<h2>SubmittedText<h2><p>Der Bundesrat wird eingeladen, endlich eine fundierte historische Aufarbeitung der Problematik der Verdingkinder in die Wege zu leiten.</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Die Problematik der Verdingkinder muss unter dem allgemeineren Blickwinkel der Sozialpolitik betrachtet werden, welche im Wesentlichen in die Kompetenz der Kantone und der Gemeinden fällt.</p><p>Der Bundesrat hat im Jahre 2000 beim Schweizerischen Nationalfonds das nationale Forschungsprogramm 51 (NFP 51) mit dem Titel "Integration und Ausschluss" in Auftrag gegeben, das mit 12 Millionen Franken dotiert ist und in welchem auch die Sozialpolitik Gegenstand der Forschung ist.</p><p>In Anbetracht der Tatsache, dass die Forschungsarbeiten im Rahmen des NFP 51 in der zweiten Hälfte dieses Jahres anlaufen und deren Ergebnisse in drei Jahren vorliegen werden, erachtet es der Bundesrat derzeit als verfrüht, die Notwendigkeit einer durch den Bund finanzierten historischen Studie in diesem Bereich abschätzen zu können.</p><p>Der Bundesrat betont sein grundsätzliches Interesse an einer fundierten Aufarbeitung dieses in der Tat schwierigen Kapitels in der Geschichte der Schweiz. Er ermutigt deshalb die Historiker und andere Forscher, sich dieses Themas anzunehmen und verweist auf die bestehenden Förderungsmöglichkeiten, insbesondere auf diejenigen des Schweizerischen Nationalfonds.</p>  Der Bundesrat beantragt, die Motion abzulehnen.