Kantonsgericht Schwyz Beschluss vom 28. April 2020 ZK2 2019 19 Mitwirkend Kantonsgerichtsvizepräsidentin lic. iur. Daniela Pérez-Steiner, Kantonsrichterinnen Dr. Veronika Bürgler Trutmann und Bettina Krienbühl, Gerichtsschreiber MLaw Patrick Neidhart. In Sachen A.________, Gesuchsteller und Berufungsführer, vertreten durch Rechtsanwältin B.________, gegen C.________, Gesuchsgegnerin und Berufungsgegnerin, vertreten durch Rechtsanwalt D.________, betreffend Eheschutz (Berufung gegen die Verfügung der Einzelrichterin am Bezirksgericht Schwyz vom 14. März 2019, ZES 2018 444);- hat die 2. Zivilkammer,Kantonsgericht Schwyz 2 nachdem sich ergeben und in Erwägung: 1. Die Parteien heirateten am ________. Aus der Ehe gingen die Kinder E.________ und F.________ hervor. Am 7. September 2018 reichte der Ehe- mann (nachfolgend: Gesuchsteller) ein Eheschutzgesuch ein (Vi-act. 1). Mit Eingabe vom 11. September 2018 reichte er eine Teilvereinbarung betreffend das Getrenntleben ein (Vi-act. 3 und 4). Am 26. Oktober 2018 fand die Haupt- verhandlung statt, in welcher der Gesuchsteller sein Gesuch ergänzen und die Ehefrau (nachfolgend: Gesuchsgegnerin) ihre Gesuchsantwort vorbringen konnten. Die anschliessenden Vergleichsgespräche blieben ergebnislos und die Verhandlung wurde unterbrochen (Vi-act. 7). Am 7. Dezember 2018 wurde die Hauptverhandlung fortgesetzt und die Parteien erhielten Gelegenheit, Re- plik und Duplik vorzutragen sowie gegenseitig Stellung zu nehmen. Eine Teilei- nigung betreffend die strittig gewordene Betreuungsregelung und Obhut konnte nicht erzielt werden (Vi-act. 14). Die Einzelrichterin nahm wie schon am ersten Teil der Hauptverhandlung die von den Parteien eingereichten Belege zu den Akten. Im Übrigen wurde kein Beweisverfahren durchgeführt. Eine Parteibefra- gung fand nicht statt. Ebenso wurden die beiden Kinder nicht angehört (Vi-act. 7 und 14). Am 18. Dezember 2018 reichte der Gesuchsteller eine Ergänzung zur Teilvereinbarung vom 7./11. September 2018 ein (Vi-act. 19 und 20/1). Am 14. März 2019 verfügte die Einzelrichterin wie folgt (Vi-act. 35): 1. Vom Getrenntleben der Parteien seit dem 1. Januar 2018 wird Vor- merk genommen. 2. Die der Ehe der Parteien entsprossenen Kinder, E.________ und F.________ werden unter die elterliche Obhut der Ehefrau gestellt. 3. Die Teilvereinbarungen der Ehegatten vom 7./11. September 2018 und vom 14./16. Dezember 2018 werden, soweit erforderlich, ge- nehmigt. 4. Der Ehemann wird verpflichtet, der Ehefrau folgende Kinderunter- haltsbeiträge zuzüglich allfälliger vertraglicher oder gesetzlicher Kin- derzulagen zu bezahlen, zahlbar monatlich im Voraus jeweils auf den Ersten eines jeden Monats: 4.1. Teilweise rückwirkend ab 1. Februar 2018 bis 30. Juni 2019:Kantonsgericht Schwyz 3 für E.________: Fr. 1'610.00 (Barunterhalt Fr. 740.00; Betreu- ungsunterhalt Fr. 870.00); für F.________: Fr. 1'610.00 (Barunterhalt Fr. 740.00; Betreu- ungsunterhalt Fr. 870.00). 4.2. Ab 1. Juli 2019 bis 31. Dezember 2019: für E.________: Fr. 1'295.00 (Barunterhalt Fr. 895.00; Betreu- ungsunterhalt Fr. 400.00) für F.________: Fr. 1'295.00 (Barunterhalt Fr. 895.00; Betreu- ungsunterhalt Fr. 400.00). 4.3. Ab 1. Januar 2020: für E.________: Fr. 1'165.00 (Barunterhalt Fr. 1'165.00; Be- treuungsunterhalt Fr. 0.00); für F.________: Fr. 1'165.00 (Barunterhalt Fr. 1'165.00; Be- treuungsunterhalt Fr. 0.00). 5. Der Ehemann wird verpflichtet, der Ehefrau folgenden Ehegatten- unterhaltsbeitrag zu bezahlen, zahlbar monatlich im Voraus jeweils auf den Ersten eines jeden Monats: 5.1 Teilweise rückwirkend ab 1. Februar 2018 bis 30. Juni 2019: Fr. 75.00 5.2 Ab 1. Juli 2019 bis 31. Dezember 2019: Fr. 390.00 6. Der Ehemann ist berechtigt, von ihm bereits bezahlte Kinder- und Ehegattenunterhaltsbeiträge an die geschuldeten Unterhaltsbei- träge anzurechnen. Es wird davon Vormerk genommen, dass die Ehefrau vom Ehemann für den Zeitraum Februar 2018 bis Oktober 2018 geleistete Unterhaltszahlungen in Höhe von Fr. 19'899.00 an- erkennt. 7. Die Ehegatten werden verpflichtet, die Kosten der kieferorthopädi- schen Behandlungen von E.________ und F.________ von Fr. 4'500.00 pro Kind (Restbetrag nach Abzug der von der Kranken- kasse übernommenen Kosten von den Gesamtbehandlungskosten von Fr. 9'000.00 pro Kind) je hälftig zu tragen. 8. Es wird per 1. September 2018 die Gütertrennung angeordnet. 9. Im Übrigen werden die Anträge der Ehegatten abgewiesen, soweit auf sie eingetreten wird. 10. Die Gerichtskosten im Betrag von Fr. 2'400.00 werden zu zwei Drit- tel (Fr. 1'600.00) dem Ehemann und zu einem Drittel (Fr. 800.00) der Ehefrau auferlegt. Die Gerichtskosten werden liquidiert, indem sie mit dem vom Ehemann geleisteten Gerichtskostenvorschuss von Fr. 1'000.00 verrechnet werden. Die Gerichtskasse hat beim Ehemann den Fehlbetrag von Fr. 600.00 und bei der Ehefrau ihren Kostenanteil von Fr. 800.00 nachzufordern.Kantonsgericht Schwyz 4 11. Der Ehemann wird verpflichtet, der Ehefrau eine Parteientschädi- gung von Fr. 1'835.00 zu bezahlen (inkl. Auslagen und Mehrwert- steuer). 12. (Rechtsmittel) 13. (Zustellung) 2. a) Mit Berufung vom 28. März 2019 stellte der Gesuchsteller beim Kan- tonsgericht Schwyz die folgenden Anträge (KG-act. 1): 1. Es seien die Dispositiv-Ziffern 2, 4, 5, 6, 7, 9, 10 und 11 der ange- fochtenen Verfügung vom 14. März 2019 der Einzelrichterin des Be- zirksgerichts Schwyz (ZES 2018 444) wie folgt abzuändern: 1.1. Dispositiv-Ziff. 2 sei aufzuheben und die gemeinsamen Kin- der, E.________ und F.________ seien unter die alternie- rende Obhut des Gesuchstellers und der Gesuchsgegnerin zu stellen. Die Ausgestaltung der Betreuungsanteile gestaltet sich wie in der Teilvereinbarung vom 7./11. September 2018 und vom 14./16. Dezember 2018 aufgeführt. 1.2. Dispositiv-Ziff. 4 sei aufzuheben und die Kinderunterhaltsbei- träge seien wie folgt festzulegen: Der Gesuchsteller sei zu verpflichten, der Gesuchsgegnerin an den Unterhalt der gemeinsamen Kinder E.________ und F.________ einen jeweils im Voraus auf den Ersten eines je- den Monats zu bezahlenden und nach Durchführung des Be- weisverfahrens noch zu beziffernden Betrag zu bezahlen, je- doch maximal Phase 1: Ab 1. Januar 2018 bis 31. Dezember 2018 - CHF 823.00 (CHF 509.00 Barunterhalt und CHF 314.00 Betreuungsunterhalt) für E.________ - CHF 1'032.00 (CHF 509.00 Barunterhalt und CHF 523.00 Betreuungsunterhalt) für F.________ zuzüglich allfällige gesetzliche oder vertragliche Kinder-/Aus- bildungszulagen von je CHF 176.00. Phase 2: Ab 1. Januar 2019 bis 30. Oktober 2022 - CHF 185.00 (Barunterhalt) für E.________ - CHF 180.00 (Barunterhalt) für F.________ zuzüglich allfällige gesetzliche oder vertragliche Kinder-/Aus- bildungszulagen von je CHF 176.00.Kantonsgericht Schwyz 5 Phase 3: Ab 1. November 2022 bis zum Abschluss einer an- gemessenen Ausbildung des betreffenden Kindes Es sei festzustellen, dass der Gesuchsteller keine Kinderun- terhaltsbeiträge mehr zu leisten hat. zuzüglich allfällige gesetzliche oder vertragliche Kinder-/Aus- bildungszulagen von je CHF 176.00. Eine abschliessende Bezifferung wird bis zum Abschluss des Beweisverfahrens vorbehalten. 1.3. Dispositiv-Ziff. 5 sei aufzuheben und die Ehegattenunter- haltsbeiträge seien wie folgt festzulegen: Es sei festzustellen, dass der Gesuchsteller keinen Ehegat- tenunterhaltsbeitrag zu leisten hat. 1.4. Dispositiv-Ziff. 6 sei aufzuheben und die bereits bezahlten Unterhaltsbeiträge seien wie folgt festzulegen: Der Gesuchsteller sei für berechtigt zu erklären, die definitiv festzusetzenden (bisherigen und zukünftigen) Unterhaltsbei- träge mit bereits bezahlten Unterhaltsbeiträgen in der Höhe von CHF 38'240.50 (eventualiter CHF 38'726.50) zu verrech- nen. 1.5. Dispositiv-Ziff. 7 sei aufzuheben. 1.6. Dispositiv-Ziff. 10 und 11 seien aufzuheben und die Kosten- und Entschädigungsfolgen seien neu festzulegen, mithin sei die Gesuchgegnerin/Berufungsbeklagte zu verpflichten, dem Gesuchsteller/Berufungskläger eine volle Parteientschädi- gung von CHF 5'500.00 evtl. wieviel auszurichten. Weiter sei die Gesuchsgegnerin/Berufungsbeklagte zu verpflichten, die Gerichtskosten von CHF 2'400.00 vollumfänglich zu überneh- men. 2. Eventualiter seien die vorinstanzlichen Dispositiv-Ziff. 2, 4, 5, 6, 7, 9, 10 und 11 der angefochtenen Verfügung vom 14. März 2019 der Einzelrichterin des Bezirksgerichts Schwyz (ZES 2018 444) aufzu- heben und es sei die Angelegenheit zur Ergänzung des Sachver- halts und zur Neubeurteilung über die Berufungsanträge Ziff. 1.1 bis 1.6 an die Vorinstanz zurückzuweisen. 3. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten der Berufungs- beklagten eventualiter zu Lasten der Vorinstanz.Kantonsgericht Schwyz 6 Der Gesuchsteller rügt insbesondere, dass die Vorinstanz in Missachtung von Art. 297 Abs. 1 ZPO und trotz entsprechender Anträge keine persönliche An- hörung der Eltern bzw. keine Parteibefragung durchgeführt und dadurch den Sachverhalt unrichtig festgestellt habe. Dies stelle einen schwerwiegenden Ver- fahrensmangel dar. Er beantragt, das Beweisverfahren entweder direkt durch die Berufungsinstanz durchzuführen oder eventualiter die Sache an die Vor- instanz zurückzuweisen (KG-act. 1, S. 13 f.). Der Gesuchsteller bringt überdies vor, die Gesuchsgegnerin und die Kinder würden das Mittag- und das Nachtes- sen mit den Eltern der Gesuchsgegnerin einnehmen, was zu Einsparungen führe, die beim Grundbetrag der Gesuchsgegnerin kostensenkend zu berück- sichtigen seien. Bereits vorinstanzlich habe er beantragt, im Bestreitungsfalle die Kinder hierzu zu befragen, was nicht gemacht worden sei (KG-act. 1, S. 49). Indem die Vorinstanz diesbezüglich keine Beweise abgenommen habe, habe sie den Sachverhalt unrichtig festgestellt (KG-act. 1, S. 49 f.). Am 11. April 2019 reichte die vorinstanzliche Einzelrichterin eine Vernehmlas- sung ein und führte aus, beide Parteien hätten sich dezidiert gegen eine Kin- deranhörung ausgesprochen und darum ersucht, die Kinder nicht mit dem vor- liegenden Verfahren zu belasten. Es erscheine daher widersprüchlich, wenn der Gesuchsteller in seiner Berufung eine unterlassene Kinderanhörung und/oder Parteibefragung hinsichtlich der Kinderbelange rüge (KG-act. 5, S. 1 f.). Zutreffend sei, dass hinsichtlich der finanziellen Belange keine Parteibefra- gungen durchgeführt worden seien. Die Parteien hätten ihre Sach- und Rechts- standpunkte erschöpfend über ihre Rechtsvertreter sowie durch Urkunden in zwei Verhandlungen ins Verfahren eingebracht. Eine Parteibefragung an einem dritten Verhandlungstermin hätte das Verfahren noch weiter verzögert, weshalb angesichts der summarischen Natur des Eheschutzverfahrens in insbesondere auch angesichts des Interesses der Kinder an einer Unterhaltsregelung innert angemessener Frist darauf verzichtet worden sei (KG-act. 5, S. 2).Kantonsgericht Schwyz 7 Mit Berufungsantwort vom 27. April 2019 beantragt die Gesuchsgegnerin, die Berufung sei unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten des Gesuch- stellers abzuweisen, soweit auf sie einzutreten sei (KG-act. 7). Hinsichtlich der nicht durchgeführten Kinderanhörung bringt sie vor, die Vereinbarungen der Parteien vom 7./11. September 2018 und 14./16. Dezember 2018 würden die Kinderbelange bis auf den Kinderunterhalt umfassend regeln. Betreffend Kin- derunterhalt seien sich die Parteien in Sachen Bedarfspositionen einig, vorbe- halten von rein rechtlichen Fragen. Es sei nicht dargelegt, was der Gesuchstel- ler mit einer Kinderbefragung beweisen wolle. Darüber hinaus hätten die Kinder gegenüber beiden Elternteilen klar geäussert, dass sie nicht vom Gericht be- fragt werden wollen. Es treffe vollkommen zu, was die Vorinstanz in ihrer Ver- nehmlassung vom 11. April 2019 ausgeführt habe (KG-act. 7, S. 2 f.). b) In der Stellungnahme vom 3. Mai 2019 macht der Gesuchsteller geltend, die nicht durchgeführte Kinderanhörung sei lediglich in Bezug auf den anzu- rechnenden Grundbetrag der Mutter bzw. in Bezug auf das Nachtessen bei den Grosseltern bemängelt worden. Er habe vor Vorinstanz keine Beweisanträge bzw. Beweisofferten zurückgezogen. Es treffe nicht zu, dass sich die Rechts- vertreter der Parteien dezidiert gegen eine Kinderanhörung ausgesprochen hät- ten. Zutreffend sei lediglich, dass die Parteien nochmals hätten versuchen wol- len, bezüglich Besuchsrecht und Betreuungsregelung eine Teileinigung zu tref- fen, was dann auch erfolgt sei. Es liege kein widersprüchliches Verhalten vor (KG-act. 8, S. 2 Ziff. 1). Die Parteien reichten sodann diverse Noveneingaben sowie Stellungnahmen ein (Gesuchsteller: KG-act. 16, 22, 27, 32, 36, 38, 40, 42, 47 und 51; Gesuchs- gegnerin: KG-act. 10, 14, 19, 25, 30, 34, 45 und 49), wobei der Gesuchsteller die Berufungsanträge Ziff. 1.2 und 1.4 aufgrund eingereichter Noven mehrfach und zuletzt wie folgt anpasste (KG-act. 42 [Antrag Ziff. 1.2]; KG-act. 51 [Antrag Ziff. 1.4]): 1.2. Dispositiv-Ziff. 4 sei aufzuheben und die Kinderunterhaltsbeiträge seien wie folgt festzulegen:Kantonsgericht Schwyz 8 Der Gesuchsteller sei zu verpflichten, der Gesuchsgegnerin an den Unterhalt der gemeinsamen Kinder E.________ und F.________ ei- nen jeweils im Voraus auf den Ersten eines jeden Monats zu bezah- lenden und nach Durchführung des Beweisverfahrens noch zu be- ziffernden Betrag zu bezahlen, jedoch maximal Phase 1: Ab 1. Januar 2018 bis 31. Dezember 2018 - CHF 823.00 (CHF 509.00 Barunterhalt und CHF 314.00 Be- treuungsunterhalt) für E.________ - CHF 1'032.00 (CHF 509.00 Barunterhalt und CHF 523.00 Betreuungsunterhalt) für F.________ zuzüglich allfällige gesetzliche oder vertragliche Kinder-/Ausbil- dungszulagen von je CHF 176.00. Phase 2: Ab 1. Januar 2019 bis 29. Februar 2020 - CHF 185.00 (Barunterhalt) für E.________ - CHF 180.00 (Barunterhalt) für F.________ zuzüglich allfällige gesetzliche oder vertragliche Kinder-/Ausbil- dungszulagen von je CHF 176.00 bis zum 31. Mai 2019. Die Gesuchsgegnerin sei ab dem 1. Juni 2019 zu verpflichten, dem Gesuchsteller je CHF 34.00 der monatlichen Kinder-/Ausbildungs- zulagen zu überweisen. Phase 3a: Ab 1. März 2020 bis 30. Oktober 2022 - CHF 155.00 (Barunterhalt) für E.________ - CHF 150.00 (Barunterhalt) für F.________ Die Gesuchsgegnerin sei zu verpflichten, dem Gesuchsteller je CHF 34.00 der monatlichen Kinder-/Ausbildungszulagen zu über- weisen. Phase 3b: Ab 1. November 2022 bis zum Abschluss einer angemes- senen Ausbildung des betreffenden Kindes Es sei festzustellen, dass der Gesuchsteller keine Kinderunterhalts- beiträge mehr zu leisten hat. Die Gesuchsgegnerin sei zu verpflichten, dem Gesuchsteller je CHF 34.00 der monatlichen Kinder-/Ausbildungszulagen zu über- weisen. Eine abschliessende Bezifferung wird bis zum Abschluss des Be- weisverfahrens vorbehalten. 1.4. Dispositiv-Ziff. 6 sei aufzuheben und die bereits bezahlten Unter- haltsbeiträge seien wie folgt festzulegen:Kantonsgericht Schwyz 9 Der Gesuchsteller sei für berechtigt zu erklären, die definitiv festzu- setzenden (bisherigen und zukünftigen) Unterhaltsbeiträge mit be- reits bezahlten Unterhaltsbeiträgen in der Höhe von CHF 60‘112.50 (eventualiter CHF 60‘598.50) zu verrechnen. 3. a) Im Eheschutzverfahren sind die erheblichen Tatsachen lediglich glaub- haft zu machen (Sutter-Somm/Hostettler, in: Sutter-Somm/Hasenböhler/Leuen- berger [Hrsg.], Kommentar zur Schweizerischen Zivilprozessordnung, 3. A., 2016, N 12 zu Art. 271 ZPO und N 10 zu Art. 273 ZPO; Siehr/Bähler, in: Spüh- ler/Tenchio/Infanger [Hrsg.], Basler Kommentar, Schweizerische Zivilprozess- ordnung, 3. A., 2017, N 1a zu Art. 271 ZPO; Pfänder Baumann, in: Brun- ner/Gasser/Schwander [Hrsg.], Schweizerische Zivilprozessordnung, Kom- mentar, Bd. II, 2. A., 2016, N 10 zu Art. 273 ZPO). Sodann stellt das Gericht den Sachverhalt von Amtes wegen fest (Art. 272 ZPO). Es gilt grundsätzlich die sog. beschränkte Untersuchungsmaxime; das Gericht hat die Parteien bei der Sammlung des Prozessstoffes insbesondere durch geeignete Fragen und die Aufforderung zur Einreichung fehlender Beweisunterlagen zu unterstützen (Spycher, in: Hausheer/Walter [Hrsg.], Berner Kommentar, Schweizerische Zi- vilprozessordnung, Bd. II, 2012, N 3 und 5 zu Art. 272 ZPO; Sutter-Somm/Hos- tettler, a.a.O., N 14 zu Art. 272 ZPO). Demgegenüber hat das Gericht in den Kinderbelangen gestützt auf Art. 296 ZPO den Sachverhalt von Amtes wegen zu erforschen und entscheidet ohne Bindung an die Parteianträge (Art. 296 Abs. 1 und 3 ZPO). Es gilt die uneingeschränkte Untersuchungsmaxime, wo- nach das Gericht alle Tatsachen, die für die Anordnung über die Kinder von Bedeutung sind, von Amtes wegen zu ermitteln sowie frei zu würdigen hat, und es auch bei Fehlen eines Parteiantrags verpflichtet ist, von sich aus alle nötigen Abklärungen zu treffen und Beweise abzunehmen. Allerdings ist auch diese Un- tersuchungsmaxime nicht unbegrenzt. Ebenso ist es aufgrund der Mitwirkungs- pflicht primär Sache der Parteien, den Prozessstoff zu sammeln, und sie sind nicht davon entbunden, Beweisanträge zu stellen und Beweismittel einzurei- chen (Schweighauser, in: Sutter-Somm/Hasenböhler/Leuenberger [Hrsg.], a.a.O., N 8 ff. zu Art. 296 ZPO; Mazan/Steck, in: Spühler/Tenchio/Infanger [Hrsg.], Basler Kommentar, Schweizerische Zivilprozessordnung, 3. A., 2017, Kantonsgericht Schwyz 10 N 12 ff. zu Art. 296 ZPO; Spycher, a.a.O., N 5 ff. zu Art. 296 ZPO). Ist im Ehe- schutzverfahren neben dem Ehegatten- auch Kindesunterhalt festzusetzen, ist die finanzielle Leistungsfähigkeit des Schuldners insgesamt nach der (uneinge- schränkten) Untersuchungsmaxime abzuklären (BGer, Urteil 5P.252/2005 vom 4. August 2005, E. 2.3; Schwander, in: Geiser/Fountoulakis [Hrsg.], Basler Kommentar, Zivilgesetzbuch, Bd. I, 6. A, 2018, N 6a zu Art. 176 ZGB), wobei die Untersuchungsmaxime nicht nur zugunsten des Kindes, sondern auch des Unterhaltspflichtigen gilt (BGE 128 III 411 = Pra 92 [2003] Nr. 5, E. 3.2.1). Gemäss Art. 273 ZPO führt das Gericht in den eherechtlichen Summarverfah- ren eine mündliche Verhandlung durch. Die Parteien müssen persönlich vor Ge- richt erscheinen und das Gericht versucht, zwischen den Parteien eine Einigung herbeizuführen. Sind Anordnungen über ein Kind zu treffen, so hört das Gericht die Eltern persönlich an (Art. 297 Abs. 1 ZPO). Diese Pflicht dient unter ande- rem der Sachverhaltsfeststellung und ist Folge der uneingeschränkten Untersu- chungsmaxime (Michel/Steck, in: Spühler/Tenchio/Infanger [Hrsg.], Basler Kommentar, Schweizerische Zivilprozessordnung, a.a.O., N 4 und 7 zu Art. 297 ZPO). Anordnungen über ein Kind liegen vor, wenn namentlich die elterliche Obhut und der persönliche Verkehr zwischen den Kindern und den Eltern zu regeln ist. Nicht unmittelbar, so aber aufgrund des Sachzusammenhangs fallen darunter ebenfalls Anordnungen im Zusammenhang mit dem Kinderunterhalt (Spycher, a.a.O., N 8 zu Art. 297 ZPO; vgl. auch OGer ZH LE130059 vom 12. Februar 2014, E. 4). Die Anhörung findet in der Regel an der mündlichen Verhandlung (Art. 273 ZPO) und vor der Anhörung der Kinder statt (Spycher, a.a.O., N 9 zu Art. 297 ZPO). Es ist dafür zu sorgen, dass jeder Elternteil nicht nur mit Fragen konfrontiert, sondern auch frei seine eigene Ansicht vortragen kann (Michel/Steck, a.a.O., N 7 zu Art. 297 ZPO). Die Anhörung eines Eltern- teils darf nur bei Unmöglichkeit wie unbekanntem Aufenthalt, Urteilunfähigkeit, Krankheit etc. unterbleiben (Spycher, a.a.O., N 10 zu Art. 297 ZPO; Michel/Steck, a.a.O., N 10 zu Art. 297 ZPO). Eine Missachtung von Art. 297 Abs. 1 ZPO stellt eine Verletzung von Bundesrecht dar, welche eine unrichtige Kantonsgericht Schwyz 11 Feststellung des Sachverhalts i.S.v. Art. 310 lit. b ZPO zur Folge haben kann (Kantonsgericht Schwyz, Beschluss ZK2 2017 2 vom 9. März 2017, E. 5a; Be- schluss ZK2 2013 67 vom 14. Juli 2014, E. 2a; Mazan/Steck, a.a.O., N 33 und 41 zu Art. 296 ZPO; Michel/Steck, a.a.O., N 11 zu Art. 297 ZPO). b) Die Vorinstanz liess die Parteien bzw. ihre Rechtsvertreter an den beiden Verhandlungsterminen vom 26. Oktober 2018 und 7. Dezember 2018 plädieren und führte Vergleichsgespräche durch, welche jedoch ergebnislos blieben (Vi-act. 7 und 14). Eine Parteibefragung oder ein sonstiges Beweisverfahren fand nicht statt. Eine förmliche Parteibefragung hätte sich vorliegend umso mehr aufgedrängt, als sich die Parteien hinsichtlich verschiedener Unterhalts- fragen uneinig waren. Insbesondere war in Bezug auf das Einkommen der Ge- suchsgegnerin strittig, in welchem effektiven Arbeitspensum sie bei der G.________ GmbH tätig war, in welchem Umfang sie zusätzlich für die H.________ arbeitete und wie hoch der Aufwand für ihre Ausbildung war (Vi-act. 1, Ziff. II.B:4.1.; Vi-act. 7, S. 5 ff., Vi-act. 15, S. 9 ff.; Vi-act. 14, S. 4 ff., 10, 15). Hinsichtlich des Bedarfs des Gesuchstellers waren namentlich der Kos- tenanteil der ehemaligen Partnerin des Gesuchstellers (Vi-act. 15, S. 8, 10, 23 ff.; Vi-act. 14, S. 3, 7, 13 f., 16 f.), der Kompetenzcharakter des Autos (Vi-act. 8, Ziff. 3; Vi-act. 7, S. 2, 9 f.; Vi-act. 15, S. 27 f.; Vi-act. 14, S. 8) sowie die Um- stände der Aufnahme des Darlehens (Vi-act. 7, S. 10 f.; Vi-act. 15, S. 30; Vi-act. 14, S. 14) umstritten. Betreffend den Bedarf der Gesuchsgegnerin war insbesondere fraglich, ob und allenfalls in welchem Umfang die Gesuchsgeg- nerin und die Kinder gemeinsam mit den Eltern der Gesuchsgegnerin das Es- sen einnehmen und inwiefern dies kostensenkend zu berücksichtigen ist (Vi-act. 15, S. 19; Vi-act. 14, S. 12, 16). Über alle diese Punkte hätten die Par- teien am ehesten Auskunft geben können. Sodann wurde die Parteibefragung mehrmals ausdrücklich anerboten (Vi-act. 1, Ziff. II.A.6., II.B..4.1.1.; Vi-act. 8, Ziff. 3; Vi-act. 7, S. 12; Vi-act. 15, S. 5 f., 8 f., 11 ff., 18 f., 23 f., 26, 30). Die unterlassene Parteibefragung stellt eine Verletzung von Art. 297 Abs. 1 ZPO Kantonsgericht Schwyz 12 dar, unabhängig davon, ob aufgrund der übrigen Aktenlage die strittigen Kin- derbelange als glaubhaft abgeklärt betrachtet werden können. Der angefochte- nen Verfügung liegt somit ein schwerwiegender Verfahrensmangel zugrunde, welcher dazu führte, dass der Sachverhalt nicht gehörig ermittelt wurde (vgl. Kantonsgericht Schwyz, Beschluss ZK2 2017 2 vom 9. März 2017, E. 5b; Beschluss ZK2 2013 67 vom 14. Juli 2014, E. 2b; vgl. Art. 318 Abs. 1 lit. c Ziff. 2 ZPO; Reetz/Hilber, in: Sutter-Somm/Hasenböhler/Leuenberger [Hrsg.], a.a.O., N 37 zu Art. 318 ZPO). Zwar beantragt der Gesuchsteller, dass eine Parteibe- fragung durch das Kantonsgericht vorgenommen werden soll, er legt aber nicht dar, inwiefern der gerügte (schwerwiegende) Mangel dadurch geheilt werden kann. Überdies enthielt sich die Gesuchsgegnerin gänzlich einer Antwort zur fehlenden Parteibefragung bzw. zum Rückweisungsantrag, weshalb eine „Be- hebung“ des Mangels im Berufungsverfahren bereits deshalb nicht in Frage kommt (vgl. Reetz/Hilber, a.a.O., N 37 zu Art. 318 ZPO). Hinsichtlich der Unter- haltsberechnungen ist die Verfügung der Vorinstanz vom 14. März 2019 daher aufzuheben und die Sache zwecks Durchführung einer förmlichen Befragung der Parteien zur Klärung bzw. Vervollständigung des Sachverhalts und neuer Entscheidung (vgl. auch E. 4e nachfolgend) an die Vorinstanz zurückzuweisen. Ebenso wird die Vorinstanz über die anzurechnenden, bereits bezahlten Unter- haltsbeiträge des Gesuchstellers zu befinden haben. c) In Bezug auf die weiteren Berufungsanträge des Gesuchstellers bleibt Nachfolgendes festzuhalten. 4. a) Der Gesuchsteller beantragt, es sei Dispositivziffer 2 der angefochte- nen Verfügung aufzuheben und die Kinder seien unter die alternierende Obhut der beiden Eltern zu stellen. Die Ausgestaltung der Betreuungsanteile gestalte sich wie in der Teilvereinbarung vom 7./11. September 2018 und vom 14./16. Dezember 2018 aufgeführt. Zur Begründung bringt er vor, nur bei allei- niger Obhut sei der persönliche Verkehr zu regeln. Bei der alternierenden Obhut seien dagegen die Betreuungsanteile zu vereinbaren. Es sei somit klar, dass Kantonsgericht Schwyz 13 die Eltern gemäss den Teilvereinbarungen von einer alternierenden Obhut aus- gegangen seien, weshalb sie auch nur für den Fall der Nichtgenehmigung un- terschiedliche Anträge in Bezug auf die Obhut gestellt hätten. Es bestehe kein Grund, die Obhut in Abweichung der getroffenen Vereinbarungen zu regeln, zumal beide Eltern erziehungs-, kommunikations- und kooperationsfähig seien. Der Gesuchsteller und Vater betreue die Kinder mehr als nur gemäss einem üblichen Besuchsrechtswochenende, weshalb nicht nachvollziehbar sei, dass dies keinerlei Berücksichtigung finde. Es sei deshalb die alternierende Obhut anzuordnen (KG-act. 1, Ziff. B.2.). b) Die Vorinstanz stellte die beiden Kinder unter die elterliche Obhut der Ge- suchsgegnerin (angef. Verfügung, Dispositivziffer 2) und hielt in der angefoch- tenen Verfügung fest, die von den Parteien getroffenen Teilvereinbarungen vom 7./11. September 2018 und 14./16. Dezember 2018 betreffend elterliche Sorge und Kinderbetreuungsregelung sei zu genehmigen (angef. Verfügung, E. 1.2.1). Obwohl sich die Ehegatten auf eine Betreuungsregelung hätten eini- gen können, habe in den Teilvereinbarungen die Regelung der Obhut keinen Niederschlag gefunden. Die Parteien hätten diesbezüglich auch keine aus- drücklichen Anträge gestellt, sondern einzig für den Fall, dass die Teilvereinba- rungen nicht genehmigt würden (angef. Verfügung, E. 1.2.3). Gemäss der von den Parteien vereinbarten Regelung erstrecke sich der Betreuungsanteil des Gesuchstellers auf ein gerichtsübliches Wochenend- und Ferienbesuchsrecht, das erweitert sei mit einem vom Gesuchsteller allwöchentlich wahrzunehmen- den Betreuungstag unter der Woche. Auch unter Berücksichtigung dieses zu- sätzlichen Betreuungstages nehme der Gesuchsteller deutlich weniger als ei- nen Drittel der wöchentlichen Kinderbetreuung wahr. Überdies beanspruche er nur maximal drei Wochen der Schulferien als seine Betreuungszeit. Bereits an- gesichts dieser zeitlichen Komponente bestehe auf der Grundlage der von den Parteien vereinbarten Betreuungsregelung kein Raum für eine alternierende Obhut (angef. Verfügung, E. 2.2.2).Kantonsgericht Schwyz 14 c) Das Gesetz verwendet die Begriffe „Obhut“ (Art. 25 Abs. 1, 133 Abs. 1 Ziff. 2, 134 Abs. 3 und 4, 273 Abs. 1, 275 Abs. 2 und 3, 289 Abs. 1, 298 Abs. 2 und 2bis, 298a Abs. 2 Ziff. 2, 298b Abs. 3bis, 398d Abs. 2 und 301a Abs. 5 ZGB) und „alternierende Obhut“ (Art. 298 Abs. 2 ter und 298b Abs. 3 ter ZGB), ohne diese zu definieren. Der Gesetzgeber führt namentlich nicht aus, bei welchen Betreuungsanteilen von einer „alternierenden Obhut“ auszugehen ist. Unter der Herrschaft des alten Rechts war das "Obhutsrecht" Bestandteil des elterlichen Sorgerechts. "Obhut" im Rechtssinne bedeutete das Recht, den Aufenthaltsort des Kindes und die Modalitäten seiner Betreuung zu bestimmen. Im neuen Recht umfasst die elterliche Sorge auch das "Recht, den Aufenthaltsort des Kin- des zu bestimmen" (vgl. Art. 301a Abs. 1 ZGB). Die Bedeutung der "Obhut" re- duziert sich auf die "faktische Obhut", d.h. auf die Befugnis zur täglichen Be- treuung des Kindes und auf die Ausübung der Rechte und Pflichten im Zusam- menhang mit seiner Pflege und laufenden Erziehung (BGE 142 III 612, E. 4.1; Kantonsgericht Schwyz, Beschluss ZK2 2018 38 vom 19. November 2019, E. 2c; Hausheer/Geiser/Aebi-Müller, Das Familienrecht des Schweizerischen Zivilgesetzbuches, 6. A., 2018, N 17.100). Regelt ein Gericht oder eine Behörde den persönlichen Verkehr zwischen einem Elternteil und dessen Kind, steht das Kind während der Zeit, während welcher der Elternteil zur Ausübung des per- sönlichen Verkehrs berechtigt ist, in der faktischen Obhut desselben. Bei der Regelung des persönlichen Verkehrs sind somit stets die im Gesetz ebenfalls genannten Betreuungsanteile (mit-)gemeint (BGer, Urteil 5A_418/2019 vom 29. August 2019, E. 3.5.2). Entscheidend für die Rechtsstellung der Eltern ist folglich der Umfang der Betreuungsanteile und nicht deren Bezeichnung als al- leinige oder alternierende Obhut (vgl. BGer, Urteil 5A_418/2019 vom 29. August 2019, E. 3.5.2; vgl. auch Jungo/Arndt, Barunterhalt der Kinder: Bedeutung von Obhut und Betreuung der Eltern, in: FamPra.ch 2019, S. 750 ff.). Nicht geklärt ist, ab welchem Betreuungsverhältnis von alleiniger Obhut und Besuchsrecht bzw. von alternierender Obhut mit gemeinsamer Betreuung gesprochen wird; eine einheitliche Regelung besteht nicht (BGer, Urteil 5A_418/2019 vom 29. Au-Kantonsgericht Schwyz 15 gust 2019, E. 3.5.1; Jungo/Arndt, a.a.O., S. 751 und 754 f.). In der Lehre ver- treten einige Autoren die Ansicht, von einer alternierenden Obhut sei zu spre- chen, wenn das Kind von beiden Elternteilen zu ungefähr gleichen zeitlichen Anteilen betreut werde (Büchler/Clausen, Die elterliche Sorge – Entwicklung in Lehre und Rechtsprechung, in: FamPra.ch 1/2018, S. 1 ff., S. 10; Schwen- zer/Cottier, in: Geiser/Fountoulakis [Hrsg.], Basler Kommentar, Zivilgesetzbuch, Bd. I, 6. A, 2018, N 6 zu Art. 298 ZGB). Gemäss anderen Lehrmeinungen liegt eine alternierende Obhut vor, wenn die Betreuungsanteile beider Elternteile so gewichtig sind, dass das Kind abwechselnd bei jedem von ihnen wohnt (Hausheer/Geiser/Aebi-Müller, a.a.O., N 17.112). Ferner wird auch die Meinung vertreten, dass für die Annahme einer alternierenden Obhut die Betreuung zwar nicht genau hälftig aufgeteilt sein müsse, erwartet werde immerhin aber, dass ein Elternteil mehr als einen Drittel seiner Zeit dem Kind widme (Vetterli, in: Schwenzer/Fankhauser [Hrsg.], FamKomm Scheidung, Bd. I, 3. A., 2017, N 1 zu Art. 176 ZGB). d) Die Vorinstanz genehmigte die von den Parteien bezüglich der Kinderbe- treuung eingereichten Teilvereinbarungen vom 7./11. September 2018 und 14./16. Dezember 2018 (angef. Verfügung, Dispositivziffer 3). Gemäss diesen Teilvereinbarungen betreut der Gesuchsteller die beiden Kinder jedes zweite Wochenende von Freitagabend bis Sonntagabend sowie zusätzlich jeden Don- nerstag (Vi-act. 4, KB 25, S. 2). Gemäss der Teilvereinbarung vom 14./.16. De- zember 2018 wäre auch die Möglichkeit vorgesehen, dass die Kinder auf eige- nen Wunsch bereits am Mittwochabend zum Vater gehen könnten (Vi-act. 20, KB 55). Gemäss den unbestritten gebliebenen Behauptungen der Gesuchsgeg- nerin war dies jedoch noch nie der Fall (KG-act. 7, S. 3; KG-act. 16, S. 5). Hinzu kommt ein Ferienbesuchsrecht des Gesuchstellers von maximal drei Wochen (Vi-act. 4, KB 25, S. 2). Der Gesuchsteller verlangt mit seiner Berufung keine Änderung dieser Betreuungsregelung, sondern lediglich, diese sei als alternie- rende Obhut zu bezeichnen. Die Änderung der Bezeichnung hat jedoch keinen Einfluss auf die faktische Obhut des Gesuchstellers, weshalb zumindest fraglich Kantonsgericht Schwyz 16 ist, ob überhaupt ein schutzwürdiges Interesse diesbezüglich besteht (vgl. BGer, Urteil 5A_418/2019 vom 29. August 2019, E. 3.5.2). Unabhängig davon beschränkt sich der Betreuungsanteil des Gesuchstellers auf ein ge- richtsübliches Wochenendbesuchsrecht (jedes zweite Wochenende Freitag bis Sonntag; vgl. Vi-act. 19) erweitert durch die Betreuung jeweils am Donnerstag tagsüber. Angesichts des Umstands, dass die beiden 14- und 15-jährigen Kin- der sich an diesem Tag grösstenteils in der Schule aufhalten dürften, ist die effektive Betreuungszeit an diesem Tag entsprechend zu relativieren. Die bei- den Eltern betreuen demnach die Kinder nicht zu ungefähr gleichen zeitlichen Anteilen. Sodann sind die Betreuungsanteile des Gesuchstellers weder so ge- wichtig, dass davon gesprochen werden kann, dass die Kinder abwechselnd bei jedem Elternteil wohnen, noch umfassen sie einen Drittel der Betreuungs- zeit. Ein solcher Betreuungsanteil reicht mithin auch im Sinne der dargelegten Lehrmeinungen nicht aus, um von einer alternierenden Obhut sprechen zu kön- nen. Die Berufung ist in diesem Punkt folglich abzuweisen, soweit auf sie ein- zutreten ist. e) Soweit der Gesuchsteller überdies rügt, aufgrund seiner Betreuungsan- teile sei ihm ein erhöhter Grundbetrag (KG-act. 1, S. 36) sowie Anteile an den Kinderkosten im Bedarf zu berücksichtigen (KG-act. 1, S. 53 und 57), gilt gemäss der Rechtsprechung des Bundesgerichts auch unter dem neuen Recht, dass der Elternteil, der das Kind nicht oder nicht wesentlich betreut, grundsätz- lich für dessen Barunterhalt aufzukommen hat, während der andere Elternteil, der das Kind betreut, gleichwertig seinen Unterhaltsbeitrag in natura, also durch Pflege und Erziehung bzw. Betreuung erbringt (BGer, Urteil 5A_727/2018 vom 22. August 2019, E. 4.3.2.1 mit weiteren Hinweisen). In dieser Hinsicht ist die vorinstanzliche Berechnung aufgrund des geringen Betreuungsanteils des Ge- suchstellers, welcher nicht über ein geringfügig erweitertes, gerichtsübliches Wochenendbesuchsrecht hinausgeht, folglich nicht zu beanstanden.Kantonsgericht Schwyz 17 5. a) Ferner beantragt der Gesuchsteller die Aufhebung von Dispositivzif- fer 7 der angefochtenen Verfügung und führt zur Begründung aus, die vorin- stanzliche Feststellung, wonach bereits Fr. 9‘000.00 für die kieferorthopädische Behandlung der beiden Kinder angefallen seien, sei aktenwidrig. Die Gesuchs- gegnerin habe zwar an der ersten Hauptverhandlung ausgeführt, es dürften je Kind Fr. 9‘000.00 anfallen. Sie habe diesen Antrag aber nie beziffert, sondern lediglich die hälftige Beteiligung beantragt, sofern die Kosten nicht von Dritten bezahlt würden. Bei den Fr. 9‘000.00 handle es sich lediglich um eine Kosten- schätzung, wobei Zwischenrechnungen erfolgen und auch die Versicherung ei- nen Beitrag leisten werde. Gewisse Kosten und Teilbeträge seien übernommen worden. Die Vorinstanz könne somit nicht aufgrund eines Kostenvoranschlags festsetzen, dass Kosten von Fr. 9‘000.00 für beide Kinder je hälftig zu tragen seien, weil nicht bekannt sei, ob diese Kosten auch tatsächlich anfallen würden (KG-act. 1, S. 65 f.). b) Bei nicht vorhergesehenen ausserordentlichen Bedürfnissen des Kindes kann das Gericht die Eltern zur Leistung eines besonderen Beitrags verpflichten (Art. 286 Abs. 3 ZGB). Als ausserordentliche Bedürfnisse kommen z.B. die Kos- ten für ärztliche Versorgung wie Operationen, Arzneien oder auch Zahnarztkos- ten in Frage, soweit diese nicht von der Krankenversicherung gedeckt werden (Aeschlimann, in: Schwenzer/Fankhauser [Hrsg.], a.a.O., N 20 ff. zu Art. 286 ZGB). c) Gemäss den beiden Schreiben von I.________ vom 23. Januar 2018 und vom 3. April 2018 ist für die kieferorthopädischen Behandlungen der beiden Kin- der F.________ und E.________ mit Kosten in Höhe von je ca. Fr. 9‘000.00 zu rechnen (Vi-act. BB 53). Die Parteien erklärten sich mit der Durchführung dieser kieferorthopädischen Behandlungen einverstanden (Vi-act. BB 53). Mit Schrei- ben vom 30. Januar 2018 und vom 6. April 2018 erklärte die Krankenkasse, dass sie 50 % der Kosten für die Behandlung übernimmt (Vi-act. BB 34, S. 2 Kantonsgericht Schwyz 18 und BB 35, S. 2). Aufgrund der vorhandenen Kostenschätzung, der Zustim- mung der Parteien sowie den Schreiben der Krankenkasse handelt es sich so- mit um vorhersehbare Kosten im Umfang von ungefähr Fr. 4‘500.00 pro Kind, welche nicht von der Krankenkasse gedeckt sein dürften. Sodann geht aus den vorinstanzlichen Erwägungen hervor, dass es sich um ungefähre Kosten han- delt, die von den Parteien je zur Hälfte zu tragen sind, soweit sie nicht von Drit- ten, d.h. insbesondere der Krankenkasse, übernommen werden. Aus dem Dis- positiv der angefochtenen Verfügung lässt sich sodann nichts Gegenteiliges ab- leiten, auch wenn die effektiven Kosten der Behandlung nach Abzug der von der Krankenkasse übernommenen Kosten vom festgelegten Betrag von Fr. 4‘500.00 abweichen sollten. Die Parteien werden mit der angefochtenen Verfügung gleichermassen verpflichtet, die Hälfte der Kosten der kieferorthopä- dischen Behandlung der beiden Kinder zu tragen, soweit nicht Dritte dafür auf- kommen. Der Gesuchsteller behauptet nicht, dass keine Kosten für die Behand- lung anfallen und bestreitet auch die hälftige Übernahme der Kosten nicht. Folg- lich legt er nicht dar und ist im Übrigen auch nicht ersichtlich, inwiefern die an- gefochtene Dispositivziffer fehlerhaft sein sollte oder sich nachteilig für ihn aus- wirken sollte. Die Berufung ist deshalb in diesem Punkt abzuweisen. 6. a) Sodann beantragt der Gesuchsteller die Aufhebung der Dispositivzif- fern 10 und 11 bzw. eine Neufestlegung der Kosten- und Entschädigungsfolgen (KG-act. 1, S. 3). Nachdem die angefochtene Verfügung hinsichtlich der Unter- haltsberechnungen aufzuheben und die Sache zu neuer Entscheidung an die Vorinstanz zurückzuweisen ist, drängt es sich auf, die erstinstanzliche Kosten- und Entschädigungsregelung ebenfalls aufzuheben. Die Vorinstanz wird im Rahmen der Neuentscheidung auch über die Kosten- und Entschädigungsfol- gen neu zu befinden haben. b) Der Gesuchsteller beantragt überdies, es sei Dispositivziffer 9 der ange- fochtenen Verfügung aufzuheben (KG-act. 1, S. 3). Mit Dispositivziffer 9 wies Kantonsgericht Schwyz 19 die Vorinstanz die übrigen Anträge der Ehegatten ab, soweit sie auf diese ein- trat (angef. Verfügung, Dispositivziffer 9). Eine Begründung, weshalb Disposi- tivziffer 9 der angefochtenen Verfügung ebenfalls aufzuheben sei, bringt der Gesuchsteller indessen nicht vor. Es ist im Übrigen auch nicht ersichtlich, wel- che Anträge der Gesuchsteller als zu Unrecht abgewiesen betrachtet und neu beurteilt wissen möchte. Auf den Antrag ist folglich mangels Begründung nicht einzutreten. 7. a) Grundsätzlich werden die Kosten dem Ausgang des Verfahrens ent- sprechend der unterliegenden Partei auferlegt (Art. 106 Abs. 1 ZPO). Das Ge- richt kann Gerichtskosten, die weder eine Partei noch Dritte veranlassten, aus Billigkeitsgründen dem Kanton auferlegen (Art. 107 Abs. 2 ZPO). Der Gesuchsteller unterliegt mit seinen Anträgen Ziff. 1.1 und 1.5 sowie hin- sichtlich der eventualiter beantragten Aufhebung von Dispositivziffer 9. Im Üb- rigen dringt er mit seinem Eventualantrag auf Aufhebung der Dispositivziffern 4, 5, 6, 10 und 11 und Rückweisung zur Neubeurteilung durch. Weil die Festle- gung der Unterhaltsbeiträge, mithin die angefochtenen Dispositivziffern 4, 5 und 6, den Hauptbestandteil des Verfahrens ausmachen, rechtfertigt es sich, von einem Obsiegen im Umfang von 2/3 auszugehen. Bezüglich der abgewiesenen Anträge (1/3) wird der Gesuchsteller für das Berufungsverfahren kostenpflich- tig. Betreffend die aufgehobenen und zur Neubeurteilung zurückgewiesenen Anträgen liegen die Gründe in der von der Vorinstanz nicht durchgeführten Par- teibefragung, weshalb diese weder eine Partei noch Dritte veranlasst haben. In diesem Umfang (2/3) sind die Kosten auf die Staatskasse zu nehmen. b) Art. 107 Abs. 2 ZPO bietet in der Regel keine Grundlage dafür, einen Kan- ton zur Tragung einer Parteientschädigung zu verpflichten. Nur in Ausnahme- fällen, namentlich wenn eine eigentliche Rechtsverweigerung der Gerichte vor- liegt, haben die Parteien gestützt auf Art. 107 Abs. 2 ZPO Anspruch auf eine ausserrechtliche Entschädigung zulasten des Kantons (BGE 138 III 471, E. 7; Kantonsgericht Schwyz 20 BGer, Urteil 5A_278/2013 vom 5. Juli 2013, E. 4.2; BGer, Urteil 5A_356/2014 vom 14. August 2014, E. 4.1). Der Bundesgesetzgeber wollte die Regelung be- treffend Parteientschädigung grundsätzlich den Kantonen überlassen (BGer, Urteil 5A_356/2014 vom 14. August 2014, E. 5). Im Kanton Schwyz sind laut § 83 Abs. 2 JG Kosten, die keine Partei veranlasste oder die durch einen offen- sichtlichen Fehlentscheid entstanden, in der Regel der Gerichtskasse aufzuer- legen. Unter ausserordentlichen Umständen kann es sich rechtfertigen, gestützt auf § 83 Abs. 2 JG nicht nur die Gerichtskosten, sondern auch eine Parteien- tschädigung der Gerichtskasse zu belasten. Liegen jedoch keine besonderen Verhältnisse vor und identifiziert sich eine Partei mit dem angefochtenen Ent- scheid, der an einem nicht auf Parteiantrag beruhenden Verfahrensmangel lei- det, sind die Gerichtskosten und allfällige Entschädigungen dieser Partei aufzu- erlegen (vgl. BGE 139 III 475, E. 2.3; vgl. zum Ganzen: EGV-SZ 2014 A 2.1, E. 4b). Die Gesuchsgegnerin obsiegt bezüglich der Berufungsanträge, welche abge- wiesen bzw. auf die nicht eingetreten wurde. In diesem Umfang (1/3) hat sie Anspruch auf Entschädigung durch den Gesuchsteller. Weil sie mit Beschwer- deantwort die Abweisung der Berufung beantragte, identifizierte sie sich mit dem angefochtenen Entscheid und gilt folglich hinsichtlich des gutgeheissenen Rückweisungsantrags als unterliegend. Für das Berufungsverfahren wird sie gegenüber dem Gesuchsteller somit im Umfang ihres Unterliegens (2/3) ent- schädigungspflichtig. Das Honorar im summarischen Verfahren beträgt (auch im Berufungsverfah- ren) Fr. 300.00 bis Fr. 4‘800.00 (§ 10 GebTRA). Innerhalb dieses Tarifrahmens bestimmt sich die Höhe der Entschädigung nach der Wichtigkeit der Streitsa- che, ihrer Schwierigkeit, dem Umfang und Art der Arbeitsleistung sowie dem notwendigen Zeitaufwand (§ 2 Abs. 1 GebTRA). Wird die Vergütung pauschal zugesprochen, gilt die Mehrwertsteuer als in diesem Betrag enthalten Kantonsgericht Schwyz 21 (§ 2 Abs. 2 GebTRA). Die Rechtsvertreter der Parteien reichten keine Kosten- noten ein, weshalb die Vergütung nach pflichtgemässem Ermessen festgesetzt wird (§ 6 Abs. 1 GebTRA). Inhaltlich hat die Berufung im Wesentlichen die vor- instanzliche Unterhaltsberechnung zum Gegenstand, weshalb es grundsätzlich keiner zusätzlichen Einarbeitungszeit bedurfte und, abgesehen von eingereich- ten Noven – insbesondere in Zusammenhang mit der neuen Arbeitsstelle der Gesuchsgegnerin (KG-act. 7/8) –, hauptsächlich auf die Erkenntnisse aus dem erstinstanzlichen Verfahren abgestellt werden konnte. Sodann stellten sich auch in rechtlicher Hinsicht keine besonderen Schwierigkeiten. Ferner ist zu berücksichtigen, dass die Entschädigungshöhe nicht allein vom Umfang der Rechtsschriften und Stellungnahmen abhängt und insbesondere Wiederholun- gen nicht zu berücksichtigen sind. Angesichts dessen erscheint für beide Par- teien eine Entschädigung in Höhe von je Fr. 3‘000.00 (inkl. Auslagen und MWST) als angemessen. Nachdem die Gesuchsgegnerin zu 1/3 obsiegt und zu 2/3 unterliegt, hat sie den Gesuchsteller für das Berufungsverfahren mit 1/3 (= Fr. 1‘000.00) reduziert zu entschädigen;-Kantonsgericht Schwyz 22 beschlossen: 1. In teilweiser Gutheissung der Berufung werden die Dispositivziffern 4, 5, 6, 10 und 11 der Verfügung der Einzelrichterin am Bezirksgericht Schwyz vom 14. März 2019 aufgehoben und die Sache im Sinne der Erwägungen zur Durchführung der Parteibefragung und Neubeurteilung der Unter- haltsbeiträge sowie der Prozesskosten an die Vorinstanz zurückgewie- sen. 2. Im Übrigen wird die Berufung abgewiesen, soweit auf sie eingetreten wird. 3. Die Kosten des Berufungsverfahren von Fr. 2‘000.00 werden dem Ge- suchsteller/Berufungsführer im Umfang von Fr. 650.00 auferlegt und wer- den vom geleisteten Kostenvorschuss bezogen. Der Restbetrag von Fr. 1‘350.00 wird dem Gesuchsteller/Berufungsführer nach definitiver Er- ledigung von der Kantonsgerichtskasse zurückzuerstatten. Im Übrigen (Fr. 1‘350.00) gehen die Kosten zu Lasten des Kantons. 4. Die Gesuchsgegnerin/Berufungsgegnerin ist verpflichtet, dem Gesuch- steller/Berufungsführer für das Berufungsverfahren eine reduzierte Par- teientschädigung von Fr. 1‘000.00 (inkl. Auslagen und MWST) zu bezah- len. 5. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit Zustellung nach Art. 72 ff. des Bundesgerichtsgesetzes (BGG) Beschwerde in Zivilsachen wegen Verletzung verfassungsmässiger Rechte (Art. 98 BGG) beim Bun- desgericht in Lausanne eingereicht werden; die Beschwerdeschrift muss den Anforderungen von Art. 42 BGG entsprechen. Der Streitwert über- steigt Fr. 30'000.00.Kantonsgericht Schwyz 23 6. Zufertigung an Rechtsanwältin B.________ (2/R), Rechtsanwalt D.________ (2/R) und die Vorinstanz (1/A) sowie nach definitiver Erledi- gung an die Vorinstanz (1/R, unter Rückgabe der Akten) und an die Kan- tonsgerichtskasse (1/ü, im Dispositiv). Namens der 2. Zivilkammer Die Kantonsgerichtsvizepräsidentin Der Gerichtsschreiber Versand 29. April 2020 kau