<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: SB.2004.00093</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="https://vgrzh.djiktzh.ch/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=https://vgrzh.djiktzh.ch&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=205031&amp;W10_KEY=4467138&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>SB.2004.00093</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 20.04.2005</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">2. Abteilung/2. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Steuerrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Kapitalleistung 2003</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Vorsorgeleistungen aus einem Sparvertrag mit einer Bankstiftung<br/><br/>Ist jemand Begünstigter aus einem Sparvertrag mit einer Bankstiftung oder einer Vorsorgeversicherung, so stehen ihm beim Tod des Vorsorgenehmers die entsprechenden Leistungen zu, und zwar als eigenes Forderungsrecht gegenüber der Vorsorgeeinrichtung. Eine Ungleichbehandlung von Sparverträgen mit einer Bankstiftung gegenüber Vorsorgeversicherungen ist im Lichte der in der gestützt auf das BVG erlassenen bundesrätlichen Verordnung über die steuerliche Abzugsberechtigung für Beiträge an anerkannte Vorsorgeformen (BVV 3) enthaltenen Gleichstellung beider Vorsorgeformen unzulässig. (E. 1.1, mit Verwerfung gegenteiliger Meinungen der Literatur).<br/>Derartige Kapitalleistungen gemäss § 22 StG werden nach § 37 Abs. 1 StG gesondert zu dem Steuersatz berechnet, der sich ergäbe, wenn anstelle der einmaligen eine jährliche Leistung von einem Zehntel der Kapitalleistung ausgerichtet würde. Unklar ist vorliegend allerdings der für eine periodengerechte Erfassung zwingend zu bestimmende Zuflusszeitpunkt; Rückweisung an die Rekurskommission zu dessen Abklärung (E. 1.2).</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ANWARTSCHAFT">ANWARTSCHAFT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: BANKSPAREN">BANKSPAREN</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: BANKSTIFTUNG">BANKSTIFTUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: BEGÃNSTIGTER">BEGÃNSTIGTER</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: Urteile: Steuerrecht UR: Steuern von Einkommen und VermÃ¶gen, Kapital, Ertra ST: EINSCHÃTZUNG UND EINSCHÃTZUNGSGRUNDLAGEN">EINSCHÃTZUNG UND EINSCHÃTZUNGSGRUNDLAGEN</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ERBMASSE">ERBMASSE</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: GEBUNDENE VORSORGE">GEBUNDENE VORSORGE</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: KAPITALLEISTUNG">KAPITALLEISTUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: NACHLASS">NACHLASS</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: SELBSTVORSORGE">SELBSTVORSORGE</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: SPARVERTRAG">SPARVERTRAG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: VORSORGEKREISLAUF">VORSORGEKREISLAUF</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: VORSORGEVERSICHERUNG">VORSORGEVERSICHERUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ZUFLUSSZEITPUNKT">ZUFLUSSZEITPUNKT</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade">§ 128 AHVV</span><br/><span class="gerade">Art. 80 BVG</span><br/><span class="ungerade">Art. 82 BVG</span><br/><span class="gerade">Art. 84 BVG</span><br/><span class="ungerade">Art. 2 Abs. I BVV 3</span><br/><span class="gerade">§ 22 StG</span><br/><span class="ungerade">§ 37 StG</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="gerade">RB 2005 Nr. 83 S. 189</span><br/><span class="ungerade">STE 2005 Nr. 2</span><br/> </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 2 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Sachverhalt1"><b>I. </b> </p> <p class="Sachverhalt2">Die Vorsorgestiftung C der Bank D richtete am 25. April 2003 aus der gebundenen Selbstvorsorge (SÃ¤ule 3) des verstorbenen E Kapitalleistungen von insgesamt Fr. â¦ durch Ãberweisung an das Notariat X als Erbschaftsverwalter in dessen Nachlass aus. Das kantonale Steueramt veranlagte A, die Ehefrau des Verstorbenen, als BegÃ¼nstigte aus dem VorsorgeverhÃ¤ltnis mit Einspracheentscheid vom 15. April 2004 mit einer in der Steuerperiode 2003 gesondert zu besteuernden Kapitalleistung von Fr. â¦ (zum Satz von Fr. â¦). Es verwarf den Standpunkt der Pflichtigen, die Kapitalleistung sei in den Nachlass des Erblassers gefallen, an welchem ihr gemÃ¤ss einem am 5. Dezember 2001 vor dem Bezirksgericht X geschlossenen Vergleich ein Anteil von 74/133 zustehe.</p> <p class="Sachverhalt1"><b>II. </b> </p> <p class="Urteilstext">Die Steuerrekurskommission II hiess den Rekurs der Pflichtigen am 24. September 2004 gut und hob die Veranlagung der Kapitalleistung auf. Sie erwog, der Anspruch auf Auszahlung des Guthabens aus einem Sparvertrag der SÃ¤ule 3a falle in den Nachlass des Vorsorgenehmers und sei im Zeitpunkt dessen Todes â somit nicht in der streitbetroffenen Steuerperiode 2003 â bei den Erben nach Massgabe ihrer Quoten als Einkommen zu besteuern. </p> <p class="Sachverhalt1"><b>III. </b> </p> <p class="Urteilstext">Das kantonale Steueramt beantragte mit Beschwerde vom 27. Oktober 2004 dem Ver­waltungsgericht, die Pflichtige sei in Wiederherstellung des Einspracheentscheids fÃ¼r die Steuerperiode 2003 mit einer Kapitalleistung von Fr. â¦ (zum Satz von Fr. â¦) zu veranlagen. </p> <p class="Urteilstext">WÃ¤hrend die Steuerrekurskommission II auf Vernehmlassung verzichtete, schloss die Pflichtige auf Abweisung der Beschwerde und verlangte die Zusprechung einer ParteientschÃ¤digung.</p> <p class="Urteilstext">Der Einzelrichter Ã¼berwies die Akten der 2. Kammer zur Entscheidung.</p> <p class="Einzug1"><span>Die Kammer</span><span> zieht in ErwÃ¤gung:</span></p> <p class="Erwgung1"><b>1. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>1.1 </b>Steuerbar sind laut § 22 des Steuergesetzes vom 8. Juni 1997 (StG) alle EinkÃ¼nfte aus der Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenversicherung, aus Einrichtungen der beruflichen Vorsorge und aus anerkannten Formen der gebundenen Selbstvorsorge, mit Einschluss der Kapitalabfindungen und RÃ¼ckzahlungen von Einlagen, PrÃ¤mien und BeitrÃ¤gen (Abs. 1). Als EinkÃ¼nfte aus der beruflichen Vorsorge gelten insbesondere Leistungen aus Vorsorgekassen, aus Spar- und Gruppenversicherungen sowie aus FreizÃ¼gigkeitspolicen (Abs. 2). Diese Ordnung steht im Einklang mit Art. 83 in Verbindung mit Art. 80 und 82 des <span>Bundesgesetzes vom 25. Juni 1982 Ã¼ber die berufliche Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenvorsorge (BVG) sowie mit Art. 7 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 14. Dezember 1990 Ã¼ber die Harmonisierung der direkten Steuern der Kantone und Gemeinden (StHG).</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Kapitalleistungen gemÃ¤ss § 22 StG sowie Zahlungen bei Tod und fÃ¼r bleibende kÃ¶rperliche oder gesundheitliche Nachteile werden nach § 37 Abs. 1 StG gesondert zu dem <span>Steuersatz </span>berechnet, der sich ergÃ¤be, wenn anstelle der einmaligen eine jÃ¤hrliche Leistung von einem Zehntel der Kapitalleistung ausgerichtet wÃ¼rde; die einfache Staatssteuer betrÃ¤gt jedoch mindestens 2 Prozent (Satz 1). Es wird stets eine volle Jahressteuer erhoben (Satz 2). Diese Regelung entspricht Art. 11 Abs. 3 StHG.</span></p> <p class="Erwgung3"><b>1.1.1 </b>GemÃ¤ss Art. 2 Abs. 1 der Verordnung vom 13. November 1985 Ã¼ber die steuerliche Abzugsberechtigung fÃ¼r BeitrÃ¤ge an anerkannte Vorsorgeformen (BVV 3) sind als BegÃ¼nstigte von SparvertrÃ¤gen mit Bankstiftungen oder Vorsorgeversicherungen im Sinn von Art. 1 BVV 3 zugelassen im Erlebensfall der Vorsorgenehmer (lit. a) und nach dessen Ableben (lit. b) zunÃ¤chst der Ã¼berlebende Ehegatte (Ziff. 1), hernach die direkten Nachkommen und weitere im Gesetz aufgezÃ¤hlte Personen (Ziff. 2 bis 5). Der Vorsorgenehmer hat nach Abs. 2 dieser Vorschrift das Recht, die Reihenfolge der BegÃ¼nstigten nach Absatz l lit. b Ziff. 3 - 5 (Eltern, Geschwister und Ã¼brige Erben) zu Ã¤ndern und deren AnsprÃ¼che nÃ¤her zu bezeichnen.</p> <p class="Urteilstext">Stirbt der Vorsorgenehmer, so stehen die Leistungen aus der Vorsorgeversicherung den BegÃ¼nstigten zu. Diese erwerben mit dem Tod des Vorsorgenehmers ein eigenes Forderungsrecht gegen die Vorsorgeeinrichtung und zwar unabhÃ¤ngig davon, ob sie auch Erben sind. Der Anspruch auf die Vorsorgeleistung fÃ¤llt somit nicht in den Nachlass (BGE 130 I 205 E. 8 S. 220 f. mit Bezug auf Leistungen der beruflichen Vorsorge der 2. SÃ¤ule a und b sowie E. 10.1 hinsichtlich Leistungen aus Versicherungen der 3. SÃ¤ule a; Daniel Staehelin in: Honsell/Vogt/Geiser, Basler Kommentar, 2003, Art. 476 ZGB N. 4). Als Gesamtnachfolger des Vorsorgenehmers im Sinn von Art. 560 ZGB kommen die Erben lediglich mit Bezug auf dessen noch zu Lebzeiten erworbenen Anspruch auf Ausrichtung der Altersleistungen gemÃ¤ss Art. 3 BVV 3 in Betracht. </p> <p class="Urteilstext">Dasselbe muss auch fÃ¼r BegÃ¼nstigte aus einem Sparvertrag mit einer Bankstiftung im Sinn von Art. 2 BVV 3 gelten. Andernfalls wÃ¤re die Regelung von Art. 2 BVV 3 mit Bezug auf die in Art. 1 Abs. 3 BVV 3 den Versicherungen gleichgestellten anerkannten Vorsorgeformen der 3. SÃ¤ule a sinn- und zwecklos und jeder Bedeutung beraubt. Deshalb kann der von der Vorinstanz und in der Literatur vertretenen gegenteiligen Meinung (Staehelin, Art. 476 ZGB N. 5 mit Hinweisen) nicht gefolgt werden (vgl. auch BGE 130 I 205 E. 7.5). Im Ãbrigen erweisen sich die fÃ¼r die unterschiedliche Betrachtung von Vorsorgeversicherungen und SparvertrÃ¤gen gegebenen BegrÃ¼ndungen, soweit Ã¼berhaupt solche vorgebracht werden, als nicht schlÃ¼ssig: So wird etwa ausgefÃ¼hrt, zwar stehe fest, dass die AnsprÃ¼che nicht in die Erbmasse fielen, wenn die Berechtigten eine direkte Forderung gegenÃ¼ber dem Vorsorgegeber hÃ¤tten, doch ob sie "das allerdings haben, dÃ¼rfte beim steuerbegÃ¼nstigten Banksparen zumindest Ã¤usserst zweifelhaft sein" (Bundesamt fÃ¼r Justiz, 14. Juni 1987, ZBGR 70/1989 [= VPB 52 Nr. 22] S. 285 Ziff. II.3). Ferner wird bemerkt, beim Sparvertrag handle es sich "um einen festen Anspruch des Vorsorgenehmers, den dieser bestimmten Erben zukommen lÃ¤sst", welche VerfÃ¼gungen im Ãbrigen im Licht von Art. 498 ff. ZGB ungÃ¼ltig wÃ¤ren (Bundesamt fÃ¼r Justiz, S. 286). Weshalb die Rechtslage trotz der gleichen BegÃ¼nstigtenordnung von Art. 2 BVV 3 anders als bei der Vorsorgeversicherung sein soll, wird indessen nicht dargelegt. Die weitere BegrÃ¼ndung, mit Bezug auf den Sparvertrag sei nicht zu sehen, "mit welchen Argumenten die entsprechenden ersparten BetrÃ¤ge der erbrechtlichen Hinzurechnung entzogen und damit die AnsprÃ¼che der BegÃ¼nstigten vor der erbrechtlichen Herabsetzung geschÃ¼tzt werden kÃ¶nnten" (Bundesamt fÃ¼r Justiz, a.a.O.), lÃ¤sst ebenfalls die BegrÃ¼ndung dafÃ¼r vermissen, inwiefern die VerhÃ¤ltnisse bei der Vorsorgeversicherung eine andere Betrachtungsweise rechtfertigten. </p> <p class="Urteilstext">Inwiefern schliesslich der Umstand, dass die 2. SÃ¤ule auf dem Prinzip des "Zwangssparens" beruhe, einen direkten Anspruch der BegÃ¼nstigten auf die Vorsorgeleistungen begrÃ¼nde, weshalb die Freiwilligkeit des Sparens bei der 3. SÃ¤ule a nicht zu einem solchen Anspruch fÃ¼hre und ausser Betracht falle, "die FrÃ¼chte solcher Vorsorge 'am Erbrecht vorbei laufen zu lassen'", wie die Rekurskommission meint, ist nicht nachvollziehbar. Es ist angesichts dessen, dass Art. 1 BVV 3 Versicherungen und SparvertrÃ¤ge gleichermassen als anerkannte Vorsorgeformen zulÃ¤sst und fÃ¼r beide Formen in Art. 2 BVV 3 dieselbe BegÃ¼nstigtenordnung vorsieht, nicht einzusehen, weshalb das Kriterium des "Sparzwangs" sachlich entscheidend fÃ¼r die Frage nach dem direkten Forderungsanspruch der BegÃ¼nstigten sein kÃ¶nnte. </p> <p class="Erwgung3"><b>1.1.2 </b>Die Pflichtige war die Ehefrau und somit gemÃ¤ss Art. 2 Abs. 1 lit. b Ziff. 1 BVV 3 BegÃ¼nstigte aus der gebundenen Selbstvorsorge (SÃ¤ule 3) des verstorbenen E. Somit sind die am 25. April 2003 von der Vorsorgestiftung C der Bank D aus diesem VorsorgeverhÃ¤ltnis ausgerichteten Kapitalleistungen von insgesamt Fr. â¦ direkt und vollumfÃ¤nglich bei ihr als EinkÃ¼nfte im Sinn von § 22 Abs. 1 und 2 StG zu besteuern und nicht â wie die Rekurskommission erwogen hat â nur im Umfang ihrer Erbquote von 74/133.</p> <p class="Erwgung2"><b>1.2 </b> </p> <p class="Erwgung3"><b><span>1.2.1 </span></b><span>EinkÃ¼nfte fliessen in der Regel in jenem Zeitpunkt zu, in welchem der Rechtserwerb vollendet ist, der Steuerpflichtige also einen festen Rechtsanspruch auf das VermÃ¶gensrecht erworben hat, es sei denn, die ErfÃ¼llung des Anspruchs sei besonders unsicher (RB 1998 Nr. 148; Felix Richner/Walter Frei/Stefan Kaufmann, Kommentar zum harmonisierten ZÃ¼rcher Steuergesetz, ZÃ¼rich 1999, § 50 N. 6). Der Einkommenszufluss ist ein faktischer Vorgang, der damit abgeschlossen ist, dass der Steuerpflichtige die wirtschaftliche VerfÃ¼gungsmacht Ã¼ber die zugeflossenen VermÃ¶genswerte innehat. Die Bedeutung des Zuflussprinzips liegt in der periodengerechten, d.h. auf das Zuflussjahr bezogenen Einkommensermittlung (RB 1988 Nr. 29).</span></p> <p class="Urteilstext">FÃ¼r Leistungen der beruflichen Vorsorge bestimmt Art. 84 BVG, dass AnsprÃ¼che aus Vorsorgeeinrichtungen und Vorsorgeformen nach den Art. 80 und 82 BVG vor ihrer FÃ¤l­ligkeit von den direkten Steuern des Bundes, der Kantone und der Gemeinden befreit sind. Dieser laut BGE 116 Ia 264 ff. fÃ¼r die Kantone verbindliche Grundsatz bedeutet ei­nerseits, dass auf den sich im Vorsorgekreislauf befindlichen VorsorgeansprÃ¼chen keine VermÃ¶gens‑ und Einkommensteuern erhoben werden dÃ¼rfen, und andererseits, dass auch die ZinsertrÃ¤ge hieraus weder mit der Einkommens‑ noch mit der Verrechnungssteuer be­legt werden dÃ¼rfen (RB 1994 Nr. 35 = StE 1995 B 21.2 Nr. 8). Bei den genannten AnsprÃ¼­chen aus Vorsorge handelt es sich vor deren FÃ¤lligkeit um blosse Anwartschaften, die bis zu diesem Zeitpunkt weder verlangt, noch durchgesetzt werden kÃ¶nnen. Nach Eintritt des versicherten Tatbestands, also im Vorsorgefall, kÃ¶nnen die Leistungen vom Anspruchsbe­rechtigten nunmehr sofort beansprucht werden. Anders als im Bereich der 1. SÃ¤ule (AHV/IV) werden dabei Bestand und Umfang nicht durch VerfÃ¼gung einer BehÃ¶rde indi­viduell‑konkret und verbindlich festgestellt (Art. 128 der Verordnung vom 31. Oktober 1947 Ã¼ber die Alters‑ und Hinterlassenenversicherung; RB 1991 Nr. 19 = StE 1992 B 21.2 Nr. 4; Thomas Locher, Grundriss des Sozialversicherungsrechts, 2. A. Bern 1997, S. 333, 338), sondern entsteht der Anspruch des Versicherten auf Vorsorgeleistung mangels Ver­fÃ¼gungsbefugnis der Vorsorgeeinrichtungen vielmehr â von der hier nicht gegebenen Frei­zÃ¼gigkeitsleistung gemÃ¤ss Art. 27 ff. BVG abgesehen (vgl. RB 1994 Nr. 35 = StE 1995 B 21.2 Nr. 8) â im Versicherungsfall von Gesetzes wegen ohne Zutun der am Vorsorgever­hÃ¤ltnis Beteiligten. In diesem Zeitpunkt entsteht der Vorsorgeanspruch und wird fÃ¤llig. DarÃ¼ber hinaus hat er in der Regel â besondere UmstÃ¤nde vorbehalten â als "fester Rechtsanspruch" des An­spruchsberechtigten gegenÃ¼ber der Vorsorgeeinrichtung unter steuerrechtlichen Gesichts­punkten als realisierter Einkommenszufluss zu gelten (RB 1999 Nr. 143 E. a; RB 2000 Nr. 126 E. 2c = StE 2001 B 21.2 Nr. 13).</p> <p class="Erwgung3"><b>1.2.2 </b>Aufgrund der Akten steht lediglich fest, dass die streitbetroffenen steuerbaren Kapitalleistungen von insgesamt Fr. â¦ am 25. April 2003 dem Notariat X als Erbschaftsverwalter Ã¼berwiesen worden sind. Unbekannt ist der Zeitpunkt des Eintritts des Vorsorgefalls, also des Todes des Vorsorgenehmers und Ehemannes der Pflichtigen, E. Den Akten kann entnommen werden, dass dieser die Pflichtige enterbt hatte, was letztere mit Klage vom 14. Mai 2001 vor dem Bezirksgericht X angefochten hatte. Die Rekurskommission hat hieraus geschlossen, dass der Vorsorgenehmer frÃ¼her gestorben sein musste. Jedenfalls aber seien deshalb die fraglichen Kapitalleistungen nicht in der vorliegenden Steuerperiode 2003 zu besteuern. Die Rekurskommission hat es indessen versÃ¤umt, die Frage zu klÃ¤ren, ob der Rechtsanspruch der Pflichtigen als BegÃ¼nstigten vor dieser Steuerperiode im steuerrechtlichen Sinn als "fest" zu betrachten war. Angesichts dessen, dass noch im Jahr 2003 darÃ¼ber gestritten wurde, ob die Kapitalleistungen in den Nachlass gehÃ¶re oder direkt der Pflichtigen zustehe, ist nicht ausgeschlossen, dass der Zufluss im Zeitpunkt des Todes des Vorsorgenehmers als unsicher gewÃ¼rdigt werden kÃ¶nnte, womit auf den tatsÃ¤chlichen Zufluss der Leistungen abzustellen wÃ¤re.</p> <p class="Urteilstext"><span>Die Rekurskommission hat die unterlassenen AbklÃ¤rungen im zweiten Rechtsgang nachzuholen und hernach Ã¼ber den Zeitpunkt des Zuflusses der streitbetroffenen Kapitalleistungen und die EinschÃ¤tzung der Pflichtigen neu zu entscheiden.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Das fÃ¼hrt zur teilweisen Gutheissung der Beschwerde.</span></p> <p class="Erwgung1"><b>2. </b> </p> <p class="Urteilstext">Bei diesem unentschiedenen Ausgang des Verfahrens sind die Kosten den Parteien je zur HÃ¤lfte auf­zuerlegen (§ 151 Abs. 1 in Verbindung mit § 153 Abs. 4 StG) und steht der Beschwerdegegnerin keine Partei­entschÃ¤digung zu (§ 152 StG in Verbindung mit § 153 Abs. 4 StG und § 17 Abs. 2 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959).</p> <p class="Einzug1"><span>DemgemÃ¤ss entscheidet die Kammer:</span></p> <p class="Einzug2"><span>1. Die Beschwerde wird teilweise gutgeheissen. Die Sache wird zur weiteren Untersuchung und zum Neuentscheid im Sinn der ErwÃ¤gungen an die Steuerrekurskommission II zurÃ¼ckgewiesen.</span></p> <p class="Einzug2"><span>2. Ãber die Kosten- und EntschÃ¤digungsfolgen des Rekursverfahrens hat die Steuerre­kurskommission II im Neuentscheid zu befinden.</span></p> <p class="Einzug2"><span>3. Die GerichtsgebÃ¼hr wird festgesetzt auf <br/> Fr. 750.--; die Ã¼brigen Kosten betragen:<br/> Fr. 100.-- Zustellungskosten,<br/> Fr. 850.-- Total der Kosten.</span></p> <p class="Einzug2"><span>4. Die Gerichtskosten werden den Parteien je zur HÃ¤lfte auferlegt.</span></p> <p class="Einzug2"><span>5. Eine ParteientschÃ¤digung wird nicht zugesprochen.</span></p> <p class="Einzug2"><span>6. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen, von der Zustellung an gerechnet, Verwaltungsgerichtsbeschwerde beim Bundesgericht erhoben werden.</span></p> <p class="Einzug2"><span>7. Mitteilung an â¦</span></p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>