<h2>SubmittedText<h2><p>Ist der Bundesrat damit einverstanden, dass der Bericht "Die Schweiz und die Flüchtlinge zur Zeit des Nationalsozialismus" gratis in den Schulen unseres Landes abgegeben wird?</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Wie der Bundesrat in seiner Stellungnahme zum Flüchtlingsbericht der Unabhängigen Expertenkommission Schweiz/Zweiter Weltkrieg (UEK) betont hat, hofft er, dass sich die Mitbürgerinnen und Mitbürger eingehend mit unserer jüngeren Geschichte auseinander setzen werden. Das grosse Interesse der Öffentlichkeit an dieser Thematik kommt in der hohen Nachfrage nach dem Bericht zum Ausdruck. Mit einer Gesamtauflage von 13 500 Exemplaren in vier Sprachen nimmt der Bericht unter vergleichbaren Bundespublikationen bereits eine Spitzenstellung ein. Der grösste Teil davon ist ausgeliefert worden.</p><p>Der Bericht und die dazugehörigen vier Beihefte sind integral sowie in Form von Zusammenfassungen auf Internet abrufbar. Die gesamten Forschungsergebnisse der UEK sind somit über ein von Jugendlichen rege genutztes Medium kostenlos zugänglich. Die Gebühren für den gedruckten Bericht und die Beihefte, die auch über den Buchhandel vertrieben werden, umfassen lediglich die technischen Herstell-, Material- und Vertriebskosten. Gemäss Gebührenverordnung der EDMZ haben kantonale und kommunale Behörden sowie Schulen, Lehranstalten, Studentinnen und Studenten, Schülerinnen und Schüler, Lehrtöchter und Lehrlinge Anrecht auf eine Gebührenermässigung von 20 Prozent. Die EDMZ kann ferner Mengenrabatte gewähren. Obwohl eine Praxisänderung nach bereits erfolgter umfangreicher Auslieferung nicht unproblematisch ist, lässt es sich aus staatspolitischen Überlegungen rechtfertigen, für den Unterricht bestimmte Sammelbestellungen von Schulen gebührenfrei auszuliefern. Die EDMZ wird daher bei solchen Anfragen den Bericht künftig gratis abgeben.</p><p>An der offenen Diskussion über die Geschichte der Schweiz zur Zeit des Zweiten Weltkrieges und die neueren einschlägigen Forschungsergebnisse, einschliesslich jene der UEK, sollen sich selbstverständlich auch unsere Bildungsinstitutionen auf allen Stufen beteiligen. Aus pädagogischer Sicht ist indessen zu bedenken, dass die vom Fragesteller angesprochenen Forschungsergebnisse der UEK einem Umfang von rund 1000 Seiten entsprechen und sich auf wissenschaftlicher Ebene auf bestimmte Aspekte einer umfassenderen Thematik konzentrieren. Eine flächendeckende, kostenlose Verteilung dieses Berichtes an alle Schulen des Landes wäre nicht bedürfnisgerecht, gilt es diesen Stoff doch alters- und stufengerecht zu vermitteln. Zudem käme ein solches Vorgehen einem Eingriff in die kantonale Schulhoheit gleich.</p>  Antwort des Bundesrates.