<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2017.00391</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="https://vgrzh.djiktzh.ch/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=https://vgrzh.djiktzh.ch&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=217686&amp;W10_KEY=4467071&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2017.00391</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 22.11.2017</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">4. Abteilung/4. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Ãbriges Verwaltungsrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Rechtsverweigerung</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>[Die Beschwerdegegnerin verweigerte dem Beschwerdeführer Einsicht in Akten, ohne darüber eine Verfügung zu erlassen.]<br/><br/>Das Verwaltungsgericht ist für die Aufsicht über Bezirksräte nicht zuständig (E. 1).<br/>Wird um Akteneinsicht gestützt auf das IDG ersucht, ist diese innert 30 Tagen zu gewähren oder innerhalb der gleichen Frist eine verweigernde Verfügung zu erlassen (E. 3.3).<br/>Die Beschwerdegegnerin hat bis heute weder Akteneinsicht gewährt noch darüber eine Verfügung erlassen; damit begeht sie eine Rechtsverweigerung. Die verschiedenen Schreiben des Rechtsvertreters vermögen eine Verfügung schon deshalb nicht zu ersetzen, weil dieser mangels Behördenfunktion keine Verfügungen erlassen kann (E. 3.4).<br/>Entgegen der Auffassung von Beschwerdegegnerin und Vorinstanz hat der Beschwerdeführer nicht auf eine Verfügung verzichtet, sondern im Gegenteil wiederholt eine anfechtbare Verfügung verlangt. Private sind nicht gehalten, ihre Eingaben an den Rechtsvertreter einer Gemeinde statt an die Gemeindebehörden zu richten (E. 3.5).<br/>Weil die Beschwerde offenkundig begründet war, ist dem Beschwerdeführer eine Parteientschädigung zuzusprechen (E. 5.2).<br/><br/>Gutheissung der Beschwerde, soweit darauf eingetreten wird.</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: AKTENEINSICHT">AKTENEINSICHT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: RECHTSVERWEIGERUNG">RECHTSVERWEIGERUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: RECHTSVERWEIGERUNGSVERBOT">RECHTSVERWEIGERUNGSVERBOT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: VERFÃGUNG">VERFÃGUNG</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade">Art. 29 Abs. 1 BV</span><br/><span class="gerade">Art. 27 Abs. 1 IDG</span><br/><span class="ungerade">Art. 28 Abs. 1 IDG</span><br/><span class="gerade">§ 17 Abs. 2 lit. b VRG</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 2 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="WordSection1"> <table border="1" cellpadding="0" cellspacing="0" class="MsoNormalTable" width="0"> <tr> <td valign="top"> <p class="Kopf1"><span>Verwaltungsgericht</span></p> <p class="Kopf1"><span>des Kantons ZÃ¼rich</span></p> <p class="Kopf1"><span>4. Abteilung</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Kopf1"> </p> </td> <td valign="top"> <p class="Kopf1"><span><img alt="" height="78" id="Bild 1" src="https://vgrzh.djiktzh.ch/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=https://vgrzh.djiktzh.ch&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getImage&amp;nF38_KEY=35547" width="123"/></span></p> </td> </tr> </table> <p class="MsoNormal">VB.2017.00391</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"><b><span>Urteil</span></b></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">vom <a id="VF_DAT_ENTSCHEID">22. November 2017</a></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">Mitwirkend: AbteilungsprÃ¤sident Jso Schumacher<span> (Vorsitz)</span>, Verwaltungsrichterin Tamara NÃ¼ssle, Verwaltungsrichter Marco Donatsch, <a id="TN_AUTOTEXT_RICHTER"></a><a id="TN_AUTOTEXT_GS"></a>Gerichtsschreiber Reto HÃ¤ggi Furrer. </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">In Sachen</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>A, </span></p> <p class="MsoNormal"><b><span>BeschwerdefÃ¼hrer,</span></b><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="Zwischentitel">gegen</p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>Gemeinde HÃ¼tten, </span></p> <p class="MsoNormal"><span>vertreten durch RA C, </span></p> <p class="MsoNormal"><b><span>Beschwerdegegnerin, </span></b></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><b><span>betreffend Rechtsverweigerung</span></b><b>,</b></p> <p class="Zwischentitel">hat sich ergeben: </p> <p class="Sachverhalt1"><b>I. </b> </p> <p class="Sachverhalt2">A ersuchte die Gemeinde HÃ¼tten am 12. Juli 2015 um Einsicht in die E-Mail-Korrespondenz zwischen dem GeschÃ¤ftsfÃ¼hrer der D AG und der BauvorstÃ¤ndin betreffend eine Schlusskontrolle vom 18. MÃ¤rz 2014 sowie in einen handgeschriebenen Brief, in dem sich verschiedene Einwohnerinnen und Einwohner HÃ¼ttens und SchÃ¶nenbergs Ã¼ber ihn (A) beschwert hÃ¤tten. Am 21. Juli 2015 antwortete der Rechtsvertreter der Gemeinde, dass als Beilage eine maschinelle Abschrift des Schreibens ausgehÃ¤ndigt werde, die Gemeinde im Ãbrigen aber der Auffassung sei, es bestehe kein Anspruch auf Akteneinsicht bzw. die behauptete E-Mail-Korrespondenz existiere gar nicht. Mit an den Gemeinderat gerichtetem Schreiben vom 24. Juli 2015 hielt A an seinem Akteneinsichtsgesuch fest. In einem erneut vom Rechtsvertreter verfassten Brief vom 2. September 2015 wurde eingerÃ¤umt, dass die fragliche E-Mail tatsÃ¤chlich vorhanden sei, jedoch im Ãbrigen sinngemÃ¤ss an der Verweigerung der Akteneinsicht festgehalten; schliesslich wurde A darauf hingewiesen, er kÃ¶nne "eine anfechtbare VerfÃ¼gung der Gemeinde verlangen". In einer an den Rechtsvertreter gerichteten E-Mail vom 16. September 2015 hielt A fest, "[d]er aufwÃ¤ndige und kostspielige Weg einer anfechtbaren VerfÃ¼gung mit anschliessendem Rekurs und Weiterzug ans Verwaltungsgericht" halte er fÃ¼r unnÃ¶tig und erwarte deshalb "eine beglaubigte Kopie des Mailtextes in den nÃ¤chsten Tagen". Mit an die GemeindeprÃ¤sidentin gerichtetem Schreiben vom 3. November 2015 verlangte A unter anderem betreffend den Brief verschiedener Einwohner und die Antwort der Gemeinde darauf erneut Akteneinsicht, die ihm innert zehn Tagen zu gewÃ¤hren sei. Mit Schreiben vom 17. November 2015 lehnte der Rechtsvertreter unter anderem das Akteneinsichtsgesuch namens der Gemeinde sinngemÃ¤ss ab. Mit weiteren Schreiben an die Gemeinde vom 18. Dezember 2015 und 24. April 2016 hielt A am Akteneinsichtsgesuch fest und verlangte eine anfechtbare VerfÃ¼gung. </p> <p class="Sachverhalt1"><b>II. </b> </p> <p class="Sachverhalt2">Mit Schreiben vom 22. Juli 2016 erstattete A bei der Staatsanwaltschaft Limmattal/Albis Strafanzeige wegen Amtsmissbrauchs, in der er unter anderem geltend machte, ihm werde zu Unrecht Einsicht in Akten verwehrt. Die Staatsanwaltschaft Limmattal/Albis Ã¼berwies das Schreiben am 10. Oktober 2016 als Aufsichtsanzeige an das Statthalteramt Horgen, welches die Angelegenheit mit VerfÃ¼gung vom 11. Oktober 2016 an den Bezirksrat Horgen Ã¼berwies. Dieser erÃ¶ffnete dafÃ¼r das GeschÃ¤ft GE.2016.148.</p> <p class="Urteilstext">Am 25. Oktober 2016 erhob A sodann "Beschwerde" beim Bezirksrat Horgen, weil ihm zu Unrecht Einsicht in Akten verweigert bzw. darÃ¼ber zu Unrecht nicht verfÃ¼gt werde. Daraufhin erÃ¶ffnete der Bezirksrat das GeschÃ¤ft US.2016.12.</p> <p class="Urteilstext">Mit Beschluss vom 1. Juni 2017 vereinigte der Bezirksrat beide Verfahren, schrieb das GeschÃ¤ft GE.2016.148 als dadurch erledigt ab (Dispositiv-Ziff. I), wies den Rekurs vom 25. Oktober 2016 ab (Dispositiv-Ziff. II), auferlegte die Rekurskosten von Fr. 1'090.- A (Dispositiv-Ziff. III) und sprach in Dispositiv-Ziff. IV keine ParteientschÃ¤digungen zu.</p> <p class="Sachverhalt1"><b>III. </b> </p> <p class="Urteilstext">A fÃ¼hrte dagegen am 16./19. Juni 2016 Beschwerde beim Verwaltungsgericht und beantragte, unter EntschÃ¤digungsfolge sei sein Rekurs vom 25. MÃ¤rz 2016 gutzuheissen; zudem sei der Bezirksrat anzuweisen, "genau zu benennen um welches angebliche Verfahren es sich bei GeschÃ¤fts-Nr. GE.2016.148 handelt [â¦]", und ihm seien die Dokumente dieses GeschÃ¤fts vorzulegen; schliesslich sei der Bezirksrat zu verpflichten, "die ihm gesetzlich obliegende Aufsichtspflicht wahrzunehmen und gemÃ¤ss § 142 GGZ zu handeln". Der Bezirksrat verzichtete am 26./27. Juni 2017 unter Verweis auf die BegrÃ¼ndung seines Entscheids auf eine Vernehmlassung; die Gemeinde HÃ¼tten liess mit Beschwerdeantwort vom 24. August 2017 auf Abweisung der Beschwerde schliessen, soweit darauf eingetreten werden kÃ¶nne, unter EntschÃ¤digungsfolge. Mit weiteren Stellungnahmen von A vom 24./25. September 2017 und der Gemeinde HÃ¼tten vom 5. Oktober 2017 wurde an den jeweiligen AntrÃ¤gen festgehalten.</p> <p class="Einzug1"><span>Die Kammer</span><span> erwÃ¤gt:</span></p> <p class="Erwgung1"><b>1. </b> </p> <p class="Urteilstext"><span>Das Verwaltungsgericht prÃ¼ft seine ZustÃ¤ndigkeit nach § 70 in Verbindung mit § 5 Abs. 1 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 (VRG, LS 175.2) von Amts wegen. FÃ¼r Beschwerden gegen erstinstanzliche Rekursentscheide betreffend unrechtmÃ¤ssiges Verweigern einer Anordnung etwa Ã¼ber den Anspruch auf Akteneinsicht bei einer Gemeinde ist das Verwaltungsgericht nach § 41 in Verbindung mit §§ 19 Abs. 1 lit. b und Abs. 3 Satz 1, 19a, 19b Abs. 2 lit. c sowie §§ 42â44 e contrario VRG</span> zustÃ¤ndig.</p> <p class="Urteilstext">Der BeschwerdefÃ¼hrer verlangt darÃ¼ber hinaus, der Bezirksrat sei anzuweisen, seinen aufsichtsrechtlichen Pflichten gegenÃ¼ber der Beschwerdegegnerin nachzukommen. Dabei handelt es sich um eine Aufsichtsanzeige gegen den Bezirksrat, fÃ¼r deren Behandlung nicht das Verwaltungsgericht, sondern der Regierungsrat zustÃ¤ndig ist (vgl. § 45 Abs. 1 des Gesetzes Ã¼ber die Organisation des Regierungsrates und der kantonalen Verwaltung vom 6. Juni 2005 [LS 172.1]). Insofern ist deshalb auf die Beschwerde nicht einzutreten. Weil Aufsichtsanzeigen an keine Frist gebunden sind, kann auf eine Ãberweisung an den Regierungsrat verzichtet werden (vgl. Kaspar PlÃ¼ss in: Alain Griffel [Hrsg.], Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons ZÃ¼rich [VRG], 3. A., ZÃ¼rich etc. 2014 [VRG-Kommentar], § 5 N. 48 mit Hinweisen). </p> <p class="Urteilstext"><span>Da die weiteren Prozessvoraussetzungen erfÃ¼llt sind, ist auf die Beschwerde im Ãbrigen einzutreten.</span></p> <p class="Erwgung1"><b>2. </b> </p> <p class="Urteilstext">Der BeschwerdefÃ¼hrer rÃ¼gt sinngemÃ¤ss eine Verletzung des rechtlichen GehÃ¶rs durch die Vorinstanz, weil nicht klar sei, worum es sich beim GeschÃ¤ft GE.2016.148 handle. Wie sich bereits aus der vorstehenden Sachverhaltsdarstellung ergibt, handelt es sich dabei um die ursprÃ¼nglich bei der Staatsanwaltschaft eingereichte und Ã¼ber das Statthalteramt an den Bezirksrat Ã¼berwiesene Eingabe vom 22. Juli 2016. Der BeschwerdefÃ¼hrer wurde sowohl Ã¼ber die Ãberweisung an das Statthalteramt als auch Ã¼ber die Ãberweisung an den Bezirksrat in Kenntnis gesetzt. Sodann lÃ¤sst sich der Sachverhaltsdarstellung des Bezirksrats entnehmen, dass dieses GeschÃ¤ft die Bezeichnung GE.2016.148 trÃ¤gt. Das fragliche Dossier enthÃ¤lt neben den ÃberweisungsverfÃ¼gungen und einer Aktennotiz betreffend Vereinigung nur die vom BeschwerdefÃ¼hrer eingereichten Unterlagen; es bestand deshalb keine Veranlassung, ihn Ã¼ber den Inhalt des Dossiers von Amts wegen in Kenntnis zu setzen. Die Vorinstanz hat damit den Anspruch des BeschwerdefÃ¼hrers auf rechtliches GehÃ¶r nicht verletzt. Sollte der BeschwerdefÃ¼hrer weiterhin Einsicht in diese Akten nehmen wollen, steht ihm frei, dies wÃ¤hrend der Beschwerdefrist ans Bundesgericht nach Voranmeldung in den RÃ¤umlichkeiten des Verwaltungsgerichts zu tun.</p> <p class="Erwgung1"><b>3. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>3.1 </b>In der Sache rÃ¼gt der BeschwerdefÃ¼hrer, die Beschwerdegegnerin habe Ã¼ber seinen Anspruch auf Akteneinsicht zu Unrecht keine VerfÃ¼gung erlassen und damit eine Rechtsverweigerung begangen. </p> <p class="Erwgung2"><b>3.2 </b>GemÃ¤ss Art. 29 Abs. 1 der Bundesverfassung vom 18. April 1999 (SR 101) hat jede Person in Verfahren vor Gerichts- und Verwaltungsinstanzen Anspruch auf gleiche und gerechte Behandlung innert angemessener Frist. Daraus leitet sich ein Verbot formeller Rechtsverweigerung ab, welche unter anderem gegeben ist, wenn eine erstinstanzliche BehÃ¶rde in einem ordnungsgemÃ¤ss eingeleiteten Verfahren keine VerfÃ¼gung erlÃ¤sst, obwohl Anspruch auf eine solche besteht (vgl. Bernhard Waldmann, Basler Kommentar, 2015, Art. 29 BV N. 23; Gerold Steinman, St. Galler Kommentar zur Bundesverfassung, 2014, Art. 29 N. 18 [jeweils mit weiteren Hinweisen]). Eine Rechtsverweigerung ist somit nur mÃ¶glich, wenn ein Anspruch der Privaten auf Behandlung ihrer Begehren besteht (BGE 135 II 60 E. 3.1.2). Die Weigerung der BehÃ¶rde kann ausdrÃ¼cklich oder stillschweigend erfolgen (JÃ¼rg Bosshart/Martin Bertschi, VRG-Kommentar, § 19 N. 46).</p> <p class="Erwgung2"><b>3.3 </b>Ausgangspunkt der vorliegenden Streitigkeit sind mehrere Gesuche des BeschwerdefÃ¼hrers um Akteneinsicht, die nicht im Zusammenhang mit einem bei der Beschwerde­gegnerin hÃ¤ngigen Verfahren stehen. §§ 24 ff. des Gesetzes Ã¼ber die Information und den Datenschutz vom 12. Februar 2007 (IDG, LS 170.4) verschaffen dem Einzelnen einen ausdrÃ¼cklichen Anspruch auf Behandlung solcher Gesuche. Nach § 27 Abs. 1 und § 28 IDG ist die BehÃ¶rde verpflichtet, innert 30 Tagen seit dem Eingang des Gesuchs Zugang zur Information zu gewÃ¤hren oder eine VerfÃ¼gung Ã¼ber die BeschrÃ¤nkung des Zugangsrechts zu erlassen; kann diese Frist nicht eingehalten werden, ist der gesuchstellenden Person vor Fristablauf unter Angabe der GrÃ¼nde mitzuteilen, wann der Entscheid Ã¼ber das Gesuch vorliegen wird.</p> <p class="Erwgung2"><b>3.4 </b>Der BeschwerdefÃ¼hrer hat demnach Anspruch darauf, dass die Beschwerdegegnerin ihm innert 30 Tagen Einsicht in die fraglichen Akten gewÃ¤hrt oder Ã¼ber die Verweigerung der Akteneinsicht eine Anordnung erlÃ¤sst. Indem die Beschwerdegegnerin bis heute weder das eine noch das andere getan hat, begeht sie eine Rechtsverweigerung. Daran vermÃ¶gen die von der Beschwerdegegnerin im vorliegenden Verfahren vorgebrachten GrÃ¼nde fÃ¼r eine Verweigerung der Akteneinsicht nichts zu Ã¤ndern; diese hÃ¤tten vielmehr in einer anfechtbaren Anordnung festgehalten werden mÃ¼ssen. Sodann kÃ¶nnen die verschiedenen Schreiben des Rechtsvertreters die notwendige VerfÃ¼gung schon deshalb nicht ersetzen, weil ein von der Gemeinde mandatierter Rechtsanwalt mangels BehÃ¶rdenfunktion offenkundig nicht zustÃ¤ndig ist fÃ¼r den Erlass von VerfÃ¼gungen.</p> <p class="Erwgung2"><b>3.5 </b>Beschwerdegegnerin und Vorinstanz werfen dem BeschwerdefÃ¼hrer allerdings ein widersprÃ¼chliches Verhalten vor, weil er ausdrÃ¼cklich auf eine anfechtbare VerfÃ¼gung verzichtet habe. Dem lÃ¤sst sich nicht folgen. Es trifft zwar zu, dass der BeschwerdefÃ¼hrer in seiner E-Mail vom 16. September 2015 dem Rechtsvertreter der Beschwerdegegnerin schrieb, er halte den Erlass einer (negativen) VerfÃ¼gung mit anschliessendem Rechtsmittelverfahren fÃ¼r unnÃ¶tig. Aus dem Kontext des Schreibens ergibt sich aber klar, dass er damit einzig meinte, die Beschwerdegegnerin solle seinem Gesuch nachkommen, statt eine VerfÃ¼gung zu erlassen. In diesem Sinn fÃ¼hrte er bereits im nÃ¤chsten Satz aus, er erwarte "eine beglaubigte Kopie des Mailtextes in den nÃ¤chsten Tagen". Mit weiterem Schreiben vom 3. November 2015 verlangte der BeschwerdefÃ¼hrer erneut Akteneinsicht und setzte hierfÃ¼r eine Frist von zehn Tagen. Sodann verlangte er mit Schreiben vom 18. Dezember 2015 sowie 24. April 2016 ausdrÃ¼cklich eine anfechtbare VerfÃ¼gung betreffend sein Akteneinsichtsgesuch. Die Beschwerdegegnerin fÃ¼hrt zu diesen Schreiben aus, es sei "nicht mehr rekonstruierbar, ob sie diese je erhalten hat und was mit ihnen geschehen ist". Die Vorinstanz kommt zum Schluss, es fehle an einer Unterschrift auf diesen Schreiben sowie einem Zustellnachweis. Was Letzteres betrifft, ist diese Feststellung aktenwidrig. Der BeschwerdefÃ¼hrer reichte bereits im Rekursverfahren eine EmpfangsbestÃ¤tigung der Gemeinde HÃ¼tten fÃ¼r das Schreiben vom 18. Dezember 2015 und eine AufgabebestÃ¤tigung vom 25. April 2016 fÃ¼r das Schreiben vom 24. April 2015 ein. Weshalb die Beschwerdegegnerin von beiden Schreiben keine Kenntnis haben will, ist deshalb unverstÃ¤ndlich. Es kann sodann offenbleiben, ob die eingereichten Schreiben im Original eine Unterschrift aufwiesen, weil es sich bei einer fehlenden Unterschrift um einen verbesserungsfÃ¤higen Mangel handelte. Soweit die Beschwerdegegnerin sodann geltend macht, der BeschwerdefÃ¼hrer habe diese Schreiben nicht an den Rechtsvertreter gesandt, obwohl er vom VertretungsverhÃ¤ltnis gewusst habe, ist ihr entgegenzuhalten, dass sie fÃ¼r Eingaben Privater auch bei einem bestehenden VertretungsverhÃ¤ltnis weiterhin empfangspflichtig bleibt. Der BeschwerdefÃ¼hrer war deshalb selbstredend nicht verpflichtet, seine Eingaben an den Rechtsvertreter zu senden, zumal dieser â wie bereits ausgefÃ¼hrt â die anbegehrte VerfÃ¼gung ohnehin nicht hÃ¤tte erlassen kÃ¶nnen.</p> <p class="Erwgung2"><b>3.6 </b>Demnach hat die Beschwerdegegnerin das Rechtsverweigerungsverbot verletzt. Es gilt, dies im Dispositiv festzustellen und die Beschwerdegegnerin anzuweisen, das Akteneinsichtsgesuch zu behandeln und darÃ¼ber innert einer Frist von 30 Tagen eine Anordnung zu erlassen (Bosshart/Bertschi, § 19 N. 53).</p> <p class="Erwgung1"><b>4. </b> </p> <p class="Urteilstext">Nach dem Gesagten ist die Beschwerde gutzuheissen, soweit darauf eingetreten wird. Dispositiv-Ziff. II und IV des Rekursentscheids sind aufzuheben; es ist festzustellen, dass die Beschwerdegegnerin das Rechtsverweigerungsverbot verletzt hat, und sie ist anzuweisen, das Akteneinsichtsgesuch des BeschwerdefÃ¼hrers zu behandeln und darÃ¼ber innert 30 Tagen eine Anordnung zu erlassen.</p> <p class="Urteilstext">In AbÃ¤nderung von Dispositiv-Ziff. III des Rekursentscheids sind die Kosten des Rekursverfahrens der Beschwerdegegnerin aufzuerlegen (§ 13 Abs. 2 Satz 1 VRG).</p> <p class="Erwgung1"><b>5. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>5.1 </b>Betreffend die am falschen Ort eingereichte Aufsichtsanzeige ist auf eine Kostenauflage zu verzichten (vgl. PlÃ¼ss, § 13 N. 23). Im Ãbrigen sind die Kosten der unterliegenden Beschwerdegegnerin aufzuerlegen (§ 65a Abs. 2 in Verbindung mit § 13 Abs. 2 Satz 1 VRG).</p> <p class="Erwgung2"><b>5.2 </b>Weil die Beschwerde offensichtlich begrÃ¼ndet war, ist dem BeschwerdefÃ¼hrer fÃ¼r das Rekurs- und das Beschwerdeverfahren insgesamt eine ParteientschÃ¤digung von Fr. 500.- zuzusprechen (vgl. § 17 Abs. 2 lit. b VRG). </p> <p class="Einzug1"><span>DemgemÃ¤ss erkennt <span>die Kammer</span>:</span></p> <p class="Einzug2"><span>1. Die Beschwerde wird gutgeheissen, soweit darauf eingetreten wird. Dispositiv-Ziff. II und IV im Beschluss des Bezirksrats Horgen vom 1. Juni 2017 werden aufgehoben. Es wird festgestellt, dass die Beschwerdegegnerin das Rechtsverweigerungsverbot verletzt hat, indem sie Ã¼ber den Anspruch des BeschwerdefÃ¼hrers auf Akteneinsicht keine VerfÃ¼gung erlassen hat. Die Beschwerdegegnerin wird angewiesen, das Akteneinsichtsgesuch des BeschwerdefÃ¼hrers zu behandeln und darÃ¼ber innert 30 Tagen ab Rechtskraft dieses Urteils eine Anordnung zu erlassen.</span></p> <p class="Einzug2"><span> In AbÃ¤nderung von Dispositiv-Ziff. III im Beschluss des Bezirksrats Horgen vom 1. Juni 2017 werden die Verfahrenskosten der Beschwerdegegnerin auferlegt. </span></p> <p class="Einzug2"><span>2. Die GerichtsgebÃ¼hr wird festgesetzt auf <br/> Fr. 2'000.--; die Ã¼brigen Kosten betragen:<br/> Fr. 140.-- Zustellkosten,<br/> Fr. 2'140.-- Total der Kosten.</span></p> <p class="Einzug2"><span>3. Die Gerichtskosten werden der Beschwerdegegnerin auferlegt.</span></p> <p class="Einzug2"><span>4. Die Beschwerdegegnerin wird verpflichtet, dem BeschwerdefÃ¼hrer fÃ¼r das Rekurs- und das Beschwerdeverfahren gesamthaft eine ParteientschÃ¤digung von Fr. 500.- zu bezahlen.</span></p> <p class="Einzug2"><span>5. Gegen dieses Urteil kann Beschwerde in Ã¶ffentlichrechtlichen Angelegenheiten nach Art. 82 ff. des Bundesgerichtsgesetzes erhoben werden. Sie ist binnen 30 Tagen ab Zustellung einzureichen beim Bundesgericht, 1000 Lausanne 14.</span></p> <p class="Einzug2"><span>6. Mitteilung anâ¦</span></p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>