<h2>SubmittedText<h2><p>Eines der Hauptprobleme der Coronakrise ist die Verfügbarkeit von Betten auf den Intensivstationen. Das ist einer der Faktoren, der zu erheblichen einschränkenden Massnahmen führt.</p><p>- Wie hoch war die Anzahl der Intensivbetten in der Schweiz zu Beginn der Krise (März 2020) und wie hoch ist die Anzahl heute?</p><p>- Wurde die Kapazität der Intensivbetten während der Coronakrise erhöht? Falls nicht, weshalb nicht?</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Gemäss der Schweizerischen Gesellschaft für Intensivmedizin waren zu Beginn der Pandemie (6. Dezember 2019) 863 IS-Betten zertifiziert. Heute sind 873 IS-Betten zertifiziert. Alle darüber hinaus gehenden Kapazitäten werden ad hoc geschaffen, benötigen zusätzliches Personal aus anderen spezialisierten Spitalbereichen und können nicht langfristig aufrechterhalten werden. Im Frühjahr 2020 waren durchschnittlich rund 810 zertifizierte Betten und rund 620 Ad-hoc-Betten in Betrieb. Es ist jedoch anzumerken, dass in dieser Phase aufgrund der kurzfristigen Einführung des Meldesystems noch grössere Meldefehler bestanden. Die Meldequalität konnte zwischenzeitlich verbessert werden. Im November 2020 waren im Schnitt 842 zertifizierte sowie 260 Ad-hoc-Betten in Betrieb. Im November 2021 waren es 795 zertifizierte und 48 Ad-hoc-Betten. Die Anzahl der Ad-hoc-Betten hat seit Beginn der Pandemie kontinuierlich abgenommen. Diese Ad-hoc-Betten wurden als zusätzliche Reserve betrieben um im Notfall Patientinnen und Patienten behandeln zu können. Dies ist aufgrund von Personalmangel gegenwärtig nicht mehr möglich, bzw. nur mit entsprechender sinkender Behandlungsqualität möglich. Zudem können über 70 zertifizierte Betten wegen fehlendem Fachpersonal nicht mehr betrieben werden. Daher ist die Kapazität zur Behandlung von Covid-Patientinnen und Covid-Patienten im Schweizer Gesundheitswesen gesunken. </p>