<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2005.00087</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=205805&amp;W10_KEY=13013562&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2005.00087</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 22.03.2006</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">1. Abteilung/1. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Submissionsrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Submission</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Höhe der Parteientschädigung bei Gegenstandslosigkeit. Die Mitbeteiligte, die im Beschwerdeverfahren keine Rechtsschriften eingereicht und keine Parteistellung erlangt hat, ist zum vornherein weder zur Kostentragung noch zur Bezahlung einer Parteientschädigung zu verpflichten (E.2.2). Die Beschwerdeführerin lässt Anwaltskosten von Fr. 70'000.- geltend machen und verlangt den Ersatz des vollen Rechtsverfolgungsaufwands (E. 3.1). Rechtliche Grundlagen und Bedeutung der eingereichten Honorarnote für die Festsetzung der Parteientschädigung (E.3.2). Im vorliegenden Fall ist nur eine angemessene Parteientschädigung festzusetzen; Fr. 7'000.- erscheinen als den Umständen und der Bedeutung des Falls sowie den objektiv erforderlichen Aufwendungen angemessen (E.3.3 und 4). Abschreibung infolge Gegenstandslosigkeit. </b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ANGEMESSENHEIT">ANGEMESSENHEIT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: AUSSCHLUSS EINES ANBIETERS">AUSSCHLUSS EINES ANBIETERS</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: BEMESSUNG">BEMESSUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: EINZELRICHTER">EINZELRICHTER</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ERMESSEN">ERMESSEN</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: GEGENSTANDSLOSIGKEIT">GEGENSTANDSLOSIGKEIT</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: HONORAR">HONORAR</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: HONORARNOTE">HONORARNOTE</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: KOSTEN UND ENTSCHÃDIGUNGEN">KOSTEN UND ENTSCHÃDIGUNGEN</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: KOSTENTRAGUNG">KOSTENTRAGUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: MITBETEILIGTE PARTEI">MITBETEILIGTE PARTEI</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: PARTEIENTSCHÃDIGUNG">PARTEIENTSCHÃDIGUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: RECHTSSCHRIFT">RECHTSSCHRIFT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: REFERENZ">REFERENZ</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: STREITWERT">STREITWERT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: STREITWERTBERECHNUNG">STREITWERTBERECHNUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: VERFAHRENSABBRUCH">VERFAHRENSABBRUCH</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: WIDERRUF EINER VERFÃGUNG">WIDERRUF EINER VERFÃGUNG</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade">§ 17 Abs. II VRG</span><br/><span class="gerade">§ 65 Abs. I ZPO</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 3 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Sachverhalt1"><b>I. </b> </p> <p class="Urteilstext">Mit Publikation vom 12. November 2004 erÃ¶ffnete die Stadt ZÃ¼rich, vertreten durch ERZ Entsorgung + Recycling ZÃ¼rich, die Submission in einem zweistufigen Verfahren zur Vergabe der Totalunternehmerleistungen fÃ¼r die Realisierung einer SchlammentwÃ¤sserung und MonoklÃ¤rschlammverbrennung. Innert Frist gingen fÃ¼nf Bewerbungen ein, darunter diejenige der A AG.</p> <p class="Urteilstext">Mit VerfÃ¼gung des Vorstehers des Tiefbau- und Entsorgungsdepartements der Stadt ZÃ¼rich vom 9. Februar 2005 wurden die E GmbH und die D AG zur Angebotsabgabe in der zweiten Stufe zugelassen. Der A AG wurde mit Schreiben vom 10. Februar 2006 mitgeteilt, die Auswertung der TeilnahmeantrÃ¤ge habe ergeben, dass nur die E GmbH und die D AG die Zuschlagskriterien fÃ¼r die erste Stufe erfÃ¼llten.</p> <p class="Sachverhalt1"><b>II. </b> </p> <p class="Urteilstext">Gegen die VerfÃ¼gung vom 9. Februar 2005 liess die A AG am 23. Februar 2005 Beschwerde an das Verwaltungsgericht erheben. Sie liess beantragen, es seien die VerfÃ¼gung des Vorstehers des Tiefbau- und Entsorgungsdepartements vom 9. Februar 2005 und der entsprechende Entscheid der ERZ Entsorgung + Recycling ZÃ¼rich vom 10. Februar 2005 aufzuheben, soweit damit die A AG von der Zulassung zur Angebotsabgabe ausgeschlossen werde. Es sei die A AG zur Angebotsabgabe zuzulassen, eventualiter sei die Stadt ZÃ¼rich verbindlich anzuweisen, die A AG zur Angebotsabgabe zuzulassen, alles unter Kosten- und EntschÃ¤digungsfolgen zulasten der Stadt ZÃ¼rich. Gleichzeitig liess sie um GewÃ¤hrung der aufschiebenden Wirkung, volle Akteneinsicht und DurchfÃ¼hrung eines zweiten Schriftenwechsels ersuchen.</p> <p class="Urteilstext">Die Stadt ZÃ¼rich liess in ihrer Beschwerdeantwort vom 11. April 2005 Antrag auf Abweisung der Beschwerde stellen, unter Kosten- und EntschÃ¤digungsfolgen zulasten der A AG. In verfahrensrechtlicher Hinsicht liess sie beantragen, sofern der Beschwerde die aufschiebende Wirkung zuerkannt werde, sei diese nur in dem Sinn anzuordnen, dass die Stadt ZÃ¼rich entweder das Angebot der A AG zur zweiten Stufe des Vergabeverfahrens zulassen oder das Vergabeverfahren sistieren kÃ¶nne. </p> <p class="Urteilstext">Mit PrÃ¤sidialverfÃ¼gung vom 15. April 2005 wurde der Beschwerde die aufschiebende Wirkung erteilt und der A AG teilweise Akteneinsicht gewÃ¤hrt.</p> <p class="Urteilstext">Mit Replik vom 26. Mai 2005 hielt die A AG an ihren AntrÃ¤gen fest.</p> <p class="Urteilstext">Mit PrÃ¤sidialverfÃ¼gung vom 2. Juni 2005 wurde ein weiteres Akteneinsichtsbegehren der A AG teilweise gutgeheissen.</p> <p class="Urteilstext">Die A AG liess sich in einer in ErgÃ¤nzung der Replik eingereichten Eingabe vom 13. Juni 2005 zu den Referenzangaben der D AG vernehmen.</p> <p class="Urteilstext">Mit Eingabe vom 5. Juli 2005 liess die Stadt ZÃ¼rich beantragen, es sei das Beschwerdeverfahren zu sistieren, mit der BegrÃ¼ndung, sie habe aufgrund der Replik die Referenzen der D AG einer erneuten PrÃ¼fung unterzogen. Dabei habe sich erwiesen, dass tatsÃ¤chlich, wie von der A AG gerÃ¼gt, zwei der Referenzen nicht von der D AG selbst, sondern von einer Konzerngesellschaft stammten. Sie prÃ¼fe deshalb den Widerruf der Zulassung der D AG zur zweiten Stufe des Vergabeverfahrens und den Abbruch des Verfahrens mangels Wettbewerb.</p> <p class="Urteilstext">Mit PrÃ¤sidialverfÃ¼gung vom 13. Juli 2005 wurde das Beschwerdeverfahren auf Antrag der Stadt ZÃ¼rich bis auf weiteres sistiert. Mit PrÃ¤sidialverfÃ¼gung vom 12. Januar 2006 wurde die Sistierung aufgehoben und das Beschwerdeverfahren wieder aufgenommen.</p> <p class="Urteilstext">Mit VerfÃ¼gung des Vorstehers des Tiefbau- und Entsorgungsdepartements der Stadt ZÃ¼rich vom 12. Dezember 2005 wurde das Vergabeverfahren abgebrochen.</p> <p class="Urteilstext">Mit Eingabe vom 20. Dezember 2005 liess die A AG beantragen, soweit das Verfahren infolge der AbbruchverfÃ¼gung der Stadt ZÃ¼rich als gegenstandslos geworden abzuschreiben sei, seien die Verfahrenskosten der Stadt ZÃ¼rich bzw. eventualiter der Mitbeteiligten D AG aufzuerlegen, und es sei der A AG zulasten der Stadt ZÃ¼rich bzw. eventualiter der Mitbeteiligten D AG eine angemessene ParteientschÃ¤digung zuzusprechen.</p> <p class="Urteilstext">Mit Eingabe vom 1. MÃ¤rz 2006 liess die Stadt ZÃ¼rich beantragen, das Verfahren sei als gegenstandslos geworden abzuschreiben und die ParteientschÃ¤digung fÃ¼r die A AG sei in einer nach der Praxis des Verwaltungsgerichts Ã¼blichen HÃ¶he festzulegen.</p> <p class="Zwischentitel">Die Kammer zieht in ErwÃ¤gung:</p> <p class="Erwgung1"><b>1. </b> </p> <p class="Urteilstext">Nachdem die WiderrufsverfÃ¼gung vom 12. Dezember 2005 unangefochten in Rechtskraft erwachsen ist, ist das vorliegende Verfahren als gegenstandslos geworden abzuschreiben. An sich wÃ¤re fÃ¼r die Behandlung einer Beschwerde, die gegenstandslos geworden ist, der Einzelrichter zustÃ¤ndig (§ 38 Abs. 2 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 [VRG]). Weil jedoch in Bezug auf die Frage der Bemessung der zuzusprechenden ParteientschÃ¤digung gewisse grundsÃ¤tzliche ErwÃ¤gungen anzustellen sind, beschliesst das Verwaltungsgericht in Dreierbesetzung (§ 38 Abs. 3 VRG).</p> <p class="Erwgung1"><b>2. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>2.1 </b>Da das Verwaltungsrechtspflegegesetz die Kostenfolge bei Gegenstandslosigkeit nicht regelt, wendet das Verwaltungsgericht grundsÃ¤tzlich § 65 Abs. 1 der Zivilprozessordnung vom 13. Juni 1976 (ZPO) analog an (RB 1977 Nr. 6). Dementsprechend entscheidet es nach Ermessen, wobei es in Betracht zieht, wer die Gegenstandslosigkeit bzw. das gegenstandslos gewordene Verfahren verursacht hat oder welche Partei vermutlich obsiegt hÃ¤tte (Alfred KÃ¶lz/JÃ¼rg Bosshart/Martin RÃ¶hl, Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons ZÃ¼rich, 2. A., ZÃ¼rich 1999, § 13 N. 19; zum Ganzen VGr, 30. April 2003, VB.2003.00053, E. 2, www.vgrzh.ch). Nachdem im vorliegenden Fall die Beschwerdegegnerin die Gegenstandslosigkeit verursacht hat, wird sie kostenpflichtig. Da es angebracht war, einen Rechtsvertreter beizuziehen, und weil die Voraussetzungen fÃ¼r die Zusprechung einer ParteientschÃ¤digung an die BeschwerdefÃ¼hrerin erfÃ¼llt sind, hat die Beschwerdegegnerin Ã¼berdies der BeschwerdefÃ¼hrerin eine ParteientschÃ¤digung zu entrichten (§ 17 Abs. 2 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959). Dies alles ist vorliegend unbestritten. Streitig ist dagegen die Bemessung bzw. die HÃ¶he der zuzusprechenden ParteientschÃ¤digung.</p> <p class="Erwgung2"><b>2.2 </b> Die Mitbeteiligte Nr. 1, die im Beschwerdeverfahren keine Rechtsschriften eingereicht und keine Parteistellung erlangt hat, ist hingegen zum vornherein weder zur Kostentragung noch zur Bezahlung einer ParteientschÃ¤digung zu verpflichten, da sie entgegen der Auffassung der BeschwerdefÃ¼hrerin keineswegs als "unterliegende Partei" zu behandeln ist. Auch sind keine GrÃ¼nde ersichtlich, die es gebieten wÃ¼rden, der Mitbeteiligten Nr. 1 aufgrund des Verursacherprinzips eine ParteientschÃ¤digung aufzuerlegen (vgl. KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 17 N. 33).</p> <p class="Erwgung1"><b>3. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>3.1 </b>WÃ¤hrend die BeschwerdefÃ¼hrerin in ihrer Eingabe vom 20. Dezember 2005 vorbringen liess, es seien aufgrund der aufwÃ¤ndigen und sorgfÃ¤ltigen ProzessfÃ¼hrung Anwaltskosten von rund Fr. 70'000.- entstanden, und den Ersatz des vollen Rechtsverfolgungsaufwands verlangt, lÃ¤sst die Beschwerdegegnerin beantragen, die ParteientschÃ¤digung sei "in einer nach der Praxis des Verwaltungsgerichts Ã¼blichen HÃ¶he" festzulegen, das heisst so anzusetzen, dass nur ein kleiner Teil der effektiven Rechtsverfolgungskosten entschÃ¤digt werde.</p> <p class="Erwgung2"><b>3.2 </b>Mit der ParteientschÃ¤digung sind der berechtigten Partei hÃ¶chstens die notwendigen Rechtsverfolgungskosten zu vergÃ¼ten. Dies bedeutet aber nicht, dass in diesem Umfang eine volle EntschÃ¤digung zuzusprechen ist. § 17 Abs. 2 VRG gewÃ¤hrt in der Regel â anders als § 68 Abs. 1 ZPO â keine volle Deckung der notwendigen Rechtsverfolgungskosten, sondern nur eine angemessene. Er mutet so der obsiegenden Partei zu, einen Teil der Aufwendungen selbst zu tragen. Die Rechtsmittelinstanz hat die ParteientschÃ¤digung in freiem, aber pflichtgemÃ¤ssem Ermessen nach der Bedeutung der Streitsache, der Schwierigkeit des Prozesses, dem Zeitaufwand sowie den Barauslagen festzusetzen (§ 12 der GebÃ¼hrenverordnung des Verwaltungsgerichts vom 26. Juni 1997), wobei die ParteientschÃ¤digung in der Regel deutlich unter den tatsÃ¤chlichen Honorarkosten des beigezogenen Rechtsvertreters liegt. Stets kommt es aber auf die besonderen UmstÃ¤nde des Einzelfalls an, namentlich auf die Zahl der erforderlichen Rechtsschriften sowie auf deren Umfang und Inhalt. Auch gilt es zu beachten, ob sich lediglich Rechtsfragen stellten oder zusÃ¤tzlich der Sachverhalt kontrovers war. Die Verordnung des Obergerichts Ã¼ber die AnwaltsgebÃ¼hren vom 10. Juni 1987 findet dabei keine unmittelbare Anwendung (RB 1998 Nr. 6; VGr, 8. Mai 2003, VB.2002.00424, E. 2, www.vgrzh.ch; KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 17 N. 36 ff.).</p> <p class="Urteilstext">Unter ganz besonderen UmstÃ¤nden hat der Einzelrichter der 3. Abteilung des Verwaltungsgerichts die EntschÃ¤digung des vollen Rechtsverfolgungsaufwands als notwendig erachtet (RB 1998 Nr. 8 = ZBl 99/1998, S. 524; KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 17 N. 41). Ob daraus eine generelle Praxis abgeleitet werden kann, braucht im vorliegenden Fall nicht entschieden zu werden (vgl. hinten E. 3.3).</p> <p class="Urteilstext">Wird â ausnahmsweise â vom Rechtsvertreter eine Honorarnote eingereicht, so ist diese zu beachten und kann die mit der Festsetzung der ParteientschÃ¤digung betraute BehÃ¶rde anhand dieser Unterlagen dem fallspezifischen Aufwand besser Rechnung tragen, als wenn eine solche Zusammenstellung fehlen wÃ¼rde und sie sich ausschliesslich an ihrer bisherigen Praxis und an Ã¤hnlich gelagerten FÃ¤llen orientieren mÃ¼sste (vgl. RB 1998 Nr. 6, E. 3a e contrario; KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 17 N. 42). </p> <p class="Erwgung2"><b>3.3 </b> Gegenstand des Beschwerdeverfahrens bildete die Nichtzulassung der BeschwerdefÃ¼hrerin zur zweiten Stufe des Vergabeverfahrens mit der BegrÃ¼ndung, eines der Referenzprojekte der BeschwerdefÃ¼hrerin stamme nicht von ihr selbst, sondern von einer Konzerngesellschaft, und in Bezug auf das QualitÃ¤tsmanagement erfÃ¼lle sie die Mindestanforderungen nicht. Die BeschwerdefÃ¼hrerin liess dagegen vorbringen, wenn bei ihr die Referenzen von Konzerngesellschaften nicht anerkannt wÃ¼rden, dÃ¼rfe dies auch bei den anderen Anbieterinnen nicht geschehen bzw. wenn die Mitbeteiligte Nr. 1 zur zweiten Stufe zugelassen werde, mÃ¼sse dies auch fÃ¼r sie gelten. Das Beschwerdeverfahren betraf also lediglich die Frage der Zulassung zur zweiten Stufe des Vergabeverfahrens; ob die BeschwerdefÃ¼hrerin im Fall einer Gutheissung der Beschwerde bzw. der Zulassung zur zweiten Stufe schliesslich auch den Zuschlag erhalten hÃ¤tte, bleibt vÃ¶llig offen. Die hier vorliegenden VerhÃ¤ltnisse sind jedenfalls nicht vergleichbar mit jenen, die RB 1998 Nr. 8 (= ZBl 99/1998, S. 524) zugrunde lagen, wo gegenÃ¼ber dem BeschwerdefÃ¼hrer ausgesprochene berufliche EinschrÃ¤nkungen und Auflagen dessen berufliche Zukunft sowie sein Ansehen in der Ãffentlichkeit in Frage stellten. Auch sonst sind keine GrÃ¼nde ersichtlich, die eine volle EntschÃ¤digung des Rechtsverfolgungsaufwands der BeschwerdefÃ¼hrerin rechtfertigen kÃ¶nnten.</p> <p class="Urteilstext">Mithin ist nur eine angemessene EntschÃ¤digung festzusetzen. Der Streitwert lÃ¤sst sich im konkreten Fall nicht beziffern, ging es doch erst um die Zulassung zur zweiten Stufe des Vergabeverfahrens und noch nicht um den Zuschlag des Auftrags. Hingegen ist offensichtlich, dass der Streitgegenstand ziemlich komplex und deshalb die Ausarbeitung der Rechtsschriften anspruchsvoll war. Ohne weiteres ist glaubhaft, dass der Vertreter der BeschwerdefÃ¼hrerin mit Besprechungen, AbklÃ¤rungen des Sachverhalts und der Rechtslage, Korrespondenzen und der Ausarbeitung der Rechtsschriften (Beschwerdeschrift im Umfang von 17 Seiten, Replikschrift im Umfang von 23 Seiten und ErgÃ¤nzung der Replikschrift im Umfang von 8 Seiten) einen erheblichen Rechtsverfolgungsaufwand betreiben musste. Allerdings erscheint der geltend gemachte Zeitaufwand von Ã¼ber 150 Stunden nicht in jeder Hinsicht als notwendig im Sinn der dargestellten Rechtsprechung zu § 17 Abs. 2 VRG und angesichts der Tatsache, dass nicht der Zuschlag Gegenstand des vorliegenden Beschwerdeverfahrens bildete, als erheblich zu hoch und der Streitsache nicht angemessen. Ferner ist zu berÃ¼cksichtigen, dass der Rechtsvertreter nicht in der Lage war, das Mandat alleine zu fÃ¼hren und durch den Beizug einer RechtsanwÃ¤ltin zusÃ¤tzlicher Aufwand entstanden ist. Nachdem ohnehin nur eine angemessene und nicht die volle EntschÃ¤digung festzusetzen ist, erÃ¼brigt sich eine ÃberprÃ¼fung der Einzelheiten des Aufwands gemÃ¤ss den eingereichten Honorarnoten.</p> <p class="Urteilstext">Ein allfÃ¤lliger Vorteil, den die VergabebehÃ¶rde durch das Beschwerdeverfahren erlangte, indem sie "dank der vorliegenden Beschwerde nochmals Gelegenheit" erhielt, "den Sinn und Zweck des von ihr geplanten Investments zu Ã¼berprÃ¼fen", und die fÃ¼r die Offerten ausgesetzen EntschÃ¤digungen "einsparte", fÃ¤llt fÃ¼r die Bemessung der ParteientschÃ¤digung nach dem oben (E. 3.2) Gesagten von vornherein ausser Betracht.</p> <p class="Erwgung1"><b>4. </b> </p> <p class="Urteilstext">Somit erscheint eine ParteientschÃ¤digung von Fr. 7'000.- (Mehrwertsteuer inbegriffen) als den UmstÃ¤nden und der Bedeutung des Falls sowie den objektiv erforderlichen Aufwendungen angemessen; dieser Betrag liegt an der oberen Grenze der vom Verwaltungsgericht in vergleichbaren FÃ¤llen zugesprochenen ParteientschÃ¤digungen.</p> <p class="Zwischentitel">DemgemÃ¤ss beschliesst die Kammer:</p> <p class="Einzug2">1. Das Beschwerdeverfahren wird als gegenstandslos geworden abgeschrieben.</p> <p class="Einzug2">2. Die GerichtsgebÃ¼hr wird festgesetzt auf <br/> Fr. 1'000.--; die Ã¼brigen Kosten betragen:<br/> Fr. 330.-- Zustellungskosten,<br/> Fr. 1'330.-- Total der Kosten.</p> <p class="Einzug2">3. Die Gerichtskosten werden der Beschwerdegegnerin auferlegt.</p> <p class="Einzug2">4. Die Beschwerdegegnerin wird verpflichtet, der BeschwerdefÃ¼hrerin eine ParteientschÃ¤digung von Fr. 7'000.- (Mehrwertsteuer inbegriffen) zu bezahlen, zahlbar innert 30 Tagen ab Rechtskraft dieses Beschlusses. Weitere ParteientschÃ¤digungen werden nicht zugesprochen.</p> <p class="Urteilstext">5. Mitteilung an â¦</p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>