<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: PB.2002.00042</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=107134&amp;W10_KEY=13013573&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>PB.2002.00042</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 26.03.2003</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">4. Abteilung/4. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Personalrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Forderung aus öffentlichrechtlichem Arbeitsverhältnis</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Die Beschwerdeführerin, die ihre Stelle am 28. April 1998 gekündigt hatte, verlangte 2001 Lohnfortzahlungen wegen Nichtigkeit ihrer Kündigung. Sie sei bezüglich dieser Kündigung aufgrund einer Depression urteilsunfähig gewesen. Revisionsbegehren gegen die Kündigungsbestätigung des Beschwerdegegners und Rekurs gegen die Feststellung der Arbeitgeberin, die Kündigung sei rechtmässig erfolgt. Standpunkte der Parteien betreffend das Revisionsbegehren (E. 2a). Da die Bestätigung einer Kündigung keine einer Revision zugängliche Anordnung darstellt, ist der Beschwerdegegner zu Recht nicht auf das Revisionsbegehren eingetreten und hat die Vorinstanz den Rekurs insofern mit Fug abgewiesen (E. 2b). Verweigerungen von Verfügungen und verbindliche negative Bescheide, welche die Setzung eines Verwaltungsaktes ablehnen, sind anfechtbare Anordnungen. In diesem Sinn stellt das verbindliche Schreiben des Beschwerdegegners ein taugliches Anfechtungsobjekt dar (E. 3b). Die Vorinstanz hätte diesbezüglich auf den Rekurs eintreten bzw. diesen materiell eingehender behandeln sollen, zumal sich in der Rechtsprechung Fälle finden, in denen Kündigungen wegen Urteilsunfähigkeit des Kündigenden für nichtig erachtet wurden. Rückweisung an die Vorinstanz zur näheren Abklärung (E. 3c).</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ANORDNUNG">ANORDNUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: Ãffentliches Dienstrecht ST: BEENDIGUNG DES DIENSTVERHÃLTNISSES">BEENDIGUNG DES DIENSTVERHÃLTNISSES</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: KÃNDIGUNG">KÃNDIGUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: LOHNNACHZAHLUNG">LOHNNACHZAHLUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: NEGATIVE FESTSTELLUNG">NEGATIVE FESTSTELLUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: NICHTIGKEIT">NICHTIGKEIT</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: REVISION">REVISION</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: RÃCKWEISUNG">RÃCKWEISUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: URTEILSFÃHIGKEIT">URTEILSFÃHIGKEIT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: URTEILSUNFÃHIGKEIT">URTEILSUNFÃHIGKEIT</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: VERFÃGUNG">VERFÃGUNG</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="gerade">Art. 335 OR</span><br/><span class="ungerade">§ 19 lit. I VRG</span><br/><span class="gerade">§ 64 lit. I VRG</span><br/><span class="ungerade">§ 74 lit. I VRG</span><br/><span class="gerade">§ 86a lit. b VRG</span><br/><span class="ungerade">§ 86b lit. II VRG</span><br/><span class="gerade">Art. 16 ZGB</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 3 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Einzug1"><span>I. A. A hatte am 1. Oktober 1996 ihre TÃ¤tigkeit am Spital G aufgenommen. Mit Schreiben vom 28. April 1998 kÃ¼n­digte sie das ArbeitsverhÃ¤ltnis auf Ende Mai 1998. Das Spital G bestÃ¤tigte mit Schreiben vom 29. April 1998 die AuflÃ¶sung des ArbeitsverhÃ¤ltnisses. Mit einem Arztzeugnis vom 27. Mai 1998 wurde A aufgrund einer schweren Depression eine ArbeitsunfÃ¤higkeit ab 27. April 1998 attestiert. In der Folge gewÃ¤hrte ihr die Invali­denversicherung mit VerfÃ¼gung vom 25. August 2000 rÃ¼ckwirkend auf den 1. April 1999 eine volle Invalidenrente.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die Versicherung D teilte mit Schreiben vom 6. Januar 2000 A mit, ihr irrtÃ¼mlicherweise schon ab 1. Juni 1998 (ohne Einhaltung der Wartefrist von 180 Tagen) Taggeldzahlungen zu 90 % (anstatt 15 % bis zum Ablauf des 361. Tages) erbracht zu haben, weshalb sie Fr. --.-- zurÃ¼ckfordere. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Mit Schreiben vom 8. Februar 2001 liess A beim Personaldienst des Spital G geltend machen, ihr KÃ¼ndigungsschreiben vom 28. April 1998 sei nichtig, weil sie zu jenem Zeitpunkt aufgrund der schweren Depression partiell urteilsunfÃ¤hig gewesen sei. Das ArbeitsverhÃ¤ltnis sei daher nicht rechtmÃ¤ssig aufgelÃ¶st worden, weshalb das Spital G fÃ¼r die Zeit vom 1. Juni 1998 bis 31. Oktober 1998 zu 100 % und vom 1. November 1998 bis 30. April 1999 zu 75 % eine Lohnfortzahlungspflicht treffe.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Nach mehreren Schriftwechseln hielt das Spital G mit Schreiben vom 28. Januar 2002 daran fest, dass A per 31. Mai 1998 rechtmÃ¤ssig gekÃ¼ndigt habe.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>B. Am 25. Juni 2002 liess A beim Spital G ein Revisionsbegehren gegen dessen Be­stÃ¤tigung des KÃ¼ndigungsschreibens vom 29. April 1998 einreichen mit dem Antrag, ihr Lohnzahlungen von insgesamt Fr. --.-- zu leisten. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Mit VerfÃ¼gung vom 8. August 2002 trat das Spital G zufolge VerspÃ¤tung auf das Revisionsbegehren nicht ein.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>II. A. Mit Eingabe vom 28. Februar 2002 hatte A beim Regierungsrat des Kantons ZÃ¼rich auch Rekurs gegen das Schreiben des Spital G vom 28. Januar 2002, mit welchem an der rechtmÃ¤ssigen KÃ¼ndigung durch A festgehalten worden war, erheben lassen mit dem Antrag, das Spital G sei zu verpflichten, die genannten Lohn­zahlungen im Krankheitsfall zu leisten.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Mit Schreiben vom 1. MÃ¤rz 2002 Ã¼berwies die Staatskanzlei des Kantons ZÃ¼rich die Rekurseingabe zustÃ¤ndigkeitshalber an die Gesundheitsdirektion.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>B. Am 9. September 2002 erhob A bei der Gesundheitsdirektion Re­kurs gegen die VerfÃ¼gung des Spital G vom 9. August 2002, mit welcher auf das Revisionsbe­gehren nicht eingetreten worden war.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>C. Mit VerfÃ¼gung vom 4. November 2002 vereinigte die Gesundheitsdirektion die beiden Rekurse und wies sie ab, soweit sie darauf eintrat. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>III. Am 5. Dezember 2002 gelangte A mit Beschwerde an das Verwal­tungsgericht. Sie liess beantragen, es sei die VerfÃ¼gung der Gesundheitsdirektion vom 4. November 2002 aufzuheben, und es sei die Sache zur materiellen Behandlung an die Vor­instanz zurÃ¼ckzuweisen. Eventualiter sei vom Verwaltungsgericht ein Sachentscheid zu fÃ¤llen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Das Spital G beantragte mit Eingabe vom 24. Januar 2003 die Abweisung der Beschwer­de, was auch die Vorinstanz mit Vernehmlassung vom 30. Januar/3. Februar 2003 tat.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die Kammer zieht in ErwÃ¤gung:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>1. Die Beschwerde richtet sich gegen einen Rekursentscheid der Gesundheitsdirektion des Kantons ZÃ¼rich Ã¼ber eine personalrechtliche Anordnung, weshalb die ZustÃ¤ndigkeit des Verwaltungsgerichts gegeben ist (§ 74 Abs. 1 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 [VRG]). </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>2. a) Nachdem das Spital G mit Schreiben vom 28. Januar 2002 die BeschwerdefÃ¼hrerin unter anderem darauf hingewiesen hatte, RevisionsgrÃ¼nde seien innert 90 Tagen seit Be­kanntwerden mittels eines begrÃ¼ndeten Antrags darzulegen, machte sie am 25. Juni 2002 ein solches Begehren beim Beschwerdegegner hÃ¤ngig. Die Beschwer­defÃ¼hrerin stell­te sich auf den Standpunkt, die BestÃ¤tigung ihres KÃ¼ndigungsschreibens durch das Spital G am 29. April 1998 stelle eine VerfÃ¼gung dar, welche sie direkt betreffe und zur Einreichung eines Revisionsgesuchs gemÃ¤ss § 86a VRG legitimiere. Seit dem 5. April 2002 liege das Gut­achten ihres erstbehandelnden Psychiaters Dr. med. E vor. Entgegen der von Dr. med. E in seinem Bericht vom 21. Dezember 1998 vertretenen Auffassung habe sich nun herausgestellt, dass die depressive Episode nicht nur vor­Ã¼bergehender Natur sei. Im Gutachten vom 5. April 2002 werde festgehalten, dass sie aufgrund der depressiven Erkrankung nicht in der Lage gewesen sei, die Konsequenzen ih­rer KÃ¼ndigung abzuschÃ¤tzen und Ã¼ber ihre Lebens- und Arbeitssituation frei zu entscheiden. Die im krankheitsbedingten Zustand der UrteilsunfÃ¤higkeit vorgenommene KÃ¼ndigung erweise sich daher als ungÃ¼ltig. Sie selber habe durch ihren Vertreter bereits mit Schrei­ben vom 8. Februar 2001 geltend machen lassen, die KÃ¼ndigung sei wegen fehlender UrteilsfÃ¤higkeit rechtlich unverbindlich gewesen. Diese Beurtei­lung habe sich aber auf eine erste und noch nicht fachlich abgestÃ¼tzte EinschÃ¤tzung des im Zeitpunkt der KÃ¼ndigung be­stehenden psychischen Zustandes bezogen. Da sich ihr depressi­ver Gesundheitszustand erst allmÃ¤hlich ab Oktober 2000 verbessert habe, sei sie am Anfang des Jahres 2001 erstmals in der Lage gewesen, sich mit der gesundheitlichen Situation zum Zeitpunkt der KÃ¼ndigung Ã¼berhaupt auseinander zu setzen. Schon in einem ausfÃ¼hrlichen Be­richt der heute die BeschwerdefÃ¼hrerin behandelnden Ãrztin Dr. med. F vom 29. August 2001 sei festgehalten worden, dass Erstere anlÃ¤sslich der KÃ¼ndigung in klar selbstschÃ¤digen­der Wei­se gehandelt habe, was zum Ausdruck bringe, dass ihre UrteilsunfÃ¤higkeit bezogen auf die berufliche Situation beschrÃ¤nkt gewesen sei. Um dem Vorwurf des Spital G zu be­geg­nen, die Behauptung der fehlenden UrteilsfÃ¤higkeit im Zeitpunkt der KÃ¼ndigung sei durch die erstbehandelnden Ãrzte nicht bestÃ¤tigt worden, habe sie nun ein Gutachten bei Dr. med. E einholen lassen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Das Spital G trat auf das Revisionsbegehren nicht ein mit der BegrÃ¼ndung, beim Gutachten von Dr. med. E handle es sich weder um eine neue Tatsache noch um ein neues Beweismittel im Sinn von § 86a VRG. Es stehe nicht im Ermessen der BeschwerdefÃ¼hrerin, wann sie ein neues Beweismittel einfordern wolle.