B u n d e s v e rw a l t u n g s g e r i ch t T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i f f éd é r a l T r i b u n a l e am m i n i s t r a t i vo f e d e r a l e T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i v fe d e r a l Abteilung II B-4902/2013 Z w i s c h e n e n t s c h e i d v o m 2 9 . O k t o b e r 2 0 1 3 Besetzung Richterin Eva Schneeberger (Vorsitz), Richter Hans Urech, Richter Marc Steiner, Gerichtsschreiberin Beatrice Grubenmann. Parteien Bietergemeinschaft X._______, bestehend aus: 1. A._______ GmbH, 2. B._______ AG, beide vertreten durch Rechtsanwälte Prof. Dr. iur. Tomas Poledna und lic. iur. Philipp do Canto, Beschwerdeführerinnen, gegen AlpTransit Gotthard AG, vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Peter Rechsteiner, Vergabestelle, und ARGE L._______, bestehend aus: 1. M._______ SA, 2. N._______ Ltd., 3. O._______ AG, 4. P._______ SA, 5. Q._______ S.p.A., 6. R._______ S.p.A., 7. S._______ S.p.A., Beschwerdegegnerinnen. Gegenstand Öffentliches Beschaffungswesen, Los Fahrbahn + Logistik CBT, SIMAP-Projekt-ID 102812. B-4902/2013 Seite 3 Sachverhalt: A. Die AlpTransit Gotthard AG (nachfolgend: Vergabestelle) schrieb auf der Internetplattform SIMAP am 21. Mai 2012 für den Abschnitt Ceneri - Basistunnel (CBT), Teilabschnitt Bahntechnik CBT, den Bereich Fahrbahn und Logistik im offenen Verfahren aus ( Meldungsnummer 735997). Ge- mäss Ziffer 2.5 der Ausschreibung umfasste das Beschaffungsobjekt zum einen die Planung, Entwicklung, Fabrikation, Lieferung und Montage der Fahrbahn (Schotterfahrbahn und feste Fahrbahn) sowie der Weichen des Ceneri-Basistunnels inklusive der offenen Neubaustrecke Nord, die Integ- ration, die Inbetriebsetzung und die Erhaltung (bis zur Abnahme des Wer- kes) und die Pflichten bezüglich Koordination mit dem Unternehmer Bahntechnik und Gesamtkoordination sowie der Vergabestelle, und zum anderen die Planung, Lieferung, den Aufbau, Betrieb und Rückbau des Installationsplatzes Camorino und der gesamten Transport - und U m- schlaglogistik für den Einbau der Bahntechnik im CBT (inkl. für die N e- benunternehmer) und auf der offenen Neubaustrecke Nord. Die Angebote waren bis zum 14. Dezember 2012 einzureichen. B. Am 15. August 2013 publizierte die Vergabestelle auf SIMAP (Meldungs- nummer 786679), dass sie den Zuschlag an die ARGE L._______ (nach- folgend: Beschwerdegegnerinnen oder Zuschlagsempfängerinnen) zum Preis von CHF 96'404'956.75 erteilt habe. C. Gegen diesen Zuschlag erhob die Bietergemeinschaft X._______, beste- hend aus A._______ GmbH und B._______ AG (nachfolgend: Beschwer- deführerinnen), mit Eingabe vom 2. September 2013 (Posteingang: 3. September 2013) beim Bundesverwaltungsgericht Beschwerde . Sie be- antragen, die Zuschlags verfügung sei aufzuheben, die Zuschlag- sempfängerinnen seien aus dem Verfahren auszuschliessen und ihnen selbst sei der Zuschlag zu erteilen . Eventualiter sei die Zuschlagsverfü- gung aufzuheben und die Sache zur neuen Entscheidung an die Verg a- bestelle zurückzuweisen; subeventualiter sei die Rechtswidrigkeit der Zu- schlagsverfügung festzustellen. In prozessualer Hinsicht beantragen die Beschwerdeführerinnen unter anderem die superprovisorische Erteilung der aufschiebenden Wirkung. Zur Begründung führen die Beschwerdeführerinnen aus, das Angebot der Beschwerdegegnerinnen sei preislich nicht plausibel; zu den offerierten B-4902/2013 Seite 4 Kosten sei es technisch nicht machbar. Aufgrund der am Debriefing g e- machten Aussagen der Vergabestelle sei weiter davon auszugehen, dass die Beschwerdegegnerinnen ihren Standortvorteil in das Angebot einka l- kuliert hätten, indem sie ihre bereits bestehenden Anlagen, die jedoch ausserhalb des definierten Perimeters des Installationsplatzes lägen, in das Angebot einbezogen hätten. Dadurch hätten die Beschwerdegegn e- rinnen allein beim Zuschlagskriterium (ZK) 2 rund CHF 20 Mio. billiger als die Beschwerdeführerinnen offerieren können . Die Beschwerdegegnerin- nen könnten keine geeigneten Referenzen dafür nachweisen, dass sie über die erforderliche Erfahrung mit derart komplexen Bahntechnikprojek- ten verfügten. Es müsse davon ausgegangen werden, dass die Vergab e- stelle zur "Rettung" des rund 28 % günstigeren Angebots der Beschwe r- degegnerinnen ihr Ermessen hinsichtlich deren Referenzen mis sbraucht habe. Weiter bestehe die Vermutung, dass die Vergabestelle aufgrund des technisch deutlich schlechteren Angebots der Beschwerdegegneri n- nen von diesen weitgehende Anpassungen verlangt habe und diese im Rahmen der Unternehmensgespräche ihr Angebot in technischer Hinsicht kontinuierlich hätten verbessern können. Die Vergabestelle habe dies z u- gelassen, ohne in der Bewertung des Angebots die qualitativen Verbesse- rungen bei den Kosten aufzurechnen. Dieses Vorgehen komme einem versteckten und somit unzulä ssigen Abgebot gleich. Die Beschwerdefüh- rerinnen rügen weiter, die Vergabestelle habe ihnen keine Akteneinsicht gewährt und ihnen nur im rudimentärsten Rahmen Informationen zur Eva- luation und Bewertung der Angebote gegeben . In Bezug auf ihren Antrag auf Gewährung der aufschiebenden Wirkung führen sie aus, ihr Nachteil bei Nichterteilen der aufschiebenden Wirkung bestehe darin, dass ihnen ein Auftrag im Wert von rund CHF 120 Mio. entgehen würde, auf den sie bei korrektem Verfahrensgang Anspruch gehabt hätten. Zudem müssten sie einen nutzlosen Bieter -Aufwand von CHF 620'000. — abzüglich der Entschädigung durch die Vergabestelle abschreiben. D. Mit superprovisorischer Anordnung vom 3. September 2013 untersagte die Instruktionsrichter in der Vergabestelle bis zum Entscheid über den Antrag betreffend die Erteilung der aufschiebenden Wirkung alle Vol l- zugsvorkehrungen, welche den Ausgang des hängigen Beschwerdeve r- fahrens präjudizieren könnten, namentlich den Vertragsschluss mit den Beschwerdegegnerinnen. E. Mit Stellungnahme vom 16. September 2013 beantragt die Vergabestelle, B-4902/2013 Seite 5 die superprovisorisch angeordnete aufschiebende Wirkung der B e- schwerde sei aufzuheben und das Gesuch um Gewährung der aufschi e- benden Wirkung sei abzuweisen. Zur Begründung führt sie aus, d ie Be- schwerde sei aussichtslos und das öffentliche Interesse an der Nichtg e- währung überwiege die privaten Interessen der Beschwerdeführerinnen an der Gewährung der aufschiebenden Wirkung. Die Gewichtung des Angebotspreises sowie dessen konkrete Bewertung seien Bestandteil der Ausschreibung gewesen, womit die Beschwerdeführerinnen Gelegenheit gehabt hätten, dagegen vorher Beschwerde zu erheben. Jegliche nac h- trägliche Rüge sei diesbezüglich unzulässig. Unklare Preisangaben seien im Rahmen der Fragerunden mit den jeweil igen Anbietern geklärt bzw. die Korrektheit der Preisangaben sei von diesen bestätigt worden. Die Vergabestelle habe keine weiteren Preis - oder Sensitivitätsanalysen vor- genommen und sei dazu auch nicht verpflichtet. Die Preise seien von den Anbietern in de n Offerten festgelegt worden und in der Folge habe es keine Preisverhandlungen gegeben. Die Behauptung der Beschwerdefüh- rerinnen, die Beschwerdegegnerinnen könnten die ausgeschriebene Leis- tung mit dem angebotenen Preis schlechthin nicht erbringen, sei sach lich in keiner Weise belegt und nicht zu hören. Die Beschwerdeführerinnen hätten zwar bei den Zuschlagskriterien ZK 2 und ZK 3 (technische Krit e- rien) um 28,7 Punkte besser als die Beschwerdegegnerinnen abgeschnit- ten, angesichts der maximal erreichbaren Pun ktzahl von 250 Punkten seien sie aber nicht so deutlich besser gewesen. Deutlich sei vielmehr die Punktedifferenz von 200 Punkten beim ZK 1 (Kosten). Die Vergabestelle bestreitet weiter, dass die Beschwerdegegnerinnen die Anforderungen der Ausschreibungsunterlagen in Bezug auf den Installationsplatz nicht einhielten. Sämtliche Einrichtungen, die für den Bau der Fahrbahn und die Erbringung der logistischen Leistung erforderlich seien, würden auf dem Installationsplatz Camorino errichtet und erfüllten die Aus schrei- bungsanforderungen. Die Beschwerdegegnerin 4 habe ihren Sitz und i h- ren Werkhof wenige Kilometer vom Installationsplatz Camorino entfernt, doch hätten die Beschwerdegegnerinnen in ihrem Angebot bestätigt, dass sie die Anforderungen betreffend den Verk ehr zwischen diesem Werkhof und dem Installationsplatz einhalten würden. Die Vergabestelle verweist sodann mit Blick auf die Eignungsprüfung und Evaluation der Referenzen auf das ihr zustehende grosse Ermessen bei der Bewertung bzw. Beurtei- lung der Anbieter anhand der ausgewählten Eignungskriterien (EK). Dies gelte insbesondere in Bezug auf den Entscheid darüber, welche als Refe- renz ausgewählte Arbeiten sie mit der ausgeschriebenen Tätigkeit als vergleichbar erachte. Die Beschwerdegegnerinnen hätten ihre Ei gnung insbesondere auch hinsichtlich der festen Fahrbahn nachgewiesen. Da B-4902/2013 Seite 6 zudem eine erfahrene und kompetente Schlüsselperson für den besagten Bereich vorgesehen sei, sei die Eignung der Beschwerdegegnerinnen gegeben. Auch der Vorwurf der technischen Aufwe rtung des Angebots ohne Aufrechnung der Kosten sei unbegründet. Im Rahmen der Frag e- runden und der Verhandlung habe sie ausschliesslich Fragen zur Klärung von Unklarheiten und zur Bereinigung von Widersprüchen gestellt und besonders darauf geachtet, keine F ragen zu stellen, welche den Anbi e- tern eine Nachbesserung des Angebots erlaubt hätte. Weitere Kontakte zwischen ihr und den Anbietern hätten nicht stattgefunden. Die B e- schwerde sei offensichtlich unbegründet. Die Interessen der Vergabeste l- le an der soforti gen Vollstreckbarkeit der Zuschlagsverfügung seien em i- nent, das private Interesse der Beschwerdeführerinnen an der Gewä h- rung der aufschiebenden Wirkung dagegen als weit weniger gewichtig zu qualifizieren. F. Mit Stellungnahme vom 16. September 2013 beantragen die Beschwer- degegnerinnen, die Beschwerde sei in den Anträgen 1 -5 sowie in de n prozessleitenden Anträgen 1, 2 und 4 vollumfänglich abzuweisen. Zur Begründung führen sie aus, die Beschwerdeführerinnen stützten ihre Argumente auf reine Behauptungen, die weder zuträfen noch belegt se i- en. Das Angebot der Beschwerdegegnerinnen erfülle die in den Au s- schreibungsunterlagen genannten Rahmenbedingungen und Kriterien vollumfänglich. Es treffe nicht zu, dass sie einen Standortvorteil in ihr An- gebot einkalkuliert un d bereits bestehende Anlagen, die sich ausserhalb des definierten Perimeters des Installationsplatzes bef änden, in das A n- gebot einbezogen hätten. Unzutreffend sei auch, dass die Vergabestelle den Beschwerdegegnerinnen im Rahmen der Verhandlung Konzessionen in dieser Richtung gemacht habe. Im Übrigen verböten weder das Gesetz noch die Ausschreibungsunterlagen den Anbietern, weitere Installation s- flächen als die zur Verfügung gestellten zu belegen, sofern sie selber darum besorgt seien und die Vergabestelle hierfür ihre Zustimmung erteilt habe. Die Beschwerdegegnerinnen bestreiten den Vorwurf der fehlenden Eignung sowie, dass sie an Abgebotsrunden teilgenommen oder der Ver- gabestelle ein Abgebot unterbreitet hätten. Es hätten nur die Beschwe r- deführerinnen von de r Möglichkeit Gebrauch machen wollen, unter den gegebenen Voraussetzungen ihr Angebot bei gleichbleibender Qualität preislich zu ihren Gunsten zu verbessern. Eine Verletzung des Gleichb e- handlungsgebots liege somit nicht vor. B-4902/2013 Seite 7 G. Mit Verfügung vom 20. September 2013 wurden den Parteien Kopien der im Ordner A1 enthaltenen Inhaltsverzeichnisse ihrer jeweils eigenen A n- gebotsunterlagen zugestellt, damit sie allfällige Einwände gegen die vom Gericht umrissene Einsicht der jeweils anderen Partei in den Inhalt dieses Ordners vorbringen könnten. Zugleich wurden den Parteien Kopien der jeweils ihr eigenes Angebot betreffenden Evaluationsunterlagen zugestellt mit der Aufforderung, die von der Akteneinsicht auszunehmenden Passa- gen zu bezeichnen. H. In der Folge präzisieren die Beschwerdeführerinnen mit Stellungnahme vom 26. September 2013 ihr Akteneinsichtsbegehren und ergänzen ihre Beschwerdebegründung. I. Die Vergabestelle beantragt mit Eingabe vom 26. September 2013 , den Parteien sei ohne Einverständnis der jeweiligen Geg enpartei keine Ei n- sicht in die Verzeichnisse der Ordner betreffend deren Angebot zu gewäh- ren. J. Mit Eingabe vom 26. September 2013 äussern sich die Beschwerdegeg- nerinnen zu den abzudeckenden Passagen im Ordner "Verzeichnis der Akten". K. Mit Verfügung vom 27 . September 2013 entschied die Instruktionsrichte- rin, den Parteien am 10. Oktober 2013 Kopien des Inhalts des Ordners A1 "Verzeichnis der Akten" zu zustellen, auf welchen lediglich die Namen der Mitarbeiter der Parteien abgedeckt seien, und forderte die Parteien und die Vergabestelle auf, gegebenenfalls möglichst rasch bekannt zu geben, ob beabsichtigt werde, ein Rechtsmittel gegen diese Zwischenver- fügung zu ergreifen oder darauf zu verzichten. L. Die Beschwerdeführerinnen teilen mit Eingabe vom 30. September 2013 mit, dass sie kein Rechtsmittel ergreifen würden. M. Mit Stellungnahme vom 2. Oktober 2013 geben die Beschwerdegegn e- rinnen bekannt, dass auch sie auf die Einreichung eines Rechtsmittels B-4902/2013 Seite 8 verzichteten, und reichen geschwärzte Kopien der ihr Angebot betreffen- den Evaluationsunterlagen ein. N. Mit Verfügung vom 10. Oktober 2013 forderte die Instruktionsrichterin die Parteien auf, gestützt auf die ihnen zugestellte geschwärzte Kopie des Ordners A1 "Verzeichnis der Akten" abschliessend zu präzisieren, in w el- che Dokumente sie Akteneinsicht verlang ten, unter Differenzierung, in welche dieser Akten sie unbedingt bereits vor dem Zwischenentscheid über die Gewährung oder Verweigerung der aufschiebenden Wirkung Einsicht verlangten. O. Mit Stellungnahme vom 15. Okt ober 2013 führen die Beschwerdegegne- rinnen aus, die Beschwerde sei offensichtlich unbegründet und aussichts- los, weshalb die superprovisorisch erteilte aufschiebende Wirkung zu entziehen sei. P. Mit Eingabe vom 18. Oktober 2013 hält die Vergabestelle innert erstreck- ter Frist an ihrem Antrag fest , die durch das Bundesverwaltungsgericht superprovisorisch angeordnete aufschiebende Wirkung der Beschwerde sei aufzuheben. Q. Die Beschwerdeführerinnen halten innert erstreckter Frist mit Eingabe vom 25. Oktober 2013 an ihren Anträgen fest und legen dar, in welche Akten sie vor dem Entscheid über die Gewährung der aufschiebenden Wirkung Einsicht begehren. Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 1. Gegenstand des vorliegenden Zwischenentscheides ist der Antrag der Beschwerdeführerinnen auf Erteilung der aufschiebenden Wirkung. Ist das Bundesverwaltungsgericht für die Beurteilung der anhängig g e- machten Beschwerde zuständig, so entscheidet es auch übe r Gesuche um Erteilung der aufschiebenden Wirkung (vgl. Art. 28 Abs. 2 des Bu n- desgesetzes vom 16. Dezember 1994 über das öffentliche Bescha f- fungswesen [BöB, SR 172.056.1]). B-4902/2013 Seite 9 1.1 Das Bundesverwaltungsgericht ist zuständig für die Beurteilung von Beschwerden gegen die Erteilung eines Zuschlages, der in den Anwen- dungsbereich des BöB fällt (vgl. Art. 29 Bst. a i.V.m. Art. 27 Abs. 1 BöB). Das BöB erfasst nur Beschaffungen, welche dem GATT/WTO - Übereinkommen vom 15. April 1994 über das öffentliche Beschaffung s- wesen (Government Procurement Agreement [GPA, SR 0.632.231.422]) unterstellt sind (BVGE 2008/48 E. 2.1 , mit Hinweisen). Es ist anwendbar, wenn die Auftraggeberin dem Gesetz untersteht (Art. 2 Abs. 1 BöB), wenn der Beschaffungsgegenstand sachlich erfasst wird (Art. 5 BöB), der g e- schätzte Wert des zu vergebenden öffentlichen Auftrages den entspr e- chenden Schwellenwert von Art. 6 Abs. 1 BöB erreicht und keiner der Ausnahmetatbestände von Art. 3 BöB gegeben ist. Mit dem Inkrafttreten des bilateralen Abkommens vom 21. J uni 1999 zwi- schen der Schweizerischen Eidgenossenschaft und der Europäischen Gemeinschaft über bestimmte Aspekte des öffentlichen Beschaffungswe - sens (Bilaterales Abkommen Schweiz -EG, SR 0.172.052.68) auf den 1. Juni 2002 wurden die Anbieter von Dienstleis tungen des Schienenver- kehrs den Regeln über das öffentliche Beschaffungswesen unterstellt (Art. 3 Abs. 2 Bst. d und Abs. 3 Bilaterales Abkommen Schweiz-EG sowie Anhang II B). Im Sektorenbereich Eisenbahnen (Bau und Betrieb von Ei - senbahnanlagen) sind die Schweizerischen Bundesbahnen (SBB AG ), die Unternehmen, bei denen diese die Aktienmehrheit besitzen, und die anderen Betreiber von Eisenbahnanlagen, die unter dem beherrschenden Einfluss des Bundes stehen, dem BöB direkt unterstellt. Ausgenommen sind alle Tätigkeiten dieser Unternehmen, die nicht unmittelbar etwas mit dem Bereich Verkehr zu tun haben (Art. 2 Abs. 2 BöB i.V.m. Art. 2a Abs. 2 Bst. b der Verordnung vom 11. Dezember 1985 über das öffentliche B e- schaffungswesen [VöB, SR 172.056.11]; Zwischenentscheid des Bundes- verwaltungsgerichts B-93/2007 vom 8. Juni 2007 E. 4.1). Die am 12. Mai 1998 gegründete AlpTransit Gotthard AG ist eine 100 - prozentige Tochtergesellschaft der SBB. In Artikel 13 des Bundesgese t- zes vom 4. Oktober 1991 über den Bau der schweiz erischen Eisenbahn- Alpentransversale (Alpentransit-Gesetz [AtraG, SR 742.104], ursprünglich Alpentransit-Beschluss) wird ausdrücklich festgehalten, dass der Bund im Rahmen seines Submissionsrechts für Planung, Projektierung und Bau den freien Wettbewerb fü r die einzelnen Teilstücke sicherstellt (Abs. 1), sowie, dass für in - und ausländische Bewerber die gleichen Wettb e- werbsbedingungen zu verlangen sind (Abs. 2). Art. 13 Abs. 1 AtraG wird B-4902/2013 Seite 10 durch die Verordnung vom 28. Februar 2001 über den Bau der schweize- rischen Eisenbahn -Alpentransversale (Alpentransit -Verordnung [AtraV, SR 742.104.1]) konkretisiert. Gemäss Art. 4 AtraV unterstehen die Verga- ben der Ersteller von Liefer -, Dienstleistungs- und Bauaufträgen im Ra h- men des Alpentransit -Beschlusses wie die entspr echenden Beschaffun- gen der SBB dem BöB. Damit ist die AlpTransit Gotthard AG eine Au f- traggeberin im Sinne des BöB (vgl. Zwischenentscheid des Bundesve r- waltungsgerichts B-4958/2013 vom 23. Oktober 2013 E. 1.4). Die v orliegend zu beurteilende Vergabe umfasst die Planung, Entwic k- lung, Fabrikation, Lieferung und Montage der Fahrbahn sowie der We i- chen des Ceneri-Basistunnels inklusive der offenen Neubaustrecke Nord, deren Inbetriebsetzung und Erhaltung, sowie die Planung, Lieferung, den Aufbau, Betrieb und Rückb au des Installationsplatzes Camorino und der Transport- und Umschlaglogistik für den Einbau der Bahntechnik im CBT und auf der offenen Neubaustrecke Nord (Ziff. 2.5 der Ausschreibung) . Die das Beschaffungsobjekt umfassenden Tätigkeiten weisen demnach einen unmittelbaren Zusammenhang mit dem Bereich Verkehr einer 100 - prozentigen Tochtergesellschaft der SBB auf. Entsprechend fällt die zu beurteilende Vergabe auch vom Beschaffungsgegenstand her in den An- wendungsbereich des BöB (vgl. Art. 5 Abs. 1 Bst. c und Abs. 2 BöB). Ein Ausnahmetatbestand im Sinn e von Art. 3 BöB ist offensichtlich nicht gegeben. Gemäss Art. 1 Bst. c der Verordnung des EVD vom 23. November 2011 über die Anpassung der Schwellenwerte im öffentlichen Beschaffungswe- sen für die Jahre 2012 und 20 13 (AS 2011 5581) beträgt der Schwelle n- wert für Bauwerke CHF 8,7 Mio. Bei einem Preis von CHF 96'404'956.75 ist dieser Schwellenwert offensichtlich überschritten. Demnach fällt die vorliegend angefochtene Zuschlagsverfügung in den Anwendungsbereich des Bun desgesetzes über das öffentliche Bescha f- fungswesen, wovon im Übrigen auch die Vergabestelle ausgeht. Das Bundesverwaltungsgericht ist daher für die Beurteilung der vorli e- genden Streitsache zuständig. 1.2 Über das Begehren um Erteilung der aufschiebenden Wirku ng im Rahmen der Anfechtung eines Zuschlags entscheidet das Bundesverwal- tungsgericht gemäss stän diger Praxis in Dreierbesetzung (Zwischenent- scheid des Bundesverwaltungsgerichts B -3402/2009 vom 2. Juli 2009, B-4902/2013 Seite 11 auszugsweise publiziert in BVGE 2009/19 E. 1.2, mit Hinweisen; vgl. d a- zu neuerdings PETER GALLI/ANDRÉ MOSER/ELISABETH LANG/MARC STEI- NER, Praxis des öffentlichen Beschaffungsrechts, 3. Auflage, Zürich 2013, Rz. 1340, mit Hinweisen). 2. Das Verfahren vor dem Bundesverwaltungsgericht bestimmt sich nach dem Verwaltungsverfahrensgesetz vom 20. Dezember 1968 (VwVG, SR 172.021), soweit das BöB und das Verwaltungsgerichtsgesetz vom 17. Juni 2005 (VGG, SR 173.32) nichts anderes bestimmen (Art. 26 Abs. 1 BöB und Art. 37 VGG). Gemäss Art. 31 BöB kann die Unang e- messenheit vor dem Bundesverwaltungsgericht nicht gerügt werden. 3. Im Unterschied zu Art. 55 Abs. 1 VwVG sieht Art. 28 Abs. 1 BöB vor, dass der Beschwerde von Gesetzes wegen keine aufschiebende Wirkung z u- kommt. Demnach kann diese vom Bundesverwaltungsgericht nur auf Ge- such hin erteilt werden (Art. 28 Abs. 2 BöB). Das BöB nennt keine Kriterien, welche für die Frage der Gewährung oder Verweigerung der aufschiebenden Wirkung zu berücksichtigen sind. Es können indes die Grundsätze übernommen werden, die Rechtsp rechung und Lehre zur Anwendung von Art. 55 VwVG entwickelt haben. Danach ist anhand einer Interessenabwägung zu prüfen, ob die Gründe, die für eine sofortige Vollstreckbarkeit sprechen, gewichtiger sind als jene, die für die gegenteilige Lösung angeführt werden können (BGE 129 II 286 E. 3; Zwischenentscheid des Bundesverwaltungsgerichts B -6837/2010 vom 16. November 2010 E. 2.1 , mit Hinweisen). Dass der Gesetzgeber im BöB den Suspensiveffekt in Abweichung zum VwVG nicht von Gese t- zes wegen gewährte, zeigt, dass er sich der Bedeutung dieser Anordnung im Submissionsrecht bewusst war und eine individuelle Prüfung dieser Frage als notwendig erachtete, nicht aber, dass er diesen nur au s- nahmsweise gewährt haben wollte (vgl. zum Ganzen den Zwischenen t- scheid des Bund esverwaltungsgerichts B -3402/2009 vom 2. Juli 2009, auszugsweise publiziert in BVGE 2009/19 E. 2.1, mit Hinweisen). Liegt ein Gesuch um Erteilung der aufschiebenden Wirkung vor, so ist im Sinne einer prima -facie-Würdigung der materiellen Rechtslage in ein em ersten Schritt zu prüfen, ob aufgrund der vorliegenden Akten davon au s- zugehen ist, dass die Beschwerde offensichtlich unbegründet ist. Ist dies der Fall, ist die aufschiebende Wirkung von vornherein nicht zu gewä h-B-4902/2013 Seite 12 ren. Werden der Beschwerde hingegen Erfo lgschancen zuerkannt oder bestehen darüber Zweifel, so ist über das Begehren um aufschiebende Wirkung aufgrund der erwähnten Interessenabwägung zu befinden. In die Abwägung einzubeziehen sind nach der ständigen Praxis der Eidgenö s- sischen Rekurskommission f ür das öffentliche Beschaffungswesen, die sich das Bundesverwaltungsgericht mit dem Entscheid BVGE 2007/13 (E. 2.2) im Grundsatz zu eigen gemacht hat, einerseits die Interessen der Beschwerdeführerinnen an der Aufrechterhaltung der Möglichkeit, den Zuschlag zu erhalten, wobei zugleich ein gewichtiges öffentliches Interes- se an der Gewährung effektiven Rechtsschutzes besteht (Zwischenen t- scheid des Bundesverwaltungsgerichts B -6177/2008 vom 20. Oktober 2008 E. 2). Diesen gegenüber stehen die öffentlichen Intere ssen, die die Auftraggeberin wahrzunehmen hat. So wird in der GATT-Botschaft 2 vom 19. September 1994 namentlich festgehalten, gegen den automatischen Suspensiveffekt spreche die Gefahr von Verzögerungen und erheblichen Mehrkosten (BBl 1994 IV 950 ff., ins bes. S. 1197; vgl. auch S. 1199; vgl. zum Ganzen den Zwischenentscheid des Bundesverwaltungsgerichts B-3402/2009 vom 2. Juli 2009, auszugsweise publiziert in BVGE 2009/19 E. 2.1). Entsprechend hält das Bundesgericht im Rahmen der Auslegung von Art. 17 Abs. 2 der Interkantonalen Vereinbarung über das öffentliche Beschaffungswesen vom 15. März 2001 (IVöB; SR 172.056.4) fest, dass dem öffentlichen Interesse an einer möglichst raschen Umsetzung des Vergabeentscheides von vornherein ein erhebliches Gewicht zuko mmt (Urteil des Bundesgerichts 2P .103/2006 vom 29. Mai 2006 E. 4.2.1 , mit Hinweisen; in diesem Sinne auch BVGE 2008/7 E. 3.3). Auch allfällige In- teressen Dritter, namentlich der übrigen an einem Beschaffungsgeschäft Beteiligten, sind nach der ständigen Pra xis zu berücksichtigen. Au s- gangspunkt muss dabei – insbesondere auch in Anbetracht der Zielse t- zung von Art. XX Ziff. 2 und 7 Bst. a GPA – die Gewährung eines effekti- ven Rechtsschutzes und die Verhinderung von Zuständen sein, welche das Rechtsmittel illusor isch werden lassen (BVGE 2007/13 E. 2.2 , mit Hinweisen; vgl. GALLI/MOSER/LANG/STEINER, a.a.O., Rz. 1341). 4. Abgesehen von der Zuständigkeit des Bundesverwaltungsgerichts sind auch die übrigen Prozessvoraussetzungen offensichtlich gegeben. Die Beschwerdefü hrerinnen bilden gemeinsam die Bietergemeinschaft X._______ und sind als Gesellschafter der nicht berücksichtigten Anbiete- rin ohne Weiteres im Sinne von Art. 48 VwVG zur Beschwerde legitimiert. B-4902/2013 Seite 13 Die Beschwerde wurde frist - und formgerecht eingereicht (vgl. Art. 30 BöB und Art. 52 Abs. 1 VwVG), der Rechtsvertreter hat sich rechtmässig ausgewiesen (Art. 11 VwVG) und der Kostenvorschuss wurde fristgerecht bezahlt (Art. 63 Abs. 4 VwVG). 5. In materieller Hinsicht machen die Beschwerdeführerinnen unter anderem geltend, die Beschwerdegegnerinnen erfüllten die in der Ausschreibung verlangten Eignungskriterien nicht. Die von ihnen eingereichten Refere n- zen seien ungenügend, insbesond ere bezüglich de s Leistungspakets 31 (Feste Fahrbahn Tunnel), weshalb sie aus dem Ve rfahren hätten ausg e- schlossen werden müssen. Diesbezüglich habe die Vergabestelle 2 bis max. 3 Referenzen der letzten 15 Jahre für Planung und Ausführung von fester Fahrbahn in Tunnel oder vergleichbar komplexe Projekte mit ähnl i- chen Anforderungen verlangt. Die Beschwerdegegnerinnen hätten offe n- bar drei Referenzen eingereicht, nämlich Metro Cityringen (Kopenhagen), Metro Torino und Anschluss Frutigen . Der Baubeginn für die erste Ref e- renz, das Projekt Cityringen Kopenhagen, sei laut Terminplan von J._______ (Bauherrin) Mitte 2014. Die betreffenden Arbeiten hätten dem- nach bis heute noch nicht begonnen. Da die Vergabestelle ausdrücklich die "Ausführung" von Referenz-Projekten und dies zusätzlich retrospektiv ("der letzten 15 Jahre") verlangt habe, dürfe dieses Projekt ungeachtet seiner Komplexität nicht als gültige Referenz behandelt werden. Auch die zweite Referenz müsse in der Evaluation als ungenügend qualifiziert werden. Das Projekt Metro Torino beinhalte eine führerlose Metro mit Gummibereifung, wobei der F ahrweg bestenfalls mit einem Strassentu n- nel vergleichbar sei. Die Metro basiere auf dem VAL -System ("véhicule automatique léger"), und ein ganzer Metrozug habe einen Drittel des G e- wichts einer Lok 2000 allein. Der Bau der Fahrbahn für Metro Torino sei daher in keiner Weise mit den Anforderungen und der Komplexität der festen Fahrbahn im CBT vergleichbar. Beim Anschluss Frutigen handle es sich um die Planung der Schotterfahrbahn auf freier Strecke im Bereich Frutigen. Die feste Fahrbahn im Engstligentunnel b eim Anschluss Frut i- gen sei von einer ihrer eigenen Konsortialpartnerinnen ausgeführt worden und könne daher nicht als Referenzobjekt der Beschwerdegegnerinnen angerufen werden. Die Vergabestelle macht in Bezug auf diese Frage geltend, der Nachweis der fachlichen Leistungsfähigkeit (EK 1) beinhalte sowohl den Nachweis der Erfahrung des Anbieters mit ähnlich komplexen Aufgaben als auch den Nachweis der Erfahrung des Schlüsselpersonals mit ähnlich kompl e-B-4902/2013 Seite 14 xen Aufgaben. Die an die Referenzobjekte gestellte Anforderung "für Pla- nung und Ausführung" sei nicht so zu verstehen, dass jeweils jede Ref e- renz sich zwingend sowohl auf die Planung als auch auf die Ausführung hätte beziehen müssen. Entscheidend sei gewesen, dass mindestens e i- ne Referenz die Planung und eine d ie Ausführung abdecke. Aufgrund al- ler Angaben und Referenzen zum EK 1 habe sich die Vergabestelle ein Gesamtbild über die fachliche Leistungsfähigkeit des Anbieters machen können. Das Projekt Metro Cityringen in Kopenhagen könne im positiven Sinn für die Eignungsbeurteilung verwendet werden. Hierbei habe die Beschwerdegegnerin 6 den Auftrag für die Fahrbahn erhalten . Es sei bei komplexen Projekten üblich, dass auch die Subunternehmer, wenn diese wesentliche Leistungsteile erbrächten, die Erfüllung der Eignung nachz u- weisen hätten. Die Gültigkeit einer Referenz hänge nicht davon ab, ob der Anbieter als Subunternehmer oder ARGE -Partner beteiligt gewesen sei. D._______ sei bereits Hauptunternehmer für die bestehende Metro Kopenhagen gewesen, und es sei davon auszugehen, dass sie sich für die anstehende Realisieru ng des Projekts Cityringen nicht einen ung e- eigneten Subunternehmer für ein zentrales und kostenträchtiges Element wie die Fahrbahn ausgesucht habe. Die Betriebs - und Unter haltserfah- rungen, die D._______ in Kopenhagen gesammelt habe, flössen in die Projektierung und Ausführung des Projektes Cityringen ein. Die B e- schwerdegegnerin 6 als Subunternehmerin wiederum könne von diesem Wissen profitieren und es am CBT einsetzen. Das Projekt Metro Cityri n- gen liege im Zeitraum zwischen Juli 2010 und September 2016 und betreffe die Erstellung eines Doppelgleises im Doppelbahntunnel auf B e- tonsohle (mit LVT [Low Vibration Track] von F._______ AG). Die Pl a- nungs- und Ausführungsarbeiten von D._______ und folglich der B e- schwerdegegnerin 6 hätten vor der Angebotseinreichung im vorliegenden Verfahren begonnen. Die Tatsache, dass bereits Ende 2013 LVT -Blöcke geliefert worden seien, zeige, dass vor diesem Datum bereits eine Projek- tierung erfolgt h aben müsse. Diese könne nicht ohne erhebliche Mitwi r- kung des ausführenden Unternehmens erfolgt sein. Die Beschwerdegeg- nerin 6 habe sich deshalb bereits grosses Know -how bezüglich des LVT- Systems erarbeitet. Die Arbeiten seien zum Zeitpunkt der Offerteingab e für das Los Fahrbahn und Logistik CBT so weit fortgeschritten gewesen, dass eine Realisierung , wie in der Referenz angegeben, nicht in Zweifel gezogen werden könne. Das System Low Vibration Track sei in der Schweiz zuletzt im Lötschberg -Basistunnel, im G otthard-Basistunnel und in der Durchmesserlinie Zürich eingebaut worden. In die Bewertung der fachlichen Leistungsfähigkeit sei der Umstand ein zubeziehen, dass der Anbieter des Systems LVT, die Firma F._______ AG bzw. deren Tochter-B-4902/2013 Seite 15 firma G._______ AG, neben dem Design der Systemkomponenten und deren Qualitätsüberwachung auch weitergehende technische Unterstü t- zung im Bereich der festen Fahrbahn anbiete. Sie betreue Ingenieurbüros und Bauunternehmer. Auf diesem Weg seien umfassende systembez o- gene Erfahrung und Fachkenntnis für die Beschwerdegegnerinnen nut z- bar. Beim Projekt Metro Torino handle es sich um eine Referenz der B e- schwerdegegnerin 7. Gemäss eingereichtem Referenzblatt sei diese mit der Lieferung und Verlegung des Oberbaus in Beton und Geleise (= feste Fahrbahn) im Tunnel der Turiner Metro-Linie Porta Nuova-Lingotto beauf- tragt gewesen. Die Arbeiten seien von September 2009 bis Mai 2010 ausgeführt worden. Aus der Bestätigung der Bauherrin der Metrolinie g e- he hervor, dass es sich bei dieser Refe renz um ein vergleichbar kompl e- xes Projekt mit fester Fahrbahn im Tunnel und mit ähnlichen Anforderu n- gen handle. Trotz des Fahrwerks mit gummibereiften Rädern sei die Me t- ro Torino ein spurgeführtes System. Die Anforderungen an die Präzision des Fahrweg s seien vergleichbar mit Stahlrad/Stahlschienen -Systemen, wie sie beim CBT geplant seien. Mit dieser Referenz würden insbesonde- re der Bau der betonierten Fahrbahnplatte (Betontechnologie, Einbauve r- fahren, Vermessungstechnik) und die Gleisbautechnik (Schienenmo nta- ge, Schweissen, Schleifen etc.) nachgewiesen. Bei der Referenz A n- schluss Frutigen han dle es sich um die Planung der f esten Fahrbahn im Engstligentunnel beim Anschluss Frutigen. Der Subunternehmer, das I n- genieurbüro H._______ AG, habe die Aufgabe gehabt, das Projekt für das im Tunnel Engstligen eingebaute Masse -Feder-System (MFS) zu erstellen. Ein MFS unter einer f esten Fahrbahn stelle technisch höchste Anforderungen und setze die Kenntnis umfassender fahrbahntechnischer Details voraus. Die Bemessung eine s MFS sei sogar bedeutend kompl e- xer als die Bemessung eines Vergussbetons für die feste Fahrbahn, wie sie im CBT vorgesehen sei. Die Referenz vermöge daher als Nachweis für die Planung einer festen Fahrbahn im Tunnel zu genügen. Die Beschwerdegegnerinnen machen in Bezug auf diese Thematik gel- tend, die Eignungskriterien seien keine Ausschlusskriterien, sondern B e- urteilungskriterien im engeren Sinn. Gemäss den Bestimmungen zur Ausschreibung würden nur diejenigen Anbieter ausgeschlossen, die en t- sprechend den Ausschlusskriterien die Formvorgaben verletzten oder kein vollständiges Angebot einreichten. Sie hätten indessen unbestritt e- nermassen für das Leistungspaket (LP) 31 drei Referenzen auf den von der Vergabestelle vorgegebenen Formularen eingereicht und damit die formellen Anforderungen erfüllt. Ein Ausschluss in formeller Hinsicht scheide damit aus. Ein Ausschluss in materieller Hinsicht zufolge ung e-B-4902/2013 Seite 16 nügender Referenzen sei weder in den Ausschreibungsunterlagen noch im BöB vorgesehen; Art. 11 BöB sei eine "kan n"-Vorschrift. Im vorliegen- den Fall seien zwei Referenzprojekte "für Planung und Ausführung von fester Fahrbahn in Tunnel oder vergleichbar komplexe Projekte mit ähnl i- chen Anforderungen" erforderlich gewesen. Sie hätten aber deren drei eingereicht. Die Ref erenzen müssten nicht mit dem ausgeschriebenen Projekt identisch sein, vielmehr reiche es, wenn es sich bei dieser Ref e- renz um ein vergleichbar komplexes Projekt mit ähnlichen Anforderungen handle. Es gehe bei der Eignungsprüfung nicht darum zu beurteilen, wel- chen Ansprüchen letztlich das fertige Bauwerk (als Referenz objekt) zu genügen habe, sondern darum, ob die Ausführung desselben (als Ref e- renzprojekt) ähnlich komplexen Anforderungen unterworfen sei wie die ausgeschriebene Leistung. Gemäss Ausschreibung sei bei den Anford e- rungen an die Referenzprojekte für Planung und Ausführung nicht no t- wendig gewesen, dass jeweils jede Referenz sich zwingend sowohl auf Planung als auch auf die Ausführung beziehen müsse. Die Referenz A n- schluss Frutigen sei für den Eignungsnachweis der Planung und nicht der Ausführung eingesetzt worden. Die Vergabestelle habe dies so erkannt, richtig bewertet und als genügend beurteilt. Das Masse -Feder-System unter einer festen Fahrbahn sei technisch höchst anspruchsvoll, insb e- sondere sei dessen Bemessung vergleichsweise komplexer als diejenige eines Vergussbetons für die feste Fahrbahn. Auf welcher Länge ein MFS vorkomme, spiele für die Planung keine Rolle. Das Projekt Metro Torino habe als Referenzprojekt für die Ausführung gedient. Das P rojekt Metro Torino genüge als Nachweis für die Ausführung sowohl einer festen Fahr- bahn im Tunnel als auch von Weichen. In Richtigstellung der Ausführu n- gen der Beschwerdeführerinnen sei festzuhalten, dass der Zugang für die Ausführung der Arbeiten nur über einen Zugang erfolgt sei, der sich im innerstädtischen Gebiet und nicht wie bei den streitgegenständlichen A r- beiten am Dorfrand befunden habe, und dass überdies die einzuhalte n- den Vorgaben bezüglich Emissionen (Lärm, Erschütterungen etc.) und Logistik (just-in-time) sehr restriktiv gewesen seien. Daraus ergebe sich, dass die Referenz den Anforderungen in den Ausschreibungsunterlagen bei weitem genüge. Der konstruktive Ausbau, der Einbau des Schiene n- systems und das Einbringen des Betons sowie die Vermessung und das Richten der Gleisanlagen seien vergleichbar komplex wie die von der Vergabestelle submittierten Leistungen. Mit der fakultativen Abgabe der Referenz Cityringen Kopenhagen hätten die Beschwerdegegnerinnen schliesslich bloss zeigen wollen, dass auch andere namhafte Bauherren Gesellschafter der Beschwerdegegnerinnen als für die Realisierung ko m- plexer Fahrbahnen geeignet erachtet hätten. B-4902/2013 Seite 17 5.1 Im Rahmen eines Submissionsverfahrens ist die Befähigung jedes einzelnen Bewerbers zur Ausführung des Auftrags zu prüfen. Die Eignung ist gegeben, wenn sichergestellt ist, dass der konkrete Anbietende den Auftrag in finanzieller, wirtschaftlicher und technischer Hinsicht erfüllen kann ( vgl. Art. 9 Abs. 1 B öB). Fehlende Eignung bzw. das Nichterfüllen der Eignungskriterien führt zum Ausschluss vom Verfahren. Art. 9 Abs. 1 BöB lautet: "Die Auftraggeberin kann die Anbieter und Anbieterinnen auffordern, einen Nachweis ihrer finanziellen, wirtschaftlichen und technischen Leistungsfähi g- keit zu erbringen. Sie stellt dazu Eignungskriterien auf." Als Nachweis in diesem Sinn gelten Referenzen, bei welchen die Au f- traggeberin die ordnungsgemässe Erbringung dieser Leistungen überprü- fen und insbesondere folgende Auskünfte einholen kann: Wert der Lei s- tung; Zeit und Ort der Leistun gserbringung; Stellungnahme (der damal i- gen Auftraggeberin), ob die Leistung den anerkannten Regeln der Tec h- nik entsprach und ob sie ordnungsgemäss erbracht wurde (VöB, Anhang 3). 5.2 Eignungs- und Zuschlagskriterien sind auseinanderzuhalten. Mittels Eignungskriterien wird ein Nachweis der finanziellen, wirtschaftlichen und technischen Leistungsfähigkeit der Anbieter erbracht. Die Eignungskrit e- rien beziehen sich somit auf das anbietende Unternehmen und dessen Eigenschaften. Die Zuschlagskriterien dagegen konkretisieren den Begriff des wirtschaftlich günstigsten Angebots. Er wird ermittelt, indem ve r- schiedene Kriterien berücksichtigt werden, insbesondere Termin, Qualität, Preis, Wirtschaftlichkeit, Betriebskosten, Kundendienst, Zweckmässigkeit der Leistung, Ästhetik, Umweltverträglichkeit, technischer Wert. Das wir t- schaftlich günstigste Angebot erhält in der Folge den Zuschlag ( vgl. Art. 21 Abs. 1 BöB). Die Vergabebehörde hat daher für jedes Bescha f- fungsgeschäft einen Katalog von Zuschlagskriterien festzulegen, we lche in den Ausschreibungsunterlagen in der Reihenfolge ihrer Bedeutung aufzuführen und zu gewichten sind (vgl. Art. 21 Abs. 2 BöB und Art. 27 Abs. 1 VöB; GALLI/MOSER/LANG/STEINER, a.a.O., Rz. 831). Bei den Z u- schlagskriterien handelt es sich um Merkmale, d ie ein Angebot in mehr oder minder hohem Mass besitzt und die ein Abwägen des wirtschaftl i- chen Werts ermöglichen (vgl. ELISABETH LANG, Der Grundsatz der Trans- parenz im öffentlichen Beschaffungsrecht, Festschrift 100 Jahre Aargau i- scher Anwaltsverband, Züric h 2005, S. 124). Der Zuschlag erfolgt damit an denjenigen Anbieter, von dem feststeht, dass er voll in der Lage ist, B-4902/2013 Seite 18 den Auftrag zu erfüllen und dessen Angebot als das wirtschaftlich gün s- tigste bzw. billigste beurteilt wird (vgl. MATTHIAS HAUSER, Zuschlagskrite- rien im Submissionsrecht, AJP 12/2001, S. 1406). Eignungs- und Zuschlagskriterien haben somit unterschiedliche Funkti o- nen: Die Nichterfüllung der Eignungskriterien führt zum Ausschluss des Anbieters; ein fehlendes Eignungskriterium kann somit nicht d urch Über- erfüllung anderer Eignungskriterien kompensiert werden. Demgegenüber dienen die Zuschlagskriterien der Bewertung der zulässigen Angebote, wobei eine schlechtere Bewertung bei einem Kriterium durch eine bess e- re bei einem anderen aufgewogen werden k ann. Daraus folgt, dass in e i- nem ersten Schritt die Eignung zu prüfen ist und anschliessend in einem zweiten Schritt die zulässigen Offerten zu bewerten sind. Es wäre unz u- lässig, den ersten Schritt gar nicht durchzuführen und ein Angebot, das die Eignungskriterien nicht erfüllt, trotzdem zuzulassen (vgl. zur Publikat i- on vorgesehenes Urteil des Bundesgerichts 2C_91/2013 vom 23. Juli 2013 E. 2.2.4; GALLI/MOSER/LANG/STEINER, a.a.O., Rz. 580). 5.3 Nach konstanter Rechtsprechung steht der Vergabestelle bei der Wahl der Eignungskriterien und der Eignungsnachweise sowie bei der Bewertung dieser Kriterien ein grosser Ermessensspielraum zu, den das Bundesverwaltungsgericht zu respektieren hat. Da im Beschwerdeverfah- ren Unangemessenheit nicht gerügt werden kann (vgl. Art. 31 BöB), greift das Bundesverwaltungsgericht nur ein, wenn ein qualifizierter Erme s- sensfehler vorliegt (Zwischenentscheide des Bundesverwaltungsgerichts B-504/2009 vom 3. März 2009 E. 5.3 und 6.1 sowie B-7393/2008 vom 14. Januar 2009 E. 3.2.2.2; Entscheide der Rekurskommission für das öf- fentliche Beschaffungswesen [ BRK] vom 22. März 2004, BRK 2004 -003 und CRM 20 04-004, veröffentlicht in VPB 68.88 E. 4b und VPB 68.119 E. 4d/aa; vgl. ULRICH HÄFELIN/GEORG MÜLLER/FELIX UHLMANN, Allgemei- nes Verwaltungsrecht, 6. Aufl., Zürich/St. Gallen 2010, Rz. 463). Dies gilt insbesondere auch in Bezug auf den Entscheid der Vergabestelle da r- über, welche als Referenz erwähnten Arbeiten sie als mit der ausg e- schriebenen Leistung vergleichbar erachtet (Zwischenentscheid des Bundesverwaltungsgerichts B-7393/2008 vom 14. Januar 2009 E. 3.2.2.2; Zwischenverfügung der BRK 2006 -011 vom 22. August 2006 E. 5c/cc; vgl. auch GALLI/MOSER/LANG/STEINER, a.a.O., Rz. 564 ff.). 5.4 Im vorliegenden Fall waren die von der Vergabestelle aufgestellten Anforderungen an das Eignungskriterium 1 ("Nachweis Erfahrung des B-4902/2013 Seite 19 Anbieters mit ähnlich komplexen Aufgaben") in de n Bestimmungen zur Ausschreibung A-B-2 (S. 11) wie folgt formuliert: Leistungspaket Anforderung an die Referenzprojekte LP 11: Koordination Fahrbahn+Logistik Es sind 2 (bis max. 3) Referenzen der letzten 10 Jahre für Koordination von Grossprojekten in Tunnel oder vergleichbar komplexe Projekte mit ähnlichen Anford e- rungen anzugeben. LP 20: Logistik / Transporte Es sind 2 (bis max. 3) Referenzen der letzten 10 Jahre von Grossprojekten in Tunnel oder vergleichbar komplexe Proje k- te mit ähnlichen Anforderungen a n- zugeben. LP 30: Schotterfahrbahn Strecke im Freien und Tunnel Es sind 2 (bis max. 3) Referen zen der letzten 10 Jahre für Planung und Ausfü h- rung von Schotterfahrbahnen mit ähnlichen Anforderungen anzugeben. LP 31: Feste Fahrbahn Tunnel Es sind 2 (bis max. 3) Referenzen der letzten 15 Jahre für Planung und Ausfü h- rung von fester Fahrbahn in Tunnel oder vergleichbar komplexe Projekte mit ähnl i- chen Anforderungen anzugeben. LP 32: Weichen Es sind 2 (bis max. 3) Referenzen der letzten 10 Jahre für Planung und Ausfü h- rung von Weichen mit ähnlichen Anford e- rungen anzugeben. B-4902/2013 Seite 20 5.5 Die Anbietenden dürfen grundsätzlich darauf vertrauen, dass die Ve r- gabestelle die ausgewählten Beurteilungskriterien im herkömmlichen Sinn versteht. Tut sie dies nicht, muss das betreffende Kriterium in den Au s- schreibungsunterlagen entsprechend (möglichst detailliert) umschri eben werden, damit die Anbieter erkennen können, welchen Anforderungen sie bzw. ihre Offerten genügen müssen (vgl. Urteil des Bundesverwaltung s- gerichts B-4366/2009 vom 24. Februar 2010 E. 3.3, mit weiteren Hinwei- sen). Dies hat die BRK zunächst mit Bezug auf Zuschlagskriterien fes t- gehalten (Entscheid der BRK 2001 -003 vom 5. Juli 2001, publiziert in VPB 65.94, E. 3d, mit Hinweis auf das Urteil BE.98.00173 des Verwa l- tungsgerichts des Kantons Aargau vom 16. Juli 1998, publiziert in Aa r- gauische Geric hts- und V erwaltungsentscheide [ AGVE] 1998 S. 394, E. 3b/bb). Dasselbe muss auch in Bezug auf Eignungskriterien und tec h- nische Spezifikationen gelten (vgl. bezüglich der Eignungskriterien etwa das Urteil des Bundesverwaltungsgerichts B -4366/2009 vom 24. Februar 2010 E. 3.3 , mit weiteren Hinweisen und GALLI/MOSER/LANG/STEINER, a.a.O., Rz. 566). Diese Regel garantiert nicht nur das Verhalten der Ve r- gabestelle nach Treu und Glauben ; vielmehr ist die Vergabebehörde grundsätzlich an die Ausschreibung und die Ausschreibung sunterlagen gebunden. Diese Bindung ergibt sich insbesondere aus dem Transp a- renzgebot und aus dem Gleichbehandlungsgrundsatz (Art. 1 Abs. 2 BöB). So ist es der Vergabebehörde untersagt, die den Anbietenden bekann t- gegebenen Vergabekriterien nachträglich zu ändern ( vgl. Zwischenen t- scheid des Bundesverwaltungsgerichts B -4958/2013 vom 23. Oktober 2013 E. 4.6.1, mit Hinweisen). Wenn sie bekanntgegebene Kriterien au s- ser Acht lässt, ihre Bedeutungsfolge umstellt, andere Gewichtungen vo r- nimmt oder Kriterien heranzi eht, die sie nicht bekanntgegeben hat, ha n- delt sie vergaberechtswidrig ( vgl. Urteile des Bundesverwaltungsgerichts B-6837/2010 vom 15. März 2011 E. 3.2, mit Hinweisen; B- 891/2009 vom 5. November 2009 E. 3.4; Zwischenentscheid des Bundesverwaltungsge- richts B-3311/2009 vom 16. Juli 2009 E. 5.2, mit Hinweis auf den Zw i- schenentscheid des Bundesverwaltungsgerichts B - 4621/2008 vom 6. Oktober 2008 E. 4.1; Entscheid der BRK 2005 -024 vom 18. Mai 2006 E. 3a/aa, unter Hinweis auf den Entscheid der BRK 1999 -006 vom 3. September 1999, veröffentlicht in VPB 64.30 E. 3c, Entscheid der BRK 2001-003 vom 5. Juli 2001, veröffentlicht in VPB 65.94 E. 6a). 5.6 Im Rahmen der vorliegend vorzunehmenden prima-facie-Prüfung er- scheint das Argument der Beschwerdeführerinnen, dass die Formulierung der geforderten Nachweise für die ausreichende Erfahrung (EK 1.1) be- züglich der Leistungspakete "Schotterfahrbahn Strecke im Freien und B-4902/2013 Seite 21 Tunnel", "Feste Fahrbahn Tunnel" und "Weichen" nach dem allgemeinen Sprachgebrauch nur so verstanden werden könne, dass die Eignung des Anbieters – bzw. der von ihm für die in Frage stehende Aufgabe vorgese- henen Konsortialpartner oder Subunternehmer – sowohl bezüglich Pl a- nung wie auch bezüglich Ausführung durch je mindestens zwei Referen- zen nachgewiesen werden musste, keineswegs als unhaltbar. Mehrfach- nennungen von Referenzprojekten war en zwar ausdrücklich zugelassen; d.h. ein Projekt durfte durchaus als Referenz in Bezug auf mehrere Lei s- tungspakete angerufen werden. Hingegen erscheint die Auslegung durch die Vergabestelle, es sei ausreichend gewesen, wenn mindestens eine Referenz die Planung und eine die Ausführung abdecke, angesichts des klaren Wortlauts nicht als derart überzeugend, als dass die Auffassung der Beschwerdeführerinnen als offensichtlich unhaltbar einzustufen wäre. Dies gilt auch für die sinngemässe Argumentation der Vergabestelle, al- lenfalls fehlende oder ungenügende Referenzen könnten im Kontext einer "Gesamtbetrachtung" durch entsprechende Erfahrung des Schlüsselpe r- sonals faktisch kompensiert werden. 5.7 Als Nachweis für ihre Erfahrung in Bezug auf das Leistungspaket 31 "Feste Fahrbahn Tunnel" verwiesen die Beschwerdegegnerinnen auf das Referenzprojekt Cityringen Kope nhagen. Der Kurzbeschrieb lautet auf "Bau der Festen Fahrbahn in einem Tunnel und im Aussenbereich auf Schotter". D as von den Beschwerdegegnerinnen ausgefüllte Nachwei s- formular ist in der Rubrik "Beteiligte Partner in der ARGE" leer , doch han- delt es sich offenbar um eine Referenz für die Beschwerdegegnerin 6. Zum Nachweis ihrer Behauptung, die betreffenden Arbeiten hätten bis heute noch nicht begonnen , haben die Beschwerdeführerinnen einen Auszug aus den Ausschreibungsunterlagen für Cityringen ins Recht ge- legt, aus dem hervorgeht, dass für das Jahr 2014 Fahrbah narbeiten vor- gesehen waren (Beschwerdebeilage 8), sowie den Ausdruck eines Ste l- leninserats für eine Stelle als "deputy site manager" bei der Beschwerd e- gegnerin 6, in dem ausgeführt wird, die Beschwerdegegnerin 6 werde i h- re Tätigkeiten vor Ort in Kopenhagen im Herbst 2013 beginnen (B e- schwerdebeilage 9) . Die Beschwerdegegnerinnen ihrerseits behaupten, dass die "betreffenden Arbeiten bereits begonnen" hätten, ohne diese Behauptung aber näher zu substantiieren oder zu belegen. Es ist unbestritten und ergibt si ch aus den Evaluationsunterlagen (C17), dass die Vergabestelle zu diesem Projekt keine Referenz eingeholt hat; sie macht denn auch gar nicht geltend, über irgendwelche Informationen B-4902/2013 Seite 22 in Bezug auf allfällige von der Beschwerdegegnerin 6 bereits vollendete Teiletappen zu verfügen bzw. im Zeitpunkt des Zuschlags verfügt zu h a- ben. Der von den Beschwerdeführerinnen eingereichte Zeitplan ist insofern unvollständig, als er sich nicht zu den in den Vorjahren auszuführenden Arbeiten äussert. Der Information, die auf der Homepage der Kopenh a- gener Metro aufgeschaltet ist (<http://intl.m.dk> Copenhagen Metro > About the Metro > About Cityringen, besucht am 29. Oktober 2013 ), ist indessen zu entnehmen, dass die Erstellung der Tunnels und Stationen zwischen 2011 und 2017 geschehen soll. Weiter ergibt sich aus der sich in den Akten befindlichen, von den Beschwerdegegnerinnen dem Nach- weisformular beigelegten Bestätigung der F._______ AG, der Lieferantin für das in Frage stehende LVT -System, dass die Be schwerdegegnerin 6 die Installation dieses Systems ab Oktober 2014 beginnen werde. Die Rüge der Beschwerdeführerinnen, die Vergabestelle habe ihr Ermes- sen rechtsfehlerhaft ausgeübt, wenn sie angesichts dieser Aktenlage bzw. aufgrund der ihr bis zum Zuschl agszeitpunkt vorliegenden Informationen den Nachweis als erbracht erachtete, dass die Beschwerdegegnerin 6 mit ihrer Leistung anlässlich des Referenzprojekts Cityringen Kopenhagen er- folgreich eine vergleichbare Aufgabe im Bereich des Leistungspakets 31 erfüllt habe, erscheint daher prima facie nicht als offensichtlich unbegrü n- det. 5.8 Als zweites Referenzprojekt für das Leistungspaket 31 nannten die Beschwerdegegnerinnen BLS Alptransit AG, Anschluss Frutigen. Dass die Ausführung dieses Objekts durch eine der Konsortialpartnerin- nen der Beschwerdeführerinnen erfolgte, wird von den Beschwerdege g- nerinnen an sich nicht bestritten und ist belegt. Wie aus dem von den Be- schwerdegegnerinnen ausgefüllten Formular hervorgeht, wird d ie von ih- nen als Referenz herangezogene Aufgabe denn auch lediglich beschrie- ben als "Federführung und technische Leitung für den Anschluss Frut i- gen, Projektierung des 2.6 km langen Tagbautunnels mit fester Fahrbahn. Sämtliche Projektierungsphasen Vorstudien bis zum Ausführungsprojekt". Die Refe renz bezieht sich dementsprechend auch auf eine Subunte r- nehmerin der Beschwerdegegnerinnen, welche diese Arbeiten als Partne- rin in einer Arbeitsgemeinschaft erbrachte und von den Beschwerdege g- nerinnen in Bezug auf den Vergabegegenstand im vorliegenden Verf ah- ren lediglich für Planungsarbeiten vorgesehen ist. B-4902/2013 Seite 23 Es ist insofern unbestritten und offensichtlich, dass dieses Referenzpr o- jekt nur in Bezug auf die Eignung der Beschwerdegegnerinnen für die Planungsarbeiten angerufen werden konnte, nicht dagegen für di e Frage ihrer Eignung für die Ausführung. Ob der Wortlaut der Ausschreibungsbe- stimmungen zulässt, dass ein Referenzprojekt, das nur die Planung oder nur die Ausführung zum Gegenstand hat, zumindest als Teilreferenz b e- rücksichtigt werde durfte, kann im Rahm en dieses Zwischenentscheides offen gelassen werden. Jedenfalls erscheint die Argumentation der B e- schwerdeführerinnen, diese Referenz stelle keine vollgültige Referenz im Sinne der Ausschreibungsbestimmungen dar, nicht als unhaltbar. 5.9 Als drittes Referenzpr ojekt für das Leistungspaket 31 führten die B e- schwerdegegnerinnen den Bau der Metro Linie Torino Porta Nuova – Lingotto (Metro Torino) an. Gemäss Beschrieb handelte es sich um die Lieferung und Verlegung des Oberbaus in Beton und Geleise im Unte r- tagtunnel, 7 km. Die Beschwerdeführerinnen rügen diesbezüglich, dieses Projekt sei in keiner Weise mit den Anforderungen und der Komplexität der festen Fahrbahn im CBT vergleichbar. Die Beschwerdegegnerinnen ihrerseits machen geltend, der einzige Zugang fü r die Ausführung der Ar- beiten habe sich im innerstädtischen Gebiet und nicht wie beim vorli e- genden Vergabeobjekt am Dorfrand befunden und die einzuhaltenden Vorgaben bezüglich Emissionen und Logistik seien sehr restriktiv gew e- sen. Daraus ergebe sich, dass die Referenz den Anforderungen in den Ausschreibungsunterlagen bei weitem genüge. Auch die Vergabestelle führt aus, a us der Bestätigung der Bauherrin gehe hervor, dass es sich bei dieser Referenz um ein vergleichbar komplexes Projekt handle. Ob ein angegebenes Referenzprojekt vergleichbar komplex war und ähn- liche Anforderungen aufwies wie das ausgeschriebene Projekt, ist eine technische Frage, bezüglich deren Beantwortung der Vergabestelle ein Ermessensspielraum zusteht (vgl. E. 5.3). Ob die Rüge der Beschw erde- führerinnen, die Vergabestelle habe in diesem Punkt ihr Ermessen rechts- fehlerhaft ausgeübt, offensichtlich unhaltbar ist oder nicht, kann im vorli e- genden Fall indessen offen gelassen werden. Festzuhalten ist nämlich immerhin, dass die Beschwerdegegner innen dieses Referenzprojekt allein in Bezug auf die Ausführung, nicht aber in Bezug auf die Planung angeführt haben. Insofern deckt auch dieses Pr o- jekt lediglich einen Teilbereich der geforderten Referenz ab , so dass die Rüge der Beschwerdeführerinnen, di ese Referenz stelle keine vollgültige Referenz im Sinne der Ausschreibungsbestimmungen dar, jedenfalls b e-B-4902/2013 Seite 24 reits aus diesem Grund nicht als offensichtlich unhaltbar bezeichnet we r- den kann. 5.10 Als Zwischenergebnis ist somit festzuhalten, dass aufgrund einer prima-facie-Würdigung der bisher eingereichten Rechtsschriften und der vorliegenden Akten Zweifel bestehen, ob die die Vergabestelle zu Recht davon ausgegangen ist, dass die Beschwerdegegnerinnen das Ei g- nungskriterium zum Leistungspaket 31 ("Es sind 2 [bis max . 3] Refere n- zen der letzten 15 Jahre für Planung und Ausführung von fester Fahrbahn in Tunnel oder vergleichbar komplexe Projekte mit ähnlichen Anforderu n- gen anzugeben") erfüllt hätten. Die Beschwerde erscheint daher nicht als offensichtlich unbegründet. 5.11 Bei diesem Zwischenergebnis erübrigt es sich, in diesem Verfa h- rensstadium bereits auf die übrigen Rügen der Beschwerdeführerinnen einzugehen. 6. In der Folge ist in einem nächsten Schritt abzuwägen, ob d ie Interessen der Vergabestelle und der Beschwerdegegn erinnen an einer sofortigen Vollstreckung des Zuschlags gewichtiger sind als das Interesse der B e- schwerdeführerinnen, dass ihre Chance auf einen Zuschlag durch die Gewährung der aufschiebenden Wirkung gewahrt werde. Die Vergabestelle führt diesbezüglich aus, das öffentliche Interesse an der Nichtgewährung sei eminent und überwiege die privaten Interessen der Beschwerdeführerinnen an der Gewährung der aufschiebenden Wi r- kung. Falls die aufschiebende Wirkung gemäss dem Antrag der B e- schwerdeführerinnen bewilligt würde, sei nicht gewiss, ob mit einem Urteil des Bundesverwaltungsgerichts vor Ende Juni 2014 gerechnet werden könne. In diesem Fall könnte die Vertragsunterzeichnung erst mit erhebli- cher Verspätung stattfinden, womit der Beginn der Ausführungsplanung hinausgezögert würde. Ein solcher Rückstand lasse sich durch keine Art von Beschleunigungsmassnahmen wettmachen. Die Vergabestelle unter- nehme alles technisch und kostenseitig Vertretbare, um die Terminvorg a- be für die Inbetriebnahme des Ceneri -Basistunnels im Jahr 2019 einz u- halten. Mit der Einhaltung des Termins seien verkehrspolitische und b e- triebliche Erwartungen der SBB verbunden. Eine frühzeitige Berücksichti- gung der Verzögerung durch eine Beschwerde mit aufschiebender Wi r- kung sei nicht vereinbar mit dem Ziel, möglichst den aktuellen Stand der B-4902/2013 Seite 25 Technik zu implementieren und widerspräche dem Gebot des wirtschaftli- chen Umgangs mit öffentlichen Mitteln, da es dadurch schon bei Baub e- ginn durch zwingend notwendige Anpassungen an den Stand der Technik und an wei tere Randbedingungen zu grossen Bestellungsänderungen und damit hohen Mehrkosten kommen würde. In der Ausschreibung seien die Übergabetermine der Rohbauten an den Unternehmer Fahrbahn und Logistik CBT definiert , wobei im Entwurf des Werkvertrags eine Termi n- gabel von -6/+12 Monaten zu den vertraglich vereinbarten Übergabete r- minen festgelegt sei. Im Zeitpunkt der Rechtskraft des Zuschlags könne nicht bereits mit den Bauarbeiten begonnen werden, da vor dem Einbau während 2 -3 Jahren erhebliche Vorarbeiten gelei stet werden müssten. Die für die Vorarbeiten nötigen Fristen seien in den Ausschreibungsunter- lagen festgelegt, nämlich die geplante Vergabe im August 2013, die Ve r- tragsunterzeichnung und der Planungsbeginn der Unternehmer im Juni 2014, der Beginn der Ausführungsprojektierung im Juni 2014, der Baube- ginn des Installationsplatzes am 1. Oktober 2015, der Beginn Fertigung Werk am 1. Januar 2016 und der Beginn Einbau Fahrbahn am 1. Oktober 2016. Die Frist von der rechtskräftigen Vergabe bis Baubeginn Installati- onsplatz betrage demnach 24 Monate, und von der rechtskräftigen Ve r- gabe bis Beginn Einbau Fahrbahn 36 Monate. Das späteste Datum für einen rechtskräftigen Entscheid, das noch keine weitreichenden Termin - und Kostenfolge nach sich ziehe , sei somit der 15. Dez ember 2013. Die Leistungen des Loses Fahrbahn und Logistik seien zentral und von grösster Wichtigkeit für die zeitgerechte Fertigstellung und Inbetriebna h- me, da damit das Jahrhundertbauwerk der Gotthardachse NEAT seiner vollen Nutzung zugeführt werde. Ein verspäteter Baubeginn beim Los Fahrbahn und Logistik würde sich direkt auf den Bauendtermin und die Nutzung der ganzen Gotthardachse und die Gesamtkosten auswirken. Die rechtzeitige kommerzielle Inbetriebnahme des CBT sei von grösstem öffentlichem Interesse. Verzögerungen beim Baubeginn führten zu einem längeren Vorhalten der bereits vorhandenen Projektorganisation, insb e- sondere die Erhaltung der Rohbauwerke, den Betrieb und Unterhalt te m- porärer Einrichtungen wie Lüftung, Beleuchtung, Abwasserreinigung etc. , sowie laufende Projektingenieur - und Beratungsmandate. Auch würden durch Verzögerungen Anpassungen beim Einbau notwendig, die zu Mehrkosten führen könnten, sofern die werkvertraglich definierte Termi n- bandbreite von -6/+12 Monaten überschritten werde. Die Strukturkosten der Vergabestelle beliefen sich auf ca. CHF 3 Mio. monatlich und erhöh- ten sich durch Verzögerungen entsprechend. Bei einer Verzögerung des CBT um ein Jahr lägen Investitionskosten von rund CHF 2,6 Mia. brach. Die Verzinsung der Schulden des FinöV-Fonds, über welchen der CBT f i-B-4902/2013 Seite 26 nanziert werde, führe bei Verzögerungen zu Mehrkosten in Millionenhöhe. In ihrer letzten Berechnung vom 18. Oktober 2013 gelangt die Vergab e- stelle auf ein Total der direkten Koste n von CHF 3,9 Mio. pro Monat. All- fällige Beschleunigungsmassnahmen zur Vermeidung von grösseren Ver- spätungen auf die Inbetriebnahme würden ihrerseits Mehrkosten in Mill i- onenhöhe auslösen. Schliesslich würden dem zukünftigen Betreiber des Tunnels, der SBB AG, notwendige Einnahmen aus Güter- und Personen- verkehr sowie dem Trassenverkauf entgehen. In einem derartigen Fall sei es auch gar nicht möglich, ein Beschwerdeverfahren einzuberechnen, wie dies bei Projekten, die innerhalb eines überschaubaren Zeitraums geplant und realisiert würden, möglich sei . Beim Projekt NEAT würden sich dafür schier unlösbare technische Probleme ergeben, denn eine Ausschreibung des vorliegenden umfangreichen Auftrags müsste unter Berücksichtigung eines allfälligen Beschwerdeverfahrens mehrere Jahre vor Baubeginn er- folgen. Vor diesem Hintergrund sei das private Interesse der Beschwe r- deführerinnen an der Gewährung der aufschiebenden Wirkung als wen i- ger gewichtig zu qualifizieren als die ausserordentlich gewichtigen öffent- lichen Interessen. 6.1 Grundsätzlich gilt, dass eine Vergabestelle den Umstand, dass gegen den Zuschlag ein Rechtsmittel ergrif fen werden kann, welchem gegeb e- nenfalls die aufschie bende Wirkung erteilt wird, bei sorgfältiger Dispo - nierung bereits in ihre Planung einzubezie hen und die Termine, die ei n- gehalten werden müssen, entsprechend anzusetzen hat ( GAL- LI/MOSER/LANG/STEINER, a.a.O., Rz. 1328 und Rz. 1346 f.). Dementspre- chend hat etwa auch d as Bundes gericht mit Urteil 2C_339/2010 vom 11. Juni 2010 (E. 3.2) erkannt, dass der Dringlichkeit im zu beurteilenden Fall nur ein beschränktes Gewicht zukomme, da die Kantons regierung den Zuschlag erst spät erteilt habe. Auch das Bundesverwaltungsgericht hat einer Vergabestelle mit Zwischenentscheid B-891/2009 vom 23. März 2009 ( E. 4.1) vorgehalten, sie habe einen allfälligen zeitlichen Engpass selbst zu vertreten. 6.2 Im vorliegenden Fall sind die Argumente der Vergabestelle, warum bei einem Projekt wie dem vorliegenden wegen der technischen Aktualität nicht beliebig viel Zeit für e in allfälliges Beschwerdeverfahren eingeplant werden können, durchaus nachvollziehbar. Auch ihre Ausführungen, w a- rum längere, im Terminplan nicht einkalkulierte Verzögerungen zu erhe b- lichen Mehrkosten führen können, leuchten ein . Unbestreitbar ist auch , dass es sich um ein Projekt von grosser öffentlicher Bedeutung handelt. Nichtsdestotrotz können diese Aspekte nicht dazu führen, dass dem Int e-B-4902/2013 Seite 27 resse der Vergabestelle, dass die aufschiebende Wirkung nicht gewährt wird, bei Beschaffungen technischer Natur und von grosser öffentlicher Bedeutung grundsätzlich immer der Vorrang eingeräumt wird . Ein solche Praxis würde bedeuten, dass das gesetzlich vorgesehene Rechtsmittel bei derartigen Beschaffungen faktisch illusorisch würde. 6.3 Hinzu kommt, dass die Frage der Einhaltung der ausgeschriebenen Eignungskriterien nicht nur eine Frage der Einhaltung von Verfahren s- grundsätzen im Interesse der nicht berücksichtigten Mitbewerber ist. Wird ein komplexer, technischer Bau- bzw. Installationsauftrag an einen Anbie- ter vergeben, der nicht über die erforderliche Eignung und Erfahrung ve r- fügt, bestehen erhöhte Risiken, dass das abgegebene Werk entweder nicht rechtzeitig oder mit wesentlichen Mängeln behaftet geliefert wird, was seinerseits Sicherheitsrisiken , Verspätungen oder Mehrkosten au f- grund der erforderlichen Nachbesserungen verursachen kann. Insofern wäre es in einem Fall wie dem vorliegenden , in dem prima facie Zweifel bestehen, ob die Zuschlagsempfängerinnen die ausgeschriebenen Ei g- nungskriterien erfüllen, verfehlt, von der Annahme auszugehen, dass das öffentliche Interesse ausschliesslich gegen eine Gewährung der au f- schiebenden Wirkung angerufen werden könne . Vielmehr ist davon au s- zugehen, dass auch relevante öffentliche Interessen für eine Gewährung der aufschiebenden Wirkung sprechen. 6.4 Unter diesen Umständen überwieg en das finanzielle Interesse der Beschwerdeführerinnen, das öffentliche Interesse an einem effektiven Rechtsschutz sowie das öffentliche Interesse daran, dass die Vergabe nur an einen Anbieter erfolgt, der die ausgeschriebenen Eignungskriterien erfüllt, auf der einen Seite das auf der anderen Seite von der Vergabestel- le geltend gemachte Interesse an einer pünktlichen Einhaltung ihres Te r- minplans bzw. das öffentliche Interesse daran, dass es nicht wegen dem Rechtsmittelverfahren zu wesentlichen Verzögerungen dieses wichtigen Infrastrukturprojekts kommt, sowie das finanzielle Interesse der B e- schwerdegegnerinnen. 7. Der Antrag der Beschwerdeführerinnen um Gewährung der aufschiebe n- den Wirkung ist daher gutzuheissen. 8. Die Parteien haben, auf Aufforderung der Instruktionsrichterin hin, diverse Anträge gestellt, in welche Akten sie bereits vor dem Zwischenentscheid B-4902/2013 Seite 28 über die Gewährung oder Verweigerung der aufschiebenden Wirkung Einsicht verlangen. Da mit diesem Zwischenentscheid dem Gesuch der Beschwerdeführeri n- nen entsprochen wird, stellt sich die Frage der Ergreifung eines Rechts- mittels bzw. der dafür benötigten Akten einsicht für sie nicht. Die B e- schwerdegegnerinnen dagegen verfügen bereits über sämtliche Akten, welche für die Frage ihrer Eignung relevant sind. Über die Anträge auf Akteneinsicht wird daher zu einem späteren Zei t- punkt zu entscheiden sein. 9. Über die Kosten für den vorliegenden Zwischenentscheid ist mit dem Entscheid über die Hauptsache zu befinden. Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 1. Das Gesuch der Beschwerdeführerinnen um Erteilung der aufschiebe n- den Wirkung der Beschwerde wird gutgeheissen. 2. Über die Anträge der Parteien auf Akteneinsicht wird zu einem späteren Zeitpunkt entschieden werden. 3. Über die Kostenfolgen des vorliegenden Zwischenentscheides wird mit dem Entscheid in der Hauptsache befunden. B-4902/2013 Seite 29 4. Dieser Zwischenentscheid geht an: – die Beschwerdeführerinnen (Rechtsvertreter; Gerichtsurkunde; vorab per Fax) – die Vergabestelle (Ref-Nr. SIMAP-Projekt-ID 102812; Rechtsvertreter; Gerichtsurkunde; vorab per Fax) – die Beschwerdegegnerinnen (Rechtsvertreterin; Gerichtsurkunde; vorab per Fax) Die vorsitzende Richterin: Die Gerichtsschreiberin: Eva Schneeberger Beatrice Grubenmann Rechtsmittelbelehrung: Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen nach Eröffnung beim Bun- desgericht, 1000 Lausanne 14 , Beschwerde in öffentlich -rechtlichen An- gelegenheiten geführt werden , sofern die Voraussetzungen gemäss den Art. 82 ff., 90 ff. und 100 des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (BGG, SR 173.110 ) gegeben sind . Die Rechtsschrift ist in einer Amtssprache abzufassen und hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. Der angefoch- tene Entscheid und die Beweismittel sind, soweit sie der Beschwerdefü h- rer in Händen hat, beizulegen (Art. 42 BGG). Versand: 30. Oktober 2013