A bteilung V E -5546/2007 hub/jap {T 0/2} U rteil vom 23. A ugust 2007 M itw irkung: R ichter Bruno H uber, François Badoud, R ichterin R egula Schenker Senn G erichtsschreiber Peter Jaggi X._______, geboren _______, N igeria, _______, Beschw erdeführer gegen B undesam t für M igration (B FM ), Q uellenw eg 6, 3003 Bern, Vorinstanz betreffend Verfügung vom 16. A ugust 2007 i.S. N ichteintreten auf A sylgesuch und W egw ei- sung / N _______ B u n d e s v e rw a ltu n g s g e ric h t T rib u n a l a d m in is tra tif fé d é ra l T rib u n a le a m m in is tra tiv o fe d e ra le T rib u n a l a d m in is tra tiv fe d e ra l2 D as B undesverw altungsgericht stellt fest, dass der Beschw erdeführer, eigenen Angaben zufolge nigerianischer Staatsbürger und Angehöriger der Igbo sow ie der katholischen G laubensgem einschaft, ein erstes M al am 29. M ai 2005 in der Schw eiz um Asyl nachsuchte, das BFM m it Verfügung vom 16. N o- vem ber 2005 das Asylgesuch ablehnte und die W egw eisung sow ie deren Vollzug anord- nete, dass er zur Begründung des Asylgesuchs im W esentlichen geltend m achte, er habe als W aisenkind in der G em einde A._______ gelebt, deren Bew ohner von ihm verlangt hätten, die früher von seinem verstorbenen Vater ausgeübte Funktion des traditionellen D orfpriesters zu übernehm en, dass er ausgereist sei, nachdem er sich gew eigert habe, diesem Ersuchen nachzukom - m en und in der Folge von D orfbew ohnern bedroht w orden sei, dass die dam als zuständige Schw eizerischen Asylrekurskom m ission (AR K) m it U rteil vom 24. Januar 2006 auf eine gegen diese Verfügung erhobene Beschw erde infolge N ichtbezahlens des Kostenvorschusses nicht eintrat, dass der Beschw erdeführer am 12. Januar 2007 vom M igrationsdienst des Kantons Bern w egen W iderhandlungen gegen das Betäubungsm ittelgesetz und Störung der öf- fentlichen Sicherheit und O rdnung aus dem Kanton Bern ausgegrenzt w urde, dass er gem äss einer M itteilung des D epartem ents für Finanzen, Institutionen und Si- cherheit des Kantons W allis vom 27. Februar 2007 seit dem 19. Janaur 2007 unbekann- ten Aufenthalts w ar, dass der Beschw erdeführer am 22. Juli 2007 ein zw eites M al um Asyl nachsuchte und anlässlich der G ew ährung des rechtlichen G ehörs am 2. August 2007 im B._______ im W esentlichen ausführte, er sei nach dem rechtskräftig abgeschlossenen ersten Asylverfahren nicht nach N igeria zurückgekehrt, sondern habe sich bei seiner Freundin in der Schw eiz aufgehalten, dass er sich im C ._______ gem eldet habe, nachdem es zu Streitigkeiten m it seiner Freundin gekom m en, und er von ihr aus der W ohnung verbannt w orden sei, dass er zur Begründung des zw eiten Asylgesuchs auf seine Vorbringen im ersten Asyl- verfahren verw ies und auf entsprechende Frage antw ortete, er habe keine w eiteren Asylgründe geltend zu m achen, dass das BFM m it am selben Tag eröffneter Verfügung vom 16. August 2007 gestützt auf Art. 32 Abs. 2 Bst. e des Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 (AsylG , SR 142.31) auf das Asylgesuch des Beschw erdeführers nicht eintrat und die W egw eisung aus der Schw eiz sow ie deren Vollzug anordnete, dass das Bundesam t die Ausreisefrist auf den Tag nach Eintritt der R echtskraft der Ver- fügung festsetzte, dass es zur Begründung im W esentlichen ausführte, das am 29. M ai 2005 eingeleitete Asylverfahren sei seit dem 24. Januar 2006 rechtskräftig abgeschlossen,3 dass der Beschw erdeführer anlässlich der im R ahm en des rechtlichen G ehörs erfolgten m ündlichen Anhörung vom 2. August 2007 ausgeführt habe, er sei nach Abschluss des ersten Asylverfahrens nicht in sein H eim atland zurückgekehrt, und er m ache keine zu- sätzlichen Asylgründe zu denjenigen geltend, die er zur Begründung des ersten Asylge- suchs vorgebracht habe, dass für diese Asylgründe auf die Erw ägungen in der Verfügung vom 16. N ovem ber 2005 verw iesen w erden könne, dass sich aus den Akten auch keine H inw eise auf nach dem Abschluss des ersten Asyl- verfahrens eingetretene Ereignisse ergäben, die geeignet seien, die Flüchtlingseigen- schaft zu begründen, oder die für die G ew ährung vorübergehenden Schutzes relevant seien, dass der Beschw erdeführer m it Eingabe vom 20. August 2007 (Poststem pel) gegen die- sen Entscheid Beschw erde erhob, dass er sinngem äss die Aufhebung der angefochtenen Verfügung und die R ückw eisung der Sache an das BFM zur m ateriellen Prüfung des Asylgesuchs beantragt, dass er in prozessualer H insicht sinngem äss um G ew ährung der aufschiebenden W ir- kung der Beschw erde ersucht, dass auf die Begründung der R echtsbegehren, sow eit entscheidw esentlich, in den nach- folgenden Erw ägungen eingegangen w ird, dass die vollständigen vorinstanzlichen Akten am 21. August 2007 beim Bundesverw al- tungsgericht eintrafen (Art. 109 Abs. 2 AsylG ), und zieht in Erw ägung, dass das Bundesverw altungsgericht endgültig über Beschw erden gegen Verfügungen (Art. 5 des Verw altungsverfahrensgesetzes vom 20. D ezem ber 1968 [Vw VG , SR 172.021]) des BFM entscheidet (Art. 105 AsylG i.V.m . Art. 31 - 34 des Verw altungs- gerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [VG G , SR 173.32]; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des Bun- desgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BG G , SR 173.110]), dass der Beschw erdeführer durch die angefochtene Verfügung berührt ist, ein schutz- w ürdiges Interesse an deren Aufhebung beziehungsw eise Änderung hat und daher zur Einreichung der Beschw erde legitim iert ist (Art. 6 AsylG i.V.m . Art. 48 Abs. 1 Vw VG ), dass som it auf seine frist- und form gerecht eingereichte Beschw erde einzutreten ist (Art. 108a sow ie Art. 6 AsylG i.V.m . Art. 52 ff. Vw VG ), dass m it Beschw erde die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige oder unvollständi- ge Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts und die U nangem essenheit gerügt w erden kann (Art. 106 Abs. 1 AsylG ), dass die Beurteilung von Beschw erden gegen N ichteintretensentscheide praxisgem äss auf die Ü berprüfung der Frage beschränkt ist, ob die Vorinstanz zu R echt auf das Asyl- gesuch nicht eingetreten ist,4 dass die Beurteilungszuständigkeit der Beschw erdeinstanz som it darauf beschränkt ist, bei Begründetheit des R echtsm ittels die angefochtene Verfügung aufzuheben und die Sache zu neuer Entscheidung an die Vorinstanz zurückgehen zu lassen (vgl. Entschei- dungen und M itteilungen der Schw eizerischen Asylrekurskom m ission / [EM AR K] 2004 N r. 34 E. 2.1. S. 240 f.), dass die Vorinstanz dem gegenüber die Frage der W egw eisung sow ie deren Vollzugs m ateriell geprüft hat, w eshalb dem Bundesverw altungsgericht diesbezüglich volle Kog- nition zukom m t, dass die vorliegende Beschw erde - w ie sich aus den nachstehenden Erw ägungen ergibt - offensichtlich unbegründet ist, w eshalb auf einen Schriftenw echsel verzichtet w erden kann und der Beschw erdeentscheid lediglich sum m arisch zu begründen ist (Art. 111 Abs. 1 und 3 AsylG ; vereinfachtes Verfahren), dass auf ein Asylgesuch nicht eingetreten w ird, w enn Asylsuchende in der Schw eiz be- reits ein Asylverfahren erfolglos durchlaufen oder ihr G esuch zurückgezogen haben oder w ährend des hängigen Asylverfahrens in den H eim at- oder H erkunftsstaat zurück- gekehrt sind, dass diese Bestim m ung keine Anw endung findet, w enn die Anhörung H inw eise ergibt, dass in der Zw ischenzeit Ereignisse eingetreten sind, die geeignet sind, die Flüchtlings- eigenschaft zu begründen oder die für die G ew ährung vorübergehenden Schutzes rele- vant sind (Art. 32 Abs. 2 Bst. e AsylG ), dass unbestritten ist, dass der Beschw erdeführer in der Schw eiz bereits ein Asylverfah- ren erfolglos durchlaufen hat, dass die Anw endung von Art. 32 Abs. 2 Bst. e AsylG eine sum m arische m aterielle Prü- fung der G laubw ürdigkeit der gesuchstellenden Person voraussetzt, aus der sich das of- fensichtliche Fehlen von H inw eisen auf die Erfüllung der Flüchtlingseigenschaft bezie- hungsw eise der Voraussetzungen für die G ew ährung vorübergehenden Schutzes ergibt (vgl. EM AR K 2000 N r. 14 S. 102 ff.), dass im R ahm en von Art. 32 Abs. 2 Bst. e AsylG lediglich - w ie vom BFM korrekt vorge- nom m en - eine sum m arische m aterielle G laubhaftigkeitsprüfung der Verfolgungsvorbrin- gen vorzunehm en ist, dass die Ausführungen in der Beschw erde nicht geeignet sind, an den Erw ägungen in der vorinstanzlichen Verfügung, w elche sich als zutreffend erw eisen und auf w elche zu verw eisen ist, etw as zu ändern, dass sich diese im W esentlichen in einer W iederholung und Bekräftigung der Authentizi- tät der m ündlichen Vorbringen zur Begründung des Asylgesuchs erschöpfen, ohne in substanziierter und detaillierter W eise zu den Erw ägungen des BFM in der angefochte- nen Verfügung Stellung zu nehm en, dass zudem das Vorbringen in der R echtsm itteleingabe, er sei von der m uslim ischen M ehrheit in der G em einde A._______ w egen seines christlichen G laubens bedroht w orden, im W iderspruch zu den von der Vorinstanz als nicht glaubhaft erachteten m ündlichen Vorbringen zur Begründung des ersten Asylgesuchs steht, dass der Beschw erdeführer m ithin keine H inw eise darzulegen verm ag, dass seit dem rechtskräftigen Abschluss seines ersten Asylverfahrens Ereignisse eingetreten sind, die 5 geeignet sind, die Flüchtlingseigenschaft zu begründen, oder die für die G ew ährung vor- übergehenden Schutzes relevant sind, dass dem nach das BFM zu R echt gestützt auf Art. 32 Abs. 2 Bst. e AsylG auf das zw ei- te Asylgesuch des Beschw erdeführers nicht eingetreten ist, dass das N ichteintreten auf ein Asylgesuch in der R egel die W egw eisung aus der Schw eiz zur Folge hat, vorliegend der Beschw erdeführer w eder eine Aufenthaltsbew illi- gung besitzt noch einen Anspruch auf Erteilung einer solchen hat, w eshalb die verfügte W egw eisung im Einklang m it den gesetzlichen Bestim m ungen steht und zu bestätigen ist (Art. 44 Abs. 1 AsylG , Art. 32 Bst. a der Asylverordnung 1 über Verfahrensfragen vom 11. August 1999 [AsylV 1, SR 142.311]; vgl. EM AR K 2001 N r. 21), dass zu prüfen bleibt, ob es G ründe gibt, die dem Vollzug der W egw eisung entgegen- stehen, da im Fall eines unzulässigen, unzum utbaren oder unm öglichen Vollzugs das Anw esenheitsverhältnis nach den Bestim m ungen des Bundesgesetzes über Aufenthalt und N iederlassung der Ausländer vom 26. M ärz 1931 (AN AG , SR 142.20) über die vor- läufige Aufnahm e zu regeln ist (Art. 44 Abs. 2 AsylG ), dass der Vollzug der W egw eisung in Beachtung der m assgeblichen völker- und landes- rechtlichen Bestim m ungen zulässig ist, w eil keine H inw eise auf Verfolgung vorliegen und keine Anhaltspunkte für eine m enschenrechtsw idrige Behandlung ersichtlich sind, die dem Beschw erdeführer in seinem H eim at- oder H erkunftsstaat droht (Art. 14a Abs. 3 AN AG ), dass w eder die im H eim at- oder H erkunftsstaat herrschende politische Situation noch andere G ründe gegen die Zum utbarkeit des W egw eisungsvollzugs dorthin sprechen, dass den Akten zudem keine Anhaltspunkte zu entnehm en sind, w onach der Vollzug der W egw eisung für den Beschw erdeführer aus individuellen G ründen unzum utbar w äre, zum al aufgrund der Akten davon auszugehen ist, dass er in seinem H eim atstaat über ein verw andtschaftliches Beziehungsnetz verfügt, dass unter den gegebenen U m ständen nicht davon auszugehen ist, er gerate bei einer R ückkehr in eine existenzbedrohende Situation, die als konkrete G efährdung im Sinne der zu beachtenden Bestim m ungen zu w erten w äre (Art. 14a Abs. 4 AN AG ), dass der Vollzug der W egw eisung grundsätzlich m öglich (Art. 14a Abs. 2 AN AG ) er- scheint, da es Pflicht des Beschw erdeführers ist, sich um die Beschaffung der für die R ückkehr notw endigen R eisepapiere zu bem ühen (Art. 8 Abs. 4 AsylG ), dass es dem Beschw erdeführer dem nach nicht gelungen ist, darzutun, inw iefern die an- gefochtene Verfügung Bundesrecht verletze, den rechtserheblichen Sachverhalt unrich- tig oder unvollständig feststelle oder unangem essen sei (Art. 106 AsylG ), w eshalb die Beschw erde im vereinfachten Verfahren abzuw eisen ist, dass bei diesem Ausgang des Verfahrens die auf einen Betrag von Fr. 600.-- zu bestim - m enden Kosten (Art. 2 und 3 des R eglem ents über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverw altungsgericht vom 11. D ezem ber 2006 [VG KE, SR 173.320.2]) dem Be- schw erdeführer aufzuerlegen sind (Art. 63 Abs. 1 Vw VG ).6 D em nach erkennt das B undesverw altungsgericht: 1. D ie Beschw erde w ird abgew iesen. 2. D ie Verfahrenskosten, bestim m t auf Fr. 600.--, w erden dem Beschw erdeführer auf- erlegt. D ieser Betrag ist innert 30 Tagen zu G unsten der G erichtskasse zu über- w eisen. 3. D ieses U rteil geht an: - den Beschw erdeführer durch Verm ittlung des BFM , B._______ (eingeschrieben; Beilagen: Em pfangsbestätigung und Einzahlungsschein) - die Vorinstanz, B._______ (R ef.-N r. N _______; Kopie, vorab per Telefax), m it der Bitte, dieses U rteil dem Beschw erdeführer gegen beigelegte Em pfangsbestätigung auszuhändigen und die Em pfangsbestätigung an das Bundesverw altungsgericht zu retournieren D er vorsitzende R ichter: D er G erichtsschreiber: Bruno H uber Peter Jaggi Versand am :