<h2>SubmittedText<h2><p><span style="color:black;">Der Bundesrat wird eingeladen, einen Bericht in Auftrag zu geben, welcher den Effekt der aktuellen Entwicklungen in der Arbeitswelt (Stress und Erschöpfung) für arbeitstätige Eltern und auf deren Familien, insbesondere Jugendliche und Kinder erforscht.</span></p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><div><p style="margin-top:0pt; margin-bottom:0pt; line-height:150%; widows:0; orphans:0; font-size:11pt"><span style="font-family:Arial">Der Bundesrat anerkennt sowohl die durch Stress und Erschöpfung ausgelöste psychische Belastung von Arbeitnehmenden als auch die Bedeutung von psychischer Gesundheit von Kindern und Jugendlichen. Allerdings sieht er aktuell keinen Bedarf, einen Bericht betreffend des Effektes von Stress in der Arbeitswelt auf Familien zu erstellen. Dies aus folgenden Gründen:</span></p><p style="margin-top:0pt; margin-bottom:0pt; line-height:150%; widows:0; orphans:0; font-size:11pt"><span style="font-family:Arial">1. Die Sensibilität für psychosoziale Belastungen am Arbeitsplatz besteht bereits. Der Arbeitgeber ist im Rahmen des Arbeitsgesetzes (ArG; Art. 6; SR 822.11) für den Schutz der psychosozialen Arbeitsbedingungen zuständig. Das Staatssekretariat für Wirtschaft (SECO) stellt im Rahmen des Arbeitsgesetzes im Bereich psychosoziale Belastungen am Arbeitsplatz verschiedene Hilfsmittel für die Prävention zur Verfügung, insbesondere Vollzugshilfen für Arbeitsaufsichtsbehörden und spezifische Unterlagen für Arbeitgebende und Arbeitnehmende. Die Eidgenössischen Koordinationskommission für Arbeitssicherheit (EKAS) greift das Thema der psychischen Belastungen am Arbeitsplatz in ihren aktuellen Diskussionen auf und überprüft derzeit, ob das Mandat der EKAS im Bereich der Prävention ausgeweitet werden könnte (siehe 22.3615 Ip. Maillard «Baugewerbe. Gesundheit vor Fristen», 23.3046 Po. Feri «Reduktion der psychischen Krankheiten dank sicherer und gesunder Arbeitsumgebung» und 23.3242 Po. Hurni «Wie kann die Prävention von arbeitsbedingten Erkrankungen gestärkt werden?»). Die Stiftung Gesundheitsförderung Schweiz (GFCH) fördert die psychische Gesundheit durch freiwillige Massnahmen in Betrieben. Im Auftrag der bundesrätlichen Strategie Gesundheit 2030 untersuchen das Bundesamt für Gesundheit (BAG), das SECO und GFCH welche Gesundheitseffekte effektiv von neuen Arbeitsformen ausgehen.</span></p><p style="margin-top:0pt; margin-bottom:0pt; line-height:150%; widows:0; orphans:0; font-size:11pt"><span style="font-family:Arial; -aw-import:ignore">&#xa0;</span></p><p style="margin-top:0pt; margin-bottom:0pt; line-height:150%; widows:0; orphans:0; font-size:11pt"><span style="font-family:Arial">2. Der Erhalt von psychischer Gesundheit bei Kindern wird auf verschiedenen Ebenen angestrebt, der Handlungsbedarf ist bekannt und wird bearbeitet. So werden Massnahmen zur Förderung der Gesundheit von Kindern und Jugendlichen umgesetzt. Dies erfolgt im Rahmen der bundesrätlichen Strategie Gesundheit 2030 und der Strategie Prävention nichtübertragbarer Krankheiten (NCD-Strategie) sowie basierend auf dem Bericht «Beabsichtigte Massnahmen zur psychischen Gesundheit in der Schweiz» (Po. 13.3370 der Kommission für soziale Sicherheit und Gesundheit des Ständerats (SGK-SR)). Unter anderem setzt GFCH kantonale Aktionsprogramme zur Förderung der psychischen Gesundheit um, mit Fokus auf der Zielgruppe Kinder und Jugendliche und ihre Bezugspersonen. </span></p><p style="margin-top:0pt; margin-bottom:0pt; line-height:150%; widows:0; orphans:0; font-size:11pt"><span style="font-family:Arial; -aw-import:ignore">&#xa0;</span></p><p style="margin-top:0pt; margin-bottom:0pt; line-height:150%; widows:0; orphans:0; font-size:11pt"><span style="font-family:Arial">Aufgrund der oben genannten bestehenden Massnahmen, ist der Bundesrat der Auffassung, dass der geforderte Bericht nicht den erwünschten Mehrwert in Bezug auf die bereits bekannten Herausforderungen bringen kann. Die psychische Gesundheit von Kindern und Jugendlichen ist von vielen Faktoren abhängig. Zielführender erscheint der Fokus auf die jeweiligen Zielgruppen und Settings, sowie die Umsetzung der konkret laufenden und geplanten Massnahmen durch die relevanten Akteure.</span></p></div><br><br>Der Bundesrat beantragt die Ablehnung des Postulates.