<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="cell small-12 contentContainer printArea"> <div><table><tr><td><p class="Standard berschrift1"><span class="Standard berschrift1">Sozialversicherungsgericht</span></p><p class="Standard berschrift1"><span class="Standard berschrift1">des Kantons Zürich</span></p></td><td><p class="Standard berschrift1"><img src="word/media/image1.png"/></p></td></tr></table><div><div><p><span>KV.2021.00027</span></p></div><div><p><span> </span></p></div><div><p><span> </span></p></div><p><br/></p><div><p>V. Kammer</p></div><div><p>Sozialversicherungsrichterin Philipp als Einzelrichterin<br/>Gerichtsschreiberin Böhme</p></div><p class="Standard berschrift2"><span class="Standard berschrift2">Urteil</span><span class="Standard berschrift2"> vom </span><span class="Standard berschrift2">24. September 2021</span></p></div><p class="Standard StandardEinzug"><span class="Standard StandardEinzug">in Sachen</span></p><p class="Standard StandardFett RubrumFett"><span class="Standard StandardFett RubrumFett">X.___</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">c/o JVA Pöschwies</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">Roosstrasse</span><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"> 49, 8105 Regensdorf</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">Beschwerdeführer</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">gegen</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Standard StandardFett RubrumFett"><span class="Standard StandardFett RubrumFett">Stadt Illnau-</span><span class="Standard StandardFett RubrumFett">Effretikon</span><span class="Standard StandardFett RubrumFett">, Soziales</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">Sozialhilfe</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">Märtplatz</span><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"> 29, Postfach, 8307 </span><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">Effretikon</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">Beschwerdegegnerin</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p><br/></p><p></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Sachverhalt:</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Der 1989 geborene, im Jahr 2008 aus dem Irak in die Schweiz eingereiste X.___ befindet sich seit 1. Februar 2017 in der Justizvollzugsanstalt Pöschwies in Haft, wobei das Strafende per 10. November 2021 vorgesehen </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ist (Urk. 7/1.18), und bezieht </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">wirtschaftliche Hilfe</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> von der Stadt Illnau-</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Effretikon</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> (Urk. 7/2.1, 7.23, 7/2.8,</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> 7/2.10). Mit Schreiben vom 4. November 2020 sowie vom 25. November 2020 (Urk. 7/1.18 f.) ersuchte X.___ die Sozialbehörde der Stadt Illnau-</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Effretikon</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> um Weiterführung der bis dahin erfolgten Übernahme der Kranken</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">versicherungsprämien einschliesslich der Franchise sowie der Selbstbehalte ab 1. Januar 2021. Mit Beschluss vom 14. Dezember 2020 lehnte die Sozialbehörde der Stadt Illnau-</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Effretikon</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> den Antrag auf Weiterführung der Prämienübernahme ab (Urk. 7/1.22). Dagegen erhob X.___ am 17. Januar 2021 Rekurs an den Bezirksrat Pfäffikon (Urk. 7/1.25), welcher auf denselben mit Präsidialverfügung vom 29. Januar 2021 nicht eintrat und die Sache zuständigkeitshalber der Sozial</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">behörde Illnau-</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Effretikon</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> zur Durchführung eines </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Einsprache</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ver</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">fahrens</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> gemäss dem Bundesgesetz über den Allgemeinen Teil des Sozial</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ver</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">siche</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rungsrechts (ATSG) überwies (Urk. 7/1.29). Mit als Beschluss bezeichnetem Ent</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">scheid vom 8. März 2021 wies diese den Antrag auf Weiterführung der Prämien</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">übernahme erneut ab (Urk. 2 [= Urk. 7/1.30]).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Dagegen erhob X.___ mit Eingabe vom 31. März 2021 Beschwerde und beantragte, der angefochtene Entscheid sei aufzuheben und die Sozialbehörde der Stadt Illnau-</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Effretikon</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> sei zu verpflichten, ab 1. Januar 2021 die durch die Prä</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">mienverbilligung nicht gedeckten Prämien der obligatorischen Krankenversiche</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rung zu übernehmen, unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten der Be</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">schwerdegegnerin (Urk. 1). Die Beschwerdegegnerin schloss mit Beschwerdeant</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">wort vom 10. Mai 2021 auf Abweisung der Beschwerde (Urk. 6), worüber der Beschwerdeführer mit Verfügung vom 12. Mai 2021 in Kenntnis gesetzt wurde (Urk. 8).