A bteilung V E -651/2007 koh/bos {T 0/2} U rte il v o m 1 1 . S e p te m b e r 2 0 0 7 R ichterin Therese Kojic (Vorsitz), R ichterin C hrista Luterbacher, R ichter Beat W eber, G erichtsschreiberin Sandra Bodenm ann. A ._______, geboren (...), Staatszugehörigkeit unbekannt (angeblich Elfenbeinküste), w ohnhaft (...), vertreten durch lic. iur. M atthias M ünger, (...) Beschw erdeführer, gegen B undesam t für M igration (B FM ), Q uellenw eg 6, 3003 Bern, Vorinstanz. Verfügung vom 17. Januar 2007 in Sachen N ichteintreten auf Asylgesuch und W egw eisung (A rt. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG ) / N _______. B u n d e s v e rw a ltu n g s g e ric h t T rib u n a l a d m in is tra tif fé d é ra l T rib u n a le a m m in is tra tiv o fe d e ra le T rib u n a l a d m in is tra tiv fe d e ra l B esetzung P arteien G egenstandE -651/2007 D as B undesverw altungsgericht stellt fest und erw ägt: dass der dam als noch m inderjährige Beschw erdeführer - w elcher ge- m äss eigenen Angaben in Abidjan, Elfenbeinküste, geboren ist und seit seinem zw eiten Altersjahr in Kankan, G uinea, gelebt hat - am 10. Juli 2006 G uinea verlassen hat, nach einer dreiw öchigen Bootsfahrt über Italien in die Schw eiz eingereist ist und am 6. August 2006 ein Asylgesuch eingereicht hat, dass er am 10. August 2006 im Em pfangs- und Verfahrenszentrum (EVZ) des BFM in Vallorbe zu seinen Ausreise- und Asylgründen sum - m arisch befragt w urde und dabei w eder einen R eisepass noch einen Identitätsausw eis abgab, dass ihm im EVZ ein Inform ationsblatt ausgehändigt w urde, in w el- chem er zur H erausgabe von Identitätsdokum enten innerhalb von 48 Stunden aufgefordert w urde, dass dem Beschw erdeführer als unbegleitetem m inderjährigem Asyl- suchenden gem äss M andatsanzeige vom 15. Septem ber 2006 auf- grund einer vertraglichen Vereinbarung m it dem Kanton (...) eine rechtskundige Vertrauensperson beigeordnet w urde, w elche m it der W ahrung seiner Interessen beauftragt w urde, dass der Beschw erdeführer am 15. Septem ber 2006 von den zuständi- gen Behörden des Kantons (...) einlässlich zu seinen Asylgründen befragt und dabei durch eine Vertreterin (N am e der R echtsberatungs- stelle) begleitet und vertreten w urde, dass der Beschw erdeführer zur Begründung seines Asylgesuches im W esentlichen vortrug, er sei im Alter von zw ei Jahren von einem O nkel (m ütterlicherseits) m uslim ischen G laubens adoptiert, nach G uinea ge- bracht und m uslim isch erzogen w orden, nachdem sein ivorischer Vater christlichen G laubens verstorben sei, dass seine M utter und sein Bruder im Jahre 2004 anlässlich der krie- gerischen Auseinandersetzungen in der Elfenbeinküste gestorben sei- en, dass er selbst erst M itte 2006 erfahren habe, dass er aufgrund seiner väterlichen Abstam m ung eigentlich C hrist sei, S eite 2E -651/2007 dass seine Freundin schw anger gew orden sei und sein O nkel und Adoptivvater ihn dieser Schw ängerung bezichtigt habe und in der Fol- ge nach seinem Leben getrachtet habe, dass der Beschw erdeführer w eder m it den ivorischen noch m it den guineischen Behörden jem als Problem e gehabt habe, dass sich der Beschw erdeführer aus Angst vor den Ü bergriffen seitens seines O nkels zur Ausreise aus G uinea entschieden habe, dass das BFM m it Verfügung vom 17. Januar 2007 - eröffnet am fol- genden Tag - in Anw endung von A rt. 32 Abs. 2 Bst. a des Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 (AsylG , SR 142.31) auf das Asylgesuch nicht eintrat und die W egw eisung aus der Schw eiz sow ie deren Vollzug anordnete, dass das BFM zur Begründung des N ichteintretens auf das Asylge- such zusam m enfassend festhielt, der Beschw erdeführer habe innert 48 Stunden nach G esuchseinreichung keine R eise- oder Identitätspa- piere abgegeben und keine entschuldbaren G ründe dafür glaubhaft gem acht, dass er zudem die Flüchtlingseigenschaft gem äss A rt. 3 und 7 AsylG nicht erfülle, und zusätzliche Abklärungen zur Feststellung der Flücht- lingseigenschaft oder eines W egw eisungsvollzugshindernisses in sei- nem Fall aufgrund der Aktenlage nicht erforderlich seien, dass der - inzw ischen volljährig gew ordene - Beschw erdeführer am 25. Januar 2007 (Poststem pel) durch seinen R echtsvertreter beim Bun- desverw altungsgericht eine Beschw erde einreichen und darin beantra- gen liess, es sei der N ichteintretensentscheid des BFM vom 17. Janu- ar 2007 aufzuheben und die Vorinstanz anzuw eisen, das ordentliche Asylverfahren durchzuführen, dass er daneben in verfahrensrechtlicher H insicht um G ew ährung der unentgeltlichen R echtspflege ersuchen liess, dass das Bundesverw altungsgericht m it Zw ischenverfügung vom 31. Januar 2007 das G esuch um unentgeltliche R echtspflege guthiess und auf die Erhebung eines Kostenvorschusses verzichtete, dass das BFM in seiner Vernehm lassung vom 5. Februar 2007 ohne ergänzende Ausführungen die Abw eisung der Beschw erde beantragt, S eite 3E -651/2007 und zieht in Erw ägung, dass das Bundesverw altungsgericht endgültig über Beschw erden ge- gen Verfügungen (A rt. 5 des Bundesgesetzes vom 20. D ezem ber 1968 über das Verw altungsverfahren [Vw VG , SR 172.021]) des BFM auf dem G ebiet des Asyls entscheidet (A rt. 105 Abs. 1 AsylG i.V.m . A rt. 31 - 34 des Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesverw al- tungsgericht [Verw altungsgerichtsgesetz, VG G , SR 173.32]; A rt. 83 Bst. d Ziff. 1 des Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundes- gericht [Bundesgerichtsgesetz, BG G , SR 173.110]), dass der Beschw erdeführer am Verfahren vor dem BFM teilgenom m en hat, durch die angefochtene Verfügung besonders berührt ist, ein schutzw ürdiges Interesse an deren Aufhebung beziehungsw eise Ände- rung hat und daher zur Einreichung der Beschw erde legitim iert ist (A rt. 6 AsylG i.V.m . A rt. 48 Abs. 1 Vw VG ), dass auf die frist- und form gerecht eingereichte Beschw erde einzutre- ten ist (A rt. 108a AsylG sow ie A rt. 6 AsylG i.V.m . A rt. 52 Vw VG ), dass m it Beschw erde an das Bundesverw altungsgericht die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts und die U nangem essenheit gerügt w erden können (A rt. 106 Abs. 1 AsylG ), dass die vorliegend zu beurteilende Beschw erde sich gegen eine Ver- fügung richtet, laut deren D ispositiv das BFM auf das Asylgesuch des Beschw erdeführers nicht eingetreten ist (Ziffer 1 des Verfügungsdispo- sitivs), dass bei Beschw erden gegen N ichteintretensentscheide, m it denen es das BFM der Form nach ablehnt, das Asylgesuch auf seine Begründet- heit hin zu überprüfen (A rt. 32-35 AsylG ), die Beurteilungskom petenz der Beschw erdeinstanz grundsätzlich auf die Frage beschränkt ist, ob die Vorinstanz zu R echt auf das Asylgesuch nicht eingetreten ist, dass dem entsprechend im Fall der Begründetheit des R echtsm ittels die angefochtene Verfügung aufzuheben und die Sache zu neuer Ent- scheidung an die Vorinstanz zurückzuw eisen ist (vgl. Entscheidungen S eite 4E -651/2007 und M itteilungen der Schw eizerischen Asylrekurskom m ission [EM AR K] 2004 N r. 34 E. 2.1. S. 240 f.), dass bei dem am 1. Januar 2007 in Kraft getretenen N ichteintretenstat- bestand von A rt. 32 Abs. 2 Bst. a (und Abs. 3) AsylG , auf w elchen sich die hier angefochtene Verfügung stützt, die Besonderheit besteht, dass das BFM im R ahm en einer sum m arischen Prüfung das offenkundige N ichterfüllen der Flüchtlingseigenschaft im Sinne von A rt. 3 AsylG und das offenkundige Fehlen von W egw eisungsvollzugshindernissen zu beurteilen hat (vgl. A rt. 32 Abs. 3 Bstn. b und c AsylG ), w eshalb inso- w eit bei dagegen erhobenen Beschw erden auch die Flüchtlingseigen- schaft Prozessgegenstand bildet (vgl. zur Publikation vorgesehenes U rteil D -688/2007 vom 11. Juli 2007 E. 2.1), dass in der Frage der W egw eisung und deren Vollzugs die Beurtei- lungszuständigkeit des Bundesverw altungsgerichts nicht beschränkt ist, zum al sich das BFM diesbezüglich gem äss A rt. 44 AsylG in Verbin- dung m it A rt. 14a des Bundesgesetzes vom 26. M ärz 1931 über Auf- enthalt und N iederlassung der Ausländer (AN AG , SR 142.20) auch m ateriell zur Sache zu äussern hatte, dass die vorliegende Beschw erde - w ie sich aus den nachstehenden Erw ägungen ergibt und w as entgegen dem unten zur unentgeltlichen R echtspflege G esagten nach Stand der R echtsprechung zum Zeit- punkt der U rteilsfällung zu beurteilen ist - offensichtlich unbegründet ist, w eshalb der Beschw erdeentscheid lediglich sum m arisch zu be- gründen ist (A rt. 111 Abs. 3 AsylG ), dass auf ein Asylgesuch nicht eingetreten w ird, w enn Asylsuchende den Behörden nicht innerhalb von 48 Stunden nach Einreichung des G esuchs R eise- oder Identitätspapiere abgeben (A rt. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG ), dass diese Bestim m ung jedoch keine Anw endung findet, w enn Asylsu- chende glaubhaft m achen können, dass sie aus entschuldbaren G rün- den dazu nicht in der Lage sind (A rt. 32 Abs. 3 Bst. a AsylG ), oder w enn auf G rund der Anhörung sow ie gestützt auf die A rt. 3 und 7 AsylG die Flüchtlingseigenschaft festgestellt w ird (A rt. 32 Abs. 3 Bst. b AsylG ) oder w enn sich auf G rund der Anhörung die N otw endigkeit zu- sätzlicher Abklärungen zur Feststellung der Flüchtlingseigenschaft oder eines W egw eisungsvollzugshindernisses erw eist (A rt. 32 Abs. 3 Bst. c AsylG ), S eite 5E -651/2007 dass vorliegend die N ichtabgabe von R eise- oder Identitätspapieren im Sinne von A rt. 32 Abs. 2 Bst. a und Abs. 3 Bst. a AsylG innerhalb von 48 Stunden nach Einreichung des Asylgesuches sachverhaltsm ässig klar erstellt ist und dies vom Beschw erdeführer nicht bestritten w ird, dass der Beschw erdeführer im EVZ keinerlei R eise- oder Identitätspa- piere abgegeben hat und dabei vorbrachte, niem als solche besessen zu haben (vgl. A1, S. 3 und 4), dass som it feststeht, dass der Beschw erdeführer keine D okum ente eingereicht hat, die die einw andfreie Feststellung seiner Identität er- lauben (vgl. zur Publikation vorgesehenes U rteil BVG E D -2279/2007 vom 11. Juli 2007 E. 4-6), dass der Beschw erdeführer keine entschuldbaren G ründe für die N ichtabgabe eines bew eistauglichen Identitätsdokum ents innerhalb der Frist von 48 Stunden nach Einreichen des Asylgesuchs nam haft zu m achen verm ag, dass seine Version, w onach er niem als R eise- oder Identitätspapiere besessen habe und anlässlich seiner R eise nach Europa niem als von den G renzbehörden kontrolliert w orden sei (vgl. A1, S. 7f. und A10, S. 9f.), w enig glaubhaft anm utet, dass vielm ehr davon auszugehen ist, der Beschw erdeführer enthalte die D okum ente, die ihm das Passieren der G renzkontrollen erm öglicht haben, den schw eizerischen Behörden bew usst vor, dass der Beschw erdeführer in seiner R echtsm itteleingabe zw ar vor- trägt, das Fehlen von R eise- und Identitätspapieren spreche nicht ge- gen das Vorliegen der Flüchtlingseigenschaft, jedoch keinerlei Ausfüh- rungen m acht, die im Sinne von entschuldbaren G ründen für die N icht- einreichung entsprechender Papiere zu prüfen w ären, dass der Beschw erdeführer som it nicht glaubhaft darzulegen verm ag, dass er durch nicht selbst zu verantw ortende U m stände an der unver- züglichen Einreichung von R eise- oder Identitätspapieren im Sinne von A rt. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG gehindert w orden w äre (vgl. A rt. 32 Abs. 3 Bst. a AsylG ), dass sodann aufgrund der vorliegenden Aktenlage, nam entlich den im EVZ und durch die kantonalen Behörden durchgeführten Anhörungen S eite 6E -651/2007 seitens des BFM im R ahm en einer bloss sum m arischen Prüfung der Schluss gezogen w erden konnte, dass - unter Verzicht auf zusätzliche tatbeständliche oder rechtliche Abklärungen - der Beschw erdeführer die Flüchtlingseigenschaft offensichtlich nicht erfüllt, und ebenso offen- sichtlich dem W egw eisungsvollzug keine H indernisse entgegen stehen (A rt. 32 Abs. 3 Bst. b und c AsylG ), dass das BFM in der Entscheidbegründung zu R echt ausführt, es sei von G uinea als H erkunftsstaat des Beschw erdeführers auszugehen, dass der U m stand, w onach der Beschw erdeführer im Alter von zw ei Jahren seinen G eburtsort in der Elfenbeinküste verlassen haben, von einem O nkel in G uinea adoptiert w orden und dort aufgew achsen sein w ill, diese Annahm e w eiter unterm auert, w eshalb im Folgenden von G uinea als H erkunftsstaat des Beschw erdeführers auszugehen ist, dass das BFM in der w eiteren Entscheidbegründung zutreffend fest- hält, der Beschw erdeführer erfülle die Flüchtlingseigenschaft gem äss A rt. 3 und 7 AsylG nicht, w obei angesichts der entsprechenden Erw ä- gungen, nam entlich bezüglich der oberflächlichen Beschreibung der Vorkom m nisse im Zusam m enhang m it den behaupteten Verfolgungs- m assnahm en seitens seines Adoptivvaters, davon auszugehen ist, dass das Bundesam t vom offenkundigen Fehlen der Flüchtlingseigen- schaft respektive von W egw eisungshindernissen ausgegangen ist (vgl. hierzu zur Publikation vorgesehenes U rteil BVG E D -688/2007 vom 11. Juli 2007 E. 5.6.4 und 5.6.6), dass diesbezüglich zur Verm eidung von W iederholungen vorab auf die im W esentlichen zutreffenden Erw ägungen in der angefochtenen Ver- fügung zu verw eisen ist, dass die vorstehend erw ähnten Asylgründe - ungeachtet ihrer U nsub- stanziiertheit - ohnehin m angels R elevanz offensichtlich nicht geeignet sind, die Flüchtlingseigenschaft des Beschw erdeführers zu bejahen, dass im Zentrum der Asylbegründung des Beschw erdeführers dessen Befürchtung steht, w egen einer ihm unterstellten Vaterschaft nam ent- lich seitens seines Adoptivvaters oder anderer D orfbew ohner N achtei- le zu erleiden, S eite 7E -651/2007 dass es sich hierbei um Ü bergriffe nichtstaatlicher Akteure handeln w ürde, vor w elchen der Beschw erdeführer jedoch in seinem H erkunfts- land hinreichend geschützt w äre, dass der Beschw erdeführer nicht explizit oder auch nur ansatzw eise ausführt, w eshalb er nicht von der Existenz w irksam er staatlicher Schutzm echanism en in G uinea ausgehen könne, dass vorliegend w eder objektive noch subjektive G ründe gegen eine Inanspruchnahm e dieses Schutzes durch den Beschw erdeführer zu erkennen sind (vgl. EM AR K 2006 N r. 18 E. 10.3.2. S. 203), auch w enn das Bundesverw altungsgericht nicht verkennt, dass sich die allgem ei- ne Lage in G uinea angesichts der desolaten W irtschaftslage, der be- kannten D efizite im Bereich der M enschenrechte und der U nruhen im Zusam m enhang m it dem zu Jahresbeginn ausgebrochenen landesw ei- ten G eneralstreik als schw ierig erw eist, dass der Beschw erdeführer nach eigenen Angaben die Behörden sei- nes H eim at- beziehungsw eise H erkunftsstaates niem als um Schutz vor Ü bergriffen seitens Privater auf seine Person ersucht hat, w obei sein diesbezüglicher pauschal vorgetragener E rklärungsversuch, er habe seinen Adoptivvater m ehrm als gem einsam m it lokalen Behörden- vertretern gesehen, nicht zu überzeugen verm ag, dass der Beschw erdeführer zudem im Verlauf der einlässlichen Befra- gung unm issverständlich zu Protokoll gab, er habe w eder m it den ivori- schen noch den guineischen Behörden jem als persönliche Schw ierig- keiten gehabt, w eshalb nicht nachvollziehbar bleibt, w eshalb er sich nicht an die heim atstaatlichen Behörden - nötigenfalls auch an die den lokalen Behörden hierarchisch übergeordneten Instanzen - gew andt hat, dass som it aufgrund der Aktenlage das N ichtbestehen der Flüchtlings- eigenschaft einerseits und - w ie sich auch aus den nachfolgenden Er- w ägungen zum Vollzug der W egw eisung ergibt - das Fehlen von W eg- w eisungsvollzugshindernissen andererseits gleicherm assen offensicht- lich w aren, dass keine Anhaltspunkte für die Annahm e zu erkennen sind, das BFM habe, um zu seiner so lautenden Erkenntnis zu gelangen, eine m ehr als bloss sum m arische m aterielle Prüfung vornehm en oder zu- sätzliche - intern oder extern einzuholende - sachliche oder rechtliche S eite 8E -651/2007 Abklärungen treffen m üssen (vgl. hierzu zur Publikation vorgesehenes U rteil BVG E D -688/2007 vom 11. Juli 2007 E. 5.6.6), dass sich die Ausführungen in der R echtsm ittelschrift zur behaupteten Völkerrechtsw idrigkeit nach der heute geltenden Praxis zum hier inter- essierenden N ichteintretenstatbestand (vgl. hierzu zur Publikation vor- gesehenes U rteil BVG E D -688/2007 vom 11. Juli 2007) als nicht stich- haltig erw eisen, dass das BFM dem nach zu R echt gestützt auf A rt. 32 Abs. 2 Bst. a i.V.m . A rt. 32 Abs. 3 AsylG auf das Asylgesuch des Beschw erdeführers nicht eingetreten ist, dass gem äss A rt. 44 Abs. 1 AsylG die Ablehnung eines Asylgesuchs oder das N ichteintreten auf ein Asylgesuch in der R egel die W egw ei- sung aus der Schw eiz zur Folge hat, vorliegend der Kanton keine Auf- enthaltsbew illigung erteilt hat (A rt. 32 Bst. a der Asylverordnung 1 vom 11. August 1999 [AsylV 1, SR 142.311]) und sich der Beschw erdefüh- rer auch nicht auf einen dahingehenden Anspruch berufen kann (vgl. EM AR K 2001 N r. 21), w eshalb die verfügte W egw eisung im Einklang m it den gesetzlichen Bestim m ungen steht, dass zu prüfen bleibt, ob es G ründe gibt, die dem Vollzug der W egw ei- sung entgegenstehen, da im Fall eines unzulässigen, unzum utbaren oder unm öglichen Vollzugs das Anw esenheitsverhältnis nach den Be- stim m ungen des Bundesgesetzes vom 26. M ärz 1931 über Aufenthalt und N iederlassung der Ausländer [AN AG , SR 142.20] über die vorläu- fige Aufnahm e zu regeln ist (A rt. 44 Abs. 2 AsylG ), dass der Vollzug der W egw eisung des Beschw erdeführers ins H eim at- oder H erkunftsland unter Berücksichtigung der völkerrechtlichen Ver- pflichtungen der Schw eiz (A rt. 3 der Konvention vom 4. N ovem ber 1950 zum Schutze der M enschenrechte und G rundfreiheiten [Europäi- sche M enschenrechtskonvention, EM R K, SR 0.101], A rt. 33 Abs. 1 des Abkom m ens vom 28. Juli 1951 über die R echtsstellung der Flüchtlinge [Flüchtlingskonvention, FK, SR 0.142.30]) und der Bestim m ungen von A rt. 5 Abs. 1 AsylG sow ie A rt. 25 Abs. 2 und 3 der Bundesverfassung der Schw eizerischen Eidgenossenschaft vom 18. April 1999 (BV, SR 101) zulässig ist, da offensichtlich keine M enschenrechtsverletzungen drohen und ebenso offensichtlich die Flüchtlingseigenschaft nicht besteht, S eite 9E -651/2007 dass in Berücksichtigung der G esuchsbegründung insbesondere das Bestehen einer tatsächlichen G efahr, auf den Beschw erdeführer könn- te durch Privatpersonen, nam entlich durch seinen Adoptivvater in G ui- nea in A rt. 3 EM R K zuw iderlaufender W eise psychischer oder physi- scher Zw ang ausgeübt w erden, klar zu verneinen ist, dass sich alleine aus der allgem einen M enschenrechtssituation in G ui- nea kein reales R isiko von Folter oder unm enschlicher oder erniedri- gender Strafe oder Behandlung herleiten lässt, dass in den Akten auch keine Anhaltspunkte dafür bestehen, der Be- schw erdeführer w ürde im Falle einer R ückführung als Folge der in G ui- nea herrschenden allgem einen Sicherheitslage einer konkreten G e- fährdung ausgesetzt, dass in den Akten ebenso w enig darauf hindeutet, der Beschw erdefüh- rer gerate im Falle der R ückkehr aus individuellen G ründen w irtschaft- licher, sozialer oder gesundheitlicher N atur in eine existenzbedrohen- de Situation, dass er keine gesundheitlichen Problem e geltend m acht und davon auszugehen ist, der Beschw erdeführer sei in der Lage, in seiner H ei- m at w ieder Fuss zu fassen und aus eigenen Kräften ein Auskom m en zu finden, w obei es ihm offen bleibt, gegebenenfalls den Kontakt m it seinen in G uinea lebenden Verw andten m ütterlicherseits zu suchen (vgl. dazu: A10, S. 5), dass vor diesem H intergrund der Vollzug der W egw eisung des Be- schw erdeführers als zum utbar im Sinne von A rt. 14a Abs. 4 AN AG zu bezeichnen ist, dass der Vollzug der W egw eisung des Beschw erdeführers nach G ui- nea auch m öglich ist, da keine praktischen H indernisse erkennbar sind, die einer R ückkehr entgegenstehen könnten, dass som it die Voraussetzungen für die vorläufige Aufnahm e des Be- schw erdeführers in der Schw eiz nicht erfüllt sind und der vom BFM verfügte Vollzug der W egw eisung zu bestätigen ist, dass die angefochtene Verfügung w eder Bundesrecht verletzt noch un- angem essen ist und darin der rechtserhebliche Sachverhalt richtig und S eite 10E -651/2007 vollständig festgestellt w urde (vgl. A rt. 106 AsylG ), w eshalb die Be- schw erde abzuw eisen ist, dass bei diesem Ausgang des Verfahrens die Kosten von Fr. 600.- (A rt. 16 Abs. 1 Bst. a VG G i.V.m . A rt. 1-3 des R eglem ents vom 11. D ezem - ber 2006 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesver- w altungsgericht [VG KE, SR 173.320.2]) grundsätzlich dem Beschw er- deführer aufzuerlegen w ären (A rt. 63 Abs. 1 Vw VG ), dass indessen aufgrund der erst kürzlich erfolgten Klärung respektive Festlegung der höchstrichterlichen Praxis zum seit 1. Januar 2007 gel- tenden N ichteintretenstatbestand der Papierlosigkeit im Sinne von A rt. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG (vgl. hierzu zur Publikation vorgesehenes U rteil BVG E D -688/2007 vom 11. Juli 2007) die Beschw erdebegehren im Zeitpunkt ihrer Einreichung nicht als aussichtslos bezeichnet w erden konnten, w eshalb das G esuch um unentgeltliche R echtspflege im Sin- ne von A rt. 65 Abs. 1 Vw VG m it Zw ischenverfügung vom 31. Januar 2007 gutgeheissen w urde, dass aufgrund der Aktenlage nicht davon ausgegangen w erden kann, dass sich die finanziellen Verhältnisse des Beschw erdeführers m ass- geblich verändert hätten, w eshalb auf die Erhebung von Verfahrens- kosten zu verzichten ist. (D ispositiv nächste Seite) S eite 11E -651/2007 D em nach erkennt das B undesverw altungsgericht: 1. D ie Beschw erde w ird abgew iesen. 2. Auf die Erhebung von Verfahrenkosten w ird verzichtet. 3. D ieses U rteil geht an: - den R echtsvertreter des Beschw erdeführers (Einschreiben) - die Vorinstanz (BFM ; R ef-N r. N _______per Kurier) - (kantonale Behörde) D ie R ichterin: D ie G erichtsschreiberin: Therese Kojic Sandra Bodenm ann Versand am : S eite 12