B u n d e s v e rw a l t u n g s g e r i ch t T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i f f éd é r a l T r i b u n a l e am m i n i s t r a t i vo f e d e r a l e T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i v fe d e r a l Das BGer ist mit Entscheid vom 20.11.2020 auf die Beschwerde nicht eingetreten (2C_932/2020) Abteilung I A-3967/2020 U r t e i l v o m 2 9 . O k t o b e r 2 0 2 0 Besetzung Einzelrichter Daniel Riedo, Gerichtsschreiberin Susanne Raas. Parteien A._______, …, vertreten durch …, Beschwerdeführer, gegen Eidgenössische Steuerverwaltung ESTV, Dienst für Informationsaustausch in Steuersachen SEI, Eigerstrasse 65, 3003 Bern, Vorinstanz. Gegenstand Amtshilfe (DBA CH-ES). A-3967/2020 Seite 2 Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest und erwägt, dass die Eidgenössische Steuerverwaltung ( ESTV; nachfolgend: Vor- instanz) gestützt auf ein Ersuchen der spanischen Agencia Tributaria, Ofi- cina Nacional de Investigación del Fraude, Equipo Central de Información, mit Schlussverfügung vom 28. August 2020 entschied, dieser Amtshilfe be- treffend A._______ zu leisten, dass A._______ (nachfolgend: Beschwerdeführer ) diese Schlussverfü- gung mit Beschwerde vom 30. September 2020 angefochten hat, dass die Schlussverfügung vom 28. August 2020 per A -Post Plus ver- schickt wurde, wobei sich aus der Sendungsverfolgung der Schweizeri- schen Post ergibt, dass sie am 29. August 2020 ins Postfach der Rechts- vertreter des Beschwerdeführers gelegt wurde, dass demnach die Beschwerdefrist bereits am 28. September 2020 abge- laufen wäre (Art. 50 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 über das V erwaltungsverfahren [VwVG, SR 172.021] i.V.m. Art. 37 des Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesverwaltungsgericht [VGG, SR 173.32] und Art. 19 Abs. 5 des Bundesgesetzes vom 28. Sep- tember 2012 über die internationale Amtshilfe in Steuersachen [StAhiG, SR 651.1]), dass dem Beschwerdeführer daher mit Verfügung vom 2. Oktober 2020 Gelegenheit gegeben wurde, zu begründen und zu belegen, weshalb die vorliegende Beschwerde vom 30. September 2020 dennoch fristgerecht eingereicht worden sei, dass der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 12. Oktober 2020 dieser Auf- forderung nachkam und insbesondere geltend machen lässt, die angefoch- tene Schlussverfügung sei nicht schon am 29. August 2020, sondern erst am 31. August 2020 bei seinen Rechtsvertretern eingegangen, dass die Vorinstanz mit Stellungnahme vom 16. Oktober 2020 antwortete, was den Beschwerdeführer zu einer weiteren Stellungnahme vom 20. Ok- tober 2020 veranlasste, dass sich das vorliegende Verfahren nach dem VwVG richtet, soweit das VGG und das StAhiG nicht s anderes bestimmen (Art. 37 VGG i.V.m. Art. 19 Abs. 5 StAhiG), A-3967/2020 Seite 3 dass das Bundesverwaltungsgericht zur Behandlung der vorliegenden Be- schwerde zuständig ist (Art. 31 VVG i.V.m. Art. 5 VwVG sowie Art. 32 VGG), dass schriftliche Eingaben, also auch Beschwerden, spätestens am letzten Tag der Frist der Behörde bzw. dem Gericht eingere icht oder zu dessen Handen der Schweizerischen Post oder einer schweizerischen diplomati- schen oder konsularischen Vertretung übergeben werden müssen (Art. 21 Abs. 1 VwVG); dass eine Beschwerde ans Bundesverwaltungsgericht in Angelegenheiten der internationalen Amtshilfe in Steuersachen innert 30 Tagen nach Eröffnung der Schlussverfügung einzureichen ist (50 Abs. 1 VwVG), dass eine uneingeschriebene Sendung (A - oder B-Post) bereits dadurch zugestellt ist, dass sie in den Briefkasten oder in das Postfach des Adres- saten gelegt wird und sich damit in dessen Verfügungsbereich befindet (Ur- teile des BGer 2C_523/2019 vom 12. November 2019 E. 3.3, 2C_587/2018 vom 8. März 2019 E. 3.1, 9C_655/2018 vom 28 . Januar 2019 E. 4.4, Urteil 2C_784/2015 vom 24. September 2015 E. 2.1), dass für die Zustellung einer Sendung n icht erforderlich ist, dass der Ad- ressat sie tatsächlich in Empfang nimmt, sondern es genügt, wenn sie in seinen Machtbereich gelangt und er demzufolge von ihr Kenntnis nehmen kann (Urteil e des BGer 2C_463/2019 vom 8. Juni 2020 E. 3.2.2, 2C_587/2018 vom 8. März 2019 E. 3.1, 2C_875/2015 vom 2. Oktober 2015 E. 2.2.1, 2C_784/2015 vom 24. September 2015 E. 2.2.1), dass A-Post Plus Sendungen grundsätzlich A -Post Sendungen entspre- chen, im Unterschied zu diesen aber mit einer Nummer versehen sind, wel- che die elektronische Sendungsverfolgung im Internet ermöglicht , wobei aus dieser Sendungsverfolgung unter anderem ersichtlich ist, wann dem Empfänger die Sendung durch die Post zugestellt wurde , womit diese Art von Sendung eine Möglichkeit darstellt, zu beweisen, dass die Post zuge- stellt worden ist (vgl. Urteil e des BGer 2C_463/2019 vom 8. Juni 2020 E. 3.2.2, 9C_655/2018 vom 28 . Januar 201 9 E. 4.3, 2C_875/2015 vom 2. Oktober 2015 E. 2.2.1), dass für die ordnungsgemässe Zustellung einer Verfügung oder eines Ent- scheids die Verwaltungs - bzw. Gerichtsbehörde beweisbelastet ist (BGE 142 III 599 E. 2.1), wobei bei eingeschriebener Briefpost und beim Verfah- ren A-Post Plus der Zustellnachweis zwar keinen Beweis für das Eintreffen der Sendung im Empfangsbereich des Empfängers erbringt, aber dafür, A-3967/2020 Seite 4 dass durch die Schweizerische Post ein entsprechender Eintrag in ihrem Erfassungssystem vorgenommen wurde, wobei sich daraus im Sinne eines Indizes immerhin ableiten lässt, dass die Abholungseinladung oder Sen- dung in den Briefkasten oder in das Postfach des Adressaten gelangt ist (BGE 142 III 599 E. 2.2; Urteile des BGer 2C_463/2019 vom 8. Juni 2020 E. 3.2.3, 9C_655/2018 vom 28. Januar 2019 E. 4.3), dass allfällige Fehler bei der Postzustellung nicht ausserhalb jeder Wahr- scheinlichkeit liegen, e ine fehlerhafte Postzustellung allerdings nicht zu vermuten ist (Urteil des BGer 1C_31/2018 vom 14. Januar 2019 E. 3.3; vgl. auch BGE 142 III 599 E. 2.4.1), dass somit auch im vorliegenden Fall zu vermuten ist, dass das Zustellda- tum von den Postangestellten korrekt registriert worden ist (BGE 142 IV 201 E. 2.3; Urteil des BGer 1C_31/2018 vom 14. Januar 2019 E. 3.3), dass die Vermutung durch den Gegenbeweis umgestossen werden kann, wobei konkrete Anzeichen für einen Fehler vorhanden sein müssen, so- dass dieser aufgrund der Umstände als plausibel erscheint ( BGE 142 IV 201 E. 2.3; Urteil des BGer 1C_31/2018 vom 14. Januar 2019 E. 3.3. wo das BGer auf «die leicht unterschiedlich formulierten, inhaltlich jedoch gleichwertigen Erwägungen» in den Urteilen 2C_1038/2017 vom 18. Juli 2018 E. 3.2 und 1C_330/2016 vom 27. September 2016 E. 2.5 hinweist), dass bei der Erbringung dieses Beweises der gute Glaube der Partei zu vermuten ist (vgl. BGE 142 III 599 E. 2.4.1), wobei dies nichts an der er- wähnten Vermutung ändert, dass die Postzustellung korrekt erfolgte (Urteil des BGer 1C_31/2018 E. 4.2), dass nach der Rechtsprechung das Beweisverfahren geschlossen werden kann, wenn die noch im Raum stehenden Beweisanträge eine nicht erheb- liche Tatsache betreffen oder offensichtlich untauglich sind, etwa weil ihnen die Beweiseignung abgeht oder umgekehrt di e betreffende Tatsache aus den Akten bereits genügend ersichtlich ist und angenommen werden kann, dass die Durchführung des Beweises im Ergebnis nichts ändern wird («an- tizipierte Beweiswürdigung »; BGE 131 I 153 E. 3; Urteile des BVGer A-6037/2018 vom 9. Juni 2020 E. 2.3.2, A-321/2019 vom 17. September 2019 E. 2.2, A-3056/2015 vom 22. Dezember 2016 E. 3.1.4), dass das Beweisverfahren ökonomisch durchzuführen ist (BGE 130 II 473 E. 2.3), wobei dies in Amtshilfeverfahren, die zügig durchzuführen sind (Art. 4 Abs. 2 StAhiG), umso mehr gelten muss, A-3967/2020 Seite 5 dass im vorliegenden Fall geltend gemacht wird, die Schlussverfügung sei von der Post am Samstag, dem 29. August 2020, in ein falsches Postfach gelegt worden und im Verlauf des Montags, 31. August 2020, jedenfalls aber erst nach Abholung der Morgenpost, vermutlich vom Inhaber jenes Postfachs direkt in den Briefkasten am Sitz der vom Beschwerdeführer mandatierten Rechtsvertreter geworfen worden, dass die Rechtsvertreter ausführen, ein Praktikant in ihrer Kanzlei, der in der fraglichen Woche vom 31. August 2020 im Sekretariat ausgeholfen habe, könne sich daran erinnern, in dieser Woche nach der Mittagszeit zwei Briefsendungen, welche an das Postfach adressiert gewesen seien, sowie ein Packet im Briefkasten am Sitz der Kanzlei vorgefunden zu ha- ben; dass er sich daran erinnern könne, weil es unüblich sei, dass gleich- zeitig zwei Briefe trotz Postfachadresse dem Briefkasten im Geschäftshaus zugestellt würden; dass er sich jedoch nicht mehr daran zu erinnern ver- möge, ob es sich tatsächlich um die Sendungen der Vorinstanz – diese hat sowohl eine Schlussverfügung im vorliegenden als auch eine im Parallel- verfahren zugestellt (dazu jedoch noch weiter unten) – gehandelt habe und an welchem Tag er die Sendungen und das Paket dem Briefkasten im Ge- schäftshaus entnommen habe; dass der Praktikant vom 31. August bis 4. September 2020 aufgrund der Ferienabwesenheit einer Sekretärin im Sekretariat ausgeholfen habe, dass zum Beweis der in der Stellungnahme vom 12. Oktober 2020 wieder- gegebenen Erklärungen des Praktikanten und der Sekretärin deren Einver- nahme als Zeugen angeboten wird, dass auf die Einvernahme jedoch in antizipierter Beweiswürdigung zu ver- zichten ist, insbesondere da das Gericht davon ausgeht, dass die in der Stellungnahme vom 12. Oktober 2020 schriftlich wiedergegebenen Erklä- rungen tatsächlich jenen entsprechen, die diese Personen im Rahmen ei- ner Einvernahme als Zeugen machen würden (s. auch Art. 14 Abs. 1 VwVG, wonach die Zeugeneinvernahme subsidiär ist), dass die mit Eingabe vom 12 Oktober 2020 wiedergegebene Erklärung des Praktikanten zur Beantwortung der hier wesentlichen Frage jedoch entscheidende Lücken aufweist; dass er sich nämlich – verständlicher- weise – nicht mehr an den genauen Tag des behaupteten Vorfalls erinnern kann und auch nicht daran, um was für Sendungen es sich konkret gehan- delt hat; dass an dieser Einschätzung nichts ändert, dass die Rechtsver- treter in ihrer späteren Stellungnahme vom 20. Oktober 2020 behaupten, A-3967/2020 Seite 6 ein Zeuge (gemeint sein muss der Praktikant) habe bestätigt, dass die Sen- dung der Vorinstanz dem Briefkasten im Geschäftshaus der Rechtsvertre- ter entnommen worden sei, dass die Rechtsvertreter weiter vorbringen , es sei höchstwahrscheinlich, dass es sich bei den beiden Sendungen, welche ne bst dem Paket dem Briefkasten entnommen worden seien, um di ejenigen der Vorinstanz handle, da sich die Aussagen [des Praktikanten und der Sekretärin] decken würden, dass dem zum einen entgegenzuhalten ist, dass sich die Aussagen nicht decken können, könnte die Sekretärin doch einzig ihre Ferienabwesenheit bestätigen, die in der Erklärung des Praktikanten gar nicht wiedergegeben ist; dass sie jedoch zum wesentlichen