<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="content"> <div class="para">[AZA 7] </div> <div class="para">I 278/01 Ge </div> <div class="para"> </div> <div class="para">IV. Kammer </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Präsident Borella, Bundesrichter Rüedi und Bundesrichterin </div> <div class="para">Leuzinger; Gerichtsschreiber Condrau </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Urteil vom 25. Oktober 2001 </div> <div class="para"> </div> <div class="para">in Sachen </div> <div class="para">S.________, Beschwerdeführer, vertreten durch die Beratungsstelle für Ausländer, Weinbergstrasse 147, 8006 Zürich, </div> <div class="para"> </div> <div class="para">gegen </div> <div class="para">IV-Stelle Zug, Baarerstrasse 11, 6304 Zug, Beschwerdegegnerin, </div> <div class="para"> </div> <div class="para">und </div> <div class="para">Verwaltungsgericht des Kantons Zug, Zug </div> <div class="para"> </div> <div class="para">A.- Mit Verfügung vom 21. Juni 1999 verneinte die IV-Stelle Zug einen Anspruch des 1959 geborenen S.________ auf eine Invalidenrente. Diese Verfügung ist in Rechtskraft gewachsen. </div> <div class="para">Mit Neuanmeldung vom 7. Dezember 1999 liess der Versicherte geltend machen, er sei nicht mehr als 50 % einsetzbar und stehe in psychiatrischer Behandlung. Mit Verfügung vom 26. Juni 2000 trat die IV-Stelle auf die Neuanmeldung nicht ein. </div> <div class="para">B.- Die hiegegen erhobene Beschwerde wies das Verwaltungsgericht des Kantons Zug am 29. März 2001 ab. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">C.- S.________ lässt Verwaltungsgerichtsbeschwerde führen mit dem Antrag, es sei ihm eine halbe Invalidenrente zuzusprechen. </div> <div class="para">Die IV-Stelle beantragt Abweisung der Verwaltungsgerichtsbeschwerde. </div> <div class="para">Das Bundesamt für Sozialversicherung lässt sich nicht vernehmen. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Das Eidg. Versicherungsgericht zieht in Erwägung: </div> <div class="para"> </div> <div class="para">1.- Das kantonale Gericht hat in seiner Hauptargumentation das Schreiben des Vertreters des Beschwerdeführers vom 7. Dezember 1999 als ein Wiedererwägungsgesuch (der Verfügung vom 21. Juni 1999) qualifiziert. Dem kann nicht beigepflichtet werden. Das Schreiben nimmt - entgegen des darin enthaltenen Satzes, die "Invalidität" sei "wiedererwägungsweise" zu prüfen - in keiner Weise Bezug auf die Verfügung vom 21. Juni 1999, sondern befasst sich mit dem Gesundheitszustand des Beschwerdeführers nach dem Zeitpunkt dieser Verfügung. Die IV-Stelle hat deshalb das Gesuch zu Recht als eine Neuanmeldung behandelt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">2.- a) Wurde eine Rente oder eine Hilflosenentschädigung wegen eines zu geringen Invaliditätsgrades oder wegen fehlender Hilflosigkeit verweigert, so wird eine neue Anmeldung nach <span class="artref">Art. 87 Abs. 4 IVV</span> nur geprüft, wenn die Voraussetzungen gemäss Abs. 3 erfüllt sind. Danach ist im Gesuch glaubhaft zu machen, dass sich der Grad der Invalidität oder Hilflosigkeit in einer für den Anspruch erheblichen Weise geändert hat. Mit <span class="artref">Art. 87 Abs. 4 IVV</span> soll verhindert werden, dass sich die Verwaltung nach vorangegangener rechtskräftiger Leistungsverweigerung immer wieder mit gleich lautenden und nicht näher begründeten, d.h. keine Veränderung des Sachverhalts darlegenden Gesuchen befassen muss (<a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=22&amp;from_date=23.10.2001&amp;to_date=11.11.2001&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F125-V-410%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page412">BGE 125 V 412</a> Erw. 2b, 117 V 200 Erw. 4b mit Hinweisen). </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Nach Eingang einer Neuanmeldung ist die Verwaltung zunächst zur Prüfung verpflichtet, ob die Vorbringen der versicherten Person überhaupt glaubhaft sind; verneint sie dies, so erledigt sie das Gesuch ohne weitere Abklärungen durch Nichteintreten. Dabei wird sie u.a. zu berücksichtigen haben, ob die frühere Verfügung nur kurze oder schon längere Zeit zurückliegt, und dementsprechend an die Glaubhaftmachung höhere oder weniger hohe Anforderungen stellen. </div> <div class="para">Insofern steht ihr ein gewisser Beurteilungsspielraum zu, den das Gericht grundsätzlich zu respektieren hat (<a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=22&amp;from_date=23.10.2001&amp;to_date=11.11.2001&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F109-V-108%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page114">BGE 109 V 114</a> Erw. 2b). </div> <div class="para"> </div> <div class="para">b) Der Beschwerdeführer hat sich bereits wieder nach rund fünfeinhalb Monaten bei der Invalidenversicherung angemeldet. </div> <div class="para">Entgegen seiner Behauptung haben die Ärzte der Medas im Gutachten vom 18. Januar 1999 nicht generell eine Arbeitsunfähigkeit von 50 % attestiert, sondern ausgeführt, aus rheumatologischer Sicht sei er bei schwerem Arbeiten auf dem Bau zu 50 % eingeschränkt; jede körperlich leichte bis mittelschwere Tätigkeit sei ihm aber voll zumutbar. Der von ihm mit der Neuanmeldung eingereichte Bericht von Dr. </div> <div class="para">med. H.________ vom 30. November 1999 weist auf keine relevante Verschlechterung des Gesundheitszustandes seit der Erstellung des Gutachtens der Medas vom 18. Januar 1999 hin. Auch in psychischer Hinsicht vermögen die Vorbringen des Beschwerdeführers keine glaubhafte Änderung des Invaliditätsgrades zu begründen. </div> <div class="para">Mangels einer glaubhaft gemachten Veränderung des Invaliditätsgrades ist die IV-Stelle zu Recht auf die Neuanmeldung nicht eingetreten. </div> <div class="para">Demnach erkennt das Eidg. Versicherungsgericht: </div> <div class="para"> </div> <div class="para">I. Die Verwaltungsgerichtsbeschwerde wird abgewiesen. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">II. Es werden keine Gerichtskosten erhoben. </div> <div class="para">III. Dieses Urteil wird den Parteien, dem Verwaltungsgericht des Kantons Zug, der Ausgleichskasse des Kantons Zug und dem Bundesamt für Sozialversicherung zugestellt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Luzern, 25. Oktober 2001 </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Im Namen des </div> <div class="para">Eidgenössischen Versicherungsgerichts </div> <div class="para">Der Präsident der IV. Kammer: </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Der Gerichtsschreiber: </div> </div></body></html>