<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="cell small-12 contentContainer printArea"> <div><table><tr><td><p class="Standard berschrift1"><span class="Standard berschrift1">Sozialversicherungsgericht</span></p><p class="Standard berschrift1"><span class="Standard berschrift1">des Kantons Zürich</span></p></td><td><p class="Standard berschrift1"><img src="word/media/image1.png"/></p></td></tr></table><div><div><p><span>KV.2021.00077</span></p></div><div><p><span> </span></p></div><div><p><span> </span></p></div><p><br/></p><div><p>II. Kammer</p></div><div><p>Sozialversicherungsrichterin Grieder-Martens, Vorsitzende<br/>Sozialversicherungsrichterin Käch<br/>Sozialversicherungsrichterin Sager<br/>Gerichtsschreiber Boller</p></div><p class="Standard berschrift2"><span class="Standard berschrift2">Urteil</span><span class="Standard berschrift2"> vom </span><span class="Standard berschrift2">2</span><span class="Standard berschrift2">5. </span><span class="Standard berschrift2">August 2022</span></p></div><p class="Standard StandardEinzug"><span class="Standard StandardEinzug">in Sa</span><span id="CURSOR"></span><span id="_GoBack"></span><span class="Standard StandardEinzug">chen</span></p><p class="Standard StandardFett RubrumFett"><span class="Standard StandardFett RubrumFett">X.___</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">Beschwerdeführer</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">gegen</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Standard StandardFett RubrumFett"><span class="Standard StandardFett RubrumFett">Gesundheitsdirektion des Kantons Zürich</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">Stampfenbachstrasse</span><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"> 30, Postfach, 8090 Zürich</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">Beschwerdegegnerin</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p><br/></p><p></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Sachverhalt:</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">1.</span><span> </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">1.1</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">X.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">, geboren 1988, deutscher Staatsangehöriger mit Wohnsitz in Österreich, wurde am 30. Oktober 2019 (Urk. 9/2) seitens der Gesundheits</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">direktion des Kantons Zürich (Gesundheitsdirektion) mitgeteilt, diese habe vom kantonalen Migrationsamt erfahren, dass </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">X.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> ab dem 20. Septem</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">ber 2019 als Grenzgänger in der Schweiz erwerbstätig sei. Er könne innert drei Monaten ab Arbeitsantritt das sogenannte Optionsrecht ausüben beziehungsweise sich von der Schweizer Krankenversicherungspflicht befreien lassen.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Am 6. Dezember 2019 ersuchte </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">X.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> um Ausübung seines Options</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">rechts ab 1. Januar 2020 für sich selber, seine Ehefrau und seinen am 30. November 2019 geborenen Sohn (Urk. 9/3). </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">1.2</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Mit Verfügung vom 20. Juli 2020 (Urk. 9/22) nahm die Gesundheitsdirektion den Gesuchsteller ab dem 20. September 2019 von der Krankenversicherungspflicht aus. Die am 10. August 2020 erhobene Einsprache (Urk. 9/23) wies die Gesund</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">heitsdirektion am 18. Oktober 2021 mit der Feststellung ab, der Gesuchsteller sowie seine nichterwerbstätige Ehefrau seien seit dem 20. September 2019 und der Sohn seit Geburt am 30. November 2019 von der Schweizer Kranken</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">ver</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">sicherungspflicht ausgenommen und könnten sich nicht in der Schweiz gemäss dem Bundesgesetz</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> über die Krankenversicherung (KVG)</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> versichern lassen (Urk. 9/24 = Urk. 2).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">2. </span><span> </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">2.1</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Der Gesuchsteller erhob am 12. November 2021 Beschwerde gegen den </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Einsprache</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">entscheid</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> vom 18. Oktober 2021 (Urk. 2) und beantragte dessen Auf</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">he</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">bung unter Feststellung des Beginns der Befreiung von der Schweizer Versiche</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">rungspflicht ab 1. Dezember 2019 (Urk. 1 S. 1). Nach Ansetzen einer entsprechen</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">den Nachfrist durch das hiesige Gericht (Urk. 3) reichte der Beschwerdeführer am 3. Januar 2022 (Datum Poststempel von Urk. 5) eine unterzeichnete Version der Beschwerdeschrift (Urk. 6) nach. </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">2.2</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Mit Gerichtsverfügung vom 6. Januar 2022 (Urk. 7) wurde der Beschwerde</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">gegnerin Frist zur Beschwerdeantwort angesetzt. </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Am 9. Februar 2022 (Urk. 8) reichte die Beschwerdegegnerin dem Gericht zusam</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">men mit den </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Vorakten</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> (Urk. 9/1-31) ihren Wiedererwägungsentscheid gleichen Datums (Urk. 10) ein. Darin verfügte sie, die Verfügung vom 20. Juli 2020 sowie der </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Einspracheentscheid</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> vom 18. Oktober 2021 würden vollständig aufgehoben </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">und das Gesuch um Befreiung von der schweizerischen Krankenversicherungs</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">pflicht abgelehnt. Der Beschwerdeführer und seine Ehefrau unterstünden folglich ab Beginn der Gültigkeit der </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Grenzgängerbewilligung</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> beziehungsweise der Sohn ab Geburt der schweizerischen Krankenversicherungspflicht.