<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="content"> <div class="para"> </div> <div class="para">Bundesgericht </div> <div class="para">Tribunal fédéral </div> <div class="para">Tribunale federale </div> <div class="para">Tribunal federal </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <table border="0"> <tr> <td> <img height="68" src="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/clir/http/displayimage.php?id=2017-08-10-5A_595-2017.1&amp;type=gif" width="95"/> </td> <td> <div class="para"> </div> </td> <td> <div class="para"> </div> </td> </tr> <tr> <td> <div class="para"> <b>5A_595/2017 </b> </div> </td> <td> <div class="para"> </div> </td> <td> <div class="para"> </div> </td> </tr> </table> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>Urteil vom 10. August 2017</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>II. zivilrechtliche Abteilung</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Besetzung </div> <div class="para">Bundesrichter von Werdt, Präsident, </div> <div class="para">Gerichtsschreiber Möckli. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Verfahrensbeteiligte </div> <div class="para">A.________, </div> <div class="para">Beschwerdeführer, </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <i>gegen</i> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde U.________. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Gegenstand </div> <div class="para">Anordnung von ambulanten Massnahmen, </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Beschwerde gegen den Beschluss des Obergerichts des Kantons Zürich, II. Zivilkammer, vom 25. Juli 2017. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>Sachverhalt:</b> </div> <div class="para">A.________ wurde am 7. März 2017 durch ärztliche Einweisung fürsorgerisch untergebracht. Am 7. April 2017 ordnete die KESB U.________ die Verlängerung der Massnahme an. </div> <div class="para">Im Zuge der Entlassung ordnete die KESB gestützt auf entsprechende ärztliche Mitteilung am 4. Mai 2017 in Anwendung von <span class="artref">Art. 437 Abs. 2 ZGB</span> und § 36 ff. EG KESR/ZH ambulante Massnahmen an. </div> <div class="para">Die hiergegen erhobene Beschwerde wies der Bezirksrat Pfäffikon mit Urteil vom 30. Juni 2017 ab und das Obergericht des Kantons Zürich trat mit Beschluss vom 25. Juli 2017 auf die dagegen eingereichte Beschwerde nicht ein. </div> <div class="para">Gegen das obergerichtliche Urteil hat A.________ am 7. August 2017 beim Bundesgericht eine Beschwerde eingereicht mit den Begehren um dessen Aufhebung und Rückweisung der Sache zur Neubeurteilung sowie um Prüfung der Verfasserin des Polizeiberichts vom 9. März 2017auf Herz und Nieren. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>Erwägungen:</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>1.</b> </div> <div class="para">Obwohl sich die Nachbetreuung aufgrund der Delegationsnorm von <span class="artref">Art. 437 Abs. 2 ZGB</span> auf kantonales Recht stützt, handelt es sich um eine Erwachsenenschutzmassnahme und ist die Beschwerde in Zivilsachen gegeben (vgl. Urteil 5A_386/2016 vom 27. Oktober 2016 E. 2). Angefochten ist ein kantonal letztinstanzlicher Entscheid und die Beschwerde ist fristgerecht, so dass auch die weiteren Voraussetzungen gegeben sind (<span class="artref">Art. 75 Abs. 1 und <artref id="CH/173.110/100/1" type="start"></artref>Art. 100 Abs. 1 BGG</span><artref id="CH/173.110/75/1" type="end"></artref>). </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>2.</b> </div> <div class="para">Vor Obergericht hatte der Beschwerdeführer geltend gemacht, dass seine zukünftige Nebenfrau B.________, die reinkarnierte frühchristliche Märtyrerin Lucia von Syrakus, aufgrund einer Mail in Panik versetzt worden sei, was verständlich, für Gott aber unerheblich sei, weil sie sich noch in Entwicklung befinde, und auf ein am 10. März 2017 erlebtes Wunder verwiesen, mit welchem ihm der Herr die Zukunft seiner Nebenfrau offenbart habe. Im Lauf der Hospitalisierung habe er die Salbung mit dem Geist des Herrn erfahren, welcher ihm angetragen habe, den Schabbat-Dienst zu versehen. Was von der Psychiatrie als Selbstgefährdung wahrgenommen werde, sei nichts anderes als die Salbung mit dem Geist, wie in Psalm 92 beschrieben. </div> <div class="para">Vor dem Hintergrund dieser Ausführungen vor Obergericht und den obergerichtlichen Erwägungen, wonach der Beschwerdeführer die fachärztlich festgestellte psychische Erkrankung selber nicht zu erkennen vermöge und ohne ärztliche Begleitung und stützende Medikation die erhebliche Gefahr des Rückfalls in eine akute Phase der Erkrankung und damit einer erneuten Hospitalisierung bestehe, war einzig die auf § 36 ff. EG KESR/ZH gestützte Nachbetreuung Gegenstand des angefochtenen Entscheides, nicht aber die Einweisung in die Klinik, aus welcher der Beschwerdeführer ohnehin entlassen ist. </div> <div class="para">Vor Bundesgericht richtet sich der Beschwerdeführer aber gegen einen anderen Gegenstand als die Nachbetreuung, indem er festhält, es gehe um den Polizeirapport über seine Verhaftung am 7. März 2017, welcher keine Wiedergabe der vorgefallenen Ereignisse enthalte, sondern ein frei erfundener Bericht sei. Er habe sich keineswegs aggressiv verhalten, sondern er habe sich einzig gegen das aggressive Verhalten der Kollegin von B.________ gewehrt. Sie sei ihm gegenüber tätlich geworden, indem sie ihm den mit Äpfeln gefüllten Sack habe entreissen wollen. Im seinem Tagebucheintrag vom 7. März 2017 nenne er den Rapport ein betrügerisches Aktenstück, aber niemand sei auf seine Feststellungen eingegangen. </div> <div class="para">Im bundesgerichtlichen Verfahren kann kein anderer Verfahrensgegenstand thematisiert werden als der im Anfechtungsobjekt behandelte. Abgesehen davon geht aus den vorstehend wiedergegebenen Ausführungen nicht ansatzweise hervor, dass und inwiefern mit dem angefochtenen Entscheid Recht verletzt worden sein könnte. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>3.</b> </div> <div class="para">Nach dem Gesagten erweist sich die Beschwerde als offensichtlich unbegründet, weshalb auf sie nicht eingetreten werden kann und der Präsident im vereinfachten Verfahren entscheidet (<span class="artref">Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG</span>). </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>4.</b> </div> <div class="para">Angesichts der konkreten Umstände wird auf die Erhebung von Gerichtskosten verzichtet (<span class="artref">Art. 66 Abs. 1 BGG</span>). </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>Demnach erkennt der Präsident:</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>1.</b> </div> <div class="para">Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>2.</b> </div> <div class="para">Es werden keine Gerichtskosten erhoben. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>3.</b> </div> <div class="para">Dieses Urteil wird dem Beschwerdeführer, der KESB U.________ und dem Obergericht des Kantons Zürich, II. Zivilkammer, schriftlich mitgeteilt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Lausanne, 10. August 2017 </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Im Namen der II. zivilrechtlichen Abteilung </div> <div class="para">des Schweizerischen Bundesgerichts </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Der Präsident: von Werdt </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Der Gerichtsschreiber: Möckli </div> </div></body></html>