JAAC60.27 Entscheid des Bundesrates vom 5. April 1995 Art. 2 al. 3 AF du 19 mars 1993 concernant l’octroi de contributions visant à encourager les investissements publics. Art. 2 O du 24 mars 1993 sur les contributions aux investissements. Notion de projet dont l’exécution a été avancée. - Conditions pour reconnaître à un projet un caractère supplémentaire ou avancé par rapport aux autres ouvrages prévus. Pas de contribution pour les projets dont l’exécution avait été décidée avant le 1 er janvier 1993. - L’exécution ne doit pas être entendue dans un sens strictement juridique; il s’agit de la décision par laquelle le citoyen se prononce dans un cas concret sur l’octroi du crédit et non de la décision communale qui concrétise cette volonté. Le report provisoire de l’exécution pour des raisons financières et le fait de revenir sur ce report dans l’espoir d’une contribution fédérale ne change rien aux décisions et intentions précédentes. Art. 2 Abs. 3 BB vom 19. März 1993 über Beiträge zur Förderung der öffentlichen Investitionen. Art. 2 V vom 24. März 1993 zur Förderung der öffentlichen Investitionen. Begriff des vorgezogenen Vorhabens. - Voraussetzung, dass ein Vorhaben zusätzlich zu den bisher vorgesehenen verwirklicht oder zeitlich vorgezogen wird. Vorhaben deren Ausführung vor dem 1. Januar 1993 beschlossen wurde, sind von der Förderung ausgeschlossen. - Ausführung ist nicht in einem streng juristischen Sinne zu verstehen; gemeint ist der Sachentscheid, in concreto der Entscheid des Stimmbürgers über die Bewilligung des Kredits und nicht der darauf folgende Vollzugsbeschluss des Gemeinderates. Der vorübergehende Aufschub des Vollzugs aus Gründen der Finanzknappheit und das Zurückkommen auf diesen Aufschub in der Hoffnung auf einen Bundesbeitrag ändert nichts an den früheren Beschlüssen und Absichten. 1Art. 2 cpv. 3 DF del 19 marzo 1993 concernente la concessione di contributi intesi a promuovere gli investimenti pubblici. Art. 2 O del 24 marzo 1993 sui contributi agli investimenti pubblici. Nozione di progetto la cui realizzazione viene anticipata. - Un progetto deve essere supplementare rispetto a quelli già previsti oppure la sua realizzazione deve essere stata anticipata. Progetti la cui esecuzione è stata decisa prima del 1° gennaio 1993 sono esclusi dall’aiuto federale. - L’esecuzione non va intesa in senso strettamente giuridico. Occorre riferirsi alla decisione nel merito, nel caso concreto alla decisione dei cittadini sulla concessione del credito e non a quella susseguente di esecuzione dell’autorità comunale. Il rinvio provvisorio dell’esecuzione a causa delle ristrettezze finanziarie e la revisione di tale rinvio nella speranza di ottenere un aiuto federale non modificano le intenzioni e decisioni precedenti. I A. Am27.April1993,mitNachtragvom5.Mai1993,stelltedie EinwohnergemeindeL.demAmtfürwirtschaftlicheEntwicklungdes KantonsBern(KAWE)aufgrunddesBBvom19.März1993überBeiträgezur FörderungderöffentlichenInvestitionen(imfolgenden: Bundesbeschluss[BB], SR951.94,AS 1993 1072ff.) sowiederVvom24.März1993zurFörderung deröffentlichenInvestitionen(imfolgenden: Verordnung[VO],SR951.941, AS1993 1271ff.) einGesuchumAusrichtungvon15%deranrechenbaren Kosten,dasheisstumGewährungdesmaximalausrichtbarenBetragesvon Fr.700000.-,andieRealisierungdesBauvorhabens«DreifachturnhalleK.». ZurBegründungdesGesucheswurdeimwesentlichenausgeführt,der KreditvonFr.12855000.-fürdasProjekt«DreifachturnhalleK.»seivon denStimmberechtigtenderGemeindeam16.Februar1992bewilligtund derVollzugdemGemein-deratübertragenworden. ImRahmendieser VollzugskompetenzobliegedemGemeinderatdieBestimmungdesBaubeginns. NachdemerursprünglichwegenderangespanntenFinanzlagederGemeinde vorläufigaufdieRealisierungdesProjektshabeverzichtenwollen(Beschluss vom11.Januar1993,dasProjektvorderhandnichtauszuführen),habeer am8.März1993-insbesondereinKenntnisderBestrebungenvonBund undKantonzurFörderungderInvestitionenderöffentlichenHandund inWeiterführungseinerbisherigenantizyklischenInvestitionspolitik- beschlossen,dieRealisierungdesBauvorhabens«DreifachturnhalleK.»trotz derdamitverbundenenMehrverschuldungauszulösen. B. NachAblaufderEingabefristfürVoranmeldungen(15.Juni1993) teiltedasKAWEam9.Juli1993allenmöglichenEmpfängernvon Investitionsbonus-BeiträgenimKantonBernmit,dassinsgesamtfast600 Projekteeingereichtwordenseien,waseinenBedarfanInvestitionsbonus 2alleinfürdenKantonBernvonungefährFr.125000000.-ergebe. Dem KantonBernseiindesnureinKontingentvonFr.25100000.-zugeteilt,was einezusätzlicheSelektionerfordere. DasKAWEwiesdaraufhin,dassdie EinhaltungderWegleitungdesBundesamtesfürKonjunkturfragen(BFK) vom1.April1993strikteüberprüftwerdeundderRegierungsratdievonihm geschaffeneArbeitsgruppe«InvestitionsbonusKantonBern»ermächtigthabe, zusätzlicheBeurteilungskriterienfestzulegen;demSchreibenvom9.Juli1993 legteeseineChecklistefürGesucheumInvestitionsbonusdesBundesbei. DasSchreibenandieGemeindeL.enthieltdeninformellenHinweis,dassdas Projekt«DreifachturnhalleK.»empfohlenwerde. DieEinwohnergemeindeL.reichtedaraufhinam16.Juli1993 zusätzlicheUnterlagenbetreffenddieFinanzierungdesProjekts ein(Finanzierungsnachweis/AuszugausderBotschaftdesGrossen GemeinderatesimHinblickaufdieGemeindeabstimmungvom13.-16.Frbruar 1992;AuszugausdemProtokolldesRegierungsratesbetreffendStaatsbeitrag andasProjekt;ZeitplandesArchitekturbürosvom20.April1993mit Baubeginnim3.Quartal1993;BauentscheiddesRegierungsstatthaltersvom 12.Februar1993). DasKAWEleitetedasGesuchderEinwohnergemeindeL.am15.September 1993-entgegendervorherinformellgeäussertenAbsicht-miteinem ablehnendenAntragvom11.August1993andasBFKweiterundinformierte dieEinwohnergemeindeL.am20.September1993überseinennegativen Antrag. DasBFKlehntedaraufhindasGesucham2.November1993mitder gleichenBegründungabwiedasKAWEinseinemAntrag;dasProjektundder KreditseienvondenStimmbürgernam16.Februar1992unddamitvordem 1.Januar1993genehmigtwordenunddaherimSinnederVerordnungnicht alszusätzlichodervorverlegtanzusehen. C. GegendieVerfügungdesBFKvom2.November1993erhobdie EinwohnergemeindeL.am2.Dezember1993BeschwerdebeimEVDund beantragtedieAusrichtungeinesBundesbeitragsvonFr.700000.