<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="content"> <div class="para"> </div> <div class="para">[AZA] </div> <div class="para">I 544/99 Vr </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <u>IV. Kammer </u> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Bundesrichter Borella, Rüedi und Bundesrichterin Leuzinger; </div> <div class="para">Gerichtsschreiber Grünvogel </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <u>Urteil vom 8. Mai 2000 </u> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">in Sachen </div> <div class="para"> </div> <div class="para">M.________, 1945, Beschwerdeführer, vertreten durch den </div> <div class="para">Rechtsdienst X.________, </div> <div class="para">gegen </div> <div class="para"> </div> <div class="para">IV-Stelle Bern, Chutzenstrasse 10, Bern, Beschwerde- </div> <div class="para">gegnerin, </div> <div class="para">und </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Verwaltungsgericht des Kantons Bern, Bern </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> A.- Der 1945 geborene M.________ war seit März 1990 </div> <div class="para">bei der Firma W.________ AG als Beifahrer und Bauarbeiter </div> <div class="para">tätig. Wegen Beschwerden an der ganzen linken Seite des </div> <div class="para">Körpers sowie im Bereich des Rückens meldete er sich am </div> <div class="para">28. Februar 1997 bei der Invalidenversicherung zum Leis- </div> <div class="para">tungsbezug an. Im Anmeldeformular führte er Dr. B.________ </div> <div class="para">als seit 1992 behandelnden Arzt auf. Die IV-Stelle Bern </div> <div class="para">holte bei der Arbeitgeberin eine Stellungnahme (vom </div> <div class="para">3. April 1997) ein und beauftragte die Rheumatologische </div> <div class="para">Klinik und Poliklinik des Spitals Y.________ mit der medi- </div> <div class="para">zinischen Begutachtung, welche am 29. Mai 1997 sowie am </div> <div class="para">23. Juni 1997 Bericht erstattete. Nachdem sich die IV- </div> <div class="para">Stelle bei der Artisana, Kranken- und Unfallversicherung, </div> <div class="para">von welcher der Versicherte Taggelder nach KVG bezog, zu- </div> <div class="para">sätzlich über den genauen Verlauf der Arbeitsunfähigkeit </div> <div class="para">seit Januar 1995 erkundigt hatte, sprach sie M.________ mit </div> <div class="para">Verfügung vom 16. März 1998 rückwirkend ab dem 1. September </div> <div class="para">1996 eine halbe Invalidenrente zu. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> B.- Dagegen liess M.________ Beschwerde erheben mit </div> <div class="para">dem Antrag, in Aufhebung der Verfügung vom 16. März 1998 </div> <div class="para">sei ihm eine ganze Rente zuzusprechen. Das Verwaltungsge- </div> <div class="para">richt des Kantons Bern wies das Rechtsmittel mit Entscheid </div> <div class="para">vom 6. Juli 1999 ab. Dies nachdem es bei der Firma </div> <div class="para">W.________ AG weitere Auskünfte (vom 22. Juni und 2. Sep- </div> <div class="para">tember 1998) eingeholt hatte. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> C.- Mit Verwaltungsgerichtsbeschwerde lässt M.________ </div> <div class="para">das vorinstanzliche Rechtsbegehren erneuern. Gleichzeitig </div> <div class="para">bringt er verschiedene, in den Jahren 1992 bis 1997 an den </div> <div class="para">Hausarzt Dr. B.________ gerichtete Arztberichte bei. </div> <div class="para"> Während die IV-Stelle auf Abweisung der Verwaltungsge- </div> <div class="para">richtsbeschwerde schliesst, hat sich das Bundesamt für So- </div> <div class="para">zialversicherung nicht vernehmen lassen. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <u>Das Eidg. Versicherungsgericht zieht in Erwägung: </u> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> 1.- Das kantonale Verwaltungsgericht hat die gesetz- </div> <div class="para">lichen Bestimmungen und Grundsätze über den Umfang des Ren- </div> <div class="para">tenanspruchs (<span class="artref">Art. 28 Abs. 1 und Abs. 1bis IVG</span>) sowie die </div> <div class="para">Ermittlung des Invaliditätsgrads nach der Einkommensver- </div> <div class="para">gleichsmethode (<span class="artref">Art. 28 Abs. 2 IVG</span>; <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=16&amp;from_date=01.05.2000&amp;to_date=20.05.2000&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F114-V-310%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page313">BGE 114 V 313</a> Erw. 3a, </div> <div class="para">104 V 136 Erw. 2a und b) zutreffend dargelegt. Darauf kann </div> <div class="para">verwiesen werden. Richtig ist auch, dass bei der Bemessung </div> <div class="para">des Valideneinkommens in der Regel vom zuletzt vor Eintritt </div> <div class="para">der Gesundheitsschädigung erzielten Lohn auszugehen ist, </div> <div class="para">welcher der Lohnentwicklung bis zum massgebenden Zeitpunkt </div> <div class="para">des Erlasses der angefochtenen Verfügung (<a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=16&amp;from_date=01.05.2000&amp;to_date=20.05.2000&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F121-V-362%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page366">BGE 121 V 366</a> </div> <div class="para">Erw. 1b mit Hinweisen) anzupassen ist (ZAK 1991 S. 320 </div> <div class="para">Erw. 3a). </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> 2.- Wie von der Vorinstanz dargelegt, ist für die </div> <div class="para">Festlegung des Valideneinkommens von den Angaben der Firma </div> <div class="para">W.________ AG auszugehen, wonach der Beschwerdeführer als </div> <div class="para">Gesunder im Unternehmen in den Jahre 1996 und 1997 mut- </div> <div class="para">masslich je Fr. 55'250.- erzielt hätte. Sodann hat das </div> <div class="para">kantonale Gericht zutreffend erkannt, dass dieser Betrag </div> <div class="para">der Nominallohnentwicklung 1998 anzupassen ist. Soweit es </div> <div class="para">in diesem Zusammenhang von einer Lohnentwicklung von 104.3 </div> <div class="para">auf 105.1 Indexpunkte spricht, ist dies jedoch nicht nach- </div> <div class="para">vollziehbar. Im Bauhauptgewerbe erhöhte sich nämlich der </div> <div class="para">Verdienst für Männer im Jahre 1998 von 104.7 auf 105.0 In- </div> <div class="para">dexpunkte (Die Volkswirtschaft 1999, Heft 8, Tabelle </div> <div class="para">B10.4), was zu einem Valideneinkommen von Fr. 55'408.- </div> <div class="para">(55'250 x 105.0 / 104.7) führt. </div> <div class="para"> Was der Beschwerdeführer dagegen vorbringt, vermag </div> <div class="para">nichts zu ändern. Der von der Firma angegebene Wert von </div> <div class="para">Fr. 55'250.- liegt rund 4,2 % über dem 1993 dem Versicher- </div> <div class="para">ten vertraglich zugesicherten Jahreseinkommen von </div> <div class="para">Fr. 53'040.- (Schreiben der Firma W.________ AG an das </div> <div class="para">Verwaltungsgericht vom 22. Juni 1998), wogegen der Lohn im </div> <div class="para">Baugewerbe zwischen 1993 und 1997 netto durchschnittlich um </div> <div class="para">4,7 % angestiegen ist (Lohnentwicklung 1997, Bundesamt für </div> <div class="para">Statistik, T1.1. Ziff. 45). Eine derart geringe Abweichung </div> <div class="para">vom Durchschnittswert lässt die Angabe der Arbeitgeberin </div> <div class="para">zum mutmasslichen Verdienst des Beschwerdeführers ohne </div> <div class="para">Invalidität im Jahre 1997 und damit zu seiner innerbetrieb- </div> <div class="para">lichen Lohnentwicklung seit 1990 nicht als falsch erschei- </div> <div class="para">nen. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> 3.- a) Vorinstanz und Verwaltung haben für die Ein- </div> <div class="para">schätzung der Restarbeitsfähigkeit auf das Gutachten der </div> <div class="para">Rheumatologischen Klinik und Poliklinik des Spitals </div> <div class="para">Y.________ vom 29. Mai 1997 sowie die Ergänzung vom </div> <div class="para">23. Juni 1997 abgestellt. Danach ist der Beschwerdeführer </div> <div class="para">wegen eines chronischen Intervertebralgelenks-Überlastungs- </div> <div class="para">syndroms in einer leichten, wechselbelastenden Tätigkeit zu </div> <div class="para">50 % leistungsfähig. Dies mit der zusätzlichen Einschrän- </div> <div class="para">kung, nicht übermässigen Körperrotationsbewegungen ausge- </div> <div class="para">setzt zu sein und sich nicht wiederholt bücken zu müssen. </div> <div class="para">Der Versicherte macht unter Berufung auf die von ihm letzt- </div> <div class="para">instanzlich eingereichten Berichte geltend, er leide nicht </div> <div class="para">nur an Rückenbeschwerden, sondern darüber hinaus am linken </div> <div class="para">Arm an neurologischen Ausfällen bzw. auch dort an einem </div> <div class="para">chronischen Schmerzsyndrom. Zudem lägen Anzeichen für eine </div> <div class="para">Schmerzverarbeitungsstörung vor, was ihn in der Leistungs- </div> <div class="para">fähigkeit zusätzlich beeinträchtige. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> b) Von den vom Beschwerdeführer nachgereichten Berich- </div> <div class="para">ten, welche allesamt an den Hausarzt Dr. B.________ adres- </div> <div class="para">siert sind, hatten - soweit aktenmässig feststellbar - we- </div> <div class="para">der Verwaltung noch Vorinstanz Kenntnis. Sodann fällt auf, </div> <div class="para">dass die IV-Stelle auf das Einholen eines Berichtes des </div> <div class="para">Hausarztes verzichtet hat, obwohl der Versicherte bereits </div> <div class="para">in der IV-Anmeldung vom 28. Februar 1997 ausgeführt hatte, </div> <div class="para">seit 1992 wegen Rückenbeschwerden sowie Schmerzen auf der </div> <div class="para">linken Seite des ganzen Körpers bei Dr. B.________ in Be- </div> <div class="para">handlung zu stehen. Ebenso hätte es an der Verwaltung ge- </div> <div class="para">legen, spätestens nachdem die Arbeitgeberin in ihrer Stel- </div> <div class="para">lungnahme vom 3. April 1997 im Zusammenhang mit der Rest- </div> <div class="para">arbeitsfähigkeit von "Spätunfallfolgen" sprach, die ge- </div> <div class="para">samten Akten des Unfallversicherers (vorliegend der </div> <div class="para">Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt [SUVA]; vgl. </div> <div class="para">Verteiler der letztinstanzlich eingereichten Berichte des </div> <div class="para">Dr. N.________, Oberarzt der Handchirurgischen Abteilung </div> <div class="para">des Spitals Z.________, vom 21. April 1992, der Dres. </div> <div class="para">M.________ und I.________, ebenfalls der Handchirurgischen </div> <div class="para">Abteilung zugehörig, vom 3. Februar 1994, sowie des Dr. </div> <div class="para">U.________, Spezialarzt für Handchirurgie, vom 2. Juni </div> <div class="para">1997) beizuziehen, was sie ebenfalls unterlassen hat. </div> <div class="para">Hiefür wäre sie schon allein zur Vermeidung einer unter- </div> <div class="para">schiedlichen Einschätzung der auf den Unfall zurückzufüh- </div> <div class="para">renden Arbeitsunfähigkeit verpflichtet gewesen (BGE 119 V </div> <div class="para">470 Erw. 2b mit Hinweisen; vgl. auch AHI 1998 S. 170 Erw. 2 </div> <div class="para">und Erw. 4a; RKUV 1995 Nr. U 220 S. 108 Erw. 2c). Statt- </div> <div class="para">dessen beschränkte sich die IV-Stelle darauf, den Ver- </div> <div class="para">sicherten der Rheumatologischen Klinik und Poliklinik mit </div> <div class="para">dem Hinweis, es seien keine medizinischen Vorakten vor- </div> <div class="para">handen, zur Begutachtung zuzuweisen. Diese wiederum hat </div> <div class="para">gemäss eigenen Ausführungen neben dem hausinternen radio- </div> <div class="para">logischen Dossier vom 21. Mai 1997 und den von der IV- </div> <div class="para">Stelle zur Verfügung gestellten Dokumenten keine zusätz- </div> <div class="para">lichen Akten beigezogen. Weiter fokussierte sich die Ex- </div> <div class="para">pertise auf die Beschwerden im Bereich des Rückens (vgl. </div> <div class="para">Anamnese, insbesondere die Krankengeschichte). </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> c) Umgekehrt zeigen die vom Beschwerdeführer ins Recht </div> <div class="para">gelegten Akten auf, dass er seit einem Unfall im Jahre 1990 </div> <div class="para">mit anschliessender Zeigfingeramputation an der adominanten </div> <div class="para">linken Hand über Schmerzen im linken Arm klagte, für welche </div> <div class="para">zunächst Dr. N.________ (Bericht vom 21. April 1992) und </div> <div class="para">später auch die Dres. M.________ und I.________ (am 3. Feb- </div> <div class="para">ruar 1994) keine pathologische Erklärung fanden, während- </div> <div class="para">dessen die Dres. L.________ und K.________ des Spitals </div> <div class="para">Y.________ anlässlich einer neurologisch-neurochirurgischen </div> <div class="para">Untersuchung vom 22. Januar 1996 erklärten, es bestünden </div> <div class="para">seit Jahren unverändert neurologische Ausfälle im linken </div> <div class="para">Arm. Gleichzeitig wiesen sie auf einen leichten Muskel- </div> <div class="para">schwund der linken Armmuskulatur hin, was zumindest auf </div> <div class="para">eine (dauernde) Schonhaltung und damit Schmerzen im linken </div> <div class="para">Arm hindeutet. Wie die Dres. L.________ und K.________ zur </div> <div class="para">Diagnose neurologischer Ausfälle kommen, erhellen die vor- </div> <div class="para">liegenden Akten indessen nicht. Ebenso wenig besteht Ge- </div> <div class="para">wissheit darüber, wie weit die operativ erfolgte Neurom- </div> <div class="para">verlagerung durch Dr. U.________, im März 1997 sich auf die </div> <div class="para">allenfalls bis dahin vorhandenen neurologischen Ausfälle </div> <div class="para">ausgewirkt hat. Endlich weist Dr. U.________ im einem </div> <div class="para">Schreiben vom 2. Juni 1997 auf die von ihm offenbar als </div> <div class="para">schwierig eingestufte psycho-soziale Lage des Versicherten </div> <div class="para">hin. </div> <div class="para"> Ob letztlich das geltend gemachte Leiden am linken Arm </div> <div class="para">(Neurologische Ausfälle, Schmerzsyndrom) zum massgebenden </div> <div class="para">Verfügungszeitpunkt (<a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=16&amp;from_date=01.05.2000&amp;to_date=20.05.2000&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F121-V-362%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page366">BGE 121 V 366</a> Erw. 1b mit Hinweisen) </div> <div class="para">(noch) vorhanden war und bejahendenfalls wie sich dies auf </div> <div class="para">die Arbeitsfähigkeit des Versicherten auswirkte, lässt sich </div> <div class="para">anhand der unvollständigen Akten nicht abschliessend beur- </div> <div class="para">teilen. Gesagtes gilt auch für die geltend gemachten psy- </div> <div class="para">chischen Beschwerden, welche zudem einen Krankheitswert </div> <div class="para">aufweisen müssten (<a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=16&amp;from_date=01.05.2000&amp;to_date=20.05.2000&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F102-V-165%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page165">BGE 102 V 165</a>; AHI 1996 S. 302 Erw. 2a, </div> <div class="para">S. 305 Erw. 1a, S. 308 Erw. 2a; ZAK 1992 S. 170 Erw. 2a mit </div> <div class="para">Hinweisen). </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> d) Zusammenfassend lassen die vorhandenen Unterlagen </div> <div class="para">keine zuverlässige Beurteilung des Gesundheitszustandes des </div> <div class="para">Versicherten und der daraus resultierenden Erwerbsunfähig- </div> <div class="para">keit zum Verfügungszeitpunkt (16. März 1998) zu. Es bedarf </div> <div class="para">einer umfassenden Klärung der (medizinischen) Krankenge- </div> <div class="para">schichte. Hiefür sind insbesondere ein Bericht des Dr. </div> <div class="para">B.________, gegebenenfalls auch seine medizinischen Unter- </div> <div class="para">lagen, sowie die Akten der SUVA einzuholen. Erst die ge- </div> <div class="para">samten medizinischen Dokumente werden zeigen, ob eine ab- </div> <div class="para">schliessende Beurteilung des multiplen Beschwerdebildes und </div> <div class="para">die daraus abzuleitende Einschätzung der Arbeitsunfähigkeit </div> <div class="para">ohne weitere medizinische Abklärungen möglich sind oder </div> <div class="para">aber die Einholung einer in Kenntnis sämtlicher Arztberich- </div> <div class="para">te abzugebenden Expertise erforderlich ist. Dabei wird die </div> <div class="para">IV-Stelle, an welche die Sache zurückzuweisen ist, darauf </div> <div class="para">bedacht sein, die Einschätzung der auf den Unfall zurückzu- </div> <div class="para">führenden Einschränkung der Leistungsfähigkeit mit der SUVA </div> <div class="para">zu koordinieren. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> 4.- Sollte sich ergeben, dass der Beschwerdeführer </div> <div class="para">tatsächlich eine leichte, wechselbelastende Tätigkeit bei </div> <div class="para">einer Leistung von 50 % auszuüben vermag, welche weder </div> <div class="para">übermässigen Körperrotationsbewegungen noch repetitives Bü- </div> <div class="para">cken erfordert, kann die Verwaltung bezüglich der daraus </div> <div class="para">abzuleitenden erwerblichen Auswirkungen - vorbehältlich </div> <div class="para">neuer Erkenntnisse - den vorinstanzlichen Erwägungen hiezu </div> <div class="para">folgen. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <u>Demnach erkennt das Eidg. Versicherungsgericht: </u> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">I.Die Verwaltungsgerichtsbeschwerde wird in dem Sinne </div> <div class="para"> gutgeheissen, dass der Entscheid des Verwaltungsge- </div> <div class="para"> richts des Kantons Bern vom 6. Juli 1999 sowie die </div> <div class="para"> Verfügung der IV-Stelle Bern vom 16. März 1998 auf- </div> <div class="para"> gehoben werden und die Sache an die IV-Stelle zu- </div> <div class="para"> rückgewiesen wird, damit sie, nach erfolgter Abklärung </div> <div class="para"> im Sinne der Erwägungen, über den Rentenanspruch neu </div> <div class="para"> verfüge. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">II.Es werden keine Gerichtskosten erhoben. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">III.Die IV-Stelle Bern hat dem Beschwerdeführer für das </div> <div class="para"> Verfahren vor dem Eidgenössischen Versicherungsgericht </div> <div class="para"> eine Parteientschädigung von Fr. 2000.- (einschliess- </div> <div class="para"> lich Mehrwertsteuer) zu bezahlen. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">IV.Die Akten werden dem Verwaltungsgericht des Kantons </div> <div class="para"> Bern zugestellt, damit es über eine Parteientschädi- </div> <div class="para"> gung für das kantonale Verfahren entsprechend dem </div> <div class="para"> Ausgang des letztinstanzlichen Prozesses befinde. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">V.Dieses Urteil wird den Parteien, dem Verwaltungsge- </div> <div class="para"> richt des Kantons Bern, Sozialversicherungsrechtliche </div> <div class="para"> Abteilung, der Ausgleichskasse des Kantons Bern und </div> <div class="para"> dem Bundesamt für Sozialversicherung zugestellt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Luzern, 8. Mai 2000 </div> <div class="para">Im Namen des </div> <div class="para">Eidgenössischen Versicherungsgerichts </div> <div class="para">Der Präsident Der Gerichts- </div> <div class="para">der IV. Kammer: schreiber: </div> </div></body></html>