<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2001.00250</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="https://vgrzh.djiktzh.ch/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=https://vgrzh.djiktzh.ch&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=106360&amp;W10_KEY=4467147&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2001.00250</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 25.10.2001</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">3. Abteilung/3. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">FÃ¼rsorgerecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Sozialhilfe</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Rückerstattung; anrechenbarer Mietzins;<br/>Auflage betr. Darlehensverwendung verbunden mit Einstellung der Unterstützungsleistungen.<br/><br/>Das Verwaltungsgericht ist zuständig; zu entscheiden hat die Kammer (E. 1).<br/>Die Beweiswürdigung des Bezirksrats überzeugt. Es ist deshalb von einem Untermietertrag von Fr. 550.- monatlich auszugehen (E. 2).<br/>Die Vorinstanz hat den zurückzuerstattenden Betrag richtig berechnet (E. 3).<br/>Die Weisung, ein Darlehen für den Lebensunterhalt zu verwenden, ist anfechtbar, nicht jedoch die In-Aussicht-Stellung einer Unterstützungseinstellung bzw. -kürzung (E. 4a).<br/>Die Weisung, das Darlehen der Mutter für den Lebensunterhalt zu verwenden, zielte auf eine Verbesserung der wirtschaftlichen Lage des Beschwerdeführers; ihre Beachtung war möglich und zumutbar (E. 4b).</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: BEWEISWÃRDIGUNG">BEWEISWÃRDIGUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: DARLEHEN">DARLEHEN</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: KÃRZUNG">KÃRZUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: MIETKOSTEN">MIETKOSTEN</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: MIETVERTRAG">MIETVERTRAG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: RÃCKERSTATTUNGSPFLICHT">RÃCKERSTATTUNGSPFLICHT</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: RÃCKZAHLUNGSPFLICHT">RÃCKZAHLUNGSPFLICHT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: UNTERMIETE">UNTERMIETE</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: VERFÃGUNG">VERFÃGUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: WEISUNG">WEISUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: FÃ¼rsorge ST: WIRTSCHAFTLICHE HILFE">WIRTSCHAFTLICHE HILFE</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="gerade">§ 21 SHG</span><br/><span class="ungerade">§ 26 SHG</span><br/><span class="gerade">§ 50 lit. I b VRG</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 5 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Einzug1"><span>I. A. Das Amt fÃ¼r Jugend- und Sozialhilfe der Stadt ZÃ¼rich unterstÃ¼tzte A, Jahrgang 1943, seit Juli 1994. In der Bedarfsrechnung wurde zuletzt der Mietzins fÃ¼r seine 3-Zim­mer-Wohnung an der U-strasse von Fr. 1â087.- berÃ¼cksichtigt. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Nachdem infolge einer umfassenden Wohnungsrenovation der Mietzins per April 2000 auf Fr. 1'379.- erhÃ¶ht worden war und da A angeblich ab MÃ¤rz 2000 ein Zimmer seiner Wohnung zu Fr. 300.- untervermietet hatte, beschloss die Einzelfallkom­mission am 11. April 2000, ab 1. MÃ¤rz 2000 werde in der Bedarfsrechnung von A unter Anrechnung eines angemessenen Untermietertrages von Fr. 400.- ein Mietanteil von nur 979.- pro Monat berÃ¼cksichtigt. Gleichzeitig machte sie darauf aufmerksam, dass auch bei Auszug des Untermieters bzw. bei Wechsel lediglich Mietkosten von Fr. 979.- in die Bedarfsrechnung einbezogen wÃ¼rden (Disp.-Ziff. 2).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Hiergegen erhob A am 28. April 2000 Einsprache und beantragte, es sei ihm eine WohnentschÃ¤digung von 1'079.- zuzusprechen, da der tatsÃ¤chlich bezahlte Mietzins seines Untermieters von Fr. 300.- fÃ¼r ein unmÃ¶bliertes, 10 m<sup>2</sup> grosses Zimmer in Y mehr als angemessen sei.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die Einspracheinstanz und GeschÃ¤ftsprÃ¼fungskommission wies die Einsprache am 24. Oktober 2000 ab (Entscheid-Nr. 59/00). Da der Einsprecher gemÃ¤ss neueren AbklÃ¤rungen das Zimmer bereits seit 1. Dezember 1999 zu Fr. 550.- untervermietet habe, kÃ¼rzte sie den anrechenbaren Mietzins im UnterstÃ¼tzungsbudget per 1. April 2000 auf Fr. 829.-. Gleich­zeitig verpflichtete sie den Einsprecher, die zu Unrecht bezogenen Leistungen von Fr. 2'550.- an das Amt fÃ¼r Jugend- und Sozialhilfe zurÃ¼ckzuerstatten, und entzog einem allfÃ¤lligen Rekurs die aufschiebende Wirkung.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>B. Nach dem Tod seines Vaters am 7. Juni 1999 sollte A eine nutzniessungsbelastete Erbquote von Fr. 69'933.75 erben. Als die Sozialberatungsstelle X alsdann im Juli 2000 vermutete, dass der UnterstÃ¼tzte infolge Erbverzichts seiner Mutter gar das gesamte vÃ¤terliche Erbe Ã¼ber Fr. 311'139.40 antreten kÃ¶nne, stoppte sie die wirtschaftliche Hilfe. Die Einzelfallkommission verpflichtete A am 31. Juli 2000 zur RÃ¼ckerstattung der seit 1994 bezogenen wirtschaftlichen Hilfe Ã¼ber Fr. 187'761.95 und entzog einer allfÃ¤lligen Einsprache die aufschiebende Wirkung.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Hiergegen erhob A am 14. August 2000 Einsprache und beantragte die Aufhebung des angefochtenen Entscheides. Er fÃ¼hrte an, er habe auf den Pflicht­teil, der ihm aus dem Erbe seines Vater zustehe, zu Gunsten seiner Mutter verzichtet und sei hoch verschuldet.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Daraufhin hob die Einzelfallkommission am 28. August 2000 ihren Entscheid wiedererwÃ¤gungsweise auf. Da gleichzeitig jedoch bekannt geworden war, dass die Mutter dem Sohn ein zinsloses Darlehen Ã¼ber Fr. 20'000.- gewÃ¤hrt hatte, auferlegte sie A , dieses verwertbare VermÃ¶gen zur Bestreitung des Lebensunterhaltes zu verwenden. Die UnterstÃ¼tzung sollte ab September 2000 fÃ¼r die Dauer von mindestens neun Monaten eingestellt werden. Falls sich A frÃ¼her beim Amt fÃ¼r Jugend- und Sozialhilfe als mittellos melde, werde eine KÃ¼rzung in seiner Bedarfsrechnung verfÃ¼gt (Disp.-Ziff. 2). Vor Wiederaufnahme der UnterstÃ¼tzung mÃ¼sse im direkten Kontakt mit der Mutter oder deren BeistÃ¤ndin abgeklÃ¤rt werden, ob weitere BetrÃ¤ge an A ausbezahlt wurden oder solche Zahlungen geplant seien (Disp.-Ziff. 3). Einer allfÃ¤lligen Ein­sprache gegen diesen Entscheid wurde wiederum die aufschiebende Wirkung entzogen (Disp.-Ziff. 5).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Gegen diesen Beschluss erhob A am 31. August 2000 Einsprache und beantragte sinngemÃ¤ss die Aufhebung der auferlegten Weisung. Zur BegrÃ¼ndung bra­chte er vor, das Darlehen habe er zur Abzahlung von Schulden und fÃ¼r eine gesundheitlich bedingte Reise in ein buddhistisches Kloster verwendet. Er leide an Depressionen und sei zudem alkoholkrank.</span></p> <p class="Einzug1"><span>Mit Beschluss vom 24. Oktober 2000 (Entscheid-Nr. 105/00) vereinigte die Einspracheinstanz und GeschÃ¤ftsprÃ¼fungskommission diese beiden Einspracheverfahren, schrieb die Einsprache gegen den Entscheid vom 31. Juli 2000 infolge Gegenstandslosigkeit ab und wies die Einsprache gegen den WiedererwÃ¤gungsentscheid vom 28. August 2000 ab.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>II. Mit Schreiben vom 3. Dezember 2000 wandte sich A unter anderem gegen beide BeschlÃ¼sse vom 24. Oktober 2000 an die Einspracheinstanz und GeschÃ¤fts­prÃ¼fungskommission. Er beantragte, es sei ihm die anrechenbare Miete auf Fr. 1'079 zu erhÃ¶hen und auf RÃ¼ckzahlung von zu Unrecht bezogenen Mietkosten zu verzichten. So­dann sei auf eine Anrechnung des Darlehens Ã¼ber Fr. 20'000.- zu verzichten und weiter Un­ter­stÃ¼tzung zu gewÃ¤hren. Die Einspracheinstanz und GeschÃ¤ftsprÃ¼fungskommission Ã¼berwies die Eingabe, soweit sie die beiden BeschlÃ¼sse vom 24. Oktober 2000 betraf, zur Behandlung an den Bezirksrat.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Am 12. Juli 2001 vereinigte der Bezirksrat ZÃ¼rich die Rekurse gegen beide Entscheide der Einspracheinstanz und GeschÃ¤ftsprÃ¼fungskommission und wies sie ab. Er verpflichtete den Rekurrenten, dem Rekursgegner Fr. 2â850.- fÃ¼r zu Unrecht bezogene Leis­tun­gen zurÃ¼ckzubezahlen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>III. Gegen diesen Rekursentscheid gelangte A am 8. August 2001 an das Verwaltungsgericht und erneuerte sinngemÃ¤ss seine RekursantrÃ¤ge. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Der Bezirksrat beantragte am 3. September 2001 die Abweisung der Beschwerde. Den gleichen Antrag stellte die FÃ¼rsorgebehÃ¶rde der Stadt ZÃ¼rich in ihrer Vernehmlassung vom 13. September 2001.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Das Verwaltungsgericht zieht in ErwÃ¤gung:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>1. a) Das Verwaltungsgericht ist fÃ¼r die vorliegende Streitsache gemÃ¤ss § 19c Abs. 2 und § 41 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959/8. Juni 1997 (VRG) zustÃ¤ndig.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) Im Streit liegt eine Differenz im anrechenbaren Nettomietzins von Fr. 250.- monatlich, die RÃ¼ckzahlungsverpflichtung Ã¼ber Fr. 2â850.- und schliesslich eine Weisung zur Verwendung des erhaltenen Darlehens. Da diese letztgenannte Anordnung keinen eigentlichen Streitwert aufweist, fÃ¤llt die Sache von vornherein nicht in die ZustÃ¤ndigkeit der Einzelrichterin, sondern in diejenige der Kammer (§ 38 VRG).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>c) Das Verwaltungsgericht Ã¼berprÃ¼ft den angefochtenen Entscheid lediglich auf Rechtsverletzungen hin. Eine ErmessensÃ¼berprÃ¼fung steht ihm - ausser bei Ermessensmissbrauch und ErmessensÃ¼berschreitung - nicht zu (§ 50 Abs. 1 und 2 VRG).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>2. a) Der BeschwerdefÃ¼hrer wohnt in einer 3-Zimmer-Wohnung, die seit dem 1. April 2000 Fr. 1'379.- kostet. BezÃ¼glich der Untervermietung eines Zimmers dieser Wohnung an C liegen verschiedene Dokumente bei den Akten: </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Ein vom 6. November 1999 datierter Untermietvertrag mit Mietbeginn 1. Dezember 1999 und einem Mietzins von Fr. 500.- wurde nur vom BeschwerdefÃ¼hrer, nicht aber vom Untermieter unterschrieben. Am 1. Dezember 1999 wurde alsdann von beiden Parteien ein Mietvertrag mit Mietbeginn ebenfalls per 1. Dezember 1999 und einem Mietzins von Fr. 550.- unterschrieben. Diese beiden Dokumente sind der FÃ¼rsorge­behÃ¶rde von C zwecks Erlangung wirtschaftlicher Hilfe fÃ¼r sich eingerei­cht worden und bildeten Grundlage fÃ¼r die BerÃ¼cksichtigung von Wohnkosten von vorerst Fr. 500.- und alsdann Fr. 550.- monatlich in dessen Bedarfsrechnung (Notizen im UnterstÃ¼tzungsfall C vom 30.11.99 und 5.6.00). Unter dem 1. MÃ¤rz 2000 wurde alsdann von den gleichen Mietparteien ein Vertrag mit Mietbeginn 1. MÃ¤rz 2000 und einem Zins von Fr. 300.- unterschrieben. Dieses Dokument reichte der Beschwer­defÃ¼hrer der FÃ¼rsorgebehÃ¶rde zur Belegung der eigenen Nettomietkosten ein (Notizen im UnterstÃ¼tzungsfall Scheidegger vom 31.3.00). Erst nachdem die Einspracheinstanz und GeschÃ¤ftsprÃ¼fungskommission aufgrund neuerer Erkenntnisse von einem Untermietertrag von Fr. 550.- monatlich ausgegangen war, reichte der Beschwer­defÃ¼hrer mit seiner Eingabe vom 3. Dezember 2000 eine auf den 27. Dezember 1999 datierte und von ihm sowie C unterzeichnete Vereinbarung ins Recht, wonach der Mietzins fÃ¼r das Zimmer 300.- betrage und fÃ¼r die monatliche Amortisation zweier aus dem Auto Câs gestohlener Teppiche des BeschwerdefÃ¼hrers monatlich Fr. 250.- zusammen mit dem Mietzins zu Ã¼berweisen seien. Belegt sind im Weiteren fÃ¼r die Zeit zwischen April und Dezember 2000 regelmÃ¤ssige Ãberweisungen Ã¼ber Fr. 550.- auf das Konto des BeschwerdefÃ¼hrers.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) In WÃ¼rdigung dieser Aktenlage erachtete der Bezirksrat die Darstellung des Rekurrenten, wonach er tatsÃ¤chlich nur einen Untermietertrag von Fr. 300.- erziele, als unglaubwÃ¼rdig und nachgeschoben. Er erwog ausserdem, dass der Rekurrent als EigentÃ¼mer der gestohlenen Teppiche das Risiko fÃ¼r deren Verlust selbst zu tragen habe, den Schaden allenfalls bei der Versicherung geltend machen, nicht aber den Untermieter dafÃ¼r belangen kÃ¶nne. Aufgrund der gesamten UmstÃ¤nde entstehe der Eindruck, dass der Rekurrent mit seiner Darstellung lediglich beabsichtige, eine Senkung des anrechenbaren Mietzinses im UnterstÃ¼tzungsbudget zu verhindern, gleichzeitig aber nicht auf die monatlichen Einnahmen von Fr. 550.- verzichten wolle. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>c) Der BeschwerdefÃ¼hrer wendet sich im Beschwerdeverfahren gegen diese WÃ¼rdigung der Aktenlage und belegt seine Darstellung mit zwei Aktenpaketen mit Unterlagen Ã¼ber diverse Strafsachen und den Konkurs seines Untermieters. Dieser soll sich ausserdem zur Vermeidung einer mehrmonatigen GefÃ¤ngnisstrafe ins Ausland abgesetzt haben, trotz FÃ¼hrerausweisentzug Auto gefahren sein und sich im Dezember 2000 und Januar 2001 eine Faustfeuerwaffe beschafft haben. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>d) Mit diesen Anschuldigungen gegenÃ¼ber C vermag der BeschwerdefÃ¼hrer die Ã¼berzeugende BeweiswÃ¼rdigung der Rekursinstanz nicht zu entkrÃ¤ften. Fest steht in jedem Fall, dass der BeschwerdefÃ¼hrer der FÃ¼rsorgebehÃ¶rde gegenÃ¼ber mit dem Mietvertrag vom 1. MÃ¤rz 2000 fÃ¤lschlicherweise einen Beginn des UntermietverhÃ¤ltnis­ses per 1. MÃ¤rz 2000 vormachte, derweil die von ihm nachtrÃ¤glich vorgelegte Vereinbarung vom 27. Dezember 1999 sowohl einen frÃ¼heren Mietbeginn als auch eine Zahlungsver­pflichtung Ã¼ber monatlich Fr. 550.- belegt. Zu diesem Widerspruch Ã¤ussert sich der BeschwerdefÃ¼hrer im vorliegenden Verfahren nicht, noch erklÃ¤rt er in seiner Beschwerdeschrift auch nur ansatzweise den aktenkundigen Mietvertrag vom 1. Dezember 1999. Schliess­lich setzt er sich auch in keiner Weise mit der Argumentation im Rekursentscheid auseinander, wonach er selber das Risiko des Teppichdiebstahls zu tragen habe.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Der Rekursentscheid erweist sich in diesem Punkte demnach als rechtmÃ¤ssig.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>3. Infolge bewusst falscher Angaben verpflichteten die Einspracheinstanz und GeschÃ¤ftsprÃ¼fungskommission sowie der Bezirksrat den BeschwerdefÃ¼hrer in Anwendung von § 26 des Sozialhilfegesetzes vom 14. Juni 1981 zur RÃ¼ckzahlung der von Dezember 1999 bis August 2000 zu viel bezogenen wirtschaftlichen Hilfe.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Gegen diese RÃ¼ckzahlungsverpflichtung wendet der BeschwerdefÃ¼hrer im vorliegenden Verfahren lediglich ein, er habe tatsÃ¤chlich aus der Untermiete nur Fr. 300.- monatlich erhalten, ohne aber die Pflicht zur RÃ¼ckzahlung im Falle von tatsÃ¤chlichen Miet­ertrÃ¤gen Ã¼ber Fr. 550.- ab 1. Dezember 1999 zu bestreiten. Der Bezirksrat errechnete die HÃ¶he der RÃ¼ckzahlungspflicht zutreffend auf Fr. 2'850.-, so dass die Beschwerde in diesem Punkt ohne Weiteres abzuweisen ist.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>4. a) Disp.-Ziff. 2 der VerfÃ¼gung der Einzelfallkommmission vom 28. August 2000 enthÃ¤lt drei SÃ¤tze, welche ihrerseits verschiedene Elemente enthalten, die nur teilweise Ver­­fÃ¼gungsqualitÃ¤t aufweisen und demnach auch nur teilweise mit Rekurs angefochten werden konnten. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Der erste Satz enthÃ¤lt insoweit eine verbindliche und anfechtbare Weisung an den BeschwerdefÃ¼hrer, als ihm auferlegt wird, das Darlehen zur Bestreitung des Lebensunterhaltes zu verwenden. Soweit das Darlehen im Weiteren aber als verwertbares VermÃ¶gen be­urteilt wird, liegt darin die BegrÃ¼ndung der vorgenannten Weisung, und gehÃ¶rt damit in­haltlich zu den ErwÃ¤gungen des Entscheides, welche als solche nicht anfechtbar sind. Im zweiten Satz wird alsdann eine Einstellung der UnterstÃ¼tzung fÃ¼r neun Monate in Aussicht gestellt. Dies ist jedoch offenbar nicht als verbindliche Anordnung zu verstehen, da gleichzeitig mit dem dritten Satz nur eine BeitragskÃ¼rzung und nicht etwa eine Beitragsverweigerung fÃ¼r den Fall frÃ¼her eintretender Mittellosigkeit in Aussicht gestellt wird. Immerhin bil­­det der zweite Satz aber insofern Teil einer verbindlichen Anordnung, als er die Zeitspan­ne des mit dem Darlehen zu bewÃ¤ltigenden Lebensunterhaltes auf neun Monate bemisst. Schliesslich enthÃ¤lt der dritte Satz die Androhung der KÃ¼rzung wirtschaftlicher Hilfe fÃ¼r den Fall, dass vor Ablauf von neun Monaten Mittellosigkeit eintreten und demgemÃ¤ss der BeschwerdefÃ¼hrer das Geld weisungswidrig verwendet haben sollte. Darin liegt eine blosse Verwarnung, die nicht anfechtbar ist (RB 1998 Nr. 34).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Der Bezirksrat hat den Rekurs des BeschwerdefÃ¼hrers aufgrund der vorgebrachten BegrÃ¼ndung zu Recht dahingehend verstanden, dass nur die Weisung der Darlehensverwen­dung angefochten sei. Gleichermassen ist auch der Streitgegenstand im Beschwerdeverfahren darauf beschrÃ¤nkt.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) GemÃ¤ss § 21 SHG kann die wirtschaftliche Hilfe mit Auflagen und Weisungen verbunden werden, die sich auf die richtige Verwendung der BeitrÃ¤ge beziehen oder geeignet sind, die Lage des HilfeempfÃ¤ngers und seiner AngehÃ¶rigen zu verbessern.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die vorliegend strittige Weisung sollte den BeschwerdefÃ¼hrer dazu anhalten, das erhaltene Darlehen zur Bestreitung seines laufenden Unterhaltes zu verwenden und demgemÃ¤ss ihn davon abhalten, das empfangene Geld etwa fÃ¼r die Schuldentilgung oder fÃ¼r unangemessene Ferienreisen zu verwenden. Damit sollte die wirtschaftliche Lage des BeschwerdefÃ¼hrers fÃ¼r die Dauer von neun Monaten ab FÃ¤llung des Entscheides derart gesichert werden, dass er daneben keiner wirtschaftlichen Hilfe mehr von Seiten der FÃ¼rsorgebehÃ¶rde bedurfte. Mit dieser Zielsetzung steht die strittige Weisung im Einklang mit der gesetzlichen Bestimmung.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Was der BeschwerdefÃ¼hrer dagegen vorbringt, sticht nicht. Zu Recht erachten sowohl die Einspracheinstanz und GeschÃ¤ftsprÃ¼fungskommission als auch der Bezirksrat die Einhaltung der Weisung fÃ¼r den BeschwerdefÃ¼hrer als zumutbar. Soweit dieser tatsÃ¤chlich aus gesundheitlichen GrÃ¼nden einen Erholungsaufenthalt benÃ¶tigt haben sollte, hÃ¤tte er da­fÃ¼r die Leistungen der Krankenversicherung beanspruchen mÃ¼ssen. Ein dreimonatiger SÃ¼d­ostasienaufenhalt kann keinesfalls als gesundheitlich begrÃ¼ndet anerkannt werden. Die Wei­­sung, welche infolge Entzugs der aufschiebenden Wirkung sofortige GÃ¼ltigkeit beanspruchte, erging sodann vor dem Reiseantritt, so dass es dem BeschwerdefÃ¼hrer auch mÃ¶glich gewesen wÃ¤re, weisungsgemÃ¤ss zu handeln. Wenn der BeschwerdefÃ¼hrer entgegen die­ser Weisung inzwischen den grÃ¶ssten Teil des Darlehens fÃ¼r seine Reise und deren Vorbereitung sowie zur Bestreitung der in dieser Zeit weiter laufenden fixen Kosten verbraucht hat, so vermag diese nachtrÃ¤glich eingetretene Tatsache die Weisung als solche nicht rechts­widrig zu machen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Noch vor der Einspracheinstanz und GeschÃ¤ftsprÃ¼fungskommission hatte der BeschwerdefÃ¼hrer geltend gemacht, er habe einen Teil des Darlehens zur Tilgung von Schulden verwendet. Hierzu ist Folgendes zu bemerken: Soweit ein privates Darlehen allein der Umschuldung dienen soll, ist diese Zweckbindung vom Darlehensgeber ausdrÃ¼cklich zu sta­tuieren, bzw. steht es diesem ohnehin frei, direkt an die GlÃ¤ubiger des Darlehensnehmers zu leisten. In einem solchen Fall wÃ¤re denn auch eine Weisung der FÃ¼rsorgebehÃ¶rde, wonach das Darlehen fÃ¼r den Lebensunterhalt zu verwenden sei, nicht statthaft. Indessen fehlte dem Darlehen im vorliegenden Fall unbestrittenermassen eine solche Zweckbindung. Damit sind die Vorinstanzen zu Recht davon ausgegangen, der BeschwerdefÃ¼hrer kÃ¶nne frei Ã¼ber das Geld verfÃ¼gen. Er selber spricht im Ãbrigen in seiner Beschwerdeschrift auch nicht mehr von einer erfolgten Schuldentilgung.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die Beschwerde ist daher vollumfÃ¤nglich abzuweisen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>5. ...</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>DemgemÃ¤ss <a id="Text4">entscheidet</a></span><span> das Verwaltungsgericht:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>1. Die Beschwerde wird abgewiesen.</span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>...</span></p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>