<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="content"> <a name="idp274464"></a><div class="big bold">Urteilskopf</div> <br/>82 III 49<br/><br/><br/><div class="paraatf">17. Entscheid vom 17. Mai 1956 i.S. Bucher.</div> <div class="paraatf"></div> <a name="idp275584"></a><br/><div id="regeste" lang="de"> <div class="big bold">Regeste</div> <br/><div class="paraatf">Der Rekurs an das Bundesgericht gemäss <span class="artref">Art. 19 SchKG</span> ist nur gegen Entscheide der kantonalen Aufsichtsbehörden nach Art. 17/18 (13), nicht gegen Entscheide richterlicher Instanzen (Art. 22; in casu Berufungsentscheid gemäss <span class="artref">Art. 85 SchKG</span>) zulässig. <div class="paratf"> </div> </div> </div> <a name="idp280960"></a> <a name="idp287936"></a> <br/><div> <a name="idp298384"></a><span class="big bold" id="sachverhalt">Sachverhalt</span> <span class="small">ab Seite 49</span> </div> <br/><div class="paraatf"> <a name="page49"></a><div class="center pagebreak">BGE 82 III 49 S. 49</div> </div> <div class="paraatf">Auf Begehren des Betreibungsschuldners Bucher hob der Amtsgerichtspräsident gestützt auf <span class="artref">Art. 85 SchKG</span> die Betreibung Inwil Nr. 20/55 wegen Tilgung der Forderung in einer andern Betreibung auf. Hiegegen rekurrierte der Gläubiger Meier an das Obergericht, dessen Schuldbetreibungs- und Konkurskommission als Berufungsinstanz <a name="page50"></a><div class="center pagebreak">BGE 82 III 49 S. 50</div>den Entscheid am 19. April 1956 aufhob und das Gesuch des Schuldners abwies.</div> <div class="paraatf">Gegen letztern Entscheid des Obergerichts richtet sich der vorliegende, an die Schuldbetreibungs- und Konkurskammer gerichtete und sich auf <span class="artref">Art. 19 SchKG</span> und 75 ff. OG stützende Rekurs des Schuldners Bucher mit dem Antrag auf Aufhebung der Betreibung.</div> <br/><div> <a name="idp305696"></a><span class="big bold" id="erwaegungen">Erwägungen</span> </div> <br/><div class="paraatf">Die Schuldbetreibungs- und Konkurskammer zieht in Erwägung:</div> <div class="paraatf">Dem Weiterzug an das Bundesgericht gemäss <span class="artref">Art. 19 SchKG</span> unterliegen nur Entscheide der kantonalen Aufsichtsbehörden in Schuldbetreibungs- und Konkurssachen über Beschwerden gegen Verfügungen der Betreibungs- und Konkursämter nach Art. 17/18 SchKG. Für das Begehren um Aufhebung bzw. Einstellung einer Betreibung gemäss <span class="artref">Art. 85 SchKG</span> sind jedoch nicht das Betreibungsamt und die Aufsichtsbehörden, sondern ist, wie Text und Marginale ausdrücklich sagen, das Gericht zuständig. Dementsprechend ist auch der vorliegend angefochtene Entscheid vom 19. April 1956 von der obergerichtlichen Schuldbetreibungs- und Konkurskommission ausdrücklich als richterlicher Berufungsinstanz, nicht als kantonaler Aufsichtsbehörde im Sinne von Art. 18/19 SchKG erlassen worden. Der Rekurs nach <span class="artref">Art. 19 SchKG</span>/78 OG ist daher gegen denselben nicht gegeben.</div> <div class="paraatf">Die Eingabe als staatsrechtliche Beschwerde zu behandeln kommt nicht in Frage, da sie ausdrücklich als Rekurs gemäss <span class="artref">Art. 19 SchKG</span>/75 ff. OG bezeichnet und an die Schuldbetreibungs- und Konkurskammer gerichtet ist und in keiner Weise den Anforderungen an eine staatsrechtliche Beschwerde hinsichtlich der Begründung entspricht.</div> <br/><div> <a name="idp315952"></a><span class="big bold" id="dispositiv">Dispositiv</span> </div> <br/><div class="paraatf">Demnach erkennt die Schuldbetr.- u. Konkurskammer:</div> <div class="paraatf">Auf den Rekurs wird nicht eingetreten.</div> </div></body></html>