<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="content"> <a name="idp272512"></a><div class="big bold">Urteilskopf</div> <br/>86 III 3<br/><br/><br/><div class="paraatf">2. Entscheid vom 11. Mai 1960 i.S. Grob.</div> <div class="paraatf"></div> <a name="idp273632"></a><br/><div id="regeste" lang="de"> <div class="big bold">Regeste</div> <br/><div class="paraatf">Der Rekurs an das Bundesgericht gemäss <span class="artref">Art. 19 SchKG</span> muss handschriftlich unterzeichnet sein, ansonst er ungültig ist (<span class="artref">Art. 30 Abs. 1 OG</span>, 14 OR). <div class="paratf"> </div> </div> </div> <a name="idp278784"></a> <a name="idp283776"></a> <br/><div> <a name="idp291152"></a><span class="big bold" id="sachverhalt">Sachverhalt</span> <span class="small">ab Seite 3</span> </div> <br/><div class="paraatf"> <a name="page3"></a><div class="center pagebreak">BGE 86 III 3 S. 3</div> </div> <div class="paraatf">Gegen den Entscheid der oberen Aufsichtsbehörde des Kantons St. Gallen vom 9. April 1960 reichte der Gläubiger Grob den vorliegenden Rekurs ein, der sowohl im Hauptexemplar als im Doppel am Kopf wie am Schluss den Namen des Rekurrenten nur in Maschinenschrift aufweist.</div> <br/><div> <a name="idp293680"></a><span class="big bold" id="erwaegungen">Erwägungen</span> </div> <br/><div class="paraatf">Die Schuldbetreibungs- und Konkurskammer zieht in Erwägung:</div> <div class="paraatf">Nach <span class="artref">Art. 30 Abs. 1 OG</span> müssen alle für das Bundesgericht bestimmten Rechtsschriften mit Unterschrift versehen sein. Darunter versteht das Gesetz selbstverständlich - wie es <span class="artref">Art. 14 OR</span> für die nach Gesetz der schriftlichen Form bedürftigen rechtsgeschäftlichen Willenserklärungen ausdrücklich sagt - eigenhändige Unterschrift. Die Bestimmung des <span class="artref">Art. 30 Abs. 1 OG</span> ist nicht eine blosse Ordnungsvorschrift, sondern sie macht die handschriftliche Unterzeichnung zur Gültigkeitsvoraussetzung der Vorkehr. Eine Eingabe ohne handschriftliche Unterschrift stellt keine rechtserhebliche Erklärung dar (BGE <a name="page4"></a><div class="center pagebreak">BGE 86 III 3 S. 4</div>29 I 477, 77 II 352, 80 IV 48, 81 IV 143, 83 II 514; mit Bezug auf den Rekurs gemäss <span class="artref">Art. 19 SchKG</span>/78 ff. OG: Entscheid vom 1. Juli 1955 i.S. Müller c. Zürich, nicht publ.). Der in Maschinenschrift angebrachte Name des Rekurrenten vermag die handschriftliche Unterzeichnung nicht zu ersetzen.</div> <div class="paraatf">Rücksendung an den Rekurrenten zur Verbesserung kam nicht in Frage, da bei Eingang des Rekurses beim Bundesgericht die Rekursfrist bereits abgelaufen war.</div> <div class="paraatf">Dieser Formmangel hat Ungültigkeit des Rekurses zur Folge.</div> <br/><div> <a name="idp305056"></a><span class="big bold" id="dispositiv">Dispositiv</span> </div> <br/><div class="paraatf">Demnach erkennt die Schuldbetr.- u. Konkurskammer:</div> <div class="paraatf">Auf den Rekurs wird nicht eingetreten.</div> </div></body></html></html>