<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2023.00246</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=223280&amp;W10_KEY=13045544&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2023.00246</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 06.06.2023</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">4. Abteilung/4. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">AuslÃ¤nderrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>[Die Beschwerdeführerin, eine 1995 geborene vietnamesische Staatsangehörige, erhielt eine Aufenthaltsbewilligung zum Verbleib bei ihrem in der Schweiz niedergelassenen Ehemann.] Nach der Trennung von ihrem Ehemann und der darauffolgenden Scheidung hat die Beschwerdeführerin keinen Anspruch mehr auf Aufenthalt in der Schweiz. Die Ehe der Beschwerdeführerin dauerte keine drei Jahre. Insgesamt liegen keine wichtigen persönlichen Gründe vor, welche einen weiteren Aufenthalt der Beschwerdeführerin in der Schweiz erforderlich machen würden (E. 2). Die Beschwerdeführerin kann aus dem Anspruch auf Achtung des Familienlebens keinen Aufenthaltsanspruch in der Schweiz ableiten, da ihre Mutter in Polen lebt und volljährige Kinder grundsätzlich keinen Anspruch auf Nachzug zu ihren Eltern haben (E. 3). Abweisung UP. Abweisung.</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: AUFENTHALTSBEWILLIGUNG">AUFENTHALTSBEWILLIGUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: NACHEHELICHER HÃRTEFALL">NACHEHELICHER HÃRTEFALL</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade">Art. 50 Abs. 1 lit. b AIG</span><br/><span class="gerade">Art. 50 Abs. 2 AIG</span><br/><span class="ungerade">Art. 8 Abs. 1 EMRK</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 4 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="WordSection1"> <table border="1" cellpadding="0" cellspacing="0" class="MsoNormalTable" width="0"> <tr> <td valign="top"> <p class="Kopf1"><span>Verwaltungsgericht</span></p> <p class="Kopf1"><span>des Kantons ZÃ¼rich</span></p> <p class="Kopf1"><span>4. Abteilung</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Kopf1"> </p> </td> <td valign="top"> <p class="Kopf1"><span><img alt="" height="78" id="Bild 1" src="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getImage&amp;nF38_KEY=62299" width="123"/></span></p> </td> </tr> </table> <p class="MsoNormal">VB.2023.00246</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"><b><span>Urteil</span></b></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="Zwischentitel"> </p> <p class="MsoNormal"><span>der 4. Kammer</span></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">vom <a id="VF_DAT_ENTSCHEID">6. Juni 2023</a></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">Mitwirkend: AbteilungsprÃ¤sidentin Tamara NÃ¼ssle<span> (Vorsitz)</span>, Verwaltungsrichter Marco Donatsch, Verwaltungsrichter Martin Bertschi, <a id="TN_AUTOTEXT_RICHTER"></a><a id="TN_AUTOTEXT_GS"></a>Gerichtsschreiber Christoph Raess.</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">In Sachen</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>A<b>, </b>vertreten durch lic.</span><span> </span><span>iur. B, </span></p> <p class="MsoNormal"><b><span>BeschwerdefÃ¼hrerin,</span></b><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="Zwischentitel">gegen</p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>Migrationsamt des Kantons ZÃ¼rich, </span></p> <p class="MsoNormal"><b><span>Beschwerdegegner, </span></b><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"><b>betreffend VerlÃ¤ngerung der Aufenthaltsbewilligung,</b></p> <p class="Zwischentitel">hat sich ergeben: </p> <p class="Sachverhalt1"><b>I. </b> </p> <p class="Sachverhalt2">A, eine 1995 geborene vietnamesische StaatsangehÃ¶rige, hielt sich von September 2017 bis Januar 2018 in der Schweiz auf und ging illegal einer Arbeit nach. Am 10. Januar 2018 erliess das Staatssekretariat fÃ¼r Migration ein Einreiseverbot mit GÃ¼ltigkeit vom 14. Januar 2018 bis am 13. Januar 2020. Gleichentags verfÃ¼gte das Migrationsamt des Kantons ZÃ¼rich die formlose Wegweisung von A und forderte sie auf, die Schweiz bis am 13. Januar 2018 zu verlassen. Dieser Aufforderung kam A nach.</p> <p class="Sachverhalt2">Am 10. Mai 2018 heiratete A in DÃ¤nemark den in der Schweiz niedergelassenen vietnamesischen StaatsangehÃ¶rigen C. Am 16. Oktober 2020 reiste A erneut in die Schweiz ein, wo ihr das Migrationsamt des Kantons ZÃ¼rich eine Aufenthaltsbewilligung zum Verbleib bei ihrem Ehemann erteilte. Am 5. September 2022 ersuchte A, nachdem sie sich von ihrem Mann getrennt hatte, um VerlÃ¤ngerung ihrer Aufenthaltsbewilligung. Dieses Gesuch lehnte das Migrationsamt am 20. Januar 2023 ab und wies A aus der Schweiz weg.</p> <p class="Sachverhalt1"><b>II. </b> </p> <p class="Urteilstext">Die Sicherheitsdirektion wies einen dagegen erhobenen Rekurs mit Entscheid vom 3. April 2023 ab.</p> <p class="Sachverhalt1"><b>III. </b> </p> <p class="Urteilstext">Am 5. Mai 2023 erhob A Beschwerde an das Verwaltungsgericht und beantragte, unter EntschÃ¤digungsfolge sei der vorinstanzliche Entscheid vollumfÃ¤nglich aufzuheben und ihre Aufenthaltsbewilligung zu verlÃ¤ngern. Eventualiter sei die Sache zur Neubeurteilung an die Vorinstanz zurÃ¼ckzuweisen. Zudem beantragte sie, es sei ihr fÃ¼r das Beschwerdeverfahren unentgeltliche ProzessfÃ¼hrung zu gewÃ¤hren und auf die Erhebung eines Kostenvorschusses zu verzichten. </p> <p class="Urteilstext">Die Sicherheitsdirektion verzichtete am 10. Mai 2023 auf Vernehmlassung. Das Migrationsamt reichte keine Beschwerdeantwort ein. Am 30. Mai 2023 reichte das Migrationsamt ergÃ¤nzende Unterlagen ein. </p> <p class="Einzug1"><span>Die Kammer</span><span> erwÃ¤gt:</span></p> <p class="Erwgung1"><b>1. </b> </p> <p class="Urteilstext"><span>Das Verwaltungsgericht ist fÃ¼r Beschwerden gegen Rekursentscheide der Sicherheitsdirektion Ã¼ber Anordnungen des Migrationsamts betreffend das Aufenthaltsrecht nach §§ 41 ff. des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 (VRG, LS 175.2) zustÃ¤ndig. Da auch die Ã¼brigen Prozessvoraussetzungen erfÃ¼llt sind, ist auf die Beschwerde einzutreten.</span></p> <p class="Erwgung1"><b>2. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>2.1 </b>Nach Art. 43 Abs. 1 des AuslÃ¤nder- und Integrationsgesetzes vom 16. Dezember 2005 (AIG, SR 142.20) haben auslÃ¤ndische Ehegatten von niedergelassenen Personen Anspruch auf Erteilung und VerlÃ¤ngerung der Aufenthaltsbewilligung, wenn sie unter anderem zusammenwohnen.</p> <p class="Urteilstext">Die BeschwerdefÃ¼hrerin hat nach ihrer Heirat mit einem in der Schweiz niedergelassenen vietnamesischen StaatsangehÃ¶rigen gestÃ¼tzt auf Art. 43 Abs. 1 AIG eine Aufenthaltsbewilligung erhalten. Es ist unbestritten, dass die BeschwerdefÃ¼hrerin und ihr Ehemann seit dem 1. April 2022 getrennt voneinander leben. Am 29. MÃ¤rz 2023 schied das Bezirksgericht Dietikon die Ehe der BeschwerdefÃ¼hrerin. Damit hat die BeschwerdefÃ¼hrerin gestÃ¼tzt auf Art. 43 AIG keinen Anspruch mehr auf eine Aufenthaltsbewilligung.</p> <p class="Erwgung2"><b>2.2 </b>Nach AuflÃ¶sung der Ehe oder der Familiengemeinschaft besteht der Anspruch des Ehegatten auf Erteilung und VerlÃ¤ngerung der Aufenthaltsbewilligung weiter, wenn die Ehegemeinschaft mindestens drei Jahre in der Schweiz gedauert hat und die Integrationskriterien nach Art. 58a AIG erfÃ¼llt sind (Art. 50 Abs. 1 lit. a AIG; BGE 140 II 289 E. 3.5.1 mit Hinweisen) oder wichtige persÃ¶nliche GrÃ¼nde einen weiteren Aufenthalt in der Schweiz erforderlich machen (Art. 50 Abs. 1 lit. b AIG).</p> <p class="Erwgung2"><b>2.3 </b>Die Ehegemeinschaft der BeschwerdefÃ¼hrerin und ihres ehemaligen Ehemanns dauerte in der Schweiz vom 16. Oktober 2020 bis zu ihrer Trennung am 1. April 2022 und damit weniger als drei Jahre. Dieser Auffassung ist auch die BeschwerdefÃ¼hrerin. Damit hat die BeschwerdefÃ¼hrerin keinen Anspruch auf VerlÃ¤ngerung ihrer Aufenthaltsbewilligung nach Art. 50 Abs. 1 lit. a AIG. </p> <p class="Erwgung2"><b>2.4 </b>Wichtige persÃ¶nliche GrÃ¼nde kÃ¶nnen namentlich vorliegen, wenn die auslÃ¤ndische Person Opfer ehelicher Gewalt geworden ist oder wenn ihre soziale Wiedereingliederung im Herkunftsland stark gefÃ¤hrdet erscheint (Art. 50 Abs. 2 AIG). Dabei ist etwa an geschiedene Frauen (mit Kindern) zu denken, welche in ein patriarchalisches Gesellschaftssystem zurÃ¼ckkehren und dort wegen ihres Status als Geschiedene mit Diskriminierungen oder Ãchtungen rechnen mÃ¼ssen (BGE 138 II 229 E. 3.1). Ein wichtiger persÃ¶nlicher Grund kann sich auch aus anderen UmstÃ¤nden oder Aspekten im In- oder Heimatland der betroffenen Person ergeben (BGE 137 II 345 E. 3.2, auch zum Folgenden). Bei der Beur­teilung der wichtigen persÃ¶nlichen GrÃ¼nde sind sÃ¤mtliche Aspekte des Einzelfalls zu berÃ¼cksichtigen.</p> <p class="Urteilstext">Die BeschwerdefÃ¼hrerin bringt vor, dass eine Scheidung in ihrem Heimatland insbesondere fÃ¼r eine Frau als Schande gelte und die Ausgrenzung nicht nur durch ihre Familie, sondern auch durch die restliche Gesellschaft zur Folge haben. Vietnam sei noch immer eine patriarchale Gesellschaft und sie stamme zudem aus einer konservativen Familie. Sie fÃ¼rchte sich vor der sozialen Stigmatisierung in ihrem Heimatland und habe Angst, ihren Ruf und den ihrer Familie zu beschÃ¤digen. Dadurch laste ein enormer psychischer Druck auf ihr. Es sei ihr als alleinstehender junger Frau nicht zuzumuten, sich in einem anderen Landesteil in Vietnam niederzulassen, um sich so dem Einfluss ihrer Familie zu entziehen und neue soziale Beziehungen aufzubauen. Aufgrund der Stigmatisierung als geschiedene Frau und ohne familiÃ¤ren RÃ¼ckhalt wÃ¤re es fÃ¼r sie darÃ¼ber hinaus sehr schwierig, sich wirtschaftlich in ihr Heimatland zu integrieren.