<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2024.00141</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <a href="#ctx1">Zum ersten gefundenen Wort &gt;</a><br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=223965&amp;W10_KEY=13045540&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2024.00141</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 15.04.2024</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">3. Abteilung/Einzelrichter</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Ãbriges Verwaltungsrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Massnahmen nach Gewaltschutzgesetz</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Massnahmen nach Gewaltschutzgesetz. [In Gutheissung des Gesuchs des Beschwerdegegners um gerichtliche Beurteilung hob die Haftrichterin die Schutzmassnahmen mit Urteil vom 7. März 2024 auf. Infolgedessen schrieb sie das danach eingegangene Gesuch der Beschwerdeführerin um Verlängerung der Schutzmassnahmen mit Verfügung vom 11. März 2024 als gegenstandslos geworden ab. Die Beschwerdeführerin erhob einzig gegen den ersten Entscheid Beschwerde.] Gegenstand des mit Beschwerde einzig angefochtenen Urteils war die gerichtliche Beurteilung der Verfügung der Kantonspolizei. Eine Verlängerung der (zunächst) auf 14 Tage beschränkten Dauer der Schutzmassnahmen ist der Haftrichterin bzw. dem Haftrichter im Verfahren betreffend gerichtliche Beurteilung verwehrt. Eine Verlängerung um bis zu drei Monate ist vielmehr nur aufgrund eines Gesuchs der gefährdeten Person möglich. Soweit die Beschwerdeführerin also mit Beschwerde beantragt, die Schutzmassnahmen seien für die Dauer von drei Monaten zu "bestätigen resp. wieder anzuordnen", gehört dies nicht zum Streitgegenstand und ist auf die Beschwerde nicht einzutreten. Wollte die Beschwerdeführerin eine Verlängerung der Schutzmassnahmen erreichen, hätte sie mithin (auch) die Verfügung vom 11. März 2024 mit Beschwerde anfechten müssen. Dies tat sie jedoch nicht (E. 2). Die von der Kantonspolizei angeordneten Schutzmassnahmen wären, wenn sie von der Haftrichterin nicht mit Urteil vom 7. März 2024 aufgehoben worden wären, am 14. März 2024 ausgelaufen. Mit der am 13. März 2024 erhobenen Beschwerde hätte die Beschwerdeführerin die Wiederanordnung der Schutzmassnahmen längstens bis und mit 14. März 2024 erreichen können â nicht jedoch eine weitergehende Verlängerung. Was die Schutzmassnahmen betrifft, ist die Beschwerdeführerin somit durch das Urteil vom 7. März 2024 mittlerweile nicht mehr beschwert bzw. ist ihr â mit Einreichung der Beschwerde noch bestehendes â aktuelles Rechtsschutzinteresse an der Aufhebung dieses Urteils während der Hängigkeit des Beschwerdeverfahrens dahingefallen. Auf das Erfordernis des aktuellen Rechtsschutzinteresses zu verzichten, rechtfertigt sich vorliegend nicht (E. 3.2). In Bezug auf die Kosten- und Entschädigungsfolgen des Urteils vom 7. März 2024 mangelte es der Beschwerdeführerin von vornherein an einem Rechtsschutzinteresse an der Aufhebung des angefochtenen Entscheids (E. 3.3). Dem Urteil vom 7. März 2024 kann nicht entnommen werden, weshalb die Haftrichterin die Beschwerdeführerin â die damalige Gesuchsgegnerin â nicht anhörte. Nicht nur durch die unterbliebene Anhörung, sondern auch aufgrund dieser fehlenden Begründung verletzte sie damit aber das rechtliche Gehör der Beschwerdeführerin. Soweit darauf einzutreten gewesen wäre, wäre die Beschwerde deswegen wohl (teilweise) gutzuheissen und die Sache praxisgemäss an die Haftrichterin zurückzuweisen gewesen. Vor diesem Hintergrund und unter Berücksichtigung des Umstands, dass der Beschwerdeführerin als gefährdeter Person â trotz des überwiegenden Nichteintretens auf die Beschwerde â keine Kosten auferlegt werden dürfen, ist es angezeigt, die Kosten des vorliegenden Beschwerdeverfahrens gestützt auf das Verursacherprinzip zur Hälfte dem Bezirksgericht aufzuerlegen; zur anderen Hälfte sind sie auf die Kasse des Verwaltungsgerichts zu nehmen (E. 4.2.3). Abschreibung als gegenstandslos geworden, soweit Eintreten.</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: AKTUELLES INTERESSE">AKTUELLES INTERESSE</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ANHÃRUNG">ANHÃRUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: GEGENSTANDSLOSIGKEIT">GEGENSTANDSLOSIGKEIT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: GEHÃRSVERLETZUNG">GEHÃRSVERLETZUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: GERICHTLICHE BEURTEILUNG">GERICHTLICHE BEURTEILUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: Besonderes Verwaltungsrecht (ohne...) ST: POLIZEI-, SICHERHEITS- UND ORDNUNGSRECHT">POLIZEI-, SICHERHEITS- UND ORDNUNGSRECHT</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: RECHTLICHES GEHÃR">RECHTLICHES GEHÃR</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: RECHTSSCHUTZINTERESSE">RECHTSSCHUTZINTERESSE</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: SCHUTZWÃRDIGES INTERESSE">SCHUTZWÃRDIGES INTERESSE</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: STREITGEGENSTAND">STREITGEGENSTAND</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: VERURSACHERPRINZIP">VERURSACHERPRINZIP</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="gerade">Art. 29 Abs. II BV</span><br/><span class="ungerade">Art. 3 Abs. III GSG</span><br/><span class="gerade">Art. 5 GSG</span><br/><span class="ungerade">Art. 6 Abs. I GSG</span><br/><span class="gerade">Art. 6 Abs. III GSG</span><br/><span class="ungerade">Art. 9 Abs. III GSG</span><br/><span class="gerade">§ 21 Abs. I VRG</span><br/><span class="ungerade">§ 49 VRG</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 3 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="WordSection1"> <table border="1" cellpadding="0" cellspacing="0" class="MsoNormalTable"> <tr> <td valign="top"> <p class="Kopf1"><span>Verwaltungsgericht</span></p> <p class="Kopf1"><span>des Kantons ZÃ¼rich</span></p> <p class="Kopf1"><span>3. Abteilung</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Kopf1"> </p> </td> <td valign="top"> <p class="Kopf1"><span><img alt="" height="77" id="Bild 1" src="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getImage&amp;nF38_KEY=65552" width="123"/></span></p> </td> </tr> </table> <p class="MsoNormal">VB.2024.00141</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"><b><span>VerfÃ¼gung</span></b></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="Zwischentitel"> </p> <p class="MsoNormal">des Einzelrichters</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">vom <a id="VF_DAT_ENTSCHEID">15. April 2024</a></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">Mitwirkend: Verwaltungsrichter AndrÃ© Moser, <a id="TN_AUTOTEXT_RICHTER"></a><a id="TN_AUTOTEXT_GS"></a>Gerichtsschreiber Cyrill Bienz.<span> </span></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">In Sachen</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"><a id="RU_AUTOTEXT_DRITT_N">A, vertreten durch RA B, </a></p> <p class="MsoNormal"><b>BeschwerdefÃ¼hrerin, </b></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="Zwischentitel">gegen</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">C, vertreten durch RA D, </p> <p class="MsoNormal"><b>Beschwerdegegner, </b></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="Zwischentitel"> </p> <p class="Zwischentitel">und</p> <p class="Zwischentitel"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">Kantonspolizei ZÃ¼rich, </p> <p class="MsoNormal"><b>Mitbeteiligte, </b></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"><b>betreffend Massnahmen nach Gewaltschutzgesetz,</b></p> <p class="Zwischentitel">hat sich ergeben:</p> <p class="Sachverhalt1"><b><span>I. </span></b><span> </span></p> <p class="Sachverhalt2"><b><span>A. </span></b><span>A und C sind seit 2014 verheiratet und die Eltern von E (geb. 2020) und F (geb. 2023). Sie wohnen zusammen in G.</span></p> <p class="Sachverhalt2"><b><span>B. </span></b><span>Mit VerfÃ¼gung vom 29. Februar 2024 ordnete die Kantonspolizei ZÃ¼rich gegenÃ¼ber C gestÃ¼tzt auf das Gewaltschutzgesetz vom 19. Juni 2006 (GSG; LS 351) fÃ¼r die Dauer von jeweils 14 Tagen bzw. bis und mit 14. MÃ¤rz 2024 die Wegweisung aus der ehelichen Wohnung und Rayonverbote betreffend diese sowie den Arbeitsort von A in H und die Kita der Kinder in G an. Zudem verbot die Kantonspolizei C fÃ¼r dieselbe Dauer, mit A, E und F Kontakt aufzunehmen. Die Kantonspolizei begrÃ¼ndete dies im Wesentlichen damit, dass C A und E seit deren Geburt regelmÃ¤ssig beschimpft habe und ihnen gegenÃ¼ber tÃ¤tlich geworden sei. Nach der Geburt von F habe sich die Situation weiter verschlimmert.</span></p> <p class="Sachverhalt1"><b><span>II. </span></b><span> </span></p> <p class="Sachverhalt2"><b><span>A. </span></b><span>Mit Eingabe vom 4. MÃ¤rz 2024 ersuchte C, vertreten durch RechtsanwÃ¤ltin D, das Zwangsmassnahmengericht am Bezirksgericht Horgen um gerichtliche Beurteilung der VerfÃ¼gung vom 29. Februar 2024 bzw. sofortige Aufhebung der damit angeordneten Schutzmassnahmen. Die Verfahrenskosten seien auf die Staatskasse zu nehmen und A sei zu verpflichten, ihm eine angemessene ParteientschÃ¤digung zu bezahlen. Mit Urteil GS240003-F vom 7. MÃ¤rz 2024 hob die Haftrichterin die Schutzmassnahmen per 7. MÃ¤rz 2024 auf (Dispositivziffer 1). Dies begrÃ¼ndete sie zusammengefasst damit, dass Zweifel an der objektiven Darstellung der Ereignisse seitens A bestÃ¼nden und den Akten zwar entnommen werden kÃ¶nne, dass zwischen den Eheleuten ein langjÃ¤hriger und tiefgreifender Beziehungskonflikt bestehe, nicht jedoch, dass es zu ZwischenfÃ¤llen gekommen sei, welche in ihrer IntensitÃ¤t die Schwelle eines Gewaltereignisses im Sinn von § 2 Abs. 1 GSG erreicht hÃ¤tten. Die Verfahrenskosten nahm die Haftrichterin auf die Staatskasse (Dispositivziffer 2). C sprach sie aus der Gerichtskasse eine pauschale ParteientschÃ¤digung von Fr. 500.- zu (Dispositivziffer 3).</span></p> <p class="Sachverhalt2"><b><span>B. </span></b><span>A ersuchte ihrerseits das Zwangsmassnahmengericht mit Eingabe vom 7. MÃ¤rz 2024 (Eingang am 8. MÃ¤rz 2024) um VerlÃ¤ngerung sÃ¤mtlicher von der Kantonspolizei angeordneten Schutzmassnahmen um drei Monate, unter Kosten- und EntschÃ¤digungsfolgen zulasten von C. Mit VerfÃ¼gung GS240004-F vom 11. MÃ¤rz 2024 schrieb die Haftrichterin das VerlÃ¤ngerungsgesuch infolge Aufhebung der Schutzmassnahmen mit Urteil GS240003-F vom 7. MÃ¤rz 2024 als gegenstandslos geworden ab (Dispositivziffer 1). Verfahrenskosten erhob die Haftrichterin keine (Dispositivziffer 3), ebenso wenig sprach sie ParteientschÃ¤digungen zu (Dispositivziffer 4).</span></p> <p class="Sachverhalt1"><b><span>III. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext">A, vertreten durch RechtsanwÃ¤ltin B, gelangte mit Beschwerde vom 13. MÃ¤rz 2024 an das Verwaltungsgericht und beantragte, unter Kosten- und EntschÃ¤digungsfolgen zulasten von C sei das Urteil GS240003-F vom 7. MÃ¤rz 2024 aufzuheben. Die am 29. Februar 2024 von der Kantonspolizei angeordneten Schutzmassnahmen seien fÃ¼r die Dauer von drei Monaten "zu bestÃ¤tigen resp. wieder anzuordnen". Mit Eingabe vom 18. MÃ¤rz 2024 verzichtete die Haftrichterin auf Vernehmlassung. C, weiterhin vertreten durch RechtsanwÃ¤ltin D, beantragte mit Beschwerdeantwort vom 21. MÃ¤rz 2024, auf die Beschwerde sei nicht einzutreten, eventualiter sei sie abzuweisen. Die Verfahrenskosten seien A aufzuerlegen und sie sei zu verpflichten, ihm eine angemessene ParteientschÃ¤digung zu bezahlen. A replizierte dazu innert erstreckter Frist mit Eingabe vom 11. April 2024. Die Kantonspolizei liess sich vor Verwaltungsgericht nicht vernehmen.</p> <p class="Einzug1"><span>Der Einzelrichter</span><span> erwÃ¤gt:</span></p> <p class="Erwgung1"><b>1. </b> </p> <p class="Urteilstext">GemÃ¤ss § 11a Abs. 1 GSG ist das Verwaltungsgericht fÃ¼r die Beurteilung von Beschwerden gegen Entscheide des Zwangsmassnahmengerichts in Angelegenheiten des Gewaltschutzgesetzes zustÃ¤ndig. Zum Entscheid berufen ist der Einzelrichter, zumal sich keine Fragen von grundsÃ¤tzlicher Bedeutung stellen (§ 38b Abs. 1 lit. d Ziff. 4 in Verbindung mit § 43 Abs. 1 lit. a des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 [VRG; LS 175.2], § 38b Abs. 2 VRG).</p> <p class="Erwgung1"><b>2. </b> </p> <p class="Urteilstext">Gegenstand des mit der vorliegenden Beschwerde einzig angefochtenen Urteils GS240003-F vom 7. MÃ¤rz 2024 war die gerichtliche Beurteilung der VerfÃ¼gung vom 29. Februar 2024, womit die Kantonspolizei Schutzmassnahmen gegenÃ¼ber dem Beschwerdegegner bis und mit 14. MÃ¤rz 2024 angeordnet hatte. Im Rahmen der gerichtlichen Beurteilung nach § 5 GSG hat die Haftrichterin bzw. der Haftrichter zu prÃ¼fen, ob die Polizei die Schutzmassnahmen zu Recht anordnete, und daraufhin die Schutzmassnahmen in Abweisung des Gesuchs der gefÃ¤hrdenden Person zu bestÃ¤tigen bzw. in Gutheissung des Gesuchs aufzuheben. Eine VerlÃ¤ngerung der (zunÃ¤chst) auf 14 Tage beschrÃ¤nkten Dauer der Schutzmassnahmen (§ 3 Abs. 3 GSG) ist der Haftrichterin bzw. dem Haftrichter im Verfahren betreffend gerichtliche Beurteilung verwehrt. Eine VerlÃ¤ngerung um bis zu drei Monate ist vielmehr nur aufgrund eines Gesuchs der gefÃ¤hrdeten Person mÃ¶glich (§ 6 Abs. 1 und 3 GSG). Soweit die BeschwerdefÃ¼hrerin also mit Beschwerde beantragt, die Schutzmassnahmen seien fÃ¼r die Dauer von drei Monaten zu "bestÃ¤tigen resp. wieder anzuordnen", gehÃ¶rt dies nicht zum Streitgegenstand und ist auf die Beschwerde nicht einzutreten (vgl. Martin Bertschi in: Alain Griffel [Hrsg.], Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons ZÃ¼rich [VRG], 3. A., ZÃ¼rich etc. 2014 [Kommentar VRG], Vorbemerkungen zu §§ 19â28a N. 44 ff.). Daran Ã¤ndert weder, dass das Verwaltungsgericht nach § 63 Abs. 1 VRG bei Aufhebung der angefochtenen Anordnung selbst entscheidet (bzw. entscheiden kann), wie die BeschwerdefÃ¼hrerin geltend macht, noch, dass die BeschwerdefÃ¼hrerin tatsÃ¤chlich ein Gesuch um VerlÃ¤ngerung der Schutzmassahmen stellte. Dieses ging erst nach Abschluss des Verfahrens um gerichtliche Beurteilung beim Bezirksgericht ein, woraufhin die Haftrichterin ein weiteres Verfahren erÃ¶ffnete, welches sie mit VerfÃ¼gung GS240004-F vom 11. MÃ¤rz 2024 â wenn auch unter Berufung auf das Urteil GS240003-F vom 7. MÃ¤rz 2024 â zum Abschluss brachte (vorn II.B.). Wollte die BeschwerdefÃ¼hrerin eine VerlÃ¤ngerung der Schutzmassnahmen im Sinn von § 6 Abs. 3 GSG erreichen, hÃ¤tte sie â wie ihrer RechtsanwÃ¤ltin, welcher diese VerfÃ¼gung erÃ¶ffnet wurde, bewusst sein musste â mithin (auch) die VerfÃ¼gung vom 11. MÃ¤rz 2024 mit Beschwerde beim Verwaltungsgericht anfechten mÃ¼ssen. Dies tat sie jedoch nicht.</p> <p class="Erwgung1"><b>3. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>3.1 </b>Zur Beschwerde an das Verwaltungsgericht ist berechtigt, wer durch die angefochtene Anordnung berÃ¼hrt ist und ein schutzwÃ¼rdiges, aktuelles Interesse an deren Ãnderung oder Aufhebung hat (§ 49 in Verbindung mit § 21 Abs. 1 VRG). Als aktuell und praktisch gilt das Rechtsschutzinteresse nur dann, wenn der erlittene Nachteil im Zeitpunkt der Beurteilung besteht und durch die beantragte Aufhebung des angefochtenen Entscheids beseitigt wÃ¼rde (BGE 131 II 649 E. 3.2; 128 II 34 E. 1b; Bertschi, § 21 N. 24). Auf das Erfordernis des aktuellen Rechtsschutzinteresses kann ausnahmsweise verzichtet werden, sofern eine Anordnung zu beurteilen ist, die sich nach ihrer Art und ihrem Gegenstand jederzeit wiederholen kann und die sonst der behÃ¶rdlichen oder gerichtlichen ÃberprÃ¼fung regelmÃ¤ssig entzogen bliebe, sodass die rechtliche KlÃ¤rung einer Grundsatzfrage nie erfolgen kÃ¶nnte (BGE 131 II 670 E. 1.2; RB 1998 Nr. 41 E. 2b; Bertschi, § 21 N. 25).</p> <p class="Erwgung2"><b>3.2 </b>Die von der Kantonspolizei angeordneten Schutzmassnahmen wÃ¤ren, wenn sie von der Haftrichterin nicht mit Urteil GS240003-F vom 7. MÃ¤rz 2024 per 7. MÃ¤rz 2024 aufgehoben worden wÃ¤ren, am 14. MÃ¤rz 2024 ausgelaufen. Mit der am 13. MÃ¤rz 2024 erhobenen Beschwerde hÃ¤tte die BeschwerdefÃ¼hrerin die Wiederanordnung der Schutzmassnahmen lÃ¤ngstens bis und mit 14. MÃ¤rz 2024 erreichen kÃ¶nnen â nicht jedoch eine weitergehende VerlÃ¤ngerung (vorn E. 2). Was die Schutzmassnahmen betrifft, ist die BeschwerdefÃ¼hrerin somit durch das Urteil GS240003-F vom 7. MÃ¤rz 2024 mittlerweile nicht mehr beschwert bzw. ist ihr â mit Einreichung der Beschwerde noch bestehendes â aktuelles Rechtsschutzinteresse an der Aufhebung dieses Urteils wÃ¤hrend der HÃ¤ngigkeit des Beschwerdeverfahrens dahingefallen. Auf das Erfordernis des aktuellen Rechtsschutzinteresses zu verzichten, rechtfertigt sich vorliegend nicht. Einerseits stellen sich keine Fragen von grundsÃ¤tzlicher Bedeutung. Andererseits ist die Beurteilung der ZulÃ¤ssigkeit von Gewaltschutzmassnahmen dem Verwaltungsgericht immer dann mÃ¶glich, wenn auch die VerlÃ¤ngerung bzw. NichtverlÃ¤ngerung dieser Massnahmen angefochten wird (statt vieler VGr, 24. MÃ¤rz 2023, VB.2023.00110/00043, E. 3.2). Insofern ist das vorliegende Beschwerdeverfahren demzufolge als gegenstandslos geworden abzuschreiben (vgl. Bertschi, § 21 N. 26; Marco Donatsch, Kommentar VRG, § 63 N. 6).</p> <p class="Erwgung2"><b>3.3 </b>In Bezug auf die Kosten- und EntschÃ¤digungsfolgen des Urteils GS240003-F vom 7. MÃ¤rz 2024 mangelte es der BeschwerdefÃ¼hrerin von vornherein an einem Rechtsschutzinteresse an der Aufhebung des angefochtenen Entscheids. So wurden ihr damit keine Verfahrenskosten auferlegt (Dispositivziffer 2). Ebenso wenig wurde sie zur Leistung einer ParteientschÃ¤digung verpflichtet; der Beschwerdegegner wurde vielmehr aus der Kasse des Bezirksgerichts entschÃ¤digt (Dispositivziffer 3). Der BeschwerdefÃ¼hrerin selbst entstand in jenem Verfahren kein Aufwand.</p> <p class="Erwgung1"><b>4. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>4.1 </b>Nach dem Gesagten ist das Beschwerdeverfahren als gegenstandslos geworden abzuschreiben, soweit auf die Beschwerde einzutreten ist.</p> <p class="Erwgung2"><b>4.2 </b> </p> <p class="Erwgung3"><b>4.2.1 </b>GemÃ¤ss § 65a Abs. 2 in Verbindung mit § 13 Abs. 2 Satz 1 VRG tragen die am Beschwerdeverfahren Beteiligten die Kosten in der Regel entsprechend ihrem Unterliegen. Ãber die Kostenauflage bei Gegenstandslosigkeit des Verfahrens enthÃ¤lt das Verwaltungsrechtspflegegesetz keine Vorschrift. Das Verwaltungsgericht entscheidet praxisgemÃ¤ss nach Ermessen und gestÃ¼tzt auf eine summarische Beurteilung der Akten aufgrund der Sachlage vor Eintritt des zur Gegenstandslosigkeit fÃ¼hrenden Grundes Ã¼ber die Kostenfolgen. Dabei zieht es in erster Linie in Betracht, welche Partei vermutlich obsiegt hÃ¤tte. LÃ¤sst sich der mutmassliche Ausgang eines Verfahrens im konkreten Fall nicht ohne Weiteres bestimmen, gehen die Kosten zulasten jener Partei, welche die Gegenstandslosigkeit bzw. das gegenstandslos gewordene Verfahren verursacht hat. Insbesondere bei Versagen dieser Kriterien dÃ¼rfen die Verfahrenskosten jedoch auch nach Billigkeit verlegt werden (VGr, 24. August 2023, VB.2023.00247, E. 5.1.1; 1. September 2022, VB.2022.00144, E. 2.2; Kaspar PlÃ¼ss, Kommentar VRG, § 13 N. 74 ff.). </p> <p class="Erwgung3"><b>4.2.2 </b>GemÃ¤ss § 12 Abs. 1 GSG werden die Verfahrenskosten auf die Staatskasse genommen, wenn das Gesuch um Aufhebung einer Schutzmassnahme gemÃ¤ss § 5 GSG gutgeheissen wird; in den Ã¼brigen FÃ¤llen kÃ¶nnen die Kosten der unterliegenden Partei auferlegt werden, wenn gegen sie Massnahmen nach § 3 Abs. 2 GSG erlassen oder verlÃ¤ngert werden. Nach § 12 Abs. 2 GSG hat jede Partei die Gegenpartei nach Massgabe ihres Unterliegens fÃ¼r Kosten und Umtriebe zu entschÃ¤digen. Die in § 12 Abs. 1 GSG statuierte Kostenbefreiung gefÃ¤hrdeter Personen in haftrichterlichen Verfahren ist auch im Beschwerdeverfahren anwendbar; eine Kostenauflage in Anwendung des Unterliegerprinzips ist daher zulasten der gefÃ¤hrdeten Person auch im verwaltungsgerichtlichen Verfahren grundsÃ¤tzlich nicht statthaft. Vorbehalten bleibt eine Kostenbelastung bei bÃ¶s- oder mutwilliger ProzessfÃ¼hrung (VGr, 24. Januar 2023, VB.2022.00764, E. 6.2).</p> <p class="Erwgung3"><b>4.2.3 </b>Die BeschwerdefÃ¼hrerin rÃ¼gt mit Beschwerde vom 13. MÃ¤rz 2024 unter anderem, die Haftrichterin habe ihr rechtliches GehÃ¶r verletzt, da sie vor der Aufhebung der Schutzmassnahmen nicht angehÃ¶rt worden sei. </p> <p class="Erwgung3">Nach Art. 29 Abs. 2 der Bundesverfassung vom 18. April 1999 (BV; SR 101) haben die Parteien Anspruch auf rechtliches GehÃ¶r. Dieses dient einerseits der SachaufklÃ¤rung, andererseits stellt es ein persÃ¶nlichkeitsbezogenes Mitwirkungsrecht beim Erlass eines Entscheids dar, welcher in die Rechtsstellung des Einzelnen eingreift. Dazu gehÃ¶rt insbesondere das Recht der betroffenen Person, sich vor FÃ¤llung eines solchen Entscheids zur Sache zu Ã¤ussern, erhebliche Beweise beizubringen und Einsicht in die Akten zu nehmen. Zudem verlangt der Anspruch auf rechtliches GehÃ¶r, dass die BehÃ¶rde die Vorbringen der vom Entscheid in ihrer Rechtsstellung betroffenen Person auch tatsÃ¤chlich hÃ¶rt, prÃ¼ft und in der Entscheidfindung berÃ¼cksichtigt. Daraus folgt die Verpflichtung der BehÃ¶rde, ihren Entscheid zu begrÃ¼nden. Dabei ist es nicht erforderlich, dass sie sich mit allen Parteistandpunkten einlÃ¤sslich auseinandersetzt und jedes einzelne Vorbringen ausdrÃ¼cklich widerlegt. Vielmehr kann sie sich auf die fÃ¼r den Entscheid wesentlichen Punkte beschrÃ¤nken. Die BegrÃ¼ndung muss so abgefasst sein, dass sich die betroffene Person Ã¼ber die Tragweite des Entscheids Rechenschaft geben und ihn in voller Kenntnis der Sache an die hÃ¶here Instanz weiterziehen kann. In diesem Sinn mÃ¼ssen wenigstens kurz die Ãberlegungen genannt werden, von denen sich die BehÃ¶rde hat leiten lassen und auf die sich ihr Entscheid stÃ¼tzt. Der Anspruch auf rechtliches GehÃ¶r ist formeller Natur. Seine Verletzung fÃ¼hrt ungeachtet der materiellen BegrÃ¼ndetheit des Rechtsmittels zur Gutheissung der Beschwerde sowie zur Aufhebung des angefochtenen Entscheids (BGE 144 I 11 E. 5.3; 142 II 49 E. 9.2; 141 III 28 E. 3.2.4; 141 V 557 E. 3.2.1; 134 I 83 E. 4.1; VGr, 15. Februar 2024, VB.2023.00511, E. 5.2; 30. November 2022, VB.2022.00596, E. 2.2).</p> <p class="Erwgung3">Nach der Rechtsprechung des Verwaltungsgerichts dient die mÃ¼ndliche AnhÃ¶rung der Gesuchsgegnerin bzw. des Gesuchsgegners gemÃ¤ss § 9 Abs. 3 <span><a href="https://vgrzh.djiktzh.ch/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getMarkupDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=223119&amp;W10_KEY=11287835&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/document.fiw#ctx18"></a></span> GSG<span><a href="https://vgrzh.djiktzh.ch/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getMarkupDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=223119&amp;W10_KEY=11287835&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/document.fiw#ctx20"></a></span> durch das Zwangsmassnahmengericht der Wahrung des rechtlichen GehÃ¶rs der beteiligten Parteien und stellt fÃ¼r die Gesuchsgegnerin oder den Gesuchsgegner ein Verteidigungsrecht dar. Die AnhÃ¶rung dient aber auch der Ermittlung des Sachverhalts, denn die Glaubhaftmachung des GefÃ¤hrdungsfortbestands (§ 10 Abs. 1 GSG) kann in der Regel aufgrund einer persÃ¶nlichen AnhÃ¶rung der Gesuchsgegnerin bzw. des Gesuchsgegners weitaus besser beurteilt werden als lediglich anhand der Akten, zumal die GlaubwÃ¼rdigkeit der involvierten Personen von grosser Bedeutung ist. Ãber den Wortlaut von § 9 Abs. 3 Satz 1 <span><a href="https://vgrzh.djiktzh.ch/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getMarkupDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=223119&amp;W10_KEY=11287835&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/document.fiw#ctx20"></a></span> GSG hinaus hat die mÃ¼ndliche AnhÃ¶rung der gesuchsgegnerischen Partei nach der Rechtsprechung nicht nur nach MÃ¶glichkeit, sondern grundsÃ¤tzlich immer zu erfolgen. Ohne AnhÃ¶rung der Gesuchsgegnerin oder des Gesuchsgegners kommt eine endgÃ¼ltige MassnahmenverlÃ¤ngerung nur im Fall eines unentschuldigten Fernbleibens trotz rechtzeitiger Vorladung oder eines bewussten Verzichts auf AnhÃ¶rung infrage, wobei aus DringlichkeitsgrÃ¼nden auch eine kurzfristige Vorladung zur AnhÃ¶rung zulÃ¤ssig sein kann. Ansonsten darf das Zwangsmassnahmengericht lediglich eine vorlÃ¤ufige, mit Einsprache beim Haftgericht anfechtbare VerlÃ¤ngerung anordnen, wobei die AnhÃ¶rung im Rahmen des Einspracheverfahrens nachzuholen ist (vgl. § 11 GSG). FÃ¼r die DurchfÃ¼hrung einer AnhÃ¶rung spricht sodann, dass dem Protokoll Ã¼ber die haftrichterliche AnhÃ¶rung im Verfahren vor dem Verwaltungsgericht, welches anhand der Akten zu entscheiden hat, regelmÃ¤ssig eine wesentliche Bedeutung fÃ¼r die Entscheidfindung zukommt. Nach der Rechtsprechung ist daher im Regelfall nicht nur die Gesuchsgegnerin bzw. der Gesuchsgegner anzuhÃ¶ren, sondern auch die Gesuchstellerin bzw. der Gesuchsteller. Letztere haben darauf grundsÃ¤tzlich zwar keinen Anspruch. Eine unterbliebene bzw. ungenÃ¼gende haftrichterliche AnhÃ¶rung der Gesuchstellerin oder des Gesuchstellers ist aber jedenfalls dann als unzulÃ¤ssig zu erachten, wenn sie zu einer unvollstÃ¤ndigen Feststellung des entscheidrelevanten Sachverhalts oder zu einer unzulÃ¤ssigen antizipierten BeweiswÃ¼rdigung und damit zu einer Verletzung des rechtlichen GehÃ¶rs fÃ¼hrt. Eine AnhÃ¶rung der Gesuchstellerin bzw. des Gesuchstellers erscheint insbesondere dann geboten, wenn sie bei sich widersprechenden Aussagen der Parteien zur KlÃ¤rung des Sachverhalts beitragen kann (statt vieler VGr, 21. Dezember 2022, VB.2022.00758, E. 4.1, mit Hinweisen). Diese Rechtsprechung ist in analoger Weise auch dann zu beachten, wenn das Zwangsmassnahmengericht nicht Ã¼ber die (Nicht-)VerlÃ¤ngerung von Gewaltschutzmassnahmen gemÃ¤ss § 6 GSG, sondern Ã¼ber deren (Nicht-)Aufhebung im Rahmen einer gerichtlichen Beurteilung gemÃ¤ss § 5 GSG zu befinden hat, zumal die in § 9 GSG festgehaltenen VerfahrensgrundsÃ¤tze nach Abs. 1 dieser Bestimmung sowohl fÃ¼r Gesuche nach § 5 GSG als auch fÃ¼r Gesuche nach § 6 GSG gelten (VGr, 24. MÃ¤rz 2023, VB.2023.00110/00043, E. 3.4.3; 18. April 2020, VB.2020.00190, E. 4.2).</p> <p class="Erwgung3">Dem Urteil GS240003-F vom 7. MÃ¤rz 2024 kann nicht entnommen werden, weshalb die Haftrichterin die BeschwerdefÃ¼hrerin â die damalige Gesuchsgegnerin â nicht anhÃ¶rte. Nicht nur durch die unterbliebene AnhÃ¶rung, sondern auch aufgrund dieser fehlenden BegrÃ¼ndung verletzte sie damit aber das rechtliche GehÃ¶r der BeschwerdefÃ¼hrerin. Soweit darauf einzutreten gewesen wÃ¤re (vorn E. 2), wÃ¤re die Beschwerde deswegen wohl (teilweise) gutzuheissen und die Sache praxisgemÃ¤ss an die Haftrichterin zurÃ¼ckzuweisen gewesen (vgl. statt vieler VGr, 21. Dezember 2022, VB.2022.00758, E. 4).</p> <p class="Erwgung3">Vor diesem Hintergrund und unter BerÃ¼cksichtigung des Umstands, dass der BeschwerdefÃ¼hrerin als gefÃ¤hrdeter Person â trotz des Ã¼berwiegenden Nichteintretens auf die Beschwerde (vorn E. 2) â keine Kosten auferlegt werden dÃ¼rfen (vorn E. 4.2.2), ist es angezeigt, die Kosten des vorliegenden Beschwerdeverfahrens gestÃ¼tzt auf das Verursacherprinzip (PlÃ¼ss, § 13 N. 59) zur HÃ¤lfte dem Bezirksgericht Horgen aufzuerlegen; zur anderen HÃ¤lfte sind sie auf die Kasse des Verwaltungsgerichts zu nehmen. </p> <p class="Erwgung2"><b>4.3 </b>Eine ParteientschÃ¤digung fÃ¼r das Beschwerdeverfahren steht der BeschwerdefÃ¼hrerin mangels Ã¼berwiegenden Obsiegens nicht zu (§ 12 Abs. 2 GSG und § 17 Abs. 2 VRG). Hingegen ist sie zu verpflichten, dem Beschwerdegegner eine solche zu bezahlen. Dabei erscheint ein Betrag von Fr. 1'200.- inklusive Mehrwertsteuer als angemessen.</p> <p class="Einzug1"><span>DemgemÃ¤ss erkennt <span>der Einzelrichter</span>:</span></p> <p class="Einzug2">1. <span>Das Beschwerdeverfahren wird als gegenstandslos geworden abgeschrieben, soweit auf die Beschwerde eingetreten wird.</span></p> <p class="Einzug2">2. Die GerichtsgebÃ¼hr wird festgesetzt auf <br/> Fr. 1'000.--; die Ã¼brigen Kosten betragen:<br/> <u>Fr. 180.--</u> Zustellkosten,<br/> <u>Fr. 1'180.--</u> Total der Kosten.</p> <p class="Einzug2">3. Die Gerichtskosten werden <span>zur HÃ¤lfte dem Bezirksgericht Horgen auferlegt und zur HÃ¤lfte auf die Kasse des Verwaltungsgerichts genommen.</span></p> <p class="Einzug2">4. Die BeschwerdefÃ¼hrerin wird verpflichtet, dem Beschwerdegegner fÃ¼r das Beschwerdeverfahren eine ParteientschÃ¤digung von Fr. 1'200.- (inklusive Mehrwertsteuer) zu bezahlen, zahlbar innert 30 Tagen ab Rechtskraft des vorliegenden Urteils.</p> <p class="Einzug2">5. Gegen diese VerfÃ¼gung kann Beschwerde in Ã¶ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten nach Art. 82 ff. des Bundesgerichtsgesetzes erhoben werden. Die Beschwerde ist innert 30 Tagen, von der Zustellung an gerechnet, beim Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, einzureichen.</p> <p class="Einzug2">6. Mitteilung an:<br/> a) die Parteien;<br/> b) die Mitbeteiligte;<br/> c) das <span>Bezirksgericht Horgen.</span></p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>