<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: PB.2002.00047</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="https://vgrzh.djiktzh.ch/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=https://vgrzh.djiktzh.ch&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=107197&amp;W10_KEY=4467144&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>PB.2002.00047</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 09.04.2003</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">4. Abteilung/4. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Das Bundesgericht hat eine Verwaltungsgerichtsbeschwerde gegen diesen Entscheid am 08.09.2003 gutgeheissen und den Entscheid des Verwaltungsgerichts aufgehoben. </td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Personalrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Lohnklasse</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Neueinreihung der Stationsleitungs-Stellvertretung gemäss Urteil des Verwaltungsgerichts vom 22. Januar 2001 (VK.96.00011) und Regierungsratsbeschluss (RRB) 707/2001.<br/>Eintreten (E. 1). Nach VK.96.00011 sind die Funktionsketten der Pflegenden in der Grundfunktion und mit Zusatzausbildung grundsätzlich um zwei Klassen anzuheben. Eine Diskriminierung ist glaubhaft gemacht, wenn eine Anhebung um nur eine Klasse erfolgt ist (E. 3a). Es liegt nicht im Ermessen der Behörde, zur Bereinigung des Hierarchiegefälles eine Funktion nur um eine Stufe anzuheben, ohne dass aufgrund einer (Neu-)Bewertung der betreffenden Tätigkeit von einer bisher fehlerhaften Einreihung auszugehen wäre (E. 3b-c). Bei einer Zuordnung der Stellvertretung zur Funktionskette der Stationsleitung ergibt sich die Anhebung um zwei Klassen aus RRB 707/2001 (E. 4).<br/>Gutheissung.</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ARBEITSBEWERTUNG">ARBEITSBEWERTUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: Urteile: Staats- und Verfassungsrecht UR: Garantien der EMRK ST: ART. 8 EMRK">ART. 8 EMRK</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: BESOLDUNGSKLASSE">BESOLDUNGSKLASSE</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: DISKRIMINIERUNG">DISKRIMINIERUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: GESCHLECHTERGLEICHHEIT">GESCHLECHTERGLEICHHEIT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: GLAUBHAFTMACHUNG">GLAUBHAFTMACHUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: Urteile: Staats- und Verfassungsrecht UR: Artikel 8, 9, 29 ff BV ST: GLEICHBERECHTIGUNG VON MANN UND FRAU">GLEICHBERECHTIGUNG VON MANN UND FRAU</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: Ãffentliches Dienstrecht ST: INHALT DES DIENSTVERHÃLTNISSES">INHALT DES DIENSTVERHÃLTNISSES</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: LOHNDISKRIMINIERUNG">LOHNDISKRIMINIERUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: LOHNGLEICHHEIT">LOHNGLEICHHEIT</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: LOHNKLASSE">LOHNKLASSE</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: PFLEGEBERUFE">PFLEGEBERUFE</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: RECHTSGLEICHHEIT">RECHTSGLEICHHEIT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: STATIONSLEITUNG">STATIONSLEITUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ÃBERFÃHRUNGSREGELUNG">ÃBERFÃHRUNGSREGELUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ZIVILRECHTLICHE ANSPRÃCHE">ZIVILRECHTLICHE ANSPRÃCHE</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade">Art. 8 lit. I BV</span><br/><span class="gerade">Art. 8 lit. III BV</span><br/><span class="ungerade">Art. 6 lit. I EMRK</span><br/><span class="gerade">Art. 3 GlG</span><br/><span class="ungerade">Art. 6 GlG</span><br/><span class="gerade">§ 74 lit. II VRG</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 3 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Einzug1"><span>I. A. Mit Entscheid vom 22. Januar 2001 hiess das Verwaltungsgericht die Gleichstellungsklagen diverser BerufsverbÃ¤nde und EinzelklÃ¤gerinnen betreffend die Einreihung der Diplomierten Krankenpflegenden, der Diplomierten Krankenpflegenden mit Zusatz-aus­bildung (mZA) und der Stationsleitungen teilweise gut. Darin hielt es fest, dass die Diplomierten Krankenpflegenden, denen Auszubildende und/oder Hilfspersonal unterstellt sei­en, grundsÃ¤tzlich in die Lohnklassen 14 oder 15 (anstatt 12 bis 13), die Diplomierten Kran­kenpflegenden mZA in die Klassen 15 oder 16 (statt wie bisher 13 bis 14) und die Stationsleitungen in die Klassen 15, 16 oder 17 (statt wie bisher 14 bis 16) einzureihen seien (VK.96.00011, E. 4a+10c, www.vgrzh.ch/rechtsprechung). Gleichentags ergingen noch andere Urteile betreffend Gleichstellungsklagen im Gesundheitswesen (in Sachen BerufsschullehrkrÃ¤fte im Gesundheitswesen [VK.96.00013], Physiotherapierende [VK.96.00015] und Ergotherapierende [VK.96.00017], alle unter www.vgrzh.ch/rechtspre-chung).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Am 16. Mai 2001 erliess der Regierungsrat des Kantons ZÃ¼rich mit Beschluss (RRB) 707/2001 einen Einreihungsplan (Neueinreihung Gesundheitsberufe). Demnach sind Diplomierte Krankenschwestern/-pfleger mit Diplomniveau II (DN II) neu in die Lohnklasse 14 einzureihen, Krankenschwestern/-pfleger mZA in die Lohnklassen 15-16 und die Stationsleitung in Lohnklasse 16-18. Am 29. August 2001 genehmigte der Regierungsrat sodann eine mit den PersonalverbÃ¤nden am 11. Juli 2001 getroffene Vereinbarung betreffend Lohnnachzahlungen im Gesundheitswesen (RRB 1283/2001).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>B. A arbeitete vom 1. Januar 1977 bis zum 31. Oktober 1988 als Diplomierter Pfleger in der Klinik X. Vom 1. November 1988 bis zum 31. Januar 1989 war er als Abteilungsleiter im Krankenheim Y tÃ¤tig. Danach kehrte er in die Klinik X zurÃ¼ck, wo er ab 1. MÃ¤rz 1989 bis 29. Februar 2000 als Stationsleitungs-Stellver­treter tÃ¤tig war.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Auf 1. November 2000 wurde A in der Richtposition Diplomierter Pfleger mZA als Stationsleitungs-Stellvertreter in der Klinik X auf der Station Z in die Lohnklasse (LK) 14 Leistungsstufe (LS) 2 eingereiht. In Beachtung von RRB 707/2001 erfolgte per 1. Juli 2001 die Neueinreihung in LK 15 LS 3. Im Rahmen der Lohnnachzahlungen gemÃ¤ss RRB 1283/2001 erhielt A zudem ins­gesamt Fr. 58'150.35 ausbezahlt, was pauschalierten Nachzahlungen im Umfang von zwei Klassen entspricht.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Gegen die Einreihung in LK 15 wandten sich A und weitere 14 Stations­leitungs-Stell­vertretende mit Einsprache vom 5. Juli 2001 an die Klinik X. Sie em­pfÃ¤nden es als grosse Ungerechtigkeit und fehlende WertschÃ¤tzung ihrer Arbeit, dass sie nur um eine Lohnklasse, alle Ã¼brigen Funktionen in der Pflege hingegen um zwei Lohnklas­sen aufgestiegen seien. A wandte sich mit weiterem Schreiben vom 10. Juli 2001 in derselben Sache erneut an die Klinik X, um seiner Unzufriedenheit mit der Ein­reihung in LK 15 Ausdruck zu geben. Am 22. August 2001 fand deswegen eine gemeinsame Sitzung mit den Betroffenen statt. Mit VerfÃ¼gung vom 31. August 2001 berief sich die Klinik X fÃ¼r ihren Standpunkt auf RRB 707/2001, wonach die Einreihung der Stellvertretenden in der Regel um eine bis drei Lohnklassen tiefer als die ent­sprechende leitende Funktion vorzunehmen sei; gestÃ¼tzt darauf seien alle Stellvertretun­gen in der Klinik X um zwei Lohnklassen tiefer als die entsprechende leitende Funk­tion eingestuft worden. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>II. Dagegen liess A am 25. September 2001 bei der Gesundheitsdirektion Rekurs erheben und beantragen, er sei per 1. Juli 2001 neu in LK 16 Stufe 14 (entspricht LK 16 LS 3) einzureihen. Die vorgenommene Einstufung in LK 15 LS 3 widerspre­che dem Verwaltungsgerichtsurteil vom 22. Januar 2001 und RRB 707/2001, wonach die Funktion Diplomierte Krankenpflegende mZA um zwei Klassen angehoben werden mÃ¼sse; es verbleibe kein Spielraum fÃ¼r eine niedrigere Einstufung. In der Rekursantwort vom 22. Oktober 2001 hielt die Klinik X an ihrem Standpunkt fest. In der Folge machte sich die Gesundheits­direktion Ã¼ber die konkrete Ausgestaltung der Stationsleitungs-Stellvertretung in der Klinik X kundig und wies am 15. November 2002 den Rekurs ab.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>III. Dagegen liess A am 19. Dezember 2002 Beschwerde an das Verwal­tungsgericht einlegen und erneut beantragen, er sei per 1. Juli 2001 in LK 16 Stufe 14 einzureihen. In der Beschwerdeantwort bestritt die Klinik X die AusfÃ¼hrungen in der Beschwerdeschrift und beantragte Abweisung der Beschwerde. Die Gesundheitsdirektion liess sich am 5./6. Fe­bruar 2003 einlÃ¤sslich vernehmen und beantrag­te ebenfalls Abweisung der Beschwerde.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die Kammer zieht in ErwÃ¤gung:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>1. a) Streitigkeiten vor Verwaltungsgericht, deren Streitwert Fr. 20'000.- nicht Ã¼bersteigt, werden durch den Einzelrichter behandelt. In FÃ¤llen von grundsÃ¤tzlicher Bedeutung kann die Entscheidung allerdings der Kammer Ã¼bertragen werden (§ 38 Abs. 2 und 3 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 [VRG]). Bei einem noch andauernden DienstverhÃ¤ltnis gelten als Streitwert die streitigen BesoldungsansprÃ¼che bis zum Zeitpunkt der HÃ¤ngigkeit beim Verwaltungsgericht zuzÃ¼glich AnsprÃ¼che bis zur nÃ¤chstmÃ¶glichen AuflÃ¶sung des DienstverhÃ¤ltnisses (Alfred KÃ¶lz/JÃ¼rg Bosshart/Martin RÃ¶hl, Kommen­­tar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons ZÃ¼rich, 2. A., ZÃ¼rich 1999, § 38 N. 5; RB 1998 Nr. 48).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Aus der Differenz zwischen den Einreihungsklassen 15 und 16 (jeweils LS 3) resul­tiert beim BeschÃ¤ftigungsgrad des BeschwerdefÃ¼hrers von 100 % ein Streitwert von hÃ¶chs­tens rund Fr. 12'000.- (vgl. § 17 Abs. 1 des Personalgesetzes vom 27. September 1998). Weil die vorliegende Angelegenheit jedoch von grundsÃ¤tzlicher Bedeutung ist, ist die Sache dennoch durch die Kammer zu entscheiden.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) Die Beschwerde richtet sich gegen einen Rekursentscheid der Gesundheitsdirektion des Kantons ZÃ¼rich Ã¼ber eine personalrechtliche Anordnung gemÃ¤ss § 74 Abs. 1 VRG. Ungeachtet § 74 Abs. 2 VRG ist das LohngefÃ¼ge vom Verwaltungsgericht jedenfalls insoweit Ã¼berprÃ¼fbar, als es darum geht, eine allfÃ¤llige <i>geschlechtsdiskriminierende</i> Lohnbenach­­teiligung ausfindig zu machen (vgl. VGr, 23. Oktober 2002, PB 2002.00022, E. 1b, www.vgrzh.ch/rechtsprechung; Bea Rotach Tomschin, Die Revision des ZÃ¼rcher Verwaltungsrechtspflegegesetzes, ZBl 98/1997, S. 433 ff., 451; Andreas Keiser, Rechtsschutz im Ã¶ffentlichen Personalrecht nach dem revidierten Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons ZÃ¼rich, ZBl 99/1998, S. 193 ff., 217; KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 74 N. 12 f.). </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Der BeschwerdefÃ¼hrer beruft sich fÃ¼r den behaupteten Anspruch auf das Urteil des Verwaltungsgerichts vom 22. Januar 2001 (VK.96.00011, www.vgrzh.ch/recht­sprechung) und auf RRB 707/2001, die bei seiner Neueinreihung nicht korrekt umgesetzt worden seien. Mit seiner Anhebung um nur eine Lohnklasse und der um eine zusÃ¤tzliche Lohnklasse erhÃ¶hten Abstufung zwischen der Stationsleitung und der stellvertretenden Stationsleitung bewerte der Beschwerdegegner faktisch die Funktion der stellvertretenden Stationsleitung neu. FÃ¼r eine neue Bewertung und Beurteilung der Funktion des BeschwerdefÃ¼hrers bestehe aber kein Anlass. Der Beschwerdegegner versuche, damit die vom Verwaltungsgericht angeordnete Behebung der Diskriminierung zu umgehen. Wie dargelegt, hat­te das Ver­wal­tungsgericht im Urteil vom 22. Januar 2001 festgehalten, dass die Krankenpflegenden mZA von LK 13 und 14 neu in LK 15 oder 16 einzureihen seien, um die festge­stellte Lohndiskriminierung zu beheben (VK.96.00011, E. 10c/bb, www.vgrzh.ch/recht­spre­chung; vgl. auch RRB 707/2001 E. A). Soweit der BeschwerdefÃ¼hrer eine fehlerhafte Umsetzung dieses Ent­scheids geltend macht, beruft er sich letztlich auf eine Verletzung von Art. 3 des Gleichstellungsgesetzes vom 24. MÃ¤rz 1995 (GlG), womit die ZustÃ¤ndigkeit des Verwaltungsgerichts zur Beurteilung der vorliegenden Beschwerde gegeben ist. Auf die Beschwerde ist daher ein­zutreten.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>c) Die Ausschlussbestimmung von § 74 Abs. 2 VRG kann im Ãbrigen dann nicht zur Anwendung gelangen, wenn sich ein Anspruch auf eine gerichtliche Beurteilung aus Art. 6 Abs. 1 der EuropÃ¤ischen Menschenrechtskonvention (EMRK) ergibt. Nach der neueren Praxis des EuropÃ¤ischen Gerichtshofs fÃ¼r Menschenrechte und des Bundesgerichts, der sich das Verwaltungsgericht angeschlossen hat, stellen VermÃ¶gensansprÃ¼che aus dem Ã¶ffent­lich-rechtlichen DienstverhÃ¤ltnis grundsÃ¤tzlich zivilrechtliche Streitigkeiten im Sinn von Art. 6 Abs. 1 EMRK dar. Besoldungsstreitigkeiten sind hiervon nur ausgenommen, wenn die betreffenden Angestellten des Gemeinwesens allgemeine Staatsinteressen zu wah­­ren haben und an der AusÃ¼bung der Ã¶ffentlichen Gewalt teilhaben (VGr, 20. No­vember 2002, PB.2002.00027, E. 2b, www.vgrzh.ch/rechtsprechung, mit weiteren Hin­weisen). Dies trifft namentlich auf die AngehÃ¶rigen von Armee und Polizei zu, nicht aber auf den Be­schwerdefÃ¼hrer als Pfleger, ungeachtet seines Anteils an den Leitungs­funktionen (vgl. EGMR, 8. Dezember 1999, Pellegrini, 28541/95, § 66 in Verbindung mit §§ 37-41, Rec. 1999-VIII, hudoc.echr.coe.int; Jens Meyer-Ladewig, Konvention zum Schut­ze der Menschenrechte und Grundfreiheiten, Hand­kommentar, Baden-Baden 2003, Art. 6 Rn. 10 ff.). Auf die vorliegende Beschwerde ist daher auch aufgrund von Art. 6 Abs. 1 EMRK einzutreten.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>2. Der BeschwerdefÃ¼hrer stÃ¼tzt seinen Anspruch vorab auf eine Verletzung des Gleich­stellungsgesetzes. Art. 8 Abs. 3 der Bundesverfassung vom 18. April 1999 (BV) und Art. 3 GlG verbieten jede direkte oder indirekte Benachteiligung von Arbeit­nehmerinnen und Arbeitnehmern aufgrund ihres Geschlechts. Eine direkte Diskriminierung liegt vor, wenn sich eine Ungleichbehandlung ausdrÃ¼cklich auf die GeschlechtszugehÃ¶rigkeit oder auf ein Kriterium stÃ¼tzt, das nur von einem der beiden Geschlechter erfÃ¼llt werden kann, und sie sich nicht sachlich rechtfertigen lÃ¤sst. Von einer indirekten Diskriminierung ist dem­gegenÃ¼ber auszugehen, wenn eine formal geschlechtsneutrale Regelung im Ergebnis wesentlich mehr bzw. Ã¼berwiegend AngehÃ¶rige des einen Geschlechts ohne sach­liche Rechtfertigung gegenÃ¼ber jenen des anderen erheblich benachteiligt. Untersagt sind insbesondere Lohnunterschiede, die auf geschlechtsspezifischen UmstÃ¤nden beruhen. Dabei kann sich eine Diskriminierung sowohl aus der generellen Einstufung bestimmter geschlechtsspezifischer Funktionen ergeben als auch aus der konkreten EntlÃ¶hnung einer be­stimmten Person im Vergleich zu einer solchen des anderen Geschlechts (Elisabeth Freivogel in: Margrith Bigler-Eggenberger/Claudia Kaufmann [Hrsg.], Kommentar zum Gleich­­stellungsgesetz, Basel/Frankfurt a.M. 1997, Art. 3 Rz. 8+15; Ulrich HÃ¤felin/Georg MÃ¼ller, Allgemeines Verwaltungsrecht, 4. A., ZÃ¼rich/Basel/Genf 2002, Rz. 494). <span>MÃ¤nner in so genannt typischen Frauenberufen kÃ¶nnen ebenso wie ihre Berufskolleginnen den Lohn­gleichheitsanspruch geltend machen (vgl. Freivogel, Art. 3 Rz. 115 und Anm. 140; HansjÃ¶rg Seiler, Gleicher Lohn fÃ¼r gleichwertige Arbeit, ZBl 104/2003, S. 113 ff., 118 und Anm. 51; VGr, 26. MÃ¤rz 2003, PB.2003.00004, E. 1b, www.vgrzh.ch/recht­sprechung).</span></span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>3. Der BeschwerdefÃ¼hrer macht geltend, allein seine frÃ¼here Einreihung in LK 14 und seine Anhebung um nur eine Lohnklasse bewiesen, dass in seinem Fall die Umsetzung des Verwaltungsgerichtsurteils vom 22. Januar 2001 (VK.96.00011, www.vgrzh.ch/recht­sprechung) nicht korrekt erfolgt und daher eine Lohndiskriminierung bestehen geblieben sei. Selbst wenn aber seine konkrete TÃ¤tigkeit ein wesentliches Sachverhaltselement darstell­­te und daher noch Ã¼berprÃ¼ft werden mÃ¼sste, gelange man zum selben Ergebnis. Die Vor­instanz geht demgegenÃ¼ber im Wesentlichen davon aus, dass kein individueller Anspruch auf eine schematische Anhebung um zwei Klassen bestehe und die Neueinreihung des BeschwerdefÃ¼hrers den Ermessensspielraum der Verwaltung nicht Ã¼berschreite.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>a) aa) GemÃ¤ss dem Urteil des Verwaltungsgerichts vom 22. Januar 2001 ergibt sich aus der Einreihung der Diplomierten Krankenpflegenden in die Klassen 14 und 15 die Einreihung der Funktionskette der Diplomierten Krankenpflegenden mZA in die Klassen 15 und 16 (VK.96.00011, E. 10c/bb, www.vgrzh.ch/rechtsprechung). Zwar trifft zu, dass sich hieraus kein individueller Anspruch auf einen Anstieg um zwei Klassen ohne BerÃ¼cksichtigung der ausgeÃ¼bten TÃ¤tigkeit ergibt (VGr, 23. Oktober 2002, PB.2002.00022, E. 2a, www.vgrzh.ch/rechtsprechung). So ist es dem Beschwerdegegner selbstverstÃ¤ndlich nicht verwehrt, im Rahmen der ÃberfÃ¼hrung behelfsmÃ¤ssige und unrichtige Zuordnungen zu Richtpositionen neu korrekt festzulegen, was sich auf die Einreihung auswirken kann. Allerdings ist das Verwaltungsgericht davon ausgegangen, dass zur Behebung der Lohndiskriminierung die gesamten <i>Funktionsketten</i> als solche anzuheben seien. Der Beschwerdegegner ist also nicht frei, die Diplomierten Krankenpflegenden mZA, die vorher in LK 14 eingereiht waren, wahlweise in LK 15 oder in LK 16 zu Ã¼berfÃ¼hren. Eine Durchbrechung oder Neudefinition der Funktionskette darf nur erfolgen, wenn sie sich mit einer Bewertung der ausgeÃ¼bten TÃ¤tigkeit begrÃ¼nden lÃ¤sst.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>bb) Der BeschwerdefÃ¼hrer Ã¼bt als Diplomierter Krankenpfleger mZA eine TÃ¤tigkeit aus, die in VK.96.00011 beurteilt wurde. Obwohl das Verwaltungsgericht dabei feststellte, die betreffende Funktion sei um zwei Lohnklassen zu tief eingereiht worden, wurde der Be­­schwerdefÃ¼hrer nur um eine Lohnklasse angehoben. Dies genÃ¼gt, um eine Diskriminierung bei der Umsetzung jenes Urteils glaubhaft zu machen. Dem Beschwerdegegner obliegt deshalb der Nachweis, dass keine Diskriminierung vorliegt (VGr, 23. Oktober 2002, PB.2002.00022, E. 2b, www.vgrzh.ch/recht­sprechung). Entgegen der Ansicht der Vorinstanz wird die Glaubhaftmachung nicht auf RRB 1283/2001 Ã¼ber die Lohnnachzahlungen abgestÃ¼tzt. Eine RÃ¼ckweisung ist vorliegend nicht erforderlich, da der relevante Sachverhalt erstellt ist.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>cc) Vorinstanz und Beschwerdegegner berufen sich auf RRB 707/2001 E. B.6, wonach die Regelung der Stellvertretung unverÃ¤ndert bleibe, was bedeute, dass die Stellvertre­­tung in der Regel eine bis drei Klassen tiefer als die entsprechende Leitungsfunktion ein­gereiht werde. Sie leiten daraus ausdrÃ¼cklich oder sinngemÃ¤ss einen gerichtlich nicht Ã¼berprÃ¼fbaren Ermessensspielraum der Verwaltung ab. Diese Ansicht ist unzutreffend: Die Ver­waltung kann keine ErmessensspielrÃ¤ume in Anspruch neh­men, soweit in einem rechts­krÃ¤ftigen Gerichtsurteil eine Diskriminierung festgestellt wur­de. Aus RRB 707/2001 kÃ¶nnen ErmessensspielrÃ¤ume daher nur im Rahmen der Festlegungen der verwaltungsgerichtlichen Urteile abgeleitet werden. Die Frage, ob diese Urteile richtig umgesetzt werden, be­schlÃ¤gt die Frage der Geschlechterdiskriminierung und unterliegt daher der PrÃ¼fung durch das Verwaltungsgericht (vgl. BGE 125 II 385 E. 5d).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) Wie der Beschwerdegegner ausfÃ¼hrt, ging es ihm nicht um eine Neubewertung der TÃ¤tigkeit des BeschwerdefÃ¼hrers (so auch die Vorinstanz in der Vernehmlassung; zumindest missverstÃ¤ndlich dagegen der angefochtene Entscheid). Die Vorinstanz sieht als Grund der strittigen Neueinreihung die "Ein­ordnung [der Stationsleitungs-Stellvertretung] in der gesamtbetrieblichen Personalstruktur".</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>aa) Beschwerdegegner und Vorinstanz gehen davon aus, dass die Einreihung der Stationsleitungs-Stellvertretung sich nach dem in RRB 707/2001 (E. B.6) verankerten Grundsatz richte, dass die Stellvertretung in der Regel eine bis drei Klassen tiefer als die ent­sprechende Leitungsfunktion einzuordnen sei. Dieser Grundsatz Ã¤ndert jedoch nichts daran, dass sich die Einreihung aus der Bewertung der Richt­position ergibt, unter welche die betreffende TÃ¤tigkeit zu subsumieren ist. Nur soweit hieraus ErmessensspielrÃ¤ume folgen, kÃ¶nnte er herangezogen werden. Massgebend fÃ¼r die Einreihung des BeschwerdefÃ¼hrers sind grundsÃ¤tzlich dessen TÃ¤tigkeit und Aufgaben, nicht allgemeine GrundsÃ¤tze in Be­zug auf das HierarchiegefÃ¤lle.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>bb) Der Beschwerdegegner erklÃ¤rt die streitige ÃberfÃ¼hrung einzig damit, dass die Stellvertretungen einheitlich zwei Klassen unterhalb der Stationsleitungen eingereiht wurden. Diese BegrÃ¼ndung ist nicht geeignet, die Vermutung der Lohndiskriminierung zu widerlegen. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>c) ErgÃ¤nzend ist jedoch auf die AusfÃ¼hrungen der Vorinstanz einzugehen, wonach die Neueinreihung angesichts der TÃ¤tigkeit des BeschwerdefÃ¼hrers gerechtfertigt sei.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Der BeschwerdefÃ¼hrer ist der Richtposition des Diplomierten Pflegers mZA mit der Umschreibung "Stationsleiter-Stv." zugeordnet. Fest steht, dass er als Diplomierter Pfleger ausgebildet ist und auch als solcher arbeitet. Angezwei­felt wird jedoch die Richtigkeit seiner Zuordnung zur Richtposition: Diese Zuordnung sei behelfsweise und ergebnisorientiert erfolgt, weil fÃ¼r die Stationsleitungs-Stellvertretung keine eigene Richtposition existiere. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>aa) GemÃ¤ss der im angefochtenen Entscheid wiedergegebenen Vereinfachten Funk­tions­analyse heben sich die Diplomierten Pflegenden (DN II) mit besondern Aufgaben (mbA) wie folgt von der Grundfunktion ab: "z.B. Leitung einer Gruppe mit mehreren Betten, besondere Instruktions- oder Ausbildungsaufgaben unter der Verantwortung der Stations­schwester. Erweiterte Praxiskenntnisse." Die Funktion DN II mZA wird folgendermas­sen umschrieben: "Krankenschwes­ter/‑pfleger mit Diplom in Gesundheits- und Krankenpflege (DN II/AKP/IKP/PSYKP/KSW), Praxiserfahrung und Zusatzausbildung in HÃ¶­fa I/IPS/OPS/AnÃ¤sthe­sie oder einem vergleichbaren Spezialgebiet (z.B. Notfallschwes­ter, Sozialpsychiatrie, Gesundheitsschwester)". Eine mit DN II mZA verbundene mbA-Funk­tion um­fasst: "z.B. Leitung von Gruppen unter Verantwortung einer Leitenden Schwes­­ter (Schichtleiter/in); HÃ¶fa I: Beratung bei komplexen pflegerischen Situationen ausserhalb ihres Organisationsbereichs; MÃ¼tter- und VÃ¤terberater/in".</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die Zuordnung des BeschwerdefÃ¼hrers zur Position des Diplomierten Pflegers mZA kann zwar insofern als behelfsmÃ¤ssig bezeichnet werden, als es sich bei der Stellvertretung um eine besondere Aufgabe und nicht um eine Zusatzausbildung handelt. Massgebend sind aber jedenfalls die konkreten VerhÃ¤ltnisse.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Das Ausmass der Zusatzaufgaben bzw. ‑ausbildungen des BeschwerdefÃ¼hrers ist mÃ¶g­licherweise umstritten. In der Beschwerdeschrift wird hervorgehoben, dass er sich als Stellvertreter der Stationsleitung von der Funktion "DN II mbA" abhebe, weil er gerade nicht unter der Verantwortung der Stationsleitung arbeite. Die Vor­instanz kommt nach einer AufzÃ¤hlung der Aufgaben einer Stellvertretung zum Schluss, es liege "eine durchschnittliche Zusatzverantwortung, mit vorÃ¼bergehender voller Leitungskompetenz und ‑verantwortung sowie die Ãbernahme von einzelnen Sonderaufgaben fÃ¼r die Station" vor, wobei die Formulierung offen lÃ¤sst, ob die vorÃ¼bergehende volle Leitungskompetenz und die einzelnen Sonderaufgaben unter die "durchschnittliche Zusatzverantwortung" sub­su­miert oder als zusÃ¤tzliche Aufgaben aufgefasst werden. Dem Beschwer­degegner erscheint eine Mehrverantwortung der Stationsleitungs-Stellvertreten­den im Vergleich zu andern mbA-Funktionen "zumindest fraglich".</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Jedenfalls Ã¼bt der BeschwerdefÃ¼hrer zusÃ¤tzlich zur eigentlichen Stellvertretung â die bei Abwesenheit der Stationsleiterin wahrzunehmen ist â im Einklang mit dem Stellenbe­schrieb gewisse auf Dauer delegierte Sonderaufgaben aus. Hierzu ist auch die Ãberwachung der ihrerseits in LK 15 eingereihten Praktikumsbegleitung und deren Vertretung zu zÃ¤hlen. Eine Zusatzausbildung wird nach Angaben des Beschwerdegegners bei der BefÃ¶rderung zum Stellvertreter bzw. zur Stellvertreterin nicht erwartet, aber gewichtet; nach der BefÃ¶rderung ist eine Zusatzausbildung Pflicht, wobei â im Unterschied zur Zusatzausbildung, die in der Richtposition "DN II mZA" angesprochen wird â anscheinend eine Ausbildung fÃ¼r FÃ¼h­rungskrÃ¤fte und nicht eine Fachausbildung vorausgesetzt wird. Der BeschwerdefÃ¼hrer hat ein FÃ¼hrungsseminar und diverse fachliche Weiterbildungen absolviert.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Insgesamt stÃ¼tzt die Ãbersicht Ã¼ber die Aufgaben, TÃ¤tigkeiten und Ausbildungen des BeschwerdefÃ¼hrers die von der frÃ¼heren Einreihung in LK 14 nahe gelegte Bewertung, dass sich seine Funktion durch mehrere Qualifikationen von derjenigen eines Diplomierten Pflegers in der Grundfunktion abhebt: Zwar bleibt offen, ob die verlangten Zusatzausbildun­­gen mit den in der Richtpositionsumschreibung genannten gleichwertig sind, doch stellt bereits die Stellvertretungsfunktion hÃ¶here Anforderungen als die AusfÃ¼hrung besonderer Auf­gaben unter der alleinigen Verantwortung der Stationsleitung. Die Bedeutung der Ã¼brigen Sonderaufgaben des BeschwerdefÃ¼hrers braucht unter diesen UmstÃ¤nden nicht nÃ¤her untersucht zu werden. Das vorliegende Ergebnis wird von den AusfÃ¼hrungen des Beschwer­­degegners und der Vorinstanz denn auch nicht schlÃ¼ssig widerlegt (und nicht einmal konsequent bestritten); insbesondere rÃ¤umen Beschwerdegegner und Vorinstanz ausdrÃ¼cklich ein, dass sie sich nicht etwa auf eine Neubewertung der Funktion des BeschwerdefÃ¼hrers stÃ¼tzen kÃ¶nnen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>bb) Das Verwaltungsgericht ist von einer Anhebung der Funktionskette der Diplomierten Pflegenden mZA aus LK 13-14 in LK 15-16 ausgegangen (VGr, 22. Januar 2001, VK.96.00011, E. 10c/bb, www.vgrzh.ch/recht­sprechung). Die entsprechende Anhebung um zwei Klassen sieht denn auch RRB 707/2001 E. B.5 fÃ¼r "Krankenschwester[n]/pfleger mit Zusatzausbildung (IPS, OPS, AnÃ¤sthesie, Notfall)" vor. Dabei wird die Klasse 16 "fÃ¼r mbA-Funktion" vorbehalten. Da RRB 707/2001 mit Bezug auf diese Funktionen die Umsetzung des erwÃ¤hnten Verwaltungsgerichtsentscheids bezweckt (vgl. E. A), kÃ¶nnen diese Voraussetzungen jedenfalls nicht schematisch gehandhabt werden. Wenn die frÃ¼here Einrei­hung in LK 14 eine mehrfache Qualifikation gegenÃ¼ber der Grundfunktion nahe legt und die Betrachtung der besonderen Aufgaben und Zusatzausbildungen dies insgesamt bestÃ¤tigt, so ist zur Ausgleichung der Geschlechterdiskriminierung eine Anhebung um zwei Klas­­sen vorzunehmen. Nicht erforderlich ist, dass die konkreten Zusatzaufgaben und ‑aus­bil­dungen exakt mit deren Neudefinitionen in den Richtpositions­umschrei­bungen Ã¼bereinstim­men. Ohne stichhaltige, sich aus der konkreten TÃ¤tigkeit ergebende BegrÃ¼ndung ist eine bestimmte Funktion mit der gesamten Funktionskette um zwei Klassen anzuheben.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Im vorliegenden Fall erÃ¼brigt sich deshalb eine genauere AbklÃ¤rung, inwieweit die Zusatzausbildungen des BeschwerdefÃ¼hrers den in der Richtpositionsumschreibung genann­­ten Fachausbildungen gleichgestellt werden kÃ¶nnen und wie die auf Dauer delegierten Sonderaufgaben zu werten sind (vgl. als Gegenbeispiel etwa VGr, 23. Oktober 2002, PB.2002.00022, E. 2a+b/bb, www.vgrzh.ch/recht­sprechung, wo die Bewertung der TÃ¤tigkeit der BeschwerdefÃ¼hrerin insgesamt unklar war). Auch dass die besondern Aufgaben des BeschwerdefÃ¼hrers die Stellvertretung fÃ¼r eine Funktion â die Stationsleitung â betreffen, fÃ¼r die das Verwaltungsgericht eine Diskriminierung um nur eine Lohnklasse feststell­te, vermag am Grundsatz der Anhebung um zwei Klassen nichts zu Ã¤ndern: Auszugehen ist von der Neueinreihung der Grundfunktion, woraus sich die Einreihung der davon abgeleite­ten Funktionen ergibt. Umgekehrt ist mit der Feststellung, dass die Stationsleitung gering­fÃ¼giger diskriminiert war als die Grundfunktion, nicht deren Neubewertung verbunden, wes­halb sich hieraus keine massgebliche Ãnderung der Bewertung der Stationsleitungs-Stell­ver­tretung als besonderer Aufgabe ableiten lÃ¤sst. Dieses Ergebnis wird zusÃ¤tzlich dadurch ge­stÃ¼tzt, dass der Regierungsrat die Stationsleitung â wenn auch aus andern GrÃ¼nden â ebenfalls um zwei Klassen angehoben hat (RRB 707/2001 E. B.1+5).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>cc) Zusammenfassend: Aufgrund der mehrfachen Qualifikation der TÃ¤tigkeit des Be­schwerdefÃ¼hrers gegenÃ¼ber der Grundfunktion erweist sich die frÃ¼here Einreihung in LK 14 als korrekt, weshalb eine Anhebung um zwei Klassen zur Ausebnung der festgestell­­ten Lohndiskriminierung zu erfolgen hat.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>4. Soweit mit Beschwerdegegner und Vorinstanz die Zuordnung des BeschwerdefÃ¼hrers zur Richtposition der Diplomierten Pflegenden mZA in Frage gestellt wÃ¼rde, wÃ¤re im Ãbrigen die Zuordnung zur Funktionskette der Stationsleitung nahe liegend (vgl. dazu auch VGr, 9. April 2003, PB.2002.00043, www.vgrzh.ch/recht­spre­chung). FÃ¼r die Stations­leitung hat das Verwaltungsgericht zwar nur eine Lohndiskriminierung im Umfang von einer Lohnklasse festgestellt (VGr, 22. Januar 2001, VK.99.00011, E. 10c/cc, www.vgrzh.ch/recht­­sprechung). Doch hat der Regierungsrat zur ErmÃ¶glichung einer modernen Laufbahnplanung und zur Motivation des Kaders gleichwohl auch die Stationsleitung um zwei Klassen angehoben, sodass diese nun mindestens in LK 16 eingereiht ist (RRB 707/2001 E. B.1+5). Der Grundsatz, die Stellvertretung sei in der Regel eine bis drei Klassen tiefer als die entsprechende Leitungsfunktion einzureihen (RRB 707/2001 E. B.6), geht dieser klaren Regelung nicht vor, wobei er ohnehin zwanglos mit ihr vereinbar ist. Weiter ist auch nicht ersichtlich, weshalb LK 16 fÃ¼r eigentliche Co-Lei­tungen vorbehalten sein sollte. Bei einer Zuordnung des BeschwerdefÃ¼hrers zur Funktionskette der Stationslei­tung ergÃ¤be sich daher mit anderer BegrÃ¼ndung dasselbe Ergebnis, nÃ¤mlich eine Einreihung in LK 16.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>5. Da die Beschwerde bereits wegen des Vorliegens einer Lohndiskriminierung bzw. wegen eines Verstosses gegen RRB 707/2001 gutzuheissen ist, braucht nicht geprÃ¼ft zu werden, ob es vor der Rechtsgleichheit im Sinn von Art. 8 Abs. 1 BV standhielte, die Sta­tionsleitungs-Stellvertretung grundsÃ¤tzlich als einzige Funktion nur um eine Klasse statt um deren zwei anzuheben bzw. zwei Klassen unterhalb der Stationsleitung einzureihen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>6. a) </span>FÃ¼r das Beschwerdeverfahren sind gemÃ¤ss Art. 13 Abs. 5 GlG keine Kosten zu erheben (KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 13 N. 35). </p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) Bei diesem Ausgang des Verfahrens ist der Beschwerdegegner gemÃ¤ss § 17 Abs. 2 lit. a VRG zu verpflichten, den BeschwerdefÃ¼hrer fÃ¼r die Aufwendungen im Rekurs- und Beschwerdeverfahren angemessen zu entschÃ¤digen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>DemgemÃ¤ss entscheidet die Kammer:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>1. In Gutheissung der Beschwerde und in Aufhebung der VerfÃ¼gungen der Klinik X vom 31. August 2001 sowie der Gesundheitsdirektion vom 15. November 2002 wird der Be­schwerdefÃ¼hrer per 1. Juli 2001 in Lohnklasse 16 Stufe 14 eingereiht.</span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>...</span></p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>