<h2>SubmittedText<h2><p>Der Bundesrat wird beauftragt zu prüfen, ob es möglich ist, präventiv Massnahmen betreffend Mikrobestandteile aus rezyklierten Pneus zu treffen.</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>2017 hat das Bundesamt für Gesundheit eine Risikobeurteilung über den Gehalt von polyzyklischen aromatischen Kohlenwasserstoffen (PAK) in Kunstrasen vorgenommen. PAK sind in den verwendeten Granulaten enthalten, welche aus rezyklierten Pneus hergestellt werden. Die entsprechende Beurteilung basiert auf einer Literaturanalyse sowie einer Prüfung diverser anderer Unterlagen, einschliesslich derjenigen der amerikanischen Agentur US EPA und der niederländischen Agentur RIVM. Ausserdem wurde die Beurteilung von weiteren Institutionen, wie der Europäischen Chemikalienagentur, bestätigt.</p><p>PAK sind als krebserregend bekannt. Jedoch stellt die gegenwärtige Exposition mit den vorhandenen Konzentrationen kein erhöhtes Gesundheitsrisiko dar. In der Tat verursachen die entsprechenden Mengen, welche über die Haut und die Atemwege aufgenommen werden können, kein zusätzliches Risiko. Im Vergleich zur Hintergrundbelastung konnte an der Kunstrasenoberfläche keine erhöhte Konzentration gemessen werden. Ausserdem trägt die durch diese Granulate verursachte Exposition nur geringfügig zu den täglich absorbierten PAK-Mengen bei. Die Hauptquellen bleiben das Rauchen und die Ernährung. Hinsichtlich der generell steigenden Chemikalienexposition sind nach Möglichkeit einfache Massnahmen von Vorteil, welche zu einer Senkung der Exposition führen (z. B. Händewaschen). Bis anhin ist kein Land bekannt, welches die Verwendung dieser Granulate untersagt. Dennoch haben manche Städte beschlossen, nur noch Alternativen einzusetzen.</p><p>Weichmacheröle, die zur Herstellung von Pneus verwendet werden, weisen aktuell einen entsprechenden PAK-Grenzwert auf, der die erforderlich tiefe Konzentration in den Granulaten gewährleistet. Die EU prüft eine mögliche Begrenzung des PAK-Anteils für die in Kunstrasen verwendeten Granulate; dies, weil sie verhindern will, dass Granulate auf den europäischen Markt gelangen, welche aus Ländern ohne Grenzwert stammen.</p><p>Die Publikation der Ergebnisse dieser Evaluation ist für das zweite Halbjahr 2018 vorgesehen. Die Europäische Kommission wird dann entscheiden, ob eine Änderung der geltenden Gesetzgebung notwendig ist. Der Bundesrat verfolgt das Dossier aufmerksam und trifft gegebenenfalls die erforderlichen Massnahmen.</p>  Der Bundesrat beantragt die Ablehnung des Postulates.