A bteilung V E -911/2007 koh/beu/ {T 0/2} U rteil vom 27. Juni 2007 M itw irkung: R ichterin Kojic, R ichter W eber, R ichter D ubey G erichtsschreiberin Beck Kadim a A._______, dessen Ehefrau B._______, und deren Kind C ._______, Serbien, vertreten durch lic. iur. M auro G . M ora, (...) Beschw erdeführer gegen B undesam t für M igration (B FM ), Q uellenw eg 6, 3003 Bern, Vorinstanz betreffend Verfügung vom 29. Januar 2007 in Sachen N ichteintreten auf A sylgesuch und W egw eisung / N (...) B u n d e s v e rw a ltu n g s g e ric h t T rib u n a l a d m in is tra tif fé d é ra l T rib u n a le a m m in is tra tiv o fe d e ra le T rib u n a l a d m in is tra tiv fe d e ra l2 D as B undesverw altungsgericht stellt fest, dass der Beschw erdeführer – ein ethnischer R om aus D ._______/autonom e Provinz Vojvodina/Serbien – m it seinen Eltern am 30. D ezem ber 1997 ein erstes Asylgesuch in der Schw eiz stellte, w elches m it Verfügung des Bundesam tes für M igration (BFM ) vom 18. D ezem ber 1998 abgew iesen w urde und die W egw eisung sow ie deren Vollzug angeordnet w urden, dass eine gegen diese Verfügung gerichtete Beschw erde m it U rteil der früheren Schw ei- zerischen Asylrekurskom m ission (AR K) vom 10. D ezem ber 2001 sow ie ein W iedererw ä- gungsgesuch an das BFM vom 21. Februar 2002 von der Vorinstanz m it Verfügung vom 20. Juni 2002 abgew iesen w urden, dass letztere Verfügung nach unbenutztem Ablauf der Beschw erdefrist in R echtskraft er- w uchs, dass am 31. O ktober 2002 die Ausreise des Beschw erdeführers aus der Schw eiz erfolg- te, dass die Beschw erdeführerin – ebenfalls Volksangehörige der R om a aus D ._______/autonom e Provinz Vojvodina/Serbien – ihrerseits m it ihren Eltern am 6. N ovem ber 2000 das erste M al in der Schw eiz um Asyl ersuchte (...) und nach Abw eisung durch das BFM am 14. Februar 2001 bei der AR K dagegen eine Beschw erde erhob, auf w elche die AR K m it U rteil vom 5. Septem ber 2001 nicht eintrat, dass sodann ein W iedererw ägungsgesuch der Beschw erdeführerin m it ihren Eltern an das BFM vom 9. O ktober 2001 m it Verfügung des BFM vom 24. O ktober 2001 abgew ie- sen w urde, dass die dagegen erhobene Beschw erde vom 27. N ovem ber 2001 infolge R ückzugs von der AR K abgeschrieben w urde, dass die Beschw erdeführerin daraufhin m it ihren Eltern die Schw eiz am 9. M ai 2002 ver- liess, dass die inzw ischen volljährige Beschw erdeführerin am 24. Juni 2002 ein zw eites Asyl- gesuch in der Schw eiz einreichte, auf w elches das BFM m it Verfügung vom 8. August 2002 nicht eintrat, w orauf sie m it dem Beschw erdeführer, m it w elchem sie seit dem Jahr 2000 nach Brauch verheiratet ist, am 31. O ktober 2002 die Schw eiz w ieder verliess, dass am (...) ihr gem einsam er Sohn (...) in Serbien geboren w urde, dass die Beschw erdeführer am 15. Septem ber 2003 gem einsam ein w eiteres Asylge- such in der Schw eiz stellten, auf w elches das BFM am 24. Septem ber 2003 nicht eintrat, dass die AR K m it U rteil vom 28. O ktober 2003 auf eine am 25. Septem ber 2003 dage- gen erhobene Beschw erde nicht eintrat, w orauf der Beschw erdeführer am 4. M ärz 2004 kontrolliert in sein H eim atland zurückgeführt w urde, dass eigenen Angaben zufolge die Beschw erdeführerin, w elche seit dem 29. Januar 2004 als verschw unden galt, fünf bis sechs M onate nach ihrem Ehem ann ebenfalls in ihr H eim atland zurückgekehrt sei (vgl. E1, S. 5; E2, S. 1), 3 dass die Beschw erdeführer und ihr Kind am 10. D ezem ber 2006 gem einsam m it der Schw ester des Beschw erdeführers (R eferenznum m ern) ihr H eim atland verliessen, um am 13. D ezem ber 2006 in der Schw eiz erneut um Asyl zu ersuchen, dass der Beschw erdeführer zur Begründung seines dritten Asylgesuches im R ahm en der Anhörungen durch das BFM vom 9. und 17. Januar 2007 im W esentlichen geltend m achte, zw ischen dem 20. N ovem ber und Ende N ovem ber 2006 von der lokalen Polizei zu H ause aufgesucht, geschlagen und auf den Polizeiposten m itgenom m en w orden zu sein, w eil er sich gew eigert habe, für diese in der N acht W ahllisten von H aus zu H aus zu verteilen, w as er als w iderrechtlich em pfunden habe, dass er erst aus der H aft entlassen w orden sei, nachdem er eine Einw illigung unter- schrieben habe, die Arbeit auszuführen, dass er daraufhin m it seinen Fam ilienangehörigen das H aus verlassen habe, um sich zuerst zu seinen G rosseltern zu begeben, bevor sie am 10. D ezem ber 2006 gem einsam ausgereist seien, dass die Beschw erdeführerin ihrerseits an den Befragungen des BFM vom 9. und 17. Januar 2007 zu Protokoll gab, w egen der Problem e ihres Ehem annes m it den Be- hörden das H eim atland verlassen zu haben, ohne selber behelligt w orden zu sein (vgl. E17, S. 4), dass das BFM m it am selben Tag eröffneter Verfügung vom 29. Januar 2007 in Anw en- dung von Art. 32 Abs. 2 Bst. e AsylG auf das dritte Asylgesuch des Beschw erdeführers und das vierte G esuch der Beschw erdeführerin vom 13. D ezem ber 2006 nicht eintrat und die W egw eisung aus der Schw eiz sow ie den Vollzug anordnete, dass das BFM zur Begründung im W esentlichen anführte, die Lage der ethnischen M in- derheiten in Serbien habe sich im Zuge des dem okratischen W andels entspannt, dass die R om a als nationale M inderheit anerkannt w orden seien, dass vereinzelte Ü bergriffe durch D rittpersonen auf R om a und behördliche Schikanen sow ie D iskrim inierungen zw ar nicht ausgeschlossen w erden könnten, diese Benachteili- gungen indessen in der R egel nicht eine asylrelevante Intensität erreichen w ürden, dass im W eiteren grundsätzlich die M öglichkeit bestehe, gegen fehlbare Beam te auf dem R echtsw eg vorzugehen und die zustehenden R echte bei höheren Instanzen einzu- fordern, w eshalb vom Schutzw illen und der w eitgehenden Schutzfähigkeit der serbi- schen Behörden auszugehen sei, dass die von den Beschw erdeführern dargelegten Vorfälle in Serbien strafrechtlich zu verfolgende Straftatbestände darstellten, die auf Anzeige hin belangt w ürden, dass aus diesen G ründen die für den Zeitraum nach dem Abschluss des letzten Asylver- fahrens am 30. O ktober 2003 von den Beschw erdeführern geltend gem achten Benach- teiligungen w eder geeignet seien, die Flüchtlingseigenschaft zu begründen noch den vorübergehenden Schutz zu gew ähren, dass die Beschw erdeführer m it Eingabe ihres R echtsvertreters vom 2. Februar 2007 (Poststem pel: 3. Februar 2007) gegen diesen Entscheid beim Bundesverw altungsgericht Beschw erde erhoben und dabei unter anderem sinngem äss dessen Aufhebung und die R ückw eisung der Sache zum Eintreten auf ihr Asylgesuch an das BFM , sow ie eventuali- ter den Verzicht auf den Vollzug ihrer W egw eisung beantragten, 4 dass die Vorinstanz in ihrer Vernehm lassung vom 12. M ärz 2007 an ihrem Entscheid festhielt und die Abw eisung der Beschw erde beantragte, dass den Beschw erdeführern diese Vernehm lassung m it Zw ischenverfügung vom 15. M ärz 2007 zur Kenntnis gebracht w urde, dass das Bundesverw altungsgericht m it Zw ischenverfügung vom 1. M ai 2007 den Be- schw erdeführern G elegenheit gab, zu einer vom G ericht beabsichtigten M otivsubstituti- on Stellung zu nehm en, dass die Beschw erdeführer m it Eingabe ihres R echtsvertreters vom 15. M ai 2007 diese G elegenheit w ahrnahm en, und zieht in Erw ägung, dass das Bundesverw altungsgericht endgültig über Beschw erden gegen Verfügungen (Art. 5 des Bundesgesetzes vom 20. D ezem ber 1968 über das Verw altungsverfahren [Vw VG , SR 172.021]) des BFM entscheidet (Art. 105 des Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 [AsylG , SR 142.31] i.V.m . Art. 31 - 34 des Verw altungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [VG G , SR 173.32]; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BG G , SR 173.110]), dass die Beschw erdeführer legitim iert sind, w eshalb auf die frist- und form gerecht einge- reichte Beschw erde einzutreten ist (Art. 108a AsylG sow ie Art. 6 AsylG i.V.m . Art. 48 und 52 Vw VG ), dass m it Beschw erde an das Bundesverw altungsgericht die Verletzung von Bundes- recht, die unrichtige oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachver- halts und die U nangem essenheit gerügt w erden können (Art. 106 Abs. 1 AsylG ), dass die Beurteilung von Beschw erden gegen N ichteintretensentscheide, die gestützt auf Art. 32 Abs. 2 Bst. e AsylG gefällt w urden, praxisgem äss auf die Ü berprüfung der Frage beschränkt ist, ob die Vorinstanz zu R echt auf das Asylgesuch nicht eingetreten ist, dass die Beurteilungszuständigkeit der Beschw erdeinstanz som it darauf beschränkt ist, bei Begründetheit des R echtsm ittels die angefochtene Verfügung aufzuheben und die Sache zu neuer Entscheidung an die Vorinstanz zurückgehen zu lassen (vgl. die w eiter- hin zutreffende Praxis in den Entscheidungen und M itteilungen der AR K [EM AR K] 2004 N r. 34 E 2.1. S. 240 f.), dass die Vorinstanz dem gegenüber die Frage der W egw eisung sow ie deren Vollzugs m ateriell geprüft hat, w eshalb dem Bundesverw altungsgericht einzig diesbezüglich volle Kognition zukom m t, dass auf ein Asylgesuch nicht eingetreten w ird, w enn Asylsuchende in der Schw eiz be- reits ein Asylverfahren erfolglos durchlaufen oder ihr G esuch zurückgezogen haben oder w ährend des hängigen Asylverfahrens in den H eim at- oder H erkunftsstaat zurück- gekehrt sind, dass diese Bestim m ung jedoch keine Anw endung findet, w enn die Anhörung H inw eise auf zw ischenzeitlich eingetretene Ereignisse ergibt, die geeignet sind, die Flüchtlingsei-5 genschaft zu begründen oder die für die G ew ährung vorübergehenden Schutzes rele- vant sind (Art. 32 Abs. 2 Bst. e AsylG ), dass sich die Prüfung von Verfolgungshinw eisen im Sinne dieser Bestim m ung insbeson- dere von der G laubhaftigkeitsprüfung im R ahm en einer m ateriellen Beurteilung unter- scheidet und gestützt auf Art. 32 Abs. 2 Bst. e AsylG dann ein N ichteintretensentscheid auszufällen ist, w enn die U nglaubhaftigkeit der Verfolgungshinw eise bereits auf den ers- ten Blick erkennbar ist (vgl. EM AR K 2005 N r. 2 E.4.3. S. 16 f.; EM AR K 2000 N r. 14 E. 2c und d S. 104 f. m it w eiteren H inw eisen), dass im vorliegenden Fall unbestritten ist, dass die Beschw erdeführer in der Schw eiz bereits m ehrere Asylverfahren erfolglos durchlaufen haben, dass das Bundesverw altungsgericht im W eiteren nach Prüfung der Akten feststellt, dass auch unter Beachtung des Bew eism asses der „H altlosigkeit“ vorliegend keine H inw eise auf zw ischenzeitlich eingetretene Ereignisse erkennbar sind, die geeignet w ären, die Flüchtlingseigenschaft zu begründen oder die für die G ew ährung vorübergehenden Schutzes relevant w ären, dass das BFM dem nach zu R echt in Anw endung von Art. 32 Abs. 2 Bst. e AsylG auf das Asylgesuch der Beschw erdeführer nicht eingetreten ist, dass es sich indessen in der Begründung auf die Prüfung der R elevanz der durch die Beschw erdeführer geschilderten Fluchtgründe im Sinne von Art. 32 Abs. 2 Bst. e AsylG beschränkt hatte, dass das Bundesverw altungsgericht an die Begründung der Vorinstanz nicht gebunden ist und auf Beschw erdeebene eine Substitution der M otive vornehm en kann, dass es vorliegend eine solche M otivsubstitution vorgenom m en hat, dass der Beschw erdeführer am 30. D ezem ber 1997 als M inderjähriger gem einsam m it seiner M utter und seiner Schw ester ein erstes Asylgesuch stellte, w elches von der AR K m it U rteil vom 10. D ezem ber 2001 rechtskräftig abgew iesen w urde, dass die Beschw erdeführerin ihrerseits gem einsam m it ihren Eltern und ihrem Bruder am 6. N ovem ber 2000 ein erstes Asylgesuch in der Schw eiz eingereicht hatte, w elches vom dam aligen Bundesam t für Flüchtlinge (heute: BFM ) m it Verfügung vom 14. Februar 2001 als unglaubhaft abgew iesen w urde, dass die ganze Fam ilie der Beschw erdeführerin am 9. M ai 2002 die Schw eiz freiw illig in R ichtung Belgrad verliess, dass die Beschw erdeführerin daraufhin am 24. Juni 2002 in der Schw eiz erneut ein Asylgesuch stellte, w eil ihr Ehem ann (der Beschw erdeführer) sich dam als noch in der Schw eiz befand und sie schw anger sei, dass das Bundesam t auf dieses Asylgesuch nicht eintrat, w eil die Beschw erdeführerin der Vorladung zur Anhörung unentschuldigt fern blieb und dadurch ihre M itw irkungs- pflicht schuldhaft in grober W eise verletzt habe, dass die Beschw erdeführer die Schw eiz am 31. O ktober 2002 verliessen, nachdem das W iedererw ägungsgesuch des Beschw erdeführers, w elches seine M utter w egen ihrer ge- sundheitlichen Lage am 21. Februar 2002 eingereicht hatte, am 20. Juni 2002 abge- w iesen w orden w ar, 6 dass die Beschw erdeführer am 15. Septem ber 2003 gem einsam w iederum Asylgesuche in der Schw eiz einreichten, auf w elche die Vorinstanz gestützt auf Art. 32 Abs. 2 Bst. e AsylG nicht eintrat, dass die AR K auf eine dagegen erhobene Beschw erde am 28. O ktober 2003 m angels Bezahlen des Kostenvorschusses nicht eintrat, w orauf der Beschw erdeführer am 4. M ärz 2004 kontrolliert aus der Schw eiz ausreiste, dass die Beschw erdeführer im hier zu prüfenden Verfahren schilderten, sie hätten nach ihrer R ückkehr bis zum 20. N ovem ber 2006 keine Problem e gehabt (vgl. E1, S. 5), dass sie w eiter vorbrachten, Ende N ovem ber 2006 sei der Beschw erdeführer von Poli- zisten aufgefordert w orden, im Vorfeld der Parlam entsw ahlen nachts W ahlm aterial ver- m utlich von einer radikalen Partei (vgl. E1, S. 4; E16, S. 6) zu verteilen, w as er verw ei- gert habe, dass aus diesem G rund die Polizisten ihn geschlagen, auf den Posten m itgenom m en, dort vier bis fünf Stunden festgehalten und bedroht hätten, bis er versprochen habe, das M aterial zu verteilen, dass er sich nach seiner Freilassung zu seinen G rosseltern nach D ._______ begeben habe, w o er sich bis zur Ausreise m it seiner Fam ilie noch sieben bis acht Tage aufgehalten habe, dass die Beschw erdeführerin überdies angab, ihre W are, w elche sie gem einsam m it ih- rem Ehem ann und dessen Schw ester (R eferenznum m ern) als Kleinhändler auf dem M arkt verkauft hätten, sei w iederholt von Polizeibeam ten beschlagnahm t w orden, dass ferner bekannt sei, dass Angehörige der ethnischen M inderheit der R om a keine R echte hätten, w eshalb sie sich nirgends gegen die M isshandlungen durch die Polizei beschw ert hätten und sich auch w eder an einen Anw alt noch an eine andere O rganisati- on gew andt hätten, um U nterstützung zu finden (vgl. E16, S. 8 f.; E17, S. 4), dass der Beschw erdeführer zudem erklärte, er habe auch nicht daran gedacht, bei einer R om aorganisation H ilfe zu suchen, w eil es keine solchen O rganisationen gebe (E16, S. 8), dass aufgrund säm tlicher Vorbringen in den verschiedenen Asylverfahren sow ie der all- gem einen Situation der R om a in der H erkunftsregion der Beschw erdeführer eine Verfol- gung ausgeschlossen w erden kann, zum al sie jedesm al nach dem abgew iesenen Asyl- gesuch w ieder an ihren H erkunftsort, w o sie angeblich verfolgt gew esen seien, zurück- kehrten und dort ihre frühere Arbeit w ieder aufnahm en, dass im Fall von tatsächlichen m assiven Ü bergriffen zu erw arten gew esen w äre, dass sie beispielsw eise über lokale Politiker oder politisch aktive Angehörige der R om a an den in der Vojvodina im Jahr 2002 eingesetzten O m budsm an für M enschenrechte, an den parlam entarischen Ausschuss für Beziehungen zw ischen den Ethnien oder an Inter- essenorganisationen der R om a, beispielsw eise die R om a-U nion, gelangt w ären, um ihre Problem e darzustellen, dass sie sich jedoch offensichtlich nicht einm al nach solchen M öglichkeiten erkundigt haben, w as gegen die geltend gem achten Behelligungen spricht,7 dass es zudem der allgem einen Logik w iderspricht, w enn Polizeibeam te gerade solche Personen für ihre angebliche W ahlpropaganda ausw ählen, die ihnen aufgrund ständiger Schikanen nicht gut gesinnt sein können, dass der Beschw erdeführer zudem über die W ahlen nicht inform iert w ar und zum indest zu erw arten gew esen w äre, dass er sich angesichts des angeblichen Zw angs zur M it- hilfe bei der Propagandaverteilung über den Inhalt des M aterials erkundigt hätte, dass der Beschw erdeführer auch nicht in der Lage w ar anzugeben, w ann die W ahlen stattfanden, inw iefern das Verteilen von W ahlpropaganda hätte w iderrechtlich sein sol- len und w eshalb er das M aterial w ährend der N acht hätte verteilen sollen (vgl. E16, S. 5ff.), dass sow ohl das geltend gem achte Verhalten der Polizei w ie auch die geschilderte R e- aktion des Beschw erdeführers insgesam t befrem det und auch unter Berücksichtigung der besonderen Situation der Angehörigen der R om a kaum der R ealität in Serbien ent- sprechen kann, dass der Beschw erdeführer nicht w usste, ob die beiden Polizisten, w elche ihn angeblich zum Verteilen von W ahlm aterial aufforderten, einer Partei angehörten (vgl. E16, S. 6 f.), dass der Einw and, w onach der Beschw erdeführer gegen das w iderrechtliche Verhalten der Polizei nichts habe unternehm en können, w eil er den R om a angehöre, nicht zu überzeugen verm ag, dass die Beschw erdeführerin anlässlich der ersten Befragung lediglich sehr unsub- stantiiert erklärte, sie sei w egen der Bedrohung ihres M annes ausgereist, sie könne jedoch nicht angeben, w ann die Polizei vorbeigekom m en sei und ihn geschlagen habe (vgl. E2, S. 5), dass sie auch nicht w usste, um w as für Briefe es sich gehandelt habe, w elche ihr M ann hätte verteilen sollen, dass der Beschw erdeführer erklärte, auch seine Frau und seine Schw ester seien aufgefordert w orden, W ahlm aterial zu verteilen, dass diese beiden jedoch einen solchen Sachverhalt nicht geltend gem acht haben, dass die Erklärung des Beschw erdeführers, sie hätten sich bei keiner R om a-O rgani- sation beschw eren können, w eil es in seiner H eim at solche O rganisationen nicht gebe, den Tatsachen w iderspricht, dass insgesam t aufgrund der w enig substanziierten und realitätsfrem den Schilderungen davon auszugehen ist, dass die Beschw erdeführer keiner Verfolgung ausgesetzt w aren, zum al sie in einem solchen Fall ihre Situation m it anderen R om a-Angehörigen besprochen hätten, dass die Vorbringen insgesam t als haltlos zu bezeichnen sind und dem nach keine zw i- schenzeitlich eingetretenen Ereignisse vorliegen, die geeignet w ären, die Flüchtlingsei- genschaft zu begründen oder die für die G ew ährung vorübergehenden Schutzes rele- vant w ären, dass auch die Einw endungen ihres R echtsvertreters in der Eingabe vom 15. M ai 2007, w onach in den Anhörungsprotokollen keine W idersprüche festzustellen seien, nicht vom G egenteil zu überzeugen verm ögen, zum al die Aussagen sow ohl des Beschw erdefüh-8 rers, seiner Ehefrau w ie auch der Schw ester des Beschw erdeführers als äusserst vage zu bezeichnen sind, dass das BFM folglich im Ergebnis zu R echt in Anw endung von Art. 32 Abs. 2 Bst. e AsylG auf das Asylgesuch der Beschw erdeführer nicht eingetreten ist, dass das N ichteintreten auf ein Asylgesuch in der R egel die W egw eisung aus der Schw eiz zur Folge hat, vorliegend die Beschw erdeführer w eder eine Aufenthaltsbew illi- gung besitzen noch einen Anspruch auf Erteilung einer solchen haben, w eshalb die ver- fügte W egw eisung im Einklang m it den gesetzlichen Bestim m ungen steht und zu bestä- tigen ist (Art. 44 Abs. 1 AsylG , Art. 32 Bst. a der Asylverordnung 1 über Verfahrensfra- gen vom 11. August 1999 [AsylV 1, SR 142.311]), dass zu prüfen bleibt, ob es G ründe gibt, die dem Vollzug der W egw eisung entgegen- stehen, da im Fall eines unzulässigen, unzum utbaren oder unm öglichen Vollzugs das Anw esenheitsverhältnis nach den Bestim m ungen des Bundesgesetzes über Aufenthalt und N iederlassung der Ausländer (AN AG , SR 142.20) über die vorläufige Aufnahm e zu regeln ist (Art. 44 Abs. 2 AsylG ), dass der Vollzug der W egw eisung in Beachtung der m assgeblichen völker- und landes- rechtlichen Bestim m ungen zulässig ist, da die Beschw erdeführer keine Verfolgung oder begründete Furcht vor N achteilen darzulegen verm ögen, w elche geeignet w ären, ihre Flüchtlingseigenschaft zu begründen, und auch keine Anhaltspunkte für eine andere m enschenrechtsw idrige Behandlung ersichtlich sind, die ihnen in ihrem tatsächlichen H eim at- oder H erkunftsstaat drohen (Art. 14a Abs. 3 AN AG ), dass w eder den Akten noch der Beschw erdebegründung zu entnehm en ist, die M utter des Beschw erdeführers verfüge in der Schw eiz über ein gefestigtes Aufenthaltsrecht im Sinne der bundesrechtlichen R echtsprechung zu Art. 8 der Konvention zum Schutze der M enschenrechte und G rundfreiheiten vom 4. N ovem ber 1950 (EM R K, SR 0.101; vgl. die w eiterhin zutreffende Praxis der AR K in EM AR K 2001 N r. 21 E. 8), w eshalb der vom BFM angeordnete W egw eisungsvollzug auch unter diesem Aspekt der in der Beschw er- deschrift gerügten Trennung der Fam ilienm itglieder von ihrer M utter beziehungsw eise Schw iegerm utter nicht zu beanstanden ist und es den Beschw erdeführern zudem unbe- nom m en bleibt, bei den Frem denpolizeibehörden ein eigenständiges Verfahren um Be- w illigung der Einreise in die Schw eiz zur W ohnsitznahm e im R ahm en eines Fam ilien- nachzugs einzureichen (vgl. EM AR K 2002 N r. 6 E. 5a, EM AR K 2001 N r. 24 E.6), dass ferner der Vollzug der W egw eisung der Beschw erdeführer auch als zum utbar im Sinne von Art. 14a Abs. 4 AN AG zu bezeichnen ist, dass in der Vojvodina w eder eine Kriegs- noch eine Bürgerkriegssituation noch eine Situation allgem einer G ew alt vorliegt, dass davon auszugehen ist, dass die noch jungen, gem äss Aktenlage gesunden Be- schw erdeführer in ihrem H eim atstaat ihren Lebensunterhalt w eiterhin w ie vor ihrer ge- m einsam en Ausreise als M arkthändler w erden bestreiten können, dass die unter dem Aspekt des Kindesw ohls zu berücksichtigenden Elem ente ebenfalls nicht gegen eine R ückkehr der Beschw erdeführer in den H erkunftsstaat sprechen, da sich ihr heute knapp über drei Jahre alter, in Serbien geborener Sohn w ährend des kur- zen Aufenthaltes in der Schw eiz w eder von seinem Land entfrem det noch sich in der Schw eiz integriert haben kann und sein Lebensm ittelpunkt klar noch bei seinen Eltern 9 liegt (vgl. dazu die für das Bundesverw altungsgericht w eiterhin geltende Praxis der AR K in EM AR K 2005 N r. 6 E. 6 S. 57f.), dass schliesslich das von den Beschw erdeführern in ihrer R echtsm ittelschrift vorge- brachte Argum ent, der Vollzug ihrer W egw eisung w ürde die G esundheit der sich in psy- chiatrischer Behandlung befindenden M utter des Beschw erdeführers noch w eiter bein- trächtigen, nicht gehört w erden kann, da bei der Prüfung nach Art. 14a Abs. 4 AN AG nur eine konkrete G efährdung der Beschw erdeführer selbst von R elevanz ist, dass sich aufgrund der Akten auch keine H inw eise auf das Vorliegen technischer Voll- zugshindernisse ergeben, w eshalb der Vollzug als m öglich erscheint (Art. 14a Abs. 2 AN AG ), dass es den Beschw erdeführern dem nach nicht gelungen ist darzutun, inw iefern die an- gefochtene Verfügung Bundesrecht verletze, den rechtserheblichen Sachverhalt unrich- tig oder unvollständig feststelle oder unangem essen sei (Art. 106 AsylG ), w eshalb die Beschw erde abzuw eisen ist, dass bei diesem Ausgang des Verfahrens die Kosten von Fr. 600.-- (Art. 16 Abs. 1 Bst. a VG G i.V.m . Art. 2 und 3 VG KE) den Beschw erdeführern aufzuerlegen sind (Art. 63 Abs. 1 Vw VG ). (D ispositiv nächste Seite)10 D em nach erkennt das B undesverw altungsgericht: 1. D ie Beschw erde w ird abgew iesen. 2. D ie Verfahrenskosten, bestim m t auf Fr. 600.--, w erden den Beschw erdeführern auferlegt. D ieser Betrag ist innert 30 Tagen zu G unsten der G erichtskasse zu überw eisen. 3. D ieses U rteil geht an: - den R echtsvertreter der Beschw erdeführer (eingeschrieben, Beilagen: Verfü- gung des BFM vom 29. Januar 2007 im O riginal, Einzahlungsschein) - die Vorinstanz, m it den Akten N (...) - (kantonale Behörde) D ie R ichterin: D ie G erichtsschreiberin: Therese Kojic M uriel Beck Kadim a Versand am :