</p> <p class="Urteilstext">Zwar ist die Wegweisung nach Vietnam fÃ¼r die BeschwerdefÃ¼hrerin mit einer gewissen HÃ¤rte verbunden. Die BeschwerdefÃ¼hrerin legt jedoch nicht detailliert und konkret dar, inwiefern sie bei einer RÃ¼ckkehr nach Vietnam Diskriminierungen durch ihre Familie bzw. die Gesellschaft ausgesetzt wÃ¤re und sie als geschiedene Frau mit einer sozialen Stigmatisierung zu rechnen hÃ¤tte. Damit bleiben ihre Vorbringen zu unsubstanziiert, um auf einen wichtigen persÃ¶nlichen Grund schliessen zu kÃ¶nnen. Sie sollte zudem trotz mehrjÃ¤hriger Landesabwesenheit nach wie vor mit den UmstÃ¤nden in Vietnam vertraut sein. Als junge und gesunde Frau wird sie sich deshalb auch in wirtschaftlicher Hinsicht wieder in ihr Heimatland integrieren kÃ¶nnen. Ihre Lebens- und Daseinsbedingungen in Vietnam sind gemessen am durchschnittlichen Schicksal anderer auslÃ¤ndischer Personen in vergleichbarer Lage nicht in gesteigertem Mass infrage gestellt. Insgesamt liegen keine wichtigen GrÃ¼nde im Sinn von Art. 50 Abs. 1 lit. b AIG vor, welche einen weiteren Aufenthalt der BeschwerdefÃ¼hrerin in der Schweiz erforderlich machen wÃ¼rden.</p> <p class="Erwgung1"><b>3. </b> </p> <p class="Urteilstext">Entgegen der in der Beschwerde geÃ¤usserten Ansicht der BeschwerdefÃ¼hrerin kann sie aufgrund der Beziehung zu ihrer in Polen lebenden Mutter aus dem Recht auf Achtung des Familienlebens nach Art. 8 Abs. 1 der EuropÃ¤ischen Menschenrechtskonvention (SR 0.101) keinen Anspruch auf Aufenthalt in der Schweiz ableiten. Ein entsprechender Aufenthaltsanspruch der BeschwerdefÃ¼hrerin in der Schweiz kÃ¤me nÃ¤mlich Ã¼berhaupt erst infrage, wenn ihre Mutter hier leben wÃ¼rde. Sodann besteht grundsÃ¤tzlich kein Anspruch fÃ¼r volljÃ¤hrige Kinder auf Nachzug zu ihren Eltern.</p> <p class="Erwgung1"><b>4. </b> </p> <p class="Urteilstext"><span>Ausserhalb des Anspruchsbereichs entscheiden die kantonalen AuslÃ¤nderbehÃ¶rden nach pflichtgemÃ¤ssem Ermessen gemÃ¤ss Art. 96 AIG Ã¼ber die Erteilung beziehungsweise VerlÃ¤ngerung einer Aufenthaltsbewilligung (VGr, 8. Juli 2021, VB.2021.00216, E. 3). Nach Art. 96 Abs. 1 AIG sind dabei die Ã¶ffentlichen Interessen und die persÃ¶nlichen VerhÃ¤ltnisse sowie die Integration der AuslÃ¤nderin oder des AuslÃ¤nders zu berÃ¼cksichtigen. In solche Ermessensentscheide kann das Verwaltungsgericht nur eingreifen, wenn ein qualifizierter Ermessensfehler vorliegt, insbesondere wenn der Entscheid sich von sachfremden Motiven leiten lÃ¤sst (§ 50 VRG).</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Vorliegend bestehen keine Anhaltspunkte dafÃ¼r, dass der Beschwerdegegner das ihm zustehende Ermessen in rechtsverletzender Weise ausgeÃ¼bt hat.</span></p> <p class="Erwgung1"><b>5. </b> </p> <p class="Urteilstext">Die Beschwerde ist abzuweisen.</p> <p class="Erwgung1"><b>6. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>6.1 </b>AusgangsgemÃ¤ss sind die Gerichtskosten der BeschwerdefÃ¼hrerin aufzuerlegen und ist dieser keine ParteientschÃ¤digung zuzusprechen (§ 65a Abs. 2 in Verbindung mit § 13 Abs. 2 Satz 1 sowie § 17 Abs. 2 VRG).</p> <p class="Erwgung2"><b><span>6.2 </span></b>Die BeschwerdefÃ¼hrerin ersucht fÃ¼r das Beschwerdeverfahren um GewÃ¤hrung unentgeltlicher ProzessfÃ¼hrung. GemÃ¤ss § 16 Abs. 1 VRG haben Private, welchen die nÃ¶tigen Mittel fehlen und deren Begehren nicht offenkundig aussichtslos erscheinen, auf Ersuchen Anspruch auf unentgeltliche ProzessfÃ¼hrung. <span>Offenkundig aussichtslos sind Begehren, deren Chancen auf Gutheissung um derart viel kleiner als jene auf Abweisung erscheinen, dass sie kaum als ernsthaft bezeichnet werden kÃ¶nnen (Kaspar PlÃ¼ss in: Alain Griffel [Hrsg.], Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons ZÃ¼rich [VRG], 3. A., ZÃ¼rich etc. 2014, § 16 N. 46).</span></p> <p class="Urteilstext">Die Ehe der BeschwerdefÃ¼hrerin dauerte keine drei Jahre. Zudem machte sie in ihrer Beschwerde bezÃ¼glich des Vorliegens von wichtigen persÃ¶nlichen GrÃ¼nden nur unsubstanziierte AusfÃ¼hrungen. Folglich waren ihre Aussichten mit ihren Begehren zu obsiegen bereits im Zeitpunkt der Beschwerdeerhebung deutlicher geringer als die Aussichten zu obsiegen. Dementsprechend ist das Gesuch um GewÃ¤hrung der unentgeltlichen ProzessfÃ¼hrung fÃ¼r das Beschwerdeverfahren aufgrund offenkundiger Aussichtslosigkeit abzuweisen.</p> <p class="Erwgung1"><b>7. </b> </p> <p class="Urteilstext"><span>Zur Rechtsmittelbelehrung des nachstehenden Dispositivs ist Folgendes zu erlÃ¤utern: Soweit ein Anwesenheitsanspruch geltend gemacht wird, ist die Beschwerde in Ã¶ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten nach Art. 82 ff. des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (BGG, SR 173.110) zulÃ¤ssig. Ansonsten steht die subsidiÃ¤re Verfassungsbeschwerde gemÃ¤ss Art. 113 ff. BGG offen (Art. 83 lit. c Ziff. 2 e contrario und Ziff. 4 BGG). Werden beide Rechtsmittel ergriffen, hat dies in der gleichen Rechtsschrift zu geschehen (Art. 119 Abs. 1 BGG).</span></p> <p class="Einzug1"><span>DemgemÃ¤ss erkennt <span>die Kammer</span>:</span></p> <p class="Einzug2"><span>1. Die Beschwerde wird abgewiesen.</span></p> <p class="Einzug2"><span>2. Das Gesuch um GewÃ¤hrung der unentgeltlichen ProzessfÃ¼hrung wird abgewiesen.</span></p> <p class="Einzug2"><span>3. Die GerichtsgebÃ¼hr wird festgesetzt auf <br/> Fr. 1'500.--; die Ã¼brigen Kosten betragen:<br/> <u>Fr. 70.--</u> Zustellkosten,<br/> <u>Fr. 1'570.--</u> Total der Kosten.</span></p> <p class="Einzug2"><span>4. Die Gerichtskosten werden der BeschwerdefÃ¼hrerin auferlegt.</span></p> <p class="Einzug2"><span>5. Eine ParteientschÃ¤digung wird nicht zugesprochen.</span></p> <p class="Einzug2"><span>6. <span>Gegen dieses Urteil kann im Sinn der ErwÃ¤gungen Beschwerde erhoben werden. Sie ist binnen 30 Tagen ab Zustellung einzureichen beim Bundesgericht, 1000 Lausanne 14.</span></span></p> <p class="Einzug2"><span>7. Mitteilung an:<br/> a) die Parteien;<br/> b) die Sicherheitsdirektion;<br/> c) das Staatssekretariat fÃ¼r Migration.</span></p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>