<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2004.00368</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="https://vgrzh.djiktzh.ch/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=https://vgrzh.djiktzh.ch&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=204611&amp;W10_KEY=4467140&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2004.00368</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 22.11.2004</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">3. Abteilung/Einzelrichter</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">FÃ¼rsorgerecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Sozialhilfe</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Sozialhilfe: Wirtschaftliche Hilfe während einer Umschulung zum Sozialarbeiter für einen Sozialhilfeempfänger, der aus gesundheitlichen Gründen seine Tätigkeit aus Hilfskoch nicht mehr ausüben kann<br/><br/>Da der Beschwerdeführer theoretisch in der Lage ist, ein existenzsicherndes Einkommen zu erzielen, ist wirtschaftliche Hilfe während der Umschulung nur zu leisten, wenn dadurch seine Vermittlungsfähigkeit erhöht wird. Mit dieser Anspruchsvoraussetzung haben sich die Vorinstanzen zu Unrecht nicht befasst (E. 2.3-5).<br/>Der Beschwerdeführer hat die vierjährige Ausbildung bereits im Sommer 2002 begonnen, so dass heute offen bleiben kann, ob es auch eine kürzere Umschulungsmöglichkeit gegeben hätte (E. 3.1). Es ist unverhältnismässig, den Beschwerdeführer zum Abbruch der bereits zur Hälfte absolvierten Umschulung zu zwingen (Folgen der [Ausbildungs-]Vertragsauflösung für den Beschwerdeführer; verminderte Chancen der beruflichen Integration) (E. 3.4).<br/>Der Sozialbehörde kann nicht vorgeworfen werden, dass sie im Verlauf der Umschulung die Unterstützungsleistungen überprüft hat (E. 3.2). Das Verfahren betreffend IV-Rente und Umschulungskosten nach dem Invalidenversicherungsgesetz ist noch pendent. Sollten solche Leistungen zugesprochen werden, ergibt sich ein Rückerstattungsanspruch der Sozialbehörde gegen den Beschwerdeführer in Bezug auf die bereits ausgerichteten Sozialhilfeleistungen (E. 3.3).<br/>Gutheissung und Rückweisung (zur Berechnung des Quantitativen). Die Voraussetzungen für die Gewährung eines unentgeltlichen Rechtsbeistands sind erfüllt (E. 4).</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ARBEITSFÃHIGKEIT">ARBEITSFÃHIGKEIT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: AUSBILDUNG">AUSBILDUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: AUSBILDUNGSKOSTEN">AUSBILDUNGSKOSTEN</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: IV">IV</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: SKOS-RICHTLINIEN">SKOS-RICHTLINIEN</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: SOZIALHILFE">SOZIALHILFE</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: UMSCHULUNG">UMSCHULUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: UMSCHULUNGSKOSTEN">UMSCHULUNGSKOSTEN</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: FÃ¼rsorge ST: WIRTSCHAFTLICHE HILFE">WIRTSCHAFTLICHE HILFE</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="gerade">§ 14 SHG</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 3 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Sachverhalt1"><b><span>I. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>A reiste 1987 aus dem Iran in die Schweiz ein und wurde hier im gleichen Jahr als FlÃ¼chtling anerkannt. WÃ¤hrend rund 10 Jahren arbeitete er als Hilfskoch in ZÃ¼rich, bis er seine TÃ¤tigkeit im April 2001 aus gesundheitlichen GrÃ¼nden aufgeben musste. Er meldete sich im Mai 2002 bei der Invalidenversicherung und verlangte eine Berufs­beratung und Umschulung, eventuell eine Rente. Die IV-Stelle wies das Begehren am 12. November 2002 ab. Eine dagegen erhobene Beschwerde hiess das Sozial­versicherungsgericht des Kantons ZÃ¼rich am 22. September 2003 gut und wies die Sache zur weiteren AbklÃ¤rung an die IV-Stelle zurÃ¼ck. Ein Entscheid dieser Stelle liegt bis heute nicht vor. </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Ende August 2002 begann A eine teilzeitliche vierjÃ¤hrige Ausbildung an der Hochschule fÃ¼r Soziale Arbeit. Nachdem er bis Ende Juni 2003 noch hatte Krankentaggeld bzw. Lohn beziehen kÃ¶nnen, ersuchte er das Sozialzentrum Q am 18. August 2003 um GewÃ¤hrung wirtschaftlicher Hilfe. </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Die Einzelfallkommission der SozialbehÃ¶rde der Stadt ZÃ¼rich beschloss am 26. August 2003, den Gesuchsteller bis lÃ¤ngstens 31. Dezember 2003 zu unterstÃ¼tzen, sofern er bis dann genÃ¼gende Leistungen erziele und allfÃ¤llige ZwischenprÃ¼fungen bestehe, sich inten­siv um eine Teilzeitstelle bemÃ¼he, die ArbeitsbemÃ¼hungen belege und selbstÃ¤ndig um all­fÃ¤llige BetrÃ¤ge von Fonds und Stiftungen bemÃ¼ht sei (Disp-Ziff. 1). Die Ãbernahme der Ausbildungskosten von Fr. 3'660.- pro Jahr wurde abgelehnt (Disp.-Ziff. 2). Neben einzel­nen Auflagen fÃ¼r die Zeit der voraussichtlichen UnterstÃ¼tzungsdauer (Disp-Ziff. 3 bis 5) wurde weiter in Aussicht gestellt, dass die UnterstÃ¼tzung nach dem 1. Januar 2004 nur wie­tergefÃ¼hrt werde, wenn A belegen kÃ¶nne, dass er die Ausbildung unter­brochen und sich intensiv um eine Erwerbsarbeit bemÃ¼ht habe mit dem Ziel, den Lebens­unterhalt aus eigenen Mitteln zu decken (Disp.-Ziff. 6).</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Die gegen diesen Entscheid erhobene Einsprache wies die Einspracheinstanz und Ge­schÃ¤ftsprÃ¼fungskommission der SozialbehÃ¶rde der Stadt ZÃ¼rich am 30. MÃ¤rz 2004 ab (Disp.-Ziff. 1). Gleichzeitig wurde die UnterstÃ¼tzung allerdings bis lÃ¤ngstens Ende April 2004 bewilligt, sofern der Gesuchsteller seine Ausbildung an der Hochschule fÃ¼r Soziale Arbeit fortsetze (Disp.-Ziff. 2). Weiter stellte die BehÃ¶rde eine FortfÃ¼hrung der Unter­stÃ¼tzung in Aussicht, sofern der Gesuchsteller bis zum 30. April 2004 den Nachweis er­bracht habe, dass er seine Ausbildung an der Hochschule fÃ¼r Soziale Arbeit ab- bzw. unter­brochen habe und nach wie vor kein existenzsicherndes Einkommen erziele (Disp.-Ziff. 3). Einem allfÃ¤lligen Rekurs gegen diesen Entscheid wurde die aufschiebende Wirkung entzogen (Disp-Ziff. 6).</span></p> <p class="Sachverhalt1"><b><span>II. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Gegen diesen Einspracheentscheid erhob A beim Bezirksrat ZÃ¼rich Rekurs und beantragte, sein Anspruch auf wirtschaftliche Hilfe sei gutzuheissen und die aufschie­bende Wirkung des Rekurses wiederherzustellen. Der Bezirksrat wies das Rechtsmittel am 24. Juni 2004 ab, ohne die aufschiebende Wirkung des Rekurses wiederherzustellen.</span></p> <p class="Sachverhalt1"><b><span>III. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Gegen den Rekursentscheid erhob A am 6. September 2004 Beschwerde beim Verwaltungsgericht und beantragte, der angefochtene Beschluss sei aufzuheben, und es seien ihm die beantragten UnterstÃ¼tzungsleistungen ab 1. Mai 2004 bis zum Abschluss seiner Ausbildung im Sommer 2006 zu gewÃ¤hren. Zudem verlangte er, es sei ihm in der Person seines Rechtsvertreters ein unentgeltlicher Rechtsbeistand zu bestellen und die un­entgeltliche ProzessfÃ¼hrung zu gewÃ¤hren. </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Der Bezirksrat liess sich am 22. September 2004 zur Beschwerde vernehmen und be­antragte deren Abweisung. Die SozialbehÃ¶rde der Stadt ZÃ¼rich beantragte am 18. Oktober 2004 die Abweisung der Beschwerde, unter allfÃ¤lliger Kosten- und EntschÃ¤digungsfolge zu Lasten des BeschwerdefÃ¼hrers.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Am 8. November 2004 reichte der Rechtsvertreter des BeschwerdefÃ¼hrers dem Gericht eine Zusammenstellung seiner BemÃ¼hungen und Barauslagen ins Recht.</span></p> <p class="Einzug1"><span>Die Einzelrichterin</span><span> zieht in ErwÃ¤gung:</span></p> <p class="Erwgung1"><b><span>1. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Das Verwaltungsgericht ist nach § 41 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 (VRG) zur Behandlung der vorliegenden Beschwerde zustÃ¤ndig. </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Der BeschwerdefÃ¼hrer beansprucht nach seiner Berechnung wirtschaftliche Hilfe von rund Fr. 250.- pro Monat. Damit belÃ¤uft sich der Streitwert im Beschwerdeverfahren sowohl be­zogen auf eine UnterstÃ¼tzungsdauer von 12 Monaten (vgl. </span><span>Alfred KÃ¶lz/JÃ¼rg Boss­hart/Martin RÃ¶hl, Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons ZÃ¼rich, 2. A., ZÃ¼rich 1999, § 38 N. 5; RB 1998 Nr. 21)</span><span> als auch bezogen auf die gesamte mut­massliche Ausbildungsdauer auf unter Fr. 20'000.-. Der Entscheid fÃ¤llt demnach in die ein­zelrichterliche ZustÃ¤ndigkeit (§ 38 Abs. 2 VRG). </span></p> <p class="Erwgung1"><b><span>2. </span></b><span> </span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>2.1 </span></b><span>Der Bezirksrat begrÃ¼ndete den angefochtenen Rekursentscheid im Wesentlichen wie folgt: Der Rekurrent kÃ¶nne â auch wenn er aus gesundheitlichen GrÃ¼nden nicht mehr als Hilfskoch arbeiten kÃ¶nne â ein existenzsicherndes Einkommen mit einer anderen zumut­baren TÃ¤tigkeit erzielen. Er arbeite ja auch seit Juni 2004 zu 80 % als Praktikant. Falls sich im Verlaufe des pendenten IV-Verfahrens herausstellen sollte, dass die ErwerbsmÃ¶glich­keiten des Rekurrenten aus gesundheitlichen GrÃ¼nden dennoch eingeschrÃ¤nkt seien, so mÃ¼sse die IV die Kosten einer Umschulung Ã¼bernehmen; die SozialbehÃ¶rde sei nicht ver­pflichtet, fÃ¼r diese Kosten einstweilen aufzukommen. Ãberdies verdiene der Rekurrent seit Juni 2004 brutto ohnehin Fr. 3'170.-, was auch nach Abzug der Sozialversicherungs­beitrÃ¤ge und allfÃ¤lliger Kosten mehr sei als sein sozialhilferechtliches Existenzminimum von Fr. 2'370.-.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Der BeschwerdefÃ¼hrer bringt dagegen vor, er verdiene aus Besuchsbegleitungen von maximal 8 Stunden pro Woche und einer Praktikumsstelle von effektiv 70 % netto ca. Fr. 1'784.-. Seine Ausbildung zum Sozialarbeiter habe er nicht etwa aus persÃ¶nlicher Neigung begonnen, sondern um seine wirtschaftliche UnabhÃ¤ngigkeit nach der ein­getretenen ArbeitsunfÃ¤higkeit als Hilfskoch zu erlangen. Er habe dies in gutem Glauben und Gewissen und unterstÃ¼tzt durch die behandelnden Ãrzte getan, ein untÃ¤tiges Warten auf den IV-Entscheid wÃ¤re nicht vorteilhafter gewesen. Das System der verschiedenen So­zialversicherungsinstitutionen mit unterschiedlichen KostentrÃ¤gern fÃ¶rdere das Weiter­reichen von Klienten und senke den Anreiz zu langfristigen ProblemlÃ¶sungen. Es verstosse gegen den Grundsatz von Treu und Glauben und sei rechtsmissbrÃ¤uchlich, wenn die SozialbehÃ¶rde ihn im gleichen Entscheid unterstÃ¼tze und damit die Anspruchsvoraus­setzungen anerkenne, um ihm die wirtschaftliche Hilfe ein halbes Jahr spÃ¤ter wegen Feh­lens der Anspruchsvoraussetzungen zu verweigern. </span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>2.2 </span></b><span>Die Rechtsgrundlagen der wirtschaftlichen Hilfe im Allgemeinen und der Kosten­Ã¼bernahme einer Zweitausbildung und Umschulung wurden im angefochtenen Entscheid richtig dargelegt (E. 2). Darauf kann verwiesen werden (§ 28 Abs. 1 in Verbindung mit § 70 VRG). </span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>2.3 </span></b><span>Aufgrund der im Beschwerdeverfahren eingereichten Lohnbelege ist davon auszu­gehen, dass der BeschwerdefÃ¼hrer trotz Aufnahme seiner Praktikumsstelle derzeit nicht Ã¼ber ein existenzsicherndes Einkommen verfÃ¼gt. Mit der selbstÃ¤ndig ausgeÃ¼bten Besuchs­begleitung verdiente er zwischen Dezember 2003 und Juni 2004 im Durchschnitt Fr. 916.- brutto, wovon jedoch die vollen SozialversicherungsbeitrÃ¤ge sowie die Kosten der Super­vision abzuziehen sind. An der Praktikumsstelle des ErgÃ¤nzenden Arbeits­marktes erzielte er im Juni und Juli 2004 ein Einkommen von Fr. 1'084.30 und Fr. 1'355.45 netto.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Der BeschwerdefÃ¼hrer macht im Beschwerdeverfahren vor Verwaltungsgericht zu Recht nicht geltend, ganz oder teilweise arbeitsunfÃ¤hig zu sei. Der Umstand, dass er neben den Besuchsbegleitungen eine Praktikumsstelle von 80 % bekleidet, zeigt, dass er grundsÃ¤tz­lich durchaus angepasste TÃ¤tigkeiten ausÃ¼ben kann. Welche konkreten ErwerbsmÃ¶glich­keiten sich aus einer derartigen TÃ¤tigkeit ergeben, mag fraglich sein. Die Vorinstanzen durften aber ohne Rechtsverletzung annehmen, dass der BeschwerdefÃ¼hrer theoretisch in der Lage wÃ¤re, ein existenzsicherndes Einkommen von mind. Fr. 2'370.- zu erzielen, wenn er nicht gleichzeitig seine teilzeitliche Ausbildung zum Sozialarbeiter absolvieren wÃ¼rde. Zur Absicherung der damit verbundenen arbeitsmarktlichen Unsicherheit wurde dem Be­schwerdefÃ¼hrer wirtschaftliche Hilfe jedenfalls auch fÃ¼r den Fall zugesichert, dass er nach Abbruch seiner Ausbildung und trotz genÃ¼gendem BemÃ¼hen keinen existenzsichernden Verdienst erziele. Diese vorhandene ErwerbsmÃ¶glichkeit fÃ¼r angepasste leichte TÃ¤tigkeiten bestreitet der BeschwerdefÃ¼hrer weder im Rekurs- noch im Beschwerdeverfahren. Daher muss im vorliegenden Verfahren ohne Bedeutung bleiben, dass das Sozialversicherungs­gericht es in seinem Entscheid vom 22. September 2003 noch als zu wenig geklÃ¤rt erachte­te, ob und in welchem Mass der BeschwerdefÃ¼hrer im Hinblick auf einen hypothetisch aus­geglichenen Arbeitsmarkt gemÃ¤ss Sozialversicherungsrecht arbeitsfÃ¤hig ist (leichte Hilfs-, Kontroll- und ÃberwachungstÃ¤tigkeiten). </span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>2.4 </span></b><span>Besteht demnach eine existenzsichernde Erwerbschance, so kommt nach Ziff. H.6 der Richtlinien fÃ¼r die Ausgestaltung und Bemessung der Sozialhilfe (hrsg. von der Schwei­zerischen Konferenz fÃ¼r Sozialhilfe, SKOS-Richtlinien) eine Zweitausbildung oder Um­schulung nur dann in Frage, wenn damit die VermittlungsfÃ¤higkeit der betroffenen Person erhÃ¶ht werden kann. Dabei sollte es sich um eine anerkannte Ausbildung oder Umschulung handeln. FÃ¼r die entsprechenden AbklÃ¤rungen sind Fachstellen (Berufsberatung, Regiona­les Arbeitsvermittlungszentrum usw.) beizuziehen. Diese AnspruchsbegrÃ¼ndung dient da­zu, die Chancen eines Gesuchstellers zur Reintegration in den Arbeitsmarkt zu verbessern, und liegt durchaus auch im finanziellen Interesse der SozialhilfebehÃ¶rden, welche bei an­haltender Arbeitslosigkeit und nach Ablauf der Bezugsdauer fÃ¼r Arbeitslosentaggelder wirtschaftliche Hilfe gewÃ¤hren mÃ¼ssen.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Mit dieser nach den SKOS-Richtlinien alternativ mÃ¶glichen AnspruchsbegrÃ¼ndung (ErhÃ¶­hung der VermittlungsfÃ¤higkeit) hat sich bisher weder die SozialbehÃ¶rde noch der Bezirks­rat im Einzelnen auseinandergesetzt. Das mag daran liegen, dass die VermittlungsfÃ¤higkeit des BeschwerdefÃ¼hrers nach Auffassung des Amts fÃ¼r Wirtschaft und Arbeit (AWA) durch die aufgenommene Ausbildung zum Sozialarbeiter, die dafÃ¼r erforderlichen Deutschkurse und die zeitweise Betreuung seines Sohnes bereits wesentlich eingeschrÃ¤nkt war. Aus die­sem Grund erhielt der BeschwerdefÃ¼hrer nach Beendigung seiner Krankentaggeld- bzw. Lohnzahlungen auch nie ArbeitslosenunterstÃ¼tzung.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Mit diesen AusfÃ¼hrungen des AWA kann jedoch die Verweigerung wirtschaftlicher Hilfe gestÃ¼tzt auf die SKOS-Richtlinien noch nicht begrÃ¼ndet werden. Immerhin erachtete das AWA in seinem Entscheid die VermittlungsfÃ¤higkeit des BeschwerdefÃ¼hrers auch in an­derer Hinsicht als stark eingeschrÃ¤nkt. So verwies es neben der zeitlichen EinschrÃ¤nkung auch darauf, dass die Stellensuche durch die gesundheitlich sehr stark eingeschrÃ¤nkten ArbeitsmÃ¶glichkeiten des Versicherten zusÃ¤tzlich erschwert wÃ¼rde. Dieser kÃ¶nne nach dem Arztzeugnis von Dr. med. C lÃ¤ngstens 3 Stunden pro Tag eine sitzende TÃ¤tigkeit (BÃ¼ro) verrichten. Aufgrund der bisherigen beruflichen Erfahrungen erscheine eine Anstellung in einem BÃ¼ro jedoch als unrealistisch. Auch die eingereichten ArbeitsbemÃ¼hungen des Versicherten liessen keinen anderen Schluss zu. </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Demnach hÃ¤tte die SozialbehÃ¶rde durchaus Grund zur Annahme gehabt, dass die aufge­nommene Ausbildung die Vermittlungschancen des BeschwerdefÃ¼hrers erhÃ¶he, auch wenn dies mit einer gewissen Unsicherheit behaftet bleibt. Im Weiteren wÃ¤re nach Ziff. H.6 der SKOS-Richtlinien zu prÃ¼fen gewesen, ob die in Angriff genommene Ausbildung anerkannt ist, was bei der Hochschule fÃ¼r Soziale Arbeit ohne weitere AbklÃ¤rungen vermutet werden darf. </span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>2.5 </span></b><span>Haben die Vorinstanzen demnach eine nach den SKOS-Richtlinien mÃ¶gliche An­spruchsbegrÃ¼ndung ausser Acht gelassen, so ist ihr Entscheid rechtsverletzend, was im Be­schwerdeverfahren zur Aufhebung des angefochtenen Entscheides fÃ¼hrt (§ 50 Abs. 2 lit. a VRG). </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Hebt das Verwaltungsgericht die angefochtene Anordnung auf, so entscheidet es in der Re­gel selbst (§ 63 Abs. 1 VRG). Ausnahmsweise kann es die Angelegenheit zum Neu­entscheid an die Vorinstanz zurÃ¼ckweisen, insbesondere wenn mit der angefochtenen An­ordnung nicht auf die Sache eingetreten oder der Tatbestand ungenÃ¼gend festgestellt wurde (§ 64 Abs. 1 VRG). Die RÃ¼ckweisung ist selbst dann nicht zwingend, wenn fÃ¼r den Neu­entscheid die BetÃ¤tigung von Ermessen notwendig ist (KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 64 N. 5).</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Aus GrÃ¼nden der ProzessÃ¶konomie rechtfertigt es sich im vorliegenden Fall, die Sache oh­ne RÃ¼ckweisung im Grundsatz zu entscheiden; fÃ¼r das Quantitative bleibt der Entscheid der Einzelfallkommission ohnehin vorbehalten. Dieses Vorgehen ermÃ¤chtigt das Gericht auch zur Beurteilung von Ermessensfragen, soweit notwendig (KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 63 N. 11).