A bteilung I A -1836/2006 {T 0/2} U rteil vom 12. Februar 2007 M itw irkung: R ichterin M arianne R yter Sauvant (Vorsitz); R ichterin Kathrin D ietrich; R ichter Pierre Leu; G erichtsschreiber Thom as M oser. A . und B ._______, Beschw erdeführende 1, Stockw erkeigentüm ergem einschaft, C ._______, D ._______, E._______ vertreten durch F._______ Beschw erdeführerin 2, G ._______, Beschw erdeführer 3, gegen B LS Lötschbergbahn A G , Beschw erdegegnerin, und B undesam t für Verkehr (B A V), Vorinstanz betreffend Lärm sanierung der Eisenbahn, G em einde Spiez, Verfügung des B A V vom 24. Februar 2006. B u n d e s v e rw a ltu n g s g e ric h t T rib u n a l a d m in is tra tif fé d é ra l T rib u n a le a m m in is tra tiv o fe d e ra le T rib u n a l a d m in is tra tiv fe d e ra l2 Sachverhalt: A. Am 31. M ärz 2004 reichte die BLS Lötschbergbahn AG (BLS) beim Bun- desam t für Verkehr (BAV) ein G esuch ein für die Eisenbahnlärm sanierung in Spiez, einschliesslich des in der G em einde Thun gelegenen Bereichs «G w att/Steinhaufenw eg». D as G esuch w urde vom 1. bis zum 30. Juni 2004 öffentlich aufgelegt, w orauf von verschiedener Seite, nam entlich von Privaten, Einsprache erhoben w urde. B. M it Verfügung vom 24. Februar 2006 erteilte das BAV die Plangenehm i- gung, w obei es verschiedene Erleichterungen gew ährte. D ie zu behan- delnden Einsprachen w ies das BAV m ehrheitlich ab. D as bew illigte Projekt sieht im W esentlichen 13 zum eist neue Lärm schutzw ände (LSW ) vor; ein- zelne davon enthalten teilw eise transparente Elem ente. C . G egen diese Plangenehm igungsverfügung haben drei vorm alige Einspre- chende, A. und B._______ am 23. M ärz 2006 (Postaufgabe am 27. M ärz 2006), die Stockw erkeigentüm ergem einschaft, bestehend aus C ._______, D ._______, E._______, am 15. M ärz 2006 sow ie G ._______ am 17. M ärz 2006 - Letzterer m it einer ans BAV gerichteten und von diesem w eiterge- leiteten Eingabe - Beschw erde bei der Eidgenössischen R ekurskom m issi- on für Infrastruktur und U m w elt (R EKO / IN U M ) geführt. a) A. und B._______ (Beschw erdeführende 1) beantragen, die Lärm schutz- w and sei im Bereich ihrer Liegenschaft auf eine H öhe von 1,25 m zu be- grenzen oder es seien die obersten 0,75 m aus G las zu bauen. W eiter for- dern sie, es seien unter Kostenbeteiligung des Bundes Schallschutzfenster einzusetzen. Zur Begründung verw eisen sie auf ihre Einsprache und hal- ten fest, ohne eine teilw eise verglaste Lärm schutzw and hätten sie nicht m ehr allzu grosse C hancen, die W ohnung im U ntergeschoss zu verm ieten; sicher m üssten sie aber den M ietzins senken. Sodann führen sie aus, ihre Liegenschaft sei die am nächsten an der Bahnlinie gelegene; aufgrund dessen halten sie eine Kostenbeteiligung des Bundes an Schallschutzfens- tern für angebracht. b) D ie eine Stockw erkeigentüm ergem einschaft (Beschw erdeführerin 2) bil- denden C ._______, D ._______, E._______ beantragen, die Lärm schutz- w and (LSW 6) sei anzupassen bzw . um 0,7 m w eniger hoch zu bauen. Ih- rer Ansicht nach ist das m öglich, w enn der Abstand der W and zur G leisachse auf 3 m reduziert w ird; dies w iederum halten sie, da es bloss um eine lokale Einengung gehe, für bahnbetrieblich zulässig. Sodann rü- gen sie, ihnen sei das rechtliche G ehör nicht gew ährt w orden; die Einspra- cheverhandlung sei eine Inform ationsveranstaltung gew esen und jeder Versuch einer Einigung sei schon im Ansatz unterbunden w orden. c) G ._______ (Beschw erdeführer 3) verlangt die R ückw eisung an das BAV zur vollständigen Abklärung von Sachverhalt und R echtslage. Er hält da- für, die sich stellenden um w eltrechtlichen Fragen seien im R ahm en einer U m w eltverträglichkeitsprüfung (U VP) zu klären.3 D . D ie Instruktionsrichterin der R EKO /IN U M hat die drei Beschw erdeverfah- ren m it Verfügung vom 1. M ai 2006 vereinigt. E. D ie BLS (Beschw erdegegnerin) beantragt m it Beschw erdeantw ort vom 23. M ai 2006 die Abw eisung aller drei Beschw erden. Betreffend die Beschw erdeführenden 1 führt sie aus, die R egelhöhe von Lärm schutzw änden von 2 m dürfe nicht unterschritten w erden, solange noch Im m issionsgrenzw ertüberschreitungen zu erw arten seien. Bei der fraglichen Parzelle seien die W erte überschritten, w eshalb es nicht zuläs- sig sei, die W and dort w eniger hoch zu bauen. G las setze sie (die Be- schw erdegegnerin) bei Lärm schutzw änden grundsätzlich keines ein, w eil der Schall nicht absorbiert, sondern reflektiert w erde und w eil eine perm a- nente R einigung nicht garantiert w erden könne. Ü bergeordnete Interessen, aufgrund derer vorliegend eine Ausnahm e zu m achen w äre (z.B. O rtsbild- und Landschaftsschutz), seien keine auszum achen. Auf einen Beitrag für den Einbau von Schallschutzfenstern bestehe, da das H aus nach dem 1. Januar 1985 bew illigt und erbaut w orden sei, kein Anspruch. Von den betreffenden gesetzlichen Bestim m ungen dürfe, nicht zuletzt im Interesse der G leichbehandlung aller Betroffenen, nicht abgew ichen w erden. Zum Begehren der Beschw erdeführerin 2 verw eist die Beschw erdegegne- rin auf die R ichtlinien des BAV, w onach Lärm schutzw ände in der R egel in einem Abstand von 4 m zur G leisachse zu erstellen seien. Vorliegend sei der Abstand bereits auf 3,7 m reduziert w orden. Bei einem Abstand von nur 3 m könnten nicht m ehr alle Anlageteile (z.B. Kabelkanal, Fahrleitungs- m aste) innerhalb, d.h. bahnseitig zur Lärm schutzw and angebracht w erden. Ebenso bliebe nicht genügend Platz für U nterhaltsarbeiten und Erneuerun- gen an den Bahnanlagen. D ie W and könne bei einem Abstand von 3 m au- sserdem nicht um 0,7 m , sondern nur um 0,3 m reduziert w erden, sonst w erde akustisch nicht m ehr die gleiche W irkung erzielt. W as die Vorhalte des Beschw erdeführers 3 angeht, so hält die Beschw er- degegnerin fest, die U m w eltbelange seien untersucht w orden. Eine U m - w eltverträglichkeitsprüfung sei angesichts der R ohbaukosten von m axim al ca. 30 M illionen Franken keine nötig. F. D as BAV beantragt m it Vernehm lassung vom 31. M ai 2006, die Beschw er- den der Beschw erdeführenden 1 und 2 seien abzuw eisen und auf jene des Beschw erdeführers 3 sei nicht einzutreten. D ie Interessen des O rtsbildschutzes w ürden im Bereich der Beschw erde- führenden 1 bereits berücksichtigt, indem die LSW 13 dort von 2,5 m auf 2 m abgetreppt w erde. Eine lediglich 1,25 m hohe W and biete nur ungenü- genden Lärm schutz und sei deshalb abzulehnen. Von einer Verglasung der obersten 0,75 m sei aufgrund m ehrerer N achteile ebenfalls abzusehen. Transparente Lärm schutzw ände hätten lärm technisch einen verm inderten W irkungsgrad, zudem w ürden sie relativ schnell trüb und es könne eine unerw ünschte Blendw irkung entstehen. D as könne für das sichere Führen von Zügen gefährlich und für die Anw ohner lästig sein. Aus diesen G rün- den w ürden transparente Lärm schutzw ände auf offener Strecke nur aus-4 nahm sw eise eingesetzt. Schliesslich könnten bezüglich G estaltung nicht die individuellen W ünsche der Betroffenen m assgeblich sein; vielm ehr sei- en einheitlich gestaltete W ände anzustreben. In Bezug auf die Beschw erdeführenden 2 hält das BAV fest, zw ischen Lärm schutzw and und G leisachse sei in der R egel ein Abstand von 4 m einzuhalten. D avon könne dann abgew ichen w erden, w enn sich dadurch unverhältnism ässige Kosten oder bauliche Schw ierigkeiten (z.B. bei engen Verhältnissen, bei Brücken und Ü berführungen) verm eiden liessen. Eine Ausnahm esituation, die eine Verringerung des R egelabstands erforderlich m achen w ürde, liege hier indes nicht vor. Bei einem Abstand von 3 m m üs- se der Kabelkanal verschoben w erden und die Fahrleitungsm asten w ürden ausserhalb der LSW 6 zu stehen kom m en. Sinnvoll sei jedoch, w enn sich alle Anlageteile innerhalb der Lärm schutzw ände befänden, denn so könn- ten alle U nterhaltsarbeiten vom G leis aus erfolgen. Bei einem Abstand von nur 3 m sei es nötig, w ährend den U nterhaltsarbeiten die G leise zu sper- ren, sonst w erde die Sicherheit der G leisarbeiter gefährdet. Schliesslich w eist das BAV den Vorw urf zurück, das rechtliche G ehör verletzt zu ha- ben. Jede Partei habe sich zw eim al schriftlich zur Sache äussern können und ausserdem habe eine Einigungsverhandlung stattgefunden, an der auch die Beschw erdeführerin 2 vertreten gew esen sei. Betreffend den Beschw erdeführer 3 hält das BAV fest, dieser habe die Ein- sprachefrist um über ein Jahr verpasst und sei daher vom w eiteren Verfah- ren ausgeschlossen. G . D as Bundesam t für U m w elt (BAFU ) führt in seiner Stellungnahm e vom 1. Juni 2006 aus, bei der Liegenschaft der Beschw erdeführenden 1 w ür- den die Im m issionsgrenzw erte selbst m it der vorgesehenen LSW 13 über- schritten. D avon, die W and w eniger hoch zu bauen, sei abzusehen, w eil es sonst zu einer w eiteren Verschlechterung des Lärm schutzes kom m e. Lärm schutzm assnahm en dienten dem Schutz der G esundheit und deshalb solle grundsätzlich nicht auf sie verzichtet w erden. W ürde die W and im oberen Bereich aus G las erstellt, beeinträchtige das die Schutzw irkung nicht; aus akustischer Sicht sei die Lösung gleichw ertig. H . D ie Beschw erdegegnerin hat am 10. Juli 2006 auf Fragen der Instruktions- richterin der R EKO /IN U M geantw ortet, dazu u.a. ein Schreiben der G arten- m ann Engineering AG vom 6. Juli 2006 eingereicht und erklärt, sie schlie- sse sich deren Beurteilung an. Im genannten Schreiben w ird erläutert, transparente W ände hätten, w eil es bahnseitig an einer Absorptionsfläche fehle, eine reduzierte Lärm schutzw irkung. Zudem seien sie teurer, sow ohl w as die Investition als auch w as die w iederkehrenden Kosten angehe. Bei der Kosten-N utzen-Erm ittlung für eine Lärm schutzw and spiele kostenseitig einzig die H öhe der W and eine R olle, nicht jedoch deren Beschaffenheit. D aher könne der Kosten-N utzen-Index (KN I), der sich auf grössere Teilbe- reiche beziehe, für eine lokale G egebenheit w ie der vorliegenden nicht be- stim m t w erden. W eiter w ird ausgeführt, in der näheren und w eiteren U m - gebung gebe es keine transparente Lärm schutzw and. I. Einer Aufforderung der Instruktionsrichterin der R EKO /IN U M folgend, hat 5 das BAV am 27. Juli 2006 zum Schreiben der G artenm ann Engineering AG Stellung genom m en. Es bestätigt, dass (teilw eise) transparente W ände eine geringere Lärm schutzw irkung aufw iesen, fügt jedoch an, w enn zum in- dest der untere M eter bahnseitig aus schallabsorbierendem M aterial er- stellt w erde, könne ein G rossteil der R eflexionen verhindert w erden. W eiter w eist es darauf hin, dass sich m it einer teilverglasten LSW 13 der N utzen und dam it das Kosten-N utzen-Verhältnis verschlechterten. Ein KN I von über 80 - statt einem solchen von 49 w ie m it der bew illigten W and - sei aber nicht zu erw arten. J. D as ebenfalls um eine Stellungnahm e ersuchte BAFU hat am 28. Juli 2006 bestätigt, dass die Lärm schutzw irkung im Einzelfall geringer sein könne, w enn die W and nicht schallabsorbierend ausgestaltet w erde. D ie Aussage der G artenm ann Engineering AG sei daher (situationsbezogen) grundsätz- lich richtig, gelte jedoch nur für den zw ischen 4 m und 8 m ab Schie- nenoberkante (SO K) gelegenen Bereich der betroffenen G ebäude. D as BAFU führt sodann aus, ihm sei nicht bekannt, dass die in der Schw eiz eingesetzten transparenten Lärm schutzw ände grundsätzlich schallabsor- bierend ausgerüstet seien; entsprechende M aterialien seien jedoch auf dem M arkt erhältlich, w as vorliegend allenfalls zu berücksichtigen sei. K. D er Beschw erdeführer 3 hat m it Schreiben vom 19. O ktober 2006 bem än- gelt, es w erde nicht berücksichtigt, dass der G üterverkehr künftig stark zu- nehm en w erde, dies bei einem steigenden Anteil ausländischen R ollm ate- rials, das m ehr Lärm verursache als das hiesige. Zum Phänom en des Kur- venkreischens, das bei seiner Liegenschaft auftrete, sow ie zur Lärm m ehr- belastung, die sich ergebe, w enn die heutigen H olzschw ellen durch solche aus Beton ersetzt w ürden, seien keine Abklärungen gem acht w orden. D ies sei, unter Aussetzung des Beschw erdeverfahrens, nachzuholen. L. M it Eingabe vom 22. O ktober 2006 hat die Beschw erdeführerin 2 ihr Anlie- gen und die befürchteten Beeinträchtigungen (w eniger Sonne, grösserer Schattenw urf) nochm als erläutert und zur Veranschaulichung zahlreiche Fotos eingereicht. M . D ie Beschw erdeführenden 1 haben am 23. O ktober 2006 darauf aufm erk- sam gem acht, sie hätten im m er die nördliche Lärm schutzw and (in R ich- tung See) gem eint. D ie G artenm ann Engineering AG stelle die Lage falsch dar, w enn sie die südliche W and (näher bei ihrem H aus) dokum entiere. N . D as BAFU hat am 7. N ovem ber 2006 auf Anfrage der Instruktionsrichterin m itgeteilt, nach seinen Schätzungen kom m e es, w enn nicht die LSW 13, sondern die LSW 2 auf 1,25 m reduziert w erde, nicht nur beim Em pfangs- punkt 20 (EP 20) zu einer Ü berschreitung der Im m issionsgrenzw erte, son- dern neu auch bei den EP 14 und 16. W ie stark die Schallpegel zunehm en w ürden, könne nicht gesagt w erden; im schlechtesten Fall könne die LSW 2 für die obersten G eschosse (oberhalb von 3,5 m ab SO K) ihre W irksam keit gänzlich verlieren. M it zusätzlichen Im m issionsgrenzw ertüber- schreitungen m üsse auch bei einer Teilverglasung gerechnet w erden. O . Ebenfalls auf die Fragen der Instruktionsrichterin antw ortend, hat das BAV 6 am 8. N ovem ber 2006 erklärt, bei einer Liegenschaft (EP 20) kom m e es selbst m it einer 2 m hohen LSW 2 zu Im m issionsgrenzw ertüberschreitun- gen; grundsätzlich sei daher eine W and von 2 m anzuordnen. D em stehe das w eniger gew ichtige Interesse der Beschw erdeführenden 1 an einer besseren Seesicht nicht entgegen. W ie sich eine H erabsetzung der LSW 2 auf 1,25 m auf die einzelnen EP konkret ausw irken w ürde, m üsste durch die Beschw erdegegnerin erst berechnet w erden. P. Am 14. N ovem ber 2006 hat die R EKO /IN U M eine m ündliche und öffentli- che Verhandlung durchgeführt, anlässlich der die Beschw erdeführenden ihre Anträge bekräftigt haben. D ie Beschw erdeführenden 1 haben für ihren Teil ferner bestritten, dass die nördlich gelegenen G ebäude durch die H er- absetzung der W and m ehr m it Bahnlärm belastet w ürden; eine allfällige M ehrbelastung w ürde nur ein H aus und da nur den unbew ohnten Estrich betreffen. D em hat das BAFU w idersprochen und erklärt, die Änderungen, w ie die Beschw erdeführenden 1 sie sich vorstellten, seien ohne Einbussen beim Lärm schutz nicht realisierbar. D as BAFU hat sich sodann zum schall- absorbierenden Lärm schutzglas geäussert und präzisiert, dieses sei zu- m indest teilw eise schallabsorbierend und w erde in Italien hergestellt. Es sei in der Schw eiz noch nicht zugelassen und bei der Eisenbahnlärm sanie- rung auch noch nie eingesetzt w orden. Ü berdies sei es teurer und nicht ganz so transparent w ie das herköm m liche M aterial. D ie Beschw erdefüh- rerin 2 hat derw eil betont, für sie gehe es nicht nur um den obersten Teil der LSW 6, vielm ehr störe sie sich an der W and in deren G esam thöhe. Ferner frage sie sich, ob im Abschnitt, der sie betreffe, nicht eine D am m la- ge und dam it ein G rund für die U nterschreitung des R egelabstands gege- ben sei. W ürde ihrem Anliegen entsprochen, hätte dies zudem den Vorteil, dass ein Zugang für U nterhaltsarbeiten an der steilen Böschung entstehe. Q . Auf Ersuchen der Instruktionsrichterin hat die Beschw erdegegnerin am 30. N ovem ber 2006 Berechnungen vorgelegt zu den akustischen Ausw ir- kungen bei einer nur 1,25 m hohen bzw . im obersten Bereich teilverglasten LSW 2. N ach diesen von der G artenm ann Engineering AG angestellten Berechnungen bringen beide Varianten höhere Lärm pegel. N eu zu einer Im m issionsgrenzw ert-Ü berschreitung kom m e es jedoch nur im Fall einer R eduktion der W andhöhe und auch da nur bei einem G ebäude (EP 16). Bei einer Teilverglasung könnten die Im m issionsgrenzw erte dagegen über- all eingehalten w erden. R . D araufhin haben die Beschw erdeführenden 1 am 17. D ezem ber 2006 aus- geführt, die D aten beruhten auf einer theoretischen Basis, w eshalb eine Im m issionsgrenzw ert-Ü berschreitung von 0,8 dB(A) vernachlässigbar sei. S. D as BAFU hat am 18. D ezem ber 2006 festgehalten, aus um w eltrechtlicher Sicht sei eine R eduktion der W andhöhe abzulehnen, einer Teilverglasung stehe jedoch nichts entgegen. T. D ie auf Ende 2006 aufgelöste R EKO /IN U M hat das Beschw erdeverfahren per 1. Januar 2007 an das neue Bundesverw altungsgericht übergeben. 7 D as B undesverw altungsgericht zieht in Erw ägung: 1. G em äss Art. 31 des Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundes- verw altungsgericht (Verw altungsgerichtsgesetz, VG G ; SR 173.72) beurteilt das Bundesverw altungsgericht, sofern keine Ausnahm e nach Art. 32 VG G vorliegt, Beschw erden gegen Verfügungen nach Art. 5 des Bundesgeset- zes vom 20. D ezem ber 1968 über das Verw altungsverfahren (Vw VG ; SR 172.021). D as Bundesverw altungsgericht übernim m t, sofern es zustän- dig ist, die Beurteilung der am 1. Januar 2007 bei den Eidgenössischen R ekurs- oder Schiedskom m ission oder bei den Beschw erdediensten der D epartem ente hängigen R echtsm ittel. Es w endet dabei neues Verfahrens- recht an (Art. 53 Abs. 2 VG G ). Lärm schutzm assnahm en gestützt auf das Bundesgesetz vom 24. M ärz 2000 über die Lärm sanierung der Eisenbahnen (BG LE; SR 742.144) w er- den im eisenbahnrechtlichen Plangenehm igungsverfahren (Art. 18 ff. des Eisenbahngesetzes vom 20. D ezem ber 1957 [EBG ; SR 742.101]) ange- ordnet (Art. 13 BG LE). Eine Plangenehm igung stellt eine Verfügung im Sinne von Art. 5 Vw VG dar. D as BAV gehört zu den Behörden im Sinn von Art. 33 VG G und ist dem nach Vorinstanz des Bundesverw altungsgerichts. Im hier interessierenden R echtsgebiet besteht sodann keine Ausnahm e nach Art. 32 VG G . Plangenehm igungsverfügungen betreffend Eisenbahn- lärm sanierungen sind daher vor Bundesverw altungsgericht anfechtbar. D ieses ist som it zuständig für die Beurteilung der vorliegenden Beschw er- den, die bei der R EKO /IN U M anhängig gem acht w orden w aren. 2. Zur Beschw erde ist nach Art. 48 Bst. a Vw VG berechtigt, w er durch die an- gefochtene Verfügung berührt ist und ein schutzw ürdiges Interesse an de- ren Aufhebung oder Änderung hat. W er Beschw erde führt, m uss m ithin m ateriell beschw ert, d.h. in Interessen rechtlicher oder tatsächlicher N atur betroffen sein. Vorausgesetzt ist aber auch eine form elle Beschw er; eine beschw erdeführende Partei m uss dem nach am Verfahren vor der Vorins- tanz teilgenom m en haben und dort ganz oder teilw eise unterlegen sein (vgl. BG E 123 II 115 E. 2a sow ie U LR IC H ZIM M ER LI/W ALTER KÄLIN /R EG IN A KIEN ER , G rundlagen des öffentlichen Verfahrensrechts, Bern 2004, S. 102 ff.). In diesem Zusam m enhang ist vorliegend Art. 18f Abs. 1 EBG zu beachten, w onach vom w eiteren Verfahren ausgeschlossen ist, w er im Plangenehm i- gungsverfahren nicht Einsprache erhebt. 2.1 Als Eigentüm er und Bew ohner einer Liegenschaft in unm ittelbarer N ähe zu den neu zu erstellenden Lärm schutzw änden sind die Beschw erdeführen- den 1 durch die angefochtene Verfügung ohne w eiteres m ateriell berührt. Ü berdies sind sie, da sie m it den nunm ehr gestellten Anträgen im Einspra- cheverfahren unterlegen sind, auch form ell beschw ert. Ihre Beschw erdele- gitim ation steht daher ausser Frage. Ebenso m ateriell und form ell beschw ert ist die Beschw erdeführerin 2. D ie- se besteht aus drei natürlichen Personen, denen - zu Stockw erkeigentum - eine Liegenschaft im Bereich der LSW 6 gehört. Beschw erdeberechtigt ist die Stockw erkeigentüm ergem einschaft als solche (vgl. Art. 712l Abs. 2 des Zivilgesetzbuches vom 10. D ezem ber 1907 [ZG B; SR 210] sow ie ZIM M ER LI/ 8 KÄLIN /KIEN ER , a.a.O ., S. 96). 2.2 Auch der Beschw erdeführer 3 ist - zusam m en m it seiner Ehefrau - Eigen- tüm er einer Liegenschaft im Sanierungsgebiet Thun/Spiez und von den vorgesehenen Lärm schutzm assnahm en daher ebenfalls betroffen. Seine Einsprache vor dem BAV (Vorinstanz) hat er jedoch erst am 9. August 2005, m ithin über ein Jahr nach Ablauf der Einsprachefrist, die gleich w ie die Auflagefrist am 30. Juni 2004 ablief (Art. 18f Abs. 2 i.V.m . Art. 18d Abs. 2 EBG ), eingereicht. Auf diese verspätete Einsprache ist die Vorins- tanz in der Folge nicht eingetreten, sodass sie sich m it den m ateriellen An- liegen des Beschw erdeführers 3 nicht befassen m usste. Entsprechend fehlt es diesem bereits an der nötigen form ellen Beschw er für eine Anfech- tung, zum al er nicht geltend m acht, die Vorinstanz sei zu unrecht nicht auf seine Einsprache eingetreten. D ass ihm die Beschw erdeführung verw ehrt ist, ergibt sich sodann auch unm ittelbar gestützt auf Art. 18f Abs. 1 EBG . D em nach ist vom w eiteren Verfahren, d.h. auch von einem allfälligen Be- schw erdeverfahren, ausgeschlossen, w er nicht Einsprache erhoben hat. Auf die Beschw erde des Beschw erdeführers 3 ist daher bereits w egen feh- lender Beschw erdelegitim ation nicht einzutreten. 2.3 Trotzdem ist kurz auf die von ihm w iederholt vorgetragene R üge einzuge- hen, der Sachverhalt sei nicht vollständig festgestellt. So bem ängelt er, es stellten sich um w eltrechtliche Fragen, die im R ahm en einer U VP zu klären seien. Ferner w erde noch nicht berücksichtigt, dass der G üterverkehr künf- tig stark zunehm en w erde, dies bei einem steigenden Anteil an ausländi- schem R ollm aterial. W eiter fehlten Abklärungen zum Kurvenkreischen und zur Lärm m ehrbelastung, die entstehe, w enn die heutigen H olzschw ellen ersetzt w ürden. All dies m üsse von Am tes w egen erm ittelt w erden. Im Verw altungsbeschw erdeverfahren gilt der G rundsatz der U ntersuchung des Sachverhalts von Am tes w egen (Art. 12 Vw VG ). D as gilt freilich nur in- nerhalb des Streitgegenstands (ALFR ED KÖ LZ/ISAB ELLE H ÄN E R , Verw altungs- verfahren und Verw altungsrechtspflege des Bundes, 2. Aufl., Zürich 1998, N . 675). D ieser um fasst die strittige Verfügung, sow eit sie angefochten w urde (KÖ LZ/H ÄN E R , a.a.O ., N . 403). Als angefochten kann etw as jedoch nur dann gelten, w enn dagegen befugterm assen Beschw erde erhoben w urde. Führt jem and Beschw erde, ohne dazu legitim iert zu sein, kann das nicht bew irken, dass die lediglich durch diese Person beanstandeten Teile der Verfügung zum Streitgegenstand w erden. Vorliegend ist der Sanierungs- abschnitt, der den Beschw erdeführer 3 betrifft, nicht Streitthem a. D essen Beanstandungen liegen som it ausserhalb des Streitgegenstands, w eshalb es dazu keiner Abklärungen vom Am tes w egen bedarf. 3. W as die ohne w eiteres beschw erdebefugten Beschw erdeführenden 1 und 2 angeht (oben E. 2.1), m üssen, dam it auf ihre Beschw erden eingetre- ten w erden kann, auch die übrigen Sachurteilsvoraussetzungen gegeben sein (KÖ LZ/H ÄN E R , a.a.O ., N . 409 ff.). So gilt es nam entlich, die 30-tägige Beschw erdefrist einzuhalten (Art. 50 Vw VG ). D ies haben sow ohl die Be- schw erdeführerin 2 w ie auch die Beschw erdeführenden 1 getan. Letztere haben ihre Beschw erde am 30. Tag nach Eröffnung der Verfügung der 9 Post übergeben (Art. 21 Abs. 1 Vw VG ). D ie Beschw erdeführung ist zudem in beiden Fällen form gerecht (Art. 52 Vw VG ) erfolgt. Es ist daher auf beide Beschw erden einzutreten. 4. Bevor auf die eigentlichen Anliegen der Beschw erdeführenden 1 und 2 eingegangen w ird, ist die folgende Klarstellung zum Streitgegenstand nö- tig. W as den Antrag der Beschw erdeführenden 1 angeht, die Lärm schutz- w and sei im Bereich ihrer Liegenschaft um 0,75 m w eniger hoch oder in den oberen 0,75 m aus G las zu bauen, bestand bis w eit ins Beschw erde- verfahren hinein in einem zentralen Punkt ein M issverständnis, das erst m it dem Schreiben der Beschw erdeführenden 1 vom 23. O ktober 2006 an die R EKO /IN U M zutage trat. In ihrer Einsprache vom 16. Juni 2004 hatten die Beschw erdeführenden 1 ihre nunm ehr gestellten Anträge bezogen auf die «Lärm schutzm auer N orden» form uliert; ein w eiteres Begehren, das vorliegend nicht von Interesse ist, betraf die «Lärm schutzw and Süden». D essen ungeachtet ging die Vorinstanz in der Folge davon aus, die erste- ren Anträge (W and von 1,25 m bzw . Teilverglasung) w ürden sich auf die LSW 13 beziehen, also auf jene W and, die direkt beim G rundstück der Be- schw erdeführenden 1 zu stehen kom m t. In der Plangenehm igungsverfü- gung behandelte sie die Anträge denn auch im Abschnitt über den Teilbe- reich R 2 und die dortige LSW 13; die Abw eisung der Anträge erfolgte ebenfalls in diesem Abschnitt. D ie Beschw erdeführenden 1 haben bei der Anfechtung nicht bem ängelt, ihre Anträge seien fälschlicherw eise nicht be- zogen auf die LSW 2 geprüft w orden; auf w elche W and sich ihre nunm ehr gestellten Anträge beziehen, geht aus der Beschw erde nicht hervor. Auf- grund der zw ischenzeitlichen Klärung ist indes klar, dass sie eine H erab- setzung bzw . Teilverglasung der LSW 2 w ollen. D as prozessrechtliche Er- fordernis, w onach sich ein beschw erdew eise gestellter Antrag innerhalb des Streitgegenstands bew egen m uss (oben E. 2.3, m it H inw eis), steht diesem Begehren nicht entgegen. D enn die Vorinstanz hat m it der Plange- nehm igung auch über die LSW 2 entschieden. Zw ar hat sie sich, w as die- se W and angeht, nicht w eiter m it den Argum enten der Beschw erdeführen- den 1 auseinandergesetzt; deren Anliegen hat sie jedoch, indem sie eine 2 m hohe W and aus Beton bew illigt hat, dennoch abgew iesen. D ie Anträge betreffend die LSW 2 sind som it vom Anfechtungsobjekt erfasst; ebenso sind sie, aufgrund des Zusam m enspiels zw ischen Beschw erde und Ein- sprache, als durch die Anfechtung gedeckt anzusehen. D ie Sache in diesem Punkt an die Vorinstanz zurückzuw eisen, ist nicht nö- tig, da die vorm alige R EKO /IN U M die erforderlichen Abklärungen getätigt hat, sodass heute alle Fakten beisam m en sind. D as Bundesverw altungs- gericht kann daher direkt in der Sache entscheiden (Art. 61 Abs. 1 Vw VG ). 5. D as Bundesverw altungsgericht überprüft die angefochtene Verfügung auf R echtsverletzungen - einschliesslich unrichtiger oder unvollständiger Fest- stellung des rechtserheblichen Sachverhalts und R echtsfehler bei der Aus- übung des Erm essens - sow ie Angem essenheit hin (Art. 49 Vw VG ). 6. In verfahrensrechtlicher H insicht rügt die Beschw erdeführerin 2, ihr sei das rechtliche G ehör nicht gew ährt w orden. D ie Einspracheverhandlung sei 10 eine Inform ationsveranstaltung gew esen, bei der jeder Versuch zu einer Einigung schon im Ansatz unterbunden w orden sei. Ausserdem habe keine gem einsam e örtliche Begehung stattgefunden. D em hält die Vorinstanz entgegen, im R ahm en des ordentlichen Schriftenw echsels habe sich jede Partei zw eim al zur Sache äussern können. D ie entscheidrelevanten Tatsa- chen, etw a w as den Verlauf des Kabelkanals angehe, hätten sich bereits aus den Planunterlagen ergeben; zudem habe sie (die Vorinstanz) sich, anlässlich einer Besichtigung vor O rt, ein Bild vor der Situation verschaffen können. Ein Augenschein zusam m en m it den Parteien hätte keine w esent- lichen, neuen Erkenntnisse verm itteln können. 6.1 D as rechtliche G ehör ist durch Art. 29 Abs. 2 der Bundesverfassung vom 18. April 1999 (BV; SR 101) garantiert. Konkretisiert w ird der Anspruch in den Art. 29 ff. Vw W G . D em nach steht den Parteien u.a. das R echt zu, sich vor Erlass eines Entscheids, der in ihre R echtsstellung eingreift, zu äu- ssern sow ie m it erheblichen Bew eism itteln gehört zu w erden (vgl. BG E 129 II 497 E. 2.2; KÖ LZ/H ÄN E R , a.a.O ., N . 292 ff.) G egenstück zu den M itw ir- kungsrechten der Parteien ist die behördliche Prüfungspflicht. D ie Behörde hat die angebotenen Bew eise abzunehm en, w enn sie ihr zur Abklärung des Sachverhalts tauglich erscheinen (Art. 33 Vw VG ); darauf verzichten darf sie dagegen dann, w enn sie den Sachverhalt aufgrund eigener Sach- kunde ausreichend w ürdigen kann oder w enn zum voraus gew iss ist, dass das Bew eism ittel keine w esentlichen Erkenntnisse zu verm itteln verm ag (KÖ LZ/H ÄN ER , a.a.O ., N . 320). Bevor die Behörde verfügt, m uss sie die Vor- bringen sorgfältig prüfen und sie, sofern sie erheblich sind, w ürdigen (Art. 32 Vw VG ). D as Ergebnis dieser W ürdigung m uss sich alsdann in der Entscheidbegründung niederschlagen (KÖ LZ/H ÄN ER , a.a.O ., N . 325). 6.2 D as eisenbahnrechtliche Plangenehm igungsverfahren bietet, indem es die Einsprache vorsieht, eine form alisierte G ew ährleistung des rechtlichen G e- hörs (Art. 30a Vw VG ). D ie Beschw erdeführerin 2 hat sich als Einspreche- rin denn auch am Verfahren beteiligt und ihre Vorstellungen zw eim al dar- gelegt, w obei sie die Variante, die LSW 6 sei gegen das G leis hin zu ver- schieben, nicht bereits in ihrer Einsprache vom 14. Juni 2004, sondern erst m it Eingabe vom 28. April 2005 unterbreitet hat. D ie Abw eisung dieses An- trags hat die Vorinstanz m it den einschlägigen Abstandsvorschriften und den herrschenden Platzverhältnissen begründet. W ie es sich m it dem Platz vor O rt verhält, ergibt sich hinreichend klar aus den verschiedenen Pla- nungsunterlagen. Augenschein brauchte daher keiner durchgeführt zu w er- den, zum al die Beschw erdeführerin 2 - sow eit aus den Akten ersichtlich - nie einen solchen verlangt hatte. D ie Vorinstanz ist auch ihrer Begrün- dungspflicht nachgekom m en, geht doch aus ihrem Entscheid hervor, w ar- um sie ein N äherrücken der LSW 6 an die G leisachse ablehnt (KÖ LZ/ H ÄN E R , a.a.O ., N . 354 ff.). Steht som it fest, dass die Beschw erdeführerin 2 ihre Anliegen schriftlich hat anbringen können und die Vorinstanz sich bei der Entscheidfindung dam it rechtsgenüglich auseinandergesetzt hat, kann nicht von einer Verletzung des rechtlichen G ehörs gesprochen w erden. N ur w eil keine Einigung erzielt w urde, liegt noch keine G ehörsverletzung vor. D ie entsprechende R üge erw eist sich som it als unbegründet.11 Im Folgenden sind die Anliegen in der Sache selbst zu klären, nam entlich die Frage, ob die Lärm sanierung in der von den Beschw erdeführenden 1 bzw . 2 beantragten Form zu realisieren ist. 7. D as Bundesgesetz vom 7. O ktober 1983 über den U m w eltschutz (U m w elt- schutzgesetz; U SG ; SR 814.01), das u.a. bezw eckt, den M enschen vor schädlichen oder lästigen Einw irkungen zu schützen (Art. 1 Abs. 1 U SG ), sieht vor, dass Em issionen w ie Lärm durch M assnahm en bei der Q uelle begrenzt w erden (Art. 11 Abs. 1 U SG ). D ie Em issionen w erden anhand von Im m issionsgrenzw erten IG W beurteilt (Art. 13 Abs. 1 U SG ). D ie Im - m issionsgrenzw erte für Lärm hat der Bundesrat im Anhang 4 zur Lärm - schutz-Verordnung vom 15. D ezem ber 1986 (LSV; SR 814.41) festgelegt. G enügt eine Anlage den Vorschriften des U SG oder den U m w eltvorschrif- ten anderer Bundesgesetze nicht, m uss sie saniert w erden (Art. 16 Abs. 1 U SG ). 7.1 Seit O ktober 2000 gilt in Ergänzung zum U SG das BG LE, das verschiede- ne Lärm schutzm assnahm en vorsieht und diese einer R angordnung unter- stellt (Art. 1 f. BG LE). Lärm schutz soll dem nach in erster Linie durch tech- nische M assnahm en an den Schienenfahrzeugen erreicht w erden. Subsidi- är sind bauliche M assnahm en an bestehenden ortsfesten Eisenbahnanla- gen zu treffen (z.B. Lärm schutzw ände). In dritter Priorität sind Schall- schutzm assnahm en an bestehenden G ebäuden vorgesehen (z.B. Schall- schutzfenster). N äheres, nam entlich zum U m fang der M assnahm en, ist in den Ausführungsbestim m ungen zum BG LE, in der Verordnung vom 14. N ovem ber 2001 über die Lärm sanierung der Eisenbahnen (VLE; SR 742.144.1), geregelt. 7.2 Für die Erm ittlung der Lärm im m issionen auf den einzelnen von Bahnlärm betroffenen G rundstücken w ird nicht auf den Ist-Zustand und daher auch nicht auf M essungen, sondern auf eine Lärm prognose, den Em issionsplan abgestellt (Art. 18 Abs. 1 VLE). D ieser enthält - für jeden Streckenab- schnitt - die bis Ende 2015 zu erw artenden Lärm em issionen bestehender ortsfester Eisenbahnanlagen (Art. 6 Abs. 1 BG LE), w obei insbesondere die Infrastruktur selbst, die sanierten Schienenfahrzeuge sow ie die für 2015 prognostizierte Verkehrsm enge- und zusam m ensetzung berücksichtigt w erden (Art. 6 Abs. 2 BG LE). D er Em issionsplan bildet die verbindliche G rundlage für den Entscheid über bauliche Sanierungsm assnahm en (Art. 6 Abs. 1 BG LE). D iese sind bei bestehenden ortsfesten Eisenbahnan- lagen so w eit anzuordnen, bis die Im m issionsgrenzw erte eingehalten sind (Art. 7 Abs. 1 BG LE). W ürde die Sanierung jedoch unverhältnism ässige Kosten verursachen oder stünden ihr überw iegende Interessen, nam ent- lich des O rtsbild-, N atur- und Landschaftsschutzes oder der Verkehrs- oder Betriebssicherheit, entgegen, sind Erleichterungen (Ausnahm en) zu gew ähren (Art. 7 Abs. 3 BG LE). N ur w enn solche Erleichterungsgründe gegeben sind, darf vom in Art. 7 Abs. 1 BG LE festgeschrieben Sanierungs- ziel abgew ichen w erden. In den übrigen Fällen sind M assnahm en so w eit anzuordnen, bis die Im m issionsgrenzw erte eingehalten sind (Entscheid R EKO /IN U M vom 11. D ezem ber 2006, A-2006-24, E. 8.5.3). O b die Kos- ten für bauliche Lärm schutzm assnahm en verhältnism ässig sind, beurteilt 12 sich nach dem KN I (vgl. unten E. 8.4.3). Beträgt dieser höchstens 80, gel- ten die Kosten in der R egel als verhältnism ässig (Art. 20 Abs. 1 VLE). Bau- liche Lärm schutzm assnahm en, nam entlich Lärm schutzw ände, sind in der R egel auf höchstens 2 m H öhe über SO K zu begrenzen; diese H öhe kann überschritten w erden, w enn besondere U m stände vorliegen und keine überw iegenden Interessen entgegenstehen (Art. 21 VLE). 8. D ie Beschw erdeführenden 1 beantragen, die Lärm schutzw and sei im Be- reich ihrer Liegenschaft um 0,75 m w eniger hoch oder in den oberen 0,75 m aus G las zu bauen. 8.1 W ie erläutert (oben E. 4), beziehen sich die beiden Anträge auf die LSW 2. D ass der diesbezügliche Irrtum im Beschw erdeverfahren zunächst unbe- m erkt blieb, hatte u.a. zur Folge, dass Vorinstanz, BAFU und Beschw erde- gegnerin in ihren Eingaben jew eils davon ausgingen, die LSW 13 sei es, die geändert w erden solle. Einige der Ausführungen in diesen Eingaben, etw a w as die Lärm belastung beim H aus der Beschw erdeführenden 1 be- trifft, gehen som it an der Sache vorbei, w eshalb sie für den Beschw erde- entscheid unbeachtlich sind. Andere Aussagen, nam entlich zu den allge- m einen N achteilen transparenter Lärm schutzw ände, behalten dagegen ihre R elevanz. Zu den Ausw irkungen, v.a. hinsichtlich der Lärm belastung bei benachbarten G ebäuden, für den Fall, dass die LSW 2 w eniger hoch bzw . teilw eise verglast w ird, liegen nunm ehr ebenfalls fundierte Angaben vor. Es sind dies die Berechnungen, w elche die Beschw erdegegnerin bei der G artenm ann Engineering AG in Auftrag gegeben hat. D iese ist am 30. N ovem ber 2006 zum Schluss gelangt, einzig w enn die W and auf 1,25 m herabgesetzt w ürde, käm e es zu einer zusätzlichen Im m issions- grenzw ert-Ü berschreitung, dies jedoch nur an einem EP. 8.2 D ie Beschw erdeführenden 1 begründen ihren Antrag, die LSW 2 sei nur 1,25 m hoch zu bauen, dam it, eine 2 m hohe W and beeinträchtige die Sicht von ihrem H aus, u.a. auf den See, w as für sie und ihren M ieter nicht akzeptabel sei. Letzterer hat laut den Angaben der Beschw erdeführen- den 1 an der Verhandlung vor der R EKO /IN U M das M ietverhältnis inzw i- schen gekündigt, w eil er angeblich das R isiko nicht eingehen w ill, dass ihm eine Lärm schutzw and ins Blickfeld gesetzt w ird. D ie Beschw erdeführen- den 1 befürchten, dass es bei einer 2 m hohen LSW 2 schw ieriger w ürde, die W ohnung im Erdgeschoss zu verm ieten; sicher aber m üssten sie den M ietzins senken, sodass alles auch eine Existenzfrage sei. D en Lärm - schutz nördlich der Bahnlinie halten die Beschw erdeführenden 1 für gesi- chert, da die dortigen H äuser w egen des H angs tiefer liegen. D as sehen Vorinstanz, Beschw erdegegnerin und BAFU anders. D ie Vorinstanz w eist darauf hin, bei einem H aus (EP 20) könne der Im m issionsgrenzw ert selbst bei einer 2 m hohen LSW 2 nicht eingehalten w erden und die Beschw erde- gegnerin hält unter Verw eis auf die neusten Berechnungen der G arten- m ann Engineering AG fest, bei einer bloss 1,25 m hohen LSW 2 kom m e es bei einem zusätzlichen H aus (EP 16) zu einer G renzw ertüberschreitung. Alle vertreten sie die Auffassung, solange Im m issionsgrenzw ert-Ü ber- schreitungen zu erw arten seien, dürfe die R egelhöhe von 2 m nicht unter- schritten w erden. D as BAFU hält w eiter fest, das Anliegen nach einer bes-13 seren Aussicht stelle keinen G rund dar, der es im Sinne von Art. 7 Abs. 3 Bst. b BG LE rechtfertige, die W and w eniger hoch zu bauen. 8.2.1 W ie erw ähnt, sind bauliche Lärm schutzm assnahm en nach Art. 21 VLE in der R egel auf 2 m H öhe (ab SO K) zu begrenzen. Ein Abw eichen von die- ser R egel - nach oben - ist nur m öglich, w enn besondere U m stände vorlie- gen und keine überw iegenden Interessen entgegenstehen (Art. 21 Abs. 2 VLE). Aus dieser Konzeption folgt, dass es sich bei der H öhe von 2 m um eine O bergrenze handelt, die grundsätzlich auch unterschritten w erden kann. Trotzdem prüft die Vorinstanz - als Basisvariante - stets Lärm schutz- w ände von 2 m H öhe (vgl. Lärm sanierung der Eisenbahnen - Leitfaden für die Projektierung baulicher M assnahm en, D ezem ber 2003, S. 18 [nachfol- gend: Leitfaden]). D as lässt sich u.a. dam it erklären, dass häufig erst eine 2 m hohe Lärm schutzw and verhindern kann, dass der Lärm nach oben ge- tragen w ird, der durch M ehrfachreflexionen an den Bahnw agen und den Lärm schutzw änden selbst entsteht (vgl. Entscheid R EKO /IN U M vom 11. Juli 2006, A-2004-210, E. 15.1.1). Lärm schutzw ände von w eniger als 2 m m üssen dennoch m öglich sein (Art. 21 Abs. 1 VLE; Leitfaden, S. 18). Im Sanierungsperim eter Thun/Spiez w erden denn auch die LSW 6 und 7 in ei- ner H öhe von nur 1,5 m gebaut. M öglich ist das bei beiden W änden, so auch im Abschnitt, der die Beschw erdeführerin 2 betrifft (unten E. 9.2), w e- gen der vor O rt gegebenen H anglage. Eine an einen H ang angrenzende Lärm schutzw and von w eniger als 2 m H öhe schützt die tiefer gelegenen H äuser jedoch nicht im m er ausreichend vor Lärm . 8.2.2 Im Teilbereich L2 kom m t es bei einem nördlich der Bahnlinie gelegenen H aus (EP 20) selbst m it einer 2 m hohen LSW 2 zu einer geringfügigen Ü berschreitung des nächtlichen Im m issionsgrenzw erts (Plangenehm igung, S. 18). W ürde die LSW 2 bloss 1,25 m hoch gebaut, käm e es nach den Berechnungen der G artenm ann Engineering AG , die das BAFU für korrekt befunden hat, bei einem zusätzlichen H aus (EP 16) zu einer ebenfalls klei- nen Ü berschreitung des Im m issionsgrenzw erts. D am it bestätigen sich die Bedenken, die das BAFU früher geäussert hatte, teilw eise. Zw ar w ürde die LSW 2 ihre W irksam keit nicht gänzlich verlieren, zu einer zusätzlichen, w enn auch nur leichten Ü berschreitung der Im m issionsgrenzw erte käm e es aber allem al. M ithin scheidet die Variante m it einer bloss 1,25 m hohen LSW 2 aus. D enn, ob Lärm schutzw ände nötig sind, hängt nicht davon ab, ob dies auch von allen lärm m ässig oder anderw eitig Betroffenen ge- w ünscht w ird oder nicht. Bauliche Lärm schutzm assnahm en sind vielm ehr so w eit anzuordnen, bis die Im m issionsgrenzw erte eingehalten w erden (Art. 7 Abs. 1 BG LE). W ie erw ähnt (oben E. 7.2, m it H inw eis), darf von die- sem Lärm schutzziel nur abgew ichen w erden, w enn Erleichterungsgründe nach Art. 7 Abs. 3 BG LE bestehen. Solche G ründe sind vorliegend nicht ersichtlich (vgl. auch unten E. 8.4.6 f.); nam entlich w ird durch eine W and von 2 m nicht das O rtsbild beeinträchtigt. D er Lärm schutz, w ie er m it der bew illigten LSW 2 erreicht w ird, darf daher nicht verschlechtert w erden, zum al lärm m ässig nicht die Beschw erdeführenden 1, sondern die Bew oh- ner der N achbarliegenschaften Einbussen erleiden w ürden. D aran, dass die Lärm schutzvorgaben einzuhalten sind, ändert auch nichts, w enn bei 14 den betroffenen N achbarhäusern die jew eiligen Stockw erke nicht bew ohnt sind, w ie dies die Beschw erdeführenden 1 geltend m achen. Ebenso spielt keine R olle, dass die G renzw erte nur leicht überschritten w ürden, sind die erm ittelten Lärm pegel doch stets auf die nächsthöhere ganze Zahl aufzu- runden (Leitfaden, S. 14). W enn sich fragt, ob eine Lärm schutzm assnah- m e zu realisieren ist, sind die Anzahl Betroffener und das M ass der Lärm - reduktion aber ohnehin nicht unm ittelbar m assgebend; vielm ehr fliessen diese Aspekte über die Kosten-N utzen-R echnung in die Betrachtung ein (Ziff. 2.3 Anhang 3 VLE). Eine W and kann w egen eines zu kleinen lärm m ä- ssigen G ew inns oder w eil nicht genügend lärm em pfindlich genutzte R äu- m e betroffen sind und daher zu w enige Personen profitieren w ürden, punk- tuell einen geringen N utzen aufw eisen. Auf die W and als G anzes und da- m it auf einen besseren Lärm schutz ist jedoch nur dann zu verzichten, w enn aufgrund eines zu geringen N utzens ein KN I von über 80 resultiert (Art. 7 Abs. 3 Bst. a BG LE; Art. 20 VLE, vgl. unten E. 8.4.3). Eine im Bereich des H auses der Beschw erdeführenden 1 bloss 1,25 m hohe LSW 2 w iderspräche som it den gesetzlichen Vorgaben; der entspre- chende Antrag ist daher abzuw eisen. 8.3 Eine andere Frage ist, ob die LSW 2 - gem äss dem Antrag 2 - in den obersten 0,75 m aus G las zu erstellen ist. D ie Beschw erdeführenden 1 führen auch für diese Variante ästhetische G ründe an. Sie w ollen eine m öglichst uneingeschränkte Sicht und sie stören sich am Anblick einer Lärm schutzw and (vgl. Einsprache vom 16. Juni 2004). Bezogen auf die LSW 13 und das H aus der Beschw erdeführenden 1 hatten Vorinstanz und Beschw erdegegnerin eingew endet, transparente Lärm schutzw ände hätten eine geringere Lärm schutzw irkung, w eil sie den Schall nicht absorbierten, sondern reflektierten. Für die nördlich gelegenen H äuser ist aufgrund der Berechnungen der G artenm ann Engineering AG konkret davon auszuge- hen, dass die Lärm pegel zunehm en w ürden, zu einer Ü berschreitung der Im m issionsgrenzw erte käm e es indes nirgends. U nter diesem G esichts- punkt erscheint eine Teilverglasung der LSW 2 som it als eine m ögliche Variante. 8.4 Vorinstanz und Beschw erdegegnerin haben jedoch auch andere, grund- sätzliche Einw ände gegen verglaste Lärm schutzw ände. So w eisen sie dar- auf hin, der U nterhalt sei aufw ändiger. D ie Vorinstanz gibt ferner zu be- denken, es könne eine unerw ünschte Blendw irkung entstehen, w as für das sichere Führen der Züge gefährlich und für die Anw ohner lästig sein kön- ne. W egen all dieser N achteile w ürden transparente Lärm schutzw ände auf offener Strecke nur ausnahm sw eise eingesetzt. Bezüglich G estaltung könnten sodann nicht die individuellen W ünsche der Betroffenen m assgeb- lich sein; vielm ehr seien einheitlich gestaltete W ände anzustreben. U nter Bezugnahm e auf das Schreiben der G artenm ann Engineering AG vom 6. Juli 2006 w eist die Beschw erdegegnerin w eiter auf die deutlich höheren Kosten für transparente Lärm schutzelem ente hin. D as BAFU führt schliesslich aus, der KN I könne nicht als Anspruchsgrundlage für eine be- stim m te Ausgestaltung einer Lärm schutzw and dienen.15 8.4.1 Auch im Sanierungsgebiet Thun/Spiez kom m en transparente Elem ente zum Einsatz, dies jedoch nur ausnahm sw eise bzw . an Stellen, die sich durch eine Besonderheit auszeichnen. G las w ird nam entlich bei Lärm - schutzw änden eingesetzt, die auf Kunstbauten hinauf zu stehen kom m en. So soll m it dem G las bei der U nterführung Steinhaufenw eg, w o die LSW 1 w egen ihrer erhöhten Lage auffällig w irkt, verhindert w erden, dass das O rtsbild zu stark beeinträchtigt w ird (Plangenehm igung, S. 17). Im Bereich der U nterführung G w attstutz spielen ausserdem Sicherheitsüberlegungen eine R olle. Bei der dortigen LSW 5 soll durch die Teilverglasung verm ie- den w erden, dass bei den Strassenbenützern der Eindruck entsteht, der D urchlass sei nur sehr eng (Plangenehm igung, S. 21). An einer w eiteren Stelle ist sogar zugunsten eines H auses von Privaten G las vorgesehen (LSW 8). D adurch kann der grosse Lichtverlust verm ieden w erden, den das H aus w egen seines w eit vorstehenden D achs sonst erleiden w ürde. D as einheitliche Erscheinungsbild w ird dabei nicht gestört, da die LSW 7 im direkt anschliessenden Abschnitt w egen der sich dort befindlichen Kan- derbrücke ebenfalls teilw eise verglast w ird (Plangenehm igung, S. 26). 8.4.2 BG LE und VLE enthalten keine Vorgaben zur konkreten Ausgestaltung von Lärm schutzw änden. N am entlich ergibt sich dazu nichts aus den Vor- schriften zum U m fang der M assnahm en. D ie Art. 7 BG LE und Art. 19-21 VLE regeln vorab das O b baulicher M assnahm en. U m den «U m fang» geht es jedoch nur, w as die H öhe anbelangt (Art. 21 VLE), und insofern, als an- geordnet w ird, Vorkehren seien so w eit zu treffen, bis die Im m issions- grenzw erte eingehalten seien (Art. 7 Abs. 1 BG LE). 8.4.3 Zunächst ist festzuhalten, dass die LSW 2 nicht deshalb (teilw eise) aus G las zu bauen ist, w eil der KN I im fraglichen Teilbereich L2 bei 49 liegt. M it H ilfe des KN I, der sich nach dem Anhang 3 zur VLE berechnet, w ird er- m ittelt, ob die Kosten für Lärm schutzm assnahm en verhältnism ässig sind. Beträgt er höchstens 80, gelten die Kosten in der R egel als verhältnism ä- ssig (Art. 20 VLE). Liegt der W ert darüber, können Erleichterungen ge- w ährt w erden (Art. 7 Abs. 3 Bst. a BG LE), m it der Folge, dass auf die frag- liche Lärm schutzm assnahm e zu verzichten ist. D urch den KN I w erden die finanziellen Aufw endungen einer baulichen M assnahm e ins Verhältnis ge- setzt zur Lärm entlastung, die bei den betroffenen Personen bew irkt w ird. Kostenseitig w ird ein pauschalierter Ansatz eingesetzt, variabel sind dabei nur W andhöhe und -länge; unerheblich ist dagegen etw a, w elches M aterial verw endet w ird und w ie teuer dieses ist. N utzenseitig w ird auf die gew ich- tete D ifferenz der Lärm belastung m it oder ohne bauliche Lärm schutzm ass- nahm e, m ultipliziert m it der Anzahl betroffener Personen, abgestellt (vgl. auch Entscheid R EKO U VEK vom 4. Februar 2003, A-2002-8, E. 11.1). 8.4.4 Erw eisen sich die Kosten für ein Sanierungsvorhaben aufgrund der KN I- Berechnung als im Sinne von Art. 20 Abs. 1 VLE verhältnism ässig, bedeu- tet das nur, dass - vorbehältlich überw iegender entgegenstehender Inter- essen (O rtsbild-, N atur- und Landschaftsschutz oder Verkehrs- oder Be- triebssicherheit; vgl. Art. 7 Abs. 3 Bst. b BG LE) - die geplanten baulichen M assnahm en zu realisieren sind bzw . dass nicht im Sinne einer Erleichte- rung davon abzusehen ist. Ü ber die Ausgestaltung baulicher M assnahm en 16 ist dam it jedoch nichts gesagt. D a der KN I unberücksichtigt lässt, w elches M aterial verw endet w ird, kann gestützt auf einen KN I von w eniger als 80 auch nicht, quasi bis zu dessen «Ausschöpfung», die Pflicht zum Einsatz eines anderen als dem herköm m lichen M aterial abgeleitet w erden. W ird nur das M aterial variiert, kann es gar nicht zu einer Ausschöpfung des KN I kom m en. D er KN I bleibt vielm ehr unverändert, unabhängig davon, w elches M aterial geprüft w ird. Insofern ist dem BAFU zuzustim m en, w enn es aus- führt, der KN I (bzw . der U m stand, dass dieser nicht über 80 liege) könne nicht als Anspruchsgrundlage für eine bestim m te Ausgestaltung einer Lärm schutzw and dienen. Alles andere w ürde darauf hinaus laufen, dass Anw ohner in Fällen m it einem KN I von w eniger als 80 regelm ässig erzw in- gen könnten, dass eine Lärm schutzw and in der von ihnen gew ünschten Bauart zu erstellen w äre. D as kann jedoch nicht die M einung von G esetz- und Verordnungsgeber gew esen sein. 8.4.5 Zu bestim m en, w ie Lärm schutzw ände konkret auszugestalten sind, obliegt vielm ehr grundsätzlich der sanierungspflichtigen Bahnnetzinhaberin. Aus- gangspunkt ist das von ihr eingereichte Projekt. Sollen anstelle des übli- cherw eise verw endeten Betons (oder H olzes) transparente Elem ente an- gebracht w erden, m uss sich aufgrund einer um fassenden Interessenabw ä- gung eine N otw endigkeit hierfür ergeben (vgl. auch Entscheid Bundesrat vom 14. April 1999, E. 7.2.1, [teilw eise] publiziert in VPB 63.97 [Lärm - schutzw and im Bereich einer Strasse]). Sind Anw ohner oder andere Be- troffene m it dem M aterial, das gem äss Projekt vorgesehen und bew illigt w orden ist, nicht einverstanden, haben sie darzulegen, inw iefern bei ihnen eine Situation vorliegt, die derart speziell ist, dass eine andere als die ge- plante G estaltung angezeigt ist. D ie R EKO /IN U M hat unlängst aus G rün- den des Landschaftsschutzes eine transparente Lärm schutzw and befür- w ortet, dies freilich in einem Fall m it einer speziell hohen W and in einer schützensw erten Landschaft. D ie R EKO /IN U M befand, ohne das G las w ür- de die W and als ein dom inantes, einheitliches, 420 m langes und 4 m ho- hes, graues Band w ahrgenom m en. D ie M ehrkosten für G las rechtfertigten sich, da die betreffende Landschaft nicht w eiter entw ertet w erden dürfe (Entscheid R EKO /IN U M vom 11. Juli 2006, A-2004-210, E. 15.1.1 f.). 8.4.6 D ie Beschw erdeführenden 1 tun nicht dar, dass im Bereich ihrer Liegen- schaft eine sensible oder sonst w ie spezielle Situation herrscht, vergleich- bar m it jenen G egebenheiten, die im übrigen Sanierungsgebiet Thun/Spiez zum Einsatz von G las führen. Für die Annahm e einer besonderen Situation hat das Bundesverw altungsgericht auch sonst keine Anhaltspunkte. U m O rtsbildschutz (vgl. BER N H AR D W ALD M AN N /PETER H ÄN N I, R aum planungsgesetz, Bern 2006, S. 410) kann es im Bereich der LSW 2 und 13 nicht gehen, w as die Beschw erdeführenden 1 übrigens auch nicht geltend m achen. Ih- nen geht es vielm ehr um die Aussicht, nam entlich vom Erdgeschoss aus, auf den See (Beschw erde) bzw . darum zu verhindern, dass eine Beton- w and in ihr Blickfeld gesetzt w ird (Einsprache). D iese Anliegen sind zw ar verständlich, als sehr gew ichtig erscheinen sie jedoch nicht. D er Anblick einer Lärm schutzw and aus Beton m ag zw ar unschön sein, es ist dies je- doch die notw endige Folge eines besseren Lärm schutzes. W ürde m an, 17 bloss um zu verhindern, dass an eine Betonw and geblickt w erden m uss, zu G las w echseln, m üsste dies w ohl vielenorts auf dem ganzen Schienen- netz so geschehen. D as w ürde die Lärm sanierung erheblich verteuern, ohne dass für den Lärm schutz selbst etw as gew onnen w äre. Als w eniger schlim m als von den Beschw erdeführenden 1 dargestellt, erw eist sich auch deren Sorge, ohne eine Teilverglasung der LSW 2 w ürden sie ihrer Aussicht beraubt, liegt doch das H aus um einiges über dem N iveau des Bahntrassees. Zudem w ird direkt beim G rundstück, parallel zur LSW 2 neu auch die LSW 13 gebaut und zw ar in einer H öhe von ebenfalls 2 m . W ie gezeigt (oben E. 4), w ehren sich die Beschw erdeführenden 1 gerade nicht gegen die LSW 13. D ie Sicht w ird also bereits durch diese nähere W and beeinträchtigt sein, insow eit als der Blick w egen der erhöhten Lage des H auses nicht ohnehin über beide W ände hinw eggeht (vgl. die anlässlich der Verhandlung vor der R EKO /IN U M eingereichten Fotos). Zudem ist of- fenbar ein Thujahag von 2,8 m (Eingabe vom 23. O ktober 2006) vorgese- hen; dieser w ürde, selbst w enn er tiefer geschnitten w ürde (vgl. Verhand- lung vom 14. N ovem ber 2006), die Aussicht zum indest teilw eise versper- ren. Im Ü brigen ist der Blick bereits heute nicht ganz frei; am G artenrand steht eine über 2 m hohe H ecke (ab Bahntrassee gem essen), die bahnsei- tig in eine begrünte M auer übergeht (vgl. die anlässlich der Verhandlung vor der R EKO /IN U M zu den Akten gegebenen Fotos, die Fotos als Beila- gen zur Einsprache und die Fotosim ulation als Beilage zum Schreiben der G artenm ann Engineering AG vom 6. Juli 2006). Angesichts all dessen kann die Beeinträchtigung, die allein auf die LSW 2 m it ihrer H öhe von 2 m zurückzuführen w äre, nicht als erheblich gelten, dies jedenfalls w as das Erdgeschoss angeht. W as dort an Aussicht verloren geht, ist in nicht un- w esentlichem U m fang bereits durch die LSW 13 bedingt. D ass der im Par- terre w ohnende M ieter den M ietertrag allein w egen der LSW 2 gekündigt haben soll, ist daher nicht nachvollziehbar. Entsprechend ist auch nicht m it besonderen Problem en bei der Verm ietung der W ohnung auszugehen, al- lein deshalb, w eil auf eine Teilverglasung der LSW 2 verzichtet w ird. Anders verhält es sich im oberen Bereich des H auses, w o die Beschw er- deführenden 1 selber w ohnen. Von dort w ird die Aussicht teilw eise einzig durch die LSW 2 beeinträchtigt; denn über die nähere LSW 13 geht der Blick w egen der erhöhten Lage hinw eg. D ie Einbussen für die Aussicht sind jedoch auch hier nicht sehr gross, w ie die Fotos zeigen, die die Be- schw erdeführenden 1 zusam m en m it der Einsprache und der Beschw erde eingereicht haben. D em nach w ürde durch die LSW 2 in der bew illigten Form nam entlich nicht der Blick auf den See versperrt. W ürden die oberen 0,75 m nicht aus G las, sondern aus Beton gebaut, ginge lediglich - in ei- nem relativ schm alen Bereich - die Sicht auf die gegenüberliegenden H äu- ser nördlich der Bahn verloren. D er untere Teil dieser H äuser ist ohnehin versperrt - heute w egen der bestehenden H ecke, künftig w egen der voll aus Beton zu bauenden LSW 13. Insgesam t erfahren die Beschw erdefüh- renden 1 som it eine m assvolle und durchaus zum utbare Beeinträchtigung ihrer Aussicht. 8.4.7 D em gegenüber w äre m it bedeutenden N achteilen zu rechnen, w enn die 18 LSW 2 in den oberen 0,75 m transparent ausgestaltet w ürde. Als H aupt- nachteil sind dabei die erheblich höheren Investitionskosten zu nennen. D as gilt selbst dann, w enn das herköm m liche G las und nicht das nochm als teurere, in der Schw eiz noch nicht zugelassene, stärker schallabsorbieren- de M aterial verw endet w ürde. N achteilig w äre auch, dass es bei einigen der nördlich gelegenen H äuser w ieder zu einer höheren Lärm belastung käm e, w enngleich die G renzw erte nicht überschritten w ürden. W ie bereits festgehalten (oben E. 8.4.5), m uss eine spezielle Situation vorliegen, dam it vom Projekt der Bahnnetzinhaberin abzuw eichen ist. Insofern ist auch dem Argum ent der Vorinstanz zuzustim m en, es seien einheitlich gestaltete Lärm schutzw ände anzustreben und es könnten nicht die individuellen W ünsche der betroffenen Anw ohner m assgeblich sein. Vorinstanz und Be- schw erdegegnerin m achen w eiter geltend, Lärm schutzw ände aus G las sei- en im U nterhalt aufw ändiger. D as ist zw ar grundsätzlich richtig, trotzdem ist der Einw and vorliegend nur beschränkt berechtigt, denn in der N ähe zur LSW 2 ist auch für etliche andere Lärm schutzw ände eine Teilverglasung vorgesehen, sodass der Zusatzaufw and, der w egen der LSW 2 entstünde, nicht besonders ins G ew icht fallen dürfte. Ebenso dürfte es nicht zu Blend- problem en kom m en; die Beschw erdegegnerin hat die Bedenken, die sie und die Vorinstanz anfänglich geäussert hatten, anlässlich der Verhand- lung vor der R EKO /IN U M zurückgenom m en. 8.4.8 Insgesam t erscheinen die Interessen, die gegen G las sprechen, dennoch um einiges gew ichtiger als die ästhetischen Anliegen der Beschw erdefüh- renden 1, die in ihrer Aussicht alles andere als schw er beeinträchtigt w er- den. D ie Betonvariante ist für sie daher durchaus zum utbar. Som it erw eist sich nicht nur der Antrag, die LSW 2 w eniger hoch zu bauen, sondern auch jener auf Teilverglasung als unbegründet, er ist daher eben- falls abzuw eisen. 8.5 D ie Beschw erdeführenden 1 verlangen w eiter, bei ihrem H aus seien unter Kostenbeteiligung des Bundes Schallschutzfenster einzubauen. Sie halten dies für angezeigt, w eil sie ihr H aus erst 1998 gekauft hätten, dieses dem Bahnlärm sehr stark ausgesetzt (Einsprache) und das am nächsten an der Bahn gelegene sei (Beschw erde). D em hält die Beschw erdegegnerin ent- gegen, da das H aus nach dem 1. Januar 1985 bew illigt und erbaut w orden sei, bestehe kein Anspruch. Von den gesetzlichen Bestim m ungen dürfe, nicht zuletzt aus G ründen der G leichbehandlung, nicht abgew ichen w er- den. 8.5.1 Können Lärm grenzw erte trotz R ollm aterialsanierung und baulichen Vor- kehren w ie Lärm schutzw änden nicht eingehalten w erden, sieht Art. 10 BG LE vor, dass bei den betroffenen Bauten Schallm assnahm en zu treffen, also z.B. Schallschutzfenster einzusetzen sind (Art. 30 VLE). Bei einem im lärm sanierungsrechtlichen Sinne bestehenden G ebäude hat der Bund, je nachdem ob die Alarm - oder bloss die Im m issionsgrenzw erte überschritten sind, die Kosten zu übernehm en oder sich zur H älfte daran zu beteiligen (Art. 10 Abs. 1 und 2 BG LE). Als bestehend gilt ein G ebäude dann, w enn die Baubew illigung am 1. Januar 1985 rechtskräftig w ar (Art. 10 Abs. 4 19 BG LE). 8.5.2 D as H aus der Beschw erdeführenden 1, bei dem die Im m issionsgrenzw erte trotz der vorgesehenen M assnahm en, d.h. der LSW 13, nicht eingehalten sind, ist unbestrittenerm assen erst nach dem 1. Januar 1985 gebaut und bew illigt w orden. Es kann daher von vornherein kein Anspruch auf eine Kostenbeteiligung des Bundes bestehen. D aran ändert auch nichts, dass die Beschw erdeführenden 1 das H aus erst 1998 gekauft haben. Inw iefern die von ihnen beklagte Situation (starke Lärm belastung und grosse N ähe zur Bahn) derart speziell sein soll, dass von der gesetzlichen R egel abzu- w eichen w äre - w enn denn Ausnahm en überhaupt m öglich w ären -, ist nicht ersichtlich. D ie Beschw erde ist som it auch in diesem letzten Punkt unbegründet. Sie ist m ithin vollum fänglich abzuw eisen. 9. Zu behandeln bleibt schliesslich die Beschw erde der Beschw erdeführerin 2 und deren Antrag, die LSW 6 sei anzupassen bzw . um 0,7 m w eniger hoch zu bauen. Andernfalls, so befürchtet die Beschw erdeführerin 2, kom m e es bei ihrem H aus zu einem grossen Schattenw urf und zu m assiv w eniger Sonneneinstrahlung. Eine tiefere W andhöhe ist nach Ansicht der Be- schw erdeführerin 2 m öglich, w enn die W and bis 3 m an die G leisachse he- ran gebaut w ird. D ie Vorinstanz hält dem entgegen, es gelte ein R egelab- stand von 4 m und von diesem w erde nur abgew ichen, w enn sich dadurch unverhältnism ässige Kosten oder bauliche Schw ierigkeiten (z.B. bei engen Verhältnissen, bei Brücken und Ü berführungen) verm eiden liessen. Eine solche Ausnahm esituation liege hier jedoch nicht vor. Laut Vorinstanz und Beschw erdegegnerin hätte eine Verringerung des Abstands vielm ehr zur Folge, dass der Kabelkanal verschoben w erden m üsste und dass die Fahr- leitungsm asten ausserhalb der LSW 6 zu liegen käm en. Es sei indes sinn- voll, nam entlich für den U nterhalt, w enn sich alle Bahnanlageteile inner- halb der Lärm schutzw and befänden. D ie Vorinstanz w eist betreffend die U nterhaltsarbeiten darauf hin, bei einem Abstand von nur 3 m w äre, dam it die Sicherheit der G leisarbeiter nicht gefährdet w erde, eine G leissperrung nötig. Vorinstanz und Beschw erdegegnerin betonen sodann, bei einem Ab- stand von 3 m könne, dam it akustisch die gleiche W irkung erzielt w erde, die W and nicht um 0,7 m , sondern nur um 0,3 m reduziert w erden. 9.1 D er R egelabstand zw ischen einer Lärm schutzw and und der G leisachse beträgt 4 m (Leitfaden, S. 23). D ies entspricht der Festlegung der Schw ei- zer N orm «Lärm schutzw ände bei Eisenbahnen» SN 671 250b des Schw ei- zerischen Verbands der Strassen- und Verkehrsfachleute (VSS) vom Juni 2005 (Bst. C , Ziff. 9). W as die m öglichen Ausnahm en angeht, folgt der Leitfaden ebenfalls der SN 671 250b. Ausnahm en sind dem nach zu prü- fen, w enn unverhältnism ässige Kosten oder bauliche Schw ierigkeiten ver- m ieden w erden können. Im Leitfaden sind als Beispiele enge Verhältnisse zw ischen G leisen und Strasse, D am m lagen m it beschränkter Bankettbrei- te, Brücken und Ü berführungsbauw erke genannt. D er Leitfaden hat zw ar w eder G esetzes- noch Verordnungsrang, er erm öglicht aber eine einheitli- che Praxis. Solange er eine Auslegung zulässt, die den m assgeblichen 20 N orm en von BG LE und VLE gerecht w ird, w eicht das Bundesverw altungs- gericht daher nicht leichthin davon ab (vgl. Entscheid R EKO /IN U M vom 11. Juli 2006, A-2004-210, E. 12.2; vgl. auch BG E 131 II 680 E. 2.3 ff.; KÖ LZ/H ÄN E R , a.a.O ., N . 644 sow ie PH ILIP PE W EISSE N BER G ER , D as Bundesver- w altungsgericht, AJP 2006, S. 1491 ff., S. 1512 f.). D ie SN 671 250b ihrer- seits ist für das Bundesverw altungsgericht insofern beachtlich, als sie auch Ausdruck der sog. R egeln der Technik ist (vgl. Art. 2 Abs. 1 der Verord- nung über Bau und Betrieb der Eisenbahnen [Eisenbahnverordnung, EBV; SR 742.141.1]); bei Abstandsvorschriften gilt das erst recht, da diese stets auch Sicherheitsaspekte berühren. W enn es darum geht, in Abw eichung von diesen Vorgaben grosszügigere Ausnahm en zu gew ähren, w ird sich das Bundesverw altungsgericht daher jedenfalls grosse Zurückhaltung auf- erlegen. 9.2 Einer der obigen Ausnahm efälle liegt bei der LSW 6 und dem H aus der Beschw erdeführerin 2 nicht vor. N am entlich ist keine D am m lage gegeben, jedenfalls keine klassische, m it beidseitig abfallenden Böschungen. Inso- fern als sich angrenzend ans Bahntrassee auf der einen Seite ein stark ab- fallender H ang befindet, besteht freilich eine Ähnlichkeit m it einer D am m la- ge. D iesem U m stand w ird jedoch bereits R echnung getragen, indem der R egelabstand unterschritten w ird; der Abstand beträgt 3,7 m anstatt 4 m . W eiter verringert könnte dieser Abstand nur w erden, w enn sich so auch bauliche Schw ierigkeiten verm eiden liessen (vgl. SN 671 250b, Bst. C , Ziff. 9). D ies ist hier indes gerade nicht der Fall. 9.3 D er Beschw erdeführerin 2 w ird also bereits m it der U nterschreitung des R egelabstands entgegengekom m en. Sodann w ird die LSW 6 nicht w ie üb- licherw eise 2 m (oben E. 8.2.1), sondern bloss 1,5 m (ab SO K) gebaut. D ie LSW 6 erw eist sich in der bew illigten Form w eiter auch aufgrund einer In- teressenabw ägung als rechtm ässig. So ist einm al festzuhalten, dass die LSW 6, w enn sie den gleichen Lärm schutz bieten soll, bei einem Abstand von 3 m zur G leisachse nicht um 0,7 m , sondern nur um 0,3 m reduziert w erden könnte. D ies halten Vorinstanz und Beschw erdegegnerin überein- stim m end und unabhängig voneinander fest und es besteht kein Anlass, diese Beurteilung anzuzw eifeln. D ass beim Lärm schutz keine Einbussen in Kauf zu nehm en sind, steht ausser Frage und w ird auch von der Be- schw erdeführerin 2 nicht bestritten. D iese w ürde daher m it ihrer Projektva- riante bezüglich Schattenw urf und Sonneneinstrahlung w eniger als halb so viel gew innen, w ie sie sich vorstellt. Zudem ist, entgegen dem , w as die zu- sam m en m it der Eingabe vom 22. O ktober 2006 eingereichten Fotos sug- gerieren m ögen, für einen Vergleich betreffend Schattenw urf und Sonnen- einstrahlung nicht die gesam te W andhöhe relevant, sondern nur jener Teil, der die bew illigte LSW 6 von 1,5 m (ab SO K) überragt. W egen des unte- ren, die H angkuppe nicht überragenden Teils geht w eder Sonne verloren noch gibt es desw egen m ehr Schatten. U m gekehrt erscheint stichhaltig, w as Vorinstanz und Beschw erdegegnerin als N achteile einer Abstandsver- ringerung anführen. Bei nur 3 m könnten nicht m ehr alle Bahnanlageteile (Kabelkanal, Schächte, Fahrleitungsm aste) innerhalb bzw . auf nur einer Seite der LSW 6 angebracht w erden. Allein schon dadurch w erden U nter-21 halts- und Erneuerungsarbeiten um einiges aufw ändiger. D as gilt selbst dann, w enn es nur w enige M ale pro Jahr zu U nterhaltsarbeiten kom m t. D ass jew eils auch noch eine G leissperrung nötig w äre, ist bloss ein zu- sätzlicher N achteil. D em Argum ent der Beschw erdeführerin 2, w egen einer Verengung bei einer nur 25 m entfernten N achbarliegenschaft m üssten die G leise ohnehin gesperrt w erden, kom m t daher nur beschränkte Bedeutung zu. Auch aus dem U m stand, dass es in der N ähe zum H aus der Beschw er- deführerin 2 Stellen gibt, w o der R egelabstand ebenfalls unterschritten w ird, lässt sich nichts zu ihren G unsten ableiten, denn dort geht es um technisch bedingte Spezialfälle (Ü berführungen), w ie sie im Leitfaden aus- drücklich vorbehalten sind. D ie Beschw erdeführerin 2 em pfindet die W and w eiter auch w egen deren G esam thöhe von rund 4 m als w uchtig und ästhetisch störend. D as ist ver- ständlich. D azu gilt es allerdings zu bedenken, dass die W and w ohl nur unw esentlich w eniger w uchtig w ahrgenom m en w ürde, w enn dem Begeh- ren der Beschw erdeführerin 2 stattgegeben w ürde. G esehen auf eine W and von rund 4 m H öhe fällt ein Stück von 0,3 m – um m ehr könnte die LSW 6 nicht herabgesetzt w erden - nur w enig ins G ew icht. 9.4 D er G ew inn, der m it einer Abstandsverringerung und einer entsprechend niedrigeren LSW 6 punkto Sonneneinstrahlung, Schattenw urf und Verrin- gerung der G esam thöhe erreicht w ürde, nim m t sich m ithin relativ beschei- den aus. Er stünde aber jedenfalls in keinem Verhältnis zu den N achteilen, die sich für die Beschw erdegegnerin ergeben w ürden. D ie LSW 6 in der bew illigten Form ist der Beschw erdeführerin 2 daher zuzum uten. 9.5 W ürde dem Antrag der Beschw erdeführerin 2 gefolgt, m üsste ein Teilstück der LSW 6 versetzt w erden. N ach der Beschw erdeführerin 2 hätte dies den Vorteil, dass an den beiden Enden ein D urchgang entstünde, der als Fluchtw eg und als Zugang für die Pflege an der Böschung dienen könnte. D iese Anliegen m ögen berechtigt sein, G rund für ein noch w eiteres U nter- schreiten des R egelabstands können sie jedoch nicht sein. D ass die nötige Pflege nicht vernachlässigt w ird, m uss auch auf andere W eise sicherge- stellt w erden können. In diesem Zusam m enhang sei angem erkt, dass die Beschw erdegegnerin an der Verhandlung vor der R EKO /IN U M versichert hat, sie nehm e die Bedenken der Beschw erdeführerin 2 ernst. 9.6 Bei der geschilderten Sach- und Interessenlage und bei der in solchen Fragen angezeigten Zurückhaltung beim Abw eichen von technischen Vor- schriften (oben E. 9.1 i.f.) gibt es für das Bundesverw altungsgericht keinen Anlass, die bew illigte LSW 6 zu beanstanden, w eder w as deren H öhe noch w as deren Abstand zum G leis angeht. Som it erw eist sich nicht nur die R üge der Beschw erdeführerin 2, ihr sei das rechtliche G ehör nicht genü- gend gew ährt w orden (oben E. 6), als unbegründet, sondern auch ihr An- trag in der Sache selbst. Ihre Beschw erde ist daher ebenfalls abzuw eisen. 10. Bei diesem Verfahrensausgang gelten alle Beschw erdeführenden als un- terliegend, w eshalb sie die Verfahrenskosten zu tragen haben (Art. 63 Abs. 1 Vw VG ). D iese sind auf Fr. 3'000.- festzusetzen (Art. 63 Abs. 4bis Vw VG ); davon haben die Beschw erdeführenden 1 Fr. 1'500.-, die Be-22 schw erdeführerin 2 Fr. 1'000.- und der Beschw erdeführer 3 Fr. 500.- zu tragen. D iese Abstufung trägt dem U m stand R echnung, dass die drei Be- schw erden unterschiedlich viel Aufw and verursacht haben. D ie genannten Beträge sind m it den von den Beschw erdeführenden geleisteten Kosten- vorschüssen zu verrechnen. D ie jew eiligen R estbeträge sind ihnen zurück- zuerstatten. 11. Eine Parteientschädigung (Art. 64 Vw VG ) steht w eder den unterliegenden Beschw erdeführenden noch der Beschw erdegegnerin zu. D iese obsiegt zw ar, ist aber nicht anw altlich vertreten und kann daher keine Entschädi- gung beanspruchen (Art. 9 Abs. 2 des R eglem ents vom 11. D ezem ber 2006 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverw altungs- gericht, VG KE; SR 173.320.2). D em nach erkennt das B undesverw altungsgericht: 1. D ie Beschw erden der Beschw erdeführenden 1 und 2 w erden abgew iesen. 2. Auf die Beschw erde des Beschw erdeführers 3 w ird nicht eingetreten. 3. D ie Verfahrenskosten w erden auf Fr. 3'000.- festgesetzt. D avon w erden den Beschw erdeführenden 1 Fr. 1'500.-, der Beschw erdeführerin 2 Fr. 1'000.- und dem Beschw erdeführer 3 Fr. 500.- auferlegt. D iese Beträge w erden m it den geleisteten Kostenvorschüssen von je Fr. 1'500.- verrech- net. D er Beschw erdeführerin 2 w ird dem nach ein R estbetrag von Fr. 500.- und dem Beschw erdeführer 3 ein solcher von Fr. 1'000.- zurückerstattet. H ierzu haben die Beschw erdeführenden 2 und 3 dem Bundesverw altungs- gericht ihre Kontonum m er anzugeben. 4. Es w erden keine Parteientschädigungen gesprochen. 5. D ieses U rteil w ird eröffnet: - den Beschw erdeführenden 1, 2 und 3 (G erichtsurkunde) - der Beschw erdegegnerin (G erichtsurkunde) - dem G eneralsekretariat U VEK, Bundeshaus N ord, 3003 Bern (G erichtsurkunde) - der Vorinstanz (R ef-N r. 341.5 bw I) - dem BAFU (in Kopie) D ie vorsitzende R ichterin: D er G erichtsschreiber:23 M arianne R yter Sauvant Thom as M oser R echtsm ittelbelehrung: G egen das vorliegende U rteil kann innert 30 Tagen nach Eröffnung beim Bun- desgericht, 1000 Lausanne 14, Beschw erde in öffentlich-rechtlichen Angelegen- heiten erhoben w erden. D ie R echtsschrift ist in einer Am tssprache abzufassen und hat die Begehren, deren Begründung m it Angabe der Bew eism ittel und die U nterschrift zu enthalten. Sie m uss spätestens am letzten Tag der Frist beim Bundesgericht eingereicht oder zu dessen H anden der Schw eizerischen Post oder einer schw eizerischen diplom atischen oder konsularischen Vertretung übergeben w erden (vgl. Art. 42, 48, 54 und 100 des Bundesgesetzes über das Bundesgericht vom 17. Juni 2005 [Bundesgerichtsgesetz, BG G ; SR 173.110]). Versand am :