<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="cell small-12 contentContainer printArea"> <b><font face="RotisSansSerif ExtraBold" size="4">BV.2006.00069</font></b><br/> <b><font face="RotisSansSerif ExtraBold" size="4"> </font></b><br/> <font face="RotisSansSerif ExtraBold" size="6">Sozialversicherungsgericht</font><br/> <font face="RotisSansSerif ExtraBold" size="6">des Kantons Zürich</font><br/> <font size="4">III. Kammer</font><br/> <font size="4">Sozialversicherungsrichter Faesi, Vorsitzender</font> <p><font size="4">Sozialversicherungsrichterin Annaheim</font> </p><p><font size="4">Ersatzrichterin Condamin</font> </p><p><font size="4">Gerichtssekretär Stocker</font><br/> <b><font face="RotisSansSerif" size="5">Urteil vom 25. Juli 2006</font></b><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">in Sachen</font><br/> <b><font face="RotisSansSerif" size="4">Schweiz. Sozialpartner-Stiftung für die Auffangeinrichtung BVG</font></b><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">Zweigstelle Zürich</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">Binzstrasse 15, Postfach 2855, 8022 Zürich</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">Klägerin</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4"> </font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">gegen</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4"> </font><br/> <b><font face="RotisSansSerif" size="4">A.___ AG</font></b><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4"> </font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4"> </font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4"> </font> </p><p><font size="4"> </font><br/> <font face="RotisSerif" size="4"> Nach Einsicht in</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4"> die Eingabe vom 1. Juni 2006 (Urk. 1), mit der die Schweiz. Sozialpartner-Stiftung für die Auffangeinrichtung BVG Klage gegen die A.___ AG erhob mit folgenden Rechtsbegehren:</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">Der Klägerin sei auf dem ordentlichen Verwaltungsrechtsweg in der Betreibung Nr. 120065 die definitive Rechtsöffnung zu gewähren, und die Beklagte sei zu verpflichten, den Betrag von CHF 89'013.25 nebst Zins zu 6 % seit dem 21.02.2006, CHF 50.00 für Mahnspesen, CHF 100.00 für Kosten für ausserordentliche Umtriebe sowie CHF 100.00 Zahlungsbefehlskosten zu bezahlen, alles unter allfällig entstehender Kosten- und Entschädigungsfolge der Beklagten.</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4"> sowie in die übrigen Verfahrensakten;</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4"> unter dem Hinweis darauf, dass sich die Beklagte binnen der ihr mit Verfügung vom 2. Juni 2006 (Urk. 3; vgl. auch Urk. 4) angesetzten Frist nicht vernehmen liess;</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4"> in Erwägung, dass</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">gemäss Art. 66 Abs. 2 Satz 1 des Bundesgesetzes über die berufliche Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenvorsorge (BVG) der Arbeitgeber der Vorsorgeeinrichtung die gesamten Beiträge schuldet,</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">die Vorsorgeeinrichtung für nicht rechtzeitig bezahlte Beiträge Verzugszinsen verlangen kann (Art. 66 Abs. 2 Satz 2 BVG),</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">die Klägerin zu Begründung der Klage im Wesentlichen ausführte, die Beklagte sei ihr mit rechtskräftiger Verfügung vom 3. Oktober 2005 (Urk. 2/1a) rückwirkend per 1. September 2004 zwangsweise zur Durchführung der beruflichen Vorsorge angeschlossen worden, und zum anderen darlegte, dass ihr die Beklagte für die Periode vom 1. September 2004 bis 31. Dezember 2005 Beiträge (inklusive Nebenkosten) in der Höhe von Fr. 89'013.25 nebst Zins zu 6 % seit dem 21. Februar 2006 sowie Fr. 150.-- (Mahnspesen und Kosten für ausserordentliche Umtriebe) sowie Fr. 100.-- Zahlungsbefehlskosten schulde,</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">die im vorliegenden Verfahren säumige Beklagte - soweit ersichtlich und abgesehen vom ohne Begründung erhobenen Rechtsvorschlag - auch vor- beziehungsweise ausserprozessual niemals (substantiiert) Bestand und/oder Höhe der eingeklagten Forderung in Zweifel gezogen hat,</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">die eingeklagten Beitragsforderungen (inklusive Nebenkosten) vielmehr durch die Akten ausgewiesen sind, wobei insbesondere auf die Beitragsrechnungen vom 16. und 17. November 2005 (Urk. 2/2), das Betreibungsbegehren vom 27. Februar 2006 (Urk. 2/2e) und den Zahlungsbefehl vom 28. Februar 2006 (Urk. 2/3) hinzuweisen ist,</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">namentlich keine Anzeichen für falsche Berechnungen oder dergleichen bestehen, </font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">die von der Klägerin nach der erfolglosen Mahnung vom 6. Februar 2006 (Urk. 2/2d) geforderten Verzugszinsen von 6 % ihre Stütze in Ziffer 4 Abs. 7 der Anschlussbedingungen (Urk. 2/1b) und im entsprechenden Beschluss des Stiftungsrates vom 15. Dezember 2004 (vgl. Urk. 2/1c) finden,</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">auch die Mahnkosten von Fr. 50.-- und die Kosten von Fr. 100.-- für ausserordentliche Umtriebe infolge der Einleitung eines Betreibungsverfahrens zu Recht erhoben wurden (vgl. Anhang zu den Anschlussbedingungen; Urk. 2/1b),</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">die ebenfalls eingeklagten Betreibungskosten hingegen nicht im vorliegenden Verfahren zugesprochen werden dürfen (vgl. Urteil des Eidgenössischen Versicherungsgerichts vom 26. September 2001, B 61/00), weil der Gläubiger von Gesetzes wegen berechtigt ist, diese Kosten von den Zahlungen des Schuldners vorab zu erheben (Art. 68 Abs. 2 des Bundesgesetzes über Schuldbetreibung und Konkurs),</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">demzufolge die Klage teilweise gutzuheissen und die Beklagte zu verpflichten ist, der Klägerin Fr. 89'013.25 nebst Zins von 6 % seit dem 21. Februar 2006 und Fr. 150.-- (Nebenkosten) zu bezahlen, </font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">im Weiteren der in der Betreibung Nr. 120065 des Betreibungsamtes Zürich 5 erhobene Rechtsvorschlag (Zahlungsbefehl vom 28. Februar 2006 [Urk. 2/3]) aufzuheben ist;</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4"> in weiterer Erwägung, dass</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">das unbegründete Erheben eines Rechtsvorschlages gegen offensichtlich zu Recht in Betreibung gesetzte Beitragsforderungen verbunden mit der Säumigkeit im nachfolgenden Prozess nach der ständigen Praxis des hiesigen Gerichts als mutwilliges Verhalten im Sinne von § 33 Abs. 2 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht (GSVGer) zu qualifizieren ist, weshalb der Beklagten die Kosten des vorliegenden Prozesses zu auferlegen sind,</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">nach § 34 Abs. 2 GSVGer Versicherungsträger in der Regel keinen Anspruch auf Ersatz ihrer Parteikosten haben, vorliegend jedoch das Verhalten der Beklagten als mutwillig zu qualifizieren ist, weshalb sie in Anwendung von § 34 Abs. 1 GSVGer zu verpflichten ist, der Klägerin eine angemessene Prozessentschädigung zu bezahlen;</font> </p><p><font size="4"> </font> </p><p><font size="4"> </font> </p><p><font size="4"> </font><br/> <b><font face="RotisSansSerif" size="5">erkennt das Gericht:</font></b><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">1. In teilweiser Gutheissung der Klage wird die Beklagte verpflichtet, der Klägerin Fr. 89'013.25 nebst Zins von 6 % seit dem 21. Februar 2006 und Fr. 150.-- (Nebenkosten) zu bezahlen, und es wird der Rechtsvorschlag in der Betreibung Nr. 120065 des Betreibungsamtes Zürich 5 (Zahlungsbefehl vom 28. Februar 2006) aufgehoben. Im Übrigen (Zahlungsbefehlskosten) wird die Klage abgewiesen.</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">2. Die Kosten des Verfahrens, bestehend aus:</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">Spruchgebühr: Fr. 3000.--</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">Schreibgebühren: Fr. 124.--</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">Zustellungsgebühren: Fr. 95.--</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">Total: Fr. 3'219.--</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4"> werden der Beklagten auferlegt. Rechnung und Einzahlungsschein werden der Kostenpflichtigen nach Eintritt der Rechtskraft zugestellt.</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">3. Die Beklagte wird verpflichtet, der Klägerin eine Prozessentschädigung von Fr. 500.-- (inklusive Barauslagen und Mehrwertsteuer) zu bezahlen.</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">4. Zustellung gegen Empfangsschein an:</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">- Schweiz. Sozialpartner-Stiftung für die Auffangeinrichtung BVG</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">- A.___ AG</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">- Bundesamt für Sozialversicherung</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4"> sowie nach Eintritt der Rechtskraft an die Gerichtskasse</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">5. Gegen diesen Entscheid kann innert </font><b><font face="RotisSansSerif" size="4">30 Tagen</font></b><font face="RotisSansSerif" size="4"> seit der Zustellung beim Eidgenössischen Versicherungsgericht Verwaltungsgerichtsbeschwerde eingereicht werden.</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">Die Beschwerdeschrift ist dem Eidgenössischen Versicherungsgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, in dreifacher Ausfertigung zuzustellen.</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismittel und die Unterschrift der beschwerdeführenden Person oder ihres Vertreters zu enthalten; die Ausfertigung des angefochtenen Entscheides und der dazugehörige Briefumschlag sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die beschwerdeführende Person sie in Händen hat (Art. 132 in Verbindung mit Art. 106 und 108 OG).</font> </p><p><font size="4"> </font> </p></div></body></html>