<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: SB.2002.00077</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=107039&amp;W10_KEY=13013573&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>SB.2002.00077</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 29.01.2003</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">2. Abteilung/2. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Steuerrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Einschätzung 2000</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Zeitliche Bemessung bei tatsächlicher Trennung der Ehegatten Mangels Nachweises der steuermindernden Tatsache, dass der Ehemann getrennt von der Ehefrau im Ausland lebt, werden die Ehegatten gemeinsam besteuert.</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: Urteile: Steuerrecht UR: Steuern von Einkommen und VermÃ¶gen, Kapital, Ertra ST: ALLGEMEINE BESTIMMUNGEN">ALLGEMEINE BESTIMMUNGEN</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: EHEGATTENBESTEUERUNG">EHEGATTENBESTEUERUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: Urteile: Steuerrecht UR: Steuern von Einkommen und VermÃ¶gen, Kapital, Ertra ST: EINSCHÃTZUNG UND EINSCHÃTZUNGSGRUNDLAGEN">EINSCHÃTZUNG UND EINSCHÃTZUNGSGRUNDLAGEN</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ERMESSENSEINSCHÃTZUNG">ERMESSENSEINSCHÃTZUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: GEMEINSAME VERANLAGUNG">GEMEINSAME VERANLAGUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: GETRENNT LEBEND">GETRENNT LEBEND</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: HILFSBLATT C">HILFSBLATT C</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: NOVENVERBOT">NOVENVERBOT</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: OFFENSICHTLICHE UNRICHTIGKEIT">OFFENSICHTLICHE UNRICHTIGKEIT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: UNRICHTIGKEITSNACHWEIS">UNRICHTIGKEITSNACHWEIS</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade">§ 7 lit. I StG</span><br/><span class="gerade">§ 52 lit. III StG</span><br/><span class="ungerade">§ 123 Abs. I StG</span><br/><span class="gerade">§ 133 lit. II StG</span><br/><span class="ungerade">§ 135 lit. I StG</span><br/><span class="gerade">§ 139 lit. II StG</span><br/><span class="ungerade">§ 140 StG</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 3 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Einzug1">I. Die Eheleute A. und B. wurden vom kantonalen Steueramt am 13. Februar 2002 fÃ¼r die Steuerperiode 2000 in Anwendung von § 139 Abs. 2 des Steuergesetzes vom 8. Juni 1997 (StG) nach pflichtgemÃ¤ssem Ermessen mit einem steuerbaren Einkommen von Fr. 380'000.- sowie einem steuerbaren VermÃ¶gen von Fr. ... eingeschÃ¤tzt.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Hiergegen erhob die pflichtige Ehefrau Einsprache. Sie legte ein nur auf ihren Namen lautendes und von ihr unterzeichnetes SteuererklÃ¤rungsformular bei, welches im Abschnitt "Personalien, Berufs- und FamilienverhÃ¤ltnisse am 31. Dezember 2000" unter der Rubrik "Zivilstand" den Vermerk "getrennt" trug. Das kantonale Steueramt wies die Ein­sprache am 22. April 2002 ab und auferlegte die Verfahrenskosten beiden Eheleuten. Es hielt fest, Nachforschungen hÃ¤tten ergeben, dass weder eine Meldung Ã¼ber eine Trennung noch Ã¼ber getrennte Wohnsitze vorliege. Bis zum 15. April 2002 seien beide Ehepartner an derselben Adresse gemeldet gewesen, so dass davon ausgegangen werden kÃ¶nne, dass sowohl Ehemann als auch Ehefrau von der ErmessenseinschÃ¤tzung Kenntnis hÃ¤tten.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">II. Mit Rekurs, dem sie je eine separate SteuererklÃ¤rung jedes Ehegatten beilegte, verlangte die Ehefrau, sie sei getrennt von ihrem Ehemann zu veranlagen. Sie machte geltend, sie habe sich auf den 31. Dezember 2000 einvernehmlich von diesem getrennt. Ihr Ehemann weile, wenn er sich nicht gerade in der Schweiz aufhalte, im Ausland, wo er ein eigenes Haus bewohne. Im Kanton ZÃ¼rich verfÃ¼ge er nicht Ã¼ber eine feste Wohnung. Das Einvernehmen zwischen den Eheleuten sei gut, weshalb der Ehemann seine Postadresse bei der Ehefrau habe belassen dÃ¼rfen. Diese leite sÃ¤mtliche Post an den Ehemann weiter, der seit Mitte Dezember 2001 nachweislich nicht mehr in der Schweiz gewesen sei. Somit sei ihm "weder die Zustellung noch die ErmessenseinschÃ¤tzung bekannt", wie das kantonale Steueramt angenommen habe.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Die Steuerrekurskommission II wies das Rechtsmittel am 28. Juni 2002 ab. </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">III. Die pflichtigen Eheleute liessen mit Beschwerde vom 16. September 2002 dem Verwaltungsgericht zur Hauptsache beantragen, sie seien getrennt zu veranlagen; hilfsweise stellten sie den Antrag, das steuerbare Einkommen und VermÃ¶gen der Ehegatten sei an­gemessen festzulegen. Ausserdem verlangten sie die Zusprechung einer ParteientschÃ¤digung.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Das kantonale Steueramt schloss auf Abweisung der Beschwerde, wÃ¤hrend die Rekurskommission II auf Vernehmlassung verzichtete. </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Die Kammer zieht in ErwÃ¤gung:</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">1. Mit der Steuerbeschwerde an das Verwaltungsgericht kÃ¶nnen laut § 153 Abs. 3 StG alle Rechtsverletzungen, einschliesslich Ãberschreitung oder Missbrauch des Ermessens, und die unrichtige oder unvollstÃ¤ndige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts geltend gemacht werden. </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">a) Das Verwaltungsgericht hat sich infolgedessen auf die reine Rechtskontrolle zu beschrÃ¤nken; dazu gehÃ¶rt auch die PrÃ¼fung, ob die Vorinstanzen den rechtserheblichen Sachverhalt gesetzmÃ¤ssig festgestellt haben. Dem Gericht ist es daher verwehrt, das von der Rekurskommission in Ãbereinstimmung mit dem Gesetz ausgeÃ¼bte Ermessen auf Angemessenheit hin zu Ã¼berprÃ¼fen und so sein Ermessen anstelle desjenigen der Rekursinstanz zu setzen. Die PrÃ¼fungsbefugnis des Verwaltungsgerichts erstreckt sich lediglich auf rechtsverletzende Ermessensfehler, d.h. auf ErmessensÃ¼berschreitung und auf Ermessensmissbrauch.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Ihr Ermessen Ã¼berschreitet die BehÃ¶rde, wenn sie den Rahmen des ihr gesetzlich zustehenden Ermessens verlÃ¤sst, indem sie nach Ermessen entscheidet, obwohl ihr das Gesetz kein solches einrÃ¤umt. Ein Ermessensmissbrauch liegt vor, wenn die BehÃ¶rde das Ermessen zwar im gesetzlich vorgegebenen Rahmen ausÃ¼bt, dieses aber unter sachfremden Gesichtspunkten oder in Missachtung allgemeiner Rechtsprinzipien betÃ¤tigt; das ist insbesondere der Fall, wenn die ErmessensbetÃ¤tigung als unhaltbar, als willkÃ¼rlich und rechtsungleich erscheint (RB 1999 Nr. 147).</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">b) FÃ¼r das Beschwerdeverfahren vor Verwaltungsgericht gilt das Novenverbot. FÃ¼r das Verwaltungsgericht ist somit die gleiche Aktenlage massgebend wie fÃ¼r die Rekurs­kommission. Tatsachen oder Beweismittel, die nicht spÃ¤testens im Rekursverfahren behauptet bzw. vorgelegt oder angerufen worden sind, dÃ¼rfen infolgedessen im Beschwerde­verfahren grundsÃ¤tzlich nicht nachgebracht werden (RB 1999 Nrn. 149 und 150; Felix Richner/Walter Frei/Stefan Kaufmann, Kommentar zum harmonisierten ZÃ¼rcher Steuergesetz, ZÃ¼rich 1999, § 153 N. 43).</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">2. Ehegatten, die in rechtlich und tatsÃ¤chlich ungetrennter Ehe leben, Ã¼ben nach § 123 Abs. 1 StG die nach dem Steuergesetz dem Steuerpflichtigen zukommenden Verfahrensrechte und -pflichten gemeinsam aus. Ihr Einkommen und ihr VermÃ¶gen werden gemÃ¤ss § 7 Abs. 1 StG ohne RÃ¼cksicht auf den GÃ¼terstand zusammengerechnet. </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">a) Aus der gesetzlichen Ordnung folgt, dass die Ehegatten gemeinsam veranlagt werden mÃ¼ssen, wenn sie in<b> </b>rechtlich und tatsÃ¤chlich ungetrennter Ehe leben (Richner/<span> </span>Frei/Kaufmann, § 123 N. 3; Maja Bauer-Balmelli/Philip Robinson in: Kommentar zum Schweizerischen Steuerrecht I/1, 2. A. Basel/Genf/MÃ¼nchen 2002, Art. 3 StHG N. 22; ausfÃ¼hrlich Bernhard Greminger in: Kommentar zum Schweizerischen Steuerrecht I/2, Basel/<span> </span>Genf/MÃ¼nchen 2000, Art. 9 DBG N. 5 ff.). Bei Scheidung und bei rechtlicher oder tatsÃ¤ch­licher Trennung wird laut § 52 Abs. 3 StG jeder Ehegatte fÃ¼r die ganze Steuerperiode getrennt besteuert. Entsprechend entfÃ¤llt eine gemeinsame Veranlagung der Eheleute fÃ¼r die gesamte Steuerperiode, in welcher die Scheidung oder Trennung stattgefunden hat. </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">In zeitlicher Hinsicht sind die VerhÃ¤ltnisse in der Steuerperiode massgebend. Gemeinsam zu veranlagen sind deshalb auch mittlerweile geschiedene, getrennt lebende oder verschiedenen Steuerhoheiten unterworfene Ehegatten fÃ¼r Steuerperioden, in denen sie noch in rechtlich und tatsÃ¤chlich ungetrennter Ehe gelebt haben (Richner/Frei/Kaufmann, § 123 N. 3 am Ende; Martin Zweifel in: Kommentar zum Schweizerischen Steuerrecht I/1, 2. A. Basel/Genf/MÃ¼nchen 2002, Art. 40 StHG N. 4).</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">b) Nach der allgemeinen Regel, wonach der Steuerpflichtige die Beweislast fÃ¼r Tatsachen trÃ¤gt, welche die Steuerschuld aufheben oder mindern (vgl. BGr, 22.2.1993, ASA 62 [1993/94], S. 720 E. 5b; BGE 121 II 257 E. 4c/aa), ist der bisher in ungetrennter Ehe le­bende Gatte gehalten, seine Behauptung nachzuweisen, die Eheleute hÃ¤tten sich rechtlich oder tatsÃ¤chlich getrennt (vgl. BGr, 20. Juni 1989, StE 1990 B 13.1 Nr. 8, E. 4; Peter Locher, Kommentar zum DBG, I. Teil, Therwil/Basel 2001, Art. 9 N. 20). </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Diesen Nachweis hat der Ehegatte im Licht des Grundsatzes von § 135 Abs. 1 StG, wonach der Steuerpflichtige alles tun muss, um eine vollstÃ¤ndige und richtige EinschÃ¤tzung zu ermÃ¶glichen, von sich aus durch eine substanzierte Sachdarstellung und durch Beschaffung oder Bezeichnung von Beweismitteln anzutreten (RB 1987 Nr. 35). Substanziert ist eine Sachdarstellung dann, wenn sie all jene Tatsachen enthÃ¤lt, welche erforderlich sind, um die rechtliche Beurteilung der geltend gemachten tatsÃ¤chlichen Trennung der Ehegatten vornehmen zu kÃ¶nnen. Nur unter diesen Voraussetzungen ist die Rekurskommission verpflichtet, die anerbotenen Beweise abzunehmen. Ist die Sachdarstellung oder das Beweismittelangebot ungenÃ¼gend, so hat die Rekurskommission weder von Amtes wegen eine Untersuchung zu fÃ¼hren, um sich die fehlenden tatsÃ¤chlichen Grundlagen zu beschaffen, noch den Steuerpflichtigen zur Beweisleistung zuzulassen. Eine unvollstÃ¤ndige Sachdarstellung kann nicht im Beweisverfahren nachgeholt werden (RB 1980 Nr. 69).</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">c) Die Ehefrau hat in der Rekursschrift vorgebracht, sie habe sich auf den 31. Dezember 2000 einvernehmlich vom Ehemann getrennt. Das hat die Rekurskommission richtigerweise so verstehen dÃ¼rfen, dass die Eheleute erst seit 1. Januar 2001 tatsÃ¤chlich getrennt leben und somit in der Steuerperiode 2000 noch in ungetrennter Ehe gelebt haben. DafÃ¼r, dass die Trennung der Ehegatten "allerspÃ¤testens am 31. Dezember 2000 begonnen [habe]", wie die Pflichtigen in der Beschwerde behaupten, was bedeuten wÃ¼rde, dass sie die Gemeinschaft tatsÃ¤chlich am 30. Dezember 2000 oder frÃ¼her aufgehoben hÃ¤tten, finden sich indessen keinerlei Anhaltspunkte in den Akten. Die AusfÃ¼hrungen der Ehefrau in der Rekursschrift, ihr Ehemann, der im Kanton ZÃ¼rich nicht Ã¼ber eine feste Wohnung verfÃ¼ge, weile, wenn er sich nicht gerade in der Schweiz aufhalte, was seit Mitte Dezember 2001 nicht mehr der Fall sei, in X., wo er ein eigenes Haus bewohne, lassen nicht erkennen, dass die Eheleute schon im Jahr 2000 tatsÃ¤chlich getrennt gelebt haben. Unter diesen UmstÃ¤nden war die Rekurskommission nicht gehalten, aufs Geratewohl Nachforschungen darÃ¼ber anzustellen, zu welchem Zeitpunkt sich die Pflichtigen mutmasslich getrennt haben kÃ¶nnten. Vielmehr ist zu Ungunsten der beweisbelasteten Pflichtigen davon auszugeben, sie hÃ¤tten im Jahr 2000 noch in tatsÃ¤chlich und rechtlich ungetrennter Ehe gelebt. </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Entgegen ihrem Hauptantrag sind die Pflichtigen somit zu Recht von den Vorinstanzen gemeinsam veranlagt worden. </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">3. Hat der Steuerpflichtige trotz Mahnung seine Verfahrenspflichten nicht erfÃ¼llt, nimmt das kantonale Steueramt kraft § 139 Abs. 2 StG die EinschÃ¤tzung nach pflichtge­mÃ¤ssem Ermessen vor. Eine derartige EinschÃ¤tzung kann der Steuerpflichtige gemÃ¤ss § 140 Abs. 2 StG nur wegen offensichtlicher Unrichtigkeit anfechten. </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">a) Den im Einsprache-, spÃ¤testens im Rekursverfahren zu erbringenden Unrichtigkeitsnachweis hat der Steuerpflichtige dadurch anzutreten, dass er binnen Rechtsmittelfrist die versÃ¤umten Verfahrenspflichten erfÃ¼llt, eine zur Beseitigung der Ungewissheit Ã¼ber die tatsÃ¤chlichen VerhÃ¤ltnisse erforderliche substanzierte Sachdarstellung gibt und hierfÃ¼r not­wendige Beweismittel beibringt oder zumindest anbietet. Nur unter diesen formellen Voraussetzungen wird der Steuerpflichtige Ã¼berhaupt zur Leistung des Unrichtigkeitsnachweises zugelassen und ist die RechtsmittelbehÃ¶rde zur Untersuchung und Beweisabnahme ver­pflichtet. Andernfalls gilt der Nachweis ohne weiteres als gescheitert (vgl. RB 1994 Nr. 45 E. a) mit der Folge, dass die ErmessenseinschÃ¤tzung als solche bestehen bleibt und einzig ihrer HÃ¶he nach der PrÃ¼fung der SchÃ¤tzung der Steuerfaktoren auf "offensichtliche Unrich­tigkeit" hin unterliegt (Zweifel, Art. 48 StHG N. 47 ff.). </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Aus dem Novenverbot (vgl. E. 1b) ergibt sich sodann ohne weiteres, dass der Nach­weis der Unrichtigkeit einer EinschÃ¤tzung nach pflichtgemÃ¤ssem Ermessen vor Verwaltungsgericht nicht mehr erbracht werden kann. Das Verwaltungsgericht hat sich somit darauf zu beschrÃ¤nken, den Aktenstand, wie er der Rekurskommission vorgelegen hat, auf Rechtsverletzungen zu Ã¼berprÃ¼fen (RB 1999 Nr. 150) und deren SchÃ¤tzung auf WillkÃ¼r zu Ã¼berprÃ¼fen (vgl. 1a). WillkÃ¼rlich ist eine SchÃ¤tzung dann, wenn sie sich nach den Akten als geradezu unmÃ¶glich, als sachlich nicht begrÃ¼ndbar erweist (RB 1963 Nr. 62 = ZBl 65, 384 = ZR 65 Nr. 13).</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">b) Die Pflichtigen haben trotz Mahnung keine SteuererklÃ¤rung fÃ¼r die Steuerperiode 2000 eingereicht und sind deshalb zu Recht nach pflichtgemÃ¤ssem Ermessen im Sinn von § 139 Abs. 2 StG eingeschÃ¤tzt worden. Sie haben jedoch den Nachweis, dass die EinschÃ¤tzung unrichtig sei, nicht gehÃ¶rig angetreten, indem sie die versÃ¤umte Verfahrenspflicht, die SteuererklÃ¤rungspflicht von § 133 StG, weder im Einsprache- noch im Rekursverfahren voll­stÃ¤ndig erfÃ¼llt haben. Sie haben es nÃ¤mlich unterlassen, dem amtlichen Hauptformular das Hilfsblatt C â das Verzeichnis der Liegenschaften â beizufÃ¼gen, das wie das Hilfsblatt A fÃ¼r SelbstÃ¤ndigerwerbende (RB 1986 Nr. 50 = StE 1987 B 93.5 Nr. 6) Bestandteil der vollstÃ¤ndig ausgefÃ¼llten SteuererklÃ¤rung bildet (VGr, 7. Dezember 1994, SB 94/0022).</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Demnach gilt der Unrichtigkeitsnachweis als gescheitert.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">c) Die Rekurskommission hat aufgrund des ihr vorgelegenen, rechtens nicht ergÃ¤nzten Aktenstands erwogen, die vom kantonalen Steueramt getroffene SchÃ¤tzung der Steuerfaktoren sei nicht offensichtlich unrichtig. </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Sie hat diesen Schluss zur Hauptsache mit der ungewissen HÃ¶he des Liegenschafts­einkommens begrÃ¼ndet: FÃ¼r die Liegenschaft der Ehefrau in Y. liege eine Liegenschaftenrechnung Ã¼ber die Zeit vom 1. April 1999 bis 31. MÃ¤rz 2000 vor, wÃ¤hrend welcher die Liegenschaft laut dieser Abrechnung renoviert worden und wohl deshalb zu einem grossen Teil â der erste, zweite und vierte Stock â leer gestanden sei. FÃ¼r den Rest der Steuerperiode, vom 1. April bis 31. Dezember 2000, fehlten indessen jegliche Angaben. Es sei daher unbekannt, ob diese LeerstÃ¤nde auch wÃ¤hrend dieser Zeitspanne fort gedauert hÃ¤tten. Es sei durchaus mÃ¶glich, dass die allenfalls inzwischen renovierten RÃ¤umlichkeiten zu einem Mietzins wie im Jahr 1995/96, welcher Fr. 86'567.50 fÃ¼r jedes der drei Stockwerke betragen habe, hÃ¤tten vermietet werden kÃ¶nnen. So sei der Ehefrau 1995/96 ein Liegenschaftseinkommen von Fr. 276'224.- zugeflossen. Diese AusfÃ¼hrungen Ã¼berzeugen. Die tatsÃ¤chliche Behauptung der Pflichtigen, wonach der Leerstand der erwÃ¤hnten Liegenschaft bis zum "Sommer 2000" gedauert habe, ist neu und daher wegen des Novenverbots (vgl. E. 1b) nicht zu hÃ¶ren. </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Wird der SchÃ¤tzung ein Liegenschaftseinkommen der fraglichen Liegenschaft von Fr. 210'000.- zugrunde gelegt, was nicht Ã¼bersetzt erscheint, so ergibt sich aufgrund der Ã¼b­rigen Angaben in der SteuererklÃ¤rung ein steuerbares Einkommen der Ehefrau von rund Fr. 355'000.-. Zusammen mit dem deklarierten Einkommen des Ehemanns von Fr. 22'000.- resultiert eine steuerbares Einkommen der Ehegatten von Fr. 377'000.-. Die SchÃ¤tzung des Einkommens mit Fr. 380'000.- erweist sich damit nicht als offensichtlich unrichtig. Gleiches gilt fÃ¼r die SchÃ¤tzung des steuerbaren VermÃ¶gens, fÃ¼r das auf die zutreffenden ErwÃ¤gungen der Rekurskommission verwiesen werden kann (vgl. § 161 des Gerichtsverfassungsgesetzes vom 13. Juni 1976), denen die Pflichtigen in der Beschwerde nicht entgegengetreten sind.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Das fÃ¼hrt zur Abweisung der Beschwerde.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">4. ...</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">DemgemÃ¤ss entscheidet die Kammer:</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug2">1. Die Beschwerde wird abgewiesen.</p> <p class="Einzug2"> </p> <p class="Einzug2">2. <span>...</span></p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>