<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="content"> <div class="para">Tribunale federale </div> <div class="para">Tribunal federal </div> <div class="para"> </div> <div class="para">{T 0/2} </div> <div class="para">1B_105/2008 /fun </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Urteil vom 21. Mai 2008 </div> <div class="para">I. öffentlich-rechtliche Abteilung </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Besetzung </div> <div class="para">Bundesrichter Féraud, Präsident, </div> <div class="para">Gerichtsschreiber Pfäffli. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Parteien </div> <div class="para">X.________, Beschwerdeführer, </div> <div class="para"> </div> <div class="para">gegen </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Kantonsgericht von Graubünden, Kantonsgerichtspräsidium, Poststrasse 14, 7002 Chur. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Gegenstand </div> <div class="para">Strafverfahren; unentgeltliche Rechtspflege, </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Beschwerde gegen das Urteil vom 25. Februar 2008 </div> <div class="para">des Kantonsgerichts von Graubünden, Kantonsgerichtsausschuss. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Erwägungen: </div> <div class="para"> </div> <div class="para">1. </div> <div class="para">Die Strafkammer des Bezirksgerichts Prättigau/Davos sprach X.________ mit Urteil vom 16. Mai 2002 der einfachen Körperverletzung schuldig und bestrafte ihn mit 20 Tagen Gefängnis unter Gewährung des bedingten Strafvollzuges. Das Bezirksgericht warf ihm vor, er habe Y.________ mit einem starken Ellbogenschlag ein Hämatom und eine Prellung im Bereich des Rippenbogens sowie eine Rippenfraktur zugefügt. Zum Nachweis der Verletzungen dienten ein Arztbericht und ein Röntgenbild von Dr. med. Z.________. X.________ bestritt die Tat und machte eine Verschwörung gegen ihn geltend. Der Schuldspruch beruhe auf einem gefälschten Arztzeugnis und einem falschen Röntgenbild. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Der Kantonsgerichtsausschuss von Graubünden wies mit Urteil vom 18. September 2002 eine von X.________ erhobene Berufung ab. Dagegen erhob X.________ erfolglos sowohl staatsrechtliche Beschwerde (6P.13/2003) als auch eidgenössische Nichtigkeitsbeschwerde (6S.32/2003). </div> <div class="para"> </div> <div class="para">2. </div> <div class="para">Z.________ stellte am 21. April 2006 gegen X.________ Strafantrag wegen Ehrverletzung. X.________ bezeichne ihn u.a. als kriminellen Arzt, der einen gefälschten Arztbericht ausgestellt habe. Der Bezirksgerichtsausschuss Prättigau/Davos wies am 27. September 2007 den von X.________ gestellten Antrag um Zulassung zum Entlastungsbeweis ab. Dagegen erhob X.________ Berufung an den Kantonsgerichtsausschuss von Graubünden und ersuchte um unentgeltliche Rechtspflege. Mit Verfügung vom 18. Dezember 2007 wies der Kantonsgerichtsvizepräsident von Graubünden das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege wegen offensichtlicher Aussichtslosigkeit ab. Gegen diese Verfügung erhob X.________ Beschwerde, welche der Kantonsgerichtsausschuss von Graubünden mit Urteil vom 25. Februar 2008 abwies. Zur Begründung führte der Kantonsgerichtsausschuss zusammenfassend aus, dass der Kantonsgerichtsvizepräsident das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege für das Berufungsverfahren zu Recht wegen offensichtlicher Aussichtslosigkeit abgewiesen habe. Eine objektive Veranlassung als Beweggrund für die Äusserung des Beschwerdeführers sei nicht ersichtlich und es müsse Beleidigungsabsicht angenommen werden. Somit seien die Aussichten, zum Entlastungsbeweis zugelassen zu werden, verschwindend klein. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">3. </div> <div class="para">X.________ führt mit Eingabe vom 24. April 2008 Beschwerde in Strafsachen (<span class="artref">Art. 78 ff. BGG</span>) gegen das Urteil des Kantonsgerichtsausschusses von Graubünden. Das Bundesgericht verzichtet auf die Einholung von Vernehmlassungen. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">4. </div> <div class="para">Nach <span class="artref">Art. 42 Abs. 2 BGG</span> ist in der Begründung einer Beschwerde in gedrängter Form darzulegen, inwiefern der angefochtene Entscheid Recht verletzt. <span class="artref">Art. 95 ff. BGG</span> nennt die vor Bundesgericht zulässigen Beschwerdegründe. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Ist ein, wie hier, in Anwendung kantonalen Rechts ergangener Entscheid angefochten, bildet die Verletzung blossen kantonalen Rechts keinen selbständigen Beschwerdegrund. Vielmehr hat der Beschwerdeführer darzulegen, inwiefern der beanstandete Entscheid gegen verfassungsmässige Rechte, wie etwa das Willkürverbot oder den Anspruch auf unentgeltliche Rechtspflege verstossen soll. Hinsichtlich der Verletzung von Grundrechten gilt der in <span class="artref">Art. 106 Abs. 1 BGG</span> verankerte Grundsatz der Rechtsanwendung von Amtes wegen nicht; insofern besteht eine qualifizierte Rügepflicht (<span class="artref">Art. 106 Abs. 2 BGG</span>; <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=35&amp;from_date=19.05.2008&amp;to_date=07.06.2008&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F133-II-249%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page249">BGE 133 II 249</a> E. 1.4.2 S. 254). Es obliegt dem Beschwerdeführer namentlich darzulegen, inwiefern der angefochtene Entscheid gegen die gerügten Grundrechte verstossen soll. Das Bundesgericht prüft nur klar und detailliert erhobene und, soweit möglich, belegte Rügen. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Der Beschwerdeführer setzt sich mit den Ausführungen des Kantonsgerichtsausschusses, mit denen die Abweisung seiner Beschwerde begründet wurde, nicht auseinander und legt nicht dar, inwiefern der Kantonsgerichtsausschuss dabei Recht im vorerwähnten Sinn verletzt haben sollte. Mangels einer genügenden Begründung im Sinne von <span class="artref">Art. 42 Abs. 2 BGG</span> ist auf die Beschwerde nicht einzutreten. Der Begründungsmangel ist offensichtlich, weshalb über die Beschwerde im vereinfachten Verfahren nach <span class="artref">Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG</span> entschieden werden kann. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">5. </div> <div class="para">Angesichts der offensichtlichen Aussichtslosigkeit der vorliegenden Beschwerde kann dem Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege nicht entsprochen werden (<span class="artref">Art. 64 BGG</span>). Entsprechend dem Verfahrensausgang trägt der Beschwerdeführer die Gerichtskosten (<span class="artref">Art. 66 Abs. 1 BGG</span>). </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Demnach erkennt der Präsident: </div> <div class="para"> </div> <div class="para">1. </div> <div class="para">Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">2. </div> <div class="para">Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege wird abgewiesen. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">3. </div> <div class="para">Die Gerichtskosten von Fr. 300.-- werden dem Beschwerdeführer auferlegt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">4. </div> <div class="para">Dieses Urteil wird dem Beschwerdeführer sowie dem Kantonsgerichtspräsidium und dem Kantonsgerichtsausschuss von Graubünden schriftlich mitgeteilt. </div> <div class="para">Lausanne, 21. Mai 2008 </div> <div class="para">Im Namen der I. öffentlich-rechtlichen Abteilung </div> <div class="para">des Schweizerischen Bundesgerichts </div> <div class="para">Der Präsident: Der Gerichtsschreiber: </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Féraud Pfäffli </div> <div class="para"> </div> </div></body></html>