<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="content"> <div class="para"> </div> <div class="para">Bundesgericht </div> <div class="para">Tribunal fédéral </div> <div class="para">Tribunale federale </div> <div class="para">Tribunal federal </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <img height="74" src="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/clir/http/displayimage.php?id=2024-11-05-4F_29-2024.1&amp;type=gif" width="95"/> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>4F_29/2024</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>Urteil vom 5. November 2024</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>I. zivilrechtliche Abteilung</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Besetzung </div> <div class="para">Bundesrichterin Jametti, Präsidentin, </div> <div class="para">Bundesrichterinnen Kiss, May Canellas, </div> <div class="para">Gerichtsschreiber Tanner. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Verfahrensbeteiligte </div> <div class="para">A.________, </div> <div class="para">Gesuchsteller, </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <i>gegen</i> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">1. B.________ AG, </div> <div class="para">2. C.________ B.V., </div> <div class="para">vertreten durch Rechtsanwalt Patrick Burkhard, </div> <div class="para">Gesuchsgegnerinnen, </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Obergericht des Kantons Zürich, I. Zivilkammer, Hirschengraben 13/15, 8001 Zürich. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Gegenstand </div> <div class="para">Verpasste Revisionsfrist, </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Revisionsgesuch gegen das Urteil des Schweizerischen Bundesgerichts vom 29. August 2024 </div> <div class="para">(4D_114/2024 [Urteil PP230054-O/U]). </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>Erwägungen:</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>1.</b> </div> <div class="para">Das Bundesgericht trat mit Urteil 4D_114/2024 vom 29. August 2024 auf eine Beschwerde des Gesuchstellers nicht ein, welche sich gegen das Urteil des Obergerichts des Kantons Zürich vom 13. Juni 2024 richtete. Dieser Nichteintretensentscheid erging im vereinfachten Verfahren nach <span class="artref">Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG</span> </div> <div class="para">Mit Schreiben vom 16. September 2024 ersuchte der Gesuchsteller das Bundesgericht, sein Urteil vom 29. August 2024 in Wiedererwägung zu ziehen. Zur Begründung führte er aus, das Bundesgericht hätte die Angelegenheit gar nicht selbst entscheiden dürfen, da ihm die nötigen vorinstanzlichen Sachverhaltsfeststellungen gefehlt hätten. </div> <div class="para">Mit Schreiben vom 27. September 2024 beantragte der Gesuchsteller dem Bundesgericht sodann, einen "Ergänzungsentscheid" gemäss <span class="artref">Art. 129 BGG</span> zu erlassen. Darin habe das Bundesgericht zu begründen, weshalb sich der Gesuchsteller im Beschwerdeverfahren nicht mit dem Antrag auf Rückweisung an die Vorinstanz hätte begnügen dürfen. </div> <div class="para">Das Bundesgericht teilte dem Gesuchsteller mit Schreiben vom 2. Oktober 2024 mit, dass eine Wiedererwägung von Bundesgerichtsentscheiden ausgeschlossen sei. Zugleich setzte es ihm eine Frist bis zum 21. Oktober 2024 an, um gegebenenfalls ein begründetes Erläuterungsgesuch im Sinne von <span class="artref">Art. 129 BGG</span> zu stellen. </div> <div class="para">In der Folge sandte der Gesuchsteller dem Bundesgericht ein weiteres, vom 20. Oktober 2024 datierendes Schreiben. Darin warf er dem Bundesgericht vor, es habe analog <span class="artref">Art. 121 lit. d BGG</span> versehentlich in den Akten liegende erhebliche Tatsachen nicht berücksichtigt. Aus diesem Grund ersuche er das Bundesgericht, auf seinen Entscheid vom 29. August 2024 zurückzukommen, "sei es durch Wiedererwägung, Revision etc., wie immer dies dem obersten Gericht geeignet erscheinen möge". </div> <div class="para">Das Bundesgericht bestätigte den Parteien danach den Eingang des Revisionsbegehrens des Gesuchstellers. In einem weiteren Schreiben bedankte sich dieser schliesslich beim Bundesgericht für die Mitteilung. </div> <div class="para">Es wurden keine Vernehmlassungen eingeholt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>2.</b> </div> <div class="para">Entscheide des Bundesgerichts erwachsen am Tag ihrer Ausfällung in Rechtskraft (<span class="artref">Art. 61 BGG</span>). Sie können weder mit einem ordentlichen Rechtsmittel angefochten (<a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=24&amp;from_date=27.10.2024&amp;to_date=15.11.2024&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F149-III-93%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page93">BGE 149 III 93</a> E. 1.1) noch in Wiedererwägung gezogen werden (Urteil 2F_19/2016 vom 29. September 2016 E. 2). Auch eine Erläuterung oder Berichtigung im Sinne von <span class="artref">Art. 129 Abs. 1 BGG</span> vermag ein Urteil nicht inhaltlich abzuändern (Urteil 4G_2/2024 vom 22. August 2024 E. 1). Das Bundesgericht kann aber auf sein Urteil zurückkommen, wenn einer der in den <span class="artref"><artref id="CH/173.110/121" type="start"></artref>Art. 121-123 BGG</span><artref id="CH/173.110/123" type="end"></artref> abschliessend aufgeführten Revisionsgründe vorliegt. </div> <div class="para">Der Gesuchsteller macht in seiner Eingabe vom 20. Oktober 2024 geltend, das Bundesgericht habe versehentlich in den Akten liegende erhebliche Tatsachen nicht berücksichtigt. Er beruft sich dabei ausdrücklich auf <span class="artref">Art. 121 lit. d BGG</span>. </div> <div class="para">Ein Revisionsgesuch, das sich auf diesen Revisionsgrund abstützt, muss innert 30 Tagen nach Eröffnung der vollständigen Ausfertigung des Entscheides beim Bundesgericht eingereicht werden (Art. 121 lit. d i.V.m. <span class="artref">Art. 124 Abs. 1 lit. b BGG</span>). </div> <div class="para">Die Schweizerische Post stellte dem Gesuchsteller das bundesgerichtliche Urteil vom 29. August 2024 am 16. September 2024 zu. Damit endete die dreissigtägige Revisionsfrist am 16. Oktober 2024. Der Gesuchsteller berief sich erstmals in seinem Schreiben vom 20. Oktober 2024 auf den Revisionsgrund von <span class="artref">Art. 121 lit. d BGG</span>. Er übergab diese Eingabe am 21. Oktober 2024 der Schweizerischen Post. Da er sein Revisionsgesuch nach mehr als 30 Tagen gestellt hat, ist dieses verspätet. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>3.</b> </div> <div class="para">Auf das Revisionsgesuch ist folglich nicht einzutreten. </div> <div class="para">Unter den gegebenen Umständen ist auf die Erhebung von Gerichtskosten ausnahmsweise zu verzichten (<span class="artref">Art. 66 Abs. 1 BGG</span>). Die Gesuchsgegnerinnen haben keinen Anspruch auf eine Parteientschädigung, da ihnen aus dem bundesgerichtlichen Verfahren kein Aufwand erwachsen ist (<span class="artref">Art. 68 Abs. 2 BGG</span>). </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b> Demnach erkennt das Bundesgericht:</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>1.</b> </div> <div class="para">Auf das Revisionsgesuch wird nicht eingetreten. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>2.</b> </div> <div class="para">Es werden keine Gerichtskosten erhoben. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>3.</b> </div> <div class="para">Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>4.</b> </div> <div class="para">Dieses Urteil wird den Parteien und dem Obergericht des Kantons Zürich, I. Zivilkammer, schriftlich mitgeteilt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Lausanne, 5. November 2024 </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Im Namen der I. zivilrechtlichen Abteilung </div> <div class="para">des Schweizerischen Bundesgerichts </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Die Präsidentin: Jametti </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Der Gerichtsschreiber: Tanner </div> </div></body></html>