<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2006.00248</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=206269&amp;W10_KEY=13013559&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2006.00248</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 22.11.2006</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">4. Abteilung/4. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Ãbriges Verwaltungsrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Ausschluss vom Studium (wegen fehlender Eignung zum Lehrberuf)</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Ausschluss vom Studium (Lehrberuf) / Gehörsverletzung [Der Beschwerdeführer wurde wegen mangelnder Eignung zum Lehrberuf vom Studium an der PHZH ausgeschlossen.] Kognition des Verwaltungsgerichts und der Vorinstanz (E. 2). Das Vorliegen einer Verletzung des rechtlichen Gehörs ist vorab zu klären, da dieser Anspruch formeller Natur ist: Bei einer Gehörsverletzung ist der betreffende Entscheid grundsätzlich unabhängig von der materiellen Richtigkeit aufzuheben. Zum Umfang des Gehörsanspruchs. Bei Examensbewertungen besteht vor Festsetzung des Prüfungsergebnisses in der Regel kein Anspruch auf Anhörung oder Akteneinsicht; dies gilt insbesondere bei Massenverfahren. Die vorliegende Streitigkeit betrifft jedoch ein individualisiertes Verfahren. Nach dem massgeblichen Reglement ist zudem den Studierenden rechtliches Gehör zu gewähren, bevor dem Schulrat Antrag auf Wegweisung vom Studium gestellt wird. Überdies steht bei einem Ausschluss vom Studium eine sehr grosse Beeinträchtigung der Interessen auf dem Spiel. An die Gewährung des rechtlichen Gehörs sind deshalb hohe Anforderungen zu stellen (E. 3). Die Beschwerdegegnerin ist ihrer Pflicht zur Gewährung des rechtlichen Gehörs nur ungenügend nachgekommen. Von einem Dokument, das im erstinstanzlichen Entscheid als eine der beiden Grundlagen aufgeführt wird, hat der Beschwerdeführer bis heute keine Kenntnis. Dabei handelt es sich nicht um ein internes Dokument. Die Vorinstanz verneinte zu Unrecht eine Verletzung des rechtlichen Gehörs (E. 4). Der vorinstanzliche Entscheid ist aufzuheben. Sprungrückweisung (E. 5). Ausführungen im Hinblick auf kommende Verfahren (E. 6). Kosten- und Entschädigungsfolgen; Gutheissung des Gesuchs um unentgeltliche Rechtsverbeiständung (E. 7). Gutheissung</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: AKTENEINSICHT">AKTENEINSICHT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ANHÃRUNGSRECHT">ANHÃRUNGSRECHT</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: AUSSCHLUSS">AUSSCHLUSS</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: EIGNUNG">EIGNUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: EXAMENSENTSCHEID">EXAMENSENTSCHEID</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: FORMELLE NATUR">FORMELLE NATUR</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: GEHÃRSANSPRUCH">GEHÃRSANSPRUCH</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: GEHÃRSVERLETZUNG">GEHÃRSVERLETZUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: GEHÃRSVERWEIGERUNG">GEHÃRSVERWEIGERUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: HEILUNG">HEILUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: KOGNITIONSBESCHRÃNKUNG">KOGNITIONSBESCHRÃNKUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: PRÃFUNGSBEFUGNIS">PRÃFUNGSBEFUGNIS</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: PRÃFUNGSERGEBNIS">PRÃFUNGSERGEBNIS</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: RÃCKWEISUNG">RÃCKWEISUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: SPRUNGRÃCKWEISUNG">SPRUNGRÃCKWEISUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: Urteile: Staats- und Verfassungsrecht UR: Artikel 8, 9, 29 ff BV ST: ÃBRIGES ZU ART. 8,9,29 FF. BV">ÃBRIGES ZU ART. 8,9,29 FF. BV</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: UNENTGELTLICHE RECHTSPFLEGE (UP/URB)">UNENTGELTLICHE RECHTSPFLEGE (UP/URB)</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="gerade">Art. 29 Abs. 2 BV</span><br/><span class="ungerade">Art. 9 EigR [PHZ]</span><br/><span class="gerade">Art. 11 EigR [PHZ]</span><br/><span class="ungerade">Art. 8 GPHZ</span><br/><span class="gerade">Art. 9 GPHZ</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 3 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Zwischentitel"> </p> <p class="Sachverhalt1"><b>I. </b> </p> <p class="Sachverhalt2">A absolvierte an der PÃ¤dagogischen Hochschule ZÃ¼rich (PHZH) das Basis­studium im Rahmen der Ausbildung zum Sekundarlehrer (Sekundarstufe I). Er bestand wÃ¤hrend des Diplomstudiums das Praktikum 3 zweimal nicht. Wegen fehlender Eignung zum Lehrberuf wurde A mit VerfÃ¼gung des Schulrates der PHZH vom 2. Dezember 2005 vom Studium ausgeschlossen.</p> <p class="Sachverhalt1"><b>II. </b> </p> <p class="Sachverhalt2">Dagegen rekurrierte A am 30. Dezember 2005. Die Rekurskommission der ZÃ¼rcher Hochschulen wies das Rechtsmittel mit Zirkularbeschluss vom 29. MÃ¤rz 2006 ab.</p> <p class="Sachverhalt1"><b>III. </b> </p> <p class="Sachverhalt2">Mit Beschwerde vom 2. Juni 2006 liess A vor Verwaltungsgericht folgende AntrÃ¤ge stellen:</p> <p class="Urteilstext"> " 1. Der Zirkulationsbeschluss der Beschwerdegegnerin 1 vom 29. MÃ¤rz 2006 sei aufzuheben, eventuell sei das Verfahren im Sinne der ErwÃ¤gungen an die Vorinstanz zurÃ¼ckzuweisen.</p> <p class="Urteilstext"> 2. Es sei ein zweiter Schriftenwechsel durchzufÃ¼hren.</p> <p class="Urteilstext"> 3. Eine allfÃ¤llige Beschwerdeantwort der Beschwerdegegnerinnen sei dem BeschwerdefÃ¼hrer zur Stellungnahme, eventuell zur Kenntnisnahme zu Ã¼bermitteln.</p> <p class="Urteilstext"> 4. Dem BeschwerdefÃ¼hrer sei die unentgeltliche ProzessfÃ¼hrung zu gewÃ¤hren; es sei ihm in der Person des Unterzeichneten ein unentgeltlicher Rechtsvertreter zu bestellen.</p> <p class="Urteilstext"> unter ausgangsgemÃ¤sser Kosten- und EntschÃ¤digungsfolge</p> <p class="Urteilstext"> (BeweisantrÃ¤ge s. BegrÃ¼ndung)"</p> <p class="Urteilstext">Die PHZH beantragte in ihrer Beschwerdeantwort Abweisung der Beschwerde. Auch die Rekurskommission der ZÃ¼rcher Hochschulen schloss in ihrer Vernehmlassung auf Abweisung des Rechtsmittels.</p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die Kammer</span><span> zieht in ErwÃ¤gung:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Erwgung1"><b>1. </b> </p> <p class="Erwgung2">Entscheide der Rekurskommission der ZÃ¼rcher Hochschulen sind nach Massgabe des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 (VRG) an das Verwaltungsgericht weiterziehbar. Der vorinstanzliche Entscheid betrifft den Ausschluss vom (Sekundarlehrer-)<br/> Studium wegen fehlender Eignung zum Lehrberuf. Diese Materie ist im Negativkatalog von § 43 VRG nicht enthalten, weshalb sich die vorliegende Beschwerde an das Verwaltungsgericht als zulÃ¤ssig erweist.</p> <p class="Urteilstext">Da auch die Ã¼brigen Prozessvoraussetzungen erfÃ¼llt sind, ist auf die Beschwerde ein­zutreten.</p> <p class="Erwgung1"><b>2. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>2.1 </b>Nach § 50 VRG ist die RÃ¼ge der Unangemessenheit im Beschwerdeverfahren â mit den in § 50 Abs. 3 VRG erwÃ¤hnten und hier nicht relevanten Ausnahmen â grundsÃ¤tzlich ausgeschlossen. Als Rechtsverletzung im Sinne von § 50 Abs. 2 VRG gelten unter anderem Ermessensmissbrauch und ErmessensÃ¼berschreitung (lit. c). Die bloss unzweckmÃ¤ssige ErmessensausÃ¼bung kann beim Verwaltungsgericht nicht gerÃ¼gt werden. Ermessens­Ã¼ber­schreitung liegt vor, wenn die rechtsanwendende BehÃ¶rde Ermessen Ã¼bt, ohne dass ihr nach dem Gesetz solches zukommt. Ermessensmissbrauch ist ein qualifizierter Ermessensfehler, der als Rechtsverletzung gilt (Alfred KÃ¶lz/JÃ¼rg Bosshart/Martin RÃ¶hl, Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons ZÃ¼rich, 2. A., ZÃ¼rich 1999, § 50 N. 70, 78 und 80).