<h2>SubmittedText<h2><p>Der Bundesrat wird beauftragt, als Teil der "Botschaft 2026 zum Fortschritt beim Bahninfrasrukturausbau und zur Perspektive Bahn 2050" eine Studie mit einem Zielkonzept 2050 (Angebot, Ausbau und Finanzierung, zwischenstaatliche Vereinbarungen) für den grenzüberschreitenden Personenfernverkehr vorzulegen und Massnahmen vorzuschlagen für eine etappierte Umsetzung.</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>In der Botschaft 2023 zum Bericht zum Stand der Ausbauprogramme der Bahninfrastruktur und zur Perspektive BAHN&nbsp;2050 wird das Vorgehen im grenzüberschreitenden Bahnverkehr präzisiert. Entsprechend dem Anliegen der Unterzeichnerinnen und Unterzeichner der Motion wird gegenwärtig jede internationale Bahnverbindung von oder nach der Schweiz bzw. durch die Schweiz analysiert. Im Sinne der Interpellation&nbsp;23.3311 wird bis Anfang&nbsp;2024 im Zuge der Konkretisierung der Perspektive BAHN&nbsp;2050 eine umfassende Vision entwickelt werden.&nbsp;</p><p>Wie in der Begründung der Motion gewünscht, werden in dieser Vision die prioritären internationalen Verkehrsachsen für die Anbindung der Schweiz an das europäische Bahnnetz und an die europäischen Wirtschaftszentren sowie der für die Erreichung der Klimaziele erforderliche Erschliessungsgrad definiert. Die Vision wird als Grundlage für künftige Ausbauschritte und für bilaterale Gespräche zwischen dem Eidgenössischen Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (UVEK) und den Verkehrsministerien der Nachbarländer dienen.</p><p>Kurz- und mittelfristig ist die Koordination mit unseren europäischen Nachbarn dank verschiedenen bilateralen Arbeitsgruppen gewährleistet. Diese Zusammenarbeit hat in den letzten Jahren zahlreiche Ergebnisse hervorgebracht. Eine neue Absichtserklärung mit dem italienischen Verkehrsministerium konnte im Sommer&nbsp;2023 unterzeichnet werden. Im Rahmen der «Vereinbarung von Lugano» bestehen mit Deutschland verschiedene Arbeitsgruppen zu den zentralen Korridoren des Rheintals (Basel–Karlsruhe), zur Gäubahn (Zürich–Stuttgart) sowie zur Verbindung Zürich–München.</p><p>Beim schrittweisen Bahninfrastrukturausbau werden die Bedürfnisse und Erwartungen bezüglich des internationalen Personenverkehrs berücksichtigt. Im Gegensatz zum inländischen Verkehr hat der Bundesrat aber keine Instrumente, um ein Angebots-Zielkonzept von grenzüberschreitenden Personenfernverkehrszügen umzusetzen. Eine bundesrätliche Studie mit einem Zielkonzept 2050 für den grenzüberschreitenden Personenfernverkehr ist daher nicht angezeigt. Der Bundesrat erwartet, dass primär die SBB den internationalen Personenverkehr im Rahmen von Kooperationen mit ausländischen Bahnunternehmen weiterentwickelt.</p>