<h2>SubmittedText<h2><p>Das Volk hat kürzlich den neuen Verfassungsartikel 31octies abgelehnt, mit dem gerade die ökologische Neuausrichtung der Landwirtschaft, die der Bund in den letzten Jahren eingeleitet hatte, in unserem obersten Normentext hätte verankert werden sollen. Offensichtlich hat sich die Mehrheit der Bevölkerung nicht mit einer Entwicklung identifiziert, die sie als zu langsam erachtet.</p><p>Der Bundesrat muss jetzt der neuen Situation Rechnung tragen. Es sind so grosse Produktionsbeschränkungen und so empfindliche Preissenkungen programmiert, dass die mittlere Landwirtschaft unseres Landes in ihrer Existenz bedroht ist.</p><p>Damit dem Konsumenten die gewünschten Qualitätsprodukte garantiert werden können und die einheimische Landwirtschaft erhalten werden kann, wird der Bundesrat mit dieser Motion ersucht, dem Parlament so rasch als möglich die Gesetzesänderungen zu unterbreiten, die zur Erfüllung der folgenden ergänzenden Anliegen erforderlich sind:</p><p>1. In bezug auf die Qualität und die Qualitätskennzeichnung müssen die importierten Weinbau- und Landwirtschaftsprodukte voll und ganz die Anforderungen erfüllen, denen die schweizerischen Produkte genügen müssen. Der Bund ist mit der Grenzkontrolle betraut; er verweigert die Einfuhr von Produkten, deren Herkunft und Produktionsverfahren nicht mit Sicherheit feststellbar sind.</p><p>2. Gegebenenfalls sorgt der Bund dafür, dass einem Teil des einheimischen Weinbaus und der einheimischen Landwirtschaft flexiblere, weniger extreme Produktionsmöglichkeiten garantiert werden. Der Umfang dieser traditionelleren Produktion richtet sich nach dem Verhältnis der Menge importierter traditioneller Produkte zur Menge importierter Produkte mit Qualitätskennzeichen.</p>