<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2004.00222</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="https://vgrzh.djiktzh.ch/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=https://vgrzh.djiktzh.ch&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=204772&amp;W10_KEY=4467139&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2004.00222</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 26.01.2005</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">1. Abteilung/1. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Raumplanungs-, Bau- und Umweltrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Baubewilligung</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Erstellung einer Basisstation für die Mobilfunknetze GSM/UMTS<br/><br/>Schädlichkeit von UMTS-Strahlen (E. 11): Es ist nicht Sache des Gerichts, die holländische Studie auf ihre Stichhaltigkeit hin zu überprüfen und mit anderen Forschungsergebnissen zu vergleichen. Falls die Ergebnisse jedoch bestätigt werden und die dargestellten Auswirkungen erheblich sind, werden die Fachstellen des Bundes zweifellos prüfen müssen, welche Konsequenzen sich daraus für die in der NISV festgelegten Grenzwerte ergeben.<br/>Berechnung- und Messverfahren für UMTS-Strahlung (E. 13)<br/>Kontrollmessungen (E. 14): Kontrollmessungen sind nach der Inbetriebnahme von Sendeanlagen für Mobilfunknetze vor allem dort erforderlich, wo die Grenzwerte nur knapp eingehalten sind. In der Praxis werden Kontroll- messungen in der Regel angeordnet, wenn die Belastung aufgrund der Berechnung 80% des Anlagegrenzwerts erreicht bzw. überschreitet. Das Bundesgericht hat erwogen, dass es sinnvoll erscheine, die Berechnungen im Einzelfall durch eine Abnahme- bzw. Kontrollmessung zu verifizieren, und dass die in der Vollzugsempfehlung genannte Schwelle von 80% daher als Mindestanforderung zu verstehen sei.<br/>Abweisung der Beschwerde</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ANLAGEGRENZWERT">ANLAGEGRENZWERT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ANTENNE">ANTENNE</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: Planungs- und Baurecht ST: BAUBEWILLIGUNG UND BAUBEWILLIGUNGSVERFAHREN">BAUBEWILLIGUNG UND BAUBEWILLIGUNGSVERFAHREN</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: STRAHLUNG">STRAHLUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: STRAHLUNGSBERECHNUNG">STRAHLUNGSBERECHNUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: UMTS">UMTS</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade">Art. 29 Abs. II BV</span><br/><span class="gerade">Art. 6 Abs. I EMRK</span><br/><span class="ungerade">Art. Anh. 1 Ziff. 63 NISV</span><br/><span class="gerade">§ 310 Abs. III PBG</span><br/><span class="ungerade">§ 50 VRG</span><br/><span class="gerade">§ 52 Abs. II VRG</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 2 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Sachverhalt1"><b><span>I. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext">Der Bauausschuss der Stadt X bewilligte der Q AG mit Beschluss vom 24. MÃ¤rz 2003 die Erstellung einer Basisstation fÃ¼r die Mobilfunknetze GSM/UMTS auf dem GebÃ¤ude U-Strasse/V-Strasse in X. Dagegen rekurrierten mehrere Nachbarn und der Ortsverein S gemeinsam an die Bau­re­kurs­kom­mis­si­on IV. Diese schrieb mit Beschluss vom 8. April 2004 den Rekurs eines Nachbarn als durch RÃ¼ckzug erledigt ab und trat auf den Rekurs des Ortsvereins nicht ein. Den Rekurs der Ã¼brigen Nachbarn wies sie ab.</p> <p class="Sachverhalt1"><b>II. </b> </p> <p class="Urteilstext">Mit gemeinsamer Eingabe vom 17. Mai 2004 liessen A Co., B AG, C AG sowie zwÃ¶lf Privatpersonen (alle X) beim Ver­wal­tungs­ge­richt Be­schwer­de gegen den Ent­scheid der Bau­re­kurs­kom­mis­si­on erheben. Sie beantragten in erster Linie, der angefochtene Rekursent­scheid sowie die Baubewilligung des Bauausschusses der Stadt X seien aufzuheben, eventuell sei die Sache zur weiteren AbklÃ¤rung des Sachverhalts an die Bau­re­kurs­kom­mis­si­on oder den Bauausschuss zurÃ¼ckzuweisen. Daneben stellten sie zahlreiche weitere EventualantrÃ¤ge sowie Begehren zum Verfahren.</p> <p class="Urteilstext">Die Bau­re­kurs­kom­mis­si­on stellte am 17. Juni 2004 ohne weitere Bemerkungen Antrag auf Abweisung der Be­schwer­de. Der Bauausschuss der Stadt X beantragte in seiner Be­schwer­de­ant­wort vom 21. Juni 2004, die Be­schwer­de sei abzuweisen, soweit auf sie einzutreten sei, unter Ko­sten- und Ent­schÃ¤­di­gungs­fol­gen zulasten der Be­schwer­de­fÃ¼h­ren­den. Die private Be­schwer­de­geg­nerin beantragte am 23. Juni 2004 ebenfalls die Abweisung der Be­schwer­de, unter Ko­sten- und Ent­schÃ¤­di­gungs­fol­gen zulasten der Be­schwer­de­fÃ¼h­ren­den. </p> <p class="Urteilstext">Mit einer Eingabe vom 4. Oktober 2004 stellten die Be­schwer­de­fÃ¼h­ren­den die neuen AntrÃ¤ge, das vorliegende Verfahren sei mit dem Be­schwer­de­ver­fah­ren VB.2004.00223 zu vereinigen und zu sistieren. Ãberdies ersuchten sie erneut darum, einen weiteren Schriftenwechsel anzuordnen. Mit PrÃ¤sidialverfÃ¼gung vom 13. Oktober 2004 wurden die AntrÃ¤ge auf Vereinigung der beiden Be­schwer­de­ver­fah­ren und DurchfÃ¼hrung eines zweiten Schriftenwechsels abgewiesen. Der Bauausschuss der Stadt X verzichtete mit Schreiben vom 19. Oktober 2004 auf eine Stellungnahme zum Vereinigungs- bzw. Sistierungsbegehren; die private Be­schwer­de­geg­nerin lehnte dieses mit Eingabe vom 3. November 2004 ab. </p> <p class="Einzug1"><span>Die Kammer</span><span> zieht in ErwÃ¤gung:</span></p> <p class="Erwgung1"><b><span>1. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext">Die Be­schwer­de­fÃ¼h­ren­den beantragten eine Vereinigung des vorliegenden Be­schwer­de­ver­fah­rens mit dem Ver­fah­ren VB.2004.00223.</p> <p class="Urteilstext">Die beiden Verfahren betreffen separate Mobilfunkanlagen mit verschiedenen Betreibern. Bei deren Beurteilung ist zwar zu prÃ¼fen, inwieweit die von der jeweils andern Anlage ausgehende Strahlung in die Berechnung der Gesamtbelastung einbezogen werden muss; im Ãbrigen sind die Baubewilligungen jedoch unabhÃ¤ngig voneinander zu beurteilen. Aus dem Umstand, dass an den beiden Be­schwer­de­ver­fah­ren zum Teil dieselben Be­schwer­de­fÃ¼h­ren­den teilnehmen, ergibt sich ebenfalls keine Notwendigkeit, diese zu vereinigen. Eine Vereinigung ist daher nicht vorzunehmen.</p> <p class="Erwgung1"><b><span>2. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Die Be­schwer­de­fÃ¼h­ren­den sind Bewohner, BenÃ¼tzer oder EigentÃ¼mer von Liegenschaften in der NÃ¤he des BaugrundstÃ¼cks. Damit sind sie von der angefochtenen Baubewilligung mehr als irgendwelche Dritte oder die Allgemeinheit in ihren eigenen tatsÃ¤chlichen oder rechtlichen Interessen betroffen. GestÃ¼tzt auf § 338 Abs. 1 des Planungs- und Baugesetzes vom 7. September 1975 (PBG) sind sie daher zur Be­schwer­de legitimiert. Auf die form- und fristgerechte Beschwerde ist deshalb einzutreten.</span></p> <p class="Erwgung1"><b><span>3. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Die Be­schwer­de­fÃ¼h­ren­den stellten mit der Be­schwer­de den Antrag, das Ver­fah­ren sei zu sistieren, "bis nachgewiesenermassen alle durch die Mobilfunkantennen verursachten Immissionen unabhÃ¤ngig von jeglicher Einflussnahme der Be­schwer­de­geg­nerin sicher bestimmt werden kÃ¶nnen und sicher festgestellt werden kann, ob die geltenden gesetzlichen Bestimmungen eingehalten sind, eine Ã¼bergeordnete Planung bezÃ¼glich Koordination von Mobilfunkantennen vorliegt und eine formelle Um­welt­ver­trÃ¤g­lich­keits­prÃ¼­fung durchgefÃ¼hrt ist" (vgl. Beschwerdeschrift, Antrag 6). Die angefÃ¼hrten SistierungsgrÃ¼nde sind jedoch aufgrund der materiellen Beurteilung (hinten, E. 10, 13 und 15) nicht stichhaltig; auf eine Sistierung wurde deshalb verzichtet.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Am 4. Oktober 2004 stellten die Be­schwer­de­fÃ¼h­ren­den ein neues Sistierungsbegehren, das sie im Wesentlichen damit begrÃ¼ndeten, dass sich die private Be­schwer­de­geg­nerin anlÃ¤sslich einer Besprechung beim Baupolizeiamt der Stadt X dazu bereit erklÃ¤rt habe, einen Alternativstandort fÃ¼r die strittige Anlage zu prÃ¼fen. Die private Be­schwer­de­geg­nerin fÃ¼hrte dazu in ihrer Stellungnahme vom 3. November 2004 aus, ihre grundsÃ¤tzliche Bereitschaft, einen Alternativstandort zu prÃ¼fen, rechtfertige keine Sistierung des Verfahrens. Gegebenenfalls wÃ¼rde fÃ¼r einen Alternativstandort ein neues, parallel laufendes Baugesuch eingereicht. Auch diese UmstÃ¤nde erfordern keine Sistierung des Verfahrens.</span></p> <p class="Erwgung1"><b><span>4. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Die Be­schwer­de­fÃ¼h­ren­den machen geltend, die Strahlung der projektierten Antennen stelle eine Ã¼bermÃ¤ssige Einwirkung auf ihr Eigentum dar, die nach Art. 684 des Zivilgesetzbuches (ZGB) nicht zulÃ¤ssig sei. Dieser Eingriff stelle zugleich eine materielle Enteignung dar. Sie wollen daher "ausdrÃ¼cklich auch in privatrechtlicher Hinsicht wegen Verletzung von Art. 684 ZGB Be­schwer­de" erheben (Be­schwer­de­schrift, Ziff. 12).</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Das vorliegende Be­schwer­de­ver­fah­ren hat die Baubewilligung des </span>Bauausschusses der Stadt X fÃ¼r die strittige Antennenanlage zum Gegenstand. Weder sind Fragen des privatrechtlichen Nachbarrechts noch EntschÃ¤digungsansprÃ¼che aus materieller Enteignung in diesem Verfahren zu behandeln. Sofern die anwaltlich vertretenen Be­schwer­de­fÃ¼h­ren­den ernsthaft an der Beurteilung dieser Rechtsfragen interessiert sind, stehen ihnen die dafÃ¼r vorgesehenen Rechtswege zur VerfÃ¼gung.</p> <p class="Erwgung1"><b><span>5. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Die Be­schwer­de­fÃ¼h­ren­den beantragen, es sei im Be­schwer­de­ver­fah­ren eine Ã¶ffentliche mÃ¼ndliche Verhandlung durchzufÃ¼hren. Sie begrÃ¼nden dieses Begehren mit dem Hinweis auf Art. 6 Abs. 1 der Konvention vom 4. November 1950 zum Schutze der Menschenrechte und Grundfreiheiten (EMRK). Diese Bestimmung ist nach der Recht­spre­chung des Bun­des­ge­richts anwendbar, wenn Anwohner in einem Rechtsmittelverfahren geltend machen, auf ihren GrundstÃ¼cken sei der Im­mis­si­ons­- oder Anlagegrenzwert der Verordnung vom 23. Dezember 1999 Ã¼ber den Schutz vor nicht­ioni­sie­ren­der Strahlung (NISV; SR 814.710) Ã¼ber­schritten (BGE 128 I 59, E. 2).</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Vorliegend behaupten die Be­schwer­de­fÃ¼h­ren­den nicht, dass der Anlagegrenzwert bei den von ihnen bewohnten bzw. benutzten Liegenschaften Ã¼berschritten sei. Auch aus den Unterlagen ergeben sich keine entsprechenden Anhaltspunkte. Die aufgrund ihrer Adresse am nÃ¤chsten bei der Antennenanlage wohnende Be­schwer­de­fÃ¼h­re­rin Nr. 6 (W-Strasse) befindet sich im GebÃ¤ude, fÃ¼r welches im Stand­ort­da­ten­blatt der Ort mit empfindlicher Nutzung (OMEN) Nr. 6 berechnet wurde (Stand­ort­da­ten­blatt vom 5. Februar 2003). Die dort ermittelte elektrische FeldstÃ¤rke betrÃ¤gt 3.04 V/m und liegt damit deutlich unterhalb des Anlagegrenzwerts von 6.0 V/m (vgl. Anhang 1 Ziff. 64 lit. b NISV). Die Be­schwer­de­fÃ¼h­ren­den haben diese Berechnung nicht beanstandet, sondern beschrÃ¤nken sich darauf, die Grenzwerte als solche in Frage zu stellen bzw. ohne genauere Angaben zu behaupten, in der Umgebung der Antennenanlage fÃ¤nden sich noch OMEN, an welchen der Anlagegrenzwert nicht eingehalten sei (vgl. hinten, E. 12). Im Ãbrigen ist nicht bekannt, ob sich die Wohnung der Be­schwer­de­fÃ¼h­re­rin Nr. 6 Ã¼berhaupt auf der exponierten Seite des GebÃ¤udes W-Strasse befindet; die Be­schwer­de­fÃ¼h­ren­den machen dazu keine Angaben. Eine Ã¶ffentliche mÃ¼ndliche Verhandlung gestÃ¼tzt auf Art. 6 Abs. 1 EMRK ist aufgrund dieser Sachlage demnach nicht begrÃ¼ndet.</span></p> <p class="Erwgung1"><b><span>6. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Die Be­schwer­de­fÃ¼h­ren­den beantragten bereits mit der Be­schwer­de­schrift die DurchfÃ¼hrung eines zweiten Schriftenwechsels nach Eingang der Stellungnahmen der Be­schwer­de­geg­nerschaft und der Vor­in­stanz. Mit der Eingabe vom 4. Oktober 2004 haben sie dieses Gesuch erneuert.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Im Beschwerdeverfahren wird in der Regel nur ein einfacher Schriftenwechsel durch­gefÃ¼hrt (§ 58 des Verwaltungs­rechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 [VRG]). Aufgrund des GehÃ¶rsanspruchs in Art. 29 Abs. 2 der Bundesverfassung vom 18. April 1999 (BV) muss zwingend ein zweiter Schriftenwechsel durchgefÃ¼hrt werden, wenn das Gericht auf neue tatsÃ¤chliche Behauptungen und rechtliche Vorbringen abstellen will, die erst in der Beschwerdeantwort vorgebracht wurden (Alfred KÃ¶lz/JÃ¼rg Bosshart/Martin RÃ¶hl, Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons ZÃ¼rich, 2. A., ZÃ¼rich 1999, § 58 N. 10). GemÃ¤ss drei die Schweiz betreffenden Entscheiden des EuropÃ¤ischen Gerichtshofs fÃ¼r Menschenrechte (EGMR) beinhaltet der von Art. 6 Abs. 1 EMRK garantierte Anspruch auf ein faires Verfahren unter anderem auch das Recht der Parteien, von sÃ¤mtlichen dem Gericht eingereichten Eingaben und Vernehmlassungen Kenntnis zu erhalten und zu diesen Stellung nehmen zu kÃ¶nnen. Dabei kommt es nicht darauf an, ob die Vernehmlassung relevante neue Tatsachen oder BegrÃ¼ndungen enthÃ¤lt (EGMR, 21. Februar 2002, No. 33499/96, www.<a id="_Hlt55373569">e</a><a id="_Hlt55373950">c</a>hr.coe.int = VPB 66/2002 Nr. 113; 28. Juni 2001, No. 37292/97, www.echr.coe.int = VPB 65/2001 Nr. 129 = ZBl 102/2001, S. 662, mit Anmerkungen von August MÃ¤chler; 18. Februar 1997, No. 18990/91, www.echr.coe.int = VPB 61/1997 Nr. 108). Insofern gehen die Verfahrensgarantien der EMRK Ã¼ber diejenigen von Art. 29 Abs. 2 BV hinaus.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Vorliegend stellte die Vor­in­stanz im Be­schwer­de­ver­fah­ren lediglich Antrag auf Abweisung der Be­schwer­de, ohne dies zu begrÃ¼nden. Die stÃ¤dtische BaubehÃ¶rde verwies zur BegrÃ¼ndung ihres Antrags einzig auf ihre Vernehmlassung zuhanden der Vor­in­stanz sowie auf die ErwÃ¤gungen in deren Ent­scheid. Die private Be­schwer­de­geg­nerin nahm inhaltlich zur Be­schwer­de Stellung, brachte jedoch keine relevanten neuen Gesichtspunkte rechtlicher oder tatsÃ¤chlicher Art zur Sprache. Die Rechtsschriften enthalten somit keine Vorbringen, zu denen eine weitere Stellungnahme der Be­schwer­de­fÃ¼h­ren­den eingeholt werden mÃ¼sste.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>In ihrer Eingabe vom 4. Oktober 2004 machten die Be­schwer­de­fÃ¼h­ren­den geltend, die Stellungnahmen der Be­schwer­de­geg­nerschaft und die von der Vor­in­stanz eingereichten Akten des Rekursverfahrens enthielten rechtliche und tatsÃ¤chliche Noven. Sie haben diese Behauptung jedoch in keiner Weise konkretisiert. Dass die Eingaben der Be­schwer­de­geg­nerschaft keine erheblichen neuen Vorbringen enthalten, wurde bereits erwÃ¤hnt. Was die Akten der Vor­in­stanz anbelangt, so hatten die Be­schwer­de­fÃ¼h­ren­den diese kurz vor Abschluss des Rekursverfahrens am 6. Februar 2004 zur Einsicht angefordert; die Akten wurden danach nicht mehr ergÃ¤nzt. Sodann hatten die Be­schwer­de­fÃ¼h­ren­den auch im Be­schwer­de­ver­fah­ren vor Ver­wal­tungs­ge­richt jederzeit die MÃ¶glichkeit, Einsicht in die Akten zu verlangen. Ausserdem wÃ¤re eine unaufgefordert eingereichte Stellungnahme von ihrer Seite nicht aus den Akten gewiesen worden. In der PrÃ¤sidialverfÃ¼gung vom 13. Oktober 2004 wurde auf beide MÃ¶glichkeiten hingewiesen.</span></p> <p class="Erwgung1"><b><span>7. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Die Be­schwer­de­fÃ¼h­ren­den stellen vor Ver­wal­tungs­ge­richt erneut ein Gesuch betreffend DurchfÃ¼hrung eines Augenscheins. Ein Augenschein des Verwaltungsgerichts ist jedoch nur erforderlich, wenn die tatsÃ¤chlichen VerhÃ¤ltnisse unklar sind und anzunehmen ist, die Parteien kÃ¶nnten durch ihre Darlegungen auf dem Lokal Wesentliches zur KlÃ¤rung beitragen (RB 1995 Nr. 12, E. 1 mit weiteren Hinweisen). Vorliegend geht der massgebliche Sachverhalt hinreichend aus den Akten hervor. </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Die Be­schwer­de­fÃ¼h­ren­den begrÃ¼nden die Notwendigkeit eines Augenscheins vor allem damit, dass sie bei dieser Gelegenheit zusammen mit einer von ihnen bezeichneten Fachperson "fast sicher" auf Orte mit empfindlicher Nutzung hinweisen kÃ¶nnten, an welchen nach ihrer Meinung der Anlagegrenzwert von 5 V/m Ã¼berschritten sei. Es ist indessen nicht ersichtlich, inwiefern Hinweise dieser Art vor Ort besser gegeben werden kÃ¶nnten als in einer schriftlichen Stellungnahme. Die Ermittlung der massgeblichen OMEN erfolgt in erster Linie aufgrund der Strahlungsdiagramme und UmgebungsplÃ¤ne, mit deren Hilfe Distanzen und Winkel einfacher ermittelt werden als mit einem Augenschein. Ein Augenschein kann allenfalls dazu beitragen, Unklarheiten zu beseitigen, wie z.B. mit Bezug auf die HÃ¶henlage von Geschossen, die Nutzung von RÃ¤umen oder die Materialien von AussenwÃ¤nden. Das ist jedoch nur erforderlich, wenn konkrete Hinweise auf Unklarheiten bestehen; solche Hinweise sind hier nicht vorhanden und werden auch von den Be­schwer­de­fÃ¼h­ren­den nicht vorgebracht (vgl. hinten, E. 12). Die DurchfÃ¼hrung eines Augenscheins, um aufs "Geratewohl" nach weiteren OMEN zu suchen, ist weder zulÃ¤ssig noch Erfolg versprechend.</span></p> <p class="Erwgung1"><b><span>8. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Die Be­schwer­de­fÃ¼h­ren­den machen geltend, es mÃ¼sse von Amtes wegen geprÃ¼ft werden, ob die GrundeigentÃ¼merin, auf deren Boden die Antenne erstellt werden soll, wirklich damit einverstanden sei. Eine gÃ¼ltige Zustimmung sei hier nicht anzunehmen, weil die private Be­schwer­de­geg­nerin die GrundeigentÃ¼merin offensichtlich nicht genÃ¼gend Ã¼ber die schÃ¤dlichen Wirkungen der Mobilfunkstrahlung sowie Ã¼ber daraus folgende, mÃ¶gliche Reaktionen der Nachbarschaft und der Ãffentlichkeit informiert habe.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>GemÃ¤ss § 310 Abs. 3 des PBG hat der Baugesuchsteller, der nicht GrundeigentÃ¼mer ist, seine Berechtigung zum Einreichen des Baugesuchs nachzuweisen. Der Nachweis erfolgt in der Regel mittels einer schriftlichen ZustimmungserklÃ¤rung des GrundeigentÃ¼mers. Dabei handelt es sich jedoch lediglich um eine Ordnungsvorschrift, welche darauf abzielt, den BaubehÃ¶rden nutzlose Amtshandlungen zu ersparen (RB 1999 Nr. 124); die BehÃ¶rde hat denn auch nur eine summarische PrÃ¼fung der privatrechtlichen VerhÃ¤ltnisse vorzunehmen. Im vor­lie­genden Fall war daher zweifellos nicht zu prÃ¼fen, aus welchen Motiven die GrundeigentÃ¼merin ihre Zustimmung zum Bauvorhaben erteilt hat.</span></p> <p class="Erwgung1"><b><span>9. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Die Be­schwer­de­fÃ¼h­ren­den werfen der Vor­in­stanz vor, auf ihre RÃ¼gen betreffend Berechnung und Messung der von UMTS-Anlagen ausgehenden Immissionen und betreffend die Unvereinbarkeit der UMTS-Technik mit der NISV nicht hinreichend eingegangen zu sein. Sie sehen darin eine Verletzung der BegrÃ¼ndungspflicht und rÃ¼gen sinngemÃ¤ss eine formelle Rechtsverweigerung. Die Vor­in­stanz hat diese Fragen jedoch ausfÃ¼hrlich behandelt. Es sind vielmehr die Be­schwer­de­fÃ¼h­ren­den, die in keiner Weise auf die AusfÃ¼hrungen der Vor­in­stanz Bezug nehmen und auch nicht nÃ¤her erlÃ¤utern, inwiefern diese ungenÃ¼gend sein sollen (vgl. E. 10). Eine Verletzung der BegrÃ¼ndungspflicht kann der Vor­in­stanz nicht vorgeworfen werden. </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Ferner beanstanden die Be­schwer­de­fÃ¼h­ren­den, dass die Vor­in­stanz nicht auf ihre BeweisantrÃ¤ge betreffend die SchÃ¤dlichkeit des Mobilfunks eingetreten sei. Aus den materiellen ErwÃ¤gungen der Vor­in­stanz (insbesondere E. 12 und E. 14) geht jedoch deutlich hervor, weshalb sie die beantragen Beweisabnahmen nicht fÃ¼r erforderlich hielt. Auch zu diesen ErwÃ¤gungen nehmen die Be­schwer­de­fÃ¼h­ren­den keine Stellung.</span></p> <p class="Erwgung1"><b><span>10. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Die Be­schwer­de­fÃ¼h­ren­den erheben gegenÃ¼ber der erteilten Baubewilligung zahlreiche Ein­wen­dun­gen baurechtlichen und umweltrechtlichen Inhalts. Diese hatten sie grÃ¶sstenteils bereits in ihrem Rekurs an die Vor­in­stanz vorgebracht. Die Bau­re­kurs­kom­mis­si­on ist in ausfÃ¼hrlichen ErwÃ¤gungen auf die Standpunkte der Be­schwer­de­fÃ¼h­ren­den eingegangen und hat sie als unzutreffend zurÃ¼ckgewiesen. Mit der Be­schwer­de an das Ver­wal­tungs­ge­richt nehmen die Be­schwer­de­fÃ¼h­ren­den jedoch in keiner Weise auf die ErwÃ¤gungen der Vor­in­stanz Bezug; ihre Be­schwer­de­schrift besteht fast ausschliesslich aus wÃ¶rtlichen Wiederholungen der seinerzeitigen Rekursschrift zuhanden der Vor­in­stanz. Auf diese Vorbringen ist nicht im Einzelnen einzugehen. Mit Ausnahme einzelner Rechtsfragen, auf die in den nachfolgenden ErwÃ¤gungen zurÃ¼ckgekommen wird, kann vielmehr auf die sorgfÃ¤ltigen und zutreffenden AusfÃ¼hrungen der Vor­in­stanz verwiesen werden (§ 70 in Verbindung mit § 28 Abs. 1 VRG). Das gilt namentlich fÃ¼r:</span></p> <p class="Einzug2">â die Einwendungen der BeschwerdefÃ¼hrenden betreffend MÃ¤ngel des Baubewilligungs­verfahrens (vorinstanzlicher Entscheid, E. 7),</p> <p class="Einzug2">â die Notwendigkeit einer UmweltvertrÃ¤glichkeitsprÃ¼fung (vorinstanzlicher Entscheid, E. 8), </p> <p class="Einzug2">â die SchÃ¤dlichkeit der Mobilfunkstrahlung im Allgemeinen (vorinstanzlicher Ent­scheid, E. 11.3), </p> <p class="Einzug2">â die Praxis der BehÃ¶rden von Liechtenstein und des Ã¶sterreichischen Bundeslandes Salzburg (vorinstanzlicher Entscheid, E. 11.4),</p> <p class="Einzug2">â die BerÃ¼cksichtigung weiterer Strahlungsquellen in der Umgebung der geplanten An­lage (vorinstanzlicher Entscheid, E. 11.6 und 14.4),</p> <p class="Einzug2">â die akzessorische ÃberprÃ¼fung der mit der NISV festgelegten Grenzwerte (vorinstanz­licher Entscheid, E. 13),</p> <p class="Einzug2">â das VerhÃ¤ltnis von Berechnung und Messung der Immissionen und die BerÃ¼cksichti­gung von Reflexionen (vorinstanzlicher Entscheid, E. 14.1),</p> <p class="Einzug2">â die rechnerische Ermittlung der Immissionen anhand des Stand­ort­da­ten­blatts (vor­instanzlicher Entscheid, E. 14.3 und 14.7),</p> <p class="Einzug2">â den Einbezug von Balkonen, GartensitzplÃ¤tzen, Terrassen, KinderspielplÃ¤tzen und baulichen Nutzungsreserven in die Berechnung des Anlagegrenzwerts (vorins­tanzlicher Entscheid, E. 14.5 und 14.6),</p> <p class="Einzug2">â die Verpflichtung des Anlageinhabers zu zusÃ¤tzlichen immissionsmindernden Mass­nahmen (vorinstanzlicher Entscheid, E. 16),</p> <p class="Einzug2">â die ZonenkonformitÃ¤t der Anlage und den behaupteten Zusammenhang mit den Em­pfindlichkeitsstufen des LÃ¤rmschutzrechts (vorinstanzlicher Entscheid, E. 17).</p> <p class="Erwgung1"><b><span>11. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Die BeschwerdefÃ¼hrenden machen geltend, die Strahlung von UMTS-Sendeanlagen wirke auf Menschen anders als Strahlung, welche durch das GSM-Mobilfunknetz verursacht wird. In einem von ihnen eingereichten Dokument wird diesbezÃ¼glich auf Untersuchungen eines niederlÃ¤ndischen Labors hingewiesen, die auch durch Publikationen in verschiedenen Medien bekannt geworden sind. Danach haben Versuchspersonen, die mit einem UMTS-Signal bestrahlt wurden, signifikant hÃ¤ufiger Ã¼ber Schwindel, Ner­vositÃ¤t, Konzentrationsschwierigkeiten und andere BeeintrÃ¤chtigungen ihres Wohl­befindens geklagt, als wenn sie mit einem GMS-Signal oder gar nicht bestrahlt wurden (vgl. htpp://www.mobile-research.ethzh.ch, Original TNO-Studie). Diese Studie wird in wissenschaftlichen Kreisen offenbar kontrovers diskutiert. Eine Schweizer Replikationsstudie der Forschungsstiftung "Mobilkommunikation", die an der ETH ZÃ¼rich domiziliert ist, soll nun klÃ¤ren, ob diese Auswirkungen von UMTS-Strahlen auf das Wohlbefinden des Menschen "gesichert werden kÃ¶nnen oder nicht" (vgl. http://www.mobile-research.ethzh.ch, TNO-Replikationsstudie und Erweiterung). Es ist nicht Sache des Verwaltungsgerichts, die erwÃ¤hnte Studie auf ihre Stichhaltigkeit hin zu Ã¼berprÃ¼fen und mit anderen Forschungsergebnissen zu vergleichen. Falls diese Ergebnisse jedoch bestÃ¤tigt werden und die dargestellten Auswirkungen erheblich sind, werden die Fachstellen des Bundes zweifellos prÃ¼fen mÃ¼ssen, welche Konsequenzen sich daraus fÃ¼r die in der NISV festgelegten Grenzwerte ergeben.</span></p> <p class="Erwgung1"><b><span>12. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Die Be­schwer­de­fÃ¼h­ren­den machen mit der Be­schwer­de geltend, dass die Strahlung an den von der Be­schwer­de­geg­nerin bezeichneten OMEN sowie am exponiertesten Ort fÃ¼r kurzfristigen Aufenthalt nicht richtig ermittelt worden sei. Dabei handelt es sich um eine neue Tatsachenbehauptung, fÃ¼r welche der angefochtene Ent­scheid keinen Anlass gibt (vgl. § 52 Abs. 2 VRG). Die Be­schwer­de­fÃ¼h­ren­den behaupten zwar, dass sie diesen Mangel schon vor der Vor­in­stanz an verschiedenen Stellen gerÃ¼gt hÃ¤tten; indem die Vor­in­stanz zu Unrecht nicht auf diese RÃ¼gen eingetreten sei, habe sie eine Rechtsverweigerung begangen. In der von den Be­schwer­de­fÃ¼h­ren­den an die Vor­in­stanz gerichteten Rekursschrift sind jedoch keine Einwendungen dieser Art enthalten, und die Be­schwer­de­schrift gibt keinen Hinweis, wo diese zu finden wÃ¤ren. </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Ãberdies wird auch mit der Be­schwer­de nicht konkret ausgefÃ¼hrt, inwiefern die Berechnungen der Be­schwer­de­geg­nerin unzutreffend sein sollen. Die Be­schwer­de­fÃ¼h­ren­den machen lediglich geltend, anlÃ¤sslich eines Augenscheins kÃ¶nne mit Hilfe einer von ihnen bezeichneten Fachperson â zusammen mit weiteren Beweisabnahmen vor Ort â "fast sicher belegt werden", dass es OMEN gebe, an denen der Grenzwert Ã¼berschritten sei bzw. sein kÃ¶nnte. Wenn die Be­schwer­de­fÃ¼h­ren­den oder ihre Fachleute jedoch tatsÃ¤chlich Anhaltspunkte fÃ¼r MÃ¤ngel in den Berechnungen der Be­schwer­de­geg­nerin sehen, lag es an ihnen, in den Rechtsschriften zuhanden der Vor­in­stanz bzw. des Ver­wal­tungs­ge­richts auf diese hinzuweisen. Die DurchfÃ¼hrung eines Augenscheins dient der BeweisfÃ¼hrung, nicht der ErgÃ¤nzung der Tatsachenbehauptungen (vgl. E. 7).</span></p> <p class="Erwgung1"><b><span>13. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Die Be­schwer­de­fÃ¼h­ren­den machen des weitern geltend, dass fÃ¼r die Strahlung von Sendeanlagen des UMTS-Mobilfunknetzes noch keine ausreichenden Berechnungs- und Messverfahren existierten. Sie beantragen, das Verfahren sei zu sistieren, bis die notwendigen Grundlagen erarbeitet seien. </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Die UMTS-Mobilfunktechnik unterscheidet sich in verschiedener Hinsicht von der Funktionsweise der bisherigen GSM-Mobilfunknetze. Bei der in der Schweiz vorderhand einzig angewandten UMTS-Betriebsart FDD (Frequency division duplex) kommunizieren alle Teilnehmer eines Netzes auf einem einzigen Frequenzpaar (je eine Frequenz fÃ¼r die Kommunikation von der Basisstation zum Handy und fÃ¼r die Gegenrichtung). Die fÃ¼r den einzelnen Teilnehmer bestimmten Daten sind Teil des Gesamtsignals und werden mit Hilfe eines Codes aus diesem herausgefiltert. Im Gegensatz zu den Signalen des GSM-Mobilfunknetzes, welche eine mit 217 Hz gepulste Strahlung verursachen, erscheinen die Signale eines UMTS-Netzes daher als weitgehend homogenes Rauschen auf einer Bandbreite von 5 MHz je verwendete Frequenz. Den in der Schweiz konzessionierten Betreibern von UMTS-Netzen stehen je drei solche Frequenzpaare zur VerfÃ¼gung, von denen sie jedoch vorderhand nur je eines verwenden. Alle Antennen eines Netzes, sowohl diejenigen derselben Basisstation wie jene benachbarter Stationen, benÃ¼tzen dasselbe Frequenzpaar (vgl. zum Ganzen die vom Bundesamt fÃ¼r Umwelt, Wald und Landschaft [BUWAL] und vom Bundesamt fÃ¼r Metrologie und Akkreditierung [METAS] </span><span>herausgegebene Messempfehlung fÃ¼r Mobilfunk-Basisstationen UMTS-FDD, Entwurf vom 17. September 2003, Ziff. 2).</span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>13.1 </span></b><span>Wie die Vor­in­stanz zutreffend festgehalten hat, lÃ¤sst sich die Strahlung von UMTS-Sendeantennen im Prinzip ebenso wie jene von GSM-Anlagen berechnen und messen. Ein Unterschied besteht jedoch bei UMTS-Anlagen mit Bezug auf die Berechnung der Leistung im massgebenden Betriebszustand. Als massgebender Betriebszustand gilt nach Anhang 1 Ziff. 63 NISV der maximale GesprÃ¤chs- und Datenverkehr bei maximaler Sendeleistung. Da dieser Betriebszustand in der Praxis kaum je erreicht wird, wird bei der Messung von GSM-Anlagen in der Weise vorgegangen, dass zunÃ¤chst die Strahlung gemessen wird, die vom Steuerkanal (BCCH) herrÃ¼hrt, der stets mit konstanter Leistung sendet; anschliessend wird daraus die Strahlenbelastung bei maximaler Sendeleistung hochgerechnet (BUWAL/ME­TAS, Messempfehlung fÃ¼r Mobilfunk-Basisstationen GSM, 2002, Ziff. 2.3 und 6; vgl. BGr, 12. August 2004, 1A.158/2004, E. 2.3, www.bger.ch).</span></p> <p class="Urteilstext"><span>In UMTS-Netzen besteht ebenfalls ein Steuerkanal mit konstanter Sendeleistung (der primÃ¤re CPICH), doch tritt dieser nicht als separates Signal mit eigener Frequenz oder individuellem Zeitsegment in Erscheinung, sondern ist Teil des alle Daten enthaltenden Gesamtsignals und muss anhand der Codierung aus diesem "extrahiert" werden. Neue MessgerÃ¤te sind jedoch in der Lage, die elektrische FeldstÃ¤rke des so decodierten Steuerkanals zu ermitteln. Das Messergebnis kann anschliessend ebenfalls auf den massgeblichen Betriebszustand bei maximaler Auslastung hochgerechnet werden (BUWAL/METAS, Entwurf der Messempfehlung UMTS-FDD vom 17. September 2003, Ziff. 2.3 und 8; vgl. BGr, 12. August 2003, 1A.148/2002, E. 4.4.1, www.bger.ch).</span></p> <p class="Urteilstext"><span>FÃ¼r die Hochrechnung sind allerdings Angaben des Netzbetreibers, insbesondere Ã¼ber die aktuelle Sendeleistung des Steuerkanals und die aktuelle Senderichtung der einzelnen Antennen, erforderlich (BUWAL/METAS, Entwurf der Messempfehlung UMTS-FDD vom 17. September 2003, Ziff. 4.4, 4.6 und 5). Insofern ist die Messung auf die Mitwirkung des Betreibers angewiesen und kann nicht unabhÃ¤ngig von diesem vorgenommen werden. Dasselbe trifft aber auch auf die Messung in GSM-Netzen zu; auch dort mÃ¼ssen die technischen Daten betreffend die aktuelle Sendeleistung des Steuerkanals und die aktuellen Senderichtungen der Antennen vom Netzbetreiber zur VerfÃ¼gung gestellt werden (BUWAL/METAS, Messempfehlung fÃ¼r Mobilfunk-Basisstationen GSM, 2002, Ziff. 4.4, 4.6, 5.3 und 6.3). DiesbezÃ¼glich besteht somit bei UMTS-Anlagen keine grundsÃ¤tzlich verschiedene Ausgangslage. Im Ãbrigen ist nicht von vornherein davon auszugehen, dass die Betreiber sich unkorrekt verhalten und unzutreffende technische Angaben liefern.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Ein Unterschied zu GSM-Anlagen liegt allenfalls darin, dass die durchschnittliche Strahlenbelastung bei der UMTS-Technologie noch wesentlich weiter unterhalb der fÃ¼r die Messung massgebenden Spitzenwerte liegt, wie die Be­schwer­de­fÃ¼h­ren­den unter Hinweis auf eine Stellungnahme der Eid­ge­nÃ¶s­sischen Kommunikations-Kommission (ComCom) ausfÃ¼hren (Schreiben der ComCom vom 13. Juni 2001, Anm. 6 (vgl. VB.2004.00116). Das hÃ¤tte aber nicht nur die von den Be­schwer­de­fÃ¼h­ren­den geltend gemachten zusÃ¤tzlichen Schwierigkeiten bei der Ermittlung der maximalen Sendeleistung zur Folge; es wÃ¼rde auch bedeuten, dass allfÃ¤llige Messfehler mit Blick auf die Strahlenbelastung der Betroffenen weniger ins Gewicht fallen.</span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>13.2 </span></b><span>Der Umstand, dass die Messempfehlung UMTS einstweilen nur als Entwurf vorliegt, ist schliesslich ebenfalls kein Grund, mit der Bewilligung von UMTS-Sendeanlagen zuzuwarten. Auch die heute geltende Messempfehlung fÃ¼r Basisstationen der GSM-Mobil­funk­netze wurde erst 2002 erlassen, nachdem bereits zahlreiche Anlagen im Betrieb waren. Das Bun­des­ge­richt hat daher festgestellt, dass es unrealistisch und unverhÃ¤ltnismÃ¤ssig wÃ¤re, die Inbetriebnahme von UMTS-Anlagen vom Vorliegen einer ausgefeilten Messtechnik abhÃ¤ngig zu machen (BGr, 12. August 2003, 1A.148/2002, E. 4.4.3, www.bger.ch).</span></p> <p class="Erwgung1"><b><span>14. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Die BaubehÃ¶rde ordnete an, dass am immissionsmÃ¤ssig exponiertesten Ort mit empfindlicher Nutzung, dem Berechnungspunkt 5a gemÃ¤ss Stand­ort­da­ten­blatt, innert zwei Monaten nach Inbetriebnahme der Basisstation eine Kontrollmessung durchzufÃ¼hren ist. ZusÃ¤tzliche Kontrollmessungen verlangte sie bei den RÃ¤umen unter den Oblichtern neben den zwei Antennenmasten. Die Be­schwer­de­fÃ¼h­ren­den beantragen darÃ¼ber hinaus, Abnahmemessun­gen seien auch an allen weiteren Punkten durchzufÃ¼hren, an denen die berechnete Belastung 50 % des Anlagegrenzwerts Ã¼berschreite. </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Kontrollmessungen sind nach der Inbetriebnahme von Sendeanlagen fÃ¼r Mobilfunknetze vor allem dort erforderlich, wo die Grenzwerte nur knapp eingehalten sind. Nach der Praxis werden Kontrollmessungen in der Regel angeordnet, wenn die Belastung aufgrund der Berechnungen 80 % des Anlagegrenzwerts erreicht oder Ã¼berschreitet; in begrÃ¼ndeten FÃ¤llen kann diese Schwelle auch niedriger angesetzt werden (BUWAL, Mobilfunk- und WLL-Basisstationen, Vollzugsempfehlung zur NISV, 2002, Ziff. 2.1.8). Im Zusammenhang mit der EinfÃ¼hrung der neuen UMTS-Technologie hat das Bun­des­ge­richt erwogen, dass es zumindest in der Anfangsphase sinnvoll erscheine, die Berechnungen im Einzelfall durch eine Abnahme- bzw. Kontrollmessung zu verifizieren, und dass die in der Vollzugsempfehlung genannte Schwelle von 80 % daher als Mindestanforderung zu verstehen sei; die VollzugsbehÃ¶rde sei berechtigt und bei begrÃ¼ndetem Verdacht verpflichtet, Abnahme- und Kontrollmessungen auch unterhalb dieser Schwelle anzuordnen (BGr, 12. August 2003, 1A.148/2002, E. 4.3.3, www.bger.ch).</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Im vorliegenden Fall liegt die errechnete Strahlenbelastung einzig am Berechnungspunkt 5a Ã¼ber 80 % des Anlagegrenzwerts. Bei fÃ¼nf weiteren Punkten erreicht sie zwischen 50.7 % und 72.8 %, bei den Ã¼brigen Berechnungspunkten liegt sie deutlich unter 50 %. VerdachtsgrÃ¼nde, welche die BaubehÃ¶rde dazu verpflichten wÃ¼rden, Kontrollmessungen auch unterhalb der Schwelle von 80 % des Anlagegrenzwerts durchzufÃ¼hren, sind nicht ersichtlich. Die Anordnung zusÃ¤tzlicher Messungen lag daher im Ermessen der BehÃ¶rde (BGr, 12. August 2003, 1A.148/2002, E. 4.3.3 am Ende, www.bger.ch), das vom Ver­wal­tungs­ge­richt nicht Ã¼berprÃ¼ft wird (vgl. § 50 VRG). Ergibt jedoch die vorgesehene Kontrollmessung am Berechnungspunkt 5a eine hÃ¶here Strahlenbelastung als die im Stand­ort­da­ten­blatt errechnete, kann dies Anlass fÃ¼r zusÃ¤tzliche Messungen an andern OMEN sein.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Keine Rechtsgrundlage besteht fÃ¼r die von den Be­schwer­de­fÃ¼h­ren­den beantragte Auflage, nach welcher monatlich Informationen zum aktuellen Zustand der Anlage Ã¶ffentlich aufzulegen wÃ¤ren (vgl. auch den vorinstanzlichen Ent­scheid, E. 14.7). Wie weit die Anlagebetreiberin darÃ¼ber hinaus zur Aufbewahrung von Daten betreffend Sendeleistung, Abstrahlungswinkel etc. verpflichtet ist, braucht hier nicht geprÃ¼ft zu werden, da diese Frage die Be­schwer­de­fÃ¼h­ren­den nicht betrifft. </span></p> <p class="Erwgung1"><b><span>15. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Die Be­schwer­de­fÃ¼h­ren­den machen in verschiedenem Zusammenhang geltend, dass die Erstellung der strittigen Mobilfunkanlage gar nicht nÃ¶tig sei. Die in der Schweiz vorhandene Abdeckung durch Mobilfunknetze sei genÃ¼gend, und fÃ¼r zusÃ¤tzliche Anlagen bzw. Dienste bestehe kein BedÃ¼rfnis. Auch sei die UMTS-Technik bereits weitgehend Ã¼berholt.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Wie die Vor­in­stanz zutreffend festgestellt hat (vorinstanzlicher Entscheid, E. 16), hat die Bauherrschaft, wenn ihr Projekt den massgebenden Bauvorschriften entspricht, Anspruch auf Erteilung der Baubewilligung. FÃ¼r eine ÃberprÃ¼fung der GrÃ¼nde, die sie zum Bau veranlassen, bleibt bei zonenkonformen Bauten innerhalb der Bauzonen kein Raum (BGr, 4. November 2004, 1A.136/2003, E. 4.3, ww.bger.ch). Aus demselben Grund ist in diesen FÃ¤llen weder eine InteressenabwÃ¤gung noch eine Ã¼bergeordnete, regionale Planung erforderlich, wie die Be­schwer­de­fÃ¼h­ren­den meinen.</span></p> <p class="Erwgung1"><b><span>16. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Die Beschwerde ist somit abzuweisen, soweit auf sie einzutreten ist. Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind die Gerichtskosten von den BeschwerdefÃ¼hrenden zu tragen (§ 70 in Verbindung mit § 13 Abs. 2 VRG). Sie sind Ã¼berdies zu verpflichten, der privaten Beschwerdegegnerin fÃ¼r ihre Umtriebe im Beschwerdeverfahren eine angemessene ParteientschÃ¤digung zu bezahlen (§ 17 Abs. 2 lit. a VRG). Als angemessen erweist sich eine ParteientschÃ¤digung in der HÃ¶he von Fr. 1'500.- (Mehrwertsteuer inbegriffen). Da dem Bauausschuss der Stadt X im Beschwerdeverfahren nur ein geringer Aufwand entstanden ist, wird ihm keine ParteientschÃ¤digung zugesprochen.</span></p> <p class="Einzug1"><span>DemgemÃ¤ss </span><span><a id="Text25"></a>entscheidet</span><span> </span><span>die Kammer</span><span>:</span></p> <p class="Einzug2">1. Die Be­schwer­de wird abgewiesen, soweit auf sie eingetreten wird.</p> <p class="Einzug2">2. Die GerichtsgebÃ¼hr wird festgesetzt auf <br/> Fr. 3'000.--; die Ã¼brigen Kosten betragen:<br/> Fr. 150.-- Zustellungskosten,<br/> Fr. 3'150.-- Total der Kosten.</p> <p class="Einzug2">3. Die Gerichtskosten werden den Be­schwer­de­fÃ¼h­ren­den 1-4 und 6 zu je einem Zehntel und den Be­schwer­de­fÃ¼h­ren­den 5.1, 5.2 und 7.1-10.2 zu je einem Zwanzigstel auferlegt, unter solidarischer Haftung eines jeden fÃ¼r den Gesamtbetrag. </p> <p class="Einzug2">4. Die BeschwerdefÃ¼hrenden werden verpflichtet, der privaten Beschwerdegegnerin eine ParteientschÃ¤digung von Fr. 1'500.- (Mehrwertsteuer inbegriffen) zu entrichten, zahlbar innert 30 Tagen nach Rechtskraft dieses Entscheids. Die EntschÃ¤digung ist von den BeschwerdefÃ¼hrenden zu gleichen Teilen zu bezahlen wie die Gerichtskosten, unter solidarischer Haftung eines jeden fÃ¼r den Gesamtbetrag.</p> <p class="Einzug2">5. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen, von der Zustellung an gerechnet, Verwaltungsgerichtsbeschwerde beim Bundesgericht erhoben werden.</p> <p class="Einzug2">6. Mitteilung an â¦</p> <p class="MsoNormal"> </p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>