Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche- rungsrecht vom 21. Dezember 2016 (720 16 184) ____________________________________________________________________ Invalidenversicherung Die Beschwerde der Versicherten wird gutgeheissen u nd die IV-Stelle verpflichtet, die Kosten für den Küchenumbau in der Höhe von Fr. 5‘09 5.15 zu übernehmen. Es ist mit überwiegender Wahrscheinlichkeit davon auszugehen, dass die baulichen Anpassungen zu einer beachtlichen Leistungssteigerung der Besch werdeführerin im Aufgabenbereich geführt haben. Die Kostengutsprache steht zudem ins gesamt in einem angemessenen Verhältnis zu der dadurch erreichten Leistungssteigerung. Besetzung Präsident Andreas Brunner, Gerichtsschrei berin Olivia Reber Parteien A.____, Beschwerdeführerin, vertreten durc h Michael Bütikofer, Rechtsanwalt, Plänkestrasse 32, Postfach, 2501 Biel/Bienne gegen IV -Stelle Basel -Landschaft , Hauptstrasse 109 , 4102 Binningen , Beschwerdegegnerin Betreff Hilfsmittel A. Die 1966 geborene A.____ leidet unter anderem an einem Zustand nach Poliomyelitis mit konsekutiv schlaffer Paraparese und Status nach mehreren Skoliose-Operationen sowie an einer Hypothyreose. Die Versicherte bezieht deswege n seit 2001 eine ganze bzw. seit 2002 Seite 2 http://www.bl.ch/kantonsgericht eine halbe Invalidenrente sowie seit 2007 eine Hilflo senentschädigung leichten Grades. Aus- serdem wurden A.____ in der Vergangenheit diverse Hilf smittel zugesprochen. Am 29. April 2015 (Eingang) ersuchte die Versicherte die IV-Stelle Basel-Landschaft (IV-Stelle) um Kosten- übernahme einer baulichen Anpassung ihrer Küche. Nach durchgeführtem Vorbescheidverfah- ren lehnte die IV-Stelle mit Verfügung vom 11. Mai 2 016 eine Kostenübernahme gestützt auf den „Abklärungsbericht Haushalt“ vom 22. September 2015 ab. Zur Begründung wurde im We- sentlichen ausgeführt, dass die baulichen Änderungen in der Küche keine Leistungssteigerung um 10% im Aufgabenbereich zur Folge hätten. B. Hiergegen erhob A.____, vertreten durch Michael B ütikofer, Rechtsanwalt, am 14. Juni 2016 Beschwerde beim Kantonsgericht Basel-Landschaft, A bteilung Sozialversicherungsrecht (Kantonsgericht). Darin beantragte sie, die Verfügung der Beschwerdegegnerin vom 11. Mai 2016 sei aufzuheben und es sei die Beschwerdegegnerin zu verurteilen, ihr die Kosten von Fr. 5‘095.15 für den invaliditätsbedingt notwendigen Küchenumbau zu ersetzen. Eventualiter sei die Verfügung der Beschwerdegegnerin vom 11. Mai 2016 aufzuheben und die Sache zur Vor- nahme weiterer Abklärungen im Sinne der Beschwerde an die Beschwerdegegnerin zurückzu- weisen, verbunden mit der Anordnung, eine neue Verfüg ung zu erlassen; alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen. Zur Begründung brachte sie im Wesentlichen vor, dass der Haus- haltabklärungsbericht widersprüchlich sei und nicht darau f abgestellt werden könne. Der Kü- chenumbau sei für sie im Sinne der Rechtsprechung notwendig gewesen. Seit dem Küchenum- bau sei von einer erheblichen Steigerung der Leistungsf ähigkeit im Aufgabenbereich auszuge- hen. C. In ihrer Vernehmlassung vom 28. Juli 2016 schloss die I V-Stelle auf Abweisung der Be- schwerde. Der Präsident zieht i n E r w ä g u n g : 1.1 Da sämtliche Sachurteilsvoraussetzungen erfüllt sind, ist auf die frist- und formgerecht beim sachlich wie örtlich zuständigen Gericht eingereichte Beschwerde einzutreten. 1.2 Nach § 55 Abs. 1 VPO entscheidet die präsidierende Person der Abteilung Sozialversi- cherungsrecht des Kantonsgerichts über Streitigkeiten bis zu einem Streitwert von Fr. 10'000.--. Vorliegend strittig ist die Kostenübernahme der baulichen Anpassung der Küche der Beschwer- deführerin. Es handelt sich dabei um Kosten in der Höh e von Fr. 5‘095.15. Damit liegt der Streitwert unter Fr. 10‘000.--, weshalb die Angelegenheit präsidial zu entscheiden ist. 2. Demnach ist vorliegend strittig und im Folgenden zu prüfen, ob die Beschwerdeführerin Anspruch auf Kostenübernahme der baulichen Anpassung i hrer Küche im Umfang von Fr. 5‘095.15 hat. 3.1 Invalide oder von einer Invalidität bedrohte Versich erte haben gemäss Art. 8 Abs. 1 in Verbindung mit Abs. 3 lit. d des Bundesgesetzes über di e Invalidenversicherung (IVG) vom Seite 3 http://www.bl.ch/kantonsgericht 19. Juni 1959 Anspruch auf die Abgabe von Hilfsmitteln . Dieser Anspruch bezieht sich gemäss Art. 21 Abs. 1 IVG auf jene Hilfsmittel, deren sie für die Ausübung der Erwerbstätigkeit oder der Tätigkeit in ihrem Aufgabenbereich, für die Schulung , die Ausbildung oder zum Zwecke der funktionellen Angewöhnung bedürfen. Unabhängig von e iner allfälligen Erwerbstätigkeit hat der Versicherte gemäss Art. 21 Abs. 2 IVG zudem Anspruch auf Hilfsmittel, welche er infolge seiner Invalidität für die Fortbewegung, für die Herstellung des Kontaktes mit der Umwelt oder für die Selbstsorge kostspieliger Geräte bedarf. 3.2. In Art. 14 der Verordnung über die Invalidenve rsicherung (IVV) vom 17. Januar 1961 hat der Bundesrat die ihm in Art. 21 Abs. 4 IVG übertrage ne Kompetenz zur Regelung der Voraus- setzungen für die Abgabe von Hilfsmitteln an das Eidgenö ssischen Departement des Innern (EDI) delegiert. Dieses hat gestützt auf diese Subdele gation die Verordnung über die Abgabe von Hilfsmitteln durch die Invalidenversicherung (HVI) vom 29. November 1976 mit der im An- hang aufgeführten Hilfsmittelliste erlassen. Gemäss Art. 2 Abs. 1 HVI besteht im Rahmen der im Anhang der HVI aufgeführten Liste Anspruch auf Hil fsmittel, soweit diese für die Fortbewe- gung, die Herstellung des Kontaktes mit der Umwelt od er für die Selbstsorge notwendig sind. Art. 2 Abs. 2 HVI hält sodann fest, dass Anspruch auf die mit (*) bezeichneten Hilfsmittel nur bestehe, soweit diese für die Ausübung einer Erwerbstä tigkeit oder der Tätigkeit im Aufgaben- bereich, für die Schulung, Ausbildung, die funktione lle Angewöhnung oder für die in der zutref- fenden Ziffer des Anhangs ausdrücklich genannten Tätigkeit notwendig sind. 3.3 Art. 21 IVG beschränkt den Leistungsanspruch ausdrü cklich auf Hilfsmittel, die in der entsprechenden Liste enthalten sind. Der Gesetzgeber h at dem Bundesrat damit die Kompe- tenz übertragen, in der aufzustellenden Liste aus der Vi elzahl zweckmässiger Hilfsmittel eine Auswahl zu treffen. Dabei nahm er in Kauf, dass mit ei ner solchen Aufzählung nicht sämtliche sich stellenden Bedürfnisse gedeckt werden. Der Bundesrat oder das Departement sind daher durch das Gesetz nicht verpflichtet, sämtliche Hilfsmitt el, derer ein Invalider zur Eingliederung bedarf, in die Hilfsmittelliste aufzunehmen. Vielmehr kann der Verordnungsgeber eine Auswahl treffen und die Zahl der Hilfsmittel beschränken; dabe i steht ihm ein weiter Gestaltungsspiel- raum zu, da das Gesetz keine weiterführenden Auswahlkri terien enthält. Die Liste der von der Invalidenversicherung abzugebenden Hilfsmittel ist insofer n abschliessend, als sie die in Frage kommenden Hilfsmittelkategorien aufzählt; dagegen ist innerhalb der einzelnen Kategorien je- weils zu prüfen, ob die Aufzählung der einzelnen Hilf smittel ebenfalls abschliessend oder bloss exemplifikatorisch ist (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 3. Juni 2009, 8C_315/2008 Urteil vom 3. Juni 2009, E. 2.5.2 mit Verweis auf BGE 131 V 107 E. 3.4.3 mit Hinweisen). Lässt sich ein Hilfsmittel keiner der im HVI Anhang aufgeführten Kat egorien zuordnen, ist es nicht zulässig, den Anspruch auf Kostenübernahme durch die Invalidenversicherung direkt aus der Zielsetzung des Gesetzes abzuleiten, da damit das dem Bundesrat bzw. d em Departement eingeräumte Auswahlermessen durch dasjenige der Verwaltung und des G erichts ersetzt würde (Urteile des Bundesgerichts vom 18. September 2009, 9C_493/2009, E. 5. und vom 11. März 2008, 8C_127/2007, E 2.2; BGE 131 V 9 E. 3.4.2 mit Hinweisen). 3.4 Als Eingliederungsmassnahme unterliegt jede Hilfsmi ttelversorgung den allgemeinen Anspruchsvoraussetzungen des Art. 8 Abs. 1 IVG. Sie hat so mit neben den dort ausdrücklich Seite 4 http://www.bl.ch/kantonsgericht genannten Erfordernissen der Geeignetheit und Notwend igkeit auch demjenigen der Angemes- senheit (Verhältnismässigkeit im engeren Sinne) als drit tem Teilgehalt des Verhältnismässig- keitsgrundsatzes zu genügen. Die Abgabe eines Hilfsmittels muss demnach unter Berücksichti- gung der gesamten tatsächlichen und rechtlichen Umständ e des Einzelfalles in einem ange- messenen Verhältnis zum angestrebten Eingliederungsziel st ehen. Dabei lassen sich vier Teil- aspekte unterscheiden, nämlich die sachliche, die zeitliche , die finanzielle und die persönliche Angemessenheit. Danach muss die Massnahme prognostisch ein bestimmtes Mass an Einglie- derungswirksamkeit aufweisen; sodann muss gewährleistet se in, dass der angestrebte Einglie- derungserfolg voraussichtlich von einer gewissen Dauer ist; des Weiteren muss der zu erwar- tende Erfolg in einem vernünftigen Verhältnis zu den Kosten der konkreten Eingliederungs- massnahme stehen; schliesslich muss die konkrete Massnahme dem Betroffenen auch zumut- bar sein (BGE 132 V 215 E. 3.2.2 S. 221 mit Hinweisen ). Die versicherte Person hat in der Re- gel nur Anspruch auf die dem jeweiligen Eingliederu ngszweck angemessenen, notwendigen Massnahmen, nicht aber auf die nach den gegebenen Umstän den bestmöglichen Vorkehren. Denn das Gesetz will die Eingliederung lediglich so weit sicherstellen, als diese im Einzelfall notwendig, aber auch genügend ist (BGE 132 V 215 E. 4 .3.1 S. 225 mit Hinweisen) (Urteil des Bundesgerichts vom 17. Juni 2010 8C-961/2009 E. 7.1). 4.1 Die von der Beschwerdeführerin beantragte Kostenüb ernahme für die bereits erfolgten baulichen Massnahmen in ihrer Küche lässt sich der Rz. 13.04* des Anhangs zur HVI („Invalidi- tätsbedingte bauliche Änderungen am Arbeitsplatz und im Aufgabenbereich“) zuordnen. Ein allfälliger Anspruch stützt sich auf Rz. 13.04* des Anh angs zur HVI i.V.m. Art. 2 Abs. 2 HVI so- wie Art. 14 Abs. 1 IVV und Art. 21 Abs. 1 IVG. Ein Anspruch auf die baulichen Änderungen be- steht demnach nur, soweit sie für die Ausübung der Täti gkeit im Aufgabenbereich notwendig sind. 4.2 Wie bereits erwähnt (vgl. E. 3.2 hiervor) werden einer versicherten Person gemäss Art. 2 Abs. 2 HVI mit (*) bezeichnete Hilfsmittel abgegeben, wenn sie notwendig sind für die Tätigkeit im Aufgabenbereich. Als Aufgabenbereich der im Haushalt tätigen Versicherten gelten insbe- sondere die übliche Tätigkeit im Haushalt (Haushaltführ ung, Ernährung, Wohnungspflege, Ein- kauf, Kleiderpflege und weitere Besorgungen [Post, Ver sicherungen, Amtsstellen]) und die Er- ziehung der Kinder sowie gemeinnützige und künstlerische Tätigkeiten (Art. 27 IVV). Gemäss Rz. 1021 des Kreisschreibens über die Abgabe von Hilfsmitteln durch die Invalidenversicherung (KHMI) können Hilfsmittel für die Tätigkeit im Aufgab enbereich nur abgegeben werden, wenn die Arbeitsfähigkeit dadurch beachtlich gesteigert we rden kann (in der Regel mindestens 10% gemäss Haushaltsabklärung). Diese Weisung stellt eine Kon kretisierung der im Rahmen des Verhältnismässigkeitsgrundsatzes verlangten Eingliederungsw irksamkeit eines Hilfsmittels dar. Die 10%-Klausel ist nicht als absolutes Minimum zu versteh en, sondern hat vielmehr als Richt- mass zur Beurteilung der Beachtlichkeit zu gelten, das Abw eichungen im Einzelfall zugänglich ist (vgl. BGE 129 V 67 E. 1.1.2 und 2.2). Nach § 57 l it. c VPO hat die sozialversicherungsrecht- liche Abteilung des Kantonsgerichts die angefochtene Verfügung auch auf deren Angemessen- heit zu überprüfen. Sie greift jedoch praxisgemäss nur mit Zurückhaltung in den Ermessens- spielraum der Verwaltung ein. Ohne triftigen Grund darf das Gericht sein Ermessen nicht an die Stelle desjenigen der Verwaltung setzen; vielmehr muss e s sich auf Argumente abstützen kön- Seite 5 http://www.bl.ch/kantonsgericht nen, welche seine abweichende Ermessensausübung als nahe liegender erscheinen lassen (BGE 123 V 152 E. 2 mit Hinweisen). 