<h2>SubmittedText<h2><p>Der Flugbetrieb in der Tourismusregion Meiringen-Hasliberg nimmt laut jüngsten Zeitungsberichten in den kommenden drei Jahren massiv zu. Ab 2005 sollen über 3000 Starts und Landungen jährlich stattfinden.</p><p>- Wieso werden derart lärmintensive, militärische Flugoperationen in gebirgige Regionen verlegt, die vor allem von lärmgeplagten Touristen und Touristinnen aufgesucht werden?</p><p>- Durch den Flugplatzausbau in Meiringen wurden anscheinend 50 neue Arbeitsplätze geschaffen. Mit den angestrebten mehr als 3000 Flugbewegungen pro Jahr (F/A-18) wird ein Lärmpegel erzielt, der wohl Tausende von Feriengästen davon abhalten wird, diese Region als Erholungsgebiet je wieder aufzusuchen.</p><p>Hat der Bundesrat abgeklärt, wie viele Arbeitsplätze durch diesen Rückgang des Tourismus gefährdet sind? Falls diese Abklärung nicht vorgenommen wurde: Wann gedenkt er dies zu tun? Und was sind allfällige Konsequenzen?</p><p>- Kann eine Region mit dieser Lärmintensität überhaupt noch neue Investoren für neue Arbeitsplätze anziehen?</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Vor Beginn der Erweiterungsarbeiten an der Kavernenanlage im Jahre 1996 wurden jährlich zwischen 3000 und 4000 Einsätze ab dem Flugplatz Meiringen geflogen. Seither reduzierte sich die Anzahl Flüge auf 2000 bis 3000 im Jahr, da es während der Bauarbeiten nicht möglich war, die Wiederholungskurse der entsprechenden Flugplatzabteilung und die Rekrutenschule in Meiringen zu stationieren.</p><p>Nach Inbetriebnahme der Kaverne sollen schätzungsweise 1200 Einsätze mit F/A-18-Flugzeugen und 2000 Tiger-Einsätze pro Jahr geflogen werden. Damit wird die Zahl der Flüge im Vergleich zu heute in der Tat zunehmen, jedoch nicht über das Niveau vor 1996 hinaus. Diese Zunahme erfolgt nach Meinung des Bundesrates jedoch in zumutbarem Rahmen, zumal durch das neue Ausbildungskonzept der "Armee XXI" (mit drei statt zwei RS-Starts) die Einsätze gleichmässiger über das ganze Jahr hinweg verteilt sein werden als in der Vergangenheit.</p><p>Entgegen dem Informationsstand der Fragestellerin können auf dem Flugplatz Meiringen keine neuen Arbeitsplätze geschaffen werden. Es wird vielmehr darum gehen, die heute vorhandenen, für die Region wichtigen 150 Arbeitsplätze und 24 Lehrlingsplätze zu erhalten.</p><p>Im Rahmen der Planung der zukünftigen Belegung fanden intensive Gespräche zwischen Vertretern des VBS, den regionalen Behörden und den Touristikverantwortlichen der Region Meiringen-Hasliberg statt. Alle Gesprächspartner sind sich einig, dass der Militärflugplatz für die Region von wirtschaftlicher Bedeutung ist. Es ist allen Beteiligten aber auch bewusst, dass die aus dem Betrieb resultierenden Lärmemissionen in touristischer Hinsicht Nachteile mit sich bringen können. Die Leitung des Flugplatzes Meiringen pflegt deshalb auch permanent intensive Kontakte mit den Verantwortlichen der Tourismusorganisation Alpenregion Brienz-Meiringen-Hasliberg, um auftauchende Probleme rasch zu lösen.</p>  Antwort des Bundesrates.