B u n d e s v e rw a l t u n g s g e r i ch t T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i f f éd é r a l T r i b u n a l e am m i n i s t r a t i vo f e d e r a l e T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i v fe d e r a l Abteilung IV D-3116/2012 U r t e i l v o m 1 8 . J u n i 2 0 1 2 Besetzung Einzelrichter Robert Galliker, mit Zustimmung von Richterin Claudia Cotting-Schalch; Gerichtsschreiber Matthias Jaggi. Parteien A._______, geboren (…), unbekannter Herkunft, angeblich Niger, Beschwerdeführer, gegen Bundesamt für Migration (BFM), Quellenweg 6, 3003 Bern, Vorinstanz. Gegenstand Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung; Verfügung des BFM vom 1. Juni 2012 / N (…). D-3116/2012 Seite 2 Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest, dass der Beschwerdeführer am 6. September 2011 in der Schweiz um Asyl nachsuchte, dass er bei der Erstbefragung vom 12. Oktober 2011 im Empfangs - und Verfahrenszentrum (EVZ) B._______ sowie der in C._______ durchge- führten direkten Bundesanhörung vom 30. Ma i 2012 geltend machte, er sei im Niger in der Ortschaft " D._______, Departement bzw. Region E._______" geboren und habe sich von Geburt bis 2000 bzw. 2006 dort aufgehalten und als Viehhirte gearbeitet, dass er vor ei nigen Jahren vom Islam zum Christentum konvertiert sei und deswegen sowohl von seiner Familie als auch anderen Drittpersonen mit dem Tod bedroht worden sei, dass er deshalb den Niger im Jahre 2000 bzw. 2006 verlassen und über Algerien reisend nach Marokko gelangt sei, dass er nach längerem Aufenthalt in Marokko mit dem Schiff nach Sp a- nien und anschliessend über Frankreich am 5. September 2011 illegal in die Schweiz gelangt sei, dass bezüglich des weiteren Inhalts der Aussagen auf die Protokolle bei den Akten verwiesen wird, dass der Beschwerdeführer bei der Einreichung des Asylgesuchs im EVZ Kreuzlingen schriftlich aufgefordert wurde, innert 48 Stunden ein Reise - oder Identitätspapier einzureichen, dass das BFM mit Entscheid vom 1. Juni 2012 – eröffnet am 5. Juni 2012 – in Anwendung von Art. 32 Abs. 2 Bst. a und Abs. 3 des Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 (AsylG, SR 142.31) auf das Asylgesuch des B e- schwerdeführers vom 6. September 2011 nicht eintrat und die Wegwe i- sung sowie den Vollzug verfügte, dass die Vorinstanz zur Begründung dieses Entscheides im Wesentlichen ausführte, der Beschwerdeführer habe den Asylbehörden innerhalb der eingeräumten Frist von 48 Stunden keine Reise - oder Identitätspapiere abgegeben, weshalb zunächst zu prüfen sei, ob glaubhaft gema cht wer- den könne, dass dafür entschuldbare Gründe vorlägen, D-3116/2012 Seite 3 dass der Beschwerdeführers angegeben habe, Staatsangehöriger von Ni- ger zu sein, indessen keine Identitätspapi ere beigebracht habe , welche diese Behauptung stützen würden, dass er über keine Kenn tnisse bezüglich der offiziellen Identitätspapiere aus Niger verfüge, dass er keine bzw. nur lückenhafte Kenntnisse betreffend seinen behaup- teten Herkunftsstaat Niger sowie seinen Aufenthaltsort in diesem Land habe, dass er im Weiteren angegeben habe, auf dem Landweg aus Niger au s- gereist und über diverse Drittländer vorerst nach Marokko und dann per Schiff nach Spanien weitergereist zu sein, zur papierlos erfolgten Reise sich jedoch widersprüchlich und wenig detailliert geäussert habe, dass es ihm jederzei t möglich und zumutbar gewesen wäre, in den Durchreiseländern eine Auslandvertretung von Niger zu kontaktieren und Ersatzpapiere zu beantragen, zumal er mit den heimatlichen Behörden keine konkreten Probleme gelten gemacht habe, dass der Beschwerdeführer s ich aufgrund dieser Ungereimtheiten und der Verschleierung seiner Biografie, seiner Herkunft sowie seiner Aufen t- haltsorte dem begründeten Verdacht aussetze, auf andere als die geschil- derte Art und Weise in die Schweiz gelangt zu sein, dabei über Identität s- papiere seines tatsächlichen Heimatstaates verfügt zu haben und diese den Schweizer Asylbehörden in Verletzung seiner Mitwirkungspflicht b e- wusst vorzuenthalten, um so den Vollzug seiner Wegweisung in seine n wahren Herkunftsstaat massgeblich zu erschweren, dass deshalb keine entschuldbaren Gründe vorlägen, die es ihm veru n- möglichen würden, Reise- oder Identitätspapiere einzureichen, dass die von ihm behauptete Staatsangehörigkeit wegen Ungereimthe i- ten in seinen Aussagen nicht zu überzeugen vermöge, dass er sich beispielsweise zur Dauer der Regenzeit ungenau geäussert habe und die handelsüblichen Preise für Waren, Lebensmittel, Getränke und Vieh nicht vermocht habe anzugeben, obwohl er angeblich jahrelang als Viehhirte tätig gewesen sei, dass darüber hinaus auch seine Aussagen bezüglich seiner unmittelbaren Wohnregion im Niger, die Ortschaft "D._______ im Departement bzw. der D-3116/2012 Seite 4 Region E._______", widersprüchlich, tatsachenwidrig und wenig detailliert ausgefallen seien, dass im behaupteten Heimatstaat weder eine Region oder ein Depart e- ment mit der Bezeichnung " D._______" noch der Ortsname " E._______" existiere, dass somit weder die behauptete Staatsangehörigkeit (Niger) noch der Aufenthalt in diesem Staat der Wahrheit entspreche, weshalb folglich im Niger keine G ründe, welche für die Feststellung der Flüchtlingseige n- schaft sprechen würden, vorliegen könnten, dass schliesslich auch die eigentlichen Asylmotive – Konversion vom I s- lam zum Christentum – widersprüchlich und tatsachenwidrig ausgefallen seien, dass der Be schwerdeführer deshalb die Flüchtlingseigenschaft gemäss Art. 3 und 7 AsylG nicht erfülle und zusätzliche Abklärungen zur Festste l- lung der Flüchtlingseigenschaft oder eines Wegweisungsvollzugshinde r- nisses aufgrund der Aktenlage nicht erforderlich seien, dass der Vollzug der Wegweisung zulässig, zumutbar und technisch mög- lich sowie praktisch durchführbar sei, dass für die weitere Begründung auf die vorinstanzliche Verfügung zu verweisen ist, dass der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 11. Juni 2012 gegen diesen Entscheid beim Bundesverwaltungsgericht Beschwerde erhob und dabei in materieller Hinsicht beantragte, die angefochtene Verfügung sei aufz u- heben und das Verfahren zwecks materieller Prüfung ans BFM zurückzu - weisen, eventualiter sei die vorläufige Aufn ahme infolge Unzumutbar keit des Wegweisungsvollzugs zu gewähren, dass er in prozessualer Hinsicht um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege im Sinne von Art. 65 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 über das Verwaltungsverfahren (VwVG, SR 172.021) sowie um Verzicht auf die Erhebung eines Kostenvorschusses ersuchte, dass in Bezug auf die Beschwerdebegründung auf die Rechtsmittelschrift zu verweisen ist, D-3116/2012 Seite 5 dass die vorinstanzlichen Akten am 12. Juni 2012 beim Bundesverwa l- tungsgericht eintrafen (Art. 109 Abs. 2 AsylG), und zieht in Erwägung, dass das Bundesverwaltungsgericht auf dem Gebiet des Asyls endgültig über Beschwerden gegen Verfügungen (Art. 5 VwVG) des BFM entschei- det, ausser bei Vorliegen eines Auslieferungsersuchens des Staates, vor welchem die beschwerdeführende Person Schutz sucht (Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 31 - 33 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [VGG, SR 173.32]; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]), dass eine solche Ausnahme nicht vorliegt, dass sich das Verfahren nach dem VwVG, dem VGG und dem BGG ric h- tet, soweit das AsylG nichts anderes bestimmt (Art. 37 VGG und Art. 6 AsylG), dass der Beschwerdeführer durch die angefochtene Verfügung beso n- ders berührt ist, ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung bezie- hungsweise Änderung hat und daher zur Einreichung der Beschwerde l e- gitimiert ist (Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 37 VGG und Art. 48 Abs. 1 VwVG), dass somit auf die frist - und formgerecht eingereichte Beschwerde – vor- behältlich der nachfolgenden Erwägungen – einzutreten ist (Art. 108 Abs. 2 AsylG und Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 37 VGG und Art. 52 VwVG), dass mit Beschwerde die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige oder unvollständige Feststellung des rechtse rheblichen Sachverhalts und die Unangemessenheit gerügt werden können (Art. 106 Abs. 1 AsylG), dass bei Beschwerden gegen Nichteintretensentscheide, mit denen es das BFM ablehnt, das Asylgesuch auf seine Begründetheit hin zu übe r- prüfen (Art. 32 - 35 und Ar t. 35a Abs. 2 AsylG), die Beurteilungskomp e- tenz der Beschwerdeinstanz grundsätzlich auf die Frage beschränkt ist, ob die Vorinstanz zu Recht auf das Asylgesuch nicht eingetreten ist (vgl. BVGE 2011/30 E. 3), dass sich die Beschwerdeinstanz – sofern sie den Nichteintretensent- scheid als unrechtmässig erachtet – einer selbständigen materiellen Prü- fung enthält, die angefochtene Verfügung aufhebt und die Sache zu ne u-D-3116/2012 Seite 6 er Entscheidung an die Vorinstanz zurückweist (vgl. BVGE 2007/8 E. 2.1), dass indessen im Falle d es Nichteintretens auf ein Asylgesuch gemäss Art. 32 Abs. 2 Bst. a und Abs. 3 AsylG über das Nichtbestehen der Flücht- lingseigenschaft abschliessend materiell zu entscheiden ist, soweit dies im Rahmen einer summarischen Prüfung möglich ist (vgl. a.a.O. insb . E. 5.6.5), dass dementsprechend in einem diesbezüglichen Beschwerdeverfahren ungeachtet der vorzunehmenden Überprüfung eines formellen Nichtei n- tretensentscheides auch die Flüchtlingseigenschaft Prozessgegenstand bildet (vgl. a.a.O. E. 2.1), dass die Vori nstanz die Frage der Wegweisung und des Vollzugs mat e- riell prüfte, weshalb dem Bundesverwaltungsgericht diesbezüglich volle Kognition zukommt, dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterlicher Zuständigkeit mit Zustimmung eines zweit en Richters respektive einer zweiten Richterin entschieden wird (Art. 111 Bst. e AsylG) und es sich vorliegend, wie nachfolgend aufgezeigt, um eine solche handelt, weshalb der Beschwerdeentscheid nur summarisch zu begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG), dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG vorliegend auf einen Schrifte n- wechsel verzichtet wurde, dass auf ein Asylgesuch nicht eingetreten wird, wenn Asylsuchende den Behörden nicht innerhalb von 48 Stunden nach Einreichung des Gesuchs Reise- oder Identitätspapiere abgeben (Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG), dass diese Bestimmung jedoch keine Anwendung findet, wenn Asyls u- chende glaubhaft machen können, sie seien dazu aus entschuldbaren Gründen nicht in der Lage (Art. 32 Abs. 3 Bst. a AsylG), wenn auf Grund der Anhörung sowie gestützt auf Art. 3 und 7 AsylG die Flüchtlingseige n- schaft festgestellt wird (Art. 32 Abs. 3 Bst. b AsylG) oder sich auf Grund der Anhörung erweist, dass zusätzliche Abklärungen zur Feststellung der Flüchtlingseigenschaft oder eines Wegweisungs vollzugshindernisses nö- tig sind (Art. 32 Abs. 3 Bst. c AsylG), dass der Beschwerdeführer innert der gesetzlichen Frist von 48 Stunden nach Einreichung seines Asylgesuchs beziehungsweise der schriftlichen D-3116/2012 Seite 7 Aufforderung vom 12. Oktober 2011, rechtsgenügliche Identitäts- respek- tive Reisepapiere einzureichen, keine solchen Papiere im Original eing e- reicht hat, womit die Grundvoraussetzung für einen Nichteintretensen t- scheid in Anwendung von Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG erfüllt ist (vgl. BVGE 2007/7 E. 4-6), dass d as BFM in der angefochtenen Verfügung ausführlich und – nach Prüfung der Akten auch aus Sicht des Bundesverwaltungsgerichts – über- zeugend dargelegt hat, warum für das Nichteinreichen von Reise - oder Identitätspapieren keine entschuldbaren Gründe vorliegen , weshalb zwecks Vermeidung von Wiederholungen vollumfänglich auf die diesb e- züglichen Erwägungen der Vorinstanz verwiesen wird, dass das Vorbringen des Beschwerdeführers in der Beschwerde, er habe Angst vor den Behörden gehabt und deshalb sich vor der Flucht kein Identitätsdokument ausstellen lassen, das Gericht nicht überzeugt, da er in den Befragungen keine Probleme vonseiten der Behörden geltend machte, dass auch die übrigen Ausführungen in der Beschwerde an der Einschä t- zung, dass für das Nichteinrei chen von Reise - oder Identitätspapieren keine entschuldbaren Gründe vorliegen, nichts zu ändern vermögen, dass mithin zu prüfen bleibt, ob das BFM aufgrund der Anhörung zu Recht weder die Flüchtlingseigenschaft festgestellt noch zusätzliche A b- klärungen zu deren Feststellung beziehungsweise derjenigen von We g- weisungsvollzugshindernissen als erforderlich erachtet hat, dass nach Prüfung der Akten durch das Gericht – in Übereinstimmung mit der Vorinstanz – festzustellen ist, dass die Asylgründe des Beschwerd e- führers auch unter Berücksichtigung in Bezug auf Ungereimtheiten der geltend gemachten Staatsangehörigkeit widersprüchlich, tatsachenwidrig, detailarm und somit unglaubhaft vorgetragen worden sind, wobei diesb e- züglich vorab auf die vorinstanzlichen Erwägungen zu verweisen ist, dass beispielsweise das fehlende Wissen bezüglich der handelsüblichen Preise für Waren, Lebensmittel, Getränke und Vieh oder die ungenaue Angabe der Regenzeit nicht damit entschuldigt werden kann, er habe die Schule nicht besucht und sei nie aus dem Dorf herausgekommen, da die- ses Wissen nicht von einer Schulbildung oder von Reisen abhängt, D-3116/2012 Seite 8 dass er insbesondere als Viehhirte die Preise der Schafe, Ziegen und Kühe kennen müsste, dass die Beschwerdevorbringen somit nicht geeignet sind, zu einer von der Vorinstanz abweichenden Betrachtungsweise zu führen, da der B e- schwerdeführer den vorinstanzlichen Erwägungen nichts Substanzielles entgegenhält, und im Wesentlichen lediglich am Wahrheitsgehalt der im vorinstanzlichen Verfahren geltend gemachten Vorbringen festhält, was aber an der offensichtlich fehlenden Glaubhaftigkeit der behaupteten Ver- folgungsvorbringen nichts zu ändern vermag, dass gestützt auf die Aktenlage und die vorstehenden Erwägungen das Nichtbestehen der Flüchtlingseigenschaft nach Art. 3 und 7 AsylG und das Fehlen von Wegweisungsvollzugshindernissen im Sinne von Art. 32 Abs. 3 Bst. c AsylG (vgl. BVGE 2009/50 E. 5 -8) offenkundig erscheinen und sich aus den Akten keine Anhaltspunkte für die Annahme ergeben, das BFM habe eine mehr als bloss summarische materielle Prüfung vo r- genommen oder zusätzliche Abklärungen getroffen, dass das BFM demnach zu Recht gestützt auf Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG i.V.m. Art. 32 Abs. 3 AsylG auf das Asylgesuch des Beschwerdeführers nicht eingetreten ist, dass das Nichteintreten auf ein Asylgesuch in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz zur Folge hat (Art. 44 Abs. 1 AsylG), vorliegend der Kan- ton keine Aufenthaltsbewilligung erteilt hat und zudem kein Anspruch auf Erteilung einer solchen besteht, weshalb die verfügte Wegweisung im Einklang mit den gesetzlichen Bestimmungen steht und demnach vom Bundesamt zu Recht angeordnet wurde (vgl. BVGE 2009/50 E. 9), dass das Bundesamt das Anwesenheitsverhältnis nach den gesetzlichen Bestimmungen über die vorläufige Aufnahme von Ausländern regelt, wenn der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar oder nicht möglich ist (Art. 44 Abs. 2 AsylG; Art. 83 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 16. Dezember 2005 über die Ausländerinnen und Ausländer [AuG, SR 142.20]), dass bezüglich der Geltendmachung von Wegweisungshindernissen g e- mäss ständiger Praxis des Bundesverwaltungsgerichts der gleiche B e- weisstandard wie bei der F lüchtlingseigenschaft gilt, das heisst, sie sind zu beweisen, wenn der strikte Beweis möglich ist, und andernfalls wenig - stens glaubhaft zu machen (vgl. WALTER STÖCKLI, Asyl, in: Uebe r-D-3116/2012 Seite 9 sax/Rudin/Hugi Yar/Geiser, Ausländerrecht, 2. Aufl., Basel 200 9, Rz. 11.148), dass der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig ist, wenn völkerrechtl i- che Verpflichtungen der Schweiz einer Weiterreise der Ausländerin oder des Ausländers in den Heimat -, Herkunfts - oder einen Drittstaat entg e- genstehen (Art. 83 Abs. 3 AuG), dass in der Beschwerde bezüglich der Zulässigkeit des Vollzugs der Weg- weisung keine Einwände geltend gemacht werden, weshalb die diesbe- züglichen vorinstanzlichen Erwägungen zu bestätigen sind, dass sich der Vollzug für Ausländerinnen und Ausländer als unzumutbar erweist, wenn sie im Heimat- oder Herkunftsstaat auf Grund von Situatio- nen wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und medizinischer Notla- ge konkret gefährdet sind (Art. 83 Abs. 4 AuG), dass Wegweisungshindernisse zwar grundsätzlich von Amtes wegen zu prüfen sind, diese Untersuchungspflicht jedoch nach Treu und Glauben ihre Grenzen an der Mitwirkungspflicht der beschwerdeführenden Person findet (Art. 8 AsylG), die im Übrigen auch die Substanziierungslast trägt (Art. 7 AsylG), und es nicht Sache der Asylbehörden sein kann, nach al l- fälligen Wegweisungshindernissen zu forschen (vgl. Entscheidungen und Mitteilungen der [vormaligen] Asylrekurskommission [EMARK] 2005 Nr. 1 E. 3.2.2 S. 4 f.), dass es dem Gericht im vorliegenden Fall nicht möglich ist, sich in voller Kenntnis der tatsächlichen persönlichen und familiären Verhältnisse des Beschwerdeführers zur Zumutbarkeit des Vollzugs der Wegweisung zu äussern, da er – wie von der Vorinstanz zutreffend dargelegt – gegenüber den Asylbehörden unglaubhafte Angaben zu seinen persönlichen Verhält- nissen und insbesondere seiner Herkunft gemacht hat, dass der Beschwerdeführer den Asylbehörden zudem keine Identitätspa- piere abgegeben hat, weshalb seine Identität und seine genaue Herkunft auch nicht ermittelt werden können, was aber für die Überprüfung von Vollzugshindernissen grundsätzlich Voraussetzung ist, dass der Beschwerdeführer deshalb die Folgen seiner mangelhaften Mit- wirkung respektive Verheimlichung seiner wahren persönlichen Verhält- nisse und Herkunft zu tragen hat, dass der Vollzug der Wegweisung deshalb als zumutbar zu erachten ist, D-3116/2012 Seite 10 dass der Vollzug der Wegweisung des Beschwerdeführers in den Heimat- staat schliesslich möglich ist, da keine Vollzugshindernisse bestehen (Art. 83 Abs. 2 AuG), und es dem Beschwerdeführer obliegt, bei der B e- schaffung gültiger Reisepapiere mitzuwirken (Art. 8 Abs. 4 AsylG), dass nach dem Gesagten der vom Bundesamt verfügte Vollzug der Weg- weisung zu bestätigen ist, dass es dem Beschwerdeführer demnach nicht gelungen ist dar zutun, in- wiefern die angefochtene Verfügung Bundesrecht verletzt, den rechtse r- heblichen Sachverhalt unrichtig oder unvollständig feststellt oder unange - messen ist (Art. 106 AsylG), weshalb die Beschwerde abzuweisen ist, dass das Gesuch um Verzicht auf di e Erhebung eines Kostenvorschu s- ses mit vorliegendem Entscheid in der Hauptsache gegenstandslos wird, dass das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege im Sinne von Art. 65 Abs. 1 VwVG schon wegen der Aussichtslosigkeit der Beschwerde abzuweisen ist, dass bei diesem Ausgang des Verfahrens die Kosten von Fr. 600. – (Art. 1-3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Ent- schädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]) dem Beschwerdeführer aufzuerlegen sind (Art. 63 Abs. 1 und 5 VwVG). (Dispositiv nächste Seite) D-3116/2012 Seite 11 Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 2. Das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege wird a b- gewiesen. 3. Die Verfahrenskosten von Fr. 600. -- werden dem Beschwerdeführer auf- erlegt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zu Gun s- ten der Gerichtskasse zu überweisen. 4. Dieses Urteil geht an den Beschwerdeführer, das BFM u nd die zuständi- ge kantonale Behörde. Der Einzelrichter: Der Gerichtsschreiber: Robert Galliker Matthias Jaggi Versand: