<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2005.00294</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="https://vgrzh.djiktzh.ch/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=https://vgrzh.djiktzh.ch&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=205455&amp;W10_KEY=4467137&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2005.00294</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 02.11.2005</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">1. Abteilung/1. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Raumplanungs-, Bau- und Umweltrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Baubewilligung</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Terrassenartige, vollständig im Grenzabstandsbereich liegende Sitzplatzerweiterung<br/><br/>Unzulässige Erweiterung des Streitgegenstands; insoweit Nichteintreten (E. 1). Die Qualifikation der geplanten Sitzplatzerweiterung als Gebäude rechtfertigt sich nicht; sie ist vielmehr als abstandspflichtiger Gebäudeteil zu qualifizieren. Die Vorinstanzen sind zu Unrecht von einer nicht abstandspflichtigen Kleinbaute ausgegangen (E. 2.2). Die Prüfung einer Ausnahmebewilligung ist deshalb unterblieben. Die Akten sind infolgedessen an die kommunale Baubehörde zurückzuweisen (E. 2.3). Teilweise Gutheissung (E. 3).</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ABSTANDSPFLICHTIG">ABSTANDSPFLICHTIG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: AUSNAHMEBEWILLIGUNGEN">AUSNAHMEBEWILLIGUNGEN</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: Planungs- und Baurecht ST: BAUBEWILLIGUNG UND BAUBEWILLIGUNGSVERFAHREN">BAUBEWILLIGUNG UND BAUBEWILLIGUNGSVERFAHREN</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: GEBÃUDETEIL">GEBÃUDETEIL</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: GRENZABSTAND">GRENZABSTAND</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: GRENZABSTANDSVERLETZUNG">GRENZABSTANDSVERLETZUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: KLEINBAUTE">KLEINBAUTE</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: MITEIGENTUM">MITEIGENTUM</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: REIHENEINFAMILIENHAUS">REIHENEINFAMILIENHAUS</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: SITZPLATZ">SITZPLATZ</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: STÃTZMAUER">STÃTZMAUER</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: TREPPE">TREPPE</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: WINTERGARTEN">WINTERGARTEN</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="gerade">§ 2 Abs. I ABauV</span><br/><span class="ungerade">§ 18 Abs. I BBauV II</span><br/><span class="gerade">§ 220 PBG</span><br/><span class="ungerade">§ 260 Abs. III PBG</span><br/><span class="gerade">Art. 24 Abs. III BZO Thalwil</span><br/><span class="ungerade">§ 64 Abs. I VRG</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 3 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Sachverhalt1"><b>I. </b> </p> <p class="Urteilstext">Die Baukommission Thalwil erteilte E und D am 2. Dezember 2004 die baurechtliche Bewilligung fÃ¼r einen Wintergarten und eine Erweiterung des Sitzplatzes vor der Nordostfassade des Reiheneinfamilienhauses L-Strasse 01 in Thalwil.</p> <p class="Sachverhalt1"><b>II. </b> </p> <p class="Urteilstext">Den von den Nachbarn A und B gegen diese Bewilligung erhobenen Rekurs wies die Baurekurskommission II am 31. Mai 2005 ab, soweit sie darauf eintrat.</p> <p class="Sachverhalt1"><b>III. </b> </p> <p class="Urteilstext">Mit Beschwerde vom 4. Juli 2005 liessen A und B dem Verwaltungsgericht Aufhebung des Rekursentscheids sowie der Baubewilligung beantragen, unter Kosten- und EntschÃ¤digungsfolgen fÃ¼r das Verfahren vor beiden Instanzen zulasten der Beschwerdegegnerschaft.</p> <p class="Urteilstext">Die Vorinstanz am 26. Juli und die Beschwerdegegnerschaft am 17. bzw. 23. August 2005 liessen Abweisung der Beschwerde unter Kostenfolge beantragen; die private Beschwerdegegnerschaft beantragte zudem die Zusprechung einer EntschÃ¤digung von Fr. 15'000.- zulasten der BeschwerdefÃ¼hrenden.</p> <p class="Zwischentitel">Die Kammer zieht in ErwÃ¤gung:</p> <p class="Erwgung1"><b>1. </b> </p> <p class="Urteilstext"><span>Die BeschwerdefÃ¼hrenden haben im Rekursverfahren die Aufhebung der Bewilligung fÃ¼r die Sitzplatzerweiterung und die ErgÃ¤nzung der Bewilligung fÃ¼r den Wintergarten mit einer Nebenbestimmung verlangt, wonach der Nachweis zu erbringen sei, dass die Ableitung des zusÃ¤tzlich anfallenden Meteorwassers die Norm SN 592 000 erfÃ¼lle.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Der Beschwerdeantrag, wonach die Baubewilligung vom 2. Dezember 2004 (vollstÃ¤ndig) aufzuheben sei, geht hinsichtlich des Wintergartens Ã¼ber den im Rekursverfahren gestellten Antrag hinaus, und stellt damit eine unzulÃ¤ssige Erweiterung des Streitgegenstands dar. Insoweit ist auf die Beschwerde nicht einzutreten. BezÃ¼glich der Ableitung des Meteorwassers wird im Beschwerdeverfahren der Rekursantrag nicht erneuert und werden auch keine EinwÃ¤nde mehr erhoben.</span></p> <p class="Erwgung1"><b>2. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>2.1 </b> Das Reiheneinfamilienhaus der privaten Beschwerdegegnerschaft gehÃ¶rt zu einer aus mehreren Zeilen bestehenden Einfamilienhaussiedlung, wobei jede Zeile jeweils vier Einheiten umfasst. Das Haus der privaten Beschwerdegegner ist ein Mittelhaus, das von der Eckliegenschaft der BeschwerdefÃ¼hrenden durch ein weiteres Mittelhaus getrennt ist. Die Parzelle im Halte von 165 m<sup>2</sup> grenzt auf der Westseite an die L-Strasse und auf der Ostseite an das GrundstÃ¼ck Kat.-Nr. 02 an, das sich im Miteigentum der EigentÃ¼mer der 22 Einfamilienhausparzellen der Siedlung befindet und gemÃ¤ss Grundbucheintrag diesen dauernd als Zugang und Zufahrt, als Areal fÃ¼r SpielplÃ¤tze sowie als Wiesland fÃ¼r FreizeittÃ¤tigkeiten und Tierhaltung dienen soll. Die Ostfassaden der HÃ¤userzeilen liegen im Bereich einer Hangkante, von welcher das GelÃ¤nde mit der Miteigentumsparzelle Kat.-Nr. 02 zur Seeseite hin stark abfÃ¤llt.</p> <p class="Urteilstext">Beim BaugrundstÃ¼ck befindet sich heute vor der ganzen Breite der Ostfassade ein bis zu 3,9 m tiefer Sitzplatz, der seeseitig mit einer StÃ¼tzmauer bzw. einer quer zum Hang verlaufenden Treppe abgeschlossen ist. Der geplante Wintergarten soll auf einer Tiefe von 2,51 m diesen Sitzplatz Ã¼berstellen; seeseitig daran anschliessend soll auf gleicher HÃ¶he der neue, 2,84 m tiefe Sitzplatz entstehen, der seeseitig auf einer Tiefe von 1,2 bis 1,5 m terrassenartig in den Luftraum Ã¼ber dem steil abfallenden GelÃ¤nde hineinragen soll.</p> <p class="Urteilstext">Weil der geplante Wintergarten mit der nordÃ¶stlichen Ecke um 0,53 m in den Grenzabstandsbereich von 5 m zur Miteigentumsparzelle Kat.-Nr. 02 hineinragt, ohne dass dieser Abstandsunterschreitung sÃ¤mtliche MiteigentÃ¼mer zugestimmt haben, muss der Wintergarten gemÃ¤ss Dispositivziffer 1.2 der Baubewilligung entsprechend verkleinert werden und sind RevisionsplÃ¤ne zur Genehmigung einzureichen. Die vollstÃ¤ndig im Grenzabstandsbereich liegende terrassenartige Sitzplatzerweiterung haben die Beschwerdegegnerin Nr. 2 und mit ihr die Vorinstanz als nicht abstandspflichtige Kleinbaute im Sinn von Art. 24 Abs. 3 der Bau- und Zonenordnung der Gemeinde Thalwil (in der Fassung vom 16. MÃ¤rz 2000) in Verbindung mit § 18 Abs. 1 der Besonderen Bauverordnung II vom 26. August 1981 gewÃ¼rdigt. Die BeschwerdefÃ¼hrenden qualifizieren sie dagegen als abstandspflichtigen GebÃ¤udeteil.</p> <p class="Erwgung2"><b>2.2 </b>Nach der Legaldefinition von § 2 Abs. 1 der Allgemeinen Bauverordnung vom 22. Juni 1977 sind GebÃ¤ude Bauten und Anlagen, die einen Raum zum Schutz von Menschen oder Sachen gegen Ã¤ussere, namentlich atmosphÃ¤rische EinflÃ¼sse mehr oder weniger vollstÃ¤ndig abschliessen. Diese eher funktional ausgerichtete Umschreibung entspricht der von Rechtsprechung und Lehre entwickelten GebÃ¤udedefinition (RB 1969 Nr. 57 = ZBl 70/1969, S. 433; Christian MÃ¤der, Das Baubewilligungsverfahren, ZÃ¼rich 1991, Rz. 182; Christoph Fritzsche/Peter BÃ¶sch, ZÃ¼rcher Planungs- und Baurecht, 3. A., ZÃ¼rich 2003, S. 20-9 f.). Bauliche Vorrichtungen, die fÃ¼r sich allein keine GebÃ¤ude sind und mangels rÃ¤umlicher, baulicher und funktioneller Verbundenheit auch nicht als Bestandteil eines GebÃ¤udes erscheinen, unterliegen in der Regel keinen Abstandsvorschriften (RB 1969 Nr. 57 = ZBl 70/1969, S. 433; MÃ¤der, Rz. 183).</p> <p class="Urteilstext">Die geplante Sitzplatzerweiterung dient offenkundig nicht dazu, einen Raum zum Schutz von Menschen oder Sachen gegen WitterungseinflÃ¼sse abzuschliessen. Vielmehr geht es um die Schaffung eines hinreichend tiefen Aussenbereichs, der vor dem geplanten Wintergarten gelegen, als Sitzplatz genutzt werden kann. Zwar springt die geplante Plattform teilweise Ã¼ber die Hangkante vor und entsteht dadurch ein vor WitterungseinflÃ¼ssen teilweise geschÃ¼tzter Bereich; schon wegen des Terrainverlaufs ist dieser Bereich jedoch weder zu Aufenthalts- noch zu Lagerzwecken nutzbar und rechtfertigt sich die Qualifikation als GebÃ¤ude nicht.</p> <p class="Urteilstext">Hingegen ist die Sitzplatzerweiterung auf Grund ihrer rÃ¤umlichen, baulichen und funktionellen Verbundenheit mit dem bestehenden Einfamilienhaus und dem neu geplanten Wintergarten als Teil dieses GebÃ¤udes zu qualifizieren und aus diesem Grund abstandspflichtig. Wie die BaueingabeplÃ¤ne zeigen, soll der Sitzplatz direkt an den geplanten Wintergarten anschliessen und auf dasselbe Niveau zu liegen kommen wie der Fussboden des Wintergartens und des angrenzenden Wohnraums im bestehenden GebÃ¤ude; bestehender Wohnraum, Wintergarten und Sitzplatz sind durch FenstertÃ¼ren verbunden, womit eine enge rÃ¤umliche und funktionale Verbindung hergestellt ist. Auch wenn die PlÃ¤ne keinen nÃ¤heren Aufschluss Ã¼ber die Konstruktion der Ã¼berhÃ¤ngenden Plattform geben, so ist angesichts der engen rÃ¤umlichen VerhÃ¤ltnisse und der Topographie des BaugrundstÃ¼cks ohne weiteres davon auszugehen, dass zwischen der Plattform auf der einen und dem bisherigen GebÃ¤ude mit dem neuen Wintergarten auf der anderen Seite auch eine hinreichend enge bauliche Verbindung besteht. Insgesamt erscheint der Sitzplatz als eine teilweise auf dem (aufgeschÃ¼tteten) Terrain aufliegende Terrasse, die wie Vortreppen, Balkone oder dergleichen als GebÃ¤udeteil und nicht als selbstÃ¤ndige Baute zu wÃ¼rdigen ist. Da sie die ganze FassadenlÃ¤nge einnimmt, kann sie nicht die Privilegierung von § 260 Abs. 3 des Planungs- und Baugesetzes vom 7. September 1975 (PBG) beanspruchen.</p> <p class="Urteilstext">Die Baubewilligung fÃ¼r die Sitzplatzerweiterung und insofern auch der Rekursentscheid beruhen demnach auf einer unrichtigen rechtlichen Beurteilung und sind demgemÃ¤ss aufzuheben.</p> <p class="Erwgung2"><b>2.3 </b>Da die Vorinstanzen von einer abstandsfreien Baute ausgegangen sind, ist die PrÃ¼fung unterblieben, ob fÃ¼r die Abstandsunterschreitung gestÃ¼tzt auf § 220 PBG eine Ausnahmebewilligung erteilt werden kann. Angesichts der topographischen VerhÃ¤ltnisse und des Umstands, dass die Miteigentumsparzelle Kat.-Nr. 02 soweit ersichtlich baulich nicht mehr genutzt werden kann, erscheint die Erteilung einer solchen Bewilligung nicht von vornherein als ausgeschlossen, weshalb es sich rechtfertigt, die Akten gestÃ¼tzt auf § 64 Abs. 1 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 (VRG) an die Beschwerdegegnerin Nr. 2 zurÃ¼ckzuweisen. Diese wird im Fall der Erteilung einer Ausnahmebewilligung auch ihre aufgrund der bisherigen Akten nicht nachprÃ¼fbaren Vorbringen (Beschwerdeantwort S. 2) nÃ¤her auszufÃ¼hren haben, wonach die seinerzeit als ArealÃ¼berbauung bewilligte Siedlung heute der Regelbauweise entspreche und deshalb keinen erhÃ¶hten Gestaltungsanforderungen unterliege.</p> <p class="Erwgung1"><b>3. </b> </p> <p class="Urteilstext">Die Beschwerde ist demnach, soweit darauf einzutreten ist, teilweise gutzuheissen. Die Baubewilligung fÃ¼r die Sitzplatzerweiterung und der Rekursentscheid sind aufzuheben und die Akten zur weiteren PrÃ¼fung im Sinne der ErwÃ¤gungen an die Beschwerdegegnerin Nr. 2 zurÃ¼ckzuweisen.</p> <p class="Urteilstext">Diesem Ausgang entsprechend rechtfertigt es sich, die Kosten des Rekurs- und des Beschwerdeverfahrens zu je 1/10 den BeschwerdefÃ¼hrenden, zu je 1/5 der privaten Beschwerdegegnerschaft und zu 2/5 der Gemeinde Thalwil aufzuerlegen (§ 13 Abs. 2 Satz 1 in Verbindung mit § 70 VRG). Die private Beschwerdegegnerschaft ist Ã¼berdies fÃ¼r das Beschwerdeverfahren zu einer UmtriebsentschÃ¤digung von Fr. 1'000.- (Mehrwertsteuer inbegriffen) an die BeschwerdefÃ¼hrenden zu verpflichten (§ 17 Abs. 2 lit. a VRG). Im Rekursverfahren waren Letztere nicht vertreten, weshalb kein Anspruch auf EntschÃ¤digung besteht. Eine solche steht der mehrheitlich unterliegenden privaten Beschwerdegegnerschaft von vornherein nicht zu; auf ihren Antrag, die BeschwerdefÃ¼hrenden seien zu Schadenersatz infolge TerminverzÃ¶gerungen und fÃ¼r die wegen der VerzÃ¶gerung notwendig gewordene Sanierung des bestehenden Sitzplatzes zu verpflichten, ist mangels ZustÃ¤ndigkeit des Verwaltungsgerichts nicht einzutreten.</p> <p class="Zwischentitel">DemgemÃ¤ss <a id="Text25"></a>entscheidet die Kammer:</p> <p class="Einzug2"><span>1. Die Beschwerde wird, soweit darauf eingetreten wird, teilweise gutgeheissen. DemgemÃ¤ss werden der Rekursentscheid und die Baubewilligung vom 2. Dezember 2004 aufgehoben und die Akten im Sinn der ErwÃ¤gungen an die Beschwerdegegnerin Nr. 2 zurÃ¼ckgewiesen.</span></p> <p class="Einzug2"><span>2. Die GerichtsgebÃ¼hr wird festgesetzt auf <br/> Fr. 2'000.--; die Ã¼brigen Kosten betragen:<br/> Fr. 90.-- Zustellungskosten,<br/> Fr. 2'090.-- Total der Kosten.</span></p> <p class="Einzug2"><span>3. Die Kosten des Rekurs- und des Beschwerdeverfahrens werden zu je 1/10 den BeschwerdefÃ¼hrenden und zu je 1/5 der privaten Beschwerdegegnerschaft sowie zu 2/5 der Gemeinde Thalwil auferlegt, wobei die BeschwerdefÃ¼hrenden fÃ¼r 1/5 und die private Beschwerdegegnerschaft fÃ¼r 2/5 solidarisch haften. </span></p> <p class="Einzug2"><span>4. Die private Beschwerdegegnerschaft wird unter solidarischer Haftung zu einer ParteientschÃ¤digung von insgesamt Fr. 1'000.- (Mehrwertsteuer inbegriffen) an die BeschwerdefÃ¼hrenden verpflichtet, zahlbar innert 30 Tagen ab Rechtskraft des Entscheids.</span></p> <p class="Urteilstext">5. Mitteilung an â¦</p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>