<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2013.00301</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=213274&amp;W10_KEY=13013528&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2013.00301</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 18.09.2013</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">2. Abteilung/2. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">AuslÃ¤nderrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Aufenthaltsbewilligung</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Nichtverlängerung einer Aufenthaltsbewilligung aufgrund der ausländischen Verurteilung zu einer längerfristigen Freiheitsstrafe Gemäss Art. 51 Abs. 1 lit. b in Verbindung mit Art. 63 Abs. 1 lit. a und Art. 62 lit. b AuG kann eine Aufenthaltsbewilligung widerrufen (respektive muss nicht verlängert oder erteilt werden), wenn die Ausländerin oder der Ausländer zu einer längerfristigen Freiheitsstrafe verurteilt wurde. Eine solche ist immer dann gegeben, wenn die ausländische Person zu einer Freiheitsstrafe von mehr als einem Jahr verurteilt wurde. Hierbei spielt es grundsätzlich keine Rolle, ob die entsprechende Strafe durch ein in- oder ausländisches Gericht ausgesprochen wurde, sofern das in Frage stehende Delikt auch nach der schweizerischer Rechtsordnung als Verbrechen oder Vergehen aufzufassen wäre, das ausländische Urteil rechtsstaatlichen Grundsätzen genügt und insbesondere die Verteidigungsrechte geachtet wurden sowie anzunehmen ist, dass für vergleichbare Taten auch in der Schweiz eine überjährige Strafe ausgesprochen worden wäre (E. 2.2). Dabei sind das öffentliche Interesse an der Fernhaltung der straffällig gewordenen ausländischen Person und deren Interesse sowie das ihrer Familie am Verbleib in der Schweiz gegeneinander abzuwägen (E. 2.3). Nach der sogenannten Reneja-Praxis ist es jedoch zulässig und mit dem Recht auf Familienleben gemäss Art. 8 Abs. 1 EMRK und Art. 13 Abs. 1 BV vereinbar, wenn bei einer Freiheitsstrafe von zwei Jahren selbst dann keine Bewilligung mehr erteilt wird, wenn dem Ehepartner die Ausreise nur schwer zugemutet werden kann. Die Reneja-Praxis ist insbesondere auf Fälle kinderloser Ehen von relativ kurzer Ehe- und Aufenthaltsdauer zugeschnitten. Dies bedeutet jedoch nur, dass die Zweijahresregel nicht vorbehaltslos auf Konstellationen mit längerer Ehe- und Anwesenheitsdauer übertragen werden darf und die Auswirkungen auf allenfalls mitbetroffene Kinder einer gesonderten und vertieften Prüfung bedürfen (E. 2.4). Vorliegend ist der Beschwerdeführer in Frankreich zu einer vierjährigen Freiheitsstrafe wegen Drogendelikten und Verstössen gegen zollrechtliche Bestimmungen verurteilt worden. Obwohl er seit neun Jahren mit einer Schweizerin verheiratet ist, mit dieser zwei gemeinsame Kinder im Alter von vier und acht Jahren hat und sich während gut sieben Jahren in der Schweiz aufhält, erscheint die Verweigerung der Neuerteilung der Aufenthaltsbewilligung verhältnismässig, zumal das französische Verdikt rechtsstaatlichen Grundsätzen genügt und die Straftaten des Beschwerdeführers in der Schweiz eine vergleichbar hohe, überjährigen Strafe gerechtfertigt hätten. In Anwendung der Reneja-Praxis und nach einer Abwägung des öffentlichen Fernhalteinteresses und der privaten Interessen des Beschwerdeführers und seiner Familienangehörigen kann hierbei offen gelassen werden, inwieweit auch der Ehefrau und den Kindern eine gemeinsame Ausreise zumutbar ist (E. 2). Abweisung der Beschwerde.</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: AuslÃ¤nderrecht ST: AUFENTHALTSBEWILLIGUNG">AUFENTHALTSBEWILLIGUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: AUSLÃNDISCHES URTEIL">AUSLÃNDISCHES URTEIL</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: FAMILIENLEBEN">FAMILIENLEBEN</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: FRANKREICH">FRANKREICH</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: LÃNGERFRISTIGE FREIHEITSSTRAFE">LÃNGERFRISTIGE FREIHEITSSTRAFE</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: RENEJA-PRAXIS">RENEJA-PRAXIS</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: STRAFZUMESSUNG">STRAFZUMESSUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ZUMUTBARKEIT FÃR EHEGATTEN">ZUMUTBARKEIT FÃR EHEGATTEN</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade">Art. 51 Abs. I lit. b AuG</span><br/><span class="gerade">Art. 62 lit. b AuG</span><br/><span class="ungerade">Art. 63 Abs. I lit. a AuG</span><br/><span class="gerade">Art. 13 BV</span><br/><span class="ungerade">Art. 8 EMRK</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 2 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="WordSection1"> <table border="1" cellpadding="0" cellspacing="0" class="MsoNormalTable"> <tr> <td valign="top"> <p class="Kopf1"><span>Verwaltungsgericht</span></p> <p class="Kopf1"><span>des Kantons ZÃ¼rich</span></p> <p class="Kopf1"><span>2. Abteilung</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Kopf1"> </p> </td> <td valign="top"> <p class="Kopf1"><span><img alt="" height="77" src="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getImage&amp;nF38_KEY=19832" width="123"/></span></p> </td> </tr> </table> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">VB.2013.00301</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"><b><span>Urteil</span></b></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="Zwischentitel"> </p> <p class="MsoNormal"><span>der 2. Kammer</span></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">vom <a id="VF_DAT_ENTSCHEID">18. September 2013</a></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">Mitwirkend: AbteilungsprÃ¤sident Andreas Frei<span> (Vorsitz)</span>, Verwaltungsrichterin Leana Isler, Verwaltungsrichterin Tamara NÃ¼ssle, <a id="TN_AUTOTEXT_RICHTER"></a><a id="TN_AUTOTEXT_GS"></a>Gerichtsschreiber Felix Blocher.