<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2023.00688</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=223892&amp;W10_KEY=13045531&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2023.00688</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 14.03.2024</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">3. Abteilung/3. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Ãbriges Verwaltungsrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Einziehung gefährlicher Gegenstände</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Einziehung gefährlicher Gegenstände. [Definitive Einziehung eines Multitools mit Axt und eines Feldmessers nach Randale in Kirche.] Der Beschwerdeführer vermag den Inhalt des Polizeirapports nicht infrage zu stellen (E. 4.2). Der Beschwerdeführer trug das Multitool und das Feldmesser, bei welchen es sich um gefährliche Gegenstände im Sinn von Art. 4 Abs. 6 Satz 1 WG handelt, am fraglichen Tag missbräuchlich im Sinn von Art. 28a WG bei sich. So ist nicht ersichtlich bzw. konnte der Beschwerdeführer weder damals noch heute glaubhaft machen, dass er diese Gegenstände zur bestimmungsgemässen Verwendung oder Wartung dabei hatte. Sodann erweckte er mit seinem an den Tag gelegten Verhalten den Eindruck der missbräuchlichen Verwendungsabsicht, nachdem er auf seinem Facebook-Profil gepostet hatte, er werde die Kirche besetzen und sich gegen einen Eingriff der Polizei nötigenfalls mit Gewalt zur Wehr setzen. Damit waren die Voraussetzungen von Art. 31 Abs. 1 lit. c WG für die Beschlagnahme des Multitools und des Feldmessers erfüllt (E. 4.3). Zu Recht bejahten die Vorinstanzen auch die Gefahr der missbräuchlichen Verwendung der fraglichen gefährlichen Gegenstände seitens des Beschwerdeführers. Hierfür sprechen einerseits das auffällige Verhalten des Beschwerdeführers in der Kirche und andererseits dessen Strafregistereinträge, wobei namentlich die Verurteilung wegen Hinderung einer Amtshandlung auf ein schon früher vorhandenes renitentes Verhalten gegenüber staatlichen Organen hinweist. Die Voraussetzungen von Art. 31 Abs. 3 lit. a WG für die definitive Einziehung des Multitools und des Feldmessers waren damit ebenfalls erfüllt (E. 4.4). Nach dem Gesagten können die fraglichen Gegenstände dem Beschwerdeführer zwar nicht zurückgegeben werden. Der Beschwerdegegner hätte damit aber deren Verwertung unter Herausgabe des Erlöses an den Beschwerdeführer als weniger weitgehenden Eingriff in dessen Eigentumsrechte als die entschädigungslose Vernichtung prüfen müssen. Hierzu ist die Sache an den Beschwerdegegner zurückzuweisen (E. 5). Teilweise Gutheissung. Rückweisung im Sinn der Erwägungen an den Beschwerdegegner.</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: BESCHLAGNAHMUNG">BESCHLAGNAHMUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: EIGENTUMSBESCHRÃNKUNG">EIGENTUMSBESCHRÃNKUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: EINZIEHUNG">EINZIEHUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: GEFÃHRLICHER GEGENSTAND">GEFÃHRLICHER GEGENSTAND</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: Besonderes Verwaltungsrecht (ohne...) ST: POLIZEI-, SICHERHEITS- UND ORDNUNGSRECHT">POLIZEI-, SICHERHEITS- UND ORDNUNGSRECHT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: SPRUNGRÃCKWEISUNG">SPRUNGRÃCKWEISUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: VERWERTBARKEIT">VERWERTBARKEIT</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="gerade">Art. 26 BV</span><br/><span class="ungerade">Art. 4 Abs. VI WG</span><br/><span class="gerade">Art. 8 Abs. II lit. c WG</span><br/><span class="ungerade">Art. 28a WG</span><br/><span class="gerade">Art. 31 Abs. III lit. a WG</span><br/><span class="ungerade">Art. 31 Abs. V WG</span><br/><span class="gerade">Art. 31 Abs. i lit. c WG</span><br/><span class="ungerade">Art. 52 Abs. I lit. c WAFFENV</span><br/><span class="gerade">Art. 54 Abs. I WAFFENV</span><br/><span class="ungerade">Art. 54 Abs. II WAFFENV</span><br/><span class="gerade">Art. 54 Abs. III WAFFENV</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 3 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="WordSection1"> <table border="1" cellpadding="0" cellspacing="0" class="MsoNormalTable" width="591"> <tr> <td valign="top"> <p class="Kopf1"><span>Verwaltungsgericht</span></p> <p class="Kopf1"><span>des Kantons ZÃ¼rich</span></p> <p class="Kopf1"><span>3. Abteilung</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Kopf1"> </p> </td> <td valign="top"> <p class="Kopf1"><span><img alt="" height="78" id="Bild 1" src="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getImage&amp;nF38_KEY=65331" width="123"/></span></p> </td> </tr> </table> <p class="MsoNormal">VB.2023.00688</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"><b><span>Urteil</span></b></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="Zwischentitel"> </p> <p class="MsoNormal"><span>der 3. Kammer</span></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">vom <a id="VF_DAT_ENTSCHEID">14. MÃ¤rz 2024</a></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">Mitwirkend: AbteilungsprÃ¤sident AndrÃ© Moser<span> (Vorsitz)</span>, Verwaltungsrichterin Silvia Hunziker, Verwaltungsrichter Daniel Schweikert, <a id="TN_AUTOTEXT_RICHTER"></a><a id="TN_AUTOTEXT_GS"></a>Gerichtsschreiber Cyrill Bienz.</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">In Sachen</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">A, </p> <p class="MsoNormal"><b>BeschwerdefÃ¼hrer, </b></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="Zwischentitel">gegen</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">Statthalteramt Winterthur, </p> <p class="MsoNormal"><b>Beschwerdegegner,</b> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"><b>betreffend Einziehung gefÃ¤hrlicher GegenstÃ¤nde,</b></p> <p class="Zwischentitel">hat sich ergeben: </p> <p class="Sachverhalt1"><b>I. </b> </p> <p class="Sachverhalt2"><b>A. </b>Am 30. April 2022 wurde der Stadtpolizei Winterthur telefonisch mitgeteilt, A habe auf seinem Facebook-Profil gepostet, er werde die Kirche C in Winterthur Stadtkreis B besetzen und sich gegen einen Eingriff der Polizei nÃ¶tigenfalls mit Gewalt zur Wehr setzen. Am 1. Mai 2022 ging um 09.08 Uhr erneut eine Meldung bei der Stadtpolizei ein, wonach eine mÃ¤nnliche Person in der katholischen Kirche D in Winterthur randaliert und Glocken herumgeworfen habe. Die Stadtpolizei rÃ¼ckte aus und traf A in der Kirche an. A machte einen verwirrten Eindruck, weshalb ihn die Stadtpolizei arretierte und auf die Wache brachte. Zudem bot die Stadtpolizei einen Notfallpsychiater auf. Dieser stellte fest, A leide vermutlich an einer PersÃ¶nlichkeitsstÃ¶rung. Indes sei diese momentan nicht akut, weshalb keine fÃ¼rsorgerische Unterbringung anzuordnen sei. A fÃ¼hrte ein Schweizer Sackmesser, ein Multitool mit Axt und ein Feldmesser mit Horngriff bei sich. Die Stadtpolizei nahm ihm diese GegenstÃ¤nde ab und stellte sie vorsorglich sicher.</p> <p class="Sachverhalt2"><b>B. </b>Mit VerfÃ¼gung vom 3. Mai 2023 zog das Statthalteramt Winterthur die von der Stadtpolizei am 1. Mai 2022 sichergestellten GegenstÃ¤nde (das Schweizer Sackmesser, das Multitool und das Feldmesser) definitiv ein (Dispositivziffer 1) und ordnete deren Vernichtung durch die Kantonspolizei ZÃ¼rich an (Dispositivziffer 2). Die Kosten der VerfÃ¼gung nahm das Statthalteramt auf die Staatskasse (Dispositivziffer 3). </p> <p class="Sachverhalt1"><b>II. </b> </p> <p class="Urteilstext">Mit Schreiben vom 13. Juni 2023 leitete das Statthalteramt den ihm am selben Tag von A persÃ¶nlich Ã¼berbrachten Rekurs vom 31. Mai 2023 zustÃ¤ndigkeitshalber an den Regierungsrat des Kantons ZÃ¼rich weiter. A beantragte damit sinngemÃ¤ss die Aufhebung der VerfÃ¼gung des Statthalteramts vom 3. Mai 2023. Mit Beschluss vom 25. Oktober 2023 hiess der Regierungsrat den Rekurs insofern gut, als er das Statthalteramt anwies, A das sichergestellte Schweizer Armeetaschenmesser herauszugeben. Im Ãbrigen wies der Regierungsrat den Rekurs ab (Dispositivziffer I). Die reduzierten Verfahrenskosten auferlegte er A (Dispositivziffer II).</p> <p class="Sachverhalt1"><b>III. </b> </p> <p class="Urteilstext">Daraufhin gelangte A mit Beschwerde vom 17. November 2023 an das Verwaltungsgericht und beantragte sinngemÃ¤ss, der Beschluss des Regierungsrats sei insoweit aufzuheben, als der Rekurs abgewiesen worden sei. Mit Beschwerdeantwort vom 4. Dezember 2023 beantragte das Statthalteramt die Abweisung der Beschwerde. Denselben Antrag stellte der Regierungsrat (Sicherheitsdirektion) mit Vernehmlassung vom 12. Dezember 2023. Weitere Eingaben erfolgten nicht.</p> <p class="Einzug1"><span>Die Kammer</span><span> erwÃ¤gt:</span></p> <p class="Erwgung1"><b>1. </b> </p> <p class="Urteilstext">Das Verwaltungsgericht ist gemÃ¤ss § 41 Abs. 1 in Verbindung mit § 19 Abs. 1 lit. a des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 (VRG; LS 175.2) fÃ¼r die Behandlung der vorliegenden Beschwerde zustÃ¤ndig. Zum Entscheid berufen ist die Kammer (§ 38 Abs. 1 VRG).</p> <p class="Erwgung1"><b>2. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>2.1 </b>GemÃ¤ss Art. 4 Abs. 6 Satz 1 des Bundesgesetzes vom 20. Juni 1997 Ã¼ber Waffen, WaffenzubehÃ¶r und Munition (Waffengesetz, WG; SR 514.54) gelten GegenstÃ¤nde wie Werkzeuge, Haushalt- und SportgerÃ¤te, die sich zur Bedrohung oder Verletzung von Menschen eignen, als gefÃ¤hrliche GegenstÃ¤nde. Taschenmesser, wie etwa das Schweizer Armeetaschenmesser und vergleichbare Produkte, gelten nach Art. 4 Abs. 6 Satz 2 WG demgegenÃ¼ber nicht als gefÃ¤hrliche GegenstÃ¤nde. GemÃ¤ss Art. 28a WG ist das Tragen gefÃ¤hrlicher GegenstÃ¤nde an Ã¶ffentlich zugÃ¤nglichen Orten und das MitfÃ¼hren solcher GegenstÃ¤nde in Fahrzeugen verboten, wenn nicht glaubhaft gemacht werden kann, dass dies durch die bestimmungsgemÃ¤sse Verwendung oder Wartung der GegenstÃ¤nde gerechtfertigt ist (lit. a) und der Eindruck erweckt wird, dass die GegenstÃ¤nde missbrÃ¤uchlich eingesetzt werden sollen, insbesondere um damit Personen einzuschÃ¼chtern, zu bedrohen oder zu verletzen (lit. b). </p> <p class="Erwgung2"><b>2.2 </b>GefÃ¤hrliche GegenstÃ¤nde, die missbrÃ¤uchlich getragen werden, werden von der zustÃ¤ndigen BehÃ¶rde beschlagnahmt (Art. 31 Abs. 1 lit. c WG). Diese zieht die beschlagnahmten GegenstÃ¤nde nach Art. 31 Abs. 3 lit. a WG definitiv ein, wenn die Gefahr missbrÃ¤uchlicher Verwendung besteht, insbesondere weil mit solchen GegenstÃ¤nden Personen bedroht oder verletzt wurden. <span>Die definitive Einziehung von GegenstÃ¤nden setzt mithin eine vorangegangene Beschlagnahme voraus. Somit mÃ¼ssen die </span>Voraussetzungen fÃ¼r eine Einziehung gleich oder enger sein als diejenigen fÃ¼r eine Beschlagnahme. Der Begriff "Gefahr missbrÃ¤uchlicher Verwendung" ist nach der Rechtsprechung weit zu verstehen und deckt praktisch alle Varianten ab, bei denen eine RÃ¼ckgabe an den EigentÃ¼mer ausser Betracht fÃ¤llt (VGr, 2. MÃ¤rz 2023, VB.2022.00689, E. 3.1, mit Hinweisen). Sie <span>ist in der Regel insbesondere dann zu bejahen, wenn ein Hinderungsgrund gemÃ¤ss Art. 8 Abs. 2 lit. c WG vorliegt (Selbst- oder DrittgefÃ¤hrdung). Unter dem Titel "Allgemeine Bewilligungsvoraussetzungen" konkretisiert Art. 52 Abs. 1 lit. c der Verordnung vom 2. Juli 2008 Ã¼ber Waffen, WaffenzubehÃ¶r und Munition (Waffenverordnung, WV; SR 514.541) das Kriterium der Selbst- und DrittgefÃ¤hrdung dahingehend, dass sich die gesuchstellende Person in einem kÃ¶rperlichen und geistigen Zustand befinden muss, der kein erhÃ¶htes Risiko fÃ¼r den Umgang mit Waffen schafft.</span></p> <p class="Erwgung2"><b>2.3 </b><span>Die Beschlagnahme von Waffen unterscheidet sich von der definitiven Einziehung vor allem dadurch, dass fÃ¼r letztere eine Prognose zum Risiko einer missbrÃ¤uchlichen Verwendung der Waffe zu treffen ist, sofern die Ã¼brigen Voraussetzungen zur Beschlagnahme erfÃ¼llt sind. Bei einer definitiven Einziehung hat die zustÃ¤ndige BehÃ¶rde im Rahmen einer Einzelfallbeurteilung eine Prognose hinsichtlich des Risikos der missbrÃ¤uchlichen Verwendung einer Waffe in der Zukunft zu erstellen </span>(VGr, 2. MÃ¤rz 2023, VB.2022.00689, E. 3.2<span>, mit Hinweisen). Dasselbe muss in Bezug auf gefÃ¤hrliche GegenstÃ¤nde im Sinn von </span>Art. 4 Abs. 6 Satz 1 WG gelten.</p> <p class="Erwgung2"><b><span>2.4 </span></b><span>Die Einziehung von Waffen und gefÃ¤hrlichen GegenstÃ¤nden ist eine EigentumsbeschrÃ¤nkung. Ob diese EigentumsbeschrÃ¤nkung zulÃ¤ssig ist, hÃ¤ngt eng damit zusammen, ob die EntschÃ¤digungsregelungen des Waffenrechts (Art. 31 Abs. 5 WG in Verbindung mit Art. 54 WV) eingehalten werden (VGr, 2. MÃ¤rz 2023, VB.2022.00689, E. 4.3, mit Hinweisen). Ist der nach Artikel 31 WG beschlagnahmte Gegenstand verwertbar, so kann die zustÃ¤ndige BehÃ¶rde frei darÃ¼ber verfÃ¼gen (Art. 54 Abs. 1 WV). Verwertbar ist der beschlagnahmte Gegenstand dann, wenn es sich um ein rechtmÃ¤ssig erwerb- und besitzbares Gut von einem gewissen Marktwert handelt, das legal verwendet werden kann. Mit anderen Worten ist der Gegenstand dann verwertbar, wenn er nur in den HÃ¤nden des Waffenbesitzers (nicht aber generell) eine Gefahr darstellt (Nicolas Facincani/Juliane Jendis in: Nicolas Facincani/Reto Sutter [Hrsg.], Waffengesetz, Handkommentar, Bern 2017 [Handkommentar Waffengesetz], Art. 31 N. 40; BGE 135 I 209 E. 3.3.2 f., E. 4.1). Ist der Gegenstand nicht verwertbar, so kann ihn die zustÃ¤ndige BehÃ¶rde aufbewahren, zerstÃ¶ren oder an einen wissenschaftlichen Dienst der Kriminalpolizei oder ein Museum einer Ã¶ffentlich-rechtlichen KÃ¶rperschaft Ã¼bertragen (Art. 54 Abs. 2 WV). Die eigentumsberechtigte Person ist zu entschÃ¤digen, wenn ihr der Gegenstand nicht zurÃ¼ckgegeben werden kann (Art. 54 Abs. 3 WV).</span></p> <p class="Erwgung1"><b>3. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>3.1 </b>Der Regierungsrat erwog im Beschluss vom 25. Oktober 2023, die von der Polizei beim BeschwerdefÃ¼hrer sichergestellten GegenstÃ¤nde eigneten sich zur Bedrohung oder Verletzung von Menschen, weshalb sie â mit Ausnahme des sichergestellten Schweizer Armeetaschenmessers â als gefÃ¤hrliche GegenstÃ¤nde gemÃ¤ss Art. 4 Abs. 6 Satz 1 WG zu qualifizieren seien. </p> <p class="Urteilstext">Der BeschwerdefÃ¼hrer bezeichne sich als Survival-Experte, was das MitfÃ¼hren der GegenstÃ¤nde erklÃ¤ren kÃ¶nnte. Am 1. Mai 2022 habe jedoch die Kirche D der Polizei gemeldet, dass ein Mann in der Kirche randaliere und Glocken herumwerfe. Beim von der Polizei angehaltenen Mann habe es sich um den BeschwerdefÃ¼hrer gehandelt. Wer â wie der BeschwerdefÃ¼hrer â in der Kirche randaliere und Glocken herumwerfe, kÃ¶nne sich offensichtlich nicht situationsgerecht verhalten. Wenn er in diesem Zustand gefÃ¤hrliche GegenstÃ¤nde mit sich fÃ¼hre, drÃ¤nge sich die Gefahr der missbrÃ¤uchlichen Verwendung derselben geradezu auf. Dies gelte umso mehr, als der BeschwerdefÃ¼hrer auf die Polizisten einen verwirrten Eindruck gemacht habe und der Notfallpsychiater von einer PersÃ¶nlichkeitsstÃ¶rung ausgegangen sei. Hinzu komme, dass der BeschwerdefÃ¼hrer gemÃ¤ss Polizeirapport auf Facebook angekÃ¼ndigt habe, die Kirche C in Winterthur Stadtkreis B zu besetzen. FÃ¼r den Fall, dass die Polizei mit Gewalt auftauche, werde es einen Kampf bis zum Tod geben. Diese vom Beschwerdegegner in der VerfÃ¼gung vom 3. Mai 2023 erwÃ¤hnten Drohungen bestreite der BeschwerdefÃ¼hrer nicht. Er rÃ¤ume im Gegenteil ein, einen Protest gegen die Kirche geplant zu haben.</p> <p class="Urteilstext">Das Verhalten des BeschwerdefÃ¼hrers gebe Anlass zur Besorgnis, er kÃ¶nnte die sichergestellten GegenstÃ¤nde in Zukunft nicht nur im Zusammenhang mit den von ihm organisierten "Walderlebnissen" mit sich fÃ¼hren. Dies fÃ¼hre dazu, dass der weit auszulegende Begriff der Gefahr der missbrÃ¤uchlichen Verwendung zu bejahen sei, womit der Tatbestand von Art. 31 Abs. 3 lit. a WG erfÃ¼llt sei, zumal der Strafregisterauszug des BeschwerdefÃ¼hrers drei Vorstrafen aus den Jahren 2015 (wegen Beschimpfung), 2021 (wegen Drohung) und 2022 (wegen Hinderung einer Amtshandlung) aufweise, die auf eine gewisse Gewaltbereitschaft hindeuteten. Mit Ausnahme des Schweizer Armeetaschenmessers, das von Gesetzes wegen ausdrÃ¼cklich kein gefÃ¤hrlicher Gegenstand sei, habe der Beschwerdegegner die sichergestellten GegenstÃ¤nde daher zu Recht definitiv eingezogen. </p> <p class="Erwgung2"><b>3.2 </b>Der BeschwerdefÃ¼hrer macht im Wesentlichen geltend, er habe in der Kirche nicht randaliert und keine Sachen beschÃ¤digt. Auch sei er nicht verwirrt, sondern sich seines Tuns sehr bewusst gewesen. Er habe gegenÃ¼ber der Kirche nie Drohungen ausgesprochen. Er sei obdachlos gewesen und habe ein leeres Haus an der E-Strasse 01 gesehen, welches er habe besetzen wollen. Seine zwei E-Mails und zwei Anrufe an die Kirche seien unbeantwortet geblieben. Die Aussage, dass er sich, wenn die Polizei ihm gegenÃ¼ber Gewalt anwende, "bis zum Tod wehren" wÃ¼rde, sei angesichts schlechter Erfahrungen mit der Polizei nachvollziehbar; er habe aber noch nie Menschen oder Tiere "mit dem, was Sie als Waffe einstufen", bedroht. Die Annahme, dass er zum TÃ¤ter werden kÃ¶nnte, sei falsch und habe keine Grundlage. </p> <p class="Erwgung1"><b>4. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>4.1 </b>Was die RechtmÃ¤ssigkeit der Beschlagnahme und der definitiven Einziehung des Multitools und des Feldmessers angeht, ist der vorinstanzliche Entscheid â wie sich aus den nachfolgenden ErwÃ¤gungen ergibt â nicht zu beanstanden. Das Schweizer Armeetaschenmesser war bzw. ist dem BeschwerdefÃ¼hrer aufgrund des Rekursentscheids zurÃ¼ckzugeben und gehÃ¶rt nicht mehr zum Streitgegenstand. </p> <p class="Erwgung2"><b>4.2 </b>Vorab ist festzuhalten, dass der BeschwerdefÃ¼hrer zwar in Abrede stellt, am 1. Mai 2022 in der Kirche randaliert zu haben, er mit dieser pauschalen Behauptung den Inhalt des Polizeirapports vom 23. Mai 2022 indes nicht infrage zu stellen vermag. Aus dem Umstand, dass die Kirche anscheinend auf eine Anzeige verzichtete, kann der BeschwerdefÃ¼hrer nichts zu seinen Gunsten ableiten.</p> <p class="Erwgung2"><b>4.3 </b>Auch wenn die Akten keine Abbildungen oder detaillierten Beschreibungen enthalten, bestehen sodann keine Zweifel daran, dass es sich bei dem Multitool, das Ã¼ber eine kleine Axt zu verfÃ¼gen scheint, und dem Feldmesser mit einer KlingenlÃ¤nge von 10,5 cm um gefÃ¤hrliche GegenstÃ¤nde im Sinn von Art. 4 Abs. 6 Satz 1 WG handelt, sie sich mithin zur Bedrohung oder Verletzung von Menschen eignen. Der BeschwerdefÃ¼hrer setzt dem nichts Substanziiertes entgegen. </p> <p class="Erwgung2">Ebenso ausser Frage steht, dass der BeschwerdefÃ¼hrer am 1. Mai 2022 das Multitool und das Feldmesser missbrÃ¤uchlich im Sinn von Art. 28a WG bei sich trug. Einerseits ist die Kirche D in Winterthur ein Ã¶ffentlich zugÃ¤nglicher Ort. Andererseits ist nicht ersichtlich bzw. konnte der BeschwerdefÃ¼hrer weder damals noch heute glaubhaft machen, dass er diese GegenstÃ¤nde zur bestimmungsgemÃ¤ssen Verwendung oder Wartung und folglich in gerechtfertigter Weise mit sich trug. Dass er sich selbst als Survival-Experte bezeichnet und auf diesem Gebiet offenbar beruflich tÃ¤tig ist, stellt fÃ¼r sich allein keinen legitimen Grund dar, die potenziell gefÃ¤hrlichen GegenstÃ¤nde in die Kirche mitzubringen (vgl. Michael Bopp, <span>Handkommentar Waffengesetz, Art. 28a N. 10)</span>. Dass das Aufsuchen der Kirche im Zusammenhang mit seiner Eigenschaft oder TÃ¤tigkeit als Survival-Experte gestanden wÃ¤re, macht der BeschwerdefÃ¼hrer denn auch nicht geltend. Schliesslich erweckte das vom BeschwerdefÃ¼hrer an den Tag gelegte Verhalten auch den Eindruck der missbrÃ¤uchlichen Verwendungsabsicht des Multitools und des Feldmessers, nachdem er â unbestrittenermassen (vorn E. 3.2) â auf seinem Facebook-Profil gepostet hatte, er werde die Kirche C in Winterthur Stadtkreis B besetzen und sich gegen einen Eingriff der Polizei nÃ¶tigenfalls mit Gewalt zur Wehr setzen.</p> <p class="Urteilstext">Damit waren d<span>ie Voraussetzungen von Art. 31 Abs. 1 lit. c WG fÃ¼r die Beschlagnahme des Multitools und des Feldmessers erfÃ¼llt.</span></p> <p class="Erwgung2"><b>4.4 </b><span>Zu Recht bejahten die Vorinstanzen auch die Gefahr </span>der missbrÃ¤uchlichen Verwendung der fraglichen gefÃ¤hrlichen GegenstÃ¤nde seitens des BeschwerdefÃ¼hrers. HierfÃ¼r spricht einerseits das auffÃ¤llige Verhalten des BeschwerdefÃ¼hrers vom 1. Mai 2022, welches der Notfallpsychiater auf eine PersÃ¶nlichkeitsstÃ¶rung zurÃ¼ckfÃ¼hrte. Es ist nachvollziehbar, wenn die Vorinstanzen unter diesen UmstÃ¤nden <span>beim BeschwerdefÃ¼hrer ein erhÃ¶htes Risiko fÃ¼r den Umgang mit Waffen erkannten (vgl. vorn E. 2.2 und E. 3.1). </span>Andererseits weist der BeschwerdefÃ¼hrer drei EintrÃ¤ge im Strafregister auf, wobei namentlich die Verurteilung vom 30. August 2022 wegen â neben anderem â Hinderung einer Amtshandlung auf ein schon frÃ¼her vorhandenes renitentes Verhalten des BeschwerdefÃ¼hrers gegenÃ¼ber staatlichen Organen hinweist, welches in einer Linie steht mit der AnkÃ¼ndigung auf seinem Facebook-Profil, er werde sich gegen einen Eingriff der Polizei nÃ¶tigenfalls mit Gewalt zur Wehr setzen. Es ist somit nicht auszuschliessen, dass sich der BeschwerdefÃ¼hrer auch in zukÃ¼nftigen Situationen, in denen er sich im Recht wÃ¤hnt, seine Position mit Gewalt bzw. unter Zuhilfenahme von gefÃ¤hrlichen GegenstÃ¤nden gegen die Polizei zu verteidigen versucht, zumal er gemÃ¤ss eigenen Aussagen bereits mehrfach Polizeigewalt erlitten haben will. </p> <p class="Urteilstext">Die <span>Voraussetzungen von Art. 31 Abs. 3 lit. a WG fÃ¼r die definitive Einziehung des Multitools und des Feldmessers waren damit ebenfalls erfÃ¼llt.</span></p> <p class="Erwgung1"><b>5. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>5.1 </b>Der BeschwerdefÃ¼hrer rÃ¼gte mit Rekurs, die Einziehung der fraglichen GegenstÃ¤nde stelle eine "Enteignung" seines Besitzes dar. Die Vorinstanz ging darauf nicht ein. Der Beschwerdegegner seinerseits begrÃ¼ndete in der VerfÃ¼gung vom 3. Mai 2023 nicht, weshalb er die Vernichtung des Multitools und des Feldmessers durch die Kantonspolizei ZÃ¼rich anordnete (Dispositivziffer 2). Nach dem Gesagten kÃ¶nnen diese GegenstÃ¤nde dem BeschwerdefÃ¼hrer zwar nicht zurÃ¼ckgegeben werden. GemÃ¤ss <span>Art. 31 Abs. 5 WG in Verbindung mit Art. 54 WV hÃ¤tte der Beschwerdegegner damit aber deren Verwertung unter Herausgabe des ErlÃ¶ses an den BeschwerdefÃ¼hrer als weniger weitgehenden Eingriff in dessen Eigentumsrechte gemÃ¤ss Art. 26 der Bundesverfassung vom 18. April 1999 (BV; SR 101) als die entschÃ¤digungslose Vernichtung prÃ¼fen mÃ¼ssen (BGE 135 I 209 E. 3.3.3; vorn E. </span>2.4). Dabei kann von der grundsÃ¤tzlichen Verwertbarkeit des Multitools und des Feldmessers, auch wenn den Akten Ã¼ber deren Eigenschaften nur sehr wenig zu entnehmen ist, ausgegangen werden, stellen diese doch nicht generell eine Gefahr dar. Nach der Rechtsprechung des Bundesgerichts darf der mutmassliche ErlÃ¶s aber nicht von vornherein in einem offensichtlichen MissverhÃ¤ltnis zu den vorab zu deckenden Aufbewahrungs- und Verwertungskosten stehen. Denn nur in diesem Fall hat eine berechtigte Person im Rahmen von Art. 26 BV ein schutzwÃ¼rdiges (wertmÃ¤ssiges) Interesse daran, dass die ihr entzogenen und nicht wieder ausgehÃ¤ndigten GegenstÃ¤nde vorab zu ihren Gunsten verwertet werden. Ist mit keinem relevanten VerwertungserlÃ¶s zu rechnen, besteht keine mildere Massnahme, die verfassungsrechtlich dem entschÃ¤digungslosen Verfall Zugunsten des Staats bzw. der ZerstÃ¶rung oder Unbrauchbarmachung vorgehen mÃ¼sste <span>(BGE 135 I 209 E. 4.1)</span>. </p> <p class="Erwgung2"><b>5.2 </b>Es ist nicht Sache des Verwaltungsgerichts, diese Voraussetzungen hinsichtlich der vorliegend eingezogenen GegenstÃ¤nde erstinstanzlich zu prÃ¼fen. Vielmehr ist es angezeigt, die Sache hierzu im Sinn einer sogenannten SprungrÃ¼ckweisung an den Beschwerdegegner zurÃ¼ckzuweisen (vgl. Marco Donatsch in: Alain Griffel [Hrsg.], Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons ZÃ¼rich, 3. A., ZÃ¼rich etc. 2014 [Kommentar VRG], § 64 N. 4). Dieser wird Ã¼ber die allfÃ¤llige Verwertung der eingezogenen GegenstÃ¤nde und EntschÃ¤digung des BeschwerdefÃ¼hrers (neu) zu befinden haben.</p> <p class="Erwgung1"><b>6. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>6.1 </b>Nach dem Gesagten ist die Beschwerde teilweise gutzuheissen. Dispositivziffer I des Beschlusses des Regierungsrats vom 25. Oktober 2023, soweit damit der Rekurs gegen Dispositivziffer 2 der VerfÃ¼gung des Beschwerdegegners vom 3. Mai 2023 abgewiesen wurde, und Dispositivziffer 2 der VerfÃ¼gung des Beschwerdegegners vom 3. Mai 2023 sind aufzuheben, und die Sache ist im Sinn der ErwÃ¤gungen zur Neuentscheidung an den Beschwerdegegner zurÃ¼ckzuweisen. Im Ãbrigen ist die Beschwerde abzuweisen.</p> <p class="Erwgung2"><b>6.2 </b>Die RÃ¼ckweisung zur erneuten Entscheidung bei offenem Ausgang ist in Bezug auf die Regelung der Nebenfolgen als Obsiegen zu behandeln, wenn die Rechtsmittelinstanz reformatorisch oder kassatorisch entscheiden kann (BGr, 28. April 2014, 2C_846/2013, E. 3.2 f. mit Hinweisen; Donatsch, § 64 N. 5). Vor diesem Hintergrund sind sowohl die Kosten des Beschwerdeverfahrens als auch diejenigen des Rekursverfahrens zu drei Vierteln dem BeschwerdefÃ¼hrer und zu einem Viertel dem Beschwerdegegner aufzuerlegen (§ 65a Abs. 2 in Verbindung mit § 13 Abs. 2 Satz 1 VRG).</p> <p class="Erwgung2"><b>6.3 </b>ParteientschÃ¤digungen wurden weder im Rekurs- noch im Beschwerdeverfahren beantragt.</p> <p class="Erwgung2"><b>6.4 </b>Der BeschwerdefÃ¼hrer reichte als Beilage zur Beschwerde einen Auszahlungsbeleg der Sozialen Dienste der Stadt Winterthur betreffend den April 2022 ein. Fraglich ist, ob er damit seine Mittellosigkeit belegen wollte. Um unentgeltliche ProzessfÃ¼hrung ersuchte der BeschwerdefÃ¼hrer mit Beschwerde indes nicht â auch nicht sinngemÃ¤ss. Die unentgeltliche ProzessfÃ¼hrung ist ihm deshalb von vornherein nicht zu gewÃ¤hren (vgl. §16 Abs. 1 VRG; Kaspar PlÃ¼ss, Kommentar VRG, § 16 N. 58 ff.).</p> <p class="Erwgung1"><b>7. </b> </p> <p class="Urteilstext">Soweit das vorliegende Urteil einen RÃ¼ckweisungsentscheid darstellt, handelt es sich um einen Zwischenentscheid (BGE 133 II 409 E. 1.2). Zwischenentscheide sind nach Art. 93 des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (BGG; SR 173.110) vor Bundesgericht nur dann anfechtbar, wenn sie einen nicht wiedergutzumachenden Nachteil bewirken kÃ¶nnen (lit. a) oder wenn die Gutheissung der Beschwerde sofort einen Endentscheid herbeifÃ¼hren und damit einen bedeutenden Aufwand an Zeit oder Kosten fÃ¼r ein weitlÃ¤ufiges Beweisverfahren ersparen wÃ¼rde (lit. b).</p> <p class="Einzug1"><span>DemgemÃ¤ss erkennt <span>die Kammer</span>:</span></p> <p class="Einzug2">1. Die Beschwerde wird teilweise gutgeheissen. Dispositivziffer I des Beschlusses des Regierungsrats vom 25. Oktober 2023, soweit damit der Rekurs gegen Dispositivziffer 2 der VerfÃ¼gung des Beschwerdegegners vom 3. Mai 2023 abgewiesen wurde, und Dispositivziffer 2 der VerfÃ¼gung des Beschwerdegegners vom 3. Mai 2023 werden aufgehoben, und die Sache wird im Sinn der ErwÃ¤gungen zur Neuentscheidung an den Beschwerdegegner zurÃ¼ckgewiesen. </p> <p class="Einzug2"> In AbÃ¤nderung von Dispositivziffer II des Beschlusses des Regierungsrats vom 25. Oktober 2023 werden die Kosten des Rekursverfahrens von total Fr. 835.- zu drei Vierteln dem BeschwerdefÃ¼hrer und zu einem Viertel dem Beschwerdegegner auferlegt.</p> <p class="Einzug2"> Im Ãbrigen wird die Beschwerde abgewiesen.</p> <p class="Einzug2">2. Die GerichtsgebÃ¼hr wird festgesetzt auf <br/> Fr. 2'200.--; die Ã¼brigen Kosten betragen:<br/> <u>Fr. 120.--</u> Zustellkosten,<br/> <u>Fr. 2'320.--</u> Total der Kosten.</p> <p class="Einzug2">3. Die Gerichtskosten werden zu drei Vierteln dem BeschwerdefÃ¼hrer und zu einem Viertel dem Beschwerdegegner auferlegt.</p> <p class="Einzug2">4. Gegen dieses Urteil kann im Sinn der ErwÃ¤gungen Beschwerde in Ã¶ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten nach Art. 82 ff. des Bundesgerichtsgesetzes erhoben werden. Die Beschwerde ist innert 30 Tagen, von der Zustellung an gerechnet, beim Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, einzureichen.</p> <p class="Einzug2">5. Mitteilung an:<br/> a) die Parteien;<br/> b) den Regierungsrat;<br/> c) das Bundesamt fÃ¼r Polizei (fedpol).</p> <p class="Urteilstext"> </p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>