<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2000.00423</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=106061&amp;W10_KEY=13013579&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2000.00423</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 08.03.2001</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">3. Abteilung/3. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">FÃ¼rsorgerecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Sozialhilfe</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Sozialhilfe (Rückerstattung; Abtretung von Ansprüchen des Sozialhilfeempfängers): Anspruch auf Sozialhilfe im Allgemeinen (E. 2). Erklärung zur Abtretung eines Prozessgewinns an das Fürsorgeamt zur Sicherstellung der Ansprüchen des Amts gegen den Sozialhilfeempfänger; jedoch keine Ablieferung an das Fürsorgeamt der irrtümlich an den Sozialhilfeempfänger ausbezahlten Summe: Rechtsgrundlagen für die Rückerstattung: v o r Auszahlung § 19 SHG, n a c h Auszahlung § 26 SHG (E. 3). Quantitativ: Berücksichtigung eines Vermögensfreibetrags gemäss SKOS-Richtlinien (E. 4). Die angedrohte Kürzung k ü n f t i g e r Leistungen hat vorliegend die Bedeutung einer Verwarnung und ist als verfahrensleitende Anordnung nicht anfechtbar (E. 5a). Eine solche Kürzung ist zulässig und weist im Ergebnis den Charakter eines Verrechnungstatbestands auf (E. 5b). </b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ABTRETUNG">ABTRETUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: KÃRZUNG">KÃRZUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: RÃCKERSTATTUNG">RÃCKERSTATTUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: SOZIALHILFE">SOZIALHILFE</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: VERWARNUNG">VERWARNUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: FÃ¼rsorge ST: WIRTSCHAFTLICHE HILFE">WIRTSCHAFTLICHE HILFE</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade">§ 14 SHG</span><br/><span class="gerade">§ 19 SHG</span><br/><span class="ungerade">§ 24 SHG</span><br/><span class="gerade">§ 26 SHG</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 3 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Einzug1"><span>I. A erhielt spÃ¤testens seit Mai 1993 mit zeitlichen UnterbrÃ¼­chen wirtschaftliche Hilfe von der Stadt ZÃ¼rich. Am 21. Juni 1994 unterzeichnete er eine ErklÃ¤rung, wonach er dem Amt fÃ¼r Jugend- und Sozialhilfe den allfÃ¤lligen Prozessgewinn aus dem Rechtsstreit gegen seine frÃ¼here Arbeitgeberin abtrete. Am 3. Juni 1997 erhielt das Amt Kenntnis da­von, dass er sich am 13. Januar 1997 mit seiner frÃ¼heren Ar­beitgeberin vergleichsweise auf eine Reduktion seiner Forderung auf Fr. 20'000.-, zahlbar binnen zwanzig Tagen nach Zu­stellung der AbschreibungsverfÃ¼gung des Bezirksgerichts ZÃ¼rich vom 11. Februar 1997, geeinigt habe. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>II. Die Einzelfallkommission der FÃ¼rsorgebehÃ¶rde der Stadt ZÃ¼rich beschloss am 14. Juli 1997 die Einstellung der wirtschaftlichen Hilfe ab 1. August 1997, da er aufgrund des gestÃ¼tzt auf den Prozessvergleich erhaltenen Betrags wieder Ã¼ber liquide Mittel zur Bestreitung seines Lebensunterhalts verfÃ¼ge. Auf Einsprache vom 31. Juli 1997 hin bestÃ¤­tigte die GeschÃ¤ftsprÃ¼fungskommission der stÃ¤dtischen FÃ¼rsorgebehÃ¶rde diese VerfÃ¼gung am 21. Oktober 1997, unter Hinweis darauf, dass der Einsprecher beim Vorliegen einer Notlage ein neues UnterstÃ¼tzungsgesuch stellen kÃ¶nne. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Den dagegen am 24. November 1997 erhobenen Rekurs hiess der Bezirksrat ZÃ¼rich am 21. Januar 1999 im Sinn der ErwÃ¤gungen teilweise gut. Er lud die zustÃ¤ndige Sozialbe­ratungsstelle ein, rÃ¼ckwirkend auf 1. August 1997 eine den damaligen VerhÃ¤ltnissen ent­sprechende Neubeurteilung und gegebenenfalls eine Nachzahlung vorzunehmen. Dieser Rekursentscheid erwuchs in Rechtskraft. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>III. Nach verschiedenen AbklÃ¤rungen teilte das Amt fÃ¼r Jugend- und Sozialhilfe A am 23. Juli 1999 mit, dessen monatlicher UnterstÃ¼tzungsbedarf werde â unter BerÃ¼cksich­tigung einer angemessenen KÃ¼rzung von Fr. 230.- gemÃ¤ss Be­zirksratsbeschluss vom 21. Januar 1999 â auf Fr. 2'279.50 festgesetzt, weshalb ihm fÃ¼r die Monate August bis No­vember 1997 ein Betrag von Fr. 9'118.- Ã¼berwiesen werde.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>IV. Das Amt fÃ¼r Jugend- und Sozialhilfe schrieb A am 24. Sep­tember 1999, die Frage einer RÃ¼ckzahlung des Betrags von Fr. 20'000.-, den er aufgrund des Prozessver­gleichs von seiner frÃ¼heren Arbeitgeberin erhalten habe, sei nicht Gegen­stand des vorange­henden Rechtsmittelverfahrens vor Bezirksrat gewesen. Die FÃ¼rsorgebe­hÃ¶rde werde nun einen Entscheid "Ã¼ber die RÃ¼ckerstattung der vorschussweise zu diesem Betrag ausgerich­teten Sozialhilfeleistungen" zu fÃ¤llen haben; vorgesehen sei eine Ver­pflichtung zur RÃ¼ck­zahlung in monatlichen Raten von Fr. 800.-. Sollten seine Einkom­mens- und VermÃ¶gens­verhÃ¤ltnisse eine derartige Schuldentilgung nicht zulassen, sei er gehalten, seine derzeiti­gen finanziellen VerhÃ¤ltnisse mit geeigneten Belegen bis zum 18. Ok­tober 1999 zu doku­mentieren. - Der damalige Rechtsvertreter von A antwortete am 12. Oktober 1999, abgese­hen von der rechtlichen Frage der RÃ¼ckzahlungs­pflicht sei sein Klient zu einer RÃ¼ckerstat­tung nicht in der Lage, da der monatlichen Ar­beitslosenentschÃ¤digung von Fr. 4'728.20 ein Bedarf von Fr. 4'779.- gegenÃ¼berstehe; hinzu kÃ¤men Schulden von Fr. 80'000.-; die ihm vom Amt fÃ¼r Jugend- und Sozialhilfe fÃ¼r die Monate August bis November 1997 ausge­richteten Leistungen von insgesamt Fr. 9'118.- habe er fÃ¼r die Begleichung von Schulden verwendet. â Das Amt fÃ¼r Jugendâ und Sozial­hilfe schrieb dem Vertreter am 17. November 1999, der geltend gemachte monatliche Un­terhaltsbedarf von Fr. 4'779.- sei nicht ausgewiesen; A habe Gelegen­heit, die fehlenden Unterlagen bis Ende Monat nachzu­bringen. â Der Rechtsvertreter erwi­derte am 30. November 1999, wie die beiliegenden Unterlagen zeigten, Ã¼bersteige das be­treibungsrechtliche Existenzminimum seines Klienten sogar den in der Eingabe vom 12. Oktober 1999 geltend gemachten Betrag; dieses lÃ¤ge sogar noch Ã¼ber Fr. 4'800.-.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die Einzelfallkommission der FÃ¼rsorgebehÃ¶rde beschloss am 8. Mai 2000, A werde zur RÃ¼ckerstattung des Betrags von Fr. 20'000.- verpflichtet (Disp. Ziff. 1); im Falle einer erneuten UnterstÃ¼tzung durch das Amt fÃ¼r Jugend- und Sozialhilfe werde der Grundbe­darf II fÃ¼r die Dauer von 12 Monaten zurÃ¼ckbehalten und der Grundbe­darf I um 15 % ge­kÃ¼rzt, beides mit der Wirkung, dass sich die RÃ¼ckzahlungsverpflichtung gemÃ¤ss Disp. Ziff. 1 im Umfang dieser LeistungskÃ¼rzungen reduziere (Disp. Ziff. 2).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die dagegen vom Rechtsvertreter am 13. Juni 2000 erhobene Einsprache und das damit verbundene Gesuch um Bestellung eines unentgeltlichen Rechtsbeistandes wies die GeschÃ¤ftsprÃ¼fungskommission der stÃ¤dtischen FÃ¼rsorgebehÃ¶rde am 5. September 2000 ab; sie ergÃ¤nzte Disp. Ziff. 2 des Entscheids der Einzelfallkommission dahin, dass bei einer kÃ¼nftigen UnterstÃ¼tzung die Verrechnung des Grundbedarfs I um 15 % auf die Dauer von sechs Monaten beschrÃ¤nkt werde.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Den dagegen von A am 14. Oktober 2000 erhobenen Rekurs wies der Bezirksrat ZÃ¼rich am 7. Dezember 2000 ab.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>V. Mit Beschwerde vom 22. Dezember 2000 beantragte A dem Verwaltungsgericht sinngemÃ¤ss, die BeschlÃ¼sse der Vorinstanzen vom 8. Mai, 5. Sep­tem­ber und 7. Dezember 2000 aufzuheben.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die GeschÃ¤ftsprÃ¼fungskommission der stÃ¤dtischen FÃ¼rsorgebehÃ¶rde und der Be­zirksrat ZÃ¼rich beantragten dem Gericht Abweisung der Beschwerde.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Das Verwaltungsgericht zieht in ErwÃ¤gung:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>1. Das Verwaltungsgericht ist nach § 19c Abs. 2 und § 41 des Verwaltungsrechts­pflegegesetzes vom 24. Mai 1959/8. Juni 1997 (VRG) zur Behandlung der vorliegenden Beschwerde sachlich und funktionell zustÃ¤ndig. Gerichtsintern ist bei einem Streitwert bis zu Fr. 20'000.- der Einzelrichter (vorbehaltlich § 38 Abs. 3 Satz 1 VRG), bei einem hÃ¶he­ren Wert dagegen die Kammer zustÃ¤ndig (§ 38 Abs. 2 VRG). Der BeschwerdefÃ¼hrer wehrt sich nicht nur gegen die Verpflichtung zur RÃ¼ckerstattung des Betrags von Fr. 20'000.- (Disp. Ziff. 1 des Beschlusses vom 8. Mai 2000), sondern auch dagegen, dass im Fall einer erneuten UnterstÃ¼tzung zwecks Verrechnung mit dieser RÃ¼ckerstattungsschuld der Grund­bedarf II fÃ¼r 12 Monate zurÃ¼ckbehalten und der Grundbedarf I fÃ¼r 6 Monate gekÃ¼rzt wer­den soll (Disp. Ziff. 2 des Beschlusses vom 8. Mai 2000 in Verbindung mit Disp. Ziff. 1 des Beschlusses der Einspracheinstanz vom 5. September 2000). Die zweitgenannte An­ordnung legt dem BeschwerdefÃ¼hrer zwar eine zusÃ¤tzliche Belastung auf. Letztere erhÃ¶ht jedoch den Streitwert betragsmÃ¤ssig nicht, weil sie lediglich die Frage der Tilgung der RÃ¼ckerstattungsschuld von Fr. 20'000.- betrifft. Aufgrund des Streitwerts wÃ¤re daher der Einzelrichter zustÃ¤ndig. Da jedoch die Streitsache grundsÃ¤tzliche Fragen aufwirft, wird dessen ZustÃ¤ndigkeit nach § 38 Abs. 3 Satz 1 VRG wegbedungen und ist gleichwohl die Kammer zustÃ¤ndig. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Weil auch die Ã¼brigen Sachurteilsvoraussetzungen erfÃ¼llt sind, ist auf die Beschwer­de einzutreten.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>2. Wer fÃ¼r seinen Lebensunterhalt und den seiner FamilienangehÃ¶rigen mit dem gleichen Wohnsitz nicht hinreichend oder nicht rechtzeitig aus eigenen Mitteln aufkommen kann, hat Anspruch auf wirtschaftliche Hilfe (§ 14 des Sozialhilfegesetzes vom 14. Juni 1981, SHG; § 16 der Sozialhilfeverordnung vom 21. Oktober 1981, SHV). Die wirtschaft­liche Hilfe soll das soziale Existenzminimum gewÃ¤hrleisten, das neben den Ã¼blichen Auf­wendungen fÃ¼r den Lebensunterhalt auch individuelle BedÃ¼rfnisse angemessen berÃ¼ck­sichtigt (§ 15 SHG; § 17 SHV). Die Hilfe suchende Person hat Ã¼ber ihre VerhÃ¤ltnisse wahrheitsgemÃ¤ss Auskunft zu geben und Einsicht in die Unterlagen zu gewÃ¤hren (§ 18 Abs. 1 SHG; § 28 SHV). Die Leistung wirtschaftlicher Hilfe kann davon abhÃ¤ngig ge­macht werden, dass die Hilfe suchende Person vermÃ¶gensrechtliche AnsprÃ¼che gegenÃ¼ber Dritten an die FÃ¼rsorgebehÃ¶rde abtritt, soweit sie nicht von Gesetzes wegen Ã¼bergehen (§ 19 SHG).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Wer Anordnungen der FÃ¼rsorgebehÃ¶rde nicht befolgt, insbesondere Ã¼ber seine Ver­hÃ¤ltnisse keine oder falsche AuskÃ¼nfte gibt, die Einsichtnahme in seine Unterlagen verwei­gert, Leistungen trotz Mahnung unzweckmÃ¤ssig verwendet oder Auflagen und Weisungen (vgl. § 21 SHG) missachtet, wird unter Androhung der Folgen schriftlich verwarnt (§ 24 Abs. 1 SHG). Bei erfolgloser Verwarnung kÃ¶nnen die Leistungen gekÃ¼rzt werden (§ 24 Abs. 2 SHG). Wer unter unwahren oder unvollstÃ¤ndigen Angaben wirtschaftliche Hilfe erwirkt hat, ist zur RÃ¼ckerstattung verpflichtet (§ 26 SHG mit dem Randtitel "RÃ¼ckerstat­tung bei unrechtmÃ¤ssigen Bezug").</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>3. a) Der BeschwerdefÃ¼hrer hat am 21. Juni 1994 eine schriftliche ErklÃ¤rung unter­zeichnet, wonach er dem FÃ¼rsorgeamt die ihm in der arbeitsrechtlichen Streitigkeit gegen die D. AG allfÃ¤llig zugesprochene Forderung ("Prozessgewinn") gestÃ¼tzt auf § 19 SHG und Art. 164 des Schweizerischen Obligationenrechts (OR) abtrete. Die Abtretung diene zur Sicherstellung aller AnsprÃ¼che, welche das FÃ¼rsorgeamt aus der UnterstÃ¼tzung des Abtre­tenden zur Zeit besitze oder in Zukunft erlange. Der Abtretende verpflichtete sich dabei, den Drittschuldner auf Verlangen des FÃ¼rsorgeamtes der Stadt ZÃ¼rich von der Ab­tretung des all­fÃ¤lligen Prozessgewinns zu benachrichtigen und ihn zur direkten Zahlung an das FÃ¼rsorge­amt anzuweisen. Das FÃ¼rsorgeamt wurde zudem fÃ¼r berechtigt erklÃ¤rt, von sich aus dem Drittschuldner von der Abtretung Kenntnis zu geben. Schliesslich wurde der Abtretende auch verpflichtet, allfÃ¤llige bei ihm auf die Abtretungsforderung eingehende Zah­lungen ohne weiteres an das FÃ¼rsorgeamt abzufÃ¼hren. Am 13. Ja­nuar 1997 einigte sich der Beschwerde­fÃ¼hrer im genannten Prozess mit seiner frÃ¼heren Ar­beitgeberin darauf, seine For­derung auf Fr. 20'000.- zu reduzieren, in welchem Umfang sie von der Gegenpartei aner­kannt wurde; gestÃ¼tzt auf diesen Vergleich schrieb das Bezirksge­richt das Verfahren am 11. Februar 1997 ab. â Der BeschwerdefÃ¼hrer bestreitet nicht, dass er im FrÃ¼hjahr 1997 von seiner frÃ¼heren Arbeitgeberin den Betrag von Fr. 20'000.- erhalten und entgegen der in der AbtretungserklÃ¤­rung vom 21. Juni 1994 eingegangenen Ver­pflich­tung nicht an das FÃ¼rsorge­amt weiterge­leitet hat. Zudem wÃ¤re er jedenfalls verpflichtet gewesen, die FÃ¼rsorgebehÃ¶rde vom abge­schlos­senen Prozessvergleich und von der hierauf bei ihm eingehenden Zahlung Kenntnis zu geben; diese Verpflichtung ergab sich im Zusammenhang mit der Abtretungs­erklÃ¤rung un­mit­telbar aus § 28 Abs. 1 SHV bzw. der dort erwÃ¤hnten Pflicht des Hilfesuchen­den, Ãnde­run­gen in seinen VerhÃ¤ltnissen zu melden. Ãberdies hat er sich in einer Er­klÃ¤rung vom 3. Mai 1993 allgemein dazu verpflichtet, alle Ãnderungen in seinen finanziel­len VerhÃ¤lt­nissen dem FÃ¼rsorgeamt gegenÃ¼ber bekannt zu geben. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) Aufgrund dieser Sach- und Rechtslage erweist sich die am 8. Mai 2000 angeord­nete Verpflichtung zur RÃ¼ckerstattung grundsÃ¤tzlich als rechtmÃ¤ssig (zum quantitativen Umfang vgl. E. 4). Die RÃ¼ckerstattung findet ihre Grundlage ‑ differenziert nach dem Zeit­punkt der Auszahlung des Prozessgewinns ‑ in folgenden Normen:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>aa) <i>Vor </i>Auszahlung des Prozessgewinns im FrÃ¼hjahr 1997 ist § 19 SHG zu beach­ten, wonach die Leistung wirtschaftlicher Hilfe davon abhÃ¤ngig gemacht werden kann, dass der Hilfesuchende vermÃ¶genrechtliche AnsprÃ¼che gegenÃ¼ber Dritten an die FÃ¼rsorge­behÃ¶rde abtritt. Im vorliegenden Fall ist der Inhalt dieser Bestimmung in der Abtretungs­vereinbarung vom 21. Juni 1994 konkretisiert, was im Ergebnis eine Pflicht zur Abliefe­rung der in Aussicht stehenden Summe statuiert.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>bb) <i>Nach </i>Auszahlung des Prozessgewinns stÃ¼tzt sich die RÃ¼ckforderung auf § 26 SHG, wonach zur RÃ¼ckerstattung verpflichtet ist, wer unter unwahren oder unvollstÃ¤ndigen Angaben wirtschaftliche Hilfe erwirkt hat. Indem der BeschwerdefÃ¼hrer entgegen der in der AbtretungserklÃ¤rung enthaltenen Auflage den eingegangenen Prozessgewinn dem Amt fÃ¼r Jugend- und Sozialhilfe weder gemeldet noch abgeliefert hat, hat er in qualifizierter Weise gegen die Meldepflicht nach § 28 SHV verstossen und damit die seither gewÃ¤hrten Hilfeleistungen unrechtmÃ¤ssig im Sinn von § 26 SHG bezogen (RB 1997 Nr. 121 E. 2, 1998 Nr. 89).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>c) Wird die Verpflichtung zur RÃ¼ckerstattung tatsÃ¤chlich durchgesetzt, setzt dies wie vorliegend eine entsprechende SachverfÃ¼gung voraus (vgl. RB 1998 Nr. 88 [VB.98.00057] und im RB nicht publizierte E. 2b), so dass bei deren Erlass bzw. im Rechtsmittelverfahren die konkret geltend gemachte RÃ¼ckforderungssumme einer ÃberprÃ¼­fung unterliegt (vgl. E. 4).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>4. Was die HÃ¶he der RÃ¼ckforderung betrifft, bildet der Betrag von Fr. 20'000.-, den der BeschwerdefÃ¼hrer als Prozessgewinn erhalten hat, die oberste Grenze dessen, was er der Beschwerdegegnerin rÃ¼ckzuerstatten hat. Dies setzt allerdings voraus, dass der Be­schwerdefÃ¼hrer zumindest in diesem Umfang Sozialhilfeleistungen bezogen hat. Aufgrund der Akten hat der BeschwerdefÃ¼hrer allein in den Jahren 1993 und 1994 Sozialhilfe im Umfang von knapp Fr. 30'000.- erhalten.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Bei der RÃ¼ckforderung ist allerdings ein VermÃ¶gensfreibetrag von Fr. 4'000.- zu be­rÃ¼cksichtigen (E.2.1 der SKOS-Richtlinien; RB 1998 Nr. 88 [VB.98.00057] und im RB nicht publizierte E. 3c Abs. 2). Ausserdem ist ein Betrag von Fr. 920.-, der dem Beschwer­defÃ¼hrer wegen Verstosses gegen die Melde- und Ablieferungspflicht schon abgezogen worden ist, bei der Berechnung der RÃ¼ckforderungssumme zu beachten (4 x Fr. 230.- = Fr. 920.- fÃ¼r August bis November 1997). Somit reduziert sich die RÃ¼ckforderung auf den Betrag von Fr. 15'080.-.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Wie schon vor Bezirksrat, wendet der BeschwerdefÃ¼hrer in der Beschwerdeschrift sinngemÃ¤ss ein, er sei gar nicht in der Lage, den Betrag zurÃ¼ckzuerstatten. Dieser Einwand lÃ¤sst jedoch die streitige Anordnung nicht als unrechtmÃ¤ssig erscheinen. Er betrifft einzig die Frage, ob dem BeschwerdefÃ¼hrer die RÃ¼ckerstattung zu erlassen oder zu stunden sei, worÃ¼ber hier nicht zu entscheiden ist. Ein allfÃ¤lliger Erlass oder eine Stundung setzen einen rechtskrÃ¤ftigen Entscheid Ã¼ber die RÃ¼ckzahlungsverpflichtung voraus; und an einem sol­chen Entscheid hat die Beschwerdegegnerin im Hinblick auf die betreibungsrechtliche Durchsetzung ihrer Forderungen (vgl. insbesondere Art. 81 und 149 des Bundesgesetzes Ã¼ber Schuldbetreibung und Konkurs) ein schÃ¼tzenswertes Interesse (RB 1997 Nr. 121 E. 3).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>5. Zu prÃ¼fen bleibt ob die zweite streitige "Anordnung" (Disp. Ziff. 2 des Beschlus­ses der Einzelfallkommission vom 8. Mai 2000 in Verbindung mit Disp. Ziff. 1 des Be­schlusses der Einspracheinstanz vom 5. September 2000) rechtmÃ¤ssig sei, welche Leis­tungskÃ¼rzungen fÃ¼r den Fall vorsieht, dass der BeschwerdefÃ¼hrer der Verpflichtung zur RÃ¼ckerstattung nicht nachkommt. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>a) VerfahrensmÃ¤ssig stellt sich dabei vorab die Frage, ob Disp. Ziff. 2 des Be­schlusses der Einzelfallkommission vom 8. Mai 2000 (in Verbindung mit Disp. Ziff. 1 des Beschlusses der Einspracheinstanz vom 5. September 2000) mit den Anforderungen von § 24 SHG vereinbar sei. Danach muss der LeistungskÃ¼rzung die Missachtung einer Anord­nung sowie die anschliessende Androhung der KÃ¼rzung (Verwarnung) vorangehen (zu die­sem Dreistufenprinzip vgl. VGr, 21. September 2000, VB.2000.00229 E. 2c mit Hinweis auf frÃ¼here Entscheide [abrufbar Ã¼ber www.vgrzh.ch]). Im vorliegenden Fall ist zu beach­ten, dass mit der fraglichen "Anordnung" in Disp. Ziff. 2 richtig betrachtet lediglich eine LeistungskÃ¼rzung fÃ¼r den Fall angekÃ¼ndigt wird, dass der BeschwerdefÃ¼hrer der RÃ¼cker­stattungsanordnung in Disp. Ziff. 1, welche eine direkte Begleichung der Schuld verlangt, nicht nachkommt. In diesem richtig verstandenen Sinn kommt Disp. Ziff. 2 lediglich die Bedeutung einer Verwarnung zu. Alsdann fragt es sich nur noch, ob diese Verwarnung verfrÃ¼ht sei, weil (vor Eintritt der Rechtskraft des fraglichen Beschlusses) noch nicht fest­steht, dass der BeschwerdefÃ¼hrer die Anordnung zur RÃ¼ckzahlung missachtet habe. Unter den hier gegebenen besonderen UmstÃ¤nden kann die Verwarnung jedoch nicht als verfrÃ¼ht bezeichnet werden: Denn der BeschwerdefÃ¼hrer hatte bereits die unmissverstÃ¤ndliche Wei­sung in der AbtretungserklÃ¤rung vom 21. Juni 1994, den Prozessgewinn abzuliefern, miss­achtet. Die nunmehr mit der RÃ¼ckerstattungsanordnung verbundene AnkÃ¼ndigung, dass allfÃ¤llige kÃ¼nftige Leistungen gekÃ¼rzt wÃ¼rden, kann daher durchaus als Verwarnung im Sinn von § 24 SHG gelten. Eine solche Verwarnung stellt indessen lediglich eine verfah­rensleitende Anordnung dar, die keinen spÃ¤ter voraussichtlich nicht behebbaren Nachteil zur Folge hat, und ist deshalb nicht anfechtbar (RB 1998 Nr. 34). Der Bezirksrat hÃ¤tte da­her in diesem Punkt auf den Rekurs nicht eintreten sollen, weshalb die Beschwerde diesbe­zÃ¼glich im Ergebnis abzuweisen ist. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) Wie angemerkt werden kann, bildet die angekÃ¼ndigte KÃ¼rzung allfÃ¤lliger kÃ¼nfti­ger Sozialhilfeleistungen eine zulÃ¤ssige Sanktion, falls der BeschwerdefÃ¼hrer der RÃ¼cker­stattungsanordnung nicht nachkommen sollte. LeistungskÃ¼rzungen setzen nach § 24 SHG die Missachtung von "Anordnungen der FÃ¼rsorgebehÃ¶rde" voraus. Die in dieser Bestim­mung enthaltene AufzÃ¤hlung solcher Anordnungen lÃ¤sst erkennen, dass es vorab um zwei Kategorien geht: einerseits um verfahrensrechtliche Auflagen zur AbklÃ¤rung der Einkom­mens- und VermÃ¶gensverhÃ¤ltnisse und damit der FÃ¼rsorgebedÃ¼rftigkeit und des Leistungs­umfangs, anderseits um Auflagen und Weisungen im Sinn von § 21 SHG, die in § 23 SHV nÃ¤her konkretisiert werden. Es handelt sich aber nicht um abschliessende Kategorien, da ihre AufzÃ¤hlung in § 24 Abs. 1 SHG, wie sich aus dessen Wortlaut ergibt, lediglich exem­plifikativ erfolgt. Es genÃ¼gt daher, dass es sich um Anordnungen handelt, welche mit der TÃ¤tigkeit der FÃ¼rsorgebehÃ¶rde fÃ¼r den betreffenden Gesuchsteller oder HilfeempfÃ¤nger im Zusammenhang stehen. Wie anzumerken ist, wÃ¤re es denn auch stossend, wenn die Miss­achtung einer zu Recht erfolgten RÃ¼ckerstattungsanordnung bei kÃ¼nftigen Leistungen an die betroffene Person mit keinerlei Sanktionen verbunden werden kÃ¶nnte. Wohl wÃ¤re es klar unzulÃ¤ssig, kÃ¼nftige Leistungen wegen der Missachtung der RÃ¼ckerstattungsver­pflichtung Ã¼berhaupt zu verweigern. Das strebt die FÃ¼rsorgebehÃ¶rde im vorliegenden Fall aber gar nicht an. In Betracht gezogen wird einzig eine LeistungskÃ¼rzung in dem Umfang, wie er in § 24 SHV in Verbindung mit A.8.3 der SKOS-Richtlinien abgesteckt wird. Dieser KÃ¼rzung kommt somit im Ergebnis der Charakter eines Verrechnungs­tatbestands zu: Ver­rechnet werden kann der Betrag, welche rÃ¼ckzuerstatten ist, wobei das betreibungsrechtli­che Existenzminimum in jedem Fall unangetastet zu bleiben hat.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1">6. Demnach ist die Beschwerde im Sinn der ErwÃ¤gungen teilweise gutzuheissen und der BeschwerdefÃ¼hrer zu verpflichten, der Beschwerdegegnerin den Betrag von Fr. 15'080.- binnen 30 Tagen nach Zustellung dieses Entscheids zu zahlen. ...</p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>DemgemÃ¤ss entscheidet das Verwaltungsgericht:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>1. Die Beschwerde wird im Sinn der ErwÃ¤gungen teilweise gutgeheissen.</span></p> <p class="Einzug2"><span> Der BeschwerdefÃ¼hrer wird verpflichtet, der Beschwerdegegnerin den Betrag von Fr. 15'080.-- binnen 30 Tagen nach Zustellung dieses Entscheids zu zahlen.</span></p> <p class="Einzug2"> </p> <p class="Einzug2">...</p> <p class="Einzug2"> </p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>