<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="content"> <div class="para"> </div> <div class="para">Bundesgericht </div> <div class="para">Tribunal fédéral </div> <div class="para">Tribunale federale </div> <div class="para">Tribunal federal </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <img height="74" src="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/clir/http/displayimage.php?id=2024-05-23-5A_313-2024.1&amp;type=gif" width="95"/> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>5A_313/2024</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>Urteil vom 23. Mai 2024</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>II. zivilrechtliche Abteilung</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Besetzung </div> <div class="para">Bundesrichter Herrmann, Präsident, </div> <div class="para">Gerichtsschreiber Möckli. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Verfahrensbeteiligte </div> <div class="para">A.________, </div> <div class="para">Beschwerdeführer, </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <i>gegen</i> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">1. B.________, </div> <div class="para">2. C.________, </div> <div class="para">beide vertreten durch </div> <div class="para">Rechtsanwältin Regina Carstensen, </div> <div class="para">Beschwerdegegner. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Gegenstand </div> <div class="para">Unentgeltliche Rechtspflege und Kindesbelange, </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Beschwerde gegen den Beschluss des Obergerichts des Kantons Zürich, I. Zivilkammer, vom 2. Mai 2024 (LZ230026-O/Z10). </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>Sachverhalt:</b> </div> <div class="para">Der Beschwerdeführer hat Verfahren um Unterhalts- und andere Kindesbelange mit zwei Kindern aus zwei Beziehungen und gelangt in diesem Zusammenhang regelmässig bis vor Bundesgericht, zuletzt wiederholt im Zusammenhang mit Besuchs- bzw. Übergabemodalitäten und dem Nachholen von Ferien in Bezug auf den Beschwerdegegner 1. Dieser ist sein Sohn aus der einen Beziehung und die Beschwerdegegnerin 2 ist die Mutter. </div> <div class="para">Im Rahmen eines diesbezüglichen Berufungsverfahrens stellte er ein Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege. Auf entsprechende Aufforderung des Obergerichtes des Kantons Zürich hin reichte er per E-Mail und nach Ablauf der gesetzten Frist noch postalisch weitere Unterlagen zu seinen Einkommens- und Vermögensverhältnissen ein. Sodann verlangte er mit Eingaben vom 16. und 30. März sowie 19. April 2024 superprovisorische Massnahmen im Zusammenhang mit dem Besuchsrecht, wobei er zahlreiche Rechtsbegehren stellte. </div> <div class="para">Mit Beschluss vom 2. Mai 2024 wies das Obergericht mangels hinreichender Darlegung und Dokumentierung der Einkommens- und Vermögensverhältnisse das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege sowie unter Hinweis auf die bestehende Besuchsrechtsregelung die diversen Gesuche um superprovisorische bzw. vorsorgliche Massnahmen ab. </div> <div class="para">Mit Beschwerde vom 15. Mai 2023 (gemeint: 15. Mai 2024; Postaufgabe: 20. Mai 2024) wendet sich der Beschwerdeführer an das Bundesgericht. Ferner stellt er ein Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>Erwägungen:</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>1.</b> </div> <div class="para">Der Sache liegt eine vorsorgliche Massnahme zugrunde, weshalb <span class="artref">Art. 98 BGG</span> greift und nur die Verletzung verfassungsmässiger Rechte gerügt werden kann. Verfassungsrügen müssen gemäss dem strengen Rügeprinzip von <span class="artref">Art. 106 Abs. 2 BGG</span> in der Beschwerde präzise vorgebracht und begründet werden. Dies bedeutet, dass anhand der Erwägungen des angefochtenen Entscheids klar und detailliert darzulegen ist, inwiefern verfassungsmässige Rechte verletzt worden sein sollen, während auf appellatorische Ausführungen nicht einzutreten ist (<a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=33&amp;from_date=20.05.2024&amp;to_date=08.06.2024&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F142-III-364%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page364">BGE 142 III 364</a> E. 2.4; <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=33&amp;from_date=20.05.2024&amp;to_date=08.06.2024&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F149-III-81%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page81">149 III 81</a> E. 1.3). </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>2.</b> </div> <div class="para">Soweit der Beschwerdeführer sich überhaupt zum Anfechtungsgegenstand äussert, welcher durch das von der Vorinstanz Beurteilte begrenzt wird, genügen die Ausführungen den genannten Voraussetzungen nicht. Im Zusammenhang mit der Frage der unentgeltlichen Rechtspflege reicht der Ausruf "reine Willkür" nicht zur Begründung von Verfassungsrügen und die Vorhalte enthalten keine sachgerichtete Auseinandersetzung mit den Erwägungen des angefochtenen Entscheides (das Obergericht habe allgemein Belege und nicht explizit einen Grundbuchauszug verlangt; er könne nicht für jede kleine Ausgabe des normalen Grundbedarfes wie z.B. Sonnencreme einen Beleg einreichen; es widerspreche "Recht und Glauben", wenn er innerhalb kurzer Frist extrem genaue Angaben machen müsse, die das Entscheidergebnis keinesfalls beeinflussen würden). Im Zusammenhang mit den Besuchsbegehren beschränkt sich der Beschwerdeführer ebenfalls auf den mehrmaligen Ausruf "reine Willkür" sowie andernorts auf die Aussage "willkürliche Sachverhaltsfeststellung"; daraus entstehen noch keine Verfassungsrügen, denn von der Sache her äussert der Beschwerdeführer mit rein appellatorischen Ausführungen zahlreiche Vorwürfe an das Gericht, den Beistand und die Mutter. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>3.</b> </div> <div class="para">Nach dem Gesagten erweist sich die Beschwerde - soweit sie nicht ohnehin am durch den angefochtenen Entscheid umschriebenen möglichen Anfechtungsgegenstand vorbeigeht - als offensichtlich nicht hinreichend begründet. Somit ist auf sie im vereinfachten Verfahren nach <span class="artref"><artref id="CH/173.110/108/b" type="start"></artref><artref id="CH/173.110/108/1/b" type="start"></artref><artref id="CH/173.110/108/1/a" type="start"></artref>Art. 108 Abs. 1 lit. a und b BGG</span><artref id="CH/173.110/108/1/b" type="end"></artref><artref id="CH/173.110/108/b" type="end"></artref><artref id="CH/173.110/b" type="end"></artref>) nicht einzutreten. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>4.</b> </div> <div class="para">Wie die vorstehenden Erwägungen zeigen, konnte der Beschwerde von Anfang an kein Erfolg beschieden sein, weshalb es an den materiellen Voraussetzungen der unentgeltlichen Rechtspflege fehlt (<span class="artref">Art. 64 Abs. 1 BGG</span>) und das entsprechende Gesuch abzuweisen ist. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>5.</b> </div> <div class="para">Die Gerichtskosten sind dem Beschwerdeführer aufzuerlegen (<span class="artref">Art. 66 Abs. 1 BGG</span>). </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>Demnach erkennt der Präsident:</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>1.</b> </div> <div class="para">Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>2.</b> </div> <div class="para">Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege wird abgewiesen. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>3.</b> </div> <div class="para">Die Gerichtskosten von Fr. 1'000.-- werden dem Beschwerdeführer auferlegt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>4.</b> </div> <div class="para">Dieses Urteil wird den Parteien und dem Obergericht des Kantons Zürich, I. Zivilkammer, mitgeteilt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Lausanne, 23. Mai 2024 </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Im Namen der II. zivilrechtlichen Abteilung </div> <div class="para">des Schweizerischen Bundesgerichts </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Der Präsident: Herrmann </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Der Gerichtsschreiber: Möckli </div> </div></body></html>