<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2002.00227</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="https://vgrzh.djiktzh.ch/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=https://vgrzh.djiktzh.ch&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=106827&amp;W10_KEY=4467146&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2002.00227</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 22.08.2002</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">3. Abteilung/3. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Ãbriges Verwaltungsrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Kostenauflage</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Kostenauflage im Aufsichtsbeschwerdeverfahren vor dem Regierungsrat (zugrunde liegend: Aufsichtsbeschwerde eines Zahnarztes im Zusammenhang mit einer Kostengutsprache für die Behandlung einer Sozialhilfeempfängerin):<br/><br/>Rechtsgrundlagen (E. 1a). Kostenauflagen im Aufsichtsbeschwerdeverfahren können grundsätzlich selbständig mit R e k u r s weitergezogen werden (E. 1b). Eine Kostenauflage des Regierungsrats ist aber nicht mit B e s c h w e r d e an das Verwaltunsgericht weiterziehbar, wenn der Regierungsrat die Aufsichtsbeschwerde lediglich abschlägig beantwortet, nicht jedoch eine neue Verfügung erlassen hat. Das Verwaltungsgericht ist nämlich nicht Aufsichtsbehörde über die Verwaltung und daher nicht zuständig, eine diesbezügliche Aufsichtsbeschwerde zu behandeln. Dies zieht gemäss § 43 Abs. 3 VRG auch die Unzulässigkeit einer Kostenbeschwerde nach sich (E. 1c). Eine Zuständigkeit des Verwaltungsgerichts ergibt sich auch nicht aufgrund der EMRK oder des Bundesrechts (vgl. § 43 Abs. 2 VRG) (E. 1d).<br/>Der Rechtsmittelbelehrung des Regierungsrats (Beschwerde an das VGr) war demnach falsch. Nichteintreten.</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsprozessrecht UR: Verwaltungsinterne Rechtspflege ST: AUFSICHTSBESCHWERDE">AUFSICHTSBESCHWERDE</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: KOSTEN">KOSTEN</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsprozessrecht UR: Allgemeines ST: KOSTEN UND ENTSCHÃDIGUNGEN">KOSTEN UND ENTSCHÃDIGUNGEN</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: KOSTENAUFLAGE">KOSTENAUFLAGE</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: RECHTSMITTELBELEHRUNG">RECHTSMITTELBELEHRUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: REGIERUNGSRAT">REGIERUNGSRAT</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsprozessrecht UR: Allgemeines ST: ZUSTÃNDIGKEIT">ZUSTÃNDIGKEIT</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="gerade">§ 41 VRG</span><br/><span class="ungerade">§ 43 lit. II VRG</span><br/><span class="gerade">§ 43 lit. III VRG</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade">RB 2002 Nr. 14 S. 58</span><br/> </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 3 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Einzug1"><span>I. Dr. med. dent. A reichte der FÃ¼rsorgebehÃ¶rde Y am 21. November 2000 eine Kos­tenortientierung fÃ¼r die zahnÃ¤rztliche Behandlung von B Ã¼ber Fr. 2'080.10 ein. Auf Ersuchen ihrer Betreuerin unterbreitete B am 8. MÃ¤rz 2001 einen Kostenvoranschlag eines zweiten Zahn­arztes Ã¼ber Fr. 672.70 ein. Die FÃ¼rsorgebehÃ¶rde Y leistete am 26. MÃ¤rz 2001 gestÃ¼tzt auf den zweiten Kostenvoranschlag Kostengutsprache. Sie teilte am 29. MÃ¤rz 2001 Dr. med. dent. A mit, dass sie gestÃ¼tzt auf seinen Kostenvorschlag eine zahnÃ¤rztliche Behandlung durch ihn ablehne.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> II. Dagegen erhob Dr. med. dent. A am 3. April 2001 beim Bezirksrat X Aufsichtsbeschwerde gegen die FÃ¼rsorgebehÃ¶rde Y mit den AntrÃ¤gen, die FÃ¼rsorgebehÃ¶rde sei anzuweisen, ihren Beschluss vom 26. MÃ¤rz 2001 zu begrÃ¼nden, die aufgelaufenen Kos­ten fÃ¼r die bisherige Behandlung von B zu bezahlen und inskÃ¼nftig Kostengutsprachen innert angemessener Frist zu erteilen oder abzulehnen; im Weiteren sei sie darauf hin­zuweisen, dass es im FÃ¼rsorgebereich unzulÃ¤ssig sei, ZahnÃ¤rzte konkurrenzieren zu lassen und dass sie sich bei der Behandlung von Kostengutsprachen an den âArbeitsbehelf der So­zial­medizin der Gesundheitsdirektion des Kantons ZÃ¼richâ zu halten habe.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Der Bezirksrat X beschloss am 30. Januar 2002, der Aufsichtsbeschwerde keine Fol­ge zu leisten, weil die Voraussetzungen fÃ¼r ein aufsichtsrechtliches Einschreiten nicht erfÃ¼llt seien; er auferlegte die Verfahrenskosten von insgesamt Fr. 915.-, bestehend aus einer StaatsgebÃ¼hr von Fr. 800.-, einer SchreibgebÃ¼hr von Fr. 105.- sowie Auslagen von Fr. 10.-, dem BeschwerdefÃ¼hrer.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>III. Dagegen gelangte Dr. med. dent. A am 5. MÃ¤rz 2002 an den Regierungsrat mit den AntrÃ¤gen, seine Aufsichtsbeschwerde gegen die FÃ¼rsorgebehÃ¶rde gutzuheissen sowie die Verfahrenskosten von Fr. 915.- aufzuheben oder erheblich herabzusetzen. Der Regierungsrat behandelte die Eingabe, soweit sie sich gegen die Ablehnung der Aufsichtsbeschwerde richtete, als Aufsichtsbeschwerde, soweit sie sich gegen die Kostenauflage im ab­lehnenden Bescheid des Bezirksrats richtete, als Rekurs. Er beschloss am 5. Juni 2002, der Aufsichtsbeschwerde keine Folge zu geben (Disp. Ziff. I), die Kostenauflage des Bezirksrats von Fr. 915.- auf Fr. 515.- herabzusetzen (Disp. Ziff. II), die Kosten des eigenen Verfahrens auf die Staatskasse zu nehmen (Disp. Ziff. III) und dem BeschwerdefÃ¼hrer keine ProzessentschÃ¤digung zuzusprechen (Disp. Ziff. IV). Abschliessend hielt er fest, dass ge­gen Disp. Ziff. II und IV seines Entscheids Beschwerde an das Verwaltungsgericht erhoben werden kÃ¶nne.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>IV. Mit Beschwerde vom 4. Juli 2002 beantragte Dr. med. dent. A dem Verwaltungs­gericht, die Kostenauflage hinsichtlich des Verfahrens vor Bezirksrat (Disp. Ziff. II des Beschlusses des Regierungsrats) sei vollumfÃ¤nglich aufzuheben. Ferner hielt er fest, dass er den Beschluss des Regierungsrats hinsichtlich Disp. Ziff. IV (Verweigerung einer ProzessentschÃ¤digung) nicht anfechte. Der Bezirksrat X sowie namens des Regierungsrats die Direktion fÃ¼r Soziales und Sicherheit verzichteten mit Eingaben vom 23. bzw. 31. Juli 2002 auf Vernehmlassung.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> Die Kammer zieht in ErwÃ¤gung:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>1. GemÃ¤ss § 41 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959/8. Juni 1997 (VRG) beurteilt das Verwaltungsgericht Beschwerden gegen letztinstanzliche Anordnungen von VerwaltungsbehÃ¶rden, soweit nicht dieses oder ein anderes Gesetz eine abweichende ZustÃ¤ndigkeit vorsieht oder eine Anordnung als endgÃ¼ltig bezeichnet. § 43 Abs. 1 VRG schliesst die Beschwerde gegen Anordnungen auf nÃ¤her bezeichneten Gebieten aus. Soweit jedoch die Verwaltungsgerichtsbeschwerde an das Bundesgericht offen steht oder es sich um eine Angelegenheit gemÃ¤ss Art. 6 Abs. 1 der EuropÃ¤ischen Menschenrechtskon­vention (EMRK) handelt, ist gemÃ¤ss § 43 Abs. 2 VRG die Beschwerde auch in den FÃ¤llen von Abs. 1 zulÃ¤ssig. § 43 Abs. 3 VRG schliesst unter anderem Beschwerden gegen âEntscheide Ã¼ber Verfahrenskosten und EntschÃ¤digungenâ aus, sofern die Beschwerde âin der Hauptsacheâ unzulÃ¤ssig ist.</span></p> <p class="Einzug1"><span> a) Der Begriff der Anordnung in § 41 VRG entspricht dem gleichlautenden Begriff in § 19 VRG, welche Bestimmung das Anfechtungsobjekt fÃ¼r den Rekurs umschreibt. Entscheide mit denen einer Aufsichtsbeschwerde keine Folge gegeben wird, sind keine mit Rekurs anfechtbare Anordnungen im Sinn von § 19 VRG; dagegen kann lediglich erneut Auf­sichtsbeschwerde an die obere Aufsichtsinstanz erhoben werden; bestÃ¤tigt diese den ab­schlÃ¤gigen Bescheid der unteren AufsichtsbehÃ¶rde, so kann dementsprechend dagegen keine Beschwerde an das Verwaltungsgericht erhoben werden (Alfred KÃ¶lz/JÃ¼rg Bosshart/ Martin RÃ¶hl, Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons ZÃ¼rich, 2. A., ZÃ¼rich 1999, Vorbem. zu §§ 19-28 N. 43). In der zitierten Kommentierung (a.a.O., vgl. auch Vorbem. zu §§ 19-28 N. 42 mit Hinweisen auf die Praxis) findet sich allerdings ein Vorbehalt mit Bezug auf die Kostenauflage in aufsichtsrechtlichen Entscheiden: Danach soll der Anzeiger, dessen Aufsichtsbeschwerde keine Folge geben wird, gegen eine ihn al­lenfalls treffende Kostenauflage Rekurs nach § 19 VRG erheben kÃ¶nnen. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Von diesen GrundsÃ¤tzen ist im vorliegenden Fall der Bezirksrat X ausgegangen, indem er seinen aufsichtsrechtlichen Beschluss vom 30. Januar 2002 lediglich hinsichtlich der Kostenauflage mit einer Rechtsmittelbelehrung (Rekurs an den Regierungsrat) versehen hat; sodann auch der BeschwerdefÃ¼hrer, indem er seine Eingabe an den Regierungsrat vom 5. MÃ¤rz 2002 bezÃ¼glich der Ablehnung eines aufsichtsrechtlichen Einschreitens durch den Bezirksrat wiederum als Aufsichtsbeschwerde und bezÃ¼glich der Kostenbelastung als Rekurs bezeichnet hat; und schliesslich auch der Regierungsrat, indem er die genannte Ein­gabe in der âSacheâ als Aufsichtsbeschwerde und einzig hinsichtlich der Kostenauflage des Bezirksrats als Rekurs entgegengenommen und behandelt hat.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Es fragt sich, ob die mit einem abschlÃ¤gigen aufsichtsrechtlichen Bescheid verbunde­ne Kostenauflage an den Anzeigeerstatter entsprechend der zitierten Lehrmeinung und </span></p> <p class="Einzug1"><span>Pra­xis mit Rekurs anfechtbar sei und ob bejahendenfalls die BestÃ¤tigung einer solchen Kos­tenauflage durch die Rekursinstanz mit Beschwerde an das Verwaltungsgericht weiterziehbar sei, wie dies im vorliegenden Fall der Regierungsrat mit der Rechtsmittelbelehrung in seinem Beschluss vom 5. Juni 2002 angenommen hat. Dabei muss die Bejahung der ersten Frage nicht zwingend auch die Bejahung der zweiten zur Folge haben. </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) Nach stÃ¤ndiger Praxis des Regierungsrats hat der Anzeigeerstatter, dessen Aufsichtsbeschwerde keine Folge gegeben wird, die Verfahrenskosten zu tragen, wenn er mit seinem Vorstoss persÃ¶nliche, private Interessen verfolgt oder fÃ¼r die AufsichtsbehÃ¶rde (auch sonst) kein triftiger Grund bestanden hÃ¤tte, sich von sich aus mit der Angelegenheit zu befassen; verfolgt er hingegen ausschliesslich Ã¶ffentliche Interessen, sind die Kosten auf die Staatskasse zu nehmen (KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 13 N. 30, Vorbem. zu §§ 19-28, N. 42). Dieser Praxis entspricht es auch, dass die mit einem abschlÃ¤gigen aufsichtsrechtlichen Bescheid verbundene Kostenauflage an den Anzeigeerstatter mit Rekurs angefochten werden kann. FÃ¼r die ZulÃ¤ssigkeit des Rekurses spricht, dass sich der Begriff der VerfÃ¼gung â als eines individuellen Hoheitsaktes, durch den eine konkrete verwaltungsrechtliche Rechtsbeziehung in verbindlicher und erzwingbarer Weise geregelt wird â auch auf solche Kostenauflagen beziehen lÃ¤sst und dass Letztere die davon betroffenen Anzeigeerstatter belasten, womit ein (fÃ¼r die Frage der Anfechtbarkeit mit zu berÃ¼cksichtigendes) RechtsschutzbedÃ¼rfnis gegeben ist (vgl. KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, Vorbem. zu §§ 4-31 N. 11, vgl. auch § 19 N. 10). FÃ¼r die ZulÃ¤ssigkeit des Rekurses spricht ferner, dass die RekursbehÃ¶rde in der Regel (so auch im vorliegenden Fall) zugleich die obere AufsichtsbehÃ¶rde ist, was es ihr ermÃ¶glicht, die mit Rekurs angefochtene Kostenauflage im Zusammenhang mit der Aufsichtsbeschwerde bzw. deren Weiterzug zu behandeln.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>c) Dem Verwaltungsgericht kommen keine Aufsichtsfunktionen Ã¼ber die Verwaltung zu. ErlÃ¤sst allerdings die VerwaltungsbehÃ¶rde aus Anlass einer Aufsichtsbeschwerde eine VerfÃ¼gung, so kÃ¶nnen die nach § 21 VRG legitimierten Personen dagegen Rekurs und hernach Beschwerde erheben (KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, Vorbem. zu §§ 19-28 N. 44, mit Hinweisen). Damit sind aber FÃ¤lle gemeint, in denen die vom Anzeigeerstatter vorgebrachten Beanstandungen die AufsichtsbehÃ¶rde zu einem aufsichtsrechtlichen Einschreiten in der Form einer VerfÃ¼gung veranlasst haben; eine solche VerfÃ¼gung ist entsprechend der Grund­­ordnung von §§ 19 ff. und §§ 41 ff. VRG ohne weiteres mit Rekurs und Beschwerde anfechtbar. Diesen FÃ¤llen lassen sich aber die Kostenauflagen, die fÃ¼r die Behandlung einer Aufsichtsbeschwerde zulasten des Anzeigeerstatters getroffen werden, nicht gleichstel­len. Auch wenn nach dem Gesagten davon auszugehen ist, dass gegen solche Kostenauflagen Rekurs erhoben werden kann, steht dem Weiterzug eines diesbezÃ¼glichen Rekursentscheids die Vorschrift von § 43 Abs. 3 VRG entgegen: </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Schon nach seinem Wortlaut lÃ¤sst sich § 43 Abs. 3 VRG ohne weiteres dahin auslegen, dass Kostenauflagen im Zusammenhang mit einem negativen Bescheid an einen Anzeigeerstatter unter diese Bestimmung fallen, kann doch in solchen FÃ¤llen mit âHauptsacheâ einzig die von der AufsichtsbehÃ¶rde beurteilte Angelegenheit gemeint sein. Zum nÃ¤m­lichen Schluss fÃ¼hren aber auch die Entstehungsgeschichte und der Zweck dieser Bestimmung: Mit deren Erlass wollte man die Praxis zum alten Recht (§ 42 VRG in der ursprÃ¼nglichen Fassung, wonach das Verwaltungsgericht in Streitigkeiten Ã¼ber Ã¶ffentlich-rechtliche Geldleistungen, insbesondere Ã¼ber âGebÃ¼hrenâ zustÃ¤ndig war) gesetzlich verankern. Nach dieser Praxis war das Verwaltungsgericht zur Beurteilung von Entscheiden Ã¼ber Kostenauflage, unentgeltliche ProzessfÃ¼hrung und ParteientschÃ¤digung in jenen FÃ¤llen nicht zustÃ¤ndig, in denen gegen den Sachentscheid keine Beschwerde erhoben werden konnte (KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 43 N. 55 mit Hinweis auf RB 1980 Nr. 13, 1982 Nr. 24 und 1989 Nr. 11). Wegleitend fÃ¼r diese Praxis war vor allem die Ãberlegung, dass die ÃberprÃ¼fung derartiger Anordnungen zumeist eine vorfrageweise Beurteilung des diesbezÃ¼glichen Sachentscheides voraussetze, was in FÃ¤llen, in denen der Sachentscheid selber nicht mit Be­schwerde angefochten werden kÃ¶nne, unbefriedigend sei und dem Zweck der gesetzlichen Ordnung widerspreche. Diese Ãberlegung muss daher auch bei der Auslegung von § 43 Abs. 3 VRG berÃ¼cksichtigt werden. Sie rechtfertigt den Ausschluss der Beschwerde ge­gen eine Kostenauflage auch in jenen FÃ¤llen, in denen die Kostenauflage im Zusammenhang mit einem abschlÃ¤gigen Bescheid an einen Anzeigeerstatter zu dessen Lasten getroffen worden ist. Freilich gelten fÃ¼r Kostenauflagen im Zusammenhang mit SachverfÃ¼gungen andere Kriterien als bei Kostenauflagen im Zusammenhang mit abschlÃ¤gigen Bescheiden an einen Anzeigeerstatter; wÃ¤hrend bei Ersteren vorab das Unterliegerprinzip massgebend ist (§ 13 Abs. 2 VRG), hat der Anzeigeerstatter, dessen Aufsichtsbeschwerde keine Folge gegeben wird, die Kosten nur unter den dargelegten engeren Voraussetzungen zu tragen; primÃ¤r ist massgebend, ob er mit seiner Anzeige eigene private oder Ã¶ffentliche Interessen verfolgt hat. Das setzt nicht in gleicher Weise eine vorfrageweise ÃberprÃ¼fung des Sachentscheids voraus wie in jenen FÃ¤llen, in denen sich die Kostenauflagen allein nach § 13 Abs. 2 VRG richten. Wie gerade der vorliegende Fall zeigt, lÃ¤sst sich aber auch bei Kostenauflagen, die im Zusammenhang mit erfolglosen Aufsichtsbeschwerden angeordnet werden, die ÃberprÃ¼fung der Kostenauflage nicht vÃ¶llig losgelÃ¶st von der aufgrund der Aufsichtsbeschwerde beurteilten Angelegenheit vornehmen. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>d) Die ZulÃ¤ssigkeit der Beschwerde ergibt sich auch nicht aus § 43 Abs. 2 VRG, selbst wenn richtigerweise davon ausgegangen wird, dass diese Bestimmung nicht nur Abs. 1, sondern auch Abs. 3 von § 43 VRG ergÃ¤nzt. Kostenauflagen im Zusammenhang mit abschlÃ¤gigen Aufsichtsentscheiden unterliegen weder der Verwaltungsgerichtsbeschwerde an das Bundesgericht (Art. 101 lit. b des Bundesrechtspflegegesetzes vom 16. De­­zember 1943), noch handelt es sich dabei um zivilrechtliche Streitigkeiten im Sinn von Art. 6 EMRK (Ruth Herzog, Art. 6 EMRK und kantonale Verwaltungsrechtspflege, Bern 1995, S. 280 und 396 f.). BezÃ¼glich der hier allein streitigen Kostenauflage fÃ¼r das auf­sichtsrechtliche Verfahren vor Bezirksrat bestand fÃ¼r den BeschwerdefÃ¼hrer, sofern er diesbezÃ¼glich Ã¼berhaupt eine Verletzung von Grundrechten geltend machen wollte, ein wir­ksamer Rechtsschutz im Sinn von Art. 13 EMRK dadurch, dass er die Kostenauflage</span></p> <p class="Einzug1"><span>mit Rekurs beim Regierungsrat anfechten konnte (zum Rechtsschutz gemÃ¤ss Art. 13 EMRK im Zusammenhang mit der Abweisung von Aufsichtsbeschwerden vgl. BGE 121 I 87).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>2. Demnach ist auf die Beschwerde nicht einzutreten. ...</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>DemgemÃ¤ss beschliesst die Kammer:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>1. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.</span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>...</span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>