<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="content"> <div class="para"> </div> <div class="para">Bundesgericht </div> <div class="para">Tribunal fédéral </div> <div class="para">Tribunale federale </div> <div class="para">Tribunal federal </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <img height="74" src="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/clir/http/displayimage.php?id=2025-07-09-7F_26-2025.1&amp;type=gif" width="95"/> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>7F_26/2025</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>Urteil vom 9. Juli 2025</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>II. strafrechtliche Abteilung</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Besetzung </div> <div class="para">Bundesrichter Abrecht, Präsident, </div> <div class="para">Bundesrichterin Koch, Bundesrichter Kölz, </div> <div class="para">Gerichtsschreiberin Sauthier. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Verfahrensbeteiligte </div> <div class="para">A.________, </div> <div class="para">Gesuchsteller, </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <i>gegen</i> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Staatsanwaltschaft I des Kantons Zürich, Güterstrasse 33, Postfach, 8010 Zürich, </div> <div class="para">Obergericht des Kantons Zürich, III. Strafkammer, Hirschengraben 13/15, Postfach 2401, 8021 Zürich. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Gegenstand </div> <div class="para">Revisionsgesuch gegen das Urteil 1B_575/2022 des Schweizerischen Bundesgerichts vom 17. November 2022. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>Sachverhalt:</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>A.</b> </div> <div class="para">Mit Urteil vom 17. November 2022 trat das Bundesgericht auf eine von A.________erhobene Beschwerde gegen den Beschluss des Obergerichts des Kantons Zürich vom 1. November 2022 betreffend Ausstand, Rechtsverzögerungen nicht ein. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>B.</b> </div> <div class="para">Mit Eingabe vom 1. Juni 2025 beantragt A.________ dem Bundesgericht die Revision des Urteils 1B_575/2022 vom 17. November 2022. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>Erwägungen:</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>1.</b> </div> <div class="para">Entscheide des Bundesgerichts erwachsen am Tag ihrer Ausfällung in Rechtskraft (<span class="artref">Art. 61 BGG</span>). Eine nochmalige Überprüfung der vom Bundesgericht beurteilten Streitsache ist grundsätzlich ausgeschlossen. Das Gericht kann auf seine Urteile nur zurückkommen, wenn einer der in den <span class="artref">Art. 121 ff. BGG</span> abschliessend aufgeführten Revisionsgründe vorliegt. Allfällige Revisionsgründe sind in gedrängter Form darzulegen (Art. 42 Abs. 2 in Verbindung mit <span class="artref"><artref id="CH/173.110/121" type="start"></artref>Art. 121-123 BGG</span><artref id="CH/173.110/123" type="end"></artref>). Die Revision räumt der betroffenen Person nicht die Möglichkeit ein, einen Entscheid, den sie für unrichtig hält, in der Sache neu beurteilen zu lassen bzw. dessen Wiedererwägung zu verlangen (Urteil 7F_48/2024 vom 13. September 2024 E. 1 mit Hinweis). </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>2.</b> </div> <div class="para">Der Gesuchsteller beruft sich auf den Umstand, dass in einem Strafbefehl vom 28. Mai 2025 die ehemalige Bundesrichterin Monique Jametti als Geschädigte erwähnt sein soll, die das ihn betreffende Urteil 1B_575/2022 gefällt habe. Im Strafbefehl stehe geschrieben, dass er unter anderem ihr am 22. Oktober 2022, 07:51 Uhr, per E-Mail unaufgefordert eine pornografische Abbildung angeboten habe. Somit habe am 17. November 2022 eine Feindschaft vorgelegen und die Bundesrichterin hätte in den Ausstand treten müssen. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>3.</b> </div> <div class="para">Nach <span class="artref">Art. 124 Abs. 1 lit. a BGG</span> ist ein Revisionsgesuch wegen Verletzung der Ausstandsvorschriften innert 30 Tagen seit Entdeckung des Revisionsgrundes einzureichen. Gemäss Sachverhalt behauptet der Gesuchsteller, den relevanten Ausstandsgrund am 30. Mai 2025 entdeckt zu haben. Er begründet dies damit, dass er durch einen Strafbefehl vom 28. Mai 2025 erfahren habe, dass die Bundesrichterin Monique Jametti, die am Urteil 1B_575/2022 mitgewirkt hatte, Adressatin einer von ihm versendeten E-Mail mit pornografischem Inhalt gewesen sei. Diese E-Mail datiere vom 22. Oktober 2022, das Urteil sei am 17. November 2022 gefällt worden. Daraus leitet der Gesuchsteller eine persönliche Feindschaft ab, die eine Ausstandspflicht der Richterin nach sich gezogen hätte. Wie dem Gesuchsteller indes bereits mehrfach mitgeteilt wurde, erweisen sich die solchermassen begründeten Befangenheitsrügen als rechtsmissbräuchlich, da er ansonsten durch sein Verhalten beliebige Gerichtspersonen in den Ausstand befördern und dadurch letztlich die Justiz lahmlegen könnte (vgl. Urteil 7B_710/2023 vom 23. November 2023 E. 2 mit Hinweis). </div> <div class="para">Selbst wenn zugunsten des Gesuchstellers davon ausgegangen wird, dass die Frist gemäss <span class="artref">Art. 124 Abs. 1 lit. a BGG</span> mit der Entdeckung am 30. Mai 2025 gewahrt wurde, fehlt es folglich an einer substanziierten Darlegung eines tauglichen Revisionsgrundes im Sinne von <span class="artref">Art. 121 lit. a BGG</span>. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>4.</b> </div> <div class="para">Zusammenfassend erweist sich das Revisionsgesuch als offensichtlich unbegründet und ist abzuweisen, soweit darauf überhaupt einzutreten ist. </div> <div class="para">Bei diesem Ausgang des Verfahrens wird der Gesuchsteller grundsätzlich kostenpflichtig (<span class="artref">Art. 66 Abs. 1 BGG</span>). Das mit der Eingabe gestellte Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege ist mit Blick auf das aussichtslose Revisionsgesuch abzuweisen (<span class="artref">Art. 64 Abs. 1 BGG</span>). Indessen ist der finanziellen Lage des Gesuchstellers bei der Bemessung der Kosten Rechnung zu tragen (<span class="artref">Art. 65 Abs. 2 BGG</span>). </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b> Demnach erkennt das Bundesgericht:</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>1.</b> </div> <div class="para">Das Revisionsgesuch wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>2.</b> </div> <div class="para">Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege wird abgewiesen. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>3.</b> </div> <div class="para">Die Gerichtskosten von Fr. 1'200.-- werden dem Gesuchsteller auferlegt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>4.</b> </div> <div class="para">Dieses Urteil wird dem Gesuchsteller, der Staatsanwaltschaft I des Kantons Zürich und dem Obergericht des Kantons Zürich, III. Strafkammer, schriftlich mitgeteilt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Lausanne, 9. Juli 2025 </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Im Namen der II. strafrechtlichen Abteilung </div> <div class="para">des Schweizerischen Bundesgerichts </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Der Präsident: Abrecht </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Die Gerichtsschreiberin: Sauthier </div> </div></body></html>