BRKE IV Nr. 147/1993 vom 28. Oktober 1993 in BEZ 1993 Nr. 31 5. Das Raumplanungsgesetz des Bundes (RPG) unterscheidet in den Art. 15 - 18 zwischen Bauzonen, Landwir tschaftszonen, Schutzzonen sowie weiteren Zonen und Gebieten. Art. 15 - 17 RPG definieren die Bau -, die Landwirtschafts - und die Schutzzonen und umschreiben, welches Land nach welchen Kriterien einem dieser drei Zonent ypen zuzuordnen ist. Art. 18 RPG räumt de n Kantonen die Kompetenz ein, weitere Nutzungszonen vorzusehen. Dies bedeutet, dass die Kantone die in den Art. 15 - 17 RPG getroffene Ordnung verfeinern und ergänzen können, sofern d a- durch die bundesrechtliche Regelung nicht unterlaufen wird. Kantonalrech tlich vo r- gesehene Zonenarten stellen von Bundesrechts wegen Bauzonen im Sinne von Art. 15 RPG dar, wenn sie Bauten und Anlagen zulassen, welche weder mit bodenerha l- tenden Nutzungen verbunden noch sonstwie von ihrer Bestimmung her standortg e- bunden sind. Reg elt ein Kanton in Gebi eten, welche weder einer Bau - noch einer Landwirtschafts- oder einer Schutzzone zug ewiesen sind, die zulässige Nutzung nicht, so sind Bauten und Anlagen höchstens unter den Voraussetzungen von Art. 24 RPG zulässig. W eitere Zonen im Si nne von Art. 18 RPG können einerseits die in den Art. 15 - 17 RPG genannten Hauptnutzungsarten i nnerhalb ihrer Zweckbesti m- mung weiter unterteilen oder nach bestimmten Richtungen hin differenziert ausge s- talten (Reservezonen, Freihaltezonen mit Erholungszwec k, die nur mit Bauten g e- ringfügigster Art und Grösse verbunden sind, etc.) oder aber neue Nu tzungsarten wie die hier zur Beurteilung stehende Erholungszone oder Zonen für öffentl iche Bauten hinzufügen (zum Ganzen vgl. EJPD, Erläuterungen zum Bundesgesetz ü ber die Raumplanung, Bern 1981, N 1 - 7 zu Art. 18 RPG). Der Kanton Zürich hat mit der Einführung des Zonentyps der Erholungszone über die Freihaltezone mit Erholungszweck hinaus in § 61 Abs. 1 PBG von der Ko m- petenz in Art. 18 RPG Gebrauch gemacht. Zweck d er Erholungszone ist es, diejen i- gen Flächen auszuscheiden, die für die Erholung der Bevölkerung notwendig sind und hiezu die E rstellung von Bauten oder Anlagen erfordern. Das kantonale Recht schreibt vor, dass der Zweck der Erholungszone bereits im Richtpl an festgeschri e- ben werden muss. Es steht daher stets von vornherein fest, welcher Erholungs - oder Freizeitaktivität die Zone ge widmet wird. In der Folge sind diejenigen Bauten und Anlagen zugelassen, welche dem richtplanerisch festg elegten Zonenzweck diene n. Die nähere Regelung erfolgt in den kommunalen Bau - und Zonenordnungen (§ 62 Abs. 2 PBG; Amt für Raumplanung, Hi nweise zur Einführung der Revision des PBG - 2 - vom 1. September 1991; Kul l, Raumplanungsgruppe Nordostschweiz, Information s- blatt Nr. 4, N 091). Zu denken ist etwa an Sportstadien, Tribünenbauten, Hallenb ä- der, Bauten zu Fussball -, Tennis - und Golfplä tzen, Bauten und Anlagen für den Schiesssport und dgl.. Der im zürcherischen Recht neu geschaffene Typus der Erholungszone liegt ohne weiteres innerhalb des den Kantonen vom Bundesrecht in Art. 18 RPG eing e- räumten Legiferierungsspielraumes. Einerseits erfolgt keine Überstellung mit Bauten jedwelcher Art, und andererseits regelt das kantonale Recht die zulässige Nutzung dieser weder eine Bauzone im üblichen Sinn noch eine Landwirtschafts - oder eine Schutzzone darstellenden weiteren Zone. Damit kann die Erholungszone im Sinne von § 61 PBG weder als eigentliche Bauzone im Sinne von Art. 15 RPG betrachtet werden, noch sind Bauten und Anlagen nur unter den restr iktiven Voraussetzungen von Art. 24 RPG möglich. Die Vorinstanz hat diese Prämissen anlässlich der Revision des kommunalen Siedlungs- und Landschaftsplanes und der Bau - und Zonenordnung beachtet. Das genannte Erholungsgebiet gemäss kommunalem Richtplan sowie die entsprechende Nutzungszone gemäss Zonenplan sind unter Umschreibung von Zweck und Nu t- zungsart festgesetzt worden. Die Bauordnung regelt näher, welche Bauvolumina z u- lässig sind. Unter diesem Gesichtpunkt erweist sich die Erholungszone als recht s- beständig. Somit stösst auch die Rüge der Rekurrenten ins Leere, die Festsetzung der E r- holungszone stelle eine unzulässige Ausdehnung der Bauzonen dar. Der Baulan d- bedarf und damit die Kapazitätsreserven spielen für die Frage der Zulässigkeit der Erholungszone keine Rolle.