<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2013.00525</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=213634&amp;W10_KEY=13013526&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2013.00525</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 18.12.2013</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">4. Abteilung/4. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Das Bundesgericht ist auf eine Beschwerde in Ã¶ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten gegen diesen Entscheid am 24.01.2014 nicht eingetreten.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">AuslÃ¤nderrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Niederlassung / Aufenthalt</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>[Der Beschwerdegegner sistierte den Entscheid über die Erteilung von Aufenthaltsbewilligungen für zwei Kinder des Beschwerdeführers bis zum Entscheid über die Zuteilung der elterlichen Sorge.] Die Vorinstanz â als Aufsichtsbehörde des Beschwerdegegners â leistete der Aufsichtsbeschwerde gegen einen Teamchef des Beschwerdegegners keine Folge. Es lässt sich dagegen kein Rechtsmittel anstrengen und ein solches ebenso wenig an die Hand nehmen. Auf eine Überweisung an den zuständigen Regierungsrat kann verzichtet werden (E. 1.2). Nach der Rechtsprechung des Bundesgerichts ist bei einer Beschwerde gegen die Sistierung eines Verfahrens vom Erfordernis eines weiteren, nicht wiedergutzumachenden Nachteils abzusehen, wenn - wie hier - eine ungerechtfertigte Verfahrensverzögerung bzw. Rechtsverweigerung geltend gemacht wird (E. 1.4.3). Nach dem Gesagten ist auf die Beschwerde im Übrigen einzutreten (E. 1.5). In Anwendung von § 71 VRG in Verbindung mit Art. 126 Abs. 1 ZPO kann der Beschwerdegegner ein Verfahren sistieren, wenn dies die Zweckmässigkeit verlangt, namentlich wenn der Entscheid vom Ausgang eines anderen Verfahrens abhängt (E. 2.2). Art. 3 Abs. 1 und 2 Anhang I FZA bestimmen, dass die Familienangehörigen einer Person, die Staatsangehörige einer Vertragspartei des Abkommens ist, das Recht haben, bei ihr Wohnung zu nehmen. Als Familienangehörige gelten ungeachtet der Staatsangehörigkeit der Ehegatte und die Verwandten in absteigender Linie, die noch nicht 21 Jahre alt sind oder denen Unterhalt gewährt wird. Bei Minderjährigen hat der nachziehende Elternteil sodann die zivilrechtliche Verantwortung für das Kind zu tragen, das heisst, er muss entweder über das Sorgerecht oder bei geteiltem Sorgerecht über das Einverständnis des anderen Elternteils verfügen (E. 2.4.2). Der anfängliche Entscheid des Beschwerdegegners, das vorliegende Verfahren zu sistieren, bis die rechtliche Stellung des Beschwerdeführers gegenüber seinen Kindern geklärt sei, ist nachvollziehbar (E. 2.5.1). Weder die superprovisorische noch die vorsorgliche Zuteilung der Obhut reichen aus, um der Sistierung ihre Rechtfertigung zu entziehen (E. 2.6). Abweisung UP (E. 4.2). Abweisung. Abweichende Meinung einer Minderheit der Kammer und der Gerichtsschreiberin.</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: AuslÃ¤nderrecht ST: AUFENTHALTSBEWILLIGUNG">AUFENTHALTSBEWILLIGUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ELTERLICHE SORGE">ELTERLICHE SORGE</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: OBHUT">OBHUT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: SISTIERUNG">SISTIERUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ZWISCHENENTSCHEID">ZWISCHENENTSCHEID</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="gerade">Art. 3 Abs. I Anhang I FZA</span><br/><span class="ungerade">Art. 3 Abs. II Anhang I FZA</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 2 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="WordSection1"> <table border="1" cellpadding="0" cellspacing="0" class="MsoNormalTable"> <tr> <td valign="top"> <p class="Kopf1"><span>Verwaltungsgericht</span></p> <p class="Kopf1"><span>des Kantons ZÃ¼rich</span></p> <p class="Kopf1"><span>4. Abteilung</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Kopf1"> </p> </td> <td valign="top"> <p class="Kopf1"><span><img alt="" height="77" src="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getImage&amp;nF38_KEY=19763" width="123"/></span></p> </td> </tr> </table> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">VB.2013.00525</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"><b><span>Urteil</span></b></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="Zwischentitel"> </p> <p class="MsoNormal"><span>der 4. Kammer</span></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">vom <a id="VF_DAT_ENTSCHEID">18. Dezember 2013</a></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">Mitwirkend: AbteilungsprÃ¤sident Jso Schumacher<span> (Vorsitz)</span>, Verwaltungsrichter AndrÃ© Moser, Verwaltungsrichter Marco Donatsch, <a id="TN_AUTOTEXT_RICHTER"></a><a id="TN_AUTOTEXT_GS"></a>Gerichtsschreiberin Janine Waser. </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">In Sachen</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>A, </span></p> <p class="MsoNormal"><b><span>BeschwerdefÃ¼hrer</span></b><span>, </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="Zwischentitel">gegen</p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><b><span>Migrationsamt des Kantons ZÃ¼rich, <br/> <br/> </span></b></p> <p class="MsoNormal"><b><span>Beschwerdegegner</span></b><span>, </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"><b> </b></p> <p class="MsoNormal"><b>betreffend Niederlassung / Aufenthalt,</b></p> <p class="Zwischentitel">hat sich ergeben: </p> <p class="Sachverhalt1"><b>I. </b> </p> <p class="Sachverhalt2"><b>A. </b>A, ein 1955 geborener StaatsangehÃ¶riger Deutschlands, heiratete im Jahr 1993 B. Aus dieser Ehe gingen die Kinder E, geboren 1995, und die Zwillinge F und G, geboren 1999, hervor. </p> <p class="Sachverhalt2"><b>B. </b>Am 2. April 2007 reiste A in die Schweiz ein, woraufhin ihm eine vorerst mehrmals verlÃ¤ngerte Kurzaufenthaltsbewilligung EU/EFTA, hernach eine Aufenthaltsbewilligung EU/EFTA erteilt wurden. Am 5. Juli 2013 wurde ihm die Niederlassungsbewilligung erteilt.</p> <p class="Sachverhalt2"><b>C. </b>Mit Urteil eines deutschen Amtsgerichts vom 18. Mai 2009 wurde die Ehe von A geschieden. Mit Beschluss jenes Gerichts vom selbigen Datum wurden B im Rahmen einer einstweiligen Anordnung das Aufenthaltsbestimmungsrecht sowie weitere Elternrechte fÃ¼r den Sohn E entzogen und fÃ¼r die Dauer des (Sorgerechts-)Verfahrens einem Beistand (Berufseinzelpfleger) Ã¼bertragen. </p> <p class="Sachverhalt2"><b>D. </b>E hielt sich im Sommer 2009 mehrere Monate bei seinem Vater in der Schweiz auf. Sein ErgÃ¤nzungspfleger bevollmÃ¤chtigte A am 17. Juni 2011 im Wesentlichen, E am eigenen Wohnort und bei der dortigen SchulbehÃ¶rde anzumelden. Am 15. Juli 2011 reiste E erneut in die Schweiz ein und bekam in der Folge eine Aufenthaltsbewilligung, welche spÃ¤ter mit GÃ¼ltigkeit bis 14. Juli 2018 verlÃ¤ngert wurde. </p> <p class="Sachverhalt2"><b>E. </b>Am 1. Juli 2012 reisten die Kinder F und G in die Schweiz ein; am 2. Juli 2012 ersuchte A um Aufenthaltsbewilligungen fÃ¼r sie. Mit Schreiben vom 9. Juli 2012 verlangte das Migrationsamt des Kantons ZÃ¼rich von A einen Sorgerechtsnachweis. Dieser Aufforderung kam er nicht nach. </p> <p class="Urteilstext"><span>Am 25. Juli 2012 beantragte </span>A<span> beim Bezirksgericht </span>X<span> im Wesentlichen, ihm sei das Sorgerecht fÃ¼r die Kinder </span>E<span>, </span>F<span> und </span>G<span> zuzusprechen. Mit VerfÃ¼gung des Bezirksgerichts </span>X<span> vom 4. Oktober 2012 wurde ihm im Sinn einer superprovisorischen Massnahme mit sofortiger Wirkung die Obhut Ã¼ber seine drei Kinder Ã¼bertragen. </span></p> <p class="Sachverhalt2"><b>F. </b>Die Kinder halten sich seit ihrer Einreise bei A auf und besuchen hier die Schule. </p> <p class="Sachverhalt2"><b>G. </b>Mit VerfÃ¼gung vom 14. Dezember 2012 sistierte das Migrationsamt das Gesuch von A um Aufenthaltsbewilligungen fÃ¼r F und G. Dies geschah im Wesentlichen mit der BegrÃ¼ndung, es sei erst das Urteil des Bezirksgerichts X betreffend Sorgerecht abzuwarten. </p> <p class="Sachverhalt1"><b>II. </b> </p> <p class="Urteilstext"><span>Hiergegen erhob </span>A <span>am 28.</span>/29.<span> Dezember 2012 Rekurs an die Sicherheits</span>­<span>direktion, welche diesen mit Entscheid vom 4. Juli 2013 abwies. Einer gleichzeitig </span>gegen einen migrations­amtlichen Teamchef <span>erhobenen Aufsichtsbeschwerde wurde keine Folge gegeben.</span></p> <p class="Urteilstext">Bereits am 17. Januar 2013 hatte das Bezirksgericht X im Sinn einer vorsorglichen Massnahme verfÃ¼gt, dass A die Obhut fÃ¼r die drei Kinder Ã¼bertragen werd.</p> <p class="Sachverhalt1"><b>III. </b> </p> <p class="Urteilstext">A<span> erhob am 15./17. Juli 2013 Beschwerde </span>beim<span> Verwaltungsgericht und beantragte </span>ihm <span>sinngemÃ¤ss, den Entscheid der Sicherheitsdirektion vom 4. Juli 2013 aufzuheben und das Migrationsamt zu verpflichten, den Kindern </span>E<span>, </span>F<span> und </span>G<span> einstweilig als superprovisorische Massnahme eine Aufenthaltsbewilligung zu erteilen. Sodann sei â soweit das Verwaltungsgericht hierfÃ¼r zustÃ¤ndig sei â der Aufsichtsbeschwerde gegen den </span>migrations­amtlichen <span>Teamchef stattzugeben. Ãberdies sei</span> der Kostenpunkt des Rekursentscheids zu kassieren <span>und ihm unentgeltliche Rechtspflege zu gewÃ¤hren.</span></p> <p class="Urteilstext">Am<span> 25. Juli 2013 reichte </span>A<span> Unterlagen </span>zu seiner finanziellen Situation<span> ein.</span><span> </span><span>Die Sicherheitsdirektion verzichtete am 20.</span> <span>August 2013 ausdrÃ¼cklich auf eine Vernehmlassung. Das Migrationsamt verzichtete stillschweigend auf Beschwerdeantwort. Am 31.</span> <span>August 2013 reichte </span>A<span> ein Schreiben des Migrationsamts vom 8. August 2013 ein, mit welchem </span>das<span> Gesuch</span> von E<span> um </span>die <span>Niederlassungsbewilligung abschlÃ¤gig beurteilt w</span>i<span>rd, und erklÃ¤rte dies "zum Gegenstand des Verfahrens".</span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die Kammer</span><span> erwÃ¤gt:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Erwgung1"><b>1. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b><span>1.1 </span></b><span>GemÃ¤ss § 70 in Verbindung mit § 5 Abs. 1 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 (VRG, LS 175.2) prÃ¼ft das Verwaltungsgericht seine ZustÃ¤ndigkeit von Amtes wegen. Diese ist unter anderem betreffend erstinstanzliche Rekursentscheide einer Direktion auf dem vorliegenden Gebiet des AuslÃ¤nderrechts gegeben (§§ 41â44 in Verbindung mit §§ 19 Abs. 1 lit. a und Abs. 2 f. sowie 19b Abs. 2 lit. b Ziff. 1 VRG). </span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>1.2 </span></b><span>Die Vorinstanz â als AufsichtsbehÃ¶rde des Beschwerdegegners â leistete der Auf</span>­<span>sichtsbeschwerde gegen einen Teamchef des Beschwerdegegners keine Folge. Es lÃ¤sst sich dagegen kein Rechtsmittel anstrengen und ein solches ebenso wenig an die Hand nehmen, vielmehr nur erneut eine Anzeige bei einer Ã¼ber</span>­<span>geordneten AufsichtsbehÃ¶rde erstatten, als welche hier der Regierungsrat und nicht das Verwaltungsgericht fungiert (Alfred KÃ¶lz/JÃ¼rg Bosshart/Martin RÃ¶hl<span>, Kommentar zum Verwaltungsverfahrensgesetz des Kantons ZÃ¼rich, 2. A., ZÃ¼rich 1999</span>, Vorb. zu §§ 19â28 N. 43, § 41 N. 16; VGr, 17. Januar 2012, VB.2011.00796, E. 1.3 Abs. 2, und 6. Dezember 2012, VB.2012.00173, E. 5.2). </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Folglich stellt sich die Frage einer Weiterleitung. Die Bedeutung der Pflicht hierzu liegt bloss darin, eine rechtsuchende Person vor der Gefahr einer FristversÃ¤umnis zufolge Eingabe bei einer unzustÃ¤ndigen BehÃ¶rde zu bewahren (KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 5 N. 37). Aufsichtsanzeigen sind weder form- noch fristgebunden, sondern dÃ¼rfen jederzeit erhoben werden (Ulrich HÃ¤felin/Georg MÃ¼ller/Felix Uhlmann, Allgemeines Verwaltungsrecht, 6. A., ZÃ¼rich/St. Gallen 2010, Rz. 1846). Dem BeschwerdefÃ¼hrer droht also kein Rechtsverlust; nach dem Sinn von § 70 in Verbindung mit § 5 Abs. 2 VRG kann daher auf eine Ãberweisung verzichtet werden (zum Ganzen VGr, 27.</span> <span>September 2012, VB.2012.00417, E. 2.3, und 9. Januar 2013, VB.2012.00550, E. 3.1 Abs.</span><span> </span><span>2).</span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>1.3 </span></b><span>Gegenstand einer verwaltungsgerichtlichen Beschwerde kann nur bilden, was bereits Streitgegenstand des vorinstanzlichen Verfahrens war oder hÃ¤tte sein sollen (§ 52 Abs. 1 in Verbindung mit § 20a Abs. 1 VRG; KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 52 N. 3 ff.). </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Lediglich die </span>Erteilung von <span>Aufenthaltsbewilligungen fÃ¼r die Kinder </span>F<span> und </span>G<span> bilde</span>te<span>n Gegenstand des </span>Rekursv<span>erfahrens. Soweit der BeschwerdefÃ¼hrer im vorliegenden Verfah</span>­<span>ren somit beantragt, seinem Sohn </span>E<span> sei einstweilig als superprovisorische Massnahme eine Aufenthaltsbewilligung zu erteilen</span>,<span> oder er das Schreiben des Beschwerdegegners vom 8.</span> <span>August 2013 zum Verfahrensgegenstand erklÃ¤ren will, kann dies nicht Gegenstand </span>dieser<span> Beschwerde sein. Ãberdies wurde </span>die<span> Aufenthalts</span>­<span>bewilligung</span> von E<span> bis 14. Juli 2018 verlÃ¤ngert.</span></p> <p class="Urteilstext">Sodann ist festzuhalten, dass vorliegend die SistierungsverfÃ¼gung als solche und nicht der materielle Entscheid Ã¼ber die Erteilung von Aufenthaltsbewilligungen Anfechtungsgegen­stand ist. </p> <p class="Erwgung2"><b><span>1.4 </span></b><span> </span></p> <p class="Erwgung3"><b>1.4.1 </b>Dem angefochtenen Entscheid liegt eine SistierungsverfÃ¼gung zugrunde. Dabei handelt es sich um einen Zwischenentscheid (vgl. KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, Vorbem. zu §§ 4â31 N. 32 und § 19 N. 46). Nach § 41 Abs. 3 in Verbindung mit § 19a Abs. 2 VRG und Art. 93 Abs. 1 des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (BGG, SR 173.110) ist dagegen die Beschwerde nur zulÃ¤ssig, wenn die Sistierung einen nicht wiedergutzumachenden Nachteil bewirken kann (lit. a) oder wenn die Gutheissung der Beschwerde sofort einen Endentscheid herbeifÃ¼hren und damit einen bedeutenden Aufwand an Zeit oder Kosten fÃ¼r ein weitlÃ¤ufiges Beweisverfahren ersparen wÃ¼rde (lit. b). Letzteres trifft hier offensichtlich nicht zu, fÃ¼hrte doch eine Gutheissung der Beschwerde einzig dazu, dass der Beschwerdegegner materiell entscheiden mÃ¼sste. Es bleibt zu prÃ¼fen, ob die erste Voraussetzung erfÃ¼llt ist.</p> <p class="Erwgung3"><b>1.4.2 </b>Der BeschwerdefÃ¼hrer erlÃ¤utert nicht nÃ¤her, worin ein nicht wiedergutzumachender Nachteil zu erblicken wÃ¤re. F und G halten sich seit Juli 2012 bei ihm in der Schweiz auf â bislang mit ungeklÃ¤rtem Aufenthaltsstatus. Angesichts ihres Alters und der bald anstehenden Entscheidungen hinsichtlich der weiteren schulischen und beruflichen Entwicklung sowie der Dauer, fÃ¼r welche der ungeklÃ¤rte Zustand anhÃ¤lt, ist mit nicht unerheblichen Nachteilen fÃ¼r die Kinder zu rechnen, wenn das Verfahren weiterhin sistiert bleibt. Die Kinder haben ein grosses Interesse daran, dass ihr Aufenthaltsstatus geklÃ¤rt wird. Ob dies genÃ¼gt, um auf die vorliegende Beschwerde einzutreten, kann aber letztlich offengelassen werden. </p> <p class="Erwgung3"><b>1.4.3 </b>Nach der Rechtsprechung des Bundesgerichts ist bei einer Beschwerde gegen die Sistierung eines Verfahrens vom Erfordernis eines weiteren, nicht wiedergutzumachenden Nachteils abzusehen, wenn eine ungerechtfertigte VerfahrensverzÃ¶gerung bzw. Rechtsverweigerung geltend gemacht wird (BGE 135 III 127 E. 1.3, 120 III 143 E. 1b). Eine solche macht der nicht vertretene BeschwerdefÃ¼hrer zumindest sinngemÃ¤ss geltend. </p> <p class="Erwgung2"><b><span>1.5 </span></b><span>Nach dem Gesagten ist auf die Beschwerde</span> im Ãbrigen <span>einzutreten.</span></p> <p class="Erwgung1"><b>2. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b><span>2.1 </span></b><span>Die Parteien haben im Verfahren vor Gerichts- und VerwaltungsbehÃ¶rden Anspruch auf Beurteilung innert angemessener Frist (Art. 29 Abs. 1 der Bundesverfassung vom 18. April 1999 [SR 101]; Art. 18 Abs. 1 der Verfassung des Kantons ZÃ¼rich vom 27. Februar 2005 [LS 101]; § 4a VRG). Die Angemessenheit der Frist beurteilt sich nach den UmstÃ¤nden des Einzelfalls. Dabei ist dem Umfang und der Schwierigkeit des Falles, der Wichtigkeit der Angelegenheit fÃ¼r die Betroffenen und dem Verhalten der Beschwerde</span>­<span>fÃ¼hrenden und der Rechtsmittelinstanz angemessen Rechnung zu tragen (BGE</span> <span>130 I 312 E. 5.2, 119 Ib 311 E. 5b; VGr, 5. April 2006, VB.2005.00579, E. 3.2). Eine Verletzung kann insbesondere darin liegen, dass die Rechtsmittelinstanz wÃ¤hrend lÃ¤ngerer Zeit Ã¼berhaupt keine Verfahrenshandlungen vornimmt (BGr, 18. Oktober 2004, 1A.169/2004, E. 2.2). </span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>2.2 </span></b><span>In Anwendung von § 71 VRG in Verbindung mit Art. 126 Abs. 1 der Schweizerischen Zivilprozessordnung vom 19. Dezember 2008 (SR 272) kann der Beschwerdegegner ein Verfahren jedoch sistieren, wenn dies die ZweckmÃ¤ssigkeit verlangt, namentlich wenn der Entscheid vom Ausgang eines anderen Verfahrens abhÃ¤ngt (vgl. KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, Vorbemerkungen zu §§ 4â31 N. 27 ff.). Der Entscheid Ã¼ber die Sistierung des Verfahrens steht im Ermessen der BehÃ¶rde; dabei ist das Interesse an der Sistierung gegen das Interesse an der Beschleunigung des Verfahrens abzuwÃ¤gen (Adrian Staehelin in: Thomas Sutter-Somm/Franz HasenbÃ¶hler/Christoph Leuenberger, Kommentar zur Schweizerischen Zivilprozessordnung [ZPO], ZÃ¼rich etc. 2013, Art. 126 N. 4). </span></p> <p class="Erwgung2"><b>2.3 </b><span>Der Beschwerdegegner begrÃ¼ndet die Verfahrenssistierung damit, dass der Entscheid Ã¼ber die Erteilung von Aufenthaltsbewilligungen fÃ¼r die Kinder </span>F<span> und </span>G <span>vom Ausgang des Verfahrens betreffend Erteilung der elterlichen Sorge an den Beschwerde</span>­<span>fÃ¼hrer abhÃ¤nge. </span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>2.4 </span></b><span> </span></p> <p class="Erwgung3"><b>2.4.1 </b>Das AuslÃ¤ndergesetz vom 16. Dezember 2005 (AuG, SR 142.20) gilt gemÃ¤ss dessen Art. 2 Abs. 1 fÃ¼r AuslÃ¤nderinnen und AuslÃ¤nder, soweit keine anderen Bestimmungen des Bundesrechts oder von der Schweiz abgeschlossene vÃ¶lkerrechtliche VertrÃ¤ge zur Anwen­dung kommen. Es gilt fÃ¼r StaatsangehÃ¶rige der Mitgliedstaaten der EuropÃ¤ischen Gemeinschaft und ihre FamilienangehÃ¶rigen nur so weit, als das Abkommen zwischen der Schweiz und der EuropÃ¤ischen Gemeinschaft und ihren Mitgliedstaaten Ã¼ber die FreizÃ¼gigkeit (FreizÃ¼gigkeitsabkommen, FZA, SR 0.142.112.681) keine abweichenden Bestimmungen enthÃ¤lt oder das AuslÃ¤ndergesetz gÃ¼nstigere Bestimmungen vorsieht.</p> <p class="Erwgung3"><b>2.4.2 </b>Art. 3 Abs. 1 und 2 Anhang I FZA bestimmen, dass die FamilienangehÃ¶rigen einer Person, die StaatsangehÃ¶rige einer Vertragspartei des Abkommens ist, das Recht haben, bei ihr Wohnung zu nehmen. Als FamilienangehÃ¶rige gelten ungeachtet der StaatsangehÃ¶rigkeit der Ehegatte und die Verwandten in absteigender Linie, die noch nicht 21 Jahre alt sind oder denen Unterhalt gewÃ¤hrt wird (Art. 3 Abs. 2 lit. a Anhang I FZA). Der Nachzug ist dabei grundsÃ¤tzlich zu bewilligen, wenn die nachziehende Person einen gÃ¼ltigen Ausweis vorweisen und das VerwandtschaftsverhÃ¤ltnis nachweisen kann (Art. 3 Abs. 3 Anhang I <a href="https://www.swisslex.ch/LawDetail.mvc/Show?normalizedReferences=CH%2F0.142.112.681&amp;SP=46|42havg"><span>FZA</span></a>; vgl. Marc Spescha in: Ingeborg Schwenzer [Hrsg.], FamKOMM, Scheidung, Band II, 2. A., Bern 2011, Anhang AuslÃ¤nderrechtliche Aspekte des Privat- und Familienlebens, N. 11). Bei MinderjÃ¤hrigen hat der nachziehende Elternteil sodann die zivilrechtliche Verantwortung fÃ¼r das Kind zu tragen, das heisst, er muss entweder Ã¼ber das Sorgerecht oder bei geteiltem Sorgerecht Ã¼ber das EinverstÃ¤ndnis des anderen Elternteils verfÃ¼gen (vgl. BGr, 13. Mai 2013, 2C_1144/2012, E. 2.1; BGE 136 II 177, E. 3.2.3; vgl. ferner Spescha, N. 12, auch zum Folgenden). Der Nachzugsentscheid der Eltern darf zudem nicht in klarer Missachtung des Kindeswohls und der familiÃ¤ren Bindungen des Nachzuziehenden in seinem Heimatstaat erfolgen (BGE 136 II 65 E. 5.2, 136 II 78).</p> <p class="Urteilstext"><span>Sind die </span>fÃ¼r <span>ihre Erteilung vorausgesetzten UmstÃ¤nde nicht mehr erfÃ¼llt, kann die Auf</span>­<span>enthaltsbewilligung EG/<a href="https://www.swisslex.ch/LawDetail.mvc/Show?normalizedReferences=CH%2F0.632.31&amp;SP=32|42havg" title=""><span>EFTA</span></a> widerrufen werden (Art. 6 Abs. 6 Anhang I <a href="https://www.swisslex.ch/LawDetail.mvc/Show?normalizedReferences=CH%2F0.142.112.681&amp;SP=32|42havg" title=""><span>FZA</span></a> in Verbin</span>­<span>dung mit Art. 23 der Verordnung vom 22. Mai 2002 Ã¼ber die EinfÃ¼hrung des freien Personenverkehrs, SR 142.203).</span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>2.5 </span></b><span> </span></p> <p class="Erwgung3"><b>2.5.1 </b>Der anfÃ¤ngliche Entscheid des Beschwerdegegners, das vorliegende Verfahren zu sistieren, bis die rechtliche Stellung des BeschwerdefÃ¼hrers gegenÃ¼ber seinen Kindern geklÃ¤rt sei, ist nachvollziehbar, ist doch die elterliche Sorge Voraussetzungen fÃ¼r die Erteilung einer Aufenthaltsbewilligung. Infolge der dem BeschwerdefÃ¼hrer zukommenden Mitwir­kungspflicht nach Art. 90 AuG forderte der Beschwerdegegner diesen auf, einen Sorgerechtsnachweis fÃ¼r seine Kinder zu erbringen. Hierauf leitete der BeschwerdefÃ¼hrer am 25. Juli 2012 beim Bezirksgericht X ein Verfahren betreffend Zuteilung der elterlichen Sorge ein. Dies legt nahe, dass ihm bis dahin die elterliche Sorge nicht zukam. Dies stimmt mit der Aussage der Kindsmutters im Verfahren vor Bezirksgericht Ã¼berein, wonach ihr im Jahr 2006 die alleinige elterliche Sorge Ã¼bertragen worden sei. </p> <p class="Erwgung3"><b>2.5.2 </b>Der BeschwerdefÃ¼hrer reichte dem Bezirksgericht X unter anderem eine Kopie einer Vollmacht der Kindsmutter ein, welche ihn unter anderem befuge, Ã¼ber den Aufenthaltsort der Kinder zu bestimmen. Ob eine schriftliche Einwilligung bei Fehlen der gemeinsamen elterlichen Sorge ausreichen wÃ¼rde, um eine Aufenthaltsbewilligung fÃ¼r die Kinder zu erhalten, kann letztlich offenbleiben, ist aber zweifelhaft, da die elterliche Sorge nicht mittels privatrechtlichen Vertrags auf eine andere Person Ã¼bertragen werden kann. </p> <p class="Urteilstext">Vorliegend bestehen sodann erhebliche Zweifel, dass die Kindsmutter ihr EinverstÃ¤ndnis zum dauerhaften Aufenthalt der Kinder in der Schweiz gegeben hat. Sie fÃ¼hrte gegenÃ¼ber dem Bezirksgericht nÃ¤mlich aus, sie habe lediglich einem begrenzten Aufenthalt in der Schweiz zugestimmt â nun habe sie die Kinder seit dem 1. Juli 2012 nicht mehr gesehen und der Kontakt zu ihnen werde vom BeschwerdefÃ¼hrer unterbunden. Es sei ihr ein grosses Anliegen, die Kinder wiederzusehen.</p> <p class="Urteilstext"><span>Die familienrechtlichen VerhÃ¤ltnisse in Deutschland sind sowohl hinsichtlich Scheidung der Ehegatten als auch </span>im Hinblick auf das <span>Sorgerecht un</span>klar<span>. </span>Dies zeigt sich auch darin, dass der<span> BeschwerdefÃ¼hrer in den hiesigen Zivilstandsregistern als geschiedene Person eingetragen</span> ist<span>, er jedoch geltend</span> macht<span>, die Scheidung </span>sei <span>noch nicht vollzogen. </span></p> <p class="Erwgung3"><b>2.5.3 </b>Mit Entscheid des Bezirksgerichts X vom 4. Oktober 2012 wurde dem BeschwerdefÃ¼hrer superprovisorisch die Obhut Ã¼ber seine drei Kinder Ã¼bertragen. Diesen Entscheid bestÃ¤tigte das Bezirksgericht am 17. Januar 2013, indem es im Sinn einer (nun) vorsorglichen Massnahme verfÃ¼gte, die Kinder (wÃ¤hrend der Dauer des Verfahrens) unter die Obhut des BeschwerdefÃ¼hrers zu stellen. </p> <p class="Erwgung2"><b>2.6 </b>Weder die superprovisorische noch die vorsorgliche Zuteilung der Obhut reichen jedoch aus, um der Sistierung ihre Rechtfertigung zu entziehen. Die vorsorgliche Zuteilung der Obhut hat nur wÃ¤hrend der Dauer des Verfahrens und damit nur vorÃ¼bergehend Bestand â dies kann nicht genÃ¼gen, um auslÃ¤nderrechtliche Folgen daran zu knÃ¼pfen. </p> <p class="urteilstext0">Dies zeigt nachfolgende Ãberlegung auf: Reiste ein weniger als zwÃ¶lf Jahre altes Kind ein, dessen auslÃ¤ndischer Elternteil Ã¼ber die Niederlassungsbewilligung verfÃ¼gte, wÃ¤re ihm gestÃ¼tzt auf Art. 43 Abs. 4 AuG die Niederlassungsbewilligung zu erteilen. Es hÃ¤tte damit ein selbststÃ¤ndiges Aufenthaltsrecht, welches â sofern keine WiderrufsgrÃ¼nde nach Art. 63 AuG vorlÃ¤gen â unabhÃ¤ngig vom Endentscheid im Sorgerechtsverfahren weiterhin Bestand hÃ¤tte. </p> <p class="Erwgung2"><b><span>2.7 </span></b>Vorliegend ist des Weiteren zu berÃ¼cksichtigen, dass der vorsorglichen Massnahme des Bezirksgerichts X eine unklare Rechtssituation in Deutschland zugrunde liegt. Der Entscheid, die Kinder unter die Obhut des BeschwerdefÃ¼hrers zu stellen, wurde denn auch insbesondere mit dem BedÃ¼rfnis der Kinder nach StabilitÃ¤t sowie dem Umstand begrÃ¼ndet, dass die Kindsmutter keine GrÃ¼nde vorgebracht habe, weshalb die RÃ¼ckfÃ¼hrung der Kinder nach Deutschland sofort erfolgen mÃ¼sse. Um einen Endentscheid fÃ¤llen zu kÃ¶nnen, muss das Bezirksgericht erst genaue Kenntnis Ã¼ber den Verfahrensstand in Deutschland haben â ein Endentscheid kÃ¶nnte folglich auch das Gegenteil desjenigen Ã¼ber vorsorgliche Massnahmen ergeben. </p> <p class="Erwgung2"><b><span>2.8 </span></b><span>Entsprechend rechtfertigt sich die Sistierung des migrationsrechtlichen Verfahrens bis zur Kenntnis des Endentscheids des Bezirksgerichts </span>X<span> nach wie vor. </span></p> <p class="Erwgung1"><b>3. </b> </p> <p class="Urteilstext"><span>Nach dem Gesagten ist die Beschwerde </span>abzuweisen, soweit auf sie einzutreten ist<span>.</span> </p> <p class="Erwgung1"><b>4. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b><span>4.1 </span></b><span>AusgangsgemÃ¤ss sind die Gerichtskosten dem BeschwerdefÃ¼hrer aufzuerlegen (§ 65a Abs. 2 in Verbindung mit § 13 Abs. 2 Satz 1 VRG).</span><span> </span><span>Gleiches gilt fÃ¼r die Kosten aus dem Rekursverfahren. </span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>4.2 </span></b><span>Der BeschwerdefÃ¼hrer ersucht um unentgeltliche Rechtspflege. Laut § 16 Abs. 1 VRG ist Privaten, welchen die nÃ¶tigen Mittel fehlen und deren Begehren nicht offensichtlich aussichtslos erscheint, auf entsprechendes Ersuchen die Bezahlung von Verfahrenskosten und KostenvorschÃ¼ssen zu erlassen. Den Nachweis der Mittellosigkeit hat grundsÃ¤tzlich<span> der Gesuchsteller zu erbringen (KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 16 N. 29). Ihm obliegt es, die Einkommens- und VermÃ¶gensverhÃ¤ltnisse umfassend darzulegen und soweit mÃ¶glich auch zu belegen (KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 16 N. 28).</span></span><span> </span><span>Offensichtlich aussichtslos sind Begehren, deren Aussichten auf Gutheissung um derart viel kleiner als jene auf Abweisung erschei</span>­<span>nen, dass sie kaum als ernsthaft bezeichnet werden kÃ¶nnen (KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 16 N. 32). </span></p> <p class="urteilstext0">Den vom BeschwerdefÃ¼hrer eingereichten Unterlagen kann unter anderem entnommen werden, dass er in Deutschland Ã¼ber eine Liegenschaft und insgesamt Ã¼ber VermÃ¶genswerte in der HÃ¶he von Fr. 288'000.- verfÃ¼gt. Diese stehen Schulden in der HÃ¶he von Fr. 255'677.- gegenÃ¼ber. Jedenfalls bei einem NettovermÃ¶gen von gut Fr. 30'000.- kann nicht davon gesprochen werden, dass der BeschwerdefÃ¼hrer mittellos ist, weshalb das Gesuch um unentgeltliche ProzessfÃ¼hrung abzuweisen ist. </p> <p class="Erwgung1"><b>5. </b> </p> <p class="Urteilstext"><span>Zur Rechtsmittelbelehrung des nachstehenden Dispositivs ist Folgendes zu erlÃ¤utern: S</span>o<span>weit ein Anwesenheitsanspruch geltend gemacht wird, ist Beschwerde in Ã¶ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten nach Art. 82 ff. </span>BGG<span> zu erheben. Ansonsten steht die subsidiÃ¤re Verfassungsbeschwerde gemÃ¤ss Art. 113 ff. BGG offen. Werden beide Rechtsmittel ergriffen, hat dies in der gleichen Rechtsschrift zu geschehen (Art. 119 Abs. 1 BGG).</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Bei der SistierungsverfÃ¼gung handelt es sich um einen Zwischenentscheid. Dagegen steht die Beschwerde ans Bundesgericht nach Art. 93 Abs. 1 BGG nur offen, wenn der Zwischen</span>­<span>entscheid einen nicht wiedergutzumachenden Nachteil bewirken kÃ¶nnte (lit. a) oder wenn die Gutheissung der Beschwerde sofort einen Endentscheid herbeifÃ¼hren und damit einen bedeutenden Aufwand an Zeit oder Kosten fÃ¼r ein weitlÃ¤ufiges Beweisverfahren ersparen </span>wÃ¼rde<span> (lit. b). Wird jedoch eine VerfahrensverzÃ¶gerung </span>beziehungsweise<span> Rechtsverweigerung geltend gemacht, lÃ¤sst sich auch ohne diese Vor</span>­<span>aussetzungen Beschwerde erheben (BGE 135 III 127 E. 1.3</span>,<span> 120 III 143 E. 1b).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>DemgemÃ¤ss beschliesst <span>die Kammer</span>:</span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Das Gesuch des BeschwerdefÃ¼hrers um unentgeltliche Rechtspflege wird abgewiesen</span>;</p> <p class="Einzug1"><span>und erkennt:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>1. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird.</span></p> <p class="Einzug2"><span>2. Die GerichtsgebÃ¼hr wird festgesetzt auf <br/> Fr. 2'000.--; die Ã¼brigen Kosten betragen:<br/> Fr. 60.-- Zustellkosten,<br/> Fr. 2'060.-- Total der Kosten.</span></p> <p class="Einzug2"><span>3. Die Gerichtskosten werden dem BeschwerdefÃ¼hrer auferlegt.</span></p> <p class="Einzug2"><span>4. Gegen dieses Urteil kann im Sinn der ErwÃ¤gungen Beschwerde erhoben werden. Die Beschwerde ist innert 30 Tagen, von der Zustellung an gerechnet, beim Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, einzureichen.</span></p> <p class="Einzug2"><span>5. Mitteilung an â¦</span></p> <p class="Urteilstext"> </p> <p class="Urteilstext"> </p> <p class="Urteilstext"> </p> <p class="Urteilstext"><span>Abweichende Meinung einer Minderheit der Kammer</span> und der Gerichtsschreiberin</p> <p class="Urteilstext"><span>(§ 71 VRG in Verbindung mit § 124 des Gesetzes Ã¼ber die Gerichts- und BehÃ¶rdenorganisation im Zivil- und Strafprozess vom 10. Mai 2010 [LS 211.1])</span></p> <p class="Erwgung2"><span>Eine Minderheit der Kammer und die Gerichtsschreiberin sind der Auffassung</span>, dass die Beschwerde gutzuheissen ist, da dem BeschwerdefÃ¼hrer mit Entscheid des Bezirksgerichts X vom <span>17. Januar 2013</span> im Sinn einer vorsorglichen Massnahme die Obhut Ã¼ber die Kinder F und G erteilt wurde. </p> <p class="urteilstext0"><b>1.</b></p> <p class="urteilstext0"><b>1.1</b> Offenbleiben kann, ob bereits die superprovisorische Erteilung des Obhutsrechts am 4. Oktober 2012 die Aufhebung der Sistierung hÃ¤tte zur Folge haben mÃ¼ssen. Jedenfalls geht es nicht an, dass der Beschwerdegegner die Sistierung des Entscheids Ã¼ber die Aufenthaltsbewilligungen, um welche vor eineinhalb Jahren ersucht wurde, aufrechterhÃ¤lt, nachdem dem BeschwerdefÃ¼hrer mit gerichtlichem Entscheid vom 17. Januar 2013 die Obhut Ã¼ber seine Kinder vorsorglich zugesprochen wurde. Zu diesem Schluss fÃ¼hren nachfolgende Ãberlegungen:</p> <p class="urteilstext0"><b>1.2</b> Die elterliche Sorge ist nach heute Ã¼berwiegender Ansicht ein Pflichtrecht, das die Gesamtheit der elterlichen Verantwortlichkeit und Befugnisse gegenÃ¼ber dem Kind umfasst, insbesondere mit Bezug auf die Erziehung, die gesetzliche Vertretung und die VermÃ¶gensverwaltung (vgl. BGE 136 III 353 E. 3.1). Das Obhutsrecht ist indessen ein Teil der elterlichen Sorge. Sein Kern ist die Befugnis, den Aufenthaltsort des Kindes sowie die Art und Weise seiner Unterbringung zu bestimmen (BGE 128 III 9 E. 4a sowie 136 III 353 E. 3.2, auch zum Folgenden). Des Weiteren ist der TrÃ¤ger des Obhutsrechts verantwortlich fÃ¼r die tÃ¤gliche Betreuung, Pflege und Erziehung des Kindes; teilweise wird dabei auch von faktischer Obhut gesprochen. In der Rechtsprechung wird allgemein nicht zwischen Obhutsrecht und faktischer Obhut unterschieden, sondern generell von Obhut gesprochen, mit welcher das gesamte RechtsbÃ¼ndel (Aufenthaltsbestimmung, tÃ¤gliche Betreuung, Pflege und Erziehung) gemeint ist. Wird die Obhut auf einen Elternteil Ã¼bertragen, verbleibt dem Inhaber der elterlichen "Restsorge" im Wesentlichen (neben dem Besuchsrecht) ein Mitentscheidungsrecht bei zentralen Fragen der Lebensplanung des Kindes. </p> <p class="Urteilstext"><span>Der Inhaber der alleinigen Obhut darf â unter Vorbehalt des Rechtsmissbrauchs wie beispielsweise dem Wegzug ohne plausible GrÃ¼nde beziehungsweise ausschliesslich zur Vereitelung von Kontakten zwischen Kind und dem anderen Elternteil â mit den Kindern wegziehen, namentlich auch ins Ausland, ohne dass es hierfÃ¼r einer gerichtlichen</span><span> Bewilligung bedÃ¼rfte (BGE 136 III 353 E. 3.5).</span></p> <p class="urteilstext0"><b>1.3</b> Vorsorglich wurde dem BeschwerdefÃ¼hrer mit Entscheid vom 17. Januar 2013 die Obhut Ã¼ber seine Kinder erteilt. Dieser gerichtliche Entscheid muss â auch wenn es sich dabei nur um einen vorsorgliche Massnahme handelt â genÃ¼gen, um materiell Ã¼ber das Gesuch vom 2. Juli 2012 zu befinden, kommt dem BeschwerdefÃ¼hrer dadurch doch zumindest fÃ¼r eine gewisse Zeit das Aufenthaltsbestimmungsrecht Ã¼ber F und G zu. Sollte dem BeschwerdefÃ¼hrer letztlich nicht die elterliche Sorge Ã¼ber seine Kinder Ã¼bertragen werden und mit dem Endentscheid die vorsorgliche Massnahme und damit das Obhutsrecht dahinfallen, wÃ¤re ein Umstand, der zur Erteilung der Aufenthaltsbewilligungen EG/EFTA gefÃ¼hrt hat, nicht mehr erfÃ¼llt und kÃ¶nnten diese allenfalls widerrufen werden. </p> <p class="Urteilstext">Entsprechend kann das <span>Interesse an der Sistierung </span>und der Kenntnis des Endentscheids des Bezirksgerichts X nicht mehr hÃ¶her gewertet werden als das Interesse des BeschwerdefÃ¼hrers an <span>der Beschleunigung des Verfahrens</span>. </p> <p class="urteilstext0"><b>2.</b></p> <p class="Urteilstext"><span>Nach dem Gesagten ist die Beschwerde gutzuheissen</span>, soweit auf sie einzutreten ist<span>.</span></p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>