Übereinkommen vom 21. März 1983 über die Überstellung verurteilter Personen <?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><akomaNtoso xmlns="http://docs.oasis-open.org/legaldocml/ns/akn/3.0" xmlns:fedlex="http://fedlex.admin.ch/"><act name="publicLaw"><meta><identification source="#ch.bk"><FRBRWork><FRBRthis value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/1988/761_761_761/20200505/main-text"/><FRBRuri value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/1988/761_761_761/20200505"/><FRBRdate date="2020-05-05" name="jolux:dateApplicability"/><FRBRdate date="1983-03-21" name="jolux:dateDocument"/><FRBRdate date="1988-05-01" name="jolux:dateEntryInForce"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#publisher"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#rightsHolder"/><FRBRcountry value="CH"/><FRBRnumber value="0.343"/><FRBRname xml:lang="fr" value="Convention du 21 mars 1983 sur le transfèrement des personnes condamnées" shortForm=""/><FRBRname xml:lang="it" value="Convenzione del 21 marzo 1983 sul trasferimento dei condannati" shortForm=""/><FRBRname xml:lang="de" value="Übereinkommen vom 21. März 1983 über die Überstellung verurteilter Personen" shortForm=""/><FRBRauthoritative value="true"/></FRBRWork><FRBRExpression><FRBRthis value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/1988/761_761_761/20200505/de/main-text"/><FRBRuri value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/1988/761_761_761/20200505/de"/><FRBRdate date="2020-05-05" name="jolux:dateApplicability"/><FRBRdate date="1983-03-21" name="jolux:dateDocument"/><FRBRdate date="1988-05-01" name="jolux:dateEntryInForce"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#publisher"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#rightsHolder"/><FRBRlanguage language="de"/></FRBRExpression><FRBRManifestation><FRBRthis value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/1988/761_761_761/20200505/de/xml/main-text"/><FRBRuri value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/1988/761_761_761/20200505/de/xml"/><FRBRdate date="2020-05-05" name="jolux:dateApplicability"/><FRBRdate date="1983-03-21" name="jolux:dateDocument"/><FRBRdate date="1988-05-01" name="jolux:dateEntryInForce"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#publisher"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#rightsHolder"/><FRBRformat value="xml" fedlex:generator="2024-q4-rel-1.6.5"/></FRBRManifestation></identification><references source="#ch.bk"><TLCOrganization eId="ch.bk" href="https://fedlex.data.admin.ch/vocabulary/legal-institution/2" showAs="Bundeskanzlei"/><TLCRole eId="publisher" href="http://data.legilux.public.lu/resource/ontology/jolux#publisher" showAs="Editeur"/><TLCRole eId="rightsHolder" href="http://data.legilux.public.lu/resource/ontology/jolux#rightsHolder" showAs="Détenteur des droits"/><TLCReference name="language" href="http://publications.europa.eu/resource/authority/language/DEU" showAs="de"/><TLCReference name="format" href="https://fedlex.data.admin.ch/vocabulary/user-format/xml" showAs="xml"/></references></meta><preface><p><docNumber>0.343</docNumber></p><p> AS <b>1988</b> 761; BBl <b>1986</b> III 769</p><p xmlns:mig="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:migration">Übersetzung</p><p><docTitle>Übereinkommen <br/>über die Überstellung verurteilter Personen</docTitle></p><p>Abgeschlossen in Strassburg am 21. März 1983 <br/>Von der Bundesversammlung genehmigt am 18. Juni 1987<authorialNote><p> <ref href="https://fedlex.data.admin.ch/eli/oc/1988/759_759_759" xmlns:data="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:data" xmlns:tmp="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:temp">AS <b>1988</b> 759</ref></p></authorialNote> <br/>Schweizerische Ratifikationsurkunde hinterlegt am 15. Januar 1988 <br/>In Kraft getreten für die Schweiz am 1. Mai 1988</p><p> (Stand am 5. Mai 2020)</p></preface><preamble><p>Die Mitgliedstaaten des Europarats und die anderen Staaten, die dieses <br/>Übereinkommen unterzeichnen,</p><p>von der Erwägung geleitet, dass es das Ziel des Europarats ist, eine engere Verbindung zwischen seinen Mitgliedern herbeizuführen;</p><p>in dem Wunsch, die internationale Zusammenarbeit in strafrechtlichen Angelegenheiten weiterzuentwickeln;</p><p>in der Erwägung, dass diese Zusammenarbeit den Interessen der Rechtspflege dienen und die soziale Wiedereingliederung verurteilter Personen fördern sollte;</p><p>in der Erwägung, dass es diese Ziele erfordern, Ausländern, denen wegen der Begehung einer Straftat ihre Freiheit entzogen ist, Gelegenheit zu geben, die gegen sie verhängte Sanktion in ihrer Heimat zu verbüssen;</p><p>in der Erwägung, dass dieses Ziel am besten dadurch erreicht werden kann, dass sie in ihr eigenes Land überstellt werden,</p><p>sind wie folgt übereingekommen:</p></preamble><body><article eId="art_1"><num><b>Art. 1</b></num><heading>Begriffsbestimmungen</heading><paragraph eId="art_1/para"><content><p>Im Sinne dieses Übereinkommens bezeichnet der Ausdruck</p><blockList><item eId="art_1/para/lbl_a"><num>a. </num><p>«Sanktion» jede freiheitsentziehende Strafe oder Massnahme, die von einem Gericht wegen einer Straftat für eine bestimmte Zeit oder auf unbestimmte Zeit verhängt worden ist;</p></item><item eId="art_1/para/lbl_b"><num>b. </num><p>«Urteil» eine Entscheidung eines Gerichts, durch die eine Sanktion verhängt wird;</p></item><item eId="art_1/para/lbl_c"><num>c. </num><p>«Urteilsstaat» den Staat, in dem die Sanktion gegen die Person, die überstellt werden kann oder überstellt worden ist, verhängt worden ist;</p></item><item eId="art_1/para/lbl_d"><num>d. </num><p>«Vollstreckungsstaat» den Staat, in den die verurteilte Person zum Vollzug der gegen sie verhängten Sanktion überstellt werden kann oder überstellt worden ist.</p></item></blockList></content></paragraph></article><article eId="art_2"><num><b>Art. 2</b></num><heading>Allgemeine Grundsätze</heading><paragraph eId="art_2/para_1"><num>1.</num><content><p>Die Vertragsparteien verpflichten sich, nach diesem Übereinkommen im Hinblick auf die Überstellung verurteilter Personen weitestgehend zusammenzuarbeiten.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_2/para_2"><num>2.</num><content><p>Eine im Hoheitsgebiet einer Vertragspartei verurteilte Person kann nach diesem Übereinkommen zum Vollzug der gegen sie verhängten Sanktion in das Hoheitsgebiet einer anderen Vertragspartei überstellt werden. Zu diesem Zweck kann sie dem Urteils- oder dem Vollstreckungsstaat gegenüber den Wunsch äussern, nach diesem Übereinkommen überstellt zu werden.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_2/para_3"><num>3.</num><content><p>Das Ersuchen um Überstellung kann entweder vom Urteils- oder vom Vollstreckungsstaat gestellt werden.</p></content></paragraph></article><article eId="art_3"><num><b>Art. 3</b></num><heading>Voraussetzungen für die Überstellung</heading><paragraph eId="art_3/para_1"><num>1.</num><content><blockList><listIntroduction eId="art_3/para_1/listintro">Eine verurteilte Person kann nach diesem Übereinkommen nur unter den folgenden Voraussetzungen überstellt werden:</listIntroduction><item eId="art_3/para_1/lbl_a"><num>a. </num><p>dass sie Staatsangehöriger des Vollstreckungsstaats ist;</p></item><item eId="art_3/para_1/lbl_b"><num>b. </num><p>dass das Urteil rechtskräftig ist;</p></item><item eId="art_3/para_1/lbl_c"><num>c. </num><p>dass zum Zeitpunkt des Eingangs des Ersuchens um Überstellung noch mindestens sechs Monate der gegen die verurteilte Person verhängten Sanktion zu vollziehen sind oder dass die Sanktion von unbestimmter Dauer ist;</p></item><item eId="art_3/para_1/lbl_d"><num>d. </num><p>dass die verurteilte Person oder, sofern einer der beiden Staaten es in Anbetracht ihres Alters oder ihres körperlichen oder geistigen Zustands für erforderlich erachtet, ihr gesetzlicher Vertreter ihrer Überstellung zustimmt;</p></item><item eId="art_3/para_1/lbl_e"><num>e. </num><p>dass die Handlungen oder Unterlassungen, derentwegen die Sanktion verhängt worden ist, nach dem Recht des Vollstreckungsstaats eine Straftat darstellen oder, wenn sie in seinem Hoheitsgebiet begangen worden wären, darstellen würden;</p></item><item eId="art_3/para_1/lbl_f"><num>f. </num><p>dass sich der Urteils- und der Vollstreckungsstaat auf die Überstellung geeinigt haben.</p></item></blockList></content></paragraph><paragraph eId="art_3/para_2"><num>2.</num><content><p>In Ausnahmefällen können sich die Vertragsparteien auch dann auf eine Überstellung einigen, wenn die Dauer der an der verurteilten Person noch zu vollziehenden Sanktion kürzer ist als die in Absatz 1 Buchstabe c vorgesehene.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_3/para_3"><num>3.</num><content><p>Jeder Staat kann bei der Unterzeichnung oder bei der Hinterlegung seiner Ratifikations-, Annahme-, Genehmigungs- oder Beitrittsurkunde durch eine an den Generalsekretär des Europarats gerichtete Erklärung seine Absicht bekanntgeben, in seinen Beziehungen zu anderen Vertragsparteien die Anwendung eines der in Artikel 9 Absatz 1 Buchstaben a und b vorgesehenen Verfahren auszuschliessen.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_3/para_4"><num>4.</num><content><p>Jeder Staat kann jederzeit durch eine an den Generalsekretär des Europarats gerichtete Erklärung für seinen Bereich den Begriff «Staatsangehöriger» im Sinne dieses Übereinkommens bestimmen.</p></content></paragraph></article><article eId="art_4"><num><b>Art. 4</b></num><heading>Informationspflicht</heading><paragraph eId="art_4/para_1"><num>1.</num><content><p>Jede verurteilte Person, auf die dieses Übereinkommen Anwendung finden kann, wird durch den Urteilsstaat vom wesentlichen Inhalt dieses Übereinkommens unterrichtet.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_4/para_2"><num>2.</num><content><p>Hat die verurteilte Person dem Urteilsstaat gegenüber den Wunsch geäussert, nach diesem Übereinkommen überstellt zu werden, so teilt der Urteilsstaat dies dem Vollstreckungsstaat so bald wie möglich nach Eintritt der Rechtskraft des Urteils mit.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_4/para_3"><num>3.</num><content><p>Die Mitteilung enthält</p><blockList><item eId="art_4/para_3/lbl_a"><num>a. </num><p>Namen, Geburtstag und Geburtsort der verurteilten Person;</p></item><item eId="art_4/para_3/lbl_b"><num>b. </num><p>gegebenenfalls ihre Anschrift im Vollstreckungsstaat;</p></item><item eId="art_4/para_3/lbl_c"><num>c. </num><p>eine Darstellung des Sachverhalts, welcher der Sanktion zugrunde liegt;</p></item><item eId="art_4/para_3/lbl_d"><num>d. </num><p>Art und Dauer der Sanktion sowie Beginn ihres Vollzuges.</p></item></blockList></content></paragraph><paragraph eId="art_4/para_4"><num>4.</num><content><p>Hat die verurteilte Person dem Vollstreckungsstaat gegenüber ihren Wunsch geäussert, überstellt zu werden, so übermittelt der Urteilsstaat dem Vollstreckungsstaat auf dessen Ersuchen die in Absatz 3 bezeichnete Mitteilung.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_4/para_5"><num>5.</num><content><p>Die verurteilte Person wird schriftlich von dem durch den Urteils- oder den Vollstreckungsstaat aufgrund der vorstehenden Absätze Veranlassten sowie von jeder Entscheidung, die einer der beiden Staaten aufgrund eines Ersuchens um Überstellung getroffen hat, unterrichtet.</p></content></paragraph></article><article eId="art_5"><num><b>Art. 5</b></num><heading>Ersuchen und Antworten</heading><paragraph eId="art_5/para_1"><num>1.</num><content><p>Die Ersuchen um Überstellung und die Antworten bedürfen der Schriftform.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_5/para_2"><num>2.</num><content><p>Die Ersuchen werden vom Justizministerium des ersuchenden Staates an das Justizministerium des ersuchten Staates gerichtet. Die Antworten werden auf dem selben Weg übermittelt.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_5/para_3"><num>3.</num><content><p>Jede Vertragspartei kann durch eine an den Generalsekretär des Europarats gerichtete Erklärung bekanntgeben, dass sie für die Übermittlung einen anderen Weg benutzen wird.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_5/para_4"><num>4.</num><content><p>Der ersuchte Staat unterrichtet den ersuchenden Staat umgehend von seiner Entscheidung, ob er dem Ersuchen um Überstellung stattgibt oder es ablehnt.</p></content></paragraph></article><article eId="art_6"><num><b>Art. 6</b></num><heading>Unterlagen</heading><paragraph eId="art_6/para_1"><num>1.</num><content><blockList><listIntroduction eId="art_6/para_1/listintro">Auf Ersuchen des Urteilsstaats stellt ihm der Vollstreckungsstaat folgende Unterlagen zur Verfügung:</listIntroduction><item eId="art_6/para_1/lbl_a"><num>a. </num><p>ein Schriftstück oder eine Erklärung, woraus hervorgeht, dass die verurteilte Person Staatsangehöriger des Vollstreckungsstaats ist;</p></item><item eId="art_6/para_1/lbl_b"><num>b. </num><p>eine Abschrift der Rechtsvorschriften des Vollstreckungsstaats, aus denen hervorgeht, dass die Handlungen oder Unterlassungen, derentwegen die Sanktion im Urteilsstaat verhängt worden ist, nach dem Recht des Vollstreckungsstaats eine Straftat darstellen oder, wenn sie in seinem Hoheitsgebiet begangen worden wären, darstellen würden;</p></item><item eId="art_6/para_1/lbl_c"><num>c. </num><p>eine Erklärung, welche die in Artikel 9 Absatz 2 bezeichnete Mitteilung enthält.</p></item></blockList></content></paragraph><paragraph eId="art_6/para_2"><num>2.</num><content><blockList><listIntroduction eId="art_6/para_2/listintro">Wird um Überstellung ersucht, so stellt der Urteilsstaat dem Vollstreckungsstaat folgende Unterlagen zur Verfügung, sofern nicht einer der beiden Staaten bereits bekanntgegeben hat, dass er dem Ersuchen nicht stattgeben wird:</listIntroduction><item eId="art_6/para_2/lbl_a"><num>a. </num><p>eine beglaubigte Abschrift des Urteils und der angewendeten Rechtsvorschriften;</p></item><item eId="art_6/para_2/lbl_b"><num>b. </num><p>eine Erklärung, aus der hervorgeht, welcher Teil der Sanktion bereits vollzogen wurde, einschliesslich einer Mitteilung über Untersuchungshaft, Strafermässigung und alle weiteren für den Vollzug der Sanktion wesentlichen Umstände;</p></item><item eId="art_6/para_2/lbl_c"><num>c. </num><p>eine Erklärung, welche die in Artikel 3 Absatz 1 Buchstabe d bezeichnete Zustimmung zur Überstellung enthält;</p></item><item eId="art_6/para_2/lbl_d"><num>d. </num><p>gegebenenfalls Berichte von Ärzten oder Sozialarbeitern über die verurteilte Person, Mitteilungen über ihre Behandlung im Urteilsstaat und Empfehlungen für ihre weitere Behandlung im Vollstreckungsstaat.</p></item></blockList></content></paragraph><paragraph eId="art_6/para_3"><num>3.</num><content><p>Jeder der beiden Staaten kann um Übermittlung der in Absatz 1 oder 2 bezeichneten Unterlagen oder Erklärungen ersuchen, bevor er um Überstellung ersucht oder eine Entscheidung darüber trifft, ob er dem Ersuchen um Überstellung stattgibt oder es ablehnt.</p></content></paragraph></article><article eId="art_7"><num><b>Art. 7</b></num><heading>Zustimmung und Nachprüfung</heading><paragraph eId="art_7/para_1"><num>1.</num><content><p>Der Urteilsstaat gewährleistet, dass diejenige Person, die nach Artikel 3 Absatz 1 Buchstabe d der Überstellung zuzustimmen hat, ihre Zustimmung freiwillig und im vollen Bewusstsein der rechtlichen Folgen gibt. Das Verfahren für diese Zustimmung richtet sich nach dem Recht des Urteilsstaats.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_7/para_2"><num>2.</num><content><p>Der Urteilsstaat gibt dem Vollstreckungsstaat Gelegenheit, sich durch einen Konsul oder einen anderen im Einvernehmen mit dem Vollstreckungsstaat bezeichneten Beamten zu vergewissern, dass die Zustimmung entsprechend den in Absatz 1 dargelegten Bedingungen gegeben worden ist.</p></content></paragraph></article><article eId="art_8"><num><b>Art. 8</b></num><heading>Wirkungen der Überstellung für den Urteilsstaat</heading><paragraph eId="art_8/para_1"><num>1.</num><content><p>Durch die Übernahme der verurteilten Person durch die Behörden des Vollstreckungsstaats wird der Vollzug der Sanktion im Urteilsstaat ausgesetzt.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_8/para_2"><num>2.</num><content><p>Der Urteilsstaat darf die Sanktion nicht weiter vollziehen, wenn der Vollstreckungsstaat den Vollzug der Sanktion für abgeschlossen erachtet.</p></content></paragraph></article><article eId="art_9"><num><b>Art. 9</b></num><heading>Wirkungen der Überstellung für den Vollstreckungsstaat</heading><paragraph eId="art_9/para_1"><num>1.</num><content><p>Die zuständigen Behörden des Vollstreckungsstaats</p><blockList><item eId="art_9/para_1/lbl_a"><num>a. </num><p>setzen den Vollzug der Sanktion unmittelbar oder aufgrund einer Gerichts- oder Verwaltungsentscheidung unter den in Artikel 10 enthaltenen Bedingungen fort oder</p></item><item eId="art_9/para_1/lbl_b"><num>b. </num><p>wandeln die Entscheidung, durch welche die Sanktion verhängt wurde, unter den in Artikel 11 enthaltenen Bedingungen in einem Gerichts- oder Verwaltungsverfahren in eine Entscheidung dieses Staates um, wobei sie die im Urteilsstaat verhängte Sanktion durch eine nach dem Recht des Vollstreckungsstaats für dieselbe Straftat vorgesehene Sanktion ersetzen.</p></item></blockList></content></paragraph><paragraph eId="art_9/para_2"><num>2.</num><content><p>Der Vollstreckungsstaat setzt den Urteilsstaat auf dessen Ersuchen vor Überstellung der verurteilten Person davon in Kenntnis, welches dieser Verfahren er anwenden wird.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_9/para_3"><num>3.</num><content><p>Der Vollzug der Sanktion richtet sich nach dem Recht des Vollstreckungsstaats, und dieser Staat allein ist zuständig, alle erforderlichen Entscheidungen zu treffen.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_9/para_4"><num>4.</num><content><p>Jeder Staat, der nach seinem innerstaatlichen Recht sich nicht eines der in Absatz 1 bezeichneten Verfahren bedienen kann, um Massnahmen zu vollziehen, die im Hoheitsgebiet einer anderen Vertragspartei gegen Personen verhängt worden sind, die aufgrund ihres geistigen Zustands hinsichtlich der Begehung der Tat für strafrechtlich nicht zurechnungsfähig erkannt worden sind, und der bereit ist, solche Personen zur weiteren Behandlung zu übernehmen, kann in einer an den Generalsekretär des Europarats gerichteten Erklärung die Verfahren bezeichnen, die er in solchen Fällen anwenden wird.</p></content></paragraph></article><article eId="art_10"><num><b>Art. 10</b></num><heading>Fortsetzung des Vollzugs</heading><paragraph eId="art_10/para_1"><num>1.</num><content><p>Im Falle einer Fortsetzung des Vollzugs ist der Vollstreckungsstaat an die rechtliche Art und die Dauer der Sanktion, wie sie vom Urteilsstaat festgelegt worden sind, gebunden.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_10/para_2"><num>2.</num><content><p>Ist diese Sanktion jedoch nach Art oder Dauer mit dem Recht des Vollstreckungsstaats nicht vereinbar oder schreibt dessen Recht dies vor, so kann dieser Staat die Sanktion durch eine Gerichts- oder Verwaltungsentscheidung an die nach seinem eigenen Recht für eine Straftat derselben Art vorgesehene Strafe oder Massnahme anpassen. Diese Strafe oder Massnahme muss ihrer Art nach soweit wie möglich der Sanktion entsprechen, die durch die zu vollstreckende Entscheidung verhängt worden ist. Sie darf nach Art oder Dauer die im Urteilsstaat verhängte Sanktion nicht verschärfen und das nach dem Recht des Vollstreckungsstaats vorgesehene Höchstmass nicht überschreiten.</p></content></paragraph></article><article eId="art_11"><num><b>Art. 11</b></num><heading>Umwandlung der Sanktion</heading><paragraph eId="art_11/para_1"><num>1.</num><content><p>Im Fall einer Umwandlung der Sanktion ist das nach dem Recht des Vollstreckungsstaats vorgesehene Verfahren anzuwenden. Bei der Umwandlung</p><blockList><item eId="art_11/para_1/lbl_a"><num>a. </num><p>ist die zuständige Behörde an die tatsächlichen Feststellungen gebunden, soweit sie sich ausdrücklich oder stillschweigend aus dem im Urteilsstaat ergangenen Urteil ergeben;</p></item><item eId="art_11/para_1/lbl_b"><num>b. </num><p>darf die zuständige Behörde eine freiheitsentziehende Sanktion nicht in eine Geldstrafe oder Geldbusse umwandeln;</p></item><item eId="art_11/para_1/lbl_c"><num>c. </num><p>hat die zuständige Behörde die Gesamtzeit des an der verurteilten Person bereits vollzogenen Freiheitsentzugs anzurechnen;</p></item><item eId="art_11/para_1/lbl_d"><num>d. </num><p>darf die zuständige Behörde die strafrechtliche Lage der verurteilten Person nicht erschweren und ist sie an ein Mindestmass, das nach dem Recht des Vollstreckungsstaats für die begangene Straftat oder die begangenen Straftaten gegebenenfalls vorgesehen ist, nicht gebunden.</p></item></blockList></content></paragraph><paragraph eId="art_11/para_2"><num>2.</num><content><p>Findet das Umwandlungsverfahren nach der Überstellung der verurteilten Person statt, so hält der Vollstreckungsstaat diese in Haft oder gewährleistet auf andere Weise ihre Anwesenheit im Vollstreckungsstaat bis zum Abschluss dieses Verfahrens.</p></content></paragraph></article><article eId="art_12"><num><b>Art. 12</b></num><heading>Begnadigung, Amnestie, Abänderung der Sanktion</heading><paragraph eId="art_12/para"><content><p>Jede Vertragspartei kann im Einklang mit ihrer Verfassung oder anderen Gesetzen eine Begnadigung, eine Amnestie oder eine gnadenweise Abänderung der Sanktion gewähren.</p></content></paragraph></article><article eId="art_13"><num><b>Art. 13</b></num><heading>Wiederaufnahme</heading><paragraph eId="art_13/para"><content><p>Der Urteilsstaat allein hat das Recht, über einen gegen das Urteil gerichteten Wiederaufnahmeantrag zu entscheiden.</p></content></paragraph></article><article eId="art_14"><num><b>Art. 14</b></num><heading>Beendigung des Vollzugs</heading><paragraph eId="art_14/para"><content><p>Der Vollstreckungsstaat beendet den Vollzug der Sanktion, sobald ihn der Urteilsstaat von einer Entscheidung oder Massnahme in Kenntnis gesetzt hat, aufgrund deren ihre Vollstreckbarkeit erlischt.</p></content></paragraph></article><article eId="art_15"><num><b>Art. 15</b></num><heading>Unterrichtung über den Vollzug</heading><paragraph eId="art_15/para"><content><p>Der Vollstreckungsstaat unterrichtet den Urteilsstaat über den Vollzug der Sanktion,</p><blockList><item eId="art_15/para/lbl_a"><num>a. </num><p>wenn er den Vollzug dieser Sanktion für abgeschlossen erachtet;</p></item><item eId="art_15/para/lbl_b"><num>b. </num><p>wenn die verurteilte Person vor Abschluss des Vollzugs dieser Sanktion aus der Haft flieht oder</p></item><item eId="art_15/para/lbl_c"><num>c. </num><p>wenn der Urteilsstaat um einen besonderen Bericht ersucht.</p></item></blockList></content></paragraph></article><article eId="art_16"><num><b>Art. 16</b></num><heading>Durchlieferung</heading><paragraph eId="art_16/para_1"><num>1.</num><content><p>Eine Vertragspartei gibt einem Ersuchen um Durchlieferung einer verurteilten Person durch ihr Hoheitsgebiet entsprechend ihrem Recht statt, wenn ein solches Ersuchen von einer anderen Vertragspartei ausgeht, die selbst mit einer anderen Vertragspartei oder mit einem dritten Staat die Überstellung dieser Person nach oder aus ihrem Hoheitsgebiet vereinbart hat.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_16/para_2"><num>2.</num><content><p>Eine Vertragspartei kann die Durchlieferung verweigern,</p><blockList><item eId="art_16/para_2/lbl_a"><num>a. </num><p>wenn es sich bei der verurteilten Person um einen ihrer Staatsangehörigen handelt oder</p></item><item eId="art_16/para_2/lbl_b"><num>b. </num><p>wenn die Tat, derentwegen die Sanktion verhängt worden ist, nach ihrem Recht keine Straftat darstellt.</p></item></blockList></content></paragraph><paragraph eId="art_16/para_3"><num>3.</num><content><p>Die Ersuchen um Durchlieferung und die Antworten werden auf den in Artikel 5 Absätze 2 und 3 bezeichneten Wegen übermittelt.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_16/para_4"><num>4.</num><content><p>Eine Vertragspartei kann einem Ersuchen eines dritten Staates um Durchlieferung einer verurteilten Person durch ihr Hoheitsgebiet stattgeben, wenn dieser Staat mit einer anderen Vertragspartei die Überstellung nach oder aus seinem Hoheitsgebiet vereinbart hat.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_16/para_5"><num>5.</num><content><p>Die um Bewilligung der Durchlieferung ersuchte Vertragspartei darf die verurteilte Person nur so lange in Haft halten, wie dies für die Durchlieferung durch ihr Hoheitsgebiet erforderlich ist.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_16/para_6"><num>6.</num><content><p>Die um Bewilligung der Durchlieferung ersuchte Vertragspartei kann ersucht werden, eine Zusicherung abzugeben, dass die verurteilte Person im Hoheitsgebiet des Durchlieferungsstaates wegen einer vor Verlassen des Urteilsstaats begangenen Handlung oder wegen einer vor diesem Zeitpunkt verhängten Sanktion weder verfolgt noch – vorbehaltlich des Absatzes 5 – in Haft gehalten oder einer sonstigen Beschränkung ihrer persönlichen Freiheit unterworfen wird.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_16/para_7"><num>7.</num><content><p>Ein Ersuchen um Durchlieferung ist nicht erforderlich, wenn die Überstellung auf dem Luftweg über das Hoheitsgebiet einer Vertragspartei erfolgt und dort keine Zwischenlandung vorgesehen ist. Jeder Staat kann jedoch bei der Unterzeichnung oder bei der Hinterlegung seiner Ratifikations-, Annahme-, Genehmigungs- oder Beitrittsurkunde durch eine an den Generalsekretär des Europarats gerichtete Erklärung verlangen, dass ihm eine solche Durchlieferung über sein Hoheitsgebiet notifiziert wird.</p></content></paragraph></article><article eId="art_17"><num><b>Art. 17</b></num><heading>Sprache und Kosten</heading><paragraph eId="art_17/para_1"><num>1.</num><content><p>Mitteilungen nach Artikel 4 Absätze 2-4 erfolgen in der Sprache der Vertragspartei, an die sie gerichtet sind, oder in einer der Amtssprachen des Europarats.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_17/para_2"><num>2.</num><content><p>Vorbehaltlich des Absatzes 3 wird eine Übersetzung der Ersuchen um Überstellung und der Unterlagen nicht verlangt.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_17/para_3"><num>3.</num><content><p>Jeder Staat kann bei der Unterzeichnung oder bei der Hinterlegung seiner Ratifikations-, Annahme-, Genehmigungs- oder Beitrittsurkunde durch eine an den Generalsekretär des Europarats gerichtete Erklärung verlangen, dass ihm die Ersuchen um Überstellung und die Unterlagen mit einer Übersetzung in seine eigene Sprache oder in eine der Amtssprachen des Europarats oder in die von ihm bezeichnete Amtssprache übermittelt werden. Er kann dabei seine Bereitschaft erklären, Übersetzungen in jede weitere Sprache neben der Amtssprache oder den Amtssprachen des Europarats anzunehmen.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_17/para_4"><num>4.</num><content><p>Vorbehaltlich des Artikels 6 Absatz 2 Buchstabe a bedürfen Schriftstücke, die aufgrund dieses Übereinkommens übermittelt werden, keiner Beglaubigung.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_17/para_5"><num>5.</num><content><p>Kosten, die bei der Anwendung dieses Übereinkommens entstehen, werden vom Vollstreckungsstaat getragen, ausgenommen die Kosten, die ausschliesslich im Hoheitsgebiet des Urteilsstaats entstehen.</p></content></paragraph></article><article eId="art_18"><num><b>Art. 18</b></num><heading>Unterzeichnung und Inkrafttreten</heading><paragraph eId="art_18/para_1"><num>1.</num><content><p>Dieses Übereinkommen liegt für die Mitgliedstaaten des Europarats und für Nichtmitgliedstaaten, die sich an der Ausarbeitung des Übereinkommens beteiligt haben, zur Unterzeichnung auf. Es bedarf der Ratifikation, Annahme oder Genehmigung. Die Ratifikations-, Annahme- oder Genehmigungsurkunden werden beim Generalsekretär des Europarats hinterlegt.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_18/para_2"><num>2.</num><content><p>Das Übereinkommen tritt am ersten Tag des Monats in Kraft, der auf einen Zeitabschnitt von drei Monaten nach dem Tag folgt, an dem drei Mitgliedstaaten des Europarats nach Absatz 1 ihre Zustimmung ausgedrückt haben, durch das Übereinkommen gebunden zu sein.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_18/para_3"><num>3.</num><content><p>Für jeden Unterzeichnerstaat, der später seine Zustimmung ausdrückt, durch das Übereinkommen gebunden zu sein, tritt es am ersten Tag des Monats in Kraft, der auf einen Zeitabschnitt von drei Monaten nach Hinterlegung der Ratifikations-, Annahme- oder Genehmigungsurkunde folgt.</p></content></paragraph></article><article eId="art_19"><num><b>Art. 19</b></num><heading>Beitritt durch Nichtmitgliedstaaten</heading><paragraph eId="art_19/para_1"><num>1.</num><content><p>Nach Inkrafttreten dieses Übereinkommens kann das Ministerkomitee des Europarats nach Konsultation der Vertragsstaaten durch einen mit der in Artikel 20 Buchstabe d der Satzung des Europarats<authorialNote><p> <ref href="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/1963/772_769_797" xmlns:data="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:data" xmlns:tmp="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:temp">SR <b>0.192.030</b></ref></p></authorialNote> vorgesehenen Mehrheit und mit einhelliger Zustimmung der Vertreter der Vertragsstaaten, die Anspruch auf einen Sitz im Komitee haben, gefassten Beschluss jeden Staat, der nicht Mitglied des Rates und nicht in Artikel 18 Absatz 1 erwähnt ist, einladen, dem Übereinkommen beizutreten.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_19/para_2"><num>2.</num><content><p>Für jeden beitretenden Staat tritt das Übereinkommen am ersten Tag des Monats in Kraft, der auf einen Zeitabschnitt von drei Monaten nach Hinterlegung der Beitrittsurkunde beim Generalsekretär des Europarats folgt.</p></content></paragraph></article><article eId="art_20"><num><b>Art. 20</b></num><heading>Räumlicher Geltungsbereich</heading><paragraph eId="art_20/para_1"><num>1.</num><content><p>Jeder Staat kann bei der Unterzeichnung oder bei der Hinterlegung seiner Ratifikations-, Annahme-, Genehmigungs- oder Beitrittsurkunde einzelne oder mehrere Hoheitsgebiete bezeichnen, auf die dieses Übereinkommen Anwendung findet.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_20/para_2"><num>2.</num><content><p>Jeder Staat kann jederzeit danach durch eine an den Generalsekretär des Europarats gerichtete Erklärung die Anwendung dieses Übereinkommens auf jedes weitere in der Erklärung bezeichnete Hoheitsgebiet erstrecken. Das Übereinkommen tritt für dieses Hoheitsgebiet am ersten Tag des Monats in Kraft, der auf einen Zeitabschnitt von drei Monaten nach Eingang der Erklärung beim Generalsekretär folgt.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_20/para_3"><num>3.</num><content><p>Jede nach den Absätzen 1 und 2 abgegebene Erklärung kann in bezug auf jedes darin bezeichnete Hoheitsgebiet durch eine an den Generalsekretär gerichtete Notifikation zurückgenommen werden. Die Rücknahme wird am ersten Tag des Monats wirksam, der auf einen Zeitabschnitt von drei Monaten nach Eingang der Notifikation beim Generalsekretär folgt.</p></content></paragraph></article><article eId="art_21"><num><b>Art. 21</b></num><heading>Zeitlicher Geltungsbereich</heading><paragraph eId="art_21/para"><content><p>Dieses Übereinkommen gilt für den Vollzug von Sanktionen, die vor oder nach seinem Inkrafttreten verhängt worden sind.</p></content></paragraph></article><article eId="art_22"><num><b>Art. 22</b></num><heading>Verhältnis zu anderen Übereinkommen und Vereinbarungen</heading><paragraph eId="art_22/para_1"><num>1.</num><content><p>Dieses Übereinkommen berührt nicht die Rechte und Pflichten aus Auslieferungsverträgen und aus anderen Verträgen über die internationale Zusammenarbeit in Strafsachen, welche die Überstellung verhafteter Personen zum Zweck der Gegenüberstellung oder der Zeugenaussage vorsehen.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_22/para_2"><num>2.</num><content><p>Wenn jedoch zwei oder mehr Vertragsparteien eine Vereinbarung oder einen Vertrag über die Überstellung verurteilter Personen bereits geschlossen haben oder schliessen oder ihre Beziehungen auf diesem Gebiet anderweitig geregelt haben oder regeln, sind sie berechtigt, anstelle dieses Übereinkommens die Vereinbarung, den Vertrag oder die Regelung anzuwenden.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_22/para_3"><num>3.</num><content><p>Dieses Übereinkommen berührt nicht das Recht von Vertragsstaaten des Europäischen Übereinkommens über die internationale Geltung von Strafurteilen, untereinander zwei- oder mehrseitige Übereinkünfte über Fragen, die in jenem Übereinkommen geregelt sind, zu dessen Ergänzung oder zur Erleichterung der Anwendung der darin enthaltenen Grundsätze zu schliessen.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_22/para_4"><num>4.</num><content><p>Ist für ein Ersuchen um Überstellung sowohl dieses Übereinkommen als auch das Europäische Übereinkommen über die internationale Geltung von Strafurteilen oder eine andere Vereinbarung oder ein anderer Vertrag über die Überstellung verurteilter Personen anwendbar, so bezeichnet der ersuchende Staat bei Stellung des Ersuchens die Übereinkunft, auf die sich das Ersuchen gründet.</p></content></paragraph></article><article eId="art_23"><num><b>Art. 23</b></num><heading>Gütliche Einigung</heading><paragraph eId="art_23/para"><content><p>Der Europäische Ausschuss für Strafrechtsfragen des Europarats wird die Durchführung dieses Übereinkommens verfolgen; soweit erforderlich, erleichtert er die gütliche Behebung aller Schwierigkeiten, die sich aus der Durchführung des Übereinkommens ergeben könnten.</p></content></paragraph></article><article eId="art_24"><num><b>Art. 24</b></num><heading>Kündigung</heading><paragraph eId="art_24/para_1"><num>1.</num><content><p>Jede Vertragspartei kann dieses Übereinkommen jederzeit durch eine an den Generalsekretär des Europarats gerichtete Notifikation kündigen.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_24/para_2"><num>2.</num><content><p>Die Kündigung wird am ersten Tag des Monats wirksam, der auf einen Zeitabschnitt von drei Monaten nach Eingang der Notifikation beim Generalsekretär folgt.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_24/para_3"><num>3.</num><content><p>Dieses Übereinkommen bleibt jedoch für den Vollzug von Sanktionen gegen Personen, die in Übereinstimmung mit dem Übereinkommen vor dem Tag, an dem die Kündigung wirksam wird, überstellt worden sind, weiterhin anwendbar.</p></content></paragraph></article><article eId="art_25"><num><b>Art. 25</b></num><heading>Notifikationen</heading><paragraph eId="art_25/para"><content><p>Der Generalsekretär des Europarats notifiziert den Mitgliedstaaten des Europarats, den Nichtmitgliedstaaten, die sich an der Ausarbeitung dieses Übereinkommens beteiligt haben, und jedem Staat, der diesem Übereinkommen beigetreten ist,</p><blockList><item eId="art_25/para/lbl_a"><num>a. </num><p>jede Unterzeichnung;</p></item><item eId="art_25/para/lbl_b"><num>b. </num><p>jede Hinterlegung einer Ratifikations-, Annahme, Genehmigungs- oder Beitrittsurkunde;</p></item><item eId="art_25/para/lbl_c"><num>c. </num><p>jeden Zeitpunkt des Inkrafttretens dieses Übereinkommens nach Artikel 18 Absätze 2 und 3, Artikel 19 Absatz 2 und Artikel 20 Absätze 2 und 3;</p></item><item eId="art_25/para/lbl_d"><num>d. </num><p>jede andere Handlung, Erklärung, Notifikation oder Mitteilung im Zusammenhang mit diesem Übereinkommen.</p></item></blockList></content></paragraph></article><signature><p><i>Zu Urkund dessen</i> haben die hiezu gehörig befugten Unterzeichneten dieses Übereinkommen unterschrieben.</p><p>Geschehen zu Strassburg am 21. März 1983 in englischer und französischer Sprache, wobei jeder Wortlaut gleichermassen verbindlich ist, in einer Urschrift, die im Archiv des Europarats hinterlegt wird. Der Generalsekretär des Europarats übermittelt allen Mitgliedstaaten des Europarats, allen Staaten, die sich an der Ausarbeitung dieses Übereinkommens beteiligt haben, sowie allen zum Beitritt zu diesem Übereinkommen eingeladenen Staaten beglaubigte Abschriften.</p><p xmlns:mig="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:migration">(Es folgen die Unterschriften)</p></signature></body><components><component eId="scope_u1"><doc name="scope"><meta><identification source="#ch.bk"><FRBRWork><FRBRthis value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/1988/761_761_761/20200505/main-text"/><FRBRuri value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/1988/761_761_761/20200505"/><FRBRdate date="2020-05-05" name="jolux:dateApplicability"/><FRBRdate date="1983-03-21" name="jolux:dateDocument"/><FRBRdate date="1988-05-01" name="jolux:dateEntryInForce"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#publisher"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#rightsHolder"/><FRBRcountry value="CH"/><FRBRnumber value="0.343"/><FRBRname xml:lang="fr" value="Convention du 21 mars 1983 sur le transfèrement des personnes condamnées" shortForm=""/><FRBRname xml:lang="it" value="Convenzione del 21 marzo 1983 sul trasferimento dei condannati" shortForm=""/><FRBRname xml:lang="de" value="Übereinkommen vom 21. März 1983 über die Überstellung verurteilter Personen" shortForm=""/><FRBRauthoritative value="true"/></FRBRWork><FRBRExpression><FRBRthis value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/1988/761_761_761/20200505/de/main-text"/><FRBRuri