<h2>SubmittedText<h2><p>Im April 2005 wurde aus der Logistikbasis der Armee, Bereich Verteidigung des Eidgenössischen Departementes für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport (VBS), der Antrag gestellt, in der Schweizer Armee die Fouriere und Quartiermeister abzuschaffen, da sie überflüssig seien. Bei diesen Funktionen des Kommissariatsdienstes handelt es sich um typische Aufgaben für Milizkader. Der Einsatz, die Belastung und die Motivation dieser höheren Unteroffiziere und Offiziere aus der Logistik sind auf einem kompetenten und hohen Niveau. Die Funktion Fourier und Quartiermeister kann bereits bei den eidgenössischen Heeren im 16. Jahrhundert nachgewiesen werden. Unseres Wissens wurden in keiner anderen Armee diese Funktionen abgeschafft; deshalb interessiert die Begründung für eine vorgeschlagene Aufhebung.</p><p>Der Bundesrat wird ersucht, auf folgende Fragen Auskunft zu geben:</p><p>1. Wer hat im VBS den Antrag gestellt, Fouriere und Quartiermeister in der Armee abzuschaffen? Wer hat ihn weitergeleitet, und wer hat am Ende wie entschieden?</p><p>2. Mit welchen Argumenten wurde der Antrag begründet?</p><p>3. Mit welchen Argumenten wurde der Antrag abgelehnt?</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Im Rahmen der Sparbemühungen hat die Armee auch Überlegungen zur Effizienzsteigerung im Bereiche des Truppenrechnungswesens angestellt. Beispielsweise werden heute noch rund 90 Prozent der Truppenbuchhaltungen von Hand geführt. Diese müssen in Bern manuell in die Buchhaltung übertragen werden.</p><p>Der Bundesrat beantwortet die konkreten Fragen wie folgt:</p><p>1. Eine Arbeitsgruppe hat Varianten entwickelt, die zu Aufgabenanpassungen für Fouriere und Quartiermeister geführt hätten. Eine Abschaffung dieser Funktionen war aber nicht vorgesehen und wurde auch nicht beantragt. Es wurden lediglich Überlegungen zu möglichen Sparmassnahmen angestellt, wobei auch Milizkader in die Arbeiten mit einbezogen wurden. Die Ergebnisse dieser Arbeiten wurden vom Chef der Logistikbasis der Armee dem Chef VBS und dem Chef der Armee präsentiert. Der Chef VBS hat über das weitere Vorgehen entschieden (s. Antwort 3).</p><p>2. Durch angepasste Abläufe und den Einsatz von moderner Technologie konnte ein Sparpotenzial ausgewiesen werden.</p><p>3. Die favorisierte kostengünstigere Lösung hätte u. a. die Präsenz der Truppe in den Ortschaften noch mehr reduziert. Um der Armee unter dem Eindruck der bereits beschlossenen Weiterentwicklungsschritte die nun nötige Phase der Konsolidierung zu geben, hat der Chef VBS entschieden, die Denkansätze zu einem neuen Truppenrechnungswesen nicht weiterzuverfolgen und vorläufig höchstens marginale Änderungen in diesem Bereich einzuführen.</p>  Antwort des Bundesrates.