<h2>SubmittedText<h2><p>Deutsche Insektenforscherinnen und -forscher stellten in Naturschutzgebieten während Jahren Fallen auf und wogen die Beute. 1989 waren es 1,4 Kilogramm, 2013 noch knappe 300 Gramm, was eine Abnahme von 76 Prozent belegt. Wissenschafterinnen und Wissenschafter bestätigten die Befunde und bezeichneten den Verlust in einem Fachmagazin als linear.</p><p>Angenommen, diese Analyse ist korrekt:</p><p>- In wie vielen Jahren gibt es in diesen Gebieten keine Fluginsekten mehr?</p><p>- Was bedeutet dies für die Flora, die Fauna und für die Landwirtschaft?</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Die erwähnte Untersuchung ist gut dokumentiert. Für die Schweiz liegen aber keine vergleichbaren Daten und Untersuchungen vor. Allerdings sind auch hierzulande 40 Prozent der Insektenarten, die im Rahmen des Rote-Liste-Programms untersucht werden, vom Aussterben bedroht und verzeichnen daher einen Rückgang ihrer Population. Spezifische Messungen liegen zwar nicht vor, aber es ist davon auszugehen, dass die Verbreitung der Insektenarten gering ist und weiter abnimmt. Das Verschwinden der Insekten ist eine Bedrohung für die unverzichtbaren Leistungen, die die Ökosysteme für unsere Gesellschaft und die Wirtschaft erbringen. Insekten tragen zum Funktionieren der Ökosysteme bei, denen wir beispielsweise fruchtbare Böden verdanken. Zahlreiche Pflanzen- und Tierarten überleben nur dank Insekten: Viele Vogel- und Säugetierarten ernähren sich ausschliesslich von Insekten, und die Mehrheit der Pflanzen ist namentlich auf die Bestäubung durch Insekten angewiesen. Das Verschwinden der Insekten hätte somit enorme Folgen für die Landwirtschaft, aber auch für die Waldwirtschaft und für die Gesellschaft als Ganzes.</p>