B u n d e s v e rw a l t u n g s g e r i ch t T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i f f éd é r a l T r i b u n a l e am m i n i s t r a t i vo f e d e r a l e T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i v fe d e r a l Abteilung V E-6649/2012 U r t e i l v o m 1 0 . J a n u a r 2 0 1 3 Besetzung Einzelrichterin Christa Luterbacher, mit Zustimmung von Richterin Nina Spälti Giannakitsas, Gerichtsschreiberin Gabriela Oeler. Parteien A._______, Kosovo, (…), Beschwerdeführerin, gegen Bundesamt für Migration (BFM), Quellenweg 6, 3003 Bern, Vorinstanz. Gegenstand Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung nach Bel- gien (Dublin-Verfahren); Verfügung des BFM vom 7. Dezember 2012 / N (…). E-6649/2012 Seite 2 Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest, dass die Beschwerdeführerin am 9. September 2012 in der Schweiz zu- sammen mit ihre n Eltern, den minderjährigen Geschwistern (N 590 2 03) und den volljährigen Geschwistern ( N 590 204, N 590 206, N 590 207) um Asyl nachsuchte, dass ein Fingerabdruckvergleich mit der Eurodac -Zentraleinheit ergab, dass die Beschwerdeführ erin und die weiteren Familienangehörigen am 10. März 2011 und am 2. April 2012 in Belgien ein Asylgesuch eingereicht hatten und in diesem Zusammenhang erkennungsdienstlich erfasst wo r- den waren, dass am 12. September 2012 im Empfangs - und Verfahrenszentrum Ba- sel eine summarische Befragung der Beschwerdeführerin stattfand und ihr dabei auch das rechtliche Gehör zu einer möglichen Zuständigkeit Belgiens für das vorliegende Verfahren sowie zu einer allfälligen Wegwei- sung dorthin gewährt wurde, dass die Beschwe rdeführerin dabei im Wesentlichen vorbrachte, ihr in Belgien gestelltes Asylgesuch sei abgewiesen und die Familie sei aufge- fordert worden, das Land zu verlassen, dass sie sich daher im Juli 2012 auf dem Landweg zurück in den Kosovo begeben hätten, diesen aufgrund ihrer Probleme als Folge ihrer ethn i- schen Zugehörigkeit (Roma) vor wenigen Tagen jedoch wieder verlassen hätten, dass sie im Falle der Rückkehr nach Belgien vermutlich erneut einen ne- gativen Entscheid erhalten würden und in den Kosovo zurückkehre n müssten, dass sie dies jedoch nicht wolle, sondern in der Schweiz verbleiben möchte, dass das BFM gestützt auf den Fingerabdruckvergleich und die übrige Aktenlage an die belgischen Behörden am 20. November 2012 ein Ers u- chen um Übernahme der Beschwerdef ührerin (und der Restfamilie) im Sinne von Art. 16 Abs. 1 Bst. e der Verordnung (EG) Nr. 343/2003 des Rates vom 18. Februar 2003 zur Festlegung von Kriterien und Verfahren zur Bestimmung des Mitgliedstaats, der für die Prüfung eines Asylantrags zuständig ist, den ein Staatsangehöriger eines Drittlandes in einem Mi t-E-6649/2012 Seite 3 gliedstaat gestellt hat (Dublin II-VO, vom BFM VO Dublin genannt), richte- te, und Belgien sich mit Schreiben vom 30. November 2012 für das vo r- liegende Verfahren ausdrücklich zuständig erklärte, dass das BFM mit Verfügung vom 7. Dezember 2012 – eröffnet am 17. Dezember 2012 – in Anwendung von Art. Art. 34 Abs. 2 Bst. d des Asy l- gesetzes vom 26. Juni 1998 (AsylG, SR 142.31) auf das Asylgesuch der Beschwerdeführerin nicht eintrat und die Wegweisung nach Belgien so- wie den Vollzug anordnete, dass das Bundesamt die Beschwerdeführe rin aufforderte, die Schweiz spätestens am Tag nach Ablauf der Beschwerdefrist zu verlassen, den Kanton (…) verpflichtete, die Wegweisungsverfügung zu vollziehen, fes t- stellte, eine allfällige Beschwerde gegen diese Verfügung habe keine auf- schiebende Wirkung, und de r Beschwerdeführerin die editionspflichtigen Akten gemäss Aktenverzeichnis aushändigte, dass es zur Begründung ausführte, mit der Umsetzung des Abkommens vom 26. Oktober 2004 zwischen der Schweizerischen Eidgenossenschaft und der Europäischen Gemeinschaft über die Kriterien und Verfahren zur Bestimmung des zuständigen Staates für die Prüfung eines in einem Mi t- gliedstaat oder in der Schweiz gestellten Asylantrags (Dublin - Assoziierungsabkommen, DAA, SR 0.142.392.689) habe sich die Schweiz verpflichtet, die Dublin II-VO anzuwenden, dass sich aus dem Protokoll ergeben habe, dass die Beschwerdeführerin im März 2011 sowie im April 2012 in Belgien Asylgesuche eingereicht ha- be, welche abgewiesen worden seien, dass sie im Juli 2012 in den Kosovo zurückgekehrt und im September 2012 schliesslich wieder in die Schweiz eingereist sei, dass ein Abgleich der Fingerabdrücke mit der Zentraleinheit Eurodac nachweise, dass die Beschwerdeführe rin am 10. März 2011 und 2. April 2012 in Belgien um Asyl nachgesucht habe, dass die belgischen Behörden das Ersuchen um Übernahme der B e- schwerdeführerin gestützt auf Art. 16 Abs. 1 Bst. e Dublin II-VO gutge- heissen hätten, dass damit die Zuständigkeit für die Durchführung des Asyl- und Wegwei- sungsverfahrens gemäss DAA bei Belgien liege, E-6649/2012 Seite 4 dass die Überstellung an Belgien – vorbehältlich einer allfälligen Unte r- brechung oder Verlängerung der Frist – bis spätestens am 30. Mai 2013 zu erfolgen habe, dass auf das Asylgesuch nach dem Gesagten nicht eingetreten werde, dass die Folge eines Ni chteintretensentscheides gemäss Art. 44 Abs. 1 AsylG in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz sei, dass die Beschwerdeführerin in einen Drittstaat reisen könn e, in dem sie Schutz vor Rückschiebung im Sinne von Art. 5 Abs. 1 finde und daher das Non-Refoulement-Gebot bezüglich des Heimat - oder Herkunftsstaates nicht zu prüfen sei, dass ferner keine Hinweise auf eine Verletzung von Art. 3 der Konvention vom 4. November 1950 zum Schutze der Menschenrechte und Grun d- freiheiten (EMRK, SR 0.101) im Falle einer Rückkehr nach Belgien b e- stünden, dass der Beschwerdeführerin am 12. September 2012 das rechtliche G e- hör zu einer allfälligen Wegweisung nach Belgien gewährt worden sei, dass die Beschwerdeführerin geltend gemacht habe, sie wolle in der Schweiz bleiben und weder nach Belgien noch in den Kosovo zurückke h- ren, dass sie bei einer Rückkehr nach Belgien einen negativen Entscheid e r- halten und in den Kosovo geschickt würde, dass das BFM dazu festhielt, gestützt auf die Dublin II -VO sei Belgien für die Durchführung des Asyl- und Wegweisungsverfahrens zuständig, dass es den belgischen Behörden obliege, den Aufenthaltsstatus der B e- schwerdeführerin zu regeln oder gegebenenfalls eine Wegweisung ins Heimatland anzuordnen, dass Belgien ein Signatarstaat des Abkommens vom 28. Juli 1951 über die Rechtsstellung der Flüchtlinge (FK, SR 0.142.30), der EMRK und des Übereinkommens vom 10. Dezember 1984 gegen Folter und andere grausame, u nmenschliche oder erniedrigende Behandlung oder Strafe (FoK, SR 0.105) sei, E-6649/2012 Seite 5 dass vorliegend keine konkreten Anhaltspunkte dafür vorlägen, dass sich Belgien nicht an die daraus resultierenden völkerrechtlichen Verpflichtu n- gen halte und de r Beschwerdeführerin keinen effektiven Schutz vor Rückschiebung (Non-Refoulement-Gebot) gewähren würde, dass somit der Vollzug der Wegweisung nach Belgien zulässig sei, dass weder die in Belgien herrschende Situation noch andere Gründe gegen die Zumutbarkeit der Wegweisung nach Belgien sprächen, dass ausserdem der Vollzug der Wegweisung nach Belgien technisch möglich und praktisch durchführbar sei, dass die Beschwerdeführererin mit Eingabe vom 21. Dezember 2012 ge- gen die Verfügung des BFM beim Bundesverwaltungsgericht Beschwerde erhob und dabei beantragte, es sei ihr die Flüchtlingseigenschaft gestützt auf Art. 3 EMRK zuzugestehen, dass sie in verfahrensrechtlicher Hins icht infolge Bedürftigkeit sinnge- mäss um Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung ersuchte, dass sie ihre Eingabe mit der Entwicklung der Lage der Roma im Kosovo seit Kriegsende begründete und geltend machte, der Familie sei Schli m- mes angetan worden und sie befürchte weiterhin das Schlimmste, dass sich die Situation für Roma im Kosovo in jüngster Zeit noch ve r- schlechtert und die Familie nach der Rückkehr aus Belgien keine Chance auf ein Leben gehabt habe, dass sie von der Gemeinde B._______ einen Beleg erhalten hätten, wo- nach sie malträtiert und von dort vertrieben worden seien (dieses frem d- sprachige Schreiben lag der Beschwerde der Eltern bei [E-6634/2012]), dass das Verhalten der Bevölkerung gegenüber Roma einer ethnischen Säuberung gleichkomme, dass die zuständige Instruktionsrichterin die Vollzugsbehörden mit Verf ü- gung vom 24. Dezember 2012 anwies, einstweilen bis zum Eingang der Akten und Entscheid über das weitere Vorgehen von Vollzugshandlungen abzusehen, E-6649/2012 Seite 6 dass die vorinstanzlichen Akten am 28. Dezember 2012 beim Bunde s- verwaltungsgericht eintrafen (Art. 109 Abs. 2 AsylG), und zieht in Erwägung, dass das Bundesverwaltungsgericht auf dem Gebiet des Asyls endgültig über Beschwerden gegen Verfügungen (Art. 5 des Verwaltungsverfa h- rensgesetzes vom 20. Dezember 1968 [VwVG, SR 172.021]) des BFM entscheidet, ausser bei Vorliegen eines Auslieferungsersuchens des Staates, vor welchem die beschwerdeführende Person Schutz sucht (Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 31 – 33 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2 005 [VGG, SR 173.32]; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des Bundesg e- richtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]), dass eine solche Ausnahme im Sinne von Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG nicht vorliegt, weshalb das Bundesverwaltungsgericht endgültig entscheidet, dass die Beschwerdeführe rin am Verfahren vor der Vorinstanz teilg e- nommen hat, durch die angefochtene Verfügung besonders berührt ist, ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung beziehungsweise Ä n- derung hat und daher zur Einreichung der Beschwerde legitimiert ist (Art. 105 AsylG und Art. 48 Abs. 1 VwVG), dass somit auf die frist - und formgerecht eingereichte Beschwerde einzu- treten ist (Art. 108 Abs. 2 AsylG und Art. 52 VwVG), dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterlicher Zuständigkeit mit Zustimmung eines zweiten Richters beziehungsweise einer zweiten Richterin entschieden wird (Art. 111 Bst. e AsylG) und es sich vorliegend, wie nachfolgend aufgezeigt , um eine solche handelt, weshalb der Beschwerdeentscheid nur summarisch zu begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG), dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG vorliegend auf einen Schrifte n- wechsel verzichtet wurde, dass bei Beschwerden gegen Nichteintretense ntscheide, mit denen es das BFM ablehnt, das Asylgesuch auf seine Begründetheit hin zu übe r- prüfen (Art. 32 – 35 AsylG), die Beurteilungskompetenz der Beschwerd e- instanz grundsätzlich auf die Frage beschränkt ist, ob die Vorinstanz zu Recht auf das Asylgesuch nicht eingetreten ist (vgl. BVGE 2011/9 E. 5.), E-6649/2012 Seite 7 dass die Fragen der Anerkennung der Flüchtlingseigenschaft und der Gewährung von Asyl demgegenüber nicht Gegenstand des angefocht e- nen Nichteintretensentscheides und damit auch nicht des vorliegenden Verfahrens bilden, weshalb auf den Beschwerdeantrag, es sei die Flüch t- lingseigenschaft festzustellen, nicht einzutreten ist, dass auf Asylgesuche in der Regel nicht eingetreten wird, wenn Asyls u- chende in einen Drittstaat ausreisen können, der für die Durchführung des Asyl - und Wegweisungsverfahrens staatsvertraglich zuständig ist (Art. 34 Abs. 2 Bst. d AsylG), dass diesbezüglich das Dublin-Assoziierungsabkommen vom 26. Oktober 2004 (DAA, SR 0.142.392.68) zur Anwendung gelangt und das BFM die Zuständigkeitsfrage gestützt auf die Dublin II-VO prüfte, dass gemäss Art. 3 Abs. 1 Satz 2 Dublin -II-VO jeder Asylantrag von e i- nem einzigen Mitgliedstaat geprüft wird, der nach den Kriterien des Kap i- tels III als zuständiger Staat bestimmt wird, dass derjenige Mitgliedstaat zust ändig ist, welcher einem Familienang e- hörigen das Recht auf Aufenthalt in seiner Eigenschaft als Flüchtling g e- währt hat, welcher dem Asylbewerber einen gültigen Aufenthaltstitel oder ein gültiges Visum ausgestellt hat, dessen Land -, See - oder Luftgrenze der Asylbewerber aus einem Drittstaat kommend legal oder illegal übe r- schritten hat, oder in welchem der erste Asylantrag gestellt wurde (Art. 5 i.V.m. Art. 6 bis 13 Dublin-II-VO), dass die Übernahmeverpflichtungen erlöschen, wenn der Drittstaatsa n- gehörige das Hoheitsgebiet der Mitgliedstaaten für mindestens drei M o- nate verlassen hat, es sei denn, der Drittstaatsangehörige ist im Besitz eines vom zuständigen Mitgliedstaat ausgestellten gültigen Aufenthaltst i- tels (Art. 16 Abs. 3 Dublin-II-VO), dass sodann jedem Mitgliedstaat, in Abweichung von den vorgenannten Zuständigkeitskriterien, die Möglichkeit zur Prüfung eines Asylgesuches eingeräumt wird (vgl. zur Souveränitätsklausel Art. 3 Abs. 2 Dublin -II- Verordnung und zur humanitären Klausel Art. 15 Dublin-II-VO; vgl. auch Art. 29a Abs. 3 der Asylverordnung 1 vom 11. August 1999 über Verfa h- rensfragen [AsylV 1, SR 142.311]), E-6649/2012 Seite 8 dass ein Abgleich der Fingerabdrücke der Beschwerdeführ erin mit der "Eurodac"-Datenbank ergab, dass diese am 10. März 2011 und am 2. Ap- ril 2012 in Belgien um Asyl nachgesucht hat, dass das BFM die belgischen Behörden am 20. November 2012 um Übernahme der Beschwerdeführe rin gestützt auf Art. 16 Abs. 1 Bst. e Dublin-II-VO ersuchte, dass die belgischen Behörden dem Gesuch um Übernahme am 30. No- vember 2012 gestützt auf dieselbe Bestimmung zustimmten, dass die Beschwerdeführerin nicht bestritt, in Belgien ein Asylgesuch ein- gereicht zu haben, dass sie zur vorinstanzlichen Feststellung, dass Belgien für ihr Asylg e- such zuständig sei, weder anlässlich der Anhörung noch in der B e- schwerde Stellung nahm, dass sie jedoch im vorinstanzlichen Verfahren hinsichtlich einer Wegwe i- sung nach Belgien einwandte, sie wolle nicht nach Belgien zurückkehren, da sie von dort in den Kosovo zurückgeschickt würde, dass sie damit sinngemäss geltend machte, Belgien werde in ihrem Fall voraussichtlich d en Grundsatz des Non -Refoulement missachten, sollte sie dorthin zurückgeschickt werden, dass es angesichts der Vermutung, der für die Durchführung des Asyl - und Wegweisungsverfahrens zuständige Staat respektiere seine aus dem internationalen Recht fliessen den Verpflichtungen, der Beschwerdeführerin obliegt darzutun, gestützt auf welche ernsthaften Hinweise ihre Annahme basiert, dass die belgischen Behörden bei Vorlie- gen ernsthafter und ausreichender Indizien für eine flüchtlingsrechtlich re- levante Verfolgung die staatsvertraglichen Verpflichtungen nicht respe k- tieren und ihr den notwendigen Schutz nicht gewähren w ürden (vgl. Eu- ropäischer Gerichtshof für Menschenrechte [EGMR], M.S.S. gegen Be l- gien und Griechenland [Appl. No. 30696/09], Urteil vom 21. Januar 2011, § 84-85 und 250; Urteil des Gerichtshofes der Europäischen Union [EuGH] vom 21. Dezember 2011 in der Rechtssache C -411/10 und C- 493/10), dass die Beschwerdeführe rin allein mit dem Hinweis auf ein erfolglos durchlaufenes Asyl- und Wegweisungsverfahren keine ausreichend ko n-E-6649/2012 Seite 9 kreten Anhaltspunkte geltend zu machen vermag, wonach Belgien, bei welchem es sich um einen Signatarstaat der EMRK und der FK handelt, seine staatsvertraglichen Verpflichtungen missachten und die Beschwerdeführerin unter Missachtung des Non -Refoulement Gebotes oder von Art. 3 EMRK in ihren Heimatstaat zurückschaffen würde, dass die Beschwerdeführe rin demzufolge die Vermutung, gemäss we l- cher Belgien seine völkerrechtlichen Verpflichtungen einhalte, mangels ausreichender Anhaltspunkte nicht umzustossen vermochte (vgl. vorg e- nanntes Urteil M.S.S., § 69, 342 f. m.w.H.; BVGE 2010/45 E. 7.4-7.5, S. 637-639), dass es den Beschwerdeführerin obliegt, ihre neuerlichen Einwände g e- gen eine allfällige Überstellung in den Kosovo bei den belgischen Behör- den geltend zu machen und diesen allfällige Beweismittel vorzulegen, dass die Beschwerdeführe rin nach dem G esagten keine konkrete und ernsthafte Gefahr nachzuweisen oder glaubhaft zu machen vermag, dass ihre Überstellung nach Belgien gegen Art. 3 EMRK oder eine andere vö l- kerrechtliche Verpflichtung der Schweiz verstosse, dass nach dem Gesagten keine relevanten Überstellungshindernisse und insbesondere auch keine humanitären Gründe im Sinne von Art. 29a Abs. 3 AsylV 1 vorliegen, welche zu einer abweichenden Beurteilung der Zuständigkeitsfrage zu führen vermöchten, dass das BFM somit zu Recht Belgien für die Prüfung des Asylgesuchs der Beschwerdeführerin gemäss der Dublin II-VO als zuständig erklärt hat und Belgien entsprechend verpflichtet ist, die Beschwerdeführerin g e- mäss Art. 20 Dublin II-VO wieder aufzunehmen, dass das BFM demnach in Anwendung von Art. 34 Abs. 2 Bst. d AsylG richtigerweise auf das Asylgesuch der Beschwerdeführerin nicht eingetre- ten ist und, da die Beschwerdeführerin nicht im Besitz einer gültigen Au f- enthalts- oder Niederlassungsbewilligung ist, ebenfalls zu Recht in A n- wendung von Art. 44 Abs. 1 AsylG die Überstellung nach Belgien ang e- ordnet hat (Art. 32 Bst. a AsylV 1), dass unter diesen Umständen allfällige Vollzugshindernisse gemäss Art. 83 Abs. 3 und 4 des Bundesgesetzes vom 16. Dezember 2005 über die Ausländerinnen und Ausländer (AuG, SR 142.20) nicht mehr zu pr ü- fen sind, da das F ehlen von Wegweisungsvollzugshindernissen bereits E-6649/2012 Seite 10 Voraussetzung des Nichteintretensentscheides gemäss Art. 34 Abs. 2 Bst. d AsylG ist (vgl. BVGE 2010/45, E. 10 S. 645), dass die Beschwerde aus diesen Gründen abzuweisen ist, soweit darauf einzutreten ist, und die Verfügung des BFM zu bestätigen ist, dass bei diesem Ausgang des Verfahrens keine Kosten auferlegt werden, da die Kostenauferlegung angesichts der nachträglichen Abspaltung des vorliegenden Verfahrens der Beschwerdeführerin von demjenigen der E l- tern als unverhältnismässig erschiene (Art. 63 VwVG, Art. 6 Bst b des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]), dass sich damit das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Prozess- führung als gegenstandslos erweist. (Dispositiv nächste Seite) E-6649/2012 Seite 11 Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird. 2. Es werden keine Verfahrenskosten auferlegt. 3. Dieses Urteil geht an die Beschwerdeführerin, das BFM und die zustä n- dige kantonale Behörde. Die Einzelrichterin: Die Gerichtsschreiberin: Christa Luterbacher Gabriela Oeler Versand: