<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="cell small-12 contentContainer printArea"> <div><table><tr><td><p class="Standard berschrift1"><span class="Standard berschrift1">Sozialversicherungsgericht</span></p><p class="Standard berschrift1"><span class="Standard berschrift1">des Kantons Zürich</span></p></td><td><p class="Standard berschrift1"></p></td></tr></table><p><span>IV.2017.00341</span></p><p><br/></p><p><br/></p><p>IV. Kammer</p><p>Sozialversicherungsrichter Hurst, Vorsitzender<br/>Sozialversicherungsrichterin Philipp<br/>Sozialversicherungsrichter Vogel<br/>Gerichtsschreiberin Meier</p><p class="Standard berschrift2"><span class="Standard berschrift2">Urteil vom 5. Juli 2018</span></p><p class="Standard StandardEinzug"><span class="Standard StandardEinzug">in Sachen</span></p><p class="Standard StandardFett RubrumFett"><span class="Standard StandardFett RubrumFett">X.___ Vorsorge</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">Beschwerdeführerin</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">vertreten durch Rechtsanwalt Dr. Manuel </span><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">Brandenberg</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">Poststrasse 9, 6300 Zug</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">gegen</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Standard StandardFett RubrumFett"><span class="Standard StandardFett RubrumFett">Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">Beschwerdegegnerin</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">weitere Verfahrensbeteiligte:</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Standard StandardFett RubrumFett"><span class="Standard StandardFett RubrumFett">Y.___</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">Beigeladener</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Sachverhalt:</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Der 1967 geborene Y.___ war seit April 1991 bei der X.___ respektive deren Rechtsvorgängerinnen als Bauarbeiter angestellt und ent</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sprechend bei der X.___ Vorsorge, berufsvorsorgeversichert (Urk. 6/20, Urk. 6/121). Am 6. Februar 2014 (Eingangsdatum gemäss Aktenverzeichnis zu Urk. 6/1-145) meldete er sich bei der Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, unter Hinweis auf eine angeborene Lernschwäche zum Leis</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tungsbezug an (Urk. 6/4). Nach Vornahme erwerblicher und medizinischer Abklärungen, von Eingliederungsmassnahmen im Sinne einer Arbeitsvermittlung (Zielvereinbarung vom 23. September 2014, Urk. 6/47; Mitteilung vom 23. Okto</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ber 2014, Urk. 6/50) sowie durchgeführtem </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Vorbescheidverfahren</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> (Urk. 6/120, Urk. 6/126) sprach die IV-Stelle Y.___ mit Verfügung vom 14. Februar 2017 (Urk. 2 [=Urk. 6/141]) eine ganze Rente der Invalidenversicherung zu. </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Dagegen liess die X.___ Vorsorge am 20. März 2017 Beschwerde (Urk. 1) füh</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ren und beantragen, es sei festzustellen, dass Y.___ seit dem 1. April 1991 zu mindestens 70 % erwerbunfähig gewesen sei; eventualiter sei festzustellen, dass der Invaliditätsgrad von Y.___ weniger als 40 % betrage; </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">subeventu</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">aliter</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> sei eine </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Viertelsrente</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> der Invalidenversicherung zuzusprechen. In verfah</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rensrechtlicher Hinsicht wurde die Erstellung eines fachärztlichen Gutachtens, der </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Beizug</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> der </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Vorakten</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> sowie die Beschränkung des Prozessthemas auf das erste Rechtsbegehren beantragt. Mit Beschwerdeantwort vom 10. Mai 2017 (Urk. 5) schloss die Beschwerdegegnerin auf Abweisung der Beschwerde. Der mit Verfü</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gung vom 15. Mai 2017 (Urk. 7) zum Prozess beigeladene Versicherte reichte innert Frist keine Stellungnahme ein, was den </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Parteien mit Verfügung vom 3. Juli 2017 (Urk. 9) zur Kenntnis gebracht wurde. </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3. </span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Auf die Vorbringen der Parteien und die eingereichten Akten wird, soweit erfor</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">derlich, im Rahmen der nachfolgenden Erwägungen eingegangen. </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Das Gericht zieht in Erwägung:</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.</span><span> </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">1.1</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Zur Beschwerde ist berechtigt, wer durch den angefochtenen Entscheid berührt ist und ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung oder Änderung hat. Die Rechtsprechung betrachtet als schutzwürdiges Interesse im Sinne von Art. 89 Abs. 1 </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">lit</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">. c des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG) jedes praktische oder rechtliche Interesse, welches eine von einem Entscheid betroffene Person an dessen Änderung oder Aufhebung geltend machen kann. Das schutzwürdige Interesse besteht somit im praktischen Nutzen, den die Gutheissung der Beschwerde dem </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Entscheidadressaten</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> verschaffen würde, oder – anders ausge</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">drückt – im Umstand, einen Nachteil wirtschaftlicher, ideeller, materieller oder anderweitiger Natur zu vermeiden, welchen der angefochtene Entscheid mit sich bringen würde. Das rechtliche oder auch bloss tatsächliche Interesse braucht somit mit dem Interesse, das durch die von der </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">beschwerdeführenden</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> Person als verletzt bezeichnete Norm geschützt wird, nicht übereinzustimmen. Immerhin wird verlangt, dass die Person durch den angefochtenen Entscheid stärker als jedermann betroffen sei und in einer besonderen, beachtenswerten, nahen Bezie</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">hung zur Streitsache stehe (BGE 133 V 188 E. 4.3.1, 239 E. 6.2; 131 II 361 E. 1.2; 131 V 298 E. 3; 130 V 560 E. 3.3).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">1.2</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Besondere Bedeutung kommt dem Legitimationserfordernis zu, wenn nicht der Verfügungsadressat im materiellen Sinn, sondern ein Dritter (Drittbeschwerde</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">führer) den Entscheid anficht (BGE 127 V 80 E. 3a/</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">aa</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> mit Hinweisen). Hier haben die Legitimationsanforderungen die Funktion, die </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Popularbeschwerde</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> auszu</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">schliessen, weshalb bei der Bejahung der Beschwerdebefugnis von Drittbeschwer</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">deführern Zurückhaltung geboten ist. Erforderlich ist ein spezifisches Rechts</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">schutzinteresse, welches nur bejaht wird, wenn der Dritte ein unmittelbares und konkretes Interesse an der Aufhebung oder Änderung der Verfügung hat oder eine spezifische, besonders nahe Beziehung zur Streitsache für sich in Anspruch nehmen kann. Das allgemeine Interesse an der richtigen Auslegung und Durch</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">setzung des Bundesrechts genügt nicht (BGE 133 V 188 E. 4.3.3).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">1.3</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Die Vorsorgeeinrichtungen sind im Bereich der gesetzlichen Mindestvorsorge (Art. 6 des Bundesgesetzes über die berufliche Alters-, Hinterlassenen- und Inva</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">lidenvorsorge [BVG]) an die Feststellungen der Organe der Invalidenversicherung gebunden, soweit die invalidenversicherungsrechtliche Betrachtungsweise auf</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">grund einer gesamthaften Prüfung der Akten nicht als offensichtlich unhaltbar erscheint. Die Bindungswirkung entfällt, wenn die Vorsorgeeinrichtung nicht (spätestens) ins </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Vorbescheidverfahren</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> (</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">aArt</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">. 73bis IVV; seit 1. Juli 2006: Art. 73ter der </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Verordnung über die Invalidenversicherung </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">[IVV]) einbezogen und ihr die Rentenverfügung formgültig eröffnet wurde (Urteil des Bundesgerichts 9C_81/2010 vom 16. Juni 2010 E. 3.1, mit Hinweisen). </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Zu prüfen ist vorab, ob die angefochtene Verfügung vom 14. Februar 2017 (Urk. 2) eine Bindungswirkung für die Beschwerdeführerin entfaltet, dieser damit ein schützenswertes Interesse an der Aufhebung oder Änderung derselben zukommt und daher beschwerdelegitimiert ist. </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Beschwerdeführerin wurde in das </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Vorbescheidverfahren</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> einbezogen (Urk. 6/120 und Urk. 6/126) und ihr wurde der Rentenentscheid eröffnet (Urk. 6/144). Die Verbindlichkeitswirkung erstreckt sich nur auf diejenigen Fest</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">stellungen und Beurteilungen im IV-Verfahren, welche dort für die Festlegung des Anspruchs auf eine Rente der Invalidenversicherung entscheidend waren und über die demnach effektiv zu befinden war. Die Anmeldung des Versicherten bei der Beschwerdegegnerin erfolgte mit Eingang am 6. Februar 2014. Feststellungen und Beurteilungen der Arbeits- oder Erwerbsfähigkeit des Versicherten vor die</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sem Zeitpunkt sind daher grundsätzlich für die Festlegung des Leistungsan</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">spruchs in der Invalidenversicherung nicht von Belang. Entgegen der Ansicht der Beschwerdeführerin hatte die Beschwerdegegnerin demnach nicht festzustellen, ob und wenn ja in welchem </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Umfang der Versicherte seit dem </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">April 1991 erwerbsunfähig war. Die Beschwerdegegnerin stützte ihre rentenzusprechende Verfügung – soweit ersichtlich (vgl. nachfolgend E. 6) – zumindest teilweise auf eine leichte (angeborene) Intelligenzminderung des Versicherten, gleichzeitig hielt sie aber fest, dass das gesundheitsschädigende Ereignis, welches</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> das Warte</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">jahr eröffnete, im September 2013 eintrat (Urk. 2 S. 3) und die Anmeldung am 6. Februar 2014 nicht verspätet erfolgt ist (Urk. 6/118/6). Aufgrund dieser Bin</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">dungswirkung kommt der Beschwerdeführerin eine Beschwerdelegitimation zu und auf ihre Beschwerde ist einzutreten.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">3.1</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">des Bundesgesetzes über den Allge</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">meinen Teil des Sozialversicherungsrechts; </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">ATSG). </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Sie kann Folge von Geburts</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">gebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1 </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung; </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">IVG). </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgegliche</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">nen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beein</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">trächtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">3.2</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Anspruch auf eine Rente haben gemäss </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Art. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">28 </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Abs. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">1 IVG Versicherte, die:</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">a.</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betäti</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">gen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können;</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">b.</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindes</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">tens 40 % arbeitsunfähig (</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Art. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">6 ATSG) gewesen sind; und</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">c.</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Art. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">8 ATSG) sind.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Vier</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">telsrente</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Dreiviertelsrente</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Art. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">28 </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Abs. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">2 IVG).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">3.3</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Berichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Vorakten</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusam</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">menhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen in der Expertise begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">3.4</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Das Gericht kann die Angelegenheit zu neuer Entscheidung an die Vorinstanz zurückweisen, besonders wenn mit dem angefochtenen Entscheid nicht auf die Sache eingetreten oder der Sachverhalt ungenügend festgestellt wurde (§ 26 Abs. 1 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht, </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">GSVGer</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">). Gemäss stän</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">diger Rechtsprechung ist in der Regel von der Rückweisung – da diese das Ver</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">fahren verlängert und verteuert – abzusehen, wenn die Rechtsmittelinstanz den Prozess ohne wesentliche Weiterungen erledigen kann. In erster Linie kommt eine Rückweisung in Frage, wenn der Versicherungsträger auf ein Begehren überhaupt nicht eingetreten ist oder es ohne materielle Prüfung abgelehnt hat, wenn schwie</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">rige Ermessensentscheide zu treffen sind, oder wenn der </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">ent</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">scheidrelevante</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> Sach</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">verhalt ungenügend abgeklärt ist (vgl. Urteil des Bundesgerichts U 209/02 vom 10. September 2003 E. 5.2).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">4.</span><span> </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">4.1</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Beschwerdegegnerin begründete die angefochtene, leistungszusprechende Verfügung vom 14. Februar 2017 (Urk. 2) damit, dass der Versicherte seit Sep</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tember 2013 in seiner Erwerbsfähigkeit eingeschränkt sei und auf dem ersten Arbeitsmarkt eine Arbeitsunfähigkeit von 100 % bestehe. Aus medizinischer Sicht sei eine Tätigkeit in einem Nischenarbeitsplatz weiterhin im bisherigen Rah</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">men denkbar. Eine Eingliederung sei aber nicht möglich gewesen. </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">4.2</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Beschwerdeführerin machte demgegenüber im Wesentlichen geltend, die Erwerbseinkünfte des Versicherten hätten seit seiner Anstellung 1991 bei der X.___ (respektive deren Vorgängerinnen) nicht seiner tatsächlichen Arbeitsleistung entsprochen, sondern es sei von Beginn weg von einer 70%igen Erwerbsunfähigkeit auszugehen. Seine Leistungen würden auf dem ersten Arbeitsmarkt lediglich einem Gegenwert von etwa Fr. 1’000.-- bis Fr. 1'500.-- entsprechen. Den medizinischen Sachverhalt habe die Beschwerdegegnerin ungenügend abgeklärt. Ausserdem sei die Invaliditätsbemessung inkorrekt erfolgt, da kein Soziallohn berücksichtigt worden sei.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">5.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">5.1</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Dr. med. Z.___, Facharzt Allgemeine Innere Medizin FMH, A.___, hielt in seinem Bericht vom 13. November 2013 (Urk. 6/6/1-2) zuhanden der Mutuel Krankenversicherung als Diagnose mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit einen Status nach </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Teilmeniskektomie</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> und als Diagnose ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit eine seit September 2013 bestehende Depression fest. Seit Juni 2013 seien bei Belastung vermehrt Schmerzen im linken Knie aufgetreten. Der Versicherte sei ab dem 4. September 2013 bis auf weiteres zu 100 % arbeitsunfähig.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">5.2</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">In seinem Bericht vom 18. März 2014 (Urk. 6/19) </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">n</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">annte</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Dr. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">med. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">B.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">, Facharzt Psychiatrie- und Psychotherapie, </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">A.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">,</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> als Diagnosen eine akute Belastungsstörung (ICD</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">10 F43.0) und als Differentialdiagnose eine depressive Störung, Besonderheiten in der Persönlichkeit, Kulturschock und Heimweh. Ausserdem äusserte er den Verdacht auf eine Sprachstörung und/oder eine Störung des Sprachverständnisses am ehesten im Rahmen einer frühen Ent</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">wicklungsverzögerung. Die Psychometrie-Erfassung des Funktionsniveaus im Januar 2014 habe eine Leistungsunfähigkeit in fast allen Bereichen gezeigt. Aktuell finde keine Behandlung statt. Seit Herbst 2013 und bis auf weiteres bestehe eine 100%-</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ige</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Arbeitsunfähigkeit in jedem Arbeitsbereich. Es bestünden psychische und neuropsychologische Einbussen, welche sich auf die Arbeitsfä</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">higkeit auswirkten. Eine gutachterliche Abklärung sei dringend indiziert; die Ein</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">schätzung sowohl der somatischen als auch der psychischen Situation gestalte sich schwierig. </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">5.3</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Im Austrittsbericht vom 21. März 2014 (Urk. 6/29) berichtete med. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">pract</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">. C.___, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie FMH, D.___, über die Diagnosen einer mittelgradigen depressiven Episode (ICD</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">10 F32.1) und einer leichten Intelligenzminderung (ICD</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">10 F70.9). Der Ver</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sicherte sei ihm Rahmen einer Krisenintervention aufgrund einer depressiven Symptomatik, sozialen Rückzugs und geäusserten Suizidgedanken am 30. Januar 2014 freiwillig in die Klinik eingetreten. Es bestehe der Verdacht auf eine Intelli</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">genzminderung; nach BOMAT-Standard weise der Versicherte einen IQ von 70, nach WAIS-IV einen IQ von 61 auf. Bei Eintritt habe das klinische Zustandsbild einer mittelgradigen depressiven Episode entsprochen. Auslösende Faktoren seien der soziale Rückzug und die Überforderung am Arbeitsplatz, welche vermutlich durch eine leichte Intelligenzminderung mitbedingt gewesen sei. Für den </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Versi</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">cherten sei eine Gemeinschafts-Wohnform mit geregelter Tagesstruktur und Betreuung durch Fachpersonen sowie eine geregelte Arbeitsstruktur mit reduzier</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tem Pensum oder allenfalls auf dem geschützten Arbeitsmarkt zu empfehlen. Ab Eintritt am 30. Januar 2014 bis zum Austritt am 21. März 2014 habe eine Arbeitsunfähigkeit von 100 % bestanden. </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">5.4</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Pract</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">. med. E.___, Facharzt für Arbeitsmedizin des regionalen ärztli</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">chen Dienstes (RAD), führte in seiner Stellungnahme vom 8. Oktober 2016 (Urk. 6/118/4 f) aus, es bestünden die Diagnosen einer mittelgradigen depressiven Episode (ICD</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">10 F32.1) und einer leichten Intelligenzminderung (ICD</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">10 F70.9). Der Versicherte befinde sich seit 2014 nicht mehr in regelmässiger ärztlicher Behandlung. Zum Belastungsprofil führte er aus, dass keine körperlichen Ein</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">schränkungen bestehen würden. Eine Tätigkeit im bisherigen Rahmen an einem Nischenarbeitsplatz sei denkbar. Auf einen solchen Nischenarbeitsplatz sei der Versicherte jedoch angewiesen, auf dem ersten Arbeitsmarkt könne er seine Arbeitsfähigkeit nicht verwerten.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">6.</span><span> </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">6.1</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Zu prüfen ist, ob die Beschwerdegegnerin den medizinischen Sachverhalt ausrei</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">chend abgeklärt und gestützt darauf zu Recht einen Anspruch des Versicherten auf eine ganze Rente der Invalidenversicherung bejahte. Sie begründete ihre ren</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">tenzusprechende Verfügung damit, dass eine Verwertung der Arbeitsfähigkeit des Versicherten auf dem ersten Arbeitsmarkt nicht möglich sei. Welchen Gesund</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">heitsschaden sie dieser Einschätzung zugrunde legte, ist aus der angefochtenen Verfügung (Urk. 2) nicht ersichtlich. Der Stellungnahme des RAD-Arztes (E. 5.4) kann aber eine mittelgradige depressive Episode (ICD</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">10 F32.1) und eine leichte Intelligenzminderung (ICD</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">10 F70.9) entnommen werden.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">6.2</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Die mittelgradige depressive Episode wurde im Bericht von Dr. C.___ (E. 5.3) als Diagnose bei Eintritt in die Klinik genannt, wobei die depressive Symptomatik nach Eintritt rasch remittiert sei (Urk. 6/29/3). Welche konkreten Auswirkungen die psychiatrische Diagnose weiterhin auf die Arbeitsfähigkeit des Versicherten zeitigt, wurde nicht beschrieben. Unklar ist zudem, aufgrund welcher Faktoren die Diagnose einer mittelgradigen Depression gestellt wurde und – im Lichte der neuen Rechtsprechung nach BGE 143 V 418 </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">i.V.m</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">. BGE 141 V 281 – welche Standardindikatoren vorliegen, um der Erkrankung eine invalidenversicherungs</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">rechtliche Gesundheitsschädigung zuzuerkennen. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Ebensowenig</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> äusserte sich Dr. B.___ zur Diagnostik und den Auswirkungen einer depressiven Störung auf die Arbeitsfähigkeit des Versicherten (E. 5.2).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">Die leichte Intelligenzminderung wurde von Dr. C.___ aufgrund zweier, während des stationären Aufenthalts durchgeführten Tests festgestellt (E. 5.3). Auch hier erfolgte keine Einschätzung der Arbeitsfähigkeit des Versicherten in der ange</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">stammten wie auch einer angepassten Tätigkeit. Immerhin erschliesst sich aus dem Bericht, dass eine geregelte Arbeitsstruktur mit einem reduzierten Arbeits</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">pensum möglich sei (Urk. 6/29/3). Auch die Beschwerdegegnerin schien davon auszugehen, dass eine (Teil)Arbeitsfähigkeit bestehe (Urk. 6/89/1, vgl. auch den Bericht der F.___, wonach Hilfsarbeiten mit tiefen Anfor</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">derungen in Frage kämen, Urk. 6/97/1).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">6.3</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Den Eintritt des gesundheitsschädigenden Ereignisses respektive den Beginn des Wartejahres datierte die Beschwerdegegnerin auf den 4. September 2013. Eine verspätete Anmeldung verneinte sie (Urk. 6/118/6). Damit verneinte sie eine invalidenversicherungsrechtlich relevante gesundheitliche Einschränkung vor diesem Datum. Ihrer Begründung zur </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Rentenzusprache</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> ist jedoch zu entnehmen, dass der Versicherte – mutmasslich aufgrund der vorbestehenden kognitiven Ein</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">schränkungen – </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">nicht in der Lage sei, seine Arbeitsfähigkeit auf dem ersten Arbeitsmarkt zu verwerten. Implizit stützte die Beschwerdegegnerin ihre Verfü</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">gung demnach auf einen bereits zuvor bestehenden Gesundheitsschaden. Damit wäre jedoch nicht von einer rechtzeitigen Anmeldung auszugehen; die Verfü</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">gungsbegründung erweist sich als widersprüchlich. Jedenfalls ist unklar, welches gesundheitliche Ereignis im September 2013 eintrat und gestützt auf welche gesundheitliche Einschränkung die Beschwerdegegnerin einen invalidenversiche</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">rungsrechtlichen Anspruch bejahte. Eine Verwertbarkeit der Arbeitsfähigkeit kann jedenfalls nicht beurteilt werden, solange unklar ist, ob und in welchem Ausmass ein Gesundheitsschaden vorliegt. </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">6.4</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Es liegt somit weder eine nachvollziehbare aktuelle Diagnosestellung und Befun</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">dung vor, noch sind den Akten schlüssige medizinische Ausführungen zu ent</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">nehmen, die eine zuverlässige Beurteilung der Arbeitsfähigkeit erlauben würden. Es ist weder ersichtlich, welche derzeitigen Einschränkungen bestehen, noch wann diese in welchem Ausmass entstanden. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Ebensowenig</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> fanden Abklärungen statt, ob und wenn ja inwiefern die gesundheitlichen Einschränkungen eine Aus</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">wirkung auf die Arbeitsfähigkeit des Versicherten zeitigen und wenn ja in wel</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">chem Ausmass. Die Stellungnahme des RAD (E. 5.4) stützte sich somit auf einen nicht hinreichend erstellten medizinischen Sachverhalt. </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> 6.5</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Nach dem Gesagten kann aufgrund der Akten nicht abschliessend festgelegt wer</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">den, ob und in welchem Umfang der Beschwerdeführer arbeitsfähig ist. Da unklar ist, welche Gesundheitsschäden vorliegen, kann auch nicht beurteilt werden, ob eine Verwertung der (Rest-)Arbeitsfähigkeit auf dem ersten Arbeitsmarkt möglich ist. Der angefochtene Entscheid ist deshalb aufzuheben und die Sache zur weite</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">ren Abklärung und anschliessendem neuen Entscheid über die Leistungsansprü</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">che von Y.___ an </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen. In diesem Sinne ist die Beschwerde gutzuheissen. </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">7.</span><span> </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">7.1</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Gemäss</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> Art. 69 Abs. 1</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">bis</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> IVG ist das Beschwerdeverfahren bei Streitigkeiten um die Bewilligung oder die Verweigerung von Leistungen der Invalidenver</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">siche</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">rung vor dem kantonalen Versicherungsgericht in Abweichung von Art. 61 </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">lit</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">. a ATSG kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem Verfahrens</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">aufwand und </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">unab</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">hän</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">gig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 1'000.-- festge</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">legt</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Kosten des Verfahrens sind auf Fr. 600.-- festzusetzen und, da die Rückwei</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sung an die Verwaltung nach ständiger Rechtsprechung als vollständiges Obsie</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gen gilt (BGE 137 V 57 E. 2.2), ausgangsgemäss der Beschwerdegegnerin aufzu</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">erlegen.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">7.2</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Mit Beschwerde vom 20. März 2017 beantragte die Beschwerdeführerin zudem eine Parteientschädigung. Der Beschwerde führenden (obsiegenden) Person wird zwar gemäss Art. 61 </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">lit</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">. g ATSG grundsätzlich ein Anspruch auf Parteientschä</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">digung zuerkannt, dies gilt jedoch nicht für Sozialversicherer. Diese sind in über</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">einstimmender Auslegung mit Art. 68 Abs. 3 des Bundesgesetzes über das Bun</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">desgericht (BGG) nach bundesgerichtlicher Rechtsprechung mit öffentlich-recht</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">lichen Aufgaben betraute Organe (Kieser, ATSG-Kommentar, 3. Auflage, 2015, N 200 zu Art. Art. 61 ATSG). Es besteht daher kein Anspruch der Beschwerdefüh</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">rerin auf eine Parteientschädigung. </span></p><p class="Standard berschrift3"><br/></p><p class="Standard berschrift3"><br/></p><p class="Standard berschrift3"><br/></p><p class="Standard berschrift3"><br/></p><p class="Standard berschrift3"><span class="Standard berschrift3">Das Gericht erkennt:</span></p><p class="Standard Dispotext DispoHngend"><span class="Standard Dispotext DispoHngend">1.</span><span> </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">Die Beschwerde wird in dem Sinne gutgeheissen, dass die angefochtene Verfügung vom </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">14. Februar</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend"> 2017 aufgeho</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">ben und die Sache an die Sozialversicherungsanstalt des Kan</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">tons</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend"> Zürich, IV-Stelle, zurückgewiesen wird, damit diese, nach erfolgter Abklärung im Sinne der Erwägun</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">gen, über den Leistungsanspruch von Y.___ neu verfüge.</span></p><p class="Standard Dispotext DispoHngend"><span class="Standard Dispotext DispoHngend">2.</span><span> </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">Die Gerichtskosten von </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">Fr. 600</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">.-- werden </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">der Beschwerdegegnerin </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">auferlegt.</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend"> </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">Rechnung und Einzahlungsschein werden </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">der </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">Kostenpflichtigen nach Eintritt der Rechtskraft zugestellt.</span></p><p class="Standard Dispotext DispoHngend"><span class="Standard Dispotext DispoHngend">3.</span><span> </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">Zustellung gegen Empfangsschein an:</span></p><p class="Standard Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">Rechtsanwalt Dr. Manuel </span><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">Brandenberg</span></p><p class="Standard Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle</span></p><p class="Standard Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">Y.___</span></p><p class="Standard Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">Bundesamt für Sozialversicherungen</span></p><p class="Standard Dispotext DispoEinzug"><span class="Standard Dispotext DispoEinzug">sowie an:</span></p><p class="Standard Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">Gerichtskasse (im Dispositiv nach Eintritt der Rechtskraft)</span></p><p class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">4.</span><span> </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Gegen diesen Entscheid kann innert </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">30 Tagen</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"> seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundesge</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">setzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 15. Juli bis und mit 15. August sowie vom 18. Dezember bis und mit dem 2. Januar (Art. 46 BGG).</span></p><p class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span> </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">stellen.</span></p><p class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span> </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismit</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">tel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizu</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">legen, soweit die Partei sie in Händen hat (Art. 42 BGG).</span></p><p class="Standard Dispotext DispoHngend"><br/></p><p class="Standard berschrift3"><span class="Standard berschrift3">Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich</span></p><p><br/></p><p>Der VorsitzendeDie Gerichtsschreiberin</p><p><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p>HurstMeier</p><p></p></div> </div></body></html>