5. Zur Ermittlung der Einschränkung im Haushaltsbereich bedarf es im Regelfall einer Ab- klärung vor Ort (vgl. Art. 69 Abs. 2 der Verordnung üb er die Invalidenversicherung [IVV] vom 17. Januar 1961). Hinsichtlich des Beweiswertes des Abkläru ngsberichts sind – analog zur Rechtsprechung zur Beweiskraft von Arztberichten (BGE 134 V 232 E. 5.1) – verschiedene Faktoren zu berücksichtigen. Ein Haushaltsabklärungsbericht ist beweiskräftig, wenn er von einer qualifizierten Person verfasst wird, welche Kenntni s der örtlichen und räumlichen Verhält- nisse sowie der Beeinträchtigungen und Behinderungen hat, die sich aus den medizinischen Diagnosen ergeben. Weiter sind die Angaben der versicher ten Person zu berücksichtigen, wo- bei divergierende Meinungen der Beteiligten im Berich t aufzuzeigen sind. Der Berichtstext schliesslich muss plausibel, begründet und angemessen detaill iert bezüglich der einzelnen Ein- schränkungen sein sowie in Übereinstimmung mit den an Ort und Stelle erhobenen Angaben stehen (vgl. AHI-Praxis 2003 S. 218 E. 2.3.2; Urteil d es Bundesgerichts vom 22. April 2010, 9C_90/2010, E. 4.1.1.1). Das Gericht greift, sofern de r Bericht eine zuverlässige Entschei- dungsgrundlage im eben umschriebenen Sinne darstellt, in das Ermessen der Abklärungsper- son nur ein, wenn klar feststellbare Fehleinschätzungen oder Anhaltspunkte für die Unrichtigkeit der Abklärungsresultate vorliegen. Das gebietet insbesond ere der Umstand, dass die fachlich kompetente Abklärungsperson näher am konkreten Sachverha lt steht als das im Beschwerde- fall zuständige Gericht (Urteil des Bundesgerichts vom 18. August 2008, 8C_107/2008, E. 3.2.1 mit Hinweis; BGE 128 V 93 f. E. 4). 6. Zur Beurteilung der strittigen Frage liegen im We sentlichen folgende Unterlagen vor: 6.1 In ihrem Antrag für bauliche Anpassungen der Küche vom 22. April 2015 führte die Be- schwerdeführerin unter anderem aus, dass ihre Küche ein en kleinen Haken habe, der ihr je länger je mehr Schwierigkeiten bereite. Die Küchenkomb ination habe eine Höhe von 91cm. Zum Kochen und Hantieren vom Rollstuhl aus sei dies zu hoch. Nach Rücksprache mit ihrem Vermieter habe sie sich über die Möglichkeiten erkundigt , die Küchenkombinationshöhe zu re- duzieren, sowie den Herd und die Spüle unterfahrbar a nzupassen. Nach der Anpassung betra- ge die Arbeitshöhe etwa 78cm, was für sie ein enormer Unterschied zu vorher sei. 6.2 Gemäss dem Schreiben der Beratungsstelle B.____ vom 13. August 2015 wohne die Versicherte alleine und bereite Mahlzeiten selbständig zu. Damit sie im Rollstuhl sitzend Kü- chenarbeiten erledigen könne, habe die Arbeitsfläche von einer Höhe von 91cm auf 78cm ab- gesenkt werden müssen, wodurch im Wandbereich Anpassungen notwendig geworden seien. Im Weiteren hätten die Unterschränke im Bereich des Ko chherdes und des Spülbeckens de- montiert und unterfahrbar umgestaltet werden müssen, so dass die Beschwerdeführerin in den Bereichen Kochen und Spülen besser arbeiten könne. Zud em habe der bestehende Geschirr- spüler aus Platzgründen durch ein schmaleres Modell erset zt werden müssen. Aufgrund der Dringlichkeit sei die Küche bereits angepasst worden. A ls Abklärungsergebnis hielt die Bera- tungsstelle B.____ fest, sofern die Abgabevoraussetzunge n für Hilfsmittel am Arbeitsplatz, im Aufgabenbereich etc. erfüllt seien, würden sie folgende einfache und zweckmässige Hilfsmittel Seite 6 http://www.bl.ch/kantonsgericht bzw. Vorkehrungen zur Kostengutsprache vorschlagen: Invalid itätsbedingte bauliche Änderun- gen am Arbeitsplatz und im Aufgabenbereich; Kostenübe rnahme der behinderungsbedingten Anpassungen in der Küche im Umfang von Fr. 5‘095.15. 6.3 Im Abklärungsbericht Haushalt vom 22. September 2015 hielt die Abklärungsperson der IV-Stelle zur Situation vor dem Küchenumbau fest, da ss die Versicherte alleinstehend lebe und zu 50% beim Kanton X.____ angestellt sei. Meistens habe sie sich nachmittags oder abends eine warme Mahlzeit zubereitet. Die Speisen seien von der Beschwerdeführerin präpariert wor- den. Eine Dritthilfe sei dabei nicht erfolgt. Die Zub ereitung der Speisen sei seitwärts sitzend zur Arbeitsfläche erfolgt, da sie den Rollstuhl nicht ande rweitig habe annähern können. Die Höhe des Herdes habe es der Versicherten bei hohen Töpfen und Pfannen nicht erlaubt, hineinsehen zu können. Die Beschwerdeführerin habe Hilfsmittel nutze n müssen, um die Inhalte zu entneh- men und aus der sitzenden Position zu beobachten. Die oberflächliche Küchenreinigung sei durch die Versicherte nach der Zubereitung der Speise n erfolgt. Die Beschwerdeführerin habe eher selten, durchschnittlich einmal monatlich, Gäste emp fangen, welche sie auch bekocht ha- be. Das Geschirr sei von der Versicherten in den Geschirrspü ler ein- und aus diesem ausge- räumt worden. Die Bedienung des Geschirrspülers sei durch sie erfolgt. Sie habe oft gebacken und gerne Süsses zubereitet. Diese Speisen seien im Ofen von der Versicherten angerichtet worden. Zur aktuellen Situation bzw. zur Situation nach dem Kü chenumbau habe die Beschwerdeführe- rin angegeben, dass sie sich meistens nachmittags eine warme Mahlzeit zubereite, da sie mor- gens bis mittags zu 50% in X.____ erwerbstätig sei. Sie bemühe sich, täglich frische Waren zuzubereiten und rüste die Zutaten von Hand. Das Rüsten der frischen Nahrungsmittel erfolge sitzend am Lavabo, wo sie ein Brett als Unterlage nutzen könne. Dank des Umbaus sei es ihr möglich, auch mit dem Rollstuhl unter das Lavabo zu fahren und sich nicht nur seitwärts an das Lavabo anzunähern. Abends esse die Versicherte meist etwas Kaltes, was nicht speziell herge- richtet werden müsse. Die oberflächliche Küchenreinigung erfolge nach der Zubereitung der Speisen durch die Beschwerdeführerin. Sie empfange durchschnittlich einmal pro Monat Gäste, welche sie bekoche. Die Küche werde anschliessend täglich von der Versicherten oberflächlich gereinigt. Die Versicherte backe und bereite gerne un d oft Süsses zu. Sie backe wöchentlich auch Brot, welches sie selber esse oder auch mal verschenke. Gestützt auf die obigen Erkenntnisse stellte die Abklärung sperson fest, dass die in diesem Be- reich geltend gemachten Verbesserungen und Erleichterungen gemäss den Aussagen der Ver- sicherten sowie der Feststellung vor Ort nachvollzogen werden könnten. Der Beschwerdeführe- rin sei es dank des unterfahrbaren Herdes und Spülbeckens möglich, Essen und diverse Zuta- ten gleich neben dem Herd vorzubereiten und zu rüsten . Bereits vor dem Umbau und der Sen- kung der Arbeitsflächen habe sich die Versicherte schon um die vollständige Zubereitung der Speisen gekümmert. Dies sei ihr mit der nachvollziehbar en Umstellung (seitlich sitzend) selb- ständig möglich gewesen. Aktuell erfolge die Zubereitung einfacher, bequemer und mit weniger Umständen. In diesem Bereich sei jedoch schon vor dem Um bau der Küche keine Einschrän- kung anrechenbar gewesen. Die Vorbereitung und das Rüsten der Speisen wäre der Versicher- Seite 7 http://www.bl.ch/kantonsgericht ten im Rahmen der Schadenminderung nach KSIH Rz. 308 9 auch am Küchentisch zumutbar gewesen. Am Küchentisch sei eine Zubereitung zumutbar und möglich gewesen. Als Fazit hielt die Abklärungsperson schliesslich fest, dass d ie bereits erfolgten, baulichen Än- derungen in der Küche keine Steigerung um 10% im Aufg abenbereich zur Folge hätten. Haupt- grund dafür sei die schon vor dem Umbau bestandene voll ständige Selbständigkeit der Versi- cherten und das Ausbleiben jeglicher Dritthilfe im Bere ich der Ernährung. Eine anrechenbare Einschränkung sei bereits vor dem Küchenumbau nicht vorhanden gewesen. 6.4 Nachdem die Versicherte gegen den Vorbescheid vom 2 4. September 2015 Einwand erhoben hatte, nahm die Abklärungsperson am 9. Mai 201 6 Stellung dazu. Sie führte insbeson- dere aus, dass die Zubereitung der Speisen grundsätzlich mengenmässig sehr gering erfolge, da die Versicherte alleinstehend sei. Grosse, schwere und hohe Töpfe, Pfannen sowie Küchen- geschirr, wie dies in einem Mehrpersonenhaushalt wäre, fielen daher weg. Die Beschwerdefüh- rerin habe auch vor dem Umbau der Küche in die Töpfe und Pfannen sehen können, habe sich dazu aber kurz aus der sitzenden Position aufrichten müsse n, was ihr bisher zumutbar und möglich gewesen sei. Die Reinigung der Küchenkombinatio n und Rückwand sei durch die Ver- sicherte selbst aus sitzender Position im Rollstuhl erfolgt. Die oberflächliche Reinigung sei ihr ohne Hilfsmittel möglich und zumutbar gewesen. Das gelte nd gemachte mühsame Aufrichten hätte sich – falls nötig – auch mit dem Einsatz eines einf achen Hilfsmittels (Stiel- schwamm/Verlängerung) erübrigt. Diese Handhabung sei e inerseits einfach und zumutbar ge- wesen, andererseits sei dies im Sinne der Schadenminderun g nach KSIH Rz. 3089 erfolgt und könne nicht als Einschränkung angerechnet werden. Die v on der Rechtsvertretung geltend ge- machten gesundheitlichen Folgen, welche aus einer allf älligen unzumutbaren Handhabung des Geschirrs erfolgen würden, könnten nicht nachvollzogen we rden. Der im Vergleich zur ganztä- gigen Fortbewegung im Rollstuhl geltend gemachte Mehr aufwand bei der Zubereitung der Speisen, sei vergleichbar gering und könne nicht als Ur sache der geltend gemachten Ver- schlechterung der Beschwerden herangezogen werden. Im Ü brigen hielt die Abklärungsperson im Wesentlichen an ihren Ausführungen und Schlussfolgerungen des Abklärungsberichtes fest. 7.1 Die IV-Stelle lehnte in der angefochtenen Verfüg ung vom 11. Mai 2016 eine Kostengut- sprache für die baulichen Anpassungen in der Küche gestüt zt auf den Abklärungsbericht vom 22. September 2015 ab. Dem kann aus nachfolgenden Gründen nicht gefolgt werden. 7.2 Mit der Beschwerdeführerin ist darauf hinzuweisen, dass sie bereits in ihrem Antrag vom 22. April 2015 ausgeführt hat, dass ihr die für sie zu hohe Küchenkombination je länger je mehr Schwierigkeiten bereite. Die Anpassung in der Höhe der Küchenkombination bedeute für sie einen enormen Unterschied (vgl. E. 6.1 hiervor). Im Schr eiben der Beratungsstelle B.____ wur- de zudem festgehalten, dass der Umbau dringlich gewesen und daher auch bereits durchge- führt worden sei (vgl. E. 6.2 hiervor). Unter diesen Um ständen ist davon auszugehen, dass die Arbeit in der nicht behindertengerechten Küche für di e Versicherte nicht länger zumutbar war und sie die baulichen Anpassungen deshalb noch vor einer allfälligen Kostengutsprache durch die Versicherung vornehmen liess. Zudem hat sich die Be schwerdeführerin bereits vor dem Küchenumbau ein Beistellmöbel anfertigen lassen, wora uf sich die Kaffee- sowie die Teigma- Seite 8 http://www.bl.ch/kantonsgericht schine befinden. Erst durch die leidensangepasste Arbeitshöhe kann die Versicherte die beiden Maschinen bedienen. Gleich verhält es sich mit der Küche nkombination, auf welcher sie eben- falls erst seit der invaliditätsbedingt angepassten Höhe problemlos Arbeiten verrichten kann. 7.3 Die Beschwerdeführerin bringt ausserdem vor, dass di e Arbeiten in der nicht behinder- tengerechten Küche ihrem körperlichen Befinden abträgli ch seien. Die Versicherte leidet unbe- strittenermassen an einem Status nach Kinderlähmung mi t einer Minderentwicklung und einer beidseitigen inkompletten Lähmung der unteren Extremi täten. Zudem liegen bei der Versicher- ten eine ungenügende Rumpfstabilität, ein Status na ch mehreren orthopädischen Operationen zur Wirbelsäulenstabilisierung, ein generelles Hyperlaxizi tätssyndrom, eine schwere rechtskon- vexe thorakolumbale Skoliose (Seitabweichung der Wirbel säule von der Längsachse), ein Sta- tus nach langstreckiger Spondylodese, eine komplette Ankylo sierung der Lendenwirbelsäule sowie schwere degenerative Veränderungen des Iliosakralge lenks beidseits vor. Vor diesem medizinischen Hintergrund erscheint es durchaus nachvollziehbar, dass das seitliche Sitzen vor der Küchenkombination, das zum Arbeiten in der Küche no twendige Verdrehen des Oberkör- pers sowie die unnatürliche Hebebewegung der oberen Ex tremitäten zum Erreichen der zu ho- hen Arbeitsfläche für die ohnehin schon schwer körperl ich eingeschränkte Versicherte gesund- heitsschädigend sind. Entgegen der Auffassung der Beschwer degegnerin kann zudem nicht leichthin gesagt werden, dass der körperliche Mehraufwand , den die Versicherte vor dem Kü- chenumbau aufbringen musste, nur sehr gering sei. Denn immerhin hat die Beschwerdeführerin angegeben, einmal täglich in der Küche zu kochen, oft z u backen und einmal monatlich Gäste zu bekochen. 7.4 Der Versicherten ist des Weiteren beizupflichten, da ss die Ausführungen und Schluss- folgerungen im Abklärungsbericht zum Teil widersprüchli ch sind. Einerseits stellte die Abklä- rungsperson fest, dass durch den Küchenumbau gewisse Verbesserungen und Erleichterungen entstanden seien. Dies könne gestützt auf die Aussagen der Versicherten sowie auch die Fest- stellungen vor Ort nachvollzogen werden. Der Beschwerdef ührerin sei es nun dank des unter- fahrbaren Herdes und Spülbeckens möglich, Essen und dive rse Zutaten gleich neben dem Herd vorzubereiten und zu rüsten. Aktuell erfolge die Zubereitung einfacher, bequemer und mit weniger Umständen. Andererseits hielt die Abklärungspe rson als Schlussfolgerung fest, dass die bereits erfolgten, baulichen Änderungen in der Kü che keine Steigerung um 10% im Aufga- benbereich zur Folge hätten. Hauptgrund dafür sei di e schon vor dem Umbau bestandene voll- ständige Selbständigkeit der Versicherten und das Ausbleiben jeglicher Dritthilfe im Bereich der Ernährung. Eine anrechenbare Einschränkung sei bereits vor dem Küchenumbau nicht vorhan- den gewesen. Die letztgenannte Argumentation im Abklärungsbericht läuft darauf hinaus, dass im invaliden- versicherungsrechtlichen Sinn keine Behinderung vorliegt, wenn eine Aktivität auch ohne bauli- che Massnahmen bzw. ohne Hilfsmittel noch ausgeübt werden kann, auch wenn dies grösseren körperlichen und zeitlichen Aufwand verlangt. Dem kann nicht gefolgt werden. Keine anrechen- bare Einschränkung liegt dann vor, wenn der zusätzliche Aufwand nicht erheblich ist; ein sol- cher Aufwand ist von der versicherten Person im Rahmen de r Schadenminderungspflicht zu leisten. Die Erheblichkeitsgrenze liegt in der Regel be i 10%, wobei diese 10%-Klausel nicht als Seite 9 http://www.bl.ch/kantonsgericht absolutes Minimum zu verstehen ist, sondern vielmehr als R ichtmass zur Beurteilung der Be- achtlichkeit zu gelten hat, das Abweichungen im Einzelf all zugänglich ist (vgl. E. 4.2 hiervor). Übersteigt der zusätzliche Aufwand diesen Umfang, so beste ht grundsätzlich Anspruch auf Hilfsmittel bzw. bauliche Massnahmen, soweit sie verhältnismässig erscheinen. Im vorliegenden Fall hat es die Abklärungsperson unterlassen, den zei tlichen und körperlichen Mehraufwand, den die Versicherte vor dem Küchenumbau für die Erled igung der Küchenarbeiten aufbringen musste, zu erfassen. Es ist aber mit der Beschwerdeführerin festzuhalten, dass allein aus dem Umstand, dass sie bereits vor dem Küchenumbau die Tätigke iten in der Küche selbständig er- ledigt hat, nicht darauf geschlossen werden kann, dass na ch den baulichen Anpassungen kei- nerlei Leistungssteigerung stattgefunden habe. 7.5 Aus den obigen Erwägungen folgt, dass auf die Schlu ssfolgerung des Abklärungsberich- tes vom 22. September 2015 nicht abgestellt werden kann. Indessen ist gestützt auf die von der Abklärungsperson festgehaltenen Wahrnehmungen vor Ort sowie gestützt auf die übrigen Un- terlagen mit überwiegender Wahrscheinlichkeit erstellt, dass die Versicherte durch die bauli- chen Massnahmen in ihrer Küche eine erhebliche Leistung ssteigerung im Aufgabenbereich erreicht hat. Weitere Abklärungen zu dieser Frage ersche inen deshalb entbehrlich, zumal es sich beim beantragten Küchenumbau – entgegen der Mein ung der IV-Stelle – nicht um ein kostspieliges Hilfsmittel handelt. 8. Vorliegend erweisen sich die Kosten des beantragten Küchenumbaus im Umfang von Fr. 5‘095.15 im Vergleich zu allfälligen Kosten für g emäss Ziffer 13.04(*) mögliche invaliditäts- bedingte bauliche Änderungen am Arbeitsplatz und im Au fgabenbereich nämlich eher als be- scheiden. In Anbetracht des Umstands, dass für viele Hilfsmi ttel dieser Hilfsmittelkategorie von einem Vielfachen der in casu fraglichen Kosten auszuge hen ist, steht der strittige Betrag von Fr. 5‘095.15 zu dem mit dem Hilfsmittel eines rollstuhl gerechten Küchenumbaus angestrebten Eingliederungsziel in einem durchaus vernünftigen Verhäl tnis. Die Kosten in der Höhe von Fr. 5‘095.15 für den Küchenumbau sind sodann auch von der Beratungsstelle B.____ als einfa- ches und zweckmässiges Hilfsmittel bzw. Vorkehrung zur Koste ngutsprache vorgeschlagen worden (vgl. E. 6.2 hiervor). Die fragliche Eingliede rungsmassnahme erweist sich ausserdem als geeignet, notwendig und angemessen. Darüber hinaus ist zu beachten, dass die Massge- blichkeitsgrenze von 10% ohnehin nur bei kostspieligen Hil fsmitteln zum Tragen kommt (BGE 129 V 69). Dies aber ist dem soeben Gesagten zufol ge wohl zu verneinen, zumal die un- ter Ziffer 13.04(*) des Anhangs zur HVI fallenden Hil fsmittel oftmals kostspieliger sind als der vorliegend umstrittene Küchenumbau. 9. Aus dem Gesagten ergibt sich zusammenfassend, dass die Schlussfolgerung im Abklä- rungsbericht vom 22. September 2015, wonach durch die baulichen Massnahmen in der Küche keine Leistungssteigerung habe erreicht werden können, nicht überzeugt. Aufgrund der übrigen Ausführungen im Abklärungsbericht sowie aufgrund der ge samten Aktenlage ist mit überwie- gender Wahrscheinlichkeit davon auszugehen, dass die baul ichen Anpassungen in der Küche zu einer beachtlichen Leistungssteigerung der Beschwerde führerin im Aufgabenbereich geführt haben. Die Kostengutsprache für die bauliche Anpassu ng der Küche steht zudem insgesamt in einem angemessenen Verhältnis zu der dadurch erreichten Leistungssteigerung im Aufgaben- Seite 10 http://www.bl.ch/kantonsgericht bereich. Demnach hat die IV-Stelle den Antrag der V ersicherten auf Kostengutsprache für den Küchenumbau zu Unrecht abgelehnt. Die Beschwerde der Versicherten ist in diesem Sinne gutzuheissen und die IV-Stelle zu verpflichten, die Kost en für die bauliche Anpassung in der Höhe von Fr. 5‘095.15 zu übernehmen. 10. Es bleibt über die Kosten zu befinden. 10.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG sind Streitigkeiten um die Bewilligung oder die Verweige- rung von IV-Leistungen vor dem kantonalen Versicherungs gericht kostenpflichtig. Die Verfah- renskosten werden gestützt auf § 20 Abs. 3 VPO in der R egel in angemessenem Ausmass der unterliegenden Partei auferlegt. In casu hätte deshalb die IV-Stelle als unterliegende Partei grundsätzlich die Verfahrenskosten zu tragen. In diesem Z usammenhang ist allerdings zu be- achten, dass laut § 20 Abs. 3 Satz 3 VPO den Vorinstanzen – vorbehältlich des hier nicht inte- ressierenden § 20 Abs. 4 VPO – keine Verfahrenskosten auf erlegt werden. Dies hat zur Folge, dass für den vorliegenden Prozess keine Verfahrenskosten er hoben werden. Der Beschwerde- führerin wird der bereits geleistete Kostenvorschuss in der Höhe von Fr. 600.-- zurückerstattet. 10.2 Laut Art. 61 lit. g ATSG hat die obsiegende besc hwerdeführende Person Anspruch auf Ersatz der Parteikosten. Der Beschwerdeführerin als obsieg ende Partei ist demnach eine Par- teientschädigung zu Lasten der IV-Stelle zuzusprechen. De r in der Honorarnote vom 12. September 2016 für das vorliegende Verfahren gelt end gemachte Zeitaufwand von 13 Stunden erweist sich in Anbetracht der sich stellend en Sachverhalts- und Rechtsfragen als angemessen. Die Bemühungen sind zu dem in Sozialversicherungsprozessen praxisgemäss für durchschnittliche Fälle zur Anwendung gelangenden Stund enansatz von Fr. 250.-- zu entschä- digen. Nicht zu beanstanden sind sodann die in der Hon orarnote ausgewiesenen Auslagen in der Höhe von Fr. 60.--. Der Beschwerdeführerin ist demn ach eine Parteientschädigung in der Höhe von Fr. 3‘574.80 (13 Stunden à Fr. 250.-- + Au slagen von Fr. 60.-- zuzüglich 8 % Mehr- wertsteuer) zu Lasten der Beschwerdegegnerin zuzusprechen. Seite 11 http://www.bl.ch/kantonsgericht Demgemäss wird e r k a n n t : ://: 1. In Gutheissung der Beschwerde wird die Beschwer degegnerin ver- pflichtet, die Kosten in der Höhe von Fr. 5‘095.15 für die baulichen Anpassungen in der Küche der Beschwerdeführerin zu übernehmen. 2. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. Der geleistete Kostenvorschuss in der Höhe von Fr. 600.-- wird der Beschwerdeführerin zurückerstattet. 3. Die IV-Stelle Basel-Landschaft hat der Beschwerde führerin eine Par- teientschädigung in der Höhe von Fr. 3‘574.80 (inkl. Auslagen und 8 % Mehrwertsteuer) auszurichten. http://www.bl.ch/kantonsgericht