<h2>SubmittedText<h2><p>Das Bundesamt für Veterinärwesen (BVET) rechtfertigt verspätete Entscheide mit dem Hinweis auf die WTO-Verträge. Diese Haltung kann nicht akzeptiert werden.</p><p>In einer Radiodiskussion über Massnahmen, die ergriffen werden müssen, um den Konsumentenschutz zu gewährleisten, hat der Vertreter des BVET die zögernde und abwartende Haltung des Amtes mit dem Hinweis gerechtfertigt, die WTO sei in der Sache tätig geworden. Er erwähnte dabei aber nicht den Entscheid der EU, die ein Importverbot für Pouletfleisch aus China verhängt hat.</p><p>Dies ist nicht das erste Mal, dass das Bundesamt in heiklen Situationen nicht klar Stellung bezieht; wir erinnern uns noch an die BSE-Krise.</p><p>Ist der Bundesrat nicht auch der Meinung, dass der Konsumentenschutz Vorrang hat vor Handelsinteressen?</p><p>Wenn ja, ist er bereit, dem BVET klare Weisungen zu erteilen?</p>