Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Verfassungs- und Verwaltungsrecht vom 1. April 2020 (810 19 342) ____________________________________________________________________ Kindes- und Erwachsenenschutzrecht Neuregelung des persönlichen Verkehrs Besetzung Vizepräsident Daniel Ivanov, Kantonsrichter Nikla us Ruckstuhl, Markus Clausen, Hans Furer, Stefan Schulthess , Gerichtsschreiberin Julia Kempfert Beteiligte A.____ , Beschwerdeführer gegen Kindes - und Erwachsenenschutzbehörde B.____ , Vorinstanz C.____ , Beschwerdegegnerin Betreff Neuregelung des persönlichen Verkehrs (Entscheid der Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde B.____ vom 14. November 2019) A. D.____, geboren 2006, und E.____, geboren 2008, sind die gemeinsamen Kinder von C.____ und A.____. Die Kindseltern leben seit 2013 ge trennt. Am 8. Januar 2015 wurde der Seite 2 http://www.bl.ch/kantonsgericht Antrag der Eltern über die gemeinsame elterliche Sor ge von der Kindes- und Erwachsenen- schutzbehörde Leimental (KESB) bestätigt. B. Mit Entscheid der KESB vom 11. April 2017 wurde für D.____ und E.____ eine Erzie- hungsbeistandschaft errichtet und ein Beistand ernannt . Weiter wurde der persönliche Verkehr zwischen A.____ und seinen Söhnen in Abänderung des erste n Entscheids vom 5. August 2013 neu geregelt. Die KESB ernannte mit E ntscheid vom 13. November 2018 eine neue Erziehungsbeiständin für D.____ und E.____. C. Mit Schreiben an die KESB vom 1. Juli 2019 beantr agte A.____ die alternierende Obhut. Zur Begründung machte er im Wesentlichen geltend, dass d ie Kinder zurzeit 16 Nächte bei der Mutter verbringen würden und nur 12 bei ihm, er wolle jedoch absolute Gleichbehandlung (je 14 Nächte). Die Wohnungen der Eltern würden geografisch sehr nah beieinanderliegen und die Kinder würden sich weiterhin in ihrem gewohnten soziale n Umfeld bewegen. Zudem seien die Kinder beim Vater ebenso Zuhause wie bei der Mutter. D. Nach der Anhörungen der Eltern am 24. September 2 019 und der beiden Kinder am 18. September 2019 wies die KESB den Antrag von A.__ __ mit Entscheid vom 14. November 2019 ab. E. Gegen den Entscheid der KESB erhob A.____ mit Ein gabe vom 12. Dezember 2019 Beschwerde beim Kantonsgericht Basel-Landschaft, Abteilu ng Verfassungs- und Verwaltungs- recht (Kantonsgericht). Er beantragt die Richtigstellung des Sachverhalts, die Löschung der Unterstellung und insbesondere der Strafandrohung aus den Akten, die Gleichbehandlung der Eltern auch in den Betreuungsanteilen bzw. ein Verhält nis von 14:14 Übernachtungen sowie eine Neubeurteilung nach der Anhörung von ihm, ansonst en solle das Kantonsgericht neu ent- scheiden. F. Die Beschwerdegegnerin beantragt in ihrer Stellung nahme vom 7. Januar 2020 die Ab- weisung der Beschwerde. G. Die KESB liess sich mit Eingabe vom 22. Januar 2020 vernehmen und schloss auf Ab- weisung der Beschwerde unter o/e-Kostenfolge. H. Mit Verfügung vom 12. Februar 2020 wurde die vor liegende Angelegenheit der Kammer zur Beurteilung überwiesen und darauf hingewiesen, dass das Urteil schriftlich eröffnet werde. I. Der Beschwerdeführer nahm mit Eingabe vom 21. Febr uar 2020 (Posteingang) Stellung zu der Vernehmlassung der KESB. J. Mit Eingabe vom 21. Februar 2020 reichte die KESB e ine E-Mail der Beschwerdegegne- rin an die KESB vom 20. Februar 2020 ein und mit wei teren Eingaben vom 28. Februar 2020 sowie vom 4. März 2020 Kopien des E-Mail-Verkehrs zwische n der KESB und dem Beschwer- deführer. Seite 3 http://www.bl.ch/kantonsgericht Das Kantonsgericht zieht i n E r w ä g u n g : 1.1 Gemäss Art. 450 Abs. 1 des Schweizerischen Zivilgesetzbu ches (ZGB) vom 10. Dezember 1907 i.V.m. Art. 314 Abs. 1 ZGB kann gegen Entscheide eine r Kindesschutzbe- hörde Beschwerde beim zuständigen Gericht erhoben werd en. § 66 Abs. 1 des kantonalen Ge- setzes über die Einführung des Zivilgesetzbuchs (EG ZGB) vom 16. November 2006 erklärt für die Beurteilung von Beschwerden nach Art. 450 Abs. 1 ZGB das Kantonsgericht, Abteilung Ver- fassungs- und Verwaltungsrecht, für zuständig. Das Verfahren richtet sich nach den Art. 450 bis Art. 450e ZGB. Im Übrigen sind die Bestimmungen des k antonalen Verwaltungsprozessrechts anwendbar (§ 66 Abs. 2 EG ZGB). Nach Art. 450 Abs. 2 ZGB sind Personen zur Beschwerde befugt, die am Verfahren beteiligt sind (Ziff. 1), d ie der betroffenen Person nahe stehen (Ziff. 2) oder die ein rechtlich geschütztes Interesse an der Aufhe bung oder Änderung des angefochte- nen Entscheids haben (Ziff. 3). Der Beschwerdeführer is t als direkter Verfahrensbeteiligter grundsätzlich zur Beschwerdeerhebung legitimiert. 1.2 Wie jedes Rechtsmittel setzt auch die Beschwerde nach Art. 450 ff. ZGB stets ein aktu- elles tatsächliches bzw. praktisches Interesse voraus. Dieses Interesse entspricht dem allge- meinen Begriff des Rechtsschutzinteresses bzw. des schutzwürdige n Interesses (L ORENZ DROESE /D ANIEL STECK , in: Geiser/Fountoulakis [Hrsg.], Basler Kommentar Zivi lgesetzbuch I, 6. Auflage, 2018, N 27a zu Art. 450 ZGB). Das Bundesg ericht erachtet ein Interesse in der Re- gel nur dann als schutzwürdig, wenn es im Urteilszeitpunk t noch aktuell und praktisch ist, weil der mit der angefochtenen Verfügung verbundene stritt ige Nachteil noch besteht und insofern im Rahmen eines Urteils auch behoben werden könnte (BG E 141 II 14 E. 4.4). Ein solches Rechtsschutzinteresse wird von vornherein verneint, wenn rein theoretische Probleme zur Dis- kussion gestellt werden, was der Prozessökonomie zuwiderlie fe, oder sich eine Beschwerde nur gegen die Begründung (Motive) einer angefochtenen Verfügung richtet, ohne dass damit eine den Beschwerdeführer begünstigende/entlastende Än derung des Dispositivs verlangt wird (VERA MARTANTELLI -SONANINI /S AID HUBER in: Waldmann/Weissenberger [Hrsg.], Praxiskom- mentar zum Bundesgesetz über das Verwaltungsverfahren, 2. Auflage, Zürich 2016, N 15 zu Art. 48 VwVG; Urteil des Bundesgerichts 8C_457/2011 vom 5. Juli 2011). 1.3 Der Beschwerdeführer beantragt die Löschung von Un terstellungen und insbesondere der Strafandrohung aus den Akten. Sofern der Beschwerd eführer mit der Löschung von Unter- stellungen die Abänderung der Begründung des angefochtenen Entscheids verlangt, vermag er damit das Entscheiddispositiv der KESB nicht zu seinen Gun sten zu verändern. Mangels schutzwürdigen Interesses kann darauf somit nicht eingetret en werden. Weiter geht aus der Beschwerdeeingabe des Beschwerdeführers nicht hervor, w elche Strafandrohung er in seinem Begehren gemeint hat. Der vorliegend angefochtene Entscheid der KESB enthält im Entscheid- dispositiv keine Strafandrohung zum Nachteil des Beschwerde führers. Einzig in den Erwägun- gen deutet die KESB an, dass sie eine Betreuungsregelu ng auch mit einer Strafandrohung ver- sehen könne, um sie umzusetzen. Diese Aussage der KESB ist e benfalls Teil der Begründung und überdies nur hypothetisch formuliert. Mit diesem Begehren kann er somit auch keine Ände- rung des angefochtenen Entscheids erwirken, weshalb ihm d iesbezüglich das Rechtsschutzin- teresse fehlt und auf dieses Begehren nicht einzutreten ist. Der Beschwerdeführer beantragt Seite 4 http://www.bl.ch/kantonsgericht ferner eine Neubeurteilung nach einer Anhörung von i hm, ansonsten solle das Kantonsgericht entscheiden. Durch das Anhängigmachen der Beschwerde, i st die Entscheidzuständigkeit auf das Kantonsgericht übergegangen und diese liegt somit n icht mehr bei der KESB. Auf das Be- gehren ist somit nicht weiter einzugehen. 1.4 In Bezug auf seine weiteren Rechtsbegehren ist da s schutzwürdige Interesse des Be- schwerdeführers gegeben. Da auch die übrigen Prozessvoraussetzungen erfüllt sind, ist auf die Beschwerde mit dem vorstehenden Vorbehalt einzutreten. 2.1 Der Beschwerdeführer rügt in formeller Hinsicht zu m einen, dass ihm die Stellungnahme der Beschwerdegegnerin an die KESB vom 13. August 201 9 erst nach der Anhörung vom 24. September 2019 zugestellt worden sei. Zum andere n moniert er, dass der ehemalige Bei- stand der Kinder ohne sein Wissen zur Sache angehört u nd ihm diese telefonische Auskunft nicht zur Kenntnisnahme zugestellt worden sei. 2.2 Die KESB macht diesbezüglich geltend, dass der Beschw erdeführer die Stellungnahme der Beschwerdegegnerin mehrere Wochen vor dem Entscheid in der Hauptsache erhalten habe und somit dazu hätte Stellung nehmen können. Die telefonisch eingeholte Auskunft des ehema- ligen Beistands habe inhaltlich nichts Neues ergeben und somit keinen Einfluss auf den Ent- scheid gehabt. 2.3 Der in Art. 29 Abs. 2 der Bundesverfassung der Schwe izerischen Eidgenossenschaft (BV) vom 18. April 1999 verankerte Anspruch der Partei en auf rechtliches Gehör gewährleistet dem Einzelnen allgemein eine effektive Mitwirkung im V erfahren zum Erlass von Entscheidun- gen, die in die Rechtsstellung des Einzelnen eingreife n (GEROLD STEINMANN, in: Ehrenzeller et al. [Hrsg.], St. Galler Kommentar zur schweizerischen B undesverfassung, 3. Auflage, Zürich 2014, N 42 ff. zu Art. 29). Als Teilgehalte des recht lichen Gehörs zählen in der Rechtsprechung und Lehre die Ansprüche auf vorgängige Äusserung und A nhörung, der Anspruch auf Berück- sichtigung der Vorbringen, der Anspruch auf Teilnahme am Beweisverfahren unter Einschluss des Rechts, Beweisanträge zu stellen, das Recht auf Aktene insicht und das Recht auf einen begründeten Entscheid (BGE 142 I 86 E. 2.2; BGE 141 V 557 E. 3.1; Urteil des Kantonsge- richts, Abteilung Verfassungs- und Verwaltungsrecht [KGE VV], vom 11. August 2017 [810 17 35] E. 4.1; M ICHELE ALBERTINI , Der verfassungsmässige Anspruch auf rechtliches Gehör im Verwaltungsverfahren des modernen Staates, Bern 2000, S. 206 ff.; J ÖRG PAUL MÜLLER / MARKUS SCHEFER , Grundrechte in der Schweiz, 4. Auflage, Bern 2008, S. 846 ff.). Der An- spruch auf rechtliches Gehör umfasst als Mitwirkungsrecht somit alle Befugnisse, die einer Par- tei einzuräumen sind, damit sie in einem Verfahren ih ren Standpunkt wirksam zur Geltung brin- gen kann (BGE 143 V 71 E. 4.1; BGE 135 I 279 E. 2.3; BGE 132 V 368 E. 3.1). 2.4 Dem Beschwerdeführer ist dabei zuzustimmen, dass ihm d ie Stellungnahme der Be- schwerdegegnerin vom 13. August 2019 erst nach der persön lichen Anhörung der Beteiligten am 24. September 2019 zugestellt worden ist. Dies ste llt jedoch keine Verletzung seines An- spruchs auf rechtliches Gehör dar, zumal er die betreffend e Stellungnahme unmittelbar nach der Anhörung und noch vor dem Erlass des Entscheids in de r Hauptsache erhalten und damit Seite 5 http://www.bl.ch/kantonsgericht die Möglichkeit hatte, dazu Stellung zu nehmen. Unbehe lflich ist sein Vorbringen, dass er nicht gewusst habe, dass er zu der Eingabe der Beschwerdegegner in noch Stellung nehmen könne. Aus den Akten erschliesst sich zumindest, dass der Beschwer deführer bei der KESB immer wieder Eingaben und Stellungnahmen eingereicht hat, ohne, dass er dazu von Behördenseite aufgefordert wurde (bspw. E-Mails an die KESB vom 24. und 27. September 2019). Im kan- tonsgerichtlichen Verfahren hat der Beschwerdeführer e benfalls mit Eingabe vom 12. Februar 2020 ohne gerichtliche Einladung Stellun g genommen zur Vernehmlassung der KESB. Aus diesem Grund ist nicht ersichtlich, weshalb er si ch in Bezug auf die Eingabe der Beschwerdegegnerin im vorinstanzlichen Verfahren von ei ner Stellungnahme hat abhalten las- sen bzw. eine formelle Aufforderung erwartet habe. In Bezug auf diese Rüge liegt demzufolge keine Verletzung des Anspruchs auf rechtliches Gehör vor. 2.5 Was den Einwand des Beschwerdeführers anbelangt, e r habe den Inhalt der telefoni- schen Anhörung des ehemaligen Beistands vom 8. Oktober 20 19 nicht erhalten, erweist sich die Gehörsrüge demgegenüber als berechtigt. Ein wesen tlicher Aspekt der Gehörsgarantie im Verwaltungsverfahren ist die ihr innewohnende Informat ionskomponente. Die Parteien müssen über sämtliche Akten, Beweismittel oder sonstige Unterlag en im Bilde sein, worauf die ent- scheidende Behörde ihre Verfügung zu stützen gedenkt. Es ist Sache der Behörde, die Parteien unaufgefordert über neu hinzugekommene entscheiderhe bliche Beweismittel zu orientieren, damit sich diese darüber schlüssig werden können, ob sie sich dazu äussern wollen oder nicht (BGE 132 V 387 E. 3.1; BGE 124 II 132 E. 2b; A LBERTINI , a.a.O., S. 217). Die Vorinstanz be- streitet vorliegend nicht, dass sie dem Beschwerdeführer das Ergebnis der Anhörung des ehe- maligen Beistands nicht mitgeteilt hat. Damit war es dem Beschwerdeführer unmöglich, sich überhaupt zu der entsprechenden Anhörung zu äussern, wa s eine Verletzung des rechtlichen Gehörs darstellt. Zwar argumentiert die Vorinstanz, die Anhörung des ehemaligen Beistands habe inhaltlich nichts Neues ergeben und somit keinen E influss auf den Entscheid gehabt. In den Erwägungen des angefochtenen Entscheids werden jed och unter dem Titel "Ausgangsla- ge" die Aussagen des ehemaligen Beistands aus der tele fonischen Anhörung vom 9. Oktober 2019 wiedergegeben, weshalb diese Aussagen Bestandteil des vorinstanzlichen Entscheids geworden sind. Auch über Beweismittel, deren Inhalt al s bereits bekannt vorausgesetzt werden darf, hat die Behörde die Parteien ins Bild zu setzen. Die Entscheidung darüber, ob es einer Äusserung bedarf, liegt bei diesen und nicht bei der Behörde. Entgegen der Annahme des Be- schwerdeführers war die KESB jedoch nicht gehalten, ih n vorgängig um Erlaubnis für eine An- hörung des ehemaligen Beistands zu bitten. 2.6 Eine Verletzung des Anspruchs auf rechtliches Gehör führt ungeachtet der Erfolgs- aussichten der Beschwerde in der Sache selbst grundsätzlich zur Aufhebung der angefochte- nen Verfügung. Nach der Rechtsprechung kann eine nich t besonders schwerwiegende Verlet- zung des rechtlichen Gehörs allerdings ausnahmsweise als g eheilt gelten, wenn die betroffene Person die Möglichkeit erhält, sich vor einer Rechtsmitt elinstanz zu äussern, die sowohl den Sachverhalt wie die Rechtslage frei prüfen kann. Von ei ner Rückweisung der Sache ist selbst bei einer schwerwiegenden Verletzung des rechtlichen G ehörs dann abzusehen, wenn und so- weit die Rückweisung zu einem formalistischen Leerlauf u nd damit zu unnötigen Verzögerun- gen führen würde, die mit dem (der Anhörung gleichge stellten) Interesse der betroffenen Partei Seite 6 http://www.bl.ch/kantonsgericht an einer beförderlichen Beurteilung der Sache nicht z u vereinbaren wären (BGE 142 II 218 E. 2.8.1; BGE 137 I 195 E. 2.3.2; Urteil des Bundesg erichts 8C_842/2016 vom 18. Mai 2017 E. 3.1; KGE VV vom 11. August 2017 [810 17 35] E. 4. 4.1; STEINMANN , a.a.O., N 59 Art. 29). Die Voraussetzungen für eine Heilung sind vorliegend e rfüllt. Dem Beschwerdeführer ist der Inhalt der telefonischen Anhörung vom 8. Oktober 2019 mittlerweile bekannt. Aufgrund der vol- len Kognition des Kantonsgerichts können auch alle Rüg en des Beschwerdeführers im vorlie- genden Verfahren behandelt werden. Es entsteht ihm a us der Heilung der Gehörsverletzung durch das Kantonsgericht kein Nachteil. Ausserdem dräng t sich bereits aufgrund des Kindes- wohls eine rasche inhaltliche Beurteilung der vorliege nd streitigen Fragen auf. Dementspre- chend rechtfertigt es sich, dass das Kantonsgericht die Gehörsverletzung heilt. 3.1 Nach Art. 298d Abs. 1 ZGB regelt die Kindesschutzbeh örde auf Begehren eines Eltern- teils, des Kindes oder von Amtes wegen die Zuteilung der elterlichen Sorge neu, wenn dies we- gen wesentlicher Änderung der Verhältnisse zur Wahrung des Kindeswohls nötig ist. Gemäss Art. 298d Abs. 2 ZGB kann sich die Kindesschutzbehörde auf die Regelung der Obhut, des per- sönlichen Verkehrs oder der Betreuungsanteile beschränken. 3.2 Mit Entscheid der KESB vom 11. April 2017 wurde fü r D.____ und E.____ eine Erzie- hungsbeistandschaft errichtet und ein Beistand ernannt . Weiter wurde der persönliche Verkehr zwischen dem Beschwerdeführer und seinen Söhnen in Abände rung des ersten Entscheids vom 5. August 2013 wie folgt geregelt: Jedes zweite Wo chenende von Freitag 18.00 Uhr bis Montagmorgen Schulbeginn, jeden Mittwoch ab 12.00 Uhr bis Donnerstagmorgen Schulbeginn und E.____ jeden zweiten Dienstagnachmittag nach einem Wochenende bei der Mutter. Die Feiertage und Ferien sollten die Eltern zusammen absprechen. 3.3 Der Beschwerdeführer begründet seinen Antrag auf Änderung der Besuchsrechtsrege- lung im Wesentlichen damit, dass die Kinder zu 50% auch seine seien, weshalb er Recht auf 50% ihrer Betreuung habe. Er wolle teilhaben am All tag seiner Kinder und eine aktive Rolle in ihrer Erziehung einnehmen. Die Kindsmutter wünsche eine Kommunikation ausschliesslich über die Beiständin, aus seiner Sicht sei dies nicht nötig. Auch stelle sie sich gegen eine Mediation und nicht der Beschwerdeführer. Zudem habe er nie schlecht über die Kindsmutter gesprochen, vielmehr sei sie diejenige, die sich unangemessen verhalt e, sie sei eine konsequente "NEIN- Sagerin", was den Beschwerdeführer wiederum zum Bittsteller mache. Ferner habe er nicht mit Beziehungsabbruch zu den Söhnen gedroht, sondern mit einem solchen gegenüber der Behör- de. 3.4 Die Beschwerdegegnerin macht dagegen geltend, dass sie und die Kinder bei der Jah- resplanung ständigen Änderungswünschen des Beschwerdefüh rers ausgesetzt seien, was die Kinder sehr belaste. Für die Kinder sei Beständigkeit und Planbarkeit im Alltag sehr wichtig. 3.5 Die Vorinstanz führt in ihrem Entscheid aus, dass be reits bei einem Verhältnis von 70%:30% von alternierender Obhut gesprochen werde und das Verhältnis sei jetzt bereits grös- ser (16:12=63:57%). Zudem gehe es nicht um mathematisc he Gerechtigkeit, sondern um indi- viduelle Lösungen im Sinne des Kindeswohls. Die Drohun g des Beschwerdeführers, er könne Seite 7 http://www.bl.ch/kantonsgericht auch alles fallen lassen, wenn er nicht Gerechtigkeit erhalte, gebe Anlass zu Sorge. Dass der Beschwerdeführer wegen zweier Nächte sogar bereit sei, die Beziehung zu seinen Söhnen aufs Spiel zu setzen, zeuge nicht von Kooperationsbereitsch aft, sondern von einem Versuch, die Behörde zu manipulieren, und das auf Kosten seiner Ki nder. Die geltende Regelung vom 11. April 2017 sei auf Dauer angelegt und es seien zum jetzigen Zeitpunkt keine Veränderun- gen der Verhältnisse ersichtlich, welche eine Anpassung der Regelung implizierten. Weiter be- tont die KESB, dass eine Beruhigung des Systems, welche vo r allem für die Kinder nachhaltig sein sollte, sich trotz verschiedener Versuche nicht ergeb en habe und nach wie vor Kommuni- kationsschwierigkeiten zwischen den Eltern bestünden. 4.1 Das Gesetz verwendet die Begriffe "Obhut" sowie "al ternierende Obhut" (Art. 298 Abs. 2ter und 298b Abs. 3ter ZGB), ohne diese zu definier en. Namentlich führt der Gesetzgeber nicht aus, bei welchen Betreuungsanteilen von einer " alternierenden Obhut" auszugehen ist (Urteil des Bundesgerichts 5A_418/2019 vom 29. August 2 019 E. 3.5.2, in: FamPra.ch 2020, S. 229). Wenn die konkrete Regelung die Betreuung un d Erziehung des Kindes durch beide Eltern jedoch zu mehr oder weniger gleichen Teilen vo rsieht, ist grundsätzlich von alternieren- der Obhut auszugehen (vgl. I NGEBORG SCHWENZER/M ICHELLE COTTIER , in: Basler Kommentar Zivilgesetzbuch I, 6. Auflage, 2018, N 6 zu Art. 298 ZG B). Das Bundesgericht hält fest, die Be- deutung der "Obhut" reduziere sich auf die "faktische Ob hut", das heisst auf die Befugnis zur täglichen Betreuung des Kindes und auf die Ausübung d er Rechte und Pflichten im Zusam- menhang mit seiner Pflege und laufenden Erziehung (BG E 142 III 612 E. 4.1, 142 III 617 E. 3.2.2). Die Bedeutung der Obhut ist somit auf die "f aktische Obhut" beschränkt. Regelt ein Ge- richt den persönlichen Verkehr zwischen einem Elternteil und dessen Kind, steht das Kind wäh- rend der Zeit, während der ein Elternteil zur Ausübung des persönlichen Verkehrs berechtigt ist, in dessen faktischer Obhut. Die Bezeichnung der Beziehung zum Kind als "alternierende Obhut" berührt die Rechtsstellung des wenigen betreuenden Elternteils nicht bzw. bringt diesem keinen Nutzen. Besteht die Obhut alternierend bei beiden Elt ernteilen, wird die konkrete Regelung der Betreuung durch "Betreuungsanteile" festgesetzt (Art. 298 Abs. 2 und Art. 298d Abs. 2 ZGB). 4.2 Der Begriff der Betreuungsanteile ist erst im Zu ge der parlamentarischen Beratung in den Gesetzestext eingefügt worden, um der alternierend en Obhut Rechnung zu tragen, eine weitergehende Normierung ihrer Ausgestaltung ist unter blieben. Die Bestimmungen über die Regelung des persönlichen Verkehrs (Art. 273 ff.) sind deshalb analog heranzuziehen (SCHWENZER /C OTTIER , a.a.O., N 10 zu 298 ZGB; H EINZ HAUSHEER /T HOMAS GEISER /R EGINA E. AEBI -MÜLLER , Das Familienrecht des Schweizerischen Zivilgesetzbuches, 6. Auflage, Bern 2018, N 17.111). Bei der Festsetzung eines Besuchsrechts sowie der Betreuungsanteile geht es nicht darum, einen gerechten Interessenausgleich zwische n den Eltern zu finden, sondern den elterlichen Kontakt mit dem Kind in dessen Interesse zu regeln (vgl. BGE 120 II 229 E. 3b/aa). Als oberste Richtschnur für die Ausgestaltung des Besuchsrechts und damit auch der Betreuungsanteile gilt somit immer das Kindeswohl, das a nhand der gegebenen Umstände zu beurteilen ist. Allfällige Interessen der Eltern haben zurückzustehen (vgl. BGE 123 III 445 E. 3b; Urteil des Bundesgerichts 5A_200/2015 vom 22. September 2015 E. 7.2.3). Seite 8 http://www.bl.ch/kantonsgericht 4.3 Die Neuregelung des persönlichen Verkehrs sowie der Betreuungsanteile setzt verän- derte Verhältnisse voraus und muss zur Wahrung des Kindesw ohls notwendig sein (S CHWENZER /C OTTIER , a.a.O., N 5 zu Art. 298d ZGB m.w.H.). Die Beurtei lung im Lichte des Kindeswohls entspricht derjenigen bei der Regelung des Sorgerechts im Rahmen von Art. 298b ZGB oder in eherechtlichen Verfahren nach Art. 298 ZG B (vgl. Urteil des Bundesgerichts 5A_310/2013 vom 18. Juni 2013). Ob eine wesentliche V eränderung vorliegt, beurteilt sich demzufolge aufgrund sämtlicher Umstände des konkreten Ein zelfalls (Urteile des Bundesge- richts 5C.34/2006 vom 27. Juni 2006 E. 1.1 mit Hinwei s auf Art. 134 Abs. 1 ZGB; 5A_310/2013 vom 18. Juni 2013 E. 2 mit Hinweis auf Art. 298a Abs. 2 ZGB [in der bis zum 31. Dezember 2013 geltenden Fassung]). 4.4.1 In der Beschwerde übt der Beschwerdeführer insbe sondere appellatorische Kritik und stellt seine Sicht der Dinge dar, ohne dafür Belege od er Beweise vorzubringen. Seinen Antrag auf Änderung des bestehenden Besuchsrechts bzw. der beste henden Betreuungsanteile be- gründet er hauptsächlich mit der Gleichstellung von Mu tter und Vater. Er verlangt gestützt da- rauf eine Verteilung der Kinderbetreuung im Verhält nis 50:50, zumal die Kinder bereits jetzt in einem Modell der alternierenden Obhut betreut würde n und er dies amtlich/gerichtlich festigen wolle. Mit Blick auf die erwähnte Rechtsprechung ist m it einer alternierenden Obhut nicht erst ein Betreuungsverhältnis von 50:50 gemeint. Allein au s der Bezeichnung oder "amtli- chen/gerichtlichen Festlegung" der alternierenden Obhu t kann der Beschwerdeführer somit nichts zu seinem Nutzen ableiten (vgl. E. 4.1). Im Ge gensatz zur Bezeichnung eines Betreu- ungsmodells, ist die tatsächlich gelebte Aufteilung der Kinderbetreuung entscheidend. Gestützt auf die aktuelle Regelung hat die Beschwerdegegnerin b eide Söhne 16 Nächte und der Be- schwerdeführer 12 Nächte. Die Betreuungsanteile beider Eltern sind somit umfangreich und von einem Wochenendbesuchsrecht alle zwei Wochen weit entfernt. Der Beschwerdeführer empfin- det die geltende Aufteilung der Betreuung als ungere cht und beantragt genau gleiche Betreu- ungsanteile. Dem Beschwerdeführer ist dabei zuzustimmen, dass eine gerechte und gleich- mässige Verteilung der Betreuungszeit auf beide Elternt eile grundsätzlich anzustreben und wünschenswert ist. Jedoch verkennt der Beschwerdeführer d abei, dass die Interessen der El- tern zwar berücksichtigt werden, der Interessenausgleich zw ischen den Eltern jedoch nicht die Richtschnur bei der Besuchsrechtsregelung darstellt, sonder n das Wohl und Interesse der Kin- der (vgl. E. 4.2 hiervor). D.____ ist knapp 14 und E. ____ fast 12 Jahre alt und somit sind sie in einem Alter, in dem sie sich eine eigene Meinung bilde n und eigene Entscheide treffen können (Urteile des Bundesgerichts 5A_92/2009 vom 22. April 2009 E. 5.1.2 mit diversen Hinweisen, in: FamPra.ch 2009, S. 786; 5A_719/2013 vom 17. Oktober 2014 E. 4.4). Beide haben im Rahmen der Kindsanhörung geäussert, dass die bestehende Regelu ng und Aufteilung der Besuchskon- takte für sie in Ordnung sei und sie momentan keine Änd erung derselben wünschen würden. Die Aussagen der beiden Kinder sind von vorrangiger Bed eutung und dürfen nicht einfach übergangen werden. Zusätzlich bedarf es jedoch einer Würdigung der gesamten Umstände. 4.4.2 Aus den vorliegenden Akten geht hervor, dass sic h die Verhältnisse seit der Regelung in der Verfügung vom 11. April 2017 nicht wesentlich verä ndert haben. In der Verfügung vom 11. April 2017 wurde festgehalten, dass die Einsetzung einer Beistandsperson nach wie vor erforderlich sei, da es immer wieder Probleme in der Kommunikation zwischen den Eltern gebe Seite 9 http://www.bl.ch/kantonsgericht und die Gefahr bestehe, dass der Informationsaustausch über die Kinder zu deren Lasten erfol- gen werde. Aufgrund von Einigungsschwierigkeiten der E ltern musste die KESB mit Entscheid vom 12. April 2018 über die Betreuungstage während de n Herbstferien 2018 verfügen. In den Akten befindet sich zudem eine Kopie des E-Mail-Verkehrs vom August 2019 zwischen der Bei- ständin und beiden Eltern, aus welchem eine Auseinande rsetzung in Bezug auf die Auslegung einer Vereinbarung vom Dezember 2018 hervorgeht. Die Streitigkeiten um den Jahresplan 2018 sind umfangreich in den Akten dokumentiert, ebens o das Scheitern der angeordneten Mediation. Dem Bericht der Beiständin vom 4. Juni 2019 ist diesbezüglich zu entnehmen, dass eine direkte Kommunikation zwischen den Eltern nach wie vor geprägt sei von Missverständ- nissen, Ressentiments und anderen Vorstellungen zur All tags- und Freizeitgestaltung der Kin- der. Weiter sei die Kommunikation nachhaltig erschwert u nd es werde zurzeit von gemeinsa- men Gesprächen mit beiden Elternteilen abgesehen. Di e Beiständin hält weiter fest, dass die Eltern in Bezug auf die Jahresplanung 2020 überhaupt nicht konsensbereit seien und eine Blo- ckade bestehe. Sie könne einen Plan ausarbeiten, der B eschwerdeführer werde sich jedoch nicht daran halten und drohe mit Anarchie (vgl. Aktennotiz der KESB vom 6. November 2019). 4.4.3 Gestützt auf die vorstehenden Ausführungen ist erst ellt, dass es den Eltern an Kommu- nikationsfähigkeit und insbesondere an Kooperationsbere itschaft fehlt, was von der Beiständin bestätigt wird (vgl. Bericht der Beiständin vom 4. Juni 2019 und Aktennotiz der KESB vom 27. August 2019 sowie vom 6. November 2019). Diese Eigenschaften sind jedoch unabdinglich, je mehr Betreuungsanteile zur Diskussion stehen. Angesicht s der mangelnden Kommunikati- ons- und Kooperationsfähigkeit der Eltern, ist die be stehende Betreuungsregelung bereits grosszügig. Dies ist offensichtlich dem Umstand geschuldet, dass die weiteren Gesichtspunkte, welche bei einer alternierenden Obhut vorliegen müsse n, von den Eltern mehrheitlich erfüllt werden. So ist die Erziehungsfähigkeit beider Eltern teile gleich gut und sie sind sich in Bezug auf die Erziehungsansätze und die anderen Kinderbelang e grundsätzlich einig (vgl. Bericht der Beiständin vom 6. Juni 2019). Ihre Streitigkeiten be treffen die organisatorische Ausgestaltung der Betreuungsteilung. Die geografische Distanz zwischen den Wohnorten der Eltern steht ei- ner grosszügigen Aufteilung der Betreuungsanteile eben falls nicht entgegen. Sind – wie vorlie- gend – Erziehungsfähigkeit und Betreuungsverhältnisse de r Eltern gleichwertig, kommt der Stabilität der Verhältnisse besonderes Gewicht zu; es gilt unnötige Veränderungen im örtlichen und sozialen Umfeld der Kinder zu vermeiden (Urteil de s Bundesgerichts 5A_985/2014 vom 25. Juni 2015 E. 3.2.1). Der Beschwerdeführer begründe t seinen Antrag mit einer mathemati- schen Gleichstellung zwischen den Eltern und nicht mit ve ränderten Interessen oder anderen Bedürfnissen seiner Kinder. Dass er seine Kinder gerne öfter bei sich haben möchte und er ein gutes Verhältnis zu ihnen hat, ist unbestritten. Hingeg en hat der Beschwerdeführer gleich wie die Beschwerdegegnerin bereits gestützt auf die gelte nde Regelung die Möglichkeit, Wochen- enden, Ferien sowie Alltag mit den Kindern zu verbrin gen. Bis auf die rechnerische Gleichstel- lung und die Gleichstellung der Geschlechter bringt der Beschwerdeführer somit nichts vor, was eine Erweiterung seiner Betreuungsanteile begründen würde. Insbesondere mit Blick auf den geäusserten Wunsch der beiden Kinder nach Beibehaltung des status quo, rechtfertigt sich eine Erweiterung der Betreuungsanteile des Beschwerdeführers alleine wegen dessen Streben nach rechnerischer Gleichstellung offensichtlich nicht. Vielmeh r ist dem Wunsch der Kinder nach Kontinuität der Betreuungsregelung bzw. Stabilität de r Verhältnisse und den vorliegenden nach Seite 10 http://www.bl.ch/kantonsgericht wie vor schwierigen Umständen auf Elternebene Rechnung zu tragen. Von einer Veränderung der Betreuungsanteile rät auch die Beiständin in ihrem Bericht ab und hält zudem fest, dass der Kommunikations- und Kooperationsfähigkeit der Eltern aufgrund der sich verändernden schuli- schen und ausserschulischen Verpflichtungen sowie Interessen der beiden Kinder weiterhin grosse Bedeutung zukomme (vgl. auch BGE 142 III 612 E. 4.3 S. 615 f.). Dem Bericht der Bei- ständin ist weiter zu entnehmen, dass beide Kinder ber eits in einem Loyalitätskonflikt stünden. Dies zeigt sich auch deutlich anhand der Reaktionen auf die Kindsanhörung im vorinstanzlichen Verfahren (vgl. Eingabe des Beschwerdeführers vom 21. F ebruar 2020, Eingaben der Vo- rinstanz vom 21. Februar 2020 und vom 28. Februar 2020 ). Da sich die Auseinandersetzungen der Eltern jeweils auf die organisatorische Ausgestalt ung der Betreuung beziehen, besteht bei einer Ausweitung der Betreuungsanteile die Gefahr, dass die Kinder vermehrt in die Streitereien auf der Elternebene einbezogen werden und sich der Loyalitätskonflikt verstärkt. 4.5 Obschon die Eltern die meisten Voraussetzungen einer grosszügigen Betreuungsauftei- lung aufweisen, rechtfertigt es sich vorliegend insbeso ndere mit Blick auf die Kindesinteressen und das Kindeswohl, von einer Erweiterung der Betreuun gsanteile des Beschwerdeführers ab- zusehen, namentlich aufgrund des Wunsches der Kinder nach Beständigkeit und des nach wie vor problematischen Umgangs der Eltern untereinander so wie dessen Auswirkungen. Der an- gefochtene Entscheid der KESB ist demzufolge nicht zu bea nstanden. Bei der vorinstanzlichen Beurteilung wurden weder entscheidwesentliche Tatsachen ausser Acht gelassen oder falsch festgestellt noch eine einseitige Gewichtung der Inte ressen vorgenommen. Die vorliegende Be- schwerde ist demzufolge abzuweisen. 5. Es bleibt über die Kosten des Beschwerdeverfahrens z u befinden. Gemäss § 20 Abs. 1 des Gesetzes über die Verfassungs- und Verwaltungsprozess ordnung (VPO) vom 16. Dezember 1993 ist das Verfahren vor dem Kantonsge richt kostenpflichtig. Die Verfahrens- kosten umfassen die Gerichtsgebühren und die Beweiskosten u nd werden in der Regel der un- terliegenden Partei in angemessenem Ausmass auferlegt ( § 20 Abs. 3 VPO). Dem Ausgang des Verfahrens entsprechend sind die Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 1'400.-- dem un- terlegenen Beschwerdeführer aufzuerlegen und mit dem geleisteten Kostenvorschuss in der Höhe von Fr. 1'400.-- zu verrechnen. Die Parteikosten si nd wettzuschlagen (§ 21 Abs. 1 und 2 VPO). Seite 11 http://www.bl.ch/kantonsgericht Demgemäss wird e r k a n n t : ://: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf einzutreten ist. 2. Die Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 1'400.-- w erden dem Be- schwerdeführer auferlegt und mit dem geleisteten Koste nvorschuss in der Höhe von Fr. 1'400.-- verrechnet. 3. Die Parteikosten werden wettgeschlagen. Vizepräsident Gerichtsschreiberin