<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: SB.2015.00027</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=215301&amp;W10_KEY=13013517&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>SB.2015.00027</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 24.06.2015</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">2. Abteilung/2. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Das Bundesgericht hat eine Beschwerde in Ã¶ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten gegen diesen Entscheid am 03.05.2016 teilweise gutgeheissen und die Sache zur Neubeurteilung an das Verwaltungsgericht zurÃ¼ckgewiesen.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Steuerrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Staats- und Gemeindesteuern 1.1.-31.12.2010 und 1.1.-31.12.2011</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Nicht geschäftsmässig begründete Aufwendungen / Begründungserfordernis bei einer Ermessenstaxation. [Der im Informatikbereich tätigen Steuerpflichtigen wurden verschiedene Positionen im Geschäftsaufwand als geschäftsmässig nicht begründet aufgerechnet, unter anderem Mietzinszahlungen für Heimarbeitsplätze, Garantierückstellungen, sowie Zahlungen für Sportsponsoring. Hinsichtlich geltend gemachter Reise- und Repräsentationskosten erfolgte aufgrund der mangelhaften Dokumentation von getätigten Konsumationen eine Ermessenstaxation.] Beweislast und Abgrenzung zwischen geschäftsmässig begründeten und geschäftsmässig unbegründeten Aufwand: Wenn zwischen den gegenseitigen Leistungen von Kapitalgesellschaft und Anteilseigner ein erhebliches und offensichtliches Missverhältnis zulasten der Gesellschaft besteht, spricht eine natürliche Vermutung für eine verdeckten Gewinnausschüttung und gegen eine geschäftsmässige Begründetheit des geltend gemachten Aufwands (E. 2). Geschäftsmässige (Un-)Begründetheit von Mietaufwendungen für Heimarbeitsplätze der Anteilseigner: Vorliegend ist die geschäftsmässige Begründetheit der von den Anteilseignern angemieteten Büroräumlichkeiten zu verneinen, da diese ohnehin stets mobil erreichbar sein mussten, nur gelegentlich zuhause arbeiteten, am Geschäftsort genügend freie Arbeitsplätze vorhanden waren und eine private Weiternutzung der angemieteten Heimarbeitsplätze nicht ausgeschlossen war, womit nicht ersichtlich ist, inwiefern die Pflichtige von den angemieteten Heimarbeitsplätzen objektiv profitieren konnte (E. 3). Geschäftsmässige (Un-)Begründetheit von Garantierückstellungen: Die Pflichtige hat auf eine hinreichende Dokumentation von Garantiefällen verzichtet, weshalb sie die Folgen der daraus resultierenden Beweislosigkeit selbst zu tragen hat. Von einer Ermessenstaxation ist mangels tauglicher Schätzungsgrundlage abzusehen und würde auf einen von der Zürcher Praxis ausserhalb des baugewerblichen Bereichs nicht akzeptierten Pauschalabzug hinauslaufen (E. 4). Geschäftsmässige (Un-)Begründetheit von Sportsponsoring: Bei fehlendem Aussenauftritt kann Sportsponsoring zu Networkingzwecken und für Lobbyarbeit geschäftsmässig begründet sein, sofern die Sponsorenvereinigung eine Mitgliederzusammensetzung aufweist, welche für diese Zwecke überhaupt geeignet erscheint, indem z.B. überproportional viele potenzielle Kunden oder geschäftsrelevante Entscheidungsträger darin konzentriert sind. Dies ist vorliegend bei einer Sponsorenvereinigung ohne relevante Bezüge zum Tätigkeitsbereich der steuerpflichtigen Person zu verneinen (E. 5). Zulässigkeit einer Ermessenstaxation und Begründungserfordernis bei Einsprachen gegen eine Ermessenstaxation: Da die Pflichtige ihre Dokumentations- und Aufbewahrungspflicht hinsichtlich geltend gemachter Reise- und Repräsentationsspesen schuldhaft missachtet hat und deshalb ihren Mitwirkungspflichten im Steuerveranlagungsverfahren nicht mehr fristgerecht nachkommen konnte, mussten die von ihr getätigten Geschäftskonsumationen nach pflichtgemässen Ermessen geschätzt werden. Da sie ihre Einsprache gegen die Ermessenstaxation erst nach Ablauf der Einsprachefrist begründet hat, hätte die Steuerbehörde auf diese nicht eintreten dürfen. Kein Vertrauensschutz hinsichtlich der gesetzeswidrig gleichwohl gewährten Fristverlängerung zur Nachreichung einer Einsprachebegründung (E. 6). Abweisung der Beschwerden, soweit auf diese einzutreten ist. </b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: AUFBEWAHRUNGSPFLICHT">AUFBEWAHRUNGSPFLICHT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: BEGRÃNDUNGSERFORDERNIS">BEGRÃNDUNGSERFORDERNIS</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: BELEG">BELEG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: DOKUMENTATIONSPFLICHT">DOKUMENTATIONSPFLICHT</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: DRITTVERGLEICH">DRITTVERGLEICH</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ERMESSENSEINSCHÃTZUNG">ERMESSENSEINSCHÃTZUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ERMESSENSVERANLAGUNG">ERMESSENSVERANLAGUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: GESCHÃFTSMÃSSIG BEGRÃNDET">GESCHÃFTSMÃSSIG BEGRÃNDET</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: GESCHÃFTSMÃSSIG UNBEGRÃNDET">GESCHÃFTSMÃSSIG UNBEGRÃNDET</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: GESCHÃFTSMÃSSIGE BEGRÃNDETHEIT">GESCHÃFTSMÃSSIGE BEGRÃNDETHEIT</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: GESCHÃFTSMÃSSIGKEIT">GESCHÃFTSMÃSSIGKEIT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: GESETZLICHE FRIST">GESETZLICHE FRIST</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: HOME OFFICE">HOME OFFICE</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: MIETVERTRAG">MIETVERTRAG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: PAUSCHALBETRAG">PAUSCHALBETRAG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: RÃCKSTELLUNGEN">RÃCKSTELLUNGEN</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: RÃCKSTELLUNGSBEDARF">RÃCKSTELLUNGSBEDARF</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: SPONSORBEITRAG">SPONSORBEITRAG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: SPONSORING">SPONSORING</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: VERDECKTE GEWINNAUSSCHÃTTUNG">VERDECKTE GEWINNAUSSCHÃTTUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: VERTRAUENSBETÃTIGUNG">VERTRAUENSBETÃTIGUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: VERTRAUENSSCHUTZ">VERTRAUENSSCHUTZ</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade">Art. 58 Abs. I lit. a DBG</span><br/><span class="gerade">Art. 58 Abs. I lit. b DBG</span><br/><span class="ungerade">Art. 132 Abs. III DBG</span><br/><span class="gerade">Art. 253 OR</span><br/><span class="ungerade">Art. 660 OR</span><br/><span class="gerade">Art. 957a Abs. II Ziff. 2 OR</span><br/><span class="ungerade">Art. 957a Abs. III OR</span><br/><span class="gerade">Art. 960e Abs. III Ziff. 1 OR</span><br/><span class="ungerade">§ 64 Abs. I StG</span><br/><span class="gerade">§ 64 Abs. I lit. b Ziff. 2 StG</span><br/><span class="ungerade">§ 64 Abs. I lit. e Ziff. 2 StG</span><br/><span class="gerade">§ 140 Abs. II StG</span><br/><span class="ungerade">§ 12 Abs. I VRG</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 3 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="WordSection1"> <table border="1" cellpadding="0" cellspacing="0" class="MsoNormalTable"> <tr> <td valign="top"> <p class="Kopf1"><span>Verwaltungsgericht</span></p> <p class="Kopf1"><span>des Kantons ZÃ¼rich</span></p> <p class="Kopf1"><span>2. Abteilung</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Kopf1"> </p> </td> <td valign="top"> <p class="Kopf1"><span><img alt="" height="77" src="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getImage&amp;nF38_KEY=26897" width="123"/></span></p> </td> </tr> </table> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">SB.2015.00027</p> <p class="MsoNormal">SB.2015.00028</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"><b><span>Urteil</span></b></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="Zwischentitel"> </p> <p class="MsoNormal"><span>der 2. Kammer</span><b><span> </span></b></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> vom <a id="VF_DAT_ENTSCHEID">24. Juni 2015</a></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">Mitwirkend: AbteilungsprÃ¤sident Andreas Frei<span> (Vorsitz)</span>, Verwaltungsrichterin Leana Isler, Verwaltungsrichterin Silvia Hunziker, <a id="TN_AUTOTEXT_RICHTER"></a><a id="TN_AUTOTEXT_GS"></a>Gerichtsschreiber Felix Blocher. </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">In Sachen</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>A AG,<b> </b>vertreten durch B AG, </span></p> <p class="MsoNormal"><b><span>BeschwerdefÃ¼hrerin,</span></b><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>gegen</span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>1.