<h2>SubmittedText<h2><p>Der Bundesrat wird eingeladen, die Möglichkeiten zu schaffen, um Mittel für die Erforschung und Bekämpfung chronischer respirativer Erkrankungen und Allergien zur Verfügung stellen zu können.</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Die Analyse der Aktivitäten und Förderungsbemühungen im Bereich der chronisch respirativen Erkrankungen und Allergien ergibt folgendes Bild:</p><p>- Das Schweizerische Institut für Allergie- und Asthmaforschung (Siaf) in Davos wird durch einen Beitrag von jährlich 625 000 Franken aufgrund von Artikel 16 des Forschungsgesetzes unterstützt.</p><p>- Das Bundesamt für Gesundheit führt gegenwärtig zwar kein speziell auf diese Problematik ausgerichtetes Programm. Es beteiligt sich aber an der Finanzierung von Scarpol (Swiss Study on Childhood Allergy and Respiratory Symptoms with respect to Air Pollution).</p><p>Dabei handelt es sich um eine 1992 begonnene Querschnittuntersuchung von Schulkindern bezüglich Prävalenz von Atemwegserkrankungen und Allergien in zehn Orten der Schweiz. Aus diesem Programm resultiert auch eine Untersuchung zu den Asthma-Erkrankungen in der Schweiz und deren Verteilung. Diese Langzeitbeobachtungen sind Teil einer internationalen Studie (Isaac III). Die Ergebnisse dienen als Grundlage für Präventionsprogramme.</p><p>- Breiter angelegt ist die von der Motionärin erwähnte Kohortenstudie Sapaldia (I+II), welche, ausgehend vom Patientengut von 15 Spitälern, bei rund 10 000 Individuen den Zusammenhang zwischen Luftverschmutzung und Mortalität untersucht.</p><p>- Betreffend Prävention und Behandlung von Tuberkulose- und Rheumaerkrankungen kann festgestellt werden, dass diese im Zuständigkeitsbereich der Kantone liegen. Gesamtschweizerisch sind die Lungenliga und die Schweizerische Rheumaliga zuständig. Diese erhalten vom Bundesamt für Gesundheit in den Jahren 2001 und 2002 aus den bestehenden Kreditrubriken insgesamt gut 1,8 Millionen Franken und im Jahr 2003 gut 1,5 Millionen Franken.</p><p>- Seitens der Universitäten lässt sich feststellen, dass das Interesse an der Problematik zunimmt. In Zürich werden im Rahmen von Berufungen zwei Lehrstühle neu darauf ausgerichtet; zudem wird die Assoziation mit dem Siaf verankert. In Bern ist der Lehrstuhl für Pharmakologie mit einem Asthmaspezialisten aus dem Siaf besetzt worden. Die Evaluation des Siaf durch den SWTR (2000) hat im Übrigen ergeben, dass sich die Situation in Klinik und Forschung seit Ende der Achtzigerjahre landesweit wesentlich verbessert hat.</p><p>Die Finanzierung der Kohorten- und Langzeitstudien stellt in der Tat ein Problem dar, weil sie nur nach Massgabe der Legislaturperioden erfolgt. Mit Blick auf langfristig angelegte Kohortenstudien kann von einem grundsätzlich bestehenden Problem gesprochen werden. Aufgrund dieser Unzulänglichkeit werden gegenwärtig verschiedene Modelle geprüft, um im Rahmen der SNF-Finanzierung oder der Forschungskonzepte nach Politikbereichen die Kontinuität von Langzeitstudien zu gewährleisten.</p><p>Aufgrund der aktuellen Situation kann gesagt werden, dass im Rahmen der allgemeinen Forschungsförderung und der Lehre kein zusätzlicher Handlungsbedarf besteht. Da entsprechende Kreditlinien und Finanzierungsinstrumente bestehen, reichen die Rechtsgrundlagen und die Instrumente aus. Das Problem der Langfristfinanzierung ist erkannt. Das Anliegen der Motionärin wird im Rahmen der Botschaft über Bildung, Forschung und Technologie für die Jahre 2004 bis 2007 sowie der neuen, nach Politikbereichen differenzierten Forschungskonzepte für diese Periode überprüft. Entsprechende Massnahmen insbesondere bei der Finanzierung werden gegebenenfalls dem Parlament zur Genehmigung unterbreitet.</p>  Der Bundesrat beantragt, die Motion in ein Postulat umzuwandeln.