<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2003.00450</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=204683&amp;W10_KEY=13013567&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2003.00450</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 15.12.2004</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">4. Abteilung/4. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Ãbriges Verwaltungsrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Einbürgerung</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Einbürgerung (Frage, ob die Gemeinde zur Überprüfung der Eignung befugt ist) Die Beschwerdegegnerin ist eine junge Ausländerin, die während mindestens fünf Jahren die Volksschule in der Schweiz besucht hat. Damit steht ihr grundsätzlich ein Anspruch auf Erteilung des Gemeindebürgerrechts zu. Eintreten (E. 2). Themen der vorliegenden Streitigkeit sind: Leumund, Eignung, wirtschaftliche Erhaltungsfähigkeit (E. 3). Die Frage des unbescholtenen Rufes gemäss § 21 GemeindeG ist nicht mit der Frage der Eignung zu vermischen. Ein generell positives Verhalten wird bei Ersterem nicht vorausgesetzt. Vielmehr geht es alleine um den straf- sowie den betreibungsrechtlichen Leumund (E. 4). Nach der bisherigen Praxis der Kammer ist die Eignung von Ausländern zur Einbürgerung nur durch Bund und Kanton zu überprüfen, nicht aber durch die Gemeinde. In der Lehre werden abweichende Auffassungen vertreten (E. 5.1). 1997 wurde § 21 GemeindeG geändert. Diese Änderung betraf Abs. 2 der Bestimmung aber im Wesentlichen nicht. Die regierungsrätliche Weisung zur Revision von § 21 GemeindeG ist unklar und verwirrend, wenn u.a. festgehalten wird, schlecht beleumdete oder offensichtlich nicht integrierte Bewerber um das Bürgerrecht könnten auch unter den neuen Bestimmungen nach wie vor abgelehnt werden. Der Text von § 21 GemeindeG verlangte schon immer einen unbescholtenen Ruf, aber noch nie Eignung (E. 5.2.1). Sowohl die vorberatende Kantonsratskommission als auch der beleuchtende Bericht des Regierungsrats zur Volksabstimmung von 1997 nahmen an, die Integration sei Bedingung für den Anspruch auf Verleihung des Gemeindebürgerrechts ( E. 5.2.2). § 21 Abs. 2 GemeindeG blieb im Wesentlichen unrevidiert und kann deshalb durch Hinzutreten von Abs. 3 keine Einbürgerungsvoraussetzung erhalten haben, welche nicht schon vorher bestanden hätte (E. 5.2.3). Eine historische Auslegung von § 21 GemeindeG führt zum Schluss, dass sich die kommunale Einbürgerung nicht mangels Integration verweigern lasse (E. 5.3). Bei der Prüfung der wirtschaftlichen Erhaltungsfähigkeit stützte sich die Vorinstanz auch auf die Anhörung der Beschwerdegegnerin, ohne dass sich die Beschwerdeführerin dazu hätte äussern können. Damit liegt eine Gehörsverletzung vor, die im verwaltungsgerichtichen Verfahren aufgrund der eingeschränkten Kognition nicht geheilt werden kann, weshalb die Sache zurückzuweisen ist. Beim neuen Entscheid wird die Vorinstanz verschiedene Punkte zu berücksichtigen haben (E. 6). Teilweise Gutheissung</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ANHÃRUNGSRECHT">ANHÃRUNGSRECHT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ANSPRUCH">ANSPRUCH</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: EIGNUNG">EIGNUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: EINBÃRGERUNG">EINBÃRGERUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: GEHÃRSVERWEIGERUNG">GEHÃRSVERWEIGERUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: GEMEINDEBÃRGERRECHT">GEMEINDEBÃRGERRECHT</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: HISTORISCHE AUSLEGUNG">HISTORISCHE AUSLEGUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: INTEGRATION">INTEGRATION</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: KANTONSBÃRGERRECHT">KANTONSBÃRGERRECHT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: LEUMUND">LEUMUND</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: RECHTLICHES GEHÃR">RECHTLICHES GEHÃR</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: RUF">RUF</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: SELBSTERHALTUNGSFÃHIGKEIT">SELBSTERHALTUNGSFÃHIGKEIT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: UNBESCHOLTEN">UNBESCHOLTEN</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: VOLKSABSTIMMUNG">VOLKSABSTIMMUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: WIRTSCHAFTLICHE ERHALTUNGSFÃHIGKEIT">WIRTSCHAFTLICHE ERHALTUNGSFÃHIGKEIT</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade">§ 5 BÃRGERRV</span><br/><span class="gerade">§ 6 BÃRGERRV</span><br/><span class="ungerade">§ 21 BÃRGERRV</span><br/><span class="gerade">§ 22 Abs. 1 BÃRGERRV</span><br/><span class="ungerade">§ 33 BÃRGERRV</span><br/><span class="gerade">§ 20 Abs. 3 GemeindeG</span><br/><span class="ungerade">§ 21 GemeindeG</span><br/><span class="gerade">§ 21 Abs. 2 GemeindeG</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade">RB 2004 Nr. 23 S. 75</span><br/> </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 2 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Sachverhalt1"><b><span>I. </span></b><span> </span></p> <p class="Sachverhalt2"><b><span>A. </span></b><span>B, eine 1984 geborene AuslÃ¤nderin, kam Mitte 1995 in die Schweiz und absolvierte in X sechs Jahre Volksschule; im letzten ersuchte sie um EinbÃ¼rgerung. Die BÃ¼rgerliche Abteilung des Gemeinderats X beschloss im Februar 2002 ablehnend, da die EinbÃ¼rgerungsvoraussetzungen gemÃ¤ss § 21 der Kantonalen BÃ¼rgerrechtsverordnung vom 25. Oktober 1978 (BÃ¼rgerrechtsV, LS 141.11) nicht gegeben seien. Damit wurde dem Antrag des gemeinderÃ¤tlichen BÃ¼rgerrechtsausschusses gefolgt, welcher protokollarisch festgehalten hatte, die Bewerberin verrate Probleme mit der Integration und sei "sowohl bei Herr D sowie bei Frau E sehr aggressiv und negativ aufgefallen".