A bteilung II B -2782/2007 {T 0/2} U rte il v o m 4 . O k to b e r 2 0 0 7 R ichter H ans-Jacob H eitz (Vorsitz), R ichter Frank Seethaler, R ichter Stephan Breitenm oser; G erichtsschreiber Kaspar Luginbühl. O ._______, Beschw erdeführer, gegen Stiftung Pro H elvetia, Vorinstanz. Finanzieller Beitrag. B u n d e s v e rw a ltu n g s g e ric h t T rib u n a l a d m in is tra tif fé d é ra l T rib u n a le a m m in is tra tiv o fe d e ra le T rib u n a l a d m in is tra tiv fe d e ra l B esetzung P arteien G egenstandB -2782/2007 Sachverhalt: A . Am 10. Juli 2006 stellte O ._______ (Beschw erdeführer) bei der Stiftung Pro H elvetia (Vorinstanz) ein G esuch um eine D efizitgarantie von Fr. 20'000.– für eine Tournee der Band A._______ (Band) im Südw esten Englands. Zur Begründung brachte er vor, dass er nach einem Konzert m it seiner Band im zürcherischen C lub ABAR T von einem Briten eine Einladung erhalten habe, in England m it der Band einige Konzerte aufzuführen. D ie Aussicht darauf, die eigene M usik vor einem neutralen und aus diesem G rund kritischen Publikum zu testen, sei verlockend. D ie Band habe zudem durch kritische Lieder und Videoclips sow ie durch die C overversion eines Liedes von P._______ eine gew isse nationale Bekanntheit erlangt. M it Verfügung vom 28. August 2006 w ies die Vorinstanz das G esuch um Beiträge ab. Zur Begründung brachte sie vor, dass die beschränk- ten finanziellen M ittel der Stiftung für Projekte reserviert seien, die von ihr als künstlerisch innovativ und qualitativ hochstehend eingestuft w ürden, w as vorliegend nicht der Fall sei. W eitere G ründe trug die Vor- instanz nicht vor. B . M it Schreiben vom 4. Septem ber 2006 erhob der Beschw erdeführer bei der Vorinstanz Einsprache gegen deren Verfügung vom 28. August 2006. Seine Einsprache begründete er dam it, dass die abw eisende Verfügung lediglich festhalte, das Projekt der Band sei w eder künstle- risch innovativ noch qualitativ hochstehend. D iese lapidare Begrün- dung sei nicht angängig, da Künstler, deren Beitragsgesuch abgew ie- sen w erde, m indestens eine "fundierte K ritik" erw arten dürften. M it Verfügung vom 25. Septem ber 2006 lehnte der Stiftungsrat das Beitragsgesuch des Beschw erdeführers aberm als und m it identischer Begründung ab. C . G egen diese Verfügung erhob der Beschw erdeführer am 24. O ktober 2006 Beschw erde an das Eidgenössische D epartem ent des Innern, w elches die Beschw erde an die Eidgenössische R ekurskom m ission für die Stiftung Pro H elvetia w eiterleitete. Zur Begründung führte er aus, dass A rt. 32 des Bundesgesetzes über das Verw altungsverfahren vom S eite 2B -2782/2007 20. D ezem ber 1968 (Vw VG , SR 172.021) vorschreibe, eine Behörde habe alle w esentlichen Parteivorbringen zu w ürdigen. A rt. 29 der Bun- desverfassung der Schw eizerischen Eidgenossenschaft vom 18. April 1999 (BV, SR 101) gew ähre explizit den Anspruch auf das rechtliche G ehör. D a sich niem and m it dem Inhalt seiner Einsprache auseinan- dergesetzt habe, sei dieser Anspruch verletzt w orden. H inzu kom m e, dass gem äss bundesgerichtlicher R echtsprechung eine Behörde dieje- nigen G ründe nennen m üsse, die für ihren Entscheid von tragender Bedeutung seien. Eine abw eisende Verfügung, die auf Einsprache hin erfolge und genau denselben W ortlaut aufw eise w ie die erste Verfü- gung, kom m e einer R echtsverw eigerung gleich. Inw iefern das Projekt nicht innovativ sein solle, w ie dies in A rt. 9 Beitragsverordnung voraus- gesetzt w erde, sei nicht ersichtlich. In ihrem Entscheid vom 27. D ezem ber 2006 hiess die R ekurskom m is- sion für die Stiftung Pro H elvetia die Beschw erde gut und w ies sie im Sinne der Erw ägungen zur N eubeurteilung an die Vorinstanz zurück. Zur Begründung brachte sie grundsätzlich vor, dass die Vorinstanz ih- rer Begründungspflicht gem äss A rt. 35 Vw VG nachkom m en m üsse, selbst w enn dies einen gew issen adm inistrativen Aufw and zur Folge habe. Im konkreten Fall hätte die Abw eisung des G esuchs schon des- halb ausführlicher begründet w erden m üssen, w eil der Beschw erde- führer eine um fassend begründete Einsprache erhoben habe. D . N achdem der Stiftungsrat der Vorinstanz das G esuch des Beschw er- deführers am 15. M ärz 2007 nochm als behandelt hatte, w ies er es m it Verfügung vom 22. M ärz 2007 erneut ab. D ie Begründung lautete da- hingehend, dass sich die Band m usikalisch in allzu konventionellen Bahnen bew ege, w eshalb das Kriterium der Innovation nicht erfüllt sei. Es seien w eder ein "Aufbrechen zu neuen m usikalischen U fern" noch eine "Erw eiterung der Ästhetik um neue sound- oder instrum entaltech- nische Elem ente" erkennbar. Zudem w erde die Tournee m it fünf Kon- zerten in Pubs und C lubs in Südw estengland nicht als sonderlich be- deutsam angesehen, w as som it für eine nachhaltige internationale Etablierung der Band ungeeignet sei. E. G egen diesen Entscheid erhob der Beschw erdeführer m it Eingabe vom 18. M ärz 2007 Beschw erde an das Bundesverw altungsgericht. Er beantragte, der Entscheid der Vorinstanz sei aufzuheben und es sei S eite 3B -2782/2007 ihm zu H anden der Band definitiv ein Beitrag in der H öhe von Fr. 8'000.– für die Konzertreihe in England zuzusprechen, alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen. Seine Anträge begründete er da- m it, dass er nach w ie vor nicht nachvollziehen könne, inw iew eit das Projekt der Band nicht innovativ sei. Indem die Vorinstanz ihren Ent- scheid erneut nicht ausführlich begründet habe, verletze sie seinen Anspruch auf G ew ährung des rechtlichen G ehörs und begehe über- dies eine form elle R echtsverw eigerung. D ie Ausführungen der Vorins- tanz, w onach die M usik der Band zu konventionell und "kein Aufbre- chen zu neuen m usikalischen U fern" erkennbar sei, verletze die R echtsgleichheit und das W illkürverbot. Ein Studium der von der Vorinstanz unterstützten Projekte habe ergeben, dass sie solche An- sprüche an die M usik anderer Form ationen, w ie bspw. der "M usique de L._______" aus F._______, nicht stelle. D em Verhalten der Vorins- tanz nach zu schliessen, sei eine Aufhebung des Entscheids, verbun- den m it einer R ückw eisung, nicht sinnvoll, da die Vorinstanz aberm als gegen das Projekt entscheiden w erde. Aus diesem G rund w erde der Zuspruch einer U nterstützung von Fr. 8'000.– durch das Bundesver- w altungsgericht beantragt. W eil die Vorinstanz der Band die U nterstüt- zung versagt habe, habe sie ihre zw ischenzeitlich erfolgte Tournee m it sehr viel bescheideneren M itteln als geplant absolviert, w eshalb sich die ungedeckten Kosten nicht auf die anfänglich budgetierten Fr. 20'000.– belaufen hätten. F. Anlässlich der Vernehm lassung vom 19. Juni 2006 äusserte sich die Vorinstanz dahingehend, dass sie ihren Entscheid vom 22. M ärz 2007, w ie von der R ekurskom m ission für die Stiftung Pro H elvetia verlangt, genügend begründet habe. D as Argum ent der m angelnden Innovation beziehe sich nicht auf die Tournee der Band in England, sondern auf deren M usik, die sich in konventionellen Bahnen bew ege und die dem Kriterium der innovativen U m setzung eines künstlerischen Inhalts nicht entspreche. D as Vorbringen, w onach die M usik der "M usique de L._______" konventionell sei, sei falsch. Es handle sich dabei um ein anderes G enre von M usik. Schliesslich habe sich die Einschätzung der Vorinstanz, w onach die Tournee w eder bedeutsam noch nachhaltig ge- w esen sei, in der Zw ischenzeit bestätigt, denn die Internetseite der Band w eise als letzten aktuellen Eintrag lediglich einige Fotos von die- ser Tournee auf. S eite 4B -2782/2007 D as B undesverw altungsgericht zieht in Erw ägung: 1. D er Entscheid der Stiftung Pro H elvetia vom 19. D ezem ber 2006 stellt eine Verfügung im Sinne von A rt. 5 Abs. 1 Bst. a Vw VG dar. G em äss Verw altungsgerichtsgesetz vom 17. Juni 2005 (VG G , SR 173.32), w el- ches am 1. Januar 2007 in Kraft getreten ist, sow ie gem äss Bundesge- setz betreffend die Stiftung Pro H elvetia vom 17. D ezem ber 1965 (Bundesgesetz Pro H elvetia, SR 447.1), unterliegen Verfügungen der Stiftung Pro H elvetia über Entscheide bezüglich Beitragsgew ährung der Beschw erde an das Bundesverw altungsgericht (A rt. 11a Abs. 2 Bundesgesetz Pro H elvetia und A rt. 31, A rt. 33 Bst. h und A rt. 37 VG G i.V.m . A rt. 44 Vw VG ). D er Beschw erdeführer ist Adressat der angefochtenen Verfügung und durch diese berührt. Er hat ein schutzw ürdiges Interesse an deren Auf- hebung oder Änderung und ist zur Beschw erdeführung legitim iert (A rt. 48 Bst. a Vw VG ). Eingabefrist und -form sind gew ahrt. D er Kos- tenvorschuss w urde fristgem äss bezahlt (A rt. 63 Abs. 4 Vw VG ) und die übrigen Sachurteilsvoraussetzungen liegen vor (A rt. 46 ff. Vw VG ). Auf die Beschw erde ist dem nach einzutreten. 2. G rundsätzlich hat das Bundesverw altungsgericht bei der Prüfung, ob ein Beitragsgesuch von der Vorinstanz zu R echt abgew iesen w orden ist, volle Kognition (A rt. 49 Vw VG ). D as Bundesverw altungsgericht auf- erlegt sich bei der Ü berprüfung bezüglich die G ew ährung von Subven- tionen jedoch Zurückhaltung, indem es in Fragen, die durch die Justiz- behörden naturgem äss schw er überprüfbar sind, nicht ohne N ot von den Beurteilungen des erstinstanzlichen Fachgrem ium s abw eicht. D er G rund dafür liegt darin, dass der R echtsm ittelbehörde zum eist nicht alle m assgebenden Faktoren und Fachkenntnisse für die Bew ertung von G esuchen um Subventionen durch die Vorinstanz bekannt sind. H inzu kom m t, dass sich Subventionen oft auf Spezialgebiete bezie- hen, in denen die R echtsm ittelbehörde über keine eigenen Fachkennt- nisse verfügt. D aher hat sich die Auffassung durchgesetzt, dass die Bew ertung von Subventionsvergaben durch eine R echtsm ittelbehörde nicht frei, sondern nur m it Zurückhaltung zu überprüfen ist (FABIAN M Ö LLE R , R echtsschutz bei Subventionen, D iss., Basel 2006, S. 213, m it Verw eis auf VPB 64 N r. 43, S. 541 ff., VPB 60 N r. 41, S. 374 ff.). S eite 5B -2782/2007 D ies hat zur Folge, dass, solange konkrete H inw eise auf Befangenheit der M itglieder des Entscheidgrem ium s fehlen und die Beurteilung des G esuchs um Subventionen nicht als fehlerhaft oder völlig unangem es- sen erscheint, auf die M einung der Vorinstanz abzustellen ist. D as Bundesverw altungsgericht hebt deren Entscheid nur dann auf, w enn sich die Vorinstanz von sachfrem den Beurteilungskriterien hat leiten lassen, so dass der auf ihrer Begutachtung beruhende Entscheid als nicht m ehr vertretbar erscheint. D ie dargelegte Zurückhaltung gilt jedoch nur bei der Frage nach der Erm essensausübung durch die Subventionsbehörde. Sind hingegen die Auslegung und Anw endung von R echtsvorschriften streitig oder w erden Verfahrensm ängel in der Vergabepraxis gerügt, hat die R echts- m ittelbehörde die erhobenen Einw endungen in freier Kognition zu prü- fen, andernfalls sie eine form elle R echtsverw eigerung beginge. 3. Vorliegend begründet der Beschw erdeführer seine Beschw erde haupt- sächlich dam it, dass die Vorinstanz ihrer Begründungspflicht nicht nachgekom m en sei und som it seinen Anspruch auf rechtliches G ehör verletzt habe. Es gilt dem nach vorerst abzuklären, nach w elchen ge- setzlichen G rundlagen die Vorinstanz Beitragsgesuche in der Sparte M usik behandeln m uss. In einem w eiteren Schritt ist abzuklären, ob die Vorinstanz ihrer Begründungspflicht nachgekom m en ist. 3.1 Laut A rt. 11a Abs. 1 Bundesgesetz Pro H elvetia ordnet die Stiftung das Verfahren zur Beurteilung und Entscheidung von G esuchen in ei- nem R eglem ent, das vom Bundesrat genehm igt w erden m uss. D ie Vor- instanz hat ihre Pflicht w ahrgenom m en und hat die Beitragsverord- nung Pro H elvetia vom 22. August 2002 (Beitragsverordnung, SR 447.12; vom Bundesrat genehm igt am 29. N ovem ber 2002) erlas- sen. N ach dem in A rt. 1 Beitragsverordnung aufgeführten Zw eck ge- w ährt die Vorinstanz Beiträge an Projekte und W erke, die dem Kultur- schaffen und der Kulturverm ittlung in der Schw eiz, der Pflege des schw eizerischen kulturellen Erbes, dem kulturellen Austausch zw i- schen den Schw eizer Sprachregionen oder der Pflege der kulturellen Beziehungen m it dem Ausland dienen. G em äss A rt. 2 Beitragsverord- nung besteht ausdrücklich kein Anspruch auf Beiträge. Laut A rt. 3 Abs. 2 Beitragsverordnung können Projektbeiträge in Form von nicht rückzahlbaren G eldleistungen oder D efizitgarantien gew ährt w erden. S eite 6B -2782/2007 D ie Voraussetzungen für die Beitragsgew ährung sind in A rt. 5 Bei- tragsverordnung geregelt. D iese Bestim m ung lautet w ie folgt: "1 D ie Stiftung unterstützt im R ahm en der bew illigten Kredite Projekte und W erke, w enn diese: a. dem Stiftungszw eck entsprechen; b. qualitativ überzeugen; c. professionell um gesetzt w erden; d. ein angem essenes Kosten-N utzen-Verhältnis aufw eisen; e. von nationaler oder internationaler Bedeutung sind oder Pilotcharakter ha- ben; und f. der Ö ffentlichkeit zugänglich sind. 2 Sie unterstützt Projekte und W erke nur, w enn diese zudem : a. von Kulturschaffenden m it W ohnsitz in der Schw eiz um gesetzt w erden; b. von Schw eizerinnen oder Schw eizern geschaffen w urden oder w erden; c. w ichtige Them en des kulturellen Lebens der Schw eiz behandeln; d. den kulturellen Austausch zw ischen den Sprachregionen der Schw eiz för- dern; oder e. dem Kulturaustausch zw ischen der Schw eiz und anderen Ländern dienen. 3 Projekte und W erke im Inland unterstützt die Stiftung nur, w enn sie auch von an- deren G eldgebern unterstützt w erden." Festzuhalten ist, dass die Voraussetzungen nach A rt. 5 Abs. 1 Bst. a bis f Beitragsverordnung kum ulativ erfüllt sein m üssen, dam it Beiträge gesprochen w erden können. H ingegen m üssen die Vorgaben gem äss A rt. 5 Abs. 2 Beitragsverordnung nicht kum ulativ vorliegen (dazu A rt. 6 Beitragsverordnung, w onach nach M öglichkeit "m ehrere Kriterien" er- füllt sein m üssen), w as sow ohl aus dem W ortlaut ("oder") als auch aus A rt. 6 hervorgeht. Als w eitere Voraussetzung für Beiträge im Bereich M usik bedarf es ge- m äss A rt. 9 Bst. a Beitragsverordnung eines innovativen Projekts bzw . W erks. 3.2 Bei der Begründungspflicht handelt es sich um einen Teilgehalt des Anspruchs auf rechtliches G ehör gem äss A rt. 29 Abs. 2 BV (U LR IC H H ÄFELIN /W ALTER H ALLE R , Schw eizerisches Bundesstaatsrecht, 5. Aufl., Zürich 2001, R z. 838). N ach gefestigter bundesgerichtlicher R echt- sprechung m uss ein Verw altungsakt so abgefasst sein, dass die Be- troffenen ihn gegebenenfalls sachgerecht anfechten können (BG E 125 II 369 E. 2c). D ies ist nur dann m öglich, w enn sich sow ohl der Betroffe- ne als auch die R echtsm ittelinstanz ein Bild über die Tragw eite des Entscheides m achen können. D em nach m üssen in jedem Fall die S eite 7B -2782/2007 Ü berlegungen angeführt w erden, von denen sich die Behörde hat lei- ten lassen und auf die sie ihren Entscheid stützt, w obei sie sich jedoch auf die w esentlichen G esichtspunkte beschränken darf. Erforderlich ist, dass sich aus der G esam theit der Begründung ergibt, w eshalb die Behörde den Vorbringen der Partei nicht folgen konnte (BG E 122 IV 8 E. 2c; TH O M A S M ER KLI/AR TH U R AESC H LIM AN N /R U TH H ER ZO G , Kom m entar zum G esetz über die Verw altungsrechtspflege im Kanton Bern, Bern 1997, R z. 6 ff. zu A rt. 52). D ie Anforderungen an die Begründungsdichte sind je nach Kom plexität des Sachverhalts bzw. des der Behörde einge- räum ten Erm essensspielraum s unterschiedlich. So m üssen insbeson- dere die Auslegung von unbestim m ten G esetzesbegriffen und die Er- m essensbetätigung so erklärt w erden, dass sie nachvollziehbar sind (BG E 117 IV 401 E. 4b). R echtsfolge einer Verletzung der Begründungspflicht und som it des Anspruchs auf das rechtliche G ehör ist die Aufhebung der angefochte- nen Verfügung. Sofern Abklärungen, Prüfungen und G ew ichtungen un- terblieben sind, die für einen Entscheid in der Sache unabdingbar sind, w ird die R echtssache zu einem erneuten Entscheid an die Vorinstanz zurückgew iesen. W enn der R echtsm ittelinstanz die gleiche Ü berprüfungsbefugnis w ie der Vorinstanz zukom m t und die ent- scheiderheblichen Abklärungen gem acht w orden sind, kann in der Sa- che entschieden w erden, sofern dem Beschw erdeführer daraus kein N achteil erw ächst (BG E 117 Ib 64 E. 4). 4. D ie Vorinstanz begründete den angefochtenen Entscheid vom 22. M ärz 2007 dam it, dass die M usik der Band zuw enig innovativ sei, da sie sich m usikalisch in allzu konventionellen Bahnen bew ege. Es seien w eder ein "Aufbrechen zu neuen m usikalischen U fern" noch eine "Erw eiterung der Ästhetik um neue sound- oder instrum entaltech- nische Elem ente" erkennbar. Zudem w erde die Tournee m it fünf Kon- zerten in Pubs und C lubs in Südw estengland nicht als sonderlich be- deutsam angesehen, w as som it für eine nachhaltige internationale Etablierung der Band ungeeignet sei. D ieser Eindruck habe sich nach der Tournee bestätigt. 4.1 Vorliegend fällt auf, dass die Vorinstanz, abgesehen vom Kriterium der internationalen Bedeutung des Projekts, vollständig darauf verzichtet hat, das G esuch anhand der allgem einen Voraussetzungen in A rt. 5 S eite 8B -2782/2007 Beitragsverordnung für eine Beitragsgew ährung zu prüfen. A rt. 5 Abs. 1 Bst. e Beitragsverordnung verlangt alternativ eine nationale oder internationale Bedeutung bzw . einen Pilotcharakter von Projekten und W erken. D ie Vorinstanz hält hierzu lediglich fest, dass die Tournee m it fünf Konzerten in Pubs und C lubs in Südw estengland vergleichs- w eise als nicht sonderlich bedeutsam angesehen w erde und som it auch keine nachhaltige, internationale Etablierung der Band ver- spreche. D ie Begründung der Vorinstanz ist nicht nachvollziehbar. Bei der ge- m äss A rt. 5 Abs. 1 Bst. e geforderten internationalen Bedeutung han- delt es sich um einen auslegungsbedürftigen Begriff, der zw ingend der Konkretisierung durch die rechtsanw endende Behörde bedarf. D ie Vor- instanz hätte dem nach zum indest Ausführungen dazu m achen m üs- sen, w elche Anforderungen sie an eine Auslandstournee stellt, dam it diese als international bedeutsam angesehen w erden kann. G estützt darauf hätte sie sodann begründen m üssen, inw iefern das Projekt des Beschw erdeführers diesen Anforderungen nicht genügte. Aus der Be- gründung geht nicht hervor, w elche Ü berlegungen für die Vorinstanz ausschlaggebend w aren, dass das Projekt des Beschw erdeführers nicht von internationaler Bedeutung sei. D ie Vorinstanz w eist lediglich darauf hin, dass das Projekt keine nachhaltige internationale Etab- lierung der Band verspreche. W eshalb sie zu dieser Einschätzung ge- langt und w elchen Anforderungen ein Projekt entsprechen m üsste, da- m it eine nachhaltige internationale Etablierung als w ahrscheinlich an- gesehen w erden könnte, bleibt hingegen völlig unklar. Schliesslich kom m t hinzu, dass sich die Vorinstanz überhaupt nicht zu den Voraus- setzungen nach A rt. 5 Abs. 1 Bst. a bis d und f Beitragsverordnung ge- äussert hat. Es ist deshalb w eder für den Beschw erdeführer noch für das erkennende G ericht nachvollziehbar, ob der Beschw erdeführer diese Voraussetzungen allenfalls erfüllt hat oder nicht. D a es sich bei den Voraussetzungen nach A rt. 5 Abs. 1 Bst. a bis f Beitragsver- ordnung um solche handelt, die für eine Beitragsgew ährung kum ulativ zu erfüllen sind, w äre die Vorinstanz gehalten gew esen, auf diese ein- zugehen oder gegebenenfalls zum indest zu bestätigen, w elche dieser Voraussetzungen erfüllt sind. Insgesam t ist dem nach festzuhalten, dass die Begründung der Vorins- tanz zu den in A rt. 5 Abs. 1 Beitragsverordnung genannten Vorausset- zungen klar ungenügend ist. S eite 9B -2782/2007 4.2 D as Vorbringen der Vorinstanz, w onach die M usik der Band des Be- schw erdeführers zu w enig innovativ sei, w eil sie sich in allzu konventionellen Bahnen bew ege, ist nicht nachvollziehbar. D as G egen- teil von "innovativ" ist um gangssprachlich "gew öhnlich" bzw . "konventionell". Es handelt sich hierbei also nicht um eine Ausführung dazu, w elche Elem ente die M usik verm issen lässt, um unterstützungs- w ürdig zu sein, sondern lediglich um eine U m schreibung der angeblich fehlenden Innovationskraft. Insofern kann folglich nicht von einer Be- gründung gesprochen w erden. D er einzige Anhaltspunkt, w eshalb die M usik der Band des Beschw erdeführers nach Ansicht der Vorinstanz das Kriterium der Innovation nicht erfüllen soll, kann darin erblickt w er- den, dass in den eingereichten Stücken offenbar keine neuen "sound- oder instrum entaltechnischen Elem ente" vorkom m en und som it "kein Aufbruch zu neuen m usikalischen U fern" erkennbar sei. Ausführungen dazu, w elche sound- oder instrum entaltechnischen Elem ente die M u- sik der Band verm issen lässt, m acht die Vorinstanz aber nicht. D ies verm ag schon deshalb nicht zu überzeugen, w eil der Beschw erde- führer in seinen Eingaben m ehrm als vorbrachte, dass die Lieder der Band teils ausschliesslich von Perkussionsinstrum enten begleitet w ür- den, w as einen neuen Ansatz darstelle. D am it aber m achte der Be- schw erdeführer ausdrücklich neue sound- und instrum entaltechnische Elem ente geltend. Aus O benstehendem folgt, dass die Begründung der Vorinstanz zu A rt. 9 Bst. a Beitragsverordnung w eder schlüssig noch überzeugend und dam it nicht nachvollziehbar ist. 4.3 U nter diesen U m ständen m uss die Begründung der Vorinstanz insge- sam t als ungenügend qualifiziert w erden. D ie sehr knappen Aus- führungen der Vorinstanz lassen daran zw eifeln, ob sie sich m it dem G esuch und den Vorbringen in den R echtsschriften des Beschw erde- führers tatsächlich auseinandergesetzt hat. Vielm ehr hat sie sich dam it begnügt, m it einigen sehr allgem einen Sätzen das G esuch abzuw ei- sen. D adurch hat sie ihre Begründungspflicht und som it den Anspruch des Beschw erdeführers auf G ew ährung des rechtlichen G ehörs ge- m äss A rt. 29 Abs. 2 BV verletzt. D ie Verletzung w iegt um so schw erer, als die Vorinstanz bereits im Entscheid der dam aligen R ekurskom m is- sion für die Stiftung Pro H elvetia vom 27. D ezem ber 2006 ausdrücklich darauf hingew iesen w orden ist, dass und in w elcher W eise sie ihrer S eite 10B -2782/2007 Begründungspflicht nachzukom m en hat. Es kann dem nach keine R ede von einem "ausführlich begründeten Entscheid" sein, w ie die Vor- instanz in ihrer Vernehm lassung, ohne w eitere Ausführungen zur Sa- che zu m achen, vorbringt. R echtsfolge einer Verletzung der Begründungspflicht ist, w ie in E. 4.2 ausgeführt, die Aufhebung des angefochtenen Entscheides. 5. Bei diesem Ausgang des Verfahrens bleibt zu entscheiden, ob die Sa- che zu einem erneuten Entscheid an die Vorinstanz zurückgew iesen w ird, oder ob das Bundesverw altungsgericht in der Sache selbst ent- scheiden kann. D er Beschw erdeführer bringt vor, ihm sei ein Beitrag in der H öhe von Fr. 8'000.– zuzusprechen. D ie Sache solle nicht zu er- neuter Beurteilung zurückgew iesen w erden, da die Vorinstanz w ieder- holt gezeigt habe, dass sie sich nicht objektiv m it dem G esuch ausein- andersetzen könne. D em R echtsbegehren des Beschw erdeführers kann nicht stattgegeben w erden. W ie in E. 4.2 ausgeführt, kann die Beschw erdeinstanz nur dann in der Sache entscheiden, w enn sie volle Kognition hat und zu- dem die Vorinstanz die für einen Sachentscheid nötigen Abw ägungen, Prüfungen und G ew ichtungen vorgenom m en hat. D a es sich bei der Vorinstanz um ein Fachgrem ium handelt, auferlegt sich das Bundes- verw altungsgericht in der Ü berprüfung der E rm essensausübung zu- dem Zurückhaltung (E. 2). H inzu kom m t, dass, w ie ausgeführt, die Vor- instanz ihrer Begründungspflicht nur ungenügend nachgekom m en ist. D a sich das Bundesverw altungsgericht bei einer allfälligen W ürdigung dem nach nicht auf eine um fassende Begründung bzw. Evaluation des G esuchs durch die Vorinstanz stützen könnte, kann ein Sachentscheid schon aufgrund m angelnder Entscheidgrundlagen nicht gefällt w erden. 6. D am it kann im Ü brigen auch die Frage offengelassen w erden, ob sich das Erfordernis des aktuellen R echtsschutzinteresses unter Berück- sichtigung der Tatsache, dass der Beschw erdeführer und seine Band die Tournee bereits absolviert haben, überhaupt vereinbaren lässt m it dem R echt auf eine w irksam e Beschw erde gem äss A rt. 13 der Kon- vention zum Schutze der M enschenrechte und G rundfreiheiten vom 4. N ovem ber 1950 (EM R K, SR 0.101. Vgl. auch das U rteil des Euro- päischen G erichtshofs für M enschenrechte [EG M R ] im Fall C am enzind S eite 11B -2782/2007 gegen die Schw eiz vom 16. D ezem ber 1997, R ecueil des arrêts et dé- cisions 1997-VIII, S. 2880 ff., Ziff. 54 ff.; VPB 62.113). D as Bundesge- richt hat zw ar bis anhin an seiner Praxis zum Erfordernis des aktuellen R echtsschutzinteresses festgehalten, w obei diese R echtsprechung le- diglich unter dem Aspekt der R echte der EM R K, nicht aber unter dem - jenigen der am 1. Januar 2007 in Kraft getretenen R echtsw eggarantie gem äss A rt. 29a BV erfolgte (BG E 125 I 394 E. 4a und 5e, BG E 123 II 285 E. 4a). N ach A rt. 29a BV hat jede Person bei R echtsstreitigkei- ten Anspruch auf Beurteilung durch eine richterliche Behörde. N ach dem Beschw erdeführer sei m ittlerw eile ein Tourneedefizit von Fr. 8'000.– ausgew iesen, w eshalb er neu nicht m ehr Beiträge in Form einer D efizitgarantie von Fr. 20'000.–, sondern nur noch Fr. 8'000.– verlange. D am it ist das Begehren des Beschw erdeführers trotz bereits abgeschlossener Tournee nicht gegenstandslos gew orden. Auch han- delt es sich nicht etw a um ein neues, sondern vielm ehr um ein ange- passtes, reduziertes Begehren. D er Entscheid, ob ein Beitrag gespro- chen und dieser allenfalls auf Fr. 8'000– festgesetzt w ird, w ird bei der Vorinstanz liegen. 7. Bei diesem Verfahrensausgang sind dem Beschw erdeführer keine Kosten aufzuerlegen (A rt. 63 Abs. 1 Vw VG ). D er von ihm am 18. M ai 2007 an das Bundesverw altungsgericht geleistete Kostenvorschuss von Fr. 700.– ist ihm zurückzuerstatten. A rt. 9 des R eglem ents vom 19. D ezem ber 2006 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverw altungsgericht bestim m t, dass eine Parteientschädigung für die Kosten der Vertretung sow ie für w ei- tere Spesen der Partei ausgerichtet w erden kann. D er Beschw erdefüh- rer w ar im vorliegenden Verfahren nicht anw altlich vertreten. W eitere Spesen m achte er nicht geltend. Aus diesem G rund w ird keine Partei- entschädigung ausgerichtet. 8. D ieser Entscheid kann nicht m it Beschw erde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten an das Schw eizerische Bundesgericht angefochten w erden (A rt. 82 i.V.m . A rt. 83 Bst. k Bundesgerichtsgesetz [BG G , SR 173.110]); er ist som it endgültig. S eite 12B -2782/2007 D em nach erkennt das B undesverw altungsgericht: 1. D ie Beschw erde w ird gutgeheissen und die Verfügung der Stiftung Pro H elvetia vom 22. M ärz 2007 w ird aufgehoben. 2. D ie Stiftung Pro H elvetia w ird angew iesen, eine neue und begründete Verfügung zu erlassen. 3. Es w erden keine Verfahrenskosten erhoben. D em Beschw erdeführer ist der am 18. M ai 2007 an das Bundesverw altungsgericht geleistete Kostenvorschuss von Fr. 700.– zurückzuerstatten. 4. Es w ird keine Parteientschädigung ausgerichtet. 5. D ieses U rteil geht an: - den Beschw erdeführer (Eingeschrieben; Beilage: Beschw erde- beilagen) - die Vorinstanz (Eingeschrieben; Beilage: Vorakten) D er vorsitzender R ichter: D er G erichtsschreiber: H ans-Jacob H eitz Kaspar Luginbühl Versand: 8. O ktober 2007 S eite 13