B u n d e s v e rw a l t u n g s g e r i ch t T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i f f éd é r a l T r i b u n a l e am m i n i s t r a t i vo f e d e r a l e T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i v fe d e r a l Abteilung III C-6536/2013 U r t e i l v o m 1 3 . J u n i 2 0 1 4 Besetzung Richter Michael Peterli (Vorsitz), Richterin Madeleine Hirsig-Vouilloz, Richter Daniel Stufetti, Gerichtsschreiberin Lucie Schafroth. Parteien A._______, Beschwerdeführer, gegen Stiftung Auffangeinrichtung BVG, Rechtsdienst, Weststrasse 50, Postfach, 8036 Zürich, Vorinstanz. Gegenstand BVG (Zwangsanschluss an die Auffangeinrichtung). C-6536/2013 Seite 2 Sachverhalt: A. Das Einzelunternehmen A._______ (nachfolgend: Arbeitgeber) war vom 1. November 1998 bis 31. Juli 2011 der Vorsorgeeinrichtung B._______ angeschlossen (BVG-act. 7). B. Am 19. Juli 2013 meldete sich der Arbeitgeber bei der Stiftung Auffan g- einrichtung BVG ( nachfolgend: Auffangeinrichtung oder Vorinstanz) zum freiwilligen Anschluss per 1. Mai 2013 an (BVG-act. 1 bis 4). Mit Schreiben vom 22. August 2013 teilte die Auffangeinrichtung dem Ar- beitgeber mit, dass er gemäss den ihr vorliegenden Lohnbescheinigu n- gen rückwirkend per 1. September 1998 bis 31. Oktober 1998 und ab 1. Mai 2013 angeschlossen werden müsse. Da mehrere Mitarbeiter b e- reits ausgetreten seien, seien Freizügigkeitsleistungen geschuldet. Sie bedaure ihm mitteilen zu müssen, dass sie ihn daher nicht auf freiwilliger Basis, sondern von Amtes wegen anschliessen müsse, was normalerwei- se mit Verfügungskosten von CHF 450.-- zuzüglich CHF 375.-- Zwangs- anschlussgebühren sowie mindestens ausserordentlichen Kosten von CHF 200.-- verbunden sei . Sobald die not wendigen Unterlagen der z u- ständigen Ausgleichskasse vorlägen, werde sie ihn in Form einer Verf ü- gung orientieren (BVG-act. 8). C. Mit Verfügung vom 2 5. Oktober 2013 schloss die Auffangeinrichtung den Arbeitgeber rückwirkend per 1. September 1998 bis 31. Oktober 1998 und ab 1. Mai 2013 zwangsweise an die Auffangeinrichtung an. Dabei stützte sie sich auf die vom Arbeitgeber eingereichten Anmeldeunterl a- gen, woraus sich ergebe, dass er seit dem 1. Mai 2013 einer dem BVG - Obligatorium unterstellten Arbeitnehmerin L ohn ausgerichtet habe. Ein Ausnahmetatbestand im Sinne von Art. 1j der Verordnung vom 18. April 1984 über die berufliche Alters, Hinterlassenen - und Invalidenvorsorge (BVV 2, SR 831.441.1) sei nicht ersichtlich. Gemäss den ihr vorliegenden Lohnbescheinigungen der Jahre 1998 bis 2012 der Ausgleichskasse des Kantons Zürich seien bereits ab dem 1. September 1998 BVG -pflichtige Löhne ausbezahlt worden. Da vom 1. November 1998 bis 31. Juli 2011 ein Anschluss bei der B._______ bestanden habe und vom 1. August 2011 bis 30. April 2011 keine Löhne ausbezahlt worden seien, sei ein An- schluss vom 1. September 1998 bis 31. Oktober 1998 und ab dem 1. Mai 2013 nötig. Ferner wurde n dem Arbeitgeber die Kosten der Verfügung C-6536/2013 Seite 3 von CHF 450.-- sowie Gebühren für die Durchführung d es Zwangsan- schlusses von CHF 375.-- in Rechnung gestellt (BVG-act. 9). D. Gegen diese Verfügung erhob der Arbeitgeber (nachfolgend: Beschwer- deführer) mit Eingabe vom 22. November 2013 Beschwerde beim Bu n- desverwaltungsgericht und beantragte die Aufhebung der angefochtenen Verfügung. Zur Begründung rügte er sinngemäss die Verletzung von Bundesrecht und führte aus, der Anschluss für die Zeit vom 1. September 1998 bis zum 31. Oktober 1998 sei verjährt. Weiter informierte er, dass er sich ab 1. Mai 2013 bei der C._______ anschliessen werde. Eine en t- sprechende Bestätigung werde nach Verarbeitung der bereits erfolgten Anmeldung nachgereicht (BVGer-act. 1). E. Mit Zwischenverfügung vom 3. Dezember 2013 forderte der Instruk - tionsrichter den Beschwerdeführer auf, einen Ko stenvorschuss von CHF 800.-- in der Höhe der mutmasslichen Verfahrenskosten zu leisten. Der einverlangte Kostenvorschuss ging am 30. Dezember 2013 bei der Gerichtskasse ein (BVGer-act. 2 und 5). F. Mit Eingabe vom 19. Dezember 2013 reichte der Beschwerdeführ er eine Anschlussbestätigung per 1. Mai 2013 der C._______ vom 12. Dezember 2013 zu den Akten (BVGer-act. 4). G. Mit Vernehmlassung vom 25. Februar 2014 beantrage die Vorinstanz, die Beschwerde sei teilweise gutzuheissen und Ziff. 1 des Dispositivs der An- gefochtenen Verfügung sei insofern anzupassen, als dass der Arbeitg e- ber der Auffangeinrichtung rückwirkend per 1. September 1998 bis 31. Oktober 1998 angeschlossen werde. Im Übrigen sei die Beschwerde unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten des Besc hwerdefüh- rers abzuweisen. Zur Begründung führte sie insbesondere aus, der Be- schwerdeführer sei im Sinne von Art. 12 des Bundesgesetzes vom 25. Juni 1982 über die berufliche Alters -, Hinterlassenen- und Invaliden- vorsorge (BVG, SR 831.40) von Gesetzes wegen zwangsanzuschliessen, da bereits mehrere Arbeitnehmer ausgetreten und daher Freizügigkeit s- leistungen geschuldet seien (sog. Leistungsfall). Da die Verjährung erst mit dem Erlass der Anschlussverfügung zu laufen beginne, seien die Be i- träge aus dem Jahr 1998 rechtsprechungsgemäss noch nicht verjährt. C-6536/2013 Seite 4 Der Beschwerdeführer habe erst im vorliegenden Beschwerdeverfahren nachgewiesen, dass er ab dem 1. Mai 2013 bei einer registrierten Pers o- nalvorsorgeeinrichtung versichert sei. Diese nachträgliche Bestätigung werde anerkannt, weshalb Ziff. 1 des Verfügungsdispositivs entsprechend anzupassen sei. Weiter habe ihr der Beschwerdeführer als Verursacher des Zwangsanschlusses die verfügten, reglementskonformen Kosten und Gebühren zu ersetzen. Weil der Beschwerdeführer den Anschluss an die C._______ erst im vorliegenden Beschwerdeverfahren nachgewiesen habe, habe er auch die allfälligen Kosten dieses Verfahrens zu tragen (BVGer-act. 9). H. Der Beschwerdeführer liess sich nicht mehr vernehmen. I. Auf die weiteren Vorbringen der Parteien und die eingereichten Unter - lagen wird – soweit erforderlich – in den nachfolgenden Erwägungen ein- gegangen. Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 1. 1.1 Gemäss Art. 31 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (VGG, SR 173.32) beurtei lt das Bundesverwaltungsgericht Beschwerden gegen Verfügungen nach Art. 5 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 über das Verwaltungsverfahren (VwVG, SR 172.021). Zu den a n- fechtbaren Verfügungen gehören jene der Auffangeinrichtung, zumal di e- se im Bereich der beruflichen Vorsorge öffentlich-rechtliche Aufgaben des Bundes erfüllt (Art. 60 Abs. 2 lit. a in Verbindung mit Art. 60 Abs. 2bis BVG) und somit zu den Vorinstanzen des Bundesverwaltungsgerichts gehört (Art. 33 lit. h VGG). Eine Ausnahme, was das Sach gebiet angeht, ist in casu nicht gegeben (Art. 32 VGG). Das Bundesverwaltungsgericht ist somit zur Beurteilung der vorliegenden Beschwerde zuständig. 1.2 Anfechtungsgegenstand des vorliegenden Verfahrens ist der Ver - waltungsakt der Vorinstanz vom 2 5. Oktober 2013, welcher eine Verfü - gung im Sinne von Art. 5 Abs. 1 VwVG darstellt. Der Beschwerdeführer ist als Verfügungsadressat durch die angefochtene Verfügung besonders be- rührt und hat ein schutzwürdiges Interesse an deren Änderung oder Au f-C-6536/2013 Seite 5 hebung, sodass er zur Beschwerde legitimiert ist (Art. 48 Abs. 1 VwVG). Er hat frist - und formgerecht (Art. 50 und 52 VwVG) Beschwerde erho - ben. Nachdem auch der Kostenvorschuss innert Frist geleistet wurde, ist auf die Beschwerde grundsätzlich einzutreten. 1.3 Der Beschwerdeführer erhebt die Einrede der Verjährung. Soweit sich diese Einrede gegen allfällig gestützt auf die angefochtene Verfügung festzusetzende bzw. bereits festgesetzte Beiträge des Jahres 1998 ric h- ten sollte, kann nicht darauf eingetreten werden, da diese Beiträge nicht Gegenstand des vorliegenden Beschwerdeverfahrens sind. Der Vollständigkeit halber ist diesbezüglich jedoch darauf hinzuweisen, dass gemäss Rechtsprechung des Bundesgerichts mit dem rückwirke n- den Zwangsanschluss gemäss Art. 11 Abs. 3 BVG ein neues Rechtsver- hältnis begründet wird, aufgrund dessen der Arbeitgeber der (neuen) Vor- sorgeeinrichtung die gesamten Beiträge ab diesem Zeitpunkt schuldet. Vorsorgebeiträge für frühere Jahre werden daher erst mit dem zwang s- weisen Anschluss des Arbeitgebers an die Auffangeinrichtung fällig, wes- halb die Verjährungsfrist auch erst in diesem Zeitpunkt zu laufen begi n- nen kann. Der Zwangsanschlussverfügung nach Art. 11 Abs. 6 BVG kommt gemäss den bundesgerichtlichen Erwägungen konstitutiver Ch a- rakter und nicht etwa Fest stellungscharakter zu (BGE 136 V 73 E. 3.2.1; BGer 9C_655/2008 E. 4.3 vom 2. September 2009, publiziert in SVR 2010 BVG Nr. 2 S. 4; Urteil des BVGer C -6123/2007 E. 5.4 vom 3. Dezember 2008). 2. Das Verfahren vor dem Bundesverwaltungsgericht richtet sich gem äss Art. 37 VGG grundsätzlich nach dem VwVG, soweit das VGG oder Sp e- zialgesetze keine abweichende Regelung enthalten. 2.1 In materiellrechtlicher Hinsicht sind grundsätzlich diejenigen Recht s- sätze massgebend, die bei der Erfüllung des zu Rechtsfolgen führenden Sachverhalts Geltung haben (BGE 130 V 329 E. 2.3). 2.2 Das Bundesverwaltungsgericht prüft die Verletzung von Bundesrecht einschliesslich der Überschreitung oder des Missbrauchs des Ermessens, die unrichtige oder unvollständige Feststellung des rechtserheblich en Sachverhalts und, wenn – wie vorliegend – nicht eine kantonale Behörde als Beschwerdeinstanz verfügt hat, die Unangemessenheit (Art. 49 VwVG). C-6536/2013 Seite 6 2.3 Das Bundesverwaltungsgericht ist gemäss dem Grundsatz der Rechtsanwendung von Amtes wegen nicht an die Begründ ung der B e- gehren der Parteien gebunden (vgl. Art. 62 Abs. 4 VwVG). Im Rahmen seiner Kognition (vgl. Art. 49 VwVG) kann es die Beschwerde auch aus anderen als den geltend gemachten Gründen gutheissen oder den ang e- fochtenen Entscheid im Ergebnis mit einer Be gründung bestätigen, die von jener der Vorinstanz abweicht (vgl. FRITZ GYGI, Bundesverwaltungs- rechtspflege, 2. Auflage, Bern 1983, S. 212). 3. Streitig und zu prüfen ist, ob der am 25. Oktober 2013 verfügte Zwangs- anschluss zu Recht erfolgt ist und in diesem Zusammenhang, ob der Be- schwerdeführer die ihm auferlegten Gebühren und Kosten zu tragen hat. 4. 4.1 Obligatorisch in der beruflichen Vorsorge zu versichern ist jeder A r- beitnehmer, der das 17. Altersjahr vollendet hat und bei einem Arbeitg e- ber mehr als den gesetzlichen Jahres-Mindestlohn gemäss Art. 2 Abs. 1 BVG in Verbindung mit Art. 5 BVV 2 erzielt und bei der Alters- und Hinter- lassenenversicherung versichert ist (vgl. Art. 5 Abs. 1 BVG). Dieser Grenzbetrag wird vom Bundesrat gemäss Art. 9 BVG periodisch ange- passt und betrug in den Jahren 1997/1998 CHF 23'880.--, 1999/2000 CHF 24'120.--, 2001/2002 CHF 24'720.--, 2003/2004 CHF 25'320.--, 2005/2006 CHF 19'350.--, 2007/2008 CHF 19'890.--, 2009/2010 CHF 20'520.--, 2011/2012 CHF 20'880.-- und im Jahr 2013 CHF 21'060.-- (Art. 2 Abs. 1 BVG i.V.m. Art. 7 Abs. 2 BVG und den jeweils gültig gew e- senen Fassungen von Art. 5 BVV 2). Der Jahreslohn entspricht grun d- sätzlich dem massgebenden Lohn nach dem Bundesgesetz vom 20. Dezember 1946 über die Alters - und Hint erlassenenversicherung (AHVG, SR 831.10). Der Bundesrat kann Abweichungen zulassen (Art. 7 Abs. 2 BVG; zu den Ausnahmen vgl. Art. 3 BVV 2). Ist der Arbeitnehmer weniger als ein Jahr lang bei einem Arbeitgeber beschäftigt, so gilt als Jahreslohn der Lohn, d en er bei ganzjähriger Beschäftigung erzielen würde (Art. 2 Abs. 2 BVG). Der Bundesrat regelt die Versicherungspflicht für Arbeitnehmer in Berufen mit häufig wechselnden oder befristeten A n- stellungen. Er bestimmt, welche Arbeitnehmer aus besonderen Gründen nicht der obligatorischen Versicherung unterstellt sind (Art. 2 Abs. 4 BVG). Der Bundesrat hat die Ausnahmen von der Versicherungspflicht in Art. 1j BVV 2 geregelt; so sind z.B. Arbeitnehmer mit einem befristeten C-6536/2013 Seite 7 Vertrag von höchstens 3 Monaten der obliga torischen Versicherung nicht unterstellt (Art. 1j Abs. 1 Bst. b BVV 2). 4.2 Art. 11 Abs. 1 BVG bestimmt, dass der Arbeitgeber, der obligatorisch zu versicherndes Personal beschäftigt, eine in das Register für die beru f- liche Vorsorge eingetragene Vorsorgeeinri chtung zu errichten oder sich einer solchen anzuschliessen hat. Die Ausgleichskassen der AHV über - prüfen, ob die von ihnen erfassten Arbeitgeber einer Vorsorgeeinrich tung angeschlossen sind (Art. 11 Abs. 4 BVG). Arbeitgeber, die ihrer A n- schlusspflicht nicht nachgekommen sind, fordert sie auf, sich innerhalb von zwei Monaten anzuschliessen. Kommt der Arbeitgeber der Aufford e- rung der Ausgleichskasse nicht nach, sich bei einer entsprechenden Pflicht, einer registrierten Vorsorgeeinrichtung anzuschliessen, meldet die Ausgleichskasse den Arbeitgeber der Auffangeinrichtung, welche gemäss Art. 60 Abs. 2 Bst. a BVG verpflichtet ist, Arbeitgeber, die ihrer Pflicht nicht nachkommen, zwangsweise anzuschlie ssen, und zwar rückwirkend auf den Zeitpunkt , in dem er obligatorisch zu versichernde Arbeitnehmer beschäftigt hat (Art. 11 Abs. 3, 5 und 6 BVG). Die Auffangeinrichtung und die Ausgleichskasse stellen dem säumigen Arbeitgeber den von ihm ve r- ursachten Verwaltungsaufwand in Rechnung (Art. 11 Abs. 7 BVG). 4.3 Gemäss Art. 12 Abs. 1 BVG haben die Arbeitnehmer oder ihre Hinter- lassenen Anspruch auf die gesetzlichen Leistungen, auch wenn sich der Arbeitgeber noch keiner Vorsorgeeinrichtung angeschlossen hat. Diese Leistungen werden von der Auffangeinrichtung er bracht (Art. 60 Abs. 2 Bst. d BVG). Entsteht der gesetzliche Anspruch eines Arbeitnehmers auf Versicherungs- oder Freizügigkeitsleistung zu einem Zeitpunkt, an dem sein Arbeitgeber noch keiner Vorsorgeeinrichtung angeschlossen ist, so wird der Arbeitgeber von Gesetzes wegen für alle dem Obligatorium u n- terstellten Arbeitnehmer der Auffangeinrichtung angeschlossen. Weist der Arbeitgeber nach, dass eine andere Vorsorgeeinrichtung auch die bish e- rigen Verpflichtungen der Auffangeinrichtung übernimmt, so wird der An- schluss des Arbeitgebers bei der Auffangeinrichtung auf den Zeitpunkt der Verpflichtungsübernahme durch die andere Vorsorgeeinrichtung aufg e- hoben (Art. 2 Abs. 1 und 2 der Verordnung vom 28. August 1985 über die Ansprüche der Auffangeinrichtung der beruf lichen Vorsorge [SR 831.434]). Art. 2 der Verordnung über die Ansprüche der Auffangeinric h- tung der beruflichen Vorsorge muss im Zusammenhang mit Art. 60 Abs. 2 Bst. d BVG betrachtet werden, wonach die Auffangeinrichtung verpflichtet ist, die Leistungen nac h Art. 12 BVG auszurichten. Insofern regelt Art. 12 C-6536/2013 Seite 8 BVG einen Spezialfall gegenüber Art. 11 BVG (BGE 129 V 237 E. 5 mit Hinweisen). 5. 5.1 Aus den Lohnbescheinigungen der Jahre 1998 bis 2012 ist ersich t- lich, dass diverse Arbeitnehmer des Beschwerdeführers von September 1998 bis Juli 2011 ein Einkommen erzielten, welches (aufgerechnet) über dem jeweils massgebenden Jahresloh n lag, weshalb sie unbestrittener- massen der obligatorischen Versicherung unterstellt waren (vgl. BVG- act. 6 und E. 4.1 hiervor). Aus den Akten ist weiter ersichtlich, dass der Arbeitgeber vom 1. November 1998 bis 31. Juli 2011 einer registrierten Vorsorgeeinrichtung angeschlossen war (BVG-act. 7). Weiter unbestritten ist, dass der Beschwerdeführer seit 1. Mai 2013 wieder eine dem BVG - Obligatorium unterstellte Arbeitnehmerin beschäftigt und er sich im D e- zember 2013 rückwirkend per 1. Mai 2013 der C._______ angeschlossen hat (BVG-act. 1 bis 4 sowie BVGer-act. 4). 5.2 Der Beschwerdeführer macht geltend, der Anschluss für die Zeit vom 1. September 1998 bis 31. Oktober 1998 sei verjährt. Da keine gesetzli- che Frist für den rückwirkenden Zwangsanschluss an die Auffangeinrich- tung besteht, kann diese Rüge nicht gehört werden (vgl. zur Verjährungs- einrede gegen allfällige Beitragsforderungen des Jahres 1998 E. 1.3 hier- vor). 5.3 Vorliegend wurde der Beschwerdeführer im Sinne von Art. 12 BVG von Gesetzes wegen rückwirkend per 1. September 1998 bis 31. Oktober 1998 und ab 1. Mai 2013 zwangsweise an die Auffangeinrichtung ang e- schlossen, da bereits mehrere Arbeitnehmer ausgetreten und daher Fre i- zügigkeitsleistungen geschuldet seien (sog. Leistungsfall). 5.4 Ein freiwilliger Anschluss ist nur solange möglich, als noch kein Leis- tungsfall eingetreten ist (vgl. E. 4.3 hiervor; vgl. auch Urteil des Bunde s- verwaltungsgerichts C-2473/2006 vom 24. April 2008 E. 2.2 und E. 5.3). Entgegen der Auffassung der Vorinstanz ist v orliegend während der hier fraglichen Zeit (vom 1. September 1998 bis 31. Oktober 1998 und ab 1. Mai 2013) kein Leistungsfall eingetreten. Vielmehr erfolgte der Eintritt sämtlicher Leistungsfälle zu Zeitpunkten, an denen der Beschwerdeführer der Vorsorgeeinrichtung B._______ angeschlossen war (BVG-act. 6 und 7). Demnach hat die Vorinstanz zu Unrecht einen Zwangsanschluss von Gesetzes wegen gemäss Art. 12 BVG verfügt. C-6536/2013 Seite 9 5.5 Aus den Akten geht jedoch hervor, dass der Beschwerdeführer in der Zeit vom 1. September 1998 bis 31 . Oktober 1998 und ab 1. Mai 2013 dem BVG -Obligatorium unterstellte Arbeitnehmer beschäftigte, weshalb er gemäss Art. 11 Abs. 1 BVG verpflichtet ist, sich auch für diese Zeit e i- ner registrierten Vorsorgeeinrichtung anzuschliessen. Bei Säumnis des Arbeitgebers kommt das Anschlussverfahren nach Art. 11 Abs. 4 - 7 BVG zur Anwendung (vgl. E. 4.2). Demnach hätte der Beschwerdeführer vor dem Zwangsanschluss gemäss Art. 11 Abs. 5 BVG aufgefordert werden müssen, sich innerhalb von zwei Monaten einer registrierten Vorsorgeein- richtung anzuschliessen. Dies hätte dem Beschwerdeführer ermöglicht, sich rückwirkend für die Zeit vom 1. September 1998 bis 31. Oktober 1999 bei der Vorsorgeeinrichtung B._______ nachversichern zu lassen. Auch hätte er sich rückwirkend ab dem 1. Mai 2013 einer registrierten Vorsorgeeinrichtung anschliessen können, was er zwischenzeitlich – durch den Anschluss per 1. Mai 2013 bei der C._______ – auch getan hat (BVGer-act. 4). In diesen Fällen wäre ein Zwangsanschluss nicht no t- wendig gewesen. Die Aufforderung, sich innerhalb von zwei Monaten ei- ner registrierten Vorsorgeeinrichtung anzuschliessen, ist jedoch vorlie- gend nicht erfolgt . Demnach ist die Beschwerde gutzuheissen und die angefochtene Verfügung aufzuheben. Die Sache ist an die Vorinstanz zu- rückzuweisen, damit sie für de n noch fraglichen Zeitraum vom 1. September 1998 bis 31. Oktober 1998 das Anschlussverfahren ge- mäss Art. 11 Abs. 4 - 7 BVG durchführt. 6. Zu befinden bleibt noch über die Verfahrenskosten und über eine allfällige Parteientschädigung. 6.1 Gemäss Art. 63 Abs. 1 VwVG werden die Verfahrenskosten in der Regel der unterliegenden Partei auferlegt. Art. 63 Abs. 2 VwVG sieht vor, dass Vorinstanzen oder beschwerdeführenden und unterliegenden Bu n- desbehörden keine Verfahrenskosten auferlegt werden. Entsprechend dem Ausgang des Verfahrens sind keine Verfahrenskosten aufzuerlegen. Der vom Beschwerdeführer geleistete Kostenvorschuss von CHF 800.-- ist ihm nach Eintritt der Rechtskraft des vorliegenden U r- teils auf ein von ihm zu bezeichnendes Konto zurückzuerstatten. 6.2 Die Beschwerdeinstanz kann der ganz oder teilweise obsiegenden Partei von Amtes wegen oder auf Begehren eine Entschädigung für ihr C-6536/2013 Seite 10 erwachsende notwendige und verhältnismässig hohe Kosten zusprechen (Art. 64 Abs. 1 VwVG). Dem obsiegende n Beschwerdeführer, welcher nicht durch einen Anwalt vertreten ist, sind keine ausserordentlichen Aufwendungen entstanden, weshalb ihm keine Parteientschädigung zuzusprechen ist (vgl. Art. 64 Abs. 1 VwVG i.V.m. Art. 7 Abs. 4 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsg e- richt [VGKE, SR 173.320.2]). C-6536/2013 Seite 11 Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 1. Die Beschwerde wird – soweit darauf eingetreten wird – insofern gutge- heissen, als die angefochtene Verfügung vom 25. Oktober 2013 aufgeho- ben und die Sache im Sinne der Erwägungen (vgl. E. 5) an die Vorinstanz zurückgewiesen wird. 2. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben . De r geleistete Kostenvo r- schuss von CHF 800.-- wird dem Besc hwerdeführer nach Eintritt der Rechtskraft des vorliegenden Urteils zurückerstattet. 3. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen. 4. Dieses Urteil geht an: – den Beschwerdeführer (Gerichtsurkunde; Beilage: Formular Zahl - adresse) – die Vorinstanz (Ref-Nr._______; Gerichtsurkunde) – das Bundesamt für Sozialversicherungen – die Oberaufsichtskommission BVG Für die Rechtsmittelbelehrung wird auf die nächste Seite verwiesen. Der vorsitzende Richter: Die Gerichtsschreiberin: Michael Peterli Lucie Schafroth C-6536/2013 Seite 12 Rechtsmittelbelehrung: Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen nach Eröffnung beim Bun- desgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öffentlich - rechtlichen Angelegenheiten geführt werden (Art. 82 ff., 90 ff. und 100 des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]). Die Rechtsschrift ist in einer Amtssprache abzufassen und hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. Der angefochtene Entscheid und die Beweismittel sind, soweit sie der Beschwerdeführer in Händen hat, beizulegen (Art. 42 BGG). Versand: