Seite 1 Entscheid vom 26. Februar 2016 (510 15 84) __________________________________________________ ___________________ Pauschalspesen, Rückstellungen, Sponsoring Besetzung Steuergerichtspräsident C. Baader, Steuer richter Dr. Pascal Leumann, Steuerrichter Dr. Philippe Spitz, Gerichtsschreiberin I. Wissler Parteien A.____ AG Rekurrentin gegen Steuerverwaltung des Kantons Basel -Landschaft , Rheinstrasse 33 , 4410 Liestal, Rekursgegnerin betreffend Staats - und Gemeindesteuer 2014 Seite 2 Sachverhalt: 1. Mit Verfügung der Staatssteuer 2014 vom 27. August 2 015 wurden der Pflichtigen die geltend gemachten Rückstellungen, die Pauschalspesen sow ie die Sponsoringbeiträge aufge- rechnet und steuerlich nicht zum Abzug zugelassen. 2. Mit Schreiben vom 17. September 2015 erhob der Ve rtreter der Pflichtigen Einsprache und begehrte, es sei die allgemeine Rückstellung von Fr. 20'000.--, die Sponsoringbeiträge in Höhe von Fr. 5‘200.--, sowie allgemeine Spesen in Hö he von Fr. 15‘000.-- zum Abzug zu- zulassen. Um Rechtssicherheit zu schaffen und um die Verhäl tnismässigkeit bei der Zusam- menstellung und Erfassung von Belegen zu wahren, sei v on der Steuerbehörde zu verfügen, welcher Betrag inskünftig (ab dem Steuerjahr 2015) fü r allgemeine Spesen pauschal akzeptiert werde. Zur Begründung führte er u.a. aus, die A.___ AG sei eine lmmobiliengesellschaft, habe keine Geschäftsfahrzeuge und unterhalte keine eigene Geschäftsinfrastruktur. Dr. B.____ führe als Präsident des Verwaltungsrates die Geschäfte und die A.____ AG benutze sein Domizil und seine private lnfrastruktur. Die A.____ AG besitze über 50 Wohnungen, habe eine Bilanzsumme von über Fr. 22 Mio. und einen Umsatz von über Fr. 1 Mio. Dr. B.____ sei Aktionär und Präsi- dent des Verwaltungsrates der A.____ AG und damit ein e „nahestehende“ Person. Die Rück- stellungen seien zur Sicherung des dauernden Gedeihen s des Unternehmens gebildet worden. Das bisherige Verhalten der Steuerbehörden sei stillschweigend und in guten Treuen als akzep- tierte Praxis verstanden worden. Die verfügte radikale Änderung, ohne dass eine angemessene Übergangsfrist oder im Voraus das rechtliche Gehör gewä hrt worden sei, sei willkürlich und unverhältnismässig. Das Vorgehen verstosse gegen den Grundsatz von Treu und Glauben. Die allgemeinen Spesen seien keine verdeckte Gewinnau sschüttung und würden nicht als Entschädigung für die Geschäftsführung geltend gem acht. Sie würden wegen des Fehlens einer eigenen Geschäftsinfrastruktur anfallen und seien nicht als Lohnkosten zu betrachten. Mit der Nutzung der nicht eigenen Büroinfrastruktur seien im Zusammenhang mit Domizil, Büro- räumen, Archiv, Computer, Auto usw. Nebenkosten verbund en, wobei im Rahmen der Ge- schäftsführung laufende Ausgaben für Repräsentation, T elefon, Internet, Fahrtkosten, Papier usw. anfielen. Aus Gründen der Verhältnismässigkeit werde auf eine effektive und detaillierte Abrechnung der Beträge und Ausgaben verzichtet. Die A.____ AG habe die Flötenkonzerte der C.____ in den letzten 7 Jahren mit Sponso- ring unterstützt. Dabei sei jeweils im Formular EB 03 f estgehalten worden, dass die C.____ Seite 3 dem Aktionär Dr. B.____ nahe stehe. Für die Aktivität en von C.____ werde auf den Internetauf- tritt verwiesen. Ferner finde sich anbei ein Beispiel e ines Konzertes mit Hinweis auf das Spon- soring durch die A.____ AG. lm übrigen sei zu beachten, dass selbst der Kanton Basel- Landschaft die C.____-Konzerte finanziell unterstütze. 3. Mit Einsprache-Entscheid vom 1. Oktober 2015 wies die Steuerverwaltung die Einspra- che ab. Zur Begründung führte sie u.a. aus, was die Rückst ellungen angehe, bestehe ein grundsätzlicher Unterschied zwischen den handelsrechtlichen und den steuerrechtlichen Vor- schriften. Gemäss den steuerrechtlichen Vorschriften seien nur Rückstellungen für im Ge- schäftsjahr bestehende Verpflichtungen oder unmittelbar drohende Verlustrisiken möglich. Eine allgemeine Rückstellung zur Sicherung des dauernden Gedei hens ohne den Nachweis eines unmittelbar drohenden Verlustrisikos sei aus steuerlicher Sicht unzulässig. Hinsichtlich der Pauschalspesen sei anzumerken, dass die Steue rverwaltung mit Wir- kung ab der Steuerperiode 2008 eine neue Praxis eingef ührt habe. Pauschale Spesen, die im Jahre 2008 und später ausbezahlt worden seien und für welche kein genehmigtes Spesen- reglement vorliege, würden vollständig aufgerechnet. D a zum Zeitpunkt der Veranlagung kein genehmigtes Spesenreglement vorgelegen habe, habe die Steuerverwaltung zu Recht eine Aufrechnung von Fr. 15'000.-- vorgenommen. In der Ver anlagungsverfügung 2013 sei eine An- merkung erfolgt, dass diese Spesen im Jahr 2013 letztmal s akzeptiert und in der Folgeperiode aufgerechnet würden. Hinsichtlich der Sponsoringbeiträge sei auszuführen, das das Ziel des Sponsorings ei- nerseits in der Profilierung der Unternehmung und and ererseits in einem kommerziellen oder marketingmässigten Effekt für die Unternehmung liege. S ponsoring setze voraus, dass die Öf- fentlichkeit zwischen der geförderten Sache und dem Spon soring eine Verbindung herstellen könne, wodurch sich die angestrebten Ziele erreichen li essen. Für die steuerliche Anerkennung von Zuwendungen für sportliche, soziale und kulturelle Zw ecke als Werbeaufwand müssten diese Leistungen somit längerfristig geeignet sein, de n Umsatz und damit die wirtschaftliche Position der Unternehmung in der Öffentlichkeit zu festigen. Der Zweck der A.____ AG bestehe in der Verwaltung von Liegenschaften und die Erträge f ielen fast ausschliesslich in Form von Mieterträgen an. Demgemäss könnten keine höheren Mieter träge erzielt werden, weshalb die Beiträge nicht anerkannt werden könnten. Seite 4 4. Mit Schreiben vom 17. Oktober 2015 erhob der Vertr eter der Pflichtigen Rekurs und be- gehrte, 1. Es sei die allgemeine Rückstellung von Fr. 20 '000.-- steuerlich zuzulassen. 2. Es sei die jahrelange Praxis der Steuerbehörde nicht zu änder n und wie in den letzten 7 Jahren allge- meine Spesen sowie Sponsoring zuzulassen. ln diesem Sinne seien sowohl allgemeine Spesen von Fr. 15'000.-- als auch die Sponsoringbeiträge von F r. 5'200.-- steuerlich zum Abzug zuzu- lassen. 3. Um Rechtssicherheit zu schaffen, seien von der St euerbehörde Fr. 15'000.-- als all- gemeine Spesen zu akzeptieren. 4. Alles unter o/e Kostenfolge. Zur Begründung führte der Vertreter u.a. aus, hinsi chtlich der Rückstellungen sei auszu- führen, dass die A.____ AG eine vorsichtige und langfri stig orientierte Geschäftspolitik verfolge. Der Sinn von Rückstellungen liege auch darin, im Vora us für allgemeine nicht vorhersehbare Risiken Vorkehr zu treffen. Die A.____ AG sei sich im Klar en, dass durch die Bildung von all- gemeinen Rückstellungen die Besteuerung nur aufgeschoben werde. Der Einsprache- Entscheid gehe überhaupt nicht auf die Einsprachebegr ündung ein. Die A.____ AG habe im Zusammenhang mit der Geschäftsführung, dem Zurverfügun gstellen des Geschäftsdomizils und der Geschäftsinfrastruktur Spesen geltend gemacht. D iese würden einen weitaus grösse- ren Umfang als bloss Repräsentationsspesen eines leitenden Angestellten abdecken. Sie fielen wegen des Fehlens einer eigenen Geschäftsinfrastruktur an und stellten überwiegend allgemei- ne Betriebskosten dar. Angesichts des Geschäftsvolumens der R ekurrentin dürften allgemeine Betriebskosten von Fr. 15'000.-- verhältnismässig und ange messen sein. Das Veranlagungs- personal habe durch Stillschweigen und durch konkludente s Verhalten, die pauschalen Spesen de facto genehmigt. Dr. B.____ führe als Präsident des Verwaltungsrates die Geschäfte und die A.____ AG benutze sein Domizil und seine private Infra struktur. Es handle sich um Pauschals- pesen für einen Verwaltungsrat, der am operativen Ge schäft beteiligt sei. Bis zum Einsprache- Entscheid sei kein Reglement verlangt worden. Die Rekurr entin sei aber der Meinung, dass ein Spesenreglement das Anliegen nur am Rande treffe und nur teilweise abdecken könne. Die Rekurrentin benötige eine pauschale Spesenregelung für allgemeine Spesen im Zusammen- hang mit der Geschäftsführung, aber insbesondere auch im Zusammenhang mit dem Zurverfü- gungstellen des Geschäftsdomizils und der Geschäftsinfrastrukt ur. Hinsichtlich des Sponsoring sei festzuhalten, dass die A.____ AG Marketing und Sponso ring als ihre eigene geschäftspoliti- sche Angelegenheit betrachte. Die A.____ AG setze ihr eigenes Kapital dem wirtschaftlichen Risiko aus und entscheide selbst über das Sponsoring. Man sei aber bereit gegenüber der Steuerbehörde einen entsprechenden Marktauftritt nachzuweisen. Seite 5 5. Mit Vernehmlassung vom 20. November 2015 beantragt e die Steuerverwaltung die Ab- weisung des Rekurses. Zur Begründung führte sie u.a. aus, während Art. 960e Abs. 3 Ziff. 4 OR aus handelsrechtlicher Sicht Rückstellungen für die Siche rung des dauernden Gedeihens des Unternehmens zulasse, fehle es an einem entsprechenden P endant im Steuerrecht. Demnach seien die getätigten (handelsrechtlichen) Rückstellungen nicht zum Abzug zuzulassen. Betref- fend die Pauschalspesen führte sie aus, für den Fall, dass es sich bei der zur Diskussion ste- henden Spesenzahlung tatsächlich um eine Entschädigun g für die Geschäftsführung bzw. für die Zurverfügungstellung des Geschäftsdomizils handle, sei der entsprechende Betrag als Er- werbseinkommen bzw. Mietertrag beim Empfänger zu versteue rn. Soweit ersichtlich, seien je- doch keine solchen Erträge in der privaten Steuererkläru ng 2014 von Herrn Dr. B.____ dekla- riert worden. Mangels Vorliegen eines Spesenreglements sei die Aufrechnung zu Recht erfolgt. Die Berufung auf den Grundsatz von Treu und Glauben se i unbehelflich. Die Vorinstanz habe im Vorjahr auf die steuerlichen Konsequenzen hingewiese n. Zudem stehe es der Steuerbehör- de frei, jede Steuerperiode neu zu beurteilen. In de r Wegleitung zur Steuererklärung befinde sich zudem ebenfalls ein Hinweis. Betreffend das Sponsorin g sei es nicht erwiesen, dass die Sponsoringbeiträge die unternehmerische Leistungserstell ung zu erhöhen vermögen. Vielmehr zeige sich, dass die Sponsoringbeiträge persönlich motivi ert gewesen seien, indem die C.____ dem Aktionär der Rekurrentin nachweislich nahe stehe. E ntsprechend seien die geleisteten Sponsoringbeiträge in Höhe von Fr. 5‘200.-- steuerlich nicht zum Abzug zuzulassen. Das Steuergericht zieht in Erwägung: 1. Das Steuergericht ist gemäss § 124 des Gesetzes über die Staats- und Gemeindesteu- ern (Steuergesetz) vom 7. Februar 1974 (StG) zur Beurt eilung des vorliegenden Rekurses zu- ständig. Gemäss § 129 Abs. 2 StG werden Rekurse, deren umstritt ener Steuerbetrag wie im vor- liegenden Fall Fr. 8'000.-- pro Steuerjahr nicht übe rsteigt, vom Präsidenten und zwei Richte- rinnen und Richtern des Steuergerichts beurteilt. Da die in formeller Hinsicht an einen Rekurs zu stell enden Anforderungen erfüllt sind, ist ohne weitere Ausführungen darauf einzutreten. Seite 6 2. Vorliegend unterliegt der Beurteilung, ob die von der A.____ AG geltend gemachten Rückstellungen in Höhe von Fr. 20‘000.--, Spesen in Höhe von Fr. 15‘000.-- sowie Sponsoren- beiträge in Höhe von Fr. 5‘200.-- steuerlich zum Abzug zuzulassen sind. a) Gemäss § 55 Abs. 1 StG sind für Abschreibungen, Rückst ellungen, Rücklagen und Ersatzbeschaffungen die §§ 30-32 sinngemäss anwendbar. Rückstellungen zulasten der Erfolgsrechnung sind gemäss § 31 Abs. 1 StG zu- lässig für im Geschäftsjahr begründete Verpflichtungen, deren Höhe noch unbestimmt ist (lit. a), Verlustrisiken, die mit Aktiven des Umlaufvermögens, insbeso ndere Waren und Debitoren, ver- bunden sind (lit. b) sowie andere unmittelbar drohend e Verlustrisiken, die im Geschäftsjahr be- gründet wurden (lit. c). Bisherige Rückstellungen, die nicht mehr oder nicht mehr im bisherigen Umfang begründet sind, werden dem steuerbaren Geschäftsertrag zugerechnet (Abs. 2 StG). Die Regelungen in den §§ 30 ff. im kantonalen Steu ergesetz finden ihren Rah- men in Art. 10 Abs. 1 lit. b des Bundesgesetzes über die Harmonisierung der direkten Steuern der Kantone und Gemeinden vom 14. Dezember 1990 (St HG) und entsprechen nahezu wort- wörtlich Art. 29 ff. des Bundesgesetzes über die direkte Bundessteuer vom 14. Dezember 1990 (DBG). Es kann deshalb bezüglich dieser Bestimmungen we itgehend auf die Kommentare zu den Rückstellungen nach DBG und StHG verwiesen werden. b) Die Bilanzierung von Rückstellungen richtet sich nach den allgemeinen Ge- winnermittlungsregeln. Steuerrechtlich werden Rückstellu ngen in erster Linie als Abzüge zur Berechnung des steuerbaren Gewinns und Kapitals betracht et (vgl. Zöbeli Daniel, Rück- stellungen in der Rechnungslegung, Diss., Freiburg. i. Ue. 2003 S. 160). Zur Definition des Be- griffes "Rückstellungen" und dessen Abgrenzung zu anderen Bilanzpositionen wie der Rücklage ist festzuhalten, dass dieser sich nicht per se definieren lässt und somit auch nicht per se von anderen Begrifflichkeiten wie der Rücklage abzugrenzen ist. Steuerrechtlich können die Begriffe etwas anderes beinhalten als nach handelsrechtlicher u nd betriebswirtschaftlicher Betrachtung (vgl. Reich/Züger, in: Martin Zweifel/Peter Athanas [H rsg.], Kommentar zum schweizerischen Steuerrecht I/2a, Art. 29 DBG N 4; Reich, in: Martin Zweifel/Peter Athanas [Hrsg.], Kommentar zum Schweizerischen Steuerrecht I/1, Art. 10 StHG N 19). c) § 31 StG enthält keine allgemein umschriebenen Vora ussetzungen für die Ab- ziehbarkeit von Rückstellungen. Es werden vielmehr vier ver schiedene Arten von abziehbaren Rückstellungen umschrieben. Die Voraussetzungen der Abzieh barkeit von Rückstellungen er- geben sich jedoch im Wesentlichen aus dem Rückstellungsbegri ff selber, resp. aus der dazu Seite 7 ermittelten Lehre und Rechtsprechung. Es lässt sich nicht in jedem konkreten Fall eine Zuord- nung der Rückstellung zu einer bestimmten Rückstellungsar t vornehmen (vgl. Reich/Züger, a.a.O., Art. 29 DBG N 6). d) Trotz terminologischem Wirrwarr versteht die allgeme ine Lehre und Rechtspre- chung unter einer Rückstellung eine echte Fremdkapitalp osition, mit der der laufenden Ge- schäftsperiode ein tatsächlich oder zumindest wahrscheinlich verursachter, in seiner Höhe aber noch nicht genau bekannter Aufwand oder Verlust gewinn mindernd angerechnet, geldmässig aber erst in einer späteren Periode verwirklicht wird ( vgl. Klöti-Weber/Siegrist/Weber, Kommen- tar zum Aargauer Steuergesetz, 4. A., Bern 2015, § 36 N 29; Richner/Frei/Kaufmann/Meuter, Kommentar zum Zürcher Steuergesetz, 3. A., Zürich 201 3, § 64 N 116ff.; Reich, a.a.O., Art. 10 StHG N 23; Treuhand Kammer [Hrsg.], Schweizer Handbuch der Wirtschaftsprüfung, Bd. 1, Zürich 2009, Ziff. 6.23; Der Steuerentscheid [StE] 2010, B 72.14.2 Nr. 35, E. 2.1). 3. a) Gemäss dem neuen, bereits im Jahre 2014 geltenden Rechnungslegungsrecht Art. 960e Abs. 1 des Bundesgesetzes betreffend die Ergänzu ng des Schweizerischen Zivilge- setzbuches vom 20. März 1911 (OR) müssen Verbindlichkeiten zum Nennwert eingesetzt wer- den. Lassen vergangene Ereignisse einen Mittelabfluss in künftigen Geschäftsjahren erwarten, so müssen die voraussichtlich erforderlichen Rückstellungen zu lasten der Erfolgsrechnung ge- bildet werden (Abs. 2). Rückstellungen dürfen zudem i nsbesondere gebildet werden für: (1) regelmässig anfallende Aufwendungen aus Garantieverpfli chtungen; (2) Sanierungen von Sachanlagen; (3) Restrukturierungen; (4) die Sicherun g des dauernden Gedeihens des Unter- nehmens (Abs. 3). Nicht mehr begründete Rückstellungen müssen nicht aufgelöst werden (Abs. 4). b) Das OR-Rechnungslegungsrecht hat sich mit Art. 960e zi emlich weit von dem steuerlichen Begriff der Rückstellungen, wie er in Art. 63 DBG und in den kantonalen Steuer- gesetzen festgehalten ist, entfernt. Das Steuerrecht hä lt dabei ausdrücklich fest: Bisherige Rückstellungen werden dem steuerbaren Gewinn zugerechnet, soweit sie nicht mehr begründet sind. Leider wurde eine Angleichung bei der Vorbereit ung der neuen OR-Rechnungslegung verpasst, was wegen des Massgeblichkeitsprinzips zu Interferen zproblemen führen kann. Die Vorschriften über Rückstellungen im Steuerrecht nehmen als öffentliches Recht eigentlich für sich in Anspruch, dem Handelsrecht vorzugehen. Nach dem st euerlichen Verbuchungsprinzip werden indessen nur die in der Jahresrechnung erfassten A ufwandposten berücksichtigt; das Seite 8 Unternehmen muss daher aus steuerlichen Gründen auch s olche Rückstellungen buchen, die der OR-Definition nicht entsprechen. Dies ist ein Phänom en der sog. umgekehrten Massge- blichkeit (Peter Böckli, Neue OR-Rechnungslegung, Zürich, 2014, RN 1069). Es kommt vor, dass in Zeiten steigender Preise zulasten der Erfolgsrechn ung Wiederbeschaffungsreserven gebildet werden. Diese sollen den Ausweis von Scheingewi nnen in den auf dem Nominalwert- prinzip beruhenden Jahresabschlussrechnungen verhindern un d der Bereitstellung von Mitteln für die Wiederbeschaffung des abnutzbaren Anlagevermögen s sowie der Vorräte dienen. Da die auf der Handelsbilanz aufbauende Steuerbilanz heute noch eine Geld- und keine Sachrech- nung ist, können derartige Wiederbeschaffungsreserven ste uerlich nicht anerkannt werden. Dasselbe gilt für die „Rückstellungen“ für die Sicherun g des dauernden Gedeihens des Unter- nehmens (vgl. Blumenstein/Locher, System des schweizerischen Steuerrechts, 7. Aufl., Zürich 2016, S. 314). c) § 31 Abs. 1 lit. c StG verlangt, dass Rückstellungen nur gebildet werden können, wenn ein Verlustrisiko unmittelbar bevorsteht. Die Lehr e weist aber darauf hin, dass Rückstel- lungen dann handelsrechtlich geboten sind, wenn die Au sgabe mit hoher Wahrscheinlichkeit eintritt. Das kann auch in ferner Zukunft der Fall sein , was z.B. bei Altlasten der Fall ist (Reich, a.a.O., Art. 10 StHG N 21; Richner/Frei/Kaufmann/Meuter, a.a.O., § 64 N 119). Das Bundesge- richt hat in seiner Rechtsprechung zum Bundessteuerrecht Rückstellungen stets zugelassen, wenn sie im Hinblick auf gegenwärtige, drohende Verlus tgefahren in die Bilanz eingeführt wer- den (StE 2010 B 72.14.2 Nr. 35, E. 2.3). Risiken und Ursachen, welche die Rückstellungen begründe n, müssen aber im betreffenden Geschäftsjahr, in dem die Rückstellung gebi ldet wird, eingetreten sein. Künftige Risiken oder Investitionen in der Zukunft können nicht mi t Rückstellungen abgedeckt werden (vgl. Richner/Frei/Kaufmann/Meuter, Handkommentar zum DBG, Zürich 2009, Art. 29 DBG N 4; Teitler-Feinberg Evelyn, Sensible Rückstellungsfragen un d Antworten von SWISS GAAP FER 23, in: Der Schweizer Treuhänder, 5/2008, S. 325). Rückstellungen reservieren weder flüssige Mittel, noch sonstige Aktiven zur De- ckung irgendwelcher Risiken. Da das allgemeine Unternehm ungsrisiko nicht quantifizierbar ist, können nur Verpflichtungen aus konkreten Einzelrisiken zurü ckgestellt werden (vgl. Zöbeli, a.a.O., S. 21; Teitler-Feinberg, a.a.O., S. 327). d) Rückstellungen zeichnen sich dadurch aus, dass sie einen Aufwandsposten dar- stellen, dem kein unmittelbarer Geldabfluss gegenüber steht. Diese Eigenschaft ist für ihre steuerliche Behandlung insbesondere auf die folgende Weise von Bedeutung: Weil der Geldab- Seite 9 fluss möglicherweise nie erfolgt, sind Rückstellungen als A ufwandsposten stets vorläufig und müssen überprüfbar bleiben (vgl. Urteil des Verwaltungs gerichts des Kantons Basel-Stadt Nr. VD.2010.124 vom 31. März 2011, E. 2.3.1). Rückstellunge n sind vorläufige Korrekturen, wes- halb steuerrechtlich deren geschäftsmässige Begründetheit in jeder Periode zu prüfen ist (auch wenn sie handelsrechtlich zulässig sein mögen). Es gibt fol glich keinen Anspruch oder gar ein wohlerworbenes Recht auf Fortführung von Rückstellungen nach Belieben, auch wenn deren geschäftsmässige Begründetheit der Höhe nach oder im Bestand weggefallen ist (vgl. StE 2010 B 72.14.2 Nr. 35, E. 2.4). Tatsachen, die Rückstellungen als geschäftsmässig begründ et erscheinen las- sen sowie die Höhe der Rückstellungen, sind steuermindern d und deshalb vom Steuerpflichti- gen nachzuweisen (vgl. Entscheid des Bundesgerichts [BGE ] Nr. 2A.71/2006 vom 21. Juni 2006, E. 3.3.3, www.bger.ch ; Blumenstein/Locher, System des schweizerischen Steuerrech ts, 7. Auflage, Zürich 2016, S. 519; Richner/Frei/Kaufman n/Meuter, a.a.O., § 64 N 121). Dazu müssen die per Bilanzstichtag bestehenden Verpflichtung en oder drohenden Verlustrisiken an- hand von Geschäftsunterlagen belegt werden. Ist ein det aillierter Nachweis nicht möglich oder nicht zumutbar, sind Schätzungen zulässig, sofern hinreichend Schätzungsunterlagen bestehen (Felix a.a.O., 31 N 5). e) Vorliegend hat die A.____ AG kein konkretes Projekt vorlegen können, für wel- ches Rückstellungen steuerlich berechtigt wären. Rückstellun gen für die Sicherung des dau- ernden Gedeihens des Unternehmens haben wie bereits erläutert, keine steuerlichen Auswir- kungen und sind demnach aufzurechnen. Der Rekurs ist in diesem Punkt abzuweisen. 4. Im Weiteren wird zu beurteilen sein, ob die A.___ _ AG Spesen in Höhe von Fr. 15‘000.-- zum Abzug bringen kann. a) Spesen sind Unkosten, welche dem Arbeitnehmer bei d er Vornahme einzelner dienstlicher Verrichtungen erwachsen; dadurch unterschei den sie sich von den Berufskosten (Richner/Frei/Kaufmann/Meuter, Kommentar zum Zürcher Steuergesetz, 3. A. 2013, § 17 N 49). Spesen sind dadurch gekennzeichnet, dass sie grundsätzlich wä hrend der Arbeitszeit anfallen (vgl. Bosshard in: Steuer Revue [StR], Nr. 51/1996, S. 561). Sofern die Spesenvergütungen des Arbeitgebers die effektiven Unkosten des Arbeitnehmers nicht übersteigen, sind sie im Gegen- satz zu den vom Arbeitgeber bezahlten Berufskosten nicht Teil des Bruttolohns (Rich- ner/Frei/Kaufmann/Meuter, a.a.O., § 17 N 51). Seite 10 b) Gemäss den Kurzmitteilungen (KM) der Steuerverwalt ung Nr. 424 vom 14. De- zember 2007 und Nr. 424 (Ergänzung) vom 20. März 2008 konnte nach der bis Ende 2007 gül- tigen Praxis im Einzelfall bei Repräsentationsspesen, wel che den Betrag von Fr. 5'000.-- pro Jahr überstiegen, die Hälfte davon als Einkommen aufgerechnet werden. Dies galt immer dann, wenn kein von der Steuerbehörde genehmigtes Spesenreg lement vorgelegen hat, welches die- se Art Pauschalspesen konkret regelte. Diese Praxis wurde ab der Steuerperiode 2008 aufgeho ben. Pauschale Reprä- sentationsspesen, die im Jahr 2008 und später ausbezahl t wurden respektive werden und für welche kein genehmigtes Spesenreglement vorliegt oder di e nicht vom Veranlagungspersonal genehmigt worden sind, müssen gemäss KM vollständig als ste uerbares Erwerbseinkommen respektive als nicht geschäftsmässig begründeter Aufwand au fgerechnet werden (vgl. Ent- scheid des Steuergerichts [StGE] vom 18. August 2010, Nr . 510 10 21, E.3.b.; StGE vom 12. April 2013, Nr. 510 12 85, E. 2b, www.bl.ch/steuergericht ). c) Die durch den Arbeitgeber ausgerichteten Spesenver gütungen sind auf dem Lohnausweis zu bescheinigen (Wegleitung zum Ausfüllen des Lohnausweises bzw. der Ren- tenbescheinigung, [Formular 11] der Schweizerischen St euerkonferenz [SSK] und der Eidge- nössischen Steuerverwaltung [ESTV], gültig ab 01. Januar 2016 [Wegleitung], Rz 49; vgl. auch Luzerner Steuerbuch, Bd. 1 zu § 33 Nr. 3 Ziff. 3). G emäss Rz 51 der Wegleitung ist die Art der Spesenvergütung entscheidend für die Deklaration derselb en im Lohnausweis. Es wird dabei zwischen drei Arten von Spesen unterschieden. Effektive Spe senvergütungen nach Ziff. 13.1 des Lohnausweises müssen anhand von Belegen oder in Form von Einzelfallpauschalen nach- gewiesen werden. Pauschale Spesenvergütungen gemäss Zi ff. 13.2 des Lohnausweises, wie bspw. Auto- oder Repräsentationsspesen, gelten nur für einen bestimmten Zeitabschnitt. Ar- beitgeber, welche eine von den Vorschriften zu den effe ktiven Spesenvergütungen abweichen- de Spesenregelung haben, müssen bei der Steuerbehörde des Sitzkantons ein Gesuch um Genehmigung des Spesenreglements stellen (Rz 54 der We gleitung). Wurden die Spesen vom Sitzkanton genehmigt, geht die Wegleitung von Spesen m it einem genehmigten Spesenregle- ment aus, welche wie die pauschalen Spesenvergütungen unter Ziff. 13.2 deklariert werden müssen. Zusätzlich dazu ist im Lohnausweis anzugeben, welcher Kanton das Spesenreglement genehmigt hat. d) Vorliegend wurde die Pflichtige mangels genehmig tem Spesenreglement bereits in der Veranlagung zum Steuerjahr 2013 darauf aufmer ksam gemacht, dass Spesen ohne ge- Seite 11 nehmigtes Spesenreglement im Jahre 2013 letztmalig akzeptiert und in der Folgeperiode aufge- rechnet würden. Insofern bestand für die Pflichtige die Möglichkeit bei der Steuerverwaltung ein Spesenreglement rechtzeitig zur Genehmigung einzureiche n. Aufgrund der Tatsache, dass ein solches Spesenreglement nicht eingereicht worden ist, wu rde der geltend gemachte Betrag zu Recht aufgerechnet. Indessen ist vorliegend fraglich, inwiefern es sich bei den als Spesen geltend gemachten Fr. 15‘000.-- nach allgemeiner Auffassung t atsächlich um solche handelt. Der Ver- treter der Pflichtigen führt hierzu nämlich aus, die Sp esen seien zur Abgeltung von Kosten für die Benutzung der privaten Infrastruktur wie Büroräuml ichkeiten, Geschäftsdomizil sowie zur Abgeltung für die Geschäftsführung vorgesehen. Vorab festzuhalten ist, dass der Vertreter und Präsident des Verwaltungsrates keine Entschädigung für das Führen der Geschäfte der A.____ AG erhalten hat. Insofern ist es auch nicht möglich für verrichtete Tätigkeiten Spesen geltend zu machen. Vielmehr handelt es sich bei den vorliegend gel tend gemachten Spesen um eigentli- chen Betriebsaufwand (Miete für Büroräumlichkeiten, Nu tzung der privaten Infrastruktur des Verwaltungsrates), um Lohnaufwand resp. Entschädigung f ür die Tätigkeit als Verwaltungsrat und in diesem Zusammenhang - aber erst in zweiter Lini e um Spesenentschädigungen, die der Vertreter als Verwaltungsratspräsident bei Vorliegen e ines genehmigten Spesenreglements geltend machen kann. Die übrigen Kosten sind als Betriebsaufwand in den Büchern der A.____ AG zu verbuchen. Schliesslich ist auch zu erwähnen, dass der Vertreter in seiner privaten Steuerklärung keine Einkünfte aus der Tätigkeit als Ver waltungsrat deklariert hat. Die Beurtei- lung, ob diese Umstände zu einem allfälligen Nachsteuer verfahren führen werden, ist Sache der Steuerverwaltung und nicht Gegenstand der heutig en Verhandlung. Die Entschädigung resp. das Verwaltungsratshonorar für das Führen der Gesch äfte der A.____ AG stellt jedenfalls steuerbares Einkommen dar. Allfällig ausgerichtete Pausch alspesen werden in diesem Zusam- menhang nur dann nicht aufgerechnet, wenn diese zuvor vo n der Steuerverwaltung genehmigt worden sind. Der Rekurs ist auch in diesem Punkt abzuweisen. 5. Schliesslich ist noch zu klären, ob die A.____ AG Spon soringleistungen in Höhe von Fr. 5‘200.-- steuerlich geltend machen kann. a) Nach § 53 Abs. 1 ist der steuerbare Reinertrag Gege nstand der Ertragssteuer. Dieser setzt sich u.a. zusammen aus allen vor der Berechnung des Saldos der Erfolgsrechnung ausgeschiedenen Teilen des Geschäftsergebnisses, die nic ht zur Deckung geschäftsmässig begründeter Aufwendungen verwendet werden (Abs. 2 lit. b). Seite 12 b) Als geschäftsmässig begründet sind solche Aufwendungen , die im Interesse des Unternehmensziels getätigt werden. Kann eine derartig e geschäftliche Zwecksetzung der Aus- gaben nicht bejaht werden, so sind die entsprechenden Vermögensabgänge als erfolgsneutrale Privatentnahmen zu würdigen, die mit Blick auf die Ertr agsbesteuerung als geschäftsmässig nicht begründeter Aufwand aufzurechnen sind. Ausgaben, von denen sich die Unternehmensleitung in guten Treuen einen dem Unternehmen zukommenden Erfolg verspricht, sind regelmä ssig als geschäftsmässig begrün- det zu würdigen. Dazu gehören zunächst Werbeausgaben für einzelne vom Unternehmen an- gebotene Waren oder Dienstleistungen, des weiteren ab er auch Auslagen für solche Werbe- massnahmen, welche die Firma des Unternehmens als Ganzes a uf dem Markt günstig positio- nieren sollen. Damit wird bezweckt, den Absatz seiner Pro dukte mittelbar zu fördern und den Erfolg des Unternehmens insgesamt zu sichern sowie seine M arktstellung zu stärken oder aus- zubauen. Der Pflege des Ansehens des Unternehmens in der Öffen tlichkeit dienen auch Sponsorbeiträge an kulturelle, soziale oder sportliche V eranstaltungen oder Einrichtungen. Sol- che Aufwendungen erfolgen in der Regel ohne unmittel bar wirtschaftliche Zielsetzung, sondern sind vielmehr darauf gerichtet, ein Gegengewicht zum Bi ld des als ausschliesslich gewinnstre- big handelnd erscheinenden Unternehmen zu schaffen. In diesem Sinn ist dem Auftritt als Sponsor auch eine Werbewirkung eigen, die sich über ei nzelne Produkte hinaus auf die Unter- nehmung als Marktteilnehmerin erstreckt (vgl. Der Steuere ntscheid [StE], 1997, B 72.14.1 Nr.16; Markus Reich/Martina Züger, in: Martin Zweifel /Peter Athanas [Hrsg.], Kommentar zum Schweizerischen Steuerrecht I/2b, 2. Aufl. Basel 2008, Art.27 DBG N 35). Gemäss Bundesgericht bedeutet indirekte Werbung, dass di e Zuwendung unmit- telbar der Vermarktung eines bestimmten Produkts oder einer bestimmten Dienstleistung dient. Indirekte Werbung stellt das sogenannte Sponsoring dar. Das Ziel des Sponsoring liegt einer- seits in einem kommerziellen oder marketingmässigen Neben effekt für die Unternehmung. Sponsoring setzt somit voraus, dass die Öffentlichkeit zwi schen der geförderten Sache und dem Sponsor eine Verbindung herstellen kann, welche di e angestrebten unternehmerischen Ziele letztlich sicherstellt. Für die steuerliche Anerkennu ng von Zuwendungen für sportliche, soziale und kulturelle Zwecke als Werbeaufwand müssen diese Leistungen somit längerfristig geeignet sein die unternehmerische Leistungserstellung zu beeinflussen, d.h. die Aufwendun- gen müssen tendenziell darauf gerichtet sein, den Umsatz und damit die wirtschaftliche Position des Unternehmens in der Öffentlichkeit zu festigen. In diesem Sinne sind Ausgaben für das Seite 13 Sponsoring Gewinnungskosten und somit als geschäftsmässig be gründete Aufwendungen zu qualifizieren (vgl. Peter Brülisauer/Flurin Poltera, a.a.O., Art. 58 N 152). c) Vorliegend hat die A.____ AG die Flötenkonzerte de r C.____ unterstützt. Die C.____ hat keine eigene Rechtspersönlichkeit und unterli egt als einfache Gesellschaft Art. 530 des Bundesgesetzes betreffend die Ergänzung des schweizerischen Zivilgesetzbuches, Fünfter Teil: Obligationenrecht vom 30. März 1911 (OR). Aus dem Internetauftritt der C.____ ist ersicht- lich, dass der Vertreter selbst als Kontaktperson angegebe n ist. Soweit ersichtlich wurden die Konzerte zudem von der Tochter des Vertreters D.____ ge geben. Insofern besteht hier eine sehr enge und zudem familiäre Verknüpfung zwischen dem V ertreter als Verwaltungsrats- präsident und Anteilseigner der A.____ AG als Sponsor sowie der gesponserten Veranstaltung resp. der Empfängerin der Beiträge. Die Frage, ob di ese enge Verbindung allenfalls hinderlich sein könnte für die steuerliche Abzugsfähigkeit kann jedo ch an dieser Stelle offen gelassen werden. Der Vertreter der A.____ AG hat seinem Rekurs einen Flyer der C.____ betr. das Jahr 2013 beigelegt. Auf diesem Flyer sind auch weitere Namen ersichtlich, die ebenfalls gesponsert haben. Insofern kann davon ausgegangen werden, dass d ie Sponsoringbeiträge nicht aus- schliesslich persönlich motiviert waren. Für das Jahr 2014 liegt hingegen kein solcher Nachweis vor, was gemäss den Beweisregeln im Steuerrecht dazu füh rt, dass der Betrag in Höhe von Fr. 5‘200.-- nicht zum Abzug zugelassen werden kann. Der R ekurs ist schliesslich auch in diesem Punkt abzuweisen. 6. Schliesslich rügt der Vertreter die bisherigen Dekla rationen und Veranlagungen seien nie beanstandet worden, weshalb er in seinem guten Gl auben zu schützen sei. Hierzu ist zu bemerken, dass die in einer früheren Steuerperiode getroffenen Taxationen grundsätzlich keine Rechtskraft für spätere Veranlagungen entfalten. Vielmehr kann die Steuerbehörde im Rahmen jeder Neuveranlagung eines Steuerpflichtigen sowohl d ie tatsächliche als auch die rechtliche Ausgangslage vollumfänglich überprüfen und, soweit er forderlich, abweichend würdigen. In Rechtskraft erwächst jeweils nur die einzelne Veranlagung , die als befristeter Verwaltungsakt ausschliesslich für die betreffende Steuerperiode Rechtswi rkungen entfaltet. Die späteren Ver- anlagungen sind daher jederzeit einer erneuten umfassenden Überprüfung zugänglich (vgl. Der Steuerentscheid [StE] 2003 B 72.14.2 Nr. 31 E. 4.2; vgl. auch BStPra, Bd. XVI, S. 468; Ent- scheid des Steuergerichts [StGE] vom 20. November 2009, 510 09 36, E 6; StGE vom 01. März, 2013, 510 12 81, unter www.bl.ch/steuergericht ). Seite 14 Insgesamt erweist sich der Rekurs somit als unbegründet und ist abzuweisen. 7. Gemäss dem Ausgang des Verfahrens sind der Rekurrentin Verfahrenskosten in Höhe von Fr. 800.-- aufzuerlegen (§ 130 StG i.V.m. § 20 Abs. 1 und 3 des Gesetzes vom 16. Dezem- ber 1993 über die Verfassungs- und Verwaltungsprozessordnung [VPO]). Seite 15 Demgemäss w i r d e r k a n n t : ://: 1. Der Rekurs wird abgewiesen. 2. Die Rekurrentin hat gemäss § 130 StG i.V.m. § 20 VPO die Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 800.-- (inkl. Auslagen von pauschal Fr. 10 0.--) zu bezahlen, welche mit dem bereits geleisteten Kostenvorschuss verrechnet werden. 3. Mitteilung an den Vertreter, für sich und zhd. d er Rekurrentin (2), die Gemeinde E.____ (1) und die Steuerverwaltung des Kantons Basel-Landschaft (3).