<h2>SubmittedText<h2><p>Im Bereich der medizinischen Forschung gibt es auf kantonaler Ebene unzählige Ethikkommissionen. Daneben besteht seit Juli 2001 auf eidgenössischer Ebene die Nationale Ethikkommission im Bereich der Humanmedizin. Ihre Aufgabe ist es in erster Linie, die Öffentlichkeit über wichtige Erkenntnisse zu informieren, die Diskussion über ethische Fragen in der Gesellschaft zu fördern, Empfehlungen für die medizinische Praxis abzugeben und auf allfällige Vollzugsprobleme und Lücken in der Gesetzgebung aufmerksam zu machen. Darüber hinaus kann sie, neben der Bundesversammlung und dem Bundesrat, auch die Kantone auf Anfrage beraten.</p><p>Vor dem Hintergrund dieser letzten Aufgabe stellt sich die Frage nach der Zweckmässigkeit der kantonalen Ethikkommissionen, insbesondere in denjenigen Kantonen, die keine universitäre Forschung betreiben.</p><p>Insbesondere stellt sich die Frage, ob alle diese Ethikkommissionen sich nicht gegenseitig in unsinniger Weise konkurrenzieren. Eine Koordination der einzelnen Organe, ihre Konzentration auf Universitätskantone oder gar auf eidgenössischer Ebene schüfe einheitliche Bedingungen und die Voraussetzung für eine zügigere Behandlung neuer Forschungsprojekte. Dies ist umso erstrebenswerter, als Forschungsprojekte, die einer vorgängigen Beurteilung einer Ethikkommission bedürfen, sowieso der eidgenössischen Gesetzgebung unterstellt sind.</p><p>Vor diesem Hintergrund und im Hinblick auf eine Stärkung der medizinischen Forschung in der Schweiz wird der Bundesrat gebeten, die nötigen Rahmenbedingungen für eine gesamtschweizerische Koordination oder für eine Konzentration der verschiedenen Ethikkommissionen zu prüfen und dieselbe umzusetzen.</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2>Der Bundesrat beantragt die Annahme der Motion.