<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="content"> <div class="para"> </div> <div class="para">Bundesgericht </div> <div class="para">Tribunal fédéral </div> <div class="para">Tribunale federale </div> <div class="para">Tribunal federal </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <img height="74" src="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/clir/http/displayimage.php?id=2020-08-03-2C_626-2020.1&amp;type=gif" width="95"/> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>2C_626/2020</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>Urteil vom 3. August 2020</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>II. öffentlich-rechtliche Abteilung</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Besetzung </div> <div class="para">Bundesrichter Seiler, Präsident, </div> <div class="para">Gerichtsschreiber Businger. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Verfahrensbeteiligte </div> <div class="para">A.________, </div> <div class="para">Beschwerdeführer, </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <i>gegen</i> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">B.________, </div> <div class="para">Beschwerdegegner, </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Aufsichtsbehörde über die Anwältinnen und Anwälte des Kantons Luzern. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Gegenstand </div> <div class="para">Entbindung vom Berufsgeheimnis, </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Beschwerde gegen den Entscheid des Kantonsgerichts Luzern, 1. Abteilung, vom 4. Juni 2020 (2H 20 2). </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>Erwägungen:</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>1.</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>1.1.</b> Rechtsanwalt B.________ ersuchte am 30. Oktober 2019 die Aufsichtsbehörde über die Anwältinnen und Anwälte des Kantons Luzern um Entbindung vom Berufsgeheimnis, soweit dies zur Durchsetzung der offenen Honorarforderungen gegenüber A.________ einerseits und zur Abwehr dessen ungerechtfertigten Betreibungs-, Schlichtungs- und allenfalls Gerichtsverfahren andererseits notwendig sei. Die Aufsichtsbehörde entsprach dem Gesuch am 13. Januar 2020. Auf die dagegen von A.________ erhobene Beschwerde trat das Kantonsgericht Luzern am 4. Juni 2020 nicht ein. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>1.2.</b> Mit Beschwerde vom "30.08.20" (Eingang am 3. August 2020) wandte sich A.________ an das Bundesgericht und beanstandete die Kosten- und Entschädigungsfolgen des Entscheids des Kantonsgerichts. Das Bundesgericht hat keine Instruktionsmassnahmen verfügt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>2.</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>2.1.</b> Gemäss <span class="artref"><artref id="CH/173.110/42/2" type="start"></artref><artref id="CH/173.110/42/1" type="start"></artref>Art. 42 Abs. 1 und 2 BGG</span><artref id="CH/173.110/42/2" type="end"></artref><artref id="CH/173.110/2" type="end"></artref> haben Rechtsschriften unter anderem die Begehren und deren Begründung zu enthalten, wobei in der Begründung in gedrängter Form darzulegen ist, inwiefern der angefochtene Akt Recht verletzt. <span class="artref">Art. 95 ff. BGG</span> nennen dabei die zulässigen Rügegründe. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>2.2.</b> Das Kantonsgericht hat erwogen, der Beschwerdeführer habe kein schutzwürdiges Interesse an der Beurteilung seiner Verwaltungsgerichtsbeschwerde, weil er nicht grundsätzlich gegen die Entbindung vom Berufsgeheimnis opponiere (vgl. E. 5 des angefochtenen Entscheids). Selbst wenn das Rechtsschutzinteresse bejaht würde, könnte auf die Beschwerde nicht eingetreten werden, weil sich der Beschwerdeführer in keiner Weise mit den Ausführungen der Aufsichtsbehörde auseinandersetze (vgl. E. 6 des angefochtenen Entscheids). Schliesslich sei der Entscheid der Aufsichtsbehörde auch materiell nicht zu beanstanden (vgl. E. 7 des angefochtenen Entscheids). </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>2.3.</b> Mit diesen Ausführungen setzt sich der Beschwerdeführer nicht einmal ansatzweise auseinander, obwohl ihn bereits das Kantonsgericht auf das Erfordernis einer substanziierten Beschwerdebegründung hingewiesen hat (vgl. E. 6.1 des angefochtenen Entscheids), das auch im bundesgerichtlichen Verfahren gilt (vgl. vorne E. 2.1). Der Beschwerdeführer beschränkt sich stattdessen auf die Feststellung, die Entbindung vom Berufsgeheimnis sei nicht erforderlich, weil der Rechtsanwalt im hängigen Verfahren vor dem Bezirksgericht Luzern Widerklage "auch ohne die Entbindung" erheben könne. Dieses Argument hat das Kantonsgericht mit einlässlicher Begründung verworfen (vgl. E. 5.2.2 des angefochtenen Entscheids), ohne dass der Beschwerdeführer näher darauf eingeht. Vor diesem Hintergrund ist nicht ersichtlich, inwieweit die vorinstanzlichen Kosten- und Entschädigungsfolgen neu verlegt werden müssten. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>2.4.</b> Zusammenfassend mangelt es der Beschwerde offensichtlich an einer hinreichenden Begründung, auch unter Berücksichtigung, dass der Beschwerdeführer eine Laienbeschwerde eingereicht hat und die formellen Hürden daher praxisgemäss niedriger anzusetzen sind (Urteil 2C_289/2020 vom 20. April 2020 E. 3.2). Darauf ist im vereinfachten Verfahren nicht einzutreten (<span class="artref">Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG</span>). </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>3.</b> </div> <div class="para">Die Gerichtskosten sind dem Beschwerdeführer aufzuerlegen (<span class="artref">Art. 66 Abs. 1 BGG</span>). </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>Demnach erkennt der Präsident:</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>1.</b> </div> <div class="para">Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>2.</b> </div> <div class="para">Die Gerichtskosten von Fr. 500.-- werden dem Beschwerdeführer auferlegt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>3.</b> </div> <div class="para">Dieses Urteil wird den Verfahrensbeteiligten, dem Kantonsgericht Luzern, 1. Abteilung, und dem Bundesamt für Justiz BJ schriftlich mitgeteilt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Lausanne, 3. August 2020 </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Im Namen der II. öffentlich-rechtlichen Abteilung </div> <div class="para">des Schweizerischen Bundesgerichts </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Der Präsident: Seiler </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Der Gerichtsschreiber: Businger </div> </div></body></html>