Verfügung vom 23. Mai 2014 Präsident der Beschwerdekammer Besetzung Bundesstrafrichter Stephan Blättler, Vorsitz, Gerichtsschreiber Kaspar Lang Parteien A., vertreten durch Rechtsanwalt Peter Niggli, Gesuchsteller gegen EIDGENÖSSISCHE SPIELBANKENKOMMISSION, Gesuchgegnerin Gegenstand Ausschluss des Verteidigers vom Verwaltungsstraf- verfahren (Art. 35 Abs. 2 VStrR) Gesuch um aufschiebende Wirkung der Beschwerde (Art. 28 Abs. 5 VStrR) B u n d e s s t r a f g e r i c h t T r i b u n a l p é n a l f é d é r a l T r i b u n a l e p e n a l e f e d e r a l e T r i b u n a l p e n a l f e d e r a l Geschäftsnummer: BP.2014.27 (Hauptverfahren: BV.2014.22) - 2 - Der Präsident der Beschwerdekammer hält fest, dass:  die Eidgenössische Spielbankenkommission (nachfolgend: ESBK) anläss- lich einer Hausdu rchsuchung in den Räumlichkeiten des Freizeitzentrums B. in U. am 20. Februar 2014 diverse Spielautomaten von A. wegen Ver- dachts auf Verstoss gegen das Bundesgesetz über Glücksspiele und Spielbanken (Spielbankengesetz, SBG; SR 935.52) beschlagnahmt hat (vgl. BV.2014.13, act. 1.3-1.4);  A. gegen diese Hausdurchsuchung und Beschlagnahme durch seinen Rechtsanwalt Peter Niggli am 24. Februar 2014 Beschwerde beim hiesigen Gericht erhoben hat und diese Beschwerde noch hängig ist (vgl. BV.2014.13, act. 1);  die ESBK mit Entscheid vom 2. Mai 2014 Rechtsan walt Peter Niggli in Be- zug auf A. und de n weiteren Mitbeschuldigten C. (Geschäftsführer des Freizeitzentrums B.) mit Hinweis auf eine unzulässige Mehrfachvertretung vom Verwaltungsstrafverfahren ausgeschlossen hat (act. 1.4);  der Direktor der ESBK diesen Entscheid i.S. von Art. 27 Abs. 1 des Bu n- desgesetzes über das Verwaltungsstrafr echt (VStrR; SR 313.0) auf B e- schwerde von A. hin bestätigte (act. 1.1);  A., vertreten durch Rechtsanwalt Peter Niggli, gegen den Beschwerdeen t- scheid des Direktors der ESBK beim hiesigen Gericht am 16. Mai 2014 nach Art. 27 Abs. 3 VStrR Beschwerde erhoben hat (act. 1);  A. am 21. Mai 2014 zudem ein Gesuch um Erteilung der aufschiebenden Wirkung in Bezug auf die Beschwerde gegen den Ausschluss von Rechts- anwalt Peter Niggli vom Verwaltungsstrafverfahren gestellt hat, über we l- ches vorliegend zu entscheiden ist (act. 4); Der Präsident der Beschwerdekammer zieht in Erwägung, dass  gemäss Art. 28 Abs. 5 VStrR der Beschwerde keine aufschiebende Wi r- kung zukommt, soweit sie ihr nicht durch vorsorgliche Verfügung der B e- schwerdeinstanz oder ihres Präsidenten verliehen wird;  die Gewährung des Suspensiveffektes in der Regel von den konkreten Umständen und einer Abwägung der widerstreitenden Interessen abhängt - 3 - (vgl. BGE 107 Ia 269 E. 1 S. 270), wobe i der Vollzug der angefochtenen Verfügung nicht aufgeschoben werden darf, wenn damit der Zweck der Un- tersuchung bzw. der mit der Mas snahme angestrebte Zweck gefährdet oder vereitelt würde (vgl. GUIDON, Die Beschwerde gemäss Schweizer i- scher Strafprozessordnung, Diss. Bern 2011, N 495 mit Hinweisen);  mit der Massnahme eines Ausschlusses des Verteidigers vom Verwal- tungsstrafverfahren infolge Interessenkollision ein effizienter Rechtsschutz der betreffenden Beschuldigten gewährleistet werden soll;  Rechtsanwalt Peter Niggli angibt, nur noch A. zu vertreten, das Mandat von C. per 7. Mai 2014 niedergelegt zu haben (act. 1 S. 5, act. 1.5) und diese n Aussagen den Akten zur Zeit keine entgegenstehenden Hinweise zu en t- nehmen sind;  die ESBK dem Beschuldigten A. kurz nach Absetzung seines Verteidigers Peter Niggli eine Vorladung direkt zugestellt hat und dessen Verteidigung entsprechend zur Zeit nicht gewährleistet scheint (vgl. act. 4.1);  die Frage der aufschiebenden Wirkung somit erhebliche Dringlichkeit e r- fährt;  eine Interessenkollision , welche den Ausschluss von Rechtsanwalt Peter Niggli rechtfertigen würde, für das Gericht zur Zeit ohne die weiteren Ve r- fahrensakten der ESBK nicht ersichtlich ist;  dem Gesuch um aufschiebende Wi rkung der Beschwerde deshalb super- provisorisch, d.h. ohne Anhörung der Gesuchgegnerin zu entsprechen ist;  über die aufschiebende Wirkung der Beschwerde zu entscheiden ist, nach- dem die ESBK Gelegenheit hatte, sich dazu zu äussern;  über die Kosten dieser Verfügung mit dem Entscheid in der Hauptsache zu befinden ist; - 4 - und verfügt: 1. Dem Gesuch um aufschiebende Wirkung wird superprovisorisch entspro- chen. 2. Für die Gesuchgegnerin läuft eine Frist bis 2. Juni 2014, um zum Gesuch um aufschiebende Wirkung Stellung zu nehmen. 3. Über die Kosten dieser Verfügung wird in der Hauptsache entschieden. Bellinzona, 23. Mai 2014 Im Namen der Beschwerdekammer des Bundesstrafgerichts Der Präsident: Der Gerichtsschreiber: Zustellung an - Rechtsanwalt Peter Niggli - Eidgenössische Spielbankenkommission Rechtsmittelbelehrung Gegen diese Verfügung ist kein Rechtsmittel gegeben.