-. SierügteeineVerletzungdesrechtlichenGehörs,weilihrwedervomKAWE nochvomBFKGelegenheitzueinerStellungnahmeeingeräumtwordensei, obwohlvordemnegativenEntscheiddaraufhingewiesenwordensei,das GesuchwerdezurAnnahmeempfohlen. DerAnspruchaufrechtlichesGehör seiformellerNatur,waszurAufhebungdesEntscheidesdesBFKführe. DieEinwohnergemeindeL.machtegeltend,massgeblichseienalleindieim BundesbeschlussundVerordnungniedergelegtenBeitragsvoraussetzungen, wogegendarüberhinausgehendeWeisungen(vonBundundKanton)nicht rechtsverbindlichseien. EsgeheumeinHochbauprojekt,dassichbisMitte1995verwirklichenlasse. AuchdasKriteriumderZusätzlichkeitbeziehungsweisederVorverlegung werdeerfüllt. UnterVorverlegungseidiezeitlichvorgezogeneRealisierung vonProjektenzuverstehen,dienachweislichwegenFinanzknappheit zurückgestelltwordenseien. DieVerordnungschliessenurProjekteaus, beidenendieAusführungvordem1.Januar1993beschlossenwordensei; nichtmassgeblichseidasDatumderKreditbewilligung. Diesdeckesich mitdenMaterialien(BerichtderKommissionfürWirtschaftundAbgaben desNationalrates[WAK-N]vom22.Februar1993,BBl 1993 I1568ff.,insb. 3S.1580),wonachbaureife,ausfinanzpolitischenGründenzurückgestellte Projekteausgelöstwerdensollen. «Baureif»heissenichtsanderesals «ausführungsbereit»;derAusführungsbeschlussseierstam8.März1993 erfolgt. DerangefochteneEntscheidtrageschliesslichdengegebenen GemeindestrukturenkeineRechnung: DieBearbeitungszeitfürGrossprojekte nehmeeineerheblicheZeitspanneinAnspruch. BeigrösserenProjekten müssealleinzwischenderabschliessendenVerabschiedungeinesProjektsund derArbeitsvergabemiteinemJahrgerechnetwerden,sodassinAnbetracht desvorgeschriebenenBauendesperMitte1995nurnochVorhabengeringer BedeutungalszusätzlicheVorhabeninFragekämen. Grossprojekteseien daherzwangsläufigunterdemTiteldervorverlegtenProjektezuprüfen. DerEntscheidsteheauchimWiderspruchzuSinnundZweckder Investitionsbonus-Gesetzgebung: Voraussetzungdafür,mitdem InvestitionsbonusdieArbeitslosigkeitwirksamzubekämpfen,seien Massnahmen,diesofortgriffenundeinnamhaftesAusmasserreichten. AngesprochenseieninersterLinieProjekte,beidenenderzeitraubende demokratischeEntscheidfindungsprozessbereitsabgeschlossen,die AusführungindesausfinanziellenGründenverschobenwordensei. AusdiesemGrundeseienProjekteausgeschlossen,beidenender Ausführungsbeschlussbereitsvordem1.Januar1993gefasstwordensei. D. DasEVDwiesdieBeschwerdemitEntscheidvom9.August1994ab. DasProjekt«DreifachturnhalleK.»seiimFrühjahr1993bereitsbaureif gewesenundkönnezumvornhereinnichtalszusätzlichesProjektbetrachtet werden. Zuprüfenseiblossnoch,obesvorverlegt,mitanderenWorten aufgrunddesInvestitionsbonusfrüheralsgeplantrealisiertwordensei. UnterAusführungimSinnevonArt.2Abs.2derVerordnungseidie RealisierungdesProjektesselbstzuverstehen,dasheisstdergrundsätzliche EntscheidüberdieVerwirklichungdesProjekts. Massgeblichseidaher nichtderAusführungsbeschluss,derdemSachentscheiddeszuständigen Gemeindeorgansfolge. IndiesemSinnehalteauchderBerichtder WAK-N(a.a.O.,S.1578)fest,dassnurVorhabenzufördernseien,die zeitlichvorgezogenodernachweislichzurückgestelltwordenseien; Kontrollmassnahmesei,ob sieimVoranschlag1993 aufgeführtseien. Letzteres seinunaberbeimProjekt«DreifachturnhalleK.»derFall,weshalbdas Vorhabennichtgefördertwerdenkönne. ZudembewirktendiebeidenBeschlüssedesGemeinderatesvonAnfang 1993keinerechtlichbedeutsameVerschiebungderAusführung. Der zweiteBeschlusshabeblossermöglicht,dasProjektimursprünglich vorgesehenenRahmen-gemässBotschaft-zuverwirklichenundnichtfrüher alsursprünglichvorgesehen. 