<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2003.00215</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=203771&amp;W10_KEY=13013571&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2003.00215</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 19.11.2003</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">2. Abteilung/2. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Das Bundesgericht hat eine Verwaltungsgerichtsbeschwerde gegen diesen Entscheid am 04.06.2004 abgewiesen.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">AuslÃ¤nderrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Aufenthaltsbewilligung</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Wiedererwägung Neubeurteilung der Aufenthaltsbewilligung eines Ausländers, dem mit Urteil des Bundesgerichts die Aufenthaltsbewilligung wegen Vorliegens eines Ausweisungsgrunds rechtkräftig verweigert worden war, wegen nachträglicher Heirat mit einer Schweizerin. Beschränkung der Prüfung auf die Auswirkung der neu eingetretenen Tatsachen. Vorliegend keine überwiegenden Interessen an der Wiedererteilung der Bewilligung. </b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: AuslÃ¤nderrecht ST: AUFENTHALTSBEWILLIGUNG">AUFENTHALTSBEWILLIGUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: AUFSCHIEBENDE WIRKUNG">AUFSCHIEBENDE WIRKUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: AUSWEISUNGSGRUND">AUSWEISUNGSGRUND</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: HEIRAT">HEIRAT</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: INTERESSENABWÃGUNG">INTERESSENABWÃGUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: STRAFRECHTLICHE VERURTEILUNG">STRAFRECHTLICHE VERURTEILUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: STRAFREGISTER">STRAFREGISTER</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: VERÃNDERTE VERHÃLTNISSE">VERÃNDERTE VERHÃLTNISSE</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: WEGWEISUNG">WEGWEISUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: WIEDERERWÃGUNG">WIEDERERWÃGUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ZUMUTBARKEIT FÃR EHEGATTEN">ZUMUTBARKEIT FÃR EHEGATTEN</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="gerade">Art. 7 ANAG</span><br/><span class="ungerade">Art. 10 Abs. I lit. a ANAG</span><br/><span class="gerade">§ 55 Abs. I VRG</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 3 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="MsoNormal"><b>I.</b></p> <p class="Sachverhalt2"><b><span>A. </span></b><span>Der libanesische StaatsangehÃ¶rige A, geboren 1959, reiste im Jahr 1989 in die Schweiz, wo er ein Asylgesuch stellte. Nach der Abweisung seines Gesuchs widersetzte er sich der angeordneten Ausreise und tauchte unter. Am 21. Oktober 1994 heiratete er in ZÃ¼rich die 1944 geborene Schweizerin C. In der Folge wurde ihm die Aufenthaltsbewilligung zum Verbleib bei der Ehefrau erteilt. Am 6. November 1999 verstarb seine Ehefrau. </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Bereits am 26. Oktober 1995 war A vom Bezirksgericht ZÃ¼rich wegen UrkundenfÃ¤lschung und der Widerhandlung gegen das Bundesgesetz Ã¼ber Aufenthalt und Niederlassung der AuslÃ¤nder vom 26. MÃ¤rz 1931 (ANAG) mit drei Monaten GefÃ¤ngnis bestraft worden. Die Strafe wurde zur BewÃ¤hrung ausgesetzt. Als Folge verwarnte ihn die Fremdenpolizei am 16. Februar 1996.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Mit rechtskrÃ¤ftig gewordenem Urteil des Bezirksgerichts ZÃ¼rich vom 26. Januar 2000 wurde er der mehrfachen Widerhandlung gegen das BetÃ¤ubungsmittelgesetz schuldig gesprochen und mit einer GefÃ¤ngnisstrafe von 18 Monaten bestraft. Zudem verfÃ¼gte das Gericht eine Landesverweisung fÃ¼r die Dauer von fÃ¼nf Jahren. Der Vollzug der Haupt- und Nebenstrafe wurde unter Ansetzung einer Probezeit von drei Jahren aufgeschoben. Die frÃ¼here Freiheitsstrafe gemÃ¤ss Urteil vom 26. Oktober 1995 wurde als vollstreckbar erklÃ¤rt. </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Am 9. November 2000 verfÃ¼gte die Bezirksanwaltschaft ZÃ¼rich mit Strafbefehl eine Strafe von 14 Tagen GefÃ¤ngnis als Zusatz zum Urteil vom 26. Januar 2000 wegen Vergehens gegen das BetÃ¤ubungsmittelgesetz. Auch diese Strafe wurde unter Ansetzung einer Probezeit von drei Jahren auf BewÃ¤hrung ausgesetzt. </span></p> <p class="Sachverhalt2"><b><span>B. </span></b><span>Am 18. September 2000 wies die Direktion fÃ¼r Soziales und Sicherheit (Migrati­onsamt; damals: Fremdenpolizei) ein Gesuch von A um VerlÃ¤ngerung seiner Aufenthaltsbewilligung als Folge seiner gerichtlichen Verurteilungen ab. Der Regierungs­rat bestÃ¤tigte auf Rekurs hin die Anordnung der FremdenpolizeibehÃ¶rde. Auch das Verwaltungsgericht und das Bundesgericht wiesen mit Urteilen vom 24. Oktober 2001 bzw. 21. Februar 2002 entsprechende Beschwerden ab, soweit sie darauf eintraten. In Nachachtung der Urteile setzte das Migrationsamt A eine Frist zur Ausreise aus dem Kanton ZÃ¼rich bis zum 10. Juni 2002 an. Am 17. April 2002 dehnte das Bundesamt fÃ¼r AuslÃ¤nderfragen (heute: Bundesamt fÃ¼r Zuwanderung, Integration und Auswanderung) die Wegweisung auf das ganze Gebiet der Schweiz aus und verfÃ¼gte eine Einreisesperre von unbestimmter Dauer. Am 2. Mai 2002 ersuchte A aus gesundheitlichen GrÃ¼nden um eine Erstreckung der Ausreisefrist, die ihm in der Folge von der Direktion fÃ¼r Soziales und Sicherheit bis zum 31. Juli 2002 erstreckt wurde. </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Am 19. Juni 2002 heiratete A in ZÃ¼rich die durch Heirat Schweizerin gewordene, 1940 geborene ehemalige brasilianische StaatsangehÃ¶rige D. Er verblieb nach Ablauf der Aus­reise­frist im Kanton ZÃ¼rich und unterliess es, ein Gesuch um VerlÃ¤ngerung bzw. Erteilung einer Aufenthaltsbewilligung zu stellen.</span></p> <p class="Sachverhalt1"><b><span>II. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Am 26. September 2002 verfÃ¼gte das Migrationsamt der Direktion fÃ¼r Soziales und Sicherheit, es werde keine Aufenthaltsbewilligung erteilt und setzte A eine Frist zum Verlassen des schweizerischen Staatsgebiets bis zum 30. November 2002. </span></p> <p class="Sachverhalt1"><b><span>III. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Einen am 28. Oktober 2002 eingereichten Rekurs wies der Regierungsrat am 7. Mai 2003 ab. </span></p> <p class="Sachverhalt1"><b><span>IV. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Mit Eingabe vom 13. Juni 2003 liess A mit Verwaltungsgerichtsbeschwerde die AntrÃ¤ge stellen, der Entscheid des Regierungsrats sei aufzuheben, es sei ihm die Aufenthalts­bewilligung im Kanton ZÃ¼rich zu erteilen, der Beschwerde sei die aufschiebende Wirkung zu erteilen, soweit ihr diese nicht von Gesetzes wegen zukomme, unter Kosten- und EntschÃ¤digungsfolge. </span></p> <p class="Urteilstext"><span>WÃ¤hrend sich die Direktion fÃ¼r Soziales und Sicherheit nicht vernehmen liess, beantragte die Staatskanzlei im Auftrag des Regierungsrats Abweisung der Beschwerde. </span></p> <p class="FormatvorlageUrteilstextZentriert"><span>Die 2. Kammer</span><span> zieht in ErwÃ¤gung:</span></p> <p class="Erwgung1"><b>1. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b><span>1.1 </span></b><span>Die Beschwerde an das Verwaltungsgericht ist auf dem Gebiet der Fremdenpolizei zulÃ¤ssig, soweit die Verwaltungsgerichtsbeschwerde an das Bundesgericht offen steht (§ 43 Abs. 1 lit. h und Abs. 2 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 [VRG]). Dies ist der Fall bei Anordnungen betreffend Aufenthalts- und Niederlassungs­bewilligungen, auf deren Erteilung die auslÃ¤ndische Person einen bundes- oder staatsvertragsrechtlichen Anspruch hat (vgl. Art. 100 Abs. 1 lit. b Ziff. 3 des Bundesrechtspflegegesetzes vom 16. Dezember 1943). </span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>1.2 </span></b><span>Nach Art. 7 Abs. 1 ANAG hat der auslÃ¤ndische Ehegatte eines Schweizer BÃ¼rgers Anspruch auf Erteilung und VerlÃ¤ngerung einer Aufenthaltsbewilligung und, nach einem ordnungsgemÃ¤ssen und ununterbrochenen Aufenthalt von fÃ¼nf Jahren, auf Erteilung der Niederlassungsbewilligung. Der Anspruch erlischt, wenn ein Ausweisungsgrund vorliegt. Kein Anspruch entsteht, wenn die Ehe eingegangen wurde, um die Vorschriften Ã¼ber Aufenthalt und Niederlassung von AuslÃ¤ndern und namentlich jene Ã¼ber die Begrenzung der Zahl der AuslÃ¤nder zu umgehen (Art. 7 Abs. 2 ANAG). </span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>1.3 </span></b><span>Der BeschwerdefÃ¼hrer ist seit dem 19. Juni 2002 mit einer Schweizerin verheiratet und hat gemÃ¤ss der erwÃ¤hnten Vorschrift grundsÃ¤tzlich einen Anspruch auf Erteilung oder VerlÃ¤ngerung seiner Aufenthaltsbewilligung. Einen solchen Anspruch kann er grundsÃ¤tzlich auch aus dem durch Art. 13 Abs. 1 der Bundesverfassung vom 18. April 1999 (BV) bzw. Art. 8 Abs. 1 der EuropÃ¤ischen Menschenrechtskonvention (EMRK) garantierten Grundrecht auf Schutz des Familienlebens ableiten, sofern die Ehe intakt ist und gelebt wird. </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Somit ist eine Aufenthaltsbewilligung zu beurteilen, die sich grundsÃ¤tzlich auf einen Rechtsanspruch abstÃ¼tzen kann. Das Gericht hat damit auf die Beschwerde einzutreten. Ob die genannten UmstÃ¤nde, die einen Aufenthaltsanspruch zum ErlÃ¶schen bringen kÃ¶nnen, verwirklicht sind, ist Gegenstand der nachfolgenden materi­ellen PrÃ¼fung (BGE 128 II 289 E. 1.1.5).</span></p> <p class="Erwgung1"><b>2. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b><span>2.1 </span></b><span>Die aufschiebende Wirkung der Verwaltungsgerichtsbeschwerde ist nach Gesetz zu vermuten (§ 55 Abs. 1 VRG). Gegenteilige VerfÃ¼gungen sind nicht ergangen (Abs. 2), weshalb dem entsprechenden Antrag des BeschwerdefÃ¼hrers keine Folge gegeben werden muss.</span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>2.2 </span></b><span>Die nach dem Abschluss des Schriftenwechsels eingegangene Eingabe der Vertreterin des BeschwerdefÃ¼hrers vom 15. August 2003 muss unbeachtet bleiben, zumal mit dieser keine neuen Sachverhaltselemente behauptet werden, sondern zu angeblichen VorwÃ¼rfen in der Beschwerdeantwort der Staatskanzlei an die Rechtsvertreterin Stellung genommen wird.</span></p> <p class="Erwgung1"><b>3. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b><span>3.1 </span></b><span>Aus dem bisherigen Verfahrensverlauf (Ziff. I) ist ersichtlich, dass die NichtverlÃ¤ngerung der Aufenthaltsbewilligung des BeschwerdefÃ¼hrers auf Grund seiner gerichtlichen Bestrafung bereits Gegenstand einer Beurteilung durch sÃ¤mtliche Instanzen war und dass das Bundesgericht mit Urteil vom 21. Februar 2002 diese Anordnung als rechtmÃ¤ssig beurteilt hat. Es kann deshalb fÃ¼r das Verwaltungsgericht nicht in Frage kommen, die im ersten Verfahren bereits beurteilten Tatsachen erneut abzuwÃ¤gen und mit Bezug auf diese ein neues Urteil zu fÃ¤llen. Es betrifft dies die Folgen der gerichtlichen Bestrafung des BeschwerdefÃ¼hrers in fremdenpolizeilicher Sicht. Ohne Weiterungen kann â unter Verweis auf das frÃ¼here Verfahren â festgehalten werden, dass der Anspruch auf eine VerlÃ¤ngerung der Aufenthaltsbewilligung spÃ¤testens mit Datum des bundesgerichtlichen Urteils, somit per 21. Februar 2002, erloschen ist.</span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>3.2 </span></b><span>Es liegt im Wesen des verwaltungsrechtlichen Verfahrens, dass die verfÃ¼gende BehÃ¶rde, hier das Migrationsamt der Direktion fÃ¼r Soziales und Sicherheit, eine frÃ¼here VerfÃ¼gung in WiedererwÃ¤gung ziehen kann, wenn sie der Ansicht ist, es lÃ¤gen im Vergleich zum Zeitpunkt der gerichtlichen Beurteilung verÃ¤nderte tatsÃ¤chliche (oder rechtliche) Ver­hÃ¤ltnisse vor, welche eine erneute PrÃ¼fung der Angelegenheit rechtfertigen (sog. Anpassung; vgl. Alfred KÃ¶lz/JÃ¼rg Bosshart/Martin RÃ¶hl, Kommentar zum Verwaltungsrechts­pflegegesetz des Kantons ZÃ¼rich, 2. A., ZÃ¼rich 1999, § 66 Rz. 1 ff. und Vorbem. zu §§ 86a-86d, Rz. 13). Im vorliegenden Fall ging die FremdenpolizeibehÃ¶rde offenbar davon aus, aufgrund der erneuten Heirat des BeschwerdefÃ¼hrers mit einer Schweizerin am 19. Juni 2002 drÃ¤nge sich eine Neubeurteilung auf. Das Migrationsamt befand in der VerfÃ¼gung vom 26. September 2002, dass angesichts der Gerichtsurteile und der darauf gestÃ¼tzten rechtskrÃ¤ftig gewordenen Wegweisungsbefehle die (erneute) Heirat mit einer Schweizerin an der Sachlage, welche zur Verweigerung der Aufenthaltsbewilligung gefÃ¼hrt habe, nichts Ã¤ndere. </span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>3.3 </span></b><span>In gleicher Weise ging der Regierungsrat davon aus, dass hinsichtlich der gegeneinander abzuwÃ¤genden Ã¶ffentlichen und privaten Interessen auf die bereits ergangenen rechtskrÃ¤ftigen Entscheide verwiesen werden kÃ¶nne. Die vom BeschwerdefÃ¼hrer kurz vor dem Ablauf der erstreckten Ausreisefrist eingegangene Ehe mit einer Schweizerin vermÃ¶ge an der bisherigen RechtsgÃ¼terabwÃ¤gung nichts zu Ã¤ndern. Die heutige Ehefrau habe es in Kauf genommen, einen rechtskrÃ¤ftig weggewiesenen StraftÃ¤ter zu heiraten. Die Eheleute hÃ¤tten damit in Kauf genommen, ihre Ehe mit grosser Wahrscheinlichkeit nicht in der Schweiz leben zu kÃ¶nnen. Im Ãbrigen lÃ¤gen gewichtige Indizien fÃ¼r eine Scheinehe vor, welcher Umstand indessen fÃ¼r den Entscheid nicht massgeblich sei, da die AbwÃ¤gung der Interessen allein zu einer Abweisung des Rekurses fÃ¼hren mÃ¼ssten.</span></p> <p class="Erwgung1"><b>4. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b><span>4.1 </span></b><span>In der Beschwerde werden umfangreiche AusfÃ¼hrungen zur InteressenabwÃ¤gung vorgetragen. Der BeschwerdefÃ¼hrer kritisiert, dass die gemÃ¤ss bundesgerichtlicher Praxis festgelegte Grenze von zwei Jahren Freiheitsstrafe bei ihm nicht erreicht sei. Neu bringt er vor, dass die Verurteilungen vom 16. Oktober 1995 und 26. Januar 2000 zwischenzeitlich im Strafregister gelÃ¶scht worden seien und fÃ¼r das Verschulden nicht mehr berÃ¼cksichtigt werden dÃ¼rften. GemÃ¤ss der jÃ¼ngeren Praxis des EuropÃ¤ischen Gerichtshof fÃ¼r Menschenrechte (EGMR) mÃ¼sse die Dauer eines straffreien Verhaltens seit der letzten Verurteilung stÃ¤rker gewichtet werden, was der Regierungsrat unterlassen habe. Er arbeite seit 1995 beim gleichen Arbeitgeber, welcher ihn aufgrund guter Leistungen im Jahr 1999 zum Teamchef befÃ¶rdert habe. Wegen seines Alters wÃ¤re in seiner Heimat ein wirtschaftliches Auskommen unmÃ¶glich. FÃ¼r die Ehefrau wÃ¤re ein Nachzug in den Libanon nicht zumutbar, was diese auch ausgeschlossen habe. Eine Wegreise in deren Heimat, zusammen mit dem BeschwerdefÃ¼hrer, wÃ¼rde ihr soziales Umfeld und ihre berufliche Verankerung in der Schweiz, welche sie seit zehn Jahren aufgebaut habe, zunichte machen, was ebenfalls eine unzumutbare HÃ¤rte darstellen wÃ¼rde. Endlich sei die von der Vorinstanz geÃ¤usserte Vermutung, wonach eine Scheinehe vorliege, als willkÃ¼rliche Unterstellung zu qualifizieren. Nach den Richtlinien des FreizÃ¼gigkeitsabkommens der Schweiz mit der EuropÃ¤ischen Gemeinschaft und den Mitgliedstaaten der EuropÃ¤ischen Union (FZA) wÃ¤re eine Wegweisung des BeschwerdefÃ¼hrers als AngehÃ¶riger einer Schweizerin unter den gegebenen UmstÃ¤nden nicht zulÃ¤ssig. Im Ãbrigen erlaube die gesundheitliche Situation des Beschwer­defÃ¼hrers eine Wegweisung im heutigen Zeitpunkt nicht, weil er auf Ã¤rztliche Betreuung angewiesen sei, die ihm im Libanon nicht gewÃ¤hrt wÃ¼rde, weil er dort Ã¼ber keine Krankenversicherung verfÃ¼ge.</span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>4.2 </span></b><span>Auch das Verwaltungsgericht hat seine PrÃ¼fung darauf zu beschrÃ¤nken, die Auswirkung der sich seit dem Bundesgerichtsentscheid vom 21. Februar 2002 neu ereigneten Tatsachen auf den bereits beurteilten Sachverhalt zu </span>beurteilen<span>. Eine erneute AbwÃ¤gung der bereits behandelten Sachverhaltselemente muss unterbleiben; diesbezÃ¼glich ist auf die ErwÃ¤gungen des Bundesgerichts abzustellen. Damit bleibt zu prÃ¼fen, wie sich die Heirat des BeschwerdefÃ¼hrers </span>auswirkt<span>.</span></p> <p class="Erwgung3"><b><span>4.2.1 </span></b><span>Unter Verweis auf die zutreffenden AusfÃ¼hrungen des Regierungsrats, auf welche das Gericht verweisen kann (§ 28 Abs. 1 in Verbindung mit § 70 VRG), kommt es bei der im Rahmen von Art. 7 Abs. 1 ANAG, Art. 8 Abs. 1 EMRK und Art. 13 Abs. 1 BV vorzunehmenden AbwÃ¤gung wesentlich auf die den FamilienangehÃ¶rigen im Fall einer Wegweisung erwachsenden Nachteile an. Zu berÃ¼cksichtigen sind die Dauer der ehelichen Beziehung und weitere Gesichtspunkte, welche RÃ¼ckschlÃ¼sse auf deren IntensitÃ¤t zulassen, wie Geburt und Alter allfÃ¤lliger Kinder, Kenntnis der Tatsache, dass die Beziehung wegen der Straftat unter UmstÃ¤nden nicht im entsprechenden Land gelebt werden kÃ¶nnte usw. sowie die konkreten Erschwernisse fÃ¼r den Ehepartner, mÃ¼sste er dem Betroffenen in dessen Heimatstat nachfolgen. Allein die Tatsache, dass der Nachzug mit gewissen Schwierigkeiten verbunden ist, schliesst eine Nichterneuerung der Aufenthaltsbewilligung nicht aus (EGMR, 2. August 2001, Boultif, 54273/00, www.hudoc.echr.coe.int, § 48). Im vorliegenden Fall liegt die AuffÃ¤lligkeit nicht nur in der sehr kurzen Ehedauer, welche praktisch keine Aussage Ã¼ber deren IntensitÃ¤t ermÃ¶glicht, sondern darin, dass die Ehefrau im Zeitpunkt der Heirat nicht nur â wie es in schweizerisch-auslÃ¤ndischen Ehen nicht selten vorkommt â um eine rechtskrÃ¤ftige Verurteilung des auslÃ¤ndischen Ehemanns, sondern sogar darum wusste, dass dieser rechtskrÃ¤ftig aus der Schweiz weggewiesen war. Damit nahm die Ehefrau mit der Heirat nicht nur die MÃ¶glichkeit in Kauf, die Ehe nicht in der Schweiz leben zu kÃ¶nnen, sondern praktisch die Gewissheit einer solchen Zukunft. Der Einwand in der Beschwerde, wegen des Strafmasses des Ehemanns unterhalb des kritischen Grenzbereichs habe sie nicht damit rechnen mÃ¼ssen, verkennt die Tatsache, dass sÃ¤mtliche zustÃ¤ndigen Instanzen bis zum Bundesgericht eben diese Frage bereits eindeutig zu Ungunsten des BeschwerdefÃ¼hrers beantwortet hatten. Bestand somit keine Unklarheit Ã¼ber den Aufenthaltsstatus des BeschwerdefÃ¼hrers im Zeitpunkt der Heirat, kÃ¶nnen die Folgen der Verweigerung der Aufenthaltsbewilligung die Ehefrau nicht unzumutbar hart treffen. Die Berufung darauf erweist sich deshalb geradezu als rechtsmissbrÃ¤uchlich. Aus den Akten ergibt sich, dass die Ehefrau im Rahmen des ihr zugestandenen rechtlichen GehÃ¶rs die Absicht geÃ¤ussert hat, ihrem Gatten nicht nachzufolgen. Damit ist eine ErÃ¶rterung darÃ¼ber, ob ihr eine Zukunft im Libanon zugemutet werden kÃ¶nnte, an sich hinfÃ¤llig. Immerhin kann angefÃ¼gt werden, dass sich die objektiven VerhÃ¤ltnisse nicht gleich wie im zitierten Entscheid des EGMR darstellen dÃ¼rften. Aufgrund dieser durch den Eheschluss verÃ¤nderten UmstÃ¤nde drÃ¤ngt sich somit in keiner Weise ein abweichender Entscheid auf.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Daran Ã¤ndern auch die nach Meinung des BeschwerdefÃ¼hrers offenbar analog anzuwendenden Wegweisungsbestimmungen des FZA nichts. Der BeschwerdefÃ¼hrer hat selbst darauf hingewiesen, dass ein Anspruch auf Gleichbehandlung schweizerischer StaatsangehÃ¶riger gerichtlich nicht festgestellt werden kann (vgl. BGE 129 II 249).</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Dem Regierungsrat ist auch zuzustimmen, wenn er die Vermutung geÃ¤ussert hat, bei der Ehe des BeschwerdefÃ¼hrers kÃ¶nne es sich um eine rechtsmissbrÃ¤uchliche Scheinehe handeln. Ohne dass auf die Einzelheiten eingegangen werden muss â weil der Entscheid nicht darauf abstellt â, ist das Gericht der Ãberzeugung, dass die Ã¤usseren UmstÃ¤nde der Heirat nach der allgemeinen Lebenserfahrung den Schluss geradezu aufdrÃ¤ngen, der BeschwerdefÃ¼hrer sei die Ehe ausschliesslich zum Zweck der Abwehr der ihm unmittelbar drohenden fremdenpolizeilichen Vollzugsmassnahme eingegangen; jede andere Interpretation mÃ¼sste als weltfremd erscheinen.</span></p> <p class="Urteilstext"><b><span>4.2.2 </span></b><span>Der LÃ¶schung der EintrÃ¤ge im Strafregister ist die Voraussetzung zum Entzug der Aufenthaltsbewilligung im Sinn von Art. 10 Abs. 1 lit. a ANAG â gerichtliche Bestrafung wegen eines Vergehens oder Verbrechens â nicht weggefallen. Es handelt sich um eine Massnahme zur Erleichterung der individuellen Wiedereingliederung einer straffÃ¤llig gewordenen Person. Gleich wie das Wohlverhalten im Strafvollzug und wÃ¤hrend der Entlassung auf BewÃ¤hrung sind Erfolge in der Resozialisierung aus fremdenpolizeilicher Sicht nur ein Element unter anderen. Wegen der unterschiedlichen Zielsetzung â fÃ¼r die Fremdenpolizei steht das Interesse der Ã¶ffentlichen Ordnung und Sicherheit im Vordergrund â ergibt sich ein im Vergleich zu den StrafvollzugsbehÃ¶rden strengerer Beurteilungsmassstab (vgl. BGE 114 Ib 1). Im Ãbrigen wurde die bedingt ausgesprochene Strafe von 18 Mo­naten GefÃ¤ngnis gemÃ¤ss Urteil des Bezirksgerichts ZÃ¼rich vom 26. Januar 2000 nicht vorzeitig auf Gesuch hin gelÃ¶scht, weil dies bei bedingten Freiheitsstrafen nicht mÃ¶glich ist, sondern nach Ablauf der Probezeit von Amtes wegen automatisch geschieht. Der BeschwerdefÃ¼hrer kann daraus nichts zu seinen Gunsten ableiten.</span></p> <p class="Urteilstext"><span><br/> </span><b><span>4.2.3 </span></b><span>Dasselbe gilt fÃ¼r die angefÃ¼hrten gesundheitlichen Probleme. Das eingereichte Arzt­zeugnis bestÃ¤tigt nur, dass aus medizinischen GrÃ¼nden regelmÃ¤ssige Arbeitszeiten und eine TÃ¤tigkeit in geschlossenen RÃ¤umen vorzuziehen wÃ¤ren. Offensichtlich ist der BeschwerdefÃ¼hrer arbeitsfÃ¤hig. Er fÃ¼hrt aus, dass er noch nicht genesen sei und an verschiedenen Beschwerden leide; indes fehlen genauere Angaben. Dass er dauernder Ã¤rztlicher Behandlung bedÃ¼rfte, welche zudem in Libanon nicht </span>erhÃ¤ltlich<span> wÃ¤re, wird in keiner Weise substanziiert. Sollte im gegebenen Zeitpunkt eine Wegreise aus gesundheitlichen GrÃ¼nden nicht mÃ¶glich sein, hÃ¤tte die fÃ¼r den Vollzug zustÃ¤ndige BehÃ¶rde darÃ¼ber zu befinden.</span></p> <p class="Urteilstext"><b><span>4.2.4 </span></b><span>SinngemÃ¤ss wird geltend gemacht, der BeschwerdefÃ¼hrer habe sich zwischenzeitlich im Vergleich zum Zeitpunkt des ersten Verfahrens zusÃ¤tzlich integriert. Indessen sind zwischen dem Sachverhalt, der dem Entscheid des Bundesgerichts vom 21. Februar 2002 und demjenigen, welcher der neuen Beurteilung durch das Migrationsamt vom 26. September 2002 zu Grunde lag, keine einschneidenden VerÃ¤nderungen sichtbar, die eine andere Beurteilung seiner Verankerung in der Schweiz zuliessen. Die wesentlichen UmstÃ¤nde seines Aufenthalts sind vom Bundesgericht abschliessend beurteilt worden; die Beschwerde bringt nichts Neues vor, sondern verweist im Gegenteil auf die Vorbringen im frÃ¼heren Verfahren.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Der Entscheid des Regierungsrats erweist sich damit in allen Punkten als rechtmÃ¤ssig, was zur Abweisung der Beschwerde fÃ¼hrt.</span></p> <p class="Erwgung1"><b>5. </b> </p> <p class="Urteilstext"><span>Bei diesem Verfahrensausgang sind die Gerichtskosten dem unterliegenden BeschwerdefÃ¼hrer aufzuerlegen (§ 13 Abs. 2 in Verbindung mit § 70 VRG) und steht ihm keine ParteientschÃ¤digung zu (§ 17 Abs. 2 VRG).</span></p> <p class="FormatvorlageEinzug1ZentriertErsteZeile0cm"><span>DemgemÃ¤ss entscheidet die Kammer:</span></p> <p class="Dispo">1.<span> </span>Die Beschwerde wird abgewiesen.</p> <p class="Dispo">2.<span> </span>Die GerichtsgebÃ¼hr wird festgesetzt auf<br/> Fr. 2'000.--; die Ã¼brigen Kosten betragen:<br/> Fr. 60.-- Zustellungskosten,<br/> Fr. 2'060.-- Total der Kosten.</p> <p class="Dispo">3.<span> </span>Die Gerichtskosten werden dem BeschwerdefÃ¼hrer auferlegt.</p> <p class="Dispo">4.<span> </span>Eine ParteientschÃ¤digung wird nicht zugesprochen.</p> <p class="Dispo">5.<span> </span>Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen, von der Zustellung an gerechnet, Verwaltungsgerichtsbeschwerde beim Bundesgerichts erhoben werden.</p> <p class="Urteilstext"><span>6. â¦</span></p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>