Obergericht des Kantons Zürich I. Zivilkammer Geschäfts-Nr.: RU170078-O/U Mitwirkend: Oberrichterin Dr. L. Hunziker Schnider, Vorsitzende, Oberrichter lic. iur. M. Spahn und Oberrichter Dr. M. Kriech sowie Gerichtsschreiber lic. iur. F. Rieke Urteil vom 22. Januar 2018 in Sachen A._____ GmbH, Klägerin und Beschwerdeführerin gegen B._____, Beklagte und Beschwerdegegnerin betreffend Forderung Beschwerde gegen eine Verfügung des Friedensrichteramtes der Stadt Zü- rich, Kreise 11 + 12, vom 30. Oktober 2017 (GV.2017.00422 / SB.2017.00415) - 2 - Erwägungen: 1. a) Am 29. August 2017 reichte die Klägerin beim Friedensrichteramt der Stadt Zürich, Kreise 11+12 (Vorinstanz), ein Schlichtungsgesuch für eine For- derungsklage über Fr. 1'944. -- ein (Urk. 1). Die Vorinstanz k onnte der Beklagten die Vorladung zur Schlichtungsverhandlung nicht zustellen (Urk. 2). Mit Verfügung vom 30. Oktober 2017 trat die Vorinstanz auf die Klage nicht ein, unter Kostenfol- gen zulasten der Klägerin (Urk. 3 = Urk. 5). b) Hiergegen hat die Klägeri n am 1. Dezember 2017 fristgerecht (Urk. 3) Beschwerde erhoben und stellt sinngemäss den Beschwerdeantrag (Urk. 4): Die angefochtene Verfügung sei aufzuheben und das Schlichtungsverfahren sei fortzusetzen. c) Die vorinstanzlichen Akten wurden beigezogen. Mit Verfügung vom 15. Dezember 2017 wurde der Klägerin Frist angesetzt, um eine korrekte Adres - se der Beklagten anzugeben oder nachzuweisen, dass sie diese trotz zumutbarer Anstrengungen nicht eruieren konnte (Urk. 6). Innert Frist h at die Klägerin darauf nicht reagiert. Da sich damit die Beschwerde sogleich als unbegründet erweist, kann auf prozessuale Weiterungen verzichtet werden (Art. 322 Abs. 1 ZPO). 2. a) Die Vorinstanz erwog, die Vorladung zur Schlichtungsverhan d- lung habe der Beklagten nicht zugestel lt werden können. Die Vorladung sei von der Post retourniert worden, weil die Beklagte an der von der Klägerin angegebe- nen Adresse nicht habe ermittelt werden können. E ine Anfrage bei der Einwoh- nerkontrolle C._____ habe ergeben, dass die Beklagte per 1. März 2010 nach Deutschland weggezogen sei (Urk. 5 S. 2). b) Mit der Beschwerde können unrichtige Rechtsanwendung und offen- sichtlich unrichtige Feststellung des Sachverhalts geltend gemacht werden (Art. 320 ZPO). Dabei bedeutet Geltendmachung, dass in der Bes chwerde konkret dargelegt werden muss, was genau am angefochtenen Entscheid unrichtig sein soll; was nicht in dieser Weise beanstandet wird, braucht von der Beschwerde- instanz nicht überprüft zu werden und hat insofern grundsätzlich Bestand. - 3 - c) Die Klägeri n macht in ihrer Beschwerde geltend, es sei ihr nicht be- wusst gewesen, dass die Adresse keine Gültigkeit mehr habe; selbstverständlich werde sie die richtige Adresse dem Friedensrichteramt nachliefern (Urk. 4). d) Dass die Klägerin die richtige Adresse nac hliefern werde, hat sie durch ihre Untätigkeit auf die Verfügung vom 15. Dezember 2017 (oben Erwägung 1.c) selbst widerlegt. Andere Beanstandungen enthält die Beschwerde nicht. Die B e- schwerde erweist sich damit als unbegründet und ist demgemäss abzuweisen. 3. a) Für das Beschwerdeverfahren beträgt der Streitwert Fr. 1'944. --. Die zweitinstanzliche Entscheidgebühr ist in Anwendung von § 3 Abs. 1 in Ver- bindung mit § 12 der Gerichtsgebührenverordnung auf Fr. 230.-- festzusetzen. b) Die Gerichtskosten des Besc hwerdeverfahrens sind ausgangsgemäss der Klägerin aufzuerlegen (Art. 106 Abs. 1 ZPO). c) Für das Beschwerdeverfahren sind keine Parteientschädigungen zuz u- sprechen (Art. 95 Abs. 3, Art. 106 Abs. 1 ZPO). Es wird erkannt: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 2. Die zweitinstanzliche Entscheidgebühr wird auf Fr. 230.-- festgesetzt. 3. Die Gerichtskosten des Beschwerdeverfahrens werden der Klägerin aufer- legt. 4. Für das Beschwerdeverfahren werden keine Parteientschädigungen zuge- sprochen. 5. Schriftliche Mitteilung an die Klägeri n und an die Vorinstanz, je gegen Em p- fangsschein. Die vorinstanzlichen Akten gehen nach unbenütztem Ablauf der Rechtsmi t- telfrist an die Vorinstanz zurück. - 4 - 6. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist innert 30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen B e- schwerde richten sich nach Art. 72 ff. (Beschwerde in Zivilsachen) oder Art. 113 ff. (subsidiäre Verfassungsbeschwerde) in Verbindung mit Art. 42 des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG). Dies ist ein Endentscheid im Sinne von Art. 90 BGG. Es handelt sich um eine verm ö- gensrechtliche Angelegenheit. Der Streitwert beträgt Fr. 1'944.--. Die Beschwerde an das Bundesgericht hat keine aufschiebende Wirkung. Hinsichtlich des Fristenlaufs gelten die Art. 44 ff. BGG. Zürich, 22. Januar 2018 Obergericht des Kantons Zürich I. Zivilkammer Die Vorsitzende: Dr. L. Hunziker Schnider Der Gerichtsschreiber: lic. iur. F. Rieke versandt am: mc