A bteilung I A -427/2007 {T 0/2} U rteil vom 25. M ai 2007 M itw irkung: R ichter André M oser (Vorsitz); R ichter Jürg Kölliker; R ichter Beat Forster; G erichtsschreiberin Yasem in C evik. A._______, Beschw erdeführer, vertreten durch R echtsanw alt D r. iur. Peter A. Sträuli, gegen Eidgenössische Technische H ochschule Zürich (ETH Zürich), R echtsdienst, R äm istrasse 101, 8092 Zürich ETH -Zentrum , Beschw erdegegnerin, ETH -B eschw erdekom m ission, Postfach 6061, 3001 Bern, Vorinstanz betreffend Exm atrikulation. B u n d e s v e rw a ltu n g s g e ric h t T rib u n a l a d m in is tra tif fé d é ra l T rib u n a le a m m in is tra tiv o fe d e ra le T rib u n a l a d m in is tra tiv fe d e ra l2 Sachverhalt: A. A._______ w urde erstm als m it Arbeitsvertrag vom 14. Juni 2002 am Insti- tut für Elektronik (IfE) des D epartem ents Inform ationstechnologie und Elektronik (D -ITET) der Eidgenössischen Technischen H ochschule Zürich (ETH Z) auf ein Jahr befristet als D oktorand angestellt. D er Vertrag w urde jährlich erneuert und letztm als am 3. Juni 2004 für ein Jahr bis zum 31. M ai 2005 abgeschlossen. D ie von A._______ im Juni bzw . Au- gust 2004 eingereichten Entw ürfe für einen Forschungsplan w ies der D ok- toratsleiter Professor B._______ jew eils zurück. D ieser eröffnete A._______ m it Schreiben vom 26. August 2004 die N iederlegung der Lei- tung des D oktorats. Er begründete diesen Schritt m it dem ungenügenden N iveau der vorgelegten R esultate, dem m angelnden W issen, den fehlen- den Bem ühungen zur Verbesserung des W issensstands und der N ichtbe- folgung von Em pfehlungen. Am 31. August und am 18. O ktober 2004 legte Professor B._______ A._______ je eine Vereinbarung zur Auflösung des Arbeitsvertrages vor, w elche letzterer nicht unterzeichnete. M it Schreiben vom 11. O ktober 2004 w andte sich A._______ an Professor C ._______, den dam aligen Präsidenten der ETH Z. Er führte im W esentlichen aus, er sei m it dem Entschluss seines D issertationsleiters nicht einverstanden, da ihn keine Schuld treffe. Abschliessend ersuchte er Professor C ._______ um einen Vorschlag zur Lösung der Problem e. B. D ie ETH Z verfügte am 12. N ovem ber 2004 die Exm atrikulation von A._______ als D oktorand am IfE. Zur Begründung w urden die Ausfüh- rungen des D issertationsleiters gem äss Schreiben vom 26. August 2004 übernom m en. Zusätzlich w ies die ETH Z darauf hin, dass eine Ein- schreibung zum D oktorat nur m it dem schriftlichen Einverständnis einer Professorin oder eines Professors m öglich sei. D a diese Voraussetzung nun fehle, sehe sich die ETH Z gezw ungen, die Exm atrikulation zu verfü- gen. C . G egen die Verfügung der ETH Z erhob A._______ am 26. D ezem ber 2004 Beschw erde bei der ETH -Beschw erdekom m ission. D iese stellte am 6. Juni 2005 auf Antrag von A._______ fest, dass der Beschw erde die aufschie- bende W irkung zukom m e, und w ies die Beschw erde m it Entscheid vom 23. August 2005 ab. D . A._______ focht den Entscheid der ETH -Beschw erdekom m ission m it Be- schw erde vom 28. Septem ber 2005 bei der R ekurskom m ission der eidge- nössischen technischen H ochschulen (ETH -R ekurskom m ission) an. D ie ETH -R ekurskom m ission hiess die Beschw erde m it Entscheid vom 24. N o- vem ber 2006 im Sinne der Erw ägungen gut und hob den angefochtenen Entscheid auf. D ie Angelegenheit w urde an die ETH -Beschw erdekom m is- sion zurückgew iesen, "dam it sie über die Exm atrikulation einen neuen Ent- scheid erlässt, sobald das Schlichtungs- bzw . das arbeitsrechtliche Verfah- ren rechtskräftig entschieden w ird". Es w urden keine Verfahrenskosten er- hoben, und dem Beschw erdeführer w urde zu Lasten der ETH -Beschw er- dekom m ission eine Parteientschädigung von pauschal Fr. 1'000.-- zuge- sprochen.3 E. M it Präsidialverfügung vom 20. D ezem ber 2006 hiess der R at der Eidge- nössischen Technischen H ochschulen (ETH -R at) eine Aufsichtsbeschw er- de von A._______ teilw eise gut, sow eit er darauf eintrat, und w ies die ETH Z aufsichtsrechtlich an, der ETH -Beschw erdekom m ission bis spätes- tens 29. Januar 2007 ein G esuch um Entzug der aufschiebenden W irkung oder um Erlass einer sonstigen vorsorglichen M assnahm e zu stellen. A._______ ersuchte seinerseits die ETH -Beschw erdekom m ission m it Ein- gabe vom 22. D ezem ber 2006 um superprovisorische Anordnung einer vorsorglichen M assnahm e bzw . der aufschiebenden W irkung im R ahm en des Verfahrens betreffend Exm atrikulation. F. D ie ETH -Beschw erdekom m ission erliess am 13. Januar 2007 folgenden Entscheid: "1. Es w ird festgestellt, dass keine rechtliche G rundlage besteht, zw ischen dem Beschw erdeführer und der ETH Zürich ein arbeitsrechtliches Schlichtungsverfah- ren durchzuführen. D as arbeitsrechtliche Verhältnis zw ischen A._______ und der ETH Zürich w urde m it Ablauf des befristeten Arbeitsvertrages am 31. M ai 2005 beendet und dam it rechtskräftig aufgelöst. 2. D ie Beschw erde gegen die m it Verfügung der ETH Zürich vom 12. N ovem ber 2004 angeordnete Exm atrikulation des Beschw erdeführers als D oktorand w ird ab- gew iesen. 3. D ie aufschiebende W irkung der Beschw erde, sow eit sie m it Präsidialverfügung vom 6. Juni 2005 festgestellt w orden ist, endet m it Erlass des vorliegenden U rteils. 4. M it dem vorliegenden U rteil w erden sow ohl die m it Präsidialverfügung des ETH - R ates vom 20. D ezem ber 2006 an die ETH Zürich gerichtete Aufforderung, bis zum 29. Januar 2007 bei der ETH -Beschw erdekom m ission ein Begehren um Ent- zug der aufschiebenden W irkung oder um Erlass einer vorsorglichen M assnahm e im Sinne von Art. 56 Vw VG zu stellen, w ie auch das an die ETH -BK gerichtete G e- such des Beschw erdeführers vom 22. D ezem ber 2006, eine superprovisorische Anordnung betreffend vorsorglicher M assnahm e/aufschiebender W irkung zu erlas- sen, im vorliegenden Verfahren gegenstandslos. 5. D ie Verfahrenskosten im Betrag von Fr. 500.-- (Spruch- und Schreibgebühren) w erden dem Beschw erdeführer auferlegt. Sie w erden m it dem am 1. Februar 2005 geleisteten Kostenvorschuss von Fr. 500.-- verrechnet. Es w ird keine Parteient- schädigung zugesprochen." G . A._______ (Beschw erdeführer) lässt gegen diesen Entscheid m it Eingabe vom 13. Februar 2007 beim Bundesverw altungsgericht Beschw erde erhe- ben. Er beantragt, die Ziffern 2, 3, 4 und 5 des Entscheids der ETH -Be- schw erdekom m ission vom 13. Januar 2007 seien aufzuheben, und die ETH Z sei im Sinne einer m ateriellen Anordnung zu verpflichten, den Be- schw erdeführer als D oktorand in alle R echten/Pflichten aufzunehm en, un- ter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten der ETH Z. W eiter sei ab sofort und für die D auer des Beschw erdeverfahrens der Entzug der auf- schiebenden W irkung durch die Vorinstanz aufzuheben bzw . die aufschie- bende W irkung w ieder anzuordnen. H . D ie ETH -Beschw erdekom m ission beantragt in ihrem Schreiben vom 4 5. April 2007 die vollum fängliche Abw eisung der Beschw erde. Auf Auffor- derung durch das Bundesverw altungsgericht lässt sie sich m it Schreiben vom 19. April 2007 zu dem in der Beschw erde gestellten Antrag betreffend W iederherstellung der aufschiebenden W irkung vernehm en. D er Be- schw erdeführer äussert sich dazu in einer Eingabe vom 8. M ai 2007. I. D ie ETH Z schliesst in ihrer Vernehm lassung vom 12. April 2007 ebenfalls auf Abw eisung der Beschw erde. J. Auf die w eiteren Vorbringen der Parteien und die sich bei den Akten be- findlichen Schriftstücke w ird, sow eit erforderlich, im R ahm en der nachfol- genden Erw ägungen eingegangen. D as B undesverw altungsgericht zieht in Erw ägung: 1. Seit dem 1. Januar 2007 sind Entscheide der ETH -Beschw erdekom m issi- on beim Bundesverw altungsgericht anfechtbar (Art. 37 Abs. 1 des Bundes- gesetzes vom 4. O ktober 1991 über die Eidgenössischen Technischen H ochschulen [ETH -G esetz, SR 414.110] in Verbindung m it Art. 31 und 33 Bst. e des Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesverw al- tungsgericht [Verw altungsgerichtsgesetz, VG G , SR 173.32]). Auf Verfah- ren vor dem Bundesverw altungsgericht findet - entgegen der M einung des Vertreters des Beschw erdeführers - nicht das Bundesgerichtsgesetz (BG G ), sondern das Verw altungsgerichtsgesetz Anw endung. Im Ü brigen richtet sich das Verfahren gem äss Art. 37 VG G grundsätzlich nach dem Bundesgesetz vom 20. D ezem ber 1968 über das Verw altungsverfahren (Vw VG , SR 172.021). 2. Zur Beschw erde ist nach Art. 48 Abs. 1 Vw VG berechtigt, w er vor der Vor- instanz am Verfahren teilgenom m en hat, durch die angefochtene Verfü- gung besonders berührt ist und ein schutzw ürdiges Interesse an deren Aufhebung oder Änderung hat. D er Beschw erdeführer ist Adressat des an- gefochtenen Beschw erdeentscheids und durch diesen auch m ateriell be- troffen. Er ist daher ohne w eiteres beschw erdebefugt. Auf die rechtzeitig (Art. 50 Vw VG ) und form gerecht (Art. 52 Vw VG ) erhobe- ne Beschw erde ist daher einzutreten, zum al auch der Kostenvorschuss von Fr. 1'000.-- fristgerecht geleistet w orden ist. 3. D as Bundesverw altungsgericht kann den angefochtenen Beschw erdeent- scheid grundsätzlich in vollem U m fang überprüfen. D er Beschw erdeführer kann neben der Verletzung von Bundesrecht (Art. 49 Bst. a Vw VG ) und der unrichtigen oder unvollständigen Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts (Art. 49 Bst. b Vw VG ) auch die R üge der U nangem essenheit erheben (Art. 49 Bst. c Vw VG ). D as G ericht hat den Sachverhalt von Am - tes w egen festzustellen, w obei die Parteien verpflichtet sind, an dessen Feststellung m itzuw irken (Art. 12 f. Vw VG ). Auch das R echt hat die Be- schw erdeinstanz von Am tes w egen anzuw enden. Sie ist an die vorge- brachten rechtlichen Ü berlegungen der Parteien nicht gebunden (vgl. Art. 62 Abs. 4 Vw VG ). D ies bedeutet, dass sie eine Beschw erde auch aus 5 anderen als den geltend gem achten G ründen gutheissen oder den ange- fochtenen Entscheid im Ergebnis m it einer Begründung bestätigen kann, die von jener der Vorinstanz abw eicht (vgl. BG E 131 II 205 E. 4.2 m it H in- w eisen, BG E 127 II 268 E. 1b, BG E 125 V 369 E. 3.b). 4. N icht angefochten und dam it in R echtskraft erw achsen ist die Ziffer 1 des Entscheids der ETH -Beschw erdekom m ission vom 13. Januar 2007. Es geht vorliegend denn auch nicht um die Auflösung bzw . N ichtverlängerung eines – befristeten – Arbeitsverhältnisses, sondern allein um die Auflösung des D oktoratsverhältnisses (Exm atrikulation). 5. G em äss Art. 28 Abs. 4 Bst. a des Bundesgesetzes vom 4. O ktober 1991 über die Eidgenössischen Technischen H ochschulen (ETH -G esetz, SR 414.110) in seiner ursprünglichen und seit 1. Januar 2004 aufgehobe- nen (vgl. AS 2003 4270 und 4277) Fassung (AS 1993 216) erlässt die Schulleitung im R ahm en der vom ETH -R at festgelegten R ichtlinien die Verordnungen zum Studium . D iesem Auftrag ist die Schulleitung der ETH Z u.a. in einer Verordnung vom 16. D ezem ber 2000 über das D oktorat an der Eidgenössischen Technischen H ochschule Zürich (D oktoratsverord- nung ETH Z, SR 414.133.1) nachgekom m en. D iese regelt die Vorausset- zungen, das Verfahren und die Zuständigkeit für die Erteilung des D oktor- diplom s durch die ETH Z (Art. 1 D oktoratsverordnung). Art. 12 Abs. 1 Bst. a D oktoratsverordnung ETH Z nennt als Voraussetzung für die Zulassung zum Prom otionsverfahren die Einreichung des Forschungsplanes, w as für D oktorierende, die Zusatzbedingungen erfüllen m üssen, in der R egel in- nerhalb eines Jahres zu geschehen hat (vgl. Art. 10 Abs. 4 D oktoratsver- ordnung). Art. 16 der Verordnung hält fest, dass sich bei schw erw iegenden M einungsverschiedenheiten zw ischen dem Leiter oder der Leiterin und den D oktorierenden der D epartem entsvorsteher oder die D epartem ents- vorsteherin um eine Schlichtung bem üht. Kom m t keine Einigung zustande, so entscheidet der R ektor bzw . die R ektorin. W ie es sich m it diesem Schlichtungsverfahren im vorliegenden Fall verhält, w ird von den Parteien unterschiedlich beurteilt und ist näher zu prüfen. 5.1 D er Beschw erdeführer stellt sich auf den Standpunkt, ein Verm ittlungsver- fahren sei zw ar eröffnet, aber nicht durchgeführt w orden und daher w eiter- hin offen. D ie angefochtene Exm atrikulation sei nicht nach durchgeführtem Schlichtungsverfahren, sondern m it Verw eis auf den einseitigen R ücktritt des D oktoratsleiters erfolgt. W ürde ein einseitiger R ücktritt eines D okto- ratsleiters für eine Exm atrikulation ausreichen, w äre das Schlichtungsver- fahren völlig nutzlos, da der D oktorand, entgegen der Absicht der D okto- ratsverordnung, in jedem Fall der W illkür seines D oktoratsleiters und des R ektors ausgeliefert w äre. D enn es könnte ihm jederzeit die Exm atrikulati- on drohen, w ürde er nicht einw illigen in die Auflagen und W eisungen. 5.2 D ie ETH Z bezeichnet den Vorw urf der unkorrekten D urchführung des Schlichtungsverfahrens in ihrer Vernehm lassung vom 12. April 2007 als ungerechtfertigt. D as Schlichtungsverfahren sei m itnichten offen, sondern abgeschlossen. D er Beizug eines Fachexperten und eines R ektoratsver- treters im Schlichtungsverfahren sei in der D oktoratsverordnung nicht vor-6 gesehen. 5.3 Beim Verfahren gem äss Art. 16 der D oktoratsverordnung handelt es sich in dem Sinn um kein förm liches Verfahren, als es nicht m it einem Ent- scheid abgeschlossen w ird. Es ist eine Art Verm ittlung m it dem Ziel, durch den D epartem entsvorsteher eine Schlichtung zu erreichen. G elingt dies nicht, obliegt der Entscheid dem R ektor bzw . der R ektorin. D am it die D urchführung und der Inhalt eines Schlichtungsgesprächs geprüft w erden kann, ist grundsätzlich zu verlangen, dass unm ittelbar w ährend oder im Anschluss daran ein Protokoll bzw . eine Aktennotiz erstellt w ird. In den Akten des vorliegenden Verfahrens findet sich w eder ein Protokoll noch eine Aktennotiz. D ass ein solches G espräch aber stattgefunden hat, kann dennoch als erstellt erachtet w erden. So ist der vom Prorektor für W eiterbildung und D oktorat unterzeichneten Beschw erdeantw ort vom 24. Februar 2005 an die ETH -Beschw erdekom m ission zu entnehm en, dass ihn der Beschw erdeführer am 3. Septem ber 2004 per e-m ail um Ver- m ittlung gebeten habe, w orauf er diesen auf Art. 16 der D oktoratsverord- nung verw iesen habe. Am 2. Septem ber 2004 habe sich der Beschw erde- führer an den Vorsteher des D -ITET, Professor D ._______, gew andt und um Verm ittlung gebeten. Professor D ._______ habe den Beschw erdefüh- rer am 22. Septem ber 2005 (recte 2004) in Anw esenheit des Studiense- kretärs und am Schluss des G esprächs auch in Anw esenheit von Profes- sor B._______ angehört und ihn darauf aufm erksam gem acht, dass die Vorw ürfe des Leiters gerechtfertigt seien. Eine W eiterführung der D isserta- tion sei unter diesen Voraussetzungen undenkbar. Es w ird nicht geltend gem acht und es bestehen keine Anhaltspunkte dafür, dass diese Schilderung des Sachverhalts, abgesehen vom offensichtlichen Verschrieb m it Bezug auf das D atum , nicht der W ahrheit entsprechen soll- te. Ist bew eism ässig aber von diesem Sachverhalt auszugehen, so sind die Anforderungen an ein Vorgehen gem äss Art. 16 der D oktoratsverord- nung vorliegend als erfüllt zu erachten. D er ETH Z w ird indes nahegelegt, in Zukunft über Schlichtungsgespräche gem äss Art. 16 der D oktoratsver- ordnung zum indest ein kurzes Ergebnisprotokoll zu erstellen. D er Beizug eines Fachexperten und eines R ektoratsvertreters im Schlichtungsverfah- ren ist in der genannten Verordnungsbestim m ung nicht vorgesehen. Ein Interessenkonflikt m it Bezug auf den D epartem entsvorsteher ist vorliegend nicht ersichtlich. D ass die Bem ühungen um eine Schlichtung kaum erfolg- versprechend sein konnten, w enn der D epartem entsvorsteher zum Schluss kom m t, dass die negative Beurteilung des D oktoratsleiters (m an- gelndes Fachw issen) gerechtfertigt sei und der Beschw erdeführer seiner- seits die fachliche Kom petenz von Professor B._______ in Zw eifel zieht, so dass es auf beiden Seiten am Vertrauen fehlt, liegt in der Sache und berechtigt nicht zur allgem einen Aussage, das Schlichtungsverfahren sei nutzlos. 5.4 Insofern der Beschw erdeführer auch im Beschw erdeverfahren vor dem Bundesverw altungsgericht geltend m acht, Art. 17 der D oktoratsverordnung sei anw endbar, kann ihm nicht gefolgt w erden. D ie Bestim m ung über den 7 Ausfall des D oktoratsleiters ist auf jene Fälle zu beschränken, bei denen nicht ein w illentlicher R ücktritt seitens des D oktoratsleiters vorliegt, son- dern die Fortsetzung der Leitung aus G ründen nicht m ehr m öglich ist, de- nen nicht schw erw iegende M einungsverschiedenheiten zw ischen dem Lei- ter und dem D oktorierenden zugrunde liegen (z.B. bei Krankheit, Tod oder Abberufung des Leiters). 5.5 D ass ein einseitiger R ücktritt des D oktoratsleiters prinzipiell auch ohne Einverständnis des D oktoranden m öglich sein m uss, hat das Bundesge- richt in einem U rteil aus dem Jahre 1981 festgehalten. Ein G rund zur Be- endigung des D oktorandenverhältnisses könne darin bestehen, dass sich das Ziel – der Erw erb des D oktorgrades durch den D oktoranden – nicht (m ehr) erreichen lasse, sei es, dass sich das Them a als ungeeignet erw ei- se, oder dass sich die m angelnde Eignung des Kandidaten herausstelle. Für die Beurteilung, ob ein erfolgreicher Abschluss der Prom otionsarbeit erw artet w erden könne, sei die Ansicht des D ozenten von entscheidender Bedeutung. D ieser sei aufgrund seiner w issenschaftlichen Q ualifikation und seiner Kenntnis der Arbeiten des D oktoranden am ehesten in der Lage, die Erfolgsaussichten sow ohl hinsichtlich der Arbeit als solche w ie bezüglich der w issenschaftlichen Eignung des Kandidaten abzuschätzen (U rteil des Bundesgerichts vom 28. Januar 1981 in Sachen M .D ., E. 2a). Im vorliegenden Fall begründete Professor B._______ seinen Entschluss dam it, dass die vom Beschw erdeführer im Som m er 2004 eingereichten Entw ürfe für einen Forschungsplan und die darin enthaltenen Forschungs- ziele den Anforderungen an ein D oktorat qualitativ nicht genügten. D ie Pa- piere w ürden nur bekannte und allgem eine Ziele und nicht w issenschaftli- che M ethoden und W erkzeuge beschreiben. D a er das Vertrauen in einen erfolgreichen Abschluss der Prom otion des Beschw erdeführers verloren habe und überdies nicht bereit sei, eine Anpassung des D oktoratsthem as an ein niedrigeres N iveau vorzunehm en, habe er schliesslich seinen R ück- tritt von der Leitung des D oktorats erklärt. D iese negative Einschätzung w urde, w ie bereits erw ähnt, vom D epartem entsvorsteher geteilt und schliesslich der Verfügung betreffend Exm atrikulation zugrunde gelegt, die der R ektor zu treffen hatte, nachdem das Verfahren gem äss Art. 16 der D oktoratsverordnung nicht zu einer Einigung geführt hatte. D em Bundes- verw altungsgericht ergeben sich aus den Akten keine Anhaltspunkte dafür, dass sich der einseitige R ücktritt des D oktoratsleiters vorliegend nicht auf sachliche G ründe stützen lässt. W eder die Einschätzung der eigenen Fä- higkeiten durch den Beschw erdeführer noch dessen Kritik an der fachli- chen Kom petenz von B._______ geben dem Bundesverw altungsgericht Anlass, am Vorliegen sachlicher G ründe zu zw eifeln. D ie Exm atrikulation des Beschw erdeführers ist dem nach rechtm ässig erfolgt, zum al die Schul- leitung nicht verpflichtet w ar, für einen Ersatz zu sorgen, da kein Anw en- dungsfall von Art. 17 der D oktoratsverordnung gegeben w ar (vgl. E. 5.4). D ie Beschw erde ist daher im Sinne der Erw ägungen abzuw eisen und der Entscheid der ETH -Beschw erdekom m ission vom 13. Januar 2007 zu be- stätigen. M it dem (direkten) Entscheid in der H auptsache w ird das Begeh- ren betreffend aufschiebende W irkung gegenstandslos.8 6. Bei diesem Verfahrensausgang gilt der Beschw erdeführer als unterlie- gend, w eshalb er die Verfahrenskosten zu tragen hat (Art. 63 Abs. 1 Vw VG ). D iese sind auf Fr. 1'000.-- festzusetzen und m it dem vom Be- schw erdeführer geleisteten Kostenvorschuss zu verrechnen. Parteientschädigungen sind keine zuzusprechen (Art. 64 Abs. 1 Vw VG und Art. 7 Abs. 3 des R eglem ents vom 11. D ezem ber 2006 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverw altungsgericht [VG KE, SR 173.320.2]). D em nach erkennt das B undesverw altungsgericht: 1. D ie Beschw erde vom 13. Februar 2007 w ird im Sinne der Erw ägungen ab- gew iesen und der Entscheid der ETH -Beschw erdekom m ission vom 13. Ja- nuar 2007 bestätigt. 2. D ie Verfahrenskosten von Fr. 1'000.-- w erden dem Beschw erdeführer auf- erlegt und m it dem geleisteten Kostenvorschuss in gleicher H öhe verrech- net. 3. Parteientschädigungen w erden keine zugesprochen. 4. D ieses U rteil w ird eröffnet: - dem Beschw erdeführer (m it G erichtsurkunde) - der Beschw erdegegnerin (m it G erichtsurkunde) - der Vorinstanz (m it G erichtsurkunde) D er vorsitzende R ichter: D ie G erichtsschreiberin: André M oser Yasem in C evik R echtsm ittelbelehrung Sofern der Ausschlussgrund gem äss Art. 83 Bst. t des Bundesgesetzes über das Bun- desgericht vom 17. Juni 2005 (Bundesgerichtsgesetz, BG G ; SR 173.110) vorliegend nicht zur Anw endung gelangt, kann gegen dieses U rteil Beschw erde in öffentlich-rechtli- chen Angelegenheiten beim Bundesgericht in Lausanne erhoben w erden. D ie Beschw er- de ist innert 30 Tagen seit der Eröffnung des Entscheides zu erheben. D ie R echtsschrift ist in einer Am tssprache abzufassen und hat die Begehren, deren Begründung m it Anga- be der Bew eism ittel und die U nterschrift zu enthalten. Sie m uss spätestens am letzten Tag der Frist beim Bundesgericht eingereicht oder zu dessen H anden der Schw eizeri- schen Post oder einer schw eizerischen diplom atischen oder konsularischen Vertretung übergeben w erden (vgl. Art. 42, 48, 54, 100 BG G ). Versand am : 9