung bei 50%iger Restarbeitsfähigkeit erneut in der Tagesklinik angemeldet. Den sporadischen Kokainkonsum des Beschwerdeführers sehe man nicht als Krankheitsursache beziehungsweise nicht als den Gesundheitszustand und die Arbeitsfähigkeit negativ beeinflussend (S. 1). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.9</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Mit Bericht vom 21. Dezember 2016 (Urk. 7/90) diagnostizierten die Ärztinnen der B.___ eine rezidivierende depressive Episode, gegenwärtig schwergradige Epi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sode ohne psychotische Symptome (Ziff. 1.1), und hielten fest, der Beschwerde</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">führer sei gegenwärtig zu 100 % arbeitsunfähig. Die A.___-Einschätzung, wonach seit März 2013 in der angestammten Tätigkeit eine 50%ige Arbeitsfähig</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">keit bestehe, decke sich nicht mit ihrer Beurteilung. Der Beschwerdeführer sei vom 1. Februar bis 30. November 2013 durchgehend zu 100 % arbeitsunfähig gewesen. Danach habe bis 20. Januar 2014 wohl eine kurze Phase 50%iger Arbeitsfähigkeit bestanden, bevor der Beschwerdeführer bei depressivem Ein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">bruch eine stationäre Behandlung, während der er vollständig arbeitsunfähig gewesen sei, habe aufnehmen müssen. Eine Restarbeitsfähigkeit könne danach nicht attestiert werden, was durch den Verlauf der letzten tagesklinischen Behandlung vom 19. April bis 7. November 2016 untermauert werde: Es sei bei insgesamt guter Motivation und Integrationsfähigkeit dennoch aufgrund zweier depressiver Einbrüche wiederholt zu krankheitsbedingten Leistungseinbrüchen und Fehlzeiten gekommen (S. 1 f.). Der Beschwerdeführer sei seit längerer Zeit kokainabstinent (S. 2 Mitte). Auch in einer behinderungs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">angepassten Tätigkeit sei er gegenwärtig nicht arbeitsfähig (S. 7 oben).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.10</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Prof. Dr. med. F.___, Facharzt für Psychiatrie und Psychothe</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rapie sowie für Neurologie, erstattete sein psychiatrisches Teilgutachten am 1. Mai 2017 (Urk. 7/103/5-86) nach Berücksichtigung der Akten, Erhebung der Anamnese und Durchführung einer eigenen Untersuchung und hielt zur Diagnose fest, es bestehe psychopathologisch ein mittelgradiges depressives Zustandsbild mit vorwiegender Antriebsstörung bei chronischem THC-Konsum. Der Gebrauch von THC habe anlässlich der Begutachtung sowohl im Urin wie auch im Blut nachgewiesen werden können. Eine Beeinflussung affektiver und neuro-kogniti</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ver Symptome sei sowohl unter chronischem wie auch akutem THC-Konsum möglich, weshalb die Diagnose einer rezidivierenden depressiven Störung unter dem Einfluss von THC aktuell nicht möglich sei; sie könne weder bestätigt noch ausgeschlossen werden. Der Gebrauch von THC sei als primär einzuordnen, wie dies auch die Vorgutachter getan hätten. Weiter zeige der Blutserumspiegel der angegebenen Antidepressiva eine auffällige Besonderheit: Der therapeutische Wirkspiegel für Escitalopram liege oberhalb des Wirkspiegels, der Metabolit unterhalb des Wirkspiegels. Dies lasse vermuten, dass in zeitlich kurzem Abstand vor dem Untersuch eine hohe Dosis des Medikaments zugeführt worden sei, so dass kein steady state habe erreicht werden können (S. 79). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Der Beschwerdeführer habe die im A.___-Bericht wiedergegebene Darstellung des Erkrankungsverlaufs bestätigt und berichtet, dass sein Zustand unverändert sei. Er habe nach den familiären Problemen und des Verlustes des Sorgerechts für seinen Sohn kein Interesse mehr zu arbeiten; er sei nicht motiviert (S. 64). Er rauche nach eigenen Angaben fast täglich drei bis fünf Joints und habe mit 16 Jahren damit begonnen. Seither konsumiere er regelmässig THC. Im Alter von 17 Jahren habe er mit Kokain begonnen und habe unterschiedliche Mengen konsumiert, letztmals vor zwei Jahren. Prof. F.___ hielt fest, die Erhebung der Substanzanamnese sei schwierig, da der Beschwerdeführer spontan keine und auf Befragen nur sehr sporadische Angaben mache. Er bagatellisiere sein Konsum</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">verhalten (S. 65). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.11</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Dr. med. G.___, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates sowie für Orthopädie und für Unfallchirurgie, erstattete sein orthopädisches Teilgutachten am 15. Mai 2017 (Urk. 7/103/87-135) nach Berücksichtigung der Akten, Erhebung der Anamnese und Durchführung einer eigenen Untersuchung und diagnostizierte eine moderate rechtsseitige AC</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Gelenksarthrose ohne Funktionseinschränkung, welche Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit habe (S. 38). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Der Beschwerdeführer habe berichtet, das die rechtsseitigen Schultergelenksbe</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">schwerden vor drei Jahren begonnen hätten, als er auf einer Baustelle beim Tragen eines Fensters einen Fehltritt getan und danach einen einschiessenden Schmerz im Bereich des rechten Schultergelenks verspürt habe. Im Verlauf der letzten drei Jahre habe sich jedoch eine deutliche Beschwerdebesserung ergeben und er sei zum heutigen Zeitpunkt eigentlich beschwerdefrei (S. 42).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Schwerst- und Schwerarbeiten sowie länger währende Tätigkeiten über Schul</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">terniveau seien nicht zumutbar. Unter Berücksichtigung dieser Einschränkungen bestehe volle Arbeitsfähigkeit. Die angestammte Tätigkeit in der letzten Tätigkeit als Fenstermonteur betrage 80 %. Eine angepasste Tätigkeit sei zu 100 % zumut</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">bar (S. 44 unten f.). Es sei damit seit der letzten Begutachtung zu einer deutlichen Verbesserung gekommen; die Steigerung der Leistungsfähigkeit in der ange</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">stammten Tätigkeit sei spätestens mit Datum der heutigen Begutachtung anzu</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nehmen. In einer angepassten Tätigkeit habe zu keinem Zeitpunkt eine Einschrän</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">kung von mehr als 20 % bestanden (S. 46). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.12</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">In ihrer bidisziplinären Zusammenfassung vom 19. Mai 2017 (Urk. 7/103/1-4) verwiesen die Gutachter auf die orthopädische Beurteilung. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.13</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Ärztinnen der B.___ stellten mit Bericht vom 10. Oktober 2017 (Urk. 7/117) folgende Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit (Ziff. 1.1):</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig mittelgradige Episode (ICD-10 F33.1)</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">psychische und Verhaltensstörungen durch Cannabinoide: Abhängig</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">keitssyndrom (ICD-10 F12.2)</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Nierenzellkarzinom, Erstdiagnose und Operation 2014</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">nicht primär insulinabhängiger Diabetes mellitus ohne Komplikationen</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Adipositas</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">gemischte Hyperlipidämie</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">obstruktives Schlafapnoesyndrom</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">benigne essentielle Hypertonie</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">hypertensive Herzkrankheit</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">Beim Beschwerdeführer bestehe eine rezidivierende depressive Symptomatik vor dem Hintergrund mehrerer psychosozialer Belastungsfaktoren (zwei Scheidun</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">gen, Arbeitsunfall, Krebserkrankung, behinderter Sohn). Im Verlauf sei mit einer Stabilisierung zu rechnen, jedoch nicht mit einer Remission. Bei nun mehr als fünfjährigem Krankheitsverlauf sei die Prognose einer Wiederherstellung der Arbeitsfähigkeit auch auf längere Sicht unwahrscheinlich (S. 4). Der Konsum von Cannabis begünstige eine Antriebsarmut, sei aber aufgrund der Schwere und Häufigkeit der depressiven Episoden nicht als Auslöser derselben zu werten. Eine depressive Symptomatik würde aufgrund der Schwere der bisherigen Episoden auch nach Abstinenz bestehen (S. 5 oben). Eine regelmässige tägliche Arbeit sei aktuell aufgrund der geringen Belastbarkeit unrealistisch (S. 6 Mitte). Das Konzentrations- und Auffassungsvermögen sei leicht, die Anpassungsfähigkeit und die Belastbarkeit seien mittelgradig eingeschränkt (S. 8). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">4.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">4.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Den medizinischen Akten lässt sich entnehmen, dass bei der psychischen Symp</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tomatik des Beschwerdeführers psychosoziale Faktoren sowie das Suchtverhalten im Vordergrund stehen. So trat die psychische Beeinträchtigung im Zusammen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">hang mit dem Arbeitsplatzverlust und der Familiensituation ein (vgl. vorstehend E. 3.1). Die Ärztinnen der B.___ hielten ausdrücklich fest, dass die depressive Symptomatik vor dem Hintergrund verschiedener psychosozialer Faktoren bestehe (vgl. vorstehend E. 3.1, 3.3), wobei in der Folge die vorübergehende und nicht arbeitsunfähigkeitsverursachende (vgl. vorstehend E. 3.6) Nierenerkran</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">kung hinzugekommen war (vorstehend E. 3.5). Dass psychosoziale Belastungen im Vordergrund stehen, ergibt sich auch aus den Angaben des Beschwerdeführers gegenüber der Beschwerdegegnerin (vgl. Urk. 7/27/3): Er sei durch die psychoso</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ziale Belastung in eine Depression gefallen, das aktuelle Problem mit der Aus</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">schaffung der Expartnerin und auch damit, den Sohn zu verlieren, belaste ihn sehr. Die psychosoziale Belastung innerhalb der Familie stehe im Vordergrund. Gegenüber dem Gutachter des A.___ hielt der Beschwerdeführer fest, die Störun</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gen hätten sich etwa im Sommer 2012 entwickelt, nachdem er zuvor in guter Verfassung gewesen sei. Sie hätten begonnen mit einem Angriff seiner Ehefrau auf seinen Sohn und es seien Partnerprobleme und finanzielle Probleme hinzu</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gekommen (vgl. vorstehend E. 3.7). Der A.___-Gutachter nannte zusätzlich Arbeitslosigkeit und mangelnde Beherrschung der deutschen Sprache (vorstehend E. 3.7). Angesichts dieser Belastungen kann seiner Einschätzung, wonach psychosoziale Faktoren nicht überwiegen würden, nicht gefolgt werden. Je stär</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ker psychosoziale oder soziokulturelle Faktoren in den Vordergrund treten und das Beschwerdebild mitbestimmen, desto ausgeprägter muss eine fachärztlich festgestellte psychische Störung von Krankheitswert vorhanden sein (vgl. vorste</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">hend E. 1.4). Dies</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">bezüglich ist festzuhalten, dass der A.___-Gutachter zum einen darauf hinwies, dass die Symptome einer mittelgradigen depressiven Episode durchaus nachvollziehbar, die berichteten und beklagten Beschwerden jedoch teilweise inkonsistent und auch widersprüchliche Angaben mit affektiv adäqua</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tem Verhalten zu erheben seien. Auch sei der Kokainabusus verheimlicht worden (vgl. vorstehend E. 3.7). Dass der A.___-Gutachter dennoch von einer eigenstän</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">digen psychiatrischen Diagnose ausging, ist fragwürdig. Insbesondere ist nicht nachvollziehbar, weshalb der Gutachter die Wirkungen des regelmässigen Cannabiskonsums nicht in seine Beurteilung mit einbezog. Mit anderen Worten kann angesichts der erheblichen psychosozialen Belastungsfaktoren und des Suchtverhaltens eine eigenständige depressive Erkrankung nicht mit dem Beweis</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">grad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit angenommen werden. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">4.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Das Suchtverhalten des Beschwerdeführers wird von beiden psychiatrischen Gut</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">achtern als primär beurteilt (vgl. vorstehend E. 3.7, E. 3.10) und ist damit invali</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">denversicherungsrechtlich unbeachtlich (vgl. vorstehend E. 1.3). Im Gegensatz zum A.___-Gutachter brachte Prof. F.___ klar zum Ausdruck, dass der regel</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">mässige und mit drei- bis viermal wöchentlich beziehungsweise drei- bis fünfmal täglich erhebliche Substanzgebrauch affektive und neurokognitive Symptome beeinflussen könne und damit die Diagnose einer rezidivierenden depressiven Störung weder bestätigt noch ausgeschlossen werden könne. Der anhaltende Cannabiskonsum verunmöglicht somit eine Beantwortung der Frage, ob ein eigenständiges psychisches Leiden vorhanden ist. Dies hat der Beschwerdeführer zu verantworten, der bei beiden Begutachtungen kurz zuvor Cannabis konsu</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">mierte - und damit die korrekte Begutachtung verunmöglichte - und</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nach Lage der Akten bislang keinen nachhaltigen Entzug vornahm. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Nach der allgemeinen Beweisregel (Art. 8 ZGB) obliegt es bei erstmaliger Renten</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">prüfung der versicherten Person, die invalidisierenden Folgen der gesundheitli</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">chen Beeinträchtigung mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlich</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">keit nachzuweisen. Gelingt dieser Nachweis nicht, verfügt sie über keinen Leistungsanspruch. Mit anderen Worten wird bei Beweislosigkeit vermutet, dass sich der geklagte Gesundheitsschaden nicht invalidisierend auswirkt (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">BGE 139 V 547</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> E. 8.1). Der Nachweis der Invalidität im Rechtssinn setzt eine gesundheitlich bedingte, erhebliche und evidente, dauerhafte sowie objektivierbare Beeinträch</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tigung der Arbeitsfähigkeit voraus (BGE 139 V 547 E.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">9.4). Eine Anspruchsbe</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rechtigung setzt daher stets eine nachvollziehbare ärztliche Beurteilung der Aus</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">wirkungen des Gesundheitsschadens auf die Arbeits- und Erwerbsfähigkeit voraus (BGE 140 V 290 E. 3.3.2).</span><span id="CURSOR"></span><span id="_GoBack"></span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">4.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Ein Nachweis einer eigenständigen, von Sucht und psychosozialen Faktoren unabhängigen invalidisierenden psychischen Erkrankung liegt nicht vor. Diesbe</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">züglich vermögen die Berichte der Ärztinnen der B.___ nichts zu ändern. Insbe</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sondere verschwieg der Beschwerdeführer den behandelnden Ärztinnen lange Zeit seine Drogensucht, weshalb ihrer Beurteilung ein wesentliches Element fehlt. Dass sie nach Bekanntwerden der Sucht davon ausgingen, dass die depressive Symptomatik auch nach Abstinenz weiterbestehen würde (vgl. vorstehend E. 3.13), ist zu wenig begründet, als dass darauf abgestellt werden kann. Gleiches gilt für die Aussage, wonach der sporadische Kokainkonsum des Beschwerde</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">führers seinen Gesundheitszustand nicht negativ beeinflusse (vorstehend E. 3.8). Auch führten die Ärztinnen jeweils zusätzlich somatische Diagnosen mit Auswir</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">kung auf die Arbeitsfähigkeit auf (vgl. vorstehend E. 3.4, 3.13), wobei unklar blieb, ob ihre Einschätzung der Arbeitsfähigkeit lediglich die Auswirkungen der psychiatrischen Diagnosen betraf. Eine Abgrenzung der psychosozialen Faktoren erfolgte nicht. Schliesslich ist nicht nachvollziehbar, weshalb bei einer leichten Beeinträchtigung des Konzentrations- und Auffassungsvermögens und einer mittelgradigen Beeinträchtigung der Anpassungsfähigkeit und der Belastbarkeit keine regelmässige tägliche Arbeit möglich sein sollte (vgl. vorstehend E. 3.13). </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Neben diesen inhaltlichen Bedenken ist der Erfahrungstatsache Rechnung zu tra</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gen, dass nicht nur allgemeinpraktizierende Hausärzte, sondern auch behan</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">delnde Spezialärzte im Hinblick auf ihre auftragsrechtliche Vertrauensstellung in Zweifelsfällen eher zu Gunsten ihrer Patienten </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">aussagen (vgl. BGE 125 V 353 E</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3b/cc mit Hinweisen).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">4.4</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Ein eigenständiger invalidisierender psychischer Gesundheitsschaden ist somit nicht mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit nachgewiesen. Somit sind einzig die somatischen Beeinträchtigungen zu beurteilen. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Dem Bericht von Dr. C.___ (vorstehend E. 3.2) können diesbezüglich keine genügenden Angaben entnommen werden, da sie die Prognose von der Depression abhängig machte. Der orthopädische Gutachter des A.___ erachtete den Beschwerdeführer im Gutachten von 2015 aufgrund der Acromioclavicular</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">lenkts</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">arthrose und der damals aktiven Entzündung am Rippenknorpelansatz als in der angestammten Tätigkeit zu 35 % arbeitsunfähig. Eine angepasste Tätigkeit sei seit jeher zu 100 % zumutbar (vorstehend E. 3.7). Dr. G.___ konnte 2017 keine Entzündung mehr feststellen, und der Beschwerdeführer berichtete von einer deutlichen Beschwerdebesserung im rechten Schultergelenk. Dement</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sprechend ging Dr. G.___ von einer Arbeitsfähigkeit in der angestammten Tätigkeit von 80 % aus und erachtete eine angepasste Tätigkeit ebenfalls im Umfang von 100 % als zumutbar (vorstehend E. 3.11). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Diese Beurteilungen ergingen unter Berücksichtigung sämtlicher praxisgemässer Kriterien (vgl. vorstehend E. 1.6), weshalb darauf abzustellen ist. Den Akten lassen sich keine Hinweise darauf entnehmen, dass der Beschwerdeführer wegen der somatischen Beeinträchtigung jemals länger arbeitsunfähig oder in Behandlung war. Er bestreitet denn auch die somatische Beurteilung seiner Arbeitsfähigkeit nicht (Urk. 1).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">4.5</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Bei einer Arbeitsunfähigkeit von maximal 20-35 % in der angestammten Tätig</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">keit besteht keine anspruchsrelevante Beeinträchtigung (vgl. vorstehend E. 1.5). Die weiteren Vorbringen des Beschwerdeführers (vorstehend E. 2.2) vermögen an diesem Resultat nichts zu ändern: Das bidisziplinäre Gutachten stellte keine unzulässige second opinion dar, sondern wurde aufgrund der divergierenden Beurteilungen der A.___-Gutachter und der Ärztinnen der B.___ eingeholt. Weiter erfolgte keine Sanktionierung aufgrund einer Verletzung der Schadenminde</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rungspflicht, denn die Leistungsverweigerung erging aufgrund der medizinischen Beurteilung. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Der angefochtene Entscheid ist rechtens. Dies führt zur Abweisung der Beschwerde.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">5.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Gerichtskosten</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> gemäss Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">69 Abs. 1</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">bis</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> IVG</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> sind </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">auf Fr. 8</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">00.-- anzusetzen. Entsprechend dem Aus</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gang des Verfahrens sind sie dem</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> u</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nterliegenden Beschwerdeführer</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> aufzuerlegen, zufolge Gewährung der unentgeltlichen Prozess</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">führung jedoch einstweilen auf die Gerichtskasse zu nehmen.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Heading3"><span class="Normal Heading3">Das Gericht erkennt:</span><span id="BeginnMateriell"></span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span class="Normal Dispotext DispoHngend">1.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Die Beschwerde wird abgewiesen.</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span class="Normal Dispotext DispoHngend">2.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Die Gerichtskosten von </span><span id="Text1"></span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Fr. </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">800</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">.-- werden </span><span id="Text2"></span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">dem Beschwerdeführer</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend"> auferlegt</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">, zufolge Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung jedoch einstweilen auf die Gerichts</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">kasse genommen. </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Der Beschwerdeführer wird</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend"> auf die Nachzahlungspflicht gemäss § 16 Abs. 4 GSVGer hingewiesen.</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span class="Normal Dispotext DispoHngend">3.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Zustellung gegen Empfangsschein an:</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Stadt Zürich Soziale Dienste</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Bundesamt für Sozialversicherungen</span></p><p class="Normal Dispotext DispoEinzug"><span class="Normal Dispotext DispoEinzug">sowie an:</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Gerichtskasse (im Dispositiv nach Eintritt der Rechtskraft)</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">4.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Gegen diesen Entscheid kann innert </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">30 Tagen</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"> seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundesge</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">setzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 15. Juli bis und mit 15. August sowie vom 18. Dezember bis und mit dem 2. Januar (Art. 46 BGG).</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">stellen.</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismit</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">tel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizu</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">legen, soweit die Partei sie in Händen hat (Art. 42 BGG).</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><br/></p><p class="Normal Heading3"><br/></p><p class="Normal Heading3"><span class="Normal Heading3">Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich</span></p><p><br/></p><p>Der VorsitzendeDie Gerichtsschreiberin</p><p><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p>MosimannLienhard</p><p></p></div> </div></body></html>