B u n d e s v e rw a l t u n g s g e r i ch t T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i f f éd é r a l T r i b u n a l e am m i n i s t r a t i vo f e d e r a l e T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i v fe d e r a l Abteilung IV D-1058/2013 U r t e i l v o m 5 . M ä r z 2 0 1 3 Besetzung Richter Hans Schürch (Vorsitz), mit Zustimmung von Richterin Gabriela Freihofer; Gerichtsschreiberin Eva Zürcher. Parteien A._______, geboren am (…), Burundi, zurzeit Transitbereich des Flughafens E._______, E._______, Beschwerdeführer, gegen Bundesamt für Migration (BFM), Quellenweg 6, 3003 Bern, Vorinstanz. Gegenstand Flughafenverfahren (Asyl und Wegweisung); Verfügung des BFM vom 18. Februar 2013 / N (…). D-1058/2013 Seite 2 Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest, dass der Beschwerdeführer , ein Staatsangehöriger Burundis aus B._______, eigenen Angaben zufolge am 3. Februar 2013 sein Heima t- land über den Lu ftweg nach C._______ verliess, sich dort im Transit au f- hielt, nach D._______ weiterflog und am 4. Februar 2013 im Transit des Flughafens E._______ landete, wo er zwei Tage später um Asyl nachsuchte, dass das BFM dem Beschwerdeführer mit Verfügung vom 6. Februar 2013 die Einreise in die Schweiz vorläufig verweigerte und ihm für die Dauer des Asylverfahrens bis maximal 60 T age den Trans itbereich des Flughafens E._______ als Aufenthaltsort zuwies, dass der Beschwerdeführer am 9. Februar 2013 summarisch befragt wurde, dass er am 16. Februar 2013 weitere Beweismittel zu den Akten reichte, dass ihn das BFM am 19. Februar 2013 ausführlich zu seinen Asylgrü n- den befragte, dass der Beschwerdeführer zur Begründung seines Asylgesuchs im W e- sentlichen geltend machte, er habe in seinem Heimatland für die Oppos i- tionspartei UPD (Union for Peace and Development) politisiert, dass bereits sein Vater Oppositionspolitiker gewesen sei, im Jahr 2003 vermutlich aus politischen Gründen von Unbekannten angeschossen und in der Folge an Krebs gestorben sei, dass darüber hinaus sein Onkel F._______ im Jahr 2004 die UPD g e- gründet habe und auch heute noch Sprecher der Partei sei, dass im Jahr 2007 seine Schwester G._______ nach der Schule von zwei Jugendlichen vergewaltigt worden sei, dass im Jahr 2010 die andere Schwester attackiert und in Brand gesetzt worden sei, worauf sie mit Verbrennungen am Oberkörper während vier Tagen in einer Klinik gewesen sei, D-1058/2013 Seite 3 dass diese Angriffe gestützt auf die Vermutungen des Beschwerdeführers von politischen Gegnern beziehungsweise von Angehörigen der Regi e- rungspartei CDD-FDD ausgeübt worden seien, dass man auch den Beschwerdeführer seit dem Jahr 2010 regelmässig telefonisch bedroht habe und er am 6. Februar 2011 von der Polizei unter dem Vorwurf, ein Gewehr zu besitzen, festgenommen, in einem Gebäude namens " H._______" festgehalten, am 10. Februar 2011 ins Zentralg e- fängnis verlegt und infolge fehlender Beweise nach einem Monat entla s- sen worden sei, dass er anschliessend weiter gearbeitet habe, indessen immer wieder neue Schwierigkeiten befürchtet habe, weshalb er sich schliesslich zur Reise in die Schweiz entschlossen habe, dass für den weiteren Inhalt der Aussagen auf die Akten zu verweisen ist, dass der Beschwerdeführer einen burundischen Reisepass, eine buru n- dische Identitätskarte, einen schweizerischen Ausländerausweis, eine Mitgliederkarte der UPD und Kopien von Internetartikeln bezüglich der UPD und seines zuvor erwähnten Onkels zu den Akten reichte, dass sich der schweizerische Ausländerausweis gemäss einem Ausweis- prüfungsbericht der Kantonspolizei E._______ als gefälscht herausstellte, während die heimatlichen Identitätspapiere – (…) – gestützt auf den e r- wähnten Prüfungsbericht nicht als gefälscht zu betrachten sind, dass das BFM das Asylgesuch des Beschwerdeführers mit Verfügung vom 19. Februar 2013 – eröffnet am 21. Februar 2013 – ablehnte und die Wegweisung aus dem Transitbereich des Flughafens E._______ sowie den Vollzug anordnete, dass das BFM zur Begründung im Wesentlichen anführte, die Vorbringen des Beschwerdeführers würden den Anforderungen an die Glaubhafti g- keit nicht standhalten, da sie in wesentlichen Punkten unsubstanziiert, de- tailarm und dürftig ausgefallen seien, dass der Beschwerdeführer keine ausführlichen Informationen über die Rolle oder Funktion seines angeblich politisch aktiven und von den Ge g- nern ermordeten Vaters habe zu Protokoll geben können, D-1058/2013 Seite 4 dass er auch zu den seine zwei Schwestern betreffenden Vorfällen nur pauschale und äusserst kurze Angaben habe machen können und insb e- sondere nicht in der Lage gewesen sei, detaillierte Hinweise zu den T ä- tern oder deren Motivation zu Protokoll zu geben, dass er ferner nur substanz los über die UPD und die breitere Allianz der Oppositionsparteien, die ADC (Alliance of Democrats for Change) ausge- sagt und zudem die zutreffende volle Bezeichnung der UPD falsch ang e- geben habe, dass er deren Zielsetzung nur sehr allgemein habe angeben können, weshalb auch diese Aussagen pauschal seien, dass er selbst über seine eigene Funktion innerhalb der ADC nur Obe r- flächlichkeiten preisgegeben habe und nicht in der Lage gewesen sei, seinen eigenen Beitrag detailliert wiederzugeben, dass ausserdem die Umstände der geltend gemachten Festnahme nicht plausibel seien, weil nicht nachvollzogen werden könne, wie die Polizei ihn in einem kleinen unauffälligen Restaurant habe ausfindig machen können, dass auch die Angaben über den Aufenthalt im Gefängnis und über die Freilassung stereotyp wirkten und der Grund der Verfolgung nicht ersicht- lich sei, dass der Beschwerdeführer insbesondere nicht habe angeben können, weshalb er und seine Angehörigen für die Regierung eine Gefahr dars tel- len sollten, welche zu der geltend gemachten und über Jahre dauernden Verfolgung hätte führen müssen, dass überdies nicht nachvollzogen werden könne, warum der politisch bekannte Onkel sich nicht um seine Neffen und Nichten gekümmert habe, dass ferner k eine Beweismittel vorlägen, welche das Verwandtschaft s- verhältnis des Beschwerdeführers zu diesem Onkel zu belegen vermöc h- ten, dass die eingereichten Beweismittel an der Unglaubhaftigkeit der Vo r- bringen nichts ändern könnten, D-1058/2013 Seite 5 dass schliesslich der Beschwerd eführer nach den geltend gemachten Verfolgungen noch zwei weitere Jahre unbehelligt in seinem Heimatland habe verbleiben können und über den gesicherten Flughafen ausgereist sei, was die Unwahrscheinlichkeit einer Verfolgungssituation bestätige, dass das BFM ferner den Vollzug der Wegweisung als zulässig, zumutbar und möglich erachtete, dass für den weiteren Inhalt auf die angefochtene Verfügung zu verwe i- sen ist, dass der Beschwerdeführer mit teils unleserlicher handschriftlicher Ein- gabe vom 28. Februar 2013 (Poststempel) gegen diesen Entscheid beim Bundesverwaltungsgericht Beschwerde erhob und dabei beantragte, die angefochtene Verfügung sei aufzuheben, er sei als Flüchtling anzuerke n- nen und es sei ihm Asyl zu gewähren, es sei infolge unzulässigem, u n- zumutbarem und unmöglichem Wegweisun gsvollzug die vorläufige Au f- nahme anzuordnen, dass er in verfahrensrechtlicher Hinsicht um Gewährung der vollumfängli- chen unentgeltlichen Rechtspflege unter Einschluss des Verzichts auf die Erhebung eines Kostenvorschusses sowie subsidiär um Wiederherste l- lung der aufschiebenden Wirkung der Beschwerde ersuchte, dass ausserdem beantragt wurde, die zuständige Behörde sei vorsorglich anzuweisen, die Kontaktaufnahme mit den Behörden des Herkunftssta a- tes sowie jegliche Datenweitergabe an denselben zu unterlassen und bei bereits erfolgter Datenweitergabe den Beschwerdeführer entsprechend zu informieren, dass der Beschwerde drei Farbkopien von Vorladungen, zwei Farbkopien von Fotos, zwei Farbkopien eines ruandischen Ausweises und eine Far b- kopie eines Schreibens mit dem Titel "A qui de droit" beigelegt wurden, dass die vorinstanzlichen Akten (vollständig) am 1. März 2013 eintrafen (vgl. Art. 109 Abs. 2 des Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 [AsylG, SR 142.31]), dass auf die Beschwerdebegründung – soweit wesentlich – in den nach- folgenden Erwägungen eingegangen wird, D-1058/2013 Seite 6 und zieht in Erwägung, dass das Bundesverwaltungsgericht auf dem Gebiet des Asyls endgültig über Beschwerden gegen Verfügungen (Art. 5 des Verwaltungsverfah- rensgesetzes vom 20. Dezember 1968 [VwVG, SR 172.021]) des BFM entscheidet, ausser bei Vorliegen eines Auslieferungsersuchens des Staates, vor welchem die beschwerdeführende Person Schutz sucht (Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 31 – 33 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [VGG, SR 173.32]; Art. 83 Bs t. d Ziff. 1 des Bundesg e- richtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]), dass eine solche Ausnahme im Sinne von Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG nicht vorliegt, weshalb das Bundesverwaltungsgericht endgültig entscheidet, dass sich das Verfahren nach dem VwVG, dem VGG und dem BGG ric h- tet, soweit das AsylG nichts anderes bestimmt (Art. 37 VGG und Art. 6 AsylG), dass der Beschwerdeführer am Verfahren vor der Vorinstanz teilgeno m- men hat, durch die angefochtene Verfügung besonders berührt ist, ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung beziehungsw eise Änd e- rung hat und daher zur Einreichung der Beschwerde legitimiert ist (Art. 105 AsylG und Art. 48 Abs. 1 VwVG), dass somit auf die frist - und formgerecht eingereichte Beschwerde einzu- treten ist (Art. 108 Abs. 2 AsylG und Art. 52 VwVG), dass auf das Gesuch, es sei gegebenenfalls die aufschiebende Wirkung (der Beschwerde) wiederherzustellen, nicht einzutreten ist, da die Vori n- stanz die der Beschwerde von Gesetzes wegen (vgl. Art. 55 Abs. 1 VwVG) zukommende aufschiebende Wirkung nicht entzogen hat, dass mit Beschwerde die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts und die Unangemessenheit gerügt werden können (Art. 106 Abs. 1 AsylG), dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterlicher Zuständigkeit mit Zustimmung eines zweiten Richters beziehungsweise einer zweiten Richterin entschieden wird (Art. 111 Bst. e AsylG) und es sich vorliegend, wie nachfolgend aufgezeigt, um eine solche handelt, weshalb der Beschwerdeentscheid nur summarisch zu begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG), D-1058/2013 Seite 7 dass gestützt auf Art. 111 a Abs. 1 AsylG vorliegend auf einen Schrifte n- wechsel verzichtet wurde, dass das Gesuch um Erlass vorsorglicher Massnahmen im Zusamme n- hang mit der vom Beschwerdeführer befürchteten Datenweitergabe a n- gesichts des vorliegenden, direkten Entscheids in der Hauptsache g e- genstandslos wird, weshalb darauf nicht einzutreten ist, dass den Akten keine Hinweise auf eine bereits erfolgte Datenweitergabe an das Herkunftsland durch das BFM zu entnehmen sind, weshalb auf das Gesuch, der Beschwerdeführer sei darüber mittels separater Verf ü- gung zu informieren, mangels Rechtsschutzint eresses ebenfalls nicht einzutreten ist, dass die Schweiz Flüchtlingen grundsätzlich Asyl gewährt (Art. 2 Abs. 1 AsylG), wobei Flüchtlinge Personen sind, die in ihrem He imatstaat oder im Land, in dem s ie zuletzt wohnten, wegen ihrer Rasse, Religion, Nati o- nalität, Zugehörigkeit zu einer bestimmten sozialen Gruppe oder wegen ihrer politischen Anschauungen ernsthaften Nachteilen ausgesetzt sind oder begründete Furcht haben, solchen Nachteilen ausgesetzt zu werden (Art. 3 Abs. 1 AsylG), dass die Flüchtlingseige nschaft nachgewiesen oder zumindest glaubhaft gemacht werden muss (Art. 7 AsylG), dass die Flüchtlingseigenschaft glaubhaft gemacht ist, wenn die Behörde ihr Vorhandensein mit überwiegender Wahrscheinlichkeit für gegeben hält, dass Vorbringen insbesondere dann unglaubhaft sind, wenn sie in w e- sentlichen Punkten zu wenig begründet oder in sich widersprüchlich sind, den Tatsachen nicht entsprechen oder massgeblich auf gefälschte oder verfälschte Beweismittel abgestützt werden, dass gestützt auf die Aussagen de s Beschwerdeführers, er habe nach seiner Freilassung noch während zwei Jahren unbehelligt in seinem He i- matland leben und arbeiten können, erhebliche Zweifel an der geltend gemachten subjektiven Furcht vor einer Verfolgung bestehen, zumal er auf dem Markt, wo er seiner Mutter geholfen haben will, jederzeit hätte weiteren Verfolgungsmassnahmen ausgesetzt werden können, D-1058/2013 Seite 8 dass er darüber hinaus trotz zahlreicher Fragen seitens der befragenden Person anlässlich der Befragung und der Anhörung nicht hinreichend nachvollziehbar darlegen konnte, aus welchen Gründen er und seine G e- schwister in der geltend gemachten Art verfolgt worden sein sollen, zumal substanzielle, konkrete und detaillierte Angaben über sein politisches En- gagement gänzlich fehlen , wie das BFM ebenfa lls zutreffend festhielt, was die zuvor erwähnten Zweifel stark erhärten lässt, dass er zwar nachträglich – im Beschwerdeverfahren – die Bezeichnun- gen der Partei und der übergeordneten Allianz mehrerer Oppositionspar- teien, für welche er tätig gewesen sein will, zutreffend angab, dass dies indessen nichts an der anlässlich der Anhörung und Befragung angegebenen falschen Bezeichnungen zu ändern vermag, dass die nachträglich zutreffende Bezeichnung vielmehr auf eine im A n- schluss an die Anhörung erfolgte Infor mationsgewinnung zurückzuführen sein dürfte, dass indessen Personen, welche sich in einer Weise für eine Partei ei n- gesetzt haben wollen, die zu einer Verfolgung geführt haben soll, erfa h- rungsgemäss genau wissen, wie die betreffende Partei heisst und was konkret ihr Tatbeitrag war, was im Fall des Beschwerdeführers – wie das BFM zutreffend feststellte – nicht zutrifft und deshalb auf eine erfundene Geschichte schliessen lässt, dass zudem allein aus einer allfälligen Verwandtschaft des Beschwerd e- führers mit dem Oppositionspolitiker F._______ nicht per se auf eine Ver- folgung seiner Person zu schliessen ist, zumal allein aus dieser Ve r- wandtschaft keine Gefahr für die regierenden Parteien und somit kein nachvollziehbares Motiv für eine Verfolgung besteht, dass darüber hinaus das Verwandtschaftsverhältnis zwischen dem B e- schwerdeführer und dem erwähnten Politiker nicht belegt ist, wobei die im Beschwerdeverfahren in Form einer Farbkopie nachgereichte Bestät i- gung dieses Politikers das Verwandtschaftsverhältnis nich t belegt, so n- dern aufgrund ihres Erscheinungsbildes und ihres Inhalts vielmehr als Gefälligkeitsschreiben aufzufassen und somit als Beweismittel nicht tau g- lich ist, D-1058/2013 Seite 9 dass im Übrigen – um unnötige Wiederholungen zu vermeiden – auf die gesamthaft zutreffende Argumentation der Vorinstanz in der angefocht e- nen Verfügung zu verweisen ist, dass folglich dem Beschwerdeführer nicht geglaubt werden kann, er sei in seinem Heimatland infolge politischer Tätigkeiten und infolge seiner Ve r- wandtschaft zu einem bekannten Op positionspolitiker ebenso Opfer von Verfolgungsmassnahmen geworden wie seine Schwestern und früher schon sein Vater, dass die eingereichten Farbkopien der Bilder einer am Oberkörper ve r- letzten Frau und eines burundischen Ausweises an dieser Einschätzung nichts zu ändern vermögen, da sie nicht beweisen, es handle sich um die Schwestern des Beschwerdeführers, dass mit den Bildern der geltend gemachte Sachverhalt nicht bewiesen wird, da es sich einerseits um irgendeine Frau handeln könnte und and e- rerseits damit nichts über die Ursachen der Verletzungen ausgesagt wird, dass es dem Beschwerdeführer somit offensichtlich nicht gelingt, die Flüchtlingseigenschaft nachzuweisen oder zumindest gl aubhaft zu m a- chen, weshalb das BFM das Asylgesuch zu Recht abgelehnt hat, dass an dieser Einschätzung auch die weiteren Ausführungen in der B e- schwerde und die eingereichten Beweismittel nichts zu ändern vermögen, weshalb es sich erübrigt, darauf näher einzugehen, dass die Ablehnung eines Asylgesuchs oder das Nichteintreten auf ein Asylgesuch in der Regel die Wegw eisung aus der Schweiz zur Folge hat (Art. 44 Abs. 1 AsylG), vorliegend der Kanton keine Aufenthaltsbewill i- gung erteilt hat und zudem kein Anspruch auf Erteilung einer solchen be- steht (vgl. BVGE 2009/50 E. 9 S. 733), weshalb die verfügte Wegweisung im Einklang mit den gesetzlichen Bestimmungen steht und demnach vom Bundesamt zu Recht angeordnet wurde, dass das BFM das Anwesenheitsverhältnis nach den gesetzlichen B e- stimmungen über die vorläufige Aufnahme von Ausländern regelt, wenn der Vollzug der Wegw eisung nicht zulässig, nicht zumutbar oder nicht möglich ist (Art. 44 Abs. 2 AsylG; Art. 83 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 16. Dezember 2005 über die Ausl änderinnen und Ausländer [AuG, SR 142.20]), D-1058/2013 Seite 10 dass bezüglich der Geltendmachung von Wegweisungshindernissen g e- mäss ständiger Praxis des Bundesverwaltungsgerichts der gleiche B e- weisstandard wie bei der Flüchtlingseigenschaft gilt, das heisst, sie sind zu bew eisen, wenn der strikte Beweis möglich ist, und andernfalls w e- nigstens glaubhaft zu machen (vgl. WALTER STÖCKLI, Asyl, in: Uebe r- sax/Rudin/Hugi Yar/Geiser [Hrsg.], Ausländerrecht, 2. Aufl., Basel 2009, Rz. 11.148), dass der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig ist, wenn völkerrechtl i- che Verpflichtungen der Schweiz einer Weiterreise der Ausländerin oder des Ausländers in den Heimat -, Herkunfts - oder einen Drittstaat entg e- genstehen (Art. 83 Abs. 3 AuG), dass keine Person in irgendeiner Form zur Ausreise i n ein Land gezwun- gen werden darf, in dem ihr Leib, ihr Leben oder ihre Freiheit aus einem Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet ist oder in dem sie Gefahr läuft, zur Ausreise in ein solches Land gezwungen zu werden (Art. 5 Abs. 1 AsylG; vgl. ebenso Art. 33 Abs. 1 des Abkommens vom 28. Juli 1951 über die Rechtsstellung der Flüchtlinge [FK, SR 0.142.30]), dass der Vollzug der Wegweisung vorliegend in Beachtung dieser mas s- geblichen völker- und landesrechtlichen Bestimmungen zulässig ist, da es dem Beschwerdeführer nicht gelungen ist, eine asylrechtlich erhebliche Gefährdung nachzuweisen oder glaubhaft zu machen, weshalb das in Art. 5 AsylG verankerte Prinzip des flüchtlingsrechtlichen Non - Refoulement im vorliegenden Verfahren keine Anwendung findet und ke i- ne Anhaltspunkte für eine menschenrechtswidrige Behandlung im Sinne von Art. 25 Abs. 3 der Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgeno s- senschaft vom 18. April 1999 (BV, SR 101), von Art. 3 des Übereinko m- mens vom 10. Dezember 1984 gegen Folter und andere grausame, un- menschliche oder erniedrigende Behandlung oder Strafe (FoK, SR 0.105) und der Praxis zu Art. 3 der Konvention vom 4. November 1950 zum Schutz der Menschenrechte und Grundfreiheiten (EMRK, SR 0.101) e r- sichtlich sind, die im Heimat- oder Herkunftsstaat droht, dass sich der Vollzug für Ausländerinnen und Ausländer als unzumutbar erweist, wenn sie im Heimat- oder Herkunftsstaat auf Grund von Situatio- nen wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und medizinischer Notl a- ge konkret gefährdet sind (Art. 83 Abs. 4 AuG), D-1058/2013 Seite 11 dass in Burundi keine Situation allgemeiner Gewalt herrscht, welche für den Beschwerdeführer bei seiner Rückkehr zu einer konkreten Gefäh r- dung führen könnte, dass zudem im Fall des gemäss Aktenlage gesunden und jungen B e- schwerdeführers von einem bes tehenden Beziehungsnetz und der Mö g- lichkeit, sich seinen Lebensunterhalt selber verdienen zu können, ausz u- gehen ist, was ebenfalls für die Zumutbarkeit des Wegweisungsvollzugs spricht, dass folglich weder die allgemeine Lage im Heimat - bzw. Herkunftsstaat des Beschwerdeführers noch individuelle Gründe auf eine konkrete G e- fährdung im Falle einer Rückkehr schliessen lassen, weshalb der Vollzug der Wegweisung vorliegend zumutbar ist, dass der Vollzug der Wegw eisung des Beschwerdeführers in den He i- matstaat schliesslich möglich ist, da keine Vollzugshindernisse bestehen (Art. 83 Abs. 2 AuG), und es dem Beschwerdeführer obliegt, bei der B e- schaffung gültiger Reisepapiere mitzuwirken (vgl. Art. 8 Abs. 4 AsylG und dazu auch BVGE 2008/34 E. 12 S. 513 – 515), dass nach dem Gesagten der vom BFM verfügte Vollzug der Wegwe i- sung zu bestätigen ist, dass es dem Beschwerdeführer demnach nicht gelungen ist darzutun, inwiefern die angefochtene Verfügung Bundesrecht verletzt, den recht s- erheblichen Sachverhalt unrichtig oder unvollständig feststellt oder una n- gemessen ist (Art. 106 AsylG), weshalb die Beschwerde abzuweisen ist, soweit darauf einzutreten ist, dass das Gesuch um Gewährung der vollumfänglichen unentgeltlichen Rechtspflege im Sinne von Art. 65 Abs. 1 und 2 VwVG abzuweisen ist, da sich die Beschwerde nach dem Gesagten als aussichtslos erwies, dass bei diesem Ausgang des Verfahrens die Kosten von Fr. 600.- (Art. 1 – 3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]) dem Beschwerdeführer aufzuerlegen sind (Art. 63 Abs. 1 VwVG), D-1058/2013 Seite 12 dass das Gesuch um Verzicht auf die Erhebung eines Kostenvorschu s- ses angesichts des direkten Entscheids in der Hauptsache gegenstand s- los geworden ist. (Dispositiv nächste Seite) D-1058/2013 Seite 13 Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird. 2. Das Gesuch um Gewährung der vollständigen unentgeltlichen Recht s- pflege nach Art. 65 Abs. 1 und 2 VwVG wird abgewiesen. 3. Die Verfahrenskosten von Fr. 600.- werden dem Beschwerdeführer aufer- legt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zu Gunsten der Gerichtskasse zu überweisen. 4. Dieses Urteil geht an den Beschwerdeführer, das BFM und die zuständ i- ge kantonale Behörde. Der Einzelrichter: Die Gerichtsschreiberin: Hans Schürch Eva Zürcher Versand: