<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="cell small-12 contentContainer printArea"> <div><table><tr><td><p class="Normal Heading1"><span id="_GoBack"></span><span class="Normal Heading1">Sozialversicherungsgericht</span></p><p class="Normal Heading1"><span class="Normal Heading1">des Kantons Zürich</span></p></td><td><p class="Normal Heading1"></p></td></tr></table><p><span>AL.2016.00121</span></p><p><br/></p><p>IV. Kammer</p><p>Sozialversicherungsrichter Hurst, Vorsitzender<br/>Sozialversicherungsrichterin Arnold Gramigna<br/>Ersatzrichterin Bänninger Schäppi<br/>Gerichtsschreiber Kreyenbühl</p><p class="Normal Heading2"><span class="Normal Heading2">Urteil vom 28. Juni 2017</span></p><p class="Normal StandardEinzug"><span class="Normal StandardEinzug">in Sachen</span></p><p class="Normal StandardFett RubrumFett"><span class="Normal StandardFett RubrumFett">X.___</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Beschwerdeführer</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">gegen</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardFett RubrumFett"><span class="Normal StandardFett RubrumFett">Arbeitslosenkasse des Kantons Zürich</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Einkaufszentrum Neuwiesen</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Zürcherstrasse 8, Postfach 474, 8405 Winterthur</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Beschwerdegegnerin</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p></p><p><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Sachverhalt:</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">X.___, geboren 1982, war seit dem 1. März 2013 für die Y.___ tätig (Urk. 6/3). Am 5. Oktober 2015 stellte er bei der Arbeitslosenkasse des Kantons Zürich (ALK) Antrag auf Insolvenzentschädigung für im Zeitraum vom 1. November 2014 bis zum 30. November 2015 nicht erhaltenen Lohn in der Höhe von insgesamt Fr. 95‘000.--, da über die Y.___ am 9. September 2015 der Konkurs eröffnet worden sei (Urk. 6/1). Nach durchgeführtem Ein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">spracheverfahren (Verfügung der ALK vom 28. Oktober 2015, Urk. 6/10, und Einsprache des Versicherten vom 20. November 2015, Urk. 6/11) verneinte die ALK mit Entscheid vom 6. Juni 2016 (Urk. 2) einen Anspruch des Versicherten auf Insolvenzentschädigung.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Dagegen erhob der Versicherte am 6. Juli 2016 (Poststempel) Beschwerde und beantragte sinngemäss, es sei der angefochtene Einspracheentscheid aufzuhe</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ben und ein Anspruch auf Insolvenzentschädigung zu bejahen (Urk. 1). Die Beschwerdegegnerin schloss mit Beschwerdeantwort vom 29. Juli 2016 auf Abweisung der Beschwerde (Urk. 5), was dem Beschwerdeführer am 2. August 2016 angezeigt wurde (Urk. 8).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Auf die Vorbringen der Parteien und die eingereichten Akten wird, soweit erfor</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">derlich, im Rahmen der nachfolgenden Erwägungen eingegangen. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Das Gericht zieht in Erwägung:</span></p><p><span>1.</span><span> </span></p><p><span>1.1</span><span> </span><span>Gemäss Art. 51 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die obligatorische Arbeitslosen</span><span>versicherung und die Insolvenzentschädigung (AVIG) haben beitragspflichtige Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer von Arbeitgebern, die in der Schweiz der Zwangsvollstreckung unterliegen oder in der Schweiz Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer beschäftigen, Anspruch auf Insolvenzentschädigung, wenn:</span></p><p><span>a)</span><span> </span><span>gegen ihren Arbeitgeber der Konkurs eröffnet wird und ihnen in diesem Zeitpunkt Lohnforderungen zustehen oder</span></p><p><span>b)</span><span> </span><span>der Konkurs nur deswegen nicht eröffnet wird, weil sich infolge offensicht</span><span>licher Überschuldung des Arbeitgebers kein Gläubiger bereit findet, die Kosten vorzuschiessen, oder</span></p><p><span>c)</span><span> </span><span>sie gegen ihren Arbeitgeber für Lohnforderungen das Pfändungsbegehren gestellt haben </span></p><p><span> </span><span>oder bei Bewilligung der Nachlassstundung oder richterlichem Konkursauf</span><span>schub (</span><span>Art. </span><span>58 AVIG).</span></p><p><span> </span><span>Die Aufzählung der Insolvenztatbestände in </span><span>Art. </span><span>51 </span><span>Abs. </span><span>1 und </span><span>Art. </span><span>58 AVIG ist abschliessend (BGE 131 V 196).</span></p><p><span>1.2</span><span> </span><span>Die Insolvenzentschädigung deckt für das gleiche Arbeitsverhältnis Lohnforderun</span><span>gen für höchstens die letzten vier Monate des Arbeitsverhältnis</span><span>ses, für jeden Monat jedoch nur bis zum Höchstbetrag nach </span><span>Art. </span><span>3 </span><span>Abs. </span><span>2 AVIG. Als Lohn gelten auch die geschuldeten Zulagen (</span><span>Art. </span><span>52 </span><span>Abs. </span><span>1 AVIG).</span></p><p><span>1.3</span><span> </span><span>Keinen Anspruch auf Insolvenzentschädigung haben Personen, die in ihrer Eigenschaft als Gesellschafter, als finanziell am Betrieb Beteiligte oder als Mit</span><span>glieder eines obersten betrieblichen Entscheidungsgremiums die Entscheidun</span><span>gen des Arbeitgebers bestimmen oder massgeblich beeinflussen können, sowie ihre mitarbeitenden Ehegatten (Art. 51 </span><span>Abs. </span><span>2 AVIG; BGE 126 V 134; vgl. auch Urteil des Bundesgerichts 8C_196/2011 vom </span><span>1. </span><span>Juni 2011).</span></p><p><span>1.4</span><span> </span><span>Nach der Rechtsprechung stimmt der Personenkreis nach den gleichlautenden </span><span>Art. </span><span>31 </span><span>Abs. </span><span>3 lit. c AVIG und </span><span>Art. </span><span>51 </span><span>Abs. </span><span>2 AVIG überein, weshalb die zur ersten Bestimmung entwickelte Rechtsprechung auch auf </span><span>Art. </span><span>51 </span><span>Abs. </span><span>2 AVIG anwendbar ist. Nach der Rechtsprechung zu </span><span>Art. </span><span>31 </span><span>Abs. </span><span>3 lit. c AVIG ist es nicht zulässig, Angestellte in leitenden Funktionen allein deswegen generell als nicht anspruchsberechtigt zu qualifizieren, weil sie für einen Betrieb zeich</span><span>nungsberechtigt und im Handelsregister eingetragen sind (BGE 120 V 526). Vielmehr muss bei Arbeitnehmern, bei denen sich auf Grund ihrer Mitwirkung im Betrieb die Frage stellt, ob sie einem obersten betrieblichen Entscheidungs</span><span>gremium angehören und ob sie in dieser Eigenschaft massgeblich Einfluss auf die Unternehmensentscheidungen nehmen können, jeweils geprüft werden, wel</span><span>che Entscheidungsbefugnisse ihnen auf Grund der internen betrieblichen Struktur zukommen. Hievon ausgenommen hat das Eidgenössische Versiche</span><span>rungsgericht einzig die mitarbeitenden Verwaltungsräte, da diese unmittelbar von Gesetzes wegen (</span><span>Art. </span><span>716 - 716b OR) über eine massgebliche Entschei</span><span>dungsbefugnis im Sinne von </span><span>Art. </span><span>31 </span><span>Abs. </span><span>1 lit. c AVIG verfügen (BGE 122 </span><span>V </span><span>272 E. 3 mit Hinweisen). In SVR 1997 ALV 101 S. 310 E. 5c hat das Eidgenös</span><span>sische Versicherungsgericht sodann dargelegt, dass </span><span>Art. </span><span>31 </span><span>Abs. </span><span>3 lit. c AVIG vor allem an der faktischen Möglichkeit zur Einflussnahme anknüpft. Diese wird zwar bei einem Verwaltungsrat begriffsnotwendig vorausgesetzt (BGE 122 V 273 oben), bei leitenden Angestellten auf tieferen Ebenen der Organisation jedoch häufig durch entsprechende Umschreibung des Aufgaben- und Kompe</span><span>tenzbereichs eingeschränkt. Wo dabei im Einzelfall die Grenze zwischen dem obersten betrieblichen Entscheidungsgremium und den unteren Führungsebe</span><span>nen verläuft, lässt sich anhand formaler Kriterien allein nicht beurteilen. Das Mass der Entscheidungsbefugnis ist vielmehr anhand der konkreten Gegeben</span><span>heiten zu ermitteln (Urteil des damaligen Eidgenössischen Versicherungsge</span><span>richts C 261/01 vom 1</span><span>7. </span><span>Mai 2002 E. 4b).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Streitig und zu prüfen ist der Anspruch des Beschwerdeführers auf Insolvenz-ent</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">schädigung.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Beschwerdegegnerin begründete den angefochtenen Entscheid damit, dass der Beschwerdeführer </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nach dem Ausscheiden</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> des damaligen Verwaltungsrats</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">präsidenten der </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Y.___</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> am 2</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Dezember 2014</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">zusammen mit einem wei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">teren, im Handelsregister auch als Direktor </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">eingetragenen Arbeitskollegen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> die operative Führung des Unternehmens übernommen habe. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Per </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Konkurseröffnung am </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">9. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">September 2015</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> sei der Beschwerdeführer</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> auch im Besitz von 26.56</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> %</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> des Aktienkapitals gewesen und habe damit gemeinsam mit dem anderen neuen Geschäftsführer über die Aktienmehrheit verfügt. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Im Weiteren habe er</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> bereits vor der Übernahme der operativen Geschäftsführung im Dezember 2014 mit der weitestgehend freien Entscheidungswahl im Bereich Kundenberatung/Verkauf massgeblichen Einfluss auf einen Kernbereich des Unternehmens</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> gehabt. Auf</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">grund </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">der Auftragslage</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> sei er</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> über die Geschäftse</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ntwicklung im Klaren gewe</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sen. Zudem sei davon auszugehen, dass der Beschwerdeführer</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> als übernehmen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">der Geschäftsführer schon vor dem Ausscheiden des damaligen Verwaltungs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ratspräsidenten im Dezember 2014 Einbli</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ck in die Geschäftsbücher erhalten</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> habe. Dass die Eidgenössische Finanzmarktaufsicht (FINMA) per 2</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">6. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">März 2015 die Kontrolle über die </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Y.___</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> übernommen habe, ändere nichts an der Tatsache, dass der Beschwerdeführer bis zuletzt über die finanzielle Lage der Unternehmung informiert und auch dafür verantwortlich gewesen sei. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Er gehöre</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> damit ohne Weiteres zum Personenkreis, welcher nach den gesetzlichen Bestimmungen und der Rechtsprechung vom Anspruch auf Insolvenzentschädi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gung ausgenommen sei. Unbehelflich sei dabei sein Vorbringen, dass er in der kurzen Phase bis zum Einschreiten der FINMA die Geschäftsführertätigkeit fak</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tisch gar nicht habe übernehmen können (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Urk. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2 S. 3 f.). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Der Beschwerdeführer machte demgegenüber geltend, es sei richtig, dass er zum Zeitpunkt der Konkurseröffnung am 9. September 2015 eingetragener Direktor der Y.___ gewesen sei und 26.56 % des Aktienkapitals gehalten habe. Bis zur Übernahme der Y.___ zusammen mit seinem Arbeitskollegen Ende 2014/Anfang 2015 habe er aber weder Kontoeinsicht gehabt noch in irgendei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ner Form selbständig Entscheidungen treffen können. Das Ausmass der finanzi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ellen Schwierigkeiten, welche sogar eine Sanierung vonnöten gemacht habe, sei ihnen erst klar geworden, als sie im November 2014 Einsicht in die Bankkonten und in die Buchhaltung erhalten hätten. Nach der Übernahme hätten sein Arbeitskollege und er deshalb zunächst Sanierungsmassnahmen eingeleitet. Im Zuge dieser Sanierungsmassnahmen sei eine buchhalterische Bereinigung vor</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">genommen, Kapital zugeführt und durch einen renommierten externen Wirt</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">schaftsprüfer eine Revision durchgeführt worden. Des Weiteren sei ein renom</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">miertes Verwaltungsratsboard akquiriert worden. Leider seien die Sanierungs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">massnahmen aber bereits im März 2015 durch das Eingreifen der FINMA ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">zögert und schliesslich durch die Konkurseröffnung verhindert worden. Die Konkurseröffnung sei nicht primär Folge der finanziellen Situation oder der schwachen Auftragslage gewesen, sondern der rechtlichen Schieflage, in welche die Y.___ bereits im Jahr 2013 durch die ehemalige Geschäftsführung geraten sei. Im Rahmen der Übernahme Ende 2014/Anfang 2015 hätten weder seine Rechtsberater noch er vorhersehen können, dass durch die FINMA eine so drastische Massnahme wie die Konkurseröffnung ergriffen würde. Weder sein Arbeitskollege noch er hätten der Übernahme der Y.___ zugestimmt, wenn sie Kenntnis darüber gehabt hätten, dass sie von der FINMA aufgrund der Rechtslage nur sieben Wochen nach Erhalt der Aktienanteile (am 2. Februar 2015) operativ total blockiert würden und dann sogar eine Konkurseröffnung folgen würde (Urk. 1).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.</span></p><p><span>3.1</span><span> </span><span>Aktenkundig und unbestritten ist</span><span>, dass der Beschwerdeführer im November</span><span> 2014 Einsicht in die Bankkonten</span><span> und in die Buchhaltung</span><span> der </span><span>Y.___</span><span> erhalten hat und der damalige </span><span>CEO/Verwaltungsratspräsident</span><span> am 2</span><span>2. </span><span>Dezember 2014 aus der </span><span>Gesellschaft </span><span>ausschied. Am 2</span><span>3. </span><span>Dezember 2014 übernahm der Beschwerdeführer gemeinsam mit </span><span>Z.___ </span><span>– beide waren bereits als Direktoren mit Kollektivunterschrift zu zweien im Handelsregister eingetragen (vgl. </span><a href="http://www.zefix.ch"><span>www.zefix.ch</span> </a><span>) - die operative Geschäftsführung der </span><span>Y.___</span><span>. </span><span>Im Dezem</span><span>ber 2014 (Urk. 6/9) – nach eigenen Angaben im Februar 2015 (Urk. 1 S. 2) – gelangten Z.___ und der Beschwerdeführer sodann je in Besitz von 26.56 % des Aktienkapitals – über welches sie auch im Zeitpunkt der Kon</span><span>kurseröffnung am 9. September 2015 noch verfügten - und planten bedeutsame Sanierungsmassnahmen wie etwa eine Kapitalerhöhung und den Austausch von Verwaltungsratsmitgliedern (Urk. 6/9). </span><span>Am 2</span><span>6. </span><span>März 2015 setzte die FINMA jedoch die </span><span>A.___</span><span> als Untersuchungsbeauftragte ein, woraufhin sämtliche Kompetenzen auf diese ü</span><span>bergingen. Z.___ und der Beschwer</span><span>deführer hatten ab diesem</span><span> Zeitpunkt lediglich noch die Stellung von Mitarbei</span><span>tenden (vgl. dazu auch die Auskunft der FINMA</span><span> vom 14. Oktober 2015, Urk. 6/9</span><span>). </span></p><p><span>3.2</span><span> </span><span>Vom 2</span><span>3. </span><span>Dezember 2014 bis zum 2</span><span>5. </span><span>März 2015 besass der Beschwerdeführer somit wesentliche Entscheidungsbefugnisse innerhalb der </span><span>Y.___</span><span> und </span><span>spätestens </span><span>ab Februar 2015 auch eine massgebliche finanzielle Beteiligung an der Gesellschaft</span><span> (Urk. 6/9)</span><span>. </span><span>Damit ist erstellt, dass er zum Kreis der in </span><span>Art. </span><span>51 </span><span>Abs. </span><span>2 AVIG genannten Personen zählt. Dass ihm per 2</span><span>6. </span><span>März 2015 von der Aufsichtsbehörde FINMA die Kompetenzen entzogen wurden, ändert daran nichts. Rechtsprechungsgemäss ist sodann nicht von Belang, ob der Beschwer</span><span>deführer konkret in der Lage war, rechtzeitig Sanierungsmassnahmen einzulei</span><span>ten. Denn auch wenn dies nicht der Fall war, hat er für die Folgen der missli</span><span>chen finanziellen Verhältnisse der Firma, die zum Konkurs führten, einzustehen (vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_196/2011 vom </span><span>1. </span><span>Juni 2011 E. 3.3.2). Über</span><span>dies wird auch nicht verlangt, dass eine versicherte Person für die Gründe, wel</span><span>che schliesslich zum Konkurs führten, verantwortlich oder mitverantwortlich ist oder dass ihr eine Missbrauchsabsicht vorgeworfen werden kann (</span><span>vgl. </span><span>Urteil des Bundesgerichts</span><span> 8C_705/2007 vom 6. Mai 2008 E. </span><span>3.2). </span></p><p><span> </span><span>Ob dem Beschwerdeführer bereits vor Übernahme der Geschäftsführung Ende Dezember 2014 eine arbeitgeberähnliche Stellung zukam, muss unter diesen Umständen nicht erörtert werden.</span></p><p><br/></p><p><span>4.</span><span> </span><span>Es ist dementsprechend nicht zu beanstanden, dass die Beschwerdegegnerin einen Anspruch des Beschwerdeführers auf Insolvenzentschädigung verneint hat. Die Beschwerde erweist sich deshalb als unbegründet und ist abzuweisen.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Heading3"><span class="Normal Heading3">Das Gericht erkennt:</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span class="Normal Dispotext DispoHngend">1.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Die </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Beschwerde </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">wird abgewiesen.</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span class="Normal Dispotext DispoHngend">2.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Das Verfahren ist kostenlos.</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span class="Normal Dispotext DispoHngend">3.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Zustellung gegen Empfangsschein an:</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">X.___</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Arbeitslosenkasse des Kantons Zürich</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">seco - Direktion für Arbeit</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Amt für Wirtschaft und Arbeit (AWA)</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">4.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Gegen diesen Entscheid kann innert </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">30 Tagen</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"> seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundes</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">gesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 15. Juli bis und mit 15. August sowie vom 18. Dezember bis und mit dem 2. Januar (Art. 46 BGG).</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">stellen.</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismit</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">tel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat (Art. 42 BGG).</span></p><p class="Normal Heading3"><br/></p><p class="Normal Heading3"><span class="Normal Heading3">Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich</span></p><p><br/></p><p>Der VorsitzendeDer Gerichtsschreiber</p><p><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p>HurstKreyenbühl</p></div> </div></body></html>