<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="content"> <div class="para">Bundesgericht </div> <div class="para">Tribunal fédéral </div> <div class="para">Tribunale federale </div> <div class="para">Tribunal federal </div> <div class="para"> </div> <div class="para">{T 0/2} </div> <div class="para">2C_220/2010 </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Urteil vom 4. April 2010 </div> <div class="para">II. öffentlich-rechtliche Abteilung </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Besetzung </div> <div class="para">Bundesrichter Zünd, Präsident, </div> <div class="para">Gerichtsschreiber Feller. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Verfahrensbeteiligte </div> <div class="para">X.________ AG in Liquidation, </div> <div class="para">Beschwerdeführerin, </div> <div class="para">vertreten durch A.________, </div> <div class="para"> </div> <div class="para">gegen </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Steueramt des Kantons Aargau. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Gegenstand </div> <div class="para">Ordnungsbusse, </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Beschwerde gegen das Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Aargau, 2. Kammer, vom 24. Februar 2010. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Erwägungen: </div> <div class="para"> </div> <div class="para">1. </div> <div class="para">Im Zusammenhang mit einer vom Steueramt des Kantons Aargau gegen die X.________ AG in Liquidation (nachfolgend: X.________) ausgesprochenen und in der Folge wieder aufgehobenen Busse erging am 4. November 2009 ein Nichteintretensurteil des Steuerrekursgerichts des Kantons Aargau. Dagegen erhob die X.________ am 7. Dezember 2009 Beschwerde an das Verwaltungsgericht des Kantons Aargau. Sie wurde am 13. Januar 2010 zur Bezahlung eines Kostenvorschusses von Fr. 800.-- innert zehn Tagen aufgefordert. Nachdem der Vertreter der X.________ am 25. Januar 2010 moniert hatte, ein Kostenvorschuss vor Verwaltungsgericht rechtfertige sich nicht, wurde dieser mit Verfügung des instruierenden Gerichtsschreibers des Verwaltungsgerichts gestützt auf § 30 Abs. 2 des Aargauer Gesetzes vom 4. Dezember 2007 über die Verwaltungsrechtspflege (Verwaltungsrechtspflegegesetz, VRPG) eine letzte, nicht erstreckbare 10-tägige Frist zur Bezahlung des Kostenvorschusses von Fr. 800.--, unter Androhung des Nichteintretens bei Säumnis, angesetzt. Die Verfügung wurde dem Vertreter der X.________ am 28. Januar 2010, an der Zustelladresse der X.________ selber am 29. Januar 2010 eröffnet. Der Kostenvorschuss wurde in der Folge nicht bezahlt. Das Verwaltungsgericht trat daher mit Urteil vom 24. Februar 2010 auf die Beschwerde vom 7. Dezember 2010 nicht ein. </div> <div class="para">Mit Schreiben ihres Vertreters vom 9. März 2010 ersuchte die X.________ das Verwaltungsgericht, "wegen massiver Verletzung von Form- und Verfahrensvorschriften", um eine richtigstellende Begründung seines Urteils, welches "den Fakten entsprechend zu bereinigen und im Sinne einer Revision zu erläutern" sei; entsprechend sei die Rechtsmittelfrist auszusetzen. Das Verwaltungsgericht hat die Eingabe am 11. März 2010 mitsamt einem Exemplar seines Urteils zuständigkeitshalber an das Bundesgericht weitergeleitet. Es informierte unter anderem die X.________ bzw. deren Vertreter sowie das Kantonale Steueramt über die Weiterleitung durch Zustellung einer Kopie seines Übermittlungsschreibens. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Gestützt auf die Überweisung ist vor Bundesgericht ein Beschwerdeverfahren eröffnet worden, worüber die Verfahrensbeteiligten am 12. März 2010 durch Zustellung einer Eingangsanzeige informiert wurden, ohne dass sie sich in der Folge dazu geäussert hätten. </div> <div class="para">Andere Instruktionsmassnahmen (Schriftenwechsel usw.) sind nicht angeordnet worden. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">2. </div> <div class="para">Gemäss <span class="artref">Art. 42 BGG</span> haben Rechtsschriften die Begehren und deren Begründung zu enthalten (Abs. 1). Dabei ist in der Beschwerde-begründung in gedrängter Form darzulegen, inwiefern der angefochtene Akt Recht verletzt (Abs. 2); es muss sich dabei um schweizerisches Recht handeln (<span class="artref">Art. 95 BGG</span>). Beruht der Entscheid wie vorliegend auf kantonalem Recht, fällt praktisch nur die Rüge der Verletzung verfassungsmässiger Rechte in Betracht (vgl. <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=26&amp;from_date=30.03.2010&amp;to_date=18.04.2010&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F134-I-153%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page153">BGE 134 I 153</a> E. 4.2.2 S. 158; <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=26&amp;from_date=30.03.2010&amp;to_date=18.04.2010&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F134-II-349%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page349">134 II 349</a> E. 3 S. 351; <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=26&amp;from_date=30.03.2010&amp;to_date=18.04.2010&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F134-III-379%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page379">134 III 379</a> E. 1.2 S. 382 f.), welche spezifischer Begründung bedarf (<span class="artref">Art. 106 Abs. 2 BGG</span>). </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Die Eingabe des Vertreters der Beschwerdeführerin genügt diesen Begründungsanforderungen offensichtlich nicht (<span class="artref">Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG</span>), weshalb im vereinfachten Verfahren gemäss <span class="artref">Art. 108 BGG</span> auf die Beschwerde nicht einzutreten ist. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Ergänzend ist festzuhalten, dass auch einer formgerecht formulierten Beschwerde kein Erfolg beschieden gewesen wäre: Das Verwaltungsgericht ist entsprechend der klaren Norm von § 30 Abs. 2 VRPG vorgegangen. Warum auf die Erhebung eines Kostenvorschusses hätte verzichtet werden sollen, bleibt unerfindlich. Namentlich liesse sich auch dem an das Verwaltungsgericht adressierten Schreiben des Vertreters der Beschwerdeführerin vom 8. Februar 2010, welches als Beilage zur Beschwerdeschrift vom 9. März 2010 eingereicht wurde, nichts entnehmen, was gegen eine Kostenauflage bzw. die Kostenvorschusspflicht sprechen würde. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Dem Verfahrensausgang entsprechend sind die Gerichtskosten (<span class="artref">Art. 65 BGG</span>) der Beschwerdeführerin aufzuerlegen (Art. 66 Abs. 1 erster Satz BGG). </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Demnach erkennt der Präsident: </div> <div class="para"> </div> <div class="para">1. </div> <div class="para">Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">2. </div> <div class="para">Die Gerichtskosten von Fr. 500.-- werden der Beschwerdeführerin auferlegt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">3. </div> <div class="para">Dieses Urteil wird den Verfahrensbeteiligten, dem Verwaltungsgericht des Kantons Aargau, 2. Kammer, und der Eidgenössischen Steuerverwaltung schriftlich mitgeteilt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Lausanne, 4. April 2010 </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Im Namen der II. öffentlich-rechtlichen Abteilung </div> <div class="para">des Schweizerischen Bundesgerichts </div> <div class="para">Der Präsident: Der Gerichtsschreiber: </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Zünd Feller </div> </div></body></html>