</p> <p class="Erwgung2"><b>2.2 </b>Nach § 5 Abs. 2 der Verordnung Ã¼ber Organisation und Verfahren der Rekurskommission der ZÃ¼rcher Hochschulen vom 19. Oktober 1998 (LS 415.111.7) kÃ¶nnen VerfÃ¼gungen Ã¼ber das Ergebnis von PrÃ¼fungen und Promotionen nur auf Rechtsverletzungen und Ver­letzungen von Verfahrensvorschriften Ã¼berprÃ¼ft werden; die RÃ¼ge der Unangemessenheit ist bereits im erstinstanzlichen Rekursverfahren ausgeschlossen. Die Verletzung von Verfahrensvorschriften wird frei Ã¼berprÃ¼ft. Die Kognition der Rekurskommission entspricht damit derjenigen des Verwaltungsgerichts im Beschwerdeverfahren (vgl. § 50 VRG).</p> <p class="Erwgung3">In der Rechtsprechung ist zwar anerkannt, dass die RechtsmittelbehÃ¶rde ihre Kognition ohne Verstoss gegen Art. 29 Abs. 2 der Bundesverfassung vom 18. April 1999 (BV) einschrÃ¤nken kann, soweit die Natur der Streit­sache einer unbeschrÃ¤nkten NachprÃ¼fung des angefochtenen Entscheids entgegensteht. Dies gilt namentlich bei der ÃberprÃ¼fung von Examensleistungen. Allerdings bedeutet dies nur, dass die entscheidende BehÃ¶rde sich ZurÃ¼ckhaltung bei der AusÃ¼bung einer an sich freien Kognition auferlegen kann. Die Kognition der Rekursinstanz in PrÃ¼fungssachen ist jedoch nicht mit der WillkÃ¼rkognition des Bundesgerichts im Verfahren der staatsrechtlichen Beschwerde zu verwechseln (vgl. dazu grundlegend VGr, 30. August 2004, VB.2004.00213, E. 3.1.3 f., www.vgrzh.ch; Martin Aubert, Bildungsrechtliche Leistungsbeurteilungen im Verwaltungsprozess, Bern etc. 1997, S. 138 f.). Es ist indes zulÃ¤ssig, wenn die RechtsmittelbehÃ¶rde angesichts des weiten Ermessensspielraums der PrÃ¼fungsbehÃ¶rde erst einschreitet, wenn die PrÃ¼fungsbewertung nicht nachvollziehbar ist, offensichtliche MÃ¤ngel aufweist oder auf sachfremden Kriterien beruht (vgl. VGr, 1. Dezember 2004, VB.2004.00377, E. 3.1, www.vgrzh.ch; Aubert, S. 114 ff.).</p> <p class="Erwgung1"><b>3. </b> </p> <p class="Erwgung2">Der BeschwerdefÃ¼hrer rÃ¼gt unter anderem die Verletzung des rechtlichen GehÃ¶rs: Ins­besondere seien die Akten unvollstÃ¤ndig gewesen und sei ihm das rechtliche GehÃ¶r vor der Antragstellung des Prorektorats Ausbildung an den Schulrat nicht gewÃ¤hrt worden.</p> <p class="Erwgung2"><b>3.1 </b>Der Anspruch auf rechtliches GehÃ¶r (Art. 29 Abs. 2 BV) ist formeller Natur. Ist er verletzt, wird der Entscheid grundsÃ¤tzlich unabhÃ¤ngig davon aufgehoben, ob dieser materiell richtig ist oder nicht (BGE 127 V 431 E. 3d/aa, 126 V 130 E. 2b S. 132; VGr, 16. Oktober 2003, VB.2003.00093, E. 2 am Anfang, www.vgrzh.ch). Die RÃ¼ge der GehÃ¶rsverletzung ist deshalb vorweg zu prÃ¼fen (BGE 124 V 389 E. 1, 117 Ia 5 E. 1a; VGr, 12. August 2005, VB.2005.00271, E. 2.1, www.vgrzh.ch).</p> <p class="Erwgung2"><b>3.2 </b>Art. 29 Abs. 2 BV anerkennt den Anspruch auf rechtliches GehÃ¶r als selbstÃ¤ndiges Grundrecht, das Geltung fÃ¼r alle Rechtsanwendungsorgane im Bund und in den Kantonen hat. FÃ¼r die kantonalen BehÃ¶rden gelten neben den Mindestgarantien, die sich aus Art. 29 Abs. 2 BV und der langjÃ¤hrigen Bundesgerichtspraxis ergeben, zusÃ¤tzlich die im kan­tonalen Recht vorgesehenen Verfahrensvorschriften (Ulrich HÃ¤felin/Georg MÃ¼ller/Felix Uhlmann, Allgemeines Verwaltungsrecht, 5. A., ZÃ¼rich etc. 2006, N. 1674, 1676, mit Hinweisen). Im Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons ZÃ¼rich findet der Grundsatz des rechtlichen GehÃ¶rs nicht ausdrÃ¼cklich ErwÃ¤hnung. Der Gesetzgeber wollte diesen Grundsatz nur im Rahmen des Bundesrechts gewÃ¤hrleisten (vgl. dazu KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 8 N. 1).</p> <p class="Urteilstext">Der Anspruch auf rechtliches GehÃ¶r im Sinne von Art. 29 Abs. 2 BV ist das Recht der Privaten, in einem von einer Verwaltungs- oder JustizbehÃ¶rde gefÃ¼hrten Verfahren mit ihrem Begehren angehÃ¶rt zu werden, Einblick in die Akten zu erhalten und zu den fÃ¼r die Entscheidung wesentlichen Punkten Stellung nehmen zu kÃ¶nnen (HÃ¤felin/MÃ¼ller/Uhlmann, N. 1672). Der Umfang des Anspruchs auf rechtliches GehÃ¶r hÃ¤ngt grundsÃ¤tzlich von der IntensitÃ¤t der Betroffenheit durch die VerfÃ¼gung ab. Je grÃ¶sser die Gefahr einer BeeintrÃ¤chtigung schutzwÃ¼rdiger Interessen ist und je bedeutsamer diese sind, desto umfassender ist das rechtliche GehÃ¶r zu gewÃ¤hren (HÃ¤felin/MÃ¼ller/Uhlmann, N. 1677). Das recht­liche GehÃ¶r dient einerseits der SachaufklÃ¤rung, stellt andererseits aber ein persÃ¶nlichkeits­bezogenes Mitwirkungsrecht beim Erlass eines Entscheides dar, der in die Rechtsstellung des Einzelnen eingreift (vgl. statt vieler BGE 121 V 150 E. 4a).</p> <p class="Urteilstext">Das aus dem GehÃ¶rsanspruch fliessende Akteneinsichtsrecht erstreckt sich auf alle fÃ¼r den Entscheid wesentlichen Akten, wobei nur auf die objektive Bedeutung eines SchriftstÃ¼cks fÃ¼r die entscheidwesentliche Sachverhaltsfeststellung abzustellen ist. Es handelt sich dabei um die der entscheidenden BehÃ¶rde tatsÃ¤chlich zur VerfÃ¼gung stehenden Akten. Die Wahrnehmung des Akteneinsichtsrechts setzt voraus, dass die Akten vollstÃ¤ndig sind. Verwaltungsinterne Akten sind vom Akteneinsichtsrecht ausgenommen. Als solche sind Unter­lagen zu bezeichnen, die ausschliesslich der verwaltungsinternen Meinungsbildung dienen und nur fÃ¼r den behÃ¶rdeninternen Gebrauch bestimmt sind (KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 8 N. 66 f.; BGr, 9. Juni 2006, 2P.44/2006, E. 3.2 f., www.bger.ch; vgl. auch Herbert Plotke, Schweizerisches Schulrecht, 2. A., Bern 2003, S. 692).</p> <p class="Erwgung2"><b>3.3 </b>Stehen Examensbewertungen in Frage, besteht vor Festsetzung des PrÃ¼fungsergebnisses gestÃ¼tzt auf Art. 29 Abs. 2 BV in der Regel kein Anspruch auf AnhÃ¶rung oder Akteneinsicht. Die Examinanden liefern mit ihrer Arbeit oder der PrÃ¼fung alle fÃ¼r den Entscheid notwendigen Grundlagen. Dies gilt insbesondere in FÃ¤llen der Massenverwaltung. Eine Schule darf generell im Sinn einer Erleichterung und Rationalisierung auf die vorgÃ¤ngige AnhÃ¶rung verzichten, wenn sie gleichzeitig eine grÃ¶ssere Zahl von FÃ¤llen in einem weitgehend schematisierten Procedere zu beurteilen hat. Der Anspruch auf AnhÃ¶rung bleibt jedoch bestehen, wenn FÃ¤lle zur Diskussion stehen, die in einem individuellen Verfahren ablaufen (Plotke, S. 686 f.; BGE 121 I 225 E. 2b; <span>Michele Albertini, Der verfassungs­mÃ¤ssige Anspruch auf rechtliches GehÃ¶r im Verwaltungsverfahren des modernen Staates, Bern 2000, S. 244, 247 und 302; </span>Aubert, S. 146).</p> <p class="Erwgung2"><b>3.4 </b>Bei der vorliegenden Streitigkeit geht es um den Ausschluss vom Studium zum Sekundarlehrer aufgrund mangelnder Eignung zum Lehrberuf. Dabei handelt es sich um ein individuelles Verfahren. Zudem stellt die erweiterte EignungsprÃ¼fung nach Abschluss des Basisstudiums nicht die Regel dar (zur ZulÃ¤ssigkeit dieser Regelung vgl. nachstehend 6.1). Ãberdies ist im massgebenden Reglement ausdrÃ¼cklich vorgesehen, dass das Prorektorat Ausbildung den Studierenden rechtliches GehÃ¶r gewÃ¤hrt, bevor dem Schulrat Antrag auf Wegweisung vom Studium gestellt wird (§ 9 des Reglements zur EignungsabklÃ¤rung an der PÃ¤dagogischen Hochschule ZÃ¼rich vom 15. April 2005 [EigR, LS 414.412.1]). Auch ist zu berÃ¼cksichtigen, dass der Ausschluss von der Sekundarlehrer-Ausbildung auf Diplomstufe fÃ¼r die Betroffenen eine sehr grosse BeeintrÃ¤chtigung ihrer Interessen zur Folge hat (vgl. dazu Albertini, S. 406 und 418). </p> <p class="Erwgung2"><b>3.5 </b>Zusammenfassend sind vorliegend hohe Anforderungen an die GewÃ¤hrung des recht­lichen GehÃ¶rs zu stellen.</p> <p class="Erwgung1"><b>4. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>4.1 </b>Bevor der BeschwerdefÃ¼hrer mit Entscheid vom 2. Dezember 2005 vom Studium ausgeschlossen wurde, hatte er verschiedentlich Gelegenheit zur schriftlichen Stellungnahme. Am 3. Oktober 2005 fand ein GesprÃ¤ch statt zwischen dem BeschwerdefÃ¼hrer und der Leiterin Ressort EignungsabklÃ¤rung, der Gutachterin sowie dem Mentor. Darin wurde dem BeschwerdefÃ¼hrer mitgeteilt, die Kommission Eignungs­abklÃ¤rung komme zum Schluss, es liege eine negative Eignung fÃ¼r den Lehrberuf vor. â Im Entscheid vom 2. Dezember 2005 wird in lit. A ausgefÃ¼hrt: </p> <p class="Erwgung2">"GemÃ¤ss Bericht vom 15. November 2005 'Sichtung und Beurteilung der Befunde der erweiterten EignungsabklÃ¤rung' kommt die Kommission EignungsabklÃ¤rung zum Schluss, dass die Berufseignung von A negativ beurteilt werden muss (Beilage 15). Sie stellt daher dem Prorektorat Ausbildung, zuhanden der Schulleitung und des Schulrats der PÃ¤dagogischen Hochschule ZÃ¼rich mit Schreiben vom 15. November 2005 den Antrag, dass der Student vom weiteren Studium an der PÃ¤dagogischen Hochschule ZÃ¼rich auszuschliessen sei."</p> <p class="Erwgung2">In lit. B des erstinstanzlichen Entscheids wird auf das GesprÃ¤ch vom 3. Oktober 2005 hingewiesen sowie auf die Stellungnahme des BeschwerdefÃ¼hrers vom 31. Oktober 2005 und die daraufhin erfolgte Stellungnahme der Ressortleiterin EignungsabklÃ¤rung vom 7. November 2005. Ziff. 3 der ErwÃ¤gungen erwÃ¤hnt, dass der BeschwerdefÃ¼hrer gemÃ¤ss "der schriftlich festgehaltenen Bilanzierung anlÃ¤sslich des GesprÃ¤ches vom 3. Oktober 2005" UnzulÃ¤nglichkeiten in den vereinbarten Entwicklungs­bereichen (unter Nennung der verschiedenen Bereiche) aufweise. Nach Ziff. 4 der ErwÃ¤gungen kommt die Kommission EignungsabklÃ¤rung zusammenfassend zum Schluss, dass die Eignung des BeschwerdefÃ¼hrers negativ beurteilt werden mÃ¼sse. GemÃ¤ss Ziff. I des Dispositivs wurde der BeschwerdefÃ¼hrer "per sofort" vom Studium an der PHZH aus­geschlossen. </p> <p class="Erwgung2"><b>4.2 </b>Nach den vorstehenden AusfÃ¼hrungen ist die Beschwerdegegnerin ihrer Pflicht zur GewÃ¤hrung des rechtlichen GehÃ¶rs nur ungenÃ¼gend nachgekommen: Vom Bericht "Sichtung und Beurteilung der Befunde der erweiterten EignungsabklÃ¤rung" vom 15. November 2005 hatte der BeschwerdefÃ¼hrer unbestrittenermassen weder vor noch nach dem Entscheid vom 2. Dezember 2005 Kenntnis und konnte folglich nie dazu Stellung nehmen. Das Dokument war auch nicht in der dem BeschwerdefÃ¼hrer zugestellten "Ãbersicht Ã¼ber Schritte und Beilagen der erweiterten EignungsabklÃ¤rung" vom 8. November 2005 enthalten. Entgegen der Auffassung der Beschwerdegegnerin handelte es sich bei diesem Dokument nicht um ein "internes Dokument, das keine direkte Entscheidungsgrundlage bildete". Es diente nÃ¤mlich nicht nur dem behÃ¶rdeninternen Gebrauch (vgl. oben 3.2), sondern darauf wurde im Entscheid vom 2. Dezember 2005 ausdrÃ¼cklich Bezug genommen, unter Angabe einer Beilagen-Nummer (vgl. auch Ziff. 4 der ErwÃ¤gungen). Die Ãberschrift des <br/> â auch mit der Beschwerdeantwort nicht eingereichten â Dokuments ("Sichtung und Beurteilung der Befunde der erweiterten EignungsabklÃ¤rung") lÃ¤sst zudem nicht auf eine einfache Zusammenfassung der dem BeschwerdefÃ¼hrer bekannten Dokumente schliessen, sondern auf eine eigenstÃ¤ndige Synthese des Vorangegangenen. </p> <p class="Erwgung2">Die Vorinstanz verneinte somit zu Unrecht eine Verletzung des rechtlichen GehÃ¶rs.</p> <p class="Erwgung1"><b>5. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>5.1 </b>Das Recht auf Akteneinsicht ist wie das Recht, angehÃ¶rt zu werden, formeller Natur (oben 3.1). Eine Verletzung dieses Rechts fÃ¼hrt deshalb ungeachtet der Erfolgsaussichten der Beschwerde in der Sache selbst zur Aufhebung der angefochtenen VerfÃ¼gung. Vor­behalten bleiben praxisgemÃ¤ss FÃ¤lle, in denen die Verletzung des Akteneinsichtsrechts nicht besonders schwer wiegt und dadurch geheilt wird, dass die Partei, deren rechtliches GehÃ¶r verletzt wurde, sich vor einer Instanz Ã¤ussern kann, welche sowohl die Tat- als auch die Rechtsfragen uneingeschrÃ¤nkt Ã¼berprÃ¼ft. â Von einer RÃ¼ckweisung der Sache zur GewÃ¤hrung des rechtlichen GehÃ¶rs an die Verwaltung ist im Sinne einer Heilung des Mangels selbst bei einer schwerwiegenden Verletzung des rechtlichen GehÃ¶rs dann abzusehen, wenn und soweit die RÃ¼ckweisung zu einem formalistischen Leerlauf und damit zu un­nÃ¶tigen VerzÃ¶gerungen fÃ¼hren wÃ¼rde, die mit dem (der AnhÃ¶rung gleichgestellten) Interesse der betroffenen Partei an einer befÃ¶rderlichen Beurteilung der Sache nicht zu ver­ein­baren wÃ¤ren (BGr, 14. Juli 2006, I 193/04, E. 5.1, www.bger.ch; kritisch zu verfahrensÃ¶konomischen Argumenten Benjamin Schindler, Die "formelle Natur" von Verfahrensgrundrechten, ZBl 106/2005, S. 169, 188 ff.; vgl. ferner HansjÃ¶rg Seiler, Abschied von der formellen Natur des rechtlichen GehÃ¶rs, SJZ 100/2004, S. 377, 381 ff.).</p> <p class="Erwgung2"><b>5.2 </b>Die Verweigerung der Akteneinsicht betreffend den Bericht "Sichtung und Beurteilung der Befunde der erweiterten EignungsabklÃ¤rung" vom 15. November 2005 ist als eher schwere GehÃ¶rsverletzung zu qualifizieren, da dieser Bericht im Entscheid vom 2. Dezember 2005 neben dem Protokoll der Sitzung vom 3. Oktober 2005 als Entscheidgrundlage aufgefÃ¼hrt wird und der BeschwerdefÃ¼hrer bis heute nicht davon Kenntnis hat. Eine Heilung der GehÃ¶rsverletzung war vorliegend bereits aufgrund der eingeschrÃ¤nkten Kognition der Vorinstanz nicht mÃ¶glich (oben 2.2). Somit ist der vorinstanzliche Entscheid aufzuheben.</p> <p class="Erwgung2"><b>5.3 </b>Das Verwaltungsgericht hat in der Regel reformatorische und nicht bloss kassatorische Funktion. Hat eine untere Instanz dem BeschwerdefÃ¼hrer das rechtliche GehÃ¶r verweigert, setzt ein reformatorischer Entscheid jedoch voraus, dass der Mangel als heilbar betrachtet wird, was hier â wie gesehen â nicht zutrifft. Eine RÃ¼ckweisung ist zudem geboten, da vorliegend fÃ¼r den zu treffenden Neuentscheid Ermessen auszuÃ¼ben ist (KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 64 N. 1, 4 und 5).</p> <p class="Urteilstext">Nach dem Wortlaut des § 64 Abs. 1 VRG kann das Verwaltungsgericht nur an die Vorinstanz zurÃ¼ckweisen. Ãber den Wortlaut hinaus kommt aber auch eine direkte RÃ¼ckweisung an eine untere Instanz in Betracht (sog. SprungrÃ¼ckweisung; KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 64 N. 6). Dies ist vorliegend geboten, da die Vorinstanz Ã¼ber dieselbe (eingeschrÃ¤nkte) Kognition wie das Verwaltungsgericht verfÃ¼gt (oben 2.2).</p> <p class="Erwgung1"><b>6. </b> </p> <p class="Urteilstext">Erweist sich die RÃ¼ge der GehÃ¶rsverletzung als zutreffend, so muss auf die Ã¼brigen RÃ¼gen nicht mehr im Detail eingegangen werden. Im Hinblick auf kommende Verfahren recht­fertigen sich aber die folgenden AusfÃ¼hrungen:</p> <p class="Erwgung2"><b>6.1 </b>Die DurchfÃ¼hrung einer erweiterten EignungsabklÃ¤rung wÃ¤hrend des Diplomstudiums ist aus folgenden GrÃ¼nden zulÃ¤ssig:</p> <p class="Erwgung3"><b>6.1.1 </b>Vorab ist festzuhalten, dass das Reglement zur EignungsabklÃ¤rung an der PÃ¤dagogischen Hochschule ZÃ¼rich vom 15. April 2005 erst am 1. Juni 2005 in Kraft trat (§ 12 EigR). Zuvor galt das Reglement Ã¼ber die EignungsabklÃ¤rung und die PrÃ¼fungen an der PÃ¤dagogischen Hochschule ZÃ¼rich vom 16. September 2002 (aEigR, www.phzh.ch/web­autor-data/93/reglement_eignung_pruefun­gen.pdf; vgl. ferner zum intertemporalen Ver­fahrensrecht VGr, 7. April 2004, VB.2004.00046, E. 3.1, www.vgrzh.ch). § 10 EigR entspricht allerdings im Wesentlichen § 1 Abs. 2 aEigR.</p> <p class="Erwgung3"><b>6.1.2 </b>§ 8 des Gesetzes Ã¼ber die PÃ¤dagogische Hochschule vom 25. Oktober 1999 (GPHZ, LS 414.41) regelt die persÃ¶nlichen Voraussetzungen im Rahmen der Zulassung zur Ausbildung an der PHZH. Die Zulassung zum Studium setzt unter anderem die persÃ¶nliche Eignung zum Lehrberuf voraus (Abs. 1). Fehlen diese Voraussetzungen, kann der Schulrat die Zulassung zum Studium mit Auflagen verbinden oder ganz verweigern, Studierende einer besonderen Aufsicht unterstellen oder sie vorÃ¼bergehend oder definitiv vom Studium ausschliessen (Abs. 2). GemÃ¤ss § 9 Abs. 1 GPHZ setzt sich die Ausbildung aus einem Basis- und einem anschliessenden Diplomstudium zusammen (Abs. 1). Das Studium umfasst eine schulpraktische Ausbildung und gewÃ¤hrleistet die Eignungsbeurteilung (Abs. 2 Satz 1). Das Basisstudium dient insbesondere der EignungsabklÃ¤rung sowie der Stufen­orientierung und schliesst mit einer PrÃ¼fung ab. Das Diplomstudium vermittelt die fÃ¼r die gewÃ¤hlte Ausbildung erforderlichen Kenntnisse und FÃ¤higkeiten (Abs. 3).