{"Signatur": "SG_VG_001", "Spider": "SG_Gerichte", "Datum": "2024-07-04", "PDF": {"Datei": "SG_Gerichte/SG_VG_001_B-2023-212_2024-07-04.pdf", "URL": "https://publikationen.sg.ch/rechtsprechung-gerichte?tx_diamjudicalsg_judicalpublicationpdf%5Bcontroller%5D=DownloadPdf&tx_diamjudicalsg_judicalpublicationpdf%5Bpublication%5D=12947&type=1563347022&cHash=de0a18ce6dbd98b3e1e7bab3e7dbb848", "Checksum": "804fb5bff48495f019b1e347f7fee9af"}, "Scrapedate": "2025-09-21", "Num": ["B 2023/212"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "St.Gallen Verwaltungsgericht 04.07.2024 B 2023/212"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Saint-Gall Verwaltungsgericht 04.07.2024 B 2023/212"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "San Gallo Verwaltungsgericht 04.07.2024 B 2023/212"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "St.Gallen Verwaltungsgericht "}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Saint-Gall Verwaltungsgericht "}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "San Gallo Verwaltungsgericht "}], "Abstract": [{"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Natur- und Heimatschutz, Unterschutzstellung von Baudenkm\u00e4lern (Art. 65 Abs. 1 lit. f, Art. 115 lit. g, Art. 116 Abs. 1 und Art. 121 lit. c PBG). Art.\u00a0121 Abs.\u00a01 PBG als Spezialbestimmung f\u00fcr Objekte des Heimatschutzes z\u00e4hlt die f\u00fcr die grundeigent\u00fcmerverbindliche Unterschutzstellung zur Verf\u00fcgung stehenden Instrumente \u2013 abgesehen von einem allf\u00e4lligen ex lege-Schutz \u2013 abschliessend auf. Gem\u00e4ss dem klaren Wortlaut von Art. 121 Abs. 1 lit. c PBG ben\u00f6tigt ein verwaltungsrechtlicher Vertrag zwingend eine Schutzverf\u00fcgung als Grundlage. Art. 121 Abs. 3 PBG, wonach der Schutz durch verwaltungsrechtlichen Vertrag n\u00e4her geregelt werden kann, betrifft einzig die Regelung des Schutzumfangs. Eigenst\u00e4ndige Bedeutung nebst Art.\u00a0121 PBG kommt allein dem Entscheid \u00fcber die Unterschutzstellung im Provokationsverfahren auf Antrag des Grundeigent\u00fcmers nach Art.\u00a0116 PBG zu. Allein durch verwaltungsrechtlichen Vertrag gest\u00fctzt auf Art. 65 lit. f PBG kann folglich keine Unterschutzstellung erfolgen. Mit dem verwaltungsrechtlichen Vertrag nach Art. 121 Abs. 3 PBG vorab im \u00f6ffentlichen Interesse liegende \"positive\" Schutzmassnahmen hinsichtlich Unterhalt und Pflege vereinbart oder komplexe Verfahren schneller und kosteng\u00fcnstiger abgewickelt werden k\u00f6nnen. Bloss darauf nimmt folglich Art.\u00a065 Abs. 1 lit. f PBG Bezug, soweit darin Objekte des Heimatschutzes angesprochen sind. Da das Verfahren auf Unterschutzstellung der Gartenanlagevorliegend nicht vom Gemeinwesen, sondern von den Beschwerdef\u00fchrern gest\u00fctzt auf Art. 116 PBG angestossen wurde, richtet es sich nicht nach Art. 121 PBG, sondern die Bestimmungen des Baubewilligungsverfahrens sind sachgem\u00e4ss anwendbar (vgl. Art. 116 Abs. 3 PBG). Dazu geh\u00f6ren die Bekanntmachung und das Auflageverfahren nach Art.\u00a0139 PBG. Diese Instrumente bezwecken, dass die nachbarschaftlichen Eigent\u00fcmerinteressen wahrgenommen werden k\u00f6nnen Die Unterschutzstellung der Gartenanlage ist daher von der Baubewilligungsbeh\u00f6rde zwingend zu verf\u00fcgen und kann nicht durch verwaltungsrechtlichen Vertrag erfolgen. Gutheissung der Beschwerde (Verwaltungsgericht, B 2023/212)."}], "ScrapyJob": "446973/61/1902", "Zeit UTC": "21.09.2025 04:00:22", "Checksum": "ff9ad436e4aa3fc6dababdaf04c991fb"}