<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2024.00028</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=224435&amp;W10_KEY=13045533&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2024.00028</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 23.10.2024</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">4. Abteilung/Einzelrichter</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Personalrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Beschäftigungsgrad</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>[Dem als Berufsschullehrer tätigen Beschwerdeführer wurden während mehrerer Jahre mehr Unterrichtslektionen zugeteilt, als ihm in der Anstellungsverfügung zugesichert worden waren. Für das Schuljahr 2020/2021 wurde ihm bloss noch die zugesicherte Anzahl Lektionen zugeteilt.] Dem Beschwerdegegner steht es nicht zu, dem Beschwerdeführer nur das verfügte Mindespensum zu garantieren und ein darüberliegendes Pensum formlos abzuändern. Er muss sich daher die tatsächlichen Gegebenheiten, das heisst den faktisch höheren Beschäftigungsgrad, entgegenhalten lassen (E. 3.2). Soweit der Beschwerdeführer in den vergangenen Semestern teilweise ein höheres Einkommen erzielte, indem er zusätzlich zu seinen Unterrichtslektionen Mehrleistungen erbrachte, kommt ihm kein Anspruch auf Fortbestand dieses Einkommens zu (E. 3.3). Weshalb die Vorinstanz zur Ermittlung des bisherigen faktischen Beschäftigungsgrads lediglich auf ein Semester abstellte, ist nicht nachvollziehbar. Eine Anpassung des Beschäftigungsgrads zuungunsten des Beschwerdeführers ist jedoch ausgeschlossen (E. 3.4). Abweisung. </b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: BERUFSSCHULLEHRER">BERUFSSCHULLEHRER</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: BESCHÃFTIGUNGSGRAD">BESCHÃFTIGUNGSGRAD</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: PENSUMSREDUKTION">PENSUMSREDUKTION</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: TREU UND GLAUBEN">TREU UND GLAUBEN</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> - keine -<br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 3 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="WordSection1"> <table border="1" cellpadding="0" cellspacing="0" class="MsoNormalTable" width="591"> <tr> <td valign="top"> <p class="Kopf1"><span>Verwaltungsgericht</span></p> <p class="Kopf1"><span>des Kantons ZÃ¼rich</span></p> <p class="Kopf1"><span>4. Abteilung</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Kopf1"> </p> </td> <td valign="top"> <p class="Kopf1"><span><img alt="" height="78" id="Bild 1" src="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getImage&amp;nF38_KEY=68709" width="123"/></span></p> </td> </tr> </table> <p class="MsoNormal">VB.2024.00028</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"><b><span>Urteil</span></b></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="Zwischentitel"> </p> <p class="MsoNormal"><span>des Einzelrichters</span></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">vom <a id="VF_DAT_ENTSCHEID">23. Oktober 2024</a></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">Mitwirkend: Verwaltungsrichter Marco Donatsch, <a id="TN_AUTOTEXT_RICHTER"></a><a id="TN_AUTOTEXT_GS"></a>Gerichtsschreiberin Selina Sigerist. </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">In