<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="content"> <a name="idp293600"></a><div class="big bold">Urteilskopf</div> <br/>96 V 7<br/><br/><br/><div class="paraatf">2. Auszug aus dem Urteil vom 4. April 1970 i.S. Cambiaggio gegen Schweizerische Kranken- und Unfallkasse Konkordia und Versicherungsgericht des Kantons Basel-Landschaft</div> <div class="paraatf"></div> <a name="idp294960"></a><br/><div id="regeste" lang="de"> <div class="big bold">Regeste</div> <br/><div class="paraatf"><span class="artref">Art. 5 Abs. 3 und <artref id="CH/832.10/30" type="start"></artref>Art. 30 KUVG</span><artref id="CH/832.10/5/3" type="end"></artref>: Versicherungsvorbehalte. <div class="paratf">- Zulässigkeit eines nachträglichen Vorbehalts. </div> <div class="paratf">- Die Wirksamkeit des ordnungsgemäss verfügten Vorbehalts setzt nicht voraus, dass er vom Versicherten ausdrücklich anerkannt werde. </div> </div> </div> <a name="idp300576"></a> <a name="idp306064"></a> <br/><div> <a name="idp310064"></a><span class="big bold" id="erwaegungen">Erwägungen</span> <span class="small">ab Seite 7</span> </div> <br/><div class="paraatf"> <a name="page7"></a><div class="center pagebreak">BGE 96 V 7 S. 7</div> </div> <div class="paraatf">Aus den Erwägungen:</div> <div class="paraatf">Mit dem Bundesrecht ist es grundsätzlich vereinbar, dass eine Kasse nachträglich Vorbehalte anbringt, welche die vom Versicherten schuldhaft verschwiegenen Krankheiten rückwirkend und für längstens fünf Jahre von der Versicherung ausschliessen (EVGE 1967 S. 123, 1969 S. 5 und 183).</div> <div class="paraatf">Mit der angefochtenen Verfügung will die Krankenkasse dem Beschwerdeführer die weitere Mitgliedschaft nur unter dem Ausschluss von "arteriosklerotischen Gefässveränderungen und daherigen Durchblutungsstörungen" zugestehen. Dieser gemäss <span class="artref">Art. 5 Abs. 3 KUVG</span> angebrachte Vorbehalt ist nach dem Gesagten zulässig. Das von der Krankenkasse verlangte Formerfordernis, wonach der Beschwerdeführer den Vorbehalt mit seiner Unterschrift anzuerkennen hat, findet im Gesetz allerdings keine Stütze. Auch über Vorbehalte gemäss <span class="artref">Art. 5 Abs. 3 KUVG</span> haben die Kassen grundsätzlich nach <span class="artref">Art. 30 KUVG</span> zu entscheiden bzw. zu verfügen. Das hat die Beschwerdebeklagte dem Sinne nach durch die dem Mitglied zugestellte Mitteilung getan, und die Vorinstanz hat diese Verfügung geschützt. Nachdem der Vorbehalt auch letztinstanzlich als zulässig erklärt wird, tritt er in Kraft, ohne dass er vom Beschwerdeführer anerkannt werden muss.</div> </div></body></html></html>