Kassationsgericht des Kantons Zürich Kass.-Nr. AA090084/U/mum Mitwirkende: der Kassationsrichter Herbert Heeb, Vizepräsident, die Kassationsrichterin Sylvia Frei, der Kassationsrichter Paul Baumgartner, die Kassationsrichterin Yvona Griesser und der Kassationsrichter Reinhard Oertli sowie die juristische Sekretärin Margrit Scheuber Zirkulationsbeschluss vom 22. September 2010 in Sachen A. A., geboren …, von …, …, whft. …, Beklagte, Appellantin und Beschwerdeführerin vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. C. und Rechtsanwältin D. sowie B. A., geboren …, von …, …, whft. …, Nebenintervenient gegen 1. Staat und Stadt Zürich , Werdstr. 75, 8022 Zürich, vertreten durch Steueramt der Stadt Zürich, z.Hd. Rechtsanwalt Dr. Bruno Fässler, Werdstr. 75, Postfach, 8022 Zürich 2. Kanton Zürich, Abteilung Direkte Bundessteuer, Bändliweg 21, 8090 Zürich, vertreten durch Kantonales Steueramt Zürich, Abteilung direkte Bundessteuer, z.Hd. lic. iur. Gregor Frischknecht, Bändliweg 21, Postfach, 8090 Zürich 3. E. AG, in …, vertreten durch Dr. F. 4. G. AG, in …, vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. H. 5. I. K. , Dr. iur., geboren …, von …, …, in …, Kläger, Appellaten und Beschwerdegegner betreffend Anfechtung Nichtigkeitsbeschwerde gegen ein Urteil der I. Zivilkammer des Obergerichts des Kantons Zürich vom 11. Mai 2009 (LB070012/U) - 2 - Das Gericht hat in Erwägung gezogen: I. 1.1 Mit öffentlich beurkundetem Schenk ungsvertrag vom 8. Februar 1994 schenkte B. A. (Nebenintervenient) seiner Ehefrau A. A. (Beklagte und Be- schwerdeführerin) zwei Grundstücke an der L. strasse x und y in M. (Kat. Nr. xxxx und yyyy). Es handelt sich dabei um zwei Wohnhäuser mit Garagen, Hofraum und Garten, wobei jenes an der L.strasse x vo n der Beklagten bewohnt wird. Die fünf auf den beiden Liegenschaften lastenden u nd unbelasteten Schuldbriefe wurden gleichentags der Beklagten zu Eigentum übertragen. Gleichzeitig mit der Schen- kung der Liegenschaften liess sich B. A. ein lebenslängliches Nutzniessungsrecht an den beiden Liegenschaften, zu Lebzeit en der Beklagten mit dieser gemein- sam, einräumen, wobei der Unterhalt etc. zu Lasten des Nutzniessungsberechtig- ten B. A. gehe. Die Ei gentumsübertragung wurde am gleichen Tag beim Grund- buchamt M. angemeldet und der Besitzesantr itt erfolgte mit der Eigentumsüber- tragung (BG act. 4/3). 1.2 Am 14. März 1995 wurde mit Wi rkung ab 14. März 1995, 11.00 Uhr, über B. A. der Konkurs eröffnet. Das Begehren stellte die N. AG bezüglich einer in Betreibung gesetzten Forderung über Fr. 2' 800.-- zuzüglich Zins. Alle gegen die Konkurseröffnung erhobenen Rechtsmittel wu rden abgewiesen (BG act. 35). Mit Verfügung vom 27. Juni 2001 wurde das Konkursverfahren gestützt auf den Schlussbericht des Konkursamtes O. vo m 14. Juni 2001 als geschlossen erklärt; gemäss dem Schlussbericht resultierte ein Gesamtverlust von Fr. 23'123'435.75 (BG act. 245A), was einer Konkursdividen de von rund 30% entsprach (BG act. 98, S. 21, act. 144, S. 14, act. 334, S. 10, act. 339, S. 126). Die Konkursverwal- tung trat bereits mit Schreiben vom 29. Januar 1997 den Anfechtungsanspruch gemäss Art. 285 ff. SchKG gegenüber der Beklagten hinsichtlich des Schen- kungsvertrages vom 8. Februar 1994 an die Kläger 1 bis 3 und 5 sowie an die P. AG (ursprüngliche Klägerin 4) und H. sowie Q. ab (BG ac t. 4/2), wobei die letzte- ren beiden auf die Geltendm achung des Anspruches am 6. September 1997 ver- zichteten (BG act. 4/4.1 und 4/4.2). - 3 - 1.3 Am 15. September 1997 gingen beim Bezirksgeric ht R. die Klageschrift sowie die Weisungen des Friedensrichteramt es M. ein, womit verlangt wurde, die Beklagte sei zu verpflichten, die Liegenschaften L.strasse x und y in M. im Sinne von Art. 291 SchKG zurückzugeben, damit diese im Konkurs ihres Ehemannes B. A. verwertet werden könnten und das Grundbuchamt sei demgemäss anzuwei- sen, im Grundbuch von M. das Eigentum an den Liegenschaften zurück zu über- tragen sowie das auf den beiden Liegenschaften lastende Nutzniessungsrecht sei zu löschen (BG act. 2). Nach einer während dem Verfahr en erlassenen Verfü- gungsbeschränkung über die beiden Grundstü cke am 17. September 1997, der Zulassung B. A.s als Nebenintervenient am 21. Juni 1999, dem Parteiwechsel der Klägerin 4 zufolge Abtretung des Anspru ches an die G. AG und der persönlichen Befragung der Beklagten im No vember 2003 fällte das Bezirksgericht R., I. Abtei- lung, am 15. Dezember 2006 das Urteil: Es wurde festgestellt, dass die im Eigen- tum der Beklagten stehenden Liegenschaften L.strasse x und y in M. ohne das zugunsten von B. A. auf beiden Liegenschaften last ende lebenslängliche Nutz- niessungsrecht im Konkursverfahren gege n B. A. zur Verwertung herangezogen werden könnten und demzufolg e wurde die Beklagte verpflichtet, die Admassie- rung und Verwertung der Liegenschaften ohne das zugunsten von B. A. auf bei- den Liegenschaften lastende Nutzniessungsr echt durch das Konkursamt O. zu dulden. Das Konkursamt O. wurde angewiesen, die im Eigentum der Beklagten stehenden obgenannten Liegenschaft en im Konkursverfahren gegen B. A. ohne das zu seinen Gunsten lautende Nutzni essungsrecht zu admassieren und zu verwerten (BG act. 305). 2.1 Im Januar 2007 erklärten sowohl der Nebenintervenient wie auch die Beklagte die Berufung (OG act. 306 und 306A), welche von der Beklagten mit Eingabe vom 25. April 2007 begr ündet wurde (OG act. 314). Das zweitinstanzli- che Verfahren wurde schriftlich durchgeführt, wobei zuletzt die Kläger 1 und 3 bis 5 zu einer Noveneingabe der Beklagten vom 27. Oktober 2008 (OG act. 368) mit Eingabe vom 3. November 2008 Stellung nahmen (OG act. 372). Die Hauptpar- teien haben auf öffentliche Urteilsberatung und öffentlic he / mündliche Urteilser- öffnung verzichtet (OG Prot. S. 21; OG act. 377). 2.2 Die Vorinstanz hat verschied ene Eingaben, Einsprachen, Ausstandsbe- gehren und prozessuale Anträge des Neb enintervenienten mit Beschlüssen vom - 4 - 7. Mai 2007 (OG act. 317), 11. Juli 2007 ( OG act. 325), 5. Dezember 2007 (OG act. 340), 13. März 2008 (OG act. 359) und 3. April 2008 (OG act. 365) abgewie- sen. Sodann wurden Einsprachen und Ausstandsbeg ehren des Nebeninterve- nienten vom 26. November 2008 (OG act. 375) und vom 24. März 2009 (OG act. 378) mit Beschluss vom 11. Mai 2009 abgewiesen, insbesondere auch dessen Antrag auf Durchführung einer öffentlichen Verhandlu ng bzw. des mündlichen Verfahrens für die Berufungsreplik und -duplik, nachdem die Hauptparteien darauf verzichtet hatten (OG act. 379 = KG act. 2) . Mit Urteil vom 11. Mai 2009 stellte das Obergericht des Kantons Zürich, I. Zi vilkammer, fest, dass die im Eigentum der Beklagten stehenden Lieg enschaften L.strasse x und y in M. ohne das zu- gunsten von B. A. auf beiden Liegenschaften lastende lebenslängliche Nutznies- sungsrecht im Konkursverfahren gegen B. A. zur Verwertung herangezogen wer- den können und verpflichtete die Beklagte, die Admassierung und Verwertung der Liegenschaften durch das Konkursamt O. zu dulden. Das Konk ursamt O. wurde angewiesen, die erwähnten Li egenschaften im Konkursve rfahren gegen B. A. zu admassieren und zu verwerten (OG act. 379 = KG act. 2). 3.1 Gegen dieses Urteil erhob die Beklagte und Beschwerdeführerin (nach- folgend: Beschwerdeführerin) kantonale Nic htigkeitsbeschwerde. Sie beantragte mit Eingabe vom 12. Juni 2009, Disp.-Ziff. 1 bis 5 des Urteils des Obergerichts des Kantons Zürich vom 11. Mai 2009 seien aufzuheben und die Sache sei zur neuen Entscheidung an das Obergericht zu rück zu weisen (KG act. 1). Dem gleichzeitig gestellten Antrag um Gewähr ung der aufschiebenden Wirkung wurde mit Verfügung des Vizepräsidenten des Kassationsgerichts vom 18. Juni 2009 entsprochen (KG act. 7). Gleichzeitig wurde der Beklagten Frist zur Bezahlung ei- ner Prozesskaution in der Höhe von Fr. 65'000.-- angesetzt und mit Verfügungen vom 26. Juni 2009 (KG act. 10) und vom 28. Juli 2009 (KG act. 14) erstreckt. Die Kaution ging innert erstreckter Frist ei n (KG act. 24). Die Beschwerdeantwort der Beschwerdegegner, mit welcher diese die Abweisung der Beschwerde beantra- gen, datiert vom 29. September 2009 (KG act. 30) und wurde der Beschwerdefüh- rerin und dem Nebenintervenienten zur K enntnisnahme zugestellt (KG act. 31). Die Vorinstanz hat auf eine Vernehmlassung verzichtet (KG act. 12). 3.2 Die vom Nebenintervenienten gegen verschiedene Mitglieder und juristi- sche Sekretäre des Kassationsgerichts gestellten Ausstandsbegehren und von - 5 - ihm eingereichte Einsprachen gegen di e Kautionsverfügung vo m 10. Juli 2009, 20. Juli 2009 und 14. August 2009 (KG act. 16, 17 und 22) wurden vom Kassati- onsgericht mit Beschluss vom 9. September 2009 abgewiesen, soweit darauf ein- getreten wurde (KG act. 27). Auf weiter e vom Nebenintervenienten gestellte Aus- standsbegehren und Anträge vom 12. Ok tober 2009 (KG act. 33) und vom 15. Oktober 2009 (KG act. 35) wurde mi t Zwischenbeschluss vom 26. Oktober 2009 nicht eingetreten (KG act. 36). Das Bundes gericht trat mit Urteil vom 9. De- zember 2009 auf eine gegen letzteren Beschluss erhobene Beschwerde des Ne- benintervenienten nicht ein (KG act. 39). II. 1. Die Beschwerdeführerin beanstandet, die Vorinstanz sei von willkürlichen tatsächlichen Annahmen bzw. von einer willkürlichen antizipierten Beweiswürdi- gung ausgegangen, indem sie zum Schluss gekommen sei, es lägen genügend Indizien zur Annahme vor, dass B. A. bei der Schenkung der zwei Grundstücke eine Schädigungsabsicht gehabt habe bzw. eine Schädigung der Gläubiger zu- mindest in Kauf genommen habe. Die Vorinstanz habe die wesentlichen Beweise dazu nicht abgenommen – insbesondere B. A. nie befragt – und damit den An- spruch auf das rechtliche Gehör der Beschwerdeführerin verletzt. Zudem sei sie von einer willkürlic hen Beweiswürdigung ausgegange n, indem sie die angebote- nen Beweise bezüglich der kognitiven Fähi gkeiten der Beschwerdeführerin nicht abgenommen habe (KG act. 1, S. 5 ff.). 2.1 Die Vorinstanz führte in ihrem Entscheid zur Anfechtung einer Rechts- handlung gemäss Art. 288 SchKG allgemei n aus, die Eventualabsicht des Schuldners, seine Gläubiger in deren Gesamtheit zu schädigen genüge. Sodann werde nicht eine bereits zum Zeitpunkt der schädigenden Hand lung vorliegende Überschuldung gefordert, sondern es genüge ein drohender Vermögenszusam- menbruch (KG act. 2, S. 17 f.). a) Daraufhin untersuchte die Vorinstanz die finanzielle Situation des Schuld- ners B. A. im Zeitpunkt der angefocht enen Schenkung der beiden Liegenschaften - 6 - an der L.strasse in M. an die Beschwerdef ührerin am 8. Februar 1994. Es sei un- bestritten, dass B. A. zum Schenkungszeitpunkt über Wertschriften und Guthaben von Fr. 246'288.80 verfügt habe. Weiter hätten ihm verschiedene Grundstücke gehört (L.strasse x und y in M.; S.strasse 7 und T.strasse xx/U.strasse yy in V., drei Grundstücke mit Gewerbeland im Gebiet "W." in X. sowie diverse unüberbau- te Grundstücke in M. und Z.. Gemäss eige nen Angaben in einer Eingabe vom 8. März 1994 gegenüber der III. Zivilkammer des Obergerichts habe er neben der AHV-Rente von Fr. 1'410.-- im Monat über keine weiteren Einkünfte verfügt (BG act. 4/10). Diesen Vermögenswe rten stellte die Vorinstanz verschiedene Schul- den gegenüber. Ausser den von der Beschwerdef ührerin selbst eingeräumten, in Betreibung gesetzten Forderungen über Fr. 118'000.-- (enthaltend eine Forderung der E. AG über Fr. 36'553.90 zuzüglich Zins zu 5% seit 9.8.1984, bis 8.2.1994 al- so Fr. 53'929.5) ging die Vorinstanz auch davon aus, B. A. seien entgegen der Ansicht der Beschwerdeführerin am St ichtag auch bereits die Steuerforderungen im Betrag von Fr. 675'697.45 bekannt gewe sen, auch wenn das Rechtsmittelver- fahren noch nicht abgeschlossen gewesen sei. Am 29. Juni 1992 sei das Han- delsgerichtsurteil in Sachen P. AG gefällt wo rden, wonach B. A. zur Bezahlung von Fr. 140'944.-- zuzüglich Zins, d.h. Fr. 257'817.20 verpflichtet worden sei; die dagegen gerichtete Nichtigkeitsbeschwe rde wurde am 17. September 1993 ab- gewiesen; das Urteil wurde allerdings er st am 27. April 1994 rechtskräftig. Daneben habe die P. AG am 13. Juli 1994 gegenüber B. A. Prozessentschädi- gungen von insgesamt Fr. 97'090.-- aus 31 verschiedenen, zwischen 1986 und dem 17. September 1993 abgeschlossenen Gerichtsverfahren geltend gemacht. Zudem habe B. A. dem Kant on Zürich am 8. Februar 1994 Fr. 40'096.-- Gerichts- kosten und der Schweizerischen Eidgenos senschaft Fr. 150'976.-- Gerichtsge- bühren und Bussen geschuldet. B. A. habe damit im Ze itpunkt der Schenkung umgehend liquide Mittel von Fr. 1'217'20 6.80 benötigt, um seinen laufenden Schuldverpflichtungen nachzukommen. Dabei seien di e seit 1981 aufgelaufenen Schulden gegenüber dem EWZ noch nicht einmal berücksichtigt. Zur Deckung hätten ihm aber nur Fr. 246'288.80 an Wert schriften und Guthaben zur Verfügung gestanden und es wäre eine weitere hypothekarische Belastung der Liegenschaf- ten oder eine teilweise Veräusserung nötig gewesen. Allerdings hätten B. A. noch weitere Zahlungsverpflichtungen gedroht, in sbesondere Schuldzinsen für das Jahr 1994 von insgesamt 1'270'000.-- auf Grund der per 31.12.1993 aufgelaufe-- 7 - nen Grundpfandschulden in der Höhe von Fr. 18'309'264.-- gegenüber der Y. Kantonalbank (KG act. 2, S. 21), sowie weitere Steuerforderungen für die Jahre 1985 bis 1992, deren Steuerei nschätzung im Zeitpunkt der Schenkung unmittel- bar bevor gestanden habe, was B. A. bekannt gewesen sei. Im Konkurs seien für Staats- und Gemeindesteuern für die Jahre 1985 bis 1992 schliesslich Fr. 3'595'514.50 angemeldet worden. Weit er habe im Januar 1994 das Schieds- gericht im seit 1980 hängig en Verfahren gegen die E. AG, welche eine Widerkla- ge von Fr. 249'198.-- erhoben hatte, das H auptverfahren für geschlossen erklärt (KG act. 2, S. 22). b) Die Vorinstanz verwarf weiter den Einwand der Beschwerdeführerin, B. A. sei jederzeit in der Lage gewesen, sich zu refinanzieren. Sie ging davon aus, die unbelasteten Liegenschaften an der L.strasse x und y in M. könnten nicht berück- sichtigt werden, da diese gerade Gegenstand der Schenkung waren und so B. A. nicht mehr zur Begleichung von Schuld en zur Verfügung standen (KG act. 2, S. 23). Weiter seien die Liegenschaften T.strasse/U.strasse und S.strasse z in V. mit Grundpfandschulden per 31. Dezember 1993 von insgesamt Fr. 18'309'263.-- be- lastet gewesen; die Be schwerdeführerin habe den Li egenschaften den Wert von Fr. 18'950'000.-- beigemessen, der Überschuss, welcher erst zu realisieren ge- wesen wäre, hätte somit Fr. 640'737.-- betr agen, wäre jedoch bereits per 30. Juni 1994 mit den quartalsweise fällig werden den Zinsen von jeweils Fr. 317'500.-- praktisch erreicht gewesen. Di e drei Grundstücke im Gebi et "W." in X. seien im Konkursverfahren von der Grundpfandgläubiger in, der Y. Kantonalbank, zu den darauf lastenden Grundpfandsc hulden von Fr. 1,96 Mio. übernommen worden, was einem Preis von gut Fr. 75.--/m2 entsprochen hab e, nachdem die Konkurs- verwaltung bei einer öff entlichen Versteigerung mit nu r Fr. 50.-/m2 gerechnet ha- be. Vorgängige Ausschreibungen der Konkur sverwaltung zum Quadratmeterpreis von Fr. 100.-- hätten keine valablen An gebote gebracht. Diese Liegenschaften hätten somit nichts zur Liquidität von B. A. beigetragen. Bezüglich dem Wiesland in M. und Z. führte die Vorinstanz aus, dieses Land habe zum Zeitpunkt der Schenkung nicht in der B auzone, sondern in der Reservezone gelegen. 43'859 m2 seien 1997, nachdem sie bereits 1995 in die Landwirtschaftszone zugeteilt worden seien, zum gemäss BGBB zu lässigen Höchstpreis von total Fr. 435'961.30 an die Gemeinden Z. und M. verkauft worden. Die restlichen - 8 - 10'513 m2 seien im September 1995 der Bauzone zugewiesen worden, wobei die Einzonung erst 1997 recht skräftig geworden sei; das Land sei im Oktober 1997 durch freihändigen Verkauf im Konkursve rfahren für Fr. 11,7 Mio. verkauft wor- den; zum Zeitpunkt der Schenkung sei es zum Ertragswert von Fr. 34'312.- ver- steuert worden (BG act. 4/19). Die Vorinstanz verwarf sodann die Ansicht der Be- schwerdeführerin, es wäre der theoreti sche Verkehrswert nach fachspezifischen Bewertungsregeln zu ermitteln gewesen, da damit nicht belegt werde, dass sich tatsächlich ein Käufer gefunden hätte, we lcher bereit gewesen wäre, das in der Reservezone gelegene Land für diesen th eoretischen Wert zu übernehmen; zu- dem wäre eine Bewilligung des Amtes für Landschaft und Natur notwendig gewe- sen, die Belastungsgrenze für eine Bele hnung hätte nur 35% über dem Ertrags- wert gelegen und es wäre zu zeitlic hen Verzögerungen gekommen (KG act. 2, S. 26 ff.). c) Die Vorinstanz schloss daraus, dass B. A. im Schenkungszeitpunkt nicht mehr über genügend flüssige Mittel verfügt habe, um seine fälligen Schulden zu bezahlen; seine Liquidität sei zu jenem Zeitpunkt äusse rst kritisch gewesen und das Auflaufen weiterer Verbindlichkeit en absehbar. Es habe die begründete Be- sorgnis ernsthafter Liquiditätsprobleme bestanden, ohne dass die Steuerbetreff- nisse für die Jahre 1985 bis 1992 beigezogen werden müssten. Wer in dieser an- gespannten Lage die am leichtes ten realisierbaren einzig frei veräusserlichen Ak- tiven, über die er verfüge, der Ehefrau verschenke un d sich dadurch Vermögens- werte von Fr. 3 Mio. entäussere, müsse den finanziellen Zusammenbruch als um- so drohender betrachten und nehme in Kauf, dass auf Grund dieser Handlung Gläubiger zu Schaden kommen (KG act. 2, S. 29). 2.2 Weiter führte die Vo rinstanz sodann aus, die er ste Instanz sei zu Recht davon ausgegangen, dass B. A. zum Zeitpunkt der Schenkung überschuldet ge- wesen sei und dies auch gewusst habe. Die verschenkten Liegenschaften könn- ten bei der Bewertung der Aktiven nicht berücksichtigt werden, da er sich dieser gerade eben entäussert habe. Sodann könne beim Land in der Reservezone in M. und Z. selbst bei einer Höherbewertung durch eine Expertise nicht vom allfälli- gen künftigen Baulandpreis, sondern höchstens vom Preis für Bauerwartungsland ausgegangen werden, womit man nicht höhe r komme als die erste Instanz, wel- che jeweils vom im Konkurs erzielten Erlö s (ca. Fr. 435'000.– für Landwirtschafts-- 9 - land und ca. Fr. 11,7 Mio. für das später eingezonte Bauland) ausgegangen war. Entgegen der Ansicht der Besch werdeführerin seien für die Frage der Überschul- dung auch die nicht fälligen Schulden und damit nebst der eigentlichen Darle- hensschuld gegenüber der F. auch eine Zinsschuld von Fr. 16,8 Mio. zu berück- sichtigen (KG act. 2, S. 29 - 35). 2.3 Schliesslich führte die Vorinstanz unter Hinweis auf die erstinstanzlichen Erwägungen aus, B. A. selber habe seine prekäre Ve rmögenslage seit längerer Zeit als äusserst gravierend dargeste llt und in den Steuer jahren 1985 bis 1992 immer eine Überschuldung deklariert, welche sich jedes Jahr vergrössert habe, sowie im Jahr 1994 in einem Verfahren vor der III. Ziv ilkammer des Obergerichts ein Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung gestellt. Der Ein- wand der Beschwerdeführerin, B. A. habe nicht mit einem Konkurs rechnen müs- sen, da die meisten seiner Schulden aus öffentlichem Recht herrührten, gehe fehl, da eine einzige Forderung nicht ö ffentlicher Natur zur Herbeiführung des Konkurses genüge und dieser im Übrig en nicht Voraussetzung einer Anfech- tungsklage gemäss Art. 285 SchKG sei, sondern auch Gläubiger mit einem Pfän- dungsverlustschein zur Anfechtung berechtigt seien. Soweit die Beschwerdeführerin geltend machte, sie habe die Liegenschaften von ihrem Ehemann zum 63. Geburtstag und zum 40-jährigen Ehejubiläum erhal- ten; zudem habe er vor ei nem langwierigen chirurgisc hen Eingriff gestanden und habe sich ihr gegenüber erkenntlich zeigen und seinen Lebensabend sichern wol- len, monierte sie im Beru fungsverfahren, B. A. sei nie zu seinen mit der Schen- kung verfolgten Absichten befr agt worden. Die Vorinstanz führte dazu aus, B. A. könne als Nebenpartei nicht als Zeuge befragt werden und allfällige in der persön- lichen Befragung zu Gunsten der befragten Partei und damit indirekt zu Gunsten der Beschwerdeführerin getätigte Aussagen könnten nicht beweisbildend sein, weshalb der Antrag schon aus formellen Gründen abzulehnen sei. Am zuvor fest- gestellten Ergebnis würde sich jedoch auch ni chts ändern, wenn B. A. mittels Be- weisaussage zu Protokoll geben würde, er habe seine finanzielle Situation zum Zeitpunkt der Schenkung für kerngesund gehal ten und der Beschwerdeführerin an deren Geburtstag lediglich das zukommen lassen, was ihr faktisch schon lange gehört habe, um sich zu bedanken und seinen Lebensabend zu sichern. Die Vor- instanz führt dazu weiter aus, für die Annahme der Schädi gungsabsicht genüge - 10 - Eventualvorsatz und die indirekte Schädigu ngsabsicht könne durch Schlussfolge- rungen aus dem äusseren Verhalten der betreffenden Person und aus den äusse- ren Umständen bewiesen werden, wenn ei ne Beweisaussage den Beweis nicht zulasse. Man löse sich damit von der ta tsächlichen Absicht des Schuldners und beschränke sich auf die Prüfung, ob - obj ektiv - das schädigende Resultat als na- türliche und vorhersehbare Folge der angefochtenen Re chtshandlung betrachtet werden müsse. Deshalb müsse auch nicht a bgeklärt werden, ob B. A. tatsächlich vor einem chirurgischen Eingriff gest anden und eine angeschlagene Gesundheit gehabt habe bzw. ob er sich bei der Beschwerdeführer in habe bedanken wollen (KG act. 2, S. 35 - 38). B. A. habe somit nebst seinen akuten Liquiditätsproblemen zum Schenkungszeitpunkt auch mit einem Passivenüberschuss zu kämpfen ge- habt. Über das Ausmass seiner finanziellen Schwierigkeiten hätte sich B. A. Re- chenschaft geben können und müssen; seine Schädigungsabsicht sei daher zu bejahen (KG act. 2, S. 39). 2.4 a) Als weitere Vor aussetzung einer Anfechtung gemäss Art. 288 SchKG betrachtete die Vorinstanz die Er kennbarkeit der Schädi gungsabsicht des Schuldners für den Dritten (in casu di e Beschwerdeführerin). Gemäss der bun- desgerichtlichen Rechtsprechung gelte als erkennbar alles, wa s bei Anwendung der durch die konkreten Verhältnisse gebotenen Aufmerksamkeit ohne Fahrläs- sigkeit erkannt werden könne. Es genüge, wenn der Dritte bei der ihm nach den Umständen zumutbaren Aufmerksamkeit di e Gläubigerschädigung als natürliche Folge der angefochtenen Handlung hätte voraussehen können und müssen. Nur wenn deutliche Anzeichen dafür bestünden, dass eine Schädigung beabsichtigt sei, dürfe vom Begünstigten eine sorgfä ltige Prüfung verlangt werden, ob jene Absicht wirklich bestehe oder nicht, indem der Schuldner zu befragen und Erkun- digungen einzuziehen seien. Es sei in Würdigung al ler Umstände des konkreten Einzelfalls zu beurteilen, ob der Dritte die Schädigungsabsicht des Schuldners im Zeitpunkt der Vornahme der anfechtbaren H andlung wirklich erkannt (Tatfrage) oder bei pflichtgemässer Aufmerksamk eit hätte erkennen können und müssen (unter Hinweis auf BGE 114 III 456 f; KG act. 2, S. 40). b) Nach der Zusammenfassung der St andpunkte und Vorbringen der Partei- en führte die Vorinstanz weiter aus, di e durch die konkreten Umstände geforderte Aufmerksamkeit entscheide, ob die schul dnerische Benachteili gungsabsicht für - 11 - den Begünstigten erkennbar se i oder nicht bzw. es se i danach zu fragen, ob der Anfechtungsbeklagte gutgläubig sei. Der Gutgläubige könne sich jedoch nicht in jedem Fall auf seinen guten Glauben berufen, nämlich dann nicht, wenn er bei der Aufmerksamkeit, wie sie nach den Umständen von ihm verlangt werden darf, nicht gutgläubig sein konnte (Art. 3 Abs. 2 ZGB). Der Grad der Aufmerksamkeit bestimme sich dabei nach einem Durchsc hnittsmass, das der Redliche unter den gegebenen Umständen anzuwenden pf lege; nicht geschützt werde derjenige, der unerfahren, ungebildet, schlech t eingerichtet oder in seinen eigenen Geschäften allgemein sorglos sei. Die Vorinstanz ging demgemäss davon aus, es sei für die Beurteilung nicht relevant, ob die Besch werdeführerin an einer Legastehnie oder an Multipler Sklerose lei de oder eine weit unter dem Durchschnitt liegende Allge- meinbildung und bescheidene intellektue lle Fähigkeiten habe oder ob sie im Schenkungszeitpunkt Furcht vor ihrem Ehemann gehabt habe. Die von der Be- schwerdeführerin zum Nachweis ihre r persönlichen Umstände und subjektiven Befindlichkeiten angerufenen Beweismitte l seien daher nicht abzunehmen. Zu- dem stelle die im Berufungsverfahren erfolgte Berufung der Beschwerdeführerin auf eine Einschränkung der Willensfreiheit (Furcht vo r dem Ehemann) ein unzu- lässiges Novum dar (KG act. 2 S. 44 - 46). c) Schliesslich erwog die Vorinstanz unter Aufführung der konkreten Um- stände (hoher Wert der Sc henkung, selbst bei Be rücksichtigung, dass Ge- burtstagsgeschenk; Aussage B. A.s, er mache damit auch sich ein Geschenk; Trennung der Eheleute seit 1975; keine besondere Grosszügigkeit B. A.s gegen- über der Beschwerdeführerin nach der Trennung, sondern gegenteils knappe Haushaltsmittel gegen Belege; keine Aufschlüsse über die finanziellen Verhältnis- se von B. A. in den letz ten 19 Jahren, aber Untersch rift unter Steuererklärung 1987 und Entgegennahme der [V erluste und eine Überschuldung deklarierenden] Steuererklärungen 1988 bis 1992 vom Steueramt zur Erst attung der Zweitunter- schrift im November 1993; Kenntnis von Problemen mit Mietern, Bezeichnung B. A.s als "Mieterschreck", Prozesswut des Ehemannes; Aussage der Beschwerde- führerin, es habe sich bei ihm immer alles um Geld gedreht; Kenntnis vom Entzug der Unterstützung an die Tochter; Über schreibung beider Liegenschaften an der L.strasse, obwohl sie nur eine davon bewohnte; lebenslängliches Nutzniessungs- recht zu Gunsten von B. A.), die Besch werdeführerin habe bei objektiver Betrach-- 12 - tung auch am 8. Februar 1994 nicht blauäugig davon ausgehen können, B. A. sei frei von finanzieller Berechnung und kü mmere sich nun um seine nahen Angehö- rigen aus lauter Dankbarkei t; vielmehr habe die Besch werdeführerin den Schluss ziehen müssen, es gehe auch diesmal ums Geld und sie hätte angesichts der vie- len Prozesse ohne Weiteres folgern müssen, mit der Sc henkung sei auch die Ab- sicht verbunden, Vermögenswerte dem Z ugriff der Gläubiger zu entziehen (KG act. 2, S. 46 - 51). Die Beschwerdeführer in könne sich auch nicht dadurch entlas- ten, dass sie über die finanziellen Verhäl tnisse nicht Bescheid gewusst habe und ihr Mann Fragen nicht beantwortet habe oder in Wutausbrüche verfallen sei; dies hätte sie noch misstrauischer machen müssen und sie hätte zudem die besonde- ren Informationsmöglichkeiten gemä ss Art. 170 ZGB zur Verfügung gehabt. Der von B. A. erzeugte zeitliche und ein allenfalls psychischer Druck vermöge die Be- schwerdeführerin nicht zu entlasten; von einem redlichen Begünstigten werde ge- fordert, dass er sich bei den hier vorliegenden verdächtigen Umständen näher über die Absichten des Schuldners ver gewissere. Der willfährige oder willenlose Begünstigte werde durch Art. 288 SchKG nicht geschützt. Der Schenkungsvertrag vom 8. Februar 1994 stelle damit ei ne anfechtbare Rechtshandlung dar (KG act. 2, S. 52 ff.). 3. In ihrer Nichtigkeitsbeschwerde legt die Beschwerdeführerin vorerst in ei- ner "Zusammenfassung des relevanten Sach verhaltes" (KG act. 1, Rz 13 bis 20, S. 7 f.) ihre Sicht des Sachverhaltes dar und widerspricht damit mehrmals den von der Vorinstanz getroffenen Annahmen. Damit allein legt sie jedoch noch keine Nichtigkeitsgründe gemäss § 281 ZPO dar. Insbesondere kann sie mit ihrer – oh- ne Bezugnahme auf Aktens tellen gemachten – eigenen Aufstellung und Gegen- überstellung von Aktiven und Passiven am Stichtag keinen Nichtigkeitsgrund nachweisen; diese Ausführungen erschöpfen sich in appel latorischer Kritik am angefochtenen Entscheid, worauf vorliegend nicht weiter einzugehen ist. 4.1 Die Beschwerdeführerin beanstandet, die Vorinstanz sei zu Unrecht zum Schluss gelangt, dass B. A. mit der Sc henkung an die Beschwe rdeführerin seine Gläubiger habe schädigen wollen bzw. dies in Kauf genommen habe und dass er im Moment der Schenkung in finanz ieller Bedrängnis und über schuldet gewesen sei. Sie habe diesbezüglich eine willkürli che antizipierte Beweiswürdigung vorge- nommen sowie den Anspruch der Beschwe rdeführerin auf das rechtliche Gehör - 13 - verletzt, indem B. A. im ganzen Verfahren nie befragt wo rden sei (KG act. 1, Rz 21 bis 24, S. 9). In der Berufungsschrift vom 25. April 2007 habe die Beschwerde- führerin beantragt, dass B. A. zu den folgenden Punkten bef ragt werde: Ab- sicht/Gründe B. A.s bei der Vornahme der Schenkung (OG act. 314, S. 38); eige- ne Einschätzung B. A.s zu seiner fi nanziellen Lage zum Zeitpunkt der Schenkung (OG act. 314, S. 38); Befragung zum Ge sundheitszustand B. A.s und zu seinen Motiven der Schenkung (OG act. 314, S. 7 und 10). Die Vorinstanz habe die offe- rierten Beweismittel nicht abgenommen und habe antizipierte willkürliche tatsäch- liche Annahmen zur Vermögenslage von B. A. getroffen (KG act. 1, Rz 25 - 30, S. 9 ff.). Sodann habe die Vorinstanz auch hi nsichtlich der angeblich vorliegenden Schädigungsabsicht B. A.s eine willkürliche antizipiert e Beweiswürdigung vorge- nommen und eine Befragung B. A.s abgelehn t. Die Vorinstanz gehe willkürlich davon aus, B. A. werde zu Gunsten der Beschwerdeführerin aussagen, und greife damit einer allfällig en Beweisaussage unzulässigerweis e vor. Der für die Schädi- gungsabsicht erforderliche Eventualvorsatz sei ein innerer Vorgang. Erst wenn gar keine Äusserung des Schuldners vo rliege, könne auf Grund der äusseren Sachumstände über die Frage des Eventualv orsatzes entschieden werden (KG act. 1, Rz 31 - 37, S. 11 f.). Im selben Zusammenhang macht die Beschwerdefüh- rerin auch die Verletzung ihres Anspruches auf rechtliches Gehör geltend, indem B. A. entgegen ihrem Antrag nie persönlic h befragt bzw. entgegen ihrem Antrag nicht zur Beweisaussage zugelassen worden sei; damit sei auch § 133 ZPO und somit ein wesentlicher Verf ahrensgrundsatz verletzt worden (KG act. 1, Rz 46 - 49, S. 14 f.). 4.2 Zum von der Beschwerdeführerin im Berufungsverfahren gestellten An- trag, B. A. sei zu seinen mit der Schenk ung verfolgten Absichten und seiner eige- nen Einschätzung seiner finanziellen Lage zum Zeitpunkt der Schenkung zu be- fragen, führte die Vorinstanz vorerst aus, B. A. sei Nebenpartei. In dieser Eigen- schaft könne er nicht Zeuge sein, sondern nur persönlich befragt werden. Jedoch seien gemäss § 149 Abs. 3 ZPO Aussagen, die zugunsten der befragten Partei lauten, nicht beweisbildend. Da er die Be schwerdeführerin im Prozess unterstüt- ze, könnten zu seinen Gunsten und damit indirekt zu Gunsten der Beschwerde- führerin lautende Au ssagen nicht zum Nachweis der fehlenden Schädigungsab-- 14 - sicht herangezogen werden, weshalb der Antrag der Beschwerdeführerin aus die- sem formellen Grund abzuweisen sei (KG act. 2, S. 37). Die Vorinstanz hat mit dieser Begründung nicht eine antizipierte Beweiswür- digung vorgenommen, sondern den Antrag der Beschwerdeführerin abgelehnt, weil sie die Beweisregel gemäss § 149 Abs. 3 ZPO anwendete. Sie hat damit nicht angenommen, B. A. werde (siche r) zu Gunsten der Be schwerdeführerin aussagen, sondern wendete die Beweisregel an und führte aus, dass allfällige zu Gunsten der befragten Part ei und damit – wie vorliegend – auch zu Gunsten der von der befragten (Neben-)Partei unterst ützten Partei lautende Aussagen nicht beweisbildend sein könnten. Implizit ist in dieser Beweisr egel auch enthalten, dass allfällige zu Ungunsten der befragten Partei lautende Aussagen dieser Partei im Beweisverfahren selbstvers tändlich ebenfalls nichts nützen würden. Eine anti- zipierte Beweiswürdigung an sich wu rde jedoch nicht vorgenommen. Die Be- schwerdeführerin setzt sich in ihrer Beschwerdebegründung mit dieser (ersten) Begründung der Vorinstanz überhaupt nicht auseinander und macht insbesondere bezüglich dieser Begründung keinen Nichtig keitsgrund geltend. Die Beanstan- dung der Beschwerdeführerin, die Vorinst anz habe ohne Befragung von B. A. an- genommen, dieser werde zu Gunsten der Beschwerdeführerin aussagen und da- mit eine willkürliche antizipierte Bewe iswürdigung vorgenommen (KG act. 1, RZ 32, S. 11), geht daher an der Begründung der Vorinstanz vorbei. Im Hinblick auf die Anfechtbarkeit des vorinstanzlichen Urteils beim Bundes- gericht mit einer Beschwerde in Zivilsac hen ist im Folgenden jedoch auch die An- fechtung der zweiten Begründung der Vori nstanz durch die Beschwerdeführerin zu überprüfen. 4.3 a) Eventualiter erwog die Vorinst anz sodann, selbst w enn B. A. in einer Beweisaussage zu Protokoll erklären würde, dass er seine finanzielle Situation im Zeitpunkt der Schenkung für kerngesund gehalten habe und der Beschwerdefüh- rerin aus persönlichen Gründen an ihrem Geburtstag nur habe zukommen lassen, was faktisch schon lange ihr gehört habe, um sich bei ihr zu bedanken und seinen Lebensabend zu sichern, würde sich am Ergebnis nichts ändern, da für die Schä- digungsabsicht Eventualvorsatz genüge u nd die indirekte Schädigungsabsicht durch Schlussfolgerungen aus dem äusseren Verhal ten der betreffenden Person - 15 - und aus den äusseren Umst änden bewiesen werden k önne, wenn eine Partei- aussage den Beweis nicht zulasse. So müsse auch nicht abgeklärt werden, ob B. A. tatsächlich vor einer Operation ges tanden habe oder eine angeschlagene Ge- sundheit gehabt habe oder sich bedanken wo llte. Selbst wenn der eigentliche Zweck des Geschäfts der eigene oder fr emde Vorteil sein sollte, sei es dem Schuldner verwehrt, über seine letzten Aktiven zum Nachteil der Gläubigerge- samtheit zu verfügen, wenn ihm klar se in müsse, dass das Geschäft deren Inte- ressen zuwiderlaufe (KG act. 2, S. 37 f.). b) Es stellt sich vorers t die Frage, ob die von der Beschwerdeführerin erho- bene Rüge im Hinblick auf § 285 ZPO zulässig ist. Gemäss dieser Bestimmung ist die kantonale Nichtigkeitsbeschwerde nicht gegeben, soweit der angefochtene Entscheid dem Weiterzug an das Bundesgeri cht unterliegt und dieses mit freier Kognition prüfen kann, ob der geltend gemachte Mangel vorliege. Vorauszuschi- cken ist diesbezüglich, dass die Streitwe rtgrenze gemäss Art. 74 Abs. 1 lit. b. BGG mit vor Vorinstanz strittigen Fr. 3'060'000.-- bei weitem überschritten wird. Art. 8 ZGB regelt für das Bundeszivilrecht einerseits die Beweislastverteilung und gibt andererseits der beweisbelasteten Partei einen Anspruch darauf, für rechtserhebliche Vorbringen zum Beweis zugelassen zu werden. Art. 8 ZGB ist daher insbesondere dann verletzt, wenn der kantonale Richter unbewiesene Par- teibehauptungen unbekümmert darum, dass sie von der Gegenseite bestritten worden sind, als richtig hinnimmt, oder über rechtserhebliche Tatsachen über- haupt nicht Beweis führen lässt (ZR 106 Nr. 32, Erw. 2.3.b). Nach § 133 ZPO wird (unter andere m) Beweis erhoben über erhebliche streitige Tatsachen. Das damit angesproc hene, durch die genannte Vorschrift gewährte und bei bundesprivatrechtlichen Ansprüchen bereits aus Art. 8 ZGB fliessende Recht auf Bewe isführung stellt einen Ausfluss des Grundsatzes des rechtlichen Gehörs (§ 56 Abs. 1 ZPO, Art. 29 Abs. 2 BV) dar (Frank/Sträuli/Messmer, Kommentar zur zürcherischen Zivilprozessordnung, 3. Aufl., Zürich 1997, N 3 zu § 56 ZPO und N 1 vor §§ 133 ff. ZPO). Es gibt der be- weisbelasteten Partei einen Anspruch auf Abnahme form- und fristgerecht aner- botener Beweise zu rechtlich erheblichen strittigen Behauptungen (vorab tatsäch- licher Natur). - 16 - Allerdings ist es unzulässig, vor der kantonalen Kassationsinstanz zu rügen, durch die Verletzung von bundesrechtlichen Vorschrift en sei indirekt auch eine (inhaltlich nicht weiterreichende) kantonal-rechtliche Vorschrift (insbesondere § 57 ZPO, Grundsatz der Rechts anwendung von Amtes wegen) verletzt worden (M. Kuhn/ M. Nietlispach, Bundesrechtsmitte l und kantonale Rechtsmittel – Die Per- spektiven kantonaler Gerichte am Beispiel des Kantons Zürich, in ZZZ 2008/09, S. 297 ff., insbes. S. 302). Art. 8 ZGB ist immer dann verletzt, w enn der kantonale Richter über eine für seinen Entscheid massgebliche und bestr ittene Parteibehauptung überhaupt kei- nen Beweis führen lässt und diese als richtig hinnimmt, während die Abnahme einzelner (aber nicht aller angerufenen) Beweise, d.h. die blosse Verkürzung der prozessualen Rechte, nicht unter Art. 8 ZGB fällt, sondern kantonales Recht bzw. Verfassungsrecht (Art. 29 Abs. 2 BV) betrifft. c) Die Vorinstanz ging in ihrer Begründung davon aus, für die Annahme der Schädigungsabsicht des Schuldners genüge der Nachweis eines Eventualvorsat- zes und die indirekte Schädigungsabsicht könne durch Schlussfolgerungen aus dem äusseren Verhalten der betreffenden Person und aus den äusseren Um- ständen bewiesen werden, wenn eine Parteiaussage den Beweis nicht zulasse. Sie schloss daraus, dass man sich von der tatsächlichen Absicht des Schuldners lösen und sich auf die Prüfung beschränken könne, ob – objektiv – das schädi- gende Resultat als natürliche und vorh ersehbare Folge der angefochtenen Rechtshandlung betrachtet werden müsse. In folgedessen sah es die Vorinstanz als (rechtlich) nicht relevant an, welche persönlichen Gründe B. A. allenfalls für die Schenkung an die Beschwerdeführerin gehabt hatte und ob er selbst davon ausgegangen sei, seine finanz ielle Lage im Zeitpunkt der Schenkung sei kernge- sund gewesen. Auch könne off en bleiben, ob B. A. tatsächlich vor einem chirurgi- schen Eingriff gestanden habe bzw. eine angeschlagene Gesundheit gehabt habe oder sich bei der Beschwerdeführerin habe bedanken wollen (KG act. 2, S. 37 f.). Die Vorinstanz hat somit die Tatsachenb ehauptungen (Absicht von B. A. bei Vor- nahme der Schenkung bzw. Gründe der Schenkung; eigene Einschätzung der fi- nanziellen Lage zum Zeitpunkt der Schenkung durch B. A.; Gesundheitszustand von B. A. und weitere Motive der Schenkung), zu welchen die Beschwerdeführe- rin rügt, es seien Beweise nicht abgenomm en worden (insbesondere es sei B. A. - 17 - nicht befragt bzw. nicht zur Beweisau ssage zugelassen worden), als rechtlich nicht relevant angesehen und die Beweisabnahme auch aus diesem Grund abge- lehnt. Es liegt also auch diesbezüglich keine antizipierte Beweiswürdigung vor, da die Vorinstanz nicht den Ausgang der Befragung vorwegnimmt und daraus ihre Schlüsse bezüglich der zu beweisenden Tatsachen zieht, sondern vielmehr die fraglichen Tatsachenbehauptungen für den Ausgang des Verfahrens als nicht re- levant befindet. Ob sich dies so verhäl t, wäre im vorliegenden Kontext allenfalls vor Bundesgericht zu klären, kann im kantonalen Beschwerdeverfahren jedoch nicht überprüft werden (§ 285 ZPO). Die Rüge der Beschwerdeführerin, die Vorin- stanz habe eine willkürlic he antizipierte Beweiswürdigung vorgenommen, geht demnach hinsichtlich der (eventualvorsätz lichen) Schädigungsabsicht von B. A. an der Sache vorbei. d) Dasselbe gilt auch für die Rüge der Beschwerdeführerin, die Vorinstanz sei in Bezug auf die Ve rmögenslage von B. A. zum Zeitpunkt der Schenkung von einer willkürlichen antizipierten Beweiswü rdigung ausgegangen, da sie B. A. zu seiner eigenen Einschätzung der finanzie llen Lage nicht befragt habe (KG act. 1, S. 10). Auch diesbezüglich hat die Vorinstanz ausgeführt, da für die Annahme der Schädigungsabsicht Eventualvorsatz genüge, löse man sich von der tatsächlichen Absicht des Schuldners und man beschrä nke sich auf die Prüfung, ob objektiv das schädigende Resultat al s natürliche und vorhersehbare Folge der angefoch- tenen Rechtshandlung betrachtet werden müsse (KG act. 2, S. 38 oben). Auch hier geht demnach die Vorinstanz davon aus, dass es gar nicht auf die eigene – subjektive – Einschätzung der Verm ögenslage durch den Schuldner selber an- kommt, wenn objektiv das schädigende Resultat als natürliche und vorhersehbare Folge der angefochtenen Hand lung betrachtet werden müsse. Ob dies in rechtli- cher Hinsicht zutrifft, ist vorliegend nicht zu prüfen, sondern wäre allenfalls im Ver- fahren vor Bundesgericht geltend zu machen. e) In diesem Zusammenhang macht die Beschwerdeführerin auch geltend, die Vorinstanz habe eine willkürliche anti zipierte Beweiswürdigung getroffen und sei zu Unrecht davon ausgegangen, da ss B. A. im Schenkungszeitpunkt nicht mehr über genügend flüssige Mittel verfügt habe, um seine fälligen Schulden zu bezahlen und mit einem Passivenüberschu ss habe kämpfen müssen (KG act. 1, S. 10). Insoweit sie damit auch die von der Vorinstanz bezüglich der objektiv zum - 18 - Zeitpunkt der Schenkung gegebenen Vermögens lage B. A.s getroffenen Erwä- gungen (KG act. 2, S. 18 - 29) als willkürlich anfechten will, weil B. A. dazu nicht befragt worden sei, ist Folgendes auszuführen: Die Beschwerdeführerin hat gemäss ei gener Darstellung in ihrer Beschwer- deschrift im Berufungsverfahren die Einvernahme von B. A. nur zur eigenen Ein- schätzung [Hervorhebung durch das Kassationsgericht] seiner finanziellen Lage im Zeitpunkt der Schenkung, nicht aber zur objektiv bestehenden finanziellen La- ge verlangt (OG act. 314, S. 38). Eine so lche eigene Einschätzung wurde jedoch – wie gezeigt – von der Vorinstanz al s irrelevant angesehen. Dass und wo die Beschwerdeführerin allenfa lls die Befragung von B. A. zur objektiv gegebenen Vermögenslage am 8. Februar 1994 verlangt hätte, legt die Beschwerdeführerin nicht dar. Ein Nichtigkeit sgrund kann daher auch dies bezüglich nicht nachgewie- sen werden, soweit auf die Rüge überhaupt eingetreten werden kann. Insoweit die Beschwerdeführerin damit die Erwägung der Vorinstanz anfech- ten wollte, wonach es bezüglich Schädigun gsabsicht beim Ergebnis der Beweis- würdigung bleiben würde, se lbst wenn B. A. angebe, er sei von einer gesunden finanziellen Lage ausgegangen, ist auf die nachfolgende Erwägung 4.4. zu ver- weisen. f) Soweit die Beschwerdeführerin hinsichtlich der Schädigungsabsicht von B. A. schliesslich rügt, die Vo rinstanz gehe zu Unrecht da von aus, dass auf die di- rekte oder indirekte Schädigungsabsicht durch blosse Schlussfolgerungen aus dem Verhalten der betreffenden Pers on und den äusseren Gegebenheiten ge- schlossen werden könne, wenn sie sich nicht durch Parteiaussage beweisen las- se, und dass man sich von der tatsächlichen Absicht des Schuldners lösen könne; der für die Schädigungsabsicht erforderliche Eventualvorsatz sei ein innerer Vor- gang und erst wenn gar keine Äusserung des Schul dners vorhanden sei, müsse auf Grund äusserer Sachumstände über di e Frage des Eventualvorsatzes ent- schieden werden (KG act. 1, Rz 33-36, S. 11 f.), kann auf die vorstehenden Er- wägungen verweisen werden. Es handelt sich ebenfalls um eine Frage des mate- riellen Bundesrechts, ob (allein) aus den äusseren Umständen un d dem Verhal- ten einer Person auf die Schädigungsabsicht geschlossen werden kann. - 19 - 4.4 a) Die Beschwerdeführerin macht zwar vorliegend immer wieder geltend, die Vorinstanz habe eine willkürliche antizipierte Beweiswürdigung hinsichtlich der Schädigungsabsicht von B. A. vorgenommen, begründet di es jedoch einzig mit der fehlenden Befragung von B. A.. Die an sich von der Vorinstanz getroffene an- tizipierte Beweiswürdigdung, dass sich nämlich am Ergebnis der Beweiswürdi- gung bezüglich Schädigungsabsicht auch nichts ändern würde, wenn B. A. in ei- ner Beweisaussage erklären würde, dass er seine finanzielle Situation für kernge- sund gehalten habe und einzig aus pers önlichen Gründen der Beschwerdeführe- rin am Geburtstag habe zukommen lassen wo llen was ihr faktisch schon längst gehört habe und um sich zu bedanken (KG act. 2, Erw. 4.c/dd, S. 37), ficht die Beschwerdeführerin im Beschwerdeverfahren nicht in genüge nder Weise sub- stanziiert an. Diese Beanstandung wür de vorliegend aus den nachfolgend darge- legten Gründen aber auch fehl gehen. b) Eine antizipierte Beweiswürdi gung ist nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung in beschränktem Umfang zulässig. Der Richter darf danach von weiteren Beweisvorkehren absehen, wenn er den Sachverhalt für genügend ge- klärt erachtet, d.h. wenn er aufgrund bereits erhobener Beweise davon überzeugt ist, dass über die erheblichen Tatsachen kein zusätzlicher Beweis mehr geführt zu werden braucht. Weiter ist darauf hinz uweisen, dass auch Art. 6 EMRK einer solchen Beschränkung des Be weisverfahrens zufolge antizipierter Beweiswürdi- gung nicht entgegensteht (BGE 125 I 135 mit Hinweisen). Nach der Praxis des Kassationsgeric htes kann eine Beweisabnahme unter- bleiben, wenn mit Sicherheit gesagt werden kann, dass sie auch dann an der rich- terlichen Überzeugung nichts mehr änder n könnte, wenn ihr Ergebnis die vom Beschwerdeführer aufgestellt e Behauptung stützen wür de (ZR 87 Nr. 125 Erw. 4a; RB 1985 Nr. 54; von Re chenberg, Die Nichtigkeits beschwerde in Zivil– und Strafsachen nach zürcherischem Recht, 2. Auflage, Zürich 1986, S. 42). Dabei prüft das Kassationsgericht nur, ob die sa chrichterliche Annahme der Gewissheit willkürlich ist oder nicht (RB 1990 Nr. 77, RB 1999 Nr. 87). c). Die Annahme der Gewissheit, dass sich am Ergebnis der Beweiswürdi- gung bezüglich der – zumindest eventualvor sätzlichen – Schädigungsabsicht B. A.s nichts ändern würde, w enn er die von der Beschwe rdeführerin aufgestellten - 20 - Behauptungen stützen wü rde, erscheint vorliegend ni cht willkürlich. Die Vorin- stanz hat erwogen, dass es dem Schuldner verwehrt ist, über seine letzten Akti- ven zum Nachteil der Gläubiger zu verfügen, wenn ihm klar sein müsse, dass das Geschäft den Interessen der Gläubigergesamtheit zuwiderlaufe, selbst wenn der eigentliche Zweck des Geschäfts der eigene oder fremde Vorteil sein sollte (KG act. 2, S. 38 oben). Die Vorinstanz ging damit einerseits davon aus, dass dem Schuldner B. A. habe klar sein müssen, dass das Geschäft den Interessen der Gläubigergesamtheit zuwiderlaufen werde (weshalb B. A. nicht zu seiner eigenen Einschätzung seiner finanzie llen Situation zu befragen war) und andererseits da- von, dass es dann nicht auf die vom Sc huldner B. A. mit der Schenkung (primär) verfolgte Absicht ankommen kann (weshalb B. A. nicht zu seinen Absichten be- züglich Schenkung und zu seinem Ges undheitszustand zu befragen war). Letzte- res betrifft eine Rechtsfrage, weshalb die Vorinstanz diesbezüglich keine willkürli- che Beweiswürdigung treffen konnte, sond ern lediglich eine willkürliche Rechts- anwendung beim Bundesgericht gerügt wer den könnte. Die andere Feststellung, dass es dem Schuldner B. A. habe klar se in müssen, dass er mit der in Frage stehenden Schenkung der zwei (unbelastet en) Liegenschaften an die Beschwer- deführerin den Interessen der Gläubiger gesamtheit zuwiderhandeln werde, er- scheint in casu nicht willkürlich: Selbst wenn B. A. angeben würde, seine finan- zielle Lage für kerngesund gehalten zu haben, stünden dem so viele Indizien ent- gegen, dass die Aussage völlig unglaubwür dig erschiene und damit die Annahme der Vorinstanz, diese Aussage würde nich ts am Ergebnis ändern, nicht willkürlich ist. So war B. A. mit hohen Steuerfo rderungen im Betrag von Fr. 675'697.45 für weit zurückliegende Jahre (1983 und 1984) konfrontiert und hatte weitere Steuer- einschätzungen und entsprechende Steuerre chnungen für die Folgejahre (1985 bis 1992) zu gewärtigen (KG act. 2, S. 19 f.) . Weiter erging im Juni 1992 ein Urteil des Handelsgerichts in Sachen B. A. gegen die P. AG, in welchem er zur Bezah- lung von 140'944.-- zuzüglich Zins (d.h. insgesamt Fr. 257'817.20) verpflichtet wurde (KG act. 2, S. 20) und die P. AG machte im Juli 1994 verschiedene Pro- zessentschädigungen in der Höhe von to tal Fr. 97'090.-- geltend. Verschiedene aufgelaufene Gerichtskosten gegenüber dem Kanton Zürich in der Höhe von Fr. 40'096.-- und Gerichtsgebühren und Bu ssen gegenüber der Schweizerischen Eidgenossenschaft in der Höhe von Fr. 150'976.-- waren im Februar 1994 eben- falls geschuldet (KG act. 2, S. 20 f., unter Hinweis auf BG act. 100/13-22). Im Ge-- 21 - gensatz zu den Steuerforderungen, welc he auf höheren Einkommen und Vermö- gen basierten, hat B. A. selbst über Jahre hinweg in seinen Steuererklärungen ei- ne Überschuldung geltend gemacht (BG act. 4/ 27). Schliesslich hat B. A. selbst im Rechtsstreit mit der E. AG in ei nem Verfahren vor dem Obergericht des Kan- tons Zürich am 9. März 1994 ein Gesu ch um unentgeltliche Prozessführung ge- stellt (BG act. 4/10). Mit anderen Worten standen dem von der Beschwerdeführe- rin im vorinstanzlichen Verfahren nich t bestrittenen Guthaben B. A.s aus Wert- schriften etc. in der Höhe von Fr. 246'288.80 zum Zeitpunkt der Schenkung un- gleich höhere Forderungen verschiedener Gläubiger von insgesamt über einer Million Franken gegenüber und das Verhalt en B. A.s (Gesuch um unentgeltliche Prozessführung; Angaben in den Steuerer klärungen) würde einer Aussage, wo- nach seine Lage finanziell völlig gesund gewesen sei, diametral entgegen stehen. Zudem kann auf die weiteren, unangef ochten gebliebenen Er wägungen der Vor- instanz zum Wert und die fehlenden Refi nanzierungsmöglichkeiten über die Lie- genschaften von B. A. verweisen werden (KG act. 2, Erw. 2.d/bb, S. 23 - 28). Der Vorinstanz kann somit keine willkürliche antizipierte Beweiswürdigung vorgewor- fen werden. 5.1 Die Beschwerdeführeri n beanstandet sodann, die Vo rinstanz sei zu Un- recht davon ausgegangen, die kognitiven Fähigkeiten der Beschwerdeführerin (In- tellekt, bescheidene Allgemeinbildung, Legast henie und Multiple Sklerose) seien für die Beurteilung der Erkennbarkeit der Schädigungsabsicht nicht relevant, weil sich der Grad der Aufmerksamkeit nach einem objektiven Durchschnittsmass bestimme. Die Beschwerdeführerin macht gel tend, diese Punkte seien sehr wohl relevant und daher wäre bei einer richtigen rechtlichen Würdigung darüber Be- weis zu erheben gewesen. Indem die Vorinstanz die offerierten Beweise nicht ab- genommen habe und zum Schluss gekommen sei, die Beschwerdeführerin hätte die Schädigungsabsicht B. A. s erkennen müssen, sei sie von einer antizipierten willkürlichen Beweiswürd igung ausgegangen (§ 281 Ziff. 2 ZPO). Zudem sei durch die unterbliebene Beweisabnahme ihr Anspruch auf das rechtliche Gehör verletzt worden (§ 281 Ziff. 1 ZPO; KG act. 1, Rz 38 - 41, S. 12 f.). 5.2 Wie bereits ausgeführt wurde (oben Er w. 4.3/b), ist Art. 8 ZGB dann ver- letzt, wenn der Richter über rechterheblic he Tatsachen überhaupt keinen Beweis erheben lässt. Die Frage, ob die von der Beschwerdeführerin beanstandeten Tat-- 22 - sachenbehauptungen im vo rliegenden Zusammenhang re chtserheblich sind, be- antwortet sich sodann ebenfa lls nach Bundesrecht. Die Vorinstanz hat nämlich entgegen der Ansicht der Beschwerdeführerin keine antizipierte Beweiswürdigung vorgenommen, da sie nicht davon ausging, die Beschwerdeführerin habe die Schädigungsabsicht von B. A. erkannt (Tatfrage), sondern sie ging in rechtlicher Würdigung der konkreten Umstände (vgl. KG act. 2, S. 46 - 53: Rechtshandlung war unentgeltliche Zuwendung; Wert der geschenkten Sache rund Fr. 3 Mio.; langjährige Trennung der Eheg atten; bisher keine besondere Grosszügigkeit B. A.s; Persönlichkeit des Schuldners; Au sgestaltung und Durchführung der Schen- kung) – welche von der Beschwerdeführer in im vorliegenden Beschwerdeverfah- ren nicht weiter beanstandet werden – dav on aus, die Beschwerdeführerin hätte bei pflichtgemässer Aufmerksamkeit di e Schädigungsabsicht erkennen können und müssen (KG act. 2, S. 39 ff., insbesonde re Erw. 5.d und 5.e, S. 44 ff.). Dabei führte sie aus, bei der pflichtgemässen Aufmerksamkeit sei von einem objektivier- ten Massstab auszugehen, d.h. davon, welche Aufmerksamkeit eine durchschnitt- liche, redliche Person unter den gegebe nen Umständen anzuwen den pflege (KG act. 2, S. 45). Die Rüge der willkürlichen antizipiert en Beweiswürdigung geht da- her an der Begründung der Vorinstanz vorbei. Die R üge, die Vorinstanz sei zu Unrecht von dieser objektivierten Si chtweise ausgegangen, wäre sodann vor Bundesgericht zu erheben. Nicht eingetreten werden kann schliesslich auf die Rüge der Verletzung des Anspruches auf das rechtliche Gehör, da diese in der Rüge der Verletzung von (einfachem) Bundesrecht aufgeht (vgl. Kuhn/Nietlispach, a.a.O., S. 305). 6. Zusammenfassend konnte die Beschwe rdeführerin in casu keinen Nich- tigkeitsgrund nachweisen und die Beschw erde ist abzuweisen, soweit darauf überhaupt eingetreten werden kann. III. - 23 - Ausgangsgemäss wird die Beschwerdef ührerin im Beschwerdeverfahren kosten- und entschädigungspflic htig (§§ 64 Abs. 2 und 68 ZPO). Bei der Festle- gung der Prozessentschädigung an die Geg enparteien ist zu beachten, dass die- se zusammen eine Beschwerdeantwort eingereicht haben. Das Gericht beschliesst: 1. Die Beschwerde wird abgew iesen, soweit darauf eingetreten werden kann. Damit entfällt die der Beschwerde verliehene aufschiebende Wirkung. 2. Die Gerichtsgebühr für das Kassationsverfahren wird festgesetzt auf Fr. 40'000.--. 3. Die Kosten des Kassationsverfahrens werden der Beschwerdeführerin auf- erlegt. 4. Die Beschwerdeführerin wird verp flichtet, den Beschwerdegegnern als Soli- dargläubiger für das Kassationsverfahren eine Prozessentschädigung von insgesamt Fr. 23'000.-- (inkl. MWST) zu entrichten. 5. Gegen diesen Entscheid kann unter den Voraussetzungen von Art. 90 ff. BGG innert 30 Tagen nach dessen Empfang schriftlich durch eine Art. 42 BGG entsprechende Eingabe Beschwerde gemäss Art. 72 ff. BGG an das Schweizerische Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, erhoben werden. Der Streitwert beträgt Fr. 3'060'000.--. Sodann läuft die Frist von 30 Tagen zur Anfechtung des Urteils des Obergerichtes vom 11. Mai 20009 mit Beschwerde an das Bundesgericht neu ab Empfang des vorliegenden Entscheides (Art. 100 Abs. 1 und 6 BGG). Hinsichtlich des Fristenlaufes gelten die Art. 44 ff. BGG. 6. Schriftliche Mitteilung an die Partei en, die I. Zivilkammer des Obergerichts des Kantons Zürich, sowie das Bezirksgericht R., I. Abteilung, je gegen Empfangsschein. - 24 - ______________________________________ KASSATIONSGERICHT DES KANTONS ZÜRICH Die juristische Sekretärin: