<h2>SubmittedText<h2><p>Der Bundesrat wird beauftragt, die Möglichkeit zur Schaffung einer nationalen Beobachtungsstelle für die frühe Kindheit zu untersuchen. Der Austausch der notwendigen Informationen und Erfahrungen zwischen den unterschiedlichen Zuständigkeitsebenen und -bereichen im Rahmen der verfassungsmässigen Kompetenzen würde dazu beitragen, die Lücken bei der Zusammenarbeit und der Koordination zu schliessen. Eine solche Beobachtungsstelle würde eine verbesserte Zusammenarbeit im Bereich der Politik der frühen Kindheit und die Entwicklung einer abgestimmten und den unterschiedlichen Situationen angepassten Strategie ermöglichen.</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>In der frühen Kindheit wird die Basis für die spätere Entwicklung der Kinder gelegt. Die Politik der frühen Kindheit verfolgt deshalb das Ziel, möglichst optimale Bedingungen zu schaffen, damit jedes Kind sein volles Entwicklungspotential ausschöpfen kann. Der Bericht des Bundesrats vom 3. Februar 2021 "Politik der frühen Kindheit. Auslegeordnung und Entwicklungsmöglichkeiten auf Bundesebene" zeigt auf, dass zahlreiche Publikationen zu Wissen, Good-Practice-Beispielen und neuen Erkenntnissen in diesem Bereich im Rahmen der bestehenden Tätigkeiten des Bundes, der Kantone und weiterer Akteure (insbesondere im Rahmen der kantonalen Aktionsprogramme der Stiftung Gesundheitsförderung Schweiz und der kantonalen Integrationsprogramme) erstellt, gesammelt und verbreitet werden. Die im Rahmen des Nationalen Programms zur Bekämpfung von Armut erarbeiteten Unterlagen sind weiterhin auf der Nationalen Plattform gegen Armut zugänglich.</p><p>Im Rahmen seines Berichts prüfte der Bundesrat bereits Entwicklungsmöglichkeiten zur Verbesserung der Datenlage im Frühbereich und hat beschlossen, insbesondere die Möglichkeiten der Einführung einer nationalen Kinderbetreuungsstatistik, der Verbesserung der Datenlage zum Gesundheitszustand und zur Integration von Kindern im vorschulischen Alter vertieft zu prüfen. Die Einführung einer regelmässigen und systematischen Bestandsaufnahme der Politik der frühen Kindheit in den Kantonen wird vom Bundesrat aktuell hingegen nicht als prioritär erachtet. Der Bund wird hingegen den kontinuierlichen Wissens- und Erfahrungsaustausch zwischen den Bundesstellen, die in der Politik der frühen Kindheit engagiert sind, sicherstellen indem die Koordination und der fachliche Austausch auf Bundesebene verstetigt werden. Das Anliegen der Verbesserung der Erhebung und Verbreitung von qualitativen und quantitativen Daten mit Bezug zur Politik der frühen Kindheit wird somit bereits vertieft geprüft.</p>  Der Bundesrat beantragt die Ablehnung des Postulates.