A bteilung III C -2404/2006 {T 0/2} U rteil vom 20. Juni 2007 Besetzung: R ichter Alberto M euli (Abteilungspräsident), R ichterin Franziska Schneider, R ichter Stefan M esm er, G erichtsschreiber Jean-M arc W ichser. X._______, Beschw erdeführerin, gegen Stiftung A uffangeinrichtung B VG , Zw eigstelle D eutschschw eiz, Binzstrasse 15, Postfach 2855, 8022 Zürich, Vorinstanz, betreffend B eitragsforderung. B u n d e s v e rw a ltu n g s g e ric h t T rib u n a l a d m in is tra tif fé d é ra l T rib u n a le a m m in is tra tiv o fe d e ra le T rib u n a l a d m in is tra tiv fe d e ra l2 Sachverhalt: A. M it Verfügung vom 16. D ezem ber 2004 schloss die Stiftung Auffangein- richtung BVG (nachfolgend die Auffangeinrichtung oder die Vorinstanz) die X._______ (nachfolgend die Arbeitgeberin oder die Beschw erdeführerin) rückw irkend per 1. M ai 2003 zw angsw eise (w ieder) an, nachdem der An- schlussvertrag der Arbeitgeberin m it der Servisa Sam m elstiftung der Kan- tonalbanken per 30. April 2003 aufgelöst w orden w ar (act. B 2/1). D iese Verfügung erw uchs unangefochten in R echtskraft (act 3). Am 27. April 2005 stellte die Auffangeinrichtung der Arbeitgeberin eine R echnung im G esam tbetrage von Fr. 70'411.-- zu, w elche sich aus rückständigen Beiträ- gen für die Jahre 2003 (ab M ai) und 2004 von Fr. 67'493.-- zuzüglich Zin- sen von Fr. 1'718.--, Verfügungskosten von Fr. 525.-- sow ie ausserordent- lichen Kosten von Fr. 675.-- zusam m ensetzte (act. 4a). N achdem die R echnung trotz M ahnung (vgl. act. 5a) unbezahlt blieb, liess die Auffang- einrichtung die Arbeitgeberin betreiben, w orauf diese R echtsvorschlag er- hob (act. 6, 7). B. M it Verfügung vom 4. April 2006 verpflichtete die Auffangeinrichtung die Arbeitgeberin, ihr den Betrag von Fr. 70'411.- zuzüglich 6% Zins seit dem 23. August 2005 und Kosten von Fr. 150.-- zu bezahlen. Zudem gew ährte sie für diesen Betrag zuzüglich Verfahrenskosten die definitive R echtsöff- nung in der Betreibung N r._______ des Betreibungs- und Konkursam tes Em m ental-O beraargau. D ie Auffangeinrichtung begründete diese Verfü- gung im W esentlichen dam it, dass sie die in Betreibung gesetzte Beitrags- rechnung gestützt auf ihre rechtskräftige Anschlussverfügung vom 1. N o- vem ber 2004 (recte: 16. D ezem ber 2004) ausgestellt habe und diese aus- gew iesen sei. Für die Einforderung ausstehender Beiträge sam t Verzugs- zinsen habe sie eine Verfügungskom petenz (act. 8). C . G egen die Verfügung der Auffangeinrichtung vom 1. N ovem ber 2004 (rec- te 4. April 2006) erhob die Arbeitgeberin bei der Eidgenössischen Be- schw erdekom m ission der beruflichen Alters-, H interlassenen- und Invali- denvorsorge (Eidg. Beschw erdekom m ission BVG ) fristgerecht Beschw erde und beantragte sinngem äss die Aufhebung der angefochtenen Verfügung. Zur Begründung m achte sie im W esentlichen geltend, dass sie in diversen Schreiben ausfindig zu m achen versuchte, ob und w ieviel vom Kapital, das sie bei ihrer vorm aligen Vorsorgeeinrichtung Sw isscanto (Kündigung des Anschlussvertrages per 30. April 2003) eingezahlt hatte, der Auffangeinrichtung überw iesen w orden sei. Sodann seien die gew ünschten Abstim m ungen m it ihrer internen Buchhaltung nicht erfolgt (act. B 3). D . M it Vernehm lassung vom 8. August 2006 beantragte die Auffangeinrich- tung die Abw eisung der Beschw erde, unter Kosten- und Entschädigungs- folgen zu Lasten der Beschw erdeführerin. D abei führte sie im W esentli- chen aus, dass sie gestützt auf die (rechtskräftige) Anschlussverfügung vom 16. D ezem ber 2004 die Beitragspräm ie für die Versicherungsperiode vom 1. M ai 2003 bis zum 31. D ezem ber 2004 auf G rund der Lohnbeschei-3 nigungen 2003 und 2004 berechnet und der Beschw erdeführerin in R ech- nung gestellt habe. M angels Zahlung nach einer M ahnfrist und nachdem die Beschw erdeführerin auch einen von der Auffangeinrichtung erstellten Tilgungsplan nicht unterschrieben habe, habe sie betrieben w erden m üs- sen. D iese habe dann unbegründet R echtsvorschlag erhoben (act. B 14). E. D ie Beschw erdeführerin liess sich hierauf nicht m ehr vernehm en, obgleich ihr der Präsident der Eidg. Beschw erdekom m ission BVG die G elegenheit bot, eine R eplik einzureichen (act. B 15). F. D er m it Zw ischenverfügung vom 5. O ktober 2006 vom Präsidenten der Eidg. Beschw erdekom m ission BVG verlangte Kostenvorschuss in der H öhe von Fr 1'000.-- w urde von der Beschw erdeführerin innert Frist über- w iesen (act. B 17, B 19). D as B undesverw altungsgericht zieht in Erw ägung: 1. 1.1 G em äss Art. 31 des Verw altungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (VG G , SR 173.32) beurteilt das Bundesverw altungsgericht Beschw erden gegen Verfügungen nach Art. 5 des Bundesgesetzes vom 20. D ezem ber 1968 über das Verw altungsverfahren (Vw VG , SR 172.021). Zu den an- fechtbaren Verfügungen gehören jene der Auffangeinrichtung im Bereiche der beruflichen Vorsorge, zum al diese öffentlich-rechtliche Aufgaben des Bundes erfüllt (Art. 33 lit. h VG G ). Eine Ausnahm e, w as das Sachgebiet angeht, ist in casu nicht gegeben (Art. 32 VG G ). 1.2 D as Bundesverw altungsgericht übernim m t, sofern es zuständig ist, die Be- urteilung der am 1. Januar 2007 bei den Eidgenössischen R ekurs- oder Schiedskom m issionen oder bei den Beschw erdediensten der D epartem en- te hängigen R echtsm ittel. D as neue Verfahrensrecht ist anw endbar (vgl. Art. 53 Abs. 2 VG G ). 2. Anfechtungsgegenstand des vorliegenden Verfahrens ist der Verw altungs- akt der Auffangeinrichtung vom 4. April 2006, w elcher eine Verfügung im Sinne von Art. 5 Abs. 1 Vw VG darstellt. D ie Beschw erdeführerin hat frist- und form gerecht (Art. 50 und 52 Vw VG ) Beschw erde erhoben. D urch die Verfügung ist sie besonders berührt und hat ein schutzw ürdiges Interesse an deren Änderung oder Aufhebung (Art. 48 Abs. 1 lit. b und c Vw VG ). N achdem auch der von der Eidg. Beschw erdekom m ission BVG geforderte Kostenvorschuss fristgerecht geleistet w urde, ist auf das ergriffene R echtsm ittel einzutreten. 3. D as Bundesverw altungsgericht prüft die Verletzung von Bundesrecht ein- schliesslich der Ü berschreitung oder des M issbrauchs des Erm essens, die unrichtige oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sach- verhalts und, w enn nicht eine kantonale Behörde als Beschw erdeinstanz verfügt hat, die U nangem essenheit (Art. 49 Vw VG ).4 4. 4.1 D ie Beschw erdeführerin rügt einerseits, dass sie angeblich die N achw eise nicht erhalten habe, w onach die Vorsorgegelder von ihrer vorm aligen Vor- sorgeeinrichtung Sw isscanto (vorm als Servisa Sam m elstiftung der Kanto- nalbanken), der sie bis zum 30. April 2003 angeschlossen w ar, der Auf- fangeinrichtung überw iesen w orden seien. Andererseits sei die Beitrags- forderung nicht auf ihre interne Lohnbuchhaltung abgestim m t w orden. 4.2 G egenstand der angefochtenen Verfügung sind jedoch einzig und allein die Beitragspräm ien der Auffangeinrichtung für die Zeit ab M ai 2003, w el- che die Letztgenannte in Betreibung setzen m usste, da diese von der Be- schw erdeführerin trotz M ahnung nicht eingezahlt w urden. D iese Beitrags- präm ien haben nichts m it dem Vorsorgekapital zu tun, das bis zum 30. April 2003 bei der früheren Vorsorgeeinrichtung geäufnet w orden ist und bei Auflösung eines Anschlussvertrages an die neue Vorsorgeeinrichtung - vorliegend die Auffangeinrichtung - gem äss Art. 2.12 der R ichtlinien des Bundesam tes für Sozialversicherungen vom 1. Januar 1993 über die Prü- fung der Auflösung von Anschlussverträgen sow ie des W iederanschlusses des Arbeitgebers w eiterzuleiten ist (C AR L H ELBLIN G , Personalvorsorge und BVG , 8. Auflage, S. 698). O b diese Ü berw eisung erfolgt ist oder nicht und in w elchem U m fang, ist für die Bezahlung der Präm ien für die Zeit nach dem 30. April 2003 nicht relevant. D ie Beschw erde erw eist sich in diesem Punkte als unbegründet. 4.3 G em äss Art. 31 der Verordnung über die berufliche Alters-, H interlasse- nen- und Invalidenvorsorge (BVV 2, SR 831.441.1) w erden die Beiträge jedes Arbeitgebers in Prozenten des koordinierten Lohnes berechnet. D er koordinierte Lohn w ird auf die Arbeitgeber entsprechend den von ihnen ausgerichteten Löhnen aufgeteilt. D ie Auffangeinrichtung hat die Beitragspräm ien vorliegend auf G rund der Lohnbescheinigungen 2003 und 2004 der zuständigen Ausgleichskasse berechnet. W enn der Beschw erdeführerin Teile der Berechnung unklar ge- w esen sind, hätte sie die D ifferenzen konkret bezeichnen m üssen oder bei der Ausgleichskasse nachfragen können. Eine dem Ausstellen der Bei- tragsrechnung vorgelagerte eingehende Abstim m ung der Zahlen zw ischen der Auffangeinrichtung und den Buchhaltern der angeschlossenen Arbeit- geber ist gesetzlich nicht vorgesehen und w äre auch gänzlich unverhältnism ässig. D a die Beschw erdeführerin auch in ihrer Beschw erde nicht konkret angibt, w elche Berechnungsteile der Beitragsforderung sie beanstandet oder in Frage stellt, dringt sie auch in diesem Punkt nicht durch. D ies führt zur vollum fänglichen Abw eisung der Beschw erde. 5. G em äss Art. 63 Abs. 1 Vw VG w erden die Verfahrenskosten in der R egel der unterliegenden Partei auferlegt. D ie Verfahrenskosten sind gem äss dem R eglem ent vom 11. D ezem ber 2006 über die Kosten und Entschädi- gungen vor dem Bundesverw altungsgericht (VG KE, SR 173.320.2) zu be- stim m en. Sie w erden auf Fr. 1'000.-- festgelegt. Es erfolgt eine Verrech- nung m it dem bereits einbezahlten Kostenvorschuss.5 Praxisgem äss w ird der obsiegenden Vorinstanz keine Parteientschädigung zugesprochen. D em nach erkennt das B undesverw altungsgericht: 1. D ie Beschw erde gegen die Verfügung der Stiftung Auffangeinrichtung BVG vom 4. April 2006 w ird abgew iesen. 2. D ie Verfahrenskosten von Fr. 1'000.-- w erden der Beschw erdeführerin auferlegt und m it dem geleisteten Kostenvorschuss in gleicher H öhe verrechnet. 3. Es w erden keine Parteientschädigung zugesprochen. 4. D ieses U rteil w ird eröffnet: - dem Beschw erdeführer (G erichtsurkunde) - der Vorinstanz (G erichtsurkunde) - dem Bundesam t für Sozialversicherungen (G erichtsurkunde) D er Präsident: D er G erichtsschreiber: Alberto M euli Jean-M arc W ichser R echtsm ittelbelehrung G egen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen nach Eröffnung beim Bundesgericht, Schw eizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschw erde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten geführt w erden (Art. 82 ff., 90 ff. und 100 des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BG G , SR 173.110]). D ie R echtsschrift ist in einer Am tssprache abzufassen und hat die Begehren, deren Begründung m it Angabe der Bew eism ittel und die U nterschrift zu enthalten. D er angefochtene Entscheid und die Bew eism ittel sind, sow eit sie der Be- schw erdeführer in H änden hat, beizulegen (vgl. Art. 42 BG G ). Versand am :