Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche- rungsrecht Vom 30. Juli 2015 (720 12 255) ____________________________________________________________________ Invalidenversicherung Ablehnung des Rentenanspruchs aufgrund eines Gerichtsgutachtens bestätigt, obschon die zwecks Klärung des medizinischen Sachverhalts eingeholten ergänzenden Stellung- nahmen der gerichtlichen Gutachter nicht restlos überzeugen. Besetzung Präsident Andreas Brunner, Kantonsrichter Jgnaz Jermann, Kantons- richter Daniel Noll, Gerichtsschreiber Stephan Paukner Parteien A.____, Beschwerdeführer , vertreten durch Carole Held Lüthi , Anwä l- tin, Behindertenforum, Bachlettenstrasse 12, 4054 Basel gegen IV -Stelle Basel -Landschaft , Hauptstrasse 109 , 4102 Binningen , Beschwerdegegnerin Betreff IV-Rente A. Der 1965 geborene A.____ ist gelernter Schreiner . Nach einem ersten Antrag bei der Eidgenössischen Invalidenversicherung (IV) im Jahre 1989 und einer in der Folge erfolgten Umschulung war er als Kurierfahrer bei der B.____ t ätig. Am 9. Februar 2007 rutschte er auf einem vereisten Bahnübergang aus und stürzte auf da s Gesäss. Seither war er den körperli- chen Anforderungen dieser Stelle nicht mehr gewachs en. In der Folge meldete er sich im Juni 2007 bei der IV zum Rentenbezug an. Mit Verfügung d er IV-Stelle Basel-Landschaft (IV-Stelle) Seite 2 http://www.bl.ch/kantonsgericht vom 26. März 2010 wurde sein Rentengesuch aufgrund eine s IV-Grads von 23% abgewiesen. Am 21. April 2010 reichte der Versicherte aufgrund ei ner Verschlechterung seines Gesund- heitszustandes erneut ein Leistungsgesuch bei der IV ein . Nach Abklärung der gesundheitli- chen und erwerblichen Verhältnisse lehnte die IV-Stell e das Gesuch des Versicherten mit Ver- fügung vom 26. Juni 2012 gestützt auf einen IV-Grad von 26% erneut ab. B. Hiergegen erhob der Versicherte, vertreten durch Car ole Held Lüthi, Anwältin, Behinder- tenforum in Basel, am 28. August 2012 Beschwerde beim K antonsgericht des Kantons Basel- Landschaft, Abteilung Sozialversicherungsrecht (Kantonsgericht). Er beantragte, die Verfügung der IV-Stelle vom 26. Juni 2012 sei aufzuheben. Es sei ihm aufgrund einer hälftigen Restar- beitsfähigkeit mit Wirkung ab dem Zeitpunkt der Versch lechterung seines Gesundheitszustan- des eine IV-Rente auszurichten. Eventualiter sei aufgrun d der sich widersprechenden fachärzt- lichen Einschätzungen ein rheumatologisches bzw. orthopä disches Obergutachten einzuholen. Ausserdem sei ihm die unentgeltliche Rechtspflege zu g ewähren, alles unter o/e-Kostenfolge. Zur Begründung wurde zusammenfassend vorgebracht, dass e ine erhebliche Diskrepanz zwi- schen den Ergebnissen der medizinischen Begutachtung und d er beruflichen Abklärung vorlie- ge. Die Einschätzung der Restarbeitsfähigkeit durch das C .____ weiche von derjenigen des Spitals D.____ ab. Die Erkenntnis jenes mehrwöchigen Arb eitsversuchs werde im Übrigen durch fachärztliche Atteste gestützt, welche eine Restarbeit sfähigkeit im Umfang von ebenfalls nur noch 50% belegen würden. C. Mit verfahrensleitender Verfügung vom 29. August 201 2 wurde dem Beschwerdeführer für das vorliegende Verfahren die unentgeltliche Prozess führung und die unentgeltliche Verbei- ständung mit seiner Rechtsvertreterin bewilligt. Die I V-Stelle schloss mit Vernehmlassung vom 20. September 2012 auf Abweisung der Beschwerde. Zusam menfassend brachte sie vor, dass sie zu Recht auf das Gutachten des C.____ abgestellt habe. D. Anlässlich der Urteilsberatung vom 6. Dezember 2012 b eschloss das Kantonsgericht, ein orthopädisches Gerichtsgutachten bei der E.____ zu r Frage der medizinisch bedingten Einschränkung der Erwerbsfähigkeit des Beschwerdeführers und Festlegung des dabei zu be- rücksichtigenden Leistungsprofils einzuholen. Das gerichtliche Gutachten der E.____ erging am 13. September 2013. In ihrer Stellungnahme vom 25. September 2013 hielt die IV-Stelle fest, dass das E.____-Gutachten diverse Fragen aufwerfe, ohne deren Beantwortung es nicht mög- lich sei, sich zu allfälligen versicherungsrechtlichen Auswirku ngen zu äussern. Sie ersuchte deshalb, dem E.____ diverse Ergänzungsfragen zu unterbr eiten. Der Beschwerdeführer schloss in seiner Stellungnahme vom 7. November 2013 auf Zusprache einer Dreiviertelrente. E. Mit verfahrensleitender Verfügung vom 14. November w urden der E.____ die ergänzen- den Fragen der IV-Stelle gemäss deren Stellungnahme vom 25. September 2013 zur Beantwor- tung unterbreitet. Deren Antwort erging am 15. Apri l 2014. In ihrer Stellungnahme vom 13. Mai 2014 hielt die IV-Stelle fest, dass die aufgeworfenen Fragen weiterhin nicht geklärt seien. Eine Beurteilung der verbleibenden Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers sei trotzdem möglich. Es bestünden zwingende Gründe von der Einschätzung im geri chtlichen Gutachten der E.____ abzuweichen. Das E.____ habe in seinem Gerichtsgutachten Umstände für eine höhere Ein- Seite 3 http://www.bl.ch/kantonsgericht schränkung der Arbeitsfähigkeit angeführt, welche nicht ersichtlich und im Rahmen der an- schliessenden Nachfrage wieder ausdrücklich verneint word en seien. Würden lediglich die nachvollziehbaren und tatsächlich bestehenden Einschränku ngen berücksichtigt, könne von einer Restarbeitsfähigkeit von 83% ausgegangen werden. Damit resultiere ein IV-Grad von ma- ximal 31%, was zur Abweisung der Beschwerde führe. Mit Stellungnahme vom 15. Mai 2014 hielt der Beschwerdeführer fest, dass die Erklärungen d er E.____ überzeugend ausgefallen seien. Die Arbeitsfähigkeit von 70% in einer leichten Tätigkeit stelle das oberste Limit seiner ihm noch zumutbaren Restarbeitsfähigkeit dar. F. Anlässlich seiner zweiten Urteilsberatung vom 10. Juli 2014 beschloss das Kantonsge- richt, den Fall erneut auszustellen und der E.____ zwecks Klärung der weiterhin unklaren medi- zinischen Verhältnisse noch einmal diverse Zusatzfragen zu unterbreiten. Die entsprechende Antwort der E.____ erging am 24. Februar 2015. G. In ihrer Stellungnahme vom 18. März 2015 vertrat di e IV-Stelle die Auffassung, dass es nicht nachvollziehbar sei, dass die E.____ im Vergleich zu leichten Tätigkeiten für mittelschwere Arbeiten eine höhere Einschränkung attestiere. Es sei n icht ersichtlich, weshalb der Beschwer- deführer stündlich auf eine zehnminütige Pause angew iesen sei. Auch gehe es nicht an, dar- über hinaus eine zusätzliche Einschränkung der Arbeitsfäh igkeit mit der Begründung zu attes- tieren, dass die Arbeitsgeschwindigkeit wegen der Pausen zusätzlich verlangsamt sein soll. Ein Entscheid gestützt auf das gerichtliche Gutachten der E._ ___ sei aber möglich, indem nur auf die nachvollziehbaren Einschränkungen abgestellt würde. In einer leichten bis intermittierend mittelschweren Tätigkeit sei von einer Arbeitsfähigkeit von mindestens 83% auszugehen. Da sich diese Erkenntnis nicht auf den Rentenanspruch auswirke, sei die Beschwerde abzuweisen. H. Mit Stellungnahme vom 21. April 2015 hielt der Be schwerdeführer fest, dass die neues- ten gutachterlichen Erklärungen und Präzisierungen über zeugend ausgefallen seien und den Kriterien an ein schlüssiges Gerichtsgutachten genügen wü rden. Mit Blick auf den beruflichen Werdegang sei in einer mittelschweren Verweistätigkeit von einer Restarbeitsfähigkeit von 60% auszugehen. Bei der Bemessung des Invalideneinkommens sei ein leidensbedingter Abzug von 20% vorzunehmen. Die Beschwerde sei demnach gutzuheissen. Das Kantonsgericht zieht i n E r w ä g u n g : 1. Gemäss Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG) vom 19. Juni 1959 können Verfügungen der kantonalen IV -Stellen direkt vor dem Versiche- rungsgericht am Ort der IV-Stelle angefochten werde n. Anfechtungsobjekt des vorliegenden Verfahrens bildet eine Verfügung der IV-Stelle Basel-Landschaft, sodass die örtliche Zuständig- keit des Kantonsgerichts Basel-Landschaft zu bejahen ist. La ut § 54 Abs. 1 lit. b des Gesetzes über die Verfassungs- und Verwaltungsprozessordnung (VPO ) vom 16. Dezember 1993 beur- teilt das Kantonsgericht als Versicherungsgericht als ein zige gerichtliche Instanz des Kantons Beschwerden gegen Verfügungen der kantonalen IV-Stell e. Es ist somit auch sachlich zur Be- Seite 4 http://www.bl.ch/kantonsgericht handlung der vorliegenden Beschwerde zuständig. Auf die - im Übrigen frist- und formgerecht erhobene - Beschwerde des Versicherten vom 28. August 2012 ist demnach einzutreten. 2.1 Anspruch auf eine Rente haben nach Art. 28 Abs. 1 IVG Versicherte, die ihre Erwerbs- fähigkeit oder ihre Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Ein- gliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können (lit. a), während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittli ch mindestens 40 % arbeitsunfähig gewesen sind (lit. b) und nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid sind (lit. c). 2.2 Nach Art. 6 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungs- rechts (ATSG) vom 6. Oktober 2000 ist die Arbeitsunfähig keit die durch eine Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit be dingte, volle oder teilweise Unfä- higkeit, im bisherigen Beruf oder Aufgabenbereich zumut bare Arbeit zu leisten (Satz 1). Bei langer Dauer wird auch die zumutbare Tätigkeit in e inem andern Beruf oder Aufgabenbereich berücksichtigt (Satz 2). Diese Legaldefinition stimmt i m Wesentlichen mit dem Begriff der Ar- beitsunfähigkeit überein, wie ihn die Rechtspraxis vor dem Inkrafttreten des ATSG entwickelt hatte (vgl. etwa BGE 129 V 53 E. 1.1 in fine mit Hi nweisen). Die bis zum 31. Dezember 2002 ergangene diesbezügliche Rechtsprechung des damaligen Eidgenössischen Versicherungsge- richts (EVG; heute: Bundesgericht, sozialrechtliche Abtei lungen) bleibt folglich weitestgehend anwendbar (BGE 130 V 345 E. 3.1.1). 2.3 Als Invalidität gilt nach Art. 8 ATSG die voraussicht lich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit. Sie k ann im IV-Bereich Folge von Geburts- gebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1 IV G). Unter Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommende n allgemeinen Arbeitsmarkt zu ver- stehen (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des V orliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind nach dem im Rahmen der 5. IV-Revision am 1. Januar 200 8 in Kraft gesetzten Art. 7 Abs. 2 ATSG ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beein trächtigung zu berücksichtigen (Satz 1). Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht über- windbar ist (Satz 2). 3.1 Gemäss Art. 28 Abs. 2 IVG wird die Rente nach de m Grad der Invalidität wie folgt ab- gestuft: Die versicherte Person hat Anspruch auf eine ga nze Rente, wenn sie zu mindestens 70 %, auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie zu mindestens 60 %, auf eine halbe Rente, wenn sie zu mindestens 50 % und auf eine Viertelsrente, wenn sie zu mindestens 40 % invalid ist. 3.2 Für die Bemessung der Invalidität von erwerbstätige n Versicherten ist Art. 16 ATSG anwendbar (Art. 28a Abs. 1 IVG). Danach wird für die Bestimmung des Invaliditätsgrades das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchfüh- rung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eing liederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (Invalideneinkom- men), in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht Seite 5 http://www.bl.ch/kantonsgericht invalid geworden wäre (Valideneinkommen). Der Einkomm ensvergleich hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die beiden hypothetischen Erwerbseinkommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und einander gegenübergestellt werde n. Aus der Einkommensdifferenz lässt sich der Invaliditätsgrad bestimmen (BGE 128 V 30 E. 1). 4. Ausgangspunkt der Ermittlung des Invaliditätsgrades bildet die strittige Frage, in wel- chem Ausmass der Beschwerdeführer aufgrund seiner gesundh eitlichen Beeinträchtigungen arbeitsunfähig ist. 4.1 Bei der Feststellung des Gesundheitszustandes und insb esondere auch bei der Beur- teilung der Arbeitsfähigkeit der versicherten Person i st die Verwaltung (und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche u nd gegebenenfalls auch andere Fach- leute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesund- heitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig ist. Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der Person noch zugemutet werden können (BGE 132 V 99 E. 4 mit weiteren Hinweisen). 4.2 Das Gericht hat die medizinischen Unterlagen nach de m für den Sozialversicherungs- prozess gültigen Grundsatz der freien Beweiswürdigung ( vgl. Art. 61 lit. c ATSG) - wie alle an- deren Beweismittel - frei, d.h. ohne Bindung an förm liche Beweisregeln, sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen. Dies bedeutet, dass das Sozialversicherungsgericht alle Beweismit- tel, unabhängig, von wem sie stammen, objektiv zu prüfe n und danach zu entscheiden hat, ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilun g des streitigen Rechtsanspruchs ge- statten. Insbesondere darf es bei einander widerspreche nden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzu- geben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt. Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist demnach entscheidend , ob dieser für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen be ruht, auch die geklagten Beschwer- den berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darle- gung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurte ilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen der Expertin oder des Experten begründet sind (BGE 134 V 232 E. 5.1; 125 V 352 E. 3a, 122 V 160 E. 1c). 4.3 Dennoch erachtet es die bundesgerichtliche Rechtspre chung mit dem Grundsatz der freien Beweiswürdigung als vereinbar, in Bezug auf be stimmte Formen medizinischer Berichte und Gutachten Richtlinien für die Beweiswürdigung auf zustellen. So führte das Bundesgericht zu den Gerichtsgutachten aus, dass das Gericht "nicht ohne zw ingende Gründe" von den Ein- schätzungen des medizinischen Experten abweicht, dessen Aufg abe es ist, seine Fachkennt- nisse der Gerichtsbarkeit zur Verfügung zu stellen, um e inen bestimmten Sachverhalt medizi- nisch zu erfassen (BGE 125 V 352 f. E. 3b/aa). Ein Grund zum Abweichen kann vorliegen, wenn die Gerichtsexpertise widersprüchlich ist oder wenn e in vom Gericht eingeholtes Ober- gutachten in überzeugender Weise zu andern Schlussfolge rungen gelangt. Eine abweichende Beurteilung kann ferner gerechtfertigt sein, wenn g egensätzliche Meinungsäusserungen ande- Seite 6 http://www.bl.ch/kantonsgericht rer Fachexperten dem Gericht als triftig genug erscheine n, die Schlüssigkeit des Gerichtsgut- achtens in Frage zu stellen, sei es, dass er die Überprüf ung durch einen Oberexperten für an- gezeigt hält, sei es, dass er ohne Oberexpertise vom Erge bnis des Gerichtsgutachtens abwei- chende Schlussfolgerungen zieht ( BGE 118 V 290 E. 1b, 112 V 32 f. mit Hinweisen). 4.4 Schliesslich ist in verfahrensrechtlicher Hinsicht dara uf zu verweisen, dass der Sozial- versicherungsprozess vom Untersuchungsgrundsatz beherrscht ist . Danach hat das Gericht von Amtes wegen für die richtige und vollständige Abklär ung des rechtserheblichen Sachver- halts zu sorgen (BGE 125 V 193 E. 2, BGE 122 V 157 E. 1a, je mit weiteren Hinweisen). 5.1 Die IV-Stelle stützte sich in der angefochtenen Ver fügung bei der Beurteilung des me- dizinischen Sachverhaltes vollumfänglich auf das Gutachten des C.___ vom 11. Dezember 2008. Sie ging demzufolge davon aus, dass dem Beschwerdeführer aus medizinischer Sicht die Ausübung einer leichten bis mittelschweren, seinen Leiden adaptierten Tätigkeit im Umfang von 100 % zumutbar sei. Wie oben ausgeführt (vgl. E. 4.2 h iervor), ist den im Rahmen des Verwal- tungsverfahrens eingeholten Gutachten externer Spezialä rztinnen und -ärzte, welche aufgrund eingehender Beobachtungen und Untersuchungen sowie n ach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei der Erörterung der Befunde zu schlüs sigen Ergebnissen gelangen, bei der Beweiswürdigung volle Beweiskraft zuzuerkennen, solange nicht konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen. Bereits anlässlich der ersten in dieser Angelegenheit erfolgten Urteilsberatung vom 6. Dezember 2012 gelang te das Kantonsgericht nun allerdings zur Auffassung, dass ernsthafte Zweifel am Gutachten des C. ____ vom 11. Dezember 2008 vorlägen. Insbesondere gab der Abklärungsbericht des Spitals D.____ vom 22. Dezember 2010 Anlass, an den Schlussfolgerungen des dazumal bereits vi er Jahre zurückliegenden C.____- Gutachtens zu zweifeln. Mit Blick auf die rechtsprechungsg emäss enge, sich gegenseitig er- gänzende Zusammenarbeit zwischen Ärzteschaft und Berufsber atung hielt das Kantonsgericht fest, dass einer konkret leistungsorientierten beruflichen Abklärung nicht jegliche Aussagekraft für die Beurteilung der Restarbeitsfähigkeit abzuspre chen sei. Stehe die vom C.____ ermittelte medizinische Einschätzung der Leistungsfähigkeit in casu in offensichtlicher Diskrepanz zur effektiv realisierten Leistung anlässlich der beruflichen Abklärung des Spitals D.____, würde dies ernsthafte Zweifel an den ärztlichen Annahmen des C.____ begründen und sei das Einho- len einer klärenden medizinischen Einschätzung unabdingba r. Hierfür spreche nicht nur die ebenfalls vom C.____ abweichende Fachmeinung der beha ndelnden Ärzte, sondern auch der Umstand, dass die Kooperationsbereitschaft des Versichert en anlässlich der rund vier Wochen dauernden beruflichen Abklärung im Spital D.____ meh rfach als positiv hervorgehoben worden sei. Das Gericht beschloss deshalb, den Fall auszustellen un d zur weiteren Abklärung des massgebenden medizinischen Sachverhalts ein Gerichtsgutachten in Auftrag zu geben. 5.2 Damit stehen das gerichtliche Gutachten der E.____ vom 13. September 2013 und deren ergänzende Ausführungen im Zentrum der medizinischen Aktenlage. 5.2.1 Im orthopädischen Fachgutachten der E.____ vom 7 . Juli 2013 diagnostizierte der Ge- richtsgutachter mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit e in chronisches lumbovertebrales und lum- bospondylogenes Schmerzsyndrom bei schwerer Osteochondrose und Spondylarthrose L5/S1 Seite 7 http://www.bl.ch/kantonsgericht sowie leichter Osteochondrose und Spondylarthrose der d arüber liegenden Etagen sowie ein chronisches zervikozephales Syndrom bei diskreter kyphotischer Stellung und geringer links- konvexer skoliotischer Fehlhaltung sowie muskulärer Dysbalance . Ohne Einfluss auf die Ar- beitsfähigkeit seien eine initiale mediale femoropate llare Arthrose, eine Innenmeniskuskopathie links, ein abgelaufener Morbus Scheuermann und ein Stat us nach AC-Gelenkssprengung am rechten Schultergelenk zu erheben. Der orthopädischen Be urteilung zufolge leide der Explo- rand seit vielen Jahren unter tief lumbalen Rückenschmer zen. Währen der Lehre zum Zimmer- mann sowie nach mehrmaligen Stürzen habe sich der Schme rz deutlich verstärkt und würde nun seit 2003 / 2004 dauerhaft bestehen. Aus orthopädi scher Sicht sei dem Exploranden keine Arbeitsfähigkeit mehr für muskulo-skelettär belastende, schwere Tätigkeiten zuzumuten. In Be- zug auf seine zuletzt ausgeübte Tätigkeit als Kurierfahre r sei er im Umfang von 60% arbeitsfä- hig. Vom Heben und Tragen von mehr als fünfzehn Kilo gramm müsse abgesehen werden. Es müsse dem Exploranden die Möglichkeit eingeräumt werden , stündlich Pausen von zehn bis fünfzehn Minuten einzulegen. Das erhöhte Pausenbedürfn is resultiere aus dem chronischen lumbovertebralen und lumbospondylogenen Schmerzsyndrom. Die Pausen würden benötigt, um Dehnungsübungen durchzuführen. In allfälligen Verw eistätigkeiten sei der Explorand für leichte bis mittelschwere Tätigkeiten somit im Umfang vo n 70% bzw. 60% arbeitsfähig. Dabei dürfe fortan keine stehende, sitzende, kauernde oder knie nde Position eingenommen werden. Des Weiteren müssen von Überkopfarbeiten und von Tätigk eiten mit signifikanter Vibrations- oder Erschütterungssexposition abgesehen werden. Im Fall e der Ausübung einer Schreibtisch- tätigkeit sollte der Arbeitsplatz mit einem ergonomisch geformten Arbeitsstuhl, einem Stehpult oder einem höhenverstellbaren Schreibtisch ausgestattet sein. Bezüglich des C.____- Gutachtens vom 11. Dezember 2008 sei zu berücksichtigen, dass die damalige Untersuchung zwei Monate nach durchgeführter Radiofrequenztherapie erfolgt sei. Diese habe für die Dauer eines halben Jahres zu einer Schmerzreduktion geführt. D anach seien die Schmerzen wieder stärker geworden. Hinsichtlich der Diagnoseliste des C.___ _-Gutachtens gebe es im Vergleich zur aktuellen Erhebung keine neuen Aspekte. Eine volle A rbeitsfähigkeit, wie sie noch vom C.____ als zumutbar erachtet worden sei, dürfte aufgr und des hohen Pausenbedarfs jedoch nicht realisierbar sein. Den Antworten des orthopädisch en Gutachters zum Fragenkatalog des Gerichts ist im Weiteren zu entnehmen, dass eine Verwe istätigkeit die Möglichkeit bieten müs- se, die jeweilige Position stündlich zu wechseln und zeh nminütige Pausen einzulegen. Diese Vorgabe sei durch das chronische lumbovertebragene und l umbospondylogene Schmerzsyn- drom begründet. Der gesundheitliche Zustand habe sich se it Dezember 2008 nicht verschlech- tert. Diese Aussage habe der Explorand auch selbst geäuss ert. Es zeige sich eine Diskrepanz zwischen seiner Selbsteinschätzung und dem tatsächlich gesch ilderten Tagesablauf. Bei- spielsweise berichte er über Transportfahrten für eine Rockband ohne wesentliche Pausen während einer Dauer von fünf Stunden. Dabei würde i hm lediglich das Aussteigen schwer fal- len. Im Gegensatz zu dieser Aussage sei im C.____-Gutacht en vom 11. Dezember 2008 be- richtet worden, dass längere Autofahrten schmerzbedingt nicht möglich seien. Im Weiteren sei der Tagesablauf des Exploranden aktuell von handwerklichen Tätigkeiten und Waldspaziergän- gen geprägt. Bereits im C.____-Gutachten seien diesel ben Aktivitäten aufgeführt worden. Ein Vergleich der aktuell durchgeführten Röntgendiagnostik z eige gegenüber den Vorbefunden der Jahre 2007 bis 2009 keinen Hinweis auf eine Progredienz. Seite 8 http://www.bl.ch/kantonsgericht 5.2.2 Dem internistischen Fachgutachten der E.____ vom 26. Juni 2013 zufolge sind ein unauffälliger Allgemeinzustand und ein muskelkräftiger Körperbau zu erheben. Internistisch bestehen keine Diagnosen mit Einfluss auf die Arbeitsf ähigkeit. Im Gegensatz zu früheren Be- richten würden kognitive Störungen in Form von Konzentrationseinbussen explizit verneint. 5.2.3 Der medizinischen Beurteilung im Hauptgutachten der E.____ vom 13. September 2013 zufolge könnten leichte Verweistätigkeiten mit ein er Arbeitsleistung von 70% und mittel- schwere Arbeiten mit einer maximalen Lastenhandhabung von fünfzehn Kilogramm noch im Umfang von 60% ausgeführt werden. Die Einschränkung b egründe sich mit einer langsameren Arbeitsgeschwindigkeit sowie der Notwendigkeit, vermehrte Pausen von zehn Minuten Dauer in stündlichem Abstand einzulegen. Eine Verweistätigkeit m üsse die Möglichkeit bieten, die Posi- tion stündlich zu wechseln. In Übereinstimmung mit den Äusserungen des Exploranden bestehe seit Dezember 2008 ein unveränderter Zustand. Die Bewe rtung der Arbeitsfähigkeit im Gutach- ten des C.____ sei dazumal jedoch zu optimistisch ausgefal len. Es liege ein objektivierbares Krankheitsbild vor. Dieses führe dazu, dass der Explorand vermehrt Pausen einlegen müsse und in seiner Arbeitsgeschwindigkeit etwas langsamer sei. 5.3 Mit Antwortschreiben vom 15. April 2014 beantwor tete die E.____ diverse vom Gericht unterbreitete Zusatzfragen. Auf die Frage, wie sich d er erhöhte Pausenbedarf insbesondere unter Berücksichtigung der Aussage des Versicherten begrü nden lasse, dass dieser fünf bis sechs Stunden laufen und fünf Stunden ohne wesentliche Pause Auto fahren könne, hielt die E.____ fest, dass dessen belastungsassoziierten Lumbalgien eine Schmerzprogredienz bei fortan mehr als eine Stunde dauernden, stehenden, sitz enden, kauernden oder knienden Posi- tionen mit gegebenenfalls additiver Vibrations- oder E rschütterungsexposition aufweisen wür- den. Dieser Schmerzprogredienz begegne der Explorand mit erlernten Kompensationsmecha- nismen in Form von Dehn- und Spannungsübungen. Hierfür scheine das vermehrte Pausenbe- dürfnis angemessen. Das orthopädische Fachgutachten jedoch habe keine Verlangsamung der Arbeitsgeschwindigkeit festgestellt. Eine Antwort auf die Frage, weshalb und in welchem Aus- mass die Arbeitsgeschwindigkeit verlangsamt sei, entfalle daher. 5.4 Mit Schreiben vom 10. Juli 2014 unterbreitete das K antonsgericht der E.____ noch einmal diverse Zusatzfragen zum erhöhten Pausenbedarf in einer allfälligen Verweistätigkeit, zur Verlangsamung der Arbeitsgeschwindigkeit und zur im Vergleich zu leichten Verweistätig- keiten um 10% erhöhten Arbeitsunfähigkeit für mittelsc hwere Arbeiten. In ihrem Antwortschrei- ben vom 24. Februar 2015 liess sich die E.____ dahingeh end vernehmen, dass bei klinisch gesicherter, schwerer Osteochondrose und Spondylarthrose eine Schmerzprogredienz jeweils nach einer rund einstündigen Positionseinnahme (stehe nd, sitzend, kauernd, kniend, verstärkt noch bei Vibrations- oder Erschütterungsexposition) auft rete. Jegliche Tätigkeit, die der Explo- rand ausübe, sollte daher die Möglichkeit bieten, die Position stündlich zu wechseln und zwi- schen den Positionswechseln zirka zehnminütige Pausen für Dehn- und Entspannungsübungen einzulegen. Die Aussage des Exploranden, dass er manchmal den Bus einer Rockband wäh- rend fünf Stunden fahre, stehe bei Ausübung einer tä glichen wiederkehrenden Berufsarbeit nicht im Widerspruch zu diesem Pausenbedarf. Die Paus en seien nach jeweils einer Stunde deshalb einzulegen, damit die erlernten Kompensationsm echanismen in Form von Übungen Seite 9 http://www.bl.ch/kantonsgericht umgesetzt werden könnten. Danach sei eine andere Arbe itsposition einzunehmen. Tätigkeiten mit zusätzlicher, signifikanter Vibrations- und Erschütterun gsexposition sollten vermieden wer- den. Die E.____ hielt im Weiteren fest, dass die Aussag e zur Verlangsamung der Arbeitsge- schwindigkeit in ihrem Hauptgutachten allenfalls missverstä ndlich ausgefallen sei. Die Verlang- samung beziehe sich darauf, dass bei der Notwendigkeit von stündlichen Positionswechseln es in der Natur der Sache liege, dass das Arbeitsresultat langsamer sei gegenüber jemandem, der auch mit Pausen, aber ohne einen Positionswechsel seine Arbeiten fertig ausführen könne. Dieser Verlangsamungsfaktor sei das Resultat der orthopä disch notwendigen Positionswechsel und nicht Ausdruck einer beispielsweise kognitiv bedingt ve rlangsamten Arbeitsgeschwindig- keit. In quantitativer Hinsicht sei eine genaue Beziffer ung dieser zusätzlichen Einschränkung nicht möglich; sie sei vielmehr in der Gesamteinschränku ng enthalten. Aus fachorthopädischer Sicht sei ausserdem keine besonders athletische Konstituti on festzustellen. Die entsprechende Aussage im internistischen Fachgutachten konstatiere die körperliche Konstitution des Explo- randen aus allgemeinmedizinischer Sicht im Quervergleich und beziehe sich nicht auf die mus- kulären Möglichkeiten des Exploranden, die fachorthopäd isch festgestellten, krankheitsbeding- ten Einschränkungen zu kompensieren. Diese Kompensation g eschehe vielmehr durch das strikte Einhalten der Belastungslimite verbunden mit den während den Pausen der jeweiligen Belastung angepassten Kompensationsübungen. Diese Pausen seien bei mittelschweren Arbei- ten mit einem höheren Zeitbedarf als bei leichten Ver weistätigkeiten anzusetzen. Schätzungs- weise belaufe sich die zumutbare Arbeitsfähigkeit für leichte Tätigkeiten deshalb auf 70% und für mittelschwere Tätigkeiten auf 60%. 6.1 In seiner Stellungnahme vom 7. November 2013 bezei chnet der Beschwerdeführer die Schlussfolgerungen der E.____ im gerichtlichen Gutachten vom 13. September 2013 als realis- tisch. Mit Blick auf seinen beruflichen Werdegang sei von einer mittelschweren Verweistätigkeit und einer entsprechenden Arbeitsfähigkeit von 60% auszug ehen. In seiner Stellungnahme vom 15. Mai 2014 zu den ergänzenden Antworten der E.____ erachtet er die gutachterlichen Erklä- rungen als überzeugend. Demgegenüber vertritt die IV- Stelle in ihren Eingaben vom 13. Mai 2014 und 18. März 2015 die Auffassung, dass hinsichtlich d er Arbeitsfähigkeit nicht auf die Be- urteilung der E.____ abgestellt werden könne. Es bestü nden zwingende Gründe, von der Ein- schätzung im Gerichtsgutachten abzuweichen, weil die geric htlichen Gutachter Umstände für eine höhere Einschränkung in der Arbeitsfähigkeit ang eführt hätten, welche nicht ersichtlich seien. Ein Entscheid gestützt auf das gerichtliche Gutachten der E.____ sei aber trotzdem mög- lich, indem nur die nachvollziehbaren, tatsächlich beste henden Einschränkungen berücksichtigt würden. In einer leichten bis intermittierend mittel schweren Tätigkeit sei demnach von einer Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers von mindestens 83% auszugehen. 6.2 Wie oben ausgeführt (vgl. E. 4.3 hiervor), weicht das Kantonsgericht bei Gerichtsgutach- ten praxisgemäss nicht ohne zwingende Gründe von der Einsc hätzung der medizinischen Ex- perten ab, deren Aufgabe es ist, ihre Fachkenntnisse a usschliesslich der Gerichtsbarkeit zur Verfügung zu stellen, um einen bestimmten Sachverhalt m edizinisch zu erfassen und einge- hend zu überprüfen. Vorliegend ist festzustellen, dass d as gerichtliche Gutachten der E.____ vom 13. September 2013 die rechtsprechungsgemässen Vorau ssetzungen an eine derartige medizinische Beurteilungsgrundlage grundsätzlich erfüll t. Jedenfalls weist es keine formalen Seite 10 http://www.bl.ch/kantonsgericht Mängel auf, und ist - wie dies vom Bundesgericht verlangt wird (vgl. E. 4.2 hiervor) - für die streitigen Belange grundsätzlich umfassend: Es beruht auf allseitigen Untersuchungen, berück- sichtigt die geklagten Beschwerden und ist in Kenntnis der Vorakten abgegeben worden. Eben- falls setzen sich die einzelnen Gutachter einlässlich mit d en bei den Akten liegenden, teils ab- weichenden, fachärztlichen Einschätzungen auseinander. D amit ist festzuhalten, dass das Ge- richtsgutachten der E.____ die Qualitätskriterien an m edizinische Gutachten grösstenteils er- füllt. Dies gilt insbesondere auch in Bezug auf die Aussage der E.____, dass die noch zumutba- re Restarbeitsfähigkeit von 60% in einer mittelschwer en Verweistätigkeit gegenüber einer nur leichten Verweistätigkeit zusätzlich um 10% eingeschränkt ist . Die in diesem Zusammenhang kongruenten Erläuterungen der E.____ legen schlüssig da r, dass der Versicherte wegen zu- nehmenden Schmerzen bei einer mittelschweren Tätigkeit nach jeweils einer Stunde einer et- was längeren Pause bedarf, um seine erlernten Kompensa tionsmechanismen in Form von Ent- spannungs- und Dehnungsübungen umzusetzen (vgl. insbesond ere Stellungnahme der E.____ vom 15. April 2015; ebenso orthopädisches Fachgutachten de r E.____ vom 7. Juli 2013 sowie die medizinische Beurteilung im Hauptgutachten der E.__ __ vom 13. September 2013). Eine mittelschwere Arbeit führt somit zweifelsohne zu einer höheren Einschränkung der Arbeitsfähig- keit, weil der Betroffene diesfalls intensivere und damit in zeitlicher Hinsicht auch etwas längere Übungen durchführen muss. Auch wenn in den Antworten zum Fragenkatalog im orthopädi- schen Fachgutachten der E.____ und im Hauptgutachten de r E.____ stets nur zehnminütige Pausen erwähnt werden, erweist sich ein zusätzlicher Pausenbedarf von fünf Minuten für stünd- liche Pausen bei mittelschweren Verweistätigkeiten als durchaus realistisch. Wenn die IV-Stelle in diesem Zusammenhang hingegen einwendet, dass der Besc hwerdeführer gemäss eigenen Angaben rund fünf Stunden ohne Pause Autofahren und mehrstündige Spaziergänge unter- nehmen könne, kann sie daraus nichts zu ihren Gunsten ab leiten. Aus den anamnestischen Angaben des Exploranden kann nicht ohne weiteres auf die medizinisch-theoretische Zumut- barkeitsbeurteilung geschlossen werden. Singuläre Alltag ssituationen können jedenfalls nicht telquel auf eine berufliche Gesamtbelastung übertrag en werden (vgl. ebenso Stellungnahme der E.____ vom 24. Februar 2015). Als erstes Zwischenerg ebnis kann demnach festgehalten werden, dass sich die pausenbedingte Verminderung der noch zumutbaren Restarbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers im Umfang von stündlich zehn Minuten für leichte bzw. fünfzehn Minu- ten für mittelschwere Arbeiten als begründet erweist. 6.3 Wie die IV-Stelle insbesondere in ihrer Stellun gnahme vom 18. März 2015 festgehalten hat, vermag das gerichtliche Gutachten indessen nicht rest los zu überzeugen. Die Gutachter der E.____ postulieren über den ausgewiesenen Pausen bedarf hinaus eine zusätzliche Ver- langsamung der Arbeitsgeschwindigkeit und begründen diese mit der Notwendigkeit stündlicher Positionswechsel. Das Arbeitsresultat sei langsamer gegenü ber jenen Personen, die auch mit Pausen, aber ohne Positionswechsel ihre Arbeiten ausführ en könnten (vgl. Stellungnahme der E.____ vom 24. Februar 2015). Dieser Schlussfolgerung kann nicht beigepflichtet werden. Es ist in diesem Zusammenhang auf die Zumutbarkeitsbeurte ilung der E.____ in deren Hauptgut- achten zu verweisen. Demnach sollte der Arbeitsplatz des V ersicherten für eine Schreibtischtä- tigkeit idealerweise mit einem Stehpult oder einem hö henverstellbaren Tisch eingestellt sein. Zumal ein Positionswechsel unter diesen Voraussetzungen nicht erst nach einer Stunde, son- dern wahlweise auch in kürzeren, individuell bestimmba ren Intervallen vorgenommen werden Seite 11 http://www.bl.ch/kantonsgericht kann, ist nicht ersichtlich, weshalb eine veränderte Positionseinnahme über den ausgewiesenen Pausenbedarf nach jeweils einer Stunde hinaus (vgl. soebe n Erwägung 6.2 hiervor) eine ver- langsamte Arbeitsgeschwindigkeit bewirken soll. Zu denk en ist beispielsweise an Büroarbeiten, aber auch an Sortier- oder Montagetätigkeiten kleiner er Produkte, bei deren Ausübung weder das Arbeitsergebnis noch das Arbeitstempo von der dabei jeweils eingenommenen Position abhängig sind. Aus einem Positionswechsel alleine folgt deshalb noch keine verlangsamte Ar- beitsweise. Zumal die E.____ in ihrer Stellungnahme v om 15. April 2014 mit Verweis auf das orthopädische Fachgutachten noch die Auffassung vertret en hatte, dass eine Antwort auf die Frage, weshalb und in welchem Ausmass die Arbeitsgeschwi ndigkeit verlangsamt sei, entfalle, kann den Schlussfolgerungen der gerichtlichen Gutachter in diesem Punkt daher nicht gefolgt werden. Es tritt hinzu, dass die Gutachter der E.____ di e Umstände für eine über den Pausen- bedarf von stündlich zehn bis fünfzehn Minuten hinausgeh ende Einschränkung im Rahmen ih- rer ersten Antwort vom 15. April 2014 noch verneint h atten. Ihre diesbezügliche Auffassung habe sie erst in ihrer anschliessenden Stellungnahme vom 24. Februar 2015 detailliert begrün- det. Dieser Umstand alleine spricht bereits gegen eine sc hlüssige Begründung. Letztlich sind die Gerichtsgutachter nicht in der Lage, eine genaue Bezifferung der von ihnen postulierten, zusätzlichen Einschränkung abzugeben. Entgegen der vom Besc hwerdeführer insbesondere in seiner Stellungnahme vom 15. Mai 2014 vertretenen Auf fassung ist daher nicht nachzuvollzie- hen, dass der Versicherte für die Dauer einer Stunde in einer bestimmten – jeweils sitzenden oder stehenden Position – ein nur verlangsamtes Arbeitst empo zu absolvieren in der Lage wä- re. Eine zusätzliche Einschränkung seiner Arbeitsfähigkeit ist unter diesem Blickwinkel daher zu verneinen. 6.4 Damit verbleibt es den im Übrigen nachvollziehbaren Erhebungen und Einschätzungen der E.____ zufolge bei einer Einschränkung der Restarb eitsfähigkeit im Umfang einer stündlich einzuhaltenden Pause von zehn bis fünfzehn Minuten. Die pausenbedingte Einschränkung im Umfang von zehn Minuten nach jeweils einer Arbeitsstunde für leichte Tätigkeiten beläuft sich pro Arbeitstag somit auf 70 Minuten. Für mittelschwere Tätigkeiten und einer entsprechend län- geren Pause von fünfzehn Minuten resultiert pro Arbei tstag demgegenüber eine pausenbeding- te Einschränkung von insgesamt 90 Minuten. Dabei ist zu beachten, dass in Bezug auf das trotz gesundheitlichen Einschränkungen in einer entsprechende n Verweistätigkeit noch zumutbare Invalideneinkommen auf eine durchschnittliche Wochenarb eitszeit von jeweils 41,7 Stunden abzustellen ist (vgl. Die Volkswirtschaft 10/2009 S. 90 Ta belle B 9.2). Bei einer durchschnittli- chen Arbeitszeit von 500,4 Minuten pro Tag (8,34 Stund en x 60 Minuten) resultiert demnach eine noch zumutbare Restarbeitsfähigkeit für leichte Ve rweistätigkeiten von rund 86% (70 : 500,4 Minuten) und für mittelschwere Arbeiten eine solche im Umfang von 82% (90 : 500,4 Minuten). 7.1 Wie eingangs bereits ausgeführt (vgl. E. 3.2 hiervo r), ist der Invaliditätsgrad bei er- werbstätigen Versicherten aufgrund eines Einkommensvergle ichs zu bestimmen (vgl. Art. 16 ATSG). Dieser Einkommensvergleich ist zwischen den Partei en grundsätzlich zu Recht unbe- stritten geblieben. Mit Blick auf den hypothetischen Re ntenbeginn nach Ablauf eines halben Jahres seit Neuanmeldung des Versicherten vom 21. April 2010 (vgl. Art. 29 Abs. 1 IVG) hat die IV-Stelle bei der Bemessung der beiden auf der Basis d er statistischen Durchschnittswerte der Seite 12 http://www.bl.ch/kantonsgericht schweizerischen Lohnstrukturerhebung (LSE) zu erhebenden V ergleichseinkommen jedoch fälschlicherweise auf die LSE des Jahres 2008 abgestellt. Heranzuziehen sind vielmehr die sta- tistischen Werte der LSE des Jahres 2010. Auf dieser Basis e rgibt sich ein an die betriebsübli- che wöchentliche Arbeitszeit angepasstes, hypothetisches Valideneinkommen des Versicherten als Kurierfahrer in der Höhe von CHF 69‘769.— pro Jahr (vgl. LSE 2010, Tabelle TA1, Wirt- schaftszweig 53, Post-, Kurier- und Expressdienste, Anforder ungsniveau 3, Spalte Männer; ebenso Die Volkswirtschaft 10/2009 S. 90 Tabelle B 9.2; CHF 5‘511.— x 12 Monate / 40 x 42,2 Stunden). Aus der Gegenüberstellung mit dem anhand des Totalwerts zu bemessenden und an die durchschnittliche Wochenarbeitszeit von 41,7 Stunden a nzupassende Invalideneinkommen von jährlich CHF 50‘275.— für mittelschwere Verweistätig keiten bzw. von CHF 52‘728.— für leichte Arbeiten (vgl. LSE 2010, Tabelle TA1, Totalwe rt, Männer, Anforderungsprofil 4, im Übri- gen Erwägung 6.4 hiervor; CHF 4‘901.— x 12 Monate / 40 x 41,7 Stunden x 82% bzw. 86% Restarbeitsfähigkeit) ergibt sich nach Vornahme eines leidensbedingten Abzugs im Umfang von 10% eine Erwerbseinbusse von CHF 24‘521.— bzw. CHF 22‘3 14.— und damit bestenfalls ein IV-Grad von 32% bzw. 35%. Bei einer vollschichtig zumutba ren, sitzenden Verweistätigkeit ist mit anderen Worten nicht Entscheid relevant, wie hoch d er IV-Grad ausfällt, da der Anspruch auf eine IV-Rente mangels Erreichens des für eine IV-R ente massgebenden Schwellenwerts gemäss Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG so oder anders abzulehnen ist. 7.2 Daran ändert auch nichts, dass über die ärztliche Bezeichnung der massgebenden Zumutbarkeitsbeurteilung hinaus zusätzlichen Einschränkungen mit einem leidensbedingten Abzug Rechnung zu tragen ist. Entgegen der vom Beschwerd eführer insbesondere in seiner Stellungnahme vom 7. November 2013 vertretenen Auffas sung lässt sich im vorliegenden Fall ein leidensbedingter Abzug von mehr als 10%, wie ihn di e IV-Stelle in der angefochtenen Ver- fügung vom 26. Juni 2012 vorgenommen hat, nicht begrü nden. So rechtfertigt nach der bun- desgerichtlichen Rechtsprechung der Umstand, dass eine grun dsätzlich vollzeitlich arbeitsfähi- ge versicherte Person gesundheitlich bedingt nur reduzie rt leistungsfähig ist, grundsätzlich kei- nen Abzug vom Tabellenlohn (Urteil des Bundesgerichts vom 3. November 2011, 9C_582/2011, E. 3.1). Auch im vorliegenden Fall ist der Versicherte trotz seines medizinisch ausgewiesenen Pausenbedürfnisses weiterhin vollzeitlich arbeitsfähig. Eine allfällige, auf die gesundheitlichen Beeinträchtigungen zurückzuführende Lohneinbusse ist mit der pausenbedingten Reduktion der noch zumutbaren Restarbeitsfähigkeit im Umfang von 82% bzw. 85% ausserdem bereits abge- deckt. Weitere Kriterien, die eine Erhöhung des Abzuge s vom Tabellenlohn rechtfertigen wür- den, sind ebenfalls nicht ersichtlich. So nehmen sowohl d ie Bedeutung des Alters als auch die- jenige der Dienstjahre der Versicherten ab, je niedrig er das Anforderungsprofil ist, weshalb die- se Faktoren bei einfachen und repetitiven, dem Anforderungsniveau 4 der LSE entsprechenden Tätigkeiten in der Regel keinen Anlass zu einem (weit eren) Abzug vom Tabellenlohn geben (vgl. BGE 126 V 79 E. 5a/cc). Unter Würdigung der gege benen Umstände lässt sich die Vor- nahme eines über 10% hinausgehenden Abzuges deshalb nicht begründen. 7.3 Damit bleibt es bei einem IV-Grad von unter 40%. Die Vorinstanz hat den Rentenan- spruch des Versicherten im Ergebnis demnach zu Recht vernei nt, weshalb die Beschwerde abzuweisen ist. Seite 13 http://www.bl.ch/kantonsgericht 8.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1 bis IVG ist das Beschwerdeverfahren bei Streitigkeiten um di e Bewilligung oder die Verweigerung von IV-Leistungen vor dem kantonalen Versicherungsgericht kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem Verfahrensau fwand und unabhängig vom Streit- wert im Rahmen von CHF 200.— bis CHF 1000.— Franken festg elegt. Bei Fällen wie dem vor- liegenden, in denen ein durchschnittlicher Verfahrensa ufwand entstanden ist, setzt das Gericht die Verfahrenskosten in Berücksichtigung des bundesrechtlichen Kostenrahmens einheitlich auf CHF 600.— fest. Nach § 20 Abs. 3 VPO werden die Verfah renskosten in der Regel der unter- liegenden Partei in angemessenem Ausmass auferlegt. Vor liegend ist der Beschwerdeführer unterliegende Partei, weshalb ihm die Verfahrenskoste n zu auferlegen sind. Dem Beschwerde- führer ist nun allerdings mit Verfügung vom 29. Augu st 2012 die unentgeltliche Prozessführung bewilligt worden. Aus diesem Grund werden die Verfahr enskosten vorläufig auf die Gerichts- kasse genommen. 8.2 Im Zusammenhang mit den Kosten für die gerichtliche Begutachtung ist Art. 45 Abs. 1 ATSG zu beachten. Dieser Bestimmung zufolge hat der Ve rsicherungsträger die Kosten der Abklärung zu übernehmen, soweit er die Massnahmen angeor dnet hat. Hat er keine Massnah- men angeordnet, so hat er deren Kosten dennoch zu übe rnehmen, wenn die Massnahmen für die Beurteilung des Anspruchs unerlässlich waren oder B estandteil nachträglich zugesproche- ner Leistungen bilden. Wie das Bundesgericht in BGE 137 V 210 ff. entschieden hat, sind in jenen Fällen, in denen zur Durchführung der vom Gerich t als notwendig erachteten Beweis- massnahme an sich eine Rückweisung in Frage käme, eine sol che indessen mit Blick auf die Wahrung der Verfahrensfairness entfällt, die Kosten d er durch das Gericht in Auftrag gegebe- nen MEDAS-Begutachtung den IV-Stellen aufzuerlegen (BGE 137 V 265 f. E. 4.4.2). Vorliegend ist das Kantonsgericht anlässlich seiner Urteilsberatung vom 9. August 2012 zum Ergebnis ge- langt, dass ein Sachentscheid gestützt auf die damals vorhandene Aktenlage nicht möglich war. Hintergrund bildete der Umstand, dass insbesondere de r Abklärungsbericht des Spitals D.____ vom 22. Dezember 2010 Anlass gab, an den Schlussfolgerungen des bereits dazumal vier Jah- re zurückliegenden C.____-Gutachtens zu zweifeln, welches d ie IV-Stelle im Rahmen der Ab- klärung der gesundheitlichen Verhältnisse noch im Verw altungsverfahren eingeholt hatte. Das Kantonsgericht stellte fest, dass die vom C.____ ermitte lte medizinische Einschätzung der ef- fektiv realisierten Leistung anlässlich der beruflichen Ab klärung des Spitals D.____ wider- sprach. Dies würde ernsthafte Zweifel an den ärztlichen Annahmen des C.____ begründen, weshalb sich das Einholen einer klärenden medizinischen Ei nschätzung als unabdingbar er- weise. In Anbetracht dieser Umstände war die in Auftra g gegebene gerichtliche Begutachtung durch die E.____ deshalb nicht nur angezeigt, sondern unerlässlich. Im Lichte der geschilderten Rechtsprechung sind die resultierenden Kosten, welche si ch gemäss Honorarrechnung der E.____ vom 31. Dezember 2013 auf CHF 7‘806.95 bela ufen (inkl. Kosten für Diagnostik im Umfang von CHF 302.45), demnach der Beschwerdegegnerin aufzuerlegen. 8.3 Die ausserordentlichen Kosten sind dem Prozessausgang entsprechend wettzuschla- gen. Da dem Beschwerdeführer in der verfahrensleitenden Verfügung vom 29. August 2012 auch die unentgeltliche Verbeiständung mit seiner Rechtsvertreterin bewilligt worden ist, ist die- se für ihre Bemühungen aus der Gerichtskasse zu entschädi gen. Gemäss § 3 Abs. 2 der Tarif- ordnung für die Anwältinnen und Anwälte vom 17. Novem ber 2003 beträgt das Honorar bei Seite 14 http://www.bl.ch/kantonsgericht unentgeltlicher Verbeiständung CHF 200.-- pro Stunde (in der seit 1. Januar 2014 geltenden Fassung) bzw. für Bemühungen bis Ende 2013 CHF 180.— (i n der noch bis Ende Dezember 2013 gültigen Fassung). Die Rechtsvertreterin des Besch werdeführers hat in ihrer Honorarnote vom 2. Juni 2015 für das vorliegende Verfahren einen Ze itaufwand von 28 ¾ Stunden (20 Stunden und 50 Minuten für Bemühungen bis Ende 2013; 7 Stunden und 55 Minuten für Bemü- hungen ab Januar 2014) geltend gemacht. Dieser Aufwan d erweist sich in Anbetracht der sich stellenden Sachverhalts- und Rechtsfragen umfangmässig al s angemessen. Nicht zu bean- standen sind sodann die ausgewiesenen Auslagen von CHF 100.—. Der Rechtsvertreterin ist deshalb ein Honorar in der Höhe von CHF 5‘431.— (20 S tunden und 50 Minuten à CHF 180.— sowie 7 Stunden und 55 Minuten à CHF 200.— zuzüglich Au slagen von CHF 100.—; ohne Mehrwertsteuerpflicht) aus der Gerichtskasse auszurichten. 8.4 Der Beschwerdeführer wird jedoch ausdrücklich auf § 53a Abs. 1 des Gesetzes über die Organisation der Gerichte (GOG) vom 22. Februar 2001 aufmerksam gemacht, wonach eine Partei, der die unentgeltliche Rechtspflege gewä hrt wurde, zur Nachzahlung verpflichtet ist, sobald sie dazu in der Lage ist. Demgemäss wird e r k a n n t : ://: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 2. Die Verfahrenskosten in der Höhe von CHF 600.-- we rden dem Be- schwerdeführer auferlegt. Zufolge Bewilligung der unentgeltlichen Prozessführun g werden die Verfahrenskosten vorläufig auf die Gerichtskasse genommen. 3. Die Kosten für die gerichtliche Begutachtung der E .____ in der Höhe von CHF 7‘806.95 werden der IV-Stelle Basel-Landschaft auferlegt. 4. Die ausserordentlichen Kosten werden wettgeschlagen. Zufolge Bewilligung der unentgeltlichen Verbeiständu ng wird der Rechtsvertreterin des Beschwerdeführers ein Honorar in der Höhe von CHF 5‘431.— (inkl. Auslagen) aus der Gerichtskasse ausger ichtet.