<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="content"> <div class="para">Tribunale federale </div> <div class="para">Tribunal federal </div> <div class="para"> </div> <div class="para">{T 0/2} </div> <div class="para">2A.543/2004 /kil </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Urteil vom 22. Dezember 2004 </div> <div class="para">II. Öffentlichrechtliche Abteilung </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Besetzung </div> <div class="para">Bundesrichter Wurzburger, Präsident, </div> <div class="para">Bundesrichter Betschart, Ersatzrichter Locher, </div> <div class="para">Gerichtsschreiber Schaub. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Parteien </div> <div class="para">X.________, </div> <div class="para">Beschwerdeführer, vertreten durch Elmar Birgelen, Treuhandbüro, </div> <div class="para"> </div> <div class="para">gegen </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Kantonales Steueramt Zürich, Dienstabteilung Recht, Sumatrastrasse 10, 8090 Zürich, </div> <div class="para">Bundessteuer-Rekurskommission des Kantons Zürich, Steinstrasse 21, 8090 Zürich. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Gegenstand </div> <div class="para">Direkte Bundessteuer 1997/98 (ausserordentliche Einkünfte), </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Verwaltungsgerichtsbeschwerde gegen den Entscheid der Bundessteuer-Rekurskommission des Kantons Zürich vom 29. Juni 2004. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Das Bundesgericht zieht in Erwägung: </div> <div class="para">1. </div> <div class="para">1.1 X.________ betrieb als selbstständigerwerbender Raumausstatter ein Inneneinrichtungsgeschäft in A.________. 1987 erwarb er an der B.________strasse in A.________ ein Grundstück zum Preis von Fr. 700'000.--. Auf dem Grundstück liess er zuerst durch einen Architekten zwei Mehrfamilienhäuser projektieren, die er als Stockwerkeigentumseinheiten zu veräussern beabsichtigte. In Anbetracht des grossen Umfangs des Projekts schloss er sich 1993 mit weiteren Partnern zur "Baugesellschaft C.________" zusammen, wobei er das Grundstück B.________strasse in seinem Eigentum behielt. Die fertiggestellten Eigentumswohnungen wurden in den Jahren 1996 bis 1999 veräussert. Aus dem Verkauf dieser Wohnungen erzielte X.________ in diesen Jahren folgende, der Höhe nach unbestrittene Gewinne: Fr. 529'100.-- (1996), Fr. 293'700.-- (1997), Fr. 172'700.-- (1998) und Fr. 104'500.-- (1999). </div> <div class="para">1.2 Am 2. August 2002 veranlagte der Steuerkommissär X.________ für die direkte Bundessteuer 1997/98 (ausserordentliche Einkünfte) für die erzielten Gewinne aus den Liegenschaftstransaktionen von Fr. 293'700.-- für das Kalenderjahr 1997 sowie von Fr. 222'700.-- für das Kalenderjahr 1998 (Fr. 172'700.-- und Fr. 50'000.-- aus einer unbestrittenen Gewinnverschiebung im Rahmen der Warenrechnung des Inneneinrichtungsgeschäftes). Dagegen erhob X.________ am 27. August 2002 Einsprache: Einzig der ausserordentliche Gewinn des Kalenderjahres 1998 von Fr. 50'000.-- sei gesondert zu besteuern; bei den Gewinnen aus den Liegenschaftstransaktionen handle es sich um solche aus ordentlicher Geschäftstätigkeit eines nebenberuflich tätigen Liegenschaftshändlers, die keiner Sonderbesteuerung unterliegen dürften. Das kantonale Steueramt Zürich (nachfolgend: Steueramt) wies die Einsprache am 26. September 2002 ab. </div> <div class="para">1.3 Die dagegen gerichtete Beschwerde hiess die Bundessteuer-Rekurskommission des Kantons Zürich (nachfolgend: Rekurskommission) am 29. Juni 2004 teilweise gut. Sie qualifizierte zwar die aus dem Verkauf der Eigentumswohnungen an der B.________strasse erzielten Gewinne als ausserordentliche Einkünfte, aber der vom Gewinn zusätzlich absetzbare AHV-Beitrag sei noch zu ermitteln. Deshalb wies sie die Sache für weitere Abklärungen und zum Neuentscheid an das kantonale Steueramt zurück. </div> <div class="para">1.4 Mit Verwaltungsgerichtsbeschwerde vom 17. September 2004 beantragt X.________ dem Bundesgericht sinngemäss, den Entscheid der Bundessteuer-Rekurskommission vom 29. Juni 2004 aufzuheben und die separate Jahressteuer für das Kalenderjahr 1998 auf Fr. 50'000.-- festzusetzen. </div> <div class="para">Das Steueramt, die Rekurskommission sowie die Eidgenössische Steuerverwaltung schliessen auf Abweisung der Beschwerde. </div> <div class="para">2. </div> <div class="para">2.1 Angefochten ist ein Entscheid der Bundessteuer-Rekurskommission Zürich, der sich auf Steuerrecht des Bundes stützt und grundsätzlich mit Verwaltungsgerichtsbeschwerde beim Bundesgericht angefochten werden kann (<span class="artref">Art. 97 Abs. 1 OG</span> in Verbindung mit <span class="artref">Art. 5 VwVG</span> und <span class="artref">Art. 98 lit. g OG</span> sowie <span class="artref">Art. 146 des Bundesgesetzes vom 14. Dezember 1990 über die direkte Bundessteuer [DBG; SR 642.11]</span>). </div> <div class="para">2.2 Vorliegend umstritten ist die Veranlagung in der Zeit vor dem 1. Januar 2001, so dass die Verpflichtung der Kantone, für Beschwerden betreffend die direkte Bundessteuer und die harmonisierten kantonalen Steuern einen einheitlichen Instanzenzug zu schaffen, noch nicht zum Tragen kommt und der Entscheid der Rekurskommission einen kantonal letztinstanzlichen Entscheid im Sinn von <span class="artref">Art. 98 lit. g OG</span> darstellt (vgl. <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=6&amp;from_date=06.12.2004&amp;to_date=25.12.2004&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F130-II-65%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page65">BGE 130 II 65</a>). </div> <div class="para">2.3 Allerdings handelt es sich dabei um einen Rückweisungsentscheid zur Vornahme weiterer Abklärungen und zu neuer Entscheidung. Gegen einen solchen Zwischenentscheid ist gemäss <span class="artref">Art. 97 Abs. 1 OG</span> in Verbindung mit <span class="artref">Art. 5 Abs. 2 und <artref id="CH/172.021/45/1" type="start"></artref>Art. 45 Abs. 1 VwVG</span><artref id="CH/172.021/5/2" type="end"></artref> die Verwaltungsgerichtsbeschwerde nur gegeben, wenn er einen nicht wieder gutzumachenden Nachteil bewirkt (Urteil 2A.255/1991 vom 5. November 1992, publ. in: ASA 62 490, E. 1b). Sofern aber ein angefochtener Entscheid wie hier Rechtsfragen endgültig entscheidet und sich die Rückweisung nur auf Fragen der Steuerbemessung bezieht, ist er teilweise abschliessend und kann Gegenstand einer Verwaltungsgerichtsbeschwerde bilden (Urteile 2A.442/2001 vom 19. Juni 2002 E. 1.1; 2A.148/1994 vom 10. Januar 1996 E. 1a; vgl. <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=6&amp;from_date=06.12.2004&amp;to_date=25.12.2004&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F120-IB-97%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page97">BGE 120 Ib 97</a> E. 1c S. 99 f.). Da auch die übrigen Voraussetzungen erfüllt sind, ist auf die Beschwerde einzutreten. </div> <div class="para">2.4 Mit der Verwaltungsgerichtsbeschwerde kann die Verletzung von Bundesrecht einschliesslich Überschreitung oder Missbrauch des Ermessens (<span class="artref">Art. 104 lit. a OG</span>) sowie die unrichtige oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts (<span class="artref">Art. 104 lit. b OG</span>) gerügt werden. An die Sachverhaltsfeststellung ist das Bundesgericht gebunden, wenn - wie hier - eine richterliche Behörde als Vorinstanz entschieden und den Sachverhalt nicht offensichtlich unrichtig, unvollständig oder unter Verletzung wesentlicher Verfahrensbestimmungen festgestellt hat (<span class="artref">Art. 105 Abs. 2 OG</span>). </div> <div class="para">2.5 Das Bundesgericht wendet im verwaltungsgerichtlichen Beschwerdeverfahren das Bundesrecht von Amtes wegen an; es ist gemäss <span class="artref">Art. 114 Abs. 1 OG</span> an die von den Parteien vorgebrachten Begründungen nicht gebunden und kann die Beschwerde auch aus anderen als den geltend gemachten Gründen gutheissen oder abweisen (<a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=6&amp;from_date=06.12.2004&amp;to_date=25.12.2004&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F129-II-183%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page183">BGE 129 II 183</a> E. 3.4 S. 188 mit Hinweisen). </div> <div class="para">3. </div> <div class="para">3.1 Vorliegend bestreitet der Beschwerdeführer zu Recht nicht, dass er in der massgebenden Steuerperiode nebenberuflicher Liegenschaftshändler war und die aus der Veräusserung von Eigentumswohnungen an der B.________strasse erzielten Gewinne an sich unter <span class="artref">Art. 18 Abs. 1 DBG</span> fallen. Als Einkommen aus selbstständiger Erwerbstätigkeit gelten nämlich auch die Gewinne aus der Veräusserung von Vermögensgegenständen, wenn sie in einer über die schlichte Vermögensverwaltung hinausgehenden Tätigkeit erzielt werden. Nach ständiger Praxis des Bundesgerichts (Urteil 2A.544/2004 vom 9. Dezember 2004 E. 2.1 mit Hinweisen; <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=6&amp;from_date=06.12.2004&amp;to_date=25.12.2004&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F125-II-113%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page113">BGE 125 II 113</a> E. 6a S. 124) sind Veräusserungsgewinne steuerbar, wenn sie sich aus irgendeiner auf Erwerb (Verdienst) gerichteten Tätigkeit der steuerpflichtigen Person ergeben, gleichgültig ob diese im Haupt- oder Nebenberuf, regelmässig wiederkehrend oder nur einmal ausgeübt wird. </div> <div class="para">3.2 Hingegen bestreitet der Beschwerdeführer zu Unrecht, dass es sich dabei - mit Ausnahme der unbestrittenen Fr. 50'000.--, die nicht mit diesen Liegenschaftstransaktionen zusammenhängen - um ausserordentliche Einkünfte im Sinne von <span class="artref"><artref id="CH/642.11/218/3" type="start"></artref><artref id="CH/642.11/218/2" type="start"></artref>Art. 218 Abs. 2 und 3 DBG</span><artref id="CH/642.11/218/3" type="end"></artref><artref id="CH/642.11/3" type="end"></artref> handelt. Diese unterliegen im Kanton Zürich, der für natürliche Personen per 1. Januar 1999 zur jährlichen Gegenwartsbemessung überging, in der Bemessungslücke der Jahre 1997 und 1998 einer vollen Jahressteuer zu dem Satz, der sich für diese Einkünfte allein ergibt. Zur Begründung kann auf die zutreffenden Ausführungen im angefochtenen Entscheid verwiesen werden (<span class="artref">Art. 36a Abs. 3 Satz 2 OG</span>). Diese Gewinne sind darum als ausserordentliche Einkünfte im Sinn von <span class="artref"><artref id="CH/642.11/218/3" type="start"></artref><artref id="CH/642.11/218/2" type="start"></artref>Art. 218 Abs. 2 und 3 DBG</span><artref id="CH/642.11/218/3" type="end"></artref><artref id="CH/642.11/3" type="end"></artref> aufzufassen und unterliegen einer Sonderbesteuerung (vgl. Urteile 2A.544/2004 vom 9. Dezember 2004 E. 2.4 und 2A.37/2004 vom 25. März 2004 E. 2.4). Diese Rechtsprechung stimmt im Übrigen mit der Praxis überein, die das Bundesgericht beim Liegenschaftshandel für Gewinne in der Bemessungslücke im Zusammenhang mit einer Zwischenveranlagung bzw. der Aufgabe der Steuerpflicht verfolgt und dort ebenfalls sämtliche Gewinne als ausserordentlich qualifiziert (Urteil 2A.237/2003 bzw. 2P.130/2003 vom 28. Mai 2004 E. 2 mit weiteren Hinweisen). </div> <div class="para">4. </div> <div class="para">4.1 Die Verwaltungsgerichtsbeschwerde erweist sich demzufolge als offensichtlich unbegründet und kann deshalb im Verfahren nach <span class="artref">Art. 36a OG</span> abgewiesen werden. </div> <div class="para">4.2 Bei diesem Verfahrensausgang sind die Kosten des bundesgerichtlichen Verfahrens dem Beschwerdeführer aufzuerlegen (Art. 156 Abs. 1 in Verbindung mit <span class="artref"><artref id="CH/173.110/153" type="start"></artref>Art. 153 und 153a OG</span><artref id="CH/173.110/153^a" type="end"></artref> ). Eine Parteientschädigung ist nicht zu entrichten (<span class="artref">Art. 159 Abs. 2 OG</span>). </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Demnach erkennt das Bundesgericht </div> <div class="para">im Verfahren nach <span class="artref">Art. 36a OG</span>: </div> <div class="para">1. </div> <div class="para">Die Verwaltungsgerichtsbeschwerde wird abgewiesen. </div> <div class="para">2. </div> <div class="para">Die Gerichtsgebühr von Fr. 2'000.-- wird dem Beschwerdeführer auferlegt. </div> <div class="para">3. </div> <div class="para">Dieses Urteil wird dem Beschwerdeführer, dem Kantonalen Steueramt Zürich und der Bundessteuer-Rekurskommission des Kantons Zürich sowie der Eidgenössischen Steuerverwaltung schriftlich mitgeteilt. </div> <div class="para">Lausanne, 22. Dezember 2004 </div> <div class="para">Im Namen der II. öffentlichrechtlichen Abteilung </div> <div class="para">des Schweizerischen Bundesgerichts </div> <div class="para">Der Präsident: Der Gerichtsschreiber: </div> <div class="para"> </div> </div></body></html>