B u n d e s v e rw a l t u n g s g e r i ch t T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i f f éd é r a l T r i b u n a l e am m i n i s t r a t i vo f e d e r a l e T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i v fe d e r a l Abteilung III C-6854/2011 {T0/2} U r t e i l v o m 2 2 . A p r i l 2 0 1 3 Besetzung Einzelrichter Daniel Stufetti, Gerichtsschreiberin Regula Hurter Urech. Parteien I_______, Kosovo, Beschwerdeführer, gegen Schweizerische Ausgleichskasse SAK, Avenue Edmond- Vaucher 18, Postfach 3100, 1211 Genf 2, Vorinstanz. Gegenstand Rückerstattung Beiträge (Einspracheentscheid vom 22. No- vember 2011). C-6854/2011 Seite 2 Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest und erwägt, dass I_______, geboren am (Geburtsdatum), Staatsangehöriger von K o- sovo, wohnhaft in Kosovo ( nachfolgend Versicherter oder Be schwerde- führer), mit Antrag vom 13. August 2010 bei der Schweizerischen Au s- gleichskasse (nachfolgend SAK oder Vorinstanz) um Rückvergütung der AHV-Beiträge ersuchte (Vorakten 1 und 3/10), dass die SAK mit Verfügung vom 29. Dezember 2010 das Gesuch abwies mit der Begründung, die Bedingung der einjährigen Mindestbeitragszeit sei nicht erfüllt, weil der Versicherte keine AHV -Beiträge geleistet habe (Vorakten 6), dass die SAK mit Einspracheentscheid vom 22. November 2011 eine des Versicherten am 1. Februar 2011 gegen diese Verfügung erhobene Ei n- sprache abwies mit der Begründung, auch nach weiteren Nachforschun- gen könnten dem Versicherten nach wie vor keine Beitragszeiten ange- rechnet werden (Vorakten 19), dass der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 10. Dezember 2011 gegen diesen Einspracheentscheid Beschwerde beim Bundesverwaltungsg e- richt erhob und sinngemäss in Aufhebung des Einspra cheentscheids die Rückerstattung seiner AHV -Beiträge beantragte mit der Begründung , er habe in der Schweiz bei verschiedenen Arbeitgebern unte r dem Namen K_______ und nicht dem richtigen Namen I_______ gearbeitet und Be i- träge geleistet (act. 1), dass der Beschwerdeführer am 13. Februar 2012 dem Bundesverwa l- tungsgericht eine Zustelladresse in der Schweiz angab (act. 4), dass die Vorinstanz in ihr er Vernehmlassung vom 11. April 2012 (act. 8) die Abweisung der Beschwerde sowie die Bestätigung der Verfügung vom 29. Dezember 2010 und des Einspracheentscheides vom 22. November 2011 beantragte (act. 8), dies mit der Begründung, aufgrund von weiteren Nachforschungen seien auch unter dem angegebenen Namen K _______ weder ein individuelles Konto noch Beitragszahlungen ausfindig gemacht worden, dass das Bundesverwaltungsgericht g emäss Art. 31 des Verwaltungsg e- richtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (VGG, SR 173.32) in Verbindung mit Art. 85bis Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1946 über die Alters- und Hinterlassenenversicherung (AHVG, SR 831.10) zur Beurte i-C-6854/2011 Seite 3 lung von Beschwerden gegen Verfügungen von Vorinsta nzen gemäss Art. 33 VGG zuständig ist, dass die SAK eine Vorinstanz gemäss Art. 33 lit. d VGG ist und vorli e- gend keine Ausnahme im Sinne von Art. 32 VGG vorliegt, dass der Beschwerdeführer im Sinne von Art. 59 des Bundesgesetzes vom 6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungs- rechts (ATSG, SR 830.1) beschwerdelegitimiert ist, dass die Beschwerde im Übrigen frist - und formgerecht (Art. 60 ATSG und Art. 52 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 über das Ve r- waltungsverfahren [VwVG, SR 172.021]) eingereicht wurde, weshalb dar- auf einzutreten ist, dass das Bundesverwaltungsgericht im Beschwerdeverfahren das Bu n- desrecht von Amtes wegen anwendet und gemäss Art. 62 Abs. 4 VwVG an die Begründung der Begehren nicht gebunden ist und die Beschwerde auch aus anderen als den geltend gemachten Gründen gutheissen oder den angefochtenen Entscheid im Ergebnis mit einer von der Vorinstanz abweichenden Begründung bestätigen kan n (sog. Motivsubstitution, vgl. BVGE 2007/41 E.2; ALFRED KÖLZ/ISABELLE HÄNER, Verwaltungsver- fahren und Verwaltungsrechtspflege des Bu ndes, 2. Aufl., Zürich 1998, S. 240, Rz. 677), wobei grundsätzlich die Sachlage zum Zeitpunkt seines Entscheides massgebend ist (vgl. BGE 135 II 369 E. 3.3 S. 374; BVGE 2011/1 E. 2 mit Hinweis), dass gemäss schweizerischem Recht Ausländern, die ihren Wohnsitz im Ausland haben und mit deren Heimatstaat keine zwischenstaatliche Ve r- einbarung besteht, sowie ihren Hinterlassenen die gemäss den Artikeln 5, 6, 8, 10 oder 13 AHVG bezahlten Beiträge rückvergütet werden können, wobei der Bundesrat die Einzelheiten, insbesondere das Ausmass der Rückvergütung regelt (Art. 18 Abs. 3 AHVG), dass gemäss Art. 1 Absatz 1 der Verordnung vom 29. November 1995 über die Rückvergütung der von Ausländern an die Alters - und Hinterlas- senenversicherung bezahlten Beiträge (RV-AHV, SR 831.131.12) Auslän- der, mit deren Heimatstaat keine zwischenstaatliche Vereinbarung b e- steht, die Beiträge zurückfordern können, sofern diese gesamthaft wä h- rend mindestens eines vollen Jahres geleistet wo rden sind und keinen Rentenanspruch begründen, C-6854/2011 Seite 4 dass eine zwischenstaatliche Vereinbarung einen Anspruch auf eine Rückvergütung der bezahlten Beiträge ausschliesst, aber Ausländern s o- wie ihren Hinterlassenen einen Anspruch auf ordentliche Leistungen der schweizerischen AHV einräumen kann (vgl. Art. 18 Abs. 2 AHVG, Art. 18 Abs. 3 AHVG [e contrario]), dass sich im vorliegenden Verfahren die Frage stellt, ob das Abkommen vom 8. Juni 1962 zwischen der Schweizerischen Eidgenossenschaft und der Föderativen Volksr epublik Jugoslaw ien über Sozialversicherung (SR 0.831.109.818.1; nachfolgend Sozialversicherungsabkommen) sowie die Verwaltungsvereinbarung vom 5. Juli 1963 betreffend die Durchfü h- rung dieses Abkommens (SR 0.831.109. 818.12) auf Bürger von Kosovo weiterhin anwendbar sind, dass sich das Bundesverwaltungsgericht zu dieser Frage mit inzwischen rechtskräftigem Grundsatzurteil C -4828/2010 vom 7. März 2011 geäu s- sert und die Weiteranwendung des Sozialversicherungsabkommens b e- jaht hat (vgl. Urteil des Bundesgericht s 9C_329/2011 vom 27. September 2011), dass das Sozialversicherungsabkommen demnach auch im vorliegenden Fall weiterhin anwendbar ist, dass eine Rückvergütung der bezahlten AHV -Beiträge vorliegend somit bereits deshalb nicht möglich ist, da mit dem Heimats taat des Beschwer- deführers eine zwischenstaatliche Vereinbarung besteht, dass sich dem anwendbaren Abkommen der Föderativen Volksrepublik Jugoslawien keine Rechtsgrundlage für eine Rückvergütung entnehmen lässt, dass daher nicht weiter geprüft werden muss, ob der Beschwerdeführer, wie vorliegend bestritten, gesamthaft w ährend mindestens eines vollen Jahres Beiträge geleistet hat, dass die Vorinstanz implizit zu Unrecht davon ausgegangen ist, dass kein Abkommen mit der Schweiz besteht, dass vorliegend der angefochtene Einspracheentscheid der Vorinstanz in Motivsubstitution im Ergebnis zu schützen ist, weshalb die dagegen e r- hobene Beschwerde, da offensichtlich unbegründet, im einzelrichterlichen Verfahren abzuweisen ist (Art. 85bis Abs. 3 AHVG), C-6854/2011 Seite 5 dass das Verfahren für die Parteien kostenlos ist (Art. 85bis Abs. 2 AHVG), weshalb keine Verfahrenskosten zu erheben sind, dass bei diesem Verfahrensausgang weder dem unterliegenden B e- schwerdeführer noch der Vorinstanz eine Parteientschädigung zuzuspr e- chen ist (Art. 64 Abs. 1 VwVG [e contrario] i.V .m. Art. 7 Abs. 1 [e contr a- rio] und Abs. 3 des Reglements vom 2 1. Februar 2008 über die Ko s- ten und Entschädigungen vor dem Bun desverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]). Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 2. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben und es wird keine Parteien t- schädigung zugesprochen. 3. Dieses Urteil geht an: – den Beschwerdeführer (Gerichtsurkunde) – die Vorinstanz (Ref-Nr._______) – das Bundesamt für Sozialversicherungen Der Einzelrichter: Die Gerichtsschreiberin: Daniel Stufetti Regula Hurter Urech Rechtsmittelbelehrung: Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen nach Eröffnung beim Bun- desgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern , Beschwerde in öffentlich - rechtlichen Angelegenheiten geführt werden (Art. 82 ff., 90 ff. und 100 des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]). Die C-6854/2011 Seite 6 Rechtsschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der B e- weismittel und die Unterschrift zu enthalten. Der angefochtene Entscheid und die Beweismittel sind, soweit sie der Beschwerdeführer in Händen hat, beizulegen (Art. 42 BGG). Versand: