<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2001.00035</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=106516&amp;W10_KEY=13013576&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2001.00035</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 13.02.2002</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">1. Abteilung/1. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Submissionsrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Submission</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Planungswettbewerb: Merkmale von Planungs- und Gesamtleistungswettbewerben (Anonymität, unabhängige Jury). Auch im Rahmen eines Einladungsverfahrens kann ein Planungswettbewerb durchgeführt werden. Bindung der Vergabeinstanz an die Empfehlung der Jury (E. 3a). Vorgehen bei der Gutheissung der Beschwerde: Rückweisung an die Vergabeinstanz zur Erteilung des Zuschlags an die Beschwerdeführer. Keine direkte Vergabe durch das Verwaltungsgericht aus Rücksicht auf allenfalls erfolderliche Nebenbestimmungen oder ergänzende vertragliche Regelungen (E. 3c).</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ANONYMITÃT">ANONYMITÃT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: EINLADUNGSVERFAHREN">EINLADUNGSVERFAHREN</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: FOLGEAUFTRAG">FOLGEAUFTRAG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: RÃCKWEISUNG">RÃCKWEISUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: Besonderes Verwaltungsrecht (ohne...) ST: SUBMISSIONSRECHT">SUBMISSIONSRECHT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: UNABHÃNGIGE JURY">UNABHÃNGIGE JURY</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: VERTRAUENSSCHUTZ">VERTRAUENSSCHUTZ</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: WETTBEWERB">WETTBEWERB</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ZUSCHLAG">ZUSCHLAG</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="gerade">lit. Ij GPA</span><br/><span class="ungerade">Art. 13 lit. h IVÃ¶B</span><br/><span class="gerade">§ 11 lit. Ik SubmV</span><br/><span class="ungerade">§ 33 SubmV</span><br/><span class="gerade">Art. 50 lit. IV VoeB</span><br/><span class="ungerade">Art. 55 lit. Ib VoeB</span><br/><span class="gerade">§ 10 Abs. II VRG</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade">BEZ 2002 Nr. 28</span><br/><span class="gerade">BEZ 2002 Nr. 33</span><br/><span class="ungerade">RB 2002 Nr. 46</span><br/> </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 2 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Einzug1"><span>I. Der FÃ¼rsorgeverband X betreibt als Zweckverband von vier Gemeinden u.a. das Alters- und Pflegeheim Y. Im September 2000 erteilte er fÃ¼nf ArchitekturbÃ¼ros je einen Studienauftrag fÃ¼r den Um- und Ausbau des Heims. Zur Beurtei­lung der Studien bestellte er ein Beurteilungsgremium und gab bekannt, dass er beabsichtige, den Folgeauftrag fÃ¼r die Architekturleistungen entsprechend der Empfehlung dieses Grem­iums zu erteilen. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Das Beurteilungsgremium empfahl am 15. Januar 2001 das Projekt "M" der Architekten B, C und D, in X, zur Wei­ter­bearbeitung. Die FÃ¼rsorgebehÃ¶rde X als ausfÃ¼hrendes Organ des FÃ¼rsorgever­bandes entschied jedoch mit Beschluss vom gleichen Tag zugunsten des Projekts "N" der Architekten F, Y, und G, in Z. Dieser Ent­scheid wurde den beteiligten ArchitekturbÃ¼ros mit Brief vom 16. Januar 2001 mitgeteilt. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>II. Mit Eingabe vom 26. Januar 2001 erhoben die Architekten B, C und D beim Ver­wal­tungs­ge­richt Beschwerde gegen den Ent­scheid der FÃ¼rsorgebehÃ¶rde vom 15. Januar 2001. Sie beantragten, der Ent­scheid sei aufzuheben und der ­Auf­trag sei ent­­sprechend der Empfehlung des Beurteilungsgremiums ihnen (den BeschwerdefÃ¼hrern) zu er­teilen, unter Kosten- und EntschÃ¤digungsfolgen zu Lasten des Beschwerdegegners. Gleich­zeitig ersuchten sie darum, der Beschwerde die aufschiebende Wirkung zu gewÃ¤hren. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Der FÃ¼rsorgeverband X stellte in seiner Beschwerdeantwort vom 8. MÃ¤rz 2001 Antrag auf Abweisung der Beschwerde unter Kosten- und EntschÃ¤digungsfolgen zu Lasten der BeschwerdefÃ¼hrer. Ferner beantragte er sinngemÃ¤ss, es sei der Beschwerde die auf­schiebende Wirkung zu verweigern.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Mit PrÃ¤­si­di­al­ver­fÃ¼­gung vom 16. MÃ¤rz 2001 wurde das Gesuch um Erteilung der aufschiebenden Wirkung abgewiesen. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Mit Replik vom 6. April 2001 und Duplik vom 27. April 2001 hielten die Parteien an ihren Standpunkten fest. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Mit Schreiben vom 16. Januar 2002 teilte der Beschwerdegegner auf Anfrage mit, dass der Auftrag noch nicht erteilt worden sei. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die AusfÃ¼hrungen der Parteien werden, soweit erforderlich, in den nachstehenden ErwÃ¤gungen wiedergegeben. </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>Das Verwaltungsgericht zieht in ErwÃ¤gung:</span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>1. Vergabeentscheide kantonaler und kommunaler Auftraggeber kÃ¶nnen unmittel­bar mit Beschwerde an das Verwaltungsgericht weitergezogen werden (RB 1999 Nr. 27 = BEZ 1999 Nr. 13 = ZBl 100/1999, S. 372; vgl. Alfred KÃ¶lz/JÃ¼rg Bosshart/Martin RÃ¶hl, Kom­mentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons ZÃ¼rich, 2. A., ZÃ¼rich 1999, § 41 N. 22). Auf das Beschwerdeverfahren gelangen die Art. 15 ff. der Interkantonalen Vereinbarung Ã¼ber das Ã¶ffentliche Beschaffungswesen vom 25. November 1994 (IVÃ¶B) sowie die §§ 3 ff. des Gesetzes Ã¼ber den Beitritt des Kantons ZÃ¼rich zur Interkantonalen Vereinbarung vom 22. September 1996 (IVÃ¶B-BeitrittsG) zur Anwendung. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>2. Die BeschwerdefÃ¼hrer beanstanden, dass die Motive des angefochtenen Ent­scheids lediglich aus der BegrÃ¼ndung der Beschwerdeantwort hervorgingen, die Ã¼berdies nicht von den Organen des Beschwerdegegners verfasst und unterzeichnet sei. Da der Verfasser der Eingabe Mitglied des Be­ur­tei­lungs­gre­mi­ums gewesen sei, stelle sich Ã¼berdies die Frage, ob diese wegen des bestehenden Interessenkonflikts Ã¼berhaupt zu beachten sei. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>a) Die Erteilung des Zuschlags stellt eine anfechtbare VerfÃ¼gung dar und bedarf als solche einer BegrÃ¼ndung. Die BegrÃ¼ndungspflicht ergibt sich aus dem An­spruch auf rechtliches Ge­hÃ¶r und wird Ã¼berdies in § 10 Abs. 2 des Verwaltungsrechts­pflegegesetzes vom 24. Mai 1959/8. Juni 1997 (VRG) ausdrÃ¼cklich festgehalten. Nach den Spezialvorschriften von Art. 13 lit. h IVÃ¶B und § 33 der Submissionsverordnung vom 18. Juni 1997 (SubmV) ist die Vergabestelle indessen bei der ErÃ¶ffnung des Zuschlags le­diglich zu einer kurzen Be­grÃ¼ndung bzw. zur Mit­tei­lung einiger vorwiegend formeller An­gaben verpflichtet (§ 33 Abs. 1 SubmV); erst auf Gesuch eines An­bieters hat sie diesem die wesentlichen GrÃ¼nde fÃ¼r seine NichtberÃ¼ck­sichtigung bekannt zu geben (§ 33 Abs. 2 SubmV). Ãberdies kann die Vergabeinstanz eine ungenÃ¼gende BegrÃ¼ndung im Rahmen des Beschwerdeverfahrens ergÃ¤nzen, wodurch eine allfÃ¤llige Verletzung des Anspruchs auf rechtliches GehÃ¶r geheilt wird (vgl. zum Ganzen VGr, RB 2000 Nr. 59 = BEZ 2000 Nr. 25 E. 4). </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Im vorliegenden Verfahren hat der Be­schwer­de­geg­ne­r seinen Ent­scheid im Rahmen der Beschwerdeantwort eingehend begrÃ¼ndet, und die BeschwerdefÃ¼hrer erhielten Gele­gen­­heit, in der Replik zu diesen GrÃ¼nden Stellung zu nehmen. Der Nachteil, der ihnen aus dem ursprÃ¼nglichen Fehlen einer ausreichenden BegrÃ¼ndung erwach­sen ist, wurde damit behoben (vgl. KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 10 N. 45). </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) Dass der Beschwerdegegner seine Stellungnahmen zuhanden des Ver­wal­tungs­ge­­­richts durch einen Vertreter ausarbeiten liess, ist nicht zu beanstanden. Er bleibt dabei fÃ¼r den Inhalt der Eingaben verantwortlich und hat fÃ¼r eine ausreichende Instruktion des Vertreters zu sorgen. Eine allfÃ¤llige Diskrepanz zwischen dessen Stellungnahmen und den ErwÃ¤gungen der BehÃ¶rde anlÃ¤sslich ihrer Beschlussfassung ist bei der materiellen PrÃ¼fung der Beschwerde zu beurteilen. </span></p> <p class="Einzug1"><span>Inwiefern aus der Tatsache, dass der Vertreter des Beschwerdegegners zuvor Mitglied des Be­ur­tei­lungs­gre­mi­um war, ein rechtlich relevanter Interessenkonflikt resultieren kÃ¶nnte, ist nicht ersichtlich. Auf die GÃ¼ltigkeit der vom Vertreter eingereichten Rechtsschrif­ten hat dies jedenfalls keinen Einfluss. Dass das Be­ur­tei­lungs­gre­mi­um nicht Ã¼ber die nÃ¶tige UnabhÃ¤ngigkeit verfÃ¼gt habe, weil Vertreter des Beschwerdegegners darin mitwirk­ten, wird von den BeschwerdefÃ¼hrern nicht geltend gemacht; sie berufen sich im Gegenteil auf den Ent­scheid dieses ­Gre­mi­ums, das dem Beschwerdegegner die Weiterbearbeitung ihres Wettbewerbsbeitrags empfohlen hat. Die Einwendungen der BeschwerdefÃ¼hrer erwei­sen sich damit als unbegrÃ¼ndet. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>3. In der Hauptsache machen die BeschwerdefÃ¼hrer geltend, dass die im Programm des Studienauftrags bekannt gegebene Absicht, den Folgeauftrag entsprechend der Empfeh­­lung des Beurteilungsgremiums zu erteilen, fÃ¼r den Beschwerdegegner verbindlich sei. Nachdem das Beurteilungsgremium das Projekt der BeschwerdefÃ¼hrer zur Weiterbearbeitung empfohlen habe, sei der Beschwerdegegner nicht befugt, den Zuschlag an einen anderen Anbieter zu erteilen. Der Beschwerdegegner wendet ein, dass er keinen eigentlichen Architekturwettbewerb, sondern ein Einladungsverfahren durchgefÃ¼hrt habe, bei dem ledig­lich einzelne Elemente eines Architekturwettbewerbs Ã¼bernommen worden seien. Auch widerspreche das vom Beurteilungsgremium empfohlene Projekt den baurechtlichen Vorschriften und halte den zur VerfÃ¼gung stehenden Kostenrahmen nicht ein, so dass seiner Rea­lisierung erhebliche Hindernisse entgegen stÃ¼nden.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>a) aa) FÃ¼r die Vergabe des strittigen Architekturauftrags hat der Beschwerdegegner das Einladungsverfahren gewÃ¤hlt. Dass dieses aufgrund des erwarteten Auftragswerts zulÃ¤s­sig war, wird von den BeschwerdefÃ¼hrern nicht bestritten. Das eingeschlagene Verfahren wies jedoch verschiedene Besonderheiten auf: Den fÃ¼nf eingeladenen Anbietern wurden StudienauftrÃ¤ge erteilt, fÃ¼r deren Bearbeitung ein Honorar von je Fr. 6'000.- zur VerfÃ¼gung stand; die Studien mussten anonym eingereicht werden; sie wurden durch ein Beurtei­lungsgremium begutachtet, dem neben Vertretern des Beschwerdegegners auch externe, vom Beschwerdegegner unabhÃ¤ngige Fachleute angehÃ¶rten; und der Beschwerdegegner gab bei der Erteilung der StudienauftrÃ¤ge bekannt, dass er beabsichtige, den Folgeauftrag fÃ¼r die Architekturleistungen entsprechend der Empfehlung des Beurteilungsgremiums zu erteilen. Das Verfahren ent­hielt damit Elemente eines Planungs- oder Gesamtleistungswettbewerbs im Sinn von § 11 Abs. 1 lit. k SubmV. Nach dieser Vorschrift kann ein Auftrag dem Gewinner eines Wettbe­werbs erteilt werden, wenn die Organisation des Wettbewerbs den GrundsÃ¤tzen des Vergaberechts, insbesondere hinsichtlich der VerÃ¶ffentlichung der Einladung zur Teilnahme, ent­spricht und zur Beurteilung eine unabhÃ¤ngige Jury eingesetzt wird. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die Sub­mis­si­ons­ver­ord­nung enthÃ¤lt keine Umschreibung der genannten Wettbewerbs­arten. Die verwendete Terminologie entspricht indessen jener des Bundesrechts, das den Pla­nungs- und Ge­samt­leis­tungs­wett­be­werb in Art. 40â57 der Verordnung vom 11. De­zember 1995 Ã¼ber das Ã¶ffentliche Beschaffungswesen (VoeB) re­gelt. Im Antrag des Regierungsrats an den Kan­tonsrat zur Genehmigung der Sub­mis­si­ons­ver­ord­nung war in diesem Zusammenhang denn auch auf Art. 40â57 VoeB hingewiesen worden (ABl 1997, 892). Es erscheint daher als naheliegend, die Definitionen des Bundes­rechts zumindest sinngemÃ¤ss heranzuziehen (vgl. auch die entsprechenden Definitionen der SIA-Ordnung 142 fÃ¼r Archi­tek­tur- und In­genieurwettbewerbe, Ausgabe 1998; ferner Peter Galli/Daniel Lehmann/Pe­ter Rechsteiner, Das Ã¶f­fent­li­che Be­schaf­fungs­we­sen in der Schweiz, ZÃ¼rich 1996, N. 643 ff.). Beim vorliegend strittigen Auftrag geht es um Architekturleistungen fÃ¼r den Umbau eines Alters- und Pflegeheims, was den Merkmalen eines Projektwettbewerbs als Unterart des Planungswettbewerbs entspricht (vgl. Art. 55 Abs. 1 lit. b VoeB; SIA-Ordnung 142, Art. 3.3). </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>bb) Wettbewerbe im Sinn der genannten Vorschriften unterscheiden sich von "gewÃ¶hnlichen" Sub­missionen vor allem durch die anonyme DurchfÃ¼hrung und die Beurteilung durch eine unabhÃ¤ngige Jury. Dass zur Beurteilung eine <i>unabhÃ¤ngige Jury</i> einzusetzen ist, ergibt sich fÃ¼r das ZÃ¼rcher Recht aus § 11 Abs. 1 lit. k SubmV und entspricht Art. XV Ziff. 1 lit. j des GATT/WTO-Ãber­ein­kom­mens vom 15. April 1994 Ã¼ber das Ã¶ffentliche Beschaffungs­wesen (Govern­ment Pro­cure­ment Agree­ment; GPA), auf welche Be­stimmung sich die kan­tonale Vorschrift stÃ¼tzt (vgl. ABl 1997, 892). Die UnabhÃ¤ngigkeit der Jury wird auch vom Bundesrecht (Art. 50 Abs. 4 VoeB) und der SIA-Ordnung 142 (Art. 10.4â10.6) vorausge­setzt. Das Erfordernis der <i>AnonymitÃ¤t</i> wird in der ZÃ¼rcher Sub­mis­si­ons­ver­ord­nung nicht aus­drÃ¼cklich erwÃ¤hnt, entspricht jedoch dem Wesen dieser Wett­bewerbsarten (vgl. Art. 48 VoeB; SIA-Ordnung 142, PrÃ¤ambel und Art. 1.4).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Im vorliegenden Fall wurde ein Be­ur­tei­lungs­gre­mi­um vorgesehen, dessen UnabhÃ¤ngigkeit von den Parteien nicht beanstandet wird, und die Beurteilung der WettbewerbsbeitrÃ¤ge fand anonym statt. Ãberdies hat der Beschwerdegegner im Voraus erklÃ¤rt, dass er beabsichtige, den Folgeauftrag entsprechend der Empfehlung des Beurteilungsgremiums zu erteilen. Das Verfahren entsprach damit weitgehend einem Planungswettbewerb im Sinn von § 11 Abs. 1 lit. k SubmV. Entgegen dieser Vorschrift war allerdings keine Einladung zur Teilnahme verÃ¶ffentlicht worden. Im Rahmen des Einladungsverfahrens war dies jedoch auch nicht nÃ¶tig; das Verfahren entsprach sinngemÃ¤ss der DurchfÃ¼hrung eines Pla­nungs­wett­be­werbs auf der Stufe eines Einladungsverfahrens, wogegen keine Bedenken bestehen. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>cc) Wie weit die BehÃ¶rde nach der DurchfÃ¼hrung eines Pla­nungs- und Ge­samt­leis­tungs­wett­be­werbs an die Empfehlung der Jury gebunden ist, wird durch das zÃ¼rcherische Recht nicht ausdrÃ¼cklich geregelt (vgl. jedoch Art. 53 und 55 Abs. 2 VoeB sowie Art. 27 SIA-Ordnung 142). Dass eine Bindung besteht, ergibt sich jedoch aus dem Grundsatz des Vertrauensschutzes, der in Art. 9 der Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft vom 18. April 1999 (BV) als Grundrecht gewÃ¤hrleistet wird; Anbieter, die sich in gu­ten Treuen auf die AnkÃ¼ndigung der VergabebehÃ¶rde verlassen und gestÃ¼tzt darauf einen u.U. erheblichen Aufwand fÃ¼r die Ausarbeitung der Offerten getÃ¤tigt haben, dÃ¼rfen in diesem Vertrauen nicht enttÃ¤uscht werden (VGr, 31. Januar 2002, VB.2000.00403, E. 2a; vgl. Ulrich HÃ¤felin/Georg MÃ¼ller, Grundriss des Allgemeinen Verwaltungsrechts, 3. A., ZÃ¼rich 1998, Rz. 556 ff., 581 ff.; JÃ¶rg Paul MÃ¼ller, Grundrechte in der Schweiz, 3. A., Bern 1999, S. 489 ff.). Denkbar ist Ã¼berdies, dass die Vorschriften des Bundesrechts, auf die anlÃ¤sslich der Genehmigung der Sub­mis­si­ons­ver­ord­nung durch den Kantonsrat hingewiesen wurde (vorn, E. aa), auch zu diesem Punkt sinngemÃ¤ss herangezogen werden kÃ¶nnen. Wie weit die Bindung im einzelnen geht, braucht fÃ¼r das vorliegende Verfahren nicht entschieden zu werden; hier genÃ¼gt die Feststellung, dass jedenfalls wesentliche GrÃ¼nde vor­liegen mÃ¼ssen, um ein Abweichen von der Empfehlung der Jury zu rechtfertigen. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Nicht ausgeschlossen erscheint im Ãbrigen, dass auch ein fÃ¼r die BehÃ¶rde nicht verbindlicher Wettbewerb durchgefÃ¼hrt werden darf, sofern diese Absicht bei der Ausschreibung deutlich bekannt gegeben wird. Diese Voraussetzung war hier jedoch nicht erfÃ¼llt.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>dd) Dass der Beschwerdegegner das Vergabeverfahren nicht ausdrÃ¼cklich als Planungs- bzw. Projektwettbewerb bezeichnet hat, befreit ihn entgegen seiner Auffassung nicht von der Einhaltung der genannten Regeln. Indem er die VerfahrensmodalitÃ¤ten (Einsetzung eines Beurteilungsgremiums, AnonymitÃ¤t der einzureichenden Studien) in den Aus­­schrei­bungs­un­ter­la­gen bekannt gab und gleichzeitig die Absicht erklÃ¤rte, den Folge­auf­trag entsprechend der Empfehlung des Beurteilungsgremiums zu erteilen, hat er zumindest sinngemÃ¤ss die DurchfÃ¼hrung eines Projektwettbewerbs im Sinn dieser Bestimmungen ein­geleitet. An diese Vorgaben bleibt er gebunden. Das Ergebnis steht im Einklang mit der Rechtsprechung zur Wahl eines hÃ¶herstufigen Vergabeverfahrens (z.B. des offenen Verfahrens anstelle eines an sich zulÃ¤ssigen Einladungsverfahrens), welches fÃ¼r die BehÃ¶rde eben­falls bis zum Abschluss der Vergabe verbindlich bleibt (RB 1999 Nr. 65 = BEZ 1999 Nr. 36 E. 2b). </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) Zu prÃ¼fen ist somit, ob ausreichende GrÃ¼nde vorliegen, um eine Vergabe des Auf­trags in Abweichung von der Empfehlung des Be­ur­tei­lungs­gre­mi­ums zu rechtfertigen. Der Beschwerdegegner macht in diesem Zusammenhang geltend, dass beim Projekt der Be­schwerdefÃ¼hrer die baurechtliche DurchfÃ¼hrbarkeit sowie die Einhaltung des Kostenrahmens fraglich seien. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>aa) In baurechtlicher Hinsicht beanstandet der Beschwerdegegner zunÃ¤chst einen un­genÃ¼genden Strassenabstand zur Q-strasse. Die Unterschreitung des Strassenabstands wird jedoch in einem Schreiben des Hochbauvorstands der Gemeinde Y vom 2. Februar 2001, auf das sich der Beschwerdegegner beruft, als "ein kleineres Ãbel" bezeichnet, da die Gemeinde die notwendigen Verhandlungen mit dem Kanton sicher positiv unterstÃ¼tzen wÃ¼rde. Auch das Be­ur­tei­lungs­gre­mi­um hatte diese Unterschreitung erkannt, sie jedoch als nicht schwerwiegend betrachtet. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Der Mangel ist im Ãbrigen zumindest teilweise auf ungenÃ¼gende Angaben des Beschwerdegegners im Vergabeverfahren zurÃ¼ckzufÃ¼hren. Im Rahmen der Fragen­be­ant­wor­tung wurde den Anbietern erklÃ¤rt, dass gegenÃ¼ber der Q-­strasse ein Strassenabstand von 6 m einzuhalten sei. Die dennoch resultierende Unterschreitung ist offenbar darauf zurÃ¼ck­zu­fÃ¼hren, dass die BeschwerdefÃ¼hrer â ebenso wie zwei weitere Anbieter â den Abstand von der Strasse, nicht von der Parzellengrenze aus gemessen haben (vgl. die Beurteilung des Be­ur­tei­lungs­gre­mi­ums, S. 3). Die BeschwerdefÃ¼hrer haben jedoch unwidersprochen darauf hingewiesen, dass in den ihnen zur VerfÃ¼gung gestellten Unterlagen nur die Strasse, nicht aber deren Parzellen­grenze eingezeichnet gewesen sei, weshalb sie davon ausgegangen seien, dass ein effek­tiver Abstand zwischen Strasse und GebÃ¤ude von 6 m genÃ¼ge.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>bb) Als fraglich bezeichnet der Beschwerdegegner sodann die BewilligungsfÃ¤higkeit der Flachdachanbauten im schutzwÃ¼rdigen Ortskern sowie im Vorfeld des Denkmalschutzobjekts "O". Der Hochbauvorstand der Gemeinde Y fÃ¼hrt dazu in seinem Schreiben vom 2. Februar 2001 aus, dass nach aktuellem kommunalem Recht in der Kernzone noch nie FlachdÃ¤cher bewilligt worden seien. Auch Anbauten seien mit Pult- und SchleppdÃ¤chern zu gestalten. Aufgrund der ersten Reaktionen des Gemeinderats sei zu befÃ¼rchten, dass die Erteilung einer Ausnahmebewilligung problematisch werde. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die BeschwerdefÃ¼hrer weisen demgegenÃ¼ber in ihrer Replik darauf hin, dass Ausnahmebewilligung dieser Art fÃ¼r gute Projekte durchaus Ã¼blich seien. Dieser Aussage hat der Beschwerdegegner in der Duplik, in welcher er die Frage der Flachdachanbauten im Zu­sammenhang mit der BewilligungsfÃ¤higkeit des Projekts nicht mehr erwÃ¤hnte, nicht wi­dersprochen. Im Be­ur­tei­lungs­gre­mi­um, an dessen Sitzung der Hochbauvorstand teilnahm, wurde dieser Umstand bei der baurechtlichen PrÃ¼fung ebenfalls nicht als Mangel beanstandet (Beurteilung, S. 3); aus der Beurteilung geht anderseits hervor, dass auch das Konkurrenz­projekt der Mitbeteiligten einen zweigeschossigen Verbindungsbau mit Flachdach vorsieht (S. 6). Schliesslich wurden, soweit aus dem Kurzprotokoll der FÃ¼rsorgebehÃ¶rde vom 15. Januar 2001 ersichtlich, bei der Beschlussfassung Ã¼ber den Vergabeentscheid keine dies­bezÃ¼glichen Bedenken geÃ¤ussert. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Generell ist mit Bezug auf die baurechtliche Beurteilung der Wettbewerbsarbeiten beizufÃ¼gen, dass es sich dabei nicht um fertige Projekte â die in diesem Rahmen gar nicht hÃ¤tten erstellt werden kÃ¶nnen â, sondern um Studien handelt, die nach den Vorgaben des Beschwerdegegners dazu dienen sollen, einerseits den Nachweis zu erbringen, dass der Um­bau im Rahmen der vorgesehenen Kostenlimite mÃ¶glich ist, und anderseits aufzuzeigen, "wie diese baulichen VerÃ¤nderungen vorzunehmen sind, so dass optimale betriebliche AblÃ¤ufe ermÃ¶glicht werden und die denkmalpflegerischen Anliegen gewahrt bleiben". Baurechtliche MÃ¤ngel untergeordneter Art kÃ¶nnen im Rahmen der weiteren Projektierung noch behoben werden. Das Be­ur­tei­lungs­gre­mi­um trug diesem Umstand Rechnung, indem es bei der baurechtlichen PrÃ¼fung davon ausging, dass "auch eine baurechtlich in der vorliegenden Form nicht bewilligungsfÃ¤hige LÃ¶sung ... als Beitrag in der jetzigen konzeptionellen Phase gewÃ¼rdigt werden" kÃ¶nne. Unter diesen UmstÃ¤nden ist nicht anzunehmen, dass die vom Beschwerdegegner vorgebrachten baurechtlichen EinwÃ¤nde die Weiterbearbeitung des Projekts wesentlich er­schweren werden. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>cc) Der Beschwerdegegner wirft dem Projekt der BeschwerdefÃ¼hrer des Weiteren vor, den zulÃ¤ssigen Kostenrahmen nicht einzuhalten. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Nach den Vorgaben des Studienauftrags soll das Umbauprojekt eine Kostenlimite von hÃ¶chstens 1.5 Mio. Franken einhalten. Gleichzeitig wurde jedoch das zu realisierende Raumprogramm detailliert vorgegeben. Die Teilnehmer hatten mit der Studie eine Grob­kos­tenschÃ¤tzung mit Plandarstellung analog einer Baueingabe abzugeben. Die GrobkostenschÃ¤tzung der BeschwerdefÃ¼hrer lag offenbar Ã¼ber der Limite von 1.5 Mio. Franken; genauere Zahlen haben die Parteien im Beschwerdeverfahren weder zu diesem Projekt noch zu jenem der Mitbeteiligten genannt. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>In der Replik machen die BeschwerdefÃ¼hrer geltend, dass bereits anlÃ¤sslich der gemeinsamen Begehung vor der Projektverfassung sÃ¤mtliche Teilnehmer darauf hingewiesen hÃ¤tten, dass das gewÃ¼nschte Raumprogramm nicht dem vorgegebenen Kostenrahmen entspreche. Die Vertreter des Beschwerdegegners hÃ¤tten daraufhin anerkannt, dass ihnen diese Problematik bekannt sei. Die von den Mitbeteiligten beim Konkurrenzprojekt angewandte Methode der KostenschÃ¤tzung sei unrealistisch, da dabei die gesamten Umbaumassnahmen anhand der erwarteten Kosten pro Kubikmeter erfasst worden seien. Diese Methode eigne sich jedoch nur fÃ¼r Neubauten; zur SchÃ¤tzung von Umbaumassnahmen mÃ¼ssten die Kosten detaillierter ermittelt werden, um aussagekrÃ¤ftig zu sein. Die BeschwerdefÃ¼hrer hÃ¤tten daher zwischen Neu- und Umbaukosten differenziert und nur die Kosten fÃ¼r den Neubauteil als Kubikmeterkos­ten angegeben, jene fÃ¼r die Umbaumassnahmen dagegen mit der Element­kostenmethode detailliert berechnet. Ohne diese notwendige Differenzierung kÃ¶nne die KostenschÃ¤tzung der Mitbeteiligten mit jener der BeschwerdefÃ¼hrer nicht verglichen werden. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die BeschwerdefÃ¼hrer bestreiten somit nicht, dass ihr Projekt die Kostenlimite Ã¼ber­schreitet, machen jedoch sinngemÃ¤ss geltend, die Limite reiche fÃ¼r das geforderte Raum­programm nicht aus, und die SchÃ¤tzung der Mitbeteiligten sei vor allem deswegen gÃ¼nstiger ausgefallen, weil sie auf einer unrealistischen SchÃ¤tzmethode beruhe. Falls diese Darstellung zutrifft, darf die Ãberschreitung der Kostenlimite den BeschwerdefÃ¼hrern nicht zur Last gelegt werden. Sie waren im Gegenteil verpflichtet, eine allfÃ¤llige Diskrepanz zwi­schen den baulichen und finanziellen Anforderungen des Wettbewerbsprogramms aufzuzeigen, da sie andernfalls dazu beitrÃ¼gen, den zustÃ¤ndigen politischen Organen unrealis­tische Kreditvorlagen zu unterbreiten. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Der Beschwerdegegner hat zu diesen AusfÃ¼hrungen der BeschwerdefÃ¼hrer nicht Stel­lung genommen, sondern in der Duplik lediglich erklÃ¤rt, dass fÃ¼r die Behauptungen der BeschwerdefÃ¼hrer keine Beweise erbracht werden kÃ¶nnten und es auch nicht Sache dieses Verfahrens sei, Ã¼ber die zutreffende Methode der Kostenermittlung zu befinden. Diese pauschale Stellungnahme wird der Darstellung der BeschwerdefÃ¼hrer nicht gerecht. Angesichts der von ihnen vorgebrachten konkreten Einwendungen durfte vom Beschwerdegegner erwartet werden, dass er auf diese einging, sofern er sie tatsÃ¤chlich fÃ¼r unzutreffend hielt. Es ist denn auch nicht in erster Linie Sache der BeschwerdefÃ¼hrer, die Richtigkeit ihrer KostenschÃ¤tzung nachzuweisen; nachdem das Be­ur­tei­lungs­gre­mi­um das Projekt der BeschwerdefÃ¼hrer zur Weiterbearbeitung vorgeschlagen hatte, liegt es angesichts der dargestellten Rechtslage (vorn, E. 3a.cc) vielmehr am Beschwerdegegner, die GrÃ¼nde fÃ¼r ein Abweichen von dieser Empfehlung darzutun. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>FÃ¼r den Standpunkt der BeschwerdefÃ¼hrer spricht ferner die EinschÃ¤tzung des Be­ur­tei­lungs­gre­mi­ums, dass ihr Projekt Ã¼ber "gesamtheitlich gute Voraussetzungen fÃ¼r eine wirtschaftliche Realisierung" verfÃ¼ge, "weshalb die von den Verfassern angegebenen, vergleichsweise hohen Baukosten verunsicher[ten]" (Beurteilung, S. 5/6). Sodann ist darauf hinzuweisen, dass das Kurzprotokoll der Sitzung vom 15. Januar 2001, an welcher die FÃ¼rsorgebehÃ¶rde Ã¼ber den Vergabeentscheid Beschluss fasste, keinerlei Hinweis ent­hÃ¤lt, wonach die Frage der Umbaukosten beim Ent­scheid eine Rolle gespielt hÃ¤tte. Soweit aus dem Protokoll ersichtlich, hat vor allem die LÃ¶sung des Eingangsbereichs zu Diskussionen gefÃ¼hrt. Dass die behauptete Kostendifferenz einen ernsthaften Grund fÃ¼r die Abweisung des Projekts der BeschwerdefÃ¼hrer darstellte, lÃ¤sst sich daraus jedenfalls nicht ableiten. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Nachdem der Beschwerdegegner seine Darstellung, wonach das Projekt der Beschwer­defÃ¼hrer aus KostengrÃ¼nden nicht ausgefÃ¼hrt werden kÃ¶nne, mit keinen nachprÃ¼fbaren Angaben untermauert hat, kann auch auf diesen Einwand nicht abgestellt werden. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>c) Insgesamt ergibt sich aus den vom Beschwerdegegner vorgebrachten ErklÃ¤rungen kein ausreichender Grund fÃ¼r ein Abweichen von der Empfehlung des Be­ur­tei­lungs­gre­mi­ums. Der Beschwerdegegner bleibt daher nach dem Gesagten an diese Empfehlung gebunden. An diesem Ergebnis vermag auch der vom Beschwerdegegner angefÃ¼hrte Umstand, dass die Empfehlung der Jury mit dem knappen StimmenverhÃ¤ltnis von 4:3 ausgesprochen wurde, nichts zu Ã¤ndern. Der Beschwerdegegner bringt nicht vor, dass die Beschlussfassung des Be­ur­tei­lungs­gre­mi­ums mangelhaft erfolgt sei; das StimmenverhÃ¤ltnis ist daher fÃ¼r das vorliegende Verfahren nicht von Belang. Im Ãbrigen ist der angefochtene Vergabeentscheid der FÃ¼rsorgebehÃ¶rde mit dem noch knapperen StimmenverhÃ¤ltnis von 4:4 bei Stichentscheid des PrÃ¤sidenten zustande gekommen; auch dieser Umstand hat keine rechtliche Bedeutung. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Der Beschwerdegegner ist demnach verpflichtet, den in Aussicht gestellten Folge­auftrag an die BeschwerdefÃ¼hrer zu erteilen. Die Beschwerde ist gutzuheissen und der angefochtene Vergabeentscheid aufzuheben. Da dem Gericht jedoch nicht bekannt ist, ob mit dem Zuschlag allenfalls Nebenbestimmungen oder ergÃ¤nzende vertragliche Rege­lungen â z.B. mit Bezug auf die durch das Beschwerdeverfahren verzÃ¶gerte Terminpla­nung â zu verbinden sind (vgl. dazu VGr, 17. Februar 2000, BEZ 2000 Nr. 25, E. 5b), wÃ¤re es nicht zweckmÃ¤ssig, den Zuschlag unmittelbar mit dem Beschwerdeentscheid zu erteilen. Die Sache ist vielmehr mit einer entsprechenden Anordnung an die Vor­in­stanz zurÃ¼ckzuwei­sen. Mit dem Zuschlag dÃ¼rfen dem BeschwerdefÃ¼hrer indessen keine Auf­lagen gemacht werden, die von der Sache her nicht gerechtfertigt sind oder dem von der Vergabestelle bevorzugten Anbieter unter gleichen Voraussetzungen nicht auferlegt wÃ¼r­den.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>4. ...</span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>DemgemÃ¤ss entscheidet das Verwaltungsgericht:</span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>1. Die Beschwerde wird gutgeheissen und der angefochtene Vergabeentscheid der FÃ¼rsor­gebehÃ¶rde X aufgehoben. Die Sache wird an die FÃ¼rsorgebehÃ¶rde zu­rÃ¼ckgewiesen, um den Zuschlag an die BeschwerdefÃ¼hrer zu erteilen.</span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>2. ...</span></p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>