<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2006.00250</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=206135&amp;W10_KEY=13013560&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2006.00250</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 14.09.2006</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">3. Abteilung/3. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Abgaberecht ohne Steuern</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Gebührenpflicht für nächtliches Dauerparkieren</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Nachtparkiergebühren: Zuständigkeit des Verwaltungsgerichts (E.1). In den Bezirken besteht keine einheitliche Praxis zur Frage der zuständigen Instanz für Rekurse betreffend die Erhebung von Gebühren für nächtliches Dauerparkieren. In einzelnen Bezirken entscheidet das Statthalteramt, in anderen der Bezirksrat als Rekursinstanz (E.2.2). Die Abgrenzung der Zuständigkeit des Statthalters von jener des Bezirksrats bereitet Schwierigkeiten (E.2.3). Die Erhebung von Gebühren für nächtliches Dauerparkieren kann dem Begriff der Ortspolizei zugeordnet werden, womit sich die Zuständigkeit des Statthalteramts ergibt (E.2.4). Was der Beschwerdeführer zu Gunsten der Zuständigkeit des Bezirksrats vorbringt, rechtfertigt keine andere Beurteilung (E.2.5 und 2.6). In materieller Hinsicht ist streitig, ob der Beschwerdeführer nachts regelmässig auf öffentlichem Grund parkiert hat. Der Beschwerdeführer macht geltend, dass er über einen gemieteten Tiefgaragenplatz verfüge. In der fraglichen Periode stellte er sein Fahrzeug gleichwohl nachts auf öffentlichem Grund ab, da die Garage wegen einer Baustelle nicht immer befahrbar gewesen sei (E.3.1). Unter den vorliegenden besonderen Umständen erscheint es glaubhaft, dass der Beschwerdeführer sein Fahrzeug in der fraglichen Periode nicht in einem Ausmass nachts auf öffentlichem Grund parkiert hat, welches als regelmässiges Parkieren zu würdigen wäre (E.3.6). Gutheissung der Beschwerde und Kostenfolge (E.4).</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: BEZIRKSRAT">BEZIRKSRAT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: Abgaberecht ST: GEBÃHREN">GEBÃHREN</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: GESTEIGERTER GEMEINGEBRAUCH">GESTEIGERTER GEMEINGEBRAUCH</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: NACHTPARKIERGEBÃHR">NACHTPARKIERGEBÃHR</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ORTSPOLIZEI">ORTSPOLIZEI</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: REGELMÃSSIGKEIT">REGELMÃSSIGKEIT</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: STATTHALTER">STATTHALTER</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="gerade">§ 10 Abs. 1 BezverwG</span><br/><span class="ungerade">§ 12 Abs. 1 BezverwG</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="gerade">BEZ 2006 Nr. 58 S. 22</span><br/><span class="ungerade">RB 2006 Nr. 1 S. 47</span><br/> </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 2 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Sachverhalt1"><b>I. </b> </p> <p class="Sachverhalt2">Die Sicherheits- und Gesundheitsabteilung erÃ¶ffnete A mit VerfÃ¼gung vom 13. Januar 2006, dass fÃ¼r das nÃ¤chtliche Dauerparkieren des Fahrzeuges 01 eine GebÃ¼hr gemÃ¤ss Verordnung der Stadt WÃ¤denswil Ã¼ber das nÃ¤chtliche Dauerparkieren auf Ã¶ffentlichem Grund vom 5. Dezember 1977/19. Mai 1993 (NachtparkierV) geschuldet sei. Nach Eintritt der Rechtskraft dieser VerfÃ¼gung werde ab 1. Feststelldatum, lÃ¤ngstens aber fÃ¼r die Zeit vom 1. Juli bis 31. Dezember 2005 jeweils fÃ¼r zwei Monate Rechnung gestellt. Die dagegen erhobene Einsprache wies der Stadtrat WÃ¤denswil am 30. Januar 2006 ab. </p> <p class="Sachverhalt1"><b><span>II. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext">Dagegen wandte sich A mit Eingabe vom 3. MÃ¤rz 2006 an den Bezirksrat Horgen, dem er Aufhebung der VerfÃ¼gung vom 13. Januar 2006 und des Einspracheentscheids vom 30. Januar 2006 beantragte. Das Statthalteramt Horgen wies den Rekurs am 3. Mai 2006 ab. Hinsichtlich der Frage seiner ZustÃ¤ndigkeit erwog es, bei der streitigen GebÃ¼hrenpflicht handle es sich um eine ortspolizeiliche Angelegenheit im Sinn von § 12 des Gesetzes Ã¼ber die Bezirksverwaltung vom 10. MÃ¤rz 1985 (BezverwG), weshalb zu deren Behandlung nicht der Bezirksrat, sondern der Statthalter zustÃ¤ndig sei.</p> <p class="Sachverhalt1"><b><span>III. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext">Mit Beschwerde vom 2. Juni 2006 beantragte A die vorinstanzlichen Entscheide aufzuheben. In der Beschwerdeschrift wird primÃ¤r geltend gemacht, zur Behandlung des Rekurses wÃ¤re nicht das Statthalteramt, sondern der Bezirksrat zustÃ¤ndig gewesen, weil es sich bei der Erhebung von GebÃ¼hren fÃ¼r das nÃ¤chtliche Dauerparkieren nicht um eine ortspolizeiliche Angelegenheit handle; die Sache sei daher zur materiellen Behandlung an den Bezirksrat zu Ã¼berweisen. FÃ¼r den Fall, dass der Statthalter als zustÃ¤ndige Rekursinstanz anerkannt werde, wird sodann die GebÃ¼hrenpflicht bestritten. </p> <p class="Urteilstext">Das Statthalteramt verzichtete auf Vernehmlassung. Die Stadt WÃ¤denswil beantragte am 24. August 2006, die Beschwerde sei abzuweisen und die GebÃ¼hrenpflicht zu bestÃ¤tigen; zur Frage der zustÃ¤ndigen Rekursinstanz Ã¤usserte sie sich nicht. </p> <p class="Urteilstext">Die Kammer zieht in ErwÃ¤gung:</p> <p class="Erwgung1"><b>1. </b> </p> <p class="Urteilstext">Das Verwaltungsgericht ist zur Behandlung der vorliegenden Beschwerde nach § 41 Abs. 1 in Verbindung mit § 19c Abs. 2 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 (VRG) zustÃ¤ndig. Weil auch die Ã¼brigen Prozessvoraussetzungen erfÃ¼llt sind, ist auf die Beschwerde einzutreten. Der Streitwert betrÃ¤gt weniger als Fr. 20'000.-, weshalb eigentlich der Einzelrichter zum Entscheid berufen wÃ¤re (§ 38 Abs. 2 VRG). Da sich aber in Bezug auf die ZustÃ¤ndigkeit der Vorinstanz eine Frage von grundsÃ¤tzlicher Bedeutung stellt, ist die Entscheidung der Kammer zu Ã¼bertragen (§ 38 Abs. 3 VRG; vgl. auch die mit heutigem Datum erledigten Verfahren VB.2006.00123 und VB.2006.00291, beide auf www.vgrzh.ch).</p> <p class="Erwgung1"><b>2. </b> </p> <p class="Urteilstext"><span>Zu prÃ¼fen ist in erster Linie, ob zur Behandlung von Rekursen betreffend GebÃ¼hren fÃ¼r nÃ¤chtliches Dauerparkieren das Statthalteramt oder der Bezirksrat zustÃ¤ndig sei.</span></p> <p class="Erwgung2"><b>2.1 </b>GemÃ¤ss § 10 BezverwG obliegen dem Bezirksrat vor allem die Aufsicht Ã¼ber die Gemeinden und der Entscheid Ã¼ber Rechtsmitteln in Gemeindesachen; besondere Bestimmungen sind vorbehalten (Abs. 1). Der Bezirksrat besorgt die Bezirksaufgaben, fÃ¼r die keine andere BehÃ¶rde zustÃ¤ndig ist (Abs. 2). GemÃ¤ss § 12 BezverwG obliegen dem Statt­halter­amt vor allen die Aufsicht Ã¼ber die Ortspolizei und das Feuerwehrwesen, der Entscheid Ã¼ber die Rechtsmittel aus diesen Gebieten und die Handhabung des Ãbertretungsstrafrechts; besondere Bestimmungen sind vorbehalten (Abs. 1). Das Statthalteramt kann sich der Hilfe der Polizei und der GemeindebehÃ¶rden bedienen (Abs. 2).</p> <p class="Erwgung2"><b>2.2 </b>Wie dem Gericht aus frÃ¼heren BeschwerdefÃ¤llen bekannt ist (in welchen die Frage weder von einer Prozesspartei noch von Amtes wegen thematisiert wurde), besteht in den einzelnen Bezirken keine einheitliche Praxis zur Frage der zustÃ¤ndigen Instanz fÃ¼r Rekurse betreffend die Erhebung von GebÃ¼hren fÃ¼r nÃ¤chtliches Dauerparkieren:</p> <p class="Erwgung2">Im Bezirk <i>Horgen</i> entscheidet, wie der vorliegende Fall sowie die ebenfalls mit heutigem Datum erledigte Beschwerde VB.2006.00123 zeigen, das Statthalteramt (jedenfalls in neuer Zeit, vgl. demgegenÃ¼ber VGr, 9. Juli 1998, VB.1998.00166, in welchem Verfahren der Bezirksrat Horgen entschied). Gleiches gilt offenbar im Bezirk <i>ZÃ¼rich</i>; das Verwaltungsgericht musste sich zwar, soweit ersichtlich, bis anhin nicht mit einer GebÃ¼hrenstreitigkeit betreffend nÃ¤chtliches Dauerparkieren aus diesem Bezirk befassen; doch hatte es andere FÃ¤lle zu beurteilen, in denen die Erhebung von GebÃ¼hren fÃ¼r die BenÃ¼tzung des Ã¶ffentlichen Grundes streitig war, wobei in diesen FÃ¤llen stets das Statthalteramt ZÃ¼rich als Rekursinstanz wirkte (vgl. VGr, 10. Februar 2000, VB.1999.00323 und VB.1999.00376 betreffend Parkieren gegen GebÃ¼hr; vgl. auch VGr, 5. Januar 2005, VB.2004.00165, www.vgrzh.ch betreffend Fahrzeugabschleppkosten infolge vorschriftswidrigen Parkierens). Das Verwaltungsgericht hatte auch zahlreiche Beschwerden betreffend die Nutzung des Ã¶ffentlichen Grundes in der Stadt ZÃ¼rich zu beurteilen, in denen die Nutzung als solche (nicht die damit verbundene GebÃ¼hrenpflicht) streitig war; auch hier wirkte stets das Statthalteramt ZÃ¼rich als RekursbehÃ¶rde (vgl. VGr, 9. Juli 1998, VB.1998.00121; VGr, 3. Dezember 1998, VB.1998.00290 und VB.1998.00304 betreffend Erteilung von Parkkarten; VGr, 9. April 1998, VB.1998.00050; VGr, 28. September 1999, VB.1999.00168; VGr, 16. Dezember 1999, VB.1999.00266, betreffend BenÃ¼tzung des Ã¶ffentlichen Grundes zu kommerziellen Zwecken; VGr, 19. April 1991, VB.1991.00029 betreffend Nutzung des Ã¶ffentlichen Grundes fÃ¼r Kundgebungen; VGr, 1. Oktober 1998, VB.1998.00142 betreffend Konzession fÃ¼r Taxi-Standplatz). Gleiches gilt fÃ¼r Ã¤hnliche Streitigkeiten in anderen Bezirken (vgl. etwa Statthalteramt <i>Hinwil</i> in VGr, 15. Dezember 1995, VB.1995.00062 und Statthalteramt <i>Uster</i> in VGr, 20. August 1998, VB.1998.00147, beide betreffend Bewilligung von Markt-StandplÃ¤tzen). </p> <p class="Erwgung2">DemgegenÃ¼ber werden in anderen Bezirken Rekurse betreffend GebÃ¼hren fÃ¼r nÃ¤chtliches Dauerparkieren vom Bezirksrat behandelt (vgl. das ebenfalls mit heutigem Datum erledigte Verfahren VB.2006.00291 aus dem Bezirk <i>Dielsdorf</i>; ferner die abgeschlossenen Verfahren VGr, 17. MÃ¤rz 2006, VB.2005.00589, www.vgrzh.ch aus dem Bezirk <i>Uster</i> und VGr, 20. Dezember 1993, VB.1993.00185 aus dem Bezirk <i>Dietikon</i>). Gleiches gilt in FÃ¤llen, in denen die Nutzung des Ã¶ffentlichen Grundes als solche (und nicht die damit verbundene GebÃ¼hrenpflicht streitig ist (vgl. Bezirksrat Dietikon in VGr, 23. MÃ¤rz 2006, VB.2005.00596, www.vgrzh.ch betreffend Konzession fÃ¼r Taxi-Standplatz).</p> <p class="Erwgung2">Eine einheitliche, durch das Verwaltungsgericht mit RB 1986 Nr. 6 (= BEZ 1986 Nr. 37) eingeleitete Praxis besteht bezÃ¼glich GebÃ¼hren fÃ¼r die vorÃ¼bergehende BenÃ¼tzung des Ã¶ffentlichen Grundes fÃ¼r Bauinstallationen; fÃ¼r solche Streitigkeiten ist weder das Statthalter­amt noch der Bezirksrat, sondern die Baurekurskommission zustÃ¤ndig. (Mit diesem Urteil schÃ¼tzte das Verwaltungsgericht einen zweitinstanzlichen Rekursentscheid des Regierungsrats, welcher einen erstinstanzlichen Rekursentscheid des Statthalteramts ZÃ¼rich aufgehoben und die Angelegenheit zur materiellen Behandlung an die Baurekurskommission Ã¼berwiesen hatte.) Gleiches gilt auch und umso mehr bezÃ¼glich KonzessionsgebÃ¼hren fÃ¼r â dauernde â bauliche Einrichtungen auf dem Ã¶ffentlichen Grund.</p> <p class="Erwgung2"><b>2.3 </b> Die Abgrenzung der ZustÃ¤ndigkeit des Statthalters von jener des Bezirksrats bereitet Schwierigkeiten. Dies nicht nur in FÃ¤llen, in denen wie hier GebÃ¼hren im Zusammenhang mit der BenÃ¼tzung des Ã¶ffentlichen Grundes streitig sind, sondern auch bei Rechtsmitteln, welche die Zulassung oder EinschrÃ¤nkung diesbezÃ¼glicher Nutzungen als solche betreffen (Tobias Jaag, Staats- und Verwaltungsrecht des Kantons ZÃ¼rich, 3. A., ZÃ¼rich 2005, Rz. 1617 und 3458; Alfred KÃ¶lz/JÃ¼rg Bosshart/Martin RÃ¶hl, Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons ZÃ¼rich, 2. A., ZÃ¼rich 1999, § 5 N. 9). Solche Schwierigkeiten kÃ¶nnen schon in der gesetzlichen Regelung vorgezeichnet sein, sodass ihnen allenfalls aufgrund des Koordinationsgebots mit einer teilweise von der gesetzlichen Regelung abweichenden LÃ¶sung zu begegnen ist. So ist etwa bei Verkehrsberuhigungsmassnahmen der Statthalter zustÃ¤ndig, soweit sie durch Signalisationen ("polizeilich") vollzogen werden, hingegen der Bezirksrat, soweit sie durch Einrichtungen im StrassenkÃ¶rper ("baulich") umgesetzt werden, was nach einer koordinierten LÃ¶sung ruft (RB 2001 Nr. 23). Bei der vorliegend anstehenden Frage geht es jedoch nicht um ein Koordinationsproblem in diesem Sinn, sondern lediglich darum, auf eine einheitliche Praxis in den Bezirken bezÃ¼glich der nÃ¤mlichen ZustÃ¤ndigkeitsbestimmungen (§§ 10 ff. BezverwG) hinzuwirken. </p> <p class="Erwgung2"><b>2.4 </b>Aufgrund der dargelegten ZustÃ¤ndigkeitsbestimmungen von § 10 BezverwG einerseits sowie § 12 BezverwG anderseits (vorn E. 1.1) kann die hier vom Statthalter in Anspruch genommene ZustÃ¤ndigkeit, die vom BeschwerdefÃ¼hrer ausdrÃ¼cklich bestritten wird, nur geschÃ¼tzt werden, wenn sich die Erhebung von GebÃ¼hren fÃ¼r das nÃ¤chtliche Dauerparkieren den ortspolizeilichen Angelegenheiten zuordnen lÃ¤sst. Der Begriff der Ortspolizei wird in § 74 des Gemeindegesetzes vom 6. Juni 1926 (GemeindeG) verwendet. GemÃ¤ss dieser Bestimmung steht dem Gemeinderat neben den ihm durch andere Gesetze Ã¼berwiesenen Aufgaben insbesondere die Besorgung der gesamten Ortspolizei zu. Er sorgt fÃ¼r die Aufrechterhaltung der Ã¶ffentlichen Ruhe und Ordnung und fÃ¼r die Sicherheit von Personen und Eigentum gegen SchÃ¤digungen und Gefahren jeder Art und trifft alle Vorkehren fÃ¼r die richtige ErfÃ¼llung der Aufgaben der Ortspolizei auf allen Verwaltungsgebieten (Abs. 1). Die Gemeinde erlÃ¤sst zu diesem Zweck eine Polizeiverordnung (Abs. 2 in der Fassung vom 1. September 1991). Soweit die Bestimmungen den Gemeinderat zu allen Vorkehren fÃ¼r die richtige ErfÃ¼llung der Aufgaben der Ortspolizei auf allen Verwaltungsgebieten ermÃ¤chtigt, enthÃ¤lt sie eine vereinfachte Formulierung der so genannten polizeilichen Generalklausel. Der Begriff der "Ortspolizei" (als wichtiger Bereich der Aufgaben des Gemeinderats) ist aber auch bezÃ¼glich des ZustÃ¤ndigkeitsbereichs weit zu verstehen. Er beschrÃ¤nkt sich nicht nur auf den Schutz der in § 74 Abs. 1 Satz 2 GemeindeG ausdrÃ¼cklich genannten RechtsgÃ¼ter, sondern umfasst weitere Bereiche der behÃ¶rdlichen TÃ¤tigkeit, welche einem geordneten Zusammenleben in einer Gemeinde dienen (Hans Rudolf Thalmann, Kommentar zum ZÃ¼rcher Gemeindegesetz, 3. A., WÃ¤denswil 2000, § 74 N. 2.1). Dieser Auslegung von § 74 GemeindeG bzw. des darin verwendeten Begriffs der Ortspolizei entspricht es, wenn ihm auch die Erhebung von GebÃ¼hren fÃ¼r nÃ¤chtliches Dauerparkieren zugeordnet wird, woraus sich in solchen FÃ¤llen die ZustÃ¤ndigkeit des Statthalters und nicht jene des Bezirksrats ergibt.</p> <p class="Erwgung2"><b>2.5 </b>Was der BeschwerdefÃ¼hrer zu Gunsten der ZustÃ¤ndigkeit des Bezirksrats vorbringt, rechtfertigt keine andere Beurteilung. Dass die Bewilligung zu gesteigertem Gemeingebrauch nach den in Lehre und Rechtsprechung entwickelten GrundsÃ¤tzen keine Polizeierlaubnis, sondern eine Bewilligung eigener Art darstellt, trifft zwar zu. Dies schliesst indessen die Zuordnung entsprechender Bewilligungen zu den ortspolizeilichen Angelegenheiten nicht aus. Zumal bei der Bewilligung von gesteigertem Gemeingebrauch neben den spezifisch mit dieser Nutzungsart zusammenhÃ¤ngenden Aspekten (Koordination und PrioritÃ¤tensetzung zwischen verschiedenen Nutzungen) hÃ¤ufig auch rein polizeiliche Anliegen zu berÃ¼cksichtigen sind. Das Verwaltungsgericht hat sich denn auch in einem Fall, in dem die Zulassung zu gesteigertem Gemeingebrauch fÃ¼r eine Kundgebung streitig war, ausdrÃ¼cklich zu Gunsten der ZustÃ¤ndigkeit des Statthalters entschieden (VGr, 13. April 2000, VB.2000.00005, E.3, www.vgrzh.ch, teilweise publiziert in RB 2000 Nr. 47 = ZBl 102/2001, S. 103). Im Ãbrigen bildet gerade der vorliegende Fall ein Beispiel fÃ¼r die Verflechtung der rein polizeilichen mit den Ã¼brigen Aspekten, die bei der Zulassung zu gesteigertem Gemeingebrauch zu beachten sind. Diese Zulassung wird nÃ¤mlich, was das nÃ¤chtliche Dauerparkieren anbelangt, nicht nur in der Nachtparkierverordnung vom 5. Dezember 1977/19. Mai 1993, sondern auch in Art. 19 Abs. 2 der kommunalen Polizeiverordnung vom 20. November 2000 geregelt. Aus dem Umstand, dass erstere Verordnung vom Grossen Gemeinderat (Legislative) erlassen wurde, wÃ¤hrend letztere vom Stadtrat (Exekutive, das heisst Gemeinderat im Sinn von § 74 GemeindeG) festgesetzt wurde, kann der BeschwerdefÃ¼hrer in diesem Zusammenhang nichts zu seinen Gunsten ableiten.</p> <p class="Erwgung2"><b>2.6 </b>Es fragt sich, ob die ZustÃ¤ndigkeit des Bezirksrats nicht damit begrÃ¼ndet werden kÃ¶nnte, dass es sich um eine <i>gebÃ¼hrenrechtliche</i> Streitsache handelt. Wenn jedoch Streitigkeiten betreffend gesteigerten Gemeingebrauch an Ã¶ffentlichem Grund wie dargelegt mit guten Argumenten dem Begriff der Ortspolizei und damit der ZustÃ¤ndigkeit des Statthalters zuzuordnen sind, besteht kein Grund, die ZustÃ¤ndigkeitsfrage bezÃ¼glich der gebÃ¼hrenrechtlichen Folgen solcher Nutzungen abweichend zu beantworten. Auch insofern besteht eine Verflechtung der bezÃ¼glich Zulassung und GebÃ¼hrenpflicht anwendbaren gesetzlichen Grundlagen: GemÃ¤ss Art. 1 NachtparkierV ist es nur mit behÃ¶rdlicher Bewilligung gestattet, Fahrzeuge aller Art nachts regelmÃ¤ssig auf Ã¶ffentlichem Grund oder auf allgemein zugÃ¤nglichen ParkplÃ¤tzen der Stadt abzustellen, wobei gemÃ¤ss Art. 2 NachtparkierV die Bewilligung mit dem Erlass dieser Verordnung als allen Fahrzeughaltern erteilt gilt, die mangels anderer ParkierungsmÃ¶glichkeiten auf einen gesteigerten Gemeingebrauch im Sinn von Art. 1 "angewiesen" sind. Zu letzterem Erfordernis wird in Art. 3 Abs. 4 NachtparkierV prÃ¤zisiert, dass der Inhaber eines privaten Parkplatzes diesen benÃ¼tzen muss, also nicht auf gesteigerten Gemeingebrauch angewiesen ist. Die streitbetroffene VerfÃ¼gung der Beschwerdegegnerin vom 13. Januar 2006 unterstellt den BeschwerdefÃ¼hrer gestÃ¼tzt auf diese Bestimmungen der GebÃ¼hrenpflicht gemÃ¤ss Art. 4 NachtparkierV.</p> <p class="Erwgung2"><b>2.7 </b>Wie der Klarheit halber anzumerken ist, rechtfertigt sich bei der <i>direkten</i> Anfechtung von GebÃ¼hrenreglementen und GebÃ¼hrentarifen allenfalls eine andere Beurteilung der ZustÃ¤ndigkeitsfrage. In solchen FÃ¤llen geht es um eine <i>abstrakte</i> Normenkontrolle, die der Beschwerde an das Verwaltungsgericht (jedenfalls nach geltendem Recht bis zur Umsetzung von Art. 79 Abs. 2 der Verfassung des Kantons ZÃ¼rich vom 27. Februar 2005, KV) ohnehin entzogen ist (KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 41 N. 8; RB 1983 Nr. 15, 1990 Nr. 17, 1992 Nr. 5); auf Stufe Rekursverfahren liesse sich hier auch die ZustÃ¤ndigkeit des Bezirksrats, der dazu eher als der Statthalter berufen ist, begrÃ¼nden.</p> <p class="Erwgung1"><b>3. </b> </p> <p class="Urteilstext">In materieller Hinsicht ist streitig, ob der BeschwerdefÃ¼hrer im fraglichen Zeitraum (gemÃ¤ss VerfÃ¼gung vom 13. Januar 2006 ab 1. Juli 2005 bzw. ab dem 1. Feststelldatum, das heisst ab 5. Juli 2005 bis 31. Dezember 2005) regelmÃ¤ssig im Sinn von Art. 1 NachtparkierV auf Ã¶ffentlichem Grund in WÃ¤denswil parkiert habe.</p> <p class="Erwgung2"><b>3.1 </b>Laut VerfÃ¼gung der Beschwerdegegnerin vom 13. Januar 2006 ist das Fahrzeug des an der L-Strasse wohnhaften BeschwerdefÃ¼hrers im fraglichen Zeitraum wie folgt an der M-Strasse auf Ã¶ffentlichem Grund gesichtet worden: am 5. Juli 2005 um 02.00 Uhr, am 6. Juli 2005 um 02.00 Uhr, am 7. September 2005 um 01.00 Uhr, am 8. September 2005 um 01.00 Uhr, am 8. November 2005 um 00.30 Uhr, am 9. November 2005 um 00.30 Uhr und am 10. November 2005 um 01.00 Uhr. Der BeschwerdefÃ¼hrer bestreitet dies nicht. Er machte jedoch schon in der Einsprache vom 17. Januar 2006 geltend, er verfÃ¼ge Ã¼ber einen gemieteten Tiefgaragenplatz an der N-Strasse, was aufgrund des vorliegenden Mietvertrags belegt ist. Zur ErklÃ¤rung, weshalb er das Fahrzeug gleichwohl gelegentlich nachts auf Ã¶ffentlichem Grund abstelle, brachte er zudem schon damals vor, wegen einer Baustelle vor der Tiefgarage sei es ihm im fraglichen Zeitraum nicht mÃ¶glich gewesen, regelmÃ¤ssig in die Garage zu fahren, da die Zufahrt wegen Baumaterialien und gefÃ¤llten Ãsten nicht immer befahrbar gewesen sei. </p> <p class="Erwgung2"><b>3.2 </b>Beim Erfordernis des "regelmÃ¤ssigen" Parkierens auf Ã¶ffentlichem Grund handelt es sich um einen unbestimmten Gesetzesbegriff, bei dessen Auslegung und Anwendung der zustÃ¤ndigen kommunalen BehÃ¶rde ein erheblicher Ermessensspielraum zusteht (KÃ¶lz/ Bosshart/RÃ¶hl, § 20 N. 19, § 50 N. 8). Die ErmessensausÃ¼bung hat sich jedoch an den verwaltungsrechtlichen Grundprinzipien und den weiteren verfassungsrechtlichen Schranken zu orientieren, wozu namentlich auch das Gebot rechtsgleicher Behandlung (Art. 8 der Bundesverfassung, Art. 11 KV) zÃ¤hlt. Bei GeschÃ¤ften der Massenverwaltung, zu der auch die GebÃ¼hrenerhebung fÃ¼r nÃ¤chtliches Dauerparkieren gehÃ¶rt, ist eine rechtsgleiche ErmessensausÃ¼bung und damit einheitliche Verwaltungspraxis vielfach nur mÃ¶glich, wenn hierfÃ¼r verwaltungsinterne Dienstanweisungen bestehen. Solchen Anleitungen kommt kein Rechtssatzcharakter zu, und sie sind daher fÃ¼r das Verwaltungsgericht nicht verbindlich; sie dienen der gleichmÃ¤ssigen, kohÃ¤renten Praxis beim Gesetzesvollzug. Soweit sich die VerwaltungsbehÃ¶rde auf solche interne Richtlinien stÃ¼tzt, ist dem daher auch im Rechtsmittelverfahren â durch die RekursbehÃ¶rde bei der ÃberprÃ¼fung der ErmessensausÃ¼bung (vgl. § 20 VRG), aber auch durch das Verwaltungsgericht bei der AusÃ¼bung der Rechtskontrolle, die eine ÃberprÃ¼fung auf Ermessensmissbauch hin einschliesst (§ 50 VRG) â Rechnung zu tragen (KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 50 N. 58 und 64).</p> <p class="Erwgung2"><b>3.3 </b>Im vorliegenden Fall ist aufgrund der Akten nicht restlos klar, von welchen internen GrundsÃ¤tzen sich die Beschwerdegegnerin bei der PrÃ¼fung der Frage leiten lÃ¤sst, ob bei einem wiederholt nachts auf Ã¶ffentlichem Grund abgestellten Fahrzeug nÃ¤chtliches Dauerparkieren angenommen werden kann: Die Beschwerdegegnerin hat sich erstmals in ihrer Vernehmlassung vom 5. April 2006 an den Statthalter geÃ¤ussert. Die Stadtpolizei fÃ¼hre jeden zweiten Monat an drei aufeianderfolgenden NÃ¤chten ab 01.00 Uhr bis 05.00 Uhr Kontrollen durch. Wenn ein Fahrzeug mehrmals in der elektronisch aufgezeichneten Dokumentation erscheine, werde hieraus auf nÃ¤chtliches Dauerparkieren geschlossen. Insbesondere die Tatsache, dass ein Fahrzeug zwei oder gar drei NÃ¤chte hintereinander in derselben Strasse erfasst werde, weise auf nÃ¤chtliches Dauerparkieren hin. Das Statthalteramt hat hieraus abgeleitet, in der Stadt WÃ¤denswil werde regelmÃ¤ssiges nÃ¤chtliches Parkieren dann angenommen, wenn ein Fahrzeug in den nachts alle zwei Monate durchgefÃ¼hrten Kontrollen sechs Mal festgestellt werde (Rekursentscheid E. 7). Die so interpretierte Regel bezieht sich offenbar auf eine als massgebend erachtete Periode von sechs Monaten. </p> <p class="Erwgung2">In der Beschwerde vom 2. Juni 2006 wird (erneut) bestritten, dass aus dem Ergebnis der durchgefÃ¼hrten Stichproben (zwischen 5. Juli und 10. November 2005 Parkieren an der M-Strasse in sieben NÃ¤chten) auf ein nÃ¤chtliches Dauerparkieren geschlossen werden kÃ¶nne; zudem macht der BeschwerdefÃ¼hrer geltend, er habe am 19. Mai 2006 die Beschwerdegegnerin um Zustellung der diesbezÃ¼glichen Dienstanweisung ersucht, was jedoch abgelehnt worden sei. In der Beschwerdeantwort wird dieser Behauptung weder entgegengetreten noch eingewendet, eine diesbezÃ¼gliche schriftliche Dienstanweisung existiere gar nicht. Weitere AbklÃ¤rungen zum Vorhandensein einer verwaltungsinternen Dienstanleitung und zu deren genauem Inhalt erÃ¼brigen sich indessen aus den nachfolgenden GrÃ¼nden.</p> <p class="Erwgung2"><b>3.4 </b>In Art. 5 NachtparkierV wird die gesetzliche Vermutung aufgestellt, dass der Fahrzeuginhaber der in WÃ¤denswil wohnt und sich nicht darÃ¼ber ausweisen kann, dass ihm ein ausÃ¼bbares Recht zum Parkieren auf privatem Grund zusteht, nachts regelmÃ¤ssig im Sinn von Art. 1 auf Ã¶ffentlichem Grund parkiert und daher nach Art. 4 gebÃ¼hrenpflichtig ist (zu einer derartigen gesetzlichen Vermutung vgl. RB 1993 Nr. 62). Wird diese Vermutung â wie hier vom BeschwerdefÃ¼hrer durch die Vorlage des Mietvertrages Ã¼ber den Garagenplatz â widerlegt, so ist die BehÃ¶rde fÃ¼r das geltend gemachte Dauerparkieren beweispflichtig (vgl. VGr, 17. MÃ¤rz 2006, VB.2005.00589, E. 2.4.4, www.vgrzh.ch). Allerdings kann die BehÃ¶rde mit einer sachlich vertretbaren, generell angewandten internen Regelung Ã¼ber Vornahme und Auswertung von Stichproben im Einzelfall wiederum eine Vermutung fÃ¼r das nÃ¤chtliche Dauerparkieren schaffen. Mit einer derartigen Regelung wird aber lediglich â beweisrechtlich âdie Vermutung geschaffen, der Betroffene parkiere Ã¼ber die stichprobenweise tatsÃ¤chlich erfassten VorfÃ¤lle hinaus sein Fahrzeug in einem erheblichen, als regelmÃ¤ssig im Sinn von Art. 1 NachtparkierV zu wÃ¼rdigenden Umfang auf Ã¶ffentlichem Grund. </p> <p class="Erwgung2"><b>3.5 </b>Im vorliegenden Fall ist vorab fraglich, ob die von der Beschwerdegegnerin dargelegte Stichprobenregelung (vgl. vorn E. 3.3) eine hinreichende Basis fÃ¼r die Vermutung nÃ¤chtlichen Dauerparkierens schafft. Der BeschwerdefÃ¼hrer nennt in der Beschwerdeschrift triftige GrÃ¼nde, die einen solchen Schluss zumindest als zweifelhaft erscheinen lassen. Selbst wenn aber von der Beschwerdegegnerin formulierten und vom Statthalter geschÃ¼tzten Regel (wonach nÃ¤chtliches Dauerparkieren bei mindestens sechs positiven Stichprobenergebnissen innerhalb von sechs Monaten angenommen werde) ausgegangen wird, so kann diese Vermutung vom Betroffenen wie dargelegt entkrÃ¤ftet werden. Davon geht zwar auch die RekursbehÃ¶rde aus. Indessen ist deren ErwÃ¤gung, der Betroffene kÃ¶nne diese Vermutung nur widerlegen, wenn er glaubhaft darlege, dass er sein Fahrzeug einzig in den durch die Stichproben bestÃ¤tigten NÃ¤chten auf Ã¶ffentlichem Grund abgestellt habe, nach dem Gesagten nicht haltbar. Zur EntkrÃ¤ftung der Vermutung kann vom Betroffenen lediglich verlangt werden, glaubhaft zu machen, dass er wÃ¤hrend des grÃ¶ssten Teils der in die fragliche Periode fallenden NÃ¤chte nicht auf Ã¶ffentlichem Grund parkiert habe. Sodann hat sich die RekursbehÃ¶rde mit den vom BeschwerdefÃ¼hrer in dieser Hinsicht geltend gemachten UmstÃ¤nden Ã¼berhaupt nicht auseinander gesetzt. In diesem Sinn ist die BeweiswÃ¼rdigung der Vorinstanz mangelhaft, weshalb deren Entscheid aufzuheben ist.</p> <p class="Erwgung2"><b>3.6 </b>Unter den vorliegenden UmstÃ¤nden rechtfertigt es sich, auf eine RÃ¼ckweisung der Sache an das Statthalteramt zur neuen BeweiswÃ¼rdigung (wie dies nach § 64 Abs. 1 VRG mÃ¶glich wÃ¤re) zu verzichten; das Verwaltungsgericht kann den Neuentscheid gestÃ¼tzt auf § 63 Abs. 1 VRG selber treffen. Dazu bedarf es im jetzigen Beschwerdeverfahren auch keiner weiterer SachverhaltsabklÃ¤rungen und Beweiserhebungen. Vielmehr ist aufgrund der vorliegenden Akten unter Beachtung des Grundsatzes der freien BeweiswÃ¼rdigung (vgl. KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 7 N. 76 und § 60 N. 18) zu entscheiden.</p> <p class="Erwgung2">Der vom BeschwerdefÃ¼hrer gemietete Garagenplatz liegt in der NÃ¤he seiner Wohnung an der L-Strasse; die Beschwerdegegnerin rÃ¤umt selber ein, dass die Distanz lediglich 500 m betrÃ¤gt. Dass die M-Strasse, auf welcher der BeschwerdefÃ¼hrer in den gemÃ¤ss Stichproben erfassten NÃ¤chten parkierte, sich noch nÃ¤her bei der Wohnung befindet, ist nicht als ausschlaggebendes Gegenindiz zu wÃ¼rdigen. Der BeschwerdefÃ¼hrer hat schon in seiner Einsprache geltend gemacht, das Fahrzeug in der fraglichen Periode gelegentlich nachts auf Ã¶ffentlichem Grund abgestellt zu haben, weil die Zufahrt wegen Baumaterialien und gefÃ¤llten Ãsten nicht immer befahrbar gewesen sei. Diese Darstellung kann nicht als unglaubwÃ¼rdig bezeichnet werden und sie ist von den Vorinstanzen auch nie bestritten worden. Schliesslich ist zu berÃ¼cksichtigen, dass das Fahrzeug laut ausdrÃ¼cklicher Feststellung der Beschwerdegegnerin ab Januar 2006 (das heisst in Anschluss an die streitbetroffene Periode Juli bis Dezember 2005) bei den nÃ¤chtlichen Kontrollfahrten der Stadtpolizei nicht mehr erfasst wurde (vgl. Dispositiv Ziffer 3 des Einspracheentscheids). Unter all diesen UmstÃ¤nden erscheint es glaubhaft, dass der BeschwerdefÃ¼hrer sein Fahrzeug in der fraglichen Periode nicht in einem Ausmass nachts auf Ã¶ffentlichem Grund parkiert hat, welches als regelmÃ¤ssiges Parkieren im Sinn von Art. 1 NachtparkierV zu wÃ¼rdigen wÃ¤re. </p> <p class="Erwgung1"><b>4. </b> </p> <p class="Urteilstext">Die Beschwerde ist demnach gutzuheissen. Der Rekursentscheid des Statthalteramts Horgen vom 3. Mai 2006, der Einspracheentscheid des Stadtrats WÃ¤denswil vom 30. Januar 2006 und die VerfÃ¼gung der Sicherheits- und Gesundheitsabteilung WÃ¤denswil vom 13. Januar 2006 sind aufzuheben. Die GerichtsgebÃ¼hr ist gestÃ¼tzt auf § 3 in Verbindung mit § 5 der verwaltungsgerichtlichen GebÃ¼hrenverordnung vom 26. Juni 1997 auf Fr. 1'000.- festzulegen. Bei diesem Verfahrensausgang sind die Rekurskosten von Fr. 553.- sowie die Gerichtskosten der Beschwerdegegnerin aufzuerlegen (§ 70 in Verbindung mit § 13 Abs. 2 VRG). Diese ist zudem zu verpflichten, dem BeschwerdefÃ¼hrer eine ParteientschÃ¤digung von Fr. 800.- zu entrichten.</p> <p class="Einzug1"><span>DemgemÃ¤ss </span><span><a id="Text25"></a>entscheidet</span><span> </span><span>die Kammer</span><span>:</span></p> <p class="Einzug2"><span>1. Die Beschwerde wird gutgeheissen. Der Rekursentscheid des Statthalteramts Horgen vom 3. Mai 2006, der Einspracheentscheid des Stadtrats WÃ¤denswil vom 30. Januar 2006 und die VerfÃ¼gung der Sicherheits- und Gesundheitsabteilung WÃ¤denswil vom 13. Januar 2006 werden aufgehoben.</span></p> <p class="Einzug2"><span>2. Die Rekurskosten werden der Beschwerdegegnerin auferlegt. </span></p> <p class="Einzug2"><span>3. Die GerichtsgebÃ¼hr wird festgesetzt auf <br/> Fr. 1'000.--; die Ã¼brigen Kosten betragen:<br/> Fr. 60.-- Zustellungskosten,<br/> Fr. 1'060.-- Total der Kosten.</span></p> <p class="Einzug2"><span>4. Die Gerichtskosten werden der Beschwerdegegnerin auferlegt.</span></p> <p class="Einzug2"><span>5. Die Beschwerdegegnerin wird verpflichtet, dem BeschwerdefÃ¼hrer binnen zwanzig Tagen nach Rechtskraft dieses Urteils eine ParteientschÃ¤digung von Fr. 800.- zu entrichten.</span></p> <p class="Urteilstext">6. Mitteilung an â¦</p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>