Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche- rungsrecht vom 29. Januar 2015 (720 13 347) ____________________________________________________________________ Invalidenversicherung Rentenrevision bei erheblicher Veränderung der erwerblichen Auswirkungen eines an sich gleich gebliebenen Gesundheitszustandes; Bemessung des Valideneinkommens; mutmassliche Lohnentwicklung und mutmassliche berufliche Weiterentwicklung. Besetzung Vizepräsident Christof Enderle, Kantonsri chter Beat Hersberger, Kantonsrichter Dieter Freiburghaus, Gerichtsschreiber Stephan Pau- kner Parteien A.____ , Beschwerdeführer , vertreten durch Simone Emmel , Advok a- tin, Rümelinsplatz 14, Postfach, 4001 Basel gegen IV -Stelle Basel -Landschaft , Hauptstrasse 109 , 4102 Binningen , Beschwerdegegnerin Beigeladene B.____ Personalvorsorgestiftung , vertreten durch Andreas Gn ä- dinger, Rechtsanwalt, Hubatka Müller Vetter, Seestrasse 6, Postfach 1544, 8027 Zürich Betreff IV-Rente Seite 2 http://www.bl.ch/kantonsgericht A. Der 1965 geborene A.____ arbeitet seit Januar 200 7 bei der C.____ AG. Bereits am 17. August 2004 hatte er sich bei der IV-Stelle Basel- Landschaft (IV-Stelle) unter Hinweis auf Rücken- und Herzbeschwerden zum Leistungsbezug angemeldet. Aufgrund eines IV-Grads von 54% sprach ihm die IV-Stelle nach Abklärung der gesund heitlichen und erwerblichen Verhält- nisse mit Verfügung vom 18. März 2005 ab 1. April 2004 eine halbe IV-Rente zu. Basis dieser Rentenzusprache bildete gemäss Auskunft der vormaligen A rbeitgeberin D.____ AG ein Vali- deneinkommen von CHF 97‘500.— und ein Invalideneinkomm en von CHF 44‘590.—. Nach ei- ner Revision von Amtes wegen im November 2008 wurde di e fortlaufende Ausrichtung der hal- ben IV-Rente mit Mitteilung vom 9. Februar 2009 aufgrund eines IV-Grads von 52% bestätigt. B. Im Februar 2012 leitete die IV-Stelle eine weite re Revision von Amtes wegen ein. Nach erneuter Abklärung der gesundheitlichen und erwerblich en Verhältnisse setzte sie mit Verfü- gung vom 24. Oktober 2013 die bisher ausgerichtete halbe IV-Rente aufgrund eines IV-Grads von 44% mit Wirkung per 1. Dezember 2013 auf eine V iertelrente der IV herab. Ihrer Invalidi- tätsbemessung legte sie dabei ein der Teuerung angepasst es Valideneinkommen im Umfang von CHF 107‘397.— und ein effektiv erzieltes Invalidenein kommen von CHF 60‘500.— zu Grunde. Zur Begründung brachte sie vor, dass dem Auszug des individuellen Kontos des Versi- cherten zufolge in den Jahren 2010 und 2011 mittlerwe ile ein effektives Jahreseinkommen von CHF 62‘000.— erzielt worden sei. Nach Abzug des bei der Rentenherabsetzung zu berücksich- tigen Abzugs von CHF 1‘500.— resultiere eine Erwerbsein busse von CHF 46‘897.— und damit ein IV-Grad von 44%. C. Hiergegen erhob der Versicherte, vertreten durch Si mone Emmel, Advokatin, am 27. November 2014 Beschwerde beim Kantonsgericht Basel- Landschaft, Abteilung Sozialversi- cherungsrecht (Kantonsgericht). Er beantragte, es sei ihm in Aufhebung der angefochtenen Verfügung weiterhin eine halbe IV-Rente zuzusprechen. Eventualiter sei die Angelegenheit zur Neubeurteilung an die IV-Stelle zurückzuweisen, unter o/e-Kostenfolge. Zur Begründung liess er im Wesentlichen vorbringen, dass bei der Ermittlung des IV-Grads Differenzen hinsichtlich der Frage bestünden, wie variable Boni und individuelle Lohnerhöhungen berücksichtigt werden müssten. Beim Valideneinkommen sei fälschlicherweise die Lohnentwicklung unberücksichtigt geblieben. Beim Invalideneinkommen habe die IV-Stell e trotz starker Schwankungen zu Un- recht einzig auf den zuletzt erzielten, höchsten Bonus abgestellt. D. Die IV-Stelle schloss mit Vernehmlassung vom 31. Januar 2014 auf Abweisung der Be- schwerde. Es lägen keine Hinweise vor, dass der Versicher te bei seiner ehemaligen Arbeitge- berin D.____ AG Bauleiter geworden wäre. Allfällige , theoretisch vorhandene berufliche Auf- stiegsmöglichkeiten seien nicht überwiegend wahrscheinlich dargetan. Bei der Festsetzung des Valideneinkommens sei daher zu Recht auf den zuletzt er zielten Verdienst als Bauführer bei der D.____ AG abgestellt worden. Beim Invalideneinkom men sei dem IK-Eintrag zufolge und unter Berücksichtigung des Bonus von einem erzielten Verdi enst von CHF 62‘000.— auszuge- hen. Damit resultiere nach Abzug eines Betrags von CHF 1‘500.— gemäss Art. 31 IVG ein massgebendes Invalideneinkommen von CHF 60‘500.— und somi t ein IV-Grad von 44%. Seite 3 http://www.bl.ch/kantonsgericht E. Mit prozessleitender Verfügung des Kantonsgerichts vom 1 0. Februar 2014 wurde die Vorsorgeeinrichtung des Versicherten, die B.____ Personal vorsorgestiftung der E.____- Unternehmungen, zum Beschwerdeverfahren beigeladen. Mit Eingabe vom 11. März 2014 liess sich diese dahingehend vernehmen, dass die Ermittlung de s Valideneinkommens bestritten werde. Gemäss Auskunft der Arbeitgeberfirma erziele ein Bauführer mit den Dienstjahren des Versicherten rund CHF 120‘000.— pro Jahr. Zum Bonus könne man keine Stellung nehmen, da zur Berechnung der berufsvorsorgerechtlichen Leistungen die Boni nicht berücksichtigt würden. F. Mit Eingabe vom 25. März 2014 hielt der Beschwerdef ührer fest, dass gestützt auf die Ausführungen der Beigeladenen vom 11. März 2014 bei einem Jahreslohn von CHF 120‘000.— sowie einem Bonus in der Höhe mindestens eines Monatslo hnes ein Anspruch auf eine halbe IV-Rente resultiere. Innert nachperemptorisch erstreckte r Frist liess sich die Beigeladene, mitt- lerweile vertreten durch Andreas Gnädinger, Rechtsanwal t, dahingehend vernehmen, dass das von der IV-Stelle beigezogene Valideneinkommen als gr osszügig zu gelten habe und nach ei- gener Meinung ein tieferes Valideneinkommen auf der Basis der Lohnstrukturerhebung heran- zuziehen wäre. Eine Gratifikation könne dabei nicht berücksichtigt werden. Weiter werde bestrit- ten, dass mit überwiegender Wahrscheinlichkeit von einer Beförderung des Versicherten zum Bauführer ausgegangen werden könne. Das von der IV-St elle beigezogene Invalideneinkom- men sei eher zu tief bemessen; vielmehr habe das zuletzt be stätigte Einkommen aus dem Jah- re 2011 von CHF 64‘400.— als Basis zu gelten. Ausgewies en sei demnach höchstens ein IV- Grad, der zu einer Viertelrente berechtigen würde. Die Beschwerde sei abzuweisen. G. Mit Replik vom 30. Juni 2014 hielt der Beschwerdefüh rer vollumfänglich an seinen be- reits beschwerdeweise gestellten Rechtsbegehren fest. Die IV-Stelle verzichtete mit Duplik vom 24. Juli 2014 auf eine weitergehende Stellungnahme und hielt am Antrag auf Beschwerdeab- weisung fest. Die Beigeladene schloss mit Duplik vom 28. J uli 2014 ebenfalls auf Abweisung der Beschwerde. H. Anlässlich der Urteilsberatung des Kantonsgerichts vom 11. September 2014 wurde die Angelegenheit ausgestellt und es wurde in der Folge am 15. September 2014 eine amtliche Erkundigung bei der vormaligen Arbeitgeberin des Beschwerdeführers betreffend die hypotheti- sche Lohnentwicklung seines Valideneinkommens unter Berücksi chtigung allfälliger Gratifikati- onen eingeholt. Die entsprechende Antwort der D.____ AG erging am 16. Oktober 2014: Die Fragen des Gerichts könnten nur summarisch und sehr allgem ein beantwortet werden. Auf- grund der Tatsache, dass der Versicherte 15 Jahre bei de r D.____ AG angestellt gewesen sei, ginge man davon aus, dass er bei normaler Leistungsbere itschaft auch die folgenden sieben Jahre in der Funktion eines Bauführers gearbeitet hätte . Das Jahreseinkommen sei unter Be- rücksichtigung des 13. Monatslohnes durchschnittlich auf CHF 105‘000.— zu schätzen. Eine Gratifikation sei von den erzielten Ergebnissen abhängig. Diese könne beim besten Willen auch hypothetisch nicht abgeschätzt werden, da hierfür massgeb lich sei, mit welchem finanziellen Ergebnis die Baustellen des Versicherten abgeschlossen hätten. Dafür gebe es keine allgemein gültigen Regeln. Es könne höchstens festgehalten werden , dass bei einem durchschnittlichen Bauführer die Prämie bei 5 bis 10% des Jahreseinkommens liege. Alles in allem hätte der Ver- Seite 4 http://www.bl.ch/kantonsgericht sicherte aufgrund dieser Fakten ein Jahreseinkommen zwische n CHF 110‘000.— und CHF 120‘000.— erzielt. I. Mit Stellungnahme vom 22. Oktober 2014 schloss die I V-Stelle auf Abweisung der Be- schwerde. Es sei weiterhin davon auszugehen, dass dem Versi cherten höchstens eine Viertel- rente der IV zustehe. Der Beschwerdeführer hielt mit Stellungnahme vom 18. November 2014 dafür, dass den Angaben der D.____AG nicht gefolgt wer den könne. Es sei nicht glaubhaft, dass er anno 2003 eine jährliche Lohnerhöhung von CHF 11‘700.— ohne Erkrankung erhalten hätte und danach während elf Jahr durchschnittlich eine solche von nur CHF 681.—. Es sei überwiegend wahrscheinlich, dass er heute nicht mehr in d erselben Funktion eines Bauführers arbeiten würde wie noch vor Eintritt seiner gesundheit lichen Probleme. Da die D.____ AG nicht gewillt scheine, verlässliche Angaben zum mutmasslichen Verdienst zu machen, sei eine weite- re amtliche Erkundigung zur Frage der Lohnentwicklung v on Arbeitnehmern mit vergleichbarer Karriere einzuholen. Das Valideneinkommen würde sich b ereits ohne die Berücksichtigung von Karriereschritten in der Grössenordnung von CHF 135‘000.— inklusive Bonus bewegen. Dieser Betrag stimme mit den Angaben überein, die der Beschw erdeführer auf telefonische Nachfrage von seinem ehemaligen Vorgesetzten bei der D.____ AG in Erfahrung gebracht habe. Ausge- hend von einem Valideneinkommen in dieser Grössenordnu ng und einem Invalideneinkommen von CHF 59‘166.65 ergebe sich ein IV-Grad von deutlich ü ber 50%. Die IV-Stelle ihrerseits schloss mit Stellungnahme vom 24. November 2014 auf Abwei sung der Beschwerde. Gestützt auf die Antwort der D.____AG sei beim Valideneinkomm en von einem Mittelwert von CHF 115‘000.— auszugehen. Bei einem Invalideneinkommen von CHF 62‘000.— resultiere ein IV-Grad von 46%, was lediglich Anspruch auf eine Viertelrente zur Folge habe. Sämtliche Einzelheiten der Parteistandpunkte ergeben si ch – soweit sie für den Entscheid von Bedeutung sind – aus den nachfolgenden Erwägungen. Das Kantonsgericht zieht i n E r w ä g u n g : 1. Die Sachurteilsvoraussetzungen sind vorliegend allesam t erfüllt, so dass auf die form- und fristgerecht eingereichte Beschwerde einzutreten ist. 2.1 Anspruch auf eine Rente haben nach Art. 28 Abs. 1 IVG Versicherte, die ihre Erwerbs- fähigkeit oder ihre Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Ein- gliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können (lit. a), während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittli ch mindestens 40 % arbeitsunfähig gewesen sind (lit. b) und nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid sind (lit. c). 2.2 Nach Art. 6 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungs- rechts (ATSG) vom 6. Oktober 2000 ist die Arbeitsunfähig keit die durch eine Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit be dingte, volle oder teilweise Unfä- higkeit, im bisherigen Beruf oder Aufgabenbereich zumut bare Arbeit zu leisten (Satz 1). Bei langer Dauer wird auch die zumutbare Tätigkeit in e inem andern Beruf oder Aufgabenbereich Seite 5 http://www.bl.ch/kantonsgericht berücksichtigt (Satz 2). Diese Legaldefinition stimmt i m Wesentlichen mit dem Begriff der Ar- beitsunfähigkeit überein, wie ihn die Rechtspraxis vor dem Inkrafttreten des ATSG entwickelt hatte (vgl. etwa BGE 129 V 53 E. 1.1 in fine mit Hi nweisen). Die bis zum 31. Dezember 2002 ergangene diesbezügliche Rechtsprechung des damaligen Eidgenössischen Versicherungsge- richts [EVG; heute: Bundesgericht, sozialrechtliche Abte ilungen] bleibt folglich weitestgehend anwendbar (BGE 130 V 345 E. 3.1.1). 2.3 Als Invalidität gilt nach Art. 8 ATSG die voraussicht lich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit. Sie k ann im IV-Bereich Folge von Geburts- gebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1 IV G). Unter Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommende n allgemeinen Arbeitsmarkt zu ver- stehen (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des V orliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind nach dem im Rahmen der 5. IV-Revision am 1. Januar 200 8 in Kraft gesetzten Art. 7 Abs. 2 ATSG ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beein trächtigung zu berücksichtigen (Satz 1). Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht über- windbar ist (Satz 2). 2.4 Für die Bemessung der Invalidität von erwerbstätige n Versicherten ist Art. 16 ATSG anwendbar (Art. 28a Abs. 1 IVG). Danach wird für die Bestimmung des Invaliditätsgrades das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchfüh- rung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eing liederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (Invalideneinkom- men), in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (Valideneinkommen). Der Einkomm ensvergleich hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die beiden hypothetischen Erwerbseinkommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und einander gegenübergestellt werde n. Aus der Einkommensdifferenz lässt sich der Invaliditätsgrad bestimmen (BGE 128 V 30 E. 1). 2.5 Gemäss Art. 28 Abs. 2 IVG wird die Rente nach de m Grad der Invalidität wie folgt ab- gestuft: Die versicherte Person hat Anspruch auf eine ga nze Rente, wenn sie zu mindestens 70 %, auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie zu mindestens 60 %, auf eine halbe Rente, wenn sie zu mindestens 50 % und auf eine Viertelsrente, wenn sie zu mindestens 40 % invalid ist. 2.6 Bei der Feststellung des Gesundheitszustandes und insb esondere auch bei der Beur- teilung der Arbeitsfähigkeit der versicherten Person i st die Verwaltung (und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche u nd gegebenenfalls auch andere Fach- leute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesund- heitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig ist. Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der Person noch zugemutet werden können (BGE 132 V 99 E. 4 mit weiteren Hinweisen). Seite 6 http://www.bl.ch/kantonsgericht 3. Streitig und zu prüfen ist, ob die IV-Stelle die d em Versicherten seit 1. April 2004 aus- gerichtete halbe IV-Rente zu Recht per Ende November 2 013 auf eine Viertelrente herabge- setzt hat. 3.1 Nach Art. 17 Abs. 1 ATSG sind laufende IV-Renten f ür die Zukunft zu erhöhen, herab- zusetzen oder aufzuheben, wenn sich der Invaliditätsgrad in einer für den Anspruch erheblichen Weise ändert. Anlass zur Rentenrevision gibt jede wesen tliche Änderung in den tatsächlichen Verhältnissen, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad u nd damit den Rentenanspruch zu beein- flussen. Zu denken ist dabei in erster Linie an eine we sentliche Änderung des Gesundheitszu- standes der versicherten Person. Darüber hinaus ist die Rente aber auch revidierbar, wenn sich die erwerblichen Auswirkungen des an sich gleich gebliebe nen Gesundheitszustandes erheb- lich verändert haben (BGE 130 V 349 E. 3.5 mit Hinweisen). 3.2 Zeitliche Vergleichsbasis für die Prüfung einer ansp ruchserheblichen Änderung des In- validitätsgrades bildet die letzte (der versicherten Perso n eröffnete) rechtskräftige Verfügung, welche auf einer materiellen Prüfung des Rentenanspru chs mit rechtskonformer Sachverhalts- abklärung, Beweiswürdigung und Durchführung eines Einkommensvergleichs (bei Anhaltspunk- ten für eine Änderung in den erwerblichen Auswirkunge n des Gesundheitszustandes) beruht (BGE 133 V 114 E. 5.4; vgl. auch BGE 130 V 75 ff. E. 3.2.3). Vorliegend hat die IV-Stelle die dem Beschwerdeführer ursprünglich seit April 2004 zugespr ochene halbe Rente nach einer revisionsweisen Durchführung des Einkommensvergleichs mit Mitteilung vom 9. Februar 2009 auf der Basis eines IV-Grads von 52% weiter ausgerichtet. Nachdem sie im Februar 2012 von Amtes wegen eine weitere Überprüfung des Rentenanspru chs des Versicherten eingeleitet und die erforderlichen Abklärungen vorgenommen hatte, reduzierte sie die laufende halbe Rente mit Verfügung vom 24. Oktober 2013 auf das Ende des der Zust ellung der Verfügung folgenden Monats auf eine Viertelrente. Somit beurteilt sich die Frage, ob eine Änderung in den tatsächli- chen Verhältnissen eingetreten ist, die eine revisionsweise Herabsetzung der zuletzt ausgerich- teten halben Rente rechtfertigt, durch den Vergleich d es Sachverhalts, wie er im Zeitpunkt der (Revisions-) Mitteilung vom 9. Februar 2009 bestanden hat, mit demjenigen im Zeitpunkt der vorliegend angefochtenen Verfügung vom 24. Oktober 2013. 4. Im vorliegenden Fall sind die gesundheitlichen Verh ältnisse des Beschwerdeführers unbestritten geblieben. Unter den Parteien ist zu Rech t anerkannt, dass der Versicherte infolge einer neu aufgetretenen diastolischen Herzinsuffizienz u nd progredienter Dyspnoe ab 1. Februar 2013 sowohl in seiner angestammten Tätigkei t als technischer Mitarbeiter bei der C.____ AG als auch in einer zumutbaren Verweistätigkeit noch zu 40% arbeitsfähig ist. Unter diesen Umständen erübrigt es sich, näher auf seine gesundheitliche Situation einzugehen. 5.1 Wie bereits erwähnt (vgl. E. 3.1 hiervor), kommt eine Rentenrevision nicht nur im Falle einer erheblichen Veränderung des Gesundheitszustands der versicherten Person, sondern insbesondere auch im Falle einer Änderung der erwerbli chen Auswirkungen in Frage. Die IV- Stelle begründet die vorliegend strittige Rentenaufhebung denn auch mit dem Umstand, dass in erwerblicher Hinsicht eine Veränderung eingetreten sei. Dem aufgeteuerten Valideneinkommen von CHF 107‘397.— stehe ein neuerdings massgebendes Invalid eneinkommen im Umfang von Seite 7 http://www.bl.ch/kantonsgericht CHF 60‘500.— gegenüber, woraus ein IV-Grad von 44% un d damit ein Anspruch lediglich noch auf eine Viertelrente der IV resultiere. 5.2 Bei der Bemessung des Valideneinkommens ist entschei dend, was die versicherte Person nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit im Zeitpunkt des Renten- beginns tatsächlich verdienen würde, wenn sie nicht inva lid geworden wäre (Urteil des Bundes- gerichts vom 16. Dezember 2012, 8C_600/2012, E. 4.1.1 ). Die Einkommensermittlung hat so konkret wie möglich zu erfolgen, weshalb in der Regel von der Tätigkeit, welche die versicherte Person vor Eintritt des Gesundheitsschadens ausgeübt hat, auszugehen ist (Urteil des Bundes- gerichts vom 26. November 2002, I 491/01, E. 2.3.1). E ntscheidend ist, was die versicherte Person als Gesunde tatsächlich an Einkommen erzielen würde , und nicht, was sie bestenfalls verdienen könnte. Grundsätzlich bleibt beim Validenein kommen der zuletzt erzielte Verdienst als Bezugsgrösse bestehen, ausser es finden sich ausreichend konkrete Anhaltspunkte für eine berufliche Weiterentwicklung. Diesfalls geht es um die Frage, was die versicherte Person auf- grund ihrer beruflichen Fähigkeiten und persönlichen U mstände zu erwarten gehabt hätte. Der hypothetischen Einkommensermittlung sind die gleichen pe rsönlichen, familiären und berufli- chen Voraussetzungen zu Grunde zu legen, wie sie vor Eint ritt der Invalidität vorhanden waren und wie sie mit überwiegender Wahrscheinlichkeit bis zum Verfügungserlass angedauert hät- ten. Dabei ist unter Umständen auch die berufliche We iterentwicklung mit zu berücksichtigen, die eine versicherte Person normalerweise vollzogen hätte, wenn konkrete Anhaltspunkte dafür bestehen, dass die versicherte Person einen beruflichen Au fstieg und ein entsprechend höhe- res Einkommen tatsächlich realisiert hätte, wenn sie ni cht invalid geworden wäre. Im Rahmen der erstmaligen Rentenzusprechung genügen blosse Absicht serklärungen der versicherten Person nicht, um eine nicht weiter konkretisierte berufli che Veränderung anzunehmen und das Valideneinkommen auf einen entsprechend angepassten Wert festzusetzen. Vielmehr muss die Absicht, beruflich weiterzukommen, bereits durch konkrete Schritte kundgetan worden sein (Ur- teil des Bundesgerichts vom 14. April 2008, 8C_664/2007 , E. 6.1). Die Anforderungen an den massgebenden Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinli chkeit dürfen dabei nicht über- spannt werden (SZS 2004 S. 67). Gleichwohl muss der hyp othetische berufliche Werdegang dem Gericht wahrscheinlicher erscheinen als die Weiterausü bung der angestammten Arbeit (RKUV 2005 S. 318 E. 2.2 mit Hinweisen). 5.3 Nach Auffassung der IV-Stelle würden die Lohnangab en im Arbeitgeberfragebogen nicht mit dem IK übereinstimmen, da der AHV-pflichtige Bonus dort bisher unerwähnt geblieben sei. Mit Blick auf das beanstandete Valideneinkommen läg en jedoch keine konkreten Hinweise vor, dass der Versicherte bei seiner vormaligen Arbeitgeberin D.____ AG definitiv zum Bauleiter aufgestiegen wäre. Bei der Festsetzung des Validenein kommens sei daher zu Recht auf den zuletzt erzielten Verdienst als Bauführer abgestellt w orden, woraus sich ein seither an die No- minalentwicklung angepasstes Valideneinkommen von CHF 107‘397.— ergebe. Der Beschwer- deführer vertritt demgegenüber den Standpunkt, dass er aus gesundheitlichen Gründen seit 2003 weder in den Genuss von Gratifikationen noch einer Lohnerhöhung gekommen sei. Es sei offensichtlich, dass er mittelfristig befördert worden w äre. Anhand der bereits 2003 noch ohne gesundheitliche Beeinträchtigung ausgerichteten Lohner höhung im Umfang von 9,3% sei er- stellt, dass sein Lohn nicht nur der Nominallohnentwickl ung angepasst werden dürfe. In seiner Seite 8 http://www.bl.ch/kantonsgericht Branche sei es gängig und überwiegend wahrscheinlich, dass ein guter Bauführer, wie er es gewesen sei, nach einiger Zeit zum Abteilungsleiter befö rdert worden wäre. Aufgrund seiner bereits langen Tätigkeit als Bauführer hätte er heute zusätzliche, besondere Funktionen inne, die zu einem entsprechend höheren Lohn geführt hätten . Nebst seinen umfassenden Tätigkei- ten als Bauführer sei er bereits bei seiner ehemaligen Arbeitgeberin D.____ AG Handlungsbe- vollmächtigter, Sicherheitsbeauftragter, Lehrlingsbetreuer und Organisator von Weiterbildungen und Mitarbeiterschulungen gewesen. Für alle diese Aufga ben sei ihm ein einwandfreies Zeug- nis ausgestellt worden. In Anbetracht dessen sei überw iegend wahrscheinlich, dass er mittler- weile weitere lohnrelevante Kompetenzen erhalten hätte. 5.4.1 Dem Schreiben der ehemaligen Arbeitgeberin D. ____ AG des Beschwerdeführers vom 16. Oktober 2014, welche als Antwort auf die amtliche E rkundigung des Gerichts vom 15. Sep- tember 2014 ergangen war, sind keine Hinweise auf eine Beförderung des Versicherten zu ent- nehmen. Bei der in den Rechtsschriften des Beschwerdeführe rs vertretenen Auffassung, wo- nach der Versicherte als valide Person mittlerweile in den Genuss eines vergleichbaren Karrier- eschritts wie weitere Arbeitnehmer bei der D.____AG i n leitender Stellung gekommen wäre, stellt lediglich eine Hypothese dar, die zwar als mögli ch, jedoch nicht als rechtsgenüglich kon- kretisiert und damit als nicht überwiegend wahrscheinl ich bezeichnet werden muss. Daran ver- mag nichts zu ändern, dass sich das Arbeitszeugnis der D.____ AG vom 30. Juni 2006 wohl- wollend über die Leistungen des Versicherten und dessen Kompetenzen ausspricht. Daraus aufgrund allgemeiner Erfahrungsgrundsätze in der Arbe itswelt eine potentielle Beförderung des Beschwerdeführers abzuleiten, erfüllt die hierfür recht sprechungsgemäss erforderliche Konkre- tisierung gerade nicht. Es ist in diesem Zusammenhang d aran zu erinnern, dass theoretisch vorhandene, berufliche Entwicklungs- und Aufstiegsmöglichke iten zur dann zu beachten sind, wenn sie mit überwiegender Wahrscheinlichkeit auch tat sächlich eingetreten wären (Urteil des EVG vom 29. November 2004, B 21/04, E. 3.2). Für die Annahme der vorliegend geltend ge- machten beruflichen Entwicklung des Beschwerdeführers fehlt es jedoch an konkreten Anhalts- punkten, wonach das behauptete berufliche Fortkommen seitens des ehemaligen Arbeitgebers effektiv in Aussicht gestellt oder gar zugesichert worden wäre. Solche Indizien liegen jedenfalls keine in den Akten. Ob ihn seine Fähigkeiten gleichsam wie auch weitere Arbeitnehmer der D.____AG zum Abteilungsleiter prädestiniert hätten, m uss zudem auch bereits deshalb dahin- gestellt bleiben, weil sich die erforderliche Konkretisie rung stets auf den Versicherten selbst zu beziehen hat; ein Vergleich mit weiteren Mitarbeitend en und ehemaligen Arbeitskollegen kann deshalb bereits aus grundsätzlichen Überlegungen nicht ü berzeugen. Mithin kann auch in anti- zipierter Beweiswürdigung auf die beantragte amtliche Erkundigung zur Lohnentwicklung weite- rer Arbeitnehmer verzichtet werden. 5.4.2 Nicht anders verhält es sich in Bezug auf das Vorbr ingen des Beschwerdeführers, dass infolge der mutmasslichen Lohnentwicklung von einem Vali deneinkommen in der Grössenord- nung von CHF 135‘000.— auszugehen sei. Dem Antwortschrei ben der D.____ AG ist im Ge- genteil zu entnehmen, dass der Versicherte unter Berücksich tigung des 13. Monatslohnes so- wie einer Gratifikation insgesamt ein Einkommen zwisch en CHF 110‘000.— und CHF 120‘000.— erzielt hätte. Nicht gefolgt werden kann der in diesem Zusammenhang vertre- tenen Auffassung des Beschwerdeführers, dass diese Angaben nicht glaubhaft seien, weil der Seite 9 http://www.bl.ch/kantonsgericht Buchhalter der D.____ AG dieses Antwortschreiben an das Gericht verfasst hat, ohne dass sich deren Geschäftsführer mit der Angelegenheit näher be fasst habe. Es ist im Gegenteil davon auszugehen, dass gerade der Buchhalter aufgrund der ih m zur Verfügung stehenden Lohnzah- len am ehesten in der Lage gewesen sein dürfte, mögl ichst verlässliche und den konkreten Umständen des Betriebs entsprechende Schätzungen abzugeb en. Dass der Versicherte als valide Person gemäss den Angaben der Arbeitgeberin in deren Fragebogen vom 29. Oktober 2004 noch in den Genuss einer Lohnerhöhung von CHF 11 ‘700.— im Vergleich zum Vorjahr gekommen war, vermag daran nichts zu ändern. Allfälli ge Lohnerhöhungen sind nicht nur von der persönlichen Leistungsbereitschaft und Kompetenz de r Mitarbeitenden, sondern ebenso vom Geschäftsgang der Arbeitgeberin abhängig. Zumal di e Lohnerhöhung mit Blick auf die nunmehr massgebenden Verhältnisse rund acht Jahre zurückli egt, verbietet es die rechtspre- chungsgemäss erforderliche Konkretisierung ausserdem, unbe sehen von der damaligen Lohn- erhöhung auf eine – quantitativ wie auch immer gearte te – weiterführende Steigerung des hypo- thetisch erzielten Einkommens des Versicherten zu schliessen. Diese müsste auf die heutigen Verhältnisse und Umstände bezogen ausgewiesen oder ga r belegt sein. Dies aber ist in casu gerade nicht der Fall. 5.4.3 Entgegen der in den Rechtsschriften des Beschwerde führers vertretenen Auffassung erweist sich das von der D.____ AG vom 16. Oktober 2014 angegebene Valideneinkommen als durchaus nachvollziehbar. Dieses beinhaltet nicht nur di e seit der letzten Rentenrevision einge- tretene Nominallohnerhöhung, sondern berücksichtigt darü ber hinaus auch möglichst konkret die mutmassliche berufliche Weiterentwicklung des Versicherten in seiner angestammten Tätig- keit als Bauführer. Das darin angegebene Höchsteinkomme n von CHF 120‘000.— deckt sich mit den Ausführungen der Beigeladenen vom 11. März 20 14, wonach ein Bauführer mit den Dienstjahren des Versicherten rund CHF 120‘000.— verdien t hätte. Der Beschwerdeführer be- ruft sich darauf, dass er bei der C.____ AG als Valider bei einer 100%-Anstellung ein Gehalt von CHF 125‘000.— zuzüglich eines Bonus im Umfang von m aximal CHF 10‘000.— verdienen würde. Er stützt sich dabei auf eine Bestätigung seiner aktuellen Arbeitgeberin (vgl. Schreiben C.____ AG vom 23. Oktober 2014). Der Annahme eines so lchen Gehalts steht jedoch entge- gen, dass es sich bei diesen Angaben gerade nicht um die Löhne jener Arbeitgeberin handelt, bei welcher er hypothetisch als gesunde Person noch heut e angestellt wäre. Es ist jedenfalls nicht von der Hand zu weisen, dass die Löhne je nach Fi rma und deren Geschäftsgang auch massgebend voneinander abweichen können. Mit Blick auf di e hypothetische Lohnentwicklung verbietet es sich mithin aus grundsätzlichen Überlegungen, für dessen Bemessung auf die kon- kreten Angaben eines anderen Betriebs abzustellen. Hin zu tritt ein Weiteres: Dem von der IV- Stelle im Rahmen der strittigen Revision eingeholten F ragebogen der C.____ AG vom 22. Juni 2012 zufolge würde der Versicherte ohne Gesundheitsschaden bei einem 100%-Pensum das Doppelte des aktuell erzielten AHV-pflichtigen Lohns e rzielen (vgl. a.a.O., Ziffer 2.10 und 2.11). Geht man davon aus, dass der Versicherte als invalide Perso n im Zeitpunkt dieser Erklärung per 2012 ein AHV-pflichtiges Einkommen von CHF 52‘000 .— erzielt haben soll (vgl. ebenso a.a.O., Ziffer 2.10), so resultiert ein Jahreseinkomm en von lediglich CHF 104‘000.—. Dieses Jahreseinkommen stimmt wiederum einerseits mit den Anga ben der D.____ AG in deren Ant- wortschreiben an das Gericht vom 16. Oktober 2014 übere in, wonach das Jahreseinkommen ohne Boni CHF 105‘000.— betragen würde. Andererseits e rgibt sich, dass unter Berücksichti- Seite 10 http://www.bl.ch/kantonsgericht gung des zuletzt im Jahre 2012 erzielten Bonus von CHF 7‘ 000.— (vgl. Beilage 3 der Be- schwerdebegründung, Lohnblatt Mai 2013) der somit insg esamt ausgewiesene Gesamtver- dienst von CHF 112‘000.— die nachträglich im Schreiben d er C.____ AG bezifferte Gesamt- summe von CHF 135‘000.— (inkl. Bonus) deutlich unterschrei tet. Die nachträgliche Angabe eines Totalgehalts von CHF 135‘000.— seitens der C.____ AG lässt sich somit nicht nachvoll- ziehen. Selbst bei Addition eines Bonus von CHF 10‘000 .— (vgl. a.a.O., Lohnblatt April 2011; ebenso Bonusangabe im Schreiben der C.____ AG vom 23. Oktober 2014) resultiert ein hypo- thetisches Valideneinkommen von lediglich CHF 114‘000.— (von der C.____ AG angegebener Lohn von CHF 52‘000.— x 2 + CHF 10‘000.—; vgl. Fragebo gen der C.____ AG vom 22. Juni 2012, Ziffern 2.10 und 2.11). Dieser Betrag aber ent spricht just in etwa dem Mittelwert der von der D.____ AG angegebenen Spannbreite zwischen CHF 110 ‘000.— und CHF 120‘000.—. De- ren Auskunft erweist sich demnach als schlüssig. Für das hypo thetische Valideneinkommen des Versicherten ist somit auf der Basis der Angaben der e hemaligen Arbeitgeberin des Versi- cherten von einem Mittelwert von CHF 115‘000.— (inkl. 13. Monatslohn und Bonus) auszuge- hen. 6. Zu prüfen bleibt die Bemessung des Invalideneinkomme ns. Gestützt auf die dem Ver- sicherten zuletzt ausgestellten Lohnausweise für die Jah re 2008 bis 2011 ist auch im Zeitpunkt der strittigen Rentenrevision von einem ausgewiesenen Fixu m von CHF 54‘400.— inklusive 13. Monatslohn auszugehen (vgl. IV-Akten, Dok 29), welche s sich im Übrigen mit den entspre- chenden Veranlagungsdetails zur direkten Bundessteuer deckt (vgl. IV-Akten, Dok 44). Nach Addition des zuletzt im Jahr 2012 erzielten Bonus von CHF 7‘000.— (vgl. Beilage 3 der Be- schwerdebegründung, Lohnblatt Mai 2013) ergibt sich ein massgebendes Invalideneinkommen von CHF 61‘400.—. Wie die IV-Stelle in diesem Zusammen hang zu Recht darauf hingewiesen hat, kann hiervon entgegen der noch vor 2012 geltenden Rechtslage gemäss Art. 31 IVG kein zusätzlicher Abzug von CHF 1‘500.— vorgenommen werden, da Art. 31 IVG in der vorliegend anwendbaren Fassung einzig die Frage regelt, ob eine Rentenrevision durchzuführen ist (vgl. BVR 2013 S. 579 ff.; ebenso Urteil des Verwaltu ngsgerichts Bern, Sozialrechtliche Abtei- lung, vom 30. Juni 2014, 2002 12 1003, E. 2.4). 7. Setzt man im Einkommensvergleich das Invalideneinkomme n von CHF 61‘400.— dem hypothetischen Valideneinkommen von CHF 115‘000.— gegen über, so ergibt dies eine Er- werbseinbusse von CHF 53‘600.—. Bei diesen erwerblichen Verhältnissen im Zeitpunkt der angefochtenen Verfügung vom 24. Oktober 2013 resultiert ein IV-Grad von rund 47% und damit ein Anspruch auf eine Viertelrente. Der guten Ordnun g halber ist an dieser Stelle zu ergänzen, dass sich an diesem Ergebnis auch nichts ändern würde, wenn beim Valideneinkommen anstel- le des Mittelwerts von CHF 115‘000.— auf den von der ehe maligen Arbeitgeberin angegebenen Maximallohn von CHF 120‘000.— abgestellt würde (vgl. Schreiben der D.____ AG vom 16. Oktober 2014). Da der Rentenanspruch des Versicherten ge mäss Art. 88bis Abs. 2 lit. a IVV somit ab Dezember 2013 auf eine Viertelrente der IV zu beschränken ist, muss die Beschwerde bei diesem Ergebnis abgewiesen werden. 8. Es verbleibt, über die Kosten zu befinden. Gemäss Art . 69 Abs. 1 bis IVG ist das Be- schwerdeverfahren bei Streitigkeiten um die Bewilligung oder die Verweigerung von Leistungen Seite 11 http://www.bl.ch/kantonsgericht aus der Invalidenversicherung vor dem kantonalen Versicher ungsgericht kostenpflichtig. Die Verfahrenskosten werden nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von CHF 200.— bis CHF 1’000.— festgelegt. Bei Fäl len wie dem vorliegenden, in de- nen ein durchschnittlicher Aufwand entstanden ist, setzt d as Gericht die Kosten in Berücksichti- gung des bundesrechtlichen Kostenrahmens einheitlich auf CHF 600.— fest. Nach § 20 Abs. 3 VPO werden die Verfahrenskosten in der Regel der unte rliegenden Partei in angemessenem Ausmass auferlegt. Vorliegend ist der Beschwerdeführer unterliegende Partei, weshalb ihm die Verfahrenskosten von CHF 600.— zu überbinden und mit dem bereits geleisteten Kostenvor- schuss zu verrechnen sind. Dem Prozessausgang entsprechend sind die Parteikosten des Be- schwerdeführers sodann wettzuschlagen. Auch die beigelade ne Vorsorgeeinrichtung, welche die Abweisung der Beschwerde beantragt hat, ist als massge bliche Verfahrensbeteiligte zu be- trachten. Nach der Gerichtspraxis (BGE 126 V 143 E. 4a) besitzt sie als obsiegende Pensions- kasse jedoch keinen Anspruch auf eine Parteientschädigung. Demgemäss wird e r k a n n t : ://: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 2. Die Verfahrenskosten in der Höhe von CHF 600.-- we rden dem Be- schwerdeführer auferlegt und mit dem geleisteten Koste nvorschuss in der Höhe von CHF 600.-- verrechnet. 3. Die ausserordentlichen Kosten werden wettgeschlagen.