<b> </b>Staat ZÃ¼rich,</span></p> <p class="MsoNormal"><b><span> </span></b></p> <p class="MsoNormal"><span>2.<b> </b>Schweizerische Eidgenossenschaft, vertreten durch das kantonale Steueramt, <a id="BT_Z_PLZ_N"></a></span></p> <p class="MsoNormal"><b><span>Beschwerdegegnerschaft, </span></b></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"><b>betreffend Staats- und Gemeindesteuern<br/> Direkte Bundessteuer<br/> 1.1.â31.12.2010 und 1.1.â31.12.2011,</b></p> <p class="Zwischentitel">hat sich ergeben: </p> <p class="Sachverhalt1"><b>I. </b> </p> <p class="Sachverhalt2">Die in I domizilierte A AG bezweckt laut Handelsregistereintrag die Erbringung von Dienstleistungen in Informatik- und Management-Beratung sowie die Entwicklung und den Vertrieb von Software und Hardware, insbesondere fÃ¼r betriebswirtschaftliche Anwendungen. FÃ¼r die Steuerperioden 2010 (1.1.â31.12.2010) und 2011 (1.1.â31.12.2011) wurden der A AG verschiedene Positionen im GeschÃ¤ftsaufwand (u.<span> </span>a. Mietzinszahlungen fÃ¼r HeimarbeitsplÃ¤tze, GarantierÃ¼ckstellungen, Reise- und ReprÃ¤sentationskosten sowie Zahlung fÃ¼r Sportsponsoring im Werbeaufwand) als geschÃ¤ftsmÃ¤ssig nicht begrÃ¼ndet aufgerechnet.</p> <p class="Urteilstext"><span>WÃ¤hrend die Aufrechnung betreffend der GarantierÃ¼ckstellungen von der Pflichtigen </span>zunÃ¤chst <span>akzeptiert wurde, erhob sie gegen die restlichen Aufrechnungen Einsprache, welche vom kantonalen Steueramt am 5.</span> <span>August 2014 abgewiesen wurde.</span></p> <p class="Sachverhalt1"><b>II. </b> </p> <p class="Urteilstext"><span>Hiergegen erhob die Pflichtige am 8.</span> <span>September 2014 Rekurs bzw. Beschwerde, wobei sie neu auch die Aufrechnung hinsichtlich der GarantierÃ¼ckstellungen nicht mehr akzeptierte. Mit Entscheid vom 27. Februar 2015 hiess das Steuerrekursgericht die erhobenen Rechtsmittel teilweise gut und veranlagte die Pflichtige fÃ¼r die direkte Bundessteuer 2010 mit einem steuerbaren Reingewinn von Fr.</span> â¦<span> bei einem massgebenden Eigenkapital von Fr.</span> â¦<span>. FÃ¼r die direkte Bundessteuer 2011 wurde der steuerbare Reingewinn auf Fr.</span> â¦<span> und das massgebende Eigenkapital auf Fr.</span> â¦<span> festgesetzt. FÃ¼r die Staats- und Gemeindesteuern 2010 wurde </span>die Pflichtige mit einem<span> steuerbare</span>n<span> Reingewinn </span>von<span> Fr. </span>â¦<span> und </span>einem<span> steuerbare</span>n<span> Eigenkapital </span>von<span> Fr.</span> â¦<span> eingeschÃ¤tzt. FÃ¼r die Staats- und Gemeindesteuern 2011 wurde </span>sie mit einem <span>steuerbare</span>n<span> Reingewinn </span>von<span> Fr.</span> â¦<span> und </span>einem<span> steuerbare</span>n<span> Eigenkapital </span>von<span> Fr.</span> â¦ eingeschÃ¤tzt<span>.</span></p> <p class="Sachverhalt1"><b>III. </b> </p> <p class="Urteilstext"><span>Mit Beschwerde vom 9.</span> <span>April 2015 liess die Pflichtige beantragen, es sei der vorinstanzliche Entscheid aufzuheben und die Steuerfaktoren seien fÃ¼r die direkte Bundessteuer und die Staats- und Gemeindesteuern wie folgt festzusetzen: </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Steuerperiode 2010:</span><span> Steuerbarer Reingewinn: Fr. </span><span>â¦</span></p> <p class="Urteilstext"><span> Steuerbares Eigenkapital Fr. </span><span>â¦</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Steuerperiode 2011:</span><span> Steuerbarer Reingewinn: Fr. </span><span>â¦</span></p> <p class="Urteilstext"><span> Steuerbares Eigenkapital Fr. </span><span>â¦</span></p> <p class="Erwgung2"><span>Weiter beantragte sie die Zusprechung einer ParteientschÃ¤digung. </span></p> <p class="Urteilstext"><span>WÃ¤hrend das kantonale Steueramt die Abweisung der Beschwerde beantragte und das Steuerrekursgericht auf Vernehmlassung verzichtete, liess sich die EidgenÃ¶ssische Steuerverwaltung nicht vernehmen.</span></p> <p class="Einzug1"><span>Die Kammer</span><span> erwÃ¤gt:</span></p> <p class="Erwgung1"><b>1. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b><span>1.1 </span></b><span>Die Beschwerden bezÃ¼glich Staats- und Gemeindesteuern (SB.201</span>5<span>.00</span>027<span>) und direkter Bundessteuer (SB.201</span>5<span>.00</span>028<span>) betreffen dieselbe Pflichtige sowie dieselbe Sach- und Rechtslage, weshalb sie zu vereinigen sind.</span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>1.2 </span></b><span>Mit</span><span> der Steuerbeschwerde an das Verwaltungsgericht betreffend die Staats- und Gemeindesteuern kÃ¶nnen laut § 153 Abs. 3 des Steuergesetzes vom 8. Juni 1997 (StG) alle Rechtsverletzungen, einschliesslich Ãberschreitung oder Missbrauch des Ermessens, und die unrichtige oder unvollstÃ¤ndige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts geltend gemacht werden. </span></p> <p class="Erwgung2"><span>FÃ¼r die Beschwerde an das Verwaltungsgericht als weitere verwaltungsunabhÃ¤ngige kantonale Instanz im Bereich der direkten Bundessteuer gelten laut Art. 145 Abs. 2 des Bundes</span>­<span>gesetzes Ã¼ber die direkte Bundessteuer vom 14. Dezember 1990 (<span>DBG)</span> die Vor</span>­<span>schriften von Art. 140 bis 144 DBG Ã¼ber das Beschwerdeverfahren vor der kantonalen Re</span>­<span>kurs</span>­­<span>kommission "sinngemÃ¤ss", was nach der Rechtsprechung dahingehend auszulegen ist, dass die ÃberprÃ¼fungsbefugnis des Verwaltungsgerichts gleich wie bei den Staats- und Ge</span>­<span>meinde</span>­<span>steuern auf die Rechtskontrolle beschrÃ¤nkt ist (BGE 131 II 548 E. 2.5; RB 1999 Nr. 147).</span></p> <p class="Erwgung2"><b>1.3 </b><span>Im Beschwerdeverfahren gilt das Novenverbot. FÃ¼r das Verwaltungsgericht ist somit die gleiche Aktenlage massgebend wie fÃ¼r das Steuerrekursgericht. Tatsachen oder Beweismittel, die nicht spÃ¤testens im </span>vorinstanzlichen <span>Verfahren behauptet bzw. vorgelegt oder angerufen worden sind, dÃ¼rfen infolgedessen im Beschwerdeverfahren grundsÃ¤tzlich nicht nachgebracht werden. Vom Novenverbot ausgenommen sind dagegen echte Noven, namentlich neue tatsÃ¤chliche Behauptungen und Beweismittel, die auf einem Revisions- oder Nachsteu­ergrund beruhen oder der StÃ¼tzung von geltend gemachten Rechtsverletzungen dienen, die ihrer Natur nach neuer tatsÃ¤chlicher Vorbringen oder Beweismittel bedÃ¼rfen (vgl. BGE 131 II 548 E. 2).</span></p> <p class="Erwgung1"><b>2. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>2.1 </b><span>Nach der allgemeinen Regel im Steuerverfahren trÃ¤gt die steuerpflichtige Person die Beweislast fÃ¼r Tatsachen, welche die Steuerschuld mindern oder aufheben. Gelingt der entsprechende Nachweis nicht, muss demzufolge zu Ungunsten der steuerpflichtigen Person angenommen werden, die behaupteten Tatsachen hÃ¤tten sich nicht verwirklicht (vgl. VGr, 23. Juli 2014, SB.2014.00056, E. 3.2</span> mit Hinweisen<span>). Ausnahmsweise sind aber auch bei steueraufhebenden oder -mindernden Tatsachen die Steuerfaktoren nach pflichtgemÃ¤ssen Ermessen festzusetzen, wenn dem beweisbelasteten Steuerpflichtigen die gehÃ¶rige Mitwirkung an der Ermittlung dieser Tatsachen aus GrÃ¼nden, die er nicht zu vertreten hat, unmÃ¶glich oder unzumutbar ist oder lediglich die HÃ¶he, aber nicht der Bestand, einer steueraufhebenden oder -mindernden Tatsache ungewiss ist und die Sachdarstellung des Steuerpflichtigen eine hinreichende SchÃ¤tzungsgrundlage enthÃ¤lt (vgl. </span>Martin <span>Zweifel/</span>Hugo <span>Casanova, </span>Schweizerisches Steuerverfahrensrecht, Direkte Steuern, 2. A., ZÃ¼rich etc. 2008, <span>§</span> <span>19 Rz.</span> <span>11; </span>Felix <span>Richner et al., </span>Kommentar zum ZÃ¼rcher Steuergesetz, 3. A., ZÃ¼rich 2013, <span>§</span> <span>139 </span>StG <span>N.</span> <span>51 und 61</span> <span>ff.; Martin Zweifel in: Martin Zweifel/Peter Athanas [Hrsg.], Kommentar zum Schweizerischen Steuerrecht Teil I/ Band 1, Bundesgesetz Ã¼ber die Harmonisierung der direkten Steuern der Kantone und Gemeinden [StHG], 2. A., Basel 2002, Art. 46 StHG N. 30</span>; <span>VGr, 29.</span> <span>Oktober 2014, SB.2014.00082, E.</span> <span>2.3; VGr, 17. MÃ¤rz 2014, SB.2013.00166, E. 2.4; RB 2002 Nr. 110</span>; <span>RB 1998 Nr.</span> <span>136</span>)</p> <p class="Erwgung2"><b>2.2 </b><span>Der steuerbare Reingewinn einer Kapitalgesellschaft setzt sich gemÃ¤ss Art. 58 Abs. 1 lit.</span> <span>a DBG und §</span> <span>64 Abs.</span> <span>1 StG aus dem Saldo der Erfolgsrechnung, unter BerÃ¼ck</span>­<span>sichtigung des Saldovortrags des Vorjahres, und allen vor Berechnung des Saldos der Erfolgs</span>­<span>rechnung ausge­schiedenen Teilen des GeschÃ¤ftsergebnisses zusammen, die nicht zur Deckung von geschÃ¤ftsmÃ¤ssig begrÃ¼ndetem Aufwand verwendet werden, wie insbesondere offene und verdeckte GewinnausschÃ¼ttungen und geschÃ¤ftsmÃ¤ssig nicht begrÃ¼ndete Zuwendungen an Dritte oder geschÃ¤ftsmÃ¤ssig nicht begrÃ¼ndete Abschreibungen und RÃ¼ckstellungen </span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>2.3 </span></b><span>GeschÃ¤ftsmÃ¤ssig begrÃ¼ndet sind Aufwendungen, die objektiv im Zusammenhang mit der UnternehmenstÃ¤tigkeit und damit im Interesse des Unternehmensziels getÃ¤tigt werden (vgl. Peter BrÃ¼lisauer/Flurin Poltera, in: Martin Zweifel/Peter Athanas [Hrsg.], Kommentar zum Schweizerischen Steuerrecht </span>Teil <span>I/</span>Band <span>2a, </span>Bundesgesetz Ã¼ber die direkte Bundessteuer [Art. 1â82], <span>2. A., Basel 2008, Art. 58 DBG N</span>.<span> 47 ff.</span>; <span>Stephan Kuhn/Peter BrÃ¼lisauer</span> in: Zweifel/Athanas, <span>Kommentar zum Schweizerischen Steuerrecht I/1, Art. 24 StHG N</span>.<span> 57 ff.). </span>Es muss sich um Aufwendungen handeln, welche die Unternehmung in guten Treuen in ErfÃ¼llung ihres GeschÃ¤ftszwecks getroffen hat, selbst wenn der angestrebte Zweck letztlich nicht erreicht werden konnte oder die verbuchte Aufwendung bei sorgfÃ¤ltigerer oder rationellerer GeschÃ¤ftsfÃ¼hrung hÃ¤tte vermieden werden kÃ¶nnen (Thomas Hilty, Die Besteuerung geldwerter Leistungen, 2. A., Diss. Sankt Gallen 1990, S. 38 f.).</p> <p class="Erwgung2"><b><span>2.4 </span></b><span>Nicht geschÃ¤ftsmÃ¤ssig begrÃ¼ndet sind insbesondere Vorteilszuwendungen an Anteilseigner, welche ihren Grund nicht in der GeschÃ¤ftstÃ¤tigkeit der Gesellschaft, sondern im BeteiligungsverhÃ¤ltnis haben. Zu den letztgenannten Leistungen gehÃ¶ren insbesondere die verdeckten GewinnausschÃ¼ttungen im Sinn von Art.</span> <span>58 Abs.</span> <span>1 lit.</span> <span>b DBG</span> bzw. § 64 Abs. 1 Ziff. 2 lit. e StG<span>. Darunter sind von der Gesellschaft an ihre AktionÃ¤re oder diesen nahestehende Personen bewusst zugewendete geldwerte Vorteile zu verstehen, die unbeteiligten Dritten nicht eingerÃ¤umt wÃ¼rden bzw. worden wÃ¤ren (vgl. RB 1982 Nr.</span> <span>72). Mit der Ausrichtung solcher geldwerten Vorteilen kommt die Gesellschaft nicht geschÃ¤ftlichen Verpflichtungen nach, sondern verwendet Gewinn im Interesse ihrer AktionÃ¤re (Art.</span> <span>660 des Obligationenrechts [OR]; Markus Reich, Verdeckte Vorteils</span>­<span>zuwendungen zwischen verbundenen Unternehmen, ASA 54 [1985/86] </span>S. <span>621</span> <span>f.). Die Ein</span>­<span>rÃ¤umung geldwerter Leistungen kann nicht nur in Form gegenstÃ¤ndlicher VermÃ¶gens</span>­<span>zuwendungen erfolgen; vielmehr bildet jede Leistung der Gesellschaft ohne entsprechende Gegenleistung, die nicht im geschÃ¤ftlichen Interesse, sondern in jenem der AktionÃ¤re gewÃ¤hrt wird, eine GewinnausschÃ¼ttung (Reich, ASA 54 [1985/86]</span> S. <span>635 und 639).</span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>2.5 </span></b><span>Um die Beurteilung der geschÃ¤ftsmÃ¤ssigen BegrÃ¼ndetheit von geltend gemachten Auf</span>­<span>wendungen â mithin der allfÃ¤llig damit verbundenen verdeckten Gewinnaus­schÃ¼t­tungen â zu ermÃ¶glichen, ist die steuerpflichtige Kapitalgesellschaft kraft der sie treffenden gesetzlichen Obliegenheiten gehalten, an der AbklÃ¤rung der behaupteten Tatsachen mitzu­wirken, wobei sie fÃ¼r deren Verwirklichung die Beweislast trÃ¤gt </span>(<span>VGr, 20.</span> <span>Februar 2013, SB.2012.00125, E.</span> <span>2.2). Wenn zwischen den gegenseitigen Leistungen von Kapital</span>­<span>gesellschaft und Anteilseigner ein erhebliches und offensichtliches MissverhÃ¤ltnis zulasten der Gesellschaft besteht, spricht eine natÃ¼rliche Vermutung fÃ¼r eine verdeckten Gewinn</span>­<span>ausschÃ¼ttung und gegen eine geschÃ¤ftsmÃ¤ssige BegrÃ¼ndetheit des geltend gemachten Aufwands (vgl. Zweifel/Casanova, Schweizerisches Steuerverfahrensrecht, §</span> <span>19 Rz.</span> <span>7).</span></p> <p class="Erwgung1"><b>3. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b><span>3.1 </span></b><span>Im vorliegenden Fall ist zunÃ¤chst umstritten, ob die Pflichtige Mietaufwendungen fÃ¼r HeimarbeitsplÃ¤tze ("Home Offices") am </span>jeweiligen <span>Wohnort ihrer Anteilseigner als geschÃ¤ftsmÃ¤ssig begrÃ¼ndeten Aufwand </span>steuerlich in Abzug bringen<span> kann. Die Pflichtige hat mit ihren </span>(damals) <span>vier Anteilseignern jeweils einen Mietvertrag Ã¼ber einen BÃ¼roraum ("Home-Office") inklusive Infrastruktur und Mitbenutzung von Badezimmer und KÃ¼che am Wohnort bzw. in der Privatwohnung des jeweiligen Anteilseigner abgeschlossen. Als Nettomietzins wurde</span>n<span> jeweils Fr.</span> â¦<span> vereinbart, zuzÃ¼glich Fr.</span> â¦<span> Anteil an der Infrastruktur. GemÃ¤ss Beschwerdeschrift </span>sollen<span> die angemieteten "Home Offices" einzig fÃ¼r die AusÃ¼bung der GeschÃ¤ftsaktivitÃ¤ten der Pflichtigen genutzt </span>worden sein <span>und </span>soll <span>der Mietpreis von Fr.</span> â¦<span> drittvergleichskonform</span> erscheinen<span>.</span></p> <p class="Erwgung2"><b>3.2 </b><span>Gegenstand eines Mietvertrags ist gemÃ¤ss Art.</span> <span>253 OR die entgeltliche GebrauchsÃ¼berlassung einer Sache, was bei der BÃ¼romiete rÃ¤umlich abgegrenzte RÃ¤umlichkeiten voraussetzt. Mietrechtlich kann eine juristische Person ohne </span>W<span>eiteres BÃ¼rorÃ¤umlichkeiten von ihren eigenen Anteilseignern mieten, handelt es sich doch hierbei um zwei rechtlich selbstÃ¤ndige Parteien</span> (vgl. auch Hilty, S. 38)<span>. </span></p> <p class="Erwgung2"><span>In de</span>n<span> eingereichten Mietvertr</span>Ã¤gen<span> vom 1.</span> <span>Januar 2006 ist nicht konkret spezifiziert, </span>ob und <span>welcher Raum konkret fÃ¼r GeschÃ¤ftszwecke als "Home Office" vom restlichen (privat genutzten) Wohnbereich ausgeschieden und der Pflichtigen zum </span>exklusiven <span>Gebrauch Ã¼berlassen worden ist. Das konkrete Mietobjekt wird damit im schriftlichen Mietvertrag nicht nÃ¤her umschrieben und es bleibt unklar, ob tatsÃ¤chlich ein flÃ¤chenmÃ¤ssig zumindest bestimmbarer Arbeitsraum als Mietobjekt ausgeschieden wurde. Fehlt es an einer effektiven Ausscheidung von RÃ¤umlichkeiten, ist mangels bestimmter Mietsache im Sinn der vorinstanzlichen ErwÃ¤gungen </span>allenfalls <span>bereits ein </span>zivilrechtlich <span>gÃ¼ltiger Mietvertrag zu verneinen. Die Frage muss vorliegend aber nicht abschliessend beantwortet werden, da der geltend gemachte Mietaufwand mangels geschÃ¤ftlicher BegrÃ¼ndetheit </span>ohnehin <span>nicht zum Abzug zuzulassen ist.</span></p> <p class="Erwgung2"><b>3.3 </b> </p> <p class="Erwgung3"><b>3.3.1 </b>Mietet eine juristische Person MietrÃ¤umlichkeiten von den eigenen Anteilseignern (oder diesen nahestehenden Personen), ist der daraus resultierende Mietaufwand steuerlich abzugsfÃ¤hig, sofern er geschÃ¤ftsmÃ¤ssig begrÃ¼ndet ist und der vereinbarte Mietzins insbesondere einem Drittvergleich standhÃ¤lt (BGr, 1. Oktober 2012, 2C_278/2012, E. 2 f.). </p> <p class="Erwgung2"><span>Dies gilt selbst dann, wenn der vermietende Anteilseigner die BÃ¼rorÃ¤umlichkeiten im Interesse der von ihm (mit-)beherrschten Gesellschaft gleich selbst </span>als Heimarbeitsplatz <span>nutzt und die angrenzenden RÃ¤umlichkeiten privat bewohnt. Allerdings ist der angemessene Mietzins in letztgenannter Konstellation nicht mit dem </span>Ã¼blichen <span>Mietzins von vermieteten GeschÃ¤ftsrÃ¤umlichkeiten vergleichbar, da die angemieteten BÃ¼ro</span>­<span>rÃ¤umlich</span>­<span>keiten Teil einer bewohnten Wohnung sind und damit </span>praktisch nur der dort bereits wohnenden Person<span> als Arbeitsort zur VerfÃ¼gung gestellt werden kÃ¶nnen (vgl. VGr, 4.</span> <span>Oktober 2000, SB.1999.00094, E.</span> <span>3.a</span> [nicht auf www.vgrzh.ch verÃ¶ffentlicht]<span>). </span></p> <p class="Erwgung2">Zudem ist davon auszugehen, dass gelegentliche geschÃ¤ftliche Arbeiten in einer Privatwohnung noch keine (relevanten) Mehrkosten verursachen. Eine gesonderte EntschÃ¤digung fÃ¼r die gelegentliche geschÃ¤ftliche Nutzung privater RÃ¤umlichkeiten ist damit unÃ¼blich und hÃ¤lt einem Drittvergleich nicht stand. Es muss vielmehr ein besonderer Raum aus der Wohnung ausgeschieden worden sein, welcher zur Hauptsache Erwerbszwecken dient und in welchem ein wesentlicher Teil der Erwerbsarbeit erledigt wird. Wer zuhause gelegentlich geschÃ¤ftliche Telefonate entgegennimmt, GeschÃ¤ftsmails beantwortet usw., wird allenfalls fÃ¼r die hierfÃ¼r aufgewendete Zeit und die entstandenen Kommunikations(mehr)kosten entschÃ¤digt, wÃ¤hrend eine zusÃ¤tzliche EntschÃ¤digung fÃ¼r die benutzten RÃ¤umlichkeiten unter Drittbedingungen unÃ¼blich ist. Dasselbe gilt auch, wenn einzelne GeschÃ¤ftsunterlagen zuhause aufbewahrt werden. </p> <p class="Urteilstext">HeimarbeitsplÃ¤tze bieten sodann fÃ¼r eine Gesellschaft primÃ¤r dann Vorteile, wenn dadurch eigene BÃ¼roinfrastruktur eingespart werden kann. Sind jedoch bereits genÃ¼gend feste oder mobile BÃ¼roplÃ¤tze am GeschÃ¤ftsort vorhanden, bringen HeimarbeitsplÃ¤tze fÃ¼r die Gesellschaft meist keinen Mehrwert, weshalb sie diese unter Drittbedingungen in der Regel auch nicht gesondert entschÃ¤digt. </p> <p class="Erwgung2">Die geschÃ¤ftsmÃ¤ssige BegrÃ¼ndetheit von Mietaufwendungen fÃ¼r HeimarbeitsplÃ¤tze verhÃ¤lt sich damit weitgehend spiegelbildlich zur steuerlichen AbzugsfÃ¤higkeit privater Arbeitszimmer: Diese werden bei unselbstÃ¤ndiger ErwerbstÃ¤tigkeit nur dann als Berufskosten anerkannt, wenn die steuerpflichtige Person einen wesentlichen Teil der beruflichen Arbeit zu Hause erledigt, weil am Arbeitsort kein Arbeitsraum zur VerfÃ¼gung steht oder dessen Benutzung nicht mÃ¶glich oder zumutbar ist. Hierbei muss ein besonderer Raum aus der Wohnung ausgeschieden worden sein, welcher zur Hauptsache beruflichen Zwecken dient, wÃ¤hrend gelegentliche berufliche Arbeiten in der Privatwohnung keine abzugsfÃ¤higen Mehrkosten verursachen (vgl. Richner et al., § 26 StG N. 30). </p> <p class="Erwgung3"><b>3.3.2 </b>GemÃ¤ss EinsprachebegrÃ¼ndung vom 22. April 2014 verfÃ¼gten drei der (damals) vier Anteilseigner Ã¼ber keine festen ArbeitsplÃ¤tze am GeschÃ¤ftssitz, da sie im Zusammenhang mit der Kundenakquisition und -pflege sowie aufgrund von Verhandlungen und Projekten immer ausser Haus tÃ¤tig gewesen seien. Ihre sporadische Anwesenheit am GeschÃ¤ftssitz hÃ¤tte sich auf Sitzungen der GeschÃ¤ftsleitung, Besprechungen mit Kunden und Projektleitern sowie PersonalgesprÃ¤che beschrÃ¤nkt, wofÃ¼r sie die gerade freien ArbeitsplÃ¤tze oder die Sitzungszimmer benutzt hÃ¤tten. Weil die am operativen GeschÃ¤ft der Pflichtigen beteiligten Partner hauptsÃ¤chlich ausserhalb des GeschÃ¤ftssitzes tÃ¤tig seien, mÃ¼ssten diese jedoch jederzeit, also auch an Wochenenden und am spÃ¤ten Abend, erreichbar sein und Zugriff auf das System der Pflichtigen haben. Lediglich ein Anteilseigner habe als CEO Ã¼ber einen eigenen Arbeitsplatz am GeschÃ¤ftsort verfÃ¼gt, das BÃ¼ro aber mit dem Personalverantwortlichen teilen mÃ¼ssen und einen Grossteil seiner Zeit auf externen Projekten gearbeitet.</p> <p class="Erwgung3"><b>3.3.3 </b>Wie sich aus diesen AusfÃ¼hrungen ergibt, waren die Anteilseigner zumindest zu den HauptgeschÃ¤ftszeiten meist unterwegs und haben sich in diesen Zeiten weder im GeschÃ¤ft noch zuhause aufgehalten. FÃ¼r ihre Arbeit und ihre Erreichbarkeit waren die Anteilseigner nicht auf einen fixen Arbeitsplatz an ihrem Wohnort, sondern auf mobile Arbeitsplattformen fÃ¼r unterwegs angewiesen. Ihre geschÃ¤ftliche TÃ¤tigkeit zuhause beschrÃ¤nkte sich sodann weitgehend darauf, auch ausserhalb der normalen Arbeitszeiten fÃ¼r geschÃ¤ftliche Zwecke erreichbar zu sein. Zudem griffen sie von dort aus auf das System der Pflichtigen zu und kontrollierten ihren E-Mail-Posteingang. Es ist damit davon auszugehen, dass sie lediglich gelegentliche geschÃ¤ftliche Arbeiten von zuhause ausfÃ¼hrten, den grÃ¶ssten Teil ihrer Arbeit jedoch unterwegs oder am GeschÃ¤ftsort erledigten, wo sie zumindest Ã¼ber mobile ArbeitsplÃ¤tze verfÃ¼gten. Wie die Vorinstanz bereits zutreffend ausfÃ¼hrte, sind damit zwar die Ã¼blichen Kosten fÃ¼r mobile Kommunikationsmittel (Notebooks, Tablets, Smartphones sowie diesbezÃ¼gliche Betriebskosten wie Handy- und Internetabo) geschÃ¤ftsmÃ¤ssig begrÃ¼ndet und entsprechend abzugsfÃ¤hig. Die Notwendigkeit eines "Home Offices" ergibt sich hieraus jedoch nicht. Die Pflichtige hat sodann auch nicht substanziiert dargelegt, weshalb die Ablage "vertraulicher Dokumente" die Anmietung von RÃ¤umlichkeiten am Wohnsitz der Pflichtigen erfordern sollte, zumal der Vorinstanz zuzustimmen ist, dass Dokumente von geschÃ¤ftlicher Wichtigkeit in der Regel am GeschÃ¤ftssitz aufzubewahren sind, damit sie allen GeschÃ¤ftsleitungsmitgliedern zugÃ¤nglich bleiben.</p> <p class="Erwgung2">Weiter sind die<span> angemieteten RÃ¤umlichkeiten im Mietvertrag nicht nÃ¤her umschrieben </span>worden, wodurch<span> die Abgrenzung zu den privat genutzten RÃ¤umen erschwert und eine Weiternutzung zu privaten Zwecken grundsÃ¤tzlich mÃ¶glich</span> ist<span>. Die RÃ¤umlichkeiten wurden zudem vor Abschluss der MietvertrÃ¤ge privat genutzt bzw. waren Bestandteil der WohnrÃ¤umlichkeiten der Anteilseigner. Auch dies legt nahe, dass eine effektive Umnutzung als GeschÃ¤ftsrÃ¤umlichkeit nicht oder hÃ¶chstens beschrÃ¤nkt stattgefunden hat. Damit erscheint aber auch unklar, welche</span> relevanten Mehrkosten den Anteilseignern erwachsen sind und welchen<span> konkrete</span>n<span> Mehrwert die Anmietung der HeimarbeitsplÃ¤tze fÃ¼r die Pflichtige brachte</span> â bzw. welche angemessene Gegenleistung sie fÃ¼r den entrichteten Mietzins erhielt<span>.</span> </p> <p class="Erwgung2"><span>Zudem wurden lediglich bei den Anteilseignern Home Offices angemietet, wÃ¤hrend von den Ã¼brigen Mitarbeitern PrÃ¤senz am Arbeitsort bzw. mobile Erreichbarkeit als ausreichend erachtet wurde. Dies indiziert bereits, dass die BeteiligungsverhÃ¤ltnisse und nicht geschÃ¤ftsmÃ¤ssige Erfordernisse ausschlaggebend fÃ¼r die Anmietung waren, zumal die Pflichtige wenig Ã¼berzeugende Argumente fÃ¼r die Differenzierung zwischen Anteilseignern und Ã¼brigen Mitarbeitern vorbringt</span>: So ist Ã¼blicherweise gerade bei operativ tÃ¤tigen GeschÃ¤ftsleitungsmitgliedern eine erhÃ¶hte PrÃ¤senz am GeschÃ¤ftsort wichtig, weshalb die entgeltliche Einrichtung von HeimarbeitsplÃ¤tzen primÃ¤r der Bequemlichkeit und persÃ¶nlichen PrÃ¤ferenzen der Anteilseigner, nicht aber den Interessen der Pflichtigen zugedient haben dÃ¼rfte. Ein Anteilseigner wohnte zudem zu Beginn der Anmietung der HeimarbeitsplÃ¤tze noch in J und damit lediglich rund 15 Autominuten vom GeschÃ¤ftssitz der Pflichtigen entfernt. </p> <p class="Erwgung2"><span>Geht man aber im Sinn obenstehender AusfÃ¼hrungen davon aus, dass die Anteilseigner ohnehin stets mobil erreichbar sein mussten, nur gelegentlich zuhause arbeiteten, am GeschÃ¤ftsort genÃ¼gend freie ArbeitsplÃ¤tze vorhanden waren und eine private Weiternutzung der angemieteten HeimarbeitsplÃ¤tze zumindest vertraglich nicht ausgeschlossen war, ist nicht ersichtlich, inwiefern die Pflichtige von den angemieteten RÃ¤umlichkeiten objektiv profitieren </span>konnte<span>. Damit besteht aber ein offensichtliches MissverhÃ¤ltnis zwischen dem vereinbarten Mietpreis und dem tatsÃ¤chlichen Nutzen fÃ¼r die Gesellschaft und die geschÃ¤ftsmÃ¤ssige UnbegrÃ¼ndetheit ist zu vermuten. Es wÃ¤re in dieser Situation an der Pflichtigen gelegen, durch eine substanziierte Sachdarstellung die geschÃ¤ftsmÃ¤ssige BegrÃ¼ndetheit des geltend gemachten Mietaufwands darzulegen und insbesondere auch darzulegen, weshalb die offensichtlich vorhandenen mobilen Arbeitsplattformen der Anteilseigner </span>(und der vorhandene fixe Arbeitsplatz fÃ¼r den CEO) <span>den geschÃ¤ftlichen Erfordernissen nicht genÃ¼gt haben sollten. Damit ist der geltend gemachte Mietaufwand </span>fÃ¼r die HeimarbeitsplÃ¤tze in HÃ¶he von Fr. â¦ (4 x 12 x Fr. â¦) pro Steuerperiode <span>vollstÃ¤ndig aufzurechnen, zumal der fÃ¼r eine mobile Erreichbarkeit teilweise allenfalls berechtige und im Mietaufwand mitenthaltene "Anteil Infrastruktur" eine bereits anderweitig in Abzug gebrachte PauschalvergÃ¼tung fÃ¼r die Internetnutzung mitenthÃ¤lt. </span></p> <p class="Erwgung1"><b>4. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>4.1 </b> </p> <p class="Erwgung3"><b>4.1.1 </b>RÃ¼ckstellungen sind gemÃ¤ss Art. 58 Abs. 1 lit. b DBG und § 64 Abs. 1 Ziff. 2 lit. b StG aufzurechnen, wenn sie geschÃ¤ftsmÃ¤ssig unbegrÃ¼ndet sind. Die steuerliche Anerkennung von GarantierÃ¼ckstellungen setzt voraus, dass eine gesetzliche, vertragliche oder aus kaufmÃ¤nnischer Gepflogenheit herrÃ¼hrende Verpflichtung zur MÃ¤ngelbeseitigung besteht und mit der Erbringung der entsprechenden Leistung ernsthaft zu rechnen ist (RB 1983 Nr. 47, vgl. auch Art. 63 Abs. 1 DBG). Die HÃ¶he der steuerlich abzugsfÃ¤higen RÃ¼ckstellungen bemisst sich hierbei entweder am Betrag bereits hÃ¤ngiger SchadensfÃ¤lle oder aus den Erfahrungszahlen vorangegangener GeschÃ¤ftsjahre, wenn in einem Unternehmen regelmÃ¤ssig Garantieleistungen zu erbringen sind (vgl. auch Art. 960e Abs. 3 Ziff. 1 OR). AllfÃ¤llige Versicherungsleistungen Dritter oder Garantieleistungen von Lieferanten sind dabei mindernd zu berÃ¼cksichtigen. Umsatzbezogene Pauschalen wÃ¤ren sowohl bei der direkten Bundessteuer als auch im harmonisierten kantonalen Steuerrecht zulÃ¤ssig (BGr, 29. September 2008, 2C_553/2007, E. 2.1), werden in der ZÃ¼rcher Praxis jedoch lediglich im baugewerblichen Bereich anerkannt (vgl. Richner et al. § 64 StG N. 124; Markus Reich/Marina ZÃ¼ger in: Zweifel/Athanas, Kommentar zum Schweizerischen Steuerrecht I/2a, Art. 29 DBG N. 16; JÃ¼rg Altdorfer/Fabian Duss/Michael Felber, Die steuerliche Gewinnermittlung unter neuem Rechnungslegungsrecht, ASA 83 [2014/2015], S. 539 f.).</p> <p class="Erwgung2"><b><span>4.2 </span></b><span> </span></p> <p class="Erwgung3"><b>4.2.1 </b>Die Pflichtige hat in den Erfolgsrechnungen 2010 und 2011 neue GarantierÃ¼ckstellungen in HÃ¶he von Fr. â¦ bzw. Fr. â¦ verbucht, wodurch sich die GarantierÃ¼ckstellungen auf insgesamt Fr. â¦ (per Ende 2010) bzw. Fr. â¦ (per Ende 2011) erhÃ¶ht haben sollen. GemÃ¤ss der Pflichtigen sollen die gesamten verbuchten GarantierÃ¼ckstellungen 5 % des Jahresumsatzes entsprechen. </p> <p class="Erwgung3">Da pauschale RÃ¼ckstellungen ausserhalb des baugewerblichen Bereichs praxisgemÃ¤ss nicht anzuerkennen sind, ist deren steuermindernde BerÃ¼cksichtigung jedoch nur insoweit mÃ¶glich, als dass deren geschÃ¤ftsmÃ¤ssige BegrÃ¼ndetheit konkret nachgewiesen wird. </p> <p class="Erwgung3"><b>4.2.2 </b>AnlÃ¤sslich einer steueramtlichen BuchprÃ¼fung betreffend die GeschÃ¤ftsjahre 2010 und 2011 konnten keine konkreten GarantiefÃ¤lle aufgezeigt werden. Die Pflichtige hat es sodann auch im nachfolgenden Auflageverfahren versÃ¤umt, konkrete GarantiefÃ¤lle in den fraglichen Steuerperioden nachzuweisen und entsprechende schriftliche MÃ¤ngelrÃ¼gen ihrer Kundschaft einzureichen. Sie begrÃ¼ndet ihre SÃ¤umnis damit, dass in ihrer Branche MÃ¤ngel Ã¼blicherweise telefonisch gerÃ¼gt wÃ¼rden, dass sie ihre Garantieleistungen gegenÃ¼ber den Kunden kulant, unbÃ¼rokratisch und schnell beheben wolle und dass sie deshalb keine schriftlichen RÃ¼gen verlange. </p> <p class="Erwgung2">Stattdessen versuchte die Pflichtige die geschÃ¤ftsmÃ¤ssige BegrÃ¼ndetheit der getÃ¤tigten GarantierÃ¼ckstellungen mittelbar nachzuweisen. Hierzu reichte sie einen Muster-Rahmen­vertrag (<span>Version 25.</span> <span>Juni 2014)</span> und Beispiele konkreter RahmenvertrÃ¤ge, im<span> Wesentlichen kundenbezogene Aufstellungen Ã¼ber per 2011 bzw. 2012 "nicht fakturierte Leistungen"</span> samt Rechnungsdetails<span>, </span>eine<span> tabellarische Zusammenstellung von zwischen Juli 2012 und September 2014 ausgefÃ¼hrten Arbeiten </span>sowie <span>Auflistung</span>en<span> der </span>2011 insgesamt und <span>fÃ¼r das </span>"<span>Projekt D</span>" im speziellen <span>aufgewendeten "K-Stunden"</span> ein.</p> <p class="Erwgung3"><b>4.2.3 </b>Die eingereichten Unterlagen sind jedoch allesamt nicht geeignet, den Umfang vertraglicher Garantieleistungen nachzuweisen oder die hierfÃ¼r getÃ¤tigten RÃ¼ckstellungen zu plausibilisieren: </p> <p class="Erwgung4"><b>4.2.3.1 </b>Der eingereichte Muster-Rahmenvertrag hÃ¤lt in Ziff. 8.1 fest, dass die Pflichtige innert 180 Tage nach Abnahme der Realisierungsdienstleistungen (bzw. 1 Jahr fÃ¼r den Jahresabschluss) schriftlich gerÃ¼gte und zweckdienlich dokumentierte, nachvollziehbare MÃ¤ngel auf eigene Kosten nachbessert. Des Weiteren werden gewisse Minderungs- und RÃ¼cktrittsrechte vorgesehen, falls eine Nachbesserung misslingt. </p> <p class="Erwgung3">Es ist unklar, inwieweit bereits in den strittigen Steuerperioden entsprechende Garantiebestimmungen (regelmÃ¤ssig) zur Anwendung gelangten, datiert die in den Akten liegende Version des Muster-Rahmenvertrags doch auf den 25. Juni 2014, wenngleich auch ein konkreter Rahmenvertrag aus dem Jahr 2010 eingereicht wurde. Aber selbst wenn die Pflichtige â wie von ihr behauptet â bereits in den strittigen Steuerperioden regelmÃ¤ssig entsprechende Garantiebestimmungen in ihre VertrÃ¤ge aufgenommen haben sollte, weisen diese lediglich eine vertragliche Grundlage, jedoch noch keinen tatsÃ¤chlichen GarantierÃ¼ckstellungsbedarf nach. </p> <p class="Erwgung2"><span>Die Pflichtige sieht in Ziff.</span> <span>8.1 ihres Muster-Rahmenvertrags (Version vom 25.</span> <span>Juni 2014) und in Ziff.</span> <span>11.3 des eingereichten Rahmenvertrags mit der C AG vom 3.</span> <span>Februar 2010 sodann selbst vor, dass GarantiemÃ¤ngel schriftlich zu rÃ¼gen und durch den Kunden zweckdienlich zu dokumentieren sind, womit es ihr mÃ¶glich sein mÃ¼sste, ihre </span>konkreten <span>GarantiefÃ¤lle entsprechend zu belegen. </span>Ihre Behauptung, auf schriftliche RÃ¼gen jeweils verzichtet zu haben,<span> erscheint </span>damit unglaubhaft und widerspricht ihren eigenen rahmenvertraglichen Vorgaben. Zudem dÃ¼rften sich auch ihre <span>jeweiligen Kunden </span>kaum mit einer mÃ¼ndlichen RÃ¼ge begnÃ¼gt haben, haben diese doch ebenfalls ein immanentes Interesse, sich <span>zu Beweiszwecken schriftlich ab</span>zusichern und z.<span> </span>B. die Einhaltung von Garantiefristen zu dokumentieren<span>. Selbst wenn </span>einzelne <span>Kunden entgegen den rahmenvertraglichen Vorgaben lediglich mÃ¼ndliche RÃ¼gen erh</span>ob<span>en haben sollten, </span>wÃ¤ren<span> zumindest schriftliche Telefon- und Aktennotizen </span>der Pflichtigen <span>zu den (mÃ¼ndlich) gerÃ¼gten MÃ¤ngeln zu erwarten: Deren hinreichende Dokumentation dÃ¼rfte gerade in der IT-Branche zum Standard gehÃ¶ren, ist eine solche doch bereits zur Vermeidung zukÃ¼nftiger GarantiefÃ¤lle und zur Koordination innerhalb einer arbeitsteiligen Unternehmung unerlÃ¤sslich.</span> Der Umstand, dass die Pflichtige dennoch keinerlei konkreten MÃ¤ngelrÃ¼gen vorzulegen vermochte, indiziert damit bereits das Fehlen entsprechender GarantiefÃ¤lle und eines entsprechenden RÃ¼ckstellungsbedarfs.