<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2005.00252</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=205294&amp;W10_KEY=13013564&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2005.00252</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 25.08.2005</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">3. Abteilung/3. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">FÃ¼rsorgerecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Zuweisung von Asylsuchenden</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Entbindung von der Verpflichtung fünf Asylsuchende in der Gemeinde aufzunehmen: Zuständigkeit des Verwaltungsgerichts (E.1). Das Bundesamt oder die kantonalen Behörden können Asylsuchenden einen Aufenthaltsort zuweisen (E.2.1). Kantonale gesetzliche Grundlagen, welche den Kanton ermächtigen, Asylsuchende den einzelnen Gemeinden zuzuteilen (E.2.2-E.2.4). Die beschwerdeführende Gemeinde stellt die gesetzlichen Grundlagen nicht infrage; sie macht jedoch geltend, sie sei von der Aufnahmepflicht im Sinne einer Ausnahmeregelung zu befreien. Da die gesetzlichen Grundlagen keinen Spielraum für eine Ausnahmeregelung zu Gunsten der Beschwerdeführerin eröffnen, ist die Beschwerde abzuweisen (E.3). Abweisung und Kostenfolge (E.4).</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ASYLSUCHENDE/ASYLBEWERBER">ASYLSUCHENDE/ASYLBEWERBER</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: AUSNAHMEBESTIMMUNG">AUSNAHMEBESTIMMUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ERMESSENSSPIELRAUM">ERMESSENSSPIELRAUM</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: GEMEINDE">GEMEINDE</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: FÃ¼rsorge ST: ÃBRIGES FÃRSORGE UND GESUNDHEIT">ÃBRIGES FÃRSORGE UND GESUNDHEIT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ZUTEILUNG">ZUTEILUNG</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade">Art. 27 Abs. 3 AsylG</span><br/><span class="gerade">Art. 28 Abs. 1 AsylG</span><br/><span class="ungerade">§ 5a SHG</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 3 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Sachverhalt1"><b>I. </b> </p> <p class="Sachverhalt2">Das Sozialamt des Kantons ZÃ¼rich teilte der Gemeinde X am 25. Mai 2004 mit, dass Letztere seit lÃ¤ngerer Zeit keine Asylsuchenden untergebracht habe und somit ihr Aufnahmekontingent von sieben asylsuchenden Personen nicht erfÃ¼lle. Sie wurde aufgefordert, bis spÃ¤testens in drei Monaten Unterbringungsstrukturen zu schaffen, um das Aufnahmekontingent zu erfÃ¼llen. Nach einem Briefwechsel zwischen dem Sozialamt und der Gemeinde verfÃ¼gte das Sozialamt am 6. September 2004, der Gemeinde X wÃ¼rden 7 Asylsuchende zur Unterbringung und Betreuung zugewiesen, und zwar vier Personen am 1. November 2004 und drei Personen am 3. November 2004; komme die Gemeinde ihrer Aufnahmepflicht nicht nach, werde auf ihre Kosten eine Ersatzvornahme angeordnet.</p> <p class="Sachverhalt1"><b>II. </b> </p> <p class="Urteilstext">Hiergegen erhob die Gemeinde X Rekurs an die Direktion fÃ¼r Soziales und Sicherheit. In seiner Rekursantwort beantragte das Sozialamt die Abweisung des Rekurses. Es wies jedoch darauf hin, dass die Aufnahmequote der Gemeinden per 1. November 2004 herabgesetzt worden sei, weshalb die Gemeinde X demzufolge neu 5 anstelle von 7 Personen aufzunehmen habe. Die Direktion fÃ¼r Soziales und Sicherheit wies am 14. April 2005 den Rekurs betreffend Zuweisung von Asylsuchenden gemÃ¤ss Aufnahmequote unter Androhung der Ersatzvornahme ab; die Zuweisung der fÃ¼nf Asylsuchenden gemÃ¤ss Aufnahmequote sei durch das Kantonale Sozialamt ab 10. Mai 2005 zu vollziehen.</p> <p class="Sachverhalt1"><b>III. </b> </p> <p class="Urteilstext">GestÃ¼tzt auf die Rechtsmittelbelehrung erhob die Gemeinde X am 13. Mai 2005 Rekurs an den Regierungsrat. Dieser beschloss am 8. Juni 2005, auf den Rekurs nicht einzutreten, und Ã¼berwies die Eingabe vom 13. Mai 2005 zustÃ¤ndigkeitshalber dem Verwaltungsgericht.</p> <p class="Urteilstext">Das Verwaltungsgericht nahm mit PrÃ¤sidialverfÃ¼gung vom 16. Juni 2005 den Rekurs der Gemeinde X als Beschwerde entgegen. Sie beantragt die Aufhebung des vorinstanzlichen Entscheids; ausserdem sei sie von der Aufnahme von Asylbewerbern aufgrund ihrer besonderen Situation mit der Beheimatung der Klinik A als offene Anstalt fÃ¼r Alkohol- und TabakabhÃ¤ngige zu entbinden. Das Sozialamt beantragte am 5. Juli 2005 die Abweisung der Beschwerde.</p> <p class="Einzug1"><span>Die Kammer</span><span> zieht in ErwÃ¤gung:</span></p> <p class="Erwgung1"><b>1. </b> </p> <p class="Urteilstext"><span>Das Verwaltungsgericht ist gestÃ¼tzt auf § 19b Abs. 1 in Verbindung mit § 41 Abs. 1 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 (VRG) zur Behandlung der vorliegenden Beschwerde zustÃ¤ndig. Da auch die Ã¼brigen Prozessvoraussetzungen erfÃ¼llt sind, ist auf die Beschwerde einzutreten.</span></p> <p class="Erwgung1"><b>2. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>2.1 </b>Art. 27 Abs. 3 des Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 (AsylG) gibt dem Bund die Kompetenz, Asylsuchende auf die Kantone zu verteilen. Nach dem zurzeit geltenden VerteilschlÃ¼ssel hat der Kanton ZÃ¼rich entsprechend seiner BevÃ¶lkerungszahl 17 Prozent der neuen Asylsuchenden zu Ã¼bernehmen (vgl. Art. 21 der Asylverordnung 1 vom 11. August 1999). GemÃ¤ss Art. 28 Abs. 1 AsylG kÃ¶nnen das Bundesamt oder die kantonalen BehÃ¶rden Asylsuchenden einen Aufenthaltsort zuweisen. </p> <p class="Erwgung2"><b>2.2 </b>Der Regierungsrat beschloss am 2. Dezember 1998 â gestÃ¼tzt auf Art. 20 Abs. 1 des inzwischen aufgehobenen Asylgesetzes vom 5. Oktober 1979 in der Fassung vom 20. Juni 1986 (AS 1987 1674), dessen Wortlaut mit dem heutigen Art. 28 Abs. 1 AsylG Ã¼bereinstimmt â, dass, nachdem der Kanton in der Regel fÃ¼r die Dauer von drei bis sechs Monaten fÃ¼r die zentral organisierte Unterbringung und Betreuung von Asylsuchenden zustÃ¤ndig gewesen sei, die Asylsuchenden auf die Gemeinden verteilt wÃ¼rden. Das Zuteilungsverfahren richte sich nach der Einwohnerzahl. Die Gemeinden wÃ¼rden nach MÃ¶glichkeit drei Monate zum Voraus informiert, falls sie Asylsuchende aufzunehmen hÃ¤tten. Gemeinden, die trotz Aufforderung keine Asylsuchende oder im VerhÃ¤ltnis zur Einwohnerzahl eine zu geringe Anzahl Asylsuchende aufnehmen wÃ¼rden, wÃ¼rden die angekÃ¼ndigten Personen effektiv zugewiesen. Sollten die Asylsuchenden von der Gemeinde nicht unterstÃ¼tzt und beherbergt werden, seien sie im Sinne einer Ersatzvornahme anderweitig unterzubringen und zu unterstÃ¼tzen. ZusÃ¤tzlich wÃ¼rden der Gemeinde Kosten, die durch den verursachten Mehraufwand entstÃ¼nden, in Rechnung gestellt (RRB Nr. 2650/1998). Mit Beschluss vom 28. Juni 2000 nahm der Regierungsrat eine Anpassung des Unterbringungs- und Betreuungskonzeptes vor, wobei er das Zwei-Phasen-Konzept (erste Phase: kollektive Unterbringung durch den Kanton; zweite Phase: Unterbringung und Betreuung durch die Gemeinden) grundsÃ¤tzlich beibehielt. Ausserdem stellte er eine ausdrÃ¼ckliche rechtliche Grundlage fÃ¼r dieses Konzept in Aussicht (RRB Nr. 1010/2000). Die Aufnahmequoten fÃ¼r die Gemeinden wurde seit dem 1. Juni 2003 auf 0,9 % und ab 1. November 2004 auf 0,7 % der jeweiligen WohnbevÃ¶lkerung festgesetzt (RRB Nr. 1635/2004). </p> <p class="Erwgung2"><b>2.3 </b>Am 1. Januar 2003 wurde § 5a des Sozialhilfegesetzes vom 14. Juni 1981 (SHG) in der Fassung vom 4. November 2002 in Kraft gesetzt. Dieser ermÃ¤chtigt den Regierungsrat zum Erlass einer AsylfÃ¼rsorgeverordnung, worin fÃ¼r Asylsuchende namentlich die ZustÃ¤ndigkeit und das Verfahren, die Platzierung, die Unterbringung und Betreuung, die Gesundheitsversorgung, die Ausbildung und BeschÃ¤ftigung, die Festsetzung, Ausrichtung, Abrechnung und RÃ¼ckerstattung von Leistungen des Kantons und Dritter im Asylbereich, den Zugang zum Arbeitsmarkt sowie die RÃ¼ckkehr geregelt werde. Insbesondere kÃ¶nne vorgesehen werden, dass neu zugewiesene Asylsuchende vom Kanton zunÃ¤chst in einem Durchgangszentrum untergebracht und erst danach einer Gemeinde zugeteilt werden. Die AsylfÃ¼rsorgeverordnung vom 25. Mai 2005 (AfV, LS 851.13) trat am 1. Juli 2005 in Kraft. Mit In-Kraft-Treten der Verordnung wurden zudem die RRB Nrn. 2650/1998 und 1010/2000 aufgehoben (RRB 752/2005). </p> <p class="Erwgung2"><b>2.4 </b>Die VerfÃ¼gung des Sozialamts vom 6. September 2004 und der Direktion fÃ¼r Soziales und Sicherheit vom 14. April 2005 ergingen vor In-Kraft-Treten der AfV. Jedoch entspricht die in der AfV enthaltene Regelung der ZustÃ¤ndigkeiten und Verfahren sowie der Finanzierung der Unterbringung, Betreuung und UnterstÃ¼tzung von Asylsuchenden den bisher dazu ergangenen BeschlÃ¼ssen des Regierungsrates und der ansonsten geÃ¼bten Praxis (RRB Nr. 752/2005, lit. C). Demnach rechtfertigt es sich, die EinwÃ¤nde der BeschwerdefÃ¼hrerin unter dem Gesichtswinkel der neuen rechtlichen Grundlage zu prÃ¼fen, die inhaltlich mit den frÃ¼her dazu ergangenen RegierungsratsbeschlÃ¼ssen Ã¼bereinstimmt.</p> <p class="Erwgung1"><b>3. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>3.1 </b>GemÃ¤ss § 6 Abs. 1 in Verbindung mit § 2 Abs. 1 AfV sorgt der Kanton wÃ¤hrend einer ersten Phase fÃ¼r die Unterbringung, Betreuung und UnterstÃ¼tzung fÃ¼r durch den Bund neu zugewiesene Asylsuchende. Danach weist der Kanton die Asylsuchenden den einzelnen Gemeinden zu. Mit der Zuweisung geht die ZustÃ¤ndigkeit fÃ¼r die Unterbringung, Betreuung und UnterstÃ¼tzung an die Gemeinden Ã¼ber (§ 6 Abs. 2 AfV). Das kantonale Sozialamt nimmt die Zuweisung vor. Es berÃ¼cksichtigt dabei die Einheit der Familie (§ 7 Abs. 1 AfV). Nach der Zuweisung haben Asylsuchende ihren Aufenthalt in der Gemeinde, der sie zugewiesen sind (§ 7 Abs. 2 AfV). FÃ¼r ganz oder teilweise sozialhilfeabhÃ¤ngige Asylsuchende legt der Regierungsrat eine Aufnahmequote fÃ¼r die Gemeinden fest. Diese wird in Prozenten der BevÃ¶lkerungszahl festgelegt (§ 8 AfV). Kommt eine Gemeinde ihren Pflichten nicht nach, so ordnet das kantonale Sozialamt die Ersatzvornahme an. Die sÃ¤umige Gemeinde hat dem Kanton sÃ¤mtliche Kosten, einschliesslich der entstehenden Verwaltungskosten, zu ersetzen (§ 9 AfV). GemÃ¤ss RRB Nr. 1635/2004 betrÃ¤gt die Aufnahmequote zurzeit 0,7 % der WohnbevÃ¶lkerung.</p> <p class="Erwgung2"><b>3.2 </b>Die BeschwerdefÃ¼hrerin macht im Wesentlichen geltend, dass in der Gemeinde fÃ¼r Asylsuchende kein Wohnraum zur VerfÃ¼gung stehe. Ausserdem leiste die Gemeinde mit der dauernden PrÃ¤senz und der Belastung ihrer Infrastrukturen durch die Patienten und Patientinnen der Klinik A schon einen grossen Dienst an der Allgemeinheit. Dadurch dass sich diese Patienten und Patientinnen in der Gemeinde trotz ihrer Krankheit frei bewegen kÃ¶nnten, sei die Identifikation der BevÃ¶lkerung mit ihrem Dorf schon stark beeintrÃ¤chtigt. In jenen Jahren, in welchen zudem noch Asylsuchende aufgenommen worden seien, habe sich gezeigt, dass sich die Einwohnerschaft durch die mittlerweile zu grosse Fremdeinwirkung nicht mehr wohl gefÃ¼hlt habe. Schliesslich komme hinzu, dass die StÃ¤dte ZÃ¼rich und Winterthur sowie andere grÃ¶ssere StÃ¤dte und Gemeinden in Kanton ZÃ¼rich aufgrund der massiv zurÃ¼ckgegangenen Anzahl von Asylsuchenden ihre Infrastrukturen nicht mehr genÃ¼gend ausnutzen kÃ¶nnten und aufgrund dessen verschiedene professionelle Betreuungspersonen entlassen werden mussten. </p> <p class="Erwgung2"><b>3.3 </b>Die BeschwerdefÃ¼hrerin stellt die rechtliche Grundlage â seien es die RegierungsratsbeschlÃ¼sse Nrn. 2650/1998 und 1010/2000, sei es die AfV, jeweils in Verbindung mit RRB Nr. 1635/2004 â betreffend Zuweisung von Asylsuchenden zu Recht nicht infrage. Sie macht jedoch sinngemÃ¤ss geltend, dass sie von der Pflicht, Asylsuchende aufzunehmen, im Sinne einer Ausnahmeregelung zu befreien sei. Weder die RRB Nrn. 2650/1998 und 1010/2000 noch die AfV sehen jedoch die MÃ¶glichkeit von Ausnahmeregelungen vor. Vielmehr ging der Regierungsrat von einer gleichmÃ¤ssigen Verteilung der Asylsuchenden auf die Gemeinden aus. Gemeinden, die trotz Aufforderung keine Asylsuchende oder im VerhÃ¤ltnis zur Einwohnerzahl eine zu geringe Anzahl Asylbewerber aufnehmen wÃ¼rden, wÃ¼rden die angekÃ¼ndigten Personen effektiv zugewiesen (RRB Nr. 2650/1998, S. 2). Daran hat sich auch mit dem In-Kraft-Treten der AfV nichts geÃ¤ndert. Auch unter dem Regime der AfV soll eine gleichmÃ¤ssige Verteilung der Asylsuchenden auf die Gemeinden gewÃ¤hrleistet werden (RRB 752/2005, Bemerkungen zu § 8 AfV). GemÃ¤ss § 9 AfV handelt es sich bei der Aufnahme von Asylsuchenden um eine Pflicht, der eine Gemeinde nachzukommen hat. </p> <p class="Urteilstext">Die Kognition des Verwaltungsgerichts umfasst nur eine Rechts- und keine Ermessenskontrolle (§ 50 Abs. 1 VRG). Eine unrichtige Anwendung des Gesetzes hat die BeschwerdefÃ¼hrerin nicht geltend gemacht (§ 50 Abs. 2 lit. a VRG). Aus den vorstehenden ErwÃ¤gungen geht klar hervor, dass die Vorinstanz die rechtlichen Grundlagen korrekt angewendet hat. Aber auch eine Ermessensunterschreitung kann die BeschwerdefÃ¼hrerin nicht geltend machen. § 8 und § 9 AfV (wie schon die frÃ¼her hierzu ergangenen RegierungsratsbeschlÃ¼sse) rÃ¤umen den zustÃ¤ndigen BehÃ¶rden nÃ¤mlich gar kein Ermessen ein. Der Regierungsrat hat gemÃ¤ss § 8 AfV fÃ¼r die Gemeinden eine Aufnahmequote festzusetzen; das kantonale Sozialamt hat gemÃ¤ss § 9 AfV die Ersatzvornahme anzuordnen, sofern eine Gemeinde ihrer Pflicht nicht nachkommt. Wird der entscheidenden BehÃ¶rde jedoch kein Ermessen eingerÃ¤umt, kann ihr auch nicht zum Vorwurf gemacht werden, sie habe ihr Ermessen nicht ausgeÃ¼bt (vgl. Ulrich HÃ¤felin/Georg MÃ¼ller, Allgemeines Verwaltungsrecht, 4. A., ZÃ¼rich 2002, Rz. 470). Es besteht somit nach den rechtlichen Grundlagen kein Spielraum fÃ¼r eine Ausnahmeregelung zu Gunsten der BeschwerdefÃ¼hrerin, weshalb ihre gegen den vorinstanzlichen Entscheid gerichtete Beschwerde abzuweisen ist. Im Ãbrigen kann festgehalten werden, dass das Sozialamt im Einklang mit RRB Nr. 2650/1998 die BeschwerdefÃ¼hrerin drei Monate im Voraus Ã¼ber die bevorstehende Zuteilung der Asylsuchenden informiert hat (vgl. auch RRB 752/2005, Bemerkungen zu § 9 AfV). Seit der ersten Mitteilung vom 25. Mai 2004 betreffend Zuweisung von Asylsuchenden an die BeschwerdefÃ¼hrerin ist nun Ã¼ber ein Jahr vergangen. Die BeschwerdefÃ¼hrerin hatte somit ausreichend Zeit die notwendigen Infrastrukturen einzurichten. </p> <p class="Erwgung2"><b>3.4 </b>Soweit die BeschwerdefÃ¼hrerin geltend macht, die Vorinstanz habe sich mit ihren Argumenten in keiner Art und Weise auseinander gesetzt â und sinngemÃ¤ss eine Verletzung des rechtlichen GehÃ¶rs geltend macht â ist die Beschwerde ebenfalls abzuweisen. Die Vorinstanz hat sich mit den Einwendungen der BeschwerdefÃ¼hrerin in ihrer ErwÃ¤gung 2 befasst, wie sie zu Recht in ihrer Beschwerdeantwort dartut. Da nach dem AusgefÃ¼hrten der Vorinstanz kein Ermessenspielraum zustand, reiche eine summarische BegrÃ¼ndung, weshalb die EinwÃ¤nde der BeschwerdefÃ¼hrerin nicht zu berÃ¼cksichtigen seien, aus.</p> <p class="Erwgung1"><b>4. </b> </p> <p class="Urteilstext">Die Beschwerde ist abzuweisen. Die Verfahrenskosten sind bei diesem Verfahrensausgang der BeschwerdefÃ¼hrerin aufzuerlegen (§ 70 in Verbindung mit § 13 Abs. 2 VRG).</p> <p class="Einzug1"><span>DemgemÃ¤ss </span><span><a id="Text25"></a>entscheidet</span><span> </span><span>die Kammer</span><span>:</span></p> <p class="Einzug2"><span>1. Die Beschwerde wird abgewiesen. Die Zuweisung der fÃ¼nf Asylsuchenden gemÃ¤ss Aufnahmequote ist durch das Kantonale Sozialamt einen Monat nach Rechtskraft dieses Entscheids zu vollziehen.</span></p> <p class="Einzug2"><span>2. Die GerichtsgebÃ¼hr wird festgesetzt auf <br/> Fr. 1'000.--; die Ã¼brigen Kosten betragen:<br/> Fr. 60.-- Zustellungskosten,<br/> Fr. 1'060.-- Total der Kosten.</span></p> <p class="Einzug2"><span>3. Die Gerichtskosten werden der BeschwerdefÃ¼hrerin auferlegt.</span></p> <p class="Urteilstext">4. Mitteilung an â¦</p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>