A bteilung V E -6751/2007/ {T 0/2} U rte il v o m 1 0 . O k to b e r 2 0 0 7 R ichter Bruno H uber (Vorsitz), R ichter H ans Schürch, R ichter François Badoud, G erichtsschreiber M arco Abbühl. 1. A._______, alias B._______, 2. C ._______, 3. D ._______, 4. E._______, alle R epublik Serbien, Beschw erdeführer, gegen B undesam t für M igration (B FM ), Q uellenw eg 6, 3003 Bern, Vorinstanz. Verfügung vom 27. Septem ber 2007 i.S. N ichteintreten auf Asylgesuch und W egw eisung / N _______ B u n d e s v e rw a ltu n g s g e ric h t T rib u n a l a d m in is tra tif fé d é ra l T rib u n a le a m m in is tra tiv o fe d e ra le T rib u n a l a d m in is tra tiv fe d e ra l B esetzung P arteien G egenstandE -6751/2007 D as B undesverw altungsgericht stellt fest, dass die Beschw erdeführer eigenen Angaben zufolge ihren H eim at- staat am 15. August 2007 verliessen und am 20. August 2007 illegal in die Schw eiz einreisten, bevor sie am 22. August 2007 im Em pfangs- und Verfahrenszentrum F._______ um Asyl ersuchten, dass A._______ und C ._______ am 3. Septem ber 2007 im Zentrum zu den Asylgründen befragt w orden sind und am 14. Septem ber die Bundesanhörung stattgefunden hat, dass das BFM m it Verfügung vom 27. Septem ber 2007 - eröffnet am 28. Septem ber 2007 - in Anw endung von A rt. 32 Abs. 2 Bst. e des Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 (AsylG , SR 142.31) auf das Asylge- such nicht eintrat und die W egw eisung aus der Schw eiz sow ie den Vollzug anordnete, dass das BFM zur Begründung im W esentlichen anführte, die Vorbrin- gen der Beschw erdeführer - insbesondere hinsichtlich der Ü bergriffe seitens der Fam ilie von A._______ - seien offensichtlich nicht asylrelevant, handle es sich dabei doch um Aktivitäten D ritter, und zu- dem sei vom Schutzw illen und der w eitgehenden Schutzfähigkeit der Sicherheitskräfte im Kosovo auszugehen, dass die am 19. Februar 1997 und 31. M ärz 1998 eingeleiteten Asyl- verfahren rechtskräftig abgeschlossen seien und sich aus den Akten keine H inw eise ergeben w ürden, dass nach dem Abschluss dieser Ver- fahren Ereignisse eingetreten seien, die geeignet w ären, die Flücht- lingseigenschaft zu begründen, oder die für die G ew ährung vorüberge- henden Schutzes relevant seien, dass die Beschw erdeführer m it Eingabe vom 4. O ktober 2007 gegen diesen Entscheid beim Bundesverw altungsgericht Beschw erde erho- ben, dass sie sinngem äss beantragen, es sei ihnen Asyl zu gew ähren, da sie w egen fam iliären Problem en den Kosovo hätten verlassen m üssen, dass die vorinstanzlichen Akten am 8. O ktober 2007 beim Bundesver- w altungsgericht eintrafen (A rt. 109 Abs. 2 AsylG ), S eite 2E -6751/2007 und zieht in Erw ägung, dass das Bundesverw altungsgericht endgültig über Beschw erden ge- gen Verfügungen (A rt. 5 des Bundesgesetzes vom 20. D ezem ber 1968 über das Verw altungsverfahren [Vw VG , SR 172.021]) des BFM ent- scheidet (A rt. 105 AsylG i.V.m . A rt. 31 - 34 des Verw altungsgerichtsge- setzes vom 17. Juni 2005 [VG G , SR 173.32]; A rt. 83 Bst. d Ziff. 1 des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BG G , SR 173.119]), dass die Beschw erdeführer legitim iert sind, w eshalb auf die frist- und form gerecht eingereichte Beschw erde einzutreten ist (A rt. 108a AsylG sow ie A rt. 6 AsylG i.V.m . A rt. 48 und 52 Vw VG ), dass m it Beschw erde an das Bundesverw altungsgericht die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts und die U nangem essenheit gerügt w erden können (A rt. 106 Abs. 1 AsylG ), dass sich die Beurteilung von Beschw erden gegen N ichteintretensent- scheide praxisgem äss auf die Ü berprüfung der Frage beschränkt, ob die Vorinstanz zu R echt auf das Asylgesuch nicht eingetreten ist, dass die Beurteilungszuständigkeit der Beschw erdeinstanz som it dar- auf beschränkt ist, bei Begründetheit des R echtsm ittels die angefoch- tene Verfügung aufzuheben und die Sache zur neuen Entscheidung an die Vorinstanz zurückgehen zu lassen (vgl. Entscheidungen und M ittei- lungen der Schw eizerischen Asylrekurskom m ission [EM AR K] 2004 N r. 34 E. 2.1. S. 240 f.), dass die Vorinstanz dem gegenüber die Frage der W egw eisung sow ie deren Vollzugs m ateriell geprüft hat, w eshalb dem Bundesverw altungs- gericht einzig diesbezüglich volle Kognition zukom m t, dass die vorliegende Beschw erde - w ie sich aus den nachstehenden Erw ägungen ergibt - offensichtlich unbegründet ist, w eshalb auf einen Schriftenw echsel verzichtet w erden kann und der Beschw erdeent- scheid lediglich sum m arisch zu begründen ist (A rt. 111 Abs. 1 und 3 AsylG ; vereinfachtes Verfahren), dass auf ein Asylgesuch nicht eingetreten w ird, w enn Asylsuchende in der Schw eiz bereits ein Asylverfahren erfolglos durchlaufen oder ihr S eite 3E -6751/2007 G esuch zurückgezogen haben oder w ährend des hängigen Asylverfah- rens in den H eim at- oder H erkunftsstaat zurückgekehrt sind, dass diese Bestim m ung keine Anw endung findet, w enn die Anhörung H inw eise ergibt, dass in der Zw ischenzeit Ereignisse eingetreten sind, die geeignet w ären, die Flüchtlingseigenschaft zu begründen oder die für die G ew ährung vorübergehenden Schutzes relevant sind (A rt. 32 Abs. 2 Bst. e AsylG ), dass unbestritten ist, dass die Beschw erdeführer in der Schw eiz be- reits zw ei Asylverfahren erfolglos durchlaufen haben, dass die Anw endung von A rt. 32 Abs. 2 Bst. e AsylG eine sum m ari- sche m aterielle Prüfung der G laubw ürdigkeit der gesuchstellenden Person voraussetzt, aus der sich das offensichtliche Fehlen von H in- w eisen auf die Erfüllung der Flüchtlingseigenschaft beziehungsw eise der Voraussetzungen für die G ew ährung vorübergehenden Schutzes ergibt (vgl. EM AR K 2000 N r. 14 S. 102 ff.), dass das Bundesverw altungsgericht im U rteil BVG E 2007/8 festhält, dass auf ein Asylgesuch nicht einzutreten sei, w enn bereits auf G rund einer sum m arischen Prüfung festgestellt w erden könne, dass die asyl- suchende Person die Flüchtlingseigenschaft nicht erfülle, w obei sich die O ffensichtlichkeit der fehlenden Flüchtlingseigenschaft aus der U n- glaubhaftigkeit der Vorbringen, aber auch aus der fehlenden Asylrele- vanz ergeben könne, dass im R ahm en von A rt. 32 Abs. 2 Bst. e AsylG lediglich - w ie von der Vorinstanz korrekt vorgenom m en - eine sum m arische G laubhaftigkeits- prüfung der Verfolgungsvorbringen vorzunehm en ist, dass hinsichtlich der zur Begründung des Asylgesuches geltend ge- m achten Vorbringen der Beschw erdeführenden vorw eg auf die im Em pfangs- und Verfahrenszentrum Kreuzlingen am 3. Septem ber 2007 protokollierten Aussagen sow ie auf das Protokoll der direkten Bundesanhörung vom 14. Septem ber 2007 zu verw eisen ist, dass die Vorinstanz zu R echt festgehalten hat, bei den von den Be- schw erdeführer vorgebrachten Ü bergriffen handle es sich um Aktivitä- ten D ritter, w elche angesichts des Schutzw illens und der w eitgehen- den Schutzfähigkeit der Sicherheitskräfte im Kosovo als offensichtlich nicht asylrelevant zu bezeichnen seien, S eite 4E -6751/2007 dass sich die Vorbringen in der Beschw erde im W esentlichen in einer sehr knappen W iederholung der m ündlichen Vorbringen zur Begrün- dung des Asylgesuchs erschöpfen, ohne in auch nur einigerm assen substanziierter und detaillierter W eise zu den Erw ägungen der Vorin- stanz in der angefochtenen Verfügung Stellung zu nehm en, dass die Beschw erdeführer m ithin keine H inw eise darzulegen verm ö- gen, dass seit dem rechtskräftigen Abschluss der beiden früheren Asylverfahren Ereignisse eingetreten sind, die geeignet w ären, die Flüchtlingseigenschaft zu begründen, oder die für die G ew ährung vor- übergehenden Schutzes relevant sind, dass das BFM dem nach in Anw endung von A rt. 32 Abs. 2 Bst. e AsylG zu R echt auf das Asylgesuch der Beschw erdeführer nicht eingetreten ist, dass das N ichteintreten auf ein Asylgesuch in der R egel die W egw ei- sung aus der Schw eiz zur Folge hat, vorliegend die Beschw erdeführer w eder eine Aufenthaltsbew illigung besitzten noch einen Anspruch auf E rteilung einer solchen haben, w eshalb die verfügte W egw eisung im Einklang m it den gesetzlichen Bestim m ungen steht und zu bestätigen ist (A rt. 44 Abs. 1 AsylG , A rt. 32 Bst. a AsylV 1; vgl. EM AR K 2001 N r. 21), dass zu prüfen bleibt, ob es G ründe gibt, die dem Vollzug der W egw ei- sung entgegenstehen, da im Falle eines unzulässigen, unzum utbaren oder unm öglichen Vollzugs das Anw esenheitsverhältnis nach den Be- stim m ungen des Bundesgesetzes über Aufenthalt und N iederlassung der Ausländer vom 26. M ärz 1931 (AN AG , SR 142.20) über die vorläu- fige Aufnahm e zu regeln ist (A rt. 44 Abs. 2 AsylG ), dass der Vollzug der W egw eisung in Beachtung der m assgeblichen völker- und landesrechtlichen Bestim m ungen zulässig ist, w eil keine Anhaltspunkte für eine m enschenrechtsw idrige Behandlung ersichtlich sind, die den Beschw erdeführern in ihrem H eim at- oder H erkunftsstaat droht (A rt. 14a Abs. 3 AN AG ), dass w eder die allgem eine Lage im Kosovo noch individuelle G ründe gegen die Zum utbarkeit des W egw eisungsvollzugs sprechen, und die Beschw erdeführer im H eim atstaat gem äss eigenen Angaben über ein unterstützungsfähiges und -w illiges soziales Beziehungsnetz verfü- gen, S eite 5E -6751/2007 dass sich aufgrund der Akten schliesslich keine H inw eise auf das Vor- liegen technischer Vollzugshindernisse ergeben, w eshalb der Vollzug auch als m öglich erscheint (A rt. 14a Abs. 2 AN AG ), dass der W egw eisungsvollzug som it als zulässig, zum utbar und m ög- lich im Sinne von A rt. 14a Abs. 2-4 AN AG zu erachten ist, dass es den Beschw erdeführern dem nach nicht gelungen ist darzutun, inw iefern die angefochtene Verfügung Bundesrecht verletze, den rechtserheblichen Sachverhalt unrichtig oder unvollständig feststelle oder unangem essen sei (A rt. 106 AsylG ), w eshalb die Beschw erde ab- zuw eisen ist, dass bei diesem Ausgang des Verfahrens die Kosten von Fr. 600.-- (A rt. 16 Abs. 1 Bst. a VG G i.V.m . A rt. 2 und 3 des R eglem ents vom 11. D ezem ber 2006 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverw altungsgericht [VG KE; SR 173.320.2]) den Beschw erde- führern aufzuerlegen sind (A rt. 63 Abs. 1 Vw VG ). (D ispositiv nächste Seite) S eite 6E -6751/2007 D em nach erkennt das B undesverw altungsgericht: 1. D ie Beschw erde w ird abgew iesen. 2. D ie Verfahrenskosten von Fr. 600.-- w erden den Beschw erdeführern auferlegt. D ieser Betrag ist innert 30 Tagen m ittels beigelegtem Ein- zahlungsschein zu G unsten der G erichtskasse zu überw eisen. 3. D ieses U rteil geht an: - die Beschw erdeführer (eingeschrieben; Beilage: Einzahlungsschein) - die Vorinstanz, Em pfangs- und Verfahrenszentrum Kreuzlingen (vor- ab per Telefax) (R ef.-N r. N _______) - das M igrationsam t des Kantons G ._______(per Telefax) D er vorsitzende R ichter: D er G erichtsschreiber: Bruno H uber M arco Abbühl Versand: S eite 7