6. Oktober 1995 N 2231 Interpellation Tschopp partenaires sont toutes basées sur des actions volontaires des producteurs, comme par exemple le respect de l'ordon- nance en préparation sur les signes de reconnaissance de l'agriculture biologique. Dans tous les cas, la Suisse doit être en mesure, après la mise en place de la réforme «Politique agricole 2002», d'offrir des conditions-cadres comparables à celles des producteurs de l'espace continental européen. Erklärung des Interpellanten: befriedigt Déclaration de l'interpellateur: satisfait #ST# 95.3336 Interpellation Ruf Fleisch- und Schlachtviehschmuggel in der Westschweiz. Massnahmen Contrebande de viande et de bétail de boucherie en Suisse romande. Mesures de lutte Wortlaut der Interpellation vom 23. Juni 1995 Fragen an den Bundesrat: 1. Seitens einheimischer Fleischproduzenten besteht der Verdacht, beim aufgedeckten Schmuggel handle es sich nur um die berühmte «Spitze des Eisbergs». Wie beurteilt der Bundesrat den Umfang bzw. die Dauer sowie die Auswirkun- gen dieses Fleischschmuggels? Ist der Bundesrat allenfalls bereit, eine entsprechende Untersuchung durchführen zu lassen? 2. Welche Massnahmen gedenkt der Bundesrat zu ergreifen, um derartigen Fleischschmuggel möglichst stark zu erschwe- ren bzw. wenn möglich zu unterbinden? Texte de l'interpellation du 23 juin 1995 Le Conseil fédéral est prié de répondre aux questions suivan- tes: 1. Les producteurs de viande suisses soupçonnent que la contrebande mise au jour ne représente que la «pointe de l'iceberg», selon la formule bien connue. Quelle est l'ampleur de cette contrebande selon les estimations du Conseil fédé- ral? Depuis combien de temps se pratique-t-elle et quelles en sont les incidences? Le Conseil fédéral envisage-t-il d'ordon- ner une enquête à ce sujet? 2. Quelles mesures pense-t-il prendre pour entraver ou même stopper ce genre de contrebande? Mitunterzeichner - Cosignataires: Bischof, Keller Rudolf, Stalder, Steffen (4) Schriftliche Begründung - Développement par écrit In der Westschweiz wurde im vergangenen Frühling ein Fleisch- und Schlachtvieh-Schmugglerring aufgedeckt. Hun- derttausende von Tonnen des illegal eingeführten Bankflei- sches und über tausend eingeschmuggelte Tiere trugen massgeblich dazu bei, dass die Schlachtviehpreise massiv sanken und den einheimischen Produzenten Millionen von Franken verlorengingen. Viele Bauernfamilien bangen we- gen der Preiszusammenbrüche auf dem Schlachtviehmarkt um ihre Existenz. Auch für die Bundeskasse resultierte auf- grund dieses breit angelegten Schmuggels ein erheblicher Schaden in Form entgangener Zollabgaben. Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates vom 5. September 1995 Rapport écrit du Conseil fédéral du 5 septembre 1995 1. Nach dem heutigen Stand der Untersuchung, die wegen des grossen Umfanges noch nicht abgeschlossen ist, kann keine Rede von Hunderttausenden von Tonnen sein, zumal der jährliche Import von Fleisch aller Art nicht mehr als 120000 Tonnen ausmacht. Im ganzen gesehen wurden etwa 1500 Kälber und Rinder im Gesamtwert von etwa 1,5 Millionen Franken sowie insgesamt etwa 370 Tonnen Rind-, Pferde- und Schweinefleisch im Wert von etwa 7 Millionen Franken illegal eingeführt. Das Vieh wurde mit Lastwagen in Grenznähe gefahren, dort ausgeladen und meistens im Zwischengelände über die Grenze getrieben, alsdann wieder auf Lastwagen verladen und weitertransportiert. Vorgängig der illegalen Einfuhren wurde die Gegend ausgekundschaftet, um sich zu vergewis- sern, dass keine Grenzwächter im Dienst waren. Die Einfuhr des Fleisches erfolgte in Kühlcamions in Mengen von 2 bis 7 Tonnen über stark frequentierte Zollübergänge. Die Chauffeure meldeten jeweils, dass sie keine Waren gela- den hätten. Das Fleisch war hinter aufgeschichteten Paletten versteckt und konnte so ohne Auslad dieses Ladegutes nicht entdeckt werden. Es ist nicht auszuschliessen, dass weiteres Vieh und Fleisch illegal eingeführt worden sind. Nichtanmeldungen von Fleisch werden von den Grenzorganen denn auch immer wieder aufgedeckt und die fehlbaren Personen entsprechend zur Rechenschaft gezogen. Die laufende Untersuchung er- brachte bisher keine Hinweise, die darauf hindeuten würden, dass es sich bei diesen beiden Schmuggelfällen bloss um die Spitze eines Eisberges handelte. Dieser Vieh- und Fleisch- schmuggel wird durch die betreffenden Organe der Zollver- waltung untersucht. Eine weitere Untersuchung durch Dritte drängt sich zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht auf. 2. Was die Grenzkontrollen angeht, hat die Zollverwaltung die ersten Erkenntnisse bei der Risikobeurteilung berück- sichtigt und im Betrieb umgesetzt. Nach Auswertung des Un- tersuchungsergebnisses aus diesen beiden Schmuggelfällen werden die nötigen Lehren abschliessend gezogen werden. Zudem wird sie zusammen mit anderen Behörden und Bran- chenverbänden prüfen, mit welchen zusätzlichen Mitteln ge- meinsam gegen den Vieh- und Fleischschmuggel vorgegan- gen werden soll. Erklärung des Interpellanten: befriedigt Déclaration de l'interpellateur: satisfait #ST# 95.3112 Interpellation Tschopp Strassengebühren. Ein Tabu? Péages routiers. Tabou absolu? Wortlaut der Interpellation vom 13. März 1995 Schliesst der Bundesrat bei der Überprüfung der Finanzie- rungsmöglichkeiten der neuen Alpentransversalen die Erhe- bung von Strassengebühren mit ein, oder beabsichtigt er eine flexiblere Anwendung von Artikel 37 Absatz 2 der Bun- desverfassung als bisher, entsprechend seinen Bemühun- gen, eine Gesamtschau der Finanzierungsprobleme vorzule- gen, die sich bei allen Transportarten stellen, wie er in seiner Pressemitteilung vom 6. März 1995 zum Ausdruck gebracht hat? Texte de l'interpellation du 13 mars 1995 Est-ce que le Conseil fédéral inclut, dans le réexamen des modes de financement des nouvelles transversales alpines, le prélèvement de péages, ou a-t-il l'intention d'étudier une application plus souple que par le passé de l'article 37 alinéa 2 de la constitution, conformément à son souci de pré- senter une vue d'ensemble des problèmes de financement qui découlent de toutes les formes de transport, souci ex- primé dans son communiqué de presse du 6 mars 1995?Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali Interpellation Ruf Fleisch- und Schlachtviehschmuggel in der Westschweiz. Massnahmen Interpellation Ruf Contrebande de viande et de bétail de boucherie en Suisse romande. Mesures de lutte In Amtliches Bulletin der Bundesversammlung Dans Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale In Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale Jahr 1995 Année Anno Band IV Volume Volume Session Herbstsession Session Session d'automne Sessione Sessione autunnale Rat Nationalrat Conseil Conseil national Consiglio Consiglio nazionale Sitzung 13 Séance Seduta Geschäftsnummer 95.3336 Numéro d'objet Numero dell'oggetto Datum 06.10.1995 - 08:00 Date Data Seite 2231-2231 Page Pagina Ref. No 20 026 217 Dieses Dokument wurde digitalisiert durch den Dienst für das Amtliche Bulletin der Bundesversammlung. Ce document a été numérisé par le Service du Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale. Questo documento è stato digitalizzato dal Servizio del Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale.