<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2004.00171</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="https://vgrzh.djiktzh.ch/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=https://vgrzh.djiktzh.ch&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=204442&amp;W10_KEY=4467140&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2004.00171</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 09.09.2004</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">3. Abteilung/3. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Ãbriges Verwaltungsrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Parteientschädigung/Verfahrenskosten</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Kosten- und Entschädigungsfolgen im Rekursverfahren infolge Gegenstandslosigkeit<br/>(Sachverhalt: Gemeinde setzt Planungszone fest. Während des Rekursverfahrens, das nicht rechtzeitig behandelt wird, tritt eine Änderung der Nutzungsplanung in Kraft, welche die Planungszone obsolet und dementsprechend das Rekursverfahren gegenstandslos macht.)<br/><br/>Rechtsgrundlagen zur Zusprechung einer Parteientschädigung im Rekursverfahren (E. 2.2 am Anfang). Die Bejahung der Voraussetzungen für die Parteientschädigung und deren Höhe sind nicht zu beanstanden (E. 2.2.1). Entgegen der Auffassung der Vorinstanz ist die Parteientschädigung aber nicht zulasten der Gemeinde sondern zulasten der Staatskasse aufzuerlegen. Die Gegenstandslosigkeit des Rekursverfahrens ist nämlich im Wesentlichen der nicht erfolgten rechtzeitigen materiellen Beurteilung des Rechtsmittels zuzuschreiben (E. 2.2.2).<br/>Rechtsgrundlagen zur Verlegung der Rekurskosten (E. 3.2). Entsprechend den zur Frage der Parteientschädigung dargelegte Gründen (vgl. E. 2.2.2) sind auch die Rekurskosten auf die Staatskasse zu nehmen (E. 3.3).<br/>Teilweise Gutheissung der Beschwerde der Gemeinde.</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ENTSCHÃDIGUNG">ENTSCHÃDIGUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: GEGENSTANDSLOSIGKEIT">GEGENSTANDSLOSIGKEIT</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: KOSTEN">KOSTEN</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsprozessrecht UR: Allgemeines ST: KOSTEN UND ENTSCHÃDIGUNGEN">KOSTEN UND ENTSCHÃDIGUNGEN</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: KOSTENBESCHWERDE">KOSTENBESCHWERDE</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: KOSTENVERLEGUNG">KOSTENVERLEGUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: PARTEIENTSCHÃDIGUNG">PARTEIENTSCHÃDIGUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: PLANUNGSZONE">PLANUNGSZONE</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: REGIERUNGSRAT">REGIERUNGSRAT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: REGIERUNGSRATSPRÃSIDENT">REGIERUNGSRATSPRÃSIDENT</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsprozessrecht UR: Verwaltungsinterne Rechtspflege ST: REKURS">REKURS</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: REKURSKOSTEN">REKURSKOSTEN</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade">§ 346 PBG</span><br/><span class="gerade">§ 13 Abs. II VRG</span><br/><span class="ungerade">§ 17 Abs. II VRG</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 4 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Sachverhalt1"><b><span>I. </span></b><span> </span></p> <p class="Sachverhalt2"><span>Die Baudirektion setzte auf Ersuchen des Gemeinderats A am 12. Juli 2001 fÃ¼r das Gebiet L eine Planungszone im Sinn von § 346 des Planungs- und Baugesetzes vom 7. September 1975 (PBG) fÃ¼r die Dauer von drei Jahren fest. Die dreijÃ¤hrige Periode begann ab Ã¶ffentlicher Bekanntmachung am 20. Juli 2001.</span></p> <p class="Sachverhalt1"><b><span>II. </span></b><span> </span></p> <p class="Sachverhalt2"><b><span>A. </span></b><span> Gegen diese VerfÃ¼gung erhoben die B AG und die C AG am 16. bzw. 20. August 2001 Rekurs an den Regierungsrat. Sie beantragten im Wesentlichen die Aufhebung der Festsetzung der Planungszone.</span></p> <p class="Sachverhalt2"><span>Innert jeweils erstreckter Fristen reichte die als Mitbeteiligte ins Rekursverfahren miteinbezogene Gemeinde A am 31. Oktober 2001 ihre Vernehmlassung ein und verzichtete die Baudirektion am 1. November 2001 auf eine Beschwerdeantwort. Am 2. August 2002 sandte die C AG eine ErgÃ¤nzung zur RekursbegrÃ¼ndung zu.</span></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="Sachverhalt2"><b><span>B. </span></b><span> Am 24. MÃ¤rz 2003 beschloss die Gemeindeversammlung A Ãnderungen der Bau- und Zonenordnung im Gebiet âL. Die Baudirektion genehmigte am 26. September 2003 diese Revision und hob gleichzeitig auf Antrag des Gemeinderats A die Planungszone auf. In der Folge beantragte die Gemeinde am 13. Februar 2004 die Abschreibung des Rekursverfahrens infolge Gegenstandslosigkeit.</span></p> <p class="Sachverhalt2"><b><span>C. </span></b><span> Der Regierungsrat erachtete mit PrÃ¤sidialverfÃ¼gung Nr. 1.III.277 vom 1. MÃ¤rz 2004 die inzwischen vereinigten Rekursverfahren als gegenstandslos geworden und schrieb sie ab. Den beiden Rekurrentinnen sprach er zulasten der Gemeinde A eine ParteientschÃ¤digung von je Fr. 1'000.- zu. Die Rekurskosten von insgesamt Fr. 1'372.- auferlegte er der Gemeinde.</span></p> <p class="Sachverhalt1"><b><span>III. </span></b><span> Am 2. April 2004 erhob die Gemeinde A Beschwerde an das Verwaltungsgericht. Sie wandte sich gegen die EntschÃ¤digungs- und Kostenfolgen im Rekursentscheid. Sie beantragte, es seien den beiden Rekurrentinnen keine ParteientschÃ¤digungen zuzusprechen und es seien die Rekurskosten den beiden Rekurrentinnen aufzuerlegen oder durch die Staatskasse zu Ã¼bernehmen. Die Baudirektion verzichtete am 20. April 2004 auf eine Beschwerdeantwort. Die C AG und die B AG (Rekurrentinnen bzw. Beschwerdegegnerinnen) beantragten am 22. April 2004 bzw. 10. Mai 2004 Abweisung der Beschwerde. Den gleichen Antrag stellte die Vorinstanz in ihrer Eingabe vom 26. April 2004.</span></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="Einzug1"><span>Die Kammer</span><span> zieht in ErwÃ¤gung:</span></p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Erwgung1"><b><span>1. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Das Verwaltungsgericht ist zur Behandlung der vorliegenden Beschwerde gegen die vom PrÃ¤sidenten des Regierungsrats festgesetzten Kosten- und EntschÃ¤digungsfolgen funktionell und sachlich zustÃ¤ndig, weil sich die gerichtliche ZustÃ¤ndigkeit auch auf die Sache selber (Festsetzung einer Planungszone) bezieht (§ 41 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 [VRG]; § 43 Abs. 3 VRG e contrario; Alfred KÃ¶lz/JÃ¼rg Bosshart/Martin RÃ¶hl, Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons ZÃ¼rich, 2. A., ZÃ¼rich 1999, § 43 N. 55). Weil eine regierungsrÃ¤tliche VerfÃ¼gung angefochten ist, fÃ¤llt die Behandlung in die ZustÃ¤ndigkeit der Kammer (§ 38 Abs. 3 Satz 2 VRG). Die Ã¼brigen Prozessvoraussetzungen sind erfÃ¼llt, weshalb auf die Beschwerde einzutreten ist.</span></p> <p class="Erwgung1"><b><span>2. </span></b><span> </span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>2.1 </span></b><span> Zur Frage der ParteientschÃ¤digung fÃ¼hrte der RegierungsratsprÃ¤sident aus, dass die privaten Beschwerdegegnerinnen I/1 und 2 (bzw. Rekurrentinnen; B AG und C AG) im Rekursverfahren im Ergebnis obsiegt hÃ¤tten, weil die Planungszone wÃ¤hrend des Verfahrens aufgehoben worden sei. Umgekehrt hÃ¤tten die Beschwerdegegnerin II (bzw. Rekursgegnerin; Baudirektion) und die BeschwerdefÃ¼hrerin (bzw. Mitbeteiligte im Rekursverfahren) die Gegenstandslosigkeit des Rekursverfahrens infolge der vorzeitigen Aufhebung der Planungszone zu verantworten. Die Voraussetzungen fÃ¼r die Zusprechung einer ParteientschÃ¤digung an die Beschwerdegegnerinnen I/1 und 2 zulasten der BeschwerdefÃ¼hrerin seien angesichts der nicht einfachen Sach- und Rechtsfragen erfÃ¼llt.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Die BeschwerdefÃ¼hrerin wendet ein, dass sie die Gegenstandslosigkeit des Verfahrens nicht zu verantworten habe. Die Festsetzung der Planungszone habe dazu gedient, Voraussetzungen fÃ¼r verkehrstechnische Untersuchungen im Hinblick auf die Verbesserung der Verkehrssituation im Ortskern der Gemeinde und fÃ¼r eine allfÃ¤llige Trasseesicherung fÃ¼r eine Umfahrungsstrasse zu schaffen. Diese AbklÃ¤rungen hÃ¤tten ergeben, dass eine Entlastung des Ortskerns mit einer Umfahrungsstrasse nicht mÃ¶glich sei. Deshalb habe auf eine Trasseesicherung verzichtet werden kÃ¶nnen. Nachdem fÃ¼r das von der Planungszone umfasste Gebiet eine Teilrevision der Nutzungsplanung von der Gemeindeversammlung angenommen worden sei, seien die Voraussetzungen fÃ¼r die Aufrechterhaltung der Planungszone nicht mehr gegeben gewesen. Die Planungszone sei denn auch in der Folge auf Antrag der BeschwerdefÃ¼hrerin von der Baudirektion aufgehoben worden. Die BeschwerdefÃ¼hrerin trage keine Verantwortung fÃ¼r die Gegenstandslosigkeit des Rekursverfahrens wegen <i>vorzeitiger </i>Aufhebung der Planungszone. Sie habe vielmehr innert nÃ¼tzlicher Frist eine auch fÃ¼r die privaten Beschwerdegegnerinnen sinnvolle Revision der Nutzungsplanung zustande gebracht. Dass das Rekursverfahren schliesslich gegenstandslos geworden sei, hÃ¤nge auch damit zusammen, dass die Vorinstanz die Rekurse bis zur Aufhebung der Planungszone â also nach rund 27 Monaten nach Rekurseingang â noch nicht materiell behandelt habe. Es sei befremdlich, dass es nach Aufhebung der Planungszone nochmals fÃ¼nf Monate gedauert habe, bis das Rekursverfahren abgeschrieben worden sei.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Die Beschwerdegegnerin I/1 besteht auf der Zusprechung einer ParteientschÃ¤digung, weil sie ein grosses wirtschaftliches Interesse an einem positiven Ausgang des Rekursverfahrens gehabt habe und sie auf die Hilfe eines Rechtsvertreters angewiesen gewesen sei. Sie weist darauf hin, dass die zugesprochene ParteientschÃ¤digung im Vergleich zu den effektiv erwachsenen Kosten marginal sei. Die Beschwerdegegnerin I/2 betont, dass sie nichts fÃ¼r die Gegenstandslosigkeit des Rekursverfahrens kÃ¶nne und deshalb als obsiegend zu gelten habe. Die BeschwerdebegrÃ¼ndung thematisiere eigentlich nur die Frage, ob die BeschwerdefÃ¼hrerin oder die Baudirektion die Gegenstandslosigkeit zu verantworten habe. Als stossend mute aber an, die Aufhebung der Planungszone als kausal fÃ¼r die Gegenstandslosigkeit zu betrachten, weil eine Planungszone definitionsgemÃ¤ss zeitlich befristet sei und die Vorinstanz Ã¼ber zwei Jahre Zeit gehabt habe, die Rekurse zu behandeln. Die ParteientschÃ¤digungen seien daher eher von der Staatskasse zu tragen.</span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>2.2 </span></b><span> Im Rekursverfahren kann die unterliegende Partei oder Amtsstelle zu einer angemessenen EntschÃ¤digung fÃ¼r die Umtriebe ihres Gegners verpflichtet werden, namentlich wenn die rechtsgenÃ¼gende Darlegung komplizierter Sachverhalte und schwieriger Rechtsfragen besonderen Aufwand erforderte oder den Beizug eines Rechtsbeistands rechtfertigte (§ 17 Abs. 2 lit. a VRG).</span></p> <p class="Erwgung3"><b><span>2.2.1 </span></b><span> Die BeschwerdefÃ¼hrerin beantragt, dass keine ParteientschÃ¤digungen zugesprochen werden. In der BegrÃ¼ndung bemÃ¤ngelt sie aber nur, dass <i>sie </i>zur Entrichtung einer ParteientschÃ¤digung verpflichtet wurde. Hingegen setzt sie sich nicht mit der Frage auseinander, ob die vom RegierungsratsprÃ¤sidenten angewandte EntschÃ¤digungsvoraussetzung von § 17 Abs. 2 lit. a VRG erfÃ¼llt ist. Ebenfalls nicht thematisiert wird die HÃ¶he der ParteientschÃ¤digung. Es ist daher davon auszugehen, dass sie die Voraussetzung und die HÃ¶he der ParteientschÃ¤digung nicht in Zweifel zieht. Im Ãbrigen ist anzumerken, dass die formelle Erledigung eines Rechtsmittelverfahrens infolge Gegenstandslosigkeit die Anwendung von § 17 Abs. 2 VRG nicht ausschliesst (KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 17 N. 25 mit Hinweis auf RB 1985 Nr. 5). Ausserdem ist die WÃ¼rdigung des RegierungsratsprÃ¤sidenten nicht zu beanstanden, wonach die Festsetzung der Planungszone fÃ¼r die als GrundeigentÃ¼merinnen unmittelbar betroffenen privaten Beschwerdegegnerinnen mit nicht einfachen Sach- und Rechtsfragen verbunden war, welche den Beizug von RechtsbeistÃ¤nden rechtfertigten. Die Festsetzung von angemessenen ParteientschÃ¤digungen auf total Fr. 2'000.- hÃ¤lt sich im Rahmen des Ermessensspielraums der Vorinstanz.</span></p> <p class="Erwgung3"><b><span>2.2.2 </span></b><span> Streitig ist dagegen die Parteikostenverlegung. Die gesetzliche Regelung folgt grundsÃ¤tzlich dem Unterliegerprinzip (KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 17 N. 31). Allerdings ist es auch zulÃ¤ssig, gestÃ¼tzt auf das Verursacherprinzip allen am Verfahren Beteiligten eine ParteientschÃ¤digung aufzuerlegen, und zwar ungeachtet dessen, ob ihnen im Verfahren eine Parteistellung zukommt. FÃ¼r Umtriebe, die durch ein fehlerhaftes Verhalten der RechtsmittelbehÃ¶rde verursacht worden sind, kann eine EntschÃ¤digung zulasten der Staatskasse zugesprochen werden (KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 17 N. 33 mit Hinweis auf RB 1989 Nr. 4).</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Bei einer Verfahrensabschreibung infolge Gegenstandslosigkeit kann keine der Parteien als unterliegend im Sinn von § 17 Abs. 2 VRG bezeichnet werden. Wer diesen Verfahrensausgang verursacht oder â so die Terminologie der Vorinstanz â zu verantworten hat, ist aufgrund der konkreten zeitlichen UmstÃ¤nde zu prÃ¼fen.</span></p> <p class="Erwgung4"><b><span>2.2.2.1 </span></b><span> Der Schriftenwechsel im Rekursverfahren war nach Eingang des Verzichts der Baudirektion auf Beschwerdeantwort am 1. November 2001 abgeschlossen. Weitere Sachverhaltsermittlungen der Rekursinstanz sind nicht aktenkundig. Das Rekursverfahren war somit zu diesem Zeitpunkt spruchreif. Entgegenstehende Anhaltspunkte sind aus den Akten nicht ersichtlich, namentlich liegt seitens der Gemeinde A als Mitbeteiligte im Rekursverfahren kein Sistierungsantrag vor. Verwaltungsinterne Rekursinstanzen entscheiden innert 60 Tagen nach Abschluss der Sachverhaltsermittlungen, und der Abschluss der Sachverhaltsermittlungen wird den Parteien angezeigt (§ 27a Abs. 1 VRG). Kann die Rekursinstanz diese Frist nicht einhalten, teilt sie den Parteien unter Angabe der GrÃ¼nde mit, wann der Entscheid vorliegt (Abs. 2). In den Akten lassen sich keine Belege finden, die darauf hindeuteten, ein Aufschub der Behandlung des Rekurses sei notwendig. Die Beschwerdegegnerin I/2 erkundigte sich am 18. April 2002 nach dem Stand des Verfahrens, worauf die Vorinstanz jene telefonisch kontaktierte. Am 2. August 2002 drÃ¤ngte die Beschwerdegegnerin I/2 mit einer ergÃ¤nzenden Eingabe nochmals auf eine umgehende Anhandnahme des Rekurses. In der Folge sind keine UmstÃ¤nde in den Akten dokumentiert, die eine Beurteilung des Rekurses verunmÃ¶glicht hÃ¤tten. Die Abschreibung des Rekursverfahrens infolge Gegenstandslosigkeit erfolgte schliesslich am 1. MÃ¤rz 2004 nach der Mitteilung der BeschwerdefÃ¼hrerin vom 13. Februar 2004. Darin bezog sie sich auf die von der Baudirektion am 26. September 2003 verfÃ¼gte und am 10. Oktober 2003 publizierte Aufhebung der Planungszone.</span></p> <p class="Erwgung4"><b><span>2.2.2.2 </span></b><span> Nach dem dargestellten zeitlichen Ablauf wÃ¤re ein Abschluss des Rekursverfahrens im Jahr 2002 durchaus zu erwarten gewesen, insbesondere auch nachdem die Beschwerdegegnerin I/2 zweimal ihr Interesse an einer raschen Erledigung des Rekursverfahrens bekundet hatte. Eine schnelle Behandlung wÃ¤re umso mehr angezeigt gewesen, als die Planungszone â entsprechend der Zielsetzung dieses planungsrechtlichen Instruments â unmittelbar nach der Ã¶ffentlichen Bekanntmachung am 20. Juli 2001 rechtswirksam wurde, indem die Baudirektion einem allfÃ¤lligen Rekurs die aufschiebende Wirkung entzogen hatte.Zu berÃ¼cksichtigen sind auch die einschneidenden Auswirkungen der Planungszone fÃ¼r die beiden privaten Beschwerdegegnerinnen als EigentÃ¼merinnen von GrundstÃ¼cken innerhalb der Planungszone. Nach § 346 Abs. 1 PBG dÃ¼rfen nÃ¤mlich keine baulichen VerÃ¤nderungen oder sonstigen Vorkehren getroffen werden, die der im Gang befindlichen Planung widersprechen. Auch die gesetzlich vorgeschriebene Befristung der Planungszone auf lÃ¤ngstens drei Jahre (§ 346 Abs. 3 PBG) macht eine zÃ¼gige Abwicklung des Rekursverfahrens erforderlich; denn andernfalls kann allein aus ZeitgrÃ¼nden das Verfahren hinfÃ¤llig und der Rechtsschutz der Rekurrierenden nicht mehr gewÃ¤hrleistet werden. Dass die BeschwerdefÃ¼hrerin nach Festsetzung der Planungszone bzw. wÃ¤hrend des Rekursverfahrens planungsrechtliche AbklÃ¤rungen vorgenommen hat, hindert nicht eine Erledigung des Rekursverfahrens; denn die Planungszone dient ja gerade dazu, solche Vorbereitungen im Hinblick auf neue planungsrechtliche Festsetzungen voranzutreiben (§ 346 Abs. 1 PBG: Planungszone âbis zum Erlass oder wÃ¤hrend der Revision von GesamtrichtplÃ¤nen oder NutzungsplÃ¤nen â¦â).</span></p> <p class="Urteilstext"><span>FÃ¼r die Gegenstandslosigkeit des Rekursverfahrens infolge der zwischenzeitlichen Revision der kommunalen Bau- und Zonenordnung und der damit verbundenen Aufhebung der Planungszone kann daher nicht die BeschwerdefÃ¼hrerin verantwortlich gemacht werden. Die Folge der Gegenstandslosigkeit wÃ¤re nicht eingetreten, wenn die Vorinstanz die Planungszone frÃ¼her beurteilt hÃ¤tte, was â wie dargelegt â durchaus mÃ¶glich und auch geboten gewesen wÃ¤re. Die ParteientschÃ¤digung ist deshalb in Anwendung der erwÃ¤hnten Praxis (E. 2.2.2) den beiden Beschwerdegegnerinnen zulasten der Staatskasse zuzusprechen.</span></p> <p class="Erwgung1"><b><span>3. </span></b><span> </span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>3.1 </span></b><span> Der RegierungsratsprÃ¤sident auferlegte die Rekurskosten der BeschwerdefÃ¼hrerin (bzw. Mitbeteiligten im Rekursverfahren) unter Hinweis darauf, dass als unterliegend im Sinn von § 13 Abs. 2 VRG gelte, wer dafÃ¼r sorgt, dass ein Verfahren gegenstandslos wird. </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Die BeschwerdefÃ¼hrerin erachtet sich nicht als unterliegend im Sinn von § 13 Abs. 2 VRG, weil sie mit dem Antrag auf Festsetzung der Planungszone Ã¶ffentliche Interessen vertreten und die Gegenstandslosigkeit des Rekursverfahrens nicht zu verantworten habe, nachdem die Vorinstanz dieses nicht behandelt habe.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Die Beschwerdegegnerin I/1 kann nicht nachvollziehen, weshalb sie als obsiegende Partei die Verfahrenskosten Ã¼bernehmen mÃ¼sse. Ihr Rekurs sei gar nicht materiell vom Regierungsrat behandelt worden. Die Beschwerdegegnerin I/2 verweist auf ihre AusfÃ¼hrungen zur Frage der ParteientschÃ¤digung und bestreitet die Auffassung der BeschwerdefÃ¼hrerin.</span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>3.2 </span></b><span> Mehrere am Verfahren Beteiligte tragen die Kosten in der Regel entsprechend ihrem Unterliegen. Kosten, die ein Beteiligter durch Verletzung von Verfahrensvorschriften oder durch nachtrÃ¤gliches Vorbringen solcher Tatsachen oder Beweismittel verursacht, die er schon frÃ¼her hÃ¤tte geltend machen kÃ¶nnen, sind ihm ohne RÃ¼cksicht auf den Ausgang des Verfahrens zu Ã¼berbinden (§ 70 in Verbindung mit § 13 Abs. 2 VRG).</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Die Kostenauflage richtet sich nach dem Unterliegerprinzip und ergÃ¤nzend nach dem Verursacherprinzip (KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 13 N. 14). </span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>3.3 </span></b><span> Wie bereits ausgefÃ¼hrt (E. 2.2.2 am Anfang und E. 2.2.2.2), kann die BeschwerdefÃ¼hrerin im Rekursverfahren nicht als unterliegend bezeichnet werden, und sie ist auch fÃ¼r die Gegenstandslosigkeit des Verfahrens nicht verantwortlich. BilligkeitsgrÃ¼nde und der Umstand, dass die Gegenstandslosigkeit im Wesentlichen der nicht erfolgten rechtzeitigen materiellen Beurteilung des Rekurses zuzuschreiben ist, sprechen dafÃ¼r, die Rekurskosten auf die Staatskasse zu nehmen (KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 13 N. 19 und 27).</span></p> <p class="Erwgung1"><b><span>4. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Die Beschwerde ist demnach teilweise gutzuheissen. Disp.-Ziff. III und V der regierungsrÃ¤tlichen PrÃ¤sidialverfÃ¼gung Nr. 1.III.277 vom 1. MÃ¤rz 2004 sind aufzuheben. Die ParteientschÃ¤digungen fÃ¼r das Rekursverfahren sind zulasten der Staatskasse zuzusprechen und die Rekurskosten auf die Staatskasse zu nehmen. Die Gerichtskosten sind dem Ausgang des Verfahrens entsprechend zu einem FÃ¼nftel der BeschwerdefÃ¼hrerin aufzuerlegen und zu vier FÃ¼nfteln auf die Gerichtskasse zu nehmen (§ 70 in Verbindung mit § 13 Abs. 2 VRG; KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 13 N. 26 f.). Die Beschwerdegegnerin I/2 verlangt eine ParteientschÃ¤digung. Weil das Beschwerdeverfahren thematisch auf die Kosten- und EntschÃ¤digungsfolgen im Rekursverfahren beschrÃ¤nkt ist und sich die angefochtene VerfÃ¼gung nicht als offensichtlich â das heisst in qualifizierter Weise â unbegrÃ¼ndet erweist, sind die Voraussetzungen fÃ¼r die Zusprechung einer ParteientschÃ¤digung nicht erfÃ¼llt (§ 17 Abs. 2 VRG; KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 17 N. 27 f.). Die BeschwerdefÃ¼hrerin und die Beschwerdegegnerin I/1 haben keine ParteientschÃ¤digung beantragt.</span></p> <p class="Urteilstext"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>DemgemÃ¤ss </span><span><a id="Text25"></a>entscheidet</span><span> </span><span>die Kammer</span><span>:</span></p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug2">1. Die Beschwerde wird teilweise gutgeheissen. Disp.-Ziff. III und V der regierungsrÃ¤tlichen PrÃ¤sidialverfÃ¼gung Nr. 1.III.277 vom 1. MÃ¤rz 2004 werden aufgehoben und wie folgt ersetzt:</p> <p class="Einzug2"> âIII. Den Rekurrentinnen werden zu Lasten der Staatskasse ParteientschÃ¤digungen von je Fr. 1'000.- (Mehrwertsteuer inbegriffen) zugesprochen.</p> <p class="Einzug2"> V. Die Kosten des Verfahrens, bestehend aus einer StaatsgebÃ¼hr von Fr. 1'200.- sowie den AusfertigungsgebÃ¼hren von Fr. 172.-, werden auf die Staatskasse genommen.â</p> <p class="Einzug2"> </p> <p class="Einzug2">2. Die GerichtsgebÃ¼hr wird festgesetzt auf <br/> Fr. 650.--; die Ã¼brigen Kosten betragen:<br/> Fr. 120.-- Zustellungskosten,<br/> Fr. 770.-- Total der Kosten.</p> <p class="Einzug2">3. Die Gerichtskosten werden zu einem FÃ¼nftel der BeschwerdefÃ¼hrerin auferlegt und zu vier FÃ¼nfteln auf die Gerichtskasse genommen.</p> <p class="Einzug2">4. Es werden keine ParteientschÃ¤digungen zugesprochen.</p> <p class="Einzug2"> </p> <p class="Einzug2">5. Mitteilung â¦</p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>