A bteilung II B -2174/2006 {T 0 /2 } U rteil vom 24. M ai 2007 M itw irkung: R ichterin M aria Am gw erd (vorsitzende R ichterin), R ichter Bernard M aitre (Abteilungspräsident), R ichterin Vera M arantelli; G erichtsschreiberin Barbara Aebi G ._______, Beschw erdeführer gegen B undesam t für B erufsbildung und Technologie (B B T), Effingerstrasse 27, 3003 Bern, Vorinstanz betreffend A nerkennung eines D iplom s. B u n d e s v e rw a ltu n g s g e ric h t T rib u n a l a d m in is tra tif fé d é ra l T rib u n a le a m m in is tra tiv o fe d e ra le T rib u n a l a d m in is tra tiv fe d e ra l2 Sachverhalt: A. G ._______, schw eizerischer Staatsangehöriger, stellte am 21. N ovem ber 2005 beim Bundesam t für Berufsbildung und Technologie (Bundesam t) das G esuch, sein M eistertitel im Augenoptikerhandw erk (ausgestellt am 7. Juni 2005 von der H andw erkskam m er Kassel) sei als gleichw ertig m it dem eidgenössischen D iplom als Augenoptiker anzuerkennen. D en G esuchs- beilagen ist zu entnehm en, dass G ._______ am Institut für Berufsbildung (IfB) in Karlsruhe, einer staatlich anerkannten privaten Fachschule für Au- genoptik und O ptom etrie, von Januar bis April 2005 die M eisterschule ab- solviert und am 7. Juni 2005 die M eisterprüfung im Augenoptikerhandw erk bestanden hatte. Zuvor hatte G ._______ von O ktober 2001 bis Septem ber 2003 am zw eijährigen Lehrgang der Schw eizerischen H öheren Fachschule für Augenoptik in O lten teilgenom m en. M it Verfügung vom 13. M ärz 2006 entschied das Bundesam t, die M eister- prüfung w erde der H öheren Fachprüfung gleichgestellt unter der Bedin- gung, dass G ._______ als Ausgleichsm assnahm e entw eder a. eine Eig- nungsprüfung im Fach Allgem eine O ptik & Instrum ente ablege oder b. ei- nen einjährigen Anpassungslehrgang in der Schw eiz unter der Anleitung eines diplom ierten Augenoptikers absolviere und das Fach Allgem eine O p- tik & Instrum ente an der H öheren Fachschule für Augenoptik in O lten be- suche. Zur Begründung hielt das Bundesam t fest, die Schw eiz habe m it dem Freizügigkeitsabkom m en das System der Europäischen U nion (EU ) zur gegenseitigen Anerkennung von D iplom en in ihren M itgliedstaaten an- genom m en und w ende zur Beurteilung der G leichw ertigkeit bei reglem en- tierten Berufen die europäischen R ichtlinien an. D iese R ichtlinien sähen vor, dass der Aufnahm estaat einem EU /EFTA-Bürger den Zugang zu sei- nem Arbeitsm arkt nicht verw eigern könne, w enn der G esuchsteller in sei- nem H eim atland für die Ausübung seines Berufes qualifiziert sei. Bestün- den indessen U nterschiede bezüglich der D auer und dem Inhalt der Aus- bildung, könne der Aufnahm estaat vom G esuchsteller Ausgleichsm assnah- m en verlangen. D ie Tätigkeit als Augenoptiker sei in der Schw eiz regle- m entiert. D ie Ausbildung zur Vorbereitung auf die H öhere Fachprüfung (H FP) zum diplom ierten Augenoptiker daure zw ei Jahre. In den w ichtigsten Fächern Augenoptik (Pathologie, Anatom ie, Physiologie, Pharm akologie), O ptik und Kontaktlinsenanpassung verm ittle die Schule über 1500 Lektio- nen. G esam thaft um fasse der Lehrplan der Schule 2750 Lektionen. Bei der H FP m it den Fallfächern Pathologie, R efraktionsbestim m ung, Kontaktlin- sen und Allgem eine O ptik dienten optom etrische/physikalische G rundlagen als Q ualifikationsbasis. In den handw erklichen M eisterprüfungen in D eutschland liege das Schw ergew icht bei der M eisterprüfungsarbeit und der Arbeitsprobe, die auch Teile der R efraktion und Kontaktlinsen-Abgabe beinhalte. D as im R ahm en der H FP geprüfte Fallfach Pathologie w erde bei der M eisterprüfung "nur" als Teilbereich im Fach Augenoptik geprüft. Im Vergleich zu den schw eizerischen Fallfächern Kontaktlinsen und R efrakti- onsbestim m ung fehlten in D eutschland w ichtige Teilbereiche w ie die äu-3 ssere und innere Inspektion des Auges, die ihrerseits fundierte Kenntnisse in Pathologie voraussetzten. D ie Pathologie und die Inspektion des Auges erlangten in der Schw eiz vor allem vor dem H intergrund der kantonalen Berufsausübungsvorschriften elem entare Bedeutung, sei doch der diplo- m ierte Augenoptiker verpflichtet, bei Erkennen oder Verdacht auf Augen- krankheiten einen Kunden dem Facharzt zuzuw eisen. D as schw eizerische Fallfach Allgem eine O ptik & Instrum ente w erde in D eutschland nur sehr ru- dim entär geprüft. D as schw eizerische R eglem ent betrachte dieses Fach als unabdingbares G rundlagenfach zum Verständnis der Berufsausübung und zur Lehrlingsinstruktion. Aus diesen G ründen seien die H öhere Fach- prüfung in der Schw eiz und die M eisterprüfung in D eutschland inhaltlich nicht vergleichbar und som it nicht gleichw ertig. N ach Auskunft der Europä- ischen Kom m ission könnten erfolgreich absolvierte Teilprüfungen im Auf- nahm estaat bei der Beurteilung berücksichtigt w erden. D a er an der H öhe- ren Fachprüfung 2003 das Fach Pathologie bestanden habe, m üsse er für dieses Fach keine Ausgleichsm assnahm en absolvieren. B. G egen diese Verfügung erhob G ._______ (Beschw erdeführer) am 3. April 2006 Beschw erde bei der R ekurskom m ission EVD . Er beantragt sinnge- m äss, der vorinstanzliche Entscheid sei aufzuheben und sein M eistertitel im Augenoptikerhandw erk sei anzuerkennen. Zur Begründung führt er aus, er erachte die neue D iplom anerkennungspraxis als ungerechtfertigte Be- rufseinschränkung. Er habe von O ktober 2001 bis Septem ber 2003 an der H öheren Fachschule für Augenoptik in O lten den 26. Lehrgang absolviert. D ie H öhere Fachprüfung für Augenoptiker habe er im Jahr 2003 knapp nicht bestanden. Aus verschiedenen G ründen habe er sich dazu ent- schlossen, die M eisterprüfung im Augenoptikerhandw erk in Kassel abzule- gen. Auf G rund der R ücksprachen beim Bundesam t (durch den R ektor des Institutes für Berufsbildung in Karlsruhe) und der dam aligen Praxis des Bundesam tes habe er angenom m en, dass sein M eistertitel dem eidgenös- sischen D iplom gleichgestellt w erde. W eder von Verbandsorganen noch vom Bundesam t habe er erfahren, dass deutsche M eisterbriefe im Augen- optikerhandw erk w egen dem Freizügigkeitsabkom m en nicht m ehr aner- kannt w ürden. Bevor er die negative Verfügung des Bundesam tes erhalten habe, habe er den Kanton Zürich um eine Berufsausübungsbew illigung er- sucht. D ieses G esuch sei aber m it Verw eis auf die fehlende und notw endi- ge D iplom anerkennung durch das Bundesam t abgew iesen w orden. D a er lediglich für den Kanton Bern eine Berufsausübungsbew illigung besitze und in keinem anderen Kanton m ehr eine solche erhalten w erde, fühle er sich beruflich sehr stark eingeschränkt. Sein vorbereiteter Start in die Selbstständigkeit als Augenoptiker in der näheren U m gebung seines W ohnortes in X._______ bleibe ihm verw ehrt. Er sei gezw ungen, täglich einen Arbeitsw eg von vier Stunden nach Y._______ auf sich zu nehm en, um w eiterhin als O ptikerm eister arbeiten zu können. Vor dem Inkrafttreten des Freizügigkeitsabkom m ens habe in Bezug auf die D iplom anerkennung keine R echtsgrundlage existiert. G leichw ohl hätten die Behörden eine sinnvolle Bew illigungspraxis angew andt. D as Freizügigkeitsabkom m en regle nur die Anerkennung für G esuchsteller, w elche sow ohl die Ausbil-4 dung als auch die Prüfung im Ausland absolviert hätten. Schw eizer Bürger, die w ie er die Ausbildung an der H öheren Fachschule in O lten absolviert hätten, w ürden von diesem Abkom m en nicht erfasst, w eshalb diesbezüg- lich eine R echtsgrundlage fehle. D aher verstehe er nicht, w eshalb sein G e- such nicht ebenfalls nach der vorgängigen Praxis beurteilt w erde. Im W ei- teren beurteile das Bundesam t heute dieselbe Ausbildung anders als vor Inkrafttreten der R ichtlinien, obschon sich am Inhalt der Ausbildung über- haupt nichts geändert habe. Er verstehe nicht, w eshalb ihm das Bundes- am t den Zugang zum H eim arbeitsm arkt verw eigere, obschon er ohne jegli- che Beanstandungen und m it sehr guter Praxisqualifikation den Augenopti- kerm eisterberuf in der Schw eiz ausübe. Im Ü brigen enthalte das Freizügig- keitsabkom m en keine Ü bergangsbestim m ung für Betroffene, w elche ihre Ausbildung schon in Angriff genom m en hätten. Er frage sich, ob er nach dem vom Bundesam t vorgeschlagenen Anpassungslehrgang w iederum m it neuen Bestim m ungen, w elche eine Anerkennung versagten, konfrontiert w erde. C . M it Vernehm lassung vom 14. Juni 2006 beantragt das Bundesam t die Ab- w eisung der Beschw erde. Zur Begründung bringt es vor, der Beschw erde- führer habe vier Sem ester an der H öheren Fachschule für Augenoptik in O lten besucht. An der Schlussprüfung habe er im Fach Pathologie die N ote 4.0 und im Fach Allgem eine O ptik & Instrum ente die N ote 3.7 erw or- ben, w eshalb er nur in letzterem Fach Ausgleichsm assnahm en absolvieren m üsse. W eiter hält es fest, am 1. D ezem ber 1937 hätten die R egierungen der Schw eiz und D eutschland ein Abkom m en zur G leichstellung deutscher und schw eizerischer handw erklicher Prüfungen unterzeichnet. W ahr- scheinlich sei dieses Abkom m en von den deutschen und schw eizerischen Behörden gelegentlich angew andt w orden. Es sei jedoch w eder ratifiziert noch in der system atischen Sam m lung des Bundesrechts publiziert und daher in keiner W eise rechtskräftig. M it dem Inkrafttreten des Freizügig- keitsabkom m ens (FZA) am 1. Juni 2002 habe sich die Anerkennung aus- ländischer D iplom e in der Schw eiz grundlegend geändert. D ie U m setzung der bilateralen Abkom m en habe eine gew isse Zeit gedauert. Bei der Aner- kennung von Ausbildungen deutscher O ptiker w ürden die Schw eizer Be- hörden nun Anhang III des Freizügigkeitsabkom m ens anw enden. Aufgrund der w ortgetreuen Auslegung des Abkom m ens von 1937 seien Ausbildun- gen anerkannt w orden, die nicht den Anforderungen der Schw eizer Ausbil- dungen entsprächen. D ies w iderspreche ganz offensichtlich den in Anhang III FZA aufgenom m enen R ichtlinien. D as Bundesam t sei nur für die Anerkennung der Ausbildung zuständig; die Ausübung des Berufs falle in den Zuständigkeitsbereich der Kantone. D a- her kom m e es vor, dass die Bedingungen zur Berufsausübung in den ver- schiedenen Kantonen variieren könnten. Eine Verw altungspraxis stelle keine rechtliche R egelung dar und Privatper- sonen könnten keine R echte daraus ableiten. D er R echtsgleichheitsgrund- satz könne nicht zur Folge haben, dass die Verw altung im m er an ihrer Pra- xis festhalten m üsse. D ies gelte vor allem dann, w enn eine Änderung der Praxis w ie im vorliegenden Fall auf eine G esetzesänderung zurückzufüh-5 ren sei. Eine Praxisänderung m üsse sofort für alle Fälle gelten und nur vorgängig angekündigt w erden, w enn sie die R echte der Bürgerinnen und Bürger auf unw iderrufliche W eise beeinträchtige. D as sei hier nicht der Fall, da ein D iplom nach einer nicht einm al einen halben Tag dauernden Prüfung anerkannt w erden könne. G em äss den europäischen R ichtlinien zur Anerkennung von D iplom en sei- en die w ichtigsten Kriterien für die Prüfung eines Anerkennungsgesuchs D auer und Inhalt der Ausbildungen. D er Entscheid des Bundesam tes, der auf einem Vergleich der Ausbildungen beruhe, entspreche dem in den eu- ropäischen R ichtlinien vorgesehenen System . In der Schw eiz w erde ein G rossteil der Berufsausbildungen in Form von Prüfungen m it fakultativer Ausbildung durchgeführt. D ie erlangten Titel (Fachausw eise und D iplom e) erm öglichten den Zugang zu Berufen m it grosser Verantw ortung und ho- hem W issensstand. Trotzdem w ürden diese in der EU nicht anerkannt, w eil ihre Inhaber sich nicht auf eine Ausbildungsdauer im Sinne der R ichtli- nien berufen könnten. In Anbetracht dessen sei die Schw eiz nicht bereit, über die Anforderungen der europäischen R ichtlinien hinauszugehen. Im vorliegenden Fall sei nicht die Ausbildungsdauer das m assgebliche Kriteri- um , sondern es gehe hauptsächlich um den U nterrichtsinhalt. D a die euro- päischen R ichtlinien aber auf den Kriterien Ausbildungsdauer und -inhalt aufbauten, m üsse m an sich auf einen Ausbildungsw eg beziehen, um die Ausbildung des Beschw erdeführers m it derjenigen in der Schw eiz zu ver- gleichen. D ie Ausbildung an der Schule in O lten erlaube einen gültigen Vergleich, w eil sie den Erw erb der durch die Prüfungsordnung der höheren Fachprüfung vom 12. Juni 1991 geforderten Kenntnisse erm ögliche. D ie Ausbildung des Beschw erdeführers sei vom Schw eizer O ptikverband geprüft w orden. Aus dessen G utachten gehe hervor, dass die beiden Fä- cher, für die Ausgleichsm assnahm en gefordert w ürden, in D eutschland zu oberflächlich behandelt w ürden. Entgegen dem Standpunkt des Beschw er- deführers sei es nicht m öglich, sich bei einer derart unterschiedlichen Aus- bildungsdauer den gleichen Stoff anzueignen. Im R ahm en dieser beiden Fächer w ürden Inhalte verm ittelt, die zur Berufsausübung unerlässlich sei- en. Eine zuw andernde Person könne nach Belieben eine Eignungsprüfung oder ein Anpassungspraktikum absolvieren. D as Bundesam t habe darauf verzichtet, im Fach R echtskunde Ausgleichsm assnahm en zu fordern, denn es gehe davon aus, dass es sich dabei nicht um Kenntnisse handle, die für die Berufsausbildung unerlässlich seien. Schliesslich w erde dem Be- schw erdeführer der Zugang zum M arkt nicht verw ehrt, w eshalb entgegen der Auffassung des Beschw erdeführers keine Verletzung des Freizügig- keitsabkom m ens gegeben sei. D . Am 2. Juli 2006 reichte der Beschw erdeführer eine Stellungnahm e sow ie Kopien seiner vier Sem sterzeugnisse der H öheren Fachschule für Augen- optik in O lten ein. Er hält fest, laut einer (M ail-) Auskunft des Bundesam tes seien für die Beurteilung der Ausgleichsm assnahm en die Sem esternoten der H öheren Fachschule für Augenoptik in O lten m assgebend und nicht die D iplom abschlussprüfung. Er m üsste keinen Anpassungslehrgang m ehr absolvieren, denn die N oten im 2. und 3. Sem ester als auch der D urch-6 schnitt der N oten säm tlicher Sem ester seien genügend. Im W eiteren be- gründe das Bundesam t in seiner Vernehm lassung nicht, w eshalb eine Pra- xisänderung der Anerkennungsverfahren notw endig gew orden sei. D as Bundesam t m ache geltend, eine Praxisänderung sei zw ingend auf die G e- setzesänderung zurückzuführen. N ach seiner Auffassung sei dies indes- sen nicht zw ingend, da die Anordnung von Ausgleichsm assnahm en im Er- m essen der ausführenden Behörde liege. Er habe den Eindruck, dass die neue R echtsgrundlage des Freizügigkeitsabkom m ens benutzt w erde, um unliebsam e, ausländische Berufsqualifikationen abzuw ehren. Verm utlich w eise die Praxisänderung politische D im ensionen zw ischen der Schw eiz und den Vertragsländern auf. Am 15. August 2006 nahm das Bundesam t dazu Stellung. Es könne sich nicht vorstellen, dass eine M itarbeiterin des Bundesam tes die Auskunft er- teilt habe, dass für die Beurteilung der Ausgleichsm assnahm en die Se- m esternoten der H öheren Fachschule in O lten und nicht die N oten der Ab- schlussprüfung m assgebend seien. D ie H öhere Fachschule in O lten führe jedes Sem ester interne Prüfungen durch. D ie erzielten N oten seien einzig für die persönliche Kontrolle bestim m t und w ürden im Prüfungsreglem ent nicht erw ähnt. D ie Eignungsprüfung basiere auf den Sem esterprüfungen. O bschon die Teilnehm enden einer Eignungsprüfung faktisch ebenfalls eine Sem esterprüfung ablegten, w ürden die Eignungsprüfung und die Sem es- terprüfung verschieden beurteilt. D a der Beschw erdeführer die offizielle Schlussprüfung nicht erfolgreich abgelegt habe, könne er sich nicht auf den Besuch der Schule in O lten berufen. Im W eiteren erm ögliche das Frei- zügigkeitsabkom m en jedem Staat, das N iveau seiner angebotenen Ausbil- dung selber zu bestim m en. Im Ü brigen w äre die vom Bundesam t vorge- nom m ene Praxisänderung nur dann unverhältnism ässig, w enn es keine Ausgleichsm assnahm en vorgesehen hätte. Am 21. August 2006 reichte der Beschw erdeführer das N otenblatt der H ö- heren Fachprüfung vom Septem ber 2003 sow ie ein E-M ail des Bundesam - tes vom 28. Juni 2006 ein, in w elchem eine M itarbeiterin des Bundesam tes dem Beschw erdeführer bestätigte, dass für den Anpassungslehrgang die Sem esternoten der H öheren Fachschule in O lten m assgebend seien. E. Am 28. August 2006 fand am Sitz der R ekurskom m ission EVD eine öffent- liche Verhandlung im Sinne der Europäischen M enschenrechtskonvention statt. D abei hatten der Beschw erdeführer und das Bundesam t G elegen- heit, ihren Standpunkt nochm als einlässlich darzulegen. Am 31. August 2006 äusserte sich das Bundesam t zur Bew ertung des Lehrgangs und reichte unter anderem die an der Verhandlung erw ähnten W eisungen betreffend die D urchführung der Eignungsprüfung ein. Am 7. Septem ber 2006 gab die R ekurskom m ission EVD dem Beschw erde- führer G elegenheit, sich zu diesen und w eiteren Eingaben des Bundesam - tes zu äussern. D er Beschw erdeführer liess sich dazu m it Schreiben vom 18. Septem ber 2006 vernehm en und reichte verschiedene D okum ente ein. D iese Stellungnahm e inklusive Beilagen w urde dem Bundesam t am 27. Septem ber 2006 zur Kenntnis gebracht.7 Per 1. Januar 2007 überw ies die R ekurskom m ission EVD die Verfahrens- akten an das neu geschaffene Bundesverw altungsgericht. D ieses über- nahm das Verfahren m it Verfügung vom 18. Januar 2007. F. Am 23. Februar 2007 stellte das Bundesverw altungsgericht dem Schw ei- zer O ptikverband (SO V) m ehrere Fragen im Zusam m enhang m it dem vom Bundesam t alternativ verfügten Anpassungslehrgang. D er Schw eizer O p- tikverband beantw ortete am 5. M ärz 2007 die an ihn gerichteten Fragen. Auf die vorstehend genannten und w eiteren Vorbringen w ird, sow eit sie rechtserheblich sind, in den Erw ägungen eingegangen. D as B undesverw altungsgericht zieht in Erw ägung: 1. O b die Prozessvoraussetzungen erfüllt sind und ob auf eine Beschw erde einzutreten ist, prüft das Bundesverw altungsgericht von Am tes w egen und m it freier Kognition (vgl. BG E 130 II 65 E. 1; ALFR E D KÖ LZ/ISAB ELLE H ÄN E R , Verw altungsverfahren und Verw altungsrechtspflege des Bundes, Zürich 1998, R z. 410). D er Entscheid des Bundesam tes vom 13. M ärz 2006 stellt eine Verfügung im Sinne des Bundesgesetzes vom 20. D ezem ber 1968 über das Verw al- tungsverfahren dar (Vw VG , SR 172.021; Art. 5 Abs. 1 Bst. c). D iese Verfü- gung w ar bisher bei der R ekurskom m ission EVD angefochten, w elche vor dem Inkrafttreten des Verw altungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (VG G , SR 173.32) am 1. Januar 2007 (vgl. AS 2006 1069) zur Beurteilung der Streitsache sachlich und funktionell zuständig w ar (vgl. Art. 61 Abs. 1 Bst. c Ziff. 1 BBG œ [zitiert in E. 2], AS 2003 4557; aufgehoben gem äss An- hang Ziff. 35 zum VG G , AS 2006 2248). D as Bundesverw altungsgericht, w elches gem äss Art. 31 VG G als Be- schw erdeinstanz Beschw erden gegen Verfügungen nach Art. 5 Vw VG be- urteilt, ist nach Art. 53 Absatz 2 VG G (i.V.m . Art. 33 Bst. d VG G ) für die Behandlung der vorliegenden Streitsache zuständig, zum al keine Ausnah- m e nach Art. 32 VG G greift. Sow eit vorliegend das Abkom m en über die Personenfreizügigkeit (zitiert in E. 3) zur Anw endung gelangt, hat dieses keine Änderungen auf die hier dargestellte (innerstaatliche) O rdnung des R echtsschutzes zur Folge (vgl. STEPH AN BR EITEN M O SER /M IC H AEL ISLER , D er R echtsschutz im Personenfreizügig- keitsabkom m en zw ischen der Schw eiz und der EG sow ie den EU -M itglied- staaten, Aktuelle Juristische Praxis [AJP] 2002 S. 1003 ff., insbes. S. 1018). D er Beschw erdeführer hat am Verfahren vor dem Bundesam t teilgenom - m en und ist durch die angefochtene Verfügung besonders berührt. Er hat zudem ein als schutzw ürdig anzuerkennendes Interesse an deren Aufhe- bung oder Änderung, w eshalb er zur Beschw erdeführung legitim iert ist (Art. 48 Abs. 1 Vw VG ). D ie Eingabefrist sow ie die Anforderungen an Form und Inhalt der Be- schw erdeschrift sind gew ahrt (Art. 50 und 52 Abs. 1 Vw VG ), der Kosten-8 vorschuss w urde fristgem äss bezahlt (Art. 63 Abs. 4 Vw VG ) und die übri- gen Sachurteilsvoraussetzungen liegen vor (Art. 44 ff. Vw VG ). Auf die Beschw erde ist daher einzutreten. 2. N ach Art. 2 des Berufsbildungsgesetzes vom 13. D ezem ber 2002 (BBG , SR 412.10) regelt dieses G esetz säm tliche Berufsbereiche ausserhalb der H ochschulen, so unter anderem die berufliche G rundbildung, einschliess- lich der Berufsm aturität; die höhere Berufsbildung; die berufsorientierte W eiterbildung und die Q ualifikationsverfahren, Ausw eise und Titel (Art. 2 Abs. 1 Bst. a - d BBG ). Art. 68 Abs. 1 BBG überträgt dem Bundesrat die R egelung der Anerken- nung ausländischer D iplom e und Ausw eise der Berufsbildung im G eltungs- bereich des Berufsbildungsgesetzes. Zur Förderung der internationalen Zusam m enarbeit und M obilität in der Berufsbildung kann der Bundesrat in eigener Zuständigkeit internationale Vereinbarungen abschliessen (Art. 68 Abs. 2 BBG ). D er Bundesrat erlässt die Ausführungsbestim m ungen, w o das G esetz die Zuständigkeit nicht anders regelt (Art. 65 Abs. 1 BBG ). M it dem Erlass der Berufsbildungsverordnung vom 19. N ovem ber 2003 (BBV, SR 412.101) hat der Bundesrat diesen Auftrag erfüllt und in Art. 69 Folgen- des bestim m t: 1 D as Bundesam t anerkennt ausländische D iplom e und Ausw eise, w enn diese: a) im H erkunftsland staatlich ausgestellt oder staatlich anerkannt sind; und b) einem schw eizerischen Ausw eis oder Titel gleichw ertig sind. 2 Einem schw eizerischen D iplom oder Ausw eis gleichw ertig ist ein ausländisches D iplom oder ein ausländischer Ausw eis dann, w enn: a) die gleiche Bildungsstufe gegeben ist; b) die Bildungsdauer äquivalent ist; c) die Inhalte vergleichbar sind; und d) der Bildungsgang neben theoretischen auch praktische Q ualifikationen um fasst. 3 Antragsberechtigt ist, w er in der Schw eiz W ohnsitz hat oder als G renzgängerin oder G renzgänger tätig ist. 4 Völkerrechtliche Verträge bleiben vorbehalten. W ird die Ausübung einer Berufstätigkeit durch R echtsvorschriften an den Besitz eines bestim m ten D iplom s oder Ausw eises gebunden und verfügt die G esuchstellerin oder der G esuchsteller über ein ausländisches D iplom oder einen ausländischen Ausw eis, der in der Schw eiz nicht als gleichw er- tig anerkannt ist, so sorgt das Bundesam t in Zusam m enarbeit m it den Kan- tonen oder m it O rganisationen der Arbeitsw elt für Ausgleichsm assnahm en, m it denen die verlangten Q ualifikationen erreicht w erden können. Aus- gleichsm assnahm en bestehen in ergänzenden Eignungsprüfungen, An- passungslehrgängen oder anderen Q ualifikationsverfahren (vgl. Art. 70 Abs. 1 und 3 BBV). 3. Am 1. Juni 2002 trat das Abkom m en vom 21. Juni 1999 zw ischen der 9 Schw eizerischen Eidgenossenschaft einerseits und der Europäischen G e- m einschaft und ihren M itgliedstaaten andererseits über die Freizügigkeit (Freizügigkeitsabkom m en, FZA, SR 0.142.112.681) in Kraft. N ach Art. 1 Bst. a Freizügigkeitsabkom m en hat dieses zum Ziel, den Staatsangehöri- gen der M itgliedstaaten der Europäischen G em einschaft und der Schw eiz ein R echt auf Einreise, Aufenthalt, Zugang zu einer unselbstständigen Er- w erbstätigkeit und N iederlassung als Selbstständiger sow ie das R echt auf Verbleib im H oheitsgebiet der Vertragsparteien einzuräum en. D er G rund- satz der N ichtdiskrim inierung (vgl. Art. 2 FZA) gew ährleistet den Staatsan- gehörigen der Schw eiz und der M itgliedstaaten der Europäischen G em ein- schaft das R echt, in der Anw endung des Abkom m ens nicht schlechter ge- stellt zu w erden als die Angehörigen des Staates, der das Abkom m en handhabt (YVO H AN G AR TN ER , D er G rundsatz der N ichtdiskrim inierung w egen der Staatsangehörigkeit im Freizügigkeitsabkom m en der Schw eiz m it der Europäischen G em einschaft, AJP 2003 S. 257 ff., dort S. 260). In diesem Zusam m enhang bestim m t Art. 9 Freizügigkeitsabkom m en, dass die Ver- tragsparteien gem äss Anhang III die erforderlichen M assnahm en treffen, um den Staatsangehörigen der M itgliedstaaten der Europäischen G em ein- schaft und der Schw eiz den Zugang zu unselbstständigen und selbststän- digen Erw erbstätigkeiten und deren Ausübung sow ie die Erbringung von D ienstleistungen zu erleichtern. Anhang III trägt die Bezeichnung "G egenseitige Anerkennung beruflicher Q ualifikationen (D iplom e, Prüfungszeugnisse und sonstiger Befähigungs- nachw eise)". N ach dessen Bestim m ungen w enden die Vertragsparteien im Bereich der gegenseitigen Anerkennung beruflicher Befähigungsnachw ei- se untereinander die gem einschaftlichen R echtsakte, auf die Bezug ge- nom m en w ird, in der zum Zeitpunkt der U nterzeichnung des Abkom m ens geltenden Fassung einschliesslich der in Abschnitt A dieses Anhangs ge- nannten Änderungen oder gleichw ertige Vorschriften an (vgl. hierzu und zum G anzen: Botschaft vom 23. Juni 1999 zur G enehm igung der sektoriel- len Abkom m en zw ischen der Schw eiz und der EG , Botschaft, BBl 1999 6128, insbes. S. 6155 und S. 6347 ff.; U rteil des Bundesgerichts 2A.331/2002 vom 24. Januar 2003 E. 6.1 m it H inw eis auf: R U D O LF N ATSC H , G egenseitige Anerkennung beruflicher Q ualifikationen, in: Bilaterale Ver- träge Schw eiz - EG , Zürich 2002, S. 195 ff., insbes. S. 204; M AX W ILD , D ie Anerkennung von D iplom en im R ahm en des Abkom m ens über die Freizü- gigkeit der Personen, in: Bilaterale Abkom m en Schw eiz - EU , Basel etc. 2001, S. 383 ff., insbes. S. 403; Bundesam t für Berufsbildung und Techno- logie, Bericht über die Anerkennung ausländischer D iplom e in der Schw eiz und die Anerkennung schw eizerischer D iplom e im Ausland: R egelungen, bestehende Praktiken und H andlungsbedarf, Bern 2001, S. 4 f., im Folgen- den: Bericht 2001). H insichtlich der Anerkennung der beruflichen Q ualifikationen erfasst das bilaterale Personenfreizügigkeitsabkom m en nur die im Aufnahm estaat reg- lem entierten beruflichen Tätigkeiten. Alle nicht reglem entierten Berufe ste- hen der freien Ausübung offen. Für sie ist die Anerkennung nach dem Per- sonenfreizügigkeitsabkom m en ohne Bedeutung. Ist ein Beruf im Aufnah-10 m estaat nicht reglem entiert, bedarf es som it keiner Prüfung der G leichw er- tigkeit des D iplom s und eine Arbeitsbew illigung genügt (vgl. N ATSC H , a.a.O ., S. 205; W ILD , a.a.O ., S. 386 f.; H ILD EG AR D SC H N EID ER , D ie Anerkennung von D iplom en in der Europäischen G em einschaft, Antw erpen-Apeldoorn 1995, S. 177). Als reglem entierte berufliche Tätigkeit gilt eine berufliche Tätigkeit, bei der die Aufnahm e oder Ausübung oder eine der Arten ihrer Ausübung in einem M itgliedstaat direkt oder indirekt durch R echts- oder Verw altungsvorschrif- ten an den Besitz eines Ausbildungs- oder Befähigungsnachw eises (bzw . D iplom s) gebunden ist. D azu gehört insbesondere die Ausübung einer be- ruflichen Tätigkeit in Verbindung m it der Führung eines Titels, der nur von Personen geführt w erden darf, die einen Ausbildungs- oder Befähigungs- nachw eis (bzw . ein D iplom ) besitzen, die in einschlägigen R echts- und Verw altungsvorschriften festgelegt sind; sow ie die Ausübung einer berufli- chen Tätigkeit im G esundheitsw esen, w enn die Vergütung dieser Tätigkeit und/oder eine diesbezügliche Erstattung durch das einzelstaatliche Sys- tem der sozialen Sicherheit an den Besitz eines Ausbildungs- oder Befähi- gungsnachw eises (bzw . D iplom s) gebunden ist (Art. 1 Bst. f der R ichtlinie 92/51/EW G bzw . Art. 1 Bst. d der R ichtlinie 89/48/EW G , beide zitiert in E. 3.2). Berufsverbände oder -organisationen, die ihren M itgliedstaaten derartige Titel ausstellen und von den Behörden anerkannt w erden, kön- nen sich nicht auf ihre private N atur berufen, um sich der Anw endung der m it dieser R ichtlinie vorgesehenen R egelung zu entziehen (Vorspann der R ichtlinie 89/48/EW G ). D as Bundesam t hat eine Liste der reglem entierten Berufe in der Schw eiz herausgegeben (abrufbar unter w w w .bbt.adm in.ch [Them en/Internationale D iplom anerkennung/EU -D iplom anerkennung/Liste der reglem entierten Be- rufe]). D er Beruf des Augenoptikers ist in dieser Liste erfasst (N . 1.04). So- m it ist das Freizügigkeitsabkom m en zur Prüfung der G leichw ertigkeit des M eistertitels im Augenoptikerhandw erk grundsätzlich anw endbar. 3.1 D er Beschw erdeführer arbeitet m om entan als Augenoptiker im Kanton Bern. In diesem besitzt er auch eine Berufsausübungsbew illigung, w elche ihn auf G rund seines deutschen M eisterprüfungszeugnisses zum Verkauf von Brillen und anderen Sehhilfen nach ärztlicher Verordnung, zu R efraktionsbestim m ungen und Kontaktlinsenanpassungen berechtigt. D er Kanton Bern regelt die Tätigkeit zur selbstständigen Berufsausübung als Augenoptiker in der G esundheitsverordnung vom 24. O ktober 2001 (G esV, Belex 811.111). Augenoptikerinnen und Augenoptiker, die ihre Tä- tigkeit in eigener fachlicher Verantw ortung ausüben, benötigen eine Be- rufsausübungsbew illigung des Kantonsarztam tes (vgl. Art. 2 Bst. k i.V.m . Art. 11 Bst. h G esV). Augenoptikerinnen und Augenoptiker sind berechtigt, Brillen, Kontaktlinsen und andere Sehhilfen nach ärztlicher Verordnung oder auf G rund optom etrischer M essungen, die von einer dazu berechtig- ten Person vorgenom m en w orden sind, anzufertigen, anzupassen und ab- zugeben sow ie die für die Anpassung, das Tragen und das Pflegen von Kontaktlinsen üblichen H eilm ittel abzugeben (Art. 33 Abs. 1 Bst. a und b 11 G esV). R efraktionsbestim m ungen und Anpassungen von Kontaktlinsen dürfen nur von Augenoptikerinnen und Augenoptikern durchgeführt w er- den, die im Besitz eines eidgenössischen D iplom s über die bestandene höhere Fachprüfung für Augenoptikerinnen und Augenoptiker sind (Art. 34 Abs. 1 i.V.m . Art. 36 Abs. 2 Bst. b G esV). D er Beschw erdeführer m öchte sich in Zukunft in der näheren U m gebung seines W ohnortes in X._______ selbstständig m achen. D er Kanton Zürich regelt die Tätigkeit zur selbstständigen Berufsausübung als Augenoptiker in der Verordnung vom 8. Januar 1992 über die Berufe der G esundheitspflege (ZH -Lex 811.31). Zur selbstständigen Berufsaus- übung ist eine Bew illigung der G esundheitsdirektion erforderlich; die un- selbstständige Berufsausübung bedarf keiner Bew illigung (vgl. § 9 i.V.m . § 8 Bst. h und § 35 Abs. 1 der Verordnung). Augenoptiker sind berechtigt, Korrektionsbestim m ungen vorzunehm en und Kontaktlinsen anzupassen und abzugeben (§ 33 der Verordnung). D ie Bew illigung zur selbstständi- gen Berufsausübung als Augenoptiker w ird Inhabern eines eidgenössi- schen oder eidgenössisch anerkannten ausländischen D iplom s erteilt (§ 34 der Verordnung). D am it steht fest, dass die selbstständige Ausübung des Augenoptikerbe- rufs in beiden Kantonen im Sinne der R ichtlinie 92/51/EW G reglem entiert ist. 3.2 D as europäische R echt unterscheidet spezielle und allgem eine Anerken- nungsrichtlinien. Erstere beruhen auf dem Prinzip der vorgängigen H arm o- nisierung der Ausbildung, letztere auf dem Prinzip des gegenseitigen Ver- trauens in die Ausbildung der anderen M itgliedstaaten (vgl. Botschaft, a.a.O ., S. 6347 f.). Sieben sektorielle R ichtlinien w urden nach dem System der H arm onisierung gestaltet und erm öglichen dam it sechs m edizinischen und param edizinischen Berufen (Arzt, Zahnarzt, Tierarzt, Apotheker, Pfle- gepersonal in allgem einer Pflege, H ebam m e) sow ie Architekten die auto- m atische Anerkennung (vgl. W ILD , a.a.O ., S. 396 f.; SC H N EID ER , a.a.O ., S. 167). D ie allgem eine Anerkennungsregelung, w elche nicht für bestim m te berufli- che Tätigkeiten gilt, setzt sich aus der R ichtlinie 89/48/EW G des R ates vom 21. D ezem ber 1988 über eine allgem eine R egelung zur Anerkennung der H ochschuldiplom e, die eine m indestens dreijährige Berufausbildung abschliessen (ABl. 1989 L 019 S. 16; im Folgenden: R ichtlinie 89/48/EW G ) sow ie aus der R ichtlinie 92/51/EW G des R ates vom 18. Juni 1992 über eine zw eite allgem eine R egelung zur Anerkennung beruflicher Befähi- gungsnachw eise in Ergänzung zur R ichtlinie 89/48/EW G (ABl. L 209 S. 25; im Folgenden: R ichtlinie 92/51/EW G ) zusam m en. 3.3 D ie beiden allgem einen R ichtlinien 89/48/EW G und 92/51/EW G stützen sich auf die Art. 49, Art. 57 Abs. 1 und Art. 66 des Vertrages zur G ründung der Europäischen W irtschaftsgem einschaft und bezw ecken, dass Angehö- rige der M itgliedstaaten als Selbstständige oder abhängig Beschäftigte ih- ren Beruf auch in einem anderen M itgliedstaat ausüben können als in 12 dem jenigen, in dem sie ihre beruflichen Q ualifikationen erw orben haben (vgl. einleitende Bem erkungen der R ichtlinien 89/48/EW G und 92/51/EW G , 1. Abs.). Von der R ichtlinie 89/48/EW G erfasst w erden Studienabschlüsse nach ei- nem Studium von m indestens drei Jahren (vgl. Art. 1 Bst. a 2. G edanken- strich der R ichtlinie 89/48/EW G ; SC H N EID ER , a.a.O ., S. 239; W ILD , a.a.O ., S. 399). D ie R ichtlinie 92/51/EW G bezieht sich auf die Sekundarschulbil- dung sow ie die kurzen postsekundären Studiengänge von m indestens ei- nem Jahr und alle im Anhang C der R ichtlinie aufgeführten Studiengänge (vgl. E. 9 der R ichtlinie 92/51/EW G und Art. 1 der R ichtlinie 92/51/EW G ; SC H N EID ER , a.a.O ., S. 239; Bundesam t für Berufsbildung und Technologie, Bericht 2001, a.a.O ., S. 28 f.). D er Beschw erdeführer hat 1997 in der Schw eiz das Fähigkeitszeugnis als Augenoptiker erw orben. Er hat in D eutschland (H erkunftsstaat) eine Aus- bildung zum M eister im Augenoptikerhandw erk absolviert. Sow ohl der M eistertitel im Augenoptikerhandw erk in D eutschland (H er- kunftsstaat) w ie auch das D iplom des Augenoptikers in der Schw eiz (Auf- nahm estaat) sind Berufsabschlüsse im postsekundären Bereich, deren Ausbildungen w eniger als drei Jahre dauern (vgl. § 49 des G esetzes der Bundesrepublik D eutschland vom 17. Septem ber 1953 zur O rdnung des H andw erks [konsolidierte Fassung; BG BI I 1953, 1411; im Folgenden: H w O ] und § 2 der Verordnung der Bundesrepublik D eutschland vom 4. M ärz 1997 über die Berufsausbildung zum Augenoptiker/zur Augenopti- kerin [im Folgenden: AugO ptAusbV 1997] sow ie Art. 23 und Art. 10 des R eglem ents vom 12. Juni 1991 über die D urchführung der H öheren Fach- prüfung im Augenoptikerberuf [Prüfungsreglem ent]). D ie berufliche Tätig- keit des Augenoptikers w ird zudem w eder von einer sektoriellen R ichtlinie noch von einer in Anhang A der R ichtlinie 92/51/EW G aufgeführten R ichtli- nie erfasst (vgl. Art. 2 Abs. 2 der R ichtlinie 92/51/EW G ). D aher ist für den Beruf des Augenoptikers die R ichtlinie 92/51/EW G anw endbar. 3.4 D er Beschw erdeführer ist Schw eizer Bürger und hat in D eutschland eine postsekundäre Ausbildung absolviert, w elche er in der Schw eiz anerken- nen lassen w ill. N ach Art. 2 Abs. 1 der R ichtlinie 92/51/EW G erstreckt sich der Anw en- dungsbereich dieser R ichtlinie auf alle Angehörigen eines M itgliedstaates, die als Selbstständige oder abhängig Beschäftigte einen reglem entierten Beruf in einem Aufnahm estaat ausüben w ollen. N ach dem W ortlaut von Art. 2 Abs. 1 ist nicht klar, ob sich die R ichtlinie auch auf Inländer bezieht, w elche eine im Ausland getätigte Ausbildung anerkennen lassen w ollen. Für die Auslegung der Begriffe des G em einschaftsrechts ist die R echtspre- chung des G erichtshofes der Europäischen G em einschaften (EuG H ) bis zum Zeitpunkt vor der U nterzeichnung des Abkom m ens zu berücksichtigen (Art. 16 Abs. 2 FZA "acquis com m unautaire" auf dem Stand vom 21. Juni 1999; BR EITEN M O SER /ISLER , a.a.O ., S. 1011). D er G erichtshof der Eu- ropäischen G em einschaften hat in Vorabentscheidungen erkannt, dass die Freizügigkeit der Arbeitnehm er und das N iederlassungsrecht im System 13 der G em einschaft grundlegende Freiheiten darstellten, "die nicht voll ver- w irklicht w ären, w enn die M itgliedstaaten die Anw endung des G em ein- schaftsrechts denjenigen ihrer Staatsangehörigen versagen dürften, die von den im G em einschaftsrecht vorgesehenen Erleichterungen G ebrauch gem acht und dank dieser Erleichterung berufliche Q ualifikationen in einem anderen M itgliedstaat als dem jenigen erw orben haben, dessen Staatsan- gehörigkeit sie besitzen" (vgl. U rteil vom 31. M ärz 1993 in der R echtssa- che C -19/92, Kraus, Sam m lung der R echtsprechung [Slg.], I-1663, R and- nr. 16 und U rteil vom 6. O ktober 1981 in der R echtssache 246/80, Broek- m eulen, Slg., 2311, R andnrn. 18 ff.; vgl. SC H N EID ER , a.a.O ., S. 260; JAC Q U ES PER TEK, U ne dynam ique de la reconnaissance des diplôm es à des fins pro- fessionelles et à des fins académ iques: réalisations et nouvelles réflexi- ons, in: La reconnaissance des qualifications dans un espace européen des form ations et des professions, Bruxelles 1998, S. 189 f.; e contrario hat das Bundesgericht festgehalten, dass das Freizügigkeitsabkom m en Schw eizer Bürgern ohne grenzüberschreitenden Anknüpfungspunkt keine R echte einräum t und deren R echtsstellung sich grundsätzlich nach dem Landesrecht richtet, vgl. BG E 130 I 26 E. 1.2.3 und BG E 129 II 249 E. 4.3 und 5.1). 3.5 W ird der Zugang zu einem reglem entierten Beruf oder dessen Ausübung im Aufnahm estaat von dem Besitz eines D iplom s im Sinne der R ichtlinie 92/51/EW G oder der R ichtlinie 89/48/EW G abhängig gem acht, kann der Aufnahm estaat einem Angehörigen eines M itgliedstaates, der im Besitz ei- nes D iplom s im Sinne dieser R ichtlinien ist, grundsätzlich nicht den Zu- gang oder die Ausübung eines reglem entierten Berufes w egen m angelnder Q ualifikation verw eigern, w enn dieses D iplom Zugangs- oder Ausübungs- voraussetzung für den entsprechenden Beruf im H erkunftsstaat ist (Art. 3 Bst. a der R ichtlinie 92/51/EW G ). Als D iplom e im Sinne der R ichtlinie 92/51/EW G gelten Ausbildungsnach- w eise, die in einem M itgliedstaat von einer nach dessen R echts- und Ver- w altungsvorschriften bestim m ten zuständigen Stelle ausgestellt w erden, und aus denen hervorgeht, dass der D iplom inhaber erfolgreich einen nicht in Art. 1 Bst. a der R ichtlinie 89/48/EW G genannten postsekundären Aus- bildungsgang von m indestens einem Jahr oder eine Teilzeitausbildung von entsprechender D auer oder einen der in Anhang C ausgeführten Ausbil- dungsgänge absolviert hat (Art. 1 Bst. a 1. G edankenstrich und 2. G edan- kenstrich Ziff. i der R ichtlinie 92/51/EW G ). D ie Schw eizerischen H öheren Fachprüfungen für Augenoptiker fallen unter Anhang C der R ichtlinie 92/51/EW G (vgl. dazu Bundesam t für Berufsbil- dung und Technologie, Bericht 2001, a.a.O ., S. 28 f.). D er M eistertitel des Beschw erdeführers ist von der H andw erkskam m er Kassel ausgestellt w orden. H ierbei handelt es sich um eine Körperschaft des öffentlichen R echts, w elche zur Vertretung der Interessen des H and- w erks errichtet w orden ist (vgl. § 90 Abs. 1 H w O ). D er M eistertitel des Be- schw erdeführers ist daher von einer zuständigen Stelle ausgestellt w or- den. D er deutsche Augenoptikerm eister ist in Anhang C N um m er 2 (Bil-14 dungs- und Ausbildungsgänge zum "M eister" für die nicht unter die R ichtli- nien des Anhangs A fallenden handw erklichen Tätigkeiten) der R ichtlinie 92/51/EW G aufgeführt. Beim M eistertitel in D eutschland (H erkunftsstaat) handelt es sich som it ebenfalls um ein D iplom im Sinne der R ichtlinie 92/51/EW G . D as Augenoptikerhandw erk in D eutschland stellt ein zulassungspflichtiges H andw erk dar. D ie Ausbildungsbezeichnung M eister/M eisterin in Verbin- dung m it einem zulassungspflichtigen H andw erk darf nur führen, w er für dieses zulassungspflichtige H andw erk die M eisterprüfung bestanden hat (vgl. § 1 i.V.m . Anlage A N r. 33 H w O sow ie § 51 H w O ). Insofern ist dieser Beruf auch in D eutschland reglem entiert (vgl. auch den Leitfaden für die allgem eine R egelung zur Anerkennung der beruflichen Befähigungsnach- w eise der Europäischen Kom m ission, Anhang 1). D er M eistertitel berech- tigt zur selbstständigen Berufsausübung und zur Lehrlingsausbildung (vgl. § 45 Abs. 2 H w O ). G rundsätzlich kann die Schw eiz daher dem Beschw erdeführer den Zugang oder die Ausübung des reglem entierten Berufes nicht w egen m angelnder Q ualifikation verw eigern. 3.6 H ingegen hat der Aufnahm estaat das R echt, Ausbildung und Berufserfah- rung m it seinen Anforderungen zu vergleichen und eine Anerkennung der D iplom e als gleichw ertig abzulehnen, w enn die Ausbildung des Antragstel- lers sich in Bezug auf D auer, Inhalt oder die Tätigkeitsbereiche w esentlich unterscheidet. D ie Kom pensation unterschiedlicher Ausbildungsdauer kann durch den N achw eis von Berufserfahrung erbracht w erden (Art. 4 Abs. 1 Bst. a der R ichtlinie 92/51/EW G ). Im Falle von unterschiedlichen Ausbildungsinhalten darf der Aufnahm estaat vom Antragsteller verlangen, dass er einen Anpassungslehrgang absolviert oder eine Eignungsprüfung ablegt (Art. 4 Abs. 1 Bst. b der R ichtlinie 92/51/EW G ; N ATSC H , a.a.O ., S. 206 f., W ILD , a.a.O ., S. 400). M acht der Aufnahm estaat bei unterschiedli- chem Ausbildungsinhalt von der M öglichkeit eines Anpassungsinstrum en- tes G ebrauch, so m uss er dem Antragsteller die W ahl zw ischen dem An- passungslehrgang und der Eignungsprüfung lassen (Art. 4 Bst. b U nter- abs. 3 der R ichtlinie 92/51/EW G ; SC H N EID ER , a.a.O ., S. 257; JAC Q U ES PER TEK, L'Europe des diplôm es et des professions, Bruxelles 1994, S. 81). D er Auf- nahm estaat darf die Anpassungsinstrum ente des Art. 4 Abs. 1 Bst. a und b nicht kum ulativ anw enden (Art. 4 Abs. 2 der R ichtlinie 92/51/EW G ; SC H N EID ER , a.a.O ., S. 198; PER TEK, L'Europe des diplôm es et des professi- ons, a.a.O ., S. 80). 3.7 D as Bundesam t hat im vorliegenden Verfahren zu R echt erkannt, dass der Beschw erdeführer die Anforderungen an die Ausbildungsdauer (diese be- trägt in der Schw eiz m indestens 8 Jahre, vgl. Art. 10 Prüfungsreglem ent) erfüllt. H ingegen stellte das Bundesam t in der angefochtenen Verfügung vom 13. M ärz 2006 fest, dass die M eisterprüfung in D eutschland m it der H öhe- ren Fachprüfung inhaltlich nicht vergleichbar und som it nicht gleichw ertig sei. D ie M eisterprüfung w erde der H öheren Fachprüfung gleichgestellt un-15 ter der Bedingung, dass der Beschw erdeführer als Ausgleichsm assnahm e entw eder a. eine Eignungsprüfung im Fach Allgem eine O ptik & Instrum en- te ablege oder b. einen einjährigen Anpassungslehrgang in der Schw eiz unter der Anleitung eines diplom ierten Augenoptikers absolviere und das Fach Allgem eine O ptik & Instrum ente an der H öheren Fachschule für Au- genoptik in O lten besuche. Insofern m acht das Bundesam t in der angefochtenen Verfügung von Art. 4 Abs. 1 Bst. b der R ichtlinie 92/51/EW G G ebrauch, w onach der Aufnahm e- staat im Falle von unterschiedlichem Inhalt der Ausbildung als Kom pensa- tion von der G esuchstellerin einen Anpassungslehrgang oder eine Eig- nungsprüfung verlangen kann. D ie Frage, ob sich die M eisterprüfung im Augenoptikerhandw erk inhaltlich w esentlich von der H öheren Fachprüfung des Augenoptikers unterscheidet und das Bundesam t als Voraussetzung für die Anerkennung der G leich- w ertigkeit deutscher M eistertitel zu R echt eine Ausgleichsm assnahm e ver- langt, kann hier offen gelassen w erden, da die Beschw erde aus andern G ründen gutzuheissen ist. 4. D er Beschw erdeführer bringt vor, er habe von O ktober 2001 bis Septem - ber 2003 am zw eijährigen Lehrgang der Schw eizerischen H öheren Fach- schule für Augenoptik in O lten teilgenom m en. Seine Sem esterzeugnisse belegten, dass die N oten im Fach Allgem eine O ptik & Instrum ente im 2. und 3. Sem ester und der D urchschnitt der N oten säm tlicher Sem ester ge- nügend gew esen seien, w eshalb er keinen Anpassungslehrgang m ehr ab- solvieren m üsse. D am it m acht er sinngem äss geltend, der vom Bundesam t verlangte Anpassungslehrgang sei nicht verhältnism ässig. 4.1 N ach der R ichtlinie 92/51/EW G erkennt der einen Beruf reglem entierende M itgliedstaat die in einem anderen M itgliedstaat erw orbenen Befähigungs- nachw eise an und gestattet deren Inhabern in seinem H oheitsgebiet die Ausübung ihrer Tätigkeit unter den für Inländer geltenden Bedingungen. Es gilt der in Art. 3 der R ichtlinie 92/51/EW G niedergelegte G rundsatz des gegenseitigen Vertrauens in die Q ualität der in einem anderen M itglied- staat absolvierten Ausbildung und der gegenseitigen Anerkennung von D i- plom en. H ierzu bilden die Anpassungsinstrum ente des Art. 4 die Ausnah- m e und sind dem entsprechend restriktiv anzuw enden (SC H N EID ER , a.a.O ., S. 200). Führt jedoch ein Vergleich m it den im innerstaatlichen R echt vor- geschriebenen Kenntnissen und Fähigkeiten zur Feststellung, dass erheb- liche U nterschiede zw ischen der vorgeschriebenen und der erw orbenen Ausbildung bestehen und deren Kenntnis eine w esentliche Voraussetzung für eine Ausübung des Berufs im Aufnahm estaat ist, so bietet der Aufnah- m em itgliedstaat dem Antragsteller die M öglichkeit nachzuw eisen, dass er die fehlenden Kenntnisse und Fähigkeiten erw orben hat. Er m uss dem An- tragsteller die W ahl zw ischen dem Anpassungslehrgang und der Eig- nungsprüfung lassen (vgl. einleitende Bem erkungen der R ichtlinie 92/51/EW G ). Als "Anpassungslehrgang" gilt die Ausübung eines reglem en- tierten Berufs, die in dem Aufnahm estaat unter der Verantw ortung eines qualifizierten Berufsangehörigen erfolgt und gegebenenfalls m it einer Zu-16 satzausbildung einhergeht. D er Lehrgang ist G egenstand einer Bew ertung. D ie Einzelheiten des Anpassungslehrgangs und seine Bew ertung w erden von den zuständigen Behörden des Aufnahm estaates festgelegt (Art. 1 Bst. i der R ichtlinie 92/51/EW G ). Als "Eignungsprüfung" gilt eine aus- schliesslich die beruflichen Kenntnisse des Antragstellers betreffende und von den zuständigen Stellen des Aufnahm estaats durchgeführte Prüfung, m it der die Fähigkeit des Antragstellers, in diesem M itgliedstaat einen reg- lem entierten Beruf auszuüben, beurteilt w erden soll. D ie M odalitäten der Eignungsprüfung w erden von den zuständigen Behörden des Aufnahm e- staates festgelegt (Art. 1 Bst. j der R ichtlinie 92/51/EW G ). N ach dem W ortlaut von Art. 4 Abs. 1 Bst. b der R ichtlinie 92/51/EW G ("Ar- tikel 3 hindert den Aufnahm estaat nicht daran, vom Antragsteller ebenfalls zu verlangen, dass er einen höchstens dreijährigen Anpassungslehrgang absolviert oder eine Eignungsprüfung ablegt....") kom m t der zuständigen Behörde, dem Bundesam t, beim Entscheid, ob eine Ausgleichsm assnah- m e verlangt w erden soll, ein Entschliessungserm essen zu. D em Bundes- am t w ird durch das Erm essen ein Spielraum für den Entscheid im Einzel- fall eingeräum t. D ies bedeutet aber nicht, dass es in seiner Entscheidung völlig frei ist. Es hat innerhalb seines Entscheidungsspielraum s unter Be- rücksichtigung der R echtsgrundsätze der Erm essensausübung, die zw eck- m ässigste Lösung zu treffen. D as Bundesam t ist dabei an die Verfassung gebunden und hat insbesondere das Verhältnism ässigkeitsprinzip zu befol- gen (H ÄFELIN /M Ü LLE R /U H LM AN N , a.a.O ., R z. 441; VPB 66.22 E. 3.5.2 m it H in- w eisen). 4.2 D er G rundsatz der Verhältnism ässigkeit stellt kein verfassungsm ässiges R echt, sondern bloss einen verfassungsm ässigen G rundsatz dar. D as ver- fassungsm ässige G ebot der Verhältnism ässigkeit um fasst nach Praxis und Lehre drei Elem ente, die kum ulativ beachtet w erden m üssen. Es verlangt, dass staatliche H oheitsakte für das Erreichen eines im übergeordneten öf- fentlichen Interesse liegenden Ziels geeignet, notw endig und für den Be- troffenen zum utbar sind (BG E 131 I 91 E. 3.3, BG E 128 I 92 E. 2b, BG E 128 II 292 E. 5.1, BG E 126 I 112 E. 5b, je m it H inw eisen; R EN É R H IN O W , G rundzüge des Schw eizerischen Verfassungsrechts, Basel etc. 2003, R z. 1135 f.; JEAN -FR AN C O IS AU BER T/PASC AL M AH O N , Petit com m entaire de la C onstitution fédérale de la C onfédération suisse du 18 avril 1999, Zurich/Bâle/G enève 2003, Art. 5 R z. 12 f. und Art. 36 R z. 15 f.; H ÄFELIN /M Ü LLER /U H LM AN N , a.a.O ., R z. 581). U ngeeignet ist eine M assnahm e dann, w enn sie am Ziel vorbeischiesst, d.h. keinerlei W irkungen im H inblick auf den angestrebten Zw eck entfaltet. Zu prüfen ist also die Zw ecktauglichkeit einer M assnahm e (H ÄFELIN / M Ü LLE R /U H LM AN N , a.a.O ., R z. 587, m it H inw eisen; R H IN O W / KR ÄH EN M AN N , a.a.O ., N r. 58 IVa, S. 180; BG E 130 I 140 E. 5.3.6). D as staatliche H andeln m uss ferner erforderlich sein, das heisst es m uss grundsätzlich notw endig sein. Als erforderlich erw eist sich eine staatliche H andlung, w enn kein w eniger einschneidendes M ittel zur Verw irklichung des öffentlichen Interesses zur W ahl steht (zw eckkonform er m ildester Ein-17 griff). Verboten ist ein das unabdingbar N otw endige übertreffendes Vorge- hen. D ie M assnam e darf in sachlicher, räum licher, zeitlicher und personel- ler H insicht nicht über das N otw endige hinausgehen (R EN É R H IN O W , a.a.O ., R z. 1136; AU BE R T/M AH O N , a.a.O ., Art. 36 R z. 16; YVO H AN G AR TN E R in: D ie Schw eizerische Bundesverfassung: Kom m entar/ hrsg. von BER N H AR D EH R E N ZE LLLER ... [et al.], Zürich etc. 2002, hiernach: Kom m entar, Art. 5 R z. 33 f.; H ÄFELIN /M Ü LLER /U H LM AN N , a.a.O ., R z. 591). Schliesslich m uss die Verw altungsm assnahm e auch zum utbar sein. Sie ist nur gerechtfertigt, w enn sie ein vernünftiges Verhältnis zw ischen dem an- gestrebten Ziel und dem Eingriff, den sie für den betroffenen Privaten be- w irkt, w ahrt (H ÄFELIN /M Ü LLER /U H LM AN N , a.a.O ., R z. 614; YVO H AN G AR TN ER , Kom - m entar, a.a.O ., Art. 36 R z. 24; AU BE R T/M AH O N , a.a.O ., Art. 36 R z. 16). 4.3 Im angefochtenen Entscheid hat das Bundesam t in einem Fach (Allgem ei- ne O ptik & Instrum ente) Ausgleichsm assnahm en verlangt. M it den alterna- tiv verfügten Ausgleichsm assnahm en (einjähriger Anpassungslehrgang oder Eignungsprüfung) bezw eckt das Bundesam t, dass sich der Be- schw erdeführer die ihm - nach M einung des Bundesam tes - fehlenden Kenntnisse im Fach Allgem eine O ptik & Instrum ente aneignen beziehungs- w eise direkt den N achw eis genügender Kenntnisse in diesem Fach durch Ablegen einer Prüfung erbringen kann. In den Berufen des G esundheitsw esens - w ie Augenoptiker - besteht in der Tat ein erhebliches öffentliches Interesse daran, dass nur fähige Leute tä- tig sind, handelt es sich doch gerade bei der G esundheit um ein R echts- gut, das des gew erbepolizeilichen Schutzes in hohem M asse bedarf (vgl. BG E 125 I 322 E. 3d, BG E 125 I 335 E. 3b, BG E 112 Ia 322 E. 4c m it H in- w eisen). Ausser Frage steht, dass die vorliegend verfügten Ausgleichs- m assnahm en geeignet sind, nachzuw eisen, dass der Inhaber eines aus- ländischen D iplom s über die nötigen Kenntnisse verfügt, die zur Berufs- ausübung als Augenoptiker unerlässlich sind. In diesem Sinne kann die Zw ecktauglichkeit der verlangten Ausgleichsm assnahm en bejaht w erden. D er vom Bundesam t alternativ verfügte einjährige Anpassungslehrgang besteht einerseits aus einer obligatorischen Ausbildung an der H öheren Fachschule für Augenoptik in O lten im Fach Allgem eine O ptik & Instrum en- te und andererseits aus einem Praktikum unter Anleitung eines diplom ier- ten Augenoptikers. D er Schw eizerische O ptikverband (SO V) führt die H öheren Fachprüfungen für Augenoptiker durch und bietet m it der H öheren Fachschule für Augen- optik einen zw eijährigen (fakultativen) Ausbildungsgang an. D as Bundes- am t hat in der angefochtenen Verfügung den Schw eizer O ptikverband m it der D urchführung der angeordneten Ausgleichsm assnahm en beauftragt. Auf G rund der Stellungnahm e des Schw eizer O ptikverbandes vom 5. M ärz 2007 ergibt sich bezüglich der Ausgestaltung des Anpassungslehrganges Folgendes: D ie Absolventen des einjährigen Anpassungslehrgangs besuchen den or- dentlichen U nterricht an dem auch die Absolventen des (2-jährigen) Voll- zeitstudium s der H öheren Fachschule für Augenoptik teilnehm en. D er 18 Lehrgang beinhaltet den Besuch des 3. und 4. Sem esters der H öheren Fachschule in O lten. Es gelten inhaltlich die gleichen Anforderungen w ie bei den Absolventen der schw eizerischen Ausbildung, identisch sind auch die Lehrm ittel und die D ozenten. D ie Bew ertung des Ausbildungslehrgan- ges erfolgt im R ahm en der ordentlichen Sem esterprüfungen (vgl. auch "M erkblatt Ausgleichsm assnahm en im Bereich O ptik" des BBT vom Sep- tem ber 2006. [Bereits zuvor, am 28. M ärz 2006 und am 28. Juni 2006 hat- te das Bundesam t per e-m ail gegenüber dem Beschw erdeführer bestätigt, dass für die Bew ertung des Anpassungslehrganges die Sem esternoten m assgebend seien, und dass ihm das Bundesam t eine G leichw ertigkeits- bestätigung ausstellen w erde, sobald er die Sem esterprüfungen erfolg- reich bestanden habe]). D ie Sem esterprüfungen bestehen jew eils aus zw ei schriftlichen Einzelprüfungen, und die erforderliche Schlussbew ertung pro Ausbildungsfach bildet der D urchschnitt aller vier Einzelprüfungen. Einzig der Bew ertungsraster w eicht von dem jenigen der norm alen Prüfungen der Schule ab. Bei der Bew ertung w erden die vom BBT verfügten Bew ertungs- kriterien der Eignungsprüfung auch für den Anpassungslehrgang übernom - m en, indem die Anforderungen für ein "genügend" 50 % der m öglichen Punktzahl (gegenüber 60 % bei den regulären Kursteilnehm ern) betragen. Im w eitern w eist der Schw eizer O ptikverband darauf hin, dass der Lehr- gang vom Arbeitgeber in Form eines Arbeitszeugnisses als erfüllt bestätigt w erden m üsse. D iese Forderung betreffe den Schw eizer O ptikverband als Kursanbieter nicht und sei durch den Arbeitgeber vorzunehm en. 4.4 D er Beschw erdeführer nahm von O ktober 2001 bis Septem ber 2003 am Vollzeitstudium der Schw eizerischen H öheren Fachschule für Augenoptik in O lten teil (vgl. Sem esterzeugnisse 2002/2003). D as Fach "Allgem eine O ptik & Instrum ente", für w elches das Bundesam t in der angefochtenen Verfügung Ausgleichsm assnahm en verlangt, w urde in allen vier Sem es- tern unterrichtet und geprüft. In diesem Fach erhielt der Beschw erdeführer im 1. Sem ester die N ote 5.0, im 2. Sem ester die N ote 4.5, im 3. Sem ester die N ote 4.5 und im 4. Sem ester die N ote 3.5. D am it hat die Beschw erde- führer in diesem Fach (nach dem strengeren Bew ertungsm asstab der re- gulären Kursteilnehm er) einen genügenden N otendurchschnitt von 4.0 (N oten 4.5 und 3.5) erzielt. N ach Auskunft des Schw eizer O ptikverbandes endet der letzte ordentliche Lehrgang der Schw eizerischen H öheren Fachschule für Augenoptik im Septem ber 2007. D as R eglem ent für H öhere Fachprüfungen im Augenopti- kerberuf von 1991 w erde voraussichtlich im Jahr 2011 aufgehoben. Ab 2010 w ürden durch die Fachhochschule N ordw estschw eiz die ersten Ba- chelor-Ausw eise in O ptom etrie abgegeben (vgl. Stellungnahm e des Schw eizer O ptikverbandes vom 5. M ärz 2007 S. 2). Solange das aktuelle R eglem ent der H öheren Fachprüfung in Kraft sei, seien auch die entspre- chenden Ausgleichsm assnahm en sichergestellt. D a nach Angaben des SO V beim Anpassungslehrgang inhaltlich die glei- chen Anforderungen an die Absolventen der H öheren Fachschule gestellt w erden und feststeht, dass sich die Anforderungen seit 1991 (Inkrafttreten des Prüfungsreglem ents) nicht geändert haben, D ozenten und Lehrm ittel 19 die gleichen sind w ie im ordentlichen U nterricht, ist daraus zu schliessen, dass der Beschw erdeführer einen identischen Lehrgang an der Schule in O lten bereits 2003 m it genügenden N oten im Fach "Allgem eine O ptik & In- strum ente" abgeschlossen und er dam it den N achw eis der nötigen Kennt- nisse im entsprechenden Fach erbracht hat. D aher erw eist sich im konkre- ten Fall die vom Bundesam t verlangte einjährige Ausbildung (gleichen In- haltes) an der H öheren Fachschule für Augenoptik als nicht erforderlich und dam it unzulässig. 4.5 D as Bundesam t führte im angefochtenen Entscheid aus, dass in der Schw eiz das Fach Allgem eine O ptik und Instrum ente nach dem Prüfungs- reglem ent unabdingbares G rundlagenfach zum Verständnis der Berufsaus- übung und Lehrlingsinstruktion sei, w as in D eutschland nicht der Fall sei. D iese Lücken seien zu schliessen. D aher ordnete das Bundesam t nebst dem Besuch des Faches "Allgem eine O ptik und Instrum ente" an der H öhe- ren Fachschule für Augenoptik in O lten an, dass der einjährige Anpas- sungslehrgang in der Schw eiz unter der Anleitung eines diplom ierten Au- genoptikers zu erfolgen habe und m it Bestätigung des Begleiters nachge- w iesen w erden m üsse. Im M erkblatt des BBT w ird hiezu festgehalten, dass der Lehrgang vom Arbeitgeber in Form eines Arbeitszeugnisses als erfüllt bestätigt w erden m üsse. D as BBT em pfehle, die Absolventen eines Prakti- kum s w ie ausgebildete Personen anzusehen, die ihre Ausbildung gem äss Verfügung vervollständigen. D ie Bezahlung solle sich grundsätzlich nach den Ansätzen eines Augenoptikers richten (vgl. M erkblatt S. 3). D er Beschw erdeführer verfügt seit Abschluss der Lehre 1997 über eine langjährige Berufserfahrung als Augenoptiker, w as die beigelegten Arbeits- zeugnisse bestätigen. D em Arbeitszeugnis der "B._______" in Z._______ vom 30. April 2000 ist zu entnehm en, dass der Beschw erdeführer vom 1. N ovem ber 1997 bis 30. April 2000 in diesem U nternehm en als Augen- optiker tätig w ar und unter anderem für die selbstständige D urchführung von Brillenglasbestim m ungen sow ie für die Lehrlingsführung und -ausbil- dung zuständig w ar. D er Vorgesetzte führte in seinem Arbeitszeugnis aus, dass der Beschw erdeführer über eine beneidensw erte Fachkom petenz verfüge, sehr zuverlässig sei und grosses Verantw ortungsbew usstsein zei- ge. Im Zw ischenzeugnis der "W ._______ AG " in Y._______ vom 1. Juli 2004 bescheinigt der G eschäftsführer, dass der Beschw erdeführer seit dem 2. M ai 2000 zu 100% (zw ischen O ktober 2001 und Septem ber 2003 habe er die H öhere Fachschule für Augenoptik absolviert und habe w äh- rend dieser Zeit jeden Sam stag und w ährend der Ferienzeit gearbeitet) in diesem U nternehm en als Augenoptiker tätig ist und zu seinen H auptaufga- ben unter anderen auch das Anpassen von Kontaktlinsen, die R efraktion, die Betreuung der Lehrlinge im 3. und 4. Lehrjahr sow ie Führungsaufga- ben (als stellvertretender C oach Verkaufsteam ) gehören. Sein unerm üdli- cher Einsatz im Team und sein persönliches Engagem ent für alle Aufga- ben, die er erledige, verdienten das Prädikat w ertvoll. Som it kann das vom Bundesam t im R ahm en des Anpassungslehrgangs verlangte einjährige Praktikum unter Anleitung eines diplom ierten Augen- optikers als erfüllt betrachtet w erden. 20 Auf G rund der guten Q ualifikation durch den Arbeitgeber ist davon auszu- gehen, dass der Beschw erdeführer in seiner beruflichen Tätigkeit über die notw endigen Fähigkeiten und Kenntnisse eines Augenoptikers verfügt und sich auch über die erforderlichen Kenntnisse im Fach "Allgem eine O ptik & Instrum ente" ausgew iesen hat. 5. Zusam m enfassend ergibt sich, dass der Beschw erdeführer auf G rund sei- ner (höheren) Ausbildung in der Schw eiz sow ie der übrigen beruflichen Tä- tigkeit über genügende Kenntnisse im Fach Allgem eine O ptik & Instrum en- te verfügt und die Anforderungen an den vom Bundesam t angeordneten einjährigen Anpassungslehrgang (Schulbesuch und Praktikum ) bereits im Zeitpunkt des angefochtenen Entscheides erfüllt w aren. D as Bundesam t hat zu U nrecht die vom Beschw erdeführer - nebst der Ausbildung in D eutschland - erw orbenen Kenntnisse in seinem Entscheid nicht berück- sichtigt. D a Ausgleichsm assnahm en (Anpassungslehrgang oder Eignungs- prüfung) alternativ zu verfügen sind und der Beschw erdeführer die Anfor- derungen an den einjährigen Anpassungslehrgang erfüllt, erw eist sich die Anordnung von Ausgleichsm assnahm en als nicht nötig und dam it unver- hältnism ässig. D ie Voraussetzungen für die Anerkennung der G leichw er- tigkeit des M eistertitels sind im konkreten Fall gegeben. D ies führt dazu, dass die angefochtenen Ausgleichsm assnahm en ersatzlos aufzuheben sind. 6. D ie Beschw erde ist gutzuheissen und die Verfügung des Bundesam tes vom 13. M ärz 2006 aufzuheben. Es w ird festgestellt, dass der am 7. Juni 2005 in D eutschland verliehene M eistertitel im Augenoptikerhandw erk m it dem eidgenössischen D iplom als Augenoptiker gleichw ertig ist. D as Bun- desam t w ird angew iesen, dem Beschw erdeführer eine G leichw ertigkeits- bestätigung auszustellen. 7. Bei diesem Ausgang des Verfahrens ist der Beschw erdeführer obsiegende Partei. D ie Verfahrenskosten sind in der R egel von der unterliegenden Partei zu tragen (vgl. Art. 63 Abs. 1 Vw VG ). Keine Verfahrenskosten w er- den Vorinstanzen auferlegt (vgl. Art. 63 Abs. 2 Vw VG ). D er vom Beschw er- deführer am 19. April 2006 geleistete Kostenvorschuss von Fr. 900.- ist ihm zurückzuerstatten. 8. D ie Beschw erdeinstanz kann der ganz oder teilw eise obsiegenden Partei von Am tes w egen oder auf Begehren eine Entschädigung für ihr erw ach- sene notw endige und verhältnism ässig hohe Kosten zusprechen (Art. 64 Abs. 1 Vw VG ). D er Beschw erdeführer w ar im vorliegenden Verfahren nicht vertreten, und auch sonst sind ihm keine anrechenbaren Kosten in diesem Sinn entstanden. D aher ist keine Parteientschädigung zuzusprechen. 9. G egen diesen Beschw erdeentscheid kann innert 30 Tagen beim Eidgenös- sischen Bundesgericht Beschw erde in öffentlich-rechtlichen Angelegenhei- ten eingereicht w erden (Art. 82 Bst. a und Art. 86 Abs. 1 Bst. a i.V.m . Art. 100 Abs. 1 des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BG G , SR 173.110, in Kraft seit 1. Januar 2007, AS 2006 1205]).21 D em nach erkennt das B undesverw altungsgericht: 1. D ie Beschw erde w ird gutgeheissen und die Verfügung des Bundesam tes für Berufsbildung und Technologie vom 13. M ärz 2006 aufgehoben. Es w ird festgestellt, dass der am 7. Juni 2005 in D eutschland verliehene M eistertitel im Augenoptikerhandw erk m it dem eidgenössischen D iplom als Augenoptiker gleichw ertig ist. D as Bundesam t w ird angew iesen, dem Be- schw erdeführer eine G leichw ertigkeitsbestätigung auszustellen. 2. Es w erden keine Verfahrenskosten auferlegt. D er Kostenvorschuss von Fr. 900.- w ird dem Beschw erdeführer aus der G erichtskasse zurückerstat- tet, sobald dieses U rteil in R echtskraft erw achsen ist. 3. Es w ird keine Parteientschädigung zugesprochen. 4. D ieses U rteil w ird eröffnet: - dem Beschw erdeführer (m it G erichtsurkunde) - der Vorinstanz (R ef-N r. 353/han/7468) (m it G erichtsurkunde) - dem Eidgenössischen Volksw irtschaftsdepartem ent (m it G erichtsurkun- de) D er Abteilungspräsident: D ie G erichtsschreiberin: Bernard M aitre Barbara Aebi R echtsm ittelbelehrung D ieses U rteil kann innert dreissig Tagen seit Eröffnung beim Schw eizerischen Bundesgericht in Lausanne angefochten w erden. Versand am : 30. M ai 2007