B u n d e s v e rw a l t u n g s g e r i ch t T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i f f éd é r a l T r i b u n a l e am m i n i s t r a t i vo f e d e r a l e T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i v fe d e r a l Abteilung I A-807/2021 U r t e i l v o m 9 . M ä r z 2 0 2 1 Besetzung Richter Daniel Riedo (Vorsitz), Richterin Annie Rochat Pauchard, Richterin Marianne Ryter, Gerichtsschreiberin Monique Schnell Luchsinger. Parteien 1. A._______, (…) 2. B._______, (…) beide vertreten durch Thomas H. A. Verschuuren Kopfstein, Rechtsanwalt, (…) Beschwerdeführende, gegen Eidgenössische Steuerverwaltung ESTV, Dienst für Informationsaustausch in Steuersachen SEI, Eigerstrasse 65, 3003 Bern, Vorinstanz. Gegenstand Amtshilfe (DBA CH-NL); Kostenentscheid. A-807/2021 Seite 2 Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest und erwägt, dass die Eidgenössische Steuerverwaltung (nachfolgend: ESTV) am (…) eine Schlussverfügung gegen A._______ und B._______ (nachfolgend: Beschwerdeführende) erlassen hat, in der sie dem Belastingdienst der Nie- derlande gestützt auf dessen Ersuchen vom (…) Amtshilfe geleistet hat, dass die Beschwerdeführenden am 5. Oktober 2017 gegen diese Schluss- verfügung beim Bundesverwaltungsgericht Beschwerde erhoben haben, dass das Bundesverwaltungsgericht mit Urteil A-5687/2017 vom 17. Au- gust 2018 die Beschwerde gutgeheissen, die Schlussverfügung der ESTV vom (…) aufgehoben und keine Amtshilfe geleistet hat (Dispositiv-Ziffer 1), dass das Bundesverwaltungsg ericht dabei keine Verfahrenskosten erho- ben und angeordnet hat, dass der von den Beschwerdeführenden geleis- tete Kostenvorschuss von total Fr. 5'000.- den Beschwerdeführenden nach Eintritt der Rechtskraft des Urteil s zurückerstattet werde (Dispositiv-Zif- fer 2), und die Vorinstanz zur Bezahlung einer Parteientschädigung in der Höhe von Fr. 7’500.- an die Beschwerdeführerenden verpflichtet hat (Dis- positiv-Ziffer 3), dass die ESTV das Urteil des Bundesverwaltungsgerichts A-5687/2017 vom 17. August 2018 mit Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegen- heiten am 10. September 2018 beim Bundesgericht angefochten und im Wesentlichen die Aufhebung des genannten Urteils des Bundesverwal- tungsgerichts sowie die Bestätigung ihrer Schlussverfügung vom (…) be- antragt hat, dass das Bundesgericht diese Beschwerde mit Urteil 2C_780/2018 vom 1. Februar 2021 im Sinne der Erwägungen gutgeheissen hat, soweit es darauf eingetreten ist, wobei es das Urteil des Bundesverwaltungsgerichts A-5687/2017 vom 17 August 2018 aufgehoben und die Schlussverfügung der ESTV vom (…) bestätigt hat, dass es die Sache zur Neuverlegung der Kosten- und Entschädigungsfol- gen des bundesverwaltungsgerichtlichen Verfahrens an das Bundes ver- waltungsgericht zurückgewiesen hat, dass das Bundesverwaltungsgericht die Verfahrenskosten den Parteien in der Regel gemäss ihrem Obsiegen und Unterliegen auferlegt (vgl. Art. 63 Abs. 1 des Verwaltungsverfahrensgesetzes vom 20. Dezember 1968 [VwVG, SR 172.021]), A-807/2021 Seite 3 dass die Beschwerdeführenden somit – wie im bundesgerichtlichen Ver- fahren – auch im bundesverwaltungsgerichtlichen Verfahren A-5687/2017 als vollständig unterliegend zu betrachten sind, dass den Beschwerdeführenden daher die auf Fr. 5'000.- festzusetzenden Verfahrenskosten im Verfahren A-5687/2017 zu gleichen Teilen und unter solidarischer Haftung aufzuerlegen sind (Art. 63 Abs. 1 VwVG), dass der von den Beschwerdeführenden in gleicher Höhe einbezahlte Kos- tenvorschuss zur Bezahlung der Verfahrenskosten zu verwenden ist, dass für das Verfahren A-5687/2017 entsprechend keine Parteientschädi- gung zuzusprechen ist (vgl. Art. 64 Abs. 1 VwVG und Art. 7 Abs. 1 de s Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2] e contrario so- wie Art. 7 Abs. 3 VGKE), dass für den vorliegenden Kostenentscheid weder Kosten aufzuerlegen sind noch eine Parteient schädigung zuzusprechen ist (vgl. Art. 6 Bst. b VGKE und Art. 7 Abs. 3 VGKE; Urteil des BVGer A-1417/2017 vom 9. März 2017). Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 1. Die Kosten des Verfahrens A -5687/2017 in Höhe von Fr. 5'000. - werden den Beschwerdeführenden zu gleichen Teilen und unter solidarischer Haf- tung auferlegt. Der von ihnen einbezahlte Kostenvorschuss in gleicher Höhe wird zur Bezahlung dieser Kosten verwendet. 2. Im Verfahren A-5687/2017 wird keine Parteientschädigung zugesprochen. 3. Für das vorliegende Verfahren werden weder Kosten auferlegt noch Par- teientschädigungen zugesprochen. A-807/2021 Seite 4 4. Dieses Urteil geht an: – die Beschwerdeführenden (Gerichtsurkunde) – die Vorinstanz (Ref-Nr. […]; Gerichtsurkunde) Der vorsitzende Richter: Die Gerichtsschreiberin: Daniel Riedo Monique Schnell Luchsinger Rechtsmittelbelehrung: Gegen einen Entscheid auf dem Gebiet der internationalen Amtshilfe in Steuersachen kann innert 10 Tagen nach Eröffnung nur dann beim Bun- desgericht, 1000 Lausanne 14, Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Ange- legenheiten geführt werden, wenn sich eine Rechtsfrage von grundsätzli- cher Bedeutung stellt oder wenn es sich aus anderen Gründen um einen besonders bedeutenden Fall im Sinne v on Art. 84 Abs. 2 BGG handelt (Art. 82, Art. 83 Bst. h, Art. 84a, Art. 90 ff. und Art. 100 Abs. 2 Bst. b BGG). Die Frist ist gewahrt, wenn die Beschwerde spätestens am letzten Tag der Frist beim Bundesgericht eingereicht oder zu dessen Handen der Schwei- zerischen Post oder einer schweizerischen diplomatischen oder konsulari- schen Vertretung übergeben worden ist (Art. 48 Abs. 1 BGG). In der Rechtsschrift ist auszuführen, warum die jeweilige Voraussetzung erfüllt ist. Im Übrigen ist die Rechtsschrift in einer A mtssprache abzufassen und hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. Der angefochtene Entscheid und die Beweismit- tel sind, soweit sie die beschwerdeführende Partei in Händen hat, beizule- gen (Art. 42 BGG). Versand: