Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Verfassungs- und Verwaltungsrecht vom 20. Februar 2019 (810 18 224) ____________________________________________________________________ Kindes- und Erwachsenenschutzrecht Prüfung von Schlussbericht und Schlussrechnung / Entlassung des Beistands aus dem Amt Besetzung Präsidentin Franziska Preiswerk-Vögtli, K antonsrichter Hans Furer, Jgnaz Jermann, Niklaus Ruckstuhl , Yves Thommen Gerichtsschreiber Sandro Jaisli Beteiligte A.____ , vertreten durch Gioele Ballarino , Advokat gegen Kindes - und Erwachsenenschutzbehörde Kreis B.____ , Vorinstanz C.____ , Beigeladener Betreff Prüfung von Schlussbericht und Schlussrechn ung für die Zeit vom 02.03.2015 bis 31.08.2016 / Entlassung des Beistands aus dem Amt (Entscheid der Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde Kreis B.____ vom 4. Juli 2018) A. Mit Ernennungsurkunde vom 2. März 2015 wurde A._ ___ als Beistand von C.____ für eine Begleitbeistandschaft und eine Vertretungsbeis tandschaft mit Einkommens- und Vermö- gensverwaltung eingesetzt. Die Vertretungsbeistands chaft mit Einkommens- und Vermögens- verwaltung wurde per 1. September 2016 aufgehoben. Mit Ernennungsurkunde vom 3. August Seite 2 http://www.bl.ch/kantonsgericht 2016 wurde eine Begleitbeistandschaft ebenfalls mit A._ ___ als Beistand eingerichtet und fort- geführt. B. Die Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde Kreis B.____ (KESB) verweigerte mit Entscheid vom 4. Juli 2018 die Genehmigung des Berichts mit Rechnung vom 16. Dezember 2016 für die Zeit vom 2. März 2015 bis 31. August 2016 betreffend die Beistandschaft für C.____. Sie entliess A.____ unter Verweis auf die Best immungen über die Verantwortlichkeit aus seinem Amt. Im Entscheid hielt die KESB weiter fest , dass A.____ für seine Mandatsfüh- rung vom 2. März 2015 bis 31.August 2016 bereits eine E ntschädigung von total Fr. 9‘929.10 erhalten habe. Diese sei quartalsweise abgerechnet und geprüft worden und gehe aufgrund der Bedürftigkeit der verbeiständeten Person zu Lasten der K ESB, respektive der fallbetroffenen Gemeinde E.____. Schliesslich entschied die KESB, dass di ese Entschädigung aufgrund der mangelhaften Rechnungsführung um Fr. 5‘000.-- reduzi ert werde und auferlegte dem Beistand A.____ die Kosten der externen Prüfung durch die F.____ AG im Umfang von Fr. 601.25. C. Gegen diesen Entscheid erhob A.____, vertreten du rch Gioele Ballarino, Advokat in Basel, mit Eingabe vom 9. August 2018 Beschwerde beim Kantonsgericht, Abteilung Verfas- sungs- und Verwaltungsrecht (Kantonsgericht). Er beantra gte unter o/e-Kostenfolge, der Ent- scheid der KESB vom 4. Juli 2018 sei vollumfänglich aufzu heben. In verfahrensrechtlicher Hin- sicht stellte er den Antrag, das vorliegende Verfahren sei mit dem Verfahren 810 18 223 zu- sammenzuführen. D. In Ihrer Vernehmlassung vom 29. August 2018 beantr agte die KESB unter o/e- Kostenfolge die vollumfängliche Abweisung der Beschwerde. E. Mit Eingabe vom 12. Oktober 2018 replizierte der Be schwerdeführer und hielt vollum- fänglich an seinen Anträgen fest. F. In ihrer Duplik vom 2. November 2018 beantragte d ie KESB erneut die vollumfängliche Abweisung der Beschwerde unter o/e-Kostenfolge. G. Mit verfahrensleitender Verfügung vom 7. November 2 018 wurde der Fall der Kammer zur Beurteilung überwiesen und verfügt, dass das vorliege nde Verfahren zusammen mit dem Beschwerdeverfahren 810 18 223 behandelt wird. Das Kantonsgericht zieht i n E r w ä g u n g : 1. Gemäss Art. 450 Abs. 1 des Schweizerischen Zivilgesetzb uches (ZGB) vom 10. De- zember 1907 kann gegen Entscheide der Erwachsenenschutzbe hörde Beschwerde beim zu- ständigen Gericht erhoben werden. Nach § 66 Abs. 1 des G esetzes über die Einführung des Zivilgesetzbuches (EG ZGB) vom 16. November 2006 ist das Kantonsgericht, Abteilung Verfas- sungs- und Verwaltungsrecht, für die Beurteilung der vo rliegenden Angelegenheit zuständig. Das Verfahren richtet sich nach Art. 450 ZGB bis Art. 450e ZGB. Im Übrigen sind die Bestim- Seite 3 http://www.bl.ch/kantonsgericht mungen des Gesetzes über die Verfassungs- und Verwaltung sprozessordnung (VPO) vom 16. Dezember 1993 anwendbar (§ 66 Abs. 2 EG ZGB). De r Beschwerdeführer ist gemäss Art. 450 Abs. 2 Ziff. 1 ZGB zur Beschwerde befugt. Da auch die übrigen Prozessvoraussetzun- gen erfüllt sind, ist auf die Beschwerde einzutreten. 2. Gemäss Art. 450a Abs. 1 ZGB können mit der Beschwerd e Rechtsverletzungen (Ziff. 1), die unrichtige oder unvollständige Feststellung des Sachverhalts (Ziff. 2) sowie die Un- angemessenheit (Ziff. 3) gerügt werden. Dem Kantonsg ericht kommt bei der Beurteilung der vorliegenden Beschwerde somit volle Kognition zu. 3. Streitgegenstand bilden vorliegend die Fragen, ob die KESB zu Recht erstens den Be- richt mit Rechnung des Beistandes für die Beistandschaft vo n C.____ nicht genehmigt, zwei- tens dem Beistand die Kosten der externen Prüfung im R ahmen von Fr. 601.25 auferlegt und drittens die Entschädigung des Beistandes aufgrund mang elhafter Rechnungsführung um Fr. 5‘000.-- reduziert hatte. 4.1 In formeller Hinsicht rügt der Beschwerdeführer di e Verletzung der Untersuchungsma- xime und des rechtlichen Gehörs. Aufgrund der formellen Natur des rechtlichen Gehörs ist die- se Rüge vorab zu prüfen. Der Beschwerdeführer macht im Wesentlichen geltend, dass ihm we- der vor dem Einholen des Revisionsberichts noch vor dem En tscheid der KESB in keinerlei Weise die Möglichkeit gegeben worden sei sich zu äussern. Er sei auch nie aufgefordert wor- den, fehlende Belege einzureichen. Zudem sei der Revisi onsbericht der F.____ AG mangelhaft und es sei mehr als fraglich, ob die KESB der Revisionsst elle sämtliche relevanten Unterlagen zur Verfügung gestellt habe. Es sei ihm vorgängig auch keine Möglichkeit gegeben worden, fehlende Belege einzureichen, weshalb er die fehlend en Belege im Zusammenhang mit Über- weisungen auf sein eigenes Konto (zwecks Barauszahlung an C. ____) im Umfang von Fr. 1‘597.-- mit vorliegender Beschwerde einreiche. Aus all diesen Gründen habe die KESB den Sachverhalt vorschriftswidrig unvollständig abgeklärt und z udem das rechtliche Gehör des Be- schwerdeführers verletzt. 4.2 Entgegen der Ansicht des Beschwerdeführers hat die KESB weder den Untersu- chungsgrundsatz noch das rechtliche Gehör verletzt. In Ar t. 446 ZGB sind Verfahrensgrundsät- ze kodifiziert, die für den Kindes- und Erwachsenenschu tz von fundamentaler Bedeutung sind. Bei den Verfahrensmaximen handelt es sich insbesondere u m den Untersuchungsgrundsatz und um den Offizialgrundsatz. Gemäss Abs. 1 hat die Behö rde den Sachverhalt von Amtes we- gen zu erforschen. Mit dieser Formulierung bringt der Gesetzgeber zum Ausdruck, dass die uneingeschränkte Untersuchungsmaxime anwendbar ist. Welch e Beweise die KESB erhebt, steht grundsätzlich in ihrem Ermessen (L UCA MARANTA /CHRISTOPH AUER /MICHÈLE MARTI , in: Geiser/Fountoulakis [Hrsg.], Basler Kommentar zum Zivilges etzbuch I, 6. Aufl., Basel 2018, Art. 446 N 13). Der Untersuchungsgrundsatz wird zudem du rch Abs. 2 konkretisiert, indem die- ser bestimmt, dass die KESB die “erforderlichen Erkundigu ngen“ einzuholen und die “notwendi- gen Beweise“ zu erheben hat. Damit sollen eine zweckmä ssige und effiziente Abklärung der Verhältnisse erleichtert und die Mitglieder der KESB entlastet werden (P ATRICK FASSBIND , in: Kren Kostkiewicz et al. [Hrsg.], Kommentar Schweizerisches Z ivilgesetzbuch, 3. Aufl., Zürich Seite 4 http://www.bl.ch/kantonsgericht 2016, Art. 446 N 2). Gemäss Art. 29 Abs. 2 der Bundesv erfassung der Schweizerischen Eidge- nossenschaft (BV) vom 18. April 1999 haben die Parteie n zudem Anspruch auf rechtliches Ge- hör. Das rechtliche Gehör dient einerseits der Sachaufklärung, andererseits stellt es ein persön- lichkeitsbezogenes Mitwirkungsrecht beim Erlass eines Entscheides dar, welcher in die Rechts- stellung des Einzelnen eingreift (vgl. G EROLD STEINMANN , in: Ehrenzeller/Schindler/Schweizer/ Vallender [Hrsg.], Die Schweizerische Bundesverfassung, St. Galler Kommentar, Zürich/Basel/ St. Gallen 2014, N 42 zu Art. 29 BV). Dazu gehört i nsbesondere das Recht des Betroffenen, sich vor Erlass eines solchen Entscheides zur Sache zu äussern, er hebliche Beweise beizu- bringen, Einsicht in die Akten zu nehmen, mit erheblich en Beweisanträgen gehört zu werden und an der Erhebung wesentlicher Beweise entweder mit zuwirken oder sich zumindest zum Beweisergebnis zu äussern, wenn dieses geeignet ist, den Entscheid zu beeinflussen (vgl. Ur- teil des Bundesgerichts 8C_146/2014 vom 26. Juni 2014 E. 4.3.2). Im Einzelnen lässt sich nicht generell, sondern unter Würdigung der konkreten Intere ssenlage beurteilen, wie weit das Äusserungsrecht geht. Wegleitend muss der Gedanke sein, einer Partei zu ermöglichen, ihren Standpunkt wirksam zu vertreten. 4.3.1 Mit Entscheid der KESB vom 3. August 2016 wurde d ie Vertretungsbeistandschaft mit Einkommens- und Vermögensverwaltung für C.____ per 1. September 2016 aufgehoben. Da- raufhin sei der Beschwerdeführer mit Mail vom 20. Sept ember 2016 erstmals aufgefordert wor- den, den Schlussbericht und die Schlussrechnung per 30. November 2016 einzureichen und mit Mail vom 22. September 2016 sei ihm bestätigt worden, dass er trotz der weiterhin bestehen- den Begleitbeistandschaft einen Schlussbericht verfasse n und einreichen müsse. Mit Mail vom 1. Dezember 2016 sei er erneut aufgefordert worden, den Schlussbericht und die Schlussrech- nung bis am 14. Dezember 2016 einzureichen. Mit der Ma il vom 1. Dezember 2018 sandte die KESB dem Beschwerdeführer auch einen Link zu, unter wel chem er alle für den Schlussbericht und die Schlussrechnung notwendigen Formulare finden k önne. Erst am 16. Dezember habe der Beschwerdeführer diverse Kontoauszüge der G.____ban k eingereicht, jedoch hätten die dazugehörigen Belege gefehlt. Ein Schlussbericht sei nic ht eingereicht worden. Daraufhin be- auftragte die KESB am 3. Januar 2017 die Revisionsgese llschaft mit der Prüfung des Schluss- berichts und der Schlussrechnung. 4.3.2 Es ist vorab darauf hinzuweisen, dass der Beschwer deführer als Berufsbeistand be- reist von sich aus verpflichtet ist, nach Beendigung der B eistandschaft die gemäss Gesetz und Ernennungsurkunde erforderlichen Dokumente samt Belegen form- und fristgerecht einzu- reichen, was der Beschwerdeführer vorliegend offensicht lich nicht getan hatte. Deshalb musste ihn die KESB mehrfach ermahnen und auffordern, den Schlussbericht und die Schlussrechnung einzureichen. Aus dem diesbezüglichen Mailverkehr (vgl. E. 4.3.1 hiervor) wird ersichtlich, dass der Beschwerdeführer in voller Kenntnis der Umstände, di e zum vorinstanzlichen Entscheid führten, mehrmals und aufgrund diverser Fristerstreckung en zudem über einen längeren Zeit- raum die Möglichkeit erhalten hatte, seinen Pflichten g egenüber der KESB nachzukommen. Aus der Aktennotiz der KESB zum Gespräch mit dem Beschwer deführer respektive zur Anhö- rung desselben vom 22. Juni 2018 geht weiter hervor, d ass er auch nach Abschluss der inter- nen und externen Abklärungen durch die Vorinstanz erneu t die Möglichkeit hatte, sich vor Er- lass des vorinstanzlichen Entscheids zu äussern. Soweit der B eschwerdeführer zudem eigen- Seite 5 http://www.bl.ch/kantonsgericht ständig die lange Dauer des vorinstanzlichen Verfahrens r ügt, kann er daraus nichts zu seinen Gunsten ableiten, da er diese durch die weder rechtze itige noch vollständige Einreichung der erforderlichen Unterlagen selbst verursacht hat. Schliessl ich musste der externe Revisor auf- grund der unvollständigen Aktenlage und der unschlüssige n Aussagen des Beschwerdeführers immer wieder Rückfragen an diesen stellen. Sofern der Beschwerdeführer der KESB darüber hinaus pauschal unprofessionelles Handeln in Bezug auf ihre Abklärungspflichten vorwirft, kann er daraus mangels näherer Substantiierung nichts zu seinen Gunsten ableiten. 5.1.1 Inhaltlich macht der Beschwerdeführer weiter gelt end, es sei widersprüchlich, dass die KESB bemängle, er habe keinen Schlussbericht eingerei cht und dann im Entscheid vom 4. Juli 2018 festhalte, der Schlussbericht könne nicht genehmig t werden. Auf jeden Fall habe die KESB einerseits die Schlussrechnung zu Unrecht nicht genehm igt und andererseits auch § 74 Abs. 4 EG ZGB verletzt, indem sie über seine Schlussberi chterstattung vom 16. Dezember 2016 erst am 4. Juli 2018 entschieden habe. Er stellt si ch auf den Standpunkt, dass der Ent- scheid der KESB mehrfach sowohl gegen Bundes- und Verfa ssungsrecht sowie kantonales Recht verstosse. Es sei unzutreffend, dass er keine Abrechnung gemacht habe. Die Einnahmen und Ausgaben seien den Auszügen von C.____'s Bankkonto zu entnehmen. Eine weitere Ver- mögenszusammenstellung habe sich erübrigt, da C.____ nur über ein einziges Bankkonto ver- fügt habe, dessen Auszüge der KESB allesamt vorgelegen hätten. Zudem habe die Vermö- gensverwaltung nur einen kleinen Teil der Arbeit des Be schwerdeführers als Beistand von C.____ dargestellt, da er mit ihm insbesondere auf p ersönlicher Ebene (sozialpädagogischer Teil der Beistandschaft) gearbeitet habe. Dabei sei es zweifelsohne zu grossen Zwischenerfol- gen gekommen, was sich auch in der Aufhebung der Vert retungsbeistandschaft per 1. Septem- ber 2016 gezeigt habe. 5.1.2 Da C.____ einzig von der Sozialhilfe gelebt hab e, habe er einerseits nur ein streng limitiertes Budget zur Verfügung gehabt und anderersei ts seien die Vermögens- und Einkom- mensverhältnisse auch durch die Sozialhilfe der Gemeinde E.____, welche die Arbeit des Be- schwerdeführers zu keinem Zeitpunkt bemängelt habe, reg elmässig geprüft worden. Diese ha- be sich auch um die Angelegenheiten im Zusammenhang m it der Krankenkasse von C.____ gekümmert. In vermögensrechtlicher Hinsicht habe er einzi g die Aufgabe gehabt, die Miete für C.____ zu bezahlen und die Sozialhilfegelder weiterzu leiten. Schliesslich hält der Beschwerde- führer in seiner Replik fest, dass er sich aufgrund der W eiterführung der Begleitbeistandschaft als Beistand von C.____ nicht in der Lage sah, einen Schl ussbericht zu verfassen. Unabhängig davon habe er sowohl im Rahmen der Begleit- als auch der Vertretungsbeistandschaft sämtli- che ihm übertragenen Aufgaben gewissenhaft und sorgfältig ausgeführt. 5.2 Auch bezüglich dieser Rüge kann dem Beschwerdeführe r nicht gefolgt werden. Endet das Amt, erstattet der Beistand der Erwachsenenschutzbehör de den Schlussbericht und reicht gegebenenfalls die Schlussrechnung ein (Art. 425 Abs. 1 Satz 1 ZGB). Die Erwachsenen- schutzbehörde prüft und genehmigt den Schlussbericht und die Schlussrechnung auf die glei- che Weise wie die periodischen Berichte und Rechnungen ( Art. 425 Abs. 2 ZGB). Gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung gilt unter dem neue n Erwachsenenschutzrecht, was be- reits mit Bezug auf das alte Vormundschaftsrecht (in Kr aft bis 31. Dezember 2012) erkannt Seite 6 http://www.bl.ch/kantonsgericht wurde: Der Schlussbericht dient der Information und n icht der Überprüfung der Führung der Beistandschaft. Die Genehmigung ist auszusprechen, soweit der Schlussbericht der Informati- onspflicht genügt. Nicht anders verhält es sich mit der S chlussrechnung. Dadurch unterschei- den sich Schlussbericht und Schlussrechnung von den period ischen Berichten und Rechnun- gen (Art. 415 ZGB), die der Behörde dazu dienen, die Amtsführung des Beistands zu steuern und ihm gegebenenfalls Weisungen zu erteilen. Die mit der Genehmigung des Schlussberichts und der Schlussrechnung befasste Behörde hat sich nicht üb er allfällige Verfehlungen des Bei- stands zu äussern. Entsprechend kommt der Genehmigung der Schlussrechnung weder eine unmittelbare materiell-rechtliche Bedeutung zu noch w ird dem Mandatsträger damit eine voll- ständige Décharge erteilt. Allfällige Rechtsansprüche des Schutzbefohlenen (namentlich Ver- antwortlichkeitsansprüche gemäss Art. 454 ZGB) bleiben von der Genehmigung unberührt (Ur- teile des Bundesgerichts 5A_714/2014 vom 2. Dezember 2014 E. 4.3 und 5A_151/2014 vom 4. April 2014 E. 6.1, jeweils mit weiteren Hinweisen; K URT AFFOLTER /U RS VOGEL , in: Geiser/ Fountoulakis [Hrsg.], Basler Kommentar, Zivilgesetzbuch I , 6. Aufl., Basel 2018, Art. 425 N 52). 5.3 Das ZGB regelt den Inhalt des Berichts über die per sönlichen Verhältnisse und die Betreuung nur sehr allgemein (vgl. Art. 411 Abs. 1 Z GB). Errichtet die KESB eine Vertretungs- beistandschaft zur Verwaltung von Einkommen und/oder V ermögen oder zur Besorgung von Geschäften mit Finanzverkehr, so hat der Beistand die V ertretung und Verwaltung auf jeden Fall sorgfältig vorzunehmen und alle damit zusammenhän genden Geschäfte unter Vorbehalt der Mitwirkung der KESB zu besorgen (vgl. U RS VOGEL , in: Geiser/Fountoulakis [Hrsg.], Basler Kommentar, Zivilgesetzbuch I, 6. Aufl., Basel 2018, Art. 415 N 6). Der Detaillierungsgrad des Berichts richtet sich dabei nach der konkreten Situation und der massgeschneiderten Mass- nahme (vgl. VOGEL , a.a.O., Art. 415 N 10). Auch in Bezug auf die Form der Rechnungsführung und die Art der Rechnungsablage finden sich im Bunde srecht keine detaillierten Vorschriften (vgl. Art. 410 Abs. 1 ZGB). Die Rechnung muss jedoch so geführt werden, dass sie detailliert Einnahmen und Ausgaben aufführt und Belege chronolog isch und systematisch dazu geordnet sind. Die KESB kann zudem kraft ihres Weisungsrechtes weitergehende Vorschriften zur Rech- nungsführung und Rechnungslegung generell oder im Ein zelfall erlassen. Zudem sind die Kan- tone frei, darüber hinaus entsprechende generelle Vor aussetzungen im kantonalen Recht zu verankern (VOGEL , a.a.O., Art. 415 N 6). Der Kanton Basel-Landschaft hat von dieser Möglich- keit Gebrauch gemacht. So bestimmt § 74 Abs. 2 EG ZGB, d ass die Rechnung eine Übersicht über den aktuellen Bestand des Vermögens, die Veränder ung des Vermögens in Bestand und Anlage sowie die Einnahmen und Ausgaben während der Rechnungsperiode enthalten muss. Alle Angaben sind überdies zu belegen. Die Erwachsenensc hutzbehörde hat die Rechnung sodann auf die formelle Richtigkeit und Vollständigkei t hin zu prüfen. Dazu ist die Kassarech- nung (Ein- und Ausgaben) anhand der eingereichten Be lege lückenlos zu überprüfen, ebenso die Ausweise über die Vermögensbestände (vgl. Entscheid des Kantonsgerichts, Abteilung Ver- fassungs- und Verwaltungsrecht [KGE VV], vom 11. Septemb er 2013 [810 13 36] E. 8; V OGEL , a.a.O., Art. 415 N 7). Seite 7 http://www.bl.ch/kantonsgericht 5.4 Die KESB führt aus, dass die Rechnungsführung un d Rechnungsablage sowie die Be- richterstattung über die persönlichen Verhältnisse die wesentlichen Instrumente der Aufsicht über die Mandatsführung seien. Als Minimalinhalt der Rechnung würden allgemein die Über- sicht über den aktuellen Bestand des Vermögens und die V eränderung des Vermögens gelten. Einnahmen und Ausgaben müssten aufgelistet werden, Ver mögenszugänge und Vermö- gensabflüsse ersichtlich sein und auch die entsprechenden Belege müssten verfügbar sein. In diesem Zusammenhang weist die KESB darauf hin, dass der externe Prüfungsbericht der F.____ AG vom 5. April 2018 ergeben habe, dass keine a uftragsgemässe und sorgfältige Ver- mögensverwaltung durch den Beistand stattgefunden habe. Dieser habe weder eine Einnah- men- und Ausgabenrechnung mit den dazugehörigen Bele gen geführt noch habe er eine Ver- mögenszusammenstellung gemacht. Ein Schlussbericht sei nich t eingereicht worden. Es sei zudem nicht auszuschliessen, dass die Krankheitskosten bei d er Ergänzungsleistung nicht zu- rückgefordert worden seien. Entsprechend habe die Revisi onsstelle auch keine Genehmi- gungsempfehlung abgeben können. 5.5.1 Aufgrund der vorliegenden Aktenlage wird ersichtl ich, dass der Beschwerdeführer als Berufsbeistand seinen Pflichten im Zusammenhang mit dem Schlussbericht und der Schluss- rechnung nicht nachgekommen ist. Was die Einreichung des Schlussberichts betrifft, ist vorweg festzustellen, dass ein solcher nicht eingereicht wurde, was der Beschwerdeführer in seiner Replik vom 12. Oktober 2018 zugab und damit erklärt, da ss er sich aufgrund der Weiterführung der Begleitbeistandschaft nicht in der Lage sah, den S chlussbericht zu erstellen. Dieser Auffas- sung des Beschwerdeführers kann nicht gefolgt werden. Da ran ändert auch der Versuch des Beschwerdeführers nichts, aus der Frage, ob er nun einen Abschlussbericht eingereicht habe oder nicht, einen Widerspruch zu konstruieren. Die Weite rführung der Begleitbeistandschaft hat nichts mit dem Schlussbericht betreffend die Vertretungs beistandschaft zu tun. Der Beschwer- deführer wäre auf jeden Fall verpflichtet gewesen, für die per 1. September 2019 aufgehobene Vertretungsbeistandschaft der KESB den geforderten Ab schlussbericht einzureichen. Auch wenn die verbeiständete Person nur über ein Konto ver fügt, sind an die Grundsätze der aufge- zeigten Rechnungslegung für dieses eine Konto keine mind eren Anforderungen zu stellen. Da- ran ändert auch der Umstand nichts, dass die verbeistände te Person “nur“ über die Sozialhilfe verfügt. 5.5.2 Der Beschwerdeführer hatte – wie bereits ausgef ührt – mehrfach die Gelegenheit, sei- ne Schlussberichtserstattungen an die KESB einzureichen, beziehungsweise zu berichtigen und vervollständigen sowie die erforderlichen dazugehöri gen Belege einzureichen. Das hat er nicht hinreichend getan, obwohl an ihn als Berufsbeistan d diesbezüglich hohe Anforderungen zu stellen sind und insbesondere im Rahmen der Schlussber ichtserstattungen von einem Be- rufsbeistand eine fristgerechte Ablieferung der lückenlos nachvollziehbaren Unterlagen erwartet werden darf, respektive muss. Weder die geltend gemachten mangelnde buchhalterische Erfah- rung, die starke berufliche Auslastung, die Involvierun g der Sozialhilfe, die angeblich erzielten Fortschritte mit der verbeiständeten Person respektive di e Fortführung der Begleitbeistand- schaft noch der Umstand, dass die Vermögensverwaltung vorliegend nur einen kleinen Teil sei- ner Beistandschaft ausgemacht habe, rechtfertigen den V erzicht auf Ausfertigung und Einrei- chung eines Schlussberichts, weshalb der Beschwerdeführer a uch aus der Berufung auf § 74 Seite 8 http://www.bl.ch/kantonsgericht Abs. 4 EG ZGB nichts zu seinen Gunsten ableiten kann. Unt er Berücksichtigung des Masssta- bes, der an die Prüfungspflicht der KESB gestellt wird sowie der Prüfungsergebnisse der her- beigezogenen externen Revisionsgesellschaft, hat die KESB die Genehmigung des (gar nicht eingereichten) Schlussberichts und der Schlussrechnung mit Entscheid vom 4. Juli 2018 zu Recht verweigert. 6. Der Beschwerdeführer rügt weiter die Rechtmässigkeit der ihm auferlegten Kosten der externen Prüfung durch die F.____ AG in der Höhe von Fr. 601.25. Auch mit dieser Kritik kann der Beschwerdeführer nicht gehört werden. Wurde die Sc hlussrechnung vom Mandatsträger nicht formgerecht eingereicht, obwohl er dazu imstande gewesen wäre, und bedingt dies die Beauftragung eines Dritten durch die KESB, so können die Kosten grundsätzlich dem fehlbaren Mandatsträger auferlegt werden (vgl. A FFOLTER /V OGEL , a.a.O., Art. 425 N 39; § 74 Abs. 6 EG ZGB BL). Die Kostenauflage findet ihre gesetzliche Grundlage in Art. 425 Abs. 2 i. V. m. Art. 415 Abs. 3 ZGB sowie in § 74 Abs. 6 EG ZGB. Das gilt auch dann, wenn in der Vermögensverwal- tung Unregelmässigkeiten oder Verstösse gegen die gesetzl ichen Vermögensverwaltungs- und -verwahrungsbestimmungen festgestellt und von einer spe zialisierten Fachstelle einer Revision unterzogen werden müssen. Solche Auslagen sind gestützt au f Art. 415 Abs. 3 ZGB dem Ver- ursacher zu überbinden. Wie die vorstehenden Erwägungen gezeigt haben, hat der Beschwer- deführer den Schlussbericht und die Schlussrechnung weder fristgerecht bei der KESB einge- reicht noch entsprechen diese inhaltlich und umfangmässig den gesetzlichen Minimalanforde- rungen. Die KESB war deshalb (insbesondere nach wiederholter Abmahnung des Beschwerde- führers) befugt, einerseits die Schlussrechnung durch ein e externe Revisionsstelle überprüfen zu lassen und andererseits die Kosten dem Beschwerdeführer als Verursacher zu überbinden. 7.1 Schliesslich beschwert sich der Beschwerdeführer über d ie Reduktion seiner Entschä- digung in der Höhe von Fr. 5‘000.--. Er macht im Wese ntlichen geltend, dass für die nachträgli- che Kürzung des Entschädigungsanspruchs keine gesetzliche Gru ndlage existiere und diese deshalb bereits aus diesem Grund nicht hätte vorgenommen werden dürfen. Unabhängig davon führt er weiter aus, die Kürzung der Entschädigung im Umfang von Fr. 5‘000.-- sei unverhält- nismässig und willkürlich. Er habe mit C.____ primär sozia lpädagogisch arbeiten müssen. Der Anteil der Vermögensverwaltung mache nur einen kleinen Teil seiner Bemühungen im Rahmen der vorliegenden Beistandschaft aus. Dass seine Entschädig ung trotzdem um mehr als die Hälfte gekürzt wurde, sei unverhältnismässig und willkürlich. Schliesslich sei die Rückforderung auch verjährt. Weder der KESB noch C.____ sei im Übri gen ein Schaden erwachsen, was zu recht auch nicht behauptet werde. Es gehe der KESB mit der verfügten Reduktion der Entschä- digung offensichtlich einzig darum, gegen ihn persönlich vorzugehen. 7.2 Die KESB stützt die Reduzierung der Entschädigung d es Beistandes auf § 18 Abs. 4 der Verordnung über die Gebühren zum Zivilrecht (GebV ) vom 8. Januar 1991. Der Beschwer- deführer könne aus dem Umstand, dass ihm die Entschädigun gen bereits quartalweise ausbe- zahlt worden seien, nichts zu seinen Gunsten ableiten, da die KESB vor der Einreichung der mangelhaften Schlussrechnung keine Kenntnis von der ungenügenden Mandatsführung gehabt habe. Zur Begründung hielt die KESB im Wesentlichen weiter fest, dass der externe Prüfungs- bericht der F.____ AG vom 5. April 2018 ergeben habe , dass keine auftragsgemässe und sorg- Seite 9 http://www.bl.ch/kantonsgericht fältige Vermögensverwaltung durch den Beistand A.____ st attgefunden habe. Dieser habe kei- nen Schlussbericht erstellt, keine Einnahmen- und Ausgab enrechnung mit den dazugehörigen Belegen geführt und habe auch keine Vermögenszusammenst ellung gemacht. Die Einkom- mens- und Vermögensverwaltung habe im Rahmen der ange ordneten Vertretungsbeistand- schaft nach Art. 394 ZGB einen wesentlichen Bestandteil ( sicher aber 50%) der Aufgaben des Beschwerdeführers ausgemacht. Da dieser sein Mandat offensichtlich nur teilweise erfüllt habe, rechtfertige sich auch eine Reduktion der Entschädigung im Umfang von Fr. 5‘000.--. 7.3 Dieser Ansicht der Vorinstanz kann nicht gefolgt werde n. Gemäss Art. 404 Abs. 1 ZGB sowie § 18 Abs. 1 GebV hat der Beistand oder die Beistä ndin Anspruch auf eine angemessene Entschädigung und auf Ersatz der notwendigen Spesen aus dem Vermögen der betroffenen Person. Da die Massnahmen des Erwachsenenschutzes dem Schutz u nd dem Wohl der be- troffenen Person dienen, ist es nach dem Verursacherpr inzip gerechtfertigt, dass in erster Linie die verbeiständete Person aus ihrem Vermögen für die Entschädigung und die Spesen des Bei- standes aufkommen muss. Kann die Entschädigung der ver beiständeten Person nur teilweise oder überhaupt nicht aus dem Vermögen der verbeistände ten Person bezahlt werden, hat die öffentliche Hand gemäss Art. 404 Abs. 3 ZGB die Diffe renz zu bezahlen. Die Erwachsenen- schutzbehörde legt die Höhe der Entschädigung fest (Art. 404 Abs. 2 ZGB). Dabei berücksich- tigt sie die gesamten Umstände des Einzelfalles. Wesentl iche Kriterien sind die Art und Kom- plexität der geleisteten Tätigkeit, die wirtschaftliche Lage der verbeiständeten Person, der kon- krete Aufwand im Einzelfall und die besonderen berufl ichen Fähigkeiten, welche die Aufgabe erfordert. Gemäss § 18 Abs. 2 lit. a GebV beträgt der Ansatz für die Entschädigung der Man- datsträgerinnen und der Mandatsträger bei berufsmässige r Mandatsführung Fr. 95.-- pro Stun- de. In umfangmässiger Hinsicht kann der Beistand als Aufw and dagegen nur verrechnen, was im Rahmen des Auftrags der KESB zu einer sorgfältigen A mtsführung des Beistands gehört. Übertriebene oder unnötige Aufwendungen dürfen nicht in Rechnung gestellt werden (vgl. RUTH E. REUSSER , in: Geiser/Fountoulakis [Hrsg.], Basler Kommentar zum Z ivilgesetzbuch I, 6. Aufl., Basel 2018, Art. 404 N 21), respektive können von der KESB gestützt auf § 18 Abs. 4 GebV angemessen reduziert werden. 7.4 Wie bereits unter E. 5.2 hiervor ausgeführt, hat si ch die mit der Genehmigung des Schlussberichts und der Schlussrechnung befasste Behörde ni cht über allfällige Verfehlungen des Beistandes zu äussern (vgl. auch Urteil des Bundesger ichts 5A_151/2014 vom 4. April 2014 E. 6.1). Entsprechend prüft die Rechtsmittelinsta nz im Rechtsmittelverfahren grundsätz- lich nur, ob der Beistand durch den Schlussbericht respe ktive die Schlussrechnung seine Infor- mationspflicht erfüllt hat. Darüber hinausgehende in haltliche Rügen (insbesondere betreffend die Sorgfältigkeit der Amtsführung des Beistandes) sind nicht Verfahrensgegenstand und damit auch keine zulässigen Rügegründe im Rechtsmittelverfahren betreffend die Genehmi- gung/Nichtgenehmigung des Schlussberichts und der Schlussrechnung. 7.5 Die Vorinstanz begründet die Reduktion der Entschädi gung des Beschwerdeführers aber einzig mit der aus ihrer Sicht unsorgfältigen Amts führung des Beistandes, den geltend gemachten Mängeln der Schlussrechnung sowie dem Fehlen des Schlussberichts. Es ist zu- nächst festzuhalten, dass die Genehmigung der Schlussrechnung und die Festlegung der Man- Seite 10 http://www.bl.ch/kantonsgericht datsentschädigung unabhängig voneinander erfolgen, wob ei die Schlussrechnungsgenehmi- gung hinsichtlich der Mandatsentschädigung keine präjudi zierende Wirkung hat (vgl. Entscheid des Kantonsgerichts, Abteilung Verfassungs- und Verwaltun gsrecht [KGE VV], vom 30. Mai 2018 [810 17 336] E. 3.5.1). Die von der KESB im Zusa mmenhang mit der Reduktion der Ent- schädigung des Beistandes geltend gemachten Gründe stellen nach dem Gesagten (vgl. E. 7.4 hiervor) keine gesetzlich vorgesehene Reduktionsgründe im Sinne von § 18 Abs. 4 GebV dar. Die vorgenommene Reduktion der Entschädigung erweist sich damit mangels gesetzlicher Grundlage als unzulässig. Die von der KESB konkret bemän gelten Umstände im Zusammen- hang mit der Führung der Beistandschaft durch den Besc hwerdeführer ändern demzufolge nichts an der Tatsache, dass vorliegend die Mandatsentsch ädigung an den Beschwerdeführer nach § 18 GebV geschuldet ist und § 18 Abs. 4 GebV in der vorliegenden Konstellation nicht als gesetzliche Grundlage für eine Reduktion der Mandatsen tschädigung herangezogen werden kann. § 18 Abs. 4 GebV wäre im vorliegenden Beschwerdev erfahren nur dann anwendbar, wenn die vom Beistand geltend gemachte Entschädigung im Hinblick auf die Amtsführung, die notwendigerweise zu leisten war, aus Sicht der KESB umf angmässig als eindeutig zu hoch zu qualifizieren gewesen wäre. Dass es sich beim ausgewiesenen Aufwand des Beschwerdefüh- rers um solche übertriebenen oder unnötigen Aufwendung en im Sinne von § 18 Abs. 4 GebV handeln soll, macht die KESB weder geltend noch sind solche ersichtlich. 7.6 Nach dem Gesagten war die Vorinstanz nicht zur Redu ktion der Entschädigung des Beschwerdeführers befugt, womit in teilweiser Gutheissu ng der Beschwerde Ziff. 4 des Ent- scheids der KESB vom 4. Juli 2018 aufzuheben ist, soweit darin die Entschädigung des Be- schwerdeführers um Fr. 5‘000.-- reduziert wurde. Unabhängig von den vorstehenden Erwägun- gen ist an dieser Stelle darauf hinzuweisen, dass die vo n der KESB pauschal verfügte Redukti- on um Fr. 5‘000.-- auch inhaltlich nicht nachvollziehba r ist. Nachdem der Beschwerdeführer im Grundsatz glaubhaft aufgezeigt hatte, dass seine administ rativen Arbeiten (wozu insbesondere auch die Rechnungsführung zu zählen ist) maximal 15% sei ner Aufwendungen im Zusammen- hang mit der vorliegenden Beistandschaft ausgemacht ha tten, ist die nicht weiter begründete und pauschale Reduktion seiner Entschädigung um Fr. 5‘000.-- (was mehr als 50% der gesam- ten Entschädigung entspricht) nicht nachvollziehbar. 8.1 Es bleibt über die Kosten zu befinden. Gemäss § 20 Abs. 1 VPO ist das Verfahren vor dem Kantonsgericht kostenpflichtig. Die Verfahrenskosten umfassen die Gerichtsgebühren und die Beweiskosten und werden in der Regel der unterlieg enden Partei in angemessenem Aus- mass auferlegt (§ 20 Abs. 3 VPO). Beim vorliegenden Ausgang des Verfahrens sind die Verfah- renskosten in der Höhe von Fr. 1‘400.-- zwischen den Verfahrensparteien aufzuteilen. Dem Be- schwerdeführer wird ein Verfahrenskostenanteil in der H öhe von Fr. 700.-- auferlegt. Der Ver- fahrenskostenanteil des Beschwerdeführers ist mit dem gel eisteten Kostenvorschuss in der Höhe von Fr. 1‘400.-- zu verrechnen und der zu viel bezahlte Kostenvorschuss in der Höhe von Fr. 700.-- ist dem Beschwerdeführer zurückzuerstatten. Der Vorinstanz wird ein Verfahrenskos- tenanteil in der Höhe von Fr. 700.-- auferlegt. Seite 11 http://www.bl.ch/kantonsgericht 8.2 Der ganz oder teilweise obsiegenden Partei kann ge mäss § 21 Abs. 1 VPO für den Beizug eines Anwalts oder einer Anwältin eine angemessene Parteientschädigung zulasten der Gegenpartei zugesprochen werden. Dem Kanton wird nach § 21 Abs. 2 VPO keine Parteient- schädigung zugesprochen. In seiner Honorarnote vom 21. No vember 2018 macht der Rechts- vertreter des Beschwerdeführers einen Aufwand von Fr. 2‘443.75 (bestehend aus 7.83 Stunden à Fr. 250.--, Auslagen in der Höhe von Fr. 310.70 sow ie 7.7% MWST) geltend. Entsprechend dem Ausgang des Verfahrens rechtfertigt sich eine redu zierte Parteientschädigung in der Höhe von Fr. 1‘145.10, wobei der Ansatz für Auslagen in For m von Massenkopien praxisgemäss auf Fr. 0.5 zu reduzieren ist. Die Vorinstanz hat dem Beschwe rdeführer demzufolge eine Parteient- schädigung in der Höhe von Fr. 1‘145.10 (inkl. Auslagen und 7.7% MWST) auszurichten. Seite 12 http://www.bl.ch/kantonsgericht Demgemäss wird e r k a n n t : ://: 1. Die Beschwerde wird teilweise gutgeheissen und Z iffer 4, Satz 1, des Entscheids der KESB Kreis B.____ vom 4. Juli 2018 wir d ersatzlos aufgehoben. Im Übrigen wird die Beschwerde abgewiesen. 2. Dem Beschwerdeführer wird ein Verfahrenskostenantei l in der Höhe von Fr. 700.-- auferlegt und mit dem geleisteten Koste nvorschuss in der Höhe von Fr. 1‘400.-- verrechnet. Der zuviel geleist ete Kostenvor- schuss in der Höhe von Fr. 700.-- wird dem Beschwerdeführ er zurück- erstattet. Der KESB Kreis B.____ wird ein Verfahrenskostenanteil in der Höhe von Fr. 700.-- auferlegt. 3. Die KESB Kreis B.____ hat dem Beschwerdeführer ei ne reduzierte Parteientschädigung in der Höhe von Fr. 1‘145.10 (inkl. Auslagen und 7.7% MWSt) zu bezahlen. Im Übrigen werden die Partei kosten wettge- schlagen. Präsidentin Gerichtsschreiber