<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="cell small-12 contentContainer printArea"> <b><font face="RotisSansSerif ExtraBold" size="4">IV.2010.00689</font></b><br/> <b><font face="RotisSansSerif ExtraBold" size="4"> </font></b><br/> <font face="RotisSansSerif ExtraBold" size="6">Sozialversicherungsgericht</font><br/> <font face="RotisSansSerif ExtraBold" size="6">des Kantons Zürich</font><br/> <font size="4">II. Kammer</font><br/> <font size="4">Sozialversicherungsrichter Mosimann, Vorsitzender</font> <p><font size="4">Sozialversicherungsrichter Gräub</font> </p><p><font size="4">Sozialversicherungsrichterin Käch</font> </p><p><font size="4">Gerichtssekretärin Huber</font><br/> <b><font face="RotisSansSerif" size="5">Urteil vom 30. Oktober 2010</font></b><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">in Sachen</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">X.___</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4"> </font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">Beschwerdeführerin</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4"> </font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">gegen</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4"> </font><br/> <font face="RotisSansSerif ExtraBold" size="4">Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">Beschwerdegegnerin</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4"> </font><br/> <b><font face="RotisSansSerif" size="5">Sachverhalt:</font></b><br/> <font face="RotisSerif" size="4">1. X.___, geboren 1961, verheiratet und Mutter von drei inzwischen erwachsenen Kindern, ist seit 1987 als Hausfrau tätig (Urk. 8/2 S. 1 Ziff. 1.3, S. 2 Ziff. 2 und Ziff. 3 sowie S. 5 Ziff. 6.3.1). Am 9. Juli 2007 meldete sie sich zum Bezug von Leistungen der Invalidenversicherung, namentlich Rente, an (Urk. 8/2 S. 6 Ziff. 7.8).</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">Die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, holte medizinische Berichte (Urk. 8/9, Urk. 8/12, Urk. 8/23, Urk. 8/31, Urk. 8/32), ein psychiatrisches Gutachten (Urk. 8/18/1-14) und einen Auszug aus dem individuellen Konto der Versicherten (Urk. 8/7) ein.</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">Nach durchgeführtem Vorbescheidverfahren (Urk. 8/35-40) verneinte die IV-Stelle mit Verfügung vom 25. Mai 2010 (Urk. 8/41 = Urk. 2) den Anspruch der Versicherten auf eine Invalidenrente.</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4"> </font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">2. Gegen die Verfügung vom 25. Mai 2010 (Urk. 2) erhob die Versicherte mit Eingabe vom 28. Juni 2010 Beschwerde und beantragte sinngemäss die Aufhebung des angefochtenen Entscheids sowie die Zusprache einer ganzen Invalidenrente.</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">Mit Beschwerdeantwort vom 10. September 2010 (Urk. 7) schloss die IV-Stelle auf Abweisung der Beschwerde. Am 16. September 2010 wurde die Beschwerdeantwort der Versicherten zugestellt (Urk. 9).</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4"> </font><br/> <b><font face="RotisSansSerif" size="5">Das Gericht zieht in Erwägung:</font></b><br/> <font face="RotisSerif" size="4">1.</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">1.1 Am 1. Januar 2008 sind die im Zuge der 5. IV-Revision revidierten Bestimmungen des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG) vom 6. Oktober 2006, der Verordnung über die Invalidenversicherung (IVV) vom 28. September 2007, des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG) sowie das Bundesgesetz über die Schaffung und die Änderung von Erlassen zur Neugestaltung des Finanzausgleichs und der Aufgabenteilung zwischen Bund und Kantonen (NFA) vom 6. Oktober 2006 in Kraft getreten. In materiellrechtlicher Hinsicht gilt jedoch der allgemeine übergangsrechtliche Grundsatz, dass der Beurteilung jene Rechtsnormen zu Grunde zu legen sind, die bei Erlass des angefochtenen Entscheids respektive im Zeitpunkt gegolten haben, als sich der zu den materiellen Rechtsfolgen führende Sachverhalt verwirklicht hat (vgl. BGE 127 V 467 Erw. 1, 126 V 136 Erw. 4b, je mit Hinweisen). </font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">Die angefochtene Verfügung ist am 25. Mai 2010 ergangen, wobei ein