A bteilung III C -2524/2006 {T 0 /2 } U rteil vom 9. Juli 2007 M itw irkung: M ichael Peterli, vorsitzender R ichter, Franziska Schneider, R ichterin, Eduard Acherm ann, R ichter, G erichtsschreiberin G ross E._______, Spanien, Beschw erdeführer, vertreten durch H errn Andreas Béguin, Advokat, Picassoplatz 8, 4010 Basel, gegen Eidgenössische Invalidenversicherung (IV), IV-Stelle für Versicherte im A usland, Postfach 3100, 1211 G enf 2, Vorinstanz, betreffend Invalidenrente B u n d e s v e rw a ltu n g s g e ric h t T rib u n a l a d m in is tra tif fé d é ra l T rib u n a le a m m in is tra tiv o fe d e ra le T rib u n a l a d m in is tra tiv fe d e ra l2 Sachverhalt: A. M it Verfügungen vom 19. M ai 2000 hatte die IV-Stelle Basel-Stadt dem im Jahr 1962 geborenen spanischen Staatsbürger E._______ eine ordentli- che halbe Invalidenrente für die Zeit vom 1. Juni 1997 bis zum 31. Januar 1999, sow ie eine ganze R ente m it W irkung ab 1. Februar 1999 (inklusive zw ei entsprechender Kinderrenten) gew ährt. D iesen Verfügungen lag die Einschätzung zugrunde, dass E._______ die Ausübung der von ihm zuletzt ausgeübten Tätigkeit als angelernter M aurer seit Juni 1996 nicht m ehr zum utbar sei. Körperlich leichte Arbeiten seien hingegen seit diesem D atum im R ahm en von 4-5 Stunden täglich (50% ) m öglich, so dass im Ergebnis von einem Invaliditätsgrad von 59% ab Juni 1996 auszugehen sei und nach Ablauf der W artefrist Anspruch auf eine halbe R ente bestehe. Per N ovem ber 1998 sei schliesslich eine Ver- schlechterung des G esundheitszustandes eingetreten, w elche zur Folge hatte, dass seit diesem Zeitpunkt keine (relevante) Erw erbstätigkeit m ehr ausgeübt w erden könne und som it ein Invaliditätsgrad von 100% vorliege, w elcher nach Ablauf der gesetzlichen W artefrist eine ganze R ente seit Februar 1999 im pliziere. D er 100-prozentige Invaliditätsgrad seit N ovem ber 1998 basierte nam ent- lich auf einem psychiatrischen O bergutachten von PD D r. m ed. W ._______ und D r. m ed. A._______ des Kantonsspitals F._______ vom 22. Juli 1999 m it der Präzisierung vom 25. August 1999, w obei eine schw ere ängstlich-depressiv gefärbte som atoform e Schm erzstörung, G renzdebilität sow ie der Verdacht auf sekundär schädlichen G ebrauch von Alkohol diagnostiziert w urden, die eine vollständige Arbeitsunfähigkeit spä- testens seit dem 10. M ärz 1999 (Tag der U ntersuchung) indizierten. Es sei anzunehm en, dass es bereits in den M onaten zuvor allm ählich zu einer Verschlechterung gekom m en sei, diese könne aber auch über Jahre hin- w eg eingetreten sein. B. Aufgrund des W egzugs des R entenbezügers in sein H eim atland überm it- telte die kantonale IV-Stelle die Akten an die IV-Stelle für Versicherte im Ausland (nachfolgend: IV-Stelle), w elche die Zahlung der Leistungen ab August 2000 übernahm . C . Im N ovem ber 2001 leitete die IV-Stelle ein R entenrevisionsverfahren ein. In diesem R ahm en holte sie nam entlich ein m ultidisziplinäres G utachten des Zentrum s für M edizinische Begutachtung (nachfolgend: ZM B) in Basel ein. D ie entsprechende m edizinische Begutachtung erfolgte w ährend eines stationären Aufenthaltes vom 8. bis zum 11. Septem ber 2003. N am entlich auf der G rundlage dieses G utachtens hielt D r. m ed. L._______ in seiner Stellungnahm e vom 16. Februar 2004 zu H anden der IV-Stelle fest, E._______ sei seit dem U ntersuchungstag als Bauarbeiter und für an- strengende Fabrikarbeiten zu 70% arbeitsunfähig. Leichte, ruhige Verw ei- sungstätigkeiten seien ihm ab dem selben D atum zu 50% zuzum uten. 3 D . Am 15. Juli 2004 verfügte deshalb die IV-Stelle die Ersetzung der bis da- hin ausbezahlten ganzen Invalidenrente durch eine halbe R ente ab dem 1. Septem ber 2004, w obei sie von einer 50-prozentigen Arbeitsfähigkeit für leichte Verw eisungstätigkeiten und einem Invaliditätsgrad von 58% aus- ging. E. G egen diese Verfügung erhob E._______ am 9. Septem ber 2004 Einspra- che. Er beantragte die G ew ährung einer ganzen Invalidenrente, w eil sich entgegen der Annahm e der IV-Stelle w eder sein G esundheitszustand noch seine Erw erbsaussichten verbessert hätten. Zudem sei der von der IV- Stelle erm ittelte Invaliditätsgrad falsch und auch nicht rechtsgenüglich be- gründet w orden. F. D ie Einsprache w urde m it Einspracheverfügung vom 10. M ärz 2005 in dem Sinn teilw eise gutgeheissen, dass m it W irkung ab dem 1. Septem ber 2004 Anspruch auf eine D reiviertelsrente bestehe. D iese R ente basierte auf ei- nem neuen, am 2. M ärz 2005 durchgeführten Einkom m ensvergleich, w obei bei einer Arbeitsfähigkeit von 50% für leichte Verw eisungstätigkeiten ein Invaliditätsgrad von 61% eruiert w urde. G . Im N achgang an die Einspracheverfügung überw ies der spanische Sozial- versicherungsträger der schw eizerischen IV-Stelle nam entlich das von D r. m ed. Q ._______ am 9. M ärz 2005 ausgefüllte E 213-Form ular. H . M it Eingabe vom 21. April 2005 erhebt E._______ (im Folgenden: Be- schw erdeführer) Beschw erde bei der Eidgenössischen R ekurskom m ission AH V/IV für die im Ausland w ohnenden Personen. Er beantragt, die Ein- spracheverfügung aufzuheben und ihm w eiterhin eine ganze Invalidenren- te zu gew ähren. Er begründet dies im W esentlichen dam it, dass sich aus dem G utachten des ZM B keine w esentliche Verbesserung seines G esund- heitszustandes ergäbe. N am entlich bestehe eine durch W illensanstren- gung nicht überw indbare Krankheits- und Behinderungsüberzeugung, die eine W iedereingliederung ausschliesse. N eu sei überdies vom ZM B ein panvertebrales Schm erzsyndrom bei leichten degenerativen Veränderun- gen der Lendenw irbelsäule festgestellt w orden, w as sogar eine Ver- schlechterung des G esundheitszustandes indiziere. I. In ihrer Vernehm lassung vom 8. Juni 2005 beantragt die IV-Stelle m it Ver- w eis auf die Stellungnahm e von D r. m ed. M ._______ vom 31. M ai 2005 die Abw eisung der Beschw erde und die Bestätigung der Einspracheverfü- gung. N am entlich bestätige auch der im N achgang zur Einspracheverfü- gung eingegangene ärztliche Bericht E 213 von D r. m ed. Q ._______ vom 9. M ärz 2005 die Besserung des psychischen G esundheitszustandes. Im Ü brigen stellten w eder die G utachter des ZM B noch D r. m ed. Q ._______ eine som atische Pathologie fest, w elche die Ausübung einer leichten, rückenschonenden Tätigkeit ausschliessen w ürde. J. M it R eplik vom 26. August 2005 hält der Beschw erdeführer an seiner Be- schw erde fest. 4 K. In der Vernehm lassung vom 5. O ktober 2005 bestätigt die IV-Stelle m it Verw eis auf die Stellungnahm e von D r. m ed. M ._______ vom 30. Septem - ber 2005 ihren Antrag auf Abw eisung der Beschw erde. L. M it Triplik vom 1. N ovem ber 2005 hält der Beschw erdeführer an seinen Anträgen fest. M . Am 28. M ärz 2007 gibt das Bundesverw altungegericht den Parteien den Spruchkörper bekannt. Es sind keine Ausstandsbegehren eingegangen. D as B undesverw altungsgericht zieht in Erw ägung: 1. 1.1 D as Bundesverw altungsgericht übernim m t, sofern es zuständig ist, die Be- urteilung der am 1. Januar 2007 bei den Eidgenössischen R ekurs- oder Schiedskom m issionen oder bei den Beschw erdediensten der D epartem en- te hängigen R echtsm ittel. D ie Beurteilung erfolgt gem äss Art. 53 Abs. 2 des Bundesgesetzes über das Bundesverw altungsgericht vom 17. Juni 2005 (VG G , SR 173.32) nach neuem Verfahrensrecht. 1.2 G em äss Art. 31 VG G in Verbindung m it Art. 33 Bst. d VG G und Art. 69 Abs. 1 Bst. b des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung vom 19. Juni 1959 (IVG , SR 831.20) beurteilt das Bundesverw altungsgericht Beschw erden von Personen im Ausland gegen Verfügungen der schw eize- rischen IV-Stelle für Versicherte im Ausland. Eine Ausnahm e im Sinne von Art. 32 VG G liegt nicht vor. 1.3 Aufgrund von Art. 3 Bst. dbis des Bundesgesetzes vom 20. D ezem ber 1968 über das Verw altungsverfahren (Vw VG , SR 172.021) findet das Vw VG kei- ne Anw endung in Sozialversicherungssachen, sow eit das Bundesgesetz vom 6. O ktober 2000 über den Allgem einen Teil des Sozialversicherungs- rechts (ATSG , SR 830.1) anw endbar ist. G em äss Art. 1 Abs. 1 IVG sind die Bestim m ungen des ATSG auf die Invalidenversicherung (Art. 1a-26bis und 28-70) anw endbar, sow eit das IVG nicht ausdrücklich eine Abw ei- chung vom ATSG vorsieht. 1.4 D er Beschw erdeführer ist im Sinne von Art. 59 ATSG beschw erdelegiti- m iert. 1.5 D a die Beschw erde im Ü brigen frist- und form gerecht (Art. 60 ATSG und Art. 52 Vw VG ) eingereicht w urde, ist auf die Beschw erde einzutreten. 2. D er Beschw erdeführer verlangt m it seiner Beschw erde vom 21. April 2005 über den 1. Septem ber 2004 hinaus die Ausrichtung einer ganzen Invali- denrente, das heisst die Erhöhung der ihm m it der Einspracheverfügung vom 10. M ärz 2005 m it W irkung ab dem 1. Septem ber 2004 revisionsw eise zugesprochenen D reiviertelsrente auf eine ganze R ente. 2.1 G em äss dem seit dem 1. Januar 2004 in Kraft stehenden Art. 28 Abs. 1 IVG besteht bei einem Invaliditätsgrad von 70% ein Anspruch auf eine 5 ganze R ente, auf eine D reiviertelsrente bei einem G rad der Invalidität von 60% , auf eine halbe R ente bei einem solchen von 50% und auf eine Vier- telsrente bei einem Invaliditätsgrad von 40% . 2.2 G em äss Art. 17 Abs. 1 ATSG w ird eine R ente von Am tes w egen oder auf G esuch hin für die Zukunft entsprechend erhöht, herabgesetzt oder aufge- hoben, w enn sich der Invaliditätsgrad des R entenbezügers erheblich ver- ändert hat. O b eine rentenrelevante Änderung des Invaliditätsgrades eingetreten ist, beurteilt sich (unter Vorbehalt früher durchgeführter R evisionen) durch Vergleich des Sachverhaltes, w ie er im Zeitpunkt der ursprünglichen R en- tenverfügung bestanden hat, m it dem jenigen zur Zeit der streitigen R evisi- onsverfügung (BG E 125 V 369 E. 2, 113 V 275 E. 1a). D agegen ist die un- terschiedliche Beurteilung eines im W esentlichen unverändert gebliebenen Sachverhalts kein R evisionsgrund; unterschiedliche Beurteilungen sind re- visionsrechtlich nur dann beachtlich, w enn sie Ausdruck von Änderungen der tatsächlichen Verhältnisse sind (siehe nur BG E 115 V 313 E. 4a/bb m it H inw eisen; SVR 1996 IV N r. 70 S. 204 E. 3a). 2.3 Folglich ist vorliegend vom Bundesverw altungsgericht zu prüfen, ob sich der gesundheitliche Zustand des Beschw erdeführers (für Veränderungen anderer relevanter Sachverhaltselem ente gibt es in casu keine Anhalts- punkte) zw ischen dem Zeitpunkt des Erlasses der ursprünglichen R enten- verfügung am 19. M ai 2000 und der hier streitigen Einspracheverfügung vom 10. M ärz 2005 in rentenrelevanter W eise verändert hat. 3. 3.1 D ie m it Verfügung vom 19. M ai 2000 m it W irkung ab dem 1. Februar 1999 gew ährte ganze Invalidenrente basierte im W esentlichen auf der Einschät- zung von PD D r. m ed. W ._______ und D r. m ed. A._______ des Kantons- spitals F._______ vom 22. Juli 1999 (unter Berücksichtigung der Präzisie- rung vom 25. August 1999), w onach der Beschw erdeführer spätestens seit dem 10. M ärz 1999 vollständig arbeitsunfähig sei. D ie G utachter diagnostizierten beim Beschw erdeführer eine schw ere ängstlich-depressiv gefärbte som atoform e Schm erzstörung, G renzdebilität sow ie Verdacht auf sekundär schädlichen G ebrauch von Alkohol. Ihre Einschätzung der vollständigen Arbeitsunfähigkeit begründeten sie nam entlich durch die anhaltende som atoform e Schm erzstörung, die sich w ohl aufgrund der m angelnden Fähigkeit, G efühle w ahrzunehm en und zu reflektieren entw ickelt habe. D azu kom m e, dass der Explorand nur über eine geringe intellektuelle Leistungsfähigkeit verfüge, w obei die praktische Intelligenz besonders beeinträchtigt scheine. D ie som atoform e Schm erz- störung habe bei ihm w ohl desw egen einen ungünstigen Verlauf genom - m en, w eil er für seine Beschw erden aufgrund seiner m angelnden geistigen Flexibilität keine adäquaten Bew ältigungsstrategien entw ickeln könne. Es m üsse angenom m en w erden, dass bei diesem alexithym en Exploranden 6 die Schm erzen Ausdruck einer Angst- und einer depressiven Sym ptom atik seien, zum al in den U ntersuchungen die ängstliche Anspannung offenkun- dig gew esen sei. D ie G utachter attestierten, dass es offenbar im Vergleich zu den zuvor ver- fassten G utachten (auf deren G rundlage dem Beschw erdeführer m it Verfü- gung vom 19. M ai 2000 eine halbe R ente ab dem 1. Juni 1997 gew ährt w urde) zu einer Verschlechterung gekom m en sei. D er Explorand bean- spruche zunehm end H ilfe von seinen w enigen in Basel lebenden spanisch sprechenden Angehörigen, um den Alltag zu bew ältigen. D er Explorand sei gefährdet, zusätzlich eine Alkoholabhängigkeit zu entw ickeln. Als schw erw iegende psychosoziale Belastung, w elche m it als Auslöser für das Schm erzsyndrom gelten könnte, sei sicherlich die Tatsache zu w erten, dass der Explorand als einziger in seiner Fam ilie im Ausland lebe. Er habe sich aufgrund seiner geringen Schulbildung und seiner geringen intellek- tuellen Fähigkeiten nur schlecht integrieren können, habe nie D eutsch ge- lernt. U m so m ehr w äre er auf die U nterstützung und die N ähe seiner Fam i- lie angew iesen. Er verfüge über w enig Introspektionsfähigkeit und intellek- tuelle M öglichkeiten, um sich neue berufliche Fähigkeiten anzueignen. M öglicherw eise spiele dies beim schw eren ungünstigen Krankheitsverlauf eine R olle. Es m üsse dem nach eine grosse Existenzangst vorhanden sein. Es falle auf, dass der Explorand – auch nicht in seiner M uttersprache – in der Lage sei, dieses Problem oder auch das H eim w eh zu verbalisieren. Beim Ansprechen von belastenden Them en nähm en in den G esprächen stattdessen die Angstsym ptom e (Zittern, Schw itzen, Beschw erden über Schm erzen) deutlich zu. Insgesam t liege ein schw erer Verlauf einer som a- toform en Schm erzstörung bei einem intellektuell einfach strukturierten M ann m it Existenzängsten vor. 3.2 D er vorliegend streitigen Einspracheverfügung vom 10. M ärz 2005 liegt die Einschätzung zugrunde, dass sich der G esundheitszustand zw ischenzeit- lich derart verbessert habe, dass der Beschw erdeführer nunm ehr leichte Verw eisungstätigkeiten zu 50% ausüben könne. D iese Einschätzung basiert nam entlich auf der polydisziplinären U ntersu- chung im ZM B in Basel vom 8. bis zum 11. Septem ber 2003, deren Ergeb- nisse beziehungsw eise die von der IV-Stelle daraus geschlossenen Schlussfolgerungen nachfolgend zu erörtern sind. 3.2.1 D r. m ed. K._______ als orthopädischer G utachter des ZM B diagnostizierte beim Beschw erdeführer ein panvertebrales Schm erzsyndrom , für das kei- ne objektiven Befunde vorlägen. N am entlich bestünden nur leichte dege- nerative Veränderungen der Lendenw irbelsäule. D araus schloss er, dass dem Beschw erdeführer aus seiner fachärztlichen Perspektive eine ange- passte Tätigkeit auch vollschichtig ohne w eiteres zuzum uten w äre. Ebenso m utete der N eurologe D r. m ed. B._______, der ein panvertebrales Schm erzsyndrom ohne H inw eise auf eine N eurokom pression diagnosti- zierte, dem Beschw erdeführer eine leichte, nicht körperbelastende Tätig- keit m it der M öglichkeit, die Position zu w echseln, aus fachärztlicher Sicht zu.7 3.2.2 D r. m ed. V._______ stellte im R ahm en seines psychiatrischen Konsilium s für das ZM B fest, dass der Beschw erdeführer nach w ie vor an einer ängst- lich-depressiv gefärbten anhaltenden som atoform en Schm erzstörung (IC D 10: F 45.4) leide. D iese D iagnose korreliert m it der Einschätzung von D r. m ed. K._______ und D r. m ed. B._______, w onach der Beschw erdeführer an einem panver- tebralen Schm erzsyndrom leide, für das sie keine die Schm erzen erklären- den objektiven Befunde fanden. D r. m ed. V._______ hielt fest, dass der Explorand zw ischenzeitlich zw ar sozial besser integriert und die psychosozialen U m stände günstiger seien. Allerdings habe das Schm erzverhalten keine Änderung erfahren. Es sei davon auszugehen, dass der Explorand aufgrund seiner m angelnden geis- tigen Flexibilität w eiterhin nicht die nötigen adäquaten Bew ältigungsstrate- gien habe entw ickeln können. Es bleibe w eiterhin ein relevantes depressi- ves Syndrom bestehen, w elches der Explorand in erster Linie auf der kör- perlichen Ebene in Form von erhöhter Schm erzw ahrnehm ung und Schm erzausbreitung erlebe. Im Vergleich zur psychiatrischen Voruntersu- chung sei aber doch eine quantitative Verringerung vor allem der Angst- sym ptom e zu verzeichnen. D am als hätten die Angstsym ptom e beim An- sprechen von belastenden Them en in den G esprächen deutlich zugenom - m en, der Explorand habe gezittert, geschw itzt. H eute bestehe zw ar im m er noch ein profuses Schw itzen, aber nicht m ehr diese vordergründige Angst m it Zittern, w as dam als im Zusam m enhang m it einer grossen Existenz- angst gesehen w orden sei. D ie dam als beschriebene offenkundige ängstli- che Anspannung sei heute nicht m ehr vorhanden, respektive äussere sich nur noch bei gezieltem Befragen in Form von hypochondrischen Befürch- tungen. D er G utachter führt w eiter aus, dass auch die kleinen, aber doch vielfältigen Aktivitäten des Exploranden in seiner H eim at, sein w iederer- w achtes Interesse an der U m w elt, inklusive G arten, Fussball, Tagesge- schehen, auf eine Besserung hinw iesen, auch w enn die Schm erzen nach w ie vor bestünden. Zusam m engefasst hielt D r. m ed. V._______ fest, dass aus psychiatrischer Sicht qualitativ keine Änderung der psychischen Stö- rung eingetreten sei. Q uantitativ habe sich aber eine gew isse Besserung eingestellt. 3.2.3 In der polydisziplinären G esam teinschätzung sprechen sich jedoch die G utachter gleich m ehrfach dafür aus, dass sich der G esundheitszustand des Beschw erdeführers zw ischen dem Erlass der ursprünglichen R enten- verfügung am 19. M ai 2000 und der vorliegend streitigen Einspracheverfü- gung vom 10. M ärz 2005 insgesam t nicht rentenrelevant verbessert habe: Prim är gaben die G utachter zw ar an, dass "rein m edizinisch-theoretisch" eine Arbeitsfähigkeit von 50% bestünde. D ass sie es als äusserst fraglich erachteten, ob sich ein derartiger Arbeits- platz in der freien M arktw irtschaft finden lasse, ist zw ar insofern irrelevant, als beim für das Vorliegen einer Invalidität und deren Bem essung m assge- benden Begriff des ausgeglichenen Arbeitsm arktes (Art. 7 ATSG ) bezie- hungsw eise der ausgeglichenen Arbeitsm arktlage (Art. 16 ATSG ) nicht 8 darauf abzustellen ist, ob ein Versicherter unter den konkreten Arbeits- m arktverhältnissen tatsächlich verm ittelt w erden kann oder nicht, sondern einzig darauf, ob er die ihm verbliebene R estarbeitsfähigkeit noch w irt- schaftlich nutzen könnte, w enn die verfügbaren Arbeitsplätze dem Angebot an Arbeitskräften entsprechen w ürden (AH I 1998 S. 291 E. 3b; vgl. auch BG E 110 V 276 E. 4b; ZAK 1991 S. 320 E. 3b). D abei ist davon auszuge- hen, dass der Angebotsfächer des ausgeglichenen Arbeitsm arktes auch ausserhalb von geschützten W erkstätten gew isse "soziale W inkel", also Arbeits- und Stellenangebote um fasst, bei w elchen Behinderte m it einem sozialen Entgegenkom m en von Seiten des Arbeitgebers rechnen können (U rteil des EVG vom 29. Januar 2003, U 425/00, E. 4.4; AR V 1 998 N r. 5 S. 30 E. 3b/aa). Indem die G utachter ergänzten, dass sie die Einglieder- barkeit des Beschw erdeführers vor allem aufgrund des psychiatrischen Be- fundes als fraglich erachteten, schienen sie jedoch davon auszugehen, dass der G esundheitszustand aus psychiatrischer Perspektive die grund- sätzlich attestierte "rein m edizinisch-theoretische" Arbeitsfähigkeit von 50% für leichte Verw eisungstätigkeiten faktisch nicht oder jedenfalls kaum zulassen w ürde. Sodann erörterten die G utachter, sie könnten sich des Eindrucks nicht er- w ehren, dass sich beim Beschw erdeführer die subjektive Ansicht, krank und gänzlich arbeitsunfähig zu sein, zur G ew issheit verdichtet habe. H ier- zu ist festzuhalten, dass zw ar der Versicherte, der von seiner Arbeitsfähig- keit keinen G ebrauch m acht, obw ohl er hierzu nach seinen persönlichen Verhältnissen und gegebenenfalls nach einer gew issen Anpassungszeit in der Lage w äre, nach der Tätigkeit zu beurteilen ist, die er bei gutem W illen ausüben könnte (vgl. BG E 111 V 239 E. 1b und 2a, 101 V 145 E. 2b; R KU V 1989 N r. K 798 S. 108 E. 1d; siehe auch ZAK 1989 S. 220 E. 5b). Fehlt es an der erforderlichen W illensanstrengung, so kann jedoch eine re- levante – psychisch bedingte – Arbeitsunfähigkeit vorliegen, w enn der W il- lensm angel beziehungsw eise die W illensschw äche auf einen geistigen G e- sundheitsschaden m it Krankheitsw ert zurückzuführen ist (siehe hierzu BG E 104 V 31 E. 2b). N am entlich in Zusam m enschau m it der Einschät- zung der G utachter, w onach die Eingliederbarkeit aufgrund des psychiatri- schen Befundes äusserst fraglich sei, dürften sie zum indest von einem sehr engen Zusam m enhang des psychiatrischen Befundes m it der fehlen- den W illensanstrengung zur Aufnahm e einer Tätigkeit beziehungsw eise zu der subjektiven G ew issheit des Beschw erdeführers, gänzlich arbeitsunfä- hig zu sein, ausgegangen sein. Schliesslich steht auch die Äusserung der G utachter des ZM B , w onach sie dem Beschw erdeführer im Schlussgespräch erklärt hätten, dass sie keine w esentliche Änderung seines G esundheitszustandes im Vergleich zu den in den Akten erhobenen Befunden hätten feststellen können, einer renten- relevanten Verbesserung seines G esundheitszustandes diam etral entge- gen. 3.3 Zusam m enfassend ist festzuhalten, dass zw ar aufgrund des G utachtens des ZM B eine (m arginale) Verbesserung des G esundheitszustandes nicht auszuschliessen ist. Allerdings ist aufgrund der vorsichtigen und m ehrfach 9 abgeschw ächten Schlüsse der G utachter m it diversen W idersprüchen nicht davon auszugehen, dass – falls sich der G esundheitszustand tat- sächlich verändert haben sollte – diese Änderungen tatsächlich ein renten- relevantes Ausm ass (bei einer bis dahin auf 100% geschätzten Arbeitsun- fähigkeit für jegliche Tätigkeiten) eingenom m en haben. 4. 4.1 Sow eit D r. m ed. L._______ in seinen Stellungnahm en zu H anden der IV- Stelle vom 16. Februar 2004 und vom 9. Juli 2004, sow ie D r. m ed. M ._______ in den Stellungnahm en vom 22. D ezem ber 2004, vom 31. M ai 2005 und vom 30. Septem ber 2005 aufgrund des G utachtens des ZM B eine rentenrelevante Besserung des G esundheitszustandes begründen w ollen, kann dem deshalb nicht gefolgt w erden. 4.2 Ebensow enig belegt das vom spanischen Sozialversicherungsträger über- m ittelte, von D r. m ed. Q ._______ am 9. M ärz 2005 nur stichw ortartig aus- gefüllte Form ular E 213 m it der erforderlichen W ahrscheinlichkeit eine Besserung des G esundheitszustandes. N am entlich hat sich D r. m ed. Q ._______ nicht m it dem ausführlichen G utachten des ZM B befasst. Viel- m ehr stellt er lediglich pauschal fest, dass sich aufgrund des psychiatri- schen Interview s keine H inw eise auf eine psychotische Pathologie ergä- ben, der Seelenzustand des Versicherten sei euthym . 5. Im Ergebnis kann dem nach nicht m it der erforderlichen überw iegenden W ahrscheinlichkeit davon ausgegangen w erden, dass sich der G esund- heitszustand des Beschw erdeführers im zu untersuchenden Zeitraum ren- tenrelevant verschlechtert hätte. D ie angefochtene Einspracheverfügung der IV-Stelle vom 10. M ärz 2005 ist som it aufzuheben, die dagegen erho- bene Beschw erde ist gutzuheissen. 6. Es w erden keine Verfahrenskosten erhoben. D er anw altlich vertretene Beschw erdeführer hat gem äss Art. 64 Abs. 1 Vw VG in Verbindung m it Art. 7 ff. des R eglem ents über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverw altungsgericht vom 11. D ezem ber 2006 (VG KE, SR 173.320.2) Anspruch auf eine Parteientschädigung zu Lasten der Verw altung. D iese w ird auf Fr. 2'500.- festgesetzt. 10 D em nach erkennt das B undesverw altungsgericht: 1. D ie Beschw erde w ird gutgeheissen und die angefochtene Einsprachever- fügung vom 10. M ärz 2005 aufgehoben. 2. Es w erden keine Verfahrenskosten erhoben. 3. D ie Vorinstanz hat dem Beschw erdeführer eine Parteientschädigung von Fr. 2'500.- zu bezahlen. 4. D ieses U rteil w ird eröffnet: – dem Beschw erdeführer (als G erichtsurkunde) – der Vorinstanz (als G erichtsurkunde) – dem Bundesam t für Sozialversicherungen (als G erichtsurkunde) D er vorsitzende R ichter: D ie G erichtsschreiberin: R echtsm ittelbelehrung G egen diesen Entscheid kann innerhalb von 30 Tagen nach Eröffnung beim Bundesge- richt, Sozialversicherungsrechtliche Abteilungen, Schw eizerhofquai 6, 6004 Luzern, Be- schw erde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten geführt w erden (Art. 82 ff., 90 ff. und 100 des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BG G , SR 173.110]). D ie R echts- schrift hat die Begehren, deren Begründung m it Angabe der Bew eism ittel und die U nter- schrift zu enthalten. D er angefochtene Entscheid und die Bew eism ittel sind, sow eit sie der Beschw erdeführer in H änden hat, beizulegen (vgl. Art. 42 BG G ). Versand am : 1112