<h2>SubmittedText<h2><p>Der Bundesrat wird eingeladen, in einem Bericht darzulegen, </p><p>- weshalb sich die 2004 mit dem neuen Berufsbildungsgesetz Artikel 33 in Kraft gesetzten "anderen Qualifikationsverfahren" zum Nachweis beruflicher Fähigkeiten und Fertigkeiten nicht im erwarteten Masse durchgesetzt haben; </p><p>- welche Erfahrungen in einzelnen Kantonen und europäischen Ländern bei der Validierung von informellen Lernleistungen sowie beruflicher und sonstiger Praxis vorliegen; </p><p>- wie sich daraus in Absprache mit den Verbundpartnern der Berufsbildung Vorschläge für eine neue Ausrichtung der Validierungsverfahren ableiten lassen.</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Das Anliegen des Postulanten, einzelne berufsrelevante Kompetenzen zu zertifizieren, ist von der Validierung von Bildungsleistungen und von der Anrechnung von Bildungsleistungen im Rahmen eines formalen Berufsabschlusses zu unterscheiden. Eine Zertifizierung einzelner, informell erworbener Kompetenzen ist in der Schweiz nicht vorgesehen. Die kleinste Zertifizierungseinheit sind Branchenzertifikate für bestimmte Tätigkeiten und die dafür erforderlichen Kompetenzen (z.B. das Zertifikat für Pflegehelfende des Schweizerischen Roten Kreuzes oder Zertifikate des Schweizerischen Vereins für Schweisstechnik).</p><p>Der Bundesrat erachtet es deshalb als sinnvoll, in einem Bericht darzulegen, wie die Situation in der Schweiz ist und welche Erfahrungen andere Länder mit der Zertifizierung von nicht-formalen und informellen Lernleistungen gesammelt haben.</p>  Der Bundesrat beantragt die Annahme des Postulates.