<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD HTML 4.01//EN"> <html> <head> <title>AGVE 2007 38 S.157</title> <meta charset="utf-8"/><meta content="text/html; charset=utf-8" http-equiv="CONTENT-TYPE"/> <meta content="Weblaw - www.weblaw.ch" name="Publisher"/> </head> <body> <div class="header"><span class="year">2007</span> <span class="title">Submissionen</span> <span class="page_no">157</span></div> <div class="page" id="S1"> <div role="main"><br/> [...]<br/> <br/> <span class="ft2"><b>38</b></span> <span class="ft2"><b>Varianten; Qualitätsbewertung; Preisbewertung.</b></span><br/> <span class="ft3">-</span> <span class="ft2"><b>Varianten (§ 16 SubmD): Bei der Beurteilung der Gleichwertigkeit</b></span><br/> <span class="ft2"><b>einer Variante mit der Amtslösung kommt der Vergabestelle ein gros-</b></span><br/> <span class="ft2"><b>ser Ermessensspielraum zu (Erw. 3.2-3.3).</b></span><br/> <span class="ft3">-</span> <span class="ft2"><b>Allgemeine Ausführungen zum Gesamteindruck genügen den An-</b></span><br/> <span class="ft2"><b>forderungen an die Prüfung der Qualitätskriterien mit einer Gewich-</b></span><br/> <span class="ft2"><b>tung von 50 % nicht (Erw. 7.1.3-7.5).</b></span><br/> <br/> <span class="ft5">Urteil des Verwaltungsgerichts, 4. Kammer, vom 3. Oktober 2007 in Sachen</span><br/> <span class="ft5">A. AG gegen den Gemeindeverband V. (WBE.2007.167).</span><br/> <br/> <span class="ft6"><i>Aus den Erwägungen</i></span><br/> <br/> <span class="ft1">3.</span><br/> <span class="ft1">3.1. (...)</span><br/> <span class="ft1">3.2.</span><br/> <span class="ft1">3.2.1.</span><br/> <span class="ft1">Den Anbietenden steht es frei, Offerten für Varianten und Teil-</span><br/> <span class="ft1">angebote einzureichen (§ 16 Abs. 1 SubmD). Die Vergabestelle be-</span><br/> <span class="ft1">zeichnet in den Ausschreibungsunterlagen die Mindestanforderungen</span><br/> <span class="ft1">an Varianten und Teilangebote (§ 16 Abs. 2 SubmD). Das Angebot</span><br/> <span class="ft1">einer Variante ist ungültig, wenn damit nicht eine Offerte für das</span><br/> <span class="ft1">Grundangebot eingereicht wird. Ausnahmen von diesem Grundsatz</span><br/></div> </div> <div class="header"><span class="year">2007</span> <span class="title">Verwaltungsgericht</span> <span class="page_no">158</span></div> <div class="page" id="S2"> <div role="main"><br/> <span class="ft1">sind in den Ausschreibungsunterlagen festzulegen (§ 16 Abs. 3</span><br/> <span class="ft1">SubmD).</span><br/> <span class="ft1">3.2.2.</span><br/> <span class="ft1">Nach der Rechtsprechung des Verwaltungsgerichts beinhaltet</span><br/> <span class="ft1">eine Variante im Sinne von § 16 Abs. 1 SubmD immer eine leis-</span><br/> <span class="ft1">tungsbezogene Abweichung von den Ausschreibungsbedingungen;</span><br/> <span class="ft1">mit ihr soll den Anbietern die Möglichkeit eingeräumt werden, von</span><br/> <span class="ft1">der Amtslösung abweichende, innovative Alternativen anzubieten</span><br/> <span class="ft1">(AGVE 2003, S. 281). Beim Entscheid, ob sie einer Variante den Zu-</span><br/> <span class="ft1">schlag erteilen oder auf der von ihr erarbeiteten Amtslösung beharren</span><br/> <span class="ft1">will, kommt der Vergabestelle ein grosser Ermessensspielraum zu,</span><br/> <span class="ft1">und sie ist nicht verpflichtet, irgendwelche mit der Variante verbun-</span><br/> <span class="ft1">denen Risiken in Kauf zu nehmen (AGVE 2001, S. 339 mit Hin-</span><br/> <span class="ft1">weis).</span><br/> <span class="ft1">3.2.3.</span><br/> <span class="ft1">Nicht unproblematisch ist im Einzelfall die Abgrenzung, ob</span><br/> <span class="ft1">überhaupt noch eine Variante (des Grundangebots) oder etwas völlig</span><br/> <span class="ft1">anderes angeboten wird. Auch wird die Vergleichbarkeit der Ange-</span><br/> <span class="ft1">bote zunehmend erschwert, je weiter sich eine Variante vom Grund-</span><br/> <span class="ft1">angebot bzw. vom Leistungsverzeichnis entfernt. Aus § 15 Abs. 3 der</span><br/> <span class="ft1">Vergaberichtlinien (VRöB) zur IVöB ergibt sich, dass die Variante</span><br/> <span class="ft1">dem Amtsvorschlag bezüglich der technischen Spezifikationen</span><br/> <span class="ft1">gleichwertig sein sollte, wobei die Gleichwertigkeit von der Anbiete-</span><br/> <span class="ft1">rin oder vom Anbieter zu beweisen ist (Urteil des Verwaltungsge-</span><br/> <span class="ft1">richts Zug vom 24.</span> <span class="ft1">September 1998, in: BR 2000, S.</span> <span class="ft1">62;</span><br/> <span class="ft1">AGVE 2001, S. 338 f.).</span><br/> <span class="ft1">Ein Sonderfall sind Varianten, die nicht der Erbringung der aus-</span><br/> <span class="ft1">geschriebenen Leistung dienen bzw. eine andere technische Lösung</span><br/> <span class="ft1">vorschlagen, sondern einzig eine Reduktion des ausgeschriebenen</span><br/> <span class="ft1">Leistungsinhalts in quantitativer oder qualitativer Hinsicht zum Ge-</span><br/> <span class="ft1">genstand haben. Solche Varianten sind nach der Rechtsprechung des</span><br/> <span class="ft1">Verwaltungsgerichts des Kantons Zürich grundsätzlich ebenfalls zu-</span><br/> <span class="ft1">lässig, da sie der Vergabebehörde Gelegenheit geben, eine allenfalls</span><br/> <span class="ft1">diskutable Vorgabe nochmals zu überprüfen. Gelangt die Behörde je-</span><br/> <span class="ft1">doch zum Schluss, dass die Anforderungen entsprechend der Varian-</span><br/> <span class="ft1">te zu reduzieren sind, muss auch den andern Anbietern Gelegenheit</span><br/></div> </div> <div class="header"><span class="year">2007</span> <span class="title">Submissionen</span> <span class="page_no">159</span></div> <div class="page" id="S3"> <div role="main"><br/> <span class="ft1">gegeben werden, ihre Offerten im Blick auf die neue Umschreibung</span><br/> <span class="ft1">des Leistungsinhalts zu ergänzen (Entscheid des Verwaltungsgerichts</span><br/> <span class="ft1">des Kantons Zürich vom 17.</span> <span class="ft1">Februar 2000 [VB.1999.00015],</span><br/> <span class="ft1">Erw. 8c; Entscheid des Verwaltungsgerichts des Kantons Zürich vom</span><br/> <span class="ft1">20. Juli 2004 [VB.2004.00006], Erw. 2.2.2). Mit der Gelegenheit zur</span><br/> <span class="ft1">Anpassung der Konkurrenzofferten soll gewährleistet werden, dass</span><br/> <span class="ft1">die als Variante offerierte Minderleistung nicht zu einem Kostenvor-</span><br/> <span class="ft1">teil gegenüber den Mitbewerbern ausgenützt werden kann. Diese Ge-</span><br/> <span class="ft1">fahr besteht allerdings dann nicht, wenn das Angebot, welches die</span><br/> <span class="ft1">Minderleistung enthält, so weit vor den Angeboten der Mitbewerber</span><br/> <span class="ft1">liegt, dass es selbst unter Aufrechnung der Preisdifferenz, die für eine</span><br/> <span class="ft1">volle Leistung zu veranschlagen wäre, noch seinen Vorsprung behält.</span><br/> <span class="ft1">Denn bei dieser Sachlage werden die Mitbewerber durch die</span><br/> <span class="ft1">Zulassung des Angebots mit der Minderleistung nicht benachteiligt</span><br/> <span class="ft1">(Entscheid des Verwaltungsgerichts Zürich vom 20.</span> <span class="ft1">Juli 2004</span><br/> <span class="ft1">[VB.2004.00006], Erw. 2.2.2).</span><br/> <span class="ft1">3.3.</span><br/> <span class="ft1">3.3.1.</span><br/> <span class="ft1">Nach den Ausschreibungsunterlagen sind Unternehmervarian-</span><br/> <span class="ft1">ten zulässig, welche den gesamten Leistungsumfang für den Anlage-</span><br/> <span class="ft1">bereich A bis H umfassen. Sie müssen in formeller Hinsicht als sepa-</span><br/> <span class="ft1">rate Beilagen im Register 6 eingereicht und eindeutig gekennzeichnet</span><br/> <span class="ft1">werden. Sie sind nur unter Einhaltung der folgenden Bedingungen</span><br/> <span class="ft1">erlaubt bzw. werden nur geprüft, wenn diese Randbedingungen ein-</span><br/> <span class="ft1">gehalten werden, ausreichend belegt sind und gleichzeitig auch das</span><br/> <span class="ft1">Originalangebot eingereicht wird:</span><br/> <span class="ft7">- Varianten müssen hinsichtlich Nutzung, Gebrauchstauglichkeit und</span><br/> <span class="ft7">Sicherheit dem Hauptangebot entsprechen.</span><br/> <span class="ft7">- (...)</span><br/> <span class="ft7">- (...)</span><br/> <span class="ft7">- Der Unternehmer hat das Leistungsverzeichnis des Bauherrn voll-</span><br/> <span class="ft7">ständig ausgefüllt einzureichen.</span><br/> <span class="ft7">- Die Unternehmervarianten müssen alle Angaben enthalten, die zur</span><br/> <span class="ft7">technischen und finanziellen Beurteilung erforderlich sind.</span><br/> <span class="ft7">- Nachweis, dass Variante hinsichtlich Nutzung, Sicherheit und Ge-</span><br/> <span class="ft7">brauchstauglichkeit ein insgesamt gleichwertiges Bauwerk gewährleistet.</span><br/></div> </div> <div class="header"><span class="year">2007</span> <span class="title">Verwaltungsgericht</span> <span class="page_no">160</span></div> <div class="page" id="S4"> <div role="main"><br/> <span class="ft1">3.3.2.</span><br/> <span class="ft1">In formeller Hinsicht hat die Beschwerdeführerin ihre Variante</span><br/> <span class="ft1">nicht - wie verlangt - als separate Beilage im Register 6 (Beilagen</span><br/> <span class="ft1">des Unternehmers) eingereicht, sondern als zusätzliches Register 8</span><br/> <span class="ft1">(Unternehmervariante). Diese unbedeutende Abweichung von Zif-</span><br/> <span class="ft1">fer 3.1 der Besonderen Bestimmungen wird von der Vergabebehörde</span><br/> <span class="ft1">allerdings zu Recht nicht beanstandet. Hingegen macht sie Unvoll-</span><br/> <span class="ft1">ständigkeit des Leistungsverzeichnisses bzw. das Vorliegen lediglich</span><br/> <span class="ft1">eines Teilangebots geltend, da die Beschwerdeführerin die S100-</span><br/> <span class="ft1">Karten nicht in das Angebot aufgenommen habe.</span><br/> <span class="ft1">Der Vorwurf der (formellen) Unvollständigkeit des Leistungs-</span><br/> <span class="ft1">verzeichnisses der Unternehmervariante geht fehl. Die Beschwerde-</span><br/> <span class="ft1">führerin hat bei denjenigen Positionen, bei denen die bestehenden</span><br/> <span class="ft1">Komponenten beibehalten werden sollen, die jeweiligen Stückzahlen</span><br/> <span class="ft1">und die Preisangaben korrekt mit 0 eingesetzt.</span><br/> <span class="ft1">Auch liegt kein gemäss Ziffer 3.1 der Besonderen Bestimmun-</span><br/> <span class="ft1">gen unzulässiges Teilangebot vor. Ein Teilangebot weicht im Gegen-</span><br/> <span class="ft1">satz zur Variante nicht inhaltlich (qualitativ), sondern lediglich um-</span><br/> <span class="ft1">fangmässig (quantitativ) vom verlangten Angebot ab; insofern sind</span><br/> <span class="ft1">Teilangebote grundsätzlich auch ohne gleichzeitige Grundangebote</span><br/> <span class="ft1">zulässig (zur Unterscheidung zwischen Teilangebot und Unterneh-</span><br/> <span class="ft1">mervariante siehe AGVE 2000, S. 300 f.). Die Beschwerdeführerin</span><br/> <span class="ft1">offeriert auch bei ihrer Unternehmervariante den gesamten in der</span><br/> <span class="ft1">Ausschreibung verlangten Leistungsumfang, wobei sie - aufgrund</span><br/> <span class="ft1">ihrer Kenntnis der bestehenden Anlage - allerdings die Weiterver-</span><br/> <span class="ft1">wendung der vorhandenen S100-Karten vorschlägt, aber zudem für</span><br/> <span class="ft1">die Weiterverwendung dieser Karten die verlangten Garantien ge-</span><br/> <span class="ft1">währleistet. Insofern weicht das Variantenangebot inhaltlich, aber</span><br/> <span class="ft1">nicht umfangmässig (quantitativ) vom verlangten Angebot ab.</span><br/> <span class="ft1">Ein Ausschluss der Unternehmervariante der Beschwerdeführe-</span><br/> <span class="ft1">rin aus formalen Gründen (Unvollständigkeit des Angebots bzw. un-</span><br/> <span class="ft1">zulässiges Teilangebot) kommt somit entgegen der Vergabestelle</span><br/> <span class="ft1">nicht in Betracht.</span><br/> <span class="ft1">3.3.3.</span><br/> <span class="ft1">Gemäss den Ausschreibungsunterlagen müssen Varianten hin-</span><br/> <span class="ft1">sichtlich Nutzung, Gebrauchstauglichkeit und Sicherheit dem Haupt-</span><br/></div> </div> <div class="header"><span class="year">2007</span> <span class="title">Submissionen</span> <span class="page_no">161</span></div> <div class="page" id="S5"> <div role="main"><br/> <span class="ft1">angebot entsprechen (siehe vorne Erw. 3.3.1). In Bezug auf das</span><br/> <span class="ft1">Hauptangebot verlangen die Submissionsunterlagen, dass die Pro-</span><br/> <span class="ft1">zessstationen und die Netzwerkkomponenten für eine Betriebsdauer</span><br/> <span class="ft1">von 25 Jahren auszulegen sind. Die Beschwerdeführerin offerierte im</span><br/> <span class="ft1">Anschluss an die Offertpräsentation in ihrem Schreiben vom</span><br/> <span class="ft1">17. August 2006 den kostenneutralen Ersatz von fehlerhaften S100-</span><br/> <span class="ft1">Ein-/Ausgabekarten innerhalb der nächsten zehn Jahre ab dem je-</span><br/> <span class="ft1">weiligen Zeitpunkt der Erneuerung der Prozessstation.</span><br/> <span class="ft1">Die Vergabestelle verneint die Gleichwertigkeit der offerierten</span><br/> <span class="ft1">Unternehmervariante hinsichtlich Nutzung, Gebrauchstauglichkeit</span><br/> <span class="ft1">und Sicherheit. Mit dem Erfordernis, dass die Komponenten auf eine</span><br/> <span class="ft1">Betriebsdauer von 25 Jahren ausgelegt würden, werde nicht verlangt,</span><br/> <span class="ft1">dass die einzelne S100-Karten je 25 Jahre in Betrieb sein müssten,</span><br/> <span class="ft1">sondern die Vergabestelle wolle die Sicherheit haben, dass diese</span><br/> <span class="ft1">Karten bis zum Ablauf der 25 Jahre verfügbar seien. Gerade mit dem</span><br/> <span class="ft1">Hinweis auf die Garantie von 10 Jahren bestätige die Beschwerde-</span><br/> <span class="ft1">führerin, dass die Verfügbarkeit eben doch weit weniger als 25 Jahre</span><br/> <span class="ft1">gewährleistet sei. Die Vergabestelle verweist für ihren Standpunkt</span><br/> <span class="ft1">auf zwei Schreiben der Beschwerdeführerin vom 28. Mai 2002 und</span><br/> <span class="ft1">vom 22. Juli 2003, in denen darauf hingewiesen wird, dass der Le-</span><br/> <span class="ft1">benszyklus des (in der KVA B. eingesetzten) Leitsystems Y. in die</span><br/> <span class="ft1">Auslaufphase gehe. Die Fabrikation werde in absehbarer Zeit ein-</span><br/> <span class="ft1">gestellt. In der "Ausverkaufsanzeige" vom 22. Juli 2007 findet sich</span><br/> <span class="ft1">allerdings der Hinweis, dass die S100 I/O-Karten davon nicht</span><br/> <span class="ft1">betroffen seien.</span><br/> <span class="ft1">Seitens der Beschwerdeführerin ist unbestritten, dass die bei der</span><br/> <span class="ft1">Unternehmervariante beizubehaltenden S100 I/O-Karten jedenfalls</span><br/> <span class="ft1">zum Teil seit mehr als 12 Jahren im Einsatz sind und folglich - im</span><br/> <span class="ft1">Gegensatz zu den Karten des Hauptangebots und der Konkurrenzof-</span><br/> <span class="ft1">ferten (welche entsprechend höhere Kosten ausweisen) - also nicht</span><br/> <span class="ft1">neu sind. Die Beschwerdeführerin weist in Bezug auf die Betriebs-</span><br/> <span class="ft1">dauer darauf hin, dass die S100-Karten keine beweglichen, dem Ver-</span><br/> <span class="ft1">schleiss ausgesetzten Komponenten seien. Solche Karten stünden in</span><br/> <span class="ft1">anderen Verbrennungsanlagen seit über 25 Jahren in Betrieb. Damit</span><br/> <span class="ft1">räumt die Beschwerdeführerin stillschweigend ein, dass bei neuen</span><br/> <span class="ft1">Karten grundsätzlich mit einer künftigen Betriebsdauer von 25 Jah-</span><br/></div> </div> <div class="header"><span class="year">2007</span> <span class="title">Verwaltungsgericht</span> <span class="page_no">162</span></div> <div class="page" id="S6"> <div role="main"><br/> <span class="ft1">ren gerechnet werden kann. Dies trifft auf die bisherigen Karten, die</span><br/> <span class="ft1">zum Teil seit 1992 im Einsatz sind, klarerweise nicht zu. Vielmehr ist</span><br/> <span class="ft1">aufgrund des Alters in verstärktem Mass mit Ausfällen zu rechnen.</span><br/> <span class="ft1">Insofern kann nicht von einer Gleichwertigkeit der weiter verwen-</span><br/> <span class="ft1">deten Karten und der neuen Karten gesprochen werden. Als Korrek-</span><br/> <span class="ft1">tiv vorgesehen ist von der Beschwerdeführerin der kostenlose</span><br/> <span class="ft1">Austausch von defekten Karten während zehn Jahren. Auch dies</span><br/> <span class="ft1">führt indessen nicht zu einer Gleichwertigkeit. Vielmehr rechtfertigt</span><br/> <span class="ft1">sich die Annahme, dass insbesondere für den Zeitraum nach Ablauf</span><br/> <span class="ft1">der zehnjährigen Garantiefrist mit einem erheblich verstärkten Aus-</span><br/> <span class="ft1">fall der alten Karten, die dann rund 25 Jahre im Einsatz sein werden,</span><br/> <span class="ft1">zu rechnen wäre, dürften diese dann doch ihre maximale Lebens-</span><br/> <span class="ft1">dauer erreicht haben. Weiter sind auch die Befürchtungen der Verga-</span><br/> <span class="ft1">bebehörde, dass die Verfügbarkeit der (alten) Karten und die Ersatz-</span><br/> <span class="ft1">möglichkeit bzw. die Ersatzteilverhaltung nicht auf 25 Jahre hinaus</span><br/> <span class="ft1">sicher sei, durchaus nachvollziehbar und können nicht als gänzlich</span><br/> <span class="ft1">unbegründet zurückgewiesen werden. Inhalt der Ausschreibung war</span><br/> <span class="ft1">der vollständige Ersatz und die Ablösung des bestehenden Prozess-</span><br/> <span class="ft1">systems durch eine neue Anlage.</span><br/> <span class="ft1">Vor dem Hintergrund des grossen Ermessenspielraums, der der</span><br/> <span class="ft1">Vergabestelle bezüglich des Entscheides, ob sie eine Variante und die</span><br/> <span class="ft1">damit verbundenen Risiken berücksichtigen oder auf der Amtslösung</span><br/> <span class="ft1">beharren will, zukommt (siehe vorne Erw. 3.2.2), ist der Beschluss</span><br/> <span class="ft1">des Gemeindeverbands V., die Unternehmervariante der Beschwer-</span><br/> <span class="ft1">deführerin nicht in die Bewertung miteinzubeziehen, aus den vorge-</span><br/> <span class="ft1">nannten Gründen vertretbar und rechtlich nicht zu beanstanden. Ins-</span><br/> <span class="ft1">besondere ist darin keine unzulässige Ermessensüberschreitung er-</span><br/> <span class="ft1">sichtlich.</span><br/> <span class="ft1">4.1.-4.2.1. (...)</span><br/> <span class="ft1">4.2.2.</span><br/> <span class="ft1">(...)</span><br/> <span class="ft1">Bei der Bewertung der Angebote steht im Vordergrund, dass die</span><br/> <span class="ft1">Beurteilung in sachlich haltbarer und objektiv begründbarer Weise</span><br/> <span class="ft1">erfolgen muss; andernfalls überschreitet oder missbraucht die Verga-</span><br/> <span class="ft1">bebehörde das ihr zustehende Ermessen (AGVE 1999, S. 328;</span><br/> <span class="ft1">AGVE 1998, S. 384). Wegleitend ist sodann für die Bewertung der</span><br/></div> </div> <div class="header"><span class="year">2007</span> <span class="title">Submissionen</span> <span class="page_no">163</span></div> <div class="page" id="S7"> <div role="main"><br/> <span class="ft1">Angebote der für das gesamte Vergaberecht geltende Grundsatz der</span><br/> <span class="ft1">Transparenz. Die vorgenommene Bewertung muss sowohl für die</span><br/> <span class="ft1">Anbietenden als auch für die Rechtsmittelinstanz im Beschwerdever-</span><br/> <span class="ft1">fahren nachvollziehbar sein. Hat die Vergabestelle Zuschlagskriterien</span><br/> <span class="ft1">festgelegt und den Anbietenden bekannt gegeben, ist sie verpflichtet,</span><br/> <span class="ft1">die Angebote anhand dieser Kriterien zu prüfen und zu bewerten.</span><br/> <span class="ft1">Werden bekannt gegebene Kriterien ausser Acht gelassen, die Be-</span><br/> <span class="ft1">deutungsfolge umgestellt, andere Gewichtungen vorgenommen oder</span><br/> <span class="ft1">andere zusätzliche Kriterien herangezogen, die nicht bekannt gege-</span><br/> <span class="ft1">ben wurden, handelt die Auftraggeberin vergaberechtswidrig und</span><br/> <span class="ft1">verstösst gegen die Grundsätze der Transparenz und Nichtdiskrimi-</span><br/> <span class="ft1">nierung (AGVE 1997, S. 352 ff. und S. 358). Klar nicht zulässig ist</span><br/> <span class="ft1">es somit, bei der Beurteilung der Angebote abweichend von den</span><br/> <span class="ft1">Ausschreibungsunterlagen auf die Prüfung der einzelnen Zuschlags-</span><br/> <span class="ft1">kriterien zu verzichten. Über das (formelle) Vorgehen bei der Be-</span><br/> <span class="ft1">wertung der Offerten anhand der Zuschlagskriterien enthält das</span><br/> <span class="ft1">Submissionsdekret keine Vorschriften. Nach der Rechtsprechung des</span><br/> <span class="ft1">Verwaltungsgerichts ist die Vergabestelle beim Erstellen einer Be-</span><br/> <span class="ft1">wertungsmatrix daher weitgehend frei; sie ist im Übrigen auch nicht</span><br/> <span class="ft1">dazu verpflichtet, eine solche zu verwenden. In erster Linie ist ent-</span><br/> <span class="ft1">scheidend, dass ein Bewertungs- oder Benotungssystem im Grund-</span><br/> <span class="ft1">satz sachgerecht und einheitlich ist, d.h. auf alle Anbietenden bzw.</span><br/> <span class="ft1">auf alle Angebote in gleicher Weise und nach gleichen Massstäben,</span><br/> <span class="ft1">angewendet wird. Eine differenzierte Prüfung der sach- bzw. quali-</span><br/> <span class="ft1">tätsbezogenen Kriterien drängt sich sodann besonders auf, wenn für</span><br/> <span class="ft1">den Zuschlag das Qualitätskriterium den Preis überwiegt. In diesen</span><br/> <span class="ft1">Fällen gilt es zu verhindern, dass dem Preis eine ausschreibungswid-</span><br/> <span class="ft1">rige Bedeutung zukommt, indem er trotz seines geringen Gewichts</span><br/> <span class="ft1">im Ergebnis allein über den Zuschlag entscheidet. Auch der relative</span><br/> <span class="ft1">Charakter der Zuschlagskriterien ruft grundsätzlich nach einer diffe-</span><br/> <span class="ft1">renzierenden Bewertung (vgl. VGE III/88 vom 20. Oktober 2003</span><br/> <span class="ft1">[BE.2003.00240], S. 12 f.).</span><br/> <span class="ft1">Im vorliegenden Fall kommt dem Kriterium "Qualität der tech-</span><br/> <span class="ft1">nischen Lösung" mit einer Gewichtung von 50 % gegenüber dem</span><br/> <span class="ft1">Anschaffungskosten mit einer Gewichtung von 30 % eine überge-</span><br/> <span class="ft1">ordnete Bedeutung zu. An die Prüfung der Qualitätskriterien, wie sie</span><br/></div> </div> <div class="header"><span class="year">2007</span> <span class="title">Verwaltungsgericht</span> <span class="page_no">164</span></div> <div class="page" id="S8"> <div role="main"><br/> <span class="ft1">in der Ausschreibung bekanntgegeben worden sind, sind deshalb er-</span><br/> <span class="ft1">höhte Anforderungen zu stellen (vgl. AGVE 2000, S. 327). Das</span><br/> <span class="ft1">heisst insbesondere, dass auf eine nachvollziehbare, differenzierte</span><br/> <span class="ft1">sachliche Bewertung der von der Vergabestelle in den Ausschrei-</span><br/> <span class="ft1">bungsunterlagen bekannt gegebenen technischen Teilkriterien nicht</span><br/> <span class="ft1">verzichtet werden kann. Allgemeine Ausführungen zum Gesamtein-</span><br/> <span class="ft1">druck, eine fehlende Bewertung oder eine falsche Bewertung der</span><br/> <span class="ft1">technischen Anforderungen an die Qualität, wie dies vorliegenden-</span><br/> <span class="ft1">falls offensichtlich geschehen ist, genügen den Anforderungen nicht.</span><br/> <span class="ft1">Eine solche Bewertung widerspricht nicht nur den eigenen Vorgaben</span><br/> <span class="ft1">der Vergabebehörde, sondern verletzt auch den Grundsatz der</span><br/> <span class="ft1">Transparenz. Es ist nicht nachvollziehbar, wie die Vergabestelle die</span><br/> <span class="ft1">einzelnen Teilaspekte der Kriterien "Systemarchitektur", "Busstruk-</span><br/> <span class="ft1">turen" und "Redundanzen" bewertet hat und worin die Bewertungs-</span><br/> <span class="ft1">differenzen zwischen der technischen Lösung der Beschwerdeführe-</span><br/> <span class="ft1">rin und der Zuschlagsempfängerin begründet sind.</span><br/> <span class="ft1">Das Verwaltungsgericht beschränkt sich im Rahmen seiner -</span><br/> <span class="ft1">beschränkten - Kontrollbefugnisse auf die Überprüfung dieser Ge-</span><br/> <span class="ft1">sichtspunkte; ihm kommt nicht die Funktion einer "Ober-Vergabebe-</span><br/> <span class="ft1">hörde" zu. Es ist daher nicht Sache des Verwaltungsgerichts, hier</span><br/> <span class="ft1">eine eigene Bewertung vorzunehmen. Klar erscheint aber, dass in</span><br/> <span class="ft1">Bezug auf das Angebot der X. AG der Bewertungsabzug beim Sub-</span><br/> <span class="ft1">kriterium "Busstrukturen" im Vergleich zum Angebot der Beschwer-</span><br/> <span class="ft1">deführerin über den jetzigen sechs Punkten liegen muss, wird doch</span><br/> <span class="ft1">ein von der Vergabestelle als wichtig erachteter Aspekt nicht oder je-</span><br/> <span class="ft1">denfalls nicht in gleichem Mass erfüllt. Folglich hat die Vergabebe-</span><br/> <span class="ft1">hörde hier eine Neubewertung vorzunehmen, welche auch die unter-</span><br/> <span class="ft1">schiedlichen Redundanzgrade auf der Leitebene miteinbezieht.</span><br/> <span class="ft1">4.2.3.-7.1.2. (...)</span><br/> <span class="ft1">7.1.3.</span><br/> <span class="ft1">Der Vergabebehörde steht bei der Benotung des Zuschlagskrite-</span><br/> <span class="ft1">riums Preis ein erheblicher Ermessensspielraum zu. In dieses Ermes-</span><br/> <span class="ft1">sen greift das Verwaltungsgericht nicht ein. Zu prüfen ist dagegen</span><br/> <span class="ft1">eine allfällige Überschreitung oder ein Missbrauch des Ermessens.</span><br/> <span class="ft1">Wie eine Bewertungsskala hinsichtlich der Angebotspreise festzule-</span><br/> <span class="ft1">gen ist, lässt sich nicht in allgemeingültiger Weise bestimmen, son-</span><br/></div> </div> <div class="header"><span class="year">2007</span> <span class="title">Submissionen</span> <span class="page_no">165</span></div> <div class="page" id="S9"> <div role="main"><br/> <span class="ft1">dern hängt stark von den Umständen des Einzelfalls ab. Eine (sub-</span><br/> <span class="ft1">missions-)rechtliche Vorgabe, eine Bewertungsmethode zu verwen-</span><br/> <span class="ft1">den, die auf einer Nullbewertung des teuersten Angebots beruht, be-</span><br/> <span class="ft1">steht nicht (VGE III/76 vom 23. September 2002 [BE.2002.00247],</span><br/> <span class="ft1">S. 10). Die Bewertung der Angebotspreise muss jedoch der Ge-</span><br/> <span class="ft1">wichtung des Kriteriums Rechnung tragen, damit das im Voraus be-</span><br/> <span class="ft1">kannt gegebene Gewicht tatsächlich zum Tragen kommt. Das be-</span><br/> <span class="ft1">deutet insbesondere, dass beim Kriterium Preis - ebenso wie bei an-</span><br/> <span class="ft1">deren Kriterien - nur die tatsächlich in Frage kommende Bandbreite</span><br/> <span class="ft1">möglicher Werte zu berücksichtigen ist (Urteil des Verwaltungsge-</span><br/> <span class="ft1">richts des Kantons Zürich vom 18.</span> <span class="ft1">Dezember 2002</span><br/> <span class="ft1">[VB.2001.00095], Erw. 3g und 4b; Urteil des Verwaltungsgerichts</span><br/> <span class="ft1">des Kantons Zürich vom 11. September 2003 [VB.2003.00188],</span><br/> <span class="ft1">Erw. 4b; Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Zürich vom</span><br/> <span class="ft1">24. September 2003 [VB.2003.00207], Erw. 2; zum Ganzen: AGVE</span><br/> <span class="ft1">2004, S. 231 ff.; VGE IV/2 vom 26. Januar 2007 [WBE.2006.378],</span><br/> <span class="ft1">S. 9).</span><br/> <span class="ft1">7.5.</span><br/> <span class="ft1">Das Ziel der Festlegung der Preiskurve muss es sein, die Be-</span><br/> <span class="ft1">wertung der Angebotspreise so zu bewerkstelligen, dass das im</span><br/> <span class="ft1">Voraus bekannt gegebene Gewicht des Kriteriums bei der Evaluation</span><br/> <span class="ft1">auch tatsächlich zum Tragen kommt. Sowohl das Gewicht, das eine</span><br/> <span class="ft1">Vergabestelle dem Preis als Zuschlagskriterium zulässigerweise zu-</span><br/> <span class="ft1">misst, als auch die realistischerweise bei den Angeboten zu erwar-</span><br/> <span class="ft1">tenden Preisspannen sind stark von der Art des zu vergebenden Auf-</span><br/> <span class="ft1">trags abhängig. Bei einfachen Bau- oder Lieferaufträgen wird dem</span><br/> <span class="ft1">Preis regelmässig ein eher hohes Gewicht beizumessen sein; ebenso</span><br/> <span class="ft1">werden sich die Angebotspreise innerhalb eines relativ engen Rah-</span><br/> <span class="ft1">mens bewegen. Demgegenüber rechtfertigt sich bei komplexen Auf-</span><br/> <span class="ft1">trägen (anspruchsvolle Konstruktionen, komplexe Dienstleistungsbe-</span><br/> <span class="ft1">schaffungen) ein höheres Gewicht der qualitativen Aspekte gegen-</span><br/> <span class="ft1">über dem Preis, der allerdings eine bestimmte Mindestgrenze nicht</span><br/> <span class="ft1">unterschreiten darf (siehe BGE 129 I 313 f. = Pra 64/2004, S. 368,</span><br/> <span class="ft1">wo das Bundesgericht diese Grenze bei 20 % festgelegt hat). Erfah-</span><br/> <span class="ft1">rungsgemäss ist hier bei den Preisen auch mit wesentlich grösseren</span><br/> <span class="ft1">Bandbreiten zu rechnen.</span><br/></div> </div> <div class="header"><span class="year">2007</span> <span class="title">Verwaltungsgericht</span> <span class="page_no">166</span></div> <div class="page" id="S10"> <div role="main"><br/> <span class="ft1">Im vorliegenden Fall hat die Vergabebehörde die Qualität in den</span><br/> <span class="ft1">Vordergrund gestellt und dem Preis bzw. den Anschaffungskosten</span><br/> <span class="ft1">bewusst ein geringes Gewicht von lediglich 30 % zugemessen. Diese</span><br/> <span class="ft1">Gewichtung erscheint berechtigt und wird auch von der Beschwerde-</span><br/> <span class="ft1">führerin nicht in Frage gestellt. Mit der effektiv vorgenommenen</span><br/> <span class="ft1">Preisbewertung, bei der eine Preisdifferenz von lediglich 5 % zu ei-</span><br/> <span class="ft1">nem Punkteabzug von 60 % beim Preiskriterium führt, wird dem</span><br/> <span class="ft1">Preis jedoch, wie auch die Vergabebehörde eingesteht, ein weitaus</span><br/> <span class="ft1">überhöhtes, ausschreibungswidriges Gewicht beigemessen. Richti-</span><br/> <span class="ft1">gerweise hätte die Vergabestelle hier ein Bewertungssystem festlegen</span><br/> <span class="ft1">müssen, das den konkreten Umständen (geringes Gewicht des Prei-</span><br/> <span class="ft1">ses, nur drei gültige Angebote innerhalb einer Preisspanne von nur</span><br/> <span class="ft1">5 %) Rechnung getragen hätte. Der von der Vergabestelle in der Ver-</span><br/> <span class="ft1">nehmlassung vorgeschlagene Weg, wonach auch der Preis der ausge-</span><br/> <span class="ft1">schlossenen Anbieterin miteinzubeziehen und mit der Maximalnote</span><br/> <span class="ft1">10 zu bewerten wäre, um eine halbwegs realistische Bandbreite der</span><br/> <span class="ft1">Angebotspreise zu bestimmen, erscheint eine im Rahmen des der</span><br/> <span class="ft1">Vergabebehörde zukommenden Ermessens noch vertretbare Lösung.</span><br/> <span class="ft1">Dies auch unter dem Gesichtspunkt, dass die V. AG aus technischen</span><br/> <span class="ft1">und nicht aus preislichen Gründen - die V. AG hätte mit einem fi-</span><br/> <span class="ft1">nanziellen Aufwand von Fr. 5'000.-- die technischen Mängel ihres</span><br/> <span class="ft1">Angebots beheben können (VGE IV/28 vom 5.</span> <span class="ft1">April 2007</span><br/> <span class="ft1">[WBE.2007.20]) - vom Submissionsverfahren ausgeschlossen</span><br/> <span class="ft1">wurde. Bei der von der Vergabebehörde vorgeschlagenen Lösung</span><br/> <span class="ft1">würde ein um 40 % teureres Angebot mit der Minimalnote bewertet.</span><br/> <span class="ft1">Für anspruchsvolle technische Aufträge wie den hier streitigen er-</span><br/> <span class="ft1">scheint diese Bandbreite zwar recht gering, sie steht aber im Ein-</span><br/> <span class="ft1">klang mit den vorliegend tatsächlich eingereichten Angebotssum-</span><br/> <span class="ft1">men, die lediglich um 24 % auseinander liegen. Zu beachten ist in</span><br/> <span class="ft1">diesem Zusammenhang allerdings auch das im Jahr 2004 begonnene</span><br/> <span class="ft1">und schliesslich abgebrochene Submissionsverfahren in der gleichen</span><br/> <span class="ft1">Sache. Hierbei wurden Angebotssummen zwischen rund 1,9 Mio.</span><br/> <span class="ft1">und 3,3 Mio. Franken eingereicht, d.h. die Preisspanne betrug damals</span><br/> <span class="ft1">rund 74 %.</span><br/></div> </div> </body> </html>