B u n d e s v e rw a l t u n g s g e r i ch t T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i f f éd é r a l T r i b u n a l e am m i n i s t r a t i vo f e d e r a l e T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i v fe d e r a l Abteilung IV D-5779/2014 U r t e i l v o m 1 5 . O k t o b e r 2 0 1 4 Besetzung Einzelrichter Fulvio Haefeli, mit Zustimmung von Richter Markus König; Gerichtsschreiberin Karin Schnidrig. Parteien A._______, geboren (…), alias B._______, geboren (…), Eritrea, (…), Beschwerdeführer, gegen Bundesamt für Migration (BFM), Quellenweg 6, 3003 Bern, Vorinstanz. Gegenstand Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung (Dublin-Verfahren); Verfügung des BFM vom 29. September 2014 / N _______. D-5779/2014 Seite 2 Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest, dass der Beschwerdeführer – ein eritreischer Staatsangehöriger – seinen Heimatstaat eigenen Angaben zufolge am 21. Juni 2010 illegal verliess und via C._______, D._______ und E._______ am 5. Juni 2014 mit dem Schiff illegal nach Italien gelangte, dass er von der italienischen Küstenwache nach 14 Stunden aufgegriffen und per Schiff nach F._______ gebracht worden sei , von wo er sich via G._______ und H._______ mit dem Zug in die Schweiz begeben habe, dass der Beschwerdeführer am 25. Juni 2014 illegal in die Schweiz ei n- reiste, wo er gleichentags im Empfa ngs- und Verfahrenszentrum I._______ um Asyl nachsuchte, dass das BFM ihm anlässlich der Befragung zur Person am 22. Juli 2014 das rechtliche Gehör zum möglichen Nichteintretensentscheid gemäss Art. 31a Abs. 1 Bst. b AsylG (SR 142.31), zur Zuständigkeit Italiens für die Durchführung des Asyl - und Wegweisungsverfahrens beziehungsweise zu einer allfälligen Überstellung dorthin gewährte und ihm Gelegenheit gab, sich dazu zu äussern, dass er in diesem Zusammenhang erklärte, er wolle nicht nach Italien g e- hen, da dort die Lage nicht gut sei, dass das BFM gestützt auf die Angaben des Beschwerdeführers zur ille- galen Einreise in Italien am 25. Juli 2014 die italienischen Behörden um dessen Übernahme im Sinne von Art. 13 Abs. 1 der Verordnung (EU) Nr. 604/2013 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 26. Juni 2013 zur Festlegung der Kriterien und Verfahren zur Bestimmung des Mitgliedstaats, der für die Prüfung eines von einem Drittstaatsangehör i- gen oder Staatenlosen in einem Mitgliedstaat gestellten Antrags auf inter- nationalen Schutz zuständig ist (nachfolgend Dublin-III-VO), ersuchte, dass die italienischen Behörden innert Frist zum Übernahmeersuchen keine Stellung nahmen, dass das BFM mit Verfügung vom 29. September 2014 – eröffnet am 7. Oktober 2014 – in Anwendung von Art. 31a Abs. 1 Bst. b AsylG auf das Asylgesuch des Beschwerdeführers vom 25. Juni 2014 nicht eintrat, die Wegweisung aus der Schweiz nach Italien verfügte, den Beschwerdefü h- rer – unter Androhung von Zwangsmitteln im Unterlassungsfall – auffor-D-5779/2014 Seite 3 derte, die Schweiz am Tag nach Ablauf der Beschwerdefrist zu verlassen, den Kan ton J._______ mit dem Vo llzug der Wegweisung beauftragte, dem Beschwerdeführer die editionspflichtigen Akten gemäss Aktenve r- zeichnis aushändigte, und feststellte, eine allfällige Beschwerde gegen die Verfügung habe keine aufschiebende Wirkung, dass das BFM zur Begründung seines N ichteintretensentscheides insbe- sondere ausführte, die Zuständigkeit zur Durchführung des Asyl - und Wegweisungsverfahrens sei am 26. September 2014 auf Italien überg e- gangen, da die italienischen Behörden innerhalb der festgelegten Frist zum Übernahmeersuchen keine Stellung genommen hätten, dass die Überstellung des Beschwerdeführers nach Italien – vorbehältlich einer allfälligen Unterbrechung oder Verlängerung der Überstellungsfrist (Art. 29 Dublin-III-VO) – bis spätestens am 26. März 2015 zu erfolgen ha- be, dass auf sein Asylgesuch demnach nicht eingetreten werde, dass das Bundesamt den Vollzug der Wegweisung als zulässig, zumutbar und möglich erachtete, dass es diesbezüglich anführte, aufgrund dessen, dass der Bes chwerde- führer in einen Drittstaat reisen könn e, in dem er Schutz vor Rückschi e- bung im Sinne von Art. 5 Abs. 1 AsylG finde, sei das Non-Refoulement- Gebot bezüglich des Heimat- oder Herkunftsstaates nicht zu prüfen, dass ferner keine Hinweise auf eine Verletzung von Art. 3 EMRK im Falle seiner Rückkehr nach Italien gegeben seien, dass weder die in Italien herrschende Situation noch andere Gründe g e- gen die Zumutbarkeit der Wegweisung dorthin sprechen würden, dass zum Vorbringen des Beschwerdeführers, wonach er nicht nach It a- lien zurückkehren wolle, da do rt die Lage nicht gut sei , festzuhalten sei, dass Italien die Richtlinie 2003/9/EG des Rates vom 27. Januar 2003 (sog. Aufnahmerichtlinie), welche zahlreiche Mindestnormen für die Au f- nahme und Betreuung von Asylsuchenden beinhalte, umgesetzt habe, weshalb er sich, nachdem er ein Asylgesuch eingereicht habe, an die z u- ständigen Behörden wenden könne, um eine Unterkunft und sozialstaatl i- che Unterstützung zu erhalten, D-5779/2014 Seite 4 dass er zudem bei einer der in Italien zahlreich vorhandenen karitativen Organisationen um Hilfe ersuchen könne, dass vorliegend auch keine begründeten A nhaltspunkte dafür bestünden, dass er nach einer Rückkehr nach Italien in eine existenzielle Notlage ge- raten würde, dass somit nichts gegen die Zumutbarkeit der Wegweisung dorthin spr e- che, dass der Vollzug der Wegweisung ausserdem technisch möglich und praktisch durchführbar sei, dass der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 8. Oktober 2014 gegen die- se Verfügung beim Bundesverwaltu ngsgericht Beschwerde erhob und darum bat, seine Beschwerde umfassend zu prüfen und das BFM zu ver- anlassen, auf das Asylgesuch einzutreten, dass auf die Beschwerdebegründung – soweit entscheidrelevant – in den Erwägungen eingegangen wird, dass die vorinstanzlichen Akten am 10. Oktober 2014 beim Gericht eintra- fen, und zieht in Erwägung, dass das Bundesverwaltungsgericht auf dem Gebiet des Asyls – in der Regel und auch vorliegend – endgültig über Beschwerden gegen Verf ü- gungen (Art. 5 VwVG) des BFM entscheidet (Art. 105 AsylG i.V. m. Art. 31‒33 VGG; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG), dass der Beschwerdeführer am Verfahren vor der Vori nstanz teilgenom- men hat, durch die angefochtene Verfügung besonders berührt ist, ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung beziehungsweis e Änd e- rung hat und daher zur Einreichung der Beschwerde legitimiert ist (Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 37 VGG und Art. 48 Abs. 1 VwVG), dass somit auf die frist - und formgerecht eingereichte Beschwerde einzu- treten ist (Art. 108 Abs. 2 und Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 37 VGG und Art. 52 Abs. 1 VwVG), D-5779/2014 Seite 5 dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterlicher Zuständigkeit mit Zu stimmung eines zweiten Richters beziehungsweise einer zweiten Richterin entschieden wird (Art . 111 Bst. e AsylG) und es sich, wie nachfolgend aufgezeigt wird, um eine solche handelt, weshalb der Beschwerdeentscheid nur summarisch zu begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG), dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG vorliegend auf einen Schrifte n- wechsel verzichtet wurde, dass mit Beschwerde die Verletzung von Bundesrecht (einschliesslich Missbrauch und Überschreiten des Ermessens) sowie die unrichtige und unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts gerügt werden können (Art. 106 Abs. 1 AsylG), dass bei Beschwerden gegen Nichteintretensentscheide, mit denen es das BFM ablehnt, das Asylgesuch auf seine Begründethe it hin zu übe r- prüfen (Art. 31a Abs. 1‒3 AsylG), die Beurteilungskompetenz der B e- schwerdeinstanz grundsätzlich auf die Frage beschränkt ist, ob die Vori n- stanz zu Recht auf das Asylgesuch nicht eingetreten ist (vgl. BVGE 2012/4 E. 2.2 m.w.H.), dass auf Asylgesuche in der Regel nicht einget reten wird, wenn Asyls u- chende in einen Drittstaat ausreisen kön nen, der für die Durchführung des Asyl - und Wegweisungsverfahrens staatsvertraglich zuständig ist (Art. 31a Abs. 1 Bst. b AsylG), dass auf das vorliegend zu beurteilende Gesuch d as Abkommen vom 26. Oktober 2004 zwischen der Schweizerischen Eidgenossenschaft und der Europäischen Gemeinschaft über die Kriterien und Verfahren zur B e- stimmung des zuständigen Staates für die Prüfung eines in einem Mi t- gliedstaat oder in der Schweiz gestellten As ylantrags (Dublin - Assoziierungsabkommen [DAA, SR 0.142.392.689]) Anwendung findet, dass gestützt auf die einleitenden Bestimmungen sowie Art. 1 Abs. 1 DAA i.V.m. Art. 29a Abs. 1 der Asylverordnung 1 vom 11. August 1999 (AsylV 1, SR 142.311) die Prüfung der staats vertraglichen Zuständigkeit zur (materiellen) Behandlung eines Asylgesuches nach den Kriterien der Verordnung Nr. 343/2003 des Rates vom 18. Februar 2003 zur Festl e- gung von Kriterien und Verfahren zur Bestimmung des Mitgliedstaats, der für die Prüfung eine s von einem Drittstaatsangehörigen in einem D-5779/2014 Seite 6 Mitgliedstaat gestellten Asylantrags zuständig ist (Dublin-II-VO), zu e r- folgen hat, dass die Dublin-II-VO durch die Dublin-III-VO abgelöst worden ist, welche ab dem 1. Januar 2014 in allen Staaten der Europäische n Union a n- wendbar ist, dass im Notenaustausch vom 14. August 2013 zwischen der Schweiz und der Europäischen Union betreffend die Übernahme der Dublin -III-VO (Weiterentwicklung des Dublin/Eurodac -Besitzstands) der Bundesrat der Europäischen Union mitteilte, dass die Schweiz den Inhalt dieses Rechtsakts akzeptiere und in ihre innerstaatliche Rechtsordnung umse t- zen werde, dass mit Bundesratsbeschluss vom 18. Dezember 2013 festgehalten wurde, die Dublin-III-VO werde – unter Hinweis auf Ausnahmen – ab dem 1. Januar 2014 vorläufig angewendet, dass gemäss der übergangsrechtlichen Bestimmung der Dublin -III-VO diese auf alle Anträge auf internationalen Schutz und damit auf Asylgesu- che anwendbar ist, die ab dem 1. Januar 2014 gestellt wurden (vgl. Art. 49 Dublin-III-VO zweiter Satz), dass die Bestimmungen der Dublin -III-VO (vollständig) anwendbar sind, wenn sowohl der Antrag auf internationalen Schutz als auch das Gesuch um Aufnahme oder Wiederaufnahme ab dem 1. Januar 2014 gestellt wurden, dass das Asylgesuch des Beschwerdeführers vom 25. Juni 2014 datiert und das Übernahmeersuchen des BFM an Italien am 25. Juli 2014 erfolg- te, weshalb vorliegend die Dublin-III-VO zur Anwendung gelangt, dass jeder Mitgliedstaat abweichend von Art. 3 Abs. 1 beschliessen kann, einen bei ihm von einem Drittstaatsangehörigen oder Staatenlosen g e- stellten Antrag auf internationalen Schutz zu prüfen, auch wenn er nach den in dieser Verordnung festgelegten Kriterien nicht für die Prüfung z u- ständig ist (Art. 17 Abs. 1 Satz 1 Dublin-III-VO; sog. Selbsteintrittsrecht), dass der Beschwerdeführer am 5. Juni 2014 illegal in das Hoheitsgebiet der Dublin Mitgliedstaaten einreiste, D-5779/2014 Seite 7 dass die italienischen Behörden das Übernahmeersuchen des BFM vom 25. Juli 2014 unbeantwortet liessen, womit sie die Zustän digkeit Italiens implizit anerkannten (Art. 22 Abs. 7 Dublin-III-VO), dass das BFM bei dieser Sachlage zu Recht von der Zuständigkeit It a- liens für die Durchführung des Asyl - und Wegweisungsverfahrens au s- ging, dass der Be schwerdeführer in der Rechtsmittelei ngabe im Wesentlichen geltend macht , er sei von den italienischen Behörden weder je erfasst worden (Fingerabdrücke oder andere biometrische Daten) noch habe er in Italien ein Asylgesuch eingereicht, dass Italien ihm lediglich als Transitland für die Reise in sein endgültiges Zielland gedient habe, dass die Organisation der Durchreise einige Tage in Anspruch genommen habe, weshalb er rund zwei Wochen in Italien geblieben sei, dass eine direkte Einreise in die Schweiz, beispielsweise auf dem Luf t- weg, aus orga nisatorischen Gründen (Aufhebung des Botschaftsasyls 2012) nicht möglich gewesen wäre, dass somit aus seiner Sicht die Schweiz für sein Asylverfahren zuständig sei, dass der Umstand, wonach die italienischen Behörden auf die Anfrage des Dublin Office Switz erland nicht reagiert hätten, kein en Beweis dafür bilde, dass Italien für das Verfahren zuständig wäre, dass genauso gut die Uneinigkeit über die Zuständigkeit oder gar ein Kommunikationsproblem der Grund für die fehlende Antwort gewesen sein könnte, dass darüber hinaus hinlänglich bekannt sei, dass die italienischen B e- hörden mit dem gegenwärtigen Ansturm von Flüchtlingen überfordert se i- en, dass eine Abschiebung nach Italien nicht zumutbar sei, weil dort die Au s- sicht auf ein Leben unter menschenwürdigen Umständen und auf ein fai- res Asylverfahren derzeit nicht gegeben sei, D-5779/2014 Seite 8 dass eine derart rigide Auslegung der Dubliner Bestimmungen daher problematisch sei, dass zahlreiche Berichte vor Ort täti ger Flüchtlingsorganisationen sowie Urteile von deutschen Gerichten zeigten, dass in Italien Hilfe bei der S u- che nach Unterkunft und Arbeit sowie Rechtssicherheit keinesfalls g e- währleistet seien, dass er in der Hoffnung aus Eritrea geflüchtet sei, hier in der Schweiz Schutz zu bekommen, dass ihm stattdessen mit der Abschiebung nach Italien erneut die Gefahr von Willkür und existenzieller Not drohe, dass weder der bei der Gewährung des rechtlichen Gehörs geäusserte Einwand noch die auf Beschwerdeebene geltend gemachten Vorbringen an der Zuständigkeit Italiens für die Durchführung des Asyl- und Wegwei- sungsverfahrens etwas ändern können und auch keinen Anlass zur Au s- übung des Selbsteintrittsrechts der Schweiz (Art. 17 Abs. 1 Satz 1 Dublin- III-VO, Art. 29a Abs. 3 AsylV 1) begründen, dass auch sonst keine Gründe zur Ausübung des Selbsteintrittsrechts der Schweiz ersichtlich sind, zumal Italien Signatarstaat der EMRK, des Übereinkommens vom 10. Dezember 1984 gegen Folter und andere grausame, unmenschliche oder erniedrigende Behandlung oder Strafe (FoK, SR 0.105) und des Abko mmens vom 28. Juli 1951 über die Rechtsstellung der Flüchtlinge (FK, SR 0.142.30) sowie des Zusatzprot o- kolls der FK vom 31. Januar 1967 (SR 0.142.301) ist, und sich aus den Akten keine konkreten Hinweise ergeben, wonach Italien sich nicht an die daraus res ultierenden massgebenden völkerrechtlichen Bestimmungen halten würde, dass der Beschwerdeführer den italienischen Behörden übergeben wird, die damit die Möglichkeit haben, sich um ihn gebührend zu kümmern und sein Asyl- und Wegweisungsverfahren durchzuführen, dass Italien an die Richtlinie 2013/33/EU des Europäischen Parlaments und des Rates vom 26. Juni 2013 zur Festlegung von Normen für die Aufnahme von Personen, die internationalen Schutz beantragen (Au f- nahmerichtlinie [Neufassung]), gebunden ist und dem nach dafür besorgt sein muss, den Asylsuchenden ein menschenwürdiges Leben zu ermögli- chen, D-5779/2014 Seite 9 dass Dublin -Rückkehrende und verletzliche Personen betreffend Unte r- bringung von den italienischen Behörden bevorzugt behandelt werden und sich neben den staatlichen Strukturen auch zahlreiche private Hilfsor- ganisationen der Betreuung von Asylsuchenden und Flüchtlingen anne h- men, dass bei dieser Sachlage der vom Beschwerdeführer geäusserte Ei n- wand, in Italien sei weder ein Leben unter menschenwürdigen Umstä n- den noch Hilfe bei der Suche nach Unterkunft und Ar beit gewährleistet, unbegründet ist, dass keine konkreten Anhaltspunkte dafür ersichtlich sind, der Beschwer- deführer würde im Falle einer Rückkehr nach Italien wegen der dortigen Aufenthaltsbedingungen in eine existenzielle Notlage geraten, dass im Weiteren davon ausge gangen werden darf, dieser Staat aner- kenne und schütze die Rechte, die sich für Schutzsuchende aus der Richtlinie des Europäischen Parlaments und des Rates 2013/32/EU vom 26. Juni 2013 zu gemeinsamen Verfahren für die Zuerkennung und Aber- kennung des inte rnationalen Schutzes (sog. Verfahrensrichtlinie) erge- ben, dass der Beschwerdeführer demnach auch aus der Argumentation, in Ita- lien bestehe keine Aussicht auf ein fai res Asylverfahren, die Rechtss i- cherheit sei nicht gewährleistet und es drohe Willkür , nichts zu seinem Vorteil abzuleiten vermag, dass er sich bei allfälligen Schwierigkeiten an die dafür zuständigen B e- hörden beziehungsweise karitativen Organisationen wenden kann, dass es in Anbetracht der Umstände insgesamt keinen Grund für eine Anwendung der Ermessensklauseln von Art. 17 Dublin-III-VO gibt, dass an dieser Stelle festzuhalten ist, dass die Dublin-III-VO den Schutz- suchenden kein Recht einräumt, den ihren Antrag prüfenden Staat selber auszuwählen (vgl. auch BVGE 2010/45 E. 8.3), weshalb der Beschwerde- führer aus d em Vorbringen, er habe gehofft, hier in der Schweiz Schutz zu bekommen, nichts zu seinen Gunsten ableiten kann, dass laut Art. 22 Abs. 7 Dublin-III-VO für den Fall, dass innerhalb der Frist von zwei Monaten gemäss Absatz 1 beziehungsweise der Frist von e i- nem Monat gemäss Absatz 6 keine Antwort erteilt wird, davon auszug e-D-5779/2014 Seite 10 hen ist, dass dem Aufnahmegesuch stattgegeben wird, was die Verpflich- tung nach sich zieht, die Person aufzunehmen und angemessene Vo r- kehrungen für die Ankunft zu treffen, dass die italienischen Behörden vorliegend innert Frist zum Übernah- meersuchen keine Stellung nahmen , weshalb das BFM gestützt auf Art. 22 Abs. 7 Dublin -III-VO zu Recht davon aus ging, Italien sei mit der Durchführung des Asyl- und Wegweisungsverfahrens einverstanden, dass damit der konkrete Grund fü r die fehlende Reaktion – entgegen an- derslautender Einschätzung – unerheblich ist, dass das BFM nach dem Gesagten zu Recht in Anwendung von Art. 31a Abs. 1 Bst. b AsylG auf das Asylgesuch des Beschwerdeführers nicht eingetreten ist und – weil er nicht im Besitz einer gültigen Aufenthalts - oder Niederlassungsbewilligung ist – in Anwendung von Art. 44 AsylG die Überstellung nach Italien angeordnet hat (Art. 32 Bst. a AsylV 1), dass allfällige Vollzugshindernisse gemäss Art. 83 Abs. 3 und 4 AuG (SR 142.20) nicht mehr zu prüfen sind, da das Fehlen von Wegweisungs- vollzugshindernissen bereits Voraussetzung des Nichteintretensentsche i- des gemäss Art. 31a Abs. 1 Bst. b AsylG ist (vgl. BVGE 2010/45 E. 10), dass die angefochtene Verfügung aufgrund der vorstehenden Erwägu n- gen Bundesrecht nicht verletzt und den rechtserheblichen Sachverhalt richtig sowie vollständig feststellt (Art. 106 Abs. 1 AsylG), dass die Beschwerde demnach abzuweisen ist, dass bei diesem Ausgang des Verfahrens die Kosten von Fr. 600.– (Art. 1‒3 des Regl ements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bun desverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]) dem Beschwerdeführer aufzuerlegen sind (Art. 63 Abs. 1 VwVG). D-5779/2014 Seite 11 Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 2. Die Verfahrenskosten von Fr. 600.– werden dem Beschwerdeführer auf- erlegt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zuguns- ten der Gerichtskasse zu überweisen. 3. Dieses Urteil geht an den Beschwerdeführer, das BFM und die kantonale Migrationsbehörde. Der Einzelrichter: Die Gerichtsschreiberin: Fulvio Haefeli Karin Schnidrig Versand: