<h2>SubmittedText<h2><p>Ich bitte den Bundesrat, die Stiftung Jüdische Zeitgeschichte an der ETH Zürich mit einem namhaften Beitrag zu unterstützen.</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Der Bundesrat fühlt sich dem Anliegen der Motionärin sehr verbunden. Es steht für ihn ausser Frage, dass die Tätigkeit der Stiftung auch eine Unterstützung durch die öffentliche Hand, insbesondere durch den Bund, verdient. Deshalb hat er bereits letztes Jahr verschiedene Formen erwogen.</p><p>Ein grosser, einmaliger Stiftungsbeitrag bedürfte formeller gesetzlicher Grundlagen. Diese bestehen gegenwärtig nicht, weshalb er weitere Möglichkeiten geprüft hat - mit folgendem Ergebnis:</p><p>Der Rat der Eidgenössischen Technischen Hochschulen (ETH-Rat) hat 1996 mit Mitteln des Bundes die Arbeiten zur jüdischen Zeitgeschichte im Archiv für Zeitgeschichte des Instituts für Geschichte der ETH Zürich mit einem einmaligen Beitrag von 500 000 Franken unterstützt. Die ETH Zürich ihrerseits ist bereit, die Arbeiten während acht Jahren mit jährlich 250 000 Franken zu unterstützen. Insgesamt sind auf diese Weise für die nächsten zehn Jahre zweieinhalb Millionen Franken aus Bundesmitteln zusammengekommen, die einen dauernden Bestand der Forschungsstelle vorerst sicherstellen sollten.</p><p>Der Bundesrat ist vom grossen Wert der Aufarbeitung der jüdischen Zeitgeschichte überzeugt. Er ist jedoch auch der Ansicht, dass die Sicherung und Erschliessung von Quellen zur Zeitgeschichte nicht auf die Judenverfolgung beschränkt bleiben sollte. In Zukunft sollten die Anstrengungen dahin gehen, auch vermehrt auf die Probleme von Minderheiten und rassisch, religiös oder politisch Verfolgten sowie die auf die Geschichte der Ausländerinnen und Ausländer oder Staatenloser in der Schweiz einzutreten.</p>  Der Bundesrat beantragt, die Motion in ein Postulat umzuwandeln.