Interpellation Carobbio 2258 N 20 décembre 1985 au cas où aucun contact officiel n'aurait encore été pris? Mitunterzeichner-Cosignataires: Ammann-St. Gallen (1) Schriftliche Begründung - Développement par écrit Der Interpellant verzichtet auf eine Begründung und wünscht eine schriftliche Antwort. Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates vom 20. November 1985 Rapport écrit du Conseil fédéral du 20 novembre 1985 Anfang der sechziger Jahre fanden zwischen Vertretern von Oesterreich und der Schweiz erste Gespräche über die künftige Verbindung der Autobahnnetze beidseits der Staatsgrenze im Rheintal statt. Die damaligen Abmachun- gen bildeten die Grundlage für das Konzept des Autobahn- anschlusses St.Margrethen und seiner Fortsetzung bis zur Landesgrenze sowie für den weiteren Ausbau der Infrastruk- tur in bezug auf den grenzüberschreitenden Schwerverkehr. Auch an späteren Konferenzen wurde stets bestätigt, dass die beiden Autobahnnetze mittels einer neuen Strasse zwi- schen Lauterach und Höchst zu verbinden seien. Diese Abmachungen fanden 1971 auch im österreichischen Bun- desstrassengesetz ihren Niederschlag. Der Standort der Gemeinschaftszollanlage, wegen der topographischen Ver- hältnisse auf österreichischem Staatsgebiet, aber unmittel- bar in Grenznähe, und der Flächenbedarf wurden daraufhin einvernehmlich festgelegt. Die bestehenden Grenzübergänge im unteren Rheintal, namentlich diejenigen von St.Margrethen und Au, sind über- lastet und vermögen dem Verkehrsanfall längst nicht mehr zu genügen. Die Untersuchungen über die Verkehrsströme zeigen klar, dass das Schwergewicht des grenzüberschrei- tenden Verkehrs im unteren Rheintal auf diesen beiden Grenzübergängen liegt. Aufgrund dieser Situation steht fest, dass ein Zusammenschluss der beiden Autobahnnetze im Räume Lauterach - Höchst - St.Margrethen die beste Lösung ist. Die neue Zollanlage im Räume St.Margrethen - Höchst soll gewährleisten, einen grossen Teil des Verkehrs vom heutigen Strassennetz abzuziehen. Alle anderen Varianten, so auch diejenige mit einem Zusammenschluss im Räume Widnau-Au, bilden keine echte Alternative. Im Gegenteil, sie bewirken höhere Reisezeiten, längere Fahrten und stärkere Immissionen. Im unteren Rheintal ist der Grenzübergang St.Margrethen nicht weiter ausbaubar; auch das Zollamt Au wird, trotz der zurzeit laufenden Erweiterung, vollständig ausgelastet sein. Weiter südlich wurde der Grenzübergang Schaanwald vor einiger Zeit ausgebaut; er könnte noch einen geringen Mehrverkehr verkraften, der jedoch im Fürstentum Liech- tenstein nicht erwünscht ist. Die rückwärtigen Zollabferti- gungsstellen für Strassentransporte in St.Margrethen und Buchs haben ihre Kapazität noch nicht voll erreicht. Ein Ausbau dieser Infrastruktur wäre möglich, müsste allerdings auf privater Basis erfolgen. Die Grenzzollämter können auch bei Benützung dieser Anlagen nicht völlig entlastet werden. Für die nach einem rückwärtigen Zollamt zu überführenden Waren würden zwar die Grenzhalte etwas kürzer; die Belas- tung der Strasse bliebe sich dagegen gleich. Somit bilden auch rückwärtige Zollabfertigungsstellen keinen Ersatz für einen Autobahnzusammenschluss mit Gemeinschaftszoll- anlage. Bei Verwirklichung des geplanten Autobahnzusam- menschlusses ist eine neue Gemeinschaftszollanlage zu er- stellen, wo die Zollabfertigung für beide Staaten durchge- führt werden kann. Die Schweiz wird sich an den Kosten dieser Anlage anteilsmässig beteiligen. Grundlage dazu bil- det das Abkommen zwischen der Schweizerischen Eidge- nossenschaft und der Republik Oesterreich über die Errich- tung nebeneinanderliegender Grenzabfertigungsstellen (SR 0.631.252.916.320). Die Einzelheiten müssten zu gegebener Zeit zwischen den beteiligten Zollverwaltungen geregelt werden. Die Schweiz hat gegenüber Oesterreich auf verschiedenen Ebenen wiederholt darauf hingewirkt, dass die geplante Verbindung und eine leistungsfähige Gemeinschaftszollan- lage im Räume St.Margrethen-Höchst baldmöglichst ver- wirklicht werde. Zwischen beiden Ländern wird die Angele- genheit auf Expertenebene behandelt. Es besteht im übri- gen eine enge Zusammenarbeit zwischen den Vertretern des Kantons St.Gallen und den beteiligten Bundesämtern. Zurzeit werden verschiedene Varianten in Vorarlberg disku- tiert. Die interessierten Stellen werden über die Planungsab- sichten auf dem laufenden gehalten. Der Bundesrat erachtet den Zusammenschluss des öster- reichischen und schweizerischen Autobahnnetzes und den Bau einer Gemeinschaftszollanlage im Räume St.Margre- then - Höchst als notwendig und wird sich weiterhin für eine baldige Realisierung des Bauvorhabens einsetzen. Präsident: Der Interpellant ist von der Auskunft des Bundes- rates nicht befriedigt. #ST# 85.324 Interpellation Carobbio Radio- und Fernsehsender Monte Ceneri. Verlust von Arbeitsplätzen Interpellanza Carobbio Centro emittente Radio-TV del Monte Ceneri. Perdita di posti di lavoro Interpellation Carobbio Emetteur radio-TV de Monte Ceneri. Suppression d'emplois Wortlaut der Interpellation vom 5. Februar 1985 Im nächsten Sommer will die Generaldirektion PTT den zuständigen Präsenzdienst im Radio- und Fernseh-Sende- zentrum auf dem Monte Ceneri abschaffen. Heute gibt es dort einen Präsenzdienst rund um die Uhr. Das Sendezentrum ist seit jeher ein wichtiger Punkt im Radio- und Fernsehnetz; mit der technologischen Entwick- lung ist seine Bedeutung noch gewachsen. Seinerzeit hat die Generaldirektion PTT versichert, in jeder Sprachregion werde das Radio- und Fernseh-Sendezentrum ständig besetzt bleiben, damit ein in jeder Hinsicht reibungsloser Betrieb gewährleistet sei. Die Absicht, diesen ständigen Präsenzdienst aufzuheben, lässt sich nicht rechtfertigen, weder vom Dienst her noch vom technischen oder sozialen Gesichtspunkt aus; würde sie verwirklicht, so müssten schon bald Arbeitsplätze von Spezialisten gestrichen wer- den, was für die Tessiner Wirtschaft, die schon heute mit Schwierigkeiten kämpft, nachteilige Folgen hätte. Die Unterzeichner fragen den Bundesrat: a. Was rechtfertigt einen solchen Entscheid, den übrigens auch die zuständigen Stellen der Fernmeldekreisdirektion in Bellinzona ablehnen? b. Kann er bei der Generaldirektion PTT intervenieren, damit dieses Vorhaben überprüft und aufgegeben wird? c. Wenn nein, welche anderen Massnahmen im Fernmelde- sektor können dem Kanton Tessin im Sinne einer Kompen- sation zugesichert werden, damit er nicht noch mehr qualifi- zierte Arbeitsplätze verliert? Testo della interpellanza del 5 febbraio 1985 A partire dalla prossima estate la Direzione delle PTT intende sopprimere la presenza continuata di personale presso il centro emittente Radio-TV del Monte Ceneri. Pre- senza attualmente estesa alle 24 ore giornaliere. Il centro in questione costituisce da sempre un punto impor- tante della rete radiotelevisiva, che lo sviluppo tecnologico ha accresciuto. A suo tempo, la Direzione delle PTT aveva garantito che in ogni regione linguistica del Paese sarebbe stato mantenuto, ininterrottamente presidiato, il loro centro20. Dezember 1985 N 2259 Interpellation Reimann radiotelevisivo per assicurarne a tutti gli effetti un ottimo funzionamento. L'intenzione di sopprimere tale presenza non è giustificata né dal punto di vista del servizio, né da quello tecnico, né da quello sociale. Se attuato, condurrà a breve termine alla soppressione di posti di lavoro specializ- zato, con conseguenze negative per l'economia del Cantone Ticino già in difficoltà. I sottoscritti chiedono al Consiglio federale a. di dire quali sono i motivi che giustificano tale decisione, avversata anche dai competenti servizi della Direzione di circondario delle telecomunicazioni di Bellinzona. b. Di dire se può intervenire presso la Direzione generale delle PTT perché tale intenzione sia riesaminata e annullata, e. In caso negativo di dire quali altre misure di compensa- zione possono essere assicurate al Ticino, nel settore delle telecomunicazioni, per evitare ogni ulteriore perdita di posti di lavoro qualificati. Texte de l'interpellation du 5 février 1985 A partir de l'été prochain, la Direction générale des PTT a l'intention de réduire la durée de présence du personnel au centre émetteur radio-TV de Monte Ceneri, cette présence étant actuellement assurée 24 heures sur 24. Le centre en question constitue depuis toujours un point important du réseau de la radio et de la télévision, auquel révolution de la technique a donné de l'ampleur. La Direc- tion générale des PTT avait affirmé précédemment que, dans toutes les régions linguistiques de notre pays, on garantirait le bon fonctionnement du centre radio-TV en utilisant du personnel en permanence. L'intention de réduire la durée de cette présence ne se justifie ni sur le plan du service ni du point de vue technique ou social. Si elle devient réalité, on en arrivera sous peu à supprimer des postes de travail spécialisé, ce qui aura des conséquences fâcheuses pour l'économie du canton du Tessin, déjà dans une situation difficile. Les soussignés demandent au Conseil fédéral de dire: a. quels sont les motifs qui justifient une telle décision, combattue même par les services compétents de la Direc- tion d'arrondissement des télécommunications de Bellin- zone; b. s'il peut intervenir auprès de la Direction générale des PTT pour qu'elle réexamine le cas et renonce à mettre son intention à exécution; c. dans la négative, quelles autres mesures compensatoires on pourrait prendre en faveur du Tessin, dans le secteur des télécommunications, pour éviter toute nouvelle perte de postes de travail qualifié. Mitunterzeichner-Cofirmatari-Cosignataires: Cotti Flavio, Cotti Gianfranco, Giudici, Grassi, Pini, Robbiani, Salvioni (7) Schriftliche Begründung - Motivazione scritta Développement par écrit L'interpellante rinuncia alla motivazione e desidera una risposta scritta. Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates vom 27. März 1985 Risposta del Consiglio federale del 27 marzo 1985 Rapport écrit du Conseil fédéral du 27 mars 1985 Nel settore delle telecomunicazioni, l'evoluzione tecnolo- gica ha tra altro come conseguenza che, grazie all'elettro- nica, il funzionamento degli impianti delle telecomunica- zioni diventi sempre più sicuro. Tutti gli impianti di trasmis- sione più importanti dell'Azienda PTT sono inoltre dotati di equipaggiamenti di riserva che, in caso di interruzione del- l'impianto principale, ne assumono automaticamente l'eser- cizio. Quale ulteriore fattore di sicurezza, un sistema di telesorveglianza informa costantemente un posto centrale presso la Direzione di circondario delle telecomunicazioni sullo stato d'esercizio degli impianti più importanti. In caso di allarme fuori delle ore ordinarie di servizio, il personale di picchetto è in grado, grazie a questo sistema di gestione, di riconosceree tempestivamente le cause del guasto e di prendere le misure che si impongono. Come l'esperienza degli ultimi dieci anni sul piano nazionale insegna, in parecchie stazioni 'dei servizi radioelettrici delle telecomunicazioni non è più necessaria la presenza conti- nua di personale. Ciò nonostante, l'altra qualità e la fida- tezza delle prestazioni restano garantite. L'Azienda delle PTT ha perciò già ridotto sensibilmente il numero delle stazioni presidiate. Queste misure sono realiz- zate senza sopprimere posti di lavoro; per contro, esse permettono di far fronte ai maggiori compiti nel campo dei servizi radioelettrici con un