<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2003.00042</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=107171&amp;W10_KEY=13013573&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2003.00042</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 20.03.2003</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">3. Abteilung/3. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">FÃ¼rsorgerecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Sozialhilfe</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Sozialhilfe: Anspruch einer selbständig erwerbenden Person Rechtsgrundlagen; Zweck der Unterstützung einer selbständig erwerbenden Person (E. 3a). Die Auflage, wonach sich aus der selbständigen Erwerbstätigkeit bis zu einem bestimmten Zeitpunkt ein existenzsicherndes Einkommen ergeben müsse, ist unter den konkreten Umständen zulässig. Sie bildet aber bei einem Misserfolg keine Grundlage dafür, unmittelbar nach diesem Zeitpunkt die Leistungen zu kürzen. Vielmehr ist zunächst eine Frist zur Liquidation des Betriebs anzusetzen und die Beschwerdeführerin aufzufordern, eine neue Stelle zu suchen (E. 3c). </b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: SELBSTÃNDIGERWERBEND">SELBSTÃNDIGERWERBEND</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: SELBSTÃNDIGERWERBEND">SELBSTÃNDIGERWERBEND</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: SOZIALHILFE">SOZIALHILFE</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: FÃ¼rsorge ST: WIRTSCHAFTLICHE HILFE">WIRTSCHAFTLICHE HILFE</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade">§ 14 SHG</span><br/><span class="gerade">§ 15 lit. I SHG</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Einzug1"><span>I. A, die durch die FÃ¼rsorgebehÃ¶rde der Stadt Y bereits vom Juli 1994 bis Dezember 1996 wirtschaftlich unterstÃ¼tzt worden war, nahm im April 1998 (aufgrund eines Mietvertrags mit dem Inhaber eines Coiffeursalons) eine selbstÃ¤ndige Erwerbs­tÃ¤tigkeit als Coiffeuse auf. Weil sie mit ihrer TÃ¤tigkeit nicht genÃ¼gend Einnahmen er­zielt, wird sie seit 1. Au­gust 1999 erneut von der Sozialhilfe unterstÃ¼tzt. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Am 1. Dezember 1999 verfÃ¼gte die Einzelfallkommission, ab 1. Januar 2000 werde A nur noch unterstÃ¼tzt, wenn sie die selbstÃ¤ndige ErwerbstÃ¤tigkeit als Coif­feuse aufgebe und sich um eine Anstellung im Rahmen von 50-80 % eines vollen Pensums bemÃ¼he; eine weitere TÃ¤tigkeit im Nebenerwerb als selbstÃ¤ndige Coiffeuse werde nur akzeptiert, wenn da­durch die Stellensuche nicht beeintrÃ¤chtigt werde und A bereit sei, diesen Nebenerwerb zu­gunsten einer Anstellung aufzugeben. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die Fachstelle fÃ¼r SelbstÃ¤ndigerwerbende gewÃ¤hrte A anfangs Januar 2001 ohne RÃ¼cksprache mit der Sozialberatung einen Betrag von Fr. 22'000.- fÃ¼r den Aufbau eines Coiffeursalons. Die Einzelfallkommission beschloss am 21. Mai 2001, der vor­gesehenen ErÃ¶ffnung eines eigenen Coiffeursalons werde in dem Sinn zugestimmt, als A bis spÃ¤tes­tens 1. September 2001 ihren Lebensunterhalt selbstÃ¤ndig aus eigenen Mitteln bestreiten mÃ¼sse. Die dagegen erhobene Einsprache wies die GeschÃ¤fts­prÃ¼­fungskommission der FÃ¼rsor­gebehÃ¶rde am 28. August 2001 ab. Den dagegen er­hobenen Re­kurs hiess der Bezirksrat Y am 22. November 2001 gut. Er erwog, die UnterstÃ¼tzungs­leis­tungen dÃ¼rften nicht deswegen eingestellt werden, weil die Rekurrentin an der Aus­Ã¼bung ihrer selbstÃ¤ndigen Erwerbs­tÃ¤tigkeit als Coiffeuse (aufgrund eines Mietvertrags mit dem In­ha­ber eines Coiffeursalons) festhalte und die ErÃ¶ffnung eines eigenen Coiffeursalons beabsichtige. Mit ihrem Verhalten missachte die Rekurrentin jedoch laufend die mit der UnterstÃ¼t­zung verbundenen rechtmÃ¤ssigen Auflagen, weshalb sie fÃ¶rmlich zu verwarnen sei. Die­ser Rekursentscheid erwuchs in Rechtskraft.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>II. Im Hinblick auf die nunmehr bevorstehende ErÃ¶ffnung des Coiffeursalons, welche sich zuvor verzÃ¶gert hatte, beschloss die Einzelfallkommission am 28. Januar 2002, A werde bei WeiterfÃ¼hrung der selbstÃ¤ndigen ErwerbstÃ¤tigkeit wirtschaft­liche Un­ter­stÃ¼tzung ab 1. Fe­bruar 2002 noch lÃ¤ngstens bis 30. September 2002 gewÃ¤hrt (1); sie habe Ã¼ber ihre TÃ¤­tig­keit eine Buchhaltung zu fÃ¼hren und jeweils monatlich einzureichen (2); bei SÃ¤umnis wer­de die UnterstÃ¼tzung mit sofortiger Wirkung bis Ende September 2002 um den Betrag fÃ¼r den Grundbedarf II von derzeit monatlich Fr. 155.- gekÃ¼rzt (3); sie habe lÃ¼ckenlos Rechenschaft Ã¼ber das von der Fachstelle fÃ¼r SelbstÃ¤ndig­er­werbende erhaltene Kapital von Fr. 22'000.- abzulegen (4); spÃ¤testens ab 1. Oktober 2002 mÃ¼sse sie ihren Lebensbedarf aus den Einnahmen der selbstÃ¤ndigen ErwerbstÃ¤tigkeit de­­­cken kÃ¶nnen (5).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Gegen den Beschluss der Einzelfallkommission erhob A am 2. MÃ¤rz 2002 Ein­spra­che. Sie beantragte, es sei ihr Sozialhilfe nicht nur bis 30. September 2002 zu gewÃ¤hren. Sie machte geltend, sie habe den Coiffeursalon erst Ende MÃ¤rz 2002 er­Ã¶ffnen kÃ¶nnen, wes­halb die Anlaufphase lÃ¤nger dauern werde. Die GeschÃ¤ftsprÃ¼fungskom­mission der FÃ¼rsorge­behÃ¶rde wies die Einsprache am 23. Juli 2002 ab; falls die Einspreche­rin bis Ende September 2002 weiterhin ungenÃ¼gende Einnahmen erziele und sich weigere, die selbstÃ¤ndige ErwerbstÃ¤tigkeit aufzugeben, werde die Sozialberatung dannzumal zu prÃ¼fen haben, ob die wirtschaftliche Hilfe ab Oktober 2002 zu kÃ¼rzen oder wegen rechts­missbrÃ¤uchlichen Verhaltens der Einsprecherin ganz einzustellen sei. Einem allfÃ¤lligen Rekurs wurde die aufschiebende Wirkung entzogen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Mit Rekurs vom 14. September 2002 beantragte A, sie sei "weiterhin als SelbstÃ¤ndi­gerwerbende im Rahmen einer durchschnittlichen RentabilitÃ¤tsfrist fÃ¼r neu erÃ¶ffnete GeschÃ¤fte" zu unterstÃ¼tzen. Der Bezirksrat Y wies den Rekurs am 19. De­zember 2002 ab.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>III. Dagegen erhob A am 3. Februar 2003 Beschwerde an das Ver­waltungsgericht. Darin erneuerte sie sinngemÃ¤ss ihren Rekursantrag.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die FÃ¼rsorgebehÃ¶rde der Stadt Y ersuchte am 25. Februar 2003 um Abweisung der Beschwerde. Wie schon in ihrer Rekursantwort vom 10. Oktober 2002 an den Bezirksrat wies sie darauf hin, dass die Einzelfallkommission am 19. September 2002 gestÃ¼tzt auf den Einspracheentscheid der GeschÃ¤ftsprÃ¼fungskommission der FÃ¼rsorgebehÃ¶rde vom 23. Juli 2002 beschlossen habe, die BeschwerdefÃ¼hrerin ab Oktober 2002 zwar weiterhin zu unterstÃ¼tzen, jedoch die monatliche UnterstÃ¼tzung fÃ¼r die Dauer von 12 Monaten um den Betrag fÃ¼r den Grundbedarf II von Fr. 155.- zu kÃ¼rzen. Unter diesen UmstÃ¤nden stelle sich die Fra­ge, ob das Rechtsschutzinteresse der BeschwerdefÃ¼hrerin dahin gefallen und auf ihr Rechts­mittel nicht einzutreten sei. â Der Bezirksrat beantragte am 27. Februar 2003 unter Ver­zicht auf weitere AusfÃ¼hrungen Abweisung der Beschwerde. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die Kammer zieht in ErwÃ¤gung:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>1. Das Verwaltungsgericht ist zur Behandlung der vorliegenden Beschwerde nach § 19c Abs. 2 und § 41 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959/8. Juni 1997 (VRG) funktionell und sachlich zustÃ¤ndig. Da auch die Ã¼brigen Sachurteilsvorausset­zungen gegeben sind, ist auf die Beschwerde grundsÃ¤tzlich einzutreten.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>2. a) Mit Beschluss vom 28. Januar 2002 hat die Einzelfallkommission festgehalten, die BeschwerdefÃ¼hrerin werde bei WeiterfÃ¼hrung der selbstÃ¤ndigen ErwerbstÃ¤tigkeit noch lÃ¤ngstens bis 30. September 2002 unterstÃ¼tzt; spÃ¤testens ab 1. Oktober 2002 mÃ¼sse sie ihren Lebensbedarf aus den Einnahmen der selbstÃ¤ndigen ErwerbstÃ¤tigkeit decken kÃ¶nnen. Die GeschÃ¤ftsprÃ¼fungskommission der FÃ¼rsorgebehÃ¶rde hat die dagegen erhobene Ein­spra­­che am 23. Juli 2002 abgewiesen, dabei aber die sich aus diesem Beschluss ergebenden Rechtsfolgen dahin prÃ¤zisiert, dass die wirtschaftliche Hilfe ab Oktober 2002 zu kÃ¼rzen oder wegen rechtsmissbrÃ¤uchlichen Verhaltens ganz einzustellen sei, falls die Ertragslage des GeschÃ¤fts Ende September 2002 immer noch ungenÃ¼gend sei und die BeschwerdefÃ¼hre­rin dannzumal ihre selbstÃ¤ndige ErwerbstÃ¤tigkeit gleichwohl nicht aufgebe. Mit dem (noch vor dem Rekursentscheid des Bezirksrats vom 19. Dezember 2002 ergangenen) neuen Beschluss vom 19. September 2002 hat die Einzelfallkommission der BeschwerdefÃ¼hrerin zwar ab Oktober 2002 weiterhin UnterstÃ¼tzung zugesprochen, welche jedoch um den Be­­trag des Grundbedarfs II von monatlich Fr. 155.- zu kÃ¼rzen sei. Weil die BeschwerdefÃ¼h­rerin gegen diesen neuen Beschluss kein Rechtsmittel erhoben hat, ist es nach Auffassung der Beschwerdegegnerin fraglich, ob die BeschwerdefÃ¼hrerin noch ein schÃ¼tzenswer­tes Interesse an der ÃberprÃ¼fung des frÃ¼heren Beschlusses vom 28. Januar 2002 habe. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) Eine nÃ¤here Betrachtung des VerhÃ¤ltnisses zwischen dem Beschluss der Einzelfall­­kommission vom 28. Januar 2002 (Anfechtungsobjekt in diesem Beschwerdeverfahren) und dem Beschluss der Einzelfallkommission vom 19. September 2002 zeigt, dass mit letzte­­rem der erstere im Ergebnis teilweise in WiedererwÃ¤gung gezogen wurde: Die im Be­schluss vom 28. Januar 2002 verankerte Befristung der UnterstÃ¼tzung bis Ende September 2002 (Dispositivziffer 1) wird mit der am 19. September 2002 statuierten Ausrichtung von weiteren â allerdings gekÃ¼rzten â Sozialhilfeleistungen zurÃ¼ckgenommen. Der Bezirksrat hÃ¤t­te demzufolge den Rekurs teilweise als durch diese WiedererwÃ¤gung gegenstandslos ge­worden abschreiben mÃ¼ssen. Soweit allerdings mit dieser WiedererwÃ¤gung der Beschwerde­fÃ¼hrerin weniger zugesprochen wurde (nÃ¤mlich um den Grundbedarf II von Fr. 155.- ge­kÃ¼rzte Sozialhilfeleistungen), als sie mit Rekurs an den Bezirksrat verlangt hat (ungekÃ¼rzte Sozialhilfeleistungen), blieb ihr Anfechtungsinteresse im Rekursverfahren indessen aufrecht. Der Bezirksrat hat daher zu Recht auch beurteilt, ob die KÃ¼rzung ab Oktober 2002 zulÃ¤ssig war (vgl. Rekursentscheid E. 2d am Ende). Weil die Vorinstanz diese KÃ¼rzung be­stÃ¤tigte, hat die BeschwerdefÃ¼hrerin auch ein schutzwÃ¼rdiges Interesse, diese Frage durch das Verwaltungsgericht beurteilen zu lassen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>3. a) Anspruch auf wirtschaftliche Hilfe hat, wer fÃ¼r seinen Lebensunterhalt und den seiner FamilienangehÃ¶rigen mit gleichem Wohnsitz nicht hinreichend oder nicht rechtzeitig aus eigenen Mitteln aufkommen kann (§ 14 des Sozialhilfegesetzes vom 14. Juni 1981; SHG). Die wirtschaftliche Hilfe soll das soziale Existenzminimum gewÃ¤hrleisten, das neben den Ã¼blichen Aufwendungen fÃ¼r den Lebensunterhalt auch individuelle BedÃ¼rfnisse angemessen berÃ¼cksichtigt (§ 15 Abs. 1 SHG). Im Rahmen der Sozialhilfe kÃ¶nnen unterstÃ¼tzungsbedÃ¼rftige Personen, die eine selbstÃ¤ndige ErwerbstÃ¤tigkeit ausÃ¼ben, trotz Beibehaltung dieser TÃ¤tigkeit unterstÃ¼tzt wer­den, sofern ihre wirtschaftliche TÃ¤tigkeit langfristig Erfolg verspricht und die FÃ¼rsorgeab­hÃ¤ngigkeit beendet (RB 1999 Nr. 81; Charlotte Alfirev-Bieri, Leistungen der Sozialhilfe fÃ¼r SelbstÃ¤ndigerwerbende, in: Zeitschrift fÃ¼r Sozialhilfe 94/1997, S. 129 ff.). Angesichts dieser Zielsetzung stellt die wirtschaftliche Hilfe in solchen FÃ¤llen eine ÃberbrÃ¼ckungshilfe dar. Die GewÃ¤hrung derartiger ÃberbrÃ¼ckungshilfen soll â im Rahmen von Vereinbarungen oder aufgrund von VerfÃ¼gungen â mit Auflagen verbunden werden, welche mindestens die Frist fÃ¼r die Beibringung der notwendigen Unterlagen, die Frist fÃ¼r die fachliche ÃberprÃ¼fung, die Dauer der ÃberbrÃ¼ckungshilfe sowie die Form der Beendigung regeln. Die finanziellen Leistungen bestehen in der (ergÃ¤nzen­den) Sicherstellung des Lebensunterhalts fÃ¼r eine befristete Zeit. Diese Zeitspanne kann verlÃ¤ngert werden, wenn begrÃ¼ndete Aussicht auf eine nachhaltige Verbesserung ("turn­around") innert kurzer Zeit besteht (Richtlinien fÃ¼r die Ausgestaltung und Bemessung der Sozialhilfe, hrsg. von der Schweizerischen Konferenz fÃ¼r Sozialhilfe, SKOS-Richtlinien, Fassung vom Dezember 2000, Ziff. H.7; ferner Sozialhilfe-BehÃ¶rdenhandbuch, hrsg. von der Abteilung Ãffentliche Sozialhilfe des kantonalen Sozialamts, Ziff. 2.5.1/§ 15/1 SHG/I).