<h2>SubmittedText<h2><p>Der Bundesrat wird beauftragt, anhand der Erfahrungen von Städten und Kantonen, die bereits das System der Subjektfinanzierung von familienergänzenden Kinderbetreuungsplätzen anwenden, aufzuzeigen, wie sich die Einführung der Betreuungsgutscheine auswirkt.</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Es liegt ausschliesslich in der Kompetenz der Kantone und Gemeinden, das Finanzierungsmodell für die familienergänzende Kinderbetreuung zu bestimmen, also auch, ob sie ihre Subventionen zugunsten der Eltern in Form von Gutscheinsystemen (Subjektfinanzierung) oder über die Trägerschaften (Objektfinanzierung) ausrichten. Entsprechend sind die Höhe und die Art der finanziellen Beteiligung der öffentlichen Hand an der familien- und schulergänzenden Kinderbetreuung schweizweit sehr unterschiedlich. Aufgrund dieser Kompetenzordnung ist es nicht die Aufgabe des Bundes, die Subventionierungssysteme für die familienergänzende Kinderbetreuung zu evaluieren.</p><p>Die Eidgenössische Kommission für Familienfragen (EKFF) hingegen hat im Sommer 2021 eine Studie publiziert, in welcher die Bezahlbarkeit der institutionellen Kinderbetreuung in Kindertagestätten, Tagesfamilien und Tagesstrukturen untersucht und die föderalen Unterschiede der Finanzierungssysteme und Tarifordnungen beleuchtet werden. Zudem werden die kantonalen Gesetzgebungen bezüglich Finanzierungschlüssel, -mechanismen und Geldströmen sowie die Elterntarife in den Kantonen und 13 Beispielgemeinden verglichen (Stern S., Ostrowski G. et al. (2021): "Finanzierung der institutionellen Kinderbetreuung und Elterntarife", Bericht, INFRAS AG, Forschung und Beratung, Zürich und Evaluanda AG, évaluation et conseil, Genf, abrufbar unter <a href="https://www.bundespublikationen.admin.ch/cshop_bbl/b2c/start.do">www.bundespublikationen.admin.ch</a> &gt; <a href="https://www.bundespublikationen.admin.ch/cshop_bbl/catalog/catalogForward/(layout=7.01-13_131_69_71_6_133_2&amp;carea=0024817F68691EE1B4AF3905B95E4F0F&amp;cpgnum=1)/.do?start=true&amp;xsrfid=G5APsP0bK8eTtojd1a5dx2xFHgO3zFqSyEs">Publikationen</a> &gt; <a href="https://www.bundespublikationen.admin.ch/cshop_bbl/catalog/categorieInPath/(layout=7.01-13_131_69_71_6_133_2&amp;carea=0024817F68691EE1B4AF3905B95E4F0F&amp;cpgnum=1)/.do?key=0/0024817F68691EE1B4ADAFDFEB1BCDEC&amp;xsrfid=G5APsP0bK8eTtojd1a5dx2xFHgO3zFqSyEs">Eidg. Departement des Innern EDI</a> &gt; <a href="https://www.bundespublikationen.admin.ch/cshop_bbl/catalog/categorieInPath/(layout=7.01-13_131_69_71_6_133_2&amp;carea=0024817F68691EE1B4AF3905B95E4F0F&amp;cpgnum=1)/.do?key=0/0024817F68691EE1B4ADAFDFEB1BCDEC/0024817F68691EE1B4AEBD2CC67D0EB3&amp;xsrfid=G5APsP0bK8eTtojd1a5dx2xFHgO3zFqSyEs">Bundesamt für Sozialversicherungen BSV</a> &gt; Familie, Generationen und Gesellschaft).</p><p>Eine zentrale Erkenntnis des Berichts ist, dass die Ziele, wie Zugänglichkeit, Vereinbarkeit von Familie und Erwerbstätigkeit sowie Qualität der Betreuung mit verschiedenen Finanzierungsmodellen erreicht werden können. Ob öffentliche oder private Trägerschaften, Objekt- oder Subjektfinanzierung, Normkostenmodell oder Betreuungsgutscheine sei dabei weniger relevant - es komme vor allem auf die Höhe der Mitfinanzierung durch die öffentliche Hand an.</p>  Der Bundesrat beantragt die Ablehnung des Postulates.