200 18 662 UV KOJ/SCC/STA Verwaltungsgericht des Kantons Bern Sozialversicherungsrechtliche Abteilung Urteil vom 8. Mai 2019 Verwaltungsrichter Kölliker, Kammerpräsident Verwaltungsrichter Scheidegger, Verwaltungsrichter Loosli Gerichtsschreiberin Schertenleib Gamero A.________ vertreten durch B.________ AG Beschwerdeführer gegen Suva Rechtsabteilung, Postfach 4358, 6002 Luzern vertreten durch Rechtsanwalt C.________ Beschwerdegegnerin betreffend Einspracheentscheid vom 12. Juli 2018 Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 8. Mai 2019, UV/18/662, Seite 2 Sachverhalt: A. Der 1983 geborene A.________ (Versicherter bzw. Beschwerdeführer) war als …. bei der D.________ AG angestellt und dadurch bei der Schweizeri- schen Unfallversicherungsanstalt (Suva bzw. Beschwerdegegnerin) gegen die Folgen von Berufs- und Nichtberufsunfällen versichert, als er am ... September 2014 einen Verkehrsunfall erlitt, bei welchem er sich die linke Schulter verletzte (Dossier der Suva, Antwortbeilage [AB] 1). Die Suva er- brachte in der Folge die gesetzlichen Leistungen (namentlich Heilkosten und Taggelder). Mit Verfügung vom 28. November 2016 sprach die Suva dem Versicherten für die verbliebene Beeinträchtigung an der linken Schul- ter bei einer Integritätseinbusse von 10 % eine Integritätsentschädigung von Fr. 12‘600.-- zu (AB 307). Die hiergegen vorsorglich erhobene Einspra- che (AB 332) zog der Versicherte wieder zurück (AB 381), womit die Verfü- gung in Rechtskraft erwuchs. Mit Verfügung vom 26. April 2017 sprach die Suva dem Versicherten ab dem 1. Februar 2017 eine UV-Rente bei einer Erwerbsunfähigkeit von 34 % zu (AB 370). Die hiergegen erhobene Ein- sprache des Versicherten, vertreten durch die B.________ AG, Fürspre- cher E.________ (AB 384, 401), wies die Suva mit Entscheid vom 12. Juli 2018 ab (AB 448). B. Am 13. September 2018 erhob der Versicherte, vertreten durch die B.________ AG, Fürsprecher E.________, beim Verwaltungsgericht des Kantons Bern Beschwerde. Er beantragt, der Einspracheentscheid der Su- va vom 12. Juli 2018 sei aufzuheben und es sei ihm ab 1. Februar 2017 eine UV-Rente bei einem Invaliditätsgrad von 45 %, eventualiter von 38 % zuzusprechen. Er beanstandet eine fehlerhafte Bemessung des Invaliden- einkommens sowie die Höhe des leidensbedingten Abzugs vom Tabellen- lohn.Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 8. Mai 2019, UV/18/662, Seite 3 Mit Beschwerdeantwort vom 29. November 2018 beantragt die Suva, ver- treten durch Rechtsanwalt C.________, die Abweisung der Beschwerde. Erwägungen: 1. 1.1Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche- rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes vom 6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes vom 11. Juni 2009 über die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staats- anwaltschaft (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. Der Beschwerdeführer ist im vorinstanzlichen Verfahren mit seinen Anträ- gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb er zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist gegeben (Art. 58 ATSG). Da auch die Bestimmungen über Frist (Art. 60 ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 i.V.m. Art. 32 des kantonalen Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die Verwaltungsrechtspflege [VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Beschwerde einzutreten. 1.2Anfechtungsobjekt bildet der Einspracheentscheid der Suva vom 12. Juli 2018 (AB 448). Streitig und zu prüfen ist der Rentenanspruch des Beschwerdeführers. 1.3Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG). 1.4Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 8. Mai 2019, UV/18/662, Seite 4 2. 2.1Der leistungsbegründende Unfall des Beschwerdeführers ereignete sich am ... September 2014 (AB 1). Am 1. Januar 2017 sind die Änderung vom 25. September 2015 des UVG und die Änderung vom 9. November 2016 der UVV in Kraft getreten. Versicherungsleistungen für Unfälle, die sich vor dem Inkrafttreten der Änderung vom 25. September 2015 des UVG ereignet haben, und für Berufskrankheiten, die vor diesem Zeitpunkt aus- gebrochen sind, werden nach bisherigem Recht gewährt (Abs. 1 der Übergangsbestimmungen zur Änderung vom 25. September 2015 des UVG). 2.2Ist die versicherte Person infolge des Unfalles zu mindestens 10 % invalid (Art. 8 ATSG), so hat sie Anspruch auf eine Invalidenrente (aArt. 18 Abs. 1 UVG in der bis 31. Dezember 2016 gültig gewesenen Fassung). Der Bundesrat regelt die Bemessung des Invaliditätsgrades in Sonderfällen. Er kann dabei auch von Art. 16 ATSG abweichen (Art. 18 Abs. 2 UVG). 2.3Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dau- ernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Er- werbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behand- lung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Er- werbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Ar- beitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Massgebend ist – im Unterschied zur Ar- beitsunfähigkeit – nicht die Arbeitsmöglichkeit im bisherigen Tätigkeitsbe- reich, sondern die nach Behandlung und Eingliederung verbleibende Er- werbsmöglichkeit in irgendeinem für die betroffene Person auf dem ausge- glichenen Arbeitsmarkt in Frage kommenden Beruf. Der volle oder bloss teilweise Verlust einer solchen Erwerbsmöglichkeit gilt als Erwerbsunfähig- keit (BGE 130 V 343 E. 3.2.1 S. 346). 2.4Für die Bestimmung des Invaliditätsgrades wird das Erwerbsein- kommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliede- rungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte, in Beziehung gesetzt zum Erwerbsein-Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 8. Mai 2019, UV/18/662, Seite 5 kommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (Art. 16 ATSG). 2.5Für die Bemessung des Valideneinkommens ist in der Unfallversi- cherung nach jenem hypothetischen Verdienst zu fragen, welchen die ver- sicherte Person ohne die unfallbedingte Schädigung wahrscheinlich erzie- len würde. Dieser kann sich zwar mit dem mutmasslichen Verdienst als gesunde Person decken, aber nur dann, wenn keine weiteren, nicht unfall- bedingten, leistungsschmälernden Beeinträchtigungen vorhanden sind (SVR 2018 UV Nr. 33 S. 115 E. 2.1). 2.6 2.6.1Für die Festsetzung des Invalideneinkommens ist primär von der beruflich-erwerblichen Situation auszugehen, in welcher die versicherte Person konkret steht (BGE 143 V 295 E. 2.2 S. 296). Übt die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität eine Erwerbstätigkeit aus, bei der – ku- mulativ – besonders stabile Arbeitsverhältnisse gegeben sind und anzu- nehmen ist, dass sie die ihr verbleibende Arbeitsfähigkeit in zumutbarer Weise voll ausschöpft, und erscheint zudem das Einkommen aus der Ar- beitsleistung als angemessen und nicht als Soziallohn, gilt grundsätzlich der tatsächlich erzielte Verdienst als Invalidenlohn (BGE 143 V 295 E. 2.2 S. 296). 2.6.2Hat die versicherte Person nach Eintritt des Gesundheitsschadens keine oder jedenfalls keine ihr an sich zumutbare neue Erwerbstätigkeit aufgenommen, so können nach der Rechtsprechung entweder Tabellen- löhne gemäss den vom Bundesamt für Statistik periodisch herausgegebe- nen Lohnstrukturerhebungen (LSE) oder Lohnangaben aus der Dokumen- tation von Arbeitsplätzen (DAP) der Schweizerischen Unfallversicherungs- anstalt (Suva) herangezogen werden (BGE 143 V 295 E. 2.2 S. 297). Wird auf Tabellenlöhne abgestellt, sind grundsätzlich immer die aktuellsten sta- tistischen Daten zu verwenden (BGE 143 V 295 E. 2.3 S. 297). Da den Tabellenlöhnen generell eine Arbeitszeit von 40 Wochenstunden zu Grun- de liegt, ist eine Umrechnung auf eine betriebsübliche durchschnittliche Wochenarbeitszeit erforderlich (BGE 126 V 75 E. 3b bb S. 76).Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 8. Mai 2019, UV/18/662, Seite 6 2.6.3Es gilt zu berücksichtigen, dass gesundheitlich beeinträchtigte Per- sonen, die selbst bei leichten Hilfsarbeitertätigkeiten behindert sind, im Vergleich zu voll leistungsfähigen und entsprechend einsetzbaren Arbeit- nehmern lohnmässig benachteiligt sind und deshalb in der Regel mit unter- durchschnittlichen Lohnansätzen rechnen müssen. Diesem Umstand ist mit einem Abzug vom Tabellenlohn Rechnung zu tragen (BGE 134 V 322 E. 5.2 S. 327, 129 V 472 E. 4.2.3 S. 481). Die Frage, ob und in welchem Ausmass Tabellenlöhne herabzusetzen sind, hängt von sämtlichen persönlichen und beruflichen Umständen des konkre- ten Einzelfalles ab (leidensbedingte Einschränkung, Alter, Dienstjahre, Na- tionalität/Aufenthaltskategorie und Beschäftigungsgrad). Der Einfluss sämt- licher Merkmale auf das Invalideneinkommen ist nach pflichtgemässem Ermessen gesamthaft zu schätzen, wobei der Abzug auf insgesamt höchs- tens 25 % zu begrenzen ist (BGE 135 V 297 E. 5.2 S. 301, 134 V 322 E. 5.2 S. 327; SVR 2018 IV Nr. 46 S. 148 E. 3.3). Zu beachten ist, dass allfällige bereits in der Beurteilung der medizinischen Arbeitsfähigkeit ent- haltene gesundheitliche Einschränkungen nicht zusätzlich in die Bemes- sung des leidensbedingten Abzugs einfliessen und so zu einer doppelten Anrechnung desselben Gesichtspunkts führen dürfen (SVR 2018 IV Nr. 45 S. 145 E. 2.2). 3. 3.1Mit Verfügung vom 26. April 2017 gewährte die Suva dem Be- schwerdeführer ab dem 1. Februar 2017 bei einem Invaliditätsgrad von 34 % eine UV-Rente. Das Valideneinkommen setzte sie auf Fr. 103‘567.-- fest. Bezüglich Arbeits- und Leistungsfähigkeit ging die Suva davon aus, dass dem Beschwerdeführer unter Berücksichtigung der Unfallfolgen leich- te bis mittelschwere Tätigkeiten, möglichst ohne repetitive Überkopfarbei- ten, ganztags zumutbar sind. Das hypothetische Invalideneinkommen er- mittelte sie gestützt auf die LSE 2014, Tabelle TA1, Kompetenzniveau 2, Total, Männer und berücksichtigte einen Abzug vom Tabellenlohn von 5 % (AB 370 S. 2; vgl. auch AB 361 S. 2). Daran hielt die Suva mit Einspra- cheentscheid vom 12. Juli 2017 fest (AB 448). Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 8. Mai 2019, UV/18/662, Seite 7 Der Zeitpunkt des Fallabschlusses, der medizinische Sachverhalt (inklusive Arbeits- und Leistungsfähigkeit bzw. Zumutbarkeitsprofil) und das Validen- einkommen sind vorliegend zu Recht unbestritten. Umstritten ist hingegen das Invalideneinkommen; insbesondere beanstandet der Beschwerdefüh- rer die Anwendung des Kompetenzniveaus 2 anstelle des Kompetenzni- veaus 1 der LSE sowie die Höhe des Abzugs vom Tabellenlohn. 3.2Nicht zu beanstanden ist, dass die Beschwerdegegnerin die Tabel- lenlöhne der LSE beizog. Der Beschwerdeführer hat zwar am 1. Februar 2018 eine Tätigkeit als …. bei der …. aufgenommen (AB 431). Auf den tatsächlich erzielten Lohn von Fr. 4‘500.-- pro Monat kann hier jedoch nicht abgestellt werden, liegt doch noch kein stabiles Arbeitsverhältnis vor (vgl. E. 2.6.1 hiervor). 3.3Definitionsgemäss umfasst das Kompetenzniveau 2 der LSE prakti- sche Tätigkeiten wie Verkauf/Pflege/Datenverarbeitung, Administration und Bedienen von Maschinen sowie elektronischen Geräten, Sicherheits- und Fahrdienst, das Kompetenzniveau 1 demgegenüber einfache Tätigkeiten körperlicher oder handwerklicher Art. Aus der bundesgerichtlichen Recht- sprechung ergibt sich keine andere Umschreibung (vgl. statt vieler Ent- scheid des Bundesgerichts [BGer] vom 11. September 2018, 8C_325/2018, E. 4.2). Auch wenn dem Beschwerdeführer insoweit beizupflichten ist, dass er über keinen Berufsabschluss verfügt, sind andererseits doch erhebliche Ressourcen aktenkundig, welche nicht ausser Acht gelassen werden dür- fen. So hat der Beschwerdeführer bisher nicht nur einfache Tätigkeiten im Sinne des Kompetenzniveaus 1 ausgeführt (vgl. AB 322 S. 15). Vielmehr hat er sich im Rahmen seiner früheren Anstellung bei D.________ zum …. hochgearbeitet (AB 361 S. 1). Für eine solche qualifizierte berufliche Tätig- keit sind neben grosser Motivation und Einsatz (der Beschwerdeführer wird als „Chrampfer" beschrieben [AB 131]) auch entsprechende beruflich ver- wertbare Fähigkeiten vorausgesetzt, welche der Beschwerdeführer offen- bar mitbringt. So war er gemäss seinem Lebenslauf auch bei der F.________ AG mehrere Jahre als …. tätig (AB 324). Dass bei D.________ an Führungskräfte höhere Anforderungen gestellt werden als an gewöhnliches Personal, zeigt auch der Umstand, dass der Beschwerde- führer nach dem Unfall seine Tätigkeit als …. nicht ohne weiteres wieder Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 8. Mai 2019, UV/18/662, Seite 8 aufnehmen konnte (AB 131 S. 2, 169, 175 S. 2, 224 S. 1). Es ergibt sich aus den Akten, dass der Beschwerdeführer nach wie vor an einer berufli- chen Karriere interessiert bzw. dafür motiviert ist: Er hatte denn auch als primäres berufliches Ziel die Rückkehr in die angestammte Tätigkeit als …. (AB 175 S. 3, 216) und wäre bereit gewesen, bei D.________ vorerst zum halben Lohn als Vertretungskraft zu arbeiten, bevor er wieder eine …. hätte leiten können (AB 224 S. 2). Andernfalls sah er sich im … und in der … (AB 216 S. 2). Mit dem Ziel einer Einarbeitung/Ausbildung „on the job“ in eine angepasste Tätigkeit (AB 175 S. 3) bewarb er sich in der Folge auf Stellen bei „sicheren" Arbeitgebern mit Aufstiegspotential (AB 195 S. 1). Zu diesem Zweck absolvierte er zudem berufliche Weiterbildungen (vgl. AB 219, 221, 441, 450). Anlässlich der AMA in der Abklärungsstelle G.________ zeigte sich der Beschwerdeführer motiviert; er hatte Ressourcen im manuellen und logistischen Bereich. Zudem waren seine Vorkenntnisse aus dem Be- reich … erkennbar (AB 322 S. 14). In Verbindung mit der Erfahrung aus seiner leitenden Tätigkeit – bei welcher er auch Führungsaufgaben wahr- zunehmen hatte – in der … Branche sowie im ..., wobei letztere auch … Arbeiten umfasste (AB 175 S. 2), verfügt der Beschwerdeführer über die Voraussetzungen, um auch qualifiziertere als nur einfache körperliche oder handwerkliche Tätigkeiten ausüben zu können. Die Ermittlung des Invali- deneinkommens auf der Basis des Kompetenzniveaus 2 ist daher nicht zu beanstanden. Nichts anderes ergibt sich aus dem vom Beschwerdeführer zitierten Ent- scheid des Bundesgerichts vom 11. Oktober 2017, 8C_457/2017 (Be- schwerde S. 4), zumal das Bundesgericht dort das Vorliegen besonderer Fähigkeiten und Kenntnisse letztlich ebenfalls bejaht und trotz Fehlens ei- nes Lehrabschlusses des Versicherten die Anwendung des Kompetenz- niveaus 2 bestätigt hat. 3.4Was die Höhe des Tabellenlohnabzugs von 5 % betrifft, ist vorab festzuhalten, dass die LSE-Tabellenlöhne im Kompetenzniveau 1 und 2 bereits eine Vielzahl von leichten und mittelschweren Tätigkeiten umfassen (Entscheid des BGer vom 20. August 2018, 8C_736/2017, E. 4.2.2), so dass die leidensbedingte Einschränkung insoweit bereits weitestgehend berücksichtigt ist. Zudem ist der Beschwerdeführer Schweizer Bürger, er Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 8. Mai 2019, UV/18/662, Seite 9 kann vollzeitlich arbeiten und ist noch jung (Jg. 1983). Ein über 5 % hin- ausgehender Tabellenlohnabzug ist daher nicht geboten; der in dieser Höhe gewährte Abzug liegt im Rahmen des der Verwaltung zustehenden Ermessens, in welches das Gericht nicht eingreift (vgl. E. 2.6.3 hiervor). 3.5Nach dem Dargelegten ist das von der Beschwerdegegnerin festge- legte Invalideneinkommen nicht zu beanstanden. Der von der Beschwer- degegnerin ermittelte Invaliditätsgrad von 34 % erweist sich somit als zu- treffend. Die Beschwerde gegen den Einspracheentscheid der Suva vom 12. Juli 2018 (AB 448) ist abzuweisen. 4. 4.1Es sind keine Verfahrenskosten zu erheben (Art. 61 lit. a ATSG). 4.2Bei diesem Ausgang des Verfahrens hat der Beschwerdeführer kei- nen Anspruch auf eine Parteientschädigung (Art. 61 lit. g ATSG [Umkehr- schluss]). Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 2. Es werden weder Verfahrenskosten erhoben noch wird eine Parteien- tschädigung zugesprochen.Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 8. Mai 2019, UV/18/662, Seite 10 3. Zu eröffnen (R): - B.________ AG z.H. des Beschwerdeführers - Rechtsanwalt C.________ z.H. der Beschwerdegegnerin - Bundesamt für Gesundheit Der Kammerpräsident: Die Gerichtsschreiberin: Rechtsmittelbelehrung Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün- dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf- fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun- desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge- führt werden.