<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2003.00254</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=203742&amp;W10_KEY=13013571&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2003.00254</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 05.11.2003</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">1. Abteilung/1. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Raumplanungs-, Bau- und Umweltrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Baubewilligung</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Wintergarten an zusammengebautem Haus ohne Einwilligung des Nachbarn Prozessthema bildet die Frage, ob die Baurekurskommission einen projektierten Wintergarten, der an einen als Sitzplatz ausgestalteten, auf der ganzen Länge von einem Balkon überdachten Gebäuderücksprung anschliessen soll, zu Recht als grenzabstandswidrig beurteilt hat. Bei dem geplanten Anbau handelt es sich um einen Teil des Hauptgebäudes und nicht um ein Besonderes Gebäude. Er kann nur dann auf die Grenze gestellt werden, wenn an ein bestehendes Gebäude angebaut wird. Für die Qualifikation des Nachbarhauses als Grenzbau kommt es auf den Fassadenverlauf an der Grenze an. Der Baurekurskommission ist darin beizupflichten, dass die auf die Grenze gestellte Flügelmauer auf der Nachbarliegenschaft keine Gebäudefassade darstellt. Die Voraussetzungen für einen zustimmungsfreien Grenzbau sind nicht erfüllt. Abweisung (E. 3b). Ausnützungsberechnung (E. 4).</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ANBAU">ANBAU</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: AUSNÃTZUNGSBERECHNUNG">AUSNÃTZUNGSBERECHNUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: BALKON">BALKON</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: Planungs- und Baurecht ST: BAUBEWILLIGUNG UND BAUBEWILLIGUNGSVERFAHREN">BAUBEWILLIGUNG UND BAUBEWILLIGUNGSVERFAHREN</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: BESONDERES GEBÃUDE">BESONDERES GEBÃUDE</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: BRANDMAUER">BRANDMAUER</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: FLÃGELMAUER">FLÃGELMAUER</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: GRENZABSTAND">GRENZABSTAND</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: GRENZBAU">GRENZBAU</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: GRENZFASSADE">GRENZFASSADE</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: GRENZMAUER">GRENZMAUER</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: HAUPTGEBÃUDE">HAUPTGEBÃUDE</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: NÃHERBAURECHT">NÃHERBAURECHT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: RÃCKSPRUNG">RÃCKSPRUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: SITZPLATZ">SITZPLATZ</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: VERBAUUNG VON ÃFFNUNGEN">VERBAUUNG VON ÃFFNUNGEN</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: VORSPRUNG">VORSPRUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: Planungs- und Baurecht ST: WEITERE BAUVORSCHRIFTEN (NUTZUNGSDICHTE, ABSTÃNDE ETC.)">WEITERE BAUVORSCHRIFTEN (NUTZUNGSDICHTE, ABSTÃNDE ETC.)</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: WINTERGARTEN">WINTERGARTEN</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="gerade">Art. 5 Ziff. 1.1 BZO Illnau-Effretikon</span><br/><span class="ungerade">Art. 9 Ziff. 1.1 BZO Illnau-Effretikon</span><br/><span class="gerade">Art. 9 Ziff. 3.2 BZO Illnau-Effretikon</span><br/><span class="ungerade">§ 260 Abs. III PBG</span><br/><span class="gerade">§ 269 PBG</span><br/><span class="ungerade">§ 270 PBG</span><br/><span class="gerade">§ 286 PBG</span><br/><span class="ungerade">§ 287 lit. a PBG</span><br/><span class="gerade">§ 289 Abs. II PBG</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 3 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Einzug1">I. Die BaubehÃ¶rde der Gemeinde X bewilligte A am 25. Februar 2003 die Erstellung eines Anbaus an das Einfamilienhaus Vers.-Nr. 1 auf dem GrundstÃ¼ck Kat.-Nr. 2 an der L-Strasse. Das GebÃ¤ude ist auf der nordwestlichen LÃ¤ngsseite mit einem gleich gestalteten Wohnhaus von C und D auf Kat.-Nr. 3 zusammengebaut. Der als Wintergarten mit CheminÃ©e konzipierte eingeschossige Anbau mit einem Grundriss von 5,50 m x 1,85 m soll an einen GebÃ¤uderÃ¼cksprung anschliessen. Die RÃ¼ckseite des Anbaus liegt auf der gleichen Flucht wie die anschliessende Fassade des Wohnhauses von C und D; die dem Garten und dem M-Bach zugewandte Vorderseite springt demnach um 1,85 m gegenÃ¼ber dem Nachbarhaus vor. Letzteres weist dort einen ebenfalls etwa 5,50 m langen GebÃ¤uderÃ¼cksprung auf, wobei dieser durch eine auf die gemeinsame GrundstÃ¼cksgrenze gestellte FlÃ¼gelmauer von der Liegenschaft A abgetrennt ist. Aufgrund dieser baulichen VerhÃ¤ltnisse kann der projektierte Wintergarten bis auf einige Aussparungen in der FlÃ¼gelmauer vom Grenznachbarn nicht eingesehen werden. GemÃ¤ss Bau- und Zonenordnung der Gemeinde X vom 30. Januar 1997 (BZO) liegt das BaugrundstÃ¼ck in der Wohnzone Q. Laut Ziffer 5.1.1 BZO betrÃ¤gt der (kleine) Grund­abstand in dieser Zone 5 m. Wird an ein bestehendes GebÃ¤ude angebaut oder stimmt der Nachbar schriftlich zu, ist nach Ziffer 9.3.2 BZO der Grenzbau zulÃ¤ssig.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">II. Einen von C und D gegen diese Bewilligung erhobenen Rekurs hiess die Baurekurskommission III am 2. Juli 2003 gut und hob den angefochtenen Beschluss mit folgender BegrÃ¼ndung auf:</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">VollstÃ¤ndig umwandete und von den WohnrÃ¤umen direkt zugÃ¤ngliche WintergÃ¤rten seien nach stÃ¤ndiger Praxis als Teil des HauptgebÃ¤udes zu betrachten und deshalb hinsichtlich der AbstÃ¤nde nicht privilegiert. Somit habe der streitbetroffene Anbau die GrenzabstÃ¤nde fÃ¼r HauptgebÃ¤ude einzuhalten, sofern nicht der Grenzbau erlaubt sei oder der Nachbar ein NÃ¤herbaurecht eingerÃ¤umt habe. Weil hier weder eine NÃ¤herbaurechtsvereinbarung vorliege noch der projektierte Anbau an ein benachbartes GebÃ¤ude anschliesse, mÃ¼sse der geplante Anbau den gesetzlichen Grenzabstand wahren. Daran Ã¤ndere der Umstand nichts, dass der Wintergarten an die auf die Grenze gestellte FlÃ¼gelmauer angefÃ¼gt werden solle. FÃ¼r die Frage der Abstandswidrigkeit komme es nicht darauf an, ob der Neubau die bestehende Mauer vertikal Ã¼berstelle oder nicht. Entgegen der Annahme der BaubehÃ¶rde trete der Wintergarten fÃ¼r die Rekurrenten durchaus in Erscheinung. Aus dem Bauplan vom 18. Februar 2003 gehe nÃ¤mlich hervor, dass der Anbau die Mauerkrone um einige cm<br/> Ã¼berrage.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">III. Mit Beschwerde vom 28. Juli 2003 liess A dem Verwaltungsgericht beantragen, den angefochtenen Rekursentscheid aufzuheben und die Baubewilligung vom 25. Februar 2003 wiederherzustellen. In verfahrensrechtlicher Hinsicht verlangte er die DurchfÃ¼hrung eines Augenscheins. Schliesslich beanspruchte er eine ParteientschÃ¤digung.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">In ihrer Vernehmlassung vom 21. August 2003 schloss die Baurekurskommis­sion III auf Abweisung der Beschwerde. Die Beschwerdegegner beantragten am 16. September 2003 â unter Zusprechung einer ParteientschÃ¤digung â Abweisung der Beschwerde. Die BaubehÃ¶rde der Gemeinde X liess nichts von sich hÃ¶ren.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Auf die Parteivorbringen wird, soweit wesentlich, in den nachfolgenden ErwÃ¤gungen zurÃ¼ckgekommen.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Die Kammer zieht in ErwÃ¤gung:</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">1. Nach unwidersprochen gebliebener und zutreffender Auffassung der Baurekurskommission sind die Grenznachbarn C und D nach § 338a Abs. 1 des Planungs- und Baugesetzes vom 7. September 1975 (PBG) legitimiert, sich gegen das Projekt auf dem Rechtsmittelweg zu wehren. Desgleichen ist die Befugnis der vor der Rekurskommission unterlegenen Bauherrschaft ausgewiesen, vor Verwaltungsgericht den Bestand der Baubewilligung zu verteidigen.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">2. Einziges Prozessthema bildet die Frage, ob die Rekurskommission den projektierten Anbau zu Recht als grenzabstandswidrig beurteilt und die Baubewilligung aus diesem Grund aufgehoben hat. Diese Frage lÃ¤sst sich aufgrund der PlÃ¤ne zumeist schlÃ¼ssig beurteilen. Obwohl die BaugesuchsplÃ¤ne im vorliegenden Fall nicht fachgerecht erstellt worden sind (vgl. hierzu §§ 3 ff. der Bauverfahrensverordnung vom 3. Dezember 1997), geht der Sachverhalt dennoch hinreichend deutlich aus diesen Unterlagen sowie aus den im Rekursverfahren eingereichten Fotografien hervor. Die Baurekurskommission hat daher auf einen Augenschein verzichten dÃ¼rfen. Gleiches gilt fÃ¼r das Verwaltungsgericht, dem Ã¼brigens von beiden Parteien weiteres Bildmaterial eingereicht worden ist.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">3. Unter dem Titel "GrenzabstÃ¤nde von NachbargrundstÃ¼cken" bestimmt das Planungs- und Baugesetz:</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">"§ 269. Wo die Bau- und Zonenordnung nichts anderes bestimmt, unterliegen unterirdische GebÃ¤ude und GebÃ¤udeteile sowie oberirdische, die den gewachsenen Boden um nicht mehr als einen halben Meter Ã¼berragen und die keine Ãffnungen gegen Nachbargrund­stÃ¼cke aufweisen, keinen Abstandsvorschriften.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">§ 270. Alle andern GebÃ¤ude dÃ¼rfen, sofern nicht der Grenzbau vorgeschrieben oder erlaubt ist, die im Abstand von 3,5 m parallel zur Grenze verlaufende Linie nicht Ã¼berschreiten.</p> <p class="Einzug1"> Der Abstand von 3,5 m gilt ohne RÃ¼cksicht auf Lage und Tiefe der beteiligten GrundstÃ¼cke seitlich innerhalb von 20 m ab der Verkehrsbaulinie oder der sie ersetzenden Baubegrenzungslinie; ...</p> <p class="Einzug1"> Durch nachbarliche Vereinbarung kann unter Vorbehalt einwandfreier wohn­hygienischer und feuerpolizeilicher VerhÃ¤ltnisse ein NÃ¤herbaurecht begrÃ¼ndet werden."</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">GebÃ¤ude sind laut § 286 PBG grundsÃ¤tzlich in offener Ãberbauung zu erstellen, soweit nicht die allgemeine oder besondere Nutzungsplanung die geschlossene Bauweise vorschreibt oder erlaubt. Der zulÃ¤ssige Grenzbau setzt nach § 287 lit. a PBG voraus, dass keine Verletzung kantonaler oder kommunaler MindestabstÃ¤nde eintritt.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">GemÃ¤ss Ziffer 5.1.1 BZO betrÃ¤gt der kleine Grundabstand (worunter der minimal erforderliche kommunale Grenzabstand ohne MehrlÃ¤ngen- und MehrhÃ¶henzuschlag zu verstehen ist [Christoph Fritzsche/Peter BÃ¶sch, ZÃ¼rcher Planungs- und Baurecht, 2. A., WÃ¤denswil 2000, S. 309]) in der hier massgebenden Zone W 1.3 (wie in allen anderen Bauzonen) 5 m; der grosse Grundabstand belÃ¤uft sich auf 10 m. Der grosse Abstand gilt kraft Ziffer 9.1.1 BZO fÃ¼r die Hauptwohnseite, der kleine fÃ¼r die Ã¼brigen GebÃ¤udeseiten. Der Grenzbau ist nach Ziffer 9.3.2 BZO zulÃ¤ssig, wenn an ein bestehendes GebÃ¤ude angebaut wird oder der Nachbar schriftlich zustimmt.</p> <p class="Einzug1">a) Der BeschwerdefÃ¼hrer stellt sich auf den Standpunkt, dass der Wintergarten richtig betrachtet an das Wohnhaus von C und D anschliesse und kraft Ziffer 9.3.2 BZO als Grenzbau bewilligungsfÃ¤hig sei. Zwar weise das Nachbarhaus nach dem Katasterplan einen RÃ¼cksprung auf, der bis zur gemeinsamen Grenze reiche, und bilde die FlÃ¼gelmauer nicht die Grenzfassade des nachbarlichen HauptgebÃ¤udes. Wie die Fotodokumentation belege, bestehe beim Wohnhaus von C und D jedoch kein derartiger RÃ¼cksprung. Schon nach den ProjektplÃ¤nen, zumindest in der Ansicht SÃ¼dost, kÃ¶nne dieses Nachbarhaus als zweigeschossiger Grenzbau gewÃ¼rdigt werden. Dessen Dach setze auf der ganzen Breite der Grenzmauer an und sei nicht zurÃ¼ckversetzt. Der Grundrissplan zeige, dass der Wintergarten an das HauptgebÃ¤ude von C und D angebaut werde. Zwar befinde sich in dessen Erdgeschoss ein RÃ¼cksprung, doch sei dieser als Sitzplatz ausgestaltet, der auf der ganzen LÃ¤nge von einem Balkon Ã¼berdacht werde. Der Balkon wiederum liege vollstÃ¤ndig unter dem vorspringenden Dach des HauptgebÃ¤udes. Demnach stelle die von der BaubehÃ¶rde als FlÃ¼gelmauer bezeichnete Wand im Bereich des vorgesehenen Wintergartens eine Grenzmauer dar, die sich â bis auf eine Aussparung unter dem Balkonansatz â auf der ganzen Breite des Balkons bis zum Dach hinaufziehe. Weil der Balkon mehr als einen Drittel der FassadenlÃ¤nge in Anspruch nehme, kÃ¶nne er gemÃ¤ss § 260 Abs. 3 PBG nicht mehr als einzelner GebÃ¤udevorsprung bezeichnet werden. Vielmehr komme ihm eine so grosse Bedeutung zu, dass er zur Hauptfassade selbst werde. Sodann habe der Ã¼berdachte und auf drei Seiten vor atmosphÃ¤rischen EinflÃ¼ssen geschÃ¼tzte Sitzplatz aufgrund von § 2 der Allgemeinen Bauverordnung vom 22. Juni 1977 (ABauV) GebÃ¤udequalitÃ¤t. So gesehen springe der projektierte Wintergarten nicht vor, sondern er verlÃ¤ngere die Fassade des Nachbar­hauses, weshalb sich eine Zustimmung des Nachbarn aufgrund von Ziffer 9.3.2 BZO erÃ¼brige. Zu prÃ¼fen bleibe hÃ¶chstens die Frage, ob mit dem Wintergarten die Aussparung in der Grenzmauer teilweise zugebaut werden dÃ¼rfe. Wie die Fotodokumentation belege, verlaufe das GebÃ¤udeprofil der Grenzfassade des Hauses von C und D von der vorderen Kante des 1. Obergeschosses senkrecht auf das gewachsene Terrain hinunter. Die Aussparung beanspruche nur knapp 10 % der Mauer und sei damit von untergeordneter Bedeutung. Soweit â wie hier â keine abweichende privatrechtliche Regelung und kein Recht auf Fortbestand der Ãffnung bestehe, dÃ¼rfe der Nachbar diese laut § 289 Abs. 2 PBG verbauen. Mithin stehe auch die Aussparung in der Brandmauer dem Wintergarten nicht im Wege. â In ihrer Beschwerdeantwort unterstÃ¼tzen die Beschwerdegegner im Ergebnis die Argumentation der Baurekurskommission.</p> <p class="Einzug1">b) Die Beschwerdegegner haben dem umstrittenen Vorhaben nicht zugestimmt. Der BeschwerdefÃ¼hrer widerspricht der Vorinstanz nicht, die den abgeschlossenen und vom Wohnzimmer aus direkt zugÃ¤nglichen Wintergarten im Einklang mit der Praxis (BEZ 1988 Nr. 26) als Teil des HauptgebÃ¤udes und nicht als Besonderes GebÃ¤ude gewÃ¼rdigt hat. FÃ¼r eine andere Betrachtungsweise besteht kein Anlass; denn zumindest beheizte WintergÃ¤rten sind funktional nicht als eigenstÃ¤ndiges GebÃ¤ude, sondern als Erweiterung des Wohnhauses aufzufassen. Somit kann der Wintergarten kraft Ziffer 9.3.2 BZO nur dann auf die Grenze gestellt werden, wenn an ein bestehendes <i>GebÃ¤ude</i> angebaut wird. FÃ¼r die Qualifikation des Nachbarhauses von C und D als Grenzbau kommt es auf den Fassadenverlauf an der Grenze an (BEZ 1999 Nr. 38). Neben DachvorsprÃ¼ngen sind auch Balkone nicht fassadenbildend (Fritzsche/BÃ¶sch, S. 346). Aus der Erleichterung fÃ¼r einzelne VorsprÃ¼nge, die gemÃ¤ss § 260 Abs. 3 PBG hÃ¶chstens 2 m in den Abstandsbereich hineinragen dÃ¼rfen, lÃ¤sst sich fÃ¼r die vorliegend zu beurteilende Frage der Zustimmungspflicht zu einem Grenzbau nichts ableiten. Die Fassade des Wohnhauses von C und D verlÃ¤uft gegenÃ¼ber jener der Liegenschaft A entlang der rÃ¼ckwÃ¤rtigen Wand des projektierten Wintergartens. Der Rekurskommission ist darin beizupflichten, dass die auf die Grenze gestellte FlÃ¼gelmauer auf der Liegenschaft von C und D keine GebÃ¤udefassade darstellt; denn auf ihrer RÃ¼ckseite schliesst sich im Erdgeschoss nicht umbauter Raum, sondern ein Sitzplatz an. Das Gesagte gilt ungeachtet dessen, ob die Mauer den Anforderungen an eine Brandmauer gemÃ¤ss §§ 28 ff. der Verordnung Ã¼ber den baulichen Brandschutz vom 18. August 1993 genÃ¼gt oder ob dies â wie die Beschwerdegegner zu Recht einwenden â nicht zutrifft. Demnach kommt es auf das genaue Ausmass der Aussparung in der Mauer nicht an. Entgegen der Auffassung des BeschwerdefÃ¼hrers lÃ¤sst sich schliesslich nicht sagen, dass der anstossende Sitzplatz der Liegenschaft von C und D wegen seiner Umwandung auf drei Seiten als Bestandteil des HauptgebÃ¤udes zu gelten habe. Zwar wÃ¤re dem Ã¼berdachten und auf drei Seiten abgeschlossenen Sitzplatz isoliert betrachtet gemÃ¤ss § 2 ABauV GebÃ¤udequalitÃ¤t zuzuerkennen (vgl. Fritzsche/BÃ¶sch, S. 291). Diese bei einer selbstÃ¤ndigen Baute zum Schutz des Nachbarn zutreffende WÃ¼rdigung lÃ¤sst sich jedoch nicht auf Ã¼berdachte Bereiche eines bestehenden GebÃ¤udes ausdehnen; vielmehr sind solche als GebÃ¤udevor- oder -rÃ¼cksprÃ¼n­ge aufzufassen. Ebenso wenig rechtfertigt der im Obergeschoss vorspringende Balkon eine andere Sichtweise mit Bezug auf das Erdgeschoss (vgl. BEZ 1999 Nr. 38). Sind nach dem Gesagten die Voraussetzungen fÃ¼r einen zustimmungsfreien Grenzbau nicht erfÃ¼llt, kann der BeschwerdefÃ¼hrer auch aus § 289 Abs. 2 PBG betreffend Verbauung einer Ãffnung in Grenzfassaden nichts zu seinen Gunsten ableiten.</p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1">Diese ErwÃ¤gungen fÃ¼hren zur Abweisung der Beschwerde.</p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1">4. Anzumerken bleibt, dass das Baugesuch keine AusnÃ¼tzungsberechnung enthÃ¤lt und die Baubewilligung vom 25. Februar 2003 sich hierzu nicht ausspricht. Weil auf dem GrundstÃ¼ck Kat.-Nr. 2 gemÃ¤ss §§ 258 f. PBG ein oberirdisch umbauter Raum von (604 m<sup>2</sup> x 1,3 m<sup>3</sup>/m<sup>2</sup> =) 785,2 m<sup>3</sup> realisiert werden kann und das bestehende Wohnhaus mit einem Grundriss von maximal 10,90 m x 15,00 m dieses Mass konsumieren kÃ¶nnte, hÃ¤tte dem Baugesuch eine Berechnung beiliegen mÃ¼ssen, welche die BaubehÃ¶rde zu Ã¼berprÃ¼fen gehabt hÃ¤tte.</p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1">5. Bei diesem Ausgang des Verfahrens wird der BeschwerdefÃ¼hrer kostenpflichtig (§ 70 in Verbindung mit § 13 Abs. 2 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 [VRG]), und es muss ihm eine ParteientschÃ¤digung versagt bleiben (§ 17 Abs. 2 VRG). Weil der Baugesuchsteller vor Verwaltungsgericht keine wesentlichen neuen Gesichtspunkte ins Feld gefÃ¼hrt hat, war die Beantwortung des Rechtsmittels fÃ¼r den nicht anwaltlich vertretenen Beschwerdegegner objektiv nicht mit einem grossen Aufwand verbunden. Daher steht auch ihm keine ParteientschÃ¤digung zu.</p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1">DemgemÃ¤ss entscheidet die Kammer:</p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug2">1. Die Beschwerde wird abgewiesen.</p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2">2. Die GerichtsgebÃ¼hr wird festgesetzt auf <br/> Fr. 2'000.--; die Ã¼brigen Kosten betragen:<br/> Fr. 90.-- Zustellungskosten,<br/> Fr. 2'090.-- Total der Kosten.</p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2">3. Die Gerichtskosten werden dem BeschwerdefÃ¼hrer auferlegt.</p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2">4. ParteientschÃ¤digungen werden nicht zugesprochen.</p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="MsoNormal">5. â¦</p> <p class="MsoNormal"> </p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>