<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="cell small-12 contentContainer printArea"> <div><table><tr><td><p class="Standard berschrift1"><span class="Standard berschrift1">Sozialversicherungsgericht</span></p><p class="Standard berschrift1"><span class="Standard berschrift1">des Kantons Zürich</span></p></td><td><p class="Standard berschrift1"><img src="word/media/image1.png"/></p></td></tr></table><div><div><p><span>IV.2021.00079</span><br/><span>damit vereinigt</span><br/><span>IV.2021.00135</span></p></div><p><br/></p><div><p>II. Kammer</p></div><div><p>Sozialversicherungsrichterin Grieder-Martens, Vorsitzende<br/>Sozialversicherungsrichterin Sager<br/>Ersatzrichterin Lienhard<br/>Gerichtsschreiberin Tiefenbacher</p></div><p class="Standard berschrift2"><span class="Standard berschrift2">Urteil</span><span class="Standard berschrift2"> vom </span><span class="Standard berschrift2">26. November 2024</span></p></div><p class="Standard StandardEinzug"><span class="Standard StandardEinzug">in Sachen</span></p><p class="Standard StandardFett RubrumFett"><span id="_Hlk193373569"></span><span class="Standard StandardFett RubrumFett">X.___</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">Beschwerdeführer</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">gegen</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Standard StandardFett RubrumFett"><span class="Standard StandardFett RubrumFett">Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">Beschwerdegegnerin</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p><br/></p><p></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Sachverhalt:</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">X.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">, geboren 1991, meldete sich am 2. März 2012 unter Hinweis auf einen am 10. Juni 2011 erlittenen Autounfall bei der Invalidenversicherung </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">(IV) </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">zum Leistungsbezug an (Urk. 11/24)</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">. Nachdem die Sozialversicherungs</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">an</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">stalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, medizinische Berichte (Urk. 11/34-35) einge</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">holt und mit dem Versicherten Eingliederungsmöglichkeiten diskutiert hatte (vgl.</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Urk. 11/42)</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">,</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> erteilte sie mit Mitteilung vom 26. März 2013 Kostengutsprache für ein Belastbarkeitstraining vom 25. März bis 23. Juni 2013 (Urk. 11/40) und sprach ihm mit Verfügung vom 2. April 2013 für die gleiche Zeitperiode ein Taggeld zu (Urk. 11/43).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Nach Abschluss des Belastbarkeitstrainings holte die IV-Stelle weitere Arztbe</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">richte (Urk. 11/52 und Urk. 11/58) ein und gab ein psychiatrisches Gutachten in Auftrag, welches am 7. Mai 2014 erstattet wurde (Urk. 11/62). Gestützt auf dieses Gutachten forderte sie den Versicherten auf, eine mindestens achtwöchige stationäre psychiatrische bzw. psychosomatische Behandlung in Angriff zu neh</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">men (Urk. 11/63), wozu er vom behandelnden Arzt am 26. September 2014 im </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Y.___ </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">an</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gemeldet wurde</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> (Urk. 11/67). Vom 19. bis zum Abbruch der Behandlung am 27. November 2014 weilte der Versicherte stationär im </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Y.__</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">_</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">(</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">vgl. Urk. 11/76)</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">. Am 23. Januar 2015 forderte die IV-Stelle diesen auf, die psychiatrisch-psychotherapeutische Behandlung im ambu</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">lanten Rahmen fortzusetzen (Urk. 11/79)</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">,</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> und am 7. August 2015 forderte sie ihn erneut auf, sich für vier bis acht Wochen in stationäre Behandlung zu begeben</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">(Urk. 11/94). Sein Psychiater teilte am 23. September 2015 mit, dass das Erzwin</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gen einer stationären Massnahme eher zu einer Destabilisierung als zu einer Verbesserung der gesundheitlichen Situation führen werde (Urk. 11/97). </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Darauf</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">hin stellte die IV-Stelle dem Versicherten mit Vorbescheid vom 3. Novem</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ber 2015 in Aussicht, das Leistungsbegehren wegen Verletzung der Mitwirkungs</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">pflicht abzuweisen (Urk. 11/100), wogegen </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">dieser</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">am </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3. Dezember 2015 Ein</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">wände erhob (Urk. 11/102). In der Folge holte die IV-Stelle einen weiteren Bericht des behandelnden Psychiaters ein (Urk. 11/107)</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">,</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> und der Versicherte reichte seiner</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">seits einen Verlaufsbericht desselben ein (Urk. 11/110). </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Am 25. September 2017 wurde ein von der IV-Stelle erneut in Auftrag gegebenes psychiatrisches Gutachten erstattet (Urk. 11/120), welches nach einer neuropsy</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">chologischen Untersuchung (</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">vgl. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Urk. 11/124) am 5. Februar 2018 ergänzt wurde (Urk. 11/125), worauf die IV-Stelle am 10. April 2018 vom Versicherten erneut die Durchführung einer mehrwöchigen stationären psychiatrisch-psychothera</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">peu</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tische</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">n</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Behandlung sowie die medikamentöse Einstellung forderte (Urk. 11/127)</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">, welche sie, nachdem sich der Versicherte geweigert hatte, der Auf</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">for</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">derung Folge zu leisten (vgl. Urk. 11/142) am 29. August 2018</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">dahin</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gehend änderte, als sie vom Versicherten die Fortführung der ambulanten Therapie beim behandelnden Psychiater sowie die Teilnahme an einer Basis</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">be</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">schäftigung for</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">der</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">te (Urk. 11/247). Die Basisbeschäftigung schloss der Versicher</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">te </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">am </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">26. Okto</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ber 2018 ab (vgl. Urk. 11/151).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Mit Mitteilung vom 14. Januar 2019 leistete die IV-Stelle Kostengutsprache für ein Belastbarkeitstraining vom 28. Januar bis 27. April 2019 (Urk. 11/154) und sprach ihm mit Verfügung vom 16. Januar 2019 für die gleiche Periode ein Taggeld zu (Urk. 11/156).</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Mit Mitteilung vom 29. April 2019 sodann leistete sie Kostengutsprache für ein Aufbautraining vom 28. April bis 27. Oktober 2019 (Urk. 11/160) und sprach dem Versicherten für die gleiche Periode ein Taggeld zu (Mitteilung vom 29. April 2019, Urk. 11/161). Nachdem der Versicherte am 2. September 2019 verhaftet worden war (</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">vgl. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Urk. 11/172), stellte die IV-Stelle diesem mit Vorbescheid vom 19. September 2019 in Aussicht, die Integrations</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">massnahmen abzubrechen (Urk. 11/174), was sie mit Verfügung vom 30. Oktober 2019 bestätigte (Urk. 11/177).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">In der Folge </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">zog</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> die IV-Stelle </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">die Straf</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">akten bei (Urk. 11/180), holte </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">aktuelle </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">medizinische Berichte ein (Urk. 11/197</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">, Urk. 11/204) und tätigte erwerbliche Abklärungen </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">(Urk. 11/214). Mit Vorbescheid vom 29. Oktober 2020 </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">kündigte</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> sie </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">dem Versicherten an, dass sie gedenke,</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> das Leistungsbegehren abzuweisen, da nie ein IV-relevanter Gesundheitsschaden vorgelegen habe (Urk. 11/217). </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Mit Vorbe</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">scheid vom 12. November 2020 stellte sie ihm überdies in Aussicht, die Mitteil</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ungen vom 26. März 2013, 14. Januar 2019 sowie 29. April 2019 in Anwendung der prozessualen Revision rückwirkend aufzuheben </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">und zu Unrecht ausbezahlte Taggelder zurückzufordern </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">(Urk. 11/221). Hiergegen erhob der Versicherte am 30. November 2020 (Urk. 11/222) bzw. 14. Dezember 2020 (Urk. 11/225) Ein</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">wände. Mit Verfügung vom 14. Dezember 2020 </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">verneinte</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> die IV-Stelle</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">einen Anspruch</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> des Versicherten</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> auf </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">IV-Leistungen </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">und wies das Leistungsbegehren ab (Urk. 11/224</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> = Urk. 2</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">). Mit Ver</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">f</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ügung vom 28. Januar 2021 sodann hob sie die Mitteilungen vom </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">26. März 2013, </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">14. Januar 2019 sowie 29. April 2019 auf unter Hinweis darauf, dass die Taggelder im Zusammenhang mit </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">den</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Mitteilungen </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">vom 14. Januar 2019 und 29. April 2019 </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">mit Verfügung </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">der Ausgleichskasse </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">zurück</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gefordert würden (Urk. 11/230</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> = Urk. 14/2</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.1</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Gegen die Verfügung vom 14. Dezember 2020 </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">(Urk. 2) </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">erhob der Versicherte am </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1. Februar 2021 Beschwerde (Urk. 1) mit dem Antrag, es</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> sei die angefochtene Verfügung aufzuheben und es</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> sei</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">en</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> ihm </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ab 9. Juli 2012 Leistungen der Invaliden</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">versicherung </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">zuzusprechen (S. 2 Ziff. 2). </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">In prozessualer Hinsicht ersuchte er um eventuelle Sistierung des Verfahrens bis zum rechtskräftigen Abschluss des Strafverfahrens (S. 2 Ziff. 3). </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Mit Beschwerdeantwort vom 27. Mai 2021 schloss die IV-Stelle auf Abweisung der Beschwerde</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">(Urk. 9).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.2</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Am 1. März 2021 erhob der Versicherte im Prozess Nr. IV.2021.00135 Beschwer</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">de (Urk. 14/1) gegen die Verfügung vom </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">21</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Januar </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">202</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> (Urk. 14/2) und beantragte sinngemäss deren ersatzlose Aufhebung (S. 2 Ziff. 2 Ziff. 1-2). </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">In prozessualer Hinsicht ersuchte er um eventuelle Sistierung des Verfahrens bis zum rechtskräftigen Abschluss des Strafverfahrens (S. 2 Ziff. 3). Mit Beschwerde</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">antwort vom 27. Mai 2021 schloss die IV-Stelle auf Abweisung der Beschwerde (Urk. 14/8).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.3</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Mit Verfügung vom 8. Juni 2021 wurde der Prozess Nr. IV</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">.</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2021.00135 mit dem vorliegenden Prozess vereinigt (Urk. 13). Am 9. Juli 2021 </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">(Urk. 16) </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">reichte die Beschwerdegegnerin </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">die </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ergänz</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">te Anklageschrift der Staatsanwaltschaft Zürich-Sihl gegen den Beschwerdeführer vom 8. Juni 2021 (Urk. 17) und am 10. Sep</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tember 2021 (Urk. 19) das Strafurteil des Bezirksgerichts Zürich </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">vom 21. Juli 2021 </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">(Urk. 20/1) nach. Mit Replik vom 18. Oktober 2021 hielt der Beschwerde</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">führer an seine</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">m</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Rechtsbegehren fest und wies darauf hin, dass er das Strafurteil angefochten habe</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> (Urk. 24)</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">. Mit Duplik vom 8. Dezember 2021 verzichtete die Beschwerdegegnerin auf Stellungnahme zur Replik</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> und</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> beantragte </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">(erneut) </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">die Abweisung </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">des Antrags auf</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Sistierung des vorliegenden Verfahrens (Urk. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">27).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Mit Verfügung vom 27. Dezember 2021 wurde das Verfahren</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> antragsgemäss (vgl. Urk. 1 S. 2 Ziff. 3; Urk. 14/1 S. 2 Ziff. 3)</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> bis zum rechtskräftigen Abschluss des gegen den Beschwerdeführer geführten Strafverfahrens sistiert (Urk. 28). Am 1. Februar 2022 reichte die Beschwerdegegnerin eine Stellungnahme zur Sistie</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rungsverfügung ein (Urk. 30), welche dem Beschwerdeführer am 10. März 2022 zur Kenntnisnahme </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">zugestellt</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> wurde (Urk. 31).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Am 22. August 2024 reichte die Beschwerdegegnerin dem Gericht das Strafurteil des Obergerichts </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">des Kantons Zürich </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">vom 1. Februar 2024 (Urk. 35/2) ein (Urk. 34) und nahm zu diesem am 1. November 2024 Stellung (Urk. 44), während der Beschwerdeführer innert angesetzter Frist (vgl. Urk. 36, Urk. 40) </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">keine</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Stellung</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nahm</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">e einreichte</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> (vgl. Urk. 41).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span id="FUNKTION1"></span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Das Gericht</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> zieht in Erwägung:</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">1.1</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Am 1. Januar 2022 sind die geänderten Bestimmungen des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG), der Verordnung über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSV), des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG) sowie der Verordnung über die Invaliden</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">versicherung (IVV) in Kraft getreten.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">In zeitlicher Hinsicht sind </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> vorbehältlich besonderer übergangsrechtlicher Rege</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">lungen </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> grundsätzlich diejenigen Rechtssätze massgebend, die bei Erfüllung des rechtlich zu ordnenden oder zu Rechtsfolgen führenden Tatbestandes Geltung haben (BGE 146 V 364 E. 7.1, 144 V 210 E. 4.3.1, je mit Hinweisen). Da ferner das Sozialversicherungsgericht bei der Beurteilung eines Falles in der Regel auf den bis zum Zeitpunkt des Erlasses der streitigen Verfügung beziehungsweise des streitigen </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Einspracheentscheids</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> eingetretenen Sachverhalt abstellt (BGE 144 V 210 E. 4.3.1, 132 V 215 E. 3.1.1, je mit Hinweisen), sind vorliegend die bis 31. Dezember 2021 gültig gewesenen Rechtsvorschriften anwendbar, die nachfol</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">gend auch in dieser Fassung zitiert werden.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">1.2</span><span> </span><span id="XX001"></span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beur</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">teilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">ausschliesslich die Folgen</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähig</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">keit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">1.3</span><span> </span><span id="XX078"></span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Versicherte, die seit mindestens sechs Monaten zu mindestens 50 % </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">arbeits</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">unfähig (Art. 6 ATSG) sind, haben Anspruch auf Integrationsmassnahmen zur Vorbereitung auf die berufliche Eingliederung (Integrationsmassnahmen), sofern dadurch die Voraussetzungen für die Durchführung von Massnahmen beruflicher Art geschaffen werden können (Art. 14a Abs. 1 IVG). Als Integrationsmassnah</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">men gelten gemäss Abs. 2 gezielte, auf die berufliche Eingliederung gerichtete Massnahmen zur sozialberuflichen Rehabilitation (</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">lit</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">. a) und Beschäftigungs</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">mass</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">nahmen (</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">lit</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">. b). Es geht darum, bei denjenigen Versicherten, die aktuell nicht eingliederungsfähig sind oder deren Eingliederungsfähigkeit verloren zu gehen droht, die Eingliederungsfähigkeit herzustellen oder zu erhalten. Ist aber jemand in einer anderen zumutbaren Tätigkeit arbeitsfähig, so ist er (in dieser anderen Tätigkeit) bereits eingliederungsfähig; er braucht keine Integrationsmassnahmen mehr, um die Eingliederungsfähigkeit herzustellen. Es gibt keinen Grund, Mass</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">nahmen zur Ermöglichung einer beruflichen Eingliederung durchzuführen, wenn auch ohne solche Massnahmen eine berufliche Eingliederung bereits umgesetzt werden kann (BGE 137 V 1 E. 7.2.3</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> mit Hinweisen</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">1.</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">4</span><span> </span><span id="XX072"></span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Anspruch auf eine Rente haben gemäss Art. 28 Abs. 1 IVG Versicherte, die:</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">a.</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betäti</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">gen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">wieder herstellen</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">, erhalten oder verbessern können;</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">b.</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindes</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">tens 40 % arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind; und</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">c.</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (Art. 8 ATSG) sind.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Vier</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">telsrente</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Dreiviertelsrente</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (Art. 28 Abs. 2 IVG).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">1.5</span><span> </span><span id="XX075"></span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gege</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">ben</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">enfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig ist (BGE 125 V 256 E. 4). Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten Person noch zugemutet werden können (BGE 125 V 256 E. 4 mit Hinweisen; AHI 2002 S. 70 E. 4b/cc).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">1.6</span><span> </span><span id="VV037"></span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Versicherungsträger und das Sozialversicherungsgericht haben den Sachverhalt von Amtes wegen festzustellen und die Beweise frei, das heisst ohne Bindung an förmliche Beweisregeln, sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen. Sie haben alle Beweismittel, unabhängig davon, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden, ob die verfügbaren Unterlagen eine zuver</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">lässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruches gestatten. Insbesondere dürfen sie bei einander widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzugeben, warum sie auf die eine und nicht auf die andere medizinische Th</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">ese abstellen (BGE 125 V 351 E. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">3a).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist also entscheidend, ob er für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Vorakten</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Beurteilung der medizinischen Zusammenhänge und Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen des Experten begründet sind. Ausschlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Herkunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten (BGE 134 V 231 E. 5.1; 125 V 351 E. 3a).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">1.</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">7</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">G</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">emäss Art. 25 Abs. 1 ATSG sind unrechtmässig bezogene Leistungen zurückzuerstatten. Wer Leistungen in gutem Glauben empfangen hat, muss sie nicht zurückerstatten, wenn eine grosse Härte vorliegt.</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Nach der seit 1. Januar 2021 geltenden Fassung von Abs. 2 erlischt d</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">er Rückforderungsanspruch drei Jahre</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> (bis 31. Dezember 2020: ein Jahr)</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">, nachdem die Versicherungseinrichtung davon Kenntnis erhalten hat, spätestens aber fünf Jahre seit der Auszahlung der einzelnen Leistung. Wird der Rückerstattungsanspruch aus einer strafbaren Handlung hergeleitet, für welche das Strafrecht eine längere Verjährungsfrist vorsieht, so ist diese Frist massgebend.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.1</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Beschwerdegegnerin verneinte den Anspruch des Beschwerdeführers </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">auf IV-Leistungen </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">zusammengefasst damit (Urk. 2), dass nie eine wesentliche gesund</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">heitliche Einschränkung bestanden habe. Allenfalls habe im Alter von 16 Jahren, nach dem Tod der Mutter und des Neffen, eine Anpassungsstörung vorgelegen (S. 3 unten). Sie sei bei der Leistungsprüfung auf die wahrheitsgetreuen Angaben der Kunden angewiesen. Nach Kenntnisnahme der Strafuntersuchung zweifle sie an der Glaubhaftigkeit des Beschwerdeführers, gehe doch aus den Strafakten hervor, dass dieser nicht immer wahrheitsgetreue Aussagen gemacht habe (S. 4 Mitte).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Aufhebung der zugesprochenen Integrationsmassnahmen begründete die Beschwerdegegnerin </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">im Wesentlichen </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">damit (Urk. 14/2), </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">aufgrund </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">d</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">er</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Akten der Staatsanwaltschaft und deren medizinische</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">n</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Würdigung durch den regionalen ärztlichen Dienst (RAD) müsse festgestellt werden, dass kein IV-relevanter Gesund</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">heitsschaden bestehe und nie Anspruch auf ein Aufbau- bzw. Belastbar</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">keitstraining mit akzessorischem Taggeld bestanden habe (S. 2 Mitte). Der Beschwerdeführer habe die zuständige Eingliederungsberaterin </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nicht über seine effektive Arbeitstätigkeit informiert. Hätte sie davon gewusst, wären überwiegend wahrscheinlich keine Integrationsmassnahmen samt Taggeld zugesprochen worden (S. 3 Mitte).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.2</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Dagegen brachte der Beschwerdeführer </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">zusammengefasst </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">vor (Urk. 1), es sei nicht nachvollziehbar, wie die Beschwerdegegnerin aufgrund einer Strafuntersuchung</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> und eines neuen Gutachtens aus dem Jahr 2020 zum Schluss kommen könne, dass nie ein IV-relevanter Gesundheitsschaden vorgelegen habe. Beim neuen Gutachten handle es</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> sich</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">a</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">uch um eine Beurteilung der Observationsvideos, welche nicht seinen Zustand seit dem Gesuch wiedergebe (S. 9 Ziff. 26). Seit dem Gesuch habe ein IV-relevanter Gesundheitsschaden vorgelegen, das Gegenteil habe bisher auch nicht belegt werden können, weder für den Zeitpunkt nach einem angeblich strafbaren Verhalten - ein solches sei ohnehin nicht ersichtlich - bzw. nach der Einleitung der Strafuntersuchung noch vorher. Er habe sich nie unrechtmässig verhalten. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Selbst wenn er sich in neuerer Zeit etwas hätte zuschulden kommen lassen, was bestritten werde, hiesse dies noch lange nicht, dass auch früher </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">zugesprochene</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Leistungen </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">zu Unrecht ausgerichtet worden </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">seien (S. 10 Ziff. 28).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Ferner brachte der Beschwerdeführer </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">zusammengefasst </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">vor (Urk. 14/1), bis zum Zeitpunkt der Strafuntersuchung hätten weder die Behörden noch die Ärzte - und </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">dies vollkommen zu Recht - sein Verhalten beanstandet, weil er immer trans</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">parent gewesen sei</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">.</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Es sei immer eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit attestiert worden. Man sehe ihm auch seine Hoffnungslosigkeit und Depressionen an. Es wäre wohl unmöglich gewesen, dies über all die Jahre und vor so vielen Gutachtern vorzuspielen. Erst mit Einleitung der Strafuntersuchung hätten sich Ärzte und Behörden auf einen anderen Standpunkt gestellt und jegliche vorgän</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gigen Absprachen abgestritten und ihm stattdessen ein betrügerisches Verhalten vorgeworfen. Die entsprechenden Diagnosen seien aufgrund korrekter Fakten </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gestellt worden</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> (S. 19 Ziff. 53).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.3</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">S</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">treitig ist, ob der Beschwerdeführer </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">seit der Anmeldung zum Leistungsbezug</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Anspruch auf</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> IV-Leistungen</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> hat</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> und damit zusammenhängend ob ihm zu Unrecht Integrationsmassnahmen samt Taggeldern ausgerichtet wurden</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">3.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">3.1</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Mit Bericht vom 30. Oktober 20</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">12</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> diagnostizierte Dr. med. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Z.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">, Fachärztin für Allgemeine Innere Medizin (Urk. 11/34)</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">,</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> eine chronische </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Cervi</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">kalgie</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> bei Status nach Autounfall im Juni 2011 sowie eine depressive Störung mittleren Grades </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">(</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">ICD-10: F32.1</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">; </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">S. 1 Ziff. 1.1). Der Beschwerdeführer habe anlässlich des Autounfalls eine Fraktur des Processus Spinosi C5 erlitten</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> (S. 2 Ziff. 1.4)</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Vom 1. Januar bis 28. Februar 2012 habe eine 100%ige Arbeitsun</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">fähigkeit bestanden, seit 1. März 2012 bestehe eine Arbeitsfähigkeit von 50 % (S. 2 Ziff. 1.6).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">3.2</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Laut undatiertem, bei der Beschwerdegegnerin am 7. November 2012 eingegan</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">genen (vgl. Aktenverzeichnis zu Urk. 11/1-231) Bericht von Dr. med. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">A.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">, </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">B.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">, </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">C.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> (</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">C.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">; </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Urk. 11/35)</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> leidet der Beschwerdeführer an einer schweren depres</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">siven Episode ohne psychotische Symptome (ICD-10: F32.2</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">)</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">, einer protra</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">hierten Adoleszentenkrise mit Persönlichkeitsakzentuierung mit unsicher vermeidenden und impulsiven Anteilen (ICD-10: Z73.1) sowie Wirbelverletzungen der Halswir</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">belsäule mit chronifizierter Schmerzsymptomatik (S. 1 Ziff. 1.1). Es fänden unre</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">gelmässige psychiatrische Termine statt (S. 2 Ziff. 1.5), die verordneten Medi</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">kamente seien vom Beschwerdeführer abgesetzt worden (S. 3 oben). Seit April 2012 stehe der Beschwerdeführer im </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">C.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> in Behandlung (S. 1 Ziff. 1.2), seit Sommer 2011 bestehe eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit als Coiffeur (S. 3 Ziff. 1.6).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">3.3</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Dr. med. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">D.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">, Leitender Arzt </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">C.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">, und </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">lic.</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> phil. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">E.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">, Psychologe, </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">C.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">, </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">diagnostizierten im Bericht vom 25. Oktober 2013 (Urk. 11/58) eine depressive Episode, mittelgradig (ICD-10: F32.1), sowie eine spezifische Angst</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">störung (</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">nächtlicher Pavor</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">; ICD-10: F41.8). Als Differentialdiagnose nannten sie eine posttraumatische Belastungsstörung (ICD-10: F43.1; S. 1 Ziff. 1.1).</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> Aufgrund der Anamnese sei eine frühe depressive Entwicklung, d.h. mit Beginn im Schulalter, als wahrscheinlich anzunehmen. Eine erste manifeste und sch</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">w</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">ere depressive Episode sei während der Erkrankung der Mutter aufgetreten zusammen mit einer Änderung der Persönlichkeit (aggressive Hemmung nach aussen, sozialer Rückzug). Eine zweite schwere depressive Episode sei nach dem Auto</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">unfall gefolgt mit wechselnden Schwankungen bezüglich Schweregrad. Nebst dem Tod der </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">M</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">utter seien die Unfallfolgen mit nachfolgendem Verlust von Lehr</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">stelle usw. nicht zu übersehen. Der Beschwerdeführer rede spontan wenig davon, leide aber doch auch unter intrusiven Erinnerungen an den Autounfall. Er empfinde ständige Schmerzgefühle. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">B</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">is heut</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">e</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> bestehe eine Arbeitsunfähigkeit von 70 bis 100 % (vermutlich seit Juli 2012 oder länger, allein aufgrund der psychiatrischen Diagnosen</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">;</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> S. 4 oben).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">3.</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">4</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Dr. med. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">F.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">, stellte im Gutachten vom 7. Mai 2014 (Urk. 11/62) die Diagnose einer mittelgradigen depressiven Episode mit somatischen Symptomen (ICD-10: F32.11) bei vorbe</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">stehender emotionaler Störung mit Trennungsangst im Kindesalter (ICD-10: F93.0; S. 8 Ziff. 5.1). Anlässlich der Untersuchung habe der Beschwerdeführer mindestens eine mittelschwere depressive Symptomatik aufgewiesen. Dazu sei eine immer noch protrahierte Trennungsangst festzustellen, weshalb es ihm nicht gelungen sei, trotz einer sehr emotional belastenden Situation das Elternhaus zu verlassen und eine stationäre Behandlung aufzunehmen. Es seien zum Teil auch schwere Beeinträchtigungen der psychokognitiven Funktionen festzustellen, weshalb aus sozialmedizinischer Sicht keine Arbeitsfähigkeit auf dem freien </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Arbeits</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">markt gegeben sei (S. 8 f. Ziff. 6).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Seit der Anmeldung bestehe eine anhaltende 100%ige Arbeitsunfähigkeit in</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> jeder</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> Tätigkeit (S. 9 Ziff. 7.1-7.3). Die Frage</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">der Arbeitsfähigkeit in einer dem Leiden ideal angepassten Tätigkeit könne erst nach der medizinischen und beruflichen Rehabilitation (Arbeitstraining) beantwortet werden (S. 9 Ziff. 7.4). Der Beschwer</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">deführer brauche dringend eine stationäre psychiatrische bzw. psycho</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">somatische Behandlung, worunter eine mindestens vierstündige Tagespräsenz im Rahmen eines Arbeitstrainings, welches unmittelbar an die stationäre Behand</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">lung angeschlossen werden sollte, erwartet werden könne (S. 9 Ziff. 8.1-8.2).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">3.5</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Im Überweisungsschreiben an das </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Y.___ </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">vom 26. September 2014 (Urk. 11/67) hielten Dr. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">D.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> und </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">lic.</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> phil. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">E.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">, </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">C.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">, fest, im letzten halben Jahr habe sich der psychische Gesamtzustand leicht verbessert</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> (S. 1 unten)</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">3.</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">6</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Laut Austrittsbericht des </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Y.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> vom 4. Dezember 2014 (Urk. 11/76) befand sich der Beschwerdeführer vom 19. bis 27. November 2014 in stationär-psychiatrischer Behandlung (S. 1 oben). Er sei zu zwei Sitzungen der </span><span id="_GoBack"></span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Einzeltherapie erschienen. Ansonsten habe er keine der verordneten Therapien besucht. Es sei ihm noch nicht gelungen, eine Veränderungsmotivation zu ent</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">wickeln und einen Therapieauftrag zu formulieren. Heimweh und die Tatsache, dass ihn die Station an ein Spital erinnere, hätten zu häufigen Abwesenheiten geführt. Der Beschwerdeführer habe sich zum Abbruch der stationären Behand</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">lung entschieden, weil er darin keinen Sinn habe sehen können (S. 2 unten).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">3.</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">7</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Dr. med. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">G.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">,</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> stellte im Gutachten vom 25. September 2017 (Urk. 11/120) folgende Diagnose mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit (S. 50 Ziff. 5.1):</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">mittelgradige depressive Episode (ICD-10: F32.10)</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Ferner stellte er folgende Diagnosen ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit (S. 51 Ziff. 5.2):</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Probleme, verbunden mit Schwierigkeiten bei der Lebensbewältigung im Sinne von akzentuierten Persönlichkeitszügen mit emotional-instabilen, impulsiven, ängstlichen (vermeidenden) und abhängigen (asthenischen) Persönlichkeitszügen (ICD-10: Z73.1)</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">psychische und Verhaltensstörungen durch psychotrope Substanzen im Sinne von psychischen Verhaltensstörungen durch Tabak, Abhängig</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">keitssyndrom, gegenwärtiger Substanzgebrauch (ICD-10: F17.24)</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Anlässlich der Untersuchung falle ein freundlicher, kooperativer Beschwerde</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">führer mit deutlich gedrückter, zum depressiven Pol verschobener Stimmung und verminderter Schwingungsfähigkeit auf. Auffallend sei das reduzierte Tempera</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">ment </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">mit erschwertem interpersonelle</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">n</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> Umgang</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> mit psychischer Instabilität. Darüber hinaus bestehe eine emotionale Labilität mit Weinen während der Exploration. Antrieb und Psychomotorik seien vermindert. Der formale Gedankengang sei eingeschränkt ein</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">-</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> und umstellfähig und leicht verlangsamt. Auffallend seien leichte Störungen der Konzentration und Aufmerksamkeit. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Es bestünden keine Auffassungs-, Gedächtnis- und Merkfähigkeitsstörungen. Es seien keine krankheitswertige inhaltliche Denkstörungen oder strukturelle Ich-Störungen feststellbar. Hinweise für Wahn oder Sinnestäuschungen in Form von </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Halluzinationen oder illusionären Verkennungen bestünden nicht. Der Beschwer</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">deführer sei bei kritischen Themen steuerbar. Gestik und Mimik seien angemessen und unterstrichen die depressive Stimmung </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">affektsynthym</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">. Spontanität und Eigeninitiative seien vermindert. Die soziale Teilnahme sei im privaten Bereich nicht wesentlich </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">e</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">ingeschränkt. Das Tagesprofil weise auf ein reduziertes Alltags</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">aktivitätsniveau hin (S. 57 oben).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Aufgrund der aktuellen Ausprägung der Störung und den Anforderungen, die ein Arbeitsplatz in der freien Wirtschaft stelle, sei die Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers beeinträchtigt. Es könne indes nicht nachvollzogen werden, dass trotz der bereits durch mehrere Behandler diagnostizierten depressiven Störung keine leitliniengerechte psychiatrisch-psychotherapeutische Behandlung stattfinde. Die bisherigen Beha</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">n</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">dlungsversuche müssten aufgrund der Dauer und Schwere der Symptomatik als unangemessen beurteilt werden, von einer Thera</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">pie</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">resistenz könne nicht gesprochen werden (S. 60 Mitte).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">In der zuletzt ausgeübten Erwerbstätigkeit, Abbruch der Lehre als Coiffeur im Jahr 2012, sei der Beschwerdeführer nicht arbeitsfähig (S. 66 Ziff. 6.5.4). Auch in einer angepassten Tätigkeit sei bis zur Anpassung der vorgeschlagenen medi</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">zinischen Massnahmen eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit ausgewiesen. Spätestens nach Anpassung der medikamentösen </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">B</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">ehandlung, vorzugsweise im stationären Rahmen, sei innerhalb von 10-12 Wochen von einer mindestens 50%igen Arbeitsfähigkeit in einer angepassten Tätigkeit mit klar strukturierten Aufgaben, der Möglichkeit, sich zurückzuziehen, bei einem konfliktarmen Arbeitgeber, ohne Leistungsfunktion sowie ohne Tätigkeiten, die eine Daueraufmerksamkeit und Dauerkonzentration sowie hohe kreative Fertigkeiten erfordern, zumutbar (S. 66 Ziff. 6.5.5). Das aktuell ermittelte Belastbarkeitsprofil gelte seit 2012. Der Gesundheitszustand habe sich seit der Beurteilung durch Dr. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">F.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> (vorstehende E. 3.2) nicht verändert.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Nach Vorliegen der neuropsychologischen Untersuchung (vgl. Urk. 11/124) ergänzte Dr. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">G.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> seine Einschätzung</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> mit Stellungnahme vom 5. Februar 2018 (Urk. 11/125)</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> dahingehend, </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">als </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">dass beim Beschwerdeführer zusätzlich eine leichte Intelligenzminderung (ICD-10: F70.0) vor</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">liege</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> (S. 2 unten)</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">. Aus diesem Grund müsse die prognostizierte rasche Wiedereingliederung in den Arbeits</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">prozess revidiert werden, und es seien aus fachärztlicher Sicht nach Anpassung der medizinischen Massnahmen und Abklingen der depressiven Episode dringend berufliche Massnahmen im Sinne einer beruflichen Abklärung empfohlen</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> (S. 4 Mitte)</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">3.</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">8</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Dr. med. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">H.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">,</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> und </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">lic.</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> phil</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">E.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">,</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">C.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">,</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> berichteten am 24. April 2020 (Urk. 11/197), </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">der Beschwerdeführer habe </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">von Januar 2018 bis Juli 2019 sechs Konsultationen wahrgenommen. Danach habe erst wieder am 24. April 2020</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">eine telefonische Kontrolle statt</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">gefunden (S. 2 Ziff. 3.1)</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">.</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">I</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">n einer beruflichen Massnahme bestehe eine Arbeits</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">fähigkeit von 60 bis 80 % (S. 2 Ziff. 4.2).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">3.</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">9</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Dr. med. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">I.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin, teilte am 2. Juli 2020 mit (Urk. 11/204/7), die letzte Konsultation habe am 19. August 2019 stattgefunden. Es sei dem Beschwerdeführer während den folgenden Perioden eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit attestiert worden: vom 4. bis 7. Januar 2011, vom 16. bis 23. März 2011, vom 3. bis 11. September 2011, vom 9. bis 10. April 2013, vom 3. bis 4. September 2018, vom 3. bis 8. Oktober 2018, vom 12. bis 19. März 2019, vom 3. bis 7. Mai 2019, vom 11. bis 14. Juni 2019, für 15. Juli 2019 und für 16. August 2019.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">4.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">4.1</span><span> </span><span id="VV032"></span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Der Untersuchungsgrundsatz schliesst die Beweislast im Sinne der Beweis</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">führungslast begriffsnotwendig aus, da es Sache des Sozialversicherungsgerichts (oder der verfügen</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">den Verwaltungsstelle) ist, für die Zusammentragung des Beweismaterials besorgt zu sein (BGE 115 V 111 E. 3d/</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">bb</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">; Maurer, Sozial</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">versicherungsrecht, Bd. I, 2. unveränderte Aufl., Bern 1983, S. 438 Ziff. 7a). Im Sozial</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">versicherungsprozess tragen mithin die Parteien in der Regel eine Beweislast nur insofern, als im Falle der Beweislosigkeit der Entscheid zu Ungunsten jener Partei ausfällt, die aus dem unbewiesen gebliebenen Sachverhalt Rechte ableiten wollte (BGE 115 V 133 E. 8a). Diese Beweisregel greift allerdings erst Platz, wenn es sich als unmöglich erweist, im Rahmen des Untersuchungs</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">grundsatzes aufgrund einer Beweiswürdigung einen Sachverhalt zu ermitteln, der zumindest die Wahrschein</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">lichkeit für sich hat, der Wirklichkeit zu entsprechen (BGE 117 V 261 E. 3b).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">4.2</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Mit </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Urteil des Obergerichts des Kantons Zürich vom 1. Februar 2024</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> (Urk. 35/2) wurde der Beschwerdeführer de</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">s</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> mehrfachen </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Betrugs im Sinne von Art. 146 Abs. 1 des Schweizerischen Strafgesetzbuches schuldig gesprochen</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> (S. 61 Mitte Ziff. 1)</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">. Der Schuldspruch wurde u.a. damit begründet, </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">dass niemand im vorliegenden Strafverfahren dem Beschwerdeführer vorwerfe, er habe seine Leiden bloss erfunden. Es sie durchaus davon auszugehen, dass er im Jahr 2011 </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">in der Türkei bei einem Autounfall verletzt worden und dass es zu depressiven Störungen gekommen sei. Für das vorliegende Strafverfahren sei nun aber relevant, wie sich der Zustand ab Mitte 2016 präsentiert habe. Und diesbezüglich sei aufgrund der erstellten Arbeitstätigkeit davon auszugehen, dass sich der Gesundheitszustand des Beschwerdeführers im Zeitraum dazwischen ganz erheb</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">lich verbessert haben müsse im Vergleich zur anfänglich geschilderten Situation. Was diesen positiven Verlauf angehe, wiesen jedoch die späteren Berichte, so zum Beispiel der Verlaufsbericht de</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">s</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> Psychologen </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">E.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> vom 6. März 2017</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">(vgl. Urk. 11/110</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">) </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">oder </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">auch das Gutachten von Dr. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">G.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> (vgl. E. 3.</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">7</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">) erstaunliche Diskrepanzen auf, seien doch darin noch immer sehr schwere Beeinträchtigungen aufgeführt. Diese Diskrepanzen liessen keinen anderen Schluss zu, als dass der Beschwerdeführer gegenüber den diversen involvierten Ärzten, Therapeuten, Mitarbeitern der </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">J.___ AG</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> und Gutachtern seine gesundheitliche Beeinträch</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">tigung ab Juli 2016 masslos übertrieben geschildert und die Beschwerdegegnerin dadurch getäuscht habe (S. 43 oben)</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">4.</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">3</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Dem Strafurteil </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">(Urk. 35/2) </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">kann weiter entnommen werden, dass das Obergericht </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">das</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">in die Anklage aufgenommene monatliche Einkommen von durchschnittlich mindestens Fr. 1'500.</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> im Zeitraum vom 1. Juli 2016 bis 31. Januar 2019 als durchaus plausibel und vorsichtig gerechnet erachtete (S. 37 Ziff. 5.1.2) und das Engagement, das der Beschwerdeführer im Zeitraum vom 1. Juni bis 31. August 2018 und ab Ende Oktober 2018 bis zum 31. Mai 2019 im </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">K.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> an den Tag gelegt habe, nicht anders zu würdigen sei, als dass es sich um eine selbständige gastronomische, über kurz oder lang einen Gewinn anstrebende Arbeitstätigkeit gehandelt habe (S. 37 Ziff. 5.1.3). Wenn </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">auch gemäss den Erwägungen zur effektiven Arbeitstätigkeit des Beschwerdeführers geschlossen werden muss, dass er im Zeitraum vom 1. Juli 2016 bis 31. Januar 2019 keiner vollzeitlichen Erwerbstätigkeit nachging, ist gestützt auf das </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Strafu</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">rteil dennoch davon auszugehen, dass der Beschwerdeführer spätestens seit 1. Juli 2016 seinen Behandlern und dem Gutachter </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Dr. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">G.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">(E. 3.</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">7</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">) </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">vorgaukelte, sich in einer viel schlechteren Gesundheitsverfassung zu befinden als er tatsächlich war. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Gestützt auf seine Klagen und sein zumindest teilweise übertriebenes Verhalten anlässlich der Untersuchungen kamen diese zum Schluss, dass bei einer mittelgradigen depressiven Episode eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit in jeglicher Tätigkeit vor</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">liege. Auf diese medizinischen Berichte kann, da sie offensichtlich nicht der Realität entsprechen, nicht abgestellt werden.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Kann auf die zwischen Juli 2016 und Januar 2019 erstatteten Berichte und insbesondere auf das von der Beschwerdegegnerin veranlasste Gutachten</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> von Dr. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">G.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> (E. 3.</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">7</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">)</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> nicht abgestellt werden und kann das effektive Belastungsprofil rückwirkend nicht mehr ermittelt werden</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">,</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> liegt Beweislosigkeit vor. Diese hat der Beschwerdeführer, der aus dem unbewiesen gebliebenen Sachverhalt Rechte ableiten wollte, zu tragen. Mithin </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">ist</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> für den Zeitraum ab Juli 2016 </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">eine allfällige Arbeitsunfähigkeit </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">nicht </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">ausgewiesen</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">, weshalb ab Juli 2016 kein Anspruch auf IV-Leistungen bestand.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">5.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">5.1</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Gemäss BGE 143 V 418 sind grundsätzlich sämtliche psychischen Erkrankungen, nach BGE 143 V 409 namentlich auch leichte bis mittelschwere Depressionen, für die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit einem strukturierten Beweisverfahren nach Massgabe von BGE 141 V 281 zu unterziehen (Änderung der Rechtsprechung). Speziell mit Bezug auf leichte bis mittelschwere depressive Störungen hielt das Bundesgericht in BGE 143 V 409 </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">-</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> ebenfalls im Sinne einer Praxisänderung </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">-</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> fest, dass eine </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">IV-</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">relevante psychische Gesundheitsschädigung nicht mehr allein mit dem Argument der fehlenden Therapiere</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">sistenz auszuschliessen sei (E. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">5.1). Für die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit sind somit auch bei den leichten bis mittelgradigen depressiven Störungen systematisierte Indikatoren beachtlich, die es </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">-</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> unter Berücksichtigung leistungshindernder äusserer Belastungsfaktoren einerseits und von Kompensationspotentialen (Ressourcen) andererseits </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">–</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> erlau</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">ben, das tatsächlich erreichbare Leistungsvermögen </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">einzuschätzen (BGE 141 V 281 E. 2, E. 3.4-3.6 und 4.1).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Eine leicht- bis mittelgradige depressive Störung ohne nennenswerte Inter</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">ferenzen durch psychiatrische Komorbiditäten lässt sich im Allgemeinen nicht als schwere psychische Krankheit definieren. Besteht dazu noch ein bedeutendes therapeutisches Potential, so ist insbesondere auch die Dauerhaftigkeit des Gesundheitsschadens in Frage gestellt. Diesfalls müssen gewichtige Gründe vorliegen, damit dennoch auf eine invalidisierende Erkrankung geschlossen werden kann (BGE 148 V 49 E. 6.2.2 mit Hinweis). D</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">ie Anerkennung eines rentenbegründenden Invaliditätsgrades ist nur zulässig, wenn die funktionellen Auswirkungen der medizinisch festgestellten gesundheitlichen Anspruchsgrund</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">lage im Einzelfall anhand der Standardindikatoren schlüssig und widerspruchsfrei mit (zumindest) überwiegender Wahrscheinlichkeit nachgewiesen sind. Fehlt es an diesem Nachweis, hat die materiell beweisbelastete versicherte Person die Folgen der Beweislosigkeit zu trage</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">n (BGE 141 V 281 E. 6; vgl. BGE </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">144 V 50 E. 4.3).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">5.2</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Laut Bericht von Dr. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">D.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> und </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">lic.</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> phil. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">E.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> (E. 3.3) </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">wurde der Beschwer</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">deführer dem </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">C.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> durch die Sozialhilfe zur Behandlung zugewiesen und fand im April 2012 die Erstabklärung und die Einleitung der medikamentösen Therapie statt. Laut dem Bericht von Dr. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">A.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> vom November 2012 wurden psychiatrische </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Termine nur unregelmässig wahrgenommen und setzte der Beschwerdeführer die Medikamente selbständig ab. Dr. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">A.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> erachtete </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">stationäre/teilstationäre thera</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">peutische Massnahmen oder eine intensive ambulante integrierte psychiatrisch-psychotherapeutische Behandlung </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">als </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">notwendig, eine regelmässige Behandlung gelang gemäss Berichten von Dr. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">D.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> und </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">lic.</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> phil. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">E.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> (E. 3.3 und E. 3.5) </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">allerdings </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">nicht.</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Eine eingeleitete stationär-psychiatrische Behandlung </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">im </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Y.___ </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">(E. 3.</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">6</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">) </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">brach der Beschwerdeführer nach nur zwei Sitzungen der Einzeltherapie </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">und nach</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> häufigen</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Abwesenheiten</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">bereits nach einer Woche ab</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Hieraus ist ersichtlich, dass der Beschwerdeführer ihm zumutbare Therapien nicht oder nur ungenügend wahrnahm. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Die</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> Dauerhaftigkeit des Gesundheits</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">schadens - so denn einer auch wirklich vorgelegen haben sollte - ist daher </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">in Frage zu stellen</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">.</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> Ob gewichtige Gründe vorliegen, </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">damit dennoch auf eine invalidisierende Erkrankung geschlossen werden kann, ist anhand der Standardindikatoren zu prüfen.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">5.3</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">5.3.1</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Die für die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit bei psychischen Erkrankungen im Regelfall beachtlichen Standardindikatoren (BGE 143 V 418, 143 V 409, 141 V 281) hat das Bundesgericht wie folgt systematisiert (BGE 141 V 281 E. 4.3.1): </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Kategorie «funktioneller Schweregrad» (E. 4.3)</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Komplex «Gesundheitsschädigung» (E. 4.3.1)</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">- </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">Ausprägung der diagnoserelevanten Befunde (E. 4.3.1.1)</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">- </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">Behandlungs- und Eingliederungserfolg oder -resistenz (E. 4.3.1.2)</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">- </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">Komorbiditäten (E. 4.3.1.3)</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Komplex «Persönlichkeit» (Persönlichkeitsdiagnostik, persönliche Res</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">sourcen, E. 4.3.2)</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Komplex «Sozialer Kontext» (E. 4.3.3) </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Kategorie «Konsistenz» (Gesichtspunkte des Verhaltens, E. 4.4)</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">gleichmässige Einschränkung des </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Aktivitätenniveaus</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"> in allen vergleich</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">baren Lebensbereichen (E. 4.4.1)</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">behandlungs- und eingliederungsanamnestisch ausgewiesener Leidens</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">druck (E. 4.4.2)</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Beweisrechtlich entscheidend ist der verhaltensbezogene Aspekt der Konsistenz (BGE 141 V 281 E. 4.4; vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_604/2017 vom 15. März 2018 E. 7.4).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">5.3.</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">2</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Die von Dr. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">F.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">(E. 3.</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">4</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">) </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">erhobenen d</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">iagnoserelevanten Befunde</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">waren</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> nicht schwer ausgeprägt, wirkte doch d</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">er Beschwerdeführer</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">anlässlich der Unter</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">suchung </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">bewusstseinsklar und allseits orientiert. Abgesehen von Konzentrations</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">störungen </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">im Laufe des Gesprächs waren</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> keine weiteren Störungen der mnestischen Funktionen festzustellen gewesen. Im formalen Denken </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">war</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> er geordnet, wenngleich stark eingeengt auf die Todesfälle in seiner Familie</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">, und i</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">nhaltlich</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> ergaben</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> sich keine Hinweise auf Wahnideen, Halluzinationen oder Ich-Störungen. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Entsprechend dem niedrigen Bildungsstand, was nicht invalidisierend ist, war d</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">ie Sprache auffällig einfach strukturiert</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">.</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> Im Affekt </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">wirkte der Beschwer</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">deführer</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> deprimiert</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> und</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> affektlabil</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">, war aber</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> modulierbar</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">,</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> und ein affektiver Rapport </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">war </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">gut herstellbar. Im Antrieb </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">war </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">er vermindert und motorisch wenig lebhaft</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">, hingegen ergaben sich</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> keine Hinweise auf Selbst- oder Fremdgefährdung (Urk. 11/62 S. 7).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">5.3.3</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Zwar diagnostizierte </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Dr. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Z.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> (E. 3.1) eine chronische </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Cervikalgie</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">nach einer anlässlich eines Autounfalls erlittenen Fraktur des Processus Spinosi C5</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">.</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Trotz fehlender </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">genauer </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">medizinischer Dokumentation und angeblich</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> chronische</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">r</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> Schmerzen</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> leitete sie keine fachärztliche Untersuchung bzw. Behandlung ein.</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Anlässlich der Begutachtung durch Dr. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">F.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> erwähnte der Beschwerdeführer den stattgehabten Unfall sowie einen erlittenen Riss im Nackenbereich, aufgrund dessen Akupunktur und Physiotherapie durchgeführt worden seien. Die nach dem Unfall aufgetretenen Schlafstörungen führte er auf Träume vom Unfall, von seiner </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">verstorbenen </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Mutter und vom </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">verstorbenen </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Neffen sowie von anderen alten Geschichten</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">, und nicht auf Schmerzen,</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> zurück</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">. Schmerzen beklagte er</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">anlässlich der Begutachtung </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">keine (Urk. 11/62 S. 6 oben)</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">. Komorbiditäten sind damit nicht ausgewiesen.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">5.3.4</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Die</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> p</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">ersönliche</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">n</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> Ressourcen</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">erscheinen bescheiden, </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">kann </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">doch </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">dem Gutachten </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">lediglich </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">entnommen werden,</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> dass der Beschwerdeführer die obligatorische Schul</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">pflicht in der Schweiz absolviert hat</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">, aber</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> über keine </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Berufsausbildung</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> verfügt</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> (Urk. 11/62 S. 4 unten)</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">5.3.5</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Der Beschwerdeführer lebt</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">e im Zeitpunkt der Begutachtung</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">, obwohl das Verhältnis emotional belastend gewesen sein soll,</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> im Haushalt seines Vaters zusammen mit der Stiefmutter (Urk. 11/62 S. 8 unten)</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">.</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Als </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">einzige </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Vertrauens</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">person bezeichnete </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">er</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">seinen Bruder. Die Kollegen habe er bereits </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">während der Krankheit seiner Mutter verloren </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">(Urk. 11/62 S. 6 unten)</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">.</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Dennoch ist ein sozialer Rückzug nicht glaubhaft (vgl. nachstehende E. 5.3.6).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">5.3.6</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Die Konsistenzprüfung ergib</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">t</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">, dass der Beschwerdeführer anlässlich der Anmel</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">dung zum Leistungsbezug (Urk. 11/24) keine Angaben über die erwerbliche Situation gemacht hat</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">. Dem Auszug </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">aus de</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">m</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> individuellen Kont</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">o</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> (IK-Auszug; Urk. 11/30) </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">kann entnommen werden, </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">dass er von Dezember 2009 bis Dezember 2010 ein Einkommen bei der </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">L.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> AG erzielte. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Gegenüber Dr. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">F.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">gab er an, er habe anschliessend an die dreijährige Sekundarschule</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> eine Lehre zum Chauffeur</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> begonnen</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">, die er wegen eines Autounfalles im ersten Jahr </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">abgebrochen habe</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> (Urk. 11/62 S. 4)</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">, wohingegen er gegenüber Dr. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">A.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> (E. 3.2) </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">berichtete, er habe im Anschluss an die Sekundarschule C das 10. Schuljahr besucht und ein Praktikum im Verkauf - Lebensmittel und Textil - gemacht (Urk. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">11/</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">35 S. 3 Ziff. 1.4). </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Gegenüber Dr. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">D.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> und </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">lic.</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> phil</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">.</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">E.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> (E. 3.3) gab er an, die </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Coiffeurlehre</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> im Jahr 201</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">0</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> begonnen und nach dem Autounfall im Sommer 2011 abgebrochen </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">zu haben </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">(Urk. 11/58 S. 2 unten)</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Laut seinen Aussagen gegenüber Dr. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">F.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> geht der Beschwerdeführer nur unter Zwang in den Ausgang, beispielsweise um einen Geburtstag zu feiern, was ca. ein bis zwei Mal pro Jahr der Fall sei. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Obwohl er angeblich seine Kollegen bereits während der Krankheit der Mutter verloren hatte (vorstehende E. 5.3.5), gab er im Rahmen der Suchtanamnese dennoch an, vor kurzem mit Kollegen Cannabis geraucht zu haben (Urk. 11/62 S. 5 Ziff. 3.3).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">5.4</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Insgesamt hält die</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> medizinisch-theoretische Einschätzung der Arbeitsfähigkeit durch </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Dr. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">F.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> einer Gesamtwürdigung der massgebenden Standardindi</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">katoren nicht stand.</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Der Gutachter ist zwar dem von der Beschwerdegegnerin gestellten Fragekatalog gefolgt</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> und</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> die einschlägigen Indikatoren können aus dem Gutachten herausgearbeitet werden</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">.</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">E</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">s fehlt allerdings, da dies im Zeitpunkt der Auftragserfüllung noch nicht zum rechtsprechungsgemässen Standard gehörte</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> (vgl. BGE 141 V 281)</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">,</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> eine Auseinandersetzung mit diesen. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Schon vor der Einführung des strukturierten Beweisverfahrens aber waren die Gutachter gehalten, sich zu Inkonsistenzen oder invaliditätsfremde</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">n</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> psychosoziale</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">n</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> Belastungsfaktoren zu äussern. Obwohl aus der Berufsanamnese Inkonsistenzen hervorgingen und sich aus dem sozialen Kontext psychosoziale Belastungs</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">faktoren ergaben, wurden diese im Gutachten nicht diskutiert</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">,</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> und es geht aus diesem auch nicht hervor, </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">ob das emotional belastende Verhältnis zum Vater und zur Stiefmutter</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">, welche zweifelsohne invaliditätsfremde psychosoziale Belas</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">tungs</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">faktoren darstellen,</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> bei der Einschätzung der Arbeitsfähigkeit </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">ausge</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">klammert wurde.</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> Hinzu kommt, dass Dr. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">F.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> von einer ununterbrochenen vollständigen Arbeitsunfähigkeit seit der Anmeldung zum Leistungsbezug im März 2012 ausging, obwohl Dr. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Z.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">(E. 3.1) </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">seit März 2012 </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">eine</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> 50%ige und </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Dr. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">D.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> und </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">lic.</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> phil. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">E.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">(E. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">3.3</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">) </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">im Oktober 2013 eine 70-100%ige Arbeitsunfähigkeit attestiert hatten, ohne dass er seine abweichende Einschät</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">zung erklärte.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">D</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">as Gutachten </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">erfüllt somit </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">die normativen Vorgaben </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">auch unter der vor BGE 141 V 281 geltenden Rechtsprechung </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">nicht, weshalb </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">damit der Beweis für eine gesun</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">d</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">heitsbedingte Arbeits</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">un</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">fähigkeit </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">als nicht geleistet betrachtet werden </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">muss</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">. Da der Beschwerdeführer wegen Betrugs verurteilt worden ist, indem er insbesondere gegenüber diversen Ärzten und Gutachtern seine gesundheitliche Beeinträchtigung ab Juli 2016 masslos übertrieben geschildert hat</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">te</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">, sind von weiteren medizinischen Abklärungen über die weit zurückliegende Zeitspanne seit der Anmeldung zum Leistungsbezug vom März 2012 bis Juni 2016 keine neuen Erkenntnisse zu erwarten, da </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">einerseits nur wenige echtzeitliche Arzt</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">berichte vorhanden sind und andererseits </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">an die Glaubwürdigkeit des Beschwer</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">deführers höchste Zweifel anzubringen sind. Demnach wirkt sich die Beweis</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">losigkeit der geltend gemachten Arbeitsunfähigkeit zu seinen </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">U</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">ngunsten aus,</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> was dazu führt, dass er </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">auch vor Juli 2016 und damit </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">nie einen Anspruch auf Leistungen der Invalidenversicherung hatte.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">6.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">6.1</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Für die Rückerstattung </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">(vgl. vorstehende E. 1.</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">7</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">) </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">bedarf es nach der Recht</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">sprechung, dass die Bedingungen für eine Wiedererwägung (Art.</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">53 Abs.</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">2 ATSG) oder die für die prozessuale Revision (Art.</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">53 </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Abs. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">1</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">ATSG) der ursprüng</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">lichen Verfügung erfüllt sind (BGE 142 V 259 E.</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">3.2 mit Hinweisen).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">6.2</span><span> </span><span id="VV134"></span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Gemäss Art. 53 Abs. 1 ATSG müssen formell rechtskräftige Verfügungen und </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Einspracheentscheide</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> in Revision gezogen werden, wenn die versicherte Person oder der Versicherungsträger nach deren Erlass erhebliche neue Tatsachen entdeckt oder Beweismittel auffindet, deren Beibringung zuvor nicht möglich war (sog. prozessuale Revision; BGE 143 V 105 E. 2.1; Urteil des Bundesgerichts 8C_206/2020 vom 1. Mai 2020 E. 4.1, je </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">m.w.H</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">.).</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Diese sogenannte</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">prozessuale</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Revision</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">kommt auch bei formlosen, rechtsbeständig gewordenen Leistungs</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">zuspr</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ach</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">en zur Anwendung </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">(Urteil 8C_469/2013 vom 24. Februar 2014 E.</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2). Die Revisionsverfügung ist reformatorischer Natur und ersetzt den ursprünglichen Entscheid. Die Neubeurteilung wirkt ex </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tunc</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> und beinhaltet eine rückwirkende Korrektur der Anspruchsbeurteilung für den durch die revidierte Verfügung geregelten Zeitraum. In der Invalidenversicherung schreibt Art.</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">85 Abs.</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2 in Verbindung mit</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Art.</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">88</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">bis</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Abs.</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2 IVV</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">bei einer Rentenreduktion oder Aufhebung zufolge "Überprüfung der invaliditätsmässigen Voraussetzungen" allerdings grundsätzlich die Wirkung ex </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nunc</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">vor. Eine Rückwirkung ist nur zulässig, wenn die versicherte Person die Leistung zu Unrecht erwirkt oder die Meldepflicht nach</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Art.</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">77 IVV</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">verletzt hat. Da im Rahmen einer prozessualen</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Revision</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">die invaliditätsmässigen Voraussetzungen überprüft werden, </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ist die (direkte, jeden</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">falls aber analoge) Anwendbarkeit dieser Regel gegeben (Thomas </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Flückiger</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">, in: Basler Kommentar, Allgemeiner Teil des Sozialversicherungsrechts, 2020 N 36 f. zu Art. 53 ATSG mit Hinweis).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">6.3</span><span> </span><span id="VV136"></span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Der Begriff «neue Tatsachen oder Beweismittel» ist bei der (prozessualen) Revision eines Verwaltungsentscheides nach Art. 53 Abs. 1 ATSG gleich auszulegen wie bei der Revision eines kantonalen Gerichtsentscheides gemäss Art. 61 </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">lit</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">. i ATSG oder bei der Revision eines Bundesgerichtsurteils gemäss Art. 123 Abs. 2 </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">lit</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">. a </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">des </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Bundesgesetz</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">es</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> über das Bundesgericht</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> (</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">BGG; </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">BGE 144 V 245 E. 5.1 </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">m.w.H</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">.</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">; Urteil des Bundesgerichts 8C_562/2020 vom 14. April 2021 E. 3.2).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Im Rahmen von Art. 53 Abs. 1 ATSG sind Tatsachen neu, wenn sie sich bis zum Zeitpunkt des Erlasses der Verfügung oder des </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Einspracheentscheides</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> verwirklicht haben, jedoch der das Revisionsgesuch stellenden Person trotz hinreichender Sorgfalt nicht bekannt waren. Die neuen Tatsachen müssen ferner erheblich sein, das heisst sie müssen geeignet sein, die </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">tatbeständliche</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> Grundlage des zur Revision beantragten Entscheids zu verändern und bei zutreffender rechtlicher Würdigung zu einer anderen Entscheidung zu führen (BGE 144 V 245 E. 5.2 und Urteil des Bundesgerichts 8C_531/2020 vom 3. Mai 2021 E. 2.2, je </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">m.w.H</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">.). Neue Beweismittel haben entweder dem Beweis der die Revision begründenden neuen erheblichen Tatsachen oder dem Beweis von Tatsachen zu dienen, die zwar im früheren Verfahren bekannt gewesen, aber zum Nachteil der gesuchstellenden Person unbewiesen geblieben sind. Erheblich ist ein Beweismittel, wenn anzu</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">nehmen ist, es hätte zu einem anderen Entscheid geführt, falls die Verwaltung im früheren Verfahren davon Kenntnis gehabt hätte. Ausschlaggebend ist, dass das Beweismittel nicht bloss der Sachverhaltswürdigung, sondern der Sachver</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">haltsfeststellung dient. Es bedarf dazu neuer Elemente tatsächlicher Natur, welche die Entscheidungsgrundlagen als objektiv mangelhaft erscheinen lassen (vgl. BGE 143 V 105 E. 2.3, vorgenanntes Urteil 8C_531/2020 E. 2.3, je </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">m.w.H</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">.).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Nach bundesgerichtlicher Rechtsprechung hat im (prozessualen) Revisions</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">ver</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">fahren die gesuchstellende Person die erhebliche neue Tatsache nachzuweisen (BGE 127 V 353 E. 5b; Urteil des Bundesgerichts 9C_764/2016 vom 20. April 2017 E. 3.1 </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">m.w.H</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">.).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">6.4</span><span> </span><span id="VV135"></span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Neue Tatsachen und Beweismittel im Sinne von Art. 53 Abs. 1 ATSG sind innert 90 Tagen nach ihrer Entdeckung geltend zu machen; nebst dieser relativen Frist gilt eine absolute zehnjährige Frist, die mit der Eröffnung der Verfügung respektive des </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Einspracheentscheides</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> zu laufen beginnt (BGE 143 V 105 E. 2.1; Urteil des Bundesgerichts 8C_206/2020 vom 1. Mai 2020 E. 4.2, je </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">m.w.H</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">.).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Der Zeitpunkt, in welchem die Partei den angerufenen Revisionsgrund hätte entdecken können, bestimmt sich grundsätzlich nach dem Prinzip von Treu und Glauben. Praxisgemäss beginnt die relative 90-tägige Revisionsfrist zu laufen, sobald bei der Partei eine sichere Kenntnis über die neue erhebliche Tatsache oder das entscheidende Beweismittel vorhanden ist. Blosse Vermutungen oder gar Gerüchte genügen dagegen nicht und vermögen den Lauf der Revisionsfristen nicht in Gang zu setzen. Die sichere Kenntnis ist nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung nicht erst dann gegeben, wenn die das Revisionsgesuch stellende </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Person die neue Tatsache sicher beweisen kann, sondern es genügt ein auf sicheren Grundlagen fussendes Wissen darüber (BGE 143 V 105 E. 2.4 </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">m.w.H</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">.; vgl.</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Urteil des Bundesgerichts 9C_278/2019 vom 16. August 2019 E. 4.1.3).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">7.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">7.1</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Beschwerdegegnerin hob mit Verfügung vom 28. Januar 2021 die Mit</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">teilungen vom 26. März 2013 (Urk. 11/40), 14. Januar 2019 (Urk. 11/154) und 29. April 2019 (Urk. 11/160) mit der Begründung auf, gestützt auf die Erkennt</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nisse aus dem Strafverfahren und die anschliessende Würdigung durch den RAD wären Integrationsmassnahmen </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">samt Taggeld</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">wahrscheinlich </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nicht</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">zugesprochen worden (Urk. 14/2).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">7.2</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Das Strafurteil, wonach der Beschwerdeführer in betrügerischer Absicht Leis</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tungen der Beschwerdegegnerin erwirkt hat (vgl. vorstehende E. 4.2. f.) stellt zweifelsohne eine erhebliche neue Tatsache dar.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Staatsanwaltschaft liess der Beschwerdegegnerin am 29. April 2020 </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">die Strafakten betreffend den Beschwerdeführer zukommen (Urk. 11/198/1), welche diese analysierte und am 14. August 2020 dem regionalen ärztlichen Dienst zur Stellungnahme unterbreitete (Urk. 11/216 S. 8 oben). RAD-Arzt</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Dr. med. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">M.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">, Facharzt für Orthopädische Chirurgie,</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> erachtete</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> am 7. Sep</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tember 202</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">0 einen</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> körperlicher Gesundheitsschaden </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">als</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> nicht schlüssig nachvoll</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ziehbar (Urk. 11/216 S. 8 Mitte)</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">, und</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Dr. med. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">N.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">, Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie, hielt am 22. September 2020 fest, dass noch nie eine wesentliche gesundheitliche Einschränkung bestanden habe, allenfalls habe - falls überhaupt - im Alter von 16 Jahren, nach dem Tod der Mutter und des Neffen, eine Anpassungsstörung vorgelegen (Urk. 11/216 S. 10 unten).</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Erstmals wurde in diese medizinische Einschätzung das Wissen um die aus den Strafakten bekannt gewordene Funktionalität miteinbezogen</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">, so dass davon ausgegangen werden kann, dass die Beschwerdegegnerin mit den Feststellungen des RAD Kenntnis des Revisionsgrundes haben konnte. Die 90-tägige Revisionsfrist wurde damit mit der Berichterstattung durch Dr. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">N.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> am </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">22. September 2020 ausgelöst. Mit Erlass des Vorbescheids vom 12. November 2020 </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">(Urk. 11/221) </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ist die prozessuale Revision damit rechtzeitig eingeleitet worden.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">7.3</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Der Beschwerdeführer wurde des mehrfachen Betruges im Sinne von Art. 146 Abs. 1 StGB schuldig gesprochen. Dies aufgrund des strafrechtlich erstellten </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Sachverhalts, wonach er ab Mitte 2016 zahlreichen Ärzten und Therapeuten mit zahlreichen Täuschungshandlungen vorgegaukelt hat, dass sein Gesundheits</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">zustand deutlich schlechter sei, als es effektiv der Fall war. Die mit Mitteilungen vom 14. Januar </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2019 </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">und 29. April 2019 </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sowie die mit Verfügung vom 16. Januar 2019 und mit Mitteilung vom 29. April 2019 </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">zugesprochenen Integrationsmassnahmen </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">samt Taggeldern fussten damit auf betrügerischen Handlungen des Beschwerdeführers und wurden zu Unrecht erwirkt, weshalb eine Rückwirkung der prozessualen Revision zulässig ist (vgl. vorstehende E. 6.2).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">7.4</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Was den Zeitraum vor Mitte 2016 und damit die mit Mitteilungen vom 26. März 2013 erteilte Kostengutsprache für ein Belastbarkeitstraining (Urk. 11/40) sowie die mit Verfügung vom 2. April 2013 zugesprochenen Taggelder (Urk. 11/43) betrifft, ist ein strafrechtlich relevanter Sachverhalt nicht ausgewiesen. Ein Zurückkommen mittels prozessualer Revision ist daher nur zulässig, wenn eine </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Verletzung der Meldepflicht</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> vorliegt (vgl. vorstehende E. 6.2).</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Ob eine Meldepflichtverletzung vorliegt, kann indessen </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">offen bleiben</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">, beträgt doch die absolute Verjährungsfrist des Rückforderungsanspruchs für die vor Mitte 2016 ausbezahlten Leistungen fünf Jahre (vgl. vorstehende E. 1.7), womit eine Rückforderung ohnehin ausgeschlossen ist.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">8.</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Zusammenfassend ist festzuhalten, dass die Beschwerdegegnerin zu Recht davon ausgegangen ist, dass der Beschwerdeführer mit überwiegender Wahrschein</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">lichkeit nie Anspruch auf Leistungen der Invalidenversicherung hatte, und zu Recht </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">das Leistungsbegehren abgewiesen (vgl. Urk. 2)</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">. Im Weiteren hat sie</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">die Mitteilungen vom 14. Januar 2019 und 29. April 2019 </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">korrekterweise </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">in prozessuale Revision gezogen, was zur Rückforderung der</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Taggelder im Zusam</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">menhang mit </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">diesen</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Mitteilungen </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">führt (vgl. Urk. 14/2)</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">. Die Rückforderung der </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Taggelder </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">im Zusammenhang mit der Mitteilung vom 26. März 2013</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">, welche die Beschwerdegegnerin </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">allerdings </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">noch nicht geltend gemacht hat </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">(vgl. Urk. 14/2)</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">,</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> ist </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">verwirkt (vgl. BGE 133 V 582).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">9.</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Da es im vorliegenden Verfahren um die Bewilligung oder Verweigerung von Versicherungsleistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichts</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">kosten sind nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert festzulegen (Art. 69 Abs. 1</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">bis</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung, IVG) und auf Fr. 1’</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">0</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">00.</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> festzusetzen. Entsprechend dem Ausgang des Verfah</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">rens sind sie dem Beschwerdeführer aufzuerlegen.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Standard berschrift3"><span class="Standard berschrift3">Das Gericht erkennt:</span><span id="BeginnMateriell"></span></p><p class="Standard Dispotext DispoHngend"><span class="Standard Dispotext DispoHngend">1.</span><span> </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">Die </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">Beschwerde</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">n</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend"> w</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">erden</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend"> abgewiesen.</span></p><p class="Standard Dispotext DispoHngend"><span class="Standard Dispotext DispoHngend">2.</span><span> </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">Die Gerichtskosten von Fr. </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">1’000</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">.-- werden </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">dem Beschwerdeführer</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend"> auferlegt.</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend"> </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">Rechnung und Einzahlungsschein werden </span><span id="Text2"></span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">dem</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend"> Kostenpflichtigen nach Eintritt der Rechtskraft zugestellt.</span></p><p class="Standard Dispotext DispoHngend"><span class="Standard Dispotext DispoHngend">3.</span><span> </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">Zustellung gegen Empfangsschein an:</span></p><p class="Standard Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">X.___</span><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung"> unter Beilage einer Kopie von Urk. </span><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">44</span></p><p class="Standard Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle</span><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">, unter Beilage einer Kopie von Urk. 41</span></p><p class="Standard Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">Bundesamt für Sozialversicherungen</span></p><p class="Standard Dispotext DispoEinzug"><span class="Standard Dispotext DispoEinzug">sowie an:</span></p><p class="Standard Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">Gerichtskasse (im Dispositiv nach Eintritt der Rechtskraft)</span></p><p class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">4.</span><span> </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Gegen diesen Entscheid kann innert </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">30 Tagen</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"> seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundes</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">gesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebenten Tag vor Ostern bis und mit dem siebenten Tag nach Ostern, vom 15. Juli bis und mit dem 15. August sowie vom 18. Dezember bis und mit dem 2. Januar (Art.</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"> </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">46</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"> </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">BGG).</span></p><p class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span> </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">stellen.</span></p><p class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span> </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweis</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">mittel und die Unterschrift </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">der </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">beschwerdeführenden</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"> Partei oder ihrer Rechtsvertretung</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"> zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat (Art. 42 BGG).</span></p><p class="Standard Dispotext DispoHngend"><br/></p><p class="Standard Dispotext DispoHngend"><br/></p><p class="Standard berschrift3"><span class="Standard berschrift3">Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich</span></p><p><br/></p><p>Die VorsitzendeDie Gerichtsschreiberin</p><p><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p>Grieder-MartensTiefenbacher</p><p><br/></p><p></p></div> </div></body></html>