A bteilung III C -2544/2006 {T 0 /2 } U rteil vom 9. Juli 2007 M itw irkung: M ichael Peterli, vorsitzender R ichter Stefan M esm er, R ichter, Franziska Schneider, R ichterin, G erichtsschreiberin G ross R ._______, Kolum bien, Beschw erdeführer, vertreten durch H errn D r. iur. Thom as W illi, Sonnenplatz 1, Postfach, 6020 Em m enbrücke 2, gegen Eidgenössische Invalidenversicherung (IV), IV-Stelle für Versicherte im A usland, Postfach 3100, 1211 G enf 2, Vorinstanz, betreffend Invalidenrente B u n d e s v e rw a ltu n g s g e ric h t T rib u n a l a d m in is tra tif fé d é ra l T rib u n a le a m m in is tra tiv o fe d e ra le T rib u n a l a d m in is tra tiv fe d e ra l2 Sachverhalt: A. D er im Jahr 1948 geborene, in zw eiter Ehe verheiratete Schw eizer Bürger R ._______, der bis 2001 in der Schw eiz als M echaniker angestellt w ar, hat sich am 14. Februar 2002 bei der IV-Stelle Luzern zum Bezug von Leistun- gen aus der schw eizerischen Invalidenversicherung angem eldet. Im ent- sprechenden Form ular gab er an, 1998 bei einem Sturz von einer Leiter ei- nen Sehnenriss im linken Schultergelenk erlitten zu haben und seither be- hindert zu sein. Im N ovem ber 2003 zog R ._______ nach Kolum bien um . B. M it zw ei Verfügungen vom 25. Juni 2004 hatte die IV-Stelle für Versicherte im Ausland (nachfolgend: IV-Stelle) R ._______ eine ordentliche ganze In- validenrente für die Zeit vom 1. D ezem ber 2001 bis zum 31. D ezem ber 2003 sow ie eine D reiviertelsrente m it W irkung ab dem 1. Januar 2004 zu- gesprochen. D er zw ischen dem 1. D ezem ber 2001 und dem 31. D ezem ber 2003 ge- w ährten ganzen Invalidenrente lag nam entlich die von Prof. D r. m ed. S._______ in dem zu H anden der U nfallversicherung M ._______ verfass- ten G utachten vom 20. Juni 2003 vertretene Auffassung zugrunde, dass R ._______ seit Ende 2000 (Beginn der einjährigen W artezeit) nahezu voll- ständig arbeitsunfähig sei. Folglich gew ährte ihm die IV-Stelle nach Ablauf der W artezeit bei einem Invaliditätsgrad von 100% eine ganze Invaliden- rente. D ie per 1. Januar 2004 verfügte D reiviertelsrente basierte auf der Abklä- rung durch die Berufliche Abklärungsstelle (BEFAS) in H ._______ vom Septem ber 2003, w onach R ._______ die Ausübung leichter Tätigkeiten im U m fang von 70% zum utbar sei. D ie IV-Stelle verfügte som it nach Ablauf einer dreim onatigen W artefrist eine D reiviertelsrente bei einem Invaliditäts- grad von 61% . C . Am 27. August 2004 erhob R ._______ gegen die Verfügung vom 25. Juni 2004, m it der ihm ab dem 1. Januar 2004 eine D reiviertelsrente gew ährt w urde, Einsprache. Er beantragte die Aufhebung der Verfügung und ver- langte w eiterhin die G ew ährung einer ganzen Invalidenrente. D . M it Einspracheverfügung vom 10. Juni 2005 hat die IV-Stelle m it Verw eis auf die Stellungnahm e der IV-Stelle Luzern die Einsprache abgew iesen und die angefochtene Verfügung bestätigt. D ie BEFAS sei anlässlich ihrer Abklärung zum Schluss gekom m en, dass R ._______ w ährend täglich 6-7 Stunden eine körperlich leichte, w echselnd belastende Tätigkeit ausüben könne, die vorw iegend auf Tischhöhe zu erbringen sei. Verm ieden w erden m üssten w iederholte, kraftvolle Einsätze sow ie schlagende, häm m ernde und vibrierende Bew egungen m it Einfluss auf die oberen Extrem itäten. N ach einer Einarbeitungszeit von 3 M onaten betrage die G esam tleistung bei angepassten Tätigkeiten m it geringer Belastung der oberen Extrem itä- ten 70% , bei leicht stärkerer Belastung 50% . 3 E. M it Eingabe vom 12. Juli 2005 erhebt R ._______ (im Folgenden: der Be- schw erdeführer) Beschw erde bei der Eidgenössischen R ekurskom m ission AH V/IV für die im Ausland w ohnenden Personen. Er beantragt die Aufhe- bung der Einspracheverfügung vom 10. Juni 2005 und die Zusprache einer ganzen Invalidenrente über den 1. Januar 2004 hinaus. Als Bew eise seien ärztliche Berichte bei Prof. D r. m ed. E._______ in L._______ sow ie bei D r. m ed. F._______ in E._______ einzuholen, die sich nam entlich über die Ar- beitsfähigkeit seit N ovem ber 2003 aussprächen. Eventualiter sei er um fas- send ärztlich zu begutachten. Zur Begründung gibt er an, er sei – w egen seines am 19. Septem ber 1998 erlittenen Arbeitsunfalles, bei dem er sich am linken Arm , Ellbogen und Schulter verletzt habe – seit D ezem ber 2000 zu 100% arbeitsunfähig. Zu- dem beeinträchtigten zahlreiche unfallfrem de Faktoren seine Arbeitsfähig- keit: Bereits vor ca. 40 Jahren seien ihm die Endglieder von Zeige- und M ittelfinger am putiert w orden. Er leide schon seit Jahrzehnten an G icht und arterieller H ypertonie, unter anderem verursacht durch Ü bergew icht. Aktuell hätten sich zudem auch die unfallbedingten Schm erzen an der Schulter verstärkt und beeinträchtigten seine Lebensqualität stark. Zudem leide er unter starken R ückenschm erzen und m üsse in Kürze beide H üften operieren lassen. D er Beschw erdeführer rügt, dass die Einspracheverfü- gung einzig auf dem Abklärungsbericht der BEFAS basiere, deren Schlussfolgerungen im W iderspruch zu den aktenkundigen ärztlichen Be- richten nam entlich von Prof. D r. m ed. S._______ und Prof. D r. m ed. E._______ stünden. Ü berdies habe die Abklärung bei der BEFAS nur un- ter grossen Schm erzen durchgeführt w erden können und habe deshalb – trotz starker M edikam entation – vorzeitig abgebrochen w erden m üssen. Seit dem letzten Arztbericht von Prof. D r. m ed. S._______ vom 20. Juni 2003 habe sich sein G esundheitszustand noch w eiter verschlechtert, dies sei allerdings trotz entsprechender ärztlicher Konsultationen nicht schrift- lich dokum entiert. F. M it Vernehm lassung vom 26. Septem ber 2005 beantragt die IV-Stelle m it Verw eis auf die entsprechende Stellungnahm e der IV-Stelle Luzern vom 9. August 2005 die Abw eisung der Beschw erde und die Aufrechterhaltung der angefochtenen Einspracheverfügung. G . D er Beschw erdeführer verzichtet auf eine R eplik. H . Am 12. M ärz 2007 gibt das Bundesverw altungsgericht den Parteien den Spruchkörper bekannt. Es sind keine Ausstandsbegehren eingegangen. 4 D as B undesverw altungsgericht zieht in Erw ägung: 1. 1.1 D as Bundesverw altungsgericht übernim m t, sofern es zuständig ist, die Be- urteilung der am 1. Januar 2007 bei den Eidgenössischen R ekurs- oder Schiedskom m issionen oder bei den Beschw erdediensten der D epartem en- te hängigen R echtsm ittel. D ie Beurteilung erfolgt gem äss Art. 53 Abs. 2 des Bundesgesetzes über das Bundesverw altungsgericht vom 17. Juni 2005 (VG G , SR 173.32) nach neuem Verfahrensrecht. 1.2 G em äss Art. 31 VG G in Verbindung m it Art. 33 Bst. d VG G und Art. 69 Abs. 1 Bst. b des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung vom 19. Juni 1959 (IVG , SR 831.20) beurteilt das Bundesverw altungsgericht Beschw erden von Personen im Ausland gegen Verfügungen der schw eize- rischen IV-Stelle für Versicherte im Ausland. Eine Ausnahm e im Sinne von Art. 32 VG G liegt nicht vor. 1.3 Aufgrund von Art. 3 Bst. dbis des Bundesgesetzes vom 20. D ezem ber 1968 über das Verw altungsverfahren (Vw VG , SR 172.021) findet das Vw VG kei- ne Anw endung in Sozialversicherungssachen, sow eit das Bundesgesetz vom 6. O ktober 2000 über den Allgem einen Teil des Sozialversicherungs- rechts (ATSG , SR 830.1) anw endbar ist. G em äss Art. 1 Abs. 1 IVG sind die Bestim m ungen des ATSG auf die Invalidenversicherung (Art. 1a-26bis und 28-70) anw endbar, sow eit das IVG nicht ausdrücklich eine Abw ei- chung vom ATSG vorsieht. 1.4 D er Beschw erdeführer ist im Sinne von Art. 59 ATSG beschw erdelegiti- m iert. 1.5 D a die Beschw erde im Ü brigen frist- und form gerecht (Art. 60 ATSG und Art. 52 Vw VG ) eingereicht w urde, ist darauf einzutreten. 2. D er Beschw erdeführer verlangt m it seiner Beschw erde vom 12. Juli 2005 die Ausrichtung einer ganzen Invalidenrente über den 1. Januar 2004 hi- naus, das heisst die Erhöhung der ihm m it der Einspracheverfügung vom 10. Juni 2005 m it W irkung ab dem 1. Januar 2004 zugesprochenen D rei- viertelsrente auf eine ganze R ente. 3. W ird w ie im vorliegenden Fall eine befristete (ganze) Invalidenrente ver- fügt und – m it einer gleichentags erlassenen zw eiten Verfügung – diese R ente unm ittelbar ab dem Ende der Befristung durch eine D reiviertelsrente ersetzt ("abgestufte R ente"), so stellt die in casu angefochtene, einen logi- schen Augenblick nach der R entenzusprechung erlassene zw eite Verfü- gung m ateriell eine R entenrevisionsverfügung dar, auf die folglich die ent- sprechenden Bestim m ungen anw endbar sind. Einer solchen abgestuften R ente m üssen deshalb nach der R echtsprechung und Lehre R evisions- gründe unterlegt sein (hierzu: BG E 109 V 125, 125 V 418 E. 2d; U R S 5 M Ü LLE R , D ie m ateriellen Voraussetzungen der R entenrevision in der Invali- denversicherung, Freiburg 2003, S. 207 f.). 3.1 G em äss Art. 17 ATSG w ird eine R ente von Am tes w egen oder auf G esuch hin für die Zukunft entsprechend erhöht, herabgesetzt oder aufgehoben, w enn sich der Invaliditätsgrad eines R entenbezügers erheblich verändert hat. Eine Änderung des Invaliditätsgrades w ird nam entlich durch eine w e- sentliche Veränderung des G esundheitszustands im pliziert. D agegen ist die unterschiedliche Beurteilung eines im W esentlichen unverändert ge- bliebenen Sachverhalts kein R evisionsgrund; unterschiedliche Beurteilun- gen sind revisionsrechtlich nur dann beachtlich, w enn sie Ausdruck von Änderungen der tatsächlichen Verhältnisse sind (BG E 117 V 199 E. 3b, 112 V 390 E. 1b, 372 E. 2b; ZAK 1987 S. 36 ff.). 3.2 G em äss dem seit dem 1. Januar 2004 in Kraft stehenden Art. 28 Abs. 1 IVG besteht bei einem Invaliditätsgrad von 70% ein Anspruch auf eine ganze R ente, auf eine D reiviertelsrente bei einem G rad der Invalidität von 60% , auf eine halbe R ente bei einem solchen von 50% und auf eine Vier- telsrente bei einem Invaliditätsgrad von 40% . 3.3 O b eine rentenrelevante Änderung des Invaliditätsgrades eingetreten ist, beurteilt sich durch Vergleich des Sachverhaltes im zeitlichen G eltungsbe- reich der ursprünglichen R entenverfügung m it dem jenigen der streitigen Verfügung (BG E 125 V 369 E. 2; explizit betreffend abgestufte R enten BG E 125 V 418 E. 2d). N ach Art. 88a Abs. 1 der Verordnung vom 17. Januar 1961 über die Invali- denversicherung (IVV, SR 831.201) ist die anspruchsbeeinflussende Ände- rung von dem Zeitpunkt an zu berücksichtigen, in dem angenom m en w er- den kann, dass sie voraussichtlich längere Zeit dauern w ird. Sie ist in je- dem Fall zu berücksichtigen, nachdem sie ohne w esentlichen U nterbruch drei M onate gedauert hat und voraussichtlich w eiterhin andauern w ird (Art. 88a Abs. 1 Satz 2 IVV). G em äss Art. 88bis Abs. 2 Bst. a IVV erfolgt die H erabsetzung einer R ente in jedem Fall frühestens vom ersten Tag des zw eiten M onats an, w elcher der Zustellung der H erabsetzungsverfügung folgt. 3.4 Vorliegend ist folglich vom Bundesverw altungsgericht zu prüfen, ob sich der gesundheitliche Zustand des Beschw erdeführers (für Veränderungen anderer relevanter Sachverhaltselem ente bestehen in casu keine Anhalts- punkte) im fraglichen Zeitfenster verändert hat. D abei bildet der Sachverhalt, w ie er sich am 1. D ezem ber 2001 präsentiert hat, den zeitlichen Ausgangspunkt, w urde doch dem Beschw erdeführer m it der ursprünglichen R entenverfügung vom 25. Juni 2004 ab diesem Stich- tag eine ganze R ente gew ährt. D iese Ausgangslage ist dem Zeitfenster vom 1. Januar 2004, als dem Beschw erdeführer eine D reiviertelsrente ge- w ährt w urde, bis zur Bestätigung dieser R ente m it Einspracheverfügung am 10. Juni 2005 gegenüberzustellen. 6 4. 4.1 D ie m it der ersten Verfügung vom 25. Juni 2004 erfolgte Zusprechung ei- ner ganzen Invalidenrente für den Zeitraum vom 1. D ezem ber 2001 bis zum 31. D ezem ber 2003 basierte hauptsächlich auf dem Bericht des C hir- urgen Prof. D r. m ed. S._______ vom 20. Juni 2003. Prof. D r. m ed. S._______ hatte – in Kenntnis der Vorakten und nam entlich in Kenntnis des G utachtens von Prof. D r. m ed. E._______ vom 12. M ai 2003 – beim Beschw erdeführer folgende D iagnosen m it Ausw irkungen auf die Arbeitsfähigkeit gestellt: Schw ere Periarthropathia hum ero-scapularis links m it hochgradiger Schultersteife und Im pingem ent nach Kontusion der Schulter und R uptur der Supraspinatussehne (U nfall vom 19. Septem ber 1998) und nach Zustand nach R efixation der Supraspinatussene und Acrom ioplastik (18. Januar 2001) und nach nochm aliger subacrom ialer D e- kom pression und Zuggurtung eines instabilen O s acrom iale (9. Januar 2002); Zustand nach Endgliedam putation von Zeige- und M ittelfinger rechts (vor ca. 40 Jahren); Lum bo-vertebrales Schm erzsyndrom . Als D iag- nosen ohne Ausw irkung auf die Arbeitsfähigkeit w urden festgehalten: Sta- tus nach Bursectom ie am linken Ellbogen w egen R issquetschw unde m it Bursaeröffnung (19. Septem ber 1998); O steochondrose und Spondylose der m ittleren H alsw irbelsäule; M orbide Adipositas (BM I 38,4 kg/m 2); Arte- rielle H ypertonie; G icht m it rezidivierenden Anfällen und H yperuricaem ie. Aufgrund dieser D iagnosen sei der Beschw erdeführer voraussichtlich dauernd zu 100% arbeitsunfähig. W egen des Zustandes nach Endgliedam - putation von Zeige- und M ittelfinger sei auch seine ursprünglich dom inante rechte H and für handw erkliche Tätigkeiten kaum geeignet, und eine Büro- tätigkeit kom m e für ihn nicht in Frage. Am ehesten w äre noch an die Tele- fonbedienung zu denken, doch lasse sich eine solche Stelle w ohl kaum fin- den. Im entsprechenden Form ular gab Prof. D r. m ed. S._______ an, dass dem Beschw erdeführer w eder seine bisherige Tätigkeit als M echaniker noch irgendw elche anderen Tätigkeiten zum utbar seien. 4.2 Zw ischen dem 8. und dem 30. Septem ber 2003 w eilte der Beschw erdefüh- rer schliesslich zur Abklärung in der BEFAS in H ._______, deren Ergeb- nisse der ab dem 1. Januar 2004 gew ährten D reiviertelsrente zugrundege- legt w urden: Betreffend die m edizinische Situation stützten sich die Fachleute der BEFAS (unter Einbezug von D r. m ed. T._______) w eitestgehend auf die G utachten von Prof. D r. m ed. S._______ vom 20. Juni 2003 und von Prof. D r. m ed. E._______, FM H für Physikalische M edizin und R ehabilitation, vom 12. M ai 2003. Es finden sich im Bericht der BEFAS keine H inw eise auf Veränderungen im Vergleich zum aktenkundigen G esundheitszustand. D ie Fachleute der BEFAS äusserten sich lediglich zu den Ausw irkungen dieser (aktenkundigen) gesundheitlichen Beschw erden auf die Arbeitsfä- higkeit. Sie befanden, dass dem Beschw erdeführer die Ausübung einer körperlich leichten, w echselnd belastenden Tätigkeit, die vorw iegend auf Tischhöhe zu erbringen w äre, keine repetitiven, kraftvollen Einsätze der oberen Extrem itäten erfordert und keine schlagenden, häm m ernden und 7 vibrierenden Bew egungen oder Einflüsse beinhaltet, w ährend täglich 6-7 Stunden zum utbar sei. D ie zum utbare G esam tleistung (nach einer dreim o- natigen Einarbeitungszeit) schätzten sie bei angepasster Tätigkeit m it ge- ringer Belastung der oberen Extrem itäten auf 70% , bei stärkerer Belastung auf 50% . D iese Leistungsverm inderung sei auf ein durch die Behinderung reduziertes Arbeitstem po und auf die U nfähigkeit für Feinarbeit zurückzu- führen. Als m ögliche Einsatzgebiete erachteten sie einfache M ess- und Kontrollarbeiten im m echanischen Bereich, die Kontrolle von G as- und W asserm essgeräten oder die Program m ierung und Bedienung von Schw eissrobotern, bei w elchen die einzelnen Schw eisspunkte angefahren und abgespeichert w erden. 4.3 D ie Einschätzung der Arbeitsfähigkeit durch die Fachleute der BEFAS ba- siert som it nicht auf einer Veränderung des Sachverhaltes im Vergleich zur prim ären Einschätzung, bei der eine vollständige Arbeitsunfähigkeit eruiert w orden w ar. Vielm ehr handelt es sich um eine unterschiedliche Beurtei- lung eines im W esentlichen unverändert gebliebenen Sachverhalts. W ie erw ähnt (vgl. E. 3.1 hiervor) stellt gem äss höchstrichterlicher R echt- sprechung eine unterschiedliche Einschätzung der Arbeitsfähigkeit keinen R evisionsgrund dar und rechtfertigt m ithin nicht die Kürzung der ursprüng- lich zugesprochenen ganzen Invalidenrente auf eine D reiviertelsrente. 5. Zu prüfen bleibt jedoch, ob die Verfügung vom 25. Juni 2004, m it der dem Beschw erdeführer eine ganze R ente gew ährt w urde, unter dem R echtstitel der W iedererw ägung auf eine D reiviertelsrente zu kürzen gew esen w äre. 5.1 Im R ahm en einer W iedererw ägung im Sinne von Art. 53 Abs. 2 und 3 ATSG kann der Sozialversicherungsträger eine Invalidenrente aufheben oder herabsetzen, w enn die form ell rechtskräftige Leistungszusprechung zw eifellos unrichtig w ar und ihre Berichtigung von erheblicher Bedeutung ist (siehe nur BG E 127 V 469 E. 2c m it H inw eisen). Zw ar kann die Verw al- tung vom G ericht nicht zu einer W iedererw ägung verhalten w erden (BG E 119 V 479 E. 1b/cc, 117 V 12 E. 2a). Allerdings kann das G ericht eine von der IV-Stelle zu U nrecht auf Art. 17 Abs. 1 ATSG gestützte R evisionsverfü- gung gegebenenfalls m it der substituierten Begründung schützen, dass die ursprüngliche R entenverfügung zw eifellos unrichtig und deren Berichti- gung von erheblicher Bedeutung ist (vgl. BG E 125 V 369 E. 2 m it H inw ei- sen). Betreffend das Kriterium der offensichtlichen U nrichtigkeit ist ein restrikti- ver M assstab anzusetzen, w enn der W iedererw ägungsgrund im Bereich der m ateriellen Anspruchsvoraussetzungen, nam entlich im Bereich der In- validität nach Art. 28 IVG , liegt. Es handelt sich doch hierbei um An- spruchsvoraussetzungen, deren Beurteilung in Bezug auf gew isse Schritte und Elem ente (z.B. Schätzungen, Bew eisw ürdigungen, Zum utbarkeitsfra- gen) notw endigerw eise Erm essenszüge aufw eist. Erscheint die Beurtei- lung der m ateriellen Anspruchsvoraussetzungen vor dem m assgeblichen H intergrund der Sach- und R echtslage, w ie sie sich im Zeitpunkt der 8 rechtskräftigen Leistungszusprechung darbot (BG E 125 V 389 E. 3 m it H inw eisen), als vertretbar, scheidet die Annahm e zw eifelloser U nrichtigkeit aus (R KU V 1998 N r. K 990 S. 251; AR V 1982 N r. 11 S. 74 f. E. 2c; ZAK 1980 S. 496, 1965 S. 60). 5.2 Vorliegend erscheint die m assgeblich auf dem G utachten von Prof. D r. m ed. S._______ basierende Einschätzung einer 100-prozentigen Arbeits- unfähigkeit insgesam t als äusserst grosszügig, w ie nam entlich eine G e- genüberstellung m it der Einschätzung der BEFAS sow ie von Prof. D r. m ed. E._______ vom 12. M ai 2003 ergibt, der im m erhin von einer R estarbeitsfä- higkeit von 30% für leichte handw erkliche Tätigkeiten ausgegangen w ar. D as erw ähnte G utachten von Prof. D r. m ed. S._______ ist jedoch für die streitigen Belange um fassend und w urde in Kenntnis der Vorakten abge- geben. Insbesondere konnte sich der G utachter auf ein um fassendes R öntgendossier stützen. D ie Schlussfolgerung, dass der Beschw erdefüh- rer aufgrund seiner Beschw erden zu 100% arbeitsunfähig sei, erscheint dem Bundesverw altungsgericht schliesslich insgesam t gerade noch als vertretbar. 6. D a der angefochtenen Einspracheverfügung vom 10. Juni 2005 kein R evi- sionsgrund zugrunde lag, und die zu U nrecht vorgenom m ene R evision auch nicht m it der substituierten Begründung einer W iedererw ägung ge- schützt w erden kann, ist die angefochtene Verfügung aufzuheben und die dagegen erhobene Beschw erde gutzuheissen. D em Beschw erdeführer ist über den 1. Januar 2004 eine ganze Invalidenrente zuzusprechen. 7. Es w erden keine Verfahrenskosten erhoben. D er anw altlich vertretene Beschw erdeführer hat gem äss Art. 64 Abs. 1 Vw VG in Verbindung m it Art. 7 ff. des R eglem ents über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverw altungsgericht vom 11. D ezem ber 2006 (VG KE, SR 173.320.2) Anspruch auf eine Parteientschädigung zu Lasten der Verw altung. D iese w ird auf Fr. 2'000.- (inklusive M w St.) festge- setzt. 9 D em nach erkennt das B undesverw altungsgericht: 1. D ie Beschw erde w ird gutgeheissen und die angefochtene Einsprachever- fügung vom 10. Juni 2005 aufgehoben. 2. D em Beschw erdeführer w ird über den 1. Januar 2004 hinaus eine ganze Invalidenrente zugesprochen. 3. Es w erden keine Verfahrenskosten erhoben. 4. D ie Vorinstanz hat dem Beschw erdeführer eine Parteientschädigung von Fr. 2'000.- zu bezahlen. 5. D ieses U rteil w ird eröffnet: – dem Beschw erdeführer (als G erichtsurkunde) – der Vorinstanz (als G erichtsurkunde) – dem Bundesam t für Sozialversicherungen (als G erichtsurkunde) D er vorsitzende R ichter: D ie G erichtsschreiberin: R echtsm ittelbelehrung G egen diesen Entscheid kann innerhalb von 30 Tagen nach Eröffnung beim Bundesge- richt, Sozialversicherungsrechtliche Abteilungen, Schw eizerhofquai 6, 6004 Luzern, Be- schw erde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten geführt w erden (Art. 82 ff., 90 ff. und 100 des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BG G , SR 173.110]). D ie R echts- schrift hat die Begehren, deren Begründung m it Angabe der Bew eism ittel und die U nter- schrift zu enthalten. D er angefochtene Entscheid und die Bew eism ittel sind, sow eit sie der Beschw erdeführer in H änden hat, beizulegen (vgl. Art. 42 BG G ). Versand am : 10