<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: SB.2004.00104</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=205474&amp;W10_KEY=13013563&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>SB.2004.00104</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 16.11.2005</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">2. Abteilung/2. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Steuerrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Einschätzungen 1999 und 2000</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Besteuerung von Mitarbeiteroptionen Zuflusszeitpunkt Einkommen aus nicht mit einer Vesting-Klausel versehenen Mitarbeiteroptionen fliesst nach ständiger Rechtsprechung auch bei Sperrung grundsätzlich im Zuteilungszeitpunkt (at grant) zu, es sei denn, die Option erweise sich als nicht bewertbar. Da vorliegend allerdings sämtliche relevanten Bewertungsparameter der Optionen bekannt waren - es handelt sich bei allen um solche kotierter Gesellschaften -, sind diese entgegen der Annahme der Pflichtigen bewertbar. Der Sperrung wird durch Gewährung eines entsprechenden Einschlags Rechnung getragen. Demzufolge ist der Antrag der Pflichtigen, die Optionen erst bei der Ausübung (at exercise) zu besteuern, abzuweisen.</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: AUSÃBUNG">AUSÃBUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: Urteile: Steuerrecht UR: Steuern von Einkommen und VermÃ¶gen, Kapital, Ertra ST: EINKOMMENSSTEUER">EINKOMMENSSTEUER</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: MITARBEITEROPTIONEN">MITARBEITEROPTIONEN</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: OPTIONEN">OPTIONEN</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: REALISATIONSZEITPUNKT">REALISATIONSZEITPUNKT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: VERKEHRSWERT">VERKEHRSWERT</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: VESTING">VESTING</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ZUFLUSS">ZUFLUSS</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ZUFLUSSZEITPUNKT">ZUFLUSSZEITPUNKT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ZUTEILUNG">ZUTEILUNG</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade">§ 17 Abs. I StG</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 3 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Sachverhalt1"><b>I. </b> </p> <p class="Sachverhalt2">Der mit B verheiratete A erzielte in den Steuerperioden 1999 und 2000 unter anderem EinkÃ¼nfte aus seiner TÃ¤tigkeit als Verwaltungsrat bei verschiedenen [bÃ¶rsenkotierten] Ge­sellschaften. In einigen FÃ¤llen wurde ihm ein Teil der VerwaltungsratsentschÃ¤digung in Form von Mitarbeiteroptionen ausgerichtet. Im EinschÃ¤tzungsverfahren liessen die Pflichtigen den Standpunkt vertreten, die Besteuerung der von der D AG, der E AG und der F AG abgegebenen Mitarbeiteroptionen habe nicht im Zeitpunkt der Zuteilung, sondern erst bei der spÃ¤teren AusÃ¼bung zu erfolgen. Der Steu­er­kommissÃ¤r folgte dieser Auffassung nicht und besteuerte die fraglichen Mitarbeiteroptionen mit EinschÃ¤tzungsentscheiden vom 10. November 2003 in den Zu­teilungsjahren 1999 beziehungsweise 2000. Die dagegen erhobenen Einsprachen wurden mit Entscheid vom 11. Mai 2004 abgewiesen.</p> <p class="Sachverhalt1"><b>II. </b> </p> <p class="Urteilstext">Die Pflichtigen liessen unter Wiederholung ihrer frÃ¼heren AntrÃ¤ge gegen die Einsprache­entscheide Rekurs erheben. Das kantonale Steueramt beantragte in seiner Rekursantwort Ab­wei­sung des Rechtsmittels. Mit PrÃ¤sidialverfÃ¼gung wurde ein zweiter Schriftenwechsel an­geordnet; gleichzeitig wurden die Pflichtigen auf die MÃ¶glichkeit einer HÃ¶hertaxation fÃ¼r den Fall der Rekursabweisung hingewiesen. Mit Replik und Duplik hielten die Parteien einer­seits an ihren Rechtsstandpunkten fest und stimmten andrerseits der angezeigten HÃ¶her­schÃ¤tzung fÃ¼r den Fall der Rekursabweisung zu.</p> <p class="Urteilstext">Die Steuerrekurskommission I wies den Rekurs am 12. November 2004 ab und schÃ¤tzte die Pflichtigen unter Vornahme der angezeigten HÃ¶her­schÃ¤tzung fÃ¼r die Steuerperiode 1999 mit einem steuerbaren Einkommen von Fr. â¦ (satzbestimmend Fr. â¦) und einem steuerbaren VermÃ¶gen von Fr. â¦ (satzbestimmend Fr. â¦) sowie fÃ¼r die Steuerperiode 2000 mit einem steuerbaren Einkommen von Fr. â¦ (satzbestimmend Fr. â¦) und einem steuerbaren VermÃ¶gen von Fr. â¦ (satzbestimmend Fr. â¦) ein (Verheiratetentarif).</p> <p class="Sachverhalt1"><b>III. </b> </p> <p class="Urteilstext">Mit Beschwerde vom 17. Dezember 2004 liessen die Pflichtigen beantragen, der ange­fochtene Entscheid sei aufzuheben, die Besteuerung der fraglichen Optionen habe (erst) bei Aus­Ã¼bung zu erfolgen und die Pflichtigen seien fÃ¼r die Steuerperiode 1999 mit einem steuer­baren Einkommen von Fr. â¦ (satzbestimmend Fr. â¦) und einem steuer­baren VermÃ¶gen von Fr. â¦ (satzbestimmend Fr. â¦) sowie fÃ¼r die Steuerperiode 2000 mit einem steuerbaren Einkommen von Fr. â¦ (satzbestimmend Fr. â¦) und einem steuerbaren VermÃ¶gen von Fr. â¦ (satzbestimmend Fr. â¦) einzuschÃ¤tzen. Eventualiter wurde beantragt, die Besteuerung der Optionen habe auf den Zeitpunkt des Ablaufs der (jeweiligen) Sperrfrist zu erfolgen und das steuerbare Einkommen und VermÃ¶gen der Steuerperioden 1999 und 2000 sei ebenfalls gemÃ¤ss Rechtsbegehren festzusetzen. Die infolge Korrektur eines frÃ¼heren Ãbertragungs­fehlers von der Steuerrekurskommission vorgenommene HÃ¶herschÃ¤tzung stand nicht im Zu­­sam­menhang mit der Besteuerung der Mitarbeiteroptionen und wurde von den Pflich­tigen nicht angefochten.</p> <p class="Urteilstext">Sowohl die Steuerrekurskommission I als auch das kantonale Steueramt beantragten Abweisung der Beschwerde.</p> <p class="Einzug1"><span>Die Kammer</span><span> zieht in ErwÃ¤gung:</span></p> <p class="Erwgung1"><b>1. </b> </p> <p class="Erwgung2">Mit der Steuerbeschwerde an das Verwaltungsgericht kÃ¶nnen laut § 153 Abs. 3 des Steuergesetzes vom 8. Juni 1997 (StG) alle Rechtsverletzungen, einschliesslich Ãber­schreitung oder Missbrauch des Ermessens, und die unrichtige oder unvollstÃ¤ndige Fest­stellung des rechtserheblichen Sachverhalts geltend gemacht werden.</p> <p class="UrteilstextCharCharCharChar"><span class="UrteilstextCharCharCharCharChar">Das Verwaltungsgericht hat sich infolgedessen auf die reine Rechtskontrolle zu be­schrÃ¤nken; dazu gehÃ¶rt auch die PrÃ¼fung, ob die Vorinstanzen den rechtserheblichen Sach­verhalt gesetzmÃ¤ssig festgestellt haben. Dem Gericht ist es daher verwehrt, das von der Rekurs­kommission in Ãbereinstimmung mit dem Gesetz ausgeÃ¼bte Ermessen auf An­gemessenheit hin zu Ã¼berprÃ¼fen und so sein Ermessen anstelle desjenigen der Rekurs­instanz zu setzen. Die PrÃ¼fungsbefugnis des Verwaltungsgerichts erstreckt sich lediglich auf rechtsverletzende Ermessensfehler, d.h. auf ErmessenÃ¼berschreitung und auf Ermes­sens­miss</span>brauch (RB 1999 Nr. 147).</p> <p class="Erwgung1"><b>2. </b> </p> <p class="Urteilstext">Der Streit dreht sich um die Frage, ob dem Pflichtigen aus den in den Jahren 1999 und 2000 von der D AG, der E AG und der F AG zugeteilten Mitarbeiteroptionen in den betreffenden Zuteilungsjahren steuerbares Einkom­men zugeflossen ist. MÃ¼sste diese Frage verneint werden, wÃ¤re weiter die von der Rekurskommission vorgenommene Erfassung der Mitarbeiteroptionen mit der VermÃ¶genssteuer zu prÃ¼­fen. </p> <p class="Erwgung2"><b>2.1 </b>Nach der zu Mitarbeiteroptionen ergangenen Rechtsprechung des Verwaltungsgerichts fliesst dem Mitarbeiter durch den Erwerb der Option unter dem steuer­rechtlichen Titel des Einkommens aus unselbstÃ¤ndiger Er­werbs­tÃ¤tigkeit im Sinn von § 17 Abs. 1 StG ein geld­werter Vorteil zu, sofern und soweit der Erwerb zu Vorzugsbe­din­gun­gen vonstatten geht und die wirtschaftliche LeistungsfÃ¤higkeit des EmpfÃ¤ngers gÃ¼nstig beeinflusst (RB 1995 Nr. 34<span> = StE 1996 B 22.2 Nr. 11</span>). Solchenfalls fÃ¼hrt nÃ¤mlich der Zufluss dieser VermÃ¶gensrechte beim Mitarbeiter in der Differenz zwischen dem Verkehrswert und einem allfÃ¤lligen Bezugs­preis zu einer im ArbeitsverhÃ¤ltnis begrÃ¼ndeten Bereicherung. Diese GrundsÃ¤tze gelten auch fÃ¼r VerwaltungsratsentschÃ¤digungen, die steuerlich als Arbeitsentgelt qualifiziert wer­den (RB 1979 Nr. 28). </p> <p class="Urteilstext"><span>Das Verwaltungsgericht hat sodann mit Entscheid vom 20. November 2002 erkannt, dass dem Arbeitnehmer aus der Zuteilung von Mitarbeiteroptionen Einkommen dann zufliesse, wenn dieser die Optionen unwiderruflich erworben habe (RB 2002 Nr. 96 = StE 2003 B 21.2 Nr. 16). Damit bestÃ¤tigte es seinen schon in RB 1995 Nr. 34 ausgesprochenen Grundsatz der zeitlichen Zurechnung von Einkommen (E. 3 am Anfang). In diesem Entscheid hielt das Gericht des Weiteren fest, ein konsolidiertes, nÃ¤mlich ein notfalls gerichtlich durchsetzbares, Recht des Mitarbeiters auf EinrÃ¤umung der Optionen entstehe mit der Annahme der Offerte des Arbeitgebers auf Zuteilung der Optionen (E. 3c). Allerdings hatte das Gericht in diesem frÃ¼heren Urteil Ã¼ber einen Sachverhalt zu befinden, in welchem die Zuteilung der Mitarbeiteroptionen nicht an eine Suspensivbedingung (beziehungsweise "Vesting-Periode") geknÃ¼pft war, wogegen gerade eine solche Bedingung Gegenstand des im Entscheid RB 2002 Nr. 96 beurteilten Sachverhalts war, weshalb das Gericht diesbezÃ¼glich erkannte, der unwiderrufliche Rechtserwerb erfolge in einem solchen Fall erst mit dem Eintritt der Bedingung (E. 2b).</span></p> <p class="Erwgung2"><b>2.2 </b>Die Rekurskommission hat die rechtlichen Grundlagen und die (erwÃ¤hnte) Recht­sprechung in Bezug auf den fÃ¼r die Besteuerung von Mitarbeiteroptionen massgeblichen Zufluss­zeitpunkt ausfÃ¼hrlich und zutreffend dargelegt. Es kann darauf verwiesen werden (vgl. § 161 des Gerichtsverfassungsgesetzes vom 13. Juni 1976). Nach der hier anwend­baren verwaltungsgerichtlichen Rechtsprechung ist bei Mitarbeiter­optionen die Frage nach dem Vollendungszeitpunkt des Rechtserwerbs zu unterscheiden von der Frage der Bewer­tung einer zwar erworbenen, aber mit Sperrfristen und allfÃ¤lligen weiteren BeschrÃ¤n­kungen versehenen Mitarbeiteroption (RB 2002 Nr. 96). Erfolgt bei unwiderruflicher Ein­rÃ¤umung von Optionen, die (gegebenenfalls) nicht sofort ausÃ¼bbar sind, ein definitiver Rechts­erwerb bereits mit der Zuteilung der Option, ist der aufgeschobenen AusÃ¼bbarkeit und allfÃ¤lligen weiteren Bedingungen im Rahmen der Wertermittlung Rechnung zu tragen (RB 2002 Nr. 96).</p> <p class="Erwgung2"><b>2.3 </b>Es ist unbestritten, dass die streitbetroffenen Optionen dem Pflichtigen in den be­treffenden Steuerjahren zugeteilt wurden und er â im Rahmen der massgebenden, von der Unter­nehmung festgesetzten GrundsÃ¤tzen â einen Rechtsanspruch an den VermÃ¶genswerten erwarb. Nach den Feststellungen der Rekurskommission waren die Optionen nicht mit einer so genannten Vestingklausel versehen, weshalb sie nach der verwaltungsgerichtlichen Rechtsprechung grundsÃ¤tzlich im Zeitpunkt der Zuteilung zu besteuern sind.</p> <p class="Erwgung2">Die Pflichtigen begrÃ¼nden ihre abweichende Auffassung nicht mit der Behauptung, der Erwerb der Optionsrechte habe noch nicht stattgefunden, sondern machen geltend, infolge fehlender Parameter sei die Bewertung der Optionen objektiv nicht mÃ¶glich, weshalb die Besteuerung bei AusÃ¼bung zu erfolgen habe.</p> <p class="Erwgung2"><b>2.4 </b>Bei der Bewertung von Mitarbeiteraktien und -optionen ist, wie bei allen NaturalbezÃ¼gen, auf deren Verkehrswert abzustellen (RB 1995 Nr. 34 mit Hinweisen). Keine Schwierigkeiten bietet die Ermittlung des Verkehrswerts, wenn kotierte Papiere mit Kurswert oder regelmÃ¤ssig auf einem SekundÃ¤rmarkt gehandelte Optionen in Frage stehen. Besteht kein Markt oder ist ein solches VermÃ¶gensrecht dem Handelsverkehr aus recht­lichen GrÃ¼nden entzogen, so muss zwar der Begriff des Verkehrswerts versagen, doch be­deutet dies, weil das Vorliegen von Einkommen nicht die MarktfÃ¤higkeit des zu­ge­flossenen Wirtschaftsguts voraussetzt, nicht, dass kein Einkommen zugeflossen ist. Viel­mehr muss der Wert solcher Optionen in diesem Fall nach bestimmten marktpreis­bildenden Faktoren geschÃ¤tzt werden (RB 1995 Nr. 34). Dabei mÃ¼ssen die SchÃ¤tzungs­grundlagen so gewÃ¤hlt werden, dass das Ergebnis der wirtschaftlichen Wirklichkeit mÃ¶g­lichst nahe kommt (BGr, 8. Oktober 1996, ASA 66 [1997/98] 484 E. 4).</p> <p class="Erwgung2"><b>2.5 </b>GemÃ¤ss geltender Praxis ist der steuerlich massgebende tatsÃ¤chliche Wert von Ge­staltungsrechten auf Erwerb von Beteiligungsrechten â so genannte Call-Optionen â aufgrund der relevanten BÃ¶rsenkennzahlen und der im Bankensektor Ã¼blichen mathematischen Modelle zu ermitteln (Kantonales Steueramt ZÃ¼rich, Merkblatt zur Besteuerung von Mitarbeiter­beteiligungen, vom 28. November 1997 [aZStB Nr. 18/40], Ziff. 2.1 lit. a; Kreisschreiben Nr. 5 der ESTV betreffend Besteuerung von Mitarbeiteraktien und Mitarbeiteroptionen, vom 30. April 1997 [ASA 66 {1997/98} 130] Ziff. 4.3). Eine finanzmathematische Options­bewertung auf der Basis der im Bankensektor Ã¼blichen Black-Scholes-Formel setzt voraus, dass die wertrelevanten Parameter wie gegenwÃ¤rtiger Aktienkurs, AusÃ¼bungspreis, Ver­falldatum, VolatilitÃ¤t, Dividendenrendite und risikoloser Zinssatz ermittelt werden kÃ¶nnen (Hans-Joachim Jaeger/Lars-Olaf Timmermann, Mitarbeiteraktien und -optionsplÃ¤ne in der Schweiz â steuerliche Behandlung, StR 1998 S. 322 f.).</p> <p class="Erwgung2">Optionen werden auch ohne bÃ¶rsenmÃ¤ssige Preisbildung grundsÃ¤tzlich als bewertbar er­achtet (Andreas Risi, Mitarbeiteroptionen und -aktien, Diss. ZÃ¼rich, 1999, S. 183). Dieser Auf­fassung folgt auch das Steuerrecht (RB 1995 Nr. 34). Optionen sind bedingte TermingeschÃ¤fte, weshalb ihre Wertentwicklung notwendigerweise wesentlich von Um­stÃ¤nden abhÃ¤ngt, die sich erst nach der Ausgabe der Option verwirklichen. Die â mangels Marktpreis vorzunehmende â finanzmathematische Bewertung von nicht marktmÃ¤ssig gehandelten Optionen beruht deswegen auf verschiedenen Annahmen. Grundlage bildet die Hypothese des Gleichgewichts effizienter MÃ¤rkte, welche im Einzelnen weitere Annahmen voraussetzt, wie wÃ¤hrend der Laufzeit konstant bleibender risikoloser Zinssatz, RisikoneutralitÃ¤t der Akteure, Fehlen von Transaktionskosten, von Steuern unbeeinflusstes Anlegerverhalten usw. (vgl. Risi, S. 186 f). ErgÃ¤nzend sind innerhalb der Bewertungsformel Annahmen Ã¼ber die ungewisse kÃ¼nftige Entwicklung der meisten wertrelevanten Parameter (beispielsweise VolatilitÃ¤t, Dividendenrendite, risikoloser Zins, AusÃ¼bungszeitpunkt bei Optionen des so genannt amerikanischen Stils) zu treffen (Risi, S. 185 ff.; Rolf Weilenmann, Value Based Compensation Plans, Diss. ZÃ¼rich, 1999, S. 310). Als Ergebnis einer solchen Optionsbewertung resultiert somit nicht der vom Marktpreis abgeleitete Verkehrswert einer Option, sondern ein rechnerisch ermittelter, objektiver Wert. Dieser kommt nach im Bankensektor vorherrschender Auffassung bei fachkundiger Anwendung der wirtschaftlichen Wirklichkeit mÃ¶glichst nahe, was aus steuerlicher Sicht eine hinreichende Grundlage fÃ¼r die Bemessung des Steuerobjekts abgibt. Dass die Grundannahmen die Wirklichkeit nie exakt abbilden kÃ¶nnen und sich verschiedene Parameter wÃ¤hrend der Laufzeit der Option stetig Ã¤ndern, spricht nicht gegen die QualitÃ¤t der stichtagsbezogenen Bewertung. Auch eine â bÃ¶rsenmÃ¤ssige â Preisbildung von Optionen auf dem Finanzmarkt wird durch verschiedene Faktoren beeinflusst, die sich laufend verÃ¤ndern und deren Entwicklung nicht zuverlÃ¤ssig vorhersehbar ist.</p> <p class="Erwgung2"><b>2.6 </b>Gleichwohl kÃ¶nnen Optionen ausgegeben werden, deren Wert sich nicht objektiv feststellen lÃ¤sst. Dies ist unter anderem dann der Fall, wenn Parameter fehlen, welche fÃ¼r die formelmÃ¤ssige Bewertung benÃ¶tigt werden. Auch Besonderheiten wie extrem lange Laufzeiten oder Sperrfristen sowie das Vorliegen von zahlreichen individuellen Bedingungen kÃ¶nnen zur Folge haben, dass das Bewertungsergebnis der wirtschaftlichen Wirklichkeit nicht mehr in rechtsgenÃ¼gender Weise nahe kommt. Derartige Optionen werden deshalb von den SteuerbehÃ¶rden als objektiv nicht bewertbar erachtet (Kantonales Steueramt ZÃ¼rich, Merkblatt, Ziff. 2.1 lit. b; ESTV, Kreisschreiben Nr. 5, Ziff. 2.2 und 4.1). </p> <p class="Erwgung2"><b>2.7 </b>Die nach dem vorinstanzlichen Entscheid steuerbaren Betreffnisse wurden nach den Feststellungen der Rekurskommission aufgrund der im Kreisschreiben Nr. 5 vorgesehenen Be­wertungsmethode ermittelt. Die fÃ¼r die Bewertung verwendeten Parameter (Aktienkurs, Aus­Ã¼bungspreis, ordentliches Verfalldatum, VolatilitÃ¤t, risikoloser Zinssatz und Dividendenrendite) werden von den Pflichtigen nicht in Frage gestellt. Ebenso unbestritten ist, dass die zur BerÃ¼cksichtigung der Sperrfristen gewÃ¤hrten DiskontabzÃ¼ge dem Kreis­schreiben Nr. 5 entsprechen. Die Pflichtigen lassen lediglich geltend machen, dass der Tod des Berechtigten, der Eintritt der InvaliditÃ¤t oder die Pensionierung wÃ¤hrend der Optionslaufzeit Einfluss auf einzelne der ursprÃ¼nglich fÃ¼r die Bewertung verwendeten Parameter â ins­besondere Laufzeit und Dauer der Sperrfristen â hÃ¤tten, weshalb die Optionen objektiv nicht bewertbar seien. Zum erwarteten Ausmass der befÃ¼rchteten VerÃ¤nderung der Para­meter und zur Auswirkung auf das Bewertungsergebnis machen sie jedoch keine Angaben.</p> <p class="Erwgung2"><b>2.8 </b>Nach den Feststellungen der Rekurskommission stehen die individuellen Bedingungen fÃ¼r die Ereignisse Tod, In­validitÃ¤t und Pensionierung des Berechtigten einer Bewertung nach Massgabe des Kreis­schreibens Nr. 5 nicht entgegen. Die Rekurskommission geht in ihren ErwÃ¤gungen davon aus, dass die Wahrscheinlichkeit eines Wirksamwerdens der individuellen Bedingungen in An­betracht des Alters des Berechtigten (Jahrgang 1944) und der relativ kurzen Laufzeiten von 36 beziehungsweise 37 Monaten gering ist und dass sich der fÃ¼r den Normalfall er­mittelte Optionswert selbst bei einem Einbezug der erwÃ¤hnten Ereignisrisiken letztlich nur marginal erhÃ¶hen dÃ¼rfte.</p> <p class="Urteilstext">Die Pflichtigen lassen dem entgegenhalten, es spiele fÃ¼r die Frage der Bewertbarkeit der Optionen keine Rolle, wie hoch die Eintretenswahrscheinlichkeit der betreffenden Ereignisse sei. Die Optionen seien infolge der individuellen Bedingungen objektiv nicht bewertbar. Damit Ã¼bersehen sie, dass die Grundannahmen bereits im Normalfall die Wirk­lichkeit nie exakt abbilden. Hinzu kommt, dass der stichtagsbezogene Wert als Ergebnis der Standardbewertungsmethoden offensichtlich umso nÃ¤her beim tatsÃ¤chlichen Verkehrs­wert liegt, je geringer die Eintretenswahrscheinlichkeit der besonderen Ereignisse ist. Wenn die verwendete Bewertungsmethode und die getroffenen Annahmen ein Bewer­tungs­ergebnis zur Folge haben, das der wirtschaftlichen Wirklichkeit ausreichend nahe kommt, erweist sich die Bewertung als gesetzmÃ¤ssig. Insofern sind die Wahrscheinlichkeit des Eintritts eines die Bewertungsannahmen verÃ¤ndernden Ereignisses und das zu er­wartende Ausmass der Auswirkungen eines solchen Ereignisses auf das Bewertungs­ergebnis durchaus steuerrechtlich relevant. Ist nÃ¤mlich davon auszugehen, dass indivi­duelle Bedingungen nur marginale Auswirkungen auf den (fÃ¼r den Normalfall) berech­neten Wert haben, hÃ¤lt sich das Bewertungsergebnis â insbesondere hier in Anbetracht der me­thoden­immanenten Vielzahl von Annahmen â ohne weiteres im gesetzmÃ¤ssigen Rahmen. Es wÃ¤re Sache der Pflichtigen gewesen, zumindest in substanziierter Weise geltend zu machen, dass die konkreten Auswirkungen der individuellen Bedingungen ein Bewertungsergebnis zur Folge haben, das sich ausserhalb einer normalen, zulÃ¤ssigen Bewertungsbandbreite bewegt.</p> <p class="Urteilstext">Der Schluss der Rekurskommission, die Optionen seien objektiv bewertbar, erweist sich demzufolge nicht als rechtsverletzend. Damit ist der Zufluss entsprechend der geltenden Praxis und Rechtsprechung im Zuteilungsjahr zu besteuern. Weil das Bewertungsergebnis nach den unbestrittenen Feststellungen der Rekurskommission dem Kreisschreiben Nr. 5 ent­spricht, erweisen sich die Bemessungsgrundlage bildenden EinkÃ¼nfte aus Zuteilung der Optionen auch in betraglicher Hinsicht als korrekt. Der Hauptantrag ist somit abzuweisen.</p> <p class="Erwgung1"><b>3. </b> </p> <p class="Urteilstext">Der Eventualantrag, wonach die Besteuerung erst nach dem Wegfall der Sperrfrist zu erfolgen habe, geht von der Annahme aus, der fÃ¼r den Einkommenszufluss massgebende Rechts­erwerb sei erst in diesem Zeitpunkt abgeschlossen. Die Rekurskommission hat demgegenÃ¼ber mit zutreffender BegrÃ¼ndung unter Bezugnahme auf die verwaltungsgerichtliche Rechtsprechung festgestellt, dass der Einkommenszufluss im Zuteilungszeitpunkt erfolgt war. Der Eventualantrag ist daher ebenfalls abzuweisen.</p> <p class="Erwgung1"><b>4. </b> </p> <p class="Urteilstext">Der VermÃ¶genssteuer unterliegt das gesamte ReinvermÃ¶gen (§ 38 Abs. 1 StG). Das VermÃ¶gen wird zum Verkehrswert bewertet (§ 39 Abs. 1 StG). Einkommenssteuerlich zuge­flossene Optionen werden fÃ¼r die VermÃ¶genssteuer mit dem im Zuflusszeitpunkt mass­gebenden Wert der VermÃ¶genssteuer unterworfen (Kantonales Steueramt ZÃ¼rich, Merkblatt, Ziff. 2.3). Da sich der Antrag der Pflichtigen hinsichtlich Reduktion der VermÃ¶genssteuerfaktoren auf die vom Verwaltungsgericht verworfene Auffassung stÃ¼tzt, der Zufluss habe noch nicht stattgefunden, erweist sich auch die von der Rekurskommission vorgenommene VermÃ¶genssteuereinschÃ¤tzung als gesetzmÃ¤ssig.</p> <p class="Erwgung1"><b>5. </b> </p> <p class="Urteilstext">Demzufolge ist die Beschwerde abzuweisen. Bei diesem Verfahrensausgang sind die Gerichtskosten den unterliegenden BeschwerdefÃ¼hrenden aufzuerlegen (§ 151 Abs. 1 in Verbindung mit § 153 Abs. 4 StG) und steht ihnen keine ParteientschÃ¤digung zu (§ 17 Abs. 2 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 in Verbindung mit § 152 und 153 Abs. 4 StG).</p> <p class="Einzug1"><span>DemgemÃ¤ss entscheidet </span><span>die Kammer</span><span>:</span></p> <p class="Einzug2">1. Die Beschwerde wird abgewiesen. </p> <p class="Einzug2">2. Die GerichtsgebÃ¼hr wird festgesetzt auf <br/> Fr. 6'000.--; die Ã¼brigen Kosten betragen:<br/> Fr. 60.-- Zustellungskosten,<br/> Fr. 6'060.-- Total der Kosten.</p> <p class="Einzug2">3. Die Gerichtskosten werden den BeschwerdefÃ¼hrenden je zur HÃ¤lfte auferlegt, unter solidarischer Haftung fÃ¼r die gesamten Kosten.</p> <p class="Einzug2">4. Eine ParteientschÃ¤digung wird nicht zugesprochen.</p> <p class="Einzug2"><span>5. Mitteilung an â¦</span></p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>