Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche- rungsrecht vom 12. April 2018 ( 720 17 379 / 92) ____________________________________________________________________ Invalidenversicherung Revision der Invalidenrente / Würdigung des medizinischen Sachverhaltes. Aufhebung der angefochtenen Verfügung, da diese auf unzureichenden medizinischen Abklärungs- ergebnissen beruht. Rückweisung an die Vorinstanz. Besetzung Präsidentin Doris Vollenweider, Kantonsri chterin Elisabeth Berger Götz, Kantonsrichter Yves Thommen, Gerichtsschreiber i.V. Robert Schibli Parteien A. ____ , Beschwerdeführer , vertreten durch Nicolai Fullin , Advokat , Spalenberg 20, Postfach 1460, 4001 Basel gegen IV -Stelle Basel -Landschaft , Hauptstrasse 109 , 4102 Binningen , Beschwerdegegnerin Betreff IV-Rente A. Der 1972 geborene A.____ ist selbstständiger Lan dwirt und meldete sich am 9. Mai 2005 bei der IV-Stelle Basel-Landschaft unte r Hinweis auf eine Migräne zum Leistungs- bezug an. Nach Abklärung der gesundheitlichen und e rwerblichen Verhältnisse lehnte die IV- Stelle mit Verfügung vom 12. Januar 2006 einen Rentenanspruch des Versicherten ab. Seite 2 http://www.bl.ch/kantonsgericht B. Der Beschwerdeführer erhob hiergegen am 18. Januar 2006 Einsprache, worauf in der Folge die IV-Stelle weitere medizinische Abklärungen vor nahm. Im neurologischen Gutachten vom 18. August 2008 nahm Dr. med. B.____, FMH Neurolo gie, eine 30%ige Arbeitsunfähigkeit beim Versicherten an. Die Einsprache wurde im Einsprache entscheid vom 30. April 2010 infol- ge Rückzugs als gegenstandslos abgeschrieben und dem Versiche rten mit Verfügung der IV- Stelle vom 28. Januar 2011 ab dem 1. Januar 2005 ein e Viertelsrente zugesprochen aufgrund einer 30%igen Arbeitsunfähigkeit und eines kulanterwe ise gewährten leidensbedingten Abzu- ges (vgl. IV-Dossier Dok. Nr. 47). C. Anlässlich einer im Jahr 2014 von Amtes wegen eingele iteten Revision des Rentenan- spruchs wurden von der IV-Stelle im Spital medizinische Be richte eingeholt, welche vor Einlei- tung des Revisionsverfahrens erstellt worden waren. In ihrem ambulanten Bericht vom 18. Feb- ruar 2014 kamen Prof. Dr. med. C.____ und Dr. med. D.____ zum Schluss, dass eine Verbes- serung des Gesundheitszustands eingetreten sei. In der Folge hob die IV-Stelle die Viertelsren- te mit Verfügung vom 12. Oktober 2017 gestützt auf eine Beurteilung des Regionalen Ärztlichen Dienstes (RAD) vom 8. September 2016 auf. D. Gegen diese Einstellungsverfügung erhob A.____, ve rtreten durch Advokat Nicolai Ful- lin, am 13. November 2017 Beschwerde beim Kantonsger icht des Kantons Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversicherungsrecht. Er beantragte, es sei ihm in Aufhebung der angefochtenen Verfügung weiterhin eine Viertelsrente auszurichten. Z ur Begründung machte er im Wesentli- chen geltend, dass der medizinischen Befund im Bericht vom 18. Februar 2014 zu beanstanden sei. Ein weiterer Spitalbericht vom 3. Dezember 2015 b elege zudem, dass sich sein Gesund- heitszustand nicht verbessert habe. Zudem werde auch der E inkommensvergleich bestritten. Schliesslich sei der Feuerwehrsold dem Valideneinkommen und nicht dem Invalideneinkommen anzurechnen und ein leidensbedingter Abzug beim Invalideneinkommen vorzunehmen. E. Die IV-Stelle beantragte mit Vernehmlassung vom 9. Januar 2018 die Abweisung der Beschwerde im Wesentlichen mit der Begründung, dass sämt liche Voraussetzungen erfüllt sei- en für eine Aufhebung der Rente. Das Kantonsgericht zieht i n E r w ä g u n g : 1. Gemäss Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes über d ie Invalidenversicherung (IVG) vom 19. Juni 1959 können Verfügungen der kantonalen IV-Stellen direkt vor dem Versiche- rungsgericht am Ort der IV-Stelle angefochten werde n. Anfechtungsobjekt des vorliegenden Verfahrens bildet eine Verfügung der IV-Stelle Basel-Landschaft, sodass die örtliche Zuständig- keit des Kantonsgerichts Basel-Landschaft zu bejahen ist. La ut § 54 Abs. 1 lit. b des Gesetzes über die Verfassungs- und Verwaltungsprozessordnung (VP O) vom 16. Dezember 1993 beur- teilt das Kantonsgericht als Versicherungsgericht als ein zige gerichtliche Instanz des Kantons Beschwerden gegen Verfügungen der kantonalen IV-Stell e. Es ist somit auch sachlich zur Be- handlung der vorliegenden Beschwerde zuständig. Auf die - im Übrigen frist- und formgerecht erhobene - Beschwerde des Versicherten vom 13. November 2017 ist demnach einzutreten. Seite 3 http://www.bl.ch/kantonsgericht 2.1 Anspruch auf eine Rente haben nach Art. 28 Abs. 1 IVG Versicherte, die ihre Erwerbs- fähigkeit oder ihre Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Ein- gliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können (lit. a), während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittli ch mindestens 40 % arbeitsunfähig gewesen sind (lit. b) und nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid sind (lit. c). 2.2 Nach Art. 6 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungs- rechts (ATSG) vom 6. Oktober 2000 ist die Arbeitsunfähi gkeit die durch eine Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit be dingte, volle oder teilweise Unfä- higkeit, im bisherigen Beruf oder Aufgabenbereich zumu tbare Arbeit zu leisten (Satz 1). Bei langer Dauer wird auch die zumutbare Tätigkeit in ei nem anderen Beruf oder Aufgabenbereich berücksichtigt (Satz 2). Als Invalidität gilt nach Art. 8 ATSG die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunf ähigkeit. Sie kann im IV-Bereich Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1 IVG). Unter Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geist igen oder psychischen Gesundheit verur- sachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederun g verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kom menden allgemeinen Arbeitsmarkt zu verstehen (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind nach dem im Rahmen der 5. IV-Revision am 1. Januar 2008 in Kraft gesetzten Art. 7 Abs. 2 ATSG ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichti- gen (Satz 1). Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Satz 2). 2.3 Der Nachweis der Invalidität im Rechtssinn setzt ein e gesundheitlich bedingte, erhebli- che und evidente, dauerhafte sowie objektivierbare Beein trächtigung der Arbeits- und Erwerbs- fähigkeit voraus (BGE 139 V 547 E. 9.4 S. 568). Ob ein e Migräne zu den Krankheitsbildern zählt, die mit etablierten Methoden objektiviert werde n können, scheint in der medizinischen Fachwelt nicht eindeutig beantwortet zu werden. Grun dsätzlich können sowohl objektivierbare wie auch medizinisch nicht oder nicht klar fassbare Beschwerdebilder die Arbeits- und Erwerbs- fähigkeit beeinträchtigen und somit einen Rentenanspru ch begründen. Sowohl bei Leiden, de- ren Ursache bekannt oder (bildgebend) zu objektivieren i st, als auch bei Beschwerden mit un- klarer Ätiologie und Kausalität vermögen die subjektiven Angaben der versicherten Person eine invalidenversicherungsrechtlich relevante Arbeitsunfähigkei t jedenfalls nicht ohne Weiteres rechtsgenüglich nachzuweisen, sondern es hat stets eine so rgfältige Plausibilitätsprüfung der geltend gemachten Funktionseinschränkungen zu erfolgen. Andernfalls wäre eine rechtsgleiche Beurteilung der Rentenansprüche nicht mehr gewährlei stet (U LRICH MEYER , Somatoforme Schmerzstörung - ein Blick zurück auf eine Dekade der Ent wicklung, in: Gächter [Hrsg.], Aus- gewählte Schriften, Zürich 2013, S. 275). Darüber hi naus hätten es die Versicherten - deren Anmeldung bei der Invalidenversicherung ja gerade bezwe ckt, eine Versicherungsleistung zu erhalten - weitgehend in der Hand, über ihre Anspru chsberechtigung zu entscheiden, was nicht angeht (vgl. U LRICH MEYER , Die psychiatrische Begutachtung als Angelpunkt der juristi schen Beurteilung: Entwicklungen und Perspektiven, Referat a nlässlich der 1. Internationalen Basler Tagung für Versicherungsrecht und Versicherungspsychiatrie, 2 0./21. Januar 2012, in: Gächter [Hrsg.], a.a.O., S. 312). Seite 4 http://www.bl.ch/kantonsgericht 3.1 Gemäss Art. 28 Abs. 2 IVG wird die Rente nach dem Grad der Invalidität wie folgt abge- stuft: Die versicherte Person hat Anspruch auf eine ga nze Rente, wenn sie zu mindestens 70 %, auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie zu mindestens 60 %, auf eine halbe Rente, wenn sie zu mindestens 50 % und auf eine Viertelsrente, wenn sie zu mindestens 40 % invalid ist. 3.2 Für die Bemessung der Invalidität von erwerbstätig en Versicherten ist Art. 16 ATSG an- wendbar (Art. 28a Abs. 1 IVG). Danach wird für die B estimmung des Invaliditätsgrades das Er- werbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt d er Invalidität und nach Durchfüh- rung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eing liederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (Invalideneinkom- men), in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (Valideneinkommen). Der Einkomm ensvergleich hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die beiden hypothetischen Erwerbseinkommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und einander gegenübergestellt werde n. Aus der Einkommensdifferenz lässt sich der Invaliditätsgrad bestimmen (allgemeine Methode des Einkommensvergleichs; BGE 128 V 30 E. 1). 4.1 Bei der Feststellung des Gesundheitszustandes und bei der Beurteilung der Arbeitsfä- higkeit der versicherten Person ist die Verwaltung (und i m Beschwerdefall das Gericht) auf Un- terlagen angewiesen, die ärztliche und gegebenenfalls a uch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beur- teilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig ist. Im Weiteren sind di e ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbe itsleistungen der versicherten Person noch zugemutet werden können (BGE 132 V 99 E. 4 mit weiteren Hinweisen). 4.2 Das Gericht hat die medizinischen Unterlagen nach de m für den Sozialversicherungs- prozess gültigen Grundsatz der freien Beweiswürdigung ( vgl. Art. 61 lit. c ATSG) – wie alle an- deren Beweismittel – frei, d.h. ohne Bindung an för mliche Beweisregeln, sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen. Dies bedeutet, dass das Sozialversicherungsgericht alle Beweismit- tel, unabhängig, von wem sie stammen, objektiv zu prüfe n und danach zu entscheiden hat, ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilun g des streitigen Rechtsanspruchs ge- statten. Insbesondere darf es bei einander widerspreche nden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzu- geben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt. Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist demnach entscheidend , ob dieser für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen be ruht, auch die geklagten Beschwer- den berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darle- gung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurte ilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen der Expertin oder des Experten begründet sind (BGE 134 V 232 E. 5.1, 125 V 352 E. 3a, 122 V 160 E. 1c). Seite 5 http://www.bl.ch/kantonsgericht 4.3 Dennoch erachtet es die bundesgerichtliche Rechtspr echung mit dem Grundsatz der freien Beweiswürdigung als vereinbar, in Bezug auf be stimmte Formen medizinischer Berichte und Gutachten Richtlinien für die Beweiswürdigung auf zustellen (vgl. die ausführliche Zusam- menstellung dieser Richtlinien in BGE 125 V 352 E. 3b mit zahlreichen Hinweisen; vgl. dazu auch BGE 135 V 469 f. E. 4.4 und 4.5). So ist den im Rahmen des Verwaltungsverfahrens ein- geholten Gutachten externer Spezialärztinnen und -ärzte , welche aufgrund eingehender Be- obachtungen und Untersuchungen sowie nach Einsicht in d ie Akten Bericht erstatten und bei der Erörterung der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen ge langen, bei der Beweiswürdigung volle Beweiskraft zuzuerkennen, solange nicht konkrete Indi zien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen (BGE 125 V 353 E. 3b/bb mit weiter en Hinweisen). Den Berichten und Gut- achten versicherungsinterner Fachpersonen hingegen kommt nicht derselbe Beweiswert zu wie einem im Verfahren nach Art. 44 ATSG eingeholten Gutachten externer Fachpersonen oder gar wie einem Gerichtsgutachten. An die Beweiswürdigung sind deshalb strenge Anforderungen zu stellen, wenn ein Versicherungsfall ohne Einholung ei nes externen Gutachtens entschieden werden soll. Bestehen auch nur geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der versicherungsinternen ärztlichen Feststellungen, so sind er gänzende Abklärungen vorzuneh- men (BGE 135 V 470 E. 4.4 am Ende, mit Hinweis; Urte il des Bundesgerichts vom 26. März 2015, 8C_879/2014, E. 5.3). 5. Streitig und zu prüfen ist, ob die IV-Stelle die d em Versicherten ab dem 1. Januar 2005 ausgerichtete Viertelsrente zu Recht mit der Verfügung vom 12. Oktober 2017 per 30. November 2017 aufgehoben hat. 5.1 Nach Art. 17 Abs. 1 ATSG sind laufende IV-Renten f ür die Zukunft zu erhöhen, herab- zusetzen oder aufzuheben, wenn sich der Invaliditätsgrad in einer für den Anspruch erheblichen Weise ändert. Anlass zur Rentenrevision gibt jede wesen tliche Änderung in den tatsächlichen Verhältnissen, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad u nd damit den Rentenanspruch zu beein- flussen. Zu denken ist dabei in erster Linie an eine we sentliche Änderung des Gesundheitszu- standes der versicherten Person. Darüber hinaus ist die Rente aber auch revidierbar, wenn sich die erwerblichen Auswirkungen des an sich gleich gebliebe nen Gesundheitszustandes erheb- lich verändert haben (BGE 130 V 349 E. 3.5 mit Hinweisen). 5.2 Die abweichende medizinische oder rechtliche Einschätz ung von im Wesentlichen un- veränderten tatsächlichen Verhältnissen führt nicht zu e iner materiellen Revision. Bloss auf ei- ner anderen Wertung beruhende, revisionsrechtlich unerhe bliche Differenzen sind daher von revisionsbegründenden tatsächlichen Veränderungen abzugr enzen. Eine ärztliche Schlussfol- gerung, die von der früheren abweicht, obwohl sich der beurteilte Gesundheitszustand effektiv nicht verändert hat, ist meist auf eine unterschiedliche Ausübung des medizinischen Ermessens (vgl. dazu BGE 137 V 253 E. 3.4.2.3) zurückzuführen (Ur teil des Bundesgerichts vom 29. August 2011, 9C_418/2010, E. 4.1 mit weiteren Hinweisen). 5.3 Bei der Erhebung und Würdigung des medizinischen S achverhalts in Revisionsfällen im Sinne des Art. 17 ATSG ist überdies Folgendes zu beach ten: Da die Feststellung einer revi- sionsbegründenden Veränderung durch eine Gegenüberste llung eines vergangenen und des Seite 6 http://www.bl.ch/kantonsgericht aktuellen Zustandes erfolgt, bildet Gegenstand des Bewe ises das Vorhandensein einer ent- scheidungserheblichen Differenz in den - den medizinische n Gutachten zu entnehmenden - Tatsachen. Der Beweiswert eines zwecks Rentenrevision erstel lten Gutachtens hängt folglich wesentlich davon ab, ob es sich ausreichend auf das Beweisth ema - erhebliche Änderung(en) des Sachverhalts - bezieht. Einer für sich allein betrach tet vollständigen, nachvollziehbaren und schlüssigen medizinischen Beurteilung, die im Hinblick auf eine erstmalige Beurteilung der Ren- tenberechtigung beweisend wäre (vgl. dazu BGE 134 V 2 32 E. 5.1, 125 V 352 E. 3a), mangelt es daher in der Regel am rechtlich erforderlichen Beweiswert, wenn sich die (von einer früheren abweichende) ärztliche Einschätzung nicht hinreichend darüber ausspricht, inwiefern eine effek- tive Veränderung des Gesundheitszustandes stattgefunden ha t. Vorbehalten bleiben Sachla- gen, in denen es evident ist, dass die gesundheitlichen Verhältnisse sich verändert haben (Ur- teile des Bundesgerichts vom 29. August 2011 9C_418/2010 , E. 4.2 und vom 26. März 2015, 9C_710/2014, E. 2). 5.4 Zeitliche Vergleichsbasis für die Prüfung einer ans pruchserheblichen Änderung des Invaliditätsgrades bildet die letzte (der versicherten Person eröffnete) rechtskräftige Verfügung, welche auf einer materiellen Prüfung des Rentenanspru chs mit rechtskonformer Sachverhalts- abklärung, Beweiswürdigung und Durchführung eines Einkommensvergleichs (bei Anhaltspunk- ten für eine Änderung in den erwerblichen Auswirkunge n des Gesundheitszustandes) beruht (BGE 133 V 114 E. 5.4; vgl. auch BGE 130 V 75 E. 3.2. 3). Vorliegend sprach die IV-Stelle dem Versicherten mit Verfügung vom 28. Januar 2011 rückwirkend ab dem 1. Januar 2005 eine Viertelsrente zu, gestützt auf ein am 18. August 2008 e ingeholtes neurologisches Gutachten von Dr. B.