Abkommen vom 3. August 2016 zwischen der Schweizerischen Eidgenossenschaft und der Republik Kolumbien über den Luftlinienverkehr <?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><akomaNtoso xmlns="http://docs.oasis-open.org/legaldocml/ns/akn/3.0" xmlns:fedlex="http://fedlex.admin.ch/"><act name="publicLaw"><meta><identification source="#ch.bk"><FRBRWork><FRBRthis value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/2023/515/20230804/main-text"/><FRBRuri value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/2023/515/20230804"/><FRBRdate date="2016-08-03" name="jolux:dateDocument"/><FRBRdate date="2023-08-04" name="jolux:dateEntryInForce"/><FRBRdate date="2023-08-04" name="jolux:dateApplicability"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#publisher"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#rightsHolder"/><FRBRcountry value="CH"/><FRBRnumber value=""/><FRBRname xml:lang="de" value="Abkommen vom 3. August 2016 zwischen der Schweizerischen Eidgenossenschaft und der Republik Kolumbien über den Luftlinienverkehr" shortForm=""/><FRBRname xml:lang="fr" value="Accord du 3 août 2016 entre la Confédération suisse et la République de Colombie relatif aux services aériens réguliers" shortForm=""/><FRBRname xml:lang="it" value="Accordo del 3 agosto 2016 tra la Confederazione Svizzera e la Repubblica di Colombia concernente il traffico aereo di linea" shortForm=""/><FRBRauthoritative value="true"/></FRBRWork><FRBRExpression><FRBRthis value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/2023/515/20230804/de/main-text"/><FRBRuri value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/2023/515/20230804/de"/><FRBRdate date="2016-08-03" name="jolux:dateDocument"/><FRBRdate date="2023-08-04" name="jolux:dateEntryInForce"/><FRBRdate date="2023-08-04" name="jolux:dateApplicability"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#publisher"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#rightsHolder"/><FRBRlanguage language="de"/></FRBRExpression><FRBRManifestation><FRBRthis value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/2023/515/20230804/de/xml/main-text"/><FRBRuri value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/2023/515/20230804/de/xml"/><FRBRdate date="2016-08-03" name="jolux:dateDocument"/><FRBRdate date="2023-08-04" name="jolux:dateEntryInForce"/><FRBRdate date="2023-08-04" name="jolux:dateApplicability"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#publisher"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#rightsHolder"/><FRBRformat value="xml" fedlex:generator="2024-q4-rel-1.6.5"/></FRBRManifestation></identification><references source="#ch.bk"><TLCOrganization eId="ch.bk" href="https://fedlex.data.admin.ch/vocabulary/legal-institution/2" showAs="Bundeskanzlei"/><TLCRole eId="publisher" href="http://data.legilux.public.lu/resource/ontology/jolux#publisher" showAs="Editeur"/><TLCRole eId="rightsHolder" href="http://data.legilux.public.lu/resource/ontology/jolux#rightsHolder" showAs="Détenteur des droits"/><TLCReference name="language" href="http://publications.europa.eu/resource/authority/language/DEU" showAs="de"/><TLCReference name="format" href="https://fedlex.data.admin.ch/vocabulary/user-format/xml" showAs="xml"/></references></meta><preface><p><docNumber>0.748.127.192.63 </docNumber></p><p><sup> </sup>AS <b>2023</b> 515</p><p xmlns:mig="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:migration">Originaltext</p><p><docTitle>Abkommen <br/>zwischen der Schweizerischen Eidgenossenschaft <br/>und der Republik Kolumbien <br/>über den Luftlinienverkehr</docTitle></p><p>Abgeschlossen am 3. August 2016<br/>In Kraft getreten durch Notenaustausch am 4. August 2023</p><p> (Stand am 4. August 2023)</p></preface><preamble><p>Die Schweizerische Eidgenossenschaft<br/>und<br/>die Republik Kolumbien</p><p>(nachstehend die «Vertragsparteien»):</p><p>in dem Wunsch, ein internationales Luftverkehrssystem auf der Grundlage des am Markt herrschenden Wettbewerbs zwischen Luftfahrtunternehmen mit einem Mindestmass an staatlichen Eingriffen und staatlicher Regulierung zu fördern; </p><p>in dem Wunsch, den Ausbau von Möglichkeiten für internationale Luftverkehrslinien zu erleichtern;</p><p>in Anerkennung der Tatsache, dass leistungs- und wettbewerbsfähige internationale Luftverkehrslinien den Handel, den Wohlstand der Konsumenten und das wirtschaftliche Wachstum fördern;</p><p>in dem Wunsch, es den Luftfahrtunternehmen zu ermöglichen, Reisenden und Versendern wettbewerbsfähige Preise und Dienstleistungen in offenen Märkten anzubieten;</p><p>in dem Wunsch, im internationalen Luftverkehr ein Höchstmass an Sicherheit zu gewährleisten, und unter Bekundung ihrer tiefen Besorgnis über Handlungen oder Bedrohungen, die sich gegen die Sicherheit von Luftfahrzeugen richten und die Sicherheit von Personen oder Sachen gefährden, den Luftverkehrsbetrieb beeinträchtigen und das Vertrauen der Öffentlichkeit in die Sicherheit der Zivilluftfahrt untergraben;</p><p>als Vertragsparteien des am 7. Dezember 1944<authorialNote><p> <ref href="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/63/1377_1378_1381" xmlns:data="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:data" xmlns:tmp="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:temp">SR <b>0.748.0</b></ref></p></authorialNote> in Chicago zur Unterzeichnung aufgelegten Übereinkommens über die internationale Zivilluftfahrt,</p><p>haben Folgendes vereinbart:</p></preamble><body><article eId="art_1"><num><b>Art. 1</b></num><heading>Begriffe</heading><paragraph eId="art_1/para_1"><num>1.</num><content><blockList><listIntroduction eId="art_1/para_1/listintro">Für die Anwendung dieses Abkommens und seines Anhangs, sofern nicht anders festgelegt, bedeutet der Ausdruck:</listIntroduction><item eId="art_1/para_1/lbl_a"><num>a. </num><p>«Übereinkommen» das am 7. Dezember 1944 in Chicago zur Unterzeichnung aufgelegte Übereinkommen über die internationale Zivilluftfahrt, einschliesslich aller nach Artikel 90 des Übereinkommens angenommener Anhänge und aller nach den Artikeln 90 und 94 angenommener Änderungen der Anhänge oder des Übereinkommens, soweit diese Anhänge und Änderungen für beide Vertragsparteien anwendbar sind;</p></item><item eId="art_1/para_1/lbl_b"><num>b. </num><p>«Luftfahrtbehörden» im Fall der Schweiz, das Bundesamt für Zivilluftfahrt, und im Fall von Kolumbien, die «Unidad Administrativa Especial de Aeronautica Civil (UAEAC)» oder in beiden Fällen jede Person oder Stelle, die ermächtigt ist, die gegenwärtig diesen Behörden obliegenden Aufgaben auszuüben;</p></item><item eId="art_1/para_1/lbl_c"><num>c. </num><p>«Bezeichnetes Luftfahrtunternehmen» ein oder mehrere Luftfahrtunternehmen, die eine Vertragspartei in Übereinstimmung mit Artikel 5 dieses Abkommens für den Betrieb der vereinbarten Luftverkehrslinien bezeichnet hat;</p></item><item eId="art_1/para_1/lbl_d"><num>d. </num><p>«Vereinbarte Linien» Luftverkehrslinien auf den festgelegten Strecken für die Beförderung von Fluggästen, Fracht und Postsendungen, getrennt oder in Kombination;</p></item><item eId="art_1/para_1/lbl_e"><num>e. </num><p>«Luftverkehrslinie», «internationale Luftverkehrslinie», «Luftfahrtunternehmen» und «Landung zu nichtgewerblichen Zwecken» das, was in Artikel 96 des Übereinkommens festgelegt ist; </p></item><item eId="art_1/para_1/lbl_f"><num>f. </num><p>«Gebiet» in Bezug auf einen Staat das, was in Artikel 2 des Übereinkommens festgelegt ist; </p></item><item eId="art_1/para_1/lbl_g"><num>g. </num><p>«Tarif» die Preise für die Beförderung von Fluggästen, Gepäck und Fracht sowie die für diese Preise anwendbaren Bedingungen, einschliesslich Kommissionsgebühren und andere zusätzliche Entschädigungen für die Vermittlung oder den Verkauf von Beförderungsscheinen, jedoch ohne Entschädigung und Bedingungen für die Beförderung von Postsendungen;</p></item><item eId="art_1/para_1/lbl_h"><num>h. </num><p>Benutzungsgebühren» die Gebühren, welche den Luftfahrtunternehmen von den zuständigen Behörden auferlegt werden, oder zur Belastung zugelassen sind, für die Benutzung von Flughäfen oder Einrichtungen oder Dienstleistungen, einschliesslich von Dienstleistungen und Einrichtungen in Bezug mit Luftfahrzeugen, deren Besatzung, Fluggästen und Fracht;</p></item><item eId="art_1/para_1/lbl_i"><num>i. </num><p>«Abkommen» dieses Abkommen, seine Anhänge und alle Änderungen hierzu;</p></item><item eId="art_1/para_1/lbl_j"><num>j. </num><p>«Verkehrsübergreifender Luftverkehr» die öffentliche Beförderung durch ein Luftfahrzeug und ein oder mehrere Oberflächenverkehrsarten von Passagieren, Gepäck, Fracht und Postsendungen, einzeln oder in Kombination, gegen Entgelt oder Miete.</p></item></blockList></content></paragraph><paragraph eId="art_1/para_2"><num>2.</num><content><p>Der Anhang ist fester Bestandteil dieses Abkommens. Jede Bezugnahme auf das Abkommen schliesst den Anhang mit ein, sofern nicht ausdrücklich etwas anderes bestimmt ist.</p></content></paragraph></article><article eId="art_2"><num><b>Art. 2</b></num><heading>Erteilung von Rechten</heading><paragraph eId="art_2/para_1"><num>1.</num><content><p>Jede Vertragspartei gewährt der anderen Vertragspartei die in diesem Abkommen festgelegten Rechte für den Betrieb von internationalen Luftverkehrslinien auf den in den Linienplänen des Anhanges festgelegten Strecken. Diese Linien und Strecken werden nachstehend «vereinbarte Linien» und «festgelegte Strecken» genannt.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_2/para_2"><num>2.</num><content><blockList><listIntroduction eId="art_2/para_2/listintro">Unter Vorbehalt der Bestimmungen dieses Abkommens geniessen die von jeder Vertragspartei bezeichneten Luftfahrtunternehmen beim Betrieb internationaler Luftverkehrslinien:</listIntroduction><item eId="art_2/para_2/lbl_a"><num>a. </num><p>das Recht, das Gebiet der anderen Vertragspartei ohne Landung zu überfliegen;</p></item><item eId="art_2/para_2/lbl_b"><num>b. </num><p>das Recht, auf dem genannten Gebiet Landungen zu nichtgewerblichen Zwecken durchzuführen;</p></item><item eId="art_2/para_2/lbl_c"><num>c. </num><p>das Recht, auf dem genannten Gebiet an den im Anhang zu diesem Abkommen festgelegten Punkten Fluggäste, Gepäck, Fracht und Postsendungen aufzunehmen und abzusetzen, die für Punkte im Gebiet der ersten Vertragspartei bestimmt sind oder von solchen Punkten kommen;</p></item><item eId="art_2/para_2/lbl_d"><num>d. </num><p>das Recht, auf dem Gebiet von Drittstaaten an den im Anhang zu diesem Abkommen festgelegten Punkten Fluggäste, Gepäck, Fracht und Postsendungen aufzunehmen und abzusetzen, die für Punkte im Gebiet der anderen Vertragspartei bestimmt sind oder von solchen Punkten kommen und die im Anhang zu diesem Abkommen festgelegt sind.</p></item></blockList></content></paragraph><paragraph eId="art_2/para_3"><num>3.</num><content><p>Aus diesem Artikel kann kein Recht für die bezeichneten Luftfahrtunternehmen einer Vertragspartei abgeleitet werden, im Gebiet der anderen Vertragspartei Fluggäste, Gepäck, Fracht und Postsendungen an Bord zu nehmen, die gegen Entgelt befördert werden und deren Ziel ein anderer Punkt im Gebiet dieser anderen Vertragspartei ist.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_2/para_4"><num>4.</num><content><p>Wenn die bezeichneten Luftfahrtunternehmen einer Vertragspartei aufgrund eines bewaffneten Konfliktes, politischer Unruhen oder Entwicklungen oder besonderer und ungewöhnlicher Umstände nicht in der Lage sind, eine Linie auf der üblicherweise beflogenen Strecke zu betreiben, so bemüht sich die andere Vertragspartei, die Weiterführung einer solchen Linie durch entsprechende Anpassungen der Strecke zu ermöglichen sowie während der als notwendig erachteten Zeit die Rechte zur Erleichterung eines funktionsfähigen Betriebes zu gewähren.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_2/para_5"><num>5.</num><content><p>Andere als die nach Artikel 5 (Bezeichnung und Betriebsbewilligung) dieses Abkommens bezeichneten Luftfahrtunternehmen einer Vertragspartei, geniessen ebenfalls die Rechte nach den Absätzen 2a) und b) dieses Artikels.</p></content></paragraph></article><article eId="art_3"><num><b>Art. 3</b></num><heading>Ausübung von Rechte </heading><paragraph eId="art_3/para_1"><num>1.</num><content><p>Die bezeichneten Luftfahrtunternehmen geniessen beim Bereitstellen der von diesem Abkommen erfassten vereinbarten Linien gerechte und gleiche Wettbewerbsmöglichkeiten. Die Vertragsparteien vereinbaren, dass die Bestimmungen dieses Abkommens auf einer gemeinsamen nicht-diskriminierender Basis ausgelegt werden, in dem Sinne, dass jede Vertragspartei den anderen und seinen eigenen bezeichneten Luftfahrtunternehmen die gleichwertige Behandlung in Bezug auf die in diesem Abkommen festgelegten Rechte und Verpflichtungen zukommen lässt.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_3/para_2"><num>2.</num><content><p>Keine Vertragspartei beschränkt das Recht eines der bezeichneten Luftfahrtunternehmen, internationalen Verkehr zwischen den jeweiligen Gebieten der Vertragsparteien oder zwischen dem Gebiet der einen Vertragspartei und Gebieten von Drittstaaten zu befördern.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_3/para_3"><num>3.</num><content><p>Jede Vertragspartei lässt zu, dass die bezeichneten Luftfahrtunternehmen die Frequenz und Kapazität der von ihnen angebotenen internationalen Luftverkehrslinien aufgrund kommerzieller, marktbezogener Überlegungen festlegen. In Übereinstimmung mit diesem Recht begrenzt keine der Vertragsparteien einseitig das Verkehrsvolumen, die Frequenz, die Zahl der Bestimmungsorte oder die Regelmässigkeit der Linie oder den Luftfahrzeugtyp oder die Luftfahrzeugtypen, der oder die von bezeichneten Luftfahrtunternehmen der anderen Vertragspartei eingesetzt werden, es sei denn, dies ist aus zollrechtlichen, technischen oder betrieblichen Gründen oder aus die Umwelt betreffenden Gründen erforderlich, wobei einheitliche Bedingungen in Übereinstimmung mit Artikel 15 des Übereinkommens anzuwenden sind.</p></content></paragraph></article><article eId="art_4"><num><b>Art. 4</b></num><heading>Anwendung von Gesetzen und Verordnungen</heading><paragraph eId="art_4/para_1"><num>1.</num><content><p>Die Gesetze und Verordnungen einer Vertragspartei betreffend den Ein- oder Ausflug der im internationalen Luftverkehr eingesetzten Luftfahrzeuge in ihr Gebiet oder aus ihrem Gebiet oder betreffend den Betrieb und den Verkehr dieser Luftfahrzeuge innerhalb ihres Gebietes gelten für die Luftfahrzeuge, die von den bezeichneten Luftfahrtunternehmen der anderen Vertragspartei verwendet werden, und sind von diesen Luftfahrzeugen beim Ein- oder Ausflug und innerhalb des Gebietes der ersten Vertragspartei zu befolgen.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_4/para_2"><num>2.</num><content><p>Beim Einflug in das oder beim Ausflug aus dem Gebiet sowie beim Aufenthalt im Gebiet einer Vertragspartei sind die für dieses Gebiet geltenden Gesetze und Verordnungen für den Einflug in das oder den Ausflug aus dem Gebiet von Fluggästen, Besatzungen oder Fracht von Luftfahrzeugen (einschliesslich Vorschriften betreffend Einreise, Abfertigung, Einwanderung, Pässe, Zoll und Quarantäne oder bei Postsendungen die hierfür geltenden Vorschriften) von diesen Fluggästen und Besatzungen – oder den in ihrem Namen handelnden Personen – sowie der Fracht von den bezeichneten Luftfahrtunternehmen der anderen Vertragspartei einzuhalten.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_4/para_3"><num>3.</num><content><p>Keine Vertragspartei darf ihren eigenen Luftfahrtunternehmen gegenüber den bezeichneten Luftfahrtunternehmen der anderen Vertragspartei bei der Anwendung der in diesem Artikel erwähnten Gesetze und Verordnungen eine Vorzugsstellung einräumen.</p></content></paragraph></article><article eId="art_5"><num><b>Art. 5</b></num><heading>Bezeichnung und Betriebsbewilligung</heading><paragraph eId="art_5/para_1"><num>1.</num><content><p>Jede Vertragspartei hat das Recht, ein oder mehrere Luftfahrtunternehmen für den Betrieb der vereinbarten Linien zu bezeichnen. Diese Bezeichnung erfolgt durch schriftliche Notifikation zwischen den Luftfahrtbehörden der beiden Vertragsparteien.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_5/para_2"><num>2.</num><content><blockList><listIntroduction eId="art_5/para_2/listintro">Bei Erhalt einer solchen Bezeichnung und eines Antrages von den bezeichneten Luftfahrtunternehmen, erteilt die Luftfahrtbehörde der anderen Vertragspartei den bezeichneten Luftfahrtunternehmen ohne Verzug die notwendige Betriebsbewilligung, vorausgesetzt dass:</listIntroduction><item eId="art_5/para_2/lbl_a"><num>a. </num><p>die besagten Luftfahrtunternehmen den Hauptgeschäftssitz ihrer geschäftlichen Tätigkeiten im Gebiet der Vertragsparteien haben, welche sie bezeichnet haben und sie ein gültiges Luftverkehrsbetreiberzeugnis (AOC) haben, das von der Vertragspartei, welche sie bezeichnet hat, ausgestellt wurde;</p></item><item eId="art_5/para_2/lbl_b"><num>b. </num><p>die besagten Luftfahrtunternehmen eine in Übereinstimmung mit den anwendbaren Gesetzen der anderen Vertragspartei gültige Betriebsbewilligung haben;</p></item><item eId="art_5/para_2/lbl_c"><num>c. </num><p>die effektive rechtliche Kontrolle über die besagten Luftfahrtunternehmen von der Vertragspartei ausgeübt und aufrechterhalten wird, welche sie bezeichnet hat;</p></item><item eId="art_5/para_2/lbl_d"><num>d. </num><p>die Vertragspartei, welche die besagten Luftfahrtunternehmen bezeichnet hat, in Übereinstimmung mit den Bestimmungen gemäss Artikel 7 (Sicherheit der Luftfahrt) und Artikel 8 (Technische Sicherheit) handelt;</p></item><item eId="art_5/para_2/lbl_e"><num>e. </num><p>die bezeichneten Luftfahrtunternehmen in der Lage sind, den anderen vorgeschriebenen Bedingungen zu entsprechen, die gemäss den Gesetzen und Verordnungen für den Betrieb von internationalen Luftverkehrslinien von diesen Behörden üblicherweise in Übereinstimmung mit den Bestimmungen des Übereinkommens angewandt werden.</p></item></blockList></content></paragraph><paragraph eId="art_5/para_3"><num>3.</num><content><p>Nach Empfang der in Absatz 2 dieses Artikels vorgesehenen Betriebsbewilligung können die bezeichneten Luftfahrtunternehmen jederzeit die vereinbarten Linien betreiben.</p></content></paragraph></article><article eId="art_6"><num><b>Art. 6</b></num><heading>Widerruf und Aussetzung der Betriebsbewilligung</heading><paragraph eId="art_6/para_1"><num>1.</num><content><blockList><listIntroduction eId="art_6/para_1/listintro">Jede Vertragspartei ist berechtigt,, die Betriebsbewilligung für die Ausübung der in Artikel 2 dieses Abkommens aufgeführten Rechte durch die von der anderen Vertragspartei bezeichneten Luftfahrtunternehmen zu widerrufen, auszusetzen oder einzuschränken oder Bedingungen aufzuerlegen, die sie für die Ausübung dieser Rechte als erforderlich erachtet, wenn:</listIntroduction><item eId="art_6/para_1/lbl_a"><num>a. </num><p>die besagten Luftfahrtunternehmen den Hauptgeschäftssitz ihrer geschäftlichen Tätigkeiten nicht im Gebiet der Vertragspartei haben, welche sie bezeichnet hat, oder sie kein gültiges Luftverkehrsbetreiberzeugnis (AOC) besitzen, das von der Vertragspartei, welche sie bezeichnet hat, ausgestellt wurde; oder</p></item><item eId="art_6/para_1/lbl_b"><num>b. </num><p>die besagten Luftfahrtunternehmen keine in Übereinstimmung mit den anwendbaren Gesetzen der anderen Vertragspartei gültige Betriebsbewilligung haben; oder</p></item><item eId="art_6/para_1/lbl_c"><num>c. </num><p>die effektive rechtliche Kontrolle über die besagten Luftfahrtunternehmen nicht von der Vertragspartei ausgeübt und aufrechterhalten wird, welche sie bezeichnet hat; oder</p></item><item eId="art_6/para_1/lbl_d"><num>d. </num><p>die Vertragspartei, welche die besagten Luftfahrtunternehmen bezeichnet hat, nicht in Übereinstimmung mit den Bestimmungen gemäss Artikel 7 (Sicherheit der Luftfahrt) und Artikel 8 (Technische Sicherheit) handelt; oder</p></item><item eId="art_6/para_1/lbl_e"><num>e. </num><p>die besagten Luftfahrtunternehmen die Gesetze und Verordnungen der Vertragspartei, welche diese Rechte gewährt hat, nicht befolgen oder in schwerer Weise missachtet haben; oder</p></item><item eId="art_6/para_1/lbl_f"><num>f. </num><p>die besagten Luftfahrtunternehmen die vereinbarten Linien nicht nach den in diesem Abkommen aufgestellten Bedingungen betreiben.</p></item></blockList></content></paragraph><paragraph eId="art_6/para_2"><num>2.</num><content><p>Die in diesem Artikel aufgeführten Rechte werden erst nach Konsultation der anderen Vertragspartei ausgeübt, sofern nicht Sofortmassnahmen notwendig sind, um weitere Verstösse gegen Gesetze und Verordnungen zu vermeiden.</p></content></paragraph></article><article eId="art_7"><num><b>Art. 7</b></num><heading>Sicherheit der Luftfahrt</heading><paragraph eId="art_7/para_1"><num>1.</num><content><p>In Übereinstimmung mit ihren Rechten und Pflichten nach internationalem Recht bekräftigen die Vertragsparteien, dass ihre gegenseitige Verpflichtung, die Sicherheit der Zivilluftfahrt gegen widerrechtliche Eingriffe zu schützen, fester Bestandteil dieses Abkommens ist. Ohne den allgemeinen Charakter ihrer Rechte und Pflichten gemäss internationalem Recht einzuschränken, handeln die Vertragsparteien insbesondere in Übereinstimmung mit den Bestimmungen des Abkommens über strafbare und bestimmte andere an Bord von Luftfahrzeugen begangene Handlungen, unterzeichnet am 14. September 1963<authorialNote><p> <ref href="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/1971/312_316_316" xmlns:data="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:data" xmlns:tmp="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:temp">SR <b>0.748.710.1</b></ref></p></authorialNote> in Tokio, , des Übereinkommens zur Bekämpfung der widerrechtlichen Inbesitznahme von Luftfahrzeugen, unterzeichnet am 16. Dezember 1970<authorialNote><p> <ref href="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/1971/1513_1508_1509" xmlns:data="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:data" xmlns:tmp="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:temp">SR <b>0.748.710.2</b></ref></p></authorialNote> in Den Haag, , des Übereinkommens zur Bekämpfung widerrechtlicher Handlungen gegen die Sicherheit der Zivilluftfahrt, unterzeichnet am 23. September 1971<authorialNote><p> <ref href="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/1978/462_462_462" xmlns:data="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:data" xmlns:tmp="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:temp">SR <b>0.748.710.3</b></ref></p></authorialNote> in Montreal, des Zusatzprotokolls zur Bekämpfung gewalttätiger Handlungen auf Flughäfen, die der internationalen Zivilluftfahrt dienen, unterzeichnet am 24. Februar 1988<authorialNote><p> <ref href="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/1990/1935_1935_1935" xmlns:data="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:data" xmlns:tmp="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:temp">SR <b>0.748.710.31</b></ref></p></authorialNote> in Montreal, sowie aller weiteren Übereinkommen und Protokolle über die Sicherheit der Zivilluftfahrt, welchen die beiden Vertragsparteien beitreten.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_7/para_2"><num>2.</num><content><p>Die Vertragsparteien gewähren einander auf Verlangen jede erforderliche Unterstützung, um die widerrechtliche Inbesitznahme von zivilen Luftfahrzeugen sowie andere widerrechtliche Handlungen gegen die Sicherheit solcher Luftfahrzeuge, ihrer Fluggäste und Besatzungen, gegen Flughäfen und Flugnavigationseinrichtungen sowie jede andere Bedrohung der Sicherheit der Zivilluftfahrt zu verhindern.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_7/para_3"><num>3.</num><content><p>Die Vertragsparteien handeln in ihren beiderseitigen Beziehungen entsprechend den Luftsicherheitsbestimmungen, die von der Internationalen Zivilluftfahrt-Organisation festgelegt und dem Übereinkommen als Anhänge hinzugefügt wurden, soweit solche Sicherheitsbestimmungen auf die Vertragsparteien anwendbar sind; sie verlangen, dass bei ihnen eingetragene Halter von Luftfahrzeugen und Halter von Luftfahrzeugen, die ihren Hauptgeschäftssitz oder ihren ständigen Aufenthalt in ihrem Gebiet haben, und die Betreiber von Flughäfen in ihrem Gebiet in Übereinstimmung mit solchen Bestimmungen über die Sicherheit der Luftfahrt handeln.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_7/para_4"><num>4.</num><content><p>Jede Vertragspartei erklärt sich damit einverstanden, dass solche Halter von Luftfahrzeugen zur Einhaltung der in Absatz 3 dieses Artikels aufgeführten Luftsicherheitsbestimmungen aufgefordert werden, die von der anderen Vertragspartei für die Einreise in das, die Ausreise aus dem oder den Aufenthalt im Gebiet dieser anderen Vertragspartei verlangt werden. Jede Vertragspartei stellt sicher, dass in ihrem Gebiet wirksame Massnahmen zum Schutz von Luftfahrzeugen und zur Kontrolle von Fluggästen, Besatzungen, Handgepäck, Gepäck, Fracht und Bordvorräten vor und während des Einsteigens und Beladens ergriffen werden. Jede Vertragspartei sagt ausserdem eine wohlwollende Prüfung jedes Ersuchens der anderen Vertragspartei zu, besondere Sicherheitsmassnahmen zur Abwendung einer bestimmten Bedrohung zu ergreifen.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_7/para_5"><num>5.</num><content><p>Im Falle einer tatsächlichen oder drohenden widerrechtlichen Inbesitznahme von zivilen Luftfahrzeugen oder von anderen widerrechtlichen Handlungen gegen die Sicherheit von Fluggästen, Besatzungen, Luftfahrzeugen, Flughäfen oder Flugnavigationseinrichtungen unterstützen die Vertragsparteien einander in der erleichterten Kommunikation und durch andere geeignete Massnahmen, die der schnellen und sicheren Beendigung eines solchen Zwischenfalls oder einer solchen Bedrohung dienen.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_7/para_6"><num>6.</num><content><p>Hat eine Vertragspartei berechtigte Gründe zu der Annahme, dass die andere Vertragspartei von den Luftsicherheitsbestimmungen dieses Artikels abweicht, können die Luftfahrtbehörden dieser Vertragspartei sofortige Konsultationen mit den Luftfahrtbehörden der anderen Vertragspartei verlangen. Wird innerhalb von dreissig (30) Tagen nach Eingang dieses Ersuchens keine zufrieden stellende Einigung erzielt, so stellt dies einen Grund dafür dar, die Betriebsbewilligung und die technischen Genehmigungen der Luftfahrtunternehmen dieser Vertragspartei zu verweigern, zu widerrufen, einzuschränken oder mit Auflagen zu versehen. Wenn eine Notlage dies erfordert, kann eine Vertragspartei vor Ablauf von dreissig (30) Tagen vorläufige Massnahmen ergreifen.</p></content></paragraph></article><article eId="art_8"><num><b>Art. 8</b></num><heading>Technische Sicherheit</heading><paragraph eId="art_8/para_1"><num>1.</num><content><p>Jede Vertragspartei hat die Lufttüchtigkeitszeugnisse, die Befähigungszeugnisse und Ausweise, die von der anderen Vertragspartei ausgestellt oder anerkannt wurden und noch gültig sind, für den Betrieb der in diesem Abkommen vorgesehenen Luftverkehrslinien als gültig anzuerkennen, vorausgesetzt, dass die Anforderungen für diese Zeugnisse oder Ausweise zumindest den Mindestanforderungen entsprechen, die aufgrund des Übereinkommens festgelegt sind.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_8/para_2"><num>2.</num><content><p>Jede Vertragspartei kann jedoch für Flüge über ihr eigenes Gebiet die Anerkennung der Gültigkeit von Befähigungszeugnissen und Ausweisen verweigern, die ihren eigenen Staatsangehörigen von der anderen Vertragspartei oder von einem Drittstaat ausgestellt oder als gültig anerkannt worden sind.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_8/para_3"><num>3.</num><content><p>Jede Vertragspartei kann jederzeit Konsultationen über die von der anderen Vertragspartei eingehaltenen Sicherheitsnormen bezüglich Besatzungen, Luftfahrzeuge, Luftfahrteinrichtungen oder deren Betrieb verlangen. Solche Konsultationen müssen innerhalb von dreissig (30) Tagen nach Eingang des Gesuchs stattfinden.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_8/para_4"><num>4.</num><content><p>Stellt eine Vertragspartei nach solchen Konsultationen fest, dass die andere Vertragspartei in diesen Bereichen die zum Zeitpunkt des Übereinkommens geltenden minimalen Sicherheitsstandards nicht wirksam einhält und anwendet, gibt die erste Vertragspartei der anderen Vertragspartei diese Feststellungen und die notwendigen Schritte zur Erfüllung dieser Mindestnormen bekannt, und die andere Vertragspartei hat geeignete Massnahmen zur Abhilfe zu ergreifen. Unterlässt es die andere Vertragspartei, innerhalb von dreissig (30) Tagen oder bei einer länger vereinbarten Zeitdauer innerhalb dieser Zeitdauer geeignete Massnahmen zu ergreifen, stellt dies einen Grund dar, Artikel 6 dieses Abkommens anzuwenden.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_8/para_5"><num>5.</num><content><p>Ungeachtet der in Artikel 33 des Übereinkommens erwähnten Verpflichtungen wird vereinbart, dass jedes Luftfahrzeug, das von den bezeichneten Luftfahrtunternehmen einer Vertragspartei oder im Rahmen eines Leasing-Vertrages in deren Namen für Luftverkehrslinien von oder nach dem Gebiet der anderen Vertragspartei betrieben wird, während des Aufenthalts auf dem Gebiet der anderen Vertragspartei von den offiziellen Vertretern dieser anderen Vertragspartei an Bord und aussen am Luftfahrzeug bezüglich der Gültigkeit der Luftfahrzeugdokumente und der Ausweise der Besatzung sowie dem augenscheinlichen Zustand des Luftfahrzeuges und seiner Ausrüstung überprüft werden kann (in diesem Artikel «Rampinspektion» genannt), vorausgesetzt, dass die Überprüfung keine unangemessene Verzögerung mit sich bringt.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_8/para_6"><num>6.</num><content><blockList><listIntroduction eId="art_8/para_6/listintro">Gibt eine solche Rampinspektion oder eine Serie von Rampinspektionen Anlass zu:</listIntroduction><item eId="art_8/para_6/lbl_a"><num>a. </num><p>ernsthaften Bedenken, dass ein Luftfahrzeug oder der Betrieb eines Luftfahrzeuges nicht den zu dieser Zeit aufgrund des Übereinkommens festgelegten Mindestanforderungen entspricht; oder</p></item><item eId="art_8/para_6/lbl_b"><num>b. </num><p>ernsthaften Bedenken, dass die wirksame Einhaltung und Anwendung der zu dieser Zeit aufgrund des Übereinkommens festgelegten Sicherheitsanforderungen mangelhaft ist;</p></item></blockList><p>steht es der Vertragspartei, welche die Inspektion ausführt, zum Zwecke von Artikel 33 des Übereinkommens frei, anzunehmen, dass die Anforderungen, nach denen die Zeugnisse oder Ausweise für dieses Luftfahrzeug oder für die Besatzung dieses Luftfahrzeuges ausgestellt oder anerkannt wurden oder die Anforderungen, nach denen dieses Luftfahrzeug betrieben wird, die Mindestanforderungen dieses Übereinkommens weder erfüllen noch übertreffen.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_8/para_7"><num>7.</num><content><p>Für den Fall, dass im Rahmen einer Rampinspektion der Zutritt zu einem Luftfahrzeug, das von den bezeichneten Luftfahrtunternehmen einer Vertragspartei in Übereinstimmung mit Absatz 5 betrieben wird, vom Vertreter dieser Luftfahrtunternehmen verweigert wird, steht es der anderen Vertragspartei frei, anzunehmen, dass ernsthafte Bedenken der in Absatz 6 erwähnten Art gegeben sind, und sie kann die in diesem Absatz vorgesehenen Schlussfolgerungen ziehen.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_8/para_8"><num>8.</num><content><p>Jede Vertragspartei behält sich vor, die Betriebsbewilligung der Luftfahrtunternehmen der anderen Vertragspartei sofort auszusetzen oder abzuändern für den Fall, dass die erste Vertragspartei aufgrund der Rampinspektion, einer Serie von Rampinspektionen, einer Zutrittsverweigerung zur Vornahme einer Rampinspektion, aufgrund von Konsultationen oder anderweitig zum Schluss kommt, dass dringliche Massnahmen zur Sicherheit des Betriebes eines Luftfahrtunternehmens erforderlich sind.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_8/para_9"><num>9.</num><content><p>Jede in Übereinstimmung mit Absatz 4 oder 8 von einer Vertragspartei getroffene Massnahme wird aufgehoben, sobald die Gründe, welche diese Massnahme ausgelöst haben, nicht mehr gegeben sind.</p></content></paragraph></article><article eId="art_9"><num><b>Art. 9</b></num><heading>Befreiung von Abgaben und Gebühren</heading><paragraph eId="art_9/para_1"><num>1.</num><content><p>Bei Ankunft im Gebiet der anderen Vertragspartei sind Luftfahrzeuge, die von den bezeichneten Luftfahrtunternehmen einer Vertragspartei im internationalen Luftverkehr eingesetzt werden sowie ihre ordentliche Ausrüstung, ihre Vorräte an Treibstoffen und Schmierölen, ihre Bordvorräte, einschliesslich Lebensmittel, Getränke und Tabak, die an Bord solcher Luftfahrzeuge mitgeführt werden, von allen Abgaben oder Gebühren befreit, vorausgesetzt, dass diese Ausrüstung und diese Vorräte an Bord der Luftfahrzeuge bleiben, bis sie wieder ausgeführt werden.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_9/para_2"><num>2.</num><content><blockList><listIntroduction eId="art_9/para_2/listintro">Ausserdem werden, mit Ausnahme der Gebühren, die auf den Kosten für geleistete Dienste beruhen, von den gleichen Abgaben und Gebühren befreit:</listIntroduction><item eId="art_9/para_2/lbl_a"><num>a. </num><p>Bordvorräte, die im Gebiet einer Vertragspartei innerhalb der von den Behörden dieser Vertragspartei festgesetzten Limitierungen an Bord genommen werden und zum Verbrauch an Bord der Luftfahrzeuge bestimmt sind, die von den bezeichneten Luftfahrtunternehmen der anderen Vertragspartei auf internationalen Linien eingesetzt werden;</p></item><item eId="art_9/para_2/lbl_b"><num>b. </num><p>Ersatzteile (einschliesslich Triebwerke) und ordentliche Bordausrüstung, die in das Gebiet einer Vertragspartei zur Versorgung, zum Unterhalt oder zur Reparatur eines auf internationalen Luftverkehrslinien eingesetzten Luftfahrzeugs der bezeichneten Luftfahrtunternehmen der anderen Vertragspartei eingeführt werden;</p></item><item eId="art_9/para_2/lbl_c"><num>c. </num><p>Treibstoffe, Schmieröle und technische Verbrauchsgüter, die zur Verwendung in einem auf internationalen Luftverkehrslinien eingesetzten Luftfahrzeug der bezeichneten Luftfahrtunternehmen der anderen Vertragspartei in das Gebiet einer Vertragspartei eingeführt oder dort geliefert werden, selbst wenn diese Güter auf einem Teil des Fluges über dem Gebiet der Vertragspartei gebraucht werden sollen, in dem sie an Bord genommen werden;</p></item><item eId="art_9/para_2/lbl_d"><num>d. </num><p>die erforderlichen Dokumente, die von den bezeichneten Luftfahrtunternehmen einer Vertragspartei gebraucht werden, unter Einschluss von Beförderungsscheinen, Luftfrachtbriefen und Werbematerial sowie Fahrzeugen, Material und Ausrüstungen, die von den bezeichneten Luftfahrtunternehmen für geschäftliche und betriebliche Zwecke innerhalb des Flughafenbereichs gebraucht werden, vorausgesetzt, dass solches Material und solche Ausrüstungen der Beförderung von Fluggästen und Fracht dienen.</p></item></blockList></content></paragraph><paragraph eId="art_9/para_3"><num>3.</num><content><p>Die ordentliche Bordausrüstung sowie das Material und die Vorräte, die sich an Bord der von den bezeichneten Luftfahrtunternehmen einer Vertragspartei eingesetzten Luftfahrzeuge befinden, können im Gebiet der anderen Vertragspartei nur mit Zustimmung der Zollbehörden dieses Gebietes ausgeladen werden. In diesem Fall können sie unter die Aufsicht der genannten Behörden gestellt werden, bis sie wieder ausgeführt werden oder bis darüber in Übereinstimmung mit den Zollvorschriften in anderer Weise verfügt worden ist.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_9/para_4"><num>4.</num><content><p>Die in diesem Artikel vorgesehene Befreiung kommt auch in denjenigen Fällen zur Anwendung, in denen die bezeichneten Luftfahrtunternehmen einer Vertragspartei mit anderen Luftfahrtunternehmen Vereinbarungen abgeschlossen haben über die Leihe oder die Überführung der in den Absätzen 1 und 2 dieses Artikels aufgeführten Waren in das Gebiet der anderen Vertragspartei. Voraussetzung dafür ist, dass diesen anderen Luftfahrtunternehmen von dieser anderen Vertragspartei ebenfalls eine solche Befreiung gewährt wird.</p></content></paragraph></article><article eId="art_10"><num><b>Art. 10</b></num><heading>Direkter Transit</heading><paragraph eId="art_10/para"><content><p>Fluggäste, Gepäck und Fracht, die sich auf direktem Durchgang durch das Gebiet einer der Vertragsparteien befinden und welche die für diesen Zweck vorbehaltene Zone des Flughafens nicht verlassen, werden nur einer sehr vereinfachten Kontrolle unterzogen, vorausgesetzt, dass nicht Sicherheitsmassnahmen gegen Gewalttätigkeiten, Grenzverletzungen, Luftpiraterie und Schmuggel von Betäubungsmitteln sowie Massnahmen zur Einwanderungskontrolle etwas anderes verlangen. Gepäck und Fracht im direkten Durchgangsverkehr sind von Zollabgaben und anderen ähnlichen Gebühren befreit.</p></content></paragraph></article><article eId="art_11"><num><b>Art. 11</b></num><heading>Benutzungsgebühren</heading><paragraph eId="art_11/para_1"><num>1.</num><content><p>Jede Vertragspartei stellt nach besten Kräften sicher, dass Benutzungsgebühren, die den bezeichneten Luftfahrtunternehmen der anderen Vertragspartei von ihren zuständigen Behörden auferlegt werden oder zur Belastung zugelassen werden, gerecht und angemessen sind. Sie beruhen auf gesunden Wirtschaftlichkeitsgrundsätzen.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_11/para_2"><num>2.</num><content><p>Die Gebühren für die Benutzung von Flughäfen, von Flugnavigationseinrichtungen oder Dienstleistungen, die eine Vertragspartei den bezeichneten Luftfahrtunternehmen der anderen Vertragspartei zur Verfügung stellt, dürfen nicht höher sein als diejenigen, welche für die Luftfahrzeuge des eigenen Landes, die auf internationalen Linien eingesetzt werden, zu entrichten sind.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_11/para_3"><num>3.</num><content><p>Jede Vertragspartei unterstützt Konsultationen zwischen den für die Gebührenerhebung zuständigen Behörden oder Stellen in ihrem Gebiet und den bezeichneten Luftfahrtunternehmen, welche die Dienste und Einrichtungen nutzen, und sie unterstützt die für die Gebührenerhebung zuständigen Behörden oder Stellen und die bezeichneten Luftfahrtunternehmen im Austausch der erforderlichen Informationen, die eine genaue Überprüfung der Angemessenheit der Gebühren in Übereinstimmung mit den Grundsätzen nach den Absätzen 1 und 2 dieses Artikels ermöglichen. Jede Vertragspartei unterstützt die für die Gebührenerhebung zuständigen Behörden, die Benutzer innerhalb einer angemessenen Frist über Vorschläge zur Änderung der Benutzungsgebühren zu unterrichten, um ihnen die Möglichkeit zu geben, ihre Meinung zu äussern, bevor die Änderungen vorgenommen werden.</p></content></paragraph></article><article eId="art_12"><num><b>Art. 12</b></num><heading>Geschäftstätigkeit</heading><paragraph eId="art_12/para_1"><num>1.</num><content><blockList><listIntroduction eId="art_12/para_1/listintro">Die bezeichneten Luftfahrtunternehmen einer Vertragspartei haben das Recht, im Gebiet der anderen Vertragspartei angemessene Vertretungen aufrechtzuerhalten. Diese Vertretungen können Verwaltungs-, Betriebs- und technisches Personal umfassen, das sich aus versetzten oder örtlich angestellten Beschäftigten zusammensetzt. Die Vertreter und das Personal unterliegen den geltenden Gesetzen und Verordnungen der anderen Vertragspartei, und in Übereinstimmung mit diesen Gesetzen und Verordnungen:</listIntroduction><item eId="art_12/para_1/lbl_a"><num>a. </num><p>erteilt jede Vertragspartei den in Absatz 1 vorstehend erwähnten Vertretern und dem Personal, auf dem Grundsatz des Gegenrechts und mit einem Minimum an Verzögerung, die notwendigen Arbeitsbewilligungen, Besuchervisa oder andere ähnliche Dokumente; und</p></item><item eId="art_12/para_1/lbl_b"><num>b. </num><p>beide Vertragsparteien erleichtern und beschleunigen die Bestimmungen für Arbeitsbedingungen für Personal, welches gewisse zeitlich befristete Aufgaben ausführen, welche neunzig (90) Tage nicht überschreiten.</p></item></blockList></content></paragraph><paragraph eId="art_12/para_2"><num>2.</num><content><p>Für die Geschäftstätigkeit gilt der Grundsatz des Gegenrechts. Die zuständigen Behörden jeder Vertragspartei unternehmen alles, um sicherzustellen, dass die Vertretungen der bezeichneten Luftfahrtunternehmen der anderen Vertragspartei ihre Tätigkeiten ordnungsgemäss ausüben können. </p></content></paragraph><paragraph eId="art_12/para_3"><num>3.</num><content><p>Im Speziellen räumt jede Vertragspartei den bezeichneten Luftfahrtunternehmen der anderen Vertragspartei das Recht ein, sich am Verkauf von Beförderungen in ihrem Gebiet unmittelbar und, nach Bedarf der Luftfahrtunternehmen, mittels Agenten zu beteiligen. Die Luftfahrtunternehmen sind berechtigt, solche Beförderungen zu verkaufen, und es steht jeder Person frei, solche Beförderungen in der Währung jenes Gebietes oder in frei konvertierbaren Währungen anderer Staaten zu erwerben.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_12/para_4"><num>4.</num><content><blockList><listIntroduction eId="art_12/para_4/listintro">Die bezeichneten Luftfahrtunternehmen jeder Vertragspartei, welche die notwendigen Bewilligungen für den Betrieb der vereinbarten Linien besitzen, sind berechtigt, die vereinbarten Linien zu betreiben und/oder anzubieten, über verschiedene Zusammenarbeitsvereinbarungen wie «code sharing», «blocked-space» oder andere Zusammenarbeit mit:</listIntroduction><item eId="art_12/para_4/lbl_a"><num>a. </num><p>einem Unternehmen oder mehreren Unternehmen der eigenen Vertragspartei; oder</p></item><item eId="art_12/para_4/lbl_b"><num>b. </num><p>einem Unternehmen oder mehreren Unternehmen der anderen Vertragspartei; oder</p></item><item eId="art_12/para_4/lbl_c"><num>c. </num><p>einem Unternehmen oder mehreren Unternehmen eines Drittstaates, vorausgesetzt dass dieser Drittstaat vergleichbare Vereinbarungen zwischen den Luftfahrtunternehmen der anderen Vertragspartei und anderen Luftfahrtunternehmen für Linien zu, von und über solche Drittstaaten bewilligt oder erlaubt;</p></item></blockList><p>vorausgesetzt, dass diese Luftfahrtunternehmen die notwendigen Bewilligungen für den Betrieb der Strecken und betroffenen Teilstrecken besitzt und die normalerweise für solche Vereinbarungen anwendbaren Bestimmungen erfüllt.</p></content></paragraph></article><article eId="art_13"><num><b>Art. 13</b></num><heading>Leasing</heading><paragraph eId="art_13/para_1"><num>1.</num><content><p>Jede der Vertragsparteien kann den Gebrauch von geleasten Luftfahrzeugen für die Dienste gemäss diesem Abkommen verhindern, welche nicht mit den Artikeln 7 (Sicherheit der Luftfahrt) und 8 (Technische Sicherheit) übereinstimmen.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_13/para_2"><num>2.</num><content><p>Unter Vorbehalt von Absatz 1 vorstehend können die bezeichneten Luftfahrtunternehmen jeder Vertragspartei Luftfahrzeuge (oder Luftfahrzeug und Besatzung) von jedem Unternehmen, einschliesslich von anderen Luftfahrtunternehmen, leasen, vorausgesetzt, dass dies nicht dazu führt, dass das Luftfahrtunternehmen, welches das Luftfahrzeug verleast, Verkehrsrechte ausübt, welche ihm nicht zustehen.</p></content></paragraph></article><article eId="art_14"><num><b>Art. 14</b></num><heading>Verkehrsübergreifende Dienstleistungen</heading><paragraph eId="art_14/para_1"><num>1.</num><content><p>Jedes bezeichnete Luftfahrtunternehmen kann verkehrsübergreifende Beförderung benutzen, falls dies von den Luftfahrtbehörden beider Vertragsparteien bewilligt wird.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_14/para_2"><num>2.</num><content><p>Ungeachtet anderer Bestimmungen dieses Abkommens dürfen die Luftfahrtunternehmen und die indirekten Anbieter von Luftfrachtdiensten beider Parteien ohne Einschränkung in Verbindung mit dem internationalen Luftverkehr jedes Verkehrsmittel zur Beförderung im Landverkehr von Fracht von und nach jedem Punkt im Gebiet der Vertragsparteien oder in Drittstaaten benutzen, einschliesslich der Beförderung von und nach allen Flughäfen mit Zolleinrichtungen und gegebenenfalls einschliesslich des Rechts, Fracht unter Zollverschluss unter Beachtung der geltenden Gesetze und Vorschriften zu befördern. Diese Fracht, ob auf dem Land- oder Luftweg befördert, hat Zugang zur Abfertigung durch die Zollbehörden und zu Zolleinrichtungen am Flughafen. Die Luftfahrtunternehmen können wählen, ob sie den Landverkehr selbst durchführen oder ob sie ihn durch Vereinbarungen mit anderen Landverkehrsträgern durchführen lassen, einschliesslich der Beförderung auf dem Landweg durch andere Luftfahrtunternehmen und durch indirekte Anbieter von Luftfrachtverkehr. </p></content></paragraph><paragraph eId="art_14/para_3"><num>3.</num><content><p>Diese verkehrsträgerübergreifenden Frachtdienste können zu einem einzigen durchgehenden Preis, der für die Beförderung in der Luft und auf dem Land-weg gemeinsam gilt, angeboten werden, gemäss der internen Gesetzgebung jedes Landes.</p></content></paragraph></article><article eId="art_15"><num><b>Art. 15</b></num><heading>Umrechnung und Überweisung von Erträgen</heading><paragraph eId="art_15/para"><content><p>Die bezeichneten Luftfahrtunternehmen haben das Recht, Einnahmenüberschüsse, die in einem angemessenen Verhältnis zur Beförderung von Fluggästen, Gepäck, Fracht und Postsendungen stehen, zum amtlichen Kurs umzurechnen und in ihr Land zu überweisen. Ist der Zahlungsverkehr zwischen den Vertragsparteien durch ein besonderes Abkommen geregelt, so ist dieses anwendbar.</p></content></paragraph></article><article eId="art_16"><num><b>Art. 16</b></num><heading>Tarife</heading><paragraph eId="art_16/para_1"><num>1.</num><content><p>Jede Vertragspartei kann verlangen, dass Tarife für internationale Luftverkehrslinien, die in Übereinstimmung mit diesem Abkommen betrieben werden, ihren Luftfahrtbehörden mitgeteilt oder unterbreitet werden.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_16/para_2"><num>2.</num><content><blockList><listIntroduction eId="art_16/para_2/listintro">Ohne die Anwendung des allgemeinen Wettbewerbs- und Konsumentenrechts im Gebiet jeder Vertragspartei zu beschränken, sind Eingriffe durch die Vertragsparteien beschränkt auf:</listIntroduction><item eId="art_16/para_2/lbl_a"><num>a. </num><p>die Verhinderung von unbilligen Diskriminierungstarifen oder -praktiken;</p></item><item eId="art_16/para_2/lbl_b"><num>b. </num><p>den Schutz der Konsumentinnen und Konsumenten vor unangemessen hohen oder unangemessen restriktiven Tarifen infolge Missbrauchs einer marktbeherrschenden Stellung oder infolge von Preisabsprachen unter den Luftfahrtunternehmen; und</p></item><item eId="art_16/para_2/lbl_c"><num>c. </num><p>den Schutz der Luftfahrtunternehmen vor Tarifen, die aufgrund direkter oder indirekter staatlicher Subventionen oder Unterstützung künstlich niedrig gehalten werden.</p></item></blockList></content></paragraph><paragraph eId="art_16/para_3"><num>3.</num><content><p>Keine Vertragspartei trifft einseitig Vorkehrungen, um die Einführung oder Beibehaltung eines Tarifs zu verhindern, der von den bezeichneten Luftfahrtunternehmen einer Vertragspartei für die Durchführung internationaler Luftverkehrslinien zwischen den Gebieten der Vertragsparteien erhoben oder zur Belastung vorgeschlagen wird. Wenn eine Vertragspartei glaubt, dass ein Tarif nicht in Übereinstimmung mit den in diesem Artikel festgeschriebenen Überlegungen steht, kann sie Konsultationen verlangen und der anderen Vertragspartei innerhalb von vierzehn (14) Tagen nach Erhalt der Eingabe die Gründe für ihre Ablehnung mitteilen. Solche Konsultationen finden spätestens vierzehn (14) Tage nach Erhalt des Begehrens statt. Kommt keine Einigung zustande, wird der Tarif angewandt oder bleibt in Kraft.</p></content></paragraph></article><article eId="art_17"><num><b>Art. 17</b></num><heading>Unterbreitung der Flugpläne</heading><paragraph eId="art_17/para_1"><num>1.</num><content><p>Jede Vertragspartei kann verlangen, dass die von den bezeichneten Luftfahrtunternehmen der anderen Vertragspartei vorgesehenen Flugpläne ihren Luftfahrtbehörden spätestens dreissig (30) Tage vor Aufnahme des Betriebes der vereinbarten Linien mitgeteilt werden. Die gleiche Regelung findet auch auf Änderungen der Flugpläne Anwendung.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_17/para_2"><num>2.</num><content><p>Für Verdichtungsflüge, welche die bezeichneten Luftfahrtunternehmen einer Vertragspartei ausserhalb des genehmigten Flugplanes auf den vereinbarten Linien durchführen wollen, ist vorgängig die Genehmigung der Luftfahrtbehörden der anderen Vertragspartei einzuholen. Ein solches Begehren ist in der Regel mindestens drei (3) Arbeitstage vor dem Flug zu stellen.</p></content></paragraph></article><article eId="art_18"><num><b>Art. 18</b></num><heading>Statistische Angaben</heading><paragraph eId="art_18/para"><content><p>Die Luftfahrtbehörden beider Vertragsparteien übermitteln einander auf Verlangen periodische Statistiken oder andere entsprechende Auskünfte über den auf den vereinbarten Linien beförderten Verkehr.</p></content></paragraph></article><article eId="art_19"><num><b>Art. 19</b></num><heading>Konsultationen</heading><paragraph eId="art_19/para"><content><p>Jede Vertragspartei kann jederzeit Konsultationen über die Umsetzung, Auslegung, Anwendung oder die Änderung dieses Abkommens verlangen. Die Vertragsparteien können an solchen Verhandlungen durch die Luftfahrtbehörden vertreten werden. Solche Konsultationen beginnen zum frühestmöglichen Zeitpunkt, spätestens jedoch sechzig (60) Tage nach Erhalt des schriftlichen Begehrens von der anderen Vertragspartei, es sei denn, die Vertragsparteien haben etwas anderes vereinbart. Jede Vertragspartei bereitet sich auf die Verhandlungen vor und legt während diesen Verhandlungen sachdienliche Beweismittel zur Unterstützung ihrer Haltung vor, um in voller Kenntnis der Lage fundierte, zweckmässige und wirtschaftliche Entscheidungen zu ermöglichen.</p></content></paragraph></article><article eId="art_20"><num><b>Art. 20</b></num><heading>Beilegung von Meinungsverschiedenheiten</heading><paragraph eId="art_20/para_1"><num>1.</num><content><p>Jede Meinungsverschiedenheit über dieses Abkommen, die nicht durch direkte Verhandlungen oder auf diplomatischem Weg gelöst werden kann, kann auf Ersuchen einer der Vertragsparteien einem Schiedsgericht unterbreitet werden.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_20/para_2"><num>2.</num><content><p>In einem solchen Fall bezeichnet jede der Vertragsparteien einen Schiedsrichter, und die beiden Schiedsrichter bezeichnen einen Vorsitzenden, der Angehöriger eines Drittstaates ist. Wenn nach Ablauf von zwei (2) Monaten nach Bezeichnung eines Schiedsrichters durch eine Vertragspartei die andere Vertragspartei ihren eigenen Schiedsrichter noch nicht bezeichnet hat, oder wenn sich im Laufe des Monats, welcher der Bezeichnung des zweiten Schiedsrichters folgt, die beiden Schiedsrichter über die Wahl des Vorsitzenden nicht einig werden, kann jede Vertragspartei den Präsidenten des Rates der Internationalen Zivilluftfahrt-Organisation ersuchen, die erforderlichen Bezeichnungen vorzunehmen.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_20/para_3"><num>3.</num><content><p>Das Schiedsgericht bestimmt sein Verfahren selbst.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_20/para_4"><num>4.</num><content><p>Die Kosten des Gerichts werden zu gleichen Teilen von den Vertragsparteien bezahlt.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_20/para_5"><num>5.</num><content><p>Die Vertragsparteien unterziehen sich jedem in Anwendung dieses Artikels gefällten Entscheid.</p></content></paragraph></article><article eId="art_21"><num><b>Art. 21</b></num><heading>Änderungen</heading><paragraph eId="art_21/para_1"><num>1.</num><content><p>Erachtet es eine der Vertragsparteien als wünschenswert, irgendeine Bestimmung dieses Abkommens zu ändern, so tritt diese Änderung in Kraft, sobald die Vertragsparteien sich die Erfüllung der gesetzlichen Verfahren angezeigt haben.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_21/para_2"><num>2.</num><content><p>Änderungen des Anhangs dieses Abkommens können zwischen den Luftfahrtbehörden der Vertragsparteien direkt vereinbart werden und treten zum Zeitpunkt in Kraft, an dem die erwähnten Behörden diese vereinbart haben.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_21/para_3"><num>3.</num><content><p>Falls irgendein allgemeines, mehrseitiges Übereinkommen über den Luftverkehr abgeschlossen wird, das beide Vertragsparteien bindet, wird dieses Abkommen so geändert, dass es mit den Bestimmungen eines solchen Übereinkommens übereinstimmt. Solche Änderungen treten, nach den notwendigen Konsultationen zwischen den Vertragsparteien, in Übereinstimmung mit Artikel 24 dieses Abkommens in Kraft.</p></content></paragraph></article><article eId="art_22"><num><b>Art. 22</b></num><heading>Kündigung</heading><paragraph eId="art_22/para_1"><num>1.</num><content><p>Jede Vertragspartei kann der anderen Vertragspartei jederzeit auf diplomatischem Weg schriftlich notifizieren, dass sie dieses Abkommen kündigen will. Die Notifizierung ist gleichzeitig der Internationalen Zivilluftfahrt-Organisation zukommen zu lassen.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_22/para_2"><num>2.</num><content><p>Die Kündigung tritt am Ende der Flugplanperiode in Kraft, während welcher die Frist von zwölf (12) Monaten nach Empfang der Notifizierung abgelaufen ist, es sei denn, die Notifizierung wird im gegenseitigen Einvernehmen der Vertragsparteien vor dem Ende dieser Frist wieder zurückgezogen.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_22/para_3"><num>3.</num><content><p>Liegt keine Empfangsbestätigung der anderen Vertragspartei vor, wird angenommen, dass ihr die Kündigung vierzehn (14) Tage nach dem Zeitpunkt zugekommen ist, an dem die Internationale Zivilluftfahrt-Organisation davon Kenntnis erhalten hat.</p></content></paragraph></article><article eId="art_23"><num><b>Art. 23</b></num><heading>Registrierung</heading><paragraph eId="art_23/para"><content><p>Dieses Abkommen und alle seine Änderungen werden bei der Internationalen Zivilluftfahrt-Organisation registriert.</p></content></paragraph></article><article eId="art_24"><num><b>Art. 24</b></num><heading>Inkrafttreten</heading><paragraph eId="art_24/para"><content><p>Dieses Abkommen tritt in Kraft, sobald sich die Vertragsparteien durch diplomatischen Notenaustausch die Erfüllung ihrer rechtlichen Vorschriften über den Abschluss und das Inkrafttreten von Staatsverträgen angezeigt haben.</p><p>Mit dem Inkrafttreten dieses Abkommen wird das Abkommen zwischen der Schweizerischen Eidgenossenschaft und der Republik Kolumbien über den regelmässigen Luftverkehr vom 29. November 1971<authorialNote><p> [<ref href="https://fedlex.data.admin.ch/eli/oc/1974/2236_2236_2236" xmlns:data="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:data" xmlns:tmp="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:temp">AS <b>1974</b> 2236</ref>]</p></authorialNote> aufgehoben.</p></content></paragraph></article><signature><p><i>Zu Urkund dessen</i> haben die durch ihre Regierungen entsprechend bevollmächtigten Unterzeichnenden dieses Abkommen unterzeichnet.</p><p>Geschehen in doppelter Urschrift in Bogotá am 3. August 2016, in englischer, deutscher und spanischer Sprache, wobei alle drei Wortlaute gleichermassen verbindlich sind. Im Falle von Meinungsverschiedenheiten bei der Durchführung, Auslegung oder Anwendung dieses Abkommens geht der englische Text vor.</p><table fedlex:function="layout"><tr><td><p>Für die<br/>Schweizerische Eidgenossenschaft:</p><p>Kurt Kunz</p></td><td><p>Für die<br/>Republik Kolumbien:</p><p>María Ángela Holguín Cuéllar</p></td></tr></table></signature></body><components><component><doc name="annex"><meta><identification source="#ch.bk"><FRBRWork><FRBRthis value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/2023/515/20230804/main-text"/><FRBRuri value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/2023/515/20230804"/><FRBRdate date="2016-08-03" name="jolux:dateDocument"/><FRBRdate date="2023-08-04" name="jolux:dateEntryInForce"/><FRBRdate date="2023-08-04" name="jolux:dateApplicability"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#publisher"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#rightsHolder"/><FRBRcountry value="CH"/><FRBRnumber value=""/><FRBRname xml:lang="de" value="Abkommen vom 3. August 2016 zwischen der Schweizerischen Eidgenossenschaft und der Republik Kolumbien über den Luftlinienverkehr" shortForm=""/><FRBRname xml:lang="fr" value="Accord du 3 août 2016 entre la Confédération suisse et la République de Colombie relatif aux services aériens réguliers" shortForm=""/><FRBRname xml:lang="it" value="Accordo del 3 agosto 2016 tra la Confederazione Svizzera e la Repubblica di Colombia concernente il traffico aereo di linea" shortForm=""/><FRBRauthoritative value="true"/></FRBRWork><FRBRExpression><FRBRthis value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/2023/515/20230804/de/main-text"/><FRBRuri value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/2023/515/20230804/de"/><FRBRdate date="2016-08-03" name="jolux:dateDocument"/><FRBRdate date="2023-08-04" name="jolux:dateEntryInForce"/><FRBRdate date="2023-08-04" name="jolux:dateApplicability"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#publisher"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#rightsHolder"/><FRBRlanguage language="de"/></FRBRExpression><FRBRManifestation><FRBRthis value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/2023/515/20230804/de/xml/main-text"/><FRBRuri value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/2023/515/20230804/de/xml"/><FRBRdate date="2016-08-03" name="jolux:dateDocument"/><FRBRdate date="2023-08-04" name="jolux:dateEntryInForce"/><FRBRdate date="2023-08-04" name="jolux:dateApplicability"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#publisher"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#rightsHolder"/><FRBRformat value="xml"/></FRBRManifestation></identification></meta><preface><container name="headerOfAnnex"><block name="heading">Anhang</block></container></preface><mainBody><level eId="annex_u1/lvl_u1"><heading>Linienpläne</heading></level><level eId="annex_u1/lvl_I"><num>I</num><content><p>Strecken, auf denen die von der Schweiz bezeichneten Luftfahrtunternehmen Luftverkehrslinien betreiben können:</p><table border="1"><tr><th xmlns:mig="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:migration"><p>Abflugpunkte</p></th><th xmlns:mig="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:migration"><p>Zwischenlandepunkte</p></th><th xmlns:mig="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:migration"><p>Punkte in Kolumbien</p></th><th xmlns:mig="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:migration"><p>Punkte über Kolumbien hinaus</p></th></tr><tr><td><p>Punkte in der Schweiz</p></td><td><p>Ein (1) Punkt in Europa (ausgenommen Madrid)</p><p>Punkte in Afrika</p><p>Hamilton (Bermuda)</p><p>Punkte im Karibischen Meer (ausgenommen San Juan aber einschliesslich der Bahamas)</p><p>Panama</p></td><td><p>Alle Punkte</p></td><td><p>Zwei (2) Punkte in Peru, Ecuador oder Chile</p></td></tr></table></content></level><level eId="annex_u1/lvl_II"><num>II</num><content><p>Strecken, auf denen die von Kolumbien bezeichneten Luftfahrtunternehmen Luftverkehrslinien betreiben können:</p><table border="1"><tr><th xmlns:mig="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:migration"><p>Abflugpunkte</p></th><th xmlns:mig="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:migration"><p>Zwischenlandepunkte</p></th><th xmlns:mig="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:migration"><p>Punkte in der Schweiz</p></th><th xmlns:mig="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:migration"><p>Punkte über die Schweiz hinaus</p></th></tr><tr><td><p>Punkte in Kolumbien  </p></td><td><p>Zwei (2) Punkte in Europa</p><p>Punkte im Karibischen Meer (einschliesslich Caracas)</p></td><td><p>Alle Punkte</p></td><td><p>Zwei (2) Punkte in Europa und/oder dem Mittleren Osten</p></td></tr></table><p><mod eId="annex_u1/lvl_II/mod_u1"><ref href="" fedlex:role="modification-reference">Anmerkungen</ref><quotedStructure><paragraph eId="annex_u1/lvl_II/mod_u1/para"><content><blockList><listIntroduction eId="annex_u1/lvl_II/mod_u1/para/listintro">Jedes bezeichnete Luftfahrtunternehmen einer Vertragspartei kann nach seinem Ermessen auf bestimmten oder allen Flügen:</listIntroduction><item eId="annex_u1/lvl_II/mod_u1/para/lbl_1"><num>1. </num><p>Flüge in einer oder in beiden Richtungen durchführen;</p></item><item eId="annex_u1/lvl_II/mod_u1/para/lbl_2"><num>2. </num><p>verschiedene Flugnummern innerhalb eines Fluges kombinieren;</p></item><item eId="annex_u1/lvl_II/mod_u1/para/lbl_3"><num>3. </num><p>Punkte ausserhalb, Zwischenlandepunkte und Punkte darüber hinaus sowie Punkte in den Gebieten der Vertragsparteien auf den Strecken in beliebiger Kombination und Reihenfolge bedienen;</p></item><item eId="annex_u1/lvl_II/mod_u1/para/lbl_4"><num>4. </num><p>auf Landungen an einem bestimmten Punkt oder an bestimmten Punkten verzichten;</p></item><item eId="annex_u1/lvl_II/mod_u1/para/lbl_5"><num>5. </num><p>an jedem beliebigen Punkt auf den Strecken Verkehr von jedem seiner Luftfahrzeuge auf ein anderes seiner Luftfahrzeuge verlagern; </p></item><item eId="annex_u1/lvl_II/mod_u1/para/lbl_6"><num>6. </num><p>Punkte ausserhalb jedes Punktes in seinem Gebiet mit oder ohne Wechsel des Fluggeräts oder der Flugnummer bedienen und diese Dienste öffentlich als durchgehende Dienste anbieten; und</p></item><item eId="annex_u1/lvl_II/mod_u1/para/lbl_7"><num>7. </num><p>Zwischenlandepunkte und Punkte darüber hinaus, welche im Anhang zu diesem Abkommen nicht erwähnt sind, bedienen, vorausgesetzt dass keine Verkehrsrechte zwischen diesen Punkten und dem Gebiet der anderen Vertragspartei ausgeübt werden;</p></item></blockList><p>hierbei gelten keine Richtungsbeschränkungen oder geografische Beschränkungen und es entstehen keine Verluste von Rechten zur Durchführung von Verkehr, der ansonsten im Rahmen dieses Abkommens zulässig ist, vorausgesetzt, dass diese Linie einen Punkt im Gebiet der anderen Vertragspartei bedient, welche die Luftfahrtunternehmen bezeichnet hat.</p></content></paragraph></quotedStructure></mod></p></content></level></mainBody></doc></component></components></act></akomaNtoso>