<h2>SubmittedText<h2><p>Nach einer Notiz im Info-Blatt (Nr. 5/94) der Schweizerischen Hochschulkonferenz wollen einige Hochschulkantone die Ausbildung der Lehrkräfte für den Kindergarten und die Primarstufe neu an der Universität ansiedeln. Diese Vorhaben stehen u. a. in Zusammenhang mit der künftigen Neustrukturierung des nichtakademischen tertiären Bildungsbereichs durch die Schaffung der Fachhochschulen und der Pädagogischen Hochschulen. Die Schweizerische Hochschulkonferenz hat sich bereits in Zusammenhang mit der Stellungnahme zu den von der Erziehungsdirektorenkonferenz in die Vernehmlassung geschickten "Thesen zur Entwicklung Pädagogischer Hochschulen" mit diesen Plänen auseinandergesetzt.</p><p>Mit der geplanten Ausbildung der Lehrkräfte des Kindergartens und der Primarstufe an der Universität würden diese Ausbildungsgänge neu über das Hochschulförderungsgesetz durch den Bund subventioniert. Da eine derartige Ausweitung der Bundessubventionierung nicht angestrebt wird, entstehen künftig komplexe Ausscheidungsverfahren, welche mit grosser Wahrscheinlichkeit zu unerwünschten Auseinandersetzungen führen können (Studenten-, Personal-, Sach- und Finanzstatistik, Grund- und Investitionsbeiträge des Bundes u. a. m.).</p><p>Aus der Sicht der Nichthochschulkantone, der übrigen Hochschulkantone und des Bundes ist aus ordnungs- und finanzpolitischen Gründen eine derartige Ausweitung der Hochschulförderung abzulehnen. Staatspolitisch ist es zudem nicht erwünscht, dass alle Lehrkräfte des Kindergartens und der Primarstufe an den Universitäten der Hochschulkantone und nicht wie bisher dezentral unter der Verantwortung aller Kantone ausgebildet werden.</p><p>1. Welche Vorkehrungen unternimmt der Bundesrat, um eine derartige Ausweitung der Hochschulförderung des Bundes zu unterbinden?</p><p>2. Gibt es weitere Immatrikulationsbedingungen, welche zu einer Verzerrung der Hochschulförderung des Bundes führen? Wenn ja, was wird dagegen unternommen?</p>