<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="cell small-12 contentContainer printArea"> <div><table><tr><td><p class="Normal Heading1"><span id="_GoBack"></span><span class="Normal Heading1">Sozialversicherungsgericht</span></p><p class="Normal Heading1"><span class="Normal Heading1">des Kantons Zürich</span></p></td><td><p class="Normal Heading1"></p></td></tr></table><p><span>IV.2015.00179</span></p><p><br/></p><p><br/></p><p>III. Kammer</p><p>Sozialversicherungsrichter Gräub, Vorsitzender<br/>Sozialversicherungsrichterin Annaheim<br/>Sozialversicherungsrichterin Daubenmeyer<br/>Gerichtsschreiberin Lanzicher</p><p class="Normal Heading2"><span class="Normal Heading2">Urteil vom 8. November 2017</span></p><p class="Normal StandardEinzug"><span class="Normal StandardEinzug">in Sachen</span></p><p class="Normal StandardFett RubrumFett"><span class="Normal StandardFett RubrumFett">X.___</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Beschwerdeführerin</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">vertreten durch Rechtsanwältin Lotti Sigg</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Sigg Schwarz Advokatur</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Theaterstrasse 3, Postfach 2336, 8401 Winterthur</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">gegen</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardFett RubrumFett"><span class="Normal StandardFett RubrumFett">Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Beschwerdegegnerin</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Sachverhalt: </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> 1964 geborene X.___ war nach Tätigkeiten als Fabrikarbei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">terin und Zimmermädchen in verschiedenen Hotelbetrieben und zu</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">letzt, seit dem 1. Februar 2001, bei der Firma Y.___ als Montagemitarbeiterin beschäftigt. Am 13. September 2002 meldete sie sich un</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ter Hinweis auf Diabetes, Schilddrüsenerkrankung sowie Systemischen Lupus erythematodes bei der Invalidenversicherung zum Leistungsbezug </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">an (Urk. 13/1, Urk. 13/4 und Urk. 13/7).</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, tätigte medizinische und erwerbliche Abklärungen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">und veranlasste eine polydisziplinäre Begutachtung (allgemeininternistisch, rheumatologisch, psychiatrisch) </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">im </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Z.___</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Z.___</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">; Expertise vom 27. November 2003; Urk. 13/20). Mit </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Einspracheentscheid vom 2. April 2004 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">verneinte sie den Anspruch</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> auf eine Invalidenrente </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">(Urk. 13/30).</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Dagegen erhob die Versicherte </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">mit Eingabe vom </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">14. Mai 2004</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">(Urk. 13/34/3-10)</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> beim hiesigen Gericht Beschwerde. Mit Urteil vom 30. Juni 2005 (Prozess Nr. IV.2004.00321; Urk. 13/46) wies das Gericht die Sache</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> zur Durchführung von weiteren Abklä</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rungen an die IV-Stelle zurück.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die IV-Stelle holte in der Folge weitere medizinische Berichte ein und liess die Versicherte durch Dr. med. A.___, Facharzt FMH Psychiatrie und Psychothera</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">pie, begutachten (Expertise vom 4. August 2007; Urk. 13/77). Mit Verfügung vom 15. November 2007 (Urk. 13/97) sprach sie der Versicherten von Mai bis Juli 2005 eine Viertelsrente und ab August 2005 eine ganze Rente der Invali</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">denversicherung zu.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Im Rahmen des im September 2008 von Amtes wegen eingeleiteten Revisionsver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">fahrens wurde die Versicherte durch die B.___ polydisziplinär (allgemeininternistisch, rheumato</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">logisch, psychiatrisch) begutachtet (Expertise vom 21. Januar 2010; Urk. 13/132). Mit Verfügung vom 9. April 2010 bestätigte die IV-Stelle die Weiter</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ausrichtung einer ganzen Invalidenrente (Urk. 13/135).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.4</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Im Juni 2011 leitete die IV-Stelle erneut ein Revisionsverfahren ein und liess die Versicherte durch Dr. med. und Dr. sc. nat. ETH C.___, Innere Medizin FMH spez. Rheumaerkrankungen, rheumatologisch (Expertise vom 5. Mai 2012; Urk. 13/158) sowie durch Prof. Dr. med. habil. D.___, FMH Neurologie und FMH Psychiatrie und Psychotherapie, psychiatrisch (Expertise vom 2. Januar 2014; Urk. 13/164) begutachten. Nach durchgeführtem Vorbescheidverfahren (Urk. 13/181) hob sie mit Verfügung vom 28. Oktober 2014 die Verfügung vom 15. November 2007 und die Mitteilung (richtig: Verfügung) vom 9. April 2010 wiedererwägungsweise auf. Ebenso hob sie die Rente nach Zustellung der Ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">fügung auf Ende des folgenden Monats auf (Urk. 2).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Dagegen erhob die Versicherte am 10. November 2014 (Urk. 1/1), ergänzt am 5. Januar 2015 (Urk. 1/2), bei der IV-Stelle Beschwerde, welche diese am 5. Februar 2015 (Urk. 4) zuständigkeitshalber an das hiesige Gericht überwies. Die Beschwerdeführerin beantragte, die Verfügung vom 28. Oktober 2014 sei auf</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">zuheben und es sei ihr weiterhin eine Rente auszurichten (Urk. 1/2 S. 2). Mit Eingabe vom 19. Februar 2015 beantragte sie zudem, es sei ihr die unentgeltli</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">che Prozessführung unter Bestellung einer unentgeltlichen Rechtsvertretung zu bewilligen (Urk. 8 S. 2). Am 17. März 2015 (Urk. 12) beantragte die IV-Stelle die Abweisung der Beschwerde, sofern nicht von einer verspäteten Beschwerdeer</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">hebung ausgegangen werde. Mit Verfügung vom 27. April 2015 (Urk. 17) wurde der Beschwerdeführerin die unentgeltliche Prozessführung und Rechtsvertretung bewilligt. Mit Replik vom 31. August 2015 (Urk. 22) beantragte die Beschwer</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">deführerin zusätzlich, das rheumatologische Gutachten von Dr. C.___ vom 5. Mai 2012 sei aus dem Recht zu weisen und sie sei im Sinne ergänzender me</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">dizinischer Abklärungen im Auftrag des Gerichts zu untersuchen und zu begut</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">achten. Am 6. Oktober 2015 (Urk. 26) verzichtete die Beschwerdegegnerin auf das Einreichen einer Duplik. Am 10. Januar 2017 (Urk. 30) reichte die Be</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">schwerdeführerin einen ärztlichen Bericht ein (Urk. 31).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Das Gericht </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">liess die Beschwerdeführerin durch</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Dr. med. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">E.___</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">, Rheumatologie FMH EMBA, </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rheumatologisch begutachten</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Expertise vom 21. Juli 2017; </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Urk. 40). Die Beschwerdegegnerin</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> liess sich dazu am 24. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">August 2017 (Urk. 44), die Beschwerdeführerin am 2. Oktober 2017 (Urk. 47) vernehmen. Die </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">entspre</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">chenden </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Stellungnahmen wurden der jeweils anderen Partei am 5</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Oktober 2017</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> (Urk. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">48) zur Kenntnis gebracht.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Das Gericht zieht in Erwägung:</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">In ihrer an die Beschwerdegegnerin gerichteten und mit „Rentenstopp, Ableh</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nung Wiedererwägung“ betitelten Eingabe vom 10. November 2014 (Urk. 1/1) machte die Beschwerdeführerin unter anderem geltend, sie könne aufgrund ih</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rer Beschwerden den Alltag nur mit Mühe und fremder Hilfe bewältigen. Gerne würde sie arbeiten, doch liege dies nicht drin mit ihren Schmerzen. Obwohl die Beschwerdeführerin zusätzlich um berufliche Massnahmen ersuchte, ist daraus ein Beschwerdewille ersichtlich, zumal bei Laieneingaben diesbezüglich keine hohen Anforderungen gestellt werden und die Eingabe zwei Wochen nach Er</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">lass der angefochtenen rentenaufhebenden Verfügung vom 28. Oktober 2014 (Urk. 2) erfolgte. Die Beschwerde ist damit also als gegen die Verfügung vom 28. Oktober 2014 gerichtete zu qualifizieren, und nachdem sie fristgerecht erho</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ben wurde, ist auf sie einzutreten.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">2.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts, ATSG). Sie kann Folge von Ge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">burtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung, IVG). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">trächtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verur</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">den ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesund</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">heitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">2</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine Vier</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">telsrente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine Dreiviertels</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">rente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (Art. 28 Abs. 2 IVG).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">2</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Ändert sich der Invaliditätsgrad einer Rentenbezügerin oder eines Rentenbezü</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gers erheblich, so wird die Rente von Amtes wegen oder auf Gesuch hin für die Zukunft entsprechend erhöht, herabgesetzt oder aufgehoben (Art. 17 Abs. 1 ATSG). Anlass zur Rentenrevision gibt jede wesentliche Änderung in den tat</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sächlichen Verhältnissen, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit den Rentenanspruch zu beeinflussen. Insbesondere ist die Rente nicht nur bei einer wesentlichen Änderung des Gesundheitszustandes, sondern auch dann revidier</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">bar, wenn sich die erwerblichen Auswirkungen des an sich gleich gebliebenen Gesundheitszustandes erheblich verändert haben (BGE 130 V 343 E. 3.5 mit Hinweisen). Eine Veränderung der gesundheitlichen Verhältnisse liegt auch bei gleich gebliebener Diagnose vor, wenn sich ein Leiden in seiner Intensität und in seinen Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit verändert hat (Urteile des Bun</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">desgerichts 9C_261/2009 vom 11. Mai 2009 E. 1.2 und I 212/03 vom 28. August 2003 E. 2.2.3). Dagegen stellt die bloss unterschiedliche Beurteilung der Auswirkungen eines im Wesentlichen unverändert gebliebenen Gesund</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">heitszustandes auf die Arbeitsfähigkeit für sich allein genommen keinen Revisi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">onsgrund im Sinne von Art. 17 Abs. 1 ATSG dar. Zeitliche Vergleichsbasis für die Beurteilung einer anspruchserheblichen Änderung des Invaliditätsgrades bilden die letzte rechtskräftige Verfügung oder der letzte rechtskräftige Ein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">spracheentscheid, welche oder welcher auf einer materiellen Prüfung des Ren</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tenanspruchs mit rechtskonformer Sachverhaltsabklärung, Beweiswürdigung und Invaliditätsbemessung beruht (BGE 133 V 108; vgl. auch BGE 130 V 71 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">E. 3.2.3; Urteil des Bundesgerichts 9C_438/2009 vom 26. März 2010 E. 2.1 mit Hinweisen).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">2.4</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Fehlen die in Art. 17 ATSG genannten Voraussetzungen, so kann die Rentenverfü</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gung lediglich nach den für die Wiedererwägung rechtskräftiger Verwaltungsverfügungen geltenden Regeln abgeändert werden. Danach ist die Verwaltung befugt, auf eine formell rechtskräftige Verfügung, welche nicht Ge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">genstand materieller richterlicher Beurteilung gebildet hat, zurückzukommen, wenn sich diese als zweifellos unrichtig erweist und ihre Berichtigung von er</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">heblicher Bedeutung ist (Art. 53 A</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">bs. 2 ATSG; BGE 110 V 176 E. 2a</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> mit Hin</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">weisen). Das Gericht kann eine zu Unrecht ergangene Revisionsverfügung gege</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">benenfalls mit der substituierten Begründung schützen, dass die ursprüngliche Rentenverfügung zweifellos unrichtig und die Berichtigung von erheblicher Be</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">deutung ist (BGE 125 V 368 E. 2 mit Hinweisen; vgl. auch BGE 128 V 272 E. 5b/bb; Urteile des Bundesgerichts 9C_121/2014 vom 3. September 2014 E. 3.2.2, 9C_762/2013 vom 24. Juni 2014 E. 4.2 und 9C_562/2008 vom 3. November 2008 E. 2.2 je mit Hinweisen).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Mit der zweifellosen Unrichtigkeit wird ein hoher Grad umschrieben. Es darf kein vernünftiger Zweifel daran möglich sein, dass eine Unrichtigkeit vorliegt, es ist ein einziger Schluss - eben derjenige auf eine Unrichtigkeit - möglich. So liegt kein Widererwägungsgrund vor, wenn eine Entscheidung notwendiger</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">weise Ermessenszüge aufweist und die bisherige Entscheidung als vertretbar erscheint. Die Frage der Unrichtigkeit beurteilt sich nach dem im Zeitpunkt des Erlasses der fraglichen Verfügung herrschenden Rechtszustand; dieser schliesst auch die damalige Rechtspraxis ein. Eine zweifellose Unrichtigkeit betrifft in der Regel einen Verwaltungsentscheid aufgrund falsch oder unzutreffend verstan</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">dener Rechtsregeln oder ein solcher, der massgebliche Bestimmungen nicht oder unrichtig angewandt hat. Keine Wiedererwägung ist möglich, wenn allenfalls die Vergleichseinkommen nach Art. 16 ATSG unzutreffend festgesetzt wurden (Kieser, ATSG-Kommentar, 3. Aufl. 2015, N 52 ff. zu Art. 53 ATSG mit Hin</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">weisen auf die bundesgerichtliche Rechtsprechung).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">2.5</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Berichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorak</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zu</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen in der Expertise begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.</span><span> </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Beschwerdegegnerin begründete die angefochtene rentenaufhebende Verfü</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gung vom 28. Oktober 2014 (Urk. 2) damit, dass die ursprüngliche Rentenzu</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sprache gestützt auf das Gutachten von Dr. A.___ erfolgt sei. Die von diesem postulierte Arbeitsunfähigkeit von 70 % sei jedoch weder nachvollziehbar noch plausibel, weshalb auf das Gutachten - zumindest ohne weitere Abklärun</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gen - nicht hätte abgestellt werden dürfen. Sie sei zudem fälschlicherweise von einer 100%igen Arbeitsunfähigkeit ausgegangen. Die ursprüngliche Verfügung vom 15. November 2007 (Urk. 13/97) sei damit offensichtlich unrichtig gewesen (S. 1 f.). Die rentenbestätigende Verfügung vom 9. April 2010 (Urk. 13/135) im vorangegangenen Revisionsverfahren habe sich auf das Gutachten der B.___ gestützt. Bei diesem habe jedoch eine Fehldiagnostik vorgelegen, weshalb auch darauf nicht hätte abgestellt werden dürfen. Sowohl die ursprüngliche als auch die rentenbestätigende Verfügung seien deshalb als zweifellos unrichtig zu qua</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">lifizieren (S. 2). Die medizinischen Abklärungen im vorliegenden Revisionsver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">fahren hätten ergeben, dass sowohl in der angestammten als auch in einer an</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gepassten Tätigkeit keine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit bestehe (S. 2). Es sei der Beschwerdeführerin zuzumuten, die Beschwerden aufgrund der diagnos</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tizierten somatoformen Schmerzstörung zu überwinden. Nachdem kein invali</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">disierender Gesundheitsschaden vorliege, werde die Rente für die Zukunft ein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gestellt (S. 3).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Beschwerdeführerin stellte sich demgegenüber auf den Standpunkt (Urk. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">22</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">),</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> die Beschwerdegegnerin habe vor der erstmaligen Rentenzusprache umfangreiche medizinische Abklärungen durchgeführt und sich auf ein aus</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">führliches Gutachten gestützt. Auch die rentenbestätigende Verfügung habe sich auf ein Gutachten gestützt. Unter diesen Umständen sei es unhaltbar davon auszugehen, dass die ursprüngliche Rentenzusprache zweifellos unrichtig ge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">wesen sei. Eine Wiedererwägung sei vorliegend nicht erlaubt (S. 8). Die zuge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sprochene Rente dürfe auch nicht in Revision gezogen werden, da eine erhebli</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">che Verbesserung des Gesundheitszustandes seit 2010 nicht erwiesen sei (S. 9). Das im vorliegenden Revisionsverfahren eingeholte rheumatologische und das psychiatrische Gutachten seien - aus näher dargelegten Gründen - nicht be</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">weiskräftig, weshalb eine Neubegutachtung durch das Gericht beantragt werde (S. 10-16).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">4.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die rentenbestätigende Verfügung vom 9. April 2010 (Urk. 13/135) stützte sich auf das Gutachten der </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">B.___</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> vom 21. Januar 2010 (Urk. 13/132). Dr. med. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">I.___</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">, Facharzt für Psychiatrie, und Dr. med. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">J.___</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">, Facharzt für Rheumatologie und Innere Medizin FMH, stellten </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">darin</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> folgende Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit (S. 20):</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Systemischer Lupus erythematodes mit Polyarthralgie und sekundärem Fibro</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">myalgiesyndrom</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Rezidivierende depressive Störung gegenwärtig mittelgradige depressive Epi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">sode</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Diabetes mellitus Typ 1, Insulinpflichtig</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Zudem hielten sie folgende Diagnosen ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähig</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">keit fest (S. 20):</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Zustand nach Thyreoidektomie 1991 (anamnestisch nach Autoimmun-Thyreoi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">ditis, Exophthalmus)</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Grenzwertige diastolische Hypertonie</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Zustand nach Revision des rechten Handgelenkes 1999 (Entfernung des Dis</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">cus articularis ulno-karpal?)</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Anamnestisch mögliche anhaltend</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">e</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"> somatoforme Schmerzstörung</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Dazu führten sie aus, dass das Krankheitsbild der Beschwerdeführerin Züge ei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ner anhaltend somatoformen Schmerzstörung zeige. Aus rheumatologischer Sicht würden jedoch die von der Beschwerdeführerin angegebenen Schmerzen im Stütz- und Bewegungsapparat durch einen Systemischen Lupus erythemato</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">des durchaus erklärt werden können. Mit Blick auf diese Einschätzung könne man derzeit die Diagnose einer anhaltend somatoformen Schmerzstörung res</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">pektive Schmerzverarbeitungsstörung nicht stellen. Erst wenn sich herausstellen sollte, dass die beklagten Schmerzen nicht vollumfänglich auf ein körperliches Leiden zurückzuführen seien, sei die Diagnose einer anhaltend somatoformen Schmerzstörung nochmals zu diskutieren. Aus psychiatrischer Sicht sei auf eine insuffiziente psychopharmakologische Therapie hinzuweisen. Im Rahmen der depressiven Symptomatik und der damit einhergehenden Beeinträchtigungen </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">von</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Affektregulation, Antrieb und Stimmungslage sei die Beschwerdeführerin nur in der Lage, etwa 4.5 Stunden arbeitstäglich Tätigkeiten einfacher geistiger Natur mit geringer Verantwortung zu verrichten. Damit bestehe aus rein psy</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">chiatrischer Optik eine Arbeitsunfähigkeit von 50 % sowohl für die zuletzt aus</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">geübte Tätigkeit als Zimmermädchen als auch in Verweistätigkeiten (S. 17 f.).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Aus internistischer Sicht schränke der langjährige insulinpflichtige Diabetes mellitus die Beschwerdeführerin in jeglicher Tätigkeit um 20 % ein. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Sie </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sei für Verweistätigkeiten mittlerer und leichter Art im Umfang von etwa 80 % ar</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">beitsfähig (S. 19).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Seit nunmehr acht Jahren bestünden bei der Beschwerdeführerin Hinweise einer</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">seits auf eine kollagene Bindegewebserkrankung (bei wiederholt positiv gefundenen antinukleären Faktoren) sowie ein ausgedehntes Schmerzbild, das vorerst als Fibromyalgietendenz, später als Fibromyalgie-Syndrom charakteri</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">siert worden sei. Die beiden Phänomene seien im Sinne einer kausalen Ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">knüpfung zu sehen, es bestehe</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> also</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> nicht ein sich ständig mehr ausweitendes und verstärkendes „idiopathisches" Fibromyalgie-Syndrom, wie es sehr häufig angetroffen werde, sondern hier liege seltenerweise diesem Geschehen tatsäch</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">lich eine immunserologisch fassbare Kollagenose </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">beziehungsweise</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Autoimmun</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">erkrankung vom Typ vermutlich des Systemischen Lupus erythematodes zu</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">grunde, obschon dieses Krankheitsbild aufgrund nicht ganz vollständiger Krite</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rien nicht mit letzter Sicherheit diagnostiziert werden könne. Die Existenz der aktuell erneut nachgewiesenen antinukleären Faktoren (mit de</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">m bislang höchsten Titer von 1:</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1280), zusammen mit den für den Systemischen Lupus als hochspezifisch geltenden pathognomonischen Antikörpern gegen dsDNA sowie gegen SS-A</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">,</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> sei gemeinsam mit dem ausgedehnten, oft kurzfristig entzündlich auftretenden Gelenkschmerzbild stark für diese Diagnose sprechend. Ein Syste</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">mischer Lupus erythematodes könne, wie dies hier der Fall sei, gelegentlich von einem fibromyalgischen Syndrom begleitet sein, was den sonst oft milden Ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">lauf dieser Erkrankung dann im Erscheinungsbild deutlich verstärke (S. 38 f.). Aus rheumatologischer Sicht sei eine ausserhäusliche Tätigkeit in irgendwelcher Form unzumutbar. Selbst die Besorgung des eigenen kleinen Haushaltes sei nicht vollumfänglich möglich. Es bestehe deshalb in jeglicher Tätigkeit eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit (S. 21).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Zusammenfassend seien die Folgen der rheumatischen Erkrankung aktuell so ausgeprägt, dass die Beschwerdeführerin zu 100 % arbeitsunfähig sei. Die lau</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">fende Behandlung sei jedoch aus rheumatologischer wie auch aus psychiatri</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">scher Sicht noch nicht ausgeschöpft. Offensichtlich sei bisher keine konsequente Behandlung des Systemischen Lupus erythematodes durchgeführt worden. Dies werde dringend empfohlen. Ferner ergebe sich aus psychiatrischer Sicht der Hinweis auf eine Optimierung der antidepressiven Psychopharmakobehandlung. Unter angemessener Therapie sei eine massgebliche Besserung der Arbeitsfähig</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">keit keineswegs unwahrscheinlich (S. 21).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">4.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Dem vorliegenden Revisionsverfahren liegen unter anderem nachstehende Beur</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">teilungen zugrunde:</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">4.2.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Gemäss der behandelnden Psychologin lic. phil. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">F.___</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">, Psychologin FSP, leidet die Beschwerdeführerin an einer mittelgradigen depressiven Episode, wel</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">che reaktiv auf ihre Hauptleiden Diabetes mellitus und das Fibromyalgie</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">-S</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">yn</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">drom sei. Die Psychotherapiesitzungen fänden ein- bis zweimal monatlich statt im Sinne einer fortlaufenden Unterstützung und abhängig von der Befindlich</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">keit der Beschwerdeführerin. Diese stehe - nachdem sie vo</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">m</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> 24. April 2005 bis 13. Oktober 2007 und vo</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">m</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> 17. Juli bis 11. Dezember 2009 bereits von ihr the</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rapiert worden sei - seit 19. August 2011 wiederum in ihrer Behandlung (Be</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">richt vom 10. Februar 2012; Urk. 13/148/1 und Urk. 13/148/5).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">4.2.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Dr. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">C.___</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> hielt in ihrem Gutachten vom 5. Mai 2012 (Urk. 13/158/2-74) un</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ter anderem die Diagnose eines Diabetes mellitus Typ 1 fest, aufgrund welche</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">m</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> die Beschwerdeführerin je eine halbe Stunde zusätzliche Pause pro Halbtag be</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nötige. In der angestammten und in einer angepassten Tätigkeit sei sie zu 100 % arbeitsfähig, könne jedoch keine Tätigkeiten mit potentieller Selbst- oder Fremdgefährdung und auch keine Schichtarbeit leisten (S. 66 und S. 69 f.). Die Beschwerdeführerin habe nie die Kriterien für die Diagnose eines Systemischen Lupus erythematodes erfüllt. Für diese Diagnosen müssten vier oder mehr Kri</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">terien nachweisbar sein, bei ihr seien es jedoch lediglich zwei gewesen. Eben</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">falls habe sie nie die Kriterien für die Diagnose einer undifferenzierten Kollage</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nose erfüllt. Bei dieser müssten ausser pathologischen Laborbefunden auch do</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">kumentierte persistierende Entzündungszeichen vorhanden sein, was nie fest</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gestellt worden sei. In der Dolorimetrie seien sämtliche (18 der 18) Tender Points pathologisch wie auch alle (8 der 8) Kontrollpunkte. Eine Fibromyalgie bestehe definitionsgemäss nicht, wenn die Mehrheit der Kontrollpunkte patho</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">logisch sei (S. 67).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">4.2.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Prof. Dr. habil. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">D.___</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> stellte in seinem Gutachten vom 2. Januar 2014 (Urk. 13/164) keine Diagnosen mit, hingegen folgende</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Diagnosen ohne Auswir</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">kung auf die Arbeitsfähigkeit (S. 78 f.):</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Anhaltende somatoforme Schmerzstörung</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Leichtgradige chronifizierte depressive Episode, reaktiv zur somatoformen Schmerzstörung</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Dazu führte er aus, vier der Geschwister der Beschwerdeführerin würden in der Schweiz leben. Sie habe guten Kontakt zu ihrer Familie, man besuche sich vor</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">wiegend am Wochenende. Sie habe vor knapp 5 Jahren das erste Mal geheiratet, die Ehe verlaufe sehr gut, ihr Ehemann unterstütze sie in der Bewältigung ihrer Krankheit sehr. Ausserhalb der familiären Kontakte sei sie zudem gut kirchlich eingebunden. Als Hobby lese sie gerne Zeitschriften (S. 61 f.).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">An zwei oder drei Tagen pro Woche stehe sie überhaupt nicht auf, weil es ihr schlecht gehe. An den anderen Tagen stehe sie zwischen 9.00 und 9.30 Uhr auf, nehme ihre Medikamente und nach der Morgentoilette ein ausgedehntes Bad, um ihre Muskeln zu entspannen. Anschliessend frühstücke sie und abhängig vom Wohlbefinden liege sie danach ab oder erledige Teile der Hausarbeit wie beispielsweise Abstauben. Die Spitex reinige am Vormittag die Wohnung und mache die Wäsche komplett fertig. Zum Mittag koche sie sich etwas Kleines. Am Nachmittag mache sie dasselbe wie am Morgen. In Abhängigkeit vom Wetter gehe sie zudem spazieren. Nach Rückkehr des Ehemannes von der Arbeit bereite man gemeinsam das Abendessen vor, wobei der Ehemann das Kochen übernehme. Nach dem Nachtessen gehe sie mit ihm im Sommer etwas spazie</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ren, ansonsten schaue man Fernsehen. Zu Bett begebe sie sich zwischen 22.00 und 22.30 Uhr (S. 67).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Beschwerdeführerin stehe in keiner psychiatrisch fachärztlichen Behand</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">lung, gehe jedoch seit zwei Monaten erneut zu einer delegierten Psychothera</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">peutin, bislang habe sie dort zwei Termine wahrgenommen. Es sei unklar, ob sie eine psychiatrische Medikation einnehme (S. 66 und </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">S. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">68).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Bei der Begutachtung habe die Beschwerdeführerin gewisse depressive Symp</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tome mit einer leichten Verschiebung des Affektes zum depressiven Pol, einer reduzierten Schwingungsfähigkeit und einer Minderung der Fähigkeit</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">,</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Freude zu empfinden, gezeigt. Weitere somatische Symptome einer Depression hätten vorgelegen, die die Diagnose einer inzwischen chronifizierten, jedoch im Ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">lauf gebesserten, nun leichtgradigen depressiven Episode rechtfertigen würden. Wann diese Verbesserung eingetreten sei, könne gutachterlich zeitlich nicht ge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nau bestimmt werden. Jedoch habe die Beschwerdeführerin im Januar 2012 die psychologisch-psychotherapeutische Behandlung beendet, weshalb dieser Zeit</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">punkt als Besserungstermin angenommen werden könne, wenn man unterstelle, dass die psychopathologische Besserung Grund für die Beendigung der Psy</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">chotherapie gewesen sei. Zumindest sei von der Besserung des affektiven Zu</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">standes ab Begutachtungstermin auszugehen (S. 75).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Ätiologie der affektiv depressiven Störung sei im Zusammenhang mit dem chronischen Schmerzsyndrom zu begreifen. Die Beschwerdeführerin habe immer wieder depressive Symptome in Abhängigkeit von den Schmerzen bis hin zu Suizidideen beschrieben. Es sei deshalb von einer reaktiven Depression zum Schmerzgeschehen auszugehen. Das Vorliegen einer primären Depression sei bei fehlender Heredität unwahrscheinlich. Zudem habe sich die Depression im Zu</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sammenhang mit der Schmerzerkrankung entwickelt (S. 75 f.).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Für das Vorliegen einer anhaltenden somatoformen Schmerzstörung sprächen die Symptomausweitung der Schmerzen, das Fehlen somatisch begründbarer Störungen, die die Intensität des subjektiven Schmerzempfindens verifizieren würden sowie die Schmerzintensivierung auf psychosoziale und emotionale Faktoren. Auch das Verlangen nach somatischen Behandlungen stütze diese Di</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">agnose. Zwar lasse sich keine Psychodynamik im Zusammenhang mit dem Auftreten der chronischen Schmerzerkrankung fassen. Dies sei jedoch bei einer somatoformen Störung nicht selten der Fall und spreche nicht gegen diese Di</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">agnose. Das Charakteristikum der somatoformen Störungen sei die wiederholte Darbietung körperlicher Symptome in Verbindung mit Forderungen nach medi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">zinischen Untersuchungen trotz wiederholter negativer Ergebnisse. Bei der so</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">matoformen Schmerzstörung sei die vorherrschende Beschwerde ein andauern</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">der, schwerer und quälender Schmerz, der durch einen physiologischen Prozess oder eine körperliche Störung nicht vollständig erklärt werden könne. Die kör</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">perlichen Symptome würden nicht die Art und das Ausmass der subjektiv wahrgenommenen Symptome und die innerliche Beteiligung des Betroffenen erklären. Auch wenn Beginn und Fortdauer der Symptome eine Beziehung zu unangenehmen Lebensereignissen, Schwierigkeiten oder Konflikten aufweisen würden, widersetze sich der Erkrankte gewöhnlich den Versuchen, die Möglich</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">keit einer psychischen Ursache zu diskutieren, sogar bei deutlichen depressiven und Angstsymptomen. Bei der Beschwerdeführerin seien diese Faktoren gege</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ben (S. 76).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Es lägen keine psychiatrischen Erkrankungen vor, die geeignet seien</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">,</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> das posi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tive Leistungsbild der Beschwerdeführerin im IV-relevanten Sinne mittel- und langfristig zu mindern. Aus psychiatrisch-versicherungsmedizinischer Sicht sei die Zumutbarkeit der Überwindung des psychischen Störungsbildes anzuneh</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">men (S. 79).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die somatoforme Schmerzstörung bestehe unverändert hinfort. Der Schweregrad einer seit 2004 anhaltenden Depression habe sich jedoch kontinuierlich gebes</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sert. Während im Jahre 2007 eine schwere Depression diagnostiziert worden sei, sei im Jahre 2010 eine mittelgradige Depression festgestellt worden. Nun sei von einer noch leichtgradigen Depression auszugehen, die reaktiv zum Schmerzgeschehen bestehe. Eine Verbesserung der affektiven Störung im Ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">lauf liege damit vor (S. 80).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">4.2.4</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Dr. med. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">G.___</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">, Leitender Arzt Endokrinologie,</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> von</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> der </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">H.___</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> hielt in seinem Bericht vom 3. Oktober 2014 (Urk. 13/186) fest, in Bezug auf die Blutzuckereinstellung bestehe ein durchzogener Verlauf. Dank der Unterstüt</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">zung der Ernährungs- und Diabetesberatung nähere man sich in kleinen Schritten einer optimierten Einstellung an.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">4.2.5</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Dr. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">E.___</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> hielt in seinem Gutachten vom 21. Juli 2017 (Urk. 40) folgende Diagno</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit fest (S: 42):</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Fibromyalgie-Syndrom</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Arthrose im Grosszehengrundgelenk beidseits</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Zudem stelle er folgende nicht rheumatologische Diagnosen mit unklaren Auswir</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">kungen auf die Arbeitsfähigkeit (S. 42):</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Autoimmunes polyglanduläres endokrines Syndrom mit</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">Diabetes mellitus Typ 1 (ED 1994)</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">Morbus Basedow (ED 1982)</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">Status nach thyreostatischer Therapie 1982-1989</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">Status nach Hemithyreoidektomie ca. 1989</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">Status nach thyreostatischer Therapie bis 2001</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">Ablative Radiojodtherapie mit 336 Mbq (10/2008)</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Erhöhte antinukleäre Antikörper (ANA), überwiegend wahrscheinlich im Rah</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">men eines autoimmunen polyglandulären endokrinen Syndroms</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">Passager Verdacht auf Lupus erythematodes (ED 2001)</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">Passager Basistherapie mit Plaquenil 2001/02</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">Kriterien für die Diagnose eines Lupus erythematodes aktuell nicht erfüllt</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Dazu führte er aus, die Beschwerdeführerin wohne zusammen mit ihrem Mann in einem 4-Zimmerhaus, sie selber könne etwas abstauben, sie habe eine eigene Waschmaschine und einen Tumbler und könne so die Wäsche bewältigen, aber nicht bügeln. Sie könne kleinere Einkäufe selber tätigen und sie koche selber, das mache sie wirklich sehr gerne, sie koche einmal täglich, jeweils abends, nachdem der Mann nach Hause gekommen sei. Sie habe seit Jahren eine Spi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tex-Haushalthilfe, die komme alle 14 Tage für zwei Stunden, mache ihr die an</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">strengenderen Hausarbeiten und bügle die Wäsche, soweit dies nötig sei. Sie könne beispielsweise nicht selber Vorhänge waschen und aufhängen. Sie mache etwas Fitness selber zu Hause, habe in einem Zimmer ein Laufband und ein Trainingsvelo, sie trainiere etwa ein bis zwei Mal pro Woche 15 bis 20 Minuten, ausser Haus könne sie nicht Velo fahren und mache sonst keinen Sport. Als Hobby pflege sie gerne die Pflanzen im eigenen Garten und lese gerne. Sie pflege auch regelmässig Kontakte zu ihren Geschwistern und ihren Familien, die in ihrer Nähe wohnen würden (S. 22)</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Es bestehe eine Diskrepanz zwischen dem Verhalten bei der Anamnesenerhe</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">bung und dem subjektiv sehr hohen Schmerzniveau von 8 Punkten auf der 10er Skala, ebenso</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> eine Diskrepanz</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> zwischen der Schmerzreaktion bei feinem Druck auf den linken Oberarm und ausbleibender Schmerzreaktion bei der Kompres</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sion durch die Blutdruckmanschette bei der Blutdruckmessung </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">und auch</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> eine Diskrepanz zwischen dem Verhalten bei der Anamnesenerhebung und der Un</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tersuchung (S. 35).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">In zwei psychiatrischen Vorgutachten sei die Diagnose einer anhaltenden somato</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">formen Schmerzstörung gestellt worden, was die Erfahrung als Rheu</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">matologe bestätige, dass eine enge Verwandtschaft der beiden Krankheitsbilder somatoforme Schmerzstörung und Fibromyalgie bestehe, es sei sozusagen der gleiche „Elephant“ aus verschiedenen Perspektiven betrachtet. Im </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">B.___</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Gut</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">achten sei die Diagnose einer somatoformen Schmerzstörung nur deswegen verworfen worden, weil der Rheumatologe einen Lupus erythematodes postu</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">liert und den Schmerz als „somatisch" gedeutet habe (S. 39).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Laut den Akten sei mehrfach ein Lupus erythematodes postuliert worden, 2001/02 sei auch ein Behandlungsversuch mit Plaquenil erfolgt, einer eher mil</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">den Basistherapie, die häufig bei Lupus-Fällen eingesetzt werde. Diese Behand</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">lung habe keine Besserung der beklagten Beschwerden gebracht und sei deshalb wieder abgesetzt worden. Der Systemische Lupus erythematodes sei eine chro</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nisch-entzündliche, systemische Autoimmunerkrankung, die Haut und Gelenke, Nieren, Nervensystem sowie seröse Häute und viszerale Organe befallen könne. Die Krankheitssymptomatik basiere auf einer lokal oder systemisch ablaufenden Vaskulitis (Entzündung der Blutgefässe). In klinischen Studien gelte ein Patient als an Systemischem Lupus erythematodes erkrankt, wenn bei ihm mindestens </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">4 von 11 - näher dargelegten - Kriterien (simultan oder zeitversetzt) erfüllt seien. Folge man dieser Kriterienliste, so lasse sich bei der Beschwerdeführerin die Di</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">agnose eines Systemischen Lupus erythematodes derzeit nicht stellen. Es be</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ständen einzig erhöhte antinukleäre Antikörper und anti-dsDNS Antikörper, aber keine objektivierbare Arthritis, keine hämatologische Beteiligung und keine anderweitige Organbeteiligung. Die Blutsenkungsreaktion sei mit 13 mm/h ge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ring und das CRP gar nicht erhöht. Dies spreche gegen eine relevante systemi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sche Entzündungsaktivität. Auch ein schlecht eingestellter Diabetes mellitus könne eine leichte Erhöhung der Blutsenkungsreaktion begründen und das CRP sei ein genauerer Indikator für eine systemische Entzündungsaktivität (S. 39-41).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Der Diabetes mellitus sei nicht optimal eingestellt. Diesbezüglich werde eher von einem medizinisch schwierig einstellbaren Diabetes und nicht von einer schlechten Compliance der Beschwerdeführerin ausgegangen. Die Autoimmun</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">serologie bestätige die seit Jahren festgestellte und aktenkundige Erhöhung der antinukleären Antikörper und der anti-dsDNS Antikörper. Damit allein lasse sich aber, wie bereits dargelegt, die Diagnose eines Lupus erythematodes nicht stellen. Erhöhte antinukleäre Antikörper würden auch bei autoimmunen poly</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">glandulären Syndromen beschrieben. Ein autoimmunes polyglanduläres Syn</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">drom liege bei der Beschwerdeführerin vor, bisher bekannt seien bei ihr eine autoimmune Schilddrüsenerkrankung und ein Diabetes mellitus Typ 1 (S. 41).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Patienten mit einem Fibromyalgie-Syndrom seien nicht geeignet für körperlich schwere Arbeiten, Arbeiten in Nässe und Kälte und ausgesprochen stereotyp-re</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">petitive Tätigkeiten. Da die letzte Tätigkeit mehr als 15 Jahre zurück liege und keine exakte Arbeitsplatzbeschreibung vorliege, könne nicht entschieden wer</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">den, inwiefern die zuletzt ausgeführte Tätigkeit aus rheumatologischer Sicht noch zumutbar gewesen sei. Wegen der Grosszehengrundgelenksarthrose seien ausschliesslich stehend-gehende Tätigkeiten ungünstig, der Anteil stehend-ge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">hender Tätigkeiten sei auf maximal etwa 3/4 des Pensums zu beschränken. Tä</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tigkeiten, welche diesen Einschränkungen Rechnung tragen würden, seien der Beschwerdeführerin aus somatischer Sicht vollschichtig zumutbar (S. 43).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">5.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">5.1</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">5.1.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Der psychiatrische Gutachter Prof. Dr. habil. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">D.___</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> setzte sich in seinem Gut</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">achten vom 2. Januar 2014 (E. 4.2.3 hievor) mit den geklagten Beschwerden und dem Verhalten der Beschwerdeführerin auseinander, nahm die erforderli</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">chen Untersuchungen vor und legte die medizinischen Zusammenhänge ein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">leuchtend dar. Das Gutachten ist für die streitigen Belange umfassend und wurde in Kenntnis der fallrelevanten Vorakten erstellt. Prof. Dr. habil. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">D.___</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> setzte sich mit diesen ausführlich auseinander und begründete allfällige abwei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">chende Einschätzungen nachvollziehbar (S. 74-76). Er führte aus, dass die de</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">pressive Störung lediglich leichtgradig ist und zeigte auf, dass diese reaktiv zum chronischen Schmerzsyndrom besteht, unzureichend behandelt ist und keinen komorbiden Charakter gewinnt (S. 74-77). Zudem begründete er die Diagnose einer anhaltenden somatoformen Schmerzstörung ausführlich (S. 76). Der Gut</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">achter verneinte das Vorliegen psychosozialer Belastungsfaktoren und wies auf eine insuffiziente psychopharmakologische Therapie sowie das Fehlen einer psychiatrischen fachärztlichen Behandlung hin (S. 77 f. und S. 80). Er hielt fest, dass die beklagten Konzentrationsstörungen während der über zweistündigen Untersuchung nicht bestätigt werden konnten und ein Antriebsmangel im Un</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tersuch nicht zu erkennen war (S. 70 f.). Prof. Dr. habil. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">D.___</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> gelangte so</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">dann zum ausführlich begründeten und nachvollziehbaren Schluss, dass die Beschwerdeführerin durch ihre psychischen Beschwerden nicht in der Arbeits</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">fähigkeit eingeschränkt ist (S. 79). Das Gutachten ist schlüssig, leuchtet in der Beurteilung der medizinischen Situation ein und entspricht den rechtspre</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">chungsgemässen Anforderungen an eine beweiskräftige medizinische Entschei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">dungsgrundlage (vgl. E. 2.5 hievor).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">5.1.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Beschwerdeführerin bemängelte, die Begutachtung durch Prof. Dr. habil. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">D.___</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> habe lediglich 35 Minuten gedauert (Urk. 22 S. 14 f.). Dazu ist festzu</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">halten, dass gemäss Prof. Dr. habil. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">D.___</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> alleine die Erhebung des Tagesab</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">laufs bereits 35 Minuten dauert</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">e</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">, </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">da </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">die Beschwerdeführerin wiederholt ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">mied, konkret zu werden und zahlreiches Nachfragen seitens des Gutachters erforderlich machte (Urk. 13/164 S. 67). Der gesamte Untersuchungsverlauf hat hingegen über 2 Stunden gedauert (S. 70). Im Übrigen liegt die Explorations</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">dauer grundsätzlich im Ermessen des medizinischen Experten (vgl. Urteil des Bundes</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gerichts 9C_246/2010 vom 11. Mai 2010 E. 2.2.2). Hinweise darauf, dass das Gutachten unsorgfältig und nicht lege artis erstellt worden wäre, ergeben sich keine.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Der Beschwerdeführerin ist zwar zuzustimmen, dass vereinzelte Formulierungen des Gutachters auffallen (vgl. Urk. 22 S. 15), doch vermag dies keinen Zweifel an </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">dessen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Neutralität zu erheben. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Der Ausdruck </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">„Aufzucht“ (Urk. 13/164/60) im Rahmen der Beschreibung der Herkunft ist sicherlich deplatziert, im gesamten Kontext aber als sprachliche Ungeschicktheit des Gutachters zu werten und nicht als Zeichen einer irgendwie gearteten Voreingenommenheit. Die Beschrei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">bung der Kinder- und Jugendzeit erweist sich vielmehr als objektiv und auch respektvoll abgefasst. Die Beschreibung der Beschwerdeführerin als „Exploran</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">din X.___“ erscheint ebenfalls als unglücklich aber nicht als diffamierend, sondern eher als standardisierter Ausdruck. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Ebenso trifft zu, dass es ungewöhn</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">lich sein mag, dass der gesamte Aktenauszug aus dem Gutachten von Dr. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">C.___</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> übernommen wurde. Es bestehen jedoch keine Hinweise darauf, dass Prof. Dr. habil. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">D.___</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> die Vorakten nicht bekannt gewesen wären. Ob der Gutach</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ter Tests zur Diagnosevalidierung durchführt, liegt zudem in seinem Ermessen.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Entgegen den Ausführungen der Beschwerdeführerin </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">(Urk. 22 S. 15) </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">wird die Diagnose einer leichten depressiven Episode vom Gutachter begründet und ist in Anbetracht der erhobenen relativ geringen psychischen Befunde nachvoll</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ziehbar. So zeigte sich an der Begutachtung eine leichte Verschiebung des Af</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">fektes zum depressiven Pol, hingegen ergaben sich keine Hinweise auf einen generellen Interessensverlust oder eine tief ausgeprägte Freudlosigkeit, es war lediglich eine Reduktion dieser Fähigkeiten zu bemerken. Ein Antriebsmangel war während der Begutachtung nicht zu erkennen, auch Konzentrationsstörun</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gen konnten keine festgestellt werden. Die Beschwerdeführerin schilderte weder negative Zukunftsperspektiven noch Schuldgefühle oder ein vermindertes Selbstwertgefühl, auch ein Appetitverlust oder Schlafstörungen wurden nicht beklagt, ebenso wenig ergaben sich Hinweise auf Suizidgedanken (vgl. S. 70 f. und S. 75). Die Schlussfolgerung von Prof. Dr. habil. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">D.___</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">, dass sich die Depression im Verlauf gebessert hat und lediglich noch leichtgradig ist, leuchtet damit ein. Aktuelle Arztberichte, welche den diesbezüglichen Feststellungen von Prof. Dr. habil. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">D.___</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> widersprechen würden, liegen keine vor.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Beschwerdeführerin bemängelte, Prof. Dr. habil. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">D.___</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> habe in seinem Gutachten auf die Foerster-Kriterien und die Überwindbarkeit Bezug genom</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">men. Gemäss neuer Rechtsprechung sei die Überwindbarkeitsprüfung nicht mehr gestattet (Urk. 22 S. 16). Sofern jedoch die nach altem </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Verfahrensstandard eingeholten, an den Foerster-Kriterien orientierten gutachterlichen Einschät</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">zungen auch mit Blick auf die materiell-beweisrechtlich geänderten Anforde</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rungen bei der Einschätzung des funktionellen Leistungsvermögens eine schlüssige Beurteilung im Lichte der massgeblichen Indikatoren erlauben (vgl. dazu E. 7 hienach), erübrigt sich eine Ergänzung des medizinischen Sachver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">halts (vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_734/2016 vom 12. Juli 2017 E. 3.7.1 mit Hinweis auf BGE 141 V 281 E. 8).</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Wie es sich damit verhält, bleibt nachfol</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gend (E. 7) zu prüfen. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Zusammenfassend vermag die Kritik am Gutachten dessen Beweiswert nicht zu schmälern, sodass auf dieses ab</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">zustellen ist</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Abschliessend ist festzuhalten, dass das Einholen eines aktuellen psychiatri</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">schen Gutachtens nicht erforderlich ist, </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">da</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> der Sachverhalt im Zeitpunkt der an</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gefochtenen Verfügung massgebend ist</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> und dieser zuverlässig feststeht</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">. Zudem bestätigte Dr. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">E.___</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> in seinem Gutachten, dass die Beschwerdeführerin in einer angepassten Tätigkeit voll arbeitsfähig ist, mithin dass die von ihr geltend ge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">machte volle Arbeitsunfähigkeit aus somatischer Sicht nicht nachvollziehbar ist. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Von diesem Sachverhalt (Arbeitsfähigkeit in somatischer Hinsicht)</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> ging auch Prof. Dr. habil. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">D.___</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> anlässlich seiner Begutachtung aus, so dass sich die Grundlage für sein Gutachten mit dem Einholen </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">des</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> rheumatologischen Ober</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gutachtens nicht verändert hat</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">. Dem</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Gutachten </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">von </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Prof. Dr. habil. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">D.___</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">kommt </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">damit wei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">terhin volle Beweiskraft zu</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">5.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Im rheumatologischen Gutachten von Dr. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">C.___</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> vom 5. Mai 2012 (E. 4.2.2 hievor) widerspricht sowohl die Diagnosestellung als auch die Einschätzung der Einschränkung der Arbeitsfähigkeit diametral den Ausführungen vom Vorgut</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">achter Dr. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">J.___</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> von der </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">B.___</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> (E. 4.1 hievor). Dennoch setzte sich Dr. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">C.___</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> lediglich äusserst kurz mit dem Vorgutachten auseinander (vgl. Urk. 13/158/72). Die Beurteilung der medizinischen Situation kann so nicht nachvollzogen werden. Zudem wurde von Dr. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">C.___</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> nicht begründet, wes</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">halb die Beschwerdeführerin trotz eines zusätzlichen Pausenbedarfs von je einer halben Stunde pro Halbtag zu 100 % arbeitsfähig sein soll. Die Einschätzung der Arbeitsfähigkeit überzeugt so nicht. Auf das Gutachten von Dr. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">C.___</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> kann nicht abgestellt werden, weshalb das Gericht ein rheumatologisches Ober</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gutachten eingeholt hat.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">5.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Das rheumatologische Obergutachten von Dr. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">E.___</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> vom 21. Juli 2017 (E. 4.2.5 hievor) beruht auf den erforderlichen Untersuchungen, ist für die streitigen Be</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">lange umfassend und wurde in Kenntnis der und in Auseinandersetzung mit den fallrelevanten Vorakten erstellt. Dr. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">E.___</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> legte die medizinischen Zusam</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">menhänge einleuchtend dar, beurteilte die medizinische Situation überzeugend und setzte sich mit den geklagten Beschwerden und dem Verhalten der Be</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">schwerdeführerin auseinander. Insbesondere zeigte er ausführlich und </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">nachvoll</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ziehbar</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> auf, dass die Diagnose eines Systemischen Lupus erythematodes nicht bestätigt werden kann, sondern dass die Beschwerdeführerin an einem Fibro</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">myalgie-Syndrom leidet. Dr. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">E.___</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> gelangte sodann zum ausführlich begründe</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ten und nachvollziehbaren Schluss, dass die Beschwerdeführerin aus rheuma</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tologischer Sicht in einer den Beschwerden angepassten Tätigkeit zu 100 % ar</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">beitsfähig ist. Das Gutachten entspricht damit den rechtsprechungsgemässen Anforderungen an eine beweiskräftige medizinische Entscheidungsgrundlage (vgl. E. 2.5 hievor). Dies wird auch von den Parteien nicht bestritten. Auf das rheumatologische Gutachten Dr. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">E.___</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> ist damit abzustellen.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">6.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">6.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Beschwerdegegnerin machte zur Begründung der Rentenaufhebung geltend, s</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">owohl die ursprüngliche als auch die rentenbestätigende Verfügung seien als zweifellos unrichtig zu qualifizieren und deshalb wiedererwägungsweise aufzu</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">heben.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Wird eine Rente revisionsweise herauf- oder herabgesetzt, so tritt die Revisions</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">verfügung an Stelle der zu revidierenden Verfügung. Dasselbe gilt auch dann, wenn in einem Revisionsverfahren die bisherige Rente nach materieller Prüfung des Rentenanspruchs mit rechtskonformer Sachverhaltsabklärung, Beweiswür</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">digung und Durchführung eines Einkommensvergleichs bestätigt wird (Urteil des Bundesgerichts 8C_424/2013 vom 21. November 2014 E. 5.2), was vorlie</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gend </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">im Rahmen der rentenbestätigenden</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Verfügung vom 9. April 2010 der Beschwerdegegnerin</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> (Urk. 13/135) </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">der Fall war.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Verfügung vom 9. April 2010 stützte sich auf das polydisziplinäre Gutach</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ten der </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">B.___</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> vom 21. Januar 2010 (E. 4.1 hievor), gemäss welchem die Be</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">schwerdeführerin unter anderem aufgrund eines Systemischen Lupus erythe</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">matodes voll arbeitsunfähig </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ist</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">. Die Diagnose eines Systemischen Lupus erythe</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">matodes konnte in der Folge zwar nicht bestätigt werden (E. 4.2.5 hievor), eine entsprechende (Verdachts-)Diagnose wurde jedoch zuvor von verschiedenen Ärzten postuliert (etwa Urk. 13/5/3, Urk. 13/5/6 und Urk. 13/6/5); 2001/02 er</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">folgte zudem ein entsprechender Behandlungsversuch (vgl. Urk. 13/5/</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">6-7</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">). Die </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">von B.___-Gutachter Dr. J.___ gestellte </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Diagnose eines Systemischen Lupus erythematodes erweist sich damit nicht als von vornherein abwegig. Das Gut</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">achten wurde zudem vor Erlass der Verfügung vom Regionalen Ärztlichen Dienst (RAD) geprüft und eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit bestätigt (Urk. 13/136/3). </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Dass sich die gestellte Diagnose im Nachhinein als falsch er</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">wiesen hat, führt sodann nicht einfach zur zweifellosen Unrichtigkeit der ur</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sprünglichen Rentenzusprache. Denn relevant ist nicht die Diagnose, sondern die effektiv vorhandene gesundheitsbedingte Einschränkung der Arbeitsfähig</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">keit. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">In Anbetracht dieser Umstände kann die mit Verfügung vom 9. April 2010 bestätigte ganze Rente der Invalidenversicherung jedenfalls nicht als zweifellos unrichtig bezeichnet werden. Eine wiedererwägungsweise Aufhebung derselben fällt daher ausser Betracht.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">6.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Zu prüfen bleibt das Vorliegen eines Revisionsgrundes. Vergleichszeitpunkt für eine revisionsrechtlich relevante Veränderung des Gesundheitszustands der Be</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">schwerdeführerin bildet die Verfügung vom 9. April 2010 (Urk. 13/135), mit welcher die Beschwerdegegnerin die Weiterausrichtung einer ganzen Invali</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">denrente bestätigte. Die Verfügung beruhte </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">- wie bereits dargelegt - </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">auf dem Gutachten der </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">B.___</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> vom 21. Januar 2010 (Urk. 13/132) und der entsprechen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">den Stellungnahme des </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">RAD</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> (Urk. 13/136/3), mithin auf einer rechtskonformen Sachverhaltsabklärung und Beweiswürdigung.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Aus somatischer Sicht ist der Gesundheitszustand der Beschwerdeführerin ge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">mäss Dr. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">E.___</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> seither weitgehend unverändert (vgl. Urk. 40 S. 41). An psychi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">schen Beschwerden litt die Beschwerdeführerin hingegen im Vergleichszeit</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">punkt nebst der somatoformen Schmerzstörung unter anderem an einer mittel</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gradigen depressiven Episode (E. 4.1 hievor). Die depressiven Beschwerden ha</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ben sich jedoch gemäss den nachvollziehbaren Ausführungen von Prof. Dr. ha</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">bil. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">D.___</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> seither verbessert (E. 4.2.3 hievor), so dass zum Zeitpunkt der </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">psy</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">chiatrischen </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Begutachtung nur noch eine leichte depressive Episode vorlag. Eine (erneute) Verschlechterung des psychischen Gesundheitszustandes bis zum Zeit</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">punkt der angefochtenen Verfügung ist nicht erstellt und wurde auch nicht geltend gemacht. Es ist damit von einer leichten depressiven Episode im Zeit</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">punkt des Erlasses der angefochtenen Verfügung auszugehen, was verglichen mit der vormalig diagnostizierten mittelgradigen depressiven Episode eine Ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">besserung des Gesundheitszustandes darstellt. Die Beschwerdeführerin scheint denn auch auf eine regelmässige psychotherapeutische Therapie nicht mehr an</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gewiesen zu sein (vgl. Urk. 13/164 S. 68 und Urk. 13/186/3). Ein Revisions</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">grund ist damit ausgewiesen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">,</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> eine Rentenherabsetzung oder -aufhebung grundsätzlich zulässig. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">6.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">Zu prüfen bleibt, wie sich die </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">noch vorliegenden </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">Beschwerden auf die Arbeitsfä</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">higkeit der Beschwerdeführerin auswirken.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug"> Dabei ist in somatischer Hinsicht von einer vollumfänglichen Arbeitsfähigkeit in angepasster Tätigkeit (leicht bis mittelschwer, maximal zu ¾ stehend-gehende Tätigkeit ohne Arbei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">ten in Nässe und Kälte und ohne ausgesprochen stereotyp-repetitive Tätigkei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">ten) auszugehen. In Bezug auf die im Vordergrund stehende somatoforme Schmerzstörung ergibt sich Folgendes.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">7.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">7.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Mit BGE 141 V 281 hat das Bundesgericht seine bisherige Rechtsprechung </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">zur Invaliditätsbemessung bei Schmerzstörungen ohne erkennbare organi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sc</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">he Ursa</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">che und vergleichbaren psychosomatischen Leiden (BGE 130 V 352 und an</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">schliessende Urteile) angepasst und festgehalten, dass die Invaliditäts</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">be</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">mes</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sung stärker als bisher den Aspekt der funktionellen Auswirkungen zu berücksichti</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gen hat, was sich schon in den diagnostischen Anforderungen niederschlagen muss. Auf der Ebene der Arbeitsunfähigkeit bezweckte die durch BGE 130 V 352 begründete Rechtsprechung die Sicherstellung eines ge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">setzmässigen Versi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">cherungsvollzuges mittels der Regel/Ausnahme-Vorgabe beziehungsweise (seit E. 7.3 von BGE 130 V 396 und BGE 131 V 49) der Über</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">windbarkeitsvermutung. Deren Rechtsnatur kann offen bleiben. Denn an dieser Rechtsprechung ist nicht festzuhalten. Das bisherige Regel/Ausnahme-Modell wird durch ein strukturier</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tes Beweisverfahren ersetzt. An der Recht</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sprechung zu Art. 7 Abs. 2 ATSG – ausschliessliche Berücksichtigung der Folgen der gesundheitlichen Beeinträchti</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gung und objektivierte Zumutbar</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">keitsprüfung bei materieller Beweislast der rentenansprechenden Person (Art. 7</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> Abs. 2 ATSG) – ändert sich dadurch nichts. An die Stelle des bisheri</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gen Kri</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">terienkatalogs (bei anhaltender somatoformer Schmerzstörung und vergleich</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">baren psychosomatischen Leiden) treten im Re</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gelfall beachtliche Standard</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">indi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">katoren. Diese lassen sich in die Kategorien Schweregrad und Konsistenz der funktionellen Auswirkungen einteilen. Auf den Begriff des primären Krankheitsgewinnes und die Präponderanz der psychiatri</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">schen Komorbidität ist zu verzichten. Der Prüfungsraster ist rechtlicher Natur. Recht und Medizin wirken sowohl bei der Formulierung der Standardindika</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">to</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ren wie auch bei </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">deren – rechtlich gebotener – Anwendung im Einzelfall zusam</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">men. Im Grunde</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> konkretisieren die in E. 4 und 5 formulierten Beweis</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">themen und Vor</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gehens</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">weisen für die Invaliditätsbemessung bei psychoso</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">matischen Lei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">den die ge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">setz</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">geberischen Anordnungen nach Art. 7 Abs. 2 ATSG. Die Aner</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">kennung eines rentenbegründenden Invaliditätsgrades ist nur zulässig, wenn die funk</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tionellen Auswirkungen der medizinisch festgestellten gesundheitlichen An</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">spruchs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">grundlage im Einzelfall anhand der Standardin</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">dikatoren schlüssig und </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">widerspruchsfrei mit (zumindest) überwiegender Wahrscheinlichkeit nach</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">wiesen sind. Fehlt es daran, hat die Folgen der Beweislosigkeit nach wie vor die materiell beweisbelastete versicherte Person zu tragen (E. 6).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Für die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit bei Vorliegen einer anhaltenden somato</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">formen Schmerzstörung oder eines damit vergleichbaren psychosoma</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ti</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">schen Leidens (BGE 141 V 281 E. 4.2) sind Indikatoren beachtlich, die das Bun</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">desgericht wie folgt systematisiert hat (BGE 141 V 281 E. 4.3.1): </span></p><p><span>- </span><span>Kategorie „funktioneller Schweregrad" </span></p><p><span>- </span><span>Komplex „Gesundheitsschädigung" </span></p><p><span>- </span><span>Ausprägung der diagnoserelevanten Befunde </span></p><p><span>- </span><span>Behandlungs- und Eingliederungserfolg oder –resistenz </span></p><p><span>- </span><span>Komorbiditäten</span></p><p><span>- </span><span>Komplex „Persönlichkeit" (Persönlichkeitsdiagnostik, persönliche Res</span><span>sour</span><span>cen)</span></p><p><span>- </span><span>Komplex „Sozialer Kontext" </span></p><p><span>- </span><span>Kategorie „Konsistenz" (Gesichtspunkte des Verhaltens)</span></p><p><span>- </span><span>gleichmässige Einschränkung des Aktivitätenniveaus in allen ver</span><span>gleich</span><span>ba</span><span>ren Lebensbereichen </span></p><p><span>- </span><span>behandlungs- und eingliederungsanamnestisch ausgewiesener Leidens</span><span>druck</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Diese</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> Standardindikatoren erlauben - unter Berücksichtigung leistungs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">hin</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">dern</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">der äusserer Belastungsfaktoren einerseits und Kompensati</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">onspoten</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">zia</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">len (Ressourcen) anderseits - das tatsächlich erreichbare Leis</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tungsvermögen einzu</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">schätzen (BGE 141 V 281 E. 3.4-3.6 und E. 4.1; Urteil des Bundes</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">richts 9C_534/2015 vom 1. März 2016 E. 2.2.1).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die Fibromyalgie weist zahlreiche mit den somatoformen Schmerzstörungen gemeinsame Aspekte auf, sodass es sich beim aktuellen Kenntnisstand aus ju</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ristischer Sicht rechtfertigt, die von der Rechtsprechung im Bereich der soma</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">toformen Schmerzstörungen entwickelten Grundsätze bei der Würdigung des invalidisierenden Charakters einer Fibromyalgie analog anzuwenden (BGE 132 V 65 E. 4).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">7.2</span><span> </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">7.2.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Was den K</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">omplex „Gesundheitsschädigung" respektive den Indikator</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> der „Ausprä</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gung der diagnoserelevanten Befunde“ angeht, ist festzuhalten, dass sowohl Prof. Dr. habil. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">D.___</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> als auch Dr. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">E.___</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> eine auf die anhaltende so</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">matoforme Schmerzstörung beziehungsweise die Fibromyalgie zurückzufüh</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">rende wesentliche Einschränkung der Arbeitsfähigkeit in einer angepassten Tä</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tigkeit nachvollziehbar verneinten. Ein Leiden von einem erheblichen Schwere</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">grad ist damit nicht ausgewiesen.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Bezüglich des Indikators </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">„Behandlungs- und Eingliederungserfolg oder –resi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">stenz“ fehlt es sodann an einer adäquaten Ausschöpfung der Therapie</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">möglich</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">keiten (vgl. E. 7.2.5 hienach)</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">, was nicht auf eine besondere Ausprägung der Symptomatik schliessen lässt.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">7.2.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Als „Komorbiditäten“ sind lediglich krankheitswertige Störungen zu berück</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sichtigen, welchen eine eigenständige invalidisierende Bedeutung zukommt. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die leichtgradige depressive Episode vermag keine solche zu begründen, kommen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> doch gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung als psychische Komorbiditä</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ten nur schwere und therapeutisch nicht (mehr) angehbare psy</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">chische Krank</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">heiten in Betracht (vgl. etwa Urteil des Bundesgerichts 9C_168/2015 vom 13. April 2016 E. 4.2; Michael E. Meier, Ein Jahr neue Schmerzrechtsprechung, in: Jusletter vom 11. Juli 2016, S. 27). </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">depressive Problematik wurde nicht (mehr) als selbständige Erkrankung gefasst, sondern einzig im Rahmen der Schmerzstörung, weshalb ihr keine eigenständige Bedeutung zukommt. Selbst wenn im Lichte des Urteils des Bundesgerichts 9C_596/2016 E. 5.1 vom 26. September 2017 auf etwas anderes zu schliessen wäre, änderte dies nichts am Ergebnis, dass höchstens eine leichte Problematik vorliegt, welche keine ausge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">prägte Komorbidität augenscheinlich werden lässt. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die Beschwerde</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">führerin ist trotz der Arthrose im Grosszehengrundgelenk in einer angepassten Tätigkeit voll arbeitsfähig. Der Diabetes mellitus Typ 1 dürfte zwar eine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit bewirken, doch kann diese nicht als schwer qualifiziert werden (vgl. dazu E. 7.4 hienach).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">7.2.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Beim Komplex „Persönlichkeit“ und „sozialer Kontext“ ergibt sich Folgendes: </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die Beschwerdeführerin ist seit 2008 verheiratet, die Ehe verläuft sehr gut</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">. Sie hat vier Geschwister in der Schweiz, mit welchen sie sich regelmässig trifft. Ausser</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">dem ist sie kirchlich gut eingebunden. Nach dem Aufstehen nimmt sie ein aus</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gedehntes Bad, frühstückt, legt sich hin oder erledigt Teile der Hausarbeit, kocht sich zu Mittag etwas </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">K</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">leines und geht </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">n</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">achmittags manchmal spazieren. Nach der Rückkehr des Ehemannes von der Arbeit bereitet sie mit ihm das Abendes</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sen vor, anschliessend geht sie mit ihm spazieren oder schaut fern. Gegenüber Dr. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">C.___</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> berichtete sie zudem von täglichen gymnastischen Übungen, einer physiotherapeutischen Behandlung pro Woche und dass sie mit dem Auto in der Nähe einkaufen geht (Urk. 13/158/59). Dies dürfte gegenüber Prof. Dr. habil. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">D.___</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> unter anderem deshalb nicht zur Sprache gekommen sein, da sich die Erhebung des Tagesablaufes anlässlich der Begutachtung als sehr schwierig und langwierig gestaltete und die Beschwerdeführerin es - trotz zahlreichen Nach</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">fragen seitens des Gutachters - wiederholt vermied, konkret zu werden (vgl. Urk. 13/164 S. 67). Als Hobby liest die Beschwerdeführerin gerne Zeitschriften. Zwar gibt sie an, aufgrund ihrer Beschwerden an zwei oder drei Tagen pro Wo</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">che überhaupt nicht aufzustehen, dennoch erhält sie durch ihre Einbettung in die Familie und die ihr im Alltag obliegenden Pflichten eine Tagesstruktur. Trotz eines sozialen Rückzugs enthält der </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">soziale Lebenskontext bestätigende, sich potenziell günstig auf die Ressourcen auswirkende Faktoren.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">7.2.4</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">In der </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Kategorie „Konsistenz“ (bezüglich Abgrenzung und gegenseitigen Be</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">zü</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gen zu den Komplexen „Persönlichkeit“ und „sozialer Kontext“ einge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">hend Mi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">chael E. Meier, a.a.O., S. 28 ff.) zielt</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">der Indikator „gleichmässige Ein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">schränkung des Aktivitätsniveaus in allen vergleichbaren Lebensberei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">chen“ auf die Frage ab, ob die diskutierte Einschränkung in Beruf und Er</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">werb (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">beziehungsweise</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> bei Nichterwerbstätigen im Aufgabenbereich) einerseits und in den sonstigen Le</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">bensbereichen (z.B. Freizeitgestaltung) anderseits gleich aus</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">geprägt ist, wobei das Aktivitätsniveau der versicherten Person stets im Ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">hältnis zur geltend gemachten Arbeitsunfähigkeit zu sehen ist (BGE 141 V 281 E. 4.4.1; vgl. Urteil des Bundesgerichts 9C_296/2016 vom 29. Juni 2016 E. 4.1.1).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die Beschwerdeführerin sieht sich nicht mehr in der Lage, einer Arbeit nachzu</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gehen. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Ihr </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Tagesaktivitätsniveau ist zwar in einem gewissen Umfang einge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">schränkt, jedoch (längst) nicht entsprechend der von ihr geltend gemachten 100%igen Arbeitsunfähigkeit. So ist sie in der Lage, alleine Auto zu fahren, wofür physische und kognitive Ressourcen erforderlich sind. Auch liest sie viele Bücher ihrer Religionsgemeinschaft und besucht deren Versammlungen. Im Sommer 2011 war sie zwei Wochen in Kalabrien, im Dezember 2011 10 Tage in Gran Canaria und Ostern 2012 ein paar Tage in Ligurien </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">in den Ferien </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">(Urk. 13/1</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">5</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">8/59), was ebenfalls gegen eine ausgeprägte Einschränkung im All</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tag spricht.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">7.2.5</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Im Rahmen des Indikators „behandlungs- und eingliederungsanamnestisch ausge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">wiesener Leidensdruck“ (zur Abgrenzung vom Indikator „Behandlungs- und Eingliederungserfolg oder -resistenz“ vgl. Michael E. Meier, a.a.O., S. 25 Rz 60) weist d</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ie Inanspruchnahme von therapeutischen Optionen, das heisst das Ausmass, in welchem Behandlungen wahrgenommen oder eben ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">nach</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">lässigt werden (ergänzend zum Gesichtspunkt Behandlungs- und Ein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gliede</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">rungs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">erfolg oder -resistenz unter dem Komplex „Gesundheitsschädi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gung") auf</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> den tatsächli</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">chen Leidensdruck hin. In ähnlicher Weise zu be</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">rücksichtigen ist das Verhalten der versicherten Person im Rahmen der be</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ruflichen (Selbst-) Eingliederung. In</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">konsistentes Verhalten ist auch hier ein Indiz dafür, die geltend gemachte Ein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">schränkung sei anders begründet als durch eine ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sicherte Gesundheitsbeein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">trächtigung (BGE 141 V 281 E. 4.4.2; vgl. Urteil des Bundesgerichts 9C_296/2016 vom 29. Juni 2016 E. 4.1.2).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die Beschwerdeführerin war - nach einem Unterbruch ab dem 12. Dezember 2009 - ab dem 19. August 2011 ein bis zweimal pro Monat in psychologischer Behandlung. Auch diese wurde wieder abgebrochen. Im Oktober 2013 begann sie erneut eine Therapie, dies mit höchstens einer Sitzung pro Monat (E. 4.2.1 und E. 4.2.3 hievor). Eine psychiatrische fachärztliche Behandlung findet nicht statt, ebenso wenig eine adäquate Therapie der Schmerzerkrankung. Ob sie eine antidepressive Medikation einnimmt, vermochte sie zudem nicht klar auszudrü</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">cken. Prof. Dr. habil. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">D.___</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> befand die depressive Störung entsprechend als unzureichend behandelt (E. 4.2.3 hievor). Von einem ausgewiesenen Leidens</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">druck kann in Anbetracht dieser geringen Behandlungsintensität offensichtlich nicht gesprochen werden. Eingliederungsmassnahmen standen bislang soweit ersichtlich nicht im Raum, weshalb aus diesem Aspekt keine Schlüsse gezogen werden können.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">7.2.6</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Bei gesamthafter Betrachtung über die massgeblichen Indikatoren ist eine medizi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">nisch-gesundheitliche Anspruchsgrundlage, welche zur Anerkennung ei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ner Invalidität führen könnte, nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit nachgewiesen. Das Gutachten von </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Prof. Dr. habil. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">D.___</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> erlaubt</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> eine schlüs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sige Beurteilung der Leistungs- und Arbeitsfähigkeit auch gestützt auf die Grundsätze der geänderten Rechtsprechung, weshalb </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sich</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> weitere diesbezügliche Abklärungen </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">erübrigen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">7.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Beschwerdeführerin ist damit aus psychiatrischer und rheumatologischer Sicht in einer angepassten </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Tätig</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">keit zu 100 % arbeitsfähig.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Die Beschwerdefüh</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rerin hat keinen erlernten Beruf und war seit ihrer Einreise in die Schweiz im Jahr 1991 stets als Hilfsarbeiterin tätig, wobei sie nie während längerer Zeit an einer Stelle verweilte (Urk. 13/4). Damit ist das Validen- wie auch Invalidenein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">kommen anhand der identischen Tabellenwerte zu ermitteln, nämlich basierend auf einfachen Tätigkeiten körperlicher oder handwerklicher Art. Damit ent</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">spricht der Invaliditätsgrad dem Arbeitsunfähigkeitsgrad von 0 %, wobei selbst bei Gewährung eines Abzuges vom Tabellenlohn aufgrund der (für Frauen im Alter der Beschwerdeführerin) lediglich leichten Einschränkungen ein renten</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ausschliessender Invaliditätsgrad resultiert. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">7.4</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Beschwerdeführerin leidet zudem an einem Morbus Basedow, welcher ge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">mäss dem behandelnden Endokrinologen dank entsprechender Medikation stabil ist (Urk. 13/186/</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">). Weder ist ersichtlich noch geltend gemacht, dass dieser die Beschwerdeführer in ihrer Arbeitsfähigkeit einschränkt. Ebenso leidet die Be</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">schwerdeführerin an einem Diabetes mellitus Typ 1, welcher sie gemäss den </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">B.___</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">-Gutachtern in der Arbeitsfähigkeit zu 20 % einschränk</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">t</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> (E. 4.1 hievor) beziehungsweise gemäss Dr. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">C.___</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> eine zusätzliche Pause von einer halben Stund</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">e pro Halbtag erforderlich macht</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> (E. 4.2.2 hievor), was einer Einschrän</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">kung von rund 12 % entspricht. Eine höhere als eine 20%ige Einschränkung der Arbeitsfähigkeit aufgrund des Diabetes ist den Akten nicht zu entnehmen und wurde auch von der Beschwerdeführerin nicht geltend gemacht. Der behan</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">delnde Endokrinologe führte zudem aus, man nähere sich in kleinen Schritten einer optimierten Einstellung an (E. 4.2.4 hievor). </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">D</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">amit </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ist erstellt, </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">dass der Di</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">abetes mellitus Typ 1 die Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">selbst bei ei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nem Tabellenlohnabzug von 10 % </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nicht derart einschränkt, dass dies einen In</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">validitätsgrad von mindestens 40 % bewirken würde. Von weiteren medizini</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">schen Abklärung sind keine zusätzlichen Erkenntnisse zu erwarten, weshalb darauf in antizipierter Beweiswürdigung (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">vgl. BGE 122 V 157 E. 1d mit Hin</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">weisen)</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> verzichtet wird. Dies führt zur Abweisung der Beschwerde.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">8.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">8.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Da es um die Bewilligung oder Verweigerung von Versicherungsleistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig und sind die Gerichtskosten gemäss Art. 69 Abs. 1</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">bis</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> IVG ermessensweise auf Fr. 1‘000.-- festzusetzen. Ausgangsgemäss sind die Gerichtskosten der Beschwerdeführerin aufzuerlegen, jedoch zufolge Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung einstweilen auf die Gerichts</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">kasse zu nehmen.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">8.2</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">8.2.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Nach § 34 Abs. 3 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht (GSVGer) bemisst sich die Höhe der gerichtlich festzusetzenden Entschädigung nach der Bedeutung der Streitsache, der Schwierigkeit des Prozesses und dem Mass des Obsiegens, jedoch ohne Rücksicht auf den Streitwert. Gemäss § 8 in Verbindung mit § 7 Abs. 1 der Verordnung über die Gebühren, Kosten und Entschädigungen vor dem Sozialversicherungsgericht (GebV SVGer) wird - auch im Rahmen der unentgeltlichen Rechtsvertretung - namentlich für unnötigen Aufwand kein Ersatz gewährt.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">8.2.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Der von Rechtsanwältin Lotti Sigg mit Eingabe vom 24. Oktober 2017 geltend gemachte Aufwand von 31.05 Stunden und Fr. 205.15 Barauslagen (Urk. 50) ist der Bedeutung der Streitsache und der Schwierigkeit des Prozesses nicht ange</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">messen, namentlich erscheint ein Aufwand von jeweils 25 Minuten für die Fristerstreckungsgesuche sowie von vier Stunden für die wiederholte Kontakt</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">aufnahme mit der Beschwerdeführerin in diesem Umfang nicht als notwendig. Die Rechnungsstellung wird sodann nicht entschädigt, ebenso wenig die Zu</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">stellung von Unterlagen an die Beschwerdeführerin zum Anwaltstarif. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Angesichts der zu studierenden gut 200 Aktenstücke der Beschwerdegegnerin, der 3</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">-</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">, 5</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">-</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> und 16</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">-</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">seitigen Rechtsschriften, den Aufwendungen im Zusammen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">hang</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> mit </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">der vom Gericht angeordneten Begutachtung der Beschwerdeführerin und </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">dem Gesuch um unentgeltliche Rechtsverbeiständung sowie der in ähnli</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">chen Fällen zugesprochenen Beträgen ist die Entschädigung von </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Rechtsanwältin Lotti Sigg</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> bei Anwendung des gerichtsüblichen Stundenansatzes von Fr. 220.-- (zuzüglich Mehrwertsteuer) auf Fr. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">6‘400.--</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> (inklusive Barauslagen und Mehr</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">wertsteuer) festzusetzen.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">8.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die Beschwerdeführerin ist auf § 16 Abs. 4 GSVGer hinzuweisen, wonach sie zur Nachzahlung der </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Gerichtskosten sowie der </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Auslagen für die Vertretung ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">pflichtet werden kann, sofern sie dazu in der Lage ist.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">8.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die Kosten der Begutachtung durch Dr. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">E.___</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> in der Höhe von Fr. 7‘031.-- (Urk. 41) sind von der Beschwerdegegnerin zu tragen und somit dem Gericht zurückzuerstatten, war doch die Veranlassung eines Gerichtsgutachtens uner</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">lässlich, nachdem sich die Beschwerdegegnerin bei Erlass der angefochtenen Verfügung auf ein offensichtlich nicht beweiskräftiges Gutachten </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">(E. 5.2) </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">abge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">stützt hatte (vgl. BGE 139 V 496 E. 4.4</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> und Urteil des Bundesgerichts 8C_113/2017 vom 29. Juni 2017 E. 7.2-3). Die Beschwerdegegnerin äusserte sich sodann zur Kostenauflage, weshalb das rechtliche Gehör - soweit bei ge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">richtlicher prozessualer Anordnung überhaupt erforderlich - gewahrt ist. Eine weitere Stellungnahme beantragte sie lediglich, falls ein weiteres (psychiatri</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sches) Gutachten eingeholt wird (Urk. 44 S. 2), was nicht der Fall ist. Der Auf</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">wand für das Gutachten von 20.5 Stunden erscheint als angemessen und die ausserordentliche Schwierigkeit bei vormals während Jahren falsch gestellter oder nunmehr nicht mehr zutreffender Diagnose ist ebenfalls offenkundig, wes</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">halb sich der Tarif von Fr. 300.-- pro Stunde rechtfertigt. Auch die übrigen Posten (Labor, Dolmetscher, Kopien) sind ausgewiesen.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Heading3"><span class="Normal Heading3">Das Gericht erkennt:</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span class="Normal Dispotext DispoHngend">1.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Die Beschwerde wird abgewiesen.</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span class="Normal Dispotext DispoHngend">2.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Die Gerichtskosten von Fr. 1‘000.-- werden </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">der </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Beschwerdeführerin auferlegt</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">, zufolge Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung jedoch einstweilen auf die Gerichts</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">kasse genommen. Die Beschwerdeführerin wird auf die Nachzahlungspflicht gemäss § 16 Abs. 4 GSVGer hingewiesen.</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span class="Normal Dispotext DispoHngend">3.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Die unentgeltliche Rechtsvertreterin der Beschwerdeführerin, Rechtsanwältin Lotti </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Sigg, Winterthur, wird mit Fr. 6‘400.-- (inkl. Barauslagen und MWSt) aus der</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend"> Ge</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">richtskasse entschädigt. </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Die</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend"> Beschwerdeführer</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">in</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend"> wird auf die Nachzahlungspflicht gemäss § 16 Abs. 4 GSVGer hingewiesen.</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span class="Normal Dispotext DispoHngend">4.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Die Beschwerdegegnerin wird</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend"> verpflichtet, der Gerichtskasse die Kosten für das Gerichts</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">gutachten von Fr. 7‘031.-- zu erstatten.</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span class="Normal Dispotext DispoHngend">5.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Zustellung gegen Empfangsschein an:</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Rechtsanwältin Lotti Sigg</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, unter Beilage einer Kopie von Urk. 41</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Bundesamt für Sozialversicherungen</span></p><p class="Normal Dispotext DispoEinzug"><span class="Normal Dispotext DispoEinzug">sowie an:</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Gerichtskasse (im Dispositiv nach Eintritt der Rechtskraft)</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">6.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Gegen diesen Entscheid kann innert </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">30 Tagen</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"> seit der Zustellung beim Bundesgericht</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"> Beschwerde eingereicht werden (Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundes</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">gesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 15. Juli bis und mit 15. August sowie vom 18. Dezember bis und mit dem 2. Januar (Art. 46 BGG).</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">stellen.</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweis</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">mittel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthal</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">ten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat (Art. 42 BGG).</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><br/></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><br/></p><p class="Normal Heading3"><span class="Normal Heading3">Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich</span></p><p><br/></p><p>Der VorsitzendeDie Gerichtsschreiberin</p><p><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p>GräubLanzicher</p></div> </div></body></html>