<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="cell small-12 contentContainer printArea"> <div><table><tr><td><p class="Normal Heading1"><span id="_GoBack"></span><span class="Normal Heading1">Sozialversicherungsgericht</span></p><p class="Normal Heading1"><span class="Normal Heading1">des Kantons Zürich</span></p></td><td><p class="Normal Heading1"></p></td></tr></table><p><span>IV.2016.00987</span></p><p><br/></p><p><span> </span></p><p><br/></p><p>IV. Kammer</p><p>Sozialversicherungsrichter Hurst, Vorsitzender<br/>Sozialversicherungsrichterin Philipp<br/>Sozialversicherungsrichter Vogel<br/>Gerichtsschreiberin Schwegler</p><p class="Normal Heading2"><span class="Normal Heading2">Urteil vom 22. Dezember 2017</span></p><p class="Normal StandardEinzug"><span class="Normal StandardEinzug">in Sachen</span></p><p class="Normal StandardFett RubrumFett"><span class="Normal StandardFett RubrumFett">X.___</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Beschwerdeführer</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">vertreten durch Rechtsanwalt Dr. Ernst W. Brem</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Im Langacher 21, Postfach 10, 8805 Richterswil</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">dieser substituiert durch Rechtsanwältin Yolanda Schweri</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Kasernenstrasse 15, Postfach, 8021 Zürich</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">gegen</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardFett RubrumFett"><span class="Normal StandardFett RubrumFett">Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Beschwerdegegnerin</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Sachverhalt:</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">X.___, geboren 1965 und zuletzt tätig als Chorsänger an der Y.___, meldete sich am 26. März 2012 (Eingangsdatum) unter Hinweis auf ein am 16. November 2011 erlittenes akustisches Trauma während der Hauptprobe von Z.___, beidseitigen Tinnitus und Hyperakusis sowie Phonophobie bei der Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, zum Leistungsbezug an (Urk. 7/16). Die IV-Stelle tätigte erwerbliche und medizinische Abklärungen und beteiligte sich insbesondere an der Einholung des bidisziplinären Gutach</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tens von Dr. med. A.___, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, und Prof. Dr. med. B.___, Facharzt für HNO-Heilkunde und Phoniatrie-Pädaudi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ologie, vom 17. Dezember 2014 durch den zuständigen Unfallversicherer (Urk. 7/55/2 ff.; Urk. 7/48). Nach durchgeführtem Vorbescheidverfahren (Vor</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">bescheid vom 2. Mai 2016, Urk. 7/74; Einwand vom 2. Juni 2016, Urk. 7/80) wies die IV-Stelle das Leistungsbegehren des Versicherten mit Verfügung vom 19. Juli 2016 ab (Urk. 2).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Hiergegen erhob der Versicherte am 13. September 2016 Beschwerde und bean</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tragte, es sei die angefochtene Verfügung aufzuheben und es sei ihm ab dem 1. November 2012 eine ganze Invalidenrente zuzusprechen (Urk. 1). Mit Beschwerdeantwort vom 17. Oktober 2016 schloss die Beschwerdegegnerin auf Abweisung der Beschwerde (Urk. 6 unter Beilage ihrer Akten, Urk. 7/1-85), worüber der Beschwerdeführer am 19. Oktober 2016 in Kenntnis gesetzt wurde (Urk. 8). Mit Verfügung vom 6. Februar 2017 wurde den Parteien eine Frist von 20 Tagen angesetzt, um zu der vom Gericht in Erwägung gezogenen Aufhebung der Verfügung vom 19. Juli 2016 und Überweisung an die IV-Stelle für Versi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">cherte im Ausland Stellung zu nehmen, da das Gericht nach vorläufiger Beweiswürdigung zum Schluss gelangt sei, dass die angefochtene Verfügung allenfalls wegen Unzuständigkeit der entscheidenden Behörde aufzuheben und zu überweisen wäre (Urk. 13). Die Beschwerdegegnerin verzichtete auf das Ein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">reichen einer Stellungnahme (Urk. 15). Der Beschwerdeführer nahm am 20. April 2017 Stellung (Urk. 18), worüber die Beschwerdegegnerin am 24. April 2017 in Kenntnis gesetzt wurde (Urk. 19). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Das Ereignis vom 16. November 2011 wurde der zuständigen Unfallversiche</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rung m</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">it Schadenmeldung vo</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">m 28. November 2011 (Urk. 7/47/245) mitgeteilt, woraufhin diese auf den Schaden eintrat und Leistungen erbrachte </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">(vgl. Urk. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">7/47/106; Urk. 7/47/65</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">). </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">M</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">it Verfügung vom 30. März 2015 (Urk. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">7/59</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">) </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">stellte die zuständige Unfallversicherung </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">die Leistungen für Heilbehandlung und Taggelder per 11. November 2013 ein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">, woran sie m</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">it Einspracheentscheid vom 5. April 2016 fest</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">hielt,</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> und verzichtete auf die Rückforderung der bis 31. Mä</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rz 2015 entrichteten Taggelder (Urk. 7/70). Die hiergegen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> am 4. Mai 2016 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">erho</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">bene </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Beschwerde </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">am hiesigen Gericht </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">(Urk. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">7/79</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">) </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">wurde mit Urteil heutigen Datums abgewiesen (Verfahrens-Nr. UV.2016.00111). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">4.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Auf die Vorbringen der Parteien und die eingereichten Unterlagen wird, soweit erforderlich, im Rahmen der nachfolgenden Erwägungen eingegangen. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Das Gericht zieht in Erwägung:</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Beschwerdegegnerin hielt in der angefochtenen Verfügung dafür, dass eine organisch-strukturelle Läsion des Innenohrs habe ausgeschlossen werden kön</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nen und der Tinnitus entsprechend gemäss der Rechtsprechung für psychische und psychosomatische Leiden zu beurteilen sei. Es lägen seit Jahren psychoso</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ziale Belastungen vor, gleichzeitig seien die intakten psychischen Grundfunkti</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">onen, die Intelligenz und das Familienleben des Beschwerdeführers als Ressour</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">cen zu werten. Ein sozialer Rückzug liege nicht vor und er habe eine gute Tagesaktivität. Es bestehe auch noch Optimierungspotenzial im therapeutischen Setting. Zusammenfassend sei gestützt auf die Indikatorenprüfung nicht nach</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">vollziehbar, weshalb er die Ressourcen nicht auch im beruflichen Umfeld umsetzen könne. Die weiteren Diagnosen würden keinen invalidisierenden Gesundheitsschaden zu begründen vermögen (Urk. 2). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Der Beschwerdeführer brachte demgegenüber im Wesentlichen vor, dass er zwei Lärmtraumata (2008 und 2011) erlitten habe. Er leide unter einem dekompen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sierten schweren Tinnitus Grad 4 und einer Hyperakusis. Zunehmend werde auch eine Phonophobie diagnostiziert und es entwickelten sich die typischen psychischen Beschwerden (depressive Episode, Panikstörung, Phonophobie) sowie Agoraphobie und Soziophobie. Da der Tinnitus dekompensiert sei, ergebe sich bereits aus der Diagnose, dass der bestehende Gesundheitsschaden nicht überwindbar sei. Eine Indikatorenprüfung sei in casu nicht durchzuführen. Aber selbst wenn dies durchgeführt werde, so führe auch die Indikatorenprüfung zum Ergebnis, dass das Leiden einen relevanten invalidenversicherungsrechtlichen Gesundheitsschaden darstelle. Aufgrund der andauernden vollen Erwerbsunfä</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">higkeit sei ihm entsprechend eine ganze Invalidenrente zuzusprechen (Urk. 1). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.</span><span> </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">2.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts, </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ATSG). </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Sie kann Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung, </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">IVG). </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">trächtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verur</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">den ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesund</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">heitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">2.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Beeinträchtigungen der psychischen Gesundheit können in gleicher Weise wie körperliche Gesundheitsschäden eine Invalidität im Sinne von Art. 4 Abs. 1 IVG in Verbindung mit Art. 8 ATSG bewirken. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Rechtsprechungsgemäss ist bei psy</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">chischen Beeinträchtigungen zu prüfen, ob ein seelische</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">s Leiden</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> mit Krank</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">heitswert besteht, welche</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">s</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> die versicherte Person auch bei Aufbietung allen guten Willens daran hindert, ein rentenausschliessendes Erwerbseinkommen zu erzielen (Art. 7 Abs. 2 Satz 2 ATSG; </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">BGE 139 V 547</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> E. 5; </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">131 V 49</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> E. 1.2; </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">130 V 352</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> E. 2.2.1; vgl. Urteile des Bundesgerichtes 8C_614/2015 vom 15. Dezember 2015 E. 5</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">und 9C_125/2015 vom 18. November 2015 E. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">5.4.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die Annahme eines psychischen Gesundheitsschadens im Sinne von Art. 4 Abs. 1 IVG sowie Art. 3 Abs. 1 und Art. 6 ATSG setzt grundsätzlich eine lege artis auf die Vorgaben eines anerkannten Klassifikationssystems abgestützte psychiatrische Diagnose voraus (vgl. BGE 130 V 396; Urteile des Bundesgerichts 8C_616/2014 vom 25. Februar 201</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">5</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> E. 5.3.3.3 und 9C_739/2014 vom 30. November 2015 E. 3.2). Eine fachärztlich festgestellte psychische Krankheit ist jedoch nicht ohne weiteres gleichbedeutend mit dem Vorliegen einer Invali</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">dität. In jedem Einzelfall muss eine Beeinträchtigung der Arbeits- und Erwerbsfähigkeit unabhängig von der Diagnose und grundsätzlich unbesehen der Ätiologie ausgewiesen und in ihrem Ausmass bestimmt sein. Es ist nach einem weitgehend objektivierten Massstab zu beurteilen, ob und inwiefern der versicherten Person trotz ihres Leidens die Verwertung ihrer Restarbeitsfähigkeit auf dem ihr nach ihren Fähigkeiten offen stehenden ausgeglichenen Arbeits</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">markt noch sozial-praktisch zumutbar und für die Gesellschaft tragbar sei (BGE 141 V 281 E. 3.7.3; 136 V 279 E. 3.2.1; BGE 127 V 294 E. 4c; vgl. Urteile des Bundesgerichtes 8C_614/2015 vom 15. Dezember 20</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">15 E. 5 und 8C_731/2015 vom 18. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">April 2016 E. 4.1).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">2.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Mit </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">BGE 141 V 281 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">hat das Bundesgericht seine bisherige Rechtsprechung zur Invaliditätsbemessung bei Schmerzstörungen ohne erkennbare organische Ursa</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">che und vergleichbaren psychosomatischen Leiden (BGE 130 V 352 u</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">nd anschliessende Urteile) ange</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">passt und festgehalten, dass die Invaliditätsbemes</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sung stärker als bisher den Aspekt der funktionellen Auswirkungen zu berück</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sichtigen hat, was sich schon in den diagnostischen Anforderungen nieder</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">schlagen muss. Auf der Ebene der Arbeitsunfähigkeit bezweckte die durch BGE</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> 130 V 352 begründete Rechtspre</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">chung die Sicherstellung eines gesetzmässigen Versicherungsvollzuges mittels der Regel/Ausnahme-Vorgabe beziehungsweise (seit E. 7.3 von BGE 130 V 396 und BGE 131 V 49) der Überwindbarkeitsver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">mutung. Deren Rechtsnatur kann offen bleiben. Denn an dieser Rechtsprechung ist nicht festzuh</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">alten. Das bishe</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">rige Regel/Ausnahme-Modell wird durch ein st</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">rukturiertes Beweisverfahren er</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">setzt. An der Rechtsprechung zu Art. 7 Abs. 2 ATSG – ausschliessliche Berücksichtigung der Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung und objektivierte Zumutbarkeitsprüfung bei materieller Beweisl</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ast der rentenansprechenden Per</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">son (Art. 7 Abs. 2 ATSG) – ändert sich dadurch </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">nichts. An die Stelle des bishe</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">rigen Kriterienkatalogs (bei anhaltender somatoformer Schmerzstörung und vergleichbaren psychosomatischen Leiden) trete</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">n im Regelfall beachtliche Stan</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">dardindikatoren. Diese lassen sich in die Ka</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tegorien Schweregrad und Konsis</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tenz der funktionellen Auswirkungen ein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">teilen. Auf den Begriff des primären Krankheitsgewinnes und die Präponderanz der psychiatrischen Komorbidität ist zu verzichten. Der Prüfungsraster ist recht</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">lich</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">er Natur. Recht und Medizin wir</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ken sowohl bei der Formulierung der Stan</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">dardindikatoren wie auch bei deren – rechtlich gebotener – Anwendung im Ein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">zel</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">fall zusammen. Im Grunde konkre</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tisieren die in E. 4 und 5 formulierten Beweisthemen und Vorgehensweisen für die Invaliditätsbemessung bei psycho</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">somatischen Leiden die gesetzgeberischen Anordnungen nach Art. 7 Abs. 2 ATSG. Die</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> Anerkennung eines rentenbegrün</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">denden Invaliditätsgrades ist nur zulässig, w</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">enn die funktionellen Auswirkun</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gen der medizinisch festgestellten gesundheitlichen Anspruchsgrundlage im Einzelfall anhand der Standardindi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">katoren schlüssig und widerspruchsfrei mit (zumindest) überwiegender Wahr</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">scheinlichkeit nachgewiesen sind. Fehlt e</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">s da</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ran, hat die Folgen der Beweislo</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sigkeit nach wi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">e vor die materiell beweisbelas</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tete versicherte Person zu tragen (E. 6).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Für die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit bei Vorliegen einer anhaltenden somato</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">formen Schmerzstörung oder eines damit vergleichbaren psychosomati</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">schen Leidens (BGE 141 V 281 E. 4.2) sind Indikatoren beachtlich, die das Bun</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">desgericht wie folgt systematisiert hat </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">(</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">BGE 141 V 281 E. 4.3.1): </span></p><p><span>- </span><span>Kategorie „funktioneller Schweregrad" </span></p><p><span>- </span><span>Komplex „Gesundheitsschädigung" </span></p><p><span>- </span><span>Ausprägung der diagnoserelevanten Befunde </span></p><p><span>- </span><span>Behandlungs- und Eingliederungserfolg oder –resistenz </span></p><p><span>- </span><span>Komorbiditäten </span></p><p><span>- </span><span>Komplex „Persönlichkeit" (Persönlichkeitsdiagnostik, persönliche Res</span><span>sourcen)</span></p><p><span>- </span><span>Komplex „Sozialer Kontext" </span></p><p><span>- </span><span>Kategorie „Konsistenz" (Gesichtspunkte des Verhaltens)</span></p><p><span>- </span><span>gleichmässige Einschränkung des Aktivitätenniveaus in allen ver</span><span>gleich</span><span>baren Lebensbereichen </span></p><p><span>- </span><span>behandlungs- und eingliederungsanamnestisch ausgewiesener Lei</span><span>dens</span><span>druck </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Diese</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> Standardindikatoren erlauben - unter Berücksichtigung leistungshindern</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">der äusserer Belastungsfaktoren einerseits und Kompensationspotenzialen (Ressourcen) anderseits - das tatsächlich erreichbare Leistungsvermögen einzu</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">schätzen (BGE 141 V 281 E. 3.4-3.6 und E. 4.1; Urteil des Bundesgerichts 9C_534/2015 vom 1. März 2016 E. 2.2.1).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Beweisrechtlich entscheidend ist der Aspekt der Konsistenz (BGE 141 V 281 E. 4.4):</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Der Indikator einer gleichmässigen Einschränkung des Aktivitätsniveaus in allen vergleichbaren Lebensbereichen zielt auf die Frage ab, ob die diskutierte Einschränkung in Beruf und Erwerb (bzw. bei Nichterwerbstätigen im Aufga</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">benbereich) einerseits und in den sonstigen Lebensbereichen (z.B. Freizeitge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">staltung) anderseits gleich ausgeprägt ist. Dabei ist das bisherige Kriterium des sozialen Rückzugs (wiederum) so zu fassen, dass neben Hinweisen auf Ein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">schränkungen auch Ressourcen erschlossen werden; umgekehrt kann ein krank</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">heitsbedingter Rückzug aber auch Ressourcen zusätzlich vermindern. Soweit erhebbar, empfiehlt sich auch ein Vergleich mit dem Niveau sozialer Aktivität vor Eintritt der Gesundheitsschädigung. Das Aktivitätsniveau der versicherten Person ist stets im Verhältnis zur geltend gemachten Arbeitsunfähigkeit zu sehen (BGE 141 V 281 E. 4.4.1; vgl. Urteil des Bundesgerichts 9C_296/2016 vom 29. Juni 2016 E. 4.1.1). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die Inanspruchnahme von therapeutischen Optionen, das heisst das Ausmass, in welchem Behandlungen wahrgenommen oder eben vernachlässigt werden, weist (ergänzend zum Gesichtspunkt Behandlungs- und Eingliederungserfolg oder -resistenz unter dem Komplex "Gesundheitsschädigung") auf den tatsächlichen Leidensdruck hin. Dies gilt allerdings nur, solange das betreffende Verhalten nicht durch das laufende Versicherungsverfahren beeinflusst ist. Nicht auf feh</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">lenden Leidensdruck zu schliessen ist, wenn die Nichtinanspruchnahme einer empfohlenen und zugänglichen Therapie oder die schlechte Compliance klarer</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">weise auf eine (unabwendbare) Unfähigkeit zur Krankheitseinsicht zurückzu</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">führen ist. In ähnlicher Weise zu berücksichtigen ist das Verhalten der versi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">cherten Person im Rahmen der beruflichen (Selbst-) Eingliederung. Inkonsis</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tentes Verhalten ist auch hier ein Indiz dafür, die geltend gemachte Einschrän</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">kung sei anders begründet als durch eine versicherte Gesundheitsbeeinträchti</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gung (BGE 141 V 281 E. 4.4.2; vgl. Urteil des Bundesgerichts 9C_296/2016 vom 29. Juni 2016 E. 4.1.2).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">2.4</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Anspruch auf eine Rente haben gemäss </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">28 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Abs. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1 IVG Versicherte, die:</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">a.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betäti</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können;</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">b.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindes</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tens 40 % arbeitsunfähig (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">6 ATSG) gewesen sind; und</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">c.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">8 ATSG) sind.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine Vier</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">telsrente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine Dreiviertels</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">rente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">28 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Abs. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">2 IVG).