<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2003.00069</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="https://vgrzh.djiktzh.ch/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=https://vgrzh.djiktzh.ch&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=107257&amp;W10_KEY=4467144&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2003.00069</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 07.05.2003</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">1. Abteilung/1. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Raumplanungs-, Bau- und Umweltrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Baubewilligung</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Massgebende Gebäudelänge bei mit Besonderen Bauten verbundenen Hauptgebäuden:<br/>§ 286 Abs. 1 PBG schliesst als Regel das Bauen an der Grenze aus und gilt für alle Gebäude; der Grenzbau für Besondere Gebäude kann jedoch erleichtert werden (§ 49 Abs. 3 PBG). Bei durch Besondere Gebäude verbundenen Hauptbauten ist - nach kantonalem Recht - für die Bestimmung der Gebäudelänge nicht die Gesamtlänge der verbundenen Hauptgebäude massgeblich (E. 4). Anpassung der Grundfläche des Zwischenbaus kann mit einer Nebenbestimmung verfügt werden und rechtfertigt keine Bauverweigerung (E. 5).<br/>Gutheissung.</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: BESONDERES GEBÃUDE">BESONDERES GEBÃUDE</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: GEBÃUDELÃNGE">GEBÃUDELÃNGE</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: GEBÃUDERIEGEL">GEBÃUDERIEGEL</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: GRENZBAU">GRENZBAU</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: NEBENBESTIMMUNG">NEBENBESTIMMUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: PARTEIENTSCHÃDIGUNG">PARTEIENTSCHÃDIGUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: Planungs- und Baurecht ST: WEITERE BAUVORSCHRIFTEN (NUTZUNGSDICHTE, ABSTÃNDE ETC.)">WEITERE BAUVORSCHRIFTEN (NUTZUNGSDICHTE, ABSTÃNDE ETC.)</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="gerade">§ 28 lit. II ABauV</span><br/><span class="ungerade">§ 31 ABauV</span><br/><span class="gerade">§ 49 Abs. II lit. f PBG</span><br/><span class="ungerade">§ 49 Abs. III PBG</span><br/><span class="gerade">§ 273 PBG</span><br/><span class="ungerade">§ 286 Abs. II PBG</span><br/><span class="gerade">§ 321 Abs. I PBG</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade">BEZ 2003 Nr. 34</span><br/><span class="gerade">RB 2003 Nr. 75</span><br/> </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 2 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Einzug1">I. Mit Beschluss vom 17. Juli 2002 erteilte der Gemeinderat X A die Bewilligung fÃ¼r den Abbruch des Einfamilienhauses Vers.Nr. 01 und den Neubau von zwei MehrfamilienhÃ¤usern mit Tiefgarage auf dem GrundstÃ¼ck Kat.Nr. 02 an der K-strasse in X. Die Bewilligung wurde mit folgender Nebenbestimmung verbunden:</p> <p class="EinzugZitat">â1.2 Vor Baubeginn ist das Projekt im Sinne der ErwÃ¤gungen wie folgt zu be­arbeiten, wobei dem Gemeinderat RevisionsplÃ¤ne (3-fach) zur Genehmigung einzureichen sind:<br/> - Verzicht auf den Zwischenbau (Dispo 1 und 2)<br/> - Anpassung der nordseitigen Fassade bei Haus B, damit der<br/> Weg­abstand von 3.50 m von der ganzen Fassade eingehalten <br/> wird.â</p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1">II. Den gegen diese Bewilligung erhobenen Rekurs mit dem Antrag, die Nebenbestim­mung gemÃ¤ss Dispositiv Ziffer 1.2 aufzuheben, wies die Baurekurskommission I am 17. Januar 2003 ab.</p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1">III. Mit Beschwerde vom 24. Februar 2003 liess A dem Verwaltungsgericht beantra­gen, den Rekursentscheid und die Baubewilligung insoweit aufzuheben, als sich Dis­po­si­tiv Ziffer 1.2 nicht auf die Unterschreitung des Wegabstands an der nordseitigen Fas­sade beziehe; statt dessen sei:</p> <p class="EinzugZitat">â1.1. die Baubewilligung mit einer Nebenbestimmung zu verbinden, wonach das BaugrundstÃ¼ck vor Baubeginn auf der HÃ¶he der Grenze zwi­schen den RÃ¤umen Dispo 1 und Dispo 2 zu unterteilen und wonach die genannten beiden RÃ¤ume je als selbstÃ¤ndige an die Grenze gestellte besondere GebÃ¤ude auszufÃ¼hren seien;</p> <p class="EinzugZitat"><span> </span></p> <p class="EinzugZitat">1.3<span> </span>(Eventualantrag zu Ziff. 1.1.) die Baubewilligung mit einer Nebenbestimmung zu verbinden, wonach die GebÃ¤udegrundflÃ¤che des Zwi­schenbaus auf 50 m<sup>2</sup> zu reduzieren sei;</p> <p class="EinzugZitat"><span> </span></p> <p class="EinzugZitat">1.3<span> </span>vorzumerken, dass die in der Baueingabe als âDispoâ bezeichneten RÃ¤ume nicht fÃ¼r den dauernden Aufenthalt von Menschen, sondern nur als Lager-, Abstell- und GerÃ¤teraumflÃ¤che genutzt werden sollen, was nÃ¶tigenfalls durch einen NutzungsbeschrÃ¤nkungsrevers sowie durch die Anordnung zusÃ¤tzlicher baulicher Massnahmen sicher­zustellen sei.â</p> <p class="Einzug1">Ferner sei die aufschiebende Wirkung der Beschwerde auf den streitbetroffenen Zwischenbau zu beschrÃ¤nken, seien allfÃ¤llige Beschwerdeantworten dem BeschwerdefÃ¼hrer zur Kenntnisnahme bzw., soweit sie neue Vorbringen enthalten sollten, zur Stellungnah­­me zuzustellen und solle die Streiterledigung unter Kosten- und EntschÃ¤digungsfolgen zu Lasten des Beschwerdegegners geschehen.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Mit PrÃ¤sidialverfÃ¼gung vom 13. MÃ¤rz 2003 wurde nach AnhÃ¶rung der Gegenpartei die aufschiebende Wirkung auf den Zwischenbau beschrÃ¤nkt.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Die Vorinstanz am 13. und der Gemeinderat X am 25. MÃ¤rz 2003 beantragten Abwei­sung der Beschwerde, letzterer zudem die Zusprechung einer ParteientschÃ¤digung.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Die BegrÃ¼ndung des Rekursentscheids und die Parteivorbringen werden, soweit erforderlich, in den nachfolgenden EntscheidgrÃ¼nden wiedergegeben. </p> <p class="EinzugZitat"> </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Die Kammer zieht in ErwÃ¤gung:</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">1. Im Verfahren vor Verwaltungsgericht ist lediglich noch umstritten, ob die beiden geplanten MehrfamilienhÃ¤user bezÃ¼glich der GebÃ¤udelÃ¤nge je fÃ¼r sich zu betrachten sind, oder ob sie aufgrund des Zwischenbaus eine geschlossene Ãberbauung im Sinn von § 286 Abs. 2 des Planungs- und Baugesetzes vom 7. September 1975 (PBG) darstellen. Der BeschwerdefÃ¼hrer ist der Auffassung, dieser Zwischenbau setze sich aus zwei Besonderen Ge­­bÃ¤uden im Sinn von § 273 PBG zusammen; soweit das Projekt die Voraussetzungen hier­fÃ¼r nicht erfÃ¼lle, sei die Baubewilligung gestÃ¼tzt auf § 321 PBG mit entsprechenden Nebenbestimmungen zu ergÃ¤nzen. Eine Bauverweigerung sei angesichts der leicht zu behebenden MÃ¤ngel (geringfÃ¼gige Verkleinerung der GrundflÃ¤che und BeschrÃ¤nkung der Nut­zung) unverhÃ¤ltnismÃ¤ssig. Die Baurekurskommission ist dagegen der Auffassung, der Zwischenbau habe zur Folge, dass das Bauvorhaben als geschlossene Ãberbauung im Sinn von § 286 Abs. 2 PBG bzw. § 31 Abs. 2 der Allgemeinen Bauverordnung vom 22. Juni 1977 (ABauV) erscheine, und zwar unabhÃ¤ngig davon ob die beiden Teile des Zwischenbaus als Besondere GebÃ¤ude im Sinn von §§ 49 Abs. 3 und 273 PBG bzw. Art. 4 und 29 der Bau- und Zonenordnung der Gemeinde X vom 5. Juli 1993 (BZO) zu wÃ¼rdigen seien. </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">2. Laut § 286 PBG sind GebÃ¤ude, wo nicht anderes bestimmt ist, in offener Ãberbau­ung zu erstellen (Abs. 1); die geschlossene Ãberbauung kann samt der dabei zulÃ¤ssigen Bautiefe und GesamtlÃ¤nge durch die Bau- und Zonenordnung, durch Sonderbauvorschriften und GestaltungsplÃ¤ne, durch den Quartierplan oder durch den Baulinienplan vorgeschrie­­ben oder erlaubt werden. Nach der Legaldefinition von § 31 ABauV gilt als offen eine Ãberbauung, deren GebÃ¤ude nach allen Seiten frei stehen (Abs. 1); als geschlossen gilt eine Ãberbauung, bei der GebÃ¤ude einseitig oder mehrseitig zusammengebaut oder auf eine Grenze gestellt sind oder gestellt werden dÃ¼rfen bzw. mÃ¼ssen (Abs. 2). In der Kernzone K II, wo sich das BaugrundstÃ¼ck befindet, ist gemÃ¤ss Art. 5 BZO die geschlossene Ãber­­bauung bis zur zonengemÃ¤ssen maximalen GebÃ¤udelÃ¤nge zulÃ¤ssig, das heisst gemÃ¤ss Art. 4 Abs. 1 BZO bis zu einer GebÃ¤udelÃ¤nge von 25 m.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">3. Die Legaldefinition von § 31 ABauV unterscheidet nicht nach GebÃ¤udearten: Als geschlossen gilt jede Ãberbauung bei der GebÃ¤ude (an der Grenze) einseitig oder mehrseitig zusammengebaut oder auf eine Grenze gestellt sind oder gestellt werden dÃ¼rfen bzw. mÃ¼s­sen. Soweit die Argumentation des BeschwerdefÃ¼hrers auf die Auffassung hinauslÃ¤uft, eine geschlossene Ãberbauung entstehe nur durch den Zusammenbau von HauptgebÃ¤uden, ist sie mit diesem klaren Wortlaut unvereinbar (vgl. RB 1991 Nr. 66). Insoweit ist der Vor­instanz ohne Weiteres beizupflichten. Dass Art. 5 BZO die geschlossene Ãberbauung bei gleich­zei­tiger Erstellung der HauptgebÃ¤ude zulÃ¤sst, Ã¤ndert daran nichts. Diese Bestimmung regelt den Zusammenbau von HauptgebÃ¤uden, wÃ¤hrend derjenige von Besonderen GebÃ¤uden fÃ¼r die Kernzone in Art. 4 Abs. 2 und allgemein in Art. 29 BZO geregelt ist. FÃ¼r die Ab­grenzung zwi­schen offener und geschlossener Bauweise lÃ¤sst sich daraus nichts ableiten.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">4. Nach der Auffassung der Vorinstanz hat der Zusammenbau zur Folge, dass fÃ¼r die Bestimmung der GebÃ¤udelÃ¤nge mindestens die beiden MehrfamilienhÃ¤user zusammengerechnet werden mÃ¼ssen (25 und 14,81 m), was unbestrittenermassen zu einer Ãberschrei­tung des gemÃ¤ss Bauordnung zulÃ¤ssigen Masses von 25 m fÃ¼hrt. Der BeschwerdefÃ¼hrer da­gegen will diese Folge nur gelten lassen, wenn zwei HauptgebÃ¤ude direkt zusammengebaut werden, und nicht, wenn ihr Zusammenbau durch das DazwischenfÃ¼gen von Besonderen Ge­­bÃ¤uden im Sinn von § 273 PBG erfolgt. Zur BegrÃ¼ndung verweist er in erster Linie auf § 28 Abs. 2 ABauV, wonach bei der Bestimmung der GebÃ¤udelÃ¤nge Besondere GebÃ¤ude im Sinn von § 49 Abs. 3 PBG ausser Ansatz fallen, sofern die Bau- und Zonenordnung nicht etwas anderes bestimme, was in X nicht zutreffe. </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">a) § 286 Abs. 1 PBG, wonach mangels anderer Vorschrift GebÃ¤ude in offener Ãber­bau­ung zu erstellen sind, schliesst als Regel das Bauen an der Grenze aus und gilt damit, wie bereits festgehalten wurde, fÃ¼r alle GebÃ¤ude; nur die Voraussetzungen fÃ¼r den abweichend von dieser Regel zulÃ¤ssigen Grenzbau kÃ¶nnen fÃ¼r HauptgebÃ¤ude und besondere GebÃ¤ude unterschiedlich geregelt, das heisst der Grenzbau fÃ¼r Besondere Bauten erleichtert wer­den (§ 49 Abs. 3 PBG). Wird die geschlossene Bauweise zugelassen, so sind zwingend auch die GesamtlÃ¤nge und die zustimmungsfreie Bautiefe beim Grenzbau zu regeln (§ 49 Abs. 2 lit. f PBG). </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">b) DarÃ¼ber, wie diese massgebliche GesamtlÃ¤nge zu ermitteln ist, wenn eine (geschlossene) Ãberbauung sich nicht nur aus HauptgebÃ¤uden zusammensetzt, sondern auch Besondere Bauten umfasst, enthÃ¤lt weder das kantonale noch das hier anwendbare kommu­nale Recht ausdrÃ¼ckliche Regeln. Gilt wie hier die kantonalrechtliche Regelung von § 28 Abs. 2 ABauV, wonach bei der Bestimmung der GebÃ¤udelÃ¤nge Besondere GebÃ¤ude im Sinn von § 49 Abs. 3 PBG ausser Ansatz fallen, so dÃ¼rfen sie bei der Ermittlung der Gesamt­lÃ¤nge nicht berÃ¼cksichtigt werden; davon ist auch die Vorinstanz ausgegangen.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Die Baurekurskommission hat im angefochtenen Entscheid jedoch erwogen, als Ge­bÃ¤u­delÃ¤nge gelte gemÃ¤ss § 28 Abs. 1 ABauV die lÃ¤ngere Seite des flÃ¤chenkleinsten Rechtecks, welches die senkrecht auf den Boden projizierte grÃ¶sste, durch die massgebliche Fassa­denlÃ¤nge gebildete GebÃ¤udeumfassung umschreibe; bei einer geschlossenen Ãberbauung sei das fÃ¼r die GebÃ¤udelÃ¤ngenberechnung herbeizuziehende Rechteck Ã¼ber die gesamte Ãber­­bauung zu legen. Diese Auffassung widerspricht offenkundig § 28 Abs. 2 ABauV, wonach bei der Bestimmung der GebÃ¤udelÃ¤nge Besondere GebÃ¤ude im Sinn von § 49 Abs. 3 PBG ausser Ansatz fallen, sofern die Bau- und Zonenordnung nicht etwas anderes bestimmt. Die Vorinstanz hat denn auch nicht die so ermittelte GesamtlÃ¤nge berÃ¼cksichtigt, sondern lediglich die innerhalb dieses Rechtecks liegenden âLÃ¤ngenâ der beiden HauptgebÃ¤ude. In ihrer Vernehmlassung hat sie als zusÃ¤tzliche BegrÃ¼ndung nachgeschoben, dass durch das AneinanderfÃ¼gen von HauptgebÃ¤uden und Besonderen Bauten âunend­lichâ lange Ãberbauungen entstehen kÃ¶nnten, wenn nicht die LÃ¤ngen der durch Besondere Bauten verbundenen HauptgebÃ¤ude gesamthaft massgeblich wÃ¤ren. Diese Ãberlegung ist zwar grundsÃ¤tzlich richtig, Ã¼bersieht aber, dass die Verbindung von HauptgebÃ¤uden durch Besondere Bauten nicht zu geringeren AbstÃ¤nden zwischen den HauptgebÃ¤uden fÃ¼hrt; aus dieser Sicht besteht kein Grund, in einem solchen Fall die LÃ¤nge der einzelnen HauptgebÃ¤u­­de zur Ermittlung der gesamten GebÃ¤udelÃ¤nge zusammenzuzÃ¤hlen. Es ist denn auch kein Ã¶ffentliches Interesse ersichtlich, das es erfordern wÃ¼rde, eine Ãberbauung anders zu behandeln, je nachdem ob die Besonderen Bauten als Grenzbauten zwischen die HauptgebÃ¤ude gestellt oder je auf der anderen Seite der beiden HauptgebÃ¤ude angebaut werden. Be­sondere Bauten sind schon nach kantonalem Recht bezÃ¼glich GebÃ¤udehÃ¶he beschrÃ¤nkt, so dass sie sich deutlich von HauptgebÃ¤uden abheben und trotz des Zusammenbaus nicht der Eindruck durchgehender GebÃ¤uderiegel entsteht. Das zeigt auch das zur Beurteilung stehen­­de Projekt; neben den wuchtigen HauptgebÃ¤uden fÃ¤llt der umstrittene Zwischenbau er­scheinungsmÃ¤ssig nicht ins Gewicht. Auch der Umstand, dass die beiden HauptgebÃ¤ude durch die Unterniveaugarage baulich/funktionell miteinander verbunden sind und auf dem Zwischenbau eine durchgehende Terrasse angelegt werden soll, rechtfertigt kein Zusammen­­rechnen der LÃ¤ngen der beiden HauptgebÃ¤ude. Falls eine Gemeinde verhindern will, dass, wie die Baurekurskommission befÃ¼rchtet, durch das Aneinanderreihen von Haupt- und Besonderen GebÃ¤uden âunendlichâ lange Ãberbauungen entstehen, steht es ihr frei, gestÃ¼tzt auf § 28 Abs. 2 ABauV die Besonderen GebÃ¤ude als an die GebÃ¤udelÃ¤nge anrechen­bar zu bezeichnen. </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Zusammenfassend ist deshalb festzuhalten, dass weder das kantonale noch das hier anwendbare kommunale Recht eine Regel enthalten, wonach bei durch Besondere Bauten mit­einander verbundenen HauptgebÃ¤uden fÃ¼r die Bestimmung der GebÃ¤udelÃ¤nge die Gesamt­­lÃ¤nge der verbundenen HauptgebÃ¤ude massgeblich ist. Soweit die Baurekurskommission zum Schluss gekommen ist, dass die GebÃ¤udelÃ¤nge unabhÃ¤ngig davon Ã¼berschritten sei, ob es sich beim Zwischenbau um Besondere GebÃ¤ude handle, ist ihr Entscheid rechts­irrtÃ¼mlich. </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">5. Wie der BeschwerdefÃ¼hrer einrÃ¤umt, Ã¼berschreitet der Zwischenbau insgesamt das gemÃ¤ss Bauordnung zulÃ¤ssige Mass von 50 m<sup>2</sup> GebÃ¤udegrundflÃ¤che und schliesst die Nutzungsbezeichnung âDisponibelâ in den BaueingabeplÃ¤nen nicht aus, dass die RÃ¤ume dem dauernden Aufenthalt von Menschen dienen kÃ¶nnen, was bei Besonderen Bauten nicht zulÃ¤ssig ist. Der BeschwerdefÃ¼hrer macht geltend, diese MÃ¤ngel rechtfertigten keine Bauverweigerung, sondern kÃ¶nnten gestÃ¼tzt auf § 321 Abs. 1 PBG durch Nebenbestimmun­­gen geheilt werden.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">a) Bei der Ãberschreitung der zulÃ¤ssigen GrundflÃ¤che trifft dies ohne weiteres zu. Die GrundflÃ¤che beider RÃ¤ume betrÃ¤gt zusammen 66,7 m<sup>2</sup>. Entweder muss diese FlÃ¤che auf 50 m<sup>2</sup> reduziert werden, was durch eine VerkÃ¼rzung der beiden RÃ¤ume ohne tiefgreifen­­de ProjektÃ¤nderung bewerkstelligt werden kann, oder vor Baubeginn ist die in den PlÃ¤nen vorgesehene Parzellierung zwischen den beiden RÃ¤umen vorzunehmen.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">b) Vorweg ist zu bemerken, dass die bei den Akten liegenden BaueingabeplÃ¤ne insofern unvollstÃ¤ndig sind, als sie keine Fassadenansichten des Zwischenbaus von Westen und von Norden zeigen. Soweit aus diesen unvollstÃ¤ndigen PlÃ¤nen ersichtlich, sollen die beiden zu disponibler Nutzung vorgesehenen RÃ¤ume nicht direkt mit den angrenzenden Woh­nungen verbunden werden, sondern nur vom Freien her zugÃ¤nglich sein, nÃ¤mlich entweder Ã¶stlich beim Eingang des Hauses A oder westlich von den angrenzenden GartensitzplÃ¤tzen her.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Die beiden RÃ¤ume sind als Besondere GebÃ¤ude ausdrÃ¼cklich nur zur Nutzung als Lager- und AbstellrÃ¤ume zuzulassen. Auf Grund der fehlenden internen Erschliessung ist die Gefahr gering, dass sie trotz einer solchen gemÃ¤ss § 321 Abs. 2 PBG im Grundbuch anzumerkenden NutzungsbeschrÃ¤nkung zu Wohn- oder Arbeitszwecken genutzt werden. Immerhin rechtfertigt es sich, auch die Belichtung der RÃ¤ume auf die zulÃ¤ssige Nutzung auszurichten, indem die vorgesehenen FenstertÃ¼ren zu den SitzplÃ¤tzen durch massive TÃ¼ren ersetzt werden und die Breite der beiden Fenster in der Westfassade je auf 1 m reduziert wird. Der Gemeinderat wird die Baubewilligung mit den entsprechenden Nebenbestim­mungen zu ergÃ¤nzen haben.</p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1">6. Die Beschwerde erweist sich damit als begrÃ¼ndet und ist gutzuheissen. ... </p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><a id="Text12"></a>DemgemÃ¤ss entscheidet die Kammer:</p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug2">1.<span> </span>Die Beschwerde wird gutgeheissen. Der Rekursentscheid vom 17. Januar 2003 und die Dispositiv Ziffer 1.2 der Baubewilligung vom 17. Juli 2002 werden insoweit aufgehoben, als die Baubewilligung fÃ¼r den geplanten Zwischenbau verweigert wurde; der Ge­meinderat X wird eingeladen, die Baubewilligung verbunden mit Nebenbestim­mun­gen im Sinne der ErwÃ¤gungen zu erteilen.</p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2">2. ...</p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>