Kassationsgericht des Kantons Zürich Kass.-Nr. AA100075/U/ys Mitwirkende: die Kassationsrichter Moritz K uhn, Präsident, Andreas Donatsch, die Kassationsrichterinnen Sylvia Frei, Yvona Griesser und der Kassationsrichter Reinhard Oertli sowie der juristische Sekretär Markus Nietlispach Zirkulationsbeschluss vom 10. Dezember 2010 in Sachen 1. X.A. , …, 2. X.B. , …, 3. X.C. , …, 4. X.D. , …, 5. X.E. , …, 6. X.F. , …, 7. X.G. , …, 8. X.H., …, 9. X.I., …, 10. X.J. , gestorben, Rechtsnachfolgerin: a.) X.JJ., …, - 2 - 11. X.K., gestorben, Rechtsnachfolgerin: a.) X.KK., …, 12. X.L., …, 13. X.M. , …, 14. X.N. , …, 15. X.O. , …, 16. X.P. , …, 17. X.Q. , …, 18. X.R. , …, 19. X.S. , …, 20. X.T. , …, 21. X.U. , …, 22. X.V., …, 23. … , 24. X.W., …, 25. X.X. , …, 26. X.Y. , …, - 3 - Kläger und Beschwerdeführer alle vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. ____ gegen 1. Y. AG, …, 2. … , Beklagte 1 und Beschwerdegegnerin vertreten durch Fürsprecher Dr. iur. ____ betreffend Forderung Nichtigkeitsbeschwerde gegen ein Urteil des Handelsgerichts des Kantons Zürich vom 10. September 2008 (HG060371/U/dz) - 4 - Das Gericht hat in Erwägung gezogen: 1.a) Am 30. Oktober 2006 machten 26 in Deutschland domizilierte Kläger in einfacher Streitgenossenschaft (subjek tive Klagehäufung) beim Handelsgericht des Kantons Zürich (Vorinstanz) gegen die Beschwerdegegnerin (Beklagte 1) und den (am vorliegenden Verfahren nicht mehr beteiligten) Beklagten 2 verschiedene Forderungsklagen im Gesamtbetrag von rund € 1,2 Mio. sowie US$ 63'000.-- an- hängig. Mit Beschluss vom 10. September 2008 trat die Vorinstanz auf die Klagen gegen den Beklagten 2 mang els örtlicher Zuständigkei t nicht ein und überwies den Prozess bezüglich des Beklagten 2 an das Tribunale d'appello in Lugano (KG act. 2 S. 28). Sodann wies sie mit Urte il desselben Datums die Klagen gegen die Beschwerdegegnerin ab, wobei die Gerich tsgebühr von Fr. 40'000.-- den Klägern je zu 1/26 unter solidarischer Haftung für den Gesamtbetrag auferlegt und diese unter solidarischer Haftung verpflichtet wurden, der Beschwerdegegnerin und dem Beklagten 2 eine Prozessentschädi gung von insgesamt Fr. 68'000.-- zu be- zahlen (KG act. 2 S. 28). Die von den Klägern hiegegen erhobene Beschwerde in Zivilsachen wurde vom Bundesgericht mit Urteil vom 11. März 2009 abgewiesen, soweit darauf eingetreten wurde (KG act. 4/20). b) Gegen das handelsgeric htliche Urteil liessen 25 der ursprünglichen Klä- ger bzw. ihrer Rechtsnachfolger (Besch werdeführer) gestützt auf § 287 Satz 2 ZPO mit Eingabe vom 17. Juni 2010 kant onale Nichtigkeitsbeschwerde mit fol- genden Anträgen erheben (KG act. 1): "1. Das Urteil vom 10. September 2008 des Handelsgerichts Zürich (Geschäfts-Nr. HG060371/U/dz) betreffend Abweisung der Klage gegen die Y. AG [= Beschwerdegeg- nerin] sei aufzuheben. 2. Das Handelsgericht sei anzuweisen, a) den Prozess gegen die Y. AG wieder aufzunehmen; b) den Prozess bis zum Abschluss des Prozesses gegen A. (Beklagter 2), der im Kanton Tessin hängig ist, zu sistieren; c) die Zusammensetzung des Handelsger ichts vor der Behandlung rechtzeitig den Klägern mitzuteilen. 