incremento limitato di agenti e contribuiscono in questo modo al consolidamento dell'effet- tivo del personale. La Direzione di circondario delle telecomunicazioni di Bel- linzona ha esaminato la situazione da un punto di vista critico in occasione del controllo dell'efficienza e lo scorso maggio ha sottoposto un rapporto con relative proposte alla Direzione generale delle PTT. Sulla scorta di questo rap- porto, per le stazioni di Monte Ceneri-Passo e di Monte Ceneri-Cima la Direzione generale e la Direzione di circon- dario delle telecomunicazioni hanno convenuto di mante- nere perii momento un esercizio a sciolta ristrutturato-con personale ridotto alla sera, in fine di settimana e nei giorni festivi. In occasione dei prossimi pensionamenti l'effettivo del personale verrà adeguato alle nuove contingenze. Que- sta organizzazione permette di sopprimere il servizio di pronto intervento nei rimanenti rami della radio e della televisione. La Direzione di circondario delle telecomunicazioni di Bel- linzona ha discusso questo progetto il 19 settembre 1985 con i rappresentanti delle associazioni del personale; con il consenso di quest'ultime, dal 1° novembre 1985 il personale viene impiegato sulla base dei nuovi piani di servizio. Il Consiglio federale fa notare in proposito che l'Azienda delle PTT è tenuta a garantire una gestione efficiente ed econo- mica. Ciò implica anche l'adeguamento regolare dell'orga- nizzazione e dell'impiego del personale alle mutate contin- genze. L'Azienda delle PTT assicura per contro che la rior- ganizzazione dell'emittente del Monte Ceneri non cagionerà licenziamenti. Präsident: Der Interpellant ist von der Antwort des Bundes- rates teilweise befriedigt und möchte eine Erklärung abge- ben. - Herr Carobbio verzichtet auf eine Erklärung. #ST# 85.558 Interpellation Reimann Wasserkraftwerke. Effizienzsteigerung Usines hydrauliques. Rendement accru Wortlaut der Interpellation vom 23. September 1985 Ich frage den Bundesrat an, wann er gedenkt, dem Entscheid des Parlamentes Rechnung zu tragen und durch eine entsprechende Vorlage die Realisierung der in der Motion 79.470 Bundi enthaltenen Forderung innert nützli- cher Frist zu gewährleisten. Texte de l'interpellation du 23 septembre 1985 Je demande au Conseil fédéral de dire quand il a l'intention de tenir compte de la décision du Parlement et d'assurer, en déposant un projet adéquat, la réalisation dans les meilleurs délais de la revendication qui fait l'objet de la motion Bundi, no 79.470. Schriftliche Begründung - Développement par écrit In seiner Botschaft vom 12. November 1984 betreffend Aen- derung des Bundesgesetzes über die Nutzbarmachung derSchweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali Interpellation Carobbio Radio- und Fernsehsender Monte Ceneri. Verlust von Arbeitsplätzen Interpellation Carobbio Emetteur radio-TV de Monte Ceneri. Suppression d'emplois Interpellanza Carobbio Centro emittente Radio-TV del Monte Ceneri. Perdita di posti di lavoro In Amtliches Bulletin der Bundesversammlung Dans Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale In Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale Jahr 1985 Année Anno Band V Volume Volume Session Wintersession Session Session d'hiver Sessione Sessione invernale Rat Nationalrat Conseil Conseil national Consiglio Consiglio nazionale Sitzung 15 Séance Seduta Geschäftsnummer 85.324 Numéro d'objet Numero dell'oggetto Datum 20.12.1985 - 08:00 Date Data Seite 2258-2259 Page Pagina Ref. No 20 013 989 Dieses Dokument wurde digitalisiert durch den Dienst für das Amtliche Bulletin der Bundesversammlung.Ce document a été numérisé par le Service du Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale. Questo documento è stato digitalizzato dal Servizio del Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale.