<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2024.00614</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=224826&amp;W10_KEY=13045527&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2024.00614</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 27.03.2025</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">4. Abteilung/4. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Eine Beschwerde in Ã¶ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten ist am Bundesgericht noch hÃ¤ngig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">AuslÃ¤nderrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>[Nichtverlängerung der Aufenthaltsbewilligung eines Staatsangehörigen der Dominikanischen Republik mangels dreijähriger Dauer der Ehe und mangels eines persönlichen Härtefalls.] Der Beschwerdeführer war zweimal mit derselben Schweizer Staatsangehörigen verheiratet. Nach der gemeinsamen Ausreise aus der Schweiz wurde die erste Ehe im Ausland geschieden. Die zweite Ehe dauerte weniger als drei Jahre. Ein Anspruch aus dieser ersten Ehe lebt mit der erneuten Heirat und erneuten Einreise nicht wieder auf. Die erste Ehe ist deshalb für die hier zu berechnende Dreijahresfrist im Sinn von Art. 50 Abs. 1 lit. a AIG nicht anzurechnen (E. 2.1). Ein persönlicher Härtefall ist nicht gegeben und die Rückreise in sein Herkunftsland, wo auch der gemeinsame Sohn des Beschwerdeführers und seiner Ex-Ehegattin lebt, ist ihm zumutbar (E. 4). Abweisung.</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: AuslÃ¤nderrecht ST: AUFENTHALTSBEWILLIGUNG">AUFENTHALTSBEWILLIGUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: NACHEHELICHER HÃRTEFALL">NACHEHELICHER HÃRTEFALL</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade">Art. 50 Abs. 1 lit. a AIG</span><br/><span class="gerade">Art. 50 Abs. 1 lit. b AIG</span><br/><span class="ungerade">Art. 50 Abs. 2 AIG</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 3 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="WordSection1"> <table border="1" cellpadding="0" cellspacing="0" class="MsoNormalTable" width="591"> <tr> <td valign="top"> <p class="Kopf1"><span>Verwaltungsgericht</span></p> <p class="Kopf1"><span>des Kantons ZÃ¼rich</span></p> <p class="Kopf1"><span>4. Abteilung</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Kopf1"> </p> </td> <td valign="top"> <p class="Kopf1"><span><img alt="" height="78" id="Bild 1" src="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getImage&amp;nF38_KEY=70388" width="123"/></span></p> </td> </tr> </table> <p class="MsoNormal">VB.2024.00614</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"><b><span>Urteil</span></b></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="Zwischentitel"> </p> <p class="MsoNormal"><span>der 4. Kammer</span></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">vom 27. MÃ¤rz 2025</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">Mitwirkend: AbteilungsprÃ¤sidentin Tamara NÃ¼ssle (Vorsitz), Verwaltungsrichter Reto HÃ¤ggi Furrer, Verwaltungsrichter Martin Bertschi, Gerichtsschreiber Matthias Neumann.</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">In Sachen</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>A, </span></p> <p class="MsoNormal"><span>vertreten durch lic. iur. D, </span></p> <p class="MsoNormal"><b><span>BeschwerdefÃ¼hrer,</span></b><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="Zwischentitel">gegen</p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>Migrationsamt des Kantons ZÃ¼rich, </span></p> <p class="MsoNormal"><b><span>Beschwerdegegner, </span></b></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"><b>betreffend VerlÃ¤ngerung der Aufenthaltsbewilligung,</b></p> <p class="Zwischentitel">hat sich ergeben: </p> <p class="Sachverhalt1"><b>I. </b> </p> <p class="Sachverhalt2"><b>A. </b>A ist ein im Jahr 1977 geborener StaatsangehÃ¶riger der Dominikanischen Republik. Am 6. Dezember 2006 heiratete er in seinem Herkunftsland die Schweizer StaatsangehÃ¶rige B und 2007 wurde der gemeinsame Sohn C geboren. Im Juni 2009 reiste der BeschwerdefÃ¼hrer in die Schweiz ein, wo ihm zunÃ¤chst im Kanton Luzern und danach im Kanton Zug jeweils der Aufenthalt bei seiner Ehefrau und dem gemeinsamen Sohn bewilligt wurde. Die Familie lebte bis 2016 â mit UnterbrÃ¼chen â in der Schweiz. A meldete sich per 30. Dezember 2016 in die Dominikanische Republik ab. Die Ehe zwischen A und B wurde zu einem nicht bekannten Zeitpunkt geschieden.</p> <p class="Sachverhalt2"><b>B. </b>A und B heirateten am 31. Januar 2020 (erneut) in der Dominikanischen Republik. Am 24. Juni 2021 reiste er in die Schweiz ein, wo ihm das Migrationsamt des Kantons ZÃ¼rich im Rahmen des Familiennachzugs den Aufenthalt zum Verbleib bei seiner Ehefrau bewilligte, zuletzt bis zum 23. Juni 2023. </p> <p class="Sachverhalt2"><b>C. </b>B meldete sich per 4. Oktober 2022 vom gemeinsamen Wohnort der Eheleute in der Schweiz ab und reiste in die Dominikanische Republik aus. Die Ehe zwischen ihr und A wurde am 31. Mai 2023 in der Dominikanischen Republik geschieden. </p> <p class="Sachverhalt2"><b>D. </b>Am 20. April 2023 ersuchte A das Migrationsamt um VerlÃ¤ngerung seiner Aufenthaltsbewilligung. Das Migrationsamt wies das Gesuch mit VerfÃ¼gung vom 11. Juni 2024 ab. </p> <p class="Sachverhalt1"><b>II. </b> </p> <p class="Urteilstext">Mit Entscheid vom 28. August 2024 wies die Sicherheitsdirektion des Kantons ZÃ¼rich den dagegen erhobenen Rekurs von A ab. </p> <p class="Sachverhalt1"><b>III. </b> </p> <p class="Urteilstext">Gegen diesen Entscheid erhob A am 7. Oktober 2024 Beschwerde beim Verwaltungsgericht. Er beantragte, der Entscheid des Migrationsamts vom 11. Juni 2024 sei unter EntschÃ¤digungsfolge aufzuheben und es sei seine Bewilligung zu verlÃ¤ngern. Ausserdem ersuchte er um GewÃ¤hrung unentgeltlicher ProzessfÃ¼hrung und Bestellung eines unentgeltlichen Rechtsbeistands.</p> <p class="Urteilstext">Die Sicherheitsdirektion verzichtete am 11. Oktober 2024 auf eine Vernehmlassung; das Migrationsamt erstattete keine Beschwerdeantwort. </p> <p class="Einzug1"><span>Die Kammer erwÃ¤gt:</span></p> <p class="Erwgung1"><b>1. </b> </p> <p class="Urteilstext"><span>Das Verwaltungsgericht ist fÃ¼r Beschwerden gegen Rekursentscheide der Sicherheitsdirektion Ã¼ber Anordnungen des Beschwerdegegners betreffend das Aufenthaltsrecht nach </span>§§ 41 ff. des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 (VRG, LS 175.2) zustÃ¤ndig. Weil auch die Ã¼brigen Prozessvoraussetzungen erfÃ¼llt sind, ist auf die Beschwerde einzutreten.</p> <p class="Erwgung1"><b>2. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>2.1 </b>Als Ehemann einer Schweizerin, mit der er in der Schweiz zusammenlebte, verfÃ¼gte der BeschwerdefÃ¼hrer wÃ¤hrend der Dauer der Ehegemeinschaft gestÃ¼tzt auf Art. 42 Abs. 1 AIG Ã¼ber einen von seiner Ehefrau abgeleiteten Aufenthaltsanspruch. Nachdem die Ehefrau sich per 4. Oktober 2022 in der Schweiz abgemeldet und damit die eheliche Wohnung verlassen hat, ist dieser Anspruch unbestrittenermassen erloschen.</p> <p class="Erwgung2"><b>2.2 </b>Nach AuflÃ¶sung der Ehegemeinschaft besteht gemÃ¤ss Art. 50 Abs. 1 lit. a AIG ein entsprechender Bewilligungsanspruch weiter, wenn die Ehegemeinschaft mindestens drei Jahre bestanden hat und kumulativ die Integrationskriterien von Art. 58a AIG erfÃ¼llt sind.</p> <p class="Urteilstext">Der BeschwerdefÃ¼hrer macht zusammenfassend geltend, dass die Dreijahresfrist im Sinn von Art. 50 Abs. 1 lit. a AIG vorliegend erfÃ¼llt sei, da er mit derselben Ehefrau bereits einmal verheiratet gewesen sei und diese erste Ehe im Zeitpunkt der gemeinsamen Ausreise aus der Schweiz in die Dominikanische Republik Ende 2016 bereits drei Jahre gedauert habe. Mithin ist er der Auffassung, die Dauer dieser <i>ersten Ehe</i> sei im Rahmen des Bewilligungsanspruchs, der gestÃ¼tzt auf die AuflÃ¶sung <i>der zweiten Ehe</i> zu prÃ¼fen ist, an die Dreijahresfrist anzurechnen. </p> <p class="Urteilstext">Ob mehrere Ehegemeinschaften hinsichtlich der Berechnung der Dreijahresfrist addiert werden kÃ¶nnen, hÃ¤ngt gemÃ¤ss Bundesgericht vom Fortbestehen des Ehewillens ab. Ist dieser erloschen, so kann eine erneute (zweite) Ehegemeinschaft hinsichtlich der Berechnung der Dreijahresfrist nicht an die vor Aufgabe des Ehewillens in Ehegemeinschaft gelebte Zeit anknÃ¼pfen. Eine Scheidung setzt naturgemÃ¤ss einen erloschenen Ehewillen voraus und ist dessen Folge bzw. rechtlicher Ausdruck (BGr, 28. September 2017, 2C_394/2017, E. 3.3). Jede (erneute) Ehegemeinschaft lÃ¶st einen neuen auslÃ¤nderrechtlichen Aufenthaltsanspruch aus und die Dreijahresfrist beginnt von neuem zu laufen (BGE 140 II 289 E. 3.6.3). Dabei spielt es grundsÃ¤tzlich keine Rolle und es wird nicht unterschieden, ob die mehrfachen Ehen mit verschiedenen Partnern bestanden haben oder mehrmals mit derselben Partnerin bzw. demselben Partner gelebt wurden (BGr, 20. November 2017, 2C_956/2017, E. 3.2, und 28. September 2017, 2C_394/2017, E. 3.3). </p> <p class="Urteilstext">Der BeschwerdefÃ¼hrer hat die Schweiz nach einer ersten, mehrjÃ¤hrigen Phase des Zusammenlebens Ende 2016 (gemeinsam mit seiner Ehefrau) verlassen und ist in die Dominikanische Republik zurÃ¼ckgekehrt. Mit seiner freiwilligen Ausreise ist auch die aus der damaligen (ersten) Ehe mit seiner Ex-Ehefrau abgeleitete Aufenthaltsbewilligung erloschen (Art. 61 Abs. 1 lit. a AIG) und er verzichtete dadurch auf einen allfÃ¤lligen auslÃ¤nderrechtlichen Aufenthaltsanspruch in der Schweiz. Diese erste Ehe wurde anschliessend zu einem nicht bekannten Zeitpunkt nach der Ausreise geschieden, was entgegen der Ansicht des BeschwerdefÃ¼hrers Ausdruck eines erloschenen Ehewillens ist. Zwischen den beiden Phasen des ehelichen Zusammenlebens in der Schweiz lag mithin eine (mehrjÃ¤hrige) Landesabwesenheit und eine Scheidung bzw. ein erloschener Ehewille. Ein (allfÃ¤lliger) Anspruch aus dieser ersten Ehe lebt mit der erneuten Heirat und erneuten Einreise nicht wieder auf. Die Dauer dieser ersten Phase des Zusammenlebens in der Schweiz ist fÃ¼r die hier zu berechnende Dreijahresfrist somit nicht zu berÃ¼cksichtigen und eine Addierung der beiden Ehegemeinschaften ist ausgeschlossen. Ein Anspruch gemÃ¤ss Art. 50 Abs. 1 lit. a AIG ist einzig aufgrund der AuflÃ¶sung der zweiten Ehe bzw. der zweiten Phase des Zusammenlebens zwischen dem BeschwerdefÃ¼hrer und seiner Ex-Ehegattin in der Schweiz zu beurteilen. Da diese zweite Ehe unbestritten keine drei Jahre gelebt wurde, besteht kein entsprechender nachehelicher Aufenthaltsanspruch. Damit kann auch offengelassen werden, ob die kumulativ zu erfÃ¼llenden Integrationskriterien von Art. 58a AIG gegeben wÃ¤ren.</p> <p class="Erwgung2"><b>2.3 </b>Da der BeschwerdefÃ¼hrer auch keine wichtigen persÃ¶nlichen GrÃ¼nde im Sinn von Art. 50 Abs. 1 lit. b und Abs. 2 AIG geltend macht, die eine weitere Anwesenheit in der Schweiz erforderlich machten, hat er sodann keinen nachehelichen Anspruch auf VerlÃ¤ngerung der Aufenthaltsbewilligung.</p> <p class="Erwgung1"><b>3. </b> </p> <p class="Urteilstext">Der BeschwerdefÃ¼hrer hielt sich nach BerÃ¼cksichtigung von mehreren UnterbrÃ¼chen und unter Einschluss des prozeduralen Aufenthalts netto wÃ¤hrend (knapp) mehr als 10 Jahren rechtmÃ¤ssig in der Schweiz auf. Es ist indessen zu beachten, dass er zwischenzeitlich seinen Lebensmittelpunkt fÃ¼r eine lÃ¤ngere Zeit und wiederholt in die Dominikanische Republik verlegt hat und seine Ex-Ehefrau und der im Jahr 2007 geborene gemeinsame Sohn heute dort leben. Die NichtverlÃ¤ngerung der Aufenthaltsbewilligung tangiert das Recht des BeschwerdefÃ¼hrers auf Privatleben gemÃ¤ss Art. 8 Abs. 1 EMRK somit nicht und er kann keinen Anspruch daraus ableiten. Der pauschale und unsubstanziierte Verweis des BeschwerdefÃ¼hrers, er sei in der Schweiz bestens integriert, vermag an dieser EinschÃ¤tzung nichts zu Ã¤ndern. </p> <p class="Erwgung1"><b>4. </b> </p> <p class="Urteilstext">Schliesslich ist nicht ersichtlich, dass die Vorinstanz ihr pflichtgemÃ¤sses Ermessen im Sinn von Art. 96 Abs. 1 AIG fehlerhaft ausgeÃ¼bt hÃ¤tte oder die NichtverlÃ¤ngerung der Aufenthaltsbewilligung unverhÃ¤ltnismÃ¤ssig sein kÃ¶nnte. Ebenso ist nicht zu beanstanden und es ist nicht rechtsverletzend, wenn die Vorinstanz die Voraussetzungen eines schwerwiegenden persÃ¶nlichen HÃ¤rtefalls (Art. 30 lit. b AIG in Verbindung mit Art. 31 der Verordnung Ã¼ber Zulassung, Aufenthalt und ErwerbstÃ¤tigkeit [VZAE, SR 142.201]) als nicht erfÃ¼llt erachtet hat. Der BeschwerdefÃ¼hrer ist in der Dominikanischen Republik aufgewachsen und spricht Spanisch. Er hat erst im Alter von 32 Jahren ein erstes Mal in der Schweiz Aufenthalt begrÃ¼ndet und er hat nach dieser ersten Phase in der Schweiz mehrere Jahre in seiner Heimat gelebt, bevor er Mitte 2021 in die Schweiz zurÃ¼ckgekehrt ist. Deshalb dÃ¼rfte er mit den VerhÃ¤ltnissen und Gepflogenheiten in seiner Heimat ohne Weiteres vertraut sein. Weiter lebt wie erwÃ¤hnt sein minderjÃ¤hriger Sohn dort. Ausserdem hat der BeschwerdefÃ¼hrer eine minderjÃ¤hrige Tochter. Aufgrund der Akten und mangels gegenteiliger Anhaltspunkte ist davon auszugehen, dass die Tochter sich ebenfalls in der Heimat befindet. Seine gesamte Kernfamilie lebt somit in der Heimat, weshalb er dort zumindest Ã¼ber ein familiÃ¤res Beziehungsnetz verfÃ¼gt. In der Schweiz hat der BeschwerdefÃ¼hrer sich nicht in einem Ã¼ber das bei einer solchen Aufenthaltsdauer zu erwartende Mass hinaus integriert. Soweit er vorbringt, er sei bestens bzw. hervorragend integriert, bleiben diese Behauptungen ohne weitere AusfÃ¼hrungen und werden im Weiteren auch durch nichts belegt (z.<span> </span>B. Empfehlungsschreiben, Arbeitszeugnisse etc.). </p> <p class="Erwgung1"><b>5. </b> </p> <p class="Urteilstext">Nach dem Gesagten ist die Beschwerde abzuweisen.</p> <p class="Erwgung1"><b>6. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>6.1 </b>AusgangsgemÃ¤ss sind die Gerichtskosten dem BeschwerdefÃ¼hrer aufzuerlegen (§ 65a Abs. 2 in Verbindung mit § 13 Abs. 2 Satz 1 VRG) und ist ihm keine ParteientschÃ¤digung zuzusprechen (§ 17 Abs. 2 VRG).</p> <p class="Erwgung2"><b>6.2 </b>Der BeschwerdefÃ¼hrer ersucht um unentgeltliche Rechtspflege. GemÃ¤ss § 16 Abs. 1 VRG haben Private, welchen die nÃ¶tigen Mittel fehlen und deren Begehren nicht offenkundig aussichtslos erscheinen, auf Ersuchen Anspruch auf unentgeltliche ProzessfÃ¼hrung. Ein Anspruch auf Bestellung einer unentgeltlichen Rechtsvertretung besteht, wenn sie zusÃ¤tzlich nicht in der Lage sind, ihre Rechte im Verfahren selbst zu wahren (§ 16 Abs. 2 VRG). Offenkundig aussichtslos sind Begehren, deren Chancen auf Gutheissung um derart viel kleiner als jene auf Abweisung erscheinen, dass sie kaum als ernsthaft bezeichnet werden kÃ¶nnen (Kaspar PlÃ¼ss, in: Alain Griffel, Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons ZÃ¼rich [VRG], 3. A., ZÃ¼rich etc. 2014, § 16 N. 46).</p> <p class="Erwgung2">Im Sinn der obenstehenden ErwÃ¤gungen erscheinen die Begehren des BeschwerdefÃ¼hrers offensichtlich aussichtslos, weshalb das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege bereits aus diesem Grund abzuweisen (§ 16 Abs. 1 und 2 VRG) und die Verweigerung der unentgeltlichen Rechtspflege durch die Vorinstanz nicht zu beanstanden ist. Bei diesem Ergebnis kann offenbleiben, ob der rechtskundig vertretene BeschwerdefÃ¼hrer seine Mittellosigkeit ausreichend nachgewiesen hat.</p> <p class="Erwgung1"><b>7. </b> </p> <p class="Urteilstext">Zur Rechtsmittelbelehrung des nachstehenden Dispositivs ist Folgendes zu erlÃ¤utern: Soweit ein Anwesenheitsanspruch des BeschwerdefÃ¼hrers geltend gemacht wird, ist die Beschwerde in Ã¶ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten nach Art. 82 ff. des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (BGG, SR 173.110) zu ergreifen. Ansonsten steht die subsidiÃ¤re Verfassungsbeschwerde gemÃ¤ss Art. 113 ff. BGG offen (Art. 83 lit. c Ziff. 2 BGG).</p> <p class="Einzug1"><span>DemgemÃ¤ss erkennt die Kammer:</span></p> <p class="Einzug2"><span>1. Die Beschwerde wird abgewiesen.</span></p> <p class="Einzug2"><span>2. Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege wird abgewiesen.</span></p> <p class="Einzug2"><span>3. Die GerichtsgebÃ¼hr wird festgesetzt auf <br/> Fr. 1'500.--; die Ã¼brigen Kosten betragen:<br/> <u>Fr. 70.--</u> Zustellkosten,<br/> <u>Fr. 1'570.--</u> Total der Kosten.</span></p> <p class="Einzug2"><span>4. Die Gerichtskosten werden dem BeschwerdefÃ¼hrer auferlegt.</span></p> <p class="Einzug2"><span>5. Eine ParteientschÃ¤digung wird nicht zugesprochen.</span></p> <p class="Einzug2"><span>6. Gegen dieses Urteil kann im Sinn der ErwÃ¤gungen Beschwerde erhoben werden. Sie ist binnen 30 Tagen ab Zustellung einzureichen beim Bundesgericht, 1000 Lausanne 14.</span></p> <p class="Einzug2"><span>7. Mitteilung an:<br/> a) die Parteien;<br/> b) die Sicherheitsdirektion;<br/> c) das Staatssekretariat fÃ¼r Migration SEM.</span></p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>