Baurekursgericht des Kantons Zürich 1. Abteilung G.-Nr. R1L.2011.00016 BRGE I Nr. 0236/2011 Entscheid vom 25. November 2011 Mitwirkende Abteilungspräsident Felix Hess , Baurichter Bruno Grossmann , Baurichter Walter Baumann, Gerichtsschreiberin Elena Marioni-Quadranti in Sachen Rekurrent H. R., [......] vertreten durch Rechtsanwalt […..] gegen Rekursgegnerschaft 1. Ausschuss Bau und Planung des Stadtrates XY, […..] 2. Stadt XY, Abteilung Werke, […..] betreffend Beschluss des Ausschusses Bau und Planung vom 26. April 2011; Baub e- willigung für Skateranlage, Kat.-Nr. 8489, Zelgliweg, XY _______________________________________________________ R1L.2011.00016 Seite 2 hat sich ergeben: A. Mit Beschluss vom 26. April 2011 erteilte der Ausschuss Bau und Planung der Stadt XY der Stadt XY, Werke, Versorgung und Anlagen die baurechtl i- che Bewilligung für das Erstellen einer Skateranlage auf dem Grundstück Kat.-Nr. 8489 beim Schulhaus Zelgli in XY. B. Mit Eingabe vom 30. Mai 2011 reichte H. R. hiergegen Rekurs mit den fo l- genden Anträgen ein: "1. Dispositivziffer I.2.3 des angefochtenen Beschlusses sei durch folge n- den Wortlaut zu ersetzen: Disp. Ziff. 1.2.3: Für den Skaterpark sind folgende Benutzungszeiten einzuhalten: - Werk- und Samstage: 08.00 Uhr bis 12.00 Uhr und 14.00 Uhr bis 20.00 Uhr. - Sonn- und allgemeine Feiertage: geschlossen (Eventualbegehren: Sonn - und allg emeine Feiertage: 09.00 bis 12.00 und 14.00 bis 19.00 Uhr). Das Abspielen von Musik und der Konsum von Alkohol sind innerhalb des Skaterareals unter Bussenandrohung verboten. Der Skaterpark ist mit einem Zaun zu umgeben. Mit einem Betriebsreglement ist sicherzustellen, dass der Park jeweils auf den Betriebsschluss hin verschlossen wird. Die Betriebszeiten und das Musik - und Alkoholverbot sind auszuschi l- dern. 2. Eventuell sei der angefochtene Beschluss vollständig aufzuheben und die Angelegenheit sei zur Vervollständigung des Baubewilligungsve r- fahrens an die Vorinstanz zurückzuweisen. 3. Es sei ein Augenschein vor Ort durchzuführen. 4. Unter Kosten - und Entschädigungsfolgen zulasten der Rekursgegn e- rin." C. Die Vorinstanz reichte am 25. Juli 2011 ihre Vern ehmlassung ein und schloss darin auf Abweisung des Rekurses soweit darauf einzutreten sei, unter Kostenfolge zulasten des Rekurrenten. R1L.2011.00016 Seite 3 D. Am 8. August 2011 reichte der Rekurrent fristgerecht seine Replik ein. Mit Präsidialverfügung vom 10. August 2011 wu rde die Rekursgegnerschaft eingeladen zu duplizieren. Die Vorinstanz teilte mit Eingabe vom 11. A u- gust 2011 ihren Verzicht auf Duplik mit. E. Mit Präsidialverfügung vom 7. September 2011 wurde der Rekurrent eing e- laden, zu den nachträglich eingereichten Bei lagen, act. 17.1 - 17.3, Ste l- lung zu nehmen. Am 19. September 2011 reichte der Rekurrent diese ein. Die Rekursgegnerschaft wurde mit Präsidialverfügung vom 23. Se ptember 2011 eingeladen, zur rekurrentischen Eingabe Stellung zu nehmen. Es ging seitens der Rekursgegnerschaft keine solche ein. F. Auf die Parteivorbringen wird, soweit sie für die Urteilsfällung erforderlich sind, in den nachstehenden Erwägungen Bezug genommen. Es kommt in Betracht: 1. Die Bauparzelle ist der Zone für öffentliche Bau ten sowie der Empfindlic h- keitsstufe (ES) II zugeteilt und ist mit einem Schulhaus überstellt. Westlich davon befinden sich Fussballplätze. Im Süden und Osten befinden sich überbaute, einzig durch Strassenparzellen von der Bauparzelle getrennt, zur Wohnzone W3 und zur ES II gehörende Grundstücke. Die nördlich der Bauparzelle gelegenen Grundstücke sind der Reservezone zugeteilt. Die Bauherrschaft beabsichtigt, nahe der nordwestlichen Grundstücksecke e i- nen Skaterpark einzurichten, welcher eine Fläche von rund 740 m2 ein- nehmen soll. Gegen Osten ist teilweise die Errichtung einer Lärmschut z- wand geplant. Die Vorinstanz erteilte gestützt auf ein Lärmgutachten die angefochtene Baubewilligung. Als Öffnungszeiten wurden die folgenden festgelegt: Werk- und Samstage 08. 00 bis 22.00 Uhr sowie Sonn - und all- gemeine Feiertage 10.00 bis 22.00 Uhr. R1L.2011.00016 Seite 4 2. Der Rekurrent ist Eigentümer der Parzelle Kat.-Nr. 8596, welche östlich des Baugrundstücks liegt und einzig durch eine Strassenparzelle von dieser g e- trennt sowie mit Woh nhäusern überstellt ist. Das Grundstück ist der Empfindlichkeitsstufe II zugeteilt. Das am nächsten gelegene rekurrent i- sche Wohnhaus weist zur geplanten Anlage eine Distanz von rund 80 m auf. Der dazwischen liegende Bereich ist unüberbaut. Der Rekurrent ma cht übermässige Lärmimmissionen geltend. Aufgrund seiner nachbarlichen Beziehung und der vorgebrachten Rügen ist der Rekurrent zweifelsohne zur Rekurserhebung legitimiert. Da auch die weiteren Pr ozessvorausset- zungen erfüllt sind, ist auf den Rekurs einzutreten. 3. Es wird die Durchführung eines Augenscheins beantragt (vgl. § 7 des Ve r- waltungsrechtspflegegesetzes [VRG]). Das Baurekursgericht hat unbes e- hen von Parteianträgen nur dann einen Augenschein durchzuführen, wenn die Verhältnisse vor Ort zwar entscheidrelevant, auf Grund der Akten aber noch unklar sind. Diese Voraussetzung ist vorliegend nicht erfüllt, so dass kein Augenschein durchzuführen war. 4. Im der Vorinstanz vorgelegenen Gutachten wird davon ausgegangen, dass es sich bei der s treitbetroffenen Skateranlage um eine neue Anlage han d- le, welche die Planungswerte einzuhalten habe (vgl. Art. 7 der Lärmschutz- verordnung [ LSV]). Die Anlage wurde in der Folge sowohl im Lichte von Anhang 6 der Lärmschutzverordnung ( LSV; Belastungsgrenzwerte für I n- dustrie- und Gewerbelärm) als auch unter Berücksichtigung der deutschen Sportanlagenlärmschutzverordnung (Achtzehnte Verordnung zur Durchfü h- rung des Bundes -Immissionsschutzgesetzes vom 18. Juli 1991 [18. BlmSchV]) geprüft und als rechtens befunden . Hinsichtlich der Einhaltung der Anforderu ngen der 18. BlmSchV wird im Gutachten folgendes ausg e- führt: Es sei davon auszugehen , dass sich auf der Skateranlage durc h- schnittlich 15 bis 20 Personen aufhalten würden, dass die Anlage jedoch wegen ihrer Grö sse und ihres Angebots an Elementen von höchstens fünf Fahrern gleichzeitig befahren werden könne. Bei einer grösseren Anzahl simultan fahrender Skater oder Inliner würden sich diese nämlich gegensei- R1L.2011.00016 Seite 5 tig behindern. Im Übrigen wechselten sich die Fahrer jeweils a b, da sie zwischen den Fahrten kleine Pausen einlegten und sich miteinander unt er- hielten. Im Sinne eines "worst case" sei jedoch an mehreren Zeitspannen pro Woche von einem Spitzenbetrieb mit 10 gleichzeitig fahrenden Pers o- nen ausgegangen und diese entsprechend gewichtet worden. Im Sommer- halbjahr werde die Skateranlage tags durchschnittlich während rund 30 Stunden pro Woche und nachts während 21 Stunden pro Woche benutzt. Im Winterhalbjahr beschränke sich die Benutzung der Anlage wegen der Lichtverhältnisse auf tags rund 18 Stunden pro Woche. Dies ergebe im Jahresmittel Betriebszeiten von 4,1 Stunden tags und 1,6 Stunden nachts. Aus der lärmtechnischen Untersuchung eines Skate rparks des gleichen Herstellers sei ein Prognosemodell entwickelt worden, welches die Berech- nung der voraussichtlichen Lärmimmissionen in der Umgebung der hier strittigen Skateranlage ermögliche. Mit Hilfe dieses Modells seien die Lärm- immissionen (Leq) für den Betrieb mit 5 bis max. 10 (gelegentliche Spitze) gleichzeitig fahrenden Skate rn tags bzw. maximal 5 gleichzeitig fahrenden Skaters nachts berechnet worden, wobei die abschirmende Wirkung der geplanten Lärmschutzwand anhand der DIN -Norm 18'500 ermittelt worden sei. Dies ergebe für das rekurrentische Grundstück (in einer Höhe von 8 m über Boden und dem etwa ab der Mitte der Anlage gemessenen Abstand von 91 m) einen Leq tags und nachts von 39.5 dB(A). Angesichts der bei Skateranlagen oft auftretenden Schläge n sei vom Taktmaximalpegel L AFTm mit einer Taktzeit von 5 Sekunden im Sinne des Anhangs BlmSchV Ziff. 1.3.3 und nicht vom Mittelungspegel Leq auszugehen. Der Beurte i- lungspegel werde dabei aus den Taktmaximalpegeln der einzelnen Lär m- phasen unter Berücksichtigung deren Dauer und in Bezug zur Dauer des Beurteilungszeitraumes Tr berechne t. Der