<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2011.00607</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="https://vgrzh.djiktzh.ch/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=https://vgrzh.djiktzh.ch&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=211264&amp;W10_KEY=4467117&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2011.00607</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 28.11.2011</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">3. Abteilung/Einzelrichter</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">FÃ¼rsorgerecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Sozialhilfe</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Sozialhilfe<br/><br/>[Die Beschwerdeführerin verlangte von der Sozialbehörde die Kostenübernahme für einen von ihr an einer Privatschule besuchten Kurs für Wiedereinsteigerinnen.]<br/><br/>Soweit die Beschwerdeführerin Ausführungen macht, die mit dem Streitgegenstand nichts zu tun haben, ist auf die Beschwerde nicht einzutreten (E. 1.2). Erwachsenen Sozialhilfeempfängern sind Beiträge an eine Zweitausbildung oder Umschulung nur zu leisten, wenn mit der Erstausbildung kein existenzsicherndes Einkommen erzielt werden kann und dieses Ziel voraussichtlich mit der Zweitausbildung oder Umschulung erreicht wird. Ebenso ist eine Zweitausbildung oder Umschulung zu unterstützen, wenn damit die Vermittlungsfähigkeit der betroffenen Person erhöht werden kann (E. 2.2). Die Beschwerdeführerin hat sich bis anhin geweigert, die Basisbeschäftigung zu absolvieren und weitere Arbeitsintegrationsmöglichkeiten abklären zu lassen (E. 3.1). Der Beruf der Arztgehilfin und die dazu vorausgesetzte Ausbildung haben sich inzwischen stark geändert, die Ausbildung der Medizinischen Praxisassistentin lässt sich kaum mit der mehr als 28 Jahre zurückliegenden Ausbildung der Beschwerdeführerin vergleichen (E. 3.2). Die Beschwerdeführerin kann allenfalls Vorkenntnisse, nicht aber Berufserfahrung vorweisen. Ohne nähere Abklärung ihrer Kenntnisse und Fähigkeiten im Rahmen mindestens der Basisbeschäftigung kann nicht gesagt werden, der besuchte Kurs erhöhe ihre Vermittlungsfähigkeit oder ermögliche ihr gar das Erzielen eines existenzsichernden Einkommens (E. 3.3). Auch mit Bezug auf ihren physischen und psychischen Zustand hätte es sich aufgedrängt, die Situation der Beschwerdeführerin von Fachleuten im Hinblick auf eine mögliche Erwerbstätigkeit abklären zu lassen, wozu die Beschwerdeführerin jedoch nicht Hand geboten hatte (E. 3.4). Die Beschwerdegegnerin verweigerte die Bezahlung des Kurses zu Recht (E. 3.5).<br/><br/>Abweisung, soweit Eintreten.</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: BERUFSERFAHRUNG">BERUFSERFAHRUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: GESUNDHEITSPROBLEME">GESUNDHEITSPROBLEME</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: KOSTENÃBERNAHME">KOSTENÃBERNAHME</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: PSYCHISCHE PROBLEME">PSYCHISCHE PROBLEME</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: SOZIALHILFE">SOZIALHILFE</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: UMSCHULUNG">UMSCHULUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: VERMITTLUNGSFÃHIGKEIT">VERMITTLUNGSFÃHIGKEIT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: FÃ¼rsorge ST: WIRTSCHAFTLICHE HILFE">WIRTSCHAFTLICHE HILFE</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ZWEITAUSBILDUNG">ZWEITAUSBILDUNG</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="gerade">§ 3 SHG</span><br/><span class="ungerade">§ 14 SHG</span><br/><span class="gerade">§ 15 Abs. III SHG</span><br/><span class="ungerade">§ 16 SHV</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 3 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="WordSection1"> <table border="1" cellpadding="0" cellspacing="0" class="MsoNormalTable"> <tr> <td valign="top"> <p class="Kopf1"><span>Verwaltungsgericht</span></p> <p class="Kopf1"><span>des Kantons ZÃ¼rich</span></p> <p class="Kopf1"><span>3. Abteilung</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Kopf1"> </p> </td> <td valign="top"> <p class="Kopf1"><span><img alt="" height="77" src="https://vgrzh.djiktzh.ch/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=https://vgrzh.djiktzh.ch&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getImage&amp;nF38_KEY=13866" width="123"/></span></p> </td> </tr> </table> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">VB.2011.00607</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"><b><span>Urteil</span></b></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="Zwischentitel"> </p> <p class="MsoNormal"><span>des Einzelrichters</span></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">vom <a id="VF_DAT_ENTSCHEID">28. November 2011</a></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">Mitwirkend: Verwaltungsrichter Rudolf Bodmer, <a id="TN_AUTOTEXT_RICHTER"></a><a id="TN_AUTOTEXT_GS"></a>Gerichtsschreiber Cyrill Bienz.</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">In Sachen</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>A,</span></p> <p class="MsoNormal"><b><span>BeschwerdefÃ¼hrerin, </span></b></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>gegen</span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>Stadt ZÃ¼rich, <a id="BT_Z_PLZ_N"></a></span></p> <p class="MsoNormal"><b><span>Beschwerdegegnerin, </span></b></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"><b>betreffend Sozialhilfe,</b></p> <p class="Zwischentitel">hat sich ergeben: </p> <p class="Sachverhalt1"><b>I. </b> </p> <p class="Sachverhalt2">A, geboren 1964, wird seit September 2000 vollumfÃ¤nglich von der FÃ¼rsorgebehÃ¶rde der Stadt ZÃ¼rich unterstÃ¼tzt. AnlÃ¤sslich eines Besuchs des StadtÃ¤rztlichen Dienstes bei ihr im Mai 2003 wurden deutliche PrimÃ¤rsymptome einer Schizophrenie mit gespaltener PersÃ¶nlichkeit, Depersonalisationserlebnissen und dem Erleben, dass viele Personen ausgetauscht seien, festgestellt. Eine Klinikeinweisung hielt der Stadtarzt jedoch nicht fÃ¼r nÃ¶tig. Seit Ende November 2003 verfÃ¼gt A Ã¼ber keine feste Unterkunft mehr und musste an immer wieder wechselnden Orten untergebracht werden, wo sie in aller Regel nie lange verblieb. A war bis anhin auch nicht bereit, berufliche Eingliederungsmassnahmen in der BasisbeschÃ¤ftigung abklÃ¤ren zu lassen, weshalb sie nicht in den Arbeitsmarkt integriert oder wenigstens darauf vorbereitet werden konnte. Sie hatte 1983 ihre Ausbildung zur Arztgehilfin abgeschlossen. Um von der FÃ¼rsorgeabhÃ¤ngigkeit wegzukommen, wollte sie im FrÃ¼hjahr 2010 den Kurs "Sprechstundenassistenz fÃ¼r Wiedereinsteigerinnen" an der B-Schule in ZÃ¼rich besuchen und verlangte die KostenÃ¼bernahme durch die BehÃ¶rde, was die Sonderfall- und Einsprachekommission mit Entscheid vom 26. August 2010 ablehnte.</p> <p class="Sachverhalt1"><b>II. </b> </p> <p class="Urteilstext">Dagegen legte A am 17. September 2010 Rekurs beim Bezirksrat ZÃ¼rich ein und verlangte sinngemÃ¤ss die Ãbernahme der Kurskosten von Fr. 4'150.-. Der Bezirksrat ZÃ¼rich wies ihre Beschwerde mit Beschluss vom 8. September 2011 ab.</p> <p class="Sachverhalt1"><b>III. </b> </p> <p class="Urteilstext">Dagegen erhob A am 14. September 2011 (Poststempel 23. September 2011) Beschwerde am Verwaltungsgericht und verlangte, der Wiedereinsteigerinnenkurs mÃ¼sse bezahlt werden. Der Bezirksrat ZÃ¼rich verzichtete auf Vernehmlassung, die SozialbehÃ¶rde der Stadt ZÃ¼rich ebenso mit dem Antrag, die Beschwerde sei abzuweisen. Unaufgefordert erstattete die BeschwerdefÃ¼hrerin zwei weitere Eingaben ans Gericht. </p> <p class="Einzug1"><span>Der Einzelrichter</span><span> erwÃ¤gt:</span></p> <p class="Erwgung1"><b>1. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>1.1 </b>Das Verwaltungsgericht ist gemÃ¤ss § 41 Abs. 1 in Verbindung mit § 19 Abs. 1 lit. a des Verwaltungsrechtspflegegesetzes des Kantons ZÃ¼rich vom 24. Mai 1959 (VRG) zur Behandlung der vorliegenden Beschwerde zustÃ¤ndig. Angesichts des unter Fr. 20'000.- liegenden Streitwerts fÃ¤llt die Streitigkeit in die einzelrichterliche ZustÃ¤ndigkeit (§ 38b Abs. 1 lit. c VRG).</p> <p class="Erwgung2"><b>1.2 </b>Das Rekursverfahren drehte sich einzig um die Frage, ob die Beschwerdegegnerin die Kosten von Fr. 4'150.- fÃ¼r den Wiedereinsteigerinnenkurs der BeschwerdefÃ¼hrerin zu Ã¼bernehmen habe oder nicht. Soweit die BeschwerdefÃ¼hrerin darÃ¼ber hinaus AusfÃ¼hrungen macht, die mit dem Streitgegenstand nichts zu tun haben, ist auf die Beschwerde nicht einzutreten. Denn der Antrag darf nur Begehren enthalten, Ã¼ber welche die Vorinstanz entschieden hat oder hÃ¤tte entscheiden sollen (Alfred KÃ¶lz/JÃ¼rg Bosshart/Martin RÃ¶hl, Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons ZÃ¼rich, 2. A., ZÃ¼rich 1999, § 54 N. 4).</p> <p class="Erwgung1"><b>2. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>2.1 </b>Die BeschwerdefÃ¼hrerin ist unbestrittenermassen auf Sozialhilfe angewiesen, kann sie doch fÃ¼r ihren Lebensunterhalt nicht aus eigenen Mitteln aufkommen (§ 14 des Sozialhilfegesetzes vom 14. Juni 1981 [SHG]; § 16 der Verordnung zum Sozialhilfegesetz vom 21. Oktober 1981 [SHV]). Bei der Frage, ob sie Anspruch auf die Ãbernahme der Kurskosten durch die Beschwerdegegnerin hat, geht es nur um die Ausbildungskosten als solche, nicht aber um die im Zusammenhang mit dem Ausbildungsgesuch entstehenden Kosten, die etwa im Sinn situationsbedingter Leistungen zu Ã¼bernehmen wÃ¤ren (dazu Kap. C.1.4 der SKOS-Richtlinien [Richtlinien fÃ¼r die Ausgestaltung und Bemessung der Sozialhilfe, herausgegeben von der Schweizerischen Konferenz fÃ¼r Sozialhilfe SKOS]; ferner Claudia HÃ¤nzi, Leistungen der Sozialhilfe in den Kantonen, in: Christoph HÃ¤feli [Hrsg.], Das Schweizerische Sozialhilferecht, Luzern 2008, S. 133). </p> <p class="Erwgung2"><b><span>2.2 </span></b><span>Nach § 15 Abs. 3 SHG haben Kinder und Jugendliche einen Anspruch darauf, dass ihnen eine ihren FÃ¤higkeiten entsprechende persÃ¶nliche FÃ¶rderung und Ausbildung ermÃ¶glicht wird. Da der Hilfesuchende alles Zumutbare zu unternehmen hat, um die Notlage aus eigenen KrÃ¤ften zu beheben (vgl. § 3 SHG), sind <i>erwachsenen</i> SozialhilfeempfÃ¤ngern BeitrÃ¤ge an eine Zweitausbildung oder Umschulung nur zu leisten, wenn mit der Erstausbildung kein existenzsicherndes Einkommen erzielt werden kann und dieses Ziel voraussichtlich mit der Zweitausbildung oder Umschulung erreicht wird. Ebenso ist eine Zweitausbildung oder Umschulung zu unterstÃ¼tzen, wenn damit die VermittlungsfÃ¤higkeit der betroffenen Person erhÃ¶ht werden kann, wobei es sich um eine anerkannte Ausbildung oder Umschulung handeln sollte (SKOS-Richtlinien, Kap. H.6 in Verbindung mit § 17 Abs. 1 SHV). Dabei sind die VerhÃ¤ltnisse des Einzelfalls zu berÃ¼cksichtigen und ist der Sachverhalt ausreichend abzuklÃ¤ren (vgl. VGr, 15. November 2007, VB.2007.00423, E. 4.2, mit weiteren Hinweisen). PersÃ¶nliche Neigungen stellen keine ausreichende Rechtfertigung fÃ¼r die Finanzierung einer Zweitausbildung Ã¼ber die Sozialhilfe dar. FÃ¼r die AbklÃ¤rung ist auf die EinschÃ¤tzungen von Fachpersonen zurÃ¼ckzugreifen (HÃ¤nzi, a.a.O., S. 134). </span></p> <p class="Erwgung1"><b>3. </b> </p> <p class="Erwgung2">Die Vorinstanz wies darauf hin, dass die BeschwerdefÃ¼hrerin seit Ã¼ber zehn Jahren vollumfÃ¤nglich von Sozialhilfeleistungen lebe. 1983, vor 28 Jahren, habe sie die zwei Jahre dauernde Arztgehilfinnenschule Schule C abgeschlossen. WÃ¤hrend dieser Ausbildung habe sie ein Praktikum in einer Arztpraxis absolviert, verfÃ¼ge darÃ¼ber hinaus aber nicht Ã¼ber nennenswerte Praxiserfahrung. Die BeschwerdefÃ¼hrerin leide an schweren gesundheitlichen Problemen. Schon deswegen sei eine Standortbestimmung unerlÃ¤sslich zur PrÃ¼fung der Frage, ob sie in den ersten Arbeitsmarkt wieder integriert werden kÃ¶nne. Es lÃ¤gen somit keine zwingenden GrÃ¼nde dafÃ¼r vor, eine Ausbildung und erst noch an einer Privatschule zu finanzieren.</p> <p class="Erwgung2">Dem hÃ¤lt die BeschwerdefÃ¼hrerin entgegen, dass die Sozialarbeiterinnen nicht sehr erpicht darauf gewesen seien, sie bei der BasisbeschÃ¤ftigung anzumelden. Zudem habe ihre Erstausbildung zur Arztgehilfin zweieinhalb Jahre und nicht nur zwei Jahre gedauert. Ferner sei sie nicht seit 28 Jahren ohne Berufserfahrung, sondern habe lange in einem Altersheim der Stadt ZÃ¼rich gearbeitet als einzige Person mit einer paramedizinischen Ausbildung. Dort habe sie Berufserfahrung gesammelt. </p> <p class="Erwgung2"><b>3.1 </b>Wer in der Stadt ZÃ¼rich Sozialhilfe bezieht und arbeiten kann, durchlÃ¤uft die BasisbeschÃ¤ftigung. Dabei arbeiten die unterstÃ¼tzten Personen wÃ¤hrend vier Wochen in einem bestimmten TÃ¤tigkeitsfeld. Am Arbeitsplatz und in StandortgesprÃ¤chen werden ihre FÃ¤higkeiten und Potenziale erhoben und die nÃ¤chsten Schritte auf dem Weg zurÃ¼ck in den Arbeitsmarkt festgelegt. Die BasisbeschÃ¤ftigung dient der AbklÃ¤rung und Beurteilung der FÃ¤higkeiten unterstÃ¼tzter Personen neben anderen fÃ¼r die Branchen BÃ¼ro und Dienstleistungen und fÃ¤llt damit fÃ¼r die BeschwerdefÃ¼hrerin durchaus in Betracht (vgl. www.stadt-zuerich.ch/.../arbeitsintegrationsozialhilfe/basisbeschÃ¤ftigung). </p> <p class="Erwgung3">Dem Entscheid der Sonderfall- und Einsprachekommission vom 26. August 2010 ist zu entnehmen, dass sich die BeschwerdefÃ¼hrerin bis anhin geweigert habe, die BasisbeschÃ¤ftigung zu absolvieren und weitere ArbeitsintegrationsmÃ¶glichkeiten abklÃ¤ren zu lassen. Ebenso Ã¤usserte sich die Beschwerdegegnerin in der Rekursantwort vom 25. Ok­tober 2010. Im MÃ¤rz 2009 war die BeschwerdefÃ¼hrerin nicht wie vorgesehen in die BasisbeschÃ¤ftigung eingetreten mit der BegrÃ¼ndung, ihre Brille sei defekt; eine weitere Anmeldung von Oktober 2009 befolgte sie nicht. Sie begann den Wiedereinsteigerinnenkurs danach ohne vorherige Kostengutsprache und ohne vorangehende AbklÃ¤rung in der BasisbeschÃ¤ftigung. Es ergeben sich daraus jedenfalls keine Anhaltspunkte dafÃ¼r, dass die BasisbeschÃ¤ftigung fÃ¼r die BeschwerdefÃ¼hrerin nicht ernsthaft vorgesehen oder als zu teuer erachtet worden wÃ¤re. </p> <p class="Erwgung2"><b>3.2 </b>Ob die ursprÃ¼ngliche Ausbildung der BeschwerdefÃ¼hrerin zwei oder zweieinhalb Jahre gedauert hat, ist sodann nicht von Bedeutung. Der Beruf der Arztgehilfin und die dazu vorausgesetzte Ausbildung haben sich inzwischen stark geÃ¤ndert. Die Ausbildung der Medizinischen Praxisassistentin (MPA) dauert nunmehr drei Jahre und wird im Kanton ZÃ¼rich von ausgewÃ¤hlten Privatschulen Ã¼bernommen. Sie lÃ¤sst sich kaum mit der mehr als 28 Jahre zurÃ¼ckliegenden Ausbildung der BeschwerdefÃ¼hrerin vergleichen, umso weniger, als seither etwa die technischen Hilfsmittel und die LaborgerÃ¤te markante Fortschritte verzeichnet haben. Zudem liegt auf der Hand, dass die von der BeschwerdefÃ¼hrerin nicht nÃ¤her ausgefÃ¼hrte TÃ¤tigkeit in einem Altersheim mit derjenigen in einer Arztpraxis nur beschrÃ¤nkt vergleichbar ist. In der Arztpraxis sind neben administrativen Arbeiten (etwa Abrechnungswesen, FÃ¼hrung der Patientenkartei, Korrespondenz, Praxisorganisation) die Sprechstundenassistenz (Vorbereiten der Patienten, Bereitstellen der benÃ¶tigten Utensilien fÃ¼r Untersuchungen und Eingriffe, RÃ¶ntgen, Pflege der Instrumente) und das medizinische Labor (etwa Blut- und Urinuntersuchungen) von grosser Bedeutung. ErfahrungsgemÃ¤ss liegt das Schwergewicht der Arbeit in einem Altersheim dagegen auf der Pflege der Bewohner und Bewohnerinnen. Von Berufserfahrung der BeschwerdefÃ¼hrerin im TÃ¤tigkeitsfeld einer MPA kann daher nicht gesprochen werden.</p> <p class="Erwgung2"><b>3.3 </b>Fraglich ist, ob der Wiedereinsteigerinnenkurs Ã¼berhaupt die Funktion einer Zweitausbildung oder Umschulung erfÃ¼llen kann. Entsprechend ist offen, inwieweit der von der BeschwerdefÃ¼hrerin besuchte Kurs sie auf die Anforderungen an den Beruf der MPA wirklich vorbereiten konnte. Die BeschwerdefÃ¼hrerin geht darauf nicht ein. GemÃ¤ss der Kursausschreibung richtet sich der Kurs an all jene, die bereits Ã¼ber medizinische Vorkenntnisse verfÃ¼gen oder diese <i>erlangen</i> mÃ¶chten; dies lÃ¤sst sich nicht mit der intensiven Vermittlung medizinischer Kenntnisse im Rahmen der MPA-Ausbildung vergleichen. Zudem kann die BeschwerdefÃ¼hrerin allenfalls Vorkenntnisse, nicht aber Berufserfahrung vorweisen (vorn E. 3.2). Ohne nÃ¤here AbklÃ¤rung ihrer Kenntnisse und FÃ¤higkeiten im Rahmen mindestens der BasisbeschÃ¤ftigung kann deshalb nicht gesagt werden, der besuchte Kurs erhÃ¶he ihre VermittlungsfÃ¤higkeit oder ermÃ¶gliche ihr gar das Erzielen eines existenzsichernden Einkommens.</p> <p class="Erwgung2"><b>3.4 </b>Wie die BeschwerdefÃ¼hrerin selber ausfÃ¼hrt, ist sie Ã¼bergewichtig und muss abnehmen. Zudem will sie zwei Herzinfarkte erlitten und an lang andauernden HerzrhythmusstÃ¶rungen gelitten haben. Dies lÃ¤sst es als fraglich erscheinen, ob sie den Anforderungen an eine MPA aus kÃ¶rperlicher Sicht Ã¼berhaupt gewachsen wÃ¤re. In psychischer Hinsicht soll dagegen eine StÃ¶rung in einem nicht nÃ¤her bezeichneten Gutachten ausgeschlossen worden sein. Indessen zeugt die Beschwerdeschrift gerade von psychischen Problemen (dazu vorn I.), etwa indem sich die im Rahmen der Einweisung der BeschwerdefÃ¼hrerin in die Klinik D zustÃ¤ndige Ãrztin fÃ¼r die BeschwerdefÃ¼hrerin ausgegeben haben soll, indem eine ZÃ¼richbergsekte sie (die BeschwerdefÃ¼hrerin) aus Eifersucht dazu gezwungen habe, sich von ihrem Partner zu trennen, weil sie zu hÃ¤sslich und zu dick fÃ¼r diesen gewesen sei, oder indem man ihr die TÃ¤tigkeit der Arztgehilfin vorgeschrieben habe. Auch insofern hÃ¤tte es sich aufgedrÃ¤ngt, die Situation der BeschwerdefÃ¼hrerin von Fachleuten im Hinblick auf eine mÃ¶gliche ErwerbstÃ¤tigkeit abklÃ¤ren zu lassen, wozu die BeschwerdefÃ¼hrerin jedoch nicht Hand geboten hatte. </p> <p class="Erwgung2"><b>3.5 </b>Unter diesen UmstÃ¤nden ist nicht dargetan, dass der von der BeschwerdefÃ¼hrerin besuchte Kurs fÃ¼r Wiedereinsteigerinnen die Voraussetzungen an eine Zweitausbildung erfÃ¼llt hÃ¤tte (vorn E. 2.2). Entsprechend verweigerte die Beschwerdegegnerin die Bezahlung des Kurses zu Recht. Selbst wenn die BeschwerdefÃ¼hrerin inzwischen einzelne Kursmodule bestanden haben sollte, Ã¤nderte das an der beschriebenen Situation nichts. </p> <p class="Erwgung1"><b>4. </b> </p> <p class="Urteilstext">Die Beschwerde ist demnach abzuweisen. Bei diesem Ausgang sind die Kosten des Verfahrens der BeschwerdefÃ¼hrerin zu auferlegen (§ 65a Abs. 1 in Verbindung mit § 13 Abs. 2 VRG). Eine EntschÃ¤digung ist ihr angesichts des Unterliegens nicht zuzusprechen (§ 17 Abs. 2 VRG); sie hat auch keine solche beantragt. Angesichts ihrer finanziell angespannten Lage ist die GerichtsgebÃ¼hr zurÃ¼ckhaltend festzulegen.</p> <p class="Einzug1"><span>DemgemÃ¤ss erkennt <span>der Einzelrichter</span>:</span></p> <p class="Einzug2"><span>1. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird.</span></p> <p class="Einzug2"><span>2. Die GerichtsgebÃ¼hr wird festgesetzt auf <br/> Fr. 300.--; die Ã¼brigen Kosten betragen:<br/> Fr. 140.-- Zustellkosten,<br/> Fr. 440.-- Total der Kosten.</span></p> <p class="Einzug2"><span>3. Die Gerichtskosten werden der BeschwerdefÃ¼hrerin auferlegt.</span></p> <p class="Einzug2"><span>4. Gegen dieses Urteil kann Beschwerde in Ã¶ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten nach Art. 82 ff. des Bundesgerichtsgesetzes erhoben werden. Die Beschwerde ist innert 30 Tagen, von der Zustellung an gerechnet, beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, einzureichen.</span></p> <p class="Einzug2"><span>5. Mitteilung anâ¦</span></p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>