<h2>SubmittedText<h2><p>Philippe und Corinna Berclaz, beide Schweizer Staatsangehörige, leben mit ihren drei Kindern in Honduras, wo sie mit sozialem Engagement (anständige Löhne, Finanzierung der Schule etc.) und umweltschutzgerecht (tropischer Regenwald) eine Kakaoplantage bewirtschaften und einen Industriebetrieb für Zementerzeugnisse führen. Sie haben sich schriftlich an mehrere Parlamentarier gewandt, um darauf aufmerksam zu machen, dass sie Opfer von Verfolgungen und Morddrohungen sind, weil sich eine bedeutende Drogenhändlerorganisation in der Nähe ihres Betriebes befindet.</p><p>Da es ihnen nicht gelang, von den hondurischen Behörden einen wirksamen Schutz zu erhalten, haben sie sich an die Schweizer Botschaft in Guatemala gewendet, um über eine diplomatische Note, in der die hondurische Regierung um eine Erklärung gebeten wird, direkte Unterstützung zu erhalten.</p><p>Die Schweizer Botschaft weigert sich, bei den hondurischen Behörden zu vorstellig zu werden und rät der Familie Berclaz, einen Anwalt zu beauftragen und ins Auge zu fassen, Honduras zu verlassen.</p><p>Ist der Bundesrat bereit, bei der zuständigen Botschaft zu intervenieren, damit eine diplomatische Demarche zum Schutze unserer fünf mutigen Landsleute unternommen wird?</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Der Bundesrat hat von der Situation der Familie Berclaz in Honduras Kenntnis genommen. Zum Zeitpunkt Ihrer Anfrage hatte das Eidgenössischen Departement für auswärtige Angelegenheiten bereits Vorkehrungen zum Schutze der Familie Berclaz vor Ort getroffen.</p><p></p><p>Am 15. Juni 1998 war der schweizerische Honoralkonsul in Honduras nach La Ceiba gereist, um sich persönlich ein Bild über die Situation der Familie Berclaz machen zu können. Anlässlich dieses Treffens konnten die anstehenden Probleme besprochen und mögliche Lösungswege erörtet werden. Dabei stellte sich heraus, dass der Ursprung der Sicherheitsprobleme der Familie Berclaz in einer nachbarrechlichen Auseinandersetzung lag.</p><p></p><p>Die Familie Berclaz fand in der Folge mit ihrem direkten Nachbarn eine gütliche Lösung bezüglich des strittigen Durchfahrtsrechts; dh. dem Nachbarn wurde die Erlaubnis erteilt, den umstrittenen Zufahrtsweg am Rande des Grundstücks zu benutzen. In einem zweiten Schritt ist geplant, bei der Gemeinde das Ausscheiden der Zufahrtsstrasse aus dem Privatbesitz der Familie Berclaz zu beantragen. Mit einer Aufnahme ins öffentliche Strassennetz wäre in Zukunft die Gemeinde und nicht mehr die Familie Berclaz für den Weg zuständig.</p><p></p><p>Des weiteren wurde sowohl der regionale als auch der nationale honduranische Menschenrechtsbeauftragte über die Situation unserer Mitbürger informiert. Die Angelegenheit der Familie Berclaz wird vom EDA weiterhin aufmerksam verfolgt.</p>  Antwort des Bundesrates.