B u n d e s v e rw a l t u n g s g e r i ch t T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i f f éd é r a l T r i b u n a l e am m i n i s t r a t i vo f e d e r a l e T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i v fe d e r a l Abteilung V E-6922/2013 U r t e i l v o m 1 0 . N o v e m b e r 2 0 1 4 Besetzung Richterin Gabriela Freihofer (Vorsitz), Richter Gérard Scherrer, Richter Markus König; Gerichtsschreiberin Chantal Schwizer. Parteien A._______, geboren am (…), Türkei, vertreten durch lic. iur. Michael Steiner, Rechtsanwalt, (…), Beschwerdeführer, gegen Bundesamt für Migration (BFM), Quellenweg 6, 3003 Bern, Vorinstanz. Gegenstand Asyl und Wegweisung; Verfügung des BFM vom 31. Oktober 2013 / N (…). E-6922/2013 Seite 2 Sachverhalt: A. Eigenen Angaben zufolge verliess der Beschwerdeführer, ein türkischer Staatsangehöriger, B._______ (Irak) am 19. Juli 2013 und gelangte auf dem Landweg über ihm unbekannte Länder am 25. Juli 2013 in die Schweiz, wo er gleichentags im Empfangs- und Verfahrenszentrum (EVZ) C._______ um Asyl nachsuchte. Am 9. August 2013 fand im EVZ C._______ die summarische Befragung statt und am 21. August 2013 er- folgte die Anhörung zu den Asylgründen durch das BFM. Anlässlich der Kurzbefragung sowie der Anhörung machte der Beschwer- deführer im Wesentlichen geltend, er sei kurdischer Ethnie und stamme aus D._______. Im Jahre (…) sei er zusammen mit seinen Eltern in die Schweiz gezogen. Ferienhalber sei er zuletzt im Jahr (…) in der Türkei gewesen. Da D._______ im Kampf zwischen den türkischen Behörden und der PKK ( Partiya Karkerên Kurdistan , dt: Kurdische Arbeiterpartei) stark betroffen gewesen sei, sei er im Jahre (…) mit einem gefälschten türkischen Pass über Holland in den Iran und von dort aus nach E._______ im Irak gereist, wo er sich der PKK angeschlossen habe. Dort sei er in der Logistik eingeteilt worden und sei in verschiedenen Regionen im Irak als Einkaufsverantwortlicher tätig gewesen. Wegen (…)problemen habe er zuletzt in F._______ die Maultiere gefüttert. Wie alle anderen PKK-Mitglieder sei auch er verpflichtet gewesen, eine Waffe zu tragen, die er ausser zu Übungszwec ken nie gebraucht habe. Wegen seiner (…)beschwerden sei er im Jahre 2013 schliesslich bei der PKK ausgetre- ten. Da PKK-Überläufer der türkischen Polizei Angaben über ihn gemacht hät- ten, befürchte er, bei einer allfälligen Rückkehr in die Türkei verhaftet z u werden. Zudem wisse sein soziales Umfeld im Heimatland, dass er sich der PKK angeschlossen habe. Ob ein Gerichtsverfahren gegen ihn eröf f- net worden sei, wisse er nicht. Zur Stützung seiner Vorbringen reichte der Beschwerdeführer im vor - instanzlichen Verfahren mehrere Dokumente (Reisepass, Identitätskarte, Arbeitsbestätigung bei der PKK aus dem Jahre (…), Berufsschulzeugnis aus dem Jahre 1998 und zwei Fotos, die im Jahre (…) in G._______ auf- genommen worden seien) zu den Akten. Die übrigen Dokumente und F o- tos habe er bei der PKK zurückgelassen. E-6922/2013 Seite 3 Für weitere Ausführungen kann auf die Protokolle bei den Akten verwi e- sen werden. B. Am 20. September 2013 ging im EVZ C._______ ein Austrittsbericht des Universitätsspitals (…), (…), vom 19. September 2013 ein. Daraus geht hervor, dass d er Beschwerdeführer wegen (…) vom Asylantenheim no t- fallmässig zugewiesen worden sei. Zur Behandlung wurden ihm Medik a- mente verschrieben sowie wurde eine Kontrolluntersuchung angeordnet. C. Mit Verfügung vom 31. Oktober 2013 – eröffnet am 7. November 2013 – stellte das BFM fest, der Beschwerdeführer erfülle die Flüchtlingseige n- schaft nicht, und lehnte das Asylgesuch ab. Gleichzeitig verfügte es die Wegweisung aus der Schweiz und ordnete den Vollzug an. D. Mit Eingabe vom 9. Dezember 2013 lies s der Beschwerdeführer durch seinen Rechtsvertreter Beschwerde beim Bundesverwaltungsgericht e r- heben und dabei in materieller Hinsicht beantragen, es sei die Verfügung vom 31. Oktober 2013 aufzuheben und die Sache zur Neubeurteilung sowie zur vollständigen und richtigen Sachverhaltsabklärung an die Vo r- instanz zurückzuweisen. Eventualiter wurde beantragt, es sei die Flüch t- lingseigenschaft des Beschwerdeführers festzustellen und ihm Asyl zu gewähren, eventualiter sei die Flüchtlingseigenschaft des Beschwerd e- führers festzustellen und er sei vorläufig in der Schweiz aufzunehmen, eventualiter sei er infolge Unzulässigkeit respektive Unzumutbarkeit des Wegweisungsvollzugs in der Schweiz vorläufig aufzunehmen. In verfa h- rensrechtlicher Hinsicht wurde beantragt, dem Beschwerdeführer sei Ein- sicht in die vorinstanzlichen Akten A7/1, A8, A10/1 und A16/2 eventualiter das rechtliche Gehör zu diesen zu gewähren und ihm hiernach eine a n- gemessene Frist zur Beschwerdeergänzung anzusetzen. Zur Untermauerung seiner Vorbringen li ess der Beschwerdeführer mit seiner Eingabe mehrere Dokumente (Aufschubbescheinigung des Weh r- dienstes des Rekrutierungsbüros, Türkisches Militär, in türkischer Spr a- che mit deutscher Übersetzung, Kopie eines türkischsprachigen Schrei- bens des türkischen Konsulats in Zürich, Kopie eines türkischsprachigen Schreibens des Gemeindevorstehers von H._______ mit deutscher Übersetzung, Kopie Beobachtungsbericht zum sog. Anwaltsprozess vom 17. September 2013, Zeitung "Yenir Ögür Politika" vom 16. Oktober 2013 E-6922/2013 Seite 4 mit Artikel über den Anwaltsprozess, Arztberichte, Überweisungsbericht der ors service ag vom 29. August 2013, Schreiben seiner Eltern an das BFM, Berufsschulzeugnis) zu den Akten reichen. Für die Begründung der Rechtsbegehren kann – soweit für den Entscheid wesentlich – auf die nachfolgenden Erwägungen verwiesen werden. E. Mit Zwischenverfügung vom 12. Dezember 2013 hiess die In struktions- richterin das Gesuch um Akteneinsicht betreffend die Aktenstücke A7/1 (Pass und Identitätskarte), A8 (Beweismittelumschlag mit zwei vom B e- schwerdeführer eingereichten Fotografien) sowie A16/2 (Austrittsbericht des Universitätsspitals (…) vom 19. September 2013 ) gut. Bezüglich der Akte A10/1 (Meldung der ors service ag) wurde das Akteneinsichtsgesuch und im Übrigen wie auch jenes um Fristansetzung zur Beschwerdeergän- zung abgewiesen. Gleichzeitig setzte die Instruktionsrichterin dem B e- schwerdeführer Frist zur Bezahlun g eines Kostenvorschusses an, we l- cher am 18. Dezember 2013 einbezahlt wurde. F. Am 14. Mai 2014 liess sich das BFM vernehmen. G. Mit Eingabe vom 28. Mai 2014 replizierte der Beschwerdeführer . Gleich- zeitig reichte er ein ärztliches Zeugnis (Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung) von Dr. I._______ vom 20. Mai 2014 ins Recht, wonach der Beschwerd e- führer aus medizinischen Gründen bis auf Weiteres (…). H. Am (…) 2014 heiratete der Beschwerd eführer eine Schweizer Bürgerin und teilte mit Eingabe vom 27. Oktober 2014 mit, da ss er bei den zustän- digen kantonalen Behörden ein Gesuch um Erteilung einer Aufenthalt s- bewilligung gestellt habe und dieses hängige Verfahren nichts am G e- such um Asylgewährung ändere. E-6922/2013 Seite 5 Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 1. 1.1 Gemäss Art. 31 VGG beurteilt das Bundesverwaltungsgericht B e- schwerden gegen Verfügungen nach Art. 5 VwVG. Das BFM gehört zu den Behörden nach Art. 33 VGG und ist daher eine Vorinstanz des Bu n- desverwaltungsgerichts. Eine das Sachgebiet betreffende Ausnahme im Sinne von Art. 32 VGG liegt nicht vor. Das Bundesverwaltungsgericht ist daher zuständig für die Beurteilung der vorliegenden Beschwerde und entscheidet auf dem Gebiet des Asyls endgültig , ausser bei Vorliegen e i- nes Auslieferungsersuchens des Staates, vor welchem die besch werde- führende Person Schutz sucht (Art. 105 AsylG [SR 142.31]; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG). Eine solche Ausnahme im Sinne von Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG liegt nicht vor, weshalb das Bundesverwaltungsgericht endgültig entscheidet. 1.2 Das Verfahren richtet sich nach dem VwVG, dem VGG und dem BGG, soweit das AsylG nichts anderes bestimmt (Art. 37 VGG und Art. 6 AsylG). 1.3 Die Beschwerde ist frist - und formgerecht eingereicht. Der Beschwerdeführer hat am Verfahren vor der Vorinstanz teilgenommen, ist durch die angefochtene Verfügung besonders berührt und hat ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung beziehungsweise Änd e- rung. Er ist daher zur Einreichung der Beschwerde legitimiert ( Art. 105 AsylG sowie 108 Abs. 1 AsylG; Art. 48 Abs. 1 und Art. 52 Abs. 1 VwVG). Auf die Beschwerde ist einzutreten. 2. Mit Beschwerde kann die Verletzung von Bundesrecht (einschliesslich Missbrauch und Überschreiten des Ermessens) sowie die unrichtige und unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts gerügt werden (Art. 106 Abs. 1 AsylG). 3. 3.1 In formeller Hinsic ht wird gerügt, das BFM habe in verschiedener Weise das rechtliche Gehör des Beschwerdeführers verletzt. 3.2 Der in Art. 29 Abs. 2 BV garantierte und in den Art. 26 - 33 VwVG konkretisierte Grundsatz des rechtlichen Gehörs umfasst das Recht, mit eigenen Begehren angehört zu werden, Einblick in die Akten zu erhalten und zu den für die Entscheidung wesentlichen Punkten Stellung nehmen E-6922/2013 Seite 6 zu k önnen. Der Anspruch auf rechtliches Gehör dient einerseits der Sachaufklärung und stellt andererseits ein persönlichkeitsbezogenes Mitwirkungsrecht der Parteien dar. Der Grundsatz des rechtlichen Gehörs beinhaltet die Pflicht der Behörden, die Vorbringen d es vom Entscheid in seiner Rechtsstellung Betroffenen sorgfältig und ernsthaft zu prüfen und in der Entscheidfindung zu berücksichtigen (Art. 32 Abs. 1 VwVG). Da r- aus folgt die grundsätzliche Pflicht der Behörden, sich mit den wesentl i- chen Vorbringen des Re chtssuchenden zu befassen und Entscheide zu begründen (Art. 35 Abs. 1 VwVG). Die Begründung eines Entscheides muss so abgefasst sein, dass der Betroffene ihn sachgerecht anfechten kann. In diesem Sinne müssen wenigstens kurz die Überlegungen g e- nannt werden, die für den Entscheid bedeutsam sind (BVGE 2009/35 E. 6.4.1, mit weiteren Hinweisen). Nicht erforderlich ist, dass sich die B e- gründung mit allen Parteistandpunkten einlässlich auseinandersetzt und jedes einzelne Vorbringen ausdrücklich widerlegt (BGE 136 I 184 E. 2.2.1 S. 188). Der Untersuchungsgrundsatz gehört sodann zu den allgemeinen Grundsätzen des Asylverfahrens (vgl. Art. 12 VwVG i.V.m. Art. 6 AsylG). Demnach hat die Behörde von Amtes wegen für die richtige und vollstä n- dige Abklärung des rechtserheblichen Sachverhaltes zu sorgen. Sie muss die für das Verfahren notwendigen Sachverhaltsunterlagen beschaffen und die rechtlich relevanten Umstände abklären sowie ordnungsgemäss darüber Beweis führen (beispielsweise durch die Einholung eines Gu t- achtens). Dieser Grundsatz gilt indes nicht uneingeschränkt, er findet sein Korrelat in der Mitwirkungspflicht des Asylsuchenden (vgl. Art. 13 VwVG und Art. 8 AsylG). Trotz des Untersuchungsgrundsatzes kann sich nä m- lich die entscheidende Behörde in der Regel darauf be schränken, die Vorbringen eines Gesuchstellers zu würdigen und die von ihm angebot e- nen Beweise abzunehmen, ohne weitere Abklärungen vornehmen zu müssen. Eine ergänzende Untersuchung kann sich jedoch aufdrängen, wenn aufgrund dieser Vorbringen und Beweismit tel berechtigte Zweifel oder Unsicherheiten bestehen, die voraussichtlich nur mit Ermittlungen von Amtes wegen beseitigt werden können (vgl. Entscheidungen und Mit- teilungen der Schweizerischen Asylrekurskommission ARK [EMARK] 1995 Nr. 23 E. 5a S. 222). Ein Sachverhalt gilt erst dann als unvollständig festgestellt, wenn in der Begründung des Entscheides ein rechtswesentl i- cher Sachumstand übergangen beziehungsweise überhaupt nicht beac h- tet wird (vgl. FRITZ GYGI, Bundesverwaltungsrechtspflege, 2. Aufl. 1983, S. 286). E-6922/2013 Seite 7 3.3 Soweit gerügt wird, die Vorinstanz habe keine Einsicht in die Akte n- stücke A7/1 (Umschlag mit Pass und Identitätskarte), A8 (Beweismitte l- couvert mit zwei Fotografien des Beschwerdeführers) , A10 (Meldung der ors service ag) und A16/2 (Austrittsbe richt des Universitätsspitals (…) vom 19. September 2013) gewährt, wurde die Rüge mit Zwischenverfü- gung vom 12. Dezember 2013 antragsgemäss behandelt und dem Be- schwerdeführer diese Aktenstücke in Kopie zur Kenntnis gebracht re- spektive als zu Recht nicht ediert bezeichnet (vgl. Bst. E.). 3.4 Weiter bringt der Beschwerdeführer in der Rechtsmitteleingabe vor, die Vorinstanz habe es unterlassen, eine ergänzende Befragung durchzu- führen und weitere Abklärungen betreffend den Militärdienst und die D e- nunziation von S. vorzunehmen, die Aufschluss darüber geben würden, woher die türkischen Behörden von der Tätigkeit des Beschwerdeführers für die PKK erfahren hätten. Zudem habe das BFM nicht erwähnt, dass er als Militärdienstflüchtiger gesucht und damit bei einer allfä lligen Festnah- me bekannt würde, wo er sich in den vergangenen Jahren aufgehalten habe. Sodann hätte es sich aufgedrängt, eine Botschaftsabklärung insbe- sondere betreffend den Militärdienst durchzuführen. Hierzu ist festzuha l- ten, dass e in Sachverhalt erst dann als unvollständig festgestellt gilt, wenn in der Begründung des Entscheides ein rechtswesentlicher Sac h- umstand übergangen beziehungsweise überhaupt nicht beachtet wird (vgl. FRITZ GYGI, a.a.O., S. 286). Zudem kann sich die entscheidende Be- hörde darauf beschränken, die Vorbringen eines Gesuchstellers zu wü r- digen und die von ihm angebotenen Beweise abzunehmen, ohne weitere Abklärungen vornehmen zu müssen. Eine ergänzende Untersuchung kann sich jedoch aufdrängen, wenn aufgrund dieser Vorbringen und B e- weismittel berechtigte Zweifel oder Unsicherheiten bestehen, die vorau s- sichtlich nur mit Ermittlungen von Amtes wegen beseitigt werden können (vgl. EMARK 1995 Nr. 23 E. 5a S. 222). Die Vorinstanz gelangte nach ei- ner gesamtheitlichen Würdigung der aktenkundigen Parteivorbringen und der Beweismittel zu einem anderen Schluss als der Beschwerdeführer, was jedenfalls weder eine Verletzung des Untersuchungsgrundsatzes noch eine unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverha l- tes darstellt. Insbesondere le gte die Vorinstanz im angefochtenen En t- scheid in schlüssiger Weise dar, aufgrund welcher Überlegungen sie die Asylvorbringen des Beschwerdeführers als unglaubhaft beziehungsweise als nicht asylrelevant beurteilte, weshalb sie darauf verzichten konnte, den Beschwerdeführer ergänzend zu befragen und weitergehende Abklä- rungen anzustellen. Das Vorbringen, das BFM behaupte die Unglaubha f- tigkeit der entscheidrelevanten Vorbringen in kurzen Sätzen, ohne diese E-6922/2013 Seite 8 weiter abzukl ären (vgl. Beschwerdeeingabe S. 9 Art. 4, S. 11 Art. 22), lässt keine andere Schlussfolgerung zu, zumal es dem Beschwerdeführer möglich war, sich ein Bild über die Tragweite des Entscheides des BFM zu machen und diesen sachgerecht anzufechten (vgl. dazu auch BGE 129 I 232 E. 3.2). 3.5 In der Beschwerde wird in formeller Hinsicht weiter gerügt, die Vorin- stanz habe die Begründungspflicht verletzt. Sie hätte berücksichtigen müssen, inwieweit der Wegweisungsvollzug des Beschwerdeführers i n- folge der Mil itärdienstpflicht zulässig sei und ob ihm diesbezüglich eine unmenschliche Behandlung im Sinne von Art. 3 EMRK drohe. Zudem h a- be sich das BFM in seinem Entscheid nicht mit der Zumutbarkeit des Wegweisungsvollzugs des Beschwerdeführers auseinandergesetzt, da es sich zu der langjährigen Landesabwesenheit sowie zum fehlenden B e- ziehungsnetz nicht geäussert habe. Da die Wegweisung und deren Vol l- zug, wie sich aus E. 9 ergibt, nicht mehr zu überprüfen ist, entfällt eine Auseinandersetzung mit dieser Rüge. 3.6 Nach dem Gesagten erweist sich die vom Beschwerdeführer erhob e- ne Rüge, die Vorinstanz habe seinen Anspruch auf Gewährung des recht- lichen Gehörs verletzt, als unbegründet. An dieser Feststellung vermögen auch die weiteren, teilweise schwer nachvollziehbaren Elemente der rund acht Seiten umfassenden Begründung der besagten Rügen nichts zu ä n- dern, weshalb auf weitreichendere Ausführungen verzichtet werden kann. Immerhin ist festzuhalten, dass vorliegend – entgegen der Behauptung in der Rechtsmittelschrift – der Sachverhalt aufgrund der ausführlichen B e- fragungen des Beschwerdeführers und seiner ausführlichen schriftlichen Eingaben hinreichend erstellt ist. 4. Weiter rügt der Beschwerdeführer die Verletzung von Art. 9 BV. Die Ar- gumentation des BFM betreffend die Denunziation des Überläufers S. und die damit zusammenhängende Verfolgung des Beschwerdeführers aufgrund seiner PKK -Tätigkeit sei willkürlich. Gemäss Lehre und Rech t- sprechung liegt Willkür dann vor, wenn ein Entscheid von einer tatsächli- chen Situation ausgeht, die mit der Wirklichkeit in klarem Widerspruch steht, eine Norm oder einen unumstrittenen Rechtsgrundsatz offensich t- lich krass verletzt oder in stossender Weise dem Gerechtigkeitsgedanken zuwiderläuft (vgl. MÜLLER/SCHÄFER, Grundrechte in der Schweiz, 4. Aufl. 2008, S.11; HÄFELI/HALLER/KELLER, Schweizerisches Bundesstaatsrecht, 8. Aufl. 2012, N 811 f. S. 251 f.; BGE 133 I 149 E. 3.1, mit weiteren Hi n-E-6922/2013 Seite 9 weisen). Dabei muss die angeblich willkürliche Begründung rechtsg e- nüglich dargelegt werden (BGE 116 Ia 426 S. 428, mit weiteren Hinwe i- sen). Dazu ist festzuhalten, dass sich der Beschwerdeführer mit der en t- sprechenden, als angeblich willkürlich qualifizierten, vorinstanzlichen Würdigung nicht in rechtsgenüglicher Weise ausein andersetzt und auch nicht aufzeigt, inwiefern diese Bundesrecht verletzen soll. Solches ist auch nicht ersichtlich. Die erhobene Rüge erweist sich somit ebenfalls als unbegründet. 5. Zusammenfassend besteht daher keine Veranlassung, die Verfügung des BFM vom 31. Oktober 2013 aus formellen Gründen aufzuheben. Der ent- sprechende Antrag auf Rückweisung der Sache an die Vorinstanz ist deshalb abzuweisen. 6. 6.1 Es bleibt im Folgenden zu prüfen, ob das BFM die vom Beschwerd e- führer geltend gemachten Asylgründe zu Recht als unglaubhaft bezi e- hungsweise nicht asylrelevant beurteilt und demzufolge das Asylgesuch des Beschwerdeführers zu Recht abgewiesen hat. 7. 7.1 Gemäss Art. 2 Abs. 1 AsylG gewährt die Schweiz Flüchtlingen grun d- sätzlich Asyl. Flüchtlinge sind Personen, die in ihrem Heimatstaat oder im Land, in dem sie zuletzt wohnten, wegen ihrer Rasse, Religion, National i- tät, Zugehörigkeit zu einer bestimmten sozialen Gruppe oder wegen ihrer politischen Anschauungen ernsthaften Nachteilen ausgesetzt sind oder begründete Furcht ha ben, solchen Nachteilen ausgesetzt zu werden (Art. 3 Abs. 1 AsylG). Als ernsthafte Nachteile gelten namentlich die G e- fährdung des Leibes, des Lebens oder der Freiheit sowie Massnahmen, die einen unerträglichen psychischen Druck bewirken (Art. 3 Abs. 2 AsylG). 7.2 Wer um Asyl nachsucht, muss die Flüchtlingseigenschaft nachweisen oder zumindest glaubhaft machen. Diese ist glaubhaft gemacht, wenn die Behörde ihr Vorhandensein mit überwiegender Wahrscheinlichkeit für g e- geben hält. Unglaubhaft sind insbesondere Vorb ringen, die in wesentl i- chen Punkten zu wenig begründet oder in sich widersprüchlich sind, den Tatsachen nicht entsprechen oder massgeblich auf gefälschte oder ve r- fälschte Beweismittel abgestützt werden (Art. 7 AsylG). E-6922/2013 Seite 10 8. 8.1 Das BFM lehnte das Asylgesuch des Be schwerdeführers mit der B e- gründung ab, seine Vorbringen hielten weder den Anforderungen an das Glaubhaftmachen gemäss Art. 7 AsylG noch an die Flüchtlingseige n- schaft gemäss Art. 3 AsylG stand. Zu Art. 7 führt die Vorinstanz in seiner Verfügung aus, es bestünden keine Hinweise dafür, dass der Beschwerdeführer aufgrund der behaupteten PKK-Aktivitäten zurzeit in der Türkei gesucht werde. Seine Schilderung, er fürchte sich in die Türkei zurückzukehren, weil die türkischen Behörden im Jahre 2005 von S. erfahren hätten, dass er sich in den Bergen aufha l- te, sei aus verschiedenen Gründen nicht geeignet, um daraus eine b e- gründete Furcht abz uleiten. Zunächst sei sein Name offensichtlich nicht erwähnt worden, weil es in den Reihen der PKK nicht üblich sei, die zivi- len Namen zu verwenden und er sich ferner nicht sicher sei, ob ihn PKK- Überläufer den türkischen Behörden gegenüber tatsächlich verraten hät- ten. Zudem lägen aufgrund fehlender Informationen seitens Verwandter des Beschwerdeführers keine Hinweise vor, wonach e r aufgrund seiner behaupteten PKK-Aktivitäten in der Türkei zurzeit gesucht werde. Ein wei- terer Hinweis für die fehlende Wahrscheinlichkeit, als PKK -Kämpfer bei den türkischen Behörden verraten worden zu sein, best ehe darin, dass seine (…), die im Gegensatz zu ihm immerfort in der Türkei gelebt hätten, diesbezüglich ebenfalls über keine Informationen verfügen würden. Zu der fehlenden Flüchtlingseigenschaft gemäss Art. 3 AsylG hält das BFM in seinem Entscheid fest, die vom Beschwerdeführer geltend g e- machte Furcht, nach seiner Rückkehr in die Türkei in den Militärdienst eingezogen zu werden, sei durch keine konkreten Anhaltspunkte belegt. Zudem stelle der gegebenenfalls ausstehende Militärdienst keine asylr e- levante Verfolgung dar, sondern sei vielmehr eine st aatsbürgerliche Pflicht. Ferner spreche der Umstand, dass er seine Reise von B._______ bis in die Schweiz ohne Details geschildert habe, dafür, dass er im Jahr 2013 mit einem Laster entweder durch Syrien oder die Türkei Richtung Europa gefahren sei. Da B._______ an der Grenze zur Türkei liege und zur besagten Zeit bereits der Bürgerkrieg in Syrien gewütet habe, sei die Annahme, er sei damals tatsächlich durch die Türkei gereist, aufgrund der geopolitischen Situation begründet. Insofern sei die heute gehegte Furcht vor den türkischen Behörden stark zu relativieren. In seiner Vernehmlassung hielt die Vorinstanz ergänzend fest, entgegen der Meinung des Beschwerdeführers sei eine Wegweisung nach E-6922/2013 Seite 11 D._______, in den türkischen Teil K urdistans, durchaus vertretbar. Schliesslich verfüge das nahe gelegene J._______ über die beste med i- zinische Versorgung in der Region , wo jede Behandlung auf hohem N i- veau möglich sei. Damit stünden einer Wegweisung keine nennenswerten medizinischen Vorbehalte gegenüber. Darüber hinaus habe der B e- schwerdeführer in J._______ ein Beziehungsnetz und ein (…) habe ihn kürzlich in der Schweiz aufgesucht. Ferner würden Familienangehörige des Beschwerdeführers in der Schweiz und in K._______ leben, die ihm bei der Reintegration finanziell behilf lich sein könnten. Damit sei die Z u- mutbarkeit des Wegweisungsvollzugs zu bejahen. Der Vollzug der Weg- weisung sei auch zulässig. Wie der Aufschubbescheinigung des Militä r- dienstes zu entnehmen sei, würden die türkischen Behörden noch von einer Adresse in der Schweiz ausgehen, die älter sei, wodurch sie a n- nähmen, er müsse sich dort aufhalten. Es würden keine Hinweise auf an- dere vermutete Aufenthalte hindeuten. 8.2 Aus der Rechtsmitteleingabe ergibt sich in materieller Hinsicht als Rüge die Verletzung von Bundesrecht, indem zu Unrecht auf Unglaubhaf- tigkeit der Verfolgungsvorbringen respektive fehlende Flüchtlingseige n- schaft geschlossen worden sei. Mit dem BFM geht auch das Gericht davon aus, dass die Vorbringen des Beschwerdeführers zu seiner Suche infolge seiner PKK-Tätigkeit u n- glaubhaft ausgefallen sind. Um Wiederholungen zu vermeiden , kann diesbezüglich auf die zutreffenden Erwägungen in der angefochtenen Verfügung verwiesen werden (vgl. angefochtene Verfügung S. 2 f. , Ziff. II). Zwar geht der Beschwerdeführer Re cht in der Annahme, dass das BFM dessen Aufenthalt in den Bergen des Nordiraks und seine Tätigkei- ten für die PKK (vgl. Replik vom 28. Mai 2014 S. 1) nicht in Zweifel zieht. Entgegen seiner Meinung sind seinen Vorbringen aber keine stichhaltigen Hinweise zu entnehmen, wonach er als Angehöriger der PKK bei den tür- kischen Behörden denunziert worden ist und deshalb in der Türkei be- hördlich gesucht wird. Denn wäre er tatsächlich im Jahre 2005 von dem Überläufer S. oder von anderen Personen, die von t ürkischen Behörden verhaftet worden sind, womöglich verraten worden, kann davon ausg e- gangen werden, dass er von den türkischen Behörden ebenfalls verhaftet und verurteilt worden wäre und sie ihn nicht noch weitere acht Jahre hä t- ten in Freiheit leben lassen. Dies insbesondere auch aufgrund der Stren- ge des Vorgehens der türkischen Behörden gegenüber vermeintlichen PKK-Mitgliedern (vgl. Beschwerdebeilagen 12 und 13). Da den Behörden seine Signalemente angeblich bekannt gewesen seien und sie gewusst E-6922/2013 Seite 12 hätten, das s er sich "in den Bergen" aufhalte (vgl. Akten BFM A 9/17 S. 13 A: 117, 123), wäre es diesen zudem ein Leichtes gewesen, den B e- schwerdeführer ausfindig zu machen, hätten sie tatsächlich ein Interesse an ihm gehabt. Damit ist der Behauptung, er werde in der Türkei aufgrund seiner Tätigkeit in der Logistikabteilung der PKK behördlich gesucht, die Grundlage entzogen . Vor diesem Hintergrund ist d as der Beschwerde beigelegte Schreiben des Gemeindevorstehers des Dorfes H._______ vom 2. Dezember 2013 mit deutscher Übersetzung (Beschwerdebeilagen 10 und 11) höchstens als Gefälligkeitsschreiben zu werten und vermag im Hinblick auf die Unglaubhaftigkeit der Aussagen nichts zu ändern . Ange- sichts dessen kann auf weitere Ausführungen verzichtet werden. 8.3 Weiter ist auf d ie Frage einzugehen, ob möglicherweise dem U m- stand asylrechtliche Relevanz zukommt, dass der Beschwerdeführer im Falle einer Rückkehr in die Türkei in den Militärdienst eingezogen werden könnte. Zunächst ist festzustellen, dass der Beschwerdeführer nicht geltend macht, er habe den Militärdienst verweigert. Der Umstand alleine, dass er sich längere Zeit im Ausland aufhält, ohne den Dienst geleistet zu haben, ist nicht mit einer Verweigerung des Militärdienstes gleichzusetzen. Die an die alte Adresse des Beschwerdeführers geschickte Aufschubbeschei- nigung des Ministeriums für Nationale Verteidigung vom 26. September 2013, welcher zu entnehmen ist, dass im Ausland lebende türkische Staatsangehörige die Möglichkeit haben, den Wehrdienst aufzuschieben oder ein Wehrdienst -Entgelt zu zahlen , sowie das fremdsprachige Schreiben des türkischen Konsulats in L._______ vom 25. April 2001 an den Beschwerdeführer lassen keine andere Schlussfolgerung zu. Ferner machte der Beschwerdeführer keine konkreten und substanzi ellen Anga- ben dazu, weshalb ihm aufgrund der Aufschubbescheinigung bei einer Rückkehr in die Türkei besondere Nachteile drohen würden. Im vorli e- genden Fall sind indessen ohnehin keine konkrete n Hinweise ersichtlich, dass der Beschwerdeführer ein Militäraufgebot erhalten hat. Darüber hin- aus ist zu erwähnen, dass eine allfällige Rekrutierung und eine allfällige Strafe wegen Refraktion oder Desertion gemäss konstanter Rechtspr e- chung grundsätzlich keine Verfolgung im Sine des Asylgesetzes oder der Flüchtlingskonvention darstellen würde, sondern es gehört zu den legit i- men Rechten eines Staates, seine Bürger zum Militärdienst einzuberufen und zur Durchsetzung der Wehrpflicht strafrechtliche oder disziplinarische Sanktionen zu verhängen (vgl. EMARK 2004 Nr. 2 E.6b. aa S. 16). Als flüchtlingsrechtlich relevant gilt eine Bestrafung erst dann, wenn ein E-6922/2013 Seite 13 Wehrpflichtiger aus einem Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG mit einer höhe- ren Strafe zu rechnen hat (sog. Politmalus; vgl. auch den die ständige einschlägige Praxis des Bund esverwaltungsgericht bestätigende Besti m- mung gemäss Art. 3 Abs. 3 AsylG), was vorliegend – entgegen seiner Meinung in der Replik – zu verneinen ist, zumal keine entsprechenden Anhaltspunkte in den Akten zu finden sind . Es liegt somit auch in dieser Hinsicht keine objektiv begründete Furcht vor Verfolgung vor. Aufgrund des Gesagten war das BFM, entgegen der Ansicht des Beschwerdefü h- rers, nicht gehalten, weitere Abklärungen zu unternehmen. Zudem sind Asylsuchende aufgrund der ihnen obliegenden Mitwirkungspflicht ve r- pflichtet, bei der Sachverhaltsfeststellung aktiv mitzuwirken ( BVGE 2011/27 E. 4.2 S. 539). An diesen Einschätzungen vermögen die übrigen pauschalen Behau p- tungen und Erklärungsversuche in der Replik vom 28. Mai 2014 nichts zu ändern, zumal sie sich in appellatorischer Kritik erschöpfen. 8.4 Insgesamt hat der Beschwerdeführer somit nichts vorgebracht, das geeignet wäre, die Flüchtlingseigenschaft nachzuweisen oder glaubhaft zu machen. Die Vorinstanz hat demnach das Asylgesuch zu Recht abg e- lehnt. 9. Gemäss Art. 44 Abs. 1 AsylG verfügt das Bundesamt in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz und ordnet den Vollzug an, wenn es das Asylgesuch ablehnt oder darauf nicht eintritt. Im Zeitpunkt des Erlasses der angefochtenen Verfügung verfügte der Be- schwerdeführer weder über eine ausländerrechtliche Aufenthaltsbewill i- gung noch über einen Anspruch auf Erteilung einer solchen, weshalb die Wegweisung vom BFM damals zu Recht angeordnet wurde. Am (…) 2014 heiratete der Beschwerdeführer eine Schweizer Bürgerin und e r- langte damit den Anspruch auf Ausstellung einer Aufenthaltsbewilligung. Gemäss Schreiben des Rechtsvertreters vom 27. Oktober 2014 habe der Beschwerdeführer beim zuständigen kantonalen Migrati onsamt ein G e- such um Erteilung einer Aufenthaltsbewilligung eingereicht . Aus den A k- ten ergibt sich des Weiteren, dass ihm die Bewilligung am 16. Oktober 2014 erteilt wurde. Damit sind die vom BFM verfügte Wegweisung und ihr Vollzug ohne Weiteres dahingefallen, weshalb die Beschwerde diesbezüg- lich als gegenstandslos geworden abzuschreiben ist. E-6922/2013 Seite 14 10. Aus diesen Erwägungen ergibt sich, dass die angefochtene Verfügung Bundesrecht nicht verletzt und den rechtserheblichen Sachverhalt richtig sowie vollständig feststellt (Art. 106 Abs. 1 AsylG ). Die Beschwerde i st soweit nicht gegenstandslos geworden abzuweisen. 11. 11.1 Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind die Kosten in der Regel nach dem Grad des Durchdringens zu verlegen. Zudem sind die Verfa h- renskosten für den gegenstandslos gewordenen Teil in der Regel jener Partei aufzuerlegen, deren Verhalten die Gegenstandslosigkeit bewirkt hat. Bei Verfahrensteilen, die ohne Zutun der Parteien gegenstandslos geworden sind, sind die entsprechenden Kosten aufgrund der Sachlag e vor Eintritt des Erledigungsgrundes festzulegen (Art. 5 und 15 des Re g- lements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht (VGKE, SR 173.320.2). 11.2 Die Verheiratung ist nicht als prozessual anrechenbares Verurs a- chen der Gegenstandslosigkeit zu werten. Die Erfolgsaussichten im Zei t- punkt des Eintritts der Gegenstandslosigkeit waren auch bezüglich der Wegweisung und des Vollzugs schlecht. Somit sind die vollen Kosten des Verfahrens von Fr. 600.– (Art. 1 ff. VGKE) dem Beschwerdeführer aufzu- erlegen (Art. 63 Abs. 1 VwVG). Der am 18. Dezember 2013 in gleicher Höhe einbezahlte Kostenvorschuss ist zur Bezahlung der Verfahrenskos- ten zu verwenden. Es ist keine Parteientschädigung auszurichten. (Dispositiv nächste Seite) E-6922/2013 Seite 15 Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 1. Die Beschwerde wird betreffend Verneinung der Flüchtlingseigenschaft und Ablehnung des Asylgesuches (Dispositiv -Ziffern 1 und 2 der ang e- fochtenen Verfügung) abgewiesen. 2. Das Beschwerdeverfahren wird als gegenstandslos geworden abg e- schrieben, soweit es den Wegweisungspunkt (Dispositiv -Ziffern 3 bis 5 der angefochtenen Verfügung) betrifft. 3. Die Verfahrenskosten von Fr. 600.– werden dem Beschwerdeführer auf- erlegt. Der einbezahlte Kostenvorschuss wird zur Bezahlung der Verfa h- renskosten verwendet. 4. Es wird keine Parteientschädigung ausgerichtet. 5. Dieses Urteil geht an den Beschwerdeführer, das BFM und die kantonale Migrationsbehörde. Die vorsitzende Richterin: Die Gerichtsschreiberin: Gabriela Freihofer Chantal Schwizer Versand: