21. März 1986 N 485 Interpellation Eggli-Winterthur 1.c. Dato che lo Zaire non prevede né l'infrazione per l'ab- bandono illegale della repubblica né quella per il soggiorno illegale all'estero, i cittadini che vi ritornano non possono temere rappresaglie di sorta. L'asserzione rilevata nei comunicati-stampa, secondo la quale alcune persone rientrate nello Zaire avrebbero dovuto sopportare seri pregiudizi, si è avverata priva di fondamento. 2. Le misure coercitive esercitate su alcuni elementi contrari al rimpatrio erano proporzionate. Nessuno dei rimpatriandi fu maltrattato. In modo speciale si doveva tener conto del fattore sicurezza durante il volo da Zurigo a Kinshasa. L'in- tervento di una commissione d'inchiesta è da considerarsi superfluo. 3. Le istituzioni di soccorso ai rifugiati non sono state tenute al corrente del rimpatrio dei 59 cittadini zairesi essendo stato provato che le loro domande erano state presentate sotto false identità, ragione per cui sono stati trattati confor- memente alla legge federale sul soggiorno e domicilio degli stranieri. 4. La nostra Ambasciata di Kinshasa ha potuto costatare, alla luce dei documenti messi a sua disposizione (segnala- zione, foto originale di polizia) che i cittadini zairesi si trovano in buona salute ed a piede libero. 5. Né la legge sull'asilo, né la convenzione relativa allo statuto dei rifugiati sono applicabili in questo caso. Si fa riferimento alle risposte del Consiglio federale al postulato Ott ed all'interpellanza Bauer. 6. Il principio del non allontanamento è rispettato in tutti i casi nei quali è in discussione il rimpatrio di uno straniero o il suo rinvio in un paese terzo. Qualora dovesse sussistere nel caso isolato un dubbio sull'incolumità fisica e psichicao davanti ad una situazione nella quale la salvaguardia dei diritti dell'uomo non potesse essere chiaramente assicurata, l'allontanamento dello straniero in questione non ha luogo. Ciò malgrado, non possono essere evitati quei rimpatri da effettuare obbligatoriamente. 7. Qualcora dovesse risultare, in corso di una procedura la parte degli organi statali competenti, che lo straniero in questione non sia da considerare un rifugiato, la Conven- zione internazionale sui rifugiati non è applicabile. La sua persona non è contemplata dal mandato dell'Alto Commis- sario delle Nazioni Unite per i rifugiati. Le garanzie necessa- rie non possono essere prese in considerazione dato che il richiedente d'asilo, rifiutato come tale, si trova nella identica situazione di un qualsiasi straniero all'estero, in procinto di rimpatriare. Abstimmung - Vote Für den Antrag auf Diskussion Minderheit Dagegen Mehrheit #ST# 85.546 Interpellation Eggli-Winterthur Arbeits- und Ruhezeit der Chauffeure. Kontrolle Interpellation Eggli-Winterthour Durée du travail et du repos des Chauffeurs. Contrôle Wortlaut der Interpellation vom 18. September 1985 Gemäss Artikel 56 Absatz 2 des Strassenverkehrsgesetzes (SVG) ist der Bundesrat verpflichtet, für eine wirksame Kon- trolle der Einhaltung der Arbeits- und Ruhezeitvorschriften der Chauffeure zu sorgen. Im Interesse der Verkehrssicherheit frage ich daher den Bundesrat: I.Ist er bereit, seiner Verpflichtung gemäss Artikel 56 Absatz 1 SVG für eine wirksame Kontrolle der Einhaltung der Arbeits- und Ruhezeitvorschriften der Chauffeurverord- nung nachzukommen? 2. Ist er bereit, die Stelle, die auf Bundesebene diese Auf- gabe koordiniert und die Polizeiorgane berät, wieder zu besetzen? 3. Ist er bereit, die Berichte über den Vollzug dieser Kon- trolle wieder erstellen zu lassen? Texte de l'interpellation du 18 septembre 1985 Le Conseil fédéral est tenu, conformément à l'article 56,1er alinéa, de la loi sur la circulation routière, de prendre des mesures qui permettent de contrôler efficacement l'applica- tion des dispositions concernant la durée du travail et du repos des chauffeurs. Dans le souci d'assurer la sécurité du trafic, je demande au Conseil fédéral de répondre aux questions suivantes: 1. Est-il prêt, comme l'alinéa susmentionné l'y oblige, à prendre des dispositions permettant de contrôler efficace- ment l'application des prescriptions de l'ordonnance concernant les chauffeurs relatives à la durée du travail et du repos de ces personnes? 2. Est-il prêt à pourvoir de nouveau le poste dont le titulaire est chargé d'assurer la coordination sur le plan national dans ce domaine et d'assister les servbices de police en la matière? 3. Est-il prêt à faire en sorte que les rapports touchant l'exécution de ce contrôle soient de nouveau établis? Mitunterzeichner - Cosignataires: Ammann-St. Gallen, Bäumlin, Borei, Braunschweig, Clivaz, Eggenberg-Thun, Fankhauser, Fehr, Hubacher, Lanz, Leuenberger-Solothurn, Longet, Meyer-Bern, Ott, Pitteloud, Reimann, Robbiani, Rubi, Stamm Walter, Stappung, Vannay, Wagner (22) Schriftliche Begründung - Développement par écrit Schon vor dem Inkrafttreten der Verordnung über die Arbeits- und Ruhezeit der berufsmässigen Motorfahrzeug- führer (Chauffeurverordnung) auf den 1. Februar 1966 wurde im Bundesamt für Polizeiwesen eine Stelle geschaf- fen, die unter anderem die folgenden Aufgaben hatte: - Beratung der Polizeiorgane bei der Kontrolle der Chauf- feurverordnung -Ausbildung der entsprechenden Polizeiorgane - Koordination der Kontrollen -Veröffentlichung der Kontrollergebnisse - Anhalten der Kantone, vermehrt Kontrollen durchzuführen -usw. Diese Arbeit erfolgte im Interesse der Verkehrssicherheit aller Verkehrsteilnehmer. Nach der Pensionsierung dieses Mitarbeiters des Bundesamtes für Polizeiwesen im Jahre 1983 wurde diese Stelle nicht mehr besetzt. Die Aufgaben, die notwendig wären, wurden nicht mehr erfüllt. Die Kon- trollabhängigkeit in den Kantonen wurde teilweise reduziert, und damit ist die Ueberwachung der Chauffeurverordnung nicht mehr gewährleistet. Auch erscheinen seit 1974 keine Berichte mehr über den Vollzug der Verordnung. Sporadi- sche Kontrollen beweisen, dass ein grösserer Einsatz zur Ueberwachung der Arbeits- und Ruhezeit der Chauffeure dringend notwendig wäre. So schreibt beispielsweise die NZZ, Ausgabe 25./26.5.1985: «Die Kantonspolizei Zürich hat am Donnerstag nachmittag zusammen mit Detachementen der Heerespolizei, welche einen Einführungskurs absolvieren, in den Regionen Bülach und Winterthur 317 schwere Motorfahrzeuge und deren Lenker einer genauen Kontrolle unterzogen. In 88 Fällen war eine Beanstandung am Platz. 59 Fahrer wurden verzeigt, davon 29, weil die Ruhezeitbestimmungen nicht eingehalten waren, elf wegen Ueberlast, vier, weil die Fahrzeuge nicht betriebssicher waren, und fünfzehn, weil die Ausweispa- piere nicht vorgewiesen werden konnten. Fünfzehn Lenker wurden angewiesen, ihre Fahrzeuge nach Behebung der Mängel beim Strassenverkehrsamt vorzuführen. Die Kan- tonspolizei schreibt in ihrer Mitteilung, bedenklich sei, dassInterpellation Rebeaud 486 N 21 mars 1986 drei Fahrzeuglenker die Arbeitszeit am Lenkrad derart mas- siv überschritten hatten, dass sie die Fahrt nicht mehr fort- setzen durften.» In der Ausgabe vom 10. August 1985 schreibt die NZZ: «Die Verkehrspolizei hat am Donnerstag über die Mittagszeit im Bezirk Morgen an drei Orten Kontrollen des Schwerver- kehrs durchgeführt. Dabei wurden 96 Fahrzeuge überprüft. 27 Fahrzeuge, also nahezu ein Drittel, mussten beanstandet werden. Sieben Lenker von Lastwagen wurden wegen Ver- stössen gegen die Vorschriften der Arbeits- und Ruhezeit verzeigt; zwei Lastwagen waren überladen. Ein Zugfahrzeug wies ein Leck im Druckluftsystem der Betriebsbremse auf. Beim Anhänger zeigten drei der vier Räder überhaupt keine Bremswirkung. Dies allein hätte in einer Notsituation zu einem schweren Verkehrsunfall führen können. Besonders gravierend war zudem der Umstand, dass der betreffende Lastenzug mit Propan- und Butan-Flüssiggas in 199 Fla- schen beladen war. Die Ladung unterstand somit den Vor- schriften über den Transport gefährlicher Güter. Der Lasten- zug wurde auf der Stelle beschlagnahmt.» Eine ähnliche Aktion der Luzerner Polizei brachte das betrübliche Ergebnis, dass mehrere Chauffeure nicht mehr weiterfahren durften, weil sie infolge massiver Ueberschrei- tung der Lenkzeiten übermüdet waren. Dabei wurden auch noch technische Mängel festgestellt. Bei einer stärkeren Kontrolle könnten sicher vermehrt solche Uebertretungen festgestellt werden. Es ist daher dringend nötig, dass der Bundesrat alles unternimmt, um die Einhaltung der Chauf- feurverordnung zu kontrollieren. Wie die erwähnten Bei- spiele zeigen, kann dabei gleichzeitig der Zustand der Fahr- zeuge überprüft werden, was der Verkehrssicherheit zugute kommt. Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates vom 13. November 1985 Rapport écrit du Conseil fédéral du 13 novembre 1985 1. Nach Artikel 31 Absatz 1 der Verordnung vom 6. Mai 1981 über die Arbeits- und Ruhezeit der berufsmässigen Motor- fahrzeugführer (ARV; SR 822.22) vollziehen die Kantone diese Verordnung. Sie bezeichnen die für den Vollzug zuständigen Behörden und erstatten dem Bundesamt alle zwei Jahre Bericht. Die kantonale Vollzugsbehörde führt auf der Strasse und in den Betrieben Kontrollen durch (Art. 31 Abs. 2 ARV). Dafür stehen ihr die in Artikel 14 ARV vorgese- henen Kontrollmittel, namentlich die Aufzeichnungen des Fahrtenschreibers sowie die Eintragungen im Arbeitsbuch und in der Aufstellung über die Arbeits-, Lenk-und Ruhezeit, zur Verfügung. Der Bundesrat hat somit die für eine wirk- same Kontrolle der Einhaltung der ARV-Bestimmungen not- wendigen Vorkehren (Art. 56 Abs. 1 SVG) getroffen. 2. Die Kantone sind heute durchaus in der Lage, die notwen- digen Kontrollen ohne Hilfe der Bundesbehörden durchzu- führen. Soweit eine Betreuung in besonders schwierigen Fällen gewünscht wird, kann sie das Bundesamt für Polizei- wesen gewährleisten. Mit der neuen ARV vom 6. Mai 1981 und der ARV-Wegleitung des Bundesamtes für Polizeiwesen sind die Unsicherheiten bei der Anwendung der ARV-Vor- schriften allerdings praktisch weggefallen. 3. Nach wie vor erstatten die Kantone dem Bundesamt für Polizeiwesen alle zwei Jahre Bericht über den Vollzug der ARV, wie dies Artikel 31 Absatz 1 ARV vorschreibt. Diese Berichte sind für den amtsinternen Gebrauch bestimmt und ermöglichen es dem Bundesamt, gegebenenfalls bei den Kantonen zu intervenieren. Abstimmung - Vote Für den Antrag auf Diskussion 60 Stimmen Dagegen 33 Stimmen #ST# 85.551 Interpellation Rebeaud Giftgase. Interpretation des StGB Gaz toxique. Interprétation du CPS Wortlaut der Interpellation vom 18. September 1985 Im Sinne des Schweizerischen Strafgesetzbuches sind nur diejenigen Gase als giftig zu betrachten, die für militärische Zwecke bestimmt sind. So zumindest versteht die eidgenös- . sische Staatsanwaltschaft die Artikel 224, 225 und 226 des StGB, obwohl der Begriff in diesem eingeschränkten Sinn nicht ausdrücklich im Text dieser Artikel erscheint. Diese Auslegung wurde am 2. September in Genf zur Rechtferti- gung der Abweisung der Klage gegen das Chemieunterneh- men Firmenich veröffentlicht, das für den Unfall vom 8. November 1984 verantwortlich war, bei dem eine Brom- wolke die Bevölkerung belästigte und in der Stadt erhebli- che Panik hervorrief. Nach der Interpretation der Staatsanwaltschaft wären das Dioxin von Seveso und das Phosgen von Bophal in der Schweiz nicht als giftig zu betrachten, da diese Gase nicht für militärische Zwecke bestimmt waren. Wir bitten den Bundesrat um Auskunft auf die folgenden Fragen: 1. Billigt er die Interpretation der Staatsanwaltschaft? 2. Wenn ja, meint er nicht, es liege hier eine bedauerliche Rechtslücke vor? Wie kann diese Lücke seiner Meinung nach am schnellsten und einfachsten geschlossen werden? Texte de l'interpellation du 18 septembre 1985 Au sens du code pénal suisse, seul des gaz destinés à un usage militaire peuvent être considérés comme toxiques. C'est du moins ainsi que le Ministère public de la Confédéra- tion comprend les articles 224, 225 et 226 CPS, bien qu'une telle restriction n'apparaisse pas explicitement dans le texte de ces articles. Cette interprétation a été publiée le 2 sep- tembre à Genève, en justification du classement de la plainte contre l'entreprise chimique Firmenich, à la suite de l'acci- dent du 8 novembre 1984, où un nuage de brome a incom- modé la population et provoqué une panique considérable en ville. Suivant l'interprétation du Ministère public, la dioxine de Seveso ou le phosgène de Bhopal ne devraient pas être considérés comme toxiques en Suisse, puisque ces gaz n'étaient pas destinés à un usage militaire. Dès lors, le Conseil fédéral est prié de dire: 1. S'il approuve l'interprétation du Ministère public; 2. Dans l'affirmative, s'il ne juge pas qu'il y a là un vide juridique regrettable, et quel serait à ses yeux la manière la plus rapide et la plus simple d'y remédier. Schriftliche Begründung - Développement par écrit L'auteur renonce à développer son intervention mais demande une réponse écrite. Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates vom 9. Dezember 1985 Rapport écrit du Conseil fédéral du 9 décembre 1985 L'interprétation donnée par le Ministère public de la Confé- dération à la notion de «gaz toxiques» utilisée à l'article 225 CPS est fondée sur la doctrine dominante en la matière. Ces substances étant traitées dans la même disposition que les explosifs, il y a lieu d'appliquer des critères analogues pour déterminer sous quelles conditions un gaz tombe sous le coup de l'article 225 CP. Selon la jurisprudence du Tribunal fédéral (ATF 104 IV 234/235), il faut entendre par explosifs les matières dont l'importance et le but économiques rési- dent dans leur force destructive. Par analogie, la notion de «gaz toxiques» recouvre ainsi uniquement les produits dont la destination et l'intérêt résident précisément dans leur toxicité. En outre il doit s'agir de produits fabriqués dansSchweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali Interpellation Eggli-Winterthur Arbeits- und Ruhezeit der Chauffeure. Kontrolle Interpellation Eggli-Winterthour Durée du travail et du repos des Chauffeurs. Contrôle In Amtliches Bulletin der Bundesversammlung Dans Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale In Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale Jahr 1986 Année Anno Band I Volume Volume Session Frühjahrssession Session Session de printemps Sessione Sessione primaverile Rat Nationalrat Conseil Conseil national Consiglio Consiglio nazionale Sitzung 17 Séance Seduta Geschäftsnummer 85.546 Numéro d'objet Numero dell'oggetto Datum 21.03.1986 - 08:00 Date Data Seite 485-486 Page Pagina Ref. No 20 014 243 Dieses Dokument wurde digitalisiert durch den Dienst für das Amtliche Bulletin der Bundesversammlung. Ce document a été numérisé par le Service du Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale. Questo documento è stato digitalizzato dal Servizio del Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale.