23. März 1984 N 431 Interpellation Bühler-Tschappina «periodische Berichterstattung der Kantone über den Stand des Turn- und Sportunterrichtes» zeigt, dass im Rahmen der obligatorischen Schulzeit gesamtschweizerisch mehr als 35 000 Klassen regelmässig Turn- und Sportunterricht ge- messen. Die spezielle Frage hinsichtlich körprlich behinderter Schü- ler wurde dahingehend beantwortet, dass diese in allen Kantonen am ordentlichen Turnunterricht mit ihrer Klasse teilnehmen. In zwei Schulen des Kantons Bern und einer Schule des Kantons Solothurn werden körperlich behin- derte Schüler in besonderen Gruppen unterrichtet. Obschon dies nicht eigentlich behinderte Schüler betrifft, darf in diesem Zusammenhang darauf hingewiesen werden, dass 17 Kantone zusätzlich Lektionen mit Sonderturnen anbieten, wobei sich der Unterricht meist auf einige wenige Gemeinden beschränkt. Als Folge allfälliger Massnahmen im finanziellen Bereich könnte insbesondere dieses Ange- bot in Frage gestellt werden. Die detaillierten Abklärungen ergeben keinen konkreten Hinweis auf eine mangelnde Befolgung der bundesrechtli- chen Regelung auf kantonaler Ebene. Die Bedürfnisse der behinderten Kinder werden nicht in Frage gestellt und fin- den ihre Anerkennung jedenfalls in entsprechenden Rechts- grundlagen der Kantone. Die für das Schulturnen zuständigen Organe des Bundes werden diesen Bereich weiterhin sorgfältig überwachen. Falls es sich als notwendig erweisen sollte, werden sie die entsprechenden Massnahmen im Sinne einer Sensibilisie- rung, allenfalls Einleitung konkreter Schritte ergreifen. Le président: L'interpellateur n'est pas satisfait. #ST# 83.912 Interpellation Bühler-Tschappina San Bernardino. Sperrzeiten San Bernardino. Heures de fermeture Wortlaut der Interpellation vom 28. November 1983 Seit 1. November 1983 sind gemäss Verfügung des EJPD die Sperrzeiten für den Schwerverkehr auf den beiden Strassen- strecken Gotthard und San Bernardino provisorisch aufge- hoben. In diesem Zusammenhang wird der Bundesrat ersucht, fol- gende Fragen zu beantworten: 1. Ist der Bundesrat nicht auch der Ansicht, dass a. in der heute ohnehin prekären Situation betr. Luftver- schmutzung es unverantwortlich ist, Massnahmen zu tref- fen, die langfristig zweifellos zu einer weiteren Verlagerung des Schwerverkehrs von der Schiene auf die Strasse führen werden, selbst dann, wenn die Versuchsphase während der Wintermonate keine direkte Zunahme ausweisen sollte? b. die Bemühungen zur Verringerung des SBB-Defizites dadurch zusätzlich erschwert werden? 2. Teilt der Bundesrat die Auffassung, wonach a. die Bekanntgabe des Bundesamtes für Polizeiwesen ganz einfach nicht den Tatsachen entsprach, wenn dort behauptet wurde, die Aufhebung sei «mit Zustimmung» der Kantone erfolgt, obwohl die Bündner Regierung ablehnend Stellung nahm? b. tatsachenwidrige Erklärungen von Amtsstellen bestimmt nicht zur Vertrauensbildung zwischen Bevölkerung und Behörden beitragen und auf keinen Fall vorkommen dürften? Texte de l'interpellation du 28 novembre 1983 Conformément à une décision du DFJP, les restrictions de circulation imposées aux poids lourds sur les routes du Saint-Gothard et du San Bernardino ont été abrogées, à titre provisoire, à partir du 1" novembre 1983. En rapport avec cette décision, le Conseil fédéral est prié de répondre aux questions suivantes: 1. N'estime-t-il pas a. que, dans la situation déjà critique où nous nous trou- vons du point de vue de la pollution de l'air, il est inadmissi- ble de prendre des mesures qui entraîneront sans aucun doute, à long terme, un accroissement du trafic des poids lourds au détriment du rail, quand bien même la période d'essai, durant les mois d'hiver, ne laisserait pas apparaître une augmentation immédiate du trafic? b. qu'il en sera d'autant plus difficile de réduire le déficit des CFF? 2. Le Conseil fédéral est-il également d'avis a. qu'en affirmant que cette abrogation avait été décidée «avec l'accord» des cantons, alors que le Conseil d'Etat du canton des Grisons s'y est opposé, l'Office fédéral de la police, dans son communiqué, s'écarte singulièrement de la réalité? b. que des déclarations inexactes, faites par des services officiels, ne contribuent pas à établir un rapport de con- fiance entre la population et les autorités, et que de tels faits ne devraient jamais se produire? Mitunterzeichner - Cosignataires: Bundi, Cantieni, Colum- berg (3) Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates Rapport écrit du Conseil fédéral Der Ausbau der N 13 und der N 2 ist soweit fortgeschritten, dass die Dörfer an der San-Bernardino-Route und ab Juni 1984 auch jene in der Leventina grösstenteils umfahren werden. Damit fallen die massgeblichen polizeirechtlichen Gründe für Schwerverkehrs-Sperrzeiten weitgehend dahin. Deshalb ermittelt das EJPD in einem fünfmonatigen Versuch im Winterhalbjahr 1983/84 die Auswirkungen einer Aufhe- bung. Insbesondere soll festgestellt werden, ob die positiven Auswirkungen des Wegfalles der Lastwagenkolonnen am Ende der Sperrzeiten (weniger Lärm und Abgase; besserer Verkehrsfluss) durch die Zunahme der Zahl der schweren Fahrzeuge wettgemacht werden. Genaue Erhebungen sol- len über das Ausmass eines allfälligen Mehrverkehrs Auf- schluss geben. Vor Abschluss des Versuches Ende März ist es jedoch unmöglich, gültige Aussagen über die Auswirkun- gen des Versuches zu machen. Aus polizeilicher Sicht hat sich die Aufhebung der Sperrzeiten bis heute jedenfalls nicht nachteilig ausgewirkt, so dass kein Anlass zu einem Abbruch des Versuches besteht. Das Bundesamt für Polizeiwesen hat vor der versuchswei- sen Aufhebung der Sperrzeiten bei den betroffenen Kanto- nen eine Umfrage durchgeführt. Diese haben der Durchfüh- rung des Versuches mehrheitlich zugestimmt. Der Kanton Graubünden hat zwar zahlreiche Vorbehalte gegen die Auf- hebung der Sperrzeiten vorgebracht, aber ausdrücklich erklärt, dass die zu treffende Regelung auf der Gotthard- und der San-Bernardino-Route identisch sein müsse. Damit hat die Regierung des Kantons Graubünden ihr Einverständ- nis für eine von der Mehrheit der angefragten Kantone befürwortete Regelung gegeben. Die vom Bundesamt für Polizeiwesen angegebene «Zustimmung» ist daher weder tatsachenwidrig noch geeignet, die Vertrauensbildung zwi- schen Bevölkerung und Behörden zu beeinträchtigen. Le président: L'interpellateur n'est pas satisfait.Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali Interpellation Bühler-Tschappina San Bernardino. Sperrzeiten Interpellation Bühler-Tschappina San Bernardino. Heures de fermeture In Amtliches Bulletin der Bundesversammlung Dans Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale In Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale Jahr 1984 Année Anno Band I Volume Volume Session Frühjahrssession Session Session de printemps Sessione Sessione primaverile Rat Nationalrat Conseil Conseil national Consiglio Consiglio nazionale Sitzung 16 Séance Seduta Geschäftsnummer 83.912 Numéro d'objet Numero dell'oggetto Datum 23.03.1984 - 08:00 Date Data Seite 431-431 Page Pagina Ref. No 20 012 339 Dieses Dokument wurde digitalisiert durch den Dienst für das Amtliche Bulletin der Bundesversammlung. Ce document a été numérisé par le Service du Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale. Questo documento è stato digitalizzato dal Servizio del Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale.