rom I
m, 1.a) Ast m; Zweig m; tonscher in ~, einen Ast zu sich heranziehen, einholen. – b) (coll.). – a) la roma, das Geäst, die Äste; cun bia ~a, astreich; far giu la ~a, abästen; tagliar la ~a, ausästen. – b) (spez.) ina pluna ~a, eine Beige Astholz; far ~a, Äste als Brennholz einsammeln und zuschneiden; dar ora ~a, das Einsammeln von Astholz freigeben. – g) fig. Rw.: ir ora silla ~a/ir dalla ~a ora, sich auf die Äste hinauslassen, sich vorwagen, auch: mit den Gedanken abschweifen. – 2. Ast m, Maserung f (in zugesägtem Holz); in quader plein roma, ein Balken voll von Ästen. – 3. Abzweigung f, Ast m. – a) (von Wasserläufen) ~ d'aua, Flussarm m, Wasserader f. – Sy: pluschein. – b) ~ da malcostas, einseitige Lungenentzündung. – 4. Fach n, Bereich m, Disziplin f; ~ bancar, Bankfach n; ~ principal, Hauptfach n; capavels en siu ~, tüchtig in seinem Fach; buc esser da miu ~, nicht in mein Fach schlagen.
sich auf die Äste hinauslassen, sich vorwagen, auch: mit den Gedanken abschweifen
[lat. ramus ‘Ast'; it. ramo; für die Bed. ‘Flussarm' vgl. müst. rom ‘Fluss', eng. (top. ) ‘Flussarm' bzw. müst. Rom/ Rambach].