Sachverhalt zu beurteilen ist, der vor dem Inkrafttreten der revidierten Bestimmungen der 5. IV-Revision am 1. Januar 2008 begonnen hat. Daher und aufgrund dessen, dass der Rechtsstreit eine Dauerleistung betrifft, über welche noch nicht rechtskräftig verfügt wurde, ist entsprechend den allgemeinen intertemporalrechtlichen Regeln für die Zeit bis 31. Dezember 2007 auf die damals geltenden Bestimmungen und ab diesem Zeitpunkt auf die neuen Normen der 5. IV-Revision abzustellen (vgl. zur 4. IV-Revision: BGE 130 V 445 ff.; Urteil des Eidgenössischen Versicherungsgerichts vom 7. Juni 2006 in Sachen M., I 428/04, Erw. 1). </font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">1.2 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Die Invalidität kann Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1 IVG). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). </font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">Versicherte mit vollendetem 20. Altersjahr, die vor der Beeinträchtigung ihrer körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit nicht erwerbstätig waren und denen eine Erwerbstätigkeit nicht zugemutet werden kann, gelten als invalid, wenn eine Unmöglichkeit vorliegt, sich im bisherigen Aufgabenbereich zu betätigen (Art. 8 Abs. 3 ATSG in Verbindung mit Art. 5 Abs. 1 IVG).</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">1.3 Bei nicht erwerbstätigen Versicherten, die im Aufgabenbereich tätig sind und denen die Aufnahme einer Erwerbstätigkeit nicht zugemutet werden kann, wird für die Bemessung der Invalidität in Abweichung von Art. 16 ATSG darauf abgestellt, in welchem Masse sie unfähig sind, sich im Aufgabenbereich zu betätigen. Art. 7 Abs. 2 ATSG ist sinngemäss anwendbar (Art. 28a Abs. 2 IVG in Verbindung mit Art. 8 Abs. 3 ATSG; bis 31. Dezember 2007: Art. 28 Abs. 2</font><sup><font face="RotisSerif" size="4">bis</font></sup><font face="RotisSerif" size="4"> IVG; spezifische Methode; BGE 130 V 99 Erw. 3.3.1, 104 V 136 Erw. 2a; AHI 1997 S. 291 Erw. 4a). Als Aufgabenbereich der im Haushalt tätigen Versicherten gelten insbesondere die übliche Tätigkeit im Haushalt, die Erziehung der Kinder sowie gemeinnützige und künstlerische Tätigkeiten (Art. 27 IVV). </font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">1.4 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig ist (BGE 125 V 261 Erw. 4). Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten Person noch zugemutet werden können (BGE 125 V 261 Erw. 4 mit Hinweisen; AHI 2002 S. 70 Erw. 4b/cc).</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4"> </font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">2. Unbestritten ist unter den Verfahrensbeteiligten, dass die Beschwerdeführerin auch ohne gesundheitliche Einschränkungen vollumfänglich im Haushalt tätig wäre (Urk. 1, Urk. 2). Strittig und im vorliegenden Verfahren zu überprüfen ist der Anspruch auf eine Invalidenrente, wobei der Erlass der angefochtenen Verfügung vom 25. Mai 2010 rechtsprechungsgemäss die zeitliche Grenze der Überprüfungsbefugnis bildet (BGE 121 V 366 Erw. 1b mit Hinweis).</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">Die Beschwerdegegnerin macht geltend, aus medizinischer Sicht bestehe keine invalidisierende Einschränkung im Haushaltsbereich (Urk. 2 S. 1).</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">Die Beschwerdeführerin brachte sinngemäss vor, dass sie aufgrund ihres Gesundheitszustandes nicht in der Lage sei, die Haushaltsarbeiten zu verrichten. Diese würden von ihren Familienangehörigen erledigt (Urk. 1).</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4"> </font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">3.</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">3.1 Der Hausarzt der Beschwerdeführerin, Dr. Med. Y.___, FMH für Allgemeine Medizin, führte in seinem Bericht vom 15. April 2007 (Urk. 8/9 = 8/18/23-28) aus, dass die Beschwerdeführerin seit dem Jahre 1997 bei ihm in Behandlung stehe (S. 3 Ziff. 4.1).</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">Dr. Y.___ nannte folgende Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit (S. 2 Ziff. 2.1):</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">- </font><font face="RotisSerif" size="4">chronische Depression</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">- </font><font face="RotisSerif" size="4">Adipositas permagna (BMI 47)</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">- </font><font face="RotisSerif" size="4">Status nach gastric banding</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">- </font><font face="RotisSerif" size="4">Status nach laparoskopischer Magen-Bypass-Operation</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">- </font><font face="RotisSerif" size="4">Malabsorptionssyndrom</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">- </font><font face="RotisSerif" size="4">Fibromyalgie-Syndrom</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">Ferner stellte Dr. Y.___ folgende Diagnosen ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit (S. 2 Ziff. 2.2):</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">- </font><font face="RotisSerif" size="4">Asthma bronchiale</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">- </font><font face="RotisSerif" size="4">arterielle Hypotonie</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">- </font><font face="RotisSerif" size="4">chronische Urticaria</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">Dr. Y.___ wies sodann darauf hin, dass ein Verdacht auf einen Benzodiazepinabusus bestehe (S. 6 Ziff. 6.4).</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">Zur Arbeitsfähigkeit führte Dr. Y.___ aus, dass in der zuletzt ausgeübten Tätigkeit als Angestellte seit Frühjahr 2003 eine vollumfängliche Arbeitsunfähigkeit bestehe (S. 2 Ziff. 3).</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">3.2 Am 26. Februar 2008 erstattete Dr. med. Z.___, FMH für Psychiatrie und Psychotherapie, ein psychiatrisches Gutachten (Urk. 8/18/1-14).</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">Darin stellte Dr. Z.___ folgende Diagnosen (S. 12 Ziff. 1.1):</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">- </font><font face="RotisSerif" size="4">neurotische, Belastungs- und somatoforme Störungen mit Anteilen einer anhaltenden somatoformen Schmerzstörung sowie einer Neurasthenie</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">- </font><font face="RotisSerif" size="4">fehlende Impulskontrolle, welche sich in abnormem Essverhalten und Benzodiazepin- und Schlafmittelabusus äussere</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">Dr. Z.___ hielt einen umgehenden stationären psychiatrischen Aufenthalt, insbesondere zur Suchtbehandlung, für dringend angezeigt (S. 13 Ziff. 4). Er führte alsdann aus, dass ihm eine verlässliche Einschätzung der Arbeitsfähigkeit erst nach Beendigung der empfohlenen Behandlung als sinnvoll erscheine (S. 13 Ziff. 2 und Ziff. 3).</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">3.3 Die Ärzte der Universitätsklinik A.__ (A.___) hielten im Bericht vom 3. November 2008 (Urk. 8/23) fest, dass sich die Beschwerdeführerin vom 6. bis 31. Oktober 2008 bei ihnen zum stationären Benzodiazepinentzug in Hospitalisation befunden habe (S. 1).</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">Die Ärzte nannten folgende Diagnosen (S. 1):</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">- </font><font face="RotisSerif" size="4">Störungen durch Benzodiazepine, Abhängigkeitssyndrom, mit ständigem Substanzgebrauch</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">- </font><font face="RotisSerif" size="4">anhaltende somatoforme Schmerzstörung</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">- </font><font face="RotisSerif" size="4">Verdacht auf affektive und depressive Störung gemischt</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">- </font><font face="RotisSerif" size="4">Verdacht auf histrionische Persönlichkeitsakzentuierung</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">- </font><font face="RotisSerif" size="4">arterielle Hypotonie</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">- </font><font face="RotisSerif" size="4">chronisches Asthma bronchiale</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">- </font><font face="RotisSerif" size="4">Status nach Magenbypass-Operation im Jahre 2004, Malabsorptionssyndrom</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">- </font><font face="RotisSerif" size="4">Status nach Nephrolithiasis beidseits</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">Des Weiteren führten die Ärzte aus, dass ein kompletter Temestaentzug nicht habe erreicht werden können (S. 3). Zur Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin machten die Ärzte keine Angaben.</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">3.4 Dr. med. B.___, FMH für Psychiatrie und Psychotherapie, führte im Bericht vom 2. Oktober 2009 (Urk. 8/31) aus, dass die Beschwerdeführerin seit Dezember 2008 bei ihm in Behandlung stehe (S. 1 Ziff. 1.2).</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">Dr. B.___ nannte folgende Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit (Ziff. 1.1):</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">- </font><font face="RotisSerif" size="4">histrionische sowie abhängige Persönlichkeitsstörung bei anhaltender somatoformer Schmerzstörung</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">- </font><font face="RotisSerif" size="4">Tendenz zu Benzodiazepinabhängigkeit</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">Ferner diagnostizierte Dr. B.___ eine psychosoziale Belastungssituation ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit (Ziff. 1.1).</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">Zur Arbeitsfähigkeit führte Dr. B.___ aus, dass die bisherige Tätigkeit aus psychiatrischer Sicht zu 100 % zumutbar sei (Ziff. 1.7). Mit einer Wiederaufnahme einer beruflichen Tätigkeit im Umfang von 100 % könne ab 1. Oktober 2009 gerechnet werden (Ziff. 1.9).</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">In einem weiteren Bericht vom 29. März 2010 (Urk. 8/36) führte Dr. B.___ aus, dass die Beschwerdeführerin der Meinung sei, sie sei zu 100 % arbeitsunfähig, dass aber aus psychiatrischer Sicht im Erwerbsbereich eine volle Arbeitsfähigkeit bestehe.</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">3.5 In Verlaufsbericht vom 7. Dezember 2009 (Urk. 8/32) nannte Dr. Y.___ folgende Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit (S. 1 Ziff. 1.1):</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">- </font><font face="RotisSerif" size="4">somatoforme Schmerzstörung</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">- </font><font face="RotisSerif" size="4">Benzodiazepinabusus, weitgehend sistiert</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">- </font><font face="RotisSerif" size="4">Verdacht auf gemischte affektive und depressive Störung</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">- </font><font face="RotisSerif" size="4">Verdacht auf histrionische Persönlichkeitsstörung</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">- </font><font face="RotisSerif" size="4">Status nach Magenbypassoperation wegen Adipositas</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">Ferner stellte Dr. Y.___ folgende Diagnosen ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit (S. 1 Ziff. 1.1):</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">- </font><font face="RotisSerif" size="4">Asthma bronchiale</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">- </font><font face="RotisSerif" size="4">chronische Urticaria</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">- </font><font face="RotisSerif" size="4">arterielle Hypotonie</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">- </font><font face="RotisSerif" size="4">perforierte Sigmadivertikulitis</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">- </font><font face="RotisSerif" size="4">Nephrolithiasis beidseits</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">Dr. Y.___ wies darauf hin, dass er die Beschwerdeführerin wegen von ihr geschilderten schlimmen Schmerzen am ganzen Körper, multiplen funktionellen Störungen, Angst- und Panikgefühlen sowie einer Agoraphobie zur stationären Abklärung an das Spital C.___ überwiesen habe (S. 2 Ziff. 1.4).</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">Zur Arbeitsfähigkeit führte Dr. Y.___ aus, dass als Hausfrau eine vollumfängliche Arbeitsfähigkeit bestehe, wohingegen im Erwerbsbereich vom 6. Juni 2000 bis zum 31. Dezember 2009 eine vollumfängliche Arbeitsunfähigkeit bestehe (S. 2 Ziff. 1.6).</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4"> </font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">4.</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">4.1 Die Würdigung der medizinischen Akten ergibt, dass nach übereinstimmender ärztlicher Einschätzung im Haushaltsbereich eine 100%ige Arbeitsfähigkeit besteht.</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">Der Hausarzt Dr. Y.___ ging davon aus, dass im Haushaltsbereich von einer vollumfänglichen Arbeitsfähigkeit auszugehen sei (Urk. 8/32 S. 2 Ziff. 1.6). Der psychiatrische Gutachter Dr. Z.___ und die Ärzte der Universitätsklinik A.___ (A.___) machten keine Angaben zur Arbeitsfähigkeit (Urk. 8/18/1-14 S. 13 Ziff. 2 und Ziff. 3, Urk. 8/23). Dr. B.___ hielt dafür, dass der Beschwerdeführerin aus psychiatrischer Sicht in der bisherigen Tätigkeit als Hausfrau eine 100%ige Arbeitsfähigkeit zumutbar sei (Urk. 8/31 S. 2 Ziff. 1.7).</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">4.2 Ergänzend ist anzufügen, dass die Beschwerdegegnerin auf die Durchführung einer Haushaltsabklärung im Sinne von Art. 69 Abs. 2 IVV verzichtete. Zwar ist die Abklärung vor Ort für gewöhnlich die geeignete Vorkehr zur Bestimmung der Behinderung im Haushalt, aber der Abklärungsbericht ist seiner Natur nach in erster Linie auf die Ermittlung des Ausmasses physisch bedingter Beeinträchtigungen zugeschnitten. So kann nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung bei psychischen Beeinträchtigungen allenfalls auf die ärztliche Einschätzung des Leistungsvermögens im Haushalt abgestellt werden (Bundesgerichtsurteil in Sachen D. vom 11. März 2010, 9C_1061/2009, Erw. 5.5.1 mit Hinweis). Vorliegend leidet die Beschwerdeführerin vorwiegend an psychischen Beschwerden. Der psychiatrische Facharzt Dr. B.___ ging von einer 100%igen Arbeitsfähigkeit in der bisherigen Tätigkeit als Hausfrau aus. In Anbetracht der Besonderheiten des vorliegenden Falles erscheint daher ein direktes Abstellen auf diese fachärztliche Beurteilung nicht unzulässig.</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">4.3 Im Verlauf des vorliegenden Verfahrens reichte die Beschwerdeführerin sodann einen Bericht des Spitals C.___, Chirurgische Klinik, vom 11. Juni 2010 (Urk. 8/42 = Urk. 3/1) zu den Akten.</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">Darin hielten die Ärzte fest, dass sich die Beschwerdeführerin vom 3. Mai bis 11. Juni 2010 in Spitalpflege befunden habe (S. 1).</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">Die Ärzte stellten folgende Diagnosen (S. 1):</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">- </font><font face="RotisSerif" size="4">rezidivierende links- und rechtsseitige Oberbauchschmerzen bei:</font><br/> <font face="RotisSerif" size="2">- </font><font face="RotisSerif" size="4">Status nach Redo-Magenbypass mit common channel 1 Meter im März 2004 und common channel Verlängerung auf 1.5 Meter</font><br/> <font face="RotisSerif" size="2">- </font><font face="RotisSerif" size="4">Status nach laparoskopischem Nabelhernienverschluss mit Parie-texnetz im März 2006</font><br/> <font face="RotisSerif" size="2">- </font><font face="RotisSerif" size="4">Sepsis bei Choledochusläsionen nach laparoskopischer Cholezystektomie am 3. Mai 2010</font><br/> <font face="RotisSerif" size="2">- </font><font face="RotisSerif" size="4">Acute Respiratory Distress Syndrom (ARDS), mechanische Beatmung vom 11. bis 18. Mai 2010</font><br/> <font face="RotisSerif" size="2">- </font><font face="RotisSerif" size="4">gallige 4-Quadrantenperitonitis</font><br/> <font face="RotisSerif" size="2">- </font><font face="RotisSerif" size="4">Antibiose: Rocephin vom 11. bis 18. Mai 2010, Tienam (19. bis 29. Mai 2010)</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">- </font><font face="RotisSerif" size="4">gedeckt perforierte Sigmadivertikulitis im November 2008</font><br/> <font face="RotisSerif" size="2">- </font><font face="RotisSerif" size="4">Kolo Januar 2009: diskrete Sigmadivertikulose</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">- </font><font face="RotisSerif" size="4">chronisches Asthma bronchiale</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">- </font><font face="RotisSerif" size="4">chronische Urtikaria</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">- </font><font face="RotisSerif" size="4">chronisches Panvertebralsyndrom</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">Zur Arbeitsfähigkeit machten die Ärzte keine Angaben.</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">Für die Beurteilung der Gesetzmässigkeit der angefochtenen Verfügung ist für das Sozialversicherungsgericht in der Regel der Sachverhalt massgebend, der zur Zeit des Erlasses des angefochtenen Verwaltungsaktes gegeben war. Tatsachen, die jenen Sachverhalt seither verändert haben, sollen im Normalfall Gegenstand einer neuen Verwaltungsverfügung bilden (BGE 130 V 140 Erw. 2.1 mit Hinweis). </font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">Gemäss vorgenanntem Bericht unterzog sich die Beschwerdeführerin am 3. Mai 2010 einer laparoskopischen Cholezystektomie, wobei postoperativ verschiedene Komplikationen auftraten (vgl. hierzu Urk. 3/1). Eine allfällige Verschlechterung des Gesundheitszustandes der Beschwerdeführerin wäre im vorliegend zu prüfenden Zeitabschnitt bis zum Verfügungserlass am 25. Mai 2010 mangels Erfüllung des Wartejahres nicht rentenrelevant, könnte jedoch einen Anspruch auf eine künftige Invalidenrente beeinflussen. Die Akten sind daher an die Beschwerdegegnerin zur ergänzenden Abklärung und neuen Verfügung zu überweisen.</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">4.4 Dies führt zusammenfassend einerseits zum Schluss, dass sich die angefochtene Verfügung als rechtens erweist, weshalb die Beschwerde abzuweisen ist.</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">Andererseits sind die Akten nach Eintritt der Rechtskraft dieses Urteils der Beschwerdeführerin zu überweisen, damit diese eine allfällige Verschlechterung des Gesundheitszustandes der Beschwerdeführerin abkläre.</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4"> </font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">5. Gemäss Art. 69 Abs. 1</font><sup><font face="RotisSerif" size="4">bis </font></sup><font face="RotisSerif" size="4">IVG ist das Beschwerdeverfahren bei Streitigkeiten um die Bewilligung oder die Verweigerung von IV-Leistungen kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 1'000.-- festgelegt.</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">Diese Kosten sind ermessensweise auf Fr. 600.-- festzusetzen und ausgangsgemäss der Beschwerdeführerin aufzuerlegen. </font><br/> <font face="RotisSerif" size="4"> </font><br/> <font face="RotisSerif" size="4"> </font><br/> <b><font face="RotisSansSerif" size="5">Das Gericht erkennt:</font></b><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">1. Die Beschwerde wird abgewiesen. </font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4"> Die Akten werden nach Eintritt der Rechtskraft dieses Urteils an die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, überwiesen, damit diese im Sinne der Erwägungen verfahre.</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">2. Die Gerichtskosten von Fr. 600.-- werden der Beschwerdeführerin auferlegt. Rechnung und Einzahlungsschein werden der Kostenpflichtigen nach Eintritt der Rechtskraft zugestellt.</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">3. Zustellung gegen Empfangsschein an:</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">- X.___</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">- Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">- Bundesamt für Sozialversicherungen</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">sowie an:</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">- Gerichtskasse (im Dispositiv nach Eintritt der Rechtskraft)</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">4. Gegen diesen Entscheid kann innert </font><b><font face="RotisSansSerif" size="4">30 Tagen</font></b><font face="RotisSansSerif" size="4"> seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundesgesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 15. Juli bis und mit 15. August sowie vom 18. Dezember bis und mit dem 2. Januar (Art. 46 BGG).</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4"> Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzustellen.</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4"> Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismittel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat (Art. 42 BGG).</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4"> </font> </p></div></body></html>