Sachverhalt, nämlich der Entnahme der fraglichen Briefsendungen und des Pakets aus dem Briefkasten beim Geschäftshaus der Kanzlei, keine stichhaltigen Aussagen machen kann , gerade weil sie zu diesem Zeitpunkt in den Ferien war, dass sich zum anderen aufgrund der Nummer der Sendungs verfol- gung – jene aus dem parallelen Verfahren A-4870/2020 kann beigezogen werden, weil sie allen Beteiligten bekannt ist – ergibt, dass die beiden Schlussverfügungen von der Vorinstanz in einer und nicht in zwei Sendun- gen enthalten waren, so dass der Aussage, dass zwei Sendungen, die ans Postfach adressiert waren, in Bezug auf den vorliegenden Zusammenhang höchstens insoweit Bedeutung zukäme, als geltend gemacht wird, weil es sich um zwei Sendungen und nicht nur eine gehandelt habe, könne sich der Praktikant noch daran erinnern, dass jedoch weitere Schlussfolgerungen, die die Rechtsvertreter aus dem Umstand, dass zwei Sendungen angeblich falsch zugestellt worden sein sollen, nicht gezogen werden können , so jene , dass der Postmitarbeiter wohl den zweiten Umschlag (trotz richtiger Adressierung) ebenfalls ins fal- sche Postfach gelegt habe, weil dieser Umschlag gleich wie der erste aus- gesehen habe; dass es damit aber in keiner Weise glaubhafter wird, dass die Sendung der Vorinstanz darunter war, dass die Rechtsvertreter weiter ausführen, es komme zwei bis dreimal pro Monat vor, dass Sendungen, welche an andere Adressaten gerichtet seien, sich in ihrem Postfach befänden, A-3967/2020 Seite 7 dass die Rechtsvertreter damit – wie auch mit Bestätigungen von Berufs- kollegen – zwar zu belegen versuchen, dass Zustellungsfehler passieren, was auch aus einer Bestätigung der Schweizerischen Post hervorgeht, dass damit aber auch nicht wahrscheinlicher wird, dass sich unter den oben genannten Sendungen die hier streitgegenständliche der Vorinstanz befand, kann es sich doch bei einer angeblich so hohen Fehlerquote um mehrere mögliche Zustellungen via Postfach gehandelt haben, dass die Rechtsvertreter weiter geltend machen, dass wohl der Inhaber des Postfachs, in welches die Sendung gelegt wurde, diese direkt in den Briefkasten der Kanzlei gelegt habe, zumal das Geschäftshaus der Rechts- vertreter zwischen dem Bahnhof und der Innenstadt liege und so für viele Personen gut erreichbar sei, dass jedoch beispielsweise X._______, der als Anwalt in der Kanzlei Y ._______ arbeitet, die – wie die vom Beschwe rdeführer mandatierte Kanzlei – über ein Postfach bei der [Poststelle] verfügt, gemäss Erklärung vom 9. Oktober 2020 zwar bestätigte, dass das Sekretariat seiner Kanzlei schon Couverts im Postfach vorgefunden habe, die nicht an die Anwälte der Kanzlei adressiert gewesen seien; dass er aber ebenfalls ausführt, das Sekretariat gebe diese Sendungen jeweils wieder direkt am Schalter ab mit der Meldung, dass die Post im falschen Postfach gelegen sei, dass die Schweizerische Post auf Anfrage der Rechtsvertreter i m vorlie- genden Verfahren bestätigte, dass diesen in der Vergangenheit schon Sen- dungen zugestellt worden seien, welche eigentlich für andere Empfänger gedacht gewesen seien; dass die Post aber ebenfalls festhielt, diese Sen- dungen seien von der Kanzlei jeweils am Postschalter abgegeben worden, dass die Rechtsvertreter demgegenüber keine Erklärungen von Personen beibringen, die die falsch zugestellte Post in den Briefkasten des richtigen Empfängers gelegt hätten, dass Entsprechendes zwar wohl nicht gänzlich ausserhalb des Vorstellba- ren läge, jedoch nicht per se überwiegend glaubhaft und schon gar nicht für den konkreten Fall dargetan ist, dass im Übrigen – im Gegensatz zu dem, was die Rechtsvertreter implizie- ren – keine der eingereichten schriftlichen Erklärungen bestätigt, dass mo- natlich mehrfach Sendungen ins falsche Postfach zugestellt würden, son- dern nur, dass dies vorkomme bzw. das Problem bekannt sei, A-3967/2020 Seite 8 dass somit bereits die einzelnen Elemente der «Kette», mit welcher nach- gewiesen werden soll, dass die vorliegend angefochtene Schlussverfü- gung nach dem Leeren der Morgenpost durch das Sekretariat der Vertreter am Montag, dem 31. August 2020, in den Briefka sten der Kanzlei gelegt worden sei und damit erst zu diesem Zeitpunkt in den Einflussbereich der Rechtsvertreter gelangte, für sich betrachtet nicht geeignet sind, die durch den Sendungsnachweis der Post bewirkte Vermutung, wonach die Sen- dung mit der angefochtenen Schlussverfügung bereits am 29. August 2020 ins Postfach der Vertreter zugestellt wurde, in Zweifel zu ziehen; dass erst recht eine Verkettung dieser schon im Einzelnen wenig überzeugenden Ar- gumente keine solchen Zweifel zu erwecken vermag, dass überdies unbehelflich ist, wenn die Rechtsvertreter in ihrer Stellung- nahme vom 20. Oktober 2020 ausführen, die Vorinstanz habe die Ausfüh- rungen in der Stellungnahme vom 12. Oktober 2020 nicht bestritten; dass nämlich das Bundesverwaltungsgericht von Amtes wegen die Prozessvo- raussetzungen prüft, wozu auch die Frage der Rechtzeitigkeit der Be- schwerde gehört, dass der Beschwerdeführer weiter den Antrag stellen lässt, es seien die Namen der Inhaber der Postfächer […] bis […] der Schweizerischen Post [Poststelle] zu edieren, damit durch die Aussagen von diesen bzw. ihren Mitarbeitenden nachgewiesen werden könne, dass Sendungen aus prakti- schen Gründen direkt bei der korrekten Empfängerin eingeworfen u nd nicht der Post retourniert wü rden, und wer die fragliche n Sendungen am 31. August 2020 bei der Kanzlei seiner Rechtsvertreter eingeworfen habe, dass die Rechtsvertreter des Beschwerdeführers – wie aufgezeigt – nicht glaubhaft gemacht haben, dass ins falsche Postfach zugestellte Post von den Inhabern eines Postfachs gewöhnlich direkt bei den richtigen Empfän- gern eingeworfen wird, obwohl sie festhalten, dies geschehe täglich («Täg- lich werden mehrfach Sendungen am Postschalter zurückgegeben, die falsch zugestellt wurden. Genauso hoch ist die Anzahl an Sendungen, wel- che von falschen Empfängern aufgrund der geographischen Nähe direkt beim richtigen Empfänger eingeworfen wurden»), dass ohnehin aus dem Umstand, dass falls schon solche Sendungen bei den richtigen Empfängern eingeworfen worden wären, noch nichts Rechts- wesentliches über den konkreten Fall ausgesagt wäre, da allgemeine Aus- führungen nämlich keine Zweifel an der Richtigkeit einer Sendungsverfol- gung zu erwecken vermögen, womit fraglich wäre, welcher Wert einer sol- chen Erklärung von Postfachinhabern überhaupt zukommen könnte A-3967/2020 Seite 9 (vgl. zur Beweiswürdigung: Urteil des BGer 1C_31/2018 vom 14. Januar 2019 E. 4.2), dass somit in antizipierter Beweiswürdigung auf die Edition der Namen der genannten Postfachinhaber sowie deren Befragung (bzw. jene von deren Mitarbeitenden) zu verzichten ist; dass überdies die (schriftliche) Einver- nahme einer hohen Anzahl von Postfachinhabern nicht mehr als ökono- misch angesehen werden könnte, dass es dem Beschwerdeführer (mittels seiner Rechtsvertreter) nicht ge- lingt, rechtsgenügende Zweifel an der Richtigkeit des Zustellnachweises durch die fragliche Sendungsverfolgung der Post zu erwecken, dass unter diesen Umständen nicht darauf eingegangen werden muss, ob nicht die Rechtsvertreter – sofern tatsächlich, wie von ihnen behauptet, sehr viele Sendungen falsch zugestellt werden und die Umstände der ge- genständlichen Zustellung so unüblich, wie von ihnen vermutet, waren – in Wahrung der erforderlichen Sorgfaltspflicht gehalten gewesen wären, un- verzüglich zu prüfen, wann bei ihnen die Sendung gemäss der Sendungs- verfolgung eingegangen war bzw. bei Unstimmigkeiten damals entspre- chende Beweise zu sichern, dass entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers die Frage, ob eine Zustellung der Schlussverfügung in Verfahren der internationalen Amtshilfe in Steuersachen per A-Post Plus zulässig ist, zumindest implizit bereits vom Bundesgericht bejahend beantwortet wurde ( Urteile des BGer 2C_464/2019 vom 24. Mai 2019 E. 5.1, 2C_476/2018 vom 4. Juni 2018 E. 2.3.4), dass somit die Beschwerde eindeutig verspätet eingereicht wurde und da- mit offensichtlich unzulässig ist, dass damit auf die Beschwerde im einzelrichterlichen Verfahren nicht ein- zutreten ist (Art. 23 Abs. 1 Bst. b VGG), dass die Kosten dieses Verfahrens, welche auf Fr. 500.-- festzusetzen sind, dem unterliegenden Beschwerdeführer aufzuerlegen sind (Art. 63 Abs. 1 VwVG), dass weder dem unterliegenden Beschwerdeführer noch der Vorinstanz eine Parteientschädigung zu entrichten ist (Art. 64 Abs. 1 VwVG und Art. 7 A-3967/2020 Seite 10 Abs. 1 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Ent- schädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2] e contrario sowie Art. 7 Abs. 3 VGKE). (Das Dispositiv befindet sich auf er nächsten Seite.) A-3967/2020 Seite 11 Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 1. Die Stellungnahme des Beschwerdeführers vom 20. Oktober 2020 geht an die Vorinstanz. 2. Die Beweisanträge des Beschwerdeführers gemäss der Stellungnahme vom 12. Oktober 2020 werden abgewiesen. 3. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten. 4. Die Verfahrenskosten von Fr. 500.-- werden dem Beschwerdeführer aufer- legt. Dieser Betrag ist nach Eintritt der Rechtskraft des vorliegenden Urteils zu Gunsten der Gerichtskasse zu überweisen. Die Zahlungsfrist beträgt 30 Tage ab Rechnungsdatum. Die Zustellung des Einzahlungsscheins er- folgt mit separater Post. 5. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen. 6. Dieses Urteil geht an: – den Beschwerdeführer (Gerichtsurkunde) – die Vorinstanz (Ref-Nr. …; Gerichtsurkunde mit Beilage) Für die Rechtsmittelbelehrung wird auf die nächste Seite verwiesen. Der Einzelrichter: Die Gerichtsschreiberin: Daniel Riedo Susanne Raas A-3967/2020 Seite 12 Rechtsmittelbelehrung: Gegen einen Entscheid auf dem Gebiet der internationalen Amtshilfe in Steuersachen kann innert 10 Tagen nach Eröffnung nur dann beim Bun- desgericht, 1000 Lausanne 14, Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Ange- legenheiten geführt werden, wenn sich eine Rechtsfrage von grundsätzli- cher Bedeutung stellt oder wenn es sich aus anderen Gründen um einen besonders bedeutenden Fall im Sinne von Art. 84 Abs. 2 BGG handelt (Art. 82, Art. 83 Bst. h, Art. 84a, Art. 90 ff. und Art. 100 Abs. 2 Bst. b BGG). Die Frist ist gewahrt, wenn die Beschwerde spätestens am letzten Tag der Frist beim Bundesgericht eingereicht oder zu dessen Handen der Schwei- zerischen Post oder einer schweizerischen diplomatischen oder konsulari- schen Vertretung übergeben word en ist (Art. 48 Abs. 1 BGG). In der Rechtsschrift ist auszuführen, warum die jeweilige Voraussetzung erfüllt ist. Im Übrigen ist die Rechtsschrift in einer Amtssprache abzufassen und hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. Der angefochtene Entscheid und die Beweismit- tel sind, soweit sie die beschwerdeführende Partei in Händen hat, beizule- gen (Art. 42 BGG). Versand: