<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2001.00226</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="https://vgrzh.djiktzh.ch/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=https://vgrzh.djiktzh.ch&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=106282&amp;W10_KEY=4467148&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2001.00226</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 17.09.2001</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">3. Abteilung/Einzelrichter</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Abgaberecht ohne Steuern</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Fahrzeugabschleppkosten</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Darf ein unberechtigt auf einem Behindertenparkplatz abgestelltes Fahrzeug abgeschleppt werden?<br/><br/>Das Verwaltungsgericht ist zuständig (E. 1).<br/>Der Sachverhalt ist im Grundsatz unumstritten. Der Beschwerdegegner räumt ein, sein Fahrzeug unberechtigt auf einem Behindertenparkplatz abgestellt zu haben (E. 2a).<br/>Die Vorinstanz ging davon aus, die §§ 30 lit. b i.V.m. 31 Abs. 3 VRG seien anwendbar. Zu Unrecht wurde Art. 31 der APV Zürich nicht angewandt (E. 2b).<br/>Art. 31 APV setzt nicht zeitliche Dringlichkeit voraus, doch hat die Massnahme verhältnismässig zu sein. Diese Voraussetzung ist erfüllt, da Gehbehinderte in erhöhtem Mass darauf angewiesen sind, freie Parkplätze zu finden, und ihnen ein Ausweichen viel weniger als anderen Personen zumutbar ist. Bei der Beurteilung der Verhältnismässigkeit kommt es auf die konkrete Verkehrssituation an (E. 2c).<br/>Andere rechtliche Mängel werden weder vorgebracht noch sind solche ersichtlich (E. 2d).<br/>Parkiervorschriften sind nicht polizeilicher Natur im eigentlichen Sinn (E. 2e).</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ABSCHLEPPEN">ABSCHLEPPEN</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ABSCHLEPPKOSTEN">ABSCHLEPPKOSTEN</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: BEHINDERTENPARKPLATZ">BEHINDERTENPARKPLATZ</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: DRINGLICHKEIT">DRINGLICHKEIT</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: FAHRZEUGABSCHLEPPKOSTEN">FAHRZEUGABSCHLEPPKOSTEN</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: Abgaberecht ST: GEBÃHREN">GEBÃHREN</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: GEFAHRENABWEHR">GEFAHRENABWEHR</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: GEMEINDEPOLIZEI">GEMEINDEPOLIZEI</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: Besonderes Verwaltungsrecht (ohne...) ST: POLIZEI-, SICHERHEITS- UND ORDNUNGSRECHT">POLIZEI-, SICHERHEITS- UND ORDNUNGSRECHT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: VERHÃLTNISMÃSSIGKEIT">VERHÃLTNISMÃSSIGKEIT</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade">Art. 31 APV ZÃ¼rich</span><br/><span class="gerade">§ 74 GemeindeG</span><br/><span class="ungerade">§ 30 lit. b VRG</span><br/><span class="gerade">§ 31 lit. III VRG</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 3 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Einzug1"><span>I. A stellte sein Fahrzeug am 1. Dezember 2000 am Stadthausquai 17 in ZÃ¼rich 1 vorschriftswidrig auf einem Gehbehindertenparkplatz ab. In der Folge wurde es von der motorisierten Verkehrspolizei der Stadtpolizei ZÃ¼rich abgeschleppt.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Mit VerfÃ¼gung vom 9. Januar 2001 wurden dafÃ¼r A GebÃ¼hren von insgesamt Fr. 425.- in Rechnung gestellt. Eine dagegen gerichtete Einsprache wies der Stadtrat von ZÃ¼rich am 14. MÃ¤rz 2001 ab und auferlegte A zusÃ¤tzlich die Verfahrenskosten.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>II. Gegen den Stadtratsbeschluss erhob A am 24. April 2001 Rekurs an das Statthalteramt des Bezirks ZÃ¼rich. Der Statthalter hiess das Rechtsmittel am 12. Juni 2001 gut. Er erwog im Wesentlichen, das Abschleppen eines vorschriftswidrig abgestellten Fahrzeugs setze eine erhebliche VerkehrsgefÃ¤hrdung oder -behinderung voraus. Zudem dÃ¼rften in Anbetracht der zeitlichen Dringlichkeit keine anderen Massnahmen in Frage kommen. Vorliegend sei diese Massnahme unverhÃ¤ltnismÃ¤ssig, da zeitliche Dringlichkeit erst dann vorliege, wenn tatsÃ¤chlich eine behinderte Person auf den blockierten Parkplatz angewiesen sei. Der verstÃ¤ndliche Wunsch, InvalidenparkplÃ¤tze jederzeit fÃ¼r die Berechtigten zur VerfÃ¼gung zu halten, genÃ¼ge nicht.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>III. Der Stadtrat von ZÃ¼rich wandte sich am 11. Juli 2001 mit Beschwerde an das Verwaltungsgericht und beantragte die Aufhebung der VerfÃ¼gung des Statthalteramts sowie die Wiederherstellung der VerfÃ¼gung der Stadtpolizei, unter Kosten- und EntschÃ¤digungsfolgen zu Lasten des Beschwerdegegners.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Der Beschwerdegegner beantragte am 29. August 2001 die Abweisung des Rechts­mittels, unter Kosten- und EntschÃ¤digungsfolgen zu Lasten der BeschwerdefÃ¼hrerin. Das Statthalteramt des Bezirks ZÃ¼rich verzichtete auf Vernehmlassung.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Der Einzelrichter zieht in ErwÃ¤gung:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>1. Das Verwaltungsgericht ist zur Beurteilung der vorliegenden Beschwerde nach § 19c Abs. 2, § 30 lit. b Satz 2 und § 41 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959/8. Juni 1997 (VRG) funktionell und sachlich zustÃ¤ndig. Da auch die Ã¼brigen Voraussetzungen erfÃ¼llt sind, ist auf das Rechtsmittel einzutreten. Angesichts des Streitwerts der Angelegenheit hat nach § 38 Abs. 2 VRG der Einzelrichter zu entscheiden.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>2. a) Der fÃ¼r den Entscheid wesentliche Sachverhalt ist zwischen den Parteien jedenfalls im Grundsatz nicht umstritten. Der Beschwerdegegner rÃ¤umte von Anfang an ein, sein Fahrzeug unberechtigterweise auf einem fÃ¼r Behinderte reservierten Parkplatz abgestellt zu haben. Strittig ist einzig, ob die Ersatzvornahme, d.h. das Abschleppen des Fahrzeugs des Beschwerdegegners, zulÃ¤ssig war und dementsprechend die BeschwerdefÃ¼hrerin vom Beschwerdegegner zu Recht GebÃ¼hren erhoben hat.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) Die Vorinstanz ging ohne nÃ¤here ErÃ¶rterung davon aus, massgebende gesetzliche Grundlage fÃ¼r das Abschleppen vorschriftswidrig abgestellter Fahrzeuge stelle ausschliess­lich § 30 lit. b in Verbindung mit § 31 Abs. 3 VRG dar. Unbeachtet blieb dabei, dass Art. 31 der Allgemeinen Polizeiverordnung der Stadt ZÃ¼rich vom 30. MÃ¤rz 1977 (APV; Stadt ZÃ¼rich, Amtliche Sammlung der BeschlÃ¼sse, Bd. 36, S. 322 ff.) eine spezielle Regelung fÃ¼r das Wegschaffen von Fahrzeugen enthÃ¤lt, worauf die BeschwerdefÃ¼hrerin allerdings auch vor Verwaltungsgericht nur sehr beilÃ¤ufig hinweist.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Der Stadtrat leitet seine Regelungskompetenz aus § 74 des Gemeindegesetzes vom 6. Juni 1926 (GemeindeG) ab, der den GemeinderÃ¤ten (d.h. den ExekutivbehÃ¶rden) die Besorgung der Ortspolizei auftrÃ¤gt (Abs. 1) und die Gemeinden zum Erlass einer Polizeiverordnung verpflichtet (Abs. 2). Die den Gemeinden obliegenden Aufgaben sind dabei weit umschrieben (§ 1 der Verordnung Ã¼ber die Zusammenarbeit der Kantons- und der </span></p> <span><br/> </span> <p class="Einzug1"><span>Gemeindepolizei zur Aufrechterhaltung von Ruhe und Ordnung vom 8. Februar 1934; H. R. Thalmann, Kommentar zum ZÃ¼rcher Gemeindegesetz, 3. A., WÃ¤denswil 2000, § 74 N. 2.1 ff.) und umfassen auch die Verkehrspolizei. Art. 31 APV stellt damit eine eigenstÃ¤ndige Rechtsgrundlage fÃ¼r die Entfernung vorschriftswidrig parkierter Fahrzeuge dar (vgl. VGr, 19. November 1999, VB.1999.00300, E. 2a). Die strittige Massnahme ist deshalb vorab auf ihre Vereinbarkeit mit dieser Bestimmung zu Ã¼berprÃ¼fen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>c) Art. 31 Abs. 1 APV setzt fÃ¼r die Wegschaffung von Fahrzeugen vom Ã¶ffentlichen Grund â alternativ neben anderen, hier nicht interessierenden TatbestÃ¤nden â deren vorschriftswidriges Parkieren oder die Behinderung der rechtmÃ¤ssigen BenÃ¼tzung des Ã¶ffentlichen Grundes voraus. Der Beschwerdegegner bestreitet nicht, dass sein Verhalten gegen Art. 65 Abs. 5 der Signalisationsverordnung vom 5. September 1979 (SR 741.21) verstiess.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Nicht vorausgesetzt wird in Art. 31 APV im Gegensatz zu § 31 Abs. 3 VRG zeitliche Dringlichkeit der Massnahme. Bei allem Verwaltungshandeln haben die BehÃ¶rden aber den Grundsatz der VerhÃ¤ltnismÃ¤ssigkeit zu beachten (vgl. fÃ¼r die EinschrÃ¤nkung von Grundrechten Art. 36 Abs. 3 der Bundesverfassung vom 18. April 1999).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Es fragt sich damit namentlich, ob eine abstrakte Behinderung anderer Verkehrsteil­nehmer die fragliche Massnahme bereits rechtfertigt. Beschwerdegegner und Vorinstanz vertreten die Auffassung, eine Wegschaffung sei erst dann statthaft, wenn das vorschriftswidrig parkierte Fahrzeug einen Benutzungsberechtigten konkret am Parkieren hindere. Dieser Auffassung kann nicht beigetreten werden. Zwar trifft es zu, dass Behinderten kein individueller Anspruch auf einen Parkplatz zukommt und sie sich somit mit der Belegung der reservierten Felder durch andere Berechtigte abzufinden haben. Gehbehinderte sind aber im Vergleich zur Ã¼brigen BevÃ¶lkerung in viel hÃ¶herem Mass darauf angewiesen, an den von ihnen aufgesuchten Ãrtlichkeiten freie ParkplÃ¤tze aufzufinden. Eine lÃ¤ngere Suche und ein Ausweichen an entfernter gelegene Orte soll ihnen wenn immer mÃ¶glich nicht zugemutet werden. An der Freihaltung dieser ParkplÃ¤tze fÃ¼r die Berechtigten besteht deshalb </span></p> <p class="Einzug1"><span>ein erhebliches Ã¶ffentliches Interesse und ein entsprechender spezifischer polizeilicher Auftrag ist â im Gegensatz zur Auffassung von Vorinstanz und Beschwerdegegner â zu bejahen. Es besteht in dieser Hinsicht ein deutlicher Unterschied zum Fall der blossen Ãberschreitung der zulÃ¤ssigen BenÃ¼tzungszeit auf gewÃ¶hnlichen ParkplÃ¤tzen. Zum Einen stellt dies grundsÃ¤tzlich einen weniger gewichtigen Verstoss dar als ein von Anfang an regelwidriges Parkieren. Zum Andern ist den in dieser Hinsicht nicht privilegierten Verkehrsteilnehmern zuzumuten, einen anderen Abstellplatz zu suchen. Im Ãbrigen kann auch die Ãberschreitung der HÃ¶chstparkierdauer unter UmstÃ¤nden die Entfernung des Fahrzeugs rechtfertigen. Dies ist namentlich auf ParkplÃ¤tzen der Fall, die fÃ¼r einen raschen und hÃ¤ufigen Verkehrsumschlag bestimmt sind (vgl. VGr, 19. November 1999, VB.1999.00300, E. 2b; 5. Mai 1998, VB.1998.00079, E. 3). Der Einwand des Beschwerdegegners, ein polizeilicher Generalauftrag zur Freihaltung der fÃ¼r Gehbehinderte reservierten Parkfelder wÃ¼rde der WillkÃ¼r TÃ¼r und Tore Ã¶ffnen, trifft deshalb nicht zu.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Eine Entfernung von Fahrzeugen ist Ã¼berdies nur dann verhÃ¤ltnismÃ¤ssig, wenn die konkrete Situation mit erheblicher Wahrscheinlichkeit die Behinderung von Berechtigten erwarten lÃ¤sst. Dies hÃ¤ngt insbesondere von der freien Zahl von ParkplÃ¤tzen und der zu erwartenden Nachfrage ab. Die BehÃ¶rde verfÃ¼gt diesbezÃ¼glich Ã¼ber ein erhebliches Ermessen, in dessen AusÃ¼bung das Verwaltungsgericht gemÃ¤ss § 50 Abs. 2 lit. c VRG nur eingreifen darf, falls es Ã¼berschritten oder missbraucht wurde. Die Vorbringen des BeschwerdefÃ¼hrers vor dem Stadt- und dem Bezirksrat (act. 7/6/3 S. 2 und 7/1 S. 7) sind zu unbestim­mt, um die VerhÃ¤ltnismÃ¤ssigkeit der strittigen Massnahme in Zweifel zu ziehen, zumal der ausfÃ¼hrende Polizeibeamte angegeben hat, zum fraglichen Zeitpunkt seien alle drei vor­­handenen BehindertenparkplÃ¤tze besetzt gewesen, wovon zwei durch Berechtigte mit entsprechender Bewilligung (act. 7/6/7).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>d) Der Beschwerdegegner brachte gegen die strittige GebÃ¼hr von Fr. 425.- stets ausschliesslich vor, die Wegschaffung seines Fahrzeugs sei unzulÃ¤ssig gewesen sei. Da andere rechtliche MÃ¤ngel der ursprÃ¼nglichen VerfÃ¼gung weder vorgebracht werden noch ersichtlich sind, ist die Beschwerde gutzuheissen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <span><br/> </span> <p class="Einzug1"><span>e) Der Argumentation der BeschwerdefÃ¼hrerin, fÃ¼r das Abschleppen von Fahrzeugen genÃ¼ge eine abstrakte Gefahr bzw. (Verkehrs-) Behinderung, die immer dann vorliege, wenn die missachtete strassenverkehrsrechtliche Vorschrift dem Schutz der Verkehrssicher­heit oder der Vermeidung einer Verkehrsbehinderung dient, kann allerdings nicht beigetreten werden: Parkiervorschriften dienen nicht der polizeilichen Gefahrenabwehr im engen Sinn wie beispielsweise Vorschriften Ã¼ber den Umgang mit Giftstoffen, um deren Anwendung es im von der BeschwerdefÃ¼hrerin als PrÃ¤judiz herangezogenen BGE 103 Ib 227 ging. Ihr hauptsÃ¤chlicher Zweck ist die gerechte Verteilung der vorhandenen ParkplÃ¤tze auf mÃ¶glichst viele der daran interessierten Verkehrsteilnehmer und liegt damit aus­serhalb des traditionellen Polizeibegriffs. Das von der BeschwerdefÃ¼hrerin vorgebrachte Motiv des Schutzes der Verkehrssicherheit und der Verhinderung von VerkehrsstÃ¶rungen tritt deutlich dahinter zurÃ¼ck.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>3. ...</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>DemgemÃ¤ss <a id="Text4"></a></span><span>entscheidet der Einzelrichter:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>1. Die Beschwerde wird gutgeheissen und die VerfÃ¼gung des Statthalters des Bezirks ZÃ¼rich vom 12. Juni 2001 aufgehoben.</span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>...</span></p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>