<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="cell small-12 contentContainer printArea"> <div><table><tr><td><p class="Normal Heading1"><span id="_GoBack"></span><span class="Normal Heading1">Sozialversicherungsgericht</span></p><p class="Normal Heading1"><span class="Normal Heading1">des Kantons Zürich</span></p></td><td><p class="Normal Heading1"></p></td></tr></table><p><span>IV.2017.00438</span></p><p><span> </span></p><p><span> </span></p><p><br/></p><p>I. Kammer</p><p>Sozialversicherungsrichterin Grünig, Vorsitzende<br/>Sozialversicherungsrichter Spitz<br/>Ersatzrichter Wilhelm<br/>Gerichtsschreiber Würsch</p><p class="Normal Heading2"><span class="Normal Heading2">Urteil vom 30. Januar 2018</span></p><p class="Normal StandardEinzug"><span class="Normal StandardEinzug">in Sachen</span></p><p class="Normal StandardFett RubrumFett"><span class="Normal StandardFett RubrumFett">X.___</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Beschwerdeführerin</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">vertreten durch die Beiständin Y.___</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">diese vertreten durch Rechtsanwalt Dr. Daniel Richter</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Rechtsanwälte Pugatsch</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Beethovenstrasse 11, Postfach, 8027 Zürich</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">gegen</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardFett RubrumFett"><span class="Normal StandardFett RubrumFett">Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Beschwerdegegnerin</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Sachverhalt:</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">X.___, geboren 1998, leidet unter anderem an den Geburtsgebrechen Ziffer 387 (angeborene Epilepsie) und Ziffer 390 (angeborene cerebrale Läh</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">mungen) gemäss Anhang zur Verordnung über Geburtsgebrechen (GgV-An</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">hang</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">, Urk. 13/2/3 und 13/124/10). Nachdem sie von ihren Eltern am 15. Mai 2000 bei der Invalidenversicherung zum Leistungsbezug angemeldet worden war (vgl. Urk. 13/1), erteilte die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, von Mai 2000 bis November 2015 diverse Kostengutsprachen für medizinische Massnahmen wie Physio- und Ergotherapie (Urk. 13/20, 13/35, 13/61, 13/74, 13/93, 13/147, 13/154 und 13/214), Sonderschulmassnahmen (Urk. 13/6, 13/23, 13/59 und 13/72) sowie Hilfsmittel (Urk. 13/96, 13/102, 13/108, 13/110, 13/123, 13/140, 13/151, 13/161, 13/169, 13/181, 13/202 f., 13/252 und 13/256).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Nach Eingang einer entsprechenden Anmeldung vom 8. Juli 2015 (Urk. 13/268) teilte die IV-Stelle der Versicherten mit Schreiben vom 29. Dezember 2015 </span><br/><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">(Urk. 13/287) mit, dass die Voraussetzungen für eine erstmalige berufliche Aus</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">bildung nicht erfüllt seien, weshalb hierfür keine Kostengutsprache erteilt werde.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Nach erfolgter Anmeldung zum Rentenbezug vom 19. Februar 2016 (Urk. 13/297</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">) wurde der Versicherten sodann nach durchgeführtem Vorbescheidverfahren </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">(Urk. 13/307) mit Verfügung vom 18. Juli 2016 (Urk. 13/311)</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> ab Juli 2016 eine ganze Rente der Invalidenversicherung zugesprochen.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Mit Verfügung vom 16. August 2004 (Urk. 13/25) hatte die IV-Stelle der Versicherten in erster Linie gestützt auf eine Stellungnahme der behandelnden Ärztin (Urk. 13/7) und einen Abklärungsbericht (Urk. 13/24) von Januar bis August 2004 eine Entschädigung wegen leichter Hilflosigkeit und hernach bis und mit Juni 2016 eine solche wegen mittlerer Hilflosigkeit zugesprochen. Mit Mitteilungen vom 21. März 2007 (Urk. 13/68) und 17. Mai 2010 (Urk. 13/132) wurde dieser Anspruch bestätigt. Im Zuge einer weiteren revisionsweisen Über</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">prüfung hielt die IV-Stelle nach durchgeführtem Vorbescheidverfahren (Urk. 13/219</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> und 13/244) mit unangefochten gebliebener Verfügung vom 2. April</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> 2014 (Urk. 13/247) fest, dass ab Juni 2014 nur mehr ein Anspruch auf eine Hilflosenentschädigung leichten Grades bestehe. Auf der Grundlage eines aktuellen Abklärungsberichts vom 3. Januar 2017 (Urk. 13/321) wurde der Versicherten mit Vorbescheid vom 17. Januar 2017 (Urk. 13/319) in Aussicht gestellt, dass sie auch ab Juli 2016 weiterhin Anspruch auf eine Entschädigung wegen leichter Hilflosigkeit habe. Am 9. März 2017 verfügte die IV-Stelle sodann im angekündigten Sinne (Urk. 13/324 = Urk. 2).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Hiergegen erhob X.___ - vertreten durch ihre Mutter sowie Rechts</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">anwalt Daniel Richter - am 21. April 2017 Beschwerde (Urk. 1) mit dem Rechts</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">begehren, die angefochtene Verfügung sei aufzuheben und es sei ihr ab Juli 2016 eine Entschädigung wegen mittlerer Hilflosigkeit zuzusprechen. Mit </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Eingabe vom 2. Mai 2017 (Urk. 6 f.) legte der Rechtsvertreter dar, dass die Mutter</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> der Versicherten als Beiständin befugt sei, diese in sozialversiche</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rungsrecht</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">lichen Belangen zu vertreten und alle diesbezüglichen Ansprüche geltend zu machen. Ferner erteilte die Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde Kreis Z.___ mit Entscheid vom 18. Mai 2017 (Urk. 8 = Urk. 10) die Zustimmung zur Prozessführung im Sinne von Art. 416 Abs. 1 Ziff. 9 des Schweizerischen Zivilgesetzbuches (ZGB). Mit Beschwerdeantwort vom 29. Juni 2017 (Urk. 12) schloss die IV-Stelle auf Abweisung der Beschwerde, worüber die Versicherte mit Verfügung vom 30. Juni 2017 (Urk. 14) in Kenntnis gesetzt wurde.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Auf die einzelnen Vorbringen in den Rechtsschriften wird, soweit erforderlich, in den Erwägungen eingegangen.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Das Gericht</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> zieht in Erwägung:</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Gemäss </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">42 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Abs. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">IVG</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">)</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> haben Versicherte mit Wohnsitz und gewöhnlichem Aufenthalt (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">13 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">des </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Bun</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">desgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSG])</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> in der Schweiz, die hilflos (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">9 ATSG) sind, Anspruch auf eine Hilf</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">losen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ent</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">schädigung. Vorbehalten bleibt Artikel 42</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">bis </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">IVG. Als hilflos gilt eine Person, die wegen einer Beeinträchtigung der Gesundheit für alltägliche Lebensver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">rich</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tungen dauernd der Hilfe Dritter oder der persönlichen Überwachung bedarf (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">9 ATSG). Im Bereich der Invalidenversicherung gilt auch eine Person als hilflos, welche zu Hause lebt und wegen der gesundheitlichen Beeinträchtigung dauernd auf lebenspraktische Begleitung angewiesen ist (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">42 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Abs. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3 Satz 1 IVG; </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">38 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">der Verordnung über die Invalidenversicherung [</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">IVV</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">]</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">). Praxisge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">mäss (BGE 121 V 88 E. 3a mit Hinweisen) sind die folgenden sechs alltäglichen Lebensverrichtungen massgebend (BGE 127 V 94 E. 3c, 125 V 297 E. 4a):</span></p><p><span>- </span><span>Ankleiden, Auskleiden; </span></p><p><span>- </span><span>Aufstehen, Absitzen, Abliegen;</span></p><p><span>- </span><span>Essen;</span></p><p><span>- </span><span>Körperpflege;</span></p><p><span>- </span><span>Verrichtung der Notdurft;</span></p><p><span>- </span><span>Fortbewegung (im oder ausser Haus), Kontaktaufnahme.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Art. 37 IVV sieht drei Hilflosigkeitsgrade vor. Gemäss Abs. 3 dieser Bestimmung gilt die Hilflosigkeit als leicht, wenn die versicherte Person trotz der Abgabe von Hilfsmitteln:</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">a. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">in mindestens zwei alltäglichen Lebensverrichtungen regelmässig in erheb</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">licher Weise auf die Hilfe Dritter angewiesen ist;</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">b. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">einer dauernden persönlichen Überwachung bedarf;</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">c. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">einer durch das Gebrechen bedingten ständigen und besonders aufwendigen Pflege bedarf; </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">d. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">wegen einer schweren Sinnesschädigung oder eines schweren körperlichen Gebrechens nur dank regelmässiger und erheblicher Dienstleistungen Dritter gesellschaftliche Kontakte pflegen kann; oder</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">e. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">dauernd auf lebenspraktische Begleitung im Sinne von Art. 38 IVV ange</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">wiesen ist.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Gemäss </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Art. 37 Abs. 2 IVV</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> gilt die Hilflosigkeit als mittelschwer, wenn die versicherte Person trotz der Abgabe von Hilfsmitteln:</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">a. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">in den meisten alltäglichen Lebensverrichtungen regelmässig in erheblicher Weise auf die Hilfe Dritter angewiesen ist;</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">b. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">in mindestens zwei alltäglichen Lebensverrichtungen regelmässig in erheb</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">licher Weise auf die Hilfe Dritter angewiesen ist und überdies einer dauern</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">den persönlichen Überwachung bedarf; oder </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">c. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">in mindestens zwei alltäglichen Lebensverrichtungen regelmässig in erheb</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">licher Weise auf die Hilfe Dritter und überdies dauernd auf lebenspraktische Begleitung im Sinne von Art. 38 IVV angewiesen ist.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Nach der Rechtsprechung setzt Hilflosigkeit mittelschweren Grades nach Art. 37 Abs. 2 lit. a IVV eine Hilfsbedürftigkeit in mindestens vier alltäglichen Lebens</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">verrichtungen voraus (BGE 121 V 88 E. 3b, 107 V 145 E. 2).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1.4</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Gemäss Art. 69 Abs. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">2 IVV kann die IV-Stelle zur Prüfung eines Leistungs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">anspruchs unter anderem Abklärungen an Ort und Stelle vornehmen. Nach der Rechtsprechung hat ein Abklärungsbericht unter dem</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> Aspekt der Hilflosigkeit (Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">9 ATSG) oder des Pflegebedarfs folgenden Anforderungen zu genügen: Als Berichterstatterin oder Berichterstatter wirkt eine qualifizierte Person, welche Kenntnis der örtlichen und räumlichen Verhältnisse sowie der aus den seitens der Mediziner gestellten Diagnosen sich ergebenden Beeinträchtigungen und Hilfsbedürftigkeiten hat. Bei Unklarheiten über physische oder psychische Stö</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">rungen und/oder deren Auswirkungen auf alltägliche Lebensverrichtungen sind Rückfragen an die medizinischen Fachpersonen nicht nur zulässig, sondern notwendig</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> (vgl. BGE 133 V 450 E. 11.1.1)</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">. Weiter sind die Angaben der Hilfe leistenden Personen zu berücksichtigen, wobei divergierende Meinungen der Beteiligten im Bericht aufzuzeigen sind. Der Berichtstext schliesslich muss plausibel, begründet und detailliert bezüglich der einzelnen alltäglich</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">en Lebens</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">verrichtungen sowie der tatbestandsmässigen Erfordernisse der dauernden Pflege</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> und der persönlichen Überwachung und der lebenspraktischen Begleitung sein. Schliesslich hat er in Übereinstimmung mit den an Ort und Stelle erhobenen Angaben zu stehen. Das Gericht greift, sofern der Bericht eine zuverlässige Entscheidungsgrundlage im eben umschriebenen Sinne darstellt, in das Ermessen der die Abklärung tätigenden Person nur ein, wenn klar feststellbare Fehleinschätzungen vorliegen. Das gebietet insbesondere der Umstand, dass die fachlich kompetente Abklärungsperson näher am konkreten Sachverhalt ist als das im Beschwerdefall zuständige Gericht (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">BGE 140 V 543</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> E. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3.2.1 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">mit Hin</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">weisen; SVR 2012 IV Nr. 54 S. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">195, </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Urteil des Bundesgerichts 8C_756/2011 vom 12. Juli 2012 E. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3.2). Diese Grundsätze gelten entsprechend auch für die Abklärung der Hilflosigkeit unter dem </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Gesichtspunkt</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">der lebenspraktischen Begleitung (BGE 133 V 450 E. 11.1.1; vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_464/2015 vom 14. September 2015 E. 4) sowie unter dem Aspekt </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">de</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">s Inten</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">siv</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">pflegezuschlags (vgl.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> Urteil </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">des Bundesgerichts 8C_308/2016 vom 6.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> Septem</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ber 2016 E. 5.1 mit Hinweis auf </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">8C_756/2011</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> vom 12. Juli 2012</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> E.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> 3.2).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1.5</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Ändert sich der Grad der Hilflosigkeit in erheblicher Weise, so finden die </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">87-88</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">bis</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> IVV Anwendung. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Fällt eine der übrigen Anspruchsvoraussetzungen dahin oder stirbt die anspruchsberechtigte Person, so erlischt der Anspruch am Ende des betreffenden Monats (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">17 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Abs. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">2 ATSG in Verbindung mit </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">35 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Abs. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">2 IVV).</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Anlass zur Revision einer Hilflosenentschädigung gibt jede wesent</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">liche Änderung in den tatsächlichen Verhältnissen, die geeignet ist, den Grad der Hilflosigkeit und damit den Anspruch auf Hilflosenentschädigung zu beein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">flussen. Zeitlicher Referenzpunkt für die Prüfung einer anspruchserheblichen Änderung bildet die letzte de</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">r versicherten Person eröffnete</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> rechtskräftige Verfügung, welche auf einer materiellen Prüfung des Leistungsanspruchs mit rechtskonformer Sachverhaltsabklärung beruht (zur Invalidenrente: BGE 134 V 131 E. 3 und 133 V 108 E. 5.4 mit Hinweis).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">In der angefochtenen Verfügung vom 9. März 2017 (Urk. 2) vertrat die Be</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">schwer</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">degegnerin den Standpunkt, die Versicherte benötige in der Körperpflege regelmässige und erhebliche Fremdhilfe. Im Alltag sei sie ausserdem auf eine lebenspraktische Begleitung angewiesen. Vor diesem Hintergrund bestehe ab dem 1. Juli 2016 weiterhin Anspruch auf eine Entschädigung wegen leichter Hilflosigkeit.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Dem hielt die Versicherte in ihrer Beschwerdeschrift vom 21. April 2017 (Urk. 1) im Wesentlichen entgegen, die IV-Stelle habe die effektiven Verhältnisse bei ihr zuhause nicht beziehungsweise nur ungenügend in ihrem Entscheid berück</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sichtigt (S. 4). Sie bedürfe nicht nur der von der Beschwerdegegnerin aner</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">kannten lebenspraktischen Begleitung und regelmässiger Fremdhilfe bei der Körperpflege, sondern sei auch in zwei weiteren Lebensverrichtungen - Essen sowie Verrichtung der Notdurft - in erheblicher Weise auf die Unterstützung von Drittpersonen angewiesen. Angesichts dessen bestehe seit dem 1. Juli 2016 Anspruch auf eine Entschädigung für Hilflosigkeit mittleren Grades (S. 5 ff.).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">In medizinischer Hinsicht ist zusammenfassend festzuhalten, dass bei der Be-schwerdeführerin zunächst eine angeborene Epilepsie (Ziff. 387 GgV-Anhang) diagnostiziert wurde, nachdem sie am 11. März 2000 einen generalisierten </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Krampfanfall erlitten hatte (Urk. 13/2/3 ff. und 13/3/3). Im Weiteren wurden von</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> ärztlicher Seite ein deutlicher allgemeiner Entwicklungsrückstand sowie eine unklare Enzephalopathie festgestellt (Urk. 13/5, 13/9/1 f. und 13/33/3). Im Jahr 2008 wurde überdies eine neurogene thorakolumbal linkskonvexe Skoliose </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">diag</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nostiziert, welche mittels eines Korsetts und Physiotherapie behandelt wurde</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> (Urk. 13/90/5 und 13/91/6 ff.). Hinzu kamen im Juni 2009 eine allge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">meine </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Hypo</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tonie, Gleichgewichtsstörungen sowie beidseitige Knick-Senkfüsse (Urk. 13/109/3 ff</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">.), wobei letztere mittels Fussorthesen und orthopädischen Spe</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">zialschuhen behandelt wurden (vgl. Urk. 13/110, 13/169, 13/180 und 13/202 f.). Die progressive neurogene Skoliose wurde schliesslich am 6. Mai 2015 in der Klinik A.___ operativ versorgt (Urk. 13/257 f. und 13/260).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">4.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">4.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Als zeitlicher Referenzpunkt (vgl. E. 1.5) ist die Verfügung vom 2. April 2014 (Urk. 13/247) heranzuziehen, mit welcher von einer Hilflosigkeit leichten Grades ausgegangen und die bis anhin ausgerichtete Hilflosenentschädigung mittleren Grades entsprechend herabgesetzt wurde. Die damalige Beurteilung stützte sich zur Hauptsache auf den Abklärungsbericht vom 27. November 2013 (Urk. 13/218), welcher auf der Grundlage eines Gesprächs mit der Mutter der Versicherten - in deren Beisein - sowie einem Telefonat mit der Lehrerin der Versicherten erstellt wurde. In Bezug auf die einzelnen Bereiche der alltäglichen Lebensverrichtungen wurde im Wesentlichen Folgendes festgehalten:</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Beim An- und Auskleiden sei die Versicherte selbständig. Es sei ihr möglich, die Vorder- und Rückseite der Kleidung zu erkennen, Reissverschlüsse und Knöpfe zu bedienen sowie Schuhe korrekt anzuziehen und zu binden. Das Korsett könne sie selbständig schliessen und öffnen, wobei eine Kontrolle nötig sei. Die Kleidung müsse jeweils am Morgen von der Mutter bereitgelegt werden, da die Versicherte diese selbst nicht saison- und wettergerecht auswählen würde (Urk. 13/218/2).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">In Bezug auf den Bereich Aufstehen/Absitzen/Abliegen wurde im Abklärungs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">bericht festgehalten, dass die Beschwerdeführerin - wie vor Ort ersichtlich - die Positionswechsel selbst vornehmen könne (Urk. 13/218/3).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Im Weiteren ist dem Bericht betreffend den Bereich Essen (normal zubereitete Mahlzeiten) zu entnehmen, dass die Versicherte selbständig mit Besteck um</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gehen könne. Es sei ihr möglich, weichere Speisen selbständig zu zerkleinern. Bei härteren Speisen sei sie - gemäss Aussagen der Mutter - auf Dritthilfe angewiesen. Die Lehrerin der Versicherten gab in diesem Zusammenhang an, dass diese auch härtere Speisen mit dem Messer zerkleinern könne. Trinken stelle kein Problem dar (Urk. 13/218/3).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Körperpflege müsse vollständig von der Mutter übernommen werden, da die Versicherte den Sinn und Zweck der Körperhygiene noch nicht nachvollziehen könne. Sie akzeptiere Berührungen am Kopf nur schwerlich. Die Haare müssten von der Mutter gekämmt werden, da die Beschwerdeführerin dies ansonsten nicht tun würde. Sie trockne sich nach dem Duschen alleine ab, wobei die Mutter nachtrocknen müsse. Aufgrund feinmotorischer Schwierigkeiten sei es der Versicherten sodann nicht möglich, die Speisereste von der Zahnspange zu entfernen, weshalb die Zahnreinigung ebenfalls von der Mutter durchgeführt werde. Die Monatsblutung habe noch nicht eingesetzt (Urk. 13/218/3 f.).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">In Bezug auf die Verrichtung der Notdurft wurde festgehalten, dass die Ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sicherte seit einiger Zeit keine Windeln mehr trage. Sie gehe selbständig auf die Toilette und nehme die Reinigung vor. Es komme noch ab und zu vor, dass die Mutter in der Unterhose Spuren vom Stuhlgang vorfinde. Gemäss Angaben der Mutter spüle die Beschwerdeführerin nach dem Toilettengang nicht. Im Rahmen des Abklärungsgesprächs sei sie jedoch selbständig auf die Toilette gegangen </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">und habe die Spülung ohne entsprechende Aufforderung betätigt (Urk. 13/218/4</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Fortbewegung sei der Versicherten problemlos selbständig möglich. Es sei ihr allerdings nicht möglich, Gefahren im Strassenverkehr zu erkennen. Ihr fehle ausserdem der Orientierungssinn. Würde sie sich verlaufen, könnte sie sich nicht mitteilen, da sie kaum spreche. Sie trage deshalb eine Plakette auf sich, wo der Name und die Adresse aufgedruckt seien. Der Wortschatz der Beschwer</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">deführerin bestehe aus einzelnen Wörtern, wobei sie häufig in ihrer Mutter</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sprache (Serbisch) spreche. Grundsätzlich müsse man sie kennenlernen, um ihre nonverbale Kommunikation zu verstehen. Für die Verständigung besitze die Ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sicherte einen Computer, welcher vor allem in der Schule zum Einsatz komme (Urk. 13/218/4 f.).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Im Übrigen ergibt sich aus dem Abklärungsbericht vom 27. November 2013, dass die Versicherte weder eine dauernde medizinisch-pflegerische Hilfe, noch eine intensive persönliche Überwachung benötige. Insgesamt bestehe noch eine </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Hilflosigkeit leichten Grades in den Bereichen An- und Auskleiden, Körperpflege sowie Fortbewegung und Pflege gesellschaftlicher Kontakte (Urk. 13/218/5 ff.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">4.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die angefochtene Verfügung vom 9. März 2017 (Urk. 2) basiert auf dem Abklä</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rungsbericht vom 3. Januar 2017 (Urk. 13/321). Das Gespräch habe mehrheitlich mit der Mutter stattgefunden, da die Versicherte dazu nicht in der Lage gewesen sei (Urk. 13/321/1). Zu den einzelnen alltäglichen Lebensverrichtungen lässt sich dem Bericht Folgendes entnehmen:</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Beschwerdeführerin könne sich selbst an- und auskleiden sowie Verschlüsse bedienen. Sie sei dabei langsam, benötige aber keine Hilfestellung. Die Mutter müsse die Kleidung der Jahreszeit und dem Wetter gerecht vorbereiten, da die Versicherte hierzu nicht in der Lage sei, und es ihr Schwierigkeiten bereite, zu verstehen, weshalb sie bestimmte Kleidungsstücke anziehen solle. Dies erfordere seitens der Mutter einige Überredungskunst (Urk. 13/321/2).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Auch beim Aufstehen, Absitzen und Abliegen sei die Beschwerdeführerin moto</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">risch selbständig. Sie benötige aber morgens viel Zeit und möge es gar nicht, </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">wenn sie geweckt oder zum Vorwärtsmachen gedrängt werde. Hier sei das Finger</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">spitzengefühl der Mutter gefragt (Urk. 13/321/2).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Beim Essen benötige die Versicherte keine Hilfe, ausser bei harten Lebens</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">mitteln. Sie esse mit Besteck und trinke aus einem Glas (Urk. 13/321/2).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Körperpflege werde nach wie vor komplett von der Mutter durchgeführt. Der Versicherten gelinge es nur oberflächlich, sich die Hände und das Gesicht zu waschen. Sie habe ferner seit einem Jahr die Monatsblutung, wobei sie die Binden nicht alleine wechseln könne (Urk. 13/321/3).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Beschwerdeführerin gehe im Weiteren alleine auf die Toilette, so auch während des Abklärungsgesprächs. Allerdings habe sie die Türe nicht geschlos</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sen, was die Mutter dann getan habe. Man lasse die Versicherte alleine machen, obwohl sie sich nicht immer korrekt reinige. Die Unterwäsche werde täglich gewechselt (Urk. 13/321/3).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Im Bereich Fortbewegung sei die Beschwerdeführerin motorisch selbständig. Ihr fehle jedoch die Orientierung, und die Verkehrssicherheit sei nicht gewährleistet. Sie werde überallhin begleitet und könne sich nur rudimentär mitteilen (Urk. 13/321/3).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Im Bericht wurde weiter festgehalten, dass die Versicherte wegen ihrer gesund</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">heitlichen Beeinträchtigung dauernd und regelmässig auf eine lebenspraktische Begleitung angewiesen sei. Es bestehe in diesem Kontext ein wöchentlicher Auf</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">wand von mindestens zwei Stunden. Ohne die regelmässige Unterstützung von den Eltern wäre die Beschwerdeführerin nicht in der Lage, selbständig zu wohnen (Urk. 13/321/3 f.).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Zusammenfassend seien weiterhin die Voraussetzungen für eine Hilflosenent</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">schädigung leichten Grades erfüllt (Urk. 13/321/5).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">5.</span><span> </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">5.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Es ist unbestritten, dass sich der Gesundheitszustand der Versicherten seit der letzten Abklärung vom 27. November 2013 nicht wesentlich verändert hat. So wurde im aktuellen Abklärungsbericht vom 3. Januar 2017 festgehalten, dass sie sich von der aufgrund der Skoliose im Mai 2015 vorgenommenen Wirbel</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">säulen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">operation (vgl. E. 3) gut erholt habe. Überdies seien zwischenzeitlich </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">keine epileptischen Anfälle aufgetreten (Urk. 13/321/2; vgl. bereits Urk. 13/218/6)</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Zwischen den Parteien besteht im Weiteren dahingehend Einig</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">keit, dass die Beschwerdeführerin für die Körperpflege einer regelmässigen und erheblichen Fremdhilfe bedarf. Ausserdem ist die Notwendigkeit der lebensprak</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tischen Begleitung ausgewiesen (vgl. E. 2.1 f. und 4.2). </span></p><p></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Versicherte macht jedoch insbesondere geltend, dass sie zusätzlich in den Lebensverrichtungen Essen und Verrichtung der Notdurft regelmässig in erheb</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">licher Weise auf die Hilfe Dritter angewiesen sei, weshalb ein Anspruch auf eine Hilflosenentschädigung mittleren Grades bestehe (Urk. 1 S. 5 ff.). Diese Vor-bring</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">en sind nachfolgend näher zu prüfen.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">5.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Aus dem Abklärungsbericht vom 3. Januar 2017 ergibt sich, dass bei der Beschwerdeführerin zwischenzeitlich die Monatsblutung eingesetzt hat, und dass sie die Binden nicht alleine wechseln kann. Die Abklärungsperson ordnete diese Umstände bei der Lebensverrichtung Körperpflege ein (Urk. 13/321/3). Die Versicherte vertritt indes die Auffassung, die Menstruation betreffe die Verrichtung der Notdurft. Ihre Mutter müsse sie an diesen Tagen waschen und mit den entsprechenden Einlagen versorgen. Zudem könne sie nicht selbst beurteilen, ob sie nach der Notdurft beziehungsweise der Menstruation noch genässte Unterwäsche habe (Urk. 1 S. 5 f.; Urk. 3/7).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Entgegen der Meinung der Beschwerdeführerin ist die Menstruation samt den damit typischerweise verbundenen Tätigkeiten wie dem Wechseln der Binden eher nicht der Verrichtung der Notdurft zuzuordnen. Hierfür spricht zum einen der allgemeine Gebrauch des Begriffes „Notdurft“ im Zusammenhang mit dem üblichen Toilettengang, wobei sich in dieser Hinsicht auch dem Kreisschreiben über Invalidität und Hilflosigkeit in der Invalidenversicherung (KSIH, gültig ab 1. Januar 2015, Stand 1. Januar 2017) keine gegenteiligen Hinweise entnehmen lassen (vgl. Rz 8021 und 8021.1). Zum anderen sprach sich das Versiche</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rungs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gericht des Kantons B.___ in einem Entscheid vom 28. Juni 2016 ebenfalls eher dagegen aus, das Wechseln von Tampons oder Binden im Rahmen der Monatsblutung als Tätigkeiten im Bereich Verrichtung der Notdurft anzuer</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">kennen (Entscheid IV 2015/233 E. 3.3).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Im Ergebnis kann die definitive Einordnung jedoch offen bleiben, zumal von Gesetzes wegen vorausgesetzt wird, dass die versicherte Person in der betrof</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">fenen Lebensverrichtung regelmässig in erheblicher Weise auf die Hilfe Dritter angewiesen ist (vgl. E. 1.2 f.). Die Unterstützung ist erst dann regelmässig, wenn sie die versicherte Person täglich oder eventuell (nicht voraussehbar) täglich benötigt. Gelegentliche Zwischenfälle der Hilfsbedürftigkeit genügen dieser </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Anforderung nicht (Urteil des Bundesgerichts 9C_562/2016 vom 13. Januar 2017</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> E. 5.3 mit Hinweisen). In Anbetracht des Umstands, dass die Mutter der Be</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">schwerdeführerin etwa alle vier Wochen deren Binden wechseln muss, ist nicht von einer regelmässigen Hilfestellung im Sinne des Gesetzes auszugehen.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Bezüglich des Einwandes, der Versicherten sei es nicht möglich zu beurteilen, ob sie nach der Notdurft respektive Menstruation noch genässte Unterwäsche habe, bleibt festzuhalten, dass keine Hilflosigkeit vorliegt, solange die versicherte Person die Notdurft ohne regelmässige Hilfe insgesamt in einer Weise verrichten kann, die nicht als die Menschenwürde verletzend bezeichnet werden muss (Urteil des Bundesgerichts 9C_604/2013 vom 6. Dezember 2013 E. 5.4). Der Beschwerdeführerin ist es möglich, sich selbständig nach dem Toilettengang zu reinigen, wenngleich sie dies gemäss Angaben der Mutter nicht immer korrekt tut (Urk. 13/321/3). Die notwendige Hygiene wird jedenfalls durch den täglichen Wechsel der Unterwäsche und die Hilfe der Mutter im Rahmen der Körperpflege sichergestellt, weshalb in Nachachtung der zitierten Rechtsprechung nicht auf eine Hilflosigkeit geschlossen werden kann.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">5.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">In Bezug auf die Lebensverrichtung Essen brachte die Beschwerdeführerin vor, sie sei darauf angewiesen, dass ihr Drittpersonen Früchte schälen und in kleine Stücke schneiden (unter anderem Melone, Mango, Kiwi, Ananas, Granatäpfel). Es sei daher notwendig, dass bei den Mahlzeiten immer ein weiteres Familien</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">mitglied dabei sei. Sie dürfe aufgrund der Verletzungsgefahr weder mit dem Besteck das Essen vorbereiten, noch den Herd oder die Mikrowelle bedienen (Urk. 1 S. 5 f.).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Den Akten ist an mehreren Stellen - nicht zuletzt auch im aktuellen Abklä</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rungsbericht vom 3. Januar 2017 - zu entnehmen, dass die Versicherte min</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">destens seit März 2010 in der Lage ist, die Nahrung selbständig zu zerkleinern </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">und mit Essbesteck umzugehen (Urk. 13/130/3, 13/217/7, 13/218/3, 13/243/1 und</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> 13/321/2). Es sind insbesondere keine gesundheitlichen Gründe dafür ersicht</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">lich, dass ihr dies zum Zeitpunkt des Erlasses der strittigen Verfügung nicht mehr möglich gewesen sein soll. Sofern die Versicherte in ihrer Beschwerde</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">schrift also grundsätzlich geltend machen will, sie könne die Speisen nicht selbst zerkleinern, erweist sich ihre Behauptung als aktenwidrig. Die Ein-schrän</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">kungen in Bezug auf harte Nahrungsmittel mögen demgegenüber zwar nachvollziehbar sein; es liegt jedoch keine Hilflosigkeit im Rechtssinne vor, wenn die versicherte Person nur zum Zerschneiden harter Speisen auf direkte Dritthilfe angewiesen ist (KSIH Rz 8018 mit Hinweis auf das Urteil des Bun</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">des</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gerichts 8C_30/2010 vom 8. April 2010). In diesem Kontext ist denn auch darauf hinzuweisen, dass reichlich Früchte erhältlich sind, die vor dem Verzehr von Natur aus oder infolge vorangegangener Produktionsschritte weder geschält noch zerkleinert werden müssen. Soweit die Beschwerdeführerin schliesslich Be</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">zug nimmt auf die ihr nicht mögliche Zubereitung der Mahlzeiten, ist anzu</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">merken, dass diese Tätigkeit nicht Bestandteil der Lebensverrichtung Essen ist (vgl. KSIH Rz 8010). Vielmehr ist sie unter dem Titel der lebenspraktischen Begleitung - die im konkreten Fall zweifellos notwendig ist - zu berücksichtigen (vgl. KSIH Rz 8050).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Nach dem Gesagten ist die Beschwerdeführerin entgegen dem von ihr vertretenen Standpunkt in der Lebensverrichtung Essen nicht hilflos im Sinne der gesetzlichen Bestimmungen.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">5.4</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Beschwerdeschrift enthält ferner Ausführungen zu den Lebensverrichtungen Körperpflege, An- und Auskleiden sowie Aufstehen/Absitzen/Abliegen (Urk. 1 S. 5), wobei die Versicherte selbst hieraus im Ergebnis nichts zu ihren Gunsten ableitet. Im Hinblick auf die Körperpflege erübrigen sich weitere Bemerkungen, da die Notwendigkeit der regelmässigen und erheblichen Dritthilfe in diesem Kontext seitens der IV-Stelle anerkannt wird (vgl. E. 2.1). Soweit prinzipiell geltend gemacht wird, es brauche täglich grosse Überredungskunst und entspre</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">chenden zeitlichen Aufwand, um die Beschwerdeführerin zu den erforderlichen Tätigkeiten zu bewegen, ist darauf hinzuweisen, dass das Motivieren für Ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">richtungen ein geradezu typischer Bestandteil des Instituts der lebenspraktischen Begleitung ist und dementsprechend nicht noch zusätzlich bei den ein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">zelnen Lebensverrichtungen berücksichtigt werden darf (vgl. Urteil des Bundes</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gerichts 9C_691/2014 vom 11. Dezember 2014 E. 4.1 und 5). Im Übrigen begründet eine blosse Erschwerung oder Verlangsamung bei der Vornahme von Lebensverrichtungen grundsätzlich keine Hilflosigkeit (KSIH Rz 8013 mit Hin</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">weis auf das Urteil des Bundesgerichts 9C_633/2012 vom 8. Januar 2013).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">5.5</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Zusammenfassend ist nicht zu beanstanden, dass die Beschwerdegegnerin der Versicherten auch ab Juli 2016 weiterhin eine Entschädigung für Hilflosigkeit leichten Grades zugesprochen hat. Die Beschwerdeführerin benötigt nach wie vor bei der Körperpflege regelmässige und erhebliche Fremdhilfe. Sie ist ausser</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">dem auf eine lebenspraktische Begleitung angewiesen.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Damit ist die angefochtene Verfügung vom 9. März 2017 (Urk. 2) zu bestätigen und die dagegen erhobene Beschwerde abzuweisen.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">6.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Da die Bewilligung oder Verweigerung von Versicherungsleistungen zu prüfen war, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichtskosten sind nach dem Ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">fahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert festzulegen (Art. 69 </span><br/><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Abs. 1</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">bis</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> IVG</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">) und auf Fr. 600.-- anzusetzen. Entsprechend dem Verfahrens</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">aus-gang sind sie der</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> unterliegenden Beschwerdeführer</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">in</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> aufzuerlegen.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Heading3"><span class="Normal Heading3">Das Gericht erkennt:</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span class="Normal Dispotext DispoHngend">1.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Die </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Beschwerde</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend"> wird abgewiesen.</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span class="Normal Dispotext DispoHngend">2.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Die Gerichtskosten von </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Fr. </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">600</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">.-- werden </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">der Beschwerdeführerin</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend"> auferlegt.</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend"> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Rechnung und Einzahlungsschein werden </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">der</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend"> Kostenpflichtigen nach Eintritt der Rechtskraft zugestellt.</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span class="Normal Dispotext DispoHngend">3.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Zustellung gegen Empfangsschein an:</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Rechtsanwalt Dr. Daniel Richter</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Bundesamt für Sozialversicherungen</span></p><p class="Normal Dispotext DispoEinzug"><span class="Normal Dispotext DispoEinzug">sowie an:</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Gerichtskasse (im Dispositiv nach Eintritt der Rechtskraft)</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">4.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Gegen diesen Entscheid kann innert </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">30 Tagen</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"> seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundes</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">gesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 15. Juli bis und mit 15. August sowie vom 18. Dezember bis und mit dem 2. Januar (Art. 46 BGG).</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">stellen.</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweis</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">mittel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthal</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">ten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat (Art. 42 BGG).</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><br/></p><p class="Normal Heading3"><br/></p><p class="Normal Heading3"><span class="Normal Heading3">Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich</span></p><p><br/></p><p>Die VorsitzendeDer Gerichtsschreiber</p><p><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p>GrünigWürsch</p><p></p></div> </div></body></html>