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) Der Bezirksrat hat erwogen, seit Wiederaufnahme der wirtschaftlichen UnterstÃ¼t­zung im April (richtig: August) 1999 habe die Rekurrentin keine existenzsichernde Einnah­men erzielt. Schon vor der ErÃ¶ffnung des eigenen Coiffeursalons im MÃ¤rz 2002 habe die So­zialhilfebehÃ¶rde sich erfolglos bemÃ¼ht, sie zur Aufgabe der damals als Nebenerwerb be­triebenen selbstÃ¤ndigen TÃ¤tigkeit zu bewegen; ihre damalige Weigerung habe sie in der Stel­lensuche eingeschrÃ¤nkt, weil nur Teilzeitstellen in Frage gekommen seien. Wegen der Missachtung der damaligen Auflagen habe der Bezirksrat sie im Rekursentscheid vom 22. November 2001 unter ausdrÃ¼cklicher Billigung dieser Auflagen fÃ¶rmlich verwarnt, wel­cher Entscheid unangefochten in Rechtskraft erwachsen sei. Zu einer Neubeurteilung be­­stehe heute kein Grund, habe sich doch die wirtschaftliche Situation der Rekurrentin auch mit der ErÃ¶ffnung des eigenen Coiffeursalons nicht verbessert. Von MÃ¤rz 2002 bis August 2002 habe sich ein Betriebsgewinn von lediglich Fr. 622.90 ergeben. Die Rekurren­tin betreibe nun seit rund anderthalb Jahren Kundenwerbung ohne den erhofften Kunden­­zuwachs, weshalb mit einer Verbesserung in absehbarer Zeit nicht zu rechnen sei. Den Coif­feurberuf wie frÃ¼her in selbstÃ¤ndiger Weise, jedoch nur als Nebenerwerb zu betreiben, komme nunmehr, da sie einen eigenen Salon fÃ¼hre, nicht mehr in Betracht, was die Annah­me einer Teilzeitstelle von vornherein ausschliesse. Unter diesen UmstÃ¤nden gelte die Auf­lage zur Einstellung der selbstÃ¤ndigen ErwerbstÃ¤tigkeit und zur intensiven Suche nach einer Anstellung heute noch. Mit der ErÃ¶ffnung eines eigenen Coiffeursalons im MÃ¤rz 2002 habe die BeschwerdefÃ¼hrerin diese Auflage erneut missachtet, was eine KÃ¼rzung der Leis­tungen bereits ab Januar 2002 gerechtfertigt hÃ¤tte. Wenn die FÃ¼rsorgebehÃ¶rde statt dessen mit Beschluss vom 28. Januar 2002 UnterstÃ¼tzungsleistungen in vollem Umfang bis Septem­ber 2002 zugesprochen habe, habe sie der Rekurrentin entgegenkommenderweise eine wei­tere Chance gewÃ¤hrt. Seien deren BemÃ¼hungen (mit der selbstÃ¤ndigen ErwerbstÃ¤tigkeit ein existenzsicherndes Einkommen zu erzielen) sowie jene der BehÃ¶rden (die Rekurrentin zur Einstellung der selbstÃ¤ndigen ErwerbstÃ¤tigkeit zu bewegen) schon vor der ErÃ¶ffnung des eigenen Coiffeursalons erfolglos geblieben, bestehe heute ungeachtet dessen, dass sich die ErÃ¶ffnung bis MÃ¤rz 2002 verzÃ¶gert habe, kein Grund, die Rekurrentin weiterhin "im Rah­­men einer durchschnittlichen RentabilitÃ¤tsfrist fÃ¼r neu erÃ¶ffnete GeschÃ¤fte" zu unterstÃ¼t­zen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>c) Entgegen der Auffassung der BeschwerdefÃ¼hrerin sind die Vorinstanzen zu Recht davon ausgegangen, dass bereits ihre frÃ¼here TÃ¤tigkeit als Coiffeuse (aufgrund eines Mietvertrags mit dem Inhaber eines Coiffeursalons) eine selbstÃ¤ndige ErwerbstÃ¤tigkeit dar­stellte. Vor diesem Hintergrund war jedenfalls der frÃ¼here Beschluss der Einzelfallkommis­sion vom 1. Dezember 1999 rechtmÃ¤ssig, womit die BeschwerdefÃ¼hrerin zur Aufgabe ihrer damals als "Nebenerwerb" betriebenen TÃ¤tigkeit und zur Suche einer Anstellung angehalten worden war.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Allerdings ist zu beachten, dass der folgende Beschluss der Einzelfallkommission vom 21. Mai 2001 bereits der Absicht der BeschwerdefÃ¼hrerin, einen eigenen Salon zu er­Ã¶ffnen, Rechnung trug. Damit konnte sinnvollerweise nicht mehr die Erwartung an sie verbunden sein, eine Stelle zu suchen und ihre selbstÃ¤ndige ErwerbstÃ¤tigkeit sofort aufzugeben. Deswegen erscheint es widersprÃ¼chlich, wenn der Bezirksrat seinen anschliessenden Ent­scheid vom 22. November 2001 (womit er den damaligen Rekurs der BeschwerdefÃ¼hrerin an sich guthiess) mit einer fÃ¶rmlichen Verwarnung im Sinn von § 24 Abs. 1 SHG verband, dass "bei einer weiteren Missachtung der Auflagen" die Leistungen zu kÃ¼rzen seien. Von daher vermag es auch nicht zu Ã¼berzeugen, wenn der Bezirksrat im heute angefochtene Rekursentscheid vom 19. Dezember 2002 erwogen hat, mit der ErÃ¶ffnung eines eigenen Coiffeursalons im MÃ¤rz 2002 habe die BeschwerdefÃ¼hrerin diese Auflage erneut missachtet, was eine KÃ¼rzung der Leistungen bereits ab Januar 2002 gerechtfertigt hÃ¤tte. Wohl kam die Einzelfallkommission mit ihrem Beschluss vom 28. Januar 2002 der BeschwerdefÃ¼hrerin insoweit entgegen, als sie der unmittelbar bevorstehenden ErÃ¶ffnung des Coiffeursalons (nochmals) zustimmte; insofern war auch die damit verbundene Auflage rechtmÃ¤ssig, dass sich aus diesem Betrieb bis spÃ¤testens Ende September 2002 ein existenzsicherndes Einkom­­men ergeben mÃ¼sse. Dieser Beschluss bildete aber entgegen der Auffassung der Einspra­cheinstanz und des Bezirksrats keine hinreichende Grundlage, die Leistungen ab Oktober 2002 um den Betrag des Grundbedarfs II zu kÃ¼rzen, wie dies nunmehr die Einzelfallkom­­mission am 19. September 2002 beschlossen hat. ZulÃ¤ssig wÃ¤re es gewesen, der BeschwerdefÃ¼hrerin eine Frist zu Liquidation ihres Betriebs anzusetzen, verbunden mit der Auflage, ab sofort eine Stelle zu suchen. Denn es steht fest, dass sie bis Ende September 2002 die Erwartung, mit ihrem Betrieb ein existenzsicherndes Einkommen zu erzielen, nicht erfÃ¼llt hat. Daran vermÃ¶gen ihre AusfÃ¼hrungen in der Beschwerdeschrift, "dass sich in diesen zehn Monaten meine Einnahmen verdoppelt haben", nichts zu Ã¤ndern, worauf in der Beschwerdeantwort zu Recht hingewiesen wird.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Der genannte KÃ¼rzungsbeschluss der Einzelfallkommission vom 19. September 2002 (der nicht unmittelbar Anfechtungsobjekt des vorliegenden Rechtsmittelverfahrens bildet) ist allerdings von der BeschwerdefÃ¼hrerin wie erwÃ¤hnt nicht angefochten worden. Das heisst aber nicht, dass darauf nicht zurÃ¼ckgekommen werden kÃ¶nnte (vgl. vorstehend E. 2). Deswegen ist die Beschwerde im Sinn der ErwÃ¤gungen teilweise gutzuheissen. Das bedeutet, dass die FÃ¼rsorgebehÃ¶rde die BeschwerdefÃ¼hrerin entgegen deren Auffassung zur Aufgabe ihres Betriebes verpflichten darf (ohne VerlÃ¤ngerung der Frist fÃ¼r eine Aufbauphase, wie sie mit Beschluss vom 28. Januar 2002 gesetzt worden ist, jedoch unter Wahrung einer Liquidationsfrist). Anderseits sind der BeschwerdefÃ¼hrerin angesichts des insoweit rechtswidrigen Rekursentscheids vom 19. Dezember 2002 und ungeachtet dessen, dass sie den Beschluss der Einzelfallkommission vom 19. September 2002 nicht angefoch­ten hat, ab Oktober 2002 vorerst noch die volle UnterstÃ¼tzung (ohne KÃ¼rzung um den Grund­­bedarf II) zu gewÃ¤hren. ...</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>DemgemÃ¤ss entscheidet die Kammer:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>1. Die Beschwerde wird im Sinn der ErwÃ¤gungen teilweise gutgeheissen.</span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>...</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>