15. Dezember 1989 N 2249 Postulat Matthey #ST# 89.424 Postulat Schnider Beiträge an die Berglandwirtschaft. Anpassung der Einkommensgrenze Subventions à l'agriculture de montagne. Ajustement du revenu déterminant Wortlaut des Postulates vom 17. März 1989 Im Rahmen der Kostenbeiträge und der Bewirtschaftungsbei- träge erfolgt nur eine Unterstützung, wenn die Familienein- kommen unter 50 000 Franken und 60 000 Franken liegen. Seit 1980 sind die Einkommenslimiten nicht mehr angepasst worden. Der Bundesrat wird eingeladen, eine Anpassung der Einkom- menslimiten auf 60 000 Franken und 80 000 Franken vorzu- nehmen. Texte du postulat du 17 mars 1989 Par le moyen de contributions aux frais et de contributions à l'exploitation agricole du sol, l'Etat accorde une aide aux pay- sans de montagne, lorsque le revenu de la famille est inférieur à 50 000 francs pour les premières et 60 000 francs pour les secondes. Depuis 1980, ces limites de revenu n'ont plus été adaptées au coût de la vie. Le Conseil fédéral est invité à porter les limites de revenu don- nant droit à ces subventions à 60 000 et 80 000 francs respecti- vement. Mitunterzeichner - Cosignataires: Aregger, Blatter, Bonny, Bühler, Bürgi, Columberg, David, Déglise, Dormann, Engler, Etique, Hari, Jung, Keller, Kühne, Ruckstuhl, Savary-Fribourg, Seiler Hanspeter, Seiler Rolf, Tschuppert, Widrig, Zwingli (22) Schriftliche Begründung - Développement par écrit Seit 1980 hat eine Teuerung von 20 Prozent stattgefunden. Da- mit haben sich die nominellen Einkommen erhöht, und ver- schiedene Bergbauernfamilien sind dringend notwendigen Hilfen verlustig gegangen. Sie müssen eine reale Einkom- menseinbusse in Kauf nehmen. Die real abnehmenden Einkommen fördern aber auch uner- wünschte Betriebsteilungen (z. B. Vater/Sohn), um die Unter- stützungen nicht zu verlieren. Mit der Anpassung der Einkom- menslimiten kann dies verhindert werden. Im Talgebiet beste- hen bei den Direktzahlungen keine Einkommensgrenzen. Die Erhöhung der Einkommenslimiten trägt somit dem Postulat der Gleichbehandlung der Berg- und Talbauern teilweise Rechnung. Milder Festlegung der Einkommenslimite von 60 000 Franken bis 80 000 Franken ist eine Spannweite von 20 000 Franken verbunden. Damit wird eine erwünschte flexiblere Handha- bung der Einkommensgrenzen sichergestellt. Schriftliche Erklärung des Bundesrates vom 22. November 1989 Déclaration écrite du Conseil fédéral du 22 novembre 1989 Der Bundesrat ist bereit, das Postulat entgegenzunehmen. Ueberwiesen - Transmis #ST# 89.513 Postulat Matthey «Erasmus»-Programm für die technische, berufliche und wirtschaftliche Ausbildung Programme suisse de type «Erasmus» dans le secteur de la formation, technique, professionnelle et commerciale Wortlaut des Postulates vom 19. Juni 1989 Das «Erasmus»-Programm der Europäischen Gemeinschaft ist bei allen Beteiligten auf sehr grosses Interesse gestossen. Es hat zum Ziel, den Studentenaustausch zwischen den Uni- versitäten der Mitgliederländer zu fördern. Das Programm und seine Ziele haben auch die Universitäten und technischen Hochschulen unseres Landes zu Ueberle- gungen und Initiativen im Ausbildungsbereich angeregt. Da- nach soll der Austausch auf nationaler und internationaler Ebene gefördert werden. Austausch- und Fortbildungsmöglichkeiten zwischen den ver- schiedenen Institutionen gibt es im Bereich der technischen, beruflichen und wirtschaftlichen Ausbildung keine oder nur in ganz minimem Ausmass. Solche Möglichkeiten für die Stu- denten zu fördern - zunächst zwischen den Schulen der ver- schiedenen Sprachregionen unseres Landes, dann innerhalb von Regionen auch über die Grenze hinaus und schliesslich zwischen den Schulen mit speziellen Studienrichtungen - , das würde zweifellos auf Interesse stossen und in allen diesen Ausbildungsbereichen vieles in Bewegung setzen. Man würde dadurch auch bei den Jungen Aufgeschlossenheit und Bereitschaft zur Mobilität fördern, wie es die Entwicklung der Berufe und der Aktivitäten verlangt. Deswegen ersuchen wir den Bundesrat, die materiellen und fi- nanziellen Massnahmen zu untersuchen, mit denen der Stu- dentenaustausch und die Fortbildungsmöglichkeiten zwi- schen den Institutionen im Bereich der technischen und beruf- lichen Ausbildung gefördert werden können (Stipendien, Er- richtung eines «Pools» mit Angeboten und Gesuchen für Fort- bildungs- und Austauschmöglichkeiten, Anerkennung von Fortbildungsaufenthalten als integrierender Bestandteil der Ausbildung und der Studiendauer usw.). Zu diesem Zweck müssten auch die Kantone und die betroffenen Ausbildungs- institutionen um Mitwirkung und Zusammenarbeit angegan- gen werden. Texte du postulat du 19 juin 1989 Le programme «Erasmus» mis sur pied par la Communauté européenne, et visant à encourager les échanges et les stages d'étudiants entre les Universités des pays membres, rencon- tre un très grand intérêt de la part des intéressés. Les objectifs de ce programme suscitent également réflexions et initiatives dans notre pays au niveau de l'enseignement uni- versitaire ainsi qu'au sein des Ecoles polytechniques, et cela en vue d'encourager les échanges tant sur le plan national qu'international. Au sein de l'enseignement technique, professionnel et com- mercial, les possibilités de stages ou d'échanges entre institu- tions de formation n'existent pas, ou de façon extrêmement li- mitées seulement. Favoriser de telles possibilités pour les élèves, d'abord entre des écoles de régions linguistiques dif- férentes de notre pays puis dans l'espace régional transfronta- lier, ensuite entre des écoles présentant des spécialisations particulières, susciterait certainement intérêt et dynamisme dans tous ces secteurs de la formation. Elles favoriseraient également chez les jeunes l'esprit d'ouverture et de mobilité que réclame l'évolution des métiers et activités. Nous demandons dès lors au Conseil fédéral de bien vouloir étudier les mesures matérielles et financières'à mettre en oeu- vre pour encourager et soutenir les échanges et les stagesSchweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali Postulat Schnider Beiträge an die Berglandwirtschaft. Anpassung der Einkommensgrenze Postulat Schnider Subventions à l'agriculture de montagne. Ajustement du revenu déterminant In Amtliches Bulletin der Bundesversammlung Dans Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale In Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale Jahr 1989 Année Anno Band V Volume Volume Session Wintersession Session Session d'hiver Sessione Sessione invernale Rat Nationalrat Conseil Conseil national Consiglio Consiglio nazionale Sitzung 15 Séance Seduta Geschäftsnummer 89.424 Numéro d'objet Numero dell'oggetto Datum 15.12.1989 - 08:00 Date Data Seite 2249-2249 Page Pagina Ref. No 20 018 117 Dieses Dokument wurde digitalisiert durch den Dienst für das Amtliche Bulletin der Bundesversammlung. Ce document a été numérisé par le Service du Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale. Questo documento è stato digitalizzato dal Servizio del Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale.