<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2002.00427</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=107101&amp;W10_KEY=13013573&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2002.00427</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 20.03.2003</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">4. Abteilung/Einzelrichter</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4"></td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Rückerstattung von Stipendien</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Stipendien, die wegen vorzeitigen und nicht gemeldeten Studienabbruchs zu Unrecht ausgerichtet worden sind, müssen bei vorsätzlicher oder fahrlässiger Verletzung der Mitwirkungspflicht zurückerstattet werden. Behandlung der Beschwerde durch den Einzelrichter (E. 1). Zur Zulässigkeit der Beschwerde gegen Entscheide der Schulrekurskommission (E. 2). Zur Beschwerdelegitimation (E. 3). Pflicht zur Rückzahlung von wegen schuldhaften, d.h. vorsätzlichen oder fahrlässigen Verhaltens der Empfangenden zu Unrecht ausgerichteten Stipendien (E. 4). </b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: Besonderes Verwaltungsrecht (ohne...) ST: ERZIEHUNG, BILDUNG, WISSENSCHAFT">ERZIEHUNG, BILDUNG, WISSENSCHAFT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: FAHRLÃSSIG">FAHRLÃSSIG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: MITWIRKUNGSPFLICHT">MITWIRKUNGSPFLICHT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: RÃCKERSTATTUNGSPFLICHT">RÃCKERSTATTUNGSPFLICHT</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: RÃCKZAHLUNGSPFLICHT">RÃCKZAHLUNGSPFLICHT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: STIPENDIEN">STIPENDIEN</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: VERSCHULDEN">VERSCHULDEN</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsprozessrecht UR: Kantonale Verwaltungsgerichtsbeschwerde ST: ZUSTÃNDIGKEIT DES VERWALTUNGSGERICHTS">ZUSTÃNDIGKEIT DES VERWALTUNGSGERICHTS</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade">Art./§ 44 StipendienR</span><br/><span class="gerade">Art./§ 13 StipendienV</span><br/><span class="ungerade">Art./§ 14 StipendienV</span><br/><span class="gerade">Art./§ 17 StipendienV</span><br/><span class="ungerade">§ 5 lit. II UnterrichtsG</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 3 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Einzug1"><span>I. A. Nach der Sekundarschule besuchte C, geboren den 2. September 1984, an der Schule W in ZÃ¼rich ab 21. August 2000 die einjÃ¤hrige Vorschule fÃ¼r X-berufe; die Eltern, A und B, kamen am 3./7. September 2000 um AusbildungsbeitrÃ¤ge fÃ¼r ihre Tochter ein (siehe § 39 des Stipendienreglements vom 29. Juni 1999 [StipendienR, LS 416.11). Die Kantona­le Stipendienkommission bewilligte mit Schreiben vom 25. September 2000 fÃ¼r die­sen "Vor­kurs fÃ¼r X-berufe" provisorisch bemessene Fr. 7'200.-; das geschah unter dem Hin­weis, es sei unverzÃ¼glich mitzuteilen, wenn die Ausbildung abgebrochen oder vorzeitig be­endet werde. In einem weiteren Schreiben vom 13. November 2000 und mit dem gleichen Hinweis erhÃ¶hte sie die Stipendien auf Fr. 13'000.- .</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>C hatte auf 1. November 2000 innerhalb der Schule W vom Vorkurs fÃ¼r X-berufe zum Y- Jahreskurs gewechselt. Das gelangte erst zur Kenntnis der StipendienbehÃ¶rden, als die Eltern am 31. August/10. September 2001 fÃ¼r die am 13. August 2001 begonnene Lehre ihrer Toch­ter erneut um AusbildungsbeitrÃ¤ge nachsuchten.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die Stipendienkommission gab diesem Gesuch unterm 12. Oktober 2001 zwar statt und sprach fÃ¼r ein Jahr provisorisch bemessene Fr. 6'500.- zu (siehe § 45 Abs. 1 StipendienR). Das AusschÃ¼tten von Fr. 13'000.- fÃ¼r das Vorjahr erschien indes nur zu einem Viertel als berechtigt, nÃ¤mlich mit Bezug auf das im Vorkurs fÃ¼r X-berufe verbrachte Quartal, wÃ¤h­rend fÃ¼r den stipendienrechtlich nicht anerkannten Y- Jahreskurs Fr. 9'750.- zurÃ¼ckgefordert wurden. Verrechnet mit dem Guthaben von Fr. 6'500.- resultier­te ein Saldo von Fr. 3'250.- zu Lasten von C's Eltern (vgl. auch § 47 Abs. 1 StipendienR).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>B. Hiergegen erhob A am 13. November 2001 Einsprache mit der BegrÃ¼n­dung, C habe ihn vor vollendete Tatsachen gestellt. HÃ¤tte er gewusst, dass fÃ¼r den Y- Jahreskurs kein Stipendienanspruch bestehe, hÃ¤tte er aus finanziellen Ãberlegungen auf Fortsetzung der Vorschule fÃ¼r X-berufe insistiert. Aber bis zum Schrei­ben vom 12. Oktober 2001 habe er nicht einmal eine Ahnung von Unrecht gehabt, seien doch beide von seiner Tochter besuchten Kurse unter dem Patronat der gleichen Schu­le gelaufen. Deshalb bitte er, nach Treu und Glauben von einer RÃ¼ckforderung abzusehen. Zudem wÃ¼rde ein Festhalten am Entscheid der Stipendienkommission fÃ¼r die Familie eine grosse HÃ¤rte bedeuten, ja wÃ¤re un­zumutbar (vgl. auch § 19 Abs. 1 der Stipendienverordnung vom 10. Januar 1996 [Stipen­dienV, LS 416.1]).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Der Entscheid Ã¼ber die Einsprache verzÃ¶gerte sich.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die Stipendienkommission wies die Einsprache unterm 13. Mai 2002 ab; sie prÃ¤zisier­te, die zurÃ¼ckzuzahlenden Fr. 3'250.- wÃ¼rden inklusive Zins zu 4 % ab 1. Juli 2001 bis 30. Juni 2004 gestundet und seien danach in monatlichen, jeweils per Ende Monat zahlbaren Raten von Fr. 200.- zu erstatten, erstmals per 1. Juli 2004 (vgl. auch § 19 Abs. 2 Stipen­­dienV sowie § 47 Abs. 2 ff. und § 48 StipendienR).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>II. Ohne neue Argumente rekurrierten A und B am 13. Juni 2002 mit dem Ansinnen, der Entscheid der Stipendienkommission sei aufzuheben.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die Schulrekurskommission des Kantons ZÃ¼rich wies das Rechtsmittel mit Beschluss vom 4. November 2002 ab, verpflichtete C sowie deren Eltern solidarisch zur RÃ¼ckzahlung im Sinn der Stipendienkommission und nahm die Verfahrenskosten auf die Staatskasse; der Entscheid wurde den Rekurrierenden am 16. November 2002 zugestellt (vgl. § 19 Abs. 2 StipendienV in Verbindung mit § 5 Abs. 2 Satz 1 des Unterrichtsgesetzes vom 23. Dezember 1859 [UnterrichtsG, LS 410.1]).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Unter den wesentlichsten ErwÃ¤gungen 3 und 4 stÃ¼tzte sich die Schulrekurskommission auf §§ 13 Abs. 1 f., 14 Abs. 3 sowie 17 Abs. 2 f. StipendienV in Verbindung mit § 44 StipendienR, begrÃ¼ndete sodann die Passivlegitimation von C's Eltern und bemerkte endlich zweierlei: Einerseits habe sich der Vater jÃ¼ngst schon in einer Ã¤hnlichen Si­tuation befunden, als er den Abbruch der Lehre durch eine andere unterstÃ¼tzte Tochter, D, ebenfalls nicht gemeldet habe; anderseits kÃ¶nne er sich nicht darauf berufen, dass ihn die seinerzeit noch minderjÃ¤hrige C vor vollendete Tatsachen gestellt habe.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>III. A und B gelangten am 14./15. Dezember 2002 mit Beschwerde und dem Antrag ans Verwaltungsgericht, es sei der Beschluss der Schulrekurskommission aufzuheben und auf die RÃ¼ckforderung von C's Stipendium zu verzichten; die BegrÃ¼ndung legte insbesonde­re Wert darauf, dass bei D wegen finanzieller Not absichtlich keine Mitteilung an die Sti­pen­dienbehÃ¶rden erfolgt sei, wÃ¤hrend in C's Fall zu Unrecht eine LÃ¼ge unterstellt werde.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Stipendien- und Schulrekurskommission schlossen mit gemeinsamer Eingabe vom 15./20. Januar 2003 auf Abweisung des Rechtsmittels.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Zu Weiterungen Anlass gab alsdann â nicht zum ersten Mal im Bildungssektor â das Erstellen eines Aktenverzeichnisses durch die Vorinstanzen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Der Einzelrichter zieht in ErwÃ¤gung:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>1. Hier Ã¼bersteigt der Streitwert zum einen Fr. 20'000.- nicht; zum andern liegt weder ein Fall von grundsÃ¤tzlicher Bedeutung vor noch hat der Regierungsrat als Vorinstanz gewaltet. Kraft § 38 Abs. 2 und 3 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 (VRG, LS 175.2) behandelt deshalb der Einzelrichter die gegenwÃ¤rtige Beschwerde.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>2. Die ZustÃ¤ndigkeit ist von Amts wegen zu prÃ¼fen (§ 70 in Verbindung mit § 5 Abs. 1 VRG).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die Schulrekurskommission entscheidet abschliessend, soweit das Verwaltungsrechts­pflegegesetz nicht den Weiterzug ans Verwaltungsgericht vorsieht (§ 5 Abs. 2 Satz 2 UnterrichtsG). §§ 41-43 VRG gestatten hier die Beschwerde: Insbesondere erscheint die Schul­rekurskommission im Sinn von § 41 VRG als letztinstanzlich anordnende Verwaltungs­behÃ¶rde; denn erstens befindet sie laut § 5 Abs. 2 Satz 1 UnterrichtsG an Stelle des Bil­­dungsrats, welcher als solche VerwaltungsbehÃ¶rde gilt, und zweitens ist sie kein Gericht (Alfred KÃ¶lz/JÃ¼rg Bosshart/Martin RÃ¶hl, Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons ZÃ¼rich, 2. A., ZÃ¼rich 1999, §§ 19 N. 86 sowie 41 N. 26+36; RB 2000 Nr. 19; VGr, 9. Mai 2001, VB.2000.00421+2001.00004, je E. 1a, sowie 21. Dezember 2001, VB.2001.00334, E. 1a, alle drei letzteren Entscheide unter www.vgrzh.ch/rechtsprechung). Zudem erhebt sich die Frage nach dem Ausnahmetatbestand von § 43 Abs. 1 lit. c VRG von vornherein nicht, fallen doch Stipendien nicht unter diese Bestimmung, welche Staatsbei­trÃ¤ge beschlÃ¤gt (KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 43 N. 9).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Da auch die weiteren Eintretensvoraussetzungen ohne weiteres erfÃ¼llt sind, lÃ¤sst sich die Beschwerde an die Hand nehmen. Nur der Antrag, den vorinstanzlichen Beschluss aufzuheben, bleibt hiervon insofern ausgenommen, als die dortige Belastung der Staatskasse mit den Rekurskosten den BeschwerdefÃ¼hrenden kein Anfechtungsinteresse verleiht (vgl. § 70 in Verbindung mit § 21 lit. a VRG).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>3. Im Ãbrigen ist das Rechtsmittel als Ganzes abzuweisen, wie sich anschliessend zeigt (unten 4). So kann offen bleiben, ob insbesondere die BeschwerdefÃ¼hrerin (2) nicht schon deswegen scheitern muss, weil nur der BeschwerdefÃ¼hrer (1) gegen die hier interessie­­rende Ausgangsanordnung der Stipendienkommission Einsprache erhob (oben I.A Abs. 3 und B Abs. 1) und die Vorinstanz auf den Rekurs der BeschwerdefÃ¼hrerin gegen den Einspracheentscheid der Stipendienkommission alsdann vielleicht gar nicht hÃ¤tte eintreten dÃ¼rfen (vgl. KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 10a N. 15 f.; ferner Antrag und Weisung zur aktuellen Stipendienverordnung, ABl 1996, 353 ff. [nachfolgend abgekÃ¼rzt Weisung], 370).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>4. Mit Fug dreht sich hier die Kontroverse bloss darum, ob der angeordneten RÃ¼ck­leistung von Stipendien besondere GrÃ¼nde entgegenstÃ¼nden.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>a) Nach § 13 StipendienV gilt es BeitrÃ¤ge unverzÃ¼glich und regelmÃ¤ssig verzinst zu­­rÃ¼ckzuerstatten, wenn ein Anspruch darauf nie bestand oder nachtrÃ¤glich weggefallen ist (Abs. 1). Bei Abbruch der Ausbildung mÃ¼ssen vorschÃ¼ssig ausgerichtete BeitrÃ¤ge zurÃ¼cker­stattet werden (Abs. 2). Die RÃ¼ckerstattung lÃ¤sst sich aufschieben oder kann ausnahmsweise entfallen, wenn sie fÃ¼r die Betroffenen unzumutbar ist (Abs. 3).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Unter schuldhafter Verletzung der Mitwirkungspflicht, insbesondere durch unwahre oder unvollstÃ¤ndige Angaben, erwirkte oder missbrÃ¤uchlich verwendete BeitrÃ¤ge sind unver­­zÃ¼glich mit Zins zurÃ¼ckzuerstatten (§ 14 Abs. 1 StipendienV).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>§ 17 StipendienV verpflichtet die gesuchstellenden Personen, sÃ¤mtliche fÃ¼r die GewÃ¤hrung von AusbildungsbeitrÃ¤gen erheblichen UmstÃ¤nde wahrheitsgetreu mitzuteilen und die benÃ¶tigten Belege zur VerfÃ¼gung zu stellen (Abs. 1). Ein Abbruch oder vorzeitiger Abschluss der Ausbildung sowie Ãnderungen in den massgebenden persÃ¶nlichen VerhÃ¤ltnissen sind unaufgefordert und unverzÃ¼glich zu melden (Abs. 2). Im Unterlassungsfall kÃ¶nnen BeitrÃ¤ge verweigert und bereits ausgerichtete zurÃ¼ckgefordert werden (Abs. 3).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) § 22 StipendienV hob auf den 1. Juli 1996 die Studienbeitragsverordnung fÃ¼r die hÃ¶heren Lehranstalten vom 10. Mai 1989 (OS 51, 105 ff.) und die Stipendienverordnung fÃ¼r die Berufsbildung gleichen Datums (StV; OS 51, 147 ff.) auf. Deren Bestimmungen be­treffend RÃ¼ckforderung von zu Unrecht bezogenen AusbildungsbeitrÃ¤gen sowie Nachweis- und Mitwirkungspflicht gingen aber inhaltlich unverÃ¤ndert ins aktuelle Recht Ã¼ber (Weisung, 369; vgl. auch Prot. KR [1995-99], S. 4608 ff., 4609+4611). Deshalb lÃ¤sst sich die â un­verÃ¶ffentlichte â Praxis zu diesen ausser Kraft gesetzten Verordnungen immer noch heranziehen. In zwei Entscheiden vom 26. September 1994 erwog das Verwaltungsgericht Fol­gendes:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>-<span> </span></span><span>Die RÃ¼ckforderung stehe unter dem verfassungsmÃ¤ssigen Vorbehalt des Vertrauensschutzes (vgl. nunmehr Art. 5 Abs. 3 und Art. 9 der Bundesverfassung vom 18. April 1999, SR 101; dazu etwa Yvo Hangartner in, Bernhard Ehrenzeller et al. [Hrsg.], Die Schweizerische Bundesverfassung, Kommentar, ZÃ¼rich/Basel/Genf 2002, Art. 5 N. 37 ff., sowie Christoph Rohner, daselbst, Art. 9 N. 45+51 ff.). GemÃ¤ss § 15 StV wÃ¼rden zu Unrecht zugesicherte oder ausbezahlte BeitrÃ¤ge widerrufen oder zurÃ¼ckgefordert. Laut § 16 Abs. 1 StV mÃ¼sse, wer unter schuldhafter Verletzung seiner Mitwirkungspflichten im Beitragsverfahren, insbesondere durch unrichtige oder unvollstÃ¤ndige Angaben, AusbildungsbeitrÃ¤ge erwirke oder missbrÃ¤uchlich verwende, diese verzinst zurÃ¼ckerstatten. Die Stipendienverordnung fÃ¼r die Berufsbildung unterscheide dem­­nach zwischen RÃ¼ckerstattungstatbestÃ¤nden, welche auf Verschulden der Beitragsberechtigten beruhten (§ 16) oder das â so § 15 â nicht tÃ¤ten (VB 94/0083, E. 2a+3).<br/> <br/> </span></p> <p class="Einzug1"><span>-<span> </span></span><span>§ 15 StV meine laut § 15 des Stipendienreglements fÃ¼r die Berufsbildung vom 11. Juni 1990 (StR [OS 51, 152 ff., 163]; ebenso, auch zum Folgenden, § 15 f. desjenigen vom 29. Juni 1994 [OS 52, 727 ff., 737 f.]) BeitrÃ¤ge, fÃ¼r die infolge eines Bearbeitungsfehlers der BehÃ¶rden oder wegen unverschuldet falscher oder unvollstÃ¤ndiger Angaben der BewerberInnen ein Anspruch stets gefehlt habe. Schuldhaftigkeit im Sinn von § 16 StV bedeute nach § 16 StR Vorsatz oder FahrlÃ¤ssigkeit. MissbrÃ¤uchliche Verwendung von Stipendien gemÃ¤ss § 16 Abs. 1 StV bilde einen eigenen RÃ¼ckerstattungsgrund neben dem schuldhafter Verletzung von Mitwirkungspflicht im Beitragsverfahren. Eine finan­zielle Man­gellage schliesse eine RÃ¼ckforderung gestÃ¼tzt jedenfalls auf § 16 StV nicht aus, diese Bestimmung aber hinwiederum nicht, Zahlungserleichterungen einzurÃ¤umen, wie namentlich Ratenleistungen (VB 94/0111, E. 3).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Zu noch Ã¤lterem Recht liegen ebenfalls PrÃ¤judizien vor (RB 1979 Nr. 80, 1980 Nr. 95 und 1989 Nr. 20; VGr, 20. Dezember 1993, ZBl 95/1994, S. 170).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>c) Offenkundig regelt § 13 StipendienV wie einst § 15 StV in Verbindung mit § 15 StR die RÃ¼ckerstattung bei fehlendem, § 14 Abs. 1 StipendienV aber wie frÃ¼her § 16 StV in Verbindung mit § 16 StR jene bei vorhandenem Verschulden der Beitragsberechtigten. Indem nun kraft § 17 Abs. 2 f. StipendienV bei unterbliebener Meldung eines Ausbildungs­­abbruchs BeitrÃ¤ge zurÃ¼ckgefordert werden <i>kÃ¶nnen</i>, muss es fÃ¼r den Entscheid ebenfalls auf das Verschulden ankommen. Nur wo es an einem solchen gebricht, lÃ¤sst sich wegen Unzumutbarkeit im Sinn von § 13 Abs. 3 StipendienV â beispielsweise wegen der hier geltend gemachten finanziellen Probleme (oben I.B Abs. 1) â von einer RÃ¼ckleistungsverpflichtung absehen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>GegenwÃ¤rtig liegt jedoch ein Verschulden vor. Wenn die BeschwerdefÃ¼hrenden sich gegen einen angeblichen Vorwurf der LÃ¼ge verwahren zu mÃ¼ssen glauben (vorn III Abs. 1), verkennen sie, dass es keine Absicht braucht, sondern bereits FahrlÃ¤ssigkeit ausreicht, und sei diese auch bloss unbewusst. Nachdem schon die erste StipendiengewÃ¤hrung im September 2000 ausdrÃ¼cklich fÃ¼r den "Vorkurs fÃ¼r X-berufe" und mit dem Hinweis ge­schehen war, ein Ausbildungsabbruch sei unverzÃ¼glich mitzuteilen, hÃ¤tten die Beschwer­de­fÃ¼hrenden Letzteres sogleich tun mÃ¼ssen, als ihre Tochter Ende Oktober 2000 die Vorschu­le fÃ¼r X-berufe verliess (vgl. oben I.A. Abs. 1 f., ebenso zum Folgenden). FÃ¼r ihr â wie im­mer zu erklÃ¤rendes â Schweigen kÃ¶nnen sie sich deshalb nicht auf Vertrauensschutz berufen (so aber vorn I.B Abs. 1).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Haben demnach Beschwerdegegner und Vorinstanz richtig entschieden, ist das Rechts­mittel abzuweisen, soweit sich darauf eintreten lÃ¤sst.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>5. AusgangsgemÃ¤ss werden die beiden BeschwerdefÃ¼hrenden je hÃ¤lftig kostenpflich­­tig und mÃ¼ssen als Ehegatten fÃ¼reinander solidarisch haften (§ 70 in Verbindung mit § 13 Abs. 2 Satz 1 und § 14 VRG; KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 14 N. 3).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>DemgemÃ¤ss entscheidet der Einzelrichter:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>1. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird.</span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>2. â¦</span></p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>