</p> <p class="Erwgung3"><b>6.1.3 </b>Schon aus dem Wortlaut und der Systematik wird klar, dass das Gesetz Ã¼ber die PHZH eine EignungsprÃ¼fung auch nach Abschluss des Basisstudiums nicht untersagt: Bereits nach den Bestimmungen Ã¼ber die Zulassung zur Ausbildung ist der vorÃ¼bergehende oder definitive Ausschluss "vom Studium" ohne zeitliche EinschrÃ¤nkung vorgesehen (§ 8 Abs. 2 GPHZ). § 9 Abs. 2 Satz 1 statuiert, dass "das Studium" die Eignungsbeurteilung gewÃ¤hrleiste. Nach Abs. 3 der Bestimmung dient das Basisstudium "insbesondere" der EignungsabklÃ¤rung sowie der Stufenorientierung. Von Ausschliesslichkeit ist nicht die Rede.</p> <p class="Erwgung3"><b>6.1.4 </b>Die Eignung umfasst folgende Berufsvoraussetzungen (§ 1 EigR, § 1 aEigR): Kontakt- und KommunikationsfÃ¤higkeit, BefÃ¤higung zu strukturiert-ordnendem Denken und Darlegen, BefÃ¤higung zu flexiblem, phantasievollem und kreativem Darbieten und Verhalten, BefÃ¤higung zur Reflexion des eigenen Handelns und Belastbarkeit. Es handelt sich dabei um Grundvoraussetzungen fÃ¼r den Lehrberuf. Auch aus Sinn und Zweck der vorgenannten Bestimmungen ergibt sich klar, dass diese Berufsvoraussetzungen bei einer angehenden Lehrperson wÃ¤hrend des ganzen Studiums bis zu dessen Abschluss vorhanden sein mÃ¼ssen. Zudem ist gemÃ¤ss § 13 GPHZ der Entzug eines bereits erteilten Lehrdiploms mÃ¶glich, wenn eine Lehrkraft ihre Berufspflichten wiederholt oder schwer verletzt oder wenn ihre VertrauenswÃ¼rdigkeit in anderer Weise schwer beeintrÃ¤chtigt erscheint. Dies muss umso mehr fÃ¼r den Fall gelten, dass eine Lehrperson nachtrÃ¤glich die grundlegenden Berufsvoraussetzungen nicht mehr erfÃ¼llen und nicht mehr zum Lehrberuf geeignet sein sollte.</p> <p class="Erwgung3"><b>6.1.5 </b>Zusammenfassend stÃ¼tzt sich § 10 EigR bzw. § 1 Abs. 2 aEigR auf eine ge­nÃ¼gende gesetzliche Grund­lage, weshalb die (nochmalige) EignungsabklÃ¤rung auch auf Diplom­stufe ohne weiteres zulÃ¤ssig ist.</p> <p class="Erwgung2"><b>6.2 </b>Die fehlende Festlegung einer Zeitspanne fÃ¼r die erneute EignungsabklÃ¤rung war nicht von vornherein unzulÃ¤ssig: Zum einen galt bis Ende Mai 2005 das alte Reglement, welches die Festlegung einer bestimmten Zeitspanne nicht vorsah (§ 3 aEigR). Zum andern erscheint es als sinnvoll, die Wiederholung des Praktikums 3 zur erneuten Eignungs­abklÃ¤rung zu nutzen.</p> <p class="Erwgung2"><b>6.3 </b>Der Umstand, dass Ausbilder zugleich auch PrÃ¼fungen oder Arbeiten der Studierenden beurteilen, fÃ¼hrt dazu, dass Lehrer als Experten im umgangssprachlichen Sinn "vorbefasst" sind, das heisst einen guten oder schlechten Eindruck aufgrund der bisher erbrachten Leistungen haben. Eine Ausstandspflicht ist aus verfassungsrechtlicher Sicht jedoch nur zu bejahen, wenn zusÃ¤tzliche Elemente auszumachen sind, wie beispielsweise Verwandtschaft oder Feindschaft (vgl. dazu grundlegend Benjamin Schindler, Die Befangenheit in der Verwaltung â Der Ausstand von EntscheidtrÃ¤gern der Verwaltung im Staats- und Ver­waltungsrecht, ZÃ¼rich 2002, S. 152 ff.).</p> <p class="Erwgung1"><b>7. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>7.1 </b>Nach dem Gesagten ist die Beschwerde gutzuheissen und der angefochtene Entscheid aufzuheben. Weiter ist die VerfÃ¼gung vom 2. Dezember 2005 aufzuheben und die Sache zu neuem Entscheid an die Beschwerdegegnerin zurÃ¼ckzuweisen. </p> <p class="Urteilstext">Damit ist vorliegend noch nicht Ã¼ber die Eignung des BeschwerdefÃ¼hrers entschieden. Die Beschwerdegegnerin wird Ã¼ber das weitere Vorgehen zu befinden haben, wobei sich allenfalls auch die Frage nach einer nochmaligen Wieder­holung des Praktikums 3 stellen kÃ¶nnte. Insbesondere wird sie dem BeschwerdefÃ¼hrer das rechtliche GehÃ¶r zu gewÃ¤hren haben.</p> <p class="Erwgung2"><b>7.2 </b>Bei Gutheissung eines Rechtsmittels ist zugleich Ã¼ber die Kosten des vorinstanzlichen Verfahrens zu entscheiden, sofern diese nicht auf die Staatskasse genommen wurden (KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 13 N. 28). Vorliegend rechtfertigt es sich, die Rekurskosten der Beschwerdegegnerin aufzuerlegen.</p> <p class="Erwgung2"><b>7.3 </b>Die Beschwerdegegnerin ist dem Verfahrensausgang entsprechend zur Leistung einer ParteientschÃ¤digung fÃ¼r das Beschwerdeverfahren zu verpflichten (§ 17 Abs. 2 lit. a VRG; KÃ¶lz/Boss­hart/RÃ¶hl, § 17 N. 32). Bei der Bemessung der ParteientschÃ¤digung ist auf die Bedeutung der Streitsache, die Schwierigkeit des Prozesses, den Zeitaufwand und die Bar­auslagen abzustellen (§ 12 Abs. 1 der GebÃ¼hrenverordnung des Verwaltungs­gerichts vom 26. Juni 1997 [GebV VGr, LS 175.252]). Da bislang keine Kostennote einging, ist die EntschÃ¤digung nach pflichtgemÃ¤ssem Ermessen festzusetzen. Der Ent­schÃ¤digungsanspruch fÃ¼r das gerichtliche Verfahren wird zur Deckung der Aufwendungen voraussichtlich nicht genÃ¼gend sein, da § 17 Abs. 2 VRG nur eine "angemessene" EntschÃ¤digung vorsieht. Die Differenz ist â bei Gutheissung des Gesuchs um unentgeltliche Rechtspflege (vgl. sogleich nachstehend) â durch die Gerichtskasse zu vergÃ¼ten (VGr, 23. MÃ¤rz 2005, VB.2004.00087, E. 6, www.vgrzh.ch) und die ParteientschÃ¤digung fÃ¼r das Verfahren vor Verwaltungsgericht auf die EntschÃ¤digung des unentgeltlichen Rechtsbeistands anzurechnen.</p> <p class="Urteilstext">Der BeschwerdefÃ¼hrer ersucht um unentgeltliche RechtsverbeistÃ¤ndung. <span>Pri­vate haben Anspruch auf Bestellung eines unentgeltlichen Rechtsbeistands, wenn sie nicht in der Lage sind, ihre Rechte im Verfahren selbst zu wahren (§ 16 Abs. 2 VRG). </span>Aus der Systematik des Gesetzes und der Formulierung von § 16 Abs. 2 VRG geht zudem hervor, dass ein Anspruch auf einen unentgeltlichen Rechtsbeistand nur besteht, wenn kumulativ die Voraussetzungen gemÃ¤ss § 16 Abs. 1 VRG erfÃ¼llt sind (KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 16 N. 39; VGr, 8. Mai 2002, VB.2002.00025, E. 5b). Dies ist beim BeschwerdefÃ¼hrer zu bejahen, weshalb das Gesuch um unentgeltliche RechtsverbeistÃ¤ndung zu bewilligen ist.</p> <p class="Zwischentitel">DemgemÃ¤ss beschliesst die Kammer:</p> <p class="Einzug2"><span>1. Das Gesuch um GewÃ¤hrung der unentgeltlichen Rechtspflege wird gutgeheissen.</span></p> <p class="Einzug2"><span>2. Dem BeschwerdefÃ¼hrer wird fÃ¼r das Verfahren vor Verwaltungsgericht in der Person von Rechtsanwalt B ein unentgeltlicher Rechtsbeistand bestellt. Dieser wird aufgefordert, dem Verwaltungsgericht binnen einer nicht erstreckbaren Frist von 30 Tagen nach Zustellung dieses Beschlusses eine detaillierte Zusammenstellung Ã¼ber den Zeitaufwand und die Barauslagen einzureichen, ansonsten die EntschÃ¤digung nach Ermessen festgesetzt wÃ¼rde;</span></p> <p class="Zwischentitel"><span>und entscheidet:</span></p> <p class="Einzug2"><span>1. In Gutheissung der Beschwerde werden die VerfÃ¼gung des Schulrats der PÃ¤dagogischen Hochschule ZÃ¼rich vom 2. Dezember 2005 sowie der Zirkularbeschluss der Rekurskommission der ZÃ¼rcher Hochschulen vom 29. MÃ¤rz 2006 aufgehoben. Die Sache wird im Sinne der ErwÃ¤gungen an die Beschwerdegegnerin zurÃ¼ckgewiesen.</span></p> <p class="Einzug2"><span>2. Die Rekurskosten von Fr. 592.- werden der Beschwerdegegnerin auferlegt.</span></p> <span><br/> </span> <p class="Einzug2"><span>3. Die GerichtsgebÃ¼hr wird festgesetzt auf <br/> Fr. 2'500.--; die Ã¼brigen Kosten betragen:<br/> Fr. 60.-- Zustellungskosten,<br/> Fr. 2'560.-- Total der Kosten.</span></p> <p class="Einzug2"><span>4. Die Gerichtskosten werden der Beschwerdegegnerin auferlegt.</span></p> <p class="Einzug2"><span>5. Die Beschwerdegegnerin wird verpflichtet, Rechtsanwalt B fÃ¼r das verwaltungsgerichtliche Verfahren eine ParteientschÃ¤digung von Fr. 1'500.- auszurichten. Diese wird auf die EntschÃ¤digung des unentgeltlichen Rechtsbeistands angerechnet.</span></p> <p class="Einzug2"><span>6. Mitteilung anâ¦</span></p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>