B u n d e s v e rw a l t u n g s g e r i ch t T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i f f éd é r a l T r i b u n a l e am m i n i s t r a t i vo f e d e r a l e T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i v fe d e r a l Abteilung III C-6430/2014 U r t e i l v o m 1 . D e z e m b e r 2 0 1 4 Besetzung Einzelrichter Daniel Stufetti, Gerichtsschreiberin Susanna Gärtner. Parteien 1. Helsana Versicherungen AG, 2. - 13. [12 weitere Krankenversicherer], alle vertreten durch Helsana Versicherungen AG, Beschwerdeführerinnen, gegen Amt für Gesundheit des Kantons Uri, Klausenstrasse 4, 6460 Altdorf UR, Vorinstanz. Gegenstand Tarifvereinbarung für physiotherapeutische Leistungen Kan- ton Uri, Schreiben Amt für Gesundheit des Kantons Uri vom 1. Oktober 2014. C-6430/2014 Seite 2 Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest, dass das Amt für Gesundheit des Kantons Uri (Vorinstanz) mit Schreiben vom 1. Oktober 2014 an die Einkaufsgemeinschaft HSK (Beschwerdefüh- rerinnen) die Nichtgenehmigung des Tarifvertrags betreffend den kantona- len Taxpunktwert über physiotherapeutische Leistungen zwischen dem Schweizerischen Verband der freiberuflichen Physiotherapeuten (SVFP) und der HSK in Aussicht stellte mit der Begründung, dass im Kan ton Uri keine weiteren Physiotherapeutinnen und Physiotherapeuten oder Or- ganisationen der Physiotherapie diese m Tarif vertrag beigetreten seien (act. 1/3), dass die Beschwerdeführerinnen mit Eingabe vom 3. November 2014 an das Bundesverwaltungsgericht (act. 1) dieses Schreiben anfochten und beantragten, es sei die Nichtigkeit des Nichtgenehmigungsentscheids des Amtes für Gesundheit vom 1. Oktober 2014 festzustellen, eventualiter sei der Nichtgenehmigungsentscheid aufzuheben, das Verfahren sei bis zum Entscheid des Wiede rerwägungsgesuchs der Beschwerdeführerinnen an den Regierungsrat des Kantons Uri zu sistieren, es sei ein zweiter Schrif- tenwechsel durchzuführen für den Fall, dass das Verfahren nach dem Wie- dererwägungsentscheid weitergeführt werden muss, alles unter Kosten- und Entschädigungsfolge, dass die Vorinstanz in ihrer Vernehmlassung vom 24. November 2014 (act. 6) beantragte, es sei auf die Beschwerde nicht einzutreten, alles unter Kos- ten- und Entschädigungsfolge, dass die Beschwerdeführerinnen am 13. November 2014 den einverlang- ten Kostenvorschuss von Fr. 4'000.- in die Gerichtskasse einbezahlt haben (act. 2 und 5), und zieht in Erwägung, dass gemäss Art. 53 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 18. März 1994 über die Krankenversicherung (KVG, SR 832.10) gegen Beschlüsse der Kan- tonsregierungen im Sinne von Art. 46 Abs. 4 KVG beim Bundesverwal- tungsgericht Beschwerde geführt werden kann, dass der angefochtene Akt der Vorinstanz zwar die Genehmigung eines Tarifvertrags zum Gegenstand hat, jedoch zweifellos kein Beschluss der Kantonsregierung darstellt, was im Übrigen auch vo n den Parteien zu Recht nicht geltend gemacht wurde, C-6430/2014 Seite 3 dass dieser Verwaltungsakt demzufolge kein taugliches Anfechtungsobjekt im vorliegenden Verfahren und die Beschwerde der Beschwerdeführerin- nen kein zulässiges Rechtsmittel darstellt, dass demzufolge au f die Beschwerde d er Beschwerdeführerinnen vom 3. November 2014 im einzelrichterlichen Verfahren gemäss Art 23 Abs. 1 Bst. b des Verwaltungsgerichtsgese tzes vom 17. Juni 2005 (VGG, SR 173.32) nicht einzutreten ist, dass die unterliegende Beschwerdeführerin gemäss Art. 63 Abs. 1 VwVG grundsätzlich die Verfahrenskosten trägt, dass die Verfahrenskosten ganz oder teilweise erlassen werden können, wenn – wie vorliegend – Gründe in der Sache oder in der Person der Partei es als unverhältnismässig erscheinen lass en, diese der Partei aufzuerle- gen (Art. 6 Bst. b des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsge richt (VGKE, SR 173.320.2), dass demzufolge den Beschwerdeführerinnen der geleistete Kostenvor- schuss von Fr. 4'000.- zurückzuerstatten ist, dass die Vorinstanz als Behörde keinen Anspruch auf Parteientschädigung hat (Art. 7 Abs. 3 VGKE), dass eine Beschwerde in öffentlich -rechtlichen Angelegenheiten gegen Entscheide auf dem Gebiet der Krankenversicherung, die das Bundesver- waltungsgericht gestützt auf Art. 33 Bst. i VGG i.V.m. Art. 53 Abs. 1 KVG getroffen hat, gemäss Art. 83 Bst. r des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (BGG, SR 173.110) unzulässig ist und das vorliegende Urteil somit endgültig ist und mit Eröffnung in Rechtskraft tritt. (Es folgt das Urteilsdispositiv) C-6430/2014 Seite 4 Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 1. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten. 2. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. Den Beschwerdeführerinnen wird der geleistete Kostenvorschuss von Fr. 4'000. - gemäss ihrer Zah- lungsanweisung zurückerstattet. 3. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen. 4. Dieses Urteil geht an: – die Beschwerdeführerinnen (Gerichtsurkunde; Beilage: Formular Rückerstattung, Doppel der Verneh mlassung der Vorinstanz vom 24. November 2014 inkl. Beilagen zur Kenntnis) – die Vorinstanz (Gerichtsurkunde) – das Bundesamt für Gesundheit (Einschreiben) Der Einzelrichter: Die Gerichtsschreiberin: Daniel Stufetti Susanna Gärtner Versand: