Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche- rungsrecht vom 19. November 2020 (725 20 191 / 288) ____________________________________________________________________ Unfallversicherung IV-Rente und Integritätsentschädigung; Es bestehen keine Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der versicherungsinternen Feststellungen. Besetzung Vizepräsident Christof Enderle, Kantonsrichter Beat Hersberger, Kantonsrichter Jürg Pulver, Gerichtsschreiber i.V. Stefan A. Buchwal- der Parteien A.____ , Beschwerdeführer, vertreten durch Daniel Altermatt, Rechts- anwalt, Neuarlesheimerstrasse 15, Postfach 435, 4143 Dornach gegen Suva , Rechtsabteilung, Postfach 4358, 6002 Luzern, Beschwerde- gegnerin, vertreten durch Reto Bachmann, Rechtsanwalt, LISCHER ZEMP & PARTNER, Schwanenplatz 4, 6004 Luzern Betreff Leistungen A.1 Der 1960 geborene A.____ war seit dem 1. Februa r 2003 als Maurer bei der B.____ AG in W.____ tätig. In dieser Eigenschaft war er bei der Schweizerischen Unfallversicherungs- anstalt (Suva) obligatorisch gegen die Folgen von Beruf s- und Nichtberufsunfällen versichert. Am 29. November 2006 stürzte er aus drei Metern Höhe vo n einem Baugerüst. Dabei zog er Seite 2 http://www.bl.ch/kantonsgericht sich eine Kontusion der rechten Schulter zu. Mit Verfügun g vom 27. Juli 2009 wurde A.____ durch die Suva ab 1. Juni 2009 eine Invalidenrente auf grund eines Invaliditätsgrades von 16 % sowie eine Integritätsentschädigung von 5 % zugesproche n. Diese Verfügung erwuchs in Rechtskraft. A.2 Am 1. März 2018 rutschte A.____ auf einer Baustel le im Schnee aus und stürzte. Da- bei zog er sich eine Prellung der linken Schulter mit a kuter Periarthropathia humeroscapularis zu. Mit Verfügung vom 11. Juni 2019 sprach ihm die Suva für die verbliebenen Beeinträchtigun- gen aus den beiden Unfällen ab 1. Juli 2019 eine komb inierte Invalidenrente aufgrund eines Invaliditätsgrades von 20 % sowie eine zusätzliche Integ ritätsentschädigung von 15 % zu. Da- gegen erhob A.____, vertreten durch Rechtsanwalt Daniel Altermatt, mit Schreiben vom 10. Juli 2019 sowie vom 10. Dezember 2019 Einsprache und beantr agte eine höhere Invalidenrente sowie eine höhere Integritätsentschädigung. Mit Entsche id vom 8. April 2020 wies die Suva die Einsprache ab. B. Gegen den Einspracheentscheid der Suva erhob A.____ , weiterhin vertreten durch Rechtsanwalt Altermatt, am 18. Mai 2020 Beschwerde be im Kantonsgericht Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversicherungsrecht (Kantonsgericht) und beantragte eine höhere Invalidenrente sowie eine höhere Integritätsentschädigung; unter o/e -Kostenfolge zu Lasten der Beschwerde- gegnerin. C. In ihrer Vernehmlassung vom 30. Juni 2020 beantrag te die Beschwerdegegnerin, ver- treten durch Rechtsanwalt Reto Bachmann, die Abweisung der Beschwerde. D. Mit verfahrensleitender Verfügung vom 1. Juli 2020 wurden die Akten der Eidgenössi- schen Invalidenversicherung (IV) zum Verfahren beigezogen. E. In seiner Replik vom 18. September 2020 hielt der Beschwerdeführer an seinen Anträ- gen fest. Mit Verfügung vom 22. September 2020 wurde auf die Einholung einer Duplik verzich- tet und der Fall dem Gericht zur Beurteilung überwiesen. Das Kantonsgericht zieht i n E r w ä g u n g : 1.1 Gemäss Art. 56 Abs. 1 und Art. 57 des Bundesgesetzes ü ber den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG) vom 6. Oktober 2000, dess en Bestimmungen gemäss Art. 2 ATSG in Verbindung mit Art. 1 Abs. 1 des Bundesgesetze s über die Unfallversicherung (UVG) vom 20. März 1981 auf die Unfallversicherung anwendbar sind, kann gegen Einspracheent- scheide der Unfallversicherer beim zuständigen kantonalen V ersicherungsgericht Beschwerde erhoben werden. Zuständig ist nach Art. 58 ATSG das Ver sicherungsgericht desjenigen Kan- tons, in dem die versicherte Person zur Zeit der Beschwer deerhebung ihren Wohnsitz hat. Vor- liegend befindet sich dieser in X.____, weshalb die ö rtliche Zuständigkeit des Kantonsgerichts zu bejahen ist. Laut § 54 Abs. 1 lit. a des Gesetzes üb er die Verfassungs- und Verwaltungspro- zessordnung (VPO) vom 16. Dezember 1993 beurteilt das Kantonsgericht als Versicherungsge- Seite 3 http://www.bl.ch/kantonsgericht richt als einzige gerichtliche Instanz des Kantons Beschwerd en gegen Einspracheentscheide der Versicherungsträger gemäss Art. 56 ATSG. Es ist somit auch sachlich zur Behandlung der vorliegenden Beschwerde zuständig. Die Beschwerde wurde im Übrigen auch frist- und formge- recht erhoben. 1.2 Im verwaltungsgerichtlichen Verfahren sind grundsätzli ch nur Rechtsverhältnisse zu überprüfen und zu beurteilen, zu denen die zuständige Verwaltungsbehörde vorgängig verbind- lich – in Form einer Verfügung – Stellung genommen h at. Es fehlt also an einem Anfechtungs- gegenstand und somit an einer Sachurteilsvoraussetzung, wenn und insoweit zu einem Rechts- verhältnis keine Verfügung ergangen ist (BGE 144 II 362 E. 4.3, 131 V 164 E. 2.1, 125 V 414 E. 1a, je mit Hinweisen). Streitgegenstand im System d er nachträglichen Verwaltungsrechts- pflege ist das Rechtsverhältnis, das – im Rahmen des durch das Verfügungsdispositiv bestimm- ten Anfechtungsgegenstandes – aufgrund der Beschwerdebeg ehren effektiv im Streit liegt (BGE 110 V 51 E. 3b). 1.3 Der Beschwerdeführer macht unter anderem geltend, dass die in der Verfügung vom 11. Juni 2019 in Aussicht gestellte Kürzung der Invalide nrente bei Erreichen des Rentenalters aufzuheben sei. Der Einspracheentscheid besagt dabei, dass das Ausmass der Kürzung der Rente – da sich der erste Unfall nach dem 46. Geburtstag des Beschwerdeführers ereignet hat – gemäss Art. 20 Abs. 2 ter UVG erst zum Zeitpunkt des Erreichens des ordentlichen Rentenal- ters durch eine neue Verfügung festgelegt werde. Eine abschliessende Regelung des Rechts- verhältnisses wurde damit ausdrücklich weder durch die besag te Verfügung noch durch den Einspracheentscheid statuiert. Es handelt sich damit um eine deklarative Mitteilung eines künf- tigen Verfügungserlasses, welcher zum jetzigen Zeitpunkt keine konstitutive Wirkung und damit keine Rechtskraft zukommen kann. Damit bildet die besagte Kürzung nicht Teil des durch den Einspracheentscheid bestimmten Anfechtungsgegenstandes und kann deshalb auch nicht Teil des Streitgegenstandes im vorliegenden Beschwerdeverfahre n sein. Soweit die Begehren des Beschwerdeführers deshalb die in Aussicht gestellte allfällige Kürzung der Invalidenrente betref- fen, ist auf die Beschwerde somit nicht einzutreten. 2. Strittig und zu prüfen ist die Höhe des Rentenanspr uchs und der Integritätsentschädi- gung. Das Sozialversicherungsgericht stellt dabei auf den bis zum Zeitpunkt des Erlasses des streitigen Einspracheentscheids eingetreten Sachverhalt ab; vorliegend also auf den 8. April 2020 (BGE 143 V 411 E. 2.1, 134 V 397 E. 6, 116 V 2 48 E. 1a). Tatsachen, die jenen Sachver- halt seither verändert haben, sollen im Normalfall Ge genstand einer neuen Verwaltungsverfü- gung sein (BGE 144 V 213 E. 4.3.1, 130 V 140 E. 2.1, 117 V 293 E. 4). 3.1 Gemäss Art. 6 Abs. 1 UVG hat der Unfallversicherer i n der obligatorischen Unfallversi- cherung, soweit das Gesetz nichts anderes bestimmt, die Versicherungsleistungen bei Berufs- unfällen, Nichtberufsunfällen und Berufskrankheiten zu gewähren. Art. 18 Abs. 1 UVG gewährt der versicherten Person Anspruch auf eine Invalidenrente , wenn sie infolge des Unfalles zu mindestens 10 % invalid ist. Invalidität ist die voraussic htlich bleibende oder längere Zeit dau- ernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Für die Bestimmung des Invaliditätsgrads wird gemäss Art. 16 ATSG das Erwerbsei nkommen, das die versicherte Per- Seite 4 http://www.bl.ch/kantonsgericht son nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführun g der medizinischen Behandlung und all- fälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumut bare Tätigkeit bei ausgeglichener Ar- beitsmarktlage erzielen könnte (Invalideneinkommen), in Beziehung gesetzt zum Erwerbsein- kommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid ge worden wäre (Valideneinkommen). Der Rentenanspruch entsteht, wenn von der Fortsetzung der ärztlichen Behandlung keine namhafte Besserung des Gesundheitszustandes der versicherten Person mehr erwartet werden kann und allfällige Eingliederungsmassnahmen der Inval idenversicherung (IV) abgeschlossen sind. Mit dem Rentenbeginn fallen die Heilbehandlung und die Taggeldleistungen dahin (Art. 19 Abs. 1 UVG). 3.2 Erleidet die versicherte Person durch den Unfall e ine dauernde erhebliche Schädigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Integrität, s o hat sie nach Art. 24 Abs. 1 UVG An- spruch auf eine angemessene Integritätsentschädigung. Di ese wird mit der Invalidenrente fest- gesetzt oder, falls kein Rentenanspruch besteht, bei der Beendigung der ärztlichen Behandlung gewährt (Art. 24 Abs. 2 UVG). Nach Art. 36 Abs. 1 der Verordnung über die Unfallversicherung (UVV) vom 20. Dezember 1982 gilt ein Integritätsschade n als dauernd, wenn er voraussichtlich während des ganzen Lebens mindestens in gleichem Umfang besteht (Satz 1); er ist erheblich, wenn die körperliche, geistige oder psychische Integrität, unabhängig von der Erwerbsfähigkeit, augenfällig oder stark beeinträchtigt wird (Satz 2). Fallen mehrere körperliche, geistige oder psychische Integritätsschäden aus einem oder mehreren Unfällen zusammen, so wird die Integ- ritätsentschädigung nach der gesamten Beeinträchtigung f estgesetzt (Art. 36 Abs. 3 Satz 1 UVV). Klar unterscheidbare und sich gegenseitig nicht b eeinflussende Integritätsschäden sind dabei grundsätzlich zu addieren (vgl. Urteile des Bun desgerichts vom 22. Mai 2017, 8C_19/2017, E. 4.4 und vom 28. Mai 2013, 8C_826/2012, E. 3.2). 3.3 Laut Art. 25 Abs. 1 UVG wird die Integritätsentsch ädigung in Form einer Kapitalleistung gewährt. Sie wird entsprechend der Schwere des Integ ritätsschadens abgestuft, wobei sie den am Unfalltag geltenden Höchstbetrag des versicherten Jah resverdienstes nicht übersteigen darf. Letzteres gilt auch, wenn eine Gesamtentschädigu ng für mehrere körperliche, geistige oder psychische Integritätsschäden zur Ausrichtung gelangt ( Art. 36 Abs. 3 Satz 2 UVV). Ge- mäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung beruht die Integ ritätsentschädigung grundsätzlich auf dem Gedanken der Genugtuung und soll einen gewissen Ausgleich für Schmerz, Leid sowie Beeinträchtigung des Lebensgenusses bringen (BGE 133 V 230 E. 5.1; vgl. auch Urteil des Bundesgerichts vom 11. Februar 2020, 8C_756/2019, E. 4 .2). Die Schwere des Integritäts- schadens richtet sich nach dem medizinischen Befund, wobei bei gleichem medizinischem Be- fund der Integritätsschaden für alle Versicherten abstra kt und egalitär bemessen wird (BGE 113 V 221 E. 4b; vgl. auch Urteil des Bundesgeri chts vom 10. Oktober 2020, 8C_299/2020, E. 3). Im Unterschied zur Bemessung der Genugtuung im Zivilrecht sind die erlit- tene Unbill und die weiteren besonderen Umstände des Einzelfalles im Sozialversicherungs- recht nicht zu berücksichtigen. Massgeblich ist einzig die m edizinisch-theoretische Beeinträchti- gung der körperlichen oder geistigen Integrität (BGE 133 V 230 E. 5.1; vgl. auch Urteile des Bundesgerichts vom 11. Februar 2020, 8C_756/2019, E. 4. 2 und vom 2. Mai 2011, 8C_812/2010, E. 6.2). Seite 5 http://www.bl.ch/kantonsgericht 3.4 Nach Art. 25 Abs. 2 UVG regelt der Bundesrat die B emessung der Entschädigung. Von dieser Befugnis hat er in Art. 36 UVV Gebrauch gemacht. Gemäss Abs. 2 dieser Vorschrift gel- ten für die Bemessung der Integritätsentschädigung die Richtlinien des Anhangs 3 zur UVV. Darin hat der Bundesrat in einer nicht abschliessenden Skala häufig vorkommende und typi- sche Schäden prozentual gewichtet. Für die im Anhang 3 genannten Integritätsschäden ent- spricht die Entschädigung im Regelfall dem angegebenen Prozentsatz des Höchstbetrages des versicherten Verdienstes (Ziff. 1 Abs. 1). Die Entschädigung für spezielle oder nicht aufgeführte Integritätsschäden wird nach dem Grad der Schwere vom Skal enwert abgeleitet. Das gilt auch für das Zusammenfallen mehrerer körperlicher, geistiger und psychischer Integritätsschäden (Ziff. 1 Abs. 2). In diesem Zusammenhang hat die Suva in Weiterentwicklung der bundesrätli- chen Skala zusätzliche Bemessungsgrundlagen in tabellarische r Form (sogenannte Feinraster) erarbeitet. Diese von der Verwaltung herausgegebenen Tabellen stellen zwar keine Rechtssät- ze dar und sind für das Gericht nicht verbindlich. Soweit sie jedoch Richtwerte beinhalten, mit denen die Gleichstellung aller Versicherten gewährleist et werden soll, sind sie mit dem An- hang 3 zur UVV vereinbar (BGE 124 V 32 E. 1b f., 116 V 157 E. 3, 113 V 219 E. 2a; vgl. auch Urteil des Bundesgerichts vom 22. Mai 2017, 8C_19/2017, E. 4.2). 4.1 Bei der Beurteilung der Arbeitsfähigkeit einer ve rsicherten Person ist die Verwaltung und im Beschwerdefall das Gericht auf Unterlagen angew iesen, die ärztliche und gegebenen- falls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen ha ben (BGE 122 V 158 E. 1b mit zahlrei- chen weiteren Hinweisen). Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem U mfang und bezüglich welcher Tätig- keiten die versicherte Person arbeitsunfähig ist (BGE 125 V 256 E. 4, 115 V 134 E. 2, 114 V 314 E. 3c, 105 V 158 E. 1 in fine). Im Weiter en sind die ärztlichen Auskünfte eine wichti- ge Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten Person noch zugemutet werden können (BGE 132 V 99 E. 4 mit Hinweisen; vgl. auch U LRICH MEYER - BLASER , Zur Prozentgenauigkeit in der Invaliditätsschätzung, in: Schaffhauser/Schlauri [Hrsg.], Rechtsfragen der Invalidität in der Sozialversicherung, St. Gallen 1999, S. 20 f. mit Hinweisen). 4.2 Auch bei der Bestimmung des Schweregrades einer Integritätseinbusse sind die Ver- waltung und das Gericht auf fachärztliche Mithilfe ang ewiesen. Die Beurteilung des Integritäts- schadens basiert auf dem medizinischen Befund der ärztliche n Sachverständigen (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 22. Mai 2017, 8C_19/2017, E. 4.3 und vom 6. September 2010, 8C_32/2010, E. 2.6.2). Dem Gericht ist es nicht möglich , die Beurteilung aufgrund der akten- kundigen Diagnosen selber vorzunehmen, da die Ausschöpfun g des in den Tabellen offen ge- lassenen Bemessungsspielraums entsprechende Fachkenntnisse vo raussetzt und von einem medizinischen Laien keine zuverlässige Zuordnung erwartet werden kann (vgl. Urteile des Bun- desgerichts vom 6. März 2012, 8C_659/2011, E. 3.3, vom 2. Juni 2010, 8C_62/2010, E. 3.2 und vom 28. Mai 2008, 8C_505/2007, E. 3.2). Dass Verwaltung respektive Gericht sich an die medi- zinischen Angaben zu halten haben, ändert jedoch nichts daran, dass die Beurteilung des In- tegritätsschadens als Grundlage des gesetzlichen Leistungs anspruchs letztlich deren Sache und nicht der medizinischen Fachperson ist (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 28. Mai 2013, 8C_826/2012, E. 2.4; zum Zusammenwirken ärztlicher Ein schätzung und juristischer Wertung bei der Bemessung der Integritätseinbusse siehe T HOMAS FREI , Die Integritätsentschädigung Seite 6 http://www.bl.ch/kantonsgericht nach Art. 24 und 25 des Bundesgesetzes über die Unfal lversicherung, Diss. Freiburg 1997, S. 68 ff.). 4.3 Das Gericht hat diese medizinischen Unterlagen nach d em für den Sozialversiche- rungsprozess gültigen Grundsatz der freien Beweiswürd igung (vgl. Art. 61 lit. c ATSG) – wie alle anderen Beweismittel – frei, d.h. ohne Bindung an förmliche Beweisregeln, sowie umfas- send und pflichtgemäss zu würdigen. Dies bedeutet, dass das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel, unabhängig, von wem sie stammen, objekti v zu prüfen und danach zu entschei- den hat, ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässi ge Beurteilung des streitigen Rechtsan- spruchs gestatten. Insbesondere darf es bei einander wide rsprechenden medizinischen Berich- ten den Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Bewe ismaterial zu würdigen und die Grün- de anzugeben, weshalb es auf die eine und nicht auf di e andere medizinische These abstellt. Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist also entsc heidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Unter suchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anam nese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in d er Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen d er Expertin oder des Experten begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1; vgl. auch A LFRED BÜHLER , Versicherungsinterne Gutachten und Privatgutachten, in: Schaffhauser/Schlauri [Hrsg.], Recht sfragen der medizinischen Begutach- tung in der Sozialversicherung, St. Gallen 1997, S. 179 ff.). Ausschlaggebend für den Beweis- wert ist grundsätzlich somit weder die Herkunft eines Bew eismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag gegebenen Stellungnah me als Bericht oder Gutachten (BGE 125 V 352 E. 3a, 122 V 157 E. 1c). 4.4 Dennoch erachtet es die bundesgerichtliche Rechtspr echung mit dem Grundsatz der freien Beweiswürdigung als vereinbar, in Bezug auf be stimmte Formen medizinischer Berichte und Gutachten Richtlinien für die Beweiswürdigung au fzustellen (siehe die ausführliche Zu- sammenstellung dieser Richtlinien in BGE 125 V 352 E. 3b mit zahlreichen Hinweisen; vgl. da- zu auch BGE 135 V 469 E. 4.4 und 4.5). So wird zur Fra ge der beweisrechtlichen Verwertbar- keit der Berichte und Gutachten versicherungsinterner Fa chpersonen der Grundsatz betont, wonach alleine ein Anstellungsverhältnis dieser Person z um Versicherungsträger nicht schon auf mangelnde Objektivität und Befangenheit schliessen lä sst (BGE 125 V 353 E. 3b/ee). Die- sen Berichten kommt zwar nicht derselbe Beweiswert wie e inem im Verfahren nach Art. 44 ATSG eingeholten Gutachten externer Fachpersonen oder gar wie einem Gerichtsgutachten zu, sie sind aber soweit zu berücksichtigen, als auch keine auch nur geringen Zweifel an der Rich- tigkeit ihrer Schlussfolgerungen bestehen (BGE 135 V 4 71 E. 4.7; vgl. auch Urteile des Bun- desgerichts vom 13. Mai 2020, 8C_224/2020, E. 4.3 und vom 17. März 2020, 8C_106/2020, E. 4.1). Die in von der Suva geführten Rehabilitati onskliniken (Art. 67a Abs. 1 lit. a UVG) ange- stellten Medizinalpersonen gelten in beweisrechtlicher Hi nsicht grundsätzlich ebenfalls als ver- sicherungsinterne Fachpersonen (BGE 136 V 122 E. 3.4; vg l. auch ANNA BÖHME , Der medizini- sche Sachverständigenbeweis in der obligatorischen Unfall versicherung, Diss. Luzern 2018, Rz. 549). In Bezug auf Berichte von behandelnden Ärzte n darf und soll das Gericht der Erfah- rungstatsache Rechnung tragen, dass diese mitunter im Hinblick auf ihre auftragsrechtliche Seite 7 http://www.bl.ch/kantonsgericht Vertrauensstellung in Zweifelsfällen eher zu Gunsten ih rer Patientinnen und Patienten aussa- gen (BGE 125 V 353 E. 3b/cc). 5. Der strittigen Angelegenheit liegen diverse ärztli che Unterlagen zu Grunde. Im Folgen- den sollen jedoch lediglich diejenigen Berichte und S tellungnahmen wiedergegeben werden, welche sich für den Entscheid als zentral erweisen. 5.1 Mit Untersuchungsbericht vom 26. September 2008 hie lt Dr. med. C.____, FMH Chi- rurgie, Kreisarzt Suva, die Diagnose des Status nach Sch ulterkontusion rechts mit Rotatoren- manschettenruptur sowie nach Arthroskopie und offener Rekonstruktion selbiger Rotatoren- manschette fest. In der klinischen Untersuchung seien der Nacken- und der Scheitelgriff rechts gut möglich und der Jobe-Test sowie der Lift off-Test beide negativ gewesen. Palpatorisch hät- ten leichte Reibgeräusche im rechten Schultergelenk vorg elegen. Es hätte sich eine diskrete Druckdolenz im Bereich des AC-Gelenks rechts sowie im Be reich der langen Bizepssehne rechts gezeigt; letztere trete insbesondere bei körpernaher Belastung des rechten Armes gegen Widerstand auf. Die Elevation/Retroversion habe rechts 16 0/0/50 Grad sowie links 170/0/60 Grad, die Abduktion/Adduktion rechts 140/0/2 5 Grad sowie links 160/0/30 Grad und die Aussenrotation/Innenrotation rechts 40/0/90 Grad s owie links 75/0/90 Grad betragen. Aus versicherungsmedizinischer Sicht seien alle durchschnittlichen Männerarbeiten ohne repetitive und zusätzlich belastete Überkopfarbeiten sowie unter Vermeidung ruckartiger Bewegungen mit der rechten Schulter zumutbar. 5.2 In seiner versicherungsmedizinischen Beurteilung vom 9 . Februar 2009 bezüglich des Integritätsschadens stellte Dr. C.____ fest, dass die unfal lbedingt dauernden und erheblichen Beschwerden der rechten Schulter – in Übereinstimmun g mit der Suva-Tabelle 1.2 – im Sinne einer posttraumatischen Periarthrosis humeroscapularis rechtsdominant in leichter bis mässiger Form zu einem Integritätsschaden von 5 % führen würden. 5.3 Am 24. November 2017 verzeichnete Dr. med. D.____, Facharzt Orthopädische Chi- rurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, Kreisarzt Suva, in seinem Untersuchungs- bericht die Diagnosen eines Status nach Schulterkontusion sowie einer Arthroskopie des rech- ten Schultergelenks mit offener Rekonstruktion der Rotat orenmanschette rechts. In der klini- schen Untersuchung seien Nacken- und Schürzengriff mit en dgradiger Verlangsamung rechts ausführbar gewesen. Bei der Funktionsuntersuchung der Schultergelenke ohne Belastung hät- ten sich weder links noch rechts funktionelle Einschrän kungen gezeigt, wobei die Bewegungen rechts wiederum endgradig verlangsamt ausgeführt worden seien. Beim Starter-Test, Jobe-Test und Lift off-Test sowie bei Innen- und Aussenrotatio n gegen Widerstand hätten sich für die rechte Seite noch ordentliche Kraftentwicklungen im Ver hältnis rechts zu links von 4 zu 5 erge- ben. Aus versicherungsmedizinischer Sicht seien mit der re chten Schulter leichte und mittel- schwere Arbeiten unterhalb der Horizontalen, leichte ni chtganztägige Arbeiten oberhalb der Horizontalen sowie gelegentliche Arbeiten überkopf und auch kurzzeitig mittelschwere Arbeiten zumutbar. Die Tätigkeit als Kundenmaurer entspreche dieser Zumutbarkeit jedoch nicht. Seite 8 http://www.bl.ch/kantonsgericht 5.4 Im Bericht vom 5. März 2018 stellte Dr. med. E.____ , FMH Chirurgie und FMH Ortho- pädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapp arates, die Verdachtsdiagnose einer Reruptur der Rotatorenmanschette rechts bei Status nach Ruptur und konsekutiver Rekonstruk- tion, sowie die Diagnose eines Acromions Typ III rech ts. Bei der gleichentags durchgeführten konventionellen Röntgenaufnahme des Schultergelenks r echts seien eine Verschmälerung des Gelenkspalts ohne Osteophyten, eine subchondrale Sklerose und ein Anker im Bereich des Tuberculum majus zu beobachten gewesen. Der acromiohume rale Abstand sei mit 8 mm an der unteren Norm, wobei ein abstützender Osteophyt ventrolateral am Acromion auffalle. 5.5 Am 7. März 2018 berichtete Dr. med. F.____, FMH R adiologie und FMH Nuklearmedi- zin, dass in der Magnetresonanz-Arthrographie des Schul tergelenks rechts eine wahrscheinlich schräg verlaufende Rissbildung der Supraspinatussehne mit Übertritt des artikulär injizierten Kontrastmittels in die Bursa subacromialis-subdeltoidea koronar auf einer Breite von bis 1.5 cm auszumachen sei. Auch liege eine im Sulcus abgrenzbare lange Bizepssehne mit umschriebe- nem Signalartefakt wahrscheinlich aufgrund des Status nach Tenodese vor. Ferner bestehe ein Defekt der Supraspinatussehne direkt am Tuberculum maj us im anterioren Abschnitt auf einer Länge von 7 mm. 5.6 PD Dr. med. G.____, FMH Radiologie, rapportiert e am 21. März 2018, dass sich in der konventionellen Röntgenaufnahme des Schultergelenks li nks in drei Ebenen keine Frakturen, keine Omarthrose und keine Hinweise auf eine Tendiniti s calcarea gezeigt hätten. Auch beste- he kein Schulterhochstand links. Jedoch seien beginnende knöcherne Appositionen subakromi- al zu beobachten. In der sonographischen Untersuchung des Schultergelenks links habe sich allerdings ein hochgradiger Verdacht auf eine circa 2 cm lange, transmurale Ruptur der Supra- spinatussehnenplatte mit Retraktion des Sehnenstumpfes er geben. Die Bizepssehne werde hingegen regelrecht und ohne Subluxationsstellung dargestellt. 5.7 In seinem Überweisungsschreiben vom 26. März 2018 t eilte Dr. med. H.____, FMH Allgemeine Innere Medizin, die Diagnosen einer akuten Periarthropathia humeroscapularis links mit Ruptur der Supraspinatussehne bei Status nach Rota torenmanschettenruptur rechts mit. Beidseits bestehe zudem ein subacromialer Sporn. In d er klinischen Untersuchung habe sich gezeigt, dass der Schmerz links stärker sei als rechts. Anamnestisch sei der rechte Arm abends schmerzhaft und müde und die Narbe sei – wie es scheine a ufgrund der Reizung der Rotato- renmanschette durch den subacromialen Sporn – oft geröt et. 5.8 Am 16. April 2018 verzeichnete Dr. med. I.____, F MH Radiologie, dass in der Mag- netresonanz-Arthrographie des Schultergelenks links eine transmurale, vollständige Ablösung der Supraspinatussehne vom Ansatz am Tuberculum majus mi t Retraktion nach medial um et- wa 10 mm mit konsekutivem Kontrastmittelübertritt in di e Bursa subacromialis aufgefallen sei. Möglicherweise liege auch ein Einriss nach anterior in d as narbig veränderte laterale Rotato- renmanschettenintervall vor; ebenso sei die lange Bizep ssehne etwas verdickt und signalver- ändert. Darüber hinaus bestehe eine geringe respektiv e milde Tendinopathie der Subscapula- rissehne mit assoziierter geringer Irregularität des Tube rculum minus. Die Trophik der Rotato- renmanschettenmuskulator sei hingegen unauffällig. Seite 9 http://www.bl.ch/kantonsgericht 5.9 Mit Schreiben vom 26. April 2018 diagnostizierte D r. med. J.____, FMH Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, be im Patienten – unter Bezugnahme auf die radiologische Untersuchung vom 16. April 2018 – eine transmurale vollständige Ablö- sung der Supraspinatussehne vom Ansatz am Tuberculum maju s mit Retraktion nach medial, eine tendinopathisch veränderte lange Bizepssehne sowie eine Tendinopathie der Subscapula- rissehne der Schulter links nach Unfallereignis vom 1. Mä rz 2018. Im klinischen Befund habe sich eine noch recht gute Beweglichkeit mit einer Flexion bis 100 Grad und einer Abduktion von ebenfalls 100 Grad gezeigt. Die Innen- und Aussenrota tion sei noch tief gut durchführbar mit 70/0/25 Grad. Der Jobe-Test wie auch die Impingementze ichen seien positiv ausgefallen. Auch nach allfälliger Operation sei nicht davon auszugehen, dass die beiden Schultern den starken Belastungen des Hochbaus standhalten würden. 5.10 In ihrem Austrittsbericht vom 22. Oktober 2018 ste llten Dr. med. K.____, Facharzt für Prävention und Gesundheitswesen, und Dr. med. L.____, FMH Physikalische Medizin und Re- habilitation, beide Klinik Y.____, die Diagnosen eine r Ruptur der Supraspinatussehne der Schulter links, einer transmuralen Ruptur der Supraspi natussehne der Schulter rechts, eine tendinopathisch veränderte lange Bizepssehne der Schul ter links sowie eine Tendinopathie der Subscapularissehne der Schulter links. Darüber hinaus best ehe derzeit der Verdacht auf eine leichte Anpassungsstörung im Rahmen einer Trauerreaktion (ICD-10 F43.2), welche jedoch keine arbeitsrelevante Leistungsminderung begründe. Kl inisch habe beim Austritt eine Flexi- on/Abduktion/Aussenrotation/Innenrotation von 120/90/45/LWK 5 in der Schulter links mit palpa- torisch diskreter Druckdolenz über dem AC-Gelenk und über dem Akromion, sowie von 100/90/45/LWK 5 in der Schulter rechts mit palpatorisch diffuser Druckdolenz über dem AC- Gelenk vorgelegen. Beidseits seien Schürzen- und Nacken griff möglich gewesen und der Hawkins-, Bodycross-, Lift off-, Palm up- sowie O’Brian-Te st fraglich positiv ausgefallen. Ferner habe auch der Jobe-Test ein positives Resultat zutage ge fördert. Insgesamt sei eine erhebliche Symptomausweitung beobachtet worden, wobei infolge Se lbstlimitierung die zu erwartenden Verbesserungen bezüglich Funktion und Belastbarkeit nicht erreicht worden seien. Die Resulta- te der physischen Leistungstests seien deshalb für die Beurteilung der zumutbaren körperlichen Belastbarkeit nur teilweise verwertbar und das Ausmass der demonstrierten physischen Ein- schränkungen lasse sich mit den objektivierbaren pathologisch en Befunden und bildgebenden Abklärungen nur ungenügend erklären. Provisorisch sei da bei davon auszugehen, dass leichte bis mittelschwere ganztägige Tätigkeiten ohne repetitive Arbeiten über Schulterhöhe, ohne Ar- beiten über Kopfhöhe und ohne körperfernes Hantieren mit Lasten zumutbar sein würden. 5.11 Am 10. Dezember 2018 verzeichnete Dr. E.____ bei m Patienten eine schwere Tendinopathie der Rotatorenmanschette rechts mit Part ialläsion und subacromialer Einengung sowie eine transmurale Ruptur der Supraspinatussehne l inks. Die Flexion/Abduktion/Aussenro- tation/Innenrotation betrage beidseits 130/80/20/LWK 5. Sämtliche Bewegungen seien endgra- dig schmerzhaft. Eine Arthroskopie sei zu erwägen, wobei auch bei Durchführung derselben eine Rückkehr an den angestammten Arbeitsplatz nicht möglich sei. 5.12 Mit Untersuchungsbericht vom 12. März 2019 hielt Dr. med. M.____, Facharzt für Or- thopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsa pparates, Kreisarzt Suva, die Diag- Seite 10 http://www.bl.ch/kantonsgericht nosen einer Supraspinatussehnenläsion des linken Schultergelenks sowie einer Rotatorenman- schettenläsion der rechten Schulter fest. In der klinischen Untersuchung seien Nacken- und Schürzengriff durchführbar gewesen. Der Null Grad-Abdukt ions-Test, der Jobe-Test und der Test für die lange Bizepssehne seien je beidseits negat iv, der Belly-Press-Test hingegen beid- seits positiv ausgefallen. Der Lift off-Test sei beidseit s nicht sicher durchführbar und der Impin- gement-Test beidseits nicht eindeutig prüfbar gewesen. Palpatorisch habe beidseits eine Druckdolenz im Bereich des Bizepssehnensulcus vorgelegen. D ie Flexion/Extension habe rechts 115/0/30 Grad sowie links 120/0/30 Grad, die Ab duktion/Adduktion habe rechts 95/0/30 Grad sowie links 100/0/30 Grad und die Aussenro tation/Innenrotation habe rechts 20/0/80 Grad und links 20/0/90 Grad betragen. Aus ver sicherungsmedizinischer Sicht seien leichte bis mittelschwere ganztägige Tätigkeiten ohne Arbeiten für beide Schultern über die Ho- rizontale hinaus, ohne Arbeiten überkopf, ohne körperf erne Arbeiten, ohne Besteigen von Lei- tern und Gerüsten sowie ohne absturzgefährdete Position en zumutbar. Eine Tätigkeit im Baustellenbereich sei aufgrund der unfallbedingten B eschwerden nicht mehr geeignet. Weiter stellte Dr. M.____ fest, dass die unfallbedingten, daue rnden und erheblichen Beschwerden in der linken Schulter – in Übereinstimmung mit der Suva- Tabelle 1.2 – hinsichtlich einer bis 30 Grad über die Horizontale beweglichen Schulter zu e inem Integritätsschaden von 10 % füh- ren würden. Wesentliche arthrotische Veränderungen im Bereich des linken Schultergelenks, welche allenfalls eine andere Schätzung zur Folge hätt en, würden nicht vorliegen. Für die un- fallbedingten, dauernden und erheblichen Beschwerden d er rechten Schulter sei ebenfalls der auf selbiger Tabelle und selbiger Integritätsschädigu ng beruhende Wert von 10 % einzusetzen. Da der Versicherte diesbezüglich bereits am 9. Februa r 2009 eine Integritätsschädigung von 5 % erhalten habe, resultiere nun bezüglich der rechten Schulter netto eine noch auszurichten- de Integritätsentschädigung von 5 %. 6.1 Vorliegend streitig und zu prüfen ist zunächst, ob der medizinische Sachverhalt in ge- höriger Weise abgeklärt wurde und sich die Suva zu Recht auf die Einschätzung ihres Kreisarz- tes Dr. M.____ bezüglich der Leistungsfähigkeit des Beschwerdeführers stützen durfte. 6.2 Nicht bestritten und auch nicht zu beanstanden ist, da ss der Untersuchungsbericht von Dr. M.____ vom 12. März 2019 den von der Rechtsprechung postulierten Grundsätzen ent- spricht (siehe Erwägung 4.3 hiervor) und ihm deshalb gru ndsätzlich Beweiswert zukommt. Er beruht auf allseitigen klinischen Untersuchungen mit kor respondierender Befunderhebung ein- schliesslich Erfassung der anamnestisch geklagten Beschwerden. Darüber hinaus ist er in um- fassender Kenntnis der einschlägigen Vorakten, insbeson dere der nach dem zweiten Unfall ergangenen radiologischen und orthopädischen Berichte verfasst worden. Die darin dargeleg- ten medizinischen Zusammenhänge und die Schlussfolgerun gen hinsichtlich der Arbeitsfähig- keit und des Zumutbarkeitsprofils des Beschwerdeführers sin d darüber hinaus begründet. Auf diesen Bericht kann deshalb – da er von einem versicheru ngsinternen Sachverständigen ver- fasst wurde – nur dann nicht abgestellt werden, wenn di e Vorbringen des Beschwerdegegners zumindest geringe Zweifel an ihm wecken würden (siehe Erwägung 4.4 hiervor). 6.3.1 Der Beschwerdegegner macht zunächst geltend, dass e s an einer gehörigen radiologi- schen Untersuchung des rechten Schultergelenkes – insbeson dere hinsichtlich möglicher Seite 11 http://www.bl.ch/kantonsgericht arthrotischer Veränderungen – mangle. Diesbezüglich ist darauf hinzuweisen, dass konventio- nelle Röntgenaufnahmen des Schultergelenks rechts am 5. März 2018 und des Schultergelenks links am 21. März 2018 sowie Magnetresonanz-Arthrographie n des Schultergelenks rechts am 7. März 2018 und des Schultergelenks links am 16. April 2 018 durchgeführt wurden. Die ent- sprechenden Berichte lagen gemäss dem Voraktenverzeichnis des Untersuchungsberichtes dem Kreisarzt zur Kenntnisnahme und zum Studium vor. Arthrotische Veränderungen, welche einen Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit oder das Zumu tbarkeitsprofil haben könnten, wurden in diesen nicht aufgeführt. Eine Notwendigkeit für weite re radiologische Untersuchungen war zum Zeitpunkt der kreisärztlichen Untersuchung – entgegen d er Argumentation des Beschwerdefüh- rers – aufgrund der umfassenden bildgebenden Aktenlage deshalb nicht gegeben. 6.3.2 Weiter beanstandet der Beschwerdeführer, dass aus d em beidseitigen positiven Belly- Press-Test fälschlicherweise keine Notwendigkeit zur genaueren Abklärung der jeweiligen Sub- scapularissehne abgeleitet worden sei. Zwar ist dem Beschwe rdeführer insofern Recht zu ge- ben, als im Austrittsbericht der Klinik Y.____ vom 22. Oktober 2018 tatsächlich eine Tendinopa- thie der Subscapularissehne des Schultergelenks links ange sprochen wird. Die behandelnden Ärzte Dres. I.____ und J.____ gehen jedoch in ihren B erichten vom 16. und 26. April 2018 da- von aus, dass die besagte Tendinopathie der Subscapular issehne des Schultergelenks links lediglich gering beziehungsweise mild sei. Die von den Dres. C.____ und H.____ am 9. Februar 2009 respektive am 26. März 2018 verzeichnete Diagnose ei ner Periarthropathia humerosca- pularis stellt zudem eine kollektive Bezeichnung für Erkra nkungen der Schulter ohne spezifi- sche Bemessung des Grades der Arbeits(un)fähigkeit dar (vg l. CAROLA C. WÜRGLER -HAURI ET AL ., Periarthropathia humeroscapularis …?, in: Schweizerisch es Medizinisches Forum 2007/7, S. 81). Hinzu kommt, dass es bei Invalidenrenten – auch jenen der Unfallversicherung – nicht vorrangig auf die Diagnose, sondern vielmehr auf die f unktionellen Auswirkungen des diagnos- tizierten Gesundheitsschadens auf die Arbeitsfähigkeit a nkommt (vgl. A NDREAS TRAUB , Basler Kommentar ATSG, Frésard-Fellay/Klett/Leuzinger [Hrsg.], Basel 2020, Art. 6, Rz. 9, 13 und 60; ULRICH MEYER -BLASER , Der Rechtsbegriff der Arbeitsfähigkeit und seine Bede utung in der So- zialversicherung, in: Schaffhauser/Schlauri [Hrsg.], Schmer z und Arbeitsunfähigkeit, St. Gallen 2003, S. 48). Gerade bei orthopädischen Gesundheitsschäd en – wie der vorliegenden Schul- terproblematik – stellt die ausführliche klinische Unters uchung in Form einer qualitativen und quantitativen Analyse der Funktionsstörung des Bewegungsapparates und seiner Folgen für die versicherte Person den wichtigsten Bestandteil in der Dia gnostik dar. So sind etwa bei Bewe- gungsprüfungen nicht die Winkelgrade an sich ausschlag gebend, sondern die Brauchbarkeit eines Gelenkes, die praktische Leistungsfähigkeit beziehu ngsweise die Behinderung im tägli- chen Leben (vgl. Urteile des Bundesgerichts vom 6. Oktobe r 2020, 8C_505/2020, E. 5.2 und vom 1. September 2015, 9C_335/2015, E. 4.2.2). Dr. M .____ stützt denn auch seine Einschät- zung der Arbeitsfähigkeit und der Zumutbarkeit des Be schwerdeführers nicht auf die von ihm gestellten Diagnosen, sondern vielmehr auf den in der p ersönlichen Untersuchung vom 12. März 2019 erhobenen Schweregrad der Symptomatik und die funktionellen Einschränkun- gen durch dieselbe. Hinweise darauf, dass er die beim Be schwerdeführer beobachtbaren Be- einträchtigungen unter gänzlichem Ausschluss der auf die milde Tendinopathie der Subscapula- rissehne des Schultergelenks links zurückführbaren Beschwerden in der Einschätzung bewertet Seite 12 http://www.bl.ch/kantonsgericht habe, liegen nicht vor. Auch hieraus kann der Beschwerde führer deshalb keine auch nur gerin- gen Zweifel am Untersuchungsbericht des Kreisarztes ableiten. 6.3.3 Schliesslich fehle es an einer klaren Aufschlüsselung der vorgenommenen Messung der Bewegungsausmasse der beiden Schultergelenke nach aktiver und passiver Schulterfunkti- on. Wiederum ist dem Beschwerdeführer dahingehend Rech t zu geben, als das Bewegungs- ausmass von medizinischer Bedeutung sein kann. Im kreisärztlichen Untersuchungsbericht wird tatsächlich lediglich ein einzelner Wert in Flexion/Ext ension, Abduktion/Adduktion sowie Aus- sen-/Innenrotation je Schulter angegeben, wenngleich in der Überschrift von “Schulterfunktio- nen aktiv/passiv“ die Rede ist. Entgegen der Vorbringen d es Beschwerdeführers trifft es jedoch nicht zu, dass „nicht klar [sei], ob es sich um die aktive oder passive Beweglichkeit hand[le]“. Vielmehr darf vorliegend davon ausgegangen werden, dass die angegebenen Werte sowohl die aktive als auch passive Beweglichkeit betreffen. In der Folge spricht D r. M.____ denn auch da- von, dass eine Einschränkung der aktiven und passiven Beweg lichkeit vorliegen würde. Selbst wenn es sich einzig um den Winkelgradwert der passiven Beweglichkeit handeln würde, müsste die aktive Beweglichkeit 30 Grad mehr eingeschränkt sein , um beispielsweise hinsichtlich der Integritätsentschädigung (siehe Erwägung 10.2 hernach) relevant zu sein. Hinweise darauf, dass die aktive Beweglichkeit der beiden Schultergelenke jedoch in solch fundamentaler Art von deren passiven Beweglichkeit abweicht, ergeben sich weder aus den Beurteilung vom 12. März 2019, noch aus den anderen dem Gericht vorliegenden ä rztlichen Berichten. Daran vermag auch die wenig substantiierte und durch keinerlei ande rslautende fachärztliche Einschätzungen untermauerte Kritik des Beschwerdeführers nichts zu ändern. Aus dem Fehlen eines Hinweises im genannten Bericht auf die Identität der Werte für die aktive und passive Beweglichkeit erge- ben sich damit noch nicht zumindest geringe Zweifel am genannten Dokument, weshalb der Beschwerdeführer auch mit dieser Rüge fehl geht. 6.3.4 Aus dem oben Gesagten resultiert, dass keine auch nur geringen Zweifel am Unter- suchungsbericht von Dr. M.____ vom 12. März 2019 geweckt wu rden. Damit ist nicht zu bean- standen, dass die Beschwerdegegnerin in ihrer Verfügung vom 11. Juni 2019 bei der Bemes- sung der Invalidenrente auf den besagten Bericht abgestellt hat. 6.4 Lässt die vorhandene Aktenlage nach dem Gesagten e ine zuverlässige Beurteilung des massgebenden medizinischen Sachverhalts zu, so besteht kein Anlass, dem in der Be- schwerde vom 18. Mai 2020 gestellten Antrag des Beschwerdeführers zu entsprechen, wonach ein versicherungsexternes Gutachten zur Abklärung der Art und des Ausmasses der Ein- schränkungen durch die Schulterverletzungen anzuordnen sei . Der Anspruch auf rechtliches Gehör umfasst zwar das Recht, Beweisanträge zu stellen und – als Korrelat – die Pflicht der Behörde zur Beweisabnahme. Beweise sind im Rahmen diese s verfassungsmässigen An- spruchs indessen nur über jene Tatsachen abzunehmen, die für die Entscheidung der Streitsa- che erheblich sind. Gelangt das Gericht bei pflichtgemä sser Beweiswürdigung zur Überzeu- gung, dass die vorhandenen Unterlagen ein zuverlässiges Bil d des relevanten Sachverhalts ergeben und dieser demnach hinreichen abgeklärt ist, k ann auf ein beantragtes Beweismittel verzichtet werden. Die damit verbundene antizipierte Bew eiswürdigung ist nach konstanter Seite 13 http://www.bl.ch/kantonsgericht bundesgerichtlicher Rechtsprechung zulässig (BGE 144 V 36 9 E. 6.5, 141 I 64 E. 3.3, 122 V 162 E. 1d). 7.1 Zu prüfen sind des Weiteren die erwerblichen Auswi rkungen der gesundheitlichen Be- einträchtigungen. Der Beschwerdeführer beanstandet da bei sowohl die durch die Beschwerde- gegnerin vorgenommene Berechnung des Validen- als auch des Invalideneinkommens. 7.2.1 Zunächst ist die Bemessung des Valideneinkommens zu prüfen. Für die Ermittlung des Valideneinkommens ist entscheidend, was die versicherte Person im Zeitpunkt des frühestmög- lichen Rentenbeginns nach dem Beweisgrad der überwieg enden Wahrscheinlichkeit als gesun- de Person tatsächlich verdienen würde (Art. 29 Abs. 1 I VG; BGE 135 V 59 E. 3.1, 131 V 53 E. 5.1.2, 129 V 223 E. 4.1; vgl. auch Urteile des Bun desgerichts vom 25. März 2020, 8C_795/2019, E. 3.2 und vom 14. Januar 2020, 8C_630/ 2019, E. 4.1). Da nach empirischer Feststellung in der Regel die bisherige Tätigkeit im G esundheitsfall weitergeführt worden wäre, ist Anknüpfungspunkt für die Bestimmung des Valideneink ommens grundsätzlich der letzte vor Eintritt der Gesundheitsschädigung erzielte, nötigenfa lls der Teuerung und der realen Einkom- mensentwicklung angepasste Verdienst (BGE 134 V 325 E. 4.1; vgl. auch Urteil des Bundesge- richts vom 14. Januar 2020, 8C_630/2019, E. 4.1, in: S VR 2020 IV Nr. 37, S. 131). Ausnahmen müssen mit überwiegender Wahrscheinlichkeit erstellt sein ( BGE 139 V 30 E. 3.3.2; vgl. auch Urteile des Bundesgerichts vom 6. Oktober 2020, 9C_316/2020, E. 3.1 und vom 11. September 2020, 8C_402/2020, E. 4.1). Dabei ist auch die beruf liche Weiterentwicklung zu berücksichti- gen, die eine versicherte Person normalerweise vollzogen hätte. Hierzu ist allerdings – wenn auch nicht im Sinne eines strikten Beweises (vgl. Urteile des Bundesgerichts vom 18. Mai 2018, 8C_838/2017, E. 5.2 und vom 3. März 2017, 8C_741/2016 , E. 5) – erforderlich, dass gewisse konkrete Anhaltspunkte dafür bestehen, wonach ohne gesu ndheitliche Beeinträchtigung ein beruflicher Aufstieg und ein entsprechend höheres Eink ommen tatsächlich realisiert worden wären. So muss die Absicht, beruflich weiterzukommen, b ereits durch konkrete Schritte wie Kursbesuche, Aufnahme eines Studiums, Ablegung von Prüf ungen oder ähnliches kundgetan worden sein (BGE 145 V 144 E. 5.2.1, 96 V 29 f.; vgl . auch Urteile des Bundesgerichts vom 13. Juni 2019, 8C_87/2019, E. 4.1 und vom 30. Januar 2019, 8C_575/2018, E. 5.1, in: SVR 2019 IV Nr. 61 S. 197). 7.2.2 Die Beschwerdegegnerin hat sich bei der Berechnun g des Valideneinkommens auf die Angaben der langjährigen Arbeitgeberin des Beschwerdeführers vom 9. Mai 2019 gestützt, wel- che ein hypothetisches Einkommen im Gesundheitsfall von Fr. 5'885.-- veranschlagt hat. Der Beschwerdeführer bringt hiergegen zunächst in allgemein er Art vor, dass der zu erwartenden Lohnentwicklung bis 2019 nicht gehörig Rechnung getrag en worden sei. Zudem könne auf die Angaben der Arbeitgeberin nicht abgestellt werden, da diese ihm nach dem ersten Unfall im Jahr 2006 die entsprechenden Lohnerhöhungen lediglich auf das Resteinkommen gewährt ha- be. Die ergänzend hierzu ausgerichtete Invalidenrente de r Suva habe sich dabei nicht im glei- chen Ausmasse erhöht. Es sei deshalb vielmehr von einem Valideneinkommen von mindestens Fr. 6'055.-- pro Monat auszugehen. Dem kann nicht gefo lgt werden. Die der Suva vorgelegten Angaben wurden im telefonischen Gespräch mit der Arbei tgeberin des Beschwerdeführers am 6. Juni 2019 auf ihre Richtigkeit bestätigt. Soweit der Beschwerdeführer eine nur teilweise statt- Seite 14 http://www.bl.ch/kantonsgericht gefundene Lohnentwicklung geltend macht, ist ihm entge genzuhalten, dass er weder in sub- stantiierter Art und Weise seine Behauptung der ungleichmässigen Lohnentwicklung begründet, noch dass er vorliegend Beweise beibringt, welche belegen würden, dass die spezifizierten und telefonisch bestätigten Angaben der langjährigen Arbeitgeberin keine genügende Grundlage für die Berechnung des Valideneinkommens darstellen würden . Auch für eine sonstige anzuneh- mende berufliche Weiterentwicklung des Beschwerdeführers, welcher seit Beginn seines Ar- beitsverhältnisses im Jahr 2003 stets als Maurer respekt ive Kundenmaurer tätig war, liegen keine konkreten Anhaltspunkte im Sinne der bundesgericht lichen Rechtsprechung vor, welche die der Berechnung der Suva zugrunde gelegte Lohnen twicklung infrage stellen würden. Aus diesem Grund hat die Beschwerdegegnerin vorliegend zu Recht auf die Angaben der Arbeitge- berin (13 Monate x Fr. 5'885.--) vom 9. Mai 2019 abge stellt, weshalb von einem Validenein- kommen von Fr. 76'505.-- auszugehen ist. 7.3.1 Zu klären bleibt die Höhe des Invalideneinkommen s. Dieses bestimmt sich danach, was die versicherte Person nach Eintritt der Invaliditä t und nach Durchführung allfälliger Ein- gliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktla- ge erzielen könnte (BGE 131 V 53 E. 5.1.2). Für die Bestimmung des Invalideneinkommens können nach bundesgerichtlicher Rechtsprechung die Tabel lenlöhne gemäss den periodisch publizierten schweizerischen Lohnstrukturerhebungen des Bundesamtes für Statistik BFS (LSE; BGE 139 V 594 E. 2.3, 135 V 301 E. 5.2) – in der Re gel die Monatslöhne der Zeile “Total Priva- ter Sektor“ (BGE 144 I 110 E. 5.2; vgl. auch Urteile des Bundesgerichts vom 17. Oktober 2018, 9C_444/2018, E. 3.1 und vom 24. August 2007, 9C_237/ 2007, E. 5.1, in: SVR 2008 IV Nr. 20 S. 64) – herangezogen werden. 7.3.2 Die Beschwerdegegnerin erachtet gestützt auf die kreisärztlich bestimmte Verweistä- tigkeit für den Beschwerdeführer Tätigkeiten des Kompe tenzniveaus 1 gemäss LSE in einem 100 %-Pensum als zumutbar. Gestützt auf die Tabellenlö hne der LSE errechnete sie im Zeit- punkt des frühest möglichen Rentenbeginns ein Invalideneinkommen von Fr. 60'964.25. Grund- lage hierfür bilden die LSE 2016, Tabelle TA1_tirag e_skill_level, Privater Sektor Total, Kom- petenzniveau der Tätigkeit 1, Spalte Männer, Fr. 5'34 0.-- monatlich, basierend auf 40 Wochen- stunden. Nach Umrechnung auf die betriebsübliche Wochen arbeitszeit von 41.7 Stunden (vgl. “Betriebsübliche Arbeitszeit nach Wirtschaftsabteilung“, BFS Nr. je-d-03.02.03.01.04.01, Tabelle 2004-2019, Zeile A-S Total, Spalte 2019) und nach An passung an die Nominallohnentwicklung von 1.4 % (vgl. “Nominallohnindex Männer 2016-2019“, B FS Nr. je-d-03.04.03.00.05, Tabelle T1.1.15, Zeile B-S Total, Spalten 2017-2018 sowie “ Quartalsschätzung der Nominallohnent- wicklung“, BFS Nr. je-d-03.04.03.01.01, Tabelle D, Jah r 2019, Quartal III) x 12 Monate ergebe sich ein jährliches Invalideneinkommen von Fr. 67'738.05 . Mit Vornahme eines leidensbeding- ten Abzugs von 10 % resultiere das vorgenannte Invalideneinkommen von Fr. 60'964.25. 7.3.3 Gegen diese Berechnung bringt der Beschwerdeführ er einzig vor, dass der leidens- bedingte Abzug von 10 % zu tief veranschlagt worden sei, weshalb ein leidensbedingter Abzug von 20 % gemacht werden müsse. Die Beschwerdegegnerin ha be ausser Acht gelassen, dass der Beschwerdeführer aufgrund des notwendigen Berufswec hsels als beruflicher Neueinsteiger lediglich ein unterdurchschnittliches Salär erzielen könne . Den gleichen Effekt bewirkte die Tat- Seite 15 http://www.bl.ch/kantonsgericht sache, dass der Beschwerdeführer bereits seit langer Zeit unter den gesundheitlichen Ein- schränkungen leide. 7.3.4 Wird das Invalideneinkommen auf der Grundlage v on statistischen Durchschnittswer- ten ermittelt, ist der entsprechende Ausgangswert (Tabellenlohn) allenfalls zu kürzen. Damit soll der Tatsache Rechnung getragen werden, dass persönliche u nd berufliche Merkmale, wie Art und Ausmass der Behinderung, Lebensalter, Dienstjahre, Nationalität oder Aufenthaltskategorie und Beschäftigungsgrad Auswirkungen auf die Lohnhöhe ha ben können (BGE 146 V 19 E. 4.1, 142 V 181 E. 1.3, 124 V 322 E. 3b/aa). So drängt sich ein Abzug aufgrund funktioneller Ein- schränkungen dann auf, wenn sie ihrer Natur nach nicht ohne Weiteres mit den Anforderungen vereinbar sind, wie sie sich aus den gewöhnlichen betriebl ichen Abläufen in einer leidensange- passten Tätigkeit ergeben (vgl. Urteil des Bundesgerichts v om 16. Juli 2008, 9C_119/2008, E. 2.3.1). Aufgrund dieser Faktoren kann die versicherte Person die verbliebene Arbeitsfähigkeit auch auf einem ausgeglichenen Arbeitsmarkt möglicherwei se nur mit unterdurchschnittlichem erwerblichem Erfolg verwerten (BGE 126 V 79 E. 5b/aa ; vgl. auch Urteil des Bundesgerichts vom 13. August 2020, 9C_226/2020, E. 5.1). Der Abzug soll aber nicht automatisch erfolgen. Er ist unter Würdigung der Umstände im Einzelfall nach pflichtgemässem Ermessen gesamthaft zu schätzen und darf 25 % nicht übersteigen (BGE 146 V 20 E . 4.1, 135 V 302 E. 5.3, 126 V 80 E. 5b/bb). Das Gericht darf dabei sein Ermessen nicht o hne triftigen Grund an die Stelle des- jenigen der Verwaltung setze. Es muss sich somit auf Gege benheiten abstützen können, wel- che seine abweichende Ermessensausübung als naheliegender erscheinen lassen (BGE 126 V 81 E. 6, 123 V 152 E. 2). Wurde bei der Festsetzung der Höhe des Abzugs vom Tabellenlohn ein Merkmal zu Unrecht nicht berücksichtigt , hat die Beschwerdeinstanz den Ab- zug gesamthaft neu zu schätzen (vgl. Urteile des Bundesg erichts vom 18. August 2020, 9C_439/2020, E. 4.5.3 und vom 21. September 2010, 9 C_748/2009, E. 4.1.2, in: SVR 2011 IV Nr. 31 S. 91). 7.3.5 Aus dem Alter des zum Zeitpunkt des Verfügungserl asses 58 Jahre alten Beschwerde- führers kann kein Abzug abgeleitet werden, weil Hilfsarb eiten auf dem hier massgebenden hypothetischen ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 16 ATSG ) grundsätzlich altersunabhängig nachgefragt werden und sich das Alter in diesen Tätigke iten auch nicht lohnsenkend (BGE 146 V 26 E. 7.2.1) sondern eher lohnerhöhend au swirkt (vgl. Urteile des Bundesgerichts vom 16. September 2020, 9C_768/2019, E. 3.3.2 und vom 29. Dezember 2017, 8C_611/2017, E. 8.2.3). Dass die Stellensuche altersbedingt erschwert sein mag, fällt als invaliditätsfremder Faktor grundsätzlich ausser Betracht (vgl. Urteile des Bund esgerichts vom 13. August 2020, 9C_226/2020, E. 5.2, vom 26. September 2019, 8C_517 /2019, E. 6.2.2 und vom 18. Januar 2018, 8C_552/2017, E. 5.4.1); dies umso mehr, als im Bereich der Invalidenrenten der Unfall- versicherung eine hypothetische Unverwertbarkeit der verbleibenden medizinisch-theoretischen Restarbeitsfähigkeit aufgrund des fortgeschrittenen Alt ers nicht zu berücksichtigen ist (siehe Art. 28 Abs. 4 UVV; vgl. auch Urteile des Bundesgeri chts vom 10. August 2020, 8C_299/2020, E. 3, vom 26. März 2019, 8C_732/2018, E. 7.2 und vom 1. Februar 2018, 8C_212/2017, E. 4.3, in: SVR 2018 UV NR. 22 S. 78; T HOMAS FLÜCKIGER , Basler Kommentar UVG, Frésard- Fellay/Leuzinger/Pärli [Hrsg.], Basel 2019, Art. 18, Rz. 37). Im vorliegend massgebenden Kom- petenzniveau 1 kommt dem Umstand, dass der Versicherte nicht mehr in seiner angestammten Seite 16 http://www.bl.ch/kantonsgericht Tätigkeit als Bautechniker respektive Kundenmaurer arbei ten kann und im Rahmen einer Ver- weistätigkeit über kein Erfahrungswissen verfügt und dam it ein beruflicher Neueinsteiger wäre, keine relevante Bedeutung zu (BGE 145 V 25 E. 6.2.3; anders im Urteil des Kantonsgerichts, Abteilung Sozialversicherungsrecht vom 26. Mai 2016, 720 14 78 / 127, E. 5.4, in welchem es um eine Tätigkeit des Anforderungsprofils 3 [heute: Kompetenzniveau 2] ging). Selbiges gilt für die eingeschränkten Sprachkenntnisse des Beschwerdeführers, da insbesondere für Hilfsarbei- ten der genannten Art weder erhöhte Kenntnisse der de utschen Sprache noch eine spezifische schulische oder andere Ausbildung verlangt werden (vgl. Urteile des Bundesgerichts vom 10. September 2019, 8C_314/2019, E. 6.2, vom 29. Ma i 2018, 9C_771/2017, E. 3.5.1 und vom 29. Februar 2016, 9C_808/2015, E. 3.4.2, in: SVR 20 16 IV Nr. 21 S. 63). Auch aus dem Aus- länderstatus des Beschwerdeführers als Staatsangehöriger der Republik Z.____ kann dieser keinen Abzug ableiten, verdienen Männer mit Niederla ssungsbewilligung der Kategorie C ohne Kaderfunktion zwar weniger als Schweizer (LSE 2016, Tabe lle T12_b, Untertabelle Ohne Ka- derfunktion, Spalte Median Männer), aber dennoch mehr als das für die Invaliditätsbemessung heranzuziehende Vergleichseinkommen (LSE 2016, Tabelle TA1_tirage_skill_level, Privater Sektor Total, Kompetenzniveau der Tätigkeit 1, Spalte Männer; vgl. Urteile des Bundesgerichts vom 6. November 2018, 9C_401/2018, E. 5.2.3, in: SVR 2019 IV Nr. 28 S. 88, und vom 24. August 2018, 9C_857/2017, E. 4.3.2). 7.3.6 Es verbleiben deshalb die Art und das Ausmass der Be hinderung, welche zu betrach- ten sind. Der Umstand allein, dass nur mehr leichte bi s mittelschwere Arbeiten zumutbar sind, ist auch bei eingeschränkter Leistungsfähigkeit kein Gru nd für einen leidensbedingten Abzug, weil der Tabellenlohn im Kompetenzniveau 1 bereits ei ne Vielzahl von leichten und mittel- schweren Tätigkeiten umfasst (vgl. Urteile des Bundesgeri chts vom 15. Oktober 2020, 8C_433/2020, E. 8.2.2, vom 8. Januar 2019, 8C_334/20 18, E. 5.2.2, vom 6. Oktober 2017, 8C_439/2017, E. 5.5 und vom 29. Dezember 2016, 9C_49 7/2016, E. 5.4.2, je mit Hinweisen). Ist von einem genügend breiten Spektrum an zumutbaren Verweisungstätigkeiten auszugehen, können unter dem Titel leidensbedingter Abzug grundsät zlich nur Umstände berücksichtigt werden, die auch auf einem ausgeglichenen Arbeitsmarkt – welcher insbesondere sogenannte Nischenarbeitsplätze umfasst, an welchem Arbeitnehmer mit einem sozialen Entgegenkommen von Seiten des Arbeitsgebers rechnen können (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 4. Mai 2018, 9C_294/2017, E. 5.4.2, in: SVR 2018 IV Nr. 60 S. 19 5) – als ausserordentlich zu bezeichnen sind (vgl. Urteile des Bundesgerichts vom 6. Juli 2018, 8 C_297/2018, E. 3.5 und vom 14. Juni 2018, 8C_91/2018, E. 5.3). Die Rechtsprechung gewährt darum insbesondere dann einen Ab- zug auf dem Invalideneinkommen, wenn eine versicherte P erson selbst im Rahmen körperlich leichter Hilfsarbeiten in ihrer Leistungsfähigkeit ein geschränkt ist (BGE 146 V 20 E. 4.1, 126 V 78 E. 5a/bb). Aufgrund der Einschränkungen des B eschwerdeführers, welche lediglich leichte bis mittelschwere, ganztägige Tätigkeiten ohne Ar beiten für beide Schultern über die Horizontale hinaus, ohne Arbeiten überkopf, ohne körpe rferne Arbeiten, ohne Besteigen von Leitern und Gerüsten sowie ohne absturzgefährdete Posit ionen zulassen, ist – auch in Anbe- tracht der zu vergleichbaren Fällen ergangenen Rechtsprechung (vgl. etwa die Urteile des Bun- desgerichts vom 6. September 2017, 8C_319/2017, E. 3.3 .2.1 f., vom 4. Oktober 2013, 9C_455/2013, E. 4.4 in fine und vom 23. Dezember 201 0, 8C_548/2010, E. 5.3.2 mit zahlrei- chen Hinweisen) – ein Abzug von 10 % grundsätzlich gerech tfertigt. Seite 17 http://www.bl.ch/kantonsgericht 7.3.7 Die von der Beschwerdegegnerin vorgenommene Bere chnung des jährlichen Invali- deneinkommens bemass sich auf der Quartalsschätzung des BF S für die Entwicklung des No- minallohnes für das Jahr 2019, welche zum damaligen Z eitpunkt 0.5 % betrug. Die tatsächliche Nominallohnentwicklung für das Jahr 2019 beträgt jedoc h nach heutigem Wissensstand 0.9 % und damit gesamthaft für die Zeit von 2016 bis 2019 nicht 1.4 %, sondern 1.8 % (vgl. “Nominal- lohnindex Männer 2016-2019“, BFS Nr. je-d-03.04.03.0 0.05, Tabelle T1.1.15, Zeile B-S Total, Spalten 2017-2019). Dies hat das Gericht im Rahmen der Rechtsanwendung von Amtes wegen dementsprechend zu berücksichtigen. Nach Umrechnung auf die betriebsübliche Wochen- arbeitszeit und nach Aufrechnung auf 12 Monate ergib t sich ein jährliches Invalideneinkommen von Fr. 68’005.85, respektive nach leidensbedingtem Abzug von 10 % von Fr. 61’205.30. 7.4 Vorliegend ist für die Berechnung des Invalidität sgrades deshalb ein Valideneinkom- men von Fr. 76’505.-- und ein Invalideneinkommen von Fr. 61'205.30 heranzuziehen. Dies ergibt einen Invaliditätsgrad von 19.99 %, respektive n ach (Auf-)Rundung auf ganze Prozent- zahlen (BGE 130 V 123 E. 3.2) einen Invaliditätsgrad von 20 %. 8.1 Zu prüfen bleibt schliesslich die Integritätsschädigun g. Der Beschwerdeführer macht geltend, dass auf die kreisärztlichen Einschätzungen hinsi chtlich der Bewegungsausmasse nicht abgestellt werden und die durch ein versicherungse xternes Gutachten allenfalls feststell- baren zusätzlichen Beeinträchtigungen eine höhere Inte gritätsentschädigung rechtfertigen wür- den. 8.2 Bei Integritätsschäden im Schulterbereich ist grund sätzlich die Suva-Tabelle 1.2 (“In- tegritätsschaden bei Funktionsstörungen an den oberen E xtremitäten“, Suva-Dokumentation 2870/1.d, Revision 2000) einschlägig, welche den Anforderungen von Anhang 3 zur UVV an die Gleichbehandlung der Versicherten entspricht (implizit Ur teil des Bundesgerichts vom 11. März 2011, 8C_918/2010, E. 5.2). Diese Tabelle sieht für I ntegritätsschäden der Schulter einen Wert von 30 % für eine Versteifung in Adduktion, von 10 % fü r eine Beweglichkeit bis 30 Grad über die Horizontale, von 15 % für eine Beweglichkeit bis zur Horizontalen, von 10 % für eine habitu- elle Luxation und von 25 % für eine nicht reponierte Luxation vor (zu den Berechnungsmodalitä- ten vgl. Urteil des Eidgenössischen Versicherungsgerichts [E VG; heute Bundesgericht] vom 4. Mai 2006, U 24/06, E. 2.1 ff.). Mit diesen Prozen twerten werden dabei nicht nur die Bewe- gungseinschränkungen, sondern auch die damit verbundene n Schmerzen abgegolten (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 11. Februar 2020, 8C_756/2019, E. 4.3). 8.3 Eine Integritätseinbusse kann einzig aufgrund fachär ztlicher Beurteilungen festgestellt und genau beziffert werden. Nach bundesgerichtlicher Re chtsprechung darf das (Versicher- ungs-)Gericht, selbst wenn es sich regelmässig mit ähnliche n Fragestellungen auseinanderzu- setzen hat, als medizinischer Laie nicht die eigene Einschät zung anstelle derjenigen des Fach- arztes stellen (siehe Erwägung 4.2 hiervor). Nichts Ande res kann für die Rechtsvertretung des Beschwerdeführers gelten, selbst wenn diese – wie vorl iegend – über einen Fachanwaltstitel für Haftpflicht- und Versicherungsrecht verfügt. Die Einschät zung des Integritätsschadens ent- springt grundsätzlich den persönlichen klinischen Untersuch ungen von Dr. M.____ vom 12. März 2019, an deren Richtigkeit bezüglich der rentenbegründenden Voraussetzungen keine Seite 18 http://www.bl.ch/kantonsgericht auch nur geringen Zweifel geweckt werden konnten (sieh e Erwägung 6.3.4 hiervor). Der Be- schwerdeführer bringt auch hinsichtlich der den Integritätsschaden betreffenden Elemente keine konkreten Anhaltspunkte dafür vor, dass diese Einschätzung w idersprüchlich oder nicht lege artis erfolgt ist. Auch anderslautende medizinische Beric hte, welche eine andere Beurteilung der am 12. März 2019 erhobenen Befunde begründen würden, liegen nicht vor. Folglich ist auch hinsichtlich des Integritätsschadens auf die Expertise von D r. M.____ abzustellen. Es ist des- halb einzig zu prüfen, ob die Zuordnung der medizinisch en Einschätzung der Integritätseinbus- se zu einem in der Tabelle aufgeführten entschädigung sanspruchsbegründenden Integritäts- schaden korrekt vorgenommen wurde. Dabei enthalten die Beurteilungen vom 12. März 2019 die notwendigen schlüssigen medizinischen Angaben, um di e beim Beschwerdeführer vorlie- genden Integritätseinbussen dem beide Schultern betreff enden Integritätsschaden einer ledig- lich bis 30 Grad über die Horizontale beweglichen Schu lter zuordnen zu können. Die Be- schwerdegegnerin hat deshalb zu Recht eine Integritätsei nbusse von gesamthaft 20 % abzüg- lich der bereits ausgerichteten 5 % veranschlagt. Soweit der Beschwerdeführer deshalb einen höheren Integritätsschaden respektive eine nochmalige A bklärung desselben geltend macht, dringt er nicht durch. 9. Zusammenfassend kann festgehalten werden, dass die Besch werdegegnerin zu Recht auf die Berichte ihres Kreisarztes Dr. M.____ abgestellt und dem Beschwerdeführer für die ver- bleibenden Beschwerden eine Invalidenrente aufgrund e iner Erwerbsunfähigkeit von 20 % so- wie eine Integritätsentschädigung von 20 % abzüglich d er bereits ausgerichteten 5 % zuge- sprochen hat. Demnach ist der angefochtene Einspracheentsch eid vom 8. April 2020 nicht zu beanstanden und die dagegen erhobene Beschwerde ist, so weit darauf eingetreten werden kann (siehe Erwägung 1.3 hiervor), als unbegründet abzuweisen. 10.1 Art. 61 lit. a ATSG hält fest, dass das Verfahren vor dem kantonalen Gericht für die Parteien kostenlos zu sein hat. Dies gilt insbesondere auch für das Verfahren betreffend Leis- tungen der obligatorischen Unfallversicherung. Es sind d eshalb für das vorliegende Verfahren keine Kosten zu erheben. 10.2 Dem Prozessausgang entsprechend hat der Beschwerdefüh rer keinen Anspruch auf eine Parteientschädigung zu Lasten der Beschwerdegegneri n. Dieser wiederum ist ebenfalls keine Parteientschädigung zuzusprechen; sie hat zwar obsieg t und sie ist anwaltlich vertreten, Art. 61 lit. g ATSG schränkt den Anspruch auf eine Part eientschädigung jedoch ausdrücklich auf die Beschwerde führende Person ein. Seite 19 http://www.bl.ch/kantonsgericht Demgemäss wird e r k a n n t : ://: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird. 2. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. 3. Eine Parteientschädigung wird nicht ausgerichtet. http://www.bl.ch/kantonsgericht