Sachen</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>A, vertreten durch RA B, </span></p> <p class="MsoNormal"><b><span>BeschwerdefÃ¼hrer, </span></b></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="Zwischentitel">gegen</p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>Kanton ZÃ¼rich, vertreten durch die Berufsschule C</span><span>, diese vertreten durch RA D, </span></p> <p class="MsoNormal"><b><span>Beschwerdegegner, </span></b></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"><b>betreffend BeschÃ¤ftigungsgrad,</b></p> <p class="Zwischentitel">hat sich ergeben: </p> <p class="Sachverhalt1"><b>I. </b> </p> <p class="Urteilstext">A, geboren 1961, war ab dem 1. September 2011 an der Berufsschule C zunÃ¤chst als Lehrbeauftragter, anschliessend als Berufsschullehrer und zuletzt als Berufsschullehrer mbA angestellt<a id="_Hlk173501205">. Mit VerfÃ¼gung vom 28. Mai 2015 legte das Mittelschul- und Berufsbildungsamt den zugesicherten BeschÃ¤ftigungsgrad per 1. September 2015 auf 57,69 % (15 Wochenlektionen bei maximal 26 Wochenlektionen) fest. Mit VerfÃ¼gung vom 14. Juni 2018 erhÃ¶hte es den zugesicherten BeschÃ¤ftigungsgrad per 1. September 2018 aufgrund einer altersbedingten Pensenreduktion auf 58,33 % (14 Wochenlektionen bei maximal 24 Wochenlektionen).</a></p> <p class="Urteilstext">Im Stundenplan fÃ¼r das Schuljahr 2020/2021 wies die Berufsschule C A fÃ¼r das Herbstsemester 13 Wochenlektionen und fÃ¼r das FrÃ¼hlingssemester 15 Wochenlektionen zu. Daraufhin ersuchte A die Berufsschule C um Zuteilung der ihm zustehenden 20 Wochenlektionen oder um Erlass einer anfechtbaren TeilkÃ¼ndigungsverfÃ¼gung. Mit Schreiben vom 15. Mai 2020 und vom 4. Juni 2020 teilte die Berufsschule C A mit, dass es seiner Aufforderung, ihm 20 Wochenlektionen zuzuteilen, nicht nachkommen und auch keine TeilkÃ¼ndigungsverfÃ¼gung erlassen werde.</p> <p class="Urteilstext">Per 31. August 2021 entliess die Berufsschule C (mit Zustimmung des Mittelschul- und Berufsbildungsamts) A altershalber ohne Verschulden seinerseits. Mit VerfÃ¼gung vom 9. August 2021 setzte das Mittelschul- und Berufsbildungsamt die Abfindung auf zehn MonatslÃ¶hne bei einem BeschÃ¤ftigungsgrad von 64,58 % fest.</p> <p class="Sachverhalt1"><b>II. </b> </p> <p class="Urteilstext">Nach Erhalt des Schreibens der Berufsschule C vom 4. Juni 2020 erhob A am 17. Juni 2020 Rekurs ("Rechtsverweigerungsrekurs") bei der Bildungsdirektion des Kantons ZÃ¼rich. Die Bildungsdirektion hiess den Rekurs mit Entscheid vom 1. Dezember 2023 teilweise gut, qualifizierte das Schreiben der Berufsschule C vom 4. Juni 2020 als VerfÃ¼gung und hob diese auf. Weiter stellte sie fest, dass das Pensum des Rekurrenten ab dem 1. September 2020 79,16 % betragen habe und verpflichtete die Berufsschule C, die resultierende Lohndifferenz bis zur Beendigung des ArbeitsverhÃ¤ltnisses per 31. August 2021 nachzuzahlen.</p> <p class="Sachverhalt1"><b>III. </b> </p> <p class="Urteilstext">Am 19. Januar 2024 erhob A Beschwerde beim Verwaltungsgericht und beantragte, unter EntschÃ¤digungsfolge seien die VerfÃ¼gung vom 4. Juni 2020 sowie der Rekursentscheid vom 1. Dezember 2023 betreffend BeschÃ¤ftigungsgrad aufzuheben und es sei festzustellen, dass sein Pensum ab dem 1. September 2020 mindestens 83,144 % betragen habe. Die Berufsschule C sei zu verpflichten, ihm die Differenz aus dem ursprÃ¼nglichen BeschÃ¤ftigungsgrad von 58,33 % und 83,144 % fÃ¼r die Zeit ab dem 1. September 2020 bis zum 31. August 2021 nachzuzahlen. Zudem sei die Berufsschule C zu verpflichten, die Differenz nachzuzahlen, die sich durch die nachtrÃ¤gliche ErhÃ¶hung des BeschÃ¤ftigungsgrads auf die bereits ausbezahlten Abfindungsmonate infolge Entlassung altershalber ergebe.</p> <p class="Urteilstext">Die Bildungsdirektion verzichtete am 8. Februar 2024 auf Vernehmlassung. Die Berufsschule C beantragte mit Beschwerdeantwort vom 19. Februar 2014 die Abweisung der Beschwerde unter EntschÃ¤digungsfolge, soweit darauf einzutreten sei.</p> <p class="Einzug1"><span>Der Einzelrichter</span><span> erwÃ¤gt:</span></p> <p class="Erwgung1"><b>1. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>1.1 </b>Das Verwaltungsgericht ist fÃ¼r Beschwerden gegen erstinstanzliche Rekursentscheide der Bildungsdirektion Ã¼ber Anordnungen einer kantonalen Berufsfachschule zustÃ¤ndig<span> (</span>vgl. §§ 41 ff. des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 [VRG, LS 175.2] und § 47 Abs. 1 lit. a des [kantonalen] EinfÃ¼hrungsgesetzes zum Berufsbildungsgesetz vom 14. Januar 2008 [LS 413.31]).</p> <p class="Erwgung2"><b>1.2 </b>Die mit VerfÃ¼gung vom 9. August 2021 zugesprochene Abfindung bildet nicht Gegenstand des vorliegenden Verfahrens, sodass auf den diesbezÃ¼glichen Beschwerdeantrag nicht einzutreten ist. </p> <p class="Urteilstext">Soweit der BeschwerdefÃ¼hrer die Nachzahlung von Lohn beantragt, sind die Prozessvoraussetzungen erfÃ¼llt und ist auf die Beschwerde einzutreten.</p> <p class="Erwgung2"><b>1.3 </b>Die Vorinstanz hielt fest, dass der BeschÃ¤ftigungsgrad des BeschwerdefÃ¼hrers vom 1. September 2020 bis zum 31. August 2021 79,16 % betrug und verpflichtete den Beschwerdegegner zur Nachzahlung der Lohndifferenz <a id="_Hlk173846438">gegenÃ¼ber dem vom Beschwerdegegner ab dem 1. September 2020 angenommenen tieferen BeschÃ¤ftigungsgrad bis zur Beendigung des ArbeitsverhÃ¤ltnisses per 31. August 2021. Der BeschwerdefÃ¼hrer beantragt fÃ¼r den genannten Zeitraum einen BeschÃ¤ftigungsgrad von 83,144% und dementsprechend eine hÃ¶here Nachzahlung. </a></p> <p class="Urteilstext">Der Jahresgrundlohn des BeschwerdefÃ¼hrers betrug knapp Fr. 150'000.-. Die vom BeschwerdefÃ¼hrer fÃ¼r die Zeit vom 1. September 2020 bis zum 31. August 2021 beantragte Nachzahlung belÃ¤uft sich damit auf knapp Fr. 6'000.- (Differenz von 83,144 % und 79,16 % = knapp 4 %). Damit fÃ¤llt die Angelegenheit in die einzelrichterliche ZustÃ¤ndigkeit (§ 38b Abs. 1 lit. a und c VRG).</p> <p class="Erwgung1"><b>2. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>2.1 </b>Die Vorinstanz erwog, der Beschwerdegegner habe dem BeschwerdefÃ¼hrer ab dem FrÃ¼hlingssemester 2017 regelmÃ¤ssig mehr als die zugesicherten Wochenlektionen zugeteilt. Der Beschwerdegegner sei der Ansicht, dem BeschwerdefÃ¼hrer nur das verfÃ¼gte Mindestpensum garantieren zu mÃ¼ssen und ansonsten frei zu sein, ein darÃ¼ber liegendes Pensum formlos und ohne Einhaltung von KÃ¼ndigungsfristen wieder Ã¤ndern zu kÃ¶nnen. Dem lasse sich jedoch nicht folgen. Die VerfÃ¼gung des Beschwerdegegners vom 4. Juni 2020 erweise sich daher als rechtswidrig. GestÃ¼tzt auf den Grundsatz von Treu und Glauben sei der BeschwerdefÃ¼hrer in seinem Vertrauen in den Fortbestand seines bisherigen Pensums zu schÃ¼tzen. Dabei sei nicht auf das durchschnittliche wÃ¤hrend der Anstellungszeit geleistete Pensum abzustellen, sondern auf das Pensum vor Erlass der angefochtenen VerfÃ¼gung im FrÃ¼hlingssemester 2020. Dieses habe 79,16 % (19 Wochenlektionen) betragen. Dementsprechend verpflichtete die Vorinstanz den Beschwerdegegner, dem BeschwerdefÃ¼hrer ab dem 1. September 2020 bis zur Beendigung des ArbeitsverhÃ¤ltnisses per 31. August 2021 die aus dem vom Beschwerdegegner angenommenen tieferen BeschÃ¤ftigungsgrad resultierende Lohndifferenz nachzuzahlen. </p> <p class="Erwgung2"><b>2.2 </b>Der BeschwerdefÃ¼hrer beantragt die Nachzahlung der Lohndifferenz ausgehend von einem BeschÃ¤ftigungsgrad von 83,144 % und nicht bloss von einem BeschÃ¤ftigungsgrad von 79,16 %. Zur BegrÃ¼ndung fÃ¼hrt er aus, sein Anstellungspensum habe sich aus Unterrichtslektionen und ergÃ¤nzend zugewiesenen Mehrleistungen zusammengesetzt. Dazu zÃ¤hlten das KonventsprÃ¤sidium, Stellvertretungen, die Vorbereitung und Leitung des Qualifikationsverfahrens der â¦ und die Vertretung der Berufsschule C im Vorstand eines Ausbildungsverbands. Deshalb sei nicht nur die semestermÃ¤ssig erteilte Lektionenzahl massgebend, sondern der ausbezahlte Lohn, aus dem der effektive BeschÃ¤ftigungsgrad abzuleiten sei. Der so errechnete BeschÃ¤ftigungsgrad habe seit dem FrÃ¼hlingssemester 2017 durchschnittlich 83,144 % betragen, weshalb mindestens von einem BeschÃ¤ftigungsgrad in dieser HÃ¶he auszugehen sei. </p> <p class="Erwgung1"><b>3. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>3.1 </b>GemÃ¤ss der VerfÃ¼gung vom 28. Mai 2015 beziehungsweise derjenigen vom 14. Juni 2018 betrug der zugesicherte BeschÃ¤ftigungsgrad des BeschwerdefÃ¼hrers ab dem 1. September 2015 57,69 % (entsprechend 15 Wochenlektionen) und ab dem 1. September 2018 58,33 % (entsprechend 14 Wochenlektionen). TatsÃ¤chlich teilte der Beschwerdegegner dem BeschwerdefÃ¼hrer aber ab dem FrÃ¼hlingssemester 2017 mehrfach eine hÃ¶here Anzahl wÃ¶chentlicher Unterrichtslektionen zu. Namentlich teilte der Beschwerdegegner nach eigener Angabe dem BeschwerdefÃ¼hrer im FS 2017 16 Unterrichtslektionen, im HS 2017/2018 14 Unterrichtslektionen, im FS 2018 18 Unterrichtslektionen, im HS 2018/2019 15 Unterrichtslektionen, im FS 2019 18 Unterrichtslektionen, im HS 2019/2020 16 Unterrichtslektionen und im FS 2020 19 Unterrichtslektionen zu. ZusÃ¤tzlich hatte der BeschwerdefÃ¼hrer das Amt des KonventsprÃ¤sidenten inne, wofÃ¼r ihn der Beschwerdegegner entschÃ¤digte. Die EntschÃ¤digung entsprach dem Lohn fÃ¼r 1.5 Wochenlektionen (Art. 19 des Konventsreglements der Berufsschule C vom November 2012). Zudem Ã¼bernahm der BeschwerdefÃ¼hrer weitere Aufgaben, weshalb der ausbezahlte Lohn regelmÃ¤ssig hÃ¶her ausfiel.</p> <p class="Erwgung2"><a id="_Hlk174021000"><b>3.2 </b>Der Beschwerdegegner teilte dem BeschwerdefÃ¼hrer in sechs der letzten sieben Semester mehr wÃ¶chentliche Unterrichtslektionen zu, als er dem BeschwerdefÃ¼hrer mit VerfÃ¼gung vom 28. Mai 2015 beziehungsweise vom 14. Juni 2018 zugesichert hatte. FÃ¼r das Schuljahr 2020/2021 teilte er dem BeschwerdefÃ¼hrer jedoch nur die zugesicherte Anzahl Lektionen pro Woche als Unterrichtslektionen zu (13 Lektionen im Herbstsemester und 15 Lektionen im FrÃ¼hlingssemester ergeben im Ganzjahresdurchschnitt 14 Lektionen). </a></p> <p class="Urteilstext">Wie die Vorinstanz zu Recht festhielt, geht es nicht an, dem BeschwerdefÃ¼hrer nur das verfÃ¼gte Mindestpensum zu garantieren und ein darÃ¼ber liegendes Pensum formlos und ohne Einhaltung von KÃ¼ndigungsfristen wieder zu Ã¤ndern. Weder das Personalgesetz noch die Mittel- und Berufsschullehrervollzugsverordnung lassen Raum fÃ¼r eine solche Ausgestaltung des AnstellungsverhÃ¤ltnisses. Im Gegenteil diente ein solches Vorgehen der Umgehung von KÃ¼ndigungsschutzvorschriften und verstiesse damit gegen personalrechtliche Bestimmungen. Auch wirkte es sich dahingehend aus, dass ein an sich von der Arbeitgeberin bzw. dem Arbeitgeber zu tragendes unternehmerisches Risiko (Ungewissheit hinsichtlich der Anzahl SchÃ¼lerinnen und SchÃ¼ler) faktisch auf die Arbeitnehmerin bzw. den Arbeitnehmer Ã¼berwÃ¤lzt wÃ¼rde, was per se problematisch erscheint (VGr, 24. Oktober 2018, VB.2018.00333, E. 5.2). </p> <p class="Urteilstext">Da der Beschwerdegegner dem BeschwerdefÃ¼hrer wÃ¤hrend mehreren Semestern eine hÃ¶here Anzahl Unterrichtslektionen zuteilte, als er diesem zugesichert hatte, ohne entsprechende VerfÃ¼gungen zu erlassen, muss er sich die tatsÃ¤chlichen Gegebenheiten, das heisst den daraus resultierenden faktisch hÃ¶heren BeschÃ¤ftigungsgrad des BeschwerdefÃ¼hrers, entgegenhalten lassen. Der BeschwerdefÃ¼hrer ist daher gestÃ¼tzt auf den Grundsatz von Treu und Glauben (Art. 5 Abs. 3 der Bundesverfassung vom 18. April 1999 [SR 101]) in seinem Vertrauen auf den Fortbestand des bisherigen Anzahl Unterrichtslektionen zu schÃ¼tzen (VGr, 24. Oktober 2018, VB.2018.00333, E. 5.2 und 28. Juli 2017, VB.2017.00107, E. 5.3 [nicht auf www.vgrzh.ch publiziert]).</p> <p class="Erwgung2"><a id="_Hlk175059642"></a><a id="_Hlk176254559"><b>3.3 </b>Soweit der BeschwerdefÃ¼hrer in den vergangenen Semestern teilweise ein hÃ¶heres Einkommen erzielte, indem er zusÃ¤tzlich zu seinen Unterrichtslektionen Mehrleistungen erbrachte, hat er hingegen keinen Anspruch auf Fortbestand dieses Einkommens im Schuljahr 2020/2021. Der Beschwerdegegner hat keinen Einfluss darauf, wer KonventsprÃ¤sidentin oder -prÃ¤sident ist (Art. 8 lit. c des Konventsreglements der Berufsschule C vom November 2012).</a> Wer wÃ¤hrend einer bestimmten Zeit in dieser Funktion tÃ¤tig ist, und dafÃ¼r vom Beschwerdegegner entschÃ¤digt wird, hat nicht Anspruch darauf, auch kÃ¼nftig eine entsprechende EntschÃ¤digung zu erhalten. Auch die vom BeschwerdefÃ¼hrer zeitweise Ã¼bernommenen Stellvertretungen vermÃ¶gen keinen Anspruch auf ein hÃ¶heres Einkommen im Schuljahr 2020/2021 zu begrÃ¼nden. In der vom BeschwerdefÃ¼hrer erstellten Tabelle bezÃ¼glich seines Lohnes beziehungsweise seines BeschÃ¤ftigungsgrads sind denn auch lediglich in zwei der sieben aufgefÃ¼hrten Semestern Stellvertretungen vermerkt. Dies reicht nicht, um ein schÃ¼tzenswertes Vertrauen des BeschwerdefÃ¼hrers in ein kÃ¼nftig hÃ¶heres Pensum zu erwecken. Auch bezÃ¼glich der weiteren vom BeschwerdefÃ¼hrer erwÃ¤hnten Mehrleistungen ist weder rechtsgenÃ¼gend dargelegt noch ersichtlich, inwiefern der Beschwerdegegner beim BeschwerdefÃ¼hrer ein schÃ¼tzenswertes Vertrauen auf ein zukÃ¼nftig hÃ¶heres Einkommen erweckte und dieses spÃ¤ter enttÃ¤uschte.</p> <p class="Erwgung2"><a id="_Hlk176255221"><b>3.4 </b>Zusammenfassend hat der BeschwerdefÃ¼hrer in der Zeit vom 1. September 2020 bis zum 31. August 2021 Anspruch auf den Lohn der seinem bisherigen faktischen BeschÃ¤ftigungsgrad entspricht, wobei dieser anhand der zugeteilten wÃ¶chentlichen Unterrichtslektionen zu ermitteln ist. </a></p> <p class="Urteilstext">Die Vorinstanz stellte hierfÃ¼r auf die dem BeschwerdefÃ¼hrer im FrÃ¼hlingssemester 2020 zugeteilten Unterrichtslektionen ab und ermittelte so einen BeschÃ¤ftigungsgrad von 79,16 %. Weshalb die Vorinstanz lediglich auf die zugeteilten Unterrichtslektionen im FrÃ¼hlingssemester 2020 abstellte und nicht auf einen reprÃ¤sentativen Durchschnittswert der vergangenen Semester, ist nicht nachvollziehbar. Nur im FrÃ¼hlingssemester 2020 waren dem BeschwerdefÃ¼hrer 19 Unterrichtslektionen zugeteilt, in den Semestern davor waren es jeweils weniger. Eine Anpassung der von der Vorinstanz festgelegten nachzuzahlenden Lohndifferenz zuungunsten des BeschwerdefÃ¼hrers ist jedoch aufgrund des Verbots der reformatio in peius ausgeschlossen (§ 63 Abs. 2 VRG).</p> <p class="Erwgung1"><b>4. </b> </p> <p class="Urteilstext">Die Beschwerde ist nach dem Gesagten abzuweisen, soweit darauf einzutreten ist.</p> <p class="Erwgung1"><b>5. </b> </p> <p class="Urteilstext">Weil der Streitwert weniger als Fr. 30'000.- betrÃ¤gt, sind die Gerichtskosten auf die Gerichtskasse zu nehmen (§ 65a Abs. 3 VRG). Dem unterliegenden BeschwerdefÃ¼hrer ist keine ParteientschÃ¤digung zuzusprechen (§ 17 Abs. 2 VRG). Dem Beschwerdegegner ist ebenfalls keine ParteientschÃ¤digung zuzusprechen, da dem Gemeinwesen eine solche praxisgemÃ¤ss nur in AusnahmefÃ¤llen, insbesondere bei ausserordentlichen BemÃ¼hungen, zusteht (vgl. VGr, 5. Juni 2024, VB.2024.00070, E. 5 mit Hinweisen).</p> <p class="Erwgung1"><b>6. </b> </p> <p class="Urteilstext">Zur Rechtsmittelbelehrung des nachfolgenden Dispositivs ist Folgendes zu erlÃ¤utern: Weil der Streitwert weniger als Fr. 15'000.- betrÃ¤gt, steht die Beschwerde in Ã¶ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemÃ¤ss Art. 82 ff. des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (BGG, SR 173.110) nur offen, wenn sich eine Rechtsfrage von grundsÃ¤tzlicher Bedeutung stellt (Art. 85 Abs. 1 lit. b und Abs. 2 BGG). Ansonsten kann subsidiÃ¤re Verfassungsbeschwerde gemÃ¤ss Art. 113 ff. BGG erhoben werden.</p> <p class="Einzug1"><span>DemgemÃ¤ss erkennt <span>der Einzelrichter</span>:</span></p> <p class="Einzug2"><span>1. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird.</span></p> <p class="Einzug2"><span>2. Die GerichtsgebÃ¼hr wird festgesetzt auf <br/> Fr. 600.--; die Ã¼brigen Kosten betragen:<br/> <u>Fr. 95.--</u> Zustellkosten,<br/> <u>Fr. 695.--</u> Total der Kosten.</span></p> <p class="Einzug2"><span>3. Die Gerichtskosten werden auf die Gerichtskasse genommen.</span></p> <p class="Einzug2"><span>4. ParteientschÃ¤digungen werden nicht zugesprochen.</span></p> <p class="Einzug2"><span>5. Gegen dieses Urteil kann im Sinn der ErwÃ¤gungen Beschwerde erhoben werden. Sie ist binnen 30 Tagen ab Zustellung einzureichen beim Bundesgericht, 1000 Lausanne 14.</span></p> <p class="Einzug2"><span>6. Mitteilung an:<br/> a) die Parteien;<br/> b) die Bildungsdirektion.</span></p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>