Übereinkommen des Europarats vom 25. Oktober 2007 zum Schutz von Kindern vor sexueller Ausbeutung und sexuellem Missbrauch <?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><akomaNtoso xmlns="http://docs.oasis-open.org/legaldocml/ns/akn/3.0" xmlns:fedlex="http://fedlex.admin.ch/"><act name="publicLaw"><meta><identification source="#ch.bk"><FRBRWork><FRBRthis value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/2014/249/20230714/main-text"/><FRBRuri value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/2014/249/20230714"/><FRBRdate date="2014-07-01" name="jolux:dateEntryInForce"/><FRBRdate date="2007-10-25" name="jolux:dateDocument"/><FRBRdate date="2023-07-14" name="jolux:dateApplicability"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#publisher"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#rightsHolder"/><FRBRcountry value="CH"/><FRBRnumber value="0.311.40"/><FRBRname xml:lang="de" value="Übereinkommen des Europarats vom 25. Oktober 2007 zum Schutz von Kindern vor sexueller Ausbeutung und sexuellem Missbrauch" shortForm=""/><FRBRname xml:lang="fr" value="Convention du Conseil de l'Europe du 25 octobre 2007 sur la protection des enfants contre l'exploitation et les abus sexuels" shortForm=""/><FRBRname xml:lang="it" value="Convenzione del Consiglio d'Europa del 25 ottobre 2007 sulla protezione dei minori contro lo sfruttamento e l'abuso sessuali" shortForm=""/><FRBRauthoritative value="true"/></FRBRWork><FRBRExpression><FRBRthis value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/2014/249/20230714/de/main-text"/><FRBRuri value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/2014/249/20230714/de"/><FRBRdate date="2014-07-01" name="jolux:dateEntryInForce"/><FRBRdate date="2007-10-25" name="jolux:dateDocument"/><FRBRdate date="2023-07-14" name="jolux:dateApplicability"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#publisher"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#rightsHolder"/><FRBRlanguage language="de"/></FRBRExpression><FRBRManifestation><FRBRthis value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/2014/249/20230714/de/xml/main-text"/><FRBRuri value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/2014/249/20230714/de/xml"/><FRBRdate date="2014-07-01" name="jolux:dateEntryInForce"/><FRBRdate date="2007-10-25" name="jolux:dateDocument"/><FRBRdate date="2023-07-14" name="jolux:dateApplicability"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#publisher"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#rightsHolder"/><FRBRformat value="xml" fedlex:generator="2024-q4-rel-1.6.5"/></FRBRManifestation></identification><references source="#ch.bk"><TLCOrganization eId="ch.bk" href="https://fedlex.data.admin.ch/vocabulary/legal-institution/2" showAs="Bundeskanzlei"/><TLCRole eId="publisher" href="http://data.legilux.public.lu/resource/ontology/jolux#publisher" showAs="Editeur"/><TLCRole eId="rightsHolder" href="http://data.legilux.public.lu/resource/ontology/jolux#rightsHolder" showAs="Détenteur des droits"/><TLCReference name="language" href="http://publications.europa.eu/resource/authority/language/DEU" showAs="de"/><TLCReference name="format" href="https://fedlex.data.admin.ch/vocabulary/user-format/xml" showAs="xml"/></references></meta><preface><p><docNumber>0.311.40</docNumber></p><p> AS <b>2014</b> 1165; BBl <b>2012</b> 7571</p><p xmlns:mig="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:migration">Übersetzung</p><p><docTitle>Übereinkommen des Europarats<br/>zum Schutz von Kindern vor sexueller Ausbeutung <br/>und sexuellem Missbrauch</docTitle></p><p>Abgeschlossen in Lanzarote am 25. Oktober 2007 <br/>Von der Bundesversammlung genehmigt am 27. September 2013<authorialNote><p> Art. 1 Abs. 1 des BB vom 27. Sept. 2013 (<ref href="https://fedlex.data.admin.ch/eli/oc/2014/248" xmlns:data="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:data" xmlns:tmp="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:temp">AS <b>2014</b> 1159</ref>)</p></authorialNote> <br/>Schweizerische Ratifikationsurkunde hinterlegt am 18. März 2014 <br/>In Kraft getreten für die Schweiz am 1. Juli 2014</p><p> (Stand am 14. Juli 2023)</p></preface><preamble><p>Die Mitgliedstaaten des Europarats und die anderen Unterzeichner dieses <br/>Übereinkommens;</p><p>in der Erwägung, dass es das Ziel des Europarats ist, eine engere Verbindung zwischen seinen Mitgliedern herbeizuführen;</p><p>in der Erwägung, dass jedes Kind das Recht auf die Schutzmassnahmen seitens seiner Familie, der Gesellschaft und des Staates hat, die sein Status als minderjährige Person erfordert;</p><p>in dem Bewusstsein, dass die sexuelle Ausbeutung von Kindern, insbesondere die Kinderpornografie und die Kinderprostitution, sowie alle Formen des sexuellen Missbrauchs von Kindern, einschliesslich der Handlungen, die im Ausland begangen werden, die Gesundheit und die psychosoziale Entwicklung des Kindes zerstören;</p><p>in der Erkenntnis, dass die sexuelle Ausbeutung und der sexuelle Missbrauch von Kindern sowohl auf nationaler als auch auf internationaler Ebene, insbesondere im Zusammenhang mit der verstärkten Nutzung der Informations- und Kommunikationstechnologien durch Kinder und Täter, beunruhigende Ausmasse angenommen haben und dass zur Verhütung und Bekämpfung der sexuellen Ausbeutung und des sexuellen Missbrauchs von Kindern eine internationale Zusammenarbeit notwendig ist;</p><p>in der Erwägung, dass das Wohlergehen und das Wohl der Kinder Grundwerte sind, die von allen Mitgliedstaaten geteilt werden und ohne jegliche Diskriminierung gefördert werden müssen;</p><p>eingedenk des auf dem Dritten Gipfel der Staats- und Regierungschefs des Europarats (Warschau, 16.–17. Mai 2005) angenommenen Aktionsplans, in dem die Ausarbeitung von Massnahmen zur Beendigung der sexuellen Ausbeutung von Kindern gefordert wird;</p><p>unter Hinweis insbesondere auf die Empfehlung des Ministerkomitees Nr. R (91) 11 über sexuelle Ausbeutung, Pornografie, Prostitution von und Handel mit Kindern und jungen Erwachsenen und auf die Empfehlung Rec (2001)16 über den Schutz von Kindern vor sexueller Ausbeutung, auf das Übereinkommen über Computerkriminalität (SEV Nr. 185), insbesondere dessen Artikel 9, sowie auf das Übereinkommen des Europarats zur Bekämpfung des Menschenhandels (SEV Nr. 197);</p><p>eingedenk der Konvention zum Schutz der Menschenrechte und Grundfreiheiten (1950<authorialNote><p> <ref href="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/1974/2151_2151_2151" xmlns:data="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:data" xmlns:tmp="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:temp">SR <b>0.101</b></ref></p></authorialNote>, SEV Nr. 5), der geänderten Europäischen Sozialcharta (1996, SEV Nr. 163) sowie des Europäischen Übereinkommens über die Ausübung von Kinderrechten (1996, SEV Nr. 160);</p><p>sowie eingedenk des Übereinkommens der Vereinten Nationen über die Rechte des Kindes<authorialNote><p> <ref href="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/1998/2055_2055_2055" xmlns:data="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:data" xmlns:tmp="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:temp">SR <b>0.107</b></ref></p></authorialNote>, insbesondere dessen Artikel 34, des Fakultativprotokolls betreffend den Verkauf von Kindern, die Kinderprostitution und die Kinderpornografie<authorialNote><p> <ref href="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/2006/824" xmlns:data="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:data" xmlns:tmp="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:temp">SR <b>0.107.2</b></ref></p></authorialNote> sowie des Zusatzprotokolls zur Verhütung, Bekämpfung und Bestrafung des Menschenhandels, insbesondere des Frauen- und Kinderhandels, zum Übereinkommen der Vereinten Nationen gegen die grenzüberschreitende organisierte Kriminalität<authorialNote><p> <ref href="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/2006/864" xmlns:data="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:data" xmlns:tmp="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:temp">SR <b>0.311.542</b></ref></p></authorialNote> sowie des Übereinkommens der Internationalen Arbeitsorganisation über das Verbot und unverzügliche Massnahmen zur Beseitigung der schlimmsten Formen der Kinderarbeit<authorialNote><p> <ref href="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/2003/168" xmlns:data="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:data" xmlns:tmp="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:temp">SR <b>0.822.728.2</b></ref></p></authorialNote>;</p><p>eingedenk des Rahmenbeschlusses des Rates der Europäischen Union zur Bekämpfung der sexuellen Ausbeutung von Kindern und der Kinderpornografie (2004/68/JI), des Rahmenbeschlusses des Rates der Europäischen Union über die Stellung des Opfers im Strafverfahren (2001/220/JI) und des Rahmenbeschlusses des Rates der Europäischen Union zur Bekämpfung des Menschenhandels (2002/629/JI);</p><p>unter gebührender Berücksichtigung der anderen auf diesem Gebiet einschlägigen völkerrechtlichen Übereinkünfte und internationalen Programme, insbesondere der Erklärung und des Aktionsprogramms von Stockholm, die auf dem 1. Weltkongress gegen die gewerbsmässige sexuelle Ausbeutung von Kindern (27.–31. August 1996) angenommen wurden, der auf dem 2. Weltkongress gegen die gewerbsmässige sexuelle Ausbeutung von Kindern (17.–20. Dezember 2001) angenommenen Globalen Verpflichtung von Yokohama, der Verpflichtung und des Aktionsplans von Budapest, die auf der Konferenz zur Vorbereitung des 2. Weltkongresses gegen die gewerbsmässige sexuelle Ausbeutung von Kindern (20.–21. November 2001) angenommen wurden, der von der Generalversammlung der Vereinten Nationen angenommenen Resolution S‑27/2 «Eine kindergerechte Welt» und des dreijährigen Programms «Ein Europa von Kindern für Kinder schaffen», das im Anschluss an den Dritten Gipfel verabschiedet wurde und zu dem die Konferenz von Monaco den Anstoss gegeben hat (4.–5. April 2006);</p><p>entschlossen, einen wirksamen Beitrag zur Verwirklichung des gemeinsamen Ziels zu leisten, Kinder vor sexueller Ausbeutung und sexuellem Missbrauch zu schützen – unabhängig von der Person des Täters – und den Opfern Unterstützung zu gewähren; </p><p>anerkennend, dass es notwendig ist, eine umfassende völkerrechtliche Übereinkunft auszuarbeiten, welche die Aspekte der Verhütung, des Schutzes und des Strafrechts bei der Bekämpfung aller Formen der sexuellen Ausbeutung und des sexuellen Missbrauchs von Kindern zum Schwerpunkt hat und einen besonderen Überwachungsmechanismus einführt;</p><p>sind wie folgt übereingekommen:</p></preamble><body><chapter eId="chap_I"><num>Kapitel I:</num><heading>Zweck, Nichtdiskriminierungsgrundsatz und Begriffsbestimmungen</heading><article eId="art_1"><num><b>Art. 1</b></num><heading>Zweck</heading><paragraph eId="art_1/para_1"><num>1.</num><content><blockList><listIntroduction eId="art_1/para_1/listintro">Zweck dieses Übereinkommens ist es:</listIntroduction><item eId="art_1/para_1/lbl_a"><num>a) </num><p>die sexuelle Ausbeutung und den sexuellen Missbrauch von Kindern zu verhüten und zu bekämpfen;</p></item><item eId="art_1/para_1/lbl_b"><num>b) </num><p>die Rechte kindlicher Opfer sexueller Ausbeutung und sexuellen Missbrauchs zu schützen;</p></item><item eId="art_1/para_1/lbl_c"><num>c) </num><p>die nationale und die internationale Zusammenarbeit bei der Bekämpfung der sexuellen Ausbeutung und des sexuellen Missbrauchs von Kindern zu fördern.</p></item></blockList></content></paragraph><paragraph eId="art_1/para_2"><num>2.</num><content><p>Um die wirksame Durchführung dieses Übereinkommens durch die Vertragsparteien zu gewährleisten, wird durch dieses Übereinkommen ein besonderer Überwachungsmechanismus eingeführt.</p></content></paragraph></article><article eId="art_2"><num><b>Art. 2</b></num><heading>Nichtdiskriminierungsgrundsatz</heading><paragraph eId="art_2/para"><content><p>Die Durchführung dieses Übereinkommens durch die Vertragsparteien, insbesondere die Inanspruchnahme von Massnahmen zum Schutz der Rechte der Opfer, ist ohne Diskriminierung insbesondere wegen des Geschlechts, der Rasse, der Hautfarbe, der Sprache, der Religion, der politischen oder sonstigen Anschauung, der nationalen oder sozialen Herkunft, der Zugehörigkeit zu einer nationalen Minderheit, des Vermögens, der Geburt, der sexuellen Ausrichtung, des Gesundheitszustands, einer Behinderung oder des sonstigen Status zu gewährleisten.