<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="content"> <div class="para">[AZA 0] </div> <div class="para">1A.238/2000/hzg </div> <div class="para"> </div> <div class="para">I. OEFFENTLICHRECHTLICHE ABTEILUNG </div> <div class="para">********************************** </div> <div class="para"> </div> <div class="para">12. September 2000 </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Es wirken mit: Bundesrichter Aemisegger, Präsident der </div> <div class="para">I. öffentlichrechtlichen Abteilung, Bundesrichter Féraud, </div> <div class="para">Bundesrichter Catenazzi und Gerichtsschreiber Pfäffli. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">--------- In Sachen </div> <div class="para">X.________ AG,Y.________ Inc. , Bahamas, Z.________ AG,B.________, Niederlande, Beschwerdeführer, alle vertreten durch Rechtsanwalt Viktor Estermann, Sempacherstrasse 6, Postfach 2070, Luzern, </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">gegen </div> <div class="para">Verhöramt des Kantons Nidwalden, Staatsanwaltschaft des Kantons Nidwalden, Obergericht des Kantons Nidwalden, Kassationsabteilung, </div> <div class="para"> </div> <div class="para">betreffend </div> <div class="para">internationale Rechtshilfe in Strafsachen </div> <div class="para">an die Niederlande, </div> <div class="para">zieht das Bundesgericht in Erwägung: </div> <div class="para"> </div> <div class="para">1.- Das Verhöramt des Kantons Nidwalden erliess am 4. Oktober 1999 die Schlussverfügung in der Rechtshilfesache der Staatsanwaltschaft in Rotterdam, NL, im Strafverfahren gegen C.________. Mit Urteil vom 27. Januar 2000 wies die Kassationsabteilung des Obergerichts des Kantons Nidwalden eine von der X.________ AG, der Y.________ Inc. , der Z.________ AG und B.________ gegen diese Verfügung erhobene Beschwerde ab. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">2.- Gegen das Urteil der Kassationsabteilung des Obergerichts des Kantons Nidwalden erhoben die X.________ AG, die Y.________ Inc. , die Z.________ AG und B.________ am 4. September 2000 Verwaltungsgerichtsbeschwerde an das Bundesgericht. Hinsichtlich der Beschwerdefrist führten sie aus, das angefochtene Urteil sei am 10. Juli 2000 versandt worden und bei ihrem Rechtsanwalt am 11. Juli 2000 eingegangen. </div> <div class="para">Unter Berücksichtigung der Gerichtsferien nach <span class="artref">Art. 34 Abs. 1 lit. b OG</span> sei die Beschwerde fristgerecht eingereicht worden. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Das Bundesgericht verzichtet auf die Einholung von Vernehmlassungen. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">3.- Die Beschwerdefrist gegen eine Schlussverfügung beträgt 30 Tage (<span class="artref">Art. 80k IRSG</span> und <span class="artref">Art. 106 Abs. 1 OG</span>). </div> <div class="para">Die in <span class="artref">Art. 34 Abs. 1 OG</span> enthaltenen Vorschriften über den Stillstand der Fristen gelten für die das Bundesgesetz über internationale Rechtshilfe in Strafsachen (IRSG) betreffenden Fristen ausdrücklich nicht, und zwar sowohl gemäss der ursprünglichen Fassung des Rechtshilfegesetzes (<span class="artref">Art. 25 Abs. 5 IRSG</span>) wie auch nach der heute massgebenden Bestimmung des <span class="artref">Art. 12 Abs. 2 IRSG</span> in der Fassung vom 4. Oktober 1996. <span class="artref">Art. 34 Abs. 1 OG</span> kommt daher bei Verwaltungsgerichtsbeschwerden in Rechtshilfesachen nicht zur Anwendung (Urteil des Bundesgerichts vom 4. März 1993, publ. in Rep. 1993 126 147; <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=6&amp;from_date=29.08.2000&amp;to_date=17.09.2000&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F109-IB-174%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page174">BGE 109 Ib 174</a> E. 1b; Robert Zimmermann, La coopération judiciaire internationale en matière pénale, Bern 1999, N. 316, S. 241 f.). </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Der Beschwerdeentscheid der Kassationsabteilung des Obergerichts des Kantons Nidwalden ist den Beschwerdeführern nach eigenen Angaben am 11. Juli 2000 zugestellt worden. Die 30-tägige Frist für die Einreichung einer Verwaltungsgerichtsbeschwerde endete somit - da <span class="artref">Art. 34 Abs. 1 lit. b OG</span> nicht zur Anwendung kam - am 10. August 2000. Die am 4. September 2000 eingereichte Verwaltungsgerichtsbeschwerde erweist sich somit als verspätet, weshalb darauf nicht einzutreten ist. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">4.- Bei diesem Ausgang des Verfahrens haben die Beschwerdeführer die bundesgerichtlichen Kosten zu tragen (<span class="artref">Art. 156 Abs. 1 OG</span>). </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Demnach erkennt das Bundesgericht </div> <div class="para">im Verfahren nach <span class="artref">Art. 36a OG</span>: </div> <div class="para"> </div> <div class="para">1.- Auf die Verwaltungsgerichtsbeschwerde wird nicht eingetreten. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">2.- Die Gerichtsgebühr von Fr. 1'000.- wird den Beschwerdeführern unter solidarischer Haftbarkeit auferlegt. </div> <div class="para">3.- Dieses Urteil wird den Beschwerdeführern, dem Verhöramt, der Staatsanwaltschaft und dem Obergericht des Kantons Nidwalden, Kassationsabteilung, sowie dem Bundesamt für Justiz, Abteilung internationale Rechtshilfe, schriftlich mitgeteilt. </div> <div class="para">______________ </div> <div class="para">Lausanne, 12. September 2000 </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Im Namen der I. öffentlichrechtlichen Abteilung </div> <div class="para">des SCHWEIZERISCHEN BUNDESGERICHTS </div> <div class="para">Der Präsident: </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Der Gerichtsschreiber: </div> </div></body></html>