<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2023.00144</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=223870&amp;W10_KEY=13045531&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2023.00144</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 29.02.2024</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">3. Abteilung/3. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Anwaltsrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Verletzung von Berufsregeln</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>[Die Aufsichtskommission disziplinierte den Beschwerdeführer wegen Verstosses gegen Art. 12 lit. a BGFA mit einer Busse von Fr. 1'500.- aufgrund eines instruktionswidrigen Rückzugs einer Einsprache gegen einen Strafbefehl.] Die Pflicht zur sorgfältigen und gewissenhaften Berufsausübung gemäss Art. 12 lit. a BGFA umfasst mitunter die Pflicht des Anwalts, sich in Bezug auf sein Tätigwerden gehörig instruieren zu lassen und Weisungen der Klientschaft zu beachten. Erweist sich eine Instruktion in Bezug auf eine möglicherweise gebotene Handlung als unklar, unvollständig oder angesichts einer inzwischen veränderten Sachlage als überholt, so hat sich der Anwalt vor weiterem Tätigwerden grundsätzlich bei der Klientschaft nach deren Willen zu erkundigen. Nur wenn sich ein Zuwarten auf ergänzende oder abweichende Instruktionen aufgrund der konkreten Umstände als unmöglich oder nicht tunlich erweist, namentlich bei grosser zeitlicher Dringlichkeit, ist ein Anwalt befugt, entgegen einer bisherigen Weisung oder ohne Instruktion für die Klientschaft zu handeln, wobei er seine Handlungen diesfalls an deren mutmasslichem Willen auszurichten hat (E. 3). Die Sachverhaltsfeststellung der Beschwerdegegnerin, welche hinsichtlich des Inhalts der erteilten Instruktionen auf die per E-Mail erfolgte Aufforderung des Verzeigers, "in der Verhandlung für einen Freispruch zu kämpfen", abstellte und die Behauptung des Beschwerdeführers, wonach sein Klient ihm anlässlich einer telefonischen Vorbesprechung "Carte blanche" erteilt habe, als nicht erwiesen erachtete, ist angesichts der fehlenden Dokumentation und der zeitlich ungenauen und pauschal anmutenden Sachdarstellung des Beschwerdeführers nicht rechtsverletzend (E. 5). Zutreffend ist auch die rechtliche Würdigung der Beschwerdegegnerin, wonach der Beschwerdeführer unter den gegebenen Umständen durch seinen Rückzug der Einsprache ohne Rücksprache mit seinem nicht anwesenden Klienten gegen seine Pflicht zur sorgfältigen und gewissenhaften Berufsausübung im Sinn von Art. 12 lit. a BGFA verstiess (E. 6). Abweisung. </b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ABMAHNUNGSPFLICHT">ABMAHNUNGSPFLICHT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: INSTRUKTION">INSTRUKTION</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: INSTRUKTIONSWIDRIGES HANDELN">INSTRUKTIONSWIDRIGES HANDELN</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: INTERESSENWAHRNEHMUNG">INTERESSENWAHRNEHMUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: SORGFALTSPFLICHT">SORGFALTSPFLICHT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: SORGFALTSPFLICHTVERLETZUNG">SORGFALTSPFLICHTVERLETZUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: WEISUNGSGEBUNDEN">WEISUNGSGEBUNDEN</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="gerade">Art. 12 lit. a BGFA</span><br/><span class="ungerade">Art. 17 Abs. 1 lit. c BGFA</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 3 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="WordSection1"> <table border="1" cellpadding="0" cellspacing="0" class="MsoNormalTable" width="591"> <tr> <td valign="top"> <p class="Kopf1"><span>Verwaltungsgericht</span></p> <p class="Kopf1"><span>des Kantons ZÃ¼rich</span></p> <p class="Kopf1"><span>3. Abteilung</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Kopf1"> </p> </td> <td valign="top"> <p class="Kopf1"><span><img alt="" height="78" id="Bild 1" src="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getImage&amp;nF38_KEY=65151" width="123"/></span></p> </td> </tr> </table> <p class="MsoNormal">VB.2023.00144</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"><b><span>Urteil</span></b></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="Zwischentitel"> </p> <p class="MsoNormal"><span>der 3. Kammer</span></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">vom <a id="VF_DAT_ENTSCHEID">29. Februar 2024</a></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">Mitwirkend: AbteilungsprÃ¤sident AndrÃ© Moser<span> (Vorsitz)</span>, Verwaltungsrichter Matthias Hauser, Verwaltungsrichterin Silvia Hunziker, <a id="TN_AUTOTEXT_RICHTER"></a><a id="TN_AUTOTEXT_GS"></a>Gerichtsschreiber Serafin Ritscher.</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">In Sachen</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>RA A,<b> </b></span></p> <p class="MsoNormal"><b><span>BeschwerdefÃ¼hrer,</span></b><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="Zwischentitel">gegen</p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>Aufsichtskommission Ã¼ber die AnwÃ¤ltinnen und AnwÃ¤lte, </span></p> <p class="MsoNormal"><b><span>Beschwerdegegnerin,</span></b><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"><b>betreffend Verletzung von Berufsregeln,</b></p> <p class="Zwischentitel">hat sich ergeben: </p> <p class="Sachverhalt1"><b>I. </b> </p> <p class="Sachverhalt2"><b>A. </b>Mit Eingabe vom 7. Juli 2021 erstattete B bei der Anwaltskommission des Kantons Aargau Aufsichtsanzeige gegen Rechtsanwalt A. Er warf ihm vor, im Zusammenhang mit seiner Vertretung in einem Strafbefehlsverfahren vor dem Bezirksgericht Dietikon instruktionswidrig gehandelt und seine Orientierungspflicht verletzt zu haben. Ferner monierte B sinngemÃ¤ss das Vorliegen eines Interessenkonflikts aufgrund persÃ¶nlicher Bekanntschaft mit dem zustÃ¤ndigen Einzelrichter. Nach zustÃ¤ndigkeitshalber Ãberweisung der Angelegenheit an die Aufsichtskommission Ã¼ber die AnwÃ¤ltinnen und AnwÃ¤lte des Kantons ZÃ¼rich (fortan: Aufsichtskommission) erÃ¶ffnete diese mit Beschluss vom 2. Dezember 2021 aufgrund des Vorwurfs des instruktionswidrigen Handelns ein Disziplinarverfahren wegen Verletzung der Berufsregeln und setzte Rechtsanwalt A Frist zur Stellungnahme. Hinsichtlich der Ã¼brigen VorwÃ¼rfe nahm sie das Verfahren nicht an die Hand. </p> <p class="Sachverhalt2"><b>B. </b>Nach Eingang der Stellungnahmen von Rechtsanwalt A und der Anwaltskommission des Kantons Aargau auferlegte die Aufsichtskommission Rechtsanwalt A mit Beschluss vom 2. Februar 2023 eine Busse von Fr. 1'500.- wegen Verletzung der Berufsregeln im Sinn von Art. 12 lit. a des B<span>undesgesetzes vom 23. Juni 2000 Ã¼ber die FreizÃ¼gigkeit der AnwÃ¤ltinnen und AnwÃ¤lte (BGFA; SR 935.61)</span>. Zudem auferlegte sie ihm die Verfahrenskosten in gleicher HÃ¶he und sprach keine EntschÃ¤digungen zu. </p> <p class="Sachverhalt1"><b>II. </b> </p> <p class="Sachverhalt2">Rechtsanwalt A erhob hiergegen mit Eingabe vom 13. MÃ¤rz 2023 Beschwerde beim Verwaltungsgericht. Er beantragte unter Kosten- und EntschÃ¤digungsfolgen, er sei vom Vorwurf der Verletzung der Berufsregeln im Sinn von Art. 12 lit. a BGFA vollumfÃ¤nglich freizusprechen und der angefochtene Beschluss sei vollumfÃ¤nglich aufzuheben. Die Aufsichtskommission verzichtete mit Eingabe vom 30. MÃ¤rz 2023 unter Einreichung ihrer Akten auf Stellungnahme.</p> <p class="Einzug1"><span>Die Kammer</span><span> erwÃ¤gt:</span></p> <p class="Erwgung1"><b>1. </b> </p> <p class="Erwgung2"><span>Nach § 38 des kantonalen Anwaltsgesetzes vom 17. November 2003 (Anwaltsgesetz, AnwG; LS 215.1) kann gegen in Anwendung des BGFA ergangene Anordnungen der Aufsichtskommission nach Massgabe der §§ 41 ff. des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 (VRG; LS 175.2) Beschwerde an das Verwaltungsgericht erhoben werden. Die Beschwerde ist von der Kammer zu behandeln (§ 38 Abs. 1 und § 38b Abs. 1 VRG e contrario; VGr, 1. Juli 2021, VB.2020.00377, E. 1). Nachdem auch die Ã¼brigen Sachurteilsvoraussetzungen erfÃ¼llt sind, ist auf die Beschwerde einzutreten.</span></p> <p class="Erwgung1"><b>2. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>2.1 </b>In tatsÃ¤chlicher Hinsicht ist unstrittig, dass B den BeschwerdefÃ¼hrer kurzfristig, mithin einen Tag vor der anstehenden Hauptverhandlung am Bezirksgericht Dietikon, mit seiner Vertretung in einem Einspracheverfahren gegen einen Strafbefehl wegen mehrfacher Ã¼bler Nachrede etc. mandatierte. Die Mandatsanbahnung erfolgte in einem 15-minÃ¼tigen TelefongesprÃ¤ch am 27. Mai 2021, wobei ein Pauschalhonorar von Fr. 1'000.- vereinbart wurde. Mit E-Mail an den BeschwerdefÃ¼hrer vom 28. Mai 2021, 02.59 Uhr, fasste B den Sachverhalt zusammen und Ã¼bermittelte diverse Unterlagen. Zum Schluss dieser Nachricht bat er den BeschwerdefÃ¼hrer, "in meinem Namen, heute in der Verhandlung fÃ¼r einen Freispruch zu kÃ¤mpfen" und ergÃ¤nzte, dass es schÃ¶n wÃ¤re "wenn [mir] dann sogar [â¦] etwas zurÃ¼ckerstattet wird von den Kosten". AnlÃ¤sslich der Hauptverhandlung vom 28. Mai 2021, zu welcher B, wie gegenÃ¼ber dem BeschwerdefÃ¼hrer angekÃ¼ndigt, nicht persÃ¶nlich erschienen war, erklÃ¤rte der BeschwerdefÃ¼hrer im Namen seines Klienten den RÃ¼ckzug der Einsprache gegen den Strafbefehl. Das Bezirksgericht Dietikon schrieb daraufhin das Verfahren mit VerfÃ¼gung vom selben Tag als durch RÃ¼ckzug der Einsprache erledigt ab. </p> <p class="Erwgung2"><b>2.2 </b>B machte in seiner Aufsichtsanzeige geltend, dem BeschwerdefÃ¼hrer weder mÃ¼ndlich noch schriftlich eine Instruktion oder sein EinverstÃ¤ndnis erteilt zu haben, die Einsprache gegen den Strafbefehl zurÃ¼ckzuziehen. Auch habe sich dieser weder vor, wÃ¤hrend noch nach der Verhandlung bei ihm gemeldet. Der BeschwerdefÃ¼hrer behauptete gegenÃ¼ber der Beschwerdegegnerin hingegen, B habe ihm im Rahmen des telefonischen VorgesprÃ¤chs fÃ¼r das weitere Vorgehen ausdrÃ¼cklich "freie Hand gelassen" bzw. ihm "Carte blanche" erteilt. Der RÃ¼ckzug der Einsprache sei vor dem Hintergrund erfolgt, dass der Einzelrichter ihm im Anschluss an seinen Parteivortrag deren Abweisung angekÃ¼ndigt habe. Allerdings habe er in Aussicht gestellt, im Fall eines RÃ¼ckzugs von der Verurteilung seines Klienten zur Entrichtung einer ParteientschÃ¤digung an den PrivatklÃ¤ger abzusehen. Er habe sich sofort entscheiden mÃ¼ssen, wobei er, unter AbwÃ¤gung der Kostenersparnis im Fall eines RÃ¼ckzugs gegen die seiner Ansicht nach geringen Erfolgschancen und zusÃ¤tzlichen Kosten einer Rechtsmittelerhebung, sicher gewesen sei, im bestmÃ¶glichen Interesse seines Klienten zu handeln.</p> <p class="Erwgung1"><b>3. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b><span>3.1 </span></b>AnwÃ¤ltinnen und AnwÃ¤lte haben ihren Beruf sorgfÃ¤ltig und gewissenhaft auszuÃ¼ben (Art. 12 lit. a BGFA). Diese Verpflichtung hat fÃ¼r die gesamte BerufstÃ¤tigkeit Geltung und hat den Charakter einer Generalklausel. <span>Zu den damit erfassten ungeschriebenen Berufsregeln gehÃ¶ren jene Pflichten, die dazu dienen, im Interesse des rechtsuchenden Publikums und des geordneten Gangs der Rechtspflege das Vertrauen in die Anwaltschaft zu gewÃ¤hrleisten (VGr, 24. November 2022, VB.2022.00061, E. 2.1; VB.2022.00235, E 3.1, je mit Hinweis auf Walter Fellmann, Anwaltsrecht, 2. A., Bern 2017, Rz. 213). Eine Verletzung von Art. 12 lit. a BGFA liegt praxisgemÃ¤ss nur vor, wenn eine qualifizierte Norm- bzw. Sorgfaltswidrigkeit gegeben ist; erforderlich ist ein bedeutsamer Verstoss gegen die Berufspflichten (BGE 144 II 473 E. 4.1; BGr, 17. MÃ¤rz 2021, 2C_500/2020, E. 4.3, je mit Hinweisen; VGr, 26. Juli 2021, VB.2021.00013, E. 2.1). Bei der Auslegung dieser Norm ist dem Umstand Rechnung zu tragen, dass sich der Gesetzgeber bei der Vereinheitlichung der Berufsregeln auf das Wesentliche beschrÃ¤nken wollte. Um diesem Ziel zu genÃ¼gen, muss es um Berufspflichten gehen, welche die Voraussetzung dafÃ¼r bilden, dass AnwÃ¤ltinnen und AnwÃ¤lte ihre gesetzliche Funktion als mit besonderen Rechten ausgestattete Interessenvertreter der Rechtsuchenden vor Gericht und BehÃ¶rden wirksam wahrnehmen kÃ¶nnen (BGr, 25. MÃ¤rz 2019, 2C_933/2018, E. 5.1, mit zahlreichen Hinweisen).