<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: SB.2000.00059</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=105921&amp;W10_KEY=13013579&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>SB.2000.00059</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 10.01.2001</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">2. Abteilung/2. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Steuerrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Einschätzung 1996 und 1997</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Umzugskosten. Selbständige Nebenerwerbstätigkeit. Die Aufrechnung eines Privatanteils an einer Wohnung/Arztpraxis bzw. an deren Umzug erweist sich in Bestand und Umfang als rechtmässig (E. 2). Der von der pflichtigen Ehefrau, einer Kinderärztin, nebenher noch betriebene "Oldtimerhandel" kann mangels planmässigen Vorgehens nicht als selbständige Erwerbstätigkeit qualifiziert werden und müssen daraus resultierende Verluste unberücksichtigt bleiben (E. 3). Abweisung.</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: Urteile: Steuerrecht UR: Steuern von Einkommen und VermÃ¶gen, Kapital, Ertra ST: ALLGEMEINE BESTIMMUNGEN">ALLGEMEINE BESTIMMUNGEN</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ARZTPRAXIS">ARZTPRAXIS</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: Urteile: Steuerrecht UR: Steuern von Einkommen und VermÃ¶gen, Kapital, Ertra ST: EINSCHÃTZUNG UND EINSCHÃTZUNGSGRUNDLAGEN">EINSCHÃTZUNG UND EINSCHÃTZUNGSGRUNDLAGEN</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: OLDTIMERHANDEL">OLDTIMERHANDEL</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: PLANMÃSSIGKEIT">PLANMÃSSIGKEIT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: PRIVATANTEIL">PRIVATANTEIL</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: SELBSTÃNDIGE ERWERBSTÃTIGKEIT">SELBSTÃNDIGE ERWERBSTÃTIGKEIT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: UMZUGSKOSTEN">UMZUGSKOSTEN</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade">§ 19 lit. b aStG</span><br/><span class="gerade">§ 25 lit. Ib aStG</span><br/><span class="ungerade">§ 27 aStG</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 3 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>I. Die mit A verheiratete B ist als selbstÃ¤ndig erwerbstÃ¤tige KinderÃ¤rztin in X tÃ¤tig. Sowohl die PraxisrÃ¤umlichkeiten wie auch die private Wohnung der Pflichtigen befanden sich bis MÃ¤rz 1996 an der U-Strasse, X. Hernach zog das pflichtige Ehepaar in ein Eigen­heim an der V-Strasse, X, wo die Pflichtige auch die Arztpraxis betrieb. Neben der Ã¤rztli­chen TÃ¤tigkeit machte die pflichtige Ehefrau unter dem Namen "Oldtimer-Handel" die AusÃ¼bung einer weiteren selbstÃ¤ndigen ErwerbstÃ¤tigkeit geltend und wies in den Steuerer­klÃ¤rungen 1996 und 1997 Verluste aus dieser TÃ¤tigkeit von Fr. ... bzw. Fr. ....- aus. Das deklarierte Reineinkommen lautete auf Fr. ... (1996) bzw. auf Fr. ...(1997) und das ReinvermÃ¶gen auf Fr. ... bzw. Fr. 0. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Nachdem im MÃ¤rz/April 1999 betreffend die GeschÃ¤ftsjahre 1995 und 1996 eine steueramtliche BuchprÃ¼fung und ein anschliessendes Auflageverfahren durchgefÃ¼hrt wor­den waren, schÃ¤tzte der SteuerkommissÃ¤r die Pflichtigen, nachdem sie die ihnen unterbrei­teten EinschÃ¤tzungsvorschlÃ¤ge abgelehnt hatten, am 13. Oktober 1999 fÃ¼r das Steuerjahr 1996 mit einem Reineinkommen von Fr. ... und einem ReinvermÃ¶gen von Fr. ... und fÃ¼r das Steuerjahr 1997 mit einem Reineinkommen von Fr. ... und einem ReinvermÃ¶gen von Fr. ... ein. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Das kantonale Steueramt bestÃ¤tigte die EinschÃ¤tzungen mit Einspracheentscheid vom 13. Januar 2000.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>II. Den dagegen erhobenen Rekurs wies die Steuerrekurskommission I am 25. Juli 2000 ab, nachdem sie mit Auflage vom 11. Mai 2000 bezÃ¼glich der behaupteten Fremdfi­nanzierung des Oldtimer-Handels eine ergÃ¤nzende Untersuchung durchgefÃ¼hrt hatte.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>III. Die Pflichtigen liessen mit Beschwerde vom 6. September 2000 dem Verwal­tungsgericht Folgendes beantragen:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="EinzugZitat"><span>"1. Wir beantragen, die Aufrechnung der Mietkosten in der HÃ¶he von CHF .... fallenzulassen oder angemessen zu reduzieren. Ebenso sollte die Aufrechnung von CHF ... auf CHF ... oder an­gemessen reduziert werden. </span></p> <p class="EinzugZitat"><span>2. Bei der Aufrechnung des Privatanteils bezÃ¼glich der Umzugskosten ist der Privatanteil analog zu den Mietkosten (Vorschlag: ein Sechstel) festzulegen.</span></p> <p class="EinzugZitat"><span>3. Der Oldtimer-Handel ist als selbstÃ¤ndige (Neben)ErwerbstÃ¤tigkeit zu qualifizieren und die Verluste von CHF ... beziehungsweise CHF ... vollumfÃ¤nglich zum Abzug zuzulassen."</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die Steuerrekurskommission I und das kantonale Steueramt schlossen auf Abwei­sung der Beschwerde.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Das Verwaltungsgericht zieht in ErwÃ¤gung:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>1. a) Mit Beschwerde an das Verwaltungsgericht kÃ¶nnen laut dem gemÃ¤ss § 280 Abs. 3 des Steuergesetzes vom 8. Juni 1997 (StG) anwendbaren § 153 Abs. 3 StG alle Rechtsverletzungen, einschliesslich Ãber­schreitung oder Missbrauch des Ermessens, und die unrichtige oder unvollstÃ¤ndige Fest­stel­lung des rechts­erheblichen Sachverhalts geltend gemacht werden. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) FÃ¼r das Beschwerdeverfahren vor Verwaltungsgericht gilt auch unter dem neu­en Recht das bisher in § 95 Abs. 4 des Steuergesetzes vom 8. Juli 1951 (aStG) ausdrÃ¼cklich geregel­te Noven­verbot. FÃ¼r das Verwal­tungsge­richt ist somit die gleiche Ak­tenlage mass­gebend wie fÃ¼r die Re­kurs­kommis­sion. Tatsachen oder Beweis­mittel, die nicht (spÃ¤testens) im Rekurs­verfah­ren be­haup­tet bzw. vor­ge­legt oder angerufen worden sind, dÃ¼rfen in­folge­dessen im Be­­schwer­deverfahren grund­sÃ¤tz­lich nicht nach­ge­bracht wer­den (RB 1999 Nrn. 149 und 150; Richner/Frei/Kaufmann, Kom­mentar zum harmoni­sierten ZÃ¼rcher Steu­er­gesetz, ZÃ¼rich 1999, § 153 N. 43).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>2. a) Laut § 19 lit. b aStG, welcher vorliegend gemÃ¤ss § 269 Abs. 1 Satz 2 StG zur An­wendung gelangt, sind steuerbar die EinkÃ¼nfte aus selbstÃ¤ndiger ErwerbstÃ¤tigkeit. Nach § 25 Abs. 1 lit. b aStG werden von den steuerbaren EinkÃ¼nften abgezogen die fÃ¼r diese ErwerbstÃ¤tig­keit notwendigen Ausgaben und besonderen Aufwendungen. Die Re­kurs­kommission hat die geltenden GrundsÃ¤tze fÃ¼r die AbzugsfÃ¤higkeit von geschÃ¤ftsmÃ¤ssig begrÃ¼ndeten Aufwendungen zutreffend dargestellt und zu Recht auch auf die Substanzie­rungspflicht und Beweislast bezÃ¼glich steuermindernder Tatsachen hingewiesen. Auf die diesbezÃ¼glichen ErwÃ¤gungen kann verwiesen werden (vgl. § 161 des Gerichtsverfassungs­gesetzes vom 13. Juni 1976). </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) Vor Verwaltungsgericht ist die Frage, ob der SteuerkommissÃ¤r zu Recht eine EinschÃ¤tzung nach pflichtgemÃ¤ssem Ermessen vorgenommen hat und das Einkommen aus der PraxistÃ¤tigkeit der pflichtigen Ehefrau in den Steuerjahren 1996 und 1997 auf Fr. ... bzw. Fr. ... schÃ¤tzte, nicht mehr streitig. Da sich die vorgenom­mene SchÃ¤tzung auch nicht als missbrÃ¤uchlich erweist, ist darauf nicht mehr einzugehen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>c) Die Pflichtigen belasteten die Erfolgsrechnungen 1995 und 1996 mit Mietkosten fÃ¼r RÃ¤umlichkeiten an der U-Strasse in X von Fr. ... bzw. Fr. ... (bis April 1996). Davon wurden im GeschÃ¤ftsjahr 1995 Fr. ... als Privatanteil ausge­schieden. Der SteuerkommissÃ¤r schÃ¤tzte den Privatanteil an den Mietkosten auf die HÃ¤lfte der Ge­samtmiete und rechnete im GeschÃ¤ftsjahr 1995 einen weiteren Privatanteil von Fr. ... und im Folgejahr von Fr. ... auf. Unbestritten blieb, dass die gemieteten RÃ¤umlich­keiten von den Pflichtigen sowohl privat als auch geschÃ¤ftlich genutzt worden sind. Indes­sen haben die Pflichtigen bis vor Rekurskommission keine genÃ¼gende Sachdar­stellung Ã¼ber die Aufteilung der Wohnung in einen Privat- und einen Praxisteil gegeben, anhand derer eine genaue Zuteilung der Mietkosten mÃ¶glich gewesen wÃ¤re. Zwar wurde behauptet, fÃ¼nf RÃ¤ume (Rezeption, Labor, Warteraum, zwei Behandlungszimmer) seien der Praxis zugeteilt worden. Die weiteren zwei Zimmer seien zu Wohnzwecken und als BÃ¼ro benutzt worden. Diese Beschreibung gibt indessen keinen Aufschluss Ã¼ber die flÃ¤­chenmÃ¤ssige Verteilung des Wohn- bzw. Praxisraums auf die gesamte FlÃ¤che. Ferner ha­ben die Pflichti­gen es vor Rekurskommission unterlassen, ihre Behauptungen durch wei­tere geeignete Beweismittel, wie Zeugenaussagen, PlÃ¤ne oder zumindest Skizzen der Woh­nung zu ver­vollstÃ¤ndigen. Dem Einwand, die Pflichtigen hÃ¤tten PlÃ¤nen keine Beweiskraft beigemessen und es sei ihnen nicht bewusst gewesen, dass Zeugenaussagen ein taugliches Beweismittel seien, ist unbehelflich. Zum einen wurden sie bereits im Einspracheentscheid auf die Not­wendigkeit von Beweismitteln aufmerksam gemacht und zum anderen waren sie im Ein­schÃ¤tzungsverfahren durch eine Treuhandgesellschaft fachkundig vertreten. Es ist den Pflichtigen zwar darin beizupflichten, dass die BeweisfÃ¼hrung 1999, rund drei Jahre nach­dem sie die streitbetroffene Wohnung verlassen hatten, mit gewissen Schwierigkeiten ver­bunden war. Doch konnten und durften sich die Pflichtigen nicht darauf verlassen, der ih­nen vom SteuerkommissÃ¤r aufgerechnete Privatanteil von Fr. ... kÃ¶nnte nicht er­hÃ¶ht werden. Das Prinzip der PeriodizitÃ¤t der Steuererhebung erlaubt es, die Frage nach der ge­schÃ¤ftsmÃ¤ssigen BegrÃ¼ndetheit und die HÃ¶he einer geltend gemachten Aufwendung fÃ¼r jedes Steuerjahr erneut zu Ã¼berprÃ¼fen. Daher wÃ¤re es Sache der Pflichtigen gewesen, be­reits im damaligen Zeitpunkt das NÃ¶tige fÃ¼r eine allfÃ¤llige BeweisfÃ¼hrung vorzukehren. Die erst vor Verwaltungsgericht nachgereichten PlÃ¤ne und Skizzen der Wohnung sowie das Beweismittel der Arztgehilfin als Zeugin kÃ¶nnen vor Verwaltungsgericht nicht mehr gehÃ¶rt werden (vgl. E. 1b). Haben die Pflichtigen nach dem Gesagten vor Rekurskommission we­der eine substanzierte Sachdarstellung geliefert, noch ihre Behauptungen bewiesen, so ist die vom SteuerkommissÃ¤r vorgenommene schÃ¤tzungsweise hÃ¤lftige Aufteilung der ver­buchten Miete in einen Privat- und GeschÃ¤ftsanteil nicht zu beanstanden. </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>d) Im weiteren belasteten die Pflichtigen die Erfolgsrechnung 1996 mit Umzugs­-kos­ten von insgesamt Fr. .... Der SteuerkommissÃ¤r rechnete davon einen Privatanteil von Fr. ... fÃ¼r den Umzug der Privatwohnung auf. Die Pflichtigen verfechten, der Pri­vatanteil sei im VerhÃ¤ltnis der Mietkosten von einem Sechstel, rund Fr. ..., festzu­le­gen. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die Rekurskommission hat zu Recht festgestellt, die Pflichtigen hÃ¤tten keine Grund­lage geliefert, welche eine bessere SchÃ¤tzung als diejenige des SteuerkommissÃ¤rs rechtfertigen wÃ¼rde. Insbesondere haben sie in keiner Weise dargelegt, welche privaten GegenstÃ¤nde transportiert worden sind und wie sich das Umzugsvolumen auf den Ge­schÃ¤fts- und den Privatanteil verteilt hat. Erst vor Verwaltungsgericht machen sie geltend, es sei privat lediglich nur ein Teil eines Zimmers Ã¼bersiedelt worden, der Rest sei "in die Mulde geworfen worden". Diese erweiterte Sachdarstellung ist als Noven nicht mehr zu hÃ¶ren (vgl. E. 1b) und wÃ¼rde ohnehin fÃ¼r die Umstossung der vom SteuerkommissÃ¤r vor­genommenen SchÃ¤tzung nicht genÃ¼gen. Weiter machen die Pflichtigen geltend, sie hÃ¤tten bereits einen Privatanteil von gut Fr. ... fÃ¼r den Umzug von privaten Vitrinen bilan­ziert. Die sich somit auf insgesamt Fr. ... belaufenden privaten Umzugskosten sind zwar relativ hoch, machen indessen lediglich gut einen Drittel der gesamten Kosten von Fr. ... aus. Die vom SteuerkommissÃ¤r vorgenommene SchÃ¤tzung ist damit nicht zu beanstanden. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>3. a) Nach der Rechtsprechung des Verwaltungsgerichts ist die selbstÃ¤n­dige Er­werbs­tÃ¤­tigkeit dadurch gekennzeichnet, dass ihr TrÃ¤ger durch Einsatz von Arbeitsleistung und Ka­pital in frei bestimmter Selbstorganisation planmÃ¤ssig, anhaltend und nach aussen sichtbar zum Zweck der Gewinnerzielung am wirtschaftlichen Verkehr teilnimmt (RB 1988 Nr. 23 = StE 1989 B 23.1 Nr. 17). SelbstÃ¤ndig Erwerbende kÃ¶nnen neben dem all­gemein zulÃ¤ssigen AbzÃ¼gen GeschÃ¤ftsverluste aus dem Bemessungsjahr unmittelbar vor­angegangenen vier GeschÃ¤ftsjahren geltend machen, soweit sie bei den bisherigen Ein­schÃ¤t­zungen noch nicht berÃ¼cksichtigt worden sind (§ 27 aStG). Die SteuerbehÃ¶rden haben zusammen mit dem Steuerpflichtigen die fÃ¼r eine vollstÃ¤ndige und gerechte Besteuerung massgebenden tatsÃ¤chlichen und rechtli­chen VerhÃ¤ltnisse festzustellen (vgl. § 71 aStG). Dabei gilt die Regel, dass die SteuerbehÃ¶rde die steuerbe­grÃ¼ndenden Tatsachen nachzu­weisen hat, der Steuerpflichtige dagegen jene Tatsachen, wel­che die Steuerschuld mindern oder aufheben (RB 1987 Nr. 35). Will ein Steuerpflichtiger aufgrund einer selbstÃ¤ndigen ErwerbstÃ¤tigkeit Verluste geltend machen, so hat er die selbstÃ¤ndige ErwerbstÃ¤tigkeit an sich und die daraus erwachsenen Verluste in Bestand und Umfang nachzuweisen. Diesen Nachweis hat er durch eine substanzierte Sachdarstellung anzutreten, die spÃ¤testens inner­halb der Rekursfrist vorgetragen werden muss (RB 1981 Nr. 90). </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) Die pflichtige Ehefrau begann neben ihrer TÃ¤tigkeit als KinderÃ¤rztin unter dem Namen "Oldtimer-Handel" mit dem Einkauf von alten Autos und erwarb in den Jah­ren 1991-1996 insgesamt zehn Fahrzeuge, wobei acht davon bereits 1991 und 1993 ein "Rolls Royce" eingekauft wurden. GemÃ¤ss dem Bericht des buchprÃ¼fenden Revisors kam 1996 infolge eines "Kauf-TauschgeschÃ¤ftes" ein weiterer Oldtimer hinzu. Von Ende 1996 bis MÃ¤rz 1999 sind unbestritten keine weiteren Fahrzeuge dazugekauft worden. Nach den Angaben der Pflichtigen seien die Fahrzeuge von Dritten in einen marktgÃ¤ngigen Zustand gebracht worden, wobei die Anschaffung und die Restaurierung der Fahrzeuge durch Ei­gen- und Fremdmittel finanziert worden seien. Nachdem aufgrund eines Verkaufes eines Oldtimers im Jahr 1995 ein Preiszerfall der Objekte festgestellt worden sei, hÃ¤tten sie sich entschlossen 1996 mÃ¶glichst viele Fahrzeuge zu verÃ¤ussern. Der Verkauf von fÃ¼nf Objek­ten erfolgte Ã¼ber das Auktionshaus K, weitere zwei aufgrund von Inseraten in Zeit­schriften. Die restlichen zwei Oldtimer der Marke "Aero 10" und "Ford Torino" blieben weiterhin im Besitz der Pflichtigen. Die ErlÃ¶se aus den VerkÃ¤ufen vermochten die An­schaf­fungs- und Restaurierungskosten nicht zu decken. So entstanden in den vorliegend massgeblichen Jah­ren 1995 und 1996 Verluste von Fr. ... bzw. Fr. .... </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>c) Erwerb, Restaurierung und Verkauf von Oldtimern kann von der Natur her so­wohl reine HobbytÃ¤tigkeit als auch â sofern sÃ¤mtliche der in E. 3a genannten Voraus­setz­ungen gegeben sind â eine selbstÃ¤ndige ErwerbstÃ¤tigkeit darstellen. Vorwiegend tren­nen die Ele­mente der Dauer und der PlanmÃ¤ssigkeit die EinkÃ¼nfte aus selbstÃ¤ndiger Er­werbs­tÃ¤tigkeit von den Ã¼brigen nicht auf arbeitsvertraglicher Grundlage erzielten Ein­kÃ¼nften aus gele­gent­licher BeschÃ¤ftigung und aus HobbytÃ¤tigkeit. Die AktivitÃ¤ten der Pflichtigen hin­sicht­lich des Kaufs und Verkaufs von Oldtimern lÃ¤sst keine planmÃ¤ssige auf Dauer ausge­rich­tete TÃ¤tigkeit erkennen. Ihr Vorgehen entspricht nicht demjenigen eines professionellen AutohÃ¤ndlers. Insbesondere wird weder geltend gemacht, noch ist solches aus den Akten zu entnehmen, die Pflichtigen, welche hauptberuflich als Psychologe bzw. Ãrztin nicht in der Autobranche tÃ¤tig sind, hÃ¤tten sich das nÃ¶tige Fachwissen Ã¼ber Autos generell und dem Handel mit Oldtimern im Besonderen angeeignet. Es wird im Weiteren auch nicht vorge­bracht, sie hÃ¤tten gezielt bestimmte Automarken eingekauft, welche auf­grund der momen­tanen Marktsituation im Vergleich zu Ã¼brigen Oldtimern eine Wertstei­gerung vermuten liessen. Im Gegenteil spricht der Umstand, dass die Pflichtigen die Fahr­zeuge von 1991 bis 1995 bzw. 1996 und damit wÃ¤hrend rund vier bis fÃ¼nf Jahren besessen hatten und erst 1995 bei einem ersten Verkauf den Markteinbruch und der Wertzerfall der Fahrzeuge realisiert hatten, nicht fÃ¼r ein gezieltes auf Gewinn ausgerichtetes Vorgehen. Ferner erzielten sie mangels VerkÃ¤ufen von Fahrzeugen unbestrittenermassen bis zur BuchprÃ¼fung im MÃ¤rz 1999 keine Gewinne. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Was der von den Pflichtigen behauptete Einsatz von Fremdmitteln fÃ¼r die Anschaf­fung der Fahrzeuge betrifft â die Pflichtigen machen geltend, sie hÃ¤tten den ihnen fÃ¼r die Arztpraxis gewÃ¤hrte Bankkredit rascher zurÃ¼ckbezahlen kÃ¶nnen, wÃ¤re dieser nicht zur Teil­finanzierung des Aufbaus des Oldtimerhandels herangezogen worden â, so kann ein solcher zwar an sich in der Tat Indiz fÃ¼r ein planmÃ¤ssiges Vorgehen darstellen. Wie aber bereits die Rekurskommission zutreffend festgestellt hat, geht aus der eingereichten Be­stÃ¤tigung der Bank vom 6. Januar 1994 nicht hervor, dass der Kredit auch fÃ¼r den Old­timerhandel eingerÃ¤umt wurde; in der BestÃ¤tigung wird lediglich festgehalten, die ErlÃ¶­se aus den "Desinvestitionen von Sammelobjekten" seien zur "RÃ¼ckfÃ¼hrung des Investi­tions­kredites zu verwenden bzw. bei uns anzulegen". Abgesehen davon ist das Schreiben der Bank, welches die AblÃ¶sung der bisherigen Bankbeziehung bestÃ¤tigt, erst nach dem Kauf von neun Fahrzeugen erstellt worden. Es ist auf­grund der Sachdarstellung der Pflichtigen zwar nicht auszuschliessen, dass sie fÃ¼r den An­kauf der Autos Fremdmittel in Anspruch genommen haben, doch haben sie dies nicht ge­nÃ¼gend nachgewiesen. Ausserdem hÃ¤tten sie aufgrund des von ihnen geschilderten Vor­gehens den Ankauf der Fahrzeuge ohnehin nicht direkt mit Fremdmitteln finanziert, son­dern haben dazu aus der Arztpraxis erwirtschafteten Gewinn verwendet. Letztlich ver­mÃ¶ch­te aber auch eine allfÃ¤llige Verwendung von Fremd­mitteln die fehlende HÃ¤ufung von An- und VerkÃ¤ufen, die lange Besitzesdauer der Fahrzeuge sowie den fehlenden Einsatz von Spezialkenntnissen nicht aufzuwiegen und die Annahme einer selbstÃ¤ndige Erwerbs­tÃ¤tigkeit zu begrÃ¼nden. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Fehlt es damit an der PlanmÃ¤ssigkeit des Vorgehens, so ist bereits aus diesem Grund nicht von einer selbstÃ¤ndigen ErwerbstÃ¤tigkeit, sondern von einer gelegentlichen BeschÃ¤ftigung bzw. HobbytÃ¤tigkeit auszugehen und erÃ¼brigt sich die PrÃ¼fung der weiteren Voraussetzungen zur Annahme einer selbstÃ¤ndigen ErwerbstÃ¤tigkeit ebenso wie entspre­chende weitere AusfÃ¼hrungen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Somit ist die Beschwerde abzuweisen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>4. ...</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>DemgemÃ¤ss entscheidet das Verwaltungsgericht:</span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>1.<span> </span></span><span>Die Beschwerde wird abgewiesen.<br/> <br/> </span></p> <p class="Einzug2"><span>...</span></p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>