<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="content"> <div class="para"> </div> <div class="para">Bundesgericht </div> <div class="para">Tribunal fédéral </div> <div class="para">Tribunale federale </div> <div class="para">Tribunal federal </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <table border="0"> <tr> <td> <img height="68" src="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/clir/http/displayimage.php?id=2015-01-14-1B_12-2015.1&amp;type=gif" width="95"/> </td> <td> <div class="para"> </div> </td> <td> <div class="para"> </div> </td> </tr> <tr> <td> <div class="para">{T 0/2} </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>1B_12/2015 </b> </div> </td> <td> <div class="para"> </div> </td> <td> <div class="para"> </div> </td> </tr> </table> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>Urteil vom 14. Januar 2015</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>I. öffentlich-rechtliche Abteilung</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Besetzung </div> <div class="para">Bundesrichter Fonjallaz, Präsident, </div> <div class="para">Gerichtsschreiber Bopp. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Verfahrensbeteiligte </div> <div class="para">A.________, </div> <div class="para">Beschwerdeführerin, </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <i>gegen</i> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <i>Regionale Staatsanwaltschaft Oberland</i>, Scheibenstrasse 11, 3601 Thun. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Gegenstand </div> <div class="para">Ersatzmassnahmen, Ausstand, </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Beschwerde gegen den Beschluss vom 25. November 2014 des Obergerichts des Kantons Bern, Strafabteilung, Beschwerdekammer in Strafsachen. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>Erwägungen:</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>1.</b> </div> <div class="para">Mit Urteil vom 29. Oktober 2014 sprach das Regionalgericht Oberland A.________ der versuchten Erpressung, der Verletzung des Schriftgeheimnisses, des Betrugs und der Urkundenfälschung schuldig und verurteilte sie zu drei Monaten Freiheitsstrafe, unter Gewährung des bedingten Vollzugs; insoweit wurde erkannt, dass die Freiheitsstrafe infolge Vollstreckungsverjährung nicht mehr vollzogen werden kann. </div> <div class="para">Sodann wurde A.________ gleichzeitig der Urkundenfälschung und des Betrugs schuldig erklärt und deswegen zu einer unbedingten Freiheitsstrafe von vier Monaten verurteilt. Die bis zum Urteilszeitpunkt ausgestandene Untersuchungs- und Sicherheitshaft wurde im Umfang von 41 Tagen auf die Freiheitsstrafe angerechnet. Gegen das Urteil meldete die Beschuldigte Berufung an. Zur Sicherung des Strafvollzugs wurde sie in Sicherheitshaft versetzt, deren Dauer bis zum 16. Januar 2015 beschränkt wurde. </div> <div class="para">Gegen die Anordnung der Sicherheitshaft erhob A.________, v.d ihren amtlichen Anwalt, Beschwerde mit dem Begehren, sie sei aus der Haft zu entlassen, evtl. unter Anordnung von Ersatzmassnahmen. </div> <div class="para">Mit Beschluss vom 25. November 2014 hat die Beschwerdekammer in Strafsachen des Obergerichts des Kantons Bern dem Eventualbegehren entsprochen, entsprechend die Beschwerde teilweise gutgeheissen und die Beschuldigte unter Anordnung verschiedener Ersatzmassnahmen aus der Sicherheitshaft entlassen. </div> <div class="para">Der Beschluss ist dem amtlichen Rechtsbeistand am 26. November 2014 rechtsgültig zugestellt worden. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>2.</b> </div> <div class="para">Offenbar konnten die Ersatzmassnahmen nicht realisiert - d.h. namentlich die verlangten Fr. 2'000.-- als Sicherheitsleistung nicht bezahlt - werden, so dass die Beschuldigte noch inhaftiert ist. </div> <div class="para">Mit vom 5. Januar 2015 datierter, am 9. Januar 2015 der Post übergebener Beschwerde wendet sich A.________ gegen den obergerichtlichen Beschluss vom 25. November 2014 ans Bundesgericht. </div> <div class="para">Das Bundesgericht hat darauf verzichtet, Stellungnahmen zur Beschwerde einzuholen. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>3.</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>3.1.</b> Das Bundesgericht prüft von Amtes wegen und mit freier Kognition, ob bzw. inwieweit ein bei ihm eingereichtes Rechtsmittel zulässig ist (s. etwa <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=22&amp;from_date=03.01.2015&amp;to_date=22.01.2015&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F140-I-252%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page252">BGE 140 I 252</a> E. 1 S. 254). </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>3.2.</b> Nach <span class="artref">Art. 100 Abs. 1 BGG</span> ist die Beschwerde innert 30 Tagen nach der Eröffnung der vollständigen Ausfertigung des angefochtenen Entscheids beim Bundesgericht einzureichen. Diese gesetzliche Frist ist nicht erstreckbar (<span class="artref">Art. 47 Abs. 1 BGG</span>). </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>3.3.</b> Der angefochtene obergerichtliche Beschluss ist dem amtlichen Rechtsbeistand der Beschwerdeführerin wie erwähnt rechtsgültig am Mittwoch, 26. November 2014 zugestellt worden. Die Beschwerdefrist hat somit am Donnerstag, 27. November 2014 zu laufen begonnen, und am Montag, 29. Dezember 2014 hat sie geendet (in Berücksichtigung der Regeln nach <span class="artref">Art. 44 ff. BGG</span>). Da eine Haftsache in Frage steht, findet die die Gerichtsferien geltende Fristenstillstands-Regel (<span class="artref">Art. 46 BGG</span>) keine Anwendung (<a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=22&amp;from_date=03.01.2015&amp;to_date=22.01.2015&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F135-I-257%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page257">BGE 135 I 257</a> insb. E. 1.3 S. 259 f.). </div> <div class="para">Die von der Beschwerdeführerin über ihren amtlichen Rechtsbeistand hinweg erst am Freitag, 9. Januar 2015 der Post übergebene Beschwerde ist daher verspätet eingereicht worden (vgl. BSK BGG, Kathrin Amstutz/Peter Arnold, 2. Aufl., <span class="artref">Art. 44 N 12</span> mit weiteren Hinweisen). </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>3.4.</b> Der genannte Mangel ist offensichtlich, weshalb über die Beschwerde im vereinfachten Verfahren nach <span class="artref">Art. 108 Abs. 1 BGG</span> entschieden werden kann. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>4.</b> Da die Beschwerde nach dem Gesagten offensichtlich aussichtslos ist, ist das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung abzuweisen (<span class="artref">Art. 64 BGG</span>). Bei den gegebenen Verhältnissen rechtfertigt es sich indes, für das vorliegende Verfahren keine Kosten zu erheben (s. <span class="artref">Art. 66 Abs. 1 BGG</span>). </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>Demnach wird erkannt:</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>1.</b> </div> <div class="para">Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>2.</b> </div> <div class="para">Das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung wird abgewiesen. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>3.</b> </div> <div class="para">Es werden keine Kosten erhoben. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>4.</b> </div> <div class="para">Dieses Urteil wird der Beschwerdeführerin, der Regionalen Staatsanwaltschaft Oberland und dem Obergericht des Kantons Bern, Strafabteilung, Beschwerdekammer in Strafsachen, schriftlich mitgeteilt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Lausanne, 14. Januar 2015 </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Im Namen der I. öffentlich-rechtlichen Abteilung </div> <div class="para">des Schweizerischen Bundesgerichts </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Der Präsident: Fonjallaz </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Der Gerichtsschreiber: Bopp </div> </div></body></html>