Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche- rungsrecht vom 19. September 2014 (720 14 131 / 234) ____________________________________________________________________ Invalidenversicherung Ausserordentliche Bemessungsmethode, Berufswechsel Besetzung Präsident Andreas Brunner, Kantonsrichter Beat Hersberger, Kan- tonsrichterin Elisabeth Berger Götz, Gerichtsschreiber Pascal Acrémann Parteien A.____ , Beschwerdeführerin gegen IV -Stelle Basel -Landschaft , Hauptstrasse 109 , 4102 Binningen , Beschwerdegegnerin Betreff IV-Rente A. Die 1953 geborene A.____ ist seit 2002 Wirtin de s Restaurants X.____ in Y.____. Am 11. Dezember 2010 erlitt sie einen Arbeitsunfall, w obei sie sich am rechten Knie verletzte. Am 2. Juli 2012 meldete sie sich unter Hinweis auf stä ndige Beschwerden im rechten Knie bei der Eidgenössischen Invalidenversicherung (IV) zum Leis tungsbezug an. Nachdem die IV-Stelle Basel-Landschaft (IV-Stelle) den medizinischen und erwerblichen Sachverhalt abgeklärt hatte, Seite 2 http://www.bl.ch/kantonsgericht wies sie das Leistungsbegehren nach Durchführung des Vor bescheidverfahrens mit Verfügung vom 24. März 2014 ab. B. Hiergegen erhob A.____ am 7. Mai 2014 Beschwerde beim Kantonsgericht Basel- Landschaft, Abteilung Sozialversicherungsrecht (Kantonsgericht). Sie beantragte, in Aufhebung der Verfügung vom 24. März 2014 sei ihr eine angemes sene Rente zuzusprechen. Eventualiter seien medizinische und berufliche Abklärungen vorzunehmen; unter o/e-Kostenfolge. Zur Be- gründung führte sie im Wesentlichen aus, dass die Verf ügung auf unzureichenden medizini- schen Unterlagen beruhe. Ein Berufswechsel sei ihr nicht zumutbar. Gegebenenfalls sei ein maximaler Abzug vom Tabellenlohn von 25% zu berücksichtigen. C. In ihrer Vernehmlassung vom 4. Juli 2014 schloss die IV-Stelle auf Abweisung der Be- schwerde. Das Kantonsgericht zieht i n E r w ä g u n g : 1. Gemäss Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes üb er die Invalidenversicherung (IVG) vom 19. Juni 1959 können Verfügungen der kantonalen IV -Stellen direkt vor dem Versiche- rungsgericht am Ort der IV-Stelle angefochten werde n. Anfechtungsobjekt des vorliegenden Verfahrens bildet eine Verfügung der IV-Stelle Basel-Landschaft, sodass die örtliche Zuständig- keit des Kantonsgerichts Basel-Landschaft zu bejahen ist. La ut § 54 Abs. 1 lit. b des Gesetzes über die Verfassungs- und Verwaltungsprozessordnung (VPO ) vom 16. Dezember 1993 beur- teilt das Kantonsgericht als Versicherungsgericht als ein zige gerichtliche Instanz des Kantons Beschwerden gegen Verfügungen der kantonalen IV-Stell e. Es ist somit auch sachlich zur Be- handlung der vorliegenden Beschwerde zuständig. Auf d ie im Übrigen frist- und formgerecht erhobene Beschwerde des Versicherten vom 7. Mai 2014 ist einzutreten. 2. Streitig und zu prüfen ist der Rentenanspruch der Beschwerdeführerin. Massgebend ist dabei der Sachverhalt, wie er sich bis zum Erlass der an gefochtenen Verfügung vom 24. März 2014 entwickelt hat. Dieser Zeitpunkt bildet rechtsprechu ngsgemäss die zeitliche Grenze der richterlichen Überprüfungsbefugnis (BGE 129 V 4 E. 1.2). 3.1 Anspruch auf eine Rente haben nach Art. 28 Abs. 1 IVG Versicherte, die ihre Erwerbs- fähigkeit oder ihre Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Ein- gliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können (lit. a), während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittli ch mindestens 40 % arbeitsunfähig gewesen sind (lit. b) und nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid sind (lit. c). Der Rentenanspruch entsteht frühestens nach Ablauf von sech s Monaten nach Geltendmachung des Leistungsanspruchs (Art. 29 Abs. 1 IVG). 3.2 Als Invalidität gilt nach Art. 8 ATSG die voraussicht lich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit. Sie k ann im IV-Bereich Folge von Geburts- gebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1 IV G). Unter Erwerbsunfähigkeit ist der Seite 3 http://www.bl.ch/kantonsgericht durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommende n allgemeinen Arbeitsmarkt zu ver- stehen (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des V orliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind nach dem im Rahmen der 5. IV-Revision am 1. Januar 200 8 in Kraft gesetzten Art. 7 Abs. 2 ATSG ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichti- gen (Satz 1). Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Satz 2). 3.3 Nach Art. 28 Abs. 2 IVG wird die Rente nach dem Gr ad der Invalidität wie folgt abge- stuft: Die versicherte Person hat Anspruch auf eine ganze Rente, wenn sie zu mindestens 70%, auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie zu mindestens 60%, auf eine halbe Rente, wenn sie zu mindestens 50% und auf eine Viertelsrente, wenn sie zu mindestens 40% invalid ist. 4. Ausgangspunkt der Ermittlung des Invaliditätsgrades bildet die Frage, in welchem Ausmass die versicherte Person aufgrund ihrer gesundheit lichen Beeinträchtigungen arbeitsun- fähig ist. 4.1 Nach Art. 6 ATSG ist die Arbeitsunfähigkeit die du rch eine Beeinträchtigung der körper- lichen, geistigen oder psychischen Gesundheit bedingte, vo lle oder teilweise Unfähigkeit, im bisherigen Beruf oder Aufgabenbereich zumutbare Arbei t zu leisten (Satz 1). Bei langer Dauer wird auch die zumutbare Tätigkeit in einem andern Ber uf oder Aufgabenbereich berücksichtigt (Satz 2). Diese Legaldefinition stimmt im Wesentlichen mit dem Begriff der Arbeitsunfähigkeit überein, wie ihn die Rechtspraxis vor dem Inkrafttreten des ATSG entwickelt hatte (vgl. etwa BGE 129 V 53 E. 1.1 in fine mit Hinweisen). Die bis zum 31. Dezember 2002 ergangene dies- bezügliche Rechtsprechung des damaligen Eidgenössischen Versicherungsgerichts (EVG; heu- te: Bundesgericht, sozialrechtliche Abteilungen) bleib t folglich weitestgehend anwendbar (BGE 130 V 345 E. 3.1.1). 4.2 Bei der Feststellung des Gesundheitszustandes und insb esondere auch bei der Beur- teilung der Arbeitsfähigkeit einer versicherten Person ist die rechtsanwendende Behörde - die Verwaltung und im Streitfall das Gericht - auf Unterl agen angewiesen, die vorab von Ärztinnen und Ärzten zur Verfügung zu stellen sind. Deren Aufgabe ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkei- ten die versicherte Person arbeitsunfähig ist (BGE 115 V 134 E. 2, 114 V 314 E. 3c, 105 V 158 E. 1 in fine). Darüber hinaus bilden die ärztlichen S tellungnahmen eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Zumutbarkeit, also der Frage, we lche anderen Erwerbstätigkeiten als die zuletzt ausgeübte Berufsarbeit von der versicherten Perso n auf dem allgemeinen, ausgegliche- nen und nach ihren persönlichen Verhältnissen in Frage kommenden Arbeitsmarkt zumutbarer- weise noch verrichtet werden können (U LRICH MEYER -BLASER , Zur Prozentgenauigkeit in der Invaliditätsschätzung, in: Schaffhauser/Schlauri [Hrsg.], Rechtsfragen der Invalidität in der Sozi- alversicherung, St. Gallen 1999, S. 20 f. mit Hinweisen). Seite 4 http://www.bl.ch/kantonsgericht 4.3 Das Gericht hat die medizinischen Unterlagen nach de m für den Sozialversicherungs- prozess gültigen Grundsatz der freien Beweiswürdigung ( vgl. Art. 61 lit. c ATSG) - wie alle an- deren Beweismittel - frei, d.h. ohne Bindung an förm liche Beweisregeln, sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen. Dies bedeutet, dass das Sozialversicherungsgericht alle Beweismit- tel, unabhängig, von wem sie stammen, objektiv zu prüfe n und danach zu entscheiden hat, ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilun g des streitigen Rechtsanspruchs ge- statten. Insbesondere darf es bei einander widerspreche nden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzu- geben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt. Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist demnach entscheidend , ob dieser für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen be ruht, auch die geklagten Beschwer- den berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darle- gung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurte ilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen der Expertin oder des Experten begründet sind (BGE 134 V 232 E. 5.1; 125 V 352 E. 3a, 122 V 160 E. 1c). 4.4 Dennoch erachtet es die bundesgerichtliche Rechtspr echung mit dem Grundsatz der freien Beweiswürdigung als vereinbar, in Bezug auf be stimmte Formen medizinischer Berichte und Gutachten Richtlinien für die Beweiswürdigung aufzu stellen (vgl. die ausführlichen Zusam- menstellungen dieser Richtlinien in BGE 125 V 352 E. 3b mit zahlreichen Hinweisen; vgl. dazu auch BGE 135 V 469 f. E. 4.4 und 4.5). So ist den im Rahmen des Verwaltungsverfahrens ein- geholten Gutachten externer Spezialärztinnen und -ärzte , welche aufgrund eingehender Be- obachtungen und Untersuchungen sowie nach Einsicht in d ie Akten Bericht erstatten und bei der Erörterung der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen ge langen, bei der Beweiswürdigung volle Beweiskraft zuzuerkennen, solange nicht konkrete Indi zien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen (BGE 125 V 353 E. 3b/bb mit weitere n Hinweisen). In Bezug auf Berichte von behandelnden Ärzten darf und soll das Gericht der E rfahrungstatsache Rechnung tragen, dass diese mitunter im Hinblick auf ihre auftragsrechtlic he Vertrauensstellung in Zweifelsfällen eher zu Gunsten ihrer Patientinnen und Patienten aussa gen (BGE 125 V 353 E. 3b/cc). Die unterschiedliche Natur von Behandlungsauftrag des therape utisch tätigen (Fach-)Arztes einer- seits und von Begutachtungsauftrag des amtlich bestellten fachmedizinischen Experten ander- seits (BGE 124 I 175 E. 4; Urteil des EVG vom 13. Juni 2001, I 506/00, E. 2b) lässt nicht zu, ein Administrativ- oder Gerichtsgutachten stets in Frage zu st ellen und zum Anlass weiterer Abklä- rungen zu nehmen, wenn die behandelnden Ärzte zu ander slautenden Einschätzungen gelan- gen. Vorbehalten bleiben Fälle, in denen sich eine ab weichende Beurteilung aufdrängt, weil die behandelnden Ärzte wichtige – und nicht rein subjektiver ärztlicher Interpretation entspringen- de – Aspekte benennen, die im Rahmen der Begutachtung unerkannt oder ungewürdigt geblie- ben sind (Urteil des Bundesgerichts vom 28. Januar 2013, 8C_733/2012, E. 3.2 mit Hinweis). 5. Für die Beurteilung des vorliegenden Falls sind nach folgende Berichte zu berücksichti- gen: 5.1 Die IV-Stelle holte zur Abklärung des Gesundheitszust andes und zur Einschätzung der Arbeitsfähigkeit der Versicherten ein rheumatologisches Gutachten bei Dr. med. B.____, FMH Seite 5 http://www.bl.ch/kantonsgericht Physikalische Medizin und Rehabilitation sowie Rheumatol ogie, ein, welches am 11. Februar 2013 erstattet wurde. Darin diagnostizierte der Gutach ter mit Auswirkung auf die Arbeitsfähig- keit einen Status nach Distorsionstrauma am rechten Knieg elenk am 11. Dezember 2010, nach Kniearthroskopie rechts, Teilmeniskektomie medial und late ral sowie Knorpeldébridement late- ral, eine persistierende Kniegelenkschwellung mit gering em Reizerguss, Streck- und Beugede- fizit und eine deutliche Atrophie am rechten Oberschenkel. Ohne Auswirkungen auf die Arbeits- fähigkeit bestünden ein Status nach Distorsion des oberen Sprunggelenks (OSG) links, nach Verstauchung des linken Kniegelenks, nach Ganglion-Entf ernung am rechten Ellbogen, nach kosmetischen Operationen an Bauch und Unterschenkel nach Ma genbanding, nach Magen- bandausbau und Cholezystektomie, nach Magenbypass und na ch Narbenhernien-Operation. Die Problematik liege lediglich im Bereich des rechten K niegelenks. An den oberen Extremitä- ten, der Wirbelsäule und am rechten Bein bestünden ke ine Probleme. Das rechte Kniegelenk sei momentan deutlich verdickt und es läge ein Streck- und Flexionsdefizit vor. Die Explorandin sei dadurch bei Arbeiten in hockender oder kauernder S tellung und beim Besteigen von Trep- pen sowie beim Hinuntergehen deutlich eingeschränkt. Es habe sich eine deutliche Atrophie am Oberschenkel eingestellt, was auf eine Schonung des recht en Beins hinweise. Die Explorandin habe keine Probleme beim Sitzen, sofern sie das Bein bewegen und strecken könne. Auf gutem und ebenem Boden könne sie bis zu zwei Stunden gehen. Be im Stehen müsse sie sich immer bewegen und das Heben von schweren Lasten führe zu Schm erzen am rechten Kniegelenk. Ansonsten habe sich eine gute Adaption an die Gesamtsituation eingestellt und es bestünde bei der momentanen betrieblichen Situation keine übermässig e Leistungsminderung. Ihren Anga- ben zufolge betrage die wöchentliche Arbeitszeit zwanzig Stunden. Ein höheres Pensum dürfte möglich sein, allerdings nicht bei einem voll besetzten Restaurant. Wäre der Restaurationsbe- trieb besser besucht, hätte die Explorandin vermutlich ve rmehrte Schmerzen und wäre ge- zwungen, zusätzliches Personal einzustellen. Die Versichert e sei seit jeher im Gastgewerbe tätig und könne sich nichts anderes vorstellen. In dieser Tätigkeit arbeite die Versicherte seit 19. März 2012 im Umfang von 50%. Aufgrund der aktuellen U ntersuchung und des guten Verlaufs sei davon auszugehen, dass seit Mai 2012 eine Arbeitsfäh igkeit von 60% bestehe. Eine Ein- schränkung bestünde nur bei Arbeiten in hockender oder kni ender Haltung sowie bei vermehr- tem Treppensteigen bzw. Gehen auf unebenem Boden, was mit einer Leistungsminderung von maximal 40% bereits berücksichtigt sei. Entgegen der Ansicht des behandelnden Arztes sei der Versicherten eine Steigerung der Arbeitsfähigkeit von 50% auf 60% durchaus zumutbar. 5.2 Am 13. Februar 2014 hielt der behandelnde Arzt D r. med. C.____, FMH praktischer Arzt, fest, dass die Versicherte bis 15. August 2012 vollst ändig und anschliessend im Umfang von 50% arbeitsunfähig gewesen sei. Ab 20. Februar 2 012 bis 18. März 2012 habe die Versi- cherte versucht, wiederum zu 100% in den Arbeitsprozess einzusteigen. Der Arbeitsversuch sei schmerzbedingt gescheitert, weshalb er ihr wiederum eine Arbeitsfähigkeit von 50% attestiert habe. 5.3 Am 22. Februar 2014 hielt Dr. med. D.____, Fach ärztin für Physikalische und Rehabili- tative Medizin, Regionaler Ärztlicher Dienst (RAD) beid er Basel fest, dass aufgrund der vom Gutachter Dr. B.____ erhobenen Untersuchungsbefunde keine zeitliche Limitierung der Arbeits- Seite 6 http://www.bl.ch/kantonsgericht fähigkeit in einer Verweistätigkeit begründet werden könne. Überwiegend wahrscheinlich sei der Versicherten spätestens ab Mai 2012 eine adaptierte Tätigkeit im Umfang von 100% möglich. 6.1 Die IV-Stelle stützte sich bei der Beurteilung des G esundheitszustandes und der Ar- beitsfähigkeit des Versicherten vollumfänglich auf die E rgebnisse, zu denen Dr. B.____ in sei- nem Gutachten vom 11. Februar 2013 resp. die RAD-Ärzt in Dr. D.____ am 22. Februar 2014 gelangt sind. Sie ging demzufolge davon aus, dass die Ver sicherte in ihrer bisherigen Tätigkeit als Wirtin ab März 2012 eine Arbeitsfähigkeit von 50% u nd ab Mai 2012 eine solche von 60% aufwies. Hinsichtlich angepasster Tätigkeiten ging die IV -Stelle davon aus, dass bei der Versi- cherten seit Mai 2012 eine vollständige Arbeitsfähigkei t bestehe. Wie oben ausgeführt (vgl. E. 4.4 hiervor), ist den im Rahmen des Verwaltungsverfa hrens eingeholten Gutachten externer Spezialärztinnen und -ärzte, die aufgrund eingehender Beobachtungen und Untersuchungen sowie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und b ei der Erörterung der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen gelangen, bei der Beweiswürdigung volle Beweiskraft zuzuerkennen, solange nicht konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertisen sprechen. Solche Indi- zien liegen hier keine vor. Das Gutachten von Dr. B.___ _ vom 11. Februar 2013 weist weder formale noch inhaltliche Mängel auf, es ist - wie dies vom Bundesgericht verlangt wird - für die streitigen Belange umfassend, beruht auf allseitigen Untersuchungen, berücksichtigt die geklag- ten Beschwerden, ist in Kenntnis der Vorakten abgegeben worden, leuchtet in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge bzw. der Beurteilung der medizinischen Situation ein, setzt sich mit den vorhandenen abweichenden ärztlichen Einschätzungen auseinander und ist in den Schlussfolgerungen überzeugend. Insbesondere nimmt es – mit Hinweis auf die momentane betriebliche Situation – auch eine schlüssige Beurteilu ng der Arbeitsfähigkeit der Versicherten vor. Auch die Beurteilung von Dr. D.____ vom 20. Februa r 2014, wonach der Versicherten an- gepasste Tätigkeiten im Umfang von 100% zumutbar seien, ist nachvollziehbar, zumal Dr. B.____ nur bei besonders Knie belastenden Tätigke iten (hockender oder kniender Stellung, vermehrtes Treppensteigen, Gehen auf unebenem Boden) eine Einschränkung der Arbeitsfä- higkeit attestiert. Es ist daher nicht zu beanstanden, da ss die IV-Stelle bei der Beurteilung des Gesundheitszustandes und der Arbeitsfähigkeit den Ausfüh rungen von Dr. B.____ vom 11. Februar 2013 und Dr. D.____ vom 22. Februar 2014 gefolgt ist. 6.2 Daran vermögen die Vorbringen der Beschwerdeführ erin nichts zu ändern. Wenn sie - gestützt auf die Beurteilung des behandelnden Arztes Dr . C.____ – einwendet, dass ihr maxi- mal eine 50%ige Arbeitstätigkeit zugemutet werden kö nne, kann ihr nicht gefolgt werden. Zu- nächst ist der Erfahrungstatsache Rechnung zu tragen, d ass behandelnde Ärzte mitunter im Hinblick auf ihre auftragsrechtliche Vertrauensstellung in Zweifelsfällen eher zu Gunsten ihrer Patientinnen und Patienten aussagen. Weiter benennt D r. C.____ in seinem Bericht weder As- pekte, die im Rahmen der Begutachtung durch Dr. B.___ _ unerkannt oder ungewürdigt geblie- ben wären, noch legt er dar, aus welchen Gründen der V ersicherten angepasste Tätigkeiten nicht vollzeitig zumutbar sein sollen. Insgesamt vermag d ie Einschätzung des behandelnden Arztes Dr. C.____ die Schlüssigkeit des Gutachtens von Dr. B.____ resp. die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit der RAD-Ärztin Dr. D.____ nicht in Frage zu stellen. Seite 7 http://www.bl.ch/kantonsgericht 6.3 Im vorliegenden Fall lassen die vorhandenen medizin ischen Unterlagen eine zuverläs- sige Beurteilung der verbleibenden Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin zu, weshalb auf die von ihr beantragte zusätzliche medizinische und beruflich e Abklärung verzichtet werden kann. Der Anspruch auf rechtliches Gehör umfasst zwar das Recht , Beweisanträge zu stellen, und − als Korrelat − die Pflicht der Behörde zur Beweisabnah me. Beweise sind im Rahmen dieses verfassungsmässigen Anspruchs indessen nur über jene Tatsach en abzunehmen, die für die Entscheidung der Streitsache erheblich sind. Gelangt da s Gericht bei pflichtgemässer Beweis- würdigung zur Überzeugung, dass die vorhandenen Unterlagen ein zuverlässiges Bild des rele- vanten Sachverhaltes ergeben und dieser demnach hinreich end abgeklärt ist, kann auf ein be- antragtes Beweismittel verzichtet werden. Eine solche anti zipierte Beweiswürdigung ist nach konstanter bundesgerichtlicher Rechtsprechung zulässig (BGE 126 V 130 E. 2a mit zahlreichen Hinweisen). 6.4 Als Zwischenergebnis ergibt sich, dass der Beschwerdef ührerin die bisherige Tätigkeit als Wirtin dem massgebenden und schlüssigen Gutachten von Dr. B.____ zufolge ab März 2012 im Umfang von 50% und ab Mai 2012 zu 60% zumutba r ist. Angepasste Tätigkeiten sind der Versicherten ab Mai 2012 uneingeschränkt zumutbar. 7.1 Für die Bemessung der Invalidität von erwerbstätige n Versicherten ist Art. 16 ATSG anwendbar (Art. 28a Abs. 1 IVG). Danach wird für die Bestimmung des Invaliditätsgrades das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchfüh- rung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eing liederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (Invalideneinkom- men), in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (Valideneinkommen). Der Einkomm ensvergleich hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die beiden hypothetischen Erwerbseinkommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und einander gegenübergestellt werde n. Aus der Einkommensdifferenz lässt sich der Invaliditätsgrad bestimmen (allgemeine Methode des Einkommensvergleichs; BGE 128 V 30 E. 1). Insoweit die fraglichen Erwerbsei nkommen ziffernmässig nicht genau er- mittelt werden können, sind sie nach Massgabe der im Ei nzelfall bekannten Umstände zu schätzen und sind die so gewonnenen Annäherungswerte mite inander zu vergleichen. Lassen sich die beiden hypothetischen Erwerbseinkommen nicht zuve rlässig ermitteln oder schätzen, so ist in Anlehnung an die spezifische Methode für nich t erwerbstätige Versicherte (Art. 28a Abs. 2 IVG) ein Betätigungsvergleich anzustellen und d er Invaliditätsgrad nach Massgabe der erwerblichen Auswirkungen der verminderten Leistungsfähi gkeit in der konkreten erwerblichen Situation zu bestimmen. Der grundsätzliche Unterschied de s ausserordentlichen Bemessungs- verfahrens zur spezifischen Methode (gemäss Art. 28a Abs. 2 IVG) besteht darin, dass die In- validität nicht unmittelbar nach Massgabe des Betätigung svergleichs als solchem bemessen wird. Vielmehr ist zunächst anhand des Betätigungsvergleichs die leidensbedingte Behinderung festzustellen; sodann aber ist diese im Hinblick auf ihre erwerbliche Auswirkungen besonders zu gewichten. Eine bestimmte Einschränkung im funktionell en Leistungsvermögen eines Er- werbstätigen kann zwar, braucht aber nicht notwendigerwe ise, eine Erwerbseinbusse gleichen Umfangs zur Folge zu haben. Wollte man bei Erwerbstätig en ausschliesslich auf das Ergebnis des Betätigungsvergleichs abstellen, so wäre der gesetzl iche Grundsatz verletzt, wonach bei Seite 8 http://www.bl.ch/kantonsgericht dieser Kategorie von Versicherten die Invalidität nach M assgabe der Erwerbsunfähigkeit zu bestimmen ist (ausserordentliches Bemessungsverfahren; BGE 128 V 30 f. E. 1 mit Hinweisen). 7.2.1 Nach der Rechtsprechung gilt im Gebiet der Inval idenversicherung ganz allgemein der Grundsatz, dass die invalide Person, bevor sie Leistungen verlangt, alles ihr Zumutbare selber vorzukehren hat, um die Folgen ihrer Invalidität bestmö glich zu mildern; deshalb besteht kein Rentenanspruch, wenn die Person selbst ohne Eingliede rungsmassnahmen zumutbarerweise in der Lage wäre, ein rentenausschliessendes Erwerbseinkomm en zu erzielen. Die Selbstein- gliederung als Ausdruck der allgemeinen Schadenminderu ngspflicht ist eine Last, welche die versicherte Person auf sich zu nehmen hat, soll ihr Leistungsanspruch - auf gesetzliche Einglie- derungsmassnahmen oder Rente - gewahrt bleiben. Von de r versicherten Person dürfen dabei nur Vorkehren verlangt werden, die unter Berücksichtigu ng der gesamten objektiven und sub- jektiven Gegebenheiten des Einzelfalles zumutbar sind (AH I-Praxis 2001 S. 282, E. 5a/aa; BGE 113 V 28 E. 4a). 7.2.2 Aufgrund der geschilderten Schadenminderungspfli cht darf deshalb von selbständigen Erwerbstätigen erwartet werden, dass sie sich im Betrieb soweit möglich so organisieren, dass sie Arbeiten verrichten können, die ihnen gesundheitsh alber noch zumutbar sind. Ist dies über- haupt nicht möglich oder erscheint die bisherige Tätig keit aus gesundheitlichen Gründen als ungeeignet, so steht die Aufnahme einer unselbstständi gen (Haupt-)Erwerbstätigkeit zur Dis- kussion. Nach der Rechtsprechung kann eine solche als zumut bar erscheinen, wenn hievon eine bessere erwerbliche Verwertung der Arbeitsfähigkeit erwartet werden kann und der berufli- che Wechsel unter Berücksichtigung der gesamten Umstände a ls zumutbar erscheint (Urteil des damaligen EVG vom 7. Juni 2006, I 38/06, E. 3.2 mit Hinweisen). Die Anforderungen an die Pflicht zur Selbsteingliederung als Ausdruck der allgeme inen Schadenminderungspflicht dürfen dabei zulässigerweise dort höher sein, wo eine verstärkte Inanspruchnahme der Invalidenversi- cherung in Frage steht. In die erforderliche Interessenabwägung sind deshalb auch die in Frage stehenden Rentenleistungen einzubeziehen (Urteil des Bun desgerichts vom 21. Juli 2009, 9C_111/2009, E. 2.2.2 mit Hinweisen). 7.2.3 Ist der versicherten Person eine angepasste Tätigkeit zumutbar, wird sie invalidenver- sicherungsrechtlich so behandelt, wie wenn sie ihre Tätigk eit als Selbstständigerwerbende auf- gibt. Demnach muss sie sich im Rahmen der Invaliditätsbeme ssung jene Einkünfte anrechnen lassen, welche sie bei Aufnahme einer leidensangepassten unselbstständigen Erwerbstätigkeit zumutbarerweise verdienen könnte (AHI-Praxis 2001 S 283, E. 5a/bb mit Hinweisen). 8.1 Wie eingangs erwähnt, ist die Beschwerdeführerin sei t 2002 selbstständige Wirtin ei- nes Restaurants, wobei sie gesundheitsbedingt unbestritt enermassen nicht mehr alle in ihrem Betrieb anfallenden Arbeiten ausführen kann. Die IV -Stelle gab deshalb zur genaueren Abklä- rung der betrieblichen Verhältnisse einen “Abklärungsbe richt Selbständigerwerbende“ in Auf- trag, welcher am 30. September 2013 erstattet wurde. Gestützt auf die vor Ort durchgeführte Abklärung ermittelte die Abklärungsperson im Rahmen ei nes erwerblich gewichteten Betäti- gungsvergleichs eine rentenauschliessende Einschränkung von rund 24%. Das Invalidenein- kommen wurde gestützt auf die Buchhaltung des Jahres 2012 auf Fr. 23'420.-- festgesetzt. Hält Seite 9 http://www.bl.ch/kantonsgericht man sich das eher bescheidene Invalideneinkommen vor Auge n, das die Versicherte in der nicht idealen Tätigkeit als Wirtin noch erzielen kann, und berücksichtigt man gleichzeitig, dass diese laut den massgebenden medizinischen Akten (vgl. E. 6.1 hiervor) in einer körperlich leich- ten Tätigkeit zu 100% arbeitsfähig ist, ist rechtsprechu ngsgemäss grundsätzlich die Frage zu prüfen, ob die Versicherte nicht in der Lage wäre, du rch die Aufnahme einer leidensangepass- ten unselbständigen Erwerbstätigkeit ein deutlich höhe res Invalideneinkommen zu erzielen. Anzumerken ist in diesem Zusammenhang, dass von der Versicherten nicht erwartet wird, dass sie tatsächlich einen Berufswechsel vornimmt, auf Grund d er ihr obliegenden Schadenminde- rungspflicht muss sie sich aber jene Einkünfte anrechnen l assen, die sie in einer leidensadap- tierten Tätigkeit verdienen könnte (vgl. E. 7.2.3 hiervor). 8.2 Die Beschwerdeführerin macht geltend, aufgrund ih res Alters und der fehlenden Kenntnisse in einer angepassten Tätigkeit sei ihr ein Berufswechsel nicht zumutbar. 8.3.1 Ein fortgeschrittenes Alter wird, obgleich an sich ein invaliditätsfremder Faktor, in der Rechtsprechung als Kriterium anerkannt, welches zusammen mit weiteren persönlichen und beruflichen Gegebenheiten dazu führen kann, dass die e iner versicherten Person verbliebene Resterwerbsfähigkeit auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt realistischerweise nicht mehr nachgefragt wird, und dass ihr deren Verwertung auch gestützt auf die Selbsteingliederungslast nicht mehr zumutbar ist. Der Einfluss des Lebensalters a uf die Möglichkeit, das verbliebene Leistungsvermögen auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt zu v erwerten, lässt sich nicht nach einer allgemeinen Regel bemessen, sondern hängt von de n Umständen des Einzelfalls ab. Massgebend können die Art und Beschaffenheit des Gesundhei tsschadens und seiner Folgen, der absehbare Umstellungs- und Einarbeitungsaufwand und in diesem Zusammenhang auch Persönlichkeitsstruktur, vorhandene Begabungen und Fertig keiten, Ausbildung, beruflicher Werdegang oder Anwendbarkeit von Berufserfahrung aus dem angestammten Bereich sein (Urteile des Bundesgerichts vom 22. März 2012, 9C_153/ 2011, E. 3.1 und vom 28. Mai 2009, 9C_918/2008, E. 4.2.2 je mit Hinweisen). Die Möglichke it, die verbliebene Arbeitsfähigkeit auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt zu verwerten, hängt nicht zuletzt davon ab, welcher Zeitraum der versicherten Person für eine berufliche Tätigkeit u nd vor allem auch für einen allfälligen Be- rufswechsel noch zur Verfügung steht. Als massgeblicher S tichtag für die Beantwortung der Frage nach der Verwertbarkeit der Restarbeitsfähigkeit ist dabei auf das Feststehen der medi- zinischen Zumutbarkeit einer (Teil-)Erwerbstätigkeit ab zustellen Die medizinische Zumutbarkeit einer Erwerbstätigkeit steht fest, sobald die medizinischen Unterlagen diesbezüglich eine zuver- lässige Sachverhaltsfeststellung erlauben (BGE 138 V 457 E. 3 ff. mit weiteren Hinweisen). 8.3.2 Ob der Versicherten ein Berufswechsel zumutbar i st, braucht aufgrund der vorliegen- den persönlichen und beruflichen Gegebenheiten indes n icht abschliessend geprüft zu werden. Wird die Zumutbarkeit eines Berufswechsels verneint, ist a ufgrund des zuverlässigen und zu Recht unbestrittenen Abklärungsberichts vom 30. September 2013 davon auszugehen, dass die Beschwerdeführerin als selbstständige Wirtin im Jahr 2012 (frühestmöglicher Rentenbeginn; vgl. E. 3.1 hiervor) eine Einschränkung der Erwerbsfäh igkeit von rund 24% aufweist. Da der Invaliditätsgrad unter 40% liegt, besteht kein Anspruch auf eine Rente der Invalidenversiche- rung. Würde indes mit der IV-Stelle davon ausgegange n, dass der Beschwerdeführerin ein Be- Seite 10 http://www.bl.ch/kantonsgericht rufswechsel zumutbar ist, resultiert bei den von der IV -Stelle ermittelten und - zu Recht - unbe- strittenen Vergleichseinkommen von Fr. 30‘626.-- (Valideneinkommen) und Fr. 53‘383.-- (Invali- deneinkommen) selbst unter Berücksichtigung eines maximal en Abzugs vom Tabellenlohn von 25% kein rentenbegründender IV-Grad von mindestens 40% . Demnach hat die IV-Stelle einen Rentenanspruch der Versicherten zu Recht verneint. Die gegen die Verfügung vom 7. Mai 2014 erhobene Beschwerde erweist sich als unbegründet, weshalb sie abgewiesen werden muss. 9. Gemäss Art. 69 Abs. 1 bis IVG ist das Beschwerdeverfahren bei Streitigkeiten um di e Bewilligung oder die Verweigerung von IV-Leistungen vor dem kantonalen Versicherungsgericht kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem Verfahrensau fwand und unabhängig vom Streit- wert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 1‘000.-- festge legt. Bei Fällen wie dem vorliegenden, in denen ein durchschnittlicher Verfahrensaufwand entstan den ist, setzt das Gericht die Verfah- renskosten in Berücksichtigung des bundesrechtlichen Kostenrahmens einheitlich auf Fr. 600.-- fest. Nach § 20 Abs. 3 VPO werden die Verfahrenskosten in der Regel der unterliegenden Par- tei in angemessenem Ausmass auferlegt. Vorliegend ist die Beschwerdeführerin unterliegende Partei, weshalb die Verfahrenskosten ihr zu auferlege n sind. Die Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 600.--werden mit dem geleisteten Kostenvorschuss ve rrechnet. Die ausserordentlichen Kosten sind bei der nicht anwaltlich vertretenen Beschwe rdeführerin dem Prozessausgang ent- sprechend wettzuschlagen. Demgemäss wird e r k a n n t : ://: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 2. Die Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 600.-- wer den der Be- schwerdeführerin auferlegt und mit dem geleisteten Kos tenvorschuss in der Höhe von Fr. 600.-- verrechnet. 3. Die ausserordentlichen Kosten werden wettgeschlagen. http://www.bl.ch/kantonsgericht