value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/1988/761_761_761/20200505/de"/><FRBRdate date="2020-05-05" name="jolux:dateApplicability"/><FRBRdate date="1983-03-21" name="jolux:dateDocument"/><FRBRdate date="1988-05-01" name="jolux:dateEntryInForce"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#publisher"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#rightsHolder"/><FRBRlanguage language="de"/></FRBRExpression><FRBRManifestation><FRBRthis value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/1988/761_761_761/20200505/de/xml/main-text"/><FRBRuri value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/1988/761_761_761/20200505/de/xml"/><FRBRdate date="2020-05-05" name="jolux:dateApplicability"/><FRBRdate date="1983-03-21" name="jolux:dateDocument"/><FRBRdate date="1988-05-01" name="jolux:dateEntryInForce"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#publisher"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#rightsHolder"/><FRBRformat value="xml"/></FRBRManifestation></identification></meta><preface><container name="headerOfAnnex"><block name="heading">Geltungsbereich am 5. Mai 2020<b><authorialNote><p>  <ref href="https://fedlex.data.admin.ch/eli/oc/1988/761_761_761" xmlns:data="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:data" xmlns:tmp="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:temp">AS <b>1988 </b>761 </ref><ref href="https://fedlex.data.admin.ch/eli/oc/1988/2074_2074_2074" xmlns:data="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:data" xmlns:tmp="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:temp">2074</ref>, <ref href="https://fedlex.data.admin.ch/eli/oc/1990/1068_1068_1068" xmlns:data="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:data" xmlns:tmp="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:temp"><b>1990 </b>1068</ref>, <ref href="https://fedlex.data.admin.ch/eli/oc/1991/945_945_945" xmlns:data="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:data" xmlns:tmp="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:temp"><b>1991 </b>945</ref>, <ref href="https://fedlex.data.admin.ch/eli/oc/2004/647" xmlns:data="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:data" xmlns:tmp="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:temp"><b>2004 </b>4305</ref>, <ref href="https://fedlex.data.admin.ch/eli/oc/2007/230" xmlns:data="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:data" xmlns:tmp="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:temp"><b>2007 </b>1373</ref>, <ref href="https://fedlex.data.admin.ch/eli/oc/2010/486" xmlns:data="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:data" xmlns:tmp="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:temp"><b>2010 </b>3455</ref>, <ref href="https://fedlex.data.admin.ch/eli/oc/2016/467" xmlns:data="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:data" xmlns:tmp="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:temp"><b>2016</b> 2851</ref>, <ref href="https://fedlex.data.admin.ch/eli/oc/2020/313" xmlns:data="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:data" xmlns:tmp="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:temp"><b>2020</b> 1565</ref>.  Eine aktualisierte Fassung des Geltungsbereiches findet sich auf der Internetseite des EDA (www.eda.admin.ch/vertraege).</p></authorialNote></b></block></container></preface><mainBody><table border="1"><tr><th xmlns:mig="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:migration"/><th xmlns:mig="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:migration"/><th xmlns:mig="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:migration"/><th xmlns:mig="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:migration"/><th xmlns:mig="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:migration"/></tr><tr><th xmlns:mig="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:migration"><p>Vertragsstaaten</p></th><th xmlns:mig="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:migration"><p>Ratifikation </p><p>Beitritt (B)</p></th><th xmlns:mig="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:migration"/><th xmlns:mig="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:migration"><p>Inkrafttreten</p></th><th xmlns:mig="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:migration"/></tr><tr><th xmlns:mig="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:migration"/><th xmlns:mig="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:migration"/><th xmlns:mig="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:migration"/><th xmlns:mig="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:migration"/><th xmlns:mig="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:migration"/></tr><tr><th xmlns:mig="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:migration"/><th xmlns:mig="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:migration"/><th xmlns:mig="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:migration"/><th xmlns:mig="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:migration"/><th xmlns:mig="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:migration"/></tr><tr><td><p>Albanien*</p></td><td><p>  4. April</p></td><td><p>2000</p></td><td><p>  1. August</p></td><td><p>2000</p></td></tr><tr><td><p>Andorra*</p></td><td><p>13. Juli</p></td><td><p>2000</p></td><td><p>  1. November</p></td><td><p>2000</p></td></tr><tr><td><p>Armenien*</p></td><td><p>11. Mai</p></td><td><p>2001 B</p></td><td><p>  1. September</p></td><td><p>2001</p></td></tr><tr><td><p>Aserbaidschan*</p></td><td><p>25. Januar</p></td><td><p>2001</p></td><td><p>  1. Mai</p></td><td><p>2001</p></td></tr><tr><td><p>Australien</p></td><td><p>  5. September</p></td><td><p>2002 B</p></td><td><p>  1. Januar</p></td><td><p>2003</p></td></tr><tr><td><p>Bahamas*</p></td><td><p>12. November</p></td><td><p>1991 B</p></td><td><p>  1. März</p></td><td><p>1992</p></td></tr><tr><td><p>Belgien*</p></td><td><p>  6. August</p></td><td><p>1990</p></td><td><p>  1. Dezember</p></td><td><p>1990</p></td></tr><tr><td><p>Bolivien*</p></td><td><p>26. Februar</p></td><td><p>2004 B</p></td><td><p>  1. Juni</p></td><td><p>2004</p></td></tr><tr><td><p>Bosnien und Herzegowina</p></td><td><p>15. April</p></td><td><p>2005</p></td><td><p>  1. August</p></td><td><p>2005</p></td></tr><tr><td><p>Bulgarien*</p></td><td><p>17. Juni</p></td><td><p>1994</p></td><td><p>  1. Oktober</p></td><td><p>1994</p></td></tr><tr><td><p>Chile</p></td><td><p>30. Juli</p></td><td><p>1998 B</p></td><td><p>  1. November</p></td><td><p>1998</p></td></tr><tr><td><p>Costa Rica</p></td><td><p>14. April</p></td><td><p>1998 B</p></td><td><p>  1. August</p></td><td><p>1998</p></td></tr><tr><td><p>Dänemark*</p></td><td><p>16. Januar</p></td><td><p>1987</p></td><td><p>  1. Mai</p></td><td><p>1987</p></td></tr><tr><td><p>    Färöer</p></td><td><p>  1. Mai</p></td><td><p>1988</p></td><td><p>  1. Mai</p></td><td><p>1988</p></td></tr><tr><td><p>Deutschland* **</p></td><td><p>31. Oktober</p></td><td><p>1991</p></td><td><p>  1. Februar</p></td><td><p>1992</p></td></tr><tr><td><p>Ecuador*</p></td><td><p>12. Juli</p></td><td><p>2005 B</p></td><td><p>  1. November</p></td><td><p>2005</p></td></tr><tr><td><p>Estland*</p></td><td><p>28. April</p></td><td><p>1997</p></td><td><p>  1. August</p></td><td><p>1997</p></td></tr><tr><td><p>Finnland*</p></td><td><p>29. Januar</p></td><td><p>1987 B</p></td><td><p>  1. Mai</p></td><td><p>1987</p></td></tr><tr><td><p>Frankreich*</p></td><td><p>11. Februar</p></td><td><p>1985</p></td><td><p> 