<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2003.00167</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=203781&amp;W10_KEY=13013571&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2003.00167</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 19.11.2003</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">1. Abteilung/1. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Submissionsrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Submission</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Vergabe betreffend Erneuerung der amtlichen Vermessung. Mittelwertmethode. Gewichtung der Zuschlagskriterien. Gewichtung der Zuschlagskriterien gemäss Ausschreibungsunterlagen (E. 2b). Bewertung nach der Mittelwertmethode (E.2b und 3). Dem Gebot der Transparenz der Bewertung wird hinlänglich Genüge getan. Keine Verfälschung der Gewichtung beim Preis gegenüber den anderen Zuschlagskriterien (E. 3b/aa). Die Abweichungen der Bewertungsspannen erscheinen als vertretbar (E. 3b/bb). Auch wenn gemäss Wortlaut der Zuschlagskriterien eine genügende Leistung verlangt wird, bedeutet das nicht, dass keine Bewertung des mehr oder minderen Genügens stattfinden muss (E. 4). Bewertung der einzelnen Zuschlagskriterien (E. 4a-f). Unternehmervariante mit Änderung des Leistungsinhalts. Abweisung (E. 5).</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: AMTLICHE VERMESSUNG">AMTLICHE VERMESSUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ÃNDERUNG DES LEISTUNGSINHALTS">ÃNDERUNG DES LEISTUNGSINHALTS</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ANFECHTUNGSINTERESSE">ANFECHTUNGSINTERESSE</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: BEWERTUNG">BEWERTUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: BEWERTUNGSMETHODE">BEWERTUNGSMETHODE</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: BEWERTUNGSSPANNE">BEWERTUNGSSPANNE</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ERMESSENSSPIELRAUM">ERMESSENSSPIELRAUM</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: GEWICHTUNG">GEWICHTUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: MEHRLEISTUNG">MEHRLEISTUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: MITTELWERT">MITTELWERT</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: MITTELWERTMETHODE">MITTELWERTMETHODE</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: PREIS">PREIS</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: PREISSPANNE">PREISSPANNE</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: QUALITÃT">QUALITÃT</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: QUALITÃTSSICHERUNG">QUALITÃTSSICHERUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: Besonderes Verwaltungsrecht (ohne...) ST: SUBMISSIONSRECHT">SUBMISSIONSRECHT</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: TERMINPLANUNG">TERMINPLANUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: TRANSPARENZ">TRANSPARENZ</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: UNTERNEHMERVARIANTE">UNTERNEHMERVARIANTE</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ZUSCHLAGSKRITERIEN">ZUSCHLAGSKRITERIEN</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade">Art. 1 Abs. II lit. c IVÃ¶B</span><br/><span class="gerade">Art. 16 Abs. I lit. a IVÃ¶B</span><br/><span class="ungerade">Art. 16 Abs. II IVÃ¶B</span><br/><span class="gerade">§ 17 Abs. I lit. i SubmV</span><br/><span class="ungerade">§ 19 Abs. II SubmV</span><br/><span class="gerade">§ 31 Abs. I SubmV</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 3 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Einzug1">I. Im November 2001 erÃ¶ffnete der Gemeinderat X die im selektiven Verfahren durchgefÃ¼hrte Ausschreibung betreffend die Erneuerung der amtlichen Vermessung der Gemeinde X. Aufgrund der PrÃ¤qualifikation wurden drei Bewerber zur Offertstellung eingeladen, welche daraufhin Offerten mit Angebotspreisen zwischen Fr. 457'515.20 (A in Z) und Fr. 869'408.- (C [ARGE]) einreichten. Mit Gemeinderatsbeschluss vom 16. April 2003 erging der Zuschlag an die B AG in Y fÃ¼r ihr Angebot Ã¼ber Fr. 629'460.-. Der Beschluss wurde allen Anbietern mit Schreiben vom 24. April 2003 mitgeteilt.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">II. Gegen den Vergabeentscheid erhob die Firma A in Z am 3. Mai 2003 Beschwerde an das Verwaltungsgericht. Sie beantragte, der Vergabeentscheid sei aufzuheben und der Zuschlag sei an sie zu erteilen, unter Kosten- und EntschÃ¤digungsfolgen zu Lasten der Beschwerdegegnerin. Ferner wurde Einsicht in die Verfahrensakten verlangt und Ã¼berdies beantragt, der Beschwerde sei aufschiebende Wirkung zu erteilen. Die Gemeinde X schloss am 23. Mai 2003 auf Abweisung des Gesuchs um Erteilung der aufschiebenden Wirkung und der Beschwerde. Die Mitbeteiligte nahm lediglich zum Akteneinsichtsbegehren Stellung.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Am 30. Mai 2003 wurde das Akteneinsichtsbegehren der BeschwerdefÃ¼hrerin teilweise gutgeheissen.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Mit Replik vom 24. Juni 2003 bzw. Duplik vom 28. Juli 2003 hielten die Parteien an ihren bisherigen Standpunkten fest.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Mit PrÃ¤sidialverfÃ¼gung vom 31. Juli 2003 wurde der Beschwerde aufschiebende Wirkung erteilt.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Die AusfÃ¼hrungen der Parteien werden, soweit erforderlich, in den nachstehenden ErwÃ¤gungen wiedergegeben.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Die Kammer zieht in ErwÃ¤gung:</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">1. a) Vergabeentscheide kantonaler und kommunaler Auftraggeber kÃ¶nnen unmittelbar mit Beschwerde an das Verwaltungsgericht weitergezogen werden (RB 1999 Nr. 27 = BEZ 1999 Nr. 13 = ZBl 100/1999, S. 372; vgl. Alfred KÃ¶lz/JÃ¼rg Bosshart/Martin RÃ¶hl, Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons ZÃ¼rich, 2. A., ZÃ¼rich 1999, § 41 N. 22). Auf das Beschwerdeverfahren gelangen die Art. 15 ff. der Interkantonalen Vereinbarung Ã¼ber das Ã¶ffentliche Beschaffungswesen vom 25. November 1994 (IVÃ¶B) sowie die §§ 3 ff. des Gesetzes Ã¼ber den Beitritt des Kantons ZÃ¼rich zur Interkantonalen Vereinbarung Ã¼ber das Ã¶ffentliche Beschaffungswesen vom 22. September 1996 zur Anwendung.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">b) Nicht berÃ¼cksichtigte Anbietende sind zur Beschwerde gegen den Vergabeentscheid legitimiert, wenn sie bei deren Gutheissung eine realistische Chance haben, mit dem eigenen Angebot zum Zug zu kommen oder wenn die Gutheissung der Beschwerde zu einer Wiederholung des Submissionsverfahrens fÃ¼hrt, in welchem sie ein neues Angebot einreichen kÃ¶nnen; andernfalls fehlt ihnen das schutzwÃ¼rdige Interesse an der BeschwerdefÃ¼hrung (RB 1999 Nr. 18 = BEZ 1999 Nr. 11). Da die BeschwerdefÃ¼hrerin in der Gesamtbenotung hinter der Mitbeteiligten den zweiten Rang belegt, hÃ¤tte sie, falls ihre RÃ¼gen begrÃ¼ndet sind, eine realistische Chance auf den Zuschlag. Ihre Legitimation ist daher zu bejahen.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">2. a) Nach § 31 Abs. 1 der Submissionsverordnung vom 18. Juni 1997 (SubmV) erfolgt der Zuschlag â sofern nicht ausnahmsweise das alleinige Kriterium des niedrigsten Prei­ses (§ 31 Abs. 2 SubmV) zur Anwendung kommt â auf das wirtschaftlich gÃ¼nstigste Angebot. Bei der Bewertung der Angebote ist das Preis-Leistungs-VerhÃ¤ltnis zu beachten, wobei neben dem Preis insbesondere die folgenden Kriterien berÃ¼cksichtigt werden kÃ¶nnen: QualitÃ¤t, Termine, Wirtschaftlichkeit, Betriebskosten, Kundendienst, Ãkologie, ZweckmÃ¤ssigkeit, technischer Wert, Ãsthetik, Krea­tivitÃ¤t, Lehrlingsausbildung, Infrastruktur. Die fÃ¼r eine bestimmte Beschaffung massgeblichen Zuschlagskriterien werden von der VergabebehÃ¶rde im Hinblick auf die Besonderheiten des Auftrags festgelegt, wobei ihr ein erheblicher Beurteilungsspielraum zusteht. Um die notwendige Transparenz des Vergabeverfahrens (Art. 1 Abs. 2 lit. c IVÃ¶B) zu gewÃ¤hrleisten, sind die Zuschlagskriterien den Interessenten zu Beginn des Verfahrens in den Ausschreibungsunterlagen bekannt zu geben (§ 17 Abs. 1 lit. i SubmV), und aus der Bekanntgabe muss ersichtlich sein, welches Gewicht den einzelnen Kriterien zukommt. Um die relative Bedeutung dieser Kriterien ersichtlich zu machen, mÃ¼ssen diese zumindest in der Reihenfolge ihrer Bedeutung bekannt gegeben werden (vgl. zum Ganzen RB 1999 Nr. 62 = BEZ 1999 Nr. 13 E. 3b = ZBl 100/1999, S. 372).</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Bei der Beurteilung der Angebote anhand der Zuschlagskriterien steht der VergabebehÃ¶rde wiederum ein erheblicher Ermessensspielraum zu (VGr, 7. Juli 1999, BEZ 1999 Nr. 26 E. 6a, mit Hinweisen). In dieses Ermessen greift das Verwaltungsgericht, dem keine ÃberprÃ¼fung der Angemessenheit des Entscheids zusteht (Art. 16 Abs. 2 IVÃ¶B; vgl. auch § 50 Abs. 3 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 [VRG]), nicht ein. Zu prÃ¼fen ist dagegen eine allfÃ¤llige Ãber­schreitung oder ein Missbrauch des Ermessens (Art. 16 Abs. 1 lit. a IVÃ¶B; vgl. § 50 Abs. 2 lit. c VRG).</p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1">b) Die Beschwerdegegnerin hat in den Ausschreibungsunterlagen die folgenden Zuschlagskriterien samt entsprechender Gewichtung bekannt gegeben: </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1"><span>1.<span> </span></span><span>Ist die gewÃ¤hlte Projektorganisation zur LÃ¶sung der gestellten <br/> Aufgabe geeignet? 2 %</span></p> <p class="Einzug1"><span>2.<span> </span></span><span>Wie ist die Stellvertretung insbesondere bei Ausfall wichtiger <br/> WissenstrÃ¤ger gelÃ¶st? 8 %</span></p> <p class="Einzug1"><span>3.<span> </span></span><span>Sind wichtige und wertvolle Projektkenntnisse vorhanden? 2 %</span></p> <p class="Einzug1"><span>4.<span> </span></span><span>Ist die Aufgabenanalyse vorhanden und nachvollziehbar? 6 %</span></p> <p class="Einzug1"><span>5.<span> </span></span><span>Ist die in der Offerte vorgeschlagene Methode vollstÃ¤ndig <br/> und verstÃ¤ndlich dargestellt und ist sie genÃ¼gend dokumentiert? 8 %</span></p> <p class="Einzug1"><span>6.<span> </span></span><span>Werden die gestellten Anforderungen mit der vorgeschlagenen <br/> Methode erfÃ¼llt, und sind die Angaben betreffend Genauigkeit <br/> und ZuverlÃ¤ssigkeit ausreichend? 8 %</span></p> <p class="Einzug1"><span>7.<span> </span></span><span>Sind die beschriebenen Massnahmen zur QualitÃ¤tssicherung <br/> fÃ¼r die gestellte Aufgabe genÃ¼gend und bieten sie fÃ¼r die <br/> Verifikation eine wertvolle Hilfe? 4 %</span></p> <p class="Einzug1"><span>8.<span> </span></span><span>Ist die Terminplanung gut strukturiert, realistisch und kann sie <br/> die vorgegebenen Fristen einhalten? 4 %</span></p> <p class="Einzug1"><span>9.<span> </span></span><span>Sind Mehrleistungen enthalten, AnsÃ¤tze fÃ¼r Zusatzarbeiten und <br/> Teuerungsangebot gÃ¼nstig? 6 % 48 %</span></p> <p class="Einzug1"><span>10.<span> </span></span><span>Preis 52 %</span></p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Demnach wird dem Preis ein Gewicht von 52 % und den Ã¼brigen, untereinander ebenfalls gewichteten, 9 Zuschlagskriterien insgesamt ein Gewicht von 48 % beigemessen. Zur Bewertung des Kriteriums Nr. 10, der Preisbewertung, wurde erst der Mittelwert der Angebotspreise errechnet (Fr. 652'128.-) und diesem die Punktzahl 52 (entsprechend 100 %) zugeteilt. Die Punktzahl der einzelnen Angebote entspricht sodann ihrer prozentualen Abweichung vom Mittelwert, wobei ein tieferer Preis eine entsprechend tiefere Punktzahl und ein hÃ¶herer Preis eine entsprechend hÃ¶here Punktzahl erzielte. Die Ã¼brigen Zuschlagskriterien (Nrn. 1â9) wurden mit "ja/Kriterium erfÃ¼llt", "bedingt/Kriterium teilweise erfÃ¼llt" und "nein/Kriterium nicht erfÃ¼llt" beurteilt. Diese Bewertung wurde jeweils in eine Punktzahl von 1 bis 3 umgesetzt, wobei 1 Punkt der "Bestnote" entspricht und sich die Bewertung mit steigender Punktzahl verschlechtert. Daraufhin wurden die Bewertungen in AbhÃ¤ngigkeit zum je Zuschlagskriterium errechneten Bewertungsdurchschnitt gesetzt und entsprechend den Vorgaben gewichtet. </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">3. a) Die BeschwerdefÃ¼hrerin wendet vorab ein, diese von der VergabebehÃ¶rde verwendete Mittelwertmethode sei nicht transparent und zudem unstabil, da die Bewertungen der einzelnen Angebote â auch von solchen, die fÃ¼r die Vergabe nicht in Frage kommen â sich gegenseitig beeinflussten. Die verwendete Methode fÃ¼hre zu einer VerfÃ¤lschung der in den Ausschreibungsunterlagen bekannt gegebenen Gewichtungen. Die Bewertungsskala des Eingabepreises mÃ¼sse zudem die gleiche Bandbreite aufweisen wie bei den qualitÃ¤tsorientierten Zuschlagskriterien. Dabei sei vom gÃ¼nstigsten Angebot auszugehen, und es sei unabhÃ¤ngig von den weiteren Angeboten festzulegen, wann ein Preisangebot noch genÃ¼gend bzw. wann es schlecht sei. Schliesslich dÃ¼rfe die Bewertung des Preises die ursprÃ¼nglich publizierten GewichtungsverhÃ¤ltnisse nicht verschieben. BezÃ¼glich der richtigen Gewichtung verweist die BeschwerdefÃ¼hrerin sodann auf den Verwaltungsgerichtsentscheid VB.2002.00033 vom 28. Oktober 2002 (BEZ 2003 Nr. 14). Diesen AusfÃ¼hrungen hÃ¤lt die Beschwerdegegnerin entgegen, die Bewertung sei unter Beizug eines erfahrenen Submissionsexperten fachmÃ¤nnisch durchgefÃ¼hrt worden. Die Abteilung Vermessung des Amtes fÃ¼r Raumordnung und Vermessung (ARV) habe die Bewertung verifiziert und festgestellt, dass sie sehr seriÃ¶s durchgefÃ¼hrt und gut begrÃ¼ndet sei. </p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1">b) Auch hinsichtlich der konkreten Bewertung der Angebote steht der VergabebehÃ¶rde ein weiter Ermessensspielraum zu, in den das Verwaltungsgericht nicht eingreifen darf. Wie eine Bewertungsskala hinsichtlich der Angebotspreise festzulegen ist, lÃ¤sst sich nicht in allgemein gÃ¼ltiger Weise bestimmen, sondern hÃ¤ngt stark von den konkreten UmstÃ¤nden des Einzelfalls ab (vgl. hierzu auch: Jacques Pictet/Dominique Bollinger, Aspects mathÃ©matiques du droit suisse des marchÃ©s publics, Baurecht 2/2000, S. 63). </p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1">Die Beschwerdegegnerin hat eine sogenannte Mittelwertmethode gewÃ¤hlt und wendet diese sowohl bei der Preisbewertung als auch bei der Bewertung der Ã¼brigen neun Zuschlagskriterien an. FÃ¼r die Preisbewertung bedeutet dies, wie gesagt, dass der Mittelwert der Angebotspreise bestimmt und diesem, entsprechend der Gewichtung dieses Kriteriums mit 52 %, der Wert 52 = 100 % zugewiesen wird. Die Punktzahl der einzelnen Bewerber errechnet sich sodann anhand ihrer prozentualen Abweichung vom Mittelwert. BezÃ¼glich der anderen neun Zuschlagskriterien wird ebenfalls dem Mittelwert der von den Bewerbern erzielten Gesamtpunktzahlen der Wert 48 gemÃ¤ss Gewichtsverteilung (48 %) zugewiesen. Rechnerisch geschieht dies, indem der von den Bewerbern je Kriterium erzielte Wert zwischen 1 und 3 zuerst durch das jeweilige arithmetische Mittel dividiert und anschliessend mit dem der vorgegebenen prozentualen Gewichtung entsprechenden Faktor multipliziert wird. So betrÃ¤gt beispielsweise beim Kriterium "Mehrleistungen" das arithmetische Mittel 2,33. Die BeschwerdefÃ¼hrerin hat bei diesem Kriterium den Wert 2 erzielt: 2 dividiert durch 2,33 und multipliziert mit 6 (Gewicht 6 %) ergibt schliesslich die Punktzahl 5,1. Entsprechend lÃ¤sst sich auch die von der BeschwerdefÃ¼hrerin als nicht nachvollziehbar beanstandete Bewertung beim Kriterium "Kenntnisse der Gegebenheiten" erklÃ¤ren. Das arithmetische Mittel betrÃ¤gt 2 wie auch das Gewicht (2 %). Die BeschwerdefÃ¼hrerin hat bei diesem Kriterium den Wert 2 und die Mitbeteiligte den Wert 1 erzielt. Dividiert durch 2 und multipliziert mit 2 (Gewicht 2 %) ergibt dies schliesslich die von der Beschwerdegegnerin errechneten Punktzahlen 2 bzw. 1. Die Gesamtpunktzahlen der Bewerber bei den Kriterien Nrn. 1â9 betragen: ARGE 45 Punkte, Mitbeteiligte 38 Punkte, BeschwerdefÃ¼hrerin 61 Punkte (Mittelwert = 48 Punkte).</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">aa) Das Vorgehen der Beschwerdegegnerin Ã¼berzeugt vorab durch die konsequente Anwendung der gewÃ¤hlten Methode auf sÃ¤mtliche Kriterien. Sie ist zwar, insbesondere bei den nicht preisbezogenen Kriterien, schwerer nachvollziehbar als eine absolute Bewertungsmethode, und es fragt sich, ob eine so komplizierte Methode gerechtfertigt ist. Die Angebotsauswertung des mit der DurchfÃ¼hrung der Vergabe betrauten Submissionsexperten bietet jedoch eine ausreichende VerstÃ¤ndnisgrundlage. Dem Gebot der Transparenz der Bewertung wird damit hinlÃ¤nglich GenÃ¼ge getan. Nicht gefolgt werden kann sodann auch dem Einwand, die verwendete Methode fÃ¼hre zu einer VerfÃ¤lschung der in den Ausschreibungsunterlagen bekannt gegebenen Gewichtungen. Die BeschwerdefÃ¼hrerin hÃ¤lt dafÃ¼r, PreisÃ¤nderungen wÃ¼rden sich nicht massstÃ¤blich auf die Preisbewertung auswirken. Ihre um rund 10 % gÃ¼nstigere Unternehmervariante erziele keine um 10 % bessere Bewertung, was sie mit einem Rechnungsmodell auf S. 6 der Replik veranschaulicht. Es lÃ¤sst sich nicht bestreiten, dass Ãnderungen an den Preisen den Massstab verschieben, da sie auch eine Verschiebung des Mittelwerts und damit der BezugsgrÃ¶sse bedeuten. Das spricht indessen nicht gegen die Tauglichkeit der Methode. Massgebend ist nicht, ob eine 10 %ige Preisverbesserung auch eine 10 % bessere Bewertung bei diesem Kriterium zur Folge hat. Entscheidend ist vielmehr, ob eine 10 %ige Verbesserung beim Preis und eine 10 %ige Verbesserung bei den anderen Kriterien sich auch entsprechend der vorgegebenen Gewichtung auf die Bewertung auswirken. Die Auswirkung eines 10 % tieferen Angebotspreises ergibt sich aus folgender Darstellung:</p> <p class="MsoNormal"> </p> <table border="1" cellpadding="0" cellspacing="0" class="MsoNormalTable"> <tr> <td valign="top"><span><br/> </span> <p class="Einzug1"></p> </td> <td valign="top"> <p class="Einzug1">Anbieter 1</p> </td> <td valign="top"> <p class="Einzug1">Mitbeteiligte</p> </td> <td valign="top"> <p class="Einzug1">BeschwerdefÃ¼hrerin</p> </td> <td valign="top"> <p class="Einzug1">Mittelwert</p> </td> </tr> <tr> <td valign="top"> <p class="Einzug1">Preis effektiv</p> </td> <td valign="top"> <p class="Einzug1">869'408.-</p> </td> <td valign="top"> <p class="Einzug1">629'460.-</p> </td> <td valign="top"> <p class="Einzug1"><b>457'515.-</b></p> </td> <td valign="top"> <p class="Einzug1">652'128.-</p> </td> </tr> <tr> <td valign="top"> <p class="Einzug1">Punkte gewichtet</p> </td> <td valign="top"> <p class="Einzug1">69</p> </td> <td valign="top"> <p class="Einzug1">50</p> </td> <td valign="top"> <p class="Einzug1">36</p> </td> <td valign="top"> <p class="Einzug1">52</p> </td> </tr> <tr> <td valign="top"> <p class="Einzug1">Punktedifferenz</p> </td> <td valign="top"> <p class="Einzug1">+ 33</p> </td> <td valign="top"> <p class="Einzug1">+ 14</p> </td> <td valign="top"> <p class="Einzug1">0</p> </td> <td valign="top"> <p class="Einzug1"> </p> </td> </tr> <tr> <td valign="top"> <p class="Einzug1">Variante 10 % tieferer Preis der Bf</p> </td> <td valign="top"> <p class="Einzug1">869'408.-</p> </td> <td valign="top"> <p class="Einzug1">629'460.-</p> </td> <td valign="top"> <p class="Einzug1"><b>411'764.-</b></p> </td> <td valign="top"> <p class="Einzug1">636'877.-</p> </td> </tr> <tr> <td valign="top"> <p class="Einzug1">Punkte gewichtet</p> </td> <td valign="top"> <p class="Einzug1">70,9</p> </td> <td valign="top"> <p class="Einzug1">17,8</p> </td> <td valign="top"> <p class="Einzug1">33,6</p> </td> <td valign="top"> <p class="Einzug1">52</p> </td> </tr> <tr> <td valign="top"> <p class="Einzug1">Punktedifferenz</p> </td> <td valign="top"> <p class="Einzug1">+ 37,3</p> </td> <td valign="top"> <p class="Einzug1">+ 17,8</p> </td> <td valign="top"> <p class="Einzug1">0</p> </td> <td valign="top"> <p class="Einzug1"> </p> </td> </tr> </table> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Eine 10 % tiefere Preiseingabe bei der BeschwerdefÃ¼hrerin verschafft ihr demnach einen Punktevorsprung gegenÃ¼ber der Mitbeteiligten von 3,8 Punkten. KÃ¼rzt man dementsprechend zum Vergleich auch bei den anderen Zuschlagskriterien das beste Angebot (dasjenige der Mitbeteiligten mit 38 Punkten) um 10 %, resultiert ebenfalls eine Reduktion von 3,8 Punkten. Diese identische Auswirkung steht in einem vertretbaren VerhÃ¤ltnis zur massgeblichen Gewichtung, welche mit 52 : 48 nahezu gleichwertige Vorgaben liefert. Entgegen den Vorbringen der BeschwerdefÃ¼hrerin kann keine VerfÃ¤lschung der Gewichtung beim Preis gegenÃ¼ber den andern Zuschlagskriterien festgestellt werden. So ist auch ihr Rechnungsmodell auf S. 7 der Replik nicht geeignet, eine solche aufzuzeigen, da ihm keine vergleichbare BezugsgrÃ¶sse zugrunde liegt. Anstatt die Bewertung der Ã¼brigen Zuschlagskriterien proportional gleichmÃ¤ssig zu korrigieren, wird dort die Gewichtung eines einzelnen Kriteriums herausgegriffen und in nicht vergleichbarer Weise verÃ¤ndert. </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">bb) Die BeschwerdefÃ¼hrerin fordert weiter, dass exakte und identische Bewertungsbandbreiten zu beachten und von den konkreten Angeboten unabhÃ¤ngige Preisspannen festzusetzen seien. Dies wÃ¼rde dem Vorgehen bei einer absoluten Kriterienbewertung entsprechen, widerspricht indessen der praktizierten Mittelwertmethode, welche verstÃ¤rktes Gewicht auf einen Quervergleich unter den Angeboten legt. Soweit von einer Bandbreite gesprochen werden kann, wird sie durch den Mittelwert bzw. dessen BezugsgrÃ¶sse von 100 % bestimmt. Die BeschwerdefÃ¼hrerin vermag letztlich nichts vorzubringen, was diese Methode grundsÃ¤tzlich als nicht sachgerecht erscheinen liesse. DemgegenÃ¼ber spricht immerhin die vorstehend aufgezeigte StabilitÃ¤t der Gewichtung fÃ¼r deren Tauglichkeit im konkreten Fall. Die tatsÃ¤chliche Bewertungsspanne zwischen den Angeboten betrÃ¤gt bei der Gesamtbewertung der Zuschlagskriterien Nrn. 1â9 rund 60 % und liegt damit unter derjenigen der Angebotspreise von 90 % zwischen hÃ¶chstem und tiefstem Angebot. Die Abweichungen der Bewertungsspannen erscheinen somit als vertretbar. Der BeschwerdefÃ¼hrerin ist zwar beizupflichten, dass der effektiven Preisspanne der Angebote naturgemÃ¤ss etwas zufÃ¤lliges anhaftet. Die Preise bewegen sich jedoch vorliegend in einem realistischen Rahmen. Entgegen dem DafÃ¼rhalten der BeschwerdefÃ¼hrerin handelt es sich beim Angebot des dritten Anbieters nicht um ein unrealistisch hohes Angebot. Es liegt sowohl unter der KostenschÃ¤tzung gemÃ¤ss Vorprojekt als auch innerhalb der vom Verwaltungsgericht im Entscheid VB.2002.00033 (BEZ 2003 Nr. 14) fÃ¼r Vergaben dieser Art als realistisch gewerteten Preisstreuung. Alles in allem besteht keine Veranlassung, von der gewÃ¤hlten Methode abzuweichen bzw. korrigierend einzugreifen. </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">c) Erweist sich demnach die von der Beschwerdegegnerin gewÃ¤hlte Methode zur Bewertung der Angebote als sachgerecht, ist sie angesichts des der VergabebehÃ¶rde diesbezÃ¼glich zustehenden Ermessens zu bestÃ¤tigen, auch wenn andere ebenfalls vertretbare Methoden allenfalls zu einem fÃ¼r die BeschwerdefÃ¼hrerin gÃ¼nstigeren Ergebnis fÃ¼hren wÃ¼rden. Die BeschwerdefÃ¼hrerin kann daher aus dem von ihr angerufenen Verwaltungsgerichtsentscheid VB.2002.00033 (BEZ 2003 Nr. 14) grundsÃ¤tzlich nichts zu ihren Gunsten ableiten. Die dort ebenfalls im Zusammenhang mit der Erneuerung einer amtlichen Vermessung als rechtmÃ¤ssig erkannte Bewertungsmethode folgte einem absoluten Bewertungsansatz und unterscheidet sich damit grundlegend von der hier angewandten Mittelwertmethode. Die jeweiligen Rechenmodelle lassen sich nicht direkt auf den vorliegenden Fall Ã¼bertragen. Zudem basieren die entsprechenden AusfÃ¼hrungen der BeschwerdefÃ¼hrerin auf einem klaren MissverstÃ¤ndnis. Sie will den zitierten Entscheid so verstanden wissen, dass das Gericht "eine Preisspanne von 100 % fÃ¼r die HÃ¶chstnote und 150 % fÃ¼r die schlechteste Bewertung als sachgerecht und vertretbar erachtet" habe. Diese Wiedergabe erweist sich indessen als falsch. Das Gericht hat fÃ¼r die fragliche Auftragsart eine Preisspanne von hÃ¶chstens 100 % bis 150 % <i>zwischen</i> hÃ¶chst- und tiefstbewertetem Angebot als noch sachgerecht und vertretbar gewÃ¼rdigt. Die schlechteste Bewertung wÃ¤re demnach nicht, wie die BeschwerdefÃ¼hrerin meint, einem ihre Offerte um die HÃ¤lfte Ã¼bersteigenden Angebot, sondern vielmehr einem doppelt bzw. zweieinhalb mal so hohen Angebot zuzuweisen. </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">4. Die BeschwerdefÃ¼hrerin wendet sich im Weiteren auch gegen die Bewertung ihres Angebots bei den "Ã¼brigen" Zuschlagskriterien Nrn. 4â9. </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Soweit der Submissionsexperte der Beschwerdegegnerin diese Zuschlagskriterien in Bewertungseinheiten aufgeteilt hat, hat er deren ErfÃ¼llungsgrad wiederum mit "ja", "bedingt" oder "nein" bewertet und diese Bewertung jeweils mit einer KurzbegrÃ¼ndung versehen. Von der Bestbewertung "ja, erfÃ¼llt" ausgehend wurden ZuschlÃ¤ge fÃ¼r schlechtere Bewertungen gemacht, das heisst ein halber Punkt pro "bedingt" bzw. ein ganzer Punkt fÃ¼r jedes "nein". Zusammengerechnet und auf eine gerade Zahl von 1 bis 3 gerundet fÃ¼hrte dies zur Punktzahl des jeweiligen Zuschlagskriteriums. Die BeschwerdefÃ¼hrerin merkt hierzu an, sei ein Kriterium demnach beispielsweise in drei Bewertungseinheiten aufgeteilt worden und wÃ¤ren diese dreimal mit "bedingt erfÃ¼llt" bewertet worden, ergebe der Gesamtwert wider Erwarten nicht 2 (= "bedingt erfÃ¼llt"), sondern 2.5 bzw. 3 (= "nein, nicht erfÃ¼llt"). Diese Kritik ist grundsÃ¤tzlich berechtigt, muss doch eine durchwegs mittlere Bewertung der Unterkriterien logischerweise auch zu einer mittleren Gesamtwertung des betreffenden Zuschlagskriteriums fÃ¼hren. Das Ergebnis fÃ¤llt indessen vorliegend nicht anders aus, wenn man die Bewertungseinheiten mit 1â3 Punkten bewertet und den Durchschnittswert errechnet. Die beiden Methoden fÃ¼hren von vornherein nur bei den Kriterien Nrn. 5, 6 und 9 zu anderen Punktzahlen, nÃ¤mlich 1,6, 2,6 und 1,6 anstatt 2, 3 und 2. Diese Differenzen entfallen jedoch mit der Rundung auf ganze Zahlen. Letzteres wird von der BeschwerdefÃ¼hrerin ebenfalls beanstandet, kann aber aus GrÃ¼nden der PraktikabilitÃ¤t im vorliegenden Rahmen als noch vertretbar gewÃ¼rdigt werden. </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Die BeschwerdefÃ¼hrerin macht sodann wiederholt geltend, soweit gemÃ¤ss Formulierung der Zuschlagskriterien eine "genÃ¼gende", "geeignete" oder gar einfach nur "vorhandene" LÃ¶sung ausgeschrieben worden sei, dÃ¼rfe auch nicht mehr als eine solche verlangt werden. Biete das Angebot im fraglichen Punkt eine "genÃ¼gende", "geeignete" bzw. Ã¼berhaupt eine LÃ¶sung, mÃ¼sse dafÃ¼r die Bestnote "erfÃ¼llt" vergeben werden. Es dÃ¼rfe diesfalls nicht berÃ¼cksichtigt werden, ob ein anderes Angebot mehr als nur erfÃ¼lle. Die BeschwerdefÃ¼hrerin verlangt damit letztlich eine abstrakte, von den Ã¼brigen Offerten unabhÃ¤ngige Beurteilung ihres Angebots. Damit verkennt sie, dass es im Submissionsverfahren naturgemÃ¤ss um einen Offertvergleich zur Ermittlung des wirtschaftlich gÃ¼nstigsten Angebots geht. Das bedingt nicht nur einen Preis- sondern gleichermassen auch einen QualitÃ¤tsvergleich. Auch wenn vom Wortlaut her eine genÃ¼gende Leistung verlangt wird, bedeutet das folglich nicht, dass keine Bewertung des mehr oder minderen GenÃ¼gens stattfinden muss. Dies gilt entgegen dem DafÃ¼rhalten der BeschwerdefÃ¼hrerin auch, wenn sich im zweistufigen Verfahren ausschliesslich prÃ¤qualifizierte Anbieter gegenÃ¼berstehen. Die Beurteilung von Anbietern anhand von Eignungskriterien ist klar von der Beurteilung der konkreten Angebote anhand der Zuschlagskriterien zu unterscheiden.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Nachfolgend ist auf die EinwÃ¤nde gegen die Bewertung der einzelnen Zuschlagskriterien nÃ¤her einzugehen: </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">a) Das Zuschlagskriterium 4 lautet: "Ist die Aufgabenanalyse vorhanden und nachvollziehbar?" Das Kriterium umfasst zwei Bewertungseinheiten: 1. "Analyse vorhanden?", 2. "Ist der LÃ¶sungsweg nachvollziehbar?" Bei der ersten Bewertungseinheit erfÃ¼llte die BeschwerdefÃ¼hrerin die Anforderungen nur "bedingt" mit der BegrÃ¼ndung: "zum Teil mit dem AusfÃ¼hrungsbeschrieb vermischt. Problem von nicht lageidentischen LFP3 durch Rekonstruktion nicht erwÃ¤hnt". Die BeschwerdefÃ¼hrerin hÃ¤lt dem entgegen, sie habe das angesprochene Problem sehr wohl erkannt und folgendermassen umschrieben: "Die mÃ¤ssige Genauigkeit des Ursprungsoperates hat sich schnell verschlechtert, da in der NachfÃ¼hrung Messfehler nicht von Ursprungsspannungen unterschieden werden konnten und ungeeignete Messdispositionen sich stÃ¤rker auswirkten, als in einer homogenen Netzanlage. Das Fixpunktnetz ist deshalb im bezeichneten Perimeter umfassend zu erneuern." In diesem Zusammenhang ist auf das Vorprojekt zu verweisen, wo im Wesentlichen bereits festgehalten wurde, dass und weshalb die DatenbestÃ¤nde inhomogen seien. Infolge der relativen Ungenauigkeit frÃ¼herer Messungen und verÃ¤nderter Netzhierarchien sei die absolute LageidentitÃ¤t einzelner Punkte nicht garantiert, wobei die Verschiebungsvektoren ein uneinheitliches Bild ohne GesetzmÃ¤ssigkeiten zeigten. Der Beschwerdegegnerin ist beizupflichten, dass die AusfÃ¼hrungen der BeschwerdefÃ¼hrerin die Analyse gemÃ¤ss Vorprojekt nicht wesentlich vertiefen. Nachdem anderseits der Mitbeteiligten in diesem Punkt eine "gute und vollstÃ¤ndige Detailbeschreibung" attestiert wurde, erscheint die um eine Stufe schlechtere Bewertung der BeschwerdefÃ¼hrerin als gerechtfertigt.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">BezÃ¼glich der zweiten Bewertungseinheit macht die BeschwerdefÃ¼hrerin geltend, diese sprenge den Rahmen des Zuschlagskriteriums und habe zu entfallen bzw. es sei davon auszugehen, dass ihr Angebot insofern den Anforderungen ebenfalls genÃ¼ge. Dieser Frage ist nicht weiter nachzugehen, da weder eine bessere Bewertung der BeschwerdefÃ¼hrerin, noch der Wegfall der Bewertungseinheit im VerhÃ¤ltnis zur Mitbeteiligten eine BewertungsÃ¤nderung zur Folge hÃ¤tte. </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">b) Das Zuschlagskriterium 5 lautet: "Ist die in der Offerte vorgeschlagene Methode vollstÃ¤ndig und verstÃ¤ndlich dargestellt und ist sie genÃ¼gend dokumentiert?" Das Kriterium umfasst drei Bewertungseinheiten, wobei die dritte Bewertungseinheit nicht im Streit liegt. Bei der ersten Bewertungseinheit ("bezÃ¼glich Fixpunktbestimmung und Bezug zum alten Netz?") erfÃ¼llte die BeschwerdefÃ¼hrerin die Anforderungen nur "bedingt" mit der BegrÃ¼ndung: "Kombiniertes Netz Tachymeter/GPS; Bezug zum alten Netz unklar formuliert: Nicht mehr materialisierte Fixpunkte sind aus den alten Messungen ins neue Netz einzupassen. Werden auch andere Neuberechnungen durchgefÃ¼hrt (es heisst: teilweise Neuberechnung)? Die Aussage Ã¼ber schlechte PP-Rekonstruktionen ist deshalb vage, und es werden keine Massnahmen aufgefÃ¼hrt. Die Bemerkung Ã¼ber nicht verwendete FixpunktschÃ¤chte ist richtig." Die BeschwerdefÃ¼hrerin verwehrt sich dagegen, dass ihre Angaben als unklar gewertet wurden. Es geht somit nicht darum, ob Angaben der BeschwerdefÃ¼hrerin fehlen oder falsch sind, sondern um die qualitative Beurteilung grundsÃ¤tzlich tauglicher Angaben. Solche Bewertungen sind, wie einleitend gesagt, im VerhÃ¤ltnis zu den entsprechenden Angaben der Mitbewerber und vor dem Hintergrund des der VergabebehÃ¶rde bei der Beurteilung der Angebote zustehenden Ermessensspielraums zu sehen. Die VergabebehÃ¶rde hat zur DurchfÃ¼hrung der Vergabe einen ausgewiesenen Submissionsexperten beigezogen. Es besteht vorliegend kein Anlass fÃ¼r Zweifel an der Fachkompetenz oder an der UnabhÃ¤ngigkeit dieses Experten. Wenn die VergabebehÃ¶rde auf seine Wertung abgestellt hat, ist dies daher ohne weiteres vertretbar. Dies gilt auch fÃ¼r die Beurteilung der zweiten Bewertungseinheit ("bezÃ¼glich Liegenschaften und Umgang mit den grauen Koordinaten, Herstellen Bezug zum neuen Netz?"). Auch diesbezÃ¼glich hat der Submissionsexperte die Angaben der BeschwerdefÃ¼hrerin als weniger klar und bestimmt gewÃ¼rdigt als diejenigen der Mitbeteiligten. Dass die BeschwerdefÃ¼hrerin ihre entsprechenden Angaben in der Beschwerdeschrift komprimiert wiederholt und dadurch auch verdeutlicht hat, vermag die streitige Bewertung nicht mehr in Frage zu stellen. Im Rahmen der zweiten Bewertungseinheit wurde sodann auch berÃ¼cksichtigt, ob Nachmessungen (bei ungenÃ¼genden Aufnahmedaten) vorgesehen wurden. Die BeschwerdefÃ¼hrerin hat solche Nachmessungen unbestrittenermassen nicht erwÃ¤hnt, dies im Gegensatz zur Mitbeteiligten. Sie begrÃ¼ndet dies damit, dass Nachmessungen nach ihrer Erfahrung eher die Ausnahme darstellen, in ihrer Offerte im Ãbrigen aber auch nicht ausdrÃ¼cklich ausgeschlossen worden seien. Diese Argumentation ist nicht stichhaltig; was in der Offerte nicht erwÃ¤hnt wird, ist von dieser regelmÃ¤ssig auch nicht umfasst. Auch wenn Nachmessungen nicht die Regel bilden, ist das Interesse der VergabebehÃ¶rde an der Kalkulation dieses Risikos durchaus nachvollziehbar.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">c) Das Zuschlagskriterium 6 lautet: "Werden die gestellten Anforderungen mit der vorgeschlagenen Methode erfÃ¼llt, und sind die Angaben betreffend Genauigkeit und ZuverlÃ¤ssigkeit ausreichend?" Das Kriterium umfasst drei Bewertungseinheiten, wobei die Bewertung der zweiten Einheit unbestritten geblieben ist. Die BeschwerdefÃ¼hrerin macht geltend, indem die Bewertungseinheit "Aktualisierung Bodenbedeckung, Nachweis der VollstÃ¤ndigkeit erbracht?" zu einem von lediglich drei Unterkriterien erhoben werde, falle dieser Aspekt zu stark ins Gewicht. Dem hÃ¤lt die Beschwerdegegnerin entgegen, dass die Bedeutung der Aktualisierung sowohl im Vorprojekt als auch in den Submissionsunterlagen unter Punkt 3.2.1 deutlich hervorgehoben worden sei. Es erscheint denn auch zumindest als vertretbar, dass dieser Anforderung im Rahmen des Zuschlagskriteriums 6 die besagte Bedeutung beigemessen wurde. </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Die BeschwerdefÃ¼hrerin widerspricht dem ausfÃ¼hrlichen (negativen) Kommentar des Submissionsexperten zu dieser Bewertungseinheit einzig bezÃ¼glich dessen Feststellungen zu den verwendeten Luftbildern. FÃ¼r die Erfassung und ÃberprÃ¼fung der Aktualisierung wollte die BeschwerdefÃ¼hrerin auf Luftbilder aus dem Jahr 1996 abstellen. Sie rÃ¤umt ein, dass eine Neubefliegung des Gebiets ein qualitativ besseres Produkt ergeben wÃ¼rde. Auf Grund der Akteneinsicht hÃ¤tte sie jedoch den Eindruck erhalten, dass bei NachfÃ¼hrungsarbeiten nach 1996 die neuen Vorschriften korrekt angewendet worden seien, also die jetzt noch notwendigen Aktualisierungsarbeiten schwergewichtig Ã¤ltere Objekte erfassen mÃ¼ssten. Dementsprechend genÃ¼ge der Beizug von Ã¤lteren Luftbildern fÃ¼r den verlangten Zweck. Der Beschwerdegegnerin ist beizupflichten, dass die ZuverlÃ¤ssigkeit der Aktualisierung durch die Verwendung alter Luftbilder unnÃ¶tig in Frage gestellt wird. Die VergabebehÃ¶rde hat dem Aspekt der Aktualisierung von Anfang an und unmissverstÃ¤ndlich erhebliches Gewicht beigemessen. Es entbehrt daher jeder Grundlage, wenn die BeschwerdefÃ¼hrerin ausfÃ¼hrt, diesbezÃ¼glich seien keine hÃ¶heren QualitÃ¤tsansprÃ¼che gestellt worden und die anderen Anbieter wÃ¼rden dementsprechend die QualitÃ¤tsansprÃ¼che unnÃ¶tigerweise im "Ãbermass" erfÃ¼llen. Die negative Bewertung des von der BeschwerdefÃ¼hrerin beabsichtigten Vorgehens ist offenkundig gerechtfertigt. </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Die dritte Bewertungseinheit lautet: "Gibt es Ã¼berzeugende Aussagen Ã¼ber Weiterbehandlung der Resultate der Kontrollpunkte? Wie werden bestehende Koordinaten behandelt?" Die Offerte der BeschwerdefÃ¼hrerin enthÃ¤lt hierzu keine Aussagen und wurde dementsprechend mit "nicht erfÃ¼llt" beurteilt. Die Beschwerdegegnerin rÃ¤umt ein, dass die Ausschreibung keine exakte Vorgabe bezÃ¼glich der Verwendung der Kontrollpunkte machte. Weiter fÃ¼hrt sie aus, die Messung der Kontrollpunkte sei vorgeschrieben. Was jedoch nicht heisse, dass keine Aussage zu machen sei, welche dann unter dem Titel "ErfÃ¼llung der gestellten Anforderungen mit der vorgeschlagenen Methode" bewertet werden kÃ¶nne. Dem hÃ¤lt die BeschwerdefÃ¼hrerin entgegen, aus der direkten Anweisung zur QualitÃ¤tssicherung mÃ¼sse nicht geschlossen werden, es werde hierzu ein Kommentar erwartet. Die BeschwerdefÃ¼hrerin verkennt jedoch, dass tatsÃ¤chlich kein Kommentar zur Messpflicht als solcher erwartet wurde, sondern Aussagen Ã¼ber die zweifellos gebotene Weiterbehandlung der entsprechenden Resultate. Diese Erwartung erscheint begrÃ¼ndet, zumal die beiden andern Anbieter entsprechende Aussagen lieferten.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">d) Das Zuschlagskriterium 7 lautet: "Sind die beschriebenen Massnahmen zur QualitÃ¤tssicherung fÃ¼r die gestellte Aufgabe genÃ¼gend und bieten sie fÃ¼r die Verifikation eine wertvolle Hilfe?" Das Kriterium wurde in zwei Bewertungseinheiten aufgeteilt: "1. Zertifizierung vorhanden?", "2. Umfang und Inhalt der PQM Ã¼berzeugend?" Die BeschwerdefÃ¼hrerin macht geltend, die erste Bewertungseinheit sei unzulÃ¤ssig, da in den Submissionsunterlagen keine Zertifizierung verlangt worden sei. Der Frage ist nicht weiter nachzugehen, da weder die BeschwerdefÃ¼hrerin noch die Mitbeteiligte Ã¼ber eine Zertifizierung verfÃ¼gt und daher beide gleichermassen mit "nein" bewertet wurden. Der Wegfall dieser Bewertungseinheit hÃ¤tte folglich ohnehin keinen Einfluss auf das Gesamtergebnis. Auch bei der zweiten Bewertungseinheit schnitten die beiden Kontrahenten gleich ab, diesmal mit der Bewertung "bedingt". Der Kommentar des Submissionsexperten zur Bewertung der BeschwerdefÃ¼hrerin lautet: "Die aufgefÃ¼hrten Massnahmen sind gÃ¤ngige Einzelkontrollen aus der amtlichen Vermessung, die wenig mit einem QualitÃ¤tssystem zu tun haben." Bei der Mitbeteiligten merkte er an: "Checklisten mit 2 guten Beispielen, fÃ¼nf Schritte des PQM aufgefÃ¼hrt." Die BeschwerdefÃ¼hrerin macht geltend, das Zuschlagskriterium verlange lediglich eine genÃ¼gende QualitÃ¤tssicherung. Diese Anforderung wÃ¼rden die von ihr zugesicherten Massnahmen erfÃ¼llen, zumal sie der Verifikationsanleitung des ARV entsprechen und in verschiedenen AuftrÃ¤gen wiederholt angewendet worden seien. Die Beschwerdegegnerin entgegnet hierzu in der Beschwerdeantwort, beide Mitbewerber mit Ã¤hnlicher QualitÃ¤tssicherung seien in diesem Punkt gleich beurteilt worden, so dass sich eine Diskussion um eine Korrektur dieser Bewertung erÃ¼brige. Diese Ã¼berzeugende Feststellung ist in der Folge unbestritten geblieben. Der Punkt ist daher nicht mehr weiter zu verfolgen. </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">e) Das Zuschlagskriterium 8 lautet: "Ist die Terminplanung gut strukturiert, realistisch und kann sie die vorgegebenen Fristen einhalten?" Das Kriterium wurde ebenfalls in zwei Bewertungseinheiten aufgeteilt: 1. "Zeiten realistisch?", 2. "Detaillierung der Terminplanung ausreichend?" Streitig ist lediglich die zweite Bewertungseinheit. Die BeschwerdefÃ¼hrerin macht geltend, ein detaillierter Terminplan sei weder in der Ausschreibung noch im Hauptkriterium verlangt worden. Dieser Einwand erscheint unnÃ¶tig spitzfindig, ist es doch selbstverstÃ¤ndlich, dass eine gut strukturierte Terminplanung durchwegs einen gewissen Detaillierungsgrad aufweist, welcher wiederum nicht von der Beurteilung ausgeschlossen werden kann. Weiter fÃ¼hrt die BeschwerdefÃ¼hrerin zur Verteidigung ihrer Terminplanung an, fÃ¼r das rund drei Jahre dauernde Projekt lÃ¤gen "verbindliche Aussagen Ã¼ber messbare Zwischenziele in der Genauigkeit von einem Monat" vor. Genauere Anforderungen seien auch in den Submissionsunterlagen nicht verlangt. In der Offerte der BeschwerdefÃ¼hrerin heisst es hierzu:</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="EinzugZitat">"In einer ersten Phase wird das Fixpunktnetz mit Netzentwurf, Fixpunktversicherung, Messung und Ausgleichung bearbeitet und verifiziert. Diese erste Phase dauert ca. 6 Monate.</p> <p class="EinzugZitat"> </p> <p class="EinzugZitat">Die Erarbeitung der Themen Liegenschaften, Bodenbedeckung und Einzelobjekte dauert fÃ¼r die 200 ha BauzonenflÃ¤chen ca. 12 Monate, fÃ¼r das Ã¼brige Gemeindegebiet weitere ca. 6 Monate. Die Berechnung dieser Bearbeitungsfristen basiert auf den relativ aufwendigen Erneuerungsarbeiten fÃ¼r das Vermessungswerk der Stadt W.</p> <p class="EinzugZitat">FÃ¼r die Abschlussarbeiten, den Verkehr mit der AufsichtsbehÃ¶rde und begleitende Verifikation setzen wir weitere 6 Monate ein."</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Die BeschwerdefÃ¼hrerin setzt demnach vier Zwischenziele Ã¼ber einen Zeitraum von rund drei Jahren. Dem Submissionsexperten ist beizupflichten, dass dieser Terminplan keine Details aufweist und dementsprechend die Bewertung "nein, nicht erfÃ¼llt" angemessen ist. DemgegenÃ¼ber wird im Kommentar zur positiven Bewertung der Mitbeteiligten festgehalten: "Jeder einzelne Teilabschnitt ist einem Termin zugeordnet, Photogrammetrie eingebunden." Auch diese Bewertung ist Ã¼berzeugend, umfasst doch der aus GeheimnisschutzgrÃ¼nden nicht nÃ¤her zu erlÃ¤uternde Terminplan der Mitbeteiligten immerhin dreiundzwanzig Positionen, die in sechs Phasen aufgeteilt sind. Die Beschwerdegegnerin hÃ¤lt zu Recht fest, dass angesichts dieser grossen Unterschiede in der Strukturierung des Terminplans auch eine differenzierte Bewertung der zum Vergleich stehenden Anbieter geboten war. </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">f) Das Zuschlagskriterium 9 lautet: "Sind Mehrleistungen enthalten, AnsÃ¤tze fÃ¼r Zusatzarbeiten und Teuerungsangebot gÃ¼nstig?" Das Kriterium wurde in drei Bewertungseinheiten unterteilt, wovon lediglich eine, die Bewertungseinheit "Echte Mehrleistungen?" im Streit liegt. Im Kommentar zum Angebot der BeschwerdefÃ¼hrerin heisst es: "Negativ: Unternehmer geht davon aus, dass der Rasterdatensatz des ÃP gratis zur VerfÃ¼gung gestellt wird. Sonst nur Zusatzprodukte". Die Beschwerdegegnerin ist erklÃ¤rtermassen nicht im Besitz des fraglichen Datensatzes, so dass dieser auch nicht gratis zur VerfÃ¼gung steht. Mithin ist die Offerte der BeschwerdefÃ¼hrerin um den entsprechenden Betrag zu tief, was grundsÃ¤tzlich berÃ¼cksichtigt werden darf. Es fragt sich, ob diesem Aspekt vorliegend zu viel Gewicht beigemessen wurde. Diese Frage kann aber letztlich offen bleiben, wie im Ãbrigen auch die Frage, ob es sich bei den sonstigen Zusatzleistungen der BeschwerdefÃ¼hrerin um echte Mehrleistungen oder blosse Zusatzprodukte handelt. Selbst wenn die BeschwerdefÃ¼hrerin bei diesem Zuschlagskriterium mit der Gesamtnote 1 bewertet wÃ¼rde, hÃ¤tte dies keinen wesentlichen Einfluss auf das Gesamtergebnis, welches dann immer noch mit 89 : 94 (anstatt 88 : 97) zugunsten der Mitbeteiligten ausfallen wÃ¼rde. </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">5. Schliesslich beantragt die BeschwerdefÃ¼hrerin, ihre Unternehmerofferte sei in die Bewertung einzubeziehen, und sofern sie sich als die wirtschaftlichste LÃ¶sung erweise, sei der Zuschlag dafÃ¼r zu erteilen. Die BeschwerdefÃ¼hrerin hat eine Unternehmervariante eingereicht mit dem Inhalt, dass die nach den Submissionsvorgaben auch wÃ¤hrend der Erneuerung der Vermessung beim NachfÃ¼hrungsgeometer verbleibenden NachfÃ¼hrungsarbeiten ebenfalls von ihr ausgefÃ¼hrt werden. DafÃ¼r wurde eine Preisreduktion von Fr. 40'000.- offeriert. Die BeschwerdefÃ¼hrerin macht geltend, § 27 Abs. 1 der Verordnung Ã¼ber die amtliche Vermessung vom 17. Dezember 1997 schreibe vor, dass der mit der Erneuerung der amtlichen Vermessung betraute Ingenieur-Geometer regelmÃ¤ssig auch fÃ¼r die laufende NachfÃ¼hrung verantwortlich sei. GemÃ¤ss Abs. 3 der nÃ¤mlichen Bestimmung kÃ¶nne von dieser Regelung aus wichtigen GrÃ¼nden abgewichen werden. Diese Ausnahmevoraussetzungen seien jedoch vorliegend nicht erfÃ¼llt. </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Eine Offerte kann Varianten zu der in der Ausschreibung umschriebenen Leis­tung enthalten (vgl. VGr, 17. Februar 2000, BEZ 2000 Nr. 25). Ein Sonderfall sind Varianten, die nicht der Erbringung der ausgeschriebenen Leistung dienen, sondern eine Ãnderung des Leistungsinhalts in quantitativer oder qualitativer Hinsicht zum Gegenstand haben; wie z.B. die von der BeschwerdefÃ¼hrerin vorgeschlagenen Ãnderungen, die laufende NachfÃ¼hrung wÃ¤hrend der Erneuerung mit an sie zu vergeben anstatt diese, wie ausdrÃ¼cklich vorgesehen, beim NachfÃ¼hrungsgeometer zu belassen. Es erscheint zwar nicht gerechtfertigt, Varianten dieser Art von vornherein auszuschliessen, da sie der BehÃ¶rde Gelegenheit geben, eine allenfalls diskutable Vorgabe nochmals zu Ã¼berprÃ¼fen. Gelangt die BehÃ¶rde jedoch zum Schluss, dass die Anforderungen entsprechend der Variante zu Ã¤ndern sind, muss auch den andern Anbietern Gelegenheit gegeben werden, ihre Offerten mit Blick auf die neue Umschreibung des Leistungsinhalts zu ergÃ¤nzen. Dieses Vorgehen, das der Regelung der Submissionsverordnung fÃ¼r wichtige AuskÃ¼nfte vor der Eingabe der Angebote (§ 19 Abs. 2 SubmV) entspricht, gewÃ¤hrleistet die Gleichbehandlung der Anbieter und die Transparenz des Vergabeverfahrens. </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Die Beschwerdegegnerin hat es abgelehnt, die Ausschreibungsbedingungen entsprechend der Variante zu Ã¤ndern. Dementsprechend hat sie darauf verzichtet, von den Ã¼brigen Anbietern eine entsprechende OffertergÃ¤nzung einzuholen. Ein direkter Zuschlag zugunsten der von der BeschwerdefÃ¼hrerin eingereichten Unternehmervariante kÃ¤me demnach derzeit ohnehin nicht in Frage. Dass sie die Unternehmervariante der BeschwerdefÃ¼hrerin dennoch in den Offertvergleich einbezogen hat, diente letztlich dem Nachweis, dass sich auch dadurch am Ergebnis nichts Ã¤ndern wÃ¼rde. Diese zutreffende Feststellung behÃ¤lt ihre GÃ¼ltigkeit auch dann noch, wenn man â wie vorstehend (vgl. E. 4f) ausgefÃ¼hrt â die Bewertung der BeschwerdefÃ¼hrerin beim Zuschlagskriterium 9 anhebt. Das Gesamtergebnis wÃ¼rde mit 90 : 92 nach wie vor zugunsten der Mitbeteiligten ausfallen. Folglich vermÃ¶chte auch eine Wiederholung des Submissionsverfahrens auf der Basis der Unternehmervariante der BeschwerdefÃ¼hrerin den Zuschlag nicht zu verschaffen. Mithin fehlt ihr diesbezÃ¼glich ein Anfechtungsinteresse, so dass dieser Frage nicht weiter nachzugehen ist. </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Zusammenfassend ist die Beschwerde somit abzuweisen.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">6. AusgangsgemÃ¤ss wird die BeschwerdefÃ¼hrerin kostenpflichtig (§ 13 Abs. 2 Satz 1 in Verbindung mit § 70 VRG) und steht ihr keine ParteientschÃ¤digung zu (§ 17 Abs. 2 VRG).</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1"><a id="Text12"></a>DemgemÃ¤ss entscheidet die Kammer:</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug2">1. Die Beschwerde wird abgewiesen.</p> <p class="Einzug2"> </p> <p class="Einzug2">2. Die GerichtsgebÃ¼hr wird festgesetzt auf <br/> Fr. <a id="Text1"> 3'500.--</a>; die Ã¼brigen Kosten betragen:<br/> Fr. 210.-- Zustellungskosten,<br/> Fr. 3'710.-- Total der Kosten.</p> <p class="Einzug2"> </p> <p class="Einzug2">3. Die Gerichtskosten werden der BeschwerdefÃ¼hrerin auferlegt. </p> <p class="Einzug2"> </p> <p class="Einzug2">4. Eine ParteientschÃ¤digung wird nicht zugesprochen.</p> <p class="Einzug2"> </p> <p class="MsoNormal">5. â¦</p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>