<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2021.00260</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=223765&amp;W10_KEY=13013452&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2021.00260</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 11.01.2024</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">2. Abteilung/Einzelrichter</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">AuslÃ¤nderrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Widerruf der Aufenthaltsbewilligung EU/EFTA</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Verfahresabschreibung wegen Gegenstandslosigkeit. Der Beschwerdeführerin wurde im umgekehrten Familiennachzug zur hier aufenthaltsberechtigten Tochter eine Aufenthaltsbewilligung erteilt. Das Verfahren ist daher wegen Gegenstandslosigkeit abzuschreiben (E. 1). Die Kosten- und Entschädigungsfolgen richten sich bei einem gegenstandslos gewordenen Verfahren nach den summarisch zu prüfenden Prozessaussichten (E. 2.1). Vorliegend wäre die Beschwerde im Hauptpunkt abzuweisen gewesen und hätte die Beschwerdeführerin lediglich in einem untergeordneten Nebenpunkt obsiegt (E. 2.5). Abweisung uP/URB. Abschreibung.</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ABSCHREIBUNG">ABSCHREIBUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ABSCHREIBUNGSVERFÃGUNG">ABSCHREIBUNGSVERFÃGUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: AUFENTHALTSBEWILLIGUNG">AUFENTHALTSBEWILLIGUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: GEGENSTANDSLOS">GEGENSTANDSLOS</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: GEGENSTANDSLOSIGKEIT">GEGENSTANDSLOSIGKEIT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: KOSTEN- UND ENTSCHÃDIGUNGSFOLGEN">KOSTEN- UND ENTSCHÃDIGUNGSFOLGEN</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: PROZESSAUSSICHTEN">PROZESSAUSSICHTEN</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: SUMMARISCHE PRÃFUNG">SUMMARISCHE PRÃFUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: UNTERLIEGERPRINZIP">UNTERLIEGERPRINZIP</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="gerade">§ 13 Abs. II VRG</span><br/><span class="ungerade">§ 38b Abs. I lit. b VRG</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 4 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="WordSection1"> <table border="1" cellpadding="0" cellspacing="0" class="MsoNormalTable"> <tr> <td valign="top"> <p class="Kopf1"><span>Verwaltungsgericht</span></p> <p class="Kopf1"><span>des Kantons ZÃ¼rich</span></p> <p class="Kopf1"><span>2. Abteilung</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Kopf1"> </p> </td> <td valign="top"> <p class="Kopf1"><span><img alt="Ein Bild, das Zeichnung, Entwurf, Clipart, Lineart enthÃ¤lt. Automatisch generierte Beschreibung" height="77" id="Grafik 1" src="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getImage&amp;nF38_KEY=64590" width="123"/></span></p> </td> </tr> </table> <p class="MsoNormal">VB.2021.00260</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"><b><span>VerfÃ¼gung</span></b></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="Zwischentitel"> </p> <p class="MsoNormal">des Einzelrichters</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">vom <a id="VF_DAT_ENTSCHEID">11. Januar 2024</a></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">Mitwirkend: Verwaltungsrichter Andreas Frei, <a id="TN_AUTOTEXT_RICHTER"></a><a id="TN_AUTOTEXT_GS"></a>Gerichtsschreiberin Jsabelle Mayer.<span> </span></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">In Sachen</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">A, vertreten durch RA B, </p> <p class="MsoNormal"><b>BeschwerdefÃ¼hrerin,</b> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="Zwischentitel">gegen</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">Migrationsamt des Kantons ZÃ¼rich, </p> <p class="MsoNormal"><b>Beschwerdegegner, </b></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"><b>betreffend Widerruf der Aufenthaltsbewilligung EU/EFTA,</b></p> <p class="Zwischentitel">hat sich ergeben:</p> <p class="Sachverhalt1"><b>I. </b> </p> <p class="MsoNormal"><span>A, geboren 1993, ist Ãthiopierin. Am 18. Juli 2015 heiratete sie in Kenia den hier niedergelassenen deutschen StaatsangehÃ¶rigen C (geboren 1972). Am 9. Juli 2018 stellte A ein Gesuch um Einreisebewilligung zum Verbleib beim Ehemann. Am 24. Oktober 2018 reiste sie mit einem gÃ¼ltigen Visum in die Schweiz ein, woraufhin ihr am 14. November 2018 eine Aufenthaltsbewilligung EU/EFTA im Familiennachzug erteilt wurde. Mit VerfÃ¼gung vom 30. April 2020 wies das Bezirksgericht Dielsdorf ein superprovisorisches Gesuch von A betreffend Eheschutzmassnahmen ab. Nachdem C dem Migrationsamt am 5. Mai 2020 mitteilte, seine Ehefrau habe ihn nur als Mittel zum Zweck des Verbleibens in der Schweiz benutzt, stellte das Migrationsamt A eine Trennungsanfrage. Diese teilte daraufhin mit, der Ehemann sei am 5. Mai 2020 aus der gemeinsamen ehelichen Wohnung ausgezogen. Mit Urteil und VerfÃ¼gung vom 9. Juli 2020 stellte das Bezirksgericht Dielsdorf fest, dass die Parteien seit dem 6. Mai 2020 getrennt leben wÃ¼rden und nahm von der Eheschutzvereinbarung Vormerk. Nach GewÃ¤hrung des rechtlichen GehÃ¶rs widerrief das Migrationsamt die Aufenthaltsbewilligung EU/EFTA von A mit VerfÃ¼gung vom 28. Januar 2021, da sich diese rechtsmissbrÃ¤uchlich auf eine nur noch inhaltsleere Ehe berufe. Ferner wies es sie aus der Schweiz weg und setzte ihr hierzu eine Frist bis 26. April 2021. </span></p> <p class="Sachverhalt1"><b>II. </b> </p> <p class="MsoNormal">Einen dagegen erhobenen Rekurs wies die Rekursabteilung der Sicherheitsdirektion mit Entscheid vom 18. MÃ¤rz 2021 ab. Dabei wurde A eine neue Frist zum Verlassen der Schweiz bis 18. Juni 2021 angesetzt.</p> <p class="Sachverhalt1"><b>III. </b> </p> <p class="MsoNormal"><b><span>A. </span></b><span>Mit Beschwerde vom 19. April 2021 liess A (nachfolgend: die BeschwerdefÃ¼hrerin) dem Verwaltungsgericht beantragen, der Rekursentscheid sei unter Kosten- und EntschÃ¤digungsfolgen aufzuheben und ihre Aufenthaltsbewilligung EU/EFTA nicht zu widerrufen. Eventualiter sei die Sache zur Neubeurteilung an die Erstinstanz zurÃ¼ckzuweisen. Im Rahmen der Beschwerde wies die BeschwerdefÃ¼hrerin darauf hin, dass sie mit dem <a id="_Hlk151622118">â </a>Ã¼ber eine Aufenthaltsbewilligung EU/EFTA verfÃ¼genden â spanischen StaatsangehÃ¶rigen D (geboren 1988) im Konkubinat zusammenlebe. Sie erwarte ein Kind von ihm. Der voraussichtliche Geburtstermin sei der â¦ November 2021. Damit sei der Widerruf ihrer Aufenthaltsbewilligung neu im Licht von Art. 8 der EuropÃ¤ischen Menschenrechtskonvention (EMRK) und dem FreizÃ¼gigkeitsabkommen (FZA) zu prÃ¼fen. Das Familienleben mit dem neuen Partner und dem erwarteten Kind gewÃ¤hre einen Anspruch auf Erteilung bzw. auf Nichtwiderruf der Aufenthaltsbewilligung. Ferner sei ihr die Ausreise nach Ãthiopien als schwangere Frau nicht zuzumuten. Daher sei ihr subeventualiter die Ausreisefrist bis mindestens 31. Dezember 2022 zu verlÃ¤ngern. Schliesslich sei ihr die unentgeltliche ProzessfÃ¼hrung zu gewÃ¤hren und Rechtsanwalt B als unentgeltlicher Rechtsbeistand einzusetzen.</span></p> <p class="MsoNormal">Die Rekursabteilung der Sicherheitsdirektion verzichtete auf eine Vernehmlassung zur Beschwerde; eine Beschwerdeantwort des Migrationsamts ging nicht ein. </p> <p class="MsoNormal"><b><span>B. </span></b><span>Mit PrÃ¤sidialverfÃ¼gung vom 19. August 2021 teilte der AbteilungsprÃ¤sident der BeschwerdefÃ¼hrerin mit, die neue Partnerschaft und die neue Schwangerschaft seien nicht vom Streitgegenstand des vorliegenden Verfahrens erfasst. Es werde sich erst nach der Geburt zeigen, ob der spanische StaatsbÃ¼rger rechtlicher Vater des Kinds werde, wobei gestÃ¼tzt auf diesen Sachverhalt gegebenenfalls ein neues Verfahren um Erteilung einer Aufenthaltsbewilligung anzustrengen sei. Da die Lage in Ãthiopien angespannt und die Entwicklung nicht absehbar sei, rechtfertige es sich, Ã¼ber die VerlÃ¤ngerung der Ausreisefrist und allfÃ¤llige Vollzugshindernisse erst nach der Geburt des Kinds zu entscheiden. Unter den gegebenen Voraussetzungen sei eine Sistierung des Verfahrens angezeigt. Den Parteien wurde daher eine Frist von 20 Tagen angesetzt, um zur beabsichtigten Sistierung bis nach der Geburt des Kinds der BeschwerdefÃ¼hrerin Stellung zu nehmen. Am 30. August 2021 erklÃ¤rte sich die BeschwerdefÃ¼hrerin mit der Sistierung einverstanden. Das Migrationsamt liess sich nicht vernehmen. Mit PrÃ¤sidialverfÃ¼gung vom 16. September 2021 wurde das Verfahren einstweilen bis 31. Dezember 2021 sistiert. Mit Eingabe vom 13. Dezember 2021 teilte der Rechtsvertreter der BeschwerdefÃ¼hrerin dem Verwaltungsgericht mit, die Tochter der BeschwerdefÃ¼hrerin, E, sei 2021 zur Welt gekommen. Aufgrund der gesetzlichen Vaterschaftsvermutung gelte der jetzige Ehemann C als rechtlicher Vater. Die Vaterschaft von C sei am 6. Dezember 2021 beim Bezirksgericht Dielsdorf angefochten worden. Die BeschwerdefÃ¼hrerin beantragte dem Verwaltungsgericht daher, das vorliegende Verfahren bis zum rechtskrÃ¤ftigen Abschluss des Verfahrens vor dem Bezirksgericht Dielsdorf sistiert zu halten. Der AbteilungsprÃ¤sident sistierte daher das Beschwerdeverfahren mit PrÃ¤sidialverfÃ¼gung vom 16. Dezember 2021, bis die rechtliche Vaterschaft geklÃ¤rt sei. </span></p> <p class="MsoNormal"><b><span>C. </span></b><span>Am 2. August 2022 liessen sich die BeschwerdefÃ¼hrerin und C scheiden. Mit Urteil vom 8. November 2022 stellte das Bezirksgericht Dielsdorf fest, dass C nicht der Vater von E sei. Die BeschwerdefÃ¼hrerin bat in der Folge um weitere Sistierung des Beschwerdeverfahrens, bis der spanische Kindsvater als solcher eingetragen werde. Nach erfolgter Vaterschaftsanerkennung ersuchte die BeschwerdefÃ¼hrerin das Migrationsamt (unter Beilage des spanischen Passes ihrer Tochter und einer Kopie deren Aufenthaltsbewilligung fÃ¼r die Schweiz) am 29. Mai 2023 um Erteilung einer Aufenthaltsbewilligung EU/EFTA zum Verbleib bei der Tochter. Das Verwaltungsgericht wurde am 30. Mai 2023 ersucht, das Beschwerdeverfahren weiterhin sistiert zu halten. Am 27. Dezember 2023 wurde der BeschwerdefÃ¼hrerin eine Aufenthaltsbewilligung erteilt.</span></p> <p class="Einzug1"><span>Der Einzelrichter</span><span> erwÃ¤gt:</span></p> <p class="Erwgung1"><b>1. </b> </p> <p class="Urteilstext">Das zwischenzeitliche Erteilen einer Aufenthaltsbewilligung infolge umgekehrten Familiennachzugs zur hier aufenthaltsberechtigten Tochter hat der vorliegenden Beschwerde den Hauptverfahrensgegenstand genommen; insofern ist diese entsprechend abzuschreiben (vgl. VGr, 26. August 2009, VB.2009.00052, E. 1; Alain Griffel in: derselbe [Hrsg.], Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kanton ZÃ¼rich [VRG], 3. A., ZÃ¼rich etc. 2014 [Kommentar VRG], § 28 N. 25; Marco Donatsch, Kommentar VRG, § 63 N. 6). Die Verfahrensabschreibung zufolge Gegenstandslosigkeit fÃ¤llt in die einzelrichterliche ZustÃ¤ndigkeit (§ 38b Abs. 1 lit. b des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 [VRG]).</p> <p class="Erwgung1"><b>2. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>2.1 </b>Die Kosten- und EntschÃ¤digungsfolgen beurteilen sich grundsÃ¤tzlich nach Massgabe des Verfahrensausgangs (Unterliegerprinzip, § 13 Abs. 2 in Verbindung mit § 65a sowie § 17 Abs. 2 VRG). Bei einem gegenstandslos gewordenen Verfahren richten sich die Kosten- und EntschÃ¤digungsfolgen in erster Linie nach den summarisch zu prÃ¼fenden Prozessaussichten nach dem Stand der Streitsache vor der Gegenstandslosigkeit und ansonsten danach, wer das gegenstandslos gewordene Verfahren veranlasst hat oder bei wem die GrÃ¼nde eingetreten sind, die zur Gegenstandslosigkeit des Prozesses gefÃ¼hrt haben (VGr, 8. Juni 2022, VB.2021.00692, E. 2.1 mit Hinweisen [nicht auf www.vgr.zh.ch verÃ¶ffentlicht]; Kaspar PlÃ¼ss, Kommentar VRG, § 13 N. 74 ff. und § 17 N. 31 sowie Donatsch, § 63 N. 7). In die vorinstanzliche Regelung der Kosten- und EntschÃ¤digungsfolgen ist aus prozessÃ¶konomischen GrÃ¼nden nur einzugreifen, wenn sich der Entscheid unschwer als falsch bzw. ohne Weiteres als unzutreffend herausstellt (RB 2003 Nr. 4, E. 3; RB 2006 Nr. 15, E. 3.1; PlÃ¼ss, § 13 N. 74 ff.).</p> <p class="Erwgung2"><b>2.2 </b>Es folgt eine summarische PrÃ¼fung der Prozessaussichten der am 19. April 2021 eingereichten Beschwerde:</p> <p class="Erwgung2"><b>2.3 </b>Streitgegenstand bildete der Widerruf der Aufenthaltsbewilligung EU/EFTA, die der BeschwerdefÃ¼hrerin gestÃ¼tzt auf das Abkommen vom 21. Juni 1999 zwischen der Schweizerischen Eidgenossenschaft einerseits und der EuropÃ¤ischen Gemeinschaft und ihren Mitgliedstaaten andererseits Ã¼ber die FreizÃ¼gigkeit (FreizÃ¼gigkeitsabkommen [FZA], SR 0.142.112.681) als Ehefrau des deutschen StaatsbÃ¼rgers C erteilt worden war. Vor Verwaltungsgericht machte die BeschwerdefÃ¼hrerin erstmals geltend, es sei ihr gestÃ¼tzt auf ihre Beziehung zum spanischen StaatsangehÃ¶rigen D und ihrem gemeinsamen (damals noch ungeborenen) Kind eine Aufenthaltsbewilligung EU/EFTA zu erteilen. Streitgegenstand kann aber nur sein, was auch Gegenstand der vorinstanzlichen VerfÃ¼gung war beziehungsweise nach richtiger Gesetzesauslegung hÃ¤tte sein sollen. Auf Begehren, Ã¼ber welche die Vorinstanz weder entschieden hat noch hÃ¤tte entscheiden sollen, ist nicht einzutreten (vgl. VGr, 1. April 2020, VB.2020.00031, E. 2.1; VGr, 1. April 2015, VB.2015.00102, E. 2.1). Dies ist im Bereich des AuslÃ¤nderrechts der Fall, wenn sich der Anwesenheitsanspruch auf einen neuen Sachverhalt bezieht, welcher von den Vorinstanzen noch gar nicht beurteilt wurde (vgl. Donatsch, § 20a N. 10 und 17). Vorliegend bestand kein hinreichend enger Sachzusammenhang zum Gegenstand des vorinstanzlichen Verfahrens und mussten allfÃ¤llige AufenthaltsansprÃ¼che aufgrund der neuen Beziehung auch nicht Gegenstand des Verfahrens bilden (vgl. VGr, 1. April 2020, VB.2020.00031, E. 2.2 f.; VGr, 14. August 2018, VB.2018.00231, E. 2.1 [nicht auf www.vgr.zh.ch verÃ¶ffentlicht]). Insoweit wÃ¤re auf die Beschwerde nicht einzutreten gewesen. Gleiches gilt fÃ¼r die erstmals vor Verwaltungsgericht beantragte HÃ¤rtefallbewilligung aufgrund des Zusammenlebens mit dem neuen Partner und dem erwarteten Kind. </p> <p class="Erwgung2"><b>2.4 </b>Im Zusammenhang mit der Ehe mit C machte die BeschwerdefÃ¼hrerin geltend, dass die Voraussetzungen fÃ¼r einen Widerruf der Aufenthaltsbewilligung EU/EFTA nicht erfÃ¼llt gewesen seien: Die Vorinstanzen hÃ¤tten bei der Auslegung des FZA die hierzu ergangene einschlÃ¤gige Rechtsprechung des EuropÃ¤ischen Gerichtshofs (EuGH), insbesondere die Urteile <i>Diatta</i> und <i>Iida</i> nicht berÃ¼cksichtigt. Danach werde das Anwesenheitsrecht des nachgezogenen Partners nicht tangiert, solange die Partner bloss voneinander getrennt lebten, nicht aber geschieden seien. Ferner bleibe die Aufenthaltsberechtigung selbst dann bestehen, wenn die Ehegatten die Absicht hÃ¤tten, sich spÃ¤ter scheiden zu lassen. </p> <p class="Erwgung2">Wohl wurde in der Lehre teils ausgefÃ¼hrt, gestÃ¼tzt auf die neuere Rechtsprechung des EuGH (EuGH, 8. November 2012, <i>Iida gegen Stadt Ulm</i>, Rs. C-40/11) dÃ¼rfte der Einwand, das Festhalten an einer nur noch formell bestehenden Ehe sei rechtsmissbrÃ¤uchlich, in Zukunft nicht mehr zulÃ¤ssig sein (Astrid Epiney/Robert Mosters, Die Rechtsprechung des EuGH zur PersonenfreizÃ¼gigkeit und ihre Implikationen fÃ¼r das FreizÃ¼gigkeitsabkommen Schweiz-EU, in: dieselbe/Stefan Diezig [Hrsg.], Schweizerisches Jahrbuch fÃ¼r Europarecht / Annuaire suisse de Droit europÃ©en 2012/2013, ZÃ¼rich/Bern 2013, S. 49 ff., S. 56). Die Vorinstanz wies indessen zu Recht auf einen Entscheid des Bundesgerichts vom 11. Dezember 2014 (2C_993/2014, E. 2.2) hin, in welchem dieses zum Schluss gelangte, der BeschwerdefÃ¼hrer habe â wie hier â nicht dargelegt, inwiefern die Voraussetzungen fÃ¼r eine PraxisÃ¤nderung im Hinblick auf die bisherige Rechtsprechung des Bundesgerichts (Ãbernahme der Praxis des EuGH im Urteil Diatta unter dem Vorbehalt des Rechtsmissbrauchs) erfÃ¼llt seien. Vorliegend hÃ¤tte sich die Berufung auf die im Beschwerdezeitpunkt seit fast einem Jahr getrennte Ehe mit C ohne Weiteres als rechtsmissbrÃ¤uchlich im Sinn der bundesgerichtlichen Rechtsprechung erwiesen. Die BeschwerdefÃ¼hrerin hÃ¤tte demzufolge aus dem FreizÃ¼gigkeitsabkommen keinen Anwesenheitsanspruch mehr ableiten kÃ¶nnen (Art. 23 Abs. 1 der Verordnung Ã¼ber den freien Personenverkehr vom 22. Mai 2002 [VFP] in Verbindung mit Art. 62 Abs. 1 lit. d des AuslÃ¤nder- und Integrationsgesetzes vom 16. Dezember 2005 [AIG]). Schliesslich wÃ¤re der Widerruf der Aufenthaltsbewilligung der BeschwerdefÃ¼hrerin auch verhÃ¤ltnismÃ¤ssig gewesen (vgl. Art. 96 Abs. 1 AIG). Die damals 27-jÃ¤hrige BeschwerdefÃ¼hrerin ist in Ãthiopien geboren und aufgewachsen und lebte im Beschwerdezeitpunkt erst seit zweieinhalb Jahren in der Schweiz, womit eine kurze Aufenthaltsdauer vorlag. Da sie vor ihrer Einreise in die Schweiz an einer UniversitÃ¤t in Ãthiopien studierte, wÃ¤re sie mit den VerhÃ¤ltnissen im Heimatland noch bestens vertraut gewesen. In der Schweiz hatte sich die BeschwerdefÃ¼hrerin tadellos verhalten (keine strafrechtlichen Vorkommnisse, keine BetreibungsregistereintrÃ¤ge, kein Sozialhilfebezug) und konnte sich beruflich integrieren: Seit 2019 arbeitete sie beim Restaurant F; seit 1. April 2020 in einem 80%-Pensum. GemÃ¤ss aktueller Bewilligungskopie ist sie heute im Haupterwerb als â¦ fÃ¼r die G AG tÃ¤tig. Damit entsprach die Integration den Ã¼blichen Erwartungen (vgl. etwa BGr, 2. August 2023, 2C_318/2023, E. 4.2). In der Schweiz lebten keine Verwandten der BeschwerdefÃ¼hrerin. Zu berÃ¼cksichtigen wÃ¤re allerdings gewesen, dass der Partner der BeschwerdefÃ¼hrerin und damals zukÃ¼nftiger Vater ihres Kinds in der Schweiz lebte. Dies hÃ¤tte die Wegweisung indessen nicht als unverhÃ¤ltnismÃ¤ssig erscheinen lassen. Der bevorstehenden Geburt des Kinds wÃ¤re im Rahmen der Ansetzung der Ausreisefrist Rechnung zu tragen gewesen (VGr, 14. August 2018, VB.2018.000231, E. 6.3 [nicht auf www.vgr.zh.ch verÃ¶ffentlicht]). Trotz aktuell angespannter Lage in Ãthiopien wÃ¤re nach Ansicht des Staatssekretariats fÃ¼r Migration (SEM) und des Bundesverwaltungsgerichts (BVGr) nicht von einer landesweiten Situation allgemeiner Gewalt im Sinn von Art. 83 Abs. 4 AIG auszugehen gewesen, aufgrund derer auf eine konkrete GefÃ¤hrdung in Bezug auf alle StaatsangehÃ¶rigen des Lands hÃ¤tte geschlossen werden mÃ¼ssen (vgl. BVGr, 21. Juli 2020, D-1842/2020, E. 8.3, BVGr, 6. Mai 2019, D-6630/2018, E. 12.2).</p> <p class="Urteilstext">Demzufolge wÃ¤re die Beschwerde im Hauptpunkt (Widerruf der Aufenthaltsbewilligung EU/EFTA) abzuweisen gewesen. Die eventualiter beantragte RÃ¼ckweisung an die Vorinstanz zur weiteren SachverhaltsabklÃ¤rung hÃ¤tte unterbleiben kÃ¶nnen, ebenso die AnhÃ¶rung des neuen Lebenspartners der BeschwerdefÃ¼hrerin als Zeuge. </p> <p class="Erwgung2"><b>2.5 </b>Gutzuheissen gewesen wÃ¤re aber der Subeventualantrag der BeschwerdefÃ¼hrerin auf VerlÃ¤ngerung der Ausreisefrist bis nach Geburt des Kinds. GemÃ¤ss Art. 64d Abs. 1 AIG ist mit der WegweisungsverfÃ¼gung eine angemessene Ausreisefrist zwischen sieben und dreissig Tagen anzusetzen. Eine lÃ¤ngere Ausreisefrist ist anzusetzen oder die Ausreisefrist wird verlÃ¤ngert, wenn besondere UmstÃ¤nde wie die familiÃ¤re Situation, gesundheitliche Probleme oder eine lange Aufenthaltsdauer dies erfordern. </p> <p class="Erwgung2">Nach dem Gesagten hÃ¤tte die BeschwerdefÃ¼hrerin lediglich in einem untergeordneten Nebenpunkt obsiegt, weshalb sie â nach einer summarischen PrÃ¼fung der Prozessaussichten â im Beschwerdeverfahren unterlegen hÃ¤tte. Die reduzierten Kosten des Beschwerdeverfahrens sind daher der BeschwerdefÃ¼hrerin aufzuerlegen (§ 65a Abs. 2 in Verbindung mit § 13 Abs. 2 Satz 1 VRG). Eine ParteientschÃ¤digung steht ihr nicht zu (§ 17 Abs. 2 VRG).</p> <p class="Erwgung2"><b>2.6 </b>Zu prÃ¼fen bleibt das Gesuch der BeschwerdefÃ¼hrerin um GewÃ¤hrung der unentgeltlichen Rechtspflege und -vertretung fÃ¼r das Beschwerdeverfahren. Nach dem Gesagten sind die in der Beschwerde vom 19. April 2021 gestellten Begehren als offensichtlich aussichtslos zu qualifizieren, weshalb das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege abzuweisen ist. Ob die BeschwerdefÃ¼hrerin mittellos im Sinn von § 16 Abs. 1 VRG ist, kann daher offengelassen werden.</p> <p class="Erwgung1"><b>3. </b> </p> <p class="Erwgung2">VerfÃ¼gungen des Verwaltungsgerichts in auslÃ¤nderrechtlichen Angelegenheiten kÃ¶nnen grundsÃ¤tzlich mit Beschwerde in Ã¶ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten nach Art. 82 ff. des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (BGG) angefochten werden, soweit ein Rechtsanspruch auf eine fremdenpolizeiliche Bewilligung geltend gemacht wird, ansonsten die subsidiÃ¤re Verfassungsbeschwerde nach Art. 113 ff. BGG offensteht. Anders als bei einer Verfahrensabschreibung zufolge BeschwerderÃ¼ckzugs erwÃ¤chst bei einer Verfahrensabschreibung zufolge Gegenstandslosigkeit nicht bloss der angefochtene Entscheid (oder die diesem zugrunde liegenden Anordnungen) mit der Zustellung des Abschreibungsentscheids in Rechtskraft, sondern das gesamte Verfahren (inklusive des Verwaltungsverfahrens) wird hinfÃ¤llig (vgl. Donatsch, § 63 N. 4 und Griffel, § 28 N. 24). Anders als bei einem BeschwerderÃ¼ckzug ist ein Abschreibungsentscheid wegen Gegenstandslosigkeit deshalb als negative VerfÃ¼gung auf dem ordentlichen Rechtsmittelweg und nicht etwa mit Revision anfechtbar (VGr, 6. September 2023, VB.2023.00367, E. 5; vgl. auch VGr, 26. Oktober 2023, VB.2023.00060, E. 4 [beide nicht auf www.vgr.zh.ch verÃ¶ffentlicht]; Markus MÃ¼ller in: Christoph Auer/Markus MÃ¼ller/Benjamin Schindler [Hrsg.], Kommentar zum Bundesgesetz Ã¼ber das Verwaltungsverfahren [VwVG], Art. 5 VwVG N. 106). Der Rechtsweg in Nebenpunkten wie den Kosten- und EntschÃ¤digungsfolgen folgt grundsÃ¤tzlich dem in der Hauptsache massgeblichen Rechtsweg (VGr, 6. September 2023, VB.2023.00367, E. 5; BGE 134 I 159 E. 1.1; PlÃ¼ss, § 17 N. 91).</p> <p class="Einzug1"><span>DemgemÃ¤ss verfÃ¼gt <span>der Einzelrichter</span>:</span></p> <p class="Einzug2">1. Das Gesuch um GewÃ¤hrung der unentgeltlichen ProzessfÃ¼hrung und Bestellung eines unentgeltlichen Rechtsbeistands wird abgewiesen. </p> <p class="Einzug2">2. Das Verfahren wird als gegenstandslos geworden abgeschrieben.</p> <p class="Einzug2">3. Die GerichtsgebÃ¼hr wird festgesetzt auf <br/> Fr. 500.--; die Ã¼brigen Kosten betragen:<br/> <u>Fr. 70.--</u> Zustellkosten,<br/> <u>Fr. 570.--</u> Total der Kosten.</p> <p class="Einzug2">4. Die Gerichtskosten werden der BeschwerdefÃ¼hrerin auferlegt.</p> <p class="Einzug2">5. Eine ParteientschÃ¤digung wird nicht zugesprochen.</p> <p class="Einzug2">6. Gegen diese VerfÃ¼gung kann Beschwerde im Sinn der ErwÃ¤gungen erhoben werden. Die Beschwerde ist innert 30 Tagen, von der Zustellung an gerechnet, beim Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, einzureichen.</p> <p class="Einzug2">7. Mitteilung an:<br/> a) die Parteien;<br/> b) die Rekursabteilung der Sicherheitsdirektion;<br/> c) das Staatssekretariat fÃ¼r Migration (SEM).</p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>