<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2020.00073</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="https://vgrzh.djiktzh.ch/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=https://vgrzh.djiktzh.ch&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=220293&amp;W10_KEY=4480726&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2020.00073</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 10.06.2020</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">2. Abteilung/2. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Das Bundesgericht hat eine Beschwerde in Ã¶ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten gegen diesen Entscheid am 23.11.2020 abgewiesen.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">AuslÃ¤nderrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Familiennachzug (Wiedererwägungsgesuch)</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>[Nichteintreten auf Wiedererwägungsgesuch bezüglich Familiennachzug.]<br/><br/>Der Beschwerdeführer hatte bereits im Juni 2017 ein Familiennachzugsgesuch für seine kosovarische Ehefrau und die beiden 2004 und 2013 geborenen Kinder gestellt, welches wegen Ablauf der Nachzugsfristen abgewiesen worden war. Ein weiteres Nachzugsgesuch für den jüngeren Sohn von August 2018 wurde ebenfalls abgewiesen. Als die Ehefrau und die beiden Kinder im Oktober 2019 in die Schweiz einreisten und um Erteilung einer Aufenthaltsbewilligung ersuchten, trat das Migrationsamt auf die Wiedererwägungsgesuche nicht ein. <br/><br/>Das Migrationsamt behandelte die Gesuche zu Recht als Wiedererwägungsgesuche (E. 2.1). Sowohl die Wohnsituation im Kosovo (E. 2.5) als auch die Tatsache, dass die Beschwerdeführerin im Kosovo die Kinder alleine betreuen muss (E. 2.6), stellen keine wesentliche Veränderung der Situation dar. Die gesundheitlichen Probleme der Beschwerdeführerin bzw. deren Veränderung wurde nicht substanziiert dargelegt (E. 2.6). Ebenso wenig ist dargetan, dass der Schuleintritt des Sohnes eine wesentliche Veränderung bezüglich der gegenseitigen Besuchsmöglichkeiten bewirkt (E. 2.7). <br/><br/>Abweisung der Beschwerde.<br/></b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: FAMILIENNACHZUG">FAMILIENNACHZUG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: FAMILIENNACHZUGSGESUCH">FAMILIENNACHZUGSGESUCH</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: WESENTLICHE ÃNDERUNG DER SACHLAGE">WESENTLICHE ÃNDERUNG DER SACHLAGE</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: WIEDERERWÃGUNG">WIEDERERWÃGUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: WIEDERERWÃGUNGSGESUCH">WIEDERERWÃGUNGSGESUCH</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="gerade">Art. 29 BV</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 3 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="WordSection1"> <table border="1" cellpadding="0" cellspacing="0" class="MsoNormalTable" width="0"> <tr> <td valign="top"> <p class="Kopf1"><span>Verwaltungsgericht</span></p> <p class="Kopf1"><span>des Kantons ZÃ¼rich</span></p> <p class="Kopf1"><span>2. Abteilung</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Kopf1"> </p> </td> <td valign="top"> <p class="Kopf1"><span><img alt="" height="78" id="Bild 1" src="https://vgrzh.djiktzh.ch/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=https://vgrzh.djiktzh.ch&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getImage&amp;nF38_KEY=47479" width="123"/></span></p> </td> </tr> </table> <p class="MsoNormal">VB.2020.00073</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"><b><span>Urteil</span></b></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="Zwischentitel"> </p> <p class="MsoNormal"><span>der 2. Kammer</span></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">vom <a id="VF_DAT_ENTSCHEID">10. Juni 2020</a></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">Mitwirkend: AbteilungsprÃ¤sident Andreas Frei<span> (Vorsitz)</span>, Verwaltungsrichterin Elisabeth Trachsel, Ersatzrichterin Beryl Niedermann, <a id="TN_AUTOTEXT_RICHTER"></a><a id="TN_AUTOTEXT_GS"></a>Gerichtsschreiberin Katharina Haselbach. </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">In Sachen</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>1. A, </span></p> <p class="MsoNormal"><span>2. B, </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoBodyText">beide vertreten durch RA C, </p> <p class="MsoNormal"><b><span>BeschwerdefÃ¼hrende, </span></b></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="Zwischentitel">gegen</p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>Migrationsamt des Kantons ZÃ¼rich, </span></p> <p class="MsoNormal"><b><span>Beschwerdegegner, </span></b></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"><b>betreffend Familiennachzug (WiedererwÃ¤gungsgesuch),</b></p> <p class="Zwischentitel">hat sich ergeben: </p> <p class="Sachverhalt1"><b>I. </b> </p> <p class="Urteilstext">A, geboren 1970, reiste am 27. Februar 1995 erstmals in die Schweiz ein und ersuchte um Asyl. Das Gesuch wurde in der Folge abgelehnt.</p> <p class="Urteilstext">Am 1. April 1997 heiratete A in H die Schweizerin D und erhielt daraufhin eine Aufenthaltsbewilligung fÃ¼r den Kanton ZÃ¼rich. Am 5. Mai 1999 wurde die Ehe gerichtlich getrennt; am 9. Dezember 2002 erhielt A eine Niederlassungsbewilligung fÃ¼r den Kanton ZÃ¼rich. Die Ehe mit D wurde am 8. April 2004 geschieden. Am 4. August 2004 heiratete A im Kosovo die kosovarische StaatsangehÃ¶rige E, nachmals B, geboren 1980. Die gemeinsamen Kinder F und G wurden am â¦ 2004 bzw. am â¦ 2013 geboren. Am 4. September 2019 erhielt A das Schweizer BÃ¼rgerrecht. </p> <p class="Urteilstext">Am 12. Dezember 2011 stellte B ein Einreisegesuch fÃ¼r sich und ihre Tochter F. Mit Schreiben vom 27. Februar 2012 und vom 29. Juni 2012 teilte A dem Migrationsamt mit, dass er nur Ã¼ber ein Zimmer fÃ¼r zwei Personen verfÃ¼ge und seine Familie nachziehen wolle, sobald er eine Wohnung gefunden habe. Daraufhin teilte das Migrationsamt A am 6. Juli 2012 mit, dass es das Schreiben vom 29. Juni 2012 als RÃ¼ckzug der eingereichten Gesuche betrachte, weshalb diese als gegenstandslos abgeschrieben wÃ¼rden. </p> <p class="Urteilstext">Am 6. Juni 2017 ersuchte A erneut um Bewilligung der Einreise fÃ¼r seine Ehefrau B und die gemeinsamen Kinder F und G. Das Migrationsamt wies die Gesuche mit VerfÃ¼gung vom 10. Januar 2018 ab, da die Nachzugsfristen abgelaufen seien. Am 21. August 2018 stellte A ein Gesuch um Einreisebewilligung fÃ¼r seinen Sohn G. Auch dieses Gesuch wies das Migrationsamt am 30. April 2019 ab, mit der BegrÃ¼ndung, die Einreise des Sohnes ohne Mutter und Schwester missachte das Kindswohl und die familiÃ¤ren Bindungen des Nachzuziehenden. Die VerfÃ¼gungen des Migrationsamts erwuchsen in Rechtskraft.</p> <p class="Urteilstext">Am 18. Oktober 2019 reisten B und ihre Kinder mit einem Besuchervisum in die Schweiz ein und stellten gleichentags ein Gesuch um Erteilung einer Aufenthaltsbewilligung zum Verbleib bei A. Das Migrationsamt behandelte die Gesuche als WiedererwÃ¤gungsgesuche und trat mit VerfÃ¼gung vom 7. November 2019 nicht darauf ein. </p> <p class="Sachverhalt1"><b>II. </b> </p> <p class="Urteilstext">Den hiergegen erhobenen Rekurs wies die Sicherheitsdirektion mit Entscheid vom 6. Januar 2020 ab.</p> <p class="Sachverhalt1"><b>III. </b> </p> <p class="Urteilstext">Am 3. Februar 2020 liessen A und B beim Verwaltungsgericht Beschwerde erheben und beantragen, der Rekursentscheid der Sicherheitsdirektion sei aufzuheben und das Migrationsamt sei anzuweisen, auf das Gesuch einzutreten und einen Sachentscheid zu fÃ¤llen, unter Kosten- und EntschÃ¤digungsfolgen zulasten des Beschwerdegegners. </p> <p class="Urteilstext">Die Sicherheitsdirektion verzichtete mit Schreiben vom 12. Februar 2020 auf Vernehmlassung, das Migrationsamt liess sich nicht vernehmen. </p> <p class="Einzug1"><span>Die Kammer</span><span> erwÃ¤gt:</span></p> <p class="Erwgung1"><b>1. </b> </p> <p class="Urteilstext"><b><span>1.1</span></b><span> Das Verwaltungsgericht ist fÃ¼r Beschwerden gegen Rekursentscheide der Sicherheitsdirektion Ã¼ber Anordnungen des Migrationsamts betreffend das Aufenthaltsrecht zustÃ¤ndig (§§ 41 ff. des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 [VRG]). Da auch die Ã¼brigen Prozessvoraussetzungen erfÃ¼llt sind, ist auf die Beschwerde einzutreten.</span></p> <p class="Urteilstext"><b><span>1.2</span></b><span> Mit der Beschwerde an das Verwaltungsgericht kÃ¶nnen Rechtsverletzungen einschliesslich Ermessensmissbrauch, -Ã¼ber oder -unterschreitung und die unrichtige oder ungenÃ¼gende Feststellung des Sachverhalts gerÃ¼gt werden, nicht aber die Unangemessenheit des angefochtenen Entscheids (§ 50 in Verbindung mit § 20 VRG).</span></p> <p class="Urteilstext"><b>2.</b></p> <p class="Urteilstext"><b>2.1</b> Das Migrationsamt wies die Gesuche um Einreisebewilligung fÃ¼r die BeschwerdefÃ¼hrerin und die beiden Kinder mit VerfÃ¼gung vom 10. Januar 2018 ab, da die Nachzugsfristen abgelaufen seien. Ein erneutes Gesuch des BeschwerdefÃ¼hrers um Einreisebewilligung fÃ¼r seinen Sohn wies das Migrationsamt am 30. April 2019 ab, mit der BegrÃ¼ndung, die Einreise des Sohnes ohne Mutter und Schwester missachte das Kindswohl und die familiÃ¤ren Bindungen des Nachzuziehenden. Beide VerfÃ¼gungen erwuchsen in Rechtskraft. Das erneute Gesuch um Einreisebewilligung fÃ¼r die BeschwerdefÃ¼hrerin und die beiden Kinder vom 18. Oktober 2019 wurde vom Migrationsamt zu Recht als Gesuch um WiederwÃ¤gung der beiden Entscheide behandelt. </p> <p class="Urteilstext"><b><span>2.2</span></b><span> Ein Anspruch auf WiedererwÃ¤gung eines erstinstanzlichen Entscheids besteht, <span>wenn sich die VerhÃ¤ltnisse seit dem ersten Entscheid erheblich geÃ¤ndert haben oder wenn die gesuchstellende Person Tatsachen und Beweismittel anfÃ¼hrt, die ihr im frÃ¼heren Verfahren nicht bekannt waren oder die schon damals geltend zu machen fÃ¼r sie rechtlich oder tatsÃ¤chlich unmÃ¶glich war oder keine Veranlassung bestand (</span>BGr, 6. Juni 2018, 2C_977/2017, E. 3 mit Hinweisen; VGr, 12. MÃ¤rz 2020, VB.2020.00074, E. 3.2). Eine WiedererwÃ¤gung darf nicht dazu dienen, rechtskrÃ¤ftige Entscheide immer wieder infrage zu stellen (BGE 136 II 177 E. 2.1). <span>Wenn sich die anspruchsrelevante Sachlage seit der letzten rechtskrÃ¤ftigen Beurteilung nicht massgeblich geÃ¤ndert hat, tritt die BehÃ¶rde auf das Gesuch nicht ein (BGr, 6. MÃ¤rz 2018, 2C_254/2017, E. 3.3). </span>Wesentlich ist eine VerÃ¤nderung der Sachlage dann, wenn sie geeignet ist, ein anderes Ergebnis beim Entscheid in der Sache herbeizufÃ¼hren (vgl. BGE 136 II 177 E. 2.2.1 mit Hinweisen; VGr, 13. Februar 2020, VB.2019.00844, E. 3.2; VGr, 14. November 2019, VB.2019.00543, E. 3.3).</span></p> <p class="Urteilstext"><b>2.3</b> Was die BeschwerdefÃ¼hrenden zum Sachverhalt vor Erlass der VerfÃ¼gungen des Migrationsamts vom 10. Januar 2018 und vom 30. April 2019 bzw. zu dessen WÃ¼rdigung durch das Migrationsamt ausfÃ¼hren, ist unbeachtlich. Diese Vorbringen und RÃ¼gen wÃ¤ren in einem Rekurs gegen die jeweiligen VerfÃ¼gungen zu erheben gewesen. Dies betrifft das verÃ¤nderte Erwerbseinkommen des BeschwerdefÃ¼hrers ab MÃ¤rz 2017 und seinen Bezug einer grÃ¶sseren Wohnung ab Juni 2017 sowie die AuskÃ¼nfte des Migrationsamts zu den zu den ursprÃ¼nglichen Nachzugsgesuchen einzureichenden Unterlagen und deren RÃ¼ckzug vom 26. April 2012 bzw. vom 6. Juli 2012.</p> <p class="Urteilstext"><b>2.4</b> Vorliegend ist nur noch zu prÃ¼fen, ob sich die Rechtslage oder die tatsÃ¤chlichen UmstÃ¤nde seit Erlass der VerfÃ¼gungen am 10. Januar 2018 bzw. am 30. April 2019 in einer Weise geÃ¤ndert haben, welche eine materielle Behandlung des WiedererwÃ¤gungsgesuchs durch das Migrationsamt erfordert hÃ¤tte. </p> <p class="Urteilstext"><b>2.5</b> Hierzu machen die BeschwerdefÃ¼hrenden geltend, die BeschwerdefÃ¼hrerin wohne im Heimatland mit den beiden Kindern, ihrer Mutter und ihren beiden BrÃ¼dern in einer Wohnung mit zwei Zimmern, wobei sie mit ihrer Mutter und den Kindern ein Zimmer bewohne und ihre beiden BrÃ¼der das andere. Die Wohnsituation habe sich insofern verÃ¤ndert, als der Bruder der BeschwerdefÃ¼hrerin bald heiraten werde und die BeschwerdefÃ¼hrerin mit den Kindern die Wohnung verlassen mÃ¼sse. Somit mÃ¼sse sie im Kosovo eine neue Wohnung mieten. Der BeschwerdefÃ¼hrer lebe seit 16. Juni 2017 alleine in einer 3,5-Zimmer-Wohnung und bezahle einen monatlichen Mietzins von Fr. 2'370.-. Daher kÃ¶nne er keine weitere Wohnung fÃ¼r die Ehefrau und die beiden Kinder finanzieren. Ausserdem sei eine Frau mit zwei Kindern alleine in einer Wohnung an ihrem Wohnort nicht sicher.</p> <p class="Urteilstext">Dass die BeschwerdefÃ¼hrerin mit den Kindern zusammen mit ihrer Mutter und ihren BrÃ¼dern in beengten PlatzverhÃ¤ltnissen lebt und der BeschwerdefÃ¼hrer gleichzeitig in H seit Juli 2017 eine 3,5-Zimmer-Wohnung bewohnt, war bereits Gegenstand des Verfahrens, welches zum Erlass der VerfÃ¼gungen vom 10. Januar 2018 und vom 30. April 2019 fÃ¼hrte. Dies wurde in der Stellungnahme der BeschwerdefÃ¼hrenden vom 4. Oktober 2017 zuhanden des Migrationsamts bereits vorgebracht und in die ErwÃ¤gungen des Migrationsamts in seiner VerfÃ¼gung vom 10. Januar 2018 miteinbezogen. Es war bereits zu diesem Zeitpunkt naheliegend, dass die Wohnsituation der BeschwerdefÃ¼hrerin keine dauerhafte sein wÃ¼rde. Es liegen somit keine verÃ¤nderten VerhÃ¤ltnisse vor, auch nicht bezÃ¼glich der Tatsache, dass die BeschwerdefÃ¼hrerin nunmehr eine eigene Wohnung sucht, zumal sich dies bereits vor Erlass der VerfÃ¼gungen des Migrationsamts abzeichnete. Auch mit Blick auf die Sicherheit des Wohnortes der BeschwerdefÃ¼hrerin und die MÃ¶glichkeit, dort als Frau mit Kindern alleine zu leben, wurde nicht geltend gemacht und ist auch nicht ersichtlich, dass sich die VerhÃ¤ltnisse seit Januar 2018 verÃ¤ndert hÃ¤tten oder dass sie den BeschwerdefÃ¼hrenden im Verfahren vor Migrationsamt nicht bekannt gewesen wÃ¤ren. </p> <p class="Urteilstext"><b>2.6</b> Ferner bringen die BeschwerdefÃ¼hrenden vor, die BeschwerdefÃ¼hrerin sei mit der Betreuung der Kinder Ã¼berfordert, leide an Depressionen, starken Kopfschmerzen und NervositÃ¤t und nehme tÃ¤glich Medikamente, unter anderem zweimal tÃ¤glich Dafalgan, ein. Die Mutter der BeschwerdefÃ¼hrerin kÃ¶nne sie nicht mehr bei der Kinderbetreuung unterstÃ¼tzen, da sie an Bluthochdruck und Diabetes in fortgeschrittenem Stadium leide. </p> <p class="Urteilstext">Auch diesbezÃ¼glich ist keine wesentliche VerÃ¤nderung der VerhÃ¤ltnisse seit den rechtskrÃ¤ftigen Entscheiden des Migrationsamts ersichtlich. Die BeschwerdefÃ¼hrerin hat beide Kinder seit Geburt alleine betreut. Die Tochter ist inzwischen sechzehn Jahre alt und hat nach Angaben der BeschwerdefÃ¼hrenden die obligatorische Schule abgeschlossen, weshalb mit Bezug auf sie die BetreuungsintensitÃ¤t stark abnehmend sein dÃ¼rfte. Der Sohn wird derzeit eingeschult, wodurch auch fÃ¼r ihn der Aufwand der BeschwerdefÃ¼hrerin zumindest tagsÃ¼ber wÃ¤hrend der Schulzeit geringer sein dÃ¼rfte als in den letzten Jahren. Es ist davon auszugehen, dass die Betreuung einer SechzehnjÃ¤hrigen und eines schulpflichtigen Sohnes auch ohne die tatkrÃ¤ftige Mithilfe der Grossmutter mÃ¶glich ist. Die gesundheitlichen Probleme der BeschwerdefÃ¼hrerin bzw. ihre VerÃ¤nderung seit den Entscheiden des Migrationsamts wurden nicht substanziiert dargelegt oder mithilfe von Beweismitteln glaubhaft gemacht. Insbesondere ist die Einnahme von Dafalgan â eines eher leichten und in der Schweiz rezeptfreien Schmerzmittels â kein Indiz fÃ¼r eine ernsthafte Erkrankung. </p> <p class="Urteilstext"><b>2.7</b> Schliesslich fÃ¼hren die BeschwerdefÃ¼hrenden aus, gegenseitige Besuche wÃ¼rden durch den Eintritt des Sohnes in die Schule wesentlich erschwert bzw. verunmÃ¶glicht. </p> <p class="Urteilstext">In der Stellungnahme vom 4. Oktober 2017 haben die BeschwerdefÃ¼hrenden festgehalten, der BeschwerdefÃ¼hrer besuche seine Ehefrau und Kinder zwei- bis dreimal im Jahr im Kosovo. ZusÃ¤tzlich kÃ¶nnen die Kinder ihre Ferien in der Schweiz verbringen, was zumindest fÃ¼r den schulpflichtigen Sohn Aufenthalte von jeweils mehreren Wochen ermÃ¶glicht. Es wurde nicht dargetan, inwiefern der Schuleintritt des Sohnes diesbezÃ¼glich eine wesentliche VerÃ¤nderung mit sich bringen wÃ¼rde. </p> <p class="Urteilstext">Die Beschwerde ist damit abzuweisen. </p> <p class="Urteilstext"><b>3.</b></p> <p class="Urteilstext">AusgangsgemÃ¤ss sind die Gerichtskosten den BeschwerdefÃ¼hrenden aufzuerlegen (§ 65a Abs. 2 in Verbindung mit § 13 Abs. 2 Satz 1 VRG) und ist ihnen keine ParteientschÃ¤digung zuzusprechen. </p> <p class="Erwgung1"><b><span>4</span></b><span>.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Zur Rechtsmittelbelehrung des nachstehenden Dispositivs ist Folgendes zu erlÃ¤utern: Soweit ein Anwesenheitsanspruch geltend gemacht wird, ist die Beschwerde in Ã¶ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten nach Art. 82 ff. des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (BGG, SR 173.110) zulÃ¤ssig (BGr, 2. November 2017, 2C_260/2017, E. 1.1). Ansonsten steht die subsidiÃ¤re Verfassungsbeschwerde gemÃ¤ss Art. 113 ff. BGG offen (siehe Art. 83 lit. c Ziff. 2 e contrario BGG). Werden beide Rechtsmittel ergriffen, hat dies in der gleichen Rechtsschrift zu geschehen (Art. 119 Abs. 1 BGG).</span></p> <p class="Einzug1"><span>DemgemÃ¤ss erkennt <span>die Kammer</span>:</span></p> <p class="Einzug2"><span>1. Die Beschwerde wird abgewiesen.</span></p> <p class="Einzug2"><span>2. Die GerichtsgebÃ¼hr wird festgesetzt auf <br/> Fr. 2'000.--; die Ã¼brigen Kosten betragen:<br/> Fr. 70.-- Zustellkosten,<br/> Fr. 2'070.-- Total der Kosten.</span></p> <p class="Einzug2"><span>3. Die Gerichtskosten werden den BeschwerdefÃ¼hrenden je zur HÃ¤lfte auferlegt, unter solidarischer Haftung fÃ¼r die gesamten Kosten. </span></p> <p class="Einzug2"><span>4. Eine ParteientschÃ¤digung wird nicht zugesprochen. </span></p> <p class="Einzug2"><span>5. Gegen dieses Urteil kann im Sinn der ErwÃ¤gungen Beschwerde erhoben werden. Die Beschwerde ist innert 30 Tagen, von der Zustellung an gerechnet, beim Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, einzureichen.</span></p> <p class="Einzug2"><span>6. Mitteilung an â¦</span></p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>