<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="content"> <div class="para"> </div> <div class="para">Bundesgericht </div> <div class="para">Tribunal fédéral </div> <div class="para">Tribunale federale </div> <div class="para">Tribunal federal </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <img height="74" src="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/clir/http/displayimage.php?id=2019-04-29-2C_382-2019.1&amp;type=gif" width="95"/> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>2C_382/2019</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>Urteil vom 29. April 2019</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>II. öffentlich-rechtliche Abteilung</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Besetzung </div> <div class="para">Bundesrichter Seiler, Präsident, </div> <div class="para">Gerichtsschreiber Feller. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Verfahrensbeteiligte </div> <div class="para">A.________, ABR Biel/Bienne, KU Bözingen, </div> <div class="para">Beschwerdeführer, </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <i>gegen</i> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Amt für Migration und Personenstand des Kantons Bern, Migrationsdienst, </div> <div class="para">Asyl Biel und Region ABR, handelnd durch ihre Organe. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Gegenstand </div> <div class="para">Haftung im Zusammenhang mit Asylverfahren; Kostenerlass, </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Beschwerde gegen den Entscheid des Obergerichts des Kantons Bern, 1. Zivilkammer, vom 3. April 2019 (ZK 19 191). </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>Erwägungen:</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>1.</b> </div> <div class="para">Mit Entscheid ZK 18 585 bzw. ZK 18 594 vom 20. Dezember 2018 trat die 1. Zivilkammer des Obergerichts des Kantons Bern auf eine Berufung von A.________ betreffend Staatshaftung im Zusammenhang mit Asylverfahren und Sozial- bzw. Nothilfe nicht ein; das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege wies das Obergericht ab, die Gerichtskosten von Fr. 600.-- auferlegte es dem Berufungskläger. Auf die gegen diesen Entscheid erhobene Beschwerde von A.________ trat das Bundesgericht mit Urteil 2C_108/2019 vom 30. Januar 2019 nicht ein; das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege wies es wegen Aussichtslosigkeit des Rechtsmittels ab, weshalb die Gerichtskosten von Fr. 500.-- dem Beschwerdeführer auferlegt wurden. </div> <div class="para">Mit Entscheid ZK 19 1919 vom 3. April 2019 wies die 1. Zivilkammer des Obergerichts des Kantons Bern das Gesuch um Erlass der Gerichtskosten des Berufungsverfahrens ZK 18 585 ab; von der Erhebung von Gerichtskosten für das Erlassverfahren wurde abgesehen. </div> <div class="para">Mit "Verwaltungsbeschwerde" vom 22. April 2019 beantragt A.________ dem Bundesgericht im Wesentlichen, den Erlassentscheid des Obergerichts aufzuheben und ihn von der Bezahlung der Berufungsgebühr von Fr. 600.-- zu befreien. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>2.</b> </div> <div class="para">Gemäss <span class="artref">Art. 83 lit. m BGG</span> ist die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten über die Stundung oder Erlass von Abgaben unzulässig; in Abweichung davon ist die Beschwerde zulässig gegen Entscheide über den Erlass der direkten Bundessteuer oder kantonalen oder kommunalen Einkommens- und Gewinnsteuer, wenn sich eine Rechtsfrage von grundsätzlicher Bedeutung stellt oder sich aus anderen Gründen um einen besonders bedeutenden Fall handelt. Vorliegend ist der Erlass von Gerichtskosten streitig. Gerichtskosten sind Abgaben. Da es sich bei Gerichtskosten nicht um eine direkte Steuern handelt, fällt die Gegenausnahme vom zweiten Satzteil von <span class="artref">Art. 83 lit. m BGG</span> ausser Betracht, wobei das Vorliegen der entsprechenden Voraussetzungen ohnehin nicht dargetan würde oder ersichtlich wäre. Damit bleibt als bundesrechtliches Rechtsmittel die subsidiäre Verfassungsbeschwerde (<span class="artref">Art. 113 ff. BGG</span>). </div> <div class="para">Mit der Verfassungsbeschwerde kann gemäss <span class="artref">Art. 116 BGG</span> (ausschliesslich) die Verletzung von verfassungsmässigen Rechten gerügt werden. Entsprechende Rügen bedürfen besonderer Geltendmachung und Begründung (Art. 117 in Verbindung mit <span class="artref">Art. 106 Abs. 2 BGG</span>; <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=7&amp;from_date=12.04.2019&amp;to_date=01.05.2019&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F142-III-364%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page364">BGE 142 III 364</a> E. 2.4 S. 368 mit Hinweisen). Entsprechende Rügen werden nicht erhoben und substantiiert. Es fehlt namentlich jegliche Auseinandersetzung mit den Erwägungen des angefochtenen Entscheids, erst recht unter verfassungsrechtlichen Aspekten. Die Beschwerde enthält offensichtlich keine hinreichende Begründung (Art. 108 Abs. 1 ilt. b BGG). Die (wohl zu verneinende Frage; vgl. etwa Urteil 4D_70/2014 vom 8. Oktober 2014), ob der dem angefochtenen Entscheid zugrunde liegende <span class="artref">Art. 112 ZPO</span> (oder eine kantonalrechtliche Verfahrensnorm) einen Rechtsanspruch auf Erlass von Gerichtskosten einräumt und der Beschwerdeführer durch dessen Verweigerung in rechtlich geschützten Interessen betroffen wird, was gemäss <span class="artref">Art. 115 lit. b BGG</span> eine weitere selbstständige Voraussetzung für die Legitimation zur Verfassungsbeschwerde wäre, kann offen bleiben. </div> <div class="para">Auf die Beschwerde ist mit Entscheid des Abteilungspräsidenten als Einzelrichter im vereinfachten Verfahren nach <span class="artref">Art. 108 BGG</span> nicht einzutreten. </div> <div class="para">Dem (sinngemäss gestellten) Gesuch um Kostenbefreiung für das bundesgerichtliche Verfahren ist wegen Aussichtslosigkeit des Rechtsmittels (<span class="artref">Art. 64 BGG</span>) und Fehlens entsprechender besonderer Umstände (Art. 66 Abs. 1 zweiter Satz BGG) nicht zu entsprechen. Die Gerichtskosten (<span class="artref">Art. 65 BGG</span>) sind dem Beschwerdeführer als unterliegende Partei aufzuerlegen (Art. 66 Abs. 1 erster Satz BGG). </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b> Demnach erkennt der Präsident:</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>1.</b> </div> <div class="para">Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>2.</b> </div> <div class="para">Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege wird abgewiesen. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>3.</b> </div> <div class="para">Die Gerichtskosten von Fr. 200.-- werden dem Beschwerdeführer auferlegt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>4.</b> </div> <div class="para">Dieses Urteil wird den Verfahrensbeteiligten, dem Obergericht des Kantons Bern, 1. Zivilkammer, und dem Staatssekretariat für Migration schriftlich mitgeteilt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Lausanne, 29. April 2019 </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Im Namen der II. öffentlich-rechtlichen Abteilung </div> <div class="para">des Schweizerischen Bundesgerichts </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Der Präsident: Seiler </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Der Gerichtsschreiber: Feller </div> </div></body></html>