Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Verfassungs- und Verwaltungsrecht vom 31. Oktober 2018 (810 17 223) ____________________________________________________________________ Raumplanung, Bauwesen Zonenvorschriften Siedlung, Strassennetzplan Siedlung und Landschaft / Voraussetzun- gen für die Zuweisung eines Grundstücks in die Zone für öffentliche Werke und Anlagen Besetzung Vizepräsident Daniel Ivanov, Kantonsricht er Stefan Schulthess, Markus Clausen, Jgnaz Jermann, Niklaus Ruckstuhl , Gerichtsschreibe- rin Stephanie Schlecht Beteiligte A.____ AG. , Beschwerdeführerin B.____ , Beschwerdeführer beide vertreten durch Markus Spielmann, Rechtsanwalt gegen Regierungsrat des Kantons Basel -Landschaft , Beschwerdegegner Einwohnergemeinde C.____ , Beschwerdegegnerin Betreff Gemeinde C.____, Zonenvorschriften Siedlung , Strassennetzplan Siedlung und Landschaft (RRB Nr. 1083 vom 15. August 2017) Seite 2 http://www.bl.ch/kantonsgericht A. Die Einwohnergemeindeversammlung C.____ beschloss am 16. Juni 2016 die Revi- sionen der Zonenvorschriften Siedlung sowie des Strasse nnetzplans Siedlung und Landschaft. Im Rahmen dieser Gesamtrevisionen ist unter anderem vor gesehen, die Parzelle Nr. 2452, Grundbuch (GB) C.____, welche in der Gewerbezone G3 li egt, der Zone für öffentliche Werke und Anlagen zuzuteilen. B. Die öffentliche Planauflage fand vom 18. August 2 016 bis 17. September 2016 statt. C. Während der Auflagefrist erhoben – neben sieben we iteren Einsprechenden – B.____ als Grundeigentümer und die A.____ AG als Mieterin de r Parzelle Nr. 2452, GB C.____, Ein- sprache. Im Rahmen der gesetzlich vorgesehenen Verständig ungsverhandlungen konnten drei Einsprachen erledigt werden; die übrigen Einsprechenden hielten an ihren Einsprachen fest. D. Am 9. Februar 2017 unterbreitete der Gemeinderat C.____ die am 16. Juni 2016 be- schlossenen Revisionen der Zonenvorschriften Siedlung und des Strassennetzplans Siedlung und Landschaft dem Regierungsrat des Kantons Basel-Lan dschaft (Regierungsrat) zur Geneh- migung und ersuchte um Abweisung der unerledigten Ein sprachen. Der Gemeinderat C.____ beantragte zudem, geringfügige Änderungen im Genehmigungsverfahren vorzunehmen. E. Aufgrund einer Abweichung des Beschlussplanes des Zo nenplans Siedlung Teilplan A vom Auflageplan erfolgte eine zweite Planauflage; dag egen wurden keine Einsprachen erho- ben. F. Mit Beschluss des Regierungsrates (RRB) Nr. 2017-1083 v om 15. August 2017 wur- den zwei Einsprachen gutgeheissen, soweit sie nicht als ge genstandslos abgeschrieben wur- den; die übrigen Einsprachen wurden abgewiesen, sowe it darauf eingetreten wurde. Die am 16. Juni 2016 von der Einwohnergemeindeversammlung C._ ___ beschlossenen Gesamtrevi- sionen der Zonenvorschriften Siedlung und des Strassenn etzplans Siedlung und Landschaft wurden mit Auflagen und Änderungen genehmigt und allgemeinverbindlich erklärt. G. Mit Eingabe vom 28. August 2017 erhoben die A.__ __ AG und B.____, beide vertreten durch Markus Spielmann, Rechtsanwalt in Olten, beim Kant onsgericht, Abteilung Verfassungs- und Verwaltungsrecht (Kantonsgericht), Beschwerde gegen den RRB vom 15. August 2017. Die Beschwerdeführenden wenden sich gegen die abgewiese ne Einsprache und beantragen, es sei die im Eigentum respektive in der Nutzung der B eschwerdeführenden stehende Parzelle Nr. 2452, GB C.____, der Zone WG3+ zuzuweisen; eventua liter sei die Zone für öffentliche Werke und Anlagen bis maximal zur Grenze der Parzelle Nr. 2452, GB C.____, zu erweitern; subeventualiter sei die Sache zur Neubeurteilung im Sin ne der Anträge an die Vorinstanz zu- rückzuweisen; unter o/e-Kostenfolge. H. In der Vernehmlassung vom 27. September 2017 schlie sst der Gemeinderat C.____ sinngemäss auf Abweisung der Beschwerde. Seite 3 http://www.bl.ch/kantonsgericht I. Am 26. Oktober 2017 lässt sich der Regierungsrat, ve rtreten durch die Bau- und Um- weltschutzdirektion des Kantons Basel-Landschaft (BUD), ve rnehmen und beantragt die kos- tenfällige Abweisung der Beschwerde. J. In der Replik vom 5. Februar 2018 wiederholen die Beschwerdeführenden ihre in der Beschwerde vom 28. August 2017 gestellten Rechtsbegehren und ergänzen diese mit dem ver- fahrensrechtlichen Antrag, es seien die neu eingereich ten Urkunden 6 - 8 zu den Akten zu nehmen. K. In der Duplik vom 14. Februar 2018 bzw. vom 3. April 2018 halten der Regierungsrat bzw. der Gemeinderat C.____ an ihren Begehren fest. L. Mit Verfügung vom 12. April 2018 wurde der Fall d er Kammer zur Beurteilung überwie- sen. M. Am 23. Oktober 2018 reichte die BUD eine weitere E ingabe ein. N. An der heutigen Parteiverhandlung mit vorangehen dem Augenschein in C.____ neh- men B.____, vertreten durch Rechtsanwalt Markus Spielmann, D.____ (Zeichnungsberechtigter der A.____ AG), der Leiter der BUD, ein Vertreter d es Amtes für Raumplanung, der Gemeinde- präsident und ein Gemeinderat sowie zwei Vertreter der Bauverwaltung C.____ teil; die Partei- en halten an ihren Anträgen fest. Auf die Ausführungen der Parteien in den Eingaben sowie auf diejenigen anlässlich der heutigen Parteiverhandlung w ird, soweit erforderlich, in den Urteilser- wägungen eingegangen. Das Kantonsgericht zieht i n E r w ä g u n g : 1.1 Gemäss § 43 Abs. 1 des Gesetzes über die Verfassungs- und Verwaltungsprozess- ordnung (VPO) vom 16. Dezember 1993 ist gegen Verfügu ngen und Entscheide des Regie- rungsrats die verwaltungsgerichtliche Beschwerde an das Ka ntonsgericht zulässig. Da weder ein Ausschlusstatbestand nach § 44 VPO noch ein spezialgese tzlicher Ausschlusstatbestand vorliegen, ist die Zuständigkeit des Kantonsgerichts, A bteilung Verfassungs- und Verwaltungs- recht, zur Beurteilung der vorliegenden Beschwerde gegeben. 1.2 Zur Verwaltungsgerichtsbeschwerde ist befugt, wer durch die angefochtene Verfügung oder den angefochtenen Entscheid berührt ist und ein sch utzwürdiges Interesse an der Aufhe- bung oder Änderung hat (§ 47 Abs. 1 lit. a VPO). Der Beschwerdeführer ist Grundeigentümer und die Beschwerdeführerin Mieterin der Parzelle Nr. 2452, GB C.____, welche mit der am 16. Juni 2016 beschlossenen Revision der Zonenvorschriften Si edlung der Zone für öffentliche Werke und Anlagen zugewiesen worden war. Als Eigentüme r und Mieterin der Parzelle Nr. 2452 sind sie durch die streitgegenständlichen Gesamt revisionen der Zonenvorschriften Siedlung und Strassennetzplan Siedlung und Landschaft in schutzwürdigen Interessen betrof- fen. Demzufolge sind sie zur Erhebung der vorliegenden B eschwerde legitimiert. Ferner haben Seite 4 http://www.bl.ch/kantonsgericht sie sich bereits am vorinstanzlichen Verfahren beteiligt, weshalb ihre Legitimation zur Anfech- tung der streitgegenständlichen Nutzungsplanung zu bejahen ist. Da auch die übrigen formellen Voraussetzungen gegeben sind, kann auf die vorliegende Beschwerde eingetreten werden. 1.3 Zu prüfen ist jedoch, ob auf alle Begehren einge treten werden kann. Die Beschwerde- führenden erheben gegen den angefochtenen RRB Beschwe rde und stellen die Änderungsbe- gehren, die Parzelle Nr. 2452 sei der Wohn- und Geschä ftszone WG3+ zuzuweisen oder even- tualiter die Zone für öffentliche Werke und Anlagen b is maximal zur Grundstücksgrenze der Parzelle Nr. 2452 zu erweitern. Das Kantonsgericht als B eschwerdeinstanz hat keine eigene Planungswahl. Es muss sich auf seine Überprüfungsfunktion im Rahmen des Rechtsmittelver- fahrens beschränken und darf demzufolge keine neuen Ano rdnungen im Bereich der Planung treffen (vgl. P ETER HÄNNI , Planungs-, Bau- und besonderes Umweltschutzrecht, 6. A uflage, Bern 2016, S. 551). Damit kann das Kantonsgericht bei seiner Überprüfung nur zum Schluss kommen, dass die Nutzungsplanung oder Teile davon allenf alls nicht rechtmässig sind, und die Sache zur Überarbeitung an den Regierungsrat bzw. die BUD zurückweisen. Dem Kantonsge- richt ist folglich verwehrt, über die Änderungsbegehren der Beschwerdeführenden zu entschei- den bzw. diese zu genehmigen. Auf diese Begehren kann damit nicht eingetreten werden. So- fern die Beschwerdeführenden im Rahmen der Änderungsbegehren jedoch Rechtsverletzungen durch die Gesamtrevisionen geltend machen, hat das Kanton sgericht diese Rügen zu überprü- fen und die Beschwerde diesbezüglich allenfalls gutzuhe issen und die Angelegenheit falls nötig an den Regierungsrat bzw. an die BUD zur Neuplanung zur ückzuweisen (vgl. Urteil des Kan- tonsgerichts, Abteilung Verfassungs- und Verwaltungsrech t [KGE VV] vom 16. Mai 2018 [810 17 254] E. 1.2). 2.1 Die Kognition des Kantonsgerichts ist gemäss § 45 Abs. 1 lit. a und b VPO grundsätz- lich auf Rechtsverletzungen einschliesslich Überschreitung oder Missbrauch des Ermessens sowie unrichtige oder unvollständige Feststellung des Sach verhalts beschränkt. Die Unange- messenheit kann nach § 45 Abs. 1 lit. c VPO nur in den in dieser Bestimmung genannten Aus- nahmefällen überprüft werden. Entscheide betreffend d ie Genehmigung von Zonenvorschriften fallen nicht darunter. 2.2 Nach Art. 33 Abs. 3 lit. b des Bundesgesetzes über die Raumplanung (Raumplanungs- gesetz, RPG) vom 22. Juni 1979 hat das kantonale Recht di e volle Überprüfung von Verfügun- gen und Nutzungsplänen durch wenigstens eine Beschwerdebehörde zu gewährleisten. Diesen Anforderungen genügt es nach ständiger Rechtsprechung, wenn der Regierungsrat als Plange- nehmigungsbehörde als einzige Instanz mit voller Kogniti on über Einsprachen und Beschwer- den entscheidet (vgl. BGE 127 II 238 E. 3b/bb; BGE 119 Ia 321 E. 5c; BGE 114 Ia 233 E. 2b; HÄNNI , a.a.O., S. 549 f.; BERNHARD WALDMANN /PETER HÄNNI , Raumplanungsgesetz, Bern 2006, N 74 f. zu Art. 33 RPG). Volle Überprüfung bedeutet in diesem Zusammenhang nicht nur die freie Prüfung des Sachverhalts und der sich stellenden Re chtsfragen, sondern auch eine Er- messenskontrolle. Die Überprüfung hat sich dabei dort sachlich zurückzuhalten, wo es um loka- le Angelegenheiten geht, bei deren Wahrnehmung Sachn ähe, Ortskenntnis und örtliche Demo- kratie von Bedeutung sein sollen, hingegen so weit auszug reifen, dass die übergeordneten, vom Kanton zu sichernden Interessen einen angemessenen Platz erhalten (BGE 127 II 238 Seite 5 http://www.bl.ch/kantonsgericht E. 3b/aa; BGE 114 Ia 245 E. 2b; HEINZ AEMISEGGER /STEPHAN HAAG , Kommentar zum Raum- planungsgesetz, Zürich 1999, N 56 zu Art. 33 RPG). Bei der Angemessenheitsprüfung ist je- weils der den Planungsträgern durch Art. 2 Abs. 3 RPG zuerkannte Gestaltungsbereich zu be- achten. Nach Art. 2 Abs. 3 RPG achten die mit Planung saufgaben betrauten Behörden darauf, den ihnen nachgeordneten Behörden den zur Erfüllung ihrer Aufgabe nötigen Ermessensspiel- raum zu lassen. Ein Planungsentscheid ist gestützt darauf zu schützen, wenn er sich als zweckmässig erweist, unabhängig davon, ob sich weitere, ebe nso zweckmässige Lösungen erkennen lassen (vgl. BGE 127 II 238 E. 3b/aa; HÄNNI , a.a.O., S. 551). Die eingeschränkte Kognition des Kantonsgerichts ist zudem mit Art. 6 Zif f. 1 der Konvention zum Schutze der Menschenrechte und Grundfreiheiten (EMRK) vom 4. Novemb er 1950 vereinbar (vgl. KGE VV vom 16. Mai 2018 [810 17 254] E. 2.2; KGE VV vom 14. September 2016 [810 15 350] E. 2.2 f.). 3. Die vorliegende Beschwerde richtet sich gegen den RRB Nr. 2017-1083 vom 15. August 2017, mit welchem der Regierungsrat den Besc hluss der Einwohnergemeindever- sammlung C.____ vom 16. Juni 2016 betreffend Zonenvorschriften Siedlung und Strassennetz- plan Siedlung und Landschaft genehmigte und gleichzei tig die unerledigte Einsprache der Be- schwerdeführenden abwies, soweit er darauf eintrat. D er Streitgegenstand beschränkt sich im vorliegenden Verfahren somit auf die Frage, ob das Gru ndstück der Beschwerdeführenden zu Recht der Zone für öffentliche Werke und Anlagen mit d er Zweckbestimmung "Heim (Alters- heim, Behindertenheim, Asylheim etc.), Spital" zugetei lt wurde, und folglich, ob die Genehmi- gung der Revisionen der Zonenvorschriften Siedlung und Strassennetzplan Siedlung und Land- schaft zu Recht erfolgte. 4. In einem weiteren Schritt ist vorab zu prüfen, ob die Noveneingabe des Beschwerde- gegners vom 23. Oktober 2018, welche in der Beilage ein Schreiben der E.____ AG vom 18. Oktober 2018 inklusive einer "Projektstudie zur Erwe iterung der Klinik F.____, Bericht Preisgericht" vom 30. Mai 2018 (Bericht Projektstudie) e nthält, zuzulassen oder – wie von den Beschwerdeführenden beantragt – aus dem Recht zu weisen ist. § 6 Abs. 2 VPO statuiert, dass neue tatsächliche Behauptungen und Beweismittel bis zur gerichtlichen Beurteilung vorgebracht werden können, sofern dies den Parteien unverschuldet n icht früher möglich war. Verspätete Vorbringen werden aus dem Recht gewiesen. § 16 Abs. 1 VPO statuiert, dass das Gericht alle erheblichen Vorbringen der Parteien würdigt, bevor es entscheidet. Nach § 16 Abs. 2 VPO wendet das Gericht das Recht von Amtes wegen an. Gemäss § 12 VPO stellt das Gericht von Amtes wegen die für den Entscheid wesentlichen Tatsachen fest und es ist in der Beweiswürdi- gung frei (Abs. 1). Die präsidierende Person und das Ge richt können von sich aus oder auf An- trag und unter Mitteilung an die Parteien die Akten ergänzen, Erhebungen und Augenscheine vornehmen sowie Sachverständige und Zeugen bzw. Zeuginn en anhören (Abs. 2). Die Frage, ob ein Vorbringen verspätet erfolgte, kann, je nachdem welcher Bestimmung (§ 6 Abs. 2 VPO bzw. § 16 Abs. 2 VPO) die stärkere Gewichtung beigemessen wird, anders beantwortet werden. Das Novenverbot weist mannigfaltige Bezüge zu verschiedenen Prozessmaximen auf. Bald erscheint es als Ausfluss, bald steht die Einschränkung neue r Vorbringen in einem Spannungs- verhältnis zu andern Grundsätzen des Prozessrechts (vgl. U LRICH MEYER /J OHANNA DORMANN , in: Niggli/Uebersax/Wiprächtiger [Hrsg.], Bundesgerichtsg esetz, Basler Kommentar, 2. Auflage, Seite 6 http://www.bl.ch/kantonsgericht Basel 2011, N 4 zu Art. 99 BGG). Zwar ist der Verwalt ungsprozess vom Untersuchungsgrund- satz beherrscht, wonach die Verwaltung – und im Streitf all das Gericht – von sich aus für die richtige und vollständige Abklärung des Sachverhalts zu sor gen haben, was für die Zulassung von Noven spricht; doch entbindet das den Rechtsuchenden weder davon, selber diejenigen Beanstandungen vorzubringen, die er für einschlägig un d zutreffend hält (Begründungspflicht), noch seinerseits zur Feststellung des Sachverhalts beizutr agen, vor allem dann, wenn die um- strittenen und beweisbedürftigen Tatsachen in seinem E influssbereich liegen (Mitwirkungs- pflicht; vgl. M EYER /D ORMANN , a.a.O., N 6 zu Art. 99 BGG). Im vorliegenden Fall h at der Be- schwerdegegner mit Schreiben vom 23. Oktober 2018 eine vo n der E.____ AG in Auftrag ge- gebene Projektstudie eingereicht, welche nähere Angab en zu den Erweiterungsabsichten der E.____ AG, Klinik F.____, enthält. Diese nachträglich eingereichten Beweisunterlagen hatte der Beschwerdegegner auf eine im Hinblick auf die bevorsteh ende Parteiverhandlung an die E.____ AG gerichtete Anfrage hin erhalten (vgl. Einga be des Beschwerdegegners vom 23. Oktober 2018; Antwortschreiben der E.____ AG vom 18. Oktober 2018). Den Unterlagen lässt sich entnehmen, dass die in Auftrag gegebene Projekt studie im November 2017 gestartet und im Mai 2018 abgeschlossen wurde. Mit Verfügung vo m 12. April 2018 wurde der vorliegen- de Fall der Kammer zur Beurteilung überwiesen und de r doppelte Schriftenwechsel abge- schlossen. Demzufolge konnten diese Beweismittel weder im vorinstanzlichen Verfahren noch mit der Beschwerdebegründung bzw. Replik beigebracht we rden. In Anbetracht dessen, dass das Gericht die für den Entscheid wesentlichen Tatsachen – wozu auch die genügende Konkre- tisierung eines zukünftigen Bedarfs gehört – von Amtes we gen feststellt und die strittige Pro- jektstudie erst im Mai 2018 abgeschlossen wurde, sie onli ne geschaltet und somit für jeder- mann einsehbar ist, ist das besagte Beweismittel vorliegend zuzulassen. 5.1 Weiter ist strittig, ob die Vorinstanz den Anspruch auf rechtliches Gehör der Beschwer- deführenden verletzt hat. Die Beschwerdeführenden rüg en, der Beschwerdegegner sei seiner Begründungspflicht nicht nachgekommen, indem er sich im angefochtenen Entscheid nicht mit ihren Argumenten und Anträgen auseinandergesetzt habe. 5.2 Die Begründungspflicht der Behörden ist Bestandteil des in Art. 29 Abs. 2 der Bundes- verfassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft (BV) vom 1 8. April 1999 verankerten An- spruchs auf rechtliches Gehör und auch ausdrücklich in § 9 A bs. 3 der Kantonsverfassung des Kantons Basel-Landschaft (KV) vom 17. Mai 1984 festgesch rieben. Die Begründung eines Ent- scheids entspricht den Anforderungen von Art. 29 Abs. 2 BV, wenn die Betroffenen dadurch in die Lage versetzt werden, die Tragweite der Entscheidung zu beurteilen und sie in voller Kennt- nis der Umstände an eine höhere Instanz weiterzuziehen. Die Begründungspflicht soll verhin- dern, dass sich die Behörde von unsachlichen Motiven leiten lässt, und der betroffenen Person ermöglichen, die Verfügung sachgerecht anzufechten. Di es ist nur möglich, wenn sowohl die betroffene Person als auch die Rechtsmittelinstanz sich über die Tragweite des Entscheides ein Bild machen können. In diesem Sinn müssen wenigstens kurz die Überlegungen genannt wer- den, von denen sich die Behörde hat leiten lassen. Dies bedeutet indessen nicht, dass sie sich ausdrücklich mit jeder tatbeständlichen Behauptung und jedem rechtlichen Einwand auseinan- dersetzen muss. Vielmehr kann sie sich auf die für den Ent scheid wesentlichen Gesichtspunkte beschränken (vgl. BGE 143 III 65 E. 5.2; BGE 129 I 232 E. 3.2; BGE 126 I 97 E. 2b, BGE 124 Seite 7 http://www.bl.ch/kantonsgericht V 181 E. 1a; KGE VV vom 20. Dezember 2017 [810 17 9 3] E. 5.1; KGE VV vom 18. Februar 2009 [810 08 299/810 08 292] E. 4.1 - 4.3; G EROLD STEINMANN , in: Ehrenzeller/Schindler/ Schweizer/Vallender [Hrsg.], St. Galler Kommentar zur schweizerischen Bundesverfassung, 3. Auflage, Zürich/St. Gallen 2014, N 49 zu Art. 29 BV). Im vorliegenden Fall bedeutet dies, dass sich aus der Begründung des angefochtenen RRB ergebe n muss, dass und inwiefern die Voraussetzungen für eine Zuweisung der Parzelle Nr. 2452 in die Zone für öffentliche Werke und Anlagen erfüllt sind. 5.3 Im angefochtenen Entscheid führte der Beschwerdegeg ner aus, dass die Klinik F.____ als private Institution öffentliche Aufgaben erfülle. A ufgrund von Baugesuchen und bereits aus- geführten Bauprojekten sei belegt, dass die Klinik aus gebaut werde und für den Ausbau ein Bedarf bestehe. Der Beschwerdegegner bejahte das Vorl iegen der Voraussetzungen gemäss § 24 Abs. 1 lit. d des Raumplanungs- und Baugesetzes (RBG) vom 8. Januar 1998 und beurteil- te die Zweckmässigkeit der Umzonung in die Zone für öffe ntliche Werke und Anlagen. Dabei kam er zum Schluss, dass eine Nichtumzonung unzweckmässig wäre , zumal die Parzelle der Beschwerdeführenden von Grundstücken der Klinik F.____ u mgeben sei, auf welchen die vor- gesehenen Spitalprojekte umgesetzt würden. Mit dem Argument der Beschwerdeführenden, die strittige Zonenzuteilung widerspreche dem räumlichen En twicklungskonzept (REK) "C.____ 2030" gemäss dem kommunalen Planungsbericht, hat sich der Beschwerdegegner nicht wört- lich auseinandergesetzt. Der Vorinstanz kann deshalb jedo ch nicht vorgeworfen werden, sich nicht mit den Argumenten und Anträgen auseinanderges etzt zu haben. Art. 29 Abs. 2 BV ver- mittelt keinen Anspruch darauf, dass sich die Behörde mi t allen Parteistandpunkten einlässlich auseinandersetzt und jedes einzelne Vorbringen ausdrückl ich widerlegt. Die Begründung muss so abgefasst sein, dass sich der Betroffene über die Tragw eite des Entscheids Rechenschaft geben und ihn in voller Kenntnis der Sache an die höhere Instanz weiterziehen kann. In diesem Sinn müssen wenigstens kurz die Überlegungen genannt we rden, von denen sich die Behörde hat leiten lassen und auf die sich ihr Entscheid stützt (B GE 136 I 229 E. 5.2; BGE 134 I 83 E. 4.1). In dieser Hinsicht sind die Ausführungen der Vorinstanz eindeutig: Sie hat ausgeführt, dass es unzweckmässig sei, die Parzelle der Beschwerdeführend en als Insel in der Gewerbe- zone zu belassen oder in die Wohn- und Geschäftszone WG3+ umzuzonen. Damit hat sie die Anträge der Beschwerdeführenden thematisiert und ist a uf sie eingegangen. Ferner wurde der künftige Bedarf für die Erfüllung von öffentlichen Au fgaben begründet und bestätigt. Dabei übte sie ihr Ermessen aus und kam zum Schluss, dass die begehrte Zonenzuteilung unzweckmässig sei. Es ist somit nicht ersichtlich und wird von den Beschwe rdeführenden auch nicht näher be- gründet, inwiefern der Beschwerdegegner ihre Argumen te in unzureichender Weise geprüft haben soll. Aus der Begründung des angefochtenen Entsche ids geht hervor, dass die Vorinstanz das öffentliche Interesse an der Spitalnutzung und der zweckmässigen Zonenpla- nung höher gewichtet als die privaten Interessen der Beschwerdeführenden. Keine Verletzung des rechtlichen Gehörs liegt vor, soweit die Begründung der Behörde nach Ansicht der Be- schwerdeführenden materiell fehlerhaft ist. Damit hat der Beschwerdegegner – wenn auch in knapper Form – die gerügte Umzonung auf ihre Recht- u nd Zweckmässigkeit geprüft und es kann insgesamt aus der Begründung die Tragweite des Entsch eids erkannt werden. Eine Ver- letzung des Anspruchs auf rechtliches Gehör liegt demzufolge nicht vor. Seite 8 http://www.bl.ch/kantonsgericht 6. Die Beschwerdeführenden bringen ferner vor, der Be schwerdegegner habe den Sach- verhalt falsch und willkürlich festgestellt, indem er sich auf Baugesuche der E.____ AG abge- stützt habe, von denen sie keine Kenntnis gehabt hätten, zumal solche im vorinstanzlichen Ver- fahren auch nicht erwähnt worden seien; im Gegenteil se i stets von einer "strategischen Reser- ve" die Rede gewesen. Die Beschwerdeführenden moniere n weiter, entgegen der Behauptung des Beschwerdegegners würden nicht sämtliche an die Par zelle Nr. 2452 angrenzenden Grundstücke im Eigentum der E.____ AG stehen (Beschwerde begründung vom 28. August 2017, Ziffern 6 und 8). Den Verfahrensakten kann entn ommen werden, dass – wie die Be- schwerdeführenden zutreffend ausgeführt haben – nicht alle das Grundstück der Beschwerde- führenden umgebenden Parzellen im Eigentum der E.___ _ AG stehen. Im Norden grenzt die Parzelle Nr. 2452 an die im Eigentum der E.____ AG st ehende Parzelle Nr. 2292. Östlich grenzt das Grundstück an die X.____strasse; südlich ihres G rundstücks befinden sich die Par- zellen Nr. 2290, 2291 und 5607. Eigentümerin der Par zelle Nr. 2290 ist die E.____ AG. Die Strassenparzelle Nr. 5607 steht als Anmerkungsparzelle im Miteigentum der E.____ AG; Eigen- tümerin der Parzelle Nr. 2291 ist eine Dritte. Der im angefochtenen RRB ausgeführte Sachver- halt erweist sich demzufolge als unzutreffend, wobei d essen Darstellung in der Vernehmlas- sung korrekt vorgenommen wurde. Den Verfahrensakten kann zudem entnommen werden, dass die E.____ AG mit der Eigentümerin der Parzelle N r. 2291 in Kaufverhandlungen steht, was an der heutigen Parteiverhandlung vom Beschwerdegegner bestätigt wurde. Die Darlegung der Eigentumsverhältnisse rund um die Parzelle der Besch werdeführenden wurde im Zusam- menhang mit der "Insel-Problematik" relevant (vgl. RRB Nr. 2017-1083 vom 15. August 2017, S. 16), welche vor dem geschilderten Hintergrund im E rgebnis als gegeben beurteilt werden kann. Demzufolge ist diese vom Beschwerdegegner angef ührte Argumentation bei der Beurtei- lung der Zweckmässigkeit zu Recht erfolgt und die Beschwer deführenden vermögen aus die- sem Vorbringen nichts zu ihren Gunsten abzuleiten. Hin sichtlich des Einwands, sie (die Be- schwerdeführenden) hätten keine Kenntnis von den bishe rigen Erweiterungsprojekten der E.____ AG gehabt, kann ihnen nicht gefolgt werden. Die vom Beschwerdegegner eingereichten Baugesuche der E.____ AG erstrecken sich über einen Zeit raum von 2013 bis 2017, und die Baugesuche wurden jeweils öffentlich aufgelegt (vgl. P rotokoll der Parteiverhandlung vom 31. Oktober 2018, S. 3; Vernehmlassungs-Beilagen 28 - 31). Dass die Beschwerdeführenden als Nachbarn darüber nicht in Kenntnis gesetzt wurden, lässt sich nicht auf die Verfahrensakten abstützen und entbehrt jeglicher Grundlage. Folglich g eht auch dieses Vorbringen der Be- schwerdeführenden ins Leere, und es lässt sich insgesamt wed er eine falsche Sachverhalts- feststellung noch Willkür daraus ableiten. 7.1 In materieller Hinsicht machen die Beschwerdeführ enden im Wesentlichen geltend, ein privates Grundstück dürfe nur dann der Zone für öffentli che Werke und Anlagen zugewiesen werden, wenn dieses für die Erfüllung einer öffentlich en Aufgabe gebraucht werde. Vorliegend sei jedoch kein Bedarf nach einer öffentlichen Nutzung o der wenigstens einer privaten Nutzung mit öffentlichem Interesse nachgewiesen worden, weshalb die beschlossene Zuweisung ihrer Parzelle in die Zone für öffentliche Werke und Anlagen nicht zulässig sei. Der Beschwerdegeg- ner habe es auch unterlassen, alternative Standorte für allfällige Expansionspläne der Klinik F.____ abzuklären. Die Abweisung der Einsprache würde sowohl die Eigentumsgarantie als auch die Wirtschaftsfreiheit verletzen, weil die bisherige Nutzung, insbesondere die gewerbliche Seite 9 http://www.bl.ch/kantonsgericht Nutzung, nicht wie bisher weitergeführt werden könne. Die Zuweisung ihrer Parzelle in die Zone für öffentliche Werke und Anlagen widerspreche überdi es dem REK der Gemeinde C.____, welches für das ganze Areal als Hauptnutzung Wohnen vors ehe. Eine Zuteilung der Parzelle Nr. 2452 in die Wohn- und Geschäftszone WG3+, welche nördlich ihrer Parzelle festgelegt wer- de, wäre demnach mit dem REK vereinbar und würde sich als verhältnismässig erweisen. 7.2 Der Beschwerdegegner führt demgegenüber aus, die E .____ AG habe die Parzelle Nr. 2292 bereits im Jahr 2013 erworben, was zumindest mittelfristig auf Erweiterungsabsichten der Klinik schliessen lasse (vgl. Vernehmlassung vom 26. O ktober 2011, S. 8). Entgegen der Behauptung der Beschwerdeführenden bestehe Bedarf am A usbau der Klinik F.____ und dies lasse sich auch aufgrund konkreter Bauprojekte nachweisen: So habe die Klinik F.____ in den letzten zehn Jahren in drei Etappen (erste Etappe: 2006 bis 2007; zweite Etappe: 2014 bis 2015; dritte Etappe: 2017 bis 2018) ihr Areal umgeba ut und erweitert (vgl. Vernehmlassung vom 26. Oktober 2011, S. 8). Die Klinik F.____ befind e sich aktuell in einer weiteren Wachs- tumsphase, was sich aus der Bettenbelegung (97 % Auslastung) sowie dem Anstieg der Notfall- eintritte ergebe, und deshalb müsse klarerweise von e iner weiteren baulichen Erweiterung aus- gegangen werden (vgl. Vernehmlassung Beschwerdegegner vo m 26. Oktober 2011, S. 8 f.; Vernehmlassungs-Beilage 25: Statistik der Kliniken, Gesch äftsjahr 1. April 2016 - 31. März 2017, Klinik F.____). Nach dem Gesagten stehe fest, dass künftiger Raumbedarf bestehe. Dem Zonenplan Siedlung Teilplan A könne entnommen werden , dass die betroffenen Parzellen als Zone für öffentliche Werke und Anlagen mit der Zweckbe stimmung "Heim (Altersheim, Behin- dertenheim, Asylheim etc.), Spital" dienen sollen (vgl. Vernehmlassungs-Beilage 17). Die Zwecksetzung sei somit im vorliegenden Fall genügend bestimmt. 8.1 Gestützt auf die Art. 14 ff. RPG sowie die §§ 5 un d 18 RBG ist die Einwohnergemeinde C.____ zum Erlass von kommunalen Nutzungsplänen verpflichtet. Nach Art. 26 RPG genehmigt eine kantonale Behörde, im Kanton Basel-Landschaft der Regierungsrat (vgl. § 2 und 31 Abs. 5 RBG), die Nutzungspläne und ihre Anpassungen (Abs. 1), wobei er sie, nebst der Kontrolle auf Vereinbarkeit mit dem Bundesrecht, insbesondere auf ih re Übereinstimmung mit den vom Bun- desrat genehmigten kantonalen Richtplänen prüft (vgl. A bs. 2; Urteil des Bundesgerichts 1C_520/2014 vom 8. April 2015 E. 2.3). Gemäss § 2 RBG sind die Gemeinden befugt, im Rah- men dieses Gesetzes eigene Vorschriften sowie die für die Raumplanung massgebenden Pläne mit den dazugehörenden Reglementen zu erlassen. Im Wei teren obliegt gemäss § 4 Abs. 1 RBG die Kantonsplanung, die sich unter anderem im Erla ss von Richtplänen niederschlägt (§ 8 ff. RBG), den Kantonen, die Ortsplanung dagegen den Einwohnergemeinden. 8.2.1 Die Nutzungspläne unterscheiden zwischen Bau-, Land wirtschafts- und Schutzzonen (vgl. Art. 14 RPG), wobei das kantonale Recht gemäss Art . 18 RPG weitere Nutzungszonen vorsehen kann (Abs. 1) und es kann Vorschriften enthalten über Gebiete, deren Nutzung noch nicht bestimmt ist oder in denen eine bestimmte Nutzung erst später zugelassen wird (Abs. 2). Die Grundlage der kommunalen Nutzungsplanung bilden im Kanton Basel-Landschaft die §§ 18 f. RBG. Gemäss § 18 Abs. 1 RBG sind die Gemeinde n sodann befugt, Zonenvorschriften für das ganze Gemeindegebiet zu erlassen, welche gemäss § 18 Abs. 2 RBG das Gemeinde- gebiet in verschiedene Nutzungszonen unterteilen. § 19 A bs. 1 RBG sieht sechs verschiedene Seite 10 http://www.bl.ch/kantonsgericht Nutzungszonen vor, wozu auch die Bauzone (lit. a) gehört. Die Bauzonen können insbesondere in Zonen für öffentliche Werke und Anlagen unterteil t werden (§ 20 Abs. 1 lit. g RGB). Gemäss § 24 Abs. 1 RBG umfassen Zonen für öffentliche Werke u nd Anlagen Gebiete, die zur Erfüllung öffentlicher Aufgaben durch Gemeinwesen (lit. a); and ere Körperschaften und Anstalten des öffentlichen Rechts (lit. b); Inhaber staatlicher Kon zessionen (lit. c) oder Personen des privaten Rechts, die öffentliche Aufgaben erfüllen, benötigt w erden (lit. d). Zusätzlich sind in beschränk- tem Umfang andere Nutzungen zulässig, sofern sie mit d er Erfüllung der öffentlichen Aufgaben verträglich sind (Abs. 2). 8.2.2 Wenn die Beschwerdeführenden in Abrede stellen, dass die Klinik F.____ eine öffentli- che Aufgabe erfülle und ihr Bauvorhaben in der Zone für öffentliche Werke und Anlagen aus diesem Grund nicht zonenkonform sei, kann ihnen nicht gefolgt werden. Einer Zone für öffentli- che Werke und Anlagen können Grundstücke zugewiesen werd en, die von ihren Eigentümern zur Erfüllung öffentlicher Aufgaben benötigt werden ( § 24 Abs. 1 RBG), wobei die Zone für öf- fentliche Werke und Anlagen für bestehende und künftig e öffentliche Bauten und Anlagen be- stimmt ist. Werke und Anlagen im öffentlichen Interesse si nd Bauwerke, die – ungeachtet ihres Eigentümers – im weitesten Sinn Aufgaben des modernen Leistungs- und Sozialstaats wahrzu- nehmen helfen. Zu denken ist an Schulhäuser, Spitäler, öffentliche Verwaltungsgebäude, Al- ters- und Pflegeheime, Kirchen, Friedhöfe, Sportanlagen, Spielplätze, Freibäder oder Ähnliches, aber auch an Bauten privater Bauherren, wie etwa Schw immbäder, Tennisanlagen, Schreber- gärten und Pfadfinderheime (vgl. Urteil des Bundesgerichts 1C_384/2016 vom 16. Januar 2018 E. 5.4.2). Voraussetzung ist, dass die Bauten grundsätzli ch der Öffentlichkeit zugänglich sind. Allerdings ist es durchaus möglich, dass der öffentliche Zu gang rechtlich oder faktisch einge- schränkt ist (vgl. Urteil des Bundesgerichts 1C_310/2011 v om 10. November 2001 E. 2.4). Pri- vate Bauten, die nicht dem Zonenzweck dienen, sind nicht zonenkonform. Damit ist jedoch nicht gefordert, dass die Baute oder Anlage im Eigentum des Gemeinwesens steht (vgl. P ETER HETTICH /LUKAS MATHIS , in: Griffel/Liniger/Rausch/Thurnherr [Hrsg.], Fachbuch Öffentliches Bau- recht, Zürich/Basel/Genf 2016, Rz. 1.72). Unproblematisc h sind in der Regel Nutzungen durch die Gemeinwesen aller Stufen in Erfüllung der ihnen gesetzlich übertragenen Aufgaben (vgl. PBG aktuell – Zürcher Zeitschrift für öffentliches B aurecht [PBG] 2008/2 S. 48 ff. mit Hin- weisen). Mit dem Beschwerdegegner kann festgehalten we rden, dass die Klinik F.____ auf der Spitalliste des Kantons Basel-Landschaft aufgeführt ist, d.h. sie dient der öffentlichen Aufgabe der medizinischen Versorgung der Bevölkerung und erbringt ihre Leistungen auf Basis einer mit dem Kanton abgeschlossenen Leistungsvereinbarung (vgl. § 2 des Spitalgesetzes [Spitalge- setz] vom 17. November 2011; Spitalliste Kanton Basel- Landschaft 2018 vom 20. Dezember 2017). Die Klinik F.____ wurde für zahlreiche Leistung seinheiten ihres stationären Angebots in die Spitalliste aufgenommen, d.h. in diesen Bereichen besteht ein kantonaler Leistungsauftrag und es darf über die obligatorische Krankenversicherung ab gerechnet werden (vgl. § 4 Spital- gesetz). Die Klinik F.____ verfügt insbesondere auch üb er eine Notfallstation. Eine solche Aus- gestaltung ist mit dem Erfordernis der Allgemeinzugäng lichkeit vereinbar. Wie dargelegt, sollen mit dem geplanten Neubau-Projekt namentlich der klinisch-stationäre Spitalbetrieb und die Ope- rationskapazitäten sowie die dazu betriebsnotwendigen d iagnostischen und gastronomischen Einheiten ausgebaut werden. Im vergangenen Jahr wurde n 56,3 % Grundversicherte und 43,7 % Zusatzversicherte behandelt (vgl. Homepage der E._ ___ AG, zuletzt besucht am Seite 11 http://www.bl.ch/kantonsgericht 24. Oktober 2018). Daraus folgt, dass die Klinik F.____ sowohl öffentliche als auch private Auf- gaben erfüllt. Der geplante Ausbau betrifft allerdings den Spitalbereich und die damit verbunde- nen sog. Annexbauten. Es werden folglich Bauten für die Erfüllung öffentlicher Aufgaben ge- schaffen. Der auf weite Sicht – in einer weiteren Etap pe – geplante Erweiterungsbau auf der Parzelle der Beschwerdeführenden wird voraussichtlich in die gleiche Richtung zielen, d.h. es ist damit zu rechnen, dass der künftige Ausbau wiederu m den stationären Bereich betreffen wird. Zu beachten ist dabei, dass in beschränktem Umfang auch eine private Nutzung zulässig wäre (§ 24 Abs. 2 RBG). Nach dem Gesagten ergibt sich zusammenfassend, dass die Klinik F.____ angesichts ihrer Zweckbestimmung und ihren Leistun gen eine öffentliche Aufgabe wahrnimmt. Damit erweist sich der Spitalbetrieb in der Zone für öffentliche Werke und Anlagen als zonenkonform. 8.3 Die Zone für öffentliche Bauten und Anlagen füh rt zu einer öffentlich-rechtlichen Eigen- tumsbeschränkung, die mit der verfassungsrechtlichen Eigentu msgarantie im Sinne von Art. 26 BV nur vereinbar ist, wenn sie auf einer klaren gesetzlic hen Grundlage beruht, im überwiegen- den öffentlichen Interesse liegt, verhältnismässig ist und voll entschädigt wird, sofern sie einer Enteignung gleichkommt (vgl. Art. 36 BV, BGE 114 Ia 3 35 E. 2; BGE 125 I 369 E. 5d; BGE 107 Ib 334 E. 2 f.; BGE 121 I 65 E. 5a/cc; Urteil des Bu ndesgerichts 1C_327/2014 vom 11. März 2015 E. 5.2; KGE VV vom 24. August 2011 [810 10 484] E. 5.1; DANIEL GSPONER , Die Zone für öffentliche Bauten und Anlagen, Zürich 2000, S. 90 f f.; HÄNNI , a.a.O., S. 246; U LRICH HÄFELIN / GEORG MÜLLER /FELIX UHLMANN , Allgemeines Verwaltungsrecht, 7. Auflage, Zürich/St. Gallen 2016, Rz. 2343 ff.). Nach der Rechtsprechung des Bundesge richts darf das Gemeinwesen die für öffentliche Anlagen benötigten Flächen auf weite Sicht hinaus sichern, um zu einer den Be- dürfnissen der Bevölkerung entsprechenden Gestaltung der Siedlungen zu gelangen. Sein Pla- nungshorizont darf dabei über die in Art. 15 RPG erw ähnten fünfzehn Jahre hinausgehen, wo- rauf nachfolgend zurückzukommen sein wird (vgl. BGE 114 Ia 335 E. 2c, E. 8.5.3 hiernach). Voraussetzung für die Festsetzung einer Zone für öffentl iche Bauten und Anlagen ist indes, dass das geltend gemachte zukünftige Bedürfnis genügend konkretisiert ist. Das Bedürfnis ist vom Gemeinwesen so genau wie möglich anzugeben, und die Errichtung der öffentlichen Baute bzw. Anlage muss mit einiger Sicherheit zu erwarten sein. Als unzulässig müsste die Schaffung von Zonen für öffentliche Bauten und Anlagen bezeichne t werden, wenn diese Zonenfestset- zung einzig ein Vorwand dafür wäre, dass sich das Gemeinw esen ausgedehnte Landflächen sichern wollte, um über eine möglichst grosse Handlungsf reiheit für die raumplanerische Ge- staltung des Gemeindegebietes zu verfügen. Steht jedo ch aufgrund sorgfältiger Analysen und Prognosen, welche nach den heute anerkannten Methode n der Raumplanung durchgeführt werden, fest, dass der geltend gemachte Landbedarf fü r bestimmte öffentliche Bedürfnisse ausgewiesen ist, so ist die Festsetzung der Zone für öf fentliche Bauten und Anlagen nicht zu beanstanden (vgl. BGE 114 Ia 335 E. 2d; KGE VV vom 24. August 2011 [810 10 484] E. 5.1). Der Landbedarfsnachweis hat dabei als erbracht zu gelten , wenn er sich auf richtige und voll- ständige Angaben stützt und sich auf das Flächenmass beschrä nkt, welches zur Realisierung der geplanten öffentlichen Baute oder Anlage notwend ig ist (vgl. BGE 114 Ia 335 E. 2e; GSPONER , a.a.O., S. 87 ff., insb. S. 100). Seite 12 http://www.bl.ch/kantonsgericht 8.4 Zu berücksichtigen ist im Weiteren, dass gemäss § 77 Abs. 1 RBG dem planenden Gemeinwesen mit dem rechtskräftigen Erlass der Nutzungsp lanung das Enteignungsrecht für die darin vorgesehenen Werke gewährt wird. Nach der bu ndesgerichtlichen Rechtsprechung hat sich die Überprüfung der Nutzungsplanung in einem solchen Fall bereits auch auf die ver- fassungsrechtlichen Anforderungen der Enteignung und des Enteignungsverfahrens zu erstre- cken. Dabei ist namentlich der Grundsatz der Verhältnismä ssigkeit zu beachten. Dieser lässt die Enteignung nur zu, wenn und soweit sie zur Erreichu ng des öffentlichen Zwecks notwendig ist. Private Rechte dürfen danach nur in Anspruch genomme n werden, wenn das angerufene Interesse des Gemeinwesens sich im konkreten Fall als überle gen erweist und sich nicht auf anderem Wege befriedigen lässt. Besitzt das Gemeinwesen für die Verwirklichung der öffentli- chen Nutzung eigenes geeignetes Land, so wäre das aus de m Verhältnismässigkeitsprinzip fliessende Gebot der Notwendigkeit der Enteignung ver letzt, wenn das Gemeinwesen ohne sachlichen Grund nicht seine eigenen Landreserven ausschöpf en, sondern sich auf dem Ent- eignungsweg zusätzliches Land verschaffen würde (vgl. BGE 1 14 Ia 114 E. 4c/cb; Urteil des Bundesgerichts 1A.244/2000 vom 8. November 2001, E. 8a ). Kommunale Landreserven dürfen somit nicht auf Kosten des privaten Grundeigentums geschon t werden, sondern das Gemein- wesen hat eigenes Land zu beanspruchen, soweit es zur Erstel lung des geplanten öffentlichen Werkes vorhanden ist (vgl. Basellandschaftliche Verwalt ungsgerichtsentscheide [BLVGE] 1983/84 S. 119 ff. E. 5c). Dies gilt jedenfalls dann, wenn das Gemeinwesen über Parzellen ver- fügt, auf welchen die öffentliche Baute oder Anlage in zweckmässiger Weise errichtet werden kann und sich dieser Standort mithin als sachgerecht erwei st (vgl. KGE VV vom 24. August 2011 [810 10 484] E. 5.1; GSPONER , a.a.O., S. 120 f. mit Hinweisen). 8.5.1 Es ist unbestritten, dass vorliegend eine genügende gesetzliche Grundlage für die Zu- weisung des Grundstücks der Beschwerdeführenden in die Zo ne für öffentliche Werke und An- lagen besteht. Die Beschwerdeführenden monieren demg egenüber, dass die umstrittene Pla- nungsmassnahme nicht im öffentlichen Interesse liege und nicht verhältnismässig sei. 8.5.2 Eine Planungsmassnahme, aufgrund derer eine Ente ignung möglich ist, muss durch ein öffentliches Interesse gerechtfertigt sein. Dabei muss es sich um ein erhebliches öffentli- ches Interesse handeln, an welches umso höhere Anforderun gen zu stellen sind, je stärker in das Eigentum eingegriffen wird. Das öffentliche Intere sse muss sich sowohl auf das konkrete öffentliche Werk als auch auf den konkreten planerischen Eingriff beziehen. Es umfasst in Be- zug auf eine Zone für öffentliche Werke und Anlagen i m Wesentlichen zwei Komponenten: den Bedarf an der vorgesehenen Nutzung sowie die Vornahme einer Interessenabwägung (vgl. GSPONER , a.a.O., S. 92). 8.5.3 Der Bedürfnisnachweis für öffentliche Bauten od er Anlagen umfasst vorab die Darle- gung jener Gründe, die ihre Errichtung in absehbarer Zeit für notwendig erscheinen lassen (vgl. GSPONER , a.a.O., S. 92 ff.). Nach Art. 75 BV sowie Art. 1 u nd 3 RPG zählt es zu den Auf- gaben der Raumplanung, auf weite Sicht die zweckmässige Nutzung des Bodens festzulegen, um zu einer den Bedürfnissen der Bevölkerung entsprechen den Gestaltung der Siedlungen zu gelangen, und deshalb wird das öffentliche Interesse an der Festlegung einer Zone für öffentli- che Werke und Anlagen nicht ausgeschlossen, wenn das ents prechende öffentliche Werk erst Seite 13 http://www.bl.ch/kantonsgericht nach Jahren realisiert wird. Daraus folgt, dass nicht nur ein aktueller Bedarf, sondern auch ein zukünftiges Bauvorhaben ein öffentliches Interesse an diese r Planungsmassnahme zur Siche- rung des Landerwerbs für öffentliche Zwecke begründen kan n, ohne dass ein konkretes, aus- gearbeitetes Projekt im Zeitpunkt der Zonenplangenehmigung vorliegen müsste (vgl. GSPONER , a.a.O., S. 93). Angesichts der unbestreitbaren Notwendi gkeit, die Raumbedürfnisse für öffentli- che Nutzungen langfristig zu gewährleisten, lässt das Bund esgericht in Abweichung von Art. 15 RPG die Anwendung eines Planungshorizontes von 25 bis 3 0 Jahren zu (vgl. BGE 114 Ia 335 E. 2c). Die Voraussetzung eines genügend konkretisierten ö ffentlichen Bedürfnisses schliesst zu summarische, hypothetische oder gar spekulative Begründungen aus (vgl. GSPONER , a.a.O., S. 93 f.). Die Grenze der Festsetzung einer Zone für ö ffentliche Werke und Anlagen liegt daher im Verbot einer Enteignung auf Vorrat (vgl. GSPONER , a.a.O., S. 94 f.). Voraussetzung zur Fest- setzung einer Zone für öffentliche Bauten und Anlagen ist freilich, dass das geltend gemachte zukünftige Bedürfnis genügend konkretisiert ist. Das Bedür fnis ist vom Gemeinwesen so genau wie möglich anzugeben, und die Errichtung der öffentlichen Baute bzw. Anlage muss mit einiger Sicherheit zu erwarten sein (vgl. BGE 114 Ia 335 E. 2.d ). Steht also aufgrund sorgfältiger Ana- lysen und Prognosen fest, dass der geltend gemachte Land bedarf für bestimmte öffentliche Bedürfnisse ausgewiesen ist, so ist die Festsetzung der Z one für öffentliche Werke und Anla- gen nicht zu beanstanden (vgl. Urteil des Bundesgerichts 1C_327/2014 vom 11. März 2014 E. 5.4.1 mit Verweis auf BGE 114 Ia 335). 8.5.4 Die strittige Umzonung der Parzelle Nr. 2452 von der Gewerbezone G3 in die Zone für öffentliche Werke und Anlagen mit der Zweckbestimmung "Heim (Altersheim, Behindertenheim, Asylheim etc.), Spital" erfolgte im Rahmen der Gesamtre visionen der kommunalen Nutzungs- planung und im Hinblick auf die geplante Erweiterung des Spitalbetriebs der E.____ AG, Klinik F.____. Die Siedlungsplanung der Gemeinde C.____, d. h. der geltende Zonenplan Siedlung und die dazugehörigen Reglemente, wurde im Jahr 196 6 beschlossen und ist somit rund 50 Jahre alt (vgl. Ratschlag für die Gemeindeversammlung vo m 16. Juni 2016, S. 3). Anlass der vorliegend zu beurteilenden Gesamtrevisionen war der sta rke gesellschaftliche und wirtschaftli- che Wandel in den letzten Jahren, unter anderem die zun ehmend älter werdende Bevölkerung. Zu diesem Zweck hat die Gemeinde C.____ das REK erarbeitet, welches vom Gemeinderat am 30. August 2011 verabschiedet worden ist. Diesem kann e ntnommen werden, dass die Ge- meinde C.____ bis 2030 um 2'000 Einwohnerinnen und E inwohner wachsen soll. Als Ziel sieht das REK unter anderem die Sicherung der für öffentlic he Zwecke benötigten Flächen vor. Die- ses Ziel soll durch eine Zuteilung von den erforderliche n Flächen in die Zone für öffentliche Werke und Anlagen erreicht werden (S. 42). Wenn die Beschwerdeführenden vorbringen, eine Zuteilung ihrer Parzelle in die Zone für öffentliche Werke und Anlagen widerspreche dem REK der Gemeinde C.____, welches für das ganze Areal als Ha uptnutzung Wohnen vorsehe, kann ihnen nicht gefolgt werden. Vielmehr kann mit dem Be schwerdegegner in diesem Zusammen- hang festgehalten werden, dass der Gemeinderat in seiner Stellungnahme zum REK ausführte, dass die Zonen für öffentliche Werke und Anlagen zumei st in Wohngebieten liegen würden, weshalb diese auf der Plandarstellung als "Siedlung – Hauptnutzung Wohnen" erscheinen wür- den. Der Gemeinderat stellte dabei aber klar, dass eine zusätzliche Ausweisung der Gebiete mit öffentlicher Nutzung auf Stufe des REK wenig sinnv oll erscheine. Das heisse jedoch nicht, dass die Zonen für öffentliche Werke und Anlagen für di e Wohnnutzung freigegeben würden, Seite 14 http://www.bl.ch/kantonsgericht sondern verbindliche diesbezügliche Aussagen erst im Rahmen des Zonenplans gemacht wer- den könnten (Bericht zur Mitwirkung Initialphase [21. O ktober 2010 - 31. Dezember 2010], Ver- nehmlassungs-Beilage 27, S. 3 N 8). Somit liegt der von den Beschwerdeführenden geltend gemachte Widerspruch des Zonenplans zum REK nicht vor; im Gegenteil kündigte die Be- schwerdegegnerin in diesem Zusammenhang frühzeitig eine n entsprechenden Vorbehalt an. Bisher befand sich im Süden der betroffenen Parzelle be reits eine Zone für öffentliche Werke und Anlagen mit Zweckbestimmung […]; der bestehende Sp italbetrieb befindet sich nördlich davon und soll noch weiter in Richtung Norden ausgeba ut werden. Die streitgegenständliche Erweiterung der Zone für öffentliche Werke und Anla gen wird mit dem gesteigerten Bedarf am Spitalbetrieb begründet. Die Einwände der Beschwerde führenden ändern indessen nichts da- ran, dass inzwischen ein genügend konkretes Projekt definiert worden ist. 8.5.5 Den Verfahrensakten kann entnommen werden, dass d ie Klinik F.____ eine Erweite- rung ihres Betriebs plant. Dabei soll gewährleistet we rden, dass sie am bisherigen Standort erhalten bleibt und ihre Leistungen entsprechend der Nachfrage anbieten kann. Aus dem Be- richt zur Projektstudie ist ersichtlich, dass die Erweiterun g und Erneuerung einerseits für neue Nutzungen eingesetzt werden, andererseits auch bestehend e räumliche wie prozessuale Prob- leme im heutigen Betrieb entschärfen resp. beseitigen soll. Der Bericht hält diesbezüglich fest, dass ein Neubau insbesondere des klinisch-stationären Spi talbetriebs (inkl. Erweiterung von Operationskapazitäten) sowie den dazu betriebsnotwendi gen diagnostischen und gastronomi- schen Einheiten auf dem eigenen Areal zu realisieren sei (vgl. E. 8.2.2 hiervor). Die Klinik plane mit der Erweiterung der Bettenkapazität und mittels eines zusätzlichen Operationssaals auf eine betriebswirtschaftliche optimale Grösse anzuwachsen, um di e Weiterentwicklung für die näch- sten 10 - 15 Jahren zu ermöglichen. Ziel der Erweiter ungsplanung sei, dass das Projekt eine Basis für die zukünftige Entwicklung der Klinik sicherstell e, flexible und umnutzbare Gebäu- destrukturen aufweise, optimale Arbeits-, Patienten- und Logistikprozesse ermögliche sowie ein Erweiterungspotenzial in Etappen bis zur maximalen Areal ausnutzung garantiere (vgl. Bericht Projektstudie, S. 5). Dem Begleitschreiben der E.____ AG vom 18. Oktober 2018 lässt sich zu- dem entnehmen, dass auf Basis der Projektstudie ein Proj ekt mit einem Zeithorizont von fünf Jahren realisiert werden soll. Damit wird konkret dargelegt, dass die Klinik erweitert werden soll. Die Erweiterung soll in Etappen erfolgen, wobei die Umsetzung der ersten Erweiterung bereits in den nächsten fünf Jahren geplant ist. Das Sieger-Proj ekt gemäss Projektstudie sieht einen Basis-Erweiterungsbau auf den Parzellen Nrn. 2290, 2291, 2292 und 5607 vor. Die Parzelle der Beschwerdeführenden wird für das geplante Projekt zunäch st nicht benötigt. Dem Bericht ist jedoch wiederholt klar zu entnehmen, dass auf der Basis d es geplanten Projekts weitere, künf- tige Erweiterungen nach Norden gewollt und funktion al möglich sind. Ziel ist eine Ausdehnung in Etappen bis zur maximalen Arealnutzung. Aus dem Beri cht geht deutlich hervor, dass die Klinik F.____ einen künftigen Erweiterungsbau auf de r Parzelle der Beschwerdeführenden be- absichtigt und plant. Die Basis für die Expansion wird i m Bericht konkretisiert. Die Ernsthaf- tigkeit der Umsetzung der geplanten Erweiterung ergibt sich denn auch aus dem durchgeführ- ten Projekt-Wettbewerb. Es haben namhafte Architekten t eilgenommen und die Wettbewerbs- kosten beliefen sich auf Fr. 140'000.--. Zudem bestätigt auch die Etappierung des Erweite- rungsprojekts den Bedarf der Klinik: So realisiert sie das vorläufig Machbare so schnell als mög- lich bzw. bezieht alles, was sich nicht unmittelbar umsetze n lässt, in die langfristige Planung Seite 15 http://www.bl.ch/kantonsgericht ein. Ferner lassen auch die statistisch ausgewiesene hohe Bettenbelegung und der Notfallan- stieg auf den Erweiterungsbedarf schliessen (vgl. Stati stik der Kliniken, Geschäftsjahr 1. April 2017 bis 31. März 2018, Klinik F.____). Vor diesem Hin tergrund darf mit einiger Sicherheit er- wartet werden, dass die Parzelle der Beschwerdeführende n in den nächsten 25 - 30 Jahren für den Betrieb der Klinik F.____ benötigt wird, und es ka nn ausgeschlossen werden, dass das Gemeinwesen beabsichtigt, dadurch Landreserven zu horten . Bereits die Lage und die – im Vergleich zur gesamten der Zone für öffentliche Werke und Anlagen zugewiesenen Fläche – kleine Parzelle der Beschwerdeführenden von 820 m 2 lassen den Schluss nicht zu, dass das Gemeinwesen das Grundstück sichern will, um über eine mög lichst grosse Handlungsfreiheit für die raumplanerische Gestaltung verfügen zu können. Di e Parzelle der Beschwerdeführen- den soll langfristig der Spitalnutzung durch die Klini k F.____ zugeführt werden. Der entspre- chende Bedarfsnachweis ist nach dem Gesagten erbracht. Die Gemeinde C.____ hat offenkun- dig ein erhebliches Interesse daran, den Spitalstandort zu erhalten. 8.5.6 Weiter ist zu prüfen, ob die geplante öffentlich e Baute oder Anlage des geltend ge- machten Standorts bedarf. Ausgangspunkt für entsprechen de Untersuchungen bilden die Pla- nungsgrundsätze nach Art. 1 und 3 RPG, welche unmitt elbar justiziabel und für Planungsbe- hörden aller Stufen verbindlich sind. Bei der Bestimmu ng von sachgerechten Standorten für öffentliche Nutzungen stehen die Anforderungen gemäss Art. 3 Abs. 4 lit. a - c RPG im Vorder- grund (vgl. G SPONER , a.a.O., S. 101 ff.). Wie das Bundesgericht ausdrücklich festhielt, ent- spricht es dem Grundsatz einer umfassenden Interessenabwäg ung, dass "nicht die erstbeste Lösung gewählt, sondern dass nach Alternativen gesucht wird […]". Dabei hat sich die konkrete Festlegung einer Zone für öffentliche Werke und Anlag en insbesondere an die Parzellengren- zen zu halten. Deshalb ist der sachgerechte Feinstandor t innerhalb des Siedlungsgebiets so zu bestimmen, dass in der Regel kein einzelnes Grundstück zwisch en zwei Zonen für öffentliche Werke und Anlagen liegt oder eine Parzelle durch eine Zone für öffentliche Werke und Anlagen nicht derart zerschnitten wird, dass der Rest nicht mehr zweckmässig überbaut werden kann (vgl. GSPONER , a.a.O., S. 115). Erweist sich ein Standort nach Durch führung eines Ermittlungs- verfahrens unter allen Titeln als sachgerecht, bedarf es keiner weiteren Abklärungen mehr, ob allenfalls noch weitere Standorte tauglich wären (vgl. GSPONER , a.a.O., S. 116). Im vorliegend zu beurteilenden Gebiet war die Parzelle Nr. 2288 ber eits in die Zone für öffentliche Werke und Anlagen ausgeschieden worden. Nördlich dieser Parzelle befindet sich das Grundstück Nr. 2290 der E.____ AG mit dem Spitalbetrieb. Nordw estlich davon befindet sich die Parzelle Nr. 2291, welche zwecks Erweiterung des Spitalbetriebs e rworben werden soll. Weiter nördlich liegt die Parzelle Nr. 2292, deren Eigentümerin die E.____ AG ist. Westlich des strittigen Ge- biets befindet sich Wald, weshalb eine Expansion in diese Richtung – entgegen der Auffassung der Beschwerdeführenden – nicht möglich ist; östlich dav on ist die X.____strasse, welche an das G.____-Areal grenzt. Eine anderweitige mögliche A usdehnung der E.____ AG ist somit nicht ersichtlich. Mit dem neuen Zonenplan wurden nebst der Parzelle der Beschwerdeführen- den die Parzellen Nrn. 2290, 2291, 2292 und 5607 in die Zone für öffentliche Werke und Anla- gen umgezont. Wie dargelegt, ist die E.____ AG bereit s Eigentümerin der Parzellen Nr. 2290 und Nr. 2292, und die Eigentümerin der Parzelle Nr. 2291 befindet sich in Verkaufsverhandlun- gen mit der E.____ AG. Aus räumlicher Sicht ist deshalb für die Erweiterung der Zone für öffent- liche Werke und Anlagen die Umzonung der Parzelle der Beschwerdeführenden zweckmässig. Seite 16 http://www.bl.ch/kantonsgericht Die Zone für öffentliche Werke und Anlagen ist ein Pl anungsinstrument, welches der Sicherung der Landbedürfnisse für künftige öffentliche Werke und Anlagen dient. Wie bereits erwähnt, lässt sich den Verfahrensakten in diesem Zusammenhang ent nehmen, dass im Rahmen einer ersten Etappe die Nachbarparzellen (und nicht die Parze lle der Beschwerdeführenden) über- baut werden. Später – d.h. innerhalb der nächsten 25 - 30 Jahre – wird voraussichtlich auch die Parzelle der Beschwerdeführenden für die erweiterte S pitalnutzung mit einiger Sicherheit benö- tigt. Dass die E.____ AG auf eine zusammenhängende Flä che angewiesen ist, liegt auf der Hand. Die Nutzung alternativer Standorte, d.h. auf d en umliegenden Parzellen Nrn. 2291, 2292 und 5607, wird zwar vorrangig ausgeschöpft; es besteht jedoch auf weite Sicht ein zusätzlicher Raumbedarf, weshalb sich die Planungsmassnahme zur Errei chung des öffentlichen Zwecks als notwendig erweist. Das Argument, die Klinik F.___ _ könne an einer anderen Stelle expan- dieren, verfängt somit nicht. Überdies ist der vorliegend gewählte Standort für die Festlegung der Zone für öffentliche Werke und Anlagen für die Bevölkerung gut erreichbar und an die re- gionalen Bedürfnisse angepasst, wodurch den Anforderu ngen von Art. 3 Abs. 4 RPG nachge- kommen wird. Nach dem Gesagten ist nicht zu beanstanden , dass die Vorinstanzen den Standort als sachgerecht beurteilt haben. 8.5.7 Wie die Beschwerdegegner zutreffend geltend mach en, besteht ein erhebliches öffent- liches Interesse daran, den Standort der Klinik F.____ u nd damit den Spitalbetrieb sowie die Notfallstation langfristig zu sichern. Mit dem neuen Z onenplan wurde eine Arealfläche von rund 11'400 m 2 der Zone für öffentliche Werke und Anlagen mit der Z weckbestimmung "Heim (Al- tersheim, Behindertenheim, Asylheim etc.), Spital" zuge wiesen. Die Parzelle der Beschwerde- führenden liegt innerhalb dieses Areals. Ein Ausschluss ih rer Parzelle würde somit zu einer Nutzungslücke führen, was nicht zweckmässig wäre (vgl. E. 8.5. 6 hiervor). Die Parzelle Nr. 2452 weist eine Fläche von 820 m 2 auf, d.h. sie macht 7 % des gesamten dort umgezonten Areals für öffentliche Werke und Anlagen aus und ist dam it verhältnismässig klein. Vor diesem Hintergrund erweist es sich als sinnvoll und es besteht ein planerisches Interesse daran, dass die Parzelle der Beschwerdeführenden der Zone für öffentliche Werke und Anlagen zugewiesen wird. Das öffentliche Interesse erstreckt sich damit auf da s Interesse am Spital- und insbeson- dere Notfallbetrieb sowie auf die zweckmässige Nutzungspla nung ohne (kleine) Nutzungslü- cken. Insgesamt besteht somit ein zulässiges und erhebliches öf fentliches Interesse daran, die Parzelle der Beschwerdeführenden Nr. 2452 der Zone fü r öffentliche Werke und Anlagen zuzu- führen. 8.5.8 Demgegenüber sind die Beschwerdeführenden – sofe rn das dem Gemeinwesen zu- stehende Enteignungsrecht geltend gemacht wird – nicht mehr frei, nach ihrem Belieben über ihr Eigentum zu verfügen bzw. es zu nutzen. Vielmehr m üssen sie eine Enteignung in Kauf nehmen und eine Nutzung am bisherigen Standort wird v erunmöglicht. Sie weisen auch aus betriebswirtschaftlichen Gründen ein Interesse an der W eiterführung ihres Betriebs auf. Die daraus folgende Eigentumseinschränkung bzw. drohende E nteignung stellen offensichtlich ei- nen Eingriff in die Eigentumsgarantie dar. 8.6 Mit der Feststellung, dass eine Baute oder Anlage e inem öffentlichen Interesse dient, deren Bedarf genügend konkretisiert ist und deren Erste llung in naher Zukunft zu erwarten ist, Seite 17 http://www.bl.ch/kantonsgericht ist noch nicht entschieden, ob die Schaffung einer Zone für öffentliche Werke und Anlagen auf- grund ihrer eigentumsbeschränkenden Auswirkungen zulässig i st. Der Grundsatz der Verhält- nismässigkeit soll deshalb sicherstellen, dass der Eingriff i n die Eigentumsgarantie durch eine Zone für öffentliche Werke und Anlagen geeignet und e rforderlich ist, um das angestrebte öf- fentliche Ziel zu erreichen, sowie sich ihre Folgen als zumutbar erweisen (vgl. GSPONER , a.a.O., S. 119 ff.). In Bezug auf die Frage der Eignung rau mplanerischer Anordnungen genügt es ge- mäss der bundesgerichtlichen Rechtsprechung, dass diese e inen tauglichen Versuch darstel- len, einen Beitrag zur Realisierung des verfolgten Zwecks zu leisten (vgl. G SPONER , a.a.O., S. 119 ). Wie bereits vorstehend dargelegt, ergibt sich aus der Lage des Grundstücks und der zweckmässigen Zonenplanung ohne Nutzungslücken, dass sich das Grundstück der Be- schwerdeführenden für die Zuteilung in die Zone für öffentliche Werke und Anlagen bzw. für die Spitalerweiterung eignet (vgl. E. 8.5.4 f.). Der Gru ndsatz der Erforderlichkeit verlangt nicht, sich auf das zur Verwirklichung des öffentlichen Werks Unabdingbare zu beschränken. Ein Eingriff in die Eigentumsordnung darf jedoch nicht über das hinau sgehen, was zur angemessenen Errei- chung des öffentlichen Zwecks in sachlicher, räumlicher, ze itlicher und personeller Hinsicht notwendig ist. Folglich hat eine raumplanerische Massnah me zu unterbleiben, wenn sie zwar geeignet ist, aber eine ebenso taugliche, aber milder e Anordnung für die Verwirklichung des angestrebten Ziels ausreicht. In diesem Zusammenhang kann auf die vorstehenden Erwägun- gen verwiesen werden, in welchen bereits dargelegt wur de, dass die Umzonung der Parzelle der Beschwerdeführenden aus räumlicher Sicht für die Erw eiterung der Zone für öffentliche Werke und Anlagen erforderlich ist (vgl. E. 8.5.6), un d mildere Massnahmen sind bei der vorlie- genden Ausgangslage nicht ersichtlich. Nach dem Gebot de r Verhältnismässigkeit im engeren Sinn ist ein Eigentumseingriff nur dann gerechtfertigt , wenn er ein vernünftiges Verhältnis zwi- schen dem angestrebten öffentlichen Zweck und seinen Auswi rkungen wahrt. Entspricht ein Nutzungsplan den im öffentlichen Interesse liegenden Planungszielen, haben dem Plan entge- genstehende private Interessen des Grundeigentümers wenig Gewicht; unberücksichtigt blei- ben insbesondere finanzielle Interessen (vgl. E LOI JEANNERAT /PIERRE MOOR , in: Aemisegger/ Moor/Ruch/Tschannen [Hrsg.], Praxiskommentar RPG: Nutzungsp lanung, Zürich/Basel/Genf 2016, N 43 zu Art. 14 RPG). Die Beschwerdeführenden nutzen ihre Parzelle als Zwischenlager für die in erster Linie von Handwerkern der Umgebung zu geführten Abfälle und verfügen über eine entsprechende befristete Bewilligung (vgl. Protokol l zum Augenschein vom 31. Oktober 2018, S. 3). Es ist nicht ersichtlich, und wird von den Beschwerdeführenden auch nicht substan- tiiert geltend gemacht, dass und weshalb eine Weiterfüh rung ihres Betriebs nicht an einem an- deren Standort möglich wäre. In diesem Zusammenhang ist darauf hinzuweisen, dass sie ihr Gewerbe an mehreren Standorten in drei verschiedenen Kantonen betreiben. Auf ihrer Home- page führen sie als Lageradresse für H.____ den Stando rt an der Y.____strasse 6 in C.____ und nicht die umstrittene Parzelle an der X.____str asse 24 an (vgl. Homepage der A.____ AG, zuletzt besucht am 24. Oktober 2018). Zu beachten ist f erner, dass das Gemeinwesen die Be- troffenen voll zu entschädigen hat, soweit raumplaneri sche Massnahmen zu Eigentumsbe- schränkungen, die einer Enteignung gleichkommen, führen (§ 78 Abs. 1 RBG). Vor diesem Hin- tergrund erweisen sich die den Planungszielen entgegenste henden privaten und vornehmlich finanziellen Interessen der Beschwerdeführenden als wenig gewichtig und das öffentliche Inte- resse an der Erweiterung des Spitalbetriebs und der Au sscheidung einer Zone für öffentliche Werke und Anlagen auf der Parzelle Nr. 2452 überwieg t die privaten Interessen der Beschwer- Seite 18 http://www.bl.ch/kantonsgericht deführenden an der Nichtumzonung ihrer Parzelle. Damit erweist sich die umstrittene Pla- nungsmassnahme als verhältnismässig. 9.1 Die Beschwerdeführenden machen weiter eine Verlet zung der Wirtschaftsfreiheit gel- tend. Sie führen aus, durch die Zuweisung ihrer Parzel le in die Zone für öffentliche Werke und Anlagen wäre eine Weiterführung der bisherigen Nutzu ng und der damit verbundenen Existenz der Unternehmen nicht mehr möglich. 9.2 Gemäss Art. 27 Abs. 1 BV ist die Wirtschaftsfreiheit gewährleistet. Sie beinhaltet na- mentlich die freie Wahl des Berufes sowie den freien Zu gang zu einer privatwirtschaftlichen Erwerbstätigkeit und deren freie Ausübung (Art. 27 A bs. 2 BV; BGE 141 V 557 E. 7.1). Die Wirtschaftsfreiheit steht natürlichen und juristischen P ersonen gleichermassen zu (BGE 140 I 218 E. 6.3). Gemäss Art. 94 Abs. 1 BV halten sich Bund und Kantone an den Grundsatz der Wirtschaftsfreiheit. Abweichungen von diesem Grundsatz, i nsbesondere Massnahmen, die sich gegen den Wettbewerb richten, sind nur zulässig, wenn si e in der Bundesverfassung vorgese- hen oder durch kantonale Regalrechte begründet sind (A rt. 94 Abs. 4 BV). Während Art. 27 BV den individualrechtlichen Gehalt der Wirtschaftsfreihe it schützt, gewährleistet Art. 94 BV als grundlegendes Ordnungsprinzip einer auf marktwirtschaftl ichen Prinzipien beruhenden Wirt- schaftsordnung die systembezogene oder institutionelle Dime nsion der Wirtschaftsfreiheit. Die- se beiden Aspekte sind freilich eng aufeinander bezogen und können nicht isoliert betrachtet werden. Eine Scharnierfunktion kommt sodann dem Grund satz der Gleichbehandlung der Ge- werbegenossen und der staatlichen Wettbewerbsneutralitä t zu (BGE 142 I 162 E. 3.2.1; BGE 138 I 378 E. 6.1). 9.3 Die Beschwerdeführenden können sich auf die Wirtscha ftsfreiheit berufen, zumal sie durch die Zuweisung ihres Grundstücks zur Zone für öffe ntliche Werke und Anlagen in der freien Ausübung ihrer privatwirtschaftlichen Tätigkeit tangiert werden. Einschränkungen der Wirtschaftsfreiheit sind grundsätzlich zulässig, wenn sie auf einer gesetzlichen Grundlage beru- hen, im öffentlichen Interesse liegen, verhältnismässig sind und den Kerngehalt des Grund- rechts nicht einschränken (Art. 36 BV) sowie wenn sie n icht vom Grundsatz der Wirtschaftsfrei- heit abweichen (Art. 94 Abs. 4 BV). Hinsichtlich der V ereinbarkeit raumplanerischer Massnah- men mit der Wirtschaftsfreiheit lässt sich der bundesgeri chtlichen Rechtsprechung Folgendes entnehmen: In seinem Leiturteil BGE 109 Ia 264 hat d as Bundesgericht kommunale Vorschrif- ten über die Erstellung von Einkaufszentren als zulässig u nd mit der damaligen Handels- und Gewerbefreiheit (Art. 22ter aBV; heute Wirtschaftsfre iheit) vereinbar erachtet, soweit sie auf einer gesetzlichen Grundlage beruhen, im öffentlichen Interesse liegen und die Grundsätze der Verhältnismässigkeit und Rechtsgleichheit beachten. Nach d em damaligen Art. 22quater aBV (Raumplanungsartikel; heute: Art. 75 BV) können zulässi ge raumplanerische Massnahmen demnach eine Einschränkung der gewerblichen und wirtscha ftlichen Betätigungsmöglichkeiten mit sich bringen. Eine solche Folge steht grundsätzlich ni cht in Widerspruch zur Wirtschaftsfrei- heit, solange die Massnahme raumplanerisch bedingt ist und im Zielbereich von Art. 75 BV liegt und sofern die Wirtschaftsfreiheit dadurch nicht völlig ihres Gehaltes entleert wird. Insbesondere stellt auch die Festsetzung der einzelnen Nutzungszonen u nd deren Begrenzung nach Be- darfskriterien keine verpönte Bedürfnisklausel dar, sondern ergibt sich aus der gesetzlichen Seite 19 http://www.bl.ch/kantonsgericht Pflicht zur Ausscheidung von Bauzonen gemäss Art. 15 RPG (BGE 142 I 162 E. 3.3). Diese Rechtsprechung hat das Bundesgericht in der Folge be stätigt (BGE 111 Ia 93 E. 3; Urteil des Bundesgerichts 1C_229/2009 vom 15. Januar 2010 E. 4). A us den genannten Urteilen ergibt sich somit, dass eine Massnahme, die vorwiegend raumplaneri sch bedingt ist, jedoch zu einer Einschränkung der gewerblichen Betätigungsmöglichkeit füh rt, grundsätzlich nicht im Wider- spruch zur Wirtschaftsfreiheit steht. Anders verhält es si ch, wenn unter dem Deckmantel der Raumplanung ein Eingriff in den wirtschaftlichen Wett bewerb bezweckt wird oder die Wirt- schaftsfreiheit durch die in Frage stehende Massnahme ihr es Gehalts entleert würde (vgl. BGE 142 I 162 E. 3.3; Urteile des Bundesgerichts 1C_253/2013 vom 1. November 2013 E. 4.1, 1P.160/2004 vom 27. Januar 2005 E. 2.2). 9.4 In Bezug auf die erforderliche gesetzliche Grundlag e und das öffentliche Interesse kann auf die entsprechenden Erwägungen im Zusammenhang mit der Eigentumsgarantie ver- wiesen werden (E. 8.5.1 - E. 8.5.7). Die dort genann ten öffentlichen Interessen an einem not- wendigen Ausbau der Klinik F.____ sind bedeutsam und keineswegs vorgeschoben. Sie lassen faktische Auswirkungen auf die Wirtschaftstätigkeit klar in den Hintergrund treten, und die Wirt- schaftsfreiheit wird dadurch nicht ihres Gehalts entleert (vgl. BGE 142 I 162 E. 3.5). Der Eingriff in die Wirtschaftsfreiheit erweist sich somit, entgegen der Kritik der Beschwerdeführenden, nicht als unverhältnismässig (vgl. auch E. 8.6). 10.1 Die Beschwerdeführenden rügen schliesslich eine Ver letzung des Rechtsgleichheits- grundsatzes. Sie machen geltend, der Beschwerdegegner habe im angefochtenen Entscheid in Bezug auf eine andere im Rahmen dieser Gesamtrevision en erhobene Einsprache einer priva- ten Stiftung explizit festgehalten, dass für eine Zuweisung in die Zone für öffentliche Werke und Anlagen von der Planungsbehörde detailliert nachgewi esen werden müsse, dass erstens ein Bedarf überhaupt bestehe und zweitens dessen Eintritt hö chstwahrscheinlich auch eintreten werde. Obwohl dieser Nachweis weder hinsichtlich der d ort betroffenen Parzelle noch hinsicht- lich ihrer Parzelle erfolgt sei, habe der Beschwerdegeg ner im Gegensatz zur Beurteilung ihrer Einsprache die Einsprache der privaten Stiftung mit der Begründung eines fehlenden öffentli- chen Interesses für die Zuteilung in die Zone für öffe ntliche Werke und Anlagen gutgeheissen. Damit habe der Beschwerdegegner das Gebot der Rechtsgleichheit verletzt. 10.2 Eigentumsbeschränkungen müssen dem Grundsatz der Re chtsgleichheit im Sinne von Art. 8 BV entsprechen. Doktrin und Praxis haben klargeste llt, dass der Grundsatz nicht bedeu- tet, dass alle Eigentümer ihre Grundstücke in gleicher Art und Weise nutzen dürfen. Eine Rege- lung verletzt die Rechtsgleichheit, wenn sie unsachliche o der willkürliche Unterscheidungs- merkmale aufstellt oder wenn sie ungleiche tatsächliche Verhältnisse von Gewicht der gleichen Norm unterstellt. Es gelten also vorbehaltslos die allge meinen Lehren von der Rechtsgleichheit (vgl. H ÄFELIN /M ÜLLER /U HLMANN , a.a.O., N 572). Im Bereich der Raumplanung sind all erdings differenzierende Kriterien anzuwenden, weil es in ihre m Wesen begründet liegt, dass sie Un- gleichheiten setzt: Deren Zweck erheischen entsprechende D ifferenzierungen. Das Bundesge- richt spricht von einer abgeschwächten Wirkung der Rechtsg leichheit: Es liegt im Wesen der Ortsplanung, dass Zonen gebildet und irgendwo abgegren zt werden müssen und dass Grund- stücke ähnlicher Lage und ähnlicher Art bau- und zonenrechtlich verschieden behandelt werden Seite 20 http://www.bl.ch/kantonsgericht können. Verfassungsrechtlich genügt, dass die Plananordnu ng sachlich vertretbar, d.h. nicht willkürlich ist. Das Gebot der Rechtsgleichheit fällt in soweit mit dem Willkürverbot zusammen (BGE 122 I 279 E. 5a; BGE 121 I 245 E. 6e/bb; BGE 1 18 Ia 151 E. 6.c; BGE 114 Ia 254 E. 4a; HÄNNI , a.a.O., S. 52 f. mit weiteren Hinweisen). Ausserdem hat die Verwirklichung einer den gesetzlichen Grundsätzen entsprechenden Nutzungsplanung Vorrang gegenüber dem Bestand der früheren Rechtslage (BGE 114 Ia 33 E. 6 mit Hinwe isen), auch wenn die Interessen der betroffenen Eigentümer am Fortbestand der früheren R echtsposition mit zu berücksichtigen sind (BGE 115 Ia 347 E. 5c). 10.3 Die von den Beschwerdeführenden angeführte Angele genheit ist nicht mit dem vorlie- gend zu beurteilenden Sachverhalt vergleichbar. Im Fal l der Einsprache der privaten Stiftung, welche auf ihrer Parzelle ein Wohnheim betreibt, hat te die Beschwerdegegnerin die Parzelle teilweise in die Zone für öffentliche Werke und Anlag en umgezont. Im Rahmen der Beurteilung einer dagegen gerichteten Einsprache stellte der Beschwe rdegegner fest, dass das Bedürfnis für die Umzonung nicht nachgewiesen worden sei. Die un terschiedliche Lage und Beschaffen- heit sowie der unterschiedliche Zweck der von den Beschwerd eführenden angerufenen Grund- stücke lässt eine unterschiedliche Behandlung durch die Pl anungsbehörde jedoch nicht zwin- gend als willkürlich erscheinen. Entscheidend ist vielmehr, ob nebst gleichgelagerten Aspekten auch sachliche Unterschiede vorliegen, welche eine zonen planerisch unterschiedliche Behand- lung der Grundstücke rechtfertigen. Dies ist vorliegend zu bejahen: das auf der dortigen Parzel- le liegende Heim ist in der bestehenden Zone (Wohn- u nd Geschäftszone) zonenkonform und das Areal wird für die Heimnutzung mit dem Baurechtsver trag zwischen der Stiftung und dem Wohnheim bis im Jahr 2053 gesichert. Anders als im vorl iegend zu beurteilenden Fall kann das Ziel bzw. das öffentliche Interesse im massgeblichen Pla nungshorizont von 25 - 30 Jahren mit dem Baurechtsvertrag erreicht werden. Die Planungsmassnahme erwies sich daher hinsichtlich der Einsprache der privaten Stiftung als nicht notwendig und als unverhältnismässig. Der Mass- nahme lagen damit keine offensichtlich sachfremden und d amit unzulässigen Überlegungen zugrunde. Unter diesen Umständen ist es sachlich durchaus v ertretbar, die Grundstücke der Beschwerdeführenden zonenplanerisch anders zu behandeln als die von den Beschwerdefüh- renden angerufenen Grundstücke. Entgegen der Auffassung der Beschwerdeführenden ist da- rin weder ein willkürliches Vorgehen der Vorinstanzen zu erkennen noch verstösst es gegen den Grundsatz der Rechtsgleichheit. Schliesslich legen die Beschwerdeführenden in keiner Weise dar, dass die streitgegenständliche Zone in ihrer konkreten Ausgestaltung jeder vernünf- tigen Planung widersprechen würde und der Planungszwe ck gar nicht erreicht werden könnte. Willkür liegt nicht schon vor, wenn eine andere Lösung vertretbar oder sogar vorzuziehen ge- wesen wäre, sondern erst, wenn der getroffene (Planun gs-)Entscheid sachlich schlechterdings nicht vertretbar ist oder mit dem Gerechtigkeitsgedanken in krassem Widerspruch steht. Sol- ches aber legen die Beschwerdeführenden wie erwähnt ni cht dar und ist auch nicht ersichtlich. Die Vorwürfe der Ungleichbehandlung und der Willkür erweisen sich somit als unbegründet. 11. Gestützt auf die vorstehenden Erwägungen sind die Vo raussetzungen für eine Umzo- nung der Parzelle Nr. 2452 in die Zone für öffentlich e Werke und Anlagen erfüllt. Demzufolge erweist sich die Beschwerde als unbegründet und ist abzuweisen. Seite 21 http://www.bl.ch/kantonsgericht 12. Es bleibt über die Kosten zu befinden. Gemäss § 20 Abs. 1 VPO ist das Verfahren vor dem Kantonsgericht kostenpflichtig. Die Verfahrenskosten umfassen die Gerichtsgebühren und die Beweiskosten und werden gestützt auf § 20 Abs. 1 VPO in Verbindung mit § 20 Abs. 3 VPO in der Regel der unterliegenden Partei in angemessene m Ausmass auferlegt. Angesichts des Ausgangs des Verfahrens sind die Verfahrenskosten in de r Höhe von Fr. 2'200.-- den Be- schwerdeführenden aufzuerlegen und mit dem geleisteten Kostenvorschuss in der Höhe von Fr. 1'800.-- zu verrechnen. Der Restbetrag in der Höhe von Fr. 400.-- ist den Beschwerdefüh- renden in Rechnung zu stellen. Die Parteikosten sind i n Anwendung von § 21 Abs. 1 und 2 VPO wettzuschlagen. Seite 22 http://www.bl.ch/kantonsgericht Demgemäss wird e r k a n n t : ://: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 2. Die Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 2'200.-- werden den Be- schwerdeführenden auferlegt und mit dem geleisteten K ostenvorschuss in der Höhe von Fr. 1'800.-- verrechnet. Die Beschwerd eführenden ha- ben demnach restliche Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 400.-- zu bezahlen. 3. Die Parteikosten werden wettgeschlagen. Vizepräsident Gerichtsschreiberin