7. Oktober 1983 N 1519 Interpellation Landolt Une analyse constructive de ce qui allait bien, mais aussi de ce qui n'allait pas, a été ainsi faite pour tous les pays concernés. Le Conseil fédéral est invité à nous faire savoir: 1. S'il a pris connaissance des résultats de cette enquête, 2. S'il peut rendre compte des mesures qu'il conviendrait de prendre, en Suisse, pour remédier à d'éventuels défauts dans l'organisation des soins de santé mentale? 3. S'il est d'ores et déjà en mesure de préciser quand, comment et par qui ces mesures devront être prises? Mitunterzeichner - Cosignataires: Carobbio, Dafflon, Forel, Herczog, Magnin, Mascarin (6) Schriftliche Begründung - Développement par écrit L'auteur renonce au développement et demande une réponse écrite. Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates Rapport écrit du Conseil fédéral Depuis sa création, l'Organisation mondiale de la santé (OMS) s'occupe aussi de la santé mentale sous ses aspects les plus divers (collecte de données statistiques, nomencla- ture, traitements, services ambulatoires, modes d'hospitali- sation, coûts, services d'urgence, prévention, etc.). L'article paru dans Santé du Monde d'octobre 1982 con- cerne un programme de recherches à long terme entre- prises dans différentes zones pilotes de plusieurs pays euro- péens, dont la Suisse. Les comptes rendus techniques éta- blis dans le cadre de ce programme ne sont pas publiés. Cependant, dès que des conclusions auront été tirées, elles seront communiquées aux milieux intéressés, notamment aux services cantonaux de l'hygiène publique, qui sont compétents pour l'organisation de soins aux malades et les questions hospitalières. La conférence des chefs des dépar- tements cantonaux de l'hygiène publique est représentée par son président ou son secrétaire dans la délégation suisse qui prend part aux sessions annuelles du comité régional de l'OMS. On a ainsi la garantie que les autorités cantonales compétentes sont directement renseignées sur les activités de l'OMS. Au reste, l'Office fédéral de la santé publique fait régulièrement paraître une liste des publica- tions de l'OMS dans le bulletin qu'il envoie aux médecins et aux services sanitaires. En résumé, nous pouvons répondre comme suit aux ques- tions de lïnterpellateur: 1. Le Conseil fédéral a pris acte du programme de recherches susmentionné. 2. Les résultats obtenus dans une seule zone pilote ne sauraient s'appliquer à l'ensemble de la Suisse. 3. La liaison entre l'OMS et les services sanitaires canto- naux compétents pour l'organisation et la distribution des soins est assurée. Präsident: Der Interpellant ist von der Antwort des Bundes- rates nicht befriedigt. #ST# 83.481 Interpellation Landolt Paraplegiker-Zentrum Risch und Balgrist Centres de paraplégiques de Risch et de Balgrist Wortlaut der Interpellation vom 21. Juni 1983 Ich bitte den Bundesrat um Antwort auf folgende Fragen: 1. Wie beurteilt der Bundesrat das von der Schweizerischen Sanitätsdirektorenkonferenz (SDK) ^ am 8./9.Juni 1983 genehmigte und zur Weiterbearbeitung empfohlene Projekt des dritten Paraplegiker-Zentrums an der orthopädischen Universitätsklinik Balgrist? 2. Mit welchem Beitrag kann der Verein Balgrist von seilen des Bundesamtes für Sozialversicherung an das 40- bis 45- Millionen-Projekt rechnen? 3. Ist der Bund bereit, auch das reduzierte Projekt «Paraple- giker-Zentrum Risch», wie es letzte Woche vom Präsidenten der Schweizerischen Paraplegiker-Stiftung vorgestellt wurde, zu unterstützen? 4. Stimmt es, dass das Bundesamt für Sozialversicherung (BSV) das Projekt Risch mit 30 Millionen Franken unterstüt- zen und die Betriebskosten zur Hauptsache mit der SUVA und Privatversicherungen übernehmen wird? Texte de l'interpellation du 21 juin 1983 Je demande au Conseil fédéral de répondre aux questions suivantes: 1. Comment apprécie-t-il le projet du troisième Centre de paraplégiques à la Clinique orthopédique universitaire de Balgrist, projet que la Conférence des directeurs cantonaux des affaires sanitaires a approuvé les 8 et 9 juin 1983 et dont elle a recommandé la mise à l'étude? 2. Quelle contribution l'association de Balgrist peut-elle attendre de l'Office fédéral des assurances sociales pour lui permettre de réaliser ce projet, estimé à 40-45 millions de francs? 3. La Confédération est-elle disposée à aider aussi le projet réduit «Centre de Risch pour paraplégiques» qui a été présenté la semaine dernière par le président de la Fonda- tion suisse pour les paraplégiques? 4. Est-il exact que l'Office fédéral des assurances sociales (OFAS) accordera son soutien au projet Risch, pour un montant de 30 millions de francs, et que les frais d'exploita- tion seront mis principalement à la charge de la CNA et des assurances privées? Mitunterzeichner - Cosignataires: Affolter, Bremi, Bürer- Walenstadt, Eggli, Hari, Huggenberger, Jung, Kopp, Kühne, Künzi, Müller-Scharnachtal, Nussbaumer, Ribi, Risi-Schwyz (14) Schriftliche Begründung - Développement par écrit Die Sanitätsdirektorenkonferenz hat an ihrer Herbsttagung vom 26. November 1981 ein Konzept genehmigt, das die Errichtung eines dritten Paraplegikerzentrums (neben Basel und Genf) für die Region Ostschweiz vorsieht. Die Universi- tätsklinik Balgrist wurde beauftragt, dieses Zentrum zu pro- jektieren. Ein detailliertes Projekt wurde der SDK vorgelegt und dem Bundesrat und dem BSV zugestellt. Das geplante Zentrum Balgrist rechnet mit Baukosten von 40 bis 45 Millionen. Es wird der orthopädischen Klinik ange- gliedert; die bestehende chirurgische Klinik muss erweitert werden. Das benötigt weitere 10 bis 15 Millionen. Das Pro- jekt sieht zusätzlich Bauten für Lehre und Forschung im Betrag von etwa 5 Millionen vor. Mit welchem Betrag kann die Klinik Balgrist an die vorgesehenen Totalkosten von ungefähr 60 Millionen Franken von selten des Bundes rechnen? Vergangene Woche hat der Präsident der Schweizerischen Paraplegiker-Stiftung ein Paraplegiker-Zentrum Risch vor- gestellt. Ist der Bundesrat der Meinung, dass dieses private Projekt zusätzlich zum Konzept der SDK notwendig ist und gleichzeitig mit dem dritten Paraplegikerzentrum Balgrist gebaut werden soll? Das Projekt Risch wird als Planungsobjekt der Schweizeri- schen Paraplegiker-Stiftung vorgestellt. Es ist als Langzeit- spital vorgesehen, wo Paraplegiker vorübergehend betreut werden, die normalerweise von Angehörigen zu Hause gepflegt werden. Diese schwer geprüften Angehörigen sol- len während 3 bis 5 Wochen entlastet werden - dann, wenn der Patient in Risch gepflegt wird. Im provisorischen Kosten- voranschlag werden 30 Millionen Franken des BSV als Bun- dessubvention vorgesehen. Ist der Bund in der Lage, sozu-Interpellation Mascarin 1520 N 7 octobre 1983 sagen gleichzeitig, einerseits das von der SDK geförderte Paraplegiker-Zentrum für akute Fälle und das private Projekt für die Dauerbehandlung finanziell zu verkraften? Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates Rapport écrit du Conseil fédéral 1. Die Invalidenversicherung erbringt für die Behandlung und Betreuung von Para- und Tetraplegikern wesentliche Leistungen (wie insbesondere medizinische und berufliche Eingliederungsmassnahmen, Abgabe von Hilfsmitteln sowie Beiträge an Wohnheime und Dauerwerkstätten). Das Bun- desamt für Sozialversicherung (BSV) hat sich deshalb auch mit den einschlägigen konzeptionellen Fragen zu befassen. Bezüglich des Angebotes an Behandlungsmöglichkeiten wurde jedoch stets mit aller Deutlichkeit festgehalten, dass die Planung im Gesundheitswesen Sache der Kantone sei. Als die von der Bürgergemeinde der Stadt Basel (Trägerin des Paraplegikerzentrums Basel) eingesetzte Studienkom- mission die Errichtung eines dritten Paraplegiker-Zentrums (neben Basel und Genf) anregte, das primär der Ostschweiz zu dienen hätte, wurde diese Frage der Sanitätsdirektoren- konferenz (SDK) unterbreitet, die ihrerseits eine Arbeits- gruppe mit der Abklärung der sich stellenden Grundsatzfra- gen beauftragte. In den beiden genannten Gremien war auch das BSV vertreten. Das von der SDK genehmigte und zur Weiterbearbeitung empfohlene Projekt eines dritten Paraplegiker-Zentrums an der orthopädischen Universitätsklinik Balgrist entspricht den im Rahmen der Vorstudien erarbeiteten Grundsätzen. 2. Aufgrund der vorläufigen Kostenschätzung dürfte mit einem Baubeitrag der IV in der Höhe von etwa 6 Millionen Franken gerechnet werden können. Noch offen ist allerdings die Frage, ob das geplante Zentrum den für die IV- Baubeiträge erforderlichen Mindestanteil IV-Fälle erreichen werde. Das Paraplegiker-Zentrum Basel vermochte nämlich in den letzten Jahren diese Bedingung nicht mehr zu er- füllen. 3. Wie den Initianten des Projektes Risch bestens bekannt ist, können nur solche Vorhaben aus Mitteln der IV subven- tioniert werden, welche dem Planungskonzept der betroffe- nen Kantone entsprechen. Diesbezügich liegen noch keine Stellungnahmen der Kantone des Einzugsgebietes vor. 4. Zur Frage eines Beitrages aus Mitteln der IV kann sich das BSV erst äussern, wenn positive Meinungsäusserungen der tangierten Kantone vorliegen und das Projekt bezüglich Konzept und Kostenfolge geprüft ist. Gemäss Artikel 26bis IVG steht den Versicherten bei Durch- führung medizinischer Eingliederungsmassnahmen die Wahl der Heilanstalt frei. Voraussetzung ist jedoch, dass die betreffende Anstalt nach kantonalem Recht zur Durchfüh- rung der vorgesehenen Massnahmen befugt ist. Die Kosten vergütet die IV aufgrund vertraglicher Abmachungen. Ebenso hätten die Unfallversicherung und die Krankenkas- sen Behandlungen in einem als Heilanstalt anerkannten Paraplegiker-Zentrum im Rahmen ihrer Tarifverhand ungen zu vergüten. Präsident: Der Interpellant ist von der Antwort des Bundes- rates befriedigt. #ST# 83.332 Interpellation Mascarin Atommüllbeseitigung im Meer Elimination des déchets nucléaires en mer Wortlaut der Interpellation vom 28. Februar 1983 Am 17. Februar 1983 hat die Londoner Konferenz zur Verhin- derung der Meerverschmutzung (London Dumping Conven- tion LDC) die Empfehlung beschlossen, keine weiteren Atomabfälle mehr im Meer zu versenken. Bisher hatte die LDC die Versenkung schwacher und mittelstarker radioakti- ver Abfälle im Meer befürwortet. Die Schweiz, Mitglied die- ser insgesamt 50 Staaten umfassenden Organisation, hat zusammen mit den USA, Südafrika, Grossbritannien, Japan und den Niederlanden gegen dieses Verbot gestimmt und fühlt sich durch die Empfehlung nicht gebunden. Ich bedaure diese Haltung der Schweiz ausserordentlich und bitte den Bundesrat um Beantwortung folgender Fragen: 1. Wie war die schweizerische Delegation zusammen- gesetzt und unter wessen Leitung stand sie? Hatte die Delegation einen förmlichen Auftrag des Bundesrates, gegen die Empfehlung zu stimmen? 2. Trifft es zu, dass der Bundesrat die eindeutige Verbots- empfehlung (gefasst mit 19 gegen 6 Stimmen bei einigen Enthaltungen) missachten will, wie dies Direktor Kiener vom Bundesamt für Energiewirtschaft gegenüber der Presse erklärt hat? Gibt es dazu einen Bundesratsbeschluss? 3. Wieviel radioaktiver Abfall wurde bisher von der Schweiz total in den Meeren versenkt, wieviel ist es pro Jahr? Wieviel kommt aus Spitälern und anderen medizinischen Einrichtungen, wieviel aus Forschung und Industrie, wieviel aus AKWs, wieviel von anderen Quellen? Wie hoch ist die Radioaktivität dieser jeweiligen Abfälle, wie lang ihre Halb- wertzeit? (Die von Herrn Direktor Kiener der Presse gegen- über gemachten reinen Kiloangaben sagen nichts aus.) 4. Ist der Bundesrat bereit, zusammen mit anderen Län- dern, die sich an die Empfehlung der LDC halten, obwohl sie ebenfalls dagegen gestimmt haben (z.B. die Niederlande), für schwach radioaktive Abfälle aus Medizin und ähnlichem Beseitigungsmassnahmen zu prüfen, die von einer Versen- kung in den Weltmeeren Abstand nehmen? Texte de l'interpellation du 28 février 1983 Le 17 février 1983, la conférence qui s'est tenue à Londres pour traiter des mesures à prendre contre la pollution des mers (London Dumping Convention) a adopté une recom- mandation demandant que l'on cesse d'immerger les déchets nucléaires. Jusqu'à présent, cette conférence avait préconisé l'immersion des déchets à radioactivité faible ou moyenne. La Suisse, qui fait partie de cette organisation groupant 50 Etats, a voté contre une interdiction, s'alliant ainsi aux Etats-Unis d'Amérique, à l'Afrique du Sud, à la Grande-Bretagne, au Japon et aux Pays-Bas; elle déclare que la recommandation adoptée ne la concerne pas. Je regrette profondément que la Suisse ait adopté cette atti- tude et je prie le Conseil fédéral de répondre aux questions suivantes: 1. Quels étaient les membres de notre délégation? Qui est- ce qui la présidait? Avait-elle reçu du Conseil fédéral un mandat formel de voter contre la recommandation? 2. Est-il exact, comme l'a affirmé à la presse M. Kiener, directeur de l'Office fédéral de l'énergie, que le Conseil fédéral a l'intention de passer outre à la recommandation d'interdire l'immersion des déchets, recommandation pour- tant adoptée par une importante majorité (19 voix contre 6 et quelques abstentions)? Existe-t-il un arrêté du Conseil fédé- ral à ce sujet? 3. Quel est le volume total des déchets radioactifs que la Suisse a fait immerger? Quel en est le volume annuel?Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali Interpellation Landolt Paraplegiker-Zentrum Risch und Balgrist Interpellation Landolt Centres de paraplégiques de Risch et de Balgrist In Amtliches Bulletin der Bundesversammlung Dans Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale In Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale Jahr 1983 Année Anno Band IV Volume Volume Session Herbstsession Session Session d'automne Sessione Sessione autunnale Rat Nationalrat Conseil Conseil national Consiglio Consiglio nazionale Sitzung 15 Séance Seduta Geschäftsnummer 83.481 Numéro d'objet Numero dell'oggetto Datum 07.10.1983 - 08:00 Date Data Seite 1519-1520 Page Pagina Ref. No 20 011 857 Dieses Dokument wurde digitalisiert durch den Dienst für das Amtliche Bulletin der Bundesversammlung. 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