A bteilung IV D -4220/2006 law /m am {T 0/2} U rteil vom 25. M ai 2007 M itw irkung: R ichter W alter Lang, R ichterin C hrista Luterbacher, R ichter D aniel Schm id G erichtsschreiber M artin M aeder A._______, geboren (...), dessen Ehefrau B._______, geboren (...), deren Kinder C ._______, geboren (...), und D ._______, geboren (...), Türkei, w ohnhaft (...), vertreten durch Edith H ofm ann, R echtshilfe Asyl und M igration, (...), Beschw erdeführer gegen B undesam t für M igration (B FM ), Q uellenw eg 6, 3003 Bern, Vorinstanz betreffend Verfügung vom 25. Januar 2005 i.S. A syl und W egw eisung / N (...), B u n d e s v e rw a ltu n g s g e ric h t T rib u n a l a d m in is tra tif fé d é ra l T rib u n a le a m m in is tra tiv o fe d e ra le T rib u n a l a d m in is tra tiv fe d e ra l2 Sachverhalt: A. D ie Beschw erdeführer verliessen ihr H eim atland nach eigenen Angaben am 25. D ezem ber 2002, fuhren im Personenw agen eines Schleppers durch ihnen nicht bekannte Länder und gelangten am 29. D ezem ber 2002 von Italien her zu Fuss über die grüne G renze in die Schw eiz. Am 30. D ezem ber 2002 erschienen sie gem einsam in der Em pfangsstelle (...) (seit 1. Januar 2005: Em pfangs- und Verfahrenszentrum [EVZ] [...]) und suchten unter Abgabe ihres Fam ilienbüchleins um Asyl nach. Bei der Erhebung ihrer Personalien m achten sie die rubrizierten Angaben und fügten diesen hinzu, sie gehörten der kurdischen Volksgruppe an und hätten seit dem Jahre 1990 in (...) (gleichnam ige Provinz) gelebt, ehe sie im Juli 2002 nach (...) (Provinz [...]) um gezogen seien. D as dam alige Bundesam t für Flüchtlinge (BFF, seit 1. Januar 2005: BFM ) befragte sie am 7. Januar 2003 sum - m arisch zum R eisew eg und zu den G ründen für das Verlassen des H eim atlandes. N achdem sie für die D auer des Verfahrens dem Kanton (...) zugew iesen w orden w aren, w urden sie dort am 18. Februar 2003 durch das zuständige Am t zu ihren Asylgründen angehört. D as BFF führte am 26. N ovem ber 2004 eine ergänzende Befragung m it ihnen durch. a) D er Beschw erdeführer m achte im R ahm en der drei Befragungen zur Begründung seines Asylgesuchs im W esentlichen geltend, er sei von Polizisten in Zivilkleidung in (...) auf offener Strasse überw ältigt und auf einen Posten gebracht w orden, w o m an ihn den ganzen Tag unter Folter über die Verbindungen seiner Fam ilie zur PKK (Arbeiterpartei Kurdistans) befragt und schliesslich nach der U nterzeichnung zw eier Schriftstücke m it der klaren Aufforderung entlassen habe, künftig als Inform ant tätig zu sein. Er habe seine Kindheit und Schulzeit in einem D orf in der Provinz (...) verbracht, bevor er im Jahre 1981 nach (...) um gezogen sei. D ort habe er zunächst als Verkäufer gearbeitet und ab dem Jahre 1991 seinen Lebensun- terhalt selbständig m it dem H andel von Teppichen und D ecken verdient. Seine Ehefrau sei ihm nach der H eirat im Jahre 1990 von (...) nach (...) gefolgt. W ie er selbst heisse sie (...) und entstam m e einer Fam ilie, die der PKK nahestehe und sich traditionell für die Freiheit und das Selbstbestim m ungsrecht des kurdischen Volkes einsetze. Sein Schw iegervater sei im Jahre 1980 aus rein politischen G ründen festgenom m en und zw ei oder drei Jahre lang gefangen gehalten w orden. Seither befinde sich die Fam ilie (...) im Visier der Polizei und G endarm erie. U nablässig und m it verschiedensten M ethoden gingen Polizisten und Soldaten gegen Angehörige der Fam ilie vor, m it dem einzigen Ziel, sie w egen ihrer Ethnie und politischen Einstellung zu schikanieren und zu dem ütigen. N ur w eil die Fam ilie kurdisch, alevitisch und linksgerichtet sei, hegten die Behörden gegen säm tliche Angehörige den G eneralverdacht, terroristische Aktivitäten der kurdischen G uerilla zu unterstützen oder gar selbst daran teilzunehm en. D as H aus des Schw ieger- vaters in (...) w erde bis heute system atisch und w illkürlich von der Polizei gestürm t und durchsucht. Im Jahre 1991 seien sein Bruder E._______, seine Schw ägerin F._______ sow ie G ._______ der PKK beigetreten. Bei der Letztgenannten handle es sich um die Tochter seines O nkels, für den er in den Jahren 1981 bis 1990 als Verkäufer in (...) gearbeitet habe; sie sei dam it sow ohl seine w ie auch die C ousine seiner Ehefrau. Er selbst habe die PKK lediglich m it U tensilien unterstützt, indem 3 er ihr jew eils im Som m er H andschuhe, Socken, Ferngläser und G asm asken, die aus R ussland im portiert w orden seien, habe zukom m en lassen. Im Jahre 1993 habe er dies das letzte M al getan, w eil die betreffenden PKK-Käm pfer von den Sicherheitskräften getötet oder vertrieben w orden seien. In der Folge sei er nur noch als Sym pathisant der PKK aufgetreten oder habe im G ebäude der H AD EP (D em okratiepartei des Volkes) in (...) Zeitschriften oder Bücher besorgt, die er dann an M ädchen im D orf abgegeben habe. W eil sein Schw iegervater dies altersbedingt nicht m ehr habe tun können, habe er an dessen Stelle seine Schw ägerin F._______ und deren C ousine G ._______ in Abständen von ungefähr zw ei M onaten im G efängnis von (...) besucht, w o die beiden ab dem Jahre 1996 langjährige H aftstrafen verbüsst hätten. Insgesam t etw a zehnm al, verstärkt noch ab dem Jahre 2001, seien w egen jener G efangenenbesuche Polizisten vor seinem D om izil in (...) erschienen, hätten sich Zugang zum Innern verschafft und die Zim m er durchsucht. Im Verlauf jener R azzien seien er und seine Ehefrau jew eils provoziert, auf das Ü belste beschim pft und gedem ütigt w orden. Insbesondere ha- be m an ihnen vorgew orfen, bei ihren Visiten problem atische Inform ationen ins G e- fängnis hinein- beziehungsw eise aus diesem herauszutragen. Tatsache sei, dass er zuw eilen Briefe der beiden Insassinnen hinausgeschm uggelt und der R edaktion einer kurdischen Zeitschrift übersendet habe. Seine Frau habe von den w ieder- holten D em ütigungen und obszönen verbalen Beleidigungen, die sie bei den Poli- zeirazzien erfahren habe, gesundheitliche Schäden davon getragen. Auch er selbst sei bereits in dieser Zeit im m er verängstigt und innerlich unruhig gew esen. W eil sie die häufigen Polizeivisiten nicht m ehr ausgehalten und von den N achbarn als Terroristenfam ilie geächtet w orden seien, seien sie im Juli 2002 nach (...) um gezogen. Im Septem ber und O ktober 2002 seien sie auch dort zw eim al von der Polizei aufgesucht w orden. Am 15. O ktober 2002 habe er zum letzten M al F._______ und G ._______ im G efängnis in (...) einen Besuch abgestattet. D anach sei er direkt nach (...) w eitergereist, um seine dort lebende M utter zu treffen. N ach- dem er am frühen M orgen des 16. O ktober 2002 m it dem Ü berlandbus in (...) an- gekom m en sei, habe er den W eg zu seiner M utter unter die Füsse genom m en, als zw ei Autos herangefahren und fünf oder sechs M änner in Zivil ausgestiegen seien und ihn zum Einsteigen aufgefordert hätten. W eil er dazu keine Anstalten gem acht und stattdessen durch lautes Ausrufen seines N am ens die Aufm erksam keit der w enigen Passanten zu gew innen versucht habe, hätten die M änner ihn gefesselt, ihm die H oden zusam m engedrückt, m it einem harten G egenstand auf den Kopf geschlagen und schliesslich in eines der Autos gezw ängt. Im nächsten M om ent habe m an ihm die Augen verbunden. N ach einer rund einstündigen Fahrt sei er in ein G ebäude gebracht w orden, w o m an ihn sogleich zu verhören begonnen habe. M ehrere aggressive M ännerstim m en hätten von ihm in beleidigendem Ton w issen w ollen, w o sich alle seine eigenen und die G eschw ister seiner Ehefrau aufhielten, und m it w elcher M otivation er im m er w ieder nach (...) reise und das dortige G efängnis aufsuche. N ach zw ei Stunden sei ihm für die D auer eine halben Stunde, in w elcher er sich splitternackt alleine in einem R aum w iedergefunden und Todesangst gefühlt habe, die Augenbinde abgenom m en w orden. D anach hätten w iederum m ehrere M änner perm anent auf ihn eingeredet, im m er w ieder die glei- chen Fragen gestellt und ihn m it obszönen Ausdrücken beleidigt. In gew issen Abständen sei er auf verschiedene W eise gefoltert w orden. D ie H oden seien ihm zusam m engepresst w orden, und jem and habe ihm den Schlagstock an sein G e-4 säss herangeführt und gedroht, ihn zu vergew altigen. Zu einem anderen Zeitpunkt sei einer auf seine Beine gesessen, w ährend ein anderer m it einem G egenstand auf seine Fusssohlen geschlagen habe. D anach hätten sie von ihm verlangt, dass er einige Schritte gehe. W iederum später sei er m it H ochdruckw asser bespritzt w orden. Er habe derm assen Angst gehabt, dass er das G efühl gehabt habe, sein G ehirn w ürde sich nicht am gleichen O rt stillhalten. Bevor sie ihn hätten gehen lassen, habe er zw ei Blätter, w ovon eines einen Text enthalten und das andere blank gew esen sei, unterschreiben m üssen. Er habe nur noch gehen w ollen und w iderstandslos unterschrieben. Am Schluss hätten sie ihm gesagt, dass er ab sofort für sie zu arbeiten und sie m it Inform ationen zu versorgen habe. Aus Angst, getötet zu w erden, habe er zugesagt. N ach dem Verlassen des G ebäudes habe er realisiert, dass es bereits finster gew orden sei und m an ihn in den vergangenen Stunden auf dem Posten von (...) festgehalten habe. G eschw ächt von den M isshandlungen, habe er m it dem M obiltelefon seinen bei der M utter in (...) lebenden Bruder angerufen, dam it dieser ihn holen kom m e. In den folgenden 15 Tagen habe er das Erlebte bei seiner M utter zu verarbeiten versucht. Er sei derm assen verängstigt gew esen, dass er sich nicht getraut habe, an ein Fenster heranzutreten, geschw eige denn nach Aussen zu gehen. Einen Arzt habe er ebenfalls nicht aufzusuchen getraut, obschon er w egen seines blutunterlaufenen rechten Auges sehr in Sorge gew esen sei. Selbst seinen Bruder habe er verdächtigt, ihn zu verraten und an die Behörden auszuliefern, dam it m an ihn liqu- diere. In jenen 15 Tagen bei der M utter seien zw eim al Polizisten in Zivil vorbeige- kom m en und hätten ihn schärfstens bedroht, w eil er nicht auf dem Posten erschie- nen sei. Seiner M utter hätten sie vorgehalten, nichts anderes im Sinn zu haben, als Terroristen zu gebären und aufzuziehen. Erneut habe er vor Angst, m itgenom - m en und vernichtet zu w erden, in seinem Kopf das G efühl gehabt, das G eschehe- ne nicht richtig w ahrzunehm en. Zudem habe er den Eindruck gehabt, von den Schlägen auf den Kopf auch Schäden physischer N atur davongetragen zu haben. Er habe sich in eine Ecke verkrochen und auch an Selbstm ord gedacht. N achdem sein m erkw ürdiges Verhalten seiner M utter aufgefallen sei, habe sie veranlasst, dass er sich zur Tante seiner Ehefrau in ein anderes Q uartier von (...) begebe. In den ungefähr eineinhalb M onaten, in denen er sich dort aufgehalten habe, habe er w eiterhin in ständiger Angst gelebt. Er sei m ittlerw eile so w eit gew esen, dass er selbst kleine Kinder für fähig gehalten habe, ihn zu verpfeifen und M änner zu ho- len, die ihn um bringen w ürden. In dieser Zeit hätten Freunde und Angehörige von ihm seine Frau kontaktiert, um ihr das Vorgefallene zu erzählen und ihr die ge- m einsam e Ausreise nahezulegen. Am 20. D ezem ber 2002 sei dann seine Ehefrau m it den Kindern in Istanbul angekom m en. In den ersten acht Stunden der R eise in die Schw eiz, in denen er von Frau und Kindern getrennt in einem separaten Auto unterw egs gew esen sei, habe er in der Ü berzeugung gelebt, an einen O rt gebracht zu w erden, an dem m an ihn töten w ürde. Erst nachdem er seine Frau w ieder gese- hen habe, sei er ruhiger gew orden. H ier in der Schw eiz sei er im m er noch die ganze Zeit unruhig. Er befinde sich desw egen in psychotherapeutischer Behand- lung und nehm e Psychopharam aka, um die ihn belastenden Sym ptom e w ie Schlaflosigkeit, Kopfschm erzen, N ervosität und depressive Stim m ung in den G riff zu bekom m en. b) D ie Beschw erdeführerin bestätigte die Ausführungen ihres Ehem annes in den w e-5 sentlichen Punkten. Aus ihrer persönlichen Sicht führte sie an, sie seien ab dem Jahre 2001 von den heim atlichen Behörden zunehm end unter D ruck gesetzt w or- den. O ftm als nach ihren Besuchen im G efängnis von (...) sei die Polizei zu ihnen nach H ause gekom m en und habe dabei auch sie eingeschüchtert und m it obszö- nen Ausdrücken w ie „gefickte Tochter der Terroristin“ beschim pft. O bschon sie niem als im körperlichen Sinn sexuell m isshandelt w orden sei, hätten ihr diese Er- lebnisse schw er zugesetzt. So erinnere sie sich im m er w ieder an jenen M om ent, als sie in den Achtzigerjahren im Alter von 12 Jahren habe zusehen m üssen, w ie ihr Vater von Polizisten nach H ause gebracht und brutal zusam m engeschlagen w orden sei. Schon dam als hätten ihre psychischen Problem e begonnen. Einm al habe sie sich an ihren Vater geklam m ert und sei dafür m it dem G ew ehrkolben geschlagen w orden, so dass sie w eggeschleudert w orden sei. Ihre H eim at zu ver- lassen, sei ihr schw er gefallen, doch habe sie es zuletzt einfach nicht m ehr ausge- halten. W enn sie dort geblieben w äre, hätte m an ihr noch m ehr angetan und w o- m öglich w egen terroristischer Aktivitäten den Prozess gem acht. D ie U nterdrückung sei perm anent gew esen, doch die beiden schlim m sten M om ente habe sie durch- gem acht, als einerseits ihr Vater vor ihren Augen zusam m engeschlagen w orden sei und sie andererseits nach ihrer Ankunft in (...) habe feststellen m üssen, w ie sie ihren M ann zugerichtet hätten. D ieser habe Beulen am Kopf und blutunterlaufene Augen gehabt und nur noch davon gesprochen, dass m an ihn töten w erde. In der Türkei w ürden heute noch M enschen gefoltert, und es sei ihr schleierhaft, m it w elchem G esicht das Land sich der Europäischen U nion anzuschliessen gedenke. c) U m die geltend gem achten psychischen Leiden und deren Behandlung in der Schw eiz zu dokum entieren, reichte der Beschw erdeführer zw ei Berichte von D r. m ed. H ._______, Facharzt FM H für Psychiatrie und Psychotherapie, vom 4. August 2004 und 4. D ezem ber 2004 beim BFF ein. D ie Beschw erdeführerin legte ihrerseits einen Bericht desselben Arztes vom 4. D ezem ber 2004 zur Prüfung vor. B. M it Verfügung vom 25. Januar 2005 stellte das BFM m it Bezug auf säm tliche Be- schw erdeführer das N ichterfüllen der Flüchtlingseigenschaft fest, lehnte die Asyl- gesuche ab und ordnete die W egw eisung aus der Schw eiz sow ie deren Vollzug an. Als Begründung für die N ichtzuerkennung der Flüchtlingseigenschaft führte es zusam m enfassend aus, die Vorbringen der Beschw erdeführer könnten sow ohl hin- sichtlich der R eiseschilderungen als auch in bezug auf die vom Beschw erdeführer angeblich erlebten Verfolgungsm assnahm en seitens der türkischen Behörden nicht geglaubt w erden. W as die zusätzlich geltend gem achten, zeitlich w eiter zu- rückliegenden Behelligungen durch die türkischen Behörden w ie insbesondere die R epressalien als Folge der Beziehungen ihrer Verw andten zur PKK betreffe (H ausdurchsuchungen und Polizeivisiten in [...] und [...]), so stellten diese von ihrer Art und Intensität her gem äss ständiger Praxis keine ernsthaften N achteile im Sinne des Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 (AsylG , SR 142.31) dar. C . M it Beschw erde vom 25. Februar 2005 liessen die Beschw erdeführer die Verfü- gung des BFM vom 25. Januar 2005 bei der dam als zuständigen Schw eizerischen Asylrekurskom m ission (AR K) anfechten. Als hauptsächliches Begehren brachten 6 sie ein, es sei die angefochtene Verfügung aufzuheben, eine nochm alige Prüfung der Asylgründe vorzunehm en und ihnen Asyl zu gew ähren. Im Eventualpunkt be- antragten sie, es sei im Falle eines zw eiten negativen Entscheids die Zum utbarkeit und Zulässigkeit der W egw eisung gründlich zu prüfen, dabei deren Fehlen festzu- stellen und ihnen in der Folge die vorläufige Aufnahm e zu gew ähren. In prozes- sualer H insicht sei ihnen zudem die kostenlose Prozessführung zu gew ähren und auf jeden Fall auf den Kostenvorschuss zu verzichten. Zur U nterstützung ihrer Vorbringen gaben die Beschw erdeführer zusam m en m it der R echtsm ittelschrift unter anderem einen Auszug aus der M onatszeitschrift „(...)“ (Ausgabe von Januar 1993), ein Ü berw eisungsschreiben der vom Be- schw erdeführer konsultierten Allgem einärztin D r. m ed. I._______ an D r. m ed. H ._______ vom 31. M ärz 2003 einschliesslich eines seinerzeit diesem Ü berw ei- sungsschreiben beiliegenden, den Beschw erdeführer betreffenden Berichts von D r. m ed. J._______, Spezialarzt FM H für N eurologie, vom 27. M ärz 2003 zuhanden der besagten D r. m ed. I._______, eine Liste m it G eschw istern der Beschw erdeführerin und anderen aus deren H eim atdorf (...) (kurd. [...], Kreis [...], Provinz [...]) stam m enden Personen, einen Zeitschriftenartikel über den Bruder der Beschw erdeführerin, K._______, sow ie einen Situationsplan von (...) zu den Akten. Auf dieses Beism aterial und die Begründung der Beschw erdebegehren w ird, sow eit für das U rteil von Belang, in den nachfolgenden Erw ägungen einge- gangen. D . M it Zw ischenverfügung vom 10. M ärz 2005 bestätigte der zuständige Instruktions- richter der AR K die Berechtigung der Beschw erdeführer zur Anw esenheit in der Schw eiz w ährend der H ängigkeit des Verfahrens und ordnete die Ü berw eisung der Akten an das BFM zur Vernehm lassung an. G leichzeitig hiess er das G esuch um G ew ährung der unentgeltlichen R echtspflege im Sinne von Art. 65 Abs. 1 des Bun- desgesetzes vom 20. D ezem ber 1968 über das Verw altungsverfahren (Vw VG , SR 172.021) gut, w ährenddem er dasjenige um Beigabe eines am tlichen Anw alts (Art. 65 Abs. 2 Vw VG ) m angels sachlicher N otw endigkeit einer R echtsverbeistän- dung abw ies. E. In seiner Vernehm lassung vom 8. April 2005 beantragte das BFM die Abw eisung der Beschw erde, im W esentlichen m it der Begründung, die eingereichten Arztbe- richte und die daraus gezogenen Schlussfolgerungen in der Beschw erde seien nicht geeignet, die zentralen Asylvorbringen als glaubhaft erscheinen zu lassen. F. D ie Beschw erdeführer reichten am 28. April 2005 innert gew ährter Frist ihre R eplik auf die vorinstanzliche Vernehm lassung ein. D arin hielten sie m it N achdruck an den Ausführungen in der Beschw erdeschrift fest und w iederholten ihren haupt- sächlichen Antrag auf G ew ährung des Asyls. G . M it Folgeeingabe vom 23. M ai 2006 orientierten die Beschw erdeführer im W e-7 sentlichen darüber, dass ihre Schw ester beziehungsw eise Schw ägerin F._______ und ihre gem einsam e C ousine G ._______ ihrerseits in der Schw eiz w eilten und hier am 9. Februar 2006 beziehungsw eise am 7. M ai 2006 um Asyl ersucht hätten. Als w eitere Bew eism ittel legten die Beschw erdeführer sodann zw ei Internetaus- drucke („D er Standard“ vom [...], „Yeni Ö zgür Politika“ vom [...] m it Ü bersetzug ins D eutsche) m it einer Berichterstattung über eine G rossoffensive der türkischen Sicherheitskräfte im Kurdengebiet im Zeitraum M ärz/April 2006 ins R echt. D as B undesverw altungsgericht zieht in Erw ägung: 1. 1.1 G em äss Art. 31 des Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesverw al- tungsgericht (Verw altungsgerichtsgesetz, VG G , SR 173.32) beurteilt das Bundes- verw altungsgericht Beschw erden gegen Verfügungen nach Art. 5 des Bundesge- setzes vom 20. D ezem ber 1968 über das Verw altungsverfahren (Vw VG , SR 172.021), sofern keine Ausnahm e nach Art. 32 VG G vorliegt. Als Vorinstanzen gelten die in Art. 33 und 34 VG G genannten Behörden. D azu gehören Verfügun- gen des BFM , w elche gestützt auf das AsylG erlassen w urden; das Bundesverw al- tungsgericht entscheidet in diesem Bereich endgültig (Art. 105 AsylG ; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht [Bundesgerichtsgesetz, BG G , SR 173.110]). Im R ahm en dieser Zuständigkeit hat das Bundesverw altungsgericht die Beurteilung der am 31. D ezem ber 2006 bei der AR K beziehungsw eise beim Beschw erdedienst des Eidgenössischen Justiz- und Polizeidepartem ents (EJPD ) hängigen R echtsm ittel übernom m en (Art. 53 Abs. 2 VG G ). 1.2 M it Beschw erde kann die Verletzung von Bundesrecht, einschliesslich M issbrauch und Ü berschreitung des Erm essens, die unrichtige oder unvollständige Feststel- lung des rechtserheblichen Sachverhalts und die U nangem essenheit gerügt w er- den (Art. 106 Abs. 1 AsylG ). 2. 2.1 D ie Beschw erdeführer haben am Verfahren vor dem Bundesam t teilgenom m en, sind durch die angefochtene Verfügung besonders berührt und haben ein schutz- w ürdiges Interesse an deren Aufhebung beziehungsw eise Änderung. D am it sind sie zur Einreichung der Beschw erde legitim iert (Art. 6 AsylG i.V.m . Art. 48 Abs. 1 Vw VG ). 2.2 D ie Beschw erde w urde von ihnen innert der gesetzlichen Frist von 30 Tagen in gültiger Form eingereicht (Art. 6 AsylG i.V.m . Art. 50 und 52 Vw VG ). D em zufolge ist auf diese einzutreten. 3.8 3.1 D ie Schw eiz gew ährt Flüchtlingen unter Vorbehalt von Ausschlussgründen auf G esuch hin Asyl (vgl. Art. 2 Abs. 1 und Art. 49 AsylG ). W er um Asyl nachsucht, m uss die Flüchtlingseigenschaft nachw eisen oder zum indest glaubhaft m achen (Art. 7 Abs. 1 AsylG ). D ie Flüchtlingseigenschaft erfüllen Personen, w elche in ih- rem H eim atstaat oder im Land, w o sie zuletzt w ohnten, w egen ihrer R asse, R eli- gion, N ationalität, Zugehörigkeit zu einer bestim m ten sozialen G ruppe oder w egen ihrer politischen Anschauungen ernsthaften N achteilen ausgesetzt sind oder begründete Furcht haben, solchen N achteilen ausgesetzt zu w erden. Als ernsthaf- te N achteile gelten nam entlich die G efährdung von Leib, Leben oder Freiheit sow ie M assnahm en, die einen unerträglichen psychischen D ruck bew irken; den frauen- spezifischen Fluchtgründen ist R echnung zu tragen (Art. 3 AsylG ). 3.2 D ie im G esetz so definierte Flüchtlingseigenschaft erfüllt eine asylsuchende Per- son nach Lehre und R echtsprechung dann, w enn sie N achteile von bestim m ter In- tensität erlitten hat beziehungsw eise m it beachtlicher W ahrscheinlichkeit und in absehbarer Zukunft begründeterw eise befürchten m uss, w elche ihr gezielt und auf- grund bestim m ter Verfolgungsm otive durch O rgane des H eim atstaates oder durch nichtstaatliche Akteure zugefügt w orden sind beziehungsw eise zugefügt zu w er- den drohen (vgl. Entscheidungen und M itteilungen der Schw eizerischen Asylre- kurskom m ission [EM AR K ] 2006 N r. 18 E. 7 und 8 S. 190 ff., 2005 N r. 21 E. 7 S. 193). Aufgrund der Subsidiarität des flüchtlingsrechtlichen Schutzes setzt die Zuerkennung der Flüchtlingseigenschaft ausserdem voraus, dass die betroffene Person in ihrem H eim atland keinen ausreichenden Schutz finden kann (vgl. EM AR K 2005 N r. 21 E. 7 S. 193). 3.3 G laubhaft sind die Vorbringen eines Asylsuchenden grundsätzlich dann, w enn sie genügend substanziiert, in sich schlüssig und plausibel sind; sie dürfen sich nicht in vagen Schilderungen erschöpfen, in w esentlichen Punkten nicht w idersprüchlich sein oder der inneren Logik entbehren und auch nicht den Tatsachen oder der allgem einen Erfahrung w idersprechen. D arüber hinaus m uss die gesuchstellende Person persönlich glaubw ürdig erscheinen, w as insbesondere dann nicht der Fall ist, w enn sie ihre Vorbringen auf gefälschte oder verfälschte Bew eism ittel abstützt, aber auch dann, w enn sie w ichtige Tatsachen unterdrückt oder bew usst falsch dar- stellt, im Laufe des Verfahrens Vorbringen ausw echselt, steigert oder unbegründet nachschiebt, m angelndes Interesse am Verfahren zeigt oder die nötige M itw irkung verw eigert. G laubhaftm achung bedeutet ferner – im G egensatz zum strikten Be- w eis – ein reduziertes Bew eism ass und lässt durchaus R aum für gew isse Einw än- de und Zw eifel an den Vorbringen des G esuchstellers. Entscheidend ist, ob im R ahm en einer G esam tw ürdigung die G ründe, die für die R ichtigkeit der Sachver- haltsdarstellung des Asylsuchenden sprechen, überw iegen oder nicht. D abei ist auf eine objektivierte Sichtw eise abzustellen (vgl. Art. 7 Abs. 2 und 3 AsylG ; EM AR K 2005 N r. 7 E. 6 S. 64 ff., N r. 21 E. 6.1. S. 190 f., 1996 N r. 27 E. 3c.aa S. 263 f., N r. 28 E. 3a S. 270). 4. 4.1 Vorliegend erachtete das Bundesam t die Voraussetzungen der G laubhaftm achung nach Art. 7 AsylG als nicht gegeben, insow eit zur Begründung der Asylgesuche geltend gem acht w urde, der Beschw erdeführer sei vor der Ausreise in (...) auf 9 einem Polizeiposten gefoltert und unter D rohungen zur künftigen Zusam m enarbeit m it den Behörden gezw ungen w orden. D ie vom Beschw erdeführer gelieferte Er- klärung für die Polizeiaktion, w onach den Behörden die Besuche im G efängnis von (...) m issfallen hätten und m öglicherw eise das H inausschleusen von D okum enten der beiden Insassinnen bem erkt w orden sei, sei – so die Einschätzung des Bundesam ts in der Entscheidbegründung – nicht stichhaltig. G enerell seien in der Türkei G efangenenbesuche gem äss den bestehenden Vorschriften legitim und für die Besucher m it keinen w eiteren N achteilen verbunden. Falls etw as Besonderes vorgelegen hätte, w äre es für die Polizei naheliegender gew esen, in (...) oder (...) und nicht im R ahm en einer aufw ändigen Aktion in (...) gegen den Beschw erdefüh- rer vorzugehen. D ieser sei im Ü brigen nicht politisch aktiv gew esen und habe dem nach auch nicht in einschlägigen Kreisen verkehrt, w eshalb die angebliche N ötigung zur Zusam m enarbeit realitätsfrem d anm ute. Sodann habe der Beschw er- deführer in der Em pfangsstellenbefragung nichts davon erzählt, dass er auf dem Polizeiposten in (...) m assiv m alträtiert und bedroht w orden sei. D ies sei insofern erstaunlich, als er in der kantonalen Anhörung gerade die Vorfälle auf dem Posten als zentral für seinen Ausreiseentscheid dargestellt habe. W eiter habe er in der Em pfangsstelle im G egensatz zu den beiden späteren Befragungen auch nicht erw ähnt, dass w ährend seines 15-tägigen Aufenthalts bei seiner M utter zw eim al Polizisten aufgekreuzt seien und nach ihm gesucht hätten. D ieses Versäum nis w irke befrem dlich, zum al es Vorkom m nisse betreffe, bei denen es sich um zentrale Elem ente der angeblichen Verfolgungssituation handle. H inzu kom m e, dass der Beschw erdeführer in den verschiedenen Befragungen dieselben Ereignisse m it- unter w idersprüchlich geschildert habe. W idersprüche fänden sich insbesondere in seinen Angaben zu den U m ständen der Benachrichtigung seiner Ehefrau über die Vorfälle in (...), zur Benutzung eines Stadtbusses auf dem W eg zu seiner M utter und zu seinen angeblichen Schw ierigkeiten m it den Behörden in früheren Zeiten. Zahlreiche W idersprüche und andere U ngereim theiten seien schliesslich auch in den Erklärungen der beiden Beschw erdeführer zum Verbleib ihrer Ausw eisdoku- m ente und zu den R eiseum ständen enthalten. Insgesam t sei dem nach festzuhal- ten, dass die Vorbringen der Beschw erdeführer sow ohl hinsichtlich der R eiseum - stände als auch in Bezug auf die vom Beschw erdeführer angeblich erlebten Ver- folgungsm assnahm en seitens der türkischen Behörden nicht geglaubt w erden könnten. W as die eingereichten Arztberichte betreffe, so seien diese nicht geeig- net, eine W egw eisung der Beschw erdeführer in ihre H eim at als unzum utbar er- scheinen zu lassen. D aran ändere nichts, dass den Beschw erdeführern in den Be- richten je eine posttraum atische Belastungsstörung (PTBS) m it den dam it verbun- denen Beschw erden attestiert w erde. Bei dieser D iagnose und seiner w eiteren Be- urteilung gehe der untersuchende Arzt davon aus, dass sich die von den Be- schw erdeführern behaupteten Vorkom m nisse tatsächlich zugetragen haben. Indes falle die Prüfung des Sachverhalts im Asylverfahren zu U ngunsten der Beschw er- deführer (m angelnde G laubw ürdigkeit) aus. D em Arztbericht liege dem nach eine irrtüm liche Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts zu G runde. D ass die bei beiden Beschw erdeführern diagnostizierte PTBS auf asylrelevante Behelligun- gen zurückzuführen sei, sei deshalb auszuschliessen. 4.2 In der Beschw erde w ird diesen Argum enten im Kern entgegengehalten, das BFM habe trotz deutlicher H inw eise auf m assive Folter gegen den Beschw erdeführer 10 die betreffenden Vorbringen als unglaubhaft erachtet, w as einer unrichtigen oder unvollständigen Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts gleichkom m e. D as BFM habe aufgrund der Arztzeugnisse die psychischen Problem e der Be- schw erdeführer zw ar als solche geglaubt, nicht jedoch w ahrhaben w ollen, dass diese durch politische Verfolgung verursacht w orden seien. Selbstverständlich sei es aber absolut w ichtig, die U rsache der schw eren psychischen Traum atisierung der Beschw erdeführer festzustellen, w eil diese näm lich für die Asylrelevanz aus- schlaggebend sei. Im Zentrum der Beurteilung der G laubhaftigkeit stehe die Frage, w arum der tüchtige und lange Jahre als Teppichhändler selbständig erw erbstätige Beschw erdeführer plötzlich derm assen "kaputt" sein sollte, w enn nicht w egen die- ser Foltererfahrungen. N un sei es leider so, dass Folter in den m eisten Fällen nicht w irklich nachgew iesen w erden könne und m an sich m it einer W ahrscheinlichkeits- rechnung begnügen m üsse. Vorliegend sei die Aktenlage derart, dass m it hoher W ahrscheinlichkeit davon auszugehen sei, der Beschw erdeführer habe die von ihm behaupteten Torturen tatsächlich über sich ergehen lassen m üssen. Zunächst hätten bei säm tlichen Ärzten, von denen Zeugnisse zu den Akten gegeben w orden seien, absolut keine Zw eifel an den U rsachen der Schm erzen und der Verhaltens- w eisen des Beschw erdeführers bestanden. Aufgrund der psychischen Folgen der im O ktober 2002 erlittenen Folter m üsse sodann geschlossen w erden, dass der Beschw erdeführer in der ersten Befragung vom 7. Januar 2003 in der Em pfangs- stelle nicht w irklich über seine Erlebnisse habe berichten können. Am 24. Januar 2003 habe er die erste von drei oder vier Sitzungen bei D r. m ed. I._______ absolviert, bevor er dann am 26. M ärz 2003 durch den N eurologen D r. m ed. J._______ konsiliarisch untersucht w orden sei. Aufgrund der Beobachtungen von D r. m ed. J._______ habe am 31. M ärz 2003 seine Behandlung beim Psychiatrie- arzt D r. m ed. H ._______ begonnen. D ass er in der kantonalen Anhörung das in (...) Erlebte ausführlich, differenziert und w iderspruchsfrei geschildert habe, sei vom BFM nicht gebührend gew ürdigt w orden. D ie W idersprüche in seinen Aussagen seien w eniger gravierend als vom BFM dargestellt, sow eit sie überhaupt bestünden und es sich nicht vielm ehr um U nterschiede handle, die m it dem durch die Ü bersetzung und Protokollierung zw angsläufig entstehenden Präzisionsverlust erklärt w erden könnten. Zuw enig Beachtung habe das BFM sodann der Tatsache geschenkt, dass beide Beschw erdeführer politisch stark engagierten Fam ilien angehörten, w elche traditionell im Fokus der türkischen Sicherheitskräfte stünden. W egen seiner regelm ässigen Besuche im G efängnis von (...) sei der Beschw erde- führer in den Augen der Behörden als Zielperson prädestiniert gew esen, um in Erfahrung zu bringen, w elche Aussenkontakte die beiden zur Fam ilie gehörenden Insassinnen gepflegt hätten. 5. N ach Prüfung säm tlicher Akten gelangt das Bundesverw altungsgericht zum Schluss, dass die Vorinstanz die Angaben der Beschw erdeführer zur Entführung des Beschw erdeführers am 16. O ktober 2002 durch die Zivilpolizei in (...) und zu der w ährend des rund 10-stündigen Aufenthaltes auf dem Posten erlittenen Folter zu U nrecht als unglaubhaft beurteilt hat, indem sie einerseits eine unrichtige Sachverhaltsfeststellung durch M issdeutung einzelner Stellen in den Protokollen begangen und andererseits durch einseitige G ew ichtung der (verm eintlichen) U n- glaubhaftigkeitsindizien die allgem eine R egel von Art. 7 AsylG , so w ie sie unter 11 Erw ägung 3.3. hiervor erläutert w orden ist, zu restriktiv angew andt hat. D ies aus den folgenden G ründen: 5.1 An der Argum entation des BFM ist in erster Linie zu beanstanden, dass darin die in den Arztberichten (vgl. Bst. A.c hiervor) bei beiden Beschw erdeführern gestellte D iagnose einer PTBS bei der Beurteilung der G laubhaftigkeit der Asylgründe kei- nerlei Berücksichtigung findet. So erw ähnt das BFM die in den Arztberichten be- stätigten psychischen Problem e der Beschw erdeführer in seinen Ausführungen zur Flüchtlingseigenschaft beziehungsw eise deren G laubhaftm achung (vgl. Verfügung vom 25. Januar 2005, E. I S. 2 ff.) m it keinem W ort. Erst in den Erw ägungen zur Zum utbarkeit des W egw eisungsvollzugs (a.a.O ., E. II.2. S. 6) them atisiert es die- se, indem es festhält, die Prüfung des Sachverhalts falle "im Asylverfahren" zu U n- gunsten der Beschw erdeführer aus (m angelnde G laubw ürdigkeit), w eshalb dem Arztbericht eine irrtüm liche Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts zu G runde liege und auszuschliessen sei, dass die diagnostizierten PTBS auf asylre- levante Behelligungen zurückzuführen seien. Eine G esam tbeurteilung aller dafür und dagegen sprechenden Elem ente, w ie sie bei der Anw endung des Bew eism as- ses der G laubhaftigkeit vorzunehm en ist (vgl. E. 3.2 hiervor), hätte jedoch zw in- gend erfordert, dass die in die Protokolle aufgenom m enen Aussagen - vornew eg diejenigen des Beschw erdeführers anlässlich der w enige Tage nach der Einreise durchgeführten Em pfangsstellenbefragung - unter M itberücksichtigung der psychi- schen Verfassung der Beschw erdeführer gew ürdigt w orden w ären. Aus w issen- schaftlicher Sicht ist es näm lich unbestritten, dass die PTBS Sym ptom e beinhaltet, die m it Beeinträchtigungen von G edächtnisleistungen, Erinnerungsfunktionen und Konzentrationsverm ögen verbunden sind und das Aussageverhalten der betroffe- nen Person entsprechend beeinflussen. Schw er traum atisierte M enschen sind deshalb m ehrheitlich nicht in der Lage, präzise, vollständige und w iderspruchsfreie Angaben zu den erlittenen M isshandlungen zu m achen (vgl. EM AR K 2005 N r. 21 E. 6.2.3. S. 191 f., 2003 N r. 17 E. 4b S. 105 ff. m it H inw eisen). Aus der Entscheid- begründung des BFM geht jedoch in keiner W eise hervor, dass die Feststellungen in den Arztberichten bereits im Stadium der "Prüfung des Sachverhalts im Asylver- fahren" (vgl. oben) gegen die aufgezählten U nglaubhaftigkeitsm erkm ale abgew o- gen beziehungsw eise überhaupt berücksichtigt w orden sind. D ass die PTBS- D iagnosen erst im Anschluss an die Begründung der U nglaubhaftigkeit der Asyl- vorbringen Erw ähnung finden und aus den vorausgegangenen Entscheidgründen eine irrtüm liche Sachverhaltsfeststellung durch die Ärzte abgeleitet w ird, geht selbstredend nicht an. Insbesondere im Falle des Beschw erdeführers w äre eine M itberücksichtigung der PTBS-D iagnose bei der Einschätzung der Plausibilität seiner Asylbegründung gerade auch deshalb angezeigt gew esen, w eil sich gleich- zeitig in den Akten - w ie noch darzulegen sein w ird - verschiedene Anhaltspunkte für eine effektive, von den behaupteten Erlebnissen am 16. O ktober 2002 her- rührende Beeinträchtigung seiner Psyche feststellen lassen. 5.2 Als H inw eis auf einen realen H intergrund zu deuten ist zunächst die w iederholte Beschreibung eigener psychischer Vorgänge, w ie sie der Beschw erdeführer na- m entlich in der kantonalen Anhörung gab. So liess er sich etw a - ohne speziell da- zu aufgefordert w orden zu sein - m it den W orten vernehm en, er habe derart Angst gehabt, dass er das G efühl gehabt habe, sein G ehirn w ürde sich nicht am gleichen O rt stillhalten (vgl. A14/33, S. 16). Eine solcherm assen spezifische, eigentüm liche 12 Beschreibung einer Befindlichkeit im M om ent des Erlebnisses ist als gew ichtiges Indiz für einen realen H intergrund zu w erten. G leiches gilt für diverse andere G efühlsbeschreibungen des Beschw erdeführers, etw a für seine - von W einen be- gleitete - Schilderung, gem äss w elcher er bei der zw eiten Polizeivisite im H aus seiner M utter erneut in seinem Kopf gespürt habe, dass er aus m assiver Angst das G eschehene nicht w ahrnehm en könne, sich in eine Ecke verkrochen und den Tod vor Augen gesehen habe (vgl. A14/33, S. 20). W enig später gab er zu Protokoll, er habe vor Angst nicht an ein Fenster herantreten können (vgl. A14/33, S. 21) und sich w ährend seines Aufenthalts bei der Tante seiner Frau m ittlerw eile sogar vor kleinen Kindern gefürchtet, w eil er geglaubt habe, diese könnten ihn verraten (vgl. A14/33, S. 23). D ie persönliche Färbung in diesen Angaben, verbunden m it den erw ähnten spontanen G efühlsregungen, ist als H inw eis auf ein Erzählen realer Vorgänge zu w erten. D ie W ahrscheinlichkeit, derartigen Beschreibungen lägen tatsächliche Erlebnisse zu G runde, ist nach Einschätzung des G erichts ungleich höher einzustufen als diejenige einer blossen Inszenierung, w ozu nicht im G egen- satz steht, dass die M öglichkeit einer Sim ulation kaum jem als restlos auszu- schliessen ist. G anz allgem ein ist bei einer G esam tbetrachtung der Befragungsprotokolle aufsei- ten des Beschw erdeführers eine Tendenz zum - ebenso natürlichen w ie beiläufi- gen - Erw ähnen von Einzelheiten festzustellen. Ein solches M uster ist bei einstu- dierten oder spontan erfundenen G eschichten, w o derartige D etails ausgeklam - m ert oder erst unter dem D ruck des N achfragens them atisiert zu w erden pflegen, nicht zu beobachten. D er Beschw erdeführer brachte dagegen w iederholt kardinale Punkte in seinen Vorbringen aus dem Kontext heraus zur Sprache, ohne speziell dazu aufgefordert w erden zu m üssen. Auf diese W eise verm ochte er insgesam t ei- ne klare Vorstellung vom Erlebten zu verm itteln. Im Einzelnen zeigte sich dies et- w a in der kantonalen Anhörung, als er in seiner Antw ort auf die Frage, ob m an ihm die Augenbinden inner- oder ausserhalb des G ebäudes w ieder abgenom m en ha- be, auch gleich klarstellte, dass die Polizisten ihm in diesem M om ent befohlen hät- ten, er solle sich w ieder anziehen (vgl. A14/33, S. 19). G leich im Anschluss daran zeigte er dieses Verhalten erneut, indem er - passend zur Befragungssituation und zu seinen W ahrnehm ungsm öglichkeiten im Zeitpunkt des geschilderten Ereignis- ses - aus eigener Initiative den N am en des Polizeipostens erw ähnte, noch bevor er danach gefragt w erden m usste (vgl. A14/33, S. 19). In dieser H insicht auf- schlussreich w ar sodann seine sofortige R ichtigstellung, w onach nicht eines, son- dern zw ei Autos herangefahren gekom m en seien (vgl. A14/33, S. 13). D as R eflexartige und die Selbstverständlichkeit dieser Korrektur sow ie deren Ü berein- stim m ung m it der ursprünglichen Aussage (vgl. A14/33, S. 9) lassen beim Be- schw erdeführer eine jederzeit klare R eferenzvorstellung erkennen, w ie sie in der R egel nur aus tatsächlichen Sinnesw ahrnehm ungen gebildet w erden kann. N icht das nötige G ew icht m isst das BFM der plausiblen Art und W eise bei, in der die psychischen Problem e von den Beschw erdeführern ins Verfahren eingebracht w urden. Bereits in der Em pfangsstellenbefragung erklärte der Beschw erdeführer, seine Ehefrau habe aus den w iederholten R epressalien gesundheitliche Schäden davon getragen (vgl. A2/9, S. 5). G leichzeitig hielt er in Bezug auf seine Person fest beziehungsw eise deutete zum indest an, dass bei seiner Festnahm e G ew alt-13 anw endung im G enitalbereich im Spiel w ar (vgl. A2/9, S. 5). Vor allem aber kam er in der kantonalen Anhörung im m er w ieder auf seine extrem en Angstzustände und den dam it verbundenen R ealitätsverlust zu sprechen (vgl. oben). In der Ergän- zungsbefragung durch das Bundesam t erw ähnte er sodann w iederkehrende D e- pressionen und nächtliche Albträum e (vgl. A19/11, S. 7) und gab zu verstehen, dass er in den acht Stunden, in denen er auf der R eise in die Schw eiz ohne Kon- takt zu seiner Ehefrau und zu seinen Kindern gew esen sei, in der Vorstellung ge- lebt habe, er befände sich unterw egs an einen O rt, w o m an ihn um bringen w erde (vgl. A19/11, S. 3 i.V.m . A14/33, S. 23). N ach der Einreise in die Schw eiz w andte sich der Beschw erdeführer unverzüglich an eine Allgem einärztin (vgl. A14/33, S. 20), w elche ihn zunächst zur Abklärung der gezeigten psychischen und psycho- vegetativen Sym ptom e an einen N eurologen verw ies. Auf Veranlassung der Allge- m einärztin w urde schliesslich m it Beginn am 31. M ärz 2003 die am bulante Be- handlung durch den Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, D r. m ed. H ._______, in die W ege geleitet. Angesichts dieser Abfolge erscheint es durchaus glaubhaft, dass der Beschw erdeführer w eniger in der Absicht, baldm öglichst ein Arztzeugnis zum Beleg seiner Vorbringen zu erhalten, als vielm ehr aus echtem Leidensdruck m edizinische H ilfe in Anspruch nahm (vgl. R eplik vom 28. April 2005, S. 2). D ie Beschw erdeführerin ihrerseits begab sich am 5. M ai 2004 auf Zu- w eisung eines Allgem einarztes bei dem selben Facharzt in eine am bulante psy- chiatrisch-psychotherapeutische Behandlung, in deren Verlauf eine sehr schw ieri- ge psychosoziale Lage als Folge der "sehr schw eren Erkrankung des Ehem annes" konstatiert w urde (Bericht von D r. m ed. H ._______ vom 4. D ezem ber 2004). M it Eingabe vom 11. August 2004 w urde sodann ein Bericht von D r. m ed. H ._______ vom 4. August 2004 betreffend den Beschw erdeführer zu den Akten gereicht. N ach der diesbezüglichen Aufforderung anlässlich der Ergänzungsbefragung vom 26. N ovem ber 2004 (vgl. A19/11, S. 9; A18/11, S. 2) liessen die Beschw erdeführer am 8. D ezem ber 2004 je einen vom 4. D ezem ber 2004 datierenden Bericht von D r. m ed. H ._______ nachreichen, bevor das BFM dann am 25. Januar 2005 seine Verfügung erliess. Es liegt dem nach insow eit eine Entw icklung der D inge vor, die zum indest nicht dagegen spricht, dass die bei den Beschw erdeführern diagnosti- zierte und vom BFM als solche nicht in Zw eifel gezogene PTBS tatsächlich auf die behaupteten U rsachen zurückzuführen ist. Entgegen der Auffassung des BFM (vgl. Vernehm lassung vom 8. April 2005, S. 2) kann es den Beschw erdeführern nicht als H inw eis auf die fehlende Ernsthaftigkeit ihrer Erkrankung ausgelegt w er- den, w enn sie diese erst eine gew isse Zeit nach Behandlungsbeginn m it Arztbe- richten dokum entiert haben. 5.3 Im Vergleich dazu w eisen die vom BFM aufgeführten U nglaubhaftigkeitsm erkm ale eine geringere Tragw eite auf. Sow eit das BFM dem Beschw erdeführer das Ver- schw eigen von zentralen Punkten seiner angeblichen Verfolgungssituation in der Em pfangsstelle vorhält, ist vorab auf das erw ähnte, w issenschaftlich anerkannte Phänom en hinzuw eisen, w onach Traum atisierungen das Aussageverhalten der betroffenen Personen beeinflussen können und diese aufgrund ihrer psychischen Erkrankungen die Anforderungen, die das Asylverfahren an sie stellt, nur einge- schränkt erfüllen können (vgl. EM AR K 2003 N r. 17 E. 4b S. 106). N achdem der Beschw erdeführer kurze Zeit nach der Einreise in die Schw eiz psychotherapeuti- sche H ilfe in Anspruch nahm und der behandelnde Facharzt bei ihm eine PTBS 14 diagnostizierte, sprechen stichhaltige Anhaltspunkte dafür, dass er im Asylverfah- ren nicht oder zum indest nicht von Beginn w eg über die volle Kapazität verfügte, über seine belastenden Erfahrungen zu sprechen. Zu vergegenw ärtigen ist dabei auch der U m stand, dass der Beschw erdeführer gem äss seinen - plausibel w irken- den - Angaben noch auf der R eise in die Schw eiz konkrete Todesängste ausge- standen hatte (vgl. A19/11, S. 3 i.V.m . A14/33, S. 23). Anlässlich der U ntersu- chung durch D r. m ed. J._______ am 26. M ärz 2003 löste die Aufforderung, sich auszuziehen, bei ihm eine "panische Angst vor Folterung" aus (vgl. Schreiben von D r. m ed. J._______ vom 27. M ärz 2003 an D r. m ed. I._______). G erade in dieser spontanen, durch die Aufforderung zur körperlichen Entblössung ausgelösten R eaktion ist ein starker H inw eis darauf zu erblicken, dass der Beschw erdeführer die von ihm behaupteten M isshandlungen w ährend eines Postenaufenthaltes am 16. O ktober 2002 tatsächlich erlitten hat. So reagieren Traum atisierte, die sonst scheinbar norm al zurecht kom m en, gerade dann besonders vulnerabel, w enn sie erneuten Belastungssituationen oder R eizen ausgesetzt w erden, die m it dem ursprünglichen Them a assoziativ verknüpft sind (vgl. AN G ELIKA BIR C K, Zur Erfüllbar- keit der Anforderungen der Asylanhörung für traum atisierte Flüchtlinge aus psychologischer Sicht, ZAR 1/2002, S. 29; JÜ R G H AEFLIG ER , D ie Posttraum atische Belastungsstörung, Eine H erausforderung für die interdisziplinäre Zusam m en- arbeit, in Ars M edici 13/95, S. 927). U nter diesen U m ständen konnte vom Be- schw erdeführer entgegen der Sichtw eise des BFM nicht w ie von einer unversehr- ten Person verlangt w erden, dass er nach dem Eintreffen in der Schw eiz geordnet und frei von Angst und H em m ungen über seine schw erw iegenden Erlebnisse berichten können w ürde. D em entsprechend kann nicht leichtfertig gegen die G laubw ürdigkeit des Beschw erdeführers eingew endet w erden, dass er in der sum m arischen Befragung in der Em pfangsstelle nicht im Einzelnen erzählte, w as ihm w ährend des Postenaufenthalts angetan w urde. Bezeichnenderw eise fiel es ihm auch in der kantonalen Anhörung offensichtlich schw er, die betreffenden Erlebnisse zu verbalisieren (vgl. 14/33, S. 10: "Ich schäm e m ich derart, solches zu erzählen..."). Ebenso ist es nicht als unauflöslicher W iderspruch zu w erten, dass der Beschw erdeführer in der Em pfangsstelle nicht auf die beiden Polizeivisiten w ährend seines 15-tägigen Aufenthalts bei der M utter zu sprechen kam . H ierbei gilt es zu beachten, dass der Beschw erdeführer in der kantonalen Anhörung just in dem M om ent zu w einen begann, als er aufgefordert w ar zu erzählen, w as die Polizei beim ersten Besuch w ollte (vgl. A14/33, S. 20). Sow ohl im Zusam m enhang m it der ersten als auch m it der zw eiten Polizeivisite gab er zu verstehen, dass er dam als den "Tod vor Augen gesehen" (vgl. A14/33, S. 20) beziehungsw eise "hautnah gespürt" habe (vgl. A14/33, S. 21). D em nach ist auch m it Bezug auf die beiden Polizeivisiten von einschneidenden Erlebnissen auszugehen, die m it m assiven Ängsten besetzt sind. D eren Schilderung dürfte dem Beschw erdeführer ein erhebliches M ass an Ü berw indung gekostet haben, so dass ihm nicht in der absoluten W eise, w ie es das BFM praktiziert, entgegengehalten w erden kann, darüber nicht bereits bei erster G elegenheit berichtet zu haben. Vielm ehr sind dem Beschw erdeführer plausible G ründe (vgl. EM AR K 1993 N r. 3 E. 3 S. 14) zu attestieren, derentw egen von ihm nicht erw artet w erden durfte, dass er schon in der Em pfangsstelle auf die betreffenden Erlebnisse eingehen w ürde (vgl. M AR TIN LEO N H AR D T, Psychiatrische Begutachtung bei asyl- und ausländerrechtlichen Verfah- ren, in Psychiatrische Begutachtung, Ein H andbuch für Ärzte und Juristen, hgg. 15 von Klaus Koerster, M ünchen 4. A. 2004, S. 750). Zu R echt w ird sodann in der Beschw erde das Augenm erk auf den bloss sum m ari- schen C harakter der Befragung zum R eisew eg und zu den Ausreisegründen in der Em pfangsstelle und den beschränkten Bew eisw ert der dort protokollierten Aussa- gen für die Beurteilung der G laubhaftigkeit gerichtet (Art. 26 Abs. 2 zw eiter Satz AsylG , EM AR K 2004 N r. 34 E. 4.4 S. 243, N r. 30 E. 6.4.3. S. 213). Im vorliegen- den Fall kom m t der sum m arische C harakter der Em pfangsstellenbefragung etw a dort zum Tragen, w o das BFM argum entiert, auch die Beschw erdeführerin habe ihr Asylgesuch "nur" m ir der angeblich schw ierigen Situation in (...) und (...) begründet, nicht aber m it den angeblichen Vorkom m nissen, w elchen ihr Ehem ann kurz vor dem Verlassen des H eim atlandes ausgesetzt gew esen sei (vgl. Vernehm - lassung vom 8. April 2005, S. 2 oben). Bei einer Konsultation des Em pfangsstel- lenprotokolls der Beschw erdeführerin findet diese Sichtw eise keine Bestätigung. Zu R echt w ird diesbezüglich in der R eplik vom 28. April 2005 m oniert, der entspre- chende Vorw urf des BFM stim m e nicht. In der Tat beendete die Beschw erdefüh- rerin die ungesteuerte Schilderung der Ausreisegründe nicht etw a m it einem H in- w eis auf eigene Problem e, sondern m it dem Satz, w onach ihr "M ann keine Le- benssicherheit m ehr in der Türkei" gehabt habe und sie "deshalb das Land ver- lassen" hätten (vgl. A1/9, S. 5). D ieser Schlusssatz, auf den in den Vertiefungs- fragen nicht m ehr w eiter eingegangen w urde, kann bei objektiver Betrachtung sehr w ohl als ansatzw eises Erw ähnen (vgl. EM AR K 1993 N r. 3 E. 3 S. 13 unten) der Verfolgungsituation interpretiert w erden, in der sich der Beschw erdeführer unm it- telbar vor der Ausreise in Istanbul befand. D as BFM hat dem nach insow eit ein anfängliches Verschw eigen zentraler Asylgründe angenom m en, ohne dafür über eine G rundlage in den Akten zu verfügen, w as als Fehldeutung der Protokolle und dam it als unkorrekte Feststellung des Sachverhalts zu w erten ist. Zur H auptsache hat sich das BFM aber eine unkorrekte Anw endung der Bew eisre- gel von Art. 7 AsylG vorw erfen zu lassen. So geht es m it dem Begriff des G laub- haftm achens zu restriktiv um , w o es argum entiert, G efangenenbesuche seien in der Türkei gem äss den bestehenden Vorschriften legitim und m it keinen w eiteren N achteilen verbunden, angesichts der gem einsam abgehaltenen Besuche hätten sich die Verfolgungsm assnahm en genauso gut gegen die Beschw erdeführerin richten können, und auch eine Freilassung unter der Bedingung der künftigen Zu- sam m enarbeit m it den Behörden sei realitätsfrem d und unglaubhaft, w eil der Be- schw erdeführer nicht politisch aktiv gew esen sei und dem nach auch nicht in ein- schlägigen Kreisen verkehrt habe (Verfügung des BFM vom 25. Januar 2005, E. I1.a S. 3). Im letztgenannten Punkt verfängt die Argum entation des BFM schon deshalb nicht, w eil der Beschw erdeführer aus der O ptik der türkischen Sicherheits- behörden nicht w egen seines eigenen politischen Profils, sondern vielm ehr w egen seiner N ähe und regelm ässigen Kontakte zu den beiden inhaftierten und vor ihrer baldigen Entlassung stehenden Frauen als potenzieller Inform ant von W ert sein konnte (vgl. Beschw erde, S. 7). D er Beschw erdeführer liess denn auch unm issver- ständlich verlauten, dass die Polizisten ihm am Ende der Festhaltung auf dem Posten gesagt hätten, er w erde ab sofort für sie Inform ationen liefern und einholen und ihnen genau Bescheid darüber geben, w as die Frauen aus dem G efängnis he- raus erzählen w ürden (vgl. A14/33, S. 17). W as sodann die grundsätzliche Fol-16 genlosigkeit von G efangenenbesuchen in der Türkei betrifft, so fehlt es dem Argu- m ent des BFM insofern an Stichhaltigkeit, als im vorliegenden Fall die Besuche in kurzen zeitlichen Abständen erfolgten und Personen galten, die w egen U nterstüt- zung beziehungsw eise M itgliedschaft bei der PKK zu langjährigen H aftstrafen ver- urteilt w orden w aren. Auch im heutigen Zeitpunkt und nicht zuletzt vor dem H inter- grund der Lageentw icklung im N ordirak ist jedoch ungeachtet der R echtsreform en im H inblick auf eine M itgliedschaft der Türkei in der Europäischen U nion eine Ein- däm m ung der G efahr allfälliger R epressalien gegen Fam ilienangehörige von Akti- visten der PKK oder anderer als separatistisch eingestufter kurdischer G ruppierun- gen vorerst nicht abzusehen (vgl. die letzte Lageeinschätzung im U rteil der AR K vom 8. Septem ber 2005 i. S. M . K. S., EM AR K 2005 N r. 21 E. 10.2.3. S. 199 ff.). W o das BFM schliesslich erw ägt, die Verfolgung habe w egen der gem einsam ab- gestatteten G efangenenbesuche genauso gut der Beschw erdeführerin gelten kön- nen, bew egt es sich offensichtlich auf der Ebene von M utm assungen. U m die Vor- bringen der Beschw erdeführer in diesem Punkt als unglaubhaft erscheinen lassen zu können, hätte es jedoch seitens des BFM objektiv besser abgestützter Argu- m ente bedurft als blosser "G egenbehauptungen". Abgesehen davon ist den Akten zu entnehm en, dass die Beschw erdeführerin im Frühling 2002 zum letzten M al ins G efängnis nach (...) m itgegangen ist und danach nur noch der Beschw erdeführer die beiden Frauen besucht hat (vgl. A18/11, S. 5). G ew isse U nklarheiten bleiben dagegen bezüglich der U m stände der Kontaktierung der Beschw erdeführerin nach den Vorfällen vom 16. O ktober 2002, der Benutzung eines Stadtbusses in (...) durch den Beschw erdeführer und der auf der R eise in die Schw eiz verw endeten Papiere beziehungsw eise der im H eim atland ausgestellten R eisepässen bestehen. D iese U nklarheiten nehm en sich jedoch im Vergleich m it den aufgezeigten zahlreichen G laubhaftigkeitsindizien m arginal aus, w obei es zu bedenken gilt, dass bei der G laubhaftm achung - anders als beim Bew eis - lediglich eine überw iegende W ahrscheinlichkeit vorausgesetzt w ird und nicht alle Zw eifel ausgeräum t sein m üssen. Abgesehen davon ist, sow eit das BFM in den erw ähnten drei Punkten U ngereim theiten unter H inw eis auf Aussagen des Beschw erdeführers in den Em pfangsstelle aufzuzeigen versucht, grundsätzlich dem beschränkten Be- w eisw ert dieser Aussagen sow ie in besonderem M ass der desolaten psychischen Verfassung des Beschw erdeführers im dam aligen Zeitpunkt R echnung zu tragen. So erscheint es bei differenzierter Betrachtung durchaus vollstellbar, dass der Be- schw erdeführer unter dem Eindruck des traum atischen Erlebnisses vom 16. O ktober 2002 gar nicht in der Lage w ar, seine Ehefrau selbständig zu benach- richtigen beziehungsw eise eine aktive R olle beim Fassen des Ausreiseentschlus- ses zu übernehm en (vgl. A14/33, S. 23; A19/11, S. 2 f.). G leichzeitig ist es zu- m indest nicht abw egig, in Betracht zu ziehen, dass der Beschw erdeführer sich in der Em pfangsstellenbefragung m issverständlich ausgedrückt oder eine übertrie- ben vereinfachende Ü bersetzung oder Protokollierung zum Passus im Em pfangs- stellenprotokoll geführt hat, w onach er m it seiner Ehefrau "gesprochen" habe (vgl. A2/9, S. 6; Beschw erde, S. 9). D er Vorw urf schliesslich, die Beschw erdeführer hätten den R eisew eg verheim licht und den schw eizerischen Behörden die R eise- pässe vorenthalten, w irkt angesichts der gesam ten Aktenlage gesucht. Zudem un- terlässt es das BFM auch hier, in Betracht zu ziehen, dass die psychische Verfas- sung es dem Beschw erdeführer schlechterdings nicht erlaubt haben könnte, sich 17 den R eisew eg zu m erken oder überhaupt zu realisieren, dass er in die Schw eiz gebracht w ird (vgl. A14/33, S. 24). 5.4 Im Sinne eines Zw ischenergebnisses ist dem nach festzuhalten, dass das Bundes- verw altungsgericht es nach Abw ägung der dafür und dagegen sprechenden G rün- de im R ahm en einer G esam tw ürdigung als glaubhaft erachtet, dass der Beschw er- deführer am 16. O ktober 2002 in (...) w ährend m ehrerer Stunden auf einem Poli- zeiposten festgehalten, m it gravierenden Folgen für seine G esundheit gefoltert und nur gegen Zusicherung künftiger Zusam m enarbeit m it der Polizei freigelassen w or- den ist. M it seinen diesbezüglichen Angaben verm ag der Beschw erdeführer som it die reduzierten Bew eisanforderungen von Art. 7 AsylG zu erfüllen. D ie angefoch- tene Verfügung erw eist sich insow eit als bundesrechtsw idrig (vgl. Art. 106 Abs. 1 Bst. a AsylG ). 6. Es stellt sich alsdann die Frage, ob die angefochtene Verfügung aufzuheben und die Sache zur N eubeurteilung an die Vorinstanz zurückzuw eisen ist oder aber das Bundesverw altungsgericht selber über die Fragen der Flüchtlingseigenschaft und der Asylgew ährung befinden soll. 6.1 Aus prozessökonom ischen G ründen hat der G esetzgeber die Verw altungsbe- schw erde und dam it auch die Beschw erde an das Bundesverw altungsgericht auf dem G ebiet des Asyls (vgl. Art. 37 VG G , Art. 105 Abs. 1 AsylG , Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BG G ) grundsätzlich reform atorisch ausgestaltet: So darf gem äss Art. 61 Abs. 1 Vw VG eine Kassation und R ückw eisung an die Vorinstanz nur ausnahm s- w eise erfolgen, etw a dann, w enn w eitere Tatsachen festgestellt w erden m üssen und ein um fassendes Bew eisverfahren durchzuführen ist (vgl. EM AR K 2004 N r. 38, E. 7.1. S. 265, m .w .H .). Vorliegend ist von einer R ückw eisung an die Vorin- stanz abzusehen, w eil der entscheidw esentliche Sachverhalt als bis zur Entscheid- reife erhoben gelten kann. D ies erhellt aus den nachfolgenden Ausführungen zur Erfüllung der Flüchtlingseigenschaft. 6.2 D ie unter diesen Vorzeichen durchzuführende Prüfung führt sodann zum Ergebnis, dass der Beschw erdeführer säm tliche kum ulativ erforderlichen Kriterien der Flücht- lingseigenschaft im Sinne der D efinition von Art. 3 AsylG zu erfüllen verm ag. 6.2.1 D ie vom Beschw erdeführer subjektiv em pfundene Furcht, w egen der Zugehörig- keit m it ihm verw andter Personen w ie nam entlich seiner Schw ägerin F._______ und seiner C ousine G ._______ zur PKK selber das O pfer von ernsthaften, sein Leben, seine körperliche Integrität oder seine Freiheit gefährdenden Benach- teiligungen zu w erden, kann sow ohl für den M om ent der Ausreise als auch für den heutigen Zeitpunkt als begründet bezeichnet w erden. Es ist in seinem Fall m it an- deren W orten eine erhebliche W ahrscheinlichkeit gegeben, dass er das O pfer ei- ner R eflexverfolgung w erden könnte (vgl. EM AR K 2005 N r. 21 E. 10.1. S. 195). D abei gilt es zu bedenken, dass das U ntertauchen des Beschw erdeführers und die dam it einher gehende W eigerung, die ihm abverlangte Inform antentätigkeit auszu- üben, m it hoher W ahrscheinlichkeit von den türkischen Behörden als Ausdruck ei- ner separatistischen G rundhaltung interpretiert w erden w ird (vgl. EM AR K 2005 N r. 21 E. 10.3.2. S. 201). O hne dass dies entscheidend w äre, ist hervorzuheben, dass der Beschw erdeführer bereits staatlichen Verfolgungsm assnahm en ausge-18 setzt w ar und diese M assnahm en die höchstw ahrscheinliche U rsache für seine an- geschlagene G esundheit darstellen. D esw egen darf aus heutiger O ptik von ihm ei- ne unbelastete Einstellung gegenüber den türkischen Sicherheitsbehörden fairer- w eise nicht erw artet w erden. D am it kann sich der Beschw erdeführer auf objektive G ründe für eine - im Vergleich zu einer bislang unbehelligten D urchschnittsper- son - ausgeprägtere (subjektive) Furcht berufen, w eshalb bei ihm die Schw elle für die Begründetheit der von ihm em pfundenen Ängste entsprechend tiefer anzuset- zen ist (vgl. EM AR K 2005 N r. 21 E. 7.1. S. 93, m .w .H .). 6.2.2 W as die w eiteren konstitutiven Elem ente des Flüchtlingsbegriffs (vgl. Erw . 3.1. hiervor) anbelangt, so präsentiert sich die Aktenlage ebenfalls eindeutig zu G uns- ten des Beschw erdeführers. Aufgrund seiner Sachverhaltsdarstellung können ins- besondere keine vernünftigen Zw eifel daran bestehen, dass die erlittenen bezie- hungsw eise zu R echt befürchteten Behelligungen gezielt gegen seine Person ge- richtet w aren oder sein w ürden, um ihn w egen seiner eigenen beziehungsw eise w egen der politischen Anschauung und ethnischen Zugehörigkeit seiner Fam ilien- angehörigen zu benachteiligen. 6.2.3 Von einer Fluchtalternative innerhalb der Landesgrenzen der Türkei kann derzeit ebenfalls nicht ausgegangen w erden. N ach Praxis sind die Anforderungen an die Effektivität des am Zufluchtsort gew ährten Schutzes hoch anzusetzen. Eine w irk- sam e Schutzgew ährung erscheint vorliegend ausgeschlossen, zum al der Be- schw edeführer in (...) unm ittelbar von O rganen der Zentralgew alt belangt w orden ist. U nter diesen U m ständen ist davon auszugehen, dass für ihn in keinem anderen Landesteil - am w enigsten in (...) oder (...), w o er zuvor schon m ehrm als m it H ausdurchsuchungen der Polizei konfrontiert w ar - effektive Sicherheit vor w eiteren derartigen Behelligungen besteht (vgl. EM AR K 2005 N r. 21 E. 11.1. S. 201 f., m .w .H .). D em Beschw erdeführer kann som it klarerw eise keine inner- staatliche Fluchtalternative entgegengehalten w erden. 6.2.4 D er Beschw erdeführer w ar gem äss eigenen Angaben niem als unm ittelbar an ge- w altsam en Aktionen beteiligt. Es fehlt som it an konkreten H inw eisen auf ein Fehl- verhalten, w elches unter einen oder m ehrere der von Art. 1 F des Abkom m ens vom 28. Juli 1951 über die R echtsstellung der Flüchtlinge (Flüchtlingskonvention, FK, SR 0.142.30) um fassten Fälle zu subsum ieren w äre. Eine tatbeständliche G rundlage, w elche den Ausschluss des Beschw erdeführers vom Flüchtlingsbegriff zur Folge hätte (vgl. EM AR K 1996 N r. 18 E. 5-7 S. 173 ff.), liegt dem nach nicht vor. 6.3 D am it sind säm tliche Kriterien der in Art. 3 AsylG enthaltenen D efinition als erfüllt zu betrachten. Som it kann festgehalten w erden, dass der Beschw erdeführer ent- gegen der Beurteilung durch das Bundesam t die Voraussetzungen für die Zuer- kennung der Flüchtlingseigenschaft erfüllt. D em entsprechend ist ihm m angels An- zeichen für das Vorliegen eines Ausschlussgrundes (Art. 53 AsylG ) in der Schw eiz Asyl zu gew ähren (vgl. Art. 49 AsylG ). 6.4 Zu erörtern bleibt, ob gleichzeitig auch die Beschw erdeführerin m it ihren eigenen Asylvorbringen die Bedingungen der Flüchtlingseigenschaft zu erfüllen verm ag (vgl. Art. 5 der Asylverordnung 1 vom 11. August 1999 über Verfahrensfragen (AsylV 1, SR 142.311). N ach ihren Angaben in den Befragungen w ar die Be- schw erdeführerin niem als das Ziel physischer G ew alt oder einer G efangennahm e 19 durch die heim atlichen Behörden (vgl. A1/9, S. 5; A18/11, S. 4 f.). D ie Einw ir- kungen vonseiten der Polizei, denen sie sich anlässlich der diversen H ausdurch- suchungen in (...) und (...) zu erw ehren hatte, bestanden nach ihrer D arstellung schw ergew ichtig aus sexuell gefärbten Beschim pfungen und anderw eitigen D em ütigungen (vgl. A13/18, S. 10). O hne die psychologische Tragw eite dieser Beschim pfungen und D em ütigungen zu verharm losen, sind darin gleichw ohl keine M assnahm en zu erblicken, die bei der Beschw erdeführerin einen unerträglichen psychischen D ruck im Sinne von Art. 3 Abs. 2 AsylG erzeugt haben (vgl. EM AR K 2005 N r. 21 E. 10.3.1. S. 200 f.). Ihre eigenen Aussagen erw ecken nicht den Ein- druck, dass sie selbst desw egen einen w eiteren Verbleib im H eim atstaat als unzu- m utbar em pfunden hätte. So führte sie an, dass sie nach der Ü bersiedlung nach (...) im Juli 2002 ihre Eltern nicht habe verlassen w ollen und erst zu diesem Schritt bereit gew esen sei, nachdem sie gehört habe, dass ihr M ann w ährend seiner H aft gefoltert w orden sei (vgl. A18/11, S. 6). Auf die Frage, w arum sie sich erst im D ezem ber 2002 nach Istanbul begeben habe, erw iderte sie, ihr M ann habe m ehr Schw ierigkeiten gehabt als sie, w eil er die Frauen besucht habe (vgl. A13/18, S. 9). D em zufolge ist hinlänglich auszuschliessen, dass sie selbst aufgrund von M assnahm en gegen ihre Person im M om ent der Ausreise unter einem unerträg- lichen psychischen D ruck gestanden hat. Andererseits liegen auch keine hinrei- chenden Anhaltspunkte dafür vor, dass sie im heutigen Zeitpunkt bei einer R ück- kehr in die Türkei m it derartigen, einen unerträglichen psychischen D ruck im Sinne von Art. 3 Abs. 2 AsylG bew irkenden M assnahm en oder gar m it einer G efährdung des Lebens, der körperlichen Integrität oder der Freiheit rechnen m üsste. Für das Fehlen eines aktuellen Verfolgungsrisikos spricht nam entlich der U m stand, dass die türkischen Behörden nicht auf die Beschw erdeführerin gegriffen haben, nach- dem der Beschw erdeführer das H aus der M utter in (...) verlassen und sich für dei D auer von eineinhalb M onaten bei der Tante seiner Ehefrau in Sicherheit gebracht hatte (vgl. A14/33, S. 22 f.). D ie Beschw erdeführerin verm ag dem nach m it ihren eigenen Asylvorbringen die Kriterien der Flüchtlingseigenschaft nach der D efinition von Art. 3 AsylG nicht zu erfüllen. M angels dagegen sprechender U m stände ist ihr - als Ehegattin des Be- schw erdeführers - sow ie den beiden m inderjährigen Kindern auf der G rundlage von Art. 51 Abs. 1 AsylG die Flüchtlingseigenschaft zuerkennen und das Asyl zu gew ähren. 7. In G utheissung der Beschw erde ist die angefochtene Verfügung betreffend Asyl und W egw eisung aufzuheben. D ie Vorinstanz ist anzuw eisen, die Beschw erdefüh- rer als Flüchtlinge anzuerkennen und ihnen in der Schw eiz Asyl zu gew ähren. 8. 8.1 Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind keine Kosten zu erheben (Art. 63 Abs. 1 und 2 Vw VG ). O hnehin w ären die Beschw erdeführer von der Pflicht zur Bezahlung von Verfahrenskosten befreit gew esen, nachdem ihnen m it Zw ischenverfügung vom 10. M ärz 2005 die unentgeltliche R echtspflege gem äss Art. 65 Abs. 1 Vw VG gew ährt w orden ist (vgl. Bst. D hiervor) und keine H inw eise auf eine Veränderung 20 ihrer Einkom m ens- und Verm ögensverhältnisse vorliegen. 8.2 D en Beschw erdeführern ist - als vollständig obsiegender Partei - für die ihnen im Beschw erdeverfahren erw achsenen notw endigen Kosten eine Parteientschädi- gung zuzusprechen (vgl. Art. 16 Abs. 1 Bst. a VG G i.V.m . Art. 7 Abs. 1 des R egle- m ents über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverw altungsgericht vom 11. D ezem ber 2006 [VG KE, SR 173.320.2]). D ie R echtsvertreterin der Be- schw erdeführer hat eine vom 17. M ai 2007 datierende Kostennote eingereicht. Sie beziffert darin den Zeitaufw and m it 21 Stunden und 50 M inuten, w as dem Bundes- verw altungsgericht angesichts des U m fangs und der Kom plexität der Sache ange- m essen erscheint. Auch die von ihr ausgew iesenen Auslagen (Telefon, Bürom a- terial und Porti) in der H öhe von insgesam t Fr. 35.-- können als verhältnism ässig bezeichnet w erden. N eben den Kosten der Vertretung m achen die Beschw erde- führer keine w eiteren notw endigen Auslagen geltend (Art. 8 VG KE). D ie ihnen ge- schuldete Parteientschädigung ist alsdann in Berücksichtigung der eingereichten Kostennote (Art. 9 Abs. 1 Bst. a und b VG KE), des für nichtanw altliche berufs- m ässige Vertreter und Vertreterinnen geltenden Stundenansatzes (Art. 10 Abs. 2 VG KE) und des M ehrw ertssteuersatzes von 7.6 % (Art. 9 Abs 1 Bst. c und Art. 10 Abs. 2 zw eiter Satz VG KE) auf Fr. 2'384.-- festzusetzen. (D ispositiv nächste Seite)21 D em nach erkennt das B undesverw altungsgericht: 1. D ie Beschw erde w ird gutgeheissen. 2. D ie angefochtene Verfügung vom 25. Januar 2005 w ird aufgehoben und das BFM w ird angew iesen, den Beschw erdeführern Asyl zu gew ähren. 3. Es w erden keine Verfahrenskosten erhoben. 4. D as BFM w ird angew iesen, den Beschw erdeführer eine Parteientschädigung von Fr. 2'384.-- auszurichten. 5. D ieses U rteil geht an: - die R echtsvertreterin der Beschw erdeführer, 2 Expl. (eingeschrieben; Beilage: Angefochtene Verfügung im O riginal) - die Vorinstanz, Abteilung Aufenthalt und R ückkehrförderung, m it den Akten (R ef.-N r. N [...]) - das (...) des Kantons (...) ad (...) D er R ichter: D er G erichtsschreiber: W alter Lang M artin M aeder Versand am :