</p> <p class="Erwgung4"><b>4.2.3.2 </b>Die zum mittelbaren Nachweis erbrachter Garantieleistungen eingereichte tabellarische Zusammenstellung von zwischen Juli 2012 und September 2014 ausgefÃ¼hrten Arbeiten betrifft die vorliegend nicht im Streit stehende Zeitperiode vom 18. Juli 2012 bis zum 22. August 2014. Da die rahmenvertragliche Garantiefrist der Pflichtigen grundsÃ¤tzlich nur 180 Tage nach Abnahme betrug, dÃ¼rften die gemÃ¤ss der Zusammenstellung ausgefÃ¼hrten Arbeiten in der Regel keine GarantierÃ¼ckstellungen in den Steuerperioden 2010 und 2011 ausgelÃ¶st haben. Aus der tabellarischen Zusammenstellung geht zudem nicht hervor, ob es sich bei den ausgefÃ¼hrten Arbeiten um vertraglich vereinbarte Garantieleitungen oder um bereits pauschal bzw. nach Aufwand abgegoltene Wartungs-, Entwicklungs- und Supportkosten handelt. Auf Letzteres deuten zumindest die intern verwendeten Labels ("maintenance", "deployment", "support" usw.) hin. </p> <p class="Erwgung4"><b>4.2.3.3 </b>Auch die Aufstellungen Ã¼ber per 2011 bzw. 2012 "nicht fakturierte Leistungen" betreffen angesichts der kurzen Garantiefristen der Pflichtigen nur teilweise die hier zur Beurteilung stehenden Steuerperioden 2010 und 2011. Nicht fakturierte Leistungen kÃ¶nnen insbesondere aber auch nicht mit Garantieleistungen gleichgesetzt werden. Werden dem Kunden Leistungen nicht fakturiert, kann dies im IT-GeschÃ¤ft vielmehr auch andere GrÃ¼nde haben: Wie die Vorinstanz zutreffend ausfÃ¼hrte, gehÃ¶ren TestlÃ¤ufe und Fehlerbehebungen bei der Entwicklung und Implementierung von SoftwarelÃ¶sungen zur normalen ErfÃ¼llung des jeweiligen Kundenauftrags. Entsprechende Leistungen werden dem IT-Dienstleister pauschal oder nach Aufwand vergÃ¼tet. Bei Vereinbarung einer pauschalen VergÃ¼tung werden die Kosten fÃ¼r Fehlerbehebungen dem Kunden nicht mehr (zusÃ¤tzlich) nach Aufwand in Rechnung gestellt, woraus nicht fakturierte Leistungen resultieren kÃ¶nnen, welche nicht im Zusammenhang mit Garantieleistungen stehen. Die Pflichtige hat zwar Rechnungsdetails vorgelegt, aus welchen die von ihr ausgeÃ¼bten und dem Kunden nicht verrechneten TÃ¤tigkeiten nÃ¤her spezifiziert werden. Ob es sich aber um Garantieleistungen oder bereits pauschal vergÃ¼tete Posten handelt, geht auch aus diesen Rechnungsdetails nicht hervor. Die verwendeten Beschreibungen â wie z.<span> </span>B. "Customizing", "Entwicklung", "Anpassungen", "Testing", " Vorstellungsmeeting Monitoring", "Vorbereiten Meeting Mittwoch, Durcharbeiten Themenpunkte mit Kunde fÃ¼r Offerte" â deuten allerdings eher auf Vorbereitungsarbeiten, Anpassungen an KundenwÃ¼nsche und Ã¼bliche Entwicklungs- und Implementierungsarbeiten denn auf Garantieleistungen hin. Die eingereichten Aufstellungen Ã¼ber nicht fakturierte Leistungen sind damit weder zum Nach­weis, noch zur Plausibilisierung des tatsÃ¤chlichen GarantierÃ¼ckstellungsbedarfs geeignet.</p> <p class="Erwgung4"><b>4.2.3.4 </b>Ebenso wenig lassen die eingereichten Auflistungen der allgemein und fÃ¼r das Projekt D im Speziellen aufgewendeten "K-Stunden" RÃ¼ckschlÃ¼sse auf den geltend gemachten GarantierÃ¼ckstellungsbedarf zu. Bei "K" handelt es sich um ein von der Pflichtigen entwickeltes Zeit- und Spesenerfassungsprogramm, bei welchem zahlreiche Garantie- und Kulanzarbeiten angefallen sein sollen. Die fÃ¼r dieses Projekt aufgelisteten Arbeitsstunden werden als "G.Arbeit" bezeichnet, was mÃ¶glicherweise fÃ¼r "Garantie-Arbeiten" stehen kÃ¶nnte. Die nÃ¤heren Beschreibungen unter der Rubrik "Projekttext" (z.<span> </span>B. "Coding + Implementation", "Projekt Management", "Infrastructure") deuten allerdings nicht auf Garantiearbeiten hin. Auch fehlen Angaben zur Art der geleisteten Garantiearbeiten und insbesondere auch jegliche Dokumentation entsprechender MÃ¤ngelrÃ¼gen, wie sie nach den mustervertraglichen Vorgaben der Pflichtigen und Ã¼blichen GeschÃ¤ftsusanzen zu erwarten gewesen wÃ¤ren. Die Pflichtige rÃ¤umte zudem mit Eingabe vom 30. April 2013 ein, den spezifischen Anteil der Garantie- und Kulanzarbeiten aus der Kostenstelle "K" nicht herausfiltern zu kÃ¶nnen, weshalb die aufgelisteten Stunden selbst nach Darstellung der Pflichtigen auch einen freiwillig erbrachten Kulanzanteil enthÃ¤lt. </p> <p class="Erwgung2">Somit ist nicht ersichtlich<span>, inwiefern die pauschale SchÃ¤tzung </span>der Pflichtigen <span>mit den hierzu nachgereichten Unterlagen in Zusammenhang zu bringen </span>ist<span>.</span> </p> <p class="Erwgung4"><b>4.2.3.5 </b>Die Pflichtige konnte sodann auch keine Erfahrungszahlen vorangegangener GeschÃ¤ftsjahre vorweisen, vielmehr basierten bereits die bis und mit 2009 gebildeten RÃ¼ckstellungen auf (praxisgemÃ¤ss eigentlich nicht anerkennungsfÃ¤higen) PauschalrÃ¼ckstellungen. </p> <p class="Erwgung3"><b>4.2.4 </b>Wird auf eine hinreichende Dokumentation von GarantiefÃ¤llen verzichtet, hat die steuerpflichtige Person die Folgen der daraus resultierenden Beweislosigkeit grundsÃ¤tzlich selbst zu tragen. </p> <p class="Erwgung3">Die steuerrechtliche Praxis hat vereinzelt aber auch ungewisse GarantierÃ¼ckstellungen nach pflichtgemÃ¤ssen Ermessen geschÃ¤tzt, obwohl es sich hierbei eigentlich um eine durch den Pflichtigen nachzuweisende steuermindernde Tatsache handelt (vgl. VGr, 15. November 2006, SB.2006.00046). Da die ZÃ¼rcher Praxis es aber ausserhalb des baugewerblichen Bereichs ablehnt, GarantierÃ¼ckstellungen pauschal anhand des Umsatzes abzuschÃ¤tzen, setzt eine diesbezÃ¼gliche Ermessenstaxation auch eine hinreichende Sachdarstellung der steuerpflichtigen Person hinsichtlich der SchÃ¤tzungsgrundlage voraus, welche sich nicht in AllgemeinplÃ¤tzen zu branchenÃ¼blichen Garantieleistungen erschÃ¶pfen darf.</p> <p class="Erwgung3">Von einer Ermessenstaxation ist vorliegend abzusehen, da es der Pflichtigen mÃ¶glich und zumutbar gewesen wÃ¤re, ihren RÃ¼ckstellungsbedarf durch Vorlage entsprechender schriftlicher MÃ¤ngelrÃ¼gen zu belegen. Zudem ist ihre Sachdarstellung nicht geeignet, eine taugliche SchÃ¤tzungsgrundlage zu liefern, weshalb eine ermessensweise Festsetzung des geschÃ¤ftsmÃ¤ssig begrÃ¼ndeten GarantierÃ¼ckstellungsbedarfs auf einen von der ZÃ¼rcher Praxis ausserhalb des baugewerblichen Bereichs nicht akzeptierten Pauschalabzug hinauslaufen wÃ¼rde (vgl. auch die allgemeinen AusfÃ¼hrungen in E. 2.1 vorstehend). Damit ist der vorinstanzliche Entscheid auch bezÃ¼glich der (vollstÃ¤ndigen) Aufrechnung der 2010 und 2011 vorgenommenen GarantierÃ¼ckstellungen zu bestÃ¤tigen.</p> <p class="Erwgung1"><b>5. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>5.1 </b>Die Pflichtige sponserte per 2010 und 2011 den Sportverein E mit jeweils Fr. â¦. FÃ¼r diesen Betrag erhielt sie zwei SitzplÃ¤tze auf der VIP-TribÃ¼ne in der Kategorie VIP-Mitte und die Mitgliedschaft beim "L-Club", welcher fÃ¼r seine Mitglieder verschiedene AnlÃ¤sse organisiert. </p> <p class="Erwgung2">Weiter ist sie Mitglied des "M-Club" des Sportvereins E mit Anrecht auf zwei weitere SitzplÃ¤tze auf der VIP-TribÃ¼ne sowie der Teilnahme an diversen Club-Events, wofÃ¼r sie dem Sportverein E per 2010 Fr. â¦ und per 2011 Fr. â¦ Ã¼berwies. </p> <p class="Erwgung2"><b>5.2 </b>Die Vorinstanz erachtete die Mitgliedschaft im "L-Club" fÃ¼r geschÃ¤ftsmÃ¤ssig begrÃ¼ndet, da die mit der Mitgliedschaft verbunden SitzplÃ¤tze im VIP-Bereich fÃ¼r Networkingzwecke einsetzbar seien. Hingegen erachtete es die Mitgliedschaft im "M-Club" weitgehend als blosses MÃ¤zenatentum ohne konkrete Gegenleistung und nur insoweit als geschÃ¤ftsmÃ¤ssig begrÃ¼ndet, als die Pflichtige damit zwei weitere SitzplÃ¤tze im VIP-Bereich erhielt. Dies wÃ¤re zum jÃ¤hrlichen Preis von Fr. â¦ aber auch ohne Mitgliedschaft im "M-Club" mÃ¶glich gewesen. Bis auf den Preis der (zusÃ¤tzlichen) beiden SitzplÃ¤tze rechnete die Vorinstanz deshalb die Kosten des "M-Clubs" auf. Das kantonale Steueramt schloss sich der steuerrekursgerichtlichen Auffassung an, womit noch die Aufrechnung von Fr. â¦ (Fr. â¦ ./. Fr. â¦) bzw. Fr. â¦ (Fr. â¦ ./. Fr. â¦) bezÃ¼glich der Mitgliedschaft im "M-Club" strittig ist.</p> <p class="Urteilstext">Ferner rechnete das kantonale Steueramt auch noch einen Privatanteil an den SitzplÃ¤tzen bei den geltend gemachten Reise- und ReprÃ¤sentationsspesen auf (vgl. hierzu E. 5.6 und E. 6 nachstehend).</p> <p class="Erwgung2"><b><span>5.3 </span></b>Der von der Pflichtigen geltend gemachte Aufwand fÃ¼r die Mitgliedschaft beim "M-Club" entspricht (abgerundet) dem mit dem Sportverein E vertraglich vereinbarten Mitgliederbeitrag: So betrÃ¤gt der Ã¼bliche jÃ¤hrliche bzw. saisonale Mitgliederbeitrag Fr. â¦, wobei die Pflichtige in der Saison 2009/2010 (1. Mai 2009 bis 30. April 2010) aufgrund eines Einstiegsrabatts lediglich Fr. â¦ fÃ¼r die Mitgliedschaft im "M-Club" zu entrichten hatte. Bei periodengerechter Abgrenzung waren in der Steuerperiode 2010 damit Fr. â¦ (Fr. â¦ x ⅓ [Jahr] + Fr. â¦ x ⅔ [Jahr]) und in der Steuerperiode 2011 Fr. â¦ fÃ¼r die Mitgliedschaft beim "M-Club" aufzuwenden.</p> <p class="Erwgung2"><b><span>5.4 </span></b>Zuwendungen fÃ¼r sportliche, soziale oder kulturelle Zwecke stellen geschÃ¤ftsmÃ¤ssig begrÃ¼ndete Aufwendungen dar, sofern diese Kosten mindestens einen indirekten Werbeeffekt erzielen und in der Absicht erfolgen, konkrete Ãffentlichkeitsarbeit zur Imagepflege der steuerpflichtigen Person zu betreiben (StE 1997 B 72.14.2 Nr. 19; Richner et al., § 64 StG N. 158). Entscheidend ist damit grundsÃ¤tzlich der (Werbe-)Auftritt nach aussen, gegenÃ¼ber der Werbezielgruppe der steuerpflichtigen Person (vgl. StE 1997 B 72.14.1 Nr. 16).</p> <p class="Erwgung2">Bei fehlendem Aussenauftritt kann ein positiver Werbeeffekt sodann damit erzielt werden, dass die steuerpflichtige Person Zugang zu Sponsorvereinigungen (Memberclubs) erhÃ¤lt, in welchen sie geschÃ¤ftliche Beziehungen pflegen (Networking) oder Lobbyarbeit fÃ¼r ihre geschÃ¤ftlichen Ziele betreiben kann (restriktiver wohl aber StE 1997 B 72.14.1 Nr. 16). Hierzu ist aber zu fordern, dass die Sponsorenvereinigung eine Mitgliederzusammensetzung aufweist, welche fÃ¼r entsprechendes Networking oder entsprechende Lobbyarbeit Ã¼berhaupt geeignet ist, indem z.<span> </span>B. Ã¼berproportional viele potenzielle Kunden oder geschÃ¤ftsrelevante EntscheidungstrÃ¤ger in der entsprechenden Sponsorenvereinigung konzentriert sind. Dies ist bei einer Sponsorenvereinigung ohne relevante BezÃ¼ge zum TÃ¤tigkeitsbereich der steuerpflichtigen Person in der Regel zu verneinen.</p> <p class="Urteilstext">Weiter mÃ¼ssen die aufgewendeten Werbemittel in einem betriebswirtschaftlich vertretbaren VerhÃ¤ltnis <span>zur Unternehmens</span>grÃ¶sse<span> stehen</span>, ebenso <span>zu Art und Umfang des Adressaten</span>­<span>kreises fÃ¼r Werbemassnahmen. Sprengen sie diesen Rahmen, so liegt die Vermutung nahe, die Aufwendungen verfolgten nicht Ziele des Unternehmens, sondern solche von Mitgliedern der GeschÃ¤ftsleitung oder diesen nahestehender Personen, sodass sie nicht mehr als geschÃ¤ftsmÃ¤ssig begrÃ¼ndet zu wÃ¼rdigen wÃ¤ren</span> (StE 1997 B 72.14.1 Nr. 16)<span>.</span></p> <p class="Erwgung2"><b>5.5 </b>Die Mitgliedschaft im "M-Club" ist mit keinem nennenswerten Aussenauftritt der Pflichtigen verbunden und dient primÃ¤r der Beziehungspflege innerhalb des "M-Clubs" und den damit verbundenen exklusiven Veranstaltungen. Die Pflichtige fÃ¼hrt in ihrer Beschwerde sodann auch aus, dass der fÃ¼r die AbzugsfÃ¤higkeit von Sponsoringaufwendungen erforderliche positive Werbeeffekt konkret darin bestehe, dass die Mitgliedschaft im "M-Club" dem Networking diene und ihr exklusiven Zugang zu diversen wichtigen EntscheidungstrÃ¤gern und potenziellen Kunden ermÃ¶gliche. </p> <p class="Urteilstext">Die im IT-Bereich tÃ¤tige und im Kanton ZÃ¼rich domizilierte Pflichtige weist aber weder zu G noch zum gesponsorten Sport besondere BezÃ¼ge auf, wenngleich einzelne GeschÃ¤ftskunden aus dem Raum G stammen oder BezÃ¼ge zum Sportverein E aufweisen. Es ist nicht ersichtlich, weshalb gerade eine Sponsorenvereinigung fÃ¼r den Sportverein E ihr GeschÃ¤ftskontakte fÃ¼r Lobbyarbeit oder Networking vermittelt sollte. Das sportnahe Umfeld des "M-Clubs" bietet der Pflichtigen auch keine geeignete BÃ¼hne, ihr sportfremdes KerngeschÃ¤ft allfÃ¤lligen GesprÃ¤chspartnern zu prÃ¤sentieren. Der blosse Umstand, dass der "M-Club" eine Ã¼berschaubare und exklusive Anzahl Mitglieder aufweist, mit welchen die Pflichtige auch bereits einzelne GeschÃ¤fte abschliessen konnte, reicht fÃ¼r die geschÃ¤ftsmÃ¤ssige BegrÃ¼ndetheit der hierfÃ¼r aufgewendeten (erheblichen) Mittel nicht aus. Zwar setzt die Entrichtung der MitgliedergebÃ¼hr im "M-Club" eine gewisse FinanzstÃ¤rke des jeweiligen Sponsors voraus, ansonsten ist der Mitgliederkreis des "M-Clubs" jedoch keineswegs speziell auf den potenziellen Kundenkreis der Pflichtigen zugeschnitten. Aufgrund der unspezifischen Zusammensetzung des "M-Club" ist sodann davon auszugehen, dass die darin vermittelten GeschÃ¤fte auf blossen Zufallskontakten basieren und nicht Teil einer objektiv nachvollziehbaren, geschÃ¤ftsmÃ¤ssig begrÃ¼ndbaren Akquisitionsstrategie sind. Die hierfÃ¼r beweispflichtige Pflichtige hat insbesondere nicht hinreichend substanziiert, inwiefern ihr gerade ihre Mitgliedschaft beim "M-Club" konkrete AuftrÃ¤ge vermittelt haben soll. Der Umstand, dass einzelne EntscheidungstrÃ¤ger von GeschÃ¤ftspartnern zufÃ¤lligerweise ebenfalls in derselben Sponsorenvereinigung verkehrt haben (kÃ¶nnten) und dort auch GeschÃ¤ftliches besprochen wurde, reicht hierzu nicht aus. </p> <p class="Erwgung2"><b>5.6 </b>Die geschÃ¤ftsmÃ¤ssige BegrÃ¼ndetheit der (teilweise aus der Mitgliedschaft im "L-" bzw. "M-Club" resultierenden) vier SitzplÃ¤tze im VIP-Bereich wurde von der Vorinstanz sodann grundsÃ¤tzlich nicht bestritten. Dem ist zuzustimmen, soweit diese auch tatsÃ¤chlich zur Kontaktpflege mit potenziellen Kunden und EntscheidungstrÃ¤gern zum Einsatz gekommen sind und nicht von den Anteilseignern oder diesen nahestehenden Personen rein privat benutzt wurden. Die <span>eingereichten Konsumationsbelege in der F-Arena </span>in G haben allerdings <span>ganz Ã¼berwiegend Tage betroffen, in welchen die Pflichtige gemÃ¤ss eigenen Angaben Ã¼berhaupt keine GeschÃ¤ftspartner als GÃ¤ste auf ihren VIP-PlÃ¤tzen empfangen, gleichwohl aber </span>S<span>piele des S</span>portvereins <span>E stattgefunden haben. </span>Die Behauptung der Pflichtigen, dass sÃ¤mtliche Konsumationen der Kundenpflege und -akquirierung gedient hÃ¤tten, erscheint damit ebenso wenig glaubhaft wie die Annahme, dass die SitzplÃ¤tze wÃ¤hrend dieser Zeit ausschliesslich geschÃ¤ftlich genutzt worden sind. <span>Da die Pflichtige </span>ansonsten <span>nicht weiter substanziiert hat, in welche</span>m<span> geschÃ¤ftlichen Zusammenhang diese Konsumationen erfolgt sind, ist </span>auch <span>eine private Nutzung </span>der VIP-SitzplÃ¤tze anzunehmen. Dies erst recht, da<span> grÃ¶ssere Sponsorenevents meist nicht an Spieltagen stattfinden</span> und die Pflichtige in ihrer Eingabe vom 30. April 2013 auch nicht behauptet, dass die Konsumationen ausserhalb des Kontextes eines konkreten Matches stattgefunden hÃ¤tten<span>. </span>Es erscheint damit bereits eher wohlwollend, wenn die Vorinstanz die Kosten der Mitgliedschaft im "L-Club" und von zwei zusÃ¤tzlichen <a id="OLE_LINK1">SitzplÃ¤tzen im VIP-Bereich </a>gleichwohl als Ã¼berwiegend geschÃ¤ftsmÃ¤ssig begrÃ¼ndet erachtet hat und lediglich einen relativ bescheidenen Privatanteil ausgeschieden hat (vgl. E. 6 nachstehend). Die vorinstanzlich vorgenommene Aufrechnung beim Werbeaufwand (Sport-Sponsoring) der Pflichtigen ist damit zu bestÃ¤tigen.</p> <p class="Erwgung1"><b>6. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>6.1 </b>Steuermindernd geltend gemachte <span>Reise- und ReprÃ¤sentationsspesen </span>sind sowohl hinsichtlich ihres Umfangs als auch hinsichtlich ihrer geschÃ¤ftsmÃ¤ssigen BegrÃ¼ndetheit grundsÃ¤tzlich durch die steuerpflichtige Person nachzuweisen. Werden entsprechende Nachweise nicht erbracht und bleibt die HÃ¶he der Aufwendungen ungewiss, ist eine Ermessenstaxation vorzunehmen, wenn zumindest erwiesen ist, dass entsprechende Aufwendungen entstanden und geschÃ¤ftsmÃ¤ssig begrÃ¼ndet sind (vgl. E. 2.1 vorstehend).</p> <p class="Erwgung2">Eine (Teil-)<span>ErmessenseinschÃ¤tzung kann gemÃ¤ss § 140 Abs. 2 </span>StG bzw. Art. 132 Abs. 3 DBG <span>nur wegen offensichtlicher Unrichtigkeit angefochten werden. Die Einsprache ist zu begrÃ¼nden und muss allfÃ¤llige Beweismittel nennen. </span>Die BegrÃ¼ndung hat innert der gesetzlichen Einsprachefrist von 30 Tagen nach Zustellung des Taxationsentscheids zu erfolgen. Als gesetzliche Frist kann die Einsprachefrist weder erstreckt noch verlÃ¤ngert werden (vgl. § 12 Abs. 1 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 [VRG]). <span>Die gesetzlich geforderte BegrÃ¼ndung der Einsprache gegen eine </span>(Teil-)<span>ErmessenseinschÃ¤tzung stellt eine Prozessvoraussetzung dar, bei deren Fehlen auf die </span>(diesbezÃ¼gliche) <span>Einsprache nicht eingetreten wird (vgl. BGr, 22. Juni 2011, 2C_203/2011 E. 3.</span>1<span>). </span></p> <p class="Erwgung2"><b>6.2 </b>Die Pflichtigen machten in den zur Beurteilung stehenden Steuerperioden Reise- und ReprÃ¤sentationsspesen in HÃ¶he von insgesamt Fr. â¦ (2010) bzw. Fr. â¦ (2011) geltend. Im Auflageverfahren wies der Revisor darauf hin, dass gemÃ¤ss genehmigtem Spesenreglement der Pflichtigen bei ReprÃ¤sentationsausgaben grundsÃ¤tzlich ZurÃ¼ckhaltung zu Ã¼ben sei, die anfallenden Kosten stets durch das GeschÃ¤ftsinteresse gedeckt sein mÃ¼ssten und auf den Rechnungen folgende Angaben zu vermerken seien: Name aller anwesenden Personen, Name und Ort des Lokals, Datum der Einladung sowie GeschÃ¤ftszweck der Einladung. Da die Pflichtige in Bezug auf ihre Konsumationen bei der H AG in der F-Arena des Sportvereins E in G zunÃ¤chst lediglich Sammelrechnungen (MonatskontoauszÃ¼ge) vorlegen konnte, in welcher weder das jeweilige Konsumationsdatum noch weitere gemÃ¤ss genehmigten Spesenreglement erforderliche Angaben enthalten waren, wurde die Pflichtige zur Einreichung von Einzelbelegen mit detaillierten Angaben gemÃ¤ss Spesenreglement aufgefordert. Nachdem die einverlangten Unterlagen trotz Mahnung nicht innert Frist eingereicht wurden, wurde die Pflichtige diesbezÃ¼glich nach pflichtgemÃ¤ssem Ermessen eingeschÃ¤tzt, wobei ihr jeweils Fr. â¦ pro GeschÃ¤ftsjahr aufgerechnet wurden. Wie sich aus der BegrÃ¼ndung zum EinschÃ¤tzungsentscheid vom 13. Dezember 2013 ergibt, beinhaltet diese Aufrechnung nicht nur einen Teil der geltend gemachten Aufwendungen fÃ¼r Konsumationen bei der H AG, sondern auch einen Privatanteil fÃ¼r die SitzplÃ¤tze in der F-Arena.</p> <p class="Erwgung2"><b>6.3 </b><span>Die Pflichtige rÃ¤umt ein, dass fÃ¼r die Rechnungen der H AG keine Einzelbelege vorhanden waren. Hierzu wÃ¤re sie aber sowohl aufgrund des genehmigten Spesenreglements als auch aufgrund ihrer </span>buchhalterischen<span> Dokumentationspflicht verpflichtet gewesen</span>.<span> So haben Steuerpflichtige </span>zur Nachvollziehbarkeit der getÃ¤tigten Buchungen <span>insbesondere auch die </span>zugrundeliegenden <span>Urbelege aufzubewahren</span> (Belegprinzip, vgl. Art. 957a Abs. 2 Ziff. 2 und Abs. 3 OR)<span>. </span></p> <p class="Erwgung2">Ein Teil der Konsumationen in der F-Arena und ein Teil der Nutzung der SitzplÃ¤tze in der F-Arena erfolgten zwar unbestrittenermassen geschÃ¤ftsmÃ¤ssig begrÃ¼ndet. Aufgrund der fehlenden Einzel- bzw. Urbelege und der fehlenden Angaben zu den Konsumationen musste aber ein geschÃ¤ftsmÃ¤ssig nicht begrÃ¼ndeter Privatanteil nach pflichtgemÃ¤ssen Ermessen geschÃ¤tzt und aufgerechnet werden. Eine Pflicht der SteuerbehÃ¶rde, die fehlenden Belege direkt bei der H AG einzuverlangen, bestand entgegen der Ansicht der Pflichtigen nicht: Eine solche besteht allenfalls gegenÃ¼ber bescheinigungspflichtigen Dritten (insbesondere Arbeitgeber, vgl. hierzu Markus Berger, Voraussetzungen und Anfechtung der Ermessensveranlagung, ASA 75 [2006/2007], S. 198]), nicht aber gegenÃ¼ber gewÃ¶hnlichen Kreditoren und Debitoren der steuerpflichtigen Person. </p> <p class="Erwgung2">Da die Pflichtige ihre Dokumentations- und Aufbewahrungspflicht schuldhaft missachtet hatte und nur deshalb im Steuerveranlagungsverfahren ihren Mitwirkungspflichten nicht mehr fristgerecht nachkommen konnte, muss nicht geklÃ¤rt werden, ob fÃ¼r die aus einer Ermessenstaxation folgenden Rechtsnachteile nach Art. 132 Abs. 3 DBG bzw. § 140 Abs. 2 StG (Einsprache nur mit BegrÃ¼ndung, Beweismittelnennung und nur wegen offensichtlicher Unrichtigkeit) auch ein schuldhaftes Fehlverhalten der steuerpflichtigen Person erforderlich ist (vgl. hierzu Richner et al., § 139 StG N. 44b).</p> <p class="Urteilstext">Es erfolgte damit zu Recht eine (Teil-)Ermessenstaxation, wobei darauf hinzuweisen ist, dass auch das Fehlen der Voraussetzungen fÃ¼r eine Ermessenstaxation innerhalb der Einsprachefrist hÃ¤tte substanziiert gerÃ¼gt werden mÃ¼ssen.</p> <p class="Erwgung2"><b>6.4 </b>Die Pflichtige hat ihre Einsprache erst nach Ablauf der Einsprachefrist begrÃ¼ndet. In Bezug auf die nach pflichtgemÃ¤ssem Ermessen vorgenommene Aufrechnungen im Bereich der Reise- und ReprÃ¤sentationskosten bzw. die damit im Zusammenhang stehenden Privatanteile an den Sitzplatzkosten in der F-Arena hÃ¤tte die SteuerbehÃ¶rde damit Ã¼berhaupt nicht auf die Einsprache eintreten dÃ¼rfen. Da es sich bei der Einsprachefrist um eine gesetzliche Frist handelt, hÃ¤tte der Pflichtigen diesbezÃ¼glich auch keine FristverlÃ¤ngerung zur Nachreichung einer EinsprachebegrÃ¼ndung eingerÃ¤umt werden dÃ¼rfen. Aus dem Umstand, dass ihr die SteuerbehÃ¶rde gleichwohl eine solche FristverlÃ¤ngerung bewilligt hat, kann die Pflichtige nichts zu ihren Gunsten ableiten: So war ihr offenkundig bewusst, dass sie bezÃ¼glich der nicht nachgewiesenen Reise- und ReprÃ¤sentationskosten nach pflichtgemÃ¤ssen Ermessen eingeschÃ¤tzt wurde (vgl. die EinsprachebegrÃ¼ndung vom 22. April 2014, Ziff. 26). FÃ¼r den Schutz allfÃ¤lligen Vertrauens in die gewÃ¤hrte FristverlÃ¤ngerung mangelt es zudem auch an einer VertrauensbetÃ¤tigung (vgl. hierzu allgemein Pierre Tschannen/Ulrich Zimmerli/Markus MÃ¼ller, Allgemeines Verwaltungsrecht, 4. A., Bern 2014, § 22 Rz. 12): So wurde der Pflichtigen die FristverlÃ¤ngerung erst gewÃ¤hrt, nachdem die Einsprachefrist bereits abgelaufen war. Damit sind der Pflichtigen aus dem Vertrauen in die gesetzeswidrig gewÃ¤hrte FristverlÃ¤ngerung keine Nachteile entstanden und ist auf ihre Beschwerde hinsichtlich der aufgerechneten Reise- und ReprÃ¤sentationskosten in HÃ¶he von Fr. â¦ p.<span> </span>a. (inklusive einem darin enthaltenen Privatanteil fÃ¼r die SitzplÃ¤tze) nicht einzutreten.</p> <p class="Erwgung2">D<span>amit </span>sind die Beschwerden abzuweisen, soweit auf diese einzutreten ist. </p> <p class="Erwgung1"><b>7. </b> </p> <p class="Urteilstext">Bei diesem Verfahrensausgang sind die Gerichtskosten der BeschwerdefÃ¼hrerin aufzuerlegen (§ 151 Abs. 1 in Verbindung mit § 153 Abs. 4 StG und Art. 144 Abs. 1 in Verbindung mit Art. 145 Abs. 2 DBG) und steht ihr keine ParteientschÃ¤digung zu (§ 17 Abs. 2 VRG in Verbindung mit § 152 und § 153 Abs. 4 StG sowie Art. 64 des Bundesgesetzes Ã¼ber das Verwaltungsverfahren vom 20. Dezember 1968 [VwVG] in Verbindung mit Art. 144 Abs. 4 und Art. 145 Abs. 2 DBG).</p> <p class="Einzug1"><span>DemgemÃ¤ss beschliesst die Kammer:</span></p> <p class="Einzug1"><span>Die Verfahren SB.2015.00027 und SB.2015.00028 werden vereinigt;</span></p> <p class="Einzug1"><span>und erkennt:</span></p> <p class="Einzug2"><span>1. Die Beschwerde SB.2015.00027 betreffend Staats- und Gemeindesteuern 1.1.â31.12.2010 und 1.1.â31.12.2011 wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird.</span></p> <p class="Einzug2"><span>2. Die Beschwerde SB.2015.00028 betreffend direkte Bundessteuer 1.1.â31.12.2010 und 1.1.â31.12.2011 wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird.</span></p> <p class="Einzug2"><span>3. Die GerichtsgebÃ¼hr im Verfahren SB.2015.00027 wird festgesetzt auf <br/> Fr. 5'000.--; die Ã¼brigen Kosten betragen:<br/> Fr. 60.-- Zustellkosten,<br/> Fr. 5'060.-- Total der Kosten.</span></p> <p class="Einzug2"><span>4. Die GerichtsgebÃ¼hr im Verfahren SB.2015.00028 wird festgesetzt auf <br/> Fr. 2'500.--; die Ã¼brigen Kosten betragen:<br/> Fr. 60.-- Zustellkosten,<br/> Fr. 2'560.-- Total der Kosten.</span></p> <p class="Einzug2"><span>5. Die Gerichtskosten werden der BeschwerdefÃ¼hrerin auferlegt.</span></p> <p class="Einzug2"><span>6. Eine ParteientschÃ¤digung wird nicht zugesprochen.</span></p> <p class="Einzug2"><span>7. Gegen dieses Urteil kann Beschwerde in Ã¶ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten nach Art. 82 ff. des Bundesgerichtsgesetzes erhoben werden. Die Beschwerde ist innert 30 Tagen, von der Zustellung an gerechnet, beim Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, einzureichen.</span></p> <p class="Einzug2"><span>8. Mitteilung an â¦</span></p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>