<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="content"> <div class="para"> </div> <div class="para">Bundesgericht </div> <div class="para">Tribunal fédéral </div> <div class="para">Tribunale federale </div> <div class="para">Tribunal federal </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <table border="0"> <tr> <td> <img height="68" src="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/clir/http/displayimage.php?id=2017-06-22-4D_27-2017.1&amp;type=gif" width="95"/> </td> <td> <div class="para"> </div> </td> <td> <div class="para"> </div> </td> </tr> <tr> <td> <div class="para"> <b>4D_27/2017 </b> </div> </td> <td> <div class="para"> </div> </td> <td> <div class="para"> </div> </td> </tr> </table> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>Urteil vom 22. Juni 2017</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>I. zivilrechtliche Abteilung</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Besetzung </div> <div class="para">Bundesrichterin Kiss, Präsidentin, </div> <div class="para">Bundesrichterinnen Hohl, May Canellas, </div> <div class="para">Gerichtsschreiber Kölz. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Verfahrensbeteiligte </div> <div class="para">A.A.________ und B.A.________, </div> <div class="para">Beschwerdeführer, </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <i>gegen</i> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">1. C.________, </div> <div class="para">2. D.________, </div> <div class="para">beide vertreten durch Rechtsanwalt Paul Hofer, </div> <div class="para">Beschwerdegegner. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Gegenstand </div> <div class="para">Miete, Kündigungsschutz, </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Beschwerde gegen den Entscheid des Obergerichts </div> <div class="para">des Kantons Aargau, Zivilgericht, 4. Kammer, </div> <div class="para">vom 14. März 2017. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>In Erwägung,</b> </div> <div class="para">dass der Präsident des Bezirksgerichts Baden eine Klage von A.A.________ und B.A.________ (Beschwerdeführer) gegen C.________ und D.________ (Beschwerdegegner) betreffend Anfechtung Kündigung / Mieterstreckung mit Entscheid vom 28. Oktober 2016 abwies; </div> <div class="para">dass A.A.________ und B.A.________ gegen diesen Entscheid Beschwerde an das Obergericht des Kantons Aargau führten; </div> <div class="para">dass der Instruktionsrichter am Obergericht A.A.________ und B.A.________ mit Verfügung vom 9. Dezember 2016 eine zehntägige Frist und mit Verfügung vom 17. Januar 2017 eine zehntägige Nachfrist zur Leistung eines Kostenvorschusses ansetzte; </div> <div class="para">dass A.A.________ und B.A.________ am 23. Februar 2017 um Ansetzung einer neuen Frist ersuchten; </div> <div class="para">dass das Obergericht dieses Gesuch mit Entscheid vom 14. März 2017 abwies und gestützt auf <span class="artref">Art. 101 Abs. 3 ZPO</span> auf die Beschwerde nicht eintrat; </div> <div class="para">dass A.A.________ und B.A.________ diesen Entscheid mit subsidiärer Verfassungsbeschwerde beim Bundesgericht anfochten und um Gewährung der aufschiebenden Wirkung ersuchten; </div> <div class="para">dass das Obergericht auf eine Stellungnahme zur Beschwerde unter Verweis auf den angefochtenen Entscheid verzichtete und keine Einwendungen gegen die Gewährung der aufschiebenden Wirkung formulierte; </div> <div class="para">dass C.________ und D.________ auf Abweisung der Beschwerde und des Gesuchs um aufschiebende Wirkung schlossen; </div> <div class="para">dass A.A.________ und B.A.________ replizierten, worauf C.________ und D.________ auf eine Stellungnahme verzichteten; </div> <div class="para">dass mit der Verfassungsbeschwerde die Verletzung von verfassungsmässigen Rechten gerügt werden kann (<span class="artref">Art. 116 BGG</span>); </div> <div class="para">dass Beschwerden an das Bundesgericht hinreichend zu begründen sind, ansonsten darauf nicht eingetreten werden kann (<a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=38&amp;from_date=21.06.2017&amp;to_date=10.07.2017&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F140-III-115%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page115">BGE 140 III 115</a> E. 2 S. 116; <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=38&amp;from_date=21.06.2017&amp;to_date=10.07.2017&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F134-II-244%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page244">134 II 244</a> E. 2.1); </div> <div class="para">dass in der Beschwerdeschrift unter Bezugnahme auf die Erwägungen des angefochtenen Entscheids dargelegt werden muss, inwiefern dieser Recht verletzt (<span class="artref"><artref id="CH/173.110/42/2" type="start"></artref><artref id="CH/173.110/42/1" type="start"></artref>Art. 42 Abs. 1 und 2 BGG</span><artref id="CH/173.110/42/2" type="end"></artref><artref id="CH/173.110/2" type="end"></artref>; <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=38&amp;from_date=21.06.2017&amp;to_date=10.07.2017&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F140-III-115%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page115">BGE 140 III 115</a> E. 2 S. 116, 86 E. 2 S. 89), wobei eine allfällige Verletzung von Grundrechten vom Bundesgericht nicht von Amtes wegen geprüft wird, sondern nur insofern, als eine solche Rüge in der Beschwerde vorgebracht und begründet worden ist (<span class="artref">Art. 106 Abs. 2 BGG</span> in Verbindung mit <span class="artref">Art. 117 BGG</span>); </div> <div class="para">dass das Bundesgericht seinem Urteil den Sachverhalt zugrunde legt, den die Vorinstanz festgestellt hat (<span class="artref">Art. 118 Abs. 1 BGG</span>), und es die Sachverhaltsfeststellung der Vorinstanz nur berichtigen oder ergänzen kann, wenn sie offensichtlich unrichtig ist oder auf einer Rechtsverletzung im Sinne von <span class="artref">Art. 116 BGG</span> beruht (<span class="artref">Art. 118 Abs. 2 BGG</span>); </div> <div class="para">dass die Vorinstanz feststellte, die Verfügung vom 9. Dezember 2016, mit der den Beschwerdeführern erstmals Frist zur Leistung des Kostenvorschusses angesetzt worden sei, sei am 13. Dezember 2016 an die Beschwerdeführer versandt worden und am 14. Dezember 2016 eingetroffen und zur Abholung gemeldet worden; </div> <div class="para">dass die Beschwerdeführer diese Feststellung nicht als offensichtlich unrichtig oder verfassungswidrig ausweisen können, indem sie ihrerseits behaupten, sie hätten diese Abholungseinladung nicht erhalten, zumal sie sich nicht zu den in den Akten des Kantonsgerichts liegenden Zustellungsbescheinigungen äussern; </div> <div class="para">dass die Vorinstanz das Wiederherstellungsgesuch mit der Begründung ablehnte, die Beschwerdeführer hätten eingeräumt, den Abholschein der Nachfristansetzung erhalten zu haben, und nicht glaubhaft gemacht, dass sie kein oder nur ein leichtes Verschulden im Sinne von <span class="artref">Art. 148 Abs. 1 ZPO</span> treffe; </div> <div class="para">dass die Beschwerdeführer diese Beurteilung nicht als willkürlich ausweisen können, indem sie vortragen, die Abholungseinladung sei am 20. Februar 2017 beim Bündeln des Altpapiers "aus reinem Zufall aus einer Werbung gefallen", und weiter, sie treffe kein Verschulden, wenn die Abholeinladung "inzwischen von Werbung" platziert worden sei; </div> <div class="para">dass das Nichteintreten auf die Beschwerde unter diesen Umständen keine Verletzung des rechtlichen Gehörs der Beschwerdeführer darstellt; </div> <div class="para">dass sich die Beschwerde damit, soweit sie zulässig ist, als offensichtlich unbegründet erweist, weshalb sie im Verfahren nach <span class="artref">Art. 109 Abs. 2 lit. a BGG</span> abzuweisen ist, soweit auf sie eingetreten werden kann; </div> <div class="para">dass das Gesuch um Gewährung der aufschiebenden Wirkung mit dem Entscheid in der Sache gegenstandslos wird; </div> <div class="para">dass bei diesem Ausgang des Verfahrens die Beschwerdeführer unter solidarischer Haftung kosten- und entschädigungspflichtig werden (Art. 66 Abs. 1 und 5 sowie <span class="artref"><artref id="CH/173.110/68/4" type="start"></artref><artref id="CH/173.110/68/2" type="start"></artref>Art. 68 Abs. 2 und 4 BGG</span><artref id="CH/173.110/68/4" type="end"></artref><artref id="CH/173.110/4" type="end"></artref>); </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>erkennt das Bundesgericht:</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>1.</b> </div> <div class="para">Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf einzutreten ist. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>2.</b> </div> <div class="para">Die Gerichtskosten von Fr. 1'000.-- werden den Beschwerdeführern auferlegt, in solidarischer Haftbarkeit. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>3.</b> </div> <div class="para">Die Beschwerdeführer haben die Beschwerdegegner für das bundesgerichtliche Verfahren mit insgesamt Fr. 1'500.-- zu entschädigen, in solidarischer Haftbarkeit. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>4.</b> </div> <div class="para">Dieses Urteil wird den Parteien und dem Obergericht des Kantons Aargau, Zivilgericht, 4. Kammer, schriftlich mitgeteilt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Lausanne, 22. Juni 2017 </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Im Namen der I. zivilrechtlichen Abteilung </div> <div class="para">des Schweizerischen Bundesgerichts </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Die Präsidentin: Kiss </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Der Gerichtsschreiber: Kölz </div> </div></body></html>