1. Juli</p></td><td><p>1985</p></td></tr><tr><td><p>Georgien*</p></td><td><p>21. Oktober</p></td><td><p>1997 B</p></td><td><p>  1. Februar</p></td><td><p>1998</p></td></tr><tr><td><p>Ghana</p></td><td><p>19. März</p></td><td><p>2019 B</p></td><td><p>  1. Juli</p></td><td><p>2019</p></td></tr><tr><td><p>Griechenland*</p></td><td><p>17. Dezember</p></td><td><p>1987</p></td><td><p>  1. April</p></td><td><p>1988</p></td></tr><tr><td><p>Heiliger Stuhl*</p></td><td><p>15. Januar</p></td><td><p>2019 B</p></td><td><p>  1. Mai</p></td><td><p>2019</p></td></tr><tr><td><p>Honduras</p></td><td><p>  9. März</p></td><td><p>2009 B</p></td><td><p>  1. Juli</p></td><td><p>2009</p></td></tr><tr><td><p>Indien*</p></td><td><p>16. Januar</p></td><td><p>2018 B</p></td><td><p>  1. Mai</p></td><td><p>2018</p></td></tr><tr><td><p>Irland*</p></td><td><p>31. Juli</p></td><td><p>1995</p></td><td><p>  1. November</p></td><td><p>1995</p></td></tr><tr><td><p>Island*</p></td><td><p>  6. August</p></td><td><p>1993</p></td><td><p>  1. Dezember</p></td><td><p>1993</p></td></tr><tr><td><p>Israel*</p></td><td><p>24. September</p></td><td><p>1997 B</p></td><td><p>  1. Januar</p></td><td><p>1998</p></td></tr><tr><td><p>Italien*</p></td><td><p>30. Juni</p></td><td><p>1989</p></td><td><p>  1. Oktober</p></td><td><p>1989</p></td></tr><tr><td><p>Japan*</p></td><td><p>17. Februar</p></td><td><p>2003 B</p></td><td><p>  1. Juni</p></td><td><p>2003</p></td></tr><tr><td><p>Kanada</p></td><td><p>13. Mai</p></td><td><p>1985</p></td><td><p>  1. September</p></td><td><p>1985</p></td></tr><tr><td><p>Korea (Süd-)*</p></td><td><p>20. Juli</p></td><td><p>2005 B</p></td><td><p>  1. November</p></td><td><p>2005</p></td></tr><tr><td><p>Kroatien*</p></td><td><p>25. Januar</p></td><td><p>1995 B</p></td><td><p>  1. Mai</p></td><td><p>1995</p></td></tr><tr><td><p>Lettland*</p></td><td><p>  2. Mai</p></td><td><p>1997</p></td><td><p>  1. September</p></td><td><p>1997</p></td></tr><tr><td><p>Liechtenstein*</p></td><td><p>14. Januar</p></td><td><p>1998</p></td><td><p>  1. Mai</p></td><td><p>1998</p></td></tr><tr><td><p>Litauen*</p></td><td><p>24. Mai</p></td><td><p>1996</p></td><td><p>  1. September</p></td><td><p>1996</p></td></tr><tr><td><p>Luxemburg*</p></td><td><p>  9. Oktober</p></td><td><p>1987</p></td><td><p>  1. Februar</p></td><td><p>1988</p></td></tr><tr><td><p>Malta*</p></td><td><p>26. März</p></td><td><p>1991</p></td><td><p>  1. Juli</p></td><td><p>1991</p></td></tr><tr><td><p>Mauritius*</p></td><td><p>18. Juni</p></td><td><p>2004 B</p></td><td><p>  1. Oktober</p></td><td><p>2004</p></td></tr><tr><td><p>Mexiko*</p></td><td><p>13. Juli</p></td><td><p>2007 B</p></td><td><p>  1. November</p></td><td><p>2007</p></td></tr><tr><td><p>Moldau*</p></td><td><p>12. Mai</p></td><td><p>2004</p></td><td><p>  1. September</p></td><td><p>2004</p></td></tr><tr><td><p>Mongolei*</p></td><td><p>  7. April</p></td><td><p>2016 B</p></td><td><p>  1. August</p></td><td><p>2016</p></td></tr><tr><td><p>Montenegro</p></td><td><p>  6. Juni</p></td><td><p>2006 N</p></td><td><p>  6. Juni</p></td><td><p>2006</p></td></tr><tr><td><p>Niederlande</p></td><td><p>30. September</p></td><td><p>1987</p></td><td><p> 1. Januar</p></td><td><p>1988</p></td></tr><tr><td><p>    Aruba</p></td><td><p>28. Februar</p></td><td><p>1996</p></td><td><p>  1. Juni</p></td><td><p>1996</p></td></tr><tr><td><p>    Curaçao</p></td><td><p>28. Februar</p></td><td><p>1996</p></td><td><p>  1. Juni</p></td><td><p>1996</p></td></tr><tr><td><p>    Karibische Gebiete (Bonaire, <br/>    Sint Eustatius und Saba)</p></td><td><p>28. Februar</p></td><td><p>1996</p></td><td><p>  1. Juni</p></td><td><p>1996</p></td></tr><tr><td><p>    Sint Maarten</p></td><td><p>28. Februar</p></td><td><p>1996</p></td><td><p>  1. Juni</p></td><td><p>1996</p></td></tr><tr><td><p>Nordmazedonien</p></td><td><p>28. Juli</p></td><td><p>1999 N</p></td><td><p>  1. November</p></td><td><p>1999</p></td></tr><tr><td><p>Norwegen*</p></td><td><p>  9. Dezember</p></td><td><p>1992</p></td><td><p>  1. April</p></td><td><p>1993</p></td></tr><tr><td><p>Österreich*</p></td><td><p>  9. September</p></td><td><p>1986</p></td><td><p>  1. Januar</p></td><td><p>1987</p></td></tr><tr><td><p>Panama*</p></td><td><p>  5. Juli</p></td><td><p>1999 B</p></td><td><p>  1. November</p></td><td><p>1999</p></td></tr><tr><td><p>Polen*</p></td><td><p>  8. November</p></td><td><p>1994</p></td><td><p>  1. März</p></td><td><p>1995</p></td></tr><tr><td><p>Portugal*</p></td><td><p>28. Juni</p></td><td><p>1993</p></td><td><p>  1. Oktober</p></td><td><p>1993</p></td></tr><tr><td><p>Rumänien*</p></td><td><p>23. August</p></td><td><p>1996</p></td><td><p>  1. Dezember</p></td><td><p>1996</p></td></tr><tr><td><p>Russland*</p></td><td><p>28. August</p></td><td><p>2007</p></td><td><p>  1. Dezember</p></td><td><p>2007</p></td></tr><tr><td><p>San Marino*</p></td><td><p>25. Juni</p></td><td><p>2004</p></td><td><p>  1. Oktober</p></td><td><p>2004</p></td></tr><tr><td><p>Schweden* **</p></td><td><p>  9. Januar</p></td><td><p>1985</p></td><td><p>  1. Juli</p></td><td><p>1985</p></td></tr><tr><td><p>Schweiz*</p></td><td><p>15. Januar</p></td><td><p>1988</p></td><td><p>  1. Mai</p></td><td><p>1988</p></td></tr><tr><td><p>Serbien</p></td><td><p>11. April</p></td><td><p>2002 B</p></td><td><p>  1. August</p></td><td><p>2002</p></td></tr><tr><td><p>Slowakei* <sup xmlns:tmp="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:temp">a</sup></p></td><td><p>15. April</p></td><td><p>1992</p></td><td><p>  1. Januar</p></td><td><p>1993</p></td></tr><tr><td><p>Slowenien</p></td><td><p>16. September</p></td><td><p>1993</p></td><td><p>  1. Januar</p></td><td><p>1994</p></td></tr><tr><td><p>Spanien*</p></td><td><p>11. März</p></td><td><p>1985</p></td><td><p>  1. Juli</p></td><td><p>1985</p></td></tr><tr><td><p>Tonga</p></td><td><p>  3. Juli</p></td><td><p>2000 B</p></td><td><p>  1. November</p></td><td><p>2000</p></td></tr><tr><td><p>Trinidad und Tobago</p></td><td><p>22. März</p></td><td><p>1994 B</p></td><td><p>  1. Juli</p></td><td><p>1994</p></td></tr><tr><td><p>Tschechische Republik<sup xmlns:tmp="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:temp">a</sup></p></td><td><p>15. April</p></td><td><p>1992</p></td><td><p>  1. Januar</p></td><td><p>1993</p></td></tr><tr><td><p>Türkei*</p></td><td><p>  3. September</p></td><td><p>1987</p></td><td><p>  1. Januar</p></td><td><p>1988</p></td></tr><tr><td><p>Ukraine*</p></td><td><p>28. September</p></td><td><p>1995 B</p></td><td><p>  1. Januar</p></td><td><p>1996</p></td></tr><tr><td><p>Ungarn*</p></td><td><p>13. Juli</p></td><td><p>1993</p></td><td><p>  1. November</p></td><td><p>1993</p></td></tr><tr><td><p>Venezuela</p></td><td><p>11. Juni</p></td><td><p>2003 B</p></td><td><p>  1. Oktober</p></td><td><p>2003</p></td></tr><tr><td><p>Vereinigte Staaten*</p></td><td><p>11. März</p></td><td><p>1985</p></td><td><p>  1. Juli</p></td><td><p>1985</p></td></tr><tr><td><p>Vereinigtes Königreich*</p></td><td><p>30. April</p></td><td><p>1985</p></td><td><p>  1. August</p></td><td><p>1985</p></td></tr><tr><td><p>    Akrotiri und Dhekelia*</p></td><td><p>23. Januar</p></td><td><p>1987</p></td><td><p>  1. Mai</p></td><td><p>1987</p></td></tr><tr><td><p>    Anguilla*</p></td><td><p>23. Januar</p></td><td><p>1987</p></td><td><p>  1. Mai</p></td><td><p>1987</p></td></tr><tr><td><p>    Bermudas*</p></td><td><p>10. September</p></td><td><p>2002</p></td><td><p>  1. Januar</p></td><td><p>2003</p></td></tr><tr><td><p>    Britische Jungferninseln*</p></td><td><p>  2. September</p></td><td><p>1988</p></td><td><p>  1. Januar</p></td><td><p>1989</p></td></tr><tr><td><p>    Britisches Territorium im <br/>    Indischen Ozean*</p></td><td><p>23. Januar</p></td><td><p>1987</p></td><td><p>  1. Mai</p></td><td><p>1987</p></td></tr><tr><td><p>    Falklandinseln*</p></td><td><p>23. Januar</p></td><td><p>1987</p></td><td><p>  1. Mai</p></td><td><p>1987</p></td></tr><tr><td><p>    Gibraltar*</p></td><td><p>23. Januar</p></td><td><p>1987</p></td><td><p>  1. Mai</p></td><td><p>1987</p></td></tr><tr><td><p>    Insel Man*</p></td><td><p>19. August</p></td><td><p>1986</p></td><td><p>  1. Dezember</p></td><td><p>1986</p></td></tr><tr><td><p>    Kaimaninseln*</p></td><td><p>23. Januar</p></td><td><p>1987</p></td><td><p>  1. Mai</p></td><td><p>1987</p></td></tr><tr><td><p>    Montserrat*</p></td><td><p>23. Januar</p></td><td><p>1987</p></td><td><p>  1. Mai</p></td><td><p>1987</p></td></tr><tr><td><p>    Pitcairn-Inseln (Ducie, Oeno, <br/>    Henderson und Pitcairn)*</p></td><td><p>23. Januar</p></td><td><p>1987</p></td><td><p>  1. Mai</p></td><td><p>1987</p></td></tr><tr><td><p>    St. Helena und Nebengebiete <br/>    (Ascension und Tristan da Cunha)*</p></td><td><p>23. Januar</p></td><td><p>1987</p></td><td><p>  1. Mai</p></td><td><p>1987</p></td></tr><tr><td><p>Zypern</p></td><td><p>18. April</p></td><td><p>1986</p></td><td><p>  1. August</p></td><td><p>1986</p></td></tr><tr><td/><td/><td/><td/><td/></tr><tr><td colspan="5"><blockList><item><num>* </num><p>Vorbehalte und Erklärungen.</p></item><item><num>** </num><p>Einwendungen.</p></item><item><num/><p>Die Vorbehalte, Erklärungen und Einwendungen werden in der AS nicht veröffentlicht, mit Ausnahme der Vorbehalte und Erklärungen der Schweiz. Die französischen und englischen Texte können auf der Internetseite des Europarates: www.coe.int &gt; Deutsch &gt; Mehr &gt; Vertragsbüro &gt; Gesamtverzeichnis eingesehen oder bei der Direktion für Völkerrecht, Sektion Staatsverträge, 3003 Bern, bezogen werden.</p></item></blockList></td></tr><tr><td colspan="5"><blockList><item><num><sup xmlns:tmp="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:temp">a</sup> </num><p>Datum der Hinterlegung der Ratifikationsurkunde durch die Tschechoslowakei.</p></item></blockList></td></tr></table></mainBody></doc></component><component eId="decl_u2"><doc name="declaration"><meta><identification source="#ch.bk"><FRBRWork><FRBRthis value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/1988/761_761_761/20200505/main-text"/><FRBRuri value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/1988/761_761_761/20200505"/><FRBRdate date="2020-05-05" name="jolux:dateApplicability"/><FRBRdate date="1983-03-21" name="jolux:dateDocument"/><FRBRdate date="1988-05-01" name="jolux:dateEntryInForce"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#publisher"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#rightsHolder"/><FRBRcountry value="CH"/><FRBRnumber value="0.343"/><FRBRname xml:lang="fr" value="Convention du 21 mars 1983 sur le transfèrement des personnes condamnées" shortForm=""/><FRBRname xml:lang="it" value="Convenzione del 21 marzo 1983 sul trasferimento dei condannati" shortForm=""/><FRBRname xml:lang="de" value="Übereinkommen vom 21. März 1983 über die Überstellung verurteilter Personen" shortForm=""/><FRBRauthoritative value="true"/></FRBRWork><FRBRExpression><FRBRthis value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/1988/761_761_761/20200505/de/main-text"/><FRBRuri value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/1988/761_761_761/20200505/de"/><FRBRdate date="2020-05-05" name="jolux:dateApplicability"/><FRBRdate date="1983-03-21" name="jolux:dateDocument"/><FRBRdate date="1988-05-01" name="jolux:dateEntryInForce"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#publisher"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#rightsHolder"/><FRBRlanguage language="de"/></FRBRExpression><FRBRManifestation><FRBRthis value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/1988/761_761_761/20200505/de/xml/main-text"/><FRBRuri value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/1988/761_761_761/20200505/de/xml"/><FRBRdate date="2020-05-05" name="jolux:dateApplicability"/><FRBRdate date="1983-03-21" name="jolux:dateDocument"/><FRBRdate date="1988-05-01" name="jolux:dateEntryInForce"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#publisher"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#rightsHolder"/><FRBRformat value="xml"/></FRBRManifestation></identification></meta><preface><container name="headerOfAnnex"><block name="heading">Vorbehalte und Erklärungen</block></container></preface><mainBody><p><b>Schweiz</b><authorialNote><p> Art. 1 Abs. 2 des BB vom 18. Juni 1987 (<ref href="https://fedlex.data.admin.ch/eli/oc/1988/759_759_759" xmlns:data="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:data" xmlns:tmp="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:temp">AS <b>1988</b> 759</ref>) </p></authorialNote></p><p xmlns:mig="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:migration">a. Artikel 3 Absatz 3</p><p>Die Schweiz schliesst, sofern sie Vollstreckungsstaat ist, die Anwendung des in Artikel 9 Absatz 1 Buchstabe b vorgesehenen Verfahrens aus;</p><p xmlns:mig="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:migration">b. Artikel 5 Absatz 3</p><blockList><listIntroduction eId="decl_u2/listintro">Die Schweiz erklärt, dass das Bundesamt für Justiz<authorialNote><p> Die Bezeichnung der Verwaltungseinheit in Anwendung von Art. 16 Abs. 3 der  Publikationsverordnung vom 17. Nov. 2004 (<ref href="https://fedlex.data.admin.ch/eli/oc/2004/746" xmlns:data="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:data" xmlns:tmp="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:temp">AS <b>2004</b> 4937</ref>) angepasst. Die Anpassung wurde im ganzen Text vorgenommen.</p></authorialNote> des Eidgenössischen Justiz- und Polizeidepartementes die im Sinne von Artikel 5 Absatz 3 zuständige Übermittlungs- und Empfangsbehörde ist für:</listIntroduction><item eId="decl_u2/bull_u1"><num>– </num><p>Mitteilungen gemäss Artikel 4 Absätze 2-4;</p></item><item eId="decl_u2/bull_u2"><num>– </num><p>Überstellungsersuchen und Antworten gemäss Artikel 2 Absatz 3 und Artikel 5 Absatz 4;</p></item><item eId="decl_u2/bull_u3"><num>– </num><p>Unterlagen gemäss Artikel 6;</p></item><item eId="decl_u2/bull_u4"><num>– </num><p>Mitteilungen gemäss Artikel 14 und 15;</p></item><item eId="decl_u2/bull_u5"><num>– </num><p>Durchlieferungsersuchen und Antworten gemäss Artikel 16;</p></item></blockList><p xmlns:mig="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:migration">c. Artikel 6 Absatz 2 Buchstabe a</p><p>Die Schweiz legt Artikel 6 Absatz 2 Buchstabe a dahingehend aus, dass der beglaubigten Abschrift des Urteils eine Vollstreckbarkeitsbestätigung beigefügt werden muss;</p><p xmlns:mig="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:migration">d. Artikel 7 Absatz 1</p><p>Die Schweiz betrachtet die Einwilligung zur Überstellung von dem Zeitpunkt an als unwiderrufbar, an dem die Überstellung, gestützt auf die Vereinbarung der betroffenen Staaten, vom Bundesamt für Justiz beschlossen worden ist;</p><p xmlns:mig="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:migration">e. Artikel 17 Absatz 3</p><p>Die Schweiz verlangt, dass an sie gerichtete Überstellungsersuchen und Unterlagen, soweit sie nicht in deutscher, französischer oder italienischer Sprache abgefasst sind, mit einer Übersetzung in eine dieser Sprachen vorgelegt werden.</p></mainBody></doc></component></components></act></akomaNtoso>