<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2023.00030</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=223201&amp;W10_KEY=13045544&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2023.00030</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 03.05.2023</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">2. Abteilung/2. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">AuslÃ¤nderrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Kurzaufenthaltsbewilligung zur Vorbereitung der Heirat / Duldung</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>[Beim Beschwerdeführer handelt es sich um einen rechtskräftig abgewiesenen Asylbewerber, der die Schweiz verlassen müsste. Er ersucht um Erteilung einer Kurzaufenthaltsbewilligung zur Vorbereitung der Ehe mit einer Schweizerin.] Es bestehen einige Indizien, die auf eine Scheinehe hinweisen, insbesondere die kurze Kennenlernphase und der enge zeitliche Zusammenhang zwischen dem Ausreisegespräch und den Heiratsplänen (E. 2.6.1). Gleichzeitig liegen etliche Indizien vor, welche auf eine echte Beziehung hinweisen (Fotos, Chatverläufe etc.). Die Beschwerdeführenden stammen aus demselben Kulturkreis, haben dieselbe Religionszugehörigkeit, sprechen die gleiche Sprache und es besteht kein allzu grosser Altersunterschied zwischen ihnen (E. 6.2.2). Es kann vor diesem Hintergrund â zumindest derzeit und im Rahmen der hier vorzunehmenden summarischen Beurteilung â nicht auf ein rechtsmissbräuchliches Verhalten des Beschwerdeführers geschlossen werden (E. 2.6.3). Es kann mit dem Eheschluss in den nächsten Monaten gerechnet werden (E. 2.7). Gutheissung der Beschwerde. </b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> - keine -<br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> - keine -<br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 3 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="WordSection1"> <table border="1" cellpadding="0" cellspacing="0" class="MsoNormalTable" width="0"> <tr> <td valign="top"> <p class="Kopf1"><span>Verwaltungsgericht</span></p> <p class="Kopf1"><span>des Kantons ZÃ¼rich</span></p> <p class="Kopf1"><span>2. Abteilung</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Kopf1"> </p> </td> <td valign="top"> <p class="Kopf1"><span><img alt="" height="78" id="Bild 1" src="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getImage&amp;nF38_KEY=61607" width="123"/></span></p> </td> </tr> </table> <p class="MsoNormal">VB.2023.00030</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"><b><span>Urteil</span></b></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"><span>der 2. Kammer</span></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">vom <a id="VF_DAT_ENTSCHEID">3. Mai 2023</a></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">Mitwirkend: AbteilungsprÃ¤sident Andreas Frei<span> (Vorsitz)</span>, Verwaltungsrichterin Silvia Hunziker, Verwaltungsrichterin Viviane Sobotich, <a id="TN_AUTOTEXT_RICHTER"></a><a id="TN_AUTOTEXT_GS"></a>Gerichtsschreiberin Linda Rindlisbacher. </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">In Sachen</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>1. A, <br/> <br/> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>2. B, <br/> <br/> </span></p> <p class="MsoBodyText"> beide vertreten durch RA C, </p> <p class="MsoNormal"><b><span>BeschwerdefÃ¼hrende,</span></b><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="Zwischentitel">gegen</p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>Migrationsamt des Kantons ZÃ¼rich, </span></p> <p class="MsoNormal"><b><span>Beschwerdegegner,</span></b><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><b><span>betreffend Kurzaufenthaltsbewilligung zur Vorbereitung der Heirat / Duldung,</span></b></p> <p class="Einzug1"><span>hat sich ergeben:</span></p> <p class="Sachverhalt1"><b>I. </b> </p> <p class="Sachverhalt1">A, geboren 1989, ist StaatsangehÃ¶riger von Sri Lanka. Er reiste am 4. Juli 2017 illegal in die Schweiz ein und ersuchte um Asyl. Das Staatssekretariat fÃ¼r Migration (SEM) lehnte sein Asylgesuch mit VerfÃ¼gung vom 20. Januar 2020 mangels Glaubhaftigkeit ab und stellte fest, dass er die FlÃ¼chtlingseigenschaft nicht erfÃ¼lle. Gleichzeitig ordnete es die Wegweisung von A aus der Schweiz an und verfÃ¼gte den Vollzug der Wegweisung. Die dagegen am 6. MÃ¤rz 2020 erhobene Beschwerde wies das Bundesverwaltungsgericht mit rechtskrÃ¤ftigem Urteil vom 5. November 2021 ab. Die vom SEM auf den 14. Dezember 2021 angesetzte Ausreisefrist liess A ungenutzt verstreichen. </p> <p class="Sachverhalt1">Am 12. Januar 2022 reichte A ein erstes WiedererwÃ¤gungsgesuch ein, welches das SEM mit Entscheid vom 23. Februar 2022 abwies. Auf die dagegen erhobene Beschwerde trat das Bundesverwaltungsgericht mit Urteil vom 29. April 2022 nicht ein. </p> <p class="Sachverhalt1">Am 9. Mai 2022 ersuchte A erneut um WiedererwÃ¤gung des Asylentscheids. AnlÃ¤sslich des AusreisegesprÃ¤chs bzw. des GesprÃ¤chs zur Papierbeschaffung vom 11. Mai 2022 beim Amt fÃ¼r Migration und Integration des Kantons Aargau (AMI) verweigerte A seine Bereitschaft zur Organisation von Reisepapieren und zur RÃ¼ckkehr in seinen Heimatstaat.</p> <p class="Urteilstext">Am 7. Juli 2022 erkundigte sich B per E-Mail beim AMI hinsichtlich des weiteren Vorgehens im Hinblick auf die Regelung des Aufenthalts ihres Verlobten A. Da dieser in der Schweiz Ã¼ber keinen rechtmÃ¤ssigen Aufenthalt verfÃ¼gte, verwies das AMI B an die AuslÃ¤nderbehÃ¶rde ihres Wohnortes (Migrationsamt des Kantons ZÃ¼rich). Am 8. Juli 2022 reichte B ihre Anfrage beim Migrationsamt ein. Dieses klÃ¤rte B mit Schreiben vom 24. August 2022 Ã¼ber den Aufenthaltsstatus ihres Verlobten auf und forderte Unterlagen fÃ¼r die PrÃ¼fung der Zulassungsvoraussetzungen nach allfÃ¤lligem Eheschluss. </p> <p class="Urteilstext">Am 26. August 2022 wies das SEM das zweite WiedererwÃ¤gungsgesuch von A ab. Das Bundesverwaltungsgericht trat auf die dagegen erhobene Beschwerde mit Urteil vom 11. Oktober 2022 nicht ein. A wurde eine neue Ausreisefrist bis 16. November 2022 gesetzt. </p> <p class="Urteilstext">Mit Schreiben vom 20. Oktober 2022 informierte B das Migrationsamt unter anderem darÃ¼ber, dass sie im Kanton ZÃ¼rich ein Ehevorbereitungsverfahren eingeleitet hÃ¤tten, und reichte Unterlagen ein. Mit VerfÃ¼gung vom 31. Oktober 2022 wies das Migrationsamt das Gesuch von B vom 8. Juli 2022 um Erteilung einer Kurzaufenthaltsbewilligung an ihren Verlobten, A, zwecks Heirat bzw. um Duldung in der Schweiz bis zum Eheschluss ab. </p> <p class="Sachverhalt1"><b>II. </b> </p> <p class="Sachverhalt2">Die Rekursabteilung der Sicherheitsdirektion wies den dagegen erhobenen Rekurs mit Entscheid vom 10. Januar 2023 ab, soweit er nicht gegenstandlos geworden war.</p> <p class="Sachverhalt1"><b>III. </b> </p> <p class="Sachverhalt1">Mit Beschwerde vom 13. September 2022 liessen die BeschwerdefÃ¼hrenden dem Verwaltungsgericht beantragen, der vorinstanzliche Entscheid sei aufzuheben und das Migrationsamt anzuweisen, dem BeschwerdefÃ¼hrer eine Kurzaufenthaltsbewilligung fÃ¼r die Dauer von mindestens sechs Monaten zwecks Eheschliessung zu erteilen. Eventualiter sei der angefochtene Entscheid aufzuheben und die Sache zur AbklÃ¤rung des rechtsrelevanten Sachverhalts und zum neuen Entscheid an die Vorinstanz zurÃ¼ckzuweisen. In prozessrechtlicher Hinsicht beantragten sie, es sei im Sinn einer superprovisorischen Massnahme das Migrationsamt des Kantons Aargau anzuweisen bzw. ihm mitzuteilen, dass bis zum definitiven Entscheid Ã¼ber die vorliegende Beschwerde von jeglichen Vollzugsmassnahmen und damit von einer allfÃ¤lligen Wegweisung des BeschwerdefÃ¼hrers nach Sri Lanka abzusehen sei. Es sei fÃ¼r den Fall der Gutheissung der vorliegenden Beschwerde die Vorinstanz zu verpflichten, dem BeschwerdefÃ¼hrer fÃ¼r das Rekursverfahren eine ParteientschÃ¤digung von Fr. 3'360.90 zuzusprechen, alles unter Kosten- und EntschÃ¤digungsfolgen.</p> <p class="Urteilstext">Mit PrÃ¤sidialverfÃ¼gung vom 18. Januar 2023 hielt der AbteilungsprÃ¤sident des Verwaltungsgerichts fest, dass wÃ¤hrend des Verfahrens alle Vollziehungsvorkehrungen zu unterbleiben haben. Der BeschwerdefÃ¼hrer teilte dem Verwaltungsgericht mit Schreiben vom 23. MÃ¤rz 2023 mit, dass er alle Dokumente beim Zivilstandsamt eingereicht habe, und mit E-Mail vom 4. April 2023, dass das Zivilstandsamt die Dokumente geprÃ¼ft habe und einer Eheschliessung nur noch die Erteilung der Kurzaufenthaltsbewilligung im Weg stehe. </p> <p class="Sachverhalt1">WÃ¤hrend sich das Migrationsamt nicht vernehmen liess, verzichtete die Sicherheitsdirektion auf Vernehmlassung.</p> <p class="Einzug1"><span>Die Kammer</span><span> erwÃ¤gt:</span></p> <p class="Erwgung1"><b>1. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>1.1 </b><b> </b>Mit der Beschwerde an das Verwaltungsgericht kÃ¶nnen Rechtsverletzungen einschliesslich Ermessensmissbrauch, ErmessensÃ¼berschreitung und Ermessensunterschreitung und die unrichtige oder ungenÃ¼gende Feststellung des Sachverhalts gerÃ¼gt werden, nicht aber die Unangemessenheit des angefochtenen Entscheids (§ 20 Abs. 1 in Verbindung mit § 50 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 [VRG]).</p> <p class="Erwgung1"><b>1.2 </b>Der Antrag, im Sinn einer vorsorglichen Massnahme von jeglichen Vollzugsmassnahmen Abstand zu nehmen, wird mit dem heutigen Urteil gegenstandslos.</p> <p class="Erwgung1"><b>2. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>2.1 </b><span>Nach Art. 14 Abs. 1 des Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 (AsylG) kann eine asylsuchende Person ab Einreichung des Asylgesuchs bis zur Ausreise nach einer rechtskrÃ¤ftig angeordneten Wegweisung, nach einem RÃ¼ckzug des Asylgesuchs oder bis zur Anordnung einer Ersatzmassnahme bei nicht durchfÃ¼hrbarem Vollzug kein Verfahren um Erteilung einer auslÃ¤nderrechtlichen Aufenthaltsbewilligung einleiten, ausser es bestehe ein Anspruch auf deren Erteilung. Dieser als Ausschliesslichkeit bzw. Vorrang des Asylverfahrens bezeichnete Grundsatz soll eine Privilegierung von Asylbewerberinnen und Asylbewerbern gegenÃ¼ber anderen auslÃ¤ndischen Personen und eine Verschleppung des Verfahrens sowie des Wegweisungsvollzugs verhindern, weshalb ein Abweichen davon gemÃ¤ss Rechtsprechung des Bundesgerichts nur bei Vorliegen eines offensichtlichen ("manifesten") Rechtsanspruchs auf eine Aufenthaltsbewilligung mÃ¶glich ist (vgl. BGE 137 I 351 E. 3.1; Constantin Hruschka in: Marc Spescha et al., Migrationsrecht, 5. A., ZÃ¼rich 2019, Art. 14 AsylG N. 1 f. [jeweils mit Hinweisen]). Ãber die Offensichtlichkeit des Anspruchs ist aufgrund einer summarischen PrÃ¼fung zu entscheiden (BGr, 24. Juli 2017, 2C_551/2017, E. 2.3.2, und 17. MÃ¤rz 2017, 2C_947/2016, E. 3.5).