</span></p> <p class="Erwgung2"><b>3.2 </b>Die anwaltsrechtliche Pflicht zur sorgfÃ¤ltigen und gewissenhaften BerufsausÃ¼bung gemÃ¤ss Art. 12 lit. a BGFA steht in einem engen inhaltlichen Zusammenhang mit der auftragsrechtlichen Pflicht des Anwalts zur getreuen und sorgfÃ¤ltigen AusfÃ¼hrung des ihm Ã¼bertragenen GeschÃ¤fts (Art. 398 Abs. 2 <span>des Obligationenrechts vom 30. MÃ¤rz 1911 [OR; SR 220]</span>). Sie gebietet es einem Anwalt, sein Handeln an den Interessen der Klientschaft auszurichten und verbietet jegliche Handlungen, welche diesen Interessen schaden kÃ¶nnten (<span>BGE 144 II 473 E. 5.3.1; Fellmann, Rz. 254</span>). Nachdem es grundsÃ¤tzlich der Klientschaft obliegt, ihre Interessen und diesen entsprechend den Inhalt des Mandats zu definieren, folgt hieraus insbesondere auch die Pflicht des Anwalts, sich in Bezug auf sein TÃ¤tigwerden gehÃ¶rig instruieren zu lassen und Weisungen der Klientschaft zu beachten (vgl. Kaspar Schiller, Schweizerisches Anwaltsrecht, ZÃ¼rich 2009, Rz. 9 ff; Giovanni Andrea Testa, Die zivil- und standesrechtlichen Pflichten des Rechtanwaltes gegenÃ¼ber dem Klienten, ZÃ¼rich 2001, S. 79 f.; Alexander Brunner/Matthias-Christoph Henn/Kathrin Kriesi, Anwaltsrecht, ZÃ¼rich etc. 2015, S. 97 f.; vgl. Art. 397 Abs. 1 OR). Zwar gilt diese Pflicht nicht schrankenlos und der Anwalt ist in seiner Funktion als objektiv urteilender Helfer berechtigt und verpflichtet, die Weisungen seiner Klientschaft kritisch zu hinterfragen (vgl. BGE 130 II 87, E. 4.2; Walter Fellmann in: ders./Gaudenz G. Zindel [Hrsg.], Kommentar zum Anwaltsgesetz, 2. A., ZÃ¼rich 2011, Art. 12 N. 31; ders., Rz. 1325, wonach ein Anwalt nicht kritiklose Unterordnung, sondern "denkenden Gehorsam" schulde). Weisungen, welche gegen das objektive Recht, das Standesrecht oder die guten Sitten verstossen, sind fÃ¼r den Anwalt nicht verbindlich (BenoÃ®t Chappuis/JÃ©rome Gurtner, La profession d'avocat, Genf etc. 2021, Rz. 1969 f.; vgl. David Oser/Rolf H. Weber in: Corinne Widmer LÃ¼chinger/David Oser [Hrsg.], Basler Kommentar Obligationenrecht I, 7. A., Basel 2020, Art. 397 N. 7 f.). Ist eine Instruktion dagegen bloss unzweckmÃ¤ssig oder unsachgemÃ¤ss, so hat ein Anwalt seine Klientschaft auf die zu erwartenden nachteiligen Folgen aufmerksam zu machen. HÃ¤lt die Klientschaft trotz entsprechender Abmahnung daran fest, so hat der Anwalt die Weisung entweder zu befolgen oder das Mandat â sofern dies unter den gegebenen UmstÃ¤nden nicht zur Unzeit erfolgt â niederzulegen (Brunner/Henn/Kriesi, S. 98; vgl. Chappuis/Gurtner, Rz. 1972â1975, die zusÃ¤tzlich zwischen unsachgemÃ¤ssen ["peu opportunes"] und vollkommen unvernÃ¼nftigen ["dÃ©raisonnables"] Weisungen unterscheiden und letztere als unverbindlich erachten; siehe zu letzterem BGr, 15. Januar 2008, 4A_351/2007, E. 2.3.1). Erweist sich eine Instruktion in Bezug auf eine mÃ¶glicherweise gebotene Handlung als unklar, unvollstÃ¤ndig oder angesichts einer inzwischen verÃ¤nderten Sachlage als Ã¼berholt, so hat sich der Anwalt vor weiterem TÃ¤tigwerden grundsÃ¤tzlich bei der Klientschaft nach deren Willen zu erkundigen. Nur wenn sich ein Zuwarten auf ergÃ¤nzende oder abweichende Instruktionen aufgrund der konkreten UmstÃ¤nde als unmÃ¶glich oder nicht tunlich erweist, namentlich bei grosser zeitlicher Dringlichkeit, ist ein Anwalt befugt, entgegen einer bisherigen Weisung oder ohne Instruktion fÃ¼r die Klientschaft zu handeln, wobei er seine Handlungen diesfalls an deren mutmasslichem Willen auszurichten hat (Schiller, Rz. 11; vgl. Art. 397 Abs. 1 OR, in fine; BGr, 15. Januar 2008, 4A_351/2007, E. 2.3.1).</p> <p class="Erwgung1"><b>4. </b> </p> <p class="Erwgung2">Die Beschwerdegegnerin erwog nach Darlegung dieser GrundsÃ¤tze, dass der BeschwerdefÃ¼hrer diese nicht mit der gebotenen Sorgfalt und Umsicht beachtet habe. Aus dem von ihm eingereichten Klientenblatt ergebe sich, dass der BeschwerdefÃ¼hrer nur am 27. Mai 2021 und dann erst wieder am 31. Mai und 7. Juni 2021 telefonischen Kontakt mit dem Verzeiger gehabt habe. Die DurchfÃ¼hrung einer persÃ¶nlichen Besprechung sei weder ersichtlich noch behauptet und die inhaltliche Kommunikation des BeschwerdefÃ¼hrers, insbesondere zu seiner EinschÃ¤tzung des Falls, sei nicht dokumentiert. Der Sachverhaltsdarstellung des BeschwerdefÃ¼hrers, wonach er das Mandat erst nach Durchsicht der in der Zwischenzeit [am frÃ¼hen Morgen des 28. Mai 2021; vgl. oben E. 2.1] per E-Mail zugestellten Unterlagen angenommen habe und B dann mitgeteilt habe, dass er die Erfolgsaussichten der Einsprache als gering einschÃ¤tze, stehe der aufgrund der Akten klar erstellte Sachverhalt entgegen, welcher auch den Darlegungen von B entspreche. Klar sei auch die schriftlich dokumentierte Instruktion "in der Verhandlung fÃ¼r einen Freispruch zu kÃ¤mpfen", die B dem BeschwerdefÃ¼hrer mit Ãbersendung der Akten mit E-Mail vom 28. Mai 2021 erteilt habe. Die Beschwerdegegnerin wÃ¼rdigte diese als klare Zielanweisung. Ein Abweichen von derselben erachtete sie nur unter der Hypothese als zulÃ¤ssig, dass der BeschwerdefÃ¼hrer B nach dem Aktenstudium den RÃ¼ckzug der Einsprache als kostensparende Alternative aufgezeigt hÃ¤tte fÃ¼r den Fall, dass das Gericht diese als chancenlos erachten wÃ¼rde, und dass dieser seine schriftlich erteilte Instruktion daraufhin entsprechend modifiziert hÃ¤tte. Die Einholung einer derart modifizierten Instruktion sei gemÃ¤ss den Akten jedoch nicht erfolgt und sei vom BeschwerdefÃ¼hrer auch nicht behauptet worden. Damit habe sich der BeschwerdefÃ¼hrer mit dem RÃ¼ckzug der Einsprache Ã¼ber eine fÃ¼r ihn verbindliche Instruktion hinweggesetzt, worin die Beschwerdegegnerin eine Verletzung von Art. 12 lit. a BGFA erblickte. </p> <p class="Erwgung1"><b>5. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>5.1 </b>Der BeschwerdefÃ¼hrer rÃ¼gt in erster Linie eine unrichtige Sachverhaltsfeststellung. Die Beschwerdegegnerin sei fÃ¤lschlicherweise davon ausgegangen, sein Klient habe ihm durch die genannte, per E-Mail Ã¼bermittelte Aufforderung, "heute in der Verhandlung fÃ¼r einen Freispruch zu kÃ¤mpfen" eine klare Zielanweisung erteilt, die er durch seinen RÃ¼ckzug der Einsprache missachtet habe. Eine klare Anweisung zum erwÃ¼nschten Prozessverhalten habe gerade nicht vorgelegen. Das von seinem Mandanten geÃ¤usserte Ansinnen, fÃ¼r einen Freispruch zu kÃ¤mpfen, stelle eine SelbstverstÃ¤ndlichkeit dar. Eine eigentliche Weisung hÃ¤tte nach Auffassung des BeschwerdefÃ¼hrers darin bestanden, ihm "von vornherein klarzumachen", auf jeden Fall einen Sieg vor Gericht erreichen und ihm ansonsten das Mandat nicht erteilen zu wollen. Diesfalls hÃ¤tte er das Mandat ablehnen mÃ¼ssen, da dies kein realistisches Ziel gewesen wÃ¤re. Dass sein Mandant aus unklaren GrÃ¼nden nicht persÃ¶nlich zur Verhandlung habe erscheinen wollen, zeige demgegenÃ¼ber klar, dass dieser zwar gehofft habe, sein Anwalt wÃ¼rde einen Freispruch erwirken kÃ¶nnen, "dies aber nicht zur conditio sine qua non gemacht" habe. </p> <p class="Erwgung2"><b>5.2 </b>Die EinwÃ¤nde des BeschwerdefÃ¼hrers erweisen sich als unbehelflich. Zwar ist die Sachverhaltsfeststellung der Beschwerdegegnerin dahingehend zu ergÃ¤nzen, dass im eingereichten Klientenblatt des BeschwerdefÃ¼hrers auch am 28. Mai 2021, dem Tag der Hauptverhandlung, ein 15-minÃ¼tiges TelefongesprÃ¤ch mit seinem Klienten verzeichnet ist. Nachdem jedoch der Inhalt der gefÃ¼hrten Telefonate und Ã¼berhaupt der gesamten Korrespondenz, mit Ausnahme der von B eingereichten E-Mails in keiner Weise dokumentiert ist, ist nicht zu beanstanden, dass die Beschwerdegegnerin hinsichtlich des Inhalts der erteilten Instruktionen auf die einzige nachweislich erfolgte Aufforderung, fÃ¼r einen Freispruch zu kÃ¤mpfen, abstellte. Mit Blick auf die zeitliche Ungenauigkeit und die pauschal anmutende Natur der Sachdarstellung des BeschwerdefÃ¼hrers, fÃ¼r welche er kein taugliches Beweismittel vorzulegen vermag, ist es insbesondere nicht rechtsverletzend, dass die Beschwerdegegnerin seiner Behauptung, wonach B ihm im telefonischen VorgesprÃ¤ch fÃ¼r das weitere Vorgehen "ausdrÃ¼cklich [â¦] freie Hand gelassen" bzw. "Carte blanche erteilt" habe, als nicht erwiesen erachtete.</p> <p class="Erwgung1"><b>6. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>6.1 </b>Als zutreffend erweist sich auch die rechtliche WÃ¼rdigung der Beschwerdegegnerin, wonach der BeschwerdefÃ¼hrer unter den gegebenen UmstÃ¤nden durch seinen RÃ¼ckzug der Einsprache gegen seine Pflicht zur sorgfÃ¤ltigen und gewissenhaften BerufsausÃ¼bung im Sinn von Art. 12 lit. a BGFA verstiess. Bei der Pflicht zur rechtzeitigen Einholung und Befolgung von Instruktionen der Klientschaft handelt es sich um eine fundmentale Regel des Anwaltsberufs, deren Verletzung ohne Weiteres geeignet erscheint, das Vertrauen in die Person des Anwalts oder in die Anwaltschaft zu gefÃ¤hrden.</p> <p class="Erwgung2"><b>6.2 </b>Zwar ist dem BeschwerdefÃ¼hrer zugute zu halten, dass die erteilte Weisung, fÃ¼r einen Freispruch zu kÃ¤mpfen, wenig konkret war und nach Treu und Glauben nicht nur einzig dahingehend ausgelegt werden kann, dies Ã¼ber alle Instanzen hinweg und ohne RÃ¼cksichtnahme auf die damit verbundenen Kosten zu tun. Umgekehrt kann darin aber auch nicht, wie der BeschwerdefÃ¼hrer im Ergebnis geltend macht, ohne Weiteres eine ErmÃ¤chtigung erblickt werden, die erhobene Einsprache bereits angesichts einer negativen vorlÃ¤ufigen Entscheidprognose des erstinstanzlichen Richters aus KostenÃ¼berlegungen zurÃ¼ckzuziehen, und dem Klienten damit ohne vorgÃ¤ngige RÃ¼cksprache jegliche MÃ¶glichkeit auf die Erhebung eines Rechtsmittels zu nehmen. Selbst wenn zugunsten des BeschwerdefÃ¼hrers davon auszugehen wÃ¤re, es habe in Bezug auf den vom Richter vorgeschlagenen RÃ¼ckzug der Einsprache an einer klaren Instruktion gefehlt, so wÃ¤re der BeschwerdefÃ¼hrer mindestens gehalten gewesen, mit entsprechender BegrÃ¼ndung um einen Unterbruch der Verhandlung zu bitten und zu versuchen, seinen Klienten telefonisch zu erreichen, um sich ergÃ¤nzende Instruktionen einzuholen. Dass der BeschwerdefÃ¼hrer dies getan hÃ¤tte, ist weder behauptet noch ersichtlich. Seine in diesem Zusammenhang geÃ¤usserte und nicht nÃ¤her begrÃ¼ndete Behauptung, wonach er sich "sofort" habe entscheiden mÃ¼ssen, erscheint unplausibel. Ob der BeschwerdefÃ¼hrer angesichts des angekÃ¼ndigten Fernbleibens seines Klienten nicht ohnehin von Beginn an gehalten gewesen wÃ¤re, sich hinsichtlich der MÃ¶glichkeit eines EinspracherÃ¼ckzugs bei ungÃ¼nstigem Verlauf der Hauptverhandlung konkretere Instruktionen einzuholen, braucht bei diesem Ergebnis nicht erÃ¶rtert zu werden. </p> <p class="Erwgung2"><b>6.3 </b>Unter BerÃ¼cksichtigung des Rechtsverlusts, welche die Pflichtverletzung des BeschwerdefÃ¼hrers fÃ¼r dessen Klienten mit sich brachte, sowie der vorbestehenden Disziplinierung durch die Anwaltskommission des Kantons Aargau ist schliesslich auch nicht rechtsverletzend, dass die Beschwerdegegnerin dessen Verschulden als nicht mehr leicht bewertete, ihn gestÃ¼tzt auf Art. 17 Abs. 1 lit. c BGFA mit einer Busse von Fr. 1'500.- disziplinierte und ihm die Verfahrenskosten auferlegte. Mit dieser Sanktion bewegte sie sich im Rahmen des ihr zustehenden Ermessens (vgl. VGr, 10. Februar 2022, VB.2021.00720, E. 5.1 f.).</p> <p class="Erwgung1"><b>7. </b> </p> <p class="Erwgung2">Nach dem Gesagten erweist sich die Beschwerde als unbegrÃ¼ndet und ist abzuweisen. AusgangsgemÃ¤ss sind die Gerichtskosten dem BeschwerdefÃ¼hrer aufzuerlegen (§ 13 Abs. 2 VRG). Eine ParteientschÃ¤digung steht ihm mangels Obsiegens nicht zu (§ 17 Abs. 2 VRG).</p> <p class="Einzug1"><span>DemgemÃ¤ss erkennt <span>die Kammer</span>:</span></p> <p class="Einzug2"><span>1. Die Beschwerde wird abgewiesen.</span></p> <p class="Einzug2"><span>2. Die GerichtsgebÃ¼hr wird festgesetzt auf <br/> Fr. 2'500.--; die Ã¼brigen Kosten betragen:<br/> <u>Fr. 70.--</u> Zustellkosten,<br/> <u>Fr. 2'570.--</u> Total der Kosten.</span></p> <p class="Einzug2"><span>3. Die Gerichtskosten werden dem BeschwerdefÃ¼hrer auferlegt.</span></p> <p class="Einzug2"><span>4. Es wird keine ParteientschÃ¤digung zugesprochen.</span></p> <p class="Einzug2"><span>5. Gegen dieses Urteil kann Beschwerde in Ã¶ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten nach Art. 82 ff. des Bundesgerichtsgesetzes erhoben werden. Die Beschwerde ist innert 30 Tagen, von der Zustellung an gerechnet, beim Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, einzureichen.</span></p> <p class="Einzug2"><span>6. Mitteilung an:<br/> a) die Parteien;<br/> b) <span>das EidgenÃ¶ssische Justiz- und Polizeidepartement (EJPD).</span></span></p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>