<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2006.00123</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="https://vgrzh.djiktzh.ch/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=https://vgrzh.djiktzh.ch&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=206133&amp;W10_KEY=4467134&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2006.00123</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 14.09.2006</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">3. Abteilung/3. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Abgaberecht ohne Steuern</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Gebührenpflicht für nächtliches Dauerparkieren</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Nachtparkiergebühren:<br/><br/>Zuständigkeit des Verwaltungsgerichts (E.1.1). Der Bezirksrat hat den Rekurs zu Recht an den Statthalter überwiesen (E.1.2). Keine mündliche Verhandlung (E.1.3). Eine allfällige Gehörsverletzung wäre im Rekursverfahren geheilt worden (E.2). Für die Erhebung der Nachtparkiergebühr besteht in der Gemeinde eine hinreichende gesetzliche Grundlage (E.3.1). Art. 20 Abs. 2 VRV steht einer kantonalen resp. im Kanton Zürich einer kommunalen Regelung nicht entgegen, wonach es sich beim regelmässigen Parkieren über Nacht auf öffentlichem Grund ganz allgemein - und nicht nur, wenn man sein Fahrzeug an der gleichen Stelle parkiert - um bewilligungs- und gebührenpflichtigen gesteigerten Gemeingebrauch handelt (E.3.2). Die Gemeinde kann die Gebührenpflicht auch auf Staatsstrasen einführen, soweit sie eine entsprechende Gebührenpflicht auch für die Gemeindestrassen eingeführt hat (E.3.3). Der Beschwerdeführer hat nicht dargetan, weshalb die Kontrolldokumentation/Kontrollerfassung gegen Treu und Glaube verstosse (E.3.4). Abweisung der Beschwerde und des Gesuchs um unentgeltliche Prozessführung wegen Aussichtslosigkeit (E.4).</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: BEZIRKSRAT">BEZIRKSRAT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: Abgaberecht ST: GEBÃHREN">GEBÃHREN</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: GESETZLICHE GRUNDLAGE">GESETZLICHE GRUNDLAGE</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: GESTEIGERTER GEMEINGEBRAUCH">GESTEIGERTER GEMEINGEBRAUCH</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: NACHTPARKIERGEBÃHR">NACHTPARKIERGEBÃHR</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: STATTHALTER">STATTHALTER</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade">§ 10 Abs. 1 BezverwG</span><br/><span class="gerade">§ 12 Abs. 1 BezverwG</span><br/><span class="ungerade">Art. 20 Abs. 2 VRV</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="gerade">BEZ 2006 Nr. 59 S. 26</span><br/> </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 3 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Sachverhalt1"><b>I. </b> </p> <p class="Sachverhalt2">GemÃ¤ss Art. 1 der Verordnung Ã¼ber das Nachtparkieren auf Ãffentlichem Grund der Gemeinde Kilchberg vom 23. November 2004 (nachfolgend Nachtparkierverordnung) ist das regelmÃ¤ssige Parkieren von Fahrzeugen Ã¼ber Nacht auf Ã¶ffentlichem Grund bewilligungs- und gebÃ¼hrenpflichtiger gesteigerter Gemeingebrauch. Die Vorsteherin des Ressort Polizei stellte A mit VerrechnungsverfÃ¼gung vom 30. Juni 2005 fÃ¼r das Fahrzeug 01 fÃ¼r den Zeitraum 1. MÃ¤rz 2005 bis 30. Juni 2005 NachtparkgebÃ¼hren von Fr. 35.- pro Monat in Rechnung. </p> <p class="Sachverhalt2">Eine hiergegen erhobene Einsprache wies der Gemeinderat Kilchberg am 25. Oktober 2005 ab.</p> <p class="Sachverhalt1"><b>II. </b> </p> <p class="Urteilstext">Gegen den Einspracheentscheid erhob A am 26. November 2005 Rekurs an den Bezirksrat Horgen. Mit PrÃ¤sidialverfÃ¼gung vom 19. Januar 2006 Ã¼berwies der Bezirksrat Horgen den Rekurs an das Statthalteramt desselben Bezirks. Letzteres wies den Rekurs am 2. Februar 2006 ab.</p> <p class="Sachverhalt1"><b>III. </b> </p> <p class="Urteilstext">Gegen die VerfÃ¼gung des Statthalteramts erhob A am 4. MÃ¤rz 2006 Beschwerde an das Verwaltungsgericht. SinngemÃ¤ss beantragt er die Aufhebung des vorinstanzlichen Entscheids sowie der VerrechnungsverfÃ¼gung vom 30. Juni 2005. In prozessualer Hinsicht beantragt er die unentgeltliche ProzessfÃ¼hrung und die Ansetzung einer mÃ¼ndlichen Verhandlung.</p> <p class="Urteilstext">Das Statthalteramt des Bezirks Horgen verzichtete auf Vernehmlassung. Der Gemeinderat Kilchberg beantragte am 20. April 2006 Abweisung der Beschwerde, soweit darauf einzutreten ist.</p> <p class="Einzug1"><span>Die Kammer</span><span> zieht in ErwÃ¤gung:</span></p> <p class="Erwgung1"><b>1. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>1.1 </b>Das Verwaltungsgericht ist gemÃ¤ss § 41 Abs. 1 in Verbindung mit § 19c Abs. 2 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 (VRG) zur Behandlung der vorliegenden GebÃ¼hrenstreitigkeit zustÃ¤ndig. Da auch die Ã¼brigen Prozessvoraussetzungen erfÃ¼llt sind, ist auf die Beschwerde einzutreten. Der Streitwert betrÃ¤gt weniger als Fr. 20'000.-, weshalb eigentlich der Einzelrichter zum Entscheid berufen wÃ¤re (§ 38 Abs. 2 VRG). Da sich aber in Bezug auf die ZustÃ¤ndigkeit der Vorinstanz eine Frage von grundsÃ¤tzlicher Bedeutung stellt, ist die Entscheidung der Kammer zu Ã¼bertragen (§ 38 Abs. 3 VRG; vgl. auch die mit heutigem Datum erledigten Verfahren VB.2006.00250 und VB.2006.00291, beide auf www.vgrzh.ch).</p> <p class="Erwgung2"><b>1.2 </b>GemÃ¤ss § 10 Abs. 1 des Gesetzes Ã¼ber die Bezirksverwaltung vom 10. MÃ¤rz 1985 (BezverwG) obliegt dem Bezirksrat der Entscheid Ã¼ber Rechtsmittel in Gemeindesachen, wobei besondere Bestimmungen vorbehalten werden. Eine solche findet sich in § 12 Abs. 1 BezverwG, wonach dem Statthalteramt der Entscheid Ã¼ber Rechtsmittel auf dem Gebiet der Ortspolizei obliegt. Der Begriff der Ortspolizei ist dabei eng zu handhaben (Alfred KÃ¶lz/JÃ¼rg Bosshart/Martin RÃ¶hl, Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons ZÃ¼rich, 2. A., ZÃ¼rich 1999, § 5 N. 9). Die vorliegende Streitigkeit hat die Erhebung einer GebÃ¼hr fÃ¼r die nicht mehr bestimmungsgemÃ¤sse oder nicht mehr gemeinvertrÃ¤gliche Benutzung des Ã¶ffentlichen Grundes (gesteigerter Gemeingebrauch) zu­m Gegen­stand, womit eine ortspolizeiliche Anordnung den Streitgegenstand bildet (vgl. VGr, 13. April 2000, VB.2000.00005, E. 3, www.vgrzh.ch). Der Bezirksrat hat den Rekurs deshalb zu Recht an den Statthalter Ã¼berwiesen und Letzterer zu Recht in der Sache entschieden (vgl. zur vorinstanzlichen ZustÃ¤ndigkeit ausfÃ¼hrlich das heutige Urteil VB.2006.00250, E. 2, www.vgrzh.ch). </p> <p class="Erwgung2"><b>1.3 </b>Der BeschwerdefÃ¼hrer beantragt die DurchfÃ¼hrung einer mÃ¼ndlichen Verhandlung. GemÃ¤ss § 59 Abs. 1 VRG <i>kann </i>das Verwaltungsgericht eine mÃ¼ndliche Verhandlung anordnen. Unter Vorbehalt der sich aus Art. 6 Abs. 1 der EuropÃ¤ischen Menschenrechtskonvention (EMRK) ergebenden Anforderungen haben die Beteiligten jedoch keinen Rechtsanspruch auf DurchfÃ¼hrung einer mÃ¼ndlichen Verhandlung. Es liegt im Ermessen des Gerichts, ob es eine mÃ¼ndliche Verhandlung durchfÃ¼hren will oder nicht. Nach konstanter Praxis fallen Abgabestreitigkeiten nicht unter Art. 6 Abs. 1 EMRK, weshalb sich auch daraus kein Anspruch auf DurchfÃ¼hrung einer mÃ¼ndlichen Verhandlung ergibt (RB 2000 Nr. 27). Da die vorliegenden Akten eine hinreichende Entscheidungsgrundlage bieten, ist keine mÃ¼ndliche Verhandlung anzusetzen. </p> <p class="Erwgung1"><b>2. </b> </p> <p class="Urteilstext">Der BeschwerdefÃ¼hrer macht geltend, dass ihm am 19. Juli 2005 auf dem Polizeiposten Kilchberg die Einsicht in die Kontrollerfassung verweigert wurde, weshalb er vor der Einsprache die Richtigkeit der GebÃ¼hren nicht kontrollieren konnte. Beim Akteneinsichtsrecht handelt es sich um einen Teilgehalt des rechtlichen GehÃ¶rsanspruchs (KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 8 N. 12). Ob vorliegend das rechtliche GehÃ¶r des BeschwerdefÃ¼hrers verletzt wurde, braucht jedoch nicht nÃ¤her geklÃ¤rt zu werden. Der BeschwerdefÃ¼hrer macht nicht geltend, dass ihm auch im Laufe des Rekursverfahrens die Einsicht in die Akten verweigert wurde. Eine allfÃ¤llige GehÃ¶rsverletzung wegen ungewÃ¤hrter Akteneinsicht wÃ¤re demnach im Rekursverfahren, fÃ¼r welches nicht geltend gemacht wird, es sei in diesem die Akteneinsicht ebenfalls verweigert worden, geheilt worden (KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 8 N. 48).</p> <p class="Erwgung1"><b>3. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>3.1 </b>Der BeschwerdefÃ¼hrer macht geltend, bei der Nachtparkierverordnung handle es sich nicht um eine hinreichende gesetzliche Grundlage fÃ¼r die Erhebung von BenutzungsgebÃ¼hren. DafÃ¼r brauche es ein Gesetz im formellen Sinn. Der Einwand des BeschwerdefÃ¼hrers entbehrt jeglicher Grundlage. Das lÃ¤ngerfristige Parkieren auf Ã¶ffentlichem Grund stellt gesteigerten Gemeingebrauch dar, weshalb im Kanton ZÃ¼rich Gemeinden BenutzungsgebÃ¼hren erheben dÃ¼rfen (VGr, 17. MÃ¤rz 2006, VB.2005.00589, E. 2.3, www.vgrzh.ch; Ziff. A.3 des Anhangs zur Sondergebrauchsverordnung vom 24. Mai 1978; Tobias Jaag, Staats- und Verwaltungsrecht des Kantons ZÃ¼rich, 3. A., ZÃ¼rich 2005, Rz. 3447; BGE 108 Ia 111 E. 2a). Die Nachtparkierverordnung wurde von der Gemeindeversammlung am 23. November 2004 genehmigt. Der Kreis der Bewilligungs- bzw. Abgabepflichtigen sowie die GebÃ¼hrenhÃ¶he sind klar definiert. Damit liegt vorliegend ein Gesetz im formellen Sinn vor, welches auch vom zustÃ¤ndigen Gemeinwesen erlassen wurde (vgl. Ulrich HÃ¤felin/Georg MÃ¼ller, Allgemeines Verwaltungsrecht, 4. A., ZÃ¼rich 2002, N. 393 ff.). </p> <p class="Erwgung2"><b>3.2 </b>Der BeschwerdefÃ¼hrer macht geltend, dass die Regelung des Nachtparkierens in der Nachtparkierverordnung Art. 20 Abs. 2 der eidgenÃ¶ssischen Verkehrsregelnverordnung vom 13. November 1962 (VRV) widerspreche, wonach nur derjenige eine Bewilligung bedarf, der sein Fahrzeug nachts regelmÃ¤ssig an <i>gleicher</i> Stelle parkiere. Die Vorinstanz hat zutreffend dargelegt, dass das Strassenverkehrsgesetz vom 19. Dezember 1958 (SVG) und die darauf gestÃ¼tzten Erlasse den rollenden und ruhenden Verkehr nur insoweit beschlagen, als es sich um Verkehr handelt, der sich im Rahmen der Zweckbestimmung der Strassen hÃ¤lt und mithin als Gemeingebrauch erscheint. Das Parkieren wÃ¤hrend der ganzen Nacht ist gemÃ¤ss bundesgerichtlicher Rechtsprechung kein Verkehr im Sinne des SVG, sondern stellt gesteigerten Gemeingebrauch dar, dessen Regelung in der alleinigen Kompetenz der Kantone steht (BGE 108 Ia 111 E. 1b). Art. 20 Abs. 2 VRV steht daher einer kantonalen resp. im Kanton ZÃ¼rich einer kommunalen Regelung nicht entgegen, wonach es sich beim regelmÃ¤ssigen Parkieren Ã¼ber Nacht <i>auf Ã¶ffentlichem Grund</i> ganz allgemein â und nicht nur, wenn man sein Fahrzeug an der gleichen Stelle parkiert â um bewilligungs- und gebÃ¼hrenpflichtigen gesteigerten Gemeingebrauch handelt. Auf die zutreffenden AusfÃ¼hrungen der Vorinstanz (ErwÃ¤gung 4) kann im Ãbrigen verwiesen werden (§ 70 in Verbindung mit § 28 Abs. 1 Satz 2 VRG). </p> <p class="Erwgung2"><b>3.3 </b>Soweit der BeschwerdefÃ¼hrer geltend macht, dass es sich bei der M-Strasse um eine Kantonsstrasse handelt, kann er daraus nichts zu seinen Gunsten ableiten. GemÃ¤ss Ziff. A.3 des Anhangs zur Sondergebrauchsverordnung kann die Gemeinde die GebÃ¼hrenpflicht nÃ¤mlich auch auf Staatsstrassen einfÃ¼hren, soweit sie eine entsprechende GebÃ¼hrenpflicht auch fÃ¼r die Gemeindestrassen eingefÃ¼hrt hat. Ebenfalls ist entgegen der Ansicht des BeschwerdefÃ¼hrers auch keine Beschilderung notwendig, wie der Bezirksrat in ErwÃ¤gung 6 (Seite 6, 2. Absatz) zutreffend dargelegt hat, weshalb darauf verwiesen werden kann (§ 70 in Verbindung mit § 28 Abs. 1 Satz 2).</p> <p class="Erwgung2"><b>3.4 </b>Schliesslich macht der BeschwerdefÃ¼hrer geltend, die Beweislage sei mit der Kontrolldokumentation/Kontrollerfassung nicht gegeben, welche im Ãbrigen gegen Treu und Glaube verstosse. Weshalb dies der Fall sein soll, legt der BeschwerdefÃ¼hrer nicht dar. Vielmehr belegt er mit seinen Fotos, dass er sein Fahrzeug auf dem Gemeindegebiet abstellt hat, auch wenn nicht immer an der gleichen Stelle, woraus er aber nichts zu seinen Gunsten ableiten kann (vgl. E.3.2). Die Vorinstanz hat in ErwÃ¤gung 6 (Seite 5, 3. Absatz) aufgezeigt, auf welche Weise die parkierten Fahrzeuge erfasst werden. Insbesondere ist darauf hinzuweisen, dass die Kontrolle durch die Polizei durchgefÃ¼hrt wurde, was im Einklang mit Art. 1 Abs. 1 der Vollziehungsverordnung vom 7. September 2004 steht. Entgegen der Ansicht des BeschwerdefÃ¼hrers wurde die Kontrolle nicht an das Amt fÃ¼r BevÃ¶lkerungsdienste delegiert. Dieses Amt wurde im vorinstanzlichen Entscheid nur dahingehend genannt, dass bei diesem Amt die Kontrollergebnisse eingesehen werden kÃ¶nnen. Der BeschwerdefÃ¼hrer hat somit nicht dargetan, weshalb die im vorinstanzlichen Entscheid geschilderte Erfassung gegen Treu und Glauben verstosse. </p> <p class="Erwgung2"><b>3.5 </b>Nicht weiter einzugehen ist auf die AusfÃ¼hrungen zur L-Strasse. Die angefochtene VerfÃ¼gung hat den Zeitraum MÃ¤rz bis Juni 2005 zum Gegenstand. Das Fahrzeug des BeschwerdefÃ¼hrers wurde aber erst am 23. August 2005 zum ersten Mal auf der L-Strasse angetroffen. </p> <p class="Erwgung1"><b>4. </b> </p> <p class="Urteilstext">Die Beschwerde ist abzuweisen. Bei diesem Verfahrensausgang sind die Verfahrenskosten dem BeschwerdefÃ¼hrer aufzuerlegen. Dieser stellte ein Gesuch um GewÃ¤hrung der unentgeltlichen ProzessfÃ¼hrung. Diese kann nur gewÃ¤hrt werden, wenn kumulativ folgende Voraussetzungen erfÃ¼llt sind: der BeschwerdefÃ¼hrer muss mittellos sein und das Begehren darf nicht offensichtlich aussichtslos erscheinen (§ 70 in Verbindung mit § 16 Abs. 1 VRG). Als aussichtslos sind Begehren anzusehen, bei denen die Aussichten auf Gutheissung um derart viel kleiner als jene auf Abweisung erscheinen, dass sie deshalb kaum als ernsthaft bezeichnet werden kÃ¶nnen (KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 16 N. 32). Das war vorliegend der Fall, weshalb das Gesuch um GewÃ¤hrung der unentgeltlichen ProzessfÃ¼hrung abzuweisen ist. Eine ParteientschÃ¤digung steht dem BeschwerdefÃ¼hrer bei diesem Verfahrensausgang nicht zu (§ 17 Abs. 2 VRG), insbesondere ist ihm durch die falsche Rechtsmittelbelehrung im Beschluss vom 25. Oktober 2005 kein Nachteil erwachsen.</p> <p class="Einzug1"><span>DemgemÃ¤ss beschliesst die Kammer:</span></p> <p class="Urteilstext">Das Gesuch um GewÃ¤hrung der unentgeltlichen ProzessfÃ¼hrung wird abgewiesen.</p> <p class="Einzug1"><span>und entscheidet:</span></p> <p class="Einzug2"><span>1. Die Beschwerde wird abgewiesen.</span></p> <p class="Einzug2"><span>2. Die GerichtsgebÃ¼hr wird festgesetzt auf <br/> Fr. 600.--; die Ã¼brigen Kosten betragen:<br/> Fr. 60.-- Zustellungskosten,<br/> Fr. 660.-- Total der Kosten.</span></p> <p class="Einzug2"><span>3. Die Gerichtskosten werden dem BeschwerdefÃ¼hrer auferlegt.</span></p> <p class="Einzug2"><span>4. Eine ParteientschÃ¤digung wird nicht zugesprochen.</span></p> <p class="Urteilstext">5. Mitteilung an â¦</p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>