<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="cell small-12 contentContainer printArea"> <div><table><tr><td><p class="Normal Heading1"><span id="_GoBack"></span><span class="Normal Heading1">Sozialversicherungsgericht</span></p><p class="Normal Heading1"><span class="Normal Heading1">des Kantons Zürich</span></p></td><td><p class="Normal Heading1"></p></td></tr></table><p><span>IV.2017.00299</span></p><p><br/></p><p><br/></p><p>II. Kammer</p><p>Sozialversicherungsrichter Mosimann, Vorsitzender<br/>Sozialversicherungsrichterin Sager<br/>Ersatzrichterin Romero-Käser<br/>Gerichtsschreiberin Kübler-Zillig</p><p class="Normal Heading2"><span class="Normal Heading2">Urteil vom 22. Mai 2018</span></p><p class="Normal StandardEinzug"><span class="Normal StandardEinzug">in Sachen</span></p><p class="Normal StandardFett RubrumFett"><span class="Normal StandardFett RubrumFett">X.___</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Beschwerdeführerin</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">vertreten durch Fortuna Rechtsschutz-Versicherungs-Gesellschaft</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Rechtsdienst, Rechtsanwältin Mirja Santschi</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Soodmattenstrasse 2, 8134 Adliswil 1</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">gegen</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardFett RubrumFett"><span class="Normal StandardFett RubrumFett">Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Beschwerdegegnerin</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">weitere Verfahrensbeteiligte:</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardFett RubrumFett"><span class="Normal StandardFett RubrumFett">BVG-Sammelstiftung Swiss Life</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">c/o Swiss Life AG</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">General-Guisan-Quai 40, Postfach, 8022 Zürich</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Beigeladene</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Sachverhalt:</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">X.___, geboren 1977, arbeitete seit Mai 2014 als Reinigungs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ange</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">stellte (Urk. 6/26 Ziff. 2.1 und 2.7), als am 13. November 2014 die Meldung zur Früh</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">erfassung erfolgte (Urk. 6/5). Am 5. Januar 2015 meldete sie sich in der Folge unter Hinweis auf einen Morbus Bechterew bei der Invalidenversicherung zum Leistungsbezug an (Urk. 6/16 Ziff. 6.2). Die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, tätigte erwerbliche (Urk. 6/1, Urk. 6/20, Urk. 6/26) und medizinische Abklärungen (Urk. 6/10, Urk. 6/24, Urk. 6/29, Urk. 6/32), zog Akten des Krankenversicherers bei (Urk. 6/38) und teilte der Versicherten am 13. August 2015 mit, aufgrund des Gesundheitszustandes seien derzeit keine beruflichen Massnahmen möglich (Urk. 6/39). Nachdem die IV-Stelle weitere medi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">zinische Abklärungen getätigt (Urk. 6/44) und eine rheumatologisch-psychiatrische Begutachtung der Versicherten veranlasst hatte (Urk. 6/55), wies die IV-Stelle die Versicherte mit Schreiben vom 7. September 2016 auf ihre Mit</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">wirkungspflicht hin (Urk. 6/58). Nach durchgeführtem Vorbescheidverfahren (Urk. 6/59-60, Urk. 6/68) verneinte die IV-Stelle mit Verfügung vom 10. Februar 2017 einen Rentenanspruch der Versicherten (Urk. 6/70 = Urk. 2).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Versicherte erhob am 7. März 2017 Beschwerde gegen die Verfügung vom 10. Februar 2017 (Urk. 2) und beantragte, diese sei aufzuheben und es sei ihr eine IV-Rente zuzusprechen, eventuell sei die Beschwerdegegnerin zu ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">pflichten, unverzüglich die gesetzlich vorgeschriebenen notwendigen medizi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nischen Abklärungen über den Gesundheitszustand beziehungsweise über die Arbeits- und Erwerbsfähigkeit vorzunehmen oder zu veranlassen (Urk. 1 S. 2). Mit Beschwerdeantwort vom 27. April 2017 schloss die IV-Stelle auf Abweisung der Beschwerde (Urk. 5), was der Beschwerdeführerin am 29. Mai 2017 mit</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">geteilt wurde (Urk. 7). Die Swiss Life AG, welche mit Gerichtsverfügung vom 13. April 2018 zum Prozess beigeladen wurde (Urk. 8), verzichtete mit Schreiben vom 23. April 2018 auf eine Stellungnahme (Urk. 10), wovon den anderen Ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">fahrensbeteiligten Kenntnis gegeben wurde (Urk. 11).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Das Gericht zieht in Erwägung:</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">des Bundesgesetzes über den Allge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">meinen Teil des Sozialversicherungsrechts, </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ATSG). </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Sie kann Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung, </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">IVG). </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">trächtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurtei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">lung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Anspruch auf eine Rente haben gemäss </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">28 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Abs. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1 IVG Versicherte, die:</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">a.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betäti</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können;</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">b.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich min</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">des</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tens 40 % arbeitsunfähig (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">6 ATSG) gewesen sind; und</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">c.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">8 ATSG) sind.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine Vier</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">telsrente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine Dreiviertels</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">rente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">28 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Abs. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">2 IVG).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gege</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">benenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig ist (BGE 125 V 256 E. 4). Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten Person noch zugemutet werden kön</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">nen (BGE 125 V 256 E. 4 mit Hinweisen; AHI 2002 S. 70 E. 4b.cc).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Berichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorak</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">nischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuch</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tet und ob die Schlussfolgerungen in der Expertise begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Beschwerdegegnerin erwog in der angefochtenen Verfügung vom 10. Februar 2017 (Urk. 2), nach Prüfung der vorliegenden Akten sei von einer vollständigen Arbeitsfähigkeit in einer körperlich angepassten Tätigkeit auszu</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gehen. Die bisherige Tätigkeit als Reinigungsangestellte sei seit Dezember 2014 nicht mehr zumutbar (S. 1). Es sei davon auszugehen, dass die therapeuti</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">schen Massnahmen im psychiatrischen wie auch rheumatologischen Bereich noch nicht ausgeschöpft seien und sich der Gesundheitszustand der Beschwer</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">de</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">führerin deshalb noch verbessern könne. Bei der Diagnose einer mittel</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gradigen depressiven Episode handle es sich zudem noch um keine invalidisierende Erkrankung und sei daher bei der Invalidenversicherung nicht versichert. Die psychiatrischen Beschwerden würden somit von der Invaliditäts</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">bemessung aus</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">geklammert. Ein leidensbedingter Abzug sei nicht angezeigt, da die Beschwer</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">deführerin unter Berücksichtigung des Belastungs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">profils auf einem ausgegliche</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nen Arbeitsmarkt eine Anstellung ohne Lohnein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">busse finden könne (S. 2). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Demgegenüber machte die Beschwerdeführerin geltend, gemäss dem Y.___-Gutachten bestehe für eine körperlich angepasste, leichte Tätigkeit aus gesamt</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">medizinischer Sicht eine Arbeitsfähigkeit von zirka 50 %, entsprechend vier bis fünf Stunden täglich. In seiner Stellungnahme vom 21. Juni 2016 habe der RAD-Arzt Dr. med. Z.___ ausgeführt, die Arbeitsunfähigkeit in einer angepassten Tätigkeit habe vom 1. Dezember 2014 bis 15. Juni 2016 100 % betragen. Seit 16. Juni 2016 betrage die Arbeitsunfähigkeit in einer angepassten Tätigkeit bis auf weiteres 50 %. Es sei eine wesentliche Verbesse</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rung des Gesundheitszustandes zu erwarten, da noch nicht alle therapeutischen Massnahmen (psychiatrisch) ausgeschöpft seien und auch die depressive Medi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">kation insuffizient sei (Urk. 1 S. 3 Ziff. 2). Das Y.___-Gutachten erfülle die pra</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">xisgemässen Kriterien nicht, weshalb darauf nicht abgestellt werden könne (S. 4 Ziff. 5). Die von Dr. Z.___ aufgeführte Behauptung, wonach eine wesentli</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">che Veränderung des Gesundheitszustandes zu erwarten sei, widerspreche nicht nur den Berichten von Dr. A.___, Dr. B.___ und Dr. C.___, sondern falle auch wesentlich positiver aus als die Feststellungen im Y.___-Gutachten. Dr. Z.___ sei zudem Facharzt für Chirurgie und entsprechend nicht quali</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">fiziert, die psychiatrischen Beschwerden angemessen zu beurteilen. Da sie gleichzeitig mit dem Erlass des Vorbescheides auf die Schadenminderungs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">pflicht hingewiesen worden sei, könne die behauptete und hiermit bestrittene insuffiziente Therapie frühestens ab Zustellung des besagten Schreibens berück</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sichtigt werden (S. 4 Ziff. 7). Der rheumatologische Gutachter halte fest, dass die Beschwerdeführerin in einer leichten Verweistätigkeit unter Vermeidung von schwereren Belastungen der Wirbelsäule in Phasen niedriger Entzündungsakti</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">vität aus rheumatologischer Sicht voll arbeitsfähig sei. Daraus sei zu schliessen, dass in Phasen von erhöhter Entzündungsaktivität bereits aus rheumatologi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">scher Sicht zumindest teilweise eine Arbeitsunfähigkeit bestehe (S. 5 Ziff. 8). Die Ausführungen der Beschwerde</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gegnerin, wonach sich aus den Aussagen der Beschwerdeführerin diverse psychosoziale Belastungsfaktoren entnehmen lassen würden, welche im Gutachten sowie vom RAD-Arzt Dr. Z.___ als Aus</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">schlussgründe nicht ausgeklammert worden seien, seien nicht nachvollziehbar. Die Arbeitsun</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">fähig</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">keit sei keinesfalls auf psychosoziale Belastungsfaktoren zurückzuführen, sondern gründe in den massiven Schmerzen, welche die Beschwerdeführerin aufgrund ihrer physischen Beschwerden verspüre. Auch die Behauptung, dass die bisherige psychiatrische Behandlung insuffizient gewesen sei, könne klar wider</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">legt werden. Entsprechend rechtfertige es sich unter keinen Umständen, von einer vollen Arbeitsfähigkeit in einer angepassten Tätigkeit auszugehen. Seit dem 8. September 2014 sei sie bis auf weiteres in sämtlichen Tätigkeiten zu 100 % arbeitsunfähig, weshalb ihr ab September 2015 keine gan</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ze Rente aus</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">zurichten sei (S. 5 f. Ziff. 10).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Strittig und zu prüfen ist demnach die Arbeits- und Leistungsfähigkeit der Beschwerdeführerin und damit der Invaliditätsgrad.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die behandelnde Rheumatologin Dr. med. D.___, Fachärztin für Rheu</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">matologie und Innere Medizin, diagnostizierte in ihrem Bericht vom 24. Juli 2014 (Urk. 6/10/1-2) insbesondere einen Morbus Bechterew sowie eine chroni</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sche Blepharitis beidseits (S. 1). Die Beschwerdeführerin leide seit dem Jahre 2002 an Rückenschmerzen mit Schmerzausstrahlung ins Bein. Die Schmerzen hätten im Verlauf deutlich zugenommen. Es bestehe eine Indikation für eine Basistherapie mit einem TNF-Hemmer (S. 2). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Hausärztin Dr. med. C.___, Fachärztin für Allgemeine Innere Medizin, führte am 10. November 2014 aus, die Beschwerdeführerin leide an ausgeprägten Schmerzen paravertebral und sternal sowie an einer Schlafstö</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rung. Dies führe zu Beeinträchtigungen im Alltag (Urk. 6/38/11 Ziff. 1). Als Diagnose nannte Dr. C.___ einen Morbus Bechterew (Ziff. 3). Aufgrund schwerer Nebenwirkungen habe die Beschwerdeführerin die Basistherapie mit TNF-Hemmer nicht gewünscht (Ziff. 6). Seit dem 8. September 2014 bestehe in allen Bereichen eine vollständige Arbeitsunfähigkeit (Ziff. 7). Die Prognose sei schlecht (Ziff. 8). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Dr. med. E.___, Facharzt für Augenheilkunde und Augenchirurgie, diagnostizierte in seinem Bericht vom 5. Februar 2015 eine chronische Blepha</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ritis beidseits sowie ein kleines Lidrandpapillom an der temporalen Unterlid</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">kante. Aus augenärztlicher Sicht bestehe keine Arbeitsunfähigkeit (Urk. 6/24/6).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.4</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Ärzte des F.___ nannten in ihrem Bericht vom 23. März 2015 (Urk. 6/29/6-9), folgende Diagnosen mit Aus</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">wirkung auf die Arbeitsfähigkeit (S. 1 f. Ziff. 1.1, vgl. korrigierte Diagnosen im Schreiben vom 8. Oktober 2015, Urk. 6/44):</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">mittelgradige depressive Episode (ICD-10 F32.1)</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Morbus Bechterew (ED 2013)</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Beschwerdeführerin könne sich auch nach bisheriger ambulanter psycho</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">therapeutischer und medizinischer Behandlung nur langsam wieder in das All</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tagsleben eingliedern. Sie leide nach wie vor an Aktivitätsein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">schränkungen, oft nach nur kleinen Anstrengungen, an starker Depression, Interessenverlust und Freudlosigkeit. Die gedrückte Stimmung ändere sich von Tag zu Tag wenig und es falle der Patientin schwer, auf die jeweiligen Lebensumstände zu reagieren. Sie vermeide im Alltag Aktivitäten und habe sich völlig zurück</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gezogen. Sie leide an andauernden und quälenden Schmerzen. Nach wie vor leide die Beschwerdeführerin an starken Konzentrationsstörungen, verminder</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tem Selbst</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">wertgefühl und Selbstvertrauen sowie Schlafstörungen. Längeres Sitzen und Stehen würden Unruhe und Nervosität auslösen (S. 1). Sie könne sich nicht lange unter Menschen aufhalten und habe keine Ausdauer (S. 3 Ziff. 1.7). Auf</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">grund des Leistungsprofils und der Diagnose sei die Beschwerde</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">führerin in einem labilen Zustand und auf längere Sicht zu 100 % arbeitsunfähig für sämt</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">liche Tätigkeiten in der freien Marktwirtschaft. Im Haus</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">halt bestehe eine Arbeitsfähigkeit von 70 % (S. 1). Aufgrund der fortge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">schrittenen Chronifi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">zierung und dem ungenügenden Erfolg der bisherigen Therapien sei die Progno</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">se als negativ zu beurteilen (S. 3 oben). Zwei- bis dreimal monatlich besuche die Beschwerdeführerin eine Einzeltherapie, einmal monatlich erhalte sie psychiatri</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sche Betreuung und medikamentöse Therapie (S. 3 Ziff. 1.5). In der bisherigen Tätigkeit als Reinigungsangestellte sei die Beschwer</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">deführerin seit September 2014 vollständig arbeitsunfähig (S. 3 Ziff. 1.6).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.5</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Am 14. April 2015 nannte Dr. C.___ folgende Diagnosen (Urk. 6/32 Ziff. 1.1):</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Spondylarthritis Typ Bechterew mit panvertebralen Schmerzen entzün</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">dungsbedingt</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">depressive Störung mittleren Grades (ICD-10 F32.1)</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Seit dem Jahre 2003 leide die Beschwerdeführerin unter panvertebralen Schmer</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">zen, welche in den letzten Jahren so stark zugenommen hätten, dass sie kaum mehr schlafen könne und Depressionen entwickelt habe. Sie leide unter Schlafstörungen und Minderwertigkeitskomplexen, weil sie kaum mehr etwas machen könne zu Hause. Die Stimmung sei gedrückt, sie sei apathisch und grü</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">belnd (Ziff. 1.4). Seit dem 8. September 2014 bestehe eine vollständige Arbeits</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">unfähigkeit (Ziff. 1.6). Die bisherige Tätigkeit sei aus medizinischer Sicht nicht mehr zumutbar (Ziff. 1.7), eine berufliche Umstellung sei aus medizinischer Sicht nicht zu prüfen (Ziff. 1.12).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.6</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Am 24. sowie 29. März 2016 wurde die Beschwerdeführerin im Auftrag der Beschwerdegegnerin rheumatologisch und psychiatrisch begutachtet. Die Ärzte des Y.___ stützten sich bei ihrem Gutachten vom 16. Juni 2016 auf die vorhandenen Akten, die Anamnese sowie eigene Untersuchungen (Urk. 6/55/2 Ziff. 2) und nannten insgesamt fol</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gende Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit (Urk. 6/55/3 Ziff. 3):</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">axiale Spondylarthritis</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">HLA-B27 positiv</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">Status nach Uveitis 1/2014</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">aktenanamnestisch initial gutes Ansprechen auf NSAR</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">mittelgradige depressive Episode ohne somatisches Syndrom (ICD-10: F32.10)</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Gemäss rheumatologischer Einschätzung könne in Übereinstimmung mit der Aktenlage die Diagnose einer HLA-B27-positiven axialen Spondylarthritis gestellt werden. Zum aktuellen Gutachtenszeitpunkt könne die Krankheitsakti</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">vität bei kaum eingeschränkter Beweglichkeit, unauffälligem Mennell-Test, fehlenden Hinweisen auf eine akute Arthritis und laborchemisch fehlendem Hinweis auf eine humorale entzündliche Aktivität als gering eingeschätzt wer</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">den. Auch in dem anlässlich der aktuellen Untersuchung veranlassten MRI der gesamten Wirbelsäule hätten sich kaum Hinweise auf eine Krankheitsaktivität der Spondylarthritis gezeigt, lediglich im Bereich der ISG-Gelenke seien gering</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gradige Zeichen einer möglichen leichten Krankheits</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">aktivität nachweisbar gewesen. Dennoch könne zusammenfassend aus rheuma</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tologischer Sicht auf</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">grund der zweifelsohne nachgewiesenen Spondyl</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">arthritis eine verminderte Belastbarkeit der Wirbelsäule postuliert werden, so dass die Explorandin für körperlich schwere Arbeiten und auch für mehr als punktuell mittelschwere Arbeiten nicht mehr qualifiziert sei (Urk. 6/55/3). In einer leichten Verweistätig</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">keit unter Vermeidung von schwereren Belastungen der Wirbelsäule sei die Beschwerdeführerin in Phasen niedriger Entzündungsaktivität aus rheuma</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">to</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">logischer Sicht vollständig arbeitsfähig. Es sei jedoch darauf zu achten, dass keine schwereren Lasten gehoben werden müssten und dass rücken</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">belastende Zwangshaltungen vermieden werden könnten. Eine wechsel</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">belastende Tätigkeit sei zu bevorzugen (Urk. 6/55/47 unten). Bei der psychiatrischen Untersuchung sei in Übereinstimmung mit der Einschätzung des vorbehandelnden ambulanten Psychiaters die Diagnose einer mittelgradigen depressiven Episode gestellt wor</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">den. Die funktionellen Einschränkungen aufgrund der depressiven Symptomatik würden sie heute etwas geringer einschätzen als der vorbehandelnde Psychiater. Einschränkungen würden vor allem im Bereich Flexibilität und Umstellungs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">fähigkeit, Anwendung fachlicher Kompetenzen, Durchhaltefähigkeit, Selbstbe</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">hauptungsfähigkeit, Fähigkeit zu familiären und intimen Beziehungen und Spontanaktivitäten bestehen. Diese führten zu einer Einschränkung der Arbeits</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">fähigkeit als Reinigungsmit</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">arbeiterin, aber auch in angepassten Tätigkeiten. Die bisher eingeleitete The</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rapie könne als unzureichend eingeschätzt werden (Urk. 6/55/3).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die bisherige Tätigkeit der Beschwerdeführerin als Reinigungsmitarbeiterin, welche sie mit der Krankschreibung ab dem 1. September 2014 aufgegeben habe, könne als körperlich zumindest punktuell schwer bezeichnet werden. Für diese Tätigkeit bestehe schon rein aufgrund des rheumatologischen Krankheits</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">bildes dauerhaft keine Arbeitsfähigkeit mehr. Dies gelte auch bei aktuell fehlen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">dem Hinweis auf eine entzündliche Aktivität der Spondylarthritis, da eine erhöhte Vulnerabilität des Bewegungsapparates auch bei fehlenden Aktivitäts</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">zeichen bestehe. Auch aus psychiatrischer Sicht bestehe aufgrund der hohen Anforderungen an das Durchhaltevermögen und an die Sorgfalt für diese Tätig</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">keit keine Arbeitsfähigkeit mehr (Urk. 6/55/4 oben). Für körperlich ange</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">passte, leichte Tätigkeiten bestehe aus gesamtmedizinischer Sicht eine Arbeits</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">fähigkeit von zirka 50 % entsprechend vier bis fünf Stunden täglich. Die Ein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">schränkung gegenüber einem Vollpensum könne dabei mit dem psychiatrischen Krankheits</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">bild und der dadurch verminderten emotionalen Belastbarkeit begründet wer</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">den. Die Tätigkeit sollte gut strukturiert sein, wenig Kunden- und Teamkontakte erfordern, ausreichende Pausenmöglichkeiten bieten und intellektuell nicht anspruchsvoll sein (Urk. 6/55/4 unten). Die Arbeitsfähigkeit in angepassten Tätigkeiten werde derzeit in erster Linie aufgrund des psychiatrischen Krank</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">heitsbildes reduziert (Urk. 6/55/8 Ziff. 6).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Gemäss rheumatologischer Beurteilung empfahlen die Gutachter weitere Kon</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">trollen der Entzündungsaktivität der Spondylarthritis. Die Indikation für eine Biologika-Therapie werde aus rheumatologischer Sicht aufgrund der derzeit fehlenden entzündlichen Aktivität vorsichtig beurteilt. Aus psychiatrischer Sicht sei eine Intensivierung der Therapie, insbesondere der medikamentösen Thera</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">pie, empfehlenswert (Urk. 6/55/5 oben, Urk. 6/55/7 Ziff. 3). Es bestünden deut</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">liche Einschränkungen im Alltagsleben und in der Freizeitgestaltung. Die Beschwerde</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">führerin selber führe diese Einschränkungen auf ihre Antriebs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">losigkeit und ihre allgemeine Schwäche zurück, die Schmerzen stünden dabei weniger im Vordergrund. Insgesamt könne damit davon ausgegangen werden, dass in erster Linie die psychiatrische Erkrankung zu einer Einschränkung des Alltagslebens und der Freizeitgestaltung führe (Urk. 6/55/7 Ziff. 2). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Bei der Diagnose einer mittelgradigen depressiven Episode handle es sich um ein eigenständiges psychisches Leiden. Psychosozialen Faktoren könnten zwar eine verstärkende Wirkung respektive auch eine auslösende Wirkung bei der Entwicklung des depressiven Krankheitsbildes beigemessen werden, sicherlich würden sie sich derzeit auch eher ungünstig auf die Bewältigung der Erkran</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">kung auswirken. Dennoch handle es sich um ein eigenständiges psychiatrisches Krankheitsbild, das klar von psychosozialen Faktoren abgegrenzt werden könne (Urk. 6/55/7 Ziff. 1). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.7</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Ärzte des F.___ führten am 11. November 2016 aus, bei den Medikamenten Trittico und Zolpidem handle es sich um eine Bedarfsmedikation, welche die Beschwerdeführerin nicht täglich einnehme, sondern nur an den neun Schmerztagen im Monat. Die frühere Dauermedikati</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">on mit Cymbalta und Saroten habe eine ungenügende Wirkung gezeigt. Es sei nicht richtig, dass die Beschwerdeführerin im Rahmen der Möglichkeiten insu</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ffizient behandelt werde. Sodann seien die psychosozialen Umstände nicht ursächlich für die Depression. Die Konflikte mit dem Ehemann seien eine Folge der Schmerzen. Die Tumorerkrankung der Tochter sei vollständig geheilt und damit keine angebliche Ursache für die Depression. Die Belastungen durch die pubertierende Tochter seien keinesfalls ausserhalb der Norm (Urk. 6/67 S. 1 Ziff. 2). Eine sitzende Tätigkeit sei zunehmend ebenfalls nicht mehr möglich gewesen, zu Hause liege die Beschwerdeführerin zwischendurch immer wieder. Der Haushalt sei nicht mehr machbar. Daher sei die Beschwerdeführerin auch für angepasste Tätigkeiten vollständig arbeitsunfähig (S. 2 Ziff. 3). Da sie zirka zehn Tage pro Monat nur noch im Bett liege und kaum mehr auf die Toilette gehen könne, sei die Störung nicht überwindbar und willentlich nicht mehr beeinflussbar. Die Beschwerdeführerin sei auch in angepasster Tätigkeit zu 100 % arbeitsunfähig (S. 2 Ziff. 4). Der bisherige Verlauf zeige keine Verbesse</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rung, sondern stationär immer wieder exazerbierende Schmerzen. Trotz medizi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nischer Massnahmen sei nicht davon auszugehen, dass die Situation wieder besser werde (S. 2 Ziff. 6). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">4.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">4.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Aus den vorliegenden medizinischen Akten ergibt sich in Bezug auf den medi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">zinischen Sachverhalt ohne Weiteres, dass die Beschwerdeführerin an einem Morbus Bechterew sowie einer mittelgradigen depressiven Episode leidet (E. 3.1</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2, E. 3.4-6). Gemäss dem Y.___-Gutachten vom 16. Juni 2016, welches sich umfassend mit allen Aspekten der gesundheitlichen Beeinträchtigungen aus</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">einandersetzt, insbesondere auch sämtliche bis dahin vorhandenen ärztli</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">chen Untersuchungsberichte berücksichtigt und damit die praxisgemässen Anfor</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">de</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rungen an den Beweiswert medizinischer Berichte (vgl. vorstehend E. 1.3) voll</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">umfänglich erfüllt und zu überzeugen vermag, ist davon auszugehen, dass schon rein aufgrund des rheumatologischen Krankheitsbildes für die bisherige, körperlich zumindest punktuell schwere Tätigkeit als Reinigungs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">mitarbeiterin dauerhaft keine Arbeitsfähigkeit mehr besteht. Für körperlich angepasste, leichte Tätigkeiten ist aus gesamtmedizinischer Sicht von einer Arbeitsfähigkeit von zirka 50 % entsprechend vier bis fünf Stunden täglich auszugehen, wobei diese Einschränkung mit dem psychiatrischen Krankheitsbild und der dadurch ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">minderten emotionalen Belastbarkeit begründet wurde. Die Arbeitsfähigkeit in angepassten Tätigkeiten werde in erster Linie aufgrund des psychiatrischen Krankheitsbildes reduziert (E. 3.6).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die Argumentation der Beschwerdeführerin, wonach auf das Y.___-Gutachten nicht abgestellt werden könne und sie seit dem 8. September 2014 vollständig arbeitsunfähig sei, vermag demgegenüber nicht zu überzeugen. Zum einen ist in Bezug auf Berichte von Hausärztinnen und Hausärzten wie überhaupt von behandeln</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">den Arztpersonen beziehungsweise Therapiekräften auf die Erfahrungs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tatsache hinzuweisen, dass diese mitunter im Hinblick auf ihre auf</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tragsrechtliche Vertrauensstellung in Zweifelsfällen eher zu Gunsten ihrer Patientinnen und Patienten aussagen (BGE 135 V 465 E. 4.5, 125 V 351 E. 3b/cc).</span><span> </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Wohl kann die einen längeren Zeitraum abdeckende und umfassende Behand</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">lung oft wertvolle Erkenntnisse zeitigen; doch lässt es die unter</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">schiedliche Natur von Behandlungsauftrag de</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">r therapeutisch tätigen (Fach-)</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Per</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">son einer</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">seits und Begutachtungsauftrag des amtlich bestellten fachmedi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">zinischen Exper</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ten anderseits (BGE 124 I 170</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> E. 4</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">) nicht zu, ein Administrativ- oder Gerichts</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gutachten stets in Frage zu stellen und zum Anlass weiterer Abklärungen zu nehmen, wenn die behandelnden Arztpersonen bzw. Therapie</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">kräfte zu anders</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">lautenden Einschätzungen gelangen. Vorbehalten bleiben Fälle, in denen sich eine abweichende Beurteilung aufdrängt, weil die anders</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">lauten</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">den Ein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">schätzungen wichtige </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">-</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> und nicht rein subjektiver Interpretation ent</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sprin</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gende </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> Aspekte benennen, die bei der Begutachtung unerkannt oder unge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">würdigt geblieben sind (Urteil </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">des Bundesgerichts </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">8C_677/2014 vom 29.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Oktober 2014 E. 7.2</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> mit Hinweisen, u.a. auf </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">SVR 2008 IV Nr</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">. 15 S. 43 E. 2.2.1 [I 514/06]</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Zum anderen bezeichnete der psychiatrische Gutachter den bisherigen psychiatri</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">schen Therapieverlauf als weitgehend stationär (Urk. 6/55/38 Ziff. 6.8) und vermochte keine Verbesserung des Gesundheitszustandes seit dem Zeit</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">punkt der Aufgabe der Arbeitstätigkeit nachzuweisen. Auch die Ärzte des F.___ gingen von einem weitgehend stationären Verlauf aus, nachdem sie den Erfolg der Therapien als ungenügend einstuften und festhielten, die Beschwerdeführe</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rin könne sich auch nach bisheriger ambulanter psychotherapeutischer und medizinischer Behandlung nur langsam wieder in das Alltagsleben eingliedern (E. 3.4). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">4.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Insgesamt kann somit auf das Y.___-Gutachten vom 16. Juni 2016 abgestellt werden und der medizinische Sachverhalt ist in psychiatrischer Hinsicht als dahingehend erstellt zu betrachten, dass die Beschwerdeführerin aufgrund einer mittelgradigen depressiven Störung in der angestammten Tätigkeit nicht mehr arbeitsfähig ist und ihr auch eine angepasste, körperlich leichte Tätigkeit nur in einem Pensum von 50 % zugemutet werden kann. Der Beginn dieser Einschrän</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">kungen ist auf den Zeitpunkt der Arbeitsaufgabe am 8. September 2014 festzu</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">legen.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">5.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">5.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Beeinträchtigungen der psychischen Gesundheit können in gleicher Weise wie körperliche Gesundheitsschäden eine Invalidität im Sinne von Art. 4 Abs. 1 IVG in Verbindung mit Art. 8 ATSG bewirken. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Rechtsprechungsgemäss ist bei psy</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">chischen Beeinträchtigungen zu prüfen, ob ein seelisches Leiden mit Krank</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">heitswert besteht, welches die versicherte Person auch bei Aufbietung allen guten Willens daran hindert, ein rentenausschliessendes Erwerbseinkommen zu erzielen (Art. 7 Abs. 2 Satz 2 ATSG</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">,</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">BGE 139 V 547</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> E. 5</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">,</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">131 V 49</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> E. 1.2</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">,</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">130 V 352</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> E. 2.2.1). </span></p><p><span> </span><span>Die Annahme eines psychischen Gesundheitsschadens im Sinne von Art. 4 Abs. 1 IVG sowie Art. 3 Abs. 1 und Art. 6 ATSG setzt grundsätzlich eine lege artis auf die Vorgaben eines anerkannten Klassifikationssystems abgestützte psychiatrische Diagnose voraus (BGE 130 V 396; 141 V 281 E. 2.1). Eine fach</span><span>ärztlich festgestellte psychische Krankheit ist jedoch nicht ohne weiteres gleich</span><span>bedeutend mit dem Vorliegen einer Invalidität. In jedem Einzelfall muss eine Beeinträchtigung der Arbeits- und Erwerbsfähigkeit unabhängig von der Diag</span><span>nose und grundsätzlich unbesehen der Ätiologie ausgewiesen und in ihrem Ausmass bestimmt sein. Entscheidend ist die nach einem weitgehend objekti</span><span>vierten Massstab zu beurteilende Frage, ob es der versicherten Person zumutbar ist, eine Arbeitsleistung zu erbringen (vgl. </span><span>BGE 143 V 409 E. 4.2.1 unter Hin</span><span>weis auf 127 V 294 E. 4b/cc und 139 V 547 E. 5.2</span><span>).</span></p><p><span> </span><span>Gemäss der für somatoforme Schmerzstörungen und vergleichbare psychosoma</span><span>tische Leiden entwickelten Rechtsprechung des Bundesgerichts ist die tatsächli</span><span>che Arbeits- und Leistungsfähigkeit der versicherten Person grundsätzlich in einem strukturierten, ergebnisoffenen Beweisverfahren anhand von auf den funktionellen Schweregrad bezogenen Standardindikatoren zu ermitteln (BGE</span><span> </span><span>141 V 281). Mit </span><span>BGE 143 V 418 </span><span>hat das Bundesgericht erkannt, dass grund</span><span>sätz</span><span>lich sämtliche psychischen </span><span>Erkrankungen</span><span> einem strukturierten Beweis</span><span>verfahren nach BGE 141 V 281 zu unterziehen seien, wobei es je nach Krank</span><span>heitsbild allenfalls gewisser Anpassungen hinsichtlich der Wertung einzelner Indikatoren bedürfe. Diese Abklärungen enden laut Bundesgericht stets mit der Rechtsfrage, ob und in welchem Umfang die ärztlichen Fest</span><span>stellungen anhand der nach BGE 141 V 281 rechtserheblichen Indikatoren auf Arbeitsunfähigkeit schliessen lassen (E. 7). </span></p><p><span> </span><span>Im Rahmen des strukturierten Beweisverfahrens sind als Standardindikatoren die folgenden Aspekte massgebend (BGE 141 V 281 E. 4.1.3):</span></p><p><span>Funktioneller Schweregrad</span></p><p><span>- </span><span>Gesundheitsschädigung</span></p><p><span>-</span><span>Ausprägung der diagnoserelevanten Befunde</span></p><p><span>-</span><span>Behandlungs- und Eingliederungserfolg oder -resistenz</span></p><p><span>-</span><span>Komorbiditäten</span></p><p><span>- </span><span>Persönlichkeit: Persönlichkeitsdiagnostik, persönliche Ressourcen</span></p><p><span>- </span><span>sozialer Kontext</span></p><p><span>Konsistenz (Gesichtspunkte des Verhaltens)</span></p><p><span>- </span><span>gleichmässige Einschränkung des Aktivitätsniveaus in allen vergleich</span><span>baren Lebensbereichen</span></p><p><span>- </span><span>behandlungs- und eingliederungs</span><span>anamnestisch</span><span> ausgewiesener Leidens</span><span>druck</span></p><p><span> </span><span>Diese</span><span> Standardindikatoren erlauben - unter Berücksichtigung leistungs</span><span>hinder</span><span>n</span><span>der äusserer Belastungsfaktoren einerseits und Kompensations</span><span>po</span><span>tenzialen (Ressour</span><span>cen) anderseits - das tatsächlich erreichbare Leistungs</span><span>ver</span><span>mögen einzu</span><span>schätzen (BGE 141 V 281 E. 3.4-3.6 und E. 4.1; vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_2</span><span>60/2017 vom 1. Dezember 2017 E. </span><span>4.2.3). </span><span>Die Anerkennung eines renten</span><span>begründenden Invaliditätsgrades ist nur zulässig, wenn die funktio</span><span>nellen Aus</span><span>wirkungen der medizinisch festgestellten gesundheitlichen Anspruchs</span><span>grundlage im Einzelfall anhand der Standardindikatoren schlüssig und widerspruchsfrei mit (zumindest) überwiegender Wahrscheinlichkeit nachge</span><span>wiesen sind. Fehlt es daran, hat die Folgen der Beweislosigkeit (nach wie vor) die materiell beweisbe</span><span>lastete versicherte Person zu tragen (BGE 141 V 281 E. 6; BGE 141 V 547 E. 2).</span></p><p><span>5.2</span><span> </span><span>Nach dem Gesagten ist zu prüfen, ob und in welchem Umfang die ärztlichen Feststel</span><span>lungen anhand der nach BGE 141 V 281 rechtserheblichen Indikatoren auf Arbeitsun</span><span>fähigkeit schliessen lassen.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Eine schlüssige Prüfung der massgebenden Standardindikatoren ist gestützt auf das Y.___-Gutachten möglich. Weitere medizinische Abklärungen sind nicht erforderlich.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">5.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Mit Bezug auf den ersten Indikator («Ausprägung der diagnoserelevanten Befunde und Symptome») ergibt sich aus dem Gutachten, dass sich die Diagnose einer mittelgradigen depressiven Episode zum einen aus dem Nachweis von Deprimiertheit, Antriebsmangel sowie Konzentrations- und Gedächtnis</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">störungen ergebe, zum anderen aus den Klagen über Freudemangel, dem Ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">lust des Selbstwertgefühls und ausgeprägten Schuldgefühlen (Urk. 6/55/33 Ziff. 6.1). Der affektive Rapport sei reduziert herstellbar. Affektiv sei die Beschwerde</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">führerin nicht ratlos, ohne Gefühl der Gefühllosigkeit, leicht- bis mittelgradig affektarm, mit einer mittelgradigen bis starken Störung der Vital</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gefühle, mittelgradig deprimiert, stark hoffnungslos, leicht ängstlich, nicht dys</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">phorisch, nicht gereizt, mittelgradig innerlich unruhig, mittelgradig klagsam, mit starken Insuffizienz- und starken Schuldgefühlen, stark ambivalent, nicht parathym, leicht bis mittelgradig affektlabil und nicht affektstarr. Der Antrieb sei mittelgradig bis stark verarmt und mittelgradig gehemmt. Psychomotorisch sei sie ruhig, nicht theatralisch, nicht mutistisch und nicht logorrhoisch (Urk. 6/55/31 oben).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Zum Tagesablauf führte die Beschwerdeführerin anlässlich der Begutachtung aus, sie stehe jeweils um 7:45 Uhr auf, mache ein Frühstück für den Sohn und schicke ihn anschliessend zur Schule. Danach lege sie sich wieder hin bis 10:30 Uhr. In der Folge stehe sie wieder auf und bereite das Mittagessen vor, das sie zusammen mit dem Sohn einnehme. Nachmittags gehe sie mit ihm für eine bis zwei Stunden zum Spielplatz. Anschliessend kehre sie nach Hause zurück und bereite das Abendessen vor. Gemeinsam nähmen sie das Abend</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">essen ein, in der Folge räume sie noch die Küche auf. Dann sitze sie für unbe</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">stimmte Zeit in der Wohnung oder wasche ihren Sohn. Schliesslich gehe sie aufs Sofa und schaue fern. Zwischen 23:00 und 24:00 Uhr gehe sie zu Bett (Urk. 5/55/26 unten). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Zum zweiten Indikator («Behandlungserfolg oder –resistenz») ergibt sich aus dem Gutachten, dass die Beschwerdeführerin aus pharmakologischer Sicht nicht ausreichend behandelt werde. In etwas mehr als einem Jahr Behandlung seien nur zwei verschiedene Antidepressiva eingesetzt worden. Gemäss einschlägigen Behandlungsleitlinien sei ein Präparat zu wechseln, augmentieren oder kombi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nieren, wenn nach vier bis sechs Wochen kein antidepressiver Effekt eintrete. Die Fortführung der Psychotherapie sei angezeigt, ebenfalls indiziert sei ein Schmerzbewältigungstraining, welches via Psychoedukation über chronische Schmerzen und Aufmerksamkeitslenkung zu einem besseren Umgang mit dem chronischen Schmerzgeschehen beitragen solle. Weitere Therapieelemente wären in Form von Entspannungsverfahren und aktivierender Physiotherapie sinnvoll, um das Schonverhalten zu reduzieren und die Lebensqualität zu stei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gern (Urk. 6/55/38-39 Ziff. 6.8).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Als Komorbidität ist die axiale Spondylarthritis zu erwähnen.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Bezüglich Persönlichkeit wurden die wiederholt traumatischen Erfahrungen mit wiederkehrenden Gefühlen von Ohnmacht und Hilflosigkeit als wichtige Fakto</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ren bezeichnet, welche auf den Antrieb, die Motivation und das Selbstwertge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">fühl einen beträchtlich hemmenden Einfluss ausüben und so das Ausmass ein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">zelner Fähigkeitseinschränkungen, etwa das Durchhaltevermögen, erheblich mitbestimmen würden (Urk. 6/55/35 Ziff. 6.4). Die Beschwerdeführerin wirke im Kontakt höflich, aber distanziert (Urk. 6/55/30 Ziff. 4.1).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Betreffend den sozialen Kontext ist bekannt, dass die Beschwerdeführerin mit ihrem Ehemann und den zwei Kindern zusammenlebt und im Tagesablauf zumindest einige Aktivitäten im Zusammenhang mit der Versorgung der Kinder und teilweiser Versorgung des Haushalts zeigt (Urk. 6/55/26 Ziff. 3.3 unten). Über soziale Beziehungen ausserhalb der Familie gab die Beschwerdeführerin im Rahmen der Begutachtung keine Auskunft (Urk. 6/55/27 Ziff. 3.4).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Zu prüfen bleibt der Aspekt der Konsistenz. Bei der internen Konsistenzprüfung war die Beschwerdeschilderung der Versicherten konstant, klar und einigermas</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sen präzise (Urk. 6/55/35 Ziff. 6.5 unten). Bei der externen Konsistenzprüfung stimmte die Selbstschilderung mit den Informationen der Akten überein. Die subjektive Schilderung der Beschwerden war konsistent zum objektiven psychi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">schen Querschnittsbefund und das behauptete aktuelle Leidensausmass war für den Gutachter anhand des geschilderten Leidensdrucks gut nachvollziehbar. Insgesamt konnte der Gutachter aufgrund einer weitgehend unauffälligen Kon</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sistenzprüfung aus psychiatrischer Sicht ohne erhebliche Zweifel auf die subjek</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tiven Beschwerdeklagen der Beschwerdeführerin abstellen (Urk. 6/55/36 oben). Die Beschwerdeführerin steht in regelmässiger psychiatrischer Behandlung, sie besucht zwei- bis dreimal monatlich eine Einzeltherapie und erhält einmal monatlich psychiatrische Betreuung und medikamentöse Therapie (vgl. E. 3.4). Der psychiatrische Gutachter fand zwischen dem Ausmass der geschilderten Beschwerden und der Intensität der bisherigen Inanspruchnahme therapeuti</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">scher Hilfe zwar einen gewissen Widerspruch (Urk. 6/55/36 oben), wie er jedoch selber festhielt, ist es grundsätzlich Sache des behandelnden Psychiaters, ob die Psychotherapie zu intensivieren ist (vgl. Michael E. Meier, Zwei Jahre neue Schmerzrecht</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sprechung, in Riemer-Kafka/Hürzeler, Das indikatorenorientierte Abklärungs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">verfahren, Zürich/Basel/Genf 2017, S. 145). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Bezüglich allfällig bestehender psychosozialer Faktoren hielt der psychiatrische Gutachter auf entsprechende Nachfrage der Beschwerdegegnerin zudem aus</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">drücklich fest, psychosoziale Faktoren könnten zwar eine verstärkende Wirkung respektive auch eine auslösende Wirkung bei der Entwicklung des depressiven Krankheitsbildes beigemessen werden, und sicherlich würden sie sich derzeit auch eher ungünstig auf die Bewältigung der Erkrankung auswirken. Dennoch handle es sich um ein eigenständiges psychiatrisches Krankheitsbild, welches klar von psychosozialen Faktoren abgegrenzt werden könne (Urk. 6/55/7 Ziff. 1).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">5.4</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die abschliessende Würdigung des Beschwerdebildes anhand der Standard</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">indikatoren ergibt, dass auf die Einschätzung der Arbeitsfähigkeit, wie sie sich aus dem Y.___-Gutachten ergibt, abgestellt werden kann. Entsprechend besteht in der angestammten Tätigkeit als Reinigungsmitarbeiterin eine vollständige Arbeitsunfähigkeit sowie in angepassten Tätigkeiten eine solche von 50 %.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Was den Beginn der Einschränkungen betrifft, setzten die Gutachter diesen auf das Datum des Gutachtens, mithin Juni 2016, fest. Nachdem sich jedoch sowohl aus den vorliegenden medizinischen Akten als auch aus dem Gutachten seit der Arbeitsaufgabe im September 2014 ein weitgehend stationärer Verlauf ergibt, ist der Beginn der Arbeitsunfähigkeit auf diesen Zeitpunkt festzusetzen. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">6.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Was sodann die somatischen Beschwerden betrifft, leidet die Beschwerde</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">führerin gemäss den übereinstimmenden medizinischen Akten an einer axialen Spondyloarthritis (E. 3.1-2, E. 3.4-6). Der rheumatologische Gutachter postu</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">lierte eine verminderte Belastbarkeit der Wirbelsäule und hielt körperlich schwere Arbeiten und auch mehr als nur punktuell mittelschwere Arbeiten für nicht mehr zumutbar. Für die angestammte Tätigkeit als Reinigungs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">mit</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">arbeiterin besteht damit eine vollständige Arbeitsunfähigkeit. In einer leichten Ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">weistätigkeit unter Vermeidung von schwereren Belastungen der Wirbelsäule sei die Beschwerdeführerin in Phasen niedriger Entzündungsaktivität aus rheu</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">mato</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">logischer Sicht vollständig arbeitsfähig. Es sei jedoch darauf zu achten, dass keine schwereren Lasten gehoben werden müssten und dass rücken</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">belastende Zwangshaltungen vermieden werden könnten. Eine wechselbelasten</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">de Tätigkeit sei zu bevorzugen (Urk. 6/55/47 unten). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Soweit die Beschwerdeführerin geltend macht, dass in Phasen von erhöhter Ent</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">zündungsaktivität aus rheumatologischer Sicht wohl zumindest teilweise eine Arbeitsunfähigkeit bestehen müsse (E. 2.2), erübrigen sich weitere Abklärungen, nachdem bereits aus psychiatrischer Sicht von einer 50%igen Arbeitsunfähig</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">keit auszugehen ist (vgl. vorstehend E. 5.4). Eine darüber hinaus gehende Arbeitsunfähigkeit ist nicht überwiegend wahrscheinlich.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">7.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">7.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Es bleibt die Prüfung der erwerblichen Auswirkungen der bestehenden Ein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">schränkungen mittels Einkommensvergleich.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Bei erwerbstätigen Versicherten ist der Invaliditätsgrad gemäss Art. 16 ATSG in Verbindung mit Art. 28a Abs. 1 IVG aufgrund eines Einkommensvergleichs zu bestimmen. Dazu wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei aus</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">geglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sog. Invalideneinkom</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">men), in Bezie</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">hung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht in</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">valid geworden wäre (sog. Valideneinkommen). Der Einkom</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">mensvergleich hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die b</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">eiden hypo</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">thetischen Erwerbsein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">kommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und einander gegenübergestellt werden, worauf sich aus der Einkommensdifferenz der Invaliditätsgrad bestimmen lässt (sog. allgemeine Methode des Einkom</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">mensvergleichs; BGE 130 V 343 E. 3.4.2 mit Hinweisen).</span></p><p>7.2<span> </span>Gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung ist für die Ermittlung des Valideneinkommens entscheidend, was die versicherte Person im Zeitpunkt des frühestmöglichen Rentenbeginns nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit als Gesunde tatsächlich verdient hätte. Dabei wird in der Regel am zuletzt erzielten, nötigenfalls der Teuerung und der realen Einkommensentwicklung angepassten Verdienst angeknüpft, da es empirischer Erfahrung entspricht, dass die bisherige Tätigkeit ohne Gesundheitsschaden fortgesetzt worden wäre. Ausnahmen müssen mit überwiegender Wahrscheinlichkeit erstellt sein (BGE 139 V 28 E. 3.3.2; BGE 135 V 58 E. 3.1; BGE 134 V 322 E. 4.1 mit Hinweis).<span> </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Vor Eintritt des Gesundheitsschadens war die Beschwerdeführerin zuletzt in einem Pensum von 100 % als Reinigungsmitarbeiterin tätig (Urk. 6/26 Ziff. 2.7 und 2.9) und erzielte damit im Jahre 2014 ein Valideneinkommen in der Höhe von Fr. 3'700.-- monatlich, mithin gemäss den Angaben im Arbeitgeberbericht Fr. 44'400.-- pro Jahr (vgl. Urk. 6/26 Ziff. 2.11). Unter Berücksichtigung der Nominallohnerhöhung (Schweizerischer Lohnindex insgesamt [1939 = 100], Stand 2014: 2673, Stand 2015: 2686; </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">www.bfs.admin.ch</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">, Arbeit und Erwerb, Löhne/Erwerbseinkommen, detaillierte Daten, Lohnentwicklung) ergibt dies für das Jahr 2015 ein Valideneinkommen von rund Fr. 44’616.-- (Fr. 44'400.-- : 2673 x 2686).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">7.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Für die Bestimmung des Invalideneinkommens können nach der Recht</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sprechung Tabellenlöhne gemäss den vom Bundesamt für Statistik periodisch herausgegebenen Lohnstrukturerhebungen (LSE) herangezogen werden (BGE</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">139 V 592 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">E. 2.3, 135 V 297 E. 5.2, 129 V 472 E. 4.2.1, </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">126 V 75 E. 3b). Dabei sind grundsätzlich die im Verfügungszeitpunkt aktuellsten ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">öffentlichten Tabellen der LSE zu verwenden (Urteile des Bundesgerichts 9C_699/2015 vom 6. Juli 2016 E. 5.2, 8C_78/2015 vom 10. Juli 2015 E. 4 und 9C_526/2015 vom 11. September 2015 E. 3.2.2; zur Verwendung der aktuellsten statistischen Daten bei Rentenrevisionen vgl. BGE 142 V 178 E. 2.5.8.1 und BGE</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">133 V 545 E. 7.1). Der </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Beizug der</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> Lohnstatistik erfolgt nur, wenn eine Ermittlung des Invalideneinkommens aufgrund und nach Massgabe der konkre</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ten Gegebenheiten des Einzelfalles nicht möglich ist (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">vgl. BGE 142 V 178 E. 2.5.7, 139 V 592 E. 2.3, </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">135 V 297 E. 5.2; vgl. auch Meyer/Reichmuth, IVG, 3. Aufl., N 55 und 89 zu Art. 28a, mit weiteren Hinweisen auf die Rechtspre</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">chung).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">In der LSE 2012 erfolgten vielfältige Anpassungen der erhobenen Daten an die entsprechenden Reglemente der Europäischen Union (EU). Neu wird darunter nun nach Berufen (Skill Levels) differenziert statt nach den bisherigen Anforde</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">rungsniveaus 1 bis 4 der Stelle. Das Bundesgericht hat in BGE 142 V 178 E.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> 2.5.3 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">festgestellt, dass das statistische Einkommen nach TA1 Kompetenz</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">niveau 1 der LSE 2012 bei den Männern gegenüber dem Tabellen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">lohn nach TA1 Anforderungsniveau 4 der LSE 2010 ein Plus von 6,3 Prozent, bei den Frauen ein Minus von 2,7 Prozent und beim Total ein Plus von 5,4 Prozent zeige, was nicht mit der Lohnentwicklung von 2010 bis 2012 übereinstimmt (vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_343/2016 vom 12. September 2016 E. 6). Es hat erkannt, dass die LSE 2012 im Rahmen einer erstmaligen Invaliditätsbemessung (Art. 28 ff. IVG) und im Neuanmeldungsverfahren nach vorausgegangener rechts</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">kräftiger Ablehnung oder nach Aufhebung der Invalidenrente sowie grund</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sätzlich auch im Revisionsverfahren (mit Entstehung des potentiellen oder Ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">änderung des laufenden Rentenanspruchs im Jahr 2012 oder später) zur Festle</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gung der Vergleichseinkommen nach Art. 16 ATSG dennoch grundsätzlich als Beweis geeignet ist (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">BGE 142 V 178</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> E. 2.5.7 und E. 2.5.8.1; </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">vgl. Urteile des Bundesgerichts 8C_343/2016 vom 12. September 2016 E. 6 und 9C_369/2016 vom </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">6. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">September 2016 E. 2.1). Laufende, gestützt auf die LSE 2010 rechtskräf</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tig zugesprochene Invalidenrenten dürfen aber nicht allein aufgrund der Tabellenlohnwerte gemäss LSE 2012 in Revision gezogen werden (BGE 142 V 178 E. 2.5.7 und 2.5.8.1; vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_277/2016 vom 20. Juli 2016</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> E. 4.2)</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Gemäss Bundesgericht dürfen für die Invaliditätsbemessung – zumindest bis auf Weiteres – nur die (unter anderem) </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">nach</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> dem Kompetenzniveau differenzierten TA1-Tabellen der LSE 2012 verwendet werden, hingegen nicht die TA1 b</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Tabellen (BGE 142 V 178 E. 2.5.7).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die Beschwerdeführerin absolvierte die Primarschule in der Türkei, schloss im Weiteren jedoch keine Berufsausbildung ab (Urk. 6/16 Ziff. 5.2-3). Sie arbeitete einige Jahre als Stanzerin (vgl. Urk. 6/12/1), bevor sie zuletzt als Reinigungs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">mitarbeiterin tätig war (Urk. 6/26 Ziff. 2.7). Das Invalideneinkommen ist daher gestützt auf den standardisierten Durchschnittslohn in sämtlichen Zweigen des privaten Sektors zu bestimmen und es ist vom mittleren Lohn für Frauen, die einfache und repetitive Arbeiten ausführen, auszugehen. Dieser belief sich im Jahre 2012 auf Fr. 4'112.-- monatlich (LSE 2012, Tabelle TA1, Total, Niveau 1), mithin Fr. 49'344.-- im Jahr (Fr. 4'112.—x 12). Unter Berücksichtigung einer </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">durchschnittlichen wöchentlichen Arbeitszeit von 41.7 Wochenstunden</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">(betriebs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">übliche Arbeitszeit nach Wirtschaftsabteilungen, Total;</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">www.bfs.admin.ch, Arbeit und Erwerb, Erwerbstätigkeit und Arbeitszeit, detaillierte Daten)</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> sowie der Nominal</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">lohnerhöhung (Schweizerischer Lohnindex insgesamt [1939 = 100], Stand 2012: 2630, Stand 2015: 2686</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">; www.bfs.admin.ch, Arbeit und Erwerb, Löhne/Erwerbseinkommen, detaillierte Daten, Lohnentwicklung)</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> ergibt dies für das Jahr 2015 ein Einkommen von rund Fr. 52‘536.-- (Fr. 49‘344.-- : 40 x 41.7 : 2630 x 2686). Nachdem der Beschwerdeführerin auch in einer leidens</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ange</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">passten Tätigkeit lediglich ein Pensum von 50 % zugemutet werden kann, beträgt das Invalideneinkommen Fr. 26‘268.-- (Fr. 52‘536.-- x 0.5).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">7.4</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Wird das Invalideneinkommen auf der Grundlage von statistischen Durch</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">schnittswerten ermittelt, ist der entsprechende Ausgangswert (Tabellenlohn) allen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">falls zu kürzen. Damit soll der Tatsache Rechnung getragen werden, dass persönliche und berufliche Merkmale, wie Art und Ausmass der Behinderung, Lebensalter, Dienstjahre, Nationalität oder Aufenthaltskategorie und Beschäf</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tigungsgrad Auswirkungen auf die Lohnhöhe haben können </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">(BGE 124 V 321 E. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3b/aa). Aufgrund dieser Faktoren kann die versicherte Person die verbliebene Arbeitsfähigkeit auch auf einem ausgeglichenen Arbeitsmarkt möglicherweise nur mit unterdurchschnittlichem erwerblichem Erfolg verwerten </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">(BGE 126 V 75 E. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">5b/aa). Der Abzug soll aber nicht automatisch erfolgen. Er ist unter Wür</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">digung der Umstände im Einzelfall nach pflichtgemässem Ermessen gesamthaft zu schätzen und darf 25</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> %</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> nicht übersteigen (BGE 135 V 297 E. 5.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">2; 134 V 322 E. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">5.2 und </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">126 V 75 E. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">5b/bb-cc). Die Rechtsprechung gewährt insbesondere dann einen Abzug auf dem Invalideneinkommen, wenn eine versicherte Person selbst im Rahmen körperlich leichter Hilfsarbeitertätigkeit in ihrer Leistungs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">fähigkeit eingeschränkt ist </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">(BGE 126 V 75 E. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">5a/bb). Zu beachten ist jedoch, dass allfällige bereits in der Beurteilung der medizinischen Arbeitsfähigkeit ent</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">haltene gesundheitliche Einschränkungen nicht zusätzlich in die Bemessung des leidensbedingten Abzugs einfliessen und so zu einer doppelten Anrechnung des</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">selben Gesichtspunkts führen dür</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">fen (Urteile des Bundesgerichts 9C_846/2014 vom 22. Januar 2015 E. 4.1.1 und 8C_805/2016 vom 22. März 2017 E. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3.1</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> mit Hinweisen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Nach ständiger Rechtsprechung darf das (kantonale) Sozialversicherungsgericht sein Ermessen, wenn es um die Beurteilung des Tabellenlohnabzuges gemäss BGE 126 V 75 geht, nicht ohne triftigen Grund an die Stelle desjenigen der Verwaltung setzen; es muss sich auf Gegebenheiten abstützen können, welche seine abweichende Ermessensausübung als naheliegender erscheinen lassen (BGE 137 V </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">71 E. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">5.2 und 126 V 75 E.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">6). </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Wurde bei der Festsetzung der Höhe des Abzugs vom Tabellenlohn ein Merkmal oder ein bestimmter Aspekt eines Merkmals zu Unrecht nicht berücksichtigt oder zu Unrecht berücksichtigt, hat die Beschwerdeinstanz den Abzug gesamthaft neu zu schätzen (vgl. Urteile des Bundesgerichtes </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">8C_113/2015 vom 26. Mai 2015 E.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3.2 und </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">8C_808/2013 vom 14. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Februar 2014 E. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">7.1.1 mit Hinweisen).</span><span> </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Der Beschwerdeführerin können aus rheumatologischen Gründen lediglich noch körperlich leichte Tätigkeiten ohne rückenbelastende Zwangshaltungen zuge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">mutet werden, wobei aus psychiatrischen Gründen nur noch ein Pensum von 50 % möglich ist und die Beschwerdeführerin zusätzlich bezüglich Antrieb, Motivation, Durchhaltevermögen sowie Konzentration und Gedächtnis einge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">schränkt ist. Insgesamt erscheint damit ein Abzug von 10 % den Gegebenheiten des vorliegenden Falles angemessen.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">7.5</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Unter Berücksichtigung eines Abzuges von 10 % (vorstehend 7.4) beträgt das Invalideneinkommen somit Fr. 23'641.-- (vorstehend E. 7.3; Fr. 26'268.-- x 0.9). Bei einem Valideneinkommen von Fr. 44'616.-- (vorstehend E. 7.2) ergibt sich eine Einkommenseinbusse von Fr. 20’975.--, was einem Invaliditätsgrad von 47 % entspricht.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Damit hat die Beschwerdeführerin nach Ablauf des Wartejahres, mithin ab 1. Sep</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tember 2015, Anspruch auf eine Viertelsrente. Dies führt zur teilweisen Gutheissung der Beschwerde. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">8.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">8.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Da es im vorliegenden Verfahren um die Bewilligung oder Verweigerung von IV-Leistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichtskosten sind nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert festzulegen (Art. 69 Abs. 1</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">bis</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> IVG) und auf Fr. 800.-- anzusetzen. Entsprechend dem Aus</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gang des Verfahrens sind sie der Beschwerdegegnerin aufzuerlegen.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">8.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Nach § 34 Abs. 1 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht (GSVGer) hat die obsiegende Beschwerde führende Partei Anspruch auf Ersatz der Partei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">kosten. Diese werden ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der Bedeutung der Streitsache, der Schwierigkeit des Prozesses und dem Mass des Obsiegens bemessen (§ 34 Abs. 3 GSVGer). Vorliegend erscheint eine Prozessentschädi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gung von Fr. 1'600.-- (inkl. Mehrwertsteuer und Barauslagen) als angemessen.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Heading3"><br/></p><p class="Normal Heading3"><span class="Normal Heading3">Das Gericht erkennt:</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span class="Normal Dispotext DispoHngend">1.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">In teilweiser Gutheissung der Beschwerde wird die Verfügung der Sozialversiche</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">rungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, vom 10. Februar 2017 aufgehoben und es wird festgestellt, dass die Beschwerdeführerin ab 1. September 2015 Anspruch auf eine Viertelsrente hat.</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span class="Normal Dispotext DispoHngend">2.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Die Gerichtskosten von </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Fr. 800</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">.-- werden </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">der Beschwerdegegnerin</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend"> auferlegt.</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend"> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Rech</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">nung und Einzahlungsschein werden </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">der</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend"> Kostenpflichtigen nach Eintritt der Rechts</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">kraft zugestellt.</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span class="Normal Dispotext DispoHngend">3.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Die Beschwerdegegnerin wird</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend"> verpflichtet, </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">der Beschwerdeführerin</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend"> eine Prozessent</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">schädigung von </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Fr. </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">1’600</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">.-- (inkl. Barauslagen und MWSt) zu bezahlen.</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span class="Normal Dispotext DispoHngend">4.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Zustellung gegen Empfangsschein an:</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Fortuna Rechtsschutz-Versicherungs-Gesellschaft</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">BVG-Sammelstiftung Swiss Life</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Bundesamt für Sozialversicherungen</span></p><p class="Normal Dispotext DispoEinzug"><span class="Normal Dispotext DispoEinzug">sowie an:</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Gerichtskasse (im Dispositiv nach Eintritt der Rechtskraft)</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">5.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Gegen diesen Entscheid kann innert </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">30 Tagen</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"> seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundes</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">gesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 15. Juli bis und mit 15. August sowie vom 18. Dezember bis und mit dem 2. Januar (Art. 46 BGG).</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">stellen.</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweis</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">mittel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthal</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">ten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat (Art. 42 BGG).</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><br/></p><p></p><p class="Normal Heading3"><span class="Normal Heading3">Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich</span></p><p><br/></p><p>Der VorsitzendeDie Gerichtsschreiberin</p><p><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p>MosimannKübler-Zillig</p><p></p></div> </div></body></html>