<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="cell small-12 contentContainer printArea"> <div><table><tr><td><p class="Normal Heading1"><span class="Normal Heading1">Sozialversicherungsgericht</span></p><p class="Normal Heading1"><span class="Normal Heading1">des Kantons Zürich</span></p></td><td><p class="Normal Heading1"></p></td></tr></table><p><span id="G_NR"></span><span>UV.2017.00010</span></p><p><span id="AHV_NR"></span><span> </span></p><p><span id="G_NR_VI"></span><span> </span></p><p><br/></p><p>I. Kammer</p><p>Sozialversicherungsrichterin Grünig, Vorsitzende<br/>Sozialversicherungsrichter Spitz<br/>Sozialversicherungsrichterin Maurer Reiter<br/>Gerichtsschreiber Wilhelm</p><p class="Normal Heading2"><span class="Normal Heading2">Urteil vom 8. November 2018</span></p><p class="Normal StandardEinzug"><span class="Normal StandardEinzug">in Sachen</span></p><p class="Normal StandardFett RubrumFett"><span class="Normal StandardFett RubrumFett">X.___</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Beschwerdeführerin</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">vertreten durch TCL Treuhand Consulting Liegenschaften AG</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Rautistrasse 33, 8047 Zürich</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">gegen</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardFett RubrumFett"><span class="Normal StandardFett RubrumFett">Solida Versicherungen AG</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Saumackerstrasse 35, Postfach, 8048 Zürich</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Beschwerdegegnerin</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">vertreten durch Rechtsanwalt Martin Bürkle</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Thouvenin Rechtsanwälte</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Klausstrasse 33, 8024 Zürich</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Sachverhalt:</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">X.___, geboren 1966, war ab November 2015 bei der A.___ GmbH als Pizzaiola angestellt und dadurch obligatorisch gegen die Folgen von Unfällen versichert (vgl. Urk. 20/A1). Am 24. Februar 2016 verlor die Versicherte gemäss Unfallmeldung vom 7. März 2016 bei der Arbeit kurzzeitig das Bewusst</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sein und stürzte auf ihre linke Schulter und den Hals (Urk. 20/A1). Die Erst</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">behandlung fand stationär im Spital B.___ statt und dauerte ab dem Unfalltag bis zum 26. Februar 2016, wobei die Ärzte der Klinik eine leichte traumatische Hirn</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">verletzung, eine Synkope und eine Kontusion der Schulter links diagnostizierten (Urk. 20/M1). Ab dem Unfalltag bestand eine ärztlich attestierte Arbeitsunfähig</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">keit (vgl. Urk. 20/M2-6). Der Unfallversicherer, die Solida Versicherungen AG (nachfolgend: Solida), anerkannte die Leistungspflicht für die Sturzfolgen (Urk. 20/A5.2; vgl. auch Urk. 20/A7, Urk. 20/A8). Nachdem die Hausärztin Dr. C.___, Fachärztin FMH für Innere Medizin, fortdauernd eine voll</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ständige Arbeitsunfähigkeit attestiert hatte (vgl. Urk. 20/M2-6, Urk. 20/M7.3, Urk. 20/M8), holte die Solida bei Dr. D.___, Facharzt FMH für Innere Medizin, die versicherungsmedizinische Stellungnahme vom 4. Mai 2016 ein (Urk. 20/M9) und erliess am 20. Juni 2016 die Verfügung, mittels der sie die Ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sicherungsleistungen ab dem 23. Juni 2016 einstellte (Urk. 20/A27). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Dagegen erhob der Krankenversicherer von X.___, die Progrès Ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sicherungen AG, am 28. Juni 2016 Einsprache (Urk. 20/A28). Am 19. August 2016 erhob auch die Versicherte Einsprache gegen die Verfügung vom 20. Juni 2016 (Urk. 20/A44). Sie wies darin namentlich auf die Beurteilung von Dr. E.___, Leitender Arzt Traumatologie des Stadtspitals F.___, hin (vgl. Urk. 20/M14 f.). Die Solida holte in der Folge die weitere Stellungnahme von Dr. D.___ vom 13. September 2016 ein (Urk. 20/M16) und nahm auch den Bericht von Dr. G.___, Facharzt FMH für orthopädische Chirurgie und Traumatologie, vom 22. September 2016 zu den Akten (Urk. 20/M17). Am 25. November 2016 erliess sie den Einspracheentscheid, mit dem sie die Einsprache abwies (Urk. 2 = Urk. 20/A48). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">2.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Gegen den Einspracheentscheid vom 25. November 2016 erhob die Versicherte am 13. Januar 2017 Beschwerde mit dem Rechtsbegehren, der angefochtene Ent</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">scheid sei aufzuheben und es sei die Solida zu verpflichten, ihr auch nach dem 23. Juni 2016 und bis auf Weiteres Versicherungsleistungen zu gewähren. </span><br/><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Even</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tualiter seien durch einen Facharzt in den Bereichen Traumatologie oder Schul</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ter-Orthopädie erneut medizinische Abklärungen durchzuführen (Urk. 1).</span><br/><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Am 11. April 2017 ergänzte die Versicherte die Beschwerde (Urk. 13 und Urk. 14/11-13). Die Solida beantragte mit der Beschwerdeantwort vom 22. Mai 2017 die Abweisung der Beschwerde (Urk. 19). Diese wurde der Versicherten am 24. Mai 2017 zur Kenntnis gebracht (Urk. 22). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Auf die Ausführungen der Parteien und die Akten wird, soweit erforderlich, in den nachfolgenden Erwägungen eingegangen.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Das Gericht</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> zieht in Erwägung:</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.</span><span id="UV069"></span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.1</span><span> </span><span id="UV004"></span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Gemäss Absatz 1 der Übergangsbestimmungen zur Änderung des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG) vom 25. September 2015 werden </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Versiche</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rungsleistungen für Unfälle, die sich vor dem Inkrafttreten der Änderung</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> vom 25. September 2015, das heisst vor dem 1. Januar 2017 ereignet haben, nach bis</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">herigem Recht gewährt, weshalb im Folgenden die bis 31. Dezember 2016 gültig gewesene Rechtslage massgebend ist und die bis dann in Kraft gestandenen Rechtsnormen genannt werden. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Gemäss Art. 6 UVG werden die Versicherungsleistungen bei Berufsunfällen, Nichtberufsunfällen und Berufskrankheiten gewährt (Abs. 1). </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Der Bundesrat </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">hat sodann gestützt auf Art. 6 Abs. 2 UVG</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> Körperschädigungen, die den Folgen eines Unfalles ähnlich sind,</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> in die Versicherung einbezogen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Art. 9 Abs. 2 der Verord</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">nung über die Unfallversicherung; UVV</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Ein Unfall ist gemäss Art. 4 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrecht (ATSG) die plötzliche, nicht beabsichtigte schädigende Einwirkung eines ungewöhnlichen äusseren Faktors auf den menschlichen Kör</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">per, die eine Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit oder den Tod zur Folge hat (BGE 129 V 402 E. 2.1).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1.4</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die Leistungspflicht eines Unfallversicherers gemäss UVG setzt voraus, dass zwischen dem Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden (Krankheit, Inva</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">li</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">dität, Tod) ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht. Ursachen im Sinne des natürlichen Kausalzusammenhangs sind alle Umstände, ohne deren Vorhan</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">den</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sein der eingetretene Erfolg nicht als eingetreten oder nicht als in der glei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">chen Weise beziehungsweise nicht zur gleichen Zeit eingetreten gedacht werden kann. Entsprechend dieser Umschreibung ist für die Bejahung des natürlichen Kausal</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">zusammenhangs nicht erforderlich, dass ein Unfall die alleinige oder un</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">mittelbare Ursache gesundheitlicher Störungen ist; es genügt, dass das schädi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gende Ereignis zusammen mit anderen Bedingungen die körperliche oder geis</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tige Integrität der versicherten Person beeinträchtigt hat, der Unfall mit andern Worten nicht weg</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gedacht werden kann, ohne dass auch die eingetretene ge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sundheitliche Störung entfiele (BGE 129 V 177 E. 3.1, 402 E. 4.3.1, 119 V 335 E. 1, 118 V 286 E. 1b, je mit Hinweisen).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">Ob zwischen einem schädigenden Ereignis und einer gesundheitlichen Störung ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht, ist eine Tatfrage, worüber die Ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">waltung beziehungsweise im Beschwerdefall das Gericht im Rahmen der ihm obliegenden Beweiswürdigung nach dem im Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu befinden hat. Die blosse Möglichkeit eines Zusammenhangs genügt für die Begründung eines Leistungs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">anspruches nicht (BGE 129 V 177 E. 3.1, 119 V 335 E. 1, 118 V 286 E. 1b, je mit Hinweisen).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span id="UV006"></span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1.5</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Wird durch den Unfall ein krankhafter Vorzustand verschlimmert oder überhaupt erst manifest, fällt der natürliche Kausalzusammenhang dahin, wenn und sobald der Gesundheitsschaden nur noch und ausschliesslich auf unfallfremden Ursachen beruht. Dies trifft dann zu, wenn entweder der Gesundheitszustand, wie er unmittelbar vor dem Unfall bestanden hat (Status quo ante) oder aber derjenige Zustand, wie er sich nach dem schicksalsmässigen Verlauf eines krankhaften Vor</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">zustandes auch ohne Unfall früher oder später eingestellt hätte (Status quo sine), erreicht ist (RKUV 1992 Nr.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">U 142 S.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">75 E.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4b mit Hinweisen; nicht publiziertes Urteil des Bundesgerichts U</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">172/94 vom 26.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">April 1995). Das Dahinfallen jeder kausalen Bedeutung von unfallbedingten Ursachen eines Gesundheitsschadens muss mit dem im Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad der überwiegen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">den Wahrscheinlichkeit nachgewiesen sein (RKUV 2000 Nr.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">U 363 S.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">45; BGE</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">119 V 7 E. 3c/aa). </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">blosse</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> Möglichkeit nunmehr gänzlich fehlender ursächlicher Auswirkungen des Unfalls genügt nicht. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Da es sich hie</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">r</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">bei um eine anspruchs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">aufhebende Tatfrage handelt, liegt aber die entsprechende Beweislast </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">–</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> anders als bei der Frage, ob ein leistungsbegründender natürlicher Kausalzusammenhang gegeben ist </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">–</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> nicht bei der versicherten Person, sondern beim Unfallversicherer (RKUV 1994 Nr.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">U 206 S.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">328</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">f. E.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3b, 1992 Nr.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">U 142 S. 76). </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Diese Beweisgrund</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sätze gelten sowohl im Grundfall als auch bei Rückfällen und Spätfolgen und sind für sämtliche Leistungsarten </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">massgebend</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Urteil des Bundesgerichts 8C_637/2013 vom 11.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">März 2014 E.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">2.3.1 mit Hinweisen).</span></p><p></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">Mit dem Erreichen des </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">S</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">tatus quo sine vel ante entfällt eine Teilursächlichkeit für die noch bestehenden Beschwerden. Solange jedoch der </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">S</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">tatus quo sine vel ante noch nicht wieder erreicht ist, hat der Unfa</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">llversicherer gestützt auf Art. 36 Abs. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">1 UVG in aller Regel neben den Taggeldern auch Pflegeleistungen und Kos</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">tenvergütungen zu übernehmen, worunter auch die </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">Heilbehandlungskosten nach Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">10 UVG fallen </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">(Urteil des Bundesgerichts 8C_637/20</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">13 vom 11. März 2014 E. 2.3.2).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1.6</span><span> </span><span id="UV055"></span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Auch den Berichten und Gutachten versicherungsinterner Ärzte und Ärztinnen kommt Beweiswert zu, sofern sie als schlüssig erscheinen, nachvollziehbar begründet sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihre Zuverlässigkeit bestehen. Die Tatsache allein, dass der befragte Arzt oder die befragte Ärztin in einem Anstellungsverhältnis zum Versicherungsträger steht, lässt nicht schon auf mangelnde Objektivität und auf Befangenheit schliessen. Es bedarf vielmehr besonderer Umstände, welche das Misstrauen in die Unpartei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">lichkeit der Beurteilung objektiv als begründet erscheinen lassen (RKUV 1999 Nr. U 356 S. 572; BGE 135 V 465 E. 4.4, 125 V 351 E. 3b/ee, 122 V 157 E. 1c; vgl. auch BGE 123 V 331 E. 1c).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Beschwerdegegnerin führte zu ihrem Entscheid aus, Dr. D.___ habe in seinen Stellungnahmen nachvollziehbar dargelegt, dass das Vorliegen einer Supraspi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">natussehnenruptur kein Nachweis für die Unfallkausalität der geklagten Beschwerden sei. Eine solche Läsion könne ebenso eine degenerative Ursache haben. Sodann sei Dr. D.___ mit überzeugenden Darlegungen zum Schluss gekommen, dass die von Dr. E.___ erwähnte SLAP-Läsion durchaus wahr</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">scheinlich sei. Allerdings handle es sich dabei ebenso wenig um einen spezifisch traumatischen Befund, was auch Dr. E.___ bestätigt habe. Bezüglich der Schulterbeschwerden sei die Unfallkausalität somit nicht gegeben. Der Umstand, dass diese erst nach dem Unfall aufgetreten seien, sei kein genügender Kausali</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tätsnachweis. Konkrete Anhaltspunkte für eine traumatische Ursache hätten nicht festgestellt werden können. Die blosse Möglichkeit, dass es sich um eine durch den Unfall verursachte Schädigung handle, genüge nicht. Insgesamt ergebe sich, dass die von der Beschwerdeführerin ab dem 1. April 2016 geklagten Beschwer</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">den unfallfremd seien, weswegen die Leistungseinstellung per 23. Juni 2016 gerechtfertigt sei. Bezüglich der linken Schulter sei der status quo sine und bezüglich der Schädelkontusion sei der status quo ante und damit das Dahinfallen jeder kausalen Bedeutung des Unfalles erreicht. Die von der Beschwerdeführerin neu geklagten Beschwerden im Bereich der Halswirbelsäule seien nicht unfall</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">kausal. Es fehlten Anzeichen für traumatisch bedingte Veränderungen im Bereich der Halswirbel, weswegen eine richtunggebende Verschlimmerung ausgeschlos</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sen sei. Vielmehr bestünden klare Anzeichen für einen degenerativen Prozess (Urk. 2 S. 8 ff. Urk. 19 S. 12 ff.). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Beschwerdeführerin macht demgegenüber geltend, auf die Stellungnahmen von Dr. D.___ könne nicht abgestellt werden. Dr. E.___ habe dargelegt, dass die andauernden Schulterbeschwerden sehr wohl traumatischer Art sein könnten. Ausserdem habe Dr. E.___ darauf hingewiesen, dass vor dem Unfall keine Schulterbeschwerden aufgetreten seien. Laut dem Arzt seien sodann auf dem MRI vom April 2016 keine degenerativen Veränderungen an der Supraspinatussehne erkennbar, sondern Anzeichen für eine traumatische Verletzung. Auch die per</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">fekte Muskelqualität spreche nicht für die Folgen eines degenerativen Prozesses, sondern für ein Trauma. Obschon eine Läsion der Supraspinatussehne auch degenerativ bedingt sein könne, bestehe trotz des bereits zurückgelegten 40. Altersjahres kein Anlass, die Verletzung zwingend der Folge einer Degenera</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tion zuzuschreiben. Auch Dr. G.___ sei zum Schluss gekommen, dass von unfallbedingten Beschwerden auszugehen sei. Aufgrund des direkten zeitlichen Zusammenhangs zwischen dem Sturz am 24. Februar 2016 und dem Auftreten der Schmerzen an der zuvor beschwerdefreien linken Schulter sei die Annahme eines Kausalzusammenhangs durch den gesunden Menschenverstand geboten. Eine Leistungspflicht bestehe sodann auch bei unfallähnlichen Körperschädigun</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gen. Bei der angerissenen Supraspinatussehne handle es sich um eine </span><br/><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ent</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sprechende Verletzung, die gemäss der Beurteilung der Dres. E.___ und G.___ nicht eindeutig einer Erkrankung zuzuschreiben seien. Die von Dr. G.___ diagnostizierten Myogelosen seien als Nebenbefunde ebenfalls zu übernehmen. Zwischenzeitlich sei eine komplexe somatische Dysfunktion der schulterführenden Muskulatur aufgetreten. Beteiligt sei nunmehr auch die rechte Schulter. Die Behandlung leite Dr. H.___, Leitender Arzt Sport</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">medizin der Klinik I.___. Im Zusammengang mit der Schmerzlokalisation sei eine etwaige Beteiligung der Halswirbelsäule geprüft worden und habe sich in der Folge bestätigt. Es sei davon auszugehen, dass es im Rahmen des Unfalls zu einer Diskusprotrusion im Segment C5/6 gekommen sei. Es liege damit nicht nur eine Schulter- sondern auch eine durch den Unfall verursachte Wirbelsäulenver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">letzung vor (Urk. 1 S. 2 ff., Urk. 13 S. 1-3) </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Nach dem Sturz vom 24. Februar 2016 als Folge eines kurzzeitigen Bewusstseins</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">verlustes wurde die Beschwerdeführerin bis zum 26. Februar 2016 stationär im Spital B.___ behandelt. Im Bericht der Klinik vom 29. Februar 2016 (Urk. 20/M1) hielten die behandelnden Ärzte fest, bei Eintritt sei die Halswirbelsäule (HWS) im Bereich der Wirbel C6/7 deutlich druckdolent gewesen. Im Bewegungsausmass sei die HWS nicht eingeschränkt, jedoch endgradig schmerzhaft gewesen. Das </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Elektrokardiogramm (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">EKG) vom Eintrittstag habe keine Auffälligkeiten gezeigt (Urk. 20/M1 S. 1).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Zur Auswertung der bildgebenden Abklärungen der Schulter links hielten Ärzte fest: keine frische Fraktur, keine Luxation, keine ossäre Bankartverletzung, Dop</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">pelkontur lateral am ehesten durch Überlagerung am Tuberculum majus verur</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sacht. Zum bildgebenden Befund der HWS hielten die Ärzte fest: keine Frakturen oder Fehlstellungen einzelner Wirbelkörper, mässige Osteochondrose C5/C6 und C6/C7, unauffälliger Dens ohne Frakturzeichen. Für den Fall der Persistenz der Schulterschmerzen über die Dauer von zwei Wochen hinaus rieten die Ärzte sodann zu einer erneuten klinischen Kontrolle (Urk. 20/M1 S. 1 f.). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">In der Folge persistierten Schulterbeschwerden. Deswegen fand am 5. April 2016 eine Untersuchung der linken Schulter mittels MR-Arthrografie statt. Es zeigte sich eine partielle Läsion im Sinne eines artikularseitigen Einrisses der Supraspi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">natussehne knapp oberhalb des Tuberculum majus humeri, eine Arthrose des </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Akromioklavikulargelenk</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">s (AC-Gelenk) und ein Reizzustand des peribursalen Fettkörpers (Urk. 20/M7).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Dr. D.___ hielt in der vertrauensärztlichen Stellungnahme vom 4. Mai 2016 fest, zu klären sei die Ursache der bildgebend festgestellten Partialruptur der Supra</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">spinatussehne links. Der Nachweis der Partialruptur allein sei noch kein Beweis für die Unfallkausalität. Aus wissenschaftlicher Sicht könne die Läsion sowohl traumatisch als auch degenerativ bedingt auftreten. Schulterbeschwerden seien in der Bevölkerung verbreitet. Die Häufigkeit nehme mit dem Alter zu. Bei der Beschwerdeführerin sei es in Form einer Kontusion zu einer Gewalteinwirkung gekommen. Die in der Tiefe unter dem Deltamuskel und unter dem knöchernen bindegewebigen Schulterdach gelegene Rotatorenmanschette werde durch eine direkte Kraft isoliert nicht tangiert. Verletzungen der Rotatorenmanschette durch eine direkte Krafteinwirkung verlangten vielmehr Verletzungszeichen auch im Bereich der vorgelagerten und benachbarten Strukturen, also im Bereich der Haut, der Unterhaut, der Muskulatur, des Kapselbandapparates, des Schleimbeutels sowie der knöchernen und knorpligen Strukturen. Fehlten die für eine direkte Krafteinwirkung unverzichtbaren deutlichen Verletzungen im Bereich der vorge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">lagerten und benachbarten Strukturen, würden aufgrund eines natürlichen Kau</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">salitätsbedürfnisses entweder Beschwerden irrig mit einem Unfall in Verbindung gebracht oder es manifestierten sich infolge instinktiver Ruhighaltung oder Kon</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">zentration auf die betroffene Gliedmasse in einem lockeren zeitlichen Zusam</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">menhang nach einer Schulterprellung Beschwerden, für die die Prellung keine Ursache gewesen sei. Objektive strukturelle Läsionen an vorgelagerten Strukturen hätten bei der Beschwerdeführerin keine festgestellt werden können, weswegen die Partialruptur der Supraspinatussehne nicht als unfallkausal eingestuft werden könne. Es müsse vielmehr von einem degenerativen Vorzustand ausgegangen werden. Auf eine degenerative Veränderung weise auch die bildgebend nachge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">wiesene AC-Gelenksarthrose hin (Urk. 20/M9 S. 4 ff.). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.4</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Dr. E.___ nannte im Bericht vom 23. Juni 2016 an die Hausärztin der Beschwerdeführerin als Diagnose eine traumatische PASTA-Läsion an der Schul</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ter links mit SLAP-Läsion. Ferner erwähnte er die aktuell symptomatische AC-Gelenksarthrose. Er führte aus, seiner Meinung nach sei dies ein unfallähnliches Ereignis und die Beschwerden an der Schulter könnten sehr wohl posttraumatisch sein (Urk. 20/M14 S. 1 f.; vgl. auch Urk. 20/M11). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Am 3. August 2016 nahm Dr. E.___ zu verschiedenen Fragen der Vertretung der Beschwerdeführerin Stellung. Er hielt wiederum fest, es liege eine unfallähn</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">liche Verletzung vor. Unfallähnlichkeit bestehe, weil die Ohnmacht als Auslöser des Sturzes krankheitsbedingt gewesen sei. Richtig sei, dass degenerativ bedingte Probleme an der Rotatorenmanschette ab 40 Jahren gehäuft aufträten, was aber nicht heisse, dass die Schulter der Beschwerdeführerin bereits vor dem Unfall geschädigt gewesen sei. Insbesondere habe die Beschwerdeführerin versichert, dass sie vor dem Unfall nie Beschwerden gehabt habe. Seines Erachtens heilten Schulterprobleme nach Unfällen nicht innert sechs Wochen ab, sondern könnten länger dauern (Urk. 20/M15 S. 1 f.).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.5</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Dr. D.___ nahm im Einspracheverfahren erneut Stellung (Urk. 20/M16). Am 13. September 2016 hielt er fest, es sei keine traumatische Läsion an vorgelager</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ten Strukturen festgestellt worden, insbesondere keine ossäre Läsion im Sinne einer Fraktur oder eines Bone Bruise (Knochenprellung). Eine relevante Gewalt</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">einwirkung auf die linke Schulter könne ausgeschlossen werden, weswegen die Supraspinatusläsion als unfallfremd einzustufen sei. Eine traumatische Läsion hätte im Verletzungszeitpunkt einen unmittelbaren Funktionsverlust der Schulter und initial starke Schmerzen zur Folge gehabt. Beides sei bei der Beschwerde</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">führerin nicht der Fall gewesen. Im Bericht des Spitals B.___ fehlten entspre</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">chende Hinweise. Schmerzen seien erst im weiteren Verlauf aufgetreten. Dr. E.___ habe eine PASTA-Läsion diagnostiziert. Hierbei handle es sich betreffend Entstehungsursache um keinen eindeutigen Befund. Gemäss wissen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">schaftlichen Erkenntnissen kämen bei Sehnenrupturen als Ursache sowohl ein Trauma als auch ein degenerativer Prozess in Frage. Die Häufigkeit von degene</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rationsbedingten Problemen mit der Rotatorenmanschette ab dem 40. Altersjahr habe im Übrigen Dr. E.___ anerkannt. Sodann verweise Dr. E.___ auf den Umstand, dass vor dem Unfall keine Beschwerden vorhanden gewesen seien. Versicherungsmedizinisch lasse sich damit eine Unfallkausalität nicht nachwei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sen. Kontusionsbeschwerden heilten nach wissenschaftlichem Erkenntnisstand innert Tagen bis Wochen wieder ab. Die Persistenz von Beschwerden sei demnach nicht unfallkausal (Urk. 20/M16 S. 2 ff.).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.6</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Dr. G.___ berichtete der Beschwerdegegnerin am 22. September 2016 (Urk. 20/M17). Er diagnostizierte ausgeprägte posttraumatische Myogelosen periscapulär links mit deutlicher Dyskinesie der linken Scapula und in der Folge Bewegungslimitation der linken Schulter bei ausserdem möglicherweise assozi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ierter posttraumarischer PASTA-Läsion der Supraspinatussehne. Des Weiteren führte er aus, bei der Beschwerdeführerin bestünden ausgeprägte posttrauma</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tische Muskelkontrakturen periscapulär links mit in der Folge eingeschränkter Schulterbeweglichkeit und Dyskinesie der linken Scapula. Ein operatives Vorge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">hen sei in der gegebenen Situation nicht angezeigt. Er gehe nicht davon aus, dass die MR-tomographisch nachgewiesene kleine PASTA-Läsion verantwortlich für die Schmerzsymptomatik sei (Urk. 20/M17 S. 1-2). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Am 23. Dezember 2016 nahm Dr. G.___ zu Fragen des Vertreters der Beschwerdeführerin Stellung (Urk. 20/M18). Er führte aus, klinisch feststellbar seien die ausgeprägten Myogelosen periscapulär links mit auch leichtem myofascialem Syndrom und Ausstrahlung in die linke obere Extremität. Es sei äusserst schwierig, durch bildgebende Massnahmen ein entsprechendes struktu</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">relles Korrelat zu finden. Die Argumentationen der Dres. E.___ und D.___ seien gleichermassen nachvollziehbar und möglich. Tatsache sei, dass die geklag</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ten Myogelosen auch noch längere Zeit vorhanden sein könnten. Es dürfte zu keinem definitiven Schluss führen, wenn auf der Basis der bildgebenden Befunde die Unfallkausalität weiterhin diskutiert werde. Eine weitere klinische Beurteilung in ein bis zwei Monaten sei sinnvoll. Bei regelmässiger und intensiver Trigger</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">punktmassage sei mit einer Besserung bis zur vollständigen Linderung der Symp</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tomatik zu rechnen (Urk. 20/M18 S.1-2).</span></p><p></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.7</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Im laufenden Beschwerdeverfahren reichte die Beschwerdeführerin von Dr. H.___ drei Berichte vom 1. und 27. Februar sowie vom 2. März 2017 ein (Urk. 14/11-14). Auch der Beschwerdegegnerin berichtete Dr. H.___ mehr</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">mals (Urk. 20/M19-23). Er hielt zusammengefasst fest, bei der Beschwerdeführe</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rin sei es zu einer komplexen Dysfunktion der schulterführenden Muskulatur gekommen, was eine Schulterdyskinesie in der Scapulaführung zur Folge gehabt habe. Auffällig sei die erhebliche Druckdolenz über dem AC-Gelenk. Weitere Behandlungsoptionen, namentlich eine neuraltherapeutische Infiltration der myofascialen Triggerpunkte im Bereich der schulterführenden Muskulatur, hätten noch nicht den gewünschten Erfolg gezeigt. Im Rahmen des Unfalls scheine es sodann zu einer Diskusprotrusion im Segment C5/6 gekommen zu sein (vgl. MR-Untersuchung der HWS vom 28. Februar 2017; Urk. 20/M21.2). Die pathomor</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">phologische Situation der Nervenwurzel B6 links erkläre die Cervikobrachialgie nach links bei bisher frustraner Behandlung der linksseitigen Schulterschmerzen. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.8</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Am 8. Mai 2017 nahm Dr. D.___ erneut zur Sache und insbesondere zu den Ausführungen der Dres. G.___ und H.___ Stellung (Urk. 20/M24). Ergän</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">zend zu seinen bisherigen Ausführungen hielt er fest, als Hauptbefund habe Dr. G.___ ausgeprägte Myogelosen erhoben. Auch wenn diese Muskelver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">spannungen ausgeprägt seien, sei dies kein spezifischer traumatischer Befund. Daran ändere der Umstand nichts, dass Dr. G.___ die Myogelosen als post</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">traumatisch beurteilt habe. Der Begriff bezeichne allein das zeitliche Auftreten, die Unfallkausalität lasse sich daraus aber nicht ableiten. Myogelosen seien unspezifische Befunde, zumal bei der Beschwerdeführerin im Schultergürtelbe</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">reich keine traumatischen Läsionen nachweisbar gewesen seien. Auch mit der Persistenz von Myogelosen lasse sich keine Unfallkausalität nachweisen. Myoge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">losen träten in der Bevölkerung auch ohne Trauma häufig auf, bereits Stress oder Anspannung reichten aus. Muskelverspannungen könnten durchaus länger anhalten, weswegen aus der von Dr. G.___ erwähnten Dauer nichts in Bezug auf die Unfallkausalität abgeleitet werden könne. Die Persistenz von Schmerz</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">zuständen nach einem Ereignis beweise eine solche nicht (Urk. 20/M24 S. 2 ff.).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Dr. H.___ habe eine Muskelproblematik im Sinne einer Schulterdysfunktion diagnostiziert. Initial habe er die Dysfunktion und die Beschwerden vor allem schulterbedingt interpretiert, im weiteren Verlauf aber im Sinne einer Cerviko</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">brachialgie, wobei er diese als Folge einer sturzbedingten Diskusprotrusion C5/6 beurteilt habe. Im Vordergrund stehe inzwischen nicht mehr die Schulterpatho</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">logie, sondern eine pathomorphologische Situation an der HWS. Der Nachweis einer Diskusprotrusion oder einer Diskushernie beweise keine Unfallkausalität, denn in der überwiegenden Zahl der Fälle seien diese Verletzungsbilder degene</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rativ und nicht traumatisch bedingt. Die Bandscheibe sei belastbarer als der Wir</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">belkörper. Zum Nachweis der Unfallkausalität bedürfe es in aller Regel einer Begleitverletzung in Form von Frakturen im Bereich der Wirbelkörper oder der Zerreissung von Bandstrukturen zwischen zwei Wirbelkörpern (diskoligametäre Verletzung). Dies sei vorliegend nicht der Fall (Urk. 20/M24 S. 7 ff.).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">4.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">4.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die bildgebende Abklärung im April 2015 als Folge persistierender Beschwerden zeigte linksseitig eine Teilruptur der Supraspinatussehne im Sinne eines artiku</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">larseitigen Einrisses der Supraspinatussehne knapp oberhalb des Tuberculum majus humeri, eine Arthrose des AC-Gelenks und einen Reizzustand des peribur</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">salen Fettkörpers (Urk. 20/M7; vgl. vorstehende E. 3.1). Ob die Teilruptur der Sup</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">raspinatussehne Folge des Unfalles ist, beantwortete die bildgebende Unter</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">suchung nicht. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">4.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Der Vertrauensarzt der Beschwerdegegnerin, Dr. D.___, der die Beschwerdefüh</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rerin selber nicht untersuchte, verneinte die Unfallkausalität nach Einsicht in die Akten. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Er begründet dies </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">mit der Erfahrungstatsache, dass Verletzungen der Sup</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">raspinatussehne sowohl traumatisch als auch degenerativ bedingt auftreten kön</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nen, wobei bei einer traumatischen Genese in der Regel zusätzliche Verletzungs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">zeichen an benachbarten Strukturen zu erwarten sind, das heisst im Bereich der Haut, der Unterhaut, der Muskulatur, des Kapselbandapparates, des Schleim</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">beutels sowie der knöchernen und knorpligen Strukturen. Objektive strukturelle Läsionen an vorgelagerten Strukturen vermochte Dr. D.___ nicht zu erkennen. Ferner wies Dr. D.___ unter Bezugnahme auf verschiedene Fundstellen in der Fachliteratur auf den Umstand hin</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">, </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">dass </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">insbesondere nach dem 4</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">0. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Altersjahr gehäuft Beschwerden aufgrund degenerativ bedingter Läsi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">on der Supraspinatus</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sehne auftreten, was auch Dr. E.___ erwähnte (Urk. 20/M15 S. 1). Sodann weist gemäss Dr. D.___ auch die bildgebend nachgewiesene AC-Gelenksarthrose auf einen degeneratives Geschehen hin (Urk. 20/M9 S. 4 ff.).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">4.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Dr. E.___ und Dr. G.___, beides behandelnde Ärzte der Beschwerdefüh</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rerin, bejahten die Unfallkausalität. Sie betonen, es lägen posttraumatische Beschwerden vor. Es müsse von der Möglichkeit eines Zusammenhangs zwischen der Schultersymptomatik und dem Sturz vom 24. Februar 2016 ausgegangen werden, insbesondere sei die Beschwerdeführerin bis zum Vorfall vom 24. Feb</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ruar 2016 beschwerdefrei gewesen (Urk. 20/M14 S. 1-2. Urk. 20/M15 S. 1, Urk. 20/M17 S. 2, Urk. 20/M18 S. 1-2; vgl. vorstehende E. 3.4 u. 3.6). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span id="UV005"></span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Ob zwischen einem schädigenden Ereignis und einer gesundheitlichen Störung ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht, muss mit dem im Sozialversiche</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rungsrecht üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit fest</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">stehen. Die von den Ärzten erwähnte Möglichkeit eines Zusammenhangs genügt für die Begründung eines Leistungsanspruches nicht (BGE 129 V 177 E. 3.1, 119 V 335 E. 1, 118 V 286 E. 1b, je mit Hinweisen).</span><span id="UV059"></span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Ferner ist d</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ie</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Argumentation nach der Formel „</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">post hoc ergo propter hoc", nach deren Bedeutung eine gesundheitliche Schädigung schon dann als durch den Unfall verursacht gilt, weil sie nach diesem aufgetreten ist, beweisrechtlich nicht zulässig und vermag zum Beweis natürlicher Kausalzusammenhänge nic</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ht zu genügen (BGE 119 V 335 E. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2b/bb., Urteil des Bundesgerichts 8</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">C_332/2013 vom 25. Juli 2013 E. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">5.1</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Im medizinischen Sprachgebrauch wird "posttraumatisch" </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">zwar </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">häufig mit "unfallkausal" gleichgesetzt </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">(Urteil</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> des Bundesgerichts</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> 8C_400/2014 vom 2</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Juli 2014 E. 3.2 mit Hinweisen)</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">, weswegen jeweils</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> zu prüfen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> ist</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">, </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">welche Bedeutung dem Begriff </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">beizumessen ist (Urteil </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">des Bundesgerichts</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> 8C_254/2014 vom 20. August 2014 E. 4.3.3 mit weiterem Hinweis)</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die behandelnden Ärzte nahmen mit der Bezeichnung posttraumatisch Bezug auf die Kausalität, eine schlüssige Herleitung derselben fehlt indessen. Mit der Bezeichnung posttraumatisch allein kann die Kausalität nicht begründet werden.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">4.4</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Dr. G.___ hielt fest, die Argumentationen der Dres. E.___ und D.___ seien gleichermassen nachvollziehbar und möglich. Tatsache sei, dass die geklag</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ten Myogelosen auch noch längere Zeit vorhanden sein könnten. Es dürfte zu keinem definitiven Schluss führen, wenn auf der Basis der bildgebenden Befunde die Unfallkausalität weiterhin diskutiert werde. Er glaube nicht, dass die bildge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">bend nachgewiesene Läsion der Supraspinatussehne grundsätzlich für die Schmerzsymptomatik verantwortlich sei (Urk. 20/M18 S. 2, Urk. 20/M17 S. 2). Damit kam Dr. G.___ letztlich zum Schluss, die Unfallkausalität bleibe offen. Seine Ausführungen vermögen eine Kausalität nicht nachzuweisen.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">4.5</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Dr. H.___ fasste zusammen, im Rahmen des Unfalls scheine es zu einer Dis</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">kusprotrusion im Segment C5/6 gekommen zu sein (vgl. vorstehende E. 3.7). Bereits die Formulierung deutet auf eine Vermutung hin. Für den Nachweis der Unfallkausalität reicht diese Erkenntnis klarerweise nicht aus. Überzeugender sind die Argumente von Dr. D.___. Er legte dar, dass im Zusammenhang mit der pathomorphologischen Situation im Bereich der HWS weder strukturelle trauma</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tische Läsionen noch eine relevante Begleitverletzung nachgewiesen seien, wes</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">wegen ein Zusammenhang mit dem Ereignis vom 24. Februar 2016 nicht nach</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gewiesen sei (Urk. 20/M24 S. 7 ff. und S. 11 f.). Nachvollziehbar sind die Aus</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">führungen von Dr. D.___ auch zum Kausalzusammenhang zwischen dem Schul</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">terleiden und dem Ereignis vom 24. Februar 2016 (vgl. vorstehende E. 3.3, 3.5 und 3.8). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">4.6</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Aus den dargelegten Gründen ist die Beschwerdegegnerin zu Recht davon ausge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gangen, es fehle am Nachweis, dass es sich bei der kurz nach dem Vorfall vom 24. Februar 2016 erkannten linksseitigen Supraspinatusläsion einerseits (Urk. 20/M7.2) und der erst von Dr. H.___ im März 2017 bildgebend festge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">stellten Diskusprotrusion im Bereich der HWS andererseits (vgl. Urk. 20/M23 S. 1) um Unfallfolgen handle. Ferner ging sie gestützt auf die nachvollziehbaren Dar</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">legungen von Dr. D.___ (vgl. Urk. 20/M9 S. 7) zulässigerweise davon aus, ab dem 23. Juni 2016 sei bezüglich der Sturzfolgen der status quo sine (linke Schul</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">terkontusion) respektive der status quo ante (Schädelkontusion respektive milde traumatische Hirnverletzung) erreicht worden und damit jede kausale Bedeutung des Sturzes für die noch bestehenden Beschwerden dahingefallen (Urk. 2 S. 13 lit. f., Urk. 20/A27 S. 2). Die Einstellung der Leistungen ab dem 23. Februar 2016 ist damit nicht zu beanstanden. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">5.</span><span> </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">5.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Leistungseinstellung rechtfertigt sich sodann auch unter einem anderen Gesichtspunkt. Die Beschwerdeführerin führte zum Vorfall vom 24. Februar 2016 aus, ihr sei schwarz vor Augen geworden, woraufhin sie zusammengebrochen sei (Urk. 29/A5 S. 1 Ziff. 2). Aus der Unfallmeldung geht hervor, die Beschwerdefüh</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rerin sei in der Küche in Ohnmacht gefallen und auf ihre linke Schulter und den Hals gestürzt (Urk. 20/A1). Ursache des Sturzes war somit ein plötzlicher Bewusstseinsverlust. Auch Dr. E.___ wies darauf hin, der Sturz sei nach der Schilderung der Beschwerdeführerin durch einen Ohnmachtsanfall ausgelöst worden. Hierbei handle es sich um ein krankhaftes Geschehen. Seiner Auffassung nach liege deshalb ein unfallähnliches Ereignis vor (Urk. 20/M14 S. 2, Urk. 20/M15 S. 1 f.). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">5.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Ein Unfall im Rechtssinne setzt unter anderem die Einwirkung durch einen äusse</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ren Faktor voraus (vgl. vorstehende E. 1.3). Gemäss der Rechtsprechung ist dafür ein ausserhalb des Körpers liegendes, objektiv feststellbares und sinnfälliges Ereignis nötig (vgl. Rumo-Jungo/Holzer, Bundesgesetz über die Unfallversiche</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rung, 4. A., Zürich 2012, S. 80 mit Hinweisen). Diese Voraussetzung fehlt bei einem unvermittelt auftretenden Bewusstseinsverlust ohne äussere Einwirkung. Gemäss den Unfallschilderungen trat der Bewusstseinsverlust ohne ein vom rei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nen Körpergeschehen unterscheidbares Begleitereignis auf. Die Ohnmacht und der darauffolgende Sturz der Beschwerdeführerin sind mithin nicht die Folge eines von aussen auf den Körper wirkenden Faktors, sondern wurden durch eine körperliche Fehlfunktion verursacht. Der Bewusstseinsverlust und der Sturz sind mithin nicht Unfall- sondern Krankheitsfolge (zur Unterscheidung von Unfall- resp. Krankheitsursachen vgl. BGE 142 V 219 und 142 V 435). Fehlt es an einem äusseren Faktor ist nicht nur der Unfallbegriff (vgl. Art. 4 ATSG) nicht erfüllt, sondern es liegt auch keine unfallähnliche Körperschädigung im Sinne von Art. 9 Abs. 2 UVV vor. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Beschwerde erweist sich aufgrund aller Darlegungen als unbegründet, wes</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">wegen sie abzuweisen ist.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Heading3"><span class="Normal Heading3">Das Gericht erkennt:</span><span id="BeginnMateriell"></span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span class="Normal Dispotext DispoHngend">1.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Die </span><span id="Text1"></span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Beschwerde</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend"> wird abgewiesen.</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span class="Normal Dispotext DispoHngend">2.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Das Verfahren ist kostenlos.</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span class="Normal Dispotext DispoHngend">3.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Zustellung gegen Empfangsschein an:</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">TCL Treuhand Consulting Liegenschaften AG</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Rechtsanwalt Martin Bürkle</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Bundesamt für Gesundheit</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">4.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Gegen diesen Entscheid kann innert </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">30 Tagen</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"> seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundesge</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">setzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 15. Juli bis und mit 15. August sowie vom 18. Dezember bis und mit dem 2. Januar (Art. 46 BGG).</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">stellen.</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismit</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">tel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizu</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">legen, soweit die Partei sie in Händen hat (Art. 42 BGG).</span></p><p class="Normal Heading3"><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p class="Normal Heading3"><span id="CURSOR"></span><span id="_GoBack"></span><span class="Normal Heading3">Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich</span></p><p><br/></p><p>Die VorsitzendeDer Gerichtsschreiber</p><p><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p>GrünigWilhelm</p><p><span> </span></p></div> </div></body></html>