</span></p> <p class="Erwgung1"><b><span>3. </span></b><span> </span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>3.1 </span></b><span>Ausgehend davon, dass der BeschwerdefÃ¼hrer zur Verbesserung seiner Vermittlungs­fÃ¤higkeit einen sozialhilferechtlichen Anspruch auf Ausbildung bzw. Umschulung hat, ist im Rahmen der VerhÃ¤ltnismÃ¤ssigkeit der Frage nachzugehen, ob in seinem Fall nicht auch eine kÃ¼rzere bzw. gÃ¼nstigere Ausbildung oder Umschulung angebracht gewesen wÃ¤re. Wie es sich damit verhÃ¤lt, kann aber offen bleiben. Die Frage nach Alternativen stellte sich nÃ¤mlich hier insofern anders, als der BeschwerdefÃ¼hrer seine Ausbildung ja bereits im Sommer 2002 aufgenommen hatte. Aufgrund der Akten kann angenommen werden, dass er dies in gutem Glauben und auf Anraten von Dr. med. D tat, um trotz der aufgetretenen gesundheitlichen Schwierigkeiten seine wirtschaftliche SelbstÃ¤ndigkeit wie­der zu erlangen. Unter diesen UmstÃ¤nden hÃ¤tte die SozialhilfebehÃ¶rde einzig prÃ¼fen mÃ¼s­sen, ob es sich im konkreten Fall rechtfertigt, den BeschwerdefÃ¼hrer durch Beenden der wirtschaftlichen Hilfe zum Abbruch bzw. zum Unterbruch seiner Ausbildung zu ver­anlassen.</span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>3.2 </span></b><span>Vorab erscheint es entgegen der Auffassung des BeschwerdefÃ¼hrers weder als treu­widrig noch als rechtsmissbrÃ¤uchlich, dass die SozialbehÃ¶rde die Sozialhilfe nur fÃ¼r die er­sten Monate gewÃ¤hrte und alsdann die weitere Hilfe mangels Anspruchsvoraussetzungen verweigerte. Das Verhalten der SozialbehÃ¶rde veranlasste den BeschwerdefÃ¼hrer weder zu einer eigenen Disposition in dem Sinne, dass er seine Ausbildung Ã¼berhaupt aufnahm, noch war der Beschluss geeignet, Vertrauen auf eine fortdauernde UnterstÃ¼tzung zu be­grÃ¼nden. Die Einzelfallkommission stellte vielmehr von Anfang an klar, dass sie auf Ende Dezember 2003 den Ab- oder Unterbruch der Ausbildung verlangte. </span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>3.3 </span></b><span>Ob der BeschwerdefÃ¼hrer allenfalls einen invalidenrechtlichen Anspruch auf Um­schulung zum Sozialarbeiter hat, setzt nach Art. 17 des Bundesgesetzes vom 19. Juni 1959 Ã¼ber die Invalidenversicherung (IVG) voraus, dass die Umschulung infolge InvaliditÃ¤t not­wendig ist und dadurch die ErwerbsfÃ¤higkeit voraussichtlich erhalten oder wesentlich ver­bessert werden kann. Nach dem Entscheid des Sozialversicherungsgerichts wird die IV-Stelle neben der ArbeitsfÃ¤higkeit des BeschwerdefÃ¼hrers noch abklÃ¤ren mÃ¼ssen, weshalb der BeschwerdefÃ¼hrer als Hilfskoch nur 22,5 Wochenstunden gearbeitet habe, ob demnach ein auf 100 % hochgerechnetes Valideneinkommen von Fr. 56'260.- massgeblich sei oder nicht und Ã¼ber welche beruflichen, sprachlichen und intelligenzmÃ¤ssigen Voraussetzungen er verfÃ¼ge. Erst in BerÃ¼cksichtigung dieser Fakten lasse sich beurteilen, ob die TÃ¤tigkeit als Sozialarbeiter verdienstmÃ¤ssig gleichwertig sei mit der ohne Eintritt des Gesundheits­schadens mutmasslich ausgeÃ¼bten beruflichen TÃ¤tigkeit (E. 1.5 und 5.1 bis 5.3). Aufgrund dieser ErwÃ¤gungen ist nicht ausgeschlossen, dass der BeschwerdefÃ¼hrer selbst bei voller ArbeitsfÃ¤higkeit fÃ¼r angepasste Arbeiten einen Anspruch auf Umschulung nach IVG hat. Sollte sich dieser Anspruch ganz oder teilweise realisieren lassen, so entstÃ¼nde daraus ein RÃ¼ckerstattungsanspruch der SozialbehÃ¶rde fÃ¼r die in dieser Zeit geleistete wirtschaftliche Hilfe gemÃ¤ss § 27 Abs. 1 lit. a des Sozialhilfegesetztes (SHG in der Fassung vom 4. No­vember 2002, in Kraft seit 1. Januar 2003).</span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>3.4 </span></b><span>Der vom BeschwerdefÃ¼hrer am 25. August 2002 unterzeichnete Vertrag Ã¼ber das Di­plomstudium mit der Hochschule fÃ¼r Soziale Arbeit sieht eine berufs­begleitende Ausbildung vom 30. August 2002 bis im Juli 2006 vor und ist gemÃ¤ss Art. 13 wÃ¤hrend der Vertragsdauer grundsÃ¤tzlich unkÃ¼ndbar. Eine vorzeitige VertragsauflÃ¶sung von Seiten der Studierenden ist nur bei Verletzung von Ausbildungsverpflichtungen der Hochschule oder im gegenseitigen Einvernehmen mÃ¶glich. GemÃ¤ss Art. 2 des Vertrages verpflichten sich die Studierenden, wÃ¤hrend der ersten drei Jahren und zwei Monate das berufspraktische Arbeits- und Ausbildungsprogramm in der Praxisorganisation zu absol­vieren. Im vierten Ausbildungsjahr mÃ¼ssen die Studierenden in einer anerkannten Einrich­tung des Sozialbereichs mit einem regulÃ¤ren AnstellungsverhÃ¤ltnis tÃ¤tig sein mit dem Ziel, die erworbenen fachlichen Kompetenzen effizient einzusetzen und zu vertiefen. Seit De­zember 2003 fÃ¼hrt der BeschwerdefÃ¼hrer regelmÃ¤ssig Besuchsbegleitungen durch, seit Juni 2004 bekleidet er eine Praktikumsstelle beim ErgÃ¤nzenden Arbeitsmarkt, dies voraus­sichtlich noch bis 6. Februar 2005. Dank diesen ausbildungsbezogenen TÃ¤tigkeiten ist er offenbar in der Lage, einen grossen Teil seines monatlichen Bedarfes selber zu decken.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Demnach erscheint es einerseits ungewiss, ob ein Unterbruch der Ausbildung zum Sozial­arbeiter ohne schwerwiegende Konsequenzen fÃ¼r den BeschwerdefÃ¼hrer Ã¼berhaupt mÃ¶g­lich ist. Auf der anderen Seite sind aber auch seine Chancen, ohne Ausbildungsabschluss auf dem freien Arbeitsmarkt Ã¼berhaupt eine angepasste Stelle zu finden, Ã¤usserst unsicher. Gleichzeitig darf angenommen werden, dass der UnterstÃ¼tzungsbedarf des Beschwerde­fÃ¼hrers nur fÃ¼r eine begrenzte Zeit und nur in reduziertem Umfang besteht. Unter diesen UmstÃ¤nden wÃ¤re es in der Tat unverhÃ¤ltnismÃ¤ssig, den BeschwerdefÃ¼hrer zu zwingen, sei­ne bereits zur HÃ¤lfte erfolgreich absolvierte Ausbildung abzubrechen, um vorerst rein theoretisch fÃ¼r eine gesundheitsangepasste HilfstÃ¤tigkeit vermittelbar zu werden. Dadurch wÃ¼rde sich die SozialbehÃ¶rde zwar mÃ¶glicherweise finanziell entlasten, jedoch wÃ¤re dies voraussichtlich nur eine kurzfristige Entlastung, welche zudem wohl ausschliesslich zu Lasten der Arbeitslosenkasse ginge. Auch besteht nach wie vor eine intakte Chance darauf, dass die IV-Stelle einen Teil der Umschulungskosten des BeschwerdefÃ¼hrers Ã¼bernimmt, wodurch die wirtschaftliche Hilfe nachtrÃ¤glich ganz oder teilweise gedeckt werden kÃ¶nnte. Bei dieser Sachlage wÃ¼rde die Verweigerung der UnterstÃ¼tzung der generellen Zielsetzung der Sozialhilfe, der FÃ¶rderung der wirtschaftlichen und persÃ¶nlichen SelbstÃ¤ndigkeit, der Eigenverantwortung, der Hilfe zur Selbsthilfe und der beruflichen Integration (vgl. Ziff. A.1 der SKOS-Richtlinien) zuwiderlaufen.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Die Beschwerde ist demnach gutzuheissen und die Sache an die Einzelfallkommission zur Festsetzung der wirtschaftlichen Hilfe zurÃ¼ckzuweisen. </span></p> <p class="Erwgung1"><b><span>4. </span></b><span> </span></p> <p class="Einzug1">Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind die Verfahrenskosten der Beschwerdegegnerin aufzuerlegen (§ 13 Abs. 2 in Verbindung mit § 70 VRG). Das Gesuch des Be­schwerdefÃ¼hrers um GewÃ¤hrung der unentgeltlichen ProzessfÃ¼hrung erweist sich damit als gegenstandslos. Gleichzeitig hat die Beschwerdegegnerin den BeschwerdefÃ¼hrer angemes­sen zu entschÃ¤digen (§ 17 Abs. 2 lit. a VRG).</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Nach § 16 Abs. 2 VRG ist Privaten, welchen die nÃ¶tigen Mittel fehlen und deren Begehren nicht als offenkundig aussichtslos erscheint, ein unentgeltlicher Rechtsbeistand zu bestel­len, wenn sie ihre Rechte im Verfahren nicht selbst wahren kÃ¶nnen. Der BeschwerdefÃ¼hrer ist offensichtlich mittellos und obsiegt mit seiner Beschwerde. Die Sache weist fÃ¼r ihn trotz des geringen Streitwertes eine erhebliche Tragweite auf, da der Verfahrensausgang den Abbruch seiner Ausbildung erfordern kÃ¶nnte. Da er im Weiteren Ã¼ber keine beson­deren Rechtskenntnisse verfÃ¼gt und sich vorliegend nicht ganz einfache Rechtsfragen zum Zusammenspiel der verschiedenen Sozialleistungsarten stellten, ist sein Gesuch um Be­stellung eines unentgeltlichen Rechtsbeistands fÃ¼r das Beschwerdeverfahren gutzuheissen. Jedoch besteht kein Anlass, den unentgeltlichen Rechtsbeistand rÃ¼ckwirkend fÃ¼r das Re­kursverfahren zu bestellen.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Zu entschÃ¤digen sind die BemÃ¼hungen des Rechtsbeistandes im Beschwerdeverfahren, das heisst ab Zugang des Rekursentscheides am 9. Juli 2004. Ausgehend von einem Aufwand von ca. 9 Stunden (Ã Fr. 200.- zuzÃ¼glich Mehrwertsteuer) und Barauslagen von ca. Fr. 60.- ergibt sich eine EntschÃ¤digung von insgesamt Fr. 2'000.- (gerundet, Mehrwertsteuer inbe­griffen) (§ 13 Verordnung Ã¼ber GebÃ¼hren, Kosten und EntschÃ¤digungen im Verfahren vor Verwaltungsgericht [GebV VGr, in der Fassung vom 11. Dezember 2003, in Kraft seit 1. August 2004]). An diese EntschÃ¤digung ist die ParteientschÃ¤digung anzurechnen.</p> <p class="Urteilstext"><span> </span></p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1"><span>DemgemÃ¤ss </span><span><a id="Text17"></a>verfÃ¼gt</span><span> </span><span>die Einzelrichterin</span><span>:</span></p> <p class="Einzug2"> </p> <p class="Einzug2">1. Dem BeschwerdefÃ¼hrer wird fÃ¼r das Beschwerdeverfahren in der Person von Rechts­anwalt B ein unentgeltlicher Rechtsbeistand bestellt.</p> <p class="Einzug2"> </p> <p class="Einzug2">2. Rechtsanwalt B wird aus der Gerichtskasse fÃ¼r das Beschwerdeverfahren mit Fr. 2'000.- (Mehrwertsteuer inbegriffen) abzÃ¼glich der anzurechnenden ParteientschÃ¤­digung von Fr. 1'000.- (Mehrwertsteuer inbegriffen) entschÃ¤digt;</p> <p class="Einzug2"> </p> <p class="Einzug2">und entscheidet:</p> <p class="Einzug2"> </p> <p class="Einzug2">1. Die Beschwerde wird gutgeheissen und die Sache zur Festsetzung der wirtschaftlichen Hilfe an die Einzelfallkommission zurÃ¼ckgewiesen.</p> <p class="Einzug2">2. Die GerichtsgebÃ¼hr wird festgesetzt auf <br/> Fr. 800.--; die Ã¼brigen Kosten betragen:<br/> Fr. 60.-- Zustellungskosten,<br/> Fr. 860.-- Total der Kosten.</p> <p class="Einzug2">3. Die Gerichtskosten werden der Beschwerdegegnerin auferlegt.</p> <p class="Einzug2">4. Die Beschwerdegegnerin wird verpflichtet, Rechtsanwalt B fÃ¼r das Beschwerdeverfahren eine ParteientschÃ¤digung von Fr. 1'000.- (Mehrwertsteuer inbegrif­fen) zu bezahlen, zahlbar innert 30 Tagen nach Rechtskraft dieses Entscheids. Die Par­teientschÃ¤digung ist an die EntschÃ¤digung des unentgeltlichen Rechtsbeistands anzu­rechnen.</p> <p class="Einzug2">5. Mitteilung an â¦</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="Urteilstext"><span> </span></p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>