<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="content"> <a name="idp310816"></a><div class="big bold">Urteilskopf</div> <br/>107 IV 211<br/><br/><br/><div class="paraatf">60. Auszug aus dem Urteil der Anklagekammer vom 17. Dezember 1981 i.S. W. gegen Schweizerische Bundesanwaltschaft (Beschwerde)</div> <div class="paraatf"></div> <a name="idp312080"></a><br/><div id="regeste" lang="de"> <div class="big bold">Regeste</div> <br/><div class="paraatf"><span class="artref">Art. 52 Abs. 2, <artref id="CH/312.0/217" type="start"></artref>Art. 217 BStP</span><artref id="CH/312.0/52/2" type="end"></artref>. <div class="paratf">Eine Haftbeschwerde gegen den Bundesanwalt nach <span class="artref">Art. 52 Abs. 2 BStP</span> in Verbindung mit <span class="artref">Art. 217 BStP</span> ist analog <span class="artref">Art. 28 Abs. 3 VStrR</span> innert 3 Tagen mit Antrag und Begründung einzureichen. </div> </div> </div> <a name="idp321968"></a> <a name="idp332928"></a> <br/><div> <a name="idp336576"></a><span class="big bold" id="erwaegungen">Erwägungen</span> <span class="small">ab Seite 211</span> </div> <br/><div class="paraatf"> <a name="page211"></a><div class="center pagebreak">BGE 107 IV 211 S. 211</div> </div> <div class="paraatf">Aus den Erwägungen:</div> <br/><div class="paraatf"> <a name="idp338688"></a><span class="bold" id="consideration_2.">2. </span>a) Bei Haftbeschwerden gegen den Bundesanwalt gelten nach <span class="artref">Art. 52 Abs. 2 BStP</span> die Verfahrensvorschriften der <span class="artref"><artref id="CH/312.0/215" type="start"></artref>Art. 215-219 BStP</span><artref id="CH/312.0/219" type="end"></artref> betreffend Beschwerden gegen Amtshandlungen und Säumnis der Untersuchungsrichter. Nach <span class="artref">Art. 217 BStP</span> ist eine solche Beschwerde innert drei Tagen einzureichen und nach der Rechtsprechung der Anklagekammer auch zu begründen (nicht veröffentlichte Entscheide der Anklagekammer vom 6. Februar 1976 i.S. J.S. und vom 14. April 1975 i.S. E.v.D. c. Schweizer. Bundesanwaltschaft). Diese Begründungspflicht ergibt sich mittelbar schon aus <span class="artref">Art. 219 Abs. 1 BStP</span>, der vorschreibt, dass zu einer nicht offensichtlich aussichtslosen Beschwerde eine Vernehmlassung des Untersuchungsrichters einzuholen sei, was selbstverständlich nur dann einen Sinn hat, wenn die Beschwerde auch die <a name="page212"></a><div class="center pagebreak">BGE 107 IV 211 S. 212</div>Gründe enthält, deretwegen sie erhoben wurde. Sie folgt sodann aber insbesondere aus der Tatsache, dass <span class="artref">Art. 52 Abs. 2 BStP</span> als Anhang zum VStrR erlassen und mit diesem in Kraft gesetzt wurde. Die in dieser Bestimmung vorgesehene Beschwerde sollte offensichtlich der Haftbeschwerde des Art. 59 Abs. 3 in Verbindung mit Art. 51 Abs. 5 und 26 Abs. 1 und 2 lit. a VStrR entsprechen, da beide im Hinblick auf <span class="artref">Art. 5 Abs. 4 EMRK</span> eingeführt wurden (s. <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/clir/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=2&amp;from_date=&amp;to_date=&amp;from_year=1981&amp;to_year=1981&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;from_date_push=&amp;top_subcollection_clir=bge&amp;query_words=&amp;part=all&amp;de_fr=&amp;de_it=&amp;fr_de=&amp;fr_it=&amp;it_de=&amp;it_fr=&amp;orig=&amp;translation=&amp;rank=0&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F101-IV-252%3Ade&amp;number_of_ranks=0&amp;azaclir=clir#page254">BGE 101 IV 254</a>). Diese letztere Beschwerde aber ist gemäss <span class="artref">Art. 28 Abs. 3 VStrR</span> innert drei Tagen mit Antrag und Begründung einzureichen, was nach dem Gesagten analog auch für die Haftbeschwerde des <span class="artref">Art. 52 Abs. 2 BStP</span> gelten muss.</div> </div></body></html>