Gion
m  PN, 1. Johann m. – 2. (scherzh.; meton.). – a) (mit Attrib.). – a) Gion davos, Nachzügler m (der überall nachhinkt), Trödler m; in Gion plaunsiu, in Gion planari, ein langsamer Mensch. – b) in Gion tueit(er), in Gion Tuella, ein Dummkopf, Tölpel. – g) in Gion geina, ein Mensch mit wackelndem Gang. – b) (mit da u. Subst.). – a) in Gion da preschas/da furtinas, ein hastiger Mensch. – b) in Gion da marveglias, Wundernase f. – g) in Gion da queidas, ein naschhafter Mensch. – 3. (Zus. mit sogn Gion). – a) – a) (scherzh.) sogn Gion da vin, der Apostel Johannes. – b) sogn Gion stad, Johannistag m, Mittsommer m (24. Juni). – b) (bot.). – a) flur da sogn Gion, Massliebchen (Chrysanthemum Leucanthemum). – b) tschenta sogn Gion, Gemeiner Beifuss (Artemisia vulgaris). – g) iua sogn Gion, Johannisbeere f (Ribes spicatum). – c) bau sogn Gion, Junikäfer m (Amphimallus solstitialis). – d) (top.). – a) häufige, meist auf Johannes den Täufer (Sogn Gion Battesta) hinweisende Patrozinien u. ON: Sogn Gion; selten Sogn Gions (Disentis/Dorfteil, Medel/Kapelle), Sumvitg Rusnas da Sogn Gions, Weide). – b) Crap Sogn Gion (Laax).
[lat. johannes bzw. *joanne; zur seltenen F. mit -s vgl. aueng. St. Giers, Sangiers, St. Georg, Georgstag (zu georgius)].