<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2003.00169</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="https://vgrzh.djiktzh.ch/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=https://vgrzh.djiktzh.ch&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=204002&amp;W10_KEY=4467142&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2003.00169</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 28.01.2004</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">1. Abteilung/1. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Raumplanungs-, Bau- und Umweltrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Baubewilligung</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Genügende Einordnung eines Plakatwerbeträgers<br/>Ermessensspielraum der Gemeinde bei der Beurteilung der Einordnung (E. 1.1); unzulässiger Eingriff der Rekurskommission in die Gemeindeautonomie im vorliegenden Fall (E. 1.2). Die Gemeinde dürfen Plakatierungskonzepte aufstellen; das entbindet die Bewilligungsbehörde jedoch nicht von einer Einzelfallbeurteilung. Vertretbare Begründung der Gemeinde, dass der vorgesehene Plakatwerbeträger auch nach Inkrafttreten des Plakatierungskonzeptes nicht bewilligungsfähig wäre (E. 2).<br/>Abweisung</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: EINORDNUNG">EINORDNUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: GEMEINDEAUTONOMIE">GEMEINDEAUTONOMIE</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: Planungs- und Baurecht ST: GESTALTUNG UND EINORDNUNG">GESTALTUNG UND EINORDNUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: PLAKAT">PLAKAT</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: PLAKATIERUNGSKONZEPT">PLAKATIERUNGSKONZEPT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: PLAKATWERBESTELLE">PLAKATWERBESTELLE</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade">Art. 50 Abs. 1 BV</span><br/><span class="gerade">Art. 48 KV</span><br/><span class="ungerade">§ 238 PBG</span><br/><span class="gerade">§ 20 Abs. 1 VRG</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 3 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Sachverhalt1"><b><span>I. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Am 19. August 2002 verweigerte der Gemeinderat Birmensdorf der Firma Ct die Baubewilligung fÃ¼r die Errichtung einer frei stehenden Reklametafel an der L-Strasse (Kat.-Nr. 01).</span></p> <p class="Sachverhalt1"><b><span>II. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Die Firma C erhob gegen die Bewilligungsverweigerung Rekurs an die Baurekurskommission I. Diese hiess den Rekurs nach DurchfÃ¼hrung eines Augen­scheins am 28. MÃ¤rz 2003 gut, hob die angefochtene VerfÃ¼gung auf und lud den Gemeinderat Birmensdorf ein, die Baubewilligung zu erteilen.</span></p> <p class="Sachverhalt1"><b><span>III. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Am 2. Mai 2003 erhob die Gemeinde Birmensdorf gegen den Entscheid der Baurekurskommission Beschwerde ans Verwaltungsgericht. Der angefochtene Entscheid sei unter Kosten- und EntschÃ¤digungsfolgen aufzuheben und der Beschluss des Gemeinderates vom 19. August 2002 wieder herzustellen. Die Baurekurskommission I beantragte am 13. Mai 2003 die Abweisung der Beschwerde. Die Firma C be­antragte am 24. Juni 2003 ebenfalls die Abweisung der Beschwerde unter Kostenfolgen; zudem sei die Gemeinde Birmensdorf zu verpflichten, der Firma C die nachgesuchte Baubewilligung zu er­teilen und der Firma C eine ParteientschÃ¤digung auszurichten. In Replik vom 13. Oktober 2003 und Duplik vom 1. Dezember 2003 hielten die Parteien an ihren AntrÃ¤gen fest.</span></p> <p class="Zwischentitel"><span>Die Kammer</span><span> zieht in ErwÃ¤gung:</span></p> <p class="Erwgung1"><b><span>1. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Die BeschwerdefÃ¼hrerin rÃ¼gt eine Verletzung ihrer Autonomie. Die Vorinstanz habe bei der Anwendung von § 238 des Planungs- und Baugesetzes vom 7. September 1975 (PBG) ihr Ermessen zu Unrecht an Stelle jenes der BeschwerdefÃ¼hrerin gesetzt.</span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>1.1 </span></b><span>GemÃ¤ss § 238 Abs. 1 PBG sind Bauten fÃ¼r sich und in ihrem Zusammenhang mit der baulichen und landschaftlichen Umgebung so zu gestalten, dass eine befriedigende Gesamt­wirkung erreicht wird. Der kommunalen BaubehÃ¶rde steht bei der Anwendung dieser Vorschrift Ermessen zu. Die Baurekurskommission kÃ¶nnte diesen Spielraum aufgrund des Wort­lauts von § 20 Abs. 1 VRG an sich frei Ã¼berprÃ¼fen. Aufgrund der Gemeinde­autono­mie wird diese ÃberprÃ¼fungsbefugnis jedoch wesentlich eingeschrÃ¤nkt (Art. 48 der Kantons­verfassung vom 18. April 1869 in Verbindung mit Art. 50 Abs. 1 der Bundesverfassung vom 18. April 1999, BV; BGE 115 Ia 363 E. 3b; VGr, 15. MÃ¤rz 2000, VB.2001.00340, E. 2c, www.vgrzh.ch; Alfred KÃ¶lz/JÃ¼rg Bosshart/Martin RÃ¶hl, Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz, 2. A., ZÃ¼rich 1999, § 20 Rz. 19, je mit Hinwei­sen). LÃ¤sst sich der kommunale Entscheid auf vernÃ¼nftige GrÃ¼nde stÃ¼tzen, darf ihn die Bau­rekurskommission nicht allein deshalb aufheben, weil ihr eine gegenteilige BegrÃ¼n­dung ebenfalls als vertretbar erscheint. Sie darf vielmehr erst dann eingreifen, wenn die Ge­meinde ihr Ermessen missbrauchte, Ã¼berschritt oder sonst in irgendeiner Weise rechtsverletzend handhabte.</span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>1.2 </span></b><span>Der Gemeinderat begrÃ¼ndete in der Bewilligungsverweigerung, weshalb sich die projektierte Reklametafel seiner Auffassung nach nicht befriedigend in die Umgebung einordnet. Der WerbetrÃ¤ger wÃ¼rde das Erscheinungsbild des nahe gelegenen Bahnhofes beeintrÃ¤chtigen und den Bahnhof in den Hintergrund drÃ¤ngen. Die Baurekurskommission vertritt dagegen die Auffassung, dass das Erscheinungsbild des Bahnhofes durch die Reklame­ta­fel nicht beeintrÃ¤chtigt wÃ¼rde; der Bahnhof stelle aufgrund seiner exponierten Lage ohne­hin einen Blickfang dar (E. 4b des vorinstanzlichen Entscheids).</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Der vorgesehene Standort liegt zwischen Bahnhof und ZÃ¼rcherstrasse. Die BeschwerdefÃ¼hrerin begrÃ¼ndete in ihrer Rekursantwort mit vertretbaren Argumenten, dass der Bahnhof und sein unÃ¼berbautes Vorfeld ein Ensemble bilden. Die vorgesehene Reklametafel wÃ¼rde nach Auffassung der BeschwerdefÃ¼hrerin einen stÃ¶renden FremdkÃ¶r­per darstellen. Nach Auffassung der Baurekurskommission erscheint die vorgesehene Reklametafel dagegen als "optisch klarerweise â¦ zum gestalterisch anspruchslosen Strassen­kÃ¶rper gehÃ¶rig" (E. 4b des vorinstanzlichen Entscheids). Damit gelangte die Vorinstanz mit ebenso vertretbaren GrÃ¼nden zu anderen SchlÃ¼ssen. Aufgrund der verfassungsrechtlich geschÃ¼tzten Gemeindeautonomie (E. 1.1) durfte sie allerdings ihr Ermessen nicht an Stelle von jenem der Gemeinde setzen.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Die beschwerdefÃ¼hrende Gemeinde will mit der Verweigerung der Bewilligung einer Ã¼bermÃ¤ssigen Konzentration von Reklameanlagen vorbeugen. Das ist zulÃ¤ssig, so lange, wie hier, nicht allein auf das Kriterium der Werbedichte abgestellt wird (RB 1997 Nr. 97). Die Ge­meinde durfte dabei berÃ¼cksichtigen, dass auf der gegenÃ¼ber liegenden Strassenseite bereits Reklameanlagen vorhanden sind. Man hÃ¤tte das Ausmass der bereits vorhandenen Wer­bung, wie die Baurekurskommission (E. 4c des vorinstanzlichen Entscheids), auch anders einschÃ¤tzen kÃ¶nnen. Eine zu korrigierende ErmessensÃ¼berschreitung liegt deshalb aber nicht vor.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Die BeschwerdefÃ¼hrerin durfte bei der InteressenabwÃ¤gung die Hangseite des Standortes als empfindlicher einschÃ¤tzen als die gegenÃ¼ber liegende Seite. Die Baurekurskommission durfte auch in dieser Hinsicht nicht korrigierend in die ErmessensausÃ¼bung der Gemeinde eingreifen.</span></p> <p class="Erwgung1"><b><span>2. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Die Beschwerdegegnerin hÃ¤lt der Argumentation der Gemeinde deren Plakatierungskonzept vom 22. April 2003 entgegen. Danach liegt der vorgesehene Standort in einem Gebiet mit normaler Plakatierung, bei dem ein Mindestabstand von 200 Metern zwischen den Standorten einzuhalten ist (Ziff. 5.3.2 des Konzepts). Das Konzept hatte bei der Verweigerung der Bewilligung zwar keine Geltung, mÃ¼sste aber berÃ¼cksichtigt werden, wenn die Beschwerdegegnerin erneut ein Baugesuch einreichen wÃ¼rde.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Die BeschwerdefÃ¼hrerin darf die ModalitÃ¤ten der Plakatierung im Rahmen eines Gesamtkonzepts regeln (BGE 128 I 3, 16 E. 3e/cc). Die BeschwerdefÃ¼hrerin mÃ¶chte mit dem vorliegenden Konzept eine rechtsgleiche Handhabung der Einordnungsvorschrift sicherstellen. Der BewilligungsbehÃ¶rde sollen damit Leitlinien und Gesichtspunkte zur Konkretisierung der Ermessensvorschrift von § 238 PBG vorgegeben werden (so Ziff. 2 des Konzepts). Das Konzept erweist sich damit als Verwaltungsverordnung (Ulrich HÃ¤felin/Georg MÃ¼ller, Allgemeines Verwaltungsrecht, 4. A., ZÃ¼rich/etc., Rz. 123 f.). Weil es somit keine Rechtsquelle darstellt, sind die Gerichte nicht daran gebunden (Pierre Tschannen/Ulrich Zim­mer­li/Regina Kiener, Allgemeines Verwaltungsrecht, Bern 2000, S. 274). Zu berÃ¼cksichtigen ist das Konzept nur insoweit, als es eine dem Einzelfall zugerechnet werdende Auslegung der mass­gebenden Bestimmungen zulÃ¤sst (BGE 122 V 19, 25 E. 5 b/bb). FÃ¼r die Bewilligungs­behÃ¶rde heisst das wiederum, dass sie bei der Verweigerung der Bewilligung nicht einfach auf die Verwaltungsverordnung verweisen darf. Vielmehr hat sie im Einzelfall zu begrÃ¼nden, weshalb die geplante Werbeanlage gerade am vorgesehenen Standort stÃ¶rend wirkt (BGr, 21. Mai 1997, ZBl 99/1998, S. 170, 175 E. 3b).</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Das Plakatierungskonzept hat nach dem Gesagten keinesfalls zur Folge, dass fÃ¼r die Zukunft bereits fÃ¼r jeden Standort festgelegt wÃ¤re, ob eine Bewilligung erteilt wird oder nicht. WÃ¼rde die BeschwerdefÃ¼hrerin das Konzept gleichsam "starr" anwenden, wÃ¼rde sie viel­mehr den ihr zustehenden Gestaltungsspielraum in einem Ausmass einschrÃ¤nken, dass eine im Rechtsmittelverfahren zu korrigierende Ermessensunterschreitung vorliegen wÃ¼rde (VGr, 24. September 2002, VB.2002.00085, www.vgrzh.ch, E. 2b/cc). Die BeschwerdefÃ¼hrerin hÃ¤lt in ihrer Replik deshalb zu Recht fest, dass jeder Standort individuell beurteilt werden mÃ¼sse. Abgesehen von der Einstufung des Standortes gemÃ¤ss Plakatierungskonzept (so genannte "Plakatierungsgebiete") sind gemÃ¤ss dem Konzept weitere Faktoren zu berÃ¼cksichtigen, so unter anderem auch die Empfindlichkeit des Standorts (Art. 5 Abs. 1 des Konzepts). Faktoren zur Bestimmung der Empfindlichkeit sind gemÃ¤ss dem Konzept die QualitÃ¤t der baulichen und landschaftlichen Umgebung (Verweis auf § 238 Abs. 1 PBG), die Einsehbarkeit von nah und fern, die RÃ¼cksichtnahme auf inventarisierte Heimatschutzobjekte (Verweis auf § 238 Abs. 2 PBG) sowie die Werbedichte. Unbesehen davon, in welchem Plakatierungsgebiet ein nachgesuchter Standort liegt, muss die BehÃ¶rde stets eine Einzelfallbeurteilung vornehmen (so ausdrÃ¼cklich Art. 5 Abs. 2 des Konzepts). Die beschwerdefÃ¼hrende Gemeinde begrÃ¼ndete mit vertretbaren Argumenten (vorn E. 1.2), weshalb das Baugesuch auch unter der Geltung des Plakatierungskonzepts verweigert werden mÃ¼sste. Ein von den RechtsmittelbehÃ¶rden zu korrigierende fehlerhafte ErmessensausÃ¼bung liegt damit nicht vor.</span></p> <p class="Erwgung1"><b><span>3. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Die Gemeinde begrÃ¼ndete ihren Entscheid mit mangelnder Einordnung. Ob die Reklametafel auch deshalb nicht hÃ¤tte bewilligt werden dÃ¼rfen, weil sie dem Strassenverkehrsrecht widerspricht, braucht damit aus prozessÃ¶konomischen GrÃ¼nden nicht geprÃ¼ft zu werden.</span></p> <p class="Erwgung1"><b><span>4. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Der vorinstanzliche Entscheid verletzt nach dem Gesagten die Gemeindeautonomie und ist folglich aufzuheben. Damit ist der Entscheid vom 19. August 2002, mit dem die Gemeinde die Bewilligung der Reklametafel verweigerte, wieder herzustellen. Die Kosten des Rekurs- und des Beschwerdeverfahrens sind der (nunmehr) unterliegenden Beschwerdegegnerin aufzuerlegen (§ 13 Abs. 2 VRG). Zudem ist die Beschwerdegegnerin fÃ¼r das Rekurs- und Beschwerdeverfahren zur Leistung einer ParteientschÃ¤digung an die (nunmehr) obsiegende BeschwerdefÃ¼hrerin zu verpflichten (§ 17 Abs. 2 lit. a VRG). Als angemessen erweist sich eine ParteientschÃ¤digung in der HÃ¶he von Fr. 1'000.-.</span></p> <p class="Zwischentitel"><span>DemgemÃ¤ss entscheidet </span><span>die Kammer</span><span>:</span></p> <p class="Einzug2"><span>1. Die Beschwerde wird gutgeheissen. Der Entscheid der Baurekurskommission I vom 28. MÃ¤rz 2003 wird aufgehoben und der Beschluss des Gemeinderats Birmensdorf vom 19. August 2002 wird wieder hergestellt.</span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>2. Die Kosten des Rekursverfahrens werden der Beschwerdegegnerin auferlegt.</span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>3. Die GerichtsgebÃ¼hr wird festgesetzt auf <br/> Fr. 2'000.--; die Ã¼brigen Kosten betragen:<br/> Fr. 140.-- Zustellungskosten,<br/> Fr. 2'140.-- Total der Kosten.</span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>4. Die Gerichtskosten werden der Beschwerdegegnerin auferlegt.</span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>5. Die Beschwerdegegnerin wird verpflichtet, der BeschwerdefÃ¼hrerin fÃ¼r das Rekurs- und das Beschwerdeverfahren eine ParteientschÃ¤digung von insgesamt Fr. 1'000.- (Mehrwertsteuer inbegriffen) zu bezahlen, zahlbar innert 30 Tagen ab Rechtskraft dieses Urteils.</span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>6. â¦</span></p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>