B u n d e s v e rw a l t u n g s g e r i ch t T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i f f éd é r a l T r i b u n a l e am m i n i s t r a t i vo f e d e r a l e T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i v fe d e r a l Abteilung III C-446/2018 U r t e i l v o m 11 . F e b r u a r 2 0 1 9 Besetzung Richter Michael Peterli (Vorsitz), Richter Beat Weber, Richter David Weiss, Gerichtsschreiber Michael Rutz. Parteien 1. Krankenhausgesellschaft Schwyz, 2. Stiftung Krankenhaus Maria zum finstern Wald, 3. Spital Lachen AG, alle vertreten durch lic. iur. Michael Waldner, Rechtsanwalt, Beschwerdeführerinnen, gegen 1. Aquilana Versicherungen, 2. Moove Sympany AG, 3. SUPRA-1846 SA, 4. Kranken- und Unfallkasse Bezirkskrankenkasse Einsiedeln, 5. PROVITA Gesundheitsversicherung AG, 6. Sumiswalder Krankenkasse, 7. Krankenkasse Steffisburg, 8. CONCORDIA Schweizerische Kranken- und Unfallver- sicherung AG, 9. Atupri Gesundheitsversicherung, 10. Avenir Krankenversicherung AG, 11. Krankenkasse Luzerner Hinterland, 12. ÖKK Kranken- und Unfallversicherungen AG, 13. Vivao Sympany AG, 14. KVF Krankenversicherung AG, 15. Easy Sana Krankenversicherung AG, 16. Genossenschaft Glarner Krankenversicherung, 17. Cassa da malsauns LUMNEZIANA, 18. KLuG Krankenversicherung, 19. EGK Grundversicherungen AG, 20. sanavals Gesundheitskasse, 21. Krankenkasse SLKK, 22. sodalis gesundheitsgruppe, 23. vita surselva, 24. Krankenkasse Zeneggen, 25. Krankenkasse Visperterminen, 26. Caisse-maladie de la Vallée d'Entremont société coopérative, 27. Krankenkasse Institut Ingenbohl, 28. Stiftung Krankenkasse Wädenswil, 29. Krankenkasse Birchmeier, 30. kmu-Krankenversicherung, 31. Krankenkasse Stoffel Mels, 32. Krankenkasse Simplon, 33. SWICA Krankenversicherung AG, 34. GALENOS Kranken- und Unfallversicherung, 35. rhenusana, 36. Mutuel Assurance Maladie SA, 37. Fondation AMB, 38. INTRAS Krankenversicherung AG, 39. Philos Krankenversicherung AG, 40. Assura-Basis SA, 41. Visana AG, 42. Agrisano Krankenkasse AG, 43. sana24 AG, 44. Arcosana AG, 45. vivacare AG, 46. Sanagate AG, 47. CSS Kranken-Versicherung AG, 1-37, 39-43 und 45 vertreten durch tarifsuisse ag, diese vertreten durch Dr. iur. Vincent Augustin, Rechtsanwalt, 38, 44 und 46 vertreten durch die CSS Versicherung AG, Beschwerdegegnerinnen, Regierungsrat des Kantons Schwyz, Vorinstanz. Gegenstand Krankenversicherung, Finanzierung von ambulanten ärztlichen Leistungen in Spitälern, Festsetzung des Tarmed-Taxpunktwertes ab 1. Januar 2014, RRB vom 19. Dezember 2017. C-446/2018 Seite 4 Sachverhalt: A. Die ambulanten ärztlichen Leistungen im Spital im Rahmen der obligatori- schen Krankenpflegeversicherung (nachfolgend: OKP) werden seit dem 1. Januar 2004 einheitlich über das Tarifsystem TARMED abgerechnet. Grundlage dafür ist insbesondere der zwischen den Verbänden «santésuisse Die Schweizer Krankenversicherer» und «H+ Die Spitäler der Schweiz» am 13. Mai 2002 abgeschlossene Rahmenvertrag TARMED und – als Bestandteil dieses Vertrages – die Tarifstruktur TARMED. In dieser werden auf über 4'500 Tarifpositionen ärztliche und technische Leistungen erfasst und mit Taxpunkten versehen. Die Höhe der Taxpunktwerte (in Franken und Rappen) wird mittels Tarifverträgen oder hoheitlicher Festset- zungen auf kantonaler Ebene festgelegt. Aus der Multiplikation der Tax- punkte mit dem Taxpunktwert ergibt sich der Preis der einzelnen Leistungs- einheiten. B. B.a Mit Beschluss Nr. 326/2011 vom 22. März 2011 genehmigte der Regie- rungsrat des Kantons Schwyz (nachfolgend : Regierungsrat oder Vorinstanz) den zwischen santésuisse und den Spitälern des Kantons Schwyz abgeschlossenen Anschlussvertrag zum Rahmenvertrag TAR- MED sowie den für die ambulanten Leistungen vereinbarten TARMED-Tax- punktwert (nachfolgend auch: Taxpunktwert) von Fr. 0.90 für die Jahre 2011 und 2012 (Beilage 2 zu BVGer-act. 10). Nachdem sich die Tarifpart- ner in der Folge nicht auf einen neuen Taxpunktwert hatten einigen können, wurde dieser Vertrag mit dem vereinbarten Taxpunktwert von Fr. 0.90 mit Regierungsratsbeschluss Nr. 637/2013 vom 2. Juli 2013 um ein Jahr bis zum 31. Dezember 2013 verlängert (Beilage 3 zu BVGer-act. 10). B.b Mit Schreiben vom 12. Dezember 2013 ersuchten die Spitäler Einsie- deln, Lachen und Schwyz (nachfolgend: Schwyzer Spitäler oder Be- schwerdeführerinnen) beim Regierungsrat unter Hinweis auf gescheiterte Tarifverhandlungen mit der tarifsuisse ag (nachfolgend: tarifsuisse) um ho- heitliche Festsetzung eines kostenbasierten Taxpunktwerts von Fr. 1.22 ab 1. Januar 2014 für ihre ambulanten ärztlichen Leistungen auf der Basis des Rahmenvertrags TARMED . Sie legten ihrem Gesuch Kostenausweise nach ITAR_K (Integriertes Tarifmodell auf Basis der Kostenträgerrechnung) für das Jahr 2012 bei. Der beantragte Tarif wurde vom gewichteten Mittel- wert der ausgewiesenen Kosten pro Taxpunkt der drei Schwyzer Spitäler C-446/2018 Seite 5 abgeleitet. Weiter beantragten die Schwyzer Spitäler, dass ein vorsorgli- cher Taxpunktwert in der bisherigen Höhe von Fr. 0.90 ab 1. Januar 2014 festzusetzen sei, um die Abrechnung erbrachter Leistung en im tariflosen Zustand sicherzustellen (act. 1). B.c Mit Verfügung Nr. 287/13 vom 20. Dezember 2013 setzte das Depar- tement des Innern des Kantons Schwyz für ambulante Leistungen von ta- rifsuisse-versicherten Patientinnen und Patienten in den Schwyzer Spitä- lern bis zur Festsetzung des Tarifs in der Hauptsache einen provisorischen Taxpunktwert von Fr. 0.90 ab 1. Januar 2014 fest (act. 3). B.d Am 4. Februar 2014 nahm tarifsuisse zum Festsetzungsantrag Stel- lung und beantragte seinerseits, dass für die Schwyzer Spitäl er mit Wir- kung ab 1. Januar 2014 ein Taxpunktwert für ambulante Leistungen in der Höhe des im Kanton Schwyz gültigen Taxpunktwert s der frei praktizieren- den Ärztinnen und Ärzte von Fr. 0.82 oder nach verwaltungsmässigem be- ziehungsweise richterlichem Ermessen festzusetzen sei. Die Anträge der Schwyzer Spitäler vom 12. Dezember 2013 in Bezug auf die Höhe des Taxpunktwertes seien abzuweisen. Weiter stellte tarifsuisse in verfahrens- rechtlicher Hinsicht verschiedene Anträge im Zusammenhang mit dem von den Schwyzer Spitälern einzureichenden Datenmaterial (act. 6). B.e Die Schwyzer Spitäler hielten in ihrer Stellungnahme vom 31. März 2014 an ihren Anträgen vom 12. Dezember 2013 fest und beantragten, dass die Anträge von tarifsuisse abzuweisen seien. Eventualiter sei das Festsetzungsverfahren zu sistieren, bis die vom Bundesverwaltungsgericht erwarteten Leitentscheide betreffend die Kantone Bern und Graubünden erfolgt seien (act. 11). B.f Mit Stellungnahme vom 22. April 2018 hielt tarifsuisse an ihren Anträ- gen vom 4. Februar 2018 fest. Eventualiter beantragte sie, dass das Ver- fahren zu sistieren sei, bis die Urteile des Bundesverwaltungsgerichts in den Beschwerdesachen betreffend Taxpunktwerte für die Spitalambulato- rien im Kanton Bern beziehungsweise im Kanton Graubünden vorliegen (act. 13). B.g Mit Verfügung Nr. 134/14 vom 26. Mai 2014 sistierte das Departement des Innern des Kantons Schwyz das Verfahren bis zum Entscheid des Bun- desverwaltungsgerichts in den Beschwerdesachen TARMED -Taxpunkt- wert ab 1. Januar 2010 für die öffentlichen und öffentlich subventionierten Kliniken im Kanton Bern (C -2380/2012) oder Taxpunktwert für TARMED-C-446/2018 Seite 6 Leistungen in den Ambulatorien der Bündner Spitäler und Kliniken und der Psychiatrischen Dienste Graubünden ab 1. Januar 2011 (C -1220/2012; act. 15). Die entsprechenden Urteile ergingen am 17. September 2015 und am 22. September 2015. B.h Auf entsprechende Einladung hin (act. 16) empfahl die Eidgenössi- sche Preisüberwachung in ihrer Stellungnahme vom 23. August 2016, dass der Taxpunktwert 2014 für die ambul anten Arztleistungen der Schwyzer Spitäler auf maximal Fr. 0.84 festzusetzen sei (act. 17). B.i Mit Schreiben vom 25. August 2016 wies das instruierende Amt für Ge- sundheit und Soziales die Verfahrensbeteiligten darauf hin, dass das Bun- desverwaltungsgericht in den Verfahren C-2380/2012 und C -1220/2012 die Urteile gefällt habe und räumte ihnen Gelegenheit ein, sich zur Stel- lungnahme der Preisüberwachung zu äussern (act. 18). B.j Daraufhin nahmen tarifsuisse am 6. September 2016 (act. 21) und die Schwyzer Spitäler am 5. Oktober 2016 (act. 22) Stellung. B.k Mit Beschluss Nr. 1005/2017 vom 19. Dezember 2017 setzte der Re- gierungsrat den Taxpunktwert für die Schwyzer Spitäler für tarifsuisse-ver- sicherte Patientinnen und Patienten mit Wirkung ab 1. Januar 2014 bis mindestens 31. Dezember 2017 anhand einer «differenzierten Parallelisie- rung» auf Fr. 0.86 fest. Weiter ordnete er an, dass der festgesetzte Tarif ab 1. Januar 2018 unbefristet, bis zum Vorliegen eines neuen, genehmigten Tarifvertrags beziehungsweise bis zur Festsetzung eines neuen Tarifs nach Scheitern erneuter Tarifverhandlungen , gilt . Die Kosten des Tariffestset- zungsverfahrens von Fr. 15‘000.– auferlegte der Regierungsrat je hälftig den Schwyzer Spitälern und tarifsuisse. C. Gegen diesen Beschluss erhoben die Schwyzer Spitäler, alle vertreten durch Rechtsanwalt Michael Waldner, Beschwerde beim Bundesv erwal- tungsgericht und stellten folgende Rechtsbegehren: 1. Die angefochtene Verfügung sei aufzuheben. 2. Es sei im Verhältnis zwischen den Beschwerdeführerinnen und den Be- schwerdegegnerinnen für Leistungen ab 1. Januar 2014 ein TARMED-Tax- punktwert von Fr. 1.22 festzusetzen; C-446/2018 Seite 7 eventualiter sei die Sache zur Festsetzung eines zeitlich offenen, an keine Mindestdauer gebundenen TARMED -Taxpunktwert ab 1. Januar 2014 an die Vorinstanz zurückzuweisen. 3. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge zulasten der Beschwerdegegnerin- nen. D. Der mit Zwischenverfügung vom 24. Januar 2018 bei den Beschwerdefüh- rerinnen eingeforderte Kostenvorschuss von Fr. 5‘000.– (BVGer-act. 2) wurde am 29. Januar 2018 geleistet (BVGer-act. 5). E. Tarifsuisse teilte mit Schreiben vom 2. Februar 2018 mit, dass sie die Mit- glieder der CSS-Gruppe (CSS-Kranken-Versicherung AG, Intras Kranken- versicherung AG, Arcosana AG und Sanagate AG) nicht mehr vertrete (BVGer-act. 6). F. In ihrer Beschwerdeantwort vom 6. März 2018 (BVGer -act. 9) stellten die von tarifsuisse vertretenen Krankenversicherer durch ihren Rechtsvertreter Rechtsanwalt Vincent Augustin die folgenden Rechtsbegehren: 1. Die Beschwerde sei, soweit auf sie eingetreten werden könne, abzuweisen und der vorinstanzliche Entscheid (Beschluss Nr. 1005/2017 vom 19. Dezember 2017) sei zu bestätigen. 2. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten der Beschwerdeführerin- nen. G. Die Vorinstanz beantragte in ihrer Vernehmlassung vom 7. März 2018 die vollumfängliche Abweisung der Beschwerde unter Kostenfolge zu Lasten der Beschwerdeführerinnen (BVGer-act. 10). H. Die vier Kra nkenversicherer der CSS -Gruppe beantragten in ihrer Be- schwerdeantwort vom 9. März 2018, dass die Beschwerde unter Kosten- folge zu Lasten der Beschwerdeführerinnen vollumfänglich abzuweisen sei, soweit darauf einzutreten sei (BVGer-act. 11). C-446/2018 Seite 8 I. Mit Verfügung vom 14. März 2018 wurde die Preisüberwachung eingela- den, als Fachbehörde Stellung zu nehmen (BVGer -act 12). Diese hielt in ihrer Stellungnahme vom 11. April 2018 an ihrer im Festsetzungsverfahren abgegebenen Empfehlung vom 23. August 2016 (Taxpunktwert: Fr. 0.84) fest (BVGer-act. 13). J. Auf entsprechende Einladung hin (Verfügung vom 17. April 2018; BVGer- act. 14) nahm am 18. Mai 2018 das Bundesamt für Gesundheit (BAG) als Fachbehörde Stellung. Das BAG vert rat die Ansicht, die Beschwerde sei abzuweisen (BVGer-act. 15). K. Die Krankenversicherer der CSS -Gruppe teilten mit Eingabe vom 6. Juni 2018 mit, dass sie auf ergänzende Schlussbemerkungen verzichten (BVGer-act. 17). L. Die Vorinstanz teilte am 8. Juni 2018 ebenfalls mit, dass sie auf Schluss- bemerkungen verzichten (BVGer-act. 18). M. Mit Eingabe vom 18. Juni 2018 nahm tarifsuisse abschliessend Stellung (BVGer-act. 19). N. Die Beschwerdeführerinnen reichten am 27. Juni 2018 ihre Schlussbemer- kungen ein (BVGer-act. 20). O. Mit Verfügung vom 29. Juni 2018 wurde der Schriftenwechsel abgeschlos- sen (BVGer-act. 21). P. Auf den weiteren Inhalt der Akten sowie der Rech tsschriften ist – soweit erforderlich – in den nachfolgenden Erwägungen einzugehen. C-446/2018 Seite 9 Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 1. 1.1 Nach Art. 53 Abs. 1 KVG (SR 832.10) kann gegen Beschlüsse der Kan- tonsregierungen nach Art. 47 KVG beim Bundesverwaltungsge richt Be- schwerde geführt werden. Der angefochtene Regierungsratsbeschluss Nr. 1005/2017 vom 19. Dezember 2017 wurde gestützt auf Art. 47 Abs. 1 KVG erlassen. Das Bundesverwaltungsgericht ist deshalb zur Beurteilung der Beschwerde zuständig (vgl. auch Art. 90a Abs. 2 KVG). 1.2 Das Verfahren vor dem Bundesverwaltungsgericht richtet sich gemäss Art. 37 VGG und Art. 53 Abs. 2 Satz 1 KVG grundsätzlich nach den Vor- schriften des VwVG. Vorbehalten bleiben allfällige Abweichungen des VGG und die besonderen Bestimmungen des Art. 53 Abs. 2 KVG. 1.3 Die Beschwerdeführerinnen haben am vorinstanzlichen Tariffestset- zungsverfahren teilgenommen, sind als Adressatinnen durch den ange- fochtenen Regierungsratsbeschluss besonders berührt und haben inso- weit an dessen Aufhebung beziehungsweise Abänderung ein schutzwürdi- ges Interesse (Art. 48 Abs. 1 VwVG). Sie sind daher zur Beschwerde legi- timiert. Auf die frist- und formgerecht erhobene Beschwerde ist, nachdem auch der Kostenvorschuss rechtzeitig geleistet wurden, einzutreten (Art. 50 Abs. 1, Art. 52 Abs. 1 und Art. 63 Abs. 4 VwVG). 2. Anfechtungsobjekt und damit Begrenzung des Streitgegenstandes des vorliegenden Beschwerdeverfahrens (BGE 136 II 457 E. 4.2) bildet der Re- gierungsratsbeschluss vom 19. Dezember 2017 betreffend Festsetzung des Taxpunktwerts für ambulante ärztliche Behandlungen in den Schwyzer Spitälern ab 1. Januar 2014 zu Lasten der OKP im Verhältnis zu den Be- schwerdegegnerinnen. Aufgrund der Rechtsbegehren strittig und im Fol- genden vom Bundesverwaltungsgericht zu prüfen ist die Höhe des Tax- punktwerts. 3. 3.1 Die Beschwerdeführerinnen können im Rahmen des Beschwerdever- fahrens die Verletzung von Bundesrecht unter Einschluss des Missbrauchs oder der Überschreitung des Ermessens, die unrichtige oder unvollstän- dige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts sowie die Unange-C-446/2018 Seite 10 messenheit des Ent scheids beanstanden (Art. 49 VwVG). Tariffestset- zungsbeschlüsse nach Art. 47 KVG sind vom Bundesverwaltungsgericht mit voller Kognition zu überprüfen (Art. 53 Abs. 2 Bst. e KVG e contrario; BVGE 2010/24 E. 5.1). 3.2 Das Bundesverwaltungsgericht ist als Beschwerdeinstanz an die recht- liche Begründung der Begehren nicht gebunden (Art. 62 Abs. 4 VwVG). Nach dem Grundsatz der Rechtsanwendung von Amtes wegen kann es eine Beschwerde auch aus anderen als den geltend gemachten Gründen gutheissen oder den angefochtenen E ntscheid im Ergebnis mit einer Be- gründung bestätigen, die von jener der Vorinstanz abweicht (vgl. MO- SER/BEUSCH/KNEUBÜHLER, Prozessieren vor dem Bundesverwaltungsge- richt, 2. Aufl. 2013, S. 24 Rz. 1.54). 3.3 Nach der Rechtsprechung hat auch eine Rechtsmittelbehö rde, der volle Kognition zusteht, in Ermessensfragen einen Entscheidungsspiel - raum der Vorinstanz zu respektieren. Sie hat eine unangemessene Ent- scheidung zu korrigieren, kann aber der Vorinstanz die Wahl unter mehre- ren angemessenen Lösungen überlassen (vg l. BGE 133 II 35 E. 3). Das Bundesverwaltungsgericht hat daher nur den Entscheid der unteren In- stanz zu überprüfen und sich nicht an deren Stelle zu setzen (vgl. BGE 126 V 75 E. 6). Insbesondere dann, wenn die Ermessensausübung, die Anwen- dung unbestimmter Rechtsbegriffe oder die Sachverhaltswürdigung hoch- stehende, spezialisierte technische, wissenschaftliche oder wirtschaftliche Kenntnisse erfordert, ist eine Zurückhaltung des Gerichts bei der Überprü- fung vorinstanzlicher Bewertungen angezeigt (vgl. BGE 135 II 296 E. 4.4.3; 133 II 35 E. 3; 128 V 159 E. 3b/cc). Es stellt daher keine unzulässige Kog- nitionsbeschränkung dar, wenn das Gericht – das nicht als Fachgericht ausgestaltet ist – nicht ohne Not von der Auffassung der Vorinstanz ab- weicht, soweit es um die Beurteilung technischer, wissenschaftlicher oder wirtschaftlicher Spezialfragen geht, in denen die Vorinstanz über ein be- sonderes Fachwissen verfügt (vgl. BGE 139 II 185 E. 9.3; 135 II 296 E. 4.4.3; 133 II 35 E. 3 mit Hinweisen; BVGE 2010/25 E. 2.4.1 mit weiteren Hinweisen). Dies gilt jedenfalls, soweit die Vorinstanz die für den Entscheid wesentlichen Gesichtspunkte geprüft und die erforderlichen Abklärungen sorgfältig und umfassend durchgeführt hat (BGE 139 II 185 E. 9.3; 138 II 77 E. 6.4). 3.4 Im Bereich der Tariffestsetzungen gilt es indessen zu beachten, dass die Kantonsregierung die Preisüberwachung zunächst anhören (vgl. Art. 14 Abs. 1 PüG [SR 942.20]) und zudem begründen muss, wenn sie deren C-446/2018 Seite 11 Empfehlung nicht folgt (Art. 14 Abs. 2 PüG). Nach der Rechtsprechung des Bundesrates kam den Empfehlungen der Preisüberwachung ein besonde- res Gewicht zu, weil die auf Sachkunde gestützte Stellungnahme bundes- weit einheitliche Massstäbe bei der Tariffestsetzung setze (vgl. RKUV 1997 KV 16 S. 343 E. 4.6). Das Bundesverwaltungsgericht auferlegt sich praxis- gemäss dann eine Zurückhaltung, wenn der Entscheid der Vorinstanz mit den Empfehlungen der Preisüberwachung übereinstimmt (BVGE 2010/25 E. 2.4.2; 2012/18 E. 5.4). Weicht die Kantonsregierung hingegen von den Empfehlungen der Preisüberwachung ab, kommt weder der Ansicht der Preisüberwachung noch derjenigen der Vorinstanz generell ein Vorrang zu (BVGE 2014/3 E. 1.4.2 mit Hinweisen). Nach dem Willen des Gesetzge- bers obliegt es ‒ trotz Anhörungs- und Begründungspflicht gemäss Art. 14 PüG ‒ der Kantonsregierung, bei vertragslosem Zustand den Tarif festzu- setzen. Das Gericht hat in diesen Fällen namentlich zu prüfen, ob die Vorinstanz die Abweichung in nachvollziehbarer Weise begründet hat. Im Übrigen unterliegen die verschiedenen Stellungnahmen ‒ auch der weite- ren Verfahrensbeteiligten ‒ der freien Beweiswürdigung beziehungsweise Beurteilung durch das Bundesverwaltungsgericht (zum Ganzen: BVGE 2014/3 E. 1.4.2; 2012/18 E. 5.4; 2010/25 E. 2.4.3). 4. 4.1 Die Vergütung der Leistungen der (zugelassenen) Leistungserbringer nach Art. 25 KVG erfolgt nach Tarifen oder Preisen (Art. 43 Abs. 1 KVG). Der Tarif ist eine Grundlage für die Berechnung der Vergütung; er kann namentlich als Zeittarif, Einzelleistungstarif oder Pauschaltarif ausgestaltet sein (Art. 43 Abs. 2 Bst. a -c KVG). Tarife und Preise werden in Verträgen zwischen Versicherern und Leistungserbringern (Tarifvertrag) vereinbart oder in den vom Gesetz bestimmten Fällen von der zuständigen Behörde festgesetzt. Dabei ist auf eine betriebswirtschaftliche Bemessung und eine sachgerechte Struktur der Tarife zu achten (Abs. 4). Einzelleistungstarife müssen auf einer gesamtschweizerisch vereinbarten einheitlichen Ta- rifstruktur beruhen. Können sich die Tarifpartner nicht einigen, so legt der Bundesrat diese Tarifstruktur fest (Abs. 5). Der Bundesrat kann Anpassun- gen an der Tarifstruktur vornehmen, wenn sie sich als nicht mehr sachge- recht erweist und sich die Parteien nicht auf eine Revision einigen können (Abs. 5bis). Die Vertragspartner und die zuständigen Behörden achten da- rauf, dass eine qualitativ hoch stehende und zweckmässige gesundheitli- che Versorgung zu möglichst günstigen Kosten erreicht wird (Abs. 6). Der Bundesrat kann Grundsätze für eine wirtschaftliche Bemessung und eine sachgerechte Struktur sowie für die Anpassung der Tarife aufstellen. Er C-446/2018 Seite 12 sorgt für die Koordination mit den Tarifordnungen der anderen Sozialversi- cherungen (Abs. 7). 4.2 Die Vertragsparteien vereinbaren die Vergütung bei ambulanter Be- handlung im Spital (Art. 49 Abs. 5 KVG). 4.3 Parteien eines Tarifvertrages sind einzelne oder mehrere Leistungser- bringer oder deren Verbände einerseits sowie einzelne oder mehrere Ver- sicherer oder deren Verbände andererseits (Art. 46 Abs. 1 KVG). Der Tarif- vertrag bedarf der Genehmigung durch die z uständige Kantonsregierung oder, wenn er in der ganzen Schweiz gelten soll, durch den Bundesrat. Die Genehmigungsbehörde prüft, ob der Tarifvertrag mit dem Gesetz und dem Gebot der Wirtschaftlichkeit und Billigkeit in Einklang steht (Art. 46 Abs. 4 KVG). 4.4 Kommt zwischen Leistungserbringern und Versicherern kein Tarif ver- trag zustande, so setzt die Kantonsregierung nach Anhören der Beteiligten den Tarif fest (Art. 47 Abs. 1 KVG). Können sich Leistungserbringer und Versicherer nicht auf die Erneuerung eines Tarifvertrages einigen, so kann die Kantonsregierung den bestehenden Vertrag um ein Jahr verlängern. Kommt innerhalb dieser Frist kein Vertrag zustande, so setzt sie nach An- hören der Beteiligten den Tarif fest (Art. 47 Abs. 3 KVG). 4.5 Nach Art. 59c KVV (SR 832.102) hat die Genehmigungsbehörde im Sinne von Art. 46 Abs. 4 KVG zu prüfen, ob der Tarifvertrag namentlich fol- genden Grundsätzen entspricht (Abs. 1): Der Tarif darf höchstens die trans- parent ausgewiesenen Kosten der Leistung decken (Bst. a). Der Tarif darf höchstens die für eine effiziente Leistungserbringung erforderlichen Kosten decken (Bst. b). Ein Wechsel des Tarifmodells darf keine Mehrkosten ver- ursachen (Bst. c). Die Vertragsparteien müssen die Tarife regelmässig überprüfen und anpassen, wenn die Erfüllung der Grundsätze nach Abs. 1 Bst. a und b nicht mehr gewährleistet ist (Abs. 2). Bei Tariffestsetzungen nach Art. 47 KVG sind Abs. 1 und Abs. 2 sinngemäss anzuwenden (Abs. 3). 4.6 Die Spitäler verfügen über geeignete Führungsinstrumente; insbeson- dere führen sie nach einheitlicher Methode zur Ermittlung ihrer Betriebs - und Investitionskosten und zur Erfassung ihrer Leistungen eine Kosten- rechnung und eine Leistungsstatistik. Diese beinhalten alle für die Beurtei- lung der Wirtschaftlichkeit, für Betriebsvergle iche, für die Tarifierung und C-446/2018 Seite 13 für die Spitalplanung notwendigen Daten. Die Kantonsregierung und die Vertragsparteien können die Unterlagen einsehen (Art. 49 Abs. 7 KVG). 4.7 Die Verordnung über die Kostenermittlung und die Leistungserfassung durch Spitäler, G eburtshäuser und Pflegeheime in der Krankenversiche- rung (VKL, SR 832.104) regelt nach deren Art. 1 Abs. 1 die einheitliche Er- mittlung der Kosten und Erfassung der Leistungen im Spital - und Pflege- heimbereich. Zu den Zielen der Kosten - und Leistungserfassung gehören gemäss Art. 2 Abs. 1 VKL namentlich die Unterscheidung der Leistungen und der Kosten zwischen der stationären, der ambulanten und der Lang- zeitbehandlung (Bst. a), die Schaffung der Grundlagen für die Bestimmung der Leistungen und der Kosten der OKP in der stationären Behandlung im Spital und im Geburtshaus (Bst. b) und die Ausscheidung der gemeinwirt- schaftlichen Leistungen im Sinne von Art. 49 Abs. 3 KVG und von deren Kosten (Bst. g). Weiter sollen dadurch unter anderem Betriebsvergleiche, Tarifberechnungen und Wirtschaftlichkeitsprüfungen ermöglicht werden (Art. 2 Abs. 2 Bst. b, Bst. c und Bst. f VKL). 4.7.1 Nach Art. 9 Abs. 1 VKL müssen Spitäler, Geburtshäuser und Pflege- heime eine Kostenrechnung führen, in der die Kosten nach dem Leistungs- ort und dem Le istungsbezug sachgerecht ausgeschieden werden. Die Kostenrechnung muss nach Art. 9 Abs. 2 VKL insbesondere die Elemente Kostenarten, Kostenstellen, Kostenträger und die Leistungserfassung um- fassen. 4.7.2 Art. 10 VKL trägt den Titel «Anforderungen an Spitäler und Geburts- häuser». Abs. 1 verpflichtet die Spitäler und Geburtshäuser, eine Finanz- buchhaltung zu führen. Spitäler müssen die Kosten der Kostenstellen nach der Nomenklatur der nach dem Anhang zur Verordnung vom 30. Juni 1993 über die Durchführung von statisti schen Erhebungen des Bundes durch- geführten Krankenhausstatistik ermitteln (Abs. 2). Die Spitäler und Ge- burtshäuser müssen eine Lohnbuchhaltung führen (Abs. 3). Es ist eine Kosten- und Leistungsrechnung zu führen (Abs. 4). Zur Ermittlung der Kos- ten für Anlagenutzung müssen die Spitäler und Geburtshäuser eine Anla- gebuchhaltung führen. Objekte mit einem Anschaffungswert von Fr. 10'000.– und mehr gelten als Investitionen nach Art. 8 VKL (Abs. 5). 4.7.3 Die Spitäler, Geburtshäuser und Pflegeheime müssen eine Leis- tungsstatistik führen (Art. 12 Abs. 1 VKL). Die Leistungsstatistik muss den sachgerechten Ausweis der erbrachten Leistungen erlauben (Art. 12 Abs. 2 VKL). C-446/2018 Seite 14 4.7.4 Nach Art. 15 VKL sind Spitäler, Geburtshäuser und Pflegeheime ver- pflichtet, die Unterlagen eines Jahres ab dem 1. Mai des Folgejahres zur Einsichtnahme bereitzuhalten. Zur Einsichtnahme berechtigt sind die Ge- nehmigungsbehörden, die fachlich zuständigen Stellen des Bundes sowie die Tarifpartner. 5. Die Voraussetzungen für eine hoheitliche Tariffestsetzung nach Ar t. 47 Abs. 1 KVG waren vorliegend erfüllt, was unter den Parteien unbestritten ist. Weiter ist festzuhalten, dass die Vorinstanz vor Erlass des angefochte- nen Beschlusses die Preisüberwachung angehört hat und begründet hat, weshalb sie der Empfehlung der Pr eisüberwachung, einen Taxpunktwert von Fr. 0.84 festzusetzen, nicht gefolgt ist. Damit ist sie der Anhörungs - und Begründungspflicht nach Art. 14 PüG nachgekommen. 6. Hinsichtlich der Vorgehensweise bei der Festsetzung eines Tarmed -Tax- punktwerts ergibt sich aus der Rechtsprechung des Bundesverwaltungs- gerichts im Wesentlichen das Folgende: 6.1 Das KVG und dessen Ausführungsverordnungen geben keine Methode vor, wie ein Taxpunktwert zu bestimmen ist (Urteil e des BVGer C-2380/2012 vom 17. September 2015 E. 5.2 und E. 7.3.2; C-4505/2013, C-4480/2013 vom 22. Juli 2016 E. 5.2 und 7.3; C-1918/2016 vom 16. No- vember 2017 E. 6.3). Es existiert auch kein einheitliches kostenbasiertes Berechnungsmodell für die Kosten im ambulanten Bereich, auf welches man abstellen könnte, was aber nicht heisst, dass der Taxpunktwert nicht unter Berücksichtigung der tatsächlichen und ausgewiesenen Kosten nach betriebswirtschaftlichen Kriterien festzusetzen ist. Sowohl die Rechtspre- chung als auch die Lehre gehen davon aus, dass in Tariffragen die Kosten einbezogen werden müssen. Bei Tariffragen sind die Kosten daher einzu- beziehen, sofern entsprechende Daten vorhanden sind respektive erhält- lich gemacht werden können (C-4505/2013 E. 7.3 mit Hinweis). 6.2 Das Gesetz gibt bezüglich der Berechnung eines Taxpunktwerts weder vor, welche Zahlen bei der Berechnung zu berücksichtigen sind, noch wie diese zu erfolgen hat. Wie ein Taxpunktwert aufgrund konkreter Daten un- ter Berücksichtigung einer effizienten Leistungserbringung genau zu ermit- teln wäre, hat das Bundesverwaltungsgericht bisher offengelassen (vgl. C-4505/2013 E. 7.3). Die Kostendaten können jedenfalls nur berücksichtigt C-446/2018 Seite 15 werden, wenn sie den in Art. 2 Abs. 1 und 2 VKL formulierten Zielen ent- sprechen und damit die Grund lagen für die Bestimmung der Leistungen und der Kosten der OKP in der ambulanten Be handlung im Spital bereit- stellen (vgl. C-2380/2012 E. 3.3 mit Hinweis). Weiter können selbst dann, wenn transparente Zahlen vorgelegt werden, diese nicht unbesehen über- nommen werden, sondern es ist z u prüfen, ob die damit ausgewiesenen Kosten auf einer wirtschaftlichen Leistungserbringung beruhen (Urteil des BVGer C-1220/2012 vom 22. September 2015 E. 5.3). Nach welcher Me- thode diese Effizienzprüfung stattzufinden hat, hat das Bundesverwal- tungsgericht bisher nicht entschieden (vgl. C-4505/2013 E. 7.3). Es ist denkbar, dass eine Taxpunktwert -Festsetzung aufgrund konkreter Daten analog der Vorgehensweise im stationären Bereich erfolgen könnte ( C- 4505/2013 E. 7.3, vgl. auch C-2380/2012 E. 7.3). 6.3 Ausnahmsweise ist eine Festsetzung eines T axpunktwerts ohne Be- rücksichtigung konkreter Daten zulässig, allerdings nur, wenn die vorhan- denen Daten mangelhaft sind und es deshalb nicht möglich ist, auf diese abzustellen. Erst wenn die Festsetzungsbehörde Vorkehrungen dafür ge- troffen hat, konkrete Daten und Angaben zu erhalten, die angeforderten Daten schliesslich vorliegen und sich dann herausstellt, dass gestützt auf diese (ungenügenden Daten) keine KVG -konforme Festsetzung des Tax- punktwerts möglich ist, kommt eine F estsetzung aufgrund anderer, be- helfsweise beigezogener, pragmatischer Kriterien in Frage. Ein solches Vorgehen hat ausdrücklich subsidiären Charakter und kommt rechtspre- chungsgemäss nur dann in Frage kommt, wenn sich mangels (zuverlässi- ger) Daten kein Taxpunktwert ermitteln lässt (C-4505/2013 E. 7.3 mit Hin- weisen). Wenn eine kostenbasierte Festsetzung des Taxpunktwerts eines Spitalambulatoriums nicht möglich ist, ist nach der Praxis die Methode der Parallelisierung mit dem Taxpunktwert der freipraktizierend en Ärztinnen und Ärzte beizuziehen (C-2380/2012 E. 7.4 , C -1220/2012 E. 7.8 und E. 7.9, C-2422/2014 E. 9.6.3). 6.4 Ferner hat das Bundesverwaltungsgericht festgehalten, dass gemäss den Empfehlungen des Bundesrats vom 30. September 2002 die Festset- zung unterschiedlicher Taxpunktwerte für einzelne Fachbereiche sowie für Leistungserbringer mit ein geschränktem Leis tungsspektrum abzulehnen ist, da ansonsten daraus de facto ein Taxpunktwert nach Fachgebiet resul- tieren würde. Es ist zwar nicht grundsätzlich unzulässig, verschiedene Tax- punktwerte für einzelne Leistungserbringerbereiche in einem Kanton fest- zusetzen. Voraussetzung für einen eigenen Taxpunktwert ist jedoch, dass dadurch die vom TARMED gewollte Strukturanpassung nicht rückgängig C-446/2018 Seite 16 gemacht wird, das heisst, dass nicht ein Taxpunktwert für einzelne Fach - bereiche geschaffen wird. Demzufolge muss sich die Berechnung des Tax- punktwertes auf ein möglichst breites Leistungsspektrum verbunden mit ei- nem zumindest durchschnittlichen Mengengerüst ab stützen, damit der Taxpunktwert bei dessen Umsetzung in der Praxis nicht zu unerwünschten Verzerrungen führt (C-2380/2012 E. 5.1.1 mit Hinweis auf das Urteil des BVGer C-4308/2007 vom 13. Januar 2010 [nicht in BVGE 2010/14 publi- zierte] E. 5.3.1). 7. 7.1 Das Inkrafttreten des Systems TARMED per 1. Januar 2004 war vom Prinzip der Kostenneutralität beherrscht. Die Kostenneutralitätsphase dau- erte vom April des Einführungsjahres bis zum April des Folgejahres, also von April 2004 bis April 2005. Das Ziel der Kostenn eutralitätsphase war, eine Kostensteigerung aufgrund des Wechsels des Rechnungsmodells zu verhindern. Das Prinzip der Kostenneutralität ist, nachdem einmal ein Tarif nach dem neuen TARMED-Modell festgelegt worden und damit der Sys- temwechsel vollzogen worde n ist, nicht mehr anwendbar (vgl. Urteil des BVGer C-6229/2011 vom 5. Mai 2014 E. 11.2.3; bestätigt in C-2380/2012 E. 7.1). 7.2 Im vorliegenden Fall haben sich die Leistungserbringer mit den Kran- kenversicherern auf einen bis Ende 2012 anwendbaren Taxpunktwert von Fr. 0.90 einigen können. Nachdem für das Jahr 2013 keine Einigung mehr über den Taxpunktwert zustande kam, verlängerte die Vorinstanz gestützt auf Art. 47 Abs. 3 KVG die Geltungsdauer des Tarifvertrags und damit des Taxpunktwerts von Fr. 0.90 um ein J ahr. Die Einigung der Parteien über einen Taxpunktwert bedeutete das Ende der Kostenneutralitätsphase, so dass bei der vorliegenden Überprüfung des festgesetzten Taxpunktwerts das Prinzip der Kostenneutralität nicht zu berücksichtigen ist (vgl. C-2380/2012 E. 7.1; C-6229/2011 E. 11.2.3). 8. 8.1 Die Vorinstanz hat sich im angefochtenen Beschluss in einem ersten Schritt mit den von den Beschwerdeführerinnen eingereichten Kostenaus- weisen des Jahres 2012 (Auszüge aus ITAR_K) auseinandergesetzt. Sie ist zum Schluss gekommen, dass die eingereichten Daten als ungenügend zu qualifizieren seien, weshalb im Festsetzungsverfahren nicht darauf ab- gestellt werden könne. Weiter hat die Vorinstanz festgehalten, selbst dann, C-446/2018 Seite 17 wenn transparente Zahlen vorgelegt würden, diese nicht unbesehen über- nommen werden könnten. Diese seien vielmehr noch darauf zu prüfen, ob sie auf einer wirtschaftlichen Leistungserbringung beruhten. D ie alleinige Betrachtung der Kosten der drei Schwyzer Spitäler reiche für eine umfas- sende Wirtschaftlichkeitsprüfung nicht aus. Die Durchführung einer rechts- konformen Wirtschaftlichkeitsprüfung sei vorliegend nicht möglich, weil keine Vergleichskostendaten der Spitalambulatorien der Zentralschweizer Spital-Standortkantone (Luzern, Nidwalden, Obwalden, Uri und Zug) hät- ten beschafft werden können. Im Übrigen müsste ein Wirtschaftlichkeits- vergleich nicht nur Daten der Spitalambulatorien, sondern auch Daten der niedergelassenen Ärzteschaft umfassen. Es sei aber davon auszugehen, dass solche Daten fehlten beziehungsweise nicht aussagekräftig seien. Die Ermittlung des Taxpunktwerts anhand einer traditionellen Wirtscha ft- lichkeitsprüfung basierend auf den Kostendaten der Schwyzer Spitäler sei daher insgesamt nicht möglich. Es bleibe somit ein Taxpunktwert festzu- setzen, der nicht auf den eingereichten Kostendaten der Schwyzer Spitäler beruhe, sondern auf anderen, behelfsweise beigezogenen, pragmatischen Kriterien. Die Vorinstanz hat den umstrittenen Taxpunktwert sodann nach der Methode der Parallelisierung festgesetzt. Sie wies dabei darauf hin, dass bei einer Parallelisierung mit dem Taxpunktwert der freipraktizieren- den Ärztinnen und Ärzte des Kantons Schwyz der Taxpunktwert für die Be- schwerdeführerinnen auf Fr. 0.82 festzusetzen wäre, was eher tief wäre . Vorliegend sei eine differenzierte Betrachtungsweise angezeigt. Die Paral- lelisierung solle sich nicht alleine am Taxpunktwert der freipraktizierenden Ärztinnen und Ärzte des Kantons Schwyz, sondern auch an den Patienten- strömen ausrichten. Die Vorinstanz erachtete es sachgerecht, im Rahmen einer differenzierten Parallelisierung auf den nach dem durchschnittlichen Versichertenbestand der Jahre 2014-2016 gewichteten Mittelwert der Tax- punktwerte der freipraktizierenden Ärztinnen und Ärzte in den Nachbarkan- tonen Luzern, Glarus, St. Gallen, Uri, Zug und Zürich abzustellen. Mit die- ser Berechnungsmethode ermittelte die Vorinstanz den festgesetzten Tax- punktwert von Fr. 0.86. 8.2 Die Beschwerdeführerinnen verlangen dagegen, dass der Taxpunkt- wert kostenbasiert, gestützt auf ihre vorliegenden ITAR_K-Kostenausweise des Jahres 2012 auf der Höhe von Fr. 1.22 festgesetzt wird. Dies entspre- che den Kosten einer effizienten Leistungserbringung. Die Beschwerdefüh- rerinnen rügen, dass die Vorinstanz ihre Untersuchungspflicht und den Grundsatz der prozessualen Fairness verletzt habe, weil sie die eingereich- ten Kostendaten ohne weitere Abklärungen oder Rückfragen einfach zu- rückgewiesen habe. Auch in Bezug auf die Kostendaten ausserkantonaler C-446/2018 Seite 18 Vergleichsspitäler habe die Vorinstanz ihre Untersuchungspflicht verletzt. Es sei auch willkürlich, eine kostenbasierte Tariffestsetzung vom Vorliegen von Kostendaten der freipraktizierenden Ärztinnen und Ärzte abhängig zu machen. Des Weiteren sei die Herleitung und Begründung der Methode der Parallelisierung rechtswidrig. Sie beruhe stellenweise auf einer willkür- lichen Sachverhaltswürdigung (Aufgabe der Praxistätigkeit, nicht aber Aus- dehnung der Arbeitszeit als Ausweichstrategie für niedergelassene Ärztin- nen und Ärzte), einer fehlenden Sachverhaltsabklärung an anderer Stelle (standesgemässes Einkommen oder Fähigkeit der niedergelassenen Ärz- tinnen und Ärzte, Rückstellung zu bilden) und stütze sich auf Behauptun- gen (niedergelassene Ärztinnen und Ärzte hätte n ausserhalb von Tarmed keine Einnahmequellen), die gerichtsnotorischen Tatsachen widersprä- chen. Gänzlich unterlassen habe die Vorinstanz schliesslich die Abklärun- gen zur Vergleichbarkeit der Leistungen der niedergelassenen Ärztinnen und Ärzte sowie den Beschwerdeführerinnen, die jedoch Grundvorausset- zung für die Zulässigkeit der Parallelisierung sei. Falls der Tarif wider Er- warten doch nach der Methode der Parallelisierung festzusetzen sei, sei eine interkantonale Parallelisierung angezeigt. Dabei seien jedoch nur Kantone, in denen die Selbstdispensation der freipraktizierenden Ärztinnen und Ärzte nicht zulässig sei, in den Vergleich miteinzubeziehen. Schliess- lich machen die Beschwerdeführerinnen geltend, dass die festgelegte Min- destgeltungsdauer bis 31. Dezember 2017 rechtswidrig und die festge- setzte Verwaltungsgebühr von Fr. 12‘000.– unangemessen sei. 8.3 Die Beschwerdegegnerinnen haben den Tariffestsetzungsbeschluss nicht angefochten und akzeptieren den festgeset zten Taxpunktwert von Fr. 0.86. Im Grundsatz sind sie mit dem Vorgehen der Vorinstanz einver- standen, weisen aber darauf hin, dass das Bundesverwaltungsgericht eine interkantonale Parallelisierung bisher abgelehnt habe . Die Beschwerde- gegnerinnen gehen davon aus, dass aufgrund der vorliegenden Unterla- gen für die Vorinstanz eine kostenbasierte Tariffestsetzung nicht möglich gewesen sei. Der von den Beschwerdeführerinnen beantragte kostenba- sierte Taxpunktwert von Fr. 1.22 sei mit den Tarifgestaltungsgrundsätzen gemäss Art. 59c Abs. 1 KVV nicht vereinbar. 8.4 Das BAG geht davon aus, dass die Festsetzung des Taxpunktwerts mittels der Methode der Parallelisierung im vorliegenden Fall im Einklang mit der Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts stehe. Indem der Taxpunktwert nicht auf das Niveau der im Kanton Schwyz freipraktizieren- den Ärztinnen und Ärzte von Fr. 0.82 gesenkt worden sei, weiche die C-446/2018 Seite 19 Vorinstanz aber von der Praxis des Bundesverwaltungsgerichts ab. Immer- hin erfolge mit der Reduktion des Taxpunktwerts von Fr. 0.90 auf Fr. 0.86 eine Angleichung an den Taxpunktwert der freipraktizierende Ärztinnen und Ärzte. Die Frage der Festsetzung eines tieferen Taxpunktwertes könne aber offengelassen werden, da die Krankenversicherer keine Beschwerde erhoben hätten. 8.5 Die Preisüberwachung hat sich ebenfalls gegen eine kostenbasierte Tariffestsetzung gestützt auf ITAR_K ausgesprochen. Sie vertritt die An- sicht, dass eventuelle Unterschiede zwischen der Leistungserb ringung in den Spitälern oder in den Arztpraxen bereits in der Tarmed -Tarifstruktur verbaut seien. Die Berechnung der Taxpunktwerte der Spitalambulatorien sollte daher nicht auf ITAR_K basieren, weil die Praxisärztinnen und Pra- xisärzte über keine vergleichbare Kostenrechnung verfügten. Gegen eine kostenbasierte Tariffestsetzung spreche auch, dass mit grosser Wahr- scheinlichkeit Taxpunktwerte von über Fr. 1.– resultierten, was vom Bun- desrat als nicht akzeptabel bezeichnet worden sei. Die Preisüberwachung empfiehlt die Berechnung des Taxpunktwerts nach folgender (modifizierter) Methode: Die Kosten pro Versicherten des Referenzjahres t-4 würden mit der Teuerung zuzüglich einer Toleranzmarge von 1 Prozent bis auf das Jahr t-2 indexiert und so die Sollkosten t -2 berechnet. Die Sollkosten t -2 würden sodann mit dem Taxpunktwert des Jahres t -2 multipliziert und durch die effektiven Kosten pro Versicherten (Ist -Kosten) des Jahres t -2 dividiert. Da hier bereits die Daten aus dem Jahr 2013 vorlägen, sei der Taxpunktwert für d as Jahr 2014 auf der Basis der K osten aus dem Jahr 2011 berechnet worden. Für die Schwyzer Spitäler ergebe sich dadurch ein Taxpunktwert von Fr. 0.84. 9. Zunächst ist die Rüge der Beschwerdeführerinnen zu prüfen, wonach sich die Vorinstanz bei der T ariffestsetzung zu Unrecht nicht auf die gemäss ITAR_K ausgewiesenen Kosten der drei Schwyzer Spitäler von Fr. 1.22 pro Taxpunktwert gestützt habe beziehungsweise die Vorinstanz die einge- reichten Kostendaten willkürlich gewürdigt habe. 9.1 Die Beschwerdeführerinnen gehen davon aus, dass die eingereichten Kostendaten gemäss ITAR_K keine Unklarheiten aufweisen und transpa- rent sind, weshalb gestützt darauf ein Taxpunktwert festgesetzt werden könne. Sie weisen darauf hin, dass die Kostenträgerrechnung nach ITAR_K auf der Basis von REKOLE anerkannt und gesetzeskonform sei. Die Kosten der ambulanten Leistungen seien im ITAR_K auf der Ebene der C-446/2018 Seite 20 einzelnen Tarifwerke entsprechend den Vorgaben von REKOLE ausgewie- sen. Die geforderte Transparenz auf der Ebene der einzelnen ambulanten Tarifwerke werde mit ITAR_K erreicht. Die Höhe des beantragten Tarifs be- rechneten die Beschwerdeführerinnen anhand d er nach Leistungseinhei- ten gewichteten , durchschnittlichen kostenbasierten Taxpunktwerte der drei Schwyzer Akutspitäler. Die Taxpunktwerte wurden auf der Basis der Gesamtsumme der anrechenbaren Kosten jedes einzelnen Spitals des Ge- schäftsjahres 2012 ermittelt. Dabei ergaben sich spitalindividuelle, rechne- rische Taxpunkte von Fr. 1.0140 für das Spital Einsiedeln, von Fr. 1.2233 für das Spital Lachen und von Fr. 1.3077 für das Spital Schwyz . Die be- rechneten Kosten pro Taxpunktwert der drei Schwyzer Spitäler wurden so- dann miteinander verglichen. Hierzu wurden d ie Kosten aller drei Leis- tungserbringer zusammengezählt und durch die Sum me aller Leistungs- punkte dividiert. Die Beschwerdeführerinnen gehen davon aus, dass durch den Vergleich der Kosten der drei Schwyzer Spitäler ein rechtsgenüglicher Wirtschaftlichkeitsvergleich durchgeführt worden sei. Weil transparente Kostendaten vorliegen würden, sei eine Parallelisierung unzulässig. Einer kostenbasierten Festsetzung des Taxpunktwerts komme Vorrang zu. 9.2 Die Vorinstanz hat im angefochtenen Beschluss festgehalten, dass ge- mäss der Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts der Taxpunkt- wert grundsätzlich unter Berücksichtigung der tatsächlichen und ausgewie- senen Kosten nach betriebswirtschaftlichen Kriterien festzusetzen sei. Im vorliegenden Fall könne aber aus den folgenden Gründen nicht auf die von den Schwyzer Spitäler ausgewiesen Kosten abgestellt werden. 9.2.1 Zunächst seien die von den Beschwerdeführerinnen eingereichten Kostenausweise nicht transparent. Erfahrungen aus anderen Kantonen zeigten, dass der Kostennachweis nach ITAR_K zwar für die stationären Tarife eine geeignete Grundlage darstelle, nicht jedoch für den Tarmed. Die Kosten des ambulanten Bereichs seien mangelhaft aufgegliedert. Ein Kos- tennachweis auf der Ebene Kostenstelle genüge nicht, beinhalteten doch die Kosten eines Ambulatoriums die Kosten verschiedener KVG -Leistun- gen (Leistungen nach Tarmed, Ergotherapie, Physiotherapie, Logopädie, Medikamente, Mittel- und Gegenstände etc.). Zudem fehle auch eine Ab- grenzung zwischen den Kosten der Leistungen zulasten der OKP und der Leistungen zulasten der Militär -, Unfall - und Invalidenversich erung (MV/UV/IV). C-446/2018 Seite 21 9.2.2 Weiter bestünden erhebliche Zweifel an der Richtigkeit der präsen- tierten Kostendaten der Schwyzer Spitäler. Die eingereichten ITAR_K-Aus- züge deckten sich in mehrerer Hinsicht und bei all en drei Spitälern nicht mit den vollständigen ITAR_K, die von den Spitälern im Rahmen des Fest- setzungsverfahrens für die Baserate 2015 eingereicht worden sei en. Bei der Analyse und Plausibilisierung seien offensichtlich nicht korrekte Anga- ben eruiert worden (beispielsweise doppelte Berücksichtigung der Anlage- nutzungskosten, nicht einheitliche Verbuchung von gemeinwirtschaftlichen Leistungen). Schliesslich sei auch die unterschiedliche Berücksichtigung der Anlagenutzungskosten problematisch. Die Kosten seien nicht mit ei- nem Umlageschlüssel auf den Kostenträger «Tarif TARMED» umgerechnet worden, sondern es seien (teilweise willkürliche) normative Zuschläge vor- genommen worden. 9.2.3 Schliesslich sah sich die Vorinstanz nicht imstande, die ausgewiese- nen Kosten einer rechtskonformen Effizienzprüfung im Sinn von Art. 59c Abs. 1 Bst. b KVV zu unterziehen. Sie hielt dazu fest, dass die alleinige Betrachtung der Kosten der Schwyzer Spitäler für eine umfassende Wirt- schaftlichkeitsprüfung nicht ausreich end sei . Es würde sich eine Ver- gleichsmenge anbieten, die sich an den ambulanten Patientenströmen ori- entiere. Daher habe die Vorinstanz die Zentralschweizer Spitalstandortkan- tone nach den Kostendaten ihrer Spitäler angefragt. Diese seien jedoch nicht bereit gewesen, die Kostendaten ihrer Spitäler zur Verfügung zu stel- len. Ein Wirtschaftlichkeitsvergleich mit den freipraktizierenden Ärztinnen und Ärzten sei ebenfalls nicht durchführbar, insbesondere weil diese nicht verpflichtet seien, eine VKL-konforme Kostenrechnung zu führen. 9.3 Die Beschwerdegegnerinnen machen im Wesentlichen geltend, dass die eingereichten Kostenausweise der Schwyzer Spitäler nicht transparent seien. Es bestehe kein automatischer Kostenüberwälzungsmechanismus. Selbst wenn transparente Kostendaten präsentiert würden, müsse im Ein- zelfall geprüft werden, ob diese einer wirtschaftlichen Leistungserbringung entsprächen. Dies sei anhand der kalkulatorischen Berechnung des Tax- punktwerts nicht möglich. Die Leistungsdate n fehlten komplett. Die Be- schwerdeführerinnen hätten beispielsweise weder im Festsetzungsverfah- ren noch im Beschwerdeverfahren ihre Auslastung offengelegt. Hinsichtlich der nötigen Transparenz von Kosten - und Leistungsdaten auf der Basis von ITAR_K hält tarifsuisse fest, dass verschiedene Übergänge zwischen der Finanzbuchhaltung und der Kostenrechnung weder in REKOLE noch ITAR_K definiert seien. Vielmehr bestehe ein grosser Spielraum der Spitä-C-446/2018 Seite 22 ler, der aber transparent gemacht werden müsste, was vorliegend nicht ge- schehen sei. Die Spitäler hätten beispielsweise Kostenträger für alle stati- onären und ambulante n Bereichsleistungen (inklusive Medikamente, La- bor, Physiotherapie, Ergotherapie und weitere) ausweisen müssen. Diese Kostenträger müssten zudem transparent und sauber unterteilen zwischen OKP, MV/UV/IV und weitere (insbesondere Selbstzahler beziehungsweise Fälle mit oder ohne Zusatzversicherung). 9.4 Für eine wirtschaftliche Tarifgestaltung ist die Transparenz bei den Kos- ten und den Leistungen eine wesentlich e Grundlage ( BEATRICE GROSS HAWK, Leistungserbringer und Tarife in verschiedenen Sozialversiche- rungszweigen, in: Recht der Sozialen Sicherheit, 2014, S. 1240 Rz. 34.97; Kommentar KVV-Änderungen 2007 S. 6). Nach der Rechtsprechung setzt eine transparente un d nachvollziehbare Tarifgestaltung aussagekräftige Unterlagen voraus; nur so lässt sich die vom KVG angestrebte Kosten- dämpfung verwirklichen (Urteile BVGer C-2997/2012 vom 7. Oktober 2015 E. 4.3; C-4308/2007 E. 6.6.1; vgl. auch BVGE 2014/17 E. 13.2). Erst das Vorliegen transparenter Daten erlaubt es der Genehmigungs - oder Fest- setzungsbehörde den zweiten Prüfungsschritt nach Art. 59c Abs. 1 Bst. b KVV vorzunehmen, d.h. zu prüfen, ob die ausgewiesenen Kosten einer wirtschaftlichen Leistungserbringung entsprechen (C-1918/2016 E. 6.3.3; C-2997/2012 E. 4.3; C-2380/2012 E. 3.3). 9.5 Die Festsetzung des Taxpunktwerts gestützt auf ITAR_K ist nach der Rechtsprechung zwar nicht gr undsätzlich unzulässig ( C-2380/2012 E. 7.3.2; C -4505/2013 E. 7.3; C -1918/2016 E. 6.5.2). Eine Taxpunktfest- setzung gestützt auf ITAR_K wurde bisher jedoch weder gerichtlich bestä- tigt, noch wurde eine solche selbst durch das Gericht vorgenommen. Aus der Rechtsprechung kann zudem nicht abgeleitet werden, dass ITAR_K per se KVG-konform ist (C-1918/2016 E. 6.5.1). Wie im stationären Bereich kann nicht ohne weitere Prüfung auf die Angaben im ITAR_K abgestellt werden (C-1918/2016 E. 6.5.2). 9.6 Die von den Beschwerdeführerinnen mit dem Festsetzungsbegehren vom 12. Dezember 2013 eingereichten Unterlagen erlaubten keine rechts- konforme Tariffestsetzung. Die Beschwerdeführerinnen beschränkten sich darauf, je ein Formular «ITAR_K (Auszug)» (mithin kein vollständiges ITAR_K) einzureichen, welches je die Taxpunktwertberechnung für die drei Schwyzer Spitäler e nthält. Sie haben dabei nur den Kostenträger «Tarif TARMED» offengelegt. Für eine Tariffestsetzung gestützt auf die Angaben im ITAR_K hat dieses vollständig (mit all en Kostenträgern) vorzuliegen. C-446/2018 Seite 23 Aufgrund der Unterlagen muss zudem nachvollziehbar sein, nach welchem Schlüssel einzelne Kosten auf die verschiedenen Kostenträger im ITAR_K verteilt wurden (C -1918/2016 E. 6.4.1; Urteil BVGer C -3133/2013 vom 24. August 2015 E. 10.5 mit Hinweisen; vgl. auch C-4308/2007 E. 6.6.4.3). Ob es sich bei den im Ausweis na ch ITAR_K angeführten Kosten nur um die für die OKP -Tarifberechnung ambulanter ärztlicher Leistungen anre- chenbaren Kosten handelt, lässt sich nicht feststellen. Ein hinreichend transparenter Nachweis der Kosten OKP -pflichtiger Leistungen setzt vo- raus, dass auch die Kosten für nicht OKP-pflichtige Leistungen transparent ausgeschieden werden (vgl. BVGE 2014/3 E. 6.4; 2015/39 E. 12.5). Die Vorinstanz bringt in ihrer Vernehmlassung zu Recht vor, dass für eine kos- tenbasierte Tariffestsetzung sichergestellt sei n müsse, dass nur die tat- sächlichen Kosten des Tarmed-Bereichs (KVG) berücksichtigt werden, was mit dem vorliegenden Kostenausweis der Schwyzer Spitäler nicht gewähr- leistet ist. Die mit dem Festsetzungsantrag eingereichten Kostenausweise weisen damit nicht die nötige Transparenz auf, weshalb die Vorinstanz zu Recht gestützt darauf keinen kostenbasierten Tarif festgelegt hat. 9.7 Die Beschwerdeführerinnen haben im Beschwerdeverfahren ihre voll- ständigen ITAR_K für das Jahr 2012 (Version 3.0) eingereicht. Die vollstän- digen ITAR_K befinden sich nicht in den von der Vorinstanz eingereichten Verfahrensakten. Gemäss den Ausführungen im angefochtenen Beschluss und dem von den Beschwerdeführerinnen eingereichten Aktenverzeichnis zum RRB Nr. 1005 vom 19. Dezember 2017 (Be ilage 5 zu BVGer -act. 1) lagen die (vollständigen) ITAR_K -Versionen 2012 der Schwyzer Spitäler der Vorinstanz im Zeitpunkt des Erlasses des angefochtenen Beschlusses jedoch vor. Es ist daher davon auszugehen, dass es sich dabei nicht um neue Beweismittel im Sinn von Art. 53 Abs. 2 Bst. a KVG handelt. Mit den vollständigen ITAR_K haben die Beschwerdeführerinnen auch die anderen ambulanten Kostenträger (wie Physiotherapie und Ergotherapie) offenge- legt. Nach welchem Schlüssel einzelne Kosten auf die verschiedenen Kos- tenträger verlegt wurden, ist jedoch nicht nachvollziehbar und wird nicht erläutert. Die Vorinstanz und die Beschwerdegenerinnen weisen zudem zu Recht darauf hin, dass , auch wenn eine Aufschlüsselung der Kosten auf die einzelnen ambulanten Tarifwerke sachgerecht vorgenommen wird, noch eine Abgrenzung zwischen OKP , MV/UV/IV und allfälligen Selbstzah- lern vorgenommen werden müsste , was hier aber nicht der Fall ist . Zur Bestimmung der Tarife der Krankenversicherung sollte grundsätzlich nur auf die Kosten der entsprechenden OKP-Fälle abgestellt werden. Ansons- ten bestünde das Risiko von Querfinanzierungen unter den Sozialversiche- rungen, was dem Bundesrecht widersprechen würde (Urteil des BVGer C-C-446/2018 Seite 24 3846/2013, C-3892/2013 vom 25. August 2015 E. 7.2.2). Nach der Recht- sprechung ist zur kostenbasierten Festsetzung eines OKP -Tarifs grund- sätzlich nur auf die Betriebskosten für OKP-relevante Patienten (vgl. BVGE 2014/3 E. 3.6.3; BVGE 2010/62 E. 4.12.1) unter Ausschluss der UV/MV/IV- Patienten abzustellen. Diesbezüglich weisen auch die vollständigen ITAR_K der Beschwerdeführerinnen Mängel auf. 9.8 Eine kostenbasierte Tarifermittlung erscheint vorliegend auch im Hin- blick auf die geltend gemachten Anlagenutzungskosten problematisch. Ge- mäss den vollständigen ITAR_K wurden bei allen drei Schwyzer Spitälern auf dem Kostenträger «Tarif Tarmed» die ausgewiesenen Anlagenutzungs- kosten von den Betriebskosten zunächst in Abzug gebracht (was bei den im Festsetzungsverfahren eingereichten ITAR_K noch nicht der Fall war). Am Schluss wurden die Anlagenutzungskosten mit einem Zuschlag von 10 % auf den Taxpunktwert berücksichtigt. Dieser normative Zuschlag ori- entiert sich an Abs. 4 der Schlussbestimmungen der Änderungen der KVV vom 22. Oktober 2008, wonach im Jahr 2012 die Abgeltung der Anlagenut- zungskosten im Falle eines Vergütungsmodells vom Typus DRG mittels ei- nes Zuschlags von 10 % auf den in den Tarifverträgen verhandelten Basis- preisen erfolgt. Aufgrund des klaren Wortlauts der Schlussbestimmungen kommt diese Regelung nur bei einem Vergütungsmodell vom Typus DRG zur Anwendung, w as vorliegend nicht de r Fall ist (vgl. C -2380/2012 E. 7.3.2). Das Bundesverwaltungsgericht hat es daher bisher abgelehnt, diesen normativen Zuschlag auch in anderen Bereiche n zuzulassen (vgl. BVGE 2015/39 E. 11.7). Überdies könnte auch auf die von den Beschwer- deführerinnen im ITAR_K ausgewiesen en Anlagenutzungskosten nicht ohne Weiteres abgestellt werden, da nicht ersichtlich ist, nach welcher Me- thode diese Kosten ermittelt wurden. Eine Anlagebuchhaltung im Sinn von Art. 10 Abs. 5 VKL liegt nicht vor. Im ITAR_K ausgewiesene Anlagenut- zungskosten sind zu überprüfen, weil d ie Vorgaben der VKL zum Teil von den betriebsbuchhalterischen Grundsätzen ab weichen und aus diesem Grund nicht in allen Punkten mit REKOLE kompatibel sind (vgl. PASCAL BES- SON, Handbuch REKOLE®, 3. Aufl. 2008, S. 147 f.; vgl. BVGE 2015/39 E. 11.8; vgl. auch Neues Kapitel 7 [Die Anlagebuchhaltung] zum Handbuch REKOLE® vom August 2011, S. 28 ff.). Aufgrund der im Jahr 2013 in RE- KOLE angepassten Vorgaben zu den An lagenutzungskosten (Handbuch 4. Ausgabe 2013) ist von einer Verbesserung der Datenqualität erst ab den Daten aus dem Jahr 2013 auszugehen (vgl. Empfehlungen zur Wirtschaft- lichkeitsprüfung der Schweizerischen Konferenz der kantonalen Gesund- heitsdirektorinnen und -direktoren [GDK] vom 1. März 2018 Ziffer 2.2.2). C-446/2018 Seite 25 Laut der GDK war aber die Datenqualität im Bereich der Anlagenutzungs- kosten auch im Jahr 2018 noch in keiner Weise hinreichend (vgl. Ziffer 2.4.2 der Empfehlungen). Weiter ist zu be mängeln, dass teilweise keine Kostenträger für universitäre Lehre und Forschung ausgewiesen werden, weshalb nicht überprüft werden kann, ob diese Kosten korrekt ausgeschie- den wurden (vgl. C-2380/2012 E. 7.3.2). 9.9 Angesichts der aufgezeigten Intransparenzen und Unklarheiten, insbe- sondere hinsichtlich der Abgrenzung zu Kosten der ambulanten UV/MV/IV- Patienten und dem Ausweis der Anlagenutzungskosten, kann für die Fest- setzung eines kostenbasierten Taxpunktwerts nicht auf die von den Be- schwerdeführerinnen eingereichten ITAR_K -Kostenausweise abgestellt werden. Es erübrigt sich daher auf die weiteren von der Vorinstanz bemän- gelten Positionen («Verteilung der kum. Abzüge auf die amb. Tarife» und «nationale Projektionskosten») einzugehen. Von einer rechtswidrigen Wür- digung der eingereichten Kostendaten durch die Vorinstanz ist insgesamt nicht auszugehen. 9.10 Auf die von den Beschwerdeführerinnen geltend gemachten Kosten von Fr. 1.22 pro Taxpunktwert kann aber auch deshalb nicht abgestellt wer- den, weil sie keiner rechtskonformen Effizienzprüfung unterzogen wurden. 9.10.1 Entgegen der Ansicht der Beschwerdeführerinnen besteht keine Vermutung, dass die ausgewiesenen Kosten eines Spitalambulatoriums auf einer effizienten Leistungserbringung beruhen. Selbst wenn transpa- rente Kostendaten der Leistungserbringer vorliegen, können diese nicht ohne Weiteres übernommen werden. Es muss vielmehr noch geprüft wer- den, ob diese Kosten einer effizienten Leistungserbringung entsprechen (vgl. Urteil des BVGer C -1053/2013 vom 28. August 2017 E. 7.12.2 und E. 7.14; C-2422/2014 E. 6.4; C-2380/2012 E. 3.3). Das BAG weist in sei- nem Fachbericht zu Recht darauf hin, dass kein Anspruch auf eine voll- ständige Deckung aller Kosten besteht, auch wenn ein Leistungserbringer mit ausreichendem Leistungsspektrum transparent alle Kosten der Leis- tungen ausweisen würde. 9.10.2 Die eigene Tarifherleitung der Beschwerdeführerinnen basiert auf einem Vergleich der kostenbasierten Taxpunktwerte der drei Schwyzer Spi- täler. Das hat die Vorinstanz zu Recht als ungenügende Wirtschaftlichkeits- prüfung beurteilt. Einerseits dürfen in einen Kostenvergleich nur rechtskon- form ermittelte, tarifrelevante Kosten - und Leistungsdaten miteinbezogen werden, andererseits stellen die drei Schwyzer Spitäler keine genüg end C-446/2018 Seite 26 repräsentative Vergleichsgruppe dar (vgl. Urteil des BVGer C -2422/2014 vom 9. Januar 2017 E. 9.4 mit Hinweis auf BVGE 2014/3 Erwägung 10.1.5 ff.). Eine Effizienzprüfung im Sinn von Art. 59c Abs. 1 Bst. b KVV kann auch nicht durch die Vornahme von Intra nsparenzabzügen ersetzt werden, wie dies die Beschwerdeführerinnen verlangen. Insofern ist ihr Einwand unbe- gründet, es sei willkürlich, dass die Vorinstanz das Datenmaterial bei In- transparenzen sofort verwerfe, anstatt Intransparenzabzüge vorzuneh- men. An dieser Stelle muss nicht abschliessend geklärt werden, ob im Be- reich einer allfälligen kostenbasierten Festsetzung eines Tarmed-Taxpunkt- werts analog zur Praxis der alten Spitalfinanzierung Intransparenzabzüge herangezogen werden könnten. 9.10.3 Zu beachten ist zud em, dass die Taxpunktwerte der Spitalambula- torien schweizweit tiefer als Fr. 1. – sind, mehrheitlich gar unter Fr. 0.90 liegen (vgl. Übersicht Tarmed Taxpunktwerte 2018 der GDK, abrufbar unter www.gdk.ch>themen>Spitalfinanzierung). Im Kanton Zürich haben di e kantonalen Spitäler und die dem Verband Zürcher Krankenhäuser ange- schlossenen Spitäler für ihre ambulanten Leistungen mit der tarifsuisse für das Jahr 2014 beispielsweise einen Taxpunktwert von Fr. 0.89 vereinbart (vgl. Beschluss des Regierungsrats des Kantons Zürich Nr. 828 vom 20. August 2014; abrufbar unter: www.zh.ch). Auch unter diesem Gesichts- punkt erscheinen die Zweifel der Vorinstanz und der Beschwerdegegnerin- nen an der Wirtschaftlichkeit des von den Schwyzer Spitälern geltend ge- machten kostenbasierten Taxpunktwerts von Fr. 1.22 berechtigt. 9.11 Insgesamt hat die Vorinstanz die vorliegende Datenlage zu Recht als ungeeignet für eine kostenbasierte Tariffestsetzung beurteilt. Der ange- fochtene Beschluss ist diesbezüglich nicht zu beanstanden und der Haupt- antrag der Beschwerdeführerinnen, das Bundesverwaltungsgericht habe reformatorisch einen kostenbasierten Taxpunktwert von Fr. 1.22 festzuset- zen, ist abzuweisen. 10. Die Beschwerdeführerinnen rügen weiter eine Verletzung der Untersu- chungspflicht durch die Vorinstanz und beantragen eventualiter eine Rück- weisung der Sache zur ergänzenden Abklärung des Sachverhalts hinsicht- lich der Kostendaten der Schwyzer Spitäler sowie der Kostendaten ausser- kantonaler Vergleichsspitäler. C-446/2018 Seite 27 10.1 Die Beschwerdeführerinnen bringen vor, dass die Vorinstanz im Rah- men ihrer Untersuchungspflicht sämtliche Unklarheiten bezüglich der Kos- ten selbst hätte beheben oder sonst bei den betroffenen Spitälern hätte nachfragen müssen. Dies nicht zu tun, sondern den drei Schwyzer Spitä- lern erst im Endentscheid Unklarheiten vorzuhalten, sei eine willkürlich e Sachverhaltswürdigung und verstosse gegen den Grundsatz von Treu und Glauben. Die Vorinstanz habe damit die Untersuchungspflicht und den Grundsatz des fairen Verfahrens verletzt. Soweit die Vorinstanz davon aus- gehe, es seien für die kostenbasierte Tariffestsetzung Kostendaten ausser- kantonaler Spitäler erforderlich, hätte sie die erforderlichen Untersu- chungshandlungen vornehmen müssen. Sie hätte diese Daten unter ande- rem bei den Beschwerdegegnerinn en edieren lassen können. Ebenso stünden den Kantonen die Kostendaten des Vereins Spitalbenchmark zur Verfügung. Hinsichtlich der Kantone St. Gallen und Zürich seien zudem keinerlei Bemühungen unternommen worden, entsprechende Kostendaten von Vergleichsspitälern zu erheben. Es könne nicht angehen, dass die Kantone die gesetzeskonforme Tarifierung unterlaufen würden. Die be- troffenen Kantone wie auch die Beschwerdegegnerinnen seien dement- sprechend im vorliegenden Verfahren zur Edition der fraglichen Daten an das Bundesverwaltungsgericht beziehungsweise – mit Blick auf einen all- fälligen Rückweisungsentscheid – an die Vorinstanz zu verpflichten. Soweit die Vorinstanz eine kostenbasierte Taxpunktwertfestsetzung vom Vorliegen von Kostendaten niedergelassener Ärztinnen und Ärzte abhängig mache, ergebe sich dies nicht aus der Rechtsprechung des Bundesverwaltungs- gerichts. Die Erwartung, dass dereinst ein Benchmarking unter Einbezug REKOLE-konformer Kostendaten freipraktizierender Ärztinnen und Ärzte möglich sein werde , habe sich nicht erfüllt. Es sei daher willkürlich, eine kostenbasierte Tariffestsetzung vom Vorliegen von Kostendaten der nie- dergelassenen Ärztinnen und Ärzte abhängig zu machen. 10.2 Die Vorinstanz hält dem in ihrer Vernehmlassung entgegen, dass sie die Kostenrechnungen der Spitäler nicht wegen der offensichtlichen Män- gel beziehungsweise Fehler aus dem Recht gewiesen habe, sondern auf- grund der Tatsache, dass die Einreichung derart mangelhafter Unterlagen im Rahmen einer Tariffestsetzung erhebliche Zweifel an der Richtigkeit und der Verlässlichkeit der gesamten Kostenrechnungen habe aufkommen las- sen. Kostendaten müssten für die Kantonsregierung überprüfbar und plau- sibel sein, damit sie in die Tarifberechnung einfliessen könnten. Bei derart offensichtlichen Fehlern bestehe eine erhebliche Gefahr, dass weitere nicht offensichtlich erkennbare Mängel und Intransparenzen in den Kostenrech- nungen der Schwyzer Spitäler bestünden. Der Festsetzungsbehörde auch C-446/2018 Seite 28 bezüglich allfälliger nicht offensichtlicher Fehler in den Kostenrechnungen der Spitäler eine Untersuchungs- und Korrekturpflicht vorzuschreiben, ginge deutlich zu weit. Faktisch würde dies bedeuten, dass die Kostenrech- nungen der Spitäler in Bezug auf jegliche ausgewiesenen Positionen mit den Spitälern zusammen validiert werden müssten. Es erscheine mehr als vertretbar, gestützt auf eine pragmatische Prüfung festzustellen, ob die Kostenrechnungen der Spitäler verlässlich seien. Den eingereichten Kos- tendaten der Schwyzer Spitäler könne im Rahmen des vorliegenden Tarif- festsetzungsverfahrens kein Beweiswert zukommen, weil die tatsächlich angefallenen Kosten nicht zweifelsfrei ermittelt werden könnten. Der Ein- wand der fehlenden Auseinandersetzung mit den Kostendaten des Vereins Spitalbenchmark sei unbegründet. Vor dem Hint ergrund, dass bereits die Daten der Schwyzer Spitäler augenscheinliche Mängel auswiesen, wäre es unverhältnismässig gewesen, die Daten des Vereins Spitalbenchmark detailliert zu überprüfen. 10.3 Auch im Tariffestsetzungsverfahren gilt grundsätzlich der in Art. 12 VwVG verankerte Untersuchungsgrundsatz. Die Festsetzungsbehörde hat in Bezug auf die Tarifgestaltungsgrundsätze gemäss Art. 59c Abs. 1 Bst. a und b KVV die notwendigen Untersuchungsmassnahmen zu ergreifen, na- mentlich die benötigten Informationen und Dokumente zu beschaffen, wel- che eine vollständige und richtige Ermittlung des rechtserheblichen Sach- verhalts erlauben und eine entsprechende Überprüfung beziehungsweise Ausgestaltung des festzusetzenden Tarifs überhaupt erst ermöglichen. Die Behörde trägt die Hauptverantwortung für die Sachverhaltsermittlung und ist nicht an die Vorbringen der Parteien gebunden. Im Rahmen des Tarif- festsetzungsverfahrens hat sich die zuständige Behörde primär an die Ta- rifpartner (namentlich an die Leistungserbringer) zu halten und diese aus- drücklich und konkret zur Vorlage entsprechender Dokumente anzuhalten. Mit einem passiven Zuwarten und Abstellen auf die von den Parteien aus eigenem Antrieb eingereichten Unterlagen wird der Untersuchungspflicht nicht Genüge getan (BVGE 2017 V/4 E. 10.2). 10.4 Der Untersuchungsgrundsatz wird aber durch die prozessuale Mitwir- kungspflicht der Parteien eingeschränkt. Nach Art. 13 VwVG sind die Par- teien verpflichtet, in einem Verfahren, welches sie durch Begehren einlei- ten oder in welchem sie Begehren stellen, an der Feststellung des Sach- verhaltes mitzuwirken. Bei der Tarifgestaltung im Krankenversicherungs- recht kommt der Mitwirk ung der Parteien eine hohe Bedeutung zu, was sich bereits im Verhandlungsprimat und namentlich in der Verpflichtung, Verhandlungen zu führen, zeigt. Entsprechend kommt der Mitwirkung im C-446/2018 Seite 29 Festsetzungs- oder Genehmigungsverfahren auch als verfahrensrechtli- che Verpflichtung erhebliches Gewicht zu (vgl. BVGE 2014/36 E. 1.5.1.2). Die Verpflichtung der Spitäler zur Bereitstellung der erforderlichen Informa- tionen zur Tarifermittlung ergibt sich überdies aus dem KVG und der VKL (vgl. Urteil des BVGer C-2079/2016 vom 18. Dezember 2017 E. 4.4). Die Mitwirkungspflicht der Parteien gilt insbesondere für Tatsachen, welche die Behörde ohne die Mitwirkung der Partei gar nicht oder nicht mit vernünfti- gem Aufwand erheben könnte (C-4308/2007 E. 6.6.2 mit Hinweisen). Ver- langen die Spitäler die Anrechnung der von ihnen behaupteten Kosten an die Tarife für die ambulanten Leistungen, obliegt es den Spitälern, das für den Nachweis nötige Zahlenmaterial vorzulegen, wenn sie vermeiden wol- len, dass bei fehlendem Nachweis zu ihrem Nachteil entschieden wird (C- 1220/2012 E. 5.3). 10.5 Im vorliegenden Fall haben die Beschwerdeführerinnen allein gestützt auf ihre eigenen Betriebskosten die Anhebung des bisherigen Taxpunkt- werts von Fr. 0.90 auf Fr. 1.22 verlangt, was einer Erhöhung von rund 35 % entsprechen würde. Unter diesen Umständen wäre zu erwarten gewesen, dass zunächst die Beschwerdeführerinnen das dafür geeignete Datenma- terial aus eigenem Antrieb zur Verfügung stellen. Die Beschwerdeführerin- nen haben aber wie bereits erwähnt mit ihrem Gesuch lediglich jeweils ei- nen ungenügenden Auszug aus ihrem ITAR_K-Kostenausweis des Jahres 2012 vorgelegt. Nachdem sich die Vorinstanz mit den eingereichten Daten detailliert auseinandergesetzt hat, und sich auch die im Rahmen des stati- onären Tariffestsetzungsverfahrens auf ihre Aufforderung hin eingereichten vollständigen ITAR_K-Auszüge für die ambulante Tariffestsetzung als un- genügend erwiesen, ist es nicht zu beanstanden, dass sich die Vorinstanz von weiteren Abklärungen bezüglich der Kostendaten der Schwyzer Spitä- ler keinen Erfolg versprach. Dies bestätigte sich auch darin, dass die Be- schwerdeführerinnen auch im Beschwerdeverfahren nach wie vor keine transparenten Ausweise der OKP-relevanten Kosten der ambulanten ärzt- lichen Leistungen für das Jahr 2012 eingereicht haben. Im Übrigen deuten die Ausführungen in Randziffer 40 der Beschwerde darauf hin, dass auch Kontakt zwischen der Vorinstanz und den Beschwerdeführerinnen bezüg- lich Ausweis der Kosten für universitäre Lehre bestanden hat, weshalb ihr keine Untätigkeit vorgeworfen werden kann. Nachdem die Vorinstanz zu Recht davon ausgegangen ist, dass die eingereichten Kostendaten nicht die nötige Transparenz ausweisen, durfte sie aufgrund der konkreten Um- stände vorliegend darauf verzichten, bezüglich Unklarheiten oder Wider- sprüchen einzelner Kostenpositionen bei den Beschwerdeführerinnen C-446/2018 Seite 30 nachzufragen oder weitere Abklärungen zu tätigen. In diesem Zusammen- hang ist darauf hinzuweisen, dass der Verordnungsgeber auch mit Blick auf eine Verbesserung der Transparen z von Daten aus dem ambulanten Sektor zur Konkretisierung von Art. 59a KVG per 1. August 2016 die KVV mit den Artikeln 30 ff. ergänzt hat (vgl. Publikation des BAG «Änderungen und Kommentar im Wortlaut» zu den vorgesehenen Änderungen der KVV [Umsetzung und Anwendung der erweiterten Datenweitergabe durch die Leistungserbringer] per 1. August 2016, S. 2 f.). Diese Bestimmungen sind jedoch erst auf den 1. August 2016 in Kraft getreten und haben damit noch keine Auswirkung auf die Qualität der hier für die Tariffestsetzung massge- blichen Daten aus dem Jahr 2012. 10.6 Von weiteren Abklärungen sind damit keine verwertbaren Erkennt- nisse zu erwarten und es ist daher darauf zu verzichten, die Sache an die Vorinstanz zur Vornahme weiterer Abklärungen hinsichtlich der Kosten - und Leistungsdaten der Beschwerdeführerinnen aus dem Jahr 2012 zu- rückzuweisen (vgl. auch Urteil des BVGer C -2422/2014 vom 9. Januar 2017 E. 9.6.2). So hat das Bundesverwaltungsgericht auch in den beiden Urteilen C-2380/2012 und C-1220/2012, die zur Sistierung des vorinstanz- lichen Tariffestsetzungsverfahren geführt haben, darauf verzichtet, die Sa- che zur Vornahme weiterer Abklärungen der Kosten- und Leistungsdaten der betroffenen Spitalambulatorien an die Festsetzungsbehörde zurückzu- weisen. Soweit sich die Beschwerdeführerinnen auf das Urteil C-6561/2015, C-6471/2015 vom 18. Juli 2017 (publiziert in BVGE 2017 V/4) berufen, in dem das Bundesverwaltungsgericht einen Tariffestset- zungsbeschluss infolge Verletzung der Untersuchungspflicht im Zusam- menhang mit den massgebenden Kostendaten aufgehoben und zu weite- ren Abklärungen an die Tariffestsetzungsbehörde zurückgewiesen ha t, können sie daraus nichts zu ihren Gunsten ableiten. Dem genannten Urteil lag ein Sachverhalt zugrunde, in dem die Vorinstanz gestützt auf eine Normkostenrechnung einen Tarif festgesetzt und sich dabei – im Gegen- satz zum vorliegenden Fall – nicht mit den von den Leistungserbringern eingereichten Kostendaten auseinandergesetzt hat. 10.7 Angesichts des Umstands, dass keine transparenten Kostendaten der Schwyzer Spitäler aus dem Jahr 2012 vorliegen, kann auch auf eine Rück- weisung der Sache zur Erhebung von Kostendaten ausserkantonaler Spi- täler verzichtet werden. Ebenso sind die entsprechenden Daten nicht durch das Gericht zu erheben. Im Übrigen kann der Vorinstanz aber auch im Hin- blick auf die Durchführung einer Wirtschaftlichkeitsprüfung keine Verlet- zung der Untersuchungspflicht vorgeworfen werden. C-446/2018 Seite 31 10.7.1 Im angefochtenen Beschluss hat sich die Vorinstanz mit den Tarif- gestaltungsgrundsätzen auseinandergesetzt und nachvollziehbar darge- legt, weshalb sie nicht in der Lage ist, die geltend gemachten Kosten der Schwyzer Spitäler einer rechtskonformen Effizienzprüfung zu unterziehen. Ein passives Zuwarten kann der Vorinstanz nicht vorgeworfen werden; hat sie doch aktiv versucht, Kostendaten ausserkantonaler Spitäler zu be- schaffen sowie die Tarifparteien nochmals an den Verhandlungstisch zu bringen (vgl. Beilage 10 zu BVGer -act. 10). Zwar hat das Bundesverwal- tungsgericht im Urteil C -2380/2012 festgehalten, dass für die Jahre 2012 und später aufgrund der verbreiteten Einführung von REKOLE und ITAR_K bei den Leistungserbringern gesicherte Daten vorhanden sein müssten, die ein entsprechendes Benchmarking erlaubten. Gegenwärtig ist jedoch nicht davon auszugehen, dass entsprechende Daten aus dem Jahr 2012 erhältlich gemacht werden könnten . So hat denn auch die Arbeitsgruppe der GDK «ambulante Tarife» in ihrem Beschlussvorschlag vom 16. Februar 2016 (Beilage 8 zu BVGer -act. 10) festgehalten, dass den Kantonen die für eine kostenbasierte Ermittlung der Tarife notwendigen Kosten - und Leistungsdaten nicht vorlägen. Entsprechende Statistiken seien noch im Aufbau. Insofern ist es nicht zu beanstanden, dass die Vorinstanz auf wei- tergehende Bemühungen zur Beschaffung von verwertbaren Vergleichs- daten verzichtet hat. 10.7.2 Es kann der Vorinstanz auch nicht vorgeworfen werden, dass sie für die Wirtschaftlichkeitsprüfung nicht die Daten des Vereins Spitalbenchmark herangezogen hat. Diese Daten stehen laut Angaben der Beschwerdefüh- rerinnen erst seit dem Jahr 2015 zur Verfügung, weshalb für die vorliegen- den Tariffestsetzung, für die das Datenjahr 2012 massgebend ist (vgl. BVGE 2014/3 E. 3.5; 2014/36 E. 4.2), nur schon deshalb nicht darauf ab- gestellt werden könnte. Im Übrigen ist zu beachten, dass die Daten des Vereins Spitalbenchmark auf selbst deklarierten Angaben der Spitäler be- ruhen (vgl. Dokument «Benchmarkingverfahren der Schweizer Spitäler», abrufbar unter: www.spitalbenchmark.ch). Es wäre deshalb zu prüfen, ob diese Angaben auf transparenten und VKL-konformen Kostendaten beru- hen. Inwieweit die Krankenversicherer über transparente und VKL -kon- forme Kostendaten ausserkantonaler Leistungserbringer aus dem Jahr 2012 verfügen, ist nicht bekannt. Unter den dargelegten Umständen beste- hen aber keine Anhaltspunkte darauf, dass dies der Fall wäre. Insofern ist der Einwand der Beschwerdeführerinnen, die Vorinstanz hätte bei den Be- schwerdegegnerinnen Vergleichskostendaten ein fordern müssen, unbe- gründet. Es kann daher auch nicht gesagt werden, die kostenbasierte Ta-C-446/2018 Seite 32 riffestsetzung sei von der Vorinstanz allein aufgrund des Fehlens von Ver- gleichskosten der freipraktizierenden Ärztinnen und Ärzten nicht durchge- führt worden, so wie dies die Beschwerdeführerinnen geltend machen. 10.8 Insgesamt liegt damit keine Verletzung der Untersuchungspflicht vor. Wenn die Vorinstanz antizipierend davon ausging, weitere Abklärungen könnten im vorliegenden Fall zu keinem entscheidwesentlichen Ergebnis mehr führen, so ist dies nicht gesetzwidrig und widerspricht auch nicht dem Anspruch auf ein faires Verfahren beziehungsweise dem Anspruch auf rechtliches Gehör (vgl. BGE 140 I 60 E. 3.3). Mit der Vorinstanz ist daher nach der allgemeinen Regel zur Beweislastverteilung (vgl. Art. 8 ZGB) vor- zugehen, wonach diejenige Partei die Folgen der Beweislosigkeit zu tragen hat, welche aus den behaupteten und unbewiesen gebliebenen Tatsachen Rechte ableiten will (vgl. BVGE 2014/3 E. 4.3; 2010/14 [Urteil C-4308/2007 vom 13. Januar 2010] nicht publizierte E. 6.6.2). Mangels rechtsgenügli- chen Nachweis es können sich die Beschwerdeführerinnen zur Begrün- dung eines höheren Taxpunktwerts damit nicht auf die behaupteten tarifre- levanten Betriebskosten berufen (vgl. Urteil des BVGer C-2617/2014 vom 25. Januar 2014 E. 11.4). 10.9 Als Zwischenergebnis ist festzuhalten, dass die Voraussetzungen für eine ausnahmsweise Festsetzung des Taxpunktwerts ohne Berücksichti- gung der konkreten Kosten- und Leistungsdaten vorliegend erfüllt sind. Es ist damit nicht zu beanstanden, dass die Vorinstanz zur Festsetzung des umstrittenen Taxpunktwerts nicht auf die eingereichten Daten abstellte, sondern gestützt auf andere, behelfsweise beizuziehender, pragmatischer Kriterien ermittelte (vgl. C-2380/2012 E. 7.4). Der Antrag der Beschwerde- führerinnen, die Sache sei zur Durchführung einer kostenbasierte n Tarif- festsetzung an die Vorinstanz zurückzuweisen, ist damit abzuweisen. 11. Weiter ist auf die grundsätzliche Kritik der Beschwerdeführerinnen an der Methode der Parallelisierung einzugehen. 11.1 Es entspricht konstanter Praxis des Bundesverwaltungsgerichts, bei der Festlegung von Taxpunktwerte der Spitalambulatorien eine Paralleli- sierung mit dem Taxpunktwert der freipraktizierenden Ärztinnen und Ärzten vorzunehmen, wenn wie vorliegend eine kostenbasierte Berechnung des Taxpunktwerts nicht möglich ist (siehe vorne E. 6.3). Damit wird auch dem C-446/2018 Seite 33 Bestreben nach einer Angleichung der Taxpunktwerte für Spitalambulato- rien und für die in freier Praxis tätigen Ärztinnen und Är zte Rechnung ge- tragen (vgl. Urteil C-2997/2012 E. 7.6; C-1220/2012 E. 7.8.4). 11.2 Die Beschwerdeführerinnen bringen gegen die Methode der Paralle- lisierung vor, dass die Taxpunktwerte der freipraktizierenden Ärztinnen und Ärzte keine Referenzfunktion für eine e ffiziente Leistungserbringung und damit für die Taxpunktwerte der Spitalambulatorien haben könnten. Das zeige sich darin, dass die Spitäler gemäss den Daten des Vereins Spital- benchmark höhere Kosten aufwiesen. Es bestehe eine Vermutung, dass die Kostendaten der Spitäler das Tarifniveau reflektierten, welches bei ei- ner effizienten Leistungserbringung erreicht werden könne. Eine Paralleli- sierung sei demgemäss nur dann in Erwägung zu ziehen, wenn aufgrund der Akten erstellt sei, dass der zur Parallelisierung h erangezogene Tax- punktwert Ausdruck einer betriebswirtschaftlich bemessenen und wirt- schaftlichen Leistungserbringung sei. Vorliegend sei das nicht der Fall. Der entsprechende Nachweis sei von der Vorinstanz nicht erbracht worden. Die Taxpunktwerte der freipraktizierenden Ärztinnen und Ärzte seien nachweis- lich nicht betriebswirtschaftlich bemessen. Diese seien vielmehr Ergebnis von historischen Gegebenheiten und daher nicht als Vergleichsgrösse ge- eignet. Die freipraktizierenden Ärztinnen und Ärzte hätten auch andere Ein- nahmequellen, weshalb sie nicht auf einen kostendeckenden Taxpunktwert angewiesen seien. Soweit die Vorinstanz davon ausgehe, dass die frei- praktizierenden Ärztinnen und Ärzte ausserhalb des Tarmed keine weite- ren Einnahmequellen hätten, sei dies offenkundig falsch. Vielmehr gene- rierten sie neben den Einnahmen aus Tarmed unter anderem auch Einnah- men aus der Abgabe von Medikamenten und aus Laborleistungen. 11.3 Wie das Bundesverwaltungsgericht bereits in ähnlichen Verfahren dargelegt hat, ist davon auszugehen, dass freipraktizierende Ärztinnen und Ärzte mit den vereinbarten Taxpunktwerten ihre Kosten zu decken vermö- gen, da sie weder subventioniert werden noch andere Einnahmequellen haben. Das Leistungsspektrum der Ambulatorien und der Ärzteschaft ist mehr oder weniger kongruent und es sind keine Mehrleistungen der Spitä- ler nachgewiesen. Zwar ist nicht von der Hand zu weisen, dass Unter- schiede zwischen Spitalambulatorien und der Behandlung durch frei prak- tizierende Ärztinnen und Ärzte bestehen, diese werden indessen bereits in der wenn auch veralteten Tarifstruktur berücksichtigt, weshalb kein Anlass besteht, sie auch in die Höhe des Taxpunktwerts einfliessen zu lassen. Ein Taxpunktwert darf ferner nicht lediglich für einzelne Fachbereiche gelten, C-446/2018 Seite 34 sondern muss breit abgestützt sein und ein möglichst breites Leistungs- spektrum berücksichtigen. Nachdem der TPW für die frei praktizierenden Ärztinnen und Ärzte in einem Kanton jeweils für sehr viele F achbereiche gilt, sind die freipraktizierenden Ärztinnen und Ärzte in ihrer Gesamtheit als Vergleichsgrösse geeignet. Eine Annäherung der Taxpunktwerte der Spi- talambulatorien und der frei praktizierenden Ärzteschaft wurde vom Bun- desrat bereits mit Schreiben vom 30. September 2002 an die Tarifpartner als anzustrebendes Ziel erklärt. In einer s päter erfolgten Antwort vom 13. Mai 2009 auf die Interpellation Humbel [09.3272]) bestätigte der Bun- desrat seine Auffassung, da es keine sachlichen Gründe für eine innerkan- tonale Differenzierung der Tarife nach Leistungserbringer gebe (C-1220/2012 E. 7.8; C-2380/2012 E. 7.4; C-6229/2011 E. 11.6). 11.4 An dieser Praxis ist trotz der Kritik der Beschwerdeführerinnen festzu- halten. 11.4.1 Zunächst ist klarzustellen, dass es entgegen der Ansicht der Be- schwerdeführerinnen keine Vermutung gibt, dass die ausgewiesenen Kos- ten eines Spitals einer effizienten Leistungserbringung entsprechen (siehe oben E. 9.10.1). Aus dem Umstand, dass die Kosten pro Taxpunkt der Spi- talambulatorien höher sind als die Taxpunktwerte der freipraktizierenden Ärztinnen und Ärzte, lässt sich damit nichts zu Gunsten der Beschwerde- führerinnen ableiten. 11.4.2 Es ist davon auszugehen, dass es sich bei den für die freipraktizie- renden Ärztinnen und Ärzte im Kanton Schwyz geltenden Taxpunktwert um einen verhandelten und nicht um einen autoritativ festgesetzten Taxpunkt- wert handelt. Überdies gilt der Taxpunktwert für die freipraktizierenden Ärz- tinnen und Ärzte in einem Kanton jeweils für sehr viele Fachbereiche, so dass diese in ihrer Gesamtheit als Vergleichsgrösse geeignet sind (C-2380/2012 E. 7.4). 11.4.3 Die Methode der Parallelisierung stellt keine Wirtschaftlichkeitsprü- fung dar, sondern eine subsidiäre Tariffestsetzungsmethode, die erst zum Zug kommt, wenn gesetzeskonforme Kosten- und Leistungsdaten fehlen. Dass dabei der Taxpunktwert der freiprak tizierenden Ärztinnen und Ä rzte unbesehen übernommen und nicht zusätzlich auf seine Wirtschaftlichkeit überprüft wird , ist dabei ausnahmsweise hinzunehmen (C -2380/2012 E. 7.4). C-446/2018 Seite 35 11.4.4 Der Umstand, dass freipraktizierende Ärztinnen und Ärzte neben der ärztlichen Behandlung in verschiedenen Kantonen auch Medikamente abgeben dürfen (Selbstdispensation), vermag nichts an der Vermutung zu ändern, dass sie mit den vereinbarten Taxpunktwerten ihre Kosten zu de- cken vermögen. Auch wenn wohl nicht absolut gesagt werden kann, dass freipraktizierende Ärztinnen und Ärzte über keine zusätzlichen Einnahme- quellen verfügen, ist davon auszugehen, dass die über Tarmed abgerech- nete Behandlungstätigkeit den weitaus grössten Teil der OKP -Bruttoleis- tungen von freipraktizierenden Ärztinnen und Ärzten darstellt. Laut der im Auftrag des BAG beim Büro für Arbeits - und Sozialpolitische Studien (BASS) vorgenommenen Analyse der Einkommen, OKP -Leistungen und Beschäftigungssituation der Ärzteschaft 2009-2014 vom 28. August 2018 fallen schweizweit mehr als drei Viertel der Bruttoleistungen, welche die untersuchte selbständig erwerbstätige Ärzteschaft im Jahr 2014 zulasten der OKP abrechnete, auf die Behandlungen. Di e zweitgrösste Position stellte mit gut 14 % die Medikamentenabgabe dar. Der Anteil der Medika- mentenabgabe unterscheidet sich je nach Grossregion. Er beträgt in der Zentralschweiz 32 %, in der Ostschweiz 28 % und in Zürich 21 % (S. 48 f.). Aus dem Umstand, dass freipraktizierende Ärztinnen und Ärzte auch an- dere Einnahmequellen haben können, kann nicht der Umkehrschluss ge- zogen werden, die ärztliche, über Tarmed abgerechnete Behandlungstätig- keit sei nicht kostendeckend. Zudem ist es unklar, inwieweit die Medika- mentenabgabe auch über Tarmed abgerechnet wird. Tarifsuisse bringt vor, dass Einnahmen aus allfälliger Selbstdispensation und auch die medizini- schen Analysen nicht ausserhalb, sondern innerhalb des Tarmed abge- rechnet würden. Die Medikamentenabgabe und die medizinischen Analy- sen würden im Rahmen von Tarmed-Sitzungen besprochen und entspre- chend mit den Tarmed -Konsultationsminuten abgegolten. Es gebe keine separaten Sitzungen nur für Medikamentenabgabe beziehungsweise nur bezüglich medizinischer Analysen. 11.5 Zusammenfassend ist es nicht zu beanstanden, dass die Vorinstanz zur Festsetzung des umstrittenen Tarifs auf die Methode der Parallelisie- rung mit den Taxpunktwerten der freipraktizierenden Ärztinnen und Ärzte zurückgegriffen hat. Die Vorinstanz durfte auf weitergehende Abklärungen, insbesondere hinsichtlich der Entwicklung der Anzahl freipraktizierender Ärztinnen und Ärzte sowie hinsichtlich der Möglichkeit der freipraktizieren- den Ärztinnen und Ärzte zur Bildung von Rückstellung, angesichts des Dar- gelegten und der konstanten Praxis des Bundesverwaltungsgerichts ver- zichten. C-446/2018 Seite 36 12. Weiter ist der Einwand der Beschwerdeführerinnen zu prüfen, wonach die Vorinstanz die differenzierte Parallelisierung nicht korre kt durchgeführt habe, weil sie lediglich Taxpunktwerte von Kantonen, in denen die ärztliche Selbstdispensation zulässig sei, berücksichtigt habe. 12.1 Die Vorinstanz hat im Rahmen des angefochtenen Beschlusses fest- gehalten, dass eine Parallelisierung gestützt auf den Taxpunktwert der frei- praktizierenden Ärztinnen und Ärzte vorliegend zu einem Taxpunktwert von Fr. 0.82 führen würde, was im Vergleich mit den umliegenden Kantonen der Zentralschweiz, der Ostschweiz und des Kantons Zürich eher tief sei. Insbesondere der äussere Teil des Kantons Schwyz richte sich, was die Lohn- und Mietkosten betreffe, stark am Kanton Zürich aus. Um konkur- renzfähig zu bleiben, müssten sich die Schwyzer Spitäler an den Lohnver- hältnissen des Kantons Zürich ausrichten. Dies beeinflusse die Kosten- struktur der Schwyzer Spitäler. Die Vorinstanz ka m daher zum Schluss, dass im vorliegenden Festsetzungsverfahren eine differenziertere Betrach- tungsweise angezeigt sei und sich die Parallelisierung nicht alleine am Tax- punktwert der freipraktizierenden Ärztinnen und Ärzte im Kanton Schwyz, sondern auch an den Patientenströmen ausrichten sollte. Es sei daher sachgerecht, im Rahmen einer differenzierten Parallelisierung auf den nach dem Versichertenbestand gewichteten Mittelwert der an den Kanton Schwyz angrenzenden Kantone abzustützen. Ko nkret würden die Tax- punktwerte der freipraktizierenden Ärztinnen und Ärzte der umliegenden Kantone Luzern, Glarus, St. Gallen, Uri, Zug und Zürich mit dem durch- schnittlichen Versichertenbestand der Jahre 2014 bis 2016 gewichtet und dann der Mittelwert berechnet. Daraus ergebe sich ein rechnerisch ermit- telter Taxpunktwert von Fr. 0.86. Die Festsetzung des Taxpunktwerts auf dieser Höhe trage insbesondere auch dem Umstand Rechnung, dass die Spitäler ihr Personal interkantonal rekrutieren müssten. Deshalb sei ein hö- herer Taxpunktwert als derjenige der freipraktizierenden Ärztinnen und Ärzte gerechtfertigt. 12.2 Zur differenzierten Parallelisierung führten die Beschwerdeführerin- nen aus, dass sie die Parallelisierung auf der Grundlage aktuell gültiger ärztlicher Taxpunktwerte grundsätzlich ablehnten. Soweit aber eine Paral- lelisierung ins Auge gefasst werde, sei en gemäss dem Vorgehen der Vorinstanz mehrere Kantone zu berücksichtigen. Dadurch würde sich zu- mindest der Effekt der kantonalen Zufälligkeiten glätten. Allerdings sei die Selektion der Vorinstanz abzulehnen, weil diese einzig Kantone berück-C-446/2018 Seite 37 sichtige, die die Selbstdispensation zulassen. Die herangezogenen Tax- punktwerte seien daher verzerrt. Es zeige sich nämlich ein signifikanter Unterschied zwischen den Kantonen mit Selbstdispensation (Mittelwert: Fr. 0.83) und jenen ohne Selbstdispensation (Mittelwert: Fr. 0.92). Es gebe keine Gründe anzunehmen, dass diese signifikante Differenz der Tarifni- veaus auf andere Gründe zurückzuführen sei, als auf die unterschiedliche Möglichkeit zur Selbstdispensation. Sollte das Bundesverwaltungsgericht weder das reformatorische Rechtsbegehren auf Festsetzung eines Tax- punktwerts von Fr. 1.22, noch eventualiter das kassatorische Rückwei- sungsbegehren gutheissen, so hätte es den vorinstanzlichen Bes chluss aufzuheben und einen neuen Taxpunktwert von mindestens Fr. 0.92 fest- zusetzen. Irrelevant sei in diesem Zusammenhang, dass auch Spitäler Me- dikamente aus ihrer Spitalapotheke abgeben und damit gegebenenfalls auch zusätzliche Einkünfte ausserhalb von T armed generierten. Es gehe einzig darum aufzuzeigen, dass die Taxpunktwerte von freipraktizierenden Ärztinnen und Ärzten in Kantonen mit Selbstdispensation nicht den Tarifie- rungsgrundsätzen des KVG entsprächen. 12.3 In ihrer Vernehmlassung führt die Vorinstanz aus, dass die Selbstdis- pensation nicht der Grund für die kantonal unterschiedlich hohen Taxpunkt- werte sei . Die Beschwerdeführerinnen stellten zwar richtig fest, dass in Kantonen mit Selbstdispensation für die freipraktizierenden Ärztinnen und Ärzte im Dur chschnitt üblicherweise ein tieferer Taxpunktwert gelte. Die von den Beschwerdeführerinnen präsentierte Aufstellung zeige aber trotz- dem auch auf, dass es auch in Kantonen ohne Selbstdispensation Tax- punktwerte in der unteren Bandbreite von Fr. 0.82 bis Fr. 0.89 gebe. Ge- nauso gebe es in Kantonen mit Selbstdispensation Kantone mit einem Tax- punktwert von über Fr. 0.90. Folglich könne kaum die Selbstdispensation der ausschlaggebende Grund für die H öhe des Taxpunktwerts sein . Die kantonalen Unterschiede bei den Taxpunktwerten liessen sich gerade nicht durch die Möglichkeit der Selbstdispensation an sich, sondern historisch erklären. Vor diesem Hintergrund sei der Vorschlag der Beschwerdeführe- rinnen nicht nachvollziehbar, eine differenzierte Parallelisierung nur mi t Kantonen ohne Selbstdispensation vorzunehmen und sodann einen auf diese Berechnung gestützten Taxpunktwert in der Höhe von mindestens Fr. 0.92 festzulegen. Zudem könnten die Spitäler ebenso wie die freiprak- tizierenden Ärztinnen und Ärzte unter anderem aus der Abgabe von Medi- kamenten ein Zusatzeinkommen erwirtschaften. 12.4 Tarifsuisse hat in ihrer Beschwerdeantwort darauf hingewiesen, dass die Rechtsprechung bisher eine interkantonale Parallelisierung abgelehnt C-446/2018 Seite 38 habe. Weiter hat sie ausgeführt, dass die Praxis des Bundesverwaltungs- gerichts hinsichtlich der Parallelisierung unabhängig davon gelte, ob im ei- nen oder anderen Kanton noch Erträge über den Verkauf von Medikamen- ten (Selbstdispensation) generiert werden könnten. Es beste he nur eine geringe Korrelation zwischen der Höhe des Taxpunktwerts und der Thema- tik Selbstdispensation. Zudem würden die Einnahmen aus allfälliger Selbstdispensation innerhalb des Tarmed generiert. Auch bezüglich der Gewinnmargen bei der Selbstdispensation fehle es an Daten. In ihrer Schlussstellungnahme hielt tarifsuisse fest, dass die Argumente der Be- schwerdeführerinnen und der Vorinstanz nicht genügten, um eine interkan- tonale Parallelisierung zu rechtfertigen und von einer innerkantonalen Pa- rallelisierung abzuweichen. Die Schwyzer Spitäler hätten keine konkreten Gründe für einen höheren Taxpunktwert als jener, der für die freipraktizie- renden Ärztinnen und Ärzte im Kanton gelte, nachv ollziehbar formulieren können. Die CSS-Gruppe weist darauf hin, dass auch Spitalambulatorien Möglichkeiten von Zusatzverdiensten hätten, zum Beispiel mit Laborleis- tungen oder Medikamentenverkäufen. 12.5 Das BAG geht davon aus, dass die Vorinstanz mit ihrer Methode der differenzierten Parallelisierung von der gängigen Rechtsprechung abwei- che. Die von der Vorinstanz vorgebrachten Gründe rechtfertigten es nicht, von einem innerkantonalen Vergleich abzusehen. Das Vorgehen der Vorinstanz führe zumindest aber zu einer Annäherung an den Taxpunkt- wert von Fr. 0.82 der freipraktizierenden Ärztinnen und Ärzte im Kanton Schwyz. 12.6 Zunächst ist darauf hinzuweisen, dass es das Bundesverwaltungsge- richt bisher abgelehnt hat, eine interkantonale Parallelisierung mit den Tax- punktwerten der freipraktizierenden Ärztinnen und Ärzte durchzuführen (vgl. Urteil des BVGer C-1053/2013 vom 28. A ugust 2017 E. 11.1.1 und E. 11.1.2; C-3583/2013 E. 11.5.1 und E. 11.5.2; C-6229/2011 E. 9.5). Da vorliegend die Beschwerdegegnerinnen den Festsetzungsbeschluss nicht angefochten haben und den festges etzten Taxpunktwert von Fr. 0.86 ak- zeptieren sowie das Vorgehen der Vorinstanz auch zu einer Annäherung der Taxpunktwerte für Spitalambulatorien und der in freier Praxis tätigen Ärztinnen und Ärzte im Kanton Schwyz führt (vgl. C-2997/2012 E. 7.6; C-1220/2012 E. 7.8.4), sieht sich das Bundesverwaltungsgericht nicht ver- anlasst, die Vorinstanz im vorliegenden Fall zu einer innerkantonalen Pa- rallelisierung zu verpflichten, was im Ergebnis zu einer Schlechterstellung der Beschwerdeführerinnen ( reformatio in peius) führen würde. Auf eine C-446/2018 Seite 39 abschliessende Überprüfung der Methode der interkantonalen Parallelisie- rung kann unter diesen Umständen hier verzichtet werden. 12.7 Die Vorinstanz hat für die interkantonale Parallelisierung die umlie- genden Kantone Luzern, Glarus, St. Gallen, Uri, Zug und Zürich herange- zogen. Es ist nicht ersichtlich, dass bei der Auswahl dieser Kantone auf das Kriterium der Selbstdispensation abgestellt worden ist. Die Vorinstanz hat diese Auswahl vielmehr mit dem Kriterium der geographischen Nach- barschaft zum Kanton Schwyz begründet. Es drängt sich nicht auf, für die interkantonale Parallelisierung lediglich Kantone heranzuziehen, welche die Selbstdispensation nicht zulassen, zumal nicht davon auszugehen ist, dass die Taxpunktwerte von freipraktizierenden Ärztinnen und Ärzten in Kantonen ohne Selbstdispensation eher den Tarifierungsgrundsätzen des KVG entsprechen als in Kantonen mit Selbstdispensation. Zwar kann eine gewisse Korrelation zwischen der Höhe des Taxpunktwerts und der Zuläs- sigkeit der Selbstdispensation nicht verneint werde n, die kantonalen Un- terschiede bezüglich der Höhe der Taxpunktwerte sind aber hauptsächlich historisch bedingt (C-6229/2011 E. 9.4.1; C-3583/2013 E. 11.5.1). Genaue Kriterien, welche die kantonalen Unterschiede erklären, fehlen (C-6229/2011 E. 9.5), worauf auch das BAG in seinem Fachbericht hin- weist. Es besteht daher kein Anlass in die Ermessensausübung der Vorinstanz bezüglich Auswahl der in die Parallelisierung einbezogenen Kantone einzugreifen. 12.8 Der Antrag der Beschwerdeführerinnen , den Taxpunktwert auf min- destens Fr. 0.92 festzusetzen, ist damit abzuweisen. 13. Zur Empfehlung der Preisüberwachung bleibt Folgendes anzumerken. 13.1 Die Vorinstanz hat im angefochtenen Beschluss unter Hinweis auf die Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts nicht auf die Empfehlung der Preisüberwachung, es sei ein Taxpunktwert von Fr. 0.84 festzusetzen, abgestellt. Die Preisüberwachung weist zu Recht darauf hin, dass sich das Bundesverwaltungsgericht mit ihrer neuen Berechnungsmethode noch nicht auseinandergesetzt habe. 13.2 Nach der Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts konnte auf die bisher von der Preisüberwachung verwendete Berechnungsformel, welche nur auf die Entwicklung der Konsumentenpreise und Löhne ab-C-446/2018 Seite 40 stellt, nicht abgestellt werden, weil sie die Kostenfaktoren des medizini- schen Fortschritts, der grösseren Nachfrage aufgrund besserer Qualität des Angebots, der demografischen Entwicklung und aussergewöhnlichen Ereignisse nicht Rechnung trage und es nicht Sache der Ärzte allein ist, diesen Mehraufwand zu finanzieren (C-6229/2011 E. 11.3; vgl. auch GEB- HARD EUGSTER, Krankenversicherung, in: Schweizerisches Bundesverwal- tungsrecht [SBVR], Band XIV, Soziale Sicherheit, 3. Aufl. 2016 , S. 728 Rz. 1072). Es müssten weitere Faktoren, insbesondre die Entwicklung der Medizin ausreichend berücksichtigt werden, wozu ein entsprechender Kor- rekturfaktor ermittelt werden müsste (C-1220/2012 E. 7.5.2). 13.3 Als Reaktion auf die Kritik der Rechtsprechung hat die Preisüberwa- chung ihre Berechnungsmethode angepasst, indem sie neu eine Toleranz- marge von 1 % berücksichtigt. Wie sich diese Marge herleitet, ist jedoch nicht ersichtlich, worauf auch die Beschwerdeführerinnen in ihrer Schluss- stellungnahme hinweisen. Im Übrigen wird vorliegend auf eine detaillierte Auseinandersetzung mit der modifizierten Berechnungsmethode der Preis- überwachung verzichtet, zumal der festgesetzte Taxpunkt von Fr. 0.86 nur leicht von der Empfehlung der Preisüberwachung abweicht und die Preis- überwachung das Vorgehen der Vorinstanz bezüglich Festsetzung des um- strittenen Taxpunktwerts in ihrer Stellungnahme als «gangbarer Weg» be- zeichnet hat. Somit ist es nicht zu beanstanden, dass die Vorinstanz der Empfehlung der Preisüberwachung nicht gefolgt ist. 14. Weiter ist die Rüge der Beschwerdeführerinnen zu prüfen, die Festsetzung einer Mindestgeltungsdauer bis 31. Dezember 2017 verstosse gegen das Gesetz und die Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts. 14.1 Die Vorinstanz hat den umstrittenen Taxpunktwert rückwirkend auf den 1. Januar 2014 festgesetzt u nd zugleich eine Mindestgeltungsdauer bis 31. Dezember 2017 festgelegt. Ab 1. Januar 2018 gilt der festgesetzte Taxpunktwert dann unbefristet bis zum Vorliegen eines neuen, genehmig- ten Tarifvertrags beziehungsweise bis zur Festsetzung eines neuen Tarifs nach Scheitern erneuter Tarifverhandlungen weiter. Mit der Befristung des Tarifs bis 31. Dezember 2017 will die Vorinstanz vermeiden, dass nach er- folgtem Entscheid rückwirkende Tariffestsetzungsgesuche für die bereit s abgelaufenen beziehungsweise laufenden Jahre 2015, 2016 und 2017 ein- gereicht werden. Diese müssten ihrer Ansicht nach aufgrund unveränderter Tatsachen und gleichbleibender Rechtsprechung unweigerlich zum glei-C-446/2018 Seite 41 chen Resultat führen wie die vorliegende Tarif festsetzung. In ihrer Ver- nehmlassung hält die Vorinstanz ergänzend fest, dass Tarife zwar in der Regel unbefristet anzuordnen seien, unter gewissen Voraussetzungen aber eine Maximalgeltungsdauer zulässig sei. Sie habe geprüft, wie eine Festsetzung des Taxpunktwerts in den Folgejahren bei 2015 bis 2017 bei gleicher Methodik (differenzierte Parallelisierung) aussehen würde. Da sich die Taxpunktwerte der berücksichtigten Vergleichskantone zwischen 2014 und 2017 nicht verändert hätten, würde eine Festsetzung fü r die Jahre 2015 bis 2017 aufgrund unveränderter Tatsachen und gleichbleibender Rechtsprechung unweigerlich zum gleichen Resultat führen, wie die Tarif- festsetzung im angefochtenen Beschluss. 14.2 Die Beschwerdeführerinnen machen geltend, dass die Vorinstanz mit der Anordnung einer Mindestgeltungsdauer bis 31. Dezember 2017 gegen die klare Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts verstosse. Die Parteien hätten für die Tarifjahre 2015 und später keine Verhandlungen mehr geführt. Ob die Voraussetzungen für ein e Tariffestsetzung für diese Jahre vorlagen, habe die Vorinstanz nicht ansatzweise geprüft. Es sei auch prozessökonomisch nicht sinnvoll, die Möglichkeit einer rückwirkenden Ta- riffestsetzung davon abhängig zu machen, dass die Tarifpartner während hängigen Tariffestsetzungsverfahren jährlich ein neues Tariffestsetzungs- gesuch stellten. Die Mindestgeltungsdauer von vier Jahren sei überdies auch unzulässig, weil dies die bundesrechtlich vorgeschriebene regelmäs- sige Kontrolle der Tarife unterlaufen würde. Es sei hinzunehmen, dass be- reits länger zurückliegende Tarifjahre wieder «geöffnet» würden. 14.3 Nach der Rechtsprechung gilt ein gestützt auf Art. 47 Abs. 1 KVG ho- heitlich festgesetzter Tarif grundsätzlich für die Dauer des tarifvertragslo- sen Zustandes und ist in de r Regel nicht zu befristen. Das Bundesrecht verpflichtet die Kantonsregierungen nicht dazu, die Geltungsdauer der Ta- rife im Sinne einer Maximaldauer zu befristen oder jährlich neue Tarife fest- zusetzen, verbietet dies allerdings auch nicht. Nicht mit dem KV G verein- bar ist es hingegen, für einen Tarif eine Mindestgeltungsdauer oder eine feste Dauer vorzusehen. Vielmehr steht es den Tarifpartnern jederzeit frei, selbst im Rahmen eines Beschwerdeverfahrens und auch wenn der Tarif einer (Maximal-)Befristung unterliegt, Verhandlungen für einen Tarifvertrag aufzunehmen, einen neuen Tarif zu vereinbaren und den entsprechenden Tarifvertrag von der Kantonsregierung genehmigen zu lassen oder beim Scheitern der Verhandlungen eine neue hoheitliche Tariffestsetzung zu be- antragen. Insbesondere steht es den Parteien auch frei, bereits für das C-446/2018 Seite 42 dem betroffenen Tarifjahr folgende Tarifjahr eine neue Tarifrunde einzulei- ten. Ein aufgrund einer solchen neuen Tarifrunde vereinbarter und geneh- migter oder hoheitlich festgesetzter Tarif geht dem vorgängig festgelegten hoheitlichen Tarif vor beziehungsweise tritt an dessen Stelle (Urteil des BVGer C-3900/2015 vom 20. April 2017 [SVR 2017 KV Nr. 14] E. 3.3; BVGE 2012/18 E. 7.3 m.w.H.; Urteil des BVGer C-8453/2015 vom 18. Ja- nuar 2017 E. 18.1). Die Vertragsparteien sind verpflichtet, die Tarife regel- mässig zu überprüfen und anzupassen, wenn die Grundsätze nach Art. 59c Abs. 1 Bst. a und b KVV nicht mehr erfüllt sind (Art. 59c Abs. 2 KVV; vgl. BVGE 2010/14 E. 8.1.4). 14.4 Tarife sind im Normalfall aus Gründen der Rechtssicherheit vor deren Inkrafttreten zu vereinbaren und zu genehmigen beziehungsweise festzu- setzen (C-3900/2015 E. 5.4 mit Hinweisen). Die Beschwerdeführerinnen weisen aber zu Recht darauf hin, dass es den Tarifpartner gemäss der dar- gelegten Rechtsprechung freisteht, für das dem hier betroffenen Tarifjahr 2014 folgende Tarifjahr einen neuen Tarifvertrag abzuschliessen , auch wenn dies rückwirkend erfolgt (vgl. Urteil des BVGer C -8453/2015, C-42/2016 vom 18. Januar 2017 E. 18.5 ; vgl . auch C -5601/2010 vom 5. Februar 2013 E. 8.6) . Insofern verstösst die festgesetzte Mindestgel- tungsdauer gegen die im Tarifwesen des KVG geltende Vertragsautonomie der Tarifparteien. Es steht den Parteien (unter dem Vorbehalt des Rechts- missbrauchs) somit frei, für einen Zeitpunkt nach dem 1. Januar 2014 unter Berufung auf veränderte Verhältnisse eine neue Tarifrunde einzuleiten, Vertragsverhandlungen aufzunehmen und eine entsprechende Vereinba- rung vom Regierungsrat genehmigen zu lassen oder beim Scheitern d er Verhandlungen die hoheitliche Festsetzung eines neuen Tarifs auf Grund veränderter Umstände zu beantragen. Werden hingegen keine Verhand- lungen aufgenommen beziehungsweise kein entsprechend neuer Tarif ge- nehmigt oder hoheitlich festgelegt, bleibt der ab 1. Januar 2014 geltende Taxpunktwert in Kraft (vgl. C-5601/2010 E. 8.6). 14.5 Der angefochtene Beschluss ist somit gemäss Antrag der Beschwer- deführerinnen insoweit aufzuheben, als in Dispositiv-Ziffer 1 eine Mindest- geltungsdauer des festgesetzten Taxpunktwerts bis 31. Dezember 2017 angeordnet wurde. 15. Schliesslich ist die Rüge der Beschwerdeführerinnen zu prüfen, wonach die von der Vorinstanz festgesetzten Gebüh ren von Fr. 15‘000.– unange- messen hoch seien. C-446/2018 Seite 43 15.1 Die Vorinstanz hat im angefochtenen Beschluss gestützt auf § 24 der kantonalen Gebührenverordnung (SRSZ 173.111) im Rahmen der Band- breite von Fr. 50.– bis Fr. 20‘000.– eine Gebühr von Fr. 15‘000.– erhoben. Zur Begründung hielt sie fest, dass die Tariffestsetzung ausserordentlich ressourcenintensiv und aufwändig gewesen sei, da bisher weder eine klare Rechtsprechung noch ein vom Bundesverwaltungsgericht anerkanntes Verfahren zur Berechnung des Taxpunktwerts im Rahmen einer Tariffest- setzung vorliege. In ihrer Vernehmlassung hielt die Vorinstanz ergänzend fest, dass sie sich mehrfach aktiv und mit einem ausserordentlich hohen Aufwand dafür eingesetzt habe, dass zwischen den Vertragspartnern doch noch eine einvernehmliche Lösung herbeigeführt werden könne. 15.2 Die Beschwerdeführerinnen machen geltend, dass eine Gebühr von Fr. 15‘000.– unangemessen hoch sei, weil die Vorinstanz nur summarische Abklärungen vorgenommen und wesentliche Sachverhaltsabklärungen zu Unrecht unterlassen habe. 15.3 Die Vorinstanz stützt sich für die Erhebung der umstrittenen Verfah- rensgebühr auf die kantonale Gebührenverordnung. Die Überprüfung von kantonalem Recht ist in Verfahren vor dem Bundesverwaltungsgericht grundsätzlich ausgeschlossen (MOSER/BEUSCH/KNEUBÜHLER, a.a.O., S. 99 Rz. 2.172). Das Bundesverwaltungsgericht kann die Anwendung kantona- len Rechts lediglich daraufhin überprüfen, ob dadurch Bundesrecht verletzt wird beziehungsweise die Anwendung von Bundesrecht vereitelt oder er- schwert wird ( ZIBUNG/HOFSTETTER, in: Praxiskommentar Verwaltungsver- fahrensgesetz, 2. Aufl. 2016, N 11 zu Art. 49). Die Beschwerdeführerinnen rügen nicht explizit, dass die Bemessung der Verwaltungsgebühr vorlie- gend eine Verletzung von Bundesrecht darstellt b eziehungsweise die An- wendung von Bundesrecht vereitelt oder erschwert. Sie bringen einzig vor, die Gebühr sei unangemessen. Eine willkürliche Anwendung von kantona- lem Verfahrensrecht (vgl. Art. 9 BV) stellt ebenfalls eine Verletzung von Bundesrecht dar, da zum Bundesrecht auch das Bundesverfassungsrecht gehört (MOSER/BEUSCH/KNEUBÜHLER, a.a.O., S. 96 Rz. 2.168). Hier ist die kantonale Gebühr daher nur unter dem Gesichtspunkt der Willkür zu über- prüfen. Die Beschwerdeführerinnen bringen nicht substantiiert vor, inwie- fern die Bemessung der Verwaltungsgebühr, die sich innerhalb des kanto- nalrechtlichen Rahmens befindet, willkürlich ist. Nachdem sich überdies der Einwand, die Vorinstanz habe wesentliche Abklärungen unterlassen, als unbegründet erwiesen hat, erscheint die Festsetzung der Verwaltungs- gebühr von Fr. 15‘000.– insgesamt vertretbar, weshalb der Antrag auf Re- duktion der vorinstanzlichen Gebühr abzuweisen ist. C-446/2018 Seite 44 16. Zusammenfassend ist festzuhalten, dass das Vorgehen der Vorinstanz bei der Festsetzung des Taxpunktwerts für die Spitalambulatorien im Kanton Schwyz grundsätzlich nicht zu beanstanden und der festgesetzte Tax- punktwert von Fr. 0.86 ab 1. Januar 2014 zu bestätigen ist. Die Be- schwerde ist daher in der Hauptsache abzuweisen. Der angefochtene Be- schluss erweist sich jedoch in Bezug auf die festgelegte Mindestgeltungs- dauer des Taxpunktwerts bis 31. Dezember 2017 als nicht rechtskonform. Diesbezüglich ist die Beschwerde teilweise gutzuheissen und der ange- fochtene Beschluss ist insoweit aufzuheben, als er den ab 1. Januar 2014 geltenden Taxpunktwert von Fr. 0.86 mit einer festen M indestgeltungs- dauer bis 31. Dezember 2017 verbindet. 17. 17.1 Das Bundesverwaltungsgericht auferlegt die Verfahrenskosten in der Regel der unterliegenden Partei. Unterliegt diese nur teilweise, so werden die Verfahrenskosten ermässigt (Art. 63 Abs. 1 VwVG). Den Vorinstanzen werden keine Verfahrenskosten auferlegt (Art. 63 Abs. 2 VwVG). Das für die Kostenverteilung massgebende Ausmass des Unterliegens ist auf- grund der gestellten Rechtsbegehren zu beurteilen ( MICHAEL BEUSCH, in: Kommentar zum Bundesgesetz über das Verwaltungsverfahren [VwVG], 2008, Rz. 13 zu Art. 63). Dabei ist auf das materiell wirklich Gewollte abzu- stellen (MOSER/BEUSCH/KNEUBÜHLER, a.a.O., S. 256 Rz. 4.43). 17.2 Die Beschwerdeführerinnen sind als überwiegend unterliegend zu be- trachten. Unter Berücksichtigung des Umfangs und der Schwierigkeit der Streitsache, Art der Prozessführung und finanzieller Lage der Parteien (vgl. Art. 63 Abs. 4bis VwVG; zur Qualifikation als vermögensrechtliche Streitig- keit vgl. BVGE 2010/14 E. 8.1.3) sind die Verfahrenskosten auf Fr. 5'000.– festzusetzen. Diese sind entsprechend dem Verfahrensausgang im Um- fang von Fr. 4‘500.– den Beschwerdeführerinnen aufzuerlegen. Der einbe- zahlte Kostenvorschuss ist zur Bezahlung der Verfahrenskosten zu ver- wenden. Der Restbetrag von Fr. 500.– ist den Beschwerdeführerinnen zu- rückzuerstatten. Die Beschwerdegegnerinnen, die mit ihren Anträgen auf vollumfängliche Abweisung der Beschwerde teilweise unterliegen, haben den restlichen Anteil der Verfahrenskosten von Fr. 500.– zu übernehmen. Dabei sind den durch tarifsuisse vertretenen Krankenversicherern und den Krankenversicherern der CSS-Gruppe je Fr. 250.– aufzuerlegen. C-446/2018 Seite 45 17.3 Gemäss Art. 64 Abs. 1 VwVG hat die obsiegende Partei Anspruch auf eine Parteientschädigung für die ihr erwachsenen notwendigen und ver- hältnismässig hohen Kosten (vgl. auch Art. 7 ff. des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundes- verwaltungsgericht [VGKE , SR 173.320.2] ). Obsiegt die Partei nur teil- weise, so ist die Parteientschädigung entsprechend zu kürzen (Art. 7 Abs. 2 VGKE). Die Entschädigung wird der Körperschaft oder autonomen Anstalt auferlegt, in deren Namen die Vorinstanz verfügt hat, soweit sie nicht einer unterliegenden Gegenpartei auferlegt werden kann (Art. 64 Abs. 2 VwVG). 17.4 Dem Verfahrensausgang entsprechend haben die Beschwerdeführe- rinnen und die anwaltlich vertretenen Beschwerdegegnerinnen der ta- rifsuisse je Anspruch auf eine reduzierte Part eientschädigung zu Lasten der Gegenpartei. Die jeweiligen Rechtsvertreter haben keine Kostennoten eingereicht, weshalb die Parteientschädigungen aufgrund der Akten zu be- stimmen ist (Art. 14 Abs. 2 Satz 2 VGKE). Unter Berücksichtigung des ge- botenen und aktenkundigen Aufwands, der Bedeutung der Streitsache und der Schwierigkeit des vorliegend zu beurteilenden Verfahrens ist eine volle Parteientschädigung von pauschal je Fr. 8'000.– angemessen. Die Partei- entschädigung ist jeweils nach Massgabe des Obsiegens zu kürzen (Be- schwerdeführerinnen: Fr. 800.–; Beschwerdegegnerinnen: Fr. 7‘200.–) und gegenseitig zu verrechnen. Folglich haben die Beschwerdegegnerinnen der tarifsuisse Anspruch auf eine Parteientschädigung von pauschal Fr. 6‘400.– zu Lasten der Beschwerdeführerinnen. 17.5 Den ebenfalls überwiegend obsiegenden, aber nicht anwaltlich ver- tretenen Beschwerdegegnerinnen der CSS-Gruppe sind keine verhältnis- mässig hohen Kosten erwachsen, weshalb sie keinen Anspruch auf Partei- entschädigung haben (vgl. Urteil des BVGer C-2267/2013 vom 4. Septem- ber 2015 E. 7.6). Die Vorinstanz hat ebenfalls keinen Anspruch auf Partei- entschädigung (Art. 7 Abs. 3 VGKE). 18. Die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten an das Bundes- gericht gegen Entscheide auf dem Gebiet der Kranke nversicherung, die das Bundesverwaltungsgericht gestützt auf Art. 33 Bst. i VGG in Verbin- dung mit Art. 53 Abs. 1 KVG getroffen hat, ist gemäss Art. 83 Bst. r BGG unzulässig. Das vorliegende Urteil ist somit endgültig (vgl. auch BGE 141 V 361). C-446/2018 Seite 46 Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 1. Die Beschwerde wird in dem Sinne teilweise gutgeheissen, als die in Dis- positivziffer 1 des angefochtenen Beschlusses angeordnete Mindestgel- tungsdauer bis 31. Dezember 2017 aufgehoben wird. Darüberhinausge- hend wird die Beschwerde abgewiesen. 2. Den Beschwerdeführerinnen werden Verfahrenskosten von Fr. 4‘500.– auf- erlegt. Dieser Betrag wird dem Kostenvorschuss entnommen. Der Restbe- trag von Fr. 500.– wird zurückerstattet. Den Beschwerdegegnerinnen 1-37, 39-43 und 45 werden Verfahrenskos- ten von Fr. 250.– auferlegt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen nach Versand des vorliegenden Urteils zu Gunsten der Gerichtskasse zu überweisen. Den Beschwerdegegnerinnen 38, 44, 46 und 47 werden Verfahrenskosten von Fr. 250.– auferlegt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen nach Versand des vorliegenden Urteils zu Gunsten der Gerichtskasse zu überweisen. 3. Den Beschwerdegegnerinnen 1-37, 39-43 und 45 wird zu Lasten der Be- schwerdeführerinnen eine pauschale Parteientschädigung von Fr. 6‘400.– zugesprochen. 4. Dieses Urteil geht an: – die Beschwerdeführerinnen (Gerichtsurkunde, Beilage: Formular Zahladresse) – die Beschwerdegegnerinnen 1-37, 39-43 und 45 (Gerichtsurkunde; Einzahlungsschein) – die Beschwerdegegnerinnen 38, 44, 46 und 47 (Gerichtsurkunde; Einzahlungsschein) – die Vorinstanz (Ref-Nr. Beschluss Nr. 1005/2017; Gerichtsurkunde) – das Bundesamt für Gesundheit (Einschreiben) – die Preisüberwachung (Einschreiben) C-446/2018 Seite 47 Der vorsitzende Richter: Der Gerichtsschreiber: Michael Peterli Michael Rutz Versand: