<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="content"> <div class="para"> </div> <div class="para">Bundesgericht </div> <div class="para">Tribunal fédéral </div> <div class="para">Tribunale federale </div> <div class="para">Tribunal federal </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <img height="74" src="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/clir/http/displayimage.php?id=2024-04-30-4A_53-2024.1&amp;type=gif" width="95"/> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>4A_53/2024</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>Urteil vom 30. April 2024</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>I. zivilrechtliche Abteilung</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Besetzung </div> <div class="para">Bundesrichterin Jametti, Präsidentin, </div> <div class="para">Bundesrichterinnen Hohl, Kiss, </div> <div class="para">Gerichtsschreiber Tanner. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Verfahrensbeteiligte </div> <div class="para">A.________ AG, </div> <div class="para">vertreten durch </div> <div class="para">Rechtsanwältin Barbara Klett und </div> <div class="para">Rechtsanwalt Lukas Zangger, </div> <div class="para">Beschwerdeführerin, </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <i>gegen</i> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">B.________ AG, </div> <div class="para">vertreten durch </div> <div class="para">Rechtsanwältin Dr. Romana Kronenberg Müller, Beschwerdegegnerin. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Gegenstand </div> <div class="para">Personalverleihvertrag, </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Beschwerde gegen den Entscheid des Appellationsgerichts des Kantons Basel-Stadt, Dreiergericht, vom 7. Dezember 2023 (ZB.2022.27). </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>Sachverhalt:</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>A.</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>A.a.</b> Die A.________ AG (Klägerin, Beschwerdeführerin) mit Sitz in U.________ verfolgt im Wesentlichen den Zweck, Transportdienste für Waren und integrierte logistische Dienste zu erbringen. </div> <div class="para">Die B.________ AG (Beklagte, Beschwerdegegnerin) mit Sitz in V.________ bezweckt insbesondere den Betrieb eines Eisenbahnunternehmens, die Erbringung von Eisenbahntransportleistungen sowie mit dem Eisenbahnbetrieb zusammenhängende Dienstleistungen, wie die Instandhaltung von Eisenbahnfahrzeugen sowie das Vermitteln und Verleihen von Personal und Fahrzeugen für den Schienenverkehr. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>A.b.</b> Der zwischen den Parteien abgeschlossene Rahmenvertrag vom 25. Januar 2011 umschreibt in Ziffer 4 die einzelnen Vertragsbestandteile und ihre Rangordung. Demnach setzt sich der Vertrag aus folgenden Bestandteilen zusammen: </div> <div class="para"> </div> <div class="para">"a. der vorliegenden Vertragsurkunde samt Anlagen gemäss entsprechender Ziffer; </div> <div class="para">b. den allgemeinen Geschäftsbedingungen des Bundes für Dienstleistungsaufträge, Ausgabe März 2001 (nachfolgend AGB-D) ". </div> <div class="para">Bezüglich Rangordnung der einzelnen Vertragsbestandteile vereinbarten die Parteien Folgendes: </div> <div class="para"> </div> <div class="para">"Widersprechen sich einzelne Vertragsbestandteile, so bestimmt sich ihr Rang nach der Einordnung in die vorstehenden Ziffern. Bei Widersprüchen zwischen de m [sic] zu einzelnen Vertragsbestandteilen zusammengefassten Dokumente n geht das zeitlich spätere Dokument dem früheren vor." </div> <div class="para">Anlage 1 zum Rahmenvertrag umschreibt in Ziffer 14 die Haftung der Klägerin wie folgt: </div> <div class="para"> </div> <div class="para">"Ist wegen ungetreuer oder unsorgfältiger Auswahl und Instruktion ein Schaden entstanden, haftet die Firma [gemeint die Beklagte] hierfür, sofern sie nicht beweist, dass sie kein Verschulden trifft. Die Firma [Beklagte] haftet für jedes Verschulden. Die Haftung für Personenschäden ist unbeschränkt. Für Sach- und Vermögensschäden ist die Haftung auf insgesamt CHF 20 Mio. pro Ereignis, maximal CHF 40 Mio. pro Jahr beschränkt. Die Firma [Beklagte] haftet unbeschränkt für Schäden, welche der SBB bei Nichtigkeit des Vertrages wegen einer fehlenden Bewilligung entstehen." </div> <div class="para">Sodann sehen die AGB-D in Ziffer 8 unter dem Titel "Gewährleistung" folgende Regelung vor: </div> <div class="para"> </div> <div class="para">"8.1 Der Anbieter [gemeint die Beklagte] haftet für getreue und sorgfältige Ausführung und garantiert, dass seine Leistungen den vertraglichen Bedingungen, Spezifikationen sowie dem aktuellen Stand von Wissenschaft und Technik entsprechen. 8.2 Er [die Beklagte] haftet für Schäden den seine Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen in Ausübung ihrer Verrichtungen verursachen." </div> <div class="para">Gestützt auf den Rahmenvertrag verlieh die Beklagte ihren Mitarbeiter C.________ als Lokomotivführer an die Klägerin. </div> <div class="para">Am 8. März 2013 hatte C.________ einen Einsatz im Führerstand einer Rangierlokomotive beim Bahnhof X.________. Begleitet wurde er vom Lokomotivführer D.________. Dieser war ebenfalls Angestellter der Beklagten und wollte sich im Hinblick auf künftige eigene Einsätze für die Klägerin mit der Strecke vertraut machen. Anders als C.________ war D.________ nicht von der Beklagten an die Klägerin ausgeliehen worden. </div> <div class="para">Während der Fahrt missachtete C.________, der die Rangierlokomotive steuerte, ein Haltesignal. Trotz eingeleiteter Vollbremsung fuhr die Lokomotive auf einen Prellbock, stiess diesen nieder, entgleiste und stürzte in den Fluss Y.________. Dabei wurde die Lokomotive, ein Teil der Bahninfrastruktur und eine Gasleitung beschädigt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>B.</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>B.a.</b> Mit Teilklage vom 7. Juni 2018 beantragte die Klägerin beim Zivilgericht des Kantons Basel-Stadt, die Beklagte sei zu verpflichten, der Klägerin Fr. 32'671.75 nebst Zins zu je 5 % auf Fr. 7'910.50 seit 21. März 2014, auf Fr. 700.10 seit 25. Juli 2014, auf Fr. 1'024.05 seit 14. Februar 2014, auf Fr. 3'037.10 seit 19. März 2014 und auf Fr. 20'000.-- seit 8. März 2013 zu bezahlen. </div> <div class="para">Das Zivilgericht des Kantons Basel-Stadt holte ein gerichtliches Gutachten beim Verkehrspsychologen E.________ betreffend die Eignung von C.________ als Lokomotivführer ein. </div> <div class="para">Mit Entscheid vom 22. Juli 2022 wies das Zivilgericht die Klage ab. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>B.b.</b> Dagegen erhob die Klägerin mit Eingabe vom 8. September 2022 Berufung an das Appellationsgericht des Kantons Basel-Stadt. </div> <div class="para">Mit Entscheid vom 7. Dezember 2023 wies das Appellationsgericht die Berufung ab. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>C.</b> </div> <div class="para">Die Klägerin erhebt Beschwerde in Zivilsachen. Sie verlangt, der angefochtene Entscheid des Appellationsgerichts des Kantons Basel-Stadt vom 7. Dezember 2023 sei aufzuheben und die Klage vom 7. Juni 2018 sei gutzuheissen. Eventualiter sei der angefochtene Entscheid aufzuheben und die Sache zur Neubeurteilung an die Vorinstanz bzw. an die Erstinstanz zurückzuweisen. </div> <div class="para">Die Beschwerdegegnerin beantragt, es sei auf die Beschwerde nicht einzutreten, eventualiter sei diese abzuweisen. Die Beschwerdeführerin nahm dazu am 11. März 2024 Stellung. </div> <div class="para">Die Vorinstanz beantragt die Abweisung der Beschwerde. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>Erwägungen:</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>1.</b> </div> <div class="para">Das Bundesgericht prüft von Amtes wegen und mit freier Kognition, ob ein Rechtsmittel zulässig ist (vgl. <span class="artref">Art. 29 Abs. 1 BGG</span>; <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=37&amp;from_date=30.04.2024&amp;to_date=19.05.2024&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F149-III-277%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page277">BGE 149 III 277</a> E. 3.1; <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=37&amp;from_date=30.04.2024&amp;to_date=19.05.2024&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F148-IV-155%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page155">148 IV 155</a> E. 1.1; <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=37&amp;from_date=30.04.2024&amp;to_date=19.05.2024&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F145-II-168%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page168">145 II 168</a> E. 1). </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>1.1.</b> Angefochten ist der Endentscheid (<span class="artref">Art. 90 BGG</span>) einer letzten kantonalen Instanz, die über ein zivilrechtliches Schadenersatzbegehren und damit eine der Beschwerde in Zivilsachen unterliegende vermögensrechtliche Angelegenheit entschieden hat (<span class="artref">Art. 72 Abs. 1 BGG</span>). Der Streitwert beträgt mehr als Fr. 30'000.-- (<span class="artref">Art. 74 Abs. 1 lit. b BGG</span>). Die Beschwerdeführerin ist im vorinstanzlichen Verfahren mit ihren Anträgen unterlegen (<span class="artref">Art. 76 Abs. 1 BGG</span>). Sie hat zudem die Beschwerdefrist von <span class="artref">Art. 100 Abs. 1 BGG</span> eingehalten. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>1.2.</b> Bei Rechtsmitteln an das Bundesgericht hat die Beschwerdeschrift ein Rechtsbegehren zu enthalten (<span class="artref">Art. 42 Abs. 1 BGG</span>). Die beschwerdeführende Partei darf sich grundsätzlich nicht darauf beschränken, die Aufhebung des angefochtenen Entscheids zu beantragen. Vielmehr muss sie einen Antrag in der Sache stellen und angeben, welche Punkte des Entscheids angefochten und welche Abänderungen beantragt werden (vgl. <span class="artref">Art. 107 Abs. 2 BGG</span>; <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=37&amp;from_date=30.04.2024&amp;to_date=19.05.2024&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F134-III-379%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page379">BGE 134 III 379</a> E. 1.3, 133 III 489 E. 3.1). </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Anträge betreffend Geldforderungen müssen beziffert werden und auf eine Beschwerde ist nicht einzutreten, wenn das Bundesgericht den zuzusprechenden Geldbetrag nach dem gestellten Begehren selber festlegen müsste, wobei es genügt, wenn sich aus der Beschwerdebegründung, allenfalls in Verbindung mit dem angefochtenen Entscheid, ohne weiteres klar ergibt, welchen Geldbetrag die beschwerdeführende Partei beantragt (<a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=37&amp;from_date=30.04.2024&amp;to_date=19.05.2024&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F143-III-111%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page111">BGE 143 III 111</a> E. 1.2; <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=37&amp;from_date=30.04.2024&amp;to_date=19.05.2024&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F134-III-235%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page235">134 III 235</a> E. 2 mit Hinweis). Allerdings besteht keine Vermutung dafür, dass eine beschwerdeführende Partei, die ihre Anträge in der Beschwerde nicht präzisiert, diejenigen übernehmen will, die sie vor der Vorinstanz gestellt hat (Urteile 4A_358/2022 vom 4. Oktober 2022 E. 2.1; 4A_288/2019 vom 11. September 2019 E. 1.2; 5A_1048/2017 vom 4. Dezember 2018 E. 2.2). </div> <div class="para">Die Beschwerdeführerin hält in der Begründung ihres Rechtsmittels ausdrücklich fest, dass sie Schadenersatz in der Höhe von Fr. 32'671.75 zuzüglich Zinsen zugesprochen erhalten möchte. Folglich ist von einem ausreichend bezifferten Rechtsbegehren auszugehen. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>1.3.</b> Unter Vorbehalt einer ausreichenden Begründung (<span class="artref">Art. 42 Abs. 2 und <artref id="CH/173.110/106/2" type="start"></artref>Art. 106 Abs. 2 BGG</span><artref id="CH/173.110/42/2" type="end"></artref>) ist daher auf die Beschwerde einzutreten. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>2.</b> </div> <div class="para">Mit Beschwerde in Zivilsachen können Rechtsverletzungen nach <span class="artref">Art. 95 und <artref id="CH/173.110/96" type="start"></artref>Art. 96 BGG</span><artref id="CH/173.110/95" type="end"></artref> gerügt werden. Die Beschwerde ist hinreichend zu begründen, ansonsten darauf nicht eingetreten werden kann (<a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=37&amp;from_date=30.04.2024&amp;to_date=19.05.2024&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F140-III-115%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page115">BGE 140 III 115</a> E. 2; <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=37&amp;from_date=30.04.2024&amp;to_date=19.05.2024&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F134-II-244%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page244">134 II 244</a> E. 2.1). In der Beschwerdeschrift ist in gedrängter Form dazulegen, inwiefern der angefochtene Akt Recht verletzt (<span class="artref">Art. 42 Abs. 2 BGG</span>). Unerlässlich ist, dass auf die Begründung des angefochtenen Entscheids eingegangen und im Einzelnen aufgezeigt wird, worin eine vom Bundesgericht überprüfbare Rechtsverletzung liegt. Die beschwerdeführende Partei soll in der Beschwerde an das Bundesgericht nicht bloss die Rechtsstandpunkte, die sie im vorinstanzlichen Verfahren eingenommen hat, erneut bekräftigen, sondern mit ihrer Kritik an den als rechtsfehlerhaft erachteten Erwägungen der Vorinstanz ansetzen (<a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=37&amp;from_date=30.04.2024&amp;to_date=19.05.2024&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F140-III-115%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page115">BGE 140 III 115</a> E. 2, 86 E. 2). </div> <div class="para">Eine qualifizierte Rügepflicht gilt hinsichtlich der Verletzung von Grundrechten und von kantonalem und interkantonalem Recht. Das Bundesgericht prüft eine solche Rüge nur insofern, als sie in der Beschwerde präzise vorgebracht und begründet worden ist (<span class="artref">Art. 106 Abs. 2 BGG</span>). Macht die beschwerdeführende Partei beispielsweise eine Verletzung des Willkürverbots (<span class="artref">Art. 9 BV</span>) geltend, genügt es nicht, wenn sie einfach behauptet, der angefochtene Entscheid sei willkürlich; sie hat vielmehr im Einzelnen zu zeigen, inwiefern der angefochtene Entscheid offensichtlich unhaltbar ist (<a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=37&amp;from_date=30.04.2024&amp;to_date=19.05.2024&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F141-III-564%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page564">BGE 141 III 564</a> E. 4.1). </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>3.</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>3.1.</b> Die Beschwerdeführerin rügt zunächst, weder die erste Instanz noch die Vorinstanz hätten den tatsächlichen oder mutmasslichen Parteiwillen bezüglich der massgeblichen Haftungsregelung festgestellt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>3.2.</b> Die Vorinstanz hat in der Tat keine Feststellungen zum inneren Willen der Parteien getroffen, die vom Bundesgericht nicht überprüfbar wären (<span class="artref">Art. 105 Abs. 1 ZPO</span>; <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=37&amp;from_date=30.04.2024&amp;to_date=19.05.2024&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F144-III-93%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page93">BGE 144 III 93</a> E. 5.2.2). Die Beschwerdeführerin zeigt indessen in keiner Weise auf, dass sie einen tatsächlichen übereinstimmenden Willen behauptet, dieser aber zu Unrecht nicht geprüft worden wäre. Die Vorinstanz hat den Vertrag daher zutreffend nach dem Vertrauensprinzip ausgelegt (<a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=37&amp;from_date=30.04.2024&amp;to_date=19.05.2024&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F147-III-107%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page107">BGE 147 III 107</a> E. 3.1.2; <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=37&amp;from_date=30.04.2024&amp;to_date=19.05.2024&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F142-III-239%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page239">142 III 239</a> E. 5.2.1; <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=37&amp;from_date=30.04.2024&amp;to_date=19.05.2024&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F140-III-134%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page134">140 III 134</a> E. 3.2). </div> <div class="para">Das angefochtene Urteil ist dahingehend zu verstehen, dass das Appellationsgericht nach dem Sinn geforscht hat, der dem Vertrag nach Treu und Glauben objektiv beizulegen ist (vgl. Urteile 4A_50/2021 vom 6. September 2021 E. 3.2.4, nicht publ. in: <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=37&amp;from_date=30.04.2024&amp;to_date=19.05.2024&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F147-III-475%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page475">BGE 147 III 475</a>; 4A_73/2014 vom 19. Juni 2014 E. 5.3.1, nicht publ. in: <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=37&amp;from_date=30.04.2024&amp;to_date=19.05.2024&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F140-III-312%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page312">BGE 140 III 312</a>). Diese auf dem Vertrauensgrundsatz beruhende Vertragsauslegung kann das Bundesgericht frei überprüfen. Grundsätzlich gebunden ist es aber an die Feststellungen des kantonalen Gerichts über die Umstände des Vertragsschlusses und das Wissen der Vertragsparteien (<a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=37&amp;from_date=30.04.2024&amp;to_date=19.05.2024&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F148-III-57%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page57">BGE 148 III 57</a> E. 2.1.3.4; <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=37&amp;from_date=30.04.2024&amp;to_date=19.05.2024&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F144-III-93%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page93">144 III 93</a> E. 5.2.3; <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=37&amp;from_date=30.04.2024&amp;to_date=19.05.2024&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F133-III-61%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page61">133 III 61</a> E. 2.2.1). </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>4.</b> </div> <div class="para">Zwischen den Parteien ist strittig, in welcher Beziehung Ziffer 14 Anlage 1 des Rahmenvertrags und Ziffer 8 AGB-D zueinander stehen. Während die Beschwerdeführerin von einer parallelen Geltung beider Haftungsbestimmungen ausgeht, verdrängt nach Auffassung der Beschwerdegegnerin Ziffer 14 Anlage 1 Ziffer 8 AGB-D. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>4.1.</b> Die Vorinstanz folgte der Ansicht der Beschwerdegegnerin, wonach ausschliesslich Ziffer 14 Anlage 1 die Haftung der Beschwerdegegnerin für die verliehenen Mitarbeitenden regelt. Zusammengefasst erwog die Vorinstanz, die vertraglich geschuldete Leistung der Beschwerdegegnerin bestehe im Zurverfügungstellen von Personal. Demgegenüber zähle die gehörige Arbeitsleistung der verliehenen Mitarbeitenden nicht mehr zum Leistungsauftrag der Beschwerdegegnerin. Diese habe in Ziffer 14 Anlage 1 ihr Weisungsrecht auf die Beschwerdeführerin übertragen. Entsprechend erteile die Beschwerdeführerin als Leihnehmerin den ihr ausgeliehenen Mitarbeitenden sämtliche für den Betriebsablauf notwendigen Weisungen. Eine in Ziffer 8 AGB-D statuierte Haftung für alle Schäden, welche die Mitarbeitenden der Verleiherin in Ausübung ihrer Verrichtungen verursachten, stünde im klaren Widerspruch zu dieser Übertragung des Weisungsrechts und der darauf angepassten Haftung. Entsprechend hafte die Beschwerdegegnerin nur für die getreue und sorgfältige Auswahl und Instruktion der ausgeliehenen Mitarbeitenden, nicht aber für jeden Schaden, den diese in Ausübung ihrer Verrichtung bei der Leihnehmerin verursachten. Die Beschwerdeführerin vermöge nicht aufzuzeigen, dass der Beschwerdegegnerin bei der Auswahl und Instruktion eine Pflichtverletzung vorgeworfen werden könne. Sie tue auch nicht dar, inwiefern eine solche Pflichtverletzung für den Eintritt des Schadens kausal gewesen wäre. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>4.2.</b> Die Beschwerdeführerin anerkennt ausdrücklich, dass bei einem Widerspruch zwischen den Haftungsbestimmungen der Anlage 1 und der AGB-D diejenige der Anlage 1 vorgehe. Sie macht indessen geltend, die Vorinstanz habe fälschlicherweise einen solchen Widerspruch angenommen. Damit habe sie die Anlage 1 und die AGB-D bundesrechtswidrig ausgelegt. Ein Widerspruch könne bloss dann vorliegen, wenn die Haftungsregelung als abschliessend zu qualifizieren sei und eine zusätzliche Haftungsregelung geradezu ausschliesse. Vorliegend seien indessen die Haftung für die sorgfältige Auswahl der Mitarbeiter und die Haftung für deren Verhalten alternative Haftungsgrundlagen, die sich nicht gegenseitig ausschlössen und folglich einander auch nicht widersprächen. Der Personalverleih bilde einen Innominatkontrakt <i>sui generis</i>, weshalb hier keine gesetzlichen Haftungsregelungen bestünden. Ziffer 8.2 AGB-D halte unmissverständlich fest, dass die Verleiherin für den durch die verliehene Person verursachten Schaden hafte. Auch das Bundesgericht habe mit Urteil 2C_356/2012 vom 11. Februar 2013 E. 5.3 ein Personalverleihverhältnis bei einer Verleiherin bejaht, die für die Handlungen ihrer verliehenen Mitarbeiter gleich wie für Hilfspersonen gehaftet habe. Gemäss diesem Entscheid könne eine Personalverleiherin sowohl für die sorgfältige Auswahl ihrer Mitarbeitenden als auch für den von diesen im Einsatzbetrieb verursachten Schaden haften. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>4.3.</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>4.3.1.</b> Vorab ist festzuhalten, dass das von der Beschwerdeführerin angerufene Urteil 2C_356/2012 vom 11. Februar 2013 E. 5.3 nicht einschlägig ist. Gegenstand dieses Entscheides bildete die Frage, ob im konkreten Fall ein bewilligungspflichtiger Personalverleih vorlag. Demgegenüber ging es nicht wie vorliegend um die Frage, in welchem Verhältnis mehrere vertraglich vereinbarte Haftungsbestimmungen zueinander stehen. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>4.4.</b> Dem Verhältnis zwischen den Parteien liegt ein Personalverleihvertrag im Sinne von <span class="artref">Art. 22 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 6. Oktober 1989 über die Arbeitsvermittlung und den Personalverleih (Arbeitsvermittlungsgesetz, AVG; SR 823.11)</span> zugrunde. In einem solchen Rahmenvertrag verpflichtet sich der Personalverleiher nicht zu einer bestimmten Arbeitsleistung, die er durch eine Hilfsperson ausführen lässt. Vielmehr zielt seine Leistungspflicht darauf ab, einen bestimmten Arbeitnehmer sorgfältig auszuwählen, zu instruieren und ihn gegen Entgelt dem Einsatzbetrieb zur Verfügung zu stellen (Urteil 2C_356/2012 vom 11. Februar 2013 E. 3.2 mit Hinweisen; Reto Krummenacher/Ann Weibel, in: Arbeitsvermittlungsgesetz [AVG], 2014, N. 3 zu <span class="artref">Art. 22 AVG</span>). Dabei bildet die Delegation des Weisungsrechts ein entscheidendes Element des Personalverleihs (vgl. die Legaldefinition in <span class="artref">Art. 26 Abs. 1 der Verordnung vom 16. Januar 1991 über die Arbeitsvermittlung und den Personalverleih [Arbeitsvermittlungsverordnung, AVV; SR 823.111]</span>; <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=37&amp;from_date=30.04.2024&amp;to_date=19.05.2024&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F148-II-203%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page203">BGE 148 II 203</a> E. 3.3.2; Urteil 4A_134/2022 vom 16. September 2022 E. 3.2.3). Der Verleiher räumt dem Leihnehmer während eines Einsatzes wesentliche Weisungsbefugnisse gegenüber seinem Arbeitnehmer ein. Zugleich verzichtet er weitgehend auf die Ausübung seines eigenen Weisungsrechts (Fabian Looser, Der Personalverleih, 2015, Rz. 885). Demnach ist der Arbeitnehmer während seines Einsatzes keine Hilfsperson des Verleihers, mit der Folge, dass dieser weder gestützt auf <span class="artref">Art. 101 OR</span> noch aufgrund von <span class="artref">Art. 55 OR</span> für die verliehene Person einstehen muss (Looser, a.a.O., Rz. 887 und 890). </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>4.5.</b> Die Parteien beschränkten in Ziffer 14 Anlage 1 des Rahmenvertrags die Haftung der Beschwerdegegnerin auf die ungetreue oder unsorgfältige Auswahl und Instruktion des verliehenen Arbeitnehmers. Eine solche Haftungsbeschränkung ist typisch für den Verleihvertrag (vgl. Ueli Greub, Personalverleih, in: Fachhandbuch Arbeitsrecht, 2018, Rz. 15.6). Sie trägt namentlich der Tatsache Rechnung, dass der Verleiher mangels eines eigenen Weisungsrechts die Arbeitsausführung seines Arbeitnehmers im Einsatzbetrieb nicht zu beeinflussen vermag (Looser, a.a.O., Rz. 885). </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>4.6.</b> Gemäss Ziffer 8.2 AGB-D muss die Beschwerdegegnerin für alle Schäden einstehen, die ihre Mitarbeitenden in Ausübung ihrer Verrichtungen verursacht haben. Ob sich eine derart weitgehende Haftung angesichts des fehlenden Weisungsrechts des Verleihbetriebes überhaupt rechtsgültig vereinbaren lässt, erscheint fraglich, kann indessen offenbleiben. Entscheidend ist nämlich, dass sich Ziffer 14 Anlage 1 und Ziffer 8.2 AGB-D entgegen der Beschwerde nicht nebeneinander anwenden lassen: Diesbezüglich ist zu beachten, dass eine mangelhafte Auswahl oder Instruktion eines Mitarbeiters für sich genommen noch keine Ansprüche auslöst. Vielmehr muss zuerst der mangelhaft ausgewählte bzw. instruierte Mitarbeiter dem Einsatzbetrieb einen Schaden verursacht haben. Erst dann greift die Haftung von Ziffer 14 Anlage 1. Diese Vertragsbestimmung knüpft mit anderen Worten genau gleich wie Ziffer. 8.2 AGB-D die Schadenersatzpflicht an ein konkretes schadenverursachendes Fehlverhalten des ausgeliehenen Mitarbeiters an. Wenn nun aber der Verleiher gemäss Ziffer 8.2 AGB-D verschuldensunabhängig für sämtliche Schäden haften würde, welche sein Mitarbeiter im Einsatzbetrieb verursacht, dann bestünde kein Raum für eine zusätzliche Auswahl- bzw. Instruktionshaftung, die sich ebenfalls in einem schädigenden Verhalten des Mitarbeiters niederschlagen müsste. Ziffer 14 Anlage 1 ginge mit anderen Worten in Ziffer 8.2 AGB-D auf und hätte keinen eigenen Anwendungsbereich. </div> <div class="para">Folglich ist es offenkundig widersprüchlich, wenn die Parteien im selben Vertrag die Haftung der Beschwerdegegnerin für den verliehenen Mitarbeiter einerseits auf seine zufolge unzureichender Auswahl bzw. Instruktion verursachten Schäden beschränken (Ziffer 14 Anlage 1) und andererseits auf sein gesamtes Fehlverhalten im Einsatzbetrieb ausdehnen (Ziffer. 8.2 AGB-D). Es ist demnach mit der Vorinstanz von einem Widerspruch in den vertraglichen Regelungen auszugehen. </div> <div class="para">Nach der Kollisionsregel von Ziffer 4 des Rahmenvertrages geht im Widerspruchsfall die jüngere Anlage 1 den AGB-D vor. Die Beschwerdegegnerin haftet daher nur für die getreue und sorgfältige Auswahl und Instruktion. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>4.7.</b> Zusammenfassend bejahte die Vorinstanz zu Recht die alleinige Geltung von Ziffer 14 Anlage 1 und damit eine Haftung bloss für sorgfältige Auswahl und Instruktion. Die Beschwerdeführerin hat die vorinstanzlichen Erwägungen zur (fehlenden) Pflichtverletzung der Beschwerdegegnerin nicht angefochten, weshalb darauf verwiesen werden kann. Die Beschwerdegegnerin muss folglich nicht für den Schaden aufkommen, den ihr Mitarbeiter C.________ durch das Überfahren des Haltesignals der Beschwerdeführerin zugefügt hat. </div> <div class="para">Die Klage wurde zu Recht abgewiesen. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>5.</b> </div> <div class="para">Die Beschwerde ist demnach abzuweisen. Die unterliegende Beschwerdeführerin wird kosten- und entschädigungspflichtig (<span class="artref">Art. 66 Abs. 1 und <artref id="CH/173.110/68/2" type="start"></artref>Art. 68 Abs. 2 BGG</span><artref id="CH/173.110/66/1" type="end"></artref>). </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>Demnach erkennt das Bundesgericht:</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>1.</b> </div> <div class="para">Die Beschwerde wird abgewiesen. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>2.</b> </div> <div class="para">Die Gerichtskosten von Fr. 2'000.-- werden der Beschwerdeführerin auferlegt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>3.</b> </div> <div class="para">Die Beschwerdeführerin hat die Beschwerdegegnerin für das bundesgerichtliche Verfahren mit Fr. 2'500.-- zu entschädigen. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>4.</b> </div> <div class="para">Dieses Urteil wird den Parteien und dem Appellationsgericht des Kantons Basel-Stadt, Dreiergericht, schriftlich mitgeteilt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Lausanne, 30. April 2024 </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Im Namen der I. zivilrechtlichen Abteilung </div> <div class="para">des Schweizerischen Bundesgerichts </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Die Präsidentin: Jametti </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Der Gerichtsschreiber: Tanner </div> </div></body></html>