<h2>SubmittedText<h2><p>Aufgrund der hohen Energie- und Kraftstoffpreise haben sich die deutsche Regierung und das Parlament entschieden, während der Sommermonate ein 9-Euro-Ticket (Monats-GA Nahverkehr) einzuführen.</p><p>Was unternimmt der Bundesrat, dass eine solche oder ähnliche zeitlich beschränkte Aktion, welche das Portemonnaie von z.B. Jugendlichen, Familien, Sozialhilfebeziehenden oder Rentnerinnen und Rentner entlastet und das Umsteigen vom MIV auf den ÖV fördert, auch in der Schweiz stattfinden kann?</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Bereits heute wird der ÖV in der Schweiz gut bis sehr gut frequentiert. Mit einem 9-Euro-Ticket riskieren wir, dass Busse und Züge überfüllt und die Kundschaft entsprechend unzufrieden ist. Einerseits erleidet der ÖV in der Schweiz dadurch einen Imageverlust. Andrerseits besteht die Gefahr, dass die bestehende Kundschaft (z. B. Pendler) aufgrund des überfüllten ÖV zumindest während der Aktionsphase auf das Auto umsteigen. Zudem ist davon auszugehen, dass viele durch die Aktion angeworbene Neukunden den ÖV nicht weiter benutzen, wenn sie nach 3 Monaten die normalen Tarife bezahlen müssen. Mit gezielten Aktionen ist der öffentliche Verkehr bereits heute darum bemüht, Personen zum Umsteigen auf Bahn oder Bus zu bewegen. Die mit einer solchen Aktion verbundenen Ertragsausfälle der ÖV-Branche müssten durch den Bund gedeckt werden. Das Kosten-Nutzen-Verhältnis rechtfertig die Einführung eines 9-Euro-Tickets in der Schweiz nicht. </p>