4DasEVDwiesauchdenVorwurfderVerletzungdesrechtlichenGehörszurück. DerEinwohnergemeindeL.seidernegativeAntragseitdem20.September 1993bekanntgewesen,undsiehättesichohneweiteresvonsichausäussern können. ImübrigenwärenhierdieVoraussetzungenfüreineHeilungeiner allfälligenVerletzungdesAnspruchsaufrechtlichesGehörgegeben. E. GegendiesenBeschwerdeentscheiddesEVDerhobdieEinwohnergemeinde L.am6.September1994VerwaltungsbeschwerdebeimBundesratund beantragteerneutdieAusrichtungdesmaximalenInvestitionsbonus-Beitrages vonFr.700000.-. AngesichtsderPraxiszurHeilungvonVerletzungendesrechtlichenGehörs verzichtetesieaufeineentsprechendenochmaligeRüge. Imübrigenerneuertesieimwesentlichendiebereitsinihrer VerwaltungsbeschwerdeandasEVDvorgebrachteBegründung. Diese BegründungergänztesiezudeminsbesondereunterHinweisaufdas bernischeGemeinderecht;zumVollzugbeschlossenerKreditesei grundsätzlichderGemeinderatzuständig,undeineAbweichunginder FestlegungdesAusführungszeitpunktesumeinigeJahreliegeinder KompetenzdesGemeinderates. Dabeiseizuberücksichtigen,dassder GemeinderatauchdieVerpflichtungzubeachtenhabe,einenausgeglichenen Finanzhaushaltzubetreiben;derKreditbewilligungsbeschlusshabenoch keineAuswirkungenaufdenFinanzhaushalt. DermassgebendeZeitpunktsei dahernichtjenerdesSachentscheides,sondernjenerderAusführung. Diesbezüglichergebesichklar,dassderGemeinderatbeidererstmaligen BehandlungderFragederAusführungdieZurückstellungbeschlossenund erstimHinblickaufdieBestrebungendesBundeszurInvestitionsförderung daraufzurückgekommensei. DerInvestitionsplan(dasbernischeRechtkenneimeigentlichenSinnekein Investitionsbudget)seinureineAuflistungallermöglichenProjekteund rechtlichunverbindlich. DasEVDmessedaherderTatsache,dassdasProjekt imInvestitionsplan1993aufgeführtsei,einefalscheBedeutungzu;derBericht derWAK-NnehmekeineRücksichtaufdiekantonal-bernischenVorgaben. SchliesslichmachtedieEinwohnergemeindeL.nochgeltend,siehabedie Vorverlegungnurglaubhaftzumachen. F .DasEVDbeantragteam20.Oktober1994dieAbweisungderBeschwerde. Art.2Abs.2derVerordnungseiimSinnedesallgemeinenSprachgebrauchszu verstehenundbedeute«Realisierung». DerRealisierungsentscheidseibereits am16.Februar1992getroffenworden. Esbestündenzahlreichegewichtige Anhaltspunkte,diedaraufschliessenliessen,dassdieGemeindebereitsvor dem1.Januar1993diefesteAbsichthatte,dasProjektimhierrelevanten Zeitraum(Frühling1993bisJuni1995)zurealisieren. DasProjektwerdedaher nichtfrüherausgeführtalsursprünglichvorgesehen. MitReplikvom15.November1994hieltdieEinwohnergemeindeL.anihren AnträgenundderBegründungderBeschwerdefest. Siemachtegeltend,dieVerordnungnehmeinArt.2Abs.2explizitaufdie bekanntenkommunalenStrukturenBezug. DieFreigabederfinanziellen MitteldurchdaszuständigeOrganseiklarvomBeschluss,einProjektzu realisieren,zutrennen. 5DasEVDbeantragtemitDuplikvom2.Dezember1994erneutdieAbweisung derBeschwerde. DieEinwohnergemeindeL.überbewertedieBedeutung kommunalerBelange. EsgebefürdiezuständigenBehördenkeineandere Möglichkeit,dieFragederZusätzlichkeitoderVorverlegungzuprüfen,als aufgrundvonAnhaltspunkten. DieGemeindeL.erkläreselbst,nichtdasFehlenderRealisierungsabsicht, sonderndiesichzuspitzendeFinanzknappheitseienderGrundfürdas gemeinderätlicheHandelngewesen. (...) II 1. NachArt.99Bst.hOGistdieVerwaltungsgerichtsbeschwerdeunter anderemausgeschlossengegenVerfügungenbetreffenddieBewilligung oderVerweigerungvonBeiträgen,aufdiedasBundesrechtkeinenAnspruch gewährt. Da-wiesichineinemMeinungsaustauschzwischenBundesratund Bundesgerichtergebenhat-inbezugaufdenBundesbeschlussvom 19.März1976überBeiträgezurFörderungderöffentlichenInvestitionen einRechtsanspruchzuverneinenwar(VPB41.87und42.33)undderneue BundesbeschlussdieBeitragsvoraussetzungenimwesentlicheningleicher WeiseformuliertwiederfrühereBundesbeschluss,kannohneweiteres davonausgegangenwerden,dassauchaufgrunddesBundesbeschlusses vom19.März1993keinRechtsanspruchaufBundesbeiträgebesteht. DieVerwaltungsgerichtsbeschwerdeistdaherausgeschlossen,und dieangefochteneVerfügungunterliegtnachArt.72ff. VwVGder VerwaltungsbeschwerdeandenBundesrat. (...) 2. NachArt.1desBundesbeschlussesrichtetderBundzurFörderung deröffentlichenInvestitionstätigkeitundderenergetischenQualitätvon GebäudenBeiträgeandieKostenvonBauvorhabenaus. Dabeiberücksichtigt erdieregionalenVerhältnisse. Bundeshilfekannunteranderemgewährt werdenfürdieErstellungoderErneuerungvonHoch-undTiefbauten;die ErneuerunghatVorranggegenüberderNeuerstellung(Art.2Abs.1Bst.a undAbs.2BB).EswerdennurVorhabenberücksichtigt,diezusätzlichzuden bishervorgesehenenverwirklicht,odersolche,dievorverlegtwerden(Art.2 Abs.3BB).EmpfängerderBundeshilfesindunteranderemdieGemeinden (Art.3BB).DieVoraussetzungenderBundeshilfeumschreibtArt.4des Bundesbeschlusses: DieVorhabenmüssennebenweiterenVoraussetzungen biszum30.Juni1995verwirklichtwerden,dieKostenmüssenFr.200000.- übersteigen,unddieVorhabendürfennichtbereitsinAusführungbegriffen sein. DerBundesbeitragbeträgtimallgemeinen15%deranrechenbarenKosten (Art.6Abs.1BB);proVorhabenwerdenhöchstensFr.700000.-ausgerichtet (Art.6Abs.3BB).GesamthaftdarfderBundimJahr1993Bundeshilfenvon höchstensFr.200000000.-zusichern(Art.5Abs.1BB). 6DasBeitragsgesuchistmitdennotwendigenUnterlagenderzuständigen kantonalenBehördeeinzureichen;dieseleitetesmitihremAntrag andieBundesstelleweiter(Art.8Abs.1BB).SoweitderVollzugnicht SachederKantoneist,istderBundesratdamitbeauftragt;ererlässtdie Ausführungsvorschriften(Art.10BB). InArt.2derVerordnunghatderBundesratergänzendbestimmt,dassdie Beitragsempfängerglaubhaftmachenmüssen,dasseinVorhabenzusätzlich zudenbishervorgesehenenverwirklichtodervorgezogenwerde(Abs.1). Vorhaben,derenAusführungvordem1.Januar1993beschlossenwurde,sind nichtalszusätzlichodervorverlegtanzusehen(Abs.2). AufgrundvonArt.13derVerordnungistderVollzugdemBFKdelegiert. 3. Streitigistvorliegendimwesentlichen,obdieVoraussetzungenvonArt.2 Abs.3desBundesbeschlussesundArt.2derVerordnungerfülltsind,mit anderenWortenobdasVorhabenzusätzlichbeziehungsweisevorgezogenist. AufdieübrigenBeitragsvoraussetzungenistdahernichtweitereinzutreten. 3.1. IneinerWegleitungvom1.April1993hatdasBFKdazuausgeführt,es würdennurVorhabenberücksichtigt,die -nichtimInvestitionsplanoderBudgetfür1993enthaltensind(=zusätzliche Vorhaben) -imInvestitionsplanfürspätereJahrevorgesehensind(=vorverlegte Vorhaben) -nachweislichrascheralsvorgesehenverwirklichtwerden. DieBeschwerdeführerinbezeichnetdieseWeisungalsimWiderspruchzu BundesbeschlussundVerordnungunddaheralsunzulässig. 3.2. MitBeschlussvom21.April1993hatderRegierungsratdesKantons BerndieinArt.10Abs.1derVerordnungvorgesehenekantonale Koordinationsstelleeingerichtet. DasKAWEhateineChecklistefürGesucheumInvestitionshilfedesBundes erstelltunddabeifestgehalten,dassderNachweisderZusätzlichkeit beziehungsweisederzeitlichenBeschleunigungdemGesuchbeizulegensei. DieserNachweiskönnebeispielsweiseerbrachtwerdendurcheinenvom Gemeinderat1992genehmigtenInvestitionsvoranschlag1993. AuchdieZulässigkeitdesErlassesvonWeisungendurchdiemitdemVollzug beauftragtekantonaleBehördewirdvonderBeschwerdeführerinbestritten. 3.3. KreisschreibenundWegleitungenhabenalsVerwaltungsverordnungen keinenRechtssatzcharakter;siedürfennichtüberdieRechtsnormen hinausgehen,aufwelchesiesichstützen,undsindfürdieBeschwerdeinstanz nichtbindend( Häfelin Ulrich / Müller Georg ,GrundrissdesAllgemeinen Verwaltungsrechts,Zürich1993,S.24f.). Siesindindesgeeignet,für eineeinheitlicheundrechtsgleicheRechtsanwendunginsbesondere imErmessensbereichzusorgenundbringenoft-wiedieshierderFall ist-dieSachkundevonmitderMateriebeschäftigtenFachleutenzum Ausdruck(Gygi Fritz,Bundesverwaltungsrechtspflege,2.Aufl.,Bern1983, 7S.290f.; Imboden Max / Rhinow René A. / Krähenmann Beat ,Schweizerische Verwaltungsrechtsprechung,Basel/FrankfurtamMain1990,Nr.9, BGE116Ib 158,117Ib231,118Ib166und119Ib41). 4. NachArt.49VwVGüberprüftderBundesratangefochteneVerfügungen nichtnuraufVerletzungvonBundesrecht,einschliesslichÜberschreitungund MissbrauchdesErmessens,sondernauchaufihreAngemessenheithin. Die angefochteneVerfügungwirddahergrundsätzlichaufalleErmessensfehler hinüberprüft,nichtnuraufjene,welcheRechtsverletzungendarstellen(Gygi, a.a.O.,S.315f.;Häfelin/Müller,a.a.O.,Rz.1368). DerBundesratweicht indesnichtohneNotvonVorinstanzenab,welchesichdurchbesonderen SachverstandauszeichnenodergestütztauffachmännischeGutachten entscheiden(Häfelin/Müller,a.a.O.,Rz.374ff. und385f.). 5. NachArt.10Abs.1derVerordnungentscheidetdasBFKüberdie GewährungvonBeiträgenohneBindungandenAntragdesKantons,auch wenndiesemeinebesondereBedeutungzukommt,daderKantonambesten zubeurteilenvermag,obdasGesuchinsbesondereauchinWürdigung regionaleroderlokalerBesonderheitenzuberücksichtigenist(Bericht derWAK-N,BBl 1993 I1585). BereitsausdiesemGrundekommtdemim übrigenausdrücklichalsinformellbezeichnetenHinweisdesKAWEanden Beschwerdeführervom9.Juli1993,eswerdeeinenpositivenAntragstellen, fürdasBFKkeinerechtlichverpflichtendeBedeutungzu. 6.1. DasEVDgehtdavonaus,dassdieAusführungdesProjekts «DreifachturnhalleK.»vordem1.Januar1993beschlossenwordenist, wogegendieBeschwerdeführerindenAusführungsbeschlusserstim Gemeinderatsbeschlussvom8.März1993sieht. DemBerichtunddenErläuterungenderWAK-Nvom22.Februar 1993istzuentnehmen,dassdieGelderausschliesslichanöffentliche KörperschaftenfliessensollenfürBauwerke,diedieseohnehinrealisieren wollten,indesmangelsfinanziellerMittelnichtkönnen. Derrelativ bescheideneSubventionssatzsollverhindern,dassBauprojektevongeringer Prioritätrealisiertwerden. DieErfahrungenvon1976mitdemdamaligen Investitionsbonushättengezeigt,dassinsbesonderekleinereBauvorhaben begünstigtwurden(BBl 1993 I1576). DerInvestitionsbonussollgrundsätzlichanzeitlichvorgezogeneoderan nachweislichzurückgestellteBauprojekteausgerichtetwerden,wobeials Kontrollmassnahmegelte,dasssienichtimVoranschlag1993aufgeführtsein dürfen(a.a.O.,S.1578). AufS.1580ihrerErläuterungenwiederholtdieWAK-N,dassdurchden Investitionsbonusbaureife,ausfinanzpolitischenGründenzurückgestellte (nichtimVoranschlag1993aufgeführte)Projekteausgelöstwerdensollen. Präzisierendwirdfestgehalten,dassnurVorhabengefördertwerden,die zusätzlichzumordentlichenInvestitionsbudget1993realisiertwerden. Bei Projekten,derenAusführungvordem1.Januar1993beschlossenwordensei, werdevermutet,dasssienichtalszusätzlichodervorverlegtanzusehensind (a.a.O.,S.1582). 86.2. Vorliegendistunbestritten,dasseinzusätzlichesVorhabenzum vornhereinnichtvorliegtundsonurzuprüfenist,obdasProjektvorverlegt wordenist. Vorhaben,derenAusführungvordem1.Januar1993beschlossen wurde,sindnichtalszusätzlichodervorverlegtanzusehen(Art.2Abs.2VO). AufgrundderMaterialien-insbesondereauchausSinnundZweckdes Bundesbeschlusses-ergibtsichnachÜberzeugungdesBundesrates,dass dasEVDdenBegriff«Ausführung»richtigerweisenichtineinemstreng juristischenSinne,sondernnachallgemeinemSprachgebrauch,versteht. Wird vomBeschlussderAusführunggesprochen,soistdamitderSachentscheid gemeint,inconcretoderEntscheidderStimmbürgerüberdieBewilligung deserforderlichenKredits. DassnachbernischemGemeinderechtnochein Ausführungsbeschluss(Vollzugsbeschluss)desGemeinderatesnotwendig war,istzwarzutreffend,ändertabernichtsdaran,dassesnachdem BundesbeschlussaufdenSachentscheidankommt. Andernfallswürdeder VollzugdesBundesbeschlusses-dereinfacheundleichtkontrollierbare Tatbeständevoraussetzt-unverhältnismässigerschwertundsodasHauptziel einerraschenStützungderBaunachfragegefährdet(BBl 1993 I1577). EntgegenderAuffassungderBeschwerdeführerinhandeltessichbeimProjekt «DreifachturnhalleK.»nichtumeineneigentlichenModellfall,sondernum einProjekt,dessenRealisierungimmassgeblichenZeitpunktanfangs1993 fürdenZeitraumFrühjahr1993bisJuni1995vorgesehenwar. Dassspäter- auswelchenGründenauchimmer-derVollzugvorübergehendaufgeschoben wurde,ändertnichtsandenfrüherenBeschlüssenundAbsichten. Wenn dasEVDdaraufabstellt,dassdasProjektimVoranschlag1993enthalten ist,sodecktsichdiesmitklarenHinweisenindenMaterialien. Ander MassgeblichkeitdiesesKriteriumsändernauchgewisseUnterschiedeinder BedeutungderInvestitionsplänenachbernischemGemeinderechtnichts. Im weiterenhatdasEVDzuRechtaufHinweiseinderAbstimmungsbotschaft abgestelltunddarausgeschlossen,dieRealisierungsabsichthabefürdas Projektbereitsvordem1.Januar1993bestanden. Entscheidendisthiernicht,dasseinProjektausFinanzknappheit zurückgestelltwurde,sonderndassdieseZurückstellungfüreinnachdem 1.Januar1993beschlossenesProjektvorgenommenwurde. 7. DieBeschwerdeistdemzufolgeabzuweisen. 9Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali JAAC 60.27 - Entscheid des Bundesrates vom 5. April 1995 In Verwaltungspraxis der Bundesbehörden Dans Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération In Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione Jahr 1996 Année Anno Band 60 Volume Volume Seite --- Page Pagina Ref. No 150 003 023 Das Dokument wurde durch das Schweizerische Bundesarchiv und die Bundeskanzlei konvertiert. Le document a été digitalisé par les Archives Fédérales Suisses et la Chancellerie fédérale. Il documento è stato convertito dall'Archivio federale svizzero e della Cancelleria federale.