<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2005.00226</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="https://vgrzh.djiktzh.ch/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=https://vgrzh.djiktzh.ch&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=205527&amp;W10_KEY=4467137&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2005.00226</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 08.12.2005</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">3. Abteilung/3. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Das Bundesgericht hat eine Verwaltungsgerichtsbeschwerde gegen diesen Entscheid am 10.10.2006 gutgeheissen und den Entscheid des Verwaltungsgerichts aufgehoben. </td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Raumplanungs-, Bau- und Umweltrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Bewilligungen/Konzession</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Konzessionserteilung für den Neubau der Hafenanlage Christoffel in Meilen; Beschwerde der Nachbarin gegen die Konzessionserteilung:<br/><br/>Zuständigkeit des Verwaltungsgerichts (E.1). Keine Notwendigkeit eines zweiten Schriftenwechsels (E.2.1). Keine Durchführung eines Augenscheins (E.2.2). Keine Begutachtung durch die kantonale Natur- und Heimatschutzkommission notwendig (E.2.3). Die gesuchstellende Hafengenossenschaft musste keinen Umweltverträglichkeitsbericht einreichen (E.2.4). Die Koordinationspflicht wurde nicht verletzt (E.3). Handelt es sich beim Konzessionsbewerber um ein Gemeinwesen, sind die öffentlichen Interessen der Gemeinde an der Konzessionserteilung - hier die Erfüllung einer öffentlichen Aufgabe - zu berücksichtigen, zu gewichten und gegen die für die Verweigerung sprechenden öffentlichen Interessen - hier jene des Naturschutzes, der Fischerei und Raumplanung - abzuwägen (E.4). Regelt das positive Verfassungs- und Gesetzesrecht einzelne Aspekte der allgemeinen Interessenabwägung konkrekt, ist vorweg zu klären, ob das Vorhaben mit diesen Vorschriften zu vereinbaren ist (E.5). Die Beseitigung der Ufervegetation erfordert eine naturschutzrechtliche Bewilligung im Sinn von Art. 22 Abs. 2 NHG. Für diese Bewilligung ist Art. 18 Abs. 1ter NHG zu beachten, wonach der Verursacher für die Beeinträchtigung schutzwürdiger Lebensräume für angemessenen Ersatz zu sorgen hat (E.6.1). Auslegung von Art. 22 Abs. 2 NHG. Das Verwaltungsgericht Zürich schliesst sich der Rechtsauffassung des Waadtländer Verwaltungsgerichts an, dass die Beseitigung der Ufervegetation - auch ohne Seeaufschüttung - gestützt auf Art. 22 Abs. 2 NHG bewilligt werden kann (E.6.2). Zu prüfen ist, ob die Voraussetzungen gemäss Art. 22 Abs. 2 NHG in Verbindung mit Art. 39 Abs. 2 lit. a GSchG erfüllt sind (E.6.3). Die von der Vorinstanz vorgenommene Interessenabwägung zu Gunsten des Hafenprojekts erweist sich im Ergebnis nicht als rechtsverletzend (E.6.4). Die für den Eingriff in die Ufervegetationgep lanten Ersatzmassnahmen sind ausreichend (E.6.5). Art. 22 Abs. 2 NHG und Art. 18 Abs. 1ter NHG sind nicht verletzt (E.6.6). Auch die fischereirechtliche Bewilligung gemäss Art. 8 BGF und die Ausnahmebewilligung gemäss Art. 24 RPG wurden zu Recht erteilt (E.7). Das Parkplatzprojekt ist bereits in Rechtskraft erwachsen. Soweit sich die Beschwerde gegen das Parkplatzprojekt als solches richtet, ist darauf von vornherein nicht einzutreten (E.8.1). Auf die im Beschwerdeverfahren zum ersten Mal vorgebrachte Rüge, dass die Anzahl von 10 Pflichtparkplätzen ungenügend sei, ist nicht einzugehen. Die in einer Distanz von 175 m bis 250 m Entfernung zur Verfügung stehenden Parkplätze befinden sich in einer nützlichen Entfernung zur Hafenanlage (E.8.2). Weitere Einwände (E.9). Abweisung der Beschwerde und Kostenfolge (E.10). vgl. auch VB.2005.00225</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: AUSNAHMEBEWILLIGUNGEN">AUSNAHMEBEWILLIGUNGEN</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ERSATZMASSNAHMEN">ERSATZMASSNAHMEN</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ERSCHLIESSUNGSANLAGE">ERSCHLIESSUNGSANLAGE</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: FISCHEREI">FISCHEREI</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: GUTACHTEN">GUTACHTEN</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: HAFEN">HAFEN</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: KONZESSION">KONZESSION</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: KOORDINATIONSPFLICHT">KOORDINATIONSPFLICHT</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: NATUR- UND HEIMATSCHUTZ">NATUR- UND HEIMATSCHUTZ</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: Natur- und Heimatschutz ST: NATUR- UND LANDSCHAFTSSCHUTZ">NATUR- UND LANDSCHAFTSSCHUTZ</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ÃFFENTLICHE INTERESSEN">ÃFFENTLICHE INTERESSEN</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: PARKPLATZ">PARKPLATZ</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: RAUMPLANUNG">RAUMPLANUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: UFER">UFER</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: UFERVEGETATION">UFERVEGETATION</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: UMWELTVERTRÃGLICHKEITSBERICHT">UMWELTVERTRÃGLICHKEITSBERICHT</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade">Art. 8 BGF</span><br/><span class="gerade">Art. 39 Abs. 2 lit. a GSchG</span><br/><span class="ungerade">Art. 18 Abs. 1ter NHG</span><br/><span class="gerade">Art. 22 Abs. 2 NHG</span><br/><span class="ungerade">§ 203 Abs. I lit. a PBG</span><br/><span class="gerade">§ 244 Abs. I PBG</span><br/><span class="ungerade">Art. 24 RPG</span><br/><span class="gerade">Art. 7 UVPV</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade">RB 2005 Nr. 77 S. 171</span><br/> </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 2 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Sachverhalt1"><b>I. </b> </p> <p class="Sachverhalt2"><b>A. </b>Die Gemeinde Meilen und die Hafengenossenschaft Christoffel unterbreiteten am 12. Juli 1999 dem Amt fÃ¼r Abfall, Wasser, Energie und Luft (AWEL) ein Ã¼berarbeitetes Vorprojekt fÃ¼r den geplanten Neubau der Hafenanlage Christoffel zur Stellungnahme. Die Stellungnahme des AWEL vom 16. Dezember 1999 beinhaltete unter anderem die Aspekte Hydrobiologische Untersuchung, Hafenanlage, Erschliessung der Hafenanlage, Bojen, GÃ¤steplÃ¤tze und PflichtparkplÃ¤tze. Es wies darauf hin, bei der Weiterprojektierung bzw. der definitiven Gesuchseingabe sei unter anderem zu berÃ¼cksichtigen, dass eine allfÃ¤llige Konzession bzw. Bewilligung nur der Gemeinde Meilen erteilt werde (Disp.-Ziff. 1). Zudem gab es weitere zu berÃ¼cksichtigende Bedingungen und Auflagen bekannt. In ErgÃ¤nzung hierzu orientierte das AWEL mit Schreiben vom 30. August 2000 Ã¼ber die zu leistenden Ã¶kologischen Ersatzmassnahmen.</p> <p class="Sachverhalt2"><b>B. </b>Der Gemeinderat Meilen genehmigte am 23. Januar 2001 das Hafenprojekt Christoffel und ersuchte die kantonale Baudirektion um Erteilung der Konzession. Die Baudirektion lud die Gemeinde Meilen am 22. MÃ¤rz 2001 ein, das Konzessionsgesuch gemÃ¤ss § 38 des Wasserwirtschaftsgesetzes vom 2. Juni 1991 (WWG, LS 724.11) Ã¶ffentlich aufzulegen und die Planauflage Ã¶ffentlich bekannt zu machen. Innerhalb der gesetzlich vorgeschriebenen Auflagefrist gingen 11 Einsprachen ein. Nach DurchfÃ¼hrung von Lokal- und Nachverhandlungen zogen einige Einsprecher ihre Einsprachen zurÃ¼ck. Die Baudirektion wies die verbliebenen Einsprachen am 17. Februar 2003 im Sinne der ErwÃ¤gungen ab (Disp.-Ziff. I-IV). Die Konzession und Bewilligung fÃ¼r 19 Bojen werde auf den Zeitpunkt der Inbetriebnahme der Hafenanlage aufgehoben (Disp.-Ziff. V). Sie erteilte fÃ¼r den Bau der Hafenanlage die erforderliche Ausnahmebewilligung gemÃ¤ss Art. 24 des Raumplanungsgesetzes vom 22. Juni 1979 (RPG, SR 700), die erforderliche Ausnahmsbewilligung gemÃ¤ss Art. 22 Abs. 2 des Bundesgesetzes vom 1. Juli 1966 Ã¼ber den Natur- und Heimatschutz (NHG, SR 451) sowie die wasserrechtliche Konzession, die wasserbaupolizeirechtliche Ausnahmebewilligung fÃ¼r die Unterschreitung des gesetzlich freizuhaltenden MindestgewÃ¤sserabstandes und die fischereirechtliche Bewilligung gemÃ¤ss Art. 8 des Bundesgesetzes vom 21. Juni 1991 Ã¼ber die Fischerei (BGF, SR 923.0). Ausserdem ordnete die Baudirektion zahlreiche einzuhaltende Bedingungen an (Disp.-Ziff. VI-VIII). </p> <p class="Sachverhalt2"><b>C. </b>Mit VerfÃ¼gung vom 2. MÃ¤rz 2001 erteilte die Baudirektion der Hafengenossenschaft Christoffel fÃ¼r den Neubau der Hafenanlage die strassenpolizeiliche Bewilligung. Diese VerfÃ¼gung wurde den Betroffenen "in ErgÃ¤nzung zur wasserrechtlichen Konzession vom 17. Februar 2003" mit Schreiben vom 26. Februar 2003 zugestellt.</p> <p class="Sachverhalt1"><b>II. </b> </p> <p class="Urteilstext">Gegen die wasserrechtliche Konzession erhoben sowohl die "Benutzergemeinschaft G", nÃ¤mlich H, I, J, K, L, M, Erbengemeinschaft N und O (nachfolgend Benutzergemeinschaft), als auch die A AG am 7. resp. 19. MÃ¤rz 2003 getrennte Rekurse an den Regierungsrat, welche die Staatskanzlei am 31. MÃ¤rz 2003 vereinigte. Gegen die strassenpolizeiliche Bewilligung erhob die A AG am 26. MÃ¤rz 2003 gemÃ¤ss Rechtsmittelbelehrung Rekurs an die Baurekurskommission II. Letztere trat auf den Rekurs der A AG am 6. Mai 2003 mangels ZustÃ¤ndigkeit und in Nachachtung der Koordinationspflicht nicht ein und Ã¼berwies den Rekurs an den Regierungsrat zur gemeinsamen Behandlung mit den gegen die wasserrechtliche Konzession erhobenen Rekursen. Der Regierungsrat vereinigte am 20. April 2005 die schon vereinigten Rekurse gegen die wasserrechtliche Konzession mit dem Rekurs der A AG gegen die strassenpolizeiliche Bewilligung (Disp.-Ziffn. I und II). Auf den Rekurs der Benutzergemeinschaft trat er nicht ein. Den Rekurs der A AG gegen die VerfÃ¼gung der Baudirektion vom 17. Februar 2003 wies er ab. Den Rekurs der A AG gegen die VerfÃ¼gung der Baudirektion vom 2. MÃ¤rz 2001 wies er ab, soweit er darauf eintrat (Disp.-Ziff. III).</p> <p class="Sachverhalt1"><b>III. </b> </p> <p class="Urteilstext">Die A AG gelangte am 23. Mai 2005 mit Beschwerde an das Verwaltungsgericht. Sie beantragt die ersatzlose Aufhebung des vorinstanzlichen Entscheids und damit auch die Aufhebung der durch diesen Entscheid bestÃ¤tigten VerfÃ¼gung der KonzessionsbehÃ¶rde vom 17. Februar 2003; eventuell sei die Sache zur Neubeurteilung an die KonzessionsbehÃ¶rde zurÃ¼ckzuweisen; alles unter Kosten- und EntschÃ¤digungsfolgen zulasten der Hafengenossenschaft. In formeller Hinsicht beantragt sie die DurchfÃ¼hrung eines zweiten Schriftenwechsels und eines Augenscheins. Am 20. Mai 2005 erhob ebenfalls die Benutzergemeinschaft Beschwerde an das Verwaltungsgericht (Verfahren VB.2005.00225).</p> <p class="Urteilstext">Die Staatskanzlei beantragt im Auftrag des Regierungsrats Abweisung der Beschwerde, soweit darauf einzutreten ist. Die Gemeinde Meilen sowie die Bau- und Volkswirtschaftsdirektion beantragen Abweisung der Beschwerde. </p> <p class="Einzug1"><span>Die Kammer</span><span> zieht in ErwÃ¤gung:</span></p> <p class="Erwgung1"><b>1. </b> </p> <p class="Urteilstext"><span>Das Verwaltungsgericht ist gemÃ¤ss § 41 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 (VRG) zur Behandlung der vorliegenden Beschwerde zustÃ¤ndig. Die BeschwerdefÃ¼hrerin ist als SeeanstÃ¶sserin und direkte Nachbarin der geplanten Hafenanlage durch den vorinstanzlichen Entscheid berÃ¼hrt und somit gestÃ¼tzt auf § 338a des Planungs- und Baugesetzes vom 7. September 1975 (PBG), resp. § 64 WWG in Verbindung mit § 21 lit. a VRG, ohne weiteres zur Beschwerde legitimiert. Da auch die Ã¼brigen Prozessvoraussetzungen erfÃ¼llt sind, ist auf die Beschwerde einzutreten.</span></p> <p class="Erwgung1"><b>2. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>2.1 </b>In verfahrensrechtlicher Hinsicht beantragt die BeschwerdefÃ¼hrerin die DurchfÃ¼hrung eines zweiten Schriftenwechsels. Sie begrÃ¼ndet dieses Begehren damit, dass "die von ihr verlangte SachverhaltsergÃ¤nzung sowie Ausdehnung des Kriterienkatalogs" neue tatsÃ¤chliche und rechtliche Vorbringen auf der Gegenseite zur Folge habe. GemÃ¤ss § 58 VRG <i>kann</i> das Verwaltungsgericht einen weiteren Schriftenwechsel anordnen. Unter Vorbehalt des GehÃ¶rsanspruchs steht es im Ermessen des Gerichts, ob ein zweiter Schriftenwechsel durchgefÃ¼hrt wird (Alfred KÃ¶lz/JÃ¼rg Bosshart/Martin RÃ¶hl, Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons ZÃ¼rich, 2. A., ZÃ¼rich 1999, § 58 N. 9 mit Hinweisen). Da die Beschwerdeantworten keine neuen und erheblichen Gesichtspunkte enthalten, zu denen sich die BeschwerdefÃ¼hrerin noch nicht Ã¤ussern konnte oder mit denen sie nicht rechnen musste, ist kein zweiter Schriftenwechsel anzuordnen (BGE 114 Ia 307 E. 4b).</p> <p class="Erwgung2"><b>2.2 </b>Die BeschwerdefÃ¼hrerin beantragt die DurchfÃ¼hrung eines Augenscheins. Den Akten lassen sich indessen alle notwendigen Sachverhaltselemente entnehmen. Durch die sich in den Akten befindlichen PlÃ¤nen ist das Hafenprojekt inklusive PflichtparkplÃ¤tze ausreichend dokumentiert, weshalb ein Augenschein nicht erforderlich ist.</p> <p class="Erwgung2"><b>2.3 </b>Die BeschwerdefÃ¼hrerin rÃ¼gt, die Vorinstanz habe zu Unrecht kein Gutachten der kantonalen Natur- und Heimatschutzkommission eingeholt (vgl. Beschwerdeschrift S. 7 Ziff. 2.2.5 f.; S. 21 Ziff. 3.3.3). Die Einholung eines Gutachtens der kantonalen Natur- und Heimatschutzkommission steht im Ermessen des Regierungsrates. Nur wenn ein Objekt des Natur- und Heimatschutzes von einem Vorhaben berÃ¼hrt ist, hat die verantwortliche Stelle die Ã¶rtlich und sachlich zustÃ¤ndigen Fachstellen rechtzeitig zur Stellungnahme aufzufordern (§ 2 Abs. 2 der Natur- und Heimatschutzverordnung vom 20. Juli 1977, LS 702.11). Der streitbetroffene Uferabschnitt ist weder unter Schutz gestellt noch im Inventar der Naturschutzobjekte enthalten. Der Regierungsrat fÃ¼hrte aus, der streitbetroffene Uferabschnitt sei von geringem Wert mit vÃ¶llig kÃ¼nstlichem Ufer (Regierungsratsentscheid E. 4b/bb), wobei er sich auf das 1991 erstellte Inventar von Professor E stÃ¼tzte. Inwiefern diese WÃ¼rdigung rechtsverletzend sein soll, legt die BeschwerdefÃ¼hrerin nicht dar. Sie zeigt insbesondere nicht auf, inwiefern der streitbetroffene Uferabschnitt eine <i>unverdorbene </i>Naturlandschaft im Sinne von § 203 Abs. 1 lit. a PBG darstellen soll. Ist folglich kein Schutzobjekt vom Bauvorhaben berÃ¼hrt, war es auch nicht notwendig, ein Gutachten der kantonalen Natur- und Heimatschutzkommission einzuholen. </p> <p class="Erwgung2"><b>2.4 </b>Die BeschwerdefÃ¼hrerin macht geltend, die Hafengenossenschaft hÃ¤tte einen UmweltvertrÃ¤glichkeitsbericht abliefern mÃ¼ssen (Beschwerdeschrift S. 11 Ziff. 3.1.3; S. 21 Ziff. 3.3.3). GemÃ¤ss Art. 9 Abs. 1 des Umweltschutzgesetzes vom 7. Oktober 1983 (USG, SR 814.01) hat eine BehÃ¶rde, bevor sie Ã¼ber die Planung oder Errichtung von Anlagen entscheidet, welche die Umwelt erheblich belasten kÃ¶nnten, wobei der Bundesrat diese Anlagen bezeichnet, mÃ¶glichst frÃ¼hzeitig die UmweltvertrÃ¤glichkeit zu prÃ¼fen. Der UmweltvertrÃ¤glichkeitsprÃ¼fung (UVP) liegt ein Bericht zugrunde, wobei der Gesuchsteller fÃ¼r die Erstellung des Berichts sorgt (Art. 9 Abs. 2 und 3 USG). GemÃ¤ss Verordnung vom 19. Oktober 1988 Ã¼ber die UmweltvertrÃ¤glichkeitsprÃ¼fung (UVPV, SR 814.011) unterliegen BoothÃ¤fen mit mehr als 100 BootsplÃ¤tzen der UmweltvertrÃ¤glichkeitsprÃ¼fung (Art. 1 in Verbindung mit Anhang 13.3). In der KonzessionsverfÃ¼gung wurde hinreichend ausgefÃ¼hrt, weshalb das vorliegende Hafenprojekt nicht der UmweltvertrÃ¤glichkeitsprÃ¼fung unterliegt, weshalb darauf verwiesen werden kann (§ 70 in Verbindung mit § 28 Abs. 1 Satz 2 VRG). Untersteht die Hafenanlage nicht der UmweltvertrÃ¤glichkeitsprÃ¼fung, bestand fÃ¼r die gesuchstellende Hafengenossenschaft aber auch keine Pflicht zum Einreichen eines UmweltvertrÃ¤glichkeitsberichts (vgl. Art. 7 UVPV). Die entsprechende RÃ¼ge der BeschwerdefÃ¼hrerin erweist sich somit als unbehelflich. Im Ãbrigen ist anzumerken, dass natÃ¼rlich auch bei Anlagen, die nicht der UVP-Pflicht unterliegen, die Vorschriften Ã¼ber den Schutz der Umwelt im Sinne von Art. 3 UVPV angewendet werden mÃ¼ssen, ohne dass ein Bericht erstellt werden mÃ¼sste (Art. 4 UVPV).</p> <p class="Erwgung1"><b>3. </b> </p> <p class="Urteilstext">Die den Streitgegenstand bildende Hafenanlage erfordert unbestrittenermassen verschiedene Bewilligungen. So muss dem ausserhalb einer Bauzone befindlichen Bauvorhaben eine Ausnahmebewilligung nach Art. 24 RPG erteilt werden. Notwendig sind sodann eine fischereirechtliche Bewilligung gemÃ¤ss Art. 8 BGF, eine Ausnahmebewilligung gemÃ¤ss Art. 22 Abs. 2 NHG, eine Konzession gemÃ¤ss §§ 36 und 75 WWG sowie die wasserbaupolizeiliche Bewilligung gemÃ¤ss § 21 WWG. Die Baudirektion hat die verschiedenen Verfahren im Sinne von § 11 der Konzessionsverordnung zum Wasserwirtschaftsgesetz vom 21. Oktober 1992 (KonzessionsV, LS 724.211), wonach in der Konzession die Bewilligungen nach dem Fischereirecht und dem Naturschutzrecht enthalten sind, koordiniert und gemeinsam mit VerfÃ¼gung vom 17. Februar 2003 erÃ¶ffnet. Die fÃ¼r den Hafenbau notwendige strassenpolizeiliche Bewilligung hatte die Baudirektion bereits am 2. MÃ¤rz 2001 erteilt. Diese VerfÃ¼gung wurde den Betroffenen mit Schreiben vom 26. Februar 2003 zugestellt. Gegen beide VerfÃ¼gungen gelangte die BeschwerdefÃ¼hrerin mit Rekurs an den Regierungsrat bzw. die Baurekurskommission II. In Nachachtung der Koordinationspflicht Ã¼berwies die Baurekurskommission II den Rekurs gegen die strassenpolizeiliche Bewilligung an den Regierungsrat zur gemeinsamen Behandlung mit den gegen die wasserrechtliche Konzession erhobenen Rekursen. Da der Regierungsrat Ã¼ber beide Rekurse im gleichen Verfahren entschieden hat, ist die bundesrechtlich garantierte Koordinationspflicht eingehalten, weshalb die dahingehende Beschwerde ins Leere stÃ¶sst (Beschwerdeschrift S. 3 Ziff. 1.6; S. 11 Ziff. 3.1.1 f.). </p> <p class="Erwgung1"><b>4. </b> </p> <p class="Urteilstext">Der Bau einer Hafenanlage bedarf einer Konzession, welche nur erteilt werden darf, wenn Ã¶ffentliche Interessen nicht erheblich beeintrÃ¤chtigt werden (§ 43 Abs. 1 WWG; § 25 KonzessionsV). Zu wahrende Ã¶ffentliche Interessen sind namentlich solche der Raumplanung, des Natur- und Heimatschutzes sowie der Fischerei (vgl. § 5 Abs. 1 der Stationierungsverordnung vom 14. Oktober 1992, LS 747.4). Gesetz und Verordnung rÃ¤umen den Vorinstanzen beim Entscheid Ã¼ber die Erteilung von Konzessionen einen erheblichen Beurteilungsspielraum ein. GrundsÃ¤tzlich hat die KonzessionsbehÃ¶rde die Ã¶ffentlichen Interessen, ohne diese gegen Privatinteressen des Gesuchstellers abzuwÃ¤gen, angemessen zu wahren und darf sie sich nicht darauf beschrÃ¤nken, durch Verweigerung der Konzession nur eine erhebliche BeeintrÃ¤chtigung der Ã¶ffentlichen Interessen abzuwehren. Handelt es sich beim Konzessionsbewerber um ein Gemeinwesen â vorliegend die Gemeinde Meilen als Konzessionsinhaberin â, steht zwar auch diesem kein Anspruch auf Konzessionserteilung zu und bleibt letztere ihrem Wesen nach ein Ermessensentscheid. Anders als die Einzelinteressen des privaten Gesuchstellers sind aber hier die Ã¶ffentlichen Interessen der Gemeinde an der Konzessionsverleihung zu berÃ¼cksichtigen, zu gewichten und gegen die fÃ¼r die Verweigerung sprechenden Ã¶ffentlichen Interessen â hier jene des Naturschutzes, der Fischerei und der Raumplanung â abzuwÃ¤gen (RB 1986 Nr. 108).</p> <p class="Urteilstext">Die geplante Hafenanlage ist im Regionalen Richtplan Pfannenstil aufgefÃ¼hrt. Mit der Hafenanlage soll der BevÃ¶lkerung an zweckmÃ¤ssiger Lage die nÃ¶tige Einrichtung fÃ¼r Erholung und Sport bereitgestellt werden (RRB Nr. 1252/1998, S. 60 und 64). Vorliegend ist demnach insbesondere zu beachten, dass es sich beim Bau und Unterhalt des Bootshafens letztlich um die ErfÃ¼llung einer Ã¶ffentlichen Aufgabe der Gemeinde handelt. Das Ã¶ffentliche Interesse der Gemeinde Meilen an der Konzessionsverleihung ist deshalb entsprechend zu gewichten (vgl. VGr, 5. Juni 1992, VB 90/0046, E. 3). Anderseits kann das Bauen im Uferbereich besonders schutzwÃ¼rdige UmweltgÃ¼ter (wie die LebensrÃ¤ume von Fischen, Flachwasserzonen oder die Ufervegetation) gefÃ¤hrden. Deshalb sind â zusÃ¤tzlich zu den planungsrechtlichen Anforderungen â besondere Schutznormen zu beachten (Ursula Brunner, Bauen im Uferbereich â schÃ¼tzen die Schutznormen?, URP 1996, S. 744 ff., S. 744). Diese sich entgegenstehenden Ã¶ffentlichen Interessen sind gegeneinander abzuwÃ¤gen. </p> <p class="Erwgung1"><b>5. </b> </p> <p class="Urteilstext">Das geplante Hafenprojekt benÃ¶tigt eine Ausnahmebewilligung gemÃ¤ss Art. 24 RPG, welche erteilt wird, wenn der Zweck der Anlage einen Standort ausserhalb der Bauzonen erfordert (lit. a) und keine Ã¼berwiegenden Interessen entgegenstehen (lit. b). Lenkender Massstab der InteressenabwÃ¤gung bilden hauptsÃ¤chlich die Planungsziele und PlanungsgrundsÃ¤tze des Raumplanungsgesetzes (Art. 1 und 3 RPG). Es schreibt unter anderem vor, mit Raumplanungsmassnahmen Bestrebungen zu unterstÃ¼tzen, welche die natÃ¼rlichen Lebensgrundlagen und die Landschaft schÃ¼tzen (Art. 1 Abs. 2 lit. a RPG). Seeufer sollen freigehalten und Ã¶ffentlicher Zugang und Begehung erleichtert werden; naturnahe Landschaften sollen erhalten bleiben (Art. 3 Abs. 2 lit. c und d RPG). Soweit das positive Verfassungs- und Gesetzesrecht einzelne Aspekte der allgemeinen InteressenabwÃ¤gung (Art. 24 Abs. 1 lit. b RPG) konkret regelt, ist vorweg zu klÃ¤ren, ob das Vorhaben mit diesen Vorschriften zu vereinbaren ist. Erst wenn dies zutrifft, ist die AbwÃ¤gung aller zu berÃ¼cksichtigenden Interessen koordiniert durchzufÃ¼hren. Dementsprechend sind hier die Normen des NHG und BGF anzuwenden (BGE 114 Ib 268 E. 3b; BGr, 30. Mai 2005, 1A.122/2004, E. 2.1). </p> <p class="Erwgung1"><b>6. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>6.1 </b>GemÃ¤ss Art. 18 Abs. 1<sup>bis</sup> NHG sind Uferbereiche und weitere Standorte, die eine ausgleichende Funktion im Naturhaushalt erfÃ¼llen oder besonders gÃ¼nstige Voraussetzungen fÃ¼r Lebensgemeinschaften aufweisen, besonders zu schÃ¼tzen. Die Beseitigung der Ufervegetation, wozu Schilf- und BinsenbestÃ¤nde, Auenvegetationen sowie andere natÃ¼rliche Pflanzengesellschaften im Uferbereich gehÃ¶ren (Art. 21 Abs. 1 NHG), erfordert eine naturschutzrechtliche Bewilligung im Sinn von Art. 22 Abs. 2 NHG. FÃ¼r diese Bewilligung ist Art. 18 Abs. 1<sup>ter </sup>NHG zu beachten. LÃ¤sst sich eine BeeintrÃ¤chtigung schutzwÃ¼rdiger LebensrÃ¤ume durch technische Eingriffe unter AbwÃ¤gung aller Interessen nicht vermeiden, so hat der Verursacher fÃ¼r besondere Massnahmen zu deren bestmÃ¶glichem Schutz, fÃ¼r Wiederherstellung oder ansonst fÃ¼r angemessenen Ersatz zu sorgen (vgl. BGE 115 Ib 224 E. 5c/ca).</p> <p class="Erwgung2"><b>6.2 </b>GemÃ¤ss Art. 22 Abs. 2 NHG (in der heute gÃ¼ltigen Fassung vom 24. Januar 1991, in Kraft seit 1. November 1992) kann die kantonale BehÃ¶rde die Beseitigung der Ufervegetation in den durch die Wasserbaupolizei- oder GewÃ¤sserschutzgesetzgebung erlaubten FÃ¤llen fÃ¼r standortgebundene Vorhaben bewilligen. WÃ¤hrend bis zur Revision des Natur- und Heimatschutzgesetzes, also bis Oktober 1992, die Beseitigung der Ufervegetation bewilligt werden konnte, "wenn es das Ã¶ffentliche Interesse erfordert", ist nach dem heutigen Wortlaut die Beseitigung von Ufervegetationen nur noch bewilligungsfÃ¤hig, wenn sie fÃ¼r ein Vorhaben erfolgt, welches entweder durch das Bundesgesetz vom 22. Juni 1877 Ã¼ber die Wasserbaupolizei (WBPG, SR 721.10), das Bundesgesetz vom 21. Juni 1991 Ã¼ber den Wasserbau (WBG, SR 721.100) und das Wasserrechtsgesetz vom 22. Dezember 1916 (WRG, SR 721.80) oder durch das GewÃ¤sserschutzgesetz vom 24. Januar 1991 (GSchG, SR. 814.20) erlaubt und zudem standortgebunden ist. WÃ¤hrend die Standortgebundenheit des vorliegenden Hafenprojekts, welche von der BeschwerdefÃ¼hrerin nicht infrage gestellt wird, zu keinen Bemerkungen Anlass gibt, ist nÃ¤her zu prÃ¼fen, was mit den "durch die Wasserbaupolizei- oder GewÃ¤sserschutzgesetzgebung erlaubten FÃ¤llen" gemeint ist.</p> <p class="Erwgung3"><b>6.2.1 </b>Das Bundesgericht beschÃ¤ftigte sich im BGE 130 II 313 mit dieser Frage. Es untersuchte, ob der Ausdruck "erlaubt" nach dem Wortlaut so zu verstehen sei, dass es sich um in diesen Erlassen vorgesehene bzw. zugelassene Eingriffe handeln mÃ¼sse, oder ob er so aufzufassen sei, dass es sich um Projekte handeln mÃ¼sse, die der erwÃ¤hnten Gesetzgebung nicht widersprechen bzw. davon nicht ausdrÃ¼cklich untersagt seien (E. 3.3.1). Im Ergebnis befand es, Ausnahmebewilligungen gemÃ¤ss Art. 22 Abs. 2 NHG seien nur fÃ¼r Eingriffe zulÃ¤ssig, die nach Wasserbaupolizei- und GewÃ¤sserschutzrecht zugelassen bzw. vorgesehen seien (allerdings mit einer offen gelassenen und sogleich nachstehend in E. 6.2.2 zu behandelnden Ausnahme). FÃ¼r diese Auslegung spreche der Wortlaut und die Entstehungsgeschichte sowie der Gesetzeszweck: Es sei nicht einzusehen, welchen Sinn es haben sollte, in einer auf die VerstÃ¤rkung des Schutzes der Ufervegetation gerichteten Revision auf die Voraussetzung des Ã¶ffentlichen Interesses zu verzichten, wenn nicht an deren Stelle eine Regelung tritt, welche den erwÃ¼nschten Schutz mindestens ebenso gut gewÃ¤hrleiste wie die bisherige. Die Auslegung, nach welcher ein Vorhaben von der Wasserbaupolizei- und der GewÃ¤sserschutzgesetzgebung nicht geradezu verboten sein dÃ¼rfe, wÃ¼rde diesen Schutz auch in Verbindung mit dem Kriterium der Standortgebundenheit nicht sicherstellen. Dies kÃ¶nne nicht die Absicht der Revision gewesen sein. Durch die BeschrÃ¤nkung auf Eingriffe, die durch die fraglichen Gesetze ausdrÃ¼cklich zugelassen wÃ¼rden, werde demgegenÃ¼ber die Zahl der mÃ¶glichen Eingriffe wie auch der Entscheidungsspielraum der zustÃ¤ndigen BehÃ¶rde begrenzt, die neben den Minimalbestimmungen von Art. 18 und 21 NHG auch die â unter UmstÃ¤nden strengeren â Voraussetzungen nach den anwendbaren Spezialgesetzen berÃ¼cksichtigen mÃ¼sse (E. 3.4; gl. M. auch Hans-Peter Jenni, Kommentar NHG, ZÃ¼rich 1997, Art. 22 Rz. 13).</p> <p class="Urteilstext">GemÃ¤ss dieser bundesgerichtlichen Rechtsprechung kann die Ausnahmebewilligung gemÃ¤ss Art. 22 Abs. 2 NHG nur erteilt werden, wenn der Eingriff nach Wasserbaupolizei- oder GewÃ¤sserschutzrecht erlaubt ist. Das GewÃ¤sserschutzgesetz erlaubt unter anderem die Verbauung und Korrektion von FliessgewÃ¤ssern (Art. 37 GSchG) sowie das Einbringen fester Stoffe in Seen (Art. 39 GSchG). Das vorliegende Verfahren hat die Verbauung eines Sees zum Gegenstand, ohne dass Feststoffe eingeschÃ¼ttet werden, weshalb sich der vorliegende Sachverhalt weder unter Art. 37 noch Art. 39 GSchG subsumieren lÃ¤sst.</p> <p class="Erwgung3"><b>6.2.2 </b>Das WaadtlÃ¤nder Verwaltungsgericht vertrat in einem Entscheid vom 14. Februar 2000 die Auffassung, die Ufervegetation kÃ¶nne nicht stÃ¤rker geschÃ¼tzt sein als das GewÃ¤sser selbst: DÃ¼rfe ein Vorhaben beispielsweise durch AufschÃ¼ttung eines Sees realisiert werden, so mÃ¼sse es auch zulÃ¤ssig sein, stattdessen Ufervegetation zu beseitigen. Dies setze voraus, dass die Voraussetzungen von Art. 39 Abs. 2 lit. a GSchG erfÃ¼llt seien, das heisst es mÃ¼sse sich um eine standortgebundene Baute in einem Ã¼berbauten Gebiet handeln, die vom Ã¼berwiegenden Ã¶ffentlichen Interesse gefordert werde; zudem dÃ¼rfe sich der angestrebte Zweck nicht anders erreichen lassen. Unter diesen â sehr restriktiven â Voraussetzungen kÃ¶nnten auch andere im Ã¶ffentlichen Interesse liegende Projekte ausnahmsweise bewilligt werden, wenn sie zwar keinen Eingriff in ein GewÃ¤sser bewirken, aber Ufervegetationen in Anspruch nehmen wÃ¼rden (RDAF 2000 I S. 234 E. 5b). </p> <p class="Urteilstext">Das Bundesgericht liess im BGE 130 II 313 E. 3.6 offen, ob es sich dieser Argumentation anschliesse, da es keine Norm des GewÃ¤sserschutzgesetzes finden konnte, welche es in jenem Verfahren hÃ¤tte heranziehen kÃ¶nnen. Im vorliegenden Fall lÃ¤sst sich jedoch Art. 39 Abs. 2 lit. a GSchG heranziehen. Das Bundesgericht ging nÃ¤mlich in einem Entscheid vom 8. November 2001 stillschweigend davon aus, dass fÃ¼r eine Hafenanlage eine Ausnahmebewilligung nach Art. 39 Abs. 2 GSchG â sofern die Voraussetzungen erfÃ¼llt sind â erteilt werden kann (BGr, 8. November 2001, Pra 91/2002 Nr. 84, E. 5b; gleicher Meinung auch Thomas Widmer Dreifuss, Planung und Realisierung von Sportanlagen, ZÃ¼rich etc. 2002, S. 410). Schutzobjekt von Art. 39 GSchG ist insbesondere die vom See Ã¼berflutete Uferbank. Dank ihrer speziellen Eigenschaften werden in dieser Zone die von kÃ¼nstlichen und natÃ¼rlichen ZuflÃ¼ssen eingebrachten Schmutzstoffe zu einem grossen Teil abgebaut; es ist die eigentliche Reinigungszone des Sees. Auch beherbergt diese Zone den grÃ¶ssten Teil der Tier- und Pflanzenwelt des Sees (BBl 1987 II 1061, 1144). Wenn nun FÃ¤lle denkbar sind, in welchen fÃ¼r den Bau einer Hafenanlage die AufschÃ¼ttung eines Sees bewilligt werden kann, wodurch der Uferbereich samt Tier- und Pflanzenwelt beeintrÃ¤chtigt wird, so muss es nach dem Grundsatz <i>a maiore minus</i> ebenfalls zulÃ¤ssig sein, ein Hafenprojekt zu bewilligen, welches auf eine AufschÃ¼ttung des Sees verzichtet und sich mit der Beseitigung der Ufervegetation begnÃ¼gt. Dies liegt auch im Interesse des GewÃ¤sserschutzes, wonach SchÃ¼ttungen nur bewilligt werden, wenn sich der angestrebte Zweck anders nicht erreichen lÃ¤sst (Art. 39 Abs. 2 lit. a GSchG; siehe auch Widmer Dreifuss, S. 410 f.; Brunner, S. 752). Das Verwaltungsgericht ZÃ¼rich schliesst sich somit der Rechtsauffassung des WaadtlÃ¤nder Verwaltungsgerichts an, dass die Beseitigung der Ufervegetation â auch ohne SeeaufschÃ¼ttung â gestÃ¼tzt auf Art. 22 Abs. 2 NHG bewilligt werden kann.</p> <p class="Erwgung2"><b>6.3 </b>Zu prÃ¼fen ist demnach, ob die Voraussetzungen gemÃ¤ss Art. 22 Abs. 2 NHG in Verbindung mit Art. 39 Abs. 2 lit. a GSchG erfÃ¼llt sind. Doch selbst wenn diese Voraussetzungen erfÃ¼llt sind, bedeutet dies nicht, dass eine Ausnahme ohne weiteres zu bewilligen ist. Vielmehr hat die zustÃ¤ndige BehÃ¶rde im Rahmen der Kannbestimmung von ihrem gesetzlichen Ermessen Gebrauch zu machen und eine InteressenabwÃ¤gung vorzunehmen. Dabei stellt sie die geltend gemachten GrÃ¼nde fÃ¼r eine Ausnahmebewilligung dem Interesse an der Erreichung des vom Gesetz angestrebten Ziels gegenÃ¼ber. Den BewilligungsbehÃ¶rden steht dabei ein recht grosses Ermessen zu, das bei richtiger Anwendung vom auf Rechtskontrolle beschrÃ¤nkten Verwaltungsgericht (§ 50 VRG) zu respektieren ist. Die richtige AusÃ¼bung des Ermessens setzt in Bezug auf den Natur- und Heimatschutz voraus, dass von den BehÃ¶rden das Schutzziel der Bestimmung nie aus den Augen gelassen wird. Eine nach der InteressenabwÃ¤gung zu gewÃ¤hrende Ausnahme ist daher auf das unumgÃ¤ngliche Minimum zu beschrÃ¤nken. Mit geeigneten Auflagen und Bedingungen ist dafÃ¼r zu sorgen, dass der anzurichtende Schaden in Nachachtung von Art. 18 Abs. 1<sup>ter</sup> NHG wirksam eingegrenzt und der ursprÃ¼ngliche Zustand nach einem Eingriff womÃ¶glich wieder hergestellt wird, bzw. wo dies nicht mÃ¶glich ist, geeignete Ersatzmassnahmen verlangt werden (BGE 118 Ib 1 E. 2c; Jenni, Art. 22 Rz. 3 f.). </p> <p class="Erwgung2"><b>6.4 </b>Dass die Hafenanlage standortgebunden ist und sich in einem Ã¼berbauten Gebiet befindet, wird von der BeschwerdefÃ¼hrerin nicht beanstandet. Sie wendet jedoch ein, dass eine ungenÃ¼gende InteressenabwÃ¤gung vorgenommen wurde. </p> <p class="Erwgung3"><b>6.4.1 </b>Im von Professor E 1991 erstellten Inventar werden die vom Hafenprojekt betroffenen Uferabschnitte als "Abschnitte von geringem Wert, ohne besonderes Interesse, mit vÃ¶llig kÃ¼nstlichem Ufer" beschrieben. Die im Auftrag des Landschaftschutzes ZÃ¼richsee von Dr. F im September 1998 verfasste hydrobiologische Untersuchung stellte fest, dass im Projektperimeter, wo sich zurzeit ein kleines Bojenfeld von 10 Booten befinde, Nixkraut und Armleuchteralgen wachsen wÃ¼rden, am Rande des Projektperimeters gÃ¤be es kleine LaichkrautbestÃ¤nde. Von den nachgewiesenen 32 Tier- und Pflanzenarten sei rund ein Drittel in den entsprechenden Roten Listen verzeichnet. Die Eintagsfliege <i>Caenis lactea </i>sei dort sogar als eine vom Aussterben bedrohte Art aufgefÃ¼hrt. Besondere Beachtung verdiene auch der grosse Groppenbestand in UfernÃ¤he sowie das Vorkommen zweier Arten gefÃ¤hrdeter Grossmuscheln (Teich- und Malermuscheln) im Sandboden. Trotz fehlender Verlandungszone â an deren Stelle befindet sich die Ufermauer und die Seestrasse â sei der untersuchte Uferabschnitt fÃ¼r den ZÃ¼richsee als wertvoll einzustufen. Zum einen, weil die flachen Uferbereiche eines Sees Ã¶kologisch generell von grosser Bedeutung seien, zum anderen, weil es im unteren Teil des ZÃ¼richsees wegen der zahlreichen AufschÃ¼ttungen nicht mehr viele Flachufer gebe. Im vorliegenden Fall werde die Bedeutung der Stelle durch den hohen Anteil seltener und gefÃ¤hrdeter Arten noch unterstrichen. Deshalb wÃ¼rden Seeufer nach Art. 18 NHG besonderen Schutz geniessen. Sollte das Hafenprojekt realisiert werden, sei eine BeeintrÃ¤chtigung der vorkommenden Lebensgemeinschaft zu erwarten, die durch die angrenzenden, ebenfalls verbauten Uferabschnitte kaum kompensiert werden kÃ¶nne. Besonders gravierend dÃ¼rfte dabei ein Ausbaggern des kÃ¼nftigen Hafenbeckens sein, weil damit der Lebensraum der meisten Arten zerstÃ¶rt werde. Dr. F gab als Empfehlung ab, dass die vorliegende Projektskizze vom 11. Dezember 1997 in dieser Form wohl kaum realisierbar sei, wenn der Seeboden â zumindest teilweise â nicht abgetieft werde. Um die negativen Auswirkungen auf die Unterwasserfauna etwas zu mildern, sollte die Steganlage nicht unmittelbar an die Ufermauer angrenzen, sondern erst in ca. 4 m Distanz davon erstellt werden. Damit kÃ¶nnte unter anderem der fÃ¼r die Groppe wichtige Lebensraum erhalten bleiben. Wie die Erfahrung zeige, kÃ¶nnten Wasserpflanzen auch in Hafenanlagen grÃ¶ssere BestÃ¤nde bilden, sodass diesbezÃ¼glich mit einer Wiederbesiedlung zu rechnen sei. Das Nixkraut wachse im ZÃ¼richsee bis in eine Tiefe von 6 m, Armleuchteralgen auch tiefer. Voraussetzung sei jedoch, dass Schwimmstege gebaut wÃ¼rden, welche die Wasserzirkulation ermÃ¶glichten. Ein mit Mauern abgeschlossenes Hafenbecken sei aus biologischer Sicht abzulehnen. Mit einer standortgerechten Bepflanzung kÃ¶nnte die Ufermauer mit dem davor liegenden Blockwurf Ã¶kologisch aufgewertet werden. Eventuell liesse sich die gerade Uferlinie mit dem Ausbringen zusÃ¤tzlicher BlÃ¶cke verlÃ¤ngern, womit zusÃ¤tzlicher Lebensraum unter anderem fÃ¼r die Groppe gewonnen wÃ¼rde. </p> <p class="Erwgung3"><b>6.4.2 </b>Das Amt fÃ¼r Landschaft und Natur, Fachstelle Naturschutz (ALN), nahm am 20. Oktober 1999 Stellung zu den Untersuchungen von Dr. F. Diese seien fachlich nicht zu beanstanden, die Ã¶kologische Bewertung decke sich im Wesentlichen mit der Ã¶kologischen Beurteilung und Kartierung des ZÃ¼richseeufers gemÃ¤ss dem Inventar von Professor E. Aufgrund der zusÃ¤tzlichen zoologischen Erhebung werde in der hydrobiologischen Untersuchung die Uferzone im Projektbereich Ã¶kologisch noch etwas hÃ¶her gewertet als bei Professor E. Der vorgesehene neue Bootshafen befinde sich in einem relativ flachen Uferbereich mit vielfÃ¤ltigem Bodensubstrat. Trotz bestehender Ufermauer seien somit sehr gÃ¼nstige Voraussetzungen fÃ¼r das Bestehen von schutzwÃ¼rdigen UferbiozÃ¶nosen vorhanden. Die vorgesehene Ausbaggerung wÃ¼rde einen schwer wiegenden Eingriff in die geschÃ¼tzte Ufervegetation darstellen und die vorhandenen seltenen und gefÃ¤hrdeten Pflanzen- und Tierarten stark beeintrÃ¤chtigen. Der Eingriff wÃ¼rde einer nachhaltigen Nutzung des Ufers widersprechen. Im Vorprojekt wÃ¼rden hÃ¶chstens ansatzweise Massnahmen zur Verminderung von BeeintrÃ¤chtigungen der Ã¶kologischen VerhÃ¤ltnisse dargelegt. Die BewilligungsfÃ¤higkeit erscheine dem ALN deshalb nicht gegeben. Sollte eine Bewilligung gestÃ¼tzt auf Art. 22 Abs. 2 NHG erwogen werden, kÃ¶nnte das ALN dem Vorhaben nur zustimmen, wenn aufgezeigt werde, wie und wann ein Schutz wertvoller UferbiozÃ¶nosen im Ufergebiet der Gemeinde Meilen geplant und umgesetzt werde und innerhalb und ausserhalb des Projektgebietes Ã¶kologisch ausreichende Ersatzmassnahmen realisiert wÃ¼rden.</p> <p class="Erwgung3"><b>6.4.3 </b>Es ist unbestritten, dass durch den Hafenneubau eine Flachwasserzone des ZÃ¼richsees beeintrÃ¤chtigt wird. Es ist deshalb eine InteressenabwÃ¤gung vorzunehmen zwischen dem Interesse der Gemeinde am Hafenneubau und dem von der BeschwerdefÃ¼hrerin verfochtenen Interesse an der Erhaltung des Streitgegenstand bildenden Uferabschnitts. Das Ã¶ffentliche Interesse an der Umsetzung des Hafenbauprojekts ist gross. Die Gemeinde Meilen fÃ¼hrte 2001 eine Warteliste mit 280 Interessenten an einem Bootsplatz. Die Nachfrage nach BootsplÃ¤tzen Ã¼bersteigt demnach das Angebot bei weitem. Der geplante Bootshafen ist ausserdem im Regionalen Richtplan Pfannenstil aufgefÃ¼hrt. Mit dem Bau der Hafenanlage erfÃ¼llt die Gemeinde somit letztlich eine Ã¶ffentliche Aufgabe (vgl. vorne E. 4). Auf der anderen Seite ist der vom Hafenbau betroffene Uferabschnitt nicht als so bedeutend einzustufen, als dass an ihm keinerlei Eingriffe vorgenommen werden dÃ¼rften. Im Inventar von Professor E wird der betroffene Uferabschnitt als von geringem Wert, ohne besonderes Interesse, mit vÃ¶llig kÃ¼nstlichem Ufer beschrieben; am Ufer besteht eine Ufermauer. Die angrenzenden Uferabschnitte sind ebenfalls verbaut, und im Projektperimeter befindet sich heute schon ein Bojenfeld. Dr. F stuft den Uferabschnitt zwar als wertvoll ein; doch schliesst sie den Hafenbau nicht kategorisch aus. Vielmehr gibt sie Empfehlungen ab, wie die negativen Auswirkungen des Hafenbaus auf die Unterwasserfauna gemildert werden kÃ¶nnen, und weist darauf hin, dass Wasserpflanzen auch in Hafenanlagen grÃ¶ssere BestÃ¤nde bilden kÃ¶nnen, sodass diesbezÃ¼glich mit einer Wiederbesiedlung zu rechnen sei. Entgegen der Ansicht der BeschwerdefÃ¼hrerin (Beschwerdeschrift S. 13 Ziff. 3.1.9) schloss auch das ALN in seiner Stellungnahme vom 20. Oktober 1999 die BewilligungsfÃ¤higkeit nicht aus. Vielmehr machte es die Erteilung der Bewilligung davon abhÃ¤ngig, welche Ersatzmassnahmen in der Folge noch ergriffen wÃ¼rden (vgl. vorne E. 6.4.2). Damit erweist sich die von der Vorinstanz in E. 4b/bb vorgenommene InteressenabwÃ¤gung zu Gunsten des Hafenprojekts im Ergebnis als nicht rechtsverletzend. Auch was die BeschwerdefÃ¼hrerin im Ãbrigen vorbringt, mag nicht zu einem anderen Ergebnis fÃ¼hren: So macht sie geltend, dass die Studie von Professor E von 1995 (Zustand, Erhaltung und Schutz der Ufer des ZÃ¼richsees) die Empfehlung enthalte, Seeufer und MÃ¼ndungsgebiete seien nicht weiter zu verbauen und fÃ¼r jede vorgesehene Massnahme sei ein Fachgutachten einzuholen (Beschwerdeschrift S. 12 Ziff. 3.1.4). Die BeschwerdefÃ¼hrerin verkennt, dass es sich dabei nur um <i>Empfehlungen </i>handelt. Zudem schliesst auch diese Studie nicht aus, dass Ausnahmebewilligungen erteilt werden kÃ¶nnen. Die Studie empfiehlt die Einholung eines Fachgutachtens beim Bau von Hafenanlagen auch <i>nur</i> fÃ¼r Seeufergebiete mit erhaltenswerten Uferabschnitten, und verneint die BewilligungsfÃ¤higkeit solcher Anlagen in Ufergebieten von hohem Wert. Wie schon dargelegt, handelt es sich aber bei den vorliegend betroffenen Uferabschnitten gemÃ¤ss Professor E um Abschnitte von geringem Wert. Die gestÃ¼tzt auf Art. 22 Abs. 2 NHG erteilte Bewilligung erweist sich somit als rechtmÃ¤ssig.</p> <p class="Erwgung2"><b>6.5 </b>Die BeschwerdefÃ¼hrerin macht weiter geltend, dass die fÃ¼r den Eingriff in die Ufervegetation geplanten Ersatzmassnahmen nicht ausreichend seien. </p> <p class="Erwgung3"><b>6.5.1 </b>Art. 18 Abs. 1<sup>ter</sup> NHG legt eine Rangfolge (bestmÃ¶glicher Schutz, Wiederherstellung, angemessener Ersatz) mÃ¶glicher (Ersatz-)Massnahmen fest. Je seltener und bedeutender die an einem Ort vorkommende Tier- und Pflanzenwelt ist, um so strengere Schutzmassnahmen sind anzuordnen (Karl Ludwig FahrlÃ¤nder, Kommentar NHG, ZÃ¼rich 1997, Art. 18 Rz. 29; BGE 118 Ib 485 E. 3b). </p> <p class="Erwgung3"><b>6.5.2 </b>Das ALN schrieb in seiner Stellungnahme vom 20. Oktober 1999, es kÃ¶nne dem Hafenprojekt nur zustimmen, wenn aufgezeigt werde, wie und wann ein Schutz wertvoller UferbiozÃ¶nosen im Ufergebiet der Gemeinde Meilen geplant und umgesetzt werde und innerhalb und ausserhalb des Projektgebietes Ã¶kologisch ausreichende Ersatzmassnahmen realisiert wÃ¼rden. Diese Stellungnahme wurde vom AWEL der Hafengenossenschaft in der Stellungnahme vom 16. Dezember 1999 mitgeteilt. Bei der Weiterprojektierung bzw. bei der definitiven Gesuchseingabe sei dies zu berÃ¼cksichtigen. Die Hafengenossenschaft Christoffel Ã¼bermittelte dem AWEL am 29. April 2000 Unterlagen mit VariantenvorschlÃ¤gen bezÃ¼glich der zu leistenden Ersatzmassnahmen. Als Ersatzmassnahme wurde vorgesehen, zwischen der bestehenden Ufermauer und dem geplanten Steg entlang der Ufermauer ein Flachufer von ca. 5 m Breite und ca. 100 m LÃ¤nge anzulegen und dieses mit Schilf zu bepflanzen. Das ALN nahm hierzu am 29. Mai 2000 Stellung. Es ergÃ¤nzte den Vorschlag der Hafengenossenschaft und kam zum Schluss, unter der Voraussetzung, dass die in der Stellungnahme aufgefÃ¼hrten ErgÃ¤nzungen verbindlich in das Projekt integriert wÃ¼rden, wÃ¼rde es die Ersatzmassnahmen als genÃ¼gend erachten. Diese ErgÃ¤nzungen teilte das AWEL der Hafengenossenschaft am 30. August 2000 mit: Bei der Realisierung des Bootshafens sei fÃ¼r die zu leistenden Ersatzmassnahmen, die Variante Unterwasserblockwurf weiterzuverfolgen; der bestehende Blockwurf entlang der Ufermauer sei zu entfernen; in Teilbereichen soll der Flachwasserbereich mit Seebodenaushub so aufgeschÃ¼ttet werden, dass eine im Vergleich zur geraden Ufermauer geschwungene Uferlinie entstehe; der Flachwasserbereich sei bis unter den geplanten Ufersteg auszuweiten und mit Schilf und Rohrkolben zu bepflanzen. Nicht ausdrÃ¼cklich erwÃ¤hnt wurde, dass auch die im Projekt vorgesehene Aufhebung von 8 Bojen ausserhalb des Hafenprojekts (wodurch eine schÃ¼tzenswerte und Ã¶kologisch wertvolle Flachwasserzone auf 1,1 km LÃ¤nge entlastet wird) zu den notwendigen Ersatzmassnahmen zu zÃ¤hlen sei. </p> <p class="Urteilstext">In seiner Stellungnahme zur Konzessionseingabe stellte das ALN am 26. Februar 2001 fest, dem Hafenprojekt kÃ¶nne nur zugestimmt werden, wenn vor dem zu schaffenden Flachufer ein Unterwasserblock statt eine Spundwand errichtet und der bestehende Blockwurf an der Ufermauer entfernt sowie entlang der Mauer eine unregelmÃ¤ssige AufschÃ¼ttung mit Seebodenaushub geschaffen werde, so wie die Fachstelle es schon in seiner Stellungnahme vom 29. Mai 2000 gefordert habe. In seiner Stellungnahme vom 25. Juli 2001 zu den Einsprachen schrieb das ALN, innerhalb des Projektgebiets gebe es nur zwei MÃ¶glichkeiten fÃ¼r Ersatzmassnahmen, nÃ¤mlich die Schaffung eines Flachufers zwischen Ufermauer und Ufersteg mit Entfernung des Blockwurfes und Initialpflanzung von RÃ¶hricht sowie ein Blockwurf zwischen Flachufer und Hafenbecken im Bereich des Uferstegs (insbesondere fÃ¼r Groppen). Ausserdem seien in den angrenzenden Uferbereichen keine Aufwertungsmassnahmen mÃ¶glich, ausser das Entfernen bestehender BojenplÃ¤tze im Sinne einer Wiederherstellungsmassnahme. Diese Massnahmen, die Bestandteil des Projektes seien, genÃ¼gten, um eine GefÃ¤hrdung von Arten auszuschliessen, und sie bewirkten gegenÃ¼ber der heutigen Situation sogar Verbesserungen.</p> <p class="Urteilstext">Am 8. August 2002 nahm das ALN Stellung zu den weiteren Ausgleichsmassnahmen, zu welchen sich die Hafengenossenschaft im Rahmen der Einspracheverhandlungen bereit erklÃ¤rt hatte. Das ALN begrÃ¼sste die Bestrebungen der Hafengenossenschaft und der Gemeinde, zusÃ¤tzliche Aufwertungsmassnahmen zu ergreifen. Gleichzeitig hielt es fest, dass diese <i>keine </i>Forderungen des Kantons seien und als unabhÃ¤ngig von den vom ALN geforderten Ersatzmassnahmen zu betrachten seien. Es wies im Ãbrigen darauf hin, dass die massgebenden Gesetze keine finanzielle Kompensation von Eingriffen in schÃ¼tzenswerte LebensrÃ¤ume vorsehe. </p> <p class="Urteilstext">Die vom ALN in seiner Stellungnahme vom 26. Februar 2001 noch nicht als erfÃ¼llt erachteten Massnahmen flossen in das revidierte Projekt ein. Die KonzessionsverfÃ¼gung beinhaltet zusÃ¤tzliche Auflagen, die im Laufe der Nachverhandlungen hinzukamen. So sind zur besseren DurchstrÃ¶mung des Hafenbereichs im Wellenbrecher Ost mindestens vier Ãffnungen vorzusehen (Disp.-Ziff. VIII Nr. 2); vor Baubeginn sind die im Baubereich vorhandenen Muscheln einzusammeln und an geeigneten Orten neu anzusiedeln (Disp.-Ziff. VIII Nr. 32). Ausserdem sind die gemÃ¤ss Auflageprojekt innerhalb der Hafenanlage zu realisierenden Ersatzmassnahmen vor Baubeginn in Absprache mit dem ALN festzulegen (Disp.-Ziff. VIII Nr. 5).</p> <p class="Erwgung3"><b>6.5.3 </b>Die Vorinstanz erachtete die in Disp.-Ziff. VIII der KonzessionsverfÃ¼gung â nÃ¤mlich die in den Nummern 2, 4, 5, 32 f. und 42 â aufgefÃ¼hrten Ersatzmassnahmen zusammen mit der verlangten Beseitigung von 19 Bojen als ausreichend. Dieser Auffassung kann zugestimmt werden: GemÃ¤ss Art. 18 Abs. 1<sup>ter </sup>NHG gehen Wiederherstellungsmassnahmen Ersatzmassnahmen vor. Das ALN hat aufgezeigt, dass es innerhalb des Projektgebiets nur zwei MÃ¶glichkeiten fÃ¼r Ersatzmassnahmen gibt, nÃ¤mlich die Schaffung eines Flachufers zwischen Ufermauer und Ufersteg mit Entfernung des Blockwurfes und Initialpflanzung von RÃ¶hricht sowie ein Blockwurf zwischen Flachufer und Hafenbecken im Bereich des Uferstegs (insbesondere fÃ¼r Groppen). Diese maximal mÃ¶glichen Wiederherstellungsmassnahmen flossen in das Projekt ein. Daneben sieht die Konzession (subsidiÃ¤r zu den Wiederherstellungsmassnahmen) als Ersatzmassnahme die Beseitigung von 19 Bojen vor, womit eine schÃ¼tzenswerte und Ã¶kologisch wertvolle Flachwasserzone auf 1,1 km LÃ¤nge entlastet wird. Damit erweisen sich die der Konzessionsinhaberin auferlegten Ersatzmassnahmen als ausreichend. Die BeschwerdefÃ¼hrerin bringt nichts vor, was das auf Rechtskontrolle beschrÃ¤nkte Verwaltungsgericht zum Eingreifen veranlassen wÃ¼rde. Entgegen der Ansicht der BeschwerdefÃ¼hrerin (Beschwerdeschrift S. 5 Ziff. 2.1.2 ff.) handelt es sich bei der Beseitigung der Bojen nicht um die einzige Ersatzmassnahme im Sinne von Art. 18 Abs. 1<sup>ter </sup>NHG. Vielmehr beinhaltet das revidierte Hafenprojekt â wie ausgefÃ¼hrt â auch in der Hafenanlage selbst â so weit als mÃ¶glich â Wiederherstellungsmassnahmen. Diese kombinierten Wiederherstellungs- und Ersatzmassnahmen genÃ¼gen den Anforderungen von Art. 18 Abs. 1<sup>ter </sup>NHG. Insbesondere gehÃ¶rt aber der von der BeschwerdefÃ¼hrerin kritisierte Ausgleichsfonds (Beschwerdeschrift S. 14 Ziff. 3.1.11 ff.) gerade nicht zu den gemÃ¤ss Art. 18 Abs. 1<sup>ter </sup>NHG notwendigen Ersatzmassnahmen. Wie das ALN in seiner Stellungnahme vom 8. August 2002 betonte, wÃ¼rden die von ihm geforderten Ersatzmassnahmen zur Bewilligung des Hafenprojekts bereits ausreichen. Demnach stosst die Kritik der BeschwerdefÃ¼hrerin am Ausgleichsfonds ins Leere.</p> <p class="Erwgung2"><b>6.6 </b>Soweit die BeschwerdefÃ¼hrerin eine Verletzung von Art. 22 Abs. 2 NHG und Art. 18 Abs. 1<sup>ter </sup>NHG geltend macht, erweist sich die Beschwerde als unbegrÃ¼ndet, weshalb sie in diesem Punkt abzuweisen ist.</p> <p class="Erwgung1"><b>7. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>7.1 </b>Die BeschwerdefÃ¼hrerin wendet sich auch gegen die Erteilung der fischereirechtlichen Bewilligung gemÃ¤ss Art. 8 BGF (Beschwerdeschrift S. 21 Ziff. 3.3). GemÃ¤ss Art. 8 BGF benÃ¶tigen Eingriffe in GewÃ¤sser und Ufer eine Bewilligung der fÃ¼r die Fischerei zustÃ¤ndigen kantonalen BehÃ¶rde, soweit sie die Interessen der Fischerei berÃ¼hren kÃ¶nnten. Die Fischerei- und Jagdverwaltung des ALN stimmte dem Hafenprojekt am 8. MÃ¤rz 2001 zu, sofern 19 Bojen entfernt wÃ¼rden, der Zugang zu den Hafenmolen fÃ¼r die Uferfischerei immer gewÃ¤hrleistet sei sowie die Baggerungen nur ausserhalb der Fortpflanzungszeiten der Fische durchgefÃ¼hrt wÃ¼rden, nÃ¤mlich vom 10. Januar bis 31. MÃ¤rz und vom 1. Juni bis 19. November, und das Aushubmaterial an Land deponiert wÃ¼rde. Diese Forderungen flossen in das Projekt ein. Die BeschwerdefÃ¼hrerin bringt nichts Substanziiertes vor, weshalb diese Bewilligung zu Unrecht erteilt wurde, weshalb die Beschwerde auch in diesem Punkt abzuweisen ist.</p> <p class="Erwgung2"><b>7.2 </b>Soweit die BeschwerdefÃ¼hrerin geltend macht, die Ausnahmebewilligung gemÃ¤ss Art. 24 RPG sei zu Unrecht erteilt worden (Beschwerdeschrift S. 10 Ziff. 2.7.1; S. 21 Ziff. 3.3), ist festzustellen, dass die <i>konkrete </i>InteressenabwÃ¤gung im Bereich des NHG und des BGF zu Gunsten des Hafenprojekts ausgefallen ist (vgl. vorne E. 5). Die BeschwerdefÃ¼hrerin macht in substanziierter Weise keine Ã¶ffentlichen Interessen geltend, die Ã¼ber die Aspekte des Natur- und Heimatschutzes sowie der Fischerei hinausgehen. Damit stehen der Ausnahmebewilligung gemÃ¤ss Art. 24 RPG keine Ã¼berwiegenden Interessen entgegen. Die Beschwerde erweist sich auch insoweit als unbegrÃ¼ndet.</p> <p class="Erwgung1"><b>8. </b> </p> <p class="Urteilstext">Die BeschwerdefÃ¼hrerin macht geltend, die verkehrsmÃ¤ssige Erschliessung der geplanten Hafenanlage, insbesondere die Parkierung, sei ungenÃ¼gend (Beschwerdeschrift S. 17 Ziff. 3.2). </p> <p class="Erwgung2"><b>8.1 </b>Den Akten ist zu entnehmen, dass entlang der Rebbergstrasse, zwischen dem Kreisel Feldmeilen und der EinmÃ¼ndung HÃ¶schstrasse, 26 ParkplÃ¤tze geplant sind. Von diesen 26 ParkplÃ¤tzen werden der Hafengenossenschaft Christoffel mittels Konzessionsvertrag 10 ParkplÃ¤tze zur ausschliesslichen Nutzung fÃ¼r die Mieter der Hafenanlage Ã¼bertragen. Die Ã¶ffentliche Auflage gemÃ¤ss § 16 des Strassengesetzes vom 27. September 1981 (StrassenG, LS 722.1) erfolgte vom 9. Februar bis 9. MÃ¤rz 2001. Gegen das Parkplatzprojekt stand als ordentliches Rechtsmittel die Einsprache beim Gemeinderat Meilen zur VerfÃ¼gung. In der Zwischenzeit ist das Parkplatzprojekt in Rechtskraft erwachsen. Damit ist auf die Beschwerde, soweit sie sich gegen das Parkplatzprojekt als solches richtet, von vornherein nicht einzutreten (Beschwerdeschrift S. 19 Ziff. 3.2.5 ff.).</p> <p class="Erwgung2"><b>8.2 </b>Damit bleibt im vorliegenden Verfahren nur zu prÃ¼fen, ob die neue Hafenanlage genÃ¼gend erschlossen ist. Die BeschwerdefÃ¼hrerin macht geltend, die Anzahl von 10 PflichtparkplÃ¤tzen sei ungenÃ¼gend und deren Standort zu weit entfernt (Beschwerdeschrift S. 20 Ziff. 3.2.11 ff.). Bereits im Rekursverfahren machte die BeschwerdefÃ¼hrerin geltend, die Parkplatzfrage sei ungenÃ¼gend gelÃ¶st. In ihrer Rekursschrift vom 19. MÃ¤rz 2003 gegen die wasserrechtliche Konzession fÃ¼hrte sie aus, "die Verlegung der ParkplÃ¤tze in grÃ¶ssere Distanz zum Hafen bergwÃ¤rts entwerte die Auflage (PflichtparkplÃ¤tze zu erstellen) und ist wohl strassenrechtlich noch nicht bewilligt". In ihrer Rekursschrift vom 26. MÃ¤rz 2003 gegen die strassenpolizeiliche Bewilligung (die nur die baulichen Anpassungen an der Seestrasse zum Gegenstand hatte) machte die BeschwerdefÃ¼hrerin geltend, weder Erschliessung noch Parkierung des zu erwartenden motorisierten Verkehrs sei gelÃ¶st. Den Rekursschriften lÃ¤sst sich entnehmen, dass sich die BeschwerdefÃ¼hrerin im Rekursverfahren gegen die Lage der PflichtparkplÃ¤tze gewandt hatte. Hingegen geht aus den Rekursschriften nicht hervor, dass sie jemals die Anzahl der PflichtparkplÃ¤tze infrage gestellt hatte. Auf diese im Beschwerdeverfahren zum ersten Mal vorgebrachte RÃ¼ge ist deshalb nicht einzugehen. </p> <p class="Urteilstext">GemÃ¤ss § 244 Abs. 1 PBG mÃ¼ssen FahrzeugabstellplÃ¤tze auf dem BaugrundstÃ¼ck oder in nÃ¼tzlicher Entfernung davon liegen. NÃ¼tzlich ist eine Entfernung, wenn anzunehmen ist, dass die AbstellplÃ¤tze von durchschnittlichen BenÃ¼tzern auch aufgesucht werden. Bei MotorfahrzeugabstellplÃ¤tze fÃ¼r Besucher und Kunden wird die zumutbare Distanz grÃ¶sser sein als bei solchen fÃ¼r Bewohner (Christoph Fritzsche/Peter BÃ¶sch, ZÃ¼rcher Planungs- und Baurecht, 3. A., ZÃ¼rich 2003, S. 10-36). Im in der BEZ 1988 Nr. 12 verÃ¶ffentlichen Entscheid erwog die Baurekurskommission, Untersuchungen hÃ¤tten gezeigt, dass in stÃ¤dtischen Gebieten die sogenannte "Unmutsschwelle", den eigenen Abstellplatz aufzusuchen, erst bei einer Entfernung von ca. 600 m beginne. Vorliegend befinden sich die AbstellplÃ¤tze an der Rebbergstrasse in einer Distanz von 175 m bis 250 m zur geplanten Hafenanlage. Ausserdem handelt es sich dabei nicht um BewohnerparkplÃ¤tze, sondern um BesucherparkplÃ¤tze, die benutzt werden, wenn die Besucher ihren Freizeitsport ausÃ¼ben. Ausserdem ist bei der Hafenanlage selbst eine Vorfahrt fÃ¼r den GÃ¼terumschlag im Zusammenhang mit dem Hafen projektiert, weshalb ohne weiteres anzunehmen ist, dass die Hafenbesucher, nachdem sie auf der Vorfahrt ihre Waren ausgeladen haben, ihr Fahrzeug auf den ihnen in einer Distanz von 175 m bis 250 m Entfernung zur VerfÃ¼gung stehenden AbstellplÃ¤tze parkieren werden. Die ParkplÃ¤tze befinden sich somit in nÃ¼tzlicher Entfernung zur Hafenanlage, weshalb die Beschwerde auch in diesem Punkt abzuweisen ist. </p> <p class="Erwgung1"><b>9. </b> </p> <p class="Urteilstext">Soweit die BeschwerdefÃ¼hrerin rÃ¼gt, die PlanÃ¤nderungen hÃ¤tten erneut aufgelegt werden mÃ¼ssen (Beschwerdeschrift S. 9 Ziff. 2.4), kann auf die zutreffende vorinstanzliche ErwÃ¤gung 4f verwiesen werden (§ 70 in Verbindung mit § 28 Abs. 1 VRG). Wie schon festgestellt wurde, handelt es sich beim geplanten Ausgleichsfonds entgegen der Ansicht der BeschwerdefÃ¼hrerin nicht um eine Ersatzmassnahme im Sinne von Art. 18 Abs. 1<sup><span>ter </span></sup><span>NHG (vorne E. 6.5.3).</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Die BeschwerdefÃ¼hrerin rÃ¼gt weiter, es sei nicht abgeklÃ¤rt worden, ob zusammen mit der massiven Ausbaggerung des Hafenbereichs und mit dessen fast ganz geschlossenen Umwandung Ã¼berhaupt noch mit dem Wiederaufkommen einer Wasserflora und -fauna gerechnet werden kÃ¶nne (Beschwerdeschrift S. 9 Ziff. 2.5). In ihrer Untersuchung fÃ¼hrte Dr. F aus, Wasserpflanzen kÃ¶nnen auch in Hafenanlagen grÃ¶ssere BestÃ¤nde bilden, sodass diesbezÃ¼glich mit einer Wiederbesiedlung zu rechnen sei. Voraussetzung dazu sei, dass Schwimmstege gebaut wÃ¼rden, welche die Wasserzirkulation ermÃ¶glichen wÃ¼rden. Das Konzessionsgesuch enthÃ¤lt verschiedene Massnahmen, mit denen eine Verbesserung der Durchflutung der Hafenanlage erreicht werden soll (vgl. KonzessionsverfÃ¼gung, S. 4). Damit darf mit einem Wiederaufkommen der Wasserflora und -fauna gerechnet werden. </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Nicht einzugehen ist auf die RÃ¼ge, die Vorfahrt zum Hafenbereich sei viel zu klein, was zu wildem Anhalten und Parkieren lÃ¤ngs der Seestrasse fÃ¼hre (Beschwerdeschrift S. 10 Ziff. 2.8). Solche EinwÃ¤nde hat die BeschwerdefÃ¼hrerin im Rekursverfahren nicht vorgebracht und kÃ¶nnen im Beschwerdeverfahren nicht nachgetragen werden. </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Soweit sich die BeschwerdefÃ¼hrerin gegen Ã¤sthetische Aspekte der Hafenanlage wendet (Beschwerdeschrift S. 9 Ziff. 2.6), hat sie diese nicht genÃ¼gend substanziiert, weshalb hierauf ebenfalls nicht nÃ¤her einzugehen ist. </span></p> <p class="Erwgung1"><b>10. </b> </p> <p class="Urteilstext">Die Beschwerde ist demnach abzuweisen. Bei diesem Verfahrensausgang sind die Gerichtskosten der BeschwerdefÃ¼hrerin aufzuerlegen (§ 70 in Verbindung mit § 13 Abs. 2 VRG). Eine ParteientschÃ¤digung steht ihr von vornherein nicht zu (§ 17 Abs. 2 VRG). Eine solche steht auch der Gemeinde Meilen nicht zu, gehÃ¶rt die Beantwortung von Rechtsmitteln doch zu ihren angestammten amtlichen Aufgaben (KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 17 N. 19)</p> <p class="Einzug1"><span>DemgemÃ¤ss </span><span><a id="Text25"></a>entscheidet</span><span> </span><span>die Kammer</span><span>:</span></p> <p class="Einzug2"><span>1. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird.</span></p> <p class="Einzug2"><span>2. Die GerichtsgebÃ¼hr wird festgesetzt auf <br/> Fr. 10'000.--; die Ã¼brigen Kosten betragen:<br/> Fr. 60.-- Zustellungskosten,<br/> Fr. 10'060.-- Total der Kosten.</span></p> <p class="Einzug2"><span>3. Die Gerichtskosten werden der BeschwerdefÃ¼hrerin auferlegt.</span></p> <p class="Einzug2"><span>4. ParteientschÃ¤digungen werden keine zugesprochen.</span></p> <p class="Einzug2"><span>5. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen, von der Zustellung an gerechnet, Verwaltungsgerichtsbeschwerde beim Bundesgericht erhoben werden.</span></p> <p class="Urteilstext">6. Mitteilung an â¦</p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>