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">2.5</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Das Sozialversicherungsgericht hat den Sachverhalt von Amtes wegen festzustel</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">len und alle Beweismittel objektiv zu prüfen, unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden, ob sie eine zuverlässige Beur</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">teilung des strittigen Leistungsanspruches gestatten. Insbesondere darf es beim Vorliegen einander widersprechender medizinischer Berichte den Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzu</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">geben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt (ZAK 1986 S. 188 E. 2a). Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Gutachtens ist im Lichte dieser Grundsätze entscheidend, ob es für die Beant</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">wortung der gestellten Fragen umfassend ist, auf den erforderlichen allseitigen Untersuchungen beruht, die geklagten Beschwerden berücksichtigt und sich mit diesen sowie dem Verhalten der untersuchten Person auseinander setzt – was vor allem bei psychischen Fehlentwicklungen nötig ist –, in Kenntnis der und gegebenenfalls in Auseinandersetzung mit den Vorakten abgegeben worden ist, ob es in der Darlegung der medizinischen Zustände und Zusammenhänge ein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">leuchtet, ob die Schlussfolgerungen der medizinischen Experten in einer Weise begründet sind, dass die rechtsanwendende Person sie prüfend nachvollziehen kann, ob der Experte oder die Expertin nicht auszuräumende Unsicherheiten und Unklarheiten, welche die Beantwortung der Fragen erschweren oder ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">unmöglichen, gegebenenfalls deutlich macht (BGE 134 V 231 E. 5.1; 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c; Ulrich Meyer, Die Rechtspflege in der Sozialversiche</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">rung, BJM 1989, S. 30 f.; derselbe in: Hermann Fredenhagen, Das ärztliche Gut</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">achten, 4. Auflage 2003, S. 24 f.).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Gestützt auf Art. 55 Abs. 2 IVG i.V.m. Art. 40 Abs. 2</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">bis</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> der Verordnung über die Invalidenversicherung (IVV) </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ist für die Entgegennahme und Prüfung der Anmeldungen </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">von </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Versicherte</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">n</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">, die ihren Wohnsitz im Ausland, ihren gewöhn</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">lichen Aufenthalt aber in der Schweiz haben</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">, </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">die IV-Stelle zuständig, in deren Tätigkeitsgebiet die versicherte Person ihren gewöhnlichen Aufenthalt hat. Gibt die versicherte Person während des Verfahrens ihren gewöhnlichen Aufenthalt in der Schweiz auf, so geht die Zuständigkeit auf die IV-Stelle für Versicherte im Ausland über</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Verlegt eine versicherte Person, die ihren Wohnsitz in der Schweiz hat, während des Verfahrens ihren Wohnsitz ins Ausland, so geht die Zuständigkeit auf die IV-Stelle für Versicherte im Ausland über</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> (Art. 40 Abs. 2</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">quater</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> IVV). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Nach bundesgerichtlicher Rechtsprechung ist die Verfügung einer örtlich unzu</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ständigen IV-Stelle nicht nichtig, sondern anfechtbar. Die kantonalen Gerichte haben ihre Zuständigkeit und diejenige ihrer Vorinstanzen von Amtes wegen zu prüfen. Indessen kann aus prozessökonomischen Gründen von der Aufhebung der angefochtenen Verfügung und der Überweisung an die zuständige Behörde unter der Voraussetzung abgesehen werden, dass einerseits die Unzuständigkeit nicht gerügt wird und andererseits aufgrund der gegebenen Aktenlage in der Sache entschieden werden kann (Urteil des Bundesgerichts 9C_891/2010 vom 31. Dezember 2010 E. 2.2 mit weiteren Hinweisen). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Der Beschwerdeführer zog am 15. Juni 2016 - und damit zwischen dem Erlass des Vorbescheids vom 2. Mai 2016 (Urk. 7/74) und dem Erlass der Verfügung vom 19. Juli 2016 - unbestrittenermassen von Zürich ins Ausland (vgl. Urk. 12 und Urk. 18). Die Parteien verzichteten auf die Rüge der Unzuständigkeit und die Sache erweist sich - wie folgend gezeigt wird - als spruchreif. Entsprechend ist die Beschwerde materiell zu beurteilen. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die Beschwerdegegnerin stellte in der angefochtenen Verfügung vom </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">19. Juli 2016 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">(</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Urk. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">2) im Wesentlichen auf das </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">interdisziplinäre psychiatrische und oto</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">logische Gutachten von Dr. A.___ und Prof. B.___ vom 17. Dezember 2014</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> a</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">b (Urk. 7/55)</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">. Darin werden die bis zur B</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">egutachtung des Beschwerdeführers</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> aktenkundigen medizinischen Berichte zusammengefasst (Urk. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">7/55/3 ff</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">.), wes</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">halb sie an dieser Stelle nicht noch einmal wiedergegeben werden. Soweit erforderlich, wird in den nachfolgenden Erwägungen aber darauf Bezug genommen.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Dr. A.___ und Prof. B.___ notierten interdisziplinär folgende Diagnosen (Urk. 7/55/23):</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Tinnitus aurium (ICD-10 H93.1), Hyperakusis (ICD-10 H93.2)</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Panikstörung (ICD-10 F41.0), Phonophobie (ICD-10 F40.2), Agoraphobie (ICD-10 F40.0) und Soziophobie (ICD-10 F40.1)</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Leichtgradige depressive Episode (ICD-10 F32.0)</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Akzentuierte Persönlichkeit mit histrionischen und phobischen Tenden</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">zen (ICD-10 Z73.1)</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Gutachter schlussfolgerten, dass n</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">eue oder zusätzliche therapeutische Versu</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">che nicht indiziert</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> seien</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">. Eine willentliche Überwindung der</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> aktuellen Symptomatik erscheine nicht zumutbar. Das liege</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> nicht nur an der Schwere der Symptomatik mit ihrer Kombination aus organischen und psychischen Störun</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gen, sondern auch an der spezifischen Ang</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">stsymptomatik, die zur Folge habe</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">, dass </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">d</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">er </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Beschwerdeführer </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">auf Herausforderungen nicht mehr kämpferisch wie früher, sondern</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> mit einem Fluchtreflex reagiere. So habe</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> der Arbeitgeber ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">geblich</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> versucht</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">, die Symptomatik mit der Forderung nach e</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ngerer medizini</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">scher Kontrolle und</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> der</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Androhung des Lohnstopps</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> positiv zu beeinflussen. Auch die Kündigung</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> habe</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> er zwar als das traurige Ende seines geliebten Berufs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> gesehen und der Umstand selber sei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> kränkend für ihn</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> gewesen, dennoch habe</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> er sie mit Erleichterung aufgenommen und konstatiert, dann müsse er seine Woh</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nung in Zürich nicht mehr beibehalten. Auch das abweisende Verhalten der Eh</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">efrau wegen seiner Symptomatik habe </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nicht zu einer Veränderung</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> beigetra</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">, sondern letztl</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ich zur Trennung der Partner</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">. Die Versuche</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">,</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Grenzen zu set</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">zen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">,</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">hätten</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> also jeweils zu einer Verstärkung seiner Regression</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> geführt</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">, ohne dass man Anhaltspunkte für Simulation oder Aggravation der Beschwerden h</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">abe. Diese seien </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">auch in der Vergangenheit nicht gefunden</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> worden</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">. Die Voraussetzun</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gen für einen Fallabschluss seien demnach erfüllt. Es habe</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> eine intensive, sowohl otologische wie psychiatrische Behandlung unter der enga</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gierten Mitarbeit des </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Beschwerdeführers</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> stattgefunden, ohne dass im letzten Jahr noch wesentliche Veränderungen zu verzeichnen </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gewesen seien</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">. Für den psychiatrischen Fallabschluss des Unfalls von 2011 wäre zwar mit drei Jahren die Zeitspanne zu kurz, nicht aber unter Einbezug des Unfalls von 2008 und insbesondere der hier angenommenen langjährigen Entwicklung seiner Ängste. Die Versuche der Rehabilitation in seinem bisherigen Beruf </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">seien gescheitert. Der Unfall erfülle</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> zwar objektiv aufgrund der technischen Abklärung durch die Suva nicht ausreichend die Kriterien eines klassischen Lärmtraumas (Knall- oder Explosionstrauma), </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">jedoch würden</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> die oben dargelegten Begleitumstände den</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">noch die Annahme eines Berufsunfalls im Sinne eines „akustischen Unfalls" nahe</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">legen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">. In Hinsicht auf seine langjährige berufliche akustische Belastung, die wiederholten </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Lärmtraumata von 2008 und 201</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1 in Verbindung mit seiner angespannten</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> emotionalen Situation erscheine es ihnen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> darüber hinaus über</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">wiegend wahrscheinlich, dass </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">- wie bereits von Dr. med. C.___, Facharzt für Ohren-, Nasen und Halskrankheiten und Hals- und Gesichtschirurgie und Arbeitsmedizin </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">begründet </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">(vgl. Urk. 7/47/280 ff.) </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">- auch ein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">e Berufskrankheit anzunehmen sei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">. Angesichts seiner vollständigen Berufsunfähigkeit und der ausgedehnten somatischen und psychischen Symptomatik befürworte</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">te</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">n </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sie</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> derzeit eine vorläufige Berentung. Wegen der skizzierten positiven Aspekte der Entwicklung sollte diese allerdings im Abstand von spätestens zwei Jahren nochmals überprüft werden. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Zusammenfassend bestehe beim Beschwerdeführer i</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">n Zusammenhang mit einem Lärmtrauma im November 2011 auf Grund von Tinnitus mit Hyperakusis, Pho</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nophobie, agrophobischen und soziophobischen Symptomen und einer depres</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">siven Störung bis heute eine vollständige Arbeitsunfähigkeit in seinem Beruf als Sänger. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Sie hätten</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> versucht darzustellen, wie die spezifische akustische Vulne</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rabilität als Sänger mit den geklagten Lärmtraumata, aber auch psychogene Begleitumstände anlässlich einer objektiv nicht zwingend krankheitsauslösen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">den Belastung zu einer schweren, chronischen Erkrankung des </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Beschwerdefüh</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rers</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> geführt h</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ätten</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">. Aus den Forschungse</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rgebnissen der Psychoakustik sei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> bekannt, dass die objektive Lärmbelastung, messbar in dB</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">,</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> nur zu einem klei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">neren Teil (20-30</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> %</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">) zu der subjektiv als </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">angenehm oder störend</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">/quälend empfund</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">enen Geräuschempfindung beitrage</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Beim Beschwerdeführer</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> die auch aus psychischen Gründen erklärbare Schreckhaftigkeit gegenüber unkon</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">trollierten Geräuschen besonders ausgeprägt. Sie ha</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">be</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> nicht nur die Aufgabe seines Berufs, den weitgehenden Verlust seiner sozialen Kontakte, sondern auch das Scheitern seiner Ehe verursacht. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Trotzdem sei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> die jetzige Entwicklung ohne das Lärmereignis von November 20</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">11 nicht vorstellbar. Hier sei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> eine Entwick</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">lung eingeleitet</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> worden</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">, die jetzt vollständige Berufsunfähigkeit </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">bedinge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> und auch die Chancen einer alternativen berufli</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">chen Wiedereingliederung mindere</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">. Die Angaben des </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Beschwerdeführers</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">seien glaubhaft. Es gebe</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> keine Hinweise für</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Aggravation oder Simulation der Beschwerden. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Sie würden</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> vor</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">schlagen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">, dass </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">der Beschwerdeführer</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> nach den jetzt eingetretenen Veränderungen in seinem Leben einen Z</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">eitraum von ca. zwei Jahren erha</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">lt</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">e</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">, um sich dem anzupassen und für sich neue Möglichkeiten der selbständigen Lebensbewährung zu finden. Spätestens dann sollte, fal</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ls die Arbeitsunfähigkeit anhalte</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">, sein Zustand erneut fachärztlich evaluiert werden</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> (Urk. 7/55/30 f.).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Aufgrund der geschilderten Symptomatik sei eine dauernde Einschränkung der Arbeitsfähigkeit bei angepasster Arbeitstätigkeit von ca. 30 % anzunehmen, vorausgesetzt das Krankheitsbild entwickle sich unter den genannten neuen Verhältnissen in den nächsten Monaten und Jahren günstig (Urk. 7/55/35). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Der zuständige Unfallversicherer holte danach noch das Aktengutachten von Prof. Dr. med. D.___, </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">leitender Arzt der Klinik für Ohren-, Nasen-, Hals- und Gesichtschirurgie des </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">E.___</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">, </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ein (Urk. 7/66/2 ff.).</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Darin führte Prof. D.___</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> insbesondere </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">zur Frage, ob eine Berufskrankheit vorliege, </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">aus, dass aus seiner Sicht auch für die Berufsgruppe der Chorsänger die Annahme gelte, dass das Tinnitus- und Hyperakusis-Risiko in deutlichem Masse gegenüber der Allgemeinbevölkerung erhöht sei. Für die Annahme einer viermal häufigeren Betroffenheit als der Durchschnitt der Gesamtbevölkerung habe er in der Literatursuche für Tinnitus und Hyperakusis keine Zahlen finden können. Die 4-fach höhere Betroffenheit gelte insbesondere für das Vorliegen einer Lärmschwerhörigkeit. Das Risikomass an einem Tinnitus oder einer Hyper</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">akusis zu erkranken sei in einer Studie aus dem Jahr 2014 als 57</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> %</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> höher als in der Allgemeinbevölkerung angegeben (Schink et al. Incidence and relative risk of hearing disorders in professional musicians. Occup Environ Med. 2014;71:472-476). Somit erscheine es ihm im überwiegenden Masse wahr</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">scheinlich, dass die Tinnitus- und Hyperakusisbeschwerden im Zusammenhang mit der beruflichen Tätigkeit des Beschwerdeführers als Chorsänger an der </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Y.___</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> stünden. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">5.</span><span> </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">5.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Das bidisziplinäre Gutachten </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">von Dr. A.___ und Prof. B.___</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> erfüllt sämtliche rechtsprechungsgemäss erforderlichen Kriterien für beweiskräftige ärztliche Entscheidungsgrundlagen (vgl. E. 2.5). Es beruht auf fachärztlichen Untersu</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">chungen durch die Gutachter (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Urk. 7/55/11; Urk. 7/55/20 ff.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">) und wurde in Kenntnis der relevanten Vorakten (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Urk. 7/55/3 ff.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">) abgegeben. Es würdigt die vorha</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ndenen Arztberichte sorgfältig, </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">berücksichtigt die vom Beschwerdeführer geklagten Beschwerden und setzt sich mit diesen hinreichend auseinander. Die Darlegung der medizinischen Zusammenhänge ist </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">grundsätzlich </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">einleuchtend und das Gutachten ist </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">im Grundsatz </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">schlüssig. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Bei der Würdigung eines Gutachtens gilt es jedoch zu beachten, dass ein Gutach</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ten zwar zur Arbeitsfähigkeit Stellung zu nehmen hat und diese Aus</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">führungen eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Zumutbarkeit von Arbeitsleistungen bilden, es jedoch letztlich der rechtsanwendenden Behörde - der Verwaltung oder, im Streitfall, dem Gericht - obliegt, zu beurteilen, ob eine Invalidität im Rechtssinne, bejahendenfalls eine solche rentenbegründender Art eingetreten ist. Es ist folglich mit der bundesgerichtlichen Rechtsprechung ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">einbar, einem Gutachten vollen Beweiswert zuzuerkennen, jedoch von der medizinischen Einschätzung der Arbeitsfähigkeit abzuweichen (vgl. BGE 140 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">V </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">193 E. 3.1 f. mit Hinweisen; vgl. Urteil des Bundesgerichts 9C_3/2015 vom 2</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">0. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Mai 2015 und 9C_651/2014 vom 2</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Dezember 2014 E. 5.1 mit Hinweisen). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">5.2</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">5.2.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Gestützt auf die gutachterliche Abklärung durch Prof. B.___ ist vorliegend in somatischer Hinsicht festzuhalten, dass in der otologischen Untersuchung keine wesentliche lärmbedingte Schwerhörigkeit gefunden wurde (Urk. 7/55/25). Dass keine organisch-strukturelle Läsion des Gehörs vorliegt, geht auch aus der fach</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ärztlichen Beurteilung von Dr. med. C.___, Facharzt für Ohren- Nasen- und Halskrankheiten, Hals- und Gesichtschirurgie und Arbeitsmedizin, vom 14. Februar 2013 hervor: Dr. C.___ konstatierte, dass zwar eine akustische Traumatisierung stattgefunden habe, es dabei aber nicht zu einer organisch-strukturellen Läsion im engeren Sinne gekommen sei (Urk. 7/47/284). Dies ent</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">spricht auch den von Dr. med. F.___, Fachärztin für Hals-, Nasen- und Ohrenkrankheiten, erhobenen Befunden (Bericht vom 14. November 2013, Urk. 7/47/248). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die versicherungsrechtliche Prüfung hat dementsprechend nach der für andere organisch nicht objektiv ausgewiesene Beschwerdebilder ergangenen Rechtspre</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">chung zu erfolgen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> (bezüglich Tinnitus vgl. BGE 138 V 248 E. 5.7 ff.)</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">, wobei eine Indikatorenprüfung im Sinne von BGE 141</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> V 281 vorzunehmen ist (E. 2.3 hie</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">vor): </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">5.2.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Bezüglich der Kategorie „funktioneller Schweregrad“ beziehungsweise des Aspekts der „Ausprägung der diagnoserelevanten Befunde“ ist zu bemerken, dass es sich beim Tinnitus gemäss der überwiegenden medizinischen Lehre nicht um ein eigenständiges Krankheitsbild, sondern primär um ein Symptom handelt (BGE 138 V 248 E. 5.8.2). </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Gestützt auf die Ausführungen von Prof. B.___ fin</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">det sich denn auch keine wesentliche lärmbedingte Schwerhörigkeit, jedoch ein ausgeprägter Tinnitus, der nach dem Tinnitusfragebogen nach Goebel und Hiller eine sehr schwere Ausprägung habe. Des Weiteren finde sich eine deutliche Lärmempfindlichkeit (Urk. 7/55/25). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Was den Aspekt des „Behandlungs- und Eingliederungserfolgs oder –resistenz“ angeht, sind die therapeutischen Möglichkeiten noch nicht ausgeschöpft</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">: Prof. B.___ und Dr. A.___ konstatierten, dass</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> die bisherige psychiatrisch-psychothe</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">rapeutische Behandlung, welche zuletzt per Skype durchgeführt worden sei, die Symptomatik leicht verbessert und stabilisiert</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> habe</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">. Diese Behandlung werde auch vom Beschwerdeführer als hilfreich erlebt. Angesichts seines Aufent</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">haltsortes in Spanien und den damit verbundenen positiven Auswirkungen auf seinen psychischen Zustand wären die Chancen einer erneuten Therapie in der Schweiz oder Südspanien dagegen abzuwägen. Er selber sehe den anhaltenden Kontakt mit seinem Psychiater über Skype als ausreichende Unterstützung und zeige keine Motivation für eine neue oder zusätzliche Behandlung. Unter diesen Umständen erscheine die Fortsetzung der bisherigen Therapie über Skype als am ehesten Erfolg versprechend (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Urk. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">7/55/33 f.). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Zum Komplex „Persönlichkeit“ und „sozialer Kontext</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">“</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> ergibt sich Folgendes: Anlässlich der Begutachtung schilderte </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">d</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">er</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> Beschwerdeführer</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">, dass er viel Zeit vor dem Computer verbringe und dadurch Kontakt mit ähnlich Betroffenen behalte. Er habe ansonsten kaum Kontakt ausserhalb der Familie, helfe seiner Mutter ein wenig im Haushalt und habe zuletzt bei der Olivenernte im Dorf geholfen. Er gehe viel spazieren und spiele Golf, da er hierfür keinen Partner brauche und es ihn durch die ständige Notwendigkeit zu üben an seinen Beruf erinnere (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Urk. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">7/55/17). </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Dies zeigt, dass er noch über verschiedene Ressourcen zur Alltagsbewältigung verfügt, begibt er sich doch </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">unter Leute, pflegt einen geregelten Tagesablauf und bewegt sich regelmässig. Hinzu kommt, dass er von seinen Eltern aktiv unterstützt wird, so wurde er z.B. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">auch </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">bei der Anreise zur Begutachtung von seinem Vater begleitet (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Urk. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">7/55/26). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Zur Kategorie Konsistenz ist des Weiteren insbesondere auszuführen, dass keine messbaren Plasmawerte der angegebenen psychopharmakologischen Medikation gefunden werden konnte (Urk. 7/55/26; vgl. Urk. 7/55/19), er selbst allerdings ausführte, dass er trotz der Medikamente nicht durchschlafen könne (Urk. 7/55/17). Hinzu kommt, dass die psychiatrisch-psychotherapeutische Behandlung lediglich per Skype erfolgt, was insgesamt nicht auf einen erheblich ausgeprägten Leidensdruck schliessen lässt. Des Weiteren wurden die von Dr. C.___ explizit empfohlenen Expositionsversuche (vgl. Urk. 7/47/284) nicht unter fachlicher Anleitung durchgeführt, sondern erfolgten - gemäss Ausfüh</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">rungen des Beschwerdeführers (Urk. 7/55/27) - auf eigene Faust, so dass eine Verschlimmerung der Symptome aufgetreten sei. Demnach ist nicht auf einen eingliederungs- und behandlungsanamnestischen </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ausgewiesenen Leidensdruck </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">zu </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">schliessen. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">5.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">2.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Zusammenfassen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">d</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> ist in einer Gesamtwürdigung über alle Indikatoren insbeson</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">dere unter Berücksichtigung der noch vorhandenen Ressourcen sowie des eingliederungs- und behandlungsanamnestisch nicht </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ausgewiesenen </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Lei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">densdruck</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">s</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> eine versicherungsrechtlich relevante Einschränkung der Arbeitsfä</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">higkeit aufgrund des Tinnitus bzw. der Hyperakusis </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit anzunehmen. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">5.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Der Vollständigkeit halber ist festzuhalten, dass die weiteren Diagnosen keinen invalidenversicherungsrechtlich relevanten Gesundheitsschaden zu begründen vermögen: </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">E</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ine leichtgradige depressive Episode </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ist </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">nach der Gerichtspraxis grundsätzlich nicht geeignet, eine leistungsspezifische Invalidität zu begründen (Urteil des Bundesgerichts 9C_337/2015 vom 7. April 2016 E. 4.4.1 mit weiteren Hinwei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sen). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Diagnose einer </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">akzentuierte</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">n</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> Persönlichkeit mit histrionischen und phobi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">schen Tendenzen (ICD-10 Z73.1) ist eine Z-Kodierung, wobei es sich dabei gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">um Faktoren handelt, die den Gesundheitszustand beeinflussen und zur Inanspruchnahme des Gesundheits</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">wesens führen. Die Kategorien Z00-99 sind für Fälle vorgesehen, in denen Sachverhalte als "Diagnosen" oder "Probleme" angegeben sind, die nicht als Krankheit, Verletzung oder äussere Ursache unter den Kategorien A00-Y89 klassifizierbar sind. Diese Belastungen fallen demnach als solche nicht unter den Begriff des rechtserheblichen Gesundheitsschadens, womit sie invaliden</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">versicherungsrechtlich unbeachtlich sind (Urteil des Bundesgerichts 8C_663/2010 vom 15. November 2010 E. 5.2.4 mit weiteren Hinweisen). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Hinzu kommt, dass die diagnostizierten Phobien den Gutachtern folgend vor allem als Phonophobie aufzufassen sei, welche dann die weiteren Phobien aus</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">löse, wobei seine Bühnenauftritte für ihn wahrscheinlich eine Möglichkeit gewesen seien, diese sozialen Ängste kontraphobisch abzuwehren (Urk. 7/55/27). Auch gelang es dem Beschwerdeführer diese Angstproblematik in der Untersuchungssituation mit Hilfe seiner beruflichen Bühnenerfahrung, der Unterstützung durch den Vater, durch Mechanismen der Selbstberuhigung und zunehmend auch den Aufbau der Beziehung in der Untersuchung zu bewältigen (Urk. 7/55/27). Damit ist - auch unter Berücksichtigung der nur per Skype stattfindenden psychiatrisch-psychotherapeutischen Behandlung und der fehlenden Plasmawerte der angegebenen psychopharmakologischen Medikation - nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit davon auszugehen, dass die Pho</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">bien funktionelle Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers zeitigen bzw. es ihm objektiv nicht zumutbar wäre, bei Aufbietung allen guten Willens seine Arbeitsfähigkeit wiederum voll zu verwerten (vgl. E. 2.1-2.2 hier</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">vor). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">5.4</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Zusammenfassend liegt kein invalidenversicherungsrechtlich relevanter Gesund</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">heitsschaden vor, welcher mit überwiegender Wahrscheinlichkeit funkti</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">onelle Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers zeitigt. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Damit erweist sich die angefochtene Verfügung als rechtens und die Beschwerde ist vollumfänglich abzuweisen. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">6.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Gestützt auf </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">69 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Abs. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">bis</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> IVG ist das Beschwerdeverfahren vor dem kantona</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">len Versicherungsgericht bei Streitigkeiten um die Bewilligung oder die Verweigerung von IV-Leistungen kostenpflichtig. Die Kosten sind nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert unter Berücksichtigung des gesetzlichen Rahmens (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Fr. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">200.-- bis </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Fr. 1'000.--) auf Fr. 8</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">00.-- festzusetzen und dem unterliegenden Beschwerdeführer aufzuerlegen.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Heading3"><br/><span class="Normal Heading3">Das Gericht erkennt:</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span class="Normal Dispotext DispoHngend">1.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Die </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Beschwerde </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">wird abgewiesen.</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span class="Normal Dispotext DispoHngend">2.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Die Gerichtskosten von </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Fr. 800</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">.-- werden </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">dem Beschwerdeführer </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">auferlegt.</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend"> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Rechnung und Einzahlungsschein werden </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">dem </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Kostenpflichtigen nach Eintritt der Rechtskraft zugestellt.</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span class="Normal Dispotext DispoHngend">3.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Zustellung gegen Empfangsschein an:</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Rechtsanwältin Yolanda Schweri</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Bundesamt für Sozialversicherungen</span></p><p class="Normal Dispotext DispoEinzug"><span class="Normal Dispotext DispoEinzug">sowie an:</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Gerichtskasse (im Dispositiv nach Eintritt der Rechtskraft)</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">4.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Gegen diesen Entscheid kann innert </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">30 Tagen</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"> seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundes</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">gesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 15. Juli bis und mit 15. August sowie vom 18. Dezember bis und mit dem 2. Januar (Art. 46 BGG).</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">stellen.</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismit</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">tel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat (Art. 42 BGG).</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><br/></p><p class="Normal Heading3"><span class="Normal Heading3">Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich</span></p><p><br/></p><p>Der VorsitzendeDie Gerichtsschreiberin</p><p><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p>HurstSchwegler</p></div> </div></body></html>