<h2>SubmittedText<h2><p>Die Regionalpolitik wird immer augenfälliger zu einem sehr wichtigen Instrument für die Wahrung des nationalen Zusammenhaltes.</p><p>Hält es der Bundesrat darum nicht für angebracht, für die Schaffung von Hochschulinstituten für Regionalpolitik zu sorgen oder - wo es sie schon gibt - deren Tätigkeit zu unterstützen, sodass jede Sprachregion über mindestens ein solches Institut verfügt?</p><p>Die Institute haben die Aufgabe:</p><p>- zu untersuchen, wie sich die heutigen Wirtschaftstrends auf die Regionen auswirken; und</p><p>- die Schaffung von Instrumenten für die Regionalpolitik zu fördern, die der heutigen Situation besser Rechnung tragen.</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Dass die Regionalpolitik einerseits zielgerichtet und andererseits erneuerungsfähig sein kann, hängt nach Ansicht des Bundesrates auch von einem Bildungssystem ab, das die Verfügbarkeit von kompetenten Fachkräften sicherstellt. Als weiteres Element sollte die wissenschaftliche Forschung kontinuierliche und vertiefte Beiträge in den für die Raumordnungspolitik wichtigen Bereichen (speziell Regionalwirtschaft, Wirtschaft ländlicher und städtischer Räume und Raumplanung) liefern.</p><p>Verschiedene Institute von Universitäten und ETH bearbeiten zurzeit diese Fragestellungen. Ohne abschliessend sein zu wollen, können z. B. folgende Institutionen genannt werden: Institut für Orts-, Regional- und Landesplanung der ETH Zürich, Institut de recherches économiques et régionales der Universität Neuenburg, Istituto di ricerche economiche der Tessiner Universität.</p><p>In den letzten Monaten hat der Bundesrat verschiedene parlamentarische Vorstösse zur aktuellen Ausrichtung der Regionalpolitik beantwortet: Motion Robbiani vom 22. Juni 2000 (00.3343, Unterstützung der Grenzregionen); Postulat Robbiani vom 20. September 2000 (00.3442, Kompensationszahlungen für Randregionen); Postulat Robbiani vom 12. Dezember 2000 (00.3656, Regionalpolitik überdenken); Postulat WAK-N vom 23. Januar 2001 (01.3003, Regionalpolitik. Behebung der bestehenden Mängel und bessere Koordination der verschiedenen Instrumente); Postulat WAK-S vom 1. März 2001 (01.3017, Neue strategische Ausrichtung der Regionalpolitik).</p><p>In seinen Antworten wies der Bundesrat auf die innerhalb der Bundesverwaltung laufenden Arbeiten zur Erneuerung der Strategie und des Instrumentariums der Regionalpolitik hin. Diese Erneuerung soll dazu führen, dass die im Rahmen der Neuorientierung der Regionalpolitik von 1996 festgelegten Ziele besser erreicht werden. Der Bundesrat hat ebenfalls erwähnt, dass die ersten Resultate bis im Jahre 2003 vorliegen werden.</p><p>Die laufenden Arbeiten zur Neuausrichtung der Regionalpolitik berücksichtigen ebenfalls die Frage der Begleitung der Regionalpolitik durch die Wissenschaft und das Zur-Verfügung-Stellen von benötigten wissenschaftlichen Grundlagen. Bevor bereits Schlüsse über allfällige Bedürfnisse gezogen werden können, gilt es zuerst eine Übersicht über die aktuelle Situation der für die Raumordnungspolitik wichtigen Forschungs- und Bildungsbereiche zu gewinnen und die Auswirkungen der Finanzierungspolitik der Universitäten und Forschungsinstitute auf die erwähnten Bereiche zu analysieren.</p>  Antwort des Bundesrates.