<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2020.00607</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=221473&amp;W10_KEY=13013473&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2020.00607</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 22.07.2021</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">4. Abteilung/4. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Personalrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Rechtsschutzgesuch</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>[Der Beschwerdeführer steht als Polizist in einem Anstellungsverhältnis mit der Stadt Zürich. Diese gewährte ihm in seiner Rolle als Anzeiger eines Strafdelikts Rechtsschutz bzw. Kostenersatz für ein erstinstanzliches Verfahren. In der Folge ersuchte der Beschwerdeführer erfolglos um weiteren Rechtsschutz bzw. Übernahme weiterer Kosten, da der mit der Strafuntersuchung beauftragte Staatsanwalt beabsichtige, das Strafverfahren einzustellen.] Die Praxis der Beschwerdegegnerin, wonach Rechtsschutz gemäss städtischem Personalrecht nur für das erstinstanzliche Verfahren gewährt wird, es sei denn, eine Angestellte oder ein Angestellter werde ohne eigenes Zutun nach dem Vorliegen eines erstinstanzlichen Entscheids in ein zweitinstanzliches Verfahren involviert, ist nicht zu beanstanden (E. 3.3 ff.). Abweisung.</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: AUSLEGUNG VON KOMMUNALEM RECHT">AUSLEGUNG VON KOMMUNALEM RECHT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: RECHTSSCHUTZ">RECHTSSCHUTZ</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade">Art. 42 Abs. I AB PR ZÃ¼rich</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 2 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="WordSection1"> <table border="1" cellpadding="0" cellspacing="0" class="MsoNormalTable" width="0"> <tr> <td valign="top"> <p class="Kopf1"><span>Verwaltungsgericht</span></p> <p class="Kopf1"><span>des Kantons ZÃ¼rich</span></p> <p class="Kopf1"><span>4. Abteilung</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Kopf1"> </p> </td> <td valign="top"> <p class="Kopf1"><span><img alt="" height="78" id="Bild 1" src="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getImage&amp;nF38_KEY=52800" width="123"/></span></p> </td> </tr> </table> <p class="MsoNormal">VB.2020.00607</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"><b><span>Urteil</span></b></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="Zwischentitel"> </p> <p class="MsoNormal"><span>der 4. Kammer</span></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">vom <a id="VF_DAT_ENTSCHEID">22. Juli 2021</a></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">Mitwirkend: Verwaltungsrichter Reto HÃ¤ggi Furrer<span> (Vorsitz)</span>, Verwaltungsrichterin Tamara NÃ¼ssle, Verwaltungsrichter Marco Donatsch, <a id="TN_AUTOTEXT_RICHTER"></a><a id="TN_AUTOTEXT_GS"></a>Gerichtsschreiberin Eva Heierle. </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">In Sachen</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">A, vertreten durch RA B,</p> <p class="MsoNormal"><b>BeschwerdefÃ¼hrer,</b> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">gegen</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">Stadt ZÃ¼rich, vertreten durch den Stadtrat von ZÃ¼rich,<a id="BT_Z_PLZ_N"></a></p> <p class="MsoNormal"><b>Beschwerdegegnerin, </b></p> <p class="MsoNormal"><b> </b></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"><b>betreffend Rechtsschutzgesuch,</b></p> <span><br/> </span> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="Zwischentitel">hat sich ergeben: </p> <p class="Sachverhalt1"><b>I. </b> </p> <p class="Erwgung2">A steht als Polizist der Stadtpolizei in einem AnstellungsverhÃ¤ltnis mit der Stadt ZÃ¼rich. Die Vorsteherin des Sicherheitsdepartements gewÃ¤hrte A mit VerfÃ¼gung vom 11. Juni 2019 Rechtsschutz bzw. KostenÃ¼bernahme fÃ¼r das erstinstanzliche Verfahren im Zusammenhang mit einer Strafuntersuchung gegen einen Staatsanwalt und den Kommandanten der Stadtpolizei, welche durch eine Strafanzeige der AnwÃ¤ltin von A ausgelÃ¶st wurde.</p> <p class="Erwgung2">Am 4. November 2019 ersuchte A um weiteren Rechtsschutz, da der mit der Strafuntersuchung beauftragte ausserordentliche Staatsanwalt beabsichtigte, das Verfahren gegen die Beschuldigten einzustellen. Die Vorsteherin des Sicherheitsdepartements wies dieses Gesuch mit VerfÃ¼gung vom 18. November 2019 ab. Das von A in der Folge erhobene Begehren um Neubeurteilung wies der Stadtrat mit Beschluss vom 5. Februar 2020 ab.</p> <p class="Sachverhalt1"><b>II. </b> </p> <p class="Erwgung2">A rekurrierte dagegen an den Bezirksrat ZÃ¼rich, welcher den Rekurs mit Beschluss vom 2. Juli 2020 abwies, keine Verfahrenskosten erhob und A ausgangsgemÃ¤ss keine ParteientschÃ¤digung entrichtete.</p> <p class="Sachverhalt1"><b>III. </b> </p> <p class="Erwgung1">Mit Beschwerde vom 8. September 2020 an das Verwaltungsgericht beantragte A unter Kosten- und EntschÃ¤digungsfolgen die Aufhebung des Bezirksratsbeschlusses vom 2. Juli 2020 und die Gutheissung seines Rechtsschutzgesuches vom 4. November 2019. Prozessual beantragte er die DurchfÃ¼hrung einer mÃ¼ndlichen Ã¶ffentlichen Verhandlung. Der Bezirksrat verzichtete mit Eingabe vom 11. September 2020 auf eine Vernehmlassung; die Stadt ZÃ¼rich beantragte mit Beschwerdeantwort vom 5. Oktober 2020 die Abweisung der Beschwerde unter Kosten- und EntschÃ¤digungsfolgen. </p> <p class="Einzug1"><span>Die Kammer</span><span> erwÃ¤gt:</span></p> <p class="Erwgung1"><b>1. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>1.1 </b><span>Gegen Rekursentscheide eines Bezirksrats in personalrechtlichen Angelegenheiten kommunal Angestellter steht die Beschwerde an das Verwaltungsgericht offen (§§ 41 ff. des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 [VRG, LS 175.2]; vgl. </span>§ 53 Abs. 1 des Gemeindegesetzes vom 20. April 2015 [GG, LS 131.1]<span>). Da auch die weiteren Prozessvor­aussetzungen erfÃ¼llt sind, ist auf die Beschwerde einzutreten.</span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>1.2 </span></b>Im Streit liegt die Beurteilung, ob dem BeschwerdefÃ¼hrer Rechtsschutz zu gewÃ¤hren sei und nicht die konkrete HÃ¶he des dafÃ¼r anfallenden Kostenersatzes. Unter diesen UmstÃ¤nden fehlt ein bezifferbarer Streitwert, sodass <span>die Angelegenheit nach § 38 Abs. 1 in Verbindung mit § 38b Abs. 1 lit. c e contrario VRG in die ZustÃ¤ndigkeit der Kammer fÃ¤llt.</span></p> <p class="Erwgung1"><b>2. </b><span> </span></p> <p class="Erwgung2"><span>Der BeschwerdefÃ¼hrer beantragt die DurchfÃ¼hrung einer mÃ¼ndlichen Ã¶ffentlichen Verhandlung, damit er "zu seinem Standpunkt mÃ¼ndlich Stellung nehmen" kann und "zum Zweck der Beweisabnahme".</span></p> <p class="Erwgung2"><b>2.1 </b><span>§ 59 Abs. 1 VRG sieht die DurchfÃ¼hrung einer mÃ¼ndlichen Verhandlung vor. Dabei liegt es im Ermessen des Verwaltungsgerichts, ob es eine mÃ¼ndliche Verhandlung durchfÃ¼hren will. Nach stÃ¤ndiger Praxis sieht das Verwaltungsgericht von einer solchen ab, wenn die Akten nach durchgefÃ¼hrtem Schriftenwechsel eine hinreichende Entscheidungsgrundlage bieten (Marco Donatsch, in: Alain Griffel [Hrsg.], Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons ZÃ¼rich [VRG], 3. A., ZÃ¼rich etc. 2014 [Kommentar VRG], § 59 N. 5). Das ist hier der Fall.</span></p> <p class="Erwgung2"><b>2.2 </b><span>Der vom BeschwerdefÃ¼hrer ergÃ¤nzend angerufene Art. 30 Abs. 3 der Bundesverfassung vom 18. April 1999 (SR 101) vermittelt nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung kein Recht auf eine mÃ¼ndliche Verhandlung, sondern garantiert einzig, dass, wenn eine Gerichtsverhandlung stattzufinden hat, diese in der Regel Ã¶ffentlich sein muss (BGE 146 I 30 E. 2.1, 128 I 288 E. 2.3 ff.). Zu Recht behauptet der BeschwerdefÃ¼hrer sodann nicht, dass hier eine zivilrechtliche Streitigkeit im Sinn von Art. 6 Abs. 1 der EuropÃ¤ischen Menschenrechtskonvention (EMRK, SR 0.101) zu beurteilen wÃ¤re. Wohl fallen nach der Rechtsprechung des EuropÃ¤ischen Gerichtshofs fÃ¼r Menschenrechte auch Lohnforderungen staatlicher Angestellter unter den Begriff der zivilrechtlichen Streitigkeit<span> (EGMR, 19. April 2007, Vilho Eskelinen et al., 63235/00, § 62; www.echr.coe.int)</span>. Hier geht es indes nicht um derartige Leistungen, sondern um ein Begehren des BeschwerdefÃ¼hrers um Rechtsschutz in seiner amtlichen Funktion als Polizist. Der BeschwerdefÃ¼hrer verweist denn auch ausdrÃ¼cklich auf seine Aufgaben als Polizist, in denen er betroffen sei. Damit ist der BeschwerdefÃ¼hrer â anders als bei einer Lohnforderung â nicht als Privatperson betroffen, weshalb die vorliegende Angelegenheit nicht als zivilrechtliche Streitigkeit im Sinn von Art. 6 Abs. 1 EMRK zu qualifizieren ist.</span></p> <p class="Erwgung1"><b>3. </b><span> </span></p> <p class="Erwgung2"><b>3.1 </b>Das kantonale Recht macht den Gemeinden im Bereich des Personalrechts nur wenige Vorgaben. Nach Art. 47 Abs. 1 der Kantonsverfassung vom 27. Februar 2005 (LS 101) untersteht das ArbeitsverhÃ¤ltnis des Gemeindepersonals dem Ã¶ffentlichen Recht. § 53 Abs. 1 GG wiederholt diese Regelung. Daneben sieht § 53 Abs. 2 GG vor, dass das kantonale Personalrecht sinngemÃ¤ss anzuwenden ist, sofern eine Gemeinde keine eigenen Vorschriften erlÃ¤sst (so bereits § 72 Abs. 1 f. des auf 1. Januar 2018 aufgehobenen Gemeindegesetzes vom 6. Juni 1926 [OS 60, 71]). Die Regelung des Personalrechts fÃ¤llt demnach in den Kompetenzbereich der Gemeinden, wobei ihnen ein erheblicher Gestaltungsspielraum zukommt.</p> <p class="Erwgung2"><b>3.2 </b>Die Stadt ZÃ¼rich hat von dieser Kompetenz mit Erlass des (StadtzÃ¼rcher) Personalrechts vom 6. Februar 2002 (PR, AS 177.100) sowie der dazugehÃ¶rigen AusfÃ¼hrungserlasse Gebrauch gemacht. <span>Der Vollzug des entsprechenden Rechts wird vom Schutzbereich der Gemeindeautonomie erfasst, und den BehÃ¶rden der<span class="apple-converted-space"> Stadt ZÃ¼rich </span>kommt dabei ein erheblicher Ermessens- bzw. Beurteilungsspielraum zu. Bei der Auslegung des kommunalen Rechts dÃ¼rfen die Rechtsmittelinstanzen nicht unter mehreren verfÃ¼gbaren und angemessenen AuslegungsmÃ¶glichkeiten eine sinnvolle, zweckmÃ¤ssige Interpretation einer kommunalen Norm durch die Gemeinde durch ihre eigene Auslegung ersetzen (</span><span>BGr, 11. Juli 2017, 1C_572/2016, E. 2.1;<span class="apple-converted-space"> </span><span>VGr, 24. September 2020, VB.2019.00718, E. 2.2; Donatsch</span>,<span class="apple-converted-space"><span> </span></span><span>§ 20 N. 57 ff.).</span></span></p> <p class="Erwgung2"><b>3.3 </b>Die Beschwerdegegnerin schÃ¼tzt ihre Angestellten vor ungerechtfertigten Angriffen und AnsprÃ¼chen (Art. 36 Abs. 1 PR). Dazu regelt der Stadtrat nach Art. 36 Abs. 2 PR die volle oder teilweise Ãbernahme der Kosten fÃ¼r den Rechtsschutz der Angestellten, wenn diese im Zusammenhang mit der AusÃ¼bung ihres Dienstes auf dem Rechtsweg belangt werden (lit. a); wenn sich zur Wahrung ihrer Rechte gegenÃ¼ber Dritten die Beschreitung des Rechtswegs oder anderweitige rechtliche UnterstÃ¼tzung als notwendig erweist (lit. b) oder wenn sie Betroffene eines Deliktes, von Diskriminierung, von sexistischer oder von sexueller BelÃ¤stigung am Arbeitsplatz sind (lit. c). </p> <p class="Erwgung2"><b>3.4 </b>In den AusfÃ¼hrungsbestimmungen zur Verordnung Ã¼ber das ArbeitsverhÃ¤ltnis des stÃ¤dtischen Personals vom 27. MÃ¤rz 2002 (AB PR, AS 177.101) wird dazu vom Stadtrat insbesondere geregelt, dass die Stadt mindestens die Kosten des erstinstanzlichen Rechtsschutzes Ã¼bernimmt, wenn Angestellte im Zusammenhang mit der AusÃ¼bung ihres Dienstes auf dem Rechtsweg belangt werden oder sich zur Wahrung ihrer Rechte gegenÃ¼ber Dritten die Beschreitung des Rechtsweges als notwendig erweist (Art. 42 Abs. 1 Satz 1 AB PR).</p> <p class="Erwgung2"><b>3.5 </b>FÃ¼r das erstinstanzliche Verfahren im Zusammenhang mit einer Strafuntersuchung gegen einen Staatsanwalt und den Kommandanten der Stadtpolizei wurde dem BeschwerdefÃ¼hrer â in seiner Rolle als Anzeiger eines Strafdelikts â der Rechtsschutz bzw. die KostenÃ¼bernahme gewÃ¤hrt. Das Strafverfahren wurde mit VerfÃ¼gung vom 4. MÃ¤rz 2020 eingestellt. Diese<span> strafrechtliche Beurteilung bildet nicht Gegenstand des vorliegenden Beschwerdeverfahrens. Entscheidend ist einzig, ob sich aus dem kommunalen Personalrecht ein Anspruch ableiten lÃ¤sst, den betroffenen Angestellten in jedem Fall auch fÃ¼r ein zweitinstanzliches Verfahren UnterstÃ¼tzung zu gewÃ¤hren. Mit der Formulierung, dass "die</span> Stadt mindestens die Kosten des erstinstanzlichen Rechtsschutzes Ã¼bernimmt" (Art. 42 Abs. 1 Satz 1 AB PR), wird gemÃ¤ss der Praxis der Beschwerdegegnerin zum Ausdruck gebracht, dass es zum Schutz der Angestellten nicht erforderlich ist, diese beim Durchlaufen eines mehrstufigen Instanzenzuges zu unterstÃ¼tzen, es sei denn, eine Angestellte oder ein Angestellter werde ohne eigenes Zutun nach dem Vorliegen eines erstinstanzlichen Entscheids in ein zweitinstanzliches Verfahren involviert. Diese Auslegung ist vom Sinn und Zweck von Art. 36 PR ohne Weiteres gedeckt. So hat es vorliegend die Beschwerdegegnerin dem BeschwerdefÃ¼hrer ermÃ¶glicht, sich in das Strafverfahren einzubringen. Der Ausgang des Strafverfahrens â hier dessen Einstellung â fÃ¼hrt nicht zu weitergehenden personalrechtlichen AnsprÃ¼chen des BeschwerdefÃ¼hrers gestÃ¼tzt auf Art. 36 PR in Verbindung mit Art. 42 Abs. 1 AB PR. Die Ablehnung des Gesuchs des BeschwerdefÃ¼hrers vom 4. November 2019 um weiteren Rechtsschutz durch die Beschwerdegegnerin ist daher nicht zu beanstanden.</p> <p class="Erwgung1"><b>4. </b> </p> <p class="Erwgung2"><span>Nach dem Gesagten ist die Beschwerde abzuweisen.</span></p> <p class="Erwgung1"><b>5. </b> </p> <p class="Erwgung2"><span>GemÃ¤ss § 65a Abs. 3 VRG geniessen die Parteien in personalrechtlichen Angelegenheiten mit einem Streitwert bis Fr. 30'000.- Unentgeltlichkeit, sofern sie wie hier keinen unangemessenen Aufwand verursacht haben (vgl. Kaspar PlÃ¼ss, Kommentar VRG, § 65a N. 39 in Verbindung mit § 13 N. 88). Fehlt ein Streitwert, werden nur Kosten erhoben, wenn es sich um eine Streitigkeit von grosser Tragweite handelt (PlÃ¼ss, § 65a N. 29 f.; vgl. VGr, 9. Januar 2019, VB.2018.00458, E. 5.1 mit Hinweis). Dies ist hier nicht der Fall. Demnach sind die Kosten auf die Gerichtskasse zu nehmen.</span></p> <p class="Erwgung2"><span>Der unterliegende BeschwerdefÃ¼hrer hat keinen Anspruch auf eine ParteientschÃ¤digung. Die Beschwerdegegnerin beantragt ebenfalls eine ParteientschÃ¤digung. </span>Das Gemeinwesen besitzt praxisgemÃ¤ss in der vorliegenden Konstellation grundsÃ¤tzlich keinen Anspruch auf eine ParteientschÃ¤digung. Die ProzessfÃ¼hrung verursachte sodann keinen besonderen Aufwand, der vorliegend ein Abweichen von diesem Grundsatz rechtfertigte. Der Beschwerdegegnerin ist keine ParteientschÃ¤digung zuzusprechen <span>(§ 17 Abs. 2 VRG).</span></p> <p class="Erwgung1"><b>6. </b> </p> <p class="Erwgung2"><span>GemÃ¤ss Art. 83 lit. g des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (BGG, SR 173.110) ist die Beschwerde in Ã¶ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten auf dem Gebiet Ã¶ffentlich-rechtlicher ArbeitsverhÃ¤ltnisse ausgeschlossen, wenn sie eine nicht vermÃ¶gensrechtliche Angelegenheit, nicht aber die Gleichstellung der Geschlechter betrifft. Bei vermÃ¶gensrechtlichen Streitigkeiten muss der Streitwert mehr als Fr. 15'000.- betragen, oder es muss sich eine Rechtsfrage von grundsÃ¤tzlicher Bedeutung stellen (Art. 85 Abs. 1 lit. b und Abs. 2 BGG). Vorliegend fehlt ein bezifferbarer Streitwert (vorne 1.2). WÃ¤re die Beschwerde in Ã¶ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten nicht zulÃ¤ssig, stÃ¼nde die subsidiÃ¤re Verfassungsbeschwerde nach Art. 113 ff. BGG offen. Sollten beide Rechtsmittel ergriffen werden, mÃ¼sste dies in derselben Rechtsschrift erfolgen (Art. 119 Abs. 1 BGG).</span></p> <p class="Einzug1"><span>DemgemÃ¤ss erkennt <span>die Kammer</span>:</span></p> <p class="Einzug2">1. Die Beschwerde wird abgewiesen.</p> <p class="Einzug2"><span>2. Die GerichtsgebÃ¼hr wird festgesetzt auf <br/> Fr. 1'500.--; die Ã¼brigen Kosten betragen:<br/> <u>Fr. 95.--</u> Zustellkosten,<br/> <u>Fr. 1'595.--</u> Total der Kosten.</span></p> <p class="Einzug2">3. <span>Die Gerichtskosten werden auf die Gerichtskasse genommen.</span></p> <p class="einzug20">4. <span>Es werden keine ParteientschÃ¤digungen zugesprochen.</span><span> </span></p> <p class="Einzug2">5. <span>Gegen dieses Urteil kann im Sinn der ErwÃ¤gungen Beschwerde erhoben werden. Sie ist binnen 30 Tagen ab Zustellung einzureichen beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern.</span></p> <p class="Einzug2">6. Mitteilung an â¦</p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>