<!DOCTYPE HTML PUBLIC "-//W3C//DTD HTML 4.01 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/html4/loose.dtd"> <html lang="en"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Entscheid: IV.2011.01065</title> <link href="/c050018/svg/findexweb.nsf/favicon.ico" rel="SHORTCUT ICON"/> <link href="/xsp/.ibmxspres/dojoroot-1.9.7/dijit/themes/tundra/tundra.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> <link href="/xsp/.ibmxspres/dojoroot-1.9.7/ibm/domino/widget/layout/css/domino-default.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> <link href="/domjava/xsp/theme/webstandard/xsp.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> <link href="/domjava/xsp/theme/webstandard/xspLTR.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> <link href="/domjava/xsp/theme/webstandard/xspFF.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> <link href="/c050018/svg/findexweb.nsf/svger.scss" media="screen" rel="stylesheet" type="text/css"/> <link href="/c050018/svg/findexweb.nsf/svger_print.scss" media="print" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body class="xspView tundra"> <form action="/c050018/svg/findexweb.nsf/urteil.xsp?uid=UWEE-9AR98Y" class="xspForm" enctype="multipart/form-data" id="view:_id1" method="post"> <header><div class="container-main noprint"><div class="container-header"><img alt="" class="xspImage" id="view:_id1:_id2:image1" src="/c050018/svg/findexweb.nsf/logo.png"/><div class="container-header-slogan show-for-medium"><h6>Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich</h6></div></div></div></header><div class="container"> <div class="inner-container1 wrap clearfix"> <section class="vacancy"><div class="grid-container container-main"> <div class="grid-x grid-margin-x grid-margin-y container-form"> <div class="cell small-9 noprint"> <span>Entscheid: IV.2011.01065<span class="xspTextComputedField"></span></span></div> <div class="cell small-3 noprint"> <a href="#" id="view:_id1:lnkPrint">Drucken</a><a href="#" id="view:_id1:lnkBack">Zurück</a></div> <div class="cell small-12"> <div id="view:_id1:inputRichText1"><div class="domino-par--indent"><font face="RotisSansSerif ExtraBold" size="3"><b>IV.2011.01065</b></font><br/> <font face="RotisSansSerif ExtraBold" size="3"><b> </b></font><br/> <font face="RotisSansSerif ExtraBold" size="5">Sozialversicherungsgericht</font><br/> <font face="RotisSansSerif ExtraBold" size="5">des Kantons Zürich</font><br/> <font face="serif" size="3">II. Kammer</font><br/> <font face="serif" size="3">Sozialversicherungsrichter Mosimann, Vorsitzender</font> <p><font face="serif" size="3">Sozialversicherungsrichter Gräub</font></p> <p><font face="serif" size="3">Ersatzrichterin Romero-Käser</font></p> <p><font face="serif" size="3">Gerichtsschreiberin Schüpbach</font></p> <br/> <font face="RotisSansSerif" size="4"><b>Urteil vom 12. Oktober 2012</b></font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="3">in Sachen</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="3">X.___</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="3"> </font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="3">Beschwerdeführerin</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="3"> </font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="3">vertreten durch Rechtsanwalt Jürg Maron</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="3">Maron Zirngast Rechtsanwälte</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="3">Schaffhauserstrasse 345, 8050 Zürich</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="3"> </font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="3">gegen</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="3"> </font><br/> <font face="RotisSansSerif ExtraBold" size="3">Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="3">Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="3">Beschwerdegegnerin</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="3"> </font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="3"> </font> <p><font face="serif" size="3"> </font></p> <p><font face="serif" size="3"> </font></p> <p><font face="serif" size="3"> </font></p> <p><font face="serif" size="3"> </font></p> <p><font face="serif" size="3"> </font></p> <p><font face="serif" size="3"> </font></p> <p><font face="serif" size="3"> </font></p> <br/> <font face="RotisSansSerif" size="4"><b>Sachverhalt:</b></font><br/> <font face="RotisSerif" size="3">1. </font><br/> <font face="RotisSerif" size="3">1.1 X.___, geboren 1957, besuchte im Irak die obligatorische Grundschule und absolvierte eine Lehre als Coiffeuse. Im Jahre 1999 reiste sie in die Schweiz ein und arbeitete für verschiedene Arbeitgeber als Reinigungsangestellte, zuletzt für die Y.___ AG. Am 20. Oktober 2009 meldete sie sich erstmals wegen Muskel- und Kopfschmerzen, Herzkreislaufbeschwerden sowie dem Anschwellen der Arme und Füsse bei der Invalidenversicherung zum Leistungsbezug an (Urk. 8/16). </font><br/> <font face="RotisSerif" size="3"> Die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, holte diverse Arztberichte (Urk. 8/22-23, Urk. 8/28), einen Auszug aus dem individuellen Konto der Versicherten (IK-Auszug; Urk. 8/21) sowie einen Arbeitgeberbericht (Urk. 8/20) ein und zog Unterlagen der Arbeitslosenkasse (Urk. 8/24) und des Unfallversicherers (Urk. 8/29) bei.</font><br/> <font face="RotisSerif" size="3"> Nach durchgeführtem Vorbescheidverfahren (Urk. 8/32-36) verneinte die IV-Stelle mit Verfügungen vom 24. März 2010 einen Anspruch der Versicherten auf berufliche Masssnahmen (Urk. 8/42) sowie auf eine Invalidenrente (Urk. 8/43).</font><br/> <font face="RotisSerif" size="3">1.2 Am 25. März 2011 meldete sich die Versicherte erneut bei der Invalidenversicherung zum Leistungsbezug an (Urk. 8/49) und machte eine Verschlechterung ihres Gesundheitszustandes geltend.</font><br/> <font face="RotisSerif" size="3"> Die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, holte wiederum medizinische Berichte (Urk. 8/54-55) sowie einen IK-Auszug (Urk. 8/56) ein. </font><br/> <font face="RotisSerif" size="3"> Nach durchgeführtem Vorbescheidverfahren (Urk. 8/58-62) verneinte die IV-Stelle mit Verfügung vom 29. August 2011 (Urk. 8/64 = Urk. 2) einen Anspruch der Versicherten auf Leistungen der Invalidenversicherung.</font><br/> <font face="RotisSerif" size="3"> </font><br/> <font face="RotisSerif" size="3">2. Gegen die Verfügung vom 29. August 2011 (Urk. 2) erhob die Versicherte am 29. September 2011 Beschwerde (Urk. 1) und beantragte sinngemäss, diese sei aufzuheben, und es sei ihr eine Rente zuzusprechen.</font><br/> <font face="RotisSerif" size="3"> Mit Beschwerdeantwort vom 7. November 2011 (Urk. 7) beantragte die IV-Stelle die Abweisung der Beschwerde. </font><br/> <font face="RotisSerif" size="3"> Mit Replik vom 15. Dezember 2011 (Urk. 11) hielt die Beschwerdeführerin an den gestellten Begehren fest und stellte zusätzlich den Verfahrensantrag, es sei eine Evaluation der funktionellen Leistungsfähigkeit (EFL) durchzuführen (S. 2 Ziff. 1). Mit Schreiben vom 4. Januar 2012 verzichtete die Beschwerdegegnerin auf das Einreichen einer Duplik (Urk. 15), was der Beschwerdeführerin am 28. Februar 2012 zur Kenntnis gebracht wurde (Urk. 16). </font><br/> <font face="RotisSerif" size="3"> </font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4"><b>Das Gericht zieht in Erwägung:</b></font><br/> <font face="RotisSerif" size="3">1. </font><br/> <font face="RotisSerif" size="3">1.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts; ATSG). Die Invalidität kann Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung; IVG). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG in der seit 1. Januar 2008 geltenden Fassung).</font><br/> <font face="RotisSerif" size="3">1.2 Anspruch auf eine Rente haben gemäss Art. 28 Abs. 1 IVG Versicherte, die:</font><br/> <font face="RotisSerif" size="3">a. ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können;</font><br/> <font face="RotisSerif" size="3">b. während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40 Prozent arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind; und</font><br/> <font face="RotisSerif" size="3">c. nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 Prozent invalid (Art. 8 ATSG) sind.</font><br/> <font face="RotisSerif" size="3"> Die seit dem 1. Januar 2004 massgeblichen Rentenabstufungen geben bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 Prozent Anspruch auf eine Viertelsrente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 Prozent Anspruch auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 Prozent Anspruch auf eine Dreiviertelsrente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 Prozent Anspruch auf eine ganze Rente (Art. 28 Abs. 2 IVG; bis 31. Dezember 2007: Art. 28 Abs. 1 IVG). </font><br/> <font face="RotisSerif" size="3">1.3 Wurde eine Rente oder eine Hilflosenentschädigung wegen eines zu geringen Invaliditätsgrades oder wegen fehlender Hilflosigkeit verweigert, so wird nach Art. 87 Abs. 3 der Verordnung über die Invalidenversicherung; IVV eine neue Anmeldung nur geprüft, wenn die Voraussetzungen gemäss Abs. 2 dieser Bestimmung erfüllt sind. Danach ist im Revisionsgesuch glaubhaft zu machen, dass sich der Grad der Invalidität oder der Hilflosigkeit oder die Höhe des invaliditätsbedingten Betreuungsaufwandes der versicherten Person in einer für den Anspruch erheblichen Weise geändert hat. Tritt die Verwaltung auf die Neuanmeldung ein, so hat sie die Sache materiell abzuklären und sich zu vergewissern, ob die von der versicherten Person glaubhaft gemachte Veränderung des Invaliditätsgrades oder der Hilflosigkeit auch tatsächlich eingetreten ist; sie hat demnach in analoger Weise wie bei einem Revisionsfall nach Art. 17 Abs. 1 ATSG vorzugehen (vgl. dazu BGE 130 V 71; AHI 1999 S. 84 E. 1b mit Hinweisen; vgl. auch AHI 2000 S. 309 E. 1b mit Hinweisen). Stellt sie fest, dass der Invaliditätsgrad oder die Hilflosigkeit seit Erlass der früheren rechtskräftigen Verfügung keine Veränderung erfahren hat, so weist sie das neue Gesuch ab. Andernfalls hat sie zunächst noch zu prüfen, ob die festgestellte Veränderung genügt, um nunmehr eine anspruchsbegründende Invalidität oder Hilflosigkeit zu bejahen, und hernach zu beschliessen. Im Beschwerdefall obliegt die gleiche materielle Prüfungspflicht auch dem Gericht (BGE 130 V 71 E. 3.2.2 und 3.2.3, 117 V 198 E. 3a, 109 V 108 E. 2b).</font><br/> <font face="RotisSerif" size="3">1.4 Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Berichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen in der Expertise begründet sind (BGE 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c).</font><br/> <font face="RotisSerif" size="3"> </font><br/> <font face="RotisSerif" size="3">2.</font><br/> <font face="RotisSerif" size="3">2.1 Die Beschwerdegegnerin ging in der angefochtenen Verfügung vom 29. August 2011 (Urk. 2) gestützt auf die medizinischen Berichte davon aus, dass eine wesentliche Verschlechterung des Gesundheitszustandes seit der letzten Beurteilung nicht ausgewiesen sei. Es bestehe zwar eine Einschränkung für körperlich schwere Arbeiten, für leichte bis mittelschwere körperliche Arbeiten mit Wechselbelastung, unter Vermeidung der Einnahme von Zwangspositionen für die Wirbelsäule, unter Vermeidung repetitiver Tätigkeiten sowie ohne Notwendigkeit des Tragens von Lasten über 15 kg bestehe hingegen eine 100%ige Arbeitsfähigkeit (S. 1 Mitte). </font><br/> <font face="RotisSerif" size="3">2.2 Die Beschwerdeführerin hielt dem entgegen, ihre Gesundheitssituation habe sich seit der letzten Beurteilung weiter verschlechtert. Ihr seien heute lediglich noch rein sitzende Tätigkeiten zumutbar, welche es auf dem freien Arbeitsmarkt so nicht gebe (Urk. 1, Urk. 11). </font><br/> <font face="RotisSerif" size="3">2.3 Strittig und zu prüfen ist somit, ob seit der anspruchsverneinenden Verfügung vom 24. März 2010 eine erhebliche Veränderung des Gesundheitszustandes der Beschwerdeführerin eingetreten ist und ob ihr infolgedessen ein Anspruch auf eine Rente zusteht. </font><br/> <font face="RotisSerif" size="3"> </font><br/> <font face="RotisSerif" size="3">3.</font><br/> <font face="RotisSerif" size="3">3.1 Der ursprünglichen, rechtskräftigen Verfügung vom 24. März 2010 (Urk. 8/43) lagen die nachfolgenden medizinischen Berichte zu Grunde.</font><br/> <font face="RotisSerif" size="3">3.2 Die Beschwerdeführerin stellte sich bei Schmerzpersistenz in beiden Armen nach einem Treppensturz auf der Notfallstation des Universitätsspitals Z.___ vor. Die Ärzte der Unfallchirurgie berichteten am 12. April 2007 (Urk. 8/28/8-9) und nannten folgende Diagnose:</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="3">- </font><font face="RotisSerif" size="3">Sturz auf Treppe am 12. April 2007 mit</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="3">- </font><font face="RotisSerif" size="3">Handkontusion rechts</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="3">- </font><font face="RotisSerif" size="3">Ellbogenkontusion beidseits</font><br/> <font face="RotisSerif" size="3">3.3 Dr. med. A.___, Facharzt für Rheumatologie FMH, berichtete am 4. Juni 2007 (Urk. 8/28/10-11) und nannte folgende Diagnosen:</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="3">- </font><font face="RotisSerif" size="3">muskuläres Schmerzsyndrom des Schultergürtels und der Arme beidseits nach Bagatelltrauma am 12. April 2007</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="3">- </font><font face="RotisSerif" size="3">klinisch Mischbild aus myotendinären und teilweise myofaszialen Befunden mit Beschwerdeausweitung</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="3">- </font><font face="RotisSerif" size="3">schwieriger psychosozialer Hintergrund</font><br/> <font face="RotisSerif" size="3">Er führte aus, es handle sich bei den Schmerzen im gesamten Schultergürtel- und Brustkorbbereich sowie in beiden Armen um muskuläre Beschwerden im weitesten Sinne, teilweise mit typischen druckdolenten Triggerpunkten. Bei passiver Untersuchung und Ablenkung zeige sich ein völlig freies Schultergelenk ohne klinische Anhaltspunkte für eine subacromiale Irritation oder ein Impingement. Bei ebenfalls freier Halswirbelsäulen (HWS)-Beweglichkeit sei auch die neurologische Untersuchung unauffällig ohne klinische Zeichen einer Myelopathie. </font><br/> <font face="RotisSerif" size="3">3.4 Vom 31. Januar bis zum 28. Februar 2008 wurde die Beschwerdeführerin im Rahmen der Rheumatologischen Interdisziplinären Schmerz-Sprechstunde (RISS) am Universitätsspital Z.___ ärztlich, physiotherapeutisch, ergotherapeutisch und psychologisch untersucht. Die Ärzte und Fachpersonen berichteten am 11. März 2008 (Urk. 8/9 = Urk. 8/22/5-10) und nannten folgende Diagnosen (S. 1):</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="3">- </font><font face="RotisSerif" size="3">generalisiertes Schmerzsyndrom mit/bei</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="3">- </font><font face="RotisSerif" size="3">Status nach Kontusion der oberen Extremitäten bei Treppensturz am 2. (richtig: 12.) April 2007</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="3">- </font><font face="RotisSerif" size="3">Quadrantensyndrom der oberen Körperhälfte beidseits</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="3">- </font><font face="RotisSerif" size="3">psychosoziale Belastungsfaktoren und Erschöpfung</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="3">- </font><font face="RotisSerif" size="3">Vitamin D3-Insuffizienz (Erstdiagnose Januar 2008)</font><br/> <font face="RotisSerif" size="3">Sie führten aus, die Schmerzproblematik lasse sich am ehesten mit einem neuropathischen Schmerzmechanismus im Sinne sensibilisierter peripherer Nerven erklären, der sich in Dauerschmerzen und Stimulus abhängigen und unabhängigen einschiessenden Schmerzen äussere. Die vasomotorischen und sudomotorischen Veränderungen könnten Teil dieses Bildes sein. Dazu passe, dass der neurologische Status unauffällig sei (S. 1). Bei der Inspektion zeige sich eine leichte, thorakale Hyperkyphose und eine etwas vermehrte lumbosakrale Lordose. Es bestehe eine sehr deutliche rötlich-fleckige Färbung beider Unterarme und Hände, eine leichte Schwellung beidseits auf den radialen Handrücken sowie überwärmte Hände und Unterarme. Bei allen Bewegungen werde der Schultergürtel ab zirka 50 % des Bewegungsausmasses deutlich eleviert (S. 3 unten). </font><br/> <font face="RotisSerif" size="3">3.5 Dr. med. B.___, Orthopädische Chirurgie FMH, berichtete am 13. März 2008 (Urk. 8/29/24-29) und nannte als Diagnosen eine chronisch rezidivierende Zervikobrachialgie beidseits bei degenerativen Veränderungen der HWS sowie anamnestisch den Treppensturz von 12. April 2007 (S. 3). Er führte aus, das Segment C6/7 sei radiologisch besonders verändert. Aus diesem Grund sei es schwierig, ein eventuell gleichzeitig vorhandenes Karpaltunnelsyndrom (CTS) am rechten Handgelenk auszuschliessen (S. 4). </font><br/> <font face="RotisSerif" size="3">3.6 Dr. med. C.___, Neurologie FMH, berichtete am 25. August 2008 (Urk. 8/28/23-24) und nannte folgende Diagnosen:</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="3">- </font><font face="RotisSerif" size="3">chronisches zervikobrachiales Schmerzsyndrom linksbetont mit/bei</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="3">- </font><font face="RotisSerif" size="3">Status nach Treppensturz am 2. (richtig: 12.) April 2007</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="3">- </font><font face="RotisSerif" size="3">Klinisch: bis auf schmerzhaft eingeschränkte HWS-Beweglichkeit unauffälliger neurologischer Untersuchungsbefund, diskretes sensibles Karpaltunnelsyndrom links möglich bei positivem Phalentest</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="3">- </font><font face="RotisSerif" size="3">Elektroneuromyographie (EMNG): unauffällige distale motorische Latenz (DML) des Nervus medianus links, danach Untersuchungsabbruch wegen hohem Leidensdruck</font><br/> <font face="RotisSerif" size="3">Sie führte aus, die Beschwerdeführerin habe die elektrophysiologische Untersuchung leider sehr schlecht toleriert, so dass diese nach fünf Minuten habe abgebrochen werden müssen. In der bis dahin durchgeführten motorischen Neurographie des Medianus habe sich keine pathologische Latenz gezeigt, dies spreche eher gegen ein manifestes motorisches Karpaltunnelsyndrom links. Bei positivem Phalentest (Klopfdolenz über dem Handgelenk mit leichtem Elektrisieren) könnte trotzdem ein diskretes sensibles CTS bestehen. Dieses vermöge jedoch sicherlich nicht das Ausmass der Beschwerden zu erklären. Ihres Erachtens seien die Beschwerden im Rahmen von Muskelschmerzen mit zusätzlicher funktioneller Symptomausweitung zu erklären. </font><br/> <font face="RotisSerif" size="3">3.7 Dr. med. D.___, FMH Innere Medizin, führte am 30. Oktober 2008 (Urk. 8/10) aus, bei der Beschwerdeführerin finde sich zurzeit eine Schulterproblematik linksseitig mit zunehmender Schmerzsymptomatik. Diesbezüglich einschränkend auf die Arbeitsfähigkeit fänden sich belastungsabhängige Schmerzen, welche das Heben von Lasten sowie repetitive Bewegungen mit dem linken Arm zurzeit verunmöglichten. Ansonsten sei die Beschwerdeführerin körperlich arbeitsfähig, psychisch scheine hingegen eine rasche Überforderung bei Stresssituationen vorzuliegen. </font><br/> <font face="RotisSerif" size="3">3.8 Dr. D.___ berichtete am 13. November 2009 zuhanden der Beschwerdegegnerin (Urk. 8/23) und nannte folgende Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit (Ziff. 1.1):</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="3">- </font><font face="RotisSerif" size="3">chronisch rezidivierende Schulterschmerzen links mehr als rechts</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="3">- </font><font face="RotisSerif" size="3">Periarthritis humero-scapularis (PHS) links </font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="3">- </font><font face="RotisSerif" size="3">panvertebrales Schmerzsyndrom</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="3">- </font><font face="RotisSerif" size="3">zervikozephales Schmerzsyndrom im Vordergrund</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="3">- </font><font face="RotisSerif" size="3">Verdacht auf depressive Episode</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="3">- </font><font face="RotisSerif" size="3">vegetative Beschwerden / Dystonie</font><br/> <font face="RotisSerif" size="3">Als Diagnosen ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit nannte er rezidivierende abdominelle Beschwerden unklarer Ursache, eine chronisch venöse Insuffizienz (Lymphoedem beidseitig) sowie einen Verdacht auf Hypothyreose. </font><br/> <font face="RotisSerif" size="3">Er führte aus, dass er die Beschwerdeführerin seit Oktober 2008 kenne. Bei ihr bestehe grundsätzlich eine 100%ige Arbeitsfähigkeit, allerdings sei die Belastungsfähigkeit aus Sicht des Bewegungsapparates eingeschränkt. Diesbezüglich seien das Heben von Lasten und repetitive Bewegungen mit insbesondere dem linken Arm zu vermeiden. Aus psychischer Sicht scheine eine rasche Überforderung bei Stresssituationen zu bestehen, so dass auch in dieser Hinsicht eine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit bestehe. Allerdings habe - soweit ihm bekannt - noch keine psychiatrische Beurteilung stattgefunden (S. 1 lit. a). In den klinischen Untersuchungen finde sich jeweils eine ausgeprägte Druckdolenz der paravertebralen Muskulatur von zervikal bis lumbal, zudem sei die Untersuchung der Schulter links jeweils kaum möglich aufgrund der Schmerzproblematik. Internistisch seien keine wesentlichen pathologischen Befunde zu erheben. Das Hauptproblem liege im Bewegungsapparat (S. 2 Mitte).</font><br/> <font face="RotisSerif" size="3">Die bisherige Tätigkeit sei der Beschwerdeführerin zurzeit nicht zumutbar, weshalb seit dem 30. Oktober 2008 eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit für Reinigungsarbeiten vorliege. Es bestehe eine verminderte Leistungsfähigkeit im Umfang von 100 % für körperlich belastende Arbeiten und von 0 % für leichte körperliche Arbeiten (S. 2 Ziff. 1.6 und Ziff. 1.7).</font><br/> <font face="RotisSerif" size="3">3.9 Dr. med. E.___, Fachärztin für Innere Medizin FMH, berichtete am 20. November 2009 zuhanden der Beschwerdegegnerin (Urk. 8/28/1-5) und nannte folgende Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit (Ziff. 1.1):</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="3">- </font><font face="RotisSerif" size="3">muskuloskelettäres Schmerzsyndrom des Schultergürtels und der Arme beidseits nach Bagatelltrauma am 12. April 2007 </font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="3">- </font><font face="RotisSerif" size="3">klinisches Mischbild aus myotendinären und teilweise myofaszialen Befunden mit Beschwerdeausweitung</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="3">- </font><font face="RotisSerif" size="3">schwieriger psychosozialer Hintergrund</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="3">- </font><font face="RotisSerif" size="3">Status nach mittelgradiger depressiver Episode (Hospitalisation Januar 2000, psychiatrische Privatklinik Sanatorium Kilchberg) </font><br/> <font face="RotisSerif" size="3">Als Diagnose ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit nannte sie eine Adipositas. Sie führte aus, dass vom 25. März bis zum 30. Juni 2008 eine medizinisch begründete Arbeitsunfähigkeit von 100 % bestanden habe.</font><br/> <font face="RotisSerif" size="3">3.10 Dr. med. F.___, praktischer Arzt FMH, Regionaler Ärztlicher Dienst der Beschwerdegegnerin (RAD), nahm am 17. sowie am 22. Dezember 2009 Stellung (Urk. 8/31/3-4) und führte aus, die Schmerzen der Beschwerdeführerin seien von den konsultierten und behandelnden Ärzten mangels eindeutigen organischen Korrelats am ehesten als muskuläres Schmerzsyndrom, Differenzialdiagnose Somatisierungsstörung bei schwieriger psychosozialer Situation, gewertet worden. Es sei eine umfassende diagnostische Abklärung erfolgt, ohne dass dabei wesentliche Pathologien und gravierende funktionelle Defizite hätten festgestellt werden können. </font><br/> <font face="RotisSerif" size="3"> Zusammenfassend könne aus versicherungsmedizinischer Sicht von einer seit April 2007 bestehenden 80%igen Arbeitsfähigkeit für die bisherige Tätigkeit ausgegangen werden, wobei die 20%ige Einschränkung aus der Notwendigkeit vermehrter Pausen aufgrund des Schmerzsyndroms resultiere. Eine höhergradige Arbeitsunfähigkeit könne bei fehlendem organischen Korrelat nicht nachvollzogen werden. Behinderungsangepasste Tätigkeiten (leichte Tätigkeiten in Wechselbelastung, ohne Heben, Tragen und Bewegen von Lasten über 5 kg, ohne Arbeiten in Armvorhalte und Überkopfarbeiten, ohne Schläge und Vibrationen gegen die linke Schulter) seien der Beschwerdeführerin zu 100 % zumutbar. </font><br/> <font face="RotisSerif" size="3"> </font><br/> <font face="RotisSerif" size="3">4.</font><br/> <font face="RotisSerif" size="3">4.1 Für die Zeit nach der rechtskräftigen Verfügung vom März 2010 finden sich in den Akten die folgenden medizinischen Berichte:</font><br/> <font face="RotisSerif" size="3">4.2 Vom 22. Februar bis 9. März 2011 war die Beschwerdeführerin im Universitätsspital Zürich (Z.___), Rheumaklinik und Institut für Physikalische Medizin, hospitalisiert. Die Ärzte der Rheumaklinik berichteten am 8. März 2011 (Urk. 8/54/4-9) und nannten die folgenden Diagnosen (S. 1):</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="3">- </font><font face="RotisSerif" size="3">chronisch immobilisierende Knieschmerzen links</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="3">- </font><font face="RotisSerif" size="3">Gonarthrose links mit medialem Meniskuseinriss Grad 3 am Hinterhorn (MR-Knie vom 19. November 2010)</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="3">- </font><font face="RotisSerif" size="3">sekundäre Myogelosen am Tractus ileotibialis beidseitig, Trendelenburgzeichen rechts infolge muskulärer Dekonditionierung</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="3">- </font><font face="RotisSerif" size="3">Infiltration mit 40 mg Kenacort und Lidocain am 3. März 2011 i.a.</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="3">- </font><font face="RotisSerif" size="3">chronisches Schulter-Nacken-Arm-Syndrom beidseits linksbetont bei</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="3">- </font><font face="RotisSerif" size="3">AC-Gelenksarthrose beidseits rechtsbetont</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="3">- </font><font face="RotisSerif" size="3">minimer Peritendinitis der langen Bizepssehnen proximal beidseits ohne Hinweise für eine Rotatorenmanschettenläsion oder Bursitis subacromialis (Schulter-Sonografie 19. Mai 2010 Z.___) </font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="3">- </font><font face="RotisSerif" size="3">mit myofaszialen Verspannungsbefunden bei muskulärer Dysbalance und Tendenz zur Schmerzgeneralisierung</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="3">- </font><font face="RotisSerif" size="3">Zervikospondylogenes Panvertebralsyndrom linksbetont</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="3">- </font><font face="RotisSerif" size="3">mit Schmerzausstrahlung von Nacken in linken Arm, obere Brustwirbelsäule (BWS) und Okziput</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="3">- </font><font face="RotisSerif" size="3">segmentale Störung C0/C1 bis C2/3 beidseits, Facettengelenksstörungen im HWS/BWS-Übergang</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="3">- </font><font face="RotisSerif" size="3">radiologisch stationäre degenerative Veränderungen insbesondere Segment HWK 6/7</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="3">- </font><font face="RotisSerif" size="3">bei muskulärer Dysbalance und Tendenz zu Schmerzausweitung</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="3">- </font><font face="RotisSerif" size="3">chronisches lumbo-vertebrales Schmerzsyndrom</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="3">- </font><font face="RotisSerif" size="3">myofasziale Verspannung mit kontralateralen Divergenzstörungen, Facettenreizung tieflumbal links mehr als rechts</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="3">- </font><font face="RotisSerif" size="3">radiologisch Februar 2011</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="3">- </font><font face="RotisSerif" size="3">ausgeprägter Vitamin D-Mangel</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="3">- </font><font face="RotisSerif" size="3">psychosoziale Belastungssituation sowie Erschöpfungssymptomatik</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="3">- </font><font face="RotisSerif" size="3">soziale Unsicherheit bei drohender Rückschaffung in den Irak</font><br/> <font face="RotisSerif" size="3">Sie führten aus, aufgrund der degenerativen Veränderungen des linken Kniegelenks sowie der Wirbelsäule bestehe eine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit für schwere körperliche Arbeiten. Für leichte bis mittelschwere körperliche Arbeiten mit Wechselbelastung, unter Vermeidung der Einnahme von Zwangspositionen für die Wirbelsäule, unter Vermeidung repetitiver Tätigkeiten sowie ohne Notwendigkeit des Tragens von Lasten über 15 kg bestehe keine Einschränkung (S. 3). </font><br/> <font face="RotisSerif" size="3">4.3 Die Ärzte der Uniklinik G.___ berichteten am 28. März 2011 (Urk. 8/54/1-3) und nannten folgende Diagnosen (S. 1):</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="3">- </font><font face="RotisSerif" size="3">chronisch immobilisierende Knieschmerzen rechts mit/bei</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="3">- </font><font face="RotisSerif" size="3">medial betonter Gonarthrose links mit degenerativem Meniskusriss Hinterhornbereich</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="3">- </font><font face="RotisSerif" size="3">freiem Gelenkskörper in der dorsalen Kapsel, wahrscheinlich adhärent</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="3">- </font><font face="RotisSerif" size="3">chronisches Schulter-Nacken-Arm-Syndrom beidseits linksbetont</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="3">- </font><font face="RotisSerif" size="3">Zervikospondylogenes Panvertebralsyndrom linksbetont</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="3">- </font><font face="RotisSerif" size="3">chronisch lumbovertebrales Schmerzsyndrom</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="3">- </font><font face="RotisSerif" size="3">ausgeprägter Vitamin D-Mangel</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="3">- </font><font face="RotisSerif" size="3">psychosoziale Belastungssituation sowie Erschöpfungssymptomatik </font><br/> <font face="RotisSerif" size="3"> Sie führten aus, eine sichere Aussage bezüglich Beschwerdeursache sei anhand der klinischen Untersuchung der Beschwerdeführerin nicht möglich, weshalb auch keine Erfolgsprognose betreffend eine Operation abgegeben werden könne. Insgesamt gesehen würden sie sich bei der Beschwerdeführerin mit operativen Massnahmen eher zurückhalten (S. 2). </font><br/> <font face="RotisSerif" size="3">4.4 Dr. D.___ hielt am 1. April 2011 zuhanden der Beschwerdegegnerin (Urk. 8/47) fest, zurzeit bestehe eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit, weshalb die Beschwerdeführerin eine 100%ige Berentung wünsche.</font><br/> <font face="RotisSerif" size="3"> Am 21. April 2011 führte Dr. D.___ zudem aus (Urk. 8/55), bei der Beschwerdeführerin finde sich als Grunderkrankung eine Polyarthrose mit einem im Vordergrund stehenden lumbospondylogenen Schmerzsyndrom sowie eine Gonarthrose linksseitig mit Meniskusläsion. Daneben fänden sich weichteilrheumatische Beschwerden und auch eine depressive Komponente. In den letzten Wochen und Monaten hätten sich die Schmerzprobleme sowie die psychische Situation deutlich verschlechtert, weshalb die Beschwerdeführerin entsprechend in der Rheumaklinik des Universitätsspitals Z.___ habe hospitalisiert werden müssen.</font><br/> <font face="RotisSerif" size="3">4.5 RAD-Arzt Dr. F.___ nahm am 11. Mai 2011 Stellung (Urk. 8/57/2) und führte aus, eine wesentliche Verschlechterung des Gesundheitszustandes sei nicht ausgewiesen. Es gelte das von den Ärzten des Universitätsspitals Z.___ genannte Leistungsbild (vgl. vorstehend E. 4.2). </font><br/> <font face="RotisSerif" size="3">4.6 Mit Schreiben vom 20. Juni 2011 hielt Dr. D.___ fest, dass bei der Beschwerdeführerin zurzeit eine körperlich und psychisch bedingte 100%ige Arbeitsunfähigkeit bestehe (Urk. 12).</font><br/> <font face="RotisSerif" size="3">4.7 Die Ärzte des Universitätsspitals Z.___ berichteten am 8. September 2011 über die ambulante Untersuchung vom 7. September 2011 (Urk. 8/68) und nannten die bekannten Diagnosen. Neu diagnostizierten sie Senk-/Spreiz-/Knickfüsse beidseits und eine Adipositas, BMI 41 kg/m</font><font face="RotisSerif" size="3"><sup>2 </sup></font><font face="RotisSerif" size="3">(S. 1). Sie führten in Bezug auf die Arbeitsfähigkeit aus, im Rahmen der Gonarthrose mit aktuellem Nachweis von Erguss sei das Stehen und Laufen nur selten möglich. Arbeiten mit vermehrtem Laufen seien aktuell nicht durchführbar. Das Tragen von Lasten über 7.5 kg könne nur selten durchgeführt werden und das Tragen über 12.5 kg sei zu vermeiden. Sitzende Tätigkeiten seien weiterhin möglich (S. 2).</font><br/> <font face="RotisSerif" size="3"> </font><br/> <font face="RotisSerif" size="3">5.</font><br/> <font face="RotisSerif" size="3">5.1 Hinsichtlich der gestellten Diagnosen ist zwischen den Beurteilungen, welche der Verfügung vom März 2010 zugrunde lagen, und den neueren, im massgebenden Zeitpunkt des Verfügungserlasses im August 2011 vorliegenden Beurteilungen als einziger Unterschied der neu aufgeführte mediale Meniskusriss links ersichtlich. Diesbezüglich ist jedoch unklar, seit wann die Läsion tatsächlich besteht (MR Knie vom 19. November 2010, vgl. vorstehend E. 4.2). Ansonsten liegt eine im Vergleich zu den früheren Berichten präziser formulierte Beurteilung des im Wesentlichen unverändert gebliebenen Sachverhaltes vor. Von Bedeutung waren und sind zudem namentlich ein seit April 2007 bestehendes chronisches Schmerzsyndrom der Schultern, Nacken und Arme sowie eine panvertebrale Problematik. Entscheidend ist indes, wie sich die diagnostizierten Leiden auf die Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin auswirken.</font><br/> <font face="RotisSerif" size="3">5.2 Die angestammte Tätigkeit wurde in den vor 2010 ergangenen Beurteilungen bereits nicht mehr als vollumfänglich zumutbar beurteilt (vorstehend E. 3.7-3.8, 3.10). So attestierte Dr. D.___ ab dem 30. Oktober 2008 eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit für Reinigungsarbeiten (vorstehend E. 3.7-3.8). RAD-Arzt Dr. F.___ ging hingegen in seiner abschliessenden Stellungnahme nach Einsicht in sämtliche Berichte von einer Einschränkung von 20 % und somit von einer Arbeitsfähigkeit von 80 % für die bisherige Tätigkeit aus (vorstehend E. 3.10). </font><br/> <font face="RotisSerif" size="3"> Im März 2011 gingen die Ärzte des Universitätsspitals Z.___, deren Beurteilung RAD-Arzt Dr. F.___ vollumfänglich zustimmte, von Einschränkungen der Arbeitsfähigkeit lediglich für körperlich schwere Arbeiten aus (vorstehend E. 4.2 und E. 4.5). Dr. D.___ attestierte hingegen wiederum eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit (vorstehend E. 4.4 und E. 4.6), wobei er diese indes nicht weiter begründete.</font><br/> <font face="RotisSerif" size="3">5.3 Angesichts der fehlenden vollen Arbeitsfähigkeit in der angestammten Tätigkeit war die Arbeitsfähigkeit in einer leidensangepassten Tätigkeit bereits 2010 zu beurteilen. Selbst Dr. D.___ attestierte der Beschwerdeführerin 2008 für eine angepasste, leichte körperliche Tätigkeit eine 100%ige Arbeitsfähigkeit (vorstehend E. 3.8). RAD-Dr. F.___ formulierte nach Einsicht in sämtliche Akten abschliessend ein detailliertes Belastungsprofil und ging für eine dergestalt behinderungsangepasste Tätigkeit ebenfalls von einer Arbeitsfähigkeit von 100 % aus (vorstehend E. 3.10), worauf schliesslich abgestellt wurde.</font><br/> <font face="RotisSerif" size="3"> Im Jahre 2011 formulierten die Ärzte des Universitätsspitals Z.___ ebenfalls ein Belastungsprofil und führten Tätigkeiten auf, für welche keine Einschränkungen bestehen und der Beschwerdeführerin somit zu 100 % zumutbar sind (vorstehend E. 4.2 und 4.7).</font><br/> <font face="RotisSerif" size="3">5.4 Die Würdigung der medizinischen Akten ergibt, dass die Berichte des Universitätsspitals Z.___ (vorstehend E. 4.2 und E. 4.7) für die Beantwortung der gestellten Fragen umfassend sind und zudem mit der Beurteilung durch RAD-Arzt Dr. F.___ übereinstimmen. Sie beruhen auf den erforderlichen allseitigen Untersuchungen der Beschwerdeführerin, berücksichtigen die von ihr geklagten Beschwerden in angemessener Weise, wurden in Kenntnis der und in Auseinandersetzung mit den Vorakten erstattet und tragen der konkreten medizinischen Situation Rechnung. Die Ausführungen in den Beurteilungen der medizinischen Zusammenhänge sind einleuchtend und die gezogenen Schlussfolgerungen zu Gesundheitszustand und Arbeitsfähigkeit werden nachvollziehbar begründet. Sie erfüllen damit die praxisgemässen Kriterien an den Beweiswert eines ärztlichen Berichtes (vgl. vorstehend E. 1.4) vollumfänglich, so dass für die Entscheidfindung und insbesondere die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit darauf abgestellt werden kann. Demgegenüber kann auf die nicht weiter begründete Einschätzung der Arbeitsfähigkeit durch den Hausarzt Dr. D.___ nicht abgestellt werden. Abgesehen davon, dass er seine Einschätzung mit keinem Wort begründete, nimmt er auch zu der gegenteiligen Beurteilung durch die Ärzte der Rheumaklinik des Universitätsspitals Z.___ keine Stellung, obschon er die Beschwerdeführerin in diese Klinik zur Abklärung zugewiesen hat (vgl. Urk. 8/54/4-5). </font><br/> <font face="RotisSerif" size="3">5.5 Soweit die Beschwerdeführerin geltend machte, der medizinische Sachverhalt sei nicht umfassend abgeklärt, und es seien deshalb weitere Abklärungen zu treffen, vermag dies nicht zu überzeugen. Sowohl der psychische als auch der physische Gesundheitszustand der Beschwerdeführerin wurden in den Beurteilungen gebührend berücksichtigt. Eine EFL-Abklärung kann insbesondere unterbleiben, da anhand der Befunderhebungen in der Rheumaklinik auf deren Einschätzung der Arbeitsfähigkeit in einer angepassten Tätigkeit abgestellt werden kann. </font><br/> <font face="RotisSerif" size="3">5.6 Der medizinische Sachverhalt ist zusammenfassend als dahingehend erstellt zu betrachten, dass der Beschwerdeführerin zwar nunmehr die angestammte Tätigkeit nicht mehr zumutbar ist, dass jedoch für eine dem von den Ärzten des Universitätsspitals Z.___ formulierten Belastungsprofil entsprechende, leidensangepasste Tätigkeit eine volle Arbeitsfähigkeit besteht. Eine für die Invaliditätsbemessung relevante wesentliche Verschlechterung des Gesundheitszustandes ist demnach nicht ausgewiesen. </font><br/> <font face="RotisSerif" size="3">Damit erweist sich die angefochtene Verfügung als rechtens, was zur Abweisung der Beschwerde führt. </font><br/> <font face="RotisSerif" size="3"> </font><br/> <font face="RotisSerif" size="3">6. </font><font color="#222222" face="RotisSerif" size="3">Da es im vorliegenden Verfahren um die Bewilligung oder Verweigerung von Versicherungsleistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichtskosten sind nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert festzulegen (Art. 69 Abs. 1</font><font color="#222222" face="RotisSerif" size="3"><sup>bis</sup></font><font color="#222222" face="RotisSerif" size="3"> IVG) und auf Fr. 700.-- anzusetzen. Entsprechend dem Ausgang des Verfahrens sind sie der unterliegenden Beschwerdeführerin aufzuerlegen.</font><br/> <font face="RotisSerif" size="3"> </font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4"><b>Das Gericht erkennt:</b></font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="3">1. Die Beschwerde wird abgewiesen.</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="3">2. Die Gerichtskosten von Fr. 700.-- werden der Beschwerdeführerin auferlegt. Rechnung und Einzahlungsschein werden der Kostenpflichtigen nach Eintritt der Rechtskraft zugestellt.</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="3">3. Zustellung gegen Empfangsschein an:</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="3">- Rechtsanwalt Jürg Maron</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="3">- Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="3">- Bundesamt für Sozialversicherungen</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="3">sowie an:</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="3">- Gerichtskasse (im Dispositiv nach Eintritt der Rechtskraft)</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="3">4. Gegen diesen Entscheid kann innert </font><font face="RotisSansSerif" size="3"><b>30 Tagen</b></font><font face="RotisSansSerif" size="3"> seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundesgesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 15. Juli bis und mit 15. August sowie vom 18. Dezember bis und mit dem 2. Januar (Art. 46 BGG).</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="3"> Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzustellen.</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="3"> Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismittel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat (Art. 42 BGG).</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4"><b> </b></font> <p><font face="serif" size="3"> </font></p> </div></div></div> </div> </div> </section></div> </div> <input id="view:_id1__VUID" name="$$viewid" type="hidden" value="!bx7xh5edzxhmww0etzlga7knv!"/> <input name="$$xspsubmitid" type="hidden"/> <input name="$$xspexecid" type="hidden"/> <input name="$$xspsubmitvalue" type="hidden"/> <input name="$$xspsubmitscroll" type="hidden"/> <input name="view:_id1" type="hidden" value="view:_id1"/></form> </body> </html>