<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="cell small-12 contentContainer printArea"> <div><table><tr><td><p class="Normal Heading1"><span id="_GoBack"></span><span class="Normal Heading1">Sozialversicherungsgericht</span></p><p class="Normal Heading1"><span class="Normal Heading1">des Kantons Zürich</span></p></td><td><p class="Normal Heading1"></p></td></tr></table><p><span>IV.2016.01022</span></p><p><span> </span></p><p><span> </span></p><p><br/></p><p>III. Kammer</p><p>Sozialversicherungsrichter Gräub, Vorsitzender<br/>Sozialversicherungsrichterin Daubenmeyer<br/>Sozialversicherungsrichterin Fehr<br/>Gerichtsschreiber Sonderegger</p><p class="Normal Heading2"><span class="Normal Heading2">Urteil vom 31. Mai 2018</span></p><p class="Normal StandardEinzug"><span class="Normal StandardEinzug">in Sachen</span></p><p class="Normal StandardFett RubrumFett"><span class="Normal StandardFett RubrumFett">X.___</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Beschwerdeführerin</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">vertreten durch Stadt Zürich Soziale Dienste</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">lic. iur. Y.___, Sozialversicherungsrecht, Team Recht</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Hönggerstrasse 24, 8037 Zürich</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">gegen</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardFett RubrumFett"><span class="Normal StandardFett RubrumFett">Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Beschwerdegegnerin</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p><br/></p><p></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Sachverhalt:</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die 1980 geborene X.___, reiste im Jahr 2000 von Tunesien in die Schweiz ein und erwarb hier das Bürgerrecht im Oktober 2007. X.___ war zuletzt als Reinigerin tätig und meldete sich am 20. Februar 2013 bei der Invalidenversicherung zur beruflichen Integration/Rente an (Urk. 10/5). Die So</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">zialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, tätigte erwerbliche und medizinische Abklärungen und erliess am 26. Mai 2014 - mangels rentenbe</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gründendem Invaliditätsgrad - einen ablehnenden Vorbescheid (Urk. 10/29), woraufhin die Versicherte Einwand erhob (Urk. 10/33, Urk. 10/52). Die IV-Stelle tätigte weitere Abklärungen, insbesondere eine Abklärung der beeinträchtigten Arbeitsfähigkeit in Beruf und Haushalt (Urk. 10/79). Mit neuem Vorbescheid vom 22. Mai 2015 (Urk. 10/81) stellte die IV-Stelle erneut einen ablehnenden Leistungsbescheid in Aussicht, diesmal mit der Begründung, der Gesundheits</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">schaden habe bereits vor Einreise in die Schweiz in rentenbegründendem Aus</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">mass bestanden. Dagegen erhob die Versicherte abermals Einwand (Urk. 10/84, Urk. 10/93). Daraufhin erliess die IV-Stelle am 9. November 2015 wiederum ei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nen Vorbescheid (Urk. 10/97), mit welchem sie nun einen Rentenanspruch ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">neinte, da der Invaliditätsgrad unter 40 % liege. Es folgte ein neuerlicher Ein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">wand der Versicherten (Urk. 10/100, Urk. 10/103). Der Rechtsdienst der IV-Stelle schlug in der Folge eine Eingliederungsberatung vor (Stellungnahme vom 7. März 2016; Urk. 10/105), anlässlich welcher unter Mithilfe des A.___ in einer geeigneten Institu</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tion, der Z.___, ein Arbeitstraining geplant wurde. Mit Mitteilung vom 16. Juni 2016 (Urk. 10/110) wurden die Eingliederungsmassnahmen jedoch ab</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">geschlossen, weil der am 9. Mai 2016 dort erfolgte Schnuppertag gezeigt habe, dass eine berufliche Integration in den ersten Arbeitsmarkt nicht möglich sei. Schliesslich verfügte die IV-Stelle am 4. August 2016 (Urk. 2) die Abweisung des Anspruchs auf eine Rente der Invalidenversicherung, weil der Invaliditäts</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">grad unter 40 % liege.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Zwischenzeitlich hatte die IV-Stelle der Versicherten Kostengutsprache für weis</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">se Stöcke und ein notwendiges Mobilitätstraining bis höchstens 50 Stunden ge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">währt (Mitteilung vom 4. August 2014; Urk. 10/44); sie übernahm auch die Kosten für eine Kantenfilterbrille nach ärztlicher Verordnung (Mitteilung vom 5. August 2014; Urk. 10/45). Nachdem die Versicherte sich weiter für eine Hilf</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">losenentschädigung angemeldet hatte (Urk. 10/48), erstellte die IV-Stelle einen Abklärungsbericht (Urk. 10/56) und verfügte nach durchgeführtem Vorbe</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">scheidverfahren (Urk. 10/57) eine Entschädigung für eine leichte Hilflosigkeit ab 1. November 2014 (Verfügung vom 26. November 2014; Urk. 10/63 und 67-69).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Gegen die einen Rentenanspruch verneinende Verfügung vom 4. August 2016 (Urk. 2) erhob die Versicherte am 14. September 2016 Beschwerde (Urk. 1). Sie beantragte, die Verfügung vom 4. August 2016 sei aufzuheben und es sei ihr ab August 2013 eine ganze Rente der Invalidenversicherung zuzusprechen. Even</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tualiter seien berufliche Massnahmen zur Wiedereingliederung in den ersten Arbeitsmarkt zu gewähren. Weiter sei die unentgeltliche Prozessführung zu ge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">währen. Im Nachgang zur Beschwerde reichte sie sodann den Arztbericht von Dr. med. B.___ vom 12. September 2016 ein (Urk. 7), was der IV-Stelle um</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gehend zur Kenntnis gebracht wurde (Urk. 8). Diese schloss in ihrer Vernehm</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">lassung vom 19. Oktober 2016 auf Abweisung der Beschwerde (Urk. 9). Mit Ge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">richtsverfügung vo</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">m </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">7. November 2016 wurde der Beschwerdeführerin die un</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">entgeltliche Prozessführung gewährt und ihr gleichzeitig die Eingabe der Be</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">schwerdegegnerin zugestellt (Urk. 11).</span><span> </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Auf die Vorbringen der Parteien wird, soweit für das Gerichtsurteil erforderlich, in den nachfolgenden Erwägungen eingegangen.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Das Gericht zieht in Erwägung:</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.</span><span> </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts, ATSG</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">). </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Sie kann Folge von Ge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">burtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung, IVG</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">). </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">trächtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursach</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">te und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">den ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesund</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">heitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Anspruch auf eine Rente haben gemäss </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">28 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Abs. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1 IVG Versicherte, die:</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">a.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betäti</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können;</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">b.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich min</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">des</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tens 40 % arbeitsunfähig (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">6 ATSG) gewesen sind; und</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">c.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">8 ATSG) sind.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine Vier</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">telsrente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine Dreiviertelsren</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">te und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">28 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Abs. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">2 IVG).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Bei Versicherten, die nur zum Teil erwerbstätig sind, wird für diesen Teil die Invalidität nach </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">16 ATSG festgelegt. Waren sie daneben auch im Aufga</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">benbereich tätig, so wird die Invalidität für diese Tätigkeit nach </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">28a </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Abs. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">2 IVG festgelegt. In diesem Fall sind der Anteil der Erwerbstätigkeit und der An</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">teil der Tätigkeit im Aufgabenbereich festzulegen und der Invaliditätsgrad ent</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sprechend der Behinderung in beiden Bereichen zu bemessen (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">28a </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Abs. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3 IVG; gemischte Methode der Invaliditätsbemessung).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Nach der Gerichts- und Verwaltungspraxis wird zunächst der Anteil der Er</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">werbstätigkeit und derjenige der Tätigkeit im Aufgabenbereich (so unter ande</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">rem im Haushalt) ermittelt; die Frage, in welchem Ausmass die versicherte Per</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">son ohne gesundheitliche Beeinträchtigung erwerbstätig wäre, beurteilt sich mit Rücksicht auf die gesamten Umstände, so die persönlichen, familiären, sozialen und erwerblichen Verhältnisse. Im Rahmen der gemischten Methode bestimmt sich die Invalidität dadurch, dass im Erwerbsbereich ein Einkommens- und im Aufgabenbereich ein Betätigungsvergleich vorgenommen wird, wobei sich die Gesamtinvalidität aus der Addierung der in beiden Bereichen ermittelten und gewichteten Teilinvaliditäten ergibt (BGE 130 V 393 E. 3.3 mit Hinweisen; vgl. BGE 134 V 9).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1.4</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im Be</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">schwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gegebe</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">nenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeits</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">unfähig ist (BGE 125 V 256 E. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4). Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten Person no</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ch zugemutet werden kön</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">nen (BGE 125 V 256 E. 4 mit Hinweisen; AHI 2002 S. 70 E. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4b/cc).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1.5</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">In zeitlicher Hinsicht sind grundsätzlich diejenigen Rechtssätze massgebend, die bei Erfüllung des zu Rechtsfolgen führenden Tatbestandes Geltung haben (BGE 126 V 134 E. 4b mit Hinweisen). Demnach ist die rechtliche Beurteilung der an</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gefochtenen Verfügung anhand der bis 4. August 2016 gültig gewesenen Rechtsvorschriften vorzunehmen, die nachfolgend auch in dieser Fassung zitiert werden. Das neue Berechnungsmodell bei der gemischten Methode gilt somit erst mit Inkrafttreten der entsprechenden Bestimmung von Art. 27 Abs. 2-4 der Verordnung über die Invalidenversicherung (IVV) per 1. Januar 2018. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Beschwerdegegnerin führte zur Begründung ihrer leistungsabweisenden Verfügung </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">(Urk. 2) anfänglich </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">aus</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">, es könne nicht ohne Weiteres davon ausge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gangen werden, dass die Versicherte mit vier Kindern bei voller Gesundheit in einem 100 % Pensum arbeiten würde. Aus dem Arbeitsvertrag sowie aus dem individuellen Konto sei ersichtlich, dass diese immer Teilzeit gearbeitete habe. Gemäss ihren Abklärungen würde die Beschwerdeführerin ohne Gesundheits</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">schaden weiterhin ihrer Tätigkeit als Reinigungsmitarbeiterin in einem Pensum von 65 % - zuletzt ausgeübtes Pensum bei der C.___ AG – nachgehen. Die restlichen 35 % würden auf den Aufgabenbereich entfallen. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Aufgrund der medizinischen Beurteilung sei der Beschwerdeführerin die ange</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">stammte Tätigkeit als Reinigungsmitarbeiterin weiterhin zumutbar. Eine Ar</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">beitsunfähigkeit habe auch mit maximaler Diagnostik nicht objektiv festgestellt und quantifiziert werden können. Da doch eine Einschränkung der Sehkraft vorliege, verringere sich das Invalideneinkommen um 10 %. Im Haushalt sei sie zu 16.8 % eingeschränkt. Es resultiere folglich ein rentenausschliessender Inva</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">liditätsgrad von 12 %.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Aufgrund der Einwände der Beschwerdeführerin im Vorbescheidverfahren führ</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">te die Beschwerdegegnerin weiter aus, was den medizinischen Sachverhalt an</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">belange, würden keine neuen medizinischen Unterlagen eingereicht. Eine Diag</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nose mit Bezug auf ein gängiges Klassifikationssystem werde nicht genannt. Es werde auf die bisherigen Stellungnahmen des Regionalärztlichen Dienstes sowie auf die vorliegenden Diskrepanzen verwiesen. Was die Qualifikation anbelange, könne nicht darauf abgestellt, dass der Ehemann die Kinderbetreuung überneh</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">men und die Versicherte einer vollen Erwerbstätigkeit nachgehen würde. Tatsa</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">che sei, dass der Ehemann seit Jahren arbeitslos sei, er aber in dieser Zeit nie die volle Betreuung der Kinder übernommen habe; diese würden teilweise im Hort betreut. Die Versicherte sei - aufgrund der Akten nachvollziehbar - teilerwerb</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">s- tätig gewesen, was auch mit den Aussagen im Abklärungsbericht übereinstim</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">me. Es könne somit weiterhin an der Qualifikation von 65 % Erwerbstätigkeit und 35 % Haushalt festgehalten werden. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die IV-Stelle ging nun davon aus, aufgrund der medizinischen Beurteilung sei der Versicherten lediglich eine behinderungsangepasste Tätigkeit ohne hohe Anforderungen an die Sehschärfe zu 100 % zumutbar, womit sich die Auswahl der zur Verfügung stehenden Berufe minimiere, weshalb sie beim Invalidenein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">kommen neu einen 20 % Abzug vornahm. Es resultierte ein – ebenfalls renten</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ausschliessender - Gesamtinvaliditätsgrad von 14.85 %.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Beschwerdeführerin liess dagegenhalten (Urk. 1), dass aus ophthalmologi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">scher Sicht ein nahezu vollständiger Verlust des Visus ausgewiesen sei, wobei weder mit einer Verbesserung zu rechnen sei, noch die Arbeitsfähigkeit sich durch medizinische Massnahmen steigern lasse (S. 9). Aufgrund der ärztlichen Beurteilungen und des Umstandes, dass sie ihre letzte Arbeitsstelle aufgrund ih</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rer stark herabgesetzten Sehleistung und damit verbundenen schlechten Ar</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">beitsleistung verloren habe, sei davon auszugehen, dass ihr die angestammte Tätigkeit als Raumpflegerin nicht mehr zumutbar sei. Zusätzlich zur Sehbehin</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">derung leide sie unter anhaltenden Kniebeschwerden rechts, wobei diese Ein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">schränkung im Vergleich zu den Sehschwierigkeiten zurückstehe. Gemäss aktu</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">eller Einschätzung der Augenklinik D.___ sei eine Arbeitsauf</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nahme auf dem ersten Arbeitsmarkt aufgrund der stark herabgesetzten Sehleis</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tung nicht realistisch. Hinzu komme, dass die Versicherte zuerst angemessen eingegliedert werden müsste, bevor von einer Verwertung einer Arbeitsfähigkeit auf dem ersten Arbeitsmarkt gesprochen werden könnte (S. 10). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Verwaltung beschränke sich darauf festzustellen, dass keine neuen medizi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nischen Tatsachen vorgebracht worden seien und gehe davon aus, dass der Ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sicherten «eine Tätigkeit ohne hohe Anforderungen an die Sehschärfe» vollum</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">fänglich zumutbar sei. Sie unterlasse es, diesbezügliche konkrete Tätigkeitsfel</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">der zu benennen oder zu skizzieren. Auch wenn rechtsprechungsgemäss keine allzu hohen Anforderungen an die Benennung von alternativen Tätigkeiten zu stellen seien, so seien die Überlegungen zu einer möglichen adaptierten Tätig</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">keit jedoch mindestens zu skizzieren. Werde dies unterlassen, verletze die Vor</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gehensweise Art. 16 ATSG und damit den Untersuchungsgrundsatz gemäss Art. 43 Abs. 1 ATSG – so auch die interne Stellungnahme des Rechtsdienstes vom 25. Februar 2016. Der Versuch eines Arbeitstrainings sei bereits beim Schnuppertag gescheitert, und zwar nicht wegen fehlender Motivation seitens der Versicherten. Im Gegenteil werde mehrfach erwähnt, dass die Versicherte motiviert sei, im Erwerbsbereich Fuss zu fassen, was angesichts ihres jungen Al</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ters auch gefördert werden sollte. Dennoch habe sich gezeigt, dass mit einer derart grossen Einschränkung eine berufliche Integration im ersten Arbeits</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">markt nicht möglich sei. Dieser Ansicht seien auch die behandelnden Ärzte. Das Scheitern der Eingliederungsmassnahmen, welches explizit nicht auf den Ein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gliederungswillen der Versicherten zurückzuführen sei, sei bei der Rentenprü</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">fung zu berücksichtigen und durch die IV-Stelle zu würdigen, was vorliegend unterlassen worden sei. Es gehe nicht an, dass (unverschuldet) gescheiterte Ein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gliederungsmassnahmen bei der Rentenprüfung unberücksichtigt blieben. Viel</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">mehr sei damit überwiegend wahrscheinlich bewiesen, dass zurzeit eine Integra</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tion in den ersten Arbeitsmarkt nicht möglich sei (S.10). Zusammenfassend sei festzuhalten, dass aufgrund der vorliegenden medizinischen Akten, insbesonde</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">re gestützt auf den Arztbericht der Augenklinik D.___ vom 16. Juli 2014, die Ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sicherte auf dem ersten Arbeitsmarkt für sämtliche Tätigkeiten 100 % arbeitsun</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">fähig sei (S. 11).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Rechtsvertreterin der Beschwerdeführerin ist der Ansicht, dass diese als voll Erwerbstätige zu qualifizieren ist (S.11). Die Versicherte habe vier Kinder, wobei das Älteste 14-jährig und das Jüngste gut zweijährig sei. Die Kinder würden seit der Aufnahme der Erwerbstätigkeit der Versicherten im Jahr 2008 durch den Ehemann betreut bzw. in den Hort gehen. Der Ehemann sei seit Jahren nicht mehr erwerbstätig, sodass die Ehepartner diesbezüglich seit 2008 eine Arbeits</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">teilung – für einmal umgekehrt als im klassischen Fall – vorgenommen hätten, indem die Ehefrau einer ausserhäuslichen Erwerbstätigkeit nachgehe und der Ehemann zu Hause im Aufgabenbereich tätig sei. Erheblich in diesem Zusam</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">menhang sei insbesondere auch, dass die Versicherte und ihre Familie von der Sozialhilfe unterstützt würden und auf ein Zusatzeinkommen angewiesen wä</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ren. Die Versicherte müsste daher im Gesundheitsfall bereits aus finanziellen Gründen eine ausserhäusliche Erwerbstätigkeit zu einem Pensum von 100 % aufnehmen. Auch von einer anlässlich einer Haushaltsabklärung von der be</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">troffenen Person ausdrücklich geäusserten Wunschvorstellung könne ohne wei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">teres abgewichen werden, stehe es doch im Falle einer Sozialhilfeabhängigkeit nicht im freien Belieben dieser Person, ob, ab wann und in welchem Umfang sie als Gesunde neben ihren anderweitigen Pflichten einer Erwerbstätigkeit nach</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gehen würde bzw. müsste. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Bei Sozialhilfebezug solle - aus noch näher dargelegten Gründen – nur dann eine Teilzeiterwerbstätigkeit angenommen werden, wenn damit ein existenzsi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">cherndes Einkommen erzielt werden könne (S. 12).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Eventualiter beantragt die Beschwerdeführerin berufliche Massnahmen unter Beizug einer für Sehbehinderte spezialisierten Institution, sollte das Gericht eine Verwertbarkeit der Restarbeitsfähigkeit der Versicherten auf dem ersten Ar</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">beitsmarkt bejahen (S. 12). Diese hätte zu prüfen, welche konkreten Arbeiten die Versicherte in welchem Pensum noch verrichten könnte und es wäre insbeson</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">dere abzuklären, ob auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt ein entsprechender Arbeitsplatz vorhanden sei (S. 13).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die vorliegend wesentlichen – vor allem - medizinischen Akten präsentieren sich wie folgt:</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Im Bericht vom 7. August 2013 stellte Dr. med. et phil. nat. E.___, Oberarzt an der Augenklinik des D.___, folgende ophtalmologischen Diagnosen (Urk. 10/16/11-12):</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">beide Augen: Iriskolobom, Aderhautkolobom, Optikuskolobom</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">rechtes Auge: Status nach Kataraktoperation (Phakoemulsifikation und Implantation einer Hinterkammerlinse in den Kapselsack) am 24. Mai 2013 (Dr. E.___, D.___) bei Cataracta präsenilis, Zonula-Aplasie, Ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">dacht auf Amblyopie</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Bezüglich der Arbeitsfähigkeit hielt er fest, anlässlich der letzten Kontrolle vom 28. Juni 2013 sei ein Fernvisus von rechts 0.05 und links 0.2 (mit der eigenen Brille) erreicht worden. In der Zuweisung von Dr. med. F.___ vom 4. April 2011 werde ein Fernvisus rechts unkorrigiert 0.1, links korrigiert 0.7 (mit -5.5 = -3.0 / 115 °) angegeben. An der Klinik sei links am 23. April 2012 ein Fernvisus mit der eigenen Brille von 0.6 erreicht worden (dies allerdings nur knapp, mit lang</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">samem Lesen). Es sei davon auszugehen, dass die Sehleistung sich seit längerem etwa in diesem Bereich bewege. Gemäss der Patientin sei vor Jahren am rechten Auge aber auch ein Lesevisus erreicht worden. Von Seiten der Klinik sei nie ei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ne Arbeitsunfähigkeit ausgestellt worden. Postoperativ sei sicher die Arbeitsun</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">fähigkeit gegeben gewesen, üblicherweise werde nach Kataraktoperation eine solche von zwei Wochen bescheinigt. Der aktuelle Beruf sei aus ihren Unterla</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gen nicht ersichtlich. Die Arbeitsfähigkeit müsste gegebenenfalls mit einem As</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sessment am Arbeitsplatz festgelegt werden.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Hausarzt G.___, Arzt für Allgemeine Medizin FMH, stellte im Bericht vom 24. November 2013 (Urk. 10/19/3-4) folgende Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit: Iris-Aderhaut und Opticus Colobom mit massiver Vi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">suseinschränkung sowie anhaltende Kniebeschwerden rechts nach arthroskopi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">scher Revision im September 2011. Was den Visus betraf, verwies er auf den Bericht von Dr. med. B.___ (Urk. 10/19/5), der am 14. November 2013 fol</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gende Visuswerte festgestellt hatte: Rechtes Auge Fernvisus korrigiert 0.1 und linkes Auge Fernvisus korrigiert: -5.00 = -2.00/115° = 0.1. Weiter hielt der Hausarzt fest, das rechte Kniegelenk sei gut beweglich, zeige aber einen ausge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">prägten Kompressionsschmerz medial bei stabilen Bandverhältnissen. Seit dem 1. Juli 2012 bestehe eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit. Körperlich einschränkend sei der beidseitige Visus von 0.1, geistig psychisch bestünden keine Einschrän</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">kungen. In dieser Situation könne die Beschwerdeführerin keiner Arbeit nach</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gehen. Auch sei nicht ganz klar, wie weit ihr durch die Augenärzte geholfen werden könne. Sollte sich eine Visusverbesserung einstellen, könnte die Be</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">schwerdeführerin natürlich wieder eine leichtere Arbeit annehmen, die die Vi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">susschwierigkeiten berücksichtigen würde.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Dr. E.___ stellte im Bericht vom 16. Januar 2014 (Urk. 10/20) folgende Diag</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">nosen:</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">OU: Iris-, Aderhaut-, Optikuskolobom</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">OD: Status nach Phako/IOL am 24. Mai 2013 (Dr. E.___, D.___) bei Ca</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">taracta präsenilis, deshiszenter Zonula</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">OS: Cataracta präsenilis, dehiszente Zonula</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Er hielt fest, am 15. Januar 2014 seien Autorefraktometerwerte von OD -1.25 = -1.25/105°, OS -6.00 = -4.00/115° erhoben worden, welche selbstverständlich mit einer gewissen Vorsicht zu interpretieren seien, insbesondere am linken Au</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ge dürften die Autorefraktometerwerte durch den peripheren Rand der eigenen Linse mit einem höheren Fehler behaftet sein, zusätzlich sei die Staphylom-Konfiguration zu bedenken und die ausschlaggebende Refraktion sei nur sub</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">jektiv bestimmbar. Mit der eigenen Brille sei links am 15. Januar 2014 ein Fernvisus von 0.05 erreicht worden, wobei eine andere Refraktion und/oder die stenopäische Lücke keine Besserung gebracht hätten, rechts sei keine Lichtper</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">zeption angegeben worden, ein RAPD habe bei minimaler Pupillenreaktion beidseitig nicht definitiv bestimmt werden können, am rechten Auge habe sich im Wesentlichen weder eine direkte noch eine indirekte Lichtreaktion gezeigt, Anhaltspunkte für eine Lichtperzeption hätten sich auch in den weiteren Tests nicht gefunden, die Beschwerdeführerin berichte anamnestisch, dass wieder wie vor der Kataraktoperation nur phosphenartige Lichterscheinungen wahrge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">nommen würden.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span></p><p></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Er habe die Beschwerdeführerin persönlich am 23. April 2012 erstmals unter</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sucht und damals einen Visus von rechts knapp 0.05 mit plus 10 Dioptrien er</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">hoben, links mit der eigenen Brille in die Ferne wie in die Nähe knapp 0.6, postoperativ sei am 31. Mai 2013 in der Poliklinik von einer Assistenzärztin ein Wert von rechts 0.1 (mit +1.00 = -2.00/85°) erhoben worden sowie am 28. Juni 2013 rechts 0.05 und links 0.2 (mit der eigenen Brille). Die Werte jetzt würden also beidseitig deutlich unter den vorgängig erhobenen liegen. Er habe heute auch die Fotodokumentation wiederholen lassen, im Vergleich zu den frühesten verfügbaren Voraufnahmen vom 25. Mai 2011 habe sich beidseitig ein unver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">änderter Befund gezeigt mit insbesondere freier zentraler Makula. Eine wesent</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">liche Kapselfibrose habe sich am linken Auge im sichtbaren Bereich der IOL bis anhin nicht ausgebildet, in dieser Hinsicht würden auch die brechenden Medien keine Anhaltspunkte für eine Ursache der verschlechterten Sehleistung geben. Bei unklarer Ursache für die wahrgenommene Reduzierung der Sehleistung beidseitig habe er mit der Beschwerdeführerin vereinbart, dass sie sie für eine ERG- und VEP-Untersuchung aufbieten würden. Je nach Befund müssten die Untersuchungen durch eine Magnetresonanztomographie ergänzt werden.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Bezüglich der Arbeitsfähigkeit hielt er fest, gemäss eigenen Angaben arbeite die Beschwerdeführerin als Zimmermädchen. Die Erwerbstätigkeit sei durch die seit Geburt bestehende Minderung der Sehleistung erschwert. Ob sich an der Ar</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">beitsfähigkeit faktisch etwas geändert habe, könne insbesondere bei den obge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">nannten noch ausstehenden Abklärungen zur Evaluation, ob sich die Sehleis</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tung verändert habe, nicht definitiv beurteilt werden.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3.4</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Am 27. Januar 2014 wurden als weitere Abklärungen VEP (visuell evozierte Potentiale) und ERG (Elektroretinogramm) an der Augenklinik durchgeführt. In der Beurteilung der elektrophysiologischen Untersuchung vom 27. Januar 2014 (Urk. 10/24/4) hielten PhD S.___ und PD Dr. H.___, Oberärztin, fest, es zeigten sich teilweise leicht reduzierte skotopische und photopische Antwor</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ten beidseitig, rechts etwas mehr reduziert zu links. Die Antworten (inklusive oszillatorische Potentiale) seien beidseits gut ausgebildet. Insgesamt bestehe ein grenzwertiges ERG beidseits, rechts &gt; links. Dies sei im Zusammenhang mit dem Netzhaut/Aderhaut Kolobom zu sehen. Zeichen einer deutlichen globalen Funk</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tionseinschränkung bestünden jedoch nicht.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Wegen diesen Abklärungen sandte Dr. E.___ der IV-Stelle am 13. März 2014 einen Bericht (Urk. 10/24) zu. Darin führte er bezüglich Arbeitsunfähigkeit aus, es bleibe festzuhalten, dass aktuell soweit erhebbar sich der Visus links wie rechts verschlechtert habe. Morphologisches Korrelat dazu finde sich in der Un</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tersuchung keines. Am rechten Auge beziehe das Kolobom die Netzhautmitte mit ein, an zentraler Sehschärfe sei damit sehr wenig zu erwarten, die besten erhobenen Fernvisuswerte von circa 0.1 am rechten Auge schienen eher hoch, wenn man sich den Fundus anschaue. Am linken Auge sei biomikroskopisch wie auf der Fundusdokumentation das Zentrum vom Staphylom gerade nicht mitbetroffen. Die früher erhobenen Visuswerte bis &gt;0.5 schienen realistisch, der aktuelle Visuswert von 0.05 eher tief. A priori könne man in Betracht ziehen, dass sich das Staphylom langsam zusätzlich etwas ausdehne (beziehungsweise die Netzhautfunktion am Rand des Staphylombereichs sich verschlechtere) und damit die zentrale Funktion zunehmend in Mitleidenschaft gezogen werde, wahrscheinlich scheine dies aber nicht. Damit fehlten zunächst Anhaltspunkte, die für eine Veränderung der zentralen Sehschärfe im Verlauf sprechen würden, unmöglich sei dies aber trotz objektiv identischen Befunden nicht. Insgesamt bleibe festzuhalten, dass die Erwerbstätigkeit als Reinigungspersonal auf Grund der reduzierten Sehleistung schon immer mit erheblichen Schwierigkeiten ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">bunden gewesen sein dürfte. Möglicherweise habe sich die Arbeitsfähigkeit durch weitere Visusabnahme noch zusätzlich verschlechtert. Objektiviert werden können habe dies durch die durchgeführten Untersuchungen nicht.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Eine allfällige Umschulung dürfte auf Grund der reduzierten Sehleistung nur in sehr begrenztem Mass möglich sein. Gegebenenfalls sei die Beratung bei einer Sehbehinderten-Stelle angezeigt.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3.5</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">PD Dr. med. Dr. phil. I.___, Oberarzt an der Augenklinik am D.___, welcher die vormals durch Dr. E.___ betreuten Patienten über</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">nommen hatte, beantwortete mit Bericht vom 16. Juli 2014 (Urk. 10/51/4-6) die von der Rechtsvertreterin der Beschwerdeführerin gestellten Fragen. Er führte die gleichen Diagnosen (mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit) wie Dr. E.___ (vgl. E. 3.3) an und hielt mit Verweis auf dessen Schreiben vom 13. März 2014 (vgl. E. 3.4) fest, dass die Erwerbstätigkeit als Reinigungsfach</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">kraft aufgrund der sehr stark reduzierten Sehleistung schon längere Zeit mit er</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">heblichen Schwierigkeiten verbunden gewesen sein müsse. Aktuell sei die Seh</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">schärfe so schlecht, dass aufgrund der Sehbeeinträchtigung die Arbeit als Reini</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gungsangestellte nicht mehr ausgeübt werden könne, da aufgrund der man</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gelnden Sehleistung beim Reinigen die erreichte Sauberkeit nicht mehr beurteilt werden könne. Aufgrund der sehr stark herabgesetzten Sehleistung sei eine Tä</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tigkeit beziehungsweise Arbeitsaufnahme auf dem ersten Arbeitsmarkt eher nicht realistisch. Allenfalls sei eine Beratung bei einer sehbehinderten Stelle an</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gezeigt beziehungsweise sofern möglich eine Umschulung zu Tätigkeiten, wel</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">che nur sehr tiefe Anforderungen an das Sehen stellten (z.B. Physiotherapeutin, Ausbildung in Winterthur an einer speziellen Fachschule für sehbehinderte Menschen). Aufgrund der deutlich reduzierten Sehleistung seien Arbeiten mit Bildschirmen, Computern etc. nicht realistisch.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Es sei davon auszugehen, dass die Beschwerdeführerin auch in der Haushalts</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">führung eingeschränkt sei. Dazu würden ihnen jedoch keine weitergehenden In</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">formationen vorliegen. Es müsse davon ausgegangen werden, dass sie aufgrund der deutlich herabgesetzten Sehleistung sehr wahrscheinlich Hilfe beim Einkau</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">fen beziehungsweise beim Kochen etc. brauche. In einer gewohnten Umgebung, wie dies im Haushalt in der Regel der Fall sei, könne sich die Beschwerdeführe</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">rin wahrscheinlich ohne Probleme bewegen. Eine selbständige Bestreitung des Lebensunterhaltes sei möglich, inwiefern sie Unterstützung brauche, sei ihnen nicht bekannt. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Aufgrund des jungen Alters der Beschwerdeführerin wären, da sich die Situa</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tion der Einschränkung an den Augen nicht rehabilitieren lasse, Eingliede</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">rungsmassnahmen angezeigt, die ihr helfen könnten, eine Arbeit beziehungs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">weise einen Beruf auszuüben, der nur sehr begrenzt Anforderungen an eine gu</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">te Sehkraft stellen würde.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3.6</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Dr. med. J.___ vom Regionalen Ärztlichen Dienst (RAD), Facharzt für Allge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">meine Innere Medizin, Rheumatologie, Hämatologie, hielt am 17. April 2014 (Urk. 10/27 S. 4 f.) fest, es könne folgender medizinische Sachverhalt erhoben werden: Durch die eingeschränkte Sehschärfe (deren Ausmass sich nicht objek</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tiv feststellen lasse) dürfte die bisherige Tätigkeit als Raumpflegerin schon im</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">mer „mit erheblichen Schwierigkeiten verbunden“ gewesen sein (Bericht D.___ vom 13. März 2014 S. 2). Ein konkreter Nachweis der Einschränkungen sei nicht möglich. Jegliche Tätigkeiten mit nur geringen Anforderungen an die Sehschärfe seien zumutbar. Um das für die Beschwerdeführerin optimale Tätig</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">keitsprofil konkret zu formulieren, sei die Beratung durch eine Sehbehinderten-Stelle zu empfehlen. Dazu formulierte er folgenden Kommentar: Gemäss Bericht D.___ vom 13. März 2014 sei die Sehfähigkeit des rechten Auges sehr gering (0.1 erschiene eher hoch). Am linken Auge erscheine ein Visus über 0.5 realistisch, auch wenn das Ergebnis des Sehtests aktuell (Januar 2014) viel schlechter aus</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gefallen sei. Eine Verschlechterung gegenüber dem früher gemessenen Seh</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">schärfe-Wert von 0.5 sei zwar nicht unmöglich, aber auch nicht wahrscheinlich. Bei dieser Beschreibung im Bericht des D.___ vom 13. März 2014 entstehe der Eindruck, dass die Ärzte unsicher seien, welche Angaben zur Sehschärfe zutref</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">fend seien. Eine eindeutige/objektive/nachvollziehbare Feststellung beruflicher Einschränkungen liege daher nicht vor. Eine Arbeitsunfähigkeit habe auch mit maximaler Diagnostik nicht objektiv festgestellt und quantifiziert werden kön</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">nen. In angepasster Tätigkeit bestehe 0 % Arbeitsunfähigkeit seit jeher.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3.7</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">RAD-Ärztin Dr. med. K.___, FMH Arbeitsmedizin und FMH Allgemeinmedi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">zin, führte in ihrer Stellungnahme vom 1. Oktober 2014 (Urk. 10/80 S. 2) aus, die Krankheit (Verdacht auf Blindheit, siehe Bericht vom 24. Mai 2013 D.___ Au</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">genklinik, 2011 und 2012 seien Werte von rechts 0.1 und 0.6 rechts gemessen worden gemäss Dr. L.___, beziehungsweise im November 2013 beidseitig ein Visus von 0.1) bestehe schon seit Kindheit und habe sich nicht neu entwi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ckelt. Beim Kolobom handle es sich um eine angeborene Missbildung. Dass sich eine Visus-Verschlechterung gezeigt habe ab 2009 (gemäss Dr. L.___), dürf</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">te auf die zusätzliche Diagnose des Kataraktes rechts zurückzuführen sein. Ob die Behebung der Kataraktbeschwerden zu einer Verbesserung der vorbestehen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">den Sehschwäche führten, sei wenig wahrscheinlich. Denn es handle sich um ein schwer beeinflussbares Leiden, siehe Dr. L.___. In jedem Fall seien der Kundin nur sehbehindertengerechte Tätigkeiten zumutbar. Auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt bestehe eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit in allen Tätigkeiten, spä</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">testens ab 2011.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Am 13. Februar 2015 (Urk. 10/80 S. 3) hielt sie fest, gemäss Arbeitgeberfrage</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">bogen (Hilfstätigkeit Reinigung Januar – Februar 2012) sei die Kündigung wäh</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">rend der Probezeit wegen schlechter Erfüllung des Arbeitsvertrages erfolgt, die qualitativen und quantitativen Vorgaben seien nicht eingehalten worden. Es sei davon auszugehen, dass die Hilfstätigkeiten (Reinigung) in der Schweiz (ab 2008) mit Minimallohn einem Arbeitsversuch entsprochen hätten. Denn die Be</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">schwerdeführerin habe mit ihrer Sehbehinderung die Anforderung des Arbeit</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gebers gar nicht erfüllen können. Der Gesundheitsschaden sei bereits seit Kind</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">heit bestehend - also lange vor Einreise.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3.8</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">RAD-Arzt Dr. med. Dr. rer. pol. M.___, Facharzt für Innere Medizin, stellte am 7. September 2015 (Urk. 10/96 S. 3 f.) fest, eine Visusverschlechterung gehe seit 2009 mit einer rechtsseitigen Katarakt einher (Dr. L.___), wobei eine Kata</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">raktoperation in einem kaum benennbaren Masse zu einer Steigerung der Sehleistung führe. Allerdings sei bei Unsicherheit der Ärzte, welche Sehschärfe zutreffend sei (Augen-D.___ vom 13. März 2014), eine objektive Feststellung be</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ruflicher Einschränkungen kaum zu terminieren. Jegliche Tätigkeiten ohne hohe Anforderungen an die Sehschärfe seien somit möglich, wobei für ein optimales Tätigkeitsprofil die zuständige Sehbehinderten-Stelle einzubeziehen sei. Diese Einschätzung gelte seit jeher.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3.9</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Von der zuständigen Sachbearbeiterin im Oktober 2015 darauf aufmerksam gemacht (Urk. 10/96/4), dass bezüglich Arbeitsfähigkeit für angepasste Tätigkei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ten eine Diskrepanz zwischen den RAD-Stellungnahmen vom 7. September 2015 (100 % arbeitsfähig; vorne E. 3.8) und 1. Oktober 2014 (100 % arbeitsun</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">fähig; vorne E. 3.7) bestehe und um Antwort gebeten, auf welche Arbeitsfähig</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">keit in freier Wirtschaft nun abzustellen sei, antwortete Dr. M.___, der RAD beziehe seine Stellungnahme auf die Ausführungen von Dr. J.___ vom 17. April 2014. Darin habe dieser ausgeführt, dass die Arbeitsunfähigkeit in bis</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">heriger Tätigkeit auch mit maximaler Diagnostik nicht objektiv habe festgestellt und quantifiziert werden können. Gleichwohl sei die eine Arbeitsunfähigkeit in angepasster Tätigkeit gemäss Belastungsprofil 0 % seit jeher. Eine Veränderung des Gesundheitszustandes sei nicht wahrscheinlich. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">In der Folge («da wir in der Zwischenzeit von einem medizinisch völlig falschen Sachverhalt ausgegangen sind») wurde ein neuer Vorbescheid (Urk. 10/97) er</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">lassen (zum Ganzen vgl. Sachverhalt 1.1).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3.10</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Im beschwerdeweise eingereichten Bericht vom 12. September 2016 (Urk. 7) stellte Dr. B.___ folgende Diagnosen:</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Konnotales Iris-, Aderhaut-Optikuskolobom</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Pseudophakie rechts bei Status nach Cat. präsenilis rechts</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Nachstar rechts</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Cataracta praesenilis links</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Er hielt folgende Befunde fest:</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">OD: FVcc: -0.25 = -1.00/18° = Handbewegungen</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">OS: FVcc: -5.50 = -2.75/120 = Handbewegungen</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Tensio rechts 16, links 17 mm Hg</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Beidseitig Bindehaut reizfrei, Hornhaut klar</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Vorderkammer: tief rechts, intraokulare Linse, Nachstar, links Cataracta praesenilis nuclearis, Fundus beidseitig Aderhaut-Optikuskolobom, so</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">weit beurteilbar Netzhaut anliegend</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Bei der Beschwerdeführerin bestehe in beiden Augen ein konnotales Iris-, Ader</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">haut-Optikuskolobom. Rechts sei eine Cataractaoperation 2013 durchgeführt worden bei Cataracta praesenilis beidseits, in der Hoffnung, ihr eine Verbesse</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">rung der Sehschärfe zu ermöglichen. Leider habe die Cataractoperation rechts zu keiner Anhebung der Sehschärfe geführt. Die Sehschärfe sei seit 2013 korri</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">giert beidseitig in jedem Auge kleiner als 0.05 (Handbewegungen), die Be</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">schwerdeführerin sei somit hochgradig sehbehindert und als hilflos zu betrach</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ten. Die Ausführung ihrer Tätigkeit in ihrem angestammten Beruf sei ebenso unmöglich wie eine Umschulung oder das Nachgehen in einem neuen Beruf.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Wie bereits ausgeführt (siehe Sachverhalt vorne E. 1.2) erhielt die Versicherte im August 2014 Hilfsmittel (weisse Stöcke inklusive Mobilitätstraining, Kantenfil</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">terbrille) sowie eine Entschädigung für leichte Hilflosigkeit ab 1. November 2014 durch die Beschwerdegegnerin zugesprochen. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Weiter wurde als erster Schritt zur nachhaltigen beruflichen Integration mit der Versicherten ein Arbeitstraining in der Institution Z.___ in Zug geplant. Im Bericht vom 8. Juni 2016 (Urk. 10/108) des A.___ über die Einschätzung der beruflichen Massnah</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">men betreffend den Schnuppertag im Z.___ vom 9. Mai 2016 hielten N.___, Fachspezialistin Sozialberatung, und O.___, Fachspezialistin Rehabilitation bzw. für Orientierung und Mobilität sowie für lebenspraktische Fähigkeiten, beide vom A.___, fest, während des Schnuppertages seien die Ein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">satzbereiche Reinigung, Bewirtschaftung von Ordnungssystemen, administrative Aufgaben, Empfangsarbeit und Wäscherei geprüft worden. Bis auf einfache Ar</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">beiten in der Wäscherei seien keine Einsätze möglich, dies aufgrund der starken Sehbehinderung, der Knieverletzung und des chronisch schmerzenden rechten Handgelenks. Zudem erachteten sie das Arbeitstempo der Beschwerdeführerin als zu gering und nicht den Anforderungen im ersten Arbeitsmarkt entspre</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">chend. Die schulischen Fähigkeiten der Beschwerdeführerin erlaubten keine Vielfalt in der Arbeitskompetenz. Aufgrund der mehrfachen gesundheitlichen Einschränkungen sei eine berufliche Integration in den ersten Arbeitsmarkt nicht möglich. Eine berufliche Integration im geschützten Rahmen (mit IV-Rente) sei zu empfehlen.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Gestützt auf diese Einschätzung kam die IV-Stelle zum Schluss, eine berufliche Integration in den ersten Arbeitsmarkt sei nicht möglich (Verlaufsprotokoll Urk. 10/111/1-5). Mit Mitteilung vom 16. Juni 2016 schloss sie deshalb die be</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ruflichen Eingliederungsmassnahmen ab und stellte betreffend Rentenanspruch eine separate Verfügung in Aussicht (Urk. 10/110). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">5.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">5.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die medizinische Aktenlage ist in Bezug auf die Beurteilung der Folgen der Sehbehinderung für die Arbeitsfähigkeit uneinheitlich bzw. widersprüchlich. So gehen etwa der Hausarzt G.___ (vorne E. 3.2), PD Dr. med. Dr. phil. I.___ (vorne E. 3.5) und auch die RAD-Ärztin Dr. K.___ (vorne E. 3.7) von einer 100%igen Arbeitsunfähigkeit auch in einer angepassten Tätigkeit aus. Gemäss Dr. B.___s Einschätzung ist ebenfalls keine Erwerbstätigkeit mög</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">lich (vorne E. 3.10). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die RAD-Ärzte Dr. J.___ und Dr. M.___ gehen hingegen davon aus, dass eine volle Arbeitsfähigkeit in angepasster Tätigkeit besteht (E. 3.6, 3.8 und 3.9). Sie begründen dies damit, dass keine eindeutige objektive nachvollziehbare Feststellung beruflicher Einschränkungen vorliege und die Arbeitsunfähigkeit auch mit maximaler Diagnostik nicht habe objektiv festgestellt und quantifiziert werden können.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">5.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Vorweg ist festzuhalten, dass Dr. I.___ und Dr. B.___ als Augenärzte FMH zur Beurteilung der vorliegenden Streitfrage fachlich kompetenter erschei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">nen als Dr. J.___ und Dr. M.___, die lediglich über Facharzttitel in anderen medizinischen Disziplinen (Innere Medizin bzw. Dr. J.___ auch Rheumatologie und Hämatologie) verfügen. In diesem Kontext kommt auch der Einschätzung von Dr. K.___ als Fachärztin FMH u.a. für Arbeitsmedizin grössere Bedeu</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tung zu als ihren Kollegen Dr. J.___ und Dr. M.___. Weiter zu berücksichti</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gen ist, dass Dr. E.___ davon ausging, dass die Erwerbstätigkeit der Be</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">schwerdeführerin durch die seit Geburt bestehende Sehbehinderung erschwert sei, und in seiner weiteren Beurteilung schrieb, es bleibe bezüglich Arbeitsunfä</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">higkeit festzuhalten, dass aktuell soweit erhebbar sich der Visus links wie rechts verschlechtert habe. Dass er die postulierte Verschlechterung der Sehfähigkeit durch die durchgeführten Untersuchungen letztlich nicht exakt objektivieren konnte, scheint dazu geführt zu haben, dass Dr. J.___ und Dr. M.___ zum Schluss kamen, dass «die Arbeitsunfähigkeit in bisheriger Tätigkeit auch mit maximaler Diagnostik nicht objektiv habe festgestellt und quantifiziert werden können». Diese Schlussfolgerung lässt sich den Berichten von Dr. E.___ aber nicht entnehmen, bezog sich seine Ausführung doch lediglich auf die Frage der Verschlechterung, was unschwerlich auch daraus erhellt, dass er weiter davon ausging, insgesamt dürfte die Erwerbstätigkeit als Reinigungspersonal aufgrund der reduzierten Sehleistung schon immer mit erheblichen Schwierigkeiten ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">bunden gewesen sein, und er zudem eine allfällige Umschulung nur in sehr be</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">grenzten Mass für möglich hielt. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">5.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die von der IV-Stelle veranlassten Abklärungen in Bezug auf eine berufliche Integration der Beschwerdeführerin ergaben, dass die entsprechenden Fachleute vom A.___ zum – detailliert und überzeugend begründeten - Schluss kamen, die</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">se sei in den ersten Arbeitsmarkt nicht möglich bzw. lediglich eine Arbeit in ge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">schütztem Rahmen in Betracht zogen. Auch dies spricht für die beschwerdewei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">se geltend gemachte gänzliche Arbeitsunfähigkeit (auch) in einer angepassten Tätigkeit, ebenso wie die durch die Beschwerdegegnerin zugesprochenen Blin</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">denstöcke und die Entschädigung für leichte Hilflosigkeit.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">5.4</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Zusammengefasst ergibt sich aus dem Gesagten, dass die Beschwerdeführerin für jegliche Tätigkeiten auf dem ersten Arbeitsmarkt als arbeitsunfähig einzu</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">stufen ist.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">6.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">6.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Strittig ist vorliegend auch die Methode zur Festlegung der massgeblichen Inva</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">lidität; um Wiederholungen zu vermeiden, ist auf die diesbezügliche ausführli</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">che Darlegung der Parteistandpunkte unter E. 2.1 und 2.2 zu verweisen. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">6.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Das Gericht kommt zum Schluss, dass die Vorgehensweise der IV-Stelle korrekt ist und für die Bemessung der Invalidität die gemischte Methode anzuwenden ist, wobei – wie in der angefochtenen Verfügung – der Anteil der Erwerbstätig</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">keit auf 65 % und derjenige des Haushalts auf 35 % festzulegen ist. Denn die Darlegung der Rechtsvertreterin der Beschwerdeführerin, dass diese als Sozial</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">hilfeempfängerin im Gesundheitsfall gezwungenermassen zur Existenzsicherung in einem Pensum von 100 % arbeiten müsste, überzeugt nicht. Einerseits findet dieses Vorbringen in der bisherigen Erwerbsbiographie der Versicherten keine Stütze, und andererseits ist - da der Sozialhilfebezug hier Familienhilfe darstellt (vgl. Urk. 10/117/21) - nicht einzusehen, wieso in Umkehrung der bisherigen Rollenverteilung nicht der (soweit aus den Akten ersichtlich) gesunde Ehemann durch die Behörde zu der existenzsichernden Erwerbstätigkeit angehalten wer</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">den könnte. Anderweitige Einwände wurden von der Beschwerdeführerin gegen den Bericht über die Abklärung der beeinträchtigten Arbeitsfähigkeit in Beruf und Haushalt vom 22. Mai 2015 nicht vorgebracht. Das Ausmass der Ein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">schränkung im Haushalt kann somit als unbestritten gelten; es beträgt 16.80 % (Urk. 10/79/10).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">6.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Bei einem Anteil Erwerbstätigkeit von 65 % (Einschränkung 100 %) und einem Anteil Haushalt von 35 % (Einschränkung 16.80 %) ergibt sich ein Invaliditäts</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">grad von (gerundet) 71 % (65 % + 5,88 %), welcher gemäss Art. 28 Abs. 2 IVG Anspruch auf eine ganze Rente der Invalidenversicherung gibt. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Es bleibt damit nachfolgend festzulegen, ab welchem Zeitpunkt dieser Anspruch gegeben ist.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">7.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">7.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die Beschwerdeführerin trat ihr letztes Arbeitsverhältnis als Reinige</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">rin/ Raumpflegerin am 1. Januar 2012 bei der C.___ AG an. Die Kündigung wurde von der Arbeitgeberin noch während der Probezeit auf Ende Februar 2012 ausgesprochen; dies «wegen Schlechterfüllung des Ar</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">beitsvertrages. Insbesondere wurden die qualitativen &amp; quantitativen Vorgaben nicht eingehalten» (Urk. 10/9). An den vorherigen Arbeitsstellen, über welche Arbeitsbestätigungen oder –zeugnisse in den Akten liegen, scheint die Be</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">schwerdeführerin noch die geforderte Arbeitsleistung erbracht zu haben. So wird von der Firma P.___ (Arbeitseinsätze vom 16.07. - 16.08.2008, 18.12.2008 – 06.01.2009, 14.04. – 16.05.2009 und 15.12. - 24.12.2009) nichts Gegenteiliges berichtet (Urk. 10/88). Die Firma Q.___ (Ar</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">beitstätigkeit vom 04.01.2010 – 30.09.2019) schreibt, sie sei mit den Arbeitsleis</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tungen «in qualitativer sowie in quantitativer Hinsicht jederzeit zufrieden» ge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">wesen (Urk. 10/89), und die R.___ AG (Anstellung vom 19.04.2010 – 31.12.2011) erwähnt eine Mitarbeiterin, «die uns mit ihren Leis</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tungen immer zufriedenstellte» (Urk. 10/90). Es ist demzufolge davon auszuge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">hen, dass sich die Sehleistung der Beschwerdeführerin frühestens ab Januar 2012 bzw. ab 1. März 2012 als so (ver)schlecht(ert) manifestierte, dass sie als Reinigerin nicht mehr zufriedenstellend einsatzfähig war.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">7.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Ab wann genau und in welchem Ausmass sich die Sehleistung im Laufe der Zeit verschlechterte, geht aus den medizinischen Unterlagen nicht klar hervor. Denn auch unter Einsatz aller zur Verfügung stehenden medizinischen Untersu</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">chungsmöglichkeiten, also mit maximaler Diagnostik, war es nie möglich gewe</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sen, die jeweiligen Einschränkungen genau und objektiv zu quantifizieren. Auf</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">grund der Akten kann zumindest angenommen werden, dass sich der Fernvisus links ab April 2011 verschlechtert hat, und zwar von 0.7 (Dr. F.___ im April 2011), zu 0.6 (Dr. E.___ im April 2012), zu 0.2 (Dr. E.___ im Juni 2013), zu 0.1 (Dr. B.___ im November 2013), und schliesslich zu 0.05 (Dr. E.___ im Januar 2014; siehe E. 3.1 bis E. 3.3). Was das für die angestammte Tätigkeit der Beschwerdeführerin als Reinigerin und für eine allfällig angepasste Tätigkeit bedeutet, so ist diesbezüglich auf Hausarzt Dr. G.___ und seinen Be</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">richt vom 24. November 2013 zu verweisen, wo er unter Berücksichtigung eines beidseitigen Visus von 0.1 und anhaltenden Knieschmerzen rechts nach arthros</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">kopischer Revision im September 2011 eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit seit 1. Juli 2012 attestierte (E. 3.2). Dr. E.___ hielt am 13. März 2014 fest, aktuell habe sich soweit erhebbar der Visus links wie rechts verschlechtert (E. 3.4). Am 24. Mai 2013 wurde eine Kataraktoperation am rechten Auge durchgeführt, die erhoffte Verbesserung der Sehleistung trat nicht ein. Dr. I.___ (Bericht vom 16. Juli 2014) hielt die Sehschärfe danach aktuell für so schlecht, dass die Arbeit als Reinigungsangestellte nicht mehr ausgeübt werden könne, und kon</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">statierte mit Verweis auf das oben erwähnte Schreiben von Dr. E.___, dass die Erwerbstätigkeit schon längere Zeit mit erheblichen Schwierigkeiten habe verbunden sein müssen (E. 3.5). Dr. B.___ wiederum befand die Sehschärfe seit 2013 korrigiert beidseitig in jedem Auge kleiner als 0.05 (= Handbewegun</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gen), die Versicherte somit hochgradig sehbehindert und die Ausführung der Tätigkeit in ihrem angestammten Beruf wie auch das Nachgehen in einem neu</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">en Beruf für unmöglich (E. 3.10). RAD-Ärztin Dr. K.___ ging von einer 100%igen Arbeitsunfähigkeit auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt in allen Tätig</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">keiten spätestens ab 2011 aus und bewertete die früheren Tätigkeiten der Be</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">schwerdeführerin als Arbeitsversuche (E. 3.7).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">7.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">In Würdigung sämtlicher Akten und unter Berücksichtigung, dass vorliegend weitere Abklärungen vor allem für die hier speziell interessierende Zeit ab dem letzten effektiven Arbeitstag der Beschwerdeführerin am 26. Februar 2012 keine neuen Erkenntnisse bezüglich deren Sehfähigkeit bringen können (antizipierte Beweiswürdigung, siehe dazu Ausführungen oben E. 7.2), erscheint eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit ab Juli 2012 als überwiegend wahrscheinlich. Dr. L.___, der diese attestierte und der die Beschwerdeführerin als Hausarzt seit 2001 betreut (siehe E.3.2), berücksichtige dabei nicht nur die sehr eingeschränkte Sehfähigkeit der Beschwerdeführerin, sondern auch deren an</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">haltende Knieschmerzen rechts. Seine Darstellung, dass die Beschwerdeführerin in dieser Situation keiner Arbeit nachgehen könne, ist überzeugend, umso mehr, als er weiter ausführte, wenn sich eine Visusverbesserung einstellen würde bzw. ihr die Augenärzte wirklich helfen könnten, könnte sie natürlich wieder eine leichtere Arbeit, die die Visusschwierigkeiten berücksichtigen würde, annehmen. Die Sehfähigkeit der Versicherten liess sich jedoch nicht mehr verbessern, son</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">dern sie verschlechterte sich noch weiter. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">7.4</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Ist nach dem Gesagten von einer 100%igen Arbeitsunfähigkeit ab Juli 2012 auszugehen, so hat die Beschwerdeführerin, nachdem sie sich am 20. Februar 2013 für IV-Leistungen angemeldet hatte (Urk. 10/5), nach Art. 28 und 29 IVG ab 1. August 2013 – wie beschwerdeweise beantragt (Urk. 1) – Anspruch auf ei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ne ganze Rente der Invalidenversicherung. Die Beschwerde ist somit gutzuheis</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sen.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">8.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die Kosten des Verfahrens </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">(Art. 69 Abs. 1</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">bis</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> IVG) </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sind auf </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Fr. 800</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">.-- festzulegen und</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> der unterliegenden Beschwerdegegnerin aufzuerlegen. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Heading3"><span class="Normal Heading3">Das Gericht erkennt:</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span class="Normal Dispotext DispoHngend">1.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">In Gutheissung der Beschwerde wird </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">die Verfügung </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">der Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">vom </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">4. August 2016 </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">aufgehoben und </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">festgestellt, dass </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">die Beschwerdeführer</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">in</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend"> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">ab 1. August 2013 Anspruch auf eine ganze Invalidenrente hat. </span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span class="Normal Dispotext DispoHngend">2.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Die Gerichtskosten von Fr. 800</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">.</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">--</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend"> werden der Beschwerdegegnerin auferlegt. Rech</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">nung und Einzahlungsschein werden der Kostenpflichtigen nach Eintritt der Rechts</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">kraft zugestellt.</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span class="Normal Dispotext DispoHngend">3.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Zustellung gegen Empfangsschein an:</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">L</span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">ic. iur. </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Y.___, </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Stadt Zürich Soziale Dienste</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Bundesamt für Sozialversicherungen</span></p><p class="Normal Dispotext DispoEinzug"><span class="Normal Dispotext DispoEinzug">sowie an:</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Gerichtskasse </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">(im Dispositiv nach Eintritt der Rechtskraft)</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">4.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Gegen diesen Entscheid kann innert </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">30 Tagen</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"> seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundes</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">gesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 15. Juli bis und mit 15. August sowie vom 18. Dezember bis und mit dem 2. Januar (Art. 46 BGG).</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">stellen.</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweis</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">mittel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthal</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">ten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat (Art. 42 BGG).</span></p><p><br/></p><p></p><p class="Normal Heading3"><span class="Normal Heading3">Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich</span></p><p><br/></p><p>Der VorsitzendeDer Gerichtsschreiber</p><p><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p>GräubSonderegger</p><p></p></div> </div></body></html>