13. Dezember 1991 2509 Interpellation Engler Konkubinatspaare; Quelle: Statistik der direkten Bundes- steuer) eine kleine Minderheit darstellen. Namentlich die Al- leinstehenden in unserem Land dürfen in diesem Zusammen- hang nicht übersehen werden. Eine vermehrte Annäherung der Steuerbelastung von Doppelverdiener-Ehepaaren gegen- über derjenigen von Doppelverdiener-Konkubinatspaaren wäre bei der direkten Bundessteuer nur zu erreichen, wenn den Alleinstehenden eine ganz erhebliche Mehrbelastung oder aber der Bundeskasse Mindereinnahmen in Milliarden- höhe zugemutet würden. Sowohl der Bundesrat als auch das Parlament sind im Rahmen der Harmonisierungsgesetzge- bung bei der langjährigen, erst am 14. Dezember 1990 abge- schlossenen Beratung des Bundesgesetzes über die direkte Bundessteuer zum Schluss gekommen, dass eine solche Lö- sung nicht zu verantworten sei. Sie haben sich deshalb auch in voller Kenntnis des Bundesgerichtsurteils vom 13. April 1984 - das übrigens formell an den kantonalen Gesetzgeber gerichtet ist, weil das Bundesgericht Bundesgesetze und die ihnen gleichgestellten Erlasse nicht auf deren Verfassungs- mässigkeit überprüfen kann - mit einer teilweisen Entlastung der Ehepaare gegenüber den Konkubinatspaaren begnügen müssen. Das gilt bei der direkten Bundessteuer sowohl für das vom Parlament für die Steuerjahre 1989 bis 1992 beschlos- sene und am 21. Juni 1991 für die Steuerjahre 1993/1994 ver- längerte sogenannte «Sofortprogramm» wie für das ab 1995 geltende neue Bundesgesetz über die direkte Bundessteuer. Präsident: Der Interpellant ist von der Antwort des Bundesra- tes teilweise befriedigt. #ST# 91.3228 Interpellation (Houmard-)Bonny Höhere Technische Lehranstalten. Anpassung der Subventionen Ecoles techniques supérieures. Rajustement des subventions Siehe Seite 2026 hiervor - Voir page 2026 ci-devant Präsident: Der Interpellant ist von der Antwort des Bundesra- tes befriedigt. #ST# 91.3316 Interpellation Engler Weinstatut. Verzug des Bundesrates Nouveau statut du vin. Retard dans la procédure Wortlaut der Interpellation vom 26. September 1991 Am 1. April 1990 hat das Volk den Rebbaubeschluss abge- lehnt, weil es namentlich mit der Weiterführung der Weinkon- tingentierung nicht einverstanden war. Im Vernehmlassungs- verfahren für einen neuen Rebbaubeschluss hat das EVD am 16. April 1991 geschrieben, dass die bestehende Kontingen- tierung abgeschafft und durch ein System mit Zollzuschlägen (Tarifizierung) ersetzt werden solle. Diese Lösung solle ab 1. Januar 1992 gelten. Ein entsprechender Entwurf der Aende- rung des Weinstatutes werde noch im Juli dieses Jahres zur Vernehmlassung unterbreitet. Anlässlich der Behandlung des Geschäftsberichts im Natio- nalrat am 14. Juni 1991 hat der Vorsteher des EVD diese Ab- sicht weitgehend bestätigt Ein Vernehmlassungsentwurf für eine Aenderung des Wein- statutes liegt heute aber noch immer nicht vor - anderthalb Jahre nach dem Volksentscheid und immerhin zwei Monate nach dem eigenen Terminplan des EVD. Wir fragen den Bundesrat an: 1. Ist es zutreffend, dass die vorgesehene Tarifizierung auf Wi- derstand seitens der Weinproduktion und eines Teiles des Handels gestossen ist? 2. Wann wird die für den Juli angekündigte Revision des Wein- statutes nun in die Vernehmlassung gegeben? 3. Welche Verzögerungen ergeben sich schon heute mit Blick auf den 1. Januar 1992, dem Ziel des EVD für die Aufhebung der Rotweinkontingentierung? 4. Auf wann ist die Aufhebung der Weissweinkontingentierung vorgesehen? Texte de l'interpellation du 26 septembre 1991 Le peuple a rejeté le 1er avril 1990 l'arrêté fédéral sur la viti- culture parce qu'il était opposé au maintien du contingente- ment de vin. Dans le cadre de la procédure de consultation re- lative au nouveau projet d'arrêté sur la viticulture, de DFEP a écrit le 16 avril 1991, que le contingentement devait être sup- primé et remplacé par un système prévoyant des droits de douane supplémentaires (tarification). Cette solution doit prendre effet au 1 er janvier 1992. Un projet de modification du statut du vin serait soumis à la consultation au courant du mois de juillet 1991, était-il écrit. Le chef du DFEP a pour l'essentiel confirmé cette déclaration lors du débat sur le rapport de gestion au Conseil national, le 14 juin 1991. Pourtant aucun projet portant sur une modification du statut du vin n'a encore été soumis à la consultation, un an et demi après le scrutin populaire; par-dessus le marché, le retard sur le calendrier fixé par le DFEP lui-même est de plus de deux mois. Nous demandons au Conseil fédéral de répondre aux ques- tions suivantes: 1. Est-il exact que l'institution d'un système prévoyant des droits de douane supplémentaires se heurte à l'opposition des producteurs de vin et d'une partie des commerçants? 2. Quand la procédure de consultation relative à la révision du statut du vin et annoncée pour le mois de juillet sera-t-elle ou- verte? 3. Avec quel retard supprimera-t-on le contingentement du vin rouge, dont la levée était prévue par le DFEP pour le 1 er janvier 1992? 4. A quelle date prévoit-on de lever le contingentement du vin blanc? Mitunterzeichner -Cosignataires: Auer, Bircher Silvio, Dietrich, Dünki, Eisenring, Gardiol, Loeb François, Meier Hans, Sal- vioni, Wiederkehr (10) Schriftliche Begründung - Développement par écrit Der Urheber verzichtet auf eine Begründung und wünscht eine schriftliche Antwort. Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates vom 6. November 1991 Rapport écrit du Conseil fédéral du 6 novembre 1991 Der Bundesrat behandelt diese Angelegenheit mit der gebote- nen Sorgfalt und unter Beachtung des Volkswillens. Er wird den Zeitplan einhalten und -wie in Aussicht gestellt-zugleich einen neuen Entwurf des Rebbaubeschlusses vorlegen und über die Aenderung des Weinstatuts beschliessen. 1. Es trifft zu, dass die auf den 1. Januar 1992 vorgesehene Ta- rifizierung (Schaffung eines Zollkontingentes) für Rotwein im Fass vor allem bei den Weinproduzenten, aber auch bei den Weinhändlern nicht auf Begeisterung stösst. Das Tarifizie- rungsvorhaben ist somit-wie der Interpellant vermutet-nicht unbestritten. Dies ist jedoch für den Bundesrat kein Grund, dieSchweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali Interpellation (Houmard-)Bonny Höhere Technische Lehranstalten. Anpassung der Subventionen Interpellation (Houmard-)Bonny Ecoles techniques supérieures. Rajustement des subventions In Amtliches Bulletin der Bundesversammlung Dans Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale In Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale Jahr 1991 Année Anno Band V Volume Volume Session Wintersession Session Session d'hiver Sessione Sessione invernale Rat Nationalrat Conseil Conseil national Consiglio Consiglio nazionale Sitzung 15 Séance Seduta Geschäftsnummer 91.3228 Numéro d'objet Numero dell'oggetto Datum 13.12.1991 - 08:00 Date Data Seite 2509-2509 Page Pagina Ref. No 20 020 756 Dieses Dokument wurde digitalisiert durch den Dienst für das Amtliche Bulletin der Bundesversammlung. Ce document a été numérisé par le Service du Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale. Questo documento è stato digitalizzato dal Servizio del Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale.