<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: SB.2002.00073</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="https://vgrzh.djiktzh.ch/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=https://vgrzh.djiktzh.ch&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=107013&amp;W10_KEY=4467145&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>SB.2002.00073</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 20.11.2002</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">2. Abteilung/2. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Steuerrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Einschätzung 2000</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Unterhaltsabzug Liegenschaften<br/><br/>Auch mehrheitlich geschäftlich oder gewerblich genutzte Liegenschaften im Privatvermögen berechtigen zum Pauschalabzug. Mangels Regelung des Pauschalabzugs durch die Finanzdirektion ist dieser von der richterlichen Behörde festzusetzen.</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: Urteile: Steuerrecht UR: Steuern von Einkommen und VermÃ¶gen, Kapital, Ertra ST: ALLGEMEINE BESTIMMUNGEN">ALLGEMEINE BESTIMMUNGEN</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: Urteile: Steuerrecht UR: Steuern von Einkommen und VermÃ¶gen, Kapital, Ertra ST: EINKOMMENSSTEUER">EINKOMMENSSTEUER</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: GESCHÃFTLICHE NUTZUNG">GESCHÃFTLICHE NUTZUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: GEWERBLICHE NUTZUNG">GEWERBLICHE NUTZUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: GEWINNUNGSKOSTEN">GEWINNUNGSKOSTEN</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: NUTZNIESSUNG">NUTZNIESSUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: PAUSCHALABZUG">PAUSCHALABZUG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: PRIVATVERMÃGEN">PRIVATVERMÃGEN</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: UNTERHALT">UNTERHALT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: VERWALTUNG">VERWALTUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: WILLKÃR">WILLKÃR</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="gerade">§ 30 lit. V StG</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 3 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Einzug1"><span>I. T. ist Nutzniesser der mehrheitlich geschÃ¤ftlich genutzten Liegenschaft Q-strasse in X. In der SteuererklÃ¤rung 2000 machte er 20 % des Bruttoertrags von Fr. 667'149.- mithin Fr. 133'430.-, als Unterhalts- und Verwaltungskosten geltend. Die infolge einer Auflage des kantonalen Steueramts vom 6. November 2001 eingereichte Liegenschaftsrechnung wies effektive Kosten im Betrag von Fr. 57'455.- aus. Mit Entscheid vom 30. Januar 2002 liess das Steueramt lediglich die effektiven Liegenschaftskosten zu und schÃ¤tzte T. auf dieser Grundlage mit einem steuerbaren Einkommen von Fr. ... (ZÃ¼rich) bzw. Fr. ... (Gesamt) und einem steuerbaren VermÃ¶gen von Fr. ... (ZÃ¼rich) bzw. Fr. ... (Gesamt) ein. Nach erfolgloser Zustellung wurde der Entscheid fÃ¤lschlicherweise mit den Faktoren fÃ¼r die direkte Bundessteuer am 6. Februar 2001 zugestellt.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die dagegen erhobene Einsprache wurde insoweit teilweise gutgeheissen und der Pflichtige entsprechend dem Entscheid vom 30. Januar 2002 eingeschÃ¤tzt.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>II. Die Steuerrekurskommission wies den gegen den Einspracheentscheid erhobenen Rekurs ab.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>III. Am 13. September 2002 liess der Pflichtige dem Verwaltungsgericht beantragen, das im Kanton ZÃ¼rich steuerbare Einkommen sei gemÃ¤ss der eingereichten SteuererklÃ¤rung auf Fr. ... (ZÃ¼rich) und Fr. ... (Gesamt) festzusetzen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>WÃ¤hrend die Steuerrekurskommission auf Vernehmlassung verzichtete, schloss das kantonale Steueramt auf Abweisung der Beschwerde.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die Kammer zieht in ErwÃ¤gung:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>1. Mit der Steuerbeschwerde an das Verwaltungsgericht kÃ¶nnen laut § 153 Abs. 3 des Steuergesetzes vom 8. Juni 1997 (StG) alle Rechtsverletzungen, einschliesslich Ãberschreitung oder Missbrauch des Ermessens, und die unrichtige oder unvollstÃ¤ndige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts geltend gemacht werden. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Das Verwaltungsgericht hat sich infolgedessen auf die reine Rechtskontrolle zu beschrÃ¤nken; dazu gehÃ¶rt auch die PrÃ¼fung, ob die Vorinstanzen den rechtserheblichen Sachverhalt gesetzmÃ¤ssig festgestellt haben. Dem Gericht ist es daher verwehrt, das von der Rekurskommission in Ãbereinstimmung mit dem Gesetz ausgeÃ¼bte Ermessen auf Angemessenheit hin zu Ã¼berprÃ¼fen und so sein Ermessen anstelle desjenigen der Rekursinstanz zu setzen. Die PrÃ¼fungsbefugnis des Verwaltungsgerichts erstreckt sich lediglich auf rechtsverletzende Ermessensfehler, d.h. auf ErmessensÃ¼berschreitung und auf Ermessensmissbrauch.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>2. Bei Liegenschaften im PrivatvermÃ¶gen kÃ¶nnen gemÃ¤ss § 30 Abs. 2 Satz 1 StG die Unterhaltskosten, die VersicherungsprÃ¤mien und die Kosten der Verwaltung durch Dritte abgezogen werden. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>a) Der Steuerpflichtige kann nach § 30 Abs. 5 StG fÃ¼r Liegenschaften des PrivatvermÃ¶gens anstelle der tatsÃ¤chlichen Kosten und PrÃ¤mien einen Pauschalabzug geltend machen (Satz 1). Die Finanzdirektion regelt diesen Pauschalabzug (Satz 2).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die Finanzdirektion ist indessen bis zum 7. September 2002 dieser gesetzlichen Regelungsauftrag nicht nachgekommen. Ihre von diesem Tag datierende VerfÃ¼gung Ã¼ber die Pauschalierung der Kosten fÃ¼r den Unterhalt und die Verwaltung von Liegenschaften des PrivatvermÃ¶gens (ZStB I Nr. 18/800) gilt denn auch erst ab Steuerperiode 2002. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Im inzwischen aufgehobenen Steuergesetz vom 8. Juli 1951 fehlte eine entsprechende Bestimmung, wonach anstelle der tatsÃ¤chlich angefallenen Kosten eine Pauschale geltend gemacht werden konnte. Die MÃ¶glichkeit des Pauschalabzugs war in der Dienstanleitung zum Steuergesetz vom 3. Juli 1952 (ZStB IA Nr. 12/53) vorgesehen. Sie bezog sich aber nicht auf vermietete oder verpachtete Liegenschaften, welche zur Hauptsache geschÃ¤ftlichen oder gewerblichen Zwecken dienten. Das kantonale Steueramt hat diese Dienstanleitung seit In-Kraft-Treten des neuen Steuergesetzes analog angewendet (Zusammenstellung der Kosten fÃ¼r den Unterhalt und die Verwaltung von Liegenschaften im PrivatvermÃ¶gen, www.steueramt.zh.ch). </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) Ob diese analoge Anwendung der zum alten Steuergesetz ergangenen Dienstanleitung mit der Vorschrift von § 30 Abs. 5 Satz 1 StG vereinbar ist, wonach der Steuerpflichtige "fÃ¼r Liegenschaften des PrivatvermÃ¶gens anstelle der tatsÃ¤chlichen Kosten und PrÃ¤mien einen Pauschalabzug geltend machen" kann, ist aufgrund der Auslegung dieser Norm festzustellen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Der Rekurskommission ist darin beizupflichten, dass der Pauschalabzug von Unterhaltskosten der Vereinfachung des EinschÃ¤tzungsverfahrens dient. Dem Steuerpflichtigen soll die Arbeit des Zusammentragens und Aufbewahrens der Unterlagen, der SteuerbehÃ¶rde die Kontrolle dieser Unterlagen erspart sein. Der Pauschalabzug darf indessen nicht dazu fÃ¼hren, dass er Ã¼ber einen lÃ¤ngeren Zeitraum zu einem offensichtlich unrichtigen Resultat fÃ¼hrt. Insbesondere darf der gesetzliche Grundsatz der Besteuerung des Reineinkommens bei Liegenschaften des PrivatvermÃ¶gens nicht verletzt werden. Vor diesem Hintergrund rechtfertigt es sich, die Pauschalierung von Aufwendungen je nach Art der Nutzung anders zu regeln. Allerdings ist es aufgrund des klaren Gesetzeswortlauts willkÃ¼rlich, bei mehrheitlich gewerblich oder geschÃ¤ftlich genutzten Liegenschaften im PrivatvermÃ¶gen eine Pauschalierung der Kosten fÃ¼r Unterhalt und Verwaltung zu verweigern. Daran Ã¤ndert auch das Ergebnis einer historischen Auslegung der Bestimmung nichts, die eine Anlehnung an die Verordnung des Bundesrats Ã¼ber den Abzug der Kosten von Liegenschaften des PrivatvermÃ¶gens bei der direkten Bundessteuer vom 24. August 1992 vorsieht (ABl 1994, 1457). Eine derartige unterschiedliche Behandlung von Liegenschaften im PrivatvermÃ¶gen hÃ¤tte der Gesetzgeber ausdrÃ¼cklich regeln mÃ¼ssen. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>c) Demnach ist zwar dem Pflichtigen, dessen Liegenschaft an der Q-strasse zu seinem PrivatvermÃ¶gen gehÃ¶rt und mehrheitlich geschÃ¤ftlich und gewerblich genutzt wird, zu Unrecht kein Pauschalabzug gewÃ¤hrt worden. Doch hat dieser keinen Anspruch auf den in der erwÃ¤hnten Dienstanleitung vorgesehenen Pauschalabzug von 20 % des Bruttomietertrags. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Angesichts dessen, dass die Regelung des Pauschalabzugs gemÃ¤ss § 30 Abs. 5 Satz 2 StG in die Kompetenz der Finanzdirektion fÃ¤llt, diese aber davon keinen Gebrauch gemacht hat, obwohl sie nach dem Gesetz hierzu verpflichtet gewesen wÃ¤re, ist der Abzug im vorliegenden Fall von den richterlichen BehÃ¶rden festzulegen. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Da diese ErwÃ¤gungen neu sind und die Parteien somit keine Gelegenheit hatten, sich dazu zu Ã¤ussern, ist die Sache zu diesem Zweck und zum Neuentscheid im Sinn der ErwÃ¤gungen an die Vorinstanz zurÃ¼ckzuweisen. Dieser ist es im Rahmen einer Untersuchung auch unbenommen, zwecks Festlegung der Pauschale einen Amtsbericht der Finanzdirektion einzuholen. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>§ 30 Abs. 5 Satz 1 StG enthÃ¤lt zwar keinerlei Anhaltspunkte zur HÃ¶he des Pauschalabzugs. Doch ist bei der Pauschalierung nach dem Gesagten eine unterschiedliche Behandlung von verschiedenen Nutzungsarten nicht ausgeschlossen, sofern die Unterscheidung auf sachlichen GrÃ¼nden beruht. GrundsÃ¤tzlich sollte sich der Pauschalabzug â unter BerÃ¼cksichtigung einer Mehrheit von FÃ¤llen und eines weiten Zeithorizonts â den effektiven Kosten annÃ¤hern. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>3. ...</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>DemgemÃ¤ss entscheidet die Kammer:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>1. Die Beschwerde wird teilweise gutgeheissen. Die Sache wird zur AnhÃ¶rung der Parteien, allfÃ¤lligen weiteren Untersuchung und zum Neuentscheid im Sinn der ErwÃ¤gungen an die Steuerrekurskommission zurÃ¼ckgewiesen.</span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>2. ...</span></p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>