<h2>SubmittedText<h2><p>Der Bundesrat wird beauftragt, die beiden Varianten "Vollerhebungsfragebogen" bzw. "Stichprobenbefragungen" für die Volkszählung 2010 den eidgenössischen Räten zum Entscheid vorzulegen. Der Bundesrat ergreift Massnahmen, damit bis zum Entscheid des Gesetzgebers kein Präjudiz für eine der Varianten entsteht.</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Das Eidgenössische Departement des Innern hat zum Vorschlag des Bundesrates zwei breit abgestützte Anhörungen durchgeführt, eine bei den Kantonen und eine bei den interessierten Kreisen.</p><p>Es ist vorgesehen, dass der Bundesrat Ende 2006/Anfang 2007 den eidgenössischen Räten eine Botschaft zur konkreten Ausgestaltung der Volkszählung 2010, zum Informationsauftrag, zum notwendigen Verpflichtungskredit und zu den allenfalls zu ändernden Rechtsgrundlagen unterbreiten wird. Er wird in dieser Botschaft unter Berücksichtigung der Anhörungsergebnisse seine Position festlegen und den eidgenössischen Räten einen Vorschlag unterbreiten.</p><p>In der Botschaft wird jedoch nicht nur der Vorschlag des Bundesrates dargelegt werden, sondern auch die vom Motionär erwähnte Variante "Vollerhebungsfragebogen". Das Parlament wird sich also in Kenntnis der Vor- und Nachteile der beiden Alternativen somit im Jahre 2007 entscheiden können, ob es dem Bundesratsvorschlag zustimmen will oder ob es eine andere Lösung vorzieht. Präjudizien werden in der Zwischenzeit keine geschaffen, besteht doch für die Durchführung einer traditionellen Volkszählung wie im Jahre 2000 keine Zeitnot.</p><p>Für eine modernisierte, registergestützte Volkszählung ist jedoch die Harmonisierung der Einwohnerregister bis im Jahre 2010 zeitkritisch. Eine solche war in einer im Jahre 1996 von den eidgenössischen Räten überwiesenen Motion für eine registergestützte Volkszählung verlangt worden. Die parlamentarischen Beratungen zu einem entsprechenden Registerharmonisierungsgesetz haben in der vorberatenden Staatspolitischen Kommission des Ständerates begonnen und sollen in der Frühjahrs- und Sommersession im Plenum des Ständerates und des Nationalrates fortgesetzt werden.</p><p>Mit der Präsentation des Vorschlages des Bundesrates, der auch die Anhörungsergebnisse zu berücksichtigen hat, und der vom Motionär erwähnten Alternative "Vollerhebungsfragebogen" werden dem Parlament in der Botschaft alle Entscheidungsgrundlagen unterbreitet, damit es entscheiden kann. Der Bundesrat wird sich jedoch für eine einzige Variante entscheiden, die er den eidgenössischen Räten vorschlagen wird. Deshalb beantragt er, die Motion aus formellen Gründen abzulehnen.</p>  Der Bundesrat beantragt die Ablehnung der Motion.