<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2000.00083</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="https://vgrzh.djiktzh.ch/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=https://vgrzh.djiktzh.ch&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=105500&amp;W10_KEY=4467151&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2000.00083</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 10.05.2000</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">1. Abteilung/1. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Das Bundesgericht ist auf eine staatsrechtliche Beschwerde gegen diesen Entscheid am 13.10.2000 nicht eingetreten.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Raumplanungs-, Bau- und Umweltrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Baubewilligung</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>§ 240 Abs. 3 PBG sieht im Bereich wichtiger öffentlicher Strassen zwei gleichwertige Varianten der Verkehrserschliessung vor, einerseits die rückwärtige Erschliessung und andererseits die Zusammenfassung mehrerer Ausfahrten. Es ist daher von vornherein verfehlt, wenn Baubehörden oder Rechtsmittelinstanzen nur eine der genannten Erschliessungslösung ins Auge fassen (E. 3c).</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: Planungs- und Baurecht ST: BAUBEWILLIGUNG UND BAUBEWILLIGUNGSVERFAHREN">BAUBEWILLIGUNG UND BAUBEWILLIGUNGSVERFAHREN</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: BAUREIFE">BAUREIFE</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ERSCHLIESSUNG (ANFORDERUNGEN, DURCHFÃHRUNG, FINANZIERUNG)">ERSCHLIESSUNG (ANFORDERUNGEN, DURCHFÃHRUNG, FINANZIERUNG)</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: PRÃJUDIZIERUNG">PRÃJUDIZIERUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: VERKEHRSERSCHLIESSUNG">VERKEHRSERSCHLIESSUNG</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="gerade">§ 234 PBG</span><br/><span class="ungerade">§ 240 Abs. III PBG</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="gerade">RB 2000 Nr. 99</span><br/> </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 3 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Einzug1"><a id="Text2">I. </a>Der Gemeinderat B. erteilte der Stiftung A. am 8. MÃ¤rz 1999 unter Bedingungen und Auflagen die baurechtliche Bewilligung fÃ¼r die Erstellung von vier Ein­familienhÃ¤usern und einem Mehrfamilienhaus sowie fÃ¼r einen Umbau des bestehenden Ge­bÃ¤udes Assek.Nr. ..1a auf dem gemÃ¤ss Bau‑ und Zonenordnung der Gemeinde B. vom 10. Septem­ber 1993/16. Dezember 1994 in der zweigeschossigen Wohnzone W2 50 gelegenen Grund­stÃ¼ck Kat.Nr. ..2a im Ortsteil G.. Gegen das Bauvorhaben liess E. F. als EigentÃ¼mer des Ã¶st­lich an die Bauparzelle angrenzenden Grund­stÃ¼cks Kat.Nr. ...6 rechtzeitig an die Baure­kurskommission IV rekurrieren, mit dem An­trag, die Baubewilligung sei aufzuheben. Der Rekurrent liess vorab geltend machen, dass die Er­schlies­sung des Baugebiets mangelhaft sei, weil sowohl die A.-Strasse als auch der H.-Acker den Anforderungen der Zugangsnor­malien nicht genÃ¼gten. Zudem werde durch die vorgesehene Ãberbauung die erforderliche rÃ¼ckwÃ¤rtige Erschliessung des ganzen Ge­biets verunmÃ¶glicht. </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">II. Die Baurekurskommission IV hiess den Rekurs am 27. Januar 2000 gut. Sie er­wog, dass es sich bei der I.-Strasse, einer Staatsstrasse mit innerÃ¶rtlicher und regio­na­ler Verkehrsfunktion, um eine wichtige Ã¶ffentliche Strasse im Sinn von § 240 Abs. 3 des Pla­nungs‑ und Baugesetzes vom 7. September 1975 (PBG) handle. Die Strasse fÃ¼hre durch Ã¼berbautes Gebiet und weise bereits heute zahlreiche direkte GrundstÃ¼ckerschliessungen auf. Das gelte insbesondere auch fÃ¼r das GrundstÃ¼ck des Rekurrenten sowie fÃ¼r dessen Nach­barparzellen. Durch das vorgesehene Projekt wÃ¼rde eine rÃ¼ckwÃ¤rtige Erschliessung dieser GrundstÃ¼cke verunmÃ¶glicht. Das streitige Vorhaben prÃ¤judiziere daher die auf Grund der Gegebenheiten zwingend notwendige Erstellung einer rÃ¼ckwÃ¤rtigen Erschlies­sung bzw. ein hierfÃ¼r allenfalls erforderliches Quartierplanverfahren. Dem BaugrundstÃ¼ck fehle daher die planungsrechtliche Baureife im Sinn von § 234 PBG. ‑ Die Baure­kurs­kom­mission IV kam sodann zum Schluss, dass die weiteren vom Rekurrenten erhobe­nen RÃ¼gen unbegrÃ¼ndet seien. </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">III. Mit Beschwerde vom 1. MÃ¤rz 2000 liess die Stiftung A. als Baugesuchstel­lerin und unterlegene Rekursgegnerin dem Verwaltungsgericht im Hauptstandpunkt den An­trag stellen, der Rekursentscheid sei aufzuheben, und die Baubewilligung vom 8. MÃ¤rz 1999 sei wiederherzustellen. Die Baurekurskommission IV beantragte mit Eingabe vom 10./13. MÃ¤rz 2000 Abweisung der Beschwerde. Den nÃ¤mlichen Antrag liess E. F. mit Beschwerde­antwort vom 4. April 2000 stellen. Beide Parteien verlangten fer­ner die Zusprechung einer UmtriebsentschÃ¤digung. Seitens des Gemeinderats B. ist keine Stellungnahme eingegan­gen.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Die AusfÃ¼hrungen der Parteien in den Rechtsschriften sowie die ErwÃ¤gungen der Baurekurskommission IV gemÃ¤ss angefochtenem Entscheid werden ‑ soweit erforderlich ‑ nachstehend wiedergegeben.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="MsoNormal">Das Verwaltungsgericht zieht in ErwÃ¤gung:</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">1. Der heutige Beschwerdegegner hat im Rekursverfahren nicht nur geltend ge­macht, das BaugrundstÃ¼ck sei planungsrechtlich nicht baureif. Er hat zudem verschiedene weitere RÃ¼gen erhoben. Dazu hat die Baurekurskommission IV trotz Gutheissung des Re­kurses wegen Verletzung von § 234 PBG in den ErwÃ¤gungen des angefochtenen Ent­scheids im Einzelnen Stellung genommen und alle diese weiteren EinwÃ¤nde verworfen. Diese RÃ¼gen wurden im Beschwerdeverfahren nicht mehr aufgegriffen, obwohl der Be­schwerdegegner das hÃ¤tte tun kÃ¶nnen. Heisst die Baurekurskommission den Rekurs eines Nachbarn nur hinsichtlich einzelner RÃ¼gen gut, die zur Bauverweigerung fÃ¼hren und weist sie die Ã¼brigen EinwÃ¤nde ab, so kann der Nachbar in dem vom Baugesuchsteller ange­streng­ten Beschwerdeverfahren die verworfenen EinwÃ¤nde erneut vorbringen (RB 1983 Nr. 22). Da das wie gesagt nicht geschehen ist, hat sich das Verwaltungsgericht aus­schliess­lich mit der Frage der planungsrechtlichen Baureife zu befassen. Die Ã¼brigen Ein­wÃ¤nde bilden nicht mehr Verfahrensgegenstand.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">2. GemÃ¤ss § 234 PBG ist ein GrundstÃ¼ck baureif, wenn es erschlossen ist und wenn durch die bauliche Massnahme keine noch fehlende oder durch den Gemeinderat bean­trag­te planungsrechtliche Festlegung nachteilig beeinflusst wird. ‑ Im vorliegenden Fall ist streitig, ob das in Frage stehende Bauvorhaben die rÃ¼ckwÃ¤rtige Erschliessung der Parzelle des Beschwerdegegners sowie der entlang der I.-Strasse liegenden Nachbargrund­stÃ¼cke bzw. ein nach Auffassung des Beschwerdegegners dafÃ¼r erforderliches Quartier­planverfah­ren nachteilig beeinflusse (zur negativen PrÃ¤judizierung fehlender bzw. in Ãn­derung ste­hen­der planungsrechtlicher Festlegungen vgl. RB 1982 Nr. 140 = BEZ 1982 Nr. 19). </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">3. a) Zur Streitfrage hat die Baurekurskommission IV unter Hinweis auf den Zweck eines Quartierplanverfahrens erwogen, dass das vorgesehene Projekt eine rÃ¼ckwÃ¤rtige Er­schliessung der Parzelle des BeschwerdefÃ¼hrers und seiner NachbargrundstÃ¼cke verun­mÃ¶g­lichen wÃ¼rde, da es sich beim BaugrundstÃ¼ck um die letzte unÃ¼berbaute, eine dahinge­hen­de ErschliessungslÃ¶sung ermÃ¶glichende Parzelle handle. Die projektierte Ãberbauung des streitbetroffenen Bereichs prÃ¤judiziere daher die aufgrund der Gegebenheiten zwingend not­wendige Erstellung einer rÃ¼ckwÃ¤rtigen Erschliessung bzw. ein hierfÃ¼r allenfalls erfor­derliches Quartierplanverfahren negativ.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">b) Der Beschwerdegegner mÃ¶chte erreichen, dass er selber ab seiner Parzelle nicht mehr unmittelbar seitlich in die I.-Strasse zufahren muss. Ob es dabei ausschliesslich um die Schaffung einer § 240 Abs. 3 PBG entsprechenden Zu‑ und Ausfahrt oder vielmehr (auch) darum geht, die Voraussetzungen fÃ¼r die Bewilligung allfÃ¤lliger baulicher Mass­nah­men im Strassenbereich des eigenen GrundstÃ¼cks zu schaffen (vgl. dazu Schreiben des Tief­bauamts vom 7. Juni 1995 betreffend die Verweigerung der Zustimmung fÃ¼r die Er­stel­lung eines Lamellenzauns sowie Beschwerdeantwort), ist hier ohne Bedeu­tung.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">c) Es ist unbestritten, dass es sich bei der I.-Strasse um eine wichtige Ã¶ffentli­che Strasse handelt, auf die § 240 Abs. 3 PBG grundsÃ¤tzlich zur Anwendung kommt. So­wohl die Baurekurskommission IV wie auch der Beschwerdegegner verlangen unter Hin­weis auf diese Bestimmung die Erstellung einer rÃ¼ckwÃ¤rtigen Erschliessung fÃ¼r das Grund­stÃ¼ck des Beschwerdegegners und der ebenfalls unmittelbar an die I.-Strasse anstos­senden Nach­barparzellen. Hierzu ist zu sagen, dass § 240 Abs. 3 PBG zwei mÃ¶gliche Er­schliessungs­varian­ten vorsieht, nÃ¤mlich einerseits die rÃ¼ckwÃ¤rtige Erschliessung und an­der­seits die Zusammenfassung mehrerer Ausfahrten. Das Verwaltungsgericht hat wieder­holt entschie­den, dass es sich dabei um zwei gleichrangige ErschliessungslÃ¶sungen handelt (VGr, 1. April 1998, VB.97.00133; VGr, 22. November 1996, VB.96.00082 + 00083; VGr, 11. Juli 1990, VB 89/0176). Daran ist festzuhalten. Es ist daher von vornherein verfehlt, nur gerade die rÃ¼ckwÃ¤rtige Erschliessung ins Auge zu fassen.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="MsoListBullet">4. a) Hinsichtlich der Erschliessungssituation im Bereich der I.-Strasse im Orts­teil G. ist allgemein festzuhalten, dass die meisten der zahlreichen, an die I.-Strasse angrenzen­den GrundstÃ¼cke unmittelbar seitlich ab dieser Strasse erschlossen wer­den. RÃ¼ckwÃ¤rtige Er­schliessungen oder zusammengefasste Ein‑ bzw. Ausfahrten sind kaum vorhanden. So­dann sind fast alle diese Parzellen Ã¼berbaut. Beim GrundstÃ¼ck der Be­schwerdefÃ¼hrerin han­delt es sich praktisch um die letzte BaulÃ¼cke. Es liegt damit offen­kun­dig ein gewach­se­nes Quartier vor. Wollte man insgesamt rÃ¼ckwÃ¤rtige Erschliessungen schaffen, so wÃ¤ren damit nicht mehr vertretbare, Ã¼bermÃ¤ssige bauliche Eingriffe in die vor­handene Siedlungs­struktur erforderlich. Die Verweigerung der Baubewilligung erweist sich damit schon unter dem Gesichtspunkt der Rechtsgleichheit zum Mindesten als frag­wÃ¼rdig.</p> <p class="MsoListBullet"> </p> <p class="Einzug1">b) Was sodann die fÃ¼nf zwischen dem BaugrundstÃ¼ck und der I.-Strasse lie­genden GrundstÃ¼cke anbelangt (zu denen die Parzelle des Beschwerdegegners gehÃ¶rt), ist darauf hinzuweisen, dass das GrundstÃ¼ck Kat.Nr. ...1 an die I.-Strasse wie auch an die A.-Strasse stÃ¶sst, die gemÃ¤ss Baubewilligung normaliengerecht (und mit einer ver­kehrssicheren Ein­mÃ¼ndung in die I.-Strasse) auszubauen ist (Dispositiv Ziffer 3.3.2 der Baubewilligung in Verbindung mit den ErwÃ¤gungen). Das nÃ¶rdlichste der fÃ¼nf Grund­stÃ¼cke (Kat.Nr. ...8) liegt sowohl an der I.-Strasse wie auch am H.-Acker. Wie die beiden Parzellen strassenmÃ¤ssig heute erschlossen werden, lÃ¤sst sich den Akten nicht klar entnehmen. Jedenfalls wÃ¤re eine Erschliessung dieser beiden GrundstÃ¼cke Ã¼ber die A.-Strasse bzw. den H.-Acker offen­sicht­lich ohne grÃ¶ssere Probleme machbar. Damit bleiben im massgebenden Bereich einzig noch die drei Parzellen Kat.Nrn. ...5-...7. Es wÃ¤re nun aber auch aus dieser Sicht kaum ver­hÃ¤ltnismÃ¤ssig, die vorliegend streitige Bau­bewilligung nur deshalb zu verweigern, um die­sen drei Parzellen eine rÃ¼ckwÃ¤rtige Er­schlies­sung zu verschaffen. Sodann ist zu beachten, dass hinsichtlich dieser drei Grund­stÃ¼cke eine Zusammenfassung von zwei Ein‑ bzw. Aus­fahrten in bzw. von der I.-Strasse denkbar wÃ¤re. Eine solche LÃ¶sung wÃ¼rde jedenfalls wie dargelegt § 240 Abs. 3 PBG entsprechen. Diese Variante wÃ¤re wohl zuerst zu prÃ¼fen, weil sie aller Wahrschein­lichkeit nach weniger Land beanspruchen wÃ¼rde, als die vom Be­schwer­degegner und von der Baurekurskommission IV verlangte rÃ¼ckwÃ¤rtige Erschlies­sung.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">c) Auch der Gemeinderat B. hat in der Rekursantwort vom 2. August 1999 generell darauf hingewiesen, dass eine rÃ¼ckwÃ¤rtige Erschliessung "in diesem beinahe voll­stÃ¤ndig Ã¼berbauten Quartier nicht mehr verlangt werden" kÃ¶nne. ‑ Was sodann den Hin­weis des Re­kursgegeners auf das Schreiben des Tiefbauamts vom 7. Juni 1995 betrifft, so ist mit der BeschwerdefÃ¼hrerin festzuhalten, dass der Regierungsrat seine Praxis betreffend die rÃ¼ck­wÃ¤rtige Erschliessung von an Staatsstrassen anstossenden GrundstÃ¼cken allgemein gelo­ckert hat (Regierungsratsbeschluss Nr. 1048/1997, BEZ 1997 Nr. 24). </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">5. a) Selbst wenn man im Sinn des Standpunkts des Beschwerdegegners ein Teil­quartierplanverfahren fÃ¼r die Schaffung einer rÃ¼ckwÃ¤rtigen Erschliessung fÃ¼r die zwischen dem BaugrundstÃ¼ck und der I.-Strasse liegenden drei bzw. fÃ¼nf Ã¼berbauten Parzellen grundsÃ¤tzlich als erforderlich erachten wollte, so wÃ¼rde jedenfalls ein solches Verfahren durch das streitige Vorhaben nicht verhindert, auch wenn zuzugestehen ist, dass die Quar­tierplanbehÃ¶rde durch die Realisierung des Bauprojekts in ihrer planerischen Freiheit ein­geschrÃ¤nkt wÃ¼rde (dazu RB 1982 Nr. 140 = BEZ 1982 Nr. 19). Das mÃ¼sste jedoch hinge­nommen werden; denn auch die QuartierplanbehÃ¶rde muss von den tatsÃ¤chlich gegebenen VerhÃ¤ltnissen ausgehen. Ferner ist sie an die massgebenden quartierplanrechtlichen und raumplanerischen GrundsÃ¤tze gebunden (dazu nachstehend). </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">b) Zwischen den auf dem BaugrundstÃ¼ck geplanten vier EinfamilienhÃ¤usern und den bestehenden Bauten auf den Ã¶stlich angrenzenden GrundstÃ¼cken besteht auch nach Realisierung des streitigen Vorhabens noch genÃ¼gend Raum, um eine schmale Fahrweg­verbindung im Sinn eines Zugangswegs zur A.-Strasse bzw. zum H.-Acker zu schaf­fen. Mehr als ein Zugangsweg ist angesichts der geringen Zahl der zu erschliessenden Wohn­einheiten nicht erforderlich (vgl. dazu die regierungsrÃ¤tlichen Zugangsnormalien vom 9. Dezember 1987 in Verbindung mit deren Anhang). Dabei kÃ¶nnte es nicht angehen, eine solche Verbindung allein zulasten des GrundstÃ¼cks der BeschwerdefÃ¼hrerin zu erstel­len. Vielmehr hÃ¤tten auch der Beschwerdegegner sowie die EigentÃ¼mer der sÃ¼dÃ¶stlichen bzw. nordwestlichen GrundstÃ¼cke mit entsprechenden Landabtretungen zu einer solchen LÃ¶sung beizutragen. Das entspricht dem quartierplanrechtlichen Grundsatz, dass alle betei­ligten GrundeigentÃ¼mer an den Vorteilen des Unternehmens gleichmÃ¤ssig zu beteiligen sind und dass Nachteile und Belastungen auf sie angemessen verteilt werden mÃ¼ssen (BGr, 14. De­zember 1990, 1P.612/1989, 1P.184/1990; VGr, 22. November 1996, VB.96.00152). Es kÃ¶nnte auch nicht in Frage kommen, eine rÃ¼ckwÃ¤rtige Erschliessung fÃ¼r die erwÃ¤hnten fÃ¼nf, an die I.-Strasse angrenzen GrundstÃ¼cke mitten durch das BaugrundstÃ¼ck Kat.Nr. ..2a zu fÃ¼hren. Das wÃ¼rde offensichtlich dem Grundsatz der haushÃ¤lterischen Nut­zung von Grund und Boden widersprechen. Vielmehr mÃ¼sste eine solche Wegverbindung in den Grenzbereich zwischen dem BaugrundstÃ¼ck und den Ã¶stlich angrenzenden Parzellen zu liegen kommen, wo sie auch nach der Realisierung des Bauvorhabens Platz finden kÃ¶nn­te. Die geplanten EinfamilienhÃ¤user wÃ¼rden die Erstellung eines Zugangswegs entge­gen der Auffassung der Baurekurskommission IV nicht verhindern. Freier Raum ist auch in den sÃ¼dwestlichen Bereichen der genannten fÃ¼nf NachbargrundstÃ¼cke vorhanden. Letztlich geht auch der Beschwerdegegner von einer ErschliessungslÃ¶sung im genannten Sinn aus (Beschwerdeantwort S. 4 f.). AnzufÃ¼gen ist, dass die massgebliche GrundflÃ¤che durch eine rÃ¼ckwÃ¤rtige, nur wenigen Wohneinheiten dienende Erschliessung nicht berÃ¼hrt wÃ¼rde, je­denfalls dann nicht, wenn der Zugangsweg im Privateigentum der AnstÃ¶sser verbliebe (vgl. RB 1995 Nr. 83). Im Ãbrigen ist die erlaubte AusnÃ¼tzung ohnehin bei weitem nicht er­reicht (ErwÃ¤gungen zur Baubewilligung). Insgesamt erweist sich damit das Bau­grundstÃ¼ck als planungsrechtlich baureif. Die vom Gemeinderat B. erteilte Baubewilligung verstÃ¶sst nicht gegen § 234 PBG. </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">6. Die Beschwerde ist auf Grund der vorstehenden ErwÃ¤gungen gutzuheissen. Der angefochtene Rekursentscheid ist aufzuheben, und die Baubewilligung des Gemeinderats B. vom 8. MÃ¤rz 1999 ist wiederherzustellen. </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">7. ...</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="MsoNormal">DemgemÃ¤ss entscheidet das Verwaltungsgericht:</p> <p class="Einzug2"> </p> <p class="Einzug2"> </p> <p class="Einzug2">1. Der Rekursentscheid vom 27. Januar 2000 wird in Gutheissung der Beschwerde auf­gehoben und die Baubewilligung des Gemeinderats B. vom 8. MÃ¤rz 1999 wiederher­gestellt.</p> <p class="Einzug2"> </p> <p class="Einzug2">2. ...</p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>