A bteilung III C -726/2006 {T 0/2} U rteil vom 13. M ärz 2007 M itw irkung: R ichter Antonio Im oberdorf (Kam m erpräsident); R ichter Ber- nard Vaudan; R ichter Blaise Vuille; G erichtsschreiber R udolf G run. S._______, Beschw erdeführer, vertreten durch Fürsprecher Bruno Lehm ann, Kirchbühl 4, Postfach 93, 3402 Burgdorf 2, gegen B undesam t für M igration (B FM ), Q uellenw eg 6, 3003 Bern, Vorinstanz, betreffend Verw eigerung der Einreisebew illigung in Bezug auf P._______, D om inikanische R epublik B u n d e s v e rw a ltu n g s g e ric h t T rib u n a l a d m in is tra tif fé d é ra l T rib u n a le a m m in is tra tiv o fe d e ra le T rib u n a l a d m in is tra tiv fe d e ra l2 D as B undesverw altungsgericht stellt fest: A. Am 19. Septem ber 2006 ersuchte P._______ beim Schw eizerischen G e- neralkonsulat in Santo D om ingo um ein Visum für einen dreim onatigen Be- suchsaufenthalt bei seiner M utter und deren Ehem ann (Beschw erdefüh- rer) in Burgdorf. D ie Schw eizerische Vertretung überw ies das G esuch in der Folge an die Vorinstanz zur Prüfung und zum Entscheid. B. N achdem w eitere Abklärungen seitens der kantonalen M igrationsbehörde vorgenom m en w orden w aren, w ies die Vorinstanz m it Verfügung vom 26. O ktober 2006 das Einreisegesuch m it der Begründung ab, der G esuch- steller stam m e aus einer R egion, aus w elcher der Zuw anderungsdruck als Folge der dort herrschenden w irtschaftlichen und soziokulturellen Verhält- nisse bekannterw eise nach w ie vor stark anhalte. Viele seiner Landsleute versuchten, ihren Aufenthalt in der Schw eiz durch Ausschöpfung säm t- licher rechtlicher M ittel zu verlängern und sich so in U m gehung der bun- desrätlichen Begrenzungsm assnahm en eine verm eintlich bessere Zukunft aufzubauen. Im W eitern oblägen dem Eingeladenen in seinem U rsprungs- land w eder zw ingende gesellschaftliche Verpflichtungen noch fam iliäre Verantw ortlichkeiten, die gegebenenfalls G ew ähr für eine fristgerechte R ückkehr bieten könnten. Schliesslich lägen auch keine G ründe vor, w el- che eine Einreise trotzdem zw ingend notw endig m achen w ürden. C . M it Eingabe vom 6. N ovem ber 2006 beantragen die Beschw erdeführer die Aufhebung der vorinstanzlichen Verfügung und die Erteilung einer Einrei- sebew illigung für P._______. Zur Begründung m achen sie geltend, der Eingeladene lebe in geregelten Fam ilienverhältnissen m it seinem Vater, der G rossm uter und einer Tante in Santiago. Er absolviere seine Schule und m ache später eine berufliche Ausbildung. D er Vater arbeite in einem R estaurant. Ferner w erde die Fam ilie durch die Beschw erdeführer finan- ziell unterstützt. D er Eingeladene w olle vor allem seine M utter und seine dreijährige Schw ester besuchen. Schliesslich verw eisen sie auf die ge- leistete U nterhaltsgarantie und geben eine R ückreiseverpflichtung ab. D . In ihrer Vernehm lassung vom 12. D ezem ber 2006 spricht sich die Vorin- stanz für die Abw eisung der Beschw erde aus und hält ergänzend fest, auf- grund der gem achten Erfahrungen w erde eine restriktive Visum spolitik ver- folgt. D avon sei nur abzuw eichen, w enn dem Betreffenden im H erkunfts- land besondere fam iliäre, berufliche oder gesellschaftliche Verpflichtungen oblägen. D ies treffe im vorliegenden Fall offensichtlich nicht zu, da der G e- suchsteller jung, ledig und ohne feste Anstellung sei. W ie das von den Be- schw erdeführern (am 25. O ktober 2005) eingereichte Fam iliennachzugs- begehren zeige, seien ferner die in diesem Zusam m enhang gem achten Ausführungen in Bezug auf Lebensm ittelpunkt und bindende Beziehungen zu den nahen Fam ilienangehörigen in der H eim at nicht intensiv. E. M it R eplik vom 21. Februar 2007 halten die Beschw erdeführer – nunm ehr anw altlich vertreten – an ihrer Beschw erde vollum fänglich fest und m achen 3 eine Verletzung von Art. 13 der Bundeverfassung vom 18. April 1999 (BV, SR 101) sow ie Art. 8 der Konvention vom 4. N ovem ber 1950 zum Schutze der M enschenrechte und G rundfreiheiten (EM R K, SR 0.101) geltend. Ei- nerseits habe der G esuchsteller sehr w ohl seinen Lebensm ittelpunkt in der D om inikanischen R epublik und lebe dort m it seinem Vater in einer G ross- fam ilie. Andererseits sei es verständlich, w enn er einm al sehen m öchte, w ie seine M utter und seine Schw ester in der Schw eiz leben w ürden. Seine Schw ester besitze das Schw eizer Bürgerrecht. Ferner habe seine M utter am 10. O ktober 2004 ein Einbürgerungsgesuch gestellt, das im laufenden Jahr voraussichtlich positiv entschieden w erde. D ie gänzliche Verw eige- rung eines Besuchsrechts erscheine daher auch als unverhältnism ässig. Auf die w eiteren Vorbringen sow ie die eingereichten Bew eism ittel (defini- tive Steuerveranlagung 2005, Eingangsbestätigung des Einbürgerungsge- suchs vom 10. N ovem ber 2004) w ird – sow eit entscheidw esentlich – in den Erw ägungen eingegangen. D as B undesverw altungsgericht zieht in Erw ägung: 1. Verfügungen des BFM betr. Verw eigerung der Einreise unterliegen der Be- schw erde an das Bundesverw altungsgericht (Art. 20 Abs. 1 des Bundesge- setzes vom 26. M ärz 1931 über Aufenthalt und N iederlassung der Auslän- der [AN AG , SR 142.20] i.V.m . Art. 31 ff. des Verw altungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [VG G , SR 173.32]). Zum Zeitpunkt des Inkrafttretens des Verw altungsgerichtsgesetzes bereits beim EJPD hängige R echtsm it- telverfahren w erden vom Bundesverw altungsgericht übernom m en. D ie Be- urteilung erfolgt nach neuem Verfahrensrecht (vgl. Art. 53 Abs. 2 VG G ). D as U rteil ist endgültig (Art. 83 Bst. c Ziff. 1 des Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht [SR 173.110]). G em äss Art. 37 VG G richtet sich das Verfahren vor dem Bundesverw altungsgericht nach dem Bundesgesetz vom 20. D ezem ber 1968 über das Verw altungsverfah- ren (Vw VG , SR 172.021). 2. D ie Beschw erdeführer sind als "M itbeteiligte" (G astgeber und M utter sow ie Ehem ann der M utter) gem äss Art. 20 Abs. 2 AN AG zur Beschw erde legiti- m iert; auf die frist- und form gerecht eingereichte Beschw erde ist einzutre- ten (Art. 48 ff. Vw VG ). 3. Ausländer/-innen sind zur Anw esenheit auf Schw eizerboden berechtigt, w enn sie eine Aufenthalts- oder N iederlassungsbew illigung besitzen oder keiner solchen bedürfen (vgl. Art. 1a AN AG ). D ie Behörde entscheidet, im R ahm en der gesetzlichen Vorschriften und der Verträge m it dem Ausland, nach freiem Erm essen über die Bew illigung von Aufenthalt und N iederlas- sung (vgl. Art. 4 AN AG ). D am it räum t das schw eizerische R echt w eder ei- nen Anspruch auf Einreise noch auf Erteilung eines Visum s ein (PETER U EBE R SAX/PETER M Ü N C H /TH O M A S G EIS ER /M AR TIN AR N O LD [H rsg.], Ausländerrecht, Ausländerinnen und Ausländer im öffentlichen R echt, Privatrecht, Steuer- recht und Sozialrecht der Schw eiz, Basel/G enf/M ünchen 2002, S. 143). 4 D em behördlichen Erm essen steht som it im Falle der Erteilung einer Ein- reisebew illigung ein w eiterer Spielraum offen als beispielsw eise bei der Verlängerung einer allm ählich den Vertrauensschutz verfestigenden Anw e- senheitserlaubnis. D ies gilt auch für die Beurteilung von Einreisegesuchen zur Anw esenheit von bis zu drei M onaten, die bew illigungsfrei – m itunter aber visum spflichtig – sind (vgl. Art. 2 Abs. 2 AN AG i.V.m . den nachste- henden Bestim m ungen). 4. Ausländerinnen und Ausländer benötigen zur Einreise in die Schw eiz grundsätzlich ein Visum (vgl. Art. 1 sow ie Art. 3 der Verordnung vom 14. Januar 1998 über Einreise und Anm eldung von Ausländerinnen und Ausländern [VEA, SR 142.211]). D as Visum w ird verw eigert, w enn die Ausländerin oder der Ausländer die Einreisevoraussetzungen nach Art. 1 VEA nicht erfüllt (vgl. Art. 14 Abs. 1 VEA). So m üssen Personen, die in die Schw eiz reisen m öchten, unter anderem G ew ähr bieten, dass sie fristge- recht w iederausreisen w erden (Art. 1 Abs. 2 Bst. c VEA). D azu lassen sich jedoch, da ein künftiges Verhalten zu beurteilen ist, in der R egel keine ge- sicherten Feststellungen, sondern lediglich Voraussagen m achen. D abei sind säm tliche U m stände des konkreten Einzelfalles zu w ürdigen. 5. D er G esuchsteller kann sich auf keine Ausnahm eregelung berufen und un- terliegt aufgrund seiner N ationalität den Visum sbestim m ungen (vgl. Art. 1 - 5 VEA). 6. Anhaltspunkte zur Beurteilung der fristgerechten W iederausreise können sich aus der allgem einen Lage im H erkunftsland der Besucherin oder des Besuchers ergeben. Einreisegesuche von Bürgerinnen und Bürgern aus Staaten beziehungsw eise R egionen m it politisch oder w irtschaftlich ver- gleichsw eise ungünstigen Verhältnissen können darauf hindeuten, dass die persönliche Interessenlage in solchen Fällen nicht m it dem Ziel und Zw eck einer zeitlich befristeten Einreisebew illigung in Einklang steht. 6.1 N ach m ehr als zehn Jahren starken W achstum s befand sich die D om inika- nische R epublik seit Anfang 2003 in einer w irtschaftlich schw ierigen Situa- tion. Zur W irtschaftskrise hat unter anderem die Insolvenz einer der grössten G eschäftsbanken beigetragen, deren Verbindlichkeiten von der dom inikanischen Zentralbank übernom m en w urden. D ie W irtschaftsdaten w iesen für das Jahr 2003 eine Verdoppelung der Staatsverschuldung auf etw a 56% des Bruttoinlandproduktes aus, und die Inflationsrate betrug al- lein in diesem Jahr 42,7% . D ie W irtschaftskrise hat vor allem auch die Be- völkerung em pfindlich getroffen. In diesem Zeitraum stieg der Anteil der unter der Arm utsgrenze lebenden dom inikanischen Bevölkerung um etw a 582'000 auf 5,71 M io (bei einer G esam tbevölkerung von 8,75 M io). D er ge- setzliche M indestlohn pro M onat betrug Ende 2003 zw ischen 73 U SD (klei- ne U nternehm en) und 119 U SD (grosse U nternehm en) und ist dam it im Vergleich zu den Vorjahren deutlich zurückgegangen. D ie Arbeitslosen- quote ist in den letzten Jahren kontinuierlich gestiegen und betrug im Jah- re 2004 18,4% (Q uelle: http://w w w .ausw aertiges-am t.de , Stand M ärz 2006). M it der Konsolidierungspolitik des neuen Präsidenten Leonel Fernández und der Zusam m enarbeit m it dem Internationalen W ährungs-5 fonds (IW F) konnte die dom inikanische W irtschaft w ieder auf W achstum s- kurs gebracht w erden (Steigerung der Einnahm en aus dem Tourism us, Er- höhung der D irektinvestitionen, Steigerung der W ährungsreserven). Ferner konnte (durch stützende Interventionen der dom inikanischen Zentralbank auf den W echselkurs) die Inflation w irksam bekäm pft w erden und som it das Vertrauen der internationalen M ärkte w ieder hergestellt w erden. (D er IW F hat für 2006 ein W irtschaftsw achstum von 5,5% und eine Inflationsra- te von 5 bis 7% prognostiziert). Andererseits hat sich dieser m akroökono- m ische Erfolg nur in geringem M asse auf das Leben der M ehrheit der Be- völkerung ausgew irkt. D er Anteil der unter der Arm utsgrenze lebenden do- m inikanischen Bevölkerung stagnierte in den letzten Jahren. Zudem be- trägt die Arbeitslosenquote – auch w enn eine leichte Erholung auf dem Ar- beitsm arkt festzustellen ist – im m er noch etw a 18% (Q uelle: Bundesagen- tur für Aussenw irtschaft in Köln [http://w w w .bfai.de , Stand Septem ber 2006). Vor allem in der jüngeren Bevölkerung ist aufgrund der nach w ie vor un- günstigen Lebensverhältnisse ein starker M igrationsdruck festzustellen. D abei gilt auch die Schw eiz als Zielland vieler Ausw anderer im erw erbsfä- higen Alter, w elche sich hier unter besseren Lebensbedingungen eine neue Existenz aufbauen m öchten. D iese Tendenz zur Ausw anderung w ird erfahrungsgem äss dort noch begünstigt, w o bereits ein soziales Bezie- hungsnetz im Ausland (Verw andte oder Freunde) besteht. 6.2 Bei der R isikoanalyse sind aber nicht nur solch allgem eine U m stände und Erfahrungen, sondern auch, w ie unter Ziffer 4 ausgeführt, säm tliche G e- sichtspunkte des konkreten Einzelfalles zu berücksichtigen. O bliegt einem G esuchsteller oder einer G esuchstellerin im H eim atstaat beispielsw eise eine besondere berufliche, gesellschaftliche oder fam iliäre Verantw ortung, kann dieser U m stand durchaus die Prognose für eine anstandslose W ie- derausreise begünstigen. Andererseits m uss bei G esuchstellern, die in der H eim at keine der erw ähnten Verpflichtungen haben, die sie von einer m ög- lichen Em igration abhalten könnten, aufgrund entsprechender Erfahrungen das R isiko eines frem denpolizeilich nicht vorschriftsgem ässen Verhaltens (nach bew illigter Einreise zu einem Besuchsaufenthalt) hoch eingeschätzt w erden. 6.3 Beim Eingeladenen handelt es sich um einen 19-jährigen ledigen Schüler, der noch nicht in der Arbeitsw elt integriert ist. Zw ar lebt er zusam m en m it seinem Vater (noch) in einer G rossfam ilie. Irgendw elche besonderen ge- sellschaftlichen oder fam iliären Verpflichtungen, die ihn ernsthaft von einer Em igration abzuhalten verm öchten, bestehen aber nicht. Zudem ist seine M utter und dam it eine enge Beziehungsperson definitiv in die Schw eiz übersiedelt. Solchen U m ständen gilt es bei der Beurteilung des vorlie- genden Einreisegesuches durchaus R echnung zu tragen. Schliesslich w eist das am 2. Februar 2006 durch den M igrationsdienst des Kantons Bern abgelehnte Fam iliennachzugsgesuch der Beschw erdeführer darauf hin, dass (ursprünglich) ein dauerhafter Aufenthalt des Eingeladenen in der Schw eiz beabsichtigt w ar, w eshalb in casu das R isiko, dass dieser die Schw eiz nach bew illigter Einreise nicht fristgerecht verlassen w erde, als 6 hoch einzustufen ist. Berücksichtigt m an zudem die oben erw ähnte allgem eine w irtschaftliche Lage in der D om inikanischen R epublik, dürften die m ittelfristigen Zukunfts- aussichten des Eingeladenen – trotz der ihm vor O rt gew ährten U nterstüt- zung – zum indest als schw ierig einzustufen sein. D er Einw and auf Be- schw erdeebene, der Eingeladene w olle in seiner H eim at eine berufliche Ausbildung m achen, m uss daher als nicht ausschlaggebend bezeichnet w erden. U m so w eniger, als ebenfalls die Schw eizerische Vertretung in Santo D om ingo w elche m it den sozialen, w irtschaftlichen und politischen Verhältnissen im H erkunftsstaat des Ausländers gut vertraut ist und sich som it durchaus ein Bild des Einreisew illigen m achen kann, grosse Beden- ken bezüglich der anstandslosen W iederausreise äusserte. 6.4 N ach dem G esagten besteht deshalb die erhebliche G efahr, dass der Ein- geladene bestrebt sein könnte, sich w ie zahlreiche seiner Landsleute län- gerfristig in der Schw eiz niederzulassen. D ie W iederausreise ist som it nicht gew ährleistet. Zw ar lässt sich diese Prognose nicht zu einer gesi- cherten Feststellung verdichten; sie reicht aber aus, um die Erteilung eines Einreisevisum s – auf das, w ie erw ähnt, ohnehin kein R echtsanspruch be- steht – abzulehnen. D aran ändert auch die Tatsache nichts, dass die Be- schw erdeführer für die rechtzeitige R ückreise der Eingeladenen garantie- ren w ürden, denn eine solche G arantie ist trotz bester und ehrlicher Ab- sichten nicht m öglich beziehungsw eise rechtlich nicht durchsetzbar (vgl. Verw altungspraxis der Bundesbehörden [VPB] 57.24). D ie Abw ägung der für und gegen eine W iederausreise sprechenden G esichtspunkte obliegt allein der zuständigen Behörde. D ie G astgeber in der Schw eiz, deren Staatsangehörigkeit im Ü brigen keine R olle spielt, haben darauf keinen Einfluss. W ie bereits m ehrfach betont, ist bei der Beurteilung von Einreise- begehren in erster Linie auf das U m feld bzw . die (persönlichen) Verhält- nisse der eingeladenen Personen – und nicht der G astgeber – abzustellen. Im Ü brigen verpflichten sich G astgeber – m it unterzeichneter G arantieer- klärung – in erster Linie dazu, die ungedeckten Kosten für den Lebensun- terhalt, einschliesslich U nfall und Krankheit, sow ie für die R ückreise ihres G astes zu übernehm en, die dem G em einw esen durch den Aufenthalt der Ausländerin oder des Ausländers entstehen (vgl. Art. 7 Abs. 1 VEA). N icht garantieren können sie dagegen für die fristgerechte Ausreise ihres G astes. 6.5 Schliesslich bleibt festzuhalten, dass die Betroffenen auch aus Artikel 8 Abs. 1 EM R K und Art. 13 Abs. 1 BV, w elche einen Anspruch auf Achtung des Fam ilienlebens beinhalten, nichts zu ihren G unsten herleiten können. Zw ar deckt der Schutzbereich des Fam ilienlebens auch Konstellationen ab, die keinen Zusam m enhang m it einem Aufenthaltsanspruch haben (vgl. M AR TIN BER TSC H I/TH O M AS G ÄC H TER , D er Anw esenheitsanspruch aufgrund des Privat- und Fam ilienlebens in ZBl 2003 S. 241). Im vorliegenden Fall geht es um den persönlichen Kontakt (in Form von Besuchen) zw ischen M utter und erw achsenem Kind. D a aber Artikel 8 EM R K und Art. 13 BV kein ab- solutes R echt gew ähren, den geeignetsten O rt für die Pflege solcher fam i- liären Beziehungen w ählen zu dürfen, läge ein (rechtfertigungsbedürftiger) 7 Eingriff in das Fam ilienleben allenfalls nur dann vor, w enn solche Kontakte ausschliesslich in der Schw eiz stattfinden könnten. D ies ist in casu nicht der Fall. D ie M utter und die Schw ester haben die M öglichkeit, ihren Sohn bzw . Bruder in dessen H eim at zu besuchen. Aus den Akten ergeben sich auf jeden Fall keine H inw eise, w onach diesen in Zukunft R eisen in die D o- m inikanische R epublik aus rechtserheblichen G ründen verw ehrt sein sollten. D ie Visum sverw eigerung erscheint unter diesem G esichtspunkt da- her auch nicht unverhältnism ässig. 7. Aus diesen D arlegungen folgt, dass die angefochtene Verfügung Bundes- recht nicht verletzt. D er rechtserhebliche Sachverhalt w urde richtig und vollständig festgestellt, und die Vorinstanz hat das ihr zustehende Erm es- sen pflichtgem äss und zutreffend gehandhabt (Art. 49 Vw VG ). D ie Be- schw erde ist dem zufolge abzuw eisen. 8. Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind den Beschw erdeführern die Kosten aufzuerlegen (vgl. Art. 63 Abs. 1 Vw VG ). D iese sind in Anw endung von Art. 1 und 2 sow ie Art. 3 Bst. b des R eglem ents vom 11. D ezem ber 2006 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverw altungs- gericht (VG KE, SR 173.320.2) auf Fr. 600.-- festzusetzen. D iesen Betrag haben die Beschw erdeführer gestützt auf Art. 63 Abs. 4 Vw VG bereits als Vorschuss geleistet. D ie Verfahrenskosten sind dam it gedeckt. (D ispositiv Seite 8)8 D em nach erkennt das B undesverw altungsgericht: 1. D ie Beschw erde w ird abgew iesen. 2. D ie Verfahrenskosten von Fr. 600.-- w erden den Beschw erdeführern aufer- legt. Sie sind durch den am 6. Februar 2007 geleisteten Kostenvorschuss gleicher H öhe gedeckt. 3. D ieses U rteil w ird eröffnet: - den Beschw erdeführern (eingeschrieben) - der Vorinstanz (eingeschrieben; Akten R ef-N r. 2 204 047 zurück) D er Kam m erpräsident: D er G erichtsschreiber: Antonio Im oberdorf R udolf G run Versand am :