<h2>SubmittedText<h2><p>Der Entwurf zur Änderung der Jagdverordnung sieht vor, die Anzahl der Rudel begrenzen zu können.<br>Kann der Bundesrat mitteilen, wie sich die Wolfspopulationen in den letzten Jahren entwickelt haben und mit welcher Anzahl Rudeln in drei Jahren ohne präventive Regulierung zu rechnen ist?</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>In den letzten Jahren ist der Wolfsbestand in der Schweiz wie folgt gewachsen:</p><figure class="table"><table><tbody><tr><td><strong>Jahr</strong></td><td><strong>Anzahl Wolfsrudel</strong></td><td><strong>Anzahl Wölfe</strong></td></tr><tr><td><strong>2019</strong></td><td>8</td><td>80</td></tr><tr><td><strong>2020</strong></td><td>11</td><td>100</td></tr><tr><td><strong>2021</strong></td><td>15</td><td>150</td></tr><tr><td><strong>2022</strong></td><td>26</td><td>250</td></tr><tr><td><strong>2023</strong></td><td>aktuell 32</td><td>300</td></tr></tbody></table></figure><p>Der Bestand hat also pro Jahr durchschnittlich um deutlich mehr als 30% zugenommen. Ohne Interventionen würde der Wolfbestand exponentiell weiterwachsen, bis alle für die Wölfe geeigneten Lebensräume besiedelt sind. In der Schweiz müsste mit 60 bis 80 Rudeln gerechnet werden.</p><p>&nbsp;</p><p>Die durch Wölfe verursachten Schäden an Nutztieren nehmen mit dem wachsenden Wolfbestand und der Ausbreitung des Wolfs zu. Die Schäden können durch Herdenschutzmassnahmen zum Teil verhindert werden.</p><p>&nbsp;</p><p>Sobald der Bundesrat über die Revision der Jagdverordnung entschieden hat, voraussichtlich anfangs November, können die Kantone ihre Anträge zur proaktiven Wolfbestandsregulierung beim BAFU einreichen. Um die Anträge der Kantone innerhalb der Regionen zu koordinieren, hat das BAFU bereits für Mitte November Sitzungstermine festgelegt.</p>