JAAC66.20 Auszug aus dem Beschwerdeentscheid der Rekurskommission EVD vom 12. April 2001 in Sachen X AG gegen Bundesamt für Landwirtschaft; 00/6T-009 Importation de produits à base de pommes de terre. Moins-value de la part de contingent tarifaire. Remboursement partiel du prix adjugé. Art. 18 de l’ordonnance sur les importations agricoles. Calcul du montant à rembourser. Lorsque, suite à une mesure étatique, la valeur de la part de contingent tarifaire acquise aux enchères diminue de manière imprévisible et dans une mesure très importante durant la période de contingentement tarifaire, la moins-value doit être compensée équitablement. Calcul du montant à rembourser (consid. 3.2.2). Jour à partir duquel l’intérêt moratoire est dû. Les intérêts moratoires relatifs au montant à rembourser commencent à courir au moment de la mise en demeure, même si le créancier ne les fait valoir qu’après la créance principale (consid. 4.2). Einfuhr von Kartoffelprodukten. Wertverminderung des Zollkontingentsanteils. Teilrückerstattung des Steigerungspreises. Art. 18 Agrareinfuhrverordnung. Berechnung des Rückerstattungsbetrags. Hat sich der Wert des ersteigerten Zollkontingentsanteils während der Kontingentsperiode infolge einer staatlichen Massnahme in unvorhersehbarer Weise und in erheblichem Ausmass verringert, ist der Minderwert in angemessener Weise auszugleichen. Berechnung des Rückerstattungsbetrags (E. 3.2.2). 1Beginn der Verzugszinspflicht. Für den Rückerstattungsbetrag beginnt die Verzugszinspflicht im Zeitpunkt der Mahnung, und dies unabhängig davon, ob der Verzugszins später als die Hauptforderung geltend gemacht wurde (E. 4.2). Importazione di prodotti di patate. Diminuzione del valore della quota di contingente doganale. Rimborso parziale del prezzo dell’asta. Art. 18 dell’ordinanza sulle importazioni agricole. Calcolo dell’importo da rimborsare. Se durante il periodo di contingentamento, a seguito di un provvedimento statale, il valore della quota di contingente doganale acquistata all’asta diminuisce in modo imprevedibile e notevole, il minor valore deve essere adeguatamente compensato. Calcolo dell’importo da rimborsare (consid. 3.2.2). Inizio dell’obbligo del pagamento degli interessi di mora. Per quel che attiene all’importo del rimborso, l’obbligo del pagamento degli interessi di mora nasce a partire dalla data dal sollecito, e ciò indipendentemente dal fatto che l’interesse di mora sia stato fatto valere più tardi del credito principale (consid. 4.2). MitVerfügungvom21.Dezember1998erteiltedasBundesamtfür Landwirtschaft(Bundesamt)derXAGfürdasKalenderjahr1999entsprechend ihremSteigerungsgebotdenZuschlagfüreinenZollkontingentsanteil Kartoffel-Fertigprodukte(BasisFrischkartoffeln)voninsgesamt360000kg zumSteigerungspreisvontotalFr.190800.-. MitEingabevom22.Juli1999stelltedieXAGbeimBundesamtfolgenden Antrag: «Es sei der X AG zu gestatten, die ihr für das Jahr 1999 ersteigerten Zollkontingentsanteile für Kartoffel-Fertigprodukte, soweit diese bisher nicht ausgeschöpft wurden, also per 1.7.1999 Zollkontingentsanteile von netto 156 000 kg (Basis Frischkartoffeln), gegen Rückerstattung des dafür bezahlten Steigerungspreises von Fr. 108 000.- zurückzugeben.» ZurBegründungführtesieimWesentlichenaus,siehabeihreGebote imSteigerungsverfahrenausschliesslichimHinblickaufdieEinfuhr vonProdukten(Stapelchips)eingereicht,dienunnachträglichindieneu geschaffeneTarifnummer1905.9091umgeteiltwordenseienunddadurch seit1.Juli1999zueinemwesentlichtieferenZolleingeführtwerden könnten. DurchdieseNeueinreihungwerdesiemassivbenachteiligt. BeieinerRückgabedesvonihrnochnichtausgeschöpften,ersteigerten ZollkontingentsanteilsinderHöhevon156000kgwärenihrFr.108000.- zurückzuerstatten. Wennsiediesennochnichtausgeschöpften 2Zollkontingentsanteilnichtzurückgebenkönnte,würdesiedurchdieerfolgte UmtarifierungohneeigenesVerschulden,ausschliesslichweilsiegutgläubig undimVertrauenaufdiebisherigeZolleinreihungZollkontingentsanteile ersteigerthatte,einenbeträchtlichenfinanziellenSchadenerleiden. DasBundesamtnahmdieEingabederXAGvom22.Juli1999als WiedererwägungsgesuchentgegenundtratdaraufmitVerfügungvom 9.September1999nichtein. GegendieseNichteintretensverfügungdes BundesamtserhobdieXAGam8.Oktober1999Verwaltungsbeschwerde andieRekurskommissiondesEidgenössischenVolkswirtschaftsdepartements (RekurskommissionEVD,REKO/EVD).Dabeibeantragtesie,esseidie angefochteneVerfügungaufzuhebenunddieVorinstanzanzuweisen,auf ihreEingabevom22.Juli1999einzutretenunddieserstattzugeben. Mit Entscheidvom19.Juli2000(99/6T-008)hiessdieRekurskommissionEVD dieVerwaltungsbeschwerdegut,soweitsiedaraufeintrat,undhobdie NichteintretensverfügungdesBundesamtsvom9.September1999auf. Im WeiterenwiessiedieStreitsachezumneuenEntscheidandasBundesamt zurück,dadiesessichzuUnrechtnichtmateriellmitderEingabederXAG vom22.Juli1999auseinandergesetzthabe. InderFolgewiderriefdasBundesamtmitVerfügungvom25.August2000 seineVerfügungvom21.Dezember1998insofern,alsesvomzugeschlagenen Zollkontingentsanteilgesamthaft156000kgKartoffel-Fertigprodukte(Basis Frischkartoffeln)zurücknahmunddieRückerstattungdesBetragsvonFr.59 200.-andieXAGanordnete. ZurBegründungführteesunteranderemaus, dassdievonderRekurskommissionEVDinihremEntscheidvom19.Juli2000 erwogenenKriterienfürdieRückerstattungdeserwähntenBetragsalserfüllt anzusehenseien. NachMassgabederAgrareinfuhrverordnungerfolgedie ZuteilungderZollkontingentsanteile,beginnendbeimhöchstengebotenen Preis,inabnehmenderReihenfolgedergebotenenPreise. AusdieserOrdnung ergebesich,dassentgegenderAuffassungderXAGdieSteigerungsgebotemit denhöchstengebotenenPreisenalsgetätigtanzusehenseien,womitsichder zurückzuerstattendeBetragwiefolgtberechne: (40000kgxFr.0.35)+(60 000kgxFr.0.38)+(56000kgxFr.0.40)=Fr.59200.-. FürdieRückerstattung desgenanntenBetragsersuchtedasBundesamtdieXAGumZustellungeines Einzahlungsscheins. GegendieseVerfügungdesBundesamtserhobdieXAG(Beschwerdeführerin) am25.September2000erneutVerwaltungsbeschwerdeandie RekurskommissionEVDundstelltefolgendesRechtsbegehren: InAbänderung derVerfügungdesBundesamtesfürLandwirtschaft(BLW)vom25.August 2000seidasBLWzuverurteilen,derBeschwerdeführerinfürdieRücknahme derZollkontingentsanteilevon156000kgFrischkartoffelnfürdieEinfuhr vonKartoffelerzeugnisseneinenBetragvonFr.108000.-nebstZinsà4% seit22.Juli1999zurückzuzahlen-unterKosten-undEntschädigungsfolge. ZurBegründungführtesieimWesentlichenaus,dieangefochtene VerfügungwerdehinsichtlichderHöhedeszurückzuerstattendenBetrags beanstandet. SomitseiunterdenVerfahrensbeteiligtenlediglichnoch dieBerechnungsweisediesesRückerstattungsbetragsundallenfallsder Verzugszinsumstritten. 3AusdenErwägungen: (…) 3. UnterdenVerfahrensbeteiligtenumstrittenistdieHöhedes zurückzuerstattendenBetragsfürdieRückgabedesersteigerten,jedoch nichtausgeschöpftenZollkontingentsanteilsfürKartoffel-Fertigprodukte (BasisFrischkartoffeln)von156000kgsowieeinallenfallszuentrichtender Verzugszins. Wieessichdamitverhält,sollimNachfolgendennäher untersuchtwerden. 3.1. DieBeschwerdeführerinverlangteinenRückerstattungsbetragvon Fr.108000.-nebstVerzugszinszu4ProzentseitihrerGesuchseingabevom 22.Juli1999. DabeigehtsiefürdieBerechnungvondenfürsiegünstigsten Konditionenaus: (120000kgxFr.0.75)+(36000kgxFr.0.50). DemgegenüberhatdasBundesamtinderangefochtenenVerfügungdie RückerstattungdesBetragsvonFr.59200.-angeordnetundgehtvonder fürdieBeschwerdeführerinungünstigstenBerechnungsweiseaus: (40000kg xFr.0.35)+(60000kgxFr.0.38)+(56000kgxFr.0.40). Einenallfälligen VerzugszinswilldasBundesamt,wennüberhaupt,erstabdem7.September 2000undlediglichaufderDifferenzzwischendemderBeschwerdeführerin vonderRekurskommissionEVDindiesemVerfahreneventuellzusätzlich zugesprochenenRückerstattungsbetragunddervomBundesamtverfügten SummevonFr.59200.-entrichten. 3.2. NachMassgabederVerordnungvom7.Dezember1998überdie VerwertungsowiedieEin-undAusfuhrvonKartoffeln(Kartoffelverordnung, SR916.113.11)werdenZollkontingentsanteilefürKartoffelproduktedurch Versteigerungzugeteilt,wobeiproBieterindieSummeallerGebotedie Mengevon500TonnenKartoffeläquivalentenichtüberschreitendarf (Art.25undArt.26Kartoffelverordnung). JedebietendePersonkannfür dieausgeschriebeneMengemaximalfünfGebotemitverschiedenenPreisen undMengeneinreichen(Art.17Abs.2derAllgemeinenVerordnungvom 7.Dezember1998überdieEinfuhrvonlandwirtschaftlichenErzeugnissen, Agrareinfuhrverordnung[AEV],SR916.01). GemässArt.18Abs.1AgrareinfuhrverordnungerfolgtdieZuteilung (einesZollkontingentsanteils),beginnendbeimhöchstengebotenenPreis, inabnehmenderReihenfolgedergebotenenPreise. Darausschliesst dasBundesamt,dassdieanschliessendeAusnützungdeszugeteilten ZollkontingentsanteilsdurchdieBeschwerdeführerinebenfallsindieser Reihenfolge,dasheisstausgehendvomhöchstenPreisgebot,alsgetätigt anzusehensei. DieserAuffassungkannindessenausnachstehendenGründen nichtgefolgtwerden: 3.2.1. DemWortlautvonArt.18Abs.1Agrareinfuhrverordnungzufolge regeltdieseVerordnungsbestimmungeinzigdieReihenfolgederZuteilung einesZollkontingentsanteilsdurchVersteigerung. Sieäussertsichdagegen nichthinsichtlichderReihenfolgederspäterenAusnützungeinesauf solcheWeisezugeteiltenZollkontingentsanteils. Gleichesgiltfürdie KartoffelverordnungunddasLandwirtschaftsgesetz,welchesichebenfalls nichtzurAusnützungvonzugeteiltenZollkontingentsanteilenäussern, sondernlediglichZuteilungsvorschriftenenthalten. 4DerSinnundZweckvonArt.18Abs.1Agrareinfuhrverordnungbesteht letztlichinderWahrungdesWettbewerbsbeiderVerteilungvon Zollkontingenten(vgl. Art.22Abs.1desBundesgesetzesvom20.Dezember 1968überdasVerwaltungsverfahren[VwVG],SR172.021undBundesgesetz vom29.April1998überdieLandwirtschaft,Landwirtschaftsgesetz[LwG],SR 910.1;vgl. fernerdieBotschaftvom26.Juni1996zurReformderAgrarpolitik, ZweiteEtappe[Agrarpolitik2002],NeuesLandwirtschaftsgesetz,BBl 1996 IV 1ff.,118,120). 3.2.2. AusdemDargelegtenfolgt,dassesbeiderBerechnungsweisedes BundesamtsaneinerentsprechendengesetzlichenGrundlagemangelt. Im ÜbrigenführtdasBundesamtinseinerVernehmlassungvom26.Oktober 2000selberaus,dass«dasVersteigerungssystemundmithinauchdas Bundesamtnichtsdarüberaussagenwürden,inwelcherReihenfolge zugeteilteZollkontingentsanteileauszuschöpfenseien». Diegesetzliche GrundlagefehltaberauchbeiderBerechnungsweisederBeschwerdeführerin, welchefürdieAusnützungdeszugeteiltenZollkontingentsanteilsvomtiefsten Preisgebot,inaufsteigenderReihenfolge,ausgeht. MitVerfügungvom21.Dezember1998erhieltdieBeschwerdeführerinfür dasKalenderjahr1999einenZollkontingentsanteilinderHöhevon360000kg zumGesamtsteigerungspreisvonFr.190800.-(vgl. Ziff.3dieserVerfügung). DamithatsieeinengesamtenZollkontingentsanteilinerwähnterHöhe ersteigertundnichtfünfeinzelneZollkontingentsanteilezu120000kg(1. Steigerungsgebot),80000kg(2. Gebot),60000kg(3. Gebot),60000kg(4. Gebot)und40000kg(5.Gebot). DieMöglichkeitzurEinreichungvonmaximal fünfGebotenmitverschiedenenPreisenfürdieausgeschriebeneMenge (Art.17Abs.2AEV)solleinerseitsdenMarktteilnehmerneineflexiblere AufteilungdergewünschtenGesamtmengeinTeilkontingentegestattenund andererseitsmehrWettbewerbsowiedieBerücksichtigungeinerMehrzahl vonPersonenbeiderZuteilungderZollkontingentsanteileerlauben. Indessen sollmitdieserRegelungnichterreichtwerden,dasseineeinzelneBieterin mehrereZollkontingentsanteiledesselbenlandwirtschaftlichenErzeugnisses zugeteilterhält,welchesieanschliessendgesondertundinbestimmter Reihenfolgeauszunützenhätte. VielmehrwirdmitderZuschlagsverfügung -wieerwähntundwieauchdieBeschwerdeführerinzutreffenddarlegt -letztlicheineGesamtmengezueinemGesamtpreiszugeteilt. Dasergibt sichauchdaraus,dassdieEinfuhrzumKontingentszollansatzerst nachBezahlungdesgesamtenZuschlagspreiseszulässigist(vgl. Art.19 Abs.2AEV).DeshalbkannbeiderspäterenAusnützungdesersteigerten Gesamt-ZollkontingentsanteilsauchnichtvoneinerbestimmtenReihenfolge ausgegangenwerden. Eserweistsichdemzufolgealssachgerecht,imFalleder gerechtfertigtenRücknahmeeinesTeilsdesersteigerten,nichtausgenützten Gesamt-Zollkontingentsanteils,denzugleichzurückzuerstattendenBetrag entsprechendderursprünglichzugeteiltenGesamtmengeunddem Gesamtpreiszuberechnen. ImvorliegendenFallbedeutetdieskonkret Folgendes: DieBeschwerdeführerinhateinenSteigerungspreisvonFr.0.53 proKilogrammbezahlt(GesamtpreisvonFr.190800.-: Gesamtmenge von360000kg). Fürdie(hierunbestrittene)Rücknahmeder156000kg 5Kartoffel-Fertigprodukte(BasisFrischkartoffeln)durchdasBundesamtist derBeschwerdeführerinsomitderBetragvonFr.82680.-zurückzuerstatten (156000kgxFr.0.53). 4. DieBeschwerdeführerinverlangtinihrerVerwaltungsbeschwerdevom 25.September2000sodanneinenVerzugszinsvon4Prozentseitihrer Gesuchseingabevom22.Juli1999. 4.1. DasBundesgerichterblicktinderVerzugszinspflichtdessäumigen SchuldnerseinenungeschriebenenallgemeinenRechtsgrundsatz. Dabei sindöffentlichrechtlicheGeldforderungen-sowohlderGemeinwesen wiederPrivaten-grundsätzlichmitBeginndesVerzugszuverzinsen. DemgegenüberhattediePraxisfrühergeradeumgekehrtundgestützt aufdasLegalitätsprinzipeinePflichtzurLeistungvonVerzugszinsennur angenommen,wennsieimGesetzvorgesehenwar(vgl. zumGanzen: Ulrich Häfelin /Georg Müller,GrundrissdesAllgemeinenVerwaltungsrechts,3. Aufl.,Zürich1998,Rzn149und606; Hans Ulrich Zürcher,Verzugszinsenim Bundesverwaltungsrecht,Bern1998,S.80ff.;jemitHinweisen). WenndieZahlungvonVerzugszinsenvomGesetzbesondersausgeschlossen ist,bestehtindessenkeineLeistungspflicht. Dasisthier,andersalsbeim Sozialversicherungsrecht,nichtderFall;dennhinsichtlichVerzugszinsen enthältdasLandwirtschaftsgesetz-ähnlichwiedasSubventionsgesetz (Bundesgesetzvom5.Oktober1990überFinanzhilfenundAbgeltungen,SR 616.1)-keineBestimmungen. 4.2. GehtesumTatbestände,welche,wiedieRückerstattungeinerzuUnrecht empfangenenGeldleistung,mitsolchendesPrivatrechtsvergleichbarsind, erblicktdasBundesgerichtdenBeginndesVerzugsimZeitpunktderMahnung (vgl. BGE95I258E.3;BGE85I180E.4). WirdderVerzugszinsallenfalls späteralsdieHauptforderunggeltendgemacht,ändertdiesdenBeginnder Zinspflichtnicht(vgl. BGE95I258E.3). DieBeschwerdeführerinverlangtedieRückerstattungeineszuvielgeleisteten (Steigerungs-)Betrags. DarinisteinTatbestandzuerblicken,welcher derprivatrechtlichen«Rückabwicklung»einesKaufsbeziehungsweise einerSteigerungvergleichbarist. DieBeschwerdeführerinverlangtedie RückerstattungerstmalsmitGesuchvom22.Juli1999. Ist in casu eine Verzugszinspflichtzubejahen,sokanndiemitGesuchvom22.Juli1999 verlangteRückerstattungmitBlickaufdasEntstehenderForderungper 1.Juli1999imSinnederzitiertenRechtsprechungalsMahnungbetrachtet werden. DemnachbeganndieZinspflichtam22.Juli1999zulaufen. Insofern verhältessichvorliegendanders,alsinjenenFällen,indenenBestandund UmfangeinerBundessubventionimStreitlagen,undwonachPraxisdes SchweizerischenBundesgerichtsundderRekurskommissionEVDderVerzug erstmitRechtskraftdesSubventionsentscheidseintrat(vgl. hiezuetwadie unveröffentlichtenEntscheidedesSchweizerischenBundesgerichtesvom 1.Februar1990i.S.W.gegenEVD[2A.153/1989/MF],E.4,sowiederREKO/EVD vom6.April1999i.S.H.[97/JH-003],E.4,jemitweiternHinweisen). 4.3. DasBundesamtmachtgeltend,dieBeschwerdeführerinhabeden VerzugszinserstmalsinihremVergleichsvorschlagvom6.September2000 geltendgemacht,weshalberfrühestensabdiesemZeitpunktgeschuldetsei. 6DieseAuffassungtrifftnachdemobenGesagtenindessennichtzu. Dennder VerzugszinsistauchdannabEintrittdesVerzugsgeschuldet,wennererstzu einemspäterenZeitpunktalsdieHauptforderunggeltendgemachtwird. WeiterführtdasBundesamtaus,mitVerfügungvom25.August2000habe esderBeschwerdeführerineinenBetragvonFr.59200.-zugesprochen undsiegleichzeitigumZustellungeinesEinzahlungsscheinsersucht. Die BeschwerdeführerinhabeihmaberkeinenEinzahlungsscheingeschickt, sonderneinenhöherenBetrageingefordert. Sinngemässmachtdas Bundesamtdamitgeltend,dieBeschwerdeführerinbefindesichseitdem 25.August2000fürdenBetragvonFr.59200.-ineinemAnnahmeverzug, weshalb-jedenfallsindiesemUmfang-keinVerzugszinsgeschuldetwerde. AuchhieringehtdasBundesamtfehl. NachallgemeinenGrundsätzendes ObligationenrechtskannderGläubigerdieAnnahmeeinerTeilleistung verweigern,wenndieganzeSchuldfeststehtundfälligistundandererseits dieLeistungalsGanzeszuerbringenist(vgl. hiezuetwa Urs Leu in: Heinrich Honsell/PeterVogt/WolfgangWiegand,Kommentarzumschweizerischen Privatrecht,ObligationenrechtI,2. Aufl.,Baseletc. 1996,Rz. 1und3zuArt.69 OR).Wollteman-inanalogerAnwendungprivatrechtlicherGrundsätze-im vorliegendenSach-undRechtszusammenhangvoneinemAnnahmeverzug ausgehen,wärendessenVoraussetzungendemnachklarzuverneinen. Auchverhältessichso,dassderfraglicheBetragunstreitbarweiterhin inderVerfügungsmachtdesBundesverblieb,welcherihnverzinslicham Kapitalmarktanlegenkonnte. 4.4. Dasbedeutet,dassimvorliegendenFallderRückerstattungsbetragvon Fr.82680.-abdem22.Juli1999und-gemässAntragderBeschwerdeführerin- mit4Prozentzuverzinsenist. 5. Zusammenfassendkanndamitfestgehaltenwerden,dassdieVerfügung desBundesamtsvom25.August2000inteilweiserGutheissungder Verwaltungsbeschwerdederartabzuändernist,alsanStelleder RückerstattungeinesBetragsvonlediglichFr.59200.-einsolcherinderHöhe vonFr.82680.-anzuordnenist. AufdiesemBetragistabdem22.Juli1999 einVerzugszinsvon4Prozentzuvergüten. WeitergehendistdieBeschwerde indessenabzuweisen. (…) (DieRekurskommissionEVDheisstdieBeschwerdeteilweisegut) 7Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali JAAC 66.20 - Auszug aus dem Beschwerdeentscheid der Rekurskommission EVD vom 12. April 2001 in Sachen X AG gegen Bundesamt für Landwirtschaft; 00/6T-009 In Verwaltungspraxis der Bundesbehörden Dans Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération In Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione Jahr 2002 Année Anno Band 66 Volume Volume Seite --- Page Pagina Ref. No 150 005 498 Das Dokument wurde durch das Schweizerische Bundesarchiv und die Bundeskanzlei konvertiert. Le document a été digitalisé par les Archives Fédérales Suisses et la Chancellerie fédérale. Il documento è stato convertito dall'Archivio federale svizzero e della Cancelleria federale.