<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2005.00326</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=205408&amp;W10_KEY=13013563&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2005.00326</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 24.10.2005</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">3. Abteilung/Einzelrichter</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Das Bundesgericht ist auf eine Verwaltungsgerichtsbeschwerde gegen diesen Entscheid am 27.01.2006 nicht eingetreten.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Abgaberecht ohne Steuern</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Gebühren infolge Fahrens ohne gültigen Fahrausweis</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Zuschlagstaxe infolge Fahrens ohne gültigen Fahrausweis Die Auferlegung einer Zuschlagstaxe knüpft allein an das Fehlen einer gültigen Fahrkarte an. Die Umstände und Motive, die zur Fahrt ohne gültigen Fahrausweis führen, haben für die Beurteilung der streitigen verwaltungsrechtlichen Frage keinerlei Bedeutung. Ein Verschulden ist nur für eine strafrechtliche Verurteilung zu einer Busse vorausgesetzt, nicht jedoch für die Erhebung einer Zusatztaxe (E. 4). Abweisung.</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: FAHRAUSWEIS (BILLETT)">FAHRAUSWEIS (BILLETT)</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: Abgaberecht ST: GEBÃHREN">GEBÃHREN</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: VERKEHRSVERBUND">VERKEHRSVERBUND</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ZUSCHLAGSTAXE (ÃV)">ZUSCHLAGSTAXE (ÃV)</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade">Art. 16 Abs. I TG</span><br/><span class="gerade">Art. 16 Abs. II TG</span><br/><span class="ungerade">Art. 51 Abs. I TG</span><br/><span class="gerade">Art. 1 TV</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 4 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Sachverhalt1"><b>I. </b> </p> <p class="Sachverhalt2"><b>A. </b>Am 8. August 2004 benutzte A ein Fahrzeug der Verkehrsbetriebe der Stadt ZÃ¼rich (VBZ). Bei der Fahrausweiskontrolle konnte er keinen gÃ¼ltigen Fahrausweis vorweisen. Da er keinen amtlichen Ausweis vorlegen konnte und auch die Bezahlung einer Zuschlagstaxe von Fr. 80.- verweigerte, boten die VBZ die Stadtpolizei zur Feststellung der Personalien auf. A bezahlte den von ihm verlangten Taxzuschlag auch innert der hierfÃ¼r vorgesehenen Frist von zehn Tagen nicht, worauf die VBZ nach erfolgloser Mahnung am 21. September 2004 eine kostenpflichtige VerfÃ¼gung erliess. Damit wurden ihm die Zuschlagstaxe sowie Bearbeitungs- und InkassogebÃ¼hren in der HÃ¶he von insgesamt Fr. 430.- auferlegt. </p> <p class="Urteilstext">Zwischenzeitlich bestrafte ihn der Polizeirichter der Stadt ZÃ¼rich mit VerfÃ¼gung vom 1. September 2004 wegen BenÃ¼tzung eines Wagens der VBZ ohne gÃ¼ltige Fahrkarte (Art. 51 Abs. 1 des Transportgesetzes vom 4. Oktober 1984 [TG]; Art. 1 der Transportverordnung vom 5. November 1986 [TV]) mit einer Busse von Fr. 100.-. </p> <p class="Sachverhalt2"><b>B. </b>Gegen die VerfÃ¼gung der VBZ vom 21. September 2004 erhob A am 18. Oktober 2004 Einsprache beim Stadtrat von ZÃ¼rich, welcher diese am 9. Februar 2004 abwies.</p> <p class="Sachverhalt1"><b>II. </b> </p> <p class="Urteilstext">Am 22. MÃ¤rz 2005 rekurrierte A hiergegen an den Bezirksrat ZÃ¼rich. Dieser lehnte sein Rechtsmittel am 7. Juli 2005 ab.</p> <p class="Sachverhalt1"><b>III. </b> </p> <p class="Urteilstext">Am 3. August 2005 erklÃ¤rte A dem Verwaltungsgericht, dass er gegen den Beschluss des Bezirksrats Beschwerde erhebe. Gleichzeitig beantragte er, ihm sei die Beschwerdefrist von 30 auf mindestens 90 Tage zu verlÃ¤ngern.</p> <p class="Urteilstext">Mit PrÃ¤sidialverfÃ¼gung vom 11. August 2005 wies der zustÃ¤ndige AbteilungsprÃ¤sident des Verwaltungsgerichts A darauf hin, dass die Erstreckung einer Rechtsmittelfrist nicht zulÃ¤ssig sei, die Beschwerdefrist wegen der Gerichtsferien aber erst am 19. September 2005 enden wÃ¼rde. Er sei aufgefordert, bis zu jenem Zeitpunkt eine verbesserte Beschwerdeschrift, welche einen Antrag und eine BegrÃ¼ndung enthalte, einzureichen, ansonsten auf die Beschwerde nicht eingetreten wÃ¼rde. </p> <p class="Urteilstext">Am 19. September 2005 reichte A eine verbesserte Beschwerdeschrift ein. Er beantragte, die Aufhebung des Beschlusses des Bezirksrats ZÃ¼rich vom 7. Juli 2005. Es seien alle von der Fahrausweiskontrolle vom 8. August 2004 abgeleiteten Forderungen seitens der VBZ und der Verwaltung fallen zu lassen. Zudem forderte er, dass die der Firma D dadurch entstandene Unbill von Fr. 962.50 geeignet zu entschÃ¤digen sei.</p> <p class="Urteilstext">Da sich A weigerte, den angefochtenen Bezirksratsbeschluss einzureichen, wurde dieser beim Bezirksrat ZÃ¼rich angefordert.</p> <p class="Einzug1"><span>Die Einzelrichter</span><span>in</span><span> zieht in ErwÃ¤gung:</span></p> <p class="Erwgung1"><b>1. </b> </p> <p class="Erwgung2">Das Verwaltungsgericht ist zur Beurteilung der vorliegenden Abgabestreitigkeit funktionell und sachlich zustÃ¤ndig (§ 19c Abs. 2 und § 41 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 [VRG]). Da der Streitwert Fr. 20'000.- offensichtlich nicht erreicht, fÃ¤llt die Beurteilung der Beschwerde in die einzelrichterliche ZustÃ¤ndigkeit (§ 38 Abs. 2 VRG).</p> <p class="Erwgung1"><b>2. </b> </p> <p class="Erwgung2">Reisende mÃ¼ssen einen gÃ¼ltigen Fahrausweis besitzen, ihn fÃ¼r die Dauer der Fahrt aufbewahren und auf Verlangen jedem mit der Kontrolle betrauten Bediensteten vorweisen (Art. 1 Abs. 1 TV). Ohne gÃ¼ltigen Fahrausweis haben sie ausser dem Fahrpreis einen Zuschlag zu bezahlen (Art. 16 Abs. 1 Satz 1 TG). Die Tarife legen die HÃ¶he des Zuschlags fest und regeln die AusnahmefÃ¤lle und die RÃ¼ckerstattung (Art. 16 Abs. 2 TG). </p> <p class="Urteilstext">Im Bereich des ZÃ¼rcher Verkehrsverbundes gilt vorliegend der Verbundtarif gemÃ¤ss dem Beschluss des Verkehrsrates vom 11. September 2003 (Amtsblatt des Kantons ZÃ¼rich 2003, S. 2130). GemÃ¤ss Ziffer 4.820 des Verbundtarifs betrÃ¤gt die Zuschlagstaxe Fr. 80.-, die ZuschlagsgebÃ¼hr fÃ¼r Mahnung/VerfÃ¼gung gemÃ¤ss Ziffer 4.832 Fr. 50.- und jene fÃ¼r die Erstellung eines Strafantrags/Strafanzeige gemÃ¤ss Ziffer 4.833 Fr. 50.-. FÃ¼r zusÃ¤tzlichen Aufwand, der durch die GebÃ¼hren gemÃ¤ss Ziffer 4.82 und 4.83 nicht gedeckt ist, kann ausserdem eine GebÃ¼hr von Fr. 25.- je angebrochene Viertelstunde in Rechnung gestellt werden (vgl. Verbundtarif Ziffer 4.837).</p> <p class="Erwgung1"><b>3. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>3.1 </b> Der Bezirksrat erwog, dass bereits der Umstand, dass der Rekurrent ohne gÃ¼ltigen Fahrausweis einen Bus der VBZ benÃ¼tzt habe, genÃ¼ge fÃ¼r die Auferlegung der von der VBZ erhobenen Zuschlagstaxe. Da diese einzig an das Fehlen einer gÃ¼ltigen Fahrkarte anknÃ¼pfe, komme es auf das Verschulden des Rekurrenten bzw. die weiteren UmstÃ¤nde nicht an. Der Taxzuschlag sei deshalb zu Recht erhoben worden. Auch die HÃ¶he der erhobenen GebÃ¼hren im Umfang von insgesamt Fr. 430.- befand der Bezirksrat angesichts der der VBZ entstanden Umtriebe als gesetzmÃ¤ssig.</p> <p class="Erwgung2"><b>3.2 </b>Der BeschwerdefÃ¼hrer rÃ¤umt ein, dass er die Buslinie 01 am 8. August 2004 ohne gÃ¼ltigen Fahrausweis benÃ¼tzt hat. Er macht jedoch geltend, dass dies weder fahrlÃ¤ssig noch vorsÃ¤tzlich geschehen sei. Vielmehr habe er sich kurzfristig entschieden, mit dem Bus zum Bahnhof zu fahren, statt das Fahrrad zu benÃ¼tzen. Dieser kurzfristige Meinungsumschwung habe es ihm verunmÃ¶glicht, eine ZVV-Karte zu lÃ¶sen. Weiter bringt er vor, dass er die Fahrt aus werbetechnischen GrÃ¼nden unternommen habe. Ausserdem hÃ¤tte er anschliessend an die Busfahrt eine Fahrkarte fÃ¼r ein Ã¼berregionales Ausflugsziel gekauft, so dass ihm diese Busfahrt als Freifahrt hÃ¤tte erkannt werden mÃ¼ssen.</p> <p class="Erwgung1"><b>4. </b> </p> <p class="Urteilstext">Wie der Bezirksrat zutreffend ausfÃ¼hrte, knÃ¼pft die Auferlegung einer Zuschlagstaxe allein an das Fehlen einer gÃ¼ltigen Fahrkarte an (vgl. VGr, 13. November 2002, VB.2002.00253; VGr, 13. August 2004, VB.2004.00209). Entgegen der Ansicht des BeschwerdefÃ¼hrers haben die UmstÃ¤nde und Motive, die zur Fahrt ohne gÃ¼ltigen Fahrausweis fÃ¼hren, fÃ¼r die Beurteilung der hier streitigen verwaltungsrechtlichen Frage deshalb keinerlei Bedeutung. Ein Verschulden ist nur fÃ¼r eine strafrechtliche Verurteilung zu einer Busse nach Art. 51 Abs. 1 lit. b TG vorausgesetzt, nicht jedoch fÃ¼r die Erhebung einer Zusatztaxe nach Art. 16 Abs. 1 Satz 1 TG. Da der BeschwerdefÃ¼hrer die Buslinie 01 unstrittig ohne gÃ¼ltige Fahrkarte benÃ¼tzt hat, erÃ¼brigt sich somit eine Auseinandersetzung mit seinen Vorbringen. </p> <p class="Erwgung1"><b>5. </b> </p> <p class="Urteilstext">Der Beschluss des Bezirksrats erweist sich demnach als rechtmÃ¤ssig. Die Beschwerde ist abzuweisen. AusgangsgemÃ¤ss sind die Verfahrenskosten dem BeschwerdefÃ¼hrer aufzuerlegen (§ 70 in Verbindung mit § 13 Abs. 2 VRG). Eine EntschÃ¤digung steht ihm als unterliegender Partei von vornherein nicht zu (§ 17 Abs. 2 VRG).</p> <p class="Einzug1"><span>DemgemÃ¤ss </span><span><a id="Text25"></a>entscheidet</span><span> </span><span>die Einzelrichter</span><span>in</span><span>:</span></p> <p class="Einzug2"><span>1. Die Beschwerde wird abgewiesen.</span></p> <p class="Einzug2"><span>2. Die GerichtsgebÃ¼hr wird festgesetzt auf <br/> Fr. 500.--; die Ã¼brigen Kosten betragen:<br/> Fr. 60.-- Zustellungskosten,<br/> Fr. 560.-- Total der Kosten.</span></p> <p class="Einzug2"><span>3. Die Gerichtskosten werden dem BeschwerdefÃ¼hrer auferlegt.</span></p> <p class="Einzug2"><span>4. Es wird keine ParteientschÃ¤digung zugesprochen.</span></p> <p class="Einzug2"><span>5. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen, von der Zustellung an gerechnet, Verwaltungsgerichtsbeschwerde beim Bundesgericht erhoben werden.</span></p> <p class="Urteilstext">6. Mitteilung an â¦</p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>