<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: SB.2001.00055</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="https://vgrzh.djiktzh.ch/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=https://vgrzh.djiktzh.ch&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=106393&amp;W10_KEY=4467147&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>SB.2001.00055</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 21.11.2001</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">2. Abteilung/2. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Steuerrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Revision (ausserordentliche Einkünfte, Steuerjahr 1998)</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Die Beschwerdeführerin versäumte wegen angeblich durch eine psychische Krankheit einer Hilfsperson verursachter Fehler Auflage- und Einsprachefristen. Revision oder Wiederherstellung der Einsprachefrist gegen eine rechtskräftig gewordene Einschätzung?<br/>Die Krankheit einer Hilfsperson ist kein Revisionsgrund im Sinne von § 155 Abs. 1 lit. a/b StG (E. 2a-d).<br/>Ein Fristwiederherstellungsgrund stellt keinen aussergesetzlichen Revisionsgrund gegen rechtskräftige Entscheide dar. Auseinandersetzung mit RB 1977 Nr. 71 und der übrigen Lehre und Praxis (E. 3).<br/>Die Frist für ein Fristwiederherstellungsgesuch gegen einen rechtskräftigen Entscheid beträgt gemäss § 15 Abs. 2 VO StG 30 Tage (E. 4).</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: AUSSERGESETZLICHER REVISIONSGRUND">AUSSERGESETZLICHER REVISIONSGRUND</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: EINSPRACHEFRIST">EINSPRACHEFRIST</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: Urteile: Steuerrecht UR: Ãbriges ST: FRISTWIEDERHERSTELLUNG">FRISTWIEDERHERSTELLUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: PSYCHISCHE ERKRANKUNG">PSYCHISCHE ERKRANKUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: RECHTSKRAFT">RECHTSKRAFT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: Urteile: Steuerrecht UR: Ãbriges ST: REVISION">REVISION</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: REVISIONSGRÃNDE">REVISIONSGRÃNDE</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: WIEDERHERSTELLUNGSFRIST">WIEDERHERSTELLUNGSFRIST</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade">Art. 8 lit. I BV</span><br/><span class="gerade">§ 129 lit. II StG</span><br/><span class="ungerade">§ 155 lit. I StG</span><br/><span class="gerade">§ 156 StG</span><br/><span class="ungerade">Art. 51 StHG</span><br/><span class="gerade">§ 15 lit. II VO StG</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 2 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Einzug1"><span>I. Der zustÃ¤ndige SteuerkommissÃ¤r forderte mit Auflage vom 18. April 2000 A auf, im Hinblick auf die allfÃ¤llige Erhebung einer separaten Jahressteuer auf ausserordentlichen EinkÃ¼nften im Kalenderjahr 1998 bzw. in dem in diesem Jahr abgeschlossenen GeschÃ¤ftsjahr verschie­dene Unterlagen einzureichen. Da die Pflichtige auf diese Aufforderung nicht reagiert hatte, mahnte der SteuerkommissÃ¤r am 25. Mai 2000 seine Auflage. Nachdem auch auf diese Mahnung hin die verlangten Unterlagen nicht eingereicht worden waren, schÃ¤tzte der SteuerkommissÃ¤r die Pflichtige am 15. Juni 2000 gemÃ¤ss § 139 Abs. 2 des Steuergesetzes vom 8. Juni 1997 (StG) mit steuerbaren ausserordentlichen EinkÃ¼nften 1998 von Fr. 600'000.- ein (separate Jahressteuer gemÃ¤ss Art. 69 Abs. 2 und Abs. 3 des Bundesgesetzes Ã¼ber die Harmonisierung der direkten Steuern der Kantone und Gemeinden vom 14. Dezember 1990 [StHG], in der Fassung vom 9. Oktober 1998, sowie gemÃ¤ss §§ 1 und 2 der Verordnung des Regierungsrates Ã¼ber den Vollzug von Art. 69 StHG vom 14. Oktober 1998).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>II. Mit einer als Revisionsgesuch bezeichneten Eingabe vom 30. November 2000 liess die Pflichtige dem kantonalen Steueramt beantragen, der EinschÃ¤tzungsentscheid vom 15. Juni 2000 sei zu revidieren und die ausserordentlichen EinkÃ¼nfte fÃ¼r 1998 seien auf Fr. 68'725.- festzusetzen. Zur BegrÃ¼ndung liess sie in tatsÃ¤chlicher Hinsicht ausfÃ¼hren, fÃ¼r die Erledigung ihrer administrativen Angelegenheiten habe sie ein Sekretariat unterhalten, mit dessen FÃ¼hrung von September 1999 bis August 2000 C betraut gewesen sei. Dessen Anstellung habe sich im Nachhinein als Fehler erwiesen, denn C habe ihr "zufolge seiner Ãberforderung und seines gestÃ¶rten VerhÃ¤ltnisses zu finanziellen Angelegenheiten (...) diverse Schreiben des kantonalen Steueramtes im Zusammenhang mit ihrer Veranlagung fÃ¼r das Steuerjahr 1998 vorenthalten", so insbesondere auch die Auflage vom 18. April 2000, die darauf ergangene Mahnung vom 25. Mai 2000, den EinschÃ¤tzungsentscheid vom 15. Juni 2000 und die darauf erfolgte Rech­nung vom 24. Juli 2000. Erst nach dem Weggang von C sei sie auf eine Mahnung des Steueramts der Stadt ZÃ¼rich vom 20. September 2000 gestossen und am 27. September 2000 auf die "bis zu diesem Zeitpunkt nie gesichtete Korrespondenz des Steueramtes der Stadt ZÃ¼rich".</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Mit Entscheid vom 18. Dezember 2000 trat das kantonale Steueramt auf das Revisionsbegehren nicht ein und wies ein allfÃ¤lliges Fristwiederherstellungsgesuch ab. Zur BegrÃ¼ndung wurde im Wesentlichen ausgefÃ¼hrt, die behauptete psychische Erkrankung des SekretÃ¤rs der Pflichtigen stelle keine neue Tatsache im Sinne von § 155 Abs. 1 lit. a StG dar. Soweit sich die Pflichtige im Ãbrigen fÃ¼r eine Fristwiederherstellung auf das Fehlverhalten von C berufe, sei ihre Sachverhaltsschilderung wenig Ã¼berzeugend. GemÃ¤ss ihren eigenen Angaben habe die Pflichtige zudem sÃ¤mtliche Unterlagen am 27. September 2000 aufgefunden und zur Kenntnis genommen. Ein Fristwiederherstellungsgesuch hÃ¤tte spÃ¤tes­tens innert 30 Tagen ab diesem Datum gestellt werden mÃ¼ssen und sei deshalb am 30. November 2000 klar verspÃ¤tet gewesen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>III. Eine Einsprache der Pflichtigen gegen diesen Entscheid wies das kantonale Steueramt am 6. Juni 2001 ab.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>IV. Mit Rekurs vom 5. Juli 2001 liess die Pflichtige beantragen, der Einspracheentscheid des kantonalen Steueramts vom 6. Juni 2001 sei aufzuheben, der EinschÃ¤tzungsentscheid vom 15. Juni 2000 sei zu revidieren und die ausserordentlichen EinkÃ¼nfte fÃ¼r 1998 seien auf Fr. 68'725.- festzusetzen. Bei der Krankheit C</span><span>'</span><span>s, die letztendlich dazu gefÃ¼hrt habe, dass die EinschÃ¤tzung in dieser Form vorgenommen wurde und in Rechtskraft erwuchs, handle es sich um einen Revisionsgrund sui generis.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die Steuerrekurskommission II des Kantons ZÃ¼rich wies den Rekurs am 20. August 2001 ab. Die angebliche Krankheit des SekretÃ¤rs stelle keine als Revisionsgrund relevante neue Tatsache dar. Als Fristwiederherstellungsgesuch wiederum sei die Eingabe vom 30. November 2000 verspÃ¤tet gewesen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>V. In der gegen diesen Entscheid erhobenen Beschwerde vom 19. September 2001 lÃ¤sst die Pflichtige die folgenden AntrÃ¤ge stellen:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="EinzugZitat"><span>"1. Der Entscheid der Rekurskommission II des Kantons ZÃ¼rich vom 20. August 2001 sei aufzuheben;</span></p> <p class="EinzugZitat"><span> </span></p> <p class="EinzugZitat"><span>2. Der EinschÃ¤tzungsentscheid vom 15. Juni 2000 sei zu revidieren;</span></p> <p class="EinzugZitat"><span> </span></p> <p class="EinzugZitat"><span>3. Die ausserordentlichen EinkÃ¼nfte fÃ¼r das Steuerjahr 1998 seien auf Fr. 68'725.- festzusetzen.</span></p> <p class="EinzugZitat"><span> </span></p> <p class="EinzugZitat"><span>Alles unter Kosten und EntschÃ¤digungsfolgen zu Lasten des Staates."</span></p> <p class="Einzug1"><a id="Text3"><span> </span></a></p> <p class="Einzug1"><span>Steuerrekurskommission und kantonales Steueramt schlossen auf Abweisung der Beschwerde.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>Das Verwaltungsgericht zieht in ErwÃ¤gung:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>1. Mit der Steuerbeschwerde an das Verwaltungsgericht kÃ¶nnen laut § 153 Abs. 3 StG alle Rechtsverletzungen, einschliesslich Ãberschreitung oder Missbrauch des Ermessens, und die unrichtige oder unvollstÃ¤ndige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts geltend gemacht werden. Die Pflichtige lÃ¤sst in erster Linie rÃ¼gen, die Vorschriften betreffend die Revision rechtskrÃ¤ftiger Entscheide gemÃ¤ss § 155 StG seien falsch angewendet worden, da zu Unrecht das Vorliegen eines Revisionsgrundes verneint worden sei. Damit wird ein zulÃ¤ssiger Beschwerdegrund vorgebracht.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>2. a) Die Revision dient laut § 155 Abs. 1 StG der Aufhebung oder AbÃ¤nderung eines rechtskrÃ¤ftigen Entscheides zugunsten einer steuerpflichtigen Person, wenn nachtrÃ¤glich erhebliche Tatsachen oder entscheidende Beweismittel entdeckt werden (lit. a), die erkennende BehÃ¶rde erhebliche Tatsachen oder entscheidende Beweismittel, die ihr bekannt waren oder bekannt sein mussten, ausser Acht gelassen oder in anderer Weise wesentliche VerfahrensgrundsÃ¤tze verletzt hat (lit. b) oder wenn ein Verbrechen oder Vergehen den Entscheid beeinflusst hat (lit. c).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) Bereits die Eingabe der Pflichtigen an das Steueramt vom 30. November 2000 wurde als Revisionsbegehren bezeichnet. Hinsichtlich eines fehlerhaften rechtskrÃ¤ftigen Entscheides sei die Revision und nicht die Fristwiederherstellung (§ 129 Abs. 2 StG, § 15 der Verordnung zum Steuergesetz vom 1. April 1998 [VO StG]) das zu ergreifende Rechts­mittel. In der Eingabe vom 30. November 2000 sowie in der Einspracheschrift machte die Pflichtige vorwiegend geltend, die psychische Erkrankung ihres frÃ¼heren SekretÃ¤rs C und die dadurch verursachte falsche Behandlung ihrer Steuerkor­res­pondenz stelle eine neue erhebliche Tatsache dar, die im Revisionsverfahren zu berÃ¼cksichtigen sei. Dagegen liegt das Hauptgewicht der Argumentation in der Rekursschrift auf der Behauptung, die durch die Erkrankung des SekretÃ¤rs verursachte Frist­versÃ¤umnis stelle einen aussergesetzlichen Revisionsgrund dar. Diese These stÃ¼tzt sie einerseits auf einen Entscheid des Verwaltungsgerichts vom 25. November 1977 (SB 62/1977 = RB 1977 Nr. 71), anderseits auf eine Literaturmeinung (Felix Richner/Wal­ter Frei/Stefan Kaufmann, Kommentar zum harmonisierten ZÃ¼rcher Steuergesetz, ZÃ¼rich 1999, § 155 N. 19), welche den nÃ¤mlichen Entscheid aufgreift. In der Beschwerdeschrift wird â neben der letztgenannten Argumentation â wiederum der Revisions­grund der NichtberÃ¼cksichtigung erheblicher Tatsachen aufgegriffen. Weder aus der Eingabe vom 20. November 2000 noch aus der Rekursschrift noch aus der Beschwerdeschrift wird jedoch deutlich, ob damit der Revisionsgrund gemÃ¤ss § 155 Abs. 1 lit. a oder lit. b StG angerufen werden soll. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Bevor auf einen allfÃ¤lligen aussergesetzlichen Revisionsgrund eingegangen wird (E. 3), sind die gesetzlichen RevisionsgrÃ¼nde zu prÃ¼fen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>c) Die Vorinstanz fÃ¼hrte zu Recht aus, dass der Revisionsgrund der neuen Tatsachen gemÃ¤ss § 155 Abs. 1 lit. a StG einen Sachverhalt (bzw. ein Beweismittel) voraussetzt, welcher (welches) inhaltlich zu einer anderen Besteuerung fÃ¼hren wÃ¼rde als in dem Entscheid, gegen den sich das Revisionsgesuch richtet. Massgebend ist damit, dass die neu entdeckten Tatsachen oder Beweismittel die tatbestÃ¤ndliche Grundlage der umstrittenen Veranlagung zu verÃ¤ndern vermÃ¶gen (vgl. Hugo Casanova, Ãnderungen rechtskrÃ¤ftiger VerfÃ¼gungen und Entscheide, ASA 61 [1992/93], S. 447 ff., 449; Klaus Vallender in: Kom­­mentar zum schweizerischen Steuerrecht I/1, Basel und Frankfurt a.M. 1997, Art. 51 StHG N. 11). Bei der angeblichen Krankheit C</span><span>'</span><span>s handelt es sich indes um keine Tatsache, die sich unmittelbar auf die Besteuerung auswirkt. Auch nach den von der Pflichtigen gemachten Angaben hat diese Krankheit lediglich dazu gefÃ¼hrt, dass die in der Auflage vom 18. April 2000 sowie in der Mahnung vom 25. Mai 2000 gesetzten Fristen zur Einreichung der Belege nicht eingehalten worden sind. Aus demselben Grund konnte auch die Einsprachefrist gegen die EinschÃ¤tzung vom 15. Juni 2000 nicht genutzt werden und ist diese schliesslich in Rechtskraft erwachsen. Die angebliche Erkrankung C</span><span>'</span><span>s und die daraus folgenden Handlungsweisen fÃ¼hrten insgesamt also lediglich zur VersÃ¤umung der gesetzten Fristen, nicht zu einer VerÃ¤nderung der steuerlich relevanten Tatsachen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>d) Die Vorbringen der Pflichtigen lassen allenfalls auch auf die Geltendmachung des Revisionsgrundes der Nichtbeachtung erheblicher Tatsachen oder entscheidender Beweismittel im Sinne von § 155 Abs. 1 lit. b schliessen. Dies verfÃ¤ngt jedoch nicht, denn bereits nach dem Gesetzeswortlaut bezieht sich dieser Revisionsgrund nur auf Tatsachen, die der erkennenden BehÃ¶rde bekannt waren oder bekannt sein mussten. Da die Belege, mit denen allenfalls ein steuerbares ausserordentliches Einkommen von lediglich Fr. 68'725.- statt der veranlagten Fr. 600'000.- hÃ¤tten geltend gemacht werden kÃ¶nnen, trotz unbestritten­ermassen korrekter Vorgehensweise der SteuerbehÃ¶rde nicht eingereicht wurden, konnte diese auch keine Kenntnis dieser Tatsachen haben.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die Missachtung wesentlicher VerfahrensgrundsÃ¤tze (§ 155 Abs. 1 lit. b StG) wird von der Pflichtigen zu Recht nicht geltend gemacht.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>e) Mit der Fristwiederherstellung kÃ¶nnen Rechtsnachteile, die eine Verfahrenspartei infolge unverschuldeter FristversÃ¤umnis erlitten hat, beseitigt werden. Eine Partei wird auf diese Weise wieder in den Stand vor VersÃ¤umnis der Frist versetzt (Richner/Frei/Kauf­mann, § 129 N. 17). Die nach den Angaben der Pflichtigen zu hohe EinschÃ¤tzung ihres steuerbaren ausserordentlichen Einkommens fÃ¼r das Jahr 1998 ist nach dem AusgefÃ¼hrten allein auf die durch C verursachte mehrfache FristversÃ¤umnis zurÃ¼ckzufÃ¼hren. Die Vorinstanzen haben das Revisionsbegehren der Pflichtigen damit zu Recht als Fristwiederherstellungsgesuch behandelt.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Gleichwohl stellt sich die Frage, ob ein Fristwiederherstellungsgesuch hinsichtlich einer rechtskrÃ¤ftigen EinschÃ¤tzung â im Sinne der Behauptung der Pflichtigen â einen aus­sergesetzlichen Revisionsgrund darstellt (E. 3). Weiter ist auch darauf einzugehen, welche Fristbestimmungen fÃ¼r ein solches Gesuch gelten (E. 4).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>3. a) Die Pflichtige behauptet, hinsichtlich rechtskrÃ¤ftiger Entscheide seien allfÃ¤llige FristwiederherstellungsgrÃ¼nde als aussergesetzliche RevisionsgrÃ¼nde zu behandeln. Diesen Standpunkt stÃ¼tzt sie im Wesentlichen auf den bereits erwÃ¤hnten Entscheid des Verwaltungsgerichts (RB 1977 Nr. 71). Dem im Rechenschaftsbericht wiedergegebenen Auszug ist einerseits zu entnehmen, dass WiederherstellungsgrÃ¼nde, die erst nach Rechtskraft eines Entscheides vorgebracht werden kÃ¶nnen, als RevisionsgrÃ¼nde besonderer Art bei der BehÃ¶rde geltend zu machen seien, die den Entscheid â auch einen Rechtsmittelentscheid â getroffen hat. Anderseits wird auf die spezifische Problematik eingegangen, dass eine untere BehÃ¶rde nicht mit der GewÃ¤hrung einer Fristwiederherstellung den Entscheid einer oberen BehÃ¶rde aufheben dÃ¼rfe.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) Im angefÃ¼hrten Entscheid war erst dem Verwaltungsgericht ein Fristwiederherstel­lungsgesuch unterbreitet worden, nachdem die Einsprachefrist verpasst worden und auf den Rekurs hin der Nichteintretensentscheid der Steuerkommission von der Steuerrekurs­kommission bestÃ¤tigt worden war. Auf das Fristwiederherstellungsgesuch trat das Verwal­tungsgericht nicht ein und wies es zur Beurteilung an die Steuer­rekurs­kom­mis­sion zurÃ¼ck. Zwar wÃ¤re nach § 32 Abs. 4 der damals geltenden Voll­ziehungs­verordnung zum Steuergesetz vom 26. November 1951 (VV aStG; ZG 2, S. 260 ff.) die Steuerkommission als in der Sache selbst zustÃ¤ndige BehÃ¶rde fÃ¼r die Beurteilung des Frist­wiederherstellungsgesuchs zu­­stÃ¤ndig gewesen (gleichlautend § 15 Abs. 3 VO StG). Ãber deren Nichteintretensentscheid habe aber bereits die Steuer­rekurs­kommission geurteilt und es gehe nicht an, dass die Steuerkommission diesen Rechtsmittel­entscheid im Wieder­herstellungsverfahren aufheben kÃ¶nne. Allein aufgrund dieser ErwÃ¤gung hielt das Verwal­tungs­gericht im konkreten Fall die erwÃ¤hnte Bestimmung zur Fristwiederherstellung (§ 32 Abs. 4 VV aStG) fÃ¼r nicht anwendbar und zog analog die Bestimmung Ã¼ber die Revision heran, nach der das Revisionsbegehren bei derjenigen BehÃ¶rde einzureichen ist, die den Ent­scheid getroffen hat (§ 110 Abs. 1 des Steuergesetzes vom 8. Juli 1951 [aStG; ZG 2, S. 185 ff.]; entspricht wÃ¶rtlich § 157 Abs. 1 StG).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die Vorinstanz fÃ¼hrte zutreffend aus, dass mit dem nur bezÃ¼glich der ZustÃ¤ndigkeit analogen Beizug der Revisionsbestimmungen nicht auch die anderen ModalitÃ¤ten der Revision zur Geltung gebracht werden sollten, namentlich etwa die dreimonatige Revisionsfrist gemÃ¤ss § 109 aStG statt der lediglich zwanzigtÃ¤gigen Frist gemÃ¤ss § 32 Abs. 3 VV aStG. Das Verwaltungsgericht behandelte im angefÃ¼hrten Entscheid das Begehren denn auch nicht als Revisionsgesuch, sondern als Fristwiederherstellungsgesuch. Auf dieses wiederum trat es nicht ein (Dispositiv Ziff. 2).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>c) Aus dem in RB 1977 Nr. 71 publizierten Auszug geht zwar nicht ausdrÃ¼cklich hervor, in welchem Umfang die Revisionsvorschriften analog herangezogen werden. Aufgrund der ErwÃ¤gungen zur Entscheidhierarchie kann ihm aber immerhin implizit entnommen werden, dass mit dem analogen Beizug der Revisionsvorschriften allein die behÃ¶rdliche ZustÃ¤ndigkeit geregelt werden sollte. Ausserdem erhellt aus anderen publizierten Urteilen, dass bei Fristwiederherstellungsgesuchen gegenÃ¼ber rechtskrÃ¤ftigen Entscheiden nicht die Vorschriften betreffend die Revision zur Anwendung gelangen sollen. So ist dem Entscheid des Verwaltungsgerichts vom 25. MÃ¤rz 1972 (RB 1972 Nr. 34) zu entnehmen, dass "eine FristversÃ¤umnis, die ihren Grund in persÃ¶nlichen VerhÃ¤ltnissen des Pflichtigen hat, ... nicht nach den Vorschriften Ã¼ber die Revision, sondern nach den Bestimmungen Ã¼ber die Fristwiederherstellung zu beurteilen [ist]. Eine psychische Erkrankung muss, auch wenn sie der Pflichtige nicht erkannt hat, wie eine physische Krankheit oder wie Landesabwesenheit, welche UmstÃ¤nde sich nicht als RevisionsgrÃ¼nde denken lassen, aufgrund von § 32 Abs. 2 VV [a]StG beurteilt werden." Hat demnach FristversÃ¤umnis ihren Grund in persÃ¶nlichen VerhÃ¤ltnissen, so ist sie selbst dann nach den Bestimmungen Ã¼ber die Frist­wiederherstellung zu beurteilen, wenn die Voraussetzungen einer Revision gegeben sein kÃ¶nnten (Ferdinand Zuppinger/Erwin SchÃ¤rrer/Ferdinand Fessler/Markus Reich, Kommen­tar zum ZÃ¼rcher Steuergesetz, ErgÃ¤nzungsband, 2. A., Bern 1983, § 78 N. 24). Auch in einem Ã¤lteren Entscheid der Oberrekurskommission vom 10. Februar 1960 (RB 1960 Nr. 69) wird mit aller Deutlichkeit der Grundsatz vertreten, dass eine Fristwiederherstellung auch nach Abschluss des in Frage stehenden Verfahrens mÃ¶glich sei. Die Rechtskraft eines Entscheides sei nicht absolut, sondern unterliege den EinschrÃ¤nkungen, die sich aus dem Rechtsbehelf der Fristwiederherstellung ergÃ¤ben. Etwas anderes ergibt sich auch nicht aus einem weiteren von Richner/Frei/Kaufmann (§ 129 N. 26) erwÃ¤hnten, nicht publizierten Entscheid (VGr, 4. November 1992, SR 91/0086). Zwar wird in diesem ausgefÃ¼hrt, dass ein Fristwiederherstellungsgesuch ohne besondere behÃ¶rdliche Anordnung die Rechts­kraft eines EinschÃ¤tzungsentscheides nicht beseitige (E. 4b). Dass auch hinsichtlich rechtskrÃ¤ftiger EinschÃ¤tzungen bei unverschuldeter FristversÃ¤umnis die Fristwiederherstellung und nicht die Revision Platz greife, wird jedoch in keiner Weise in Frage gestellt.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die noch in der Einspracheschrift deutlich vertretene Ansicht, dass eine Frist nur dann wiederhergestellt werden kÃ¶nne, wenn sie noch offen sei, ist unrichtig und scheint auf einer Verwechslung von Fristerstreckung und Fristwiederherstellung zu beruhen. Sie wird denn auch in der in Rekurs- und Beschwerdeschrift nur insofern aufrecht erhalten, als die Fristwiederherstellung gegenÃ¼ber rechtskrÃ¤ftigen Entscheiden als unzulÃ¤ssig erachtet wird. Aufgrund der vorstehenden AusfÃ¼hrungen kann aber auch dieser Ansicht nicht gefolgt werden. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>d) Die Vorinstanz steht mit ihrer Abgrenzung zwischen Revision und Fristwiederherstellung im Einklang mit der Praxis und der wohl Ã¼berwiegenden Lehre (vgl. auch JÃ¼rg Baur/Marianne KlÃ¶ti-Weber/Walter Koch/Bernhard Meier/Urs Ursprung, Kommentar zum Aargauer Steuergesetz, Muri-Bern 1991, § 171 N. 3; in diesem Sinne auch Vallender, Art. 51 StHG N. 7). Auch wenn die angefÃ¼hrte Praxis der Geltungszeit des Steuergesetzes vom 8. Juli 1961 entstammt, ist sie â in den hier interessierenden Punkten â auf das neue Recht Ã¼bertragbar, war doch keine materielle Ãnderung der Bestimmungen Ã¼ber Wiederher­stellung und Revision beabsichtigt (ABl 1994 II 1508, 1515; Prot. KR [1995-99], S. 4900, 4905, 6675, 6712).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Vor diesem Hintergrund wird deutlich, dass der in der Beschwerde erhobene Vorwurf nicht zutrifft, die Rekurskommission habe den in RB 1977 Nr. 71 auszugsweise wiedergegebenen Entscheid einseitig zu Lasten der Pflichtigen interpretiert.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>e) Entgegen der von der Pflichtigen vertretenen Auffassung â und damit auch entgegen der von Richner/Frei/Kaufmann (§ 129 N. 26, § 155 N. 19) geÃ¤usserten Meinung â handelt es sich bei der unverschuldeten FristversÃ¤umnis nicht um einen (aussergesetzlichen) Revisionsgrund. Folglich ist auch hinsichtlich rechtskrÃ¤ftiger Entscheide die Frist­wiederherstellung im Sinne von § 15 VO StG anzustrengen, wenn lediglich GrÃ¼nde vorgebracht werden, die zur FristversÃ¤umnis gefÃ¼hrt haben. Die Vorschriften Ã¼ber die Revision sind dabei nur betreffend die behÃ¶rdliche ZustÃ¤ndigkeit analog anwendbar, wenn bereits ein Rechtsmittel­entscheid vorliegt und GrÃ¼nde der Entscheidhierarchie dagegen sprechen, dass die untere BehÃ¶rde mit einer Fristwiederherstellung den Entscheid einer Ã¼bergeordneten BehÃ¶rde aufhebt.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>4. a) Mit der Fristwiederherstellung kÃ¶nnen die versÃ¤umten Handlungen nachgeholt werden. Da sich der Verordnungswortlaut nur auf die "Geltendmachung eines Rechts" (§ 15 Abs. 1 Satz 1 VO StG) bezieht, kÃ¶nnte im vorliegenden Fall lediglich die Einsprachefrist wiederhergestellt werden, nicht aber die im Veranlagungsverfahren gesetzten Fris­ten (Richner/Frei/Kaufmann, § 129 N. 18, welche die in § 15 Abs. 1 Satz 1 VO StG getroffene LÃ¶sung jedoch als zu eng empfinden). Die Pflichtige hÃ¤tte somit â bei rechtzeitiger Geltendmachung der WiederherstellungsgrÃ¼nde bei der SteuerbehÃ¶rde â die Wiederherstel­lung der Einsprachefrist verlangen und sÃ¤mtliche GrÃ¼nde und Beweismittel vorbringen kÃ¶nnen, die sie bezÃ¼glich der HÃ¶he des ausserordentlichen Einkommens im Rahmen des Revisionsbegehrens gestellt hat.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) WÃ¼rde den Pflichtigen, die erst nach Eintritt der Rechtskraft ihre WiederherstellungsgrÃ¼nde vorbringen kÃ¶nnen, der Weg der Revision erÃ¶ffnet, so hÃ¤tte das eine Ungleich­behandlung mit jenen Pflichtigen zur Folge, die noch vor der Rechtskraft die Frist­wiederherstellung verlangen. Trotz gleicher vorgebrachter GrÃ¼nde kÃ¤me die erste Gruppe in den Genuss eines vollstÃ¤ndigen Verfahrens, da ihr gegen den allenfalls revidierten Veranlagungsentscheid auch das Einspracheverfahren offen stÃ¼nde. Allein schon aus diesem Grund drÃ¤ngt sich eine verfahrensmÃ¤ssige Gleichbehandlung aller Pflichtigen auf, die Frist­wiederherstellungsgrÃ¼nde geltend machen. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>c) Aus GleichbehandlungsgrÃ¼nden verbietet sich auch der Beizug der 90 Tage dauernden Einreichungsfrist fÃ¼r die Revision (§ 156 StG). Wie dargelegt verÃ¤ndert ein Frist­wiederherstellungsgesuch seinen Charakter nicht dadurch, dass der in Frage gestellte Entscheid bereits in Rechtskraft erwachsen ist. Es wÃ¼rde aber eine ungerechtfertigte Besserstellung derjenigen bedeuten, welche die WiederherstellungsgrÃ¼nde erst nach dem Eintritt der Rechtskraft entdecken, wenn ihnen eine dreimal lÃ¤ngere Frist fÃ¼r deren Geltendmachung zur VerfÃ¼gung stÃ¼nde. FÃ¼r die Qualifikation des Rechtsmittels ist damit also auch nach bereits eingetretener Rechtskraft eines Entscheides auf die vorgebrachten GrÃ¼nde (RevisionsgrÃ¼nde gemÃ¤ss § 155 StG oder aber FristwiederherstellungsgrÃ¼nde gemÃ¤ss § 15 VO StG) abzustellen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>d) DarÃ¼ber hinaus weist die Vorinstanz zu Recht darauf hin, dass die von der Pflichtigen postulierte LÃ¶sung, welche allfÃ¤llige FristwiederherstellungsgrÃ¼nde als aussergesetzliche RevisionsgrÃ¼nde behandeln mÃ¶chte, zu einem Leerlaufen der in § 15 Abs. 2 VO StG enthaltenen Frist von 30 Tagen fÃ¼hren mÃ¼sste. WÃ¼rde man bei Wiederherstellungsgesuchen hinsichtlich rechtskrÃ¤ftiger Entscheide die Frist von 90 Tagen gemÃ¤ss § 156 StG zur Anwendung bringen, so kÃ¶nnte dies zu markanten Ungleichbehand­lungen von Pflichtigen fÃ¼hren, welche die Wiederherstellung kurz vor Eintritt der Rechtskraft des Entscheides oder aber erst kurz danach verlangen. Auch wÃ¼rde die schwierige Frage aufgeworfen, welche Frist fÃ¼r ein Wiederherstellungsgesuch zur Anwendung kÃ¤me, das zwar nach Eintritt der Rechtskraft des in Frage gestellten Entscheides gestellt wird, des­sen Grund aber bereits vor dem Eintritt der Rechtskraft entdeckt worden ist. Denkt man die von der BeschwerdefÃ¼hrerin vertretene Auffassung zu Ende, so mÃ¼sste auch in einem solchen Fall die Frist von 90 Tagen zur Anwendung kommen. Damit hÃ¤tten es die Pflichtigen in der Hand, lediglich den Eintritt der Rechtskraft eines Entscheides abzuwarten, um in der Folge von einer viel lÃ¤ngeren Wiederherstellungsfrist profitieren zu kÃ¶nnen. Dass ein solches HinauszÃ¶gern dem Zweck einer befÃ¶rderlichen Verfahrenserledigung und letztendlich auch der Rechtssicherheit zuwider laufen wÃ¼rde, ist offensichtlich.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>5. a) Im Ergebnis haben also Steueramt und Steuerrekurskommission zu Recht die als Revisionsgesuch bezeichnete Eingabe der Pflichtigen als Fristwiederherstellungsgesuch behandelt. Die Anwendung der 30-tÃ¤gigen Frist gemÃ¤ss § 15 Abs. 2 VO StG ist folgerichtig und stellt keine Rechtsverletzung dar.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) Die Pflichtige hat nach eigenen Angaben am 27. September 2000 erkannt, dass sie aufgrund von Fehlleistungen C</span><span>'</span><span>s einige wesentliche Fristen versÃ¤umt hat. Ihre als Revisionsgesuch bezeichnete Eingabe an die SteuerbehÃ¶rde datiert jedoch vom 30. November 2000. Die 30-tÃ¤gige Frist war zu diesem Zeitpunkt schon seit Ã¼ber einem Monat verstrichen. Zu Recht sind damit SteuerbehÃ¶rde und Rekurskommission wegen Ver­spÃ¤tung nicht auf das Fristwiederherstellungsgesuch eingetreten.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>c) Angesichts dieser FristversÃ¤umnis kann auch offen bleiben, in welcher Weise die angeblichen psychischen StÃ¶rungen C</span><span>'</span><span>s bei eingehaltener Frist zu beurteilen gewesen wÃ¤ren. Weitere AbklÃ¤rungen zur psychischen Gesundheit, wie sie die Pflichtige vorschlagen lÃ¤sst, sind damit nicht notwendig.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>6. Steueramt und Rekurskommission sind insgesamt zu Recht davon ausgegangen, dass die durch die angebliche Krankheit verursachte FristversÃ¤umnis keinen Revisionsgrund darstellt. Soweit sich die vorliegende Beschwerde gegen die Abweisung des Revisionsbegehrens richtet, ist sie abzuweisen. Entgegen der in der Beschwerdeschrift erhobenen Behauptung liegt auch kein anderer Revisionsgrund vor. Soweit das Revisionsgesuch als Fristwiederherstellungsgesuch zu behandeln ist, ist das kantonale Steueramt wegen VerspÃ¤tung zu Recht nicht darauf eingetreten. Die Beschwerde ist somit vollumfÃ¤nglich abzuweisen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>7. ...</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>DemgemÃ¤ss entscheidet das Verwaltungsgericht:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>1. Die Beschwerde wird abgewiesen.</span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2">2. ...</p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>