A bteilung III C -7521/2006 {T 0/2} U rteil vom 7. Septem ber 2007 M itw irkung: R ichter Trom m er (Vorsitz); R ichter Vaudan; R ichterin Avenati-C arpani; G erichtsschreiber Birgelen. M ._______, Beschw erdeführerin, vertreten durch R echtsanw alt Jean-C laude C antieni, gegen B undesam t für M igration (B FM ), Q uellenw eg 6, 3003 Bern, Vorinstanz betreffend A usdehnung der kantonalen W egw eisungsverfügung B u n d e s v e rw a ltu n g s g e ric h t T rib u n a l a d m in is tra tif fé d é ra l T rib u n a le a m m in is tra tiv o fe d e ra le T rib u n a l a d m in is tra tiv fe d e ra l2 Sachverhalt: A. D ie Beschw erdeführerin (geb. 1935) stam m t aus dem Kosovo. Am 25. Ja- nuar 1999 gelangte sie in die Schw eiz und stellte ein Asylgesuch, w elches m it Entscheid vom 20. Septem ber 1999 vom dam aligen Bundesam t für Flüchtlinge abgelehnt w urde. U nter Inanspruchnahm e der ihr angebotenen R ückkehrhilfe kehrte sie am 12. M ai 2000 in den Kosovo zurück. In den Jahren 2002 bis 2004 stellte die Beschw erdeführerin diverse Einreise- und Aufenthaltsgesuche zw ecks Besuchs resp. Verbleibs bei ihren Söhnen A._______ (w ohnhaft im Kanton G enf), R ._______ und X._______ (beide w ohnhaft im Kanton G raubünden), w elche von den zuständigen Behörden abgew iesen w urden. B. Am 4. August 2005 reiste die Beschw erdeführerin m it einem gültigen Be- suchervisum in die Schw eiz ein und hielt sich in der Folge bei ihrem Sohn X._______ im Kanton G raubünden auf. Am 15. O ktober 2005 beantragte letzterer erneut die Erteilung einer Aufenthaltsbew illigung für die Be- schw erdeführerin. M it Verfügung vom 9. Februar 2006 lehnte die Frem den- polizei des Kantons G raubünden das G esuch ab und setzte der Beschw er- deführerin eine Ausreisefrist. Eine dagegen erhobene Beschw erde w ies das Justiz-, Polizei- und Sanitätsdepartem ent G raubünden m it Entscheid vom 30. M ärz 2006 ab. M it U rteil vom 23. M ai 2006 w urde dieser Ent- scheid durch das Verw altungsgericht des Kantons G raubünden gestützt. Am 3. N ovem ber 2006 ersuchte die Frem denpolizei des Kantons G raubün- den das Bundesam t für M igration (BFM , nachfolgend: Vorinstanz) um Aus- dehnung der kantonalen W egw eisung. C . M it Verfügung vom 27. N ovem ber 2006 dehnte die Vorinstanz die kantona- le W egw eisung auf die ganze Schw eiz sow ie auf das Fürstentum Liechten- stein aus, forderte die Beschw erdeführerin auf, unverzüglich die Schw eiz zu verlassen, und entzog einer allfälligen Beschw erde vorsorglich die auf- schiebende W irkung. D . G egen die vorgenannte Verfügung erhob die Beschw erdeführerin am 21. D ezem ber 2006 Beschw erde beim Eidgenössischen Justiz- und Poli- zeidepartem ent (EJPD ) und m achte sinngem äss das Vorliegen von Voll- zugshindernissen geltend. E. In ihrer Vernehm lassung vom 4. April 2007 schliesst die Vorinstanz auf Ab- w eisung der Beschw erde. F. R eplizierend hält die Beschw erdeführerin in einer Eingabe vom 11. M ai 2007 an den R echtsbegehren und deren Begründung fest. G . Am 15. M ai 2007 w urde die Beschw erdeführerin im Auftrag der Frem den- polizei des Kantons G raubünden zw angsw eise in den Kosovo ausge- schafft. H . Auf den w eiteren Akteninhalt w ird, sow eit rechtserheblich, in den Erw ägun- gen eingegangen.3 D as B undesverw altungsgericht zieht in Erw ägung: 1. 1.1 Verfügungen des Bundesam tes für M igration (BFM ) betreffend Ausdeh- nung der kantonalen W egw eisung unterliegen der Beschw erde an das Bundesverw altungsgericht (Art. 20 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 26. M ärz 1931 über Aufenthalt und N iederlassung der Ausländer [AN AG , SR 142.20] i.V.m . Art. 31 ff. des Verw altungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [VG G , SR 173.32]). 1.2 D as Bundesverw altungsgericht übernim m t die Beurteilung der beim In- krafttreten des Verw altungsgerichtsgesetzes am 1. Januar 2007 bei Eidge- nössischen R ekurs- oder Schiedskom m issionen oder bei Beschw erde- diensten der D epartem ente hängigen R echtsm ittel. Für die Beurteilung gilt das neue Verfahrensrecht (Art. 53 Abs. 2 VG G ). 1.3 G em äss Art. 37 VG G richtet sich das Verfahren vor dem Bundesverw al- tungsgericht nach dem Bundesgesetz vom 20. D ezem ber 1968 über das Verw altungsverfahren (Vw VG , SR 172.021), sow eit das Verw altungsge- richtsgesetz nichts anderes bestim m t. D as U rteil des Bundesverw altungs- gerichts ist endgültig (Art. 1 Abs. 2 VG G i.V.m . Art. 83 Bst. c Ziff. 4 des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BG G , SR 173.110]). 1.4 D ie Beschw erdeführerin ist als Adressatin der angefochtenen M assnahm e zur Beschw erdeführung legitim iert; auf die frist- und form gerecht einge- reichte Beschw erde ist einzutreten (Art. 48 ff. Vw VG ). 1.5 M it Beschw erde an das Bundesverw altungsgericht kann die Verletzung von Bundesrecht einschliesslich Ü berschreitung oder M issbrauch des Er- m essens, die unrichtige oder unvollständige Feststellung des rechtserheb- lichen Sachverhaltes sow ie die U nangem essenheit gerügt w erden (Art. 49 Vw VG ). D as Bundesverw altungsgericht w endet im Beschw erdeverfahren das Bundesrecht von Am tes w egen an. Es ist gem äss Art. 62 Abs. 4 Vw VG an die Begründung der Begehren nicht gebunden und kann die Be- schw erde auch aus anderen als den geltend gem achten G ründen gutheis- sen oder abw eisen. M assgebend ist grundsätzlich die Sach- und R echtsla- ge zum Zeitpunkt seines Entscheides (vgl. E. 1.2 des in BG E 129 II 215 teilw eise publizierten U rteils 2A.451/2002 vom 28. M ärz 2003). 2. 2.1 G em äss Art. 12 Abs. 3 AN AG ist ein Ausländer unter anderem dann zur Ausreise verpflichtet, w enn ihm die Erteilung oder Verlängerung einer Be- w illigung verw eigert w ird (gem äss Art. 15 Abs. 1 und Art. 18 AN AG liegt die Zuständigkeit bei der kantonalen Frem denpolizeibehörde). D ie zustän- dige Behörde hat diesfalls den Tag festzusetzen, an dem die Aufenthalts- berechtigung aufhört, das heisst sie hat dem Ausländer eine Ausreisefrist anzusetzen. Ist die Behörde eine kantonale, so hat der Ausländer aus dem Kanton, ist sie eine eidgenössische, so hat er aus der Schw eiz auszurei- sen. D ie eidgenössische Behörde kann die Pflicht zur Ausreise aus einem Kanton auf die ganze Schw eiz ausdehnen. Art. 17 Abs. 2 letzter Satz der 4 Vollziehungsverordnung vom 1. M ärz 1949 zum Bundesgesetz über Auf- enthalt und N iederlassung der Ausländer (AN AV, SR 142.201) präzisiert diese N orm , indem er festhält, dass das Bundesam t "in der R egel die Aus- dehnung der W egw eisung auf die ganze Schw eiz" verfügt, "w enn nicht aus besonderen G ründen dem Ausländer G elegenheit geboten w erden soll, in einem anderen Kanton um eine Bew illigung nachzusuchen" (vgl. BG E 129 II 1 E. 3.1). N ach ständiger R echtsprechung setzt dies voraus, dass der Betroffene in einem D rittkanton um die Erteilung einer Aufenthaltsbew illi- gung ersucht und der D rittkanton ihm den Aufenthalt w ährend des Bew illi- gungsverfahrens gestattet. D ie Ausdehnung ist som it nur noch der konse- quente Vollzug eines rechtskräftigen kantonalen Entscheides und w ird da- her nur in seltenen Ausnahm efällen unterbleiben (vgl. BG E 110 Ib 201 E. 1c S. 204 f.; U rteile des Bundesverw altungsgerichts C -595/2006 vom 18. Juni 2007 E. 2.2 und C -598/2006 vom 16. April 2007 E. 2 und 3, jew eils m it H inw eisen). 2.2 D ie Beschw erdeführerin hat m it der N ichterteilung einer Aufenthaltsbew illi- gung durch die Behörden des Kantons G raubünden den R echtstitel für ei- nen w eiteren legalen Aufenthalt in der Schw eiz verloren. D ie Aufenthalts- regelung in einem D rittkanton stand nicht zur D iskussion. D ie Ausdehnung der kantonalen W egw eisung ist dem nach als rechtm ässig zu bestätigen. 3. U nabhängig von der Bestätigung der Ausdehnungsverfügung bleibt zu prü- fen, ob in Anw endung von Art. 14a Abs. 1 AN AG w egen technischer U n- durchführbarkeit, U nzulässigkeit oder U nzum utbarkeit des W egw eisungs- vollzugs (Art. 14a Abs. 2 bis 4 AN AG ) die vorläufige Aufnahm e der Be- schw erdeführerin anzuordnen ist (BG E 2A.225/1995 vom 25. Septem ber 1995 und BG E 2P.171/1994 vom 7. N ovem ber 1994). D abei gilt zu beach- ten, dass die vorläufige Aufnahm e als Ersatzm assnahm e für den Vollzug der W egw eisung ausgestaltet ist. Sie tritt neben die W egw eisung, deren Bestand sie nicht antastet, sondern vielm ehr voraussetzt (BBl 1990 II 647; W ALTE R KÄLIN , G rundriss des Asylverfahrens, Basel usw . 1990, S. 200). Vollzugshindernisse können die Ausdehnungsverfügung als solche von vornherein nicht in Frage stellen. 3.1 G em äss Art. 14a Abs. 2 AN AG ist der Vollzug nicht m öglich, w enn der Ausländer w eder in den H erkunfts- oder in den H eim atstaat noch in einen D rittstaat ausreisen oder dorthin gebracht w erden kann. D ie Beschw erde- führerin w urde am 15. M ai 2007 in ihr H erkunftsland ausgeschafft, w om it eine Ü berprüfung der technischen D urchführbarkeit des W egw eisungsvoll- zugs hinfällig ist. 3.2 D er Vollzug ist nicht zulässig, w enn völkerrechtliche Verpflichtungen der Schw eiz einer W eiterreise des Ausländers in seinen H eim at-, H erkunfts- oder einen D rittstaat entgegenstehen (Art. 14a Abs. 3 AN AG ). G em äss Art. 3 der Konvention vom 4. N ovem ber 1950 zum Schutze der M enschenrech- te und G rundfreiheiten (EM R K, SR 0.101) darf niem and der Folter oder an- derer unm enschlicher oder erniedrigender Strafe oder Behandlung unter- w orfen w erden. D araus folgt, dass er auch nicht zur Ausreise in einen Staat gezw ungen bzw . ausgeschafft w erden darf, in dem ihm dies droht 5 (vgl. Art. 25 Abs. 3 der Bundesverfassung der Schw eizerischen Eidgenos- senschaft vom 18. April 1999 [BV, SR 101]). Im R ahm en des rechtskräftig abgeschlossenen Asylverfahrens w urde der Beschw erdeführerin die Flüchtlingseigenschaft abgesprochen. Aus den Akten ergeben sich keiner- lei Anhaltspunkte für eine aktuelle Bedrohung der Beschw erdeführerin und diese bringt auch nichts stichhaltiges vor, w as ein Zurückkom m en auf die dam alige Beurteilung rechtfertigen könnte. D er Vollzug erw eist sich som it als zulässig. 3.3 N ach Art. 14a Abs. 4 AN AG kann der Vollzug der W egw eisung insbeson- dere dann nicht zum utbar sein, w enn er für den Ausländer eine konkrete G efährdung darstellt. So w ird auf den Vollzug verzichtet, w enn sich diese G efährdung für den Betroffenen im Falle einer R ückkehr in den H eim at- staat aufgrund der dort herrschenden allgem einen Lage, die sich durch Krieg, Bürgerkrieg oder durch eine Situation allgem einer G ew alt kenn- zeichnet, ergibt. U nzum utbarkeit kann auch aus m edizinischen G ründen beziehungsw eise w egen der im H eim atland fehlenden oder m angelhaften Behandlungsm öglichkeiten erfolgen, w egen G efährdung des Kindesw ohls bei m inderjährigen G esuchstellern, oder w enn w egen einer Kom bination von Faktoren w ie Alter, G esundheit, fehlendes Beziehungsnetz, düstere Aussichten für das w irtschaftliche Auskom m en etc. eine existenzbedrohen- de Lage zu erw arten w äre (W ALTER STÖ C KLI, Asyl, in: PETER U EBER SA X / PETER M Ü N C H / TH O M AS G EISER / M AR TIN AR N O LD [H rsg.], Ausländerrecht, Ausländerin- nen und Ausländer im öffentlichen R echt, Privatrecht, Strafrecht, Steuer- recht und Sozialrecht der Schw eiz, Basel usw . 2002, S. 348). 3.3.1 D ie Beschw erdeführerin m acht im W esentlichen geltend, der Vollzug der W egw eisung sei für sie unzum utbar, da sie in ihrem H eim atland über kein Beziehungsnetz m ehr verfüge. Sie sei als 72-jährige W itw e völlig auf sich alleine gestellt und hilflos; sie könne w eder lesen noch schreiben. In der N ähe ihres W ohnortes habe sich niem and finden lassen, w elcher sich um sie küm m ern w ürde. Ihre einzige im Kosovo verbliebene Tochter sei psy- chisch erkrankt und lebe seit ihrer H eirat m it ihrer Fam ilie rund dreissig Ki- lom eter von ihrem W ohnort entfernt. Aus traditionellen G ründen könne sie bei dieser Tochter nicht unterkom m en. Ihre G eschw ister seien in w eit vor- gerücktem Alter und som it auch nicht in der Lage, sie zu unterstützen. N achbarliche und institutionelle H ilfe w ürden fehlen. D ie Verpflichtung ei- ner H aushaltshilfe w äre m it der M entalität im Kosovo nicht vereinbar. An ihrem W ohnort habe es zw ar einen Einkaufsladen, ein Spital und sogar eine psychiatrische Klinik, doch sei sie nicht in der Lage, ihr H aus zu ver- lassen und die vorhandene Infrastruktur zu benutzen. Zusätzlich sei sie gesundheitlich angeschlagen, leide sie doch unter Absenzen und w erde sporadisch ohnm ächtig. 3.3.2 Bereits im kantonalen Bew illigungsverfahren w urde w iederholt festgestellt, dass keinerlei zuverlässige ärztliche Atteste vorliegen w ürden, w elche auf eine chronische Krankheit bzw . eine anhaltende Betreuungs- und Pflege- bedürftigkeit der Beschw erdeführerin schliessen liessen (vgl. U rteil des Verw altungsgerichts des Kantons G raubünden vom 23. M ai 2006, E. 2b; Entscheid des Justiz-, Polizei- und Sanitätsdepartem ents G raubünden vom 6 30. M ärz 2006, E. 6). Auch im vorliegenden Beschw erdeverfahren hat die Beschw erdeführerin die behaupteten gesundheitlichen Problem e w eder substantiiert dargelegt noch entsprechende N achw eise erbracht. 3.3.3 D ie Beschw erdeführerin bezieht eine bescheidene m onatliche Altersrente (U N M IK-Bestätigung vom 21. Juni 2004). D ie drei Söhne haben ihre M utter bereits in der Vergangenheit von der Schw eiz aus finanziell unterstützt und im R ahm en des vorangegangenen Aufenthaltsbew illigungsverfahrens ihre Absicht erklärt, dies auch w eiterhin zu tun. D ie Beschw erdeführerin besitzt in Y._______ (Kosovo) ein eigenes, offenbar gut erhaltenes H aus (Bericht des Schw eizerischen Verbindungsbüros in Pristina vom 3. April 2007). Es ist daher davon auszugehen, dass sie auch in Zukunft in ihrem H eim atland über ein zureichendes, vergleichsw eise w ahrscheinlich sogar gutes w irt- schaftliches Auskom m en verfügt. 3.3.4 Aus den Akten lässt sich w eiter entnehm en, dass zw ar fünf Kinder der Be- schw erdeführerin im Ausland leben (eine Tochter in D eutschland, drei Söhne und eine Tochter in der Schw eiz) und ihr Ehem ann im H erbst 1996 verstorben ist. D ennoch kann die Beschw erdeführerin in ihrem H eim atland nach w ie vor auf ein vorhandenes Beziehungsnetz zurückgreifen. Sie ent- stam m t einer G rossfam ilie und hat nebst einer eigenen Tochter noch m eh- rere G eschw ister (Asylbefragungsprotokoll vom 2. Septem ber 1999, S. 4) sow ie w eitere Verw andte im Kosovo (zu schliessen beispielsw eise aus ei- nem im R ahm en des Aufenthaltsbew illigungsverfahrens eingereichten Be- leg einer Zahlungsüberw eisung vom 3. Februar 2004 von R ._______ an einen in Y._______ w ohnhaften C ousin). 3.3.4.1 G em äss den Abklärungen des Schw eizerischen Verbindungsbüros in Pristina (Bericht vom 3. April 2007) lebt die einzige in der H eim at verblie- bene Tochter seit ihrer H eirat vor vier Jahren m it ihrem Ehem ann, den vier Kindern und den Schw iegereltern in einem eigenen H aus in V._______ (Kosovo). D as Verbindungsbüro bestätigt, dass diese Tochter aus traditio- nellen G ründen seit ihrer H eirat gegenüber ihrer U rsprungsfam ilie keine R echte und Pflichten m ehr habe. O ffenbar gem äss D arstellung der Betrof- fenen selbst sollen ihr die Schw iegereltern eine U nterstützung ihrer eige- nen M utter verw eigert haben. D iese H altung - die im übrigen von der Schw eizerischen Vertretung nicht verifiziert w erden konnte - m ag in einem Zeitpunkt bestanden haben, in dem sich die M utter bei einem ihrer Söhne in der Schw eiz aufgehalten hat. Sie w ird in dieser absoluten Form aber un- ter den veränderten U m ständen (erzw ungene R ückkehr in den Kosovo) kaum noch aktuell sein, w enn m an sich die in der dortigen G esellschaft geltenden starken fam iliären Bande vor Augen hält. W as die behauptete psychische Erkrankung der Tochter betrifft, so ist diese nur unzureichend dokum entiert. D er im Aufenthaltsbew illigungsverfahren m it einer deut- schen Ü bersetzung zu den Akten gereichten Bestätigung einer Privatklinik kann nur gerade entnom m en w erden, dass die Tochter der Beschw erde- führerin dort im Februar 2006 w ährend drei W ochen w egen depressiven Ängsten stationär behandelt w urde. W ie es sich m it den U nterstützungs- m öglichkeiten durch die Tochter tatsächlich verhält, kann aber letztendlich offen gelassen w erden. D enn eine besondere Betreuungsbedürftigkeit der 7 Beschw erdeführerin ist - w ie bereits unter Ziff. 3.3.2 ausgeführt - in keiner W eise belegt. 3.3.4.2 G em äss Schreiben des R echtsvertreters vom 20. Juni 2007 w ird die Be- schw erdeführerin heute von Fam ilienangehörigen um sorgt. D ies, obw ohl - aus einer Feststellung des Schw eizerischen Verbindungsbüros zu schliessen - offenbar keine Vorkehrungen getroffen w orden w aren. D ie die Beschw erdeführerin auf dem W eg in deren H aus begleitende M itarbeiterin des Schw eizerischen Verbindungsbüros hielt jedenfalls fest, dass sich die ortsansässigen Verw andten über die R ückkehr überrascht gezeigt hätten. W er diese Verw andten sind und in w elcher Form sie U nterstützung leisten, w urde zw ar nicht ausgeführt. Es ist aber davon auszugehen, dass das N ützliche und N otw endige inzw ischen doch noch organisiert w urde und auch in Zukunft organisiert w erden kann, um existentielle R isiken im dar- gelegten, rechtserheblichen Sinne auszuschliessen. D ass es der Be- schw erdeführerin nicht m öglich sein sollte, bei Bedarf auf die unbestritte- nerm assen vorhandene m edizinische Infrastruktur an ihrem W ohnort zu- rückzugreifen, w urde nicht w eiter begründet und ist auch nicht nachvoll- ziehbar. 4. Aus den obenstehenden Erw ägungen folgt, dass die Vorinstanz zu R echt keine vorläufige Aufnahm e angeordnet hat und die angefochtene Verfü- gung im Lichte von Art. 49 Vw VG nicht zu beanstanden ist. D ie Beschw er- de ist deshalb abzuw eisen. 5. D em Ausgang des Verfahrens entsprechend w ird die unterliegende Be- schw erdeführerin kostenpflichtig (Art. 63 Abs. 1 Vw VG ). D ie Verfahrens- kosten sind auf Fr. 600.-- festzusetzen (Art. 1, Art. 2 und Art. 3 Bst. b des R eglem ents vom 11. D ezem ber 2006 über die Kosten und Entschädigun- gen vor dem Bundesverw altungsgericht [SR 173.320.2]). (D ispositiv S. 8)8 D em nach erkennt das B undesverw altungsgericht: 1. D ie Beschw erde w ird abgew iesen. 2. D ie Verfahrenskosten von Fr. 600.-- w erden der Beschw erdeführerin auf- erlegt. Sie sind durch den am 3. M ärz 2007 in gleicher H öhe geleisteten Kostenvorschuss gedeckt. 3. D ieses U rteil w ird eröffnet: - der Beschw erdeführerin (einschreiben) - der Vorinstanz (D ossier 1 559 044 retour) D er vorsitzende R ichter: D er G erichtsschreiber: A. Trom m er L. Birgelen Versand am :