<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2020.00893</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=221069&amp;W10_KEY=13013476&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2020.00893</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 24.02.2021</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">2. Abteilung/2. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">AuslÃ¤nderrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>[Nichtverlängerung der Aufenthaltsbewilligung: Die Aufenthaltsbewilligung des Beschwerdeführers wurde nach der Trennung von seiner damals in der Schweiz niederlassungsberechtigten Ehefrau zur Ausübung des Besuchsrechts für den gemeinsamen Sohn verlängert. Der Sohn ist wieder in sein Heimatland zurückgekehrt und der Beschwerdeführer hat in seinem Heimatland eine neue Familie gegründet.] Der Beschwerdeführer lebt seit über 10 Jahren in der Schweiz, dennoch liegt keine Verwurzelung in der Schweiz vor. Er kann keinen Anwesenheitsanspruch aus dem Recht auf Privatleben ableiten (E. 2.1). Der Sohn des Beschwerdeführers lebt im Heimatland. Er verfügt in der Schweiz über kein gefestigtes Aufenthaltsrecht, weshalb der Beschwerdeführer aus der Beziehung zu seinem Sohn keinen Anwesenheitsanspruch in der Schweiz geltend machen kann. Die Nichtverlängerung der Aufenthaltsbewilligung verstösst nicht gegen Treu und Glauben. Die blosse Erteilung einer Aufenthaltsbewilligung begründet für sich allein kein schutzwürdiges Vertrauen in die Erneuerung derselben (E. 2.2). Die Nichtverlängerung der Aufenthaltsbewilligung erweist sich auch als verhältnismässig (E. 2.3). Abweisung der Beschwerde. </b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> - keine -<br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> - keine -<br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 3 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="WordSection1"> <table border="1" cellpadding="0" cellspacing="0" class="MsoNormalTable" width="0"> <tr> <td valign="top"> <p class="Kopf1"><span>Verwaltungsgericht</span></p> <p class="Kopf1"><span>des Kantons ZÃ¼rich</span></p> <p class="Kopf1"><span>2. Abteilung</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Kopf1"> </p> </td> <td valign="top"> <p class="Kopf1"><span><img alt="" height="78" id="Bild 1" src="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getImage&amp;nF38_KEY=51497" width="123"/></span></p> </td> </tr> </table> <p class="MsoNormal">VB.2020.00893</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"><b><span>Urteil</span></b></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="Zwischentitel"> </p> <p class="MsoNormal"><span>der 2. Kammer</span></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">vom <a id="VF_DAT_ENTSCHEID">24. Februar 2021</a></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">Mitwirkend: AbteilungsprÃ¤sident Andreas Frei<span> (Vorsitz)</span>, Verwaltungsrichterin Elisabeth Trachsel, Verwaltungsrichterin Viviane Sobotich, <a id="TN_AUTOTEXT_RICHTER"></a><a id="TN_AUTOTEXT_GS"></a>Gerichtsschreiberin Linda Rindlisbacher. </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">In Sachen</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>A, vertreten durch RA B,</span></p> <p class="MsoNormal"><b><span>BeschwerdefÃ¼hrer,</span></b><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="Zwischentitel">gegen</p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>Migrationsamt des Kantons ZÃ¼rich, </span></p> <p class="MsoNormal"><b><span>Beschwerdegegner,</span></b><span> </span></p> <p class="Zwischentitel"> </p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><b><span>betreffend VerlÃ¤ngerung der Aufenthaltsbewilligung,</span></b></p> <p class="Zwischentitel">hat sich ergeben: </p> <p class="Sachverhalt1"><b>I. </b> </p> <p class="Sachverhalt2">A, geboren im Jahr 1986, StaatsangehÃ¶riger von Bosnien und Herzegowina, heiratete am 19. Juli 2010 die damals in der Schweiz niedergelassene bosnisch-herzegowinische StaatsangehÃ¶rige C, geboren 1992, und reiste am 2. Dezember 2011 in die Schweiz ein. Im Rahmen des Familiennachzugs erhielt A eine Aufenthaltsbewilligung zum Verbleib bei seiner Ehefrau. Aus der Ehe ging im Jahr 2011 der Sohn D hervor.</p> <p class="Urteilstext">Die eheliche Gemeinschaft wurde spÃ¤testens am 6. Februar 2013 aufgegeben. Mit Urteil des Bezirksgerichts Baden vom 7. MÃ¤rz 2014 wurde die Ehe geschieden und der gemeinsame Sohn unter die elterliche Sorge der Mutter gestellt. Um A die AusÃ¼bung seines Besuchsrechts zu ermÃ¶glichen, wurde seine Aufenthaltsbewilligung im Kanton E am 31. Juli 2014 verlÃ¤ngert.</p> <p class="Urteilstext">A zog im Februar 2016 in den Kanton F. Seine Aufenthaltsbewilligung wurde zuletzt mit GÃ¼ltigkeit bis am 31. Dezember 2018 verlÃ¤ngert.</p> <p class="Urteilstext">C meldete sich und â durch das Bezirksgericht Baden mit Entscheid vom 29. August 2016 genehmigt â den gemeinsamen Sohn H am 30. August 2016 von der Schweiz ab und verlegte ihren Wohnsitz nach Bosnien-Herzegowina, wodurch ihre Niederlassungsbewilligung erlosch. Gegen die Wohnsitzverlegung opponierte A vergeblich. Am 1. MÃ¤rz 2017 reisten C und H wieder in die Schweiz ein und erhielten am 1. September 2017 eine befristete Aufenthaltsbewilligung. Seit dem 25. Oktober 2018 lebt H bei seinen Grosseltern im Heimatland und besucht dort die Schule.</p> <p class="Urteilstext">Mit Eingabe vom 6. Dezember 2017 teilte A dem Migrationsamt mit, er habe eine neue Familie gegrÃ¼ndet (Heirat der bosnisch-herzegowinischen StaatsangehÃ¶rigen G am 7. Juli 2017 und Geburt des gemeinsamen Sohnes H im Jahr 2018). Die Ehefrau und der Sohn leben in Bosnien-Herzegowina.</p> <p class="Urteilstext">Mit VerfÃ¼gung vom 24. September 2019 wies das Migrationsamt das Gesuch von A um VerlÃ¤ngerung seiner Aufenthaltsbewilligung ab und setzte ihm Frist zum Verlassen der Schweiz bis 24. Dezember 2019. </p> <p class="Sachverhalt1"><b>II. </b> </p> <p class="Urteilstext">Den dagegen am 28. Oktober 2019 erhobenen Rekurs wies die Rekursabteilung der Sicherheitsdirektion am 12. November 2020 ab und setzte A Frist zum Verlassen der Schweiz bis am 15. Februar 2021.</p> <p class="Sachverhalt1"><b>III. </b> </p> <p class="Urteilstext">Mit Beschwerde vom 16. Dezember 2020 beantragte A dem Verwaltungsgericht die Aufhebung des Entscheids der Rekursabteilung der Sicherheitsdirektion vom 23. November 2020. Das Migrationsamt sei anzuweisen, ihm die Aufenthaltsbewilligung zu verlÃ¤ngern und ihn nicht aus der Schweiz wegzuweisen. Eventualiter sei die Ausreisefrist angemessen zu verlÃ¤ngern, unter Kosten- und EntschÃ¤digungsfolgen. </p> <p class="Urteilstext">Mit PrÃ¤sidialverfÃ¼gung vom 18. Dezember 2020 setzte der AbteilungsprÃ¤sident A gestÃ¼tzt auf § 15 Abs. 2 lit. c des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 (VRG) eine Frist von 20 Tagen zur Leistung eines Kostenvorschusses fÃ¼r die mutmasslichen Verfahrenskosten, ansonsten nicht auf die Beschwerde eingetreten werde. A leistete die Kaution fristgerecht.</p> <p class="Urteilstext">WÃ¤hrend die Rekursabteilung der Sicherheitsdirektion auf Vernehmlassung verzichtete, liess sich das Migrationsamt nicht vernehmen.</p> <p class="Einzug1"><span>Die Kammer</span><span> erwÃ¤gt:</span></p> <p class="Erwgung1"><b>1. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>1.1 </b>Mit der Beschwerde an das Verwaltungsgericht kÃ¶nnen Rechtsverletzungen einschliesslich Ermessensmissbrauch, -Ã¼ber- und -unterschreitung und die unrichtige oder ungenÃ¼gende Feststellung des Sachverhalts gerÃ¼gt werden, nicht aber die Unangemessenheit des angefochtenen Entscheids (§ 50 VRG).</p> <p class="Erwgung2"><b>1.2 </b>Am 1. Januar 2019 sind zahlreiche Ãnderungen des AuslÃ¤ndergesetzes vom 16. Dezember 2005 (AuG), das nunmehr AuslÃ¤nder- und Integrationsgesetz (AIG) heisst, in Kraft getreten. In Anwendung von Art. 126 Abs. 1 AIG bleibt auf Gesuche, die â wie das vorliegende â vor Inkrafttreten der GesetzesÃ¤nderung eingereicht wurden, grundsÃ¤tzlich das bisherige Recht anwendbar. Die hier anwendbaren Bestimmungen haben jedoch keine massgeblichen materiellen Ãnderungen erfahren, sodass auf das neue Recht Bezug genommen wird.</p> <p class="Erwgung1"><b>2. </b> </p> <p class="Urteilstext">Es ist zunÃ¤chst zu prÃ¼fen, ob der BeschwerdefÃ¼hrer einen Anspruch auf VerlÃ¤ngerung der Aufenthaltsbewilligung hat.</p> <p class="Erwgung2"><b>2.1 </b> </p> <p class="Erwgung3"><b>2.1.1 </b>Eine auslÃ¤nderrechtliche Fernhaltemassnahme kann Art. 8 der EuropÃ¤ischen Menschenrechtskonvention ([EMRK]; (Recht auf Privatleben) verletzen, namentlich bei AuslÃ¤ndern der zweiten Generation (vgl. BGE 139 I 16 E. 2.2.2), im Ãbrigen aber nur unter besonderen UmstÃ¤nden: Nach stÃ¤ndiger Rechtsprechung des Bundesgerichts genÃ¼gen eine lange Anwesenheit und die damit verbundene normale Integration hierzu nicht; erforderlich sind besonders intensive, Ã¼ber eine normale Integration hinausgehende private Beziehungen beruflicher oder gesellschaftlicher Natur (BGE 144 II 1 E. 6.; 130 II 281 E. 3.2.1; 126 II 377 E. 2c). Nach einer rechtmÃ¤ssigen Aufenthaltsdauer von rund zehn Jahren kann regelmÃ¤ssig davon ausgegangen werden, dass die sozialen Beziehungen in diesem Land so eng geworden sind, dass es fÃ¼r eine Aufenthaltsbeendigung besonderer GrÃ¼nde bedarf; im Einzelfall kann es sich freilich anders verhalten und die Integration zu wÃ¼nschen Ã¼briglassen. Es kann aber auch sein, dass schon zu einem frÃ¼heren Zeitpunkt der Anspruch auf Achtung des Privatlebens betroffen ist. Liegt nach einer lÃ¤ngeren bewilligten Aufenthaltsdauer, die zwar zehn Jahre noch nicht erreicht hat, eine besonders ausgeprÃ¤gte Integration vor, kann es den Anspruch auf Achtung des Privatlebens verletzen, wenn eine Bewilligung nicht erneuert wird (BGE 144 I 266 E. 3.9).</p> <p class="Erwgung3"><b><span>2.1.2 </span></b>Der BeschwerdefÃ¼hrer lebt seit rund zehn Jahren in der Schweiz. Wie die Vorinstanz jedoch zutreffend festgestellt hat, beruht sein Aufenthalt auch auf dem Umstand, dass das Migrationsamt keine Kenntnis davon hatte, dass der vormals im Kanton E wohnhafte Sohn des BeschwerdefÃ¼hrers im August 2016 mit der Kindsmutter in sein Heimatland zurÃ¼ckgekehrt ist. Die Aufenthaltsbewilligung des BeschwerdefÃ¼hrers wurde nach der Trennung und Scheidung von seiner damals in der Schweiz niedergelassenen (Ex-)Ehefrau im Rahmen eines nachehelichen HÃ¤rtefalls aufgrund der Beziehung zum gemeinsamen Sohn verlÃ¤ngert. Mit der Vorinstanz ist deshalb davon auszugehen, dass das Migrationsamt in Kenntnis dieser Tatsache die Aufenthaltsbewilligung des BeschwerdefÃ¼hrers bereits damals nicht mehr verlÃ¤ngert hÃ¤tte. </p> <p class="Erwgung3">Aber auch unter BerÃ¼cksichtigung der langen Anwesenheit kann dennoch nicht von einer Verwurzelung in der Schweiz ausgegangen werden. So bewegen sich die Sprachkenntnisse des BeschwerdefÃ¼hrers mit dem Sprachniveau A2 auf einem vergleichsweise tiefen Level. Sodann war er nicht durchgehend in der Schweiz erwerbstÃ¤tig. Im FrÃ¼hling 2016 war er wÃ¤hrend einer nicht bekannten Zeitspanne arbeitslos, im November 2016 war er ebenfalls auf Stellensuche und seit einem Arbeitsunfall am 6. Februar 2019 ist er trotz einer 100%-ArbeitsfÃ¤higkeit in einem angepassten TÃ¤tigkeitsbereich erneut arbeitslos. DarÃ¼ber hinaus hat der BeschwerdefÃ¼hrer Schulden. GemÃ¤ss dem Betreibungsregisterauszug des Betreibungsamts I vom 5. Dezember 2017 weist er einen Verlustschein in HÃ¶he von Fr. 25'973.20 auf. Schliesslich lÃ¤sst auch die Tatsache, dass er in seinem Heimatland eine neue Familie gegrÃ¼ndet hat, nicht auf eine tiefe Verwurzelung in der Schweiz schliessen. <span>Angesichts der genannten UmstÃ¤nde drÃ¤ngt sich der Schluss auf, dass die LÃ¤nge der Aufenthaltsdauer nicht mit der wirtschaftlichen und sozialen Integration des BeschwerdefÃ¼hrers korreliert. Somit liegen besondere GrÃ¼nde vor, um den Aufenthalt des BeschwerdefÃ¼hrers in der Schweiz zu beenden (vgl. BGr, 13. August 2018, 2C_1048/2017, E. 4.5.2). Der BeschwerdefÃ¼hrer kann nach dem Gesagten keinen Anwesenheitsanspruch aus dem Recht auf Privatleben ableiten.</span></p> <p class="Erwgung2"><b>2.2 </b> </p> <p class="Erwgung3"><b>2.2.1 </b>Nach AuflÃ¶sung der Ehe oder Familiengemeinschaft kann die Aufenthaltsbewilligung gemÃ¤ss Art. 50 Abs. 1 lit. b <span>des AuslÃ¤nder- und Integrationsgesetzes vom 16. Dezember 2005 (AIG, in der bis Ende 2018 geltenden Fassung [damals noch AuslÃ¤ndergesetz, AUG]) verlÃ¤ngert werden, wenn wichtige persÃ¶nliche GrÃ¼nde einen weiteren Aufenthalt in der Schweiz erforderlich machen. </span></p> <p class="Urteilstext">Wichtige persÃ¶nliche GrÃ¼nde kÃ¶nnen sich aus einer schÃ¼tzenswerten Beziehung zu einem in der Schweiz anwesenheitsberechtigten Kind ergeben (BGE 144 I 91 E. 5.1; 139 I 315 E. 2.1 mit Hinweisen), wobei die aus Art. 8 EMRK bzw. Art. 13 der Bundesverfassung vom 18. April 1999 (BV) abzuleitenden Anforderungen zu berÃ¼cksichtigen sind. Art. 50 Abs. 1 lit. b AG und Art. 8 EMRK bzw. Art. 13 Abs. 1 BV Ã¼berschneiden sich insoweit in ihrer Anwendung (vgl. BGr, 18. Oktober 2018, 2C_423/2018, E. 2); wichtige persÃ¶nliche GrÃ¼nde im Sinne von Art. 50 Abs. 1 lit. b AIG kÃ¶nnen nicht einschrÃ¤nkender verstanden werden als allfÃ¤llige, sich aus Art. 8 EMRK bzw. Art. 13 Abs. 1 BV ergebende AnsprÃ¼che auf Erteilung bzw. VerlÃ¤ngerung der Aufenthaltsbewilligung (BGr, 7. Juni 2016, 2C_1140/2015, E. 2.2.1 mit Hinweisen). </p> <p class="Urteilstext">GemÃ¤ss Art. 8 Abs. 1 EMRK bzw. Art. 13 BV kommt gestÃ¼tzt auf das Recht auf Familienleben ein Anspruch auf VerlÃ¤ngerung der Aufenthaltsbewilligung in Betracht ("umgekehrter Familiennachzug"; vgl. BGE 135 I 143 E. 1.3.1 f.). Der Schutzbereich von Art. 8 Abs. 1 EMRK ist erÃ¶ffnet, wenn eine staatliche Entfernungs- oder Fernhaltemassnahme eine nahe, echte und tatsÃ¤chlich gelebte familiÃ¤re Beziehung einer in der Schweiz gefestigt anwesenheitsberechtigten Person beeintrÃ¤chtigt, ohne dass es dieser mÃ¶glich bzw. zumutbar wÃ¤re, ihre familiÃ¤ren Beziehungen andernorts zu leben (BGE 139 I 330 E. 2.1, 137 I 247 E. 4.1.2, 116 Ib 353 E. 3c). Nach bundesgerichtlicher Rechtsprechung setzt die Berufung auf den Anspruch auf Achtung des Familienlebens (Art. 8 EMRK bzw. Art. 13 Abs. 1 BV) voraus, dass zumindest eine der beteiligten Personen Ã¼ber ein gefestigtes Anwesenheitsrecht in der Schweiz verfÃ¼gt (BGE 143 I 21 E. 5.2 S. 27). Dies ist praxisgemÃ¤ss der Fall, wenn sie das Schweizer BÃ¼rgerrecht oder die Niederlassungsbewilligung besitzt oder Ã¼ber eine Aufenthaltsbewilligung verfÃ¼gt, die auf einem gefestigten Rechtsanspruch beruht (BGE 135 I 143 E. 1.3.1 S. 145 f.).</p> <p class="Urteilstext">Der Anspruch nach Art. 8 Abs. 1 EMRK gilt indessen nicht absolut: Nach Art. 8 Abs. 2 EMRK ist ein Eingriff in das Rechtsgut des Familienlebens statthaft, soweit er eine Massnahme darstellt, die in einer demokratischen Gesellschaft fÃ¼r die nationale Sicherheit, die Ã¶ffentliche Ruhe und Ordnung und zur Verhinderung strafbarer Handlungen, zum Schutz der Gesellschaft und Moral sowie der Rechte und Pflichten anderer notwendig ist. Die Konvention verlangt insofern eine AbwÃ¤gung der sich gegenÃ¼berstehenden individuellen Interessen an der Erteilung der Bewilligung einerseits und der Ã¶ffentlichen Interessen an deren Verweigerung andererseits, wobei Letztere in dem Sinn Ã¼berwiegen mÃ¼ssen, dass sich der Eingriff als notwendig erweist (vgl. zum Ganzen BGE 135 I 156 E. 2.2.1, 135 II 143 E. 2.1, 122 II 1 E. 2, 116 Ib 353 E. 3). Als zulÃ¤ssiges Ã¶ffentliches Interesse fÃ¤llt dabei grundsÃ¤tzlich auch das Durchsetzen einer restriktiven Einwanderungspolitik in Betracht (vgl. BGr, 19. Mai 2011, 2C_841/2009, E. 2.2 mit Hinweisen; BGE 137 I 247 E. 4.1.2). </p> <p class="Erwgung3"><b>2.2.2 </b>Der Sohn des BeschwerdefÃ¼hrers lebt seit Oktober 2018 bei seinen Grosseltern im Heimatland und besucht dort die Schule. Er verfÃ¼gt in der Schweiz Ã¼ber kein gefestigtes Aufenthaltsrecht, weshalb der BeschwerdefÃ¼hrer aus der Beziehung zu seinem Sohn keinen Anwesenheitsanspruch in der Schweiz geltend machen kann. An dieser Feststellung Ã¤ndert entgegen der Meinung des BeschwerdefÃ¼hrers auch nichts, dass seine Ex-Ehefrau plane, den gemeinsamen Sohn in naher Zukunft wieder in die Schweiz zu holen. Es wurde soweit ersichtlich noch kein Gesuch um Nachzug des Sohnes eingereicht, weshalb nicht belegt ist, dass dieser auch tatsÃ¤chlich zurÃ¼ckkehren mÃ¶chte. Selbst wenn der Sohn des BeschwerdefÃ¼hrers wieder in die Schweiz zurÃ¼ckkommen mÃ¶chte, ist unklar, ob dieser Ã¼berhaupt zugelassen wÃ¼rde und ob er bei einer Zulassung Ã¼ber ein gefestigtes Anwesenheitsrecht im Sinn der genannten Bestimmungen verfÃ¼gen wÃ¼rde. Es ist deshalb nicht geboten, mit der NichtverlÃ¤ngerung der Aufenthaltsbewilligung nur deshalb zuzuwarten, weil mÃ¶glicherweise - ohne dass dies feststeht â dem Sohn des BeschwerdefÃ¼hrers ein Anwesenheitsrecht zugesprochen werden kÃ¶nnten. Der BeschwerdefÃ¼hrer kann nach dem Gesagten aus der Beziehung zu seinem im Heimatland lebenden Sohn keinen Anwesenheitsanspruch in der Schweiz (mehr) geltend machen.</p> <p class="Erwgung3"><b>2.2.3 </b> </p> <p class="Erwgung4"><b>2.2.3.1 </b>Der BeschwerdefÃ¼hrer macht weiter geltend, das Migrationsamt habe seine Aufenthaltsbewilligung im Dezember 2016 verlÃ¤ngert, obwohl sein Sohn bereits im August 2016 aus der Schweiz ausgereist sei. Ebenso sei ihm die Aufenthaltsbewilligung im Jahr 2017 verlÃ¤ngert worden. Zu diesem Zeitpunkt habe sein Sohn H erst seit rund drei Monaten wieder in der Schweiz gelebt. Das Migrationsamt habe damit eine Vertrauensgrundlage geschaffen. Das Migrationsamt habe die VerlÃ¤ngerung entgegen der Feststellung der Vorinstanz nicht aufgrund der Fehlannahme, der Sohn wÃ¼rde weiterhin mit der Kindsmutter im Kanton E leben, verlÃ¤ngert. Es sei die Pflicht des Migrationsamts, sÃ¤mtliche fÃ¼r seinen Aufenthaltstitel relevanten Informationen zu beschaffen. Im Vertrauen auf die weitere VerlÃ¤ngerung der Aufenthaltsbewilligung habe er diverse Vorkehrungen getroffen, welche er nicht wieder rÃ¼ckgÃ¤ngig machen kÃ¶nne. So habe er sich vor dem Familiengericht dazu verpflichtet, ausgehend von seinem Einkommen in der Schweiz, UnterhaltsbeitrÃ¤ge zu bezahlen. In Bosnien-Herzegowina wÃ¤re er nicht annÃ¤hrend dazu in der Lage, ein entsprechendes Einkommen zu generieren. DarÃ¼ber hinaus habe er mit der J-Bank eine Vereinbarung zur Tilgung seiner Schulden abgeschlossen, an welche er sich bei einer Ausreise ebenfalls nicht mehr werde halten kÃ¶nnen. Die NichtverlÃ¤ngerung der Aufenthaltsbewilligung verstosse deshalb gegen Treu und Glauben.</p> <p class="Erwgung4"><b>2.2.3.2 </b>Der in Art. 9 BV verankerte Grundsatz von Treu und Glauben verleiht einer Person unter bestimmten Voraussetzungen Anspruch auf Schutz des berechtigten Vertrauens in behÃ¶rdliche Zusicherungen oder sonstiges, bestimmte Erwartungen begrÃ¼ndendes Verhalten der BehÃ¶rden. Das Bundesgericht hat in seiner Rechtsprechung anerkannt, dass sich aus dem erwÃ¤hnten Grundsatz unter UmstÃ¤nden auch ein Anspruch auf eine Aufenthaltsbewilligung ergeben kann (BGE 126 II 377 E. 3a). Vorausgesetzt ist jedoch, dass die BehÃ¶rden eine Vertrauensgrundlage geschaffen haben, wie z.<span> </span>B. die Zusicherung einer Aufenthaltsbewilligung; die blosse Erteilung einer Aufenthaltsbewilligung begrÃ¼ndet fÃ¼r sich allein kein schutzwÃ¼rdiges Vertrauen in die Erneuerung derselben (BGE 126 II 377 E. 3b; BGr, 29. Oktober 2018, 2D_37/2018 E. 4.1). Wer die Fehlerhaftigkeit der Vertrauensgrundlage kennt, kann sich nicht auf den Grundsatz des Vertrauensschutzes berufen (vgl. BGr, 8. Januar 2019, 2C_599/2018, E. 5.2.3 mit weiteren Hinweisen). </p> <p class="Erwgung4"><b>2.2.3.3 </b>Dem BeschwerdefÃ¼hrer war nach Trennung und Scheidung von seiner Ex-Ehefrau bewusst, dass seine Aufenthaltsbewilligung nur aufgrund der Beziehung zu seinem damals in der Schweiz lebenden Sohn verlÃ¤ngert worden ist. Nachdem der Sohn die Schweiz verlassen hatte, musste der BeschwerdefÃ¼hrer damit rechnen, dass seine Aufenthaltsbewilligung nicht mehr verlÃ¤ngert wird. Der BeschwerdefÃ¼hrer kann sich bereits deshalb nicht auf den Grundsatz des Vertrauensschutzes berufen. </p> <p class="Erwgung3">Aufenthaltsbewilligungen sind immer nur zeitlich beschrÃ¤nkt gÃ¼ltig. Bei ihrer VerlÃ¤ngerung wird von den BehÃ¶rden geprÃ¼ft, ob die einschlÃ¤gigen Voraussetzungen (immer noch) gegeben sind oder nicht. Der Untersuchungsgrundsatz, wonach die BehÃ¶rden den Sachverhalt mÃ¶glichst zuverlÃ¤ssig abklÃ¤ren mÃ¼ssen, wird durch die Mitwirkungspflicht der Parteien (Art. 90 AIG) relativiert. Dieser kommt naturgemÃ¤ss zum Tragen bei Tatsachen, die die Partei besser kennt als die BehÃ¶rden und die ohne ihre Mitwirkung gar nicht oder nur mit unverhÃ¤ltnismÃ¤ssigem Aufwand erhoben werden kÃ¶nnen (BGr, 6. Februar 2019, 2C_1016/2017, E. 3.2 mit weiteren Hinweisen). Nachdem der Sohn des BeschwerdefÃ¼hrers in sein Heimatland zurÃ¼ckgekehrt ist, wÃ¤re es am BeschwerdefÃ¼hrer gewesen, das Migrationsamt Ã¼ber diese Tatsache zu informieren. Doch selbst wenn das Migrationsamt im Rahmen der VerlÃ¤ngerung der Aufenthaltsbewilligung des BeschwerdefÃ¼hrers hÃ¤tte abklÃ¤ren mÃ¼ssen, ob die Bewilligungsvoraussetzungen nach wie vor erfÃ¼llt sind, fehlt es vorliegend an einer ausdrÃ¼cklichen Zusicherung. Der BeschwerdefÃ¼hrer macht nicht geltend, dass das Migrationsamt ihm zugesichert hÃ¤tte, auch nach dem Wegzug des Sohnes in der Schweiz verbleiben zu kÃ¶nnen. Eine entsprechende ausdrÃ¼ckliche Zusicherung ist nicht schon darin zu sehen, dass das Migrationsamt seine Aufenthaltsbewilligung zunÃ¤chst verlÃ¤ngert hat. Erhalten die BehÃ¶rden von derartigen Gegebenheiten erst nachtrÃ¤glich Kenntnis, rechtfertigt sich in der Regel sogar der Widerruf einer bereits erteilten Aufenthaltsbewilligung. Es ist deshalb nicht zu beanstanden, dass das Migrationsamt die Aufenthaltsbewilligung nicht mehr verlÃ¤ngert hat.</p> <p class="Urteilstext">Im Ãbrigen ist mit der Vorinstanz festzustellen, dass auch die Ã¼brigen Voraussetzungen des Vertrauensschutzes, namentlich unumkehrbare Dispositionen aufseiten des BeschwerdefÃ¼hrers, nicht erfÃ¼llt sind. Es ist nicht ersichtlich, weshalb der BeschwerdefÃ¼hrer fÃ¼r die Leistung seiner Unterhaltspflichten und die Abbezahlungen seiner Raten in der Schweiz verbleiben muss. Dass er in seinem Heimatland nicht das gleiche Einkommen erwirtschaften kann, Ã¤ndert daran nichts. Wie die Vorinstanz zutreffend festgehalten hat, kann er einen gerichtlichen Antrag auf Ãnderung der KindesunterhaltsbeitrÃ¤ge stellen, um diese seinen finanziellen VerhÃ¤ltnissen anzupassen. Der Umstand, dass sich eine AbÃ¤nderungsklage von Bosnien-Herzegowina aus schwieriger gestalten wÃ¼rde, mag zutreffen, stellt jedoch keine unumkehrbare Disposition dar. Der BeschwerdefÃ¼hrer kann sich somit nicht auf eine Vertrauensgrundlage berufen. </p> <p class="Erwgung2"><b>2.3 </b>Der vorinstanzliche Entscheid liegt sodann im Rahmen des pflichtgemÃ¤ssen Ermessens nach Art. 96 AIG. Es bestehen keine Hinweise dafÃ¼r, dass die Vorinstanz ihr Ermessen in rechtsverletzender Weise ausgeÃ¼bt hat. Der 34-jÃ¤hrige BeschwerdefÃ¼hrer reiste im Alter von 24 Jahren in die Schweiz ein. Er hat seine prÃ¤genden Kindheits- und Jugendjahre im Heimatland verbracht. Wie bereits festgehalten wurde, ist trotz der langen Anwesenheit keine tiefergehende Verwurzelung in der Schweiz ersichtlich (vgl. E. 2.1.2). In seinem Heimatland leben seine Ehefrau und seine zwei Kinder sowie weitere Verwandte und Freunde. Es ist deshalb davon auszugehen, dass er nach wie vor mit seinem Heimatland eng verbunden ist. <span>Den Akten lassen sich auch keine Anhaltspunkte dafÃ¼r entnehmen, dass der BeschwerdefÃ¼hrer aus individuellen GrÃ¼nden wirtschaftlicher, sozialer oder gesundheitlicher Natur bei einer RÃ¼ckkehr nach Bosnien-Herzegowina in eine existenzbedrohende Situation geraten wÃ¼rde. Die gesundheitlichen Probleme des BeschwerdefÃ¼hrers sind nicht derart, dass bei einer RÃ¼ckkehr ins Heimatland mit einer raschen und lebensgefÃ¤hrdenden BeeintrÃ¤chtigung des Gesundheitszustands zu rechnen ist und vermÃ¶gen damit keine Unzumutbarkeit des Wegweisungsvollzugs im Sinn der obgenannten Rechtsprechung zu begrÃ¼nden (vgl. statt vieler BGr, </span>7. Oktober 2020, 2C_348/2020, E. 7.4.2). Der BeschwerdefÃ¼hrer kann somit aus dem Umstand, dass er sich aufgrund seiner gesundheitlichen Probleme weiterhin in der Schweiz in Behandlung befindet, nichts zu seinen Gunsten ableiten. Die Vorinstanz war nicht gehalten, AbklÃ¤rungen bezÃ¼glich seiner Behandlungen vorzunehmen. Der Untersuchungsgrundsatz verpflichtet die BehÃ¶rde von Amtes wegen dazu, fÃ¼r die richtige und vollstÃ¤ndige AbklÃ¤rung des rechtserheblichen Sachverhalts zu sorgen (§ 7 Abs. 1 VRG). Ãber nicht rechtserhebliche Tatsachenbehauptungen ist jedoch kein Beweis zu fÃ¼hren und entsprechenden BeweisantrÃ¤gen ist keine Folge zu leisten (vgl. auch Kaspar PlÃ¼ss in: Alain Griffel [Hrsg.], Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons ZÃ¼rich [VRG], 3. A., ZÃ¼rich etc. 2014, § 7 N. 10). <span>Der BeschwerdefÃ¼hrer verfÃ¼gt Ã¼ber ein gutes familiÃ¤res Netz, das ihn bei der Wiedereingliederung unterstÃ¼tzen kann. Es dÃ¼rfte ihm daher nicht schwerfallen, sich erneut in die dortigen VerhÃ¤ltnisse zu integrieren. Auch wenn er sich in seiner Heimat neu wird orientieren mÃ¼ssen, ist es ihm zuzumuten, dort einer Arbeit nachzugehen. In seinem Heimatland bestehen zudem keine sprachlichen HÃ¼rden, welcher einer erfolgreichen Arbeitssuche entgegenstehen kÃ¶nnten. Somit ist nicht davon auszugehen, der BeschwerdefÃ¼hrer wÃ¼rde bei einer RÃ¼ckkehr gefÃ¤hrdet. Dem 34-jÃ¤hrigen BeschwerdefÃ¼hrer ist eine RÃ¼ckkehr in sein Heimatland, in welchem er 24 Jahre verbracht hat und in dem seine Familie lebt, zuzumuten. </span></p> <p class="Erwgung1"><b>3. </b> </p> <p class="Urteilstext">Der BeschwerdefÃ¼hrer ersucht eventualiter um die Ansetzung einer angemessenen Ausreisefrist. Nach der Operation, welche am 21. Januar 2021 geplant sei, werde er einige Monate benÃ¶tigen, um sich von dieser Operation zu erholen und einige weitere Konsultationen mit dem den operativen Eingriff durchfÃ¼hrenden Arzt in Anspruch nehmen mÃ¼ssen. Zudem mÃ¼sse er den Transport seines gesamten Hab und Guts organisieren, sich bei den BehÃ¶rden an- und abmelden, seine Wohnung und seine Arbeitsstelle kÃ¼ndigen sowie diverse weitere Vorkehrungen treffen. </p> <p class="Erwgung2"><b>3.1 </b>Nach Art. 64d Abs. 1 AIG ist mit der WegweisungsverfÃ¼gung eine angemessene Ausreisefrist zwischen sieben und dreissig Tagen anzusetzen. Eine lÃ¤ngere Ausreisefrist ist anzusetzen oder die Ausreisefrist wird verlÃ¤ngert, wenn besondere UmstÃ¤nde wie die familiÃ¤re Situation, gesundheitliche Probleme oder eine lange Aufenthaltsdauer dies erfordern. Die Erstreckung der Ausreisefrist weit Ã¼ber den gesetzlichen Regelrahmen von sieben bis dreissig Tage hinaus darf nicht dazu dienen, dem weggewiesenen AuslÃ¤nder faktisch eine BewilligungsverlÃ¤ngerung zu gewÃ¤hren. Im Zusammenhang mit der Frage der Angemessenheit der Ausreisefrist ist sodann von Bedeutung, ab wann der AuslÃ¤nder damit rechnen muss, das Land verlassen zu mÃ¼ssen (BGr, 25. Juni 2018, 2D_32/2018, E. 2, mit Hinweis).</p> <p class="Erwgung2"><b>3.2 </b>Der BeschwerdefÃ¼hrer muss seit dem erstinstanzlichen Entscheid vom 28. Oktober 2019 mit der Wegweisung rechnen. Die Vorinstanz setzte dem BeschwerdefÃ¼hrer eine rund einmonatige Ausreisefrist bis am 15. Februar 2021 an. Die vorinstanzliche Ausreisefrist entspricht damit der Maximaldauer gemÃ¤ss Art. 64d Abs. 1 Satz 1 AIG. Die Ausreisefrist ist mittlerweile abgelaufen, weshalb dem BeschwerdefÃ¼hrer eine neue Ausreisefrist anzusetzen ist. Es rechtfertigt sich, nachdem der BeschwerdefÃ¼hrer am 21. Januar 2021 operiert worden ist, ihm eine neue Ausreisefrist bis zum 31. MÃ¤rz 2021 zu gewÃ¤hren. Sollte allerdings ein Weiterzug dieses Urteils an das Bundesgericht erfolgen und Letzteres dem Rechtsmittel aufschiebende Wirkung verleihen, hat sich der BeschwerdefÃ¼hrer binnen eines Monats ab Zustellung eines den Wegweisungspunkt nicht Ã¤ndernden bundesgerichtlichen Endentscheids aus dem Land zu entfernen (vgl. VGr, 20. Dezember 2017, VB.2017.00519, E. 4.2, mit Hinweisen).</p> <p class="Urteilstext">Die Beschwerde ist damit im Eventualantrag gutzuheissen.</p> <p class="Erwgung1"><b>4. </b> </p> <p class="Urteilstext">Da der BeschwerdefÃ¼hrer lediglich hinsichtlich seines Eventualantrags auf Ansetzung einer angemessenen Ausreisefrist durchdringt, sind die Kosten des Beschwerdeverfahrens dem BeschwerdefÃ¼hrer aufzuerlegen (§ 13 Abs. 2 in Verbindung mit § 65a VRG) und steht ihm keine ParteientschÃ¤digung zu (§ 17 Abs. 2 VRG).</p> <p class="Erwgung1"><b>5. </b> </p> <p class="Urteilstext">Das vorliegende Urteil kann mit Beschwerde in Ã¶ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten nach Art. 82 ff. des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (BGG) angefochten werden, soweit ein Rechtsanspruch auf eine fremdenpolizeiliche Bewilligung geltend gemacht wird. Andernfalls kann lediglich die subsidiÃ¤re Verfassungsbeschwerde nach Art. 113 ff. BGG wegen der Verletzung verfassungsmÃ¤ssiger Rechte ergriffen werden. Werden beide Rechtsmittel ergriffen, hat dies in der gleichen Rechtsschrift zu geschehen (Art. 119 Abs. 1 BGG).</p> <p class="Einzug1"><span>DemgemÃ¤ss erkennt <span>die Kammer</span>:</span></p> <p class="Einzug2"><span>1. <span>Die Beschwerde wird im Sinn der ErwÃ¤gungen teilweise gutgeheissen. Dem BeschwerdefÃ¼hrer wird zum Verlassen der Schweiz eine neue Frist bis zum 31. MÃ¤rz 2021 angesetzt.</span></span></p> <p class="Einzug2"><span>2. Die GerichtsgebÃ¼hr wird festgesetzt auf <br/> Fr. 2'000.-; die Ã¼brigen Kosten betragen:<br/> <u>Fr. 70.-</u> Zustellkosten,<br/> <u>Fr. 2'070.-</u> Total der Kosten.</span></p> <p class="Einzug2"><span>3. <span>Die Gerichtskosten werden dem BeschwerdefÃ¼hrer auferlegt.</span></span></p> <p class="Einzug2"><span>4. <span>Eine ParteientschÃ¤digung wird nicht zugesprochen.</span></span></p> <p class="Einzug2"><span>5. Gegen dieses Urteil kann Beschwerde im Sinn der ErwÃ¤gungen erhoben werden. Die Beschwerde ist innert 30 Tagen, von der Zustellung an gerechnet, beim Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, einzureichen.</span></p> <p class="Einzug2"><span>6. Mitteilung an â¦</span></p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>