<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2016.00679</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=217057&amp;W10_KEY=13013507&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2016.00679</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 22.03.2017</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">4. Abteilung/4. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Personalrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Rückforderung von Aus- und Weiterbildungskosten</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>[Rückforderung von Aus- und Weiterbildungskosten] Vorliegend wurde die umstrittene Rückerstattungspflicht mit Verfügung vom 6. Juli 2011 begründet und wurden die Parameter zur Berechnung einer allfälligen Rückforderung umfassend und detailliert festgelegt, sodass eine solche bereits damals und auch in der Folge laufend betragsmässig berechenbar war. Die nunmehr angefochtene Rückforderungsverfügung vom 23. Oktober 2015 bestätigte nur noch die - bereits statuierte - Rückerstattungspflicht der Beschwerdeführerin (E. 2.2). Die Rügen der Beschwerdeführerin richten sich gegen die Verfügung vom 6. Juli 2011 und sind verspätet (E. 2.3-7). Angesichts des ungleich grösseren privaten Nutzens für Absolventen des Lehrgangs zum diplomierten Steuerexperten erweist es sich als sachgerecht, dass für diese Weiterbildung im Vergleich zu von der Schweizerischen Steuerkonferenz abgebotenen Lehrgängen weniger weit gehende Ausbildungsbeiträge gewährt bzw. diese an die Bedingung geknüpft werden, dass das Arbeitsverhältnis nicht innert bestimmter Frist aus bei der arbeitnehmenden Person liegenden Gründen aufgelöst werde (E. 3). Abweisung.</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: RECHTSGLEICHHEIT">RECHTSGLEICHHEIT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: RÃCKFORDERUNG">RÃCKFORDERUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: RÃCKFORDERUNGSVORBEHALT">RÃCKFORDERUNGSVORBEHALT</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="gerade">Art. 8 Abs. I BV</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 3 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="WordSection1"> <table border="1" cellpadding="0" cellspacing="0" class="MsoNormalTable"> <tr> <td valign="top"> <p class="Kopf1"><span>Verwaltungsgericht</span></p> <p class="Kopf1"><span>des Kantons ZÃ¼rich</span></p> <p class="Kopf1"><span>4. Abteilung</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Kopf1"> </p> </td> <td valign="top"> <p class="Kopf1"><span><img alt="" height="77" src="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getImage&amp;nF38_KEY=33118" width="123"/></span></p> </td> </tr> </table> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">VB.2016.00679</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"><b><span>Urteil</span></b></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="Zwischentitel"> </p> <p class="MsoNormal"><span>der 4. Kammer</span></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">vom <a id="VF_DAT_ENTSCHEID">22. MÃ¤rz 2017</a></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">Mitwirkend: AbteilungsprÃ¤sident Jso Schumacher<span> (Vorsitz)</span>, Verwaltungsrichterin Tamara NÃ¼ssle, Verwaltungsrichter AndrÃ© Moser, <a id="TN_AUTOTEXT_RICHTER"></a><a id="TN_AUTOTEXT_GS"></a>Gerichtsschreiberin Eva Heierle. </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">In Sachen</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>A, </span></p> <p class="MsoNormal"><span>vertreten durch RA B,</span></p> <p class="MsoNormal"><b><span>BeschwerdefÃ¼hrerin, </span></b></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="Zwischentitel">gegen</p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>Staat ZÃ¼rich,<br/> vertreten durch das Kantonale Steueramt,</span></p> <p class="MsoNormal"><b><span>Beschwerdegegner,</span></b><span> </span></p> <p class="Zwischentitel"> </p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><b><span>betreffend RÃ¼ckforderung von Aus- und Weiterbildungskosten</span></b><b>,</b></p> <p class="Zwischentitel">hat sich ergeben: </p> <p class="Sachverhalt1"><b>I. </b> </p> <p class="Sachverhalt2">A war als SteuerkommissÃ¤rin beim Steueramt des Kantons ZÃ¼rich angestellt. Ab August 2011 absolvierte sie einen berufsbegleitenden Lehrgang zur diplomierten Steuerexpertin, welchen sie im Oktober 2014 erfolgreich abschloss. Das Steueramt hatte mit VerfÃ¼gung vom 6. Juli 2011 festgehalten, die Teilnahme von A am Lehrgang zur diplomierten Steuerexpertin sei dienstlich erwÃ¼nscht bzw. vom "Interessegrad III". Die Kurs- und PrÃ¼fungskosten beliefen sich insgesamt auf etwa Fr. 25'600.-, wovon der Staat die HÃ¤lfte bzw. Fr. 12'800.- Ã¼bernehme; die Kosten fÃ¼r Literatur gingen zu Lasten von A. "[F]Ã¼r den Besuch der Ausbildung [wÃ¼rden] insgesamt maximal 256 Stunden besoldeter Urlaub, die notwendige Zeit zur Teilnahme an den PrÃ¼fungen sowie zur Abfassung der Diplomarbeit gewÃ¤hrt, soweit diese Zeit auf Arbeitstage" falle; die bezogenen Stunden seien in der Arbeitszeitkontrolle separat zu erfassen. Weiter wurde in der VerfÃ¼gung vom 6. Juli 2011 unter dem Titel "RÃ¼ckforderungsvorbehalt" festgehalten, bei einer AuflÃ¶sung des AnstellungsverhÃ¤ltnisses aus bei der Arbeitnehmerin liegenden GrÃ¼nden wÃ¤hrend der Ausbildung oder bei einem Ausbildungsabbruch durch die Arbeitnehmerin seien die gesamten aufgelaufenen Kosten zurÃ¼ckzuerstatten; nach Beendigung der Ausbildung betrage die RÃ¼ckforderung im ersten Monat nach Abschluss "(ab letztem PrÃ¼fungstag)" 100 % der vom Staat Ã¼bernommenen Kosten. Hernach reduziere sich der RÃ¼ckforderungsbetrag monatlich um 1/36. Diese VerfÃ¼gung blieb unangefochten.</p> <p class="Sachverhalt2">A kÃ¼ndigte ihr ArbeitsverhÃ¤ltnis mit Schreiben vom 18. Juni 2015 per Ende Dezember 2015. Das Steueramt legte den RÃ¼ckforderungsbetrag mit VerfÃ¼gung vom 2. Oktober 2015 auf Fr. 23'298.70 fest und verrechnete die RÃ¼ckforderung mit einem Dienstaltersgeschenk sowie dem Lohn fÃ¼r November und Dezember 2015 bzw. dem 13. Monatsgehalt. Auf Ersuchen von A erliess das Steueramt am 23. Oktober 2015 eine begrÃ¼ndete VerfÃ¼gung, mit welcher die RÃ¼ckforderung vollumfÃ¤nglich bestÃ¤tigt, indes die BetrÃ¤ge fÃ¼r die verschiedenen Verrechnungsforderungen teilweise neu festgesetzt wurden; insgesamt blieb es bei der Verrechnung der gesamten RÃ¼ckforderung. Dem Lauf der Rekursfrist und einem Rekurs wurde die aufschiebende Wirkung entzogen. </p> <p class="Sachverhalt1"><b>II. </b> </p> <p class="Urteilstext">A liess am 5. November 2015 bei der Finanzdirektion rekurrieren und beantragen, unter EntschÃ¤digungsfolge seien die VerfÃ¼gungen vom 2. und 23. Oktober 2015 aufzuheben; in prozessualer Hinsicht verlangte sie die Wiederherstellung der aufschiebenden Wirkung. Am 1. Dezember 2015 wies die Finanzdirektion dieses Gesuch ab. Mit VerfÃ¼gung vom 5. Oktober 2016 hiess sie den Rekurs teilweise gut und legte die VerrechnungsbetrÃ¤ge neu fest; im Ãbrigen, nÃ¤mlich betreffend die RÃ¼ckforderung und deren Umfang, wies sie den Rekurs ab. </p> <p class="Sachverhalt1"><b>III. </b> </p> <p class="Urteilstext">A liess am 1. November 2016 Beschwerde beim Verwaltungsgericht fÃ¼hren und beantragen, das Steueramt sei unter EntschÃ¤digungsfolge und in Aufhebung des Rekursentscheids vom 5. Oktober 2016 sowie der VerfÃ¼gungen vom 2. und 23. Oktober 2015 zu verpflichten, ihr "den durch Verrechnung zurÃ¼ckbehaltenen Lohn bzw. das zurÃ¼ckbehaltene Dienstaltersgeschenk im Umfang von insgesamt CHF 23'298.70, zuzÃ¼glich Zins von 5 % seit FÃ¤lligkeit" auszubezahlen. Die Finanzdirektion liess sich am 22./24. November 2016 mit dem Schluss auf Abweisung der Beschwerde vernehmen. Vom Steueramt ging keine Beschwerdeantwort ein. </p> <p class="Einzug1"><span>Die Kammer</span><span> erwÃ¤gt:</span></p> <p class="Erwgung1"><b>1. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>1.1 </b>GemÃ¤ss § 70 in Verbindung mit § 5 Abs. 1 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 (VRG, LS 175.2) prÃ¼ft das Verwaltungsgericht seine ZustÃ¤ndigkeit von Amts wegen. Diese ist unter anderem betreffend Rekursentscheide einer Direktion etwa Ã¼ber personalrechtliche Anordnungen einer untergeordneten Verwaltungseinheit gegeben (§§ 41â44 in Verbindung mit §§ 19 Abs. 1 lit. a und Abs. 3 Satz 1, 19a sowie 19b Abs. 2 lit. b Ziff. 1 VRG).</p> <p class="Urteilstext">Da auch die Ã¼brigen Sachurteilsvoraussetzungen erfÃ¼llt sind, ist auf die Beschwerde einzutreten. </p> <p class="Erwgung2"><b>1.2 </b>Im Streit liegt die vom Beschwerdegegner geltend gemachte RÃ¼ckforderung von WeiterbildungsbeitrÃ¤gen in der HÃ¶he von Fr. 23'298.70, weshalb die Beschwerde durch die Kammer zu erledigen ist (§§ 38 Abs. 1 und 38b Abs. 1 lit. c e contrario VRG).</p> <p class="Erwgung1"><b>2. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>2.1 </b>Die BeschwerdefÃ¼hrerin verlangt, den Beschwerdegegner zur Zahlung der verrechneten Forderungen zu verpflichten; sie fÃ¼hrt im Wesentlichen an, die RÃ¼ckforderung verletze das Gleichbehandlungsgebot des Art. 8 Abs. 1 der Bundesverfassung vom 18. April 1999 (BV, SR 101), weil Absolventinnen und Absolventen der Ausbildungskurse SSK II und SSK III der Schweizerischen Steuerkonferenz (im Folgenden SSK II bzw. SSK III) keiner RÃ¼ckforderung unterlÃ¤gen und ihr (der BeschwerdefÃ¼hrerin) â wiederum im Unterschied namentlich zu den SSK II/III-Absolventinnen und -Absolventen â keine Reduktion der "Sollproduktion" bzw. hinsichtlich der quantitativen Leistungserwartungen gewÃ¤hrt worden sei, weshalb sie vom im Rahmen der WeiterbildungsunterstÃ¼tzung gewÃ¤hrten zusÃ¤tzlichen besoldeten Urlaub nicht habe profitieren kÃ¶nnen bzw. dieser keine zusÃ¤tzliche Leistung des Beschwerdegegners beinhalte. </p> <p class="Erwgung2">Im Ergebnis verlangt die BeschwerdefÃ¼hrerin nach dem Gesagten die Aufhebung ihrer RÃ¼ckerstattungspflicht; sie stellt dabei einerseits die grundsÃ¤tzliche ZulÃ¤ssigkeit dieser Verpflichtung bzw. der RÃ¼ckforderung in Frage und macht anderseits geltend, diese kÃ¶nne sich (jedenfalls) nicht auf den fÃ¼r die Weiterbildung gewÃ¤hrten besoldeten Urlaub bzw. die damit korrespondierenden Lohnkosten erstrecken. </p> <p class="Erwgung2"><b>2.2 </b>Vorliegend wurden Ausmass und ModalitÃ¤ten der Beteiligung des Beschwerdegegners an der Weiterbildung der BeschwerdefÃ¼hrerin zur diplomierten Steuerexpertin in der VerfÃ¼gung vom 6. Juli 2011 umfassend geregelt. So wurden darin der vom Beschwerdegegner zu tragende Anteil an den Weiterbildungskosten betragsmÃ¤ssig sowie die fÃ¼r den Unterrichtsbesuch maximal gewÃ¤hrte Anzahl (bezahlter) Urlaubsstunden festgesetzt und festgehalten, dass der BeschwerdefÃ¼hrerin die nÃ¶tige Zeit zur Teilnahme an PrÃ¼fungen sowie zur Abfassung der Diplomarbeit gewÃ¤hrt werde, soweit diese Zeit auf Arbeitstage falle; die BeschwerdefÃ¼hrerin wurde angewiesen, die entsprechenden Stunden in der Arbeitszeitkontrolle separat zu erfassen. Ebenso wurde mit dieser VerfÃ¼gung der RÃ¼ckforderungsvorbehalt begrÃ¼ndet bzw. festgelegt, unter welchen Voraussetzungen sowie in welchem sachlichen und zeitlichen Umfang der Beschwerdegegner erbrachte UnterstÃ¼tzungsleistungen zurÃ¼ckfordern kÃ¶nne: Unter der Bedingung, dass das AnstellungsverhÃ¤ltnis aus bei der Arbeitnehmerin liegenden GrÃ¼nden wÃ¤hrend der Ausbildung aufgelÃ¶st werde oder diese die Ausbildung abbreche, seien "die gesamten bis zum Beendigungszeitpunkt aufgelaufenen Kosten (Kurs-, Lohn- und PrÃ¼fungskosten) zurÃ¼ckzuerstatten. Nach Beendigung der Ausbildung betrÃ¤gt die RÃ¼ckforderung im ersten Monat nach Abschluss (ab letztem PrÃ¼fungstag) 100% der durch den Staat Ã¼bernommenen Kosten. Danach reduziert sich die RÃ¼ckforderung monatlich um 1/36." </p> <p class="Urteilstext">Aus dem Vorstehenden erhellt, dass die umstrittene RÃ¼ckerstattungspflicht der BeschwerdefÃ¼hrerin bereits mit der VerfÃ¼gung vom 6. Juli 2011 begrÃ¼ndet, diese Rechtsfolge indes (unter anderem) von der Bedingung abhÃ¤ngig gemacht wurde, dass das ArbeitsverhÃ¤ltnis innert drei Jahren nach Abschluss der Weiterbildung aus bei der BeschwerdefÃ¼hrerin liegenden GrÃ¼nden aufgelÃ¶st werde. Weiter enthÃ¤lt die VerfÃ¼gung vom 6. Juli 2011 eine umfassende und detaillierte Darlegung der Parameter fÃ¼r die Berechnung einer allfÃ¤lligen RÃ¼ckerstattungspflicht; sie ist mithin inhaltlich derart bestimmt, dass eine allfÃ¤llige RÃ¼ckforderung bereits damals und ebenso, solange ein Bedingungseintritt mÃ¶glich war, laufend betragsmÃ¤ssig berechenbar war. </p> <p class="Urteilstext">Nachdem die BeschwerdefÃ¼hrerin ihr AnstellungsverhÃ¤ltnis am 18. Juni 2015 auf Ende Dezember selbigen Jahres gekÃ¼ndigt â sich die Bedingung also erfÃ¼llt â hatte, machte der Beschwerdegegner seine RÃ¼ckforderung mit VerfÃ¼gung vom 2. Oktober 2015 â gestÃ¼tzt auf den RÃ¼ckforderungsvorbehalt vom 6. Juli 2011 â geltend und berechnete jene anhand der dannzumal abschliessend festgelegten ModalitÃ¤ten. Die nach Bedingungseintritt erlassene VerfÃ¼gung vom 2. bzw. 23. Oktober 2015 bestÃ¤tigte daher nur noch die RÃ¼ckerstattungspflicht der BeschwerdefÃ¼hrerin und ist insofern mit einer VollstreckungsverfÃ¼gung vergleichbar (vgl. RenÃ© Wiederkehr/Paul Richli, Praxis des allgemeinen Verwaltungsrechts, Bd. I, Bern 2012, Rz. 2770 f.). </p> <p class="Erwgung2"><b>2.3 </b>VollstreckungsverfÃ¼gungen sind nur so weit anfechtbar, als die gerÃ¼gte Rechtswidrigkeit in der VollstreckungsverfÃ¼gung selbst begrÃ¼ndet ist oder geltend gemacht wird, die der VollstreckungsverfÃ¼gung zugrundeliegende SachverfÃ¼gung sei nachtrÃ¤glich ungÃ¼ltig oder gegenstandslos geworden, verstosse gegen unverzichtbare und unverjÃ¤hrbare Grundrechte, sei nichtig oder sonstwie dahingefallen (zum Ganzen Wiederkehr/Richli, Rz. 2772 mit zahlreichen Hinweisen). </p> <p class="Erwgung2"><b>2.4 </b>Dass die VerfÃ¼gung vom 2. bzw. 23. Oktober 2015 die am 6. Juli 2011 festgelegten Parameter verletzt habe, macht die BeschwerdefÃ¼hrerin nicht geltend und ist auch nicht ersichtlich. Auch steht vorliegend ausser Frage, dass das ArbeitsverhÃ¤ltnis aus bei der BeschwerdefÃ¼hrerin liegenden GrÃ¼nden aufgelÃ¶st wurde. Die Kritik der BeschwerdefÃ¼hrerin lÃ¤uft darauf hinaus, dass sie grundsÃ¤tzlich nicht bzw. jedenfalls nicht hinsichtlich der fÃ¼r die Weiterbildung bezogenen besoldeten Urlaubsstunden rÃ¼ckerstattungspflichtig sei. Insofern richtet sich das Vorbringen der BeschwerdefÃ¼hrerin gegen die VerfÃ¼gung vom 6. Juli 2011 und setzte die von ihr anbegehrte Aufhebung ihrer RÃ¼ckerstattungspflicht voraus, dass jene nachtrÃ¤glich weggefallen oder nichtig sei oder gegen unverzichtbare und unverjÃ¤hrbare Grundrechte verstosse.</p> <p class="Erwgung2"><b>2.5 </b>Solches liegt hier nicht vor. Namentlich wÃ¤re in der geltend gemachten Verletzung des Art. 8 Abs. 1 BV kein Verstoss gegen ein unverzichtbares und unverjÃ¤hrbares Grundrecht zu erblicken (vgl. zu den diesbezÃ¼glich strengen Voraussetzungen BGE 118 Ia 209 E. 2). Die Vorinstanz erwÃ¤gt daher zu Recht, die RÃ¼ge betreffend die Verletzung des Rechtsgleichheitsgebots hÃ¤tte bereits gegen die VerfÃ¼gung vom 6. Juli 2011 vorgebracht werden mÃ¼ssen und sei nunmehr verspÃ¤tet. </p> <p class="Erwgung2"><b>2.6 </b>Die Beschwerde wendet hiergegen ein, erst mit VerfÃ¼gung vom 2. bzw. 23. Oktober 2015 sei ein konkreter Betrag zurÃ¼ckgefordert und damit auch die Tragweite des RÃ¼ckforderungsvorbehalts erkennbar gewesen. Angesichts der umfassenden inhaltlichen Regelung der RÃ¼ckerstattungspflicht in der VerfÃ¼gung vom 6. Juli 2011 erweist sich dieser Einwand als nicht stichhaltig. Ebenso wenig kann der BeschwerdefÃ¼hrerin gefolgt werden, soweit sie geltend macht, ein aktuelles praktisches Interesse an der Anfechtung der RÃ¼ckerstattungspflicht bestehe erst, seitdem der Beschwerdegegner seine RÃ¼ckforderung (mit VerfÃ¼gung vom 2. bzw. 23. Oktober 2015) geltend gemacht habe, weshalb sie gar nicht legitimiert gewesen wÃ¤re, die VerfÃ¼gung vom 6. Juli 2011 hinsichtlich des RÃ¼ckforderungsvorbehalts anzufechten: Ein aktuelles und praktisches Interesse der BeschwerdefÃ¼hrerin an der Anfechtung des RÃ¼ckforderungsvorbehalts hÃ¤tte nur schon darin gelegen, dass sie in Gutheissung eines dagegen gerichteten Rechtsmittels von ihrer RÃ¼ckerstattungspflicht befreit oder diese reduziert worden wÃ¤re, was wiederum dazu gefÃ¼hrt hÃ¤tte, dass sie keine oder weniger weit gehende Vorkehren mit Blick auf eine allfÃ¤llige RÃ¼ckzahlung der gewÃ¤hrten WeiterbildungsbeitrÃ¤ge hÃ¤tte treffen mÃ¼ssen. Dass die RÃ¼ckerstattungspflicht vom Eintritt einer Bedingung abhÃ¤ngig gemacht wurde, fÃ¼hrt sodann nicht dazu, dass die BeschwerdefÃ¼hrerin durch die angeordnete Massnahme nicht beschwert gewesen wÃ¤re bzw. mit deren Anfechtung hÃ¤tte zuwarten dÃ¼rfen, bis sich die Bedingung realisiere. Schliesslich begrÃ¼ndet der Umstand, dass die BeschwerdefÃ¼hrerin im Juli 2011 vor dem Beginn der Ausbildung zur Steuerexpertin stand und sich hierfÃ¼r die UnterstÃ¼tzung ihres Arbeitgebers wÃ¼nschte oder darauf angewiesen sein mochte, nicht dazu, dass es ihr nicht zumutbar gewesen wÃ¤re, die VerfÃ¼gung vom 6. Juli 2011 fristgerecht anzufechten. </p> <p class="Erwgung2"><b>2.7 </b>Nach dem Gesagten erweisen sich die RÃ¼gen der BeschwerdefÃ¼hrerin als verspÃ¤tet. Wie sich im Folgenden zeigen wird, sind sie Ã¼berdies unbegrÃ¼ndet:</p> <p class="Erwgung1"><b>3. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>3.1 </b>Die Rechtsgleichheit wird durch Art. 8 Abs. 1 BV garantiert. Danach sind die rechtsanwendenden BehÃ¶rden gehalten, Sachverhalte, die sich durch gleiche wesentliche Tatsachen auszeichnen, gleich zu behandeln, es sei denn, ein sachlicher und vernÃ¼nftiger Grund rechtfertige eine unterschiedliche Behandlung. GemÃ¤ss der durch das Bundesgericht in stÃ¤ndiger Rechtsprechung verwendeten Formel ist Gleiches nach der Massgabe seiner Gleichheit gleich und Ungleiches nach der Massgabe seiner Ungleichheit ungleich zu behandeln (BGE 136 II 120 E. 3.3.2; vgl. Ulrich HÃ¤felin/Georg MÃ¼ller/Felix Uhlmann, Allgemeines Verwaltungsrecht, 7. A., ZÃ¼rich etc. 2016, Rz. 572, 587; Georg MÃ¼ller, Rechtsgleichheit, Kommentar zu Art. 4 BV, Basel etc. 1995, Rz. 38).</p> <p class="Erwgung2"><b>3.2 </b>Bei der von der BeschwerdefÃ¼hrerin absolvierten Weiterbildung zur diplomierten Steuerexpertin handelt es sich unbestritten um einen viel anspruchsvolleren und aufwendigeren Lehrgang als die vergleichsweise herangezogenen Ausbildungskurse der Schweizerischen Steuerkonferenz. Der erfolgreiche Abschluss jener eidgenÃ¶ssisch anerkannten Fachausbildung indiziert vertiefte Kenntnisse sowohl auf dem Gebiet des Steuerrechts als auch in verwandten Bereichen (vgl. Ziff. 1.1 der PrÃ¼fungsordnung fÃ¼r die hÃ¶here FachprÃ¼fung fÃ¼r Steuerexpertinnen und Steuerexperten vom 20. Juni 2011, abrufbar unter www.expertsuisse.ch &gt; Bildungsangebote &gt; dipl. Steuerexperte &gt; EidgenÃ¶ssische PrÃ¼fungen &gt; Reglemente [besucht am 6. MÃ¤rz 2017]). Entsprechend fÃ¼hrt der Erwerb des Diploms einer diplomierten Steuerexpertin bzw. eines diplomierten Steuerexperten zu einer ungleich stÃ¤rkeren Verbesserung der beruflichen EntwicklungsmÃ¶glichkeiten als das Absolvieren der SSK-LehrgÃ¤nge; diplomierte Steuerexpertinnen und -experten haben bekanntermassen namentlich auch auf dem privaten Arbeitsmarkt sehr gute berufliche Aussichten. DemgegenÃ¼ber vermitteln die SSK-LehrgÃ¤nge grundsÃ¤tzlich das fÃ¼r die Steuerveranlagung erforderliche Wissen, weshalb sie den Absolventinnen und Absolventen keine mit dem Diplom des bzw. der diplomierten Steuerexperten bzw. Steuerexpertin gleichzusetzende Zusatzqualifikation vermitteln. Die LehrgÃ¤nge sind mithin weder objektiv vergleichbar noch ist dies der damit verbundene arbeitsplatzunabhÃ¤ngige Nutzen fÃ¼r die Absolventinnen und Absolventen. Der Beschwerdegegner durfte daher hinsichtlich dieser beiden Weiterbildungen unterschiedliche AusbildungsbeitrÃ¤ge gewÃ¤hren; angesichts des ungleich grÃ¶sseren privaten Nutzens fÃ¼r Absolventinnen und Absolventen des Lehrgangs zum diplomierten Steuerexperten bzw. zur diplomierten Steuerexpertin erweist es sich als sachgerecht, dass fÃ¼r diese Weiterbildung im Vergleich zu den SSK-LehrgÃ¤ngen weniger weit gehende AusbildungsbeitrÃ¤ge gewÃ¤hrt bzw. diese an die Bedingung geknÃ¼pft werden, dass das ArbeitsverhÃ¤ltnis nicht innert bestimmter Frist aus bei der arbeitnehmenden Person liegenden GrÃ¼nden aufgelÃ¶st werde.</p> <p class="Erwgung2"><b>3.3 </b>Dass das kantonale Personalrecht bzw. §§ 85 ff. der Vollzugsverordnung zum Personalgesetz vom 19. Mai 1999 (VVO, LS 177.111) fÃ¼r die GewÃ¤hrung besoldeten Urlaubs aus verschiedenen GrÃ¼nden wie bestimmten familiÃ¤ren Ereignissen, MilitÃ¤rdienst oder Zivilschutz indes keinen RÃ¼ckforderungsvorbehalt vorsieht bzw. vorsehen, fÃ¼hrt entgegen der Beschwerde nicht dazu, dass das Kantonale Steueramt der BeschwerdefÃ¼hrerin hÃ¤tte bedingungslos besoldeten Urlaub fÃ¼r den Besuch ihrer Weiterbildung gewÃ¤hren mÃ¼ssen. </p> <p class="Erwgung2"><b>3.4 </b>Fehlgeht schliesslich der sinngemÃ¤sse Einwand der BeschwerdefÃ¼hrerin, mit den gewÃ¤hrten besoldeten Urlaubsstunden gehe mangels Reduktion der jÃ¤hrlich zu prÃ¼fenden SteuererklÃ¤rungen bzw. der "Sollproduktion" keine Leistung des Beschwerdegegners einher, welche dieser zurÃ¼ckfordern kÃ¶nnte: Im Rahmen ihres ArbeitsverhÃ¤ltnisses war die BeschwerdefÃ¼hrerin zur Erbringung einer Arbeits<i>leistung</i>, nicht aber eines bestimmten Arbeits<i>erfolgs</i> verpflichtet. Die Sollvorgaben bezÃ¼glich (mindestens) zu bearbeitender SteuererklÃ¤rungen umschreiben daher nicht die â durch Lohn abzugeltende â Arbeitspflicht der BeschwerdefÃ¼hrerin bzw. der SteuerkommissÃ¤rinnen und -kommissÃ¤re, sondern legen fest, welche Leistung in quantitativer Hinsicht fÃ¼r eine Beurteilung als (mindestens) genÃ¼gend erwartet wird. Mit Erreichen der quantitativen Mindestvorgaben werden die Angestellten indes nicht davon befreit, ihrer Arbeitspflicht (weiterhin) nachzukommen. Die GewÃ¤hrung besoldeten Urlaubs â mithin die Befreiung der BeschwerdefÃ¼hrerin von ihrer Arbeitspflicht unter Weiterausrichtung des Lohns â geht daher mit einer Leistung des Beschwerdegegners einher, fÃ¼r welche im Umfang der entstandenen Lohnkosten ein RÃ¼ckforderungsvorbehalt grundsÃ¤tzlich angebracht werden darf (vgl. § 94 Abs. 3 VVO). </p> <p class="Erwgung1"><b>4. </b> </p> <p class="Urteilstext">Nach dem Gesagten ist die Beschwerde abzuweisen.</p> <p class="Erwgung1"><b>5. </b> </p> <p class="Urteilstext">Das vorliegende Verfahren ist gemÃ¤ss § 65a Abs. 3 Satz 1 VRG kostenfrei. Eine ParteientschÃ¤digung ist der unterliegenden BeschwerdefÃ¼hrerin nicht zuzusprechen (§ 17 Abs. 2 VRG). </p> <p class="Erwgung1"><b>6. </b> </p> <p class="Urteilstext">Weil der Streitwert mehr als Fr. 15'000.- betrÃ¤gt, ist als Rechtsmittel auf die Beschwerde in Ã¶ffentlichrechtlichen Angelegenheiten nach Art. 82 ff. des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (BGG, SR 173.110) zu verweisen (Art. 85 Abs. 1 lit. b BGG).</p> <p class="Einzug1"><span>DemgemÃ¤ss erkennt <span>die Kammer</span>:</span></p> <p class="Einzug2"><span>1. Die Beschwerde wird abgewiesen.</span></p> <p class="Einzug2"><span>2. Die GerichtsgebÃ¼hr wird festgesetzt auf <br/> Fr. 2'200.--; die Ã¼brigen Kosten betragen:<br/> Fr. 100.-- Zustellkosten,<br/> Fr. 2'300.-- Total der Kosten.</span></p> <p class="Einzug2"><span>3. Die Gerichtskosten werden auf die Gerichtskasse genommen.</span></p> <p class="Einzug2"><span>4. Eine ParteientschÃ¤digung wird nicht zugesprochen.</span></p> <p class="Einzug2"><span>5. Gegen dieses Urteil kann im Sinn der ErwÃ¤gung 6 Beschwerde erhoben werden. Sie ist binnen 30 Tagen ab Zustellung einzureichen beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern.</span></p> <p class="Einzug2"><span>6. Mitteilung anâ¦</span></p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>