</span></p><p></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span id="FUNKTION1"></span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Einzelrichterin</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> zieht in Erwägung:</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.1</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Gegenstand des angefochtenen Entscheides bildet der Anspruch des Beschwerde</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">führers auf Übernahme der durch die Prämienverbilligung gemäss Art. 65 des Bundesgesetzes über die Krankenversicherung (KVG) nicht gedeckten Prämien der obligatorischen Krankenpflegeversicherung durch die Gemeinde oder die So</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">zialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, SVA, gemäss § 15 des kantonalen Einführungsgesetzes zum Krankenversicherungsgesetz (EG KVG in der seit 1. April 2020 in Kraft stehenden, hier anwendbaren Fassung [vgl. dazu § 62 der kantonalen Verordnung zum EG KVG, VEG KVG) ab 1. Januar 2021. In Anbe</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tracht des mit Verfügung vom 13. November 2020 für das Jahr 2021 zu</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ge</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sprochenen Prämienverbilligungsbeitrages in der Höhe von Fr. 2'499.60 (Urk. 7/3.2) und den der Police der Helsana Versicherungen AG zu entnehmenden Kosten für die Krankenversicherungsprämien im Jahr 2021 von insgesamt Fr. 4'686.60 (Urk. 7/3.3) liegt der Streitwert unter Fr. 30'000.--, weshalb die Beur</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">teilung der Beschwerde in die einzelrichterliche Zuständigkeit fällt (§ 11 Abs. 1 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht [</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">GSVGer</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">]).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.2</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Zuständigkeit des hiesigen Gerichts für Beschwerden gegen </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Einspracheent</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">scheide</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> betreffend Prämienübernahmen gemäss § 15 EG KVG ergibt </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sich aus Art. 56 Abs. 1</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">, Art. 57</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> und Art. 58 Abs. 1 ATSG in Verbindung mit § 3 </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">lit</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">. c </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">GSVGer</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.1</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Nach § 15 Abs. 1 EG KVG übernimmt die Gemeinde oder die SVA die durch die Prämienverbilligung nicht gedeckten Prämien der obligatorischen Krankenpfle</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">geversicherung von versicherten Personen mit zivilrechtlichem Wohnsitz in der Gemeinde, soweit das nach dem Sozialhilferecht berechnete soziale Existenz</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">minimum nicht gewährleistet ist.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.2</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Gemäss § 17 Abs. 1 der kantonalen Verordnung zum Sozialhilfegesetz (SHV) be</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">misst sich die wirtschaftliche Hilfe nach den Richtlinien der Schweizerischen Konferenz für Sozialhilfe (SKOS-Richtlinien). Für die Beurteilung der Bedürftig</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">keit sind bezüglich anrechenbarem Vermögen die tatsächlich verfügbaren oder kurzfristig realisierbaren Mittel massgebend (Ziff. D.3.1 SKOS-Richtlinien).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.3</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Laut Art. 83 Abs. 2 des Schweizerischen Strafgesetzbuches (StGB) kann der Ge</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">fangene während des Vollzuges nur über einen Teil seines Arbeitsentgeltes frei verfügen. Aus dem anderen Teil wird für die Zeit nach der Entlassung eine Rück</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">lage </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gebildet. Das Arbeitsentgelt darf weder gepfändet noch mit Arrest belegt noch in die Konkursmasse einbezogen werden.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.4</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">In der Botschaft vom 21. September 1998 (</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">BBl</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> 1999 1979 ff.) wurde zu Art. 83 StGB ausgeführt, es sei nicht auf Gesetzesebene festzulegen, über welchen Anteil des Arbeitsentgeltes der Gefangene während des Vollzuges frei verfügen könne. Absatz 2 wolle dem Gefangenen ermöglichen, den nicht frei verfügbaren Teil seines Verdienstanteils bereits während des Vollzuges mit Zustimmung der An</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">staltsleitung für geeignete Zwecke wie beispielsweise Familienunterstützung, </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Ali</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">mentenzahlung</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> oder Schuldensanierung einzusetzen (</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">BBl</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> 1999 2117).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">In der Literatur wird diesbezüglich ausgeführt, die Verfügungsmacht des Gefan</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">genen über das Arbeitsentgelt sei beschränkt. Ein im Gesetz nicht quantifizierter Anteil werde zurückbehalten, im Konkordat der Nordwest- und Innerschweiz 40 %, im Ostschweizer Konkordat 30-50 %. Diese Rücklage solle ein Startkapital auf den Zeitpunkt der Entlassung hin bilden. Das diesem Zweck dienende Sperr</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">konto sei grundsätzlich nicht antastbar, solange ein Mindestbetrag nicht erreicht sei. Viele Anstalten würden eine weitere Rücklage kennen, die mit Zustimmung des Sozialdienstes beispielsweise zur Erfüllung familiärer Verpflichtungen, zur Wiedergutmachung, zur Schuldensanierung, für ausserordentliche Anschaffun</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gen oder zur Finanzierung eines Urlaubes eingesetzt werden könne. In allen Ein</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">richtungen gebe es daneben ein sogenanntes Freikonto (vgl. Stefan </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Trechsel</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">/Mark Pieth [Hrsg.], Schweizerisches Strafgesetzbuch, Praxiskommentar, 3. Auflage, Zü</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rich/Basel/Genf 2017, Art. 83 StGB N 3).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.5</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Einzelheiten der Verwendung des Arbeitsentgeltes richten sich nach kanto</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nalem Recht, vorliegend nach der Justizvollzugsverordnung des Kantons Zürich (JVV) und den Richtlinien der Ostschweizer Strafvollzugskommission über das Arbeitsentgelt in Strafvollzugsanstalten (nachfolgend: Konkordats-Richtlinien, auffindbar unter h</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ttps://www.osk-web.ch/rechtserlasse/</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">, besucht am 16. September 2021), auf welche § 104 Abs. 1 JVV verweist.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Gemäss den Konkordats-Richtlinien wird das Arbeitsentgelt anteilsmässig auf das Sperr- und Freikonto aufgeteilt sowie für die Wiedergutmachung verwendet (Ziff. 4.1 Abs. 1). Die Anstaltsleitung kann Zahlungen aus dem Guthaben der ein</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gewiesenen Person veranlassen, wenn diese mit dem Vollzugsziel in einem direk</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ten Zusammenhang stehen, die eingewiesene Person ihre Mitwirkungspflicht ver</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">letzt und der eingewiesenen Person der in Ziff. 4.2 Abs. 3 dieser Richtlinien fest</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gesetzte Mindestbetrag verbleibt (Ziff. 4.1 Abs. 2). Solche Zahlungen betreffen namentlich Schadenersatz und Genugtuung gemäss Strafurteil, verfügte Kosten</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">beteiligungen beispielsweise im Zusammenhang mit Heimschaffungen, Kranken</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">kassenprämien, </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Franchise, Selbstbehalte und Spitalbeiträge, Zahnbehandlungs</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">kosten, Kosten für medizinische Hilfsmittel, die nicht von der Krankenkasse ge</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">deckt werden, Mindestbeiträge an die AHV oder schuldhaft verursachte Schäden (Ziff. 4.1 Abs. 3).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Dem Sperrkonto werden zwischen 30 und 50 Prozent des Arbeitsentgeltes gutge</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">schrieben. Verbleibt auf dem Sperrkonto ein Mindestbetrag von Fr. 3'100.--, kann die Anstaltsleitung während des Freiheitsentzuges Bezüge vom Sperrkonto be</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">willigen, insbesondere:</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">a) </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">zur Unterstützung des Ehe- oder Lebenspartners und der Kinder der einge</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">wiesenen Person;</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">b) </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">für besondere Aus- und Weiterbildungen;</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">c) </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">für die Abzahlung von Schulden;</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">d) </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">für Mietkautionen und notwendige Grundausstattungen für eine Wohnung;</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">e) </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">für Zahlungen im Sinne von Ziff. 4.1 Abs. 3 dieser Richtlinien (Ziff. 4.2 Abs. 1 und 3).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Das Freikonto dient zur Bezahlung der persönlichen Auslagen während des Voll</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">zugs, insbesondere für:</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">a) </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">interne Einkäufe von Gebrauchsartikeln und Genussmitteln;</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">(…)</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">%1) </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Kostenbeteiligungen für AHV/IV, Kranken -und Unfallversicherung, nicht ge</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">deckte medizinische Leistungen und Behandlungskosten, besondere Weiter</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">bildungsmassnahmen oder Zahnbehandlungen;</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">%1) </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Wiedergutmachungsleistungen und die Abzahlung von Schulden.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Dem Freikonto werden zwischen 50 und 70 Prozent des Arbeitsentgeltes gutge</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">schrieben. Die eingewiesene Person kann über das Freikonto im Rahmen der An</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">staltsordnung und des Vollzugsplanes verfügen. Vorbehalten bleiben Zahlungen im Sinne von Ziff. 4.1 Abs. 2 und 3 dieser Richtlinien (Ziff. 4.3).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.6</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Gemäss § 34 Abs. 4 der Hausordnung der JVA Pöschwies (HO </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">PöW</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">, auffindbar unter </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">https://www.zh.ch/de/direktion-der-justiz-und-des-innern/justizvollzug-wiedereingliederung/justizvollzugsanstalt-poeschwies.html</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">, besucht am 16. September 2021) regelt die Anstaltsdirektion die Entrichtung und Verwen</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">dung des Arbeitsentgelts.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Gemäss § 37 Abs. 1 HO </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">PöW</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> wird 30 % des Arbeitsentgeltes auf ein Sperrkonto gutgeschrieben. Auf dem Sperrkonto wird eine Rücklage für die erste Zeit nach der Entlassung gebildet. Allfällige Bezüge vom Sperrkonto während des Voll</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">zuges </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">richten sich nach den Richtlinien der Ostschweizer Strafvollzugskommission über das Arbeitsentgelt in Strafvollzugsanstalten. § 37 Abs. 3 HO </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">PöW</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> hält überdies fest, dass bei Gefangenen, welche die Schweiz nach dem Strafvollzug verlassen müssen, ein angemessener Teil zur Deckung der Heimschaffungskosten zurück</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">be</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">halten wird.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Gemäss § 38 </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">PöW</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> stehen drei Viertel des nicht auf das Sperrkonto gutgeschrie</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">benen Teils des Arbeitsentgeltes dem Gefangenen monatlich bis zu einem Maxi</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">malbetrag von Fr. 250.-- als Taschengeld zur Verfügung, welches auf dem Badge gutgeschrieben wird. Dieses steht dem Gefangenen für die Auslagen seines täg</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">lichen Bedarfes zur Verfügung. Der nach Abzug für das Sperrkonto und des Taschengeldes verbleibende Rest des Arbeitsentgeltes wird dem Gefangenen auf ein Freikonto gutgeschrieben. Dieses Guthaben dient dem Gefangenen zur Bezah</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">lung seiner persönlichen Ausgaben während des Vollzugs gemäss den Richtlinien der Ostschweizer Strafvollzugskommission über das Arbeitsentgelt in Strafvoll</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">zugsanstalten.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.7</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Abschnitt 12.3.01 (Kostentragung für Insassen im Straf- und Massnahmenvoll</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">zug) der Neuauflage des Sozialhilfe-Behördenhandbuches des Kantons Zürich (auffindbar unter </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">http://www.sozialhilfe.zh.ch/default.aspx</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">, besucht am 16. September 2021) hält unter Ziff. 3, Arbeitsentgelt, fest, dass im Rahmen des Sozialhilfegesetzes kein Raum für die Ausrichtung wirtschaftlicher Hilfe besteht, sofern der Gefangene über eigene Mittel verfügt. Bei der Bewilligung der Kosten</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">übernahme durch die Sozialhilfe finden die sozialhilferechtlichen Grundsätze An</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">wendung. Die Sozialhilfe kann dabei insbesondere keine Schuldenabzahlungen oder familienrechtliche Unterstützungsleistungen der verurteilten Person bei der Prüfung der Bedürftigkeit berücksichtigen.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Dem Sperrkonto werden zwischen 30 und 50 Prozent und dem Freikonto zwi</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">schen 50 und 70 Prozent des Arbeitsentgeltes gutgeschrieben. Sofern ein Min</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">destbetrag von Fr. 3'100.-- verbleibt, kann die Anstaltsleitung während des Frei</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">heitsentzuges des Insassen Bezüge vom Sperrkonto bewilligen, insbesondere zur familienrechtlichen Unterstützung, für besondere Aus- und Weiterbildungen, für Leistungen an Geschädigte und Abzahlung von Schulden sowie für Zahnbe</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">hand</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">lungen, wobei diese Aufzählung nicht abschliessend ist. Unter den persön</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">lichen Auslagen, welche vom Freikonto zu bezahlen sind, werden dieselben Aus</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">lagen wie in den Konkordats-Richtlinien genannt (vgl. E. 2.5), wobei auch diese Auf</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">zählung nicht abschliessend ist. In einer tabellarischen Auflistung (Praxis</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">hilfen) wird als Kostenträger für die Krankenversicherungsprämien «Klient/in, zivilrecht</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">liche Wohngemeinde*» angegeben, wobei in der Anmerkung (*) erläutert wird, «Analog </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">anderen Sozialhilfe beziehenden Personen haben auch Inhaftierte nur Anspruch auf Sozialhilfe, wenn ihre Mittel und die ihrer Familie nicht aus</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">reichen.».</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.8</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Frage, wie der von einem Gefangenen erzielte Verdienstanteil sozialhilfe</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rechtlich zu qualifizieren ist, wurde in einem Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Zürich vom 4. September 2006 (VB.2006.00195) behandelt. Strittig war dort die Frage, ob mit Blick auf die Übernahme der Kosten einer Institution, in welcher der Beschwerdeführer nach Haftentlassung weilte, der aus dem Ver</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">dienstanteil (</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Pekulium</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">) geäufnete, dem Beschwerdeführer zustehende Betrag als Vermögen (mit entsprechendem Freibetrag) zu gelten habe oder nicht (womit kein Freibetrag anwendbar wäre, E. 2.4).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Gemäss Verwaltungsgericht seien das von einem Arbeitnehmer in früherer Zeit akkumulierte Vermögen und das bei einem entlassenen Gefangenen aus dem </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Pe</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">kulium</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> gebildete Kapital nicht verschieden zu behandeln. Bei beiden sei die Über</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">lassung eines Vermögensfreibetrages geeignet, die finanzielle Eigenverantwor</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tung zu stärken (E. 4.1). Dem Zweck des </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Pekuliums</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">, die erste Zeit nach der Ent</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">lassung aus dem Strafvollzug finanziell abzusichern, würde entgegengewirkt, wenn das während des Strafvollzuges angesparte Kapital vollständig, mithin ohne Freibetrag, verbraucht werden müsste (E. 4.2).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">3.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">3.1</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Die Beschwerdegegnerin erwog im angefochtenen Entscheid, gemäss Ziff. D.3 der SKOS-Richtlinien orientierten sich die festgelegten Freibeträge an den Vermö</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">gensfreibeträgen, wie sie bei der Berechnung der jährlichen Ergänzungsleistun</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">gen gemäss dem Bundesgesetz über Ergänzungsleistungen zur Alters-, Hinterlas</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">senen- und Invalidenversicherung (ELG) berücksichtigt würden. Der Vermögens</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">freibetrag für eine Einzelperson betrage Fr. 4'000.--. Wie bereits im Beschluss vom 14. Dezember 2020 ausgeführt, würde der Saldo des Sperrkontos des Beschwerde</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">führers per Ende Oktober 2020 ohne die Zahlungen an seine Mutter und an seine Ehefrau über Fr. 8'400.-- betragen. Da die Familienhilfe in der Berechnung der sozialhilferechtlichen Bedürftigkeit nicht berücksichtigt werden könne, liege beim Beschwerdeführer keine sozialhilferechtliche Bedürftigkeit vor. Aus diesem Grund sei der Antrag auf Weiterführung der Prämienübernahme ab</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">zulehnen (Urk. 2). In ihrer Vernehmlassung vom 10. Mai 2021 führte die Be</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">schwerdegegnerin ergän</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">zend aus, es bestünden Zweifel daran, ob die Zahlungen an die Ehe- respektive Exfrau des Beschwerdeführers als Wieder</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">ein</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">gliede</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">rungs</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">massnahmen einzustufen seien, zumal diese nicht belegt habe, ob sie die Beiträge an eine Drittperson weitergegeben habe. Es sei davon auszugehen, dass sie den Gross</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">teil für ihren und </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">den Lebensunterhalt ihrer Mutter ausgegeben habe. Ge</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">mäss Sozialhilfe-Be</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">hördenhandbuch des Kantons Zürich, Kapitel 9.2.01, gelte über</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">dies auch das </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Pekulium</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> als Vermögen und sei entsprechend bei der Prüfung des Anspruchs auf wirtschaftliche Hilfe zu berücksichtigen. Schliesslich habe der Kontostand per Ende Oktober 2020 selbst ohne die getätigten Zahlungen über der Vermögens</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">freigrenze gelegen (Urk. 6).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">3.2</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Demgegenüber stellte sich der Beschwerdeführer auf den Standpunkt, nach Art. 83 Abs.</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> 2 </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">StGB könne der Gefangene während des Vollzuges nur über einen Teil seines Arbeitsentgeltes frei verfügen, aus dem anderen Teil werde für die Zeit nach der Entlassung eine Rücklage gebildet. Das hiesige Gericht habe im Urteil KV.2013.00090 vom 23. März 2015 entschieden, dass mit Zustimmung der An</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">staltsleitung der nicht frei verfügbare Teil des Verdienstes für geeignete Zwecke bereits vor Vollzugsende eingesetzt werden könne. Zahlungen an Familien</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">an</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">gehörige eines Gefangenen, bei welchem eine Ausschaffung in Betracht gezogen werde, würden von der JVA Pöschwies als Wiedereingliederungsmassnahme be</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">handelt und entsprechend gutgeheissen, worüber die Beschwerdegegnerin per E-Mail informiert worden sei. Entsprechend könne er nicht frei über die Mittel auf dem Sperrkonto verfügen, weshalb sein sozialhilferechtliches Existenzminimum ab 1. Januar 2021 weiterhin nicht gewährleistet sei (Urk. 1).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">4.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">4.1</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Unbestritten ist vorliegend, dass der Beschwerdeführer seinen zivilrechtlichen Wohnsitz in Illnau-</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Effretikon</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> hat und dass die Stadt Illnau-</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Effretikon</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> aktenaus</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">weislich die Krankenversicherungsprämien des Beschwerdeführers in den Jahren 2015 bis 2020 übernommen hat (vgl. Urk. 7/1.4, 7/1.5, 7/1.7, 7/1.8, 7/1.12).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Das Freikonto des Beschwerdeführers wies am 4. November 2020 einen Saldo von Fr. 319.15 aus, das Sperrkonto im selben Zeitpunkt einen Saldo von Fr. 4'713.80. Den beiden Kontoauszügen zu entnehmen sind überdies die vom Beschwerde</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">führer veranlassten Zahlungen an «Y.___, Bern» vom 22. Oktober 2020 in der Höhe von Fr. 1'200.-- zulasten des Freikontos sowie an «Z.___, </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Effretikon</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">» vom 4. Juni 2020, vom 3. Juli 2020 sowie vom 18. August 2020 in der Höhe von insgesamt Fr. 2'500.-- zulasten des Sperrkontos (Urk. 7/1.17).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">4.2</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Strittig und zu prüfen ist, ob die Mittel des Beschwerdeführers das sozialhilfe</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">rechtliche Existenzminimum unterschreiten und die Beschwerdegegnerin somit weiterhin die von der Prämienverbilligung nicht gedeckten Krankenversiche</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">rungsprä</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">mien zu übernehmen hat oder nicht.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Entscheidend ist dabei die Frage, ob der Beschwerdeführer in der Lage ist, zur Bezahlung der Krankenversicherungsprämien Bezüge vom – aus dem Arbeits</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">ent</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">gelt </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">ge</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">äufneten – Sperrkonto zu tätigen, oder ob er lediglich über die Mittel auf seinem Freikonto verfügen kann. Ist letzteres der Fall, ist er zur Prämienzahlung nicht in der Lage, betrug doch der Saldo seines Freikontos – unabhängig der von ihm veranlassten Zahlung an «Y.___, Bern» in der Höhe von Fr. 1'200.-- – im strittigen Zeitpunkt deutlich weniger als der sozialhilferechtliche Freibetrag von Fr. 4'000.-- (vgl. E. 4.1).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">4.3</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Gemäss Art. 83 Abs. 2 StGB können Gefangene nur über einen Teil ihres Arbeits</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">entgeltes frei verfügen, aus dem nicht verfügbaren Teil wird für die Zeit nach ihrer Entlassung eine Rücklage gebildet (vgl. E. 2.3).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Materialien und Literatur zu dieser Bestimmung (vgl. E. 2.4) lassen erkennen, dass mit der Zweckbestimmung dieser Rücklage keine ausschliessliche Fixierung auf die Zeit nach der Entlassung verbunden ist, werden doch auch Leistungen wie Familienunterstützung, </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Alimentenzahlung</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> oder Schuldensanierung, aber auch ausserordentliche Anschaffungen oder die Finanzierung eines Urlaubes als mög</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">liche Verwendungszwecke genannt. Diesen – mit Zustimmung der Anstaltsleitung – möglichen vorzeitigen Beanspruchungen eines Teils der Rücklage gemein ist, dass es sich weitestgehend um einmalige Zahlungen handelt, welche indirekt bessere Startbedingungen nach der Haftentlassung zur Folge haben. Jedenfalls handelt es sich bei keiner der genannten möglichen Verwendungen um regel</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">mässig wiederkehrende Zahlungen, welche ohne Zusammenhang mit der Zeit nach der Haftentlassung sind.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">4.4</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Im Einklang damit kann die Anstaltsleitung gemäss den Konkordats-Richtlinien während des Freiheitsentzuges Bezüge vom Sperrkonto bewilligen, wobei als mögliche Verwendungszwecke familiäre Unterstützungsleistungen, besondere Aus- und Weiterbildungen, die Abzahlung von Schulden oder auch Zahlungen im Sinne von Ziff. 4.1 Abs. 3 der Richtlinien genannt werden, worunter auch Krankenkassenprämien fallen (vgl. E. 2.5). Ungeachtet der letztgenannten Mög</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">lichkeit ist auch im Rahmen der Konkordats-Richtlinien zu erkennen, dass das Sperrkonto im konkreten Fall in erster Linie als Rücklage für die Zeit nach der Haftentlassung konzipiert ist und dass eine vorzeitige Beanspruchung als bewilli</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">gungsbedürftige Ausnahme von dieser grundsätzlichen Zweckbindung betrachtet wird.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">4.5</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Auch wenn die Aufzählung der zulässigen Beanspruchungen des Sperrkontos in den Konkordats-Richtlinien mit «insbesondere» eingeleitet wird, und sich dem</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">nach die Feststellung im Sozialhilfe-Behördenhandbuch des Kantons Zürich, wo</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">nach die Liste nicht abschliessend sei (vgl. E. 2.7), als grundsätzlich richtig er</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">weist, bedeutet dies nicht, dass das Sperrkonto jeder beliebigen Verwendung offen steht. Es bedeutet ebenso wenig, dass bei einzelnen Verwendungen die Bewilli</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">gung durch die Anstaltsleitung entfallen würde.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Folglich ist festzuhalten, dass das Sperrkonto in erster Linie und zur Hauptsache dazu dient, eine Rücklage für die Zeit nach der Haftentlassung zu bilden. Vor</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">zeitige Bezüge stellen dabei eindeutig Ausnahmen dar und bedürfen einer Be</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">willigung durch die Anstaltsleitung. Dies steht auch in Einklang mit der bundes</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">gerichtlichen Rechtsprechung, wonach Bezüge aus dem Sperrkonto während des Strafvollzuges wohl zulässig, indes nur mit grosser Zurückhaltung zu tätigen sind, zumal das Geld auf dem Sperrkonto von Gesetzes wegen eine Rücklage für die Zeit nach der Haftentlassung des Gefangenen darstellt. Dieser soll im Zeit</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">punkt seiner Entlassung über ein möglichst hohes Startkapital verfügen, weshalb eine Verwendung des Geldes während des Vollzuges von vornherein und nur ausnahmsweise in Betracht fällt und insbesondere nur zuzulassen ist, wenn damit für die Zeit nach der Entlassung des Gefangenen vorgesorgt wird (vgl. Urteil des Bundesgerichts 6B_823/2017 vom 25. Januar 2018 E. 3.3).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Aus dem Urteil des kantonalen Verwaltungsgerichts (vgl. E. 2.8) lässt sich schliesslich nichts ableiten, das zu einer gegenteiligen Auffassung führen würde. Das Verwaltungsgericht befasste sich ausschliesslich mit der Frage, wie die aus dem Sperrkonto stammenden Mittel nach der Haftentlassung im sozialhilferecht</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">lichen Sinne zu beurteilen sind. Dabei legte es grossen Wert darauf, dass diese Mittel eine Starthilfe nach erfolgter Haftentlassung darstellen, weshalb es sie sozialhilferechtlich mittels Anwendung des Freibetrages entsprechend privile</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">gierte. Eine vorzeitige Verwendung dieser Mittel noch während des Freiheitsent</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">zuges, zudem für einen Zweck, welcher keinen Zusammenhang mit dem Neustart nach der Haftentlassung hat, entspräche folglich dem Gegenteil dessen, was das Verwaltungsgericht konzeptionell zum Ausdruck gebracht hat.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">4.6</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Damit steht fest, dass es sich bei dem geäufneten Betrag auf dem Sperrkonto gerade nicht um tatsächlich verfügbare oder kurzfristige Mittel (vgl. E. 2.2) han</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">delt, welche dem Beschwerdeführer als Vermögen anzurechnen wären, und die er zur Bestreitung laufender Ausgaben – wie der hier strittigen Krankenversiche</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">rungs</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">prämien – verwenden könnte oder gar müsste. Dies gilt umso mehr, als es sich bei Krankenversicherungsprämien um wiederkehrende monatliche Ausgaben handelt, welche keiner ausnahmsweisen Entnahme von Guthaben auf dem Sperr</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">konto be</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">dürfen, sondern einer regelmässigen. Überdies dienen sie nicht der Vor</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">sorge nach der Haftentlassung, sondern dem aktuellen Versicherungsschutz des Be</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">schwerde</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">führers während des Gefängnisaufenthaltes. Eine regelmässige Ent</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">nahme von auf dem Sperrkonto liegenden Mitteln zur Deckung von laufenden Krankenversicherungsprämien hätte eine empfindliche Schmälerung des aktu</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">ellen Guthabens zur Folge und eine Äufnung wäre nicht mehr möglich. Dies würde Sinn und Zweck des Sperrkontos indes gerade zuwiderlaufen.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Daran ändert der Einwand der Beschwerdegegnerin, wonach gemäss Sozialhilfe-Behördenhandbuch des Kantons Zürich familienrechtliche Unterstützungsleistun</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">gen bei der Prüfung der Bedürftigkeit nicht berücksichtigt werden dürften, nichts, zumal nach den vorstehenden Ausführungen die Bezahlung von Krankenver</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">siche</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">rungs</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">prämien aus Mitteln des Sperrkontos – unabhängig der Höhe der darauf ent</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">haltenen Mittel – dem Sinn und Zweck des Sperrkontos zuwiderlaufen würde.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Entsprechend ist auch der Hinweis der Beschwerdegegnerin </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">unbehelflich</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">, es sei zweifelhaft, ob die vom Beschwerdeführer getätigten Zahlungen aus dem Sperr</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">konto als Wiedereingliederungsmassnahme einzustufen seien, zumal seine Ehe- respektive Exfrau die Weitergabe an eine Drittperson nicht nachgewiesen habe, weshalb wahrscheinlicher sei, dass die Ehe- respektive Exfrau das Geld für ihren eigenen Lebensunterhalt sowie für denjenigen ihrer eigene Mutter verwendet habe. Vor dem Hintergrund jedenfalls, dass familiäre Unterstützungsleistungen nicht nur von Art. 83 StGB, sondern auch laut Konkordats-Richtlinien als mög</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">liche Verwendungszwecke für Bezüge vom Sperrkonto vorgesehen sind, kann die Qualifikation der vom Beschwerdeführer getätigten Zahlungen an seine Ehe- res</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">pektive Exfrau vorliegend offenbleiben.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">4.7</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Zusammenfassend ergibt sich, dass das Sperrkonto des Beschwerdeführers nicht zu den tatsächlich verfügbaren oder kurzfristig realisierbaren Mitteln im Sinne von Ziff. D.3.1 der SKOS-Richtlinien gezählt werden kann, weshalb ein Bezug vom Sperrkonto zur Begleichung der von der Prämienverbilligung nicht ge</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">deckten Krankenversicherungsprämien nicht zulässig ist. Nachdem keine Hin</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">weise auf anderweitige Mittel erfolgt sind, war das sozialhilferechtliche Existenz</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">mini</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">mum des Beschwerdeführers im strittigen Zeitpunkt weiterhin nicht gewähr</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">leistet.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Entsprechend ist die Beschwerdegegnerin verpflichtet, ab 1. Januar 2021 die durch die Prämienverbilligung nicht gedeckten Krankenversicherungsprämien des Be</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">schwerdeführers weiterhin zu übernehmen (vgl. E. 2.1).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Mit dieser Feststellung ist die Beschwerde gutzuheissen und der angefochtene Entscheid vom 8. März 2021 (Urk. 2) aufzuheben.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">5.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">5.1</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Das Verfahren ist kostenlos.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">5.2</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Der Beschwerdeführer beantragte die Zusprechung einer Parteientschädigung (Urk. 1 S. 1). Da er nicht anwaltlich vertreten ist, kann seinem Begehren jedoch nicht entsprochen werden. Für persönlichen Arbeitsaufwand und Umtriebe einer nicht durch einen berufsmässigen Rechtsvertreter vertretenen Partei ist in der Regel keine Parteientschädigung zu gewähren. Besondere Verhältnisse, welche ausnahmsweise die Zusprechung einer Parteientschädigung rechtfertigen würden </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">(vgl. BGE 129 V 113 E. 4 und 110 V 132 E. 4d), liegen nicht vor und werden auch nicht geltend gemacht.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Standard berschrift3"><span class="Standard berschrift3">Die Einzelrichterin erkennt:</span><span id="BeginnMateriell"></span></p><p class="Standard Dispotext DispoHngend"><span class="Standard Dispotext DispoHngend">1.</span><span> </span><span id="CURSOR"></span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">In Gutheissung der Beschwerde wird der </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">Einspracheentscheid</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend"> der Stadt </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">Illnau-Effre</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">tikon</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend"> vom 8. März 2021 aufgehoben und es wird festgestellt, dass die Beschwerde</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">gegnerin die Krankenversicherungsprämien des Beschwerdeführers ab 1. Januar 2021 weiterhin zu übernehmen hat, soweit die übrigen Anspruchsvoraussetzungen von § 15 Abs. 1 EG KVG erfüllt sind.</span></p><p class="Standard Dispotext DispoHngend"><span class="Standard Dispotext DispoHngend">2.</span><span> </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">Das Verfahren ist kostenlos.</span></p><p class="Standard Dispotext DispoHngend"><span class="Standard Dispotext DispoHngend">3.</span><span> </span><span id="Text5"></span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">Dem Beschwerdeführer</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend"> wird keine Prozessentschädigung zugesprochen.</span></p><p class="Standard Dispotext DispoHngend"><span class="Standard Dispotext DispoHngend">4.</span><span> </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">Zustellung gegen Empfangsschein an:</span></p><p class="Standard Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">X.___</span></p><p class="Standard Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">Stadt Illnau-</span><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">Effretikon</span><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">, Soziales</span></p><p class="Standard Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">Bundesamt für Gesundheit</span></p><p class="Standard Rechtsmittelbelehrung"><span class="Standard Rechtsmittelbelehrung">5.</span><span> </span><span class="Standard Rechtsmittelbelehrung">Gegen diesen Entscheid kann innert </span><span class="Standard Rechtsmittelbelehrung">30 Tagen</span><span class="Standard Rechtsmittelbelehrung"> seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundes</span><span class="Standard Rechtsmittelbelehrung">gesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 15. Juli bis und mit 15. August sowie vom 18. Dezember bis und mit dem 2. Januar (Art. 46 BGG).</span></p><p class="Standard Rechtsmittelbelehrung"><span> </span><span class="Standard Rechtsmittelbelehrung">Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzustellen.</span></p><p class="Standard Rechtsmittelbelehrung"><span> </span><span class="Standard Rechtsmittelbelehrung">Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweis</span><span class="Standard Rechtsmittelbelehrung">mittel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind bei</span><span class="Standard Rechtsmittelbelehrung">zulegen, soweit die Partei sie in Händen hat (Art. 42 BGG).</span></p><p class="Standard Dispotext DispoHngend"><br/></p><p class="Standard berschrift3"><span class="Standard berschrift3">Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich</span></p><p><br/></p><p>Die EinzelrichterinDie Gerichtsschreiberin</p><p><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p>PhilippBöhme</p><p></p></div> </div></body></html>