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.3</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Mit Gerichtsverfügu</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ng vom 31. März 2021 (</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">richtig: 2022; </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Urk. 11) wurde festge</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">halten (dortige E. 4), dass die Wiedererwägungsverfügung vom 9. Februar 2022 im vorliegenden Verfahren als Antrag der Beschwerdegegnerin entgegen</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">zunehmen sei, entsprechend dieser zu entscheiden, und das Beschwerde</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">verfahren im Hinblick auf die strittige Frage der Befreiung von der Kranken</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">versicherungs</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">pflicht ab 1. Dezember 2019 fortzuführen sei. Gleichzeitig wurde dem Beschwerde</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">führer Gelegenheit zur Stellungnahme oder zum Rückzug der Beschwerde eingeräumt. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">D</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">er Beschwerdeführer </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">liess sich </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nicht vernehmen</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.4</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Mit Beschluss vom 14. Juli 2022 (Urk. 13) erwog das Gericht eine etwaige nachteilige Abänderung des angefochtenen </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Einspracheentscheids</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> (</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">reformatio</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> in </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">peius</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">) und setzte dem Beschwerdeführer Frist zur Stellungnahme beziehungsweise zum Beschwerderückzug an. Der Beschwerdeführer teilte am 5. August 2022 (Urk. 14) mit, er würde seine Beschwerde unter näher genannten Bedingungen zurückziehen.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span id="FUNKTION1"></span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Das Gericht</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> zieht in Erwägung:</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.</span><span> </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.1</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Der Beschwerdeführer ist </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">deutscher </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Staatsangehöriger mit Wohnsitz in </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Österreich</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> und arbeitet in der Schweiz, wobei er über eine</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Grenzgängerbewilligung</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> verfügt (Urk. 9/1). </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Damit liegt in persönlicher Hinsicht ein Sachverhalt vor, der vom Per</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">so</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nenfreizügigkeitsabkommen (Abkommen vom 21. Juni 1999 zwischen der Schwei</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">z</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">e</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rischen Eidgenossenschaft einerseits und der Europäischen Gemein</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">schaft und ihren Mitgliedstaaten andererseits über die Freizügigkeit, FZA) sowie von der darin für anwendbar erklärten Verordnung (EG) Nr. 883/2004 des Europäischen Parlamentes und des Rates vom 29. April 2004 zur Koordinierung der Systeme der sozialen Sicherheit (VO 883/2004) erfasst ist (vgl. Art. 1 FZA, Art. 2 Abs. 1 VO 883/2004). In sachlicher Hinsicht sind das FZA und die VO 883/2004 ebenfalls anwendbar, da Leistungen bei Krankheit im Sinne von Art. 3 </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">lit</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">. a VO 883/2004 zur Diskussion stehen.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.2</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Gemäss</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Art. 11 Abs. 3 </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">lit</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">. a VO 883/2004 unterliegt eine Person, die in einem Mitgliedstaat eine Beschäftigung oder selbständige Erwerbstätigkeit ausübt, den </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Rechtsvorschriften dieses Mitgliedstaates. Dies gilt auch dann, wenn sie im Gebiet eines anderen Mitgliedstaates wohnt (sog. Erwerbsortsprinzip; vgl. auch Urteil des Bundesgerichts 8C_66/2009 vom 7. September 2009 E. 4.3.1). </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Gemäss</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Art. 83 VO 883/2004 in Verbindung mit ihrem Anhang XI, Schweiz, Ziff. 3 </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">lit</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">. b, können Grenzgänger auf Antrag von der Versicherungspflicht befreit werden, wenn sie in einem der aufgezählten Staaten – wozu </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Österreich</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> gehört - wohnen und nach</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">weisen, dass sie dort für den Krankheitsfall gedeckt sind.</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.3</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Art. 3 Abs. 1 </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">KVG</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> schreibt vor, dass sich jede Person mit Wohnsitz in der Schweiz innert drei Monaten nach der </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Wohnsitznahme</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> oder der Geburt in der Schweiz für Krankenpflege versichern oder von ihrem gesetzlichen Vertreter versichern lassen muss.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Der Bundesrat ist </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gemäss</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Art. 3 Abs. 3 KVG befugt, die Versicherungspflicht auf Personen ohne Wohnsitz in der Schweiz auszudehnen, so insbesondere auf Per</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sonen die in der Schweiz tätig sind oder dort ihren gewöhnlichen Aufenthalt haben (</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">lit</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">. a). Von dieser Befugnis hat er in Art. 1 Abs. 2 der Verordnung über die Krankenversicherung (KVV) Gebrauch gemacht. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Gemäss</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">lit</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">. d dieser Bestim</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">mung sind unter anderem Personen versicherungspflichtig, welche in einem Mit</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gliedstaat der Europäischen Union wohnen und nach dem in Art. 95a des Gesetzes genannten Freizügigkeitsabkommen sowie seinem Anhang II der Schwei</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">zerischen Versicherung unterstellt sind.</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">1.4</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Der Bundesrat hat es sodann verschiedenen Personenkategorien ermöglicht, auf Gesuch hin vom </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Versicherungsobligatorium</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> befreit zu werden, wobei die Befrei</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">-</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">ungsgründe</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> in Art. 2 Abs. 2-8 KVV aufgezählt sind. Nach Art. 2 Abs. 6 KVV sind auf Gesuch hin von der Versicherungspflicht ausgenommen Personen</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> und ihre Familienmitglieder</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">, die in einem Mitgliedstaat der Europäischen Union w</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">ohnen, sofern sie nach dem Frei</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">zügigkeitsabkommen sowie seinem Anhang II von der Versicherungspflicht befreit werden können und nachweisen, dass sie im Wohn</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">staat und während des Aufenthalts in einem anderen Mitgliedstaat der Euro</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">päischen Union und in der Schweiz für den Krankheitsfall gedeckt sind.</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> Dieses Optionsrecht gilt unter anderem für Personen mit Wohnsitz in </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Österreich</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> und erstreckt sich auch auf die nichterwerbstätigen Familienangehörigen dieser Per</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">sonen, wenn diese ebenfalls in Österreich wohnen. Folgende Tatbestände be</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">rech</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">tigen zur Ausübung des Optionsrechts: Aufnahme einer Erwerbstätigkeit in der Schweiz, deren Wiederaufnahme nach einer Periode der Arbeitslosigkeit, </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Wohn</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">sitznahme</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> in einem EU-Land mit Optionsrecht sowie der Wechsel vom Status des Erwerbstätigen zu dem des Rentners. Das Befreiungsgesuch </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">schliesst</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> sämtliche im selben Staat wohnhaften Familienangehörigen ein </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">(</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Eugster</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">, Recht</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">sprechung des Bundesgerichts zum KVG, 2. Auflage, </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Rz</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> 30 f. zu Art. 3 KVG). </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.5</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Das eigentliche Optionsrecht besteht lediglich insofern, als die Befreiung von der Unterstellung unter die schweizerische obligatorische Krankenpflegeversicherung verlangt werden kann unter der Voraussetzung, dass eine (gleichwertige) Versi</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">che</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rung im Wohnstaat besteht (</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Urteil des Bundesgerichts 9C_801/2014 vom 10. März 2015 E. 3.3).</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Das Befreiungsgesuch ist grundsätzlich innerhalb von drei Monaten nach Entstehung der Versicherungspflicht in der Schweiz zu stellen (FZA Anhang II A Ziff. 3/b/</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">aa</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">, Art. 7 ABs 4 KVV). </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Versicherungspflicht ent</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">steht bei den Grenzgängern am Tage der Aufnahme der Erwerbstätigkeit (</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Eugster</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> in SBVR Soziale Sicherheit, 3. Auflage, Basel 2016, S. 439 N. 101</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">; vgl. auch Art. 7 Abs. 4 KVV</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">). </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die versäumte Optierung für den Wohnstaat kann grund</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sätzlich nicht nachgeholt werden (BGE 136 V 295 E. 2.3.4), es sei denn, dass die Frist zur Ausübung des Optionsrechts unverschuldet nicht hatte wahrge</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nommen werden können</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> (</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Eugster</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">, a.a.O., </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Rz</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> 33 zu Art. 3 KV</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">G</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">; BGE 147 </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">V 387 E. 7.6</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">).</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.6</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Wurde eine Person auf der Grundlage eines formellen Gesuchs rechtsgültig be</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">freit, kann sie sich nicht mehr in der Schweiz versichern. Personen, die bereits formell optiert haben, können sich nicht mehr in der obligatorischen Kranken</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ver</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sicherung versichern (</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Eugster</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">, </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Rechtsprechung, </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">a.a.O., </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Rz</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> 33a f.</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> zu </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Art. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3 KVG</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">). Die Ausübung des Options</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rechts ist grundsätzlich definitiv und unwider</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ruflich (Urteil des Bundesgerichts 9C_561/2016 vom 27. März 2017). </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Bei Wohn</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sitz in Österreich können Personen, die sich in der Schweiz versichert haben, mithin ihr Optionsrecht nicht ausgeübt haben, beim Hinzukommen von neuen Familienangehörigen (Heirat oder Geburt) innerhalb von drei Monaten ein Gesuch um Befreiung von der Versicherungspflicht in der Schweiz stellen. Haben sie dagegen vom Optionsrecht Gebrauch gemacht, ist im Falle neuer Familien</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">angehöriger der Beitritt zur </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">obligatorischen Krankenpflegeversicherung </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nicht möglich (</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Eugster</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">,</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Rechtsprechung,</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> a.a.O., </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">N. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">34</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> zu </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Art. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3 KVG</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.</span><span> </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.1</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Beschwerdegegnerin ging im angefochtenen </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Einspracheentscheid</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> (Urk. 2) davon aus, dass der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 6. Dezember 2019 von seinem Optionsrecht Gebrauch gemacht und sich für die Unterstellung unter das österreichische Krankenversicherungssystem entschieden habe. Entsprechend unter</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">stehe er nicht der Schweizer Versicherungspflicht (E. 3.1). </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Zwar </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">bringe der Beschwerdeführer vor, dass sein Sohn am 30. November 2019 geboren sei, weshalb er seinen Antrag ursprünglich auf den 1. Januar 2020 gestellt habe, um nicht während des letzten Trimesters die Versicherung wechseln </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">zu müssen. Ebenfalls sei seine Frau erst ab Geburt des Sohnes in Österreich ver</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sichert gewesen und er selber sogar erst ab 1. Januar 202</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">0. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Er habe daher sein Optionsrecht nicht per 20. September 2019 ausüben wollen, sondern mit der Geburt seines Sohnes. Entsprechend bitte der Beschwerdeführer um eine Befreiung ab 1. Januar 2020 beziehungsweise frühestens ab 1. Dezember 2019 (E. 3.2). </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Der Beschwerdeführer habe indes nach Auffassung der Beschwerdegegnerin mit seinem Gesuch am 6. Dezember 2019 innerhalb der Dreimonatsfrist sein Options</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">recht für sich und seine nichterwerbstätigen Familienangehörigen gültig ausgeübt, weshalb die Familie seit Entstehung der Versicherungspflicht – sprich mit Aufnahme der Erwerbstätigkeit als Grenzgänger – per 20. September 2019 beziehungsweise der Sohn ab Geburt von der Schweizer Kranken</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">versicherungspflicht befreit worden sei (E. 3.4). </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Ausübung des Optionsrechts sei grundsätzlich definitiv und unwiderruflich (E. 3.5). Es liege auch kein Grund vor, der eine nochmalige Ausübung des Options</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rechts erlauben würde. Der Sohn des Beschwerdeführers sei im Zeitpunkt der gültigen Ausübung des Optionsrechts am 6. Dezember 2019 bereits geboren gewesen (E. 3.7).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.2</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Der Beschwerdeführer stellte sich demgegenüber auf den Standpunkt (Urk. 1), </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">seine Frau und er hätten die Schweiz am 20. September 2019 verlassen, wobei beide ihre obligatorische Krankenversicherung und er seine Beschäftigung in der Schweiz aufrechterhalten hätten. Eine alternative Krankenversicherung in Österreich sei nicht abgeschlossen worden (Ziff. 1). </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Ab Geburt seines Sohnes am 30. November 2019 habe für diesen und seine Frau eine Versicherung in Österreich bestanden. Für den Beschwerdeführer habe eben</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">falls ab dem 1. Dezember 2019 eine Krankenversicherung begonnen. Nach Zustellung des originalen Entscheids betreffend Befreiung ab 20. September 2019 habe er seinen originalen Antrag korrigiert mit dem Ziel, eine Befreiung ab 1. Dezember 2019 zu erhalten (Ziff. 2). </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Da er sein Optionsrecht explizit nicht zum Zeitpunkt seines Wegzugs aus der Schweiz, sondern zur Geburt seines Sohnes ausgeübt habe, sei der 1. Dezember 2019 als Beginn der Befreiungspflicht (gemeint: Befreiung von der Versicherungs</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">pflicht) anzusehen (Ziff. 3). </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Bei Wohnsitz Österreich bestehe beim Hinzukommen von neuen Familien</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">angehörigen eine zusätzliche Optionsmöglichkeit, falls er vorher noch nicht von seinem Optionsrecht Gebrauch gemacht habe. Da am 30. November 2019 sein Sohn geboren worden sei und der Beschwerdeführer vorher noch nicht von </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">seinem Optionsrecht Gebrauch gemacht habe, sei der 1. Dezember 2019 als Beginn der Befreiung anzusehen (Ziff. 4).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Am 20. September 2019 habe keine Versicherung für den Beschwerdeführer oder seine Frau in Österreich bestanden. Gemäss den Bestimmungen der </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">VO </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">883/2004 könnten Personen nur befreit werden, wenn sie nachwiesen, dass sie im Wohn</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sitzstaat für den Krankheitsfall gedeckt seien. Da er und seine Frau bis zur Geburt des Sohnes ausschliesslich in der Schweiz für den Krankheitsfall gedeckt gewesen </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">seien</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">, sei eine Befreiung von der Versicherungspflicht zum 20. September 2019 nicht möglich. Daher sei eine Befreiung ab 1. Dezember 2019 zu genehmigen (Ziff. 5). </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.3</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">In der Wiedererwägungsverfügung vom 9. Februar 2022 (Urk. 10) – im vorlie</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">genden Verfahren als Antrag an das Gericht zu behandeln (vgl. Sachverhalt E. 2.3) – ging die Beschwerdegegnerin davon aus, dass die Verfügung vom 20. Juli 2020 wie auch der </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Einspracheentscheid</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> vom 18. Oktober 2021 ursprüng</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">lich fehlerhaft gewesen seien und eine Befreiung von der Versicherungspflicht nicht hätte erfolgen dürfen (S. 1 Mitte). </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Der Beschwerdeführer habe wohl formell optiert, indem er innert laufender Frist ausdrücklich ein Gesuch um Befreiung gestellt habe. Jedoch sei für eine gültige Optierung mit dem Gesuch auch der Nachweis zu erbringen, dass im Wohnsitzstaat eine Versicherungsdeckung bestehe</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">. Für die Familienangehörigen des Beschwerdeführers bestehe ab 30. November 2019 ein Versicherungsschutz in Österreich, für den Beschwerdeführer sei eine Deckung ab 1. Januar 2020 nachgewiesen. Der für eine Befreiung erforderliche Versicherungsschutz ab Beginn der Versicherungspflicht in der Schweiz, mithin ab 20. September 2019, sei somit nicht erbracht (E. 2.4). </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Befreiung vom schweizerischen </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Versicherungsobligatorium</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> erfolge ex </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tunc</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">, das heisst ab Beginn der Versicherungspflicht, und könne von den Versicherungs</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">pflichtigen nicht frei gewählt werden. Zwecks Vermeidung von Versicherungs</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">lücken müsse der ausländische Versicherungsschutz somit ab dem Zeitpunkt der Entstehung der schweizerischen Versicherungspflicht bestehen. Die Versicherungs</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nachweise wiesen vorliegend eine Deckung erst für den Zeitraum nach Beginn der Versicherungspflicht auf, für den Beschwerdeführer gar nach Ablauf der Optionsfrist</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Folglich habe dieser gar nicht befreit werden dürfen (E. 2.5). </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Die Geburt des Sohnes vermöge zufolge eines bereits bestehenden Optionsrechts kein erneutes Optionsrecht auszulösen. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Zudem habe sich der Beschwerdeführer im Zeitpunkt der Geburt des Sohnes zum ursprünglichen Optionsrecht noch gar </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">nicht geäussert (Ziff. 3.3). Die Ausübung des Optionsrechts wirke nicht pro </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">futura</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">, sondern könne – sofern gültig und innerhalb der Frist erfolgt - nur eine Befreiung auf den Zeitpunkt des Beginns der Versicherungspflicht bewirken (E. 3.4).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Selbst</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> wenn für die Geburt des Sohnes ein neues Optionsrecht beziehungsweise ein neuer Fristenlauf angenommen würde, hätte der Beschwerdeführer den erfor</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">derlichen Nachweis der Versicherungsdeckung für sich indes nicht erbracht, nachdem nur eine Polizze mit Versicherungsbeginn ab 1. Januar 2020 vorliege. Der Beschwerdeführer habe somit weder im Zeitpunkt der Geburt des Sohnes noch des Zeitpunktes der Einreichung des Gesuchs über die erforderliche bestehende Versicherungsdeckung im Wohnsitzstaat verfügt (E. 3.5). </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Der Beschwerdeführer und seine Ehefrau unterstünden folglich ab Beginn der Gültigkeit der </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Grenzgängerbewilligung</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> beziehungsweise der Sohn ab Geburt der schweizerischen Krankenversicherungspflicht (Dispositiv Ziff. 2). </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">2.4</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Nachdem das Gericht mit Beschluss vom 14. Juli 2022 (Urk. 13) eine etwaige nachteilige Abänderung des angefochtenen </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Einspracheentscheids</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> (</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">reformatio</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> in </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">peius</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">) in Aussicht gestellt hatte, teilte der Beschwerdeführer am 5. August 2022 (Urk. 14) mit, </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">seine Frau sei aktuell schwanger mit einem geplanten Geburts</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">termin im September 202</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">2. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Sollte die Beschwerdegegnerin der Annahme nicht widersprechen, wonach mit der Geburt des weiteren Nachwuchses neuerlich die Möglichkeit einer Befreiung von der Versicherungspflicht bestehe, deren Voraus</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">setzungen erfüllt seien, verzichte er gerne «auf seinen Einspruch». </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Nach der Rechtsprechung kann der Beschwerderückzug nur klar, ausdrücklich und unbedingt erfolgen (BGE</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> 119 V 3</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">6</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> E. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">1b</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">).</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> Indem der Beschwerdeführer einen allfälligen Rückzug der Beschwerde an Bedingungen knüpft, hält er an dieser fest. Eine </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">allfällige </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Befreiung von der Versicherungspflicht ab Herbst 2022 ist ohnehin nicht Gegenstand des vorliegenden Verfahrens. Dieses ist entsprechend weiter</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">zuführen und mit dem vorliegenden Urteil zum Abschluss zu bringen. </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">2.5</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Streitig und zu prüfen ist, ob und bejahendenfalls ab welchem Zeitpunkt der Beschwerdeführer und seine Familienangehörigen von der schweizerischen Kranken</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">versicherungspflicht zu befreien sind.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">3. </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">3.1</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Zu den Beweggründen, weshalb </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">der Beschwerdeführer und seine Ehef</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">rau nach ihrem Wegzug am 20. September 2019 bis mindestens zur Geburt ihres Sohnes am 30. November 2019 in Österreich ihre schweizerische Krankenversicherung beibehielten und keine österreichische Krankenversicherung abschlossen, </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">äusserte sich der Beschwerdeführer in seiner Beschwerdeschrift nicht. Seiner Einsprache vom 10. August 2020 (Urk. 9/23) gegen die Verfügung der Beschwerde</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">gegnerin </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">vom </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">20. Juli 2020 (Urk. 9/22) lässt sich entnehmen, der Antrag auf Befreiung sei bewusst auf den 1. Januar 2020 gestellt worden, um nicht während des letzten Trimesters die Versicherung wechseln zu müssen</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> (vgl. auch E. 2.1)</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">. Unbekannt ist, ob der Beschwerdeführer auch für seinen Sohn zwecks möglicherweise besseren Versicherungsschutz noch vor der Geburt eine Schweizer Krankenversicherung abgeschlossen hatte. </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">3.2</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Allerdings steht es </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">nic</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">ht im Belieben des Versicherten</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">, zwischen den verschiedenen Krankenversicherungssystemen zu wechseln</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">. Ein erneutes Options</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">recht entsteht daher grundsätzlich nur durch ein Ereignis, welches unver</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">schuldet eingetreten ist </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">(</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">BGE </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">147 V 387</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> E. 7.6</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">; vgl. auch vorstehend E. 1.5</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">).</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> Die Zulassung zur Optierung wird demnach restriktiv gehandhabt: </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">So ist die Ausübung des Optionsrechts grundsätzlich definitiv und unwiderruflich</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> (E. 1.6)</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">. Dieses ist sodann innert drei M</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">onaten auszuüben</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">,</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> wobei die </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">versäumte Optierung für den Wohnstaat grund</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">sätzlich nicht nachgeholt werden</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> kann</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">(E. 1.5). Zwar kann beim Hinzukommen neuer Familienangehöriger in Österreich ein Gesuch um Befreiung von der Versicherungspflicht in der Schweiz gestellt werden, dies jedoch nur, wenn das Optionsrecht noch nicht ausgeübt worden war (E. 1.6). </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">3.3</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Das Hinzukommen eines neuen Familienangehörigen kann </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">als </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">– wenn nicht im eigentlichen Sinne unverschuldetes, aber doch – besonderes, in gewissem Sinne unvorhersehbares Ereignis betrachtet werden, weshalb das dadurch ausgelöste Wiederaufleben des Optionsrechts </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">nicht im Widerspruch mit der generell rest</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">riktiven Handhabe (vgl. E. 3.2) steht</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">. Im vorliegenden Fall wussten der Beschwerde</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">führer und seine Frau im Zeitpunkt des Wegzugs am 20. September 2019 jedoch bereits von der bald bevorstehenden Geburt ihres Sohnes. Diese erfolgte sodann am 30. November 2019 und somit noch während der laufenden dreimonatigen Optierungsfrist. Es rechtfertigt sich daher nicht, von einem erneuten Fristenlauf ab 30. November 2019 auszugehen. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Dies umso weniger, als das Optionsrecht </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">erst </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">nach der Geburt, nämlich am 6. Dezember </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">2019 ausgeübt wu</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">rde. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Eine </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">autonome Bestimmung</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> durch den Versicherten, welche von – ange</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">nommen</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">- zwei laufenden Optierungsfristen damit wahrgenommen wurde und in welchem Zeitraum er</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> und seine Familienangehörigen</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> damit welchem </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Versiche</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">rungsobligatorium</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> unterstünde, </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">widerspräche der bundesgerichtlichen </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Recht</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">sprechung</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">, wonach es nicht im Belieben des Versicherten</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> steht</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">, zwischen den verschiedenen Krankenversicherungssystemen zu wechseln</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> (E. 3.1).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">3.4</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Beschwerdeweise führte der Beschwerdeführer aus, für ihn habe ab dem 1. Dezember 2019 in Österreich eine Krankenversicherung begonnen (E. 2.2). Dies </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">ist unbelegt und widersprüchlich, nachdem er in der Einsprache noch angegeben hatte, er sei erst ab 1. Januar 2020 versichert (Urk. 9/23). Letzteres deckt sich sowohl mit der am 11. Dezember 2019 ausgestellten Polizze der </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Y.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> AG (Urk. 9/20/1) als auch mit der Auskunft von deren Mitarbeiter per E-Mail vom 16. Juli </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">beziehungsweise </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">3.</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Juli </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">2020 (Urk. 7/19). Somit ist von einer Versicherungsdeckung des Beschwerdeführers </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">im Wohnstaat </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">ab 1. Januar 2020 auszugehen.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">3.5</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Damit ist auch gesagt, dass der Beschwerdeführer weder per Beginn der Versicherungs</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">pflicht am 20. September 2019</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> (vgl. E. 1.5</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">)</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">, noch per Einreichung seines Antrags auf Befreiung am 6. Dezember 2019, noch per Ablauf der dreimonatigen Optierungsfrist am 20. Dezember 2019 über eine </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Kranken</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">versicherung in seinem Wohnsitzstaat Österreich verfügte. Damit fehlt es an der zentralen Voraussetzung für die Ausübung des Optionsrechts (vgl. E. 1.5). </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Das Bundesgericht hob diesbezüglich hervor, dass es nicht genügt, dass ein Versicherter bloss wünscht oder beabsichtigt, sich dem Versicherungssystem seines Wohnsitzstaates zu unterstellen, sondern dass er eine konkrete ausrei</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">chende Deckung vorzuweisen hat (BGE 147 V 387 E. 7.5). </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Es liegt auf der Hand, d</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">as</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">s diese Voraussetzung bereits im Zeitpunkt der </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Gesuchs</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">einreichung</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">, allerspätestens jedoch zum Ende der Optierungsfrist, </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">erfüllt sein muss, dies mit einem – nötigenfalls rückwirkend vereinbarten - Versicherungs</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">beginn ab dem Beginn der Versicherungspflicht</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">.</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Dies war vorliegend nicht der Fall. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Bei einem Versicherungsbeginn in Österreich per 1. Januar 2020 wurde die Voraussetzung einer ausländischen Krankenversicherung per 20. September 2019 </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">klar</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> verfehlt.</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> So klar, dass die ausländische Krankenversicherung nicht </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">einmal per Ablauf der </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">dreimonatigen Optierungsfrist </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">am 20. Dezember 2019 </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">zu laufen begann. </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Im Übrigen wäre – könnte eine weitere Optierungsfrist ab Geburt des Sohnes am 3</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">0. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">November 2019 angenommen werden – mit der eingereichten Polizze </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">mit Versicherungsbeginn per </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">1. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Januar 2020 </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">auch eine ausländische Kranken</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">versicherung ab Versicherungsbeginn am 3</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">0. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">November 2019 nicht nachge</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">wiesen.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">3.6</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Dem Beschwerdeführer hülfe auch das Argument nicht, wonach ihm noch hätte Gelegenheit eingeräumt werden müssen, um die ausländische Versicherung rückwirkend per 20. September 2019 abzuschliessen. Denn d</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">amit würde die völkerrechtlich</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> vorgesehene, restriktiv gehandhabte (vgl. E. 3.3) dreimonatige Optierungsfrist aufgeweicht</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">, stünde es </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">diesfalls</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">doch </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">im Belieben des optierenden Versicherten, den entsprechenden Nachweis zu einem späteren Zeitpunkt noch </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">nachzuliefern und damit dem Optionsrecht zum Durchbruch zu verhelfen, oder solcherlei zu unterlassen und damit im schweize</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">rischen </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Versicherungs</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">obliga</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">toriu</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">m</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> zu verbleiben</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">3.7</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Der Beschwerdeführer und seine Familienange</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">hörigen können demnach nicht von der schweizerischen Krankenv</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">ersicherungs</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">pflicht </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">befreit werden. </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Dies führt androhungsgemäss (vgl. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Urk. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">13</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">) zur Aufhebung des angefochtenen </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Einspracheentscheids</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> zu Ungunsten des Beschwerdeführers (</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">reformatio</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> in </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">peius</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Standard berschrift3"><span class="Standard berschrift3">Das Gericht erkennt:</span><span id="BeginnMateriell"></span></p><p class="Standard Dispotext DispoHngend"><span class="Standard Dispotext DispoHngend">1.</span><span> </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">Die Beschwerde wird abgewiesen und der </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">Einspracheentscheid</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend"> der Gesundheits</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">direktion des Kantons Zürich vom 18. Oktober 2021 wird mit der Feststellung aufge</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">hoben, dass der Beschwerdeführer und seine Familienangehörigen nicht von der schweizerischen Krankenve</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">rsicherungspflicht befreit sind, wobei die Versicherungs</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">pflicht für den Beschwerdeführer und seine Ehefrau per 20. September 2019 und für den am 30. November 2019 geborenen Sohn per letzteres Datum beginnt.</span></p><p class="Standard Dispotext DispoHngend"><span class="Standard Dispotext DispoHngend">2.</span><span> </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">Das Verfahren ist kostenlos.</span></p><p class="Standard Dispotext DispoHngend"><span class="Standard Dispotext DispoHngend">3.</span><span> </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">Zustellung gegen Empfangsschein an:</span></p><p class="Standard Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">X.___</span></p><p class="Standard Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">Gesundheitsdirektion des Kantons Zürich</span></p><p class="Standard Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">Bundesamt für Gesundheit</span></p><p class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"> </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">4.</span><span> </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Gegen diesen Entscheid kann innert </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">30 Tagen</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"> seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Art. </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">82 ff. in Verbindung mit </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Art. </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">90 ff. des Bundes</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">gesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 1</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">5. </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Juli bis und mit 1</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">5. </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">August sowie vom 1</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">8. </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Dezember bis und mit dem </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">2. </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Januar (</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Art. </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">46 BGG).</span></p><p class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span> </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzustellen.</span></p><p class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span> </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismittel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat (</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Art. </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">42 BGG).</span></p><p class="Standard Dispotext DispoHngend"><br/></p><p class="Standard berschrift3"><span class="Standard berschrift3">Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich</span></p><p><br/></p><p>Die VorsitzendeDer Gerichtsschreiber</p><p><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p>Grieder-MartensBoller</p><p><br/></p><div><p> </p></div><p><br/></p><p></p></div> </div></body></html>