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die Vorinstanz hielt im Rekursentscheid vom 4. November 2002 ebenfalls daran fest, das Revisionsbegehren sei verspÃ¤tet erfolgt, nachdem Dr. F schon im August/anfangs September 2001 ausgefÃ¼hrt habe, die BeschwerdefÃ¼hrerin sei zum Zeitpunkt der KÃ¼ndigung partiell urteilsunfÃ¤hig gewesen. Ausserdem sei gar keine Anordnung einer Ver­wal­tungsbehÃ¶rde ergangen, die in Revision gezogen werden kÃ¶nne.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Im vorliegenden Beschwerdeverfahren beharrt die BeschwerdefÃ¼hrerin darauf, dass die Voraussetzungen fÃ¼r eine Revision erfÃ¼llt sind, was vom Beschwerdegegner bestritten wird.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) Die Revision rechtskrÃ¤ftiger "Anordnungen" von VerwaltungsbehÃ¶rden, Rekurs­kommissionen und Verwaltungsgericht kann von den am Verfahren Beteiligten unter anderem verlangt werden, wenn diese neue erhebliche Tatsachen oder Beweismittel auffinden, die sie im frÃ¼heren Verfahren nicht beibringen konnten (§ 86a lit. b VRG). Das Revisionsgesuch ist bei der BehÃ¶rde, welche die Anordnung getroffen hat, innert 90 Tagen seit Entdeckung des Revisionsgrundes einzureichen (§ 86b Abs. 2 Satz 1 VRG).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Bei den einer Revision zugÃ¤nglichen "Anordnungen" handelt es sich um VerfÃ¼gungen und Rechtsmittelentscheide. Um Letzteres handelt es sich bei der KÃ¼ndigungsbestÃ¤tigung des Spital G vom 29. April 1998 von vornherein nicht. Die KÃ¼ndigungsbestÃ¤tigung er­fÃ¼llt aber auch nicht die Voraussetzungen einer VerfÃ¼gung. Begriffswesentlich fÃ¼r die Ver­fÃ¼gung ist nÃ¤mlich das Vorliegen eines von einem TrÃ¤ger der Ã¶ffentlichen Verwaltung erlassenen, hoheitlichen, rechtsverbindlichen, individuellen, konkreten und das materielle Ver­waltungsrecht beschlagenden Aktes (Alfred KÃ¶lz/JÃ¼rg Bosshart/Martin RÃ¶hl, Kommen­tar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons ZÃ¼rich, 2. A., ZÃ¼rich 1999, Vorbem. zu §§ 4-31 N. 12 mit Hinweisen). WÃ¤re vorliegend die KÃ¼ndigung durch das Spital G als Arbeitgeber erfolgt, so wÃ¤re diesem Akt VerfÃ¼gungscharakter zugekommen (KÃ¶lz/Boss­hart/RÃ¶hl, § 74 N. 6; Andreas Keiser, Rechtsschutz im Ã¶ffentlichen Personalrecht nach dem revidierten Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons ZÃ¼rich, ZBl 99/1998, S. 193 ff., ins­bes. 200). Da aber die KÃ¼ndigung von der BeschwerdefÃ¼hrerin als Arbeitnehmerin ausgegan­gen ist, fehlt es an einem vom Spital G als TrÃ¤ger der Ã¶ffentlichen Verwal­tung ausgehen­den Akt im erwÃ¤hnten Sinn. Da keine einer Revision zugÃ¤ngliche Anordnung vorliegt, ist der Be­schwerdegegner im Ergebnis zu Recht auf das Revisionsbegehren nicht eingetreten und hat die Vorinstanz den Rekurs diesbezÃ¼glich mit Fug abgewiesen. Aus den dargelegten GrÃ¼n­den braucht nicht weiter geprÃ¼ft zu werden, ob die Frist fÃ¼r das Revisionsbegehren ein­gehalten worden ist. Insoweit ist die Beschwerde abzuweisen (KÃ¶lz/ Bosshart/RÃ¶hl, Vorbem. zu §§ 19-28 N. 98).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>3. a) Weiter ist abzuklÃ¤ren, ob die Vorinstanz zu Recht auf den von der Beschwerde­fÃ¼hrerin erhobenen Rekurs vom 28. Februar 2002 nicht eingetreten ist bzw. diesen abge­wiesen hat. Nachdem das Spital G mit Schreiben vom 28. Januar 2002 nochmals festgehal­ten hatte, die KÃ¼ndigung werde als rechtskrÃ¤ftig erfolgt erachtet und es bestehe kein Anlass, der BeschwerdefÃ¼hrerin die von ihr geforderte VerfÃ¼gung zuzustellen, liess Letz­tere den erwÃ¤hnten Rekurs erheben.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die Vorinstanz stellte sich auf den Standpunkt, dem Schreiben des Spital G vom 28. Ja­nuar 2002 komme keinerlei VerfÃ¼gungscharakter zu. Damit stehe fest, dass es an ei­ner anfechtbaren Anordnung fehle, weshalb auf den Rekurs nicht einzutreten sei. Im Weiteren hÃ¤tten die BeschwerdefÃ¼hrerin und die behandelnden Ãrzte die Schwere der Erkrankung bis hin zu der behaupteten partiellen UrteilsunfÃ¤higkeit zum Zeitpunkt der KÃ¼ndigung zu wenig belegt und deshalb nicht genÃ¼gend glaubhaft gemacht. Daran Ã¤ndere auch die nachtrÃ¤glich erstellte Expertise Dr. E's vom 4. April 2002 nichts. Es sei un­bestritten, dass die BeschwerdefÃ¼hrerin in eine schwere und langanhaltende Depression verfallen sei, dies aber vermutlich erst Monate nach der KÃ¼ndigung, was zur Abweisung des Rekurses fÃ¼hre.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die BeschwerdefÃ¼hrerin macht im vorliegenden Verfahren wie erwÃ¤hnt geltend, das Schreiben des Spital G vom 28. Januar 2001, womit der Erlass einer VerfÃ¼gung abgelehnt werde, stelle eine VerfÃ¼gung dar. Ausserdem gebe es keine Anhaltspunkte dafÃ¼r, dass die schwere und lang andauernde Depression "vermutlich" erst Monate nach der KÃ¼ndigung auf­getreten sei, wie dies von der Vorinstanz behauptet werde. In BerÃ¼cksichtigung dieser UmstÃ¤nde sei daher die Vorinstanz zu verpflichten, auf die Sache materiell einzutreten.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Der Beschwerdegegner hÃ¤lt demgegenÃ¼ber fest, schon in frÃ¼heren an die Beschwer­de­fÃ¼hrerin gerichteten Schreiben die Sache aus ihrer Sicht fÃ¼r abgeschlossen erklÃ¤rt zu haben. Daher hÃ¤tte schon gegen jene Schreiben Rekurs eingereicht werden mÃ¼ssen. Im Ãbrigen kÃ¶nnten weder Dr. med. E noch Dr. med. F eine partielle UrteilsunfÃ¤higkeit der BeschwerdefÃ¼hrerin anlÃ¤sslich der KÃ¼ndigung attestieren, da beide Ãrzte die Beschwer­de­fÃ¼h­rerin zum damaligen Zeitpunkt gar nicht gekannt hÃ¤tten.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) Der VerfÃ¼gung als Anfechtungsobjekt gleichgestellt wird das <i>Verweigern oder VerzÃ¶gern</i> einer VerfÃ¼gung. Als VerfÃ¼gungen gelten auch verbindliche <i>negative Bescheide</i>, welche die Setzung eines gestaltenden Verwaltungsakts ablehnen. In solchen FÃ¤llen ist vom Betroffenen fristgerecht Rekurs zu erheben (KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 19 N. 66 mit Hinweisen).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Nachdem das Spital G mit Brief vom 28. Januar 2002 ausdrÃ¼cklich festgehalten hat­te, es bestehe kein Anlass, der BeschwerdefÃ¼hrerin die von ihr geforderte VerfÃ¼gung zu­zustel­len, kommt diesem Schreiben VerfÃ¼gungscharakter im erwÃ¤hnten Sinn zu, weshalb da­gegen rekurriert werden konnte. Anders verhielt es sich hingegen mit den frÃ¼heren Schrei­ben des Spital G. So Ã¤usserte es sich am 3. Mai 2001 dahingehend, die BeschwerdefÃ¼hrerin habe â sofern sie an ihrer bis anhin unbegrÃ¼ndeten Forderung festhalten wolle â diese zu substantiieren. Auch im Schreiben vom 31. Mai 2001 hielt das Spital G fest, bisher habe sich an seiner Stellungnahme substanziell nichts geÃ¤ndert. Diesen vor dem 28. Ja­nuar 2002 ergangenen Schreiben kann daher kein VerfÃ¼gungscharakter zuerkannt wer­den. Vielmehr handelte es sich dabei um eine allgemeine Korrespondenz, mit welcher die einst­weilige Position bekannt gegeben wurde, ohne aber den Anspruch einer definitiven und ab­schliessenden Stellungnahme erheben zu wollen. Letzteres konnte erst aus dem Schrei­ben vom 28. Januar 2002 abgeleitet werden. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Somit kann nicht gesagt werden, die BeschwerdefÃ¼hrerin hÃ¤tte schon gegen die frÃ¼heren, vor dem 28. Januar 2002 verfassten Schreiben des Spital G rekurrieren sollen. Daher ist auch der Rekurs der Beschwerdegegnerin vom 28. Februar 2002 gegen das Schreiben vom 28. Januar 2002 rechtzeitig erfolgt.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>c) Unter diesen UmstÃ¤nden ergibt sich somit, dass die Vorinstanz auf den Rekurs hÃ¤t­te eintreten mÃ¼ssen bzw. â soweit sie sich inhaltlich mit ihm befasst hat â diesen materiell nicht genÃ¼gend eingehend behandelt hat. Letzteres ergibt sich allein schon aus den vor­instanzlichen ErwÃ¤gungen, die partielle UrteilsunfÃ¤higkeit sei "zu wenig belegt und zu wenig glaubhaft gemacht" worden und die schwere und langanhaltende Depression der Be­schwerdefÃ¼hrerin sei "vermutlich" erst Monate nach der KÃ¼ndigung eingetreten. Allein die­se Formulierungen machen deutlich, dass der Sachverhalt noch nicht rechts­genÃ¼gend geklÃ¤rt worden ist und daher auch kein Raum fÃ¼r eine so genannte antizipier­te BeweiswÃ¼rdigung bestanden hat (KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 7 N. 10 mit Hinweisen). Zwar geht die Vorinstanz davon aus, dass es fÃ¼r die BeschwerdefÃ¼hrerin im Rahmen der sie treffenden Mitwirkungspflicht schwierig sein dÃ¼rfte, ihren Standpunkt zu belegen. Dies liegt aber in der Natur der Sache begrÃ¼ndet und erlaubt nicht, deswegen von der Zulassung weiterer Beweismit­tel abzusehen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die BeschwerdefÃ¼hrerin macht wie ausgefÃ¼hrt geltend, ihre KÃ¼ndigung sei nichtig, da sie diese im Zustand der UrteilsunfÃ¤higkeit ausgesprochen habe. In der Rechtsprechung finden sich denn auch FÃ¤lle, in denen eine unter solchen UmstÃ¤nden ausgesprochene KÃ¼ndigung keine Rechtswirkung entfaltet hat (vgl. Manfred Rehbinder, Berner Kommentar, Bern 1992, Art. 335 N. 3 OR; JÃ¼rg BrÃ¼hwiler, Kommentar zum Einzelarbeitsvertrag, 2. A., Bern/Stuttgart/Wien 1996, Art. 335 N. 1c, je mit Hinweis auf BJM 1985 S. 285 = JAR 1985 S. 222; Margrith Bigler-Eggenberger, Basler Kommentar, 2002, Art. 16 ZGB N. 36 mit Hinweisen; vgl. auch BGE 111 V 58 E. 3+4). Es ist darauf hinzuweisen, dass der Begriff der UrteilsfÃ¤higkeit zwei Elemente enthÃ¤lt: einerseits eine intellektuelle Komponente, nÃ¤mlich die FÃ¤higkeit, Sinn, ZweckmÃ¤ssigkeit und Wirkungen einer bestimmten Handlung zu erkennen, andrerseits ein Willens- bzw. Charakterelement, nÃ¤mlich die FÃ¤higkeit, gemÃ¤ss der vernÃ¼nftigen Erkenntnis nach freiem Willen zu handeln und allfÃ¤lliger fremder Willensbeeinflussung in normaler Weise Widerstand zu leisten. Die UrteilsfÃ¤higkeit ist aber auch relativ zu verstehen; sie ist nicht abstrakt festzustellen, sondern in Bezug auf eine bestimmte Handlung je nach deren Schwierigkeit und Tragweite zu beurteilen. Es ist daher denkbar, dass eine Person trotz allgemeiner BeeintrÃ¤chtigung der UrteilsfÃ¤higkeit zwar ge­wisse AlltagsgeschÃ¤fte noch zu besorgen vermag und diesbezÃ¼glich urteilsfÃ¤hig ist, wÃ¤hrend ihr fÃ¼r anspruchsvollere GeschÃ¤fte die UrteilsfÃ¤higkeit abzusprechen ist. Die UrteilsfÃ¤higkeit ist die Regel und wird aufgrund allgemeiner Lebenserfahrung vermutet. Folglich hat derjenige, der deren Nichtvorhandensein behauptet, dies zu beweisen. An sich ist der Be­­weis nicht in Bezug auf die UrteilsfÃ¤higkeit einer Person im allgemeinen, sondern in einem bestimmten Zeitpunkt zu erbringen (BGE 124 III 5 E. 1a+b mit Hinweisen). FÃ¼r die Be­ur­tei­lung der UrteilsunfÃ¤higkeit ist im Einzelfall von den konkreten UmstÃ¤nden hinsicht­­lich einer bestimmten Handlung auszugehen. So hat beispielsweise das Vorliegen einer Geisteskrankheit nicht zwangslÃ¤ufig UrteilsunfÃ¤higkeit zur Folge, sondern ist mit der konkret zu beurteilenden Handlung in Beziehung zu setzen (BGE 127 I 6 E. 7b/aa mit Hin­weisen).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Dies hat zur Folge, dass anhand der Gesamtheit der vorliegenden und noch zu eruie­renden Sachverhaltselemente die Frage der UrteilsfÃ¤higkeit der BeschwerdefÃ¼hrerin zum Zeitpunkt der KÃ¼ndigung zu prÃ¼fen sein wird (vgl. BGE 127 I 6 E. 7b/aa, insbes. S. 20 oben). Darunter fallen die bereits vorhandenen Ã¤rztlichen Berichte und Gutachten, welche gegebenenfalls durch weitere Expertisen â sei es durch die (aktuell und frÃ¼her) behandelnden Ãrzte, sei es durch neu beizuziehende SachverstÃ¤ndige â zu ergÃ¤nzen sind. Denkbar ist auch das Einholen von Berichten von frÃ¼heren Vorgesetzten und Mitarbeitenden der BeschwerdefÃ¼hrerin, welche Ã¼ber ihr Verhalten vor allem am Arbeitsplatz und ihre allfÃ¤lligen Ãusserungen im Zeitraum der KÃ¼ndigung Auskunft geben. Erst wenn genÃ¼gend Sachverhalts­­elemente vorhanden sind bzw. der BeschwerdefÃ¼hrerin Gelegenheit zur Beibringung der­selben geboten worden ist, wird Ã¼ber die sich hier stellende Frage der UrteilsfÃ¤higkeit rechtsgenÃ¼gend befunden werden kÃ¶nnen. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Somit ergibt sich, dass in teilweiser Gutheissung der Beschwerde die Angelegenheit zu neuer Entscheidung an die Vorinstanz zurÃ¼ckzuweisen ist (§ 80c in Verbindung mit § 64 Abs. 1 VRG).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>4. Bei diesem Ausgang des Verfahrens â im Zusammenhang mit dem Revisionsbegehren ist die Beschwerde abzuweisen, bezÃ¼glich der Frage des Eintretens auf den Rekurs hingegen gutzuheissen â werden die Parteien je zur HÃ¤lfte kostenpflichtig, da der Streitwert nicht mehr unter Fr. 20'000 liegt (§ 80b VRG). ParteientschÃ¤digungen sind unter diesen Um­­stÃ¤nden keine zuzusprechen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>DemgemÃ¤ss entscheidet die Kammer:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>1. In teilweiser Gutheissung der Beschwerde wird Dispositiv-Ziffer II der VerfÃ¼gung der Gesundheitsdirektion des Kantons ZÃ¼rich vom 4. November 2002 hinsichtlich des von der BeschwerdefÃ¼hrerin am 28. Februar 2002 gegen das Schreiben des Kantonsspitals Winterthur vom 28. Januar 2002 erhobenen Rekurses aufgehoben. Die Sache wird im Sinn der ErwÃ¤gungen zur neuen Entscheidung an die Vorinstanz zurÃ¼ckgewiesen.<br/> <br/> Im Ãbrigen wird die Beschwerde abgewiesen.</span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>2. ...</span></p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>