<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="cell small-12 contentContainer printArea"> <b><font face="RotisSansSerif ExtraBold" size="4">AL.2007.00312</font></b><br/> <b><font face="RotisSansSerif ExtraBold" size="4"> </font></b><br/> <font face="RotisSansSerif ExtraBold" size="6">Sozialversicherungsgericht</font><br/> <font face="RotisSansSerif ExtraBold" size="6">des Kantons Zürich</font><br/> <font size="4">III. Kammer</font><br/> <font size="4">Sozialversicherungsrichter Spitz, Vorsitzender</font> <p><font size="4">Sozialversicherungsrichterin Daubenmeyer</font> </p><p><font size="4">Ersatzrichterin Condamin</font> </p><p><font size="4">Gerichtssekretär Schetty</font><br/> <b><font face="RotisSansSerif" size="5">Urteil vom 28. September 2009</font></b><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">in Sachen</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">X.___</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4"> </font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">Beschwerdeführer</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4"> </font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">vertreten durch Rechtsanwalt Urs Bürgin</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">Suhr Würgler Maag Bisang Rechtsanwälte</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">Riesbachstrasse 57, Postfach 1071, 8034 Zürich</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4"> </font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">gegen</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4"> </font><br/> <font face="RotisSansSerif ExtraBold" size="4">Arbeitslosenkasse des Kantons Zürich</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">Brunngasse 6, Postfach, 8405 Winterthur</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">Beschwerdegegnerin</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4"> </font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4"> </font> </p><p><font size="4"> </font> </p><p><font size="4"> </font> </p><p><font size="4"> </font> </p><p><font size="4"> </font><br/> <font face="RotisSerif" size="4"> </font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">Nachdem die Beschwerdegegnerin mit Einspracheentscheid vom 22. August 2007 den Anspruch des Versicherten auf Insolvenzentschädigung abgelehnt hat (Lohnansprüche für die Zeit vom 1. Februar bis 31. Mai 2005; Urk. 2),</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4"> nach Einsicht in die Beschwerde vom 11. September 2007, mit welcher der Beschwerdeführer die Aufhebung des angefochtenen Einspracheentscheids beantragt hat (Urk. 1), in die auf Abweisung der Beschwerde schliessende Beschwerdeantwort der Beschwerdegegnerin vom 17. Oktober 2007 (Urk. 5) sowie die weiteren Eingaben der Parteien und die vorliegenden Akten;</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4"> in Erwägung, dass</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">gemäss Art. 51 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die obligatorische Arbeitslosenversicherung und die Insolvenzentschädigung (AVIG) beitragspflichtige Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer von Arbeitgebern, die in der Schweiz der Zwangsvollstreckung unterliegen oder in der Schweiz Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer beschäftigen, Anspruch auf Insolvenzentschädigung haben, wenn:</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4"> a) gegen ihren Arbeitgeber der Konkurs eröffnet wird und ihnen in diesem Zeitpunkt Lohnforderungen zustehen oder</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4"> b) der Konkurs nur deswegen nicht eröffnet wird, weil sich infolge offensichtlicher Überschuldung des Arbeitgebers kein Gläubiger bereit findet, die Kosten vorzuschiessen, oder</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4"> c) sie gegen ihren Arbeitgeber für Lohnforderungen das Pfändungsbegehren gestellt haben (BGE 127 V 183 ff., 125 V 492 ff.)</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4"> oder bei Bewilligung der Nachlassstundung oder richterlichem Konkursaufschub (Art. 58 AVIG);</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">in weiterer Erwägung, dass</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">die Beschwerdegegnerin den angefochtenen Einspracheentscheid in erster Linie damit begründete, dass die Zahlungsunfähigkeit der ehemaligen Arbeitgeberin des Beschwerdeführers nicht eines der gesetzlichen zwangsvollstreckungs-rechtlichen Stadien erreicht habe, so dass kein Anspruch auf Insolvenzentschädigung geltend gemacht werden könne (Urk. 2),</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">der Vertreter des Beschwerdeführers demgegenüber geltend machte, dass zumindest in analoger Anwendung von Art. 51 Abs. 1 AVIG von einem Insolvenztatbestand auszugehen sei, da der Beschwerdeführer das verlangte Verfahren der Konkurseröffnung schon aus formellen Gründen nicht mehr habe durchführen können; weiter auch von einer Verletzung der Beratungspflicht auszugehen sei, da der Beschwerdeführer nie darauf hingewiesen worden sei, dass er die Konkurseröffnung verlangen müsse (Urk. 1),</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">hinsichtlich des Sachverhalts auf die entsprechenden Ausführungen im angefochtenen Einspracheentscheid verwiesen werden kann (Urk. 1 S. 1),</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">vorliegend unbestritten ist, dass der Konkurs über die ehemalige Arbeitgeberin des Beschwerdeführers (Y.___ AG) nicht eröffnet worden ist; die genannte Gesellschaft aber am 29. August 2005 ihr Domizil eingebüsst hat (Urk. 6/6),</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">das Bundesgericht diesbezüglich festhielt, dass es sich bei den im Gesetz genannten Insolvenztatbeständen um eine abschliessende Aufzählung handle und es nicht ausreiche, wenn allein die Überschuldung des Arbeitgebers offensichtlich sei (Urteil vom 9. Juni 2005, C 109/04); überdies eine im Handelsregister eingetragene Aktiengesellschaft weiterhin der ordentlichen Konkursbetreibung unterliege und daran die Tatsache, dass das Domizil gelöscht worden sei, nichts ändere (BGE 131 V 196 Erw. 4.2),</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">vor diesem Hintergrund davon auszugehen ist, dass konkret kein Insolvenztatbestand vorliegt und auch eine analoge Anwendung der Bestimmung von Art. 51 Abs. 1 AVIG ausser Betracht fällt,</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">das Bundesgericht in diesem Zusammenhang weiter festhielt, dass es auch bei eingebüsstem Domizil möglich und zumutbar sei, die Eröffnung des Konkurses zu erwirken; überdies niemand Vorteile aus seiner eigenen Rechtsunkenntnis ableiten könne, so dass auch unter dem Titel von Treu und Glauben keine Rechtsansprüche abgeleitet werden könnten - selbst dann nicht, wenn eine versicherte Person über die Weiterführung des Zwangsvollstreckungsverfahrens falsch beraten worden sei (BGE 131 V 196 Erw. 4.2.3 und Erw. 5),</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">vom Vertreter des Beschwerdeführers im konkreten Fall lediglich eine Verletzung der Beratungspflicht und nicht eine eigentliche Falschauskunft moniert wird, so dass in Anbetracht der höchstrichterlichen Rechtsprechung auch unter dem Titel von Treu und Glauben nichts zu Gunsten des Beschwerdeführers abgeleitet werden kann,</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">zusammenfassend festgehalten werden kann, dass kein Insolvenztatbestand vorliegt und die Beschwerdegegnerin die ihr obliegende Aufklärungs- und Beratungspflicht nicht verletzt hat, so dass die Verneinung eines Anspruchs auf Insolvenzentschädigung zu Recht erfolgt ist,</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">bei diesem Ausgang des Verfahrens offen bleiben kann, ob der Beschwerdeführer auch aufgrund einer allenfalls bestehenden arbeitgeberähnlichen Stellung keinen Anspruch auf Insolvenzentschädigung hat,</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">dies zur Bestätigung des angefochtenen Einspracheentscheids sowie zur Abweisung der Beschwerde führt;</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4"> </font><br/> <b><font face="RotisSansSerif" size="5">erkennt das Gericht:</font></b><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">1. Die Beschwerde wird abgewiesen.</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">2. Das Verfahren ist kostenlos.</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">3. Zustellung gegen Empfangsschein an:</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">- Rechtsanwalt Urs Bürgin</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">- Arbeitslosenkasse des Kantons Zürich</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">- Staatssekretariat für Wirtschaft seco</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">- AWA Amt für Wirtschaft und Arbeit</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">4. Gegen diesen Entscheid kann innert </font><b><font face="RotisSansSerif" size="4">30 Tagen</font></b><font face="RotisSansSerif" size="4"> seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundesgesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 15. Juli bis und mit 15. August sowie vom 18. Dezember bis und mit dem 2. Januar (Art. 46 BGG).</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4"> Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzustellen.</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4"> Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismittel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat (Art. 42 BGG).</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4"> </font> </p></div></body></html>