3. Die Y. AG sei anzuweisen, den Klägern CHF 68'000.-- zuzüglich Zins zu 5 Prozent ab dem 8. Juni 2009 zurückzuerstatten. - 5 - 4. Eventualiter werde die Be schwerde als Revisionsantrag an das Handelsgericht über- wiesen. 5. Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten der Staatskasse." Zur Begründung dieser Anträge machen di e Beschwerdeführer im Wesentli- chen geltend, ohne Verschulden erst nach Ablauf der dreissigtägigen Beschwer- defrist von § 287 Satz 1 ZPO erfahren zu haben, dass am vo rinstanzlichen Urteil vom 10. September 2008 ein Handelsrichter und eine Handelsrichterin mitgewirkt hätten, die ihren Wohnsitz entgegen den gesetzlichen Vo rschriften (§ 3 Abs. 1 GVG) nicht im Kanton Zürich hätten. De mentsprechend sei der Spruchkörper, der dieses Urteil gefällt habe, nicht ordnungsgemäss besetzt gewesen und das ange- fochtene Erkenntnis in Missachtung ihre s Anspruchs auf den verfassungsmässi- gen Richter (Art. 30 Abs. 1 BV bzw. Art. 6 Ziff. 1 EMRK) ergangen. Darin liege eine Verletzung eines wesentlichen Verfahrensgrundsatzes, weshalb es am Nich- tigkeitsgrund von § 281 Ziff. 1 ZPO leide (KG act. 1 S. 4 ff.). c) Mit Präsidialverfügung vom 22. J uni 2010 wurde den Beschwerdeführern in Anwendung von § 75 Abs. 1 ZPO eine f ünfzehntägige Frist angesetzt, um für das Kassationsverfahren eine Prozesskaution von insgesamt Fr. 55'000.-- zu leis- ten. Ferner wurde der Be schwerdegegnerin Gelegenheit zur freigestellten Beant- wortung der Beschwerde und der Vorinstanz zur Vernehmlassung gegeben (KG act. 7). In der Folge liessen die Beschwerdeführer mit Eingabe vom 20. August 2010 beantragen, die ihnen auferlegte Prozesskaution von Fr. 55'000.-- auf ins- gesamt Fr. 8'416.-- herabzusetzen und die Frist zur Leistung der (herabgesetzten) Kaution um mindestens zwanzig Tage zu erstrecken (KG act. 12, insbes. S. 2). Gestützt darauf wurde ihnen am 23. A ugust 2010 die Kautionsfrist und der Be- schwerdegegnerin die Frist zur freigestellten Beantwortung der Beschwerde einst- weilen abgenommen (KG act. 13). Mit Verfügung vom 27. August 2010 wies der Präsident des Kassationsge- richts das Gesuch um Herabsetzung der Kaution in Bestätigung seiner Anordnung vom 22. Juni 2010 ab und setzte den Be schwerdeführern eine neue Frist von - 6 - zwanzig Tagen zur Leistung einer Prozesskaut ion von Fr. 55'000.-- an; dies unter der Androhung, dass bei S äumnis auf die Beschwerde nicht eingetreten würde (KG act. 15). Nach unbenütztem Ablauf dieser Frist wurde der Beschwerdegegne- rin am 29. September 2010 Gelegenheit geboten, dem Ge richt Art und Umfang der ihr im Rahmen des vorliegenden Kassationsverfahr ens bereits angefallenen Kosten und Umtriebe bekannt zu geben (KG act. 19). Zur rechtzeitig eingegange- nen diesbezüglichen Stellungnahme vom 1. Oktober 2010 (KG act. 21) mit Beila- gen (KG act. 22-23) liessen sich die Beschwerdeführer ihrerseits mit Eingabe vom 5. Oktober 2010 vernehmen (KG act. 26), welche der Beschwerdegegnerin tags darauf zur Kenntnisnahme zugestellt wurde (KG act. 27 und 28/2). 2. Die Beschwerdeführer haben die Verfügung vom 27. August 2010 am 2. September 2010 in Empf ang genommen (KG act. 16/1). Unter Beachtung der für die Fristberechnung ein schlägigen Vorschriften ( §§ 191-193 GVG) lief die ihnen damit eröffnete (zwanz igtägige) Kautionsfrist am Mittwoch, 22. September 2010 (um Mitternacht), ab. Bis zu diesem Zeitpunkt (und darüber hinaus bis zum heutigen Tag) ist die einverlangte Kaution nicht geleistet worden (vgl. KG act. 18), und die Beschwerdeführer haben innert lauf ender Frist auch kein (weiteres) Ge- such um Erstreckung der Kautionsfrist geste llt. Da die rechtzeitige Kautionsleis- tung eine von Amtes wege n zu prüfende Prozess- bz w. Rechtsmittelvorausset- zung darstellt (vgl. Frank/Sträuli/Messmer, Kommentar zur zürcherischen Zivilpro- zessordnung, 3. A., Zürich 1997, N 4 zu § 73 ZPO), deren Fehlen eine Anhand- nahme des Rechtsmittels verbietet, ist androhungsgemäss (vgl. KG act. 15 S. 14, Disp.-Ziff. 2 Abs. 1 a.E.; s.a. Frank/Str äuli/Messmer, a.a.O., N 2 zu § 80 ZPO) auf die Nichtigkeitsbeschwerde nicht einzutreten (§ 80 Abs. 1 ZPO; s.a. Spühler/ Vock, Rechtsmittel in Zivilsachen im K anton Zürich und im Bund, Zürich 1999, S. 79; Frank/Sträuli/Messmer, a.a.O., N 4 vor §§ 259 ff. ZPO; Guldener, Schwei- zerisches Zivilprozessrecht, 3. A., Zürich 1979, S. 491, 496 und 504). 3. Die Beschwerdeführer stellen für den Fall, dass das Kassationsgericht auf die Beschwerde nicht eintritt, den Eventualantrag, ihre Eingabe vom 17. Juni 2010 zur Behandlung als Revisionsbegehren an das Handelsgericht zu überweisen (KG act. 1 S. 3 [Antrag 4] und 7 [Ziff. 14] ). Dieser Antrag dürfte indessen weniger - 7 - für die vorliegende Konstellati on (Nichteintreten mangel s Kautionsleistung), son- dern primär für den Fall geste llt worden sein, dass das Ka ssationsgericht bei der Prüfung seiner sachlichen Zuständigkeit zur Auffassung gelangen und die Be- schwerde deshalb mit der Begründung von der Hand weisen sollte, das vo- rinstanzliche Urteil sei unter den gegebenen Umständen nicht mit kantonaler Nichtigkeitsbeschwerde, sondern auf dem Wege der Revision (§§ 293 ff. ZPO) anzufechten. Den Beschwerdeführern is t daher Gelegenheit zu geben, sich zur Frage der Überweisung ihrer Eingabe an das Handelsgericht zu äussern. 4.a) Gemäss der auch im Rechtsmittelv erfahren geltenden allgemeinen Re- gel von § 64 Abs. 2 ZPO werden die Ge richtskosten der unterliegenden Partei auferlegt. Sie bestehen in einer sämt liche Kosten abdeckenden (§ 2 Abs. 3 GGebV) Gerichtsgebühr, die – ausgehend v on einem (Verfahrens-)Streitwert von rund Fr. 1'690'000.-- (vgl. KG act. 15 S. 10 f., Erw. 4/b) – nach § 4 Abs. 1 GGebV in Verbindung mit § 13 Abs. 1 und 2 GGe bV zu bemessen und gestützt auf § 4 Abs. 2 GGebV und § 10 Abs. 1 GGebV ( analog) auf einen Drittel zu reduzieren ist. Als unterliegende Partei ist auch der (Rechtsmittel-)Kläger zu behandeln, auf dessen Klage (resp. Rechtsmittel) nicht ei ngetreten wird (Guldener, a.a.O., S. 406, Anm. 6/a; Frank/Str äuli/Messmer, a.a.O., N 18 zu § 64 ZPO). Da die Be- schwerdeführer mit ihrer Nichtigkeitsbe schwerde in diesem Sinne unterliegen, sind sie für das Kassationsverfahren kostenpflichtig. Dabei rechtfertigt es sich, die Gerichtsgebühr (mit einer gewissen Schemat isierung) entsprechend ihrem jewei- ligen Anteil am Gesamtstreitwert (vgl. § 19 Abs. 1 ZPO und KG act. 15 S. 10, Erw. 4/b) unter ihnen aufzuteilen, wobei angesichts des gemeinsamen Vorgehens (ein- fache Streitgenossenschaft/subjektive Kl agehäufung) solidarische Haftung jedes Einzelnen für den gesamten Betrag anzuor dnen ist (§ 70 Abs. 1 ZPO; Frank/ Sträuli/Messmer, a.a.O., N 20 zu § 40 ZPO und N 2 zu § 70 ZPO). b) Sodann hat nach § 68 Abs. 1 ZPO die unterliegende Partei die Gegenpar- tei in der Regel im gleichen Verhältnis für aussergerichtliche Kosten und Umtriebe zu entschädigen, wie ihr Kosten auferlegt werden. Zu den au ssergerichtlichen Kosten im Sinne dieser Bestimmung gehören insbesondere die Kosten einer - 8 - (auch anwaltlichen) Vertre tung (Frank/Sträuli/Messmer, a.a.O., N 12 zu § 68 ZPO). aa) Mit Bezug auf die Entschädigungs frage macht die Beschwerdegegnerin in ihrer Eingabe vom 1. Oktober 2010 (KG act. 21) geltend, wegen der geplanten Sommerferien ihres Rechtsvertreters und ihrer zuständigen Organe sei die Arbeit an der Beschwerdeantwort unmittelbar im Anschluss an die gerichtliche Fristan- setzung aufgenommen worden. Deshalb sei die Beschwerdeantwort, deren Ent- wurf sie ins Recht reicht (KG act. 23), bereits am 19. August 2010 und damit noch vor der Abnahme der Frist zu deren Erstattung im Wesentlichen fertiggestellt ge- wesen, wobei sich der insgesamt benötigte zeitliche Aufwand auf rund 38,5 Stun- den belaufe. Damit seien ihr im Zusammenhang mit dem vorliegenden Beschwer- deverfahren entschädigungspflichtige Kost en entstanden, für die ihr eine Pro- zessentschädigung gemäss § 12 AnwGebV zuzusprechen sei. bb) Demgegenüber lehnen die Beschwer deführer in ihrer Stellungnahme vom 5. Oktober 2010 eine Entschädigungspflicht ab (KG act. 26). Zur Begründung führen sie aus, dass die Beschwerdege gnerin angesichts des angedrohten Nicht- eintretens im Falle der Säumnis hinsic htlich der Kautionsleistung, welche die "Pflicht" zur Einreichung der Beschwerdeantwort hätte entfallen lassen, sowie der unterschiedlich langen Frist en für die Kautionsleistung und die Beantwortung der Beschwerde von Anfang an damit habe rec hnen müssen, dass der mit der Erstat- tung einer Beschwerdeantwort verbundene Aufwand im Fa lle der Nichtleistung der Kaution überflüssig wäre. Insoweit habe die Beschwerdegegnerin den Entwurf einer Beschwerdeantwort auf eigenes Risiko und im Bewusstsein, dass er unnöti- ge Arbeit bedeute, verfasst. Die Beschwerd eführer hätten sich am Ende der Ge- richtsferien gegen die Kautionshöhe zur Wehr gesetzt und der Beschwerdegegne- rin zur Vermeidung unnötigen Aufwands eine Kopie der betreffenden Eingabe (vom 20. August 2010) zugesandt. Ihrer Meinung nach hätte die Beschwerdegeg- nerin sorgfaltspflichtgemäss das Ende der Gerichtsferien bzw. den Entscheid der Beschwerdeführer betreffend die Kautionsleistung abwa rten müssen, um unnöti- gen Aufwand zu vermeiden. - 9 - Im Übrigen – so die Beschwerdeführer weiter – sei der von der Beschwer- degegnerin angegebene Au fwand von nahezu einer Arbeitswoche (38 Stunden) für den Entwurf einer Beschwerdeantwort angesichts des (beschränkten) Pro- zessthemas (Zusammensetzung des Handel sgerichts) unverhältnismässig. Zu- dem sei eine eventuelle Part eientschädigung, sollte tatsächlich eine solche zuge- sprochen werden, nicht nach § 12 AnwGebV, sondern nach § 15 AnwGebV zu bemessen, da eine Nichtleistung der Kaution dem dort geregelten Rückzug der Beschwerde entspreche. cc) Den Argumenten der Beschwerdeführ er kann nicht gefolgt werden. Massgeblich ist einzig, dass der anwaltlich vertretenen Beschwerdegegnerin im Zusammenhang mit dem Kassationsverfahren (glaubhaft dokumentierte und im Übrigen auch unbestritten gebliebene) Aufwendungen entstanden sind. Diese ha- ben die (kostenpflichtigen) Beschwerdeführer der Beschwerdegegnerin (der keine Kosten auferlegt werden) gemäss § 68 Ab s. 1 ZPO zu ersetzen, auch wenn Letz- tere (zufolge Abnahme der Frist zur Be antwortung der Beschwerde) schliesslich keine Beschwerdeantwort eingereicht (und damit auch keinen Rechtsmittelantrag gestellt) hat. Es lässt sich auch nicht behaupten, der Aufwand zur Erstellung der Beschwerdeantwort sei ohne begründete Veranlassung, verfrüht oder auf eigenes Riskio getätigt worden. So wurde der Beschwerdegegnerin (praxisgemäss) mit der ersten Präsidialverfügung vom 22. Juni 2010 Frist zur freigestellten Beantwor- tung der Beschwerde angesetzt, wobei die vorbehaltlose, klare und insoweit un- missverständliche sprachliche Formulie rung dieser Verfügung (entgegen be- schwerdeführerischer Auffassung) keinerlei Anhaltspunkte dafür enthält, dass die- se Fristansetzung von der vorherigen Leistung der glei chzeitig eingeforderten Kaution abhängig sein sollte (vgl. KG act. 7, insbes. Disp.-Ziff. 3). Wenn in der Folge die Ausarbeitung der Beschwerdeantwort so frühzeitig in Angriff genommen wurde, dass die betreffende Rechtsschrift im Zeitpunkt der Abnahme der Beant- wortungsfrist bereits weitgehend fertiggestellt war (vgl. KG act. 23), darf dies der Beschwerdegegnerin selbstverständlich nicht zum Nachteil gereichen. Insbeson- dere ist (entgegen KG act. 26 S. 2, Ziff. 5) nicht einzusehen, weshalb sie zur Wahrung ihrer Sorgfaltspflicht zunächst das Ende der Gerichtsferien (bzw. die Kautionsleistung) hätte abwarten müssen; gegenteils wäre ein derartiges Verhal-- 10 - ten angesichts der bevorstehenden Ferienabw esenheiten der auf Seiten der Be- schwerdegegnerin mit der Prozessführung betrauten Personen und der damit vorhersehbaren Kommunikationsschwierigkeiten während des zweiten Teils der Frist unter dem Aspekt sorgfältiger Pr ozessführung sogar eher bedenklich gewe- sen. Die unverzügliche Anhandnahme der Beschwerdeantwort erfolgte demnach keineswegs auf eigenes (Kosten-)Risik o der Beschwerdegegnerin. Diese hat mit ihrem frühzeitigen Vorgehen einzig riskiert, dass ein (allfälliger) Anspruch auf Er- satz ihrer (noch vor der Kautionsleist ung getätigten) Aufw endungen im Kassati- onsverfahren nicht sichergestellt wird. Dami t hat sie jedoch nicht auf die Prozess- entschädigung als solche, sondern bloss au f das ihr vom Gesetz gewährte Recht auf deren vorgängige Sicherstellung (§§ 75 und 81 ZPO) verzichtet. Im Übrigen haben die Beschwerdeführer di e Kautionsauflage erst rund zwei Monate nach erfolgter Eröffnung bem ängeln lassen. Dass die Beschwerdegegne- rin in dieser (recht langen) Zeit keine (mit Kosten verbundene) Anstalten zur Be- antwortung der Beschwerde unternehmen würde, durften sie vernünftigerweise nicht annehmen. Vielmehr hätten sie, um kostenpflichtige Aufwendungen der Ge- genpartei zu vermeiden, dem Gericht bereits in einem früheren Zeitpunkt mitteilen können (und müssen), dass sie innert lauf ender Frist Einwände gegen die Kauti- onshöhe erheben würden, was (praxisgemä ss) dazu geführt hätte, dass die Frist zur Beantwortung der Beschwerde schon zu einem früheren Zeitpunkt abgenom- men worden wäre. Insoweit haben die Be schwerdeführer den An fall der gegneri- schen Kosten auch ihrem eigenen Verhalten zuzuschreiben. Sie sind deshalb zu verpflichten, die Beschwerdegegnerin daf ür zu entschädigen (s.a. Kass.-Nr. AA040188 vom 17.1.2005 i.S. G.c.M., Erw. 3/b; AA080162 vom 5.12.2008 i.S. F.c.B., Erw. 3/b). dd) Die Höhe der geschul deten Prozessentschädigung ist zufolge anwaltli- cher Vertretung der Beschwerdegegnerin nach den Vorschriften der AnwGebV zu bemessen und richtet sich folglich in erst er Linie nach dem Streitwert. Demge- genüber stellt der notwendige Aufwand (oder das Prozessthema) nur ein sekun- däres Bemessungskriterium dar (s.a. KG act. 15 S. 8 f., Erw. 4/a), weshalb die Kritik der Beschwerdeführ er am aufgelisteten Zeit aufwand des beklagtischen - 11 - Rechtsvertreters (KG act. 26 S. 2, Ziff. 7) am Kern der Sache vorbei zielt. Sodann war die Beschwerdeantwort im Zeitpunkt der Fristabna hme im Wesentlichen fer- tiggestellt (vgl. KG act. 23), womit die Beschwerdegegnerin die zur Beantwortung der Beschwerde notwendi gen Arbeiten schon weitest gehend getätigt hat und die damit einhergehenden Kosten sc hon fast vollständig angef allen sind. Unter die- sen Umständen rechtfertigt sich daher nur eine geringfügige Reduktion der Pro- zessentschädigung, die nach § 12 Abs. 1 AnwGebV in Verbindung mit § 3 Abs. 1 AnwGebV ermessensweise auf die Häl fte der Grundgebühr festzusetzen ist. Demgegenüber fällt eine Bemessung nach § 15 AnwGebV, welche im Übrigen nicht zu einer tieferen Entschädigung führ en würde (vgl. § 15 Abs. 2 AnwGebV), praxisgemäss ausser Betracht (vgl. zum Ganzen ZR 87 Nr. 37). Schliesslich erscheint es aus den ber eits genannten Gründen sachgerecht, auch die (Gesamt-)Prozessentschädigung (mit einer gewissen Schematisierung) anteilsmässig auf die Beschwerdeführer aufzuteilen und solidarische Haftung je- des einzelnen für die Anteile der ander en anzuordnen (vgl. § 70 Abs. 1 ZPO und vorne, Erw. 4/a; Frank/Sträuli/Messmer , a.a.O., N 20 zu § 40 ZPO und N 2 zu § 70 ZPO). 5. Beim vorliegenden Besch luss handelt es sich um einen Endentscheid im Sinne von Art. 90 BGG in einer vermögens rechtlichen Zivilsache, deren (Rechts- mittel-)Streitwert rund Fr. 1'690'000.-- beträ gt (Art. 51 Abs. 1 lit. a BGG). Somit steht gegen den kassationsgerichtlichen Er ledigungsentscheid die (ordentliche) Beschwerde in Zivilsachen gemäss Art. 72 ff. BGG an das Bundesgericht offen (vgl. Art. 74 Abs. 1 BGG; s.a. BGer 5D _75/2007 vom 6.6.2008, Erw. 1.1). Ob und inwieweit im vorliegenden Fall (nachtr ägliche Nichtigkeitsbeschwerde nach § 287 Satz 2 ZPO) auch die Vorschrift von Art. 100 Abs. 6 BGG Anwendung finde, hätte gegebenenfalls das Bundesgericht zu entscheiden. - 12 - Das Gericht beschliesst: 1. Auf die Nichtigkeitsbeschwerde wird nicht eingetreten. 2. Den Beschwerdeführern läuft eine Frist von 10 Tagen ab Zustellung dieses Beschlusses, um dem Kassationsgericht schriftlich mitzuteilen, ob sie eine Überweisung ihrer Nichtigkeitsbeschwerde an das Handelsgericht des Kan- tons Zürich zur Behandlung als Begehren um Revision des Urteils vom 10. September 2008 beantragen. Bei Säumnis würde von einer Überwei- sung abgesehen. 3. Die Gerichtsgebühr für das Kassationsverfahren wird festgesetzt auf Fr. 12'600.--. 4. Die Gerichtsgebühr wird den Beschwer deführern unter solidarischer Haftung jedes einzelnen Beschwerdeführers für den gesamten Betrag zu folgenden Teilen auferlegt: - Beschwerdeführerin 15 Fr. 2'300.-- - Beschwerdeführer 20 Fr. 1'000.-- - Beschwerdeführer 9 Fr. 800.-- - Beschwerdeführer 3 Fr. 700.-- - Beschwerdeführer 10, 12 und 18 je Fr. 600.-- - Beschwerdeführer 2, 8, 11, 13, 17 und 24 je Fr. 500.-- - Beschwerdeführer 25 Fr. 400.-- - Beschwerdeführer 4, 5, 6, 14, 19 und 22 je Fr. 300.-- - Beschwerdeführer 1, 16 und 21 je Fr. 200.-- - Beschwerdeführer 7 und 26 je Fr. 100.--. 5. Die Beschwerdeführer werden verpf lichtet, der Beschwerdegegnerin für das Kassationsverfahren eine Prozessentschädigung von insgesamt Fr. 16'500.-- zu entrichten. Dabei haben die Beschwerdeführer unter solidarischer Haftung jedes ein- zelnen für die gesamte Prozessentschädigung folgende Teilbeträge zu leis- ten: - Beschwerdeführerin 15 Fr. 3'100.-- - Beschwerdeführer 20 Fr. 1'200.-- - Beschwerdeführer 9 und 3 je Fr. 1'000.-- - 13 - - Beschwerdeführer 10, 12 und 18 je Fr. 800.-- - Beschwerdeführer 8, 11, 13 und 17 je Fr. 700.-- - Beschwerdeführer 2 und 24 je Fr. 600.-- - Beschwerdeführer 4 und 25 je Fr. 500.-- - Beschwerdeführer 5, 6, 14, 19 und 22 je Fr. 400.-- - Beschwerdeführer 1, 16 und 21 je Fr. 200.-- - Beschwerdeführer 7 u nd 26 je Fr. 100.--. 6. Gegen diesen Entscheid kann unter den Voraussetzungen von Art. 90 ff. BGG innert 30 Tagen nach dessen Empfang schriftlich durch eine Art. 42 BGG entsprechende Eingabe Beschwerde gemäss Art. 72 ff. BGG an das Schweizerische Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, erhoben werden. Der Streitwert beträgt rund Fr. 1'690'000.--. Hinsichtlich des Fristenlaufes gelten die Art. 44 ff. BGG. 7. Schriftliche Mitteilung an die Part eien und das Handelsgericht des Kantons Zürich, je gegen Empfangsschein. ______________________________________ KASSATIONSGERICHT DES KANTONS ZÜRICH Der juristische Sekretär: