Kassationsgericht des Kantons Zürich Kass.-Nr. AA090051/U/Np Mitwirkende: die Kassationsrichter Moritz K uhn, Präsident, Andreas Donatsch, Paul Baumgartner, Reinhard Oertli und Matthias Brunner sowie der juristische Sekretär Markus Nietlispach Zirkulationsbeschluss vom 5. Mai 2009 in Sachen X. GmbH, ..., Beklagte, Rekurrentin und Beschwerdeführerin gegen Kanton Zürich , Kläger, Rekursgegner und Beschwerdegegner vertreten durch das Handelsregisteramt des Kantons Zürich betreffend erforderliche Massnahmen gemäss Art. 731b OR (Geschäftsführer) Nichtigkeitsbeschwerde gegen einen Beschluss der II. Zivilkammer des Obergerichts des Kantons Zürich vom 25. Februar 2009 (NL080206/U) - 2 - Das Gericht hat in Erwägung gezogen: 1.a) Mit Eingabe vom 29. Oktober 2008 stellte der Beschwerdegegner (Klä- ger und Rekursgegner), vertreten durch das Handelsregisteramt des Kantons Zü- rich, gestützt auf Art. 941a Abs. 1 OR beim Einzelrichter im summarischen Ver- fahren des Bezirkes Zürich (Erstinstanz) das Begehren, wegen Mängeln in der gesetzlich zwingend vorgeschriebenen Organisation der Beschwerdeführerin (Be- klagte und Rekurrentin) die erforderlic hen Massnahmen gemäss Art. 731b OR zu ergreifen (ER act. 1). Nachdem die Beschwerdeführerin der erstinstanzlichen Auf- forderung, entweder einen gesetzmässigen Ge schäftsführer zu bestellen und die- sen beim Handelsregisteramt des Kantons Zürich anzumelden bzw. dem Gericht die entsprechende Bestätigung zukommen zu lassen oder einen Barvorschuss von Fr. 12'000.-- zu leisten (ER act. 3), nicht nachgekommen war (resp. die frist- ansetzende Verfügung vom 3. November 2008 nicht hatte zugestellt werden kön- nen; vgl. ER 5/1-2), or dnete die Erstinstanz mit Verfügung vom 25. November 2008 androhungsgemäss deren Au flösung und Liquidation nach den Vorschriften über den Konkurs an (ER act. 7 = OG act. 2 = OG act. 7). b) Hiegegen rekurrierte die Beschwerdeführerin mit Datum vom 14. Dezem- ber 2008 mit dem sinngemässen Antrag auf Aufhebung der angefochtenen Verfü- gung (OG act. 1). Nach Eingang zweier we iterer beklagtischer Eingaben (OG act. 11 und 13) wurde der Beschwer deführerin mit zweitinstanzlicher Präsidialverfü- gung vom 26. Januar 2009 Frist angesetzt, um den Nachweis zu erbringen, dass ihr im Handelsregister eingetragener Geschäftsführer Y. über einen gesetzlichen Wohnsitz in der Schweiz verfüge oder fü r die Beschwerdeführerin ein anderer ge- setzmässiger Geschäftsführer mit Schweizer Wohnsitz bestellt und beim Handels- registeramt des Kantons Zü rich angemeldet worden sei; dies mit dem Hinweis, dass bei Säumnis Abweisung des Rekurses drohe (OG act. 15 und 16/1). Darauf reagierte die Beschwerdeführerin nicht. Mit Beschluss vom 25. Februar 2009 wies die II. Zivilkammer des Obergerichts des Kantons Zürich (Vorinstanz) den Rekurs in Bestätigung der erstinstanzlichen Ve rfügung vom 25. November 2008 unter Kostenfolgen zulasten der Beschwerdeführerin ab (OG act. 17 = KG act. 2). - 3 - c) Gegen diesen der Beschwerdeführerin am 5. März 2009 zugestellten (OG act. 18/1), als (im summarischen Verf ahren ergangener) Rekurs(end)entscheid ohne weiteres beschwerdefähigen (vgl . § 281 ZPO und Frank/Sträuli/Messmer, Kommentar zur zürcherischen Zivilprozesso rdnung, 3. A., Züri ch 1997, N 9 f. zu § 281 ZPO; von Rechenberg, Die Nichtigkei tsbeschwerde in Zivil- und Strafsa- chen nach zürcherischem Recht, 2. A., Zü rich 1986, S. 4 f.; s.a. Spühler/Vock, Rechtsmittel in Zivilsachen im Kanton Zürich und im Bund, Zürich 1999, S. 62) vorinstanzlichen Beschluss richtet sich di e vorliegende, rechtzeitig (vgl. § 287 ZPO) eingereichte Nichtigkeitsbeschwerd e vom 25. März 2009 (KG act. 1), von deren Eingang den Parteien sowie den Vorinstanzen mit Schreiben vom 31. März 2009 Kenntnis gegeben wurde (KG act. 4). Darin beantragt di e Beschwerdeführe- rin in der Sache selbst sinngemäss die Aufhebung des angefochtenen Beschlus- ses und den Verzicht auf ihre Auflös ung und Liquidation nach den Vorschriften des SchKG (KG act. 1 S. 1/2). d) Wie die nachstehenden Erwägungen (Erw. 3) zeigen, erweist sich die Be- schwerde sofort als den formellen An forderungen an die Begründung einer sol- chen nicht genügend und insoweit unzulässig. Deshalb kann – nach bereits er- folgtem Beizug der vorinstanzlichen Akt en (vgl. KG act. 3 und 5) – von Weiterun- gen im Sinne von § 289 ZPO abgesehen, d.h. darauf verzichtet werden, dem Be- schwerdegegner Gelegenheit zur Beantwor tung der Beschwerde und der Vorin- stanz zur Vernehmlassung zu geben (Frank /Sträuli/Messmer, a.a.O., N 2 zu § 289 ZPO). 2. Die Vorinstanz erwog in ihrer Entscheidbegründung unter Hinweis auf die bisherigen Zustellungsprobleme zunächst, dass sich die postalische Zustellung von Gerichtsurkunden an die Beschwerdefüh rerin offenbar als schwierig erweise. Dazu sei festzuhalten, dass eine Gesellsch aft dafür zu sorgen habe, dass sie un- ter der im Handelsregister eingetragenen Adresse erreicht werden könne. Die von der Beschwerdeführerin auf geworfene Frage, ob die er stinstanzliche Verfügung vom 3. November 2008 (ER act. 3) (re chtswirksam) zugestellt worden sei, könne zur Beurteilung des Rekurses jedoch offen bleiben (KG act. 2 S. 2-4, Erw. 3-4.3). - 4 - So müsse nach Art. 814 Abs. 3 OR ei ne Gesellschaft mit beschränkter Haf- tung durch eine Person mit Wohnsitz in der Schweiz vertreten werden können, wobei dieses Erfordernis dur ch einen Geschäftsführer oder einen Direktor erfüllt sein könne. Die zur Vertretung befugt en Personen müssten zudem im Handelsre- gister eingetragen sein (Art. 814 Abs. 6 OR i.V.m. Art. 119 HReg V). Mittels dieser Regelung solle im Interesse der Transpar enz der Unternehmensverhältnisse und zur Sicherung einer rechtsverbindlichen Kommunikation mit der Gesellschaft zu- mindest ein minimaler personeller Anknüpf ungspunkt in der Schweiz gewährleis- tet werden. Gemäss Handelsregisterauszug vom 29. Oktober 2008 (ER act. 2/1) wie auch dem zur Zeit der Fällung des Reku rsentscheids im Internet abrufbaren Ein- trag betreffend die Beschwerdeführerin se i als Gesellschafter und Geschäftsfüh- rer mit Einzelunterschrift "Y., von Basel, in unbekannt" eingetragen. Die Mutation betreffend den Wohnsitz von Y. sei am 8. Oktober 2008 (SHA B-Publikation vom 14. Oktober 2008) von Amtes wegen erfolg t, und zwar gestützt auf eine Auskunft des Personenmeldeamtes Basel (ER act. 1 S. 2 und ER act. 2/2). Gemäss amtli- cher Meldung der Einwohnerko ntrolle an das Handelsregisteramt habe sich Y., nachdem er am 15. Februar 2005 von den Jungferninse ln nach Basel an die Z.-Strasse 00 gezogen sei, offenbar am 28. März 2006 nach unbekannt wieder abgemeldet (ER act. 2/2). Diese Meldung werde mit der von der Beschwerdefüh- rerin ins Recht gereichten Anmeldebeschei nigung (OG act. 3/1) nicht widerlegt. Die Beschwerdeführerin halte damit der offenbar am 28. März 2006 erfolgten Ab- meldung nichts entgegen und bringe in ihrer Rekursschrift auch nicht vor, dass Y. seinen gesetzlichen Wohnsitz nach wie vor in der Schweiz habe. Ob er in Basel allenfalls eine Adresse verzeichne, se i nicht entscheidend; massgebend im Sinne von Art. 814 Abs. 3 OR sei der gemeldete Schweizer Wohnsitz (KG act. 2 S. 4 f., Erw. 4.3). Die Beschwerdeführerin mache zudem gelt end, sie wolle ihren Sitz in einen anderen Kanton verlegen und am neuen Domizi l einen zweiten Geschäftsführer ernennen. Dies sei bis heute ab er offensichtlich nicht geschehen: Weder sei dem aktuellen Handelsregisterauszug eine Sitzverlegung oder eine (neue) Anmeldung - 5 - eines Geschäftsführers im Sinne von Art. 814 Abs. 3 OR zu entnehmen, noch sei eine Meldung (unter Beilage einer Bestätigung) an die Rekursinstanz erfolgt. Da die Beschwerdeführerin von ihrem Organisationsmangel Kenntnis habe und in ih- rem Rekurs die Behebung des gesetzwidri gen Zustandes geltend mache, wäre sie verpflichtet gewesen, die entspre chenden Handlungen zu veranlassen, was sie indessen auch innert der von der Reku rsinstanz angesetzten Frist nicht getan habe. Der Rekurs erweise sich somi t als unbegründet und se i unter ausgangsge- mässer Kostenauflage abzuweisen (KG act. 2 S. 5 f., Erw. 4.3 und 5). 3.a) Angesichts der Ausgestaltung ihrer dagegen gerichteten Beschwerde ist die Beschwerdeführerin auf die besonder e Natur des Kassationsverfahrens hin- zuweisen. Dieses stellt ke ine Fortsetzung des Verfahrens vor dem Sachrichter (mit umfassender Prüfungsbefugnis und Prüfungspflicht der Rechtsmittelinstanz bezüglich des gesamten Prozessstoffes sow ohl in rechtlicher wie auch tatsächli- cher Hinsicht) dar. Zu prüfen ist vielm ehr (allein), ob der angefochtene Entscheid aufgrund des bei der Vorins tanz gegebenen Aktenstandes an einem besonderen Mangel, nämlich einem Nichtigkeitsgrund im Sinne von § 281 Ziff. 1-3 ZPO leidet. Dabei muss der Nichtigkeitskläger, der anzugeben hat, inwieweit er den vorin- stanzlichen Entscheid anficht und welche Änderungen er beantragt (§ 288 Abs. 1 Ziff. 2 ZPO), den behaupteten Nichtigkeitsgr und in der Beschwerdeschrift selbst nachweisen (§ 288 Abs. 1 Ziff. 3 ZPO), wo rauf in der vorinstanzlichen Rechtsmit- telbelehrung (mit dem dortigen Hinweis auf § 288 ZPO) ausdrücklich hingewiesen wurde (vgl. KG act. 2 S. 6, Disp.-Ziff. 6). Gemäss § 290 ZPO werden lediglich die geltend gemachten Nichtigkeitsgründe überprüft (sog. Rügeprinzip). Um diesen ihm obliegenden Na chweis zu erbringen, hat sich der Nichtig- keitskläger konkret mit dem angefochtenen (hier: Rekurs-)Entscheid und den da- rin enthaltenen, den Entscheid tragenden Erwägungen auseinanderzusetzen und hierbei darzulegen, inwiefern diese mit einem Mangel im Sinne von § 281 ZPO behaftet seien. Die blosse Verweisung auf frühere Vorbringen oder deren blosse Wiederholung genügen hiefür nicht. Ebenso wenig lässt sich ein Nichtigkeitsgrund rechtsgenügend dartun, indem in appellatorischer Weise bloss die Richtigkeit der vorinstanzlichen Auffassung in Abrede geste llt und dieser (allenfalls) die eigene, - 6 - abweichende Ansicht entgegengestellt wird. Vielmehr sind in der Beschwerdebe- gründung insbesondere die an gefochtenen Stellen des vorinstanzlichen Ent- scheids genau zu bezeichnen und diejenigen Aktenstelle n, aus denen sich ein Nichtigkeitsgrund ergeben soll, im Einzelnen anzugeben. So muss beispielsweise, wer die vorinstanzliche Beweiswürdigung als willkürlich rügt, in der Beschwerde genau darlegen, welche tatsächlichen Anna hmen des angefochtenen Entscheids auf Grund welcher (präzis zu nennenden) Akt enstellen willkürlich sein sollen, wo- bei es hiefür nicht ausreicht, tatsäch liche Annahmen der Vorinstanz bloss zu bestreiten oder der vorinstanzlichen Bewe iswürdigung einfach die eigene gegen- überzustellen. Wird Aktenwidrigkeit einer tatsächlichen Annahme behauptet, so sind ebenfalls die Bestandteile der Akten, die nicht oder nicht in ihrer wahren Ge- stalt in die Beweiswürdigung einbezogen worden sein soll en, genau anzugeben. Es ist mithin nicht Sache der Kassationsinstanz, in den vorinstanzlichen Akten nach den Grundlagen des ge ltend gemachten (oder gar eines anderen mögli- chen) Nichtigkeitsgrundes zu suchen (einlässlich zum Ganzen von Rechenberg, a.a.O., S. 16 ff.; Spühler/Vock, a.a.O., S. 56 f., 72 f.; s.a. Frank/Sträuli/Messmer, a.a.O., N 4 zu § 288 ZPO). Soweit die Be schwerde oder einzelne der darin erho- benen Rügen diese Begründungs anforderungen nicht erfüllen, kann auf die ent- sprechenden Vorbringen nicht eingetreten werden. Aus dem Wesen der Nichtigkeitsbeschwerde folgt, dass neue tatsächliche Behauptungen, Einreden, Bestreitungen und Beweise, di e eine Vervollständigung des Prozessstoffes bezwecken, über welchen der erkennende (Sach-)Richter (Vorinstanz) zu entscheiden hatte, im Beschwerdeverfahren nicht zulässig sind (sog. Novenverbot); das gilt selbst dann, wenn die Voraussetzungen von § 115 ZPO erfüllt wären (Frank/Sträuli/Messmer , a.a.O., N 4a zu § 288 ZPO [und N 7b zu § 115 ZPO]; Spühler/Vock, a.a.O., S. 75; Walder- Richli, Zivilprozessrecht, 4. A., Zürich 1996, § 39 Rz 65; ZR 76 Nr. 26; RB 1996 Nr. 121). b) Die vorliegende Beschwerde (KG ac t. 1) vermag den eben skizzierten, zumindest in ihren wesentlichen Grundzüge n auch von einer nicht anwaltlich ver- tretenen Partei zu beachtenden gesetzlic hen Anforderungen an die Begründung einer Nichtigkeitsbeschwerde nicht zu genügen: Abgesehen davon, dass darin - 7 - konkrete Hinweise auf bestimmte Er wägungen im angefochtenen Beschluss oder auf andere Stellen in den vori nstanzlichen Akten vollends fehlen, lassen die Aus- führungen in der Beschwerdeschrift auch in inhaltlicher Hinsicht eine hinreichende argumentative Auseinandersetzung mit den vorinstanzlichen Erwägungen vermis- sen. Ebenso wenig wird rechtsgenügend aufgezeigt, inwiefern der angefochtene Beschluss zum Nachteil der Beschwerdefüh rerin an einem Mangel im Sinne von § 281 Ziff. 1-3 ZPO leiden sollte, d.h. dass und inwiefern er auf einer Verletzung (welcher) wesentlicher Verfahrensgrundsätze oder auf (welchen) aktenwidrigen oder willkürlichen tatsächlic hen Annahmen beruhe oder klar es materielles Recht verletze. Insbesondere lässt sich mit dem (vollends unbelegt en und überdies im Widerspruch zur Aktenlage [vgl. ER act. 2/1 und 2/2] stehenden) Einwand, die "dem Handelsregister bekannte Adresse Z. -Strasse in … Basel … [habe] zum Zeitpunkt der gestellten Forderung nach wi e vor Gültigkeit" gehabt, von vornher- ein nicht nachweisen, dass und inwiefern der in Würdigung der Aktenlage (insbe- sondere des aktuellen Handelsregisteraus zugs betreffend die Beschwerdeführe- rin) gezogene vorinstanzliche Schluss, Y. habe keinen Wohnsitz in der Schweiz, mit einem Nichtigkeitsgrund behaftet sei (vgl. zur beweisrechtlichen Massgeblich- keit des Handelsregisterauszugs der fraglichen Gesellschaft auch Bürge, Richter- liche Behebung von Organisationsmängeln der AG und der GmbH, SJZ 2009, S. 162). Statt dessen beschränkt sich die Besch werdeführerin darauf, zu behaupten, sie habe die ihr mit (erstinstanzlicher) Verfügung vom 3. November 2008 gemach- ten Auflagen "vollumfänglich erfüllt" und termingerecht einen Geschäftsführer mit Wohnsitz in Zürich ernannt (KG act. 1 S. 1) . Dabei unterlässt sie es jedoch, unter Hinweis auf konkrete Akt enstellen aufzuzeigen, dass und wo sie die von ihr ver- langte Beseitigung des Mangels in ihrer Organisation bereits vor Vorinstanz nachgewiesen habe, weshalb diese – im Übrigen auch vor Kassationsgericht un- belegt gebliebene – Behauptung als im Beschwerdeverfahren unzulässiges neues Vorbringen zu gelten hat. Da sodann unklar bleibt, welche "seinerzeitige Zustel- lung an die Privatadresse des seinerzeit igen Geschäftsführer[s] durch das Han- delsregisteramt … nicht erfolgt" sei (KG ac t. 1 S. 1), ist auch mit diesem Einwand kein Nichtigkeitsgrund dargetan. Im Übrigen ist dazu mit der Vorinstanz festzuhal-- 8 - ten, dass eine Gesellschaft dafür zu so rgen hat, dass sie unter der im Handelsre- gister eingetragenen Adresse (und nicht primär an einer privaten Adresse ihres Organs) erreicht werden kann. Und sollte die Beschwerdeführerin mit ihrem Ein- wand, "von einem gesetzeswidrigen Zustand … [könne] keine Rede sein" (KG act. 1 S. 1), sinngemäss geltend machen, di e Vorinstanz habe ihr zu Unrecht vor- geworfen, unter den gegebenen Umständen erfülle sie die (Organisations-)Vor- schrift von Art. 814 Abs. 3 OR nicht, k önnte auf diese zu pauschal gehaltene und den Anforderungen von § 288 ZPO nicht genügende Rüge auch deshalb nicht eingetreten werden, weil es sich dabe i um eine vom Bundesrecht geregelte Rechtsfrage handelt, welche das Bundesge richt im Rahmen der (gegen den vor- instanzlichen Entscheid w ohl offenstehenden) Beschwer de in Zivilsachen frei überprüfen kann. Damit ist sie der ka ssationsgerichtlichen Beurteilung aber ent- zogen (§ 285 ZPO, Grundsatz der Subsidia rität der kantonalen Nichtigkeitsbe- schwerde; vgl. ZR 107 Nr. 79, Erw. 3/b; 107 Nr. 21, Erw. II/5/b m.w.Hinw.; Reetz, Das neue Bundesgerichtsgesetz unter besonderer Berücksichtigung der Be- schwerde in Zivilsachen, SJZ 2007, S. 37). Der Sache nach erschöpft sich die Beschwerde somit in rein appellatori- scher und in der vorliegenden Form nicht zu hörender Kritik am vorinstanzlichen Entscheid bzw. am (für die Beschwer deführerin negativen) Ausgang des Rekurs- verfahrens. Deshalb kann mangels rech tsgenügender Begründung nicht auf die Beschwerde eingetreten werden (§ 288 ZPO). c) Bloss ergänzend sei angemerkt, dass auch unter materiellen Gesichts- punkten nicht evident ist, dass und inwie fern der angefochtene Beschluss an ei- nem der kassationsgerichtlichen Prüfung unterliegenden Nichtigkeitsgrund ge- mäss § 281 Ziff. 1-3 ZPO leiden sollte, wobei zur Vermeidung unnötiger Wieder- holungen im Sinne von § 161 GVG auf die im Wesentlichen zutreffenden Erwä- gungen der Vorinstanz verwiesen werden kann. 4.a) Gemäss der auch im Rechtsmittelv erfahren geltenden allgemeinen Re- gel von § 64 Abs. 2 ZPO werden die Ge richtskosten der unterliegenden Partei auferlegt. Sie bestehen in einer sämt liche Kosten abdeckenden (§ 2 Abs. 3 GGebV), vorliegend nach § 4 Abs. 1 GGebV i.V.m. § 13 GGebV zu bemessenden - 9 - und gemäss § 4 Abs. 2 GGebV, § 7 GGebV und § 10 Abs. 1 GGebV (analog) er- heblich zu reduzierenden Gerichtsgebühr. Al s unterliegende Partei ist auch der (Rechtsmittel-)Kläger zu behandeln, auf dessen Klage (resp. Rechtsmittel) nicht eingetreten wird (Guldener, Schweizerisches Zivilprozessrecht, 3. A., Zürich 1979, S. 406, Anm. 6/a; Frank/Sträuli/Messmer, a.a.O., N 18 zu § 64 ZPO). Da die Be- schwerdeführerin mit ihrer Nichtigkeitsbes chwerde unterliegt, sind ihr die Kosten aufzuerlegen. b) Sodann hat nach § 68 Abs. 1 ZPO die unterliegende Partei die Gegenpar- tei in der Regel im gleichen Verhältnis für Kosten und Umtriebe zu entschädigen, wie ihr Kosten auferlegt werden. Da dem Beschwerdegegner vor Kassationsge- richt jedoch keine entsc hädigungspflichtigen Aufwendungen entstanden sind, ist von der Zusprechung einer Prozessentschädigung abzusehen. 5. Beim vorliegenden Beschluss handelt es sich um einen Endentscheid (im Sinne von Art. 90 BGG) in einer Zivilsac he weder miet- noch arbeitsrechtlicher Natur. Da es um die Au flösung einer GmbH mit fi nanzieller Zwecksetzung geht (vgl. ER act. 2/1), ist sie im Lichte der bundesgerichtlichen Praxis zudem als ver- mögensrechtlich zu qualifizieren (s.a. Lorandi, Konkursverfahren über Handelsge- sellschaften ohne Konkurseröffnung – Ge danken zu Art. 731b OR, AJP 2008, S. 1388 f. [und S. 1387]; insoweit unzutre ffend KG act. 2 S. 7). Demzufolge steht gegen den kassationsgerichtlichen Entscheid die Beschwerde in Zivilsachen nach Art. 72 ff. BGG nur unter der Voraussetz ung offen, dass deren (Rechtsmittel-) Streitwert über Fr. 30'000.-- liegt (vgl. Art. 51 Abs. 1 lit. a BGG und Art. 74 Abs. 1 lit. b BGG). Ob dies zutrifft, entscheidet das Bundesgericht nach Ermessen (vgl. Art. 51 Abs. 2 BGG). Sollte es dabei zum Schluss kommen, der Streitwert liege unter dem genannten Betrag, wäre gegen den vorliegenden Erledigungsentscheid die Beschwerde nur unter der Voraussetzung zulässig, dass sich eine (der bun- desgerichtlichen Prüfung zugängliche) Rechtsfrage von grundsätzlicher Bedeu- tung stellt (Art. 74 Abs. 2 lit. a BGG) . Andernfalls stünde gegen ihn lediglich die subsidiäre Verfassungsbeschwerde im Sinne von Art. 113 ff. BGG offen. Ferner beginnt mit der Zustellung des Beschlusses des Kassationsgerichts (als ausserordentlicher Rechtsmittelinstanz ) auch die dreissigtägige Frist zur all-- 10 - fälligen (direkten) Anfechtung des oberger ichtlichen Rekursentscheids mittels (or- dentlicher oder subsidiärer Verfassungs -)Beschwerde ans B undesgericht wegen Mängeln, deren Prüfung dem Kassationsgericht entzogen ist, (neu) zu laufen (Art. 100 Abs. 6 BGG; s.a. KG act. 2 S. 7, Dis p.-Ziff. 6 Abs. 3; BGer 4A_216/2008 vom 20.8.2008, Erw. 1.2; 5A_771/2008 vom 3.4.2009, Erw. 1.3). Das Gericht beschliesst: 1. Auf die Nichtigkeitsbeschwerde wird nicht eingetreten. 2. Die Gerichtsgebühr für das Kassationsverfahren wird festgesetzt auf Fr. 500.--. 3. Die Gerichtsgebühr wird der Beschwerdeführerin auferlegt. 4. Für das Kassationsverfahren wer den keine Prozessentschädigungen zuge- sprochen. 5. Die Zulässigkeit einer bundesrechtlichen Beschwerde gegen diesen Ent- scheid richtet sich nach den Bestimmungen des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG, insbes. Art. 72 ff., 90 ff. und 113 ff.). Eine allfällige Be- schwerde oder subsidiäre Verfassungsbeschwerde wäre schriftlich durch ei- ne Art. 42 BGG entsprechende Eingabe innert 30 Tagen nach Empfang die- ses Beschlusses beim Schweizerischen Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, einzureichen. Es handelt sich um eine vermögensrechtliche Zivilsache. Sodann läuft die Frist von 30 Tagen zur Anfechtung des Beschlusses des Obergerichts vom 25. Februar 2009 mit (ordentlicher oder subsidiärer Ver- fassungs-)Beschwerde an das Bundesgericht neu ab Empfang des vorlie- genden Entscheides (Art. 100 Abs. 1 und 6 BGG). Hinsichtlich des Fristenlaufes gelten die Art. 44 ff. BGG. - 11 - 6. Schriftliche Mitteilung an die Parteien, die II. Zivilkammer des Obergerichts des Kantons Zürich, den Einzelrichter im summarischen Verfahren des Be- zirkes Zürich (Proz.-Nr. EO080159) und das Konkursamt Aussersihl-Zürich, je gegen Empfangsschein. ______________________________________ KASSATIONSGERICHT DES KANTONS ZÜRICH Der juristische Sekretär: