<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="cell small-12 contentContainer printArea"> <div><table><tr><td><p class="Normal Heading1"><span class="Normal Heading1">Sozialversicherungsgericht</span></p><p class="Normal Heading1"><span class="Normal Heading1">des Kantons Zürich</span></p></td><td><p class="Normal Heading1"></p></td></tr></table><p><span id="G_NR"></span><span>IV.2016.01358</span></p><p><span id="AHV_NR"></span><span id="G_NR_VI"></span><span> </span></p><p><br/></p><p>I. Kammer</p><p>Sozialversicherungsrichterin Grünig, Vorsitzende<br/>Sozialversicherungsrichter Spitz<br/>Ersatzrichter Wilhelm<br/>Gerichtsschreiberin Bonetti</p><p class="Normal Heading2"><span class="Normal Heading2">Urteil vom 29. März 2018</span></p><p class="Normal StandardEinzug"><span class="Normal StandardEinzug">in Sachen</span></p><p class="Normal StandardFett RubrumFett"><span class="Normal StandardFett RubrumFett">X.___</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Beschwerdeführerin</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">vertreten durch Rechtsanwalt Thomas Locher</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Zanetti Rechtsanwälte</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Blegistrasse 9, 6340 Baar</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">gegen</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardFett RubrumFett"><span class="Normal StandardFett RubrumFett">Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Beschwerdegegnerin</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p><br/></p><p></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Sachverhalt:</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">X.___, geboren 1965, verfügt über keine Berufsaus</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">bildung und war zuletzt ab September 2002 in einem 80%-Arbeitspensum als Hilfsmonteurin tätig. Im März 2015 meldete sie sich wegen multipler Beschwer</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">den bei der Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, zum Leis</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tungsbezug an (Urk. 5/8). Diese holte diverse Arztberichte (Urk. 5/5, 5/15, 5/29 und 5/32 f.), einen Auszug aus dem individuellen Konto (Urk. 5/10) sowie Aus</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">künfte bei der letzten Arbeitgeberin (Urk. 5/22) ein. Zudem zog sie die Akten der Krankentaggeldversicherung (Urk. 5/14, 5/18 und 5/36) bei. Am 17. August 2015 erfolgte sodann eine von der Krankentaggeldversicherung in Auftrag gegebene psychiatrische Begutachtung (Urk. 5/36/10-30), am 24. November 2015 eine allgemein-/arbeitsmedizinische Untersuchung durch den Regionalen Ärztlichen Dienst (RAD; Urk. 5/35). Dieser nahm ferner Stellung zum psychiat</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rischen Gutachten (Urk. 5/49/4; vgl. dazu auch Urk. 5/55/2). Nachdem die IV-Stelle bereits am 19. August 2015 einen Anspruch auf berufliche Massnahmen verneint hatte (Urk. 5/28), stellte sie der Versicherten mit Vorbescheid vom 18. Mai 2016 auch eine Verneinung des Rentenanspruchs in Aussicht (Urk. 5/38). Dagegen erhob die Versicherte unter Beilage eines neuen Arztbe</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">richts Einwand (Urk. 5/44-46). Am 2. November 2016 verfügte die IV-Stelle wie angekündigt (Urk. 2). Im Übrigen auferlegte sie der Versicherten gleichentags eine Schadenminderungspflicht im Sinne einer Anpassung der medikamentös-antidepressiven Behandlung (Dosiserhöhung, allenfalls Präparatewechsel) sowie eine tagesklinische Behandlung (Urk. 5/56).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Gegen den Entscheid vom 2. November 2016 erhob die Versicherte am 5. Dezember 2016 Beschwerde mit dem Antrag, ihr ab 1. Dezember 2015 eine ganze Invalidenrente zuzusprechen. Eventualiter sei die Sache zur Einholung eines externen polydisziplinären Gutachtens an die IV-Stelle zurückzuweisen (Urk. 1). In der Beschwerdeantwort vom 17. Januar 2017 schloss die IV-Stelle auf Abweisung der Beschwerde (Urk. 4). Es wurde ein zweiter Schriftenwechsel angeordnet (Urk. 6). In der Replik vom 11. Mai 2017 hielt die Versicherte unter Beilage zahlreicher Arztberichte (Urk. 11/1-15) an ihren Anträgen fest (Urk. 10). Die IV-Stelle verzichtete ausdrücklich auf eine Duplik (Urk. 13).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Das Gericht</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> zieht in Erwägung:</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1.</span><span> </span><span id="XX072"></span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1.1</span><span> </span><span id="XX001"></span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts, ATSG</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1.2</span><span> </span><span id="XX006"></span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Beeinträchtigungen der psychischen Gesundheit können </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">dabei </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">in gleicher Weise wie körperliche Gesundheitsschäden eine Invalidität im Sinne von Art. 4 Abs. 1 IVG in Verbindung mit Art. 8 ATSG bewirken. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Rechtsprechungsgemäss ist bei psychischen Beeinträchtigungen zu prüfen, ob ein seelisches Leiden mit Krank</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">heitswert besteht, welches die versicherte Person auch bei Aufbietung allen guten Willens daran hindert, ein rentenausschliessendes Erwerbseinkommen zu erzielen (Art. 7 Abs. 2 Satz 2 ATSG</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">,</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">BGE 139 V 547</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> E. 5</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">,</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">131 V 49</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> E. 1.2</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">,</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">130 V 352</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> E. 2.2.1). </span></p><p><span> </span><span>Die Annahme eines psychischen Gesundheitsschadens im Sinne von Art. 4 Abs. 1 IVG sowie Art. 3 Abs. 1 und Art. 6 ATSG setzt grundsätzlich eine lege artis auf die Vorgaben eines anerkannten Klassifikationssystems abgestützte psychiatrische Diagnose voraus (BGE 130 V 396; 141 V 281 E. 2.1). Eine fach</span><span>ärztlich festgestellte psychische Krankheit ist jedoch nicht ohne weiteres gleich</span><span>bedeutend mit dem Vorliegen einer Invalidität. In jedem Einzelfall muss eine Beeinträchtigung der Arbeits- und Erwerbsfähigkeit unabhängig von der Diag</span><span>nose und grundsätzlich unbesehen der Ätiologie ausgewiesen und in ihrem Ausmass bestimmt sein. Entscheidend ist die nach einem weitgehend objek</span><span>tivierten Massstab zu beurteilende Frage, ob es der versicherten Person zumut</span><span>bar ist, eine Arbeitsleistung zu erbringen (vgl. </span><span>BGE 143 V 409 E. 4.2.1 unter Hinweis auf 127 V 294 E. 4b/cc und 139 V 547 E. 5.2</span><span>).</span></p><p><span> </span><span>Gemäss der für somatoforme Schmerzstörungen und vergleichbare psychosoma</span><span>tische Leiden entwickelten Rechtsprechung des Bundesgerichts ist die tatsäch</span><span>liche Arbeits- und Leistungsfähigkeit der versicherten Person grundsätzlich in einem strukturierten, ergebnisoffenen Beweisverfahren anhand von auf den funktionellen Schweregrad bezogenen Standardindikatoren zu ermitteln (BGE 141 V 281). Mit </span><span>BGE 143 V 418 </span><span>hat das Bundesgericht erkannt, dass grundsätz</span><span>lich sämtliche psychischen </span><span>Erkrankungen</span><span> einem strukturierten Beweisverfahren nach BGE 141 V 281 zu unterziehen seien, wobei es je nach Krankheitsbild allenfalls gewisser Anpassungen hinsichtlich der Wertung einzelner Indikatoren bedürfe. Diese Abklärungen enden laut Bundesgericht stets mit der Rechtsfrage, ob und in welchem Umfang die ärztlichen Feststellungen anhand der nach BGE 141 V 281 rechtserheblichen Indikatoren auf Arbeitsunfähigkeit </span><span>schliessen lassen (E. 7).</span></p><p><span>1.3</span><span> </span><span>Anspruch</span><span> auf eine Rente haben gemäss </span><span>Art. </span><span>28 </span><span>Abs. </span><span>1 IVG Versicherte, die:</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">a.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betäti</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können;</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">b.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich min</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">des</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tens 40 % arbeitsunfähig (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">6 ATSG) gewesen sind; und</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">c.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">8 ATSG) sind.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine Vier</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">telsrente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine Dreiviertelsren</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">te und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">28 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Abs. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">2 IVG).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span id="XX075"></span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1.4</span><span> </span><span id="VV037"></span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Schliesslich haben </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Versicherungsträger und Sozialversicherungsgerichte die Beweise frei, das heisst ohne Bindung an förmliche Beweisregeln, sowie umfas</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">send und pflichtgemäss zu würdigen. Für das Beschwerdeverfahren bedeutet dies, dass das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel, unabhängig davon, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden hat, ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechts</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">anspruches gestatten. Insbesondere darf es bei einander widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzugeben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist also entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorak</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Aus</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">schlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Herkunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten (BGE 134 V 231 E. 5.1; 125 V 351 E. 3a).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.</span><span> </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Beschwerdegegnerin erwog in der angefochtenen Verfügung, seit dem 9. Dezember 2014 sei die Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin in der bishe</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rigen Tätigkeit infolge verminderter Belastbarkeit des Achsenskeletts einge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">schränkt. Indes sei ihr eine leichte Tätigkeit in Wechselbelastung, idealerweise ohne Zwangshaltung der Wirbelsäule, Überkopfarbeiten oder kraftvolles Zu</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">packen zu 100 % zumutbar. Die Beschwerdekumulation im Tagesverlauf bedin</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ge zusätzliche Pausen und führe daher zu einer Reduktion der Arbeitsfähigkeit um 25 %. Eine depressive Symptomatik, eine Ermüdungserscheinung oder ein Nachlassen der Konzentration/Aufmerksamkeit habe der RAD nicht feststellen können. Ohnehin seien gemäss BGE 141 V 281 nur schwere und therapeutisch nicht mehr angehbare psychische Störungen invalidisierend, wobei das Bundes</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gericht leichte bis mittelschwere Störungen aus dem depressiven Formenkreis nach wie vor als i.d.R. therapierbar erachte. Gemäss Versicherungsgutachten sei eine Anpassung der antidepressiven Medikation sowie eine tagesklinische Behandlung zu erwägen. Die Behandlungsoptionen seien also nicht ausge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">schöpft. Somit sei dem Valideneinkommen von Fr. 47'100.-- ein Invalidenein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">kommen von Fr. 39'632.– gegenüberzustellen. Es resultiere ein Teilinvaliditäts</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">grad von 16 % im Erwerbsbereich, der mit 80 % zu gewichten sei. Eine allfällige Einschränkung im Haushalt vermöge daher keinen Rentenanspruch zu begrün</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">den, weshalb auf eine Abklärung vor Ort verzichtet worden sei (Urk. 2).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Dem hielt die Beschwerdeführerin in der Beschwerde entgegen, sie werde von sämtlichen behandelnden Ärzten als zu 100 % arbeitsunfähig beurteilt. Ebenso habe der von der Krankentaggeldversicherung beigezogene Psychiater ihr in seinem Gutachten eine volle Arbeitsunfähigkeit bei schlechter Prognose, aber noch nicht ausgeschöpften Therapiemöglichkeiten attestiert. Der RAD, der nicht über zureichende Kenntnisse in den erforderlichen Fachgebieten verfüge, habe weder eine eigene psychiatrische Untersuchung durchgeführt, noch sich mit dem Gutachten oder den Arztberichten auseinandergesetzt. Sodann habe der behandelnde Psychiater inzwischen berichtet, dass eine Anpassung der Medika</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tion zu keiner Verbesserung geführt habe und eine tagesklinische Behandlung aufgrund der Sozialphobie sowie des schlechten psychischen Zustandes nicht habe realisiert werden können. Dies sei bei der vorzeitig im Dezember 2015 erfolgten Indiaktorenprüfung nicht berücksichtigt worden. Im Übrigen setze auch die Rechtsprechung gemäss BGE 141 V 281 nachvollziehbare, beweiskräf</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tige medizinische Akten voraus. Vorliegend handle es sich um ein komplexes, mehrschichtiges und Wechselwirkungen entfaltendes psychiatrisches Beschwer</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">debild, das sich trotz der im Rahmen des Möglichen umgesetzten Behand</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">lungsoptionen nicht verbessert habe. So leide sie an einer eigentlichen Persön</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">lichkeitsstörung, die depressive Störung sei rezidivierend und die Angststörun</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gen würden es ihr verunmöglich, allein das Haus zu verlassen. Zudem sei die Wechselwirkung zwischen psychischen und somatischen Beschwerden abzuklä</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ren (Urk. 1 S. 3 ff.).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">In der Beschwerdeantwort wies die Beschwerdegegnerin darauf hin, dass die gesundheitliche Situation durch diverse Gutachten genügend abgeklärt sei. Das psychiatrische Gutachten der Krankentaggeldversicherung sei in die Beurteilung eingeflossen. Danach seien die therapeutischen Massnahmen nicht ausge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">schöpft. Eine inzwischen erfolgte Umsetzung, insbesondere einer tagesklini</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">schen Behandlung, sei nicht aktenkundig. Ferner habe sich der Gesundheitszu</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">stand gemäss der behandelnden Psychologin zwischen Dezember 2015 und November 2016 nicht verändert und eine eigentliche Persönlichkeitsstörung gehe aus keinem Bericht des Behandlers hervor (Urk. 4).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.4</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">In der Replik monierte die Beschwerdeführerin ferner, die Beschwerdegegnerin habe vor Verfügungserlass kein Mahn- und Bedenkzeitverfahren durchgeführt. Ebenso wenig sei sie ihrer Pflicht nachgekommen zu prüfen, ob die im Gutach</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ten vorgeschlagenen Massnahmen bereits umgesetzt worden seien. Der behan</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">delnde Psychiater habe zudem dargetan, dass ein Programm in einer Tagesklinik wegen der Sozialphobie nicht realisierbar und die Versicherte empfindlich auf Medikamente reagiere. Andere Medikamente hätten das Zustandsbild nicht verändert. Demnach sei von einer Chronifizierung und Behandlungsresistenz auszugehen oder entsprechend BGE 127 V 294 zumindest bis zum Eintritt einer tatsächlichen Verbesserung eine Rente zuzusprechen. Zudem beruhe die RAD-Beurteilung (unter konkreter Nennung der Arztberichte) auf einer unvollständi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gen Aktenlage und weder die Verfügung noch das Feststellungsblatt enthalte eine seriöse, nachvollziehbare Prüfung der Kriterien der angerufenen Rechtspre</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">chung (Urk. 10).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.1</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.1.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Im Versicherungsgutachten vom 25. August 2015 diagnostizierte Dr. med. Dipl.-Psych. Y.___, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, eine leicht-mittelgradig ausgeprägte depressive Episode ohne somatisches Syndrom (ICD-10: F32.00/F32.10) und eine generalisierte Angststörung mit paroxysmalen, agoraphobischen und generalisierten Anteilen (ICD-10: F41.1) vor dem Hinter</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">grund einer akzentuierten (dependenten, selbstunsicheren und ängstlich-vermeidenden) Persönlichkeit (CD-10: Z73.1; Urk. 5/36/20). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.1.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Dazu erläuterte er, subjektiv berichte die Beschwerdeführerin über eine ausge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">prägte vor allem ängstliche, aber auch depressive Symptomatik. Das Aktivitäts</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">niveau im Alltag sei reduziert, es bestehe ein deutliches Rückzugs- und soziales Vermeidungsverhalten. Psychopathologisch zeige sie ein deutlich ausgeprägtes depressives Zustandsbild. Psychometrisch zeichne sich auf den Fremdbeurtei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">lungsskalen ein leicht- bis mittelgradig ausgeprägtes depressives Syndrom ab. Bei unauffälliger schulischer, familiärer und beruflicher Entwicklung sei eine Persönlichkeitsstörung zu verneinen. Sicher vorliegen würden akzentuierte Per</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sönlichkeitszüge, wobei ein Überlappungsbereich zur depressiv-ängstlichen Stö</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rung bestehe. Die Chronifizierungstendenz werde wesentlich unterhalten durch die ungünstige Wechselwirkung der depressiven Störung und Angststörung sowie interagierenden strukturellen Defizite. Zur generealisierten Angststörung seien folgende Symptome subjektiv geschildert und in den Berichten dokumen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tiert worden: Befürchtungen (es könnte etwas Schlimmes geschehen, beständige Anspannung, innere Unruhe und Nervosität im Sinne eines Hyperarousals, Kon</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">zentrationsprobleme, Alltagsvergesslichkeit), motorische Spannung (körperliche Unruhe, Schwindel, Unfähigkeit zur Entspannung, rasche Ermüdbarkeit und Erschöpfung) und vegetative Übererregbarkeit (Schwindel, Palpationen, Beklemmungsgefühle, Schwitzen, innere Unruhe, Durchschlafstörungen). Dieses Störungsbild in der derzeitigen Ausprägung schränke die psycho-physische Leistungsfähigkeit deutlich ein. Den Schilderungen und Berichten sei eine deut</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">liche Chronifizierungstendenz mit schleichender Erschöpfung der Copingstrate</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gien und ängstlich-depressiver Dekompensation zu entnehmen (Urk. 5/36/22 f.).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.1.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Daraus schlussfolgerte der Gutachter, die Leistungsfähigkeit werde durch die affektiven, psychomotorischen, kognitiven, formalgedanklichen und vegetativen Symptome deutlich beeinträchtigt. Es bestehe eine leichte Störung der Vitalge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">fühle, die psychophysische Leistungsfähigkeit sei eingeschränkt. Im Hinblick auf die soziale Interaktionsfähigkeit sei die Beschwerdeführerin durch die Antriebs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">minderung, die agora- und sozialphobischen und generalisierten Ängste, ein ausgeprägtes soziales Vermeidungsverhalten und den depressiven Rückzug deutlich eingeschränkt. Die Beziehungsgestaltung sei vor dem Hintergrund einer geringen Frustrationstoleranz dependent/vermeidend. Auf der Fähigkeitsebene würden sich vor allem Einschränkungen in der Flexibilität und Umstellungs-, in der Entscheidungs- und Umstellungs-, Durchhalte-, Selbstbehauptungs-, Kon</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">takt- und Gruppenfähigkeit sowie der Fähigkeit zu spontanen Aktivitäten und Verkehrsfähigkeit finden. Es fehlten somit die elementaren Voraussetzungen für eine stabile Integrierbarkeit in den Arbeitsprozess unter den Bedingungen der freien Wirtschaft. Zum Untersuchungszeitpunkt liege eine 100%ige Arbeitsun</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">fähigkeit für jedwede Tätigkeit aufgrund der mittelgradig ausgeprägten depres</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">siven Symptomatik und vor allem der generalisierten Angststörung vor dem Hintergrund einer akzentuierten Persönlichkeit vor (Urk. 5/36/23 f.).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.1.4</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Allerdings seien die therapeutischen Optionen sicherlich noch nicht ausge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">schöpft. Einerseits sei eine Anpassung der medikamentös-antidepressiven Behandlung (Dosiserhöhung, gegebenenfalls Präparatewechsel) zu erwägen, andererseits angesichts des ausgeprägten Rückzugs-/Vermeidungsverhaltens auch eine tagesklinische Behandlung. Allerdings zeige sich die Beschwerdefüh</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rerin einem solchen Vorschlag gegenüber deutlich ablehnend, was die Erfolg</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">saussichten beeinträchtigen werde. Die Prognose hänge im Wesentlichen davon ab, inwieweit die generalisierte Angstsymptomatik durch die psychiatrisch-psychotherapeutische/ medikamentös-antidepressive Therapie vermindert wer</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">den könne. Angesichts des sich schon abzeichnenden chronifizierenden Verlaufs sei die Prognose hinsichtlich einer raschen Verbesserung der Arbeitsfähigkeit wenig günstig (vgl. auch Urk. 5/36/24 „kurzfristig ungünstige Prognose”). Zudem sei angesichts der Komorbidität einer depressiven und Angststörung sowie vor dem Hintergrund akzentuierter Persönlichkeitszüge, die in ungüns</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tiger Wechselwirkung zur depressiv-ängstlichen Symptomatik stehe, von einer mittlerweile eher reservierten Prognose auszugehen (Urk. 5/36/25 f.).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.2</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.2.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Der RAD-Arzt pract. med. Z.___, Facharzt für Arbeitsmedizin, stellte im Bericht vom 26. November 2015 alsdann nach eigener Untersuchung als Diag</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nose mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit ein zervikozephales Schmerzsyndrom bei mehrsegmentaler Spinalkanalstenose C3 bis C6 im MRI. Aufgrund der Diag</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nosen und Befunde sei eine verminderte Belastbarkeit des Achsenskeletts vor allem im Bereich der Halswirbelsäule (HWS) und des Schultergürtels nachvoll</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ziehbar. Aus arbeitsmedizinischer Sicht seien schwere körperliche Tätigkeiten nicht mehr zumutbar, ebenso wenig monotone Tätigkeiten in Zwangshaltung der Wirbelsäule, speziell der HWS (z.B. vorn übergebeugte Haltung oder Rekli</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nation). Vollumfänglich möglich seien indes leichte Tätigkeiten in Wechselbe</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">lastung, ohne Zwangshaltungen der Wirbelsäule, ohne Arbeiten in vorn überge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">beugter Haltung oder Reklination der HWS, ohne häufige Überkopfarbeiten oder die Notwendigkeit kraftvollen Zupackens. Aufgrund der Beschwerdekumulation sei im Tagesverlauf ein zusätzlicher Pausenbedarf von ca. 2 Stunden verteilt über den Arbeitstag gegeben. Es resultiere eine Arbeitsfähigkeit in angepasster Tätigkeit von 70 bis 80 %. Nicht beurteilt werde hierbei der Einfluss der psychi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">schen Erkrankung auf die funktionelle Leistungsfähigkeit. Allerdings sei anzu</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">merken, dass in der Untersuchung keine depressive Symptomatik, keine Ermü</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">dungserscheinungen oder ein Nachlassen der Aufmerksamkeit beobachtet wor</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">den seien (Urk. 6/35/8 f.).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.2.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">In Würdigung der Vorakten führte med. pract. Z.___ aus, gemäss den Berichten der Neurologin Dr. med. A.___ vom 8. September 2014 und 6. Mai 2015 würde sich die geschilderte Attacke vom Mai 2013 mit Schwarz-Werden vor den Augen und eventuell aufgetretenen Doppelbildern sowie Schwindel nicht abschliessend erklären. Als Verdachtsdiagnose werde eine ves</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tibuläre Migräne geäussert, welche behandelbar sei. Die attestierte volle Arbeitsunfähigkeit sei aufgrund der beschriebenen Befunde und Diagnosen somit nicht nachvollziehbar. Ebenfalls keine Erklärung für die Drehschwindelat</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tacke im Mai 2013 gefunden worden sei gemäss Bericht des Interdisziplinären Zentrums für Schwindel- und Gleichgewichtsstörungen vom November 2013 in den dort durchgeführten Untersuchungen. Die in den Berichten der B.___ Klinik Muskolo-Skelettalzentrum/manuelle Medizin, verfasst von Dr. med. C.___ in den Jahren 2014 und 2015, beschriebene verminderte Belastbar</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">keit der HWS sei aufgrund auch der MRI-Befunde aus den Jahren 2013 und 2014 plausibel. Neurologische Einschränkungen seien nicht festgestellt worden. Funktionelle Einschränkungen für leichte körperliche Tätigkeiten ohne Belas</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tung der HWS/des Schultergürtelbereichs seien den Berichten nicht zu entneh</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">men (Urk. 5/35/8).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.2.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Des Weiteren beobachtete der RAD-Arzt, dass die Beschwerdeführerin während der zweistündigen Anamnese (in der sie sehr unstrukturiert zuerst über ein eher somatisch orientiertes Erklärungsmodell und zum Schluss über eine zu berück</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sichtigende Depression aufgrund des Stellenverlusts berichtete) ruhig auf dem Stuhl sass und nur gelegentlich leichte Positionswechsel vollzog – ohne Äusse</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rung von Schmerzen oder Anhalt in der Mimik für Schmerzempfindung. Sie habe sehr lebhaft und ohne Anzeichen von Ermüdung oder Konzentrations</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">schwäche berichtet. Be- und Entkleiden seien flüssig erfolgt. Zur Demonstration ihrer Beschwerden habe die Beschwerdeführerin die entsprechenden Bewegun</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gen vollführt, ohne dass eine wesentliche Einschränkung der HWS bzw. der Vor-/Rückneigung der HWS zu beobachten gewesen wäre (Urk. 5/35/7).</span></p><p></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.3</span><span> </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.3.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Im Rahmen der Stellungnahme vom 17. Dezember 2015 nahm med. pract. Z.___ sodann eine Gesamtwürdigung gestützt auf das psychiatrische Gutachten von Dr. Y.___ und seine eigene Untersuchung vor und kam zum Schluss, dass die Beschwerdeführerin in der bisherigen und einer angepassten Tätigkeit auf</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">grund des psychischen Gesundheitsschadens mit überwiegender Wahrschein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">lichkeit seit Dezember 2014 voll arbeitsunfähig sei. Da die Prognose gemäss psychiatrischem Gutachten vom weiteren Verlauf der Behandlung abhänge, sei aktuell von einem instabilen, behandelbaren Gesundheitsschaden auszugehen. Nach Durchführung der empfohlenen medizinischen Massnahmen solle in sechs bis zwölf Monaten eine erneute Beurteilung erfolgen (Urk. 5/49/4 f.).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.3.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Ergänzend führte die RAD-Ärztin med. pract. D.___, Fachärztin für Ortho</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">pädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, am 29. Dezem</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ber 2015 eine Indikatorenprüfung durch. Unter dem Titel „Diagno</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">seprüfung” übernahm sie die Diagnosen von med. pract. Z.___ und Dr. Y.___. Bezüglich der „Komorbiditäten” wies sie darauf hin, es bestünden eine nicht langandauernde leicht- bis mittelgradige depressive Episode und eine nicht erhebliche Diagnose der Z-Codierung im Sinne einer akzentuierten Per</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sönlichkeit. Dabei seien in der RAD-Untersuchung keine depressive Symptoma</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tik, Ermüdungserscheinungen oder ein Nachlassen der Konzentration oder Auf</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">merksamkeit beobachtet worden. Bezüglich des „Behandlungs- und Eingliede</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rungserfolgs” verwies sie auf die wöchentlichen Termine beim Psychiater bzw. der Psychologin sowie die Medikation mit Eltroxin, Cipralex, Trittico und Concor. Unter dem Titel „soziale Situation” schilderte med. pract. D.___, die Beschwerdeführerin wohne zusammen mit ihrem Ehemann und den beiden Kin</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">dern. Ihr Vater sei kürzlich verstorben. Sie habe noch zwei Schwestern und einen Bruder. Bei der „Ressourcenprüfung” wies med. pract. D.___ auf den geregelten Tagesablauf hin. Die Beschwerdeführerin habe Hobbies, einen intak</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ten Freundeskreis und mache mit ihrem Ehemann Spaziergänge bzw. gehe mit diesem einkaufen. Unter dem Punkt „Behandlungsoptionen aufzeigen” nannte sie die von Dr. Y.___ empfohlenen therapeutischen Massnahmen. Als Fazit hielt sie fest, es werde nicht beschrieben, wann die Panikattacken auftreten würden. Die Behandlungsoptionen seien noch nicht ausgeschöpft, das Mini-ICF-APP-Rating sei leider nicht weiter erklärt worden. Gemäss dem behandelnden Psychiater bestünden die sozialen Phobien seit der Entlassung. Folglich sei das Leistungsbegehren abzuweisen (Urk. 5/49/5 f.).</span></p><p></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">4.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">4.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Bezüglich der somatischen Beschwerden beanstandete die Beschwerdeführerin lediglich, dass dem RAD bei seiner Beurteilung nicht alle Akten vorgelegen hät</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ten und die behandelnden Ärzte eine volle Arbeitsunfähigkeit attestiert hätten. Konkrete Diagnosen, Befunde oder anderweitige Aspekte, die der RAD über</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sehen oder unzutreffend gewürdigt haben soll, werden nicht genannt.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">4.2</span><span> </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">4.2.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Der letzte mit den Akten der Beschwerdegegnerin eingereichte Bericht des Mus</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">kulo-Skelettal Zentrums der B.___ Klinik, verfasst von Dr. med. C.___, dem Leitenden Arzt für Manuelle Medizin und interventionelle Rheumatologie, datierte vom 20. August 2015. Dr. C.___ diagnostizierte ein hartnäckiges zervikoenzephales und spondylogenes Schmerzsyndrom rechts. Die Beschwerde</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">führerin sei erstmals im März 2014 aufgrund starker zervikoenzephaler aber auch spondylogener Schmerzen (rechtsbetont) sowie störender Krepitationen bei Rotationsbewegungen gesehen worden. Inzwischen habe man eine mehrseg</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">mentale Spinalkanalstenose auf Niveau C3/4 bis C5/6 aufgrund eines engen Spinalkanals festgestellt. Hinweise für eine Neuropathologie hätten sich nicht ergeben. Neurologisch sei die Beschwerdeführerin abgeklärt. Deutlich sei auch die starke Haltungsinsuffizienz mit Überbeanspruchung der myofascialen Struk</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">turen. Mitunter ein Grund für die Beschwerdezunahme sei das ständige Sitzen als Fabrikarbeiterin. Inzwischen seien physiotherapeutische Massnahmen einge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">leitet und Infiltrationstherapien in den Spinalkanal aber auch an die Gelenke erfolgt, was temporär eine Besserung gebracht habe. Die HWS sei druckdolent mit Einschränkung der Beweglichkeit in allen Ebenen, bei normaler Neurologie. Insbesondere bestünden keine Hinweise für eine zervikale Myelopathie. Momen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tan sei die Symptomatik stationär. In der bisherigen Tätigkeit sei die Beschwer</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">deführerin seit dem 9. Dezember 2014 zu 100 % arbeitsunfähig. Längeres Sit</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">zen, wie sie es als Fabrikarbeiterin getan habe, sei nicht mehr möglich. Die Schmerzen würden sie in der Leistungsfähigkeit bzw. bei der Durchführung der Arbeit beeinträchtigen. Auch sei die Konzentration aufgrund der Medikamente leicht eingeschränkt. Die Beschwerdeführerin bewege sich beim Arbeiten aus den Armen heraus. Das Sitzen verstärke die Problematik. Zur Beantwortung der restlichen Fragen sei die Durchführung einer Evaluation der funktionellen Leis</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tungsfähigkeit ins Auge zu fassen (Urk. 5/29/6 f.).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">4.2.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Nichts Anderes kann den im Gerichtsverfahren nachgereichten weiteren Berich</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ten von Dr. C.___ (Urk. 11/8-10 und 11/15) entnommen werden ausser dem Hinweis, dass die Restbeschwerden nach der Infiltration, auch im Sinne von Krepitationen bei bestimmten Bewegungen, seiner Meinung nach eher myofas</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">zialer Genese sind (Urk. 11/9). Das im Bericht vom 1. April 2016 (Urk. 11/15) erwähnte leichte Karpaltunnelsyndrom links ist grundsätzlich therapierbar (ope</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rative Dekompression; vgl. ferner auch </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Pschyrembel, Klinisches Wörterbuch, 26</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Aufl. 2010, Stichwort „Karpaltunnelsyndrom“)</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">, besteht schon seit Mai 2009 (vgl. Urk. 5/14/8; rechte Seite bereits operiert) und vermag insofern keinen invalidisierenden Gesundheitsschaden zu begründen.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">4.3</span><span> </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">4.3.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Gemäss dem im Gerichtsverfahren eingereichten Bericht von Dr. med. A.___, Fachärztin für Neurologie, vom 12. Juli 2013, ist die Ursache der Atta</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">cke mit Sehstörung am 7. Mai 2013 offen. Differentialdiagnostisch denkbar sei eine migräniform-vasospastische Ursache, ev. hormonell begünstigt. Die Migrä</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">neanamnese sei aber negativ. Eine vertebrobasiläre transiente ischämische Atta</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">cke (TIA, sog. „Streifung”) könne nicht ausgeschlossen werden. Letztlich festge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">stellt habe man eine arterielle Hypertonie. Der Neurostatus sei ohne erwäh</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nenswerte Auffälligkeiten. Das Schädel-MRI habe ebenfalls kein Korrelat zu Tage gefördert (weitere Seitenventrikel als Variante; Glandula pinealis-Zyste als Zufallsbefund, klinisch stumm; keine Liquorzirkulationsstörung). Farbduplexso</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nographisch fänden sich keine Stenosen der hirnversorgenden Arterien. Im Falle einer TIA käme auch das Herz als allfällige Emboliequelle in Frage. Der Befund der erfolgten kardialen Untersuchung sei indes normal gewesen. Die seit der erwähnten Attacke bestehenden multiplen unspezifischen Beschwerden seien daher praktisch sicher Folge einer neurovegetativen Überreaktion. Dr. A.___ attestierte der Beschwerdeführerin auf deren Wunsch und bei Ferienab</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">wesenheit des Hausarztes eine Arbeitsunfähigkeit von 50 % während zwei Wochen (Urk. 11/7). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">4.3.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Aus den darauffolgenden Berichten von Dr. A.___ (Urk. 11/4-6, 5/15, 5/14/7-9, 11/11) ergeben sich aus neurologischer Sicht keine neuen Befunde oder Diagnosen. Indes berichtete sie am 7. März 2014 über einen erfreulichen Verlauf bei Einnahme von 5 mg Cipralex. Dieses habe zu einem etwas besseren Befinden und etwas weniger Angst geführt und könne in den nächsten Wochen ausgeschlichen werden (Urk. 11/5). Als rund 2,5 Jahre später im August 2015, also kurz vor den Untersuchungen durch die Sozialversicherungen und nach mehrwöchigem Aussetzen der Gesprächstherapie wegen Ferienabwesenheit des Psychologen, eine vergleichbare Attacke auftrat, verzichtete die Neurologin auf neue umfangreiche Abklärungen und erhöhte stattdessen die Dosis von Cipralex von 5 auf 10 mg täglich (Urk. 11/4). Es ist deshalb nochmals hervorzuheben, dass sie im Bericht vom 6. Mai 2015 als Einschränkungen ausdrücklich ein Zer</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">vikalsyndrom, eine Angstsymptomatik und eine Depression sowie als Folge davon multiple neurovegetative Beschwerden nannte. Dazu stellte sie klar, dass die von ihr attestierte volle Arbeitsunfähigkeit seit 9. Dezember 2014 auf den Angaben der Psychologin und von Dr. C.___ gründe und keine direkte Fol</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ge einer neurologischen Erkrankung, sondern einer Kombination der rheumato</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">logischen/orthopädischen Erkrankung und Angststörung/Depression sei. Einen Behandlungsbedarf aus neurologischer Sicht verneinte sie. Eine allfällige Besse</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rung der Symptomatik sei abhängig vom Effekt der Behandlung durch die Psy</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">chologin und Dr. C.___ (Urk. 5/15/3 f.).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">4.3.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die neurologische Abklärung in der B.___ Klinik durch Dr. med. E.___, Lei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tender Oberarzt der Neurologie, brachte ebenfalls keine neuen Erkenntnisse. Bei kernspintomographisch bekannter mehrsegmentaler Spinalkanalenge zervikal finde er derzeit weder klinisch noch elektrophysiologisch Anhaltspunkte für ein zervikomyeloradikuläres Ausfallsyndrom. Die intermittierend auftretenden Ein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">schlafsensationen der linken Hand seien unter Berücksichtigung der anamnes</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tischen Angaben und der aktuellen Elektrophysiologie mit einem leichten Kar</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">paltunnelsyndrom vereinbar. Weiterhin beklage die Beschwerdeführerin multip</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">le neurologische Symptome, wobei Attacken von Schwindelsensationen beglei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tet von Sehstörungen und Kopfschmerzen eine wesentliche Rolle spielten (vgl. auch die Angaben der Beschwerdeführerin unter „Verlauf seit dem 6. November 2014”: wöchentlicher Drehschwindel von maximal 5 Minuten Dauer, nachfol</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gend während einiger Stunden geringe Kopfschmerzen, aber störende Müdig</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">keit). Phänomenologisch seien diese am ehesten einer vestibulären Migräne zuzuschreiben. Diesbezüglich sei die Beschwerdeführerin bei Dr. A.___ in Behandlung. Im aktuellen klinischen Befund habe er keine Hinweise auf eine periphere bzw. zentrale vestibuläre Störung oder eine Cerebellopathie gefunden (11/11).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.4</span><span> </span><span id="XX212"></span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.4.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Der Beweiswert von RAD-Berichten nach Art. 49 Abs. 2 IVV</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">, d.h. gestützt auf eine eigene Untersuchung der versicherten Person,</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> ist mit jenem externer medi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">zinischer Sachverständigengutachten vergleichbar, sofern sie den praxisgemäs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sen Anforderungen an ein ärztliches Gutachten (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">BGE 134 V 231</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> E. 5.1) genügen und die Arztperson über die notwendigen fachlichen Qualifikationen verfügt (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">BGE 137 V 210</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> E. 1.2.1). Allerdings kann auf das Ergebnis versicherungsinter</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ner ärztlicher Abklärungen – zu denen die RAD-Berichte gehören – nicht abge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">stellt werden, wenn auch nur geringe Zweifel an ihrer Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit bestehen (Urteil des Bundesgerichts 8C_197/2014 vom 3. Oktober 2014 E. 4.2 mit Hinweisen auf </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">BGE 139 V 225</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> E. 5.2; </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">135 V 465</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> E. 4.4 und E. 4.7).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">4.4.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Beschwerdeführerin wurde mit Blick auf ihr Wirbelsäulenleiden und ihre neurologischen Beschwerden bereits mehrfach eingehend abgeklärt. Die dabei erhobenen Befunde und gestellten (Verdachts-)Diagnosen bzw. die daraus resul</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tierenden funktionellen Einschränkungen (z.B. kein längeres Sitzen) lauten seit Beginn der Beschwerden im Jahr 2013 weitestgehend gleich und wurden auch vom RAD entsprechend bestätigt und gewürdigt.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Einzig konnte er keine mass</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gebliche Einschränkung der Beweglichkeit der HWS feststellen, als ihm die Beschwerdeführerin ihre Beschwerden demonstrierte. Mit anderen Worten ist die Symptomatik grundsätzlich unverändert, soweit die therapeutischen Mass</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nahmen nicht sogar temporär eine Besserung brachten. Zwischen ärztlicher Diagnose und Arbeitsunfähigkeit besteht indes sowohl bei somatisch als auch psychisch dominierten Leiden keine Korrelation, weshalb die medizinische Fol</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">genabschätzung notwendigerweise eine hohe Variabilität aufweist und unaus</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">weichlich Ermessenzüge trägt (vgl. BGE 140 V 193 E. 3.1).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">4.4.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Keine massgebliche Arbeitsunfähigkeit besteht vorliegend sicher aus neurolo</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gischer Sicht, eine solche wurde von Dr. A.___ klar verneint. Nicht rest</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">los zu überzeugen vermag indes die relativ vage Arbeitsfähigkeitseinschätzung des RAD, lautend auf eine Leistungsfähigkeit von 70 bis 80 % bei einer 100 % Präsenz und einem erhöhten Pausenbedarf von zwei Stunden pro Tag bei einem erheblich eingeschränkten Belastungsprofil. Einerseits war gemäss Auskunft der ehemaligen Arbeitgeberin der letzte effektive Arbeitstag der Beschwerdeführerin der 8. Dezember 2014. Aus den Absenzen- und Überstundenblättern ergibt sich ferner, dass diese – ausser im Zusammenhang mit der Attacke im Mai 2013 – bis dahin nur vereinzelt Krankheitstage aufwies und erst ab Juni 2015 Leistun</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gen der Krankentaggeldversicherung bezog (Urk. 5/22; vgl. auch Urk. 5/32/7 oben). Insofern ist nicht ohne Weiteres nachvollziehbar, dass in einer angepass</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ten Tätigkeit mit bereits sehr eingeschränktem Belastungsprofil eine Leistungs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">einbusse von 30 % bestehen soll. Andererseits hielt das Bundesgericht in seinem Entscheid </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">8C_620/2009</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> vom 26. Oktober 2009</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> E.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">4.2.2 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">fest, </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">dass ein </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">E</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">FL-Testverfahren </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">zwar </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nicht in jedem Fall, gleichsam losgelöst von der Betrach</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tungsweise der Ärzteschaft, durchzuführen, sondern allenfalls in Betracht zu ziehen sei in Konstellationen, in welchen sich die beteiligten Fachärzte ausser</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">stande sehen würden, eine zuverlässige Einschätzung des leistungsmässig noch Machbaren vorzunehmen, und deshalb eine konkrete leistungsorientierte beruf</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">liche Abklärung als zweckmässigste Massnahme ausdrücklich empfehlen wür</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">den.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Genau dies trifft vorliegend zu, erklärte sich der behandelnde Leitende Arzt für manuelle Medizin und interventionelle Rheumatologie der B.___ Klinik doch ausser Stand, bei den von ihm aufgezählten funktionellen Einschränkun</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gen nähere Angaben zur Arbeitsfähigkeit in einer angepassten Tätigkeit zu machen und empfahl ausdrücklich eine EFL. Es bestehen somit gewisse Zweifel an der RAD-Beurteilung, weshalb es einer neutralen Begutachtung in der Fach</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">richtung Rheumatologie oder Orthopädie bedarf. Der Gutachter hat sich hierbei auch zur Frage der Notwendigkeit einer EFL zu äussern.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">5.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">5.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Vorab strittig zwischen den Parteien ist die Arbeitsfähigkeit der Beschwerdefüh</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">rerin aus psychiatrischer Sicht. Dabei kamen die untersuchenden Fachärzte ein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">hellig zum Schluss, dass die Beschwerdeführerin aus medizinischer Sicht seit Beginn der psychotherapeutischen Behandlung voll arbeitsunfähig sei. Ebenso besteht weitestgehend Einigkeit bezüglich des psychopathologischen Befundes sowie der psychiatrischen Diagnosen und der daraus resultierenden Einschrän</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">kungen. Die wesentlichen Schlussfolgerungen im Gutachten von Dr. Y.___ wurden bereits in Erwägung E. 3.1 dargelegt. Der behandelnde Psychiater Dr. med. F.___ diagnostizierte im Bericht vom 9. November 2015 konkret eine mittelgradige depressive Episode ohne somatisches Syndrom (ICD-10: F32.10), eine mittelgradige Panikstörung (ICD-10: F41.0), eine generalisierte Angststörung (ICD-10: F41.1) und eine soziale Phobie (ICD-10: F40.1). Er kam zum Schluss, die Beschwerdeführerin sei durch die ausgeprägte psychopatholo</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gische Symptomatik, insbesondere Angst, verringerte Belastbarkeit, Konzent</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">rationsstörung, Panikattacken (und diesbezügliche Erwartungsangst), Erschöp</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">fung und innere Leere, in ihrer Arbeitsfähigkeit eingeschränkt. Die Beschwerde</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">führerin könne nicht mehr alleine aus dem Haus (z.B. Urk. 5/32). In anderen Berichten nannte er – allerdings ohne Begründung – teils einmalig weitere Diagnosen wie den Verdacht auf eine chronische Schmerzerkrankung mit soma</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tischen und psychischen Faktoren (Urk. 5/36/31 f.) oder eine abhängige Persön</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">lichkeitsstörung (Urk. 11/2).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">5.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Wie Dr. Y.___ empfahl Dr. F.___ im Bericht vom 9. November 2015 zunächst eine Veränderung der Medikation (Urk. 5/32/7). Wenige Wochen spä</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ter liess er indes gegenüber der Krankentaggeldversicherung im Bericht vom 3. Dezember 2015 verlautbaren, dass ein Programm in einer Tagesklinik ange</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sichts der Sozialphobie nicht realisierbar sei. Zunächst müsse eine Verbesserung aufgrund der medikamentösen Behandlung erreicht werden. Die Beschwerde</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">führerin reagiere indes empfindlich auf Medikamente und nehme diese daher auch mit einer gewissen Angst ein. Eine bis dahin versuchte neue Option sei schlecht vertragen worden, weshalb als nächstes Cymbalta (60 bis 90 mg) in Betracht gezogen werde (Urk. 11/1). Am 12. Mai 2016 berichtete Dr. F.___ nochmals, dass medikamentös andere Varianten versucht worden seien. Die Beschwerdeführerin wolle jedoch weiterhin Cipralex nehmen, da sie diesem Mit</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tel vertraue. Andere Medikamente hätten am Zustandsbild nichts geändert (Urk. 11/2). Davon leicht abweichend wurde in einem von Hand auf den 27. Juni 2016 datierten Bericht der behandelnden Psychologin festgehalten, auf andere Medikamente habe die Beschwerdeführerin mit Angst und unerwünsch</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ten Nebenwirkungen reagiert, weshalb man „vorerst” beim Cipralex bleibe (Urk. 5/44). Die Berichte geben keine hinreichende Auskunft über die durchge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">führte medikamentöse Evaluation. Weder ist klar, welche Medikamente auspro</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">biert wurden, noch ob die Versuche lange genug dauerten, um überhaupt eine Wirkung zeitigen zu können. Unklar ist auch, inwiefern die Beschwerdeführerin empfindlich auf die Medikamente reagierte und ob ihr allenfalls krankheitsbe</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">dingt die Einsichtsfähigkeit für eine Umstellung der Medikation fehlt. Augenfäl</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">lig ist zudem, dass der Beschwerdeführerin im letzten Bericht von Dr. F.___ nicht wie bis anhin eine klare, volle Arbeitsunfähigkeit attestiert wird, sondern festgestellt wurde, diese könne nicht ohne Begleitung eines Familienmitgliedes aus dem Haus und arbeiten in einer Gruppe gehe nicht (Urk. 11/2). Ergänzend ist festzuhalten, dass Dr. Y.___ sich sehr ambivalent zur Behandelbarkeit </span><br/><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">bzw. Prognose äusserte, indem er einerseits eine Chronifizierungstendenz und ungünstige Wechselwirkung zwischen den verschiedenen psychischen Leiden feststellte, gleichzeitig aber konkret nur eine schnelle bzw. kurzfristige Verbes</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">serung eher ausschloss (Urk. 5/36/22 f. und 26). Der medizinische Sachverhalt ist somit bezüglich der psychischen Beschwerden nur ungenügend geklärt.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">5.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Im Rahmen des strukturierten Beweisverfahrens sind </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sodann </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">als Standardin</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">dikatoren die folgenden Aspekte massgebend (BGE 141 V 281 E. 4.1.3):</span></p><p><span>Funktioneller Schweregrad</span></p><p><span>- </span><span>Gesundheitsschädigung</span></p><p><span>-</span><span>Ausprägung der diagnoserelevanten Befunde</span></p><p><span>-</span><span>Behandlungs- und Eingliederungserfolg oder -resistenz</span></p><p><span>-</span><span>Komorbiditäten</span></p><p><span>- </span><span>Persönlichkeit: Persönlichkeitsdiagnostik, persönliche Ressourcen</span></p><p><span>- </span><span>sozialer Kontext</span></p><p></p><p><span>Konsistenz (Gesichtspunkte des Verhaltens)</span></p><p><span>- </span><span>gleichmässige Einschränkung des Aktivitätsniveaus in allen vergleich</span><span>baren Lebensbereichen</span></p><p><span>- </span><span>behandlungs- und eingliederungs</span><span>anamnestisch</span><span> ausgewiesener Leidens</span><span>druck</span></p><p><span> </span><span>Diese</span><span> Standardindikatoren erlauben - unter Berücksichtigung leistungshindern</span><span>der äusserer Belastungsfaktoren einerseits und Kompensationspotenzialen (Res</span><span>sourcen) anderseits -</span><span>,</span><span> das tatsächlich erreichbare Leistungsvermögen einzu</span><span>schätzen (BGE 141 V 281 E. 3.4-3.6 und E. 4.1; vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_2</span><span>60/2017 vom 1. Dezember 2017 E. </span><span>4.2.3). </span><span>Die Anerkennung eines renten</span><span>begründenden Invaliditätsgrades ist nur zulässig, wenn die funktionellen Aus</span><span>wirkungen der medizinisch festgestellten gesundheitlichen Anspruchsgrundlage im Einzelfall anhand der Standardindikatoren schlüssig und widerspruchsfrei mit (zumindest) überwiegender Wahrscheinlichkeit nachgewiesen sind. Fehlt es daran, hat die Folgen der Beweislosigkeit (nach wie vor) die materiell beweisbe</span><span>lastete versicherte Person zu tragen (BGE 141 V 281 E. 6; BGE 141 V 547 E. 2).</span></p><p><span>5.4</span><span> </span><span>Die „Indikatorenprüfung“ durch RAD-Ärztin D.___ genügt den neuen Beweisanforderungen somit nicht, da diese nicht umfassend ist und letztlich keine Würdigung enthält. So genügt es beispielsweise nicht, Diagnosen aufzu</span><span>zählen, sondern ist deren Ausprägung bzw. Schweregrad zu bestimmen. Wenig aussagekräftig ist auch die Tatsache, dass ein RAD-Arzt ohne Fachkenntnis in Psychiatrie und Psychotherapie in seiner Untersuchung keine depressive Symp</span><span>tomatik feststellte. Dies gilt vorab für die im Vordergrund stehende Angstsymp</span><span>tomatik. Des Weiteren zieht med. pract. D.___ keine Schlüsse aus den auf</span><span>gelisteten Medikamenten (ohne Dosierung) und der genannten Behandlungs</span><span>frequenz, wobei angesichts der vorstehenden Erwägungen bezüglich Behand</span><span>lungsresistenz und ausgewiesenem Leidensdruck ohnehin auch zu wenig abge</span><span>klärt wurde. Soweit es den sozialen Kontext betrifft, wären Feststellungen in dem Sinne zu treffen gewesen, ob die Kontakte gut sind oder nicht und auch ausserhalb der Familie stattfinden oder nicht. Allein die Schilderung der Wohn</span><span>verhältnisse ist nicht aussagekräftig. Was die Einschränkungen im Alltag betrifft, so ist nicht klar, welche Hobbies die Beschwerdeführerin ausübt, und eine relevante Angststörung kann auch nicht in Abrede gestellt werden mit dem Hinweis, dass gewisse Tätigkeiten in Begleitung möglich sind. Zurecht monierte med. pract. D.___ sodann, dass über die Panikattacken zu wenig bekannt sei, allerdings wäre es Aufgabe der Beschwerdegegnerin gewesen, bei dieser Aktenlage entsprechende Abklärungen zu tätigen. Unklar ist, was med. pract. D.___ daraus ableitet, dass die soziale Phobie gemäss Dr. F.___ seit der Entlassung bestehe. Eine verselbständigte psychische Störung ist auch zu berücksichtigen, wenn sie durch psychosoziale Faktoren ausgelöst wurde. Kei</span><span>ner der Mediziner thematisiert, dass die Angststörung mit der Wiederaufnahme einer beruflichen Tätigkeit massgeblich bessern würde. Vorderhand kann daher nicht geschlossen werden, dass die psychischen Beschwerden allein in der psy</span><span>chosozialen Belastungssituation gründen würden.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">6.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Demnach kann</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> über den strittigen Leistungsanspruch nicht ohne </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">zusätzliche </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">medizinische</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> und gegebenenfalls auch berufliche (EFL) oder </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">erwerbliche </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">(z.B. leidensbedingter Abzug) Abklärung oder einen Haushaltsabklärungsbericht </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ent</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">schiede</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">n werden, zumal im Rahmen der </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Invaliditätsbemessung allenfalls schwierige Ermessenentscheide zu treffen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> sind.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Di</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">e Sache</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> ist deshalb</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> zur Durch</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">führung der notwendigen ergänzenden Abklärungen und neuer Entscheidung an die Vorinstanz zurückzuweisen (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">§ </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">26 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Abs. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1 des Gesetzes über das Sozial</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">versicherungsgericht [GSVGer]; vgl. Urteil des Bundesgerichts U 209/02 vom 1</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">0. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">September 2003 E. 5.2). In diesem Sinne ist die Beschwerde gutzuheissen und die angefochtene Verfügung aufzuheben.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">7</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">7.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Da es um die Bewilligung oder Verweigerung von Versicherungsleistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichtskosten sind nach dem Verfahrens</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">aufwand unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 1‘000.-- festzulegen (Art. 69 Abs. 1</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">bis</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> IVG) und auf Fr. 600.-- festzusetzen. Nach ständi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ger Rechtsprechung gilt die Rückweisung der Sache an die Verwaltung zur wei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">teren Abklärung und neuen Verfügung als Obsiegen (BGE 137 V 57 E.2.2), wes</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">halb die Kosten der Beschwerdegegnerin aufzuerlegen sind.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">7.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Nach </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">§ </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">34 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Abs. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1 GSVGer besteht zudem Anspruch auf Ersatz der Parteikosten. Diese werden ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der Bedeutung der Streit</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sache, der Schwierigkeit des Prozesses und dem Mass des Obsiegens bemessen (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">§ </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">34 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Abs. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">2 GSVGer). Unter Berücksichtigung der vorstehenden Grundsätze </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ist die Beschwerdegegnerin zu verpflichten, der anwaltlich vertretenen Beschwer</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">deführerin eine </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Prozessentschädigung von </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Fr. 2</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">‘800.-- (inkl. MWST und Bar</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">auslagen) </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">zu bezahlen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">.</span></p><p class="Normal Heading3"><br/></p><p></p><p class="Normal Heading3"><span class="Normal Heading3">Das Gericht erkennt:</span><span id="BeginnMateriell"></span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span class="Normal Dispotext DispoHngend">1.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Die Beschwerde wir</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">d in dem Sinne gutgeheissen, dass</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend"> die angefochtene Verfügung vom </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">2. November 2016</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend"> aufgehoben und die Sache an die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, zurückgewiesen wird, damit diese nach Einholung eines </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">orthopädisch-rheumatologischen und psychiatrischen </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Gutachtens </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">und gegebenenfalls weiterer Abklärungen </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">im Sinne der Erwägungen über den </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Rentenanspruch</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend"> neu verfü</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">ge.</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span class="Normal Dispotext DispoHngend">2.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Die Gerichtskosten von </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Fr. </span><span id="Text1"></span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">600</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">.-- werden </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">der Beschwerdegegnerin</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend"> auferlegt.</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend"> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Rech</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">nung und Einzahlungsschein werden </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">der</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend"> Kostenpflichtigen nach Eintritt der Rechts</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">kraft zugestellt.</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span class="Normal Dispotext DispoHngend">3.</span><span> </span><span id="Text4"></span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Die Beschwerdegegnerin wird</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend"> verpflichtet, </span><span id="Text2"></span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">der Beschwerdeführerin</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend"> eine Prozessent</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">schädigung von </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Fr. 2’800</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">.-- (inkl. Barauslagen und MWSt) zu bezahlen.</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span class="Normal Dispotext DispoHngend">4.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Zustellung gegen Empfangsschein an:</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Rechtsanwalt Thomas Locher</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Bundesamt für Sozialversicherungen</span></p><p class="Normal Dispotext DispoEinzug"><span class="Normal Dispotext DispoEinzug">sowie an:</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Gerichtskasse (im Dispositiv nach Eintritt der Rechtskraft)</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">5.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Gegen diesen Entscheid kann innert </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">30 Tagen</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"> seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundes</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">gesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 15. Juli bis und mit 15. August sowie vom 18. Dezember bis und mit dem 2. Januar (Art. 46 BGG).</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">stellen.</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweis</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">mittel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthal</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">ten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat (Art. 42 BGG).</span></p><p></p><p class="Normal Heading3"><span class="Normal Heading3">Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich</span></p><p><br/></p><p>Die VorsitzendeDie Gerichtsschreiberin</p><p><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p>GrünigBonetti</p><p></p></div> </div></body></html>