Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Verfassungs- und Verwaltungsrecht vom 18. Januar 2017 (810 15 330) ____________________________________________________________________ Raumplanung, Bauwesen Kommunale Strassenplanung / Planungsgrundsätze Besetzung Präsidentin Franziska Preiswerk-Vögtli, K antonsrichter Stefan Schulthess, Christian Haidlauf, Niklaus Ruckstuhl, Beat Walther , Gerichtsschreiber Stefan Suter Beteiligte A.____ , Beschwerdefüh rerin , vertreten durch Roman Zeller , Advokat gegen Regierungsrat des Kantons Basel -Landschaft , 4410 Liestal , Beschwerdegegner Einwohnergemeinde B.____ , Beschwerdegegnerin Betreff Mutation Strassennetzplan Siedlung im Berei ch "X.____gasse" und Strassenlinienplan "X.____gasse" (RRB Nr. 1711 vom 3. November 2015) A. Am 24. September 2014 beschloss die Gemeindevers ammlung der Einwohnerge- meinde B.____ die Mutation X.____gasse des Strassen netzplans Siedlung. Der Gemeinderat B.____ erliess in der Folge mit Beschluss vom 10. N ovember 2014 den Strassenlinienplan Seite 2 http://www.bl.ch/kantonsgericht X.____gasse. Die als Sammelstrasse ausgewiesene X.____gasse führt von der Einmündung Y.____strasse her über eine Distanz von rund 900 m nach Süden und endet als Sackgasse (für Motorfahrzeuge) am Rande des Siedlungsgebiets. Geplant ist, die X.____gasse zur besseren Erschliessung des Quartiers C.____ anschliessend an diesen Punkt mittels einer Querverbin- dung zur parallel verlaufenden Z.____strasse auf der P arzelle Nr. 95, Grundbuch B.____, in östlicher Richtung um rund 100 m zu verlängern und dadu rch an die Kantonsstrasse anzu- schliessen. B. Der Strassenlinienplan X.____gasse wurde vom 21. No vember 2014 bis 19. Dezember 2014 öffentlich aufgelegt und im Amtsblatt Nr. 47 vom 20. November 2014 sowie im Birsigtalboten vom 20. November 2014 publiziert. In nerhalb der Auflagefrist erhob die A.____, Eigentümerin der direkt nördlich an die geplante Strasse angrenzenden Parzelle Nr. 97, Grundbuch B.____, Einsprache. Die Verständigungsverhand lung führte zu keiner Einigung. Mit Schreiben vom 10. April 2015 unterbreitete der Gemein derat B.____ die Mutation des Stras- sennetzplans Siedlung und den Strassenlinienplan X.____ gasse dem Regierungsrat des Kan- tons Basel-Landschaft zur Genehmigung und ersuchte um Ab weisung der Einsprache gegen den Strassenlinienplan. C. Mit Beschluss Nr. 1711 vom 3. November 2015 wies der R egierungsrat die Einspra- che der A.____ ab, soweit er darauf eintrat. Weiter g enehmigte er die Mutation des Strassen- netzplans Siedlung im Bereich X.____gasse und den Strass enlinienplan X.____gasse im Sinne der Erwägungen und erklärte die Pläne für allgemeinve rbindlich. In den Erwägungen wies er darauf hin, dass die für die Genehmigung des Strassenne tzplans eingeforderten quantitativen Angaben nicht vorlägen und ein Erschliessungskonzept mit dem Nachweis fehle, wie die erwar- teten Verkehrsmengen auf der X.____gasse hergeleitet wü rden. Die entsprechenden Unterla- gen seien innerhalb von sechs Monaten dem Tiefbauamt zu r Prüfung einzureichen. Weiter merkte er an, für die Genehmigung der Einmündung in die Kantonsstrasse werde im Rahmen des Baubewilligungsverfahrens ein Verkehrsgutachten vorzulegen sein. D. Gegen den Regierungsratsbeschluss vom 3. November 201 5 erhob die A.____, vertreten durch Roman Zeller, Advokat, mit Eingabe vom 13. November 2015 Beschwerde beim Kantonsgericht, Abteilung Verfassungs- und Verwaltungsrec ht (Kantonsgericht). Sie beantragt, der angefochtene Entscheid sei unter o/e-Kostenfolge au fzuheben und der Strassennetzplan Siedlung im Bereich X.____gasse sowie der Strassenlinie nplan X.____gasse seien nicht zu genehmigen. Zur Begründung führt die Beschwerdeführe rin zusammenfassend aus, der ange- fochtene Entscheid sei widersprüchlich, da dem Strassennetzplan die Genehmigung erteilt wer- de, obwohl der Regierungsrat selber davon ausgehe, dass m it dem Erschliessungskonzept und dem Verkehrsgutachten relevante Entscheidgrundlagen fehlten. Der Strassenlinienplan sei deshalb formell nicht genehmigungsfähig. Indem der R egierungsrat entscheidwesentliche Un- terlagen erst nachträglich einverlange, werde auch ihr rechtliches Gehör beschnitten, da sie sich nicht vorgängig dazu habe äussern können. Weiter r ügt die Beschwerdeführerin einen Verstoss gegen die Planungsgrundsätze des Raumplanungsges etzes des Bundes. In der Pla- nung sei für eine angemessene Wohnqualität zu sorgen. Sie habe ihr Mehrfamilienhausprojekt im berechtigten Vertrauen darauf geplant, dass die Ge meinde südlich ihres Grundstücks keine Seite 3 http://www.bl.ch/kantonsgericht neue Strasse bauen werde, und die Überbauung daraufh in ausgerichtet. Durch die nunmehr geplante unnötige Strasse und den dadurch erzeugten be trächtlichen Mehrverkehr werde die Wohnqualität in den entlang der Strasse gelegenen Woh nungen deutlich herabgesetzt, wobei die Lärmgrenzwerte überschritten würden. Das eingeholte Lärmgutachten attestiere zu Unrecht die Einhaltung dieser Grenzwerte, da es nicht zuletzt aufgrund des zu erwartenden Schleich- verkehrs auf viel zu tiefen Annahmen der künftigen Verkehrszahlen basiere. Ausserdem befinde sich die geplante Erschliessungsstrasse in der Landwirtschaf tszone, was prinzipiell unzulässig sei. E. Die Einwohnergemeinde B.____ stellt in ihrer Vern ehmlassung vom 10. März 2016 den Antrag auf kostenpflichtige Abweisung der Beschwerde. Sie weist insbesondere darauf hin, dass das im Regierungsratsbeschluss verlangte Erschliessungskon zept in Form eines Ver- kehrsgutachtens inzwischen vorliege. Das entsprechende Gutach ten vom 6. November 2015 (revidiert am 25. November 2015) komme zum Schluss, dass d ie Einmündung der verlängerten X.____gasse in die Z.____strasse mit den getroffenen Ma ssnahmen verkehrstechnisch keine Probleme verursache. Dieses Gutachten bestätigte nur, was zuvor aufgrund der vom Tiefbau- amt des Kantons Basel-Landschaft vorgenommenen Prüfung b ereits bekannt gewesen sei. Die Beschwerdeführerin selber habe ihr im Übrigen das Stra ssengrundstück im Jahr 1972 zwecks Realisierung der X.____mattstrasse abgetreten, weswegen sie stets damit habe rechnen müs- sen, dass dort dereinst eine Strasse gebaut werden könnt e. Die Strassenparzelle befinde sich des Weiteren nicht im Landwirtschaftsgebiet, sondern in der Spezialzone für Gärtnereien, wel- che mit einer Gewerbezone vergleichbar sei. F. In seiner Vernehmlassung vom 18. März 2016 beantrag t der Regierungsrat, die Be- schwerde sei abzuweisen, soweit darauf eingetreten werde n könne. Dies habe unter o/e- Kostenfolge zu geschehen. Er begründet seine Anträge im Wesentlichen damit, dass dem an- gefochtenen Strassennetzplan Richtplancharakter zukomme u nd die Verwaltungsgerichtsbe- schwerde gegen Richtpläne unzulässig sei, weshalb diesbe züglich nicht auf die Beschwerde einzutreten sei. Die Genehmigung des Strassenlinienplans sei im Übrigen aus Sicht des Kan- tons zu keinem Zeitpunkt problematisch gewesen. Die für die Genehmigung erforderlichen In- formationen hätten zum Entscheidzeitpunkt vorgelegen, die praxisgemäss nachgeforderten Un- terlagen wie das Erschliessungskonzept und das Verkehrsgutachten seien vorliegend nicht ent- scheidrelevant gewesen. Die - im Nachhinein gesehen ung lücklich gewählten - Formulierungen hätten die Gemeinde einzig darauf hinweisen sollen, da ss für die nachfolgende Detailplanung der Einmündung in die Kantonsstrasse im Rahmen des dann zumaligen Baubewilligungsverfah- rens ein Verkehrsgutachten einzureichen sein werde. Der Anschluss an die Kantonsstrasse sei aufgrund der grosszügigen Platzverhältnisse aus verkehrste chnischer Sicht ohne Weiteres machbar. Das betroffene Gebiet der Gemeinde sei weite r als Verdichtungsgebiet vorgesehen, worauf die Erschliessungsplanung abzustimmen sei. Durch d ie geplante neue Quartierstrasse käme es zwar zu neuem Verkehr vor der Liegenschaft der Besc hwerdeführerin, wie der einge- holte Lärmschutznachweis jedoch aufzeige, würden die Planungswerte problemlos eingehalten. Die Strassenparzelle befinde sich entgegen der Behauptung der Beschwerdeführerin auch nicht in der Landwirtschaftszone. Seite 4 http://www.bl.ch/kantonsgericht G. Die Beschwerdeführerin repliziert am 1. Juni 2016. Sie führt insbesondere aus, dass Richtpläne nach der Rechtsprechung vorfrageweise überpr üfbar seien, weshalb sie auch den Strassennetzplan in Frage stellen dürfe und in dieser Hinsicht ebenfalls zur Beschwerde legiti- miert sei. Das von der Gemeinde neu vorgelegte Verkehr sgutachten basiere weiter auf einer einzigen unzuverlässigen Verkehrszählung und auf unrealisti schen Annahmen, weshalb darauf nicht abgestützt werden dürfe. Daraus folge, dass sich di e Gemeinde auch nicht auf das Lärm- gutachten berufen könne. H. In ihrer Duplik vom 7. Juli 2016 hält die Einwohner gemeinde B.____ an ihren frühe- ren Ausführungen fest und betont namentlich, dass sowohl das Verkehrsgutachten als auch das Lärmgutachten fachgerecht erstellt worden seien, auf sachlich gesicherten Daten beruhten und dementsprechend als aussagekräftig anzusehen seien. I. Auch der Regierungsrat hält in seiner Duplik vom 3. August 2016 an seinen Rechts- begehren und Ausführungen fest. J. Das Kantonsgericht hat heute einen Augenschein an O rt und Stelle durchgeführt, an dem unter anderem die Vertreter der Beschwerdeführeri n, der Gemeinde sowie des Regie- rungsrats teilnahmen. An der anschliessenden Parteiverhand lung halten die Parteien an ihren schriftlich gestellten Begehren und Begründungen fest. Das Kantonsgericht zieht i n E r w ä g u n g : 1.1 Gemäss § 43 Abs. 1 des Gesetzes über die Verfassungs- un d Verwaltungsprozess- ordnung (VPO) vom 16. Dezember 1993 ist gegen Entschei de des Regierungsrates die verwal- tungsgerichtliche Beschwerde beim Kantonsgericht grundsätzlich zulässig. 1.2 Wie der Beschwerdegegner zutreffend vorbringt und die Beschwerdeführerin im heutigen Parteivortrag auch ausdrücklich anerkennt, kann nach der Rechtsprechung gegen die Genehmigung von kommunalen Strassennetzplänen kein Re chtsmittel ergriffen werden, da diese Pläne Richtplancharakter aufweisen (vgl. nachfolgen d E. 3). Die kantonale Rechtsord- nung sieht keine unmittelbare Anfechtung von Richtplä nen vor (vgl. § 27 Abs. 2 lit. d VPO; zum Ganzen Urteil des Kantonsgerichts, Abteilung Verfassung s- und Verwaltungsrecht [KGE VV] vom 4. Juni 2008 [810 07 457] E. 1.4; KGE VV vom 17. Mai 2006 [810 05 328] E. 1b). Auf die Beschwerde kann somit nicht eingetreten werden, soweit sie den Strassennetzplan Siedlung betrifft. 1.3 Bei der A.____ handelt es sich um eine öffentlich- rechtliche Körperschaft ([Nennung der gesetzlichen Grundlage]). Sie ist vorliegend nicht in ihrem amtlichen Wirkungskreis, son- dern gleich wie ein Privater von der Planung betroffen und dementsprechend zu behandeln. Nach § 47 Abs. 1 lit. a VPO ist zur Beschwerde befugt, w er durch die angefochtene Verfügung oder den angefochtenen Entscheid berührt ist und ein schutzwürdiges Interesse an der Ände- rung oder Aufhebung hat. Dieses Interesse kann rechtlicher oder auch bloss tatsächlicher Natur Seite 5 http://www.bl.ch/kantonsgericht sein. Es wird verlangt, dass der Beschwerdeführer durch d en angefochtenen Entscheid stärker als jedermann betroffen ist und in einer besonderen, b eachtenswerten, nahen Beziehung zur Streitsache steht (vgl. KGE VV vom 7. September 2016 [8 10 16 32] E. 1.2; eingehend zur raumplanungsrechtlichen Beschwerdebefugnis: KGE VV vom 3 . Juni 2015 [810 14 340] E. 4). Zur Anfechtung von regierungsrätlichen Entscheiden betreffend kommunale und kantonale Nut- zungspläne ist zudem grundsätzlich nur berechtigt, wer sich bereits am Einsprache- und Be- schwerdeverfahren vor dem Regierungsrat beteiligt hat ( § 47 Abs. 2 Satz 1 VPO). Die Be- schwerdeführerin ist Eigentümerin der Parzelle Nr. 97, Grundbuch B.____, und damit direkte Anstösserin an die geplante Verlängerung der X.____ga sse auf der Parzelle Nr. 95. Zwar ist gemäss dem Strassenlinienplan entgegen der Behauptung der Beschwerdeführerin soweit er- sichtlich keine Landabtretung notwendig. Das in Frage s tehende geplante Strassenstück tan- giert aber das Grundstück der Beschwerdeführerin im Hinbl ick auf das Erscheinungsbild und mögliche Immissionen. Sie ist daher stärker als jedermann betroffen und befindet sich in einer nahen Beziehung zur Streitsache. Sie hat sich ausserdem bereits am vorinstanzlichen Ein- spracheverfahren beteiligt und dort die Aufhebung des Strassenlinienplans beantragt, weshalb ihre Legitimation zur Anfechtung des Strassenlinienplans zu bejahen ist. 1.4 Auf die im Weiteren frist- und formgerecht einge reichte Beschwerde ist nach dem Ausgeführten einzutreten, soweit sie den Strassenlinienplan X.____gasse betrifft. 2. Mit der verwaltungsgerichtlichen Beschwerde können g emäss § 45 Abs. 1 lit. a und b VPO Rechtsverletzungen einschliesslich Überschreitung, Unte rschreitung oder Missbrauch des Ermessens sowie die unrichtige oder unvollständige Feststellung des Sachverhalts gerügt werden. Eine Ermessenskontrolle ist dem Kantonsgericht im Zusammenhang mit raumplaneri- schen Akten dagegen verwehrt (vgl. § 45 Abs. 1 lit. c VP O; KGE VV vom 6. Juli 2011 [810 10 439] E. 2.1; KGE VV vom 2. März 2005 [810 04 141] E. 2b). Ausserdem auferlegt sich das Kan- tonsgericht in Übereinstimmung mit der Praxis des Bunde sgerichts bei der Auslegung unbe- stimmter Rechtsbegriffe Zurückhaltung, weil den kommuna len und kantonalen Behörden ein gewisser Beurteilungsspielraum zukommt, wenn der Entsche id Vertrautheit mit den tatsächli- chen Verhältnissen oder besondere Fachkenntnisse vorausse tzt. Verfügt eine Behörde über besonderes Fachwissen, so ist ihr bei der Bewertung von ausgesprochenen Fachfragen ein gewisser Beurteilungsspielraum zu belassen, wenn sie die für den Entscheid wesentlichen Ge- sichtspunkte geprüft und die erforderlichen Abklärungen sorgfältig und umfassend durchgeführt hat. In diesem Sinne erinnert auch Art. 2 Abs. 3 des B undesgesetzes über die Raumplanung (RPG) vom 22. Juni 1979 daran, dass den nachgeordneten B ehörden in der Auslegung unbe- stimmter Gesetzesbegriffe ein gewisser Beurteilungsspielraum zusteht und dass daher auch im Rahmen einer Rechtskontrolle Zurückhaltung zu üben ist, s oweit örtliche Verhältnisse in Frage stehen, welche die kantonalen oder kommunalen Behörde n aufgrund ihrer besonderen Kennt- nisse besser beurteilen können (vgl. KGE VV vom 21./28. Ap ril 2004 [810 03 135] E. 2d). Die Interventionsmöglichkeiten des Kantonsgerichts sind somit begrenzt und auf die Kontrolle von Rechts- und Sachverhaltsverletzungen beschränkt, wobei die Rechtsanwendung unter Beach- tung der gebotenen Zurückhaltung überprüft wird (zum Ganzen: KGE VV vom 20. März 2013 [810 12 97] E. 2). Seite 6 http://www.bl.ch/kantonsgericht 3. Die kommunale Strassenplanung ist im Kanton Basel-L andschaft dreistufig konzi- piert. 3.1 Die generelle Festlegung des öffentlichen Strassenn etzes erfolgt im Strassennetz- plan. Gemäss § 34 Abs. 1 des kantonalen Raumplanungs- un d Baugesetzes (RBG) vom 8. Januar 1998 legen kommunale Strassennetzpläne in groben Zügen das öffentliche Strassen- netz sowie Fuss-, Wander- und Radwegnetze fest und halte n die zukünftigen Verkehrsflächen von Überbauungen frei. Sie bezeichnen die Funktion der Strassen und sind massgebend für die kommunalen Bau- und Strassenlinienpläne. § 5 des Verkehr sflächenreglements der Gemeinde B.____ vom 22. September 2005 (Strassenreglement) wi ederholt diese Definition. Die kommu- nalen Strassennetzpläne enthalten die bestehenden, die zu korrigierenden und die zu erstellen- den Verkehrswege und Parkierungsflächen. Sie sehen insbesondere vor: Anschlussbereiche an die Kantonsstrassen (§ 34 Abs. 2 lit. a RBG), Anschlussbe reiche der Feinerschliessung (lit. b) und Verkehrsberuhigungszonen (lit. c). Das Verfahren ri chtet sich nach den Vorschriften über den Erlass des kommunalen Richtplans (§ 34 Abs. 3 Satz 1 RB G). Der Strassennetzplan wird demnach in B.____ durch die Gemeindeversammlung beschl ossen (§ 17 Abs. 2 i.V.m. § 34 Abs. 3 RBG; § 5 Abs. 2 Strassenreglement). Er bedarf der Genehmigung des Regierungsrates (§ 34 Abs. 3 Satz 2 RBG). 3.2 Nach § 35 RBG konkretisieren die Bau- und Strassenli nienpläne die im kommuna- len Strassennetzplan vorgesehenen Verkehrsflächen, sie l egen die Feinerschliessung für neue Überbauungen fest und bestimmen im Weiteren den Absta nd, den die Bauten von den Ver- kehrsflächen einzuhalten haben (Abs. 1). Das Verfahren r ichtet sich nach den Bestimmungen über den Erlass der Zonenvorschriften (Abs. 2). § 6 des Strassenreglements der Gemeinde B.____ wiederholt diese Bestimmung und präzisiert, dass Strassenlinienpläne insbesondere die genaue Lage und Bezeichnung der bestehenden und der n eu anzulegenden Strassen, Wege, Plätze, Parkierungsanlagen und Nebenanlagen festlegen (§ 6 Abs. 1 lit. a Strassenreglement). Bau- und Strassenlinienpläne, die sich auf einen kommuna len Strassennetzplan abstützen, werden vom Gemeinderat erlassen (§ 35 Abs. 3 RBG). Sie bedürfen ebenfalls der Genehmi- gung des Regierungsrates, der auch über allfällige uner ledigte Einsprachen entscheidet (§ 35 Abs. 2 i.V.m. § 31 Abs. 3 und Abs. 5 RBG). 3.3 Das eigentliche Bauprojekt bildet schliesslich die Gr undlage für die konkrete Bau- ausführung sowie für allfällige Enteignungsverfahren. Das Bauprojekt basiert auf dem Bau- und Strassenlinienplan und legt für die projektierte Ver kehrsanlage die genaue Lage im Grundriss, die Abmessungen und Höhen fest (§ 11 Abs. 1 Strassenre glement). Es enthält Angaben zu Gefällsverhältnissen, zu Geländeanpassungen an angrenze nde Grundstücke, zur Entwässe- rung, zur Beleuchtung, zur Belagsart, zum Umgang und zu r Art von Gestaltungsmassnahmen, zu Verkehrsberuhigungsanlagen, zur Bepflanzung und zu Nebenanlagen (Abs. 2). Zum Baupro- jekt gehören der Landerwerbsplan, der Kostenvoranschlag, der Beitragsperimeterplan sowie die Kostenverteiltabelle mit den provisorischen Beiträgen (A bs. 3). Soweit es um Einmündungen in Kantonsstrassen geht, müssen sich kommunale Bauprojekte auf einen rechtskräftigen kommu- nalen Strassennetzplan abstützen und bedürfen sie der Genehmigung der kantonalen Bau- und Umweltschutzdirektion (§ 23 Abs. 3 des kantonalen Strassengesetzes vom 24. März 1986). Seite 7 http://www.bl.ch/kantonsgericht 3.4 Aufgrund der soeben aufgezeigten gesetzlichen Rege lung sind der Strassennetz- plan als Richtplan und der Strassenlinienplan als (So nder-)Nutzungsplan zu qualifizieren (KGE VV vom 26. April 2006 [810 05 252] E. 4, ausdrücklich bestätigt im Urteil des BGer 1P.371/2006 vom 10. Oktober 2006 E. 1.6.2). 4. Die Beschwerdeführerin rügt eine Verletzung ihres rechtlichen Gehörs. Aufgrund der formellen Natur des Gehörsanspruchs ist diese Rüge vorab zu behandeln. 4.1 Soweit die Beschwerdeführerin im Zusammenhang mi t der Genehmigung des Strassennetzplans Gehörsrügen erhebt, ist darauf nicht we iter einzugehen. Ist der Plan selber nicht vor Gericht anfechtbar (vgl. oben E. 1.2), so kan n auch dessen Zustandekommen nicht zum Gegenstand einer nachträglichen gerichtlichen Überprüfung erhoben werden. 4.2 Die Beschwerdeführerin bringt vor, der Regierungsr at habe in seinem Entscheid ausgeführt, es fehle ein Erschliessungskonzept mit dem N achweis, wie die erwarteten Ver- kehrsmengen auf der X.____gasse hergeleitet werden. De r Regierungsrat wolle die planeri- schen Voraussetzungen zur Genehmigung der X.____gasse demnach erst endgültig beurteilen, nachdem der Strassenlinienplan rechtskräftig geworden se i. Dies führe zu einer groben Verlet- zung des rechtlichen Gehörs, weil der Regierungsrat wesen tliche Unterlagen zur Beurteilung des vorliegenden Falles erst nachträglich einverlange, z u denen sie sich nicht werde äussern können. Zudem verlange der Regierungsrat für die Festle gung des Anschlussbereichs an die Kantonsstrasse und die Festlegung des Strassenlinienplanes ein Verkehrsgutachten erst in einem späteren Baugesuchsverfahren ein. Auch diesbezüg lich liege eine Verletzung des recht- lichen Gehörs vor. 4.3 Art. 29 Abs. 2 der Bundesverfassung der Schweizerisch en Eidgenossenschaft (BV) vom 18. April 1999 räumt den Parteien als allgemeine Verfahrensgarantie und Teil des An- spruchs auf rechtliches Gehör unter anderem einen Anspruch auf Akteneinsicht und ein Äusse- rungsrecht zu allen Entscheidgrundlagen ein (BGE 142 I 86 E. 2.2; BGE 142 II 218 E. 2.3). Auch wenn der Regierungsrat in der Tat in Ziff. II.1 .3 der Erwägungen des angefochtenen Ent- scheids festgehalten hat, dass innert sechs Monaten nach dem Genehmigungsbeschluss ein Erschliessungskonzept einzureichen sei, und weiter in Zif f. II.1.4 darauf hingewiesen hat, dass für die Genehmigung der Einmündung in die Kantonstra sse im Rahmen des Baubewilligungs- verfahrens ein Verkehrsgutachten vorzulegen sein werde, hat er die Rechtmässigkeit des Strassenlinienplanes dennoch bejaht und - entgegen der offenbaren Auffassung der Beschwer- deführerin - gestützt auf die ihm damals zur Verfügun g stehenden Unterlagen die vorgelegten Pläne definitiv genehmigt. Dass der Regierungsrat der B eschwerdeführerin die Akteneinsicht in die zum Zeitpunkt des Entscheids vorhandenen Unterlagen o der eine Möglichkeit zur Stellung- nahme und für Beweisanträge verweigert hat, wird nich t geltend gemacht und ist auch nicht ersichtlich. Der Anspruch auf rechtliches Gehör ist nicht verletzt. 5. Wenn die Beschwerdeführerin der Ansicht ist, der Reg ierungsrat habe den Stras- senlinienplan nicht genehmigen dürfen, weil die Vorau ssetzungen für den Erlass des Strassen- netzplanes oder des Strassenlinienplanes zur Zeit der Genehmigung nicht gegeben waren, geht Seite 8 http://www.bl.ch/kantonsgericht es nicht um das rechtliche Gehör, sondern um die (materi elle) Frage, ob der Strassenlinienplan oder der Strassennetzplan fehlerhaft sind bzw. deren Ge nehmigung auf einem ungenügend festgestellten Sachverhalt beruhten und daher die Pläne nicht hätten genehmigt werden dürfen. Dabei ist zunächst zu beurteilen, ob diese Frage, soweit sie den Strassennetzplan betrifft, über- haupt geprüft werden darf. Der Strassennetzplan kann v on der Beschwerdeführerin wie darge- legt nicht selbständig angefochten werden. Es stellt sich aber die Frage, ob er - wie die Be- schwerdeführerin geltend macht - vorfrageweise auf se ine Rechtmässigkeit hin geprüft werden darf bzw. muss. 5.1 Der Strassenlinienplan entspricht wie gesagt einem (Sonder-)Nutzungsplan, der Strassennetzplan einem Richtplan. Der Strassenlinienpla n basiert auf dem Strassennetzplan und konkretisiert im Wesentlichen die im Strassennetzplan vorgesehenen Verkehrsflächen. Das Bundesrecht gewährleistet die volle Überprüfung von Nutzungsplänen im Rechtsmittelverfahren (Art. 33 RPG). Bei der Überprüfung von Nutzungspläne n (insbesondere bei Sondernutzungs- plänen) sind sämtliche raumplanerischen und umweltrechtl ichen Fragen gemeinsam zu prüfen und widerstreitende Interessen umfassend gegeneinander a bzuwägen. Die volle Überprüfung umfasst auch die Verpflichtung, schon die Rechtmässigkeit e iner Planungsvorkehr umfassend zu beurteilen und dabei auch die Anordnungen der Richt pläne in Betracht zu ziehen. Der in Art. 33 RPG vorgesehene Rechtsschutz darf nicht mit dem A rgument beschränkt werden, der Nutzungsplan vollziehe lediglich einen Richtplan, da der vom Richtplan betroffene Grundeigen- tümer seinen Rechtsschutz erst im Nutzungsplanverfahren w ahrnehmen kann. Demzufolge kann gegen einen Nutzungsplan nicht nur vorgebracht wer den, er missachte erhebliche Pla- nungsgrundsätze oder Richtplananpassungen. Ein Eigentü mer, der eine konkrete Planungs- massnahme anficht, darf auch die Rechtswidrigkeit des R ichtplans rügen, auf dem die Mass- nahme beruht. Dies gilt auch dann, wenn die Planungsb ehörde sich darauf beschränkt, den Richtplaninhalt auf den Nutzungsplan zu übertragen (vgl . BGE 121 I 245 E. 6; BGE 119 Ia 285 E. 3b; Urteil des BGer 1C_415/2009 vom 21. Januar 201 0 E. 2.4; BERNHARD WALDMANN /PETER HÄNNI , Raumplanungsgesetz, Bern 2006, Rz. 69 zu Art. 33 RPG ). Ein Strassennetzplan muss also akzessorisch überprüft werden, sofern geltend gemacht wird, er habe rechtswidrige Aus- wirkungen auf den Strassenlinienplan. Indem die Beschwer deführerin rügt, der Strassennetz- plan hätte nicht genehmigt werden dürfen und deshalb sei auch der Strassenlinienplan fehler- haft und hätte nicht genehmigt werden dürfen, macht si e sinngemäss geltend, der Strassen- netzplan habe rechtswidrige Auswirkungen auf den Strass enlinienplan. Der Strassennetzplan muss daher im Rahmen der nachfolgenden Prüfung des Stra ssenlinienplanes vorfrageweise auf seine Rechtmässigkeit überprüft werden. 5.2.1 Gemäss den Erwägungen des Regierungsratsbeschlusses vo m 3. November 2015 fehlt für die Genehmigung des Strassennetzplans ein Ersc hliessungskonzept mit einem Nach- weis, wie die erwarteten Verkehrsmengen auf der X.____ gasse hergeleitet werden. Trotzdem wurde der Strassennetzplan genehmigt. Es fragt sich daher, ob der Strassennetzplan auf einem ungenügend erhobenen Sachverhalt beruht und daher n icht hätte genehmigt werden dürfen. Ein derart fehlerhafter Strassennetzplan hätte insofer n Auswirkungen auf den Strassenlinien- plan, als ersterer Voraussetzung für den Strassenlinien plan ist und ohne diesen nicht hätte ge- nehmigt werden dürfen. Es muss also geprüft werden, ob die Genehmigung des Strassennetz- Seite 9 http://www.bl.ch/kantonsgericht plans auf einem ungenügend erhobenen Sachverhalt ber uhte oder aus einem anderen Grund fehlerhaft war. 5.2.2 Wie die Vorinstanz zu Recht festhält, geht es im Ra hmen der Genehmigung des Strassennetzplanes nicht darum, die Zweckmässigkeit der Erschl iessung im Quartier selbst zu beurteilen, sondern es geht einzig darum zu prüfen, o b die Funktionalität der Kantonsstrasse mit dem neuen Anschluss gewährleistet bleibt. Der Strassen netzplan wird genehmigt, wenn die Interessen der Nachbargemeinden und des Kantons gewahr t bleiben (§ 17 Abs. 3 i.V.m. § 34 Abs. 3 RBG). 5.2.3 Um die Funktionalität mit der Kantonsstrasse prüf en zu können, ist ein Verkehrs- konzept im vorliegenden Fall nicht zwingend Entscheidvoraussetzung. Die Funktionalität konnte durch die Fachbehörde aufgrund der bereits vorhandenen Unterlagen und ihres Fachwissens auch ohne vollständiges Verkehrskonzept überprüft und b ejaht werden. Die Platzverhältnisse beim Knoten sowie auf der Kantonsstrasse sind grosszügig. Zudem ist aufgrund der Lage zur Siedlung und zum Wegnetz nur eine geringe Anzahl Fussgän ger zu erwarten. Weiter war das Mengengerüst mit dem durchschnittlichen Tagesverkehr (der D.____ AG vom 17. August 2015 bzw. 28. September 2015), das Grundlage für das nachfo lgende Verkehrsgutachten vom 6. November 2015 bildete, schon vorhanden. Ein solches Mengengerüst mit Z0 und Z1-Zustand kommt einem Erschliessungskonzept schon sehr nahe. Was fehl te war der Nachweis, wie die darin erwarteten Verkehrsmengen hergeleitet werden. D ieser wurde tatsächlich erst mit dem nachträglich erstellten Verkehrsgutachten vom 6. November 2015 erbracht. Das Tiefbauamt kam aber aufgrund von eigenen Erfahrungswerten sowie d em Hektarraster 2010 bereits vorher zum Schluss, dass die Funktionalität der Kantonsstrasse selb st bei einem weit über den Erwar- tungen liegenden durchschnittlichen Tagesverkehr von 1'0 00 Fahrten noch gewährleistet wäre und es zu keinen grösseren Problemen mit Linksabbiegern kommt. Insofern war der Nachweis in Form eines (vollständigen) Erschliessungskonzepts, das die von der Gemeinde erwarteten Verkehrsmengen herleitet, nicht von entscheidender Relev anz. Ein Verkehrskonzept wird zwar praxisgemäss eingefordert, da es die Prüfung durch die k antonale Behörde vereinfacht. Es kann jedoch nicht gesagt werden, dass es im vorliegenden F all Entscheidvoraussetzung für die Genehmigung war. Dass es nachträglich eingefordert wurde, ist daher unerheblich. 5.3.1 Die Beschwerdeführerin bringt auch hinsichtlich d es Strassenlinienplanes vor, der Regierungsrat hätte ihn nicht genehmigen dürfen, weil noch nicht alle zur Beurteilung wesentli- chen Unterlagen vorgelegen hätten. Es muss also auch h ier geprüft werden, ob die Genehmi- gung des Plans und die Abweisung der Einsprache auf eine m fehlerhaft bzw. ungenügend fest- gestellten Sachverhalt beruhen. Dies ist dann zu bejahen , wenn die vom Regierungsrat nach- träglich eingeforderten Unterlagen derart entscheidwe sentlich sind, dass sich der Strassenlini- enplan nachträglich als fehlerhaft bzw. nicht genehmigungsfähig erweist. 5.3.2 In Bezug auf das in Ziff. II.1.4 der Erwägung en einverlangte Verkehrsgutachten ist festzustellen, dass dieses bereits nach der Formulierung im Regierungsratsbeschluss nicht für die Genehmigung des Strassenlinienplanes, sondern erst im Hinblick auf die künftige Genehmi- gung der Einmündung in die Kantonsstrasse im Rahmen des Bauprojekts gefordert wurde. Seite 10 http://www.bl.ch/kantonsgericht 5.3.3 Wie das Tiefbauamt ausdrücklich bestätigt, waren die nachgeforderten Unterlagen kein entscheidendes Kriterium für die Frage der Genehm igungsfähigkeit des Strassenlinien- plans. Aufgrund der Strassengeometrie und den bisherig en Erfahrungen des Tiefbauamtes mit vergleichbaren Örtlichkeiten hätte das Verkehrsgutachten keine verkehrstechnischen Erkennt- nisse zu Tage gebracht, welche die Erschliessung verunmögli chen würden. Im Kanton gibt es eine Vielzahl vergleichbarer Einmündungen, die Fachbehö rde hat entsprechend Erfahrung mit solchen Konstellationen. Aufgrund der bereits vorhanden en Unterlagen und ihrem Fachwissen war für die Genehmigungsbehörde daher auch ohne das V erkehrsgutachten ersichtlich, dass die Einmündung in die Kantonsstrasse mit den festgeleg ten Strassenlinien problemlos möglich ist. Das Verkehrsgutachten wurde daher auch nicht einverla ngt, um zu beurteilen, ob die Stras- senlinien zweckmässig sind - dies konnte bereits ohne Gutach ten bejaht werden - sondern es wurde für die spätere Genehmigung des konkreten Strassenb auprojekts durch die Bau- und Umweltschutzdirektion benötigt (vgl. § 23 Abs. 3 Strassen gesetz). Denn erst in diesem Verfah- ren erfolgt die konkrete Ausgestaltung der Einmündung der X.____gasse in die Z.____strasse (vgl. oben E. 3.3). 5.3.4 Das Verkehrsgutachten der D.____ AG vom 6. Nove mber (revidiert am 25. November) 2015 hat diese Erkenntnisse nachträglich be stätigt. Es kommt zum Schluss, dass die Einmündung der Verlängerung der X.____gasse in die Z.____strasse verkehrstech- nisch keine Probleme verursacht und selbst eine Verdoppelu ng des aus der X.____gasse aus- fahrenden Verkehrs die Verkehrsqualitätsstufen noch nicht verändert. Auch der nachträglich eingereichte Plan "X.____gasse Sichtweiten Einmündung Z.____strasse" der E.____ AG vom 27. Januar 2016 zeigt, dass die geforderten Sichtweiten eingehalten sind. 5.4 Es ist somit festzuhalten, dass die nachträglich einge forderten Unterlagen weder für die Genehmigung des Strassennetzplanes noch des Strassenli nienplanes entscheidrelevant waren. Die Genehmigung der Pläne beruhte damit nicht auf einem ungenügend festgestellten Sachverhalt. 6.1 Die Beschwerdeführerin rügt weiter einen Verstoss g egen Planungsgrundsätze des Raumplanungsgesetzes, speziell eine Verletzung des planu ngsrechtlichen Ziels einer ange- messenen Wohnqualität (Art. 1 Abs. 2 lit. a bis RPG). Die Gebäude seien im Rahmen des die Überbauung auf ihrem Grundstück betreffenden Quartier plans X.____gasse aufgrund der be- stehenden Verkehrsbelastung (Lärmbelastung Z.____strasse) vergleichsweise weit gegen Sü- den ausgerichtet worden. Insbesondere die Wohnzimmer, Gartenanlagen und Balkone würden dementsprechend nahe an der Parzellengrenze liegen. Mit der neuen Strassenführung werde die Wohnqualität deutlich herabgesetzt: Die zusätzlich e Erschliessung führe zu beträchtlichem Mehrverkehr entlang der Grundstücksgrenze und zu starken Immissionen. Es sei davon auszu- gehen, dass die zulässigen Lärmgrenzwerte überschritten wü rden. Auch die Gartenanlagen würden an Wohnqualität verlieren, da mit der neuen Strassenführung entlang der gemeinsamen Grenze entweder Stützbauwerke oder höhere Böschungen notwendig würden. Der Quartierplan habe dem Grundsatz einer angemessenen Wohnqualität du rch Vermeidung von übermässigen Lärmbelastungen entsprochen. Durch den Strassenlinienplan würde dieses Ziel wieder zunichte gemacht. Seite 11 http://www.bl.ch/kantonsgericht 6.2 Gemäss Art. 1 Abs. 2 lit. a bis RPG unterstützen die Planungsträger mit Massnahmen der Raumplanung insbesondere die Bestrebungen, die S iedlungsentwicklung nach innen zu lenken, unter Berücksichtigung einer angemessenen Wohnqu alität. Wie allen Planungsgrund- sätzen kommt auch dem einzelnen Grundsatz der angemessenen Wohnqualität keine absolute Bedeutung zu und er darf auch nicht isoliert betrachte t werden. Er stellt vielmehr eine Zielvor- stellung, Wertungshilfe und ein Entscheidungskriterium un ter anderen dar. Die Planungsgrund- sätze bilden kein widerspruchsfreies System, sondern stel len Wertungsgesichtspunkte dar, die im Einzelfall der Harmonisierung bedürfen (BGE 118 Ia 151 E. 4b; Urteil des BGer 1C_157/2014 vom 4. November 2015 E. 3.3; W ALDMANN /HÄNNI , a.a.O., Rz. 3 zu Art. 3 RPG; zur vorzunehmenden Gesamtinteressenabwägung nachfolgend E. 6.5). Gerade der von der Beschwerdeführerin angerufene Planungsgrundsatz illustr iert das den Grundsätzen inhärente Spannungsverhältnis anschaulich, denn die von der Raump lanungsgesetzgebung angestrebte Siedlungsentwicklung nach innen lässt sich planerisch grund sätzlich nur sinnvoll verwirklichen, wenn der dadurch in der Siedlung erzeugte Mehrverkehr i n die Planung einbezogen und die Verkehrskapazitäten gegebenenfalls angepasst werden, wodur ch allenfalls bei der Wohnquali- tät gewisse Abstriche hingenommen werden müssen. Dass eine kommunale Sammelstrasse mit Anschluss an eine Kantonsstrasse geplant wird, führt allerdings noch nicht automatisch zu einer ins Gewicht fallenden Verminderung der Wohnqual ität für die Anwohner. Vorliegend sind die Gebäude der Beschwerdeführerin nicht näher an eine Grundstücksgrenze gebaut als üblich. Die bestehenden Baulinien von 5 m wurden überall eing ehalten. Die geplante Strasse wird, wie das Verkehrsgutachten gezeigt hat, nicht derart stark be fahren werden, dass spezielle Mass- nahmen bereits im Strassenlinienplanverfahren hätten g etroffen werden müssen. Insbesondere kommt es zu keiner wesentlichen zusätzlichen Lärmbelastung (dazu sogleich E. 6.4). Dass die Balkone, Wohnzimmer und Gärten teilweise gegen diese Grenze hin gebaut wurden, führt nicht dazu, dass der Bau einer Strasse auf dem Nachbargrundstü ck planungsrechtlich ausgeschlos- sen wäre. Derartige bauliche Sachlagen sind in der dich t bebauten Agglomeration Basel weit verbreitet und bei vielen Projekten aus wirtschaftlichen G ründen unvermeidlich. Bezeichnen- derweise hat auch die Beschwerdeführerin die Gartensitzp lätze und Balkone nahe an die be- reits bestehende X.____gasse gebaut, näher sogar als diese an der neu zu erstellenden Stras- se zu liegen kommen werden. 6.3 Auch die Rüge, dass die Wohnqualität beeinträcht igende Stützbauwerke oder höhe- re Böschungen auf ihrem Grundstück notwendig würden, ist - soweit vorliegend zu beurtei- len - unbegründet. Die geplante Strasse befindet sich auf der Parzelle Nr. 95 und nicht auf der Parzelle der Beschwerdeführerin. Deren Parzelle wird ni cht erkennbar tangiert. Zudem definiert der Strassenlinienplan lediglich den erforderlichen Str assenraum. Die genaue Lage im Grund- riss, die Abmessungen und Höhen legt erst das Bauprojekt fest (§ 11 Abs. 1 Strassenregle- ment). Dass bei der konkreten Ausgestaltung der Strasse tatsächlich bauliche Massnahmen auf der Parzelle der Beschwerdeführerin notwendig werden, ergibt sich jedenfalls nicht aus dem Strassenlinienplan. Es ist jedoch aufgrund der heutigen Lage der Parzellen kaum anzunehmen, dass grosse Anpassungen nötig sind. Bereits heute befinde t sich eine - für den Allgemeinver- kehr gesperrte - provisorische Strasse (Baustellenpiste) au f der Parzelle Nr. 95, ohne dass dadurch Stützbauwerke oder eine höhere Böschung auf dem Grundstück der Beschwerdeführe- Seite 12 http://www.bl.ch/kantonsgericht rin notwendig geworden wären. Durch den Neubau der Strasse wird sich die Situation kaum derart stark verändern, dass von einer Einbusse der Wohnqualität auszugehen ist. 6.4 Die Beschwerdeführerin moniert weiter, dass die neu e Strasse zur Überschreitung der Lärmgrenzwerte führen werde und die Planung desh alb Art. 3 Abs. 3 lit. b RPG verletze, wonach Wohngebiete vor schädlichen oder lästigen Einwirkungen wie Luftverschmutzung, Lärm und Erschütterungen möglichst zu verschonen sind. 6.4.1 Die Beschwerdegegnerin hat die Lärmthematik abklä ren lassen und im Genehmi- gungsverfahren ein Lärmgutachten der F.____ AG vom 29. September 2015 eingereicht. Das Lärmgutachten kommt zum Schluss, dass durch die neue Ver bindungsstrasse die Planungs- werte an allen Immissionspunkten sowohl am Tag wie auch i n der Nacht eingehalten werden und es im neuen Zustand zu keinen Immissionsgrenzwertüberschreitungen kommt. 6.4.2 Die Beschwerdeführerin macht geltend, das Lärmgut achten sei fehlerhaft. Es gehe von einem durchschnittlichen Verkehr zwischen 7 bis 21 Uhr v on nur gerade 20 Fahrten pro Stunde aus. Es sei jedoch davon auszugehen, dass die Gemein de kaum eine Strasse erstellen würde, wenn nicht eine wesentliche Entlastung des Strasse nverkehrs zur Y.____strasse hin erwartet würde. Das Strassenstück erschliesse zudem nicht nur die X.____gasse gegen Süden, sondern könne als weiteres Verbindungsglied zwischen dem Zentrum der Gemeinde B.____ und der Z.____strasse Richtung Z.____/W.____ zur Autobah n hin genutzt werden. Das Ein- zugsgebiet der X.____gasse sei riesig, neben hunderten von Ein- und Mehrfamilienhäusern befänden sich im Quartier auch öffentliche Bauten und Schulhäuser. Es sei daher von einem Verkehr von weit mehr als 1'000 Fahrten pro Tag auszu gehen. Dass das Gutachten inkorrekt sei, ergebe sich auch aus Zahlen des Bundesamtes für Stat istik, wonach jeder zweite Einwoh- ner der Schweiz über ein Auto verfüge und rund 10 % ü ber ein Motorrad, was folglich auch für die Einwohner des Quartiers X.____gasse gelte. Wenn nu r ein kleiner Teil der Bewohner und Besucher des Quartiers die neue Strasse gegen Süden hin nutze, werde sich daraus ein Ver- kehr von über 1'000 Fahrzeugen pro Tag ergeben. Gleich es ergebe sich auch aus den einge- reichten Verkehrszählungen des Tiefbauamtes von kleinen Gemeinden ohne grösseren Durch- gangsverkehr, die mit dem Quartier X.____gasse vergleich bar seien. Bei solchen Gemeinden liege der mittlere Tagesverkehr bei weit über 2'000 Fahrten pro Tag. Die im Gutachten getroffe- ne Annahme von 300 Fahrten pro Tag sei daher unhaltbar. 6.4.3 Die Annahme von 300 durchschnittlichen Tagesfahrt en (DTV) im Lärmgutachten basiert auf den Zahlen der Verkehrszählung der D.____ AG vom 25. Juni 2015, die auch Grundlage des Verkehrsgutachtens vom 6. November 2015 sin d. Die Lärmschutzfachstelle des Kantons nahm am 13. Oktober 2015 dazu Stellung, bestät igte die Feststellungen des Lärmgut- achtens und kam ebenfalls zum Schluss, dass die Planungswe rte aufgrund des geringen Ver- kehrsaufkommens problemlos eingehalten seien. Sie hielt fest, dass weit über 1'000 Fahrten nötig wären, um die Planungswerte zu überschreiten, w as jedoch angesichts der prognostizier- ten 300 Fahrten nicht realistisch erscheine. Seite 13 http://www.bl.ch/kantonsgericht 6.4.4 Das Lärmgutachten wurde von einem auf diese Frag en spezialisierten Unternehmen nach wissenschaftlichen Methoden erstellt und dessen Erken ntnisse von der Lärmschutzfach- stelle gestützt. Eine zweistündige Verkehrszählung mag a n der unteren Grenze des Notwendi- gen sein, um aussagekräftige Informationen zu erhalten, ist aber noch nicht zu beanstanden. Die Berechnungen erscheinen fachgerecht und plausibel. D ie Verkehrszahlen und Verkehrs- ströme wurden anhand einer Verkehrszählung von Hand be rechnet. Aufgrund der geringen Zahlenbasis und fehlender Strukturdaten sind die berechn eten Zahlen zwar nur Grössenord- nungen. Das bedeutet aber nicht, dass sie offensichtlich f ehlerhaft sind. Entgegen der Ansicht der Beschwerdeführerin ist nicht davon auszugehen, dass die X.____gasse als Ausweichstre- cke zur Kantonstrasse benutzt werden wird. Die X.____gasse eignet sich aufgrund der engen Quartierstrassen, des Rechtsvortritts und der Gestaltung als Tempo-30-Zone nicht als Schleichweg. Die von der Beschwerdeführerin angesprochene Statistik bezieht sich sodann auf den Fahrzeugbesitz. Davon kann nicht tel quel auf die Fa hrzeugbenutzung geschlossen wer- den. Auch die ins Recht gelegte kantonale Verkehrsstatist ik des Tiefbauamtes ist nicht geeig- net, Rückschlüsse auf die geplante Strassenverbindung zu zieh en, da sie Zähldaten von Kan- tonsstrassen betrifft, die durchleitenden und ortsverb indenden Charakter haben (vgl. § 5 Stras- sengesetz) und daher verkehrstechnisch anders zu beurteile n sind als Gemeindestrassen, die Baugebiet erschliessen. Selbst wenn sich ein DTV von 300 al s zu gering angesetzt erweisen sollte, wäre - wie die Vorinstanz zu Recht vorbringt - für eine Überschreitung der Planungswerte ein DTV von weit über 1'000 Fahrten notwendig, d.h. der vom Fachbüro F.____ berechnete Wert müsste um den Faktor drei bis vier zu tief sein. Ein e solch gravierende Fehlprognose ist nicht leichthin anzunehmen. Zudem würde selbst eine Übe rschreitung der Planungswerte noch nicht zwangsläufig zur Nichtgenehmigung des Strassenlinien planes führen: Erstens wäre es denkbar, dass bei der Ausgestaltung des Bauprojekts Emissio nsbegrenzungen möglich wären, durch die die Planungswerte wieder eingehalten würden (z.B. Verkehrsberuhigung). Zweitens wäre unter Umständen sogar eine Überschreitung der Pl anungswerte bis zu den Immissions- grenzwerten zulässig (vgl. Art. 7 Abs. 1 und 2 der Lärmsc hutz-Verordnung [LSV] vom 15. Dezember 1986). Es ist somit davon auszugehen, dass d ie Lärmgrenzwerte deutlich einge- halten werden. Der Strassenlinienplan steht nicht im W iderspruch zu Art. 3 Abs. 3 lit. b RPG. Die Einwendungen der Beschwerdeführerin gehen fehl. 6.5 Die Beschwerdeführerin bringt weiter vor, es habe keine Interessenabwägung zwi- schen den Interessen der Gemeinde und denjenigen der Ei gentümer und Bewohner der Ge- bäude der Beschwerdeführerin stattgefunden. Es ergebe sich aus dem Entscheid des Regie- rungsrates nicht, gestützt auf welche wichtigen planerischen Interessen die Zielsetzung des Quartierplans beeinträchtigt werden solle. 6.5.1 Bei der Erfüllung raumplanerischer Aufgaben und der Festsetzung von Zonen ha- ben die Planungsbehörden die im positiven Recht normier ten Ziele und Grundsätze optimal zu berücksichtigen. Auch im Kontext der Sondernutzungsplanun g kommt den Planungsgrundsät- zen lenkender Charakter zu. Solche Planungsgrundsätze erg eben sich aus dem Bundesrecht und dem kantonalen Recht (BGE 115 Ia 350 E. 3d; BGE 114 Ia 371 E. 5b; W ALDMANN /H ÄNNI , a.a.O., Rz. 10 ff. zu Art. 3 RPG). Dazu gehören die Ziele und Planungsgrundsätze, wie sie in Art. 1 und Art. 3 RPG umschrieben sind. Art. 3 der Rau mplanungsverordnung (RPV) vom Seite 14 http://www.bl.ch/kantonsgericht 28. Juni 2000 hält allgemein fest, wie die Behörden d ie verschiedenen Interessen gegeneinan- der abzuwägen haben, wenn ihnen bei der Erfüllung un d Abstimmung raumwirksamer Aufga- ben Handlungsspielräume zustehen. Bei der Durchführung einer Planung sind alle Interessen, seien es öffentliche oder private, zu beachten (P IERRE TSCHANNEN , in: Aemisegger/Moor/Ruch/ Tschannen [Hrsg.], Kommentar zum Bundesgesetz über die Rau mplanung, Zürich 2009, Rz. 23 ff. zu Art. 3 RPG; BGE 124 II 391 E. 4). Planu ngsgrundsätze sind justiziabel und insbe- sondere auch für den Gesetzgeber verbindlich, soweit er raumwirksame Aufgaben wahrnimmt (BGE 112 Ia 65 E. 4; Urteil des BGer 1C_157/2014 vom 4. November 2015 E. 3.3). 6.5.2 Es trifft zu, dass aus der Entscheidbegründung des Regierungsrates keine aus- drückliche Interessenabwägung hervorgeht. Dies bedeutet jedoch nicht, dass im Rahmen der Planung durch die Gemeinde und der Genehmigung durch den Regierungsrat eine Interessen- abwägung unterblieben wäre. Die Pflicht, eine Gesamt interessenabwägung vorzunehmen, trifft in erster Linie die Gemeinde als Planungsträger. Wie d ie Vorinstanz zu Recht bemerkt, wird im Genehmigungsverfahren im Rahmen der Rechtmässigkeitskontrolle geprüft, ob die kommunale Planungsbehörde die relevanten Interessen gebührend be rücksichtigt und eine haltbare Abwä- gung vorgenommen hat. Als Genehmigungs- und Rechtsmittelinstanz hat der Regierungsrat der Gemeinde in Berücksichtigung von Art. 2 Abs. 3 RPG und der Gemeindeautonomie den nötigen Ermessensspielraum zu belassen. Er darf nicht selber die Rolle der Planungsinstanz überneh- men und das Ermessen der Gemeinde durch sein eigenes er setzen. Indem die Vorinstanz die Rechtmässigkeit der Planung bejahte, hat sie auch die di eser zu Grunde liegende Interessen- abwägung überprüft und für korrekt befunden. Da die Beschwerdeführerin in der Einsprache die Frage der Interessenabwägung nicht aufgeworfen hatte, musste die Vorinstanz in der Begrün- dung auch nicht ausdrücklich dazu Stellung nehmen. 6.5.3 Die Beschwerdeführerin wiederholt im vorliegend en Zusammenhang ihr Argument, wonach der Strassenlinienplan durch die damit verbunde ne zusätzliche Verkehrsbelastung die Wohnqualität der in ihrem Eigentum stehenden Mehrfam ilienhäuser unzulässig beeinträchtige. Ebenfalls befürchtet sie einen Wertverlust der Liegenscha ften. Ihre privaten Interessen an der Beibehaltung der aktuellen Situation überwiegen nach ihrer Ansicht die öffentlichen Interessen am Bau der Verbindungsstrasse. 6.5.4 Beim von der Planung betroffenen Gemeindegebie t X.____gasse/C.____ handelt es sich gemäss geltendem kommunalem Richtplan um ein Verdicht ungsgebiet. Die Siedlungsent- wicklung nach innen, d.h. die bessere Nutzung bestehender Reserven innerhalb des bereits weitgehend überbauten Siedlungsgebiets unter gleichze itiger Wahrung und Förderung einer bestmöglichen Siedlungsqualität, bildet eine zentrale Stossrichtung der schweizerischen Raum- ordnungspolitik (vgl. Botschaft vom 20. Januar 2010 zur T eilrevision des Raumplanungsgeset- zes, BBl 2010 1049, S. 1064). Die von der Gemeinde ang estrebte Verdichtung bedingt vorlie- gend eine Anpassung der Verkehrserschliessung, zumal das Qu artier bereits heute verkehrs- mässig schlecht erschlossen ist. Das Ziel der Verlängerung de r X.____gasse besteht laut Pla- nungsbericht darin, das Quartier besser zu erschliessen. Es besteht heute nur eine einzige Aus- fahrt auf die Kantonsstrasse im nördlichen Teil des Gebie ts (Y.____strasse). So sind beispiels- weise die Bewohner der im Eigentum der Beschwerdeführerin stehenden Überbauung gezwun- Seite 15 http://www.bl.ch/kantonsgericht gen, bei einer Autofahrt in Richtung Z.____/W.____ r und zwei Kilometer (davon ca. ein Kilome- ter in der Tempo-30-Zone direkt durch das Wohngebiet) zurückzulegen, bis sie auf der Kan- tonsstrasse wieder an ihrer Wohnung vorbeifahren. Von einer zweiten Zu- und Ausfahrt zur Kantonsstrasse am anderen Ende des Quartiers profitieren dabei nicht nur die Quartierbewoh- ner (in besonderem Mass sogar die Bewohner der Siedlung der Beschwerdeführerin) und deren Besucher, auch die öffentlichen Gebäude im Quartier ( Altersheim G.____, Hallenbad, Schulen) werden besser erschlossen. Die geplante Strasse wird zusätzl ich den Zugang zur angrenzen- den Gärtnereizone wesentlich verbessern. Die zweite Anb indung an das Kantonsstrassennetz führt durch die bessere Verteilung des motorisierten Verkehrs zu einer Entlastung innerhalb des Quartiers und erhöht dadurch speziell im nördlichen Ra um der X.____gasse im Bereich des Knotens X.____gasse/Y.____strasse die Wohnqualität der Anwohner. Auch umweltrechtliche Gesichtspunkte sprechen für die Planung, da durch die Str asse unnötige Umwege wegfallen, wodurch die Luft- und Lärmbelastung reduziert wird. D ie für den Bau der Strasse vorgesehene Parzelle gehört des Weiteren bereits der Gemeinde. Jed e andere Lösung hätte Landabtretun- gen oder Enteignungen zur Folge. Es ergibt zudem Sinn, die Strasse an den Rand des Sied- lungsgebietes und nicht quer durch die Spezialzone Gärtnerei zu legen. Damit wird eine Zerstü- ckelung der Spezialzone verhindert. Schliesslich befindet sich bereits eine provisorische Stras- se auf der Parzelle, es muss keine bestehende anderweitige Nutzung aufgehoben werden. 6.5.5 Hält sich eine Erschliessungsplanung an den Richtp lan, wie dies vorliegend der Fall ist, so wird vermutet, dass sie einem sinnvollen Gesamtko nzept entspricht (Urteil des BGer 1A.197/2001 vom 18. April 2002 E. 4.4). Wie die vorstehenden Ausführungen aufgezeigt haben, existiert ein klar ausgewiesenes Bedürfnis der Gemeinde, im Rahmen der erwünschten Sied- lungsentwicklung eine zweite Quartierzufahrt zu realisieren. Diese entspricht einem gewichtigen öffentlichen Interesse der Gemeinde wie auch dem pri vaten Interesse vieler Quartierbewohner und führt zu einer wesentlichen Verbesserung der beste henden Erschliessungssituation. Das Vorhaben steht entgegen der Auffassung der Beschwerdeführerin auch nicht in einem unauflös- lichen Widerspruch zum Quartierplan X.____gasse, vielmehr sind beide Pläne Bestandteile eines längerfristigen raumplanerischen Gesamtkonzepts f ür das Quartier (vgl. Richtplan der Einwohnergemeinde B.____ vom 28. März 2012, Objektbl att V6). Es ist grundsätzlich nachvoll- ziehbar, dass die Beschwerdeführerin einen Verzicht auf de n Bau der Strasse vorzieht. Die Siedlungsentwicklung soll allerdings nach den Bedürfnisse n der Bevölkerung - und nicht allein nach den Interessen Einzelner - erfolgen (W ALDMANN /HÄNNI , a.a.O., Rz. 35 zu Art. 3 RPG). Die Beschwerdeführerin zeigt denn auch nicht substantiiert auf und es ist nicht ersichtlich, inwiefern ihre privaten Interessen die öffentlichen Interessen an der geplanten Strasse überwiegen. Wie die vorstehenden Erwägungen gezeigt haben, hält sich d ie zu erwartende Beeinträchtigung der Wohnqualität in ihrer Überbauung in einem klar übersch aubaren Rahmen. Ob das Grundstück wie geltend gemacht tatsächlich an Wert verliert, ist zu mindest fraglich, denn durch den zusätz- lichen Anschluss an die Z.____strasse verbessert sich die Erschl iessungssituation, was die Attraktivität des Grundstückes auch positiv beeinflusst. Ins gesamt sprechen keine überwiegen- den privaten oder raumplanerischen Interessen gegen die Erweiterung der X.____gasse. 7. Die Beschwerdeführerin kann auch aus Art. 25a RPG ni chts zu ihren Gunsten ablei- ten. Art. 25a RPG verlangt eine ausreichende Koordin ation der verschiedenen Behörden. Dies Seite 16 http://www.bl.ch/kantonsgericht gilt auch im Nutzungsplanverfahren (Abs. 4). Für Sonde rnutzungspläne wie den vorliegend an- gefochtenen Strassenlinienplan besteht ein materieller Koordinationsbedarf, indem raumplane- rische und umweltrechtliche Aspekte gemeinsam geprüft und widerstreitende Interessen um- fassend gegeneinander abgewogen werden müssen (W ALDMANN /H ÄNNI , a.a.O., Rz. 69 ff. zu Art. 25a RPG). Die Beschwerdeführerin erblickt eine Verletzung des Koordinationsgebots darin, dass die Zielsetzungen des vorbestehenden Quartierplans n icht mit dem Strassenlinienplan abgestimmt worden seien. Eine der Zielsetzungen des Qua rtierplans X.____gasse war die Siedlungsverdichtung (vgl. Begleitbericht zur Quartierpla nung "X.____gasse" vom 29. Oktober 2009, S. 11). Zwischen Quartierplan und Strassenlinienp lan besteht demnach kein Zielkonflikt. Die Beschwerdeführerin zeigt auch nicht substantiiert auf, inwiefern eine verfahrensrechtliche oder materielle Koordination geboten gewesen wäre. Eine allgemeine Koordinationspflicht in zeitlicher Hinsicht, indem mit der Revision eines Nutzungsp lans sämtliche rechtskräftigen (Son- der-)Nutzungspläne benachbarter Flächen ebenfalls zu überarbeiten wären, existiert grundsätz- lich nicht. Im Kern erschöpft sich die Rüge der Beschwerd eführerin darin, die vom Gericht vor- gehend geprüften und verworfenen Argumente zu wiederholen. Entgegen ihrer Ansicht wird der rechtskräftige Quartierplan X.____gasse durch den Strassenlinienplan nicht geändert oder spe- ziell tangiert. Es mag sein, dass im Rahmen des Quartier plans die Lage der Wohnhäuser nach Süden hin geplant wurde. Dies kann aber nicht dazu fü hren, dass dadurch eine spätere Nut- zung oder Nutzungsänderung einer ausserhalb des Quartie rplanes liegenden Parzelle ausge- schlossen wird, soweit diese neue Nutzung (Strasse) nic ht gegen raumplanungsrechtliche oder umweltrechtliche Normen verstösst. Dies ist aber vorliegend, wie gesehen, nicht der Fall. Durch den Strassenlinienplan wird die Zielsetzung des Quarti erplanes, insbesondere verdichtetes, nach innen gerichtetes Bauen und die Vermeidung von Lärmbelastungen (aufgrund der Z.____- strasse), nicht beeinträchtigt. 8.1 Die Beschwerdeführerin rügt zusätzlich, die Strasse sei zonenwidrig, weil die Stras- senparzelle der Spezialzone Gärtnerei und damit dem Ni chtbaugebiet zugewiesen sei. Die Ab- grenzung zum Baugebiet ergebe sich aus dem Zonenplan Si edlung. Dieser stelle das Bauge- biet dar, der Zonenplan Landschaft das Nichtbaugebiet. Mit der Spezialzone Gärtnerei werde somit lediglich eine Spezialzone im Landwirtschaftsgebi et geschaffen, die noch dazu effektiv auch Landwirtschaftscharakter aufweise. Kommunale Ersch liessungsstrassen ausserhalb des Baugebietes zur Erschliessung von Wohngebiet seien unzulässig. Die Gemeinde vermöge wei- ter nicht zu belegen, dass das Gebiet auf eine zusätzliche Erschliessungsstrasse angewiesen sei. Die Strasse sei daher nicht standortgebunden und n ach Art. 24 RPG nicht bewilligungsfä- hig. 8.2 Die Vorinstanz hat diesbezüglich erwogen, bei der Spezialzone Gärtnerei handle es sich nicht um eine Landwirtschaftszone, sondern um eine N utzungszone für gewerblich- industrielle Landwirtschaft, welche mit einer Gewerbez one vergleichbar sei. Art. 16a und 24 RPG, welche Landwirtschaftszonen beträfen, seien daher n icht anwendbar. Im Übrigen ent- spreche der Strassenlinienplan der Mutation des Strassenn etzplanes und dem kommunalen Richtplan. In ihrer Vernehmlassung führt die Vorinstanz präzisierend aus, dass sich die Parzelle Nr. 95 zwar im Perimeter des Zonenplans Landschaft befi nde, dieser Umstand alleine das Ge- biet jedoch noch nicht als Landwirtschaftszone qualifiziere. Entscheidend sei vielmehr, ob in der Seite 17 http://www.bl.ch/kantonsgericht definierten Zone gemäss Zonenreglement gebaut werden dürfe oder nicht. Es handle sich vor- liegend gemäss Zonenreglement Landschaft um eine Spezia lzone Gärtnerei, in der diverse Bauten zulässig seien. Damit sei sie durchaus mit einer Gew erbezone vergleichbar und als Bauzone zu qualifizieren. Aufgrund der zonenreglement arisch vorgesehenen Zulässigkeit be- stimmter Bauten und Nutzungen sei das Landstück als Bauzone zu qualifizieren, weshalb auch keine Ausnahmebewilligung nach Art. 24 RPG erforderli ch sei. Es gehe hier auch nicht um die Frage, ob eine Erschliessungsstrasse ausserhalb der Bauzone n zulässig sei. Es handle sich vorliegend um eine Sammelstrasse in einem Gebiet, in d em gemäss geltender Nutzungspla- nung gebaut werden könne. Die Gemeinde schliesst sich dieser Argumentation an. 8.3 Die Parzelle Nr. 95 grenzt im Norden an den Zonen plan Siedlung, liegt aber im Pe- rimeter des Zonenplans Landschaft. Gemäss Ziff. II.1 des Zonenreglements Landschaft ist der Gemeindebann ausserhalb des Baugebietes unterteilt in d ie Grundelemente Landwirtschafts- gebiet, Forstwirtschaftsgebiet und in Nutzungszonen mit besonderen Zweckbestimmungen. Das Zonenreglement Landschaft geht damit grundsätzlich davon aus, dass es sich beim von ihm umfassten Gebiet um Nichtbaugebiet handelt. Allerding s kennt auch das Zonenreglement Landschaft Nutzungszonen, in denen nicht landwirtschaftl iche Nutzungen erlaubt sind und in denen unter bestimmten Voraussetzungen gebaut werden darf. Die Tatsache, dass die Stras- senparzelle vorliegend vom Zonenplan Landschaft erfasst wird, qualifiziert das Land daher noch nicht zwangsläufig als Landwirtschaftsgebiet. 8.4 Wie die Vorinstanz zutreffend vorbringt, ist für die planungsrechtliche Qualifikation einer Zone deren inhaltliche Ausgestaltung entscheidend . Die vorliegend betroffene Parzelle liegt in einer Spezialzone für Gärtnereien gemäss Erg änzungsbestimmung (EB) 4 des Zonen- reglements Landschaft. Nach EB 4 Ziff. 1 sind der Spezialzone nicht entsprechende Bauten und Einrichtungen nicht zulässig. In der Zone "C.____" sind betriebsnotwendige Bauten wie Ge- wächs-, Lager- und Wohnhäuser als Gebäudegruppe zusamme nzufassen (EB 4 Ziff. 2). Aus der Aufzählung zulässiger Bauten lässt sich erkennen, da ss die Zone Nutzungen zulässt, wel- che den Rahmen dessen sprengen, was in Intensivlandwirtschaftszonen bundesrechtlich zuläs- sig ist. So erklärt EB 4 Ziff. 2 allgemein Bauten für Gärtnerei- und Gartenbaubetriebe für zuläs- sig. Art. 16 Abs. 1 lit. a RPG enthält für Intensivland wirtschaftszonen indessen eine Einschrän- kung auf den produzierenden Gartenbau, der im Sähen u nd Grossziehen von Pflanzen besteht und der eine der landwirtschaftlichen Bewirtschaftung v ergleichbare Nutzung darstellt (vgl. WALDMANN /HÄNNI , a.a.O., Rz. 13 zu Art. 16 RPG; A LEXANDER RUCH , in: Aemisegger et al. [Hrsg.], a.a.O., Rz. 29 zu Art. 16 RPG; Bundesamt für Raumentwicklung, Neues Raumpla- nungsrecht: Erläuterungen zur Raumplanungsverordnung un d Empfehlungen für den Vollzug, Bern 2001, S. 29). EB 4 Ziff. 2 des Zonenreglements lässt sodann unbeschränkt den Handel und die Lagerung von Gärtnereierzeugnissen zu, ohne dass die für derartige Nutzungen in Art. 34 Abs. 2 RPV vorgesehenen Schranken respektiert w erden. Es wäre danach sogar zuläs- sig, vom produzierenden Gartenbau gänzlich abzusehen und beispielsweise ausschliesslich von Drittbetrieben produzierte Gärtnereierzeugnisse zu la gern oder zu verkaufen. Auch hin- sichtlich der Wohnnutzung entspricht die Bestimmung nicht den vom Bundesrecht für Intensiv- landwirtschaftszonen gezogenen Grenzen. Gemäss Art. 34 A bs. 3 RPV sind (vom Wohnbedarf der abtretenden Generation abgesehen) Bauten für de n Wohnbedarf nur insofern zulässig, als Seite 18 http://www.bl.ch/kantonsgericht dieser für das entsprechende landwirtschaftliche Gewerbe unentbehrlich ist. Davon abweichend sieht EB 4 Ziff. 2 die Zulässigkeit der Errichtung von Wo hnbauten unabhängig davon vor, ob diese für den produzierenden Gartenbau unentbehrlich si nd oder dazu überhaupt ein Bezug besteht. Derartig ausgestaltete Gärtnereizonen sind na ch der bundesgerichtlichen Rechtspre- chung als Bauzonen zu qualifizieren (vgl. Urteil des BGer 1C_774/2013 vom 16. Juli 2014 E. 4). 8.5 Die geplante Sammelstrasse bezweckt nicht in erster Li nie die Erschliessung der Gärtnerei, sondern die bessere Erschliessung des Wohnquart iers. Die Strasse entspricht daher tatsächlich nicht primär dem Zweck der Spezialzone Gärtn erei. Allerdings wird durch die stritti- gen Strassenpläne (Strassennetzplan und Strassenlinienp lan) der bisherige Zweck (Gärtnerei) auf der Parzelle Nr. 95 gerade angepasst. Der von ein em Strassenplan erfasste Boden erhält eine besondere Zweckbestimmung, die sich von derjenigen des von der Strasse durchquerten Bodens unterscheidet. Mit dem Bau der Strasse wird diese r Sondernutzungsplan verwirklicht (vgl. BGE 117 Ib 35 E. 2; BGE 112 Ib 409 E. 1b). Da die im vorliegenden Fall geplante Strasse in einer vorbestehenden Bauzone zu liegen kommt und der Zonenzweck auf der Parzelle Nr. 95 mittels Sondernutzungsplan in zulässiger Weise angepasst w ird, entspricht die geplante Sam- melstrasse dem Zweck der Sondernutzungszone und ist damit zonenkonform, ohne dass zu- sätzliche Bewilligungen nötig wären. Die von der Beschwer deführerin herangezogenen Bun- desgerichtsentscheide BGE 112 Ib 170 sowie BGE 118 Ib 497 sind, wie die Vorinstanz zu Recht einwirft, vorliegend nicht einschlägig, weil die dort angefochtenen Strassenprojekte im Rahmen eines Baubewilligungsverfahrens - ohne Grundlage in einem Strassennetz- und Stras- senlinienplan - geplant wurden und zudem in einer Zone ausserhalb des Baugebietes lagen. 9. Soweit sich die Beschwerdeführerin schliesslich auf das Prinzip des Vertrauens- schutzes beruft und vorbringt, sie habe bei ihrer eigene n Projektplanung nicht damit rechnen müssen, dass südlich ihres Grundstückes eine Erschliessungsstrasse e rstellt werden würde, kann ihr wiederum nicht gefolgt werden. Raumpläne, na mentlich auch Nutzungspläne, können aus zureichenden Gründen grundsätzlich jederzeit geänder t werden. Der Grundeigentümer hat unter Vertrauensschutzgesichtspunkten keinen Anspruch darau f, dass die bisher für sein eige- nes oder für ein Nachbargrundstück geltenden Nutzungsmögl ichkeiten, insbesondere die (Nicht-)Überbaubarkeit, unverändert bestehen bleiben (vg l. U LRICH HÄFELIN /GEORG MÜLLER / FELIX UHLMANN , Allgemeines Verwaltungsrecht, 7. Aufl., Zürich 2016, Rz. 646). Vorliegend hat die Beschwerdeführerin im Jahr 1972 der Gemeinde Lan d zwecks Realisierung der damals ge- planten X.____mattstrasse abgetreten. Die Strasse wur de jedoch nie gebaut und schliesslich 2006 aus dem Strassennetzplan gestrichen. Der Beschwerdef ührerin ist daher insoweit Recht zu geben, als dass im Zeitpunkt der Erarbeitung des Quar tierplanes (2009-2011) nicht mehr unmittelbar mit dem Bau dieser Strasse gerechnet werd en musste. Am 28. März 2012 wurde jedoch der kommunale Richtplan geändert. Dieser sieht die Verbindungsstrasse nun erneut vor. Konkret wird darin ausgeführt, dass mit der Umsetzung des Quartierplans X.____gasse ein An- schluss an das Kantonsstrassennetz (Z.____strasse) erstellt wer den soll (vgl. Objektblatt V6). Das Baugesuch wurde rund ein halbes Jahr später eingere icht und erst am 29. April 2013 be- willigt. Spätestens im Rahmen des Baubewilligungsverfah rens musste also mit der Erstellung der Strasse gerechnet werden. Auch wenn der Quartierplan die Strasse noch nicht miteinbezog, so hätte sie im Rahmen des konkreten Bauprojekts berücksichtigt werden können. Dies ist denn Seite 19 http://www.bl.ch/kantonsgericht auch geschehen: Wie die Akten zeigen, rechnete die Be schwerdeführerin bereits im Jahr 2011 damit, dass an ihrer Grundstücksgrenze eine Strasse gebaut werden könnte. Die H.____ AG, welche im Auftrag der Beschwerdeführerin deren Immobi lienportfolio verwaltet, führt in ihrer Projektstudie dazu aus: "Diese Verbindung [X.____mat tstrasse] ist gegenwärtig nicht mehr im Strassennetzplan enthalten, dennoch besteht durchaus die Möglichkeit, dass bei einer späteren Erweiterung des Siedlungsgebietes die Erstellung der X. ____mattstrasse wieder in Betracht gezogen werden kann. Bei der Gestaltung der Bauten ist demzufolge dieser Situation Rech- nung zu tragen" (Studienprogramm vom 18. Mai 2011, S. 12). Entgegen ihrer Behauptung hat die Beschwerdeführerin demnach bei der Planung ihrer Bauten gerade nicht darauf vertraut, dass inskünftig keine Verbindungsstrasse zur Z.____strasse gebaut werden würde. 10. Zusammenfassend erweisen sich die Rügen der Beschwerde führerin als unbegrün- det und der Strassenlinienplan als rechtmässig. Die Beschwerde ist daher, soweit darauf einge- treten werden kann, abzuweisen. 11. Es bleibt über die Kosten zu befinden. Gemäss § 20 Abs. 1 VPO ist das Verfahren vor Kantonsgericht kostenpflichtig. Die Verfahrenskosten u mfassen die Gerichtsgebühren und die Beweiskosten und werden in der Regel in angemessenem Ausmass der ganz oder teilweise unterliegenden Partei auferlegt (§ 20 Abs. 3 VPO). Ausgangsgemäss sind die Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 2'200.-- der unterliegenden Beschw erdeführerin aufzuerlegen und mit dem geleisteten Kostenvorschuss in gleicher Höhe zu verrechnen. Die ausserordentlichen Kosten sind wettzuschlagen (§ 21 Abs. 1 VPO). Seite 20 http://www.bl.ch/kantonsgericht Demgemäss wird e r k a n n t : ://: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird. 2. Die Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 2'200.-- werden der Be- schwerdeführerin auferlegt und mit dem geleisteten Kost envorschuss in der Höhe von Fr. 2'200.-- verrechnet. 3. Die Parteikosten werden wettgeschlagen. Präsidentin Gerichtsschreiber