Taktmaximalpegel an den ei n- zelnen Empfangspunkten sei aufgrund von Erfahrungswerten aus dem Mi t- telungspegel Leq durch einen Zuschlag von 10 dB(A) berechnet worden. Als Richtwerte gälten jene der allgemeinen Wohnzone, welche tags 55 dB(A), für die Ru hezeit tags 50 dB(A) und nachts 40 dB(A) vorsehen würden. Für das rekurrentische Grundstück ergebe die Berechnung werktags am Tag (8 -20 Uhr) 45,1 dB(A), für die Ruhezeit tags (20 -22 Uhr) 46,8 dB(A) und nachts (22 -6 Uhr) 0 dB(A). Für den Sonntag würden sic h folgende Werte ergeben : Tag (9 -13 Uhr, 15 -20 Uhr) 46,9 dB(A), Ruhezeit tags (13−15 Uhr) 49,5 dB(A), Ruhezeit tags (20 -22 Uhr) 46,5 dB(A) und nachts R1L.2011.00016 Seite 6 (22−7 Uhr) 0 dB(A). Der von den Fussballplätzen und des Allwetterplatzes (womit wohl ein zur Schulanlage g ehörender Platz gemeint sein dürfte) ausgehende Lärm bewirke nur unbedeutende Veränderungen der Mes s- grössen und somit des Beurteilungspegels. Die Immissionsrichtwerte wü r- den daher auch unter Einbezug des von der gesamten Sportanlage bei i h- rer ausse rschulischen Benützung ausgehenden Immissionen eingehalten. Der Schulsport hingegen sei gemäss der deutschen Verordnung explizit nicht zu berücksichtigen. 5.1. Der Rekurrent macht hinsichtlich seines Hauptantrags unter anderem ge l- tend, dass die Vorinstanz ihrer lärmrechtlichen Beurteilung fälschlicherwe i- se nicht den Beurteilungspegel, sondern die viel tiefere Ausgangsgrösse zugrunde gelegt habe. Des Weiteren sei auch das Ruhebedürfnis der A n- wohner zur Mittags- und Abendzeit sowie an Sonn - und allgemeinen Feier- tagen zu gewichten. Derartige Ruhezeiten seien sowohl dem cercle bruit als auch der deutschen Sportanlagenlärmschutzverordnung bekannt. Selbst wenn die Planungswerte eingehalten wären, so müsse gestützt auf das Vorsorgeprinzip der Anlagebetrieb über Mi ttag und in den Abendstu n- den untersagt werden. Sodann sei die Einhaltung der Öffnungszeiten nur mittels einer Einzäunung der Anlage sichergestellt. Um weitere Immissi o- nen zu verhindern sei sodann ein Alkohol - und Musikverbot zu statuieren. Zur Begründung s eines Eventualantrags bringt der Rekurrent sodann vor, dass aus dem eingeholten Gutachten nicht hervorgehe, ob die darin erzie l- ten Werte aus einer Hochrechnung oder aus einer Messung bei einem R e- ferenzobjekt stammten. Es könne daher nicht nachvollzogen wer den, wie die darin enthaltenen Lärmwerte zustande gekommen seien. Sodann weise die nächst gelegene Liegenschaft des Rekurrenten einen Abstand von rund 71 m zur Skateranlage auf, während im Gutachten von 91 m ausg e- gangen werde. Es sei auch fälschlicherweise davon ausgegangen worden, dass die Skateranlage nicht hörbar sei, weshalb nebst den Zuschlägen K1 und K3 auf den Zuschlag K2 für schwach hörbaren Tongehalt verzichtet worden sei (vgl. Anhang 6 LSV). Sodann werde im Gutachten zwar davon ausgegangen, dass s ich durchschnittlich 15 bis 20 Personen auf der Anl a- ge befinden würden, dass aber jeweils lediglich fünf Skater gleichzeitig fa h- ren würden. Angesichts der Grösse und der Gestaltung der Anlage sei j e- doch damit zu rechnen, dass mehr als fünf Personen gleichz eitig die Anla- R1L.2011.00016 Seite 7 ge benützen würden. Der von der Schule und den Sportplätzen ausgehe n- de Lärm werde zu Unrecht ausgeklammert. Um die Zulässigkeit der stritt i- gen Anlage zu prüfen, müsse daher zunächst eine lärmrechtliche Prüfung der Schule vorgenommen werden. 5.2. Die Vorinstanz hält den rekurrentischen Ausführungen zusammengefasst entgegen, dass gemäss Bundesgericht für die Beurteilung von Sportanl a- gen die deutsche Sporta nlagenlärmschutzverordnung (18. BlmSchV) unter Berücksichtigung von gewissen Einschränkung en und der Stellungnahme des BAFU beizuziehen sei. Gemäss Auskunft des Leiters der Abteilung Lärmbekämpfung des BAFU sei es Aufgabe der Vollzugsbehörden und der Gerichte, festzustellen, ob die von einer Freizeitquelle ausgehenden I m- missionen übermässig sei en. Im Weiteren sei gestützt auf einen Entscheid der Baurekurskommission (URP 4/2004 S. 345) davon auszugehen, dass selbst grössere Schulanlagen im Regelfall keine derartige Intensität e r- reichten, die zu einer erheblichen Beeinträchtigung des Wohlbefindens führten. Das im Gutachten verwendete Berechnungsmodell sei im Rahmen einer vom Anlageplaner an eine deutsche Fachfirma vergebenen lärmtec h- nischen Untersuchung entwickelt worden und berücksichtige die besondere Konstruktionsweise der strittigen Anlage. Die Unterlagen zu dieser Unte r- suchung lägen dem Anlageplaner vor, eine Einsicht in diese Unterlagen sei vom Rekurrenten bisher aber nicht beantragt worden. Entscheidend für die Lärmbelastung der rekurrentischen Liegenschaft sei der Abstand derselben zum Lärmentstehungsort, dieser sei vorliegend in der Mitte des Parks a n- genommen worden. Die Annahme, dass maximal 5 Skater die Anlage g e- meinsam nutzten, beruhe auf Angaben des erfahrenen Anlageplaners, welcher selber seit Jahren ein aktiver Skater sei. Trotzdem sei in der B e- rechnung im Sinne eines "worst case" von einer stärkeren Belegung au s- gegangen worden. Des Weiteren seien in der Sensitivitätsanalyse die Auswirkungen einer höheren Belegung des Skaterparks aufgezeigt worden. Die vorgesehenen Öffnungszeiten seien vernünftig. Da keine Beleuchtung vorgesehen sei, werde sich der Betrieb der Anlage bei Eintritt der Dunke l- heit von selbst einstellen. Auf eine Einzäunung sei zu verzichten. 5.3. Das dem Gutachten dienende Prognosemodell wurde im Rahmen einer in Deutschland durchgeführten schalltechnischen Untersuchung erarbeitet. R1L.2011.00016 Seite 8 Diese und weitere nachträglich vom Baurekursgericht bei der Vorinstanz eingeholte Aktenstücke (act. 17.1 -17.3) wurden dem Rekurrenten zur Ste l- lungnahme zugestellt. Dieser führt hierzu aus, dass auc h aufgrund dieser Unterlagen die Richtigkeit des Gutachtens nicht verifiziert werden könne. Das Gutachten habe offensichtlich den Ausgangswert Leq der besagten deutschen Studie entnommen. Diese halte indes selbst fest, dass es sich bei ihrer Berechnung um eine Faustformel handle, welche keine detaillierte schalltechnische Untersuchung ersetzen könne. Bei der schalltechnischen Untersuchung hätten sich sodann alle Messpunkte am Rand der unte r- suchten Anlagen befunden, während vorliegend von einer durchschnittl i- chen Quelle in der Mitte der Anlage ausgegangen worden sei. Des Weit e- ren enthielten die in der deutschen Untersuchung enthaltenen Werte b e- reits einen Impulsgehalt, so dass diese bei der Anwendung der schweizer i- schen Lärmschutzverordnung zuerst weggedacht und hernach wieder hi n- zuaddiert werden müssten. Im Übrigen seien die im deutschen Bericht en t- haltenen Messwerte noch nie von einer Behörde oder von einer Fachstelle als richtig anerkannt worden. Sodann habe die Vorinstanz selber wohl noch nie Einsicht in d en Bericht der deutschen Untersuchung genommen, so n- dern überlasse die erstmalige Prüfung des Baugesuchs dem Gericht, was nicht angehe. 6.1. Für die Frage, ob von Skateranlagen übermässige Immissionen ausgehen, liegen keine vom Bund festgelegten Be lastungsgrenzwerte vor. Fehlen Grenzwerte, so sind die Emissionen direkt au fgrund von Art. 15 des Um- weltschutzgesetzes (USG) und Art. 40 Abs. 3 LSV zu beurteilen und so zu beschränken, dass die Bevölkerung - unter Berücksichtigung der Pers o- nengruppen gemäss Art. 13 Abs. 2 LSV - in ihrem Wohlbefinden nicht e r- heblich gestört wird. Auf die besondere subjektive Empfindlichkeit einzelner Personen ist jedoch nicht abzustellen, sondern es ist ein objektiver Mas s- stab zu verwenden. Steht die Anwendung von Planungswe rten in Frage, ist die Grenze der zulässigen Belastung überdies entsprechend Art. 23 USG bereits unterhalb der Schwelle einer erheblichen Störung im Sinne von Art. 15 USG zu ziehen. Dabei sind der Charakter des Lärms, Zeitpunkt und Häufigkeit seines Auftre tens sowie in sinngemässer Anwendung der R e- geln, die den Belastungsgrenzwerten d er LSV zugrunde liegen , die Lärm- empfindlichkeit bzw. die Lärmvorbelastung der Zone, in der die Immissi o- R1L.2011.00016 Seite 9 nen auftreten, zu berücksichtigen; die Lärmemissionen müssen im Sinne der Vorsorge so weit begrenzt werden, als dies technisch und betrieblich möglich sowie w irtschaftlich tragbar ist (Art. 11 Abs. 2 USG). Das ist alle r- dings nicht so zu verstehen, dass jeder im strengen Sinne nicht nötige Lärm untersagt werden müsste. Es gibt k einen absoluten Anspruch auf Ruhe; vielmehr sind geringfügige, nicht erhebliche Störungen hinzune h- men. Selbst wenn eine Beschränkung technisch möglich und wirtschaftlich tragbar ist, darf sie jedenfalls nicht in einem krassen Missverhältnis zum Nutzen für die Umwelt sein. Besteht ein überwiegendes öffentliches, n a- mentlich raumplanerisches Interesse an der Errichtung einer Neuanlage oder würde die Einhaltung der Planungswerte zu einer unverhältnismäss i- gen Belastung für das Projekt führen, so können gemäss Ar t. 25 Abs. 2 USG im Einzelfall Erleichterungen gewährt werden, wobei die Obergrenze für solche Erleichterungen bei den Immissionsgrenzwerten liegt. Nicht zulässig ist der Beizug der Belastungsgrenzwerte anderer Lärmarten, etwa jener für Industrie - und Gewerbelärm (Anhang 6 LSV). Dies deshalb, weil die dort erfassten Grenzwerte typisierbare Situationen voraussetzen, die sich auf einfache Weise durch akustische Beschreibungsgrössen z u- verlässig erfassen lassen. Diese Voraussetzung ist bei einer Anwendung von G renzwerten, die andere Tatbestände betreffen, nicht erfüllt. Soweit der Rekurrent daher die im Gutachten hinsichtlich des Anhangs 6 LSV ge- machten Ausführungen als fehlerhaft rügt, ist auf die diesbezüglichen Au s- führungen nicht weiter einzugehen. Hingegen k önnen ausländische Rege l- werke als Entscheidungshilfe herangezogen werden. Gemäss ständiger Rechtsprechung kann bei Skateranlagen auf die deutsche Sportanlage n- lärmschutzverordnung (18. BlmSchV) zurückgegriffen werden (vgl. zu all e- dem VB.2005 .00481 und VB.20 07.00240, www.vgrzh.ch). Das BAFU hat für diese ausländische Verordnung eine Vollzugshilfe ("Lärm von Sporta n- lagen, Vollzugshilfe für die Beurteilung der Lärmbelastung", www.bafu.admin.ch) ausgearbeitet. Diese konkretisiert unbestimmte Rechtsbegriffe und s oll eine einheitliche Vollzugspraxis fördern. Zwar liegt die fragliche Vollzugshilfe noch in der Form eines Entwurfes vor, jedoch kann sie gemäss BAFU bereits angewendet werden. 6.2. Die deutsche Verordnung kennt im Gegensatz zur LSV fünf Nutzungsz o- nen: das Gewerbegebiet, das Kerngebiet, Dorfgebiet und Mischgebiet, das allgemeine Wohngebiet und Kleinsiedlungsgebiet, das reine Wohngebiet R1L.2011.00016 Seite 10 und das Kurgebiet für Krankenhäuser und Pflegeanstalten. Beim reinen Wohngebiet, in welchem im Vergleich zum allgemeinen Wohngebiet um 5 dB(A) tiefere Richtwerte gelten, handelt es sich um eine Wohnzone mit einem überaus hohen Immissionsschutz. Gemäss der Vollzugshilfe handelt es sich beim reinen Wohngebiet im Sinne der deutschen Sportanlage n- lärmschutzverordnung um einen Zwi schenschritt zwischen der schweizer i- schen ES I und ES II. Deren Anwendung rechtfertige sich daher nur, wenn die fragliche Zone ein erhöhtes Ruhebedürfnis aufweise. Das kann vorli e- gend ausgeschlossen werden, handelt es sich doch um eine übliche Wohnzone, welche zudem an die Zone für öffentliche Bauten a ngrenzt. In der allgemeinen Wohnzone gelten folgende Richtwerte (§ 2 Abs. 2 Ziff. 3 18. BlmSchV), wobei diese durchaus den Planungswerten nach schweiz e- rischem Recht gleichgesetzt werden kön nen (vgl. Vollzugshi lfe und BGE 133 II 292 [Fall Würenlos]): tags ausserhalb der Ruhezeiten 55 dB(A) tags innerhalb der Ruhezeiten 50 dB(A) nachts 40 dB(A) Wie lange die Nacht - bzw. Tagperiode dauert und welche Zeitspanne als Ruhezeiten gilt , ergibt sich aus § 2 Abs. 5 18. BlmSchV. Der Umstand, dass die schweizerische Lärmschutzgesetzgebung im Gegensatz zur deu t- schen Verordnung keine Ruhezeiten kennt, steht deren Beachtung nicht entgegen (BGE 133 Ii 292, E. 4.3 [Fall Würenlos]). 6.3. Die Bauparzelle ist bereits mit einem Sch ulhaus überstellt. Bei der best e- henden Schulanlage handelt es sich zweifelsohne um eine Anlage im Si n- ne von Art. 7 Abs. 7 USG und Art. 2 Abs. 1 LSV. Die strittige Skat eranlage soll in einem Abstand von rund 20 m zum nächst gelege nen Schulgebäude zu stehen kommen (vgl. act. 10.7.1). Gemäss dem ang efochtenen B e- schluss soll der Skaterpark auch während den Schulstunden geöffnet sein. Angesichts der nahen räumlichen Bezi ehung des Parks zum Schulareal kann eine Benutzung desselben durch Schüler während der Schulzeit nicht ausgeschlossen werden. In diesem Sinne wäre von einer Erweiterung der bestehenden Anlage (nämlich der Schulanlage) auszug ehen. Aus den r e- kurrentischen Ausführungen ist zu schliessen, dass die Schulanlage an sich bis anhin keine störenden Immi ssionen verursacht hat. Erst mit der In- betriebnahme d es Skaterparks kön nten daher mehr als g eringfügige Stö- rungen auftreten. Ob es sich bei der Schulanlage um eine nach dem 1. J a- R1L.2011.00016 Seite 11 nuar 1985 (Datum der Inkraftsetzung des USG) bewilligte und erstellte An- lage und somit um eine Neuanlage handelt, ist nicht mas sgeblich. Die Än- derung der Altanlage müsste nämlich bei dieser Betrac htungsweise ohne- hin den Vorschriften für Neuanlagen u nterstellt werden , so dass die Pl a- nungswerte einzuhalten wären (vgl. zu a lledem Peter Ettler, Kommentar zum Umweltschutzgesetz, 2 . Aufl., Hrsg. Vereinigung für U mwelt- recht/Helen Keller, Zürich 1998 ff., Art. 25 Rz. 39-46). Wie der Rekurrent zu Recht vorbringt, wäre dabei eine gesamthafte Würd i- gung des Schulareals vo rzunehmen. Entgegen den Ausführungen im Gu t- achten wäre dabei der vom Schulsport ausgehende Lärm nicht ausz u- klammern. Zwar trifft es zu, dass § 5 Abs. 3 der 18. BlmSchV bei der E r- mittlung der Lärmimmissionen die dem Schulsport zuzurechnenden B e- triebszeiten ausser Betracht lässt. Das BAFU hat indes in seiner Vollzug s- hilfe überzeugend dargelegt, dass dieser Ansatz aus Sicht des Schweizer i- schen Rechts falsch ist. Gemäss der Vollzugshilfe ist der Schulsport nicht auszuklammern, sondern es ist vielmehr im Sinne e iner Interessenabw ä- gung das öffentliche Interesse an der Durchführung des Schulsports gegen das private Interesse an Immissionsschutz abzuwägen. Demnach wäre der Schulsport in die Lärmermittlung mit einzubeziehen, was sich gegebene n- falls auf die Betriebsze iten der Skateranlage auswirken könnte. Entgegen den rekurrentischen Ausführungen wären hingegen andere, von nicht zur Schulanlage gehörende Anlagen ausgehende Immissionen (bspw. Fus s- ballplätze) nicht zu beachten. Dies deshalb, weil die Planungswerte derar t ausgerichtet sind, dass selbst beim Zusammentreffen von Lärm aus me h- reren Anlagen keine übermässige Belastung entsteht (vgl. Heribert Rausch/Peter M. Keller, K ommentar zum Umweltschutzgesetz, 2. Aufl., Hrsg. Vereinigung für Umweltrecht/Helen Kell er, Züri ch 1998 ff., Art. 8 Rz. 15). Falls hingegen die Skateranlage nicht zugleich auch den Schülern dienen sollte und sie somit nicht als Erweiterung der Schulanlage anzus e- hen wäre, so wäre einzig die Skateranlage einer lärmrechtlichen Prüfung zu unterziehen, wi e dies im vorliegenden Gutachten zufolge Ausklamm e- rung des Schulsports geschehen ist. Auch diesfalls wäre von einer neuen Anlage auszugehen. Ob die Skateranlagen alleine oder unter Einbezug der gesamten Schulanlage zu prüfen ist, muss hier nicht genauer ab geklärt werden, da die Sache wie nachfolgend zu zeigen sein wird, an die Vorin s- tanz zurückzuweisen ist. R1L.2011.00016 Seite 12 7. Im Gutachten wird davon ausgegangen, dass vorliegend die Richtwerte der allgemeinen Wohnzone und des Siedlungsgebiets einzuhalten seien, wa s wie vorne dargelegt zutrifft und zu Recht nicht bestritten wurde. Im Anhang der deutschen Verordnung werden sodann u.a. die Beurteilungszeit sowie auch die Zuschläge für Impulshaftigkeit und/oder auffällige Pegeländeru n- gen geregelt. Gemäss Ziff. 1.3.3 de s Anhangs ist der Wirkpegel L AFTm,i nach dem Taktmaximalverfahren mit einer Taktzeit von 5 Sekunden zu b e- stimmen, sofern Impulse und/oder auffällige Pegeländerungen in der Tei l- zeit mehr als einmal pro Minute auftreten. Dieser Wirkpegel enthält bereits den Zuschlag für Impulshaftigkeit und/oder auffällige Pegeländerungen. Wenn daher im Gutachten für die Berechnung des Beurteilungspegels auf den Taktmaximalpegel abgestellt wurde, so ist dies grundsätzlich nicht zu beanstanden. Der Taktmaximalpegel ergibt sich wie dargelegt aus dem Mittelungspegel Leq und einem Zuschlag um 10 dB(A), wobei für die B e- rechnung des ersteren auf die schalltechnische Untersuchung zurückg e- griffen wurde. Wie der Rekurrent zu Recht ausführt, wird in der schalltec h- nischen Untersuchung (a ct. 17.3), welche dem Gutachten zugrunde liegt, ausgeführt, dass die darin erarbeitete Formel für die Ermittlung der Schal l- leistungspegel einzig als Faustformel dienen könne und eine detaillierte Untersuchung nicht ersetze (vgl. act. 17.3 S. 6, Ziff. 3.2). Jedoch gilt es vor- liegend zu bedenken, dass die strittige Skateranlage noch nicht in Betrieb ist. Die von der Skateranlage ausgehende Lärmbelastung kann daher g e- zwungenermassen nur aufgrund von Berechnungen und somit gestützt auf bei anderen gleichartigen Anlagen gemachten Messungen eruiert werden. Inwiefern die schalltechnische Untersuchung fehlerhaft sein soll, wird vom Rekurrenten nicht ausgeführt, obschon er hierfür Gelegenheit gehabt hätte, so dass nicht weiter darauf einzugehen ist. Im Rahmen der sch alltechnischen Untersuchung wurden bei zwei in Deutschland bestehenden Skateranlagen mehrere Messungen durchg e- führt. Die eine Anlage befindet sich in Überlingen und die andere in Mar k- dorf, wobei letztere von demselben Anlagebauer erstellt wurde, welcher den hier streitbetroffenen Skaterpark errichten soll und die gleiche Bauwe i- se wie die vorliegend strittige Anlage aufweist. Die Messpunkte lagen alle am Rand der Skateranlage (vgl. act. 17.3 Abbildung 2, welche jedoch fälschlicherweise als Skatepark Überli ngen beschriftet ist). Die gemess e- nen Werte wurden in der Folge in Raster (vgl. Anhang zur schalltechn i- schen Untersuchung) übertragen. Die drei erstellten Raster geben die freie R1L.2011.00016 Seite 13 Schallausbreitung ohne Hindernisse, die Schallausbreitung bei einer 2 m hohen Lä rmschutzwand in 2 m Abstand zur befahrenen Fläche sowie die Schallausbreitung bei einer 4 m hohen Lärmschutzwand in 2 m Abstand zur befahrenen Fläche wieder. Anhand der Raster lässt sich jeweils abl e- sen, mit welchem Schallpegel in einem bestimmten Abstand zu rechnen ist, wobei der Nullpunkt am Rand der zu befahrenden Skatefläche liegt (vgl. hierzu act. 17.3, S. 5). Der abzulesende Wert entspricht jeweils der 100 % Nutzung durch eine Person. Ausgehend von diesen Werten lässt sich a n- hand einer mathematischen Formel der zu erwartende Pegel bei stärkerer Belastung berechnen. Das eingereichte Gutachten stützt sich gemäss den dortigen Erwägungen für die Ermittlung der beim Rekurrenten zu erwarte n- den Immissionen auf die schalltechnische Untersuchung. Im Gegensatz z u jener wird jedoch die Distanz zur rekurrentischen Liegenschaft nicht vom Parkrand, sondern etwa von dessen Mitte aus gemessen. Es ist offenku n- dig, dass die Werte, welche am Rand einer Anlage gemessen werden nicht dieselben sind, wie jene, welche in der M itte einer Anlage anfallen, da hier die von den verschiedenen Hindernissen ausgehenden Immission en zu- sammentreffen. Wenn im Gutachten daher ausgeführt wird, dass mit Hilfe der genannten schalltechnischen Untersuchung der Mittelungspegel (Leq) und hernach d araus der Taktmaximalpegel berechnet worden sei, so wird im Gutachten von einem falschen, nämlich einem am Rand und nicht in der Mitte der Anlage, geltenden Pegel ausgegangen. Das Gutachten ist daher schon aus diesem Grunde mangelhaft. Zudem geht aus dem G utachten auch nicht hervor, von welchem in der schalltechnischen Untersuchung enthaltenen Wert bei der Berechnung des Mittelungspegels Leq ausg e- gangen worden ist, so dass das Gutachten diesbezüglich nicht nachvol l- ziehbar ist. Des Weiteren lässt sich dem G utachten entnehmen, dass die angeno m- mene Belegung der Anlage auf Erfahrungen mit ähnlichen Anlagen bzw. auf den Angaben des Anlageplaners basieren. Dem Gutachten liegt eine Tabelle über die Belegung der Anlage Tribschen bei. Zwar weist jene Anl a- ge etwa die gleiche Fläche auf wie die vorliegend strittige Anlage (vgl. hie r- zu www.rawi.lu.ch). Jedoch scheint die Anlage mit weniger Hindernissen ausgestattet zu sein, als die vorliegend zu beurteilende, weshalb die Bel e- gung der Anlage Tribschen nicht massgeblich s ein kann. Welche weiteren Anlagen als Vergleichsobjekte herangezogen worden sind und ob deren Grösse und Ausstattung mit derjenigen der streitbetroffenen Anlage ve r- gleichbar sind, lässt sich dem Gutachten nicht entnehmen. Das Gutachten R1L.2011.00016 Seite 14 ist somit auch diesb ezüglich nicht nachvollziehbar. Es kann daher festg e- halten werden, dass das Gutachten bereits aus diesen Gründen als ma n- gelhaft und nicht nachvollziehbar zu erachten ist und daher der angefoc h- tene Beschluss auf ungenügenden Sachverhaltsermittlungen basiert. Es versteht sich von selbst, dass es dem Baurekursgericht nicht möglich ist, die Rechtmässigkeit der angeordneten Betriebszeiten zu überprüfen (wie dies der Rekurrent in seinem Hauptantrag begehrt), sondern die S a- che vielmehr der Vorinstanz zur weiteren Untersuchung zurückzuweisen ist. Im Hinblick auf das neu einzuholende Gutachten sei sodann darauf hingewiesen, dass die LSV zwar auf einen durchschnittlichen Betrieb, die deutsche Verordnung indes auf den maximal zulässigen Tagesbetrieb a b- stellt. Im vorlie genden Gutachten wurde gestützt auf die Belegung der A n- lage Tribschen ein jährlicher Durchschnittsbetrieb berechnet, wobei die einzelnen Spitzenbetriebszeiten um den Faktor zwei stärker gewichtet wu r- den als der normale Betrieb. Das Abstellen auf Durchschni ttswerte ist dem deutschen Recht zwar nicht gru ndsätzlich fremd. Indem die 18. BlmSchV davon aber abweicht, trägt sie offensichtlich der speziellen Nutzung und Störwirkung von Sportanlagen Rechnung. Ermittlungsmethode und Beurte i- lungsrichtwerte bilden eine Einheit, welche nicht getrennt werden sollte. Wird bei der Lärmprognose daher nicht auf den maximal zulässigen T a- gesbetrieb sondern – wie in der LSV festgelegt – auf den durchschnittl i- chen Jahresbetrieb abgestellt, besteht die Gefahr, dass entweder die In te- ressen der Anlagebetreiber oder diejenigen der Anwohner zu hoch gewic h- tet werden (vgl. hierzu Ziff. 3 der Vollzugshilfe). Ganz abgesehen davon, dass nicht nachvollziehbar ist, weshalb das Gutachten den Spitzenbetrieb gerade um den Faktor zwei höher gewic htet als den übrigen Betrieb bzw. auf welche Grundlagen es sich diesbezüglich stützt, ist grundsätzlich von der Anwendung eines durschnittlichen Betriebs abzusehen und ist in Befo l- gung der 18. BlmSchV vom maximalen Tagesbetrieb auszugehen. 8. Bemerkungsweise sei sodann auf das Begehren des Rekurrenten um den Erlass eines Musik - und Alkoholverbotes und auf den Antrag um Einzä u- nung der Anlage einzugehen. Der Rekurrent führt hierzu aus, dass Skat er- anlagen bekanntermassen nicht nur Personen anziehen würden, die primär darauf Skaten wollten, sondern die sich dort zum Alkoholkonsum bei lauter Musik treffen wollten. Ein vorsorgliches Musik - und Alkoholverbot ist nicht R1L.2011.00016 Seite 15 angezeigt. Sollte sich bei der Benutzung der Anlage zeigen, dass durch das Abspielen vo n Musik die einschlägigen Richtwerte überschritten wü r- den, so wären dannzumal betriebliche Massnahmen zu treffen. Derart iges Verhalten kann nicht vorweggenommen werden. Der Rekurrent ist sodann der Auffassung, dass nur mittels einer Einzä u- nung das Einhalt en der Betriebszeiten gewähr leistet werden könne. Es ist davon auszugehen, dass das Einzäunen der Anlage beachtliche Kosten verursacht. Eine derartige Massnahme ist daher erst dann zu treffen, falls sich beim Betrieb der Anlage zeigen sollte, dass die Betr iebszeiten nicht eingehalten werden und auch andere betriebliche Massnahmen (beispiel s- weise Betriebskontrollen) nichts fruchten. 9. Zusammenfassend kann daher festgehalten werden, dass der angefocht e- ne Beschluss in teilweiser Gutheissung des Rekur ses aufzuheben ist. Die Sache ist zur weiteren Untersuchung im Sinne der Erwägungen und zum Neuentscheid an die Vorinstanz zurückzuweisen.