</p></content></paragraph></article><article eId="art_3"><num><b>Art. </b><b>3</b></num><heading>Begriffsbestimmungen</heading><paragraph eId="art_3/para"><content><blockList><listIntroduction eId="art_3/para/listintro">Im Sinne dieses Übereinkommens:</listIntroduction><item eId="art_3/para/lbl_a"><num>a) </num><p>bedeutet «Kind» eine Person unter 18 Jahren;</p></item><item eId="art_3/para/lbl_b"><num>b) </num><p>schliesst der Ausdruck «sexuelle Ausbeutung und sexueller Missbrauch von Kindern» die Verhaltensweisen nach den Artikeln 18–23 dieses Übereinkommens ein;</p></item><item eId="art_3/para/lbl_c"><num>c) </num><p>bedeutet «Opfer» ein Kind, das sexueller Ausbeutung oder sexuellem Missbrauch ausgesetzt ist.</p></item></blockList></content></paragraph></article></chapter><chapter eId="chap_II"><num>Kapitel II: </num><heading>Präventive Massnahmen</heading><article eId="art_4"><num><b>Art. </b><b>4</b></num><heading>Grundsätze</heading><paragraph eId="art_4/para"><content><p>Jede Vertragspartei trifft die erforderlichen gesetzgeberischen oder sonstigen Massnahmen, um alle Formen der sexuellen Ausbeutung und des sexuellen Missbrauchs von Kindern zu verhüten und Kinder davor zu schützen.</p></content></paragraph></article><article eId="art_5"><num><b>Art. </b><b>5</b></num><heading>Beschäftigung, Ausbildung und Sensibilisierung von Personen, <br/>die bei ihrer Arbeit Kontakt zu Kindern haben</heading><paragraph eId="art_5/para_1"><num>1.</num><content><p>Jede Vertragspartei trifft die erforderlichen gesetzgeberischen oder sonstigen Massnahmen, um das Bewusstsein für den Schutz und die Rechte des Kindes bei den Personen zu schärfen, die in den Bereichen Erziehung, Gesundheit, Kinder- und Jugendschutz, Justiz, Strafverfolgung sowie im Zusammenhang mit Sport-, Kultur- und Freizeitaktivitäten regelmässige Kontakte zu Kindern haben.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_5/para_2"><num>2.</num><content><p>Jede Vertragspartei trifft die erforderlichen gesetzgeberischen oder sonstigen Massnahmen, um sicherzustellen, dass die in Absatz 1 genannten Personen über die sexuelle Ausbeutung und den sexuellen Missbrauch von Kindern, die Mittel zu ihrer Aufdeckung und die in Artikel 12 Absatz 1 genannte Möglichkeit angemessene Kenntnisse haben.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_5/para_3"><num>3.</num><content><p>Jede Vertragspartei trifft im Einklang mit ihrem innerstaatlichen Recht die erforderlichen gesetzgeberischen oder sonstigen Massnahmen, um sicherzustellen, dass durch die Voraussetzungen für den Zugang zu Berufen, deren Ausübung mit regelmässigen Kontakten zu Kindern einhergeht, gewährleistet wird, dass die Bewerber für diese Berufe nicht wegen Handlungen sexueller Ausbeutung oder sexuellen Missbrauchs von Kindern verurteilt worden sind.</p></content></paragraph></article><article eId="art_6"><num><b>Art. </b><b>6</b></num><heading>Erziehung der Kinder</heading><paragraph eId="art_6/para"><content><p>Jede Vertragspartei trifft die erforderlichen gesetzgeberischen oder sonstigen Massnahmen, um sicherzustellen, dass Kinder während ihrer Schulzeit in Grund- und weiterführenden Schulen ihrem Entwicklungsstand entsprechend über die Gefahren sexueller Ausbeutung und sexuellen Missbrauchs sowie über die Möglichkeiten, sich davor zu schützen, aufgeklärt werden. Diese Aufklärung erfolgt, soweit angemessen in Zusammenarbeit mit den Eltern, im Rahmen einer allgemeineren Aufklärung über Sexualität; dabei soll die Aufmerksamkeit vor allem auf gefährliche Situationen, insbesondere solche, die sich durch die Nutzung der neuen Informations- und Kommunikationstechnologien ergeben, gerichtet werden.</p></content></paragraph></article><article eId="art_7"><num><b>Art. 7</b></num><heading>Präventive Interventionsprogramme oder -massnahmen</heading><paragraph eId="art_7/para"><content><p>Jede Vertragspartei stellt sicher, dass Personen, die befürchten, sie könnten eine der in Übereinstimmung mit diesem Übereinkommen umschriebenen Straftaten begehen, soweit angemessen, Zugang zu wirksamen Interventionsprogrammen oder ‑massnahmen haben, die dazu dienen sollen, die Gefahr der Begehung einer solchen Tat zu beurteilen und sie zu verhindern.</p></content></paragraph></article><article eId="art_8"><num><b>Art. </b><b>8</b></num><heading>Massnahmen für die Öffentlichkeit</heading><paragraph eId="art_8/para_1"><num>1.</num><content><p>Jede Vertragspartei fördert oder organisiert Sensibilisierungskampagnen zur Aufklärung der Öffentlichkeit über das Phänomen der sexuellen Ausbeutung und des sexuellen Missbrauchs von Kindern und über mögliche präventive Massnahmen.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_8/para_2"><num>2.</num><content><p>Jede Vertragspartei trifft die erforderlichen gesetzgeberischen oder sonstigen Massnahmen, um die Verbreitung von Material, mit dem für die in Übereinstimmung mit diesem Übereinkommen umschriebenen Straftaten geworben wird, zu verhüten oder zu verbieten.</p></content></paragraph></article><article eId="art_9"><num><b>Art. </b><b>9</b></num><heading>Beteiligung von Kindern, des privaten Sektors, der Medien <br/>und der Zivilgesellschaft</heading><paragraph eId="art_9/para_1"><num>1.</num><content><p>Jede Vertragspartei fördert eine ihrem Entwicklungsstand entsprechende Beteiligung von Kindern an der Ausarbeitung und Umsetzung von staatlichen Konzepten, Programmen oder sonstigen Initiativen zur Bekämpfung der sexuellen Ausbeutung und des sexuellen Missbrauchs von Kindern.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_9/para_2"><num>2.</num><content><p>Jede Vertragspartei ermutigt den privaten Sektor, insbesondere den Bereich der Informations- und Kommunikationstechnologien, die Tourismus- und Reisebranche, den Banken- und Finanzsektor sowie die Zivilgesellschaft, sich an der Ausarbeitung und Umsetzung von Massnahmen zur Verhütung der sexuellen Ausbeutung und des sexuellen Missbrauchs von Kindern zu beteiligen und durch Selbstregulierung oder durch gemeinsam von Staat und privatem Sektor zu treffende regulierende Massnahmen innerstaatliche Vorschriften umzusetzen.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_9/para_3"><num>3.</num><content><p>Jede Vertragspartei ermutigt die Medien, in angemessener Weise über alle Aspekte der sexuellen Ausbeutung und des sexuellen Missbrauchs von Kindern zu informieren; dabei sind die Unabhängigkeit der Medien und die Pressefreiheit gebührend zu beachten.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_9/para_4"><num>4.</num><content><p>Jede Vertragspartei fördert, soweit angemessen durch die Einrichtung von Fonds, die Finanzierung von Projekten und Programmen, die von der Zivilgesellschaft durchgeführt werden, um Kinder vor sexueller Ausbeutung und sexuellem Missbrauch zu bewahren oder zu schützen.</p></content></paragraph></article></chapter><chapter eId="chap_III"><num>Kapitel III: </num><heading>Spezialisierte Behörden und Koordinationsstellen</heading><article eId="art_10"><num><b>Art. </b><b>10</b></num><heading>Nationale Massnahmen zur Koordinierung und Zusammenarbeit</heading><paragraph eId="art_10/para_1"><num>1.</num><content><p>Jede Vertragspartei trifft die erforderlichen Massnahmen, um auf nationaler oder lokaler Ebene die Koordinierung zwischen den verschiedenen für den Schutz von Kindern, die Verhütung und die Bekämpfung sexueller Ausbeutung und sexuellen Missbrauchs von Kindern zuständigen Stellen, insbesondere des Erziehungs- und Gesundheitswesens, der Sozialdienste, der Strafverfolgungs- und der Justizbehörden, sicherzustellen.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_10/para_2"><num>2.</num><content><blockList><listIntroduction eId="art_10/para_2/listintro">Jede Vertragspartei trifft die erforderlichen gesetzgeberischen oder sonstigen Massnahmen, um:</listIntroduction><item eId="art_10/para_2/lbl_a"><num>a) </num><p>unabhängige nationale oder lokale Einrichtungen zu errichten oder zu bestimmen, die für die Förderung und den Schutz der Rechte des Kindes zuständig sind, und sicherzustellen, dass sie mit eigenen Mitteln und Verantwortlichkeiten ausgestattet sind;</p></item><item eId="art_10/para_2/lbl_b"><num>b) </num><p>auf nationaler oder lokaler Ebene und in Zusammenarbeit mit der Zivilgesellschaft Mechanismen zur Sammlung von Daten oder Anlaufstellen zur Beobachtung und Bewertung des Phänomens der sexuellen Ausbeutung und des sexuellen Missbrauchs von Kindern zu errichten oder zu bestimmen, wobei die Erfordernisse des Schutzes personenbezogener Daten gebührend zu beachten sind.</p></item></blockList></content></paragraph><paragraph eId="art_10/para_3"><num>3.</num><content><p>Jede Vertragspartei fördert die Zusammenarbeit zwischen den zuständigen staatlichen Stellen, der Zivilgesellschaft und dem privaten Sektor, um die sexuelle Ausbeutung und den sexuellen Missbrauch von Kindern besser verhüten und bekämpfen zu können.</p></content></paragraph></article></chapter><chapter eId="chap_IV"><num>Kapitel IV: </num><heading>Massnahmen zum Schutz und zur Unterstützung der Opfer</heading><article eId="art_11"><num><b>Art. </b><b>11</b></num><heading>Grundsätze</heading><paragraph eId="art_11/para_1"><num>1.</num><content><p>Jede Vertragspartei schafft wirksame Sozialprogramme und multidisziplinäre Strukturen, die den Opfern, ihren nahen Angehörigen und allen Personen, die für das Wohl der Opfer verantwortlich sind, die erforderliche Unterstützung gewähren.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_11/para_2"><num>2.</num><content><p>Jede Vertragspartei trifft die erforderlichen gesetzgeberischen oder sonstigen Massnahmen, um sicherzustellen, dass, sofern Ungewissheit über das Alter des Opfers und Grund zur Annahme bestehen, dass das Opfer ein Kind ist, ihm die für Kinder vorgesehenen Schutz- und Unterstützungsmassnahmen gewährt werden, bis sein Alter überprüft und festgestellt worden ist.</p></content></paragraph></article><article eId="art_12"><num><b>Art. </b><b>12</b></num><heading>Anzeige eines Verdachts auf sexuelle Ausbeutung <br/>oder sexuellen Missbrauch</heading><paragraph eId="art_12/para_1"><num>1.</num><content><p>Jede Vertragspartei trifft die erforderlichen gesetzgeberischen oder sonstigen Massnahmen, um sicherzustellen, dass die Vorschriften über die Vertraulichkeit, die nach dem innerstaatlichen Recht für Angehörige bestimmter Berufsgruppen gelten, die Kontakt zu Kindern haben, diesen Personen nicht die Möglichkeit nehmen, den für den Schutz der Kinder zuständigen Stellen jeden Fall anzuzeigen, bei dem sie hinreichende Gründe für die Annahme haben, dass ein Kind Opfer sexueller Ausbeutung oder sexuellen Missbrauchs ist.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_12/para_2"><num>2.</num><content><p>Jede Vertragspartei trifft die erforderlichen gesetzgeberischen oder sonstigen Massnahmen, um jede Person, die Kenntnis von sexueller Ausbeutung oder sexuellem Missbrauch von Kindern hat oder dies gutgläubig vermutet, zu ermutigen, dies den zuständigen Stellen anzuzeigen.</p></content></paragraph></article><article eId="art_13"><num><b>Art. </b><b>13</b></num><heading>Beratungsangebote</heading><paragraph eId="art_13/para"><content><p>Jede Vertragspartei trifft die erforderlichen gesetzgeberischen oder sonstigen Massnahmen, um die Einrichtung von Informationsdiensten, etwa per Telefon oder Internet, zu fördern und zu unterstützen, welche die Ratsuchenden, gegebenenfalls vertraulich oder unter Wahrung ihrer Anonymität, beraten.</p></content></paragraph></article><article eId="art_14"><num><b>Art. </b><b>14</b></num><heading>Unterstützung der Opfer</heading><paragraph eId="art_14/para_1"><num>1.</num><content><p>Jede Vertragspartei trifft die erforderlichen gesetzgeberischen oder sonstigen Massnahmen, um die Opfer kurz- oder langfristig bei ihrer körperlichen und psychosozialen Genesung zu unterstützen. Die nach diesem Absatz getroffenen Massnahmen haben den Ansichten, Bedürfnissen und Sorgen des Kindes gebührend Rechnung zu tragen.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_14/para_2"><num>2.</num><content><p>Jede Vertragspartei trifft im Einklang mit den in ihrem innerstaatlichen Recht vorgesehenen Bedingungen Massnahmen, um mit nichtstaatlichen Organisationen, anderen Organisationen oder Teilen der Zivilgesellschaft, die sich für die Unterstützung der Opfer einsetzen, zusammenzuarbeiten.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_14/para_3"><num>3.</num><content><blockList><listIntroduction eId="art_14/para_3/listintro">Sind die Eltern oder Personen, die für das Wohl des Kindes verantwortlich sind, an sexueller Ausbeutung oder sexuellem Missbrauch des Kindes beteiligt, so umfassen die in Anwendung des Artikels 11 Absatz 1 getroffenen Interventionsmassnahmen:</listIntroduction><item eId="art_14/para_3/bull_u1"><num>– </num><p>die Möglichkeit, den Verdächtigen aus dem Umfeld des Kindes zu entfernen;</p></item><item eId="art_14/para_3/bull_u2"><num>– </num><p>die Möglichkeit, das Opfer aus seinem familiären Umfeld zu entfernen. Die Modalitäten und die Dauer dieser Massnahme werden dem Wohl des Kindes entsprechend bestimmt.</p></item></blockList></content></paragraph><paragraph eId="art_14/para_4"><num>4.</num><content><p>Jede Vertragspartei trifft die erforderlichen gesetzgeberischen oder sonstigen Massnahmen, um sicherzustellen, dass dem Opfer nahestehende Personen gegebenenfalls therapeutische Unterstützung, insbesondere sofortige psychologische Hilfe, erhalten.</p></content></paragraph></article></chapter><chapter eId="chap_V"><num>Kapitel V: </num><heading>Interventionsprogramme oder -massnahmen</heading><article eId="art_15"><num><b>Art. 15</b></num><heading>Allgemeine Grundsätze</heading><paragraph eId="art_15/para_1"><num>1.</num><content><p>Jede Vertragspartei sieht im Einklang mit ihrem innerstaatlichen Recht für die in Artikel 16 Absätze 1 und 2 genannten Personen wirksame Interventionsprogramme oder ‑massnahmen vor oder fördert diese, um der Gefahr der Wiederholung von Sexualstraftaten an Kindern vorzubeugen und sie zu verringern. Zu diesen Programmen oder Massnahmen müssen die Personen jederzeit während des Verfahrens, innerhalb und ausserhalb der Haftanstalt, unter den im innerstaatlichen Recht festgelegten Bedingungen Zugang haben.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_15/para_2"><num>2.</num><content><p>Jede Vertragspartei sieht im Einklang mit ihrem innerstaatlichen Recht die Entwicklung von Partnerschaften oder anderen Formen der Zusammenarbeit zwischen den zuständigen Stellen, insbesondere den Gesundheits- und Sozialdiensten, und den Justizbehörden und sonstigen Stellen, die mit der Nachbetreuung der in Artikel 16 Absätze 1 und 2 genannten Personen betraut sind, vor oder fördert diese.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_15/para_3"><num>3.</num><content><p>Jede Vertragspartei sieht im Einklang mit ihrem innerstaatlichen Recht eine Bewertung der Gefährlichkeit der in Artikel 16 Absätze 1 und 2 genannten Personen und der möglichen Gefahr der Wiederholung der in Übereinstimmung mit diesem Übereinkommen umschriebenen Straftaten durch sie vor, um zu ermitteln, welche Programme oder Massnahmen geeignet sind.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_15/para_4"><num>4.</num><content><p>Jede Vertragspartei sieht im Einklang mit ihrem innerstaatlichen Recht eine Bewertung der Wirksamkeit der umgesetzten Interventionsprogramme und ‑massnahmen vor.</p></content></paragraph></article><article eId="art_16"><num><b>Art. </b><b>16</b></num><heading>Adressaten der Interventionsprogramme und -massnahmen</heading><paragraph eId="art_16/para_1"><num>1.</num><content><p>Jede Vertragspartei sieht im Einklang mit ihrem innerstaatlichen Recht vor, dass Personen, die wegen einer der in Übereinstimmung mit diesem Übereinkommen umschriebenen Straftaten verfolgt werden, zu den in Artikel 15 Absatz 1 genannten Programmen oder Massnahmen unter Bedingungen, welche die Rechte des Beschuldigten sowie die Erfordernisse eines fairen und unparteiischen Verfahrens nicht beeinträchtigen oder im Widerspruch mit ihnen stehen, und insbesondere unter gebührender Beachtung der im Zusammenhang mit dem Grundsatz der Unschuldsvermutung geltenden Vorschriften, Zugang haben.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_16/para_2"><num>2.</num><content><p>Jede Vertragspartei sieht im Einklang mit ihrem innerstaatlichen Recht vor, dass Personen, die wegen der Begehung einer der in Übereinstimmung mit diesem Übereinkommen umschriebenen Straftaten verurteilt wurden, zu den in Artikel 15 Absatz 1 genannten Programmen oder Massnahmen Zugang haben.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_16/para_3"><num>3.</num><content><p>Jede Vertragspartei sieht im Einklang mit ihrem innerstaatlichen Recht vor, dass Interventionsprogramme oder ‑massnahmen ausgearbeitet oder angepasst werden, die den Entwicklungsbedürfnissen der Kinder, die Sexualstraftaten begangen haben, einschliesslich derer, die das Alter der strafrechtlichen Verantwortlichkeit noch nicht erreicht haben, gerecht werden, um ihre sexuellen Verhaltensprobleme zu behandeln.</p></content></paragraph></article><article eId="art_17"><num><b>Art. </b><b>17</b></num><heading>Aufklärung und Zustimmung</heading><paragraph eId="art_17/para_1"><num>1.</num><content><p>Jede Vertragspartei sieht im Einklang mit ihrem innerstaatlichen Recht vor, dass die in Artikel 16 genannten Personen, denen Interventionsprogramme oder ‑massnahmen vorgeschlagen werden, umfassend über die Gründe für diesen Vorschlag aufgeklärt werden und dem Programm oder der Massnahme in Kenntnis aller Umstände zustimmen.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_17/para_2"><num>2.</num><content><p>Jede Vertragspartei sieht im Einklang mit ihrem innerstaatlichen Recht vor, dass die Personen, denen Interventionsprogramme oder ‑massnahmen vorgeschlagen werden, diese ablehnen können und sie, sofern es sich um verurteilte Personen handelt, über die etwaigen Folgen einer Ablehnung aufgeklärt werden.</p></content></paragraph></article></chapter><chapter eId="chap_VI"><num>Kapitel VI: </num><heading>Materielles Strafrecht</heading><article eId="art_18"><num><b>Art. </b><b>18</b></num><heading>Sexueller Missbrauch</heading><paragraph eId="art_18/para_1"><num>1.</num><content><blockList><listIntroduction eId="art_18/para_1/listintro">Jede Vertragspartei trifft die erforderlichen gesetzgeberischen oder sonstigen Massnahmen, um folgende vorsätzliche Handlungen als Straftaten zu umschreiben:</listIntroduction><item eId="art_18/para_1/lbl_a"><num>a) </num><p>sexuelle Handlungen mit einem Kind, das nach den einschlägigen Bestimmungen des innerstaatlichen Rechts noch nicht das gesetzliche Alter für sexuelle Handlungen erreicht hat;</p></item><item eId="art_18/para_1/lbl_b"><num>b) </num><blockList><listIntroduction eId="art_18/para_1/lbl_b/listintro">sexuelle Handlungen mit einem Kind durch:</listIntroduction><item eId="art_18/para_1/lbl_b/bull_u1"><num>– </num><p>Nötigung, Gewaltanwendung oder Drohung, oder</p></item><item eId="art_18/para_1/lbl_b/bull_u2"><num>– </num><p>den Missbrauch einer anerkannten Stellung des Vertrauens, der Autorität oder des Einflusses auf das Kind, auch innerhalb der Familie, oder</p></item><item eId="art_18/para_1/lbl_b/bull_u3"><num>– </num><p>die Ausnutzung einer besonderen Hilflosigkeit des Kindes, insbesondere aufgrund einer geistigen oder körperlichen Behinderung oder eines Abhängigkeitsverhältnisses.</p></item></blockList></item></blockList></content></paragraph><paragraph eId="art_18/para_2"><num>2.</num><content><p>Für die Zwecke des Absatzes 1 setzt jede Vertragspartei das Alter fest, bis zu dem sexuelle Handlungen mit einem Kind nicht erlaubt sind.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_18/para_3"><num>3.</num><content><p>Durch Absatz 1 Buchstabe a sollen nicht die zwischen minderjährigen Personen einvernehmlich vorgenommenen sexuellen Handlungen geregelt werden.</p></content></paragraph></article><article eId="art_19"><num><b>Art. </b><b>19</b></num><heading>Straftaten im Zusammenhang mit Kinderprostitution</heading><paragraph eId="art_19/para_1"><num>1.</num><content><blockList><listIntroduction eId="art_19/para_1/listintro">Jede Vertragspartei trifft die erforderlichen gesetzgeberischen oder sonstigen Massnahmen, um folgende vorsätzliche Handlungen als Straftaten zu umschreiben:</listIntroduction><item eId="art_19/para_1/lbl_a"><num>a) </num><p>Anwerbung oder Zuführung eines Kindes zur Prostitution;</p></item><item eId="art_19/para_1/lbl_b"><num>b) </num><p>Nötigung eines Kindes zur Prostitution, Gewinnerzielung hieraus oder sonstige Ausbeutung eines Kindes zu solchen Zwecken;</p></item><item eId="art_19/para_1/lbl_c"><num>c) </num><p>Inanspruchnahme der Prostitution von Kindern.</p></item></blockList></content></paragraph><paragraph eId="art_19/para_2"><num>2.</num><content><p>Im Sinne dieses Artikels bedeutet «Kinderprostitution» die Benutzung eines Kindes bei sexuellen Handlungen, für die Geld oder jede andere Art der Vergütung oder Gegenleistung angeboten oder versprochen wird, unabhängig davon, ob diese Vergütung, dieses Versprechen oder diese Gegenleistung gegenüber dem Kind oder einem Dritten erfolgt.</p></content></paragraph></article><article eId="art_20"><num><b>Art. </b><b>20</b></num><heading>Straftaten im Zusammenhang mit Kinderpornografie</heading><paragraph eId="art_20/para_1"><num>1.</num><content><blockList><listIntroduction eId="art_20/para_1/listintro">Jede Vertragspartei trifft die erforderlichen gesetzgeberischen oder sonstigen Massnahmen, um folgende Handlungen, wenn vorsätzlich und rechtswidrig begangen, als Straftaten zu umschreiben:</listIntroduction><item eId="art_20/para_1/lbl_a"><num>a) </num><p>das Herstellen von Kinderpornografie;</p></item><item eId="art_20/para_1/lbl_b"><num>b) </num><p>das Anbieten oder Verfügbarmachen von Kinderpornografie;</p></item><item eId="art_20/para_1/lbl_c"><num>c) </num><p>das Verbreiten oder Übermitteln von Kinderpornografie;</p></item><item eId="art_20/para_1/lbl_d"><num>d) </num><p>das Beschaffen von Kinderpornografie für sich selbst oder einen anderen;</p></item><item eId="art_20/para_1/lbl_e"><num>e) </num><p>den Besitz von Kinderpornografie;</p></item><item eId="art_20/para_1/lbl_f"><num>f) </num><p>den wissentlichen Zugriff auf Kinderpornografie mit Hilfe der Informations- und Kommunikationstechnologien.</p></item></blockList></content></paragraph><paragraph eId="art_20/para_2"><num>2.</num><content><p>Im Sinne dieses Artikels bedeutet «Kinderpornografie» jedes Material mit der bildlichen Darstellung eines Kindes bei wirklichen oder simulierten eindeutig sexuellen Handlungen oder jede Abbildung der Geschlechtsteile eines Kindes zu vorwiegend sexuellen Zwecken.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_20/para_3"><num>3.</num><content><blockList><listIntroduction eId="art_20/para_3/listintro">Jede Vertragspartei kann sich das Recht vorbehalten, Absatz 1 Buchstaben a und e ganz oder teilweise nicht auf das Herstellen und den Besitz pornographischen Materials anzuwenden:</listIntroduction><item eId="art_20/para_3/bull_u1"><num>– </num><p>das ausschliesslich simulierte Darstellungen oder wirklichkeitsnahe Abbildungen eines nicht existierenden Kindes enthält;</p></item><item eId="art_20/para_3/bull_u2"><num>– </num><p>bei dem Kinder dargestellt werden, die das nach Artikel 18 Absatz 2 festgesetzte Alter erreicht haben, wenn diese Bilder von ihnen mit ihrer Zustimmung und allein zu ihrem persönlichen Gebrauch hergestellt worden sind und sich in ihrem Besitz befinden.</p></item></blockList></content></paragraph><paragraph eId="art_20/para_4"><num>4.</num><content><p>Jede Vertragspartei kann sich das Recht vorbehalten, Absatz 1 Buchstabe f ganz oder teilweise nicht anzuwenden.</p></content></paragraph></article><article eId="art_21"><num><b>Art. </b><b>21</b></num><heading>Straftaten betreffend die Mitwirkung eines Kindes<br/>an pornographischen Darbietungen</heading><paragraph eId="art_21/para_1"><num>1.</num><content><blockList><listIntroduction eId="art_21/para_1/listintro">Jede Vertragspartei trifft die erforderlichen gesetzgeberischen oder sonstigen Massnahmen, um folgende Handlungen, wenn vorsätzlich begangen, als Straftaten zu umschreiben:</listIntroduction><item eId="art_21/para_1/lbl_a"><num>a) </num><p>Anwerbung eines Kindes zur Mitwirkung an pornographischen Darbietungen oder Veranlassung der Mitwirkung eines Kindes an solchen Darbietungen;</p></item><item eId="art_21/para_1/lbl_b"><num>b) </num><p>Nötigung eines Kindes zur Mitwirkung an pornographischen Darbietungen oder Gewinnerzielung hieraus oder sonstige Ausbeutung eines Kindes zu solchen Zwecken;</p></item><item eId="art_21/para_1/lbl_c"><num>c) </num><p>wissentlicher Besuch pornographischer Darbietungen, an denen Kinder mitwirken.</p></item></blockList></content></paragraph><paragraph eId="art_21/para_2"><num>2.</num><content><p>Jede Vertragspartei kann sich das Recht vorbehalten, die Anwendung des Absatzes 1 Buchstabe c auf Fälle zu beschränken, in denen Kinder nach Absatz 1 Buchstabe a oder b angeworben oder genötigt worden sind.</p></content></paragraph></article><article eId="art_22"><num><b>Art. </b><b>22</b></num><heading>Unsittliches Einwirken auf Kinder</heading><paragraph eId="art_22/para"><content><p>Jede Vertragspartei trifft die erforderlichen gesetzgeberischen oder sonstigen Massnahmen, um die Handlung, wenn vorsätzlich begangen, als Straftat zu umschreiben, die darin besteht, ein Kind, das noch nicht das in Anwendung von Artikel 18 Absatz 2 festgesetzte Alter erreicht hat, aus sexuellen Gründen zu veranlassen, bei sexuellem Missbrauch oder sexuellen Handlungen zugegen zu sein, selbst wenn es sich nicht daran beteiligen muss.</p></content></paragraph></article><article eId="art_23"><num><b>Art. </b><b>23</b></num><heading>Kontaktanbahnung zu Kindern zu sexuellen Zwecken</heading><paragraph eId="art_23/para"><content><p>Jede Vertragspartei trifft die erforderlichen gesetzgeberischen oder sonstigen Massnahmen, um die Handlung eines Erwachsenen, wenn vorsätzlich begangen, als Straftat zu umschreiben, der mit Hilfe der Informations- und Kommunikationstechnologien ein Treffen mit einem Kind, das noch nicht das in Artikel 18 Absatz 2 festgesetzte Alter erreicht hat, vorschlägt, um diesem gegenüber eine Straftat nach Artikel 18 Absatz 1 Buchstabe a oder Artikel 20 Absatz 1 Buchstabe a zu begehen, sofern auf diesen Vorschlag auf ein solches Treffen hinführende konkrete Handlungen folgen.</p></content></paragraph></article><article eId="art_24"><num><b>Art. </b><b>24</b></num><heading>Beihilfe oder Anstiftung und Versuch</heading><paragraph eId="art_24/para_1"><num>1.</num><content><p>Jede Vertragspartei trifft die erforderlichen gesetzgeberischen oder sonstigen Massnahmen, um die Beihilfe oder Anstiftung zur Begehung einer der in Übereinstimmung mit diesem Übereinkommen umschriebenen Straftaten, wenn vorsätzlich begangen, als Straftat zu umschreiben.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_24/para_2"><num>2.</num><content><p>Jede Vertragspartei trifft die erforderlichen gesetzgeberischen oder sonstigen Massnahmen, um den Versuch der Begehung einer der in Übereinstimmung mit diesem Übereinkommen umschriebenen Straftaten, wenn vorsätzlich begangen, als Straftat zu umschreiben.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_24/para_3"><num>3.</num><content><p>Jede Vertragspartei kann sich das Recht vorbehalten, Absatz 2 ganz oder teilweise nicht auf die Straftaten nach Artikel 20 Absatz 1 Buchstaben b, d, e und f, 21 Absatz 1 Buchstabe c, 22 und 23 anzuwenden.</p></content></paragraph></article><article eId="art_25"><num><b>Art. </b><b>25</b></num><heading>Gerichtsbarkeit</heading><paragraph eId="art_25/para_1"><num>1.</num><content><blockList><listIntroduction eId="art_25/para_1/listintro">Jede Vertragspartei trifft die erforderlichen gesetzgeberischen oder sonstigen Massnahmen, um ihre Gerichtsbarkeit über die in Übereinstimmung mit diesem Übereinkommen umschriebenen Straftaten zu begründen, wenn die Straftat wie folgt begangen wird:</listIntroduction><item eId="art_25/para_1/lbl_a"><num>a) </num><p>in ihrem Hoheitsgebiet;</p></item><item eId="art_25/para_1/lbl_b"><num>b) </num><p>an Bord eines Schiffes, das die Flagge dieser Vertragspartei führt;</p></item><item eId="art_25/para_1/lbl_c"><num>c) </num><p>an Bord eines Luftfahrzeugs, das nach dem Recht dieser Vertragspartei eingetragen ist;</p></item><item eId="art_25/para_1/lbl_d"><num>d) </num><p>von einem ihrer Staatsangehörigen; oder</p></item><item eId="art_25/para_1/lbl_e"><num>e) </num><p>von einer Person, die ihren gewöhnlichen Aufenthalt in ihrem Hoheitsgebiet hat.</p></item></blockList></content></paragraph><paragraph eId="art_25/para_2"><num>2.</num><content><p>Jede Vertragspartei bemüht sich, die erforderlichen gesetzgeberischen oder sonstigen Massnahmen zu treffen, um ihre Gerichtsbarkeit über die in Übereinstimmung mit diesem Übereinkommen umschriebenen Straftaten zu begründen, wenn die Straftat gegen einen ihrer Staatsangehörigen oder eine Person, die ihren gewöhnlichen Aufenthalt in ihrem Hoheitsgebiet hat, begangen wird.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_25/para_3"><num>3.</num><content><p>Jede Vertragspartei kann bei der Unterzeichnung oder bei der Hinterlegung ihrer Ratifikations‑, Annahme‑, Genehmigungs- oder Beitrittsurkunde durch eine an den Generalsekretär des Europarats gerichtete Erklärung mitteilen, dass sie sich das Recht vorbehält, die in Absatz 1 Buchstabe e enthaltenen Vorschriften in Bezug auf die Gerichtsbarkeit nicht oder nur in bestimmten Fällen oder unter bestimmten Bedingungen anzuwenden.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_25/para_4"><num>4.</num><content><p>Zur Verfolgung der in Übereinstimmung mit den Artikeln 18, 19, 20 Absatz 1 Buchstabe a und 21 Absatz 1 Buchstaben a und b umschriebenen Straftaten trifft jede Vertragspartei die erforderlichen gesetzgeberischen oder sonstigen Massnahmen, um sicherzustellen, dass die Begründung ihrer Gerichtsbarkeit in Bezug auf Absatz 1 Buchstabe d nicht davon abhängig ist, dass die Handlungen am Tatort strafbar sind.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_25/para_5"><num>5.</num><content><p>Jede Vertragspartei kann bei der Unterzeichnung oder bei der Hinterlegung ihrer Ratifikations‑, Annahme‑, Genehmigungs- oder Beitrittsurkunde durch eine an den Generalsekretär des Europarats gerichtete Erklärung mitteilen, dass sie sich das Recht vorbehält, die Anwendung des Absatzes 4 in Bezug auf die Straftaten nach Artikel 18 Absatz 1 Buchstabe b zweiter und dritter Anstrich auf die Fälle zu beschränken, in denen ihr Staatsangehöriger seinen gewöhnlichen Aufenthalt in ihrem Hoheitsgebiet hat.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_25/para_6"><num>6.</num><content><p>Zur Verfolgung der in Übereinstimmung mit den Artikeln 18, 19, 20 Absatz 1 Buchstabe a und 21 umschriebenen Straftaten trifft jede Vertragspartei die erforderlichen gesetzgeberischen oder sonstigen Massnahmen, um sicherzustellen, dass die Begründung ihrer Gerichtsbarkeit in Bezug auf Absatz 1 Buchstaben d und e nicht davon abhängig ist, dass der Strafverfolgung eine Anzeige des Opfers oder des Staates des Tatorts vorausgegangen ist.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_25/para_7"><num>7.</num><content><p>Jede Vertragspartei trifft die erforderlichen gesetzgeberischen oder sonstigen Massnahmen, um ihre Gerichtsbarkeit über die in Übereinstimmung mit diesem Übereinkommen umschriebenen Straftaten für den Fall zu begründen, dass der Verdächtige sich in ihrem Hoheitsgebiet befindet und sie ihn nur aufgrund seiner Staatsangehörigkeit nicht an eine andere Vertragspartei ausliefert.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_25/para_8"><num>8.</num><content><p>Wird die Gerichtsbarkeit für eine mutmassliche in Übereinstimmung mit diesem Übereinkommen umschriebene Straftat von mehr als einer Vertragspartei geltend gemacht, so konsultieren die beteiligten Vertragsparteien einander, soweit angebracht, um die für die Strafverfolgung am besten geeignete Gerichtsbarkeit zu bestimmen.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_25/para_9"><num>9.</num><content><p>Unbeschadet der allgemeinen Regeln des Völkerrechts schliesst dieses Übereinkommen die Ausübung einer Strafgerichtsbarkeit durch eine Vertragspartei nach ihrem innerstaatlichen Recht nicht aus.</p></content></paragraph></article><article eId="art_26"><num><b>Art. </b><b>26</b></num><heading>Verantwortlichkeit juristischer Personen</heading><paragraph eId="art_26/para_1"><num>1.</num><content><blockList><listIntroduction eId="art_26/para_1/listintro">Jede Vertragspartei trifft die erforderlichen gesetzgeberischen oder sonstigen Massnahmen, um sicherzustellen, dass juristische Personen für die in Übereinstimmung mit diesem Übereinkommen umschriebenen Straftaten verantwortlich gemacht werden können, die zu ihren Gunsten von einer natürlichen Person begangen werden, die entweder allein oder als Teil eines Organs der juristischen Person handelt und die eine Führungsposition innerhalb der juristischen Person innehat aufgrund:</listIntroduction><item eId="art_26/para_1/lbl_a"><num>a) </num><p>einer Vertretungsmacht für die juristische Person;</p></item><item eId="art_26/para_1/lbl_b"><num>b) </num><p>einer Befugnis, Entscheidungen im Namen der juristischen Person zu treffen;</p></item><item eId="art_26/para_1/lbl_c"><num>c) </num><p>einer Kontrollbefugnis innerhalb der juristischen Person.</p></item></blockList></content></paragraph><paragraph eId="art_26/para_2"><num>2.</num><content><p>Neben den bereits in Absatz 1 vorgesehenen Fällen trifft jede Vertragspartei die erforderlichen gesetzgeberischen oder sonstigen Massnahmen, um sicherzustellen, dass eine juristische Person verantwortlich gemacht werden kann, wenn mangelnde Überwachung oder Kontrolle durch eine in Absatz 1 genannte natürliche Person die Begehung einer in Übereinstimmung mit diesem Übereinkommen umschriebenen Straftat zu Gunsten der juristischen Person durch eine ihr unterstellte natürliche Person ermöglicht hat.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_26/para_3"><num>3.</num><content><p>Vorbehaltlich der Rechtsgrundsätze der Vertragspartei kann die Verantwortlichkeit einer juristischen Person straf‑, zivil- oder verwaltungsrechtlicher Art sein.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_26/para_4"><num>4.</num><content><p>Diese Verantwortlichkeit berührt nicht die strafrechtliche Verantwortlichkeit der natürlichen Personen, welche die Straftat begangen haben.</p></content></paragraph></article><article eId="art_27"><num><b>Art. </b><b>27</b></num><heading>Sanktionen und Massnahmen</heading><paragraph eId="art_27/para_1"><num>1.</num><content><p>Jede Vertragspartei trifft die erforderlichen gesetzgeberischen oder sonstigen Massnahmen, um sicherzustellen, dass die in Übereinstimmung mit diesem Übereinkommen umschriebenen Straftaten mit wirksamen, angemessenen und abschreckenden Sanktionen bedroht werden, die ihrer Schwere Rechnung tragen. Diese schliessen freiheitsentziehende Massnahmen ein, die zur Auslieferung führen können.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_27/para_2"><num>2.</num><content><blockList><listIntroduction eId="art_27/para_2/listintro">Jede Vertragspartei trifft die erforderlichen gesetzgeberischen oder sonstigen Massnahmen, um sicherzustellen, dass juristische Personen, die nach Artikel 26 verantwortlich gemacht werden, wirksamen, angemessenen und abschreckenden Sanktionen unterliegen, zu denen strafrechtliche oder nicht strafrechtliche Geldsanktionen gehören und andere Massnahmen gehören können, insbesondere:</listIntroduction><item eId="art_27/para_2/lbl_a"><num>a) </num><p>der Ausschluss von öffentlichen Zuwendungen oder Hilfen;</p></item><item eId="art_27/para_2/lbl_b"><num>b) </num><p>das vorübergehende oder dauerhafte Verbot der Ausübung einer gewerblichen Tätigkeit;</p></item><item eId="art_27/para_2/lbl_c"><num>c) </num><p>die gerichtliche Aufsicht;</p></item><item eId="art_27/para_2/lbl_d"><num>d) </num><p>die gerichtlich angeordnete Liquidation.</p></item></blockList></content></paragraph><paragraph eId="art_27/para_3"><num>3.</num><content><blockList><listIntroduction eId="art_27/para_3/listintro">Jede Vertragspartei trifft die erforderlichen gesetzgeberischen oder sonstigen Massnahmen:</listIntroduction><item eId="art_27/para_3/lbl_a"><num>a) </num><blockList><listIntroduction eId="art_27/para_3/lbl_a/listintro">um die Beschlagnahme und Einziehung in Bezug auf Folgendes vorzusehen:</listIntroduction><item eId="art_27/para_3/lbl_a/bull_u1"><num>– </num><p>Gegenstände, Schriftstücke oder andere Tatwerkzeuge, die verwendet wurden, um in Übereinstimmung mit diesem Übereinkommen umschriebene Straftaten zu begehen oder ihre Begehung zu erleichtern,</p></item><item eId="art_27/para_3/lbl_a/bull_u2"><num>– </num><p>Erträge aus solchen Straftaten oder Vermögenswerte, deren Wert demjenigen solcher Erträge entspricht;</p></item></blockList></item><item eId="art_27/para_3/lbl_b"><num>b) </num><p>um die vorübergehende oder endgültige Schliessung von Einrichtungen, die zur Begehung von in Übereinstimmung mit diesem Übereinkommen umschriebenen Straftaten benutzt wurden, unbeschadet der Rechte gutgläubiger Dritter, zu ermöglichen oder um dem Täter vorübergehend oder endgültig die Ausübung einer beruflichen oder ehrenamtlichen Tätigkeit zu untersagen, die Kontakte zu Kindern umfasst und in deren Rahmen diese Straftaten begangen wurden.</p></item></blockList></content></paragraph><paragraph eId="art_27/para_4"><num>4.</num><content><p>Jede Vertragspartei kann andere Massnahmen in Bezug auf die Täter treffen, beispielsweise den Entzug elterlicher Rechte die Nachbetreuung oder die Überwachung verurteilter Personen.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_27/para_5"><num>5.</num><content><p>Jede Vertragspartei kann bestimmen, dass die nach diesem Artikel eingezogenen Erträge aus Straftaten oder Vermögenswerte einem besonderen Fonds zugewiesen werden können, um Programme zur Prävention und zur Unterstützung der Opfer der in Übereinstimmung mit diesem Übereinkommen umschriebenen Straftaten zu finanzieren.</p></content></paragraph></article><article eId="art_28"><num><b>Art. </b><b>28</b></num><heading>Strafverschärfungsgründe</heading><paragraph eId="art_28/para"><content><blockList><listIntroduction eId="art_28/para/listintro">Jede Vertragspartei trifft die erforderlichen gesetzgeberischen oder sonstigen Massnahmen, um sicherzustellen, dass die folgenden Umstände, soweit sie nicht bereits Tatbestandsmerkmale darstellen, im Einklang mit den einschlägigen Bestimmungen des innerstaatlichen Rechts bei der Festsetzung des Strafmasses für die in Übereinstimmung mit diesem Übereinkommen umschriebenen Straftaten als erschwerend berücksichtigt werden können:</listIntroduction><item eId="art_28/para/lbl_a"><num>a) </num><p>durch die Straftat wurde die körperliche oder geistige Gesundheit des Opfers schwer geschädigt;</p></item><item eId="art_28/para/lbl_b"><num>b) </num><p>Folterungen oder schwere Gewalt gingen der Straftat voraus oder mit ihr einher;</p></item><item eId="art_28/para/lbl_c"><num>c) </num><p>die Straftat wurde gegen ein besonders verletzliches Opfer verübt;</p></item><item eId="art_28/para/lbl_d"><num>d) </num><p>die Straftat wurde von einem Familienmitglied, einer mit dem Kind zusammenlebenden Person oder einer ihre Autoritätsstellung missbrauchenden Person begangen;</p></item><item eId="art_28/para/lbl_e"><num>e) </num><p>die Straftat wurde von mehreren Personen gemeinschaftlich begangen;</p></item><item eId="art_28/para/lbl_f"><num>f) </num><p>die Straftat wurde im Rahmen einer kriminellen Vereinigung begangen;</p></item><item eId="art_28/para/lbl_g"><num>g) </num><p>der Täter ist bereits wegen gleichartiger Handlungen verurteilt worden.</p></item></blockList></content></paragraph></article><article eId="art_29"><num><b>Art. </b><b>29</b></num><heading>Vorstrafen</heading><paragraph eId="art_29/para"><content><p>Jede Vertragspartei trifft die erforderlichen gesetzgeberischen oder sonstigen Massnahmen, um die Möglichkeit vorzusehen, bei der Festsetzung des Strafmasses die von einer anderen Vertragspartei wegen in Übereinstimmung mit diesem Übereinkommen umschriebener Straftaten erlassenen rechtskräftigen Strafurteile zu berücksichtigen.</p></content></paragraph></article></chapter><chapter eId="chap_VII"><num>Kapitel VII: </num><heading>Ermittlungen, Strafverfolgung und Verfahrensrecht</heading><article eId="art_30"><num><b>Art. </b><b>30</b></num><heading>Grundsätze</heading><paragraph eId="art_30/para_1"><num>1.</num><content><p>Jede Vertragspartei trifft die erforderlichen gesetzgeberischen oder sonstigen Massnahmen, um sicherzustellen, dass Ermittlungen und Strafverfahren zum Wohl und unter Achtung der Rechte des Kindes durchgeführt werden.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_30/para_2"><num>2.</num><content><p>Jede Vertragspartei trägt dem Schutz der Opfer Rechnung, indem sie sicherstellt, dass durch die Ermittlungen und das Strafverfahren das von dem Kind erlittene Trauma nicht verstärkt wird und den strafrechtlichen Massnahmen, soweit angemessen, Unterstützungsmassnahmen folgen.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_30/para_3"><num>3.</num><content><p>Jede Vertragspartei stellt sicher, dass die Ermittlungen und das Strafverfahren vorrangig behandelt und ohne ungerechtfertigte Verzögerung durchgeführt werden.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_30/para_4"><num>4.</num><content><p>Jede Vertragspartei stellt sicher, dass die nach diesem Kapitel anzuwendenden Massnahmen die Rechte des Beschuldigten sowie die Erfordernisse eines fairen und unparteiischen Verfahrens nach Artikel 6 der Konvention zum Schutz der Menschenrechte und Grundfreiheiten nicht beeinträchtigen.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_30/para_5"><num>5.</num><content><blockList><listIntroduction eId="art_30/para_5/listintro">Jede Vertragspartei trifft die erforderlichen gesetzgeberischen oder sonstigen Massnahmen, um in Übereinstimmung mit den wesentlichen Grundsätzen ihres innerstaatlichen Rechts:</listIntroduction><item eId="art_30/para_5/bull_u1"><num>– </num><p>wirksame Ermittlungen wegen und eine wirksame Strafverfolgung von in Übereinstimmung mit diesem Übereinkommen umschriebenen Straftaten zu gewährleisten, die, soweit angemessen, auch die Möglichkeit umfassen, verdeckte Ermittlungen durchzuführen;</p></item><item eId="art_30/para_5/bull_u2"><num>– </num><p>den Ermittlungseinheiten oder ‑diensten zu ermöglichen, die Opfer von in Übereinstimmung mit Artikel 20 umschriebenen Straftaten zu identifizieren, insbesondere durch die Analyse kinderpornographischen Materials, wie Fotografien und audiovisuelle Aufzeichnungen, die über die Kommunikations- und Informationstechnologien übermittelt oder zur Verfügung gestellt werden.</p></item></blockList></content></paragraph></article><article eId="art_31"><num><b>Art. </b><b>31</b></num><heading>Allgemeine Schutzmassnahmen</heading><paragraph eId="art_31/para_1"><num>1.</num><content><blockList><listIntroduction eId="art_31/para_1/listintro">Jede Vertragspartei trifft die erforderlichen gesetzgeberischen oder sonstigen Massnahmen, um die Rechte und Interessen der Opfer, insbesondere ihre besonderen Bedürfnisse als Zeugen, in allen Abschnitten der Ermittlungen und des Strafverfahrens zu schützen, indem sie insbesondere:</listIntroduction><item eId="art_31/para_1/lbl_a"><num>a) </num><p>diese über ihre Rechte und die ihnen zur Verfügung stehenden Dienste und – ausser wenn sie dies nicht wünschen – über die aufgrund ihrer Anzeige veranlassten Massnahmen, die Anklagepunkte, den allgemeinen Stand der Ermittlungen oder des Verfahrens und ihre Rolle sowie die in ihrem Fall ergangene Entscheidung unterrichtet;</p></item><item eId="art_31/para_1/lbl_b"><num>b) </num><p>sicherstellt, dass zumindest in den Fällen, in denen die Opfer und ihre Familien in Gefahr sein könnten, diese, sofern erforderlich, über eine vorübergehende oder endgültige Freilassung der verfolgten oder verurteilten Person unterrichtet werden;</p></item><item eId="art_31/para_1/lbl_c"><num>c) </num><p>ihnen in Übereinstimmung mit den Verfahrensvorschriften des innerstaatlichen Rechts die Möglichkeit gibt, gehört zu werden, Beweismittel vorzulegen und die Mittel zu wählen, mit Hilfe derer ihre Ansichten, Bedürfnisse und Sorgen unmittelbar oder über einen Vermittler vorgetragen und geprüft werden;</p></item><item eId="art_31/para_1/lbl_d"><num>d) </num><p>ihnen geeignete Hilfsdienste zur Verfügung stellt, damit ihre Rechte und Interessen in gebührender Weise vorgetragen und berücksichtigt werden;</p></item><item eId="art_31/para_1/lbl_e"><num>e) </num><p>ihre Privatsphäre, ihre Identität und ihr Bildnis schützt und im Einklang mit ihrem innerstaatlichen Recht Massnahmen trifft, um die öffentliche Verbreitung von Informationen zu verhindern, die zur Identifikation der Opfer führen könnten;</p></item><item eId="art_31/para_1/lbl_f"><num>f) </num><p>dafür Sorge trägt, dass sie und ihre Familien sowie Belastungszeugen vor Einschüchterung, Vergeltung und davor, erneut Opfer zu werden, sicher sind;</p></item><item eId="art_31/para_1/lbl_g"><num>g) </num><p>sicherstellt, dass ein unmittelbarer Kontakt zwischen Opfer und Täter in den Räumlichkeiten der Strafverfolgungsbehörden und der Gerichte vermieden wird, sofern die zuständigen Behörden zum Wohl des Kindes oder weil es für die Ermittlungen oder das Verfahren erforderlich ist, nichts anderes beschliessen.</p></item></blockList></content></paragraph><paragraph eId="art_31/para_2"><num>2.</num><content><p>Jede Vertragspartei stellt sicher, dass die Opfer bereits von ihrem ersten Kontakt mit den zuständigen Behörden an Zugang zu Informationen über die einschlägigen Gerichts- und Verwaltungsverfahren haben.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_31/para_3"><num>3.</num><content><p>Jede Vertragspartei stellt sicher, dass die Opfer, sofern gerechtfertigt unentgeltlich, einen Rechtsbeistand erhalten, wenn sie als Partei in dem Strafverfahren auftreten können.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_31/para_4"><num>4.</num><content><p>Jede Vertragspartei sieht die Möglichkeit vor, dass die Justizbehörden einen besonderen Vertreter für das Opfer bestellen, sofern das Opfer nach innerstaatlichem Recht in dem Strafverfahren als Partei auftreten kann und die Inhaber elterlicher Sorge wegen eines Interessenskonflikts zwischen ihnen und dem Opfer von der Vertretung des Kindes in diesem Verfahren ausgeschlossen sind.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_31/para_5"><num>5.</num><content><p>Jede Vertragspartei sieht durch gesetzgeberische oder sonstige Massnahmen nach Massgabe ihres innerstaatlichen Rechts für Gruppen, Stiftungen, Vereinigungen oder staatliche oder nichtstaatliche Organisationen die Möglichkeit vor, in Strafverfahren wegen der in Übereinstimmung mit diesem Übereinkommen umschriebenen Straftaten den Opfern beizustehen und/oder sie zu unterstützen, wenn diese einwilligen.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_31/para_6"><num>6.</num><content><p>Jede Vertragspartei stellt sicher, dass den Opfern die Auskünfte nach diesem Artikel in einer ihrem Alter und ihrer Reife entsprechenden Weise und in einer ihnen verständlichen Sprache erteilt werden.</p></content></paragraph></article><article eId="art_32"><num><b>Art. </b><b>32</b></num><heading>Einleitung des Verfahrens</heading><paragraph eId="art_32/para"><content><p>Jede Vertragspartei trifft die erforderlichen gesetzgeberischen oder sonstigen Massnahmen, um sicherzustellen, dass die Ermittlungen wegen oder die Strafverfolgung von in Übereinstimmung mit diesem Übereinkommen umschriebenen Straftaten nicht von einer Anzeige oder einer Anklage des Opfers abhängig gemacht werden und das Verfahren fortgeführt werden kann, selbst wenn das Opfer seine Aussage widerruft.</p></content></paragraph></article><article eId="art_33"><num><b>Art. </b><b>33</b></num><heading>Verjährung</heading><paragraph eId="art_33/para"><content><p>Jede Vertragspartei trifft die erforderlichen gesetzgeberischen oder sonstigen Massnahmen, um sicherzustellen, dass die Verjährungsfrist für die Einleitung der Strafverfolgung wegen den in Übereinstimmung mit den Artikeln 18, 19 Absatz 1 Buchstaben a und b und 21 Absatz 1 Buchstaben a und b umschriebenen Straftaten ausreichend lang ist, um die tatsächliche Einleitung der Strafverfolgung zu ermöglichen, nachdem das Opfer volljährig geworden ist, und im Verhältnis zur Schwere der betreffenden Straftat steht.</p></content></paragraph></article><article eId="art_34"><num><b>Art. </b><b>34</b></num><heading>Ermittlungen</heading><paragraph eId="art_34/para_1"><num>1.</num><content><p>Jede Vertragspartei trifft die erforderlichen Massnahmen, um sicherzustellen, dass die für die Ermittlungen zuständigen Personen, Einheiten oder Dienste auf dem Gebiet der Bekämpfung der sexuellen Ausbeutung und des sexuellen Missbrauchs von Kindern spezialisiert sind oder dass Personen zu diesem Zweck geschult werden. Diese Dienste oder Einheiten müssen angemessene finanzielle Mittel erhalten.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_34/para_2"><num>2.</num><content><p>Jede Vertragspartei trifft die erforderlichen gesetzgeberischen oder sonstigen Massnahmen, um sicherzustellen, dass Ungewissheit über das tatsächliche Alter des Opfers die Einleitung strafrechtlicher Ermittlungen nicht verhindert.</p></content></paragraph></article><article eId="art_35"><num><b>Art. </b><b>35</b></num><heading>Einvernahme des Kindes</heading><paragraph eId="art_35/para_1"><num>1.</num><content><blockList><listIntroduction eId="art_35/para_1/listintro">Jede Vertragspartei trifft die erforderlichen gesetzgeberischen oder sonstigen Massnahmen, um sicherzustellen, dass:</listIntroduction><item eId="art_35/para_1/lbl_a"><num>a) </num><p>die Vernehmung des Kindes ohne ungerechtfertigte Verzögerung erfolgt, nachdem den zuständigen Behörden der Sachverhalt zur Kenntnis gebracht worden ist;</p></item><item eId="art_35/para_1/lbl_b"><num>b) </num><p>die Vernehmung des Kindes erforderlichenfalls in zu diesem Zweck gestalteten oder angepassten Räumlichkeiten stattfindet;</p></item><item eId="art_35/para_1/lbl_c"><num>c) </num><p>die Vernehmung des Kindes von zu diesem Zweck geschulten fachkundigen Personen durchgeführt wird;</p></item><item eId="art_35/para_1/lbl_d"><num>d) </num><p>alle Vernehmungen des Kindes, soweit möglich und angemessen, von denselben Personen durchgeführt werden;</p></item><item eId="art_35/para_1/lbl_e"><num>e) </num><p>die Anzahl der Vernehmungen auf ein Mindestmass und das für die Zwecke des Strafverfahrens unbedingt Erforderliche beschränkt wird;</p></item><item eId="art_35/para_1/lbl_f"><num>f) </num><p>das Kind von seinem gesetzlichen Vertreter oder, soweit angemessen, einem Erwachsenen seiner Wahl begleitet werden kann, sofern nicht eine gegenteilige, begründete Entscheidung in Bezug auf diese Person getroffen worden ist.</p></item></blockList></content></paragraph><paragraph eId="art_35/para_2"><num>2.</num><content><p>Jede Vertragspartei trifft die erforderlichen gesetzgeberischen oder sonstigen Massnahmen, um sicherzustellen, dass nach den Vorschriften ihres innerstaatlichen Rechts die Vernehmung des Opfers oder, soweit angemessen, die Vernehmung eines kindlichen Zeugen auf Video aufgezeichnet werden kann und diese Aufzeichnungen in dem Strafverfahren als Beweismittel zugelassen werden.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_35/para_3"><num>3.</num><content><p>Sofern Ungewissheit über das Alter des Opfers und Grund zur Annahme bestehen, dass das Opfer ein Kind ist, so sind die Massnahmen nach den Absätzen 1 und 2 anzuwenden, bis sein Alter überprüft und festgestellt worden ist.</p></content></paragraph></article><article eId="art_36"><num><b>Art. </b><b>36</b></num><heading>Gerichtsverfahren</heading><paragraph eId="art_36/para_1"><num>1.</num><content><p>Jede Vertragspartei trifft unter gebührender Beachtung der für die Unabhängigkeit der Rechtsberufe geltenden Vorschriften die erforderlichen gesetzgeberischen oder sonstigen Massnahmen, um sicherzustellen, dass allen am Gerichtsverfahren beteiligten Personen, insbesondere den Richtern, Staatsanwälten und Rechtsanwälten, Schulungen auf dem Gebiet der Rechte der Kinder, der sexuellen Ausbeutung und des sexuellen Missbrauchs von Kindern angeboten werden.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_36/para_2"><num>2.</num><content><blockList><listIntroduction eId="art_36/para_2/listintro">Jede Vertragspartei trifft die erforderlichen gesetzgeberischen oder sonstigen Massnahmen, um sicherzustellen, dass nach den Vorschriften ihres innerstaatlichen Rechts:</listIntroduction><item eId="art_36/para_2/lbl_a"><num>a) </num><p>der Richter anordnen kann, dass die Verhandlung unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfindet;</p></item><item eId="art_36/para_2/lbl_b"><num>b) </num><p>das Opfer vor Gericht vernommen werden kann, ohne dort anwesend zu sein, insbesondere durch den Einsatz geeigneter Kommunikationstechnologien.</p></item></blockList></content></paragraph></article></chapter><chapter eId="chap_VIII"><num>Kapitel VIII: </num><heading>Aufzeichnung und Speicherung von Daten</heading><article eId="art_37"><num><b>Art. </b><b>37</b></num><heading>Aufzeichnung und Speicherung nationaler Daten<br/>über verurteilte Sexualstraftäter</heading><paragraph eId="art_37/para_1"><num>1.</num><content><p>Zum Zweck der Verhütung und Verfolgung von in Übereinstimmung mit diesem Übereinkommen umschriebenen Straftaten trifft jede Vertragspartei die erforderlichen gesetzgeberischen oder sonstigen Massnahmen, um im Einklang mit den einschlägigen Bestimmungen über den Schutz personenbezogener Daten und anderen im innerstaatlichen Recht vorgesehenen geeigneten Vorschriften und Garantien die Daten über die Identität sowie den genetischen Fingerabdruck (DNA) von Personen aufzuzeichnen und zu speichern, die wegen in Übereinstimmung mit diesem Übereinkommen umschriebenen Straftaten verurteilt worden sind.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_37/para_2"><num>2.</num><content><p>Jede Vertragspartei teilt dem Generalsekretär des Europarats bei der Unterzeichnung oder bei der Hinterlegung ihrer Ratifikations‑, Annahme‑, Genehmigungs- oder Beitrittsurkunde Name und Anschrift der für die Zwecke des Absatzes 1 zuständigen nationalen Behörde mit.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_37/para_3"><num>3.</num><content><p>Jede Vertragspartei trifft die erforderlichen gesetzgeberischen oder sonstigen Massnahmen, um sicherzustellen, dass die in Absatz 1 genannten Informationen der zuständigen Behörde einer anderen Vertragspartei im Einklang mit den in ihrem innerstaatlichen Recht festgelegten Bedingungen und den einschlägigen völkerrechtlichen Übereinkünften übermittelt werden können.</p></content></paragraph></article></chapter><chapter eId="chap_IX"><num>Kapitel IX: </num><heading>Internationale Zusammenarbeit</heading><article eId="art_38"><num><b>Art. </b><b>38</b></num><heading>Allgemeine Grundsätze und Massnahmen<br/>der internationalen Zusammenarbeit</heading><paragraph eId="art_38/para_1"><num>1.</num><content><blockList><listIntroduction eId="art_38/para_1/listintro">Die Vertragsparteien arbeiten untereinander im Einklang mit diesem Übereinkommen im grösstmöglichen Umfang zusammen, indem sie einschlägige geltende internationale und regionale Übereinkünfte sowie Übereinkünfte, die auf der Grundlage einheitlicher oder auf Gegenseitigkeit beruhender Rechtsvorschriften getroffen wurden, und innerstaatliche Rechtsvorschriften für folgende Zwecke anwenden:</listIntroduction><item eId="art_38/para_1/lbl_a"><num>a) </num><p>die Verhütung und die Bekämpfung der sexuellen Ausbeutung und des sexuellen Missbrauchs von Kindern;</p></item><item eId="art_38/para_1/lbl_b"><num>b) </num><p>den Schutz und die Unterstützung von Opfern;</p></item><item eId="art_38/para_1/lbl_c"><num>c) </num><p>die Ermittlungen oder die Verfahren wegen in Übereinstimmung mit diesem Übereinkommen umschriebener Straftaten.</p></item></blockList></content></paragraph><paragraph eId="art_38/para_2"><num>2.</num><content><p>Jede Vertragspartei trifft die erforderlichen gesetzgeberischen oder sonstigen Massnahmen, um sicherzustellen, dass die Opfer einer in Übereinstimmung mit diesem Übereinkommen umschriebenen und im Hoheitsgebiet einer Vertragspartei, das nicht das Hoheitsgebiet ist, in dem die Opfer ihren Wohnsitz haben, begangenen Straftat bei den zuständigen Behörden des Wohnsitzstaats Anzeige erstatten können.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_38/para_3"><num>3.</num><content><p>Erhält eine Vertragspartei, welche die Rechtshilfe in Strafsachen oder die Auslieferung vom Bestehen eines Vertrags abhängig macht, ein Rechtshilfe- oder Auslieferungsersuchen von einer Vertragspartei, mit der sie keinen entsprechenden Vertrag hat, so kann sie dieses Übereinkommen als Rechtsgrundlage für die Rechtshilfe in Strafsachen oder die Auslieferung in Bezug auf die in Übereinstimmung mit diesem Übereinkommen umschriebenen Straftaten ansehen.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_38/para_4"><num>4.</num><content><p>Jede Vertragspartei bemüht sich, soweit angemessen, die Verhütung und Bekämpfung der sexuellen Ausbeutung und des sexuellen Missbrauchs von Kindern in Entwicklungshilfeprogramme zu Gunsten von Drittstaaten aufzunehmen.</p></content></paragraph></article></chapter><chapter eId="chap_X"><num>Kapitel X: </num><heading>Überwachungsmechanismus</heading><article eId="art_39"><num><b>Art. </b><b>39</b></num><heading>Ausschuss der Vertragsparteien</heading><paragraph eId="art_39/para_1"><num>1.</num><content><p>Der Ausschuss der Vertragsparteien besteht aus den Vertretern der Vertragsparteien des Übereinkommens.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_39/para_2"><num>2.</num><content><p>Der Ausschuss der Vertragsparteien wird vom Generalsekretär des Europarats einberufen. Seine erste Sitzung findet innerhalb eines Jahres nach Inkrafttreten dieses Übereinkommens für den zehnten Unterzeichner, der es ratifiziert hat, statt. Danach tritt der Ausschuss immer dann zusammen, wenn mindestens ein Drittel der Vertragsparteien oder der Generalsekretär dies beantragt.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_39/para_3"><num>3.</num><content><p>Der Ausschuss der Vertragsparteien gibt sich eine Geschäftsordnung.</p></content></paragraph></article><article eId="art_40"><num><b>Art. </b><b>40</b></num><heading>Andere Vertreter</heading><paragraph eId="art_40/para_1"><num>1.</num><content><p>Die Parlamentarische Versammlung des Europarats, der Menschenrechtskommissar, der Europäische Ausschuss für Strafrechtsfragen (CDPC) sowie weitere einschlägige zwischenstaatliche Ausschüsse des Europarats benennen jeweils einen Vertreter für den Ausschuss der Vertragsparteien.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_40/para_2"><num>2.</num><content><p>Das Ministerkomitee kann weitere Organe des Europarats auffordern, einen Vertreter für den Ausschuss der Vertragsparteien zu benennen, nachdem es diesen konsultiert hat.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_40/para_3"><num>3.</num><content><p>Vertreter der Zivilgesellschaft und insbesondere der nichtstaatlichen Organisationen können nach dem durch die einschlägigen Vorschriften des Europarats festgelegten Verfahren im Ausschuss der Vertragsparteien als Beobachter zugelassen werden.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_40/para_4"><num>4.</num><content><p>Die nach den Absätzen 1–3 benannten Vertreter nehmen an den Sitzungen des Ausschusses der Vertragsparteien ohne Stimmrecht teil.</p></content></paragraph></article><article eId="art_41"><num><b>Art. </b><b>41</b></num><heading>Aufgaben des Ausschusses der Vertragsparteien</heading><paragraph eId="art_41/para_1"><num>1.</num><content><p>Der Ausschuss der Vertragsparteien überwacht die Durchführung dieses Übereinkommens. In der Geschäftsordnung des Ausschusses der Vertragsparteien ist das Verfahren zur Bewertung der Durchführung des Übereinkommens festgelegt.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_41/para_2"><num>2.</num><content><p>Der Ausschuss der Vertragsparteien erleichtert die Sammlung, Analyse und den Austausch von Informationen, Erfahrungen und bewährten Verfahren zwischen den Staaten, um ihre Fähigkeit zu verbessern, sexuelle Ausbeutung und sexuellen Missbrauch von Kindern zu verhüten und zu bekämpfen.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_41/para_3"><num>3.</num><content><blockList><listIntroduction eId="art_41/para_3/listintro">Der Ausschuss der Vertragsparteien wird gegebenenfalls auch:</listIntroduction><item eId="art_41/para_3/lbl_a"><num>a) </num><p>die wirksame Anwendung und Durchführung dieses Übereinkommens erleichtern oder verbessern, einschliesslich der Feststellung aller damit zusammenhängenden Probleme sowie der Auswirkungen aller Erklärungen oder Vorbehalte zu diesem Übereinkommen;</p></item><item eId="art_41/para_3/lbl_b"><num>b) </num><p>eine Stellungnahme zu allen Fragen, welche die Anwendung dieses Übereinkommens betreffen, abgeben und den Informationsaustausch über wichtige rechtliche, politische oder technische Entwicklungen erleichtern.</p></item></blockList></content></paragraph><paragraph eId="art_41/para_4"><num>4.</num><content><p>Der Ausschuss der Vertragsparteien wird bei der Wahrnehmung seiner Aufgaben nach diesem Artikel vom Sekretariat des Europarats unterstützt.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_41/para_5"><num>5.</num><content><p>Der CDPC wird in regelmässigen Zeitabständen über die Tätigkeiten nach den Absätzen 1−3 unterrichtet.</p></content></paragraph></article></chapter><chapter eId="chap_XI"><num>Kapitel XI: </num><heading>Verhältnis zu anderen völkerrechtlichen Übereinkünften</heading><article eId="art_42"><num><b>Art. </b><b>42</b></num><heading>Verhältnis zu dem Übereinkommen der Vereinten Nationen<br/>über die Rechte des Kindes und dem Fakultativprotokoll<br/>zu jenem Übereinkommen betreffend den Verkauf von Kindern,<br/>die Kinderprostitution und die Kinderpornografie</heading><paragraph eId="art_42/para"><content><p>Dieses Übereinkommen lässt die Rechte und Pflichten aus dem Übereinkommen der Vereinten Nationen über die Rechte des Kindes und dem Fakultativprotokoll zu jenem Übereinkommen betreffend den Verkauf von Kindern, die Kinderprostitution und die Kinderpornografie unberührt; es soll den darin vorgesehenen Schutz verstärken und die darin enthaltenen Standards fortentwickeln und ergänzen.</p></content></paragraph></article><article eId="art_43"><num><b>Art. </b><b>43</b></num><heading>Verhältnis zu anderen völkerrechtlichen Übereinkünften</heading><paragraph eId="art_43/para_1"><num>1.</num><content><p>Dieses Übereinkommen lässt die Rechte und Pflichten aus anderen völkerrechtlichen Übereinkünften unberührt, denen die Vertragsparteien dieses Übereinkommens jetzt oder künftig als Vertragsparteien angehören und die Bestimmungen zu durch dieses Übereinkommen geregelten Fragen enthalten und die in grösserem Umfang Schutz und Unterstützung für Kinder, die Opfer von sexueller Ausbeutung und sexuellem Missbrauch geworden sind, gewährleisten.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_43/para_2"><num>2.</num><content><p>Die Vertragsparteien des Übereinkommens können untereinander zwei- oder mehrseitige Übereinkünfte über Fragen schliessen, die in diesem Übereinkommen geregelt sind, um seine Bestimmungen zu ergänzen oder zu verstärken oder die Anwendung der darin enthaltenen Grundsätze zu erleichtern.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_43/para_3"><num>3.</num><content><p>Unbeschadet des Ziels und Zwecks dieses Übereinkommens und seiner uneingeschränkten Anwendung gegenüber anderen Vertragsparteien wenden Vertragsparteien, die Mitglieder der Europäischen Union sind, in ihren Beziehungen untereinander die Vorschriften der Gemeinschaft und der Europäischen Union an, soweit es für die betreffende Frage Vorschriften der Gemeinschaft oder der Europäischen Union gibt und diese auf den konkreten Fall anwendbar sind.</p></content></paragraph></article></chapter><chapter eId="chap_XII"><num>Kapitel XII: </num><heading>Änderungen des Übereinkommens</heading><article eId="art_44"><num><b>Art. </b><b>44</b></num><heading>Änderungen</heading><paragraph eId="art_44/para_1"><num>1.</num><content><p>Jeder Änderungsvorschlag einer Vertragspartei zu diesem Übereinkommen wird an den Generalsekretär des Europarats übermittelt, der ihn an die Mitgliedstaaten des Europarats, jeden Unterzeichner, jeden Vertragsstaat, die Europäische Gemeinschaft, jeden nach Artikel 45 Absatz 1 zur Unterzeichnung des Übereinkommens und jeden nach Artikel 46 Absatz 1 zum Beitritt zu dem Übereinkommen eingeladenen Staat weiterleitet.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_44/para_2"><num>2.</num><content><p>Jede von einer Vertragspartei vorgeschlagene Änderung wird dem CDPC übermittelt; dieser unterbreitet dem Ministerkomitee seine Stellungnahme zu dem Änderungsvorschlag.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_44/para_3"><num>3.</num><content><p>Das Ministerkomitee prüft den Änderungsvorschlag und die vom CDPC unterbreitete Stellungnahme und kann nach Konsultation der Nichtmitgliedstaaten, die Vertragsparteien des Übereinkommens sind, die Änderung beschliessen.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_44/para_4"><num>4.</num><content><p>Der Wortlaut jeder vom Ministerkomitee nach Absatz 3 beschlossenen Änderung wird den Vertragsparteien zur Annahme übermittelt.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_44/para_5"><num>5.</num><content><p>Jede nach Absatz 3 beschlossene Änderung tritt am ersten Tag des Monats in Kraft, der auf einen Zeitabschnitt von einem Monat nach dem Tag folgt, an dem alle Vertragsparteien dem Generalsekretär mitgeteilt haben, dass sie die Änderung angenommen haben.</p></content></paragraph></article></chapter><chapter eId="chap_XIII"><num>Kapitel XIII: </num><heading>Schlussbestimmungen</heading><article eId="art_45"><num><b>Art. </b><b>45</b></num><heading>Unterzeichnung und Inkrafttreten</heading><paragraph eId="art_45/para_1"><num>1.</num><content><p>Dieses Übereinkommen liegt für die Mitgliedstaaten des Europarats, die Nichtmitgliedstaaten, die sich an seiner Ausarbeitung beteiligt haben, und für die Europäische Gemeinschaft zur Unterzeichnung auf.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_45/para_2"><num>2.</num><content><p>Dieses Übereinkommen bedarf der Ratifikation, Annahme oder Genehmigung. Die Ratifikations‑, Annahme- oder Genehmigungsurkunden werden beim Generalsekretär des Europarats hinterlegt.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_45/para_3"><num>3.</num><content><p>Dieses Übereinkommen tritt am ersten Tag des Monats in Kraft, der auf einen Zeitabschnitt von drei Monaten nach dem Tag folgt, an dem fünf Unterzeichner, darunter mindestens drei Mitgliedstaaten des Europarats, nach Absatz 2 ihre Zustimmung ausgedrückt haben, durch das Übereinkommen gebunden zu sein.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_45/para_4"><num>4.</num><content><p>Drückt ein in Absatz 1 genannter Staat oder die Europäische Gemeinschaft seine oder ihre Zustimmung, durch dieses Übereinkommen gebunden zu sein, später aus, so tritt es für ihn oder sie am ersten Tag des Monats in Kraft, der auf einen Zeitabschnitt von drei Monaten nach Hinterlegung der Ratifikations‑, Annahme- oder Genehmigungsurkunde folgt.</p></content></paragraph></article><article eId="art_46"><num><b>Art. </b><b>46</b></num><heading>Beitritt zum Übereinkommen</heading><paragraph eId="art_46/para_1"><num>1.</num><content><p>Nach Inkrafttreten dieses Übereinkommens kann das Ministerkomitee des Europarats nach Konsultation der Vertragsparteien des Übereinkommens und mit deren einhelliger Zustimmung jeden Nichtmitgliedstaat des Europarats, der sich nicht an der Ausarbeitung des Übereinkommens beteiligt hat, einladen, dem Übereinkommen beizutreten; der Beschluss dazu wird mit der in Artikel 20 Buchstabe d der Satzung des Europarats<authorialNote><p> <ref href="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/1963/772_769_797" xmlns:data="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:data" xmlns:tmp="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:temp">SR <b>0.192.030</b></ref></p></authorialNote> vorgesehenen Mehrheit und mit einhelliger Zustimmung der Vertreter der Vertragsstaaten, die Anspruch auf einen Sitz im Ministerkomitee haben, gefasst.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_46/para_2"><num>2.</num><content><p>Für jeden beitretenden Staat tritt das Übereinkommen am ersten Tag des Monats in Kraft, der auf einen Zeitabschnitt von drei Monaten nach Hinterlegung der Beitrittsurkunde beim Generalsekretär des Europarats folgt.</p></content></paragraph></article><article eId="art_47"><num><b>Art. </b><b>47</b></num><heading>Räumlicher Geltungsbereich</heading><paragraph eId="art_47/para_1"><num>1.</num><content><p>Jeder Staat oder die Europäische Gemeinschaft kann bei der Unterzeichnung oder bei der Hinterlegung der Ratifikations‑, Annahme‑, Genehmigungs- oder Beitrittsurkunde einzelne oder mehrere Hoheitsgebiete bezeichnen, auf die dieses Übereinkommen Anwendung findet.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_47/para_2"><num>2.</num><content><p>Jede Vertragspartei kann jederzeit danach durch eine an den Generalsekretär des Europarats gerichtete Erklärung die Anwendung dieses Übereinkommens auf jedes weitere in der Erklärung bezeichnete Hoheitsgebiet erstrecken, für dessen internationale Beziehungen sie verantwortlich ist oder in dessen Namen Verpflichtungen einzugehen sie ermächtigt ist. Das Übereinkommen tritt für dieses Hoheitsgebiet am ersten Tag des Monats in Kraft, der auf einen Zeitabschnitt von drei Monaten nach Eingang der Erklärung beim Generalsekretär folgt.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_47/para_3"><num>3.</num><content><p>Jede nach den Absätzen 1 und 2 abgegebene Erklärung kann in Bezug auf jedes darin bezeichnete Hoheitsgebiet durch eine an den Generalsekretär des Europarats gerichtete Notifikation zurückgenommen werden. Die Rücknahme wird am ersten Tag des Monats wirksam, der auf einen Zeitabschnitt von drei Monaten nach Eingang der Notifikation beim Generalsekretär folgt.</p></content></paragraph></article><article eId="art_48"><num><b>Art. </b><b>48</b></num><heading>Vorbehalte</heading><paragraph eId="art_48/para"><content><p>Mit Ausnahme der ausdrücklich vorgesehenen Vorbehalte sind Vorbehalte zu diesem Übereinkommen nicht zulässig. Sie können jederzeit zurückgenommen werden.</p></content></paragraph></article><article eId="art_49"><num><b>Art. </b><b>49</b></num><heading>Kündigung</heading><paragraph eId="art_49/para_1"><num>1.</num><content><p>Jede Vertragspartei kann dieses Übereinkommen jederzeit durch eine an den Generalsekretär des Europarats gerichtete Notifikation kündigen.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_49/para_2"><num>2.</num><content><p>Die Kündigung wird am ersten Tag des Monats wirksam, der auf einen Zeitabschnitt von drei Monaten nach Eingang der Notifikation beim Generalsekretär folgt.</p></content></paragraph></article><article eId="art_50"><num><b>Art. </b><b>50</b></num><heading>Notifikation</heading><paragraph eId="art_50/para"><content><blockList><listIntroduction eId="art_50/para/listintro">Der Generalsekretär des Europarats notifiziert den Mitgliedstaaten des Europarats, jedem Unterzeichnerstaat, jedem Vertragsstaat, der Europäischen Gemeinschaft, jedem nach Artikel 45 zur Unterzeichnung dieses Übereinkommens und jedem nach Artikel 46 zum Beitritt zu diesem Übereinkommen eingeladenen Staat:</listIntroduction><item eId="art_50/para/lbl_a"><num>a) </num><p>jede Unterzeichnung;</p></item><item eId="art_50/para/lbl_b"><num>b) </num><p>jede Hinterlegung einer Ratifikations-, Annahme-, Genehmigungs- oder Beitrittsurkunde;</p></item><item eId="art_50/para/lbl_c"><num>c) </num><p>jeden Zeitpunkt des Inkrafttretens dieses Übereinkommens nach den Artikeln 45 und 46;</p></item><item eId="art_50/para/lbl_d"><num>d) </num><p>jede nach Artikel 44 beschlossene Änderung sowie den Zeitpunkt, zu dem sie in Kraft tritt;</p></item><item eId="art_50/para/lbl_e"><num>e) </num><p>jeden Vorbehalt nach Artikel 48.</p></item><item eId="art_50/para/lbl_f"><num>f) </num><p>jede Kündigung nach Artikel 49;</p></item><item eId="art_50/para/lbl_g"><num>g) </num><p>jede andere Handlung, Notifikation oder Mitteilung im Zusammenhang mit dem Übereinkommen;</p></item></blockList></content></paragraph></article></chapter><signature><p><i>Zu Urkund dessen</i> haben die hierzu gehörig befugten Unterzeichneten dieses Übereinkommen unterschrieben.</p><p>Geschehen zu Lanzarote am 25. Oktober 2007 in englischer und französischer Sprache, wobei jeder Wortlaut gleichermassen verbindlich ist, in einer Urschrift, die im Archiv des Europarats hinterlegt wird. Der Generalsekretär des Europarats übermittelt allen Mitgliedstaaten des Europarats, den Nichtmitgliedstaaten, die sich an der Ausarbeitung dieses Übereinkommens beteiligt haben, der Europäischen Gemeinschaft und allen zum Beitritt zu dem Übereinkommen eingeladenen Staaten beglaubigte Abschriften.</p><p xmlns:mig="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:migration">(Es folgen die Unterschriften)</p></signature></body><components><component eId="scope_u1"><doc name="scope"><meta><identification source="#ch.bk"><FRBRWork><FRBRthis value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/2014/249/20230714/main-text"/><FRBRuri value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/2014/249/20230714"/><FRBRdate date="2014-07-01" name="jolux:dateEntryInForce"/><FRBRdate date="2007-10-25" name="jolux:dateDocument"/><FRBRdate date="2023-07-14" name="jolux:dateApplicability"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#publisher"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#rightsHolder"/><FRBRcountry value="CH"/><FRBRnumber value="0.311.40"/><FRBRname xml:lang="de" value="Übereinkommen des Europarats vom 25. Oktober 2007 zum Schutz von Kindern vor sexueller Ausbeutung und sexuellem Missbrauch" shortForm=""/><FRBRname xml:lang="fr" value="Convention du Conseil de l'Europe du 25 octobre 2007 sur la protection des enfants contre l'exploitation et les abus sexuels" shortForm=""/><FRBRname xml:lang="it" value="Convenzione del Consiglio d'Europa del 25 ottobre 2007 sulla protezione dei minori contro lo sfruttamento e l'abuso sessuali" shortForm=""/><FRBRauthoritative value="true"/></FRBRWork><FRBRExpression><FRBRthis value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/2014/249/20230714/de/main-text"/><FRBRuri value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/2014/249/20230714/de"/><FRBRdate date="2014-07-01" name="jolux:dateEntryInForce"/><FRBRdate date="2007-10-25" name="jolux:dateDocument"/><FRBRdate date="2023-07-14" name="jolux:dateApplicability"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#publisher"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#rightsHolder"/><FRBRlanguage language="de"/></FRBRExpression><FRBRManifestation><FRBRthis value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/2014/249/20230714/de/xml/main-text"/><FRBRuri value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/2014/249/20230714/de/xml"/><FRBRdate date="2014-07-01" name="jolux:dateEntryInForce"/><FRBRdate date="2007-10-25" name="jolux:dateDocument"/><FRBRdate date="2023-07-14" name="jolux:dateApplicability"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#publisher"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#rightsHolder"/><FRBRformat value="xml"/></FRBRManifestation></identification></meta><preface><container name="headerOfAnnex"><block name="heading">Geltungsbereich am 14. Juli 2023<inline name="man-font-weight-normal"><authorialNote><p>  <ref href="https://fedlex.data.admin.ch/eli/oc/2014/249" xmlns:data="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:data" xmlns:tmp="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:temp">AS <b>2014</b> 1165</ref>; <ref href="https://fedlex.data.admin.ch/eli/oc/2015/583" xmlns:data="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:data" xmlns:tmp="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:temp"><b>2015</b> 3123</ref>; <ref href="https://fedlex.data.admin.ch/eli/oc/2016/479" xmlns:data="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:data" xmlns:tmp="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:temp"><b>2016</b> 2893</ref>; <ref href="https://fedlex.data.admin.ch/eli/oc/2019/360" xmlns:data="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:data" xmlns:tmp="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:temp"><b>2019</b> 1957</ref>; <ref href="https://fedlex.data.admin.ch/eli/oc/2020/804" xmlns:data="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:data" xmlns:tmp="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:temp"><b>2020</b> 4557</ref>; <ref href="https://fedlex.data.admin.ch/eli/oc/2023/383" xmlns:data="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:data" xmlns:tmp="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:temp"><b>2023</b> 383</ref>. Eine aktualisierte Fassung des Geltungsbereichs ist auf der Publikationsplattform des Bundesrechts «Fedlex» unter folgender Adresse veröffentlicht <ref href="https://www.fedlex.admin.ch/de/treaty%20">www.fedlex.admin.ch/de/treaty</ref></p></authorialNote></inline></block></container></preface><mainBody><table border="1"><tr><th xmlns:mig="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:migration"><p>Vertragsstaaten</p></th><th xmlns:mig="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:migration"><p>Ratifikation </p><p>Beitritt (B)</p></th><th xmlns:mig="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:migration"/><th xmlns:mig="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:migration"><p>Inkrafttreten</p></th><th xmlns:mig="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:migration"/></tr><tr><th xmlns:mig="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:migration"/><th xmlns:mig="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:migration"/><th xmlns:mig="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:migration"/><th xmlns:mig="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:migration"/><th xmlns:mig="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:migration"/></tr><tr><td><p>Albanien</p></td><td><p>14. April</p></td><td><p>2009</p></td><td><p>  1. Juli</p></td><td><p>2010</p></td></tr><tr><td><p>Andorra*</p></td><td><p>30. April</p></td><td><p>2014</p></td><td><p>  1. August</p></td><td><p>2014</p></td></tr><tr><td><p>Armenien*</p></td><td><p>17. September</p></td><td><p>2020</p></td><td><p>  1. Januar</p></td><td><p>2021</p></td></tr><tr><td><p>Aserbaidschan*</p></td><td><p>19. Dezember </p></td><td><p>2019</p></td><td><p>  1. April</p></td><td><p>2020</p></td></tr><tr><td><p>Belgien* **</p></td><td><p>  8. März</p></td><td><p>2013</p></td><td><p>  1. Juli</p></td><td><p>2013</p></td></tr><tr><td><p>Bosnien und Herzegowina*</p></td><td><p>14. November</p></td><td><p>2012</p></td><td><p>  1. März</p></td><td><p>2013</p></td></tr><tr><td><p>Bulgarien*</p></td><td><p>15. Dezember</p></td><td><p>2011</p></td><td><p>  1. April</p></td><td><p>2012</p></td></tr><tr><td><p>Dänemark*</p></td><td><p>18. November</p></td><td><p>2009</p></td><td><p>  1. Juli</p></td><td><p>2010</p></td></tr><tr><td><p>Deutschland* **</p></td><td><p>18. November</p></td><td><p>2015</p></td><td><p>  1. März</p></td><td><p>2016</p></td></tr><tr><td><p>Estland*</p></td><td><p>22. November</p></td><td><p>2016</p></td><td><p>  1. März</p></td><td><p>2017</p></td></tr><tr><td><p>Finnland</p></td><td><p>  9. Juni</p></td><td><p>2011</p></td><td><p>  1. Oktober</p></td><td><p>2011</p></td></tr><tr><td><p>Frankreich*</p></td><td><p>27. September</p></td><td><p>2010</p></td><td><p>  1. Januar</p></td><td><p>2011</p></td></tr><tr><td><p>Georgien*</p></td><td><p>23. September</p></td><td><p>2014</p></td><td><p>  1. Januar</p></td><td><p>2015</p></td></tr><tr><td><p>Griechenland**</p></td><td><p>10. März</p></td><td><p>2009</p></td><td><p>  1. Juli</p></td><td><p>2010</p></td></tr><tr><td><p>Irland*</p></td><td><p>21. Dezember</p></td><td><p>2020</p></td><td><p>  1. April</p></td><td><p>2021</p></td></tr><tr><td><p>Island</p></td><td><p>20. September</p></td><td><p>2012</p></td><td><p>  1. Januar</p></td><td><p>2013</p></td></tr><tr><td><p>Italien</p></td><td><p>  3. Januar</p></td><td><p>2013</p></td><td><p>  1. Mai</p></td><td><p>2013</p></td></tr><tr><td><p>Kroatien</p></td><td><p>21. September</p></td><td><p>2011</p></td><td><p>  1. Januar</p></td><td><p>2012</p></td></tr><tr><td><p>Lettland*</p></td><td><p>18. August</p></td><td><p>2014</p></td><td><p>  1. Dezember</p></td><td><p>2014</p></td></tr><tr><td><p>Liechtenstein*</p></td><td><p>11. September</p></td><td><p>2015</p></td><td><p>  1. Januar</p></td><td><p>2016</p></td></tr><tr><td><p>Litauen</p></td><td><p>  9. April</p></td><td><p>2013</p></td><td><p>  1. August</p></td><td><p>2013</p></td></tr><tr><td><p>Luxemburg</p></td><td><p>  9. September</p></td><td><p>2011</p></td><td><p>  1. Januar</p></td><td><p>2012</p></td></tr><tr><td><p>Malta</p></td><td><p>  6. September</p></td><td><p>2010</p></td><td><p>  1. Januar</p></td><td><p>2011</p></td></tr><tr><td><p>Moldau</p></td><td><p>12. März</p></td><td><p>2012</p></td><td><p>  1. Juli</p></td><td><p>2012</p></td></tr><tr><td><p>Monaco*</p></td><td><p>  7. Oktober</p></td><td><p>2014</p></td><td><p>  1. Februar</p></td><td><p>2015</p></td></tr><tr><td><p>Montenegro*</p></td><td><p>29. November</p></td><td><p>2010</p></td><td><p>  1. März</p></td><td><p>2011</p></td></tr><tr><td><p>Niederlande*</p></td><td><p>  1. März</p></td><td><p>2010</p></td><td><p>  1. Juli</p></td><td><p>2010</p></td></tr><tr><td><p>Nordmazedonien</p></td><td><p>11. Juni</p></td><td><p>2012</p></td><td><p>  1. Oktober</p></td><td><p>2012</p></td></tr><tr><td><p>Norwegen*</p></td><td><p>13. Juni</p></td><td><p>2018</p></td><td><p>  1. Oktober</p></td><td><p>2018</p></td></tr><tr><td><p>Österreich* **</p></td><td><p>25. Februar</p></td><td><p>2011</p></td><td><p>  1. Juni</p></td><td><p>2011</p></td></tr><tr><td><p>Polen*</p></td><td><p>20. Februar</p></td><td><p>2015</p></td><td><p>  1. Juni</p></td><td><p>2015</p></td></tr><tr><td><p>Portugal</p></td><td><p>23. August</p></td><td><p>2012</p></td><td><p>  1. Dezember</p></td><td><p>2012</p></td></tr><tr><td><p>Rumänien</p></td><td><p>17. Mai</p></td><td><p>2011</p></td><td><p>  1. September</p></td><td><p>2011</p></td></tr><tr><td><p>Russland*</p></td><td><p>  9. August</p></td><td><p>2013</p></td><td><p>  1. Dezember</p></td><td><p>2013</p></td></tr><tr><td><p>San Marino</p></td><td><p>22. März</p></td><td><p>2010</p></td><td><p>  1. Juli</p></td><td><p>2010</p></td></tr><tr><td><p>Schweden*</p></td><td><p>28. Juni</p></td><td><p>2013</p></td><td><p>  1. Oktober</p></td><td><p>2013</p></td></tr><tr><td><p>Schweiz*</p></td><td><p>18. März</p></td><td><p>2014</p></td><td><p>  1. Juli</p></td><td><p>2014</p></td></tr><tr><td><p>Serbien</p></td><td><p>29. Juli</p></td><td><p>2010</p></td><td><p>  1. November</p></td><td><p>2010</p></td></tr><tr><td><p>Slowakei*</p></td><td><p>  1. März</p></td><td><p>2016</p></td><td><p>  1. Juli</p></td><td><p>2016</p></td></tr><tr><td><p>Slowenien*</p></td><td><p>26. September</p></td><td><p>2013</p></td><td><p>  1. Januar</p></td><td><p>2014</p></td></tr><tr><td><p>Spanien*</p></td><td><p>  5. August</p></td><td><p>2010</p></td><td><p>  1. Dezember</p></td><td><p>2010</p></td></tr><tr><td><p>Tschechische Republik*</p></td><td><p>  2. Mai</p></td><td><p>2016</p></td><td><p>  1. September</p></td><td><p>2016</p></td></tr><tr><td><p>Tunesien*</p></td><td><p>15. Oktober</p></td><td><p>2019 B</p></td><td><p>  1. Februar</p></td><td><p>2020</p></td></tr><tr><td><p>Türkei</p></td><td><p>  7. Dezember</p></td><td><p>2011</p></td><td><p>  1. April</p></td><td><p>2012</p></td></tr><tr><td><p>Ukraine*</p></td><td><p>27. August</p></td><td><p>2012</p></td><td><p>  1. Dezember</p></td><td><p>2012</p></td></tr><tr><td><p>Ungarn*</p></td><td><p>  3. August</p></td><td><p>2015</p></td><td><p>  1. Dezember</p></td><td><p>2015</p></td></tr><tr><td><p>Vereinigtes Königreich*</p></td><td><p>20. Juni</p></td><td><p>2018</p></td><td><p>  1. Oktober</p></td><td><p>2018</p></td></tr><tr><td><p>Zypern</p></td><td><p>12. Februar</p></td><td><p>2015</p></td><td><p>  1. Juni</p></td><td><p>2015</p></td></tr><tr><td/><td/><td/><td/><td/></tr><tr><td colspan="5"><blockList><item><num>* </num><p>Vorbehalte und Erklärungen.</p></item><item><num>** </num><p>Einwendungen.</p></item><item><num/><p>Die Vorbehalte, Erklärungen und Einwendungen werden in der AS nicht veröffentlicht, mit Ausnahme der Vorbehalte und Erklärungen der Schweiz.. Die französischen und englischen Texte können auf der Internetseite des Europarates: <ref href="http://www.coe.int">www.coe.int</ref> &gt; Deutsch &gt; Mehr &gt; Vertragsbüro &gt; Gesamtverzeichnis eingesehen oder bei der Direktion für Völkerrecht, Sektion Staatsverträge, 3003 Bern, bezogen werden.</p></item></blockList></td></tr></table></mainBody></doc></component><component eId="decl_u2"><doc name="declaration"><meta><identification source="#ch.bk"><FRBRWork><FRBRthis value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/2014/249/20230714/main-text"/><FRBRuri value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/2014/249/20230714"/><FRBRdate date="2014-07-01" name="jolux:dateEntryInForce"/><FRBRdate date="2007-10-25" name="jolux:dateDocument"/><FRBRdate date="2023-07-14" name="jolux:dateApplicability"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#publisher"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#rightsHolder"/><FRBRcountry value="CH"/><FRBRnumber value="0.311.40"/><FRBRname xml:lang="de" value="Übereinkommen des Europarats vom 25. Oktober 2007 zum Schutz von Kindern vor sexueller Ausbeutung und sexuellem Missbrauch" shortForm=""/><FRBRname xml:lang="fr" value="Convention du Conseil de l'Europe du 25 octobre 2007 sur la protection des enfants contre l'exploitation et les abus sexuels" shortForm=""/><FRBRname xml:lang="it" value="Convenzione del Consiglio d'Europa del 25 ottobre 2007 sulla protezione dei minori contro lo sfruttamento e l'abuso sessuali" shortForm=""/><FRBRauthoritative value="true"/></FRBRWork><FRBRExpression><FRBRthis value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/2014/249/20230714/de/main-text"/><FRBRuri value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/2014/249/20230714/de"/><FRBRdate date="2014-07-01" name="jolux:dateEntryInForce"/><FRBRdate date="2007-10-25" name="jolux:dateDocument"/><FRBRdate date="2023-07-14" name="jolux:dateApplicability"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#publisher"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#rightsHolder"/><FRBRlanguage language="de"/></FRBRExpression><FRBRManifestation><FRBRthis value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/2014/249/20230714/de/xml/main-text"/><FRBRuri value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/2014/249/20230714/de/xml"/><FRBRdate date="2014-07-01" name="jolux:dateEntryInForce"/><FRBRdate date="2007-10-25" name="jolux:dateDocument"/><FRBRdate date="2023-07-14" name="jolux:dateApplicability"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#publisher"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#rightsHolder"/><FRBRformat value="xml"/></FRBRManifestation></identification></meta><preface><container name="headerOfAnnex"><block name="heading">Vorbehalte und Erklärungen</block></container></preface><mainBody><p>Schweiz</p><p xmlns:mig="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:migration">Vorbehalt zu Artikel 20 Absatz 1 Buchstaben a und e</p><p>Gestützt auf Artikel 20 Absatz 3 zweiter Anstrich behält sich die Schweiz das Recht vor, Artikel 20 Absatz 1 Buchstaben a und e nicht anzuwenden auf die Herstellung und den Besitz pornografischen Materials, in dem Kinder dargestellt werden, die das länderspezifische Mündigkeitsalter erreicht haben, wenn diese Bilder von ihnen mit ihrer Zustimmung und allein zu ihrem persönlichen Gebrauch hergestellt worden sind und sich in ihrem Besitz befinden.</p><p xmlns:mig="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:migration">Vorbehalt zu Artikel 24 Absatz 2</p><p>Gestützt auf Artikel 24 Absatz 3 behält sich die Schweiz das Recht vor, Artikel 24 Absatz 2 nicht anzuwenden auf den Versuch einer Straftat nach Artikel 23.</p><p xmlns:mig="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:migration">Vorbehalt zu Artikel 25 Absatz 1 Buchstabe e</p><p>Gestützt auf Artikel 25 Absatz 3 behält sich die Schweiz das Recht vor, Artikel 25 Absatz 1 Buchstabe e nicht anzuwenden.</p><p xmlns:mig="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:migration">Mitteilung nach Artikel 37 Absatz 2</p><p>Zuständige Behörde für die Entgegennahme und Aufbewahrung von Daten nach Artikel 37 Absatz 1 ist das Bundesamt für Polizei (fedpol) des Eidgenössischen Justiz- und Polizeidepartements, Nussbaumstrasse 29, 3003 Bern.</p></mainBody></doc></component></components></act></akomaNtoso>