Abteilung IV D-3745/2009/wif {T 0/2} U r t e i l v o m 1 6 . J u n i 2 0 0 9 Einzelrichter Daniel Schmid, mit Zustimmung von Richterin Christa Luterbacher; Gerichtsschreiberin Milva Franceschi. A._______, geboren..., Nigeria, Beschwerdeführer, gegen Bundesamt für Migration (BFM), Quellenweg 6, 3003 Bern, Vorinstanz. Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung; Verfügung des BFM vom 3. Juni 2009 / N (...). B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t T r i b u n a l a d m i n i s t r a t i f f é d é r a l T r i b u n a l e a m m i n i s t r a t i v o f e d e r a l e T r i b u n a l a d m i n i s t r a t i v f e d e r a l Besetzung Parteien GegenstandD-3745/2009 Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest, dass der Beschwerdeführer – ein nigerianischer Staatsangehöriger – eigenen Angaben zufolge sein Heimatland am 1. Mai 2008 ohne Rei- sepapiere verliess und auf dem Seeweg sowie mit einem Lastwagen in die Schweiz reiste, wo er am 20. Juli 2008 um Asyl nachsuchte, dass er keine Ausweispapiere vorlegte, worauf er mit einem Informati- onsblatt zur Abgabe von Identitätsdokumenten innerhalb von 48 Stun- den aufgefordert wurde, dass er am 5. August 2008 summarisch befragt und am 19. Mai 2009 zu seinen Fluchtgründen angehört wurde (vgl. Art. 26 Abs. 2 und Art. 29 des Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 [AsylG, SR 142.31]), dass der Beschwerdeführer zur Begründung seines Asylgesuchs im Wesentlichen geltend machte, er sei homosexuell, was er im Alter von 14 beziehungsweise 15 Jahren entdeckt habe, dass ein Lehrer von seiner sexuellen Neigung erfahren habe, weshalb er (der Beschwerdeführer) von der Schule gewiesen worden sei, dass er deshalb nach Lagos gegangen sei, wo er beim Freund eines älteren Studenten gewohnt habe, dass er sich einem der anglikanischen Kirche nahestehenden Verein namens B._______, welcher sich für die Rechte Homosexueller einset- ze, angeschlossen habe, dass er zusammen mit anderen vier Personen am 20. März 2008 nach Port Harcourt zur Beerdigung der Schwester des Präsidenten dieses Vereins gegangen sei, wobei es zu tätlichen Auseinandersetzungen mit der Polizei gekommen sei, dass er und eine zweite Person deshalb nach Lagos gegangen seien, dass er in Lagos von der Polizei und in seinem Heimatdorf von den an- sässigen Familien gesucht worden sei, weshalb er sich an einen An- walt gewandt habe, Seite 2D-3745/2009 dass aufgrund eines Fingerabdruckvergleichs die deutschen Behörden mit Schreiben vom 2. Dezember 2008 mitteilten, dass der Beschwer- deführer in Deutschland unter dem Namen C._______, geboren am (...), erfasst sei und am 11. Februar 2004 nach Österreich rücküber- führt worden sei, dass dazu dem Beschwerdeführer an einer Kurzbefragung vom 21. Ja- nuar 2009 und an der Anhörung vom 19. Mai 2009 das rechtliche Ge- hör gewährt wurde, dass der Beschwerdeführer dabei erklärte, er habe sich weder in Deutschland noch in Österreich aufgehalten, dass das BFM mit Verfügung vom 3. Juni 2009 – am 4. Juni 2009 eröff- net – in Anwendung von Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG auf das Asylge- such nicht eintrat und die Wegweisung aus der Schweiz sowie den Vollzug anordnete, dass das Bundesamt zur Begründung des Nichteintretens auf das Asylgesuch zusammenfassend festhielt, der Beschwerdeführer habe innert 48 Stunden nach Gesuchseinreichung ohne entschuldbare Gründe keine Reise- oder Identitätspapiere abgegeben, er erfülle die Flüchtlingseigenschaft gemäss Art. 3 und 7 AsylG nicht, und zusätzli- che Abklärungen zur Feststellung der Flüchtlingseigenschaft oder ei- nes Wegweisungsvollzugshindernisses seien in seinem Fall aufgrund der Aktenlage nicht erforderlich, dass der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 10. Juni 2009 (Poststem- pel) gegen diesen Entscheid beim Bundesverwaltungsgericht Be- schwerde erhob und dabei beantragte, der Entscheid vom 3. Juni 2009 sei aufzuheben und die vorinstanzliche Behörde sei anzuweisen, auf das Asylgesuch einzutreten, dass er in verfahrensrechtlicher Hinsicht um Gewährung der unentgelt- lichen Rechtspflege gemäss Art. 65 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 20. De zember 1968 über das Verwaltungsverfahren (VwVG, SR 172.021) beziehungsweise um Verzicht der Erhebung eines Kos- tenvorschusses ersuchte, dass er zur Begründung im Wesentlichen ausführte, er habe grosse gesundheitliche Probleme an der Leber und sei deshalb in D._______ bei einem Arzt in Behandlung gewesen, Seite 3D-3745/2009 dass er einen entsprechenden Arztbericht in den nächsten Tagen ein- reichen werde, dass die vorinstanzlichen Akten am 12. Juni 2009 beim Bundesverwal- tungsgericht eintrafen (Art. 109 Abs. 2 AsylG), und zieht in Erwägung, dass das Bundesverwaltungsgericht endgültig über Beschwerden ge- gen Verfügungen (Art. 5 VwVG) des BFM entscheidet (Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 31-34 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [VGG, SR 173.32]; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]), dass der Beschwerdeführer durch die angefochtene Verfügung berührt ist, ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung beziehungswei- se Änderung hat und daher zur Einreichung der Beschwerde legiti- miert ist (Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 48 Abs. 1 VwVG), dass somit auf die im Übrigen form- und fristgerecht eingereichte Be- schwerde einzutreten ist (Art. 108 Abs. 2 AsylG und Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 52 VwVG), dass mit Beschwerde die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts und die Unangemessenheit gerügt werden können (Art. 106 Abs. 1 AsylG), dass sich die vorliegend zu beurteilende Beschwerde gegen eine Ver- fügung richtet, laut deren Dispositiv das BFM auf das Asylgesuch des Beschwerdeführers nicht eingetreten ist (Ziffer 1), dass bei Beschwerden gegen Nichteintretensentscheide, mit denen es das BFM ablehnt, das Asylgesuch auf seine Begründetheit hin zu überprüfen (Art. 32-35 AsylG), die Beurteilungskompetenz der Be- schwerdeinstanz grundsätzlich auf die Frage beschränkt ist, ob die Vorinstanz zu Recht auf das Asylgesuch nicht eingetreten ist, dass sich demnach die Beschwerdeinstanz – sofern sie den Nichtein- tretensentscheid als unrechtmässig erachtet – einer selbständigen ma- teriellen Prüfung enthält, die angefochtene Verfügung aufhebt und die Sache zu neuer Entscheidung an die Vorinstanz zurückweist (vgl. Ent- Seite 4D-3745/2009 scheidungen und Mitteilungen der Schweizerischen Asylrekurskom- mission [EMARK] 2004 Nr. 34 E. 2.1 S. 240 f.), dass indessen im Falle des Nichteintretens auf ein Asylgesuch ge- mäss Art. 32 Abs. 2 Bst. a und Abs. 3 AsylG über das Nichtbestehen der Flüchtlingseigenschaft abschliessend materiell zu entscheiden ist, soweit dies im Rahmen einer summarischen Prüfung möglich ist (vgl. BVGE 2007/8 insb. E. 5.6.5 S. 90 f.), dass dementsprechend in einem diesbezüglichen Beschwerdeverfah- ren ungeachtet der vorzunehmenden Überprüfung eines formellen Nichteintretensentscheides auch die Flüchtlingseigenschaft Prozess- gegenstand bildet (vgl. BVGE 2007/8 E. 2.1 S. 73), dass die Vorinstanz die Frage der Wegweisung und des Vollzugs mate- riell prüft, weshalb dem Bundesverwaltungsgericht diesbezüglich volle Kognition zukommt, dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterli- cher Zuständigkeit mit Zustimmung eines zweiten Richters bezie- hungsweise einer zweiten Richterin entschieden wird (Art. 111 Bst. e AsylG) und es sich vorliegend, wie nachfolgend aufgezeigt, um eine solche handelt, weshalb der Beschwerdeentscheid nur summarisch zu begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG), dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG vorliegend auf einen Schrif- tenwechsel verzichtet wurde, dass auf ein Asylgesuch nicht eingetreten wird, wenn Asylsuchende den Behörden nicht innerhalb von 48 Stunden nach Einreichung des Gesuchs Reise- oder Identitätspapiere abgeben (Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG), dass diese Bestimmung jedoch keine Anwendung findet, wenn Asylsu- chende glaubhaft machen können, sie seien dazu aus entschuldbaren Gründen nicht in der Lage (Art. 32 Abs. 3 Bst. a AsylG), oder wenn auf Grund der Anhörung sowie gestützt auf Art. 3 und 7 AsylG die Flücht- lingseigenschaft festgestellt wird (Art. 32 Abs. 3 Bst. b AsylG) oder wenn sich auf Grund der Anhörung die Notwendigkeit zusätzlicher Ab- klärungen zur Feststellung der Flüchtlingseigenschaft oder eines Weg- weisungsvollzugshindernisses ergibt (Art. 32 Abs. 3 Bst. c AsylG), Seite 5D-3745/2009 dass vorliegend die Nichtabgabe von Reise- oder Identitätspapieren im Sinne von Art. 32 Abs. 2 Bst. a und Abs. 3 Bst. a AsylG innerhalb von 48 Stunden nach Einreichung des Asylgesuchs sachverhaltsmässig erstellt ist, dass es nämlich der Beschwerdeführer unterliess, im Moment der Ein- reichung seines Asylgesuchs im Transitzentrum (...) beziehungsweise in den 48 Stunden nach der diesbezüglichen Aufklärung mittels eines Informationsblattes ein Dokument zu seiner zweifelsfreien Identi- fizierung (vgl. BVGE 2007/7 E. 5.1-5.2 S. 65 ff.) abzugeben, dass somit die in Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG statuierte Grundvoraus- setzung für ein Nichteintreten wegen fehlender Papiere erfüllt ist, dass der Beschwerdeführer sodann keine entschuldbaren Gründe (vgl. hierzu BVGE 2007/8 E. 3.2 S. 74 f., EMARK 1999 Nr. 16 E. 5c.aa S. 109 f.) für die Nichtabgabe eines rechtsgenüglichen Identitätsdoku- ments innerhalb der Frist von 48 Stunden nach Einreichen des Asylge- suchs namhaft zu machen vermag, dass er in seiner Beschwerde vom 9. Juni 2009 lediglich ohne weitere Erklärung angibt, er sei aus entschuldbaren Gründen nicht in der Lage, Identitätspapier abzugeben, dass daher vollumfänglich auf die Ausführungen in der angefochtenen Verfügung verwiesen werden kann, dass in Würdigung aller Umstände das BFM somit in der angefochte- nen Verfügung zu Recht zum Schluss gekommen ist, es sei dem Be- schwerdeführer nicht gelungen, den Umstand, wonach die Nichteinrei- chung von rechtsgenüglichen Reise- oder Identitätspapieren auf ent- schuldbaren Gründen basiere, glaubhaft zu machen (vgl. Art. 32 Abs. 3 Bst. a AsylG), dass nach dem Gesagten zu prüfen bleibt, ob das BFM zu Recht vom offensichtlichen Nichtbestehen der Flüchtlingseigenschaft sowie davon ausgegangen ist, es seien aufgrund der Anhörung keine zusätzlichen Abklärungen zur Feststellung der Flüchtlingseigenschaft oder eines Wegweisungshindernisses nötig (Art. 32 Abs. 3 Bstn. b und c AsylG), Seite 6D-3745/2009 dass bereits aufgrund der unrealistischen Angaben bezüglich des Rei- seweges in die Schweiz an der Glaubwürdigkeit des Beschwerdefüh- rers Zweifel anzubringen sind, dass sodann die vom Beschwerdeführer vorgebrachten Asylgründe in ihrer Gesamtheit von einem Mangel an Substanz und Realitätskenn- zeichen geprägt sind sowie zahlreiche Ungereimtheiten enthalten, dass der Beschwerdeführer an der summarischen Befragung wesentli- che Vorbringen nicht erwähnte, wie beispielsweise, dass an der Beer- digung jemand umgebracht worden sei, dass er im Weiteren auch widersprüchlich darlegte, wohin er sich un- mittelbar nach der Beerdigung begeben habe, dass er diesbezüglich einmal zu Protokoll gab, er habe sich an seinen Ge burtsort nach E._______, begeben (Akte A22 S. 6, A1 S. 1) bezie- hungsweise zu einem späteren Zeitpunkt erklärte, er sei zu jenem Zeitpunkt nach F._______, gegangen (Akte A22 S. 11), dass im Weiteren auf die zutreffenden Erwägungen in der vorinstanzli- chen Verfügung vom 3. Juni 2009 (Ziff. 2 S. 4 und 5) verwiesen werden kann, dass demnach die vom Beschwerdeführer vorgebrachten Asylgründe in ihrer Gesamtheit offensichtlich unglaubhaft sind, dass sich der Beschwerdeführer in seiner Rechtsmittelschrift vorwie- gend darauf beschränkt, Absätze aus dem Asylgesetz und der ange- fochtenen Verfügung wiederzugeben beziehungsweise auf seine Aus- sagen in den Protokollen zu verweisen, was nicht geeignet ist, die Vor- bringen in einem glaubhafteren Licht erscheinen zu lassen, dass vor diesem Hintergrund der festgestellten Haltlosigkeit der Asyl- vorbringen des Beschwerdeführers das Bestehen der Flüchtlingsei- genschaft ohne weiteres ausgeschlossen werden kann und sich zu- sätzliche Abklärungen, auch in Bezug auf allfällige Wegweisungsvoll- zugshindernisse, erübrigen, dass das BFM demnach zu Recht gestützt auf Art. 32 Abs. 2 Bst. a i.V.m. Art. 32 Abs. 3 AsylG auf das Asylgesuch des Beschwerdeführers nicht eingetreten ist, Seite 7D-3745/2009 dass das Nichteintreten auf ein Asylgesuch in der Regel die Wegwei- sung aus der Schweiz zur Folge hat (Art. 44 Abs. 1 AsylG), vorliegend der Kanton keine Aufenthaltsbewilligung erteilt hat und zudem kein An- spruch auf Erteilung einer solchen besteht (vgl. EMARK 2001 Nr. 21), weshalb die verfügte Wegweisung im Einklang mit den gesetzlichen Bestimmungen steht und demnach vom Bundesamt zu Recht angeord- net wurde, dass das Bundesamt das Anwesenheitsverhältnis nach den gesetzli- chen Bestimmungen über die vorläufige Aufnahme von Ausländern re- gelt, wenn der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar oder nicht möglich ist (Art. 44 Abs. 2 AsylG; Art. 83 Abs. 1 des Bun- desgesetzes vom 16. Dezember 2005 über die Ausländerinnen und Ausländer [AuG, SR 142.20]), dass der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig ist, wenn völkerrechtli- che Verpflichtungen der Schweiz einer Weiterreise der Ausländerin oder des Ausländers in den Heimat-, Herkunfts- oder einen Drittstaat entgegenstehen (Art. 83 Abs. 3 AuG), dass keine Person in irgendeiner Form zur Ausreise in ein Land ge- zwungen werden darf, in dem ihr Leib, ihr Leben oder ihre Freiheit aus einem Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet ist oder in dem sie Gefahr läuft, zur Ausreise in ein solches Land gezwungen zu werden (Art. 5 Abs. 1 AsylG; vgl. ebenso Art. 33 Abs. 1 des Abkommens vom 28. Juli 1951 über die Rechtsstellung der Flüchtlinge [FK, SR 0.142.30]), dass der Vollzug der Wegweisung vorliegend in Beachtung dieser massgeblichen völker- und landesrechtlichen Bestimmungen zulässig ist, da es dem Beschwerdeführer nicht gelungen ist, eine asylrechtlich erhebliche Gefährdung nachzuweisen oder glaubhaft zu machen, wes- halb das in Art. 5 AsylG verankerte Prinzip des flüchtlingsrechtlichen Non-Refoulements im vorliegenden Verfahren keine Anwendung findet und keine Anhaltspunkte für eine menschenrechtswidrige Behandlung ersichtlich sind, die dem Beschwerdeführer im Heimat- oder Herkunfts- staat droht (Art. 83 Abs. 3 AsylG), dass sich der Vollzug für Ausländerinnen und Ausländer als unzumut- bar erweist, wenn sie im Heimat- oder Herkunftsstaat auf Grund von Situationen wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und medizini- scher Notlage konkret gefährdet sind (Art. 83 Abs. 4 AuG), Seite 8D-3745/2009 dass weder die allgemeine Lage im Heimat- beziehungsweise Her- kunftsstaat des Beschwerdeführers noch individuelle Gründe auf eine konkrete Gefährdung im Falle einer Rückkehr schliessen lassen, wes- halb der Vollzug der Wegweisung vorliegend zumutbar ist, dass der Beschwerdeführer jung, ungebunden sowie gesund ist und in seinem Heimatland über ein familiäres Beziehungsnetz verfügt (die Mutter, ein Bruder, zwei Schwestern und ein Onkel väterlicherseits [Akte A1 S. 3]), dass er an der Anhörung vom 19. Mai 2009 hauptsächlich zu Protokoll gab, er leide an Halsschmerzen (Akte A22 S. 15), dass den Akten keine Hinweise zu entnehmen sind und der Beschwer- deführer in der Rechtsmitteleingabe auch nicht weiter begründete, warum er ernsthaft an Leberproblemen leide, dass er anlässlich der Anhörung zwar ebenfalls zu Protokoll gab, vor drei Monaten – also im Februar 2009 – habe ihm der Arzt gesagt, es sei vielleicht ("magari") die Leber, welche seine gesundheitlichen Probleme verursache, dass ihm der Arzt jedoch bei der letzten Visite erklärte, er leide an Halsschmerzen, und ihm ein diesbezügliches Medikament verschrieb (Akte A22 S. 15), dass bei dieser Sachlage die Einreichung des vom Beschwerdeführer in Aussicht gestellten Arztberichtes nicht abgewartet zu werden braucht, dass der Beschwerdeführer im Weiteren über einen Primarschulab- schluss sowie vier Jahre Sekundarschule verfügt (Akte A1 S. 2) und während drei Jahren als Fussballspieler gearbeitet hat, dass unter den gegebenen Umständen nicht davon auszugehen ist, der Beschwerdeführer gerate bei einer Rückkehr in eine Existenz be- drohende Situation, die als konkrete Gefährdung im Sinne der zu be- achtenden Bestimmung zu werten wäre (Art. 83 Abs. 4 AuG), dass der Vollzug der Wegweisung des Beschwerdeführers in den Hei- matstaat schliesslich möglich ist, da keine Vollzugshindernisse beste- hen (Art. 83 Abs. 2 AuG), und es dem Beschwerdeführer obliegt, bei Seite 9D-3745/2009 der Beschaffung gültiger Reisepapiere mitzuwirken (Art. 8 Abs. 4 AsylG), dass nach dem Gesagten der vom Bundesamt verfügte Vollzug der Wegweisung zu bestätigen ist, dass es dem Beschwerdeführer demnach nicht gelungen ist darzutun, inwiefern die angefochtene Verfügung Bundesrecht verletzt, den rechtserheblichen Sachverhalt unrichtig oder unvollständig feststellt oder unangemessen ist (Art. 106 AsylG), weshalb die Beschwerde ab- zuweisen ist, dass aus den soeben dargelegten Gründen den Beschwerdebegehren keine ernsthaften Erfolgsaussichten beschieden waren, weshalb das gleichzeitig eingereichte Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege unabhängig von der Frage der prozessualen Bedürftig- keit des Beschwerdeführers abzuweisen ist, dass mit dem Entscheid in der Sache selbst das Gesuch um Verzicht auf die Erhebung eines Kostenvorschusses gegenstandslos geworden ist, dass bei diesem Ausgang des Verfahrens die Kosten von Fr. 600.– (Art. 1-3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]) dem Beschwerdeführer aufzuerlegen sind (Art. 63 Abs. 1 VwVG). (Dispositiv nächste Seite) Seite 10D-3745/2009 Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 2. Das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege wird ab- gewiesen. 3. Die Verfahrenskosten von Fr. 600.– werden dem Beschwerdeführer auferlegt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zu Gunsten der Gerichtskasse zu überweisen. 4. Dieses Urteil geht an: - den Beschwerdeführer (Einschreiben; Beilage: Einzahlungsschein) - das BFM, Abteilung Aufenthalt, mit den Akten Ref.-Nr. N (...) (per Kurier; in Kopie) - (...) Der Einzelrichter: Die Gerichtsschreiberin: Daniel Schmid Milva Franceschi Versand: Seite 11