B u n d e s v e rw a l t u n g s g e r i ch t T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i f f éd é r a l T r i b u n a l e am m i n i s t r a t i vo f e d e r a l e T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i v fe d e r a l Abteilung II B-6311/2012 U r t e i l v o m 2 9 . A u g u s t 2 0 1 4 Besetzung Richterin Maria Amgwerd (Vorsitz), Richter David Weiss, Richter Francesco Brentani, Gerichtsschreiberin Andrea Giorgia Röllin. Parteien X._______, '_______', vertreten durch lic. iur. Gojko Reljic, Rechtsberatung für Ausländer Go-Re-Ma, '_______', Beschwerdeführer, gegen IV-Stelle für Versicherte im Ausland IVSTA, Avenue Edmond-Vaucher 18, Postfach 3100, 1211 Genf 2, Vorinstanz. Gegenstand Invalidenrente (Rentenanspruch); Verfügung vom 2. November 2011. B-6311/2012 Seite 2 Sachverhalt: A. Der am '_______' 1962 geborene X._______ lebt in Bosnien-Herzegowi- na und ist bosnisch -herzegowinischer Staatsangehöriger, verheiratet und Vater von zwei mittlerweile erwachsenen Kindern. Der gelernte Chauffeur war im Jahre 1981 und seit August 1986 (mit Unter brüchen) in der Schweiz erwerbstätig (IV -act. 7 S. 8; IV -act. 8 und IV -act. 130) und en t- richtete dabei die obligatorischen Beiträge an die Schweizerische Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenversicherung (AHV/IV) (IV-act. 8 und IV-act. 130). Zuletzt war X._______ ab dem 16. Januar 1989 bei den A._______ (nachfolgend: A._______) als Betriebsangestellter im äusseren Gepäc k- dienst in einem Pensum von offenbar 100 % angestellt (IV-act. 7 S. 10). B. Am 12. Dezember 1989 erlitt X._______ einen Berufsunfall, bei welchem seine linke Hand von einem fahrenden Zugwaggon überrollt wurde. Dabei zog sich X._______ eine subtotale Abquetschung der linken Hand zu, was zur Amputation des linken Vorderarms mit der dominanten linken Hand führte (z.B. IV-act. 7 S. 10, IV-act. 12 S. 12 und IV-act. 169 S. 3-5). Ab diesem Tag wurde X._______ eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit attes- tiert (siehe ärztliches Zwischenzeugnis von Dr. med. B._______ vom 20. Januar 2001, IV -act. 162 S. 2). Die Schweizeri sche Unfallversich e- rungsanstalt (nachfolgend: SUVA) kam für die Heilbehand lungskosten auf, bezahlte Taggelder und liess X._______ in der Berufserprobung der SUVA-Rehabilitationsklinik C._______ abklären (z.B. IV-act. 12 S. 5-11, IV-act. 13 S. 11-12, IV-act. 14 S. 19, IV-act. 162 S. 9 sowie IV-act. 172 S. 3 und 5 ). Seit diesem Unfall im Dezember 1989 ging X._______ sei- nen eigenen Angaben gemäss keiner erwerblichen Tä tigkeit mehr nach (IV-act. 7 S. 8; IV-act. 36 und IV-act. 169 S. 20 und 30). C. Am 25. Mai 1990 meldete sich X._______ wegen einer seit dem 12. Dezember 1989 bestehenden Behinderung infolge Amputation des linken Vorderarmes bei der s chweizerischen Invalidenversicherung (IV) zum Leistungs bezug an (IV -act. 1). Die von der IV -Kommission für das Bundespersonal daraufhin zugesprochene berufliche Massnahme in Form eines vom 19. bis 30. November 1990 dauernden Probeaufen thalts in der D._______-Genossenschaft in E._______ (Beschluss vom 20. November 1990, IV -act. 5 S. 1) brach d er Versicherte vorzeitig ab (IV-act. 7 S. 7 und 11). B-6311/2012 Seite 3 Mit Verfügung vom 27. Dezember 1990 sprach die SUVA X._______ eine Integritätsentschädigung in Höhe von 50 % zu (IV-act. 172 S. 2). Vom 26. August bis am 24. September 1991 liess die Aarauer Regiona l- stelle für berufliche Eingliederung der schweizerischen Invalidenversiche- rung den Versicherten im F._______ ("F._______") beruflich-praktisch ab- klären (Bericht vom 22. November 1991, IV-act. 7 S. 1-5). D. Da die SUVA per 1. Juli 1992 ihre Taggel dleistungen einstellte (IV-act. 172 S. 3), verfügten die A._______ am 11. Mai 1992 die Aufl ö- sung des Dienstverhältnisses wegen gesund heitlich bedingter Dienstu n- tauglichkeit per 30. Juni 1992 (IV-act. 7 S. 10-13). Die für das Bundesper- sonal zuständige IV -Kommission sprach dem Versicherten danach rück- wirkend vom 1. Dezember 1990 bis am 30. Juni 1992 eine ganze Inval i- denrente bei einem Invaliditätsgrad von 100 % und ab dem 1. Juli 1992 eine halbe Inva lidenrente bei einem Invaliditätsgrad von 50 % zu ( Verfü- gungen vom 8. Oktober 1992, IV-act. 10 S. 1 -4). Die SUVA richtete ab dem 1. Juli 1992 eine Zweidrittelsrente bei einem Invaliditätsgrad von 66.66 % aus (Verfügung vom 16. Juli 1992; IV-act. 13 S. 14-19). E. Die im April 1994 abgeschlossene erstmalige Revision der Rente der I n- validenversicherung ergab einen unveränderten Invaliditätsgrad von 50 % und damit gemäss M itteilung der IV -Kommission des Kantons Aargau vom 27. April 1994 einen unveränderten Anspruch auf die bisherige halbe Invalidenrente (IV-act. 5 S. 5). F. Im März 2000 verlegte der Versicherte seinen Wohnsitz wegen eines Landesverweises von der Schweiz nach Bosnien-Herzegowina (IV-act. 14 S. 2-3). Die nunmehr zuständige IV -Stelle für Versicherte im Ausland (IVSTA; nachfolgend auch: Vorinstanz) leitete im Jahre 2002 die zweite Rentenre- vision ein. Am 11. Februar 2003 teilte die IVSTA dem Versicherten einen gleich gebliebenen Invaliditätsgrad von 50 % und einen weiterhin geg e- benen Anspruch auf eine halbe Rente de r Invalidenversicherung mit (IV-act. 39). B-6311/2012 Seite 4 G. G.a Im September 2006 leitete die IVSTA die dritte Rentenrevision ein (vgl. IV -act. 64). Die IVSTA holte medizin ische Berichte (IV -act. 69 -72) und Auskünfte des Versicherte n (Fragebogen für die IV -Rentenrevision vom 20. April 2007, IV-act. 85) ein. Mit Mitteilung vom 3. September 2007 gab die IVSTA dem Versicherten einen unveränderten Invaliditätsgrad von 50 % bekannt und bejahte einen weiter hin gegebenen Anspruch auf eine halbe Invalidenrente (IV-act. 96). Der Versicherte war hiermit nicht einver- standen und ersuchte sinngemäss um eine Rentenerhöhung aufgrund e i- ner wesentlichen Verschlechterung des Gesundheitszustands (Schreiben vom 19. November 2007 [IV -act. 97 S. 1 -2], unter Beilage diverser med i- zinischer Berichte [IV-act. 98]). Am 16. Januar 2008 verfügte die IVSTA, dass weiterhin (nur) Anspruch auf eine halbe Invalide nrente bestehe (IV-act. 100). G.b Die hiergegen ein gelegte Beschwerde hiess das Bundesverwa l- tungsgericht mit Urteil C -1297/2008 vom 4. Mai 2010 (IV -act. 142) ins o- weit gut, als es die Verfügung vom 16. Januar 2008 aufhob und die S a- che an die IVSTA zurückwies, damit diese nach erfolgter weiterer Abkl ä- rung über den Leistungsanspruch neu verfüge. G.c Die IVSTA holte hierauf weitere ärztliche Berichte (IV -act. 158 -159 und IV-act. 162), weitere Akten der SUVA (IV -act. 171-172) sowie Ang a- ben des Versicherten (Fragebogen für die IV -Rentenrevision vom 8. A u- gust 2011, I V-act. 176) e in und liess den Versicherten im Zentrum G._______ (nachfolgend: G._______) in H._______ interdisziplinär b e- gutachten (Gutachten vom 15. Juli 2011, IV -act. 169). Mit Vorbescheid vom 5. Januar 2 012 stellte die IVSTA dem Versi cherten erneut in Aus- sicht, weiterhin (nur) Anspruch auf eine halbe Rente der Invaliden - versicherung zu haben (IV -act. 186). Nachdem X._______ dagegen am 30. Januar 2012 (IV -act. 187) und 20. Februar 2012 (IV -act. 190) aber- mals Einwand erhoben hatte, verfügte die IVSTA am 2. November 2012 wie angekündigt (IV-act. 200). Die IVSTA begründete ihre Verfügung im Wesentlichen damit, dass sich auf eine Gesundheitsbeeinträchtigung schliessen lasse, die eine leichte angepasste Verweistätigkeit weiterhin ermögliche. Diese Tätigkeit könne täglich zu sechs Stunden ausgeführt werden, mit einer reduzierten Lei s- tung von 30 %. Verglichen mit der Tätigkeit als Hilfsarbeiter bei der A._______, in welcher eine Arbeitsunfähigkeit von 100 % bestehe, erg e-B-6311/2012 Seite 5 be sich somit eine Erwerbseinbusse von 5 3 %. Die IV-Stellen hätten sich für die Berechnung des Erwerbsausfalles auf das Einkommen des Bu n- desamts für Statistik gestützt. H. Mit Beschwerde vom 4. Dezember 2012 beantragt X._______ (nachfol- gend: Beschwerdeführer) vor dem Bundesverwaltungsgericht unter Bei- lage diverser ärztlicher Dokumente die Aufhebung dieser Verfügung vom 2. November 2012 und die Zusprechung einer ganzen Invalidenrente oder die erneute Abklärung der Sache. Als Begründung seines Rechtsbegehrens führt X._______ an, dass d ie Voraussetzungen für eine ganze Invalidenrente erfüllt seien. Der Arzt des Regionalen Ärztlichen Dienstes (RAD), Dr. med. I._______, habe am 19. Oktober 2012 die Beschwerden nach allen medizinischen Gesicht s- punkten beurteilt, obwohl er Arzt für Psychiatrie und Psychot herapie sei. Vom G._______ hätte eine Ergänzung des Gutachtens verlangt werden sollen. Die frühere medizinische Dokumentation sei vom G._______ nicht berücksichtigt oder im Gutachten nur kurz erwähnt worden. I. In ihrer Vernehmlassung vom 8. April 2013 stellt die Vorinstanz Antrag auf Abweisung der Beschwerde und Bestätigung der angefochtenen Verf ü- gung. Die Vorinstanz legt zur Begründung dar , dass d er IV-ärztliche Dienst g e- stützt auf die Feststellungen des interdi sziplinären Gutachtens vom 15. Juli 2011 die Erkenntnis habe gewinnen können, dass die verbliebene funktionelle Leistungsfähigkeit seit der Zusprechung einer halben Inval i- denrente ab dem 1. Juli 1992 (IV -act. 11) keine Verschlechterung mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit erfahren habe (Bericht vom 28. Au- gust 2011, IV -act. 177), wobei eine leicht erhöhte Arbeitseinschränkung von 30 % in leidensangepassten Verweisungstätigkeiten angenommen werde (Bericht vom 12. Dezember 2011, IV -act. 185). Der Einkommen s- vergleich bzw. errechnete Erwerbsverlu st verbleibe dabei bei 53 % (IV-act. 183). Im Übrigen verweist die Vorinstanz auf die Stellungnahmen des RAD vom 19. Juni 2012 (IV-act. 197), 19. Oktober 2012 (IV-act. 199) und 21. März 2013 (IV-act. 205). J. Mit Replik vom 14. Mai 2013, welcher ein medizini scher Bericht beigelegt B-6311/2012 Seite 6 ist, bekräftigt der Beschwerdeführer seinen Antrag. Zur Begründung weist der Beschwerdeführer darauf hin, dass d ie J._______-Gutachten und die RAD-Stellungnahmen betreffend die psychischen Leiden bzw. die E r- werbsunfähigkeit vollkommen unakzeptabel seien. Er befinde sich in Bosnien in regelmässiger psychiatrischer Behandlung. K. In der Duplik vom 11. Juni 2013 bestätigt auch die Vorinstanz ihren A n- trag. Sie begründet dies damit, dass sich a us der Replik keine neuen Sachverhaltselemente ergäben, welche zu einer geänderten Betrac h- tungsweise veranlassten. Sämtliche medizinischen Akten seien eing e- hend und schlüssig durch den RAD Rhone beurteilt worden. L. Mit Verfügung vom 18. Juni 2013 wurde die Eingabe dem Beschwerd e- führer zur Kenntnis gebr acht und mitgeteilt, dass kein weiterer Schriften- wechsel vorgesehen sei. M. Auf die weiteren Ausführungen der Parteien sowie die eingereichten U n- terlagen wird – soweit erforderlich – in den nachfolgenden Erwägungen näher eingegangen. Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 1. 1.1 Gemäss Art. 31 des Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesverwaltungsgericht (VGG, SR 173.32) in Verbindung mit Art. 69 Abs. 1 Bst. b des Bundesgesetzes vom 19. Juni 1959 über die Invalide n- versicherung (IVG, SR 831.20) beurteilt das Bundesverwaltungsgericht Beschwerden von Personen im Ausland gegen Verfügungen der IV-Stelle für Versicherte im Ausland (IVSTA). Eine Ausnahme im Sinne von Art. 32 VGG liegt nicht vor. Das Bundesverwaltungsgericht ist demnach für die Beurteilung der Beschwerde zuständig. B-6311/2012 Seite 7 1.2 Das Bundesgesetz vom 20. Dezember 1968 über das Verwaltung s- verfahren (VwVG, SR 172.021) findet keine Anwendung in Sozialvers i- cherungssachen, soweit das Bundesgesetz vom 6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG, SR 830.1) anwendbar ist (Art. 3 Bst. d bis VwVG). Nach Art. 1 Abs. 1 IVG finden die Vorschriften des ATSG auf die Invalidenversicherung (Art. 1a bis 26bis IVG und Art. 28 bis 70 IVG) Anwendung, soweit das IVG nicht ausdrücklich eine Abweichung vom ATSG vorsieht. 1.3 Der Beschwerdeführer ist durch die angefochtene Verfügung berührt und hat ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung oder Änd e- rung, so dass er im Sinne von Art. 59 ATSG (vgl. auch Art. 48 Abs. 1 VwVG) beschwerdelegitimiert ist. Zudem hat der Beschwerdeführer frist - und formgerecht (Art. 60 ATSG; vgl. auch Art. 50 und Art. 52 VwVG) Beschwerde erhoben. Nachdem auch der Verfahrenskostenvorschuss innert Frist geleistet wurde, ist auf die Beschwerde einzutreten. 2. 2.1 Das Bundesverwaltungsgericht prüft die Verletzung von Bundesrecht einschliesslich der Überschreitung und des Missbrauchs des Ermessens, die unrichtige oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts und die Unangemessenheit (Art. 49 VwVG). 2.2 Im vorliegenden Verfahren ist streitig und vom Bundesverwaltungsge- richt zu prüfen, ob die Vorinstanz das Begehren des Beschwerdeführers auf Ausrichtung einer ganzen Invalidenrente zu Recht abgewiesen hat und in diesem Zusammenhang insbesondere, ob die Vorinstanz den Sachverhalt rechtsgenüglich abgeklärt und gewürdigt hat. 3. 3.1 3.1.1 Der Beschwerdeführer besitzt die Sta atsbürgerschaft von Bosnien - Herzegowina und wohnt dort. Die Schweiz handelt zurzeit mit Bos nien- Herzegowina ein Sozialve rsicherungsabkommen aus, wobei hinsichtlich des Inkrafttretens noch k eine Angaben möglich sind (vgl. www.zas.admin.ch > International > Bilaterale Abkommen; abger u- fen am 8. Juli 201 4). Bis zum Inkrafttreten dieses neuen Abkommens ist B-6311/2012 Seite 8 weiterhin das bisherige Abkommen zwische n der Schweizerischen Ei d- genossenschaft und der Föderativen Volksrepublik Jugoslawien über S o- zialversicherung vom 8. Juni 1962 (SR 0 .831.109.818.1) anwendbar (vgl. BGE 126 V 198 E. 2b und 122 V 381 E. 1 mit Hinweisen). Nach Art. 2 dieses Abkommens stehen d ie Staatsangehörigen der Vertrag s- staaten in ihren Rechten und Pflichten aus den in Art. 1 des Abkommens genannten Rechtsbereichen, zu welchen auch die schweizerische Bu n- desgesetzgebung über die Invalidenversicherung gehört, einander gleich, soweit nichts anderes bestimmt ist. Bestimmungen, die hinsichtlich der Voraussetzungen des Anspruchs auf eine schweize rische Invalidenrente sowie der anwendbaren Verfahrensvorschriften von dem in Art. 2 des Ab- kommens a ufgestellten Grundsatz der Gleichstellung abweichen, finden sich weder im Abkommen selbst noch in den seitherigen schweizerisch - jugoslawischen Vereinbarungen. Demnach bestimmt sich vorliegend der Anspruch des Beschwerdeführers auf eine Rent e der schweizeri schen Invalidenversicherung ausschliesslich nach dem innerstaatlichen schwe i- zerischen Recht. 3.1.2 Damit sind die rechtsanwendenden Behörden in der Schweiz insbe- sondere nicht an Feststellungen und Entscheide ausländischer Versich e- rungsträger, Krankenkassen, Beh örden und Ärzte bezüglich Invalidität s- grad und Anspruchsbeginn gebunden (vgl. BGE 130 V 253 E. 2.4; AHI-Praxis 1996, S. 179; vgl. auch ZAK 1989 S. 320 E. 2). Vielmehr u n- terstehen auch aus dem Ausland stammende Beweismittel der freien B e- weiswürdigung des Ge richts (vgl. Urteil des Eidgenössischen Versich e- rungsgerichts [seit 1. Januar 2007: Bundesgericht] vom 11. Dezember 1981; zum Grundsatz der freien Be weiswürdigung: BGE 125 V 351 E. 3a). 3.2 In zeitlicher Hinsicht sind sodann grundsätzlich diejenigen Rechtssä t- ze massgebend, welche bei der Erfüllung des zu Rechtsfolgen führenden Tatbestandes Geltung hatten (BGE 132 V 220 E. 3.1.1 und 131 V 11 E. 1). Ein allfälliger Leistungsanspruch ist daher für die Zeit vor einem Rechtswechsel aufgrund der bisherigen sowie ab diesem Zeitpunkt nach den neuen Normen zu prüfen ( pro rata temporis ; BGE 130 V 445). Das Bundesverwaltungsgericht stellt dabei auf den Sachverhalt ab, wie er sich bis zum Zeitpunkt des Erlasses der streitigen Verfügung verwirklicht hat (BGE 131 V 242 E. 1.1 mit Hinweisen und BGE 132 V 215 E. 3.1.1). Tatsachen, die jenen Sachverhalt seither verändert haben, sollen im Normalfall Gegenstand einer neuen Verwaltungsverfügung sein B-6311/2012 Seite 9 (BGE 121 V 362 E. 1b). Nachträgliche Rechtsänderungen sind nur dann zu beachten, wenn ihre sofortige Anwendung verfahrensrechtlich geboten oder durch spezialgesetzliche Übergangsbestimmungen angeordnet ist. Rechts- und Sachverhaltsänderungen, die nach dem massgebenden Zeitpunkt des Erlasses der streitigen Verfügung (hier: 2. November 20 12) eintraten, sind daher im vorliegenden Verfahren grundsätzlich nicht zu be- rücksichtigen (vgl. BGE 130 V 329, 130 V 138 E. 2.1, 129 V 1 E. 1.2 und 121 V 362 E. 1b, je mit Hinweisen). 3.3 Im vorliegenden Verfahren finden demnach grundsätzlich jene schweizerischen Rechtsvorschriften Anwendung, die bei Erlass der ange- fochtenen Verfügung vom 2. November 2012 in Kraft standen; weiter aber auch alle übrigen Vorschriften, die für die Beurteilung der streitigen Verfü- gung im vorliegend massgeblichen Zeitraum von Belang sind. Da sich der allenfalls anspruchsbegründende Sachverhalt im Zeitraum 8. Oktober 1992 (letztmaliger rechtskräftiger materieller Rentenentscheid; vgl. hierzu E. 4.4.1 hiernach) bis 2. November 2012 (Erlass der angefochtenen Ve r- fügung) zugetragen hat, ist vorliegend entsprechend grundsätzlich auf die materiellen Bestimmungen des IVG und der Verordnung über die Inval i- denversicherung vom 17. Januar 1961 (IVV, SR 831.210) in der Fassung gemäss den am 1. Januar 1992 (3. I V-Revision; AS 1991 2116 und AS 2377), am 1. Januar 2004 (4. IV -Revision; AS 2003 3837 und AS 2003 3859) und am 1. Januar 2008 (5. IV -Revision; AS 2007 5129 und AS 2007 5155) in Kraft getretenen Änderungen abzustellen. Zudem sind die mit dem ersten Massnahmenpaket der 6. IV -Revision am 1. J a- nuar 2012 in Kraft getretenen Änderu ngen des IVG und der IVV (IV-Revision 6a; IVG in der Fassung vom 18. März 2011 [AS 2011 5659], IVV in der Fassung vom 16. November 2011 [AS 2011 5679]) zu beac h- ten, soweit diese einschlägig sind. Ferner sind das ATSG und die Verordnung vom 11. September 2002 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSV, SR 830.11) anwendbar. Die im ATSG enthaltenen Formulierungen der Arbeitsunf ä- higkeit (Art. 6), Erwerbsunfähigkeit (Art. 7), der Invalidität (Art. 8) sowie des Invaliditätsgrads (Art. 16) entsprechen den bisherigen von der Rech t- sprechung zur Invalidenversicherung entwickelten Begriffen und Grundsätzen (vgl. BGE 130 V 343 E. 3.1 ff.). Daran hat sich auch nach Inkrafttreten der Revision des IVG und des ATSG vo m 6. Oktober 2006, der IVV und der ATSV vom 28. Sep tember 2007 (5. IV -Revision [AS 2007 5129 bzw. AS 2007 5155], in Kraft seit 1. Januar 2008), des IVG und des ATSG vom 18. März 2011 sowie der IVV und der ATSV vom B-6311/2012 Seite 10 16. November 2011 (IV-Revision 6a [AS 2011 5659 bzw. AS 2011 5679], in Kraft seit 1. Januar 2012) nichts geändert, weshalb im Folgenden auf die dortigen Begriffsbestimmungen verwiesen wird. 4. 4.1 4.1.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit da u- ernde ganze oder teilweise Erwerbsunfä higkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Die Invalidität kann Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1 IVG). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, gei s- tigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach z umutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglich e- nen Arbeitsmarkt (Art. 7 ATSG). Arbeitsunfähigkeit ist die durch eine B e- einträchtigung der körperlichen, geis tigen oder psychischen Gesundheit bedingte, volle oder teilweise Unfähigkeit, im bisherigen Beruf oder Au f- gabenbereich zumutbare Arbeit zu leisten. Bei langer Dauer wird auch die zumutbare Tätigkeit in einem anderen Beruf oder Aufgabenbereich b e- rücksichtigt (Art. 6 ATSG). 4.1.2 Beeinträchtigungen der psychischen Gesundheit können in gleicher Weise wie körperliche Gesundheitsschäden eine Invalidität im Sinne von Art. 4 Abs. 1 IVG in Verbindung mit Art. 8 ATSG bewirken. Eine fachärz t- lich festgestellte psychische Krankheit kann indessen nicht ohne Weiteres einer Invalidität gleichgesetzt werden. Entscheidend ist die nach einem weitgehend objektivierten Massstab erfolgte Beurteilung, ob und inwiefern der versicherten Person trotz ihres Leidens die Verwertung ihrer Res tar- beitsfähigkeit auf dem ihr nach ihren Fähigkeiten offen stehenden ausg e- glichenen Arbeitsmarkt noch sozial -praktisch zumutbar und für die G e- sellschaft tragbar ist (BGE 127 V 294 E. 4c). Nicht als Folgen eines psychischen Gesundheitsschadens und damit invalidenversicherungsrechtlich nicht als relevant gelten Einschränkungen der Erwerbsfähigkeit, welche die versicherte Person bei Aufbietung allen guten Willens, die verbleibende Leistungsfähigkeit zu verwerten, abwe n- den könnte (BGE 131 V 49 E. 1.2, vgl. au ch BGE 102 V 165; AHI -Praxis 2001 S. 228 E. 2b mit Hinweisen). B-6311/2012 Seite 11 4.2 Für die Bestimmung des Invaliditätsgrades wird das Erwerbseinko m- men, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliede- rungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sog. Invalideneinkommen), in Bezi e- hung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (sog. Valid eneinkommen; Art. 16 ATSG in Verbindung mit Art. 28a Abs. 1 IVG). 4.3 Gemäss Art. 28 Abs. 2 IVG besteht bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % Anspruch auf eine ganze Rente, bei einem Invalidität s- grad von mindestens 60 % Anspruch auf eine Dreiviertelsrente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % Anspruch auf eine halbe Rente s o- wie bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % Anspruch auf eine Viertelsrente. 4.4 4.4.1 Gemäss Art. 17 ATSG wird eine Rente von Amtes wegen oder auf Gesuch hin für die Zuku nft entsprechend erhöht, herabgesetzt oder au f- gehoben, wenn sich der Invaliditätsgrad eines Rentenbezügers erheblich verändert hat. Eine Änderung des Invaliditätsgrades setzt stets auch ein e Änderung der tatsächlichen Verhältnisse voraus. Eine solche wird namentlich durch e i- ne wesentliche Veränderung des Gesundheitszustands impliziert. Zu ver- gleichen ist dabei der Sachverhalt im Zeitpunkt der letzten der versiche r- ten Person eröffneten rechtskräftigen Verfügung, welche auf ei ner mate- riellen Prüfung des Ren tenanspruchs mit rechtskonformer Sachverhalt s- abklärung, Beweis würdigung und Durchführung eines Einkommensve r- gleichs (bei Anhaltspunkten für eine Änderung in den erwerblichen Au s- wirkungen des Ge sundheitszustandes) beruht; vorbehalten bl eibt die Rechtsprechung zur Wie dererwägung und prozessua len Revision (BGE 133 V 108 und 130 V 71 E. 3.2.3 und Urteil des Bundesgerichts 9C_438/2009 vom 26. März 2010 E. 1 mit Hinweisen). Ferner muss die Veränderung der Verhältnisse er heblich, das heisst hinsichtlich der Au s- wirkungen auf den Invaliditätsgrad rent enwirksam sein (siehe Art. 17 ATSG, BGE 130 V 343 E. 3.5 mit Hin weisen). Dagegen ist die un- terschiedliche Beurteilung eines im Wesentlichen unverändert geblieb e- nen Sachverhalts kein Revisionsgrund; unterschiedliche Beurt eilungen sind revisionsrechtlich nur dann beachtlich, wenn sie Ausdruck von Ände-B-6311/2012 Seite 12 rungen der tatsächlichen Verhältnisse sind (BGE 117 V 199 E. 3b, 112 V 390 E. 1b und 372 E. 2b; ZAK 1987 S. 36 ff. ; SVR 1996 IV Nr. 70 S. 204 E. 3a). Ob eine rentenrelevante Än derung des Invaliditätsgrades eing e- treten ist, beurteilt sich somit durch Vergleich des Sachverhaltes im zeitli- chen Geltungsbereich der ursprünglichen Rentenverfügung mit demjen i- gen der streitigen Verfügung (BGE 125 V 369 E. 2 und 125 V 418 E. 2d). 4.4.2 Nach Art. 88a Abs. 1 IVV ist die anspruchsbeeinflussende Änderung von dem Zeitpunkt an zu berücksichtigen, in dem angenommen werden kann, dass sie voraussichtlich längere Zeit dauern wird. Sie ist in jedem Fall zu berücksichtigen, nachdem sie ohne wesentlichen U nterbruch drei Monate gedauert hat und voraussichtlich weiterhin andauern wird. 4.5 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, sind die Entscheid - behörden auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stel len haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tä- tigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig ist. Des Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Fr a- ge, welche Arbeitsleistungen der versicherten Person noch zugemutet werden können (vgl. BGE 125 V 25 E. 4 und 115 V 133 E. 2; AHI-Praxis 2002, S. 62 E. 4b/cc). 4.6 In Bezug auf unfallversicherungsrechtlich e Verfahren , die neben IV-Verfahren laufen, ist festzuhalten, dass die IV -Stellen und die Unfal l- versicherer die Invaliditätsbemessung in jedem Einzelfall selbstständig vorzunehmen haben. Keinesfalls dürfen sie sich ohne weitere eigene Prü- fung mit der blossen Übernahme des Invaliditätsgrads des Unfallversiche- rers bzw. der IV-Stelle begnügen (BGE 126 V 288 E. 2d). Nach dem Urteil des Bundesgerichts vom 13. Januar 2004 (publiziert in AHI 2004 S. 186) und BGE 131 V 362 entfaltet die Invaliditätsschätzung der In validenversi- cherung gegenüber dem Unfallversicherer keine Bindungswirkung; da s- selbe gilt auch in umgekehrter Hinsicht (BGE 133 V 549 E. 6). 4.7 4.7.1 Das Bundesrecht schreibt nicht vor, wie die einzelnen Beweismittel zu würdigen sind. Für das gesamte Verwaltungs- und Beschwerdeverfah- ren gilt der Grundsatz der freien Beweiswürdigung. Danach haben Vers i- cherungsträger und Sozialversicherungsgerichte die Beweise frei, das B-6311/2012 Seite 13 heisst ohne förmliche Beweisregeln, sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen. Dies bedeutet f ür das Gericht, dass es alle Beweismittel, unabhängig, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden hat, ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beu r- teilung des streitigen Rechtsanspruches gestatten. Insbesondere darf es bei ei nander widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweisma terial zu würdigen und die Gründe anzugeben, warum es auf die eine und nicht auf die andere m e- dizinische These abstellt. 4.7.2 Bezüglich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Un- tersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Beurtei- lung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der m e- dizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen der E x- perten begründet sind. Ausschlaggebend für den Beweiswert ist grun d- sätzlich somit weder die Herkunft des Beweismittels noch die Bezeich- nung der eingereichten oder in Auftrag gegebenen Stellungnahme als Be- richt oder als Gutachten (vgl. dazu das Urteil des Bundesgerichts I 268/2005 vom 26. Januar 2006 E. 1.2 mit Hinweis auf BGE 125 V 352 E. 3a). 4.7.3 Berichten und Gutachten versicherungs interner Ärzte kommt B e- weiswert zu, sofern sie als schlüssig erscheinen, nachvollziehbar begrü n- det sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihre Z u- verlässigkeit bestehen. Die Tatsache allein, dass der befragte Arzt in e i- nem Anstellungs verhältnis zum Versicherungsträger steht, lässt dabei nicht schon auf mangelnde Objektivität und auf Befangenheit schliessen. Es bedarf vielmehr besonderer Umstände, welche das Misstrauen in die Unparteilichkeit der Beurteilung objektiv als begründet ersch einen lassen (BGE 125 V 351 E. 3b/ee mit Hinweisen). Aufgabe des medizinischen Dienstes ist es, zu Handen der Verwaltung den medizinischen Sachverhalt zusammenzufassen und zu würdigen. Dazu gehört auch, bei sich wider sprechenden medizinischen Akten eine Wertung vorzunehmen und zu beurteilen, ob auf die eine oder die andere Ansicht abzustellen oder aber eine zusätzliche Untersuchung vorzune h- men ist. Diesen Berichten kann nicht jegliche Aussen - oder Beweiswir- kung abgesprochen werden. Vielmehr sind sie entsc heidrelevante Akten- stücke (vgl. Urteile des Bundesgerichts 9C_341/2007 vom 16. November B-6311/2012 Seite 14 2007 E. 4.1, mit Hinweisen, sowie I 143/07 vom 14. Septem ber 2007 E. 3.3). 4.8 Das Gericht darf eine Tatsache grundsätzlich dann als bewiesen a n- nehmen, wenn es sich von de ren Vorhandensein derart überzeugt hat, dass das Gegenteil als u nwahrscheinlich erscheint (vgl. PATRICK L. KRAUSKOPF/KATRIN EMMENEGGER, in: Waldmann/Weissenberger [Hrsg.], Praxiskommentar VwVG, a.a.O., N 9 zu Art. 12 VwVG). Im Sozialvers i- cherungsrecht hat das Gericht seinen Entscheid nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu fällen, sofern das Gesetz nicht etwas Abweichendes vorsieht. Die blosse Möglichkeit eines bestimmten Sachverhalts genügt den Beweisanforderungen nicht. Das Gericht hat vielmehr jener Sachverhaltsdarstellung zu folgen, die sie von allen mögl i- chen Geschehensabläufen als die wahrscheinlichs te würdigt (vgl. BGE 126 V 353 E. 5b und 125 V 193 E. 2, je mit Hinweisen). Führen die von Amtes wegen vorzunehmenden Abklärungen die Verwaltung oder das Gericht bei pflichtgemässer Beweiswürdigung zur Überzeugung, ein bestimmter Sachverhalt sei als überwiegend wahrscheinlich zu betrac h- ten und es könnten weitere Beweismassnahmen an diesem feststehe n- den Ergebnis nichts mehr ändern, so ist auf die Abnahme weiterer B e- weise zu verzichten (sog. antizipierte Beweiswürdigung; vgl. U ELI KIESER, Das Verwaltungsverfahren in der Sozialversiche rung, Zürich 1999, S. 212, Rz. 450; vgl. auch BGE 136 I 229 E . 5.3, 122 II 464 E. 4a und 122 III 219 E. 3c, mit Hinweisen). 5. 5.1 Aufgrund der soeben dargelegten Grundsätze ist im Folgenden zu prüfen, ob nach dem 8. Oktober 1992 überwiegend wahrscheinlich eine anspruchserhebliche Änderung des Invaliditätsgrades eingetreten ist, das heisst ob sich der gesundheitliche Zustand des Beschwerdeführers (für Veränderungen anderer relevanter Sachverhaltselemente bestehen vo r- liegend keine Anhaltspunkte) im fraglichen Zeitfenster von 8. Oktober 1992 (Erlass der ursprünglichen Rentenverfügung) bis 2. November 2012 (Erlass angefoc htene Verfügung) zumindest mit überwiegender W ahr- scheinlichkeit wesentlich verschlechtert hat oder nicht. 5.2 Der ursprünglichen Zusprache einer halben Invalidenrente am 8. Oktober 1992 lagen die damals in den Akten vorhandenen medizin i- schen Berichte zu Grunde . Aus diesen Dokumenten geht im Wesentl i- chen Folgendes hervor: B-6311/2012 Seite 15 5.2.1 Dr. med. K._______, Facharzt FMH für Orthopädische Chi rurgie und Co -Chefarzt der SUVA -Rehabilitationsklink C._______, hielt in se i- nem Bericht vom 4. April 1991 (IV-act. 172 S. 10-11) fest, dass eine beruf- liche Eingliederung nur in dem Falle zustande kommen könne, wenn die Tätigkeiten vorwiegend einarmig auszuführen seien. 5.2.2 Dr. L._______, Kreisarzt der SUVA Aarau, schrieb in seinem Bericht vom 13. März 1992 (IV -act. 162 S. 13-14) über die gleic hentags stattge- fundene ärztliche Abschlussuntersuchung, dass der Beschwerdeführer an und für sich als Einarmiger eingestuft werden müsse. Das schliesse nicht aus, dass er den Vorderarmstumpf als Gegenhand einsetzen und damit auch leichtere Lasten tragen kö nne. Ohne eine Beschäftigungsmöglic h- keit werde der Beschwerdeführer im Laufe der Zeit wahrscheinlich eher psychisch dekompensieren. 5.3 In der angefochtenen Verfügung vom 2. November 2012 stützte sich die Vorinstanz in medizinischer Hinsicht insbesondere auf das zu ihren Handen erstellte interdisziplinäre G._______-Gutachten (IV-act. 169) von Dr. M._______, Facharzt für Psychiatrie, Dr. N._______, Facharzt für I n- nere Medizin, und Dr. O._______, Facharzt für Orthopädische Chirurgie, vom 15. Juli 2011 (vgl. IV -act. 200 S. 2). Diese Expertise ist nachfolgend – nebst weiteren medizinischen Dokumenten – zusammengefasst wi e- derzugeben und zu würdigen. 5.3.1 5.3.1.1 Dr. N._______ hielt im Rahmen seines zusammen mit Dr. M._______ und Dr. O._______ erstatteten interdisziplinären medizini- schen G._______-Gutachtens vom 15. Juli 2011 (IV -act. 169) zuhanden der Vorinstanz fest, d ass insgesamt aus allgemeinmedizini scher und i n- ternistischer Sicht keine Erkrankungen mit einer Auswirkung auf die A r- beitsfähigkeit bestünden. Auch früher hätten, ausser den pathologischen Laborwerten hinsichtlich einer bereits im Jahre 1993 beschriebenen Dys- lipidämie und einer positiven He patitis B Serologie, keine relevanten i n- ternistischen Erkrankungen bestanden (S. 19). Im internistischen Bereich sei das Vorliegen eines Diabetes mellitus bislang nicht bekannt gewesen. Auch die übrigen Parameter des metabolischen Syndroms seien seit la n- gem nicht mehr kontrolliert worden. Diskrepanzen bezüglich der Arbeit s- fähigkeit bestünden in diesem Sinne nicht (S. 39). Aufgrund der fehlenden internistischen Untersuchungen seit 1993 könne nicht angegeben we r- den, seit wann allenfalls die Blutzuckerwerte er höht seien. Bezüglich der B-6311/2012 Seite 16 Auswirkung einer Hyperglykämie auf das Befinden könne aber aus med i- zinischer Erfahrung gesagt werden, dass in der Regel lediglich bei hohen Blutzuckerwerten, wie sie der Beschwerdeführer heute [das heisst im La- borbefund vom 15. Juni 2011, vgl. S. 17] nicht aufgewiesen habe, tempo- rär eine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit bestehen würde. Die Dyslip i- dämie beeinflusse die Arbeitsfähigkeit nicht (S. 41). Dr. O._______ schrieb, dass der Beschwer deführer seit dem Unfall am 12. Dezember 1989 zum Teil auch aus nichtorthopädisch -traumatologi- schen Gründen nicht mehr gearbeitet habe (S. 20). Aus qualitativer und quantitativer Hinsicht bestehe lediglich aufgrund der Unterarmamputation eine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit in jeglichen bimanuellen Tätigkei- ten. Dagegen wären Kontroll- oder Überwachungsarbeiten aus orthopädi- scher Sicht weitgehend möglich. Einarmig könne der Beschwerdeführer wohl wahrscheinlich auch noch gewisse adaptierte manuelle Tätigkeiten ausüben. Repetitive Überkopfarbeite n mit dem rechten Arm seien dag e- gen nicht zu empfehlen. Aufgrund der geringen klinischen Veränderungen und auch aufgrund der bildgebenden Veränderungen hätten die angeg e- benen Wirbelsäulenbeschwerden keinen Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit. Zusammenfassend habe sich seit der Verfügung vom 8. Oktober 1992 die Einschränkung der Arbeitsfähigkeit in jeglichen bimanuellen Tätigkeiten aufgrund der Unterarmamputation nicht geändert. Die seit 1992 aus Bo s- nien neu genannten orthopädischen Beschwerden hätten aufgrund der klinischen und bildgebenden Untersuchungen keinen Einfluss auf die A r- beitsfähigkeit mit Ausnahme der rechtsseitigen Schulter (Überlastung s- problematik). D ie bekannte ältere Wirbelkompressionsfraktur sowie die geltend gemachte Coxarthrose, die sich nich t habe bestätigen lassen , beeinflussten die Arbeitsfähigkeit nicht (S. 25). Der orthopädische Experte wies darauf hin, dass die radiologisch gefundene angedeutete Osteo - penie keinen Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit habe. Dasselbe gelte für die Coxarthrose. Auch hier fänden sich lediglich ganz diskrete radiologische Zeichen im Sinne einer initialen Chondropathie, welche per se keine Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit habe (S. 37). Aus orthopädischer Sicht könne lediglich ein Status nach Brustwirbelkörper(BWK)12-Fraktur bestätigt werden, jedoch ohne derzeitigen Einfluss auf die Arbeitsfähi g- keit. Allenfalls hätten sich präarthrotische Veränderungen ohne Auswi r- kung auf die Arbeitsfähigkeit gefunden. Bestätigen lasse sich die überla s- tungsbedingte Schulterproble matik rechts mit einer verbundenen Ei n- schränkung für Überkopfarbeiten (S. 39). Das orthopädische Leiden sei seit Jahren konstant, stabilisiert und in adaptierter Tätigkeit ohne Auswi r- kung auf die Arbeitsfähigkeit (S. 41). B-6311/2012 Seite 17 Dr. M._______ legte dar, dass b ezüglich der Arbeitsfähigkeit aus psych i- atrischer Sicht gesagt werden könne, dass dem Beschwerdeführer jegl i- che körperlich zumutbare Tätigkeit aus psychiatrischer Sicht möglich sei. Hierbei bestehe aufgrund der leichten depressiven Verstimmung maximal ein vermindertes Rendement von 10 -20 % (S. 31). In Bezug auf die Ve r- gleichszeitpunkte 12. Juli 1992 und 16. Januar 2008 könne heute [15. Juli 2011] aus psychiatrischer Sicht keine wesentliche Verschlechterung des psychischen Gesundheitszustandes konstatiert werden. Es sei aber mög- lich, dass eine solche in den Jahren 2003/2004 respektive 2007 besta n- den habe (S. 33). Zusammenfassend nannten Dr . M._______, Dr. O._______ und Dr. N._______ folgende Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeits - fähigkeit:  Status nach A mputation des Unterarmes links im mittleren Drittel (Dezember 1989); unauffällige Stumpfverhältnisse;  beginnendes Impingement-Syndrom rechte Schulter durch chronische Überlastung bei einarmigem Zustand;  klinisch Verdacht auf Supraspinatustendoperiostose;  Akromioklavikular(AC)-Gelenksarthrose rechts (Juni 2011);  rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig leichte Episode mit vegetativer/motorischer Symptomatik im Sinne einer Stresserkra n- kung. Diagnosen ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit seien folgende:  metabolisches Syndrom mit  leichter Hyperglykämie (nüchtern?), abklärungsbedürftig;  arterieller Hypertonie;  bekannter Dyslipidämie (bekannt seit dem Jahr 1993);  Adipositas;  chronische Hepatitis B (bekannt seit dem Jahr 1993);  chronisches Lumbovertebralsyndrom;  Status nach Fraktur BWK 12, Schmorl'sche n Hernien L1/2 und Diskushernien L4/5;  Status nach Zervikovertebralsyndrom; klinisch keine Funktionsei n- schränkung;  Präarthrose der Hüften;  Osteopenie;  nächtliche Beinkrämpfe unklarer Ätiologie. (S. 35). Die Amputation des Unterarmes links im mittleren Drittel vom De- zember 1989 habe die Tätigkeit in angestammter Tätigkeit verunmöglicht, B-6311/2012 Seite 18 ebenso wie in jedwelchen bimanuellen Tätigkeiten. Das depressive Z u- standsbild schränke die Arbeitsfähig keit quan titativ nicht ein. Dr. M._______, Dr. O._______ und Dr. N._______ attestierten dem B e- schwerdeführer aber qualitativ eine gewisse Verminderung des Rend e- ments, insbesondere in Kombination mit der oben erwähnten Müdigkeit evtl. im Rahmen der chronischen Hepatitis B und einer noch weiter abz u- klärenden hyperglykämischen Stoffwechsellage. Dem Beschwerdeführer sei aufgrund dieser Leiden ein reduziertes Rendement von ca. 10 -20 % zu attestieren. Die übrigen orthopädischen und internistischen Diagnosen hätten keine Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit bzw. gingen sie in ihren Einschränkungen im Rahmen der führenden orthopädischen Diagnose mit ein (S. 36). Hinsichtlich des metabolischen Syndroms bestehe ein a k- tuell labiles patho logisches Geschehen. Auswirkungen auf die Arbeitsfä- higkeit bestünden höchstens in spezifischem Sinne: Der Beschwerdefü h- rer könne keine Arbeiten auf Dächern oder andere gefährliche Tätigkeiten ausüben. Solche seien aber aufgrund der funktionellen Einarmigkeit nicht möglich. Die bisherige Tätigkeit als Rangierarbeiter bei den A._______ sei aus somatischen Gründen nicht mehr möglich. Diese Arbeitsunfähi g- keit in der angestammten Tätigkeit bestehe seit dem Jahr 1989, als der Beschwerdeführer den Arbeitsunfall erlitten habe. Der Grad der Arbeitsfä- higkeit habe sich seither nicht verändert (S. 37). Dem Beschwerdeführer seien andere Tätigkeiten heute [15. Juli 2011] vollschichtig mit einem r e- duzierten Rendement von 10 -20 % zumutbar. Der Beschwerdeführer b e- nötige da bei einen an seine funktio nelle Einarmigkeit angepassten Ar- beitsplatz. Darüber hinaus müsse auf das verminderte Rendement im Sinne der verminderten Leistungsfähigkeit aufgrund des psychischen Leidens und der übrigen somatischen Diagnosen Rücksicht genommen werden. Dies bedeute, dass der Beschwerdeführer keinen hohen Arbeits- belastungen ausgesetzt werden sollte, eine einfache, serielle, intellektuell nicht anspruchsvolle Tätigkeit aber ausfüh ren könnte. Die Wirbelsäule n- problematik und die Hüftgelenksproblematik hätten keine Auswirkung auf eine adaptier te Tätigkeit und beeinflussten das Belastungsprofil nicht (S. 38). Jetzt sei das Rendement in adaptierter Tätigkeit um circa 10 - 20 % eingeschränkt (S. 39). Aus ärztlicher Sicht könne gesagt wer den, dass am 16. Januar 2008 gegenüber dem 12. Juli 1992 aufgrund des psychischen Leidens des Beschwerdeführers eine leichtgradige Ve r- schlechterung des Gesundheitszustandes, welche sich in einem vermi n- derten Rendement in adaptierter Tätigkeit ausdrücke, hab e konstatiert werden müssen (S. 40-41). Möglicherweise sei die Arbeitsfähigkeit in den vergangenen Jahren, insbesondere zum Zeitpunkt der psychiatrischen Berichterstattung 2007, temporär weiter eingeschränkt gewesen. Insg e-B-6311/2012 Seite 19 samt könne lediglich aus psychiatrischer Sicht mit Wahrscheinlichkeit von einer g eringgradigen Verschlechterung des Gesundheitszustandes im oben erwähnten Sinne ausgegangen werden. Das psychische Leiden bewirke heute [15. Juli 2011] eine maximal 10-20%ige Verminderung des Rendements, allerdings ohne effektive psychopharmakologische Behand- lung. Darüber hinaus sei der somatische Anteil an der heute [15. Juli 2011] festgestellten Adynamie schwierig einzuschätzen (S. 41). 5.3.1.2 Diese Expertise entspricht den praxisgemässen Anforderungen an den Beweiswert eines ärztlichen Gutachtens. Die G._______-Experten führten allseitige Untersuchungen durch und klärte n den Beschwerdefüh- rer eingehend in internistischer, orthopädischer und psychiatrischer Hin- sicht ab. Die Gutachter berücksichtigten die geklagten Beschwerden und setzten sich mit diesen sowie dem Verhalte n des Beschwerdeführers auseinander. Dem Internisten Dr. N._______ fiel auf, dass sich der B e- schwerdeführer beispielsweise an die Geburtsjahre seiner Angehörigen nicht präzise erinnern konnte (S. 12), er das Untersuchungszimmer hi n- kend betrat und sporadis ch unwillkürliche horizontale Kopfbewegungen vorkamen (S. 16). Der Orthopäde Dr. O._______ stellte unter anderem ein gehäuftes Stöhnen während der Untersuchung fest (S. 21). Psychi- atrischerseits bemerkte Dr. M._______ insbesondere vage Datumsanga- ben ohne Beobachtung eigentlicher Gedächtnisstörungen (S. 29), eine deutliche Diskrepanz der Angaben des Beschwerdeführers im durchg e- führten Selbstbeur teilungsfragebogen "Beck -Depressionsinventar" (BDI) zum beobachteten psychopathologischen Befund, Diskrepanze n zw i- schen der vom Beschwerdeführer angegebenen Einnahme der Medik a- mente Citalopram und Excita lopram und deren Nachweis in seinem Blut (S. 31 -32), die fehlende Information der den Beschwerdeführer in der Schweiz behandelnden Hausärztin Dr. B._______ über seine Behandlung in Bosnien -Herzegowina sowie die aktuelle Diagnostik und Medikation (S. 32) auf. Dr. M._______ gewann den Eindruck, dass der Beschwerd e- führer Informationen zurückhalte (S. 29). Die G._______-Experten nahmen detailliert Kenntnis von den Klagen des Beschwerdeführers, namentlich auch denjenigen, wonach nach dem Teil- verlust des linken Vorderarmes psychische Probleme und Rückenb e- schwerden aufgetreten seien, starke Sonnenbestrahlung zu Kopfschmer- zen führten (S. 14), es bei längerem Stehen und Laufen zu einer Blocka- de im rechten Beinbereich komme (S. 15) und er Schmerzen in den Be i- nen, am rechten Schultergelenk und im Rücken habe (S. 21) . Der Inter- nist Dr. N._______ notierte auch, dass sich der Beschwerdeführer durc h-B-6311/2012 Seite 20 aus vorstellen könne, einer l eichten Tätigkeit nachzuge hen, während schwere körperliche Tätigkeiten für ihn nicht in Betracht kämen, da es früher unter Belastungen zu rechts seitigen Schulterbeschwerden g e- kommen sei (S. 15). Dr. M._______ nahm ebenfalls wahr, dass der B e- schwerdeführer sehr gerne einer – ihm körperlich möglichen (S. 31) – be- ruflichen Tätigkeit nachgehen würde, dass er aber befürchte, nach ein i- gen Monaten seine Anstellung nicht behalten zu können und dann ohne Rente dazustehen (S. 28). Die G._______-Gutachter haben diese subjek- tive Einschätzung der verbleibenden Arbeitsfähigkeit zu Recht nicht ein- fach übernommen. Denn es ist grundsätzlich allein die medizi nisch b e- gründete und nachvollziehbare Einschätzung der Arbeitsfähigkeit im Rahmen einer medizinisch -theoretischen Beurteilung massgebend (statt vieler: Urteil des Bundesgerichts 9C_833/2007 vom 4. Juli 2008 E. 3.3.2). Die G._______-Gutachter würdigten die Klagen des Beschwerdeführers entsprechend. Die Gutachter kannten ferner die Vorakten, auf welche sie sich auch in der Diagnosestellung abstützten. Dabei ist zu berücksichti- gen, dass sich mit Bezug auf Schmerzen natur gemäss Beweisschwierig- keiten ergeben, weshalb im Rahmen der sozi alversicherungsrechtlichen Leistungsprüfung verlangt wird, dass die Schmerzangaben durch dami t korrelierende, fachärztlich schlüssig feststellbare Befunde hinreichend er- klärbar sind. Die Schmerzangaben müssen also einer zuverlässigen m e- dizinischen Feststellung und Überprü fung zugänglich sein (BGE 130 V 396 E. 5.3.2, Urteil des Bundesgerichts 8C_28 5/2009 vom 7. August 2009 E. 3.2). Chronische Schmerzen heben das funktionelle Leistung s- vermögen grundsätzlich nicht auf (vgl. Urteil des Bundesgerichts I 994/06 vom 29. August 2007 E. 3.3). Das Gutachten der G._______-Experten leuchtet angesichts dessen in der Darlegung der medizinischen Zustände u nd Zusammenhänge ein. Die Schlussfolgerungen der Gutachter sind nachvollziehbar begründet. Dies gilt insbesondere für die abschliessende gemeinsame interdiszipli- näre Beurteilung der G._______-Gutachter, wonach lediglich aus psychi- atrischer Sicht eine Verschlechterung des Gesundheitszustands seit 1992 wahrscheinlich und diese geringgradig sei (S. 41). B-6311/2012 Seite 21 5.3.2 5.3.2.1 Der Arzt des medizinisch en Dienstes der Vorinstanz, Dr. P ._______, Facharzt FMH für Allgemeine Medizin und Allgemeine In- nere Medizin, legte in seiner Stellungnahme vom 28. August 2011 dar, dass im G._______-Gutachten klar bestätigt werde, dass seit der Zuspra- che der halben Rente 1992 bis 2008 und bis heute [28. August 2011] kei- ne relevante gesundheitliche Versc hlechterung mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit vorliege (IV-act. 177). In seiner Stellungnahme vom 12. Dezember 2011 bekräftige Dr. P ._______, dass grundsätzlich seit der Rentenzusprache durch die SUVA (Verfügung vom 16. Juli 1992) keine relevante and auernde g e- sundheitliche Veränderung konstatiert worden sei. Rein medizinisch g e- sehen bestehe tatsächlich seit Juli 1992 bis heute [12. Dezember 2011] eigentlich ein stationärer Zustand, allenfalls mit kleineren temporären Schwankungen. Dr. P ._______ hielt an seiner Beurteilung fest (IV -act. 185). 5.3.2.2 Diese beiden Stellungnahmen Dr. P ._______s stimmen mit den Feststellungen und Schlussfolgerungen der G._______-Gutachter Dr. M._______, Dr. O._______ und Dr. N._______ überein, zumal die G._______-Experten eine leidensangepasste Tätigkeit nach wie vor zu 100 % zumutbar betrachten, wenn auch mit einer geringgradig ver- schlechterten Leistungsfähigkeit. Dabei ist zu berücksichtigen, dass die G._______-Gutachter hinsichtlich der zum Begutachtungszeitpun kt (15. Juli 2011 ) festgestellten Leistungsbeeinträchtigung von höchstens 10-20 % darauf hinwiesen, dass diese psychisch bedingt sei, eine effekti- ve psychopharmakologische Behandlung fehle und im optimalen Fall von medizinisch zumutbaren therapeutischen Ma ssnahmen eine Verbess e- rung dieser Leistungsvermin derung zu erwarten sei (IV-act. 169 S. 38 - 39). Zumutbare medizinische Behandlungen sind bei der Einschätzung der verbleibenden Arbeitsfähigkeit zu berücksichtigen ( vgl. E. 4.1.1 vo r- stehend). Demgemäss ist kein Widerspruch zwischen den Beurteilungen der verbleibenden Arbeitsfähigkeit seitens der G._______-Experten und Dr. P ._______s erkennbar. Im Übrigen sind ebenfalls keine Widersprüch- lichkeiten ersichtlich und es bestehen auch keine Indizien, die gegen die Zuverlässigkeit der Aussagen Dr. P ._______s sprechen. Seinen Stellung- nahmen vom 28. August 2011 und 12. Dezember 2011 (E. 5.3.2.1 hiervor) kommt damit ebenfalls uneingeschränkter Beweiswert zu (vgl. BGE 125 V 351 E. 3b/ee mit Hinweisen). B-6311/2012 Seite 22 5.3.3 Der bosnische Neuropsychiater Dr. Q._______ diagnostizierte aller- dings in seinem Bericht vom 20. Februar 2012 eine posttraumatische Stressstörung in chronifizierter Form. Die Arbeitsfähigkeit und die Fähi g- keit, Tätigkeiten des alltäglichen Lebens zu erfüllen, sei en stark reduziert (IV-act. 195 S. 1-2). Dieser Bericht Dr. Q._______s vermag das G._______-Gutachten und die Stellungnahmen Dr. P ._______s vom 28. August 2011 und 12. D e- zember 2011 jedoch nicht zu erschüttern. Denn aus dem medizinischen Bericht Dr. Q._______s geht nicht hervor, auf welche berufliche Tätigke i- ten sich sein ärztliches Attest bezieht. Der Bericht enthält zudem keinerlei Angaben zur Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers in leidensangepass- ten Tätigkeiten, also auch keine in Bezug auf den hier interessierenden Gesundheitszustand im Verlauf. So kann dem Bericht von Dr. Q._______ insbesondere nicht entnommen werden, ob im Verlauf des vorliegend r e- levanten Zeitraums 8. Oktober 1992 (Erlass der ursprünglichen Rente n- verfügung) bis 2. November 20 12 (Erlass der angefochtenen Verfügung) eine dauerhafte wesentliche Veränderung eingetreten ist. 5.3.4 5.3.4.1 Damit hielt Dr. P ._______ in seiner Stellungnahme vom 19. Jun i 2012 (IV-act 197) zu diesem Bericht Dr. Q._______s zu Recht an seiner Stellungnahme vom 12. De zember 2012 fest. Dr. P ._______ liess d as Dossier aber noch dem Psychiater des medizi nischen Dienstes der Vo r- instanz vorlegen. 5.3.4.2 5.3.4.2.1 Dr. med. I._______, Arzt für Psychiatrie und Psychotherapie sowie Arzt des RAD Rhone, übernahm in seiner Stellungnahme vom 19. Oktober 2012 (IV -act. 199) als Hauptdiagnose die von den G._______-Gutachtern gestellte Diagnose mit Auswirkung auf die Arbeits- fähigkeit (zu dieser in E. 5.3.1.1 hiervor) , wobei er die dort festgehaltene rezidivierende depressive Störung der Klassifikation ICD-10 F33.0 zuord- nete. Eine Nebendiagnose mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit sei nicht bekannt. Als Nebendiagnosen ohne Auswirkung auf die Arbeitsf ä- higkeit nannte Dr. I._______ die von den G._______-Experten genannten Diagnosen ohne Auswirkung auf d ie Arbeitsfähigkeit (zu diesen ebenfalls in E. 5.3.1.1 vorstehend). In der bisherigen Tätigkeit sei ab dem 12. D e- zember 1989 eine 10 0%ige Arbeitsunfähigkeit vorhanden. In einer ang e- passten Tätigkeit sei ab dem 15. Juli 2011 eine 80%ige Arbeitsunfähigkeit B-6311/2012 Seite 23 gegeben. Angepasste Tätigkeiten in eine m reduzierten Ausmass von 10-20 % seien zumutbar. Infolge der funktionellen Einarmigkeit benötige der Beschwerdeführer einen angepassten Arbeitsplatz mit Rücksicht auf die verminderte Leistungsfähigkeit wegen des psych ischen Leidens und übrigen somatischen Diagnosen. Der Beschwerdeführer solle daher ke i- ner hohen Arbeitsbelastung ausgesetzt sein, sondern einfache, serielle, intellektuell nichtanspruchsvolle Arbeiten ausführen. Lediglich infolge der Unterarm-Amputation links sei eine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit für jegliche bimanuelle Tätigkeiten vorhanden. Aus orthopädischer Sicht w ä- ren aber Kontroll - oder Überwachungsarbeiten weitgehend möglich. Ei n- armig könne der Beschwerdeführer auch noch gewisse adaptierte man u- elle Arbeiten ausüben. Nicht zu empfehlen seien repetitive Überkopf - Arbeiten mit dem rechten Arm. 5.3.4.2.2 Der Beschwerdeführer rügt indessen, dass RAD-Arzt Dr. I._______ am 19. Oktober 2012 die Beschwerden nach allen mediz i- nischen Gesichtspunkten beurteilt habe, obwohl er (nur) Arzt für Psychiat- rie und Psychotherapie sei. Vom G._______ hätte eine Ergänzung des Gutachtens verlangt werden sollen (vgl. Beschwerde vom 4. Dezember 2012). Der interne medizinische Dienst der Vorinstanz darf freilich eigene Einschätzungen der Arbeitsfähigkeit durchaus vornehmen, er muss sich also nicht zwingend auf einen (anderen) Facharzt berufen. Denn es ist gerade die gesetzlich vorgesehene Aufgabe dieses vorinstanzlichen Dienstes, die Leistungsfähigkeit zu beurteilen (vgl. Urteil des B undesge- richts 9C_323/2009 vom 14. Juli 2009 E. 5.3). Dabei ist es nicht notwe n- dig, dass sich der medizinische Dienst der Vorinstanz in seiner Stellun g- nahme mit allen ärztlichen Bescheinigungen ausdrücklich im Einzelnen auseinandersetzt, ist doch vielmehr eine Zusammenfassung seine Aufga- be (vgl. E. 4.7.3 hiervor). Vorliegend wurden die Leiden des Beschwerde- führers von den G._______-Gutachtern, welche allesamt Fachärzte ihres medizinischen Gebiets sind, umfassend abgeklärt. Dr. P ._______ ist ebenfalls Facharzt. Die von diesen Ärzten erstellten mediz inischen Akten vermittelten RAD-Arzt Dr. I._______, welcher selbst Facharzt für Psych i- atrie und Psychotherapie ist, ein vollständiges Bild über Anamnese, Ve r- lauf und damals aktuellen Status. Entsprechend war Dr. I._______ durch- aus in der Lage, alle ine eine Schlussfolgerung vorzu nehmen. Die Kritik des Beschwerdeführers an der RAD -Beurteilung vermag deren Bewei s- kraft deshalb nicht zu mindern. 5.3.4.2.3 Zwar geht Dr. I._______ in der RAD -Stellungnahme – im G e- gensatz zu den G._______-Experten, welche auf eine Arbeitsfähigkeit von 100 % in einer behinderungsangepassten Tätigkeit mit einer maximal B-6311/2012 Seite 24 zu 10 -20 % verminderten Leistungsfähigkeit schliessen – von einer Ar- beitsunfähigkeit von 80 % in einer angepassten Tätigkeit aus. Dieser Wi- derspruch wird in der Stellungnahme (RAD-Schlussbericht) von Dr. I._______ vom 19. Oktober 2012 (IV-act. 199) jedoch schlüssig g e- klärt. Dr. I._______ geht in diesem Bericht nämlich wiederholt von einer 10-20%igen Arbeitsunfähigkeit aus:  Aus psychiatrisch er Sicht sei jede körperlich zumutbare Tätigkeit möglich, wobei die Arbeitsfähigkeit im Ausmass von 10 -20 % leicht vermindert sei (IV-act. 199 S. 2).  Der heutige [das heisst am 19. Oktober 2012 bestehende] psychische Gesundheitszustand habe sich gegenüber Juli 1992 und Januar 2008 nicht wesentlich verschlechtert (IV-act. 199 S. 3).  Die Arbeitsfähigkeit sei durch die depressive Symptomatik quantitativ nicht eingeschränkt. Es sei aber qualitativ eine gewisse Minderung der Leistungsfähigkeit von 10-20 % vorhanden (IV-act. 199 S. 3).  Die ursprüngliche Tätigkeit als Rangierer bei der A._______ sei nicht mehr möglich, angepasste Tätigkeiten seien aber in einem reduzie r- ten Ausmass von 10-20 % vollschichtig zumutbar (IV-act. 199 S. 3).  Nach der G._______-Begutachtung liege keine schwere psychiatr i- sche Erkrankung, sondern lediglich eine leichte depressive Episode vor, die von den Gutachtern auch als Befindlichkeitsstörung bezeic h- net worden sei. Es bestehe eine vollschichtige Arbeitsfähigkeit für a n- gepasste Tätigkeiten. Es werde eine Einschränkung des Rendements von 10-20 % konzidiert. Seit der Zusprache der halben Rente in den Jahren 1992 bis heute [19. Oktober 2012] habe sich keine relevante gesundheitliche Verschlechterung mit Auswirkung auf die Arbeitsf ä- higkeit ergeben (IV-act. 199 S. 3).  Angepasste Tätigkeiten in einem reduzierten Ausmass von 10 -20 % seien zumutbar . Infolge der funktionellen Einarmigkeit benötige der Beschwerdeführer einen angepassten Arbeitsplatz mit Rücksicht auf die verminderte Leist ungsfähigkeit wegen des psychischen Leidens sowie der übrigen somatischen Diagnosen. Er solle daher keiner h o- hen Arbeitsbelastung ausgesetzt sein, sondern einfache, serielle, i n- tellektuell nichtanspruchsvolle Arbeiten ausführen (IV-act. 199 S. 5).  Nach der G._______-Begutachtung sei vor allem infolge des psych i- schen Leidens – rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig leichte depressive Episode – eine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit von 20 % gegeben (IV-act. 199 S. 5). B-6311/2012 Seite 25 Aufgrund der vorstehenden Ausführungen ergibt sich eine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit von 10 -20 % in einer angepassten Tätigkeit. Die von Dr. I._______ als Schlussfolgerung festgestellte Arbeits unfähigkeit von 80 % ist daher klarerweise als Versehen zu qualifizieren. Ein eigentlicher Widerspruch zur G._______-Begutachtung, welche im Ergebnis ebenfalls von einer maximal zu 10 -20 % verminderten Leistungsfähigkeit in einer leidensangepassten Tätigkeit ausgeht, kann nicht erblickt werden. Die psychiatrische Stellungnahme Dr. I._______s stimmt diesbezüglich wie auch im Übrigen inhaltlich im Wesentlichen mit dem G._______- Gutachten (E. 5.3.1.1 hiervor) und damit auch den Stellungnahmen Dr. P ._______s vom 28. August 2011 und 12. Dezember 2011 (E. 5.3.2.1 hiervor) überein. Die Beurteilung Dr. I._______s weicht insbesondere we- der vom Ergebnis der Einschätzungen durch die G._______-Experten noch von den dieses bekräftigenden Stellungnahmen Dr. P ._______s we- sentlich ab. Inhaltliche Widersprüche sind keine ersichtlich. 5.3.4.3 An der vollen Be weiskraft des G._______-Gutachtens von Dr. M._______, Dr. O._______ und Dr. N._______ sowie de r Stellung- nahmen von Dr. P ._______ vom 28. August 2011, 12. Dezember 2011 und 19. Juni 2012 sowie von Dr. I._______ vom 19. Oktober 2012 ändern die nach Verfügungserlass nachgereichten medizinischen Dokumente nichts. Als nach dem Erlass der angefochtenen Verfügu ng (2. November 2012) erstellte medizinische Dokumente sind sie – namentlich der Bericht eines unbekannten Psychologen vom 24. November 2012 und die Berichte des Neuropsychiaters Dr. Q._______ vom 27. November 2012 und 12. März 2013 – nämlich von vornherein grundsätzlich unbeachtlich. Die Berichte können nur soweit berücksichtigt werden, als sie den Zeitraum vor Verfü- gungserlass betreffen (vgl. E. 3.2 vorstehend). Da diese medizinischen Unterlagen keinerlei konkrete n Angaben zu den Auswirkungen der dia g- nostizierten Beschwerden auf die Arbeitsfähigkeit in einer leidensang e- passten Tätigkeit enthalten, sind sie daher wenn überhaupt ohnehin nur sehr beschränkt beweis-aussagekräftig. Diese medizinischen Dokumente vermögen die nachvollziehbaren und schlüssigen Einschätzungen der G._______-Experten, Dr. P ._______s und Dr. I._______s somit auf jeden Fall nicht zu erschüttern. 5.3.5 Der Arzt des medizinischen Dienstes der Vorinstanz, Dr. P ._______, führte so mit i n seiner Stellungnahme vom 21. März 2013 (IV -act. 205) betreffend diese zu den Akten gereichten bosnischen medizinischen U n-B-6311/2012 Seite 26 terlagen zu Recht aus, dass er keine neuen Aspekte betreffend die Beu r- teilung der Restarbeitsfähigkeit sehe. 5.3.6 Die übrigen in den Akten liegende n Arztberichte vermögen die Ei n- schätzung der G._______-Experten, Dr. P ._______s und Dr. I._______s ebenfalls nicht in Zweifel zu ziehen: 5.3.6.1 Laut dem Bericht vom 19. Oktober 1993 von Dr. R._______, Kreisarzt der SUVA Aarau, war die damalige Situation objektiv und su b- jektiv identisch mit der am 13. März 1992 beschriebenen (IV-act. 12 S. 4). 5.3.6.2 Dr. med. S._______, Spezialist für Arbeitsmedizin, beschrieb in seinem Bericht vom 5. Dezember 2002 (IV -act. 3 S. 7-8) zuhanden der Vorinstanz nur die Auswirkung der Vorderarm -Amputation links auf die Arbeitsfähigkeit. Dabei legte Dr. S._______ dar, dass der Zustand keine Veränderungen aufweise. Der Beschwerdeführer sei seit dem 12. Dezem- ber 1989 arbeitsunfähig, gemäss der sc hweizerischen Beurteilung zu 50 %. Eine zwischenzeitlich eingetretene wesentliche Veränderung des Gesundheitszustands geht aus dem Bericht Dr. S._______s nicht hervor. 5.3.6.3 Dr. T._______ diagnostizierte in seiner Stellungnahme vom 8. Februar 2003 (IV-act. 38 S. 1) zwar nebst einem Status nach Amputa- tion des linken Unterarmes auf Höhe des oberen Drittels eine schwere reaktive Depression. Dennoch attestierte der Arzt i n Bezug auf die ver - bleibende Arbeitsfähigkeit keine nach dem 12. Dezember 1989 eing etre- tene wesentliche gesundheitliche Verschlechterung, sondern bestätigte vielmehr den medizinischen Bericht Dr. S._______s, wonach es keinen Wechsel im Gesundheitszustand des Beschwerdeführers gebe. 5.3.6.4 Dr. med. U._______, Spezialist für Orthopädie und Traumatologie, beschränkte sich in seinem Bericht vom 1. Februar 2007 (IV-act. 80) zu- handen des heimatlichen Versicherungsträgers auf den Verlust der Funk- tion des linken Armes . Zu einer anderen gesundheitlichen Beeinträcht i- gung mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit äusserte sich Dr. U._______ nicht. 5.3.6.5 Dr. S._______ schrieb der Vorinstanz in seinem Bericht vom 6. Februar 2007 (IV-act. 76 S. 1 -2), dass der Prozentwert der Arbeitsu n- fähigkeit durch die Invaliditätskommission be stimmt werde. Insofern ent- spricht diese Einschätzung seiner Beurteilung vom 5. Dezember 2002 (E. 5.3.6.2 hiervor). Eine wesentliche gesundheitliche Verschlechterung ist diesbezüglich jedenfalls nicht erkennbar. In Abweichung von der bishe-B-6311/2012 Seite 27 rig festgestellten Arbeitsunfähigkeit attestierte Dr. S._______ nun jedoch, dass der Beschwerdeführer wegen der endgültigen Schädigung des li n- ken Armes und des Stresssyndroms, welches die Psyche beeinflusst h a- be, – Dr. S._______ diagnostizierte eine Depression mit posttraum ati- scher Stressstörung – für eine Umorientierung in eine andere Arbeit nicht fähig sei. Ob und seit wann sich der gesundheitliche Zustand des Beschwerdefü h- rers infolge der beschriebenen psychisch bedingten Beeinträchtigung we- sentlich verschlechtert hat, geht aus dem Bericht Dr. S._______s alle r- dings nicht hervor. Auch zur Entwicklu ng im Verlauf äusserte sich Dr. S._______ nicht. Angaben zu allenfalls weiterhin möglichen leiden s- angepassten Tätigkeiten und zum Grad der dabei zum utbaren Arbeitsfä- higkeit fehlen ebenfalls. Zudem ist Dr. S._______ als Arbeitsmediziner kein psychiatrischer Facharzt, so dass seine Aussagen zum psychischen Zustand die Einschätzung eines Psychiatrieexperten von vornherein nicht zu erschüttern vermögen. 5.3.6.6 Dem ärztlichen Bericht von Dr. Q._______ vom 26. Januar 2007 (IV-act. 98 S. 7) und dem medizinischen Bericht einer unbekannten Ärztin vom 5. Februar 2007 (IV -act. 69 S. 19; Name der Ärztin unleserlich) aus Bosnien-Herzegowina kann – soweit diese Berichte le sbar sind – ent- nommen werden, dass sie sich auf den Beschwerdeführer beziehen und Diagnosen, Therapien und die jeweilige Meinung des berichtenden Arztes enthalten. Allenfalls in diesen Berichten enthaltene Äusserungen zur A r- beitsfähigkeit in leidensangepassten Tätigkeiten und zur Entwicklung des gesundheitlichen Zustands im Verlauf sind jedoch nicht ersichtlich. 5.3.7 Weitere allenfalls entscheidrelevante ärztliche Berichte finden sich in den vorliegenden Akten nicht. An einer ausgewiesenen erhebli chen Verschlechterung des gesundheitlichen Zustands fehlt es damit. 5.3.8 Unter diesen Umständen konnte und kann im Rahmen des vorli e- gend zu beurteilenden Falles auf das Einholen von weiteren Berichten entsprechend ausgebildeter Spezialärztinnen und -ärzte verzi chtet we r- den. 5.4 Es ist daher nicht zu beanstanden, dass die Vorinstanz in der ang e- fochtenen Verfügung vom 2. November 2012 gestützt auf das G._______-Gutachten von Dr. M._______, Dr. O._______ und Dr. N._______ unter Berücksichtigung einer 30%igen Leistungsreduktion B-6311/2012 Seite 28 – welche 10 % höher als die gutachterlich festgestellte ist – von keiner wesentlichen Veränderung des Gesundheitszustandes zwischen Oktober 1992 und November 2012 ausgegangen ist. 6. Bei dieser Sachlage erübrigt es sich, auf die Invaliditätsbemessung ei n- zugehen (vgl. BGE 132 V 393 E. 3.3). 7. Die angefochtene Verfügung vom 2. November 2012 (IV -act. 200) ist s o- mit zu schützen und die Beschwerde abzuweisen. 8. 8.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1 bis in Verbindung mit Art. 69 Abs. 2 IVG ist das Beschwerdeverfahren bei Streitigkeiten um die Bewilligung oder die Ve r- weigerung von IV-Leistungen vor dem Bundesverwaltungsgericht koste n- pflichtig. Die Verfahrenskosten werden in der Regel der unterliegenden Partei auferlegt (A rt. 63 Abs. 1 VwVG). Vorliegend werden die Verfa h- renskosten, die sich aus der Gerichtsgebühr und den Auslagen zusa m- mensetzen, unter Berücksichtigung des Umfanges und der Schwierigkeit der Streitsache auf Fr. 400. – festgesetzt (vgl. Art. 63 Abs. 4 bis VwVG so- wie Art. 1, Art. 2 und Art. 4 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]) und dem unterliegenden Beschwerdeführer aufer- legt. Der einbezahlte Kostenvorschuss in gleicher Höhe ist zur Bezahlung der Verfahrenskosten zu verwenden. 8.2 Weder der unterliegende Beschwerdeführer noch die obsiegende Vor- instanz haben Anspruch auf eine Parteie ntschädigung (vgl. Art. 64 Abs. 1 VwVG in Verbindung mit Art. 7 Abs. 1 und 3 VGKE). B-6311/2012 Seite 29 Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 2. Die Verfahrenskosten von Fr. 400. – werden dem Beschwerdeführer au f- erlegt. Der einbezahlte Kostenvorschuss in gleicher Höhe wird zur Bezah- lung der Verfahrenskosten verwendet. 3. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen. 4. Dieses Urteil geht an: – den Beschwerdeführer (Gerichtsurkunde) – die Vorinstanz (Ref-Nr. '_______'; Gerichtsurkunde) – das Bundesamt für Sozialversicherungen BSV (Gerichtsurkunde) Die vorsitzende Richterin: Die Gerichtsschreiberin: Maria Amgwerd Andrea Giorgia Röllin Rechtsmittelbelehrung: Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen nach Eröffnung beim Bun- desgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern , Beschwerde in öffentlich - rechtlichen Angelegenheiten geführt werden (Art. 82 ff., 90 ff. und 100 des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]). Die Rechtsschrift ist in einer Amtssprache abzufassen und hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. Der angefochtene Entscheid und die Beweismittel sind, soweit sie der Beschwerdeführer in Händen hat, beizulegen (Art. 42 BGG). Versand: 2. September 2014