</span> </p> <p class="Erwgung2"><b>2.2 </b>Beim BeschwerdefÃ¼hrer handelt es sich um einen rechtskrÃ¤ftig aus der Schweiz weggewiesenen Asylbewerber, der seiner Ausreisepflicht bislang nicht nachgekommen ist und fÃ¼r den keine Ersatzmassnahme angeordnet wurde. Er hÃ¤lt sich seit seiner Einreise am 4. April 2017 illegal in der Schweiz auf und mÃ¶chte eine Schweizerin heiraten, sobald er in der Schweiz Ã¼ber einen gÃ¼ltigen Aufenthaltstitel verfÃ¼gt. GestÃ¼tzt auf das <span>Bundesgesetz Ã¼ber die AuslÃ¤nderinnen und AuslÃ¤nder und Ã¼ber die Integration vom 16. Dezember 2005 (AIG) </span>steht ihm vor der Heirat mit seiner Schweizer Verlobten kein Bewilligungsanspruch im Sinn von Art. 42 Abs. 1 AIG zu. Im Hinblick auf die geplante Eheschliessung vermag er allerdings unter bestimmten Voraussetzungen aus dem in Art. 12 der EuropÃ¤ischen Menschenrechtskonvention (EMRK) sowie Art. 14 der Bundesverfassung vom 18. April 1999 (BV) garantierten Recht auf Ehe einen Anwesenheitsanspruch zum Zweck der Eheschliessung in der Schweiz abzuleiten.</p> <p class="Erwgung2"><b>2.3 </b>Nach Art. 98 Abs. 4 des Zivilgesetzbuchs vom 10. Dezember 1907 (ZGB) mÃ¼ssen Verlobte, die nicht SchweizerbÃ¼rgerinnen oder SchweizerbÃ¼rger sind, wÃ¤hrend des Vorbereitungsverfahrens ihren rechtmÃ¤ssigen Aufenthalt in der Schweiz nachweisen, ansonsten die Zivilstandsbeamten die Trauung nicht vollziehen dÃ¼rfen (vgl. auch Art. 66 Abs. 2 lit. e in Verbindung mit Art. 67 Abs. 3 der Zivilstandsverordnung vom 28. April 2004 [ZStV]). In Konkretisierung des Gesetzeszwecks dieser Bestimmung und in Beachtung von Art. 8 Abs. 1 EMRK (Recht auf Schutz des Familienlebens) sind die MigrationsbehÃ¶rden gehalten, Ehewilligen ohne Aufenthaltsrecht zur Vermeidung einer Verletzung ihres Rechts auf Ehe gemÃ¤ss Art. 12 EMRK bzw. dem analog ausgelegten Art. 14 BV eine vorÃ¼bergehende (Kurz-)Aufenthaltsbewilligung zu erteilen, sofern keine Hinweise vorliegen, dass die auslÃ¤ndischen Personen mit ihrem Vorhaben die Vorschriften Ã¼ber den Familiennachzug umgehen wollen, und feststeht, dass sie nach der Heirat die Zulassungsvoraussetzungen in der Schweiz offensichtlich erfÃ¼llen (analoge Anwendung von Art. 17 Abs. 2 AIG; BGE 137 I 351 E. 3.5 und 3.7; vgl. auch Marc Spescha in: derselbe et al., Art. 98 ZGB N. 2 f.). Diese Praxis gilt auch fÃ¼r abgewiesene â und damit an sich illegal anwesende â Asylbewerber, die erst mittels Heirat den auslÃ¤nderrechtlichen Bewilligungsanspruch erwerben, da ihnen bei einer ernstlich gewollten Ehe und offensichtlich erfÃ¼llten Bewilligungserfordernissen nicht zugemutet werden kann, in ihre Heimat zurÃ¼ckzukehren und von dort aus um eine Einreisebewilligung zwecks Heirat zu ersuchen (BGE 137 I 351 E. 3.7; BGr, 2. Januar 2013, 2C_195/2012, E. 3.5.2). Eine Kurzaufenthaltsbewilligung zum Zweck der Eheschliessung soll indes nur erteilt werden, wenn mit dem Eheschluss in absehbarer Zeit zu rechnen ist (vgl. BGr, 17. Januar 2020, 2C_827/2019, E. 3). </p> <p class="Urteilstext"><span>Dem Grundsatz, wonach der Bewilligungsentscheid im Ausland abzuwarten ist, muss grundrechtskonform nachgelebt werden; unverhÃ¤ltnismÃ¤ssige, schikanÃ¶se Ausreiseverpflichtungen und VerfahrensverzÃ¶gerungen sind im Interesse aller Beteiligten unter BerÃ¼cksichtigung des Beschleunigungsgebots (vgl. Art. 29 Abs. 1 BV) primÃ¤r dadurch zu vermeiden, dass rasch erstinstanzlich in der Sache entschieden wird (vgl. BGE 139 I 37 E. 2.2 mit weiteren Hinweisen).</span></p> <p class="Erwgung2"><b>2.4 </b>Eine sogenannte Schein- oder AuslÃ¤nderrechtsehe liegt vor, wenn die Eheleute (oder zumindest jemand von ihnen) die Ehe nur zur Erlangung des Aufenthaltsrechts eingehen, ohne eine echte eheliche Gemeinschaft zu beabsichtigen (BGr, 5. April 2011, 2C_820/2010, E. 3.1). In solchen FÃ¤llen hat die auslÃ¤ndische Person auch nach der Heirat kein Aufenthaltsrecht in der Schweiz (vgl. fÃ¼r die vorliegende Konstellation Art. 51 Abs. 1 lit. a in Verbindung mit Art. 42 Abs. 1 AIG).</p> <p class="Erwgung2"><b>2.5 </b>Um festzustellen, ob der Anspruch auf eine Kurzaufenthaltsbewilligung zur Vorbereitung der Ehe rechtsmissbrÃ¤uchlich geltend gemacht wird, kÃ¶nnen die allgemein fÃ¼r das Vorliegen einer Umgehungsehe sprechenden Indizien beigezogen werden. Indizien, die auf eine Umgehungsehe und das Fehlen eines Bewilligungsanspruchs nach der Heirat hindeuten, liegen vor, wenn der auslÃ¤ndischen Person die Wegweisung droht, weil sie ohne Heirat keine Aufenthaltsbewilligung erhielte bzw. eine Bewilligung ohne Ehe nicht oder kaum erhÃ¤ltlich gemacht werden kÃ¶nnte. Auch die UmstÃ¤nde des Kennenlernens und die kurze Dauer der Bekanntschaft kÃ¶nnen fÃ¼r einen fehlenden Ehewillen sprechen; dasselbe gilt bei einem grossen Altersunterschied oder wenn die Eheleute gar nie eine Wohngemeinschaft aufgenommen haben. Als Hinweis fÃ¼r eine AuslÃ¤nderrechtsehe â und damit das Fehlen eines offensichtlichen Bewilligungsanspruchs nach der Heirat â kann auch berÃ¼cksichtigt werden, ob die Eheleute sich kaum kennen, die Bezahlung einer Geldsumme fÃ¼r die Heirat vereinbart wurde oder die Eheleute sich in wichtigen Fragen des Zusammenlebens widersprechen bzw. nur beschrÃ¤nkte Kenntnisse Ã¼ber die Lebensgeschichte und die Familie des Partners oder der Partnerin bzw. die Heirat und das Eheleben haben (BGr, 7. Juni 2019, 2C_117/2019, E. 4.1 f.). Ebenso kÃ¶nnen widersprÃ¼chliche Aussagen der Beteiligten deren Glaubhaftigkeit herabsetzen und eine AuslÃ¤nderrechtsehe nahelegen (VGr, 29. April 2021, VB.2020.00763, E. 2.3; vgl. BGr, 18. Juli 2012, 2C_502/2012, E. 2.2 â 16. Juli 2010, 2C_205/2010, E. 3.2). Im Zweifelsfall ist die Kurzaufenthaltsbewilligung zur Ehevorbereitung bzw. eine entsprechende Duldung zu erteilen; sollte die Ehe (wider Erwarten) doch rechtsmissbrÃ¤uchlich eingegangen werden, wird â als mildere Massnahme zur Verhinderung der Ehe â die Aufenthaltsbewilligung dem BeschwerdefÃ¼hrer kÃ¼nftig nÃ¶tigenfalls entzogen oder nicht mehr verlÃ¤ngert werden (BGr, 7. Juni 2019, 2C_117/2019, E. 7.1; VGr, 8. Juli 2021, VB.2021.00023, E. 2.5.1).</p> <p class="Erwgung2"><b>2.6 </b><span>Wie die Vorinstanz zutreffend ausfÃ¼hrt, bestehen vorliegend einige Indizien, dass zumindest der BeschwerdefÃ¼hrer die Ehe mit seiner Verlobten nur aus aufenthaltsrechtlichen Ãberlegungen einzugehen beabsichtigt.</span></p> <p class="Erwgung3"><b>2.6.1 </b>Beim BeschwerdefÃ¼hrer handelt es sich um einen rechtskrÃ¤ftig abgewiesenen Asylbewerber, der nach zwei erfolglosen WiedererwÃ¤gungsverfahren die Schweiz verlassen mÃ¼sste. Ohne die Heirat mit einer hier anwesenheitsberechtigten Frau hÃ¤tte er keine Aussicht auf einen weiteren Verbleib in der Schweiz. Sodann spricht fÃ¼r das Vorliegen einer Scheinehe insbesondere der enge zeitliche Zusammenhang zwischen dem AusreisegesprÃ¤ch vom 11. Mai 2022 beim AMI, anlÃ¤sslich dessen er auf die MÃ¶glichkeit der Zwangsausschaffung im Fall der RÃ¼ckkehrverweigerung aufmerksam gemacht worden war, und der E-Mail der BeschwerdefÃ¼hrerin vom 7. Juli 2022, mit der sie erstmals als Verlobte des BeschwerdefÃ¼hrers auftrat. GemÃ¤ss eigenen Angaben haben sich die BeschwerdefÃ¼hrenden erstmals am 4. Juni 2022 im D-Tempel in E gesehen. Am darauffolgenden Tag hÃ¤tten sie telefoniert und sich am 12. Juni 2022 getroffen. Am 24. Juni 2022 seien sie ein Liebespaar geworden. Zwischen dem ersten Kontakt und den HeiratsplÃ¤nen lagen somit nur ca. vier Wochen, was, wie die Vorinstanz zutreffend feststellte, als Ã¤usserst knapp zu bezeichnen ist. </p> <p class="Erwgung3"><b>2.6.2 </b><span>Gleichzeitig gehen aus den Akten etliche Indizien hervor, welche auf eine echte Beziehung der BeschwerdefÃ¼hrenden hinweisen: So stammen die beiden aus demselben Kulturkreis, haben dieselbe ReligionszugehÃ¶rigkeit, sprechen die gleiche Sprache und es besteht kein allzu grosser Altersunterschied zwischen ihnen. Sodann liegen zahlreiche Beweismittel vor, welche die Beziehung bestÃ¤tigen: Fotos von gemeinsamen Unternehmungen, Telefonverbindungen, WhatsApp-ChatverlÃ¤ufe sowie Schreiben von Verwandten. </span>Die BeschwerdefÃ¼hrenden geben an, dass die drohende Wegweisung des BeschwerdefÃ¼hrers der Grund fÃ¼r die Ã¤usserst kurze Dauer zwischen dem Kennenlernen und dem Entscheid, zu heiraten, gewesen sei. Sie hÃ¤tten sich erstmals in einem tamilischen Tempel gesehen. Die BeschwerdefÃ¼hrerin habe ihren Vater danach Ã¼ber ihr Interesse am BeschwerdefÃ¼hrer informiert, woraufhin dieser dank seiner Verbindungen die Telefonnummer des BeschwerdefÃ¼hrers ausfindig gemacht habe. Diese Angaben sind durch die sich in den Akten befindenden WhatsApp-ChatverlÃ¤ufe belegt. Somit ist der erste Schritt des Kennenlernens von der BeschwerdefÃ¼hrerin und nicht dem BeschwerdefÃ¼hrer ausgegangen. <span>Mittlerweile sind die BeschwerdefÃ¼hrenden seit fast einem Jahr ein Liebespaar und halten nach wie vor an ihrem Ehewillen fest. Sodann ist im Kulturkreis der BeschwerdefÃ¼hrenden eine rasche Verlobung nicht unÃ¼blich. Die BeschwerdefÃ¼hrenden haben </span>vor dem Entscheid, zu heiraten, die EinverstÃ¤ndnisse ihrer Eltern eingeholt. <span>Damit kommt dem Zeitablauf, einem wesentlichen Hinweis auf das Vorliegen einer Scheinehe, kein wesentliches Gewicht (mehr) zu. </span></p> <p class="Erwgung3"><b>2.6.3 </b><span>Insgesamt bestehen somit Hinweise darauf, dass der BeschwerdefÃ¼hrer die Ehe mit der BeschwerdefÃ¼hrerin aus aufenthaltsrechtlichen Ãberlegungen eingehen will. Gleichzeitig liegen jedoch auch etliche Indizien vor, welche fÃ¼r einen ernsthaften Ehewillen sprechen. Zusammenfassend kann vor diesem Hintergrund â zumindest derzeit und im Rahmen der hier vorzunehmenden summarischen Beurteilung â nicht auf ein rechtsmissbrÃ¤uchliches Verhalten des BeschwerdefÃ¼hrers geschlossen werden.</span></p> <p class="Erwgung2"><b>2.7 </b>Absehbar ist die Eheschliessung, wenn mit der Beschaffung der zivilrechtlich erforderlichen Papiere bzw. BestÃ¤tigungen innert der fÃ¼r die Vorbereitung der Eheschliessung Ã¼blichen Zeitperiode von sechs Monaten gerechnet werden kann (VGr, 1. September 2020, VB.2020.00293, E. 3.6 Abs. 1 â 11. Juni 2020, VB.2020.00351, E. 2.3.1 Abs. 2).</p> <p class="Erwgung3">GemÃ¤ss E-Mail des Zivilstandsamts der Stadt ZÃ¼rich vom 4. April 2023 muss einzig noch der rechtmÃ¤ssige Aufenthalt des BeschwerdefÃ¼hrers nachgewiesen sein, damit die Ehevorbereitung durchgefÃ¼hrt werden kann. Vor diesem Hintergrund ist mit dem Eheschluss in den nÃ¤chsten Monaten und damit in absehbarer Zeit zu rechnen (vgl. zum Ganzen VGr, 15. April 2021, VB.2021.00181, E. 3.4.4 mit Hinweisen).</p> <p class="Erwgung2"><b>2.8 </b>Nach dem Gesagten ist die Beschwerde gutzuheissen und der Beschwerdegegner anzuweisen, dem BeschwerdefÃ¼hrer eine Kurzaufenthaltsbewilligung zur Ehevorbereitung zu erteilen. FÃ¼r eine allfÃ¤llige VerlÃ¤ngerung der Kurzaufenthaltsbewilligung sowie fÃ¼r die Erteilung und VerlÃ¤ngerung der Aufenthaltsbewilligung ist im jeweiligen Zeitpunkt erneut und vertieft zu untersuchen und zu prÃ¼fen, ob die dannzumal geltenden Voraussetzungen hierfÃ¼r erfÃ¼llt sind, zumal die vorliegende PrÃ¼fung lediglich summarisch erfolgt.</p> <p class="Erwgung1"><b>3. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>3.1 </b>AusgangsgemÃ¤ss sind die Gerichtskosten dem Beschwerdegegner aufzuerlegen und steht dem BeschwerdefÃ¼hrer eine ParteientschÃ¤digung zu (§ 13 Abs. 2 in Verbindung mit § 65a Abs. 2 sowie § 17 Abs. 2 VRG). Die ParteientschÃ¤digung wird nach der Bedeutung der Streitsache, der Schwierigkeit des Falls, dem Zeitaufwand und den Auslagen bemessen (§ 17 Abs. 2 lit. a VRG i.<span> </span>V.<span> </span>m. §8 Abs. 1 der GebÃ¼hrenverordnung des Verwaltungsgerichts vom 3. Juli 2018 [GebV VGr]).</p> <p class="Erwgung2"><b>3.2 </b>Die BeschwerdefÃ¼hrenden beantragen eine ParteientschÃ¤digung gemÃ¤ss der durch Rechtsanwalt C einzureichenden Honorarnote. Die vorgÃ¤ngige Einholung einer Kostennote ist gemÃ¤ss § 9 Abs. 2 GebV VGr nur fÃ¼r die Bemessung der EntschÃ¤digung des unentgeltlichen Rechtsbeistands vorgesehen, wÃ¤hrend bei der Festsetzung der ParteientschÃ¤digung nach stÃ¤ndiger Praxis des Verwaltungsgerichts in aller Regel auf die Einholung einer Kostennote verzichtet werden kann. Rechtsanwalt C hat keine Kostennotennote eingereicht. Da das vorliegende Verfahren mit zahlreichen anderen auslÃ¤nderrechtlichen Verfahren vergleichbar ist, erscheint die Einholung einer Kostennote fÃ¼r das Beschwerdeverfahren auch nicht erforderlich (vgl. VGr, 15. Juni 2022, VB.2021.00567, E. 5; VGr, 10. November 2021, VB.2021.00405, E. 6). Der Beschwerdegegner ist zu verpflichten, den BeschwerdefÃ¼hrenden fÃ¼r das Beschwerdeverfahren eine ParteientschÃ¤digung von Fr. 1'500.- (Mehrwertsteuer inklusive) zu bezahlen (§ 17 Abs. 2 lit. a VRG; Kaspar PlÃ¼ss in: Alain Griffel [Hrsg.], Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons ZÃ¼rich [VRG], 3. A., ZÃ¼rich etc. 2014, § 17 N. 29).</p> <p class="Erwgung2"><b>3.3 </b>Die BeschwerdefÃ¼hrenden beantragen sodann die Zusprechung einer ParteientschÃ¤digung fÃ¼r das Rekursverfahren in der HÃ¶he von Fr. 3'360.90. GemÃ¤ss § 13 Abs. 2 Satz 1 und § 17 Abs. 2 in Verbindung mit § 65a VRG sind die Verfahrenskosten grundsÃ¤tzlich der unterliegenden Partei bzw. Amtsstelle aufzuerlegen und diese kann zu einer angemessenen EntschÃ¤digung fÃ¼r die Umtriebe der Gegenpartei verpflichtet werden. Aus BilligkeitsgrÃ¼nden und dem in § 13 Abs. 2 Satz 2 VRG statuierten Verursacherprinzip kann hiervon jedoch unter anderem abgewichen werden, wenn eine Partei bzw. Amtsstelle im Rechtsmittelverfahren nur aufgrund von Noven unterliegt, welche im vorinstanzlichen Verfahren noch nicht berÃ¼cksichtigt werden konnten (vgl. Kaspar PlÃ¼ss in: Alain Griffel [Hrsg.], Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons ZÃ¼rich [VRG], 3. A., ZÃ¼rich etc. 2014 [Kommentar VRG], § 13 N. 64; VGr, 17. April 2019, VB.2019.00145, E. 3; vgl. zum Verursacherprinzip im Allgemeinen auch PlÃ¼ss, Kommentar VRG, § 13 N. 55 ff. und § 17 N. 25 ff.).</p> <p class="Erwgung2"><b>3.4 </b>Die BeschwerdefÃ¼hrenden vermochten erst im verwaltungsgerichtlichen Verfahren zu belegen, dass die beabsichtigte Heirat innert nÃ¼tzlicher Frist erfolgen kann, da erst mit E-Mail des Zivilstandsamtes des Kantons ZÃ¼rich vom 4. April 2023 die BestÃ¤tigung vorlag, dass fÃ¼r den Abschluss des Ehevorbereitungsverfahrens nur noch die Einreichung der BestÃ¤tigung des rechtmÃ¤ssigen Aufenthalts des BeschwerdefÃ¼hrers fehlt. Die begehrte Erteilung der Kurzaufenthaltsbewilligung zur Vorbereitung der Ehe wurde damit erst im verwaltungsgerichtlichen Verfahren bewilligungsfÃ¤hig, wÃ¤hrend die entsprechenden Gesuche von den Vorinstanzen zu Recht abgewiesen wurden. Es rechtfertigt sich deshalb nicht, die vorinstanzlichen Kosten- und EntschÃ¤digungsfolgen neu zu regeln. </p> <p class="Erwgung1"><b>4. </b> </p> <p class="Urteilstext"><span>Zur Rechtsmittelbelehrung des nachstehenden Dispositivs ist Folgendes zu erlÃ¤utern: Soweit ein Anwesenheitsanspruch geltend gemacht wird, ist Beschwerde in Ã¶ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten nach Art. 82 ff. des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (BGG) zu erheben (vgl. Art. 83 lit. c Ziff. 2 BGG e contrario; BGE 139 I 330 E. 1.1). Ansonsten steht die subsidiÃ¤re Verfassungsbeschwerde gemÃ¤ss Art. 113 ff. BGG offen. Werden beide Rechtsmittel ergriffen, hat dies in der gleichen Rechtsschrift zu geschehen (Art. 119 Abs. 1 BGG).</span></p> <p class="Einzug1"><span>DemgemÃ¤ss erkennt <span>die Kammer</span>:</span></p> <p class="Einzug2"><span>1. <span>Die Beschwerde wird gutgeheissen. Der Beschwerdegegner wird angewiesen, dem BeschwerdefÃ¼hrer eine Kurzaufenthaltsbewilligung zur Vorbereitung der Heirat zu erteilen.</span></span></p> <p class="Einzug2"><span>2. Die GerichtsgebÃ¼hr wird festgesetzt auf <br/> Fr. 2'000.--; die Ã¼brigen Kosten betragen:<br/> <u>Fr. 70.--</u> Zustellkosten,<br/> <u>Fr. 2'070.--</u> Total der Kosten.</span></p> <p class="Einzug2"><span>3. <span>Die Gerichtskosten werden dem Beschwerdegegner auferlegt.</span></span></p> <p class="Einzug2"><span>4. <span>Der Beschwerdegegner wird verpflichtet, dem BeschwerdefÃ¼hrer fÃ¼r das Beschwerdeverfahren eine ParteientschÃ¤digung von Fr. 1'500.- zu bezahlen.</span></span></p> <p class="Einzug2"><span>5. <span>Gegen dieses Urteil kann im Sinn der ErwÃ¤gungen Beschwerde erhoben werden. Die Beschwerde ist innert 30 Tagen, von der Zustellung an gerechnet, beim Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, einzureichen.</span></span></p> <p class="Einzug2"><span>6. Mitteilung an:<br/> a) die Parteien;<br/> b) <span>die Sicherheitsdirektion;</span> </span></p> <p class="Einzug2"><span> c) <span>das Staatssekretariat fÃ¼r Migration (SEM).</span></span></p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>