<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2003.00173</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=107273&amp;W10_KEY=13013572&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2003.00173</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 18.06.2003</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">1. Abteilung/1. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Raumplanungs-, Bau- und Umweltrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Baubewilligung für Nutzungsänderung</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Wiederaufnahme: Teilweise Gutheissung durch BGr / Rückweisung an VGr Gemäss BGE sind aufgrund der Glaubens- und Gewissensfreiheit Auflagen über die Belegung des Zentrums als vorsorgliche Massnahmen unzulässig, wenn sie unabhängig davon erlassen werden, ob die zu erwartenden Lärmeinwirkungen die Planungswerte überschreiten würden. Es sei davon auszugehen, dass die Auflagen nur im Rahmen der verschärften Emissionsbegrenzung (2. Stufe) zulässig seien. Zur zuverlässigen immissionsrechtlichen Beurteilung des Baugesuchs sind ein verbindliches Betriebskonzept sowie gestützt darauf eine Lärmprognose zu erstellen. Diese Anordnung ist aufgrund der mindestens zeitweisen unzumutbaren Lärmimmissionen verhältnismässig. Erst gestützt auf ein solches Gesamtbild kann beurteilt werden, ob die bereits angeordneten Massnahmen einen Betrieb des Kulturzentrums ermöglichen, der insgesamt nicht mehr als leichte Störungen verursacht. Trifft dies nicht zu, sind weitere Massnahmen anzuordnen (E. 5). Rückweisung an Bausektion zur weiteren Untersuchung. Teilweise Gutheissung. </b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: BETRIEBSKONZEPT">BETRIEBSKONZEPT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: EMISSIONSBEGRENZUNG">EMISSIONSBEGRENZUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: IMMISSIONSBESTIMMUNG">IMMISSIONSBESTIMMUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: LÃRMPROGNOSE">LÃRMPROGNOSE</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: Umweltschutz ST: LÃRMSCHUTZ">LÃRMSCHUTZ</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: PLANUNGSWERT">PLANUNGSWERT</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: RÃCKWEISUNG">RÃCKWEISUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: VORSORGLICHE MASSNAHME">VORSORGLICHE MASSNAHME</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsprozessrecht UR: Kantonale Verwaltungsgerichtsbeschwerde ST: WIRKUNG DER BESCHWERDE UND VORSORGLICHE MASSNAHMEN">WIRKUNG DER BESCHWERDE UND VORSORGLICHE MASSNAHMEN</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: WOHNANTEIL">WOHNANTEIL</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: Planungs- und Baurecht ST: ZONENKONFORMITÃT">ZONENKONFORMITÃT</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="gerade">Art. 15 lit. II BV</span><br/><span class="ungerade">Art. 22 BV</span><br/><span class="gerade">Art. 7 LSV</span><br/><span class="ungerade">Art. 15 USG</span><br/><span class="gerade">Art. 19 USG</span><br/><span class="ungerade">Art. 23 USG</span><br/><span class="gerade">Art. 25 Abs. I USG</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 2 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Einzug1">I. A. Am 24. August 1999 erteilte die Bausektion der Stadt ZÃ¼rich der Stiftung <br/> Is­­lamische Gemeinschaft ZÃ¼rich (im Folgenden SIGZ) die nachtrÃ¤gliche baurechtliche Bewilligung fÃ¼r den Umbau und die Umnutzung des Einfamilienhauses P-strasse <br/> in ZÃ¼rich zu einem Islamischen Kulturzentrum.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Gegen diesen Beschluss erhoben B und C am 29. Septem­ber sowie die Mieterbaugenossenschaft "E" am 4. Oktober 1999 Rekurs an die Bau­rekurskommission I mit den HauptantrÃ¤gen, die Baubewilligung aufzuheben und den rechtmÃ¤ssigen Zustand wieder her­zustellen.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">B. Aufgrund eines Gesuchs der SIGZ vom 31. Mai 2000 bewilligte die Bausektion am 21. November 2000 auch die DurchfÃ¼hrung des allwÃ¶chentlichen Freitagsgebets (Gum­ma'a) mit hÃ¶chstens 200 Teilnehmenden im Kulturzentrum. Auch gegen diesen Beschluss wurde von B und C sowie der Mieterbaugenossenschaft "E" bei der Baurekurskommission I Rekurs erhoben.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">II. Die Baurekurskommission I vereinigte am 13. Juli 2001 die vier Rekursverfahren. Die Rekurse gegen die Bewilligung vom 24. August 1999 hiess sie teilweise gut und wies sie die Sache insofern zur ErgÃ¤nzung des angefochtenen Beschlusses im Sinne von Zif­fer 7 ihrer ErwÃ¤gungen an die Bausektion zurÃ¼ck; es sei durch zusÃ¤tzliche Auflagen da­fÃ¼r zu sorgen, dass im Regelfall nur solche Veranstaltungen durchgefÃ¼hrt wÃ¼rden, bei denen mit klar weniger als 200 Teilnehmenden zu rechnen sei; eine hÃ¶here Belegung kÃ¤me nur fÃ¼r ganz gelegentliche EinzelanlÃ¤sse in Betracht. Zur Hauptsache seien jedoch die Rekur­se gegen die Stammbewilligung abzuweisen, da das streitige Zentrum zonenkonform und der erteilte Dispens von der Einhaltung der Wohnanteilvorschriften vertretbar sei. Die Rekurse gegen den Beschluss vom 21. November 2000 hiess die Baurekurskommission I hingegen vollstÃ¤ndig gut und hob die Bewilligung zur DurchfÃ¼hrung des Freitagsgebets auf. FÃ¼r die DurchfÃ¼hrung dieser Veranstaltung sowie anderer mit einem unbestimmten, die Zahl von 200 Personen mutmasslich erreichenden oder Ã¼berschreitenden Teilnehmerkreis sei die Liegenschaft, da sie dadurch vÃ¶llig Ã¼bernutzt werde, ungeeignet. Da sich die BeschrÃ¤nkung der Teilnehmerzahl als einziges sachadÃ¤quates Mittel zur Behebung des Miss­­­stands nicht durchsetzen lasse, sei diese Bewilligung zur DurchfÃ¼hrung des Freitagsge­bets im Kulturzentrum ersatzlos aufzuheben. </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">III. A. Gegen den Rekursentscheid liess die SIGZ am 12. September 2001 Beschwer­­­de an das Verwaltungsgericht erheben und beantragen, die Bewilligungen vom 24. Au­­gust 1999 und 21. November 2000 seien vollstÃ¤ndig wieder herzustellen, unter Kos­ten- und EntschÃ¤digungsfolgen auch fÃ¼r das vorinstanzliche Verfahren zulasten der Beschwer­degegner (VB.2001.00277). </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">B. Mit Beschwerde vom 19. September 2001 liess die Mieterbaugenossenschaft "E" dem Verwaltungsgericht beantragen, den Rekursentscheid unter Kosten- und EntschÃ¤digungs­folgen vor allen Instanzen zulasten der Bauherrschaft aufzuheben, soweit ihr Rekurs in der Hauptsache, das heisst bezÃ¼glich der ZonenkonformitÃ¤t und der Befreiung von den Wohnanteilvorschriften, abgewiesen worden sei (VB.2001.00285).</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Die Baurekurskommission beantragte am 18. Oktober 2001 Abweisung der Beschwer­de und die Bausektion verzichtete am 23. Oktober 2001 auf Beschwerdeantwort. Die SIGZ liess am 23. November 2001 Abweisung der Beschwerde unter Kosten- und EntschÃ¤digungsfolgen zulasten der BeschwerdefÃ¼hrerin beantragen.</p> <p class="Einzug1">C. Schliesslich liessen gegen den Rekursentscheid am 19. September 2001 auch B und C Beschwerde erheben und beantragen Dispositiv Ziffer II Absatz 1 des angefochtenen Beschlusses sowie den Beschluss der Bausektion vom 24. August 1999 vollstÃ¤ndig aufzuheben, unter Kosten- und EntschÃ¤digungsfolgen auch fÃ¼r das vor­­instanzliche Verfahren (VB.2001.00286).</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">D. Am 31. Januar 2002 vereinigte das Verwaltungsgericht die drei Beschwerdeverfahren. Die Beschwerde VB.2001.00277 der SIGZ wies es ab, die beiden Ã¼brigen hiess es im Sinne der ErwÃ¤gungen teilweise gut und wies sie im Ãbrigen ab. In den ErwÃ¤gungen hielt das Gericht fest, der Immissionsproblematik, wie sie mit der andauernden Ãberbelegung des Zentrums einher gehe, sei mit den von der Bausektion angeordneten Massnahmen nicht ausreichend beizukommen: Bei einer Belegung mit mehreren hundert Personen sei mit lÃ¤rmintensiven AktivitÃ¤ten bei geÃ¶ffneten TÃ¼ren und Fenstern oder im Freien zu rechnen. Dagegen kÃ¶nne erwartet werden, dass sich mit den von der Baurekurskommission an­ge­ordneten EinschrÃ¤nkungen die Immissionen auf ein zulÃ¤ssiges Mass reduzieren lies­sen. Allerdings sei, um die erforderliche Klarheit zu schaffen, die Maximalbelegung fÃ¼r die gan­ze Liegenschaft im Regelfall auf 150 Personen zu begrenzen und die Maximalzahl der Ausnahmen mit einer Belegung von Ã¼ber 150, aber hÃ¶chstens 250 Personen auf 10 im Vo­raus zu benennende AnlÃ¤sse pro Jahr festzusetzen. Die nachbarlichen EinwÃ¤nde bezÃ¼glich der ZonenkonformitÃ¤t und der Einhaltung des Wohnanteilplans wies das Gericht ab.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">IV. Gegen den Beschwerdeentscheid liess die SIGZ am 19. MÃ¤rz 2002 Verwaltungs­­gerichtsbeschwerde an das Bundesgericht erheben. Dieses hiess das Rechtsmittel am 19. MÃ¤rz 2003 teilweise gut. Der Entscheid des Verwaltungsgerichts wurde aufgehoben und die Sache zu neuem Entscheid an dieses zurÃ¼ckgewiesen.</p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <span><br/> </span> <p class="Einzug1">Die Kammer zieht in ErwÃ¤gung:</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">1. Im Anschluss an den RÃ¼ckweisungsentscheid des Bundesgerichts wird das kanto­na­le Verfahren in dem Zustand wieder aufgenommen, in welchem es sich unmittelbar vor dem Erlass des aufgehobenen Ent­scheids befand (Jean-FranÃ§ois Poudret, Commentaire de la loi fÃ©dÃ©rale d'organisation judiciaire, Vol. II, Bern 1990, zu Art. 66 OG N. 1.2). FÃ¼r die er­neute Beurteilung durch das Ver­wal­tungs­ge­richt sind die entscheidwesentlichen ErwÃ¤gun­­gen des Bundesgerichts verbindlich; zusÃ¤tzliche RechtsgrÃ¼nde oder Tatsachen, zu denen sich das Bundesgericht nicht geÃ¤ussert hat, dÃ¼rfen jedoch in Betracht gezogen werden (Poudret, zu Art. 66 OG N. 1.3.2; Alfred KÃ¶lz/Isabelle HÃ¤ner, Verwaltungs­verfahren und Verwaltungsrechtspflege des Bundes, 2. A., ZÃ¼rich 1998, Rz. 1019; RenÃ© Rhinow/Heinrich Koller/Christina Kiss, Ãffentliches Prozessrecht und Justizver­fas­sungs­recht des Bundes, Basel 1996, Rz. 1586).</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">2. a) Durch das Verfahren vor Bundesgericht nicht betroffen und deshalb weiterhin gÃ¼l­tig ist der Beschluss des Verwaltungsgerichts vom 31. Januar 2002 betreffend die Verei­­nigung der drei Beschwerdeverfahren.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">b) Wie das Bundesgericht bezÃ¼glich des Streitgegegenstands klÃ¤rend festgehalten hat, ist der SIGZ entsprechend ihren Gesuchen nur eine Belegung mit 200 Teilnehmern im Hauptgebetsraum und 40 Teilnehmerinnen im Frauengebetsraum bewilligt worden; soweit die Beschwerdegegnerschaft beanstandet, die Zahl von 240 Personen werde in Wirklichkeit Ã¼berschritten, ist dies nur insofern eine Frage des Bewilligungsverfahrens, als die von der Bau­herrschaft nicht beanstandeten BeschrÃ¤nkungen von vornherein nicht eingehalten werden kÃ¶nnen.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">3. Neben der vor Bundesgericht einzig umstrittenen Frage der vom Kulturzentrum ausgehenden Immissionen machen die beschwerdefÃ¼hrenden Nachbarn geltend, das Kultur­­zentrum sei nicht zonenkonform und die Dispensierung von der Einhaltung des gebotenen Wohnanteils sei unrechtmÃ¤ssig. Der Entscheid des Bundesgerichts gibt keinen Anlass, insofern auf den aufgehobenen Entscheid vom 31. Januar 2002 zurÃ¼ckzukommen, weshalb die diesbezÃ¼glichen ErwÃ¤gungen in das vorliegende Urteil zu Ã¼bernehmen sind.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Die streitbetroffene Liegenschaft P-strasse liegt in der Wohnzone W3 mit Wohn­anteil 90 % und LÃ¤rmempfindlichkeitsstufe II (Art. 3 Abs. 2 Bau- und Zonenordnung der Stadt ZÃ¼rich in der Fassung vom 24. November 1999 bzw. 7. Juni 2000 [Zuordnung der Empfindlichkeitsstufen im Sinn von Art. 43 und 44 LSV]; BZO). In dieser Zone sind ge­mÃ¤ss Art. 41 BZO nur nicht stÃ¶rende Gewerbe- und Dienstleistungsbetriebe zugelassen.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">a) Wohnzonen sind keine einheitliche Erscheinung: Zwar steht in ihnen die Wohnnut­­zung im Vordergrund, doch kÃ¶nnen die Gemeinden im Rahmen von § 52 Abs. 3 PBG des Planungs- und Baugesetzes vom 7. September 1975 (PBG) auch ge­werbliche Nutzweisen zulassen (Walter Haller/Peter Karlen, Raumplanungs-, Bau- und Umwelt­recht, Band I, 3. A., ZÃ¼rich 1999, N. 284). Der Vorrang kommt eindeutig dem Wohnen zu, was sich nicht nur im eigentlichen Zonenzweck, sondern auch in der Ausgestaltung und der La­ge der Zonen, ferner in der Bauweise und der Be­nutzung der Bauten sowie im weitge­hen­den Immissionsschutz Ã¤ussert. Zum Schutz des Wohnens rechtfertigt sich eine strenge Ord­nung, und zwar immissionsmÃ¤ssig wie funktional (Erich Zimmerlin, Baugesetz des Kan­tons Aargau, 2.A., Aarau 1985, §§ 130-133 N. 4 und N. 7, auch zum Folgenden).</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">In stÃ¤ndiger Rechtsprechung stellt sich das Verwaltungsgericht auf den Standpunkt, dass die zonenbedingten Immissionsvorschriften nur einen Teil der Nutzungsordnung dar­stel­­len und sich der Zonenzweck nicht allein an ihnen misst. Vielmehr muss die Ver­ein­bar­keit mit dem Zonenzweck auch aufgrund einer funktionalen Betrachtungsweise geprÃ¼ft wer­­­den (VGr, 24. Januar 1997, BEZ 1997 Nr. 1; RB 1994 Nr. 73 mit weiteren Hin­wei­sen). Eine Baute oder Anlage muss daher nicht nur hinsichtlich der von ihr ausgehenden Ein­wir­kungen auf die Umgebung, sondern auch von ihrer raumplanerischen Zweck­be­stim­mung her in eine bestimmte Zone passen. Letztgenanntes Erfordernis hat das Ver­wal­tungsgericht etwa mit Bezug auf eine grÃ¶ssere Poststelle in der Wohnzone (RB 1994 Nr. 73) oder ein Akutspital in der Industriezone (RB 1987 Nr. 57 = BEZ 1987 Nr. 1) verneint, wÃ¤h­rend es bei sexge­werblichen Betrieben zu einer differenzierten Beurteilung gelangt ist (RB 1997 Nr. 65 [Leitsatz] = BEZ 1997 Nr. 1).</p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1">Eine solche funktionale Betrachtungsweise ist freilich nur dort erforderlich, wo es sich bei der streitbetroffenen Nutzung um einen "Betrieb" bzw. um ein "Gewerbe" han­delt. Unter den Begriff des Betriebs fÃ¤llt die Zusammenfassung personeller und sachlicher Mit­tel zu einem wirtschaftlichen Zweck (Zimmerlin, §§ 130-133 N. 10). In ZweifelsfÃ¤llen ge­ben technisch-rÃ¤umliche Merkmale den Ausschlag (RB 1979 Nr. 86). Im Entscheid VB 92/0127 + 0128 vom 16. Dezember 1992 hat das Verwaltungsgericht Archiv‑ und Lager­­rÃ¤u­me im Keller eines Einfamilienhauses nicht als Betrieb gewÃ¼rdigt. Dieselbe Auf­fas­sung liegt auch dem Urteil VB.96.00086 vom 27. September 1996 zugrunde; Ã¼berdies hat das Gericht eine Gelegenheitswerkstatt mit Lager in einem Untergeschossanbau als "eine zum Wohnen Bezug aufweisende und damit in einer Wohnzone zulÃ¤ssige Frei­zeit­beschÃ¤f­ti­­gung" betrachtet. Schliesslich ist das Probe‑ und Vereinslokal einer Dorfmusik nicht als Be­trieb qualifiziert worden (RB 1997 Nr. 101). Das Bundesgericht befasste sich in BGE 117 Ib 147 [Opfikon] mit der ZulÃ¤ssigkeit eines Verkaufsplatzes fÃ¼r Occasionsautos in ei­ner Wohnzone unter dem Gesichtswinkel von § 52 PBG. Die UrteilsgrÃ¼nde enthalten keine De­finition des Betriebsbegriffs, doch geht aus den ErwÃ¤gungen hervor, dass darunter ein kauf­mÃ¤nnischer, Gewerbe‑ oder Industriebetrieb zu verstehen ist (insbesondere E. 5).</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">b) Das Islamische Kulturzentrum, das gemeinnÃ¼tzigen und religiÃ¶sen Zwecken dient, ist nach dieser Rechtsprechung, an der ohne weiteres festzuhalten ist, kein Betrieb im Sinn von § 52 PBG bzw. Art. 41 BZO. Es ist deshalb in diesem Zusammenhang auch nicht von Bedeutung, ob das Zentrum einen unverhÃ¤ltnismÃ¤ssigen Verkehr auslÃ¶st; § 52 Abs. 3 PBG gilt nur fÃ¼r Betriebe im Sinn der Zonenvorschriften. Das umstrittene Kulturzentrum ist deshalb in der Wohnzone W3 der Stadt ZÃ¼rich grundsÃ¤tzlich zulÃ¤ssig. Auch die Kultuszwecken dienenden Liegenschaften der so genannten Landeskirchen sind nicht Zonen fÃ¼r Ã¶ffentliche Bauten und Anlagen, sondern in der Regel Wohnzonen zugewiesen.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">c) Nicht eingehalten ist dagegen der in dieser Zone vorgeschriebene Wohnanteil von 90 %. Die Bausektion der Stadt ZÃ¼rich hat fÃ¼r dessen Unterschreitung gestÃ¼tzt auf § 220 PBG eine Ausnahmebewilligung erteilt mit der BegrÃ¼ndung, es liege im Ã¶ffentlichen Interesse, dass fÃ¼r die AusÃ¼bung von Religionen geeignete RÃ¤umlichkeiten zur VerfÃ¼gung stÃ¼nden. Die Baurekurskommission hat diese Ausnahmebewilligung geschÃ¼tzt. Das Ã¶ffent­liche Interesse an RÃ¤umlichkeiten fÃ¼r religiÃ¶se Zwecke mÃ¶ge zwar fÃ¼r sich allein die AusnahmewÃ¼rdigkeit nicht zu begrÃ¼nden. Hingegen komme hinzu, dass die Vereinigten Arabischen Emirate als EigentÃ¼mer der Liegenschaft am 24. Februar 1983 die Bewilligung fÃ¼r deren Erwerb gemÃ¤ss Art. 6 Abs. 2 lit. e des Bundesbeschlusses Ã¼ber den Erwerb von Grund­­stÃ¼cken durch Personen im Ausland nur unter der auflageweisen Verpflichtung erhal­ten hÃ¤tten, das GrundstÃ¼ck ausschliesslich fÃ¼r die geltend gemachten gemeinnÃ¼tzigen Zwecke zu verwenden bzw. durch die Islamische Gemeinschaft verwenden zu lassen. Insofern lÃ¤gen ausserordentliche VerhÃ¤ltnisse vor. Sodann sei zwar die Bauherrschaft vor dem Erwerb der Liegenschaft durch die Vereinigten Arabischen Emirate auf die Bewilligungsbe­dÃ¼rftigkeit der vorgesehenen NutzungsÃ¤nderung hingewiesen worden, doch habe sie trotz des Fehlens einer solchen Bewilligung den ihr bekannten Betrieb des Kulturzentrums jahrelang toleriert, ja sogar 1991 im Anzeigeverfahren eine Baubewilligung fÃ¼r die WC-An­­lagen im Untergeschoss erteilt. Unter WÃ¼rdigung all dieser UmstÃ¤nde erweise sich die Dispenserteilung als gerechtfertigt. </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Die Nachbarn machen dagegen geltend, die seinerzeit in Aussicht genommene gemeinnÃ¼tzige Verwendung der Liegenschaft als Begegnungszentrum lasse sich nicht mit der heutigen Verwendung als Schule und fÃ¼r Gebetsveranstaltungen im Sinn einer Moschee gleich­stellen. Diese sei erst ab dem Jahr 1990 erfolgt und eine Erteilung der Ausnahmebewilligung fÃ¼r diese Nutzung aus GrÃ¼nden des Vertrauensschutzes deshalb nicht gerechtfertigt. Die Bereitstellung von RÃ¤umen fÃ¼r religiÃ¶se Minderheiten sei keine Ã¶ffentliche Aufga­be; die Religionsfreiheit verlange nur, dass solche RÃ¤ume entstehen kÃ¶nnten, welche MÃ¶g­lichkeit in der Stadt ZÃ¼rich andernorts ohne weiteres bestehe. Besondere GrÃ¼nde als Voraus­setzung einer Ausnahmebewilligung lÃ¤gen nicht vor. </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Wie der geltende Zonenplan der Stadt ZÃ¼rich zeigt, wurden kirchliche GrundstÃ¼cke in der Regel den Wohnzonen zugewiesen und wurde der Wohnanteil fÃ¼r die betreffenden Par­zellen mit 0 % festgesetzt. Diese Behandlung wurde den seit jeher kirchlich genutzten Liegenschaften der in ZÃ¼rich seit langem verankerten und weit verbreiteten Religionsgemein­­schaften, das heisst insbesondere den KultusstÃ¤tten der Landeskirchen zuteil. StÃ¤t­ten kleinerer Religionsgemeinschaften oder von solchen, welche erst durch die Migrationsbewegungen der neueren Zeit hierzulande zu grÃ¶sserer Bedeutung gelangten, sind planerisch nicht in der gleichen Weise erfasst. Insofern liegen, wie die Vorinstanzen im Er­geb­nis zu Recht angenommen haben, besondere VerhÃ¤ltnisse vor und ist die Erteilung von Ausnahmebewilligungen aus GrÃ¼nden der Rechtsgleichheit (Art. 8 Abs. 2 der Bundesverfassung vom 18. April 1999; BV) und der Glaubens- und Gewissensfreiheit (Art. 15 BV) geboten. Dass die heutige Nutzung mÃ¶glicherweise Ã¼ber die ursprÃ¼nglich beabsichtig­te hinaus geht und sich die Bauherrschaft nicht auf GrÃ¼nde des Vertrauensschutzes berufen kann, ist deshalb nicht von Bedeutung. </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1"> 4. BezÃ¼glich der Immissionen hat das Bundesgericht fÃ¼r das Verwaltungsgericht ver­­bindlich erwogen, es sei angesichts der religiÃ¶sen Bestimmung unverhÃ¤ltnismÃ¤ssig und un­­zulÃ¤ssig, Auflagen Ã¼ber die Belegung des Zentrums als vorsorgliche Massnahmen anzuordnen; vielmehr sei davon auszugehen, dass die streitigen Auflagen (also die nicht bereits mit den Baubewilligungen verfÃ¼gten und von der Bauherrschaft hingenommenen) nur auf der zwei­ten Stufe, das heisst im Rahmen der verschÃ¤rften Emissionsbegrenzung, zulÃ¤ssig seien.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Bei der PrÃ¼fung, ob die Voraussetzungen fÃ¼r eine verschÃ¤rfte Emmissionsbegrenzung vorlÃ¤gen, habe die unbestrittenermassen neue ortsfeste Anlage im Sinn von Art. 25 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 7. Oktober 1983 Ã¼ber den Umweltschutz (USG) bzw. Art. 7 der LÃ¤rmschutz-Verordnung vom 15. Dezember 1986 (LSV) die Planungswerte einzu­halten, bzw. â weil fÃ¼r die streitige Art von Anlagen keine Belastungsgrenzwerte bestÃ¼n­den â ein vergleichbares Niveau. Anhand der Kriterien von Art. 15, 19 und 23 USG sei zu beurteilen, ob die von der Anlage ausgehenden Emmissionen zu unzumutbaren Einwirkungen fÃ¼hrten; dabei seien der Charakter des LÃ¤rms, Zeitpunkt und HÃ¤ufigkeit seines Auftretens sowie die LÃ¤rmempfindlichkeit und LÃ¤rmvorbelastung der Zone, in der die Immissionen auftrÃ¤ten, zu berÃ¼cksichtigen. Entsprechend der Lage in einer Zone mit Empfindlichkeits­stufe II, in welche gemÃ¤ss Art. 43 Abs. 1 lit. b LSV keine stÃ¶renden Betriebe zugelassen seien, sei ein Immissionsniveau einzuhalten, bei welchem nach richterlicher Erfahrung hÃ¶chstens geringfÃ¼gige StÃ¶rungen auftrÃ¤ten. Dabei sei nicht auf das subjektive LÃ¤rmempfinden einzelner Personen abzustellen, sondern eine objektivierte Betrachtung unter BerÃ¼ck­­sichtigung von Personen mit erhÃ¶hter LÃ¤rmempfindlichkeit vorzunehmen. FÃ¼hre die An­lage zu Einwirkungen, die mehr als geringfÃ¼gig stÃ¶rten, so sei dies im Sinne von Art. 15 und 23 USG als unzumutbar zu beurteilen und fÃ¼hre, soweit keine Erleichterungen gemÃ¤ss Art. 25 Abs. 2 USG und Art. 7 Abs. 2 LSV gewÃ¤hrt werden kÃ¶nnten, zu verschÃ¤rften Emmis­­sionsbegrenzungen oder allenfalls zur Versagung der Baubewilligung. </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">5. Die Bewilligung vom 21. November 2000 fÃ¼r das Freitagsgebet hat die Baurekurs­­kommission I aufgehoben mit der BegrÃ¼ndung, hier lasse sich eine BeschrÃ¤nkung der Teilnehmerzahl von vornherein nicht durchsetzen, weshalb den beobachteten MissstÃ¤nden nur mit der Aufhebung der Bewilligung fÃ¼r diese Veranstaltung begegnet werden kÃ¶nne. Das Verwaltungsgericht hat im ersten Rechtsgang dazu erwogen, dass auch das grosse Frei­­tagsgebet â wie jede Veranstaltung dieser Art â keiner besonderen Bewilligung bedÃ¼rfe, soweit sie sich an den fÃ¼r die Nutzung der Liegenschaft aus polizeilichen GrÃ¼nden gebotenen Rahmen halte. Das Bundesgericht hat diese Auffassung unter Hinweis auf Art. 15 Abs. 2 und Art. 22 der Bundesverfassung ausdrÃ¼cklich bestÃ¤tigt.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Mit Baugesuch vom 31. Mai 2000 hat die SIGZ lediglich beantragt, ihr die Nutzung des grÃ¶sseren Gebetsraum zur DurchfÃ¼hrung des Freitagsgebets (Gummaâs) mit maximal 200 Personen zu gestatten. Da dieser Raum gemÃ¤ss Baugesuch vom 16. April 1999 ohnehin jeweils am Freitag und Samstag Abend 150 â 200 Personen aufnehmen soll, stellt das Gesuch betreffend das um die Mittagszeit stattfindende Freitagsgebet lediglich eine Ausdeh­­nung der vorgesehenen Nutzung in zeitlicher Hinsicht dar. Es ist deshalb im Folgenden lediglich zu prÃ¼fen, inwieweit diese zeitliche Mehrbeanspruchung der Liegenschaft von bau- und insbesondere umweltrechtlicher Bedeutung ist. </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">6. a) Gegenstand der Baugesuche und damit des Anfechtungsverfahrens ist eine Be­legung des Kulturzentrums, und zwar auch fÃ¼r das Freitagsgebet, mit maximal 240 Teilneh­­menden. In erster Linie ist deshalb zu entscheiden, ob bei diesem bestimmungsgemÃ¤s­sen Betrieb des Zentrums ein Immissionsniveau eingehalten wird, bei welchem nach richterlicher Erfahrung hÃ¶chstens geringfÃ¼gige StÃ¶rungen auftreten. Allerdings machen die be­schwerdefÃ¼hrenden Nachbarn geltend, die stÃ¶renden Immissionen seien unter anderem auch darauf zurÃ¼ckzufÃ¼hren, dass die gemÃ¤ss den Baugesuchen bewilligte Raumbelegung von 240 Teilnehmenden in den beiden GebetsrÃ¤umen beim Grossen Freitagsgebet und an einzelnen Festtagen bei Weitem Ã¼berschritten werde. Eine solche Nutzung ist zwar nicht Gegenstand des Baugesuchs, doch bilden die von der Bauherrschaft im Baugesuch angegebenen maximalen Teilnehmerzahlen die Grundlage fÃ¼r die immissionsmÃ¤ssige Beurteilung der umstrittenen NutzungsÃ¤nderung. Falls erhebliche Zweifel an einer in Bezug auf die Teil­nehmerzahl dem Baugesuch entsprechenden Nutzung bestehen, ist die Beurteilung nicht auf einer solcherart unsicheren Grundlage vorzunehmen, sondern ist zu prÃ¼fen, ob die Bauherrschaft die gebotenen Vorkehren getroffen hat, um den Zustrom der Besucher so zu beschrÃ¤nken, dass die ihrem Gesuch entsprechend bewilligte Belegung des Kulturzentrums nicht Ã¼berschritten wird. Einer solchen Untersuchung steht der Entscheid des Bundes­ge­richts nicht im Weg (vgl. E. 2.2, 4.4 und 4.8).</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">b) Den Akten lÃ¤sst sich entnehmen, dass es im Kulturzentrum bei verschiedenen Ge­legenheiten zu AnlÃ¤ssen mit Ã¼ber 400 Teilnehmenden gekommen ist; so ergab eine amt­liche Kontrolle vom 4. Mai 2001 eine Teilnehmerzahl am Freitagsgebet von 470 Personen; sÃ¤mtliche RÃ¤u­me des Hauses inklusive Korridore und Treppenhaus bis hin zur offenen Haus­tÃ¼re waren lÃ¼c­ken­los mit GlÃ¤ubigen gefÃ¼llt und die Ansprache des Imam drang Ã¼ber mehrere geÃ¶ffnete Fenster ins Freie (vgl. Briefe des Amts fÃ¼r Baubewilligungen an die Bau­­herrschaft vom 11. Mai 2001, VB.2001.00277). Auch die bei den Akten liegenden Auf­zeichnungen der beschwerdefÃ¼hrenden Nachbarn Ã¼ber die Belegung des Kulturzentrums, welche Ã¼ber regel­mÃ¤ssige AnlÃ¤sse mit weit mehr als 200 Besuchern und die damit einhergehenden Immissio­nen berichten, erscheinen als glaubwÃ¼rdig und werden durch den Brief der Vorsteherin des Polizeidepartementes an die Bauherrschaft vom 1. Juni 2001 (VB.2001.00277) bestÃ¤tigt. Dass die durch GrossanlÃ¤sse verursachten StÃ¶rungen der Vergangenheit angehÃ¶ren sollen, wie die SIGZ im Rekursverfahren geltend machte, ist durch die erwÃ¤hnten Akten widerlegt.</p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1">Damit liegen ausreichende Hinweise dafÃ¼r vor, dass fÃ¼r die Beurteilung der zu erwartenden Immissionen nicht ohne weiteres auf die in den Baugesuchen angegebenen Belegungszahlen abgestellt werden kann. Vielmehr ist zu prÃ¼fen, ob in Zukunft mit einem ge­ringeren Zustrom von Besuchern zu rechnen ist oder ob die Bauherrschaft Vorkehren zur Fernhaltung Ã¼berzÃ¤hliger Besucher getroffen hat. Beide Fragen lassen sich aufgrund der vor­­liegenden Akten nicht beantworten. Weder liegen Zahlen hinsichtlich der AngehÃ¶rigen der religiÃ¶sen Gemeinschaft(en) vor, denen das Zentrum als GebetsstÃ¤tte dient, noch hat sich die Bauherrschaft je darÃ¼ber geÃ¤ussert, wie sie einer Ãberbelegung des Zentrums zu be­gegnen gedenkt. Zwar hat die BaubewilligungsbehÃ¶rde in ihrer Vernehmlassung vom 27. Februar 2001 an die Baurekurskommission (VB.2001.00277) ausgefÃ¼hrt, sie halte es fÃ¼r mÃ¶glich, dass die Bauherrschaft die Besucherzahl mit geeigneten organisatorischen Mass­nahmen (wie Suche nach grÃ¶sseren Lokalen, DurchfÃ¼hrung von Doppelveranstaltungen, ErÃ¶ffnung weiterer Zentren oder Ã¤hnliches) grundsÃ¤tzlich befolgen kÃ¶nnte, doch lÃ¤sst sich den Akten nichts entnehmen, was auf entsprechende Vorkehren schliessen lÃ¤sst). Die sich angesichts der nachgewiesenen bisherigen Ãberbelegung stellende Frage, ob die Bauherrschaft willens und in der Lage ist, die entsprechend ihrem Gesuch bewilligte Belegung des Zentrums einzuhalten, lÃ¤sst sich damit beim heutigen Aktenstand nicht beant­worten.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">7. Die von den Nachbarn gerÃ¼gten unzulÃ¤ssigen Immissionen entstehen durch Gebetsveranstaltungen mit grosser Besucherzahl, vor allem das Grosse Freitagsgebet um die Mittagszeit, aber auch durch die fÃ¼nf weiteren tÃ¤glichen, zwischen 04.30 und 22.00 Uhr statt­findenden Gebete und die damit einher gehenden rituellen Reinigungen im Waschraum; sodann rÃ¼gen die Nachbarn Immissionen durch âFestivitÃ¤ten und Essgelageâ, insbesondere in den Abend- und Nachtstunden wÃ¤hrend des Fastenmonats, durch Unterricht mit 60 bis 80 Kindern am Mittwoch Nachmittag, wÃ¤hrend des ganzen Samstags und gelegentlich am Sonntag Vormittag, sowie den ganzen mit diesen AktivitÃ¤ten verbundenen Motorfahrzeugverkehr auf dem Vorplatz und dem angrenzenden Ã¶ffentlichen Gebiet. BezÃ¼glich der AktivitÃ¤ten in Klassenzimmer, Frauenaufenthaltsraum, Kinderhort, Waschraum etc. sei­en in der angefochtenen Baubewilligung keine Auflagen gemacht worden; insbesondere sei der Einbau von SchalldÃ¤mmlÃ¼ftern oder die Schliessung der Fenster nicht auch fÃ¼r diese RÃ¤ume angeordnet und seien keine zeitliche BeschrÃ¤nkungen gemacht worden.</p> <p class="Einzug1">a) Was das Freitagsgebet betrifft, so konnten nach den Feststellungen der Baurekurs­­kommission anlÃ¤sslich ihres ersten angekÃ¼ndigten Augenscheins vom 10. MÃ¤rz 2000, der an einem Freitag um 13.30 Uhr stattfand, das heisst zu einer Zeit, zu welcher der Betrieb im Kulturzentrum nach Angaben der Nachbarn am grÃ¶ssten sei, kurz vor dem Augenschein rund 50 Personen beobachtet wer­den, die das GebÃ¤ude verliessen; im Zentrum selber waren nur noch wenige Personen anwesend und es war auf dem GrundstÃ¼ck abgesehen vom VerkehrslÃ¤rm der P-strasse ausgesprochen ruhig. Die Beobachtungen wÃ¤hrend eines weiteren, diesmal unangekÃ¼ndigten Augenscheins der Kommission vom Freitag, 14. April 2000, 13.30 â 14.25 Uhr, schildert das Protokoll wie folgt:</p> <p class="EinzugZitat"> "Bis kurz vor Ende des Gebetes (ca. 14.10 â 14.15 Uhr) treffen permanent immer neue Gebetsteilnehmer ein. Es handelt sich sicher um mehr als 220 Personen (fast alles MÃ¤nner, einige wenige Frauen und Kinder). Fast alle Ankommenden begeben sich sofort ins GebÃ¤udeinnere; nur ganz vereinzelte halten sich zeitweilig auf dem strassenseitigen Vorplatz des GebÃ¤udes vor dem Eingang auf.</p> <p class="EinzugZitat"><span> </span></p> <p class="EinzugZitat"> WÃ¤hrend des Gebetes sind einige Fenster (teils ganz, teils gekippt) und die EingangstÃ¼re geÃ¶ffnet. Die Lautsprecherstimme ist in der Um­gebung des GebÃ¤udes â so z.B. im Garten des Rekurrenten B und auf der gegenÃ¼berliegenden Strassenseite (hier jedoch zeitweilig durch den VerkehrslÃ¤rm Ã¼bertÃ¶nt) â gut hÃ¶rbar, wenn auch nicht laut. Einige Besucher verrichten ihr Gebet (stumm) im Freien auf der Gartenterrasse.</p> <p class="EinzugZitat"><span> </span></p> <p class="EinzugZitat"> Nach dem Ende des Gebetes strÃ¶men fast alle Teilnehmer gleichzeitig aus dem GebÃ¤ude. Teils entfernen sie sich, teils stehen sie in grossen und kleinen Gruppierungen auf dem Vorplatz und auf dem Trottoir. Angeregtes Stimmengewirr und Geplauder, vereinzelte Ausrufe. Nach wenigen Minuten sind alle grÃ¶sseren Gruppen aufgelÃ¶st und es verblei­ben nur vereinzelte Kleingruppen, deren LautÃ¤usserungen im normalen UmgebungslÃ¤rm aufgehen."</p> <p class="EinzugZitat"> </p> <p class="Einzug1">Aus diesen Feststellungen der Vorinstanz ergibt sich, dass bei einer Nutzung des Zen­trums im Rahmen der Bewilligung StÃ¶rungen in der Umgebung durch das mittels Lautsprechern im GebÃ¤udeinnern Ã¼bertragene Gebet sowie durch den StimmenlÃ¤rm der Besuchen­den nach Schluss der Veranstaltung entstehen kÃ¶nnen.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Das aus dem GebÃ¤udeinnern dringende Gebet bezeichnet die Vorinstanz fÃ¼r einen HÃ¶rer im Garten eines NachbargrundstÃ¼cks oder auf der gegenÃ¼berliegenden Strassenseite un­widersprochen als gut hÃ¶rbar, ausdrÃ¼cklich nicht als laut, so dass die Gebetsstimme zeit­weise durch den StrassenlÃ¤rm Ã¼bertÃ¶nt werde. Diese GerÃ¤usche sind mit RÃ¼cksicht auf die Monotonie und den Informationsgehalt fÃ¼r die Anwohner bereits tagsÃ¼ber als mehr als nur geringfÃ¼gig stÃ¶rend zu beurteilen. Hingegen verringert sich der LÃ¤rm, den die Besuchenden nach Schluss der Veranstaltung veranstalten, gemÃ¤ss den Feststellungen der Baurekurs­kom­­mission bereits nach wenigen Minuten dergestalt, dass er im normalen UmgebungslÃ¤rm aufgeht. Jedenfalls tagsÃ¼ber wird insofern an der stark befahrenen P-strasse keine mehr als geringfÃ¼gige StÃ¶rung verursacht. </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">aa) Mit dem Einbau der SchalldÃ¤mmlÃ¼fter und bei geschlossenen Fenstern gemÃ¤ss den in der Baubewilligung statuierten Auflagen ist grundsÃ¤tzlich zu erwarten, dass die Gebete ausserhalb des GebÃ¤udes nicht mehr als stÃ¶rend wahrgenommen werden. Allerdings be­­zweifelt das Bundesamt fÃ¼r Umwelt, Wald und Landschaft (BUWAL) in seiner Stellung­nahme vom 20. August 2002 an das Bundesgericht, ob sich selbst bei einer auf 150 Personen beschrÃ¤nkten Belegung der Liegenschaft mit der angeordneten Installation von SchalldÃ¤mmlÃ¼ftern eine ausreichende LÃ¼ftung sicherstellen lasse, so dass trotz der Auflagen mit durch geÃ¶ffnete Fenster und TÃ¼ren nach Aussen dringenden GerÃ¤uschen gerechnet werden mÃ¼sste.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Diese BefÃ¼rchtung lÃ¤sst sich auf Grund der vorliegenden Akten nicht zerstreuen. Im Baugesuch wird zwar auf ein detailliertes LÃ¼ftungsprojekt verwiesen und ist in Dispositiv Ziffern 19 und 21 der Baubewilligung der Einbau der in den PlÃ¤nen eingezeichneten Schall­­dÃ¤mmlÃ¼fter sowie die Bewilligung der PlÃ¤ne und technischen Daten der Klima- und LÃ¼ftungsanlagen vor der AusfÃ¼hrung vorbehalten worden. PlÃ¤ne und technische Angaben Ã¼ber die einzubauende LÃ¼ftung liegen jedoch nicht bei den Akten, sodass die LeistungsfÃ¤higkeit der geplanten Anlagen nicht beurteilt werden kann. In der Baubewilligung vom 24. August 1999 fehlen entsprechend ErwÃ¤gungen darÃ¼ber, ob mit den vorgesehenen Schall­dÃ¤mmlÃ¼ftern die GebetsrÃ¤ume mit FlÃ¤chen von 98,6 m<sup>2</sup> (MÃ¤nner) und 33,8 m<sup>2</sup> (Frau­en) bei der vorgesehenen Maximalbelegung mit bis zu 200 bzw. 40 Personen bei geschlosse­nen Fenster- und TÃ¼rÃ¶ffnungen ausreichend belÃ¼ftet werden kÃ¶nnen. Sodann enthÃ¤lt die Bau­bewilligung zwar die Auflage, dass Gebete und andere Veranstaltungen nur in diesen mit SchalldÃ¤mmlÃ¼ftern versehenen RÃ¤umen und nur bei geschlossenen Fenstern stattfinden dÃ¼rften, doch fehlen ErwÃ¤gungen zur sich stellenden Frage, wie bei 200 Besuchern durchge­setzt werden kann, dass die Fenster tatsÃ¤chlich geschlossen bleiben. Diese Frage stellt sich insbesondere beim grossen Gebetsraum, der zu Vorraum und Bibliothek, wo sich auch der Ausgang zum Balkon befindet, Ã¼berhaupt keinen TÃ¼rabschluss und zur angrenzenden Vi­deothek lediglich eine FalttÃ¼re aufweist. In der Vernehmlassung vom 9. November 1999 an die Baurekurskommission hat die Bausektion zwar ausgefÃ¼hrt, in den mit SchalldÃ¤mmlÃ¼ftern versehenen VersammlungsrÃ¤umen kÃ¶nnten die Fenster verriegelt werden. Eine entsprechende Anordnung hat sie indessen nicht getroffen und es fehlen ErwÃ¤gungen dazu, wie sich die Verriegelung durchsetzen lÃ¤sst, wenn sich gleichzeitig innere und Ã¤ussere Flucht­­tÃ¼ren von innen jederzeit und ohne fremde Hilfsmittel Ã¶ffnen lassen mÃ¼ssen (Disposi­tiv Ziffer 18). </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">bb) Der LÃ¤rm, den die Besuchenden nach Schluss der Veranstaltung verursachen, ver­­ringert sich gemÃ¤ss den Feststellungen der Baurekurskommission bereits nach wenigen Minuten dergestalt, dass er im normalen UmgebungslÃ¤rm aufgeht. TagsÃ¼ber resultiert da­raus keine mehr als geringfÃ¼gige StÃ¶rung. </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">b) Was die Ã¼brigen Gebete betrifft, so fallen immissionsrechtlich vor allem diejenigen in den frÃ¼hen Morgen- und spÃ¤ten Abendstunden in Betracht. Wie sich aufgrund der Ak­­ten ergibt, werden sie in der Regel von einem kleineren Personenkreis (gemÃ¤ss Baugesuch 30 â 60) besucht, weshalb angenommen werden kann, dass die Auflagen in der Baube­wil­li­gung ausreichen, um StÃ¶rungen durch das Gebet selber zu verhindern. Wenn gemÃ¤ss den Feststellungen der Baurekurskommission die SekundÃ¤rimmissionen durch das Eintreffen und Weggehen der Besuchenden beim Freitagsgebet mit Ã¼ber 220 Teilnehmenden schon nach wenigen Minuten im UmgebungslÃ¤rm aufgingen, ist bei einer weit geringeren Besucher­zahl nicht mit erheblichen SekundÃ¤rimmissionen zu rechnen. Die Baueingabe sieht zudem im Untergeschoss auf beiden Seiten des Eingangs zwei VorrÃ¤ume vor, so dass erwartet werden kann, dass GesprÃ¤che vor und nach dem Gebet vermehrt im GebÃ¤udeinnern gefÃ¼hrt werden. Auch die Korrespondenz und Aufzeichnungen der Nachbarn Ã¼ber stÃ¶­rende Vorkommnisse enthalten kaum Hinweise auf StÃ¶rungen, die mit diesen Gebeten im Zu­sam­menhang stehen kÃ¶nnten; die nÃ¤chtlichen StÃ¶rungen scheinen vor allem durch Veranstaltungen wÃ¤hrend des Fastenmonats verursacht worden zu sein. Um die Gefahr von StÃ¶­rungen durch SekundÃ¤rimmissionen wÃ¤hrend der Nachtzeit durch die regelmÃ¤ssig stattfindenden Ge­bete mit Sicherheit auszuschliessen, mÃ¼ssten diejenigen in den frÃ¼hen Morgen- und Abend­stunden untersagt werden, was angesichts des geringen StÃ¶rpotenzials unverhÃ¤ltnismÃ¤ssig wÃ¤re und jedenfalls nicht vor der Religions- und Kultusfreiheit standhalten wÃ¼rde.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Betreffend die rituellen Waschungen vor den Gebeten, die von den Nachbar als stÃ¶rend empfunden wÃ¤ren, lÃ¤sst sich den Akten nichts entnehmen. Angesichts der Distanz zum Nachbarhaus von ca. 12 m kann nicht ausgeschlossen werden, dass das Reinigen der Atemwege durch die GlÃ¤ubigen vor dem Gebet fÃ¼r die Nachbarn deutlich hÃ¶rbar ist und auf Grund der Charakteristik der GerÃ¤usche als stÃ¶rend wahrgenommen werden muss. Falls dies zutreffen sollte, ist auch der Waschraum mit einer schallgedÃ¤mmten LÃ¼ftung zu versehen. Dass solche zusÃ¤tzlichen Massnahmen in der Baubewilligung ausdrÃ¼cklich vorbehalten worden sind, genÃ¼gt nicht, wenn eine mehr als leichte StÃ¶rung im Zeitpunkt des Entscheids absehbar ist. </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">c) Die BeschwerdefÃ¼hrer rÃ¼gen Immissionen durch âFestivitÃ¤ten und Essgelageâ in den Abend- und Nachtstunden wÃ¤hrend des Fastenmonats. Wie sich aus den bei den Akten liegenden Aufzeichnungen von Nachbarn ergibt, wurden im Dezember 1999/Januar 2000 an­lÃ¤sslich des Fastenmonats Ramadan, dessen Beginn in jenem Jahr auf den 9. Dezember fiel, mehrere GrossanlÃ¤sse mit 200 bis 300 Teilnehmenden veranstaltet, welche bis 22.30 h und in einem Fall bis 23.45 h dauerten und nach den glaubwÃ¼rdigen Aufzeichnungen der Nachbarn starke StÃ¶rungen durch Gebete im Freien und Stimmen- und FahrzeuglÃ¤rm beim Verlassen der Liegenschaft verursachte. Dass es auch in den folgenden Jahren wÃ¤hrend des Ramadan, der im Jahr 2000 am 28., 2001 am 17. und 2002 am 6. November begann (vgl. www.ncccusa.org), zu Ã¤hnlichen Vorkommnissen kam, lÃ¤sst sich den Akten nicht entnehmen, ist aber nicht auszuschliessen. BezÃ¼glich der Frage, ob mit den Auflagen gemÃ¤ss Bau­­bewilligung, wonach Gebete und andere Veranstaltungen nur in den mit SchalldÃ¤mmlÃ¼ftern versehenen RÃ¤umen und bei geschlossenen Fenstern durchgefÃ¼hrt werden dÃ¼rfen, sich die StÃ¶rungen durch das Gebet selber wirksam eindÃ¤mmen lassen, gilt das bereits zum Grossen Freitaggebet AusgefÃ¼hrte. Gebete und andere Veranstaltungen im Freien, wie sie in der Vergangenheit offensichtlich vorkamen, sind durch die Auflagen zur Baubewilligung klar untersagt, und es kann erwartet werden, dass, falls die Betreiberin des Kulturzent­­rums dazu selber nicht in der Lage sein sollte, die BaubewilligungsbehÃ¶rde diese Auflagen durchsetzt. Nicht verhindern lassen sich jedoch grÃ¶ssere Ansammlungen im Freien un­mittelbar vor und nach den Veranstaltungen; der damit verbundene LÃ¤rm, wie ihn die Baurekurskommission aufgrund ihres Augenscheins festgestellt hat, ist zwar tagsÃ¼ber noch zumutbar, mÃ¼sste aber jedenfalls dann, wenn er spÃ¤t abends und nicht bloss an nur wenigen Tagen im Jahr vorkommt, als mehr als nur leicht stÃ¶rend beurteilt werden. Wie es sich damit genau verhÃ¤lt, lÃ¤sst sich indessen aufgrund der Akten nicht beurteilen. So ist insbesonde­re nicht ersichtlich, wie hÃ¤ufig und fÃ¼r welche Arten von Veranstaltungen das Kulturzent­­rum wÃ¤hrend des Fastenmonats genutzt wird. Sodann ist zu berÃ¼cksichtigen, dass der Ramadan sich im Kalenderjahr verschiebt und folglich in irgendeine Jahreszeit fallen kann, was sich auf den Zeitpunkt der AktivitÃ¤ten und ihr StÃ¶rpotenzial auswirkt. </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">d) Die Nachbarn machen schliesslich auch StÃ¶rungen durch den Unterricht mit 60 bis 80 Kindern am Mittwoch Nachmittag, wÃ¤hrend des ganzen Samstags und gelegentlich am Sonntag Vormittag, sowie den damit verbundenen Motorfahrzeugverkehr auf dem Vorplatz und dem angrenzenden Ã¶ffentlichen Gebiet geltend. Laut den bei den Akten liegenden Aufzeichnungen entsteht die StÃ¶rung durch die SprechchÃ¶re, welche aus den UnterrichtsrÃ¤u­men ins Freie dringen, durch im Garten spielende Kinder und durch die Fahrzeuge der Kinder bringenden oder abholenden Personen.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Sofern davon auszugehen, dass die Auflage, wonach Gebete und andere Veranstaltungen nur in den mit SchalldÃ¤mmlÃ¼ftern versehenen RÃ¤umen und nur bei geschlossenen Fenstern stattfinden dÃ¼rfen, auch fÃ¼r den Unterricht gilt, ist den StÃ¶rungen durch den Unter­richt selber mit dieser Auflage ausreichend Rechnung getragen. Indessen weisen die PlÃ¤­ne ein eigenes âKlassenzimmerâ aus , fÃ¼r welches keine SchalldÃ¤mmlÃ¼fter vorgesehen sind, so dass eher anzunehmen ist, der Unterricht finde zumindest nicht ausschliesslich in den schallgedÃ¤mmten RÃ¤umen statt. Sodann sind SprechchÃ¶re mit bis zu 80 Kindern bei den gegebenen rÃ¤umlichen VerhÃ¤ltnissen grundsÃ¤tzlich geeignet, zumindest an Wochenenden zu mehr als nur leichten StÃ¶rungen der Nachbarschaft zu fÃ¼hren, sofern es sich dabei um mehr als einzelne Ereignisse von wenigen Minuten Dauer handelt. Die Akten geben auch zu dieser Frage keine Auskunft. Was die StÃ¶rungen durch sich im Freien aufhaltende Kinder betrifft, so gilt die von der Bauherrschaft hingenommene Auflage, wonach der Aufenthalt von grÃ¶sseren Personengruppen im Aussenbereich der Liegenschaft verboten ist, auch fÃ¼r Kinder. Das schliesst nicht aus, dass einzelne Kinder oder kleinere Gruppen im Garten oder auf der Terrasse der Liegenschaft spielen kÃ¶nnen; solcher KinderlÃ¤rm stellt auch in einem Wohnquartier keine mehr als leichte StÃ¶rung dar. Das selbe gilt fÃ¼r den mit dem Unterricht zusammenhÃ¤ngenden Motorfahrzeugverkehr an der tagsÃ¼ber einen erheblichen Verkehr aufweisenden P-strasse.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">e) GemÃ¤ss Art. 8 USG werden die Einwirkungen sowohl einzeln als auch gesamthaft und nach ihrem Zusammenwirken beurteilt. Wie vorstehend dargelegt wurde, lassen sich zahlreichen Einwirkungen des Kulturzentrums auf seine Umgebung nicht einmal fÃ¼r sich allein beurteilen, so dass eine Gesamtbeurteilung beim gegebenen Aktenstand von vorn­herein ausgeschlossen ist. Zwar dÃ¼rfte es auch dann, wenn alle mÃ¶glichen Emmissionsquellen des Kulturzentrums gesamthaft und in ihrem Zusammenwirken betrachtet werden, nicht ausgeschlossen sein, das Kulturzentrum bei einer dem Baugesuch entsprechenden Besucherzahl von hÃ¶chstens 240 Personen und unter den in der Baubewilligung statuierten Auflagen so zu betreiben, dass mit nur leichten StÃ¶rungen der Nachbarschaft gerechnet werden muss. Ob ein solcher Betrieb gewÃ¤hrleistet werden kann, lÃ¤sst sich schlÃ¼ssig aber nur dann beurteilen, wenn Klarheit Ã¼ber die im Zentrum stattfindenden AktivitÃ¤ten und die zu erwartenden Teilnehmerzahlen besteht. Nach der Darstellung der Bauherrschaft im Baugesuch stellt das Kulturzentrum mit integrierter Koranschule und Moschee eine wich­tige soziale und religiÃ¶se Institution der islamischen Glaubensgemeinschaft des Grossraumes ZÃ¼rich dar. Entsprechend finden im GebÃ¤ude nicht nur Gebete, Unterricht und andere Veranstaltungen religiÃ¶ser Art, sondern, wie die Akten zeigen, auch andere AktivitÃ¤ten statt, die nicht ohne weiteres den Schutz der Religions- und Kultusfreiheit geniessen, wie beispielsweise die DurchfÃ¼hrung geselliger AnlÃ¤sse. Zudem enthalten die Akten auch Hinweise darauf, dass am Rand der Veranstaltungen Lebensmittel und Literatur vertrieben werden. Der Betrieb des Kulturzentrums ist, wie das BUWAL in seiner Vernehmlassung an das Bundesgericht vom 20. August 2002 zutreffend ausgefÃ¼hrt hat, Ã¤usserst vielschichtig und lÃ¤sst sich sich aufgrund der vorliegenden Akten immissionsmÃ¤ssig nicht beurteilen. Die gebotene Gesamtbeurteilung kann nur vorgenommen werden, wenn mit hinreichender Gewissheit feststeht, mit welchen AktivitÃ¤ten zu welcher Zeit, mit welcher HÃ¤ufigkeit und mit wie vielen Teilnehmenden im Kulturzentrum gerechnet werden muss. Eine zuverlÃ¤ssige immissionsrechtliche Beurteilung des Baugesuchs ist deshalb nur aufgrund eines verbind­lichen Betriebskonzepts mÃ¶glich, zu dessen Erstellung die Bauherrschaft gestÃ¼tzt auf Art. 46 Abs. 1 USG verpflichtet werden kann. Basierend darauf wird gemÃ¤ss Art. 25 Abs. 1 URP eine LÃ¤rmprognose zu erstellen sein, entweder durch die BehÃ¶rde selber oder durch einen von ihr oder der Bauherrschaft bestellten Experten (Robert Wolf, in Alfred KÃ¶lz/Hans Ulrich MÃ¼ller (Hrsg.), Kommentar zum Umweltschutzgesetz, ZÃ¼rich 2000, Art. 25 Rz. 97). Diese wird zu den gemÃ¤ss den vorstehenden ErwÃ¤gungen unzureichend untersuchten Fragen und insbesondere auch zur Wirksamkeit des geplanten technischen Schallschutzes Auskunft geben mÃ¼ssen. Nachdem die Akten deutliche Hinweise dafÃ¼r enthalten, dass durch den Betrieb des Zentrums bisher zumindest zeitweilig unzumutbare LÃ¤rm­­immissionen entstanden sind, erweist sich eine solche Anordnung als verhÃ¤ltnismÃ¤s­sig. Erst ein solches Gesamtbild, das sich im Rahmen des Gerichtsverfahrens naturgemÃ¤ss nicht gewinnen lÃ¤sst, erlaubt einen fundierten Entscheid, ob bereits die bisher angeordneten Massnahmen einen Betrieb des Kulturzentrums ermÃ¶glichen, der insgesamt nicht mehr als leichte StÃ¶rungen verursacht. Trifft dies nicht zu, wird die Bausektion weitere Massnahmen zu prÃ¼fen haben, wie die vom BUWAL vorgeschlagenen Schliessung der GebÃ¤udehÃ¼l­le und die Erstellung einer Eingangsschleuse sowie ausgehend vom Betriebskonzept be­triebliche EinschrÃ¤nkungen insbesondere bezÃ¼glich der nÃ¤chtlichen AnlÃ¤sse wÃ¤hrend des Ramadan.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">8. Zusammenfassend ergibt sich, dass die Beschwerde der Bauherrschaft und diejenigen der Nachbarn teilweise gutzuheissen sind; die angefochtenen Bewilligungen und der Entscheid der Baurekurskommission vom 13. Juli 2002 sind aufzuheben und die Akten sind zu weiterer Untersuchung und neuer Entscheidung im Sinn der ErwÃ¤gungen an die Bau­­sektion der Stadt ZÃ¼rich zurÃ¼ckzuweisen. </p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1">... </p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><a id="Text12"></a>DemgemÃ¤ss entscheidet die Kammer:</p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug2">1. Die Beschwerde VB.2001.00277, VB.2001.00285 und VB.2001.00286 werden teilweise gutgeheissen. DemgemÃ¤ss werden der Entscheid der Baurekurskommission I vom 13. Juli 2001 und die BeschlÃ¼sse der Bausektion vom 24. August 1999 und 21. November 2000 aufgehoben und die Akten zu weiterer Untersuchung und neuer Entscheidung im Sinn der ErwÃ¤gungen an die Bausektion der Stadt ZÃ¼rich zurÃ¼ckgewiesen. </p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2">2. ...</p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>