B u n d e s v e rw a l t u n g s g e r i ch t T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i f f éd é r a l T r i b u n a l e am m i n i s t r a t i vo f e d e r a l e T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i v fe d e r a l Abteilung V E-2000/2014 U r t e i l v o m 1 3 . J u n i 2 0 1 4 Besetzung Einzelrichterin Muriel Beck Kadima, mit Zustimmung von Richter Gérald Bovier; Gerichtsschreiberin Alexandra Püntener. Parteien A._______, B._______, C._______, alle Armenien, Beschwerdeführerinnen, gegen Bundesamt für Migration (BFM), Quellenweg 6, 3003 Bern, Vorinstanz. Gegenstand Asyl und Wegweisung; Verfügung des BFM vom 24. März 2014 / N (…). E-2000/2014 Seite 2 Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest, dass die Beschwerdeführerinnen – armenische Staatsangehörige mit letztem Wohnsitz in D._______, Distrikt Armavir – eigenen Angaben zu- folge am 22. Dezember 2013 ihren Heimatstaat verlies sen und am 26. Dezember 2013 in die Schweiz einreisten, wo sie am 27. Dezember 2013 um Asyl nachsuchten, dass die Beschwerdeführerin A._______ (Grossmutter) anlässlich der Kurzbefragung im Empfangs - und Verfahrenszentrum (EVZ) Kreuzlingen vom 30. Januar 2013 sowie der Anhörung zu den Asylgründen vom 14. Februar 2014 zur Begründung ihrer Asylgesuche im Wesentlichen geltend machte, sie habe seit 2003 ein Lebensmittelgeschäft aufgebaut und di e- ses zusammen mit ihrem Sohn E._______ – der Vater von B._______ und C._______ (ihre Enkelkinder) – betrieben, dass ihr Sohn im Herbst 2004 getötet worden sei, weil er die von diversen Personen bzw. von Mafiosi erhobenen Schutzgelder nicht bezahlt habe, dass die Beschwerdeführerin, nachdem ihr Sohn im Sommer 2003 ve r- schleppt worden sei, bei der Polizei in F._______ eine Vermisstenanzeige eingereicht habe, dass ihr im Herbst 2003 vom Spital in G._______ telefonisch mitgeteilt worden sei, ihr Sohn liege dort auf der Intensivstation im Wachkoma , nachdem er eine Gehirnblutung erlitten habe, dass sie ihren Sohn seit zirka dem 25. Dezember 2003 zu Hause betreut und ihn alle zehn Tage nach G._______ zur Physiotherapie und weiteren Behandlungen gebracht habe, und er im Oktober 2004 zu Hause gesto r- ben sei, dass im Totenschein ihres Sohnes fälschlicherweise ein Autounfall als To- desursache vermerkt worden sei, dass sie seit Anfang 2005 e inmal pro Monat Drohbriefe erhalten habe, in denen sie unter Todesdrohungen zu Zahlungen aufgefordert worden sei, diese jedoch , nachdem sie ihr Geschäft 2011 bzw. im Dezember 2010 aufgegeben habe, aufgehört hätten, E-2000/2014 Seite 3 dass ihre Schwiegertochter – die Mutter ihrer Enkelkinder – vor einein- halb Jahren von einem Tag auf den anderen verschwunden sei, worauf ihr das Sorgerecht für die beiden Kinder übertragen worden sei, dass sie zusammen mit ihren Enkelkindern in die Schweiz eingereist sei, damit ihr hier lebender Sohn H._______ die beiden adoptieren könne, da es ihr aus Alters- und gesundheitlichen Gründen nicht länger möglich sei, diese in ihrer Obhut zu haben, dass für den weiteren Inhalt der Aussagen auf die Akten verwiesen wird, dass die Beschwerdeführerinnen zur Untermauerung ihrer Anliegen meh- rere Beweismittel (Reisepass im Original, Kopie eines Reisepasses [Grossmutter], zwei Geburtsscheine [Mutter der Enkelinnen], Übertragung des Sorgerechts vom 19. Juli 2013, Bescheinigung über Einstellung des Handelsbetriebs vom 23. Dezember 2010, Trauschein [Enkelinnen], To- desschein des Ehemannes [Grossmutter], Todesschein des Sohnes bzw. des Vaters der Beschwerdeführerinnen [Vater und Mutter der Enkelinnen] einreichten, dass das BFM die Asylgesuche der Beschwerdeführerinnen mit Verf ü- gung vom 24. März 2014, welche am gleichen Tag persönlich eröffnet wurde, ablehnte und die Wegweisung aus der Schweiz sowie deren Voll- zug anordnete, dass das BFM zur Begründung im Wesentlichen anführte, die Vorbringen der Beschwerdeführerin (Grossmutter) seien unglaubhaft, da sie der al l- gemeinen Erfahrung widersprechen würden, unlogisch, unsubstanziiert und widersprüchlich seien, dass die Beschwerdeführerin ange blich unter Todesangst vor den dr o- henden Personen empfunden habe, es ihr im Widerspruch dazu jedoch möglich gewesen sei, sich mit den angeblichen Mafiosi verbal anzulegen und zu protestieren, dass sie in den Jahren 2008 und 2011 in die Schweiz legal gereist sei, je- doch trotz den angeblichen Drohungen und Behelligungen im Heimatland nicht beabsichtigt habe, zu bleiben, dass sie bezüglich der Übergriffe auch keine Beweismittel – weder die geltend gemachten Anzeigen bei der Polizei noch die schriftlichen Dr o- hungen – eingereicht habe, E-2000/2014 Seite 4 dass sie nicht habe erklären können, weshalb ihre Schwiegertochter zu deren Kinder – ihren Enkelkindern – keinen Kontakt mehr habe, und auch das Fehlen eines amtlichen Dokumente s, wonach diese als verschollen erklärt worden sei, nicht plausibel habe machen können, dass es merkwürdig erscheine, es sei ihr nach weniger als einem Jahr nach deren Verschwinden das Sorgerecht für ihre Enkelkinder übertragen worden, da es zudem nicht der üblichen Frist entspreche, nach weniger als einem Jahr nach dem Verschwinden jemanden für verschollen zu e r- klären, dass die Beschwerdeführerin auf die Frage weshalb sie trotz Waisenrente ihrer Enkelkinder, trotz gelegentlicher Unterstützung und trotz Ausbleiben der Drohungen seit ihrer Geschäftsaufgabe im Dezember 2010 erst drei Jahre später ausgereist sei , finanzielle Gründe, die Zukunft ihrer Enke l- kinder und ihre Unfähigkeit, diese zu erziehen, angegeben habe, dass dies zum begründeten Schluss führe, Adoption und ihre eigene U n- terstützung durch ihren Sohn seien der eigentliche Grund für ihre Ausrei- se gewesen, dass ferner auch die Angaben der Beschwerdeführerin zur geltend g e- machten Bedrohung und zum Verschwinden ihrer Schwiegertochter u n- substanziiert und widersprüchlich ausgefallen seien, dass zudem der ei ngereichte Todesschein ihres Sohnes nicht geeignet sei, die geltend gemachte Todesursache zu belegen, dass die Beschwerdeführerinnen mit Eingabe vom 14. April 2014 gegen diesen Entscheid beim Bundesverwaltungsgericht Beschwerde erhoben und dabei sinngemäss beantragten, die Verfügung des BFM sei aufzuhe- ben und es sei ihnen Asyl zu gewähren und die Flüchtlingseigenschaft zuzuerkennen, eventualiter seien die Ziffern 3 bis 5 des Dispositivs der angefochtenen Verfügung aufzuheben und die Beschwerdeführerinnen in der Schweiz vorläufig aufzunehmen, dass sie in verfahrensrechtlicher Hinsicht um Gewährung der unentgeltl i- chen Rechtspflege und um Verzicht auf die Erhebung eines Kostenvo r- schusses ersuchten, dass sie weiter beantragten, es seien sämtliche Verfahrensakten beiz u- ziehen und ein Schriftenwechsel samt Replikrecht durchzuführen, E-2000/2014 Seite 5 dass eine erste Zwischenverfügung des Bundesverwaltungsgerichts vom 24. April 2014 von der Schweizerischen Post mit dem Vermerk "nicht a b- geholt" retourniert wurde, dass die zuständige Instruktionsrichterin mit Zwischenverfügun g vom 7. Mai 2014 die Gesuche um Gewährung der unentgeltlichen Prozessfüh- rung und unentgeltliche Rechtspflege sowie um Verzicht auf die Erh e- bung eines Kostenvorschusses abwies und die Beschwerdeführerin nen aufforderte, bis zum 22. Mai 2014 einen Kostenvors chuss von Fr. 600. – zu Gunsten der Gerichtskasse zu überweisen, dass zur Begründung im Wesentlichen angeführt wurde, den Beschwe r- deführerinnen scheine es nicht zu gelingen, die Argumentation der Vori n- stanz ernsthaft in Frage zu stellen, dass insbesondere d ie Einschätzung in der vorinstanzlichen Verfügung, wonach die geltend gemachten Vorbringen der Beschwerdeführerin (Grossmutter) widersprüchlich, unlogisch, unplausibel, zu wenig konkret und damit insgesamt unglaubhaft seien, zuzutreffen scheine, dass angesichts der Vorbringen der Beschwerdeführerin, wonach sie seit Anfang 2005 monatliche Drohungen durch dieselben Leute wie ihr Sohn erhalten habe, nicht nachvollziehbar erscheinen dürfte, weshalb sie bei ihren Besuchen ihres Sohnes in der Schweiz in den Jahre n 2008 und 2011 nie zu bleiben beabsichtigt habe, dass die Beschwerdeführerin in Bezug auf die Drohungen, die ihr auch in Briefform durchs offene Fenster geworfen worden seien, zwar schriftliche Anzeigen bei der Polizei erhoben haben will, jedoch weder Dro hbriefe noch Anzeigen als Beweismittel habe einreichen können, was die Glau b- haftigkeit dieser Vorbringen in Frage stellen dürfte, dass auch ihre Ausführungen, wonach sie bereits ein Jahr nach dem Ver- schwinden ihrer Schwiegertochter und lediglich gestützt auf ihre Aussage, dass diese nicht mehr im Land wohnhaft sei, das Sorgerecht für ihre be i- den Enkelkinder erhalten habe, in Frage gestellt werden dürften, dass die Vorinstanz zu Recht festgestellt haben dürfte, die Beschwerd e- führerin habe sich trotz Waisenre nte ihrer Enkelkinder und gelegentlicher finanzieller Unterstützung durch ihren in der Schweiz wohnhaften Sohn nur deshalb in die Schweiz begeben, da sie die Adoption ihrer Enkelki n- der durch diesen Sohn gewünscht habe, womit dies der eigentliche E-2000/2014 Seite 6 Grund für ihre Ausreise und das Stellen eines Asylgesuches gewesen sein dürfte, dass dies jedoch keine Asylgründe im Sinne des Asylgesetzes darstellen dürfte, dass im Übrigen der eingereichte Todesschein ihres Sohnes, in dem – angeblich zu Unrecht – vermerkt worden sei, dass dieser an den Folgen eines Autounfalls gestorben sei, nichts zur Klärung der von der B e- schwerdeführerin angeführten effektiven Todesursache beitragen dürfte, dass auch der pauschale Einwand in der Beschwerdeschrift, wonach W i- dersprüche erfahrungs gemäss unvermeidbar seien, da es niemandem gelingen würde, bei verschiedenen Gelegenheiten identische Schilderu n- gen abzugeben, nichts zur Auflösung der erwähnten Unstimmigkeiten bei- tragen dürfte, dass die Eingabe der Beschwerdeführerinnen insgesamt nicht geeignet sei, die Richtigkeit der Erwägungen der Vorinstanz in Frage zu stellen und die in der Beschwerde formulierten Rechtsbegehren aussichtslos scheinen würden, dass die Beschwerdeführerinnen am 8. Mai 2014 (Poststempel) Unterla- gen zur Unterstützungsbedürftigkeit und zum aktuellen Wohnsitz einreich- ten, dass sie am 19. Mai 2014 unter erneuter Beilage ihrer Unterstützungsb e- dürftigkeit um Wiedererwägung der Zwischenverfügung vom 7. Mai 2014 ersuchten, wobei sie ferner darauf hinwiesen, die polizeiliche Bestäti- gung, wonach die Schwiegertochter in Armenien als vermisst gemeldet sei, befinde sich auf dem Postweg in die Schweiz, dass der Kostenvorschuss  nach Abweisung des Wiedererwägungsg e- suchs am 21. Mai 2014  am 23. Mai 2014 innert der mit Zwischenverfü- gung vom 21. Mai 2014 eingeräumten dreitägigen Notfrist fristgerecht ge- leistet wurde, E-2000/2014 Seite 7 und zieht in Erwägung, dass das Bundesverwaltungsgericht auf dem Gebiet des Asyls endgültig über Beschwerden gegen Verfügungen (Art. 5 VwVG) des BFM entschei- det, ausser bei Vorliegen eines Auslieferungsersuchens des Staates, vor welchem die beschwerdeführende Person Schutz sucht (Art. 105 AsylG [SR 142.31] i.V.m. Art. 31–33 VGG; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG), dass eine solche Ausnahme im Sinne von Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG nicht vorliegt, weshalb das Bundesverwaltungsgericht endgültig entscheidet, dass sich das Verfahren nach dem VwVG, dem VGG und dem BGG ric h- tet, soweit das AsylG nichts anderes bestimmt (Art. 37 VGG und Art. 6 AsylG), dass die Beschwerdeführerinnen am Verfahren vor der Vorinstanz teilg e- nommen haben, durch die angefochtene Verfügung besonders berührt sind, ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung beziehungsweise Änderung haben und daher zur Einreichung der Beschwerde legitimie rt sind (Art. 105 AsylG und Art. 48 Abs. 1 VwVG), dass somit auf die frist - und formgerecht eingereichte Beschwerde einzu- treten ist (Art. 108 Abs. 1 und Art. 52 Abs. 1 VwVG), dass mit Beschwerde die Verletzung von Bundesrecht (einschliesslich Missbrauch und Überschreiten des Ermessens) sowie die unrichtige und unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachver halts gerügt werden kann (Art. 106 Abs. 1 AsylG), dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterlicher Zuständigkeit mit Zustimmung eines zweiten Richters beziehungsweise einer zweiten Richterin entschieden wird (Art. 111 Bst. e AsylG) und es sich vorliegend, wie nachfolgend aufgezeigt, um eine solche handelt, weshalb der Beschwerdeentscheid nur summarisch zu begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG), dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG vorliegend auf einen Schrifte n- wechsel verzichtet wurde, und damit der diesbezügliche Antrag der B e- schwerdeführerinnen samt Replikrecht abgewiesen wird, dass die Schweiz Flüchtlingen grundsätzlich Asyl gewährt (Art. 2 Abs. 1 AsylG), wobei Flüchtlinge Personen sind, die in ihrem He imatstaat oder E-2000/2014 Seite 8 im Land, in dem s ie zuletzt wohnten, wegen ihrer Rasse, Religion, Nati o- nalität, Zugehörigkeit zu einer bestimmten sozialen Gruppe oder wegen ihrer politischen Anschauungen ernsthaften Nachteilen ausgesetzt sind oder begründete Furcht haben, solchen Nachteilen ausgesetzt zu werden (Art. 3 Abs. 1 AsylG), dass die Flüchtlingseigenschaft nachg ewiesen oder zumindest glaubhaft gemacht werden muss (Art. 7 AsylG), dass die Flüchtlingseigenschaft glaubhaft gemacht ist, wenn die Behörde ihr Vorhandensein mit überwiegender Wahrscheinlichkeit für gegeben hält, dass Vorbringen insbesondere dann unglaubh aft sind, wenn sie in w e- sentlichen Punkten zu wenig begründet oder in sich widersprüchlich sind, den Tatsachen nicht entsprechen oder massgeblich auf gefälschte oder verfälschte Beweismittel abgestützt werden, dass sich die Erwägungen der Vorinstanz nach P rüfung sämtlicher Akten durch das Bundesverwaltungsgericht als zutreffend erweisen und auf die- se zu verweisen ist (Art. 109 Abs. 3 BGG), dass der Beschwerdeschrift keinerlei Argumente zu entnehmen sind, wel- che an der Würdigung der Vorinstanz etwas zu ändern vermögen, dass in der Zwischenverfügung vom 7. Mai 2014 einlässlich dargelegt wurde, weshalb die Vorbringen in der Rechtsmitteleingabe die Flüch t- lingseigenschaft nicht zu begründen vermöchten, dass seit dieser Beurteilung keine Änderung der Sachlage hinsichtlich der in der Beschwerdeschrift gestellten Begehren eingetreten ist, dass insbesondere das von den Beschwerdeführerinnen in ihrer Eingabe vom 19. Mai 2014 in Aussicht gestellte, sich angeblich auf dem Postweg befindende polizeiliche Schreiben, in de m bestätigt würde, dass die Schwiegertochter resp. Mutter der Beschwerdeführerinnen als vermisst gelte, nichts an dieser Beurteilung zu ändern vermag, weshalb auf eine Fristansetzung zur Einreichung verzichtet werden konnte, dass, um Wiederholungen zu ver meiden, daher ebenfalls vollumfänglich auf die Ausführungen in der erwähnten Zwischenverfügung zu verweisen ist, E-2000/2014 Seite 9 dass sich angesichts dieser Sachlage weitere Erörterungen erübrigen, dass es den Beschwerdeführerinnen somit nicht gelingt, die Flüchtling s- eigenschaft nachzuweisen oder zumindest glaubhaft zu machen, weshalb das Bundesamt die Asylgesuche zu Recht abgelehnt hat, dass die Ablehnung eines Asylgesuchs oder d as Nichteintreten auf ein Asylgesuch in der Regel die Wegw eisung aus der Schweiz zur Folge hat (Art. 44 AsylG), vorliegend der Kanton keine Aufenthaltsbewilligung erteilt hat und zudem kein Anspruch auf Erteilung einer solchen besteht (vgl. BVGE 2013/37 E 4.4; 2009/50 E. 9, je m.w.H.), weshalb die verfügte Wegweisung im Einklang mit den gesetzlichen Bestimmungen steht und demnach vom Bundesamt zu Recht angeordnet wurde, dass das Bundesamt das Anwesenheitsverhältnis nach den gesetzlichen Bestimmungen über die vorläufige Aufnahme regelt, wenn der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar oder nicht möglich ist (Art. 44 AsylG; Art. 83 Abs. 1 AuG [SR 142.20]), dass beim Geltendmachen von Wegweisungsvollzugshindernissen g e- mäss Praxis des Bundesverwaltungsgerichts der gleiche Beweisstandard wie bei der Prüfung der Flüchtlingseigenschaft gilt, das heisst, sie sind zu beweisen, wenn der strikte Beweis möglich ist, und andernfalls wenig s- tens glaubhaft zu machen (vgl. BVGE 2011/24 E. 10.2 m.w.H.), dass der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig ist, wenn völkerrechtl i- che Verpflichtungen der Schweiz einer Weiterreise der Ausländerin oder des Ausländers in den Heimat -, Herkunfts - oder einen Drittstaat entg e- genstehen (Art. 83 Abs. 3 AuG), dass keine Person in irgendeiner Form zur Ausreise in ein Land gezwu n- gen werden darf, in dem ihr Leib, ihr Leben oder ihre Freiheit aus einem Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet ist oder in dem sie Gefahr läuft, zur Ausreise in ein solches Land gezwungen zu werden (Art. 5 Abs. 1 AsylG; vgl. ebenso Art. 33 Abs. 1 des Abkommens vom 28. Juli 1951 über die Rechtsstellung der Flüchtlinge [FK, SR 0.142.30]), dass der Vollzug der Wegweisung vorliegend in Beachtung dieser mas s- geblichen völker- und landesrechtlichen Bestimmungen zulässig ist, da es den Beschwerdeführerinnen nicht gelungen ist, eine asylrechtlich erhebl i- che Gefährdung nachzuweisen oder glaubhaft zu machen, weshalb das E-2000/2014 Seite 10 in Art. 5 AsylG verankerte Prinzip des flüchtlingsrechtlichen Non - Refoulement im vorliegenden Verfahren keine Anwendung findet, dass sodann keine Anhaltspunkte für eine im Heimat- oder Herkunftsstaat drohende menschenrechtswidrige Behandlung im Sinne von Art. 25 Abs. 3 BV, von Art. 3 des Übereinkommens vom 10. Dezember 1984 ge- gen Folter und andere graus ame, unmenschliche oder erniedrigende B e- handlung oder Strafe (FoK, SR 0.105) und der Praxis zu Art. 3 EMRK er- sichtlich sind, dass sich der Vollzug für Ausländerinnen und Ausländer als unzumutbar erweist, wenn sie im Heimat- oder Herkunftsstaat aufg rund von Situatio- nen wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und medizinischer Notl a- ge konkret gefährdet sind (Art. 83 Abs. 4 AuG), dass angesichts der heutigen Lage in Armenien nicht von einer Situation allgemeiner Gewalt oder kriegerischen respektive bürgerk riegsähnlichen Verhältnissen gesprochen werden kann, dass somit die Rückkehr der Beschwerdeführerinnen nach Armenien grundsätzlich zumutbar ist, dass auch sonst keine individuellen Gründe vorliegen, welche den We g- weisungsvollzug als unzumutbar erscheinen lassen, dass die Beschwerdeführerinnen mit der Waisenrente (der Enkelinnen), der finanziellen Unterstützung des Sohnes resp. Onkels in der Schweiz über finanzielle Ressourcen verfügen, die ihnen weiterhin eine sichere Existenzgrundlage ermöglichen sollte, dass B._______ und C._______ demnächst (…) und (…) Jahre alt und damit in einem Alter sind, in dem sie eine gewisse Selbständigkeit erlangt haben, in der sie ihre Grossmutter im Alltag bei Bedarf unterstützen kö n- nen, dass sie sodann über Verwandte in Arme nien verfügen, die ihnen ebe n- falls allfällig benötigte Unterstützung bieten können, dass auch die geltend gemachten gesundheitlichen Beschwerden der Beschwerdeführerin (Grossmutter) – diese soll an Adipositas, Hypertonie, Hämatome leiden, die bereits in A rmenien behandelt worden sein sollen E-2000/2014 Seite 11 (vgl. Akte A10 S. 14 ff.) – nicht gegen die Zumutbarkeit des Vollzugs der Wegweisung sprechen, dass sich in Würdigung sämtlicher für den vorliegenden Fall relevanter Aspekte der Wegweisungsvollzug als zumutbar erweist, dass der Vollzug der Wegw eisung der Beschwerdeführerinnen in den Heimatstaat schliesslich möglich ist, da keine Vollzugshindernisse best e- hen (Art. 83 Abs. 2 AuG), und es den Beschwerdeführerinnen obliegt, bei der Beschaffung gültiger Reisepapiere mitzuwirken (vgl. Art. 8 Abs. 4 AsylG und dazu auch BVGE 2008/34 E. 12), dass nach dem Gesagte n der vom Bundesamt verfügte Vollzug der Wegweisung zu bestätigen ist, dass die angefochtene Verfügung Bundesrecht nicht verletzt und den rechtserheblichen Sachverhalt richtig sowie vollständig feststellt (Art. 106 Abs. 1 AsylG), weshalb die Beschwerde abzuweisen ist, dass bei diesem Ausgang des Verfahrens die Kosten von Fr. 600.– (Art. 1–3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bun desverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]) den Beschwerdeführerinnen aufzuerlegen sind (Art. 63 Abs. 1 VwVG) und der am 23. Mai 2014 in der gleichen Höhe geleistete Koste n- vorschuss zur Bezahlung der Verfahrenskosten zu verwenden ist. (Dispositiv nächste Seite) E-2000/2014 Seite 12 Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 2. Die Verfahrenskosten von Fr. 600.– werden den Beschwerdeführerinnen auferlegt. Der in gleicher Höhe einbezahlte Kostenvorschuss wird zur Be- zahlung der Verfahrenskosten verwendet. 3. Dieses Urteil geht an die Beschwerdeführerinnen, das BFM und die kan- tonale Migrationsbehörde. Die Einzelrichterin: Die Gerichtsschreiberin: Muriel Beck Kadima Alexandra Püntener Versand: