<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="content"> <div class="para">Bundesgericht </div> <div class="para">Tribunal fédéral </div> <div class="para">Tribunale federale </div> <div class="para">Tribunal federal </div> <div class="para"> </div> <div class="para">{T 0/2} </div> <div class="para">2C_859/2012 / FRA </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Urteil vom 11. Dezember 2012 </div> <div class="para">II. öffentlich-rechtliche Abteilung </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Besetzung </div> <div class="para">Bundesrichter Zünd, Präsident, </div> <div class="para">Gerichtsschreiber Feller. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Verfahrensbeteiligte </div> <div class="para">1. X.________, </div> <div class="para">und Konsorten (Beschwerdeführer 2 - 57), </div> <div class="para">Beschwerdeführer, </div> <div class="para">alle vertreten durch Rechtsanwalt Remo Cahenzli, </div> <div class="para"> </div> <div class="para">gegen </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Regierung des Kantons Graubünden, </div> <div class="para">Grosser Rat des Kantons Graubünden. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Gegenstand </div> <div class="para">Sprachenfreiheit, </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Beschwerde gegen das Gesetz für die Volksschulen des Kantons Graubünden vom 21. März 2012. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Nach Einsicht </div> <div class="para">in die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten von X.________ und Konsorten gegen das vom Grossen Rat des Kantons Graubünden am 21. März 2012 beschlossene Gesetz über die Volksschulen des Kantons Graubünden, womit im Wesentlichen die Aufhebung von dessen Artikel 32 beantragt wird, </div> <div class="para">in das in der Beschwerdeschrift gestellte Gesuch, das Beschwerdeverfahren sei - eventuell - bis zum Entscheid des Verwaltungsgerichts des Kantons Graubünden über die bei diesem eingereichte Beschwerde gegen dasselbe Gesetz zu sistieren, </div> <div class="para">in die Vernehmlassungen der Regierung sowie des Grossen Rates des Kantons Graubünden, welche übereinstimmend Nichteintreten auf die Beschwerde beantragen, </div> <div class="para">in die Stellungnahme der Beschwerdeführer zu den Vernehmlassungen, womit sie - nun vorbehaltlos - um Sistierung des bundesgerichtlichen Verfahrens ersuchen, </div> <div class="para"> </div> <div class="para">in Erwägung, </div> <div class="para">dass die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten unmittelbar gegen kantonale Erlasse zulässig ist, sofern kein kantonales Rechtsmittel ergriffen werden kann (<span class="artref">Art. 87 Abs. 1 BGG</span>), hingegen <span class="artref">Art. 86 BGG</span> Anwendung findet, wenn das kantonale Recht ein Rechtsmittel gegen Erlasse vorsieht (<span class="artref">Art. 87 Abs. 2 BGG</span>), </div> <div class="para">dass das bündnerische Recht ein gerichtliches Normenkontrollverfahren vorsieht, wobei das Verwaltungsgericht als Verfassungsgericht tätig ist und im verfassungsgerichtlichen Verfahren bei ihm nicht nur Verordnungen, sondern auch Gesetze unmittelbar angefochten werden können (<span class="artref"><artref id="CH/131.226/55/3" type="start"></artref><artref id="CH/131.226/55/2" type="start"></artref>Art. 55 Abs. 2 und 3 KV/GR</span><artref id="CH/131.226/55/3" type="end"></artref><artref id="CH/131.226/3" type="end"></artref>; Art. 57 Abs. 1 lit. a des Bündner Gesetzes vom 31. August 2006 über die Verwaltungsrechtspflege [VRG/GR]), </div> <div class="para">dass mithin ein vom Kanton Graubünden beschlossenes Gesetz nicht direkt beim Bundesgericht angefochten werden kann, sondern die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten nur zulässig ist gegen den Normenkontrollentscheid des kantonalen Verwaltungsgerichts (<span class="artref">Art. 86 Abs. 1 lit. d und Abs. 2 BGG</span>), </div> <div class="para">dass dabei der Hinweis der Beschwerdeführer auf einen möglichen Nichteintretensentscheid des Verwaltungsgerichts wegen fehlender Legitimation (Art. 58 Abs. 1 VRG/GR) unerheblich ist, ändert dies doch nichts an der Notwendigkeit, den Instanzenzug einzuhalten, und stünde den Beschwerdeführern gegen einen solchen Nichteintretensentscheid die Beschwerde ans Bundesgericht offen, wobei zu beachten ist, dass das Verwaltungsgericht die Legitimationsvoraussetzungen nicht enger handhaben kann als das Bundesgericht (vgl. <span class="artref"><artref id="CH/173.110/111/3" type="start"></artref><artref id="CH/173.110/111/1" type="start"></artref>Art. 111 Abs. 1 und 3 BGG</span><artref id="CH/173.110/111/3" type="end"></artref><artref id="CH/173.110/3" type="end"></artref>), </div> <div class="para">dass sich die Beschwerde als offensichtlich unzulässig erweist (<span class="artref">Art. 108 Abs. 1 lit. a BGG</span>), sodass es nicht zweckmässig erscheint (vgl. <span class="artref">Art. 6 Abs. 1 BZP</span> in Verbindung mit <span class="artref">Art. 71 BGG</span>), das Verfahren noch formell zu sistieren, </div> <div class="para"> </div> <div class="para">dass vielmehr darauf mit Entscheid des Einzelrichters im vereinfachten Verfahren nach <span class="artref">Art. 108 BGG</span> nicht einzutreten ist, </div> <div class="para">dass die Gerichtskosten (<span class="artref">Art. 65 BGG</span>) entsprechend dem Verfahrensausgang den Beschwerdeführern nach Massgabe von <span class="artref"><artref id="CH/173.110/3" type="start"></artref><artref id="CH/173.110/66/5" type="start"></artref><artref id="CH/173.110/66/3" type="start"></artref><artref id="CH/173.110/66/1" type="start"></artref>Art. 66 Abs. 1, 3 und 5 BGG</span><artref id="CH/173.110/66/3" type="end"></artref><artref id="CH/173.110/66/5" type="end"></artref><artref id="CH/173.110/3" type="end"></artref><artref id="CH/173.110/5" type="end"></artref> aufzuerlegen sind, </div> <div class="para"> </div> <div class="para">erkennt der Präsident: </div> <div class="para"> </div> <div class="para">1. </div> <div class="para">Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">2. </div> <div class="para">Die Gerichtskosten von Fr. 500.-- werden den Beschwerdeführern unter solidarischer Haftung auferlegt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">3. </div> <div class="para">Diese Verfügung wird den Verfahrensbeteiligten sowie, zur Kenntnisnahme, dem Verwaltungsgericht des Kantons Graubünden schriftlich mitgeteilt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Lausanne, 11. Dezember 2012 </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Im Namen der II. öffentlich-rechtlichen Abteilung </div> <div class="para">des Schweizerischen Bundesgerichts </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Der Präsident: Zünd </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Der Gerichtsschreiber: Feller </div> <div class="para"> </div> </div></body></html>