<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="content"> <div class="para"> </div> <div class="para">Bundesgericht </div> <div class="para">Tribunal fédéral </div> <div class="para">Tribunale federale </div> <div class="para">Tribunal federal </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <img height="74" src="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/clir/http/displayimage.php?id=2024-03-14-4A_150-2024.1&amp;type=gif" width="95"/> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>4A_150/2024</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>Urteil vom 14. März 2024</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>I. zivilrechtliche Abteilung</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Besetzung </div> <div class="para">Bundesrichterin Jametti, Präsidentin, </div> <div class="para">Gerichtsschreiber Dürst. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Verfahrensbeteiligte </div> <div class="para">A.________, </div> <div class="para">Beschwerdeführerin, </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <i>gegen</i> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Kanton Basel-Stadt, </div> <div class="para">vertreten durch das Justiz- und Sicherheitsdepartement, Finanzen und Controlling, Inkasso, </div> <div class="para">Beschwerdegegner. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Gegenstand </div> <div class="para">Rechtsöffnung, Kostenvorschuss, </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Beschwerde gegen den Entscheid des Appellationsgerichts des Kantons Basel-Stadt vom 5. Februar 2024 (BEZ.2023.85). </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>Erwägungen:</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>1.</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>1.1.</b> Am 1. Dezember 2023 erhob die Beschwerdeführerin beim Appellationsgericht des Kantons Basel-Stadt Beschwerde gegen den Rechtsöffnungsentscheid des Zivilgerichts des Kantons Basel-Stadt im Verfahren V.2023.1031. </div> <div class="para">Mit Verfügung vom 13. Dezember 2023 forderte das Appellationsgericht einen Kostenvorschuss von Fr. 200.--. </div> <div class="para">Die Beschwerdeführerin leistete den Kostenvorschuss nicht. </div> <div class="para">Mit Verfügung vom 29. Dezember 2023 (versandt am 4. Januar 2024) gewährte das Appellationsgericht eine Nachfrist zur Leistung des Kostenvorschusses. Mit Eingabe vom 8. Januar 2024 machte die Beschwerdeführerin geltend, sie habe der Beschwerde ein Kostenerlasszeugnis beigelegt und es liege keine Begründung für die Abweisung des Kostenerlassgesuchs vor. </div> <div class="para">Mit Verfügung vom 12. Januar 2024 wies das Appellationsgericht darauf hin, dass die Beschwerdeführerin in ihrer Beschwerde kein Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege gestellt habe. Soweit sich ein Gesuch aus der Beilage des Kostenerlasszeugnisses ergeben sollte, sei dieses abgewiesen worden. Das Appellationsgericht setzte der Beschwerdeführerin erneut eine Nachfrist zur Leistung des Kostenvorschusses unter Hinweis auf die Säumnisfolgen. </div> <div class="para">Nachdem die Beschwerdeführerin den Kostenvorschuss innert Nachfrist nicht geleistet hatte, trat das Appellationsgericht mit Entscheid vom 5. Februar 2024 auf die Beschwerde nicht ein. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>1.2.</b> Mit Eingabe vom 8. März 2024 (Postaufgabe 10. März 2024) erklärte die Beschwerdeführerin dem Bundesgericht, den Entscheid des Appellationsgerichts des Kantons Basel-Stadt vom 5. Februar 2024 mit Beschwerde anfechten zu wollen. Zudem ersucht sie um Erteilung der unentgeltlichen Rechtspflege für das bundesgerichtliche Verfahren. </div> <div class="para">Es wurden keine Vernehmlassungen eingeholt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>2.</b> </div> <div class="para">Das Bundesgericht prüft von Amtes wegen und mit freier Kognition, ob ein Rechtsmittel zulässig ist (<span class="artref">Art. 29 Abs. 1 BGG</span>; <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=16&amp;from_date=01.03.2024&amp;to_date=20.03.2024&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F148-IV-155%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page155">BGE 148 IV 155</a> E. 1.1<span class="artref">; <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=16&amp;from_date=01.03.2024&amp;to_date=20.03.2024&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F145-I-121%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page121">145 I 121</a></span> E. 1; <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=16&amp;from_date=01.03.2024&amp;to_date=20.03.2024&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F143-III-140%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page140">143 III 140</a> E. 1). </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>2.1.</b> Der angefochtene Entscheid betrifft eine Schuldbetreibungs- und Konkurssache (<span class="artref">Art. 72 Abs. 2 lit. a BGG</span>). Entgegen der Vorschrift von <span class="artref">Art. 112 Abs. 1 lit. d BGG</span> mangelt es dem angefochtenen Entscheid an einer Angabe des Streitwerts. Aus den beigezogenen kantonalen Akten geht hervor, dass die Erstinstanz für eine Forderung von Fr. 1'460.60 definitive Rechtsöffnung erteilte. Der Streitwert erreicht die Streitwertgrenze für eine Beschwerde in Zivilsachen gemäss <span class="artref">Art. 74 Abs. 1 lit. b BGG</span> nicht. Diese ist daher nur zulässig, wenn sich eine Rechtsfrage von grundsätzlicher Bedeutung stellt (<span class="artref">Art. 74 Abs. 2 lit. a BGG</span>), was die beschwerdeführende Partei aufzuzeigen hat (<span class="artref">Art. 42 Abs. 2 Satz 2 BGG</span>), ansonsten die Beschwerde in Zivilsachen unzulässig ist (<a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=16&amp;from_date=01.03.2024&amp;to_date=20.03.2024&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F140-III-501%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page501">BGE 140 III 501</a> E. 1.3; <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=16&amp;from_date=01.03.2024&amp;to_date=20.03.2024&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F133-III-439%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page439">133 III 439</a> E. 2.2.2.1). </div> <div class="para">Die Beschwerdeführerin erblickt eine "Grundsatzfrage" in der fristauslösenden Wirkung der Zustellung von Verfügungen der Erstinstanz bzw. deren Abholung durch eine Drittperson bei "begründeter Ortsabwesenheit". Soweit diesen Ausführungen überhaupt eine verständliche Begründung entnommen werden kann, bezieht sie sich nicht auf den streitgegenständlichen Nichteintretensentscheid mangels Leistung des Kostenvorschusses der Vorinstanz. Die Beschwerdeführerin begründet nicht, inwiefern sich diesbezüglich eine Rechtsfrage von grundsätzlicher Bedeutung im Sinne von <span class="artref">Art. 74 Abs. 1 lit. a BGG</span> stellt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>2.2.</b> Die Eingabe der Beschwerdeführerin ist demnach als subsidiäre Verfassungsbeschwerde im Sinne der <span class="artref">Art. 113 ff. BGG</span> zu behandeln. </div> <div class="para">Mit der subsidiären Verfassungsbeschwerde kann ausschliesslich die Verletzung verfassungsmässiger Rechte gerügt werden (<span class="artref">Art. 116 BGG</span>). Insofern gilt eine qualifizierte Rügepflicht: In der Beschwerdeschrift muss eine entsprechende Rüge ausdrücklich erhoben und begründet werden (Art. 106 Abs. 2 i.V.m. <span class="artref">Art. 117 BGG</span>). Es ist unter Bezugnahme auf die Erwägungen des kantonalen Entscheids darzulegen, welche verfassungsmässigen Rechte der beschwerdeführenden Partei durch das kantonale Gericht verletzt worden sind. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>2.3.</b> Soweit sich die Beschwerdeführerin in der Begründung überhaupt gegen das angefochtene Urteil richtet und mit dessen Prozessthema befasst, erfüllt sie die genannten Begründungsanforderungen offensichtlich nicht. Sie moniert zwar, dass der angefochtene Entscheid keine Begründung zur Ablehnung ihres Gesuchs um Erteilung der unentgeltlichen Rechtspflege enthalte. Damit erhebt und begründet die Beschwerdeführerin keine ausdrückliche Rüge. Sie zeigt nicht unter Bezugnahme auf die Erwägungen des angefochtenen Entscheids zur Ablehnung ihres Gesuchs auf, inwiefern die Vorinstanz mit ihrem Entscheid verfassungsmässige Rechte verletzt hätte, sondern unterbreitet dem Bundesgericht in unzulässiger Weise ihre eigene Sicht der Dinge hinsichtlich der Bestimmung ihrer Mittellosigkeit. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>2.4.</b> Auf die Beschwerde ist somit im vereinfachten Verfahren gemäss <span class="artref">Art. 108 Abs. 1 lit. a und lit. b BGG</span> in Verbindung mit <span class="artref">Art. 117 BGG</span> nicht einzutreten. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>3.</b> </div> <div class="para">Das Begehren um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege für das bundesgerichtliche Verfahren ist abzuweisen, weil die Beschwerde von vornherein aussichtslos war (<span class="artref">Art. 64 Abs. 1 BGG</span>). Die Beschwerdeführerin wird bei diesem Verfahrensausgang kostenpflichtig (<span class="artref">Art. 66 Abs. 1 BGG</span>). Der Beschwerdegegnerin steht keine Parteientschädigung zu (<span class="artref">Art. 68 Abs. 3 BGG</span>). </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b> Demnach erkennt die Präsidentin:</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>1.</b> </div> <div class="para">Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>2.</b> </div> <div class="para">Das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege für das bundesgerichtliche Verfahren wird abgewiesen. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>3.</b> </div> <div class="para">Die Gerichtskosten von Fr. 500.-- werden der Beschwerdeführerin auferlegt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>4.</b> </div> <div class="para">Dieses Urteil wird den Parteien und dem Appellationsgericht des Kantons Basel-Stadt schriftlich mitgeteilt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Lausanne, 14. März 2024 </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Im Namen der I. zivilrechtlichen Abteilung </div> <div class="para">des Schweizerischen Bundesgerichts </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Die Präsidentin: Jametti </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Der Gerichtsschreiber: Dürst </div> </div></body></html>