</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">In Sachen</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>1. A, <br/> <br/> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>2. B, <br/> <br/> </span></p> <p class="MsoBodyText">beide vertreten durch RA C, </p> <p class="MsoNormal"><b><span>BeschwerdefÃ¼hrende, </span></b></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="Zwischentitel">gegen</p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>Migrationsamt des Kantons ZÃ¼rich, </span></p> <p class="MsoNormal"><b><span>Beschwerdegegner, </span></b></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><b><span>betreffend Aufenthaltsbewilligung,</span></b></p> <p class="Zwischentitel">hat sich ergeben: </p> <p class="Sachverhalt1"><b>I. </b> </p> <p class="Sachverhalt2">A, StaatsangehÃ¶riger von K, hielt sich â soweit ersichtlich â im FrÃ¼hjahr 1997 erstmals in der Schweiz auf. Sein Verhalten gab jedoch wegen Widerhandlungen gegen das Bundesgesetz Ã¼ber die BetÃ¤ubungsmittel und die psychotropen Stoffe vom 3. Oktober 1951 (BetmG) Anlass zu Klagen, weshalb am 25. MÃ¤rz 1997 seine formlose Wegweisung und eine dreijÃ¤hrige Einreisesperre verfÃ¼gt wurde. In der Folge wurde A nach Paris ausgeschafft, da er dort als Inhaber einer "carte de rÃ©sident" seinen Wohnsitz hatte.</p> <p class="Urteilstext"><span>A heiratete </span>hierauf <span>am 13. Februar 2004 in seiner Heimat K die Schweizerin D</span> (Name nach der Heirat: B). <span>Nachdem er am 11. Mai 2004 </span>erneut <span>in die Schweiz </span>eingereist war<span>, erteilte ihm das Migrationsamt eine Aufenthaltsbewilligung zum Verbleib bei der </span>Schweizer <span>Ehefrau, welche in der Folge regelmÃ¤ssig verlÃ¤ngert wurde, jedoch am 10. Mai 2010 auslief. Aus der Ehe </span>gingen<span> die </span>im <span>2005</span> geborene <span>Tochter</span><span> </span>E <span>sowie der </span>im <span>2009</span> geborene <span>Sohn F</span><span> </span><span>hervor.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Am 18. Januar 2010 wurde A in G (SÃ¼dfrankreich) verhaftet und am 22. Januar 2010 durch das franzÃ¶sische Tribunal de Grande Instance de H zu einer vierjÃ¤hrigen GefÃ¤ngnisstrafe und einer Landesverweisung wÃ¤hrend fÃ¼nf Jahren verurteilt. Nachdem er am 10. Dezember 2011 vorzeitig und bedingt aus dem franzÃ¶sischen Strafvollzug entlassen </span>worden war<span>, reiste er am 7. Januar 2012 wieder in die Schweiz ein und stellte hier am 6. MÃ¤rz 2012 </span>erneut <span>ein Gesuch um Erteilung einer Aufenthaltsbewilligung zum Verbleib bei seiner Schweizer Ehefrau (Familiennachzug), welches am 22. Mai 2012 aufgrund der erwÃ¤hnten strafrechtlichen Verurteilung durch das Migrationsamt abgewiesen wurde.</span></p> <p class="Sachverhalt1"><b>II. </b> </p> <p class="Urteilstext"><span>Ein hiergegen erhobener Rekurs wurde mit Entscheid vom 7. MÃ¤rz 2013 durch die Rekursabteilung der</span><span> </span><span>Sicherheitsdirektion abgewiesen.</span></p> <p class="Sachverhalt1"><b>III. </b> </p> <p class="Urteilstext"><span>Mit Beschwerde vom 22. April 2013 liess</span>en <span>A </span>und seine Ehefrau, B, <span>dem Verwaltungsgericht beantragen, es sei A eine Aufenthaltsbewilligung zum Verbleib bei seiner Ehefrau und den beiden Kindern E und F zu erteilen. Weiter verlangte</span>n sie <span>die Zusprechung einer ParteientschÃ¤digung.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Die Rekursabteilung der Sicherheitsdirektion verzichtete auf eine Vernehmlassung. Sodann verzichtete das Migrationsamt stillschweigend auf eine Beschwerdeantwort.</span></p> <p class="Einzug1"><span>Die Kammer</span><span> erwÃ¤gt:</span></p> <p class="Erwgung1"><b><span>1. </span></b><span> </span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>1.1 </span></b><span>Mit der Beschwerde an das Verwaltungsgericht kÃ¶nnen Rechtsverletzungen einschliesslich Ermessensmissbrauch, -Ã¼ber- und -unterschreitung und die unrichtige oder ungenÃ¼gende Feststellung des Sachverhalts gerÃ¼gt werden, nicht aber die Unan-gemessenheit des angefochtenen Entscheids (§ 50 Abs. 1 in Verbindung mit § 20 Abs. 1 lit. a und b des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 [VRG]).</span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>1.2 </span></b><span>Nach § 52 Abs. 1 in Verbindung mit § 20</span><span> </span><span>a Abs. 2 VRG sind neue Tatsachenbehauptungen und neue Beweismittel im Beschwerdeverfahren zulÃ¤ssig. Abzustellen ist entsprechend auf die tatsÃ¤chlichen VerhÃ¤ltnisse im Zeitpunkt des gegenwÃ¤rtig zu fÃ¤llenden Entscheids (vgl. BGr, 20. April 2009, 2C_651/2008, E. 4.2; BGE 135 II 369 E. 3.3; VGr, 6. Oktober 2010, VB.2010.00167, E. 5). </span></p> <p class="Erwgung1"><b><span>2. </span></b><span> </span></p> <p class="Erwgung2"><b>2.1 </b><span>D</span>ie<span> BeschwerdefÃ¼hre</span>nden<span> beruf</span>en<span> sich im Rahmen des vorliegenden Verfahrens hauptsÃ¤chlich auf </span>die<span> Beziehung </span>des BeschwerdefÃ¼hrers <span>zu seiner in I wohnhaften Schweizer Ehefrau und den mit </span>ihnen<span> zusammenwohnenden gemeinsamen Kindern F und E</span>, weshalb dem BeschwerdefÃ¼hrer gemÃ¤ss Art. <span>42 Abs. 1 des Bundesgesetzes Ã¼ber die AuslÃ¤nderinnen und AuslÃ¤nder vom 16. Dezember 2005 (AuG)</span> und gestÃ¼tzt auf das Recht auf Achtung des Privat- und Familienlebens im Sinn von Art. 8 der EuropÃ¤ischen Menschenrechtskonvention (EMRK) ein Anwesenheitsrecht zukommt.</p> <p class="Erwgung3"><b>2.1.1 </b>Laut Art. 42 Abs. 1 AuG haben auslÃ¤ndische Ehegatten von SchweizerbÃ¼rgern Anspruch auf Erteilung und VerlÃ¤ngerung der Aufenthaltsbewilligung, wenn sie mit diesen zusammenwohnen. Ein analoger Aufenthaltsanspruch ergibt sich auch aus dem Recht auf Achtung des Familienlebens gemÃ¤ss Art. 8 Abs. 1 EMRK und der im Schutzbereich nicht weitergehenden Bestimmung von Art. 13 Abs. 1 der Schweizerischen Bundesverfassung (BV). Auf Letztgenanntes kann sich im Zusammenhang mit einer fremdenpolizeilichen Bewilligung berufen, wer nahe Verwandte (Ehegatten, minderjÃ¤hrige Kinder) mit einem gefestigten Anwesenheitsrecht in der Schweiz (Schweizer BÃ¼rgerrecht, Niederlassungsbewilligung, Anspruch auf VerlÃ¤ngerung der befristeten Aufenthaltsbewilligung) hat oder selbst Ã¼ber ein solches verfÃ¼gt, sofern die familiÃ¤re Beziehung tatsÃ¤chlich gelebt wird und intakt ist (BGE 130 II 281 E. 3.1; BGE 127 II 60 E. 1.d/aa).</p> <p class="Erwgung3"><b>2.1.2 </b>Der BeschwerdefÃ¼hrer lebt mit seiner Schweizer Ehefrau in hÃ¤uslicher Gemeinschaft und kann deshalb gestÃ¼tzt auf Art. 42 Abs. 1 AuG grundsÃ¤tzlich eine Aufenthaltsbewilligung beanspruchen. Da er in intakter und tatsÃ¤chlich gelebter Familiengemeinschaft mit seiner Ehefrau und den beiden gemeinsamen Kindern F und E lebt und diese als Schweizer BÃ¼rger Ã¼ber ein gefestigtes Anwesenheitsrecht in der Schweiz verfÃ¼gen, kann er einen grundsÃ¤tzlichen Aufenthaltsanspruch zudem aus dem verfassungs- und konventionsrechtlich geschÃ¼tzten Recht auf Familienleben gemÃ¤ss Art. 8 Abs. 1 EMRK und Art. 13 Abs. 1 BV ableiten.</p> <p class="Erwgung2"><b>2.2 </b>Der durch Art. 42 Abs.1 AuG und Art. 8 Abs. 1 EMRK vermittelte Aufenthaltsanspruch des BeschwerdefÃ¼hrers gilt jedoch nicht absolut und kann insbesondere entfallen, wenn sowohl ein Widerrufsgrund nach Art. 51 Abs. 1 AuG vorliegt, als auch die (weiteren) Voraussetzungen fÃ¼r einen Eingriff in das Recht auf Achtung des Familienlebens im Sinn von Art. 8 Abs. 2 EMRK gegeben sind (vgl. BGE 122 II 1 E. 2 und 130 II 281 E. 3.1): <span>Art. 8 Ziff. 2 EMRK lÃ¤sst </span>solche hierbei <span>zu, sofern diese gesetzlich vorgesehen und "fÃ¼r die nationale oder Ã¶ffentliche Sicherheit, fÃ¼r das wirtschaftliche Wohl des Landes, zur Aufrechterhaltung der Ordnung, zur VerhÃ¼tung von Straftaten, zum Schutz der Gesundheit oder der Moral oder zum Schutz der Rechte und Freiheiten anderer" notwendig sind. Als schwerer Grundrechtseingriff ist sodann ein Gesetz im formellen Sinn erforderlich (</span>vgl. auch <span>Art. 36 Abs. 1 BV)</span>, wobei mit dem nachfolgend zu prÃ¼fenden Widerrufsgrund von <span>Art. </span>51 Abs. 1 lit. b <span>in Verbindung mit </span>Art. <span>63</span><span> </span>Abs. 1 <span>lit. a </span>und <span>Art. 62 lit. b AuG</span><span> </span>eine ausreichende Gesetzesgrundlage gegeben ist<span>.</span></p> <p class="Erwgung3"><b>2.2.1 </b>GemÃ¤ss Art. 51 Abs. 1 lit. b in Verbindung mit Art. 63 Abs. 1 lit. a und Art. 62 lit. b AuG kann eine Aufenthaltsbewilligung widerrufen (respektive muss nicht verlÃ¤ngert oder erteilt werden), wenn die AuslÃ¤nderin oder der AuslÃ¤nder zu einer lÃ¤ngerfristigen Freiheitsstrafe verurteilt wurde. Eine solche ist immer dann gegeben, <span>wenn</span> die auslÃ¤ndische Person zu einer Freiheitsstrafe von mehr als einem Jahr verurteilt wurde (BGE 135 II 377 E. 4.2; BGE 137 II 297 E. 2). Hierbei spielt es grundsÃ¤tzlich keine Rolle, ob die entsprechende Strafe durch ein in- oder auslÃ¤ndisches Gericht ausgesprochen wurde, sofern das infrage stehende Delikt auch nach schweizerischer Rechtsordnung als Verbrechen oder Vergehen aufzufassen wÃ¤re, das auslÃ¤ndische Urteil rechtsstaatlichen GrundsÃ¤tzen genÃ¼gt und insbesondere die Verteidigungsrechte geachtet wurden sowie anzunehmen ist, dass fÃ¼r vergleichbare Taten auch in der Schweiz eine Ã¼berjÃ¤hrige Strafe ausgesprochen worden wÃ¤re (vgl. BGr, 13. MÃ¤rz 2012, 2C_817/2011, E. 3.1.1). </p> <p class="Erwgung3"><b><span>2.2.2 </span></b><span>Der BeschwerdefÃ¼hrer wurde am 22. Januar 2010 durch das franzÃ¶sische Tribunal de Grande Instance de H wegen Import, Transport und Besitz von BetÃ¤ubungsmitteln (4,765 kg Kokain) gemÃ¤ss Art. 222-36 f. des franzÃ¶sischen Code pÃ©nal vom 22. Juli 1992 (CP) sowie mehrerer VerstÃ¶sse gegen das franzÃ¶sische Zollgesetz (Art. 215, 414 und 419 Code des Douanes) zu einer vierjÃ¤hrigen Freiheitsstrafe und einer Landesverweisung wÃ¤hrend fÃ¼nf Jahren verurteilt. Damit liegt grundsÃ¤tzlich eine Verurteilung zu einer lÃ¤ngerfristigen â weil Ã¼berjÃ¤hrigen â Strafe vor, zumal sich keinerlei Hinweise darauf finden, dass das auslÃ¤ndische Verfahren rechtsstaatlichen GrundsÃ¤tzen nicht genÃ¼gt oder die Verteidigungsrechte des BeschwerdefÃ¼hrers verletzt hÃ¤tte. NÃ¤herer PrÃ¼fung bedarf lediglich, ob auch die hiesige Strafjustiz zu einem vergleichbaren Verdikt gekommen wÃ¤re. </span></p> <p class="Erwgung3"><b>2.2.3 </b>Der BeschwerdefÃ¼hrer lÃ¤sst hierzu zunÃ¤chst vorbringen, dass die Vorinstanzen zur BegrÃ¼ndung der Bewilligungsverweigerung die StrafhÃ¶he des franzÃ¶sischen Urteils zu undifferenziert Ã¼bernommen und dabei weder die Rolle und das sofortige GestÃ¤ndnis des BeschwerdefÃ¼hrers noch dessen finanzielle Zwangslage noch den geringen Reinheitsgrad des Kokains und die Einmaligkeit des GeschÃ¤ft angemessen berÃ¼cksichtigt hÃ¤tten. </p> <p class="Erwgung4"><span>Die Bundesgerichtspraxis hat bereits bei einer Menge von 18 g reinem Kokain einen qualifizierten und mit einer Freiheitsstrafe nicht unter einem Jahr zu bestrafenden Fall gemÃ¤ss Art. 19 Abs. 2 lit. a BetmG bejaht (vgl. BGE 109 IV 143 E. 3.b und 119 IV 180 E. 2). Entsprechend handelt es sich bei den geschmuggelten 4,765 Kilogramm Kokain selbst bei geringem Reinheitsgrad noch um eine erhebliche Menge, welche auch nach schweizerischer Rechtsauffassung einen Verbrechenstatbestand nach Art. 10 Abs. 2 des Schweizerischen Strafgesetzbuches (StGB) darstellen und mit einer zum franzÃ¶sischen Verdikt vergleichbaren Freiheitsstrafe sanktioniert wÃ¼rde. Auch die Ã¼brigen Vorbringen des BeschwerdefÃ¼hrers vermÃ¶gen nicht zu Ã¼berzeugen: So ist nach schweizerischer Rechtsauffassung umstritten, ob ein GestÃ¤ndnis Ã¼berhaupt strafmindernd zu berÃ¼cksichtigen ist (vgl. Stefan Trechsel/Heidi Affolter-Eijsten in: Stefan Trechsel/Mark Pieth [Hrsg.], Schweizerisches Strafgesetzbuch, Praxiskommentar, 2. A., ZÃ¼rich/Sankt Gallen 2013, Art. 47 N. 24). Die Praxis zieht zwar eine Reduktion um maximal einen Drittel in Betracht, sofern das GestÃ¤ndnis die Aufdeckung der Straftat erleichtert und als Ausdruck von Einsicht und Reue betrachtet werden kann (BGE 121 IV 202 E. 2.d.cc). Es erscheint jedoch hier bereits fraglich, inwieweit das GestÃ¤ndnis des BeschwerdefÃ¼hrers nicht vorwiegend unter der Last der gegen ihn bereits vorgelegenen Beweise abgegeben wurde, wobei hierzu vollumfÃ¤nglich auf die zutreffenden ErwÃ¤gungen im Rekursentscheid vom 7. MÃ¤rz 2013 verwiesen werden kann. Wie im schweizerischen Strafrecht (vgl. Art. 47 StGB) ist auch nach dem CP die Strafe unter BerÃ¼cksichtigung der TÃ¤terpersÃ¶nlichkeit und der TatumstÃ¤nde zuzumessen (Art. 132-24 CP). Es ist deshalb grundsÃ¤tzlich davon auszugehen, dass strafmindernde UmstÃ¤nde bereits angemessen Eingang in das franzÃ¶sische Strafmass gefunden haben. Aufgrund der diesbezÃ¼glich analogen Gesetzeslage in Frankreich ist auch anzunehmen, dass das franzÃ¶sische Gericht die Tatbeteiligung des BeschwerdefÃ¼hrers, dessen persÃ¶nlichen VerhÃ¤ltnisse wie auch eine allfÃ¤llige finanzielle Zwangssituation angemessen berÃ¼cksichtigt hat. Da der BeschwerdefÃ¼hrer gegen die ihm angeblich auferlegten WucherzinssÃ¤tze auch auf gerichtlichem Weg hÃ¤tte vorgehen kÃ¶nnen, aus den Steuerunterlagen nur eine geringe Verschuldung ersichtlich ist und das Unternehmen des BeschwerdefÃ¼hrers noch wÃ¤hrend seiner Inhaftierung mit Gewinn liquidiert werden konnte, ist eine finanzielle Notlage zum Tatzeitpunkt indes ohnehin unglaubhaft. Dies umso mehr, als der BeschwerdefÃ¼hrer auch seine gegenwÃ¤rtige finanzielle Situation bereits als konsolidiert bezeichnet. Zudem wÃ¤ren zulasten des BeschwerdefÃ¼hrers auch strafschÃ¤rfende UmstÃ¤nde zu berÃ¼cksichtigen (vgl. zu diesen die vorinstanzlichen ErwÃ¤gungen), wobei wiederum anzunehmen ist, dass diese bereits ausreichend durch das franzÃ¶sische Gericht gewÃ¼rdigt wurden und sich im ausgesprochenen Strafmass widerspiegeln. </span></p> <p class="Erwgung3"><b><span>2.2.4 </span></b><span>Neben der ungenÃ¼genden </span>BerÃ¼cksichtigung<span> strafmindernder UmstÃ¤nde macht der BeschwerdefÃ¼hrer geltend, dass in Frankreich eine nachtrÃ¤gliche Strafreduktion und bereits nach hÃ¤lftiger StrafverbÃ¼ssung eine vorzeitige Entlassung mÃ¶glich sei, womit StrafreduktionsgrÃ¼nde des schweizerischen Rechts durch die franzÃ¶sischen StrafbehÃ¶rden nicht schon beim Strafmass, sondern erst beim Strafvollzug berÃ¼cksichtigt wÃ¼rden. </span></p> <p class="Erwgung3"><span>GemÃ¤ss Art. 729 des </span><span>franzÃ¶sischen Code de procÃ©dure pÃ©nale (CPP) kann ein StraftÃ¤ter zur FÃ¶rderung seiner Reintegration und zur Verhinderung eines RÃ¼ckfalls bedingt aus dem Strafvollzug entlassen werden, wobei unter anderem das Wohlverhalten im Strafvollzug, die beruflichen Reintegrationsaussichten und die familiÃ¤ren Verpflichtungen des StraftÃ¤ters zu berÃ¼cksichtigen sind (sogenannte libÃ©ration conditionelle). GemÃ¤ss Art. 729-2 CPP ist eine bedingte Entlassung insbesondere mÃ¶glich, wenn neben der Strafe auslÃ¤nderrechtliche Fernhaltemassnahmen ausgesprochen worden sind. Nach Art. 721 CPP profitiert zudem jeder Verurteilte von einer bedingten Strafreduktion (sogenannter crÃ©dit de rÃ©duction de peine), deren HÃ¶he von der ausgesprochenen Strafe abhÃ¤ngt und welche bei schlechter FÃ¼hrung oder erneuter Verurteilung widerrufen werden kann.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>In Anwendung </span>der <span>genannte</span>n<span> Bestimmungen wurde dem BeschwerdefÃ¼hrer ein Straferlass von neun Monaten gewÃ¤hrt und auf den 10. Dezember 2011 dessen bedingte Entlassung aus dem Strafvollzug angeordnet. Letztere wurde mit dessen Wohlverhalten im Strafvollzug, der vollstÃ¤ndigen Bezahlung der vom Zoll verhÃ¤ngten Busse, seinen beruflichen Zukunftsaussichten und seinen familiÃ¤ren Verpflichtungen begrÃ¼ndet. </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Generell auszusprechende und allein vom Strafmass abhÃ¤ngige StrafreduktionsgrÃ¼nde, welche zu einem nachtrÃ¤glichen Teilerlass der bereits ausgefÃ¤llten Strafe fÃ¼hren, sind dem schweizerischen Recht unbekannt. Statt einer nachtrÃ¤glichen Strafreduktion kennt die Schweiz aber die nachtrÃ¤gliche Reduktion des zu vollziehenden Strafteils, indem bei gÃ¼nstiger Legalprognose und Wohlverhalten im Strafvollzug eine bedingten Entlassung mÃ¶glich ist (Art. 86 StGB). Ebenso wird der Strafvollzug in der Schweiz bei Freiheitsstrafen von sechs Monaten bis zwei Jahren bei positiver Legalprognose aufgeschoben (Art. 42 Abs. 1 StGB). Resozialisierungsaspekten wird in der Schweiz somit hauptsÃ¤chlich bei den VollzugsmodalitÃ¤ten (vgl. auch die Vollzugsregelungen von Art. 75 ff. StGB) und der Strafart (Geldstrafe und gemeinnÃ¼tzige Arbeit anstelle von Freiheitsentzug), nicht aber bei der Strafzumessung Rechnung getragen (vgl. BGE 118 IV 342 E. 2.f). Gleich wie bei der GewÃ¤hrung des bedingten Vollzugs respektive der bedingten Entlassung nach schweizerischem Strafrecht (vgl. Art. 46 und 89 StGB) fÃ¼hrt auch bei der Strafreduktion nach franzÃ¶sischem Recht eine NichtbewÃ¤hrung zum Widerruf respektive zur RÃ¼ckversetzung. Die HÃ¶he der Strafreduktion ist zudem allein von der ausgesprochenen Strafe und nicht vom Verschulden abhÃ¤ngig und bemisst sich nach einem festen UmrechnungsschlÃ¼ssel. Die nachtrÃ¤gliche Strafreduktion nach <span>Art. 721 CPP </span>entspricht damit am ehesten der bedingten Entlassung nach Art. 86 StGB, wobei nach franzÃ¶sischer Rechtsauffassung bereits die Strafe (und nicht deren Vollzug) bedingt erlassen wird. </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Auch die Auswirkungen der Strafe auf die familiÃ¤re und berufliche Zukunft des Delinquenten werden im schweizerischen Strafrecht primÃ¤r beim Strafvollzug und bei der auszusprechenden Strafart berÃ¼cksichtigt und beeinflussen nur im geringen Mass (als Aspekt der Strafempfindlichkeit) die StrafhÃ¶he, um nicht AngehÃ¶rige hÃ¶herer und besser integrierter Schichten zu privilegieren (vgl. Trechsel/Affolter-Eijsten, in: Trechsel/Pieth [Hrsg.], Art. 47 N. 33; BGr, 23. November 2009, 6B_470/2009, 2.5). Die bedingte Entlassung aus dem Strafvollzug nach Art. 729 CPP entspricht damit ebenfalls weitgehend Art. 86 StGB.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Die genannten Regelungen des franzÃ¶sischen Rechts entsprechen damit in ihrer Funktion weitgehend den schweizerischen Strafvollzugsregeln und Ã¼berschneiden sich hÃ¶chstens marginal mit schweizerischen Strafzumessungsregeln. Entsprechend sind sie zur Beurteilung der StrafhÃ¶he (und Verschuldensschwere) nicht oder nur sehr eingeschrÃ¤nkt zu berÃ¼cksichtigen. Dies gilt erst Recht fÃ¼r die Regelung von Art. 729-2 CPP: Da die Landesverweisung nach schweizerischem Recht auch einen Strafzweck verfolgt (vgl. BGE 94 IV 102 E. 3), wÃ¼rde eine parallel ausgesprochene Landesverweisung nach schweizerischer Auffassung eine Strafherabsetzung rechtfertigen. Entsprechend mÃ¼sste die Strafe jedoch gerade hÃ¶her ausfallen, wenn auf eine Landesverweisung und den darin mitenthaltenen Strafanteil verzichtet wÃ¼rde. </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Damit ist grundsÃ¤tzlich von der ursprÃ¼nglich ausgesprochenen Strafe auszugehen und die nachtrÃ¤gliche Strafreduktion und die bedingte Entlassung vorwiegend als EinrÃ¤umung einer BewÃ¤hrungsmÃ¶glichkeit (analog der bedingten Entlassung nach Art. 86 StGB) zu sehen. </span><span>Ohnehin unmassgeblich ist die Vollzugsform der Strafe und der Zeitpunkt der Entlassung aus dem Strafvollzug, zumal selbst eine lediglich (teil)bedingte Freiheitsstrafe einen Widerruf der Aufenthaltsbewilligung rechtfertigen kann (BGE 135 II 377 E. 4.2).</span><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Damit kann davon ausgegangen werden, dass auch ein schweizerisches Gericht in analoger Konstellation eine Ã¤hnliche, mehrjÃ¤hrige Strafe ausgesprochen hÃ¤tte. Trotz </span>des<span> auslÃ¤ndischen Erkenntnis</span>ses<span> ist damit grundsÃ¤tzlich eine lÃ¤ngerfristige Freiheitsstrafe im Sinn von Art. 62 lit. b AuG gegeben.</span></p> <p class="Erwgung2"><b>2.3 </b><span>Auch wenn ein</span>e Verurteilung zu einer langfristigen Freiheitsstrafe<span> im Sinn von Art. 62 </span>lit. b <span>AuG gegeben ist, fÃ¼hrt dies nicht automatisch zur Bewilligungsverweigerung (Marc Spescha in: derselbe et al., Migrationsrecht, 3. A., ZÃ¼rich 2012, Art. 62 AuG N. 2). Zu prÃ¼fen bleibt </span>gemÃ¤ss Art. 96 AuG <span>vielmehr, ob der Widerruf oder die NichtgewÃ¤hrung einer Bewilligung verhÃ¤ltnismÃ¤ssig erscheint. Es handelt sich dabei um eine gesetzliche Konkretisierung des bereits verfassungsmÃ¤ssig garantierten VerhÃ¤ltnismÃ¤ssigkeits</span>­<span>grundsatzes (vgl. Art. 5 Abs. 2 und Art. 36 Abs. 2 und 3 BV), wobei im Zusammenhang mit dem Grundrecht auf Achtung des Familienlebens Ã¼berdies Art. 8 Abs. 2 EMRK zu beachten ist, die PrÃ¼fung der VerhÃ¤ltnismÃ¤ssigkeit nach Bundes- und Konventionsrecht</span> aber <span>in einem gemeinsamen Schritt vorgenommen werden kann (</span>BGr,<span> 7. Februar 2012, 2C_655/2011, E. 10.2</span>; BGr, <span>27. September 2011, 2C_265/2011, E. 6.1.2). Dabei sind das Ã¶ffentliche Interesse an der Fernhaltung de</span>r straffÃ¤llig gewordenen <span>auslÃ¤ndischen Person und deren Interesse sowie das ihrer Familie am Verbleib in der Schweiz gegeneinander</span><span> </span><span>abzuwÃ¤gen (BGE 135 II 377 E. 4.3 ff.; Silvia Hunziker in: Martina Caroni/Thomas GÃ¤chter/Daniela Thurnherr [Hrsg.], Bundesgesetz Ã¼ber die AuslÃ¤nderinnen und AuslÃ¤nder [AuG], Bern 2010, Art. 63 N. 10).</span><span> </span></p> <p class="Erwgung3">Bei der Bewertung der Ã¶ffentlichen Interessen ist der sich im Strafmass widerspiegelnden Verschuldensschwere der begangenen Delikte, der seit deren Begehung vergangenen Zeit und dem zwischenzeitlichen Legalverhalten des auslÃ¤ndischen StraftÃ¤ters sowie der sich mitunter daraus ergebenden Legalprognose Rechnung zu tragen. Bei den gegenÃ¼berzustellenden privaten Interessen ist der Integrationsgrad des straffÃ¤llig gewordenen AuslÃ¤nders, die IntensitÃ¤t und Dauer der durch die NichtverlÃ¤ngerung der Aufenthaltsbewilligung gefÃ¤hrdeten familiÃ¤ren Bindungen sowie die Nachteile fÃ¼r die mitbetroffenen FamilienangehÃ¶rigen zu berÃ¼cksichtigen, mÃ¼ssten diese dem unmittelbar betroffenen auslÃ¤ndischen Delinquenten in dessen Heimat folgen (vgl. BGE 135 II 377 E. 4.3 mit weiteren Hinweisen). </p> <p class="Erwgung3"><b><span>2.3.1 </span></b><span>Die vom franzÃ¶sischen Strafgericht verhÃ¤ngte Strafe und die importierte Drogenmenge weisen bereits auf ein sehr schweres Verschulden hin, zumal ein solches von der </span><span>Bundesgerichtspraxis</span><span> bereits bei geringeren Strafen und Drogenmengen bejaht wurde: So soll bei einer ebenfalls von einem franzÃ¶sischem Gericht verhÃ¤ngten dreijÃ¤hrigen Freiheitsstrafe fÃ¼r den Import von 670 Gramm Kokain bereits die Drogenmenge und die ausgesprochene Strafe auf ein "sehr schweres Verschulden sowie auf eine ausgeprÃ¤gte GefÃ¤hrdung der Ã¶ffentlichen Ordnung" hingewiesen haben (BGr, 8. August 2012, 2C_225/2012, E. 3.2; vgl. auch BGr, 8. Januar 2009, 2C_609/2008, E. 3.1). Auch ein Vergleich der vom Tribunal de Grande Instance de H ausgesprochenen Strafe mit dem abstrakten Strafrahmen der Delikte deutet auf ein sehr schweres Verschulden hin, sieht der Code pÃ©nal fÃ¼r die begangenen Delikte doch Maximalstrafen von 10 Jahren GefÃ¤ngnis vor (Art. 222-36 Satz 1, Art. 222-37 CP). Da die vom Strafrichter verhÃ¤ngte Strafe Ausganspunkt und Massstab fÃ¼r die Verschuldensschwere bei der fremdenpolizeilichen InteressensabwÃ¤gung bildet, ist im hiesigen Verfahren grundsÃ¤tzlich keine erneute strafrechtliche VerschuldensprÃ¼fung vorzunehmen (vgl. BGr, 25. Mai 2010, 2C_784/2009, E. 3.4). Dies gilt bei BetÃ¤ubungsmitteldelikten zumindest solange, als wie hier eine "klassische" Teilnahme am Drogenhandel und keine vÃ¶llig untergeordnete, atypische Teilnahmeform zur Beurteilung steht (vgl. BGr, 24. November 2011, 2C_454/2011 E. 2.3). Auch wenn dieser Grundsatz, wonach sich die Verschuldensschwere primÃ¤r nach dem ausgesprochenen Straferkenntnis zu richten hat, fÃ¼r ein auslÃ¤ndisches Straferkenntnis nicht gleichermassen gelten mag, zeigt der Vergleich mit dem oben zitierten Bundesgerichtsentscheid (BGr, 8. August 2012, 2C_225/2012, E. 3.2) und der schweizerischen BetmG-Rechtsprechung (vgl. vorstehend, E. 2.2.3), dass das franzÃ¶sischen Strafgericht hier eine mit der hiesigen Auffassung vergleichbare Gewichtung vorgenommen hat. </span></p> <p class="Erwgung4"><span>Damit liegt hinsichtlich der in Frankreich begangenen Delikte ein sehr schweres Verschulden vor.</span></p> <p class="Erwgung3"><b>2.3.2 </b>Am 26. Mai 2012 wurde der BeschwerdefÃ¼hrer erneut straffÃ¤llig, indem er einem Bekannten nach einer kurzen verbalen Auseinandersetzung mehrere FaustschlÃ¤ge versetzte und so eine Rissquetschwunde unter dem rechten Auge zufÃ¼gte. Aufgrund dieses Sachverhalts wurde er sodann mit rechtskrÃ¤ftig gewordenem Strafbefehl der Staatsanwaltschaft J vom 19. Februar 2013 wegen einfacher KÃ¶rperverletzung im Sinn von Art. 123 Ziff. 1 Abs. 1 StGB mit einer bedingt zu vollziehenden Geldstrafe von 90 TagessÃ¤tzen zu je Fr. 50.- und einer Busse von Fr. 1'000.- bestraft. Das diesbezÃ¼gliche Verschulden wiegt eher gering und wÃ¼rde fÃ¼r sich genommen keinen Widerrufsgrund bilden. Dennoch handelt es sich um einen nicht zu bagatellisierenden Vergehenstatbestand, welcher insbesondere bei der nachfolgend zu prÃ¼fenden Legalprognose des BeschwerdefÃ¼hrers zu seinen Lasten berÃ¼cksichtigt werden muss.</p> <p class="Erwgung3"><b>2.3.3 </b><span>Die Legalprognose hÃ¤ngt primÃ¤r von </span>den<span> fÃ¼r die Bewilligungsverweigerung Anlass gebenden Delikten und dem zwischenzeitlichen Legalverhalten des delinquenten AuslÃ¤nders ab: Je hÃ¶her die Wiederholungsgefahr und je schwerer die drohende RechtsgÃ¼terverletzung ist, desto eher rechtfertigt sich eine Bewilligungsverweigerung (BGE 130 II 176 E. 4.3.1). </span>Bei auslÃ¤ndischen Personen, die nicht unter das Abkommen vom 21. Juni 1999 zwischen der Schweizerischen Eidgenossenschaft einerseits und der EuropÃ¤ischen Gemeinschaft und ihren Mitgliedstaaten andererseits Ã¼ber die FreizÃ¼gigkeit (FZA) fallen, darf im Rahmen der InteressenabwÃ¤gung auch generalprÃ¤ventiven Gesichtspunkten Rechnung getragen werden (BGr, 7. Juni 2012, 2C_932/2011, E. 3.2).<span> Je lÃ¤nger ein AuslÃ¤nder in der Schweiz gelebt hat, umso strengere Anforderungen sind an den Widerruf zu stellen. Bei Personen, die schon ausgesprochen lange hier leben, kann ein Widerruf in der Regel nicht schon wegen eines einzelnen Delikts erfolgen, sondern nur bei wiederholten Straftaten von einigem Gewicht, insbesondere falls eine sich zusehends verschlechternde Situation besteht (BGr, 24. Februar 2009, 2C_745/2008, E. 4.2). Hierbei ist aber auch zu berÃ¼cksichtigen, dass die Praxis bei qualifizierten BetÃ¤ubungsmitteldelikten der vorliegenden Art auslÃ¤nderrechtlich nur ein geringes Restrisiko in Kauf nimmt (BGE 125 II 521 E. 4a; BGr, 8. Januar 2009, 2C_609/2008, E. 3.4; BGr, 29. MÃ¤rz 2012, 2C_771/2011, E. 2.3; BGE 139 I 145 E. 2.5). Art. 121 Abs. 3 lit. a BV sieht zudem vor, dass AuslÃ¤nderinnen und AuslÃ¤nder unabhÃ¤ngig von ihrem auslÃ¤nderrechtlichen Status ihr Aufenthaltsrecht sowie alle RechtsansprÃ¼che auf einen Aufenthalt in der Schweiz verlieren, wenn sie unter anderem wegen "Drogenhandels" rechtskrÃ¤ftig verurteilt worden sind. Auch wenn die genannte Verfassungsbestimmung nicht hinreichend klar formuliert ist, um direkt angewendet zu werden und eine unmittelbare und undifferenzierte Anwendung verfassungs- und vÃ¶lkerrechtliche Bedenken wecken kÃ¶nnte (vgl. hierzu BGE 139 I 145 E. 2.5 und den entsprechenden Gesetzgebungsauftrag von Art. 121 Abs. 4 BV), gebietet der darin zum Ausdruck kom</span>mende Volkswille dennoch eine restriktive Bewilligungspraxis gegenÃ¼ber rechtskrÃ¤ftig verurteilten Delinquenten, welche mit ihrem Verhalten dem internationalem Drogenhandel Vorschub geleistet haben. </p> <p class="Urteilstext"><span>Entsprechend ist bereits aufgrund der einmaligen, schweren Drogendelinquenz des BeschwerdefÃ¼hrers ein hohes Ã¶ffentliches Fernhalteinteresse gegeben. DarÃ¼ber hinaus legen weitere Faktoren eine negative Legalprognose nahe: So liegt das zur Bewilligungsverweigerung fÃ¼hrende Delikt erst 3¾ Jahre zurÃ¼ck und verbrachte der BeschwerdefÃ¼hrer seit seiner Inhaftierung in Frankreich erst 1¾ Jahre in Freiheit. Trotz dieser kurzen BewÃ¤hrungsphase und noch wÃ¤hrend des hÃ¤ngigen Verfahrens ist der BeschwerdefÃ¼hrer erneut straffÃ¤llig geworden und wegen einfacher KÃ¶rperverletzung rechtskrÃ¤ftig verurteilt worden. Auch wenn es sich dabei um kein einschlÃ¤giges (BetÃ¤ubungsmittel-)Delikt handelt und die Verschuldensschwere diesbezÃ¼glich eher gering ist, wird dadurch seine mangelnde Gesetzestreue offenkundig.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Ebenfalls nicht ganz ausser Acht gelassen werden darf, dass der BeschwerdefÃ¼hrer in der Vergangenheit bereits wegen Widerhandlungen gegen das BetmG aus der Schweiz weggewiesen und mit einer Einreisesperre belegt wurde (vgl. VerfÃ¼gung von Fernhaltemassnahmen durch die Kantonspolizei ZÃ¼rich vom 25. MÃ¤rz 1997). Zwar konnte ihm dazumal trotz entsprechender Verdachtsmomente keine Beteiligung an DrogengeschÃ¤ften rechtsgenÃ¼gend nachgewiesen werden, weshalb strafrechtlich von einer erstmaligen (Drogen-)Delinquenz des BeschwerdefÃ¼hrers in Frankreich auszugehen ist. Nichtsdestotrotz ist der damaligen Wegweisung jedoch auch unter Beachtung der Unschuldsvermutung eine gewisse Warnfunktion zuzusprechen, musste sich der BeschwerdefÃ¼hrer doch bereits damals im besonderen Masse mÃ¶glicher Konsequenzen einer Drogendelinquenz bewusst werden, wenngleich die ermahnende Wirkung der dazumaligen Wegweisung aufgrund der verstrichenen Zeit etwas zu relativieren ist.</span></p> <p class="Urteilstext">Insgesamt ist dem BeschwerdefÃ¼hrer damit auch eine negative Legalprognose zu stellen und angesichts der bei qualifizierten BetÃ¤ubungsdelikten infrage gestellten RechtsgÃ¼ter von einem grundsÃ¤tzlich nicht tragbaren Risiko weiterer (Drogen-)Delikte auszugehen.</p> <p class="Erwgung3"><b>2.3.4 </b>Dem hohen Ã¶ffentlichen Fernhalteinteresse sind die privaten Interessen des BeschwerdefÃ¼hrers und der mitbetroffenen Familienmitgliedern gegenÃ¼berzustellen. Sieht man von dem kurzen und nicht wesentlich ins Gewicht fallenden Aufenthalt im Jahr 1997 ab, hielt sich der BeschwerdefÃ¼hrer wÃ¤hrend gut sieben Jahren, zunÃ¤chst von Mai 2004 bis Januar 2010 und sodann ab Januar 2012 in der Schweiz auf. Ein siebenjÃ¤hriger Aufenthalt ist gemÃ¤ss der Rechtsprechung des EuropÃ¤ischen Gerichtshofes fÃ¼r Menschenrechte bereits als erheblich ("considÃ©rable") zu betrachten, selbst wenn der BeschwerdefÃ¼hrer wÃ¤hrend der letzten 1½ Jahre lediglich Ã¼ber einen sogenannt prekÃ¤ren Aufenthaltsstatus verfÃ¼gte (EGMR, 16. April 2013, Udeh, 12020/09, § 48). Zu beachten ist immerhin, dass ein fÃ¼r lÃ¤ngere Zeit unterbrochener Schweizaufenthalt nicht die gleiche integrationsfÃ¶rdernde Wirkung entfalten kann, wie eine ununterbrochene Landesanwesenheit.</p> <p class="Erwgung3"><b>2.3.5 </b>Auch die Ehedauer von nunmehr Ã¼ber neun Jahren erscheint vorliegend erheblich und wÃ¤hrend der gesamten Dauer intakt und gelebt worden zu sein: So entstammen aus der Ehe zwei gemeinsame Kinder und die Ehegatten versuchten, ihre Beziehung auch wÃ¤hrend der Inhaftierung des BeschwerdefÃ¼hrers durch regelmÃ¤ssige Besuche und telefonische Kontakte aufrechtzuerhalten.</p> <p class="Erwgung3"><b>2.3.6 </b>Der offenbar gut deutsch sprechende BeschwerdefÃ¼hrer war wÃ¤hrend des grÃ¶ssten Teils seines hiesigen Aufenthalts berufstÃ¤tig, teilweise als Arbeitnehmer, teilweise als selbstÃ¤ndiger Unternehmer. Auch wenn seinem Schritt in die SelbstÃ¤ndigkeit hierbei kein nachhaltiger Erfolg beschieden war und sein Beitrag zu den familiÃ¤ren Lebenshaltungskosten unter demjenigen seiner Ehefrau blieb, kann grundsÃ¤tzlich von einer genÃ¼genden Integration auf dem hiesigen Arbeitsmarkt gesprochen werden. </p> <p class="Erwgung3"><b>2.3.7 </b>Der BeschwerdefÃ¼hrer ist zugleich aber auch seiner Heimat K weiterhin eng verbunden: So ist er dort aufgewachsen und hatte gemÃ¤ss den Angaben des Ehescheins vom 27. Februar 2004 seinen Wohnort zum Zeitpunkt des Eheschlusses in L in K. Dort verfÃ¼gt er auch Ã¼ber Verwandte, die im notfalls Beistand leisten kÃ¶nnten. Zudem plante er gemÃ¤ss den AusfÃ¼hrungen im Entscheid des Cour d'appel de M vom 2. Dezember 2011 ursprÃ¼nglich auch eine RÃ¼ckkehr zu (respektive mit) seiner Ehefrau und seinen Kindern nach K, wo er eine Zusage fÃ¼r einen Stellenantritt in einem Automobilunternehmen erhalten und ihm ein Cousin gratis eine Wohnung zur VerfÃ¼gung gestellt habe. Die entsprechenden AusfÃ¼hrungen wurden auch im Beschwerdeverfahren nicht zurÃ¼ckgenommen, obwohl im Rekursentscheid ausdrÃ¼cklich darauf verwiesen wurde. Es ist deshalb nicht von einem Protokollierungsfehler der franzÃ¶sischen BehÃ¶rden auszugehen; vielmehr ist anzunehmen, dass der BeschwerdefÃ¼hrer in seiner Heimat nach wie vor Ã¼ber ein soziales Beziehungsnetz und intakte Berufsperspektiven verfÃ¼gt. Ebenso kann aufgrund der erwÃ¤hnten AusfÃ¼hrungen des BeschwerdefÃ¼hrers vor den franzÃ¶sischen BehÃ¶rden davon ausgegangen werden, dass zumindest dieser selbst seiner Ehefrau und den gemeinsamen Kindern Ende 2011 noch eine gemeinsame Ausreise nach K zumuten wollte und sich den Aufbau einer neuen gemeinsamen Existenz in seiner Heimat nicht nur vorstellen konnte, sondern seinem hiesigen Aufenthalt sogar vorgezogen hÃ¤tte.</p> <p class="Erwgung2"><b><span>2.4 </span></b><span>Aufgrund der lediglich rudimentÃ¤ren Aktenlage hinsichtlich der persÃ¶nlichen VerhÃ¤ltnisse der Ehefrau und der gemeinsamen Kinder lÃ¤sst sich nicht abschliessend klÃ¤ren, inwieweit diesen eine gemeinsame Ausreise mit dem BeschwerdefÃ¼hrer zumutbar ist. Nach der sogenannten Reneja-Praxis ist es jedoch zulÃ¤ssig und mit dem Recht auf Familienleben vereinbar, wenn bei einer Freiheitsstrafe von zwei Jahren selbst dann keine Bewilligung mehr erteilt wird, wenn dem Ehepartner die Ausreise nur schwer zugemutet werden kann (BGE 110 Ib 201 und BGE 130 II 176 E. 4.1; BGE 135 II 377 E. 4.4). Die genannte Zweijahresregel gilt jedoch nicht absolut, sondern setzt weiterhin </span>eine <span>konkrete AbwÃ¤gung der widerstrebenden Ã¶ffentlichen und privaten Interessen voraus (BGE 135 II 377 E. 4.4). Die Reneja-Praxis ist insbesondere auf FÃ¤lle kinderloser Ehen von relativ kurzer Ehe- und Aufenthaltsdauer zugeschnitten. Dies bedeutet jedoch nur, dass die Zweijahresregel nicht vorbehaltslos auf Konstellationen mit lÃ¤ngerer Ehe- und Anwesenheitsdauer Ã¼bertragen werden darf und die Auswirkungen auf allenfalls mitbetroffene Kinder einer gesonderten und vertieften PrÃ¼fung bedÃ¼rfen. Die Nichterteilung einer Aufenthaltsbewilligung ist jedoch bei einem Ã¼berwiegenden Ã¶ffentlichen Fernhalteinteresse nach wie vor auch bei letztgenannten Konstellationen konventions- und verfassungskonform mÃ¶glich (vgl. BGE 139 I 145, wo die Reneja-Praxis nicht grundsÃ¤tzlich in</span>f<span>rage gestellt wurde, sondern erst die konkrete InteressensabwÃ¤gung einen Bewilligungsanspruch begrÃ¼ndete). Demnach ist die Zumutbarkeit einer gemeinsamen Ausreise nicht allein entscheidend. Vielmehr ist zu prÃ¼fen, ob im konkreten Fall das Ã¶ffentliche Fernhalteinteresse die privaten Interessen des BeschwerdefÃ¼hrers und seiner Familie Ã¼berwiegt. Nachfolgend sind deshalb auch die Auswirkungen einer allfÃ¤lligen Trennung der Familie zu </span>wÃ¼rdigen<span>.</span></p> <p class="Erwgung3"><b>2.4.1 </b>Der BeschwerdefÃ¼hrer verfÃ¼gt <span>offenkundig</span><span> </span><span>Ã¼ber</span> eine enge Bindung zu seiner Ehefrau und den gemeinsamen Kindern F und E, was insbesondere auch durch seine Ehefrau in einem Schreiben vom 11. April 2013 bestÃ¤tigt wird. Generell ist davon auszugehen, dass Kinder fÃ¼r eine gesunde Entwicklung beider Elternteile bedÃ¼rfen und eine Distanzbeziehung keinen vollwertigen Ersatz fÃ¼r die elterliche NÃ¤he bietet (vgl. auch Art. 18 Abs. 1 KRK). Der BeschwerdefÃ¼hrer stand allerdings aufgrund seiner in Frankreich verbÃ¼ssten Freiheitsstrafe wÃ¤hrend eines Zeitraums von zwei Jahren nur in sehr eingeschrÃ¤nktem Kontakt zu seiner Ehefrau und seinen beiden Kindern. Letztere mussten aufgrund der Inhaftierung bereits eine lÃ¤ngere physische Trennung von ihrem Vater erdulden. Auch wenn eine erneute Trennung fÃ¼r sie zweifellos schmerzhaft sein wird, ist eine geringere Traumatisierung anzunehmen, als bei Kindern, welche noch nie lÃ¤ngere Zeit von einem Elternteil getrennt waren. Zudem dÃ¼rfte eine rudimentÃ¤re Kontaktpflege durch Ferienbesuche und Telefonate auch bei rÃ¤umlicher Trennung weiterhin mÃ¶glich sein. Da die Ehefrau des BeschwerdefÃ¼hrers schon in der Vergangenheit den grÃ¶ssten Teil der Familienunterhalts bestritten hat und Ã¼ber einen ausgezeichneten Lohn verfÃ¼gt, sind auch die finanziellen Folgen einer allfÃ¤lligen Trennung tragbar. Es ist auch nicht davon auszugehen, dass der BeschwerdefÃ¼hrer seine Ehefrau bislang in unentbehrlicher Weise bei der Kinderbetreuung entlastet hat: So ist er gegenwÃ¤rtig selbst erwerbstÃ¤tig und kann damit tagsÃ¼ber ohnehin nur eingeschrÃ¤nkt Kinderbetreuungsaufgaben Ã¼bernehmen. Bereits wÃ¤hrend seiner Inhaftierung lagen sÃ¤mtliche Lasten bei seiner Ehefrau, welche (mit UnterstÃ¼tzung ihrer Grossmutter, Jahrgang 1946) die Betreuung und Finanzierung der Kinder allein bewÃ¤ltigen musste. Auch wenn anzunehmen ist, dass die Grossmutter zukÃ¼nftig altersbedingt nicht mehr im selben Umfang Betreuungsaufgaben wahrnehmen kann, ist davon auszugehen, dass die materiellen Folgen einer Trennung fÃ¼r die Kinder verkraftbar und fÃ¼r deren Mutter mit denselben HÃ¤rten verbunden wÃ¤ren, denen sich auch andere alleinerziehenden Eltern ausgesetzt sehen. </p> <p class="Erwgung3"><b>2.4.2 </b>Der BeschwerdefÃ¼hrer stellt die Anwendbarkeit der Reneja-Praxis auf den vorliegenden Fall jedoch mit Verweis auf einen Entscheid des Bundesgerichts (BGr, 15. MÃ¤rz 2013, 2C_240/2012, zwischenzeitlich als BGE 139 I 145 publiziert) und eine Entscheidung des EuropÃ¤ischen Gerichtshofs fÃ¼r Menschenrechte (EGMR, 16. April 2013, Udeh, 12020/09) in Abrede. Der hier zu beurteilende Fall unterscheidet sich jedoch wesentlich von den eher grenzwertigen Konstellationen, welche genannten Entscheidungen zugrunde lagen: </p> <p class="Erwgung2"><span>WÃ¤hrend es im </span>bundesgerichtlichen Verfahren<span> um eine verhÃ¤ltnismÃ¤ssig geringe Drogenmenge ging (Verkauf von 60 Gramm Kokaingemisch und 125 Gramm Heroingemisch sowie Teilnahme an einem Treffen zwecks Beschaffung von einem Kilogramm Heroin) und lediglich eine zweijÃ¤hrige Freiheitsstrafe ausgesprochen wurde, importierte der BeschwerdefÃ¼hrer ein Vielfaches dieser Drogenmenge nach Frankreich und wurde von den dortigen Gerichten mit einer doppelt so hohen Strafe belegt. Zudem handelte es sich beim delinquenten AuslÃ¤nder im zitierten Bundesgerichtsentscheid um einen Afghanen, weshalb das Gericht zu Recht die Zumutbarkeit einer gemeinsamen Ausreise der Familie </span>bereits <span>aufgrund der desolaten humanitÃ¤ren Situation, der selbst fÃ¼r Einheimische existenzbedrohenden Sicherheitslage und kulturellen Diskrepanzen in dessen Heimatland verneinte (</span>BGE 139 I 145<span> E. 3.</span>6<span>). Im Gegensatz dazu erscheint eine gemeinsame Ausreise </span>der Familie <span>nach K im vorliegenden Fall </span>eher zumutbar und eine <span>valable Alternative zu einer geografischen Trennung der Familie</span>, wenngleich aufgrund der Aktenlage eine umfassende Beurteilung nicht mÃ¶glich ist. Jedenfalls wÃ¼rde eine gemeinsame Ausreise im vorliegenden Fall nicht bereits anhand der generellen sozialen und wirtschaftlichen Lage in K scheitern. <span>WÃ¤hrend es sich somit bei erwÃ¤hntem Bundesgerichtsentscheid um einen Grenzfall direkt an der Zweijahresgrenze </span>der Reneja-Praxis <span>handelte, bei welchem letztendlich die privaten Interessen der Betroffenen Ã¼berwiegten, liegt bei dem hier zu beurteilenden Fall </span>bereits aufgrund der viel schwerwiegenderen Straftat <span>eine wesentlich eindeutigere Konstellation vor, bei welcher die privaten Interessen dem Ã¶ffentlichen Fernhalteinteresse nachzugehen haben. </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Ebenso unterscheidet sich der vorliegende Fall auch von dem Urteil des EGMR in Sachen "Udeh" (EGMR, 16. April 2013, Udeh, 12020/09), wo lediglich die Einfuhr </span>von <span>257 Gramm reine</span>m<span> Kokain strafrechtliche Anlasstat war</span>. Zudem betraf der erwÃ¤hnte EGMR-Entscheid einen Einzelfall und ist nicht als Grundsatzentscheid geeignet, zumal der Gerichtshof durch die BerÃ¼cksichtigung von UmstÃ¤nden, welche sich erst nach dem angefochtenen Entscheid des Bundesgerichts ereignet haben, in problematischer Weise in den Ermessenspielraum der nationalen BehÃ¶rden eingegriffen hat (vgl. BGr, 30. August 2013, 2C_365/2013, E. 2.4). </p> <p class="Erwgung3"><b><span>2.4.3 </span></b><span>Eine Bewilligungsverweigerung â und eine damit allenfalls verbundene Familientrennung â wÃ¼rde somit zweifellos alle Beteiligten hart treffen. Dies trifft jedoch auf alle FÃ¤lle zu, wo eine gelebte Familienbande durchtrennt wird, zumal die materiellen Auswirkungen vorliegend noch verhÃ¤ltnismÃ¤ssig gering ausfallen. Aufgrund der deutlich Ã¼ber zweijÃ¤hrigen Freiheitsstrafe, dem sich darin wiederspiegelnden sehr hohen Verschulden des BeschwerdefÃ¼hrers, der wegen erneuter StraffÃ¤lligkeit negativer Legalprognose und der vom SouverÃ¤n gewollten harten Praxis gegenÃ¼ber BetÃ¤ubungsmitteldelinquenten Ã¼berwiegt hier letztlich das Ã¶ffentliche Fernhalteinteresse die privaten Interessen des BeschwerdefÃ¼hrers und seiner Familie, sodass eine NichtverlÃ¤ngerung seiner Aufenthaltsbewilligung in Anwendung der Reneja-Praxis selbst dann zulÃ¤ssig sein muss, wenn ihm seine Familie nicht in seine Heimat folgen will oder kann. </span>Damit kann offenbleiben, ob den FamilienangehÃ¶rigen des BeschwerdefÃ¼hrers eine gemeinsame Ausreise nach K zuzumuten ist, weshalb die Beschwerde auch nicht zur UntersuchungsergÃ¤nzung an die Vorinstanz zurÃ¼ckzuweisen ist. </p> <p class="Urteilstext"><span>AllfÃ¤llige Vollzugshindernisse im Sinn von Art. 83 AuG sind nicht ersichtlich.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Somit ist die Beschwerde vollumfÃ¤nglich abzuweisen.</span></p> <p class="Erwgung1"><b><span>3. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>AusgangsgemÃ¤ss sind die Gerichtskosten de</span>n<span> BeschwerdefÃ¼hre</span>nden <span>unter solidarischer Haftung fÃ¼reinander je zur HÃ¤lfte aufzuerlegen und ist keine ParteientschÃ¤digung zuzusprechen (§ 65</span><span> </span><span>a Abs. 1 in Verbindung mit § 13 Abs. 2 Satz 1</span> und § 14<span> sowie § 17 Abs. 2 VRG). </span></p> <p class="Erwgung1"><b><span>4. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Zur Rechtsmittelbelehrung des nachstehenden Dispositivs ist Folgendes zu erlÃ¤utern: Soweit ein Anwesenheitsanspruch geltend gemacht wird, ist Beschwerde in Ã¶ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten nach Art. 82 ff. des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (BGG) zu erheben (vgl. BGr, 18. Juni 2007, 2D_3/2007 bzw. 2C_126/2007, E. 2.2). Ansonsten steht die subsidiÃ¤re Verfassungsbeschwerde gemÃ¤ss Art. 113 ff. BGG offen. Werden beide Rechtsmittel ergriffen, hat dies in der gleichen Rechtsschrift zu geschehen (Art. 119 Abs. 1 BGG).</span></p> <p class="Einzug1"><span>DemgemÃ¤ss erkennt <span>die Kammer</span>:</span></p> <p class="Einzug2"><span>1. Die Beschwerde wird abgewiesen.</span></p> <p class="Einzug2"><span>2. Die GerichtsgebÃ¼hr wird festgesetzt auf <br/> Fr. 2'000.--; die Ã¼brigen Kosten betragen:<br/> Fr. 60.-- Zustellkosten,<br/> Fr. 2'060.-- Total der Kosten.</span></p> <p class="Einzug2"><span>3. Die Gerichtskosten werden den BeschwerdefÃ¼hrenden 1 und 2 je zur HÃ¤lfte auferlegt, unter solidarischer Haftung fÃ¼r die gesamten Kosten.</span></p> <p class="Einzug2"><span>4. Eine ParteientschÃ¤digung wird nicht zugesprochen.</span></p> <p class="Einzug2"><span>5. Gegen dieses Urteil kann Beschwerde an das Bundesgericht im Sinn der ErwÃ¤gungen erhoben werden. Die Beschwerde ist innert 30 Tagen, von der Zustellung an gerechnet, beim Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, einzureichen.</span></p> <p class="Einzug2"><span>6. Mitteilung an:â¦<br/> <br/> </span></p> <p class="Urteilstext"><span> </span></p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>