Kantonsgericht Schwyz Urteil vom 12. März 2019 ZK1 2018 3 Mitwirkend Kantonsgerichtspräsident Dr. Urs Tschümperlin, Kantonsrichter Walter Christen, Hannelore Räber, Pius Schuler und Jörg Meister, Gerichtsschreiberin lic. iur. Antoinette Hürlimann. In Sachen 1. A.________, 2. B.________, 3. C.________, Kläger und Berufungsführer, alle vertreten durch Rechtsanwältin D.________, gegen 1. E.________, 2. F.________, 3. G.________, Beklagte und Berufungsgegner, Ziff. 1-3 vertreten durch Rechtsanwalt H.________, 4. I.________, bestehend aus den Beklagten 1-3, Beklagte und Berufungsgegnerin, vertreten durch J.________, betreffend Erbteilung (Ausgleichung, gemischte Schenkung) (Berufung gegen das Urteil des Bezirksgerichts Schwyz vom 13. Dezem- ber 2017, ZGO 2015 12);- hat die 1. Zivilkammer,Kantonsgericht Schwyz 2 nachdem sich ergeben: A. Der Ehe von U.________ und V.________ entsprossen die Kinder A.________, B.________, C.________ (nachfolgend Kläger 1-3), E.________, F.________ und G.________ (nachfolgend Beklagte 1-3). Am 16. Dezember 1986 schlossen U.________, der Kläger 1 und der Beklagte 1 einen Gesellschaftsvertrag betreffend die Kollektivgesellschaft „W.________“. Die Gesellschaft bezweckte den „Betrieb der Garage an der K.________strasse“ (Vi-BB 4). Per 31. Dezember 1992 trat U.________ aus der Gesellschaft aus (Vi-BB 6). Zwei Jahre später, das heisst per 31. Dezem- ber 1994 verliess auch der Kläger 1 die Gesellschaft. In der Folge führte der Beklage 1 den Betrieb im Rahmen der Einzelfirma „X.________“ alleine weiter (Vi-KB 17). Am 18. April 1995 verkaufte U.________ dem Beklagten 1 die Liegenschaften GB zz (Garage mit Wohnhaus) an der K.________strasse yy und N.________strasse yy, und GB xx (Wiese, Hofraum und Gewässer) in der N.________ in Z.________ mit einem Kaufpreis von Fr. 1‘595‘000.00 (Vi-KB 3, Vi-BB 3). Am ww verstarb U.________ (nachfolgend als Erblasser bezeich- net). B. Am 8. Oktober 2015 erhoben die Kläger 1-3 beim Bezirksgericht Schwyz Klage auf Feststellung und Teilung des Nachlasses (Vi-act. 1). Mit ihren zu- letzt aufrecht erhaltenen Rechtsbegehren beantragten die Kläger 1-3 Folgen- des (vgl. Replik vom uu, Vi-act. 24 resp. Stellungnahme zu den Noven vom 10. Februar 2017, Vi-act. 40): 1. Feststellung Nachlass Es sei der Nachlass des am ww verstorbenen U.________, letzter Aufenthalt im Betagtenzentrum Y.________, festzustellen, d.h. es sei insbesondere festzustellen, dass der Nachlass die im erb- schaftsamtlichen Inventar aufgeführten Aktiven und Passiven mit einem Netto-Verkehrswert von CHF 21‘813.00 nach der güter- rechtlichen Auseinandersetzung umfasst.Kantonsgericht Schwyz 3 2. Teilungsklage Es sei der gemäss Ziff. 1 festgestellte Nachlass zu teilen, wobei 2.1 Ausgleichsklage die im Jahr 1995 erfolgte gemischte Schenkung im Zusam- menhang mit dem Kaufvertrag vom 18. April 1995 betreffend GB zz und GB xx im Z.________ in der Höhe von mindes- tens CHF 484‘853.10 durch den Erblasser an die Beklagten 1 zur Ausgleichung zu bringen sei. D.h. die der Ausgleichung unterworfene gemischte Schen- kung 2.1.1 sei somit der für die Erbteilung massgeblichen Be- rechnungsmasse hinzuzuzählen; 2.1.2 sei an den Erbteil des Beklagten 1 anzurechnen; 2.1.3 und die Kläger 1, 2 und 3 seien zu berechtigen, den dadurch in Erscheinung tretenden Mehrwert ihres Erb- teils, welcher je 1/12 beträgt, in der Erbteilung zulas- ten des Erbteiles des Beklagten 1 zu beanspruchen. Der Beklagte 1 sei zu verpflichten, den Klägern einen nach Durchführung des Beweisverfahrens noch zu beziffernden Geldbetrag zu bezahlen, wobei die Geldbeträge in allen Fäl- len so festzusetzen sind, dass die Kläger 1, 2 und 3 ihren gesetzlichen Erbteil, welcher je 1/12 beträgt, der um die ge- mischte Schenkung im Zusammenhang mit dem Kaufvertrag vom 18. April 1995 betreffend GB zz und GB xx im Z.________ in der Höhe von mindestens CHF 484‘853.10 vermehrten Erbschaft von U.________ ungeschmälert erhal- ten, jedoch mindestens CHF 42‘222.00 je Kläger. 2.3 Eventualiter Herabsetzungsklage: Es sei die im Jahr 1995 erfolgte gemischte Schenkung im Zusammenhang mit dem Kaufvertrag vom 18. April 1995 be- treffend GB zz und GB xx im Z.________ in der Höhe von mindestens CHF 484‘853.10 vom Erblasser an den Bekla- gen 1 der Herabsetzung zu unterstellen und in die Berech- nungsmasse für den Herabsetzungsanspruch einzubezie- hen. Falls der Nachlass für die Deckung des Herabsetzungsan- spruches nicht ausreicht, sei die 1995 erfolgte gemischte Schenkung im Zusammenhang mit dem Kaufvertrag vom Kantonsgericht Schwyz 4 18. April 1995 betreffend GB zz und xx im Z.________ des Erblassers an den Beklagten 1 auf jenen Bruchteils ihres Wertes herabzusetzen, um den Klägern 1, 2 und 3 ihren vol- len Pflichtteil von je 3/48 des Gesamtnachlasses zu ver- schaffen. Der Beklagte 1 sei zu verpflichten, den Klägern einen nach Durchführung des Beweisverfahrens noch zu beziffernden Geldbetrag zu bezahlen, wobei die Geldbeträge in allen Fäl- len so festzusetzen sind, dass die Kläger 1, 2 und 3 ihren Pflichtteil von je 3/48 der um die im Zusammenhang mit dem Kaufvertrag vom 18. April 1995 betreffend GB zz und GB xx im Z.________ in der Höhe von mindestens CHF 484‘853.10 vermehrten Erbschaft von U.________ un- geschmälert erhalten, jedoch von mindestens CHF 31‘667.00 je Kläger. 3. Alle anderslautenden Anträge, insbesondere auch der neugestellte Antrag Ziff. 4, der Beklagten seien abzuweisen, soweit darauf ein- zutreten ist. Es sei mithin festzustellen, dass der Beklagte 1 keinen Anspruch auf einen Erbanteil aus dem Nachlass gemäss Ziff. 1 hat. Die Beklagten 2 und 3 haben Anspruch auf je 1/12 bzw. je CHF 1‘812.75 und die Beklagte 4 auf ½ bzw. CHF 10‘906.50 des nach Ziff. 1 festgestellten Nachlasses. 4. Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten der Be- klagten. Die Beklagten stellten zuletzt folgende Anträge (vgl. Duplik vom 2. Novem- ber 2016, Vi-act. 34 resp. Stellungnahme vom 22. Mai 2017, Vi-act. 46): 1. Es sei die güterrechtliche Auseinandersetzung zwischen den Ehe- gatten U+V.________ vorzunehmen und es sei der Nachlass des am ww verstorbenen U.________, letzter Aufenthalt im Betagten- zentrum Y.________, wohnhaft gewesen N.________strasse yy/K.________strasse vv, Z.________, festzustellen, d.h. es sei insbesondere festzustellen, dass der Nachlass die im erbschaftli- chen Inventar aufgeführten Aktiven und Passiven mit einem Netto- Inventarwert von CHF 21‘814.00 nach der güterrechtlichen Aus- einandersetzung umfasst. 2. Es sei der gemäss Ziff. 1 festgestellte Nachlass zu teilen und fest- zustellen, dass der Anteil der Kläger 1, 2, 3 und der Beklagten 1, 2, 3 je 1/12, entspricht je Fr. 1‘875.75 und der Anteil der Beklagten 4 6/12 (= ½), entspricht Fr. 10‘906.50 (nebst Fr. 12‘037.65 aus Güterrecht), beträgt.Kantonsgericht Schwyz 5 3. Die anderslautenden Anträge (u.a. Ausgleichungs- und Herabset- zungsklagen) der Kläger seien vollständig abzuweisen. 4. Eventualiter stellen die Beklagten, für den Fall, dass der Beklagte 1 wider Erwarten gemischte Schenkungen zur Ausgleichung bringen müsste oder dieser der Herabsetzung unterliegen würden, den An- trag, dass der Kläger 1 die jeweils identischen Geldbeträge zur Ausgleichung bringen müsste (evtl. auch die ihm ausgerichteten gemischten Schenkungen der Herabsetzung unterliegen, d.h. her- abzusetzen sind), d.h. die der Ausgleichung (evtl. Herabsetzung) unterworfene gemischte Schenkung der für die Erbteilung mass- geblichen Berechnungsmasse hinzuzuzählen und an den Erbteil des Klägers 1 anzurechnen und die Beklagten 2 und 3 zu berech- tigen seien, den dadurch in Erscheinung tretenden Mehrwert ihres Erbteils, welcher je 1/12 (evtl. 3/48) beträgt, in der Erbteilung zu- lasten des Erbteiles des Klägers 1 zu beanspruchen, womit der Kläger 1 zu verpflichten wäre, den Beklagten 2 und 3 einen ent- sprechenden Geldbetrag zu bezahlen, damit diese ihren gesetzli- chen Erbteil von 1/12 (evtl. ihren Pflichtteil von je 3/48), der um die ausgleichungspflichtigen (evtl. herabsetzungspflichtigen) Zuwen- dungen vermehrten Erbschaft ungeschmälert erhalten. 5. Weitere Bezifferungen und Anträge nach Durchführung des Be- weisverfahrens bleiben ausdrücklich vorbehalten. 6. Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten der Klä- ger. Mit Eingabe vom 18. Januar 2015 schloss sich V.________ den Anträgen der Beklagen 1-3 an (Vi-act. 14). V.________ verstarb während des erstinstanzli- chen Verfahrens am uu. Mit Urteil vom 13. Dezember 2017 erkannte das Bezirksgericht wie folgt: 1. Es wird festgestellt, dass der Nachlass von U.________, gest. ww, einen Nettowert von Fr. 21’813.00 aufweist. 2. Es wird festgestellt, dass den Klägern 1-3 und den Beklagten 1-3 je ein Zwölftel (1/12) sowie der Erbengemeinschaft der V.________ sel. (Beklagte 4), bestehend aus den Beklagten 1-3, die Hälfte (1/2) des Nettonachlasses zukommt. Die Kläger 1-3 und die Beklagten 1-3 erhalten je Fr. 1’817.75 und die Erbengemeinschaft der V.________ sel. (Beklagte 4) erhält Fr. 10’906.50 aus dem Nettonachlass.Kantonsgericht Schwyz 6 3. Die übrigen Anträge der Kläger werden abgewiesen. 4. Die Gerichtskosten von Fr. 7’750.00, bestehend aus der Entscheidgebühr von Fr. 7’500.00 und den Kosten für das Schlichtungsverfahren von Fr. 250.00, werden Klägern unter solidarischer Haftung auferlegt. Die Entscheidgebühr wird liqudiert, indem sie mit den von den Klägern geleisteten Kostenvorschüssen von je Fr. 3’500.00 verrechnet wird. Die Gerichtskasse hat den Klägern je einen Betrag von Fr. 1’000.00 zurückzuerstatten. 5. Die Kläger werden unter solidarischer Haftung verpflichtet, den Beklagten 1-3 eine Parteientschädigung von Fr. 22’199.95 (inkl. Auslagen und Mehrwertsteuer) zu bezahlen. 6.-7. [Rechtsmittel und Zustellung]. C. Gegen dieses Urteil erhoben die Kläger 1-3 am 22. Januar 2018 Beru- fung beim Kantonsgericht mit folgenden Anträgen (KG-act. 1): 1. Es seien die Dispositiv-Ziffern 1, 2, 3, 4 und 5 des angefochtenen Urteils vom 13. Dezember 2017 (ZGO 2015 12) des Bezirksgerichts Schwyz wie folgt abzuändern: 1.1 Dispositiv-Ziffer 1, 2 und 3 seien aufzuheben und 1.1.1 Feststellung Nachlass es sei der Nachlass des am ww verstorbenen U.________, letzter Aufenthalt im Betagtenzentrum Y.________, festzustellen, d.h. es sei insbesondere festzustellen, dass der Nachlass die im erschaftsamtlichen Inventar aufgeführten Aktiven und Passiven mit einem Net- to-Inventarwert von CHF 21‘813.00 nach der güterrechtli- chen Auseinandersetzung umfasst. 1.1.2 Teilungsklage Es sei der gemäss Ziff. 1.1.1 festgestellte Nachlass zu tei- len, wobei 1.1.2.1 Ausgleichsklage die im Jahr 1995 erfolgte gemischte Schenkung im Zusammenhang mit dem Kaufvertrag vom 18. Kantonsgericht Schwyz 7 April 1995 betreffend GB zz und GB xx im Z.________ in der Höhe von mindestens CHF 484‘853.10 durch den Erblasser an den Beklagten 1 zur Ausgleichung zu bringen sei. D.h. die der Ausgleichung unterworfene ge- mischte Schenkung 1.1.2.1.1 sei somit der für die Erbteilung massgeblichen Berechnungsmas- se hinzuzuzählen; 1.1.2.1.2 sei an den Erbteil des Beklagten 1 anzurechnen; 1.1.2.1.3 und die Kläger 1, 2 und 3 seien zu berechtigen, den dadurch in Er- scheinung tretenden Mehrwert ih- res Erbteils, welcher je 1/12 be- trägt, in der Erbteilung zulasten des Erbteiles des Beklagten 1 zu beanspruchen. Der Beklagte 1 sei zu verpflichten, den Klägern einen nach Durchführung des Beweisverfahrens noch zu beziffernden Geldbetrag zu bezahlen, wobei die Geldbeträge in allen Fäl- len so festzusetzen sind, dass die Kläger 1, 2 und 3 ihren gesetzlichen Erbteil, welcher je 1/12 beträgt, der um die ge- mischte Schenkung im Zusammenhang mit dem Kaufvertrag vom 18. April 1995 betreffend GB zz und GB xx im Z.________ in der Höhe von mindestens CHF 484’853.10 vermehrten Erbschaft von U.________ ungeschmälert erhalten, jedoch mindestens CHF 42’222.00 je Kläger. 1.2.2.2 Eventualiter Herabsetzungsklage: Es sei die im Jahr 1995 erfolgte gemischte Schenkung im Zusammenhang mit dem Kaufvertrag vom 18. April 1995 betreffend GB zz und GB xx im Z.________ in der Höhe von mindestens CHF 484‘853.10 vom Erblasser an den Beklagten 1 der Herabsetzung zu unterstellen und in die Berech- nungsmasse für den Herabsetzungsanspruch einzu- beziehen. Falls der Nachlass für die Deckung des Herabset- zungsanspruches nicht ausreicht, sei die 1995 erfolg- te gemischte Schenkung im Zusammenhang mit dem Kaufvertrag vom 18. April 1995 betreffend GB zz und Kantonsgericht Schwyz 8 GB xx im Z.________ des Erblassers an den Beklag- ten 1 auf jenen Bruchteil ihres Wertes herabzusetzen, um den Klägern 1, 2 und 3 ihren vollen Pflichtteil von je 3/48 des Gesamtnachlasses zu verschaffen. Der Beklagte 1 sei zu verpflichten, den Klägern einen nach Durchführung des Beweisverfahrens noch zu beziffernden Geldbetrag zu bezahlen, wobei die Geldbeträge in allen Fällen so festzusetzen sind, dass die Kläger 1, 2 und 3 ihren Pflichtteil von je 3/48 der um die im Zusammenhang mit dem Kaufvertrag vom 18. April 1995 betreffend GB zz und GB xx im Z.________ in der Höhe von mindestens CHF 484‘853.10 vermehrten Erbschaft von U.________ ungeschmälert erhalten, jedoch mindes- tens CHF 31‘667.00 je Kläger. 1.1.3 Es sei mithin festzustellen, dass der Beklagte 1 keinen An- spruch auf einen Erbanteil aus dem Nachlass gemäss Ziff. 1.1.1 hat. Die Beklagten 2 und 3 haben Anspruch auf je 1/12 bzw. je CHF 1‘812.75 und die Beklagte 4 auf ½ bzw. CHF 10‘906.50 des nach Ziff. 1.1.1 festgestellten Nachlasses. 1.2 Dispositiv-Ziffer 4 und 5 seien aufzuheben und die Kosten- und Entschädigungsfolgen seien neu festzulegen, mithin 1.2.1 seien die Gerichtskosten den Beklagten/Berufungs- beklagten aufzuerlegen. 1.2.2 seien die Beklagten/Berufungsbeklagten zu verpflich- ten, den Klägern/Berufungsklägern eine Parteien- tschädigung auszurichten. 2. Eventualiter seien die vorinstanzlichen Dispositiv-Ziff. 1, 2, 3, 4 und 5 des angefochtenen Urteils vom 13. Dezember 2017 (ZGO 2015 12) aufzuheben und es sei die Angelegenheit zur Ergänzung des Sachverhalts und zur Neubeurteilung über die Berufungsanträge Ziff. 1.1 bis 1.2 zurückzuweisen. 3. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge zu Lasten der Berufungs- beklagten. Weiter beantragten die Kläger die Durchführung einer mündlichen Hauptver- handlung. Mit Eingabe vom 2. März 2018 schloss sich die Beklagte 4 den An-Kantonsgericht Schwyz 9 trägen der Beklagten 1-3 an und teilte mit, sich gegenwärtig nicht aktiv am Prozess beteiligen zu wollen (KG-act. 10). Mit Berufungsantwort vom 7. März 2018 stellten die Beklagten 1-3 folgende Anträge: 1. Die Berufung sei vollumfänglich abzuweisen. 2. Eventualiter stellen die Beklagten, für den Fall, dass der Beklagte 1 wider Erwarten gemischte Schenkungen zur Ausgleichung bringen müsste oder dieser der Herabsetzung unterliegen würden, den An- trag, dass der Kläger 1 die jeweils identischen Geldbeträge zur Ausgleichung bringen müsste (evtl. auch die ihm ausgerichteten gemischten Schenkungen der Herabsetzung unterliegen, d.h. her- abzusetzen sind), d.h. die der Ausgleichung (evtl. Herabsetzung) unterworfene gemischte Schenkung der für die Erbteilung mass- geblichen Berechnungsmasse hinzuzuzählen und an den Erbteil des Klägers 1 anzurechnen und die Beklagten 2 und 3 zu berech- tigen seien, den dadurch in Erscheinung tretenden Mehrwert ihres Erbteils, welcher je 1/12 (evtl. 3/48) beträgt, in der Erbteilung zu- lasten des Erbteiles des Klägers 1 zu beanspruchen, womit der Kläger 1 zu verpflichten wäre, den Beklagten 2 und 3 einen ent- sprechenden Geldbetrag zu bezahlen, damit diese ihren gesetzli- chen Erbteil von 1/12 (evtl. ihren Pflichtteil von je 3/48), der um die ausgleichungspflichtigen (evtl. herabsetzungspflichtigen) Zuwen- dungen vermehrten Erbschaft ungeschmälert erhalten. 3. Dem prozessualen Antrag auf Durchführung einer mündlichen Hauptverhandlung sei nicht stattzugeben. 4. Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten der Klä- ger. Am 20. März 2018 reichten die Kläger unaufgefordert eine „Stellungnah- me/Anschlussberufungsantwort“ ein und beantragten die kosten- und ent- schädigungspflichtige Abweisung der Anträge Ziff. 1-4 der Berufungsantwort (KG-act. 14). Die Beklagten liessen sich dazu am 19. April 2018 vernehmen (KG-act. 18). Diese Stellungnahme wurde den Klägern zur Kenntnis gebracht mit der gleichzeitigen Mitteilung, dass sich die Parteien nach der Auffassung der Verfahrensleitung hinreichend zum Berufungsgegenstand geäussert hät- ten (KG-act. 19). Es gingen keine weiteren Eingaben mehr ein.Kantonsgericht Schwyz 10 Auf die weiteren Vorbringen der Parteien wird – soweit erforderlich – in den Erwägungen eingegangen;- in Erwägung: 1. a) Nach Art. 626 Abs. 2 ZGB untersteht grundsätzlich der Ausglei- chungspflicht, was der Erblasser seinen Nachkommen als Heiratsgut, Ausstat- tung oder durch Vermögensabtretung, Schulderlass und dergleichen zuge- wendet hat; von der Ausgleichung kann der Erblasser die Erben ausdrücklich dispensieren. Laut Art. 527 Ziff. 1 ZGB unterliegen die Zuwendungen auf An- rechnung an den Erbteil, als Heiratsgut, Ausstattung oder Vermögensabtre- tung der Herabsetzung, wenn sie nicht der Ausgleichung unterworfen sind. aa) (Lebzeitige) Zuwendungen des Erblassers an seine Erben sind i.d.R. sowohl unter Ausgleichungs- als auch unter Herabsetzungsaspekten zu prü- fen. Die Ausgleichung dient im Rahmen des gesetzlichen Erbteilungsrechts der Gleichbehandlung der Erben. Demgegenüber soll die Herabsetzung die Pflichtteile der pflichtteilsgeschützten Erben sichern, wenn der Erblasser durch lebzeitige Zuwendungen oder letztwillige Verfügungen von der gesetzlichen Erbfolge abweicht (Burckhardt Bertossa, in: Abt/Weibel, Praxiskommentar Erbrecht, 3. A., Vorbemerkungen N 9 zu Art. 626 ff. ZGB). Unterliegt eine leb- zeitige Zuwendung der Ausgleichung, so verletzt sie gerade nicht den Pflicht- teil eines Erben (Burckhardt Bertossa, a.a.O., N 5 zu Art. 626 ZGB sowie Vor- bemerkungen zu Art. 626 ff. N 10; BSK ZGB II-Forni/Piatti, 5. A., N 5 zu Art. 527 ZGB; BGE 116 II 667 E. 2b.cc = Pra 80 [1991] Nr. 159; vgl. BGE 71 II 69 E. 4a; vgl. auch Urteil BGer 5A_883/2010 und 5A_887/2010 vom 18. April 2011 E. 6). Es ist deshalb jeweils zuerst zu prüfen, ob eine Zuwen- dung ausgleichungspflichtig ist. Nur wenn die Ausgleichung zu verneinen ist und die lebzeitige Zuwendung den Pflichtteil eines Erben verletzt, unterliegt Kantonsgericht Schwyz 11 die Zuwendung überhaupt der Herabsetzung (Burckhardt Bertossa, a.a.O., N 5 zu Art. 626 ZGB sowie Vorbemerkungen zu Art. 626 ff. ZGB N 10; CHK- Wildisen, 3. A., N 2 zu Art. 475 ZGB; zit. Urteil 5A_883/2010 und 5A_887/2010 E. 6; zit. BGE 116 II 667 E. 2b.cc; vgl. BGE 107 II 119 E. 3b, 71 II 69 E. 4a sowie auch 126 III 171 E. 3a). Die Herabsetzung ist mit anderen Worten subsidiär zur Ausgleichung (Burckhardt Bertossa, a.a.O., N 5 zu Art. 626 ZGB sowie Vorbemerkungen zu Art. 626 ff. ZGB N 10; Hrubesch- Millauer, in: Abt/Weibel, Praxiskommentar Erbrecht, 3. A., N 2 zu Art. 527; vgl. Eitel, Die erbrechtliche Berücksichtigung lebzeitiger Zuwendungen im Spannungsfeld zwischen Ausgleichung und Herabsetzung, S. 462, in: ZBJV 6/ 2006 vom 26. Juni 2006, S. 457 ff.; zit. Urteil 5A_883/2010 und 5A_887/2010 E. 6). bb) Sowohl die Ausgleichung wie auch die Herabsetzung setzen in objekti- ver Hinsicht voraus, dass eine unentgeltliche Zuwendung vorliegt (Hrubesch- Millauer, a.a.O., N 6 zu Art. 527 ZGB; Burckhardt Bertossa, a.a.O., N 33 zu Art. 626 ZGB; CHK-Fankhauser, 3. A., N 1 zu Art. 527 ZGB und N 4 zu Art. 626 ZGB; BSK ZGB II-Forni/Piatti. 5 A., N 2 zu Art. 527 ZGB und N 9 zu Art. 626 ZGB; BGer, zur Publikation vorgesehenes Urteil 5A_404/2018 vom 6. November 2018 E. 3.1 mit Hinweis auf BGE 126 III 71 E. 3a). cc) In subjektiver Hinsicht bedingt das Vorliegen einer unentgeltlichen Zu- wendung, dass der Erblasser einen Zuwendungswillen (animus donandi) hat (Hrubesch-Millauer, a.a.O., N 7 zu Art. 527 ZGB; Burckhardt Bertossa, a.a.O., N 34 zu Art. 626 ZGB; zit. Urteil 5A_404/2018 E. 3.1 mit Hinweis auf BGE 126 III 171 E. 3a). Nach der jüngst wiederum bestätigten Rechtsprechung des Bundesgerichts kann der Schenkungswille naturgemäss nur entstehen, wenn der Wertunterschied bzw. das Missverhältnis zwischen Leistung und Gegenleistung den Parteien im Zeitpunkt des Vertragsabschlusses bekannt ist. Gleichwohl hat sich die Frage gestellt, ob bei einem Geschäft mit einem Nachkommen ein grobes Missverhältnis der Leistungen allenfalls für die Kantonsgericht Schwyz 12 Annahme einer unentgeltlichen Zuwendung genügen könnte, auch wenn es beim Geschäftsabschluss nicht erkannt wurde. Ein Erblasser kann einem Erben nicht einen Vermögensvorteil als Heiratsgut, Ausstattung usw. zuwenden, wenn ihm nicht einmal bewusst ist, dass er sich damit entreichert und den Erben bereichert, das heisst, wenn er das Geschäft nicht als ein (zum mindesten teilweise) unentgeltliches erkennt. Denn nur mit diesem Bewusstsein hat er subjektiv überhaupt die Möglichkeit, den Erlass der Ausgleichungspflicht zu verfügen. Eine Zuwendung im Sinne von Art. 626 Abs. 2 bzw. Art. 527 Ziff. 1 ZGB liegt daher nach der heutigen Rechtsprechung des Bundesgerichts nur vor, wenn zur Zeit des Vertragsabschlusses das Missverhältnis zwischen Leistung und Gegenleistung dem Erblasser nicht bloss erkennbar gewesen, sondern von ihm auch tatsächlich erkannt worden ist (zit. Urteil 5A_404/2018 E. 3.2 mit Hinweis auf BGE 126 III 171 E. 3b/cc und 98 II 352 E. 3b sowie weiteren Hin- weisen auf die bundesgerichtliche Rechtsprechung). Es liegt in der Natur der Sache, dass das, was der Erblasser gewusst, was er gewollt hat, als innere Tatsache einem direkten Beweis nicht zugänglich ist, sondern sich direkt nur durch Parteiaussage, im Übrigen aber lediglich durch Folgerungen aus dem äusseren Verhalten einer Person oder anhand der Umstände beweisen lässt (zit. Urteil 5A_404/2018 E. 3.3 mit Hinweis auf BGE 140 III 193 E. 2.2.1). b) Unbestritten ist, dass der Erblasser dem Beklagten 1 mit öffentlicher Urkunde vom 18. April 1995 die Liegenschaften GB zz (Garage mit Wohn- haus) GB xx (Wiese, Hofraum und Gewässer) zu einem Kaufpreis von Fr. 1'595'000.00 verkaufte (Vi-KB 3, Vi-BB 3). Gemäss Ziff. III des Kaufvertra- ges wurde hinsichtlich der Tilgung des Kaufpreises Folgendes vereinbart (S. 5): Fr. 148'000.00 Schuld […] Fr. 410’000.00 Schuld […] Fr. 160’000.00 Schuld […]Kantonsgericht Schwyz 13 Fr. 100’000.00 Schuld laut dem nicht grundpfändlich sichergestellten Darlehen von L.________ (Ehefrau des Käufers) - Diese Schulden übernimmt die Käuferschaft auf Ab- rechnung am Kaufpreis mit der Eigentumsübertragung zur weiteren Verzinsung und Bezahlung, zu den ihr bekannten Zins- und Zahlungsbestimmungen, mit Zinspflicht gegenüber der Gläubigerschaft soweit ausstehend, auf eigene Rechnung ab 1.1.1995. Fr. 235‘000.00 verrechnen die Parteien mit dem Gegenwert der nachstehenden Wohnrechte zugunsten des Verkäu- fers und dessen Ehefrau. Die restlichen Fr. 541‘500.00 verrechnen die Parteien ausserhalb dieses Vertrages. _____________ Fr. 1‘595‘000.00 total Die Kläger anerkennen, dass der Kaufpreis dem damaligen Verkehrswert der Liegenschaften entsprochen hatte (Vi-act. 24 S. 16). Jedoch sind die Kläger der Auffassung, bei der Position Übernahme „Darlehen L.________“ von Fr. 100‘000.00 handle es sich um eine unentgeltliche Zuwendung des Erblas- sers zugunsten des Beklagten 1. Zudem habe der Erblasser im Rahmen der Verrechnung von Fr. 541‘500.00 Geschäftsschulden des Beklagten 1 von ge- samthaft Fr. 384‘853.10 bezahlt (bestehend aus den Transaktionen „Fr. 100‘000.00 Kontokorrent M.________ (Bank I)“, „Fr. 93‘143.00 Kontokor- rent O.________ (Bank II)“, „Fr. 95‘029.05 Kontokorrent P.________ AG, Zug“ und „Fr. 96‘981.05 Kontokorrent T.________ (Bank III)“). Insgesamt habe der Erblasser im Umfang von Fr. 484‘853.10 zugunsten des Beklagen 1 eine ge- mischte Schenkung getätigt. Die Beklagten bestreiten, dass es sich bei diesen Transaktionen um erbrechtlich relevante Vorgänge gehandelt habe resp. das Vorliegen eines Schenkungswillens des Erblassers. Die Vorinstanz gelangte zum Ergebnis, die Kläger hätten nicht bewiesen, dass der Erblasser mit der Bezahlung von Geschäftsschulden von Fr. 384‘853.10 beabsichtigt habe, dem Beklagten 1 einen Teil des von ihm geleisteten Kaufpreises zurückzuzahlen (angefocht. Urteil E. 4.2.1). Was das „Darlehen L.________“ anbelange, sei nicht erwiesen, dass, wie die Kläger behauptet hätten, nicht der Erblasser, Kantonsgericht Schwyz 14 sondern der Beklagte 1 Darlehensnehmer des im Kaufvertrag genannten Dar- lehens gewesen sei (angefocht. Urteil E. 4.3.3). c) Nachfolgend ist zunächst auf die Zahlung „Fr. 100‘000.00 Kontokorrent M.________ (Bank I)“ einzugehen. Sodann sind die drei Überweisungen „Fr. 93‘143.00 Kontokorrent O.________ (Bank II)“, „Fr. 95‘029.05 Kontokor- rent P.________ AG, Zug“ und „Fr. 96‘981.05 Kontokorrent T.________ (Bank III)“ zu behandeln und schliesslich das „Darlehen L.________“ über Fr. 100‘000.00. d) Fr. 100‘000.00 Kontokorrent M.________ (Bank I) aa) Die Kläger machen geltend, im Zusammenhang mit dem Kontokorrent Nr. tt bei der M.________ (Bank I), welches im Jahr 1987 in der Eingangsbi- lanz aufgeführt gewesen sei (vgl. Vi-KB 14), habe ein erbrechtlich relevanter Vorgang stattgefunden. Als der Beklagte die Liegenschaften vom Erblasser übernommen habe, hätte er ein neues Kontokorrent bei der O.________ (Bank II) eröffnet. Von diesem neuen Kontokorrent seien Fr. 100‘000.00 auf das Kontokorrent Nr. ss bei der M.________ (Bank I), lautend auf den Erblas- ser, geflossen. Dieses Kontokorrent habe dieselbe Nummer wie dasjenige, welches jeweils in der Bilanz der Gesellschaft aufgeführt sei. Mithin handle es sich um ein Kontokorrent der Gesellschaft. Der Beklagte 1 habe somit mit der Überweisung von Fr. 100‘000.00 „direkt selber“ das alte Kontokorrentkonto bei der M.________ (Bank I) „ausgeglichen“. In der Folge habe der Erblasser je- doch die Fr. 100‘000.00 wieder an den Beklagten rückvergütet. Dies gehe aus Vi-KB 10 hervor, wonach unter dem Titel „Ausgänge“ folgender Vermerk ste- he: „Fr. 100‘000.00 an E.________ per 31.5.1995 (Valuta 12.5.1995) Rück- vergütung KK-Kredit M.________ (Bank I)“. In Vi-BB 13 finde sich diese Rückzahlung unter den Eingängen. Zusammengefasst habe der Beklagte 1 selber das Kontokorrent der Gesellschaft bei der M.________ (Bank I) ausge-Kantonsgericht Schwyz 15 glichen und der Erblasser habe ihm diesen Betrag rückvergütet (KG-act. 1 S. 48 f.). bb) Die Beklagten führen hierzu aus, der Garagenbetrieb habe bis En- de 1994 über ein Kontokorrent mit der Nummer tt bei der M.________ (Bank I) verfügt (Vi-BB 8). Der Beklagte 1 habe diese Kontobeziehung jedoch nach der Geschäftsübernahme nicht mehr weitergeführt, sondern den Betrieb und den Kauf der Liegenschaft neu ausschliesslich über die O.________ (Bank II) fi- nanziert. Er habe bei der O.________ (Bank II) ein neues Kontokorrent mit der Nummer rr eröffnet. Mit der Übernahme der Garagenliegenschaft sei ab die- sem Kontokorrent bei der O.________ (Bank II) zu Lasten des Beklagten 1 eine Zahlung von 100‘000.00 an den Erblasser persönlich auf dessen eigenes Konto ss bei der M.________ (Bank I) erfolgt (vgl. Vi-KB 13). Diese Überwei- sung sei per 12. Mai 1995 erfolgt (Vi-BB 12). Der Erblasser habe diesen vom Beklagten 1 bzw. seiner Einzelfirma erhaltenen Betrag alsdann per 31. Mai 1995 (mit Valuta 12. Mai 1995) an die M.________ (Bank I) zur Tilgung des Kontokorrentkredits Nr. tt weitergeleitet. Entsprechend sei der Kontokorrent- kredit in der Bilanz 1995 (Vi-BB 11) nicht mehr aufgeführt gewesen, dafür neu der Kredit Nr. rr bei der O.________ (Bank II) mit einer Schuld von Fr. 123‘813.00 per 31. Dezember 1995. Damit habe eine blosse Umlagerung der Kontokorrentschuld von der M.________ (Bank I) auf die O.________ (Bank II) stattgefunden, wobei die Abwicklung teilweise über den Erblasser erfolgt sei. Der Beklagte 1 habe die Fr. 100’000.00 nicht „erhalten“, vielmehr sei zwar die alte Kontokorrentschuld bezahlt worden, jedoch sei dem Beklag- ten 1 dafür die Schuld Nr. rr bei der O.________ (Bank II) entstanden (KG-act. 12 S. 23). cc) Den eingereichten Belegen ist zu entnehmen, dass in der Eingangsbi- lanz der damaligen W.________ das Kontokorrent Nr. tt bei der M.________ (Bank I) als Kreditor aufgeführt ist (Vi-KB 14). Dieses Kontokorrent mit der Nummer tt findet sich sodann in sämtlichen Bilanzen der Geschäftsjahre Kantonsgericht Schwyz 16 1987-1994 (Vi-KB 15 und 8). In der Bilanz per 31. Dezember 1995 ist es nicht mehr verzeichnet, stattdessen ist ein Kontokorrent bei der O.________ (Bank II) der Nr. rr mit einem Negativsaldo von Fr. 123‘813.00 aufgeführt (Vi-KB 11). Des Weiteren ist ersichtlich und darüber sind sich die Parteien einig, dass ab dem Kontokorrent O.________ (Bank II) Nr. rr auf das Kontokorrent M.________ (Bank I) ss, welches auf den Erblasser lautet, per 12. Mai 1995 Fr. 100‘000.00 überwiesen wurden (Vi-BB 13). Den Aktennotizen der O.________ (Bank II) betreffend den Verkauf bzw. die Übernahme der X.________ ist sodann zu entnehmen, dass ab dem Kontokorrent M.________ (Bank I) ss am 31. Mai 1996 mit Valuta per 12. Mai 1995 wieder- um Fr. 100‘000.00 als „Rückvergütung KK-Kredit M.________ (Bank I)“ flos- sen (Vi-KB 10, vgl. auch Vi-BB 13). dd) Festzustellen ist, dass das Kontokorrent M.________ (Bank I) ss auf- grund der unterschiedlichen Zahlen hinter dem Strich bzw. dem Punkt mit dem Kontokorrent M.________ (Bank I) tt nicht identisch ist, denn die in beiden Kontonummern vorkommende Zahl „qq“ zeigt nur, dass es sich um dieselbe Kundenbeziehung, jedoch nicht um dasselbe Konto handelt. Damit kann ent- gegen der klägerischen Behauptung nicht angenommen werden, der Beklag- te 1 habe das Kontokorrent M.________ (Bank I) tt „selber“ ausgeglichen. Vielmehr ist davon auszugehen, dass der Geldfluss ab dem Kontokorrent O.________ (Bank II) Nr. rr über das Kontokorrent M.________ (Bank I) ss auf das Kontokorrent M.________ (Bank I) tt erfolgte, mit dem Ergebnis, dass das letzte Kontokorrent, nämlich das Kontokorrent M.________ (Bank I) tt, am Ende ausgeglichen war bzw. diese Schuld getilgt war. Dies aber nur, weil der Beklagte 1 vorab sein neues Geschäftskontokorrent bei der O.________ (Bank II) entsprechend belastete. Daraus resultiert im Ergebnis jedoch keine Bereicherung des Beklagten 1 im Sinne einer Verminderung von Passiven, da nach wie vor eine Kontokorrentschuld besteht, jedoch nicht mehr gegenüber der M.________ (Bank I), sondern neu gegenüber der O.________ (Bank II). Soweit die Kläger der Ansicht sind, der Erblasser hätte nebst seiner Überwei-Kantonsgericht Schwyz 17 sung ab dem Kontokorrent M.________ (Bank I) ss auf das Kontokorrent M.________ (Bank I) tt von Fr. 100’000.00 noch eine Rückzahlung in dersel- ben Höhe an den Beklagten 1 geleistet bzw. diesem die Fr. 100‘000.00 wieder zurückbezahlt, kann dem nicht gefolgt werden. Insbesondere vermag allein der Vermerk „Rückzahlung von Fr. 100‘000.00 von U.________ von Fr. 100‘000.00 erfolgte am 31.5.1995 mit Valuta 12.5.1995“ in Vi-BB 13 eine solche Argumentation nicht zu stützen. Denn es ist weder dargetan noch er- sichtlich, welche Konti des Erblassers und des Beklagten 1 in einen solchen zusätzlichen Zahlungsvorgang involviert gewesen wären und auf dem Beleg Vi-BB 12, welcher die Ein- und Ausgänge auf Seiten des Erblassers dokumen- tiert, sind lediglich ein Eingang von Fr. 100‘000.00 auf dem Kontokorrent M.________ (Bank I) ss einerseits und ein Ausgang von Fr. 100‘000.00 (ohne Nennung der involvierten Konti) verzeichnet. Müsste Vi-BB 13 tatsächlich so verstanden werden, dass der Beklagte 1 zunächst ab dem Darlehenskonto Fr. 100‘000.00 auf das Kontokorrent M.________ (Bank I) ss überwies, dieser Betrag in der Folge für die Tilgung des Kontokorrentkredits M.________ (Bank I) tt verwendet wurde und der Beklagte 1 diesen Betrag vom Erblasser wieder zurückerhielt, müsste ein solcher zusätzlicher Zahlungsausgang von Fr. 100‘000.00 auch auf dem Beleg der Ein- und Ausgänge des Erblassers verzeichnet sein. Mithin wäre zu erwarten, dass dort zwei Zahlungsausgänge zu Lasten des Erblassers über Fr. 100‘000.00 aufgeführt wären, was aber nicht der Fall ist. Damit vermögen die Kläger den Beweis nicht zu erbringen, dass der Beklagte 1 die Fr. 100’000.00 vom Erblasser zurückerhalten hat, so dass eine entsprechende unentgeltliche Zuwendung in dieser Höhe schon in objektiver Hinsicht nicht erstellt ist. Bei diesem Ergebnis erübrigen sich Erörte- rungen hinsichtlich des Schenkungswillens. e) Fr. 93‘143.00 Kontokorrent O.________ (Bank II), Fr. 95‘029.05 Konto- korrent P.________ AG, Zug und Fr. 96‘981.05 Kontokorrent T.________ (Bank III)Kantonsgericht Schwyz 18 aa) Im Kern stellt sich bezüglich dieser Positionen die Frage, aus welchem Grund der Erblasser diese bezahlte resp. ob ein Schenkungswille bestand. bb) Die Kläger bringen dazu vor, die Tilgung dieser Geschäftsschulden durch den Erblasser sei für den Garagenbetrieb existenzsichernd gewesen. Der Erblasser sei weder vertraglich noch gesellschaftsrechtlich verpflichtet gewesen, diese Schulden zweieinhalb Jahre nach seinem Ausscheiden aus der Gesellschaft zu übernehmen. Die im Jahr 1987 eintretenden Teilhaber hätten die Aktiven und Passiven der bisherigen Unternehmung auch im In- nenverhältnis übernommen; entgegen der Ansicht der Beklagten sei es nicht so gewesen, dass der Erblasser gestützt auf den Gesellschaftsvertrag vom 16. Dezember 1986 (Vi-BB 4) die Passiven alleine habe übernehmen müssen. Als der Beklagte 1 nach dem Ausscheiden des Erblassers den Betrieb per Anfang 1995 schliesslich alleine weitergeführt habe, habe die Bilanz per 31. Dezember 1995 erstmals überhaupt ein Eigenkapital von Fr. 226‘911.05 aufgewiesen, mithin habe der Beklagte 1 von den Zahlungen des Erblassers enorm profitiert (KG-act. 1 S. 50 f., vgl. auch S. 11 ff.). cc) Die Beklagten halten dem entgegen, dass gemäss dem Gesellschafts- vertrag vom 16. Dezember 1986 ausdrücklich auf die Bilanz per 31. Dezem- ber 1985 verwiesen worden sei, worin angemerkt sei, die mit einem Stern (*) markierten Kontokorrentkredite (O.________ (Bank II) KK Nr. pp, T.________ (Bank III) KK Nr. oo sowie M.________ (Bank I) KK Nr. qq) würden Eigentum des Erblassers bilden, was dieser in der Bestätigung vom 19. Dezember 2013 mit der Formulierung „alte Geschäftsschulden“ auch bestätigt habe (Vi-KB 5; Vi-BB 14). Der Erblasser habe sich verpflichtet ge- fühlt, diese zu bezahlen, da sie bereits bei Eintritt des Beklagten 1 in den Ga- ragenbetrieb bestanden hätten. Was die Tilgung des Kredits P.________ AG, Zug, über Fr. 95‘029.05 anbelange, sei diese im Gesellschaftsvertrag vom 16. Dezember 1986 zwar nicht erwähnt, jedoch sei in eben jenem Vertrag, wie auch in der Vereinbarung vom 30. Dezember 1992 (Vi-BB 6), bestimmt wor-Kantonsgericht Schwyz 19 den, dass der verbleibende Teilhaber ein Übernahmerecht für die im Geschäft befindlichen Aktiven habe. Die Schuld gegenüber der P.________ AG habe bereits im Jahr 1992 bestanden, wobei sie erst ab dem Jahr 1994 als separate Position in der Bilanz aufgeführt worden sei. Es handle sich somit nicht um erbrechtlich relevante Vorgänge. Der Beklagte 1 habe nicht profitiert. Er habe den Betrieb nur dank der strittigen Zahlungen überhaupt fortführen können (KG-act. 12 S. 24 ff.). dd) Nach dem Wortlaut des „Gesellschaftsvertrag(s) über die Kollektivge- sellschaft W.________“ vom 16. Dezember 1986 sollen die Teilhaber die im Anhang zu diesem Vertrag, d.h. die in der Bilanz per 31. Dezember 1985 auf- geführten Aktiven und Passiven der Einzelfirma U.________, übernehmen. Als Zeitpunkt des Beginns der Gesellschaft wurde der 1. Januar 1987 festge- legt, wobei die nach Vorliegen des Jahresabschlusses per 1. Januar 1987 dannzumal sich ergebenden Zahlen massgebend sein sollen (Vi-BB 4 Ziff. 1 und 2). Die angesprochene Bilanz per 31. Dezember 1985 wies als Kreditoren u.a. das Kontokorrent O.________ (Bank II) Nr. pp mit einem Saldo von Fr. 93‘074.00, das Kontokorrent T.________ (Bank III) Nr. oo mit einem Saldo von Fr. 86‘027.30, das Kontokorrent M.________ (Bank I) Nr. tt mit einem Saldo von Fr. 57‘366.00 sowie weitere Kreditoren von Fr 99‘383.00 aus. Be- züglich diesen drei mit einem Stern (*) markierten Positionen (O.________ (Bank II), T.________ (Bank III) und M.________ (Bank I)) wird festgehalten, dass „allfällige Hinterlagen (…) Eigentum des Gesellschafters U.________“ sind. In der Eingangsbilanz per 1. Januar 1987 wiesen die Kredite (negative) Saldi von Fr. 86‘425.00 (O.________ (Bank II)), Fr. 90‘977.00 (T.________ (Bank III)) und Fr. 30‘767 (M.________ (Bank I)) sowie 94‘944.65 (weitere Kreditoren) auf (Vi-KB 14). Mit Zusatzvertrag ebenfalls vom 16. Dezember 1986 räumte der Erblasser dem Beklagten 1 und dem Kläger 1 ein Vorkaufs- recht auf der Garagenliegenschaft und dem benachbarten Land (= GB zz und GB xx) zum Preis von Fr. 700‘000.00 ein (Vi-BB 5). Gemäss dem Vertrag „über die Weiterführung der Firma W.________ ab 1. Januar 1993“ vom Kantonsgericht Schwyz 20 30. Dezember 1992 wurde vereinbart, dass nach dem Austritt von Mitgesell- schafter U.________ per 31. Dezember 1992 die Gesellschaft weiterbestehen soll und der Beklagte 1 die kaufmännische und der Kläger 1 die technische Leitung übernimmt (Vi-BB 6 Ziff. 1 und 2). Laut Ziff. 8 dieses Vertrages soll der verbleibende Teilhaber im Falle des Ausscheidens eines Gesellschafters in- folge Ablebens, Kündigung oder anderen Gründen ein Übernahmerecht für die im Geschäft sich befindenden Aktiven haben. Nach Ziff. 11 sollen sämtliche früheren Vereinbarungen aufgehoben werden. Per 31. Dezember 1994 trat sodann der Kläger 1 aus der Gesellschaft aus. Gemäss der „Vereinbarung über die Abgangsentschädigung von Herrn A.________ (…)“ wurde verein- bart, dass der verbleibende Gesellschafter (der Beklagte 1) die Schuld des Kapitalkontos des Klägers 1 per 31. Dezember 1994 mit einem Saldo per 31. Dezember 1993 von Fr. 69‘194.80 übernimmt und ihm darüber hinaus ein Betrag von Fr. 70‘000.00 ausbezahlt werde (Vi-BB 7 Ziff. 1 und 2). Nach Ziff. 6 dieser Vereinbarung soll der Beklagte 1 die Aktiven und Passiven der Kollek- tivgesellschaft W.________ übernehmen. In der Bilanz per 31. Dezem- ber 1994 tauchte sodann erstmals die P.________ AG, Zug als Kreditor mit einem Saldo von Fr. 98‘383.20 auf (Vi-KB 8). Die übrigen Kontokorrentkredite wiesen Saldi von Fr. 96‘374.00 (O.________ (Bank II)), Fr. 97‘114.05 (T.________ (Bank III)) und Fr. 91‘607.00 (M.________ (Bank I)) auf. Am 18. April 1995 schlossen der Erblasser und der Beklagte 1 den bereits unter E. 1b zitierten Grundstückkaufvertrag (Vi-KB 3; Vi-BB 3). Unbestritten ist, dass der Beklagte 1 dem Erblasser am 31. Mai 1995 den Betrag von Fr. 541'500.00 effektiv überwies (Vi-act. 1 S. 8; Vi-act. 16 S. 10; Vi-KB 9; vgl. Vi-BB 12 und 13). Gemäss der Aktennotiz der O.________ (Bank II) vom 30. Mai 1995 glich der Erblasser den Kontokorrentkredit bei der O.________ (Bank II) von Fr. 93‘143.00, den Kontokorrentkredit P.________ AG, Zug von Fr. 95‘029.05 und den Kontokorrentkredit bei der T.________ (Bank III) von Fr. 96‘681.05 per 31. Mai 1995 aus (Vi-BB 12; Vi-KB 10).Kantonsgericht Schwyz 21 ee) Dieser Chronologie ist zu entnehmen und im Übrigen unbestritten, dass die hier interessierenden drei Kreditschulden bereits zu Beginn der Kollektiv- gesellschaft, das heisst schon vor dem 1. Januar 1987 bestanden, und zwar auch die damals in der Bilanz noch nicht separat aufgeführte Schuld gegenü- ber der P.________ AG. Die Kreditschulden nahmen ihren Anfang also in ei- ner Zeit, als der Erblasser den Garagenbetrieb noch alleine als Einzelfirma führte (vgl. Vi-BB 4 Ziff. 2, „Einzelfirma U.________“). Weiter ist ersichtlich, dass diese Kredite in den Jahren des Bestehens der Kollektivgesellschaft – zunächst unter Beteiligung des Erblassers, später noch zwischen dem Beklag- ten 1 und dem Kläger 1 – weiterhin bestanden resp. nicht zurückgezahlt oder wesentlich vermindert wurden. Die Parteien sind sich sodann darüber einig, dass dem Betrieb im Zeitraum Ende 1994 bzw. Anfang 1995 zufolge Über- schuldung der Konkurs drohte (vgl. auch Bilanz per 31. Dezember 1994, Vi- KB 8). Unstrittig ist letztlich auch, dass durch den Verkauf der beiden Liegen- schaften und insbesondere die Zahlung des Restkaufpreises von Fr. 541‘000.00, welchen Betrag der Beklagte 1 mittels eines Darlehens finan- zierte (Darlehen O.________ (Bank II) nn; vgl. Vi-BB 13), für den Erblasser überhaupt erst die Möglichkeit für eine Rückzahlung der Kredite geschaffen wurde. ff) Die Zivilkammer erachtet es zwar als zweifelhaft, dass der Erblasser rechtlich zur Rückzahlung der Kredite verpflichtet war resp. die verbleibenden Gesellschafter oder später der Beklagte 1 von ihm die Zahlung hätte auf dem Rechtsweg fordern können, da nicht hinreichend schlüssig erscheint, dass der Erblasser nach seinem Ausscheiden für die betreffenden Passiven weiterhin alleine hätte haften sollen. Die Frage braucht indessen nicht abschliessend geklärt zu werden. Denn der Schenkungswille fehlt, wenn der Zuwendende in der Meinung handelt, er erfülle eine sittliche Pflicht, selbst wenn eine solche gar nicht besteht. Als Erfüllung einer sittlichen Pflicht versteht man eine Leis- tung, welche durch die in der Rechtsgemeinschaft herrschenden sittlichen Anschauungen geboten erscheint. Ob im Einzelfall eine Leistung durch eine Kantonsgericht Schwyz 22 sittliche Pflicht geboten war, hängt von den persönlichen und ökonomischen Verhältnissen beider Parteien ab. Eine Leistung wird nicht in Erfüllung einer sittlichen Pflicht erbracht, wenn der Empfänger selbst über ausreichende Mit- tel verfügt (vgl. Art. 239 Abs. 3 OR; Liniger/Triebold, in: Honsell, Kuko Obliga- tionenrecht, N 15 zu Art. 239 OR mit Hinweis u.a. auf BGE 83 II 536). Vorlie- gend ist von eben einer solchen Konstellation auszugehen: Angesichts des drohenden Konkurses des Garagenbetriebs beglich der Erblasser, nachdem er aus dem Liegenschaftsverkauf über entsprechende finanzielle Mittel verfüg- te, Schulden, welche er seinerzeit durch seine eigene Geschäftstätigkeit mit der Einzelfirma verursachte und die in der Folge den Betrieb auch nach sei- nem Ausscheiden weiterhin belasteten und weder der Beklagte 1 noch der Kläger 1 in der Lage waren, zurückzuzahlen. Es scheint, als habe der Erblas- ser mit der Bezahlung der ursprünglich von ihm verursachen Geschäftsschul- den quasi „reinen Tisch“ machen wollen. Diese Motivation schliesst aber einen Schenkungswillen aus; aufgrund der damaligen Situation, in der sich die Be- teiligten befanden, erscheint es vielmehr naheliegender, dass der Erblasser in der Vorstellung handelte, mit der Rückzahlung der Kredite eine sittliche Pflicht zu erfüllen. Umgekehrt finden sich in den Vorbringen der Kläger keine über- zeugenden Hinweise darauf, dass der Erblasser mit der Rückzahlung der Kreditschulden eine unentgeltliche Zuwendung zu tätigen beabsichtigte. Bei diesem Ergebnis erübrigen sich schliesslich Erörterungen zum Dokument vom 19. Dezember 2013 (Vi-KB 5; Vi-BB 14). gg) Anzumerken ist noch Folgendes: Zwar wies die Bilanz des Garagenbe- triebs, wie die Kläger zutreffend feststellten, nach dem Liegenschaftsverkauf erstmalig Eigenkapital auf. Als Eigenkapital bezeichnet man gemeinhin denje- nigen Teil des Kapitals eines Wirtschaftssubjekts, der sich bilanziell als positi- ve Differenz aus Vermögen und Schulden zeigt. In casu kam das Eigenkapital dadurch zustande, dass Schulden abgebaut wurden (vgl. Rückzahlungen durch den Erblasser). Zudem erfolgte der Erwerb der Liegenschaften nicht zulasten der Geschäftsbuchhaltung, sondern der Beklagte 1 finanzierte diese Kantonsgericht Schwyz 23 über ein privates Bankdarlehen (bei der O.________ (Bank II)). Das Bankdar- lehen in dieser Höhe konnte wiederum nur erhältlich gemacht werden, weil der Marktwert der Liegenschaften entsprechend gestiegen war. Da nun auf der einen Seite Geschäftsschulden der Einzelfirma abgebaut wurden und auf der anderen Seite für den Beklagten 1 aber entsprechende private Darlehens- schulden resultierten, erscheint es fraglich, ob bzw. in welchem Umfang der Beklagte 1, wäre denn eine Schenkungsabsicht nachgewiesen, in einer Ge- samtrechnung betrachtet effektiv profitierte. Die Frage kann jedoch offenblei- ben, da die Zuwendungsabsicht ohnehin zu verneinen ist und darüber hinaus die entsprechenden Behauptungen und Beweisofferten für eine solche Be- trachtungsweise fehlen. f) Fr. 100‘000.00 Darlehen L.________ aa) Die Kläger kritisieren die vorinstanzliche Feststellung als unzutreffend, wonach nicht beurteilt werden könne, ob das im Kaufvertrag erwähnte Darle- hen tatsächlich das Darlehen der Ehefrau des Beklagten 1 an den Garagen- betrieb betroffen habe. Bis zum Jahr 1994 sei dieses Darlehen in der Bilanz des Garagenbetriebs aufgeführt gewesen. In der Bilanz 1995 sei es schliess- lich nicht mehr vorhanden gewesen. Dies beweise eindeutig, dass in diesem Umfang eine Vermögensabtretung stattgefunden habe. Ein Schenkungswille habe deswegen bestanden, weil der Erblasser keine Verpflichtung gehabt habe, dieses Darlehen zu übernehmen. Das Darlehen sei von der Kollektivge- sellschaft aufgenommen worden, jedoch habe diese im Jahr 1995 nur noch aus dem Beklagten 1 bestanden, mithin habe das Darlehen zwischen diesem und seiner Ehefrau bestanden. Der Erblasser habe damit nichts zu tun gehabt (KG-act. 1 S. 46 f.). bb) Die Beklagten halten demgegenüber dafür, dass das im Kaufvertrag erwähnte Darlehen zwischen dem Erblasser und der Ehefrau des Beklagten 1 bestanden habe. Es habe sich somit um eine Schuld des Erblassers gehan-Kantonsgericht Schwyz 24 delt. Das im Kaufvertrag genannte Darlehen sei nicht identisch mit dem in der Bilanz per 31. Dezember 1994 (und in den Vorjahren) aufgeführten Darlehen. (KG-act. 12 S. 17 f.). cc) Nach Art. 8 ZGB trägt die Folgen der Beweislosigkeit, wer aus der Erfül- lung des Ausgleichs- resp. Herabsetzungstatbestandes Rechte ableitet (zit. Urteil 5A_404/2018 E. 3.3; Hrubesch-Millauer, a.a.O., N 12 zu Art. 527 ZGB; Forni/Piatti, a.a.O., N 2 zu Art. 527 ZGB und N 17 zu Art. 626 ZGB). Nach dem bundesrechtlichen Regelbeweismass gilt ein Beweis als erbracht, wenn das Gericht nach objektiven Gesichtspunkten von der Richtigkeit einer Sachbehauptung überzeugt ist. Ausnahmen von diesem Regelbeweismass der vollen Überzeugung ergeben sich einerseits aus dem Gesetz und sind anderseits durch Rechtsprechung und Lehre herausgearbeitet worden. Danach wird insbesondere eine überwiegende Wahrscheinlichkeit als ausreichend betrachtet, wo ein strikter Beweis nicht nur im Einzelfall, sondern der Natur der Sache nach nicht möglich oder nicht zumutbar ist und insofern eine „Beweisnot“ besteht, wie dies namentlich für den Nachweis des natürlichen bzw. hypothetischen Kausalzusammenhangs der Fall ist. Demgegenüber liegt eine Beweisnot nicht schon darin begründet, dass eine Tatsache, die ihrer Natur nach dem unmittelbaren Beweis zugänglich wäre, nicht bewiesen werden kann, weil der beweisbelasteten Partei die Beweismittel fehlen; blosse Beweisschwierigkeiten im konkreten Einzelfall können nicht zu einer Beweiserleichterung führen (BGer, Urteil 5A_271/2014 vom 26. Mai 2014 E. 3.4). dd) Zutreffend ist, dass in den Bilanzen der Jahre 1990 bis 1994 jeweils eine Position „Darlehen L.________“ über Fr. 100‘000.00 aufgeführt ist (Vi-KB 8). In der Bilanz per 31. Dezember 1995 findet sich diese Position nicht mehr (Vi- KB 11). Die Kläger behaupten, dieses Darlehen sei identisch mit dem im Kaufvertrag genannten Darlehensvertrag, was die Beklagten bestritten, indem sie behaupteten, es handle sich vielmehr um ein anderes Darlehensverhältnis Kantonsgericht Schwyz 25 mit dem Erblasser als Darlehensnehmer. Als einziges Indiz für die Richtigkeit ihrer von der Gegenseite bestrittenen Behauptung nennen die Kläger den Umstand, dass die Bilanz per 31. Dezember 1995 diese Position nicht mehr aufführte. Dies alleine vermag indessen den geforderten strikten Beweis nicht zu erbringen. Es hätten sich vielmehr zusätzliche Behauptungen zu den Um- ständen der Begebung des Darlehens und insbesondere der darlehensneh- menden Vertragspartei aufgedrängt. Die Kläger stellten zudem keine Beweis- anträge, so etwa die Befragung von L.________ als Darlehensgeberin, die Edition eines allfälligen schriftlichen Vertrages oder von Zahlungsbelegen, welche den Geldfluss aufzuzeigen vermocht hätten und Hinweise auf die Ver- tragsparteien hätte ergeben können. Gründe für eine Beweislasterleichterung zugunsten der Kläger sind weder dargetan noch ersichtlich. Auch fehlen sub- stanziierte Vorbringen zu einer allfälligen Schenkungsabsicht des Erblassers. Mit anderen Worten lässt sich mangels weiterer Vorbringen zum fraglichen Darlehen und zum Zusammenhang mit dem Kaufvertrag die Behauptung der Kläger, wonach der Erblasser einen Teil des Kaufpreises auf diese Weise dem Beklagten 1 bewusst habe zurückerstatten wollen, nicht prüfen. Es ist somit nicht zu beanstanden, dass die Vorinstanz den Beweis, dass es sich um ein und dasselbe Darlehen handelte, als nicht erbracht ansah. 2. Die Kläger rügen schliesslich die vorinstanzliche Kosten- und Entschä- digungsverlegung. a) Nach Ansicht der Kläger könnten ihnen die Verfahrenskosten nicht voll- umfänglich auferlegt werden, da sie sich der Teilung nicht widersetzt hätten (KG-act. 1 S. 62). Art. 106 Abs. 1 ZPO stellt den Grundsatz auf, dass die Pro- zesskosten der unterliegenden Partei auferlegt werden. Bei Nichteintreten und bei Klagerückzug gilt die klagende Partei als unterliegend, bei Klageanerken- nung die beklagte Partei (BGE 139 III 33 E. 3). Entscheidend ist, ob eine Par- tei in der Hauptsache durchdringt bzw. unterliegt, wobei das Gesamtergebnis massgebend ist (Jenny, in: Sutter Somm et al., Kommentar zur Schweizeri-Kantonsgericht Schwyz 26 schen Zivilprozessordnung, 3. A., N 6 zu Art. 106 ZPO mit Hinweisen). Es trifft zu, dass sich die Parteien in Bezug auf den Wert des Nettonachlasses und der Grösse der Erbanteile einig waren. Wie die Vorinstanz jedoch zutreffend erwog, war das Verfahren zum wesentlichen Teil durch die von den Klägern beantragte Ausgleichung bzw. Herabsetzung veranlasst worden, wobei diese hierbei vollumfänglich unterlegen sind (vgl. angefocht. Urteil E. 8.2). Zu berücksichtigen ist auch, dass die Anhebung eines Erbteilungsprozesses nur wegen eben dieser Ansprüche überhaupt erforderlich wurde, was die Kläger nicht bestritten (KG-act. 12 S. 35; vgl. KG-act. 14 S. 21). Aus diesen Gründen ist nicht zu beanstanden, dass die Vorinstanz die Verfahrenskosten vollum- fänglich den Klägern auferlegte. Im Übrigen ist nicht ersichtlich, dass die Vor- instanz den Klägern mit dem Endentscheid zusätzliche Kosten für die verfah- rensleitende Verfügung vom 7. November 2016 (Vi-act. 36) auferlegte (KG-act. 1 S. 63). b) Die Kläger kritisieren sodann, die Vorinstanz habe die Parteientschädi- gung im oberen Rand des Tarifrahmens angesetzt, obwohl der entstandene Aufwand dies nicht rechtfertige (KG-act. 1 S 62 f.). Bei einem Streitwert von Fr. 100‘001.00 bis Fr. 1‘000‘000.00 beträgt das Grundhonorar Fr. 5‘500.00 bis Fr. 39‘600.00 (§ 8 Abs. 2 GebTRA). Im Rahmen dieser Mindest- und Höchst- ansätze ist die Vergütung nach der Wichtigkeit der Streitsache, ihrer Schwie- rigkeit, dem Umfang und der Art der Arbeitsleistung sowie dem notwendigen Zeitaufwand zu bemessen (§ 2 Abs. 2 GebTRA). Die von der Vorinstanz bei einem Streitwert von Fr. 126‘666.00 festgesetzte Entschädigung von Fr. 22‘199.95 erscheint in Nachachtung dieser Kriterien für das vorliegende Verfahren, welches einige komplexe Sachverhaltsfragen aufwarf, angesichts des dreifachen Schriftenwechsels mit zum Teil relativ umfangreichen Einga- ben sowie einer Instruktionsverhandlung noch als gerechtfertigt. Im Übrigen setzten sich die Kläger mit der Kostennote des beklagtischen Rechtsvertreters nicht auseinander, so dass sich diesbezüglich weitere Erörterungen erübrigen.Kantonsgericht Schwyz 27 3. Zusammenfassend ist die Berufung abzuweisen. Diesem Ausgang ent- sprechend gehen die Kosten des Berufungsverfahrens zu Lasten der Kläger (Art. 106 Abs. 1 ZPO). Die Kläger haben die Beklagten überdies angemessen zu entschädigen. Im Berufungsverfahren beträgt das Honorar nach § 11 Geb- TRA 20 bis 60 % der in den §§ 8 und 9 festgesetzten Ansätze, wobei der noch vor der Berufungsinstanz in Frage kommende Streitwert massgebend ist. Im Übrigen ist der bereits zitierte § 2 Abs. 2 GebTRA massgebend. In Nachach- tung dieses Rahmens, der allgemeinen Bemessungskriterien und dem Um- stand, dass ein doppelter Schriftenwechsel mit zum Teil umfangreichen Ein- gaben stattfand, ist das Honorar auf 40 % des vorinstanzlichen Ansatzes fest- zusetzen, was abgerundet Fr. 8‘800.00 ergibt (inkl. Auslagen und MWST);-Kantonsgericht Schwyz 28 erkannt: 1. Die Berufung wird abgewiesen und das Urteil des Bezirksgerichts Schwyz vom 13. Dezember 2017 wird, soweit angefochten, bestätigt. 2. Die Kosten des Berufungsverfahrens werden auf Fr. 9‘000.00 festge- setzt und den Klägern auferlegt. Sie werden von den Kostenvorschüs- sen der Kläger (je Fr. 3‘000.00) bezogen. 3. Die Kläger haben die Beklagten unter solidarischer Haftbarkeit für das Berufungsverfahren mit Fr. 8‘800.00 (inkl. Auslagen und MWST) zu ent- schädigen. 4. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit Zustellung nach Art. 72 ff. des Bundesgerichtsgesetzes (BGG) Beschwerde in Zivilsa- chen beim Bundesgericht in Lausanne eingereicht werden; die Be- schwerdeschrift muss den Anforderungen von Art. 42 BGG entsprechen. Der Streitwert beträgt Fr. 126‘666.00. 5. Zufertigung an Rechtsanwältin D.________ (4/R), Rechtsanwalt H.________ (4/R), J.________ (2/R), die Vorinstanz (1/A) sowie nach definitiver Erledigung an die Vorinstanz (1/R, mit den Akten und die Kan- tonsgerichtskasse (1/ü, im Dispositiv). Namens der 1. Zivilkammer Der Kantonsgerichtspräsident Die Gerichtsschreiberin Versand 13. März 2019 sl