</span></p> <p class="Sachverhalt2"><span>Der Bezirksrat Y schrieb Ende Juni 2002 Bs hiergegen gerichteten Rekurs unter EntschÃ¤digungsfolge zu ihren Gunsten als gegenstandslos geworden ab. Auf Antrag des BÃ¼rgerrechtsausschusses hatte die BÃ¼rgerliche Abteilung des Gemeinderats X ihren Beschluss vom Februar 2002 nÃ¤mlich wiedererwÃ¤gungsweise aufgehoben, weil sich neue Aspekte und damit die Notwendigkeit einer Neubeurteilung gezeigt hÃ¤tten; sie hatte die Sache zu letzterem Behuf sowie mit der Auflage "an die Kommission" zurÃ¼ckgegeben, die Bewerberin nochmals fÃ¼r ein GesprÃ¤ch einzuladen. In einem solchen schon Mitte Juni 2002 hatte diese dem BÃ¼rgerrechtsausschuss "jedoch keinen besseren Eindruck hinterlassen".</span></p> <p class="Sachverhalt2"><span>Das Verwaltungsgericht wies mit Entscheid vom 8. August 2002 eine Beschwerde der Gemeinde X ab, womit diese ihre EntschÃ¤digungspflicht fÃ¼r das Rekursverfahren hatte kassieren lassen wollen.</span></p> <p class="Sachverhalt2"><b><span>B. </span></b><span>Die BÃ¼rgerliche Abteilung des Gemeinderats X verweigerte mit Beschluss vom 17. Dezember 2002 â B unbestritten am 6. Januar 2003 ausgehÃ¤ndigt â erneut die Aufnahme ins GemeindebÃ¼rgerrecht.</span></p> <p class="Sachverhalt2"><span>Zur BegrÃ¼ndung hiess es in erster Linie, es lasse sich nicht erkennen, inwieweit die Gesuchstellerin â sie hatte ab Sommer 2001 an der Schule Z zunÃ¤chst einen kaufmÃ¤nnischen Vorbereitungskurs besucht und sollte dort voraussichtlich Mitte Februar 2003 die Tages-Handelsschule abschliessen â "in absehbarer Zeit â¦ fÃ¼r ihren Lebens­unterhalt selbst aufkommen wird. Zudem kann auch nicht von einer UnterstÃ¼tzung seitens der Eltern â¦ ausgegangen werden, zumal diese selbst Ã¼ber lange Zeit staatliche FÃ¼rsorge bezogen und gemÃ¤ss eigenen Angaben â¦ Ã¼ber keine Mittel verfÃ¼gen."</span></p> <p class="Sachverhalt2"><span>Des Weiteren habe sich in den GesprÃ¤chen gezeigt, "dass die Gesuchstellerin offensichtlich noch ungenÃ¼gend in die schweizerischen VerhÃ¤ltnisse eingegliedert und noch zu wenig mit den schweizerischen Lebensgewohnheiten, Sitten und GebrÃ¤uchen vertraut ist. Selbst wenn die mangelnde Eignung bzw. Integration nicht ins Gewicht fallen sollte, so kann die Bewerberin aufgrund der gefÃ¼hrten GesprÃ¤che â¦ nicht als gut beleumdet â¦ bezeichnet werden."</span></p> <p class="Sachverhalt1"><b><span>II. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>B liess dawider am 5. Februar 2003 rekurrieren mit dem Ansinnen, die BÃ¼rgerliche Abteilung des Gemeinderats X in Aufhebung von deren Beschluss und unter EntschÃ¤digungsfolge anzuweisen, sie einzubÃ¼rgern. Die BegrÃ¼ndung bestritt die ErwÃ¤gungen des angefochtenen Entscheids; sie belegte insbesondere, dass der Vater der Rekurrentin recht verdiene und sich bereit erklÃ¤rt habe, deren finanziellen Bedarf zu decken bis zum Abschluss der Ausbildung an der Schule Z, welcher sich wegen nicht bestandener PrÃ¼fungen um etwa ein halbes Jahr hinauszÃ¶gere, sowie dass der Arbeitgeber des Vaters interessiert sei, die Tochter hernach als kaufmÃ¤nnische Angestellte zu beschÃ¤ftigen. Wie sich alsbald ergab, erbrachte die Ã¶ffentliche FÃ¼rsorge ab MÃ¤rz 2003 keine Leistungen mehr zu Bs Gunsten. Diese erwarb im Juli 2003 an der Schule Z das BÃ¼rofachdiplom des Verbands Schweizerischer Handelsschulen.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Ohne Vorwissen oder Anwesenheit der Gegenseite hÃ¶rte der Bezirksrat Y am 26. September 2003 B an. Diese gab an, im Moment nur vom Vater unterstÃ¼tzt zu werden, Arbeit zu suchen und eine Anstellung zugesichert bekommen zu haben, "sobald Aufenthaltsbewilligung bzw. Pass" vorlÃ¤gen.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Mit Beschluss vom gleichen Tag â beiden Parteien am 3. November 2003 zugestellt â hiess der Bezirksrat das Rechtsmittel im Sinn der ErwÃ¤gungen gut, nahm die Verfahrenskosten auf die Staatskasse und sprach keine ParteientschÃ¤digungen zu. Er erwog zum<br/> einen, die erstinstanzlichen Akten sowie GesprÃ¤che mit der Rekurrentin erlaubten nicht, deren Eignung und unbescholtenen Ruf bezÃ¼glich EinbÃ¼rgerung zu verneinen; im Ãbrigen habe "die Rekurrentin anlÃ¤sslich der AnhÃ¶rung â¦ einen sehr freundlichen und aufgeschlossenen Eindruck hinterlassen und ihre persÃ¶nliche Situation offen dargelegt". Zum andern sei auf Grund "der Ergebnisse der AnhÃ¶rung â¦ sowie des erworbenen BÃ¼rofachdiplomes â¦ vorliegend mit einer kÃ¼nftigen FÃ¤higkeit zur wirtschaftlichen Erhaltung zu rechnen. DarÃ¼ber hinausgehend noch mehr zu verlangen wÃ¤re gerade bei noch in Ausbildung stehenden oder diese gerade ab­schliessenden jÃ¼ngeren Personen â¦ widersinnig."</span></p> <p class="Sachverhalt1"><b><span>III. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Die Gemeinde X liess am 3. Dezember 2003 mit Beschwerde und dem Antrag an das Verwaltungsgericht gelangen, den Beschluss vom 26. September 2003 aufzuheben, unter EntschÃ¤digungsfolge zu Bs Lasten.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Der Bezirksrat Y liess sich am 20./22. Januar 2004 mit dem Schluss vernehmen, das Rechtsmittel abzuweisen. Das, unter EntschÃ¤digungsfolge zu Lasten der Gemeinde X, liess B in der Beschwerdeantwort vom 1. MÃ¤rz 2004 ebenfalls tun. Sie belegte, dass ihr Vater zumindest im Dezember 2003 unverÃ¤ndert beim gleichen Arbeitgeber und sie selbst dort im vorhergehenden November tÃ¤tig gewesen sei sowie ab sofort fÃ¼r ein Dreivierteljahr beim Betrieb F â hier wirkt als verantwortliche Person offenbar ein Verwandter â ein BÃ¼ropraktikum mit Fr. 1'500.- Brutto-Monatslohn machen kÃ¶nne.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Bis im Oktober 2004 wurde zusÃ¤tzlich ein doppelter Schriftenwechsel durchgefÃ¼hrt, wo beide Seiten von Replik bis Quadruplik je an ihren AntrÃ¤gen festhielten. Hierbei produzierte B insbesondere zwei Dokumente: Im einen schrieb der Asylkoordinator der Gemeinde X unter dem 29. Juni 2004, B "lebt von ihrem Einkommen aus einer Teilzeitstelle und wird teilweise von ihrem Vater unterstÃ¼tzt"; im andern versicherte der Betrieb F im Zwischenzeugnis vom 16. Juli 2004, B werde nach dem Praktikum einen unbefristeten Arbeitsvertrag erhalten.</span></p> <p class="Einzug1"><span>Die Kammer</span><span> zieht in ErwÃ¤gung:</span></p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Erwgung1"><b><span>1. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Es gebricht hier an einem Streitwert oder einer die einzelrichterliche ZustÃ¤ndigkeit begrÃ¼ndenden Sondermaterie. Schon darum ist die Beschwerde kraft § 38 Abs. 1 f. des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 (VRG, LS 175.2) in Dreierbesetzung zu behandeln.</span></p> <p class="Erwgung1"><b><span>2. </span></b><span> </span></p> <p class="Erwgung2"><span>Die Beschwerde erachtet mehrere Eintretensvoraussetzungen fÃ¼glich als erfÃ¼llt. Insbesondere â wie bereits im die Parteien betreffenden Fall VB.2002.00242 gesagt â ist eine Gemeinde bei Streitigkeiten Ã¼ber Aufnahme in ihr BÃ¼rgerrecht nach § 70 in Verbindung mit § 21 lit. b VRG legitimiert, das vorliegende Rechtsmittel zu ergreifen (VGr, 28. Februar 2001, VB.2000.00389, E. 1b, www.vgrzh.ch). Die Beschwerdegegnerin darf im Ãbrigen gestÃ¼tzt auf § 21 des Gemeindegesetzes vom 6. Juni 1926 (GemeindeG, LS 131.1) unstrittig und unbestreitbar die Verleihung des GemeindebÃ¼rgerrechts prinzipiell beanspruchen:</span></p> <p class="Erwgung2"><span>Denn Abs. 1 letzterer Bestimmung verpflichtet die politischen Gemeinden, jeden seit mindestens zwei Jahren in der Gemeinde wohnenden Schweizer BÃ¼rger auf Verlangen in das BÃ¼rgerrecht aufzunehmen, wenn dieser sich und seine Familie selber zu erhalten vermag, genÃ¼gende Ausweise Ã¼ber seine bisherigen Heimats- und FamilienverhÃ¤ltnisse und Ã¼ber einen unbescholtenen Ruf beibringt sowie die EinkaufsgebÃ¼hr entrichtet (Satz 1), wobei fÃ¼r einen Gesuchsteller zwischen 16 und 25 Jahren nebst den Ã¼brigen Voraussetzungen zwei Jahre Wohnsitz im Kanton reichen (Satz 2); Abs. 2 wiederum behandelt in der Schweiz geborene AuslÃ¤nder wie Schweizer BÃ¼rger, vorbehÃ¤ltlich der nur fÃ¼r jene nÃ¶tigen Erteilung des so genannten Landrechts durch den Kanton (§ 20 Abs. 3 GemeindeG); Abs. 3 endlich stellt nicht in der Schweiz geborene AuslÃ¤nder von 16 bis 25 Jahren den im Land zur Welt gekommenen solchen Alters gleich, sofern sie nachweisen kÃ¶nnen, in der Schweiz wÃ¤hrend mindestens fÃ¼nf Jahren den Unterricht auf Volks- oder Mittelschulstufe in einer der Landessprachen besucht zu haben. Alsdann erlaubt § 43 Abs. 1 lit. l in Verbindung mit § 19c Abs. 2 VRG die Beschwerde gegen einen bezirksrÃ¤tlichen Rekursentscheid betreffend EinbÃ¼rgerung (RB 2000 Nrn. 35 f.; Handbuch EinbÃ¼rgerungen, herausgegeben vom Amt fÃ¼r Gemeinden und berufliche Vorsorge des Kantons ZÃ¼rich, ZÃ¼rich 2002, Kap. 1.4, 4.5).</span></p> <p class="Erwgung2"><span>Also gilt es das Rechtsmittel an die Hand zu nehmen. Davon ausgespart bleiben mÃ¼sste allerdings â insofern die Beschwerde einfach Aufhebung des (gesamten) vorinstanzlichen Beschlusses(dispositivs) verlangt â die dortige Kostenfreiheit der Parteien, weil das der BeschwerdefÃ¼hrerin mangels Belastung kein gemÃ¤ss § 70 in Verbindung mit § 21 VRG schutzwÃ¼rdiges Anfechtungsinteresse verleiht. Wie sich nachfolgend indes zeigt, ist der Entscheid vom 26. September 2003 dennoch als Ganzes zu kassieren zwecks Neubeurteilung der Sache durch den Bezirksrat. In diesem Zusammenhang drÃ¤ngt sich die Anmerkung auf, dass weder begrÃ¼ndet noch sonst ersichtlich wird, warum statt der Staatskasse nicht die eine und/oder andere Partei die Rekurskosten tragen sollte (Alfred KÃ¶lz/JÃ¼rg Bosshart/Martin RÃ¶hl, Kommentar zum Verwaltungsrechtpflegegesetz des Kantons ZÃ¼rich, 2. A., ZÃ¼rich 1999, § 13 N. 12).</span></p> <p class="Erwgung1"><b><span>3. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Der Streit der Parteien drehte und dreht sich im Rekurs- wie im verwaltungsgerichtlichen Verfahren um folgende EinbÃ¼rgerungskriterien: Ob die Beschwerdegegnerin im Sinn von § 21 GemeindeG einen guten Leumund geniesse bzw. worauf es dabei ankomme (dazu sogleich 4); ob sie die Eignung gemÃ¤ss §§ 21 f. BÃ¼rgerrechtsV besitze resp. ob das fÃ¼r die Verleihung des GemeindebÃ¼rgerrechts Ã¼berhaupt eine Rolle spiele (alsdann unten 5); ob sie sich, wie in § 21 GemeindeG aus­bedungen, selber erhalten kÃ¶nne (endlich hinten 6). Diese drei Problemkreise verbindet die BeschwerdefÃ¼hrerin mit der RÃ¼ge, die Vorinstanz habe ihr das rechtliche GehÃ¶r durch Einzelbefragung der Gegenpartei verweigert.</span></p> <p class="Erwgung1"><b><span>4. </span></b><span> </span></p> <p class="Erwgung2"><span>Der EinbÃ¼rgerungsanspruch gestÃ¼tzt auf § 21 GemeindeG hÃ¤ngt unter anderem davon ab, dass die Gesuchstellenden genÃ¼gende Ausweise Ã¼ber einen unbescholtenen Ruf beibringen. Der Ruf bzw. Leumund ist laut § 6 BÃ¼rgerrechtsV auf Grund von Straf- sowie Betreibungsregister zu prÃ¼fen und gilt regelmÃ¤ssig als unbescholten resp. gut, falls deren AuszÃ¼ge fÃ¼r die letzten fÃ¼nf Jahre keine EintrÃ¤ge von Bedeutung enthalten; Ãbertretungen mÃ¼ssen nach ihrer Zahl und Schwere gewÃ¼rdigt, laufende Strafuntersuchungen wenn mÃ¶glich anhand eines Zwischenberichts beurteilt werden.</span></p> <p class="Erwgung2"><span>BeschwerdefÃ¼hrerin wie Vorinstanz vermengen den unbescholtenen Ruf gemÃ¤ss § 21 GemeindeG mit der dort nicht erwÃ¤hnten Eignung und scheinen fÃ¼r seine Bejahung ein â vage bleibendes â generell positives Verhalten vorauszusetzen. Bei Letzterem haben sie Literatur sowie Judikatur wider sich (Tobias Jaag, Verwaltungsrecht des Kantons ZÃ¼rich, 2. A., ZÃ¼rich 1999, Rz. 1305; H.R. Thalmann, Kommentar zum ZÃ¼rcher Gemeindegesetz, 3. A., WÃ¤denswil 2000, § 21 N. 1.6; Handbuch EinbÃ¼rgerungen, Kap. 3.4; VGr, 28. Februar 2001, VB.2000.00389, E. 2, www.vgrzh.ch). Es handelt sich ja gemÃ¤ss klarem § 6 BÃ¼rgerrechtsV bloss um den straf- sowie betreibungsrechtlichen Leumund, fÃ¼r dessen Aktualisierung sich die BeschwerdefÃ¼hrerin Ã¼brigens nicht zu interessieren scheint; was darÃ¼ber hinausginge, liesse sich denn auch nicht in Anwendung von § 21 Abs. 1 GemeindeG durch Ausweise belegen. Entgegen frÃ¼herer Meinung der BeschwerdefÃ¼hrerin beschrÃ¤nken sich Regel und Ausnahme in § 6 BÃ¼rgerrechtsV allein auf den Straf- und Betreibungsbereich.</span></p> <p class="Erwgung2"><span>Dass die Vorinstanz die Beschwerdegegnerin unter Ausschluss der BeschwerdefÃ¼hrerin befragte sowie das Resultat davon im angefochtenen Entscheid verwertete, eignet sich grundsÃ¤tzlich, deren Anspruch auf rechtliches GehÃ¶r als verletzt anzusehen (siehe KÃ¶lz/ Bosshart/RÃ¶hl, § 8 N. 31 ff.). Nur beschlug jene Befragung den straf- oder betreibungsrechtlichen Leumund der Beschwerdegegnerin Ã¼berhaupt nicht und bescheinigt die RekursbehÃ¶rde dieser, weil es bloss hierauf ankommt, im Ergebnis mit Fug einen guten Ruf. Insofern kann das Rechtsmittel deshalb nicht durchdringen (vgl. HansjÃ¶rg Seiler, Abschied von der formellen Natur des rechtlichen GehÃ¶rs, SJZ 100/2004, S. 377 ff., 383, mit Hinweisen).</span></p> <p class="Erwgung1"><b><span>5. </span></b><span> </span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>5.1 </span></b><span>Wie gesagt setzt der Anspruch, in das GemeindebÃ¼rgerrecht aufgenommen zu werden, laut § 21 GemeindeG keine Eignung zur EinbÃ¼rgerung voraus. Hingegen fordert das vielleicht § 22 Abs. 1 in Verbindung mit § 21 BÃ¼rgerrechtsV fÃ¼r im Sinn von § 21 Abs. 2 f. GemeindeG einbÃ¼rgerungsberechtigte AuslÃ¤nder. § 21 Abs. 2 BÃ¼rgerrechtsV formuliert die Eignung wie Art. 14 des BÃ¼rgerrechtsgesetzes vom 29. September 1952 (BÃ¼G, SR 141.0). Danach prÃ¼ft das zustÃ¤ndige Bundesamt â ehe es die eidgenÃ¶ssische EinbÃ¼rgerungsbewilligung erteilt (vgl. Art. 12 Abs. 2, 13 Abs. 1 BÃ¼G) â insbesondere, ob der Bewerber in die schweizerischen VerhÃ¤ltnisse eingegliedert (lit. a) sowie mit den schweizerischen Lebensgewohnheiten, Sitten und GebrÃ¤uchen vertraut sei (lit. b), die schweizerische Rechtsordnung beachte (lit. c) und die innere oder Ã¤ussere Sicherheit der Schweiz nicht gefÃ¤hrde (lit. d). Die Bedingungen nach lit. a+b von Art. 14 BÃ¼G bzw. § 21 Abs. 2 BÃ¼rgerrechtsV lassen sich auch mit dem Begriff "Integration" zusammenfassen (Handbuch EinbÃ¼rgerungen, Kap. 3.2.1).</span></p> <p class="Erwgung2"><span>Die Eignung eines AuslÃ¤nders gilt es gemÃ¤ss Praxis der Kammer im Anspruchsfall fÃ¼r die Aufnahme in das GemeindebÃ¼rgerrecht nicht zu beurteilen; vielmehr habe solches nur durch das zustÃ¤ndige Bundesamt fÃ¼r die EinbÃ¼rgerungsbewilligung und kraft § 20 Abs. 3 GemeindeG in Verbindung mit § 32 BÃ¼rgerrechtsV durch die Direktion der Justiz und des Innern fÃ¼r die Erteilung des KantonsbÃ¼rgerrechts zu geschehen. Soweit aus § 22 Abs. 1 BÃ¼rgerrechtsV geschlossen wÃ¼rde, die Gemeinde kÃ¶nne einem Gesuchsteller die Verleihung ihres BÃ¼rgerrechts mangels Eignung versagen, liefe das § 21 Gemein­deG zuwider. Allerdings dÃ¼rfe die Gemeinde oder mÃ¼sse sie gar der Direktion von ihrer Meinung zur Eignung eines durch sie EingebÃ¼rgerten Kenntnis geben und bleibe es ihr unverwehrt, je nachdem die Verweigerung des KantonsbÃ¼rgerrechts zu beantragen (zum Ganzen VGr, 28. Februar 2001, VB.2000.00389, E. 3b Abs. 3, und 11. April 2001, VB.2001.00003, E. 2a Abs. 2 â beides unter www.vgrzh.ch).</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Die Lehre verficht demgegenÃ¼ber zumindest mehrheitlich wohl die Ansicht, der Anspruch eines AuslÃ¤nders auf Erteilung des GemeindebÃ¼rgerrechts scheitere bei mangelnder Eignung (Handbuch EinbÃ¼rgerungen, Kap. 2.1.2, 2.1.4 [und dort lit. b Ziff. 5]); wo sie das Ã¼berhaupt begrÃ¼ndet, stÃ¼tzt sie sich auf § 22 Abs. 1 BÃ¼rgerrechtsV (Jaag, Rz. 1307 f.) bzw. â wenn denn so gemeint: bloss fÃ¼r die nicht in der Schweiz Geborenen zwischen 16 und 25 Jahren â auf die Weisung insbesondere zum erst 1997 angefÃ¼gten Abs. 3 von § 21 GemeindeG (Thalmann, § 21 Ingress sowie N. 3). Der zuletzt genannte Kommentar freilich scheint wenigstens fÃ¼r die schon hier zur Welt Gekommenen, welche § 21 Abs. 2 GemeindeG erfasst, die Eignung auch nicht als kommunale EinbÃ¼rgerungsbedingung zu betrachten (Thalmann, § 21 N. 2).</span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>5.2 </span></b><span>Schon 1994 hatte der eidgenÃ¶ssische SouverÃ¤n eine Verfassungsvorlage fÃ¼r die erleichterte EinbÃ¼rgerung junger AuslÃ¤nderinnen und AuslÃ¤nder verworfen. Weil die Stimm­berechtigten des Kantons ZÃ¼rich jedoch deutlich zugestimmt hatten, trat der Regierungsrat im FrÃ¼hling 1995 einer Gegenrechtskonvention bei, welche die unterzeichnenden Regierungen verpflichtete, die Gesetze je in ihren Kantonen binnen zwei Jahren so zu gestalten, dass AuslÃ¤nderinnen sowie AuslÃ¤nder im Alter zwischen 16 und 25 bei ErfÃ¼llung bestimmter Voraussetzungen einen Anspruch auf EinbÃ¼rgerung erhalten wÃ¼rden. Die alsdann 1997 erfolgte Ãnderung von § 21 GemeindeG betraf Abs. 2 nicht bzw. berÃ¼hrte ihn kraft der dortigen Gleichstellung der im Inland geborenen AuslÃ¤nder mit den einbÃ¼rgerungsberechtigten Einheimischen nur insofern, als Abs. 1 durch einen neuen Satz 2 fÃ¼r Schweizer von 16 bis 25 Jahren das Wohnsitzerfordernis milderte (zum Ganzen ABl 1996, 945-948).</span></p> <p class="Erwgung3"><b><span>5.2.1 </span></b><span>Die regierungsrÃ¤tliche Weisung vom 17. April 1996 zur Revision von § 21 GemeindeG erinnert zunÃ¤chst an den â unter den dort genannten Voraussetzungen bestehenden â EinbÃ¼rgerungsanspruch in der Schweiz geborener AuslÃ¤nder und AuslÃ¤nderin­nen gegenÃ¼ber deren Wohnsitzgemeinde "vorbehÃ¤ltlich der ErfÃ¼llung der bundesrechtlichen und kantonalen Anforderungen" (ABl 1996, 946 f., auch zum Folgenden). Sie fÃ¤hrt fort, gestÃ¼tzt auf die Gegenrechtskonvention sollten auch nicht hier zur Welt Gekomme­ne im Alter zwischen 16 und 25 denselben Anspruch erhalten: "Dieser ist ebenfalls im Gemeindegesetz zu verankern. Vorbehalten sind auch hier die bundesrechtlichen Bestimmungen bezÃ¼glich â¦ Integration sowie die kantonalen Voraussetzungen. ... Damit verlieren die Gemeinden das ihnen bis anhin bei der EinbÃ¼rgerung nicht in der Schweiz geborener junger AuslÃ¤nder zustehende, weitgehend freie Ermessen. Indessen haben die Gemeinden von diesem Ermessen sehr selten Gebrauch gemacht. Nachgewiesenermassen schlecht beleumdete oder offensichtlich in die hiesigen VerhÃ¤ltnisse nicht integrierte Bewerber kÃ¶nnen auch unter den neuen Bestimmungen abgelehnt werden. â¦ Die Geset­zesÃ¤nderung erfordert die entsprechenden Anpassungen der â¦ BÃ¼rgerrechtsverordnung â¦ Deren Ãnderung fÃ¤llt in die ZustÃ¤ndigkeit des Regierungsrates."</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Daran mutet einerseits Folgendes ungereimt an: VÃ¶llig unbestritten gab und gibt es einen Anspruch auslÃ¤ndischer Personen auf Verleihung des KantonsbÃ¼rgerrechts selbst dort nicht, wo ein solcher besteht, in das GemeindebÃ¼rgerrecht aufgenommen zu werden (Z. Giacometti, Das Staatsrecht der schweizerischen Kantone, ZÃ¼rich 1941, S. 119 f.; KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 43 N. 45; Thalmann, §§ 20 N. 2.3.2, 21 N. 2.3 â alle mit Hinweisen; vgl. ferner RB 2000 Nr. 35 E. 1b+c+e, sowie Nr. 36 E. 1; VGr, 28. Februar 2001, VB.2000.000389, E. 1a, und 11. April 2001, VB.2001.00003, E. 1 â beides unter www.vgrzh.ch; Handbuch EinbÃ¼rgerungen, Kap. 2.1.4 lit. b Ziff. 10 in Verbindung mit §§ 19b Abs. 1 sowie 43 Abs. 1 lit. l VRG). Wenn der Regierungsrat gemÃ¤ss seiner Aus­legung der Gegenrechtskonvention bis auf <i>kantonale</i> Ebene EinbÃ¼rgerungsansprÃ¼che von bestimmten AuslÃ¤nderinnen und AuslÃ¤ndern zwischen 16 und 25 Jahren schaffen musste, hÃ¤tte er eigentlich nicht nur eine Ãnderung des einzig die Gemeinden verpflichtenden § 21 GemeindeG, sondern auch eine des das Landrecht regelnden § 20 Abs. 3 GemeindeG beantragen oder in der Folge doch wenigstens seine BÃ¼rgerrechtsverordnung einschlÃ¤gig revidieren sollen; indes hat er weder das eine noch das andere getan.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Anderseits bleibt unklar, ob der Regierungsrat hier â und etwa ebenso in § 22 Abs. 1 BÃ¼rgerrechtsV â wirklich sagen wolle, die Gemeinden dÃ¼rften die EinbÃ¼rgerung bei Vorliegen eines Anspruchs auch von der Eignung abhÃ¤ngen lassen. Denn er erwÃ¤hnt zuerst ausdrÃ¼cklich das ErfÃ¼llen der Voraussetzungen fÃ¼r die kommunale EinbÃ¼rgerung laut § 21 GemeindeG und behÃ¤lt dann jenes der bundesrechtlichen sowie kantonalen Anforderungen lediglich vor; jedenfalls aber kantonale Bedingungen ausserhalb von § 21 GemeindeG, nÃ¤mlich gemÃ¤ss § 20 Abs. 3 GemeindeG in Verbindung mit § 33 BÃ¼r­gerrechtsV, haben die Gemeinden insofern ja gerade nicht zu stellen. Weitere Verwirrung stiftet der Passus, schlecht beleumdete oder unintegrierte Bewerber kÃ¶nnten nach wie vor abgelehnt werden, indem der Text von § 21 GemeindeG schon immer einen un­bescholtenen Ruf, jedoch noch nie Eignung verlangte (ZG 1, 469 ff., 474; GS 1, 40 ff., 44 f.).</span></p> <p class="Erwgung3"><b><span>5.2.2 </span></b><span>Immerhin Ã¤usserte sich im Parlament der PrÃ¤sident der die ErgÃ¤nzung von § 21 GemeindeG vorberatenden Kommission â wohl unmissverstÃ¤ndlich und jedenfalls unwidersprochen â diesbezÃ¼glich dahin, "dass die Gemeinden Bewerberinnen und Bewerber auch kÃ¼nftig ablehnen kÃ¶nnen, wenn diese erwiesenermassen schlecht beleumdet oder offensichtlich hier nicht integriert sind" (Prot. KR 1995-1999, S. 5648 f.).</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Dass die Integration in diesem Sinn Bedingung fÃ¼r einen Anspruch auf Verleihung des GemeindebÃ¼rgerrechts bilde, dÃ¼rfte auch der beleuchtende Bericht des Regierungsrats fÃ¼r die Volksabstimmung zur Ãnderung von § 21 GemeindeG annehmen, denn es heisst dort: "Im Kanton ZÃ¼rich haben in der Schweiz geborene AuslÃ¤nder und AuslÃ¤nderinnen gegenÃ¼ber ihrer Wohnsitzgemeinde bereits einen im Gemeindegesetz verankerten Rechtsanspruch auf EinbÃ¼rgerung, sofern sie seit mindestens zwei Jahren in dieser Gemeinde wohnen und die kantonalen und bundesrechtlichen EinbÃ¼rgerungsvoraussetzungen bezÃ¼glich Integration und Mindestdauer des Wohnsitzes in der Schweiz erfÃ¼llen. FÃ¼r diese auslÃ¤ndischen StaatsbÃ¼rgerinnen und StaatsbÃ¼rger im Alter zwischen 16 und 25 Jahren â¦ sollen kÃ¼nftig â¦ zwei Jahre Wohnsitz im Kanton ZÃ¼rich zur EinbÃ¼rgerung ausreichen. â¦ </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Ãberdies sollen auch die im Ausland geborenen AuslÃ¤nderinnen und AuslÃ¤nder im Alter zwischen 16 und 25 Jahren den in der Schweiz geborenen auslÃ¤ndischen StaatsangehÃ¶ri­gen unter gewissen Bedingungen gleichgestellt werden. â¦ Die weiteren bundesrechtlichen und kantonalen EinbÃ¼rgerungsvoraussetzungen bleiben auch hier vorbehalten."</span></p> <p class="Erwgung3"><b><span>5.2.3 </span></b><span>Wenn die Volksabstimmung vom 8. Juni 1997 in diesem Licht dem § 21 GemeindeG den Abs. 3 betreffend die nicht in der Schweiz geborenen AuslÃ¤nder zwischen 16 und 25 Jahren angefÃ¼gt hat, sprÃ¤che bei isolierter Betrachtung der neuen Norm einiges fÃ¼r die â durch deren Wortlaut keineswegs gestÃ¼tzte â Auslegung, wonach der Anspruch auf EinbÃ¼rgerung in einer Gemeinde auch von der Eignung abhÃ¤ngt (OS 54, 266 f.). Nur kann eine isolierte Betrachtung nicht Platz greifen. Denn gemÃ¤ss Gesetzestext sowie zu­gehÃ¶rigen Materialien wird diese frisch zu einem EinbÃ¼rgerungsanspruch gelangende Personenkategorie, abgesehen von der hier nicht interessierenden Bedingung eines gewissen Schulbesuchs, den in der Schweiz zur Welt gekommenen AuslÃ¤ndern des nÃ¤mlichen Alters gleichgestellt. Insofern geht es um die sogleich vorzunehmende Interpretation von § 21 Abs. 2 GemeindeG, welche Vorschrift wie erwÃ¤hnt unverÃ¤ndert blieb bzw. kraft inhalt­lichen Verweises auf Abs. 1 bloss das gegenwÃ¤rtig ebenso wenig erhebliche Wohnsitzerfordernis fÃ¼r 16- bis 25-JÃ¤hrige abschwÃ¤chte.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Weil § 21 Abs. 2 GemeindeG, soweit vorliegend von Belang, also unrevidiert blieb, kann diese Bestimmung durch Hinzutreten von Abs. 3 keine EinbÃ¼rgerungsvoraussetzung erhalten haben, welche sie nicht schon ehedem besass. Erweist sich, dass der gesetzliche Anspruch in der Schweiz geborener AuslÃ¤nder auf kommunale EinbÃ¼rgerung von der Eignung unabhÃ¤ngig ist, muss das vielmehr auch fÃ¼r die nicht hier zur Welt gekommenen zwischen 16 und 25 Jahren gelten.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Rein theoretisch kÃ¶nnte man zwar argumentieren, von den in der Schweiz geborenen AuslÃ¤ndern mÃ¼ssten sich seit der Ãnderung von § 21 GemeindeG wenigstens die 16- bis 25-JÃ¤hrigen â im Gegensatz zu den Ãlteren und JÃ¼ngeren sowie gleichsam in Abgeltung des erleichterten Wohnsitzerfordernisses â fÃ¼r die EinbÃ¼rgerung eignen. Aber als vÃ¶llig ausserhalb dessen liegend, was diese Revision bezweckt hat und jetzt besagt, darf das sofort wieder fallen gelassen werden.</span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>5.3 </span></b><span>Ging vor der 1997 erfolgten Ãnderung von § 21 GemeindeG die Rede, der bereits bestehende kommunale EinbÃ¼rgerungsanspruch von in der Schweiz geborenen AuslÃ¤ndern bedinge Eignung, liess sich hierfÃ¼r wohl schon § 22 Abs. 1 BÃ¼rgerrechtsV in der damaligen Fassung anrufen (GS 1, 133 ff., 137). Entbehrte diese Bestimmung aber einer Grundlage im Gemeindegesetz, irrte der SouverÃ¤n im allfÃ¤lligen Glauben, die Gemeinden kÃ¶nnten â auch â den neu zu einem Anspruch kommenden AuslÃ¤ndern die EinbÃ¼rgerung mangels Eignung verweigern.</span></p> <p class="Erwgung3"><b><span>5.3.1 </span></b><span>Was heute in § 21 Abs. 1 Satz 1 und Abs. 2 GemeindeG steht, enthielt â ausgenommen die hier nicht interessierenden Erfordernisse der Wohnsitzdauer und der SelbsterhaltungsfÃ¤higkeit â bereits § 18 des Gesetzes betreffend das Gemeindewesen vom 27. Juni 1875 (zitiert nach Sammelwerk der ZÃ¼rcherischen Gesetzgebung, Verwaltungsband I, ZÃ¼rich 1913, S. 309 ff., 316 f.). Von Eignung stand dort so wenig wie in der Verordnung betreffend die Ertheilung des GemeindebÃ¼rgerrechtes und des Landrechtes vom 27. September 1888 (OS 22, 88-91). Das ist insofern bedeutungsvoll, als der erste nationale Erlass auf diesem Gebiet, das Bundesgesetz vom 3. Heumonat 1876 betreffend die Ertheilung des SchweizerbÃ¼rgerrechtes und den Verzicht auf dasselbe (AS 2, 510-514) auch keine Integrationsbedingungen stellte, sondern in Art. 2 bloss bestimmte, der Bundesrat werde die EinbÃ¼rgerungsbewilligung nur an solche Bewerber erteilen, "deren VerhÃ¤ltnisse gegenÃ¼ber dem bisherigen Heimatstaate so beschaffen sind, daÃ vorauszusehen ist, es werden aus der Aufnahme derselben der Eidgenossenschaft keine Nachtheile erwachsen".</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Weiter ging in dieser Hinsicht das an die Stelle jenes ersten Erlasses getretene Bundesgesetz vom 25. Juni 1903 betreffend die Erwerbung des SchweizerbÃ¼rgerrechtes und den Verzicht auf dasselbe (Art. 15); laut dessen Art. 2 prÃ¼ft "[d]er Bundesrat â¦ auch â¦ des Bewerbers â¦ sonstige persÃ¶nliche und FamilienverhÃ¤ltnisse. Er kann die Bewilligung verweigern, wenn â¦ diese VerhÃ¤ltnisse so beschaffen sind, dass aus der EinbÃ¼rgerung des Gesuchstellers der Eidgenossenschaft Nachteile erwachsen wÃ¼rden" (AS 19, 690 ff., 691+695; AS 36, 639 f.).</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Schon die Praxis zu letzterem Bundesgesetz verlangte die Assimilation des Bewerbers (Arnold Stahel, GemeindebÃ¼rgerrecht und Landrecht im Kanton ZÃ¼rich, ZÃ¼rich 1941, S. 222). Vor diesem Hintergrund entstand das heutige Gemeindegesetz. Zu dessen nach­maligem § 21 verliefen die parlamentarischen Beratungen insbesondere so:</span></p> <p class="Erwgung3"><b><span>5.3.2 </span></b><span>"Kern-ZÃ¼rich 6 stellt zu Absatz 2 einige AbÃ¤nderungsantrÃ¤ge. Der Grundsatz des Absatzes geht sehr weit; die BehÃ¶rden sind dadurch gebunden. Es sind keinerlei Bedingungen Ã¼ber die Anpassung des Bewerbers an unsere Art, wie sie z. B. im eidgenÃ¶ssischen Recht vorgesehen sind, aufgestellt. Zuzugeben ist, daÃ es sich um bestehendes Recht handelt, so daÃ es sich nicht um eine grundsÃ¤tzliche Umwandlung handeln kann. â¦ Absatz 2 soll lauten: Im Kanton ZÃ¼rich geborene, volljÃ¤hrige und handlungsfÃ¤hige AuslÃ¤nder. â¦ deshalb wÃ¤re der Redner einverstanden, wenn seine AntrÃ¤ge mit den andern an die Kommission zurÃ¼ckgewiesen wÃ¼rden. Es war zu erwarten, daÃ die AntrÃ¤ge auf MiÃverstÃ¤ndnis stoÃen wÃ¼rden, weil zu wenig verstanden wurde, daÃ es sich â¦ um EinbÃ¼rgerungen handelt, zu denen die Gemeinden gezwungen sind. Der unbescholtene Ruf bildet keinen genÃ¼genden Ausweis fÃ¼r einen guten Charakter. â¦ Die Gemeinden haben â¦ nicht die MÃ¶glichkeit, die Bewerber anzusehen â¦ Dr. Keller-ZÃ¼rich will â¦ mit einem Beispiel aufwarten. Es handelt sich um einen â¦, der â¦ die EinbÃ¼rgerungsgebÃ¼hr zurÃ¼ckverlangte, weil der Zweck der EinbÃ¼rgerung nicht erreicht wurde. GegenÃ¼ber solchen Elementen dÃ¼rfen wir die Tore nicht Ã¶ffnen. In dieser Richtung liegen offenbar die AntrÃ¤ge Kern â¦ Der Redner beantragt RÃ¼ckweisung an die Kommission, damit sie die eingegangenen AntrÃ¤ge prÃ¼fe â¦" (Prot. KR 1923-1926, S. 859 f.+862 f.).</span></p> <p class="Erwgung3"><span>Bei der kantonsrÃ¤tlichen Abstimmung scheiterte Kern mit seinen Vorstellungen genau so wie Kellers RÃ¼ckweisungsansinnen und vollends ein Antrag, Abs. 2 zu streichen (a.a.O., S. 864). Das erlaubt einzig den Schluss, dass sich einem unter § 21 GemeindeG fallenden AuslÃ¤nder die kommunale EinbÃ¼rgerung nicht mangels Integration verweigern lasse. Die Verordnung Ã¼ber das GemeindebÃ¼rgerrecht und das Landrecht vom 3. Juli 1926 (ZG 1, 39-47; OS 42, 91 f.) enthÃ¤lt denn auch nichts davon Abweichendes. Gleiches bedeutet die Aussage, ErfÃ¼llen der Bedingungen fÃ¼r die eidgenÃ¶ssische EinbÃ¼rgerungsbewilligung â also namentlich Assimilation bzw. Eignung â bilde <i>indirekt</i> Voraussetzung fÃ¼r den Erwerb von Gemeinde- sowie KantonsbÃ¼rgerrecht (Stahel, S. 221 f.; Max Mettler, Das ZÃ¼rcher Gemeindegesetz, 3. A., WÃ¤denswil 1977, S. 61 f.+ 71; vgl. ferner ders., a.a.O., S. 65-68; ABl 1934, 49-52 und 57 f.).</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Ãbrigens fÃ¼hrte erst Art. 14 BÃ¼G anno 1952 den Begriff der EinbÃ¼rgerungseignung ein, deren "Untersuchung â¦ ein mÃ¶glichst umfassendes Bild von der PersÃ¶nlichkeit des Bewerbers und seiner AngehÃ¶rigen geben" sollte (AS 1952, 1087 ff. 1090); im Sinn der Praxis dazu erhielt diese Bestimmung anfangs der 90er Jahre ihre heutige Gestalt (vgl. oben 5.1 Abs. 1, ebenso zum Folgenden; BBl 1987 III 293 ff., 304 f.). Dennoch war im Kanton ZÃ¼rich bis 1978 nichts geschehen, als insoweit § 22 Abs. 1 BÃ¼rgerrechtsV mit dem Randtitel "Anforderungen der Gemeinden" neu vorschrieb, in der Schweiz geborene AuslÃ¤nder, abgesehen nebst anderem vom Nachweis der Eignung, gleich zu behandeln wie SchweizerbÃ¼rger (GS 1, 133 ff., 137). Nach allem hier Erwogenen dÃ¼rfen die Gemeinden solchen AuslÃ¤ndern â und deshalb jetzt auch jenen von 16 bis 25 Jahren â bei Anwendung von § 21 GemeindeG die EinbÃ¼rgerung trotzdem nicht mit der BegrÃ¼ndung fehlender Eignung versagen.</span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>5.4 </span></b><span>Weil bei Anspruch auf Verleihung des GemeindebÃ¼rgerrechts die Eignung nie eine Rolle spielt, kommt es insofern auch nicht darauf an, ob die Vorinstanz der BeschwerdefÃ¼hrerin das rechtliche GehÃ¶r verweigert habe (vgl. Seiler, S. 382 f.).</span></p> <p class="Erwgung1"><b><span>6. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Anders steht es bei der Frage wirtschaftlicher ErhaltungsfÃ¤higkeit. FÃ¼r die Antwort verfÃ¼gen die VerwaltungsbehÃ¶rden offensichtlich Ã¼ber einen gewissen Ermessens- bzw. Beurteilungsspielraum, wo das Gericht im Sinn von § 50 Abs. 3 VRG nicht einschreiten darf (KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 50 N. 72-77 und 95). Bei der konkreten Bejahung stÃ¼tzt sich der angefochtene Entscheid ausdrÃ¼cklich auch auf die AnhÃ¶rung der Beschwerdegegnerin. Letzteres geschah ohne Vorwissen, Beteiligung oder spÃ¤tere ÃusserungsmÃ¶glichkeit der BeschwerdefÃ¼hrerin und verletzte damit klar deren Anspruch auf eigene AnhÃ¶rung. Solchen Verstoss wider eine wesentliche Verfahrensvorschrift gilt es in Anwendung von § 50 Abs. 2 lit. d VRG schon von Amts wegen zu berÃ¼cksichtigen (KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 50 N. 102+105). Eine Heilung des Mangels durch das Verwaltungsgericht fÃ¤llt wegen dessen im Vergleich zur Rekursinstanz eingeschrÃ¤nkter Kognition ausser Betracht (siehe Seiler, S. 382-384). Der Beschluss des Bezirksrats ist daher aufzuheben sowie die Sache an diesen zurÃ¼ckzuweisen zu neuem Entscheid auf verbesserter Grundlage (§§ 63 f. je Abs. 1 VRG). Hierzu drÃ¤ngen sich einige Bemerkungen auf:</span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>6.1 </span></b><span>Indem der angefochtene Entscheid das Rechtsmittel guthiess, meinte er im Sinn des Rekursantrags wohl, die BeschwerdefÃ¼hrerin mÃ¼sse die Beschwerdegegnerin einbÃ¼rgern (vgl. oben II Abs. 1+3). Sollte die bezirksrÃ¤tliche Vernehmlassung mit dem wiederholten Passus, die erstinstanzliche VerfÃ¼gung sei der "BegrÃ¼ndungspflicht â¦ nicht oder zumindest nur ungenÃ¼gend nachgekommen", aussagen wollen, die BeschwerdefÃ¼hrerin habe deshalb die Beschwerdegegnerin einzubÃ¼rgern, kÃ¶nnte dem so kaum beigepflichtet werden.</span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>6.2 </span></b><span>Laut § 5 BÃ¼rgerrechtsV gilt die FÃ¤higkeit zur wirtschaftlichen Erhaltung als gegeben, wenn die Lebenskosten und Unterhaltsverpflichtungen des Bewerbers voraussichtlich in angemessenem Umfang durch Einkommen, VermÃ¶gen sowie RechtsansprÃ¼che gegen Dritte gedeckt sind. HiefÃ¼r lÃ¤sst sich zunÃ¤chst auf Thalmann (§ 21 N. 1.5) und insbesondere das Handbuch EinbÃ¼rgerungen (Kap. 3.3) verweisen. Wenn es in Letzterem allerdings heisst, als AnsprÃ¼che gegen Dritte sollten auch FÃ¼rsorgeleistungen BerÃ¼cksichtigung finden, stimmt das nicht mit der Praxis der Kammer Ã¼berein (17. Mai 2000, VB.2000.00134, E. 2, sowie 11. April 2001, VB.2001.00003, E. 2b â beides unter www.vgrzh.ch, im zweiten Fall bestÃ¤tigt durch BGr, 27. August 2001, 1P.340/2001, www.bger.ch); das Kriterium der wirtschaftlichen ErhaltungsfÃ¤higkeit dÃ¼rfte sonst auch keinen rechten Sinn mehr machen. Die drei gerade zitierten Gerichtsentscheide wird die Vorinstanz Ã¼brigens ebenfalls zu beachten haben.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Als die BeschwerdefÃ¼hrerin Ende 2002 â dem wenigstens zunÃ¤chst massgeblichen Zeitpunkt (KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 20 N. 47 f., ebenso zum Folgenden) â die Aufnahme der Beschwerdegegnerin in das GemeindebÃ¼rgerrecht ablehnte, durfte man zu deren wirtschaftlicher ErhaltungsfÃ¤higkeit wohl Fragen aufwerfen. Bevor dann der angefochtene Beschluss erging, hatte die Beschwerdegegnerin zwar die Ausbildung abgeschlossen, aber beim frÃ¼her an ihr interessierten Arbeitgeber des Vaters keine Stelle bekommen; sie konnte dort erst spÃ¤ter und bloss einen Monat lang tÃ¤tig werden. Endlich bleiben zu ihrem Praktikum beim Betrieb F mit einem Ã¼brigens fÃ¼r die wirtschaftliche Erhaltung kaum genÃ¼genden Lohn gewisse Zweifel, welche selbst der dreifache Schriftenwechsel vor Verwaltungsgericht nicht ausgerÃ¤umt hat; in diesem Zusammenhang gilt es wohl auch die Zusicherung von Betrieb F eines unbefristeten Arbeitsvertrags, dessen Klauseln obendrein unbekannt sind, mit Vorsicht zu geniessen.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Triplicando wirft die BeschwerdefÃ¼hrerin unter Hinweis auf KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl (siehe § 52 N. 16 f.) die Frage auf, "ob das Verwaltungsgericht bei seinem Entscheid die sich seit dem Entscheid des Bezirksrats gemÃ¤ss den Vorbringen der Beschwerdegegnerin stÃ¤ndig Ã¤ndernde Sachlage Ã¼berhaupt berÃ¼cksichtigen kann". Eine Antwort braucht die Kammer heute mangels materiellen Entscheids nicht zu geben. Freilich stellt sich das Problem in abgeschwÃ¤chter Form auch der Vorinstanz (vgl. vorigen Absatz). Dieser werden, um alle MÃ¶glichkeiten offen zu halten, alle bisherigen Akten zugestellt.</span></p> <p class="Erwgung1"><b><span>7. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Das Rechtsmittel lÃ¤sst sich nur teilweise gutheissen, weil die BeschwerdefÃ¼hrerin zumindest in erster Linie die blanke Aufhebung des angefochtenen Beschlusses anstrebt und nicht eine RÃ¼ckweisung an die Vorinstanz zu neuer Entscheidung. Insofern erscheint auch die Beschwerdegegnerin als partiell obsiegend wie unterliegend. Diesem Ausgang entsprechend sind die verwaltungsgerichtlichen Kosten den Parteien je hÃ¤lftig aufzuerlegen und kÃ¶nnen beide keine EntschÃ¤digung erhalten (§ 70 in Verbindung mit § 13 Abs. 2 Satz 1 sowie § 17 Abs. 2 VRG).</span></p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1"><span>DemgemÃ¤ss </span><span><a id="Text25"></a>entscheidet</span><span> </span><span>die Kammer</span><span>:</span></p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug2">1. In teilweiser Gutheissung der Beschwerde wird der Beschluss des Bezirksrats Y vom 26. September 2003 aufgehoben und die Sache zu neuem Entscheid an die Vorinstanz zurÃ¼ckgewiesen.</p> <p class="Einzug2">2. Die GerichtsgebÃ¼hr wird festgesetzt auf <br/> Fr. 3'000.--; die Ã¼brigen Kosten betragen:<br/> Fr. 220.-- Zustellungskosten,<br/> Fr. 3'220.-- Total der Kosten.</p> <p class="Einzug2">3. Die Gerichtskosten werden den Parteien je zur HÃ¤lfte auferlegt.</p> <p class="Einzug2">4. ParteientschÃ¤digungen werden nicht zugesprochen.</p> <p class="Einzug2">5. Mitteilung an â¦</p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>