<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: PB.2003.00011</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="https://vgrzh.djiktzh.ch/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=https://vgrzh.djiktzh.ch&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=107274&amp;W10_KEY=4467144&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>PB.2003.00011</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 11.06.2003</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">4. Abteilung/4. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Personalrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Kündigung</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Dem beim Beschwerdeführer (kommunaler Zweckverband) beschäftigten Beschwerdegegner wurde aufgrund von Umstrukturierungen, die zur Umwandlung seiner Stelle geführt hätten, gekündigt, weil er sich aufgrund seines Verhaltens nicht für die Besetzung der neu geschaffenen Stelle eigne. Der Bezirksrat hob die Kündigung auf und stellte fest, dass das Arbeitsverhältnis mit dem Beschwerdegegner fortdaure.<br/>Berechnung des Streitwerts: Kumulation des Lohnbetrags des fortdauernden Arbeitsverhältnisses und der vom Beschwerdeführer bestrittenen Entschädigungsansprüche (E. 1b).<br/>Die Regelung des Personalrechts des Beschwerdeführers entspricht inhaltlich § 18 Abs. 3 PG, der in Anlehnung an die Konzeption des Obligationenrechts die Wiedereinstellung ausschliesst und nur einen Entschädigungsanspruch vorsieht (E. 2b). <br/>Die Aufhebung der Kündigung durch die Vorinstanz steht im Widerspruch zu dieser Regelung (E. 2c).<br/>Es handelt sich auch nicht um eine aufsichtsrechtliche Wiedereinstellung durch die Vorinstanz (E. 2d).<br/>Die Kündigung ist weder aus materiellen noch aus formellen Gründen nichtig (E. 3a-f).<br/>Rückweisung der Sache an die Vorinstanz zur Beurteilung der Entschädigungsforderungen (E. 4).</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ANFECHTBARKEIT">ANFECHTBARKEIT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: AUFHEBUNG DER KÃNDIGUNG">AUFHEBUNG DER KÃNDIGUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: AUFSCHIEBENDE WIRKUNG">AUFSCHIEBENDE WIRKUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: Ãffentliches Dienstrecht ST: BEENDIGUNG DES DIENSTVERHÃLTNISSES">BEENDIGUNG DES DIENSTVERHÃLTNISSES</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: KÃNDIGUNG">KÃNDIGUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: MISSBRÃUCHLICHE KÃNDIGUNG">MISSBRÃUCHLICHE KÃNDIGUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: NICHTIGKEIT">NICHTIGKEIT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ORGANISATORISCHE GRÃNDE">ORGANISATORISCHE GRÃNDE</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: RECHTLICHES GEHÃR">RECHTLICHES GEHÃR</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: RÃCKWEISUNG">RÃCKWEISUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: SACHLICHER GRUND">SACHLICHER GRUND</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: WEITERBESCHÃFTIGUNG">WEITERBESCHÃFTIGUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: WIEDEREINSTELLUNG">WIEDEREINSTELLUNG</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="gerade">Art. 29 lit. II BV</span><br/><span class="ungerade">§ 18 PG</span><br/><span class="gerade">§ 19 lit. I PG</span><br/><span class="ungerade">§ 19 lit. II PG</span><br/><span class="gerade">§ 31 PG</span><br/><span class="ungerade">§ 38 VRG</span><br/><span class="gerade">§ 64 lit. I VRG</span><br/><span class="ungerade">§ 80 lit. II VRG</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="gerade">RB 2003 Nr. 116 S. 241</span><br/> </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 3 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Einzug1">I. B trat im Juni 1993 beim Zweckverband X eine Stelle als Q mit einem Pensum vom 60 % an. Im Zug einer Umstrukturierung plante der Zweckverband die Aufhebung seines Arbeitsbereiches und damit zusammenhÃ¤ngend der von B besetzten Stelle. Neu sollte anderseits die Stelle eines Rs geschaffen werden. Am 2. Oktober 2002 wurde B anlÃ¤sslich eines GesprÃ¤chs mit seiner Vorgesetzten D, dem Chef IT E und Zweckverbandsdirektor A Ã¼ber die Neuerungen umfassend informiert. Gleichzeitig wurde B die neue Stelle des Rs angeboten. Er erhielt Bedenkzeit bis 10. Oktober 2002.<span> </span>Am 16. Oktober 2002 teilte B per E-Mail mit, dass er die neue Chance, die ihm die GeschÃ¤ftsleitung zudenke, selbstverstÃ¤ndlich nicht aus­schlagen werde. E kam in der Folge allerdings zum Schluss, B erfÃ¼lle die Voraussetzun­­gen fÃ¼r die neue Stelle nicht, und teilte dies A am 21. Oktober 2002 mit. Zur BegrÃ¼ndung wies er im Wesentlichen darauf hin, dass B den klar kom­mu­ni­zierten Entscheid nicht akzeptiere und dies auch lautstark gegenÃ¼ber Drit­­ten deutlich mache. Sodann vertrat er die Auffassung, dass B trotz seiner Zusage "nicht wirklich gewillt sei, sich im neuen Job/Um­feld echt zu engagieren", und kons­tatierte einen deutlichen Mangel an LoyalitÃ¤t und Integ­ritÃ¤t gegenÃ¼ber den Vorgesetzten und dem Zweckverband X. Am 15. November 2002 erfolgte eine weitere Besprechung mit B, in welcher A die AuflÃ¶sung des ArbeitsverhÃ¤ltnisses per 28. Fe­bruar 2003 ankÃ¼ndigte. Mit Schreiben vom gleichen Tag wurde die KÃ¼n­digung ausge­sprochen. </p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1">II. B rekurrierte gegen diese KÃ¼ndigung mit Eingabe vom 16. Dezember 2002 an den Bezirksrat Y. Im Hauptstandpunkt ersuchte er um Aufhebung der KÃ¼ndigung und Fort­setzung des ArbeitsverhÃ¤ltnisses. Eventualiter beantragte er, ihm "eine angemessene EntschÃ¤­digung/Schadenersatz" zuzusprechen. Der Bezirksrat hiess den Rekurs mit Beschluss vom 26. Februar 2003 gut und stellte unter Aufhebung der KÃ¼ndigung fest, dass das Arbeits­verhÃ¤ltnis von B mit dem Zweckverband X mit allen Rechten und Pflichten fortdaure. Einer allfÃ¤lligen Beschwerde wurde die aufschiebende Wirkung entzogen. </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">III. Der Zweckverband X erhob mit Eingabe vom 11./20. MÃ¤rz 2003 Beschwerde an das Verwaltungsgericht mit folgenden AntrÃ¤gen:</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">"Es sei festzusetzen, dass</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">1. die KÃ¼ndigung vom 15. November 2002 rechtskrÃ¤ftig ist und das AnstellungsverhÃ¤ltnis demzufolge nicht fortzusetzen ist;</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">2. die aufschiebende Wirkung des Beschlusses rÃ¼ckwirkend aufzuheben ist;</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">3. die KÃ¼ndigung weder missbrÃ¤uchlich nach den Bestimmungen des Obligationenrechts noch sachlich ungerechtfertigt im Sinne von § 16 der Vollzugsverordnung zum Personalgesetz (VVOPG) ist;</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">4. dem Rekurrenten keine Abfindung/EntschÃ¤digung/Schadenersatz zuzusprechen ist; </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">5. Kosten- und EntschÃ¤digungsfolge nicht zu Lasten des Zweckverbandes X gehen."</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Dem Antrag auf Wiederherstellung der aufschiebenden Wirkung widersetzte sich der Beschwerdegegner mit Eingabe vom 3. April 2003. Zugleich reichte er ein Schrei­ben des Be­schwerdefÃ¼hrers vom 28. Februar 2002 zu den Akten; danach war der Beschwerdegegner per 1. MÃ¤rz 2003 freigestellt worden. Der Bezirksrat hatte sich be­reits mit Eingabe vom 26. MÃ¤rz 2003 vernehmen lassen. Am 7. April 2003 stellte der Abteilungsvorsitzende die auf­schiebende Wirkung der Beschwerde wieder her.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">B erstattete am 24. April 2003 die Beschwerdeantwort mit dem Haupt­antrag, die Be­schwerde abzuweisen. Eventualiter ersuchte er um RÃ¼ckweisung der Sache zu neuer Ent­scheidung, subeventualiter um Zusprechung einer EntschÃ¤digung von Fr. -.-, jeweils unter Kosten- und EntschÃ¤digungsfolge zu Lasten des BeschwerdefÃ¼hrers.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Die Kammer zieht in ErwÃ¤gung:</p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1">1. a) Die TÃ¤tigkeit des Beschwerdegegners erfolgte im Rahmen eines Ã¶ffentlich-recht­­lichen AnstellungsverhÃ¤ltnisses. Der Rekursentscheid der Vorinstanz betrifft eine perso­nalrechtliche Anordnung, weshalb das Verwaltungsgericht fÃ¼r die Be­urteilung der Beschwer­de gemÃ¤ss § 74 Abs. 1 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 (VRG) zustÃ¤ndig ist. </p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1">b) Das Verwaltungsgericht erledigt Streitigkeiten grundsÃ¤tzlich in Dreierbesetzung. Bei Streitwerten bis Fr. 20'000.- entscheidet jedoch der Einzelrichter (§ 38 Abs. 1 und 2 VRG). Ist bei noch andauernden DienstverhÃ¤ltnissen die GÃ¼ltigkeit der KÃ¼ndigung umstrit­ten, so ergibt sich der Streitwert aus den BruttobesoldungsansprÃ¼chen bis zum Zeitpunkt der HÃ¤ngigkeit beim Verwaltungsgericht zuzÃ¼glich der AnsprÃ¼che bis zur nÃ¤chstmÃ¶glichen AuflÃ¶sung des DienstverhÃ¤ltnisses (vgl. Alfred KÃ¶lz/JÃ¼rg Bosshart/Martin RÃ¶hl, Kommen­tar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons ZÃ¼rich, 2. A., ZÃ¼rich 1999, § 38 N. 5; Andreas Keiser, Das neue Personalrecht â eine Herausforderung fÃ¼r die ZÃ¼rcher Gemeinden, ZBl 102/2001, S. 561 ff., 572, mit Hinweisen). </p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1">Umstritten ist zunÃ¤chst die GÃ¼ltigkeit der KÃ¼ndigung. GemÃ¤ss Art. 16 Abs. 1 des Personalreglements X vom 1. Januar 2000 betrÃ¤gt die KÃ¼ndigungsfrist ab dem dritten Dienstjahr drei Monate auf Ende eines Kalendermonats. Das ArbeitsverhÃ¤ltnis ist auf Ende Februar gekÃ¼ndigt, â wie der BeschwerdefÃ¼hrer anerkennt â infolge Krankheit jedoch bis 31. MÃ¤rz 2003 verlÃ¤ngert worden. RechtshÃ¤ngig wurde die Sache vor Verwaltungsgericht am 20. MÃ¤rz 2003. Massgeblich fÃ¼r den Streitwert sind somit zunÃ¤chst die Besoldungs­ansprÃ¼che von April bis Juni 2003, also drei MonatslÃ¶hne. Laut den eingereichten Akten erhÃ¤lt der Beschwerdegegner ein monatliches SalÃ¤r von knapp Fr. -.-, woraus ein Streitwert von gegen Fr. -.- resultiert. ZusÃ¤tzlich â und folgerichtig nicht etwa im Sinn eines Eventualbegehrens â beantragt der BeschwerdefÃ¼hrer allerdings festzusetzen, dass dem Beschwerdegegner "keine Abfindung/ EntschÃ¤digung/Schadenersatz zuzusprechen" sei. Damit stellt er sich dem rekursweise gestellten und mit der Beschwerdeantwort substantiierten Eventualbegehren um Zusprechung einer EntschÃ¤digung entgegen. Ausgehend von der substantiierten Forderung des Beschwerdegegners von Fr. -.- belÃ¤uft sich der Streitwert im vorliegenden Beschwerdeverfahren somit insgesamt auf knapp Fr. 28'000.-. Demnach fÃ¤llt die Streitsache in die ZustÃ¤ndigkeit der Kammer.</p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1">c) GemÃ¤ss § 21 lit. b in Verbindung mit § 70 VRG (vgl. KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, Vorbem. zu §§ 41-71 N. 2) ist eine Gemeinde, eine andere KÃ¶rperschaft oder eine Anstalt des Ã¶ffentlichen Rechts zur Wahrung der von ihr vertretenen schutzwÃ¼rdigen Interessen zur Beschwerde berechtigt. Bei einer kommunalen Personalrechtsstreitigkeit wird die Beschwer­delegitimation der Gemeinden in konstanter Praxis als erfÃ¼llt betrachtet (§ 80c in Verbindung mit § 70 und) § 21 lit. b VRG (RB 1998 Nr. 13; VGr, 28. Februar 2001, PB.2000.00027, E. 1b, und 12. Juni 2002, PB.2002.00012, E. 2, beide unter www.vgrzh.ch/recht­sprechung). Dasselbe muss fÃ¼r den BeschwerdefÃ¼hrer als Zweckverband des Ã¶ffentlichen Rechts gelten. Auf die Beschwerde ist einzutreten.</p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1">2. a) Der Bezirksrat hiess den Rekurs im Wesentlichen mit der BegrÃ¼ndung gut, der BeschwerdefÃ¼hrer habe die KÃ¼ndigung offensichtlich wegen angeblich mangelnder Leis­tung oder unbefriedigenden Verhaltens ausgesprochen, diese wahren GrÃ¼nde aber mit dem Hinweis auf die Umstrukturierung kaschiert. Die dem Beschwerdegegner zur Last gelegten VorwÃ¼rfe hÃ¤tten in einer Mitarbeiterbeurteilung belegt und es hÃ¤tte ihm eine BewÃ¤hrungszeit gewÃ¤hrt werden mÃ¼ssen. Mangels BewÃ¤hrungszeit und mangels Mitarbeiterbeurteilung leide die KÃ¼ndigung daher an einem schwer wiegenden formellen Mangel. Sodann erachte­te der Bezirksrat eine erspriessliche Zusammenarbeit zwischen den Parteien als mÃ¶glich, weil weder die Leistungen noch das Verhalten so mangelhaft seien, dass in absehbarer Zeit ohnehin mit der AuflÃ¶sung des ArbeitsverhÃ¤ltnisses gerechnet werden mÃ¼sse, und hob die KÃ¼ndigung deshalb auf.</p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1">b) Neben der Marginalie "KÃ¼ndigungsschutz" enthÃ¤lt das Personalreglement X in Art. 17 Abs. 3 folgende Regelung: Erweist sich die KÃ¼ndigung als missbrÃ¤uch­­lich oder sachlich nicht gerechtfertigt, und wird der oder die Angestellte nicht wieder eingestellt, so bemisst sich die EntschÃ¤digung nach den arbeitsrechtlichen Bestimmungen des Obligationenrechts Ã¼ber die missbrÃ¤uchliche KÃ¼ndigung. Diese Regelung entspricht der kantonalrechtlichen in § 18 Abs. 3 Satz 1 des Personalgesetzes vom 27. September 1998 (PG). Das Verwaltungsgericht hat letztere Bestimmung dahin gehend ausgelegt, dass sie einen Anspruch auf Aufhebung der KÃ¼ndigung und Wiedereinstellung ausschliesst sowie dass sie in Anlehnung an das Konzept des Obligationenrechts nur einen solchen auf EntschÃ¤digung vorsieht (VGr, 11. April 2001, PB.2001.00008, E. 3, www.vgrzh.ch/recht­spre­chung; vgl. ferner Keiser, S. 568; Fritz Lang, Das ZÃ¼rcher Personalgesetz vom 27. Sep­tem­ber 1998, in: Peter Helbling/Tomas Poledna [Hrsg.], Personalrecht des Ã¶ffentlichen Diens­tes, Bern 1999, S. 49 ff., 67). Entgegen der Auffassung des Beschwerdegegners besteht kein Anlass, um von dieser Praxis abzuweichen. Wohl sagen § 18 Abs. 3 Satz 1 PG und Art. 17 Abs. 3 PR, dass eine EntschÃ¤digung nur geschuldet ist, wenn der Angestellte nicht wieder­eingestellt wird; daraus ist jedoch nicht auf einen Anspruch des ungerechtfertigt Ent­lassenen auf Wiedereinstellung zu schliessen. Eine Wiedereinstellung kann indessen durch die BehÃ¶rde, welche die KÃ¼ndigung ausgesprochen hat, erfolgen. Zudem ist eine aufsichtsrechtliche Wiedereinstellung durch die Ã¼bergeordne­te BehÃ¶rde denkbar (dazu unten d). Im Ãbrigen wurde mit der Revision des Personalrechts gerade eine AnnÃ¤herung an die obligationenrechtlichen KÃ¼ndigungsbestimmungen angestrebt. Der vom Beschwer­degegner pos­tu­lierte, gegenÃ¼ber dem Privatrecht weiter gehende KÃ¼ndigungsschutz im Ã¶ffentlich-recht­lichen AngestelltenverhÃ¤ltnis kommt ohne weiteres dadurch zum Aus­druck, dass eine KÃ¼n­digung zur RechtmÃ¤ssigkeit eines sachlich zureichen­den Grundes bedarf; sie muss deshalb auch das VerhÃ¤ltnismÃ¤ssigkeitsprinzip beachten (Keiser, S. 577 f.; Lang, S. 67).</p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1">c) Die Aufhebung der KÃ¼ndigung durch den Bezirksrat steht somit im Widerspruch zu Art. 17 Abs. 3 PR und zur Rechtsprechung des Verwaltungsgerichts betreffend die analoge Regelung in § 18 Abs. 3 Satz 1 PG, an welcher festzuhalten ist. Dementsprechend be­wirkt der angefochtene Entscheid eine Rechtsverletzung im Sinn von § 75 lit. a VRG.</p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1">d) Wie bereits erwÃ¤hnt, bleibt im vorliegenden Fall, wo das anwendbare Personalrecht die Aufhebung einer KÃ¼ndigung im Rekursverfahren ausschliesst, die MÃ¶glichkeit einer Wiedereinstellung aus aufsichtsrechtlichen GrÃ¼nden vorbehalten (VGr, 11. April 2001, PB.2001.00008, E. 3, www.vgrzh.ch/rechtsprechung; Keiser, S. 568; Lang, S. 67, Anm. 89). Der Beschwerdegegner macht in diesem Sinn geltend, der Bezirksrat sei aufsichtsrechtlich eingeschritten.</p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1">Der Bezirksrat ist Aufsichtsorgan Ã¼ber die Gemeinden und damit auch Ã¼ber den BeschwerdefÃ¼hrer als kommunalen Zweckverband. Wie sich aus den ErwÃ¤gungen im angefoch­­tenen Entscheid ergibt, deklariert und versteht der Bezirksrat die Aufhebung der KÃ¼ndi­gung jedoch keineswegs als aufsichtsrechtliches Einschreiten. Der mit der Beschwerdeantwort angesprochene Verzicht auf einen zweiten Schriftenwechsel steht durchaus im Ein­klang mit § 26 Abs. 4 VRG; danach ist es der Rekursinstanz Ã¼berlassen, einen zweiten Schrif­tenwechsel anzuordnen oder davon abzusehen. Auch der Entzug der aufschiebenden Wirkung ist ein der RekursbehÃ¶rde zustehendes Instrument (vgl. § 55 Abs. 1 VRG). Es lÃ¤sst sich daraus nichts zugunsten des Standpunkts des Beschwerdegegners herleiten. Ist der angefochtene Entscheid des Bezirksrats somit nicht als aufsichtsrechtliches Einschreiten zu qualifizieren, kann offen bleiben, ob die Sach- und Rechtslage eine aufsichtsrechtliche Aufhebung der KÃ¼ndigung gerechtfertigt hÃ¤tte. </p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1">3. a) Mit der Beschwerdeantwort wird weiter geltend gemacht, die KÃ¼ndigung vom 15. November 2002 sei angesichts der Schwere ihrer MÃ¤ngel nichtig.</p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1">b) Ob das Verwaltungsgericht die Nichtigkeit einer KÃ¼ndigung trotz der BeschrÃ¤nkung der Entscheidungsbefugnis gemÃ¤ss § 80 Abs. 2 VRG zu beurteilen hat, ist bislang offen gelassen worden (zuletzt VGr, 26. Februar 2003, PB.2002.00035, E. 2b, mit Hinweisen, www.vgrzh.ch/recht­sprechung). Die Frage muss auch im vorliegenden Verfahren nicht beantwortet werden. Wie die nachfolgenden AusfÃ¼hrungen zeigen, liegt keine nich­tige KÃ¼n­­digung vor; der angefochtene Entscheid lÃ¤sst sich deshalb auch nicht durch sein Ergeb­nis rechtfertigen.</p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1">c) Eine VerfÃ¼gung ist nach herrschender Ansicht nichtig, wenn sie einen besonders schweren Mangel aufweist, dieser Mangel offensichtlich oder zumindest leicht erkennbar ist und die Nichtigkeit die Rechtssicherheit nicht ernsthaft gefÃ¤hrdet. Nur qualifizierte Feh­ler vermÃ¶gen NichtigkeitsgrÃ¼nde zu setzen (vgl. BGE 128 IV 184 E. 4.2., 122 I 97 E. 3a/aa; Ulrich HÃ¤felin/Georg MÃ¼l­ler, Allgemeines Verwaltungsrecht, 4. A., ZÃ¼rich/Ba­sel/Genf 2002, Rz. 956; Pierre Tschannen/Ulrich Zimmerli/Regina Kiener, Allgemeines Verwaltungs­recht, Bern 2000, S. 202; VGr, 6. Dezember 2001, PB.2001.00021, E. 2b). </p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1">d) Bei der Frage der Nichtigkeit einer VerfÃ¼gung stehen regelmÃ¤ssig formelle MÃ¤ngel im Vordergrund (vgl. HÃ¤felin/MÃ¼ller, Rz. 959 ff.). Immerhin kann in AusnahmefÃ¤llen auch ein ausserordentlich schwer wiegender inhaltlicher Mangel zur Nichtigkeit einer VerfÃ¼gung fÃ¼hren (HÃ¤felin/MÃ¼ller, Rz. 981 ff.). Ein in diesem Sinn besonders schwer wiegender Mangel ist vorliegend nicht ersichtlich. Wenn die KÃ¼ndigung â wie der Beschwerdegeg­ner meint â ihren Grund hauptsÃ¤chlich in seinem Verhalten hÃ¤tte und missbrÃ¤uchlich wÃ¤re, kÃ¶nnte sie zwar mÃ¶glicherweise als ungerechtfertigt, keineswegs aber als nichtig qua­­lifiziert werden. </p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1">e) aa) Einen formellen Aspekt beschlÃ¤gt die sinngemÃ¤sse RÃ¼ge des Beschwerdegegners, der wahre KÃ¼ndigungsgrund, nÃ¤mlich seine Opposition gegen die Umstrukturierung, sei im KÃ¼ndigungsschreiben nicht genannt worden. Ob eine unwahre BegrÃ¼ndung zur Nichtigkeit fÃ¼hren kann (der vom Beschwerdegegner angesprochene Entscheid des Verwaltungsgerichts vom 29. August 2001, publiziert in RB 2001 Nr. 113 E. 7b/aa und ZBl 102/2001 S. 581 ff., spricht im Ergebnis nur von UngÃ¼ltigkeit), braucht hier nicht entschieden zu werden. Jedenfalls vermag eine bloss unvollstÃ¤ndige BegrÃ¼ndung keine Nichtigkeit zu bewirken. Dies um so weniger, als selbst eine VerfÃ¼gung, welche gÃ¤nz­lich unbegrÃ¼ndet ergeht, keinen Nichtigkeitsgrund setzt (vgl. HÃ¤felin/MÃ¼ller, Rz. 978). Vorliegend ist ohne weiteres davon auszugehen, dass die Umstrukturierung mit ein Grund fÃ¼r die KÃ¼ndigung war. Wie erwÃ¤hnt wurde im Zug der Neuorganisation die AuflÃ¶sung des Arbeitsbereiches, in welchem der Beschwerdegegner tÃ¤tig war, vorgesehen. Somit war die von ihm besetzte Stel­le jedenfalls aufzuheben. Unbestritten ist sodann, dass sich der Beschwerde­gegner wiederholt gegen die Neuorganisation ausgesprochen hat. Auch wenn sich der Be­schwerdefÃ¼hrer schliesslich wegen dieser Opposition des Beschwerdegegners zur AuflÃ¶sung des DienstverhÃ¤ltnisses ent­schieden hat, war die Umstrukturierung dennoch eine Mitursache fÃ¼r die KÃ¼ndigung. War das Verhalten des Beschwerdegegners auf die geplanten Neuerungen hin somit der AuslÃ¶ser fÃ¼r die KÃ¼ndigung, ist deren BegrÃ¼ndung zwar als unvollstÃ¤ndig, nicht jedoch als unwahr zu qua­lifizieren. Von einem schwer wiegenden Fehler, der die Annahme einer nichtigen KÃ¼ndigung nahe legen kÃ¶nnte, lÃ¤sst sich jedenfalls nicht sprechen.</p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1">bb) Bevor die Anstellungsinstanz eine KÃ¼ndigung aufgrund mangelnder Leistung oder unbefriedigenden Verhaltens ausspricht, rÃ¤umt sie den Angestellten eine angemessene BewÃ¤hrungsfrist von lÃ¤ngstens sechs Monaten ein (Art. 18 Abs. 1 PR). VorwÃ¼rfe, die zu einer KÃ¼ndigung Anlass geben, mÃ¼ssen schriftlich festgehalten werden (Abs. 2).</p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1">Wie dargelegt, war die Reaktion des Beschwerdegegners auf die geplante Umstruk­tu­­rierung das auslÃ¶sende Moment fÃ¼r die KÃ¼ndigung. Es ist deshalb davon auszugehen, dass dem Beschwerdegegner das formelle Recht auf eine BewÃ¤hrungsfrist zugestanden hÃ¤t­te. Dieser Verfahrensfehler erscheint indes nicht als derart gravierend und offensichtlich, dass von einer nichtigen KÃ¼ndigung auszugehen wÃ¤re. Die Abgrenzung zwischen einer KÃ¼n­digung wegen unbefriedigenden Verhaltens oder mangelnder Leistung sowie einer KÃ¼n­digung aus anderen GrÃ¼nden bedarf vielmehr oft eingehender PrÃ¼fung und Wertungen. Dies zeigt nicht bloss vorliegender Fall, wo der KÃ¼ndigung mehrere und verschiedenartige Ursachen zugrunde liegen. Auch etwa bei einer KÃ¼ndigung, die wegen fehlenden Vertrauens erfolgt, spielen beanstandete Verhaltensweisen des Angestellten hÃ¤ufig mit eine tragen­de Rolle. Angesichts dieser Abgrenzungsprobleme, erscheint eine Verletzung von § 19 Abs. 1 PG (bzw. vorliegend von Art. 18 Abs. 1 PR) kaum je zur BegrÃ¼ndung einer Nichtig­keit geeignet. </p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1">cc) Der Bezirksrat ist unter Bezugnahme auf § 19 Abs. 2 PG sowie auf § 138 der Voll­zugsverordnung zum Personalgesetz vom 19. Mai 1999 weiter der Auffassung, dass die VorwÃ¼rfe, die zu einer KÃ¼ndigung Anlass geben, durch eine Mitarbeiterbeurteilung be­legt werden mÃ¼ssten, und dass der Angestellte eine Besprechung mit der oder dem nÃ¤chsthÃ¶heren Vorgesetzten Ã¼ber die Beurteilung verlangen kÃ¶nne. Das Personalreglement X enthÃ¤lt keine dahin gehenden Bestimmungen. Indes greift die Vorinstanz auf Art. 1 Abs. 3 PR, wonach bei fehlender Regelung im Reglement die Bestimmungen des kantona­len Personalgesetzes zur Anwendung kommen. </p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1">Die Anwendung kantonalen Per­sonal­rechts setzt gemÃ¤ss Art. 1 Abs. 3 PR voraus, dass eine Frage im Personalreglement nicht geregelt wird, es also lÃ¼ckenhaft ist. Be­vor eine solche UnvollstÃ¤ndigkeit bzw. LÃ¼cke angenommen werden darf, ist durch Ausle­gung zu ermitteln, ob das Fehlen einer ausdrÃ¼cklichen Anordnung nicht eine bewusst ne­ga­tive Ant­wort des Gesetzes bedeutet, das heisst ein so genanntes qualifiziertes Schweigen dar­stellt, oder ob dem Gesetz eine stillschweigende Anordnung zu entnehmen ist (HÃ¤fe­lin/MÃ¼l­ler, Rz. 192 ff.). Jedenfalls darf nicht schon immer dann, wenn eine Regel des kantonalen Per­so­nalrechts im kommunalen Recht keine Entsprechung hat, eine durch die sinngemÃ¤sse An­­­wendung des kantonalen Rechts zu behebende UnvollstÃ¤ndigkeit ange­nom­men werden (z.B. VGr, 28. Februar 2001, PB.2000.00027, E. 5a, www.vgrzh.ch/recht­sprechung). </p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1">Die vorinstanzliche LÃ¼ckenfÃ¼llung lÃ¤sst sich nicht halten. Das Personalreglement X orientiert sich Ã¼ber weite Teile an den Bestimmungen des kantonalen Personalrechts. In der hier relevanten Frage weicht es aber offensichtlich bewusst davon ab: WÃ¤hrend § 19 Abs. 2 PG wie gesehen den Beleg der VorwÃ¼rfe in einer Mitarbeiterbeur­teilung verlangt, setzt Art. 18 Abs. 2 PR ausdrÃ¼cklich nur fest, dass die VorwÃ¼rfe schrift­lich festgehalten werden mÃ¼ssen. Eine Pflicht, die dem Angestellten gegenÃ¼ber geÃ¤usserten VorwÃ¼rfe vor der KÃ¼ndigung in einer Mitarbeiterbeurteilung zu dokumentieren, besteht nicht. Vor diesem Hintergrund bleibt es irrelevant, welche Formen der BeschwerdefÃ¼hrer in den Verfahren betreffend Mitarbeiterbeurteilungen zu beachten hat.</p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1">Soweit dem BeschwerdefÃ¼hrer wegen der Missachtung des Schriftlichkeitsgebots ge­mÃ¤ss Art. 18 Abs. 2 PR ein Formfehler vorzuwerfen ist, gilt dasselbe wie bezÃ¼glich der BewÃ¤hrungsfrist: Zur Annahme einer nichtigen KÃ¼ndigung ist der Mangel nicht geeignet.</p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1">dd) GemÃ¤ss Art. 71 Abs. 1 PR sind die Angestellten vor Erlass eines sie belastenden Entscheids anzuhÃ¶ren. Weil eine AnhÃ¶rung vor der KÃ¼ndigung unterblieben sei, rÃ¼gt der Beschwerdegegner eine Missachtung dieser Bestimmung respektive des GehÃ¶rsanspruchs. </p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1">Ein unter Verletzung des rechtlichen GehÃ¶rs zustande gekommener Entscheid ist in aller Regel nicht nichtig, sondern ebenfalls bloss anfechtbar (z.B. BGE 120 V 357 E. 2a; vgl. auch Michele Albertini, Der verfassungsmÃ¤ssige Anspruch auf rechtliches GehÃ¶r im Ver­waltungsverfahren des modernen Staates, Bern 2000, S. 450 ff.; RenÃ© A. Rhinow/Beat KrÃ¤henmann, Schweizerische Verwaltungsrechtsprechung, ErgÃ¤nzungsband, Basel und Frankfurt a.M. 1990, Nr. 81 B VII). Die Nichtigkeit eines Verwaltungsaktes infolge einer </p> <p class="Einzug1">Verletzung des rechtlichen GehÃ¶rs wird nur ausnahmsweise und mit grÃ¶sster ZurÃ¼ckhaltung angenommen, nÃ¤mlich nur bei einer schwer wiegenden Verletzung einer Verfahrensgarantie und unter AbwÃ¤gung aller im Spiel befindlichen Interessen (vgl. Albertini, S. 452). </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Das Vorliegen einer GehÃ¶rsverweigerung ist vorliegend zu verneinen. Obschon A im GesprÃ¤ch vom 15. November 2002 offenbar klar die Absicht geÃ¤ussert hatte, das Ar­beits­verhÃ¤ltnis aufzulÃ¶sen, musste doch beiden Seiten klar sein, dass damit die KÃ¼ndigung noch nicht erfolgt war. Vielmehr kÃ¼ndigte der BeschwerdefÃ¼hrer das Dienstver­hÃ¤ltnis entsprechend der unmissverstÃ¤ndlichen Regelung in Art. 16 Abs. 2 PR am gleichen Tag noch mit eingeschriebenem Brief. </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">f) Soweit die KÃ¼ndigung an formellen oder materiellen MÃ¤ngeln leidet, sind diese auch in ihrer Gesamtheit jedenfalls nicht derart schwer wiegender Natur, dass deshalb der Schluss auf eine nichtige KÃ¼ndigung erlaubt wÃ¤re. Die KÃ¼ndigung vom 15. November 2002 behÃ¤lt deshalb ihren Bestand. Es bleibt dabei, dass die rekursweise Aufhebung der KÃ¼ndigung als rechtsverletzend zu qualifizieren ist. Der angefochtene Entscheid ist demnach aufzuheben und das mit dem Rekurs gestellte Hauptbegehren um Aufhebung der KÃ¼n­­digung und Fortsetzung des AnstellungsverhÃ¤ltnisses abzuweisen.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">4. a) Mit den Ziffern 3 und 4 seiner AntrÃ¤ge ersucht der BeschwerdefÃ¼hrer festzusetzen, dass die KÃ¼ndigung weder missbrÃ¤uchlich noch sachlich ungerechtfertigt sei sowie dass dem Beschwerdegegner "keine Abfindung/EntschÃ¤digung/Schadenersatz" zuzusprechen sei. Damit tritt er dem eventualiter gestellten Rekursbegehren des Beschwerdegegners um Zusprechung einer angemessenen EntschÃ¤digung beziehungsweise von Schadenersatz entgegen. </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">b) Mit der Gutheissung der Beschwerde im Hauptpunkt kommen diese rekursweise, mit der Beschwerdeantwort im Ãbrigen erneuerten und spezifizierten EntschÃ¤digungsfor­derungen des Beschwerdegegners zum Tragen. Angesichts der Aufhebung der KÃ¼ndigung hat der Bezirksrat die EntschÃ¤digungsansprÃ¼che nicht behandelt. Dies kommt in Ergebnis und Wirkung einem Nichteintreten gleich. GemÃ¤ss § 64 Abs. 1 VRG kann das Verwaltungsgericht die Angelegenheit zu neuer Entscheidung insbesondere dann an die Vorinstanz zurÃ¼ckweisen, wenn mit der angefochtenen Anordnung auf die Sache nicht eingetreten wurde. Ins Gewicht fallende GrÃ¼nde der VerfahrensÃ¶konomie, welche ausnahmsweise einen Verzicht auf RÃ¼ckweisung rechtfertigen kÃ¶nnten (vgl. KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 64 N. 2), sind nicht ersichtlich. Die Sache ist daher in diesem Punkt zur Entscheidung Ã¼ber die finanziellen Begehren des Beschwerdegegners an die Vorinstanz zurÃ¼ckzuweisen.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">5. Angesichts des Fr. 20'000.- Ã¼bersteigenden Streitwerts ist das Verfahren nicht mehr kostenlos (vgl. § 80b VRG). Mehrere am Verfahren Beteiligte tragen die Kosten in der Regel entsprechend ihrem Unterliegen (§ 70 in Verbindung mit § 13 Abs. 2 VRG). </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Der BeschwerdefÃ¼hrer obsiegt mit seinem Antrag betreffend GÃ¼ltigkeit der KÃ¼ndi­­gung. Hinsichtlich eines EntschÃ¤digungsanspruchs des Beschwerdegegners kommt es zur RÃ¼ckweisung, so dass diesbezÃ¼glich keine Partei mehrheitlich obsiegt. Insgesamt erscheint es angemessen, die Kosten zu 1/3 dem BeschwerdefÃ¼hrer und zu 2/3 dem Beschwerdegegner aufzuerlegen.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Angesichts seines Ã¼berwiegenden Unterliegens steht dem Beschwerdegegner kein Anspruch auf ParteientschÃ¤digung zu (vgl. § 17 Abs. 2 VRG); der BeschwerdefÃ¼hrer hat keine verlangt.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1"><a id="Text12"> </a></p> <span><br/> </span> <p class="Einzug1">DemgemÃ¤ss entscheidet die Kammer:</p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug2">1.<span> </span>In teilweiser Gutheissung der Beschwerde wird der Beschluss des Bezirksrats Y vom 26. Februar 2003 aufgehoben. Das Rekursbegehren um Aufhebung der KÃ¼ndigung vom 15. November 2002 und Fortsetzung des AnstellungsverhÃ¤ltnisses wird abgewiesen. </p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2">2. Im Ãbrigen wird die Sache zur Entscheidung Ã¼ber das Begehren des Beschwerdegegners auf Bezahlung einer EntschÃ¤digung von Fr. -.- im Sinn der ErwÃ¤gungen an die Vorinstanz zurÃ¼ckgewiesen.</p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2">3. ...</p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>