<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2000.00287</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="https://vgrzh.djiktzh.ch/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=https://vgrzh.djiktzh.ch&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=106133&amp;W10_KEY=4467148&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2000.00287</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 06.06.2001</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">4. Abteilung/4. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Das Bundesgericht hat eine staatsrechtliche Beschwerde gegen diesen Entscheid am 04.03.2002 abgewiesen.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Ãbriges Verwaltungsrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Schulgeldübernahme für ausserkantonalen Mittelschulbesuch</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Der Kanton ist in der Regel nicht verpflichtet, Kosten für den Besuch einer ausserkantonalen Mittelschule zu übernehmen oder mitzutragen.<br/>Zuständigkeit des Verwaltungsgerichts (E. 1). Fehlen einer Vereinbarung zwischen den betroffenen Kantonen (E. 2a). Der bundesverfassungsrechtliche Anspruch auf unentgeltlichen Volksschulunterricht betrifft die Mittelschulen auch insoweit nicht, als die Schulpflicht noch nicht erfüllt ist (E. 2b). Eine Kostenübernahme ist jedenfalls dann abzulehnen, wenn der Schulweg vom Wohnort zu einer zürcherischen Mittelschule ohne Berücksichtigung von subjektiven Besonderheiten noch zumutbar ist (E. 2c), was hier zutrifft (E. 2d).</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: Besonderes Verwaltungsrecht (ohne...) ST: ERZIEHUNG, BILDUNG, WISSENSCHAFT">ERZIEHUNG, BILDUNG, WISSENSCHAFT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: KANTONSSCHULE">KANTONSSCHULE</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: KOSTENÃBERNAHME">KOSTENÃBERNAHME</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: MITTELSCHULE">MITTELSCHULE</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: PRIMARSCHULUNTERRICHT">PRIMARSCHULUNTERRICHT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: REISEZEIT">REISEZEIT</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: SCHULKOSTEN">SCHULKOSTEN</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: SCHULWEG">SCHULWEG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: Urteile: Staats- und Verfassungsrecht UR: Grundrechte ST: ÃBRIGE GRUNDRECHTE">ÃBRIGE GRUNDRECHTE</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: VOLKSSCHULE">VOLKSSCHULE</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade">Art. 27 aBV</span><br/><span class="gerade">Art. 19 BV</span><br/><span class="ungerade">Art. 62 lit. II BV</span><br/><span class="gerade">Art. 62 lit. III KV</span><br/><span class="ungerade">§ 33 lit. I MittelschulG</span><br/><span class="gerade">§ 1b VolksschulG</span><br/><span class="ungerade">§ 11 VolksschulG</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 3 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Einzug1"><span>I. Am 7. Juni 1999 ersuchten A.1 und A.2 die Erziehungs­direktion (heute Bil­dungs­direktion) um Kostenbeteiligung an den bzw. Ãbernahme der Kos­ten von jÃ¤hrlich rund Fr. 13'000.- fÃ¼r die Schulung ihrer Tochter D an der Kan­tonsschule Zug. Ihre Tochter sei Diabetikerin und brauche eine Insulintherapie verbunden mit einer strikt einzuhaltenden DiÃ¤t. Vom Wohnort der Familie in X aus lasse sich die neue Kantonsschule in Urdorf nur schlecht erreichen. Im besser erreichbaren Zug lebe zudem die Grossmutter, wo D das Mit­tagessen einnehmen kÃ¶nne, und ar­beite ihr Vater, der sie im Bedarfsfall kurzfristig be­treu­en kÃ¶nnte. Auch ihre sportlichen Ak­ti­vitÃ¤ten, die fÃ¼r ihre Gesundheit von besonderer Wich­tigkeit seien, habe D nach Zug ausgerichtet.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die Bildungsdirektion wies das Gesuch am 16. August 1999 ab. Der Mittelschul­unterricht sei fÃ¼r SchÃ¼ler und SchÃ¼lerinnen mit Wohnsitz im Kanton ZÃ¼rich unentgeltlich; fÃ¼r die Ãbernahme des Schulgeldes fÃ¼r den Besuch ausserkantonaler Mittelschulen bestehe keine Grundlage. Eine solche KostenÃ¼bernahme komme nach der Praxis des Regierungs­rats nur in Frage, wenn fÃ¼r die SchÃ¼ler und SchÃ¼lerinnen einer bestimmten Region der Schul­weg aus geographischen GrÃ¼nden unzumutbar sei, was praxisgemÃ¤ss dann bejaht wer­de, wenn mit Ã¶ffentlichen Verkehrsmitteln der Weg an eine zÃ¼rcherische Schule mehr als eine Stunde betrage und die Zeitersparnis beim Besuch einer ausserkantonalen Schule mehr als 20 Minuten betrage. Diese Voraussetzungen seien hier nicht erfÃ¼llt, und die Krank­­heit von D rechtfertige keine andere Betrachtungsweise. Bei einem aus ge­sundheit­lichen GrÃ¼nden gebotenen Besuch einer ausserkantonalen Mittelschule kÃ¤men zur Verhin­derung von HÃ¤rtefÃ¤llen StipendienbezÃ¼ge in Betracht. Schliesslich kÃ¶nnten zwar nach § 37 des Mittelschulgesetzes vom 13. Juni 1999 (MittelschulG; LS 413.21) an nicht­staatlichen Mittelschule mit schweizerisch anerkannten AbschlÃ¼ssen fÃ¼r SchÃ¼ler und SchÃ¼­lerinnen mit Wohnsitz im Kanton ZÃ¼rich Subventionen ausgerichtet werden, doch lasse sich daraus nicht ableiten, dass der Besuch staatlicher Schulen ausserhalb des Kan­tons ZÃ¼rich zu finan­zieren sei.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>II. Den gegen diese VerfÃ¼gung von A.1 und A.2 erhobe­nen Rekurs wies der Regie­rungsrat am 19. Juli 2000 ab. Art. 19 und Art. 62 Abs. 2 der Bun­desverfassung vom 18. Ap­ril 1999 (BV) sowie Art. 62 Abs. 3 der Kantonsverfassung vom 18. April 1869 (KV) garantierten nur den unentgeltlichen Volksschulunterricht, wozu der Besuch einer Mittel­schule nicht gehÃ¶re. Die Unentgeltlichkeit des Mittelschulunter­richts gemÃ¤ss § 33 Abs. 1 MittelschulG gelte nur fÃ¼r den Besuch der im Kanton ZÃ¼rich ge­legenen und von diesem betriebenen Mittelschulen. Ein Anspruch auf Unentgeltlichkeit lasse sich auch nicht aus Art. 26 der "Allgemeinen ErklÃ¤rung der Menschenrechte" vom 10. Dezember 1948 (Reso­lution der UNO-Generalversammlung) ableiten. Sodann sei der Schulweg von X zur kan­tonalen Mittelschule in Urdorf bei einer Fahrzeit (ein­schliess­lich Umsteigezeit) von 36 Mi­nuten und einem zusÃ¤tzlichen Fussmarsch von rund 20 Minuten nicht unzumutbar. Daran vermÃ¶ge die Krankheit von D nichts zu Ã¤ndern; notfalls mÃ¼sste der Beistand an allen Schul­orten durch die anwesenden (Lehr-)Per­sonen erfolgen und kÃ¶nnte auch in Zug nicht davon ausgegangen werden, dass der dort arbeitende Vater bzw. die dort wohnende Gross­mutter zur Hilfeleistung zur Stelle wÃ¤ren. Im Ãbrigen sei von X aus auch die Kan­tons­schu­le Freudenberg in ZÃ¼rich in der Regel in einer Fahrzeit von 34 bis 44 Mi­nu­ten zu er­reichen bei einem Fussweg von hÃ¶chstens zehn Mi­nuten und besserer fahrplanmÃ¤ssiger Abstim­mung. Der beantragte Abschluss eines Schul­geldabkommens mit dem Kanton Zug kÃ¶nne von vornherein nicht Gegenstand des Rekurs­verfahrens sein. Die SchulgeldÃ¼ber­nahme fÃ¼r SchÃ¼ler mit Wohnsitz in HÃ¼tten, SchÃ¶nen­berg und Richterswil fÃ¼r den Besuch der Kan­tons­schule PfÃ¤ffikon SZ beruhe auf einem Regierungsratsbeschluss vom 7. MÃ¤rz 1984, der angesichts der mittlerweile verbesserten Ã¶ffentlichen Verkehrsverbindungen Ã¼berprÃ¼ft wer­de; eine rechtsungleiche Behandlung liege deshalb nicht vor. Auch aus dem Umstand, dass im Zeitpunkt ihres Zuzugs nach X der Schulbesuch in Zug noch fÃ¼r Kosten von Fr. 800.- pro Jahr mÃ¶glich gewesen sein soll, kÃ¶nnten die Rekurrenten nichts zu ihren Gunsten ab­leiten. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>III. Mit Beschwerde vom 3. September 2000 beantragten A.1 und A.2 dem Ver­wal­tungsgericht, den angefochtenen Beschluss aufzuheben und den Regierungsrat zur voll­stÃ¤n­digen Ãbernahme des Schulgelds ihrer Tochter zu veranlassen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Zur BegrÃ¼ndung brachten sie sinngemÃ¤ss vor, der Beschwerdegegner sei aufgrund der gesetzlichen Grundlagen zur Ãbernahme der Schulungskosten von D in Zug ver­pflich­tet. Der Regierungsrat habe die Tragweite der Krankheit von D falsch einge­schÃ¤tzt; insbe­sondere habe er verkannt, dass in Zug eine Betreuung von D durch Vater und Grossmutter auch in Zwischenstunden und Ã¼ber die Mittagszeit mÃ¶glich sei. Auf eine solche Betreuung sei sie angewiesen, damit Insulinbehandlung und DiÃ¤t konsequent durchgehalten wÃ¼rden. Der lange Schulweg stelle unter diesen UmstÃ¤nden eine zusÃ¤tzliche Belastung dar und sei unzumutbar. Der Regierungsrat sei von falschen Wegzeiten ausge­gan­gen; insbesondere habe er Ã¼bersehen, dass fÃ¼r den kÃ¼rzeren Weg Ã¼ber Y am Samstag sowie mehrheitlich am Nachmittag keine Fahrgelegenheiten bestÃ¼nden. Somit betrage der Hin­weg nach Urdorf in der Regel zwischen 85 und 88 Minuten und der RÃ¼ck­weg 124 bis 197 Minuten, wÃ¤hrend fÃ¼r den Schulbesuch in Zug mit Wegzeiten von 34 bis 40 Minuten zu rechnen sei. Auf die MÃ¶glichkeit, eine andere zÃ¼rcherische Mittelschule be­suchen zu kÃ¶n­nen, seien die BeschwerdefÃ¼hrenden nie hingewiesen worden. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Der Regierungsrat liess am 5. Oktober 2000 Abweisung der Beschwerde beantra­gen. Die Bildungsdirektion liess sich nicht vernehmen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>Das Verwaltungsgericht zieht in ErwÃ¤gung:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>1. Das Verwaltungsgericht ist gemÃ¤ss § 41 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 (VRG, in der Fassung vom 8. Juni 1997) zur Behandlung der Beschwer­de zustÃ¤ndig.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>2. a) § 34 MittelschulG ermÃ¶glicht dem Regierungsrat Vereinbarungen Ã¼ber Schul­beitrÃ¤ge mit anderen Kantonen. Mit dem Kanton Zug besteht keine solche Vereinbarung, welche den BeschwerdefÃ¼hrenden Anspruch auf die Ãbernahme der Schulungskosten ihrer Tochter im Kanton Zug verschaffen kÃ¶nnte.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) Die BeschwerdefÃ¼hrenden scheinen den Anspruch auf Ãbernahme der Schu­lungs­kosten im Kanton Zug in erster Linie daraus ableiten zu wollen, dass ihre Tochter die Schulpflicht von neun Jahren gemÃ¤ss § 11 Abs. 1 des Volksschulgesetzes (VolksschulG) vom 11. Juni 1899 (LS 412.11) noch nicht absolviert hat. Das Ã¤ndert aber nichts daran, dass sie eine Mittelschule und nicht eine zÃ¼rcherische Volksschule besucht, welche gemÃ¤ss § 1<sup>bis</sup> VolksschulG (in der Fassung vom 28. September 1997) nur die Primarschule und die Oberstufe umfasst.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Der bundesverfassungsrechtliche Anspruch auf unentgeltlichen Primarschulunter­richt gilt nur fÃ¼r die Grundschule und betrifft nicht die Mittelschulen (BGE 103 Ia 394 E. 2a; Bundesrat, 14. August 1991, VPB 57/1993 Nr. 42; Bruno Mascello, Elternrecht und Privatschulfreiheit, St. Gallen 1995, S. 42; vgl. auch BGr, 28. Januar 1994, ZBl 95/ 1994, S. 300). Eine Verpflichtung des Beschwerdegegners zur Ãbernahme der Mittelschul­kosten im Kanton Zug lÃ¤sst sich daraus von vornherein nicht ableiten. Dass in X ein genÃ¼­gender und unentgeltlicher Volksschulunterricht angeboten wird, steht aus­ser Frage.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>c) GemÃ¤ss § 33 Abs. 1 MittelschulG ist der Unterricht an Mittelschulen fÃ¼r SchÃ¼le­rinnen und SchÃ¼ler mit Wohnsitz im Kanton ZÃ¼rich unentgeltlich. Diese Bestimmung be­zieht sich, wie sich aus dem Regelungszusammenhang ergibt, lediglich auf die vom Kanton ZÃ¼rich gefÃ¼hrten Mittelschulen. Ein Anspruch auf Finanzierung des Schulbesuchs in staat­lichen Mittelschule eines Nachbarkantons lÃ¤sst sich aus dieser Bestimmung direkt nicht ab­leiten.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>aa) Immerhin scheint sich der Regierungsrat ungeachtet dessen, dass hier kein bun­desverfassungsrechtlicher Anspruch in Frage steht, bei der Auslegung des kantonalen Rechts an die vom Bundesrat zu Art. 27 der frÃ¼heren Bundesverfassung vom 29. Mai 1874 (aBV) bzw. zu neu Art. 19 und Art. 62 Abs. 2 BV entwickelte Rechtsprechung anzulehnen, wonach der Besuch der Volksschule ohne unzumutbaren Aufwand fÃ¼r den Schulweg mÃ¼sse erfolgen kÃ¶nnen (Bundesrat, 11. April 1984, VPB 48/1984 Nr. 38; Herbert Plotke, Schweizerisches Schulrecht, Bern/Stuttgart 1979, S. 179 f.). Die Unentgeltlichkeit des Schul­­besuchs ist nach dieser Auffassung nur gewÃ¤hrleistet, wenn der Schulbesuch ohne Ã¼bermÃ¤ssig langen Schulweg mÃ¶glich ist. So hat der ZÃ¼rcher Regierungsrat eine Gemeinde zur Einrichtung eines unentgeltlichen Transportdiensts verpflichtet, um Kindern mit einem Ã¼bermÃ¤ssig langen Schulweg den (freiwilligen) Besuch des Kindergartens zu ermÃ¶glichen, und hat das Bundesgericht eine hiergegen erhobene staatsrechtliche Beschwerde abgewie­sen (BGr, 28. Januar 1994, ZBl 95/1994, S. 300). Die SchulgeldÃ¼bernahme fÃ¼r zÃ¼rcheri­sche SchÃ¼ler an der Kantonsschule PfÃ¤ffikon gemÃ¤ss Regierungsratsbeschluss vom 7. MÃ¤rz 1984 scheint auf der nÃ¤mlichen Ãberlegung zu beruhen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>bb) Wird von diesem VerstÃ¤ndnis der Unentgeltlichkeit ausgegangen, so stellt sich die Frage der Zumutbarkeit des Schulwegs von X in die kantonalen Mittel­schulen Urdorf und Freudenberg in der Stadt ZÃ¼rich. Dabei ist von einem objektivierten Begriff der Zu­mut­barkeit auszugehen; das heisst, es ist zu fragen, ob einem Jugendlichen im entspre­chenden Alter ein solcher Schulweg zugemutet werden kann. Auf subjektive Be­sonderhei­ten, wie hier die Krankheit der Tochter der BeschwerdefÃ¼hrenden, kann es nicht ankom­men. Es ist gegebenenfalls Sache der Sozialversicherung, den krankheitsbedingten Behin­derungen Rechnung zu tragen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>cc) FÃ¼r den Schulweg von X nach Urdorf ist im gÃ¼nstigsten Fall mit einer Reisezeit (ohne Fussweg) von 36 Minuten und im schlechtesten Fall mit einer sol­chen von 82 Mi­nu­ten zu rechnen. Ãhnliche Zeiten gelten fÃ¼r den RÃ¼ckweg, wobei um die Mittagszeit die Ver­bindungen schlecht sind und die kÃ¼rzeste Reisedauer 51 Minuten be­trÃ¤gt. Die Reise­zeiten zwischen X und ZÃ¼rich Enge (Kantonsschule Freu­denberg) betragen zwischen 34 und 78 Minuten, wobei auch um die Mittagszeit die RÃ¼ck­reisemÃ¶glichkeiten mit einer Rei­sezeit von 40 Minuten bestehen (Angaben gemÃ¤ss Fahr­planauskunft des ZÃ¼rcher Ver­kehrs­verbunds [http://www.zvv.ch/fahrplan.asp]). Solche Reisezeiten sind fÃ¼r MittelschÃ¼­ler/ innen zumutbar, und zwar auch dann, wenn noch mit zusÃ¤tzlichen Fusswegzeiten von 20 Mi­nuten gerechnet werden muss. Jugendliche im Mit­telschulalter sind in der Regel ver­traut mit der BenÃ¼tzung Ã¶ffentlicher Verkehrsmittel, und sie kÃ¶nnen die Reisezeit fÃ¼r Schul­aufgaben oder die Pflege sozialer Kontakte nutzen. Sol­len Jugendliche mÃ¶glichst lange die Schule am Wohnort besuchen kÃ¶nnen, so besteht die MÃ¶glichkeit zum Mittel­schulbesuch im Anschluss an die Oberstufe. Ãffentliche Dienstleis­tungsangebote wie Mit­telschulen kÃ¶nnen nicht beliebig dezentralisiert werden, und wer sich in peripheren Gebie­ten niederlÃ¤sst, muss mit entsprechenden Erschwernissen rechnen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>d) Die BeschwerdefÃ¼hrenden machen eine rechtsungleiche Behandlung geltend, weil fÃ¼r SchÃ¼ler aus HÃ¼tten, SchÃ¶nenberg und Richterswil unter bestimmten Bedingungen das Schulgeld fÃ¼r den Besuch der Kantonsschule PfÃ¤ffikon Ã¼bernommen werde, obwohl deren Schulweg weniger lang und umstÃ¤ndlich sei als derjenige der Tochter der Beschwer­defÃ¼hrenden. Wie sich aus dem erwÃ¤hnten Regierungsratsbeschluss vom 7. MÃ¤rz 1984 er­gibt, soll eine solchen KostenÃ¼bernahme nur erfolgen, wenn der einfache Schulweg mit Ã¶ffentlichen Verkehrsmitteln mindestens eine Stunde betrÃ¤gt und die Zeitersparnis mehr als 20 Minuten ausmacht bzw. wenn der einfache Schulweg um mindestens eine halbe Stunde kÃ¼rzer wird.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Diese Bedingungen sind beim Schulweg der Tochter der BeschwerdefÃ¼hrenden nicht erfÃ¼llt. Zur Kantonsschule Freudenberg bestehen genÃ¼gend Verbindungen, die einen Schulweg von weniger als 60 Minuten ermÃ¶glichen. Dass von X nach Zug und zurÃ¼ck zahl­reiche ReisemÃ¶glichkeiten mit einer Fahrzeit von 29 Minuten bestehen, so­dass sich tÃ¤glich gegen 20 Minuten einsparen lassen, ist nur eine von zwei nach der Praxis des Re­gierungsrats zu erfÃ¼llenden Bedingungen. Zudem macht der Beschwerdegegner zu Recht geltend, dass die bezÃ¼glich der Kantonsschule PfÃ¤ffikon geÃ¼bte Praxis angesichts der heute auch in jenem Gebiet bestehenden Verkehrsverbindungen Ã¼berholt sei und deshalb Ã¼ber­prÃ¼ft werde. Es besteht deshalb kein Grund, diese zu weit gehende Praxis, die sich auf keine gesetzliche Grundlage stÃ¼tzen kann, weiter auszudehnen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>3. â¦</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>DemgemÃ¤ss entscheidet das Verwaltungsgericht:</span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>1. Die Beschwerde wird abgewiesen.</span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2">2. â¦</p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>