B u n d e s v e rw a l t u n g s g e r i ch t T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i f f éd é r a l T r i b u n a l e am m i n i s t r a t i vo f e d e r a l e T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i v fe d e r a l Abteilung III C-4936/2012 A b s c h r e i b u n g s e n t s c h e i d v o m 5 . F e b r u a r 2 0 1 3 Besetzung Einzelrichter Vito Valenti, Gerichtsschreiberin Madeleine Keel. Parteien A._______, Zustelladresse: c/o B._______, vertreten durch C._______, Beschwerdeführerin, gegen Schweizerische Ausgleichskasse SAK, Avenue Edmond-Vaucher 18, Postfach 3100, 1211 Genf 2, Vorinstanz. Gegenstand Alters und Hinterlassenenversicherung (Verfügung vom 31. August 2012). C-4936/2012 Seite 2 Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest und erwägt, 1. In ihrer Einspracheverfügung vom 31. August 2012 (act. 24) hat die Schweizerische Ausgleichskasse (SAK) die Einsprache der Beschwerd e- führerin vom 12. Oktober 2011 (act. 9) gegen die ablehnende Renten - Verfügung auf Hinterbliebenenrenten vom 26. September 2011 (act. 8) abgewiesen mit der Begründung, dass das Sozialversicherungsabko m- men zwischen der Schweiz und der Sozialistischen Föderativen Republik Jugoslawien, welches am 1. März 1964 in Kraft getreten war, auf B e- schluss der Schweizer Regierung im Verhältnis zum neuen Staat Kosovo ab April 2010 nicht mehr weitergeführt werde. Da der verstorbene Eh e- mann der Beschwerdeführerin kosovarischer Staatsangehöriger und d a- mit Staatsangehöriger eines Nichvertragsstaates gewesen sei, müsse der Antrag auf Hinterlassenenrente abgewiesen werden. 2. Gegen diese Einspracheverfügung erhob die Beschwerdeführerin, vertr e- ten durch C._______, am 17. September 2012 Beschwer de ans Bundes- verwaltungsgericht und machte geltend, es sei die Einspracheverfügung vom 31. August 2012 aufzuheben und ein neues Anerkennungshinte r- bliebenenurteil zu erlassen. 3. Mit Verfügung vom 4. Dezembe r 2012 wurde die Vorinstanz durch den Instruktionsrichter aufgefordert, bis zum 24. Januar 2013 eine Verneh m- lassung einzureichen (B-act. 2). 4. In ihrer Vernehmlassung vom 16. Januar 2013 (B -act. 6) führte die Vorin- stanz aus, die Einspracheverfügung vom 31. August 2012 habe korrigiert werden können, da die Beschwerdeführerin am 10. Dezember 2012 D o- kumente eingereicht habe, aus denen hervorgehe, dass sowohl sie als auch der verstorbene Ehemann nicht nur die kosovarische, sondern auch die serbische Staatsbürge rschaft besassen bzw. besitzen. Im Rahmen des Beschwerdeverfahrens sei der Rentenantrag deshalb erneut geprüft worden und es sei eine Wiedererwägung pendente lite im Sinne von Art. 53 Abs. 3 des ATSG vorgenommen worden. Es sei der Beschwerd e- führerin eine Witwenrente sowie ihrem Sohn D._______ eine Waisenren- te zugesprochen worden. Über einen eventuellen Anspruch auf Waise n- rente der drei weiteren Kinder, welche alle zwischen (…) und (…) Jahre alt seien, könne zur Zeit nicht entschieden werden, da in den Akten ledig-C-4936/2012 Seite 3 lich Studienbestätigungen für das Studienjahr (…) vorlägen. Sollten aber Studienbestätigungen für die Zeit ab (…) eingereicht werden, könnte die Kasse den Anspruch der drei Kinder auf Waisenrente überprüfen. 5. Mit Datum vom 25. Januar 2013 ging beim Bundesverwaltungsgericht ein Fax ein (B-act. 7), mit welchem die Beschwerdeführerin ein Zustelldomizil in der Schweiz bekannt gab. 6. 6.1. Gemäss Art. 31 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (VGG, SR 173.32) und Art. 85 bis Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1946 über die Alters - und Hinterlassenenversicherung (AHVG, SR 831.10) beurteilt das Bundesverwaltungsgericht Beschwe r- den gegen Verfügungen nach Art. 5 des Verwaltungsverfahrensgesetzes vom 20. Dezember 1968 (VwVG, SR 172.021). Zu den anfechtbaren Ver- fügungen gehören jene der SAK, welche eine Vorinstanz des Bunde s- verwaltungsgerichts darstellt (Art. 33 lit. d VGG). Eine Ausnahme, was das Sachgebiet angeht, ist vorliegend nicht gegeben (Art. 32 VGG). 6.2. Die Beschwerde wurde frist - und formgerec ht eingereicht (Art. 52 VwVG bzw. Art. 60 des Bundesgesetzes vom 6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungs rechts [ATSG, SR 830.1]). Als Adressatin der angefochtenen Verfügung vom 31. August 2012 ist die Beschwerdeführerin berührt und hat ein schutzwürdiges Interesse an d e- ren Aufhebung oder Änderung (Art. 59 ATSG und Art. 48 Abs. 1 VwVG). Damit sind alle Prozessvoraussetzungen erfüllt und es ist auf die B e- schwerde einzutreten. 7. 7.1. Gemäss Art. 53 Abs. 3 ATSG kann der Versicherungsträger eine Ver- fügung oder einen Einspracheentscheid, gegen den Beschwerde erhoben wurde, so lange wiedererwägen, bis er gegenüber der Beschwerdeb e- hörde Stellung nimmt (vgl. auch Art. 58 Abs. 1 VwVG). 7.2. Soweit die Behandlung der Beschwerde durch die neue Verfügun g der Vorinstanz nicht gegenstandslos geworden ist, hat die Beschwerdein- stanz diese fortzusetzen (Art. 58 Abs. 3 VwVG, vgl. auch BGE 113 V 237 und 107 V 250). C-4936/2012 Seite 4 7.3. Im vorliegenden Fall hat die SAK in ihrer Vernehmlassung vom 16. Januar 2013 (B -act. 6) ausgefüh rt, dass im Rahmen des Beschwe r- deverfahrens der Rentenantrag erneut geprüft worden und eine Wiede r- erwägung pendente lite (Art. 53 Abs. 3 ATSG) vorgenommen worden sei, wobei der Beschwerdeführerin eine Witwenrente sowie ihrem Sohn D._______ eine Waisenrente zugesprochen worden sei. Über einen eventuellen Anspruch auf Waisenrente der Kinder E._______, F._______ und G._______, welche alle zwischen (…) und (…) Jahre alt seien, könne zur Zeit nicht entschieden werden. Sollten aber Studienbestätigungen für die Zeit ab (…) eingereicht werden, könnte die Kasse den Anspruch auf Waisenrente überprüfen. 7.4. Die Vorinstanz hat demnach im Rahmen der ihr vorliegenden Dok u- mente ihre Verfügung vom 31. August 2012 vollumfänglich widerrufen und eine Witwenrente zugunsten der Bes chwerdeführerin bzw. eine Wai- senrente zugunsten des Sohnes D._______ verfügt, womit das B e- schwerdeverfahren vor dem Bundesverwaltungsgericht als gegenstands- los geworden abgeschrieben werden kann. 7.5. Über den Anspruch auf Hinterlassenenrenten der Kinder E._______, F._______ und G._______ konnte die Vorinstanz, mangels notwendiger Unterlagen noch nicht entsch eiden, wobei auch gegenüber diese n Kin- dern der Beschwerdeführerin die Beschwerde gegenstand slos geworden ist (Aufhebung der angefochtenen Verfügung auch soweit diese davon betroffen waren), und die jetzt in Frage stehende Problematik neu ein e ganz andere ist, die weder Gegenstand der angefochtenen Verfügung noch des Streitgegenstandes war. 7.6. Das vorliegende Beschwerdeverfahren kann daher im einzelrichterl i- chen Verfahren als gegenstand slos geworden abgeschrieben werden (Art. 23 Abs. 1 lit. a VGG). 8. 8.1. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben (Art. 85bis Abs. 2 AHVG). 8.2. Hingegen rechtfertigt es sich, eine P arteientschädigung gemäss Art. 64 VwVG i.V.m. Art. 7 ff. des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht (VGKE, SR 173.320.2) zu Lasten der Vorinstanz zuzusprechen. Die Pa r- teientschädigung wird, da k eine Kostennote eingereicht wurde, aufgrund der Akten (Art. 14 Abs. 2 VGKE) auf Fr. 500.- festgesetzt. C-4936/2012 Seite 5 Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 1. Das Beschwerdeverfahren wird als gegenstandslos geworden abg e- schrieben. 2. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. 3. Der Beschwerdeführerin wird zu Lasten der Vorinstanz eine Parteien t- schädigung von Fr. 500.- zugesprochen. 4. Dieser Entscheid geht an: – die Beschwerdeführerin (Gerichtsurkunde) – die Vorinstanz (Ref-Nr.; Einschreiben) – das Bundesamt für Sozialversicherungen (Einschreiben) Der Einzelrichter: Die Gerichtsschreiberin: Vito Valenti Madeleine Keel Rechtsmittelbelehrung: Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen nach Eröffnung beim Bun- desgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern , Beschwerde in öffentlich - rechtlichen Angelegenheiten geführt werden (Art. 82 ff., 90 ff. und 100 des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173. 110]). Die Rechtsschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der B e- weismittel und die Unterschrift zu enthalten. Der angefochtene Entscheid und die Beweismittel sind, soweit sie der Beschwerdeführer in Händen hat, beizulegen (Art. 42 BGG). Versand: