Obergericht des Kantons Zürich I. Strafkammer Geschäfts-Nr.: SB150100- O/U/jv Mitwirkend: Oberrichter lic. iur. P. Marti, Präsident, Ersatzoberrichter lic. iur. B. Gut und Ersatzoberrichterin lic. iur. I. Erb sowie die Gerichtsschreiberin lic. iur. S. Maurer Beschluss vom 16. April 2015 in Sachen A._____, Privatklägerin und Berufungsklägerin vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. X._____ sowie Staatsanwaltschaft Zürich-Limmat, Anklägerin gegen B._____, Beschuldigter und Berufungsbeklagter verteidigt durch Rechtsanwältin lic. iur. Y._____ betreffend Drohung etc. Berufung gegen ein Urteil des Bezirksgerichtes Meilen, Einzelgericht, vom 12. Januar 2015 (GG140021) - 2 - Erwägungen: 1. Am 16. Januar 2015 liess die Privatklägerin gegen das Urteil des Bezirksge- richts Meilen, Einzelgericht in Strafsachen, vom 12. Januar 2015 fristgerecht B e- rufung anmelden (Urk. 37). Nachdem das begründete Urteil dem Vertreter der Privatklägerin am 27. Februar 2015 zugestellt w urde (Urk. 39/3), liess die Priva t- klägerin innerhalb der in Art. 399 Abs. 3 StPO festgelegten gesetzlichen Frist von 20 Tagen ab Zustellung des begründeten Entscheides am 19. März 2015 (Datum des Poststempels: 18. März 2015) die Berufungserklärung einreichen (Urk. 43). Mit Präsidialverfügung vom 20. März 2015 wurde ihr in Anwendung von Art. 383 StPO eine zehntägige Frist angesetzt, um zur Deckung von allfälligen Prozes s- kosten und Entschädigungen an die Gegenpartei eine Prozesskaution von Fr. 8'000.– zu leisten (Urk. 45). Mit Eingabe vom 7. April 2015 liess die Privatkl ä- gerin durch ihren Vertreter mitteilen, dass sie die geforderte Kaution nicht aufz u- bringen vermöge, auch nicht ratenweise. Gleichzeitig könne sie einen Anspruch auf unentgeltliche Rechtspflege nicht erfolgreich geltend machen, weshalb das vorliegende Berufungsverfahren zu einem Ende gelange. Damit werde das Straf- verfahren definitiv beendigt (Urk. 47). Da die Präsidialverfügung vom 20. März 2015 vom Vertreter der Privatklägerin am 24. März 2015 entgegengenommen wurde (Urk. 46), die Frist zur Leistung der Prozesskaution damit am 7. April 2015 ablief und innert Frist keine Kaution bei der Obergerichtskasse einging und da der Privatklägerin die unentgeltliche Prozessführung nicht gewährt bzw. kein en tspre- chendes Gesuch gestellt wurde, ist androhungsgemäss auf die Berufung der Privatklägerin vom 16. Januar 2015 nicht einzutreten (vgl. Urk. 45). 2. Die Kosten des Rechtsmittelverfahrens tragen die Parteien nach Massgabe ihres Obsiegens und Unterliegens. Als unterliegend gilt auch die Partei, auf deren Rechtsmittel nicht eingetreten wird oder die das Rechtsmittel zurückzieht (Art. 428 Abs. 1 StPO). Aus gangsgemäss sind die Kosten des Berufungsverfahren mit einer Gerichtsgebühr von Fr. 400.– damit der Privatklägerin aufzuerlegen. Zudem ist die Privatklägerin zu verpflichten, dem Beschuldigten für seine Aufwendungen und Auslagen im Berufungsverfahren eine Prozessentschädigung von Fr. 411.50 (vgl. Urk. 49) zu entrichten (Art. 436 Abs. 1 StPO i.V .m. Art. 429 Abs. 1 lit. a StPO). - 3 - Es wird beschlossen: 1. Auf die Berufung der Privatklägerin vom 16. Januar 2015 wird nicht eingetre- ten. 2. Die zweitinstanzliche Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf Fr. 400.–. 3. Die Kosten des Berufungsverfahrens werden der Privatklägerin auferlegt. 4. Die Privatklägerin wird verpflichtet, dem Beschuldigten für das Berufung s- verfahren eine Prozessentschädigung von Fr. 411.50 zu entrichten. 5. Schriftliche Mitteilung an − Rechtsanwalt lic. iur. Y._____ im Doppel für sich und zuhanden der Privatklägerin B._____ − die Verteidigung im Doppel für sich und zuhanden des Beschuldigten − die Staatsanwaltschaft Zürich-Limmat sowie nach unbenütztem Ablauf der Rechtsmittelfrist resp. Erledigung allfälliger Rechtsmittel an die Vorinstanz. 6. Gegen diesen Entscheid kann bundesrechtliche Beschwerde in Straf - sachen erhoben werden. Die Beschwerde ist innert 30 Tagen , von der Zustellung der vollständigen, begründeten Ausfertigung an gerechnet, bei der Strafrechtlichen Abteilung des Bundesgerichtes (1000 Lausanne 14) in der in Art. 42 des Bundes - gerichtsgesetzes vorgeschriebenen Weise schriftlich einzureichen. Die Beschwerdelegitimation und die weiteren Beschwerdevoraussetzungen richten sich nach den massgeblichen Bestimmungen des Bundesgericht s- gesetzes. Obergericht des Kantons Zürich I. Strafkammer Zürich, 16. April 2015 Der Präsident: lic. iur. P. Marti Die Gerichtsschreiberin: lic. iur. S. Maurer