Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Verfassungs- und Verwaltungsrecht vom 29. Oktober 2014 (810 14 160) ____________________________________________________________________ Steuern und Kausalabgaben Nach- und Strafsteuer zur Staats- und Gemeindesteuer (inkl. Fürsorgesteuer) 1999/2000 Besetzung Abteilungs-Vizepräsident Beat Walther, Ka ntonsrichter Christian Haidlauf, Markus Clausen, Claude Jeanneret, Niklaus Ruckstuhl , Gerichtsschreiberin Julia Kempfert Parteien A.____ , Beschwerdeführer , vertreten durch Dr. Alexander Filli , Advokat gegen Steuer - und Enteignungsgericht des Kantons Basel -Landschaft (Abteilung Steuergericht) , Kreuzbodenweg 1, 4410 Liestal, Be- schwerdegegner Steuerverwaltung des Kantons Basel-Landschaft , Rheinstrasse 33, Postfach, 4410 Liestal, Beschwerdegegnerin Betreff Nach- und Strafsteuer zur Staats- und Gemei ndesteuer (inkl. Fürsorge- steuer) 1999/2000 (Entscheid der Abteilung Steuergericht vom 28. Februar 2014) Seite 2 http://www.bl.ch/kantonsgericht A. Die Staatsanwaltschaft des Kantons Basel-Landschaft fü hrt ein Strafverfahren unter anderem wegen Steuerbetrugs gegen A.____, welcher in den Jahren 1999 und 2000 als Organ der B.____ AG (B.____) amtete. Aufgrund einer Meldu ng der Staatsanwaltschaft leitete die Steuerverwaltung Basel-Landschaft (Steuerverwaltung) i m Dezember 2009 ein Nach- und Strafsteuerverfahren gegen A.____ ein. Mit Verfügung vom 28. März 2013 erhob die Steuer- verwaltung für die Steuerjahre 1999/2000 für die Sta ats-, Kirchen-, Gemeinde- und Fürsorge- steuer Nachsteuern in der Höhe von Fr. 375‘543.60 sow ie eine Steuerbusse von 150% der Nachsteuer in der Höhe von Fr. 563‘315.-- und Verzugszin sen von insgesamt Fr. 234‘298.10. Zur Begründung wurde ausgeführt, dass in den Jahren 1999 und 2000 nicht alle Einkünfte der B.____ im Zusammenhang mit den Vermittlungsprovisionen der C.____ AG (C.____) deklariert worden seien. A.____ sei zu 56% an der B.____ als Aktio när beteiligt, weshalb ihm 56% der nicht verbuchten Vermittlungsprovisionen als geldwerte Leistungen zugerechnet würden. B. Gegen diese Verfügung erhob A.____, vertreten dur ch Dr. Alexander Filli, Advokat in Basel, am 25. April 2013 Einsprache und stellte dar in im Wesentlichen die Anträge, das Ver- fahren sei bis zum Abschluss der Strafuntersuchungen gege n D.____ und A.____ sowie des Nach- und Strafsteuerverfahrens gegen die B.____ zu sistie ren und die Verfügung betreffend Nachsteuer und Busse zur Staats-, Kirchen-, Gemeinde- und Fürsorgesteuer 1999/2000 vom 28. März 2013 aufzuheben. Mit Einspracheentscheid vom 9 . Oktober 2013 wies die Steuerver- waltung sowohl die Sistierungsanträge als auch die Einsprache in der Sache ab. C. A.____, vertreten durch Dr. Alexander Filli, erho b am 8. November 2013 gegen den Einspracheentscheid Rekurs an das Steuer- und Enteignungs gericht des Kantons Basel- Landschaft, Abteilung Steuergericht (Steuergericht). Darin beantragte er in verfahrensrechtli- cher Hinsicht, es sei das Verfahren bis zum Abschluss der Str afuntersuchungen gegen ihn und D.____ und bis zum Abschluss des Nach- und Strafsteuerver fahrens gegen die B.____ zu sis- tieren. Im Weiteren stellte er den Antrag, der Einspr acheentscheid sei aufzuheben und die Staats-, Kirchen-, Gemeinde- und Fürsorgesteuer 1999/2 000 seien unverändert gemäss der ursprünglichen Veranlagung festzulegen. Eventualiter sei von einer Strafsteuer abzusehen, subeventualiter sei diese herabzusetzen; unter o/e-Kostenfolge zulasten des Staates. D. Das Steuergericht wies zunächst die Sistierungsanträ ge mit Verfügung vom 3. Januar 2014 ab. Mit Entscheid vom 28. Februar 2014 wies es sodann den Rekurs in der Sa- che sowie die Einsprache gegen die Verfügung vom 3. Januar 2014 ab. E. Gegen den Entscheid des Steuergerichts erhob A.____ , vertreten durch Dr. Alexander Filli, mit Eingabe vom 13. Juni 2014 B eschwerde beim Kantonsgericht Basel- Landschaft, Abteilung Verfassungs- und Verwaltungsrecht (Kantonsgericht). Er beantragte, in Gutheissung der Beschwerde sei der Entscheid des Steuerg erichts betreffend Nach- und Straf- steuern aufzuheben und es seien die Staats-, Kirchen-, Gemeinde- und Fürsorgesteuer 1999/2000 unverändert gemäss der ursprünglichen Veranlagung festzulegen und es sei von der Strafsteuer abzusehen. Eventualiter sei die Strafsteue r herabzusetzen; unter o/e-Kostenfolge zulasten des Staates. In verfahrensrechtlicher Hinsicht wurd e beantragt, das Nachsteuer- und Strafsteuerverfahren, eventuell nur das Strafsteuerverfahren, seien bis zum rechtskräftigen Ab- Seite 3 http://www.bl.ch/kantonsgericht schluss des Strafverfahrens gegen D.____ und A.____ und bi s zum rechtskräftigen Abschluss des Nach- und Strafsteuerverfahrens gegen die B.____ zu sistieren; sodann sei das Nachsteu- erverfahren vom Strafsteuerverfahren zu trennen. F. In ihrer Stellungnahme vom 7. Juli 2014 beantrag te die Steuerverwaltung die Ab- weisung der Verfahrensanträge und mit Vernehmlassung vom 12. August 2014 die Abweisung der Beschwerde in der Hauptsache. Das Steuergericht liess sich mit Eingabe vom 8. Juli 2014 zu den Verfahrensanträgen und zu der Hauptsache vernehm en und schloss ebenfalls auf Ab- weisung der Beschwerde. Mit Präsidialverfügung vom 30. J uli 2014 wurden die Anträge auf Sistierung und Trennung der Verfahren abgewiesen. Auf die dagegen erhobene Beschwerde trat das Bundesgericht mit Urteil vom 23. September 2014 nicht ein. G. Mit Schreiben vom 15. September 2014 beantragte d er Beschwerdeführer, vertreten durch Dr. Alexander Filli, die Durchführung einer mün dlichen Verhandlung. Mit verfahrenslei- tender Verfügung vom 19. September 2014 wurde der Fa ll der Kammer zur Beurteilung über- wiesen und eine Parteiverhandlung angesetzt. Der Beweisa ntrag des Beschwerdeführers, wo- nach beim Amt für Justiz des Fürstentums Liechtenstein e ine amtliche Erkundigung einzuholen sei, wurde gutgeheissen und die weiteren Beweisanträg e des Beschwerdeführers abgewiesen. Nach nochmaliger Durchsicht der Verfahrensakten wurde m it Verfügung vom 25. September 2014 auf eine amtliche Erkundigung bzw. die amtliche Einholung eines Handelsregisterauszugs der E.____ Anstalt beim Amt für Justiz des Fürstentums Li echtenstein verzichtet und es dem Beschwerdeführer freigestellt, die von ihm beantragte Erkundigung einzuholen und dem Gericht einzureichen. H. Anlässlich der heutigen Parteiverhandlung halten di e Parteien an ihren Anträgen und Vorbringen fest. Der Rechtsvertreter des Beschwerde führers reicht dem Gericht die Ankla- geschrift der Staatsanwaltschaft Basel-Landschaft vom 26. September 2014 ein und stellt zu- dem erneut die Verfahrensanträge, es seien das Nachsteuer- und Strafsteuerverfahren bis zum rechtskräftigen Abschluss des Strafverfahrens gegen D.____ und A.____ zu sistieren; sodann sei das Nachsteuerverfahren vom Strafsteuerverfahren zu t rennen. Im Weiteren wiederholt der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers seine Beweisanträge , wonach Herr F.____, Frau G.____ und Herr H.____ als Zeugen einzuvernehmen seien . Die Beschwerdegegner beantra- gen, es seien die erneut gestellten Verfahrens- sowie Beweisanträge abzuweisen. Das Kantonsgericht zieht i n E r w ä g u n g: 1. Gemäss § 131 Abs. 1 des Gesetzes über die Staats- un d Gemeindesteuern (StG) vom 7. Februar 1974 können Entscheide des Steuergerichts m it Verwaltungsgerichtsbeschwerde beim Kantonsgericht als letzte kantonale Instanz angefoch ten werden. Mit der Beschwerde in Steuersachen können gemäss § 45 Abs. 2 des Gesetzes über d ie Verfassungs- und Verwal- tungsprozessordnung (VPO) vom 16. Dezember 1993 alle Män gel des angefochtenen Ent- scheids und des vorangegangenen Verfahrens gerügt werden . Die formellen Voraussetzungen nach §§ 43 ff. VPO sind erfüllt, sodass auf die Beschwerde einzutreten ist. Seite 4 http://www.bl.ch/kantonsgericht 2.1 Vorweg ist über die an der heutigen Parteiverhand lung erneut gestellten Beweis- und Verfahrensanträge des Beschwerdeführers zu befinden. 2.2 Mit Präsidialverfügung vom 19. September 2014 wur den die Beweisanträge, wonach die vorgenannten Zeugen einzuvernehmen seien, abgewie sen. Vorliegend sind keine Gründe ersichtlich, welche ein Abweichen von der damaligen Verf ügung rechtfertigen würden, zumal vom Beschwerdeführer in keiner Weise vorgebracht wird, inwiefern die angerufenen Zeugen zur Aufklärung des Sachverhalts zusätzlich beitragen könnten. Aus dem Strafverfahren befinden sich die Einvernahmeprotokolle der Zeugen in den vorlieg enden Verfahrensakten und das Ge- richt kann somit grundsätzlich darauf abstellen und diese Aussagen in die Beurteilung einbezie- hen. Die Beweisanträge des Beschwerdeführers, wonach He rr F.____, Frau G.____ und Herr H.____ als Zeugen einzuvernehmen seien, werden abgewiesen. 2.3 Mit Präsidialverfügung vom 30. Juli 2014 wurden d ie Verfahrensanträge des Be- schwerdeführers auf Sistierung des Nachsteuer- und Strafsteuerverfahrens sowie auf Trennung der beiden Verfahren abgewiesen. Auf die dagegen er hobene Beschwerde ist das Bundesge- richt mit Urteil vom 23. September 2014 nicht eingetre ten und hat dabei dargelegt, dass nicht erkennbar sei, inwiefern die Verweigerung der nachgesu chten Sistierung und Trennung der Verfahren einen nicht wieder gutzumachenden Nachteil fü r den Beschwerdeführer beinhalte. Auch aufgrund der heute eingereichten Anklageschrift der Staatsanwaltschaft Basel-Landschaft ändert sich nichts an der Tatsache, dass der Beschwerdeführer nicht darlegt, inwiefern Informa- tionen, welche ihn im Nachsteuerverfahren entlasten wür den, im Steuerstrafverfahren für ihn nachteilig sein könnten. Zudem hat er sich im vorliegen den Verfahren in seiner Beschwerdebe- gründung bereits ausführlich zur Sache geäussert. Diese Rechtsschriften samt Beilagen sowie die Verfahrensakten sind dem Gericht bereits bekannt. Sch liesslich ist festzustellen, dass an der heutigen – vom Beschwerdeführer beantragten – Par teiverhandlung lediglich der Rechts- vertreter des Beschwerdeführers anwesend ist, weshalb der Beschwerdeführer selber keine weiteren Fragen beantworten bzw. keine Auskunft erteil en muss, welche ihn belasten könnte. Es liegen somit keine Gründe vor, welche eine Sistierun g oder Trennung der Verfahren, insbe- sondere gegen den Willen der Beschwerdegegner, rechtfe rtigen würden (vgl. Präsidialverfü- gung vom 30. Juli 2014 E. 2). Die Verfahrensanträge des Beschwerdeführers, es seien das Nachsteuer- und Strafsteuerverfahren bis zum rechtskräftig en Abschluss des Strafverfahrens gegen D.____ und A.____ zu sistieren und das Nachsteuerve rfahren vom Strafsteuerverfahren zu trennen, werden abgewiesen. 3.1 Der Beschwerdeführer bringt im Weiteren vor, er habe im Zeitraum 1997 bis 2001 kei- nen Wohnsitz in der Schweiz gehabt. Zu dieser Zeit hab e er mit seiner damaligen Lebenspart- nerin und den gemeinsamen Kindern in Frankreich gewohn t. Er habe damals der Steuerbehör- de Basel-Landschaft einen Wohnsitz in I.____ angegeben, da er sich daraus für die Schei- dungsauseinandersetzung mit seiner damaligen Ehefrau Vorteile erhofft habe. 3.2 Der Beschwerdegegner führt dagegen aus, dass die Da rlegungen des Beschwerde- führers betreffend Wohnsitz in den Jahren 1999 und 2000 als Schutzbehauptungen zu werten Seite 5 http://www.bl.ch/kantonsgericht seien, zumal der Beschwerdeführer bis vor Einleitung des Nachsteuerverfahrens seinen dama- ligen Wohnsitz auch nicht in Frankreich gesehen habe. 3.3 Das Nachsteuerverfahren ist grundsätzlich auf die Beh andlung derjenigen Punkte zu beschränken, in denen sich Abänderungen aus den neu entdeckten Tatsachen oder Beweismit- teln ergeben (K LAUS A. VALLENDER /M ARTIN E. LOOSER , in: Zweifel/Athanas [Hrsg.], Kommentar zum Schweizerischen Steuerrecht I/2b, 2. Auflage, Basel 2008, Rz. 13 zu Art. 151 des Bundes- gesetz über die direkte Bundessteuer [DBG] vom 14. Dezemb er 1990, welcher mit § 146 StG übereinstimmt). Von der Zwecksetzung des Nachsteuerverfahr ens – der Korrektur des Steuer- ausfalls – her erscheint es jedoch richtig, vom Steuerp flichtigen erstmals im Nachsteuerverfah- ren geltend gemachte steuermindernde Tatsachen auch da nn zu berücksichtigen, wenn sie für ihn nicht neu sind, und zwar unabhängig davon, ob sie zu den steuerbegründenden Tatsachen, die zum Nachsteuerverfahren geführt haben, kausal sind o der nicht (K LAUS A. VALLENDER , in: Zweifel/Athanas [Hrsg.], Kommentar zum Schweizerischen St euerrecht I/1, Rz. 12 f. zu Art. 53 des Bundesgesetzes über die Harmonisierung der direkten Steuern der Kantone und Gemein- den (StHG) vom 14. Dezember 1990; K LAUS A. VALLENDER /M ARTIN E. LOOSER , a.a.O., Rz. 14 zu Art. 151 DBG, welcher mit § 146 StG übereinstimmt). Vorbehalten werden in diesem Zu- sammenhang sowohl für die Verwaltung als auch für den Pflichtigen der Grundsatz von Treu und Glauben und das Verbot widerspruchsvollen Verhalte ns (K LAUS A. VALLENDER , a.a.O., Rz. 13 zu Art. 53 StHG). Daraus ergibt sich, dass Grundla gen, welche die steuerpflichtige Per- son im ordentlichen Einschätzungsverfahren anerkannt hatt e, nicht erneut in Frage gestellt werden können (F ELIX RICHNER /W ALTER FREI /S TEFAN KAUFMANN /H ANS ULRICH MEUTER , Kom- mentar zum Zürcher Steuergesetz, 3. Auflage, Zürich 2013, Rz. 45 zu § 160, welcher mit § 146 StG übereinstimmt). Vielmehr ist die steuerpflichtige P erson an die im ordentlichen Einschät- zungsverfahren gegebene Sachverhaltsdarstellung und die d araus gezogenen Schlüsse ge- bunden. Insbesondere kann die bisher unangefochtene St euerhoheit im Nachsteuerverfahren nicht mehr in Frage gestellt werden. Dasselbe gilt an alog für die subjektive Steuerpflicht (F ELIX RICHNER /W ALTER FREI /S TEFAN KAUFMANN /H ANS ULRICH MEUTER , a.a.O., Rz. 45 zu § 160, wel- cher mit § 146 StG übereinstimmt). 3.4 In seinen Steuerveranlagungen der Jahre 1999 und 2 000 hat der Beschwerdeführer jeweils seinen Wohnsitz in I.____ im Kanton Basel-Landsc haft vorbehaltlos angegeben. Diese Veranlagungen sind in Rechtskraft erwachsen, ohne dass sic h der Beschwerdeführer gegen seine Veranlagung im Kanton Basel-Landschaft gewehrt hätte. Indem der Beschwerdeführer im vorliegenden Verfahren die Steuerhoheit des Kantons Ba sel-Landschaft bestreitet, obschon er diese im Veranlagungsverfahren 1999 und 2000 ausdrücklic h anerkannt hat, verhält er sich offensichtlich widersprüchlich, was unter dem Gesichtspunkt des Grundsatzes von Treu und Glauben nicht geschützt werden kann. Anzufügen bleibt , dass die vom Beschwerdeführer be- auftragten Treuhänder, J.____ AG, in ihrem Schreiben an die Steuerverwaltung vom 14. Februar 2002 ausführen, dass der Beschwerdeführer seit dem 1. Januar 2001 im Ausland lebe und er sie unter anderem beauftragt habe, seine bisherigen Steuererklärungen zu überar- beiten. Es muss somit davon ausgegangen werden, dass der Beschwerdeführer erst seit Janu- ar 2001 im Ausland lebt und bis zu diesem Zeitpunkt sei nen Wohnsitz in der Schweiz gehabt hatte. Die Bescheinigung der damaligen Lebensgefährt in des Beschwerdeführers vom 7. April Seite 6 http://www.bl.ch/kantonsgericht 2013, wonach dieser in den Jahren 1997 bis 2001 mit i hr in Frankreich gelebt hätte, ist als Ge- fälligkeitsschreiben zu werten. Diese Rüge ist somit unbegründet. 4. Strittig und zu beurteilen ist weiter, ob die Ste uerverwaltung dem Beschwerdeführer zu Recht Nach- und Strafsteuern für die Jahre 1999 und 20 00 auferlegt und das Steuergericht die- sen Entscheid zu Recht gestützt hat. 4.1 Ergibt sich aufgrund von Tatsachen oder Beweismitte ln, die der Steuerbehörde nicht bekannt waren, dass eine Veranlagung zu Unrecht unterblieben oder eine rechtskräftige Veran- lagung unvollständig ist, oder ist eine unterbliebene oder unvollständige Veranlagung auf ein Verbrechen oder Vergehen gegen die Steuerbehörde zurü ckzuführen, wird die nicht erhobene Steuer samt Zins seit Fälligkeit gemäss § 135 Absätze 1 bis 3 als Nachsteuer eingefordert. We- gen ungenügender Bewertung allein kann keine Nachsteuer erhoben werden (§ 146 Abs. 1 StG übereinstimmend mit Art. 53 StHG und Art. 151 Abs. 1 und 2 DBG). 4.2 Im Veranlagungsverfahren muss der Steuerpflichtige alles tun, um eine vollständige und richtige Veranlagung zu ermöglichen (Art. 101 ff. StG). Insbesondere muss er das Formular für die Steuererklärung wahrheitsgemäss und vollständig ausfüllen (Art. 42 StHG). Der Steuer- pflichtige trägt dabei die Verantwortung für die Rich tigkeit und Vollständigkeit der Steuererklä- rung (L AURENZ SCHNEIDER /R ENÉ MERZ , in: Nefzger/Simonek/Wenk [Hrsg.], Kommentar zum Steuergesetz des Kantons Basel-Landschaft, Basel 2004, R z. 4 zu § 146; Urteile des Bundes- gerichts 2C_123/2012/2C_124/2012 vom 8. August 2012 E. 5.1; 2C_494/2011/2C_495/2011 vom 6. Juli 2012 E. 2.1.1, in: StE 2012 B 72.25 Nr. 2 ). Die Steuerbehörde ihrerseits ist zur Vor- nahme ergänzender Abklärungen verpflichtet, wenn die Steuererklärung Fehler enthält, die klar ersichtlich bzw. offensichtlich sind. Nur solche augenfälligen Mängel begründen eine Verletzung der behördlichen Untersuchungspflicht und bewirken, dass keine "neuen Tatsachen" im Sinne von § 146 StG vorliegen (Urteile des Bundesgerichts 2C_ 1225/2012/ 2C_1226/2012 vom 7. Juni 2013 E. 3.1; 2C_494/2011/2C_495/2011 vom 6. Juli 2012 E. 2.1.3, in: StE 2012 B 72.25 Nr. 2; Urteil 2C_123/2012/2C_124/2012 vom 8. August 2012 E. 5.3). 4.3 Für die Festsetzung der Nachsteuer kommen die Grun dsätze zur Anwendung, die für das Veranlagungsverfahren, bzw. das Hinterziehungsverfahre n gelten (K LAUS A. VALLENDER , Rz. 19 zu Art. 53 StHG, welcher mit § 151 DBG überein stimmt). Somit gelten auch im Nach- steuerverfahren die allgemeinen Grundsätze zur Beweislast und Mitwirkungspflicht im System der gemischten Veranlagung (BGE 121 II 273 E. 3c/aa; Urteile des Bundesgerichts 2C_494/2011/2C_495/2011 vom 6. Juli 2012 E. 2.3.1, in : StE 2012 B 72.25 Nr. 2; 2C_76/2009 vom 23. Juli 2009 E. 2.2, in: StR 64/2009 S. 834). Na ch der im Steuerrecht herrschenden Nor- mentheorie trägt die Steuerbehörde die Beweislast für die steuerbegründenden und - erhöhenden Tatsachen. Dagegen ist der Steuerpflichtige für die steueraufhebenden und - mindernden Tatsachen beweisbelastet (KLAUS A. VALLENDER , Rz. 11 ff. zu Art. 53 StHG; Art. 8 ZGB analog; BGE 138 II 57 E. 7.1; 133 II 153 E. 4.3 ; Urteile des Bundesgerichts 2C_95/2013/2C_96/2013 vom 21. August 2013 E. 2.2 mit Hinweisen). Die Steuerbehörde hat nachzuweisen, was die Eröffnung des Nachsteuerverfahrens u nd auch den Erlass einer zulas- ten des Steuerpflichtigen veränderten Veranlagung re chtfertigt (Urteil 2C_494/2011/ Seite 7 http://www.bl.ch/kantonsgericht 2C_495/2011 vom 6. Juli 2012 E. 2.3.1 mit Hinweisen, in: StE 2012 B 72.25 Nr. 2). Demzufolge obliegt der Beweis, dass die Veranlagung ungenügend ge wesen ist, der Steuerbehörde (KLAUS A. VALLENDER /M ARTIN E. LOOSER , a.a.O., Rz. 12 zu Art. 151, welcher mit § 146 StG ü berein- stimmt). Nach dem Bundesgericht genügt für den Beweis der unvollständigen Besteuerung die Überzeugung, dass die entdeckten Elemente mit an Sicherhe it grenzender Wahrscheinlichkeit nicht versteuert worden sind (K LAUS A. VALLENDER /M ARTIN E. LOOSER , a.a.O., Rz. 12 zu Art. 151, welcher mit § 146 StG übereinstimmt). 4.4 Nach § 24 Abs. 1 lit. e StG sind als Ertrag aus beweglich em Vermögen steuerbar insbesondere Dividenden, Zinsen aus Guthaben und geldwe rte Leistungen aus Beteiligungen aller Art unter Einschluss des über den Nennwert ausgeschüt teten Liquidationserlöses. Zu den geldwerten Leistungen zählen unter anderem auch die so genannten "verdeckten Gewinnausschüttungen". Es handelt sich dabei um Leistungen der Gesellschaft an den Inhaber von Beteiligungsrechten (oder diesen Nahestehende), d enen keine oder keine genügenden Gegenleistungen gegenüberstehen und die einem an der Gesellschaft nicht beteiligten Dritten nicht oder in wesentlich geringerem Umfang erbracht wor den wären. Anzustellen ist dazu ein Drittvergleich (vgl. BGE 138 II 57 E. 2.2 ff. mit umf assenden Hinweisen auf Rechtsprechung und Literatur). 5.1 Das Steuergericht führt in seinem Entscheid aus, das Geschäftsmodell der B.____ sei ungewöhnlich, sachwidrig und vor allem aber den wirtsch aftlichen Gegebenheiten völlig unangemessen. Dass die B.____ auf der einen Seite die L ohnkosten für “fremde“ Versiche- rungsagenten der E.____ Anstalt mit Sitz in K.____ ge tragen habe, sie aber auf der anderen Seite auf ihr als Gegenleistung zustehende Provisionen au s den vermittelten C.____ Versiche- rungsverträgen verzichtet haben soll, sei wirtschaftlich gese hen unverständlich. Als Organ und Mehrheitsaktionär (56%) der B.____ habe der Beschwerde führer den Geldfluss innerhalb der Gesellschaft zweifellos bestens beeinflussen können. Damit seien ihm auch die an die E.____ anstatt an die B.____ geflossenen Gelder zur freien V erfügung gestanden. Die Nachsteuer sei demzufolge samt Zinsen zu Recht erhoben worden. Auch der objektive sowie subjektive Tatbe- stand der Steuerhinterziehung seien damit erfüllt. Zud em sei die verfügte Strafsteuer durch die Höhe des hinterzogenen Betrages und den absichtlichen Ein satz eines Konstrukts mit einer liechtensteinischen Anstalt, was als schweres Verschulden zu qualifizieren sei, gerechtfertigt. Die Strafsteuer in der Höhe von 150% der Nachsteuer sei somit nicht zu beanstanden. 5.2 Der Beschwerdeführer macht hingegen geltend, dass die B.____ keinerlei Zahlungen an die E.____ geleistet habe und sie auch keine naheste henden Personen seien. Die B.____ habe rechtlich gar keinen Anspruch auf die von der C. ____ an die E.____ bezahlten Provisio- nen. Die Übernahme der Agentenlöhne durch die B.____ sei ein geschäftsmässig begründeter Aufwand gewesen, da sie eine gerechtfertigte Vorinvest ition in künftige Geschäfte dargestellt und die B.____ zudem die Bestandesprovisionen für alle vermittelten C.____ Versicherungsver- träge erhalten habe. Es bestehe keinerlei Rechtfertig ung zur Annahme einer geldwerten Leis- tung an den Beschwerdeführer. Damit bestehe keine rec htliche Grundlage zur Erhebung einer Nach- und Strafsteuer. Seite 8 http://www.bl.ch/kantonsgericht 5.3 Im parallel geführten Beschwerdeverfahren wird mit Urteil des Kantonsgerichts vom 29. Oktober 2014 bereits festgehalten, dass die B.____ auf ihr zustehende Einnahmen teilweise zugunsten der ihr nahestehenden liechtensteinischen E._ ___ Anstalt verzichtet hat, ohne eine Gegenleistung zu erhalten, welche grundsätzlich von eine m unabhängigen Dritten gefordert würde. Dieser Ertragsverzicht zählt zum steuerbaren Reinge winn der B.____, weshalb die Steuerverwaltung zu Recht eine Nachsteuer bei der B._ ___ erhoben und das Steuergericht dieses Vorgehen zu Recht geschützt hat (Urteile des Kanto nsgerichts, Abteilung Verfassungs- und Verwaltungsrecht [KGE VV] vom 29. Oktober 2014 [8 10 14 161/810 14 162] E. 9.4). In Be- zug auf das Nach- und Strafsteuerverfahren betreffend die B.____ kann somit vollumfänglich auf die Ausführungen im vorgenannten Urteil verwiesen werden. Zu beurteilen ist demzufolge, ob auch dem Beschwerdeführer als Organ und Mehrheitsak tionär der B.____ der Ertragsver- zicht der B.____ anzurechnen und infolgedessen eine Nach- bzw. Strafsteuer für diesen Ertrag zu erheben ist. 6.1 Die Vorinstanz hält diesbezüglich fest, dass der Beschw erdeführer als Organ und Mehrheitsaktionär der B.____ den Geldfluss innerhalb der Gesellschaft zweifellos bestens habe beeinflussen können. Somit habe er auch alle für den G eldtransfer ins Ausland notwendigen Schritte planen und veranlassen können. In der Folge hä tten ihm dann die an die E.____ an- statt an die B.____ geflossenen Gelder zur freien Verf ügung gestanden. Es sei naheliegend, dass auch die E.____ durch den Beschwerdeführer sowie du rch D.____ beherrscht worden sei und somit als Mittel zum Zweck gedient habe, die Gelder ausser Landes zu schaffen, um sie danach steuerfrei vereinnahmen zu können. Indem die B. ____ auf die Vereinnahmung der ihr zustehenden Provisionen verzichtet habe, um diese an die E.____ weiterzuleiten, damit sie dort wiederrum dem Beschwerdeführer zur Verfügung gestanden hätten, habe die B.____ ihrem Aktionär über die E.____ eine geldwerte Leistung zukomm en lassen, die grundsätzlich auf der Ebene des Aktionärs der Einkommenssteuer unterliege. D ass die E.____ dazwischen gestan- den sei und die Gelder nicht direkt geflossen seien, sei unerheblich, zumal die E.____ nur die Funktion gehabt habe, die Gelder ausser Landes zu trans ferieren. Es dränge sich aufgrund der gesamten Umstände zwingend die Schlussfolgerung auf, d ass die geldwerten Leistungen den Aktionären der B.____ zugekommen seien. 6.2 In Bezug auf diese Ausführungen der Vorinstanz ent gegnet der Beschwerdeführer, dass er im Zusammenhang mit dem Geschäftsmodell der E.___ _ nicht involviert gewesen sei. Er habe die E.____ nicht beherrscht und diese habe ihm auch nicht als Mittel zum Zweck ge- dient, um Gelder ins Ausland zu schaffen, um sie steuerf rei vereinnahmen zu können. Dem Beschwerdeführer seien im fraglichen Zeitraum weder von der B.____ noch von der E.____ Gelder im Zusammenhang mit dem Geschäftsmodell der E.____ und damit auch keine geldwer- ten Leistungen zugeflossen. 6.3 Den vorliegenden Akten sind zwar Indizien dafür zu e ntnehmen, dass der Beschwerde- führer und sein Geschäftspartner bei der B.____, D.____, die Eigentümer bzw. die wirtschaftlich Berechtigten an der E.____-Anstalt waren. Allein die se Indizien oder Annahmen können jedoch nicht dazu führen, dass die geldwerten Leistungen, welch e die E.____ erhalten hat, direkt dem Beschwerdeführer angerechnet werden. Den vorliegenden Akten ist kein direkter Beweis zu Seite 9 http://www.bl.ch/kantonsgericht entnehmen, welcher auf die Eigentümerschaft bzw. die wi rtschaftliche Berechtigung des Be- schwerdeführers an der E.____ hindeuten würde. Es fehle n Beweismittel oder Tatsachen, wel- che eine direkte Verbindung zwischen der liechtensteinischen E.____ und dem Beschwerdefüh- rer aufzeigen. Insbesondere liegen keine Beweise vor, we lche einen direkten oder indirekten Vermögensübertrag von der E.____ an den Beschwerdeführer bestätigen. Den Akten ist jedoch zu entnehmen, dass H.____, damaliger Mitarbeiter der C.____ und Verantwortlicher für die Lei- tung des Maklergeschäfts, an seinen Einvernahmen vom 31. März 2009 und vom 24. September 2009 aussagte, dass bei der Provisionsabwickl ung zwischen der C.____ und der B.____ immer D.____ von der B.____ im Vordergrun d gestanden habe und Informationen über die E.____ auch immer von D.____ gekommen seien . In seiner Einvernahme vom 10. Mai 2010 führte F.____ aus, er sei Verwaltungsrat bei der E.____ gewesen und ihm sei A.____ zwar als Geschäftspartner von D.____ vorgestellt worden, seiner Ansicht nach sei je- doch D.____ hinter der E.____ gestanden. Aussagen oder Hinweise für eine direkte wirtschaft- liche Beteiligung des Beschwerdeführers an der E.____ l iegen nicht vor. Dass eine direkte ge- schäftliche Verbindung zwischen der B.____ und der ihr n ahestehenden E.____ bestanden hat und die B.____ zugunsten der E.____ auf ihr zustehende Erträge verzichtet hat, ist erstellt (vgl. KGE VV vom 29. Oktober 2014 [810 14 161/810 14 1 62]). Ob dem Beschwerdeführer durch diese geschäftliche Verbundenheit indirekt oder di rekt geldwerte Leistungen zugekom- men sind, ist nicht bewiesen. Zudem wird in der Beilage C des Revisionsberichts Nr. 2009-210 vom 16. Dezember 2009 festgehalten, dass die betroffenen Geschäftsführer der B.____ gegen- über der Staatsanwaltschaft jede Auskunft verweigern wü rden und somit unklar bleibe, an wen die Provisionen weitergeflossen seien. Aus diesem Grund se i ein Rechtshilfegesuch in K.____ hängig. Über den Verlauf oder allfällige Ergebnisse d ieses Rechtshilfegesuchs geht aus den Entscheiden der Vorinstanzen und den Akten nichts hervo r. Im Rahmen der Beweislastvertei- lung wäre es jedoch an der Steuerverwaltung gelegen, zu beweisen, dass das steuerauslösen- de Element der Eigentümerschaft an der E.____ bzw. ei ne wirtschaftliche Berechtigung an der- selben auch wirklich vorliegt. Ein solcher Nachweis ist der Steuerverwaltung indessen nicht ge- lungen. Ebenso wenig hat der Beschwerdeführer eingesta nden, wirtschaftlich an der E.____ berechtigt gewesen zu sein. 6.4 Trotz des erstellten Ertragsverzichts der B.____ zugunst en der ihr nahestehenden E.____ (vgl. KGE VV vom 29. Oktober 2014 [810 14 161/8 10 14 162]), liegen keine direkten Beweise und auch keine genügenden Indizien vor, welche einen direkten Beweis ersetzen wür- den, dass der Beschwerdeführer von der E.____ Gelder bezogen hat. Daraus folgt, dass die an die E.____ geflossenen Provisionen, auf welche die B.___ _ verzichtet hatte, nicht dem Be- schwerdeführer zugerechnet werden dürfen. Unter diesen Umständen ist der beweisbelasteten kantonalen Steuerverwaltung der Nachweis nicht gelun gen, dass der Beschwerdeführer geld- werte Leistungen von der liechtensteinischen E.____ Ansta lt erhalten und nicht deklariert hat. Demzufolge fehlt es an den Voraussetzungen von § 146 St G für eine Nachsteuererhebung. Zugleich ist damit der objektive Tatbestand einer volle ndeten Steuerhinterziehung gemäss § 151 StG (übereinstimmend mit Art. 175 DBG) ausgeschl ossen, womit auch die Vorausset- zungen für die Erhebung einer Hinterziehungsbusse nach § 151 StG nicht vorliegen (vgl. Urteile des Bundesgerichts 2A.706/2006 vom 1. März 2007 E. 3.4; 2A.583/2004 vom 21. April 2005 E. 3.1). Die Beschwerde ist somit gutzuheissen. Seite 10 http://www.bl.ch/kantonsgericht 7.1 Es bleibt über die Kosten zu befinden. Gemäss § 20 Abs. 1 VPO ist das Verfahren vor Kantonsgericht kostenpflichtig. Die Verfahrenskosten umf assen die Gerichtsgebühren und die Beweiskosten und werden in der Regel in angemessenem Au smass der ganz oder teilweise unterliegenden Partei auferlegt (§ 20 Abs. 3 VPO). Den Vorinstanzen werden keine Verfahrens- kosten auferlegt (§ 20 Abs. 3 VPO). Demzufolge sind keine Verfahrenskosten zu erheben und der erhobene Kostenvorschuss ist dem Beschwerdeführer zurückzu zahlen. Der ganz oder teil- weise obsiegenden Partei kann gestützt auf § 21 Abs. 1 VP O für den Beizug einer Anwältin oder eines Anwalts eine angemessene Parteientschädigun g zu Lasten der Gegenpartei zuge- sprochen werden. Der Rechtsvertreter des Beschwerdeführer s hat dem Gericht für die Verfah- ren 810 2014 159 und 810 2014 160 eine gemeinsame Ho norarrechnung (pro forma) einge- reicht. Darin macht er einen Aufwand von 32,25 Stund en à Fr. 400.-- geltend. Entgegen der Aufforderung in der Verfügung vom 19. September 2014 hat der Rechtsvertreter des Be- schwerdeführers keine detaillierte Honorarnote eingere icht, weshalb sein Aufwand ermessens- weise festzulegen ist. Insbesondere hinsichtlich der Besc hwerdebegründung, welche grössten- teils mit der Beschwerdebegründung an das Steuergericht übereinstimmt, erscheint eine pau- schale Parteientschädigung in der Höhe von Fr. 5‘000.-- für den vorliegenden Fall als ange- messen. Demzufolge hat die Steuerverwaltung des Kantons B asel-Landschaft dem Beschwer- deführer eine pauschale Parteientschädigung in der Hö he von Fr. 5'000.-- (inklusive Auslagen und antragsgemäss ohne Mehrwertsteuer) zu bezahlen. 7.2 Die Angelegenheit ist zur Neuverlegung der Kosten des vorinstanzlichen Verfahrens an das Steuer- und Enteignungsgericht des Kantons Basel-Land schaft, Abteilung Steuergericht, zurückzuweisen. Seite 11 http://www.bl.ch/kantonsgericht Demgemäss wird e r k a n n t : ://: 1. Die Beschwerde wird gutgeheissen und der vorinst anzliche Entscheid aufgehoben. 2. Die Angelegenheit wird zur Neuverlegung der Koste n des vorinstanzli- chen Verfahrens an das Steuer- und Enteignungsgericht d es Kantons Basel-Landschaft, Abteilung Steuergericht, zurückgewiesen. 3. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. Dem Besch werdeführer wird der geleistete Kostenvorschuss in der Höhe von Fr. 1‘400.-- zurück- erstattet. 4. Die Steuerverwaltung des Kantons Basel-Landschaft ha t dem Be- schwerdeführer eine Parteientschädigung in der Höhe von Fr. 5‘000.-- (inkl. Auslagen) auszurichten. Vizepräsident Gerichtsschreiberin Gegen diesen Entscheid wurde am 9. Januar 2015 Beschwerde beim Bundesgericht (Verfah- rensnummer 2C_15/2015) erhoben.