____. Zeitliche Vergleichsbasis für die Beurt eilung der Frage, ob bis zum Erlass der vorliegend angefochtenen Verfügung vom 12. Oktober 2017 eine Änderung in den tatsächlichen Verhältnissen eingetreten ist, die eine revisionsweise A ufhebung der bis anhin ausgerichteten Invaliditätsrente rechtfertigt, bildet demnach die Situ ation, wie sie gemäss der Verfügung vom 28. Januar 2011 bestanden hatte. 6. Zur Beurteilung der vorliegenden Streitsache liege n im Wesentlichen folgende medizi- nischen Unterlagen vor: 6.1 Im neurologischen Gutachten vom 18. August 2008, welches von der IV-Stelle in Auf- trag gegeben wurde, wurde von Dr. B.____ festgehalte n, dass der Versicherte aufgrund einer Migräne zu 30 % arbeitsunfähig sei. Die Migräneattacken würden zu durchschnittlich zwei Mig- ränetagen pro Woche führen, an denen der Beschwerdef ührer dann jeweils voll arbeitsunfähig sei. Als ein in der Milchwirtschaft tätiger Landwirt, de r seine Tätigkeit auch an den Wochenen- den auszuüben habe, sei er an 2/7, das heisst 28 %, also realistischerweise 30 %, seiner Ar- beitstage arbeitsunfähig. 6.2 Am 18. Februar 2014 wurde von den behandelnden Ä rzten Prof. C.____ und Dr. D.____ eine Besserung der Migräne festgestellt. In ih rem Bericht hielten sie fest, dass anhand des Kopfschmerzkalenders des Versicherten und unter Einnah me der empfohlenen Migrä- neprophylaxe „Concor“ ein Rückgang der Attacken um ca. 1/3 habe verzeichnet werden kön- nen. Aktuell beständen noch zwei Attacken pro Monat. In den Attacken würde das Medikament Seite 7 http://www.bl.ch/kantonsgericht „Migräne-Kranit“ zu einer vollständigen Besserung der Ko pfschmerzen führen. Der Versicherte nähme pro Monat lediglich zwei Tabletten davon ein. 6.3 Am 3. Dezember 2015 hatte sich der Beschwerdeführ er im Spital vorgestellt, wo das zervikozephale Syndrom beim Versicherten diagnostiziert wur de. Dieses führe zu Kopfschmer- zen, die mit dem Schmerzcharakter der bekannten Migräne vergleichbar wären, jedoch nicht deren Intensität erreichen würden. Bezüglich der bekann ten Migräne hielten Dr. med. E.____ und Dr. D.____ in ihrem Bericht vom 16. Dezember 2015 fest, dass der Versicherte aufgrund subjektiv ausgebliebener Besserung keine weitere ärztlich e Konsultationen mehr wahrgenom- men habe und keine prophylaktischen Medikamente mehr ne hme. Die Ärzte legten weiter dar, dass aktuell zwei Mal pro Woche über zwei bis drei Tage eine Migräneattacke bestände. 7.1 Die Beschwerdegegnerin stützte sich in der angefochte nen Verfügung vom 12. Oktober 2017 bei der Beurteilung des medizinischen Sachverhaltes auf den Spitalbericht vom 18. Februar 2014 und ging davon aus, dass seit Januar 2011 eine wesentliche Verbesse- rung des Gesundheitszustands des Versicherten eingetreten sei. So lägen gemäss dieser Ein- schätzung bei zwei Attacken pro Monat mit einer Dauer von je zwei Tagen monatlich nur noch vier Migränetage vor. Dies habe zur Folge, dass die Arb eitsunfähigkeit noch 15 % betrage, was gegenüber der der Verfügung vom 12. Oktober 2017 zugr unde liegenden medizinischen Beur- teilung von Dr. B.____, wonach eine 30%ige Arbeitsfä higkeit (zwei Migränetage pro Woche) vorliege, als wesentliche Verbesserung zu werten sei. Auch gebe es Hinweise auf eine Verbes- serung der Migräne, da der Versicherte seit dem Jahr 2 014 deswegen nicht mehr in ärztlicher Behandlung stehe und auch keinen Kopfschmerzkalender meh r geführt habe. Zudem ergäben sich gemäss dem Bericht des RAD vom 9. Februar 2017 Inkonsi stenzen bezüglich der subjekti- ven Angaben des Versicherten hinsichtlich der Migräneatta cken und der Attackendauer, womit eine Verschlechterung des Gesundheitszustands des Versicher ten nicht objektiviert werden könne. 7.2. Der Beschwerdeführer bringt vor, dass auf den Spita lbericht vom 16. Dezember 2015 abzustellen sei, der eine erneut eingetretene gesundheitliche Verschlechterung beim Versicher- ten befunden habe. Ferner sei der Umstand, wonach der Versicherte sich nicht mehr in ärztli- che Behandlung begeben habe, kein genügender Beweis, dass es ihm besser gehe, da sein Migräneleiden im Gutachten von 2008 als sehr bedingt therapiebar eingeschätzt und mit den behandelnden Ärzten eine tiefere Therapiefrequenz ver einbar worden sei. Zur Führung eines Kopfschmerzkalenders habe zudem keine Pflicht seitens des V ersicherten bestanden. Die Ein- schätzungen des RAD in seinem Bericht vom 8. September 2016 zum Gesundheitszustand des Versicherten seien demnach blosse Vermutungen, welche k eine Revision der Invaliditätsrente rechtfertigen würden. 8.1 In Würdigung der medizinischen Aktenlage ist festzuste llen, dass Dr. B.____ im Rah- men seiner Abklärungen sich der Schwierigkeit bei der Q uantifizierung einer migränebedingten Funktionseinschränkung bewusst war. Von diesem Hintergru nd ausgehend hat er erhöhten Wert auf die Konsistenz der Angaben des Versicherten und die Übereinstimmung mit den vor- handenen Akten gelegt. So hat er eine ausgiebige Ana mnese verfasst, die sich mit der Anzahl, Seite 8 http://www.bl.ch/kantonsgericht der Dauer, dem Verlauf, den Basistherapien, den möglichen Auslösern und den genauen Funk- tionseinschränkungen der Migräneattacken auseinandergesetzt hat. Dr. B.____ hielt in der Be- fundaufnahme fest, dass die Angaben des Versicherten adä quat sowie ohne Dramatisierungen erfolgten und mit den konsistenten Angaben des seit dem Jahr 2003 vom Versicherten geführ- ten Kopfwehkalenders übereinstimmten. Bei der Untersuc hung habe die Stimmungslage des Beschwerdeführers ausgeglichen und nicht depressiv gewirkt. Es seien keine Aggravationszei- chen erkennbar gewesen. Folglich hat sich Dr. B.____ ei nen umfassenden Überblick über die Entwicklung des medizinischen Zustands des Versicherten im Z eitraum seit dem Jahr 2002 verschafft, mit den dokumentierten Angaben des Versicherte n abgeglichen und gestützt darauf eine differenzierte und objektive Einschätzung vorgeno mmen. Damit liegt eine Beurteilung vor, welche eine sorgfältige Plausibilitätsprüfung der gelt end gemachten Funktionseinschränkungen im Sinne der Rechtsprechung darstellt (vgl. E.2.3 hiervor). 8.2 Anders verhält es sich dagegen in Bezug auf den Spi talbericht vom 18. Februar 2014. Entgegen der Sichtweise der IV-Stelle kann diesem vorl iegend keine ausschlaggebende Be- weiskraft beigemessen werden, denn er erweist sich in ein zelnen Punkten als unvollständig bzw. nicht überzeugend. Beim Bericht handelt es sich um e ine blosse Momentaufnahme, wel- che zudem lediglich auf das subjektive Krankheitsempfinde n des Versicherten abstellt. Im Be- gleitschreiben des Spitals vom 22. Dezember 2014 wird ausserdem ausdrücklich darauf hinge- wiesen, dass die Arbeitsfähigkeit des Versicherten bei de r Vorstellung nicht im Vordergrund gestanden habe, weshalb auch keine Beurteilung dersel ben vorgenommen worden sei. Dies zeigt sich vor allem darin, dass der Bericht keine Angab en zur Arbeitsunfähigkeit des Be- schwerdeführers enthält. Vielmehr wurde die IV-Stelle dazu aufgefordert, den Versicherten er- neut zur Beurteilung unter spezieller Berücksichtigung de r Arbeitsfähigkeit aufzubieten, falls die Informationen des Arztberichtes nicht ausreichen sollten. Auch das Argument des Beschwerde- führers, dass aus einer nur vorübergehend beschriebenen Ve rbesserung der Migränebe- schwerden bei neuem Behandlungsplan nicht ohne weiteres auf eine dauerhafte Erhöhung der Leistungsfähigkeit geschlossen werden könne, erscheint als begründet. So liegt einerseits die letzte Untersuchung vom Februar 2014 bereits über drei einhalb Jahre zurück. Andererseits er- scheint es als naheliegend, dass neue Behandlungsoptionen bei Migränebeschwerden kurz- oder längerfristig zu signifikanten Verbesserungen führe n können, die dann aber nicht unbe- dingt jahrelang anhalten. Es ist daher festzuhalten, d ass die rechtsprechungsgemässe Voraus- setzungen an die Beweiskraft eines Arztberichtes (vgl. E. 2. 3 und E. 5.3 hiervor) nicht erfüllt sind, womit die IV-Stelle zu Unrecht auf den Spitalbe richt vom 18. Februar 2014 abstellte. Der Spitalbericht vom 16. Dezember 2015 beruht lediglich auf subjektiven Aussagen des Versicher- ten zu seinem Krankheitsempfinden. Zudem stand bei de r Konsultation vom 3. Dezember 2015 nicht die bekannte Migräne im Vordergrund, sondern die im Zusammenhang mit dem befunde- nen zervikozephalen Syndrom stehenden Kopfschmerzen. Somi t umfasst der Bericht vom De- zember 2015 ebenfalls keine genügende medizinische Abklär ungen und Prüfung der Funkti- onseinschränkungen des Versicherten, weshalb ebenfalls nicht darauf abgestellt werden kann. 8.3 An diesem Ergebnis ändern auch die Vorbringen de r IV-Stelle nichts. Zwar hat die IV- Stelle gestützt auf den Bericht des RAD zutreffenderwe ise geltend gemacht, dass hinsichtlich der Angaben des Beschwerdeführers im Verlauf des Revision s- und Beschwerdeverfahrens Seite 9 http://www.bl.ch/kantonsgericht Inkonsistenzen bestanden hätten. Diese können jedoch a uch dem schwankenden Gesund- heitszustand des Versicherten geschuldet sein und können o hne weitere Untersuchungen nicht als Anhaltspunkt verstanden werden, dass es nach dem Jahr 2014 nicht wieder zu einer Ver- schlechterung der Migräne gekommen ist. Zweifel an der Beweistauglichkeit der Beurteilungen des RAD geben weiter folgende Punkte: Der Versicherte i st weder vom RAD untersucht, noch nach zusätzlichen Angaben zur Attackenhäufigkeit befragt worden. Auch handelt es sich bei den involvierten RAD-Ärzten nicht um Neurologen. Schliesslich kann – wie vom RAD behauptet – aus dem Umstand, dass aufgrund der fehlenden Ärztekonsu ltationen, der reduzierten Ein- nahme der prophylaktischen Medikation sowie des nicht mehr geführten Kopfschmerzkalenders nicht gefolgert werden, dass eine Verbesserung der Migrä ne eingetreten ist. Die RAD-Berichte erweisen sich daher als reine Vermutungen, aufgrund der er nicht mit überwiegender Wahr- scheinlichkeit auf eine wesentlichen Verbesserung des Ges undheitszustands des Versicherten geschlossen werden kann. Beim Bericht aus dem Jahr 2014 handelt es sich somit nicht um eine - wie dies vom Bundesgericht verlangt wird (vgl. E. 2.3 hiervor) bei objektivierbaren wie auch medizinisch nicht oder nicht klar fassbaren Beschwerdebildern – sorgfältige Plausibilitätsprüfung der geltend gemachten Funktionseinschränkungen. 9.1 Gemäss neuerer bundesgerichtlicher Rechtsprechung kö nnen die Sozialversiche- rungsgerichte nicht mehr frei entscheiden, ob sie eine Streitsache zur neuen Begutachtung an die Verwaltung zurückweisen. Die Beschwerdeinstanz hat viel mehr im Regelfall selbst ein Ge- richtsgutachten einzuholen, wenn sie einen im Verwaltu ngsverfahren anderweitig erhobenen Sachverhalt überhaupt für gutachtlich abklärungsbedürf tig hält oder wenn eine Administrativex- pertise in einem rechtserheblichen Punkt nicht beweiskräfti g ist. Eine Rückweisung an die IV- Stelle bleibt hingegen möglich, wenn sie allein in de r notwendigen Erhebung einer bisher voll- ständig ungeklärten Frage begründet ist oder wenn ledi glich eine Klarstellung, Präzisierung oder Ergänzung von gutachterlichen Ausführungen erforderlich ist (BGE 137 V 210 E. 4.4.1 ff.). 9.2 Da die Beschwerdegegnerin nicht alle notwendigen Abklärungen zur Beurteilung des Rentenanspruchs der Versicherten vorgenommen hat (vgl . E. 8.2 hiervor) und es nicht die Auf- gabe der kantonalen Gerichte ist, im Verwaltungsverfahre n versäumte medizinische Abklärun- gen nachzuholen, steht einer Rückweisung an die Vorinstan z nichts entgegen. Diese hat den Gesundheitszustand und die Arbeitsfähigkeit des Versichert en gutachterlich neu abzuklären. Gestützt auf die Ergebnisse ihrer zusätzlichen medizinischen Abklärungen wird die IV-Stelle anschliessend über den Rentenanspruch des Versicherten neu zu befinden haben. 10. Zusammenfassend ergibt sich, dass aus den Spitalbericht en aus den Jahren 2014 und 2015 keine Verbesserung bzw. (erneute) Verschlechterung des Gesundheitszustandes zwi- schen der Rentenzusprache im Jahre 2011 und der hier str ittigen Verfügung vom 12. Oktober 2017 abgeleitet werden kann. Die angefocht ene Verfügung ist demzufolge in Gut- heissung der Beschwerde aufzuheben und die Angelegenheit zur weiteren Abklärung an die IV- Stelle zurückzuweisen. 11. Es bleibt über die Kosten zu befinden: Seite 10 http://www.bl.ch/kantonsgericht 11.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1 bis Satz 1 IVG ist das Beschwerdeverfahren bei Streitigkeiten um die Bewilligung oder die Verweigerung von IV-Leistung en vor dem kantonalen Versicherungs- gericht kostenpflichtig. Nach § 20 Abs. 3 Satz 2 VPO werden die Verfahrenskosten in der Regel der unterliegenden Partei in angemessenem Ausmass aufe rlegt. Bei diesem Ausgang des Ver- fahrens ist die IV-Stelle unterliegende Partei, wesha lb sie grundsätzlich die Verfahrenskosten zu tragen hätte. In diesem Zusammenhang ist allerdings zu beachten, dass laut § 20 Abs. 3 Satz 3 VPO den Vorinstanzen – vorbehältlich des hier n icht interessierenden § 20 Abs. 4 VPO – keine Verfahrenskosten auferlegt werden. Aufgrund di eser Bestimmung hat die IV-Stelle als Vorinstanz trotz Unterliegens nicht für die Verfahrenskost en aufzukommen. Es werden deshalb keine Verfahrenskosten erhoben und der vom Beschwerdeführe r geleistete Kostenvorschuss in der Höhe von Fr. 800.-- ist zurückzuerstatten. 11.2 Gemäss Art. 61 lit. g ATSG hat die Beschwerde füh rende Person Anspruch auf Ersatz der Parteikosten. Diese werden vom Gericht festgesetzt un d ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der Bedeutung der Streitsache und nach der Schw ierigkeit des Prozesses bemessen. Nach ständiger Praxis des Bundesgerichts genügt für den bundesrechtlichen Anspruch auf eine Parteientschädigung auch ein formelles Obsiegen in dem S inne, dass der Beschwerde führen- den Person durch die Aufhebung der angefochtenen Verf ügung und der Rückweisung der Sa- che an die Verwaltung zur weiteren Abklärung und neue n Beurteilung alle Rechte im Hinblick auf eine beanspruchte Leistung gewahrt bleiben (BGE 1 32 V 215 E. 6.2). Nachdem die Be- schwerde gutzuheissen und die Sache zur erneuten Abklärun g im Sinne der Erwägungen an die Vorinstanz zurückzuweisen ist, hat diese dem Beschwerdefü hrer eine Parteientschädigung auszurichten. Der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers ha t in seiner Honorarnote vom 19. Januar 2018 für das vorliegende Verfahren einen Z eitaufwand von 5 Stunden und 45 Minu- ten geltend gemacht. Darin befinden sich Bemühungen im Umfang von 35 Minuten sowie Aus- lagen in der Höhe von Fr. 1.--, welche auf den Kont akt des Rechtsvertreters mit der Rechts- schutzversicherung zurückzuführen sind. Solche Bemühungen bzw. A uslagen würden im Falle einer nicht rechtsschutzversicherten Person nicht anfallen und müssen daher unberücksichtigt bleiben. Die Bemühungen und Auslagen im Zusammenhang mit der Rechtsschutzversicherung sind deshalb im genannten Umfang in Abzug zu bringen. N ach Abzug von insgesamt 35 Minu- ten ist somit ein Aufwand von 5 Stunden und 10 Minute n zu vergüten, was als angemessen zu taxieren und zu dem praxisgemäss vor dem Kantonsgericht übl ichen Stundenansatz von Fr. 250.-- (vgl. § 3 Abs. 1 der Tarifordnung für die Anwältinnen und Anwälte vom 17. November 2003) zu entgelten ist. Die in der Honorarnote ausgew iesenen Auslagen betragen demnach nach Abzug von 1.-- insgesamt Fr. 8.70. Dem Beschwerde führer ist deshalb eine Parteient- schädigung in der Höhe von Fr. 1‘306.85 (5 Stunden un d 10 Minuten à Fr. 250.-- + Auslagen von Fr. 8.70 zuzüglich 8 % bzw. 7,7 % Mehrwertsteuer) zu Lasten der IV-Stelle zuzusprechen. Demgemäss wird e r k a n n t : ://: 1. Die Beschwerde wird in dem Sinne gutgeheissen , als die angefochtene Verfügung der IV-Stelle Basel-Landschaft vom 12. Okto ber 2017 auf- Seite 11 http://www.bl.ch/kantonsgericht gehoben und die Angelegenheit zur weiteren Abklärung im Sinne der Erwägungen und zum Erlass einer neuen Verfügung an die IV-Stelle Basel-Landschaft zurückgewiesen wird. 2. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. Dem Beschwerdeführer wird der geleistete Kostenvorschuss in der Höhe von Fr. 800.-- zurückerstattet. 3. Die IV-Stelle Basel-Landschaft hat dem Beschwerdefü hrer eine Partei- entschädigung in der Höhe von Fr. 1‘306.85 (inkl. Ausla gen und 8 % bzw. 7,7 % Mehrwertsteuer) zu bezahlen. http://www.bl.ch/kantonsgericht