B u n d e s v e rw a l t u n g s g e r i ch t T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i f f éd é r a l T r i b u n a l e am m i n i s t r a t i vo f e d e r a l e T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i v fe d e r a l Abteilung I A-3035/2011 U r t e i l v o m 1. M ä r z 2 0 1 2 Besetzung Richterin Marianne Ryter Sauvant (Vorsitz), Richter Jérôme Candrian, Richter Alain Chablais, Richterin Kathrin Dietrich, Richter Markus Metz Gerichtsschreiberin Christa Baumann. Parteien Flughafen Zürich AG, Postfach, Kloten, 8058 Zürich, vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. Roland Gfeller, Flora- strasse 44, Postfach 1709, 8032 Zürich, Beschwerdeführerin, gegen Eidgenössische Schätzungskommission Kreis 10, p.A. A._______, Vorinstanz. Gegenstand Kostenverfügung. A-3035/2011 Seite 2 Sachverhalt: A. Bei der eidgenössischen Schätzungskommission Kreis 10 sind rund um den Flughafen Zürich zahlreiche Entschädigungsforderungen zur Abge l- tung übermässiger Einwirkungen aus dem Flughafenbetrieb rechtshä n- gig. In diesen Verfahren treten die Flughafen Zürich AG und der Kanton Zürich als Enteigner auf. B. Mit Beschluss vom 11. März 2010 hat das Bundesverwaltungsgericht den damaligen Präsidenten der eidgenössischen Schätzungskommission Kreis 10, B._______, angewiesen, umgehend die im Hinblick auf eine be- förderliche Erledigung der fraglichen Fälle benötigten Hilfskräfte einz u- stellen, so rasch als möglich geeignete Büroräumlichkeiten zu mieten s o- wie durch Vermittlung der Aufsichtsdelegation für die zeitgerechte A n- schaffung der zweckmässigen Büroeinrichtung und die Einrichtung der Arbeitsplätze besorgt zu sein. Schliesslich wurde der Präsident der ei d- genössischen Schätzungskommission Kreis 10 angehalten, mit geeign e- ten Vorkehrungen dafür zu sorgen, dass die rekrutierten Hilfskräfte und die zu errichtende Infrastruktur in den neuen Büroräumlichkeiten nur für die Bearbeitung der Flughafenfälle eingesetzt werde. Die für die Bearbe i- tung anderer Enteignungsverfahren anfallenden Kosten seien gegeb e- nenfalls aufzuteilen. C. In Umsetzung dieses Beschlusses löste B._______ das Mietverhältnis für die bis dahin an der Stampfenbachstrasse 125 in Zürich gelegenen Büro- räumlichkeiten der eidgenössischen Schätzungskommission Kreis 10 auf Ende 2010 auf und mietete per 1. September 2010 neue Büroräumlic h- keiten für die eidgenössische Schätzungskommission Kreis 10 an der M i- nervastrasse 99, 8032 Zürich. Zugleich erwarb er über die Vermittlung des Bundesverwaltungsgerichts Büromöbel beim Bundesamt für Betrieb und Logistik (BBL) und die für eine zweckmässige Geschäftsverwaltung erforderliche Hard - und Software. In personeller Hinsicht stoc kte B._______ das Sekretariat zunächst um 130, ab dem 1. Juni 2010 um 140 Stellenprozent auf. Per 1. Februar 2011 stellte er ausserdem einen juristischen Mitarbeiter ein, dessen Arbeitsverhältnis jedoch Ende Februar 2011 wieder aufgelöst wurde. Die fraglic he Stelle hat die seit dem 1. Februar 2011 als Präsidentin der eidgenössischen Schätzungsko m-A-3035/2011 Seite 3 mission Kreis 10 tätige Dr. iur. Lena Fierz in der Zwischenzeit wieder b e- setzt. D. Für die Durchführung der den Flughafen Zürich betreffenden Entei g- nungsverfahren hat der ehemalige Präsident der Eidgenössischen Schät- zungskommission Kreis 10, B._______, von der Flughafen Zürich AG als Konzessionärin und Enteignerin mit Verfügung vom 27. Mai 2010 einen Kostenvorschuss im Betrag von Fr. 150'000.-- verlangt, der am 11. Juni 2010 bezahlt wurde. Mit Verfügung vom 19. April 2011 traf die aktuelle Präsidentin der eidgenössischen Schätzungskommiss ion Kreis 10 , A._______, in diesem Zusammenhang unter anderem folgende Anor d- nung: "2. Vom eingegangenen Kostenvorschuss von CHF 150'000.00 sind bis 31. März 2011 CHF 81'091.45 für Infrastrukturkosten eingesetzt worden. Der verble i- bende Saldo von CHF 68'908.55 wird auf dem Konto vorgetragen. (…)" E. Dagegen hat die Flughafen Zürich AG (nachfolgend: Beschwerdeführerin) am 17. Mai 2011 Beschw erde beim Bundesverwaltungsgericht eing e- reicht mit folgendem Antrag: "Rechtsbegehren 1. Ziff. 2 der angefochtenen Verfügung der Vorinstanz vom 19. April 2011 sei aufzuheben und es seien die der B e- schwerdeführerin auferlegten Infrastrukturkosten von Fr. 81'091.45 auf Fr. 38'731.90, evtl. auf Fr. 42'792.60 zu re- duzieren. Eventuell sei die Angelegenheit Zwecks (recte: zwecks) Neufestsetzung des Rechnungsbetrages an die Vorinstanz zurückzuweisen. 2. Unter Kosten - und Entschädigungsfolge zu Lasten der Staatskasse. In prozessualer Hinsicht wird beantragt: 3. Es sei ein zweiter Schriftenwechsel durchzuführen." F. Die Präsidentin der eidgenössischen Schätzungskommission Kreis 10 (nachfolgend: Vorinstanz) schliesst in ihrer Vernehmlassung vom 22. Juni A-3035/2011 Seite 4 2011 auf Abweisung der Beschwerde , soweit sie n icht gegenstandslos geworden sei. G. Die Beschwerdeführerin hält in ihrer Replik vom 19. September 2011 an ihren Anträgen und der diesen zugrunde liegenden Argumentation fest. H. Die Vorinstanz hat auf eine Duplik verzichtet. I. Auf die weiteren Vorbringen der Parteien und die sich in den Akten befi n- denden Unterlagen wird, soweit erforderlich, in den nachfolgenden Erw ä- gungen eingegangen. Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 1. 1.1. Gemäss Art. 77 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 20. Juni 1930 über die Enteignung (EntG, SR 711) unterliegen Entscheide der eidgenöss i- schen Schätzungskommissionen der Beschwerde an das Bundesverwa l- tungsgericht. Dasselbe gilt für einzelrichterliche Verfügungen der eidg e- nössischen Schätzungskommissionen. Die angefochtene Verfügung hat die derzeitige Präsidentin der eidgenössischen Schätzungskommission Kreis 10, A._______, erlassen. Die Beurteilung der dagegen erhobenen Beschwerde fä llt somit in die Zuständigkeit des Bundesverwaltungsg e- richts. Das Beschwerdeverfahren richtet sich laut Art. 77 Abs. 2 EntG nach dem Verwaltungsgerichtsgesetz vom 17. Juni 2005 (VGG, SR 173.32), soweit das Enteignungsgesetz nichts anderes vorsieht. Das Verwaltungsgerichtsgesetz verweist in Art. 37 VGG seinerseits ergänzend auf das Bundesgesetz vom 20. Dezember 1968 über das Verwaltung s- verfahren (VwVG; SR 172.021). 1.2. In Ziff. 2 der Verfügung vom 19. April 2011 hat die Vorinstanz der Be- schwerdeführerin eröffnet, vom für die bei ihr anhängigen Enteignung s- verfahren geleisteten Kostenvorschuss bis zum 31. Mai 2011 Fr. 81'091.45 für Infrastrukturkosten eingesetzt zu haben. Dieser En t- scheid beendet als prozessleitende Verfügung die fraglichen Verfahren nicht, sondern erweist sich lediglich als ein weiterer Schritt auf dem Weg dorthin. Bei der angefochtenen Verfügung handelt es sich somit um eine selbständig eröffnete Zwischenverfügung (vgl. dazu: FELIX UHL-A-3035/2011 Seite 5 MANN/SIMONE WÄLLE-BÄR, in: Waldmann/Weissenberger [Hrsg.], VwVG, Praxiskommentar zum Bundesgesetz über das Verwaltungsverfahren, Zürich/Basel/Genf 2009 [nachfolgend: Praxiskommentar] , Art. 45 N . 3, MARTIN KAYSER, in: Auer/Müller/Schindler [Hrsg.], Kommentar zum Bu n- desgesetz über das Verwaltungsverfahren, Zürich/St. Gallen 2008 [nach- folgend: Verwaltungsverfahren] , Art. 45 N . 2; ANDRÉ MOSER/MICHAEL BEUSCH/LORENZ KNEUBÜHLER, Prozessieren vor dem Bundesverwa l- tungsgericht, Basel 2008, Rz. 2.41). 1.2.1. Dass die kostenpflichtige Partei berechtigt ist, eine solche Verf ü- gung innert 30 Tagen bei der zuständigen Beschwerdeinstanz anzufec h- ten, war bis zum 31. Dezember 2006 ausdrücklich in Art. 113 aEntG vor- gesehen (AS 47 689). Diese Regelung wurde im Zuge der Totalrevision der Bundesrechtspflege aufgehoben. In der dieser Reform zugrunde li e- genden bundesrätlichen Botschaft vom 28. Juli 2001 (BBl 2001 4202 ff.) wird dazu ausgeführt, der Rechtsschutz im Kostenpunkt folge den allg e- meinen Bestimmungen ü ber die Bundesrechtspflege (BBl 2001 4447). Daraus ist zu schliessen, dass im Enteignungsgesetz für die Anfechtung von Kostenentscheiden keine spezifische Rechtsmittelordnung mehr exis- tiert. Freilich hält Art. 23 Abs. 2 der Verord nung vom 10. Juli 1968 übe r Gebühren und Entschädigungen im Enteignungsverfahren (Kostenve r- ordnung; SR 711.3) im Widerspruch dazu fest, die kostenpflichtige Partei könne gegen die von der Schätzungskommission, dem Gemeinderat, dem Grundbuch - sowie Verteilungsamt und dem Instruktion srichter des Bundesgerichts festgelegten Gebühren oder Entschädigungen binnen 30 Tagen seit Empfang der Rechnung beim Bundesgericht Beschwerde fü h- ren. Diese Regelung hat der Bundesrat indes bereits am 10. Juli 1968 er- lassen. Sie vermag daher, selbst wenn s ie ursprünglich als gesetzesve r- tretende Verordnungsbestimmung konzipiert wurde (vgl. zum Begriff: ULRICH HÄFELIN/GEORG MÜLLER/FELIX UHLMANN, Allgemeines Verwa l- tungsrecht, Zürich/St. Gallen 2010, 6. Aufl., Rz. 136 f.), kein spezialg e- setzliches Beschwerderecht zu begründen, da sich der Gesetzgeber zu einem späteren Zeitpunkt explizit gegen ein solches ausgesprochen hat. Ob und unter welchen Umständen gegen die angefochtene Kostenverf ü- gung Beschwerde geführt werden kann, ist demzufolge nach der allg e- meinen Rechtsmittelordnung zu beurteilen. 1.2.2. Danach sind bezüglich der Anfechtbarkeit von selbständig eröffn e- ten Zwischenverfügungen zwei Arten von Anordnungen zu unterscheiden, nämlich jene über die Zuständigkeit sowie den Ausstand (Art. 45 VwVG) und die übrigen (Art. 46 VwVG). Gegen E rstere ist die Beschwerde stets A-3035/2011 Seite 6 zulässig (Art. 45 Abs. 1 VwVG). Letztere können hingegen nur angefoc h- ten werden, wenn sie einen nicht wieder gutzumachenden Nachteil b e- wirken können oder wenn die Gutheissung der Beschwerde sofort einen Endentscheid herbeiführen und der beschwerdeführenden Partei dadurch einen bedeutenden Aufwand an Zeit oder Kosten für ein weitläufiges B e- schwerdeverfahren ersparen könnte (Art. 46 Abs. 1 VwVG). 1.2.3. Im vorliegenden Fall hat die Vorinstanz in der angefochtenen Ver- fügung weder über ihre Zuständigkeit entschieden noch ein Ausstands - begehren abgewiesen. Ebenso wenig hätte die Gutheissung der vorli e- genden Beschwerde die Beendigung der vor der Vorinstanz betreffend die Beschwerdeführerin anhängigen Ents chädigungsverfahren zur Folge. Unter diesen Umständen stellt die angefochtene Zwischenverfügung nur dann ein taugliches Anfechtungsobjekt dar, wenn die Beschwerdeführerin dadurch einen nicht wieder gutzumachenden Nachteil im Sinne von Art. 46 Abs. 1 Bst. a VwVG erleidet. Dies ist zu bejahen, wenn der ihr durch die angefochtene Zwischenverfügung drohende Nachteil selbst durch für die Beschwerdeführerin günstig ausfallende Endentscheide in den vorinstanzlichen Entschädigungsverfahren nicht oder nicht vollstä n- dig be hoben werden kann (BGE 137 III 382 E. 1.2.1, BGE 135 II 34 f. E. 1.3.2; PIERRE TSCHANNEN/ULRICH ZIMMERLI/MARKUS MÜLLER, Allge- meines Verwaltungsrecht, Bern 2009, § 28 Rz. 84, MOSER/BEUSCH/ KNEUBÜHLER, a.a.O., Rz. 2.45). Dabei muss der zu erwartende Na chteil nach der Praxis des Bundesver waltungsgerichts nicht zwingend rechtl i- cher, sondern kann auch tatsächlicher Natur sein. Nicht nötig ist überdies, dass der in Aussicht stehende Nachteil geradezu irreparabel ist; er muss aber von einigem Gewicht sein. Ein wirtschaftlicher Nachteil genügt, s o- fern es der beschwerdeführenden Partei bei der Anfechtung einer Zw i- schenverfügung nicht lediglich darum geht, eine Verlängerung oder Ve r- teuerung des Verfahrens zu verhindern (BGE 128 V 201 ff. E. 2; Urteile des Bunde sverwaltungsgerichts A -3121/2011 E. 1.4 und A -4580/2007 vom 17. Januar 2007 E. 2.2; UHLMANN/WÄLLE-BÄR, Praxiskommentar, Art. 46 N. 7, MOSER/BEUSCH/KNEUBÜHLER, a.a.O., Rz. 2.47 f., je m.w.H.). 1.2.4. Die Vorinstanz hat der Beschwerdeführerin in der angefoc htenen Verfügung Kosten im Betrag von Fr. 81'091.45 überbunden, indem sie Rechnungen in entsprechender Höhe mit dem geleisteten Kostenvo r- schuss beglichen hat. Auf diese Anordnung kann sie sowohl in Bezug auf die Höhe als auch die Verteilung der fraglichen Kosten jederzeit zurüc k- kommen (MOSER/BEUSCH/ KNEUBÜHLER, a.a.O., Rz. 2.51 f.). Demzufolge entscheidet die Vorinstanz in der angefochtenen Zwischenverfügung nicht A-3035/2011 Seite 7 endgültig über die besagten Verfahrenskosten. Für die hiermit zusa m- menhängenden Entschädigungsverfahren ist der angefochtene Entscheid indes insofern von Bedeutung, als davon Zeitpunkt und Höhe weiterer Kostenvorschüsse abhängen. Hat die Vorinstanz die Kosten in der ang e- fochtenen Verfügung, wie behauptet, zu hoch veranschlagt, so wird die Beschwerdeführerin zu früh angehalten, einen weiteren Kostenvorschuss zu bezahlen, der auf der Grundlage der bisherigen Richtlinien zur Ko s- tenbemessung berechnet wird und damit, sollte die Argumentation der Beschwerdeführerin zutreffen, abermals zu hoch ausfallen d ürfte. Der wirtschaftliche Schaden, den die Beschwerdeführerin dadurch zu erleiden droht, kann sel bst durch zu ihren Gunsten ausfa llende Endurteile in den sie betreffenden vorinstanzlichen Entschädigungsverfahren nicht vollends beseitigt werden. Zwar hätte die Vorinstanz die zu viel erhob enen Kos- tenvorschüsse in diesem Fall zurückzu zahlen, jedoch nicht zu verzinsen (MOSER/BEUSCH/KNEUBÜHLER, a.a.O., Rz. 4.38). Im Übrigen hat die B e- schwerdeführerin als mutmasslich kostenpflichtige Partei (Art. 114 Abs. 1 EntG) einen Anspruch darauf, frühzeitig Gewissheit über die ap proximati- ve Höhe der zu erwartenden Verfahrenskosten zu haben. Demnach ist die angefochtene Zwischenverfügung geeignet, der Beschwerdeführerin einen nicht wieder gutzumachenden Nachteil zuzufügen, w omit sie ein taugliches Anfechtungsobjekt darstellt. 1.3. Die Beschwerdelegitimation richtet sich nach Art. 78 Abs. 1 EntG. Dieser Bestimmung zufolge sind neben den Hauptparteien auch die Grundpfandgläubiger, Grundlastberechtigten und Nutzniesser als Neb en- parteien zur Beschwerdeführung berechtigt, soweit sie infolge des En t- scheides der Schätzungskommission zu Verlust gekommen sind. Im Ü b- rigen gelten die allgemeine Voraussetzungen von Art. 48 Abs. 1 VwVG (MOSER/BEUSCH/KNEUBÜHLER, a.a.O., Rz. 1.5). Die Besc hwerdeführerin ist Adressatin der angefochtenen Verfügung und durch die ihr darin aufer- legte Zahlungspflicht materiell beschwert, womit sie ein schutzwürdiges Interesse an der Überprüfung der angefochtenen Verfügung hat. Sie ist folglich zur Beschwerdeführung berechtigt. 1.4. Auf die im Übrigen frist - (Art. 50 VwVG) und formgerecht (Art. 51 VwVG) eingereichte Beschwerde ist somit einzutreten. 2. In prozessualer Hinsicht ist zunächst die Frage nach dem Streitgegen - stand zu klären. A-3035/2011 Seite 8 2.1. Mit der Einreichung der Beschwerde wird die Angelegenheit bei der Beschwerdeinstanz rechtshängig, womit die Vorinstanz die Befugnis verliert, darüber zu entscheiden ( AUGUST MÄCHLER, Verwaltungs- verfahren, Art. 58 N . 1). Dieser sog. Devolutiveffekt wird einzig durch Art. 58 VwVG durchbrochen. Laut dieser Bestimmung hat die Vorinstanz die Möglichkeit, die angefochtene Verfügung bis zu ihrer Vernehmlassung in Wiedererwägung zu ziehen und diese aufgrund neuer Tatsachen oder besserer Erkenntnis im Sinne der beschwerdeführenden Part ei abzu- ändern. In diesem Fall tritt die neue Verfügung anstelle der ursprün - glichen, weshalb das Beschwerde verfahren insoweit als gegenstandslos abzuschreiben ist, als die Vorinstanz den Anträgen der beschwerde - führenden Partei in der neuen Verfügung ents prochen hat (Art. 58 Abs. 3 VwVG; ANDREA PFLEIDERER, Praxiskommentar, Art. 58 N. 48, N. 52). 2.2. Die Vorinstanz hat in i hrer Vernehmlassung vom 22. Juni 2011 ausgeführt, der Beschwerdeführerin die Raumkosten f ür ihr Büro (S. 3) sowie den auf ihren Arbeitsplatz entfallenden Anteil an den IT-Kosten in der nächsten Zwischenabrechnung wieder gut zuschreiben (S. 4). Diese Ausführungen lassen erkennen, dass die Vorinstanz ihre Verfügung vom 19. April 2011 während des Beschwerdefahrens einer Überprüfung unterzogen hat und zum Schluss gekommen ist, diese zukünftig teilweise zu Gunsten der Beschwerdeführerin abändern zu wollen. Es ist fraglich, ob diese Absichtserklärung eine neue Verfügung im Sinne von Art. 58 VwVG darstellt. 2.3. Die rechtliche Qualifikation eines Aktes als Verfügung hängt einzig davon ab, ob dieser die inhaltlichen Strukturelemente von Art. 5 Abs. 1 VwVG erfüllt; es sich hierbei mithin um eine an den Verfügungs - adressaten gerichtete, behörd liche Anordnung handelt, die auf Rechts - wirkung ausgerichtet ist und in Anwendung des Bundesverwaltungs - rechtes ergeht ( BVGE 2010/37 E. 2.2; MARKUS MÜLLER, Verwaltungs- verfahren, Art. 5 N. 7). Sind diese Voraussetzungen erfüllt, so liegt eine Verfügung im Sinne von Art. 58 VwVG vor, es sei denn, diese entfalte als nichtige Verfügung keine Rechtswirkung (BGE 137 I 275 E. 3.1, BGE 136 II 495 f. E. 3.3., BGE 133 II 367 E. 3.1 f.; MÜLLER, Verwaltungsverfahren, Art. 5 N. 10). Werden diese Überlegungen auf den vo rliegenden Fall übertragen, so zeigt sich, dass die in der Vernehmlassung der Vorinstanz vom 22. Juni 2011 geäusserten Zugeständnisse keine neue Verfügung im Sinne von Art. 58 VwVG darstellen, weil sie nicht an die Beschwerdeführerin, sondern an das Bundesverwaltungsgericht gerichtet sind. Damit bezieht sich das vorliegende Beschwerdeverfahren auf die A-3035/2011 Seite 9 Verfügung vom 19. April 2011. Die in der vorinstanzlichen Vernehmlassung enthaltenen Zusicherungen, der Beschwerdeführerin die Raumkosten für ihr Büro s owie den auf ihren Arbeitsplatz entfallenden Anteil an d en IT -Kosten gutzuschreiben, sind als Antrag auf diesbezügliche Gutheissung der Beschwerde entgegenzunehmen. 2.4. Gegen die Verfügung vom 19. April 2011 hat die Beschwerdeführerin am 17. Mai 2011 beim Bundesverwaltungsgericht insoweit Beschwerde erhoben, als sie beantragt, Ziff. 2 der angefochtenen Verfügung aufzuhe- ben und die der Beschwerdeführerin auferlegten Infrastrukturkosten von Fr. 81'091.45 auf Fr. 38'731.90, evtl. auf Fr. 42'792 zu reduzieren; die An- gelegenheit subeventualiter zur Neufestlegung der Infrastrukturkosten an die Vorinstanz zurückzuweisen. Die Tragweite dieser Anträge ist unter Beizug der in der Beschwerde schrift enthaltenen Begründung nach Treu und Glauben zu ermitteln (MOSER/BEUSCH/KNEUBÜHLER, a.a.O., Rz. 2.213, FRANK SEETHALER/FABIA BOCHSLER, Praxiskommentar, Art. 52 N. 50 und N. 103). Daraus geht hervor, dass sich die Beschwerde einzig gegen die Überbindung der Miet - und IT-Kosten sowie gegen die Ausl a- gen für den Kauf von Büromöbeln richtet. Nicht angefochten ist die vo- rinstanzliche Verfügung vom 19. April 2011 folglich in Bezug auf die der Beschwerdeführerin bis zum 31. März 2011 verrechneten Kosten von to- tal Fr. 16'956.45 für Porti (Fr. 4'500.--), Bür omaterial (Fr. 2'051.20), Swisscom (Fr. 215.15) sowie den Lohn des juristischen Mitarbeiter s (Fr. 10'190.10). Nachfolgend ist demnach nur zu prüfen, ob die Vorinstanz die Beschwerdeführerin in der angefochtenen Anordnung zu Recht in darüber hinausgehendem Umfang mit Kosten belastet hat . Diese Frage prüft das Bundesverwaltungsgericht mit voller Kognition, d.h. gerügt we r- den kann nicht nur die Verletzungen von Bundesrecht, einschliesslich der unrichtigen oder unvollständigen Feststellu ng des Sachverhalt s und Überschreitung oder Missbrauch des Ermes sens, sondern ebenfalls die Unangemessenheit der angefochtenen Anordnung (Art. 49 VwVG). 3. Die Beschwerdeführerin bringt zur Begründung ihrer Beschwerde im W e- sentlichen vor, laut dem Enteignungsgesetz müsse für je den Kreis eine eidgenössische Schätzungskommission installiert und mit dem notwend i- gen Personal (Präsident, Stellvertreter, Aktuar, Fachrichter) besetzt wer- den. Die Grundkosten, die mit dem Betrieb einer solchermassen dotierten eidgenössischen Schätz ungskommission verbunden seien, habe nicht der Enteigner als kostenpflichtige Partei, sondern der Bund zu tragen. Konsequenterweise habe die Beschwerdeführerin die Infrastrukturkosten A-3035/2011 Seite 10 für die Präsidentin, deren Stellvertreterin sowie die Aktuarin , konkret der auf sie entfallende Anteil an den Mietkosten, den IT-Kosten sowie den Bü- romöbeln, nicht zu tragen. Bezüglich der Mietkosten für den Archivraum gelte dasselbe, soweit dessen Miete nicht durch den aussergewöhnlichen Umfang der die Beschwerdeführerin betr effenden Enteignungsverfahren bedingt sei. Dieser Argumentation hält die Vorinstanz entgegen, als das Bundesverwaltungsgericht als zuständige Aufsichtsbehörde den damali- gen Präsidenten der eidgenössischen Schätzungskommission Kreis 10 angewiesen habe, eine zweckmässige Struktur für die anstehenden En t- eignungsverfahren zu schaffen, sei es sich bewusst gewesen, dass ein solches Vorgehen mit Mehrkosten verbunden sei, welche nicht durch die Taggelder abge deckt seien . Die hierdurch verursachten Kosten seien gemäss Art. 9a Kostenverordnung der kostenpflichtigen Partei zu übe r- binden. Die angefochtene Verfügung erweise sich somit als korrekt, so- weit sie nicht bereits korrigiert worden sei. 3.1. Die eidgenössischen Schätzungskommissionen erheben für ihre T ä- tigkeit Verfahrenskosten. Dabei handelt es sich um Kausalabgaben, ge- nauer um (Verwaltungs-)Gebühren (BGE 134 I 180 ff. E. 6; HÄFE- LIN/MÜLLER/UHLMANN, a.a.O., Rz. 2628, RENÉ RHINOW/HEINRICH KOL- LER/CHRISTINA KISS/DANIELA THURNHERR/DENISE BRÜHL-MOSER, Öffentli- ches Prozessrecht, 2. Aufl., Basel 2010, Rz. 970, LORENZ KNEUBÜHLER, Die Kostenverteilung im Beschwerdeverfahren des Bundes, in: ZBl 2005, S. 450). Diese basieren auf den unter dem Titel "V. Kosten" stehenden Art. 113-116 EntG. Die fraglichen Besti mmungen äussern sich z ur Zu- sammensetzung und Höhe der Verfahrenskosten nicht. Art. 113 EntG ermächtigt jedoch den Bundesrat, diesen Sachbereich zu regeln . Von dieser Möglichkeit hat dieser mit dem Erlass der Kostenver ordnung Gebrauch gemacht. Dieser Verordnung zufolge setzen sich die den Ver- fahrensparteien aufzuerlegenden Verfahrenskosten aus einer (Kanzlei -) Gebühr (Art. 1-5 Kostenverordnung), Taggeldern (Art. 6-8 Kostenverord- nung) sowie Auslagen (Art. 9 und 9a Kostenverord nung) zusammen (Art. 18 Abs. 1 Kostenverordnung) . In der Praxis wird indes im Allgemei- nen zwischen Taggeldern zuzüglich Sozialversicherungsbeiträgen, Au s- lagen sowie der Staatsgebühr unterschieden. Letztere dient der Deckung der Aufwendungen des Bundes (Art. 10 Kostenverord nung); e rstere – zumindest hauptsächlich – der Entschädigung der Arbeitsleistung der Personen, die für die eidgenössische Schätzungskommission tätig sind (Art. 6-8 Kostenverordnung). A-3035/2011 Seite 11 3.2. Die Vorinstanz hat der Beschwerdeführerin die strittigen Kosten unter der Bezeichnung " Auslagen" überbunden. Dieses Vorgehen überzeugt insofern, als von vornherein ausg eschlossen werden kann, dass es sich hierbei um Taggelder oder um die dem Bundesverwaltungsgericht zu ver- gütende Staatsgebühr handelt. D ie erhobenen Infra strukturkosten erwei- sen sich demnach als z ulässig, wenn sie als Gebühren im Sinne von Art. 1-4 Kostenverordnung und/oder als Auslage gemäss Art. 9 und /oder Art. 9a Kostenverordnung zu qualifizieren sind. 3.3. Das Bundesgericht hatte bis anhin in zwei Urteilen Gelegenheit, sich mit den fraglichen Begriffen auseinanderzusetzen: 3.3.1. Im Urteil vom 5. Oktober 1992 hatte es einerseits zu entscheiden, ob die in Frage stehende eidgenössische Schätzungskommission dem kostenpflichtigen Enteigner zu Recht pro Fotokopie eine Kanzleigebühr von Fr. 2.-- berechnet hatte, ander erseits ob sie ihm die Koste n für die Miete eines Ar chivraumes als Auslage belasten durfte (BGE 118 Ib 349 ff.). Die erstgenannte Frage verneinte es mit der Begründung, ein solches Vorgehen würde gegen das Äquivalenzprinzip verstossen. Stattdessen seien dem Aktuar die für Kanzleiarbeiten aufgewendeten 14 Arbeitstage nach dem geltenden Taggel dansatz zu entschädigen. Im Weiteren habe er Anspruch auf Entschädigung der ihm durch die Anfertigung der Fot o- kopien entstandenen Auslagen im Betrag von Fr. 654.40. Was den Präsi- denten anb elange, sei der Zeitaufwand für die hergestellten Fotokopien ebenfalls durch Taggelder zu vergüten. In dieser Entschädigung seien all- fällige Auslagen für die Anfertigung der Fotokopien inbegriffen (E. 5b). Hinsichtlich der Miete für Archivräu me führte das Bundesgericht sodann aus, die Kostenverordnung sehe eine Vergütung von Mietkosten nicht vor. In der Regel sei die Bürobenutzung denn auch mit der Taggeld - Entschädigung abgegolten. Aller dings sei es nicht ausgeschlossen, sol- che Aufwendungen dem kostenpflichtigen Enteigner zu überbinden, wenn eine eidgenössische Schätzungskommission sich wegen eines diesen betreffenden Enteignungsverfahrens gezwungen sehe, zusätzliche Räu- me zu mieten (E. 7). Dieses Urteil wurde in der amtlichen Sammlung des Bundesgerichtes publiziert. Gleichwohl ist es für den vorliegenden Fall nur von beschränkter Bedeutung , da es in Anwendung der bis zum 30. April 1993 geltenden Fassung der Kostenverordnung ergangen ist. 3.3.2. Unter der Herrschaft der aktuellen Fassung hat sich das Bundesge- richt im Urteil 1E.3/2004 vom 31. März 2004 mit der Kosten verordnung befasst. Dabei stellt e sich die Frage , ob die eidgenössische n Schät-A-3035/2011 Seite 12 zungskommissionen dem kostenpflichtigen Enteigner neben den verlang- ten Taggeldern Gebühren für Porti und Kopien verrech nen dürfen. Dies hat das Bundesgericht mit der Begründung bejaht , wie sich aus den B e- stimmungen Abschnitt II ("Taggelder, Entschädigungen und Auslagen") sowie Art. 18 Abs. 1 der Kostenverordnung ergebe, hätten die Präside n- ten, Mitglieder und Aktuare der Schätzungskommission einerseits An- spruch auf Vergütung für die geleistete Arbeit (Taggeld oder Ho norar), andererseits auf Ersatz ihrer Auslagen sowie anderweitiger Kosten, die ihnen im Zusammenhang mit Enteignungsverfahren erwachsen sei en. Zu diesen Auslagen zählten auch die Porti sowie die Gestehungskosten für Fotokopien, die in der angefochtenen Anordnung belastet worden seien. Was die "Gebühren" anbelange, die in den (als veraltetet erscheinenden) Bestimmungen von Art. 1 bis 3 der Kostenverordnung festgelegt seien, so stellten diese das Entgelt für nur sporadisch zu erledigende , kleinere Ar- beiten dar, welche die Verrechnung eines halben oder ganzen Taggeldes nicht rechtfertigen würden. Unklar sei, ob mit der in Art. 4 Abs. 2 Kosten- verordnung genannten Gebühr von 50 Rappen für Fotokopien nur der zeitliche Aufwand für das Kopieren entschädigt werden solle und zu di e- sem noch die Gestehungskosten hinzukämen. Diese Frage könne jedoch offengelassen werden, habe der Präsident der Schätzungskommission mit der Verrechnung von 50 Rappen pro Fotokopie die Kostenverordnung jedenfalls nicht verletzt (E. 3). 3.3.3. Soweit diese Urteile Rückschlüsse auf die bundesgerichtliche Pra- xis zulassen, scheinen sie darauf hinzudeuten, dass das Bundesgericht der Auffassung zuneigt, die Präsidenten der eidgenössischen Schä t- zungskommissionen, deren Stellvertreter sowie Aktuare hätten zum einen Anspruch auf Taggelder als Entgelt für ihre Arbeitstätigkeit , zum anderen auf Ersatz ihrer Auslagen sowie anderweitiger Kosten, die ihnen im Z u- sammenhang mit den von ihnen im Schätzungsverfahren übernommenen Aufgaben erwachsen sind. Diesen Grundsatz hat das Bundesgericht je- doch nicht konsequent umgesetzt, andernfalls es dem Präsidenten der eidgenössischen Schätzungskommission in BGE 118 Ib 349 ff. zusätzlich zu seiner Taggeldentschädigung allfällige Auslagen für Fotokopien sowie die Mietkosten für einen Archivraum zugesprochen hätte , sofern diese Kosten für die Erledigung der ihm vom Enteignungsgesetz übertragenen Aufgaben erforderlich waren. Für den zu beurteilenden Fall erweisen sich die fraglichen Urteile daher nur bedingt als wegweisend. Deshalb ist an- schliessend unter Auslegung der massgeblichen Regelungen zu ermi t- teln, ob die Beschwerdeführerin die ihr in der angefochtenen Anordnung auferlegten Miet-, IT- sowie Büromöbelkosten zu tragen hat. A-3035/2011 Seite 13 4. 4.1. Bei den in Art. 1-4 Kostenverordnung geregelten Gebühren handelt es sich u m Kanzleigebühren, die für Tätigkeiten ohne besonderen Pr ü- fungs- und Kontrollaufwand erhoben werden und von geringer Höhe sind (HÄFELIN/MÜLLER/UHLMANN, a.a.O., Rz. 2629 f.). Sie beziehen sich auf das Erstellen und den Versand der Vorladung (Art. 2 Kostenverordnung) sowie anderweitiger Schreiben (Art. 1 Kostenverordnung), auf öffentliche Bekanntmachungen (Art. 3 Kostenverordnung) sowie auf das Anfertigen von Fotokopien (Art. 4 Abs. 2 Kostenverordnung). Die strittigen Miet-, IT- sowie Büromöbelkosten erweisen sich auf dieser Grundlage nicht als ent- schädigungspflichtig, weshalb sie der Beschwerdeführerin gestützt auf Art. 18 Abs. 1 Kostenverordnung nicht als Gebühr überbunden werden können. Ebenso wenig taugt hierfür Art. 9 i.V.m. Art. 18 Abs. 1 Kosten- verordnung, welcher die von der kostenpflichtigen Partei im Zusammen- hang mit einer Dienstreise zu entschädigenden Kosten festlegt. Ob und gegebenenfalls in welchem Umfang die Beschwerdeführerin die strittigen Kosten zu tragen hat, ist folglich aufgrund von Art. 9a i.V.m. Art. 18 Abs. 1 Kostenverordnung zu beurteilen. 4.2. Welche Bedeutung dieser Rechtsnorm im vorliegenden Fall beizumessen ist, gilt es durch Auslegung zu ermitteln . Ausgangspunkt je- der Auslegung bildet der Wortlaut, wobei bei Erlassen des Bundesrechts die Fassungen in den drei Amtssprachen gleichwertig sind (BVGE 2010/49 E. 9.3.1; Urteile des Bundesverwaltungsgerichts A-559/2011 vom 1. November 2011 E. 4 und A-8665/2010 vom 1. Dezember 2011 E. 6.3; ULRICH HÄFELIN/WALTER HALLER/HELEN KELLER, Schweizerisches Bu n- desstaatsrecht, Zürich/Basel/Genf 2008, 7. Aufl., Rz. 92 ff. ). Lässt der Wortlaut einer Bestimmung mehrere Auslegungen zu, so ist mithilfe der üblichen Methoden der Gesetzesausle gung, mithin der historischen, sys- tematischen und teleologischen Auslegung, nach dem wahren Sinn und Zweck der interessierenden Norm zu su chen (BGE 134 II 251 f. E. 2.3; BGE 133 V 10 f. E. 3.1; HÄFELIN/HALLER/KELLER, a.a.O., Rz. 97 ff.). Nach herrschender Lehre und Rechtsprechung geniesst dabei keine dieser Auslegungsmethoden Vorrang . Vielmehr sollen jene Methoden zur A n- wendung gelangen, denen für den konkreten Fall im Hinblick auf ein ve r- nünftiges und praktikables Ergebnis am meisten Überzeugungskraft z u- kommt (BGE 129 III 340 f. E. 4, BGE 121 III 225 f. E. 1d/aa; MO- SER/BEUSCH/KNEUBÜHLER, a.a.O., Rz. 2.182). In der Praxis steht im Ve r- waltungsrecht allerdings regelmässig d ie teleologische Auslegung im Vordergrund, da es in diesem Rechtsgebiet im Wesentlichen um die Erfül-A-3035/2011 Seite 14 lung bestimmter Staatsaufgaben geht, die alle einen besonderen Zweck verfolgen (Urteil des Bundesverwaltungsgerichtes A -959/2011 vom 5. Oktober 2011 E. 4.1; HÄFELIN/MÜLLER/UHLMANN, a.a.O., Rz. 216 ff.; HANS PETER WALTER, Der Methodenpluralismus des Bundesgerichts bei der Gesetzesauslegung, recht 1999, S. 157 ff.). Sind mehrere Lösungen denkbar, ist jene zu wählen, die der Verfassung ent spricht (BGE 134 II 249 E. 2.3, BGE 131 II 221 E. 2.3; BVGE 2007/41 E. 4.2, Urteil des Bun- desverwaltungsgerichts A-550/2011 vom 1. November 2011 E. 4). 4.3. Gemäss dem Wortlaut der deutschen Fassung von Art. 9a Koste n- verordnung haben der Präsident d er Schätzungskommission, dessen Stellvertreter sowie der Aktuar Anrecht auf Ersatz der Kosten, die ihnen erwachsen aus der vorübergeh enden Benutzung von zusätzlichem Ar- chivraum (Bst. a ), aus der Beanspruchung von Einrichtungen oder Lei s- tungen Dritter, soweit dies einer zweckmässigen Organisation der Arbe i- ten entspricht (Bst. b) sowie aus Anschaffung en zur Erleichterung un d Beschleunigung der Arbeiten, soweit ihnen eine entsprechende Redukt i- on der Taggelder gegenübersteht (Bst. c). Diese Regelung stimmt in halt- lich mit deren französischer und itali enischer Fassung überein. Bezug genommen wird darin auf die Kosten, die entstehen, wenn der Präsident einer eidgenössischen Schätzungskommission, dessen Stellvertreter s o- wie Aktuar eigens einen Arbeitsplatz einrichten, diesen erweitern oder op- timieren, um die ihnen im Enteignungsverfahren zugewiesenen Aufgaben zu erfüllen. Konkret handelt es sich hierbei hauptsächlich um die Kosten für die Miete eines Büros, eines Archivraumes, eines Schreibtisch es mit Stuhl, allfälliger weiterer Mö bel sowie Aufwendungen für die technische Infrastruktur, wie insbesondere einen (Netzlaufwerk-)Computer. Solche Arbeitsplatzkosten, welche die Parteien als Infrastrukturkosten bezeic h- nen, haben die eidgenössische Schätzungskommission unter den in Art. 9a Kostenverordnung genannten Voraussetzungen zu ersetzen und können der kostenpflichtigen Partei gestützt auf Art. 18 Abs. 1 Kostenver- ordnung überbunden werden. 4.4. Hinsichtlich der Entstehung von Art. 9a Kostenverordnung steht mangels eines erläuternden Berichtes nur fest, dass der Bundesrat diese Regelung mit der Verordnung vom 24. März 1993 in die Kostenverord- nung eingefügt hat (AS 1993 1339). Gleichzeitig hat er die Art. 1, Art. 3, Art. 4 Abs. 2, Art. 5, Art. 6 Abs. 2 und 3, Art. 7 erster Satz, Art. 13 Abs. 1, Art. 16, Art. 17 Abs. 1 sowie Art. 20 Kostenverordnung revidiert und Art. 6 Abs. 2 bis Kostenverordnung neu geschaf fen. Diese Änderungen weisen unterschiedliche Stossrichtungen auf, sodass ihnen kein einheitliches Mo-A-3035/2011 Seite 15 tiv entnommen werde kann . Die Gründe, welche den Bundesrat zur Ei n- führung von Art. 9a Kostenverordnung bewogen haben, sind folglich nicht bekannt. Damit erschöpft sich die historische Auslegung in der Festste l- lung, dass der Bundesrat die vormalige Kostenregelung als unvollständig erachtet und diese mit der Schaffung von Art. 9a i.V.m. Art. 18 Abs. 1 Kos- tenverordnung um die Möglichkeit ergänzt hat, der kostenpflichtigen Pa r- tei gewisse Auslagen des Präsidenten der eidgenössischen Schätzung s- kommission, dessen Stellvertreter sowie des Aktuaren zu überbinden, die diesen bei der Erfüllung der ihnen übertragenen Aufgaben en tstanden sind. 4.5. Um die Tragweite von Art. 9a Kostenverordnung zu ermessen , ist dieser nachfolgend im Weiteren im Sinne der systematischen Auslegung im Vergleich zu den anderen Kostenregelungen zu analysieren: 4.5.1. Art. 9a Kostenverordnung steht unter dem Titel "II. Taggelder, Ent- schädigung und Auslagen", der in sechs Rubriken unterteilt ist, wobei sich die erste mit dem Verfahren vor der Schätzungskommission befasst und sechs Bestimmungen enthält (Art. 6-10 Kostenverordnung) . Thematisch lassen sich Letztere in zwei Gruppen einteilen, nämlich solche, welche die im Zusammenhang mit dem Enteignungsverfahren stehenden Kosten regeln (Art. 6-9a Kostenverordnung) , und jene, denen ein solcher Z u- sammenhang fehlt (Art. 10 Kostenverordnung). Der interessierende Art. 9a Kostenverordnung g ehört zur erstgenannten Gruppe . Damit lässt sich dessen Anwendungsbereich insofern negativ erschliessen, als er nur Kosten erfasst, die nicht bereits durch die Art. 6-9 Kostenverordnung ab- gegolten sind. Dementsprechend ist anschliessend zu untersuchen, we l- che Kosten durch die Art. 6-9 Kostenverordnung abgedeckt werden. 4.5.2. Art. 6-8 Kostenverordnung befassen sich im We sentlichen mit der Bemessung der Taggelder. Der Gesetzgeber hat auf eine allgemeingült i- ge Legaldefinition des Taggeldes verzichtet. Im allgemeinen Sprac h- gebrauch wird dieser Begriff, soweit ersichtlich, ausschliesslich im Z u- sammenhang mit den Sozialversicherungen verwendet, indem hiermit e i- ne vorübergehende, nach Tagen berechnete Geldleistung bezeichnet wird, mit deren Hilfe ein infolge des Eintritts des versicherten Risikos erlit- tener Einkommensausfall ganz oder teilweise kompensiert wird (http://www.socialinfo.ch/cgi-bin/dicopossode/alpha.cfm [Wörterbuch der Sozialpolitik] > Taggelder, besucht am 16. Februar 2011). Dieses Begriffs- verständnis entspricht der im Sozialversicherungsrecht geltenden Defin i- tion des Taggeldes (vgl. statt vieler: UELI KIESER, in: ATSG-Kommentar, A-3035/2011 Seite 16 2. Aufl., Bern/Basel/Genf 2009, Art. 15 N. 7). Wird sie auf den Bereich der Entschädigung einer nebenrichterlichen Tätigkeit übertragen, so handelt es sich hierbei um das pro Arbeitstag geschuldete Erwerbseinkommen. In der Kostenverordnung finden sich keine Anhaltspunkte, wonach der Bun- desrat von einem anderen Beg riffsverständnis au sgegangen wäre . Im Gegenteil lässt die Aufzählung der durch die Taggelder abgegoltenen Tä- tigkeiten in Art. 6 Abs. 2 Kostenverordnung ("Das Taggeld umfasst die ge- samte vom Präsidenten der eidgenössischen Schätzungskommission oder seinem Stellvertreter in der Leitung des einzelnen Enteignungsfalles zu leistende Arbeit, insbesondere die Prüfung aller Eingaben und Ges u- che sowie der Rechnungen über Gebühren und Entschädigungen, die Verfügungen, Entscheide, Beweismassnahmen, Vornahme von Auge n- scheinen, Leitung de r Einigungsverhandlung und der Verhandlung der Schätzungskommission, endlich die Führung des Protokolls dieser Ve r- handlung sowie der Einigungsverhandlung, sofern kein besonderer Akt u- ar beigezogen wird") sowie Art. 7 Abs. 1 Kostenverordnung ("Die Mitgli e- der der Schätzungskommission und der Aktuar beziehen für ihre Mitwi r- kung bei den Verhandlungen, für die Vorbereitung dazu und für besond e- re Arbeiten ein Taggeld […]") kaum Raum für eine andere Interpretation (vgl. Urteil des Bundes verwaltungsgerichts A-3043/2011 vom 15. März 2012 E. 11.1. ff.). Dementsprechend ist davon auszugehen, dass die Art. 6-8 Kostenverordnung die Entschädigung regeln, die den für die eid- genössischen Schätzungskommissionen tätigen Personen für ihre A r- beitsleistung zu entrichten ist. 4.5.3. Im Unterschied dazu befasst sich Art. 9 Kostenverordnung mit den Aufwendungen, welche auf Dienstreisen für Verpflegung, Übernachtung und Zug- sowie Autofahrten zu entschädigen sind. Mit dieser Regelung ist Art. 9a Kostenverord nung insofern verwandt, als er ebenfalls die En t- schädigung gewisser Auslagen regelt. Er weist jedoch einen anderen An- wendungsbereich auf, da er sich mit der Entschädigung von Kosten b e- fasst, die dadurch entstehen, dass für die eidgenössischen Schätzung s- kommissionen tätige Person en eigens für die Erfüllung der ihnen im E n- teigungsverfahren zugewiesenen Aufgaben einen Arbeitsplatz einrichten, diesen erweitern oder optimieren. Im Ergebnis kann damit festgehalten werden, dass sich d ie Anwendungsbereiche der Art. 6-9a Kostenverord- nung nicht überschneiden, die fraglichen Regelungen folglich kumulativ anzuwenden sind. 4.6. Eine solche Auslegung fügt sich harmonisch in das in den Art. 6-8 Kostenverordnung vo rgesehene Vergütungsmodell ein: Demzufolge A-3035/2011 Seite 17 hängt die Höhe der Taggelder unter anderem davon ab, ob eine Person hauptberuflich einer selbständigen Erwerbstätigkeit nachgeht oder nicht. Trifft ersteres zu, so kann sie für ihre nebenamtliche Tätigkeit bei der eid- genössischen Schätzungskommission ein T aggeld vo n mindestens Fr. 500.-- bis zu einem berufsüblichen Honorar beanspruchen. Ist sie hauptberuflich nicht oder unselbständig erwerbend, so steht ihr für ihre Arbeit als Präsident (in) der eidgenössischen Schätzungskommission, Stellvertreter(in), Mitglied oder Aktuar(in) nur ein Taggeld von Fr. 400.-- bis maximal Fr. 500.-- zu. Diese Vergütungsordnung ist darauf zurückz u- führen, dass hauptberuflich selbständig erwerbende Personen von den mit einer nicht lohnentsprechenden Vergütung verbundenen finanziellen Nachteilen im Allgemeinen stärker betroffen sind als hauptberuflich nicht bzw. unselbständig erwerbende Personen , da sie für die Ausübung ihrer Erwerbstätigkeit eine kostenverurs achende Arbeitsorganisation aufbauen und aufrechtzuerhalten haben . Diesen zusätzlichen Kosten hat der Bun- desrat durch höhere Taggelder Rechnung getragen (vgl. dazu ausführlich: Urteil des Bundesverwaltungsgerichts A -3043/2011 vom 15. März 2012 E. 5.3.8. und 5.3.10.). 4.6.1. Im Gegenzug kann von den hauptberuflich selbs tändig erwerben- den Personen erwartetet werden, dass sie ihre berufliche Infrastruktur für die ihnen im Enteignungsverfahren zugewiesenen Aufgaben nutzen, die- se mithin in den entsprechenden Büroräumlichkeiten unter Inanspruc h- nahme der vorhandenen Infrastruktur erledigen. Dadurch entstehen ihnen keine nennenswerten Zusatzkosten, da sie die Grundkosten der fragl i- chen Infrastruktur, d.h. in erster Linie die Mietkosten, die Kosten für die Anschaffung von Mobiliar, Bücher n, Apparaten sowie Instrumenten , oh- nehin zu tragen haben. Anders verhält es sich, wenn die vorhandene b e- rufliche Infrastruktur nicht mehr genügt, um die ihnen im Enteignungsver- fahren übertragenen Aufgaben zu erfüllen. In diesem Fall müssen sie zu- sätzliche Räume mieten sowie einrichten oder ihren Arbeitsplatz im Hi n- blick auf die ihnen im Enteig nungsverfahren zugewiesenen Aufgaben er- weitern und/oder optimieren. Die dadurch verursachten Kosten sind ihnen unter den Voraussetzungen von Art. 9a Kostenverordnung zusätzlich zu den ihnen für ihre Arbeitstät igkeit auszurichtenden Taggeldern zu en t- schädigen. 4.6.2. Ganz anderes präsentiert sich die Ausgangslage von hauptberuf- lich nicht oder unselbständig erwerbenden Personen, weil diese über kei- ne eigene berufliche Infrastruktur verfügen. Können sie die ihnen im Ent- eignungsverfahren übertragenen Aufgaben nicht zu Hause oder an ihrem A-3035/2011 Seite 18 Arbeitsplatz erledigen, so müssen sie andernorts eine berufliche Infr a- struktur aufbauen. Die hiermit verbundenen Auslagen sind ihnen unter den Voraussetzungen von Art. 9a Kostenverordnung zu vergüten und der kostenpflichtigen Partei gestützt auf Art. 18 Abs. 1 Kostenverordnung zu verrechnen. Diesen Zusatzkosten stehen erheblich niedrigere Taggeldan- sätze gegenüber, welche die höheren Auslagen im Regelfall mehr a ls kompensieren dürften. Insofern stellt Art. 9a Kostenverordnung eine sach- lich überzeugende Ergänzung des in Art. 6-8 Kostenverordnung vorgese- henen Vergütungsmodelles dar. 4.7. Zusammenfassend kann damit festgehalten werden, dass die eidge- nössischen Schä tzungskommissionen ihren Präsidenten, Stellvertretern sowie Aktuaren unter den Voraussetzungen von Art. 9a Kostenveror d- nung die Auslagen zu er setzen haben , die ihnen dadurch erwachsen sind, dass sie eigens für die Erfüllung der ihnen im Enteignungsverfahren übertragenen Aufgaben einen Arbeitsplatz eingerichtet, erweitert oder op- timiert haben . Diese Kosten können sie gemäss Art. 18 Abs. 1 Koste n- verordnung der kostenpflichtigen Verfahrenspartei überbinden. 5. Zu prüfen bleibt, ob für eine a uf dieser Grundlage erhobenen Verwa l- tungsgebühr eine ausreichende gesetzliche Grundlage besteht. 5.1. 5.1.1. Nach dem Grundsatz der Gesetzmässigkeit bedarf jedes staatliche Handeln einer ausreichenden gesetzlichen Grundlage (Art. 5 Abs. 1 der Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft vom 18. April 1999 [BV, SR 101]). Werden Rechtsetzungskompetenzen des Gesetzg e- bers auf den Verordnungsgeber übertragen, so liegt eine Gesetzesdel e- gation vor. Eine solche ist zulässig, wenn sie nicht d urch die Verfassung ausgeschlossen ist, in einem Gesetz im formellen Sinn vorgesehen ist, sich auf ein bestimmtes, genau umschriebenes Sachgebiet beschränkt und die Grundzüge der delegierten Materie im delegierenden Gesetz en t- halten sind (Art. 164 Abs. 1 u nd 2 BV; BGE 128 I 113 E. 3c; BVGE 2010/49 E. 8.3.1, BVGE 2010/33 E. 3.1.1). Delegiert der Gesetzgeber die Kompetenz zur Festlegung von Abgaben an eine nachgeordnete Behö r- de, so muss er zumindest den Kreis der Abgabepflichtigen, den Gegen s- tand sowie die Be messungsgrundlagen der Abgabe selber festlegen (Art. 164 Abs. 1 Bst. d BV). Diese Anforderungen hat die Rechtsprechung in Bezug auf Kausalabgaben gelockert, bei denen die Höhe der Abgabe A-3035/2011 Seite 19 durch verfassungs mässige Prinzipien wie das Kosten deckungs- und Äquivalenzprinzip begrenzt wird. Nach dem Kostendeckungsprinzip sol- len die Gesamteingänge den Gesamtaufwand für den betreffenden Ve r- waltungszweig nicht oder nur geringfügig überschreiten, was eine gewi s- se Schematisierung und Pauschalisierung der Abgabe nicht au sschliesst (BGE 132 II 374 E. 2.1, BGE 132 II 55, BGE 132 II 55). Das Äquivalenz- prinzip verlangt in Konkretisierung des Verhältnismässigkeitsprinz ips, dass eine Gebühr nicht in einem offensichtlichen Missverhältnis zum o b- jektiven Wert der bezogenen Leistung stehen darf und sich in vernünft i- gen Grenzen bewegt (BGE 132 II 375 E. 2.1). Beanspruchen diese be i- den Prinzipien für eine Abgabe Geltung, so darf sich der Bundesgeset z- geber darauf beschränken, das Subjekt und Objekt der Abgabe zu u m- schreiben, während er die Regelung des Umfangs der Abgabe delegieren kann. Die Tragweite des Legalitätsprinzips hängt demnach von der Art der in Frage stehenden Abgabe ab (BGE 132 II 374 E. 2.1, BGE 132 II 55 E. 4.1; Urteil des Bun desverwaltungsgerichts A -1875/2011 vom 15. Dezember 2011 E. 3.1., ADRIAN HUNGERBÜHLER, Grundsätze des Kausalabgaberechts, Schweizerisches Zentralblatt für Staats - und Ve r- waltungsrecht [ZBl] 10/2003 S. 514 ff.). 5.1.2. Das Bundesverwaltungsgericht kann auf Beschwerde hin vorfr a- geweise eine Verordnungsbestimmung des Bundesrates auf ihre Gese t- zes- und Verfassungsmässigkeit hin prüfen (konkrete Normenkontrolle). Bei unselbständigen Verordnungen, die sich auf eine Gesetzesdelegation stützen, prüft das Bundesverwaltungsgericht in erster Linie , ob sich der Bundesrat an die Grenzen der ihm im Gesetz eingeräumten Be fugnisse gehalten hat. Ist dies zu bejahen, so überprüft es die bundesrätliche R e- gelung auf ihre Verfassungsmässigkeit, soweit deren Verfassungsmä s- sigkeit nicht bereits im Gesetz angelegt ist. Wird dem Bundesrat für die Regelung auf Verordnungsebene ein sehr weiter Ermessensspielraum eingeräumt, so ist dieser nach Art. 190 BV für das Bundesverwaltungsge- richt verbindlich. Es darf in diesem Fall sein Ermessen nicht an die Stelle desjenigen des Bundesrates setzen, sondern hat sich auf die Kontrolle zu beschränken, ob dessen Regelung den Rahmen der ihm im Gesetz del e- gierten Kompetenz offensichtlich sprengt oder sich aus anderen Gründen als gesetz- oder verfassungswidrig erweist (BGE 131 II 562 E . 3.2, BGE 130 I 26 E. 2.2.1; BVGE 2010/49 E. 8.3.2; BVGE 2010/33 E. 3.1.1.; MO- SER/BEUSCH/KNEUBÜHLER, a.a.O., RZ. 2.178, OLIVER ZIBUNG/ELIAS HOF- STETTER, Praxiskommentar, Art. 49 N. 13). A-3035/2011 Seite 20 5.2. Das Enteignungsgesetz regelt die für das Enteignungsverfahren zu erhebenden Verfahrenskosten in den unter dem Titel "V. Kosten" stehe n- den Art. 113-116 EntG. Darin wird der Kreis der kostenpflichtigen Pers o- nen sowie die Verteilung der Verfahrenskosten im erstinstanzlichen Ve r- fahren (Art. 114 EntG), die Parteientschädi gung (Art. 115 EntG) und die Verlegung der Prozesskosten im gerichtlichen Beschwerdeverfahren festgelegt (Art. 116 EntG). Die Zusammensetzung und Höhe der Verfa h- renskosten regeln die Art. 113-116 EntG nicht . Art. 114 EntG bezeichnet indes mit der kostenpflichtigen Parteien einerseits das Subjekt der in Fra- ge stehenden Verwaltungsgebühr , andererseits de ren Objekt, indem er den Grundsatz der vollständigen Überbindung der Verfahrenskosten an die Parteien statuiert . Für die im Enteignu ngsverfahren zu erhebenden Verfahrenskosten gilt demnach sowohl das Äquivalenzprinzip als auch das Kostendeckungsprinzip. Unter diesen Umständen ist der Gesetzg e- ber berechtigt, dem Verordnungsgeber die Regelung des Ausmasses der Verwaltungsgebühr zu überlass en. Diese Aufgabe hat der Bundesrat in Art. 9a Kostenverordnung wahrgenommen und sich dabei in dem durch Art. 113 EntG gesetzten Rahmen bewegt. Dass eine andere Regelung des Enteignungsgesetzes den Ermessensspielraum des Bundesrates bei der Ausgestaltung der Vergütungsordnung einschränkt, wurde weder gel- tend gemacht noch ist solches ersichtlich. Art. 9a Kostenverordnung e r- weist sich demnach als gesetzmässig. Schliesslich ist dessen Verfas- sungsmässigkeit zu Recht nicht bestritten worden. Eine gestützt auf Art. 9a i.V.m. Art. 18 Abs. 1 Kostenverordnung erhobene Verwaltungsg e- bühr verfügt somit über eine ausreichende gesetzliche Grundlage. Bei diesem Ergebnis erweist sich die Belastung der strittigen Auslagen als zulässig, wenn diese in Beachtung der in Art. 9a Kostenverordnung ver- ankerten Voraussetzungen erfolgt ist. 6. Dies wird von der Beschwerdeführerin zunächst in Bezug auf die ihr überbundenen Mietkosten im Betrag von Fr. 28'326.-- in Abrede gestellt. Zwar habe die Vorinstanz mittlerweile verbindlich zuges ichert, die Mie t- kosten für das Büro der Präsidentin abzuziehen. Dies sei jedoch nicht ausreichend, da die Beschwerdeführerin ebenso wenig die zur Grun d- ausstattung einer eidgenössischen Schätzungskommission gehörenden Mietkosten für das Büro der Stellvertreterin der eidgenössischen Schä t- zungskommission und der Aktuarin zu tragen habe . Dagegen werde die Überwälzung der Mietkosten für rein Flughafen bedingtes juristisches Hilfspersonal (vorliegend Herr I._______) oder für einen Juristen (vakant) anerkannt. Was den gemieteten Archivraum betreffe, so habe die B e-A-3035/2011 Seite 21 schwerdeführerin die hierdurch bedingten Mietkosten nur zu tragen, wenn die in Frage stehenden Archivräume vorübergehend zusätzlich zu best e- henden gemietet worden seien. Würde, wie im vorliegenden Fall, nur ein Archivraum gemie tet, so könnten der Beschwerdeführerin die entspr e- chenden Kosten demzufolge nicht überbunden werden. Diesen Vorbrin- gen hält die Vorinstanz entgegen, aus organisatorischen Gründen sei es ihr nicht möglich, Büroräume zu mieten, die ausschliesslich für die Bea r- beitung der Fluglärmfälle zur Ver fügung stünden. Deshalb stelle die e id- genössische Schätzungskommission Kreis 10 den anderen Enteignern Raumkostenanteile in Rechnung, insoweit die sie betreffe nden Fälle in den gemieteten Büroräumlichkeiten bearbeitet würden . Die Mietkosten würden jeweils Ende Jahr aufge teilt, weshalb in der angefochtenen Zwi- schenabrechnung keine Kostenaufteilung erfolgt sei. Die angefochtene Verfügung erweise sich somit als kor rekt, soweit diese zwischenzeitlich nicht abgeändert worden sei. 6.1. Der vormalige Präsident der eidgenössischen Schätzungskommiss i- on Kreis 10, B._______, schloss im Jahr 2010 einen auf fünf Jahre befris- teten Mietvertrag für vier Räume mit insgesamt 100 m 2 an der Minerv a- strasse 99 in 8032 Zürich zu einem Quar talsmietzins von Fr. 14'163.--, d.h. monatlich Fr. 4'721.--, ab. Die derzeitige Präsidentin der eidgenöss i- schen Schätzungskommission Kreis 10, A._______, hat den fraglichen Mietvertrag, soweit aktenkundig, per 1. Februar 2011 übernommen. Die daraus im Zeitraum von September 2010 bis März 2011 resultierenden Mietkosten hat die Vorinstanz der Beschwerdeführerin in der angefochte- nen Verfügung überbunden. Dabei war sie sich darüber im Klaren, dass in den besagten Büroräumlichkeiten sämtliche bei der eidgenössischen Schätzungskommission Kreis 10 pendenten Enteig nungsverfahren bear- beitet wu rden. Diesem Umstand beabsichtigt sie, jeweils Ende Jahr Rechnung zu tragen, indem sie in Berücksichtigung der für die einzelnen Fälle aufgewendeten Zeit eine Kostenaufteilung vornimmt und der B e- schwerdeführerin den dergestalt ermittelten Betrag auf ihr Konto gu t- schreibt. Führt man sich vor Augen, dass laut dem Jahresbericht 2010 82.20 % der bei der eidgenössischen Schätzungskommission Kreis 10 anhängigen Verfahren die Beschwerdeführerin betrafen (Gesamtzahl der Verfahren: 79, die Beschwerdeführerin betreffende Fälle: 65) , so ist ein solches Vorgehen nicht zu beanstanden. Ob die B eschwerdeführerin die strittigen Mietkosten gestützt auf Art. 9a i.V.m. Art. 18 Kostenverordnung als Auslage zu tragen hat, hängt demnach davon ab, ob B._______ und A._______ im strittigen Zeitraum Zusatzkosten im Betrag von total Fr. 28'326.-- (2 x Fr. 14'163.--) erwachsen sind, weil sie für die Lagerung A-3035/2011 Seite 22 der Akten der pendenten Enteignungsverfahren zusätzlichen Archivraum benötigten (Art. 9a Bst. a) und die Büroräumlichkeiten für die zweckmä s- sige Organisation der eidgenössischen Schätzungskommission Kreis 10 erforderlich waren (Art. 9a Bst. b). 6.2. Während klar ist, was unter der Lagerung von Akten zu verstehen ist, erweist sich der Begriff der zweckmässigen Organisation im Sinne von Art. 9a Bst. b Kostenverordnung als auslegungsbedürftig. Dem Beg riff Organisation werden sowohl im allgemeinen Sprachgebrauch als auch in der Wissenschaft unterschiedliche Bedeutungen beigemessen. Im Allge- meinen wird darunter die Tätigkeit des zweckmässigen Organisierens verstanden (Brockhaus, Enzyklopädie, 13. Band, Wiesba ch 1971, S. 790). In der Wissenschaft wird der Begriff der "Organisation" regel- mässig unter einem instrumentalen, funktionellen und strukturellen Ansatz angesehen. Nach der erstgenannten Betracht ungsweise steht er für die Gesamtheit aller Regelungen, die s ich auf die Verteilung von Aufgaben und Kompetenzen sowie die Abwicklung von Arbeitsprozessen beziehen (Brockhaus, Wahrig, Deutsches Wörterbuch, Gütersloh/München 2011, S. 1'100). Im Sinne dieses Begriffsverständnisses sind in Anknüpfung an den Begriff der zweckmässigen Organisation folglich alle Auslagen zu e r- setzen, mit deren Hilfe die für die Erfüllung der eidgenössischen Schä t- zungskommission eingerichteten Arbeitsplätze derart ausgestaltet we r- den, dass der Arbeitsfluss optimiert und die Leistung der Mitarbeiter unter Berücksichtigung der physiognomischen Gegebenheiten des menschl i- chen Körpers gefördert wird. Ob eine Auslage diesem Ziel dient, ist im Einzelfall unter Berücksichtigung der konkreten Umstände aus objektiver Sicht zu ermitteln. Dabei ist massgebend, ob eine verständige und redlich handelnde Person in der Situation der Betroffenen die in Frage stehe n- den Auslagen im Hinblick auf ein e zweckmässige Ausgestaltung des Ar- beitsprozesses getätigt hätte. 6.3. Hinsichtlich der Auslastung der eidgenössis chen Schätzungsko m- mission Kreis 10 kann dem Jahresbericht 2010 entnommen werden, dass Ende 2010 insgesamt 79 Verfahren bei der eidgenössischen Schä t- zungskommission anhängig waren, die sich auf 1'533 Enteignungsobjekte bezogen. Davon betra fen 65 Verfahren m it 1'454 Enteignungsobjekten die Beschwerdeführerin, nämlich 185 die sog. "4. Welle" (Verfahrensein- gang ab 1999), 302 die "Ostanflüge I" (Verfahrenseingang ab 2001), 542 die "Südanflüge" (Verfahrenseingang ab 2003) und 425 die "Ostanflüge II" (Verfahrenseingang 2009). Diese Geschäftslast erscheint umso ei n- drücklicher, wenn man sich vergegenwärtigt, dass die eidgenössische A-3035/2011 Seite 23 Schätzungskommission Kreis 10 im Jahr 2010 die Enteignungsverfahren in Bezug auf 351 Enteignungsobjekte abschliessen konnte, während im selben Zeitraum neue Fluglärmfälle betreffend 731 Enteignungsobjekte eingegangen sind. Um sicherzustellen, dass die pendenten Verfahren i n- nert nützlicher Frist erledigt werden können, hat der vormalige Präsident der eidgenössisc hen Schätzungskommission Kreis 10 , B._______, auf Geheiss des Bundesverwaltungsgerichts eine juristische Vollzeitstelle ge- schaffen und ein Sekretariat eingerichtet, das personell nach Bedarf mit kleineren und grösseren Teilzeitpensen dotiert werden kann. Diese per- sonellen Massnahmen sind angesichts der bestehenden Geschäftslast unerlässlich und dürften wohl bald einer Überprüfung unterzogen und ge- gebenenfalls sogar erweitert werden. Dies bedeutet, dass in absehbarer Zukunft zumindest 17 Personen, d.h. die Präsidentin der eidgenössischen Schätzungskommission Kreis 10, deren zwei Stellvertreter, zehn Mitgli e- der, ein, allenfalls zwei Kanzleimitarbeiter, eine Aktuarin sowie ein jurist i- scher Mitarbeiter für die eidgenössische Schätzungskommission Kreis 10 arbeiten werden. Diesem personellen Bedarf ist bei der Auswahl der Bü- roräumlichkeiten für die eidgenössische Schätzungskommission Kreis 10 Rechnung zu tragen. 6.4. Dabei ist klar und wird von keiner Partei bestritten, dass nicht sämtli- che Personen, die für die eidgenössische Schätzungskommission Kreis 10 tätig sind , auf einen Arbeitsplatz in deren Büroräumlichkeiten ang e- wiesen sind. Einen solchen Bedarf macht die Vorinstanz ausschliesslich für sich selbst, die Stellvertreterin der eidgenössischen Schätzu ngskom- mission Kreis 10, E._______, die Aktuarin, den juristischen Mitarbeiter sowie den bzw. die Kanzleimitarbeiter geltend. 6.4.1. Die Präsidentin einer eidgenössischen Schätzungskommission ist für deren Organisation, die Fallzuteilung, die Einstellung und Führung von Mitarbeitern verantwortlich und bearbeitet als Instruktionsrichterin selbst einen Grossteil der pendenten Fälle. Unter diesen Umständen erscheint es für eine zweckmässige Organisation unerlässlich, dass die Büroräum- lichkeiten der eidgenössis chen Schätzung skommission entwe der denen ihrer Präsidentin angegliedert sind oder diese über einen Arbeitsplatz in diesen verfügt. Werden für eine eidgenössische Schätzungskommission neue Büroräumlichkeiten gesucht, so müssen diese daher für deren Prä- sidentin Platz bieten. Ob dasselbe für die Stellvertreterin der eidgenössi- schen Schätzungskommission , deren Aktuarin, die/den Kanzleimitarbei- ter(in) sowie die/den juristische(n) Mitarbeiter(in) gilt, hängt von den U m- ständen des Einzelfalles ab. Dabei ist entscheidend, ob diese Personen A-3035/2011 Seite 24 eine eigene Arbeitsorganisation besitzen, die sie für die Erfüllung der i h- nen im Enteignungsverfahren zugewiesenen Arbeiten beanspruchen können. Trifft dies nicht zu, so müssen sie in d en Büroräumlichkeiten der eidgenössischen Schätzungskommission über einen Arbeitsplatz verf ü- gen, weil es weder praktikabel noch zumutbar erscheint, dass sie die i h- nen übertragenen Aufgaben daheim erfüllen. 6.4.2. Laut den plausiblen Angaben der Vorin stanz sind die Stellvertret e- rin der eidgenössischen Schätzungskommission Kreis 10, deren Aktuarin, die/der juristische Mitarbeiter(in) sowie der/die Kanzleimitarbeiter (in) ent- weder ausschliesslich für die eidgenössische Schätzungskommission t ä- tig (juristische[r] Mitarbeiter[in], Kanzleimitarbeiter[in]) oder üben anson s- ten eine unselbständige Erwerbstätigkeit aus (E._______, Aktuarin, Kanz- leimitarbeiter[in]). Sie verfügen somit über keine eigene Arbeitsorganisati- on. Demzufolge müssen die Büroräumlichkeiten der ei dgenössischen Schätzungskommission Kreis 10 für das Büro ihrer Präsidentin sowie mindestens drei, zukünftig wohl eher vier vollzeitlich besetzte Arbeitsplä t- ze Platz bieten. Ausserdem muss es möglich sein, die Akten der penden- ten Fälle in den Büroräumlichkeiten aufzubewahren. Werden die gemiete- ten Räumlichkeiten im Umfang von 100 m 2 an diesen Anforderungen ge- messen, so erscheinen sie angemessen . Dies gilt ungeachtet dessen, dass zurzeit lediglich zwei Büros mit insgesamt drei Arbeitsplätzen sowie ein weiterer Raum genutzt werden, dürfte sich doch eine personelle Au f- stockung – zumindest in Form des Ausbaus der bestehenden Teilzeitpen- sen – zukünftig als unerlässlich erweisen . Dass die Büroräumlichkeiten an der Minervastrasse 99, 8032 Zürich, nicht zu markgerechten Konditio- nen gemietet worden sind, macht die Beschwerdeführerin nicht geltend und ist für das Bundesverwaltungsgericht nicht ersichtlich. Die strittigen Mietkosten im Betrag von Fr. 28'326.-- sind somit angemessen. 6.5. Bei diesem Ergebnis hat die Beschwerdeführerin die fraglichen Miet- kosten zu tragen, wenn sich der vormalige Präsident der eidgenössischen Schätzungskommission Kreis 10, B._______, bzw. deren derzeitige Pr ä- sidentin, A._______, von September 2010 bis März 20 11 aufgrund ihrer nebenrichterlichen Tätigkeit mit zusätzliche Mietkosten in diesem Umfang konfrontiert sahen. Ob dies der Fall war, hängt davon ab, ob sie im stritt i- gen Zeitraum neben ihrer nebenrichterlichen Tätigkeit für die eidgenöss i- sche Schätzungskom mission Kreis 10 als Anwälte tätig gewesen sind oder nicht (vgl. zum Begriff der selbständigen bzw. unselbständigen E r- werbstätigkeit im Sinne der Kostenverordnung: Urteil des Bundesverwa l- tungsgerichtes A-3034/2011 vom 15. März 2012 E. 5.3.5. und E.8.1. ). A-3035/2011 Seite 25 Trifft ersteres zu, so hätten sie für die Ausübung ihrer selbständigen E r- werbstätigkeit ohnehin Büroräumlichkeiten gemietet oder sich an den entsprechenden Kosten einer Kanzleigemeinschaft beteiligt. In di esem Fall hätte die Beschwerdeführerin nur den darüber hinausgehenden Miet- kostenanteil zu tragen. Anders verhält es sich, wenn B._______ und A._______ in der strittigen Zeitspanne keiner selbständigen Erwerbstätig- keit nachgegangen sind und damit über keine eigene berufliche Infr a- struktur verfügt haben. Ohne ihre nebenrichterliche Tätigkeit hätten sie diesfalls kein Büro gemietet, weshalb die gesamten Mietkos ten auf ihre nebenrichterliche Tätigkeit zurückzuführen und als Auslagen im Sinne von Art. 9a Bst. b Kostenverordnung zu betrachten wären. In diesem Fall hätte die Vorinstanz der Beschwerdeführerin zu Recht (vorübergehend) die gesamten Mietkosten verrechnet. 6.6. Die Vorinstanz stuft sowohl A._______ als auch B._______ als im Haupterwerb selbständig erw erbend ein. An der Richtigkeit dieser Ein- schätzung bestehen aufgrund der Akten indes begründete Zweifel. So hat die Vorinstanz in ihrer Vernehmlassung vom 22. Juni 2011 angegeben, A._______ sei zurzeit ausschliesslich für die eidgenössische Schä t- zungskommission Kreis 10 tätig. Ein solches Engagem ent lässt sich mit der Qualifikation als selbständig erwerbend im Sinne von Art. 7 Kosten- verordnung nur vereinbaren, wenn es auf eine kurze Zeit beschränkt ist. Andernfalls kann an der Einstufung einer Person als selbständig erwe r- bend nicht mehr festgehalt en werden (vgl. dazu ausführlich: Urteil des Bundesverwaltungsgerichtes A -3034/2011 vom 15. März 2012 E.8.1. ). Wie es sich diesbezüglich verhält, kann aufgrund der Aktenlage in Bezug auf A._______ nicht abschliessend beurteilt werden. Insofern erweist sich der entscheidrelevante Sachverhalt als illiquid (vgl. dazu: Urteil des Bu n- desverwaltungsgerichtes A -3043/2011 vom 15. März 2011 E. 11.3.6.). Dasselbe gilt für B._______. Freilich ist erstellt, dass dieser bis im Jahr 2010 als selbständiger Anwalt an der S tampfenbachstrasse 125 in Zürich tätig gewesen ist. Fraglich ist jedoch, in welchem Ausmass er diese T ä- tigkeit in den Jahren vor seiner Amtsaufgabe, insbesondere im interessie- renden Zeitraum von Januar 2009 bis Januar 2011, ausgeübt hat, fällt doch in dies en Zeitraum sowohl ein sprunghafter Anstieg der Geschäft s- last der eidgenössischen Schätzungskommission Kreis 10 als auch die schrittweise Auflösung seiner Anwaltskanzlei (vgl. dazu: Urteil des Bu n- desverwaltungsgerichtes A -3043/2011 vom 15. März 2011 E. 11.3.7.). Aufgrund der aktuellen Aktenlage ist folglich weder der interessierende Erwerbsstatus von A._______ noch jener von B._______ ausgewiesen. Unter diesen Um ständen kann nicht entschieden werden, in welchem A-3035/2011 Seite 26 Umfang die Beschwerdeführerin die Mietkosten v on Fr. 28'326.-- zu tra- gen hat, da dies davon abhängt, ob der vormalige Präsident der eidg e- nössischen Schätzungskommission Kreis 10, B._______, und deren a k- tuelle Präsidentin, A._______, in der interessierenden Zeitspanne als selbständig oder unselbständig erwerbend einzustufen sind. 7. Strittig ist im Weiteren , ob die Beschwerdeführerin IT -Kosten im Betrag von Fr. 27'788.45 zu tragen hat. Die Beschwerdeführerin hält eine solche Kostenüberbindung für unrechtmässig, da die Grundinfrastruktur, ei n- schliesslich der IT, von der jeweiligen Schätzungskommission selber bzw. dem Bund zu finanzieren sei. Dazu gehörten die Kosten für einen Server ebenso wie für die Software und den Drucker, zumal eine solche Anlage zu jeder Grundbüroausstat tung gehöre und v om Präsidenten einer Schätzungskommission auch für seine anwaltliche oder sonstige Tätigkeit benutzt werden könne. Dies habe die Vorinstanz im vorliegenden Verfah- ren insoweit anerkannt, als sie sich bereit erklärt habe, der Beschwerd e- führerin die für die P räsidentin verrechneten IT-Kosten wieder gutz u- schreiben. Mit diesem Schritt habe die Vorinstanz den gesetzlichen A n- forderungen allerdings nicht ausreichend Rechnung getragen, habe doch die Beschwerdeführerin nach der Kostenverordnung nur jene IT -Kosten zu tragen, die für Personen anfallen würden, die ausschliesslich mit der Bearbeitung der sie betreffenden Entschädigungsverfahren beschäftigt seien. Die übrigen Kosten könnten ihr nicht überbunden werden . Gegen diese Argumentation wendet die Vorinstanz ein, bei der neuen, vernetzten Computerinfrastruktur handle es sich um eine auf die Bedürfnisse der eidgenössischen Schätzungskommission Kreis 10 zugeschnittene Ge- schäftsverwaltung, die eine effiziente Bearbeitung der bei ihr anhängigen Entschädigungsverfahren ermögliche und sich damit als unerlässlich er- weise. Sie stehe ausserdem allein für die Behördentätig keit zur Verf ü- gung. Eine Ausnahme bilde einzig der elektronische Arbeitsplatz der Prä- sidentin mit Kosten von Fr. 2'383.90. Dieser Teilbetrag werde dem Vo r- schusskonto der Beschwerdeführerin gutgeschrieben, was sich in der nächsten Zwischenabrechnung auswirken werde. Im Übrigen sei die a n- gefochtene Verfügung jedoch nicht zu beanstanden. 7.1. Die eidgenössische Schätzungskommission Kreis 10 hat im Jahr 2009 ihr damaliges EDV-System durch einen IT -Fachmann evaluieren lassen, um es im Hinblick auf die (zu erwartende ) Geschäftslast zu verbessern. Dieser kam zum Schluss, die eidgenössische Schätzung s- kommission verfüge über drei PC's, einen Laptop (je mit Windows XP und A-3035/2011 Seite 27 Office XP/2002 pro) sowie einen Server (Windows Server 2000). Die ein- gesetzte Hardware sei teilweise nicht mehr zeitgemäss und die Arbeitsab- läufe müssten angesichts der bestehenden Geschäftslast optimiert we r- den (vgl. Beschluss des Bundesverwaltungsgerichts vom 11. März 2010 T-2/2010). Das Gericht hat keinen Anlass, an diesen Feststellungen zu zweifeln, zumal EDV-Systeme bekanntlich über eine kurze Lebensdauer verfügen und fortlaufend erneuert werden müssen. Damit ist ausgewi e- sen, dass die damalige IT der eidgenössischen Schätzungskommission , zumindest weitgehend, zu ersetzen war. Vor diesem Hintergrund hat sich die eidgenössische Schätzungskommission Kreis 10 nach Evaluation verschiedener Angebote für den Kauf von drei Computern, eines Laptops, einer Docking Workstation, zwei Druckern sowie eines Servers entschie- den. Die entsprechenden Anlagen erweisen sich für eine zweckmässige Organisation der Arbeits abläufe der eidgenössischen Schätzungs kom- mission Kreis 10 als geeignet, erforderlich sowie angemessen und die hierfür in Rechnung gestellten Fr. 26'853.45 (Fr. 19'560.60 [Rechnung Nr. 2/507.989 vom 19. November 2011 ] + 4'908.95 [Rechnung Nr. 2/508.021 vom 5. Dezember 2010 ] + 2'383.90 [Rechnung Nr. 2/508.198 vom 27. Januar 2011]) als marktgerecht. 7.2. Die Vorinstanz macht darüber hinaus IT-Kosten von Fr. 260.-- (1. März 2011) sowie Fr. 675.-- (23. März 2011) geltend. Diese Auslagen glaubt sie nicht belegen zu müssen , weil sie mit der Beschwerd eführerin eine entsprechende Übereinkunft getroffen habe (Vernehmlassung vom 22. Juni 2011 S. 4). 7.2.1. Vertragliche Vereinbarungen zwischen einem Hoheitsträger und ei- nem Privaten bezüglich der Erfüllung öffentlicher Aufgaben sind nach gel- tender Lehre un d Rechtsprechung nur zulässig, wenn das Gesetz die Vertragsform ausdrücklich oder stillschweigend zulässt, sachliche Gründe bestehen, welche die Vertragsform gegenüber der Verfügung als die a n- gemessenere Handlungsform ausweisen und der Vertragsinhalt rech t- mässig ist (HÄFELIN/MÜLLER/UHLMANN, a.a.O., Rz. 1069 ff., TSCHANNEN/ ZIMMERLI/MÜLLER, a.a.O., § 33 N. 20, AUGUST MÄCHLER, Vertrag und Verwaltungsrechtspflege, Zürich/Basel/Genf 2005, S. 118).). Schliesst ei- ne Behörde eine öffent lichrechtliche Vereinbarung, ohne dass ihr diese Möglichkeit offensteht, so ist eine solche Übereinkunft anfechtbar, allen- falls sogar nichtig. Dasselbe gilt grundsätzlich, wenn sie nicht rechtsgültig zustande ge kommen ist oder an einem Willensmangel leidet ( HÄFE- LIN/MÜLLER/UHLMANN, a.a.O., Rz. 1111 ff., TSCHANNEN/ZIMMERLI/MÜLLER, a.a.O., § 35 Rz. 7 f.). Hingegen ist die Schriftlichkeit für verwaltungsrecht-A-3035/2011 Seite 28 liche Verträge Gültigkeitserforder nis; mündliche Verwaltungsverträ ge demnach nichtig (TSCHANNEN/ZIMMERLI/MÜLLER, a.a.O., § 35 Rz. 6). 7.2.2. Das rechtswirksame Zustandekommen eines öffentlich-rechtlichen Vertrags hat in Anlehnung an Art. 8 des Schweizerischen Zivilgesetzb u- ches vom 10. Dezember 1907 (ZGB, SR 210) diejenige Partei zu bewe i- sen, die daraus Rechte ableitet (Urteile des Bun desverwaltungsgerichts vom 28. Dezember 2011 A -3834/2011 E. 6.2 und A-6664/2009 vom 29. Juni 2010 E. 5.7.1; CHRISTOPH AUER, Verwaltungsverfahren, Art. 12 N. 16, MOSER/BEUSCH/KNEUBÜHLER, a.a.O., Rz. 3.150). Der Beweis ist erbracht, wenn das Bundesverwaltungsgericht in freier Würdigung der vorhandenen Beweis zur Überzeugung gelangt, dass sich der rechtse r- hebliche Sachverhalt in der behaupteten Art verwirklicht hat (Urteile des Bundesverwaltungsgerichts vom 28. Dezember 2011 A-3834/2011 E. 6.2 und A-6664/2009 vom 29. Juni 2010 E. 5.7.1.; MOSER/BEUSCH/KNEUBÜH- LER, a.a.O., Rz. 3.141). 7.2.3. Die Vorinstanz macht geltend , mit der Beschwerdeführerin übe r- eingekommen zu sein, nur Auslagen von über Fr. 1'000.-- beweisen zu müssen. Zum Beleg dieser Parteibehauptung hat sie kein Beweismittel eingereicht. Damit ist nicht erstellt, dass die Partei en die behauptete Ver- einbarung geschlossen haben . Unter diesen Umständen hat die Vorin- stanz die geltend gemachten IT-Kosten von Fr. 935.-- (Fr. 260.-- + Fr. 675.--) zu beweisen. Zu diesem Zweck hat sie indes weder entspre- chende Rechnungen noch Zahlungsbelege oder anderweitige Urkunden eingereicht. Die behaupteten Aufwendungen sind folglich nicht erstellt. 7.3. Zu prüfen bleibt damit, ob und in welchem Umfang die Vorinstanz der Beschwerdeführerin die ausgewiesenen IT-Kosten von Fr. 26'853.45 be- lasten darf. Laut Art. 9a Bst. b Kostenverordnung haben der Präsident der eidgenössischen Schätzungskommissionen, dessen Stellvertreter sowie der Aktuar Anspruch auf Ersatz der Kosten, die ihnen aus der Beanspru- chung von Einrichtungen oder Leistungen Drit ter erwachsen sind, soweit dies einer zweckmässigen Organisation der Arbeit entspricht . Nach dem Wortlaut dieser Verordnungsbestimmung sind demnach nur auf Gebrauchs- oder Dienstleistungsverträgen beruhende Aufwendungen zu entschädigen. Für diese Verträge ist unter anderem bezeichnend, dass die für den Vertrag typische Leistung periodisch zu entgelten ist. Dies e r- leichtert es der zuständigen Schä tzungskommission, der kostenpflicht i- gen Partei die fraglichen Auslagen nach Massgabe der tatsächlichen Be- nutzung zu belasten, um den für die dem Kostendeckungsprinzip unte r-A-3035/2011 Seite 29 liegende Gerichtsgebühr er forderlichen unmittelbaren Zusammenhang zwischen dem Entstehungsgrund und der Abgabe im Sinne von Leistung und Gegenleistung zu gewährleisten (Urteil des Bundesverwaltungsg e- richtes A -6464/2008 vom 6. April 2010 E. 9; TSCHANNEN/ZIMMERLI/MÜL- LER, a.a.O., § 57 Rz. 18, HUNGERBÜHLER, a.a.O., S. 520 f.). Daraus kann jedoch nicht gefolgert werden, dass eine Kostenüberbindung für auf an- deren Vertragstypen beruhende Auslagen ausgeschlossen ist, würde doch eine solche Auslegung die eidgenössischen Schätzungskommissio- nen in ihrer Organisationsfreiheit beschränken und damit den Delegat i- onsrahmen von Art. 113 EntG sprengen. Insofern ist davon auszugehen, dass die eidgenössischen Schätzungskommission en in der Wahl der e i- ner zweckmässigen Organisation dienenden Mittel frei sind, ihnen die daraus resultierenden Auslagen jedoch nur dann und insoweit zu erse t- zen sind, als sie aus objektiver Sicht für eine Optimierung des Arbeitsflus- ses und der Arbeitsleistung der Mitarbeiter unerlässlich gewesen (vgl. E. 6.2) und durch die von der kostenpflichtigen Partei veran lasste Amts- handlung bedingt sind . Für die vorliegend zur Diskussion stehenden IT - Kosten bedeutet dies, dass die Beschwerdeführerin diese in soweit zu tragen hat , als ein unmittelbarer Zusammenhang zwischen denselben und den die Beschwerdeführerin betreffend en Enteignungsverfahren b e- steht. 7.4. Mit den strittigen Fr. 26'853.45 hat die Vorinstanz , wie vorangehend festgehalten, drei Computer, einen Laptop, eine Docking Workstation, zwei Drucker sowie einen Server erworben. Diese Hardware wird für die Bearbeitung der die Beschwerdeführerin betreffenden Entschädigung s- verfahren beansprucht, ohne dadurch verbraucht zu werden. Unter di e- sen Umständen verstösst es gegen das Kostendeckungsprinzip , der Be- schwerdeführerin die gesamten Kosten für den Kauf dieser wertbeständi- gen Sachen zu überbinden. Diese Anschaffungskosten stehen jedoch in- sofern im Zusammenhang mit der von der Beschwerdeführerin in A n- spruch genommen gerichtlichen Leistung , als die interessierenden Ve r- mögensobjekte infolge ihrer Beanspruchung und des Alterungsprozesses an Wert verlieren . Wie hoch diese Wertabnahme zu veranschlagen ist, lässt sich den Grundsätzen der kaufmännischen Buchführung entne h- men. Danach sind Unternehmungen in Respektierung des geltenden Niederwertprinzips gehalten, dem Wertv erlust von bilanzierten Verm ö- genswerten durch Abschreibungen Rechnung zu tragen (vgl. Art. 959 des Bundesgesetzes vom 31. März 1911 betreffend die Ergänzung des Schweizerischen Zivilgesetzbuches [OR, SR 220]). Diese Form der direk- ten Wertberichtigung hat einem Plan zu folgen , der ausgehend von der A-3035/2011 Seite 30 voraussichtlichen Lebensdauer eines wertbeständigen Vermögensobje k- tes deren fortlaufende Wertabnahme widerspiegelt (EVA DRUEY JUST/JEAN NICOLAS DRUEY/LUKAS GLANZMANN, Gesellschafts- und Handelsrecht, Der Teile III und IV des Werks von Theo Guhl, 10. Auf., Zürich/Basel/Genf 2010, § 25 N. 112, KARL KÄFER, in: Meier-Hayoz [Hrsg.], Berner Kommen- tar, Das Obligationenrecht, Die kaufmännische Buchführung, 2. Teilband, Art. 958-964 OR, Bern 1981 Art. 960 N. 249 ff.). Um diesen Grundsätzen Rechnung zu tragen, hat die Praxis verschiedene Abschreibungsmetho- den entwickelt. Diesen zufolge kann ein Vermögenswert einerseits alljähr- lich line ar über seine gesamte mutmassliche Lebenszeit mit einem gleichbleibenden Prozentsatz des Anschaffungswertes abgeschrieben werden, andererseits kann der am Anfang stär keren Wertverminderung durch einen anfänglich höheren Abschreibungssatz Rechnung getragen werden, indem der Vermögenswert in prozentual gleichbleibender Höhe vom jeweils verbliebenen Restbuchwert abgeschrieben wird (PETER FORSTMOSER/ARTHUR MEIER-HAYOZ/PETER NOBEL, Schweizerisches Akti- enrecht, Bern 1996, § 50 N. 284). Diese handelsrechtlichen Grundsätze gelten ebenfalls im Steuerrecht, welches Abschreibungen auf Ver mö- genswerten im gesetzlich gebotenen Umfang zulässt (vgl. Art. 62 des Bundesgesetzes vom 14. Dezember 1990 über die direkte Bundessteuer [DBG, SR 642.11]). Zur Konkretisierung der entsprechenden Praxis hat die eidgenössische Steuerverwaltung im Jahr 1995 ein Merkblatt ausg e- arbeitet, das die maximal zulässigen Abschreibungssätze festlegt (Merk- blatt A 1995 – Geschäftliche Betriebe). Demgemäss darf eine Datenve r- arbeitungsanlage jährlich im Umfang von 40% des Buchwertes abge- schrieben werden. Dieser Abschreibungssatz ist zu halbieren, wenn A b- schreibungen auf dem Anschaffungspreis vorgenommen werden (http://www.estv.admin.ch > Direkte Bundessteuer > Mer kblätter > Merk- blatt A 1995 Geschäftliche Betriebe, besucht am 16. Februar 2012). Diese Richtwerte erscheinen für den vorliegenden Fall angemessen, womit die IT-Kosten einmal pro Jahr degressiv im Umfang von 20% des Buchwertes abzuschreiben sind. 7.5. Werden diese Grundsätze auf die zu beurteilenden IT -Kosten über- tragen, so betragen die massgeblichen IT -Kosten ausgehend vom 1. Januar 2011 als mittlerem Stichtag (Anschaffungszeitpunkte: 19. November 2010 [Fr. 19'560.60], 5. Dezember 2010 [Fr. 4'908.95], 27. Januar 2011 [2'383.90]) bis zum 31. März 2011 Fr. 1'342.70 (Fr. 5'370.70 [Fr. 26'853.45 x 0.2] : 12 x 3). Diese Aufwendungen hat die Beschwerdeführerin gemäss Art. 9a Bst. b i.V.m. Art. 18 Abs. 1 Koste n- verordnung vollständig zu tragen, falls der bis zum 31. Januar 2011 als A-3035/2011 Seite 31 Präsident der eidgenössischen Schätzungskommission Kreis 10 amtende B._______ sowie deren derzeitige Präsidentin , A._______, in der fragl i- chen Zeitspan ne neben ihrer nebenrichterlichen Tätigkeit für die eidg e- nössische Schätzungskommission nicht oder unselbständig erwerbstätig gewesen sind. Andernfalls hat die Beschwerdeführerin nur den Kostenan- teil zu übernehmen, der den beiden zusätzlich zu den für ihre Anwalt s- kanzlei ohnehin aufgewendeten IT -Kosten entstanden ist. Welche dieser beiden Fälle vorliegend zutrifft, steht aufgrund der Aktenlage nicht fest (vgl. dazu E. 6.5 und 6.6 ). Die Be schwerde ist demzufolge auch diesb e- züglich gutzuheissen und die angefochtene Verfügung aufzuheben, da die Höhe der von der Besc hwerdeführerin zu tragenden IT-Kosten davon abhängt, ob der vormalige Präsident der eidgenössischen Schätzung s- kommission Kreis 10, B._______, und deren derzeitige Präsidentin, A._______, in der interessierenden Zeitspanne als selbständig oder u n- selbständig erwerbend zu qualifizieren sind. 8. Schliesslich wehrt sich die B eschwerdeführerin gegen die Überbindung der Kosten für den Kauf von Büromöbeln im Betrag von Fr. 8'121.35. 8.1. Mit den strittigen Aufwendungen hat die Vorinstanz drei Tischplatten für Arbeitstische (18 00 x 900 mm), drei Untergestell e zu den besagten Arbeitstischen, einen Korpus (Typ UK 666M), ein Sideboard (800 x 420 x 780 mm), drei Dre hsessel, ein en Rollladenschrank (1'600 x 420 x 780 mm) sowie ein Bücherregal (1'200 x 300 x 1'900 mm) erworben und d a- mit am 1. Dezember 2010 drei Arbeitsplätze, d.h. jenen der Stellvertrete- rin/Aktuarin, des juristischen Mitarbeiters sowie der Kanzleimitarbeiter , eingerichtet. Diese Anschaffungen ermöglichen es den fraglichen Mita r- beitern, die ihnen von der Prä sidentin der eidgenössischen Schätzung s- kommission Kreis 10 übertragenen Aufgaben zu erfüllen . Sie erweisen sich für eine zweckmässige Organisation der Arbeitsabläufe demnach als unerlässlich, zumal die in Frage stehenden Personen allesamt hauptbe- ruflich nicht bzw. u nselbständig erwerbend sind und Heimarbeit weder praktikabel noch zumutbar ist (vgl. dazu E. 6.4.1. f.). Hinsichtlich der H ö- he der Anschaffungskosten ist anzumer ken, dass die eidgenössische Schätzungskommission Kreis 10 die fraglichen Büromöbel durch die Vermittlung des BBL erworben hat (vgl. Rechnung vom 2. Dezember 2010). Sie entsprechen somit dem beim Bund geltenden Standard und sind im Übrigen in ihrer Höhe nicht zu beanstanden. A-3035/2011 Seite 32 8.2. Diese Kosten für die Beschaffung von wertbeständigen Sach gütern hat die Beschwerdeführerin aus den vorangehend dargelegten Gründen allerdings nur im Umfang des Wertverlustes zu tragen, den die Bürom ö- bel aufgrund ihrer Inanspruchnahme und des Alterungsprozesses in der strittigen Zeitspanne von Dezember 2010 bis zum 31. März 2011 erfahren haben (E. 7.4 und 7.5). Das zur Abschätzung der fraglichen Wertabna h- me heranzuziehende Merkblatt der eidgenössische Steuerverwaltung sieht vor, Geschäftsmobiliar jährlich im Umfang von 25% des Buchwertes abzuschreiben. Wird Geschä ftsmobiliar zum Anschaffungswert bilanziert, so halbiert sich dieser Abschreibungssatz. Für den vorliegenden Fall b e- deutet dies, dass die strittigen Kosten für die Anschaffung von Büromöbel vom 1. Dezember 2010 bis zum 31. März 2011 Fr. 338.40 betragen (Fr. 1'015.20 [Fr. 8'121.35 x 0.125] : 12 x 4). Diese Aufwendungen hat die Beschwerdeführerin gestützt auf Art. 9a Bst. b i.V.m. Art. 18 Abs. 1 Kos- tenverordnung zu tragen, da diese Möbel von Personen benutzt wurden, die – jedenfalls in der interessierenden Zeitspanne – ausschliesslich für die eidgenössische Schätzungskommission Kreis 10 tätig gewesen sind . Unter dem Vorbehalt, dass die Vorinstanz jeweils Ende Jahr nach Mas s- gabe ihrer Beanspruchung durch andere Enteignungsverfahren eine Kos- tenausscheidung vornimmt und der Beschwerdeführerin den ermittelten Betrag gutschreibt, erweist sich die Beschwerde folglich insoweit als b e- gründet, als die Vorinstanz der Beschwerdeführerin in der angefochtenen Verfügung mehr als Fr. 338.40 für die Anschaffung der strittigen Büromö- bel verrechnet hat. 9. 9.1. Zusammenfassend kann damit festgehalten werden, dass die Auf- fassung der Beschwerdeführerin nicht zutrifft, wonach ihr in Anwendung von Art. 9a i.V.m. Art. 18 Abs. 1 Kostenverordnung nur Auslagen übe r- bunden werden dürfen, die durch den aussergewöhnlichen Umfang der sie betreffenden Enteignungsverfahren verursacht sind. Die Vorinstanz ist vielmehr berechtigt, der Beschwerdeführerin die Zusatzkosten zu v er- rechnen, die dem vormaligen Präsidenten der eidgenössischen Schä t- zungskommission Kreis 10 bzw. deren derzeitiger Präsidentin erwachsen sind, indem sie für die Erledigung der ihnen im Enteignungsverfahren z u- gewiesenen Aufgaben eigens eine zweckmässige Arbeitsorganisation eingerichtet haben. Auf dieser Grundlage können der Beschwerdeführerin die strittigen Mietkosten vollständig auferlegt werden, sofern der vormali- ge Präsident der eidgenössischen Schätzungskom mission Kreis 10 , B._______, sowie deren derzeitige Präsidentin , A._______, in der stritt i-A-3035/2011 Seite 33 gen Zeitspanne als im Haupterwerb unselbständig erwerbend einzustufen sind. Andernfalls kann der Beschwerdeführer in nur jener Anteil der Mie t- kosten überbunden werden, den diese Personen nicht ohnehin für ihre Anwaltsbüros oder die Beteiligung an einer Anwaltsgemeinschaft aufg e- wendet hätten. Ob das eine oder andere zutrifft, kann aufgrund der Akten nicht entschieden werden, weshalb die Vorinstanz der Beschwerdeführ e- rin in der angefochtenen Verfügung zu Unrecht die gesamten Mietkosten von Fr. 28'326.00 belastet hat. In Bezug auf die IT -Kosten, deren Übe r- bindung ebenfalls vom Erwerbsstatus des vormaligen Präsidenten der eidgenössischen Schätzungskommission, B._______, und deren aktuel- len Präsidentin abhängt, verhält es sich gleich, wobei in dieser Beziehung ohnehin nur eine Kostenüberbindung im Betrag von maximal Fr. 1'342.70 in Betracht fällt. Gutzuheissen ist die Beschwerde schliesslich hinsichtlich der strittigen Kosten für die Anschaffung von Büromöbel, weil sich der von der Beschwerdeführerin diesbezüglich in Respektierung des Kostend e- ckungsprinzips zu tragende Kostenanteil nur auf Fr. 338.40 beläuft. 9.2. Bei diesem Ergebnis erscheint es nicht angezeigt, den entscheid re- levanten Sachverhalt im Beschwerdeverfahren von Amtes wegen zu er- gänzen. Freil ich ist die Beschwerde an das Bundesverwaltungsgericht grundsätzlich reformatorisch ausgestaltet, d.h. das Bundesverwaltung s- gericht entscheidet bei Gutheissung der Beschwerde grundsätzlich selbst über die strittige Angelegenheit (Art. 61 Abs. 1 VwVG). Ausnahmsweise hat es sich jedoch darauf zu beschränken, die angefochten e Verfügung aufzuheben und den Entscheid an die Vorinstanz zurückzuweisen. Ein solches Vorge hen ist namentlich geboten , wenn die Vorinstanz den Sachverhalt – wie im vorliegenden Fall hinsichtlich des Status von B._______ und A._______ als hauptberuflich selbständig - oder unsel b- ständig erwerbend – unvollständig abgeklärt hat (MOSER/BEUSCH/KNEU- BÜHLER, a.a.O., Rz. 3.195, HÄFELIN/MÜLLER/UHLMANN, a.a.O., Rz. 1977 mit weiteren Hinweisen). Im vorliegenden Fall kommt hinzu, dass es sich bei der angefochtenen Verfügung lediglich um eine Zwischenabrechnung handelt, auf welche die Vorinstanz sowohl hinsicht lich des Bestandes als auch des Umfangs der überbundenen Kosten jederzeit zurückkommen kann (vgl. E. 1.2.4). Unter diesen Umständen genügt es , der für die en d- gültige Kostenabrechnung verantwortlichen Vorinstanz die für die Ko s- tenabrechnung massgeblichen Leitlinien aufzuzeigen. Sollte sie die se in der Endabrechnung oder einer allfälligen Zwischenabrechnung nicht kor- rekt umsetzen, so hat die Beschwerdeführerin die Möglichkeit, diese Ve r- fügungen abermals beim Bundesverwaltungsgericht anzufechten, we l- ches in di esem Fall die vorgenommene Berechnung aufgrund des vol l-A-3035/2011 Seite 34 ständig ermittelten Sachverhalt s einer umfassenden Überprüfung unte r- ziehen wird. Bei dieser Ausgangslage erscheint es gerechtfertigt, die an- gefochtenen Verfügung, soweit angefochten, zu kassieren , den liquiden Kostenanteil für die Büromöbel festzulegen und die Angelegenheit im Üb- rigen zum w eiteren Vorgehen im Sinne der Erwägungen an die Vori n- stanz zurückzuweisen. 10. 10.1. Das Bundesverwaltungsgericht auferlegt die Verfahrenskosten in der Regel der unterliegenden Partei (Art. 63 Abs. 1 VwVG). Unterliegt sie nur teilweise, so werden die Verfahrenskosten ermässigt (Art. 63 Abs. 1 VwVG). Obsiegen und Unterliegen im Prozess ist grundsätzlich nach den Rechtsbegehren der beschwerdeführenden Partei, gemessen am Erge b- nis der Anfechtung des vorinstanzlichen Entscheids, zu beurteilen (BGE 123 V 156 E. 3c, BGE 123 V 159 E. 4b). In der Verwaltungsrecht s- pflege des Bundes gilt die Rückweis ung der Sache an die Vorinstanz zu weiteren Abklärungen und neuem Entscheid (mit noch offenem Ausgang) praxisgemäss als volles Obsiegen der Beschwerdeführerin (Urteil des Bundesverwaltungsgerichts A-8457/2010 vom 14. Juni 2011 E. 5, Urteil des Bundesverwal tungsgerichts A -8665/2010 vom 1. Dezember 2011 E. 9.1). In Bezug auf den vorliegenden Fall bedeutet dies, dass die Be- schwerdeführerin, die von den angefochtenen Fr. 81'091.45 vorderhand nur gerade Fr. 338.40 zu tragen hat, als obsiegend gilt, weshalb ihr keine Verfahrenskosten aufzuerlegen sind. Der geleistete Kostenvorschuss von Fr. 5'000.-- ist ihr daher nach Eintritt der Rechtskraft des vorliegenden Ur- teils zurückzuerstatten. Die unterliegende Vorinstanz trägt als Bundesb e- hörde keine Verfahrenskosten (Art. 63 Abs. 2 VwVG). 10.2. Obsiegt eine Partei, so hat sie Anspruch auf eine Parteientschäd i- gung für die ihr erwachsenen notwendigen und verhältnismässig hohen Kosten (Art. 7 Abs.1 und 4 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigung en vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]). Der Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin hat keine Kostennote eingereicht. Unter diesen Umständen bestimmt das Bundesverwaltungsgericht die geschuldete Parteientschädigung aufgrund der Akten (Art. 14 Abs. 2 VGKE). Für den vorliegenden Fall wird diese auf Fr. 5'000.--, inkl. MwSt. und Barauslagen , festgesetzt und der Vorinstanz zur Bezahlung auferlegt (Art. 64 Abs. 2 VwVG). A-3035/2011 Seite 35 Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 1. Die Beschwerde wird im Sinne der Erwägungen gutgeheissen und d ie Verfügung der Vorinstanz vom 19. April 2011 aufgehoben. Der Beschwer- deführerin werden für den Zeitraum vom 1. Dezember 2010 bis zum 31. März 2011 für die Büromöbel Fr. 338.40 belastet. Im Übrigen wird die Angelegenheit zur Ergänzung des entscheidrelevanten Sachverhalts und zur Neufestlegung der strittigen Auslagen im Sinne der Erwägungen an die Vorinstanz zurückgewiesen. 2. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. Der Kostenvorschuss von Fr. 5'000.-- wird der Beschwerdeführerin nach Eintritt der Rechtskraft des vorliegenden Urteils zurückerstattet. Hierzu hat sie dem Bundesverwa l- tungsgericht dem Bundesverwaltungsgericht ihr Post - oder Bankverbi n- dung bekannt zu geben. 3. Die Vorinstanz hat der Beschwerdeführerin eine Parteientschädigung von Fr. 5'000.--, inkl. MwSt. und Barauslagen, zu bezahlen. 4. Dieses Urteil geht an: – die Beschwerdeführerin (Gerichtsurkunde; inkl. Kopien der S. 3 und S. 16 des Jahresbericht es 2010 der eidgenössischen Schätzungs - kommission Kreis 10) – die Vorinstanz (Ref-Nr. 1999-137 und weitere; Gerichtsurkunde) – das Generalsekretariat UVEK – die Aufsichtsdelegation ESchK Für die Rechtsmittelbelehrung wird auf die nächste Seite verwiesen Die vorsitzende Richterin: Die Gerichtsschreiberin: Marianne Ryter Sauvant Christa Baumann A-3035/2011 Seite 36 Rechtsmittelbelehrung: Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen nach Eröffnung beim Bun- desgericht, 1000 Lausanne 14 , Beschwerde in öffentlich-rechtlichen An- gelegenheiten geführt werden , sofern die Voraussetzungen gemäss Art. 82 ff., 90 ff. und 100 des Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 (BGG, SR 173.110) gegeben sind . Die Beschwerdefrist steht still vom siebten Tag vor Ostern bis und mi t dem siebten Tag nach Ostern (Art. 46 Bst. a BGG). Die Rechtsschrift ist in einer Amtssparache abzufassen und hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. Der angefochtene Entscheid und die Bewei s- mittel sind, soweit sie der Beschwerdeführer in Händen hat, beizulegen (Art. 42 BGG). Versand: