<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="content"> <div class="para">Tribunale federale </div> <div class="para">Tribunal federal </div> <div class="para"> </div> <div class="para">{T 0/2} </div> <div class="para">4C.115/2003 /rnd </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Urteil vom 16. Juli 2003 </div> <div class="para">I. Zivilabteilung </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Besetzung </div> <div class="para">Bundesrichter Corboz, Präsident, </div> <div class="para">Bundesrichterinnen Klett, Rottenberg Liatowitsch. </div> <div class="para">Gerichtsschreiberin Schoder. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Parteien </div> <div class="para">A.________, </div> <div class="para">Beklagter und Berufungskläger, vertreten durch Rechtsanwalt Anton Burri, Burgerstrasse 22, </div> <div class="para">6000 Luzern 7, </div> <div class="para"> </div> <div class="para">gegen </div> <div class="para"> </div> <div class="para">B.________, </div> <div class="para">Kläger und Berufungsbeklagten, vertreten durch Rechtsanwalt Pius Kreiliger, Alpenstrasse 1, Schweizerhofquai, 6004 Luzern. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Gegenstand </div> <div class="para">Kaufvertrag; Mängel, </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Berufung gegen das Urteil des Obergerichts des Kantons Luzern, I. Kammer als Appellationsinstanz, </div> <div class="para">vom 14. März 2003. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Das Bundesgericht zieht in Erwägung: </div> <div class="para"> </div> <div class="para">1. </div> <div class="para">Mit "Automobil-Kaufvertrag" vom 5. Juni 1998 verkaufte A.________ (Beklagter) B.________ (Kläger) einen Personenwagen Chrysler (US) Grand Voyager für Fr. 44'900.--, bar zahlbar bei Übergabe des Fahrzeugs. Der Kaufvertrag enthält folgende Bestimmung: </div> <div class="para">"Der Verkäufer erklärt ausdrücklich, dass das Fahrzeug unfallfrei gefahren wurde...." </div> <div class="para">Der Sohn des Beklagten fügte handschriftlich bei: </div> <div class="para">"Der Käufer weiss über den Schaden (vorn links) Bescheid. Plastikteil folgt nach." </div> <div class="para">Mit Schreiben vom 23. Juni 1998 erklärte der Kläger den Rücktritt vom Vertrag und ersuchte um Rückerstattung des Kaufpreises, weil sich mittlerweile herausgestellt habe, dass es sich beim Fahrzeug um einen Unfallwagen mit Gewalteinwirkung auf das Chassis handle. Der Kläger erklärte sich gleichzeitig unter Umständen bereit, gegen eine angemessene, durch einen neutralen Experten festgestellte Entschädigung für den Minderwert den Wagen zu behalten. Er liess den Beklagten in der Folge auf Fr. 12'516.-- nebst Zins betreiben. Der Beklagte erhob jedoch Rechtsvorschlag. </div> <div class="para">2. </div> <div class="para">Am 29. September 1999 belangte der Kläger den Beklagten vor Amtsgericht Hochdorf auf Zahlung von Fr. 28'874.-- nebst 5% Zins seit 23. Dezember 1998, und er verlangte die Aufhebung des Rechtsvorschlages in der gegen den Beklagten eingeleiteten Betreibung. Mit Urteil vom 15. März 2002 verpflichtete das Amtsgericht den Beklagten, dem Kläger Fr. 24'130.10 zuzüglich 5% Zins seit 23. Dezember 1998 sowie Fr. 253.90 nebst 5% Zins seit 18. Juli 1999 zu bezahlen, und es hob den Rechtsvorschlag in der Betreibung Nr. 990289/BA Buchrain-Inwil auf. Gleich entschied das Obergericht des Kantons Luzern auf Appellation des Beklagten. </div> <div class="para">3. </div> <div class="para">Der Beklagte hat das obergerichtliche Urteil vom 14. März 2003 mit Berufung beim Bundesgericht angefochten. Er beantragt die Aufhebung des angefochtenen Urteils und die Abweisung der Klage. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Der Kläger schliesst auf Abweisung der Berufung und vollumfängliche Bestätigung des angefochtenen Urteils. </div> <div class="para">4. </div> <div class="para">Nach <span class="artref">Art. 55 Abs. 1 lit. c OG</span> ist in der Berufungsschrift anzugeben, welche Bundesrechtssätze der angefochtene Entscheid verletzt und inwiefern er gegen sie verstösst. Aus den Vorbringen muss mindestens hervorgehen, gegen welche Regeln des Bundesrechts die Vorinstanz verstossen haben soll. Daher ist unerlässlich, dass auf die Begründung des angefochtenen Urteils eingegangen und im Einzelnen dargetan wird, worin eine Verletzung von Bundesrecht liegen soll (<a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=12&amp;from_date=05.07.2003&amp;to_date=24.07.2003&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F121-III-397%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page397">BGE 121 III 397</a> E. 2a S. 400). Unzulässig sind dagegen Rügen, die sich gegen die tatsächlichen Feststellungen und gegen die Beweiswürdigung der Vorinstanz richten, es sei denn, es werden zugleich substanziierte Rügen im Sinne von <span class="artref">Art. 63 Abs. 2 OG</span> (offensichtliches Versehen) oder <span class="artref">Art. 64 OG</span> (unvollständige Ermittlung des Sachverhalts) erhoben (<span class="artref">Art. 55 Abs. 1 lit. c OG</span>; <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=12&amp;from_date=05.07.2003&amp;to_date=24.07.2003&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F127-III-390%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page390">BGE 127 III 390</a> E. 1f S. 393; <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=12&amp;from_date=05.07.2003&amp;to_date=24.07.2003&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F126-III-59%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page59">126 III 59</a> E. 2a S. 65, je mit Hinweisen). </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Der Beklagte macht in der Berufung gestützt auf einen von dem im angefochtenen Urteil festgestellten abweichenden und erweiterten Sachverhalt geltend, es sei entgegen der Ansicht der Vorinstanz davon auszugehen, dass der Beklagte den Kläger ausdrücklich auf die Unfallvergangenheit des Fahrzeuges hingewiesen habe. Ausserdem sei beiden Parteien im Zeitpunkt des Verkaufs auch mit Blick auf den Kaufpreis bewusst gewesen, dass es sich beim verkauften Chrysler um ein Unfallfahrzeug gehandelt habe. Weiter rügt der Beklagte, die Vorinstanz habe zu Unrecht davon abgesehen, weitere von ihm angebotene Beweise abzunehmen. Damit erhebt der Beklagte ausschliesslich unzulässige Rügen betreffend die Sachverhaltsermittlung und die vorweggenommene Beweiswürdigung. Inwiefern die Vorinstanz Bundesrecht verletzt haben soll, zeigt der Beklagte nicht auf und ist nicht ersichtlich. Auf die Berufung ist deshalb nicht einzutreten. </div> <div class="para">5. </div> <div class="para">Ausgangsgemäss wird der Beklagte für das Berufungsverfahren kosten- und entschädigungspflichtig (Art. 156 Abs. 1 und <span class="artref"><artref id="CH/173.110/159/2" type="start"></artref><artref id="CH/173.110/159/1" type="start"></artref>Art. 159 Abs. 1 und 2 OG</span><artref id="CH/173.110/159/2" type="end"></artref><artref id="CH/173.110/2" type="end"></artref>). </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Demnach erkennt das Bundesgericht </div> <div class="para">im Verfahren nach <span class="artref">Art. 36a OG</span>: </div> <div class="para">1. </div> <div class="para">Auf die Berufung wird nicht eingetreten. </div> <div class="para">2. </div> <div class="para">Die Gerichtsgebühr von Fr. 2'000.-- wird dem Beklagten auferlegt. </div> <div class="para">3. </div> <div class="para">Der Beklagte hat den Kläger für das bundesgerichtliche Verfahren mit Fr. 2'500.-- zu entschädigen. </div> <div class="para">4. </div> <div class="para">Dieses Urteil wird den Parteien und dem Obergericht des Kantons Luzern, I. Kammer als Appellationsinstanz, schriftlich mitgeteilt. </div> <div class="para">Lausanne, 16. Juli 2003 </div> <div class="para">Im Namen der I. Zivilabteilung </div> <div class="para">des Schweizerischen Bundesgerichts </div> <div class="para">Der Präsident: Die Gerichtsschreiberin: </div> <div class="para"> </div> </div></body></html>