<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="cell small-12 contentContainer printArea"> <div><table><tr><td><p class="Normal Heading1"><span class="Normal Heading1">Sozialversicherungsgericht</span></p><p class="Normal Heading1"><span class="Normal Heading1">des Kantons Zürich</span></p></td><td><p class="Normal Heading1"></p></td></tr></table><p><span id="G_NR"></span><span>IV.2018.00622</span></p><p><span id="AHV_NR"></span><span> </span></p><p><span id="G_NR_VI"></span><span> </span></p><p><br/></p><p>I. Kammer</p><p>Sozialversicherungsrichterin Grünig, Vorsitzende<br/>Sozialversicherungsrichter Spitz<br/>Sozialversicherungsrichterin Maurer Reiter<br/>Gerichtsschreiberin Hartmann</p><p class="Normal Heading2"><span class="Normal Heading2">Urteil vom 19. März 2019</span></p><p class="Normal StandardEinzug"><span class="Normal StandardEinzug">in Sachen</span></p><p class="Normal StandardFett RubrumFett"><span class="Normal StandardFett RubrumFett">X.___</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Beschwerdeführerin</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">vertreten durch Rechtsanwältin Stephanie C. Elms</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">schadenanwaelte.ch AG</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Industriestrasse 13c, 6300 Zug</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">gegen</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardFett RubrumFett"><span class="Normal StandardFett RubrumFett">Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Beschwerdegegnerin</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p><br/></p><p></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Sachverhalt:</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">X.___, geboren 1956, arbeitete teilzeitlich als selbständig </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">erwerbende Korrekturleserin und Übersetzerin (Urk. 9/7/1, Urk. 9/13/6, Urk. 9/</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">20). Am 29. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">August</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> 2016 erlitt sie bei einem Sturz mit Aufprall des Kopfes eine Commotio cerebri. In der Folge litt sie an Kopfschmerzen, vegetativen und psy</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">chischen Beschwerden (Urk. 9/6/10, Urk. 9/19/70). Am 28. Juli 2017 meldete sie </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sich bei der Eidgenössischen Invalidenversicherung zur Früherfassung an (Urk. 9/9).</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> Am 29. August 2017 folgte die Anmeldung zum Leistungsbezug (Urk. 9/13). Die </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle,</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> klärte die erwerblichen und medizinischen Verhältnisse ab. Mit Vorbescheid vom 30. April 2018 kündigte die IV-Stelle die Abweisung des Rentenbegehrens mit der Begründung an, es seien die verlangten medizinischen Berichte nicht ein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gereicht worden (Urk. 9/25). Daraufhin ging der Bericht von Dr. med. Y.___, Facharzt für </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Psychiatrie und Psychotherapie</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">, vom 30. April 2018 bei der IV-Stelle ein (Urk. 9/26). Mit Verfügung vom 11. Juni 2018 wies die IV-Stelle das Rentenbegehren wie angekündigt ab (Urk. 9/29).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">2.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Hiergegen erhob die Versicherte</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> m</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">it Eingabe vom 11. Juli 2018 Beschwerde und beantragte, die Verfügung vom 11. Juni 2018 sei aufzuheben und die </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Beschwer</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">degegnerin</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> zu verpflichten, der </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Beschwerdeführerin</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> Leistungen nach IVG – nament</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">lich eine Invalidenrente - zuzusprechen (Urk. 1 S. 2). Die Beschwerde</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gegnerin schloss in der Beschwerdeantwort vom 12. Oktober 2018 auf Abweisung der Beschwerde (Urk. 8). Die </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Beschwerdeführerin</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> hielt in der Replik vom 28. Dezember 2018 an ihren Anträgen fest (Urk. 14 S. 4). Die </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Beschwerdegegnerin</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> verzichtete mit Eingabe vom 22. Januar 2019 auf eine weitere Stellungnahme (Urk. 16).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Auf die Ausführungen der Parteien und die eingereichten Unterlagen wird, soweit erforderlich, in den Erwägungen eingegangen.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Das Gericht</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> zieht in Erwägung:</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span id="idp371184"></span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.</span><span> </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1.1</span><span> </span><span id="XX001"></span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Art. 8 Abs. 1 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">des Bundesgesetzes über den Allge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">meinen Teil des Sozialversicherungsrechts, ATSG). Sie kann Folge von Geburtsge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">brechen, Krankheit oder Unfall sein (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Art. 4 Abs. 1 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung, IVG). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">lust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgegliche</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">nen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">trächtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1.2</span><span> </span><span id="XX006"></span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Beeinträchtigungen der psychischen Gesundheit können in gleicher Weise wie körperliche Gesundheitsschäden eine Invalidität im Sinne von Art. 4 Abs. 1 IVG in Verbindung mit Art. 8 ATSG bewirken. Rechtsprechungsgemäss ist bei psychi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">schen Beeinträchtigungen zu prüfen, ob ein psychischer Gesundheitsschaden mit Krankheitswert besteht, welcher die versicherte Person auch bei Aufbietung allen guten Willens daran hindert, ein rentenausschliessendes Erwerbseinkommen zu erzielen (vgl. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">BGE 139 V 547</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> E. 5, </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">131 V 49</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> E. 1.2, </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">130 V 352</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> E. 2.2.1; vgl. Urteil des Bundesgerichts 9C_125/2015 vom 18. November 2015 E. 5.4). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die Annahme eines psychischen Gesundheitsschadens im Sinne von Art. 4 Abs. 1 IVG sowie Art. 3 Abs. 1 und Art. 6 ATSG setzt eine psychiatrische, lege artis auf </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">die Vorgaben eines anerkannten Klassifikationssystems abgestützte Diagnose vor</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">aus (vgl. BGE 143 V 409 E. 4.5.2, 141 V 281 E. 2.1, 130 V 396 E. 5.3 und E. 6). Eine fachärztlich einwandfrei festgestellte psychische Krankheit ist jedoch nicht ohne weiteres gleichbedeutend mit dem Vorliegen einer Invalidität. In jedem Ein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">zelfall muss eine Beeinträchtigung der Arbeits- und Erwerbsfähigkeit unabhängig von der Diagnose und grundsätzlich unbesehen der Ätiologie ausgewiesen und in ihrem Ausmass bestimmt sein. Entscheidend ist die nach einem weitgehend objektivierten Massstab zu beurteilende Frage, ob es der versicherten Person zumutbar ist, eine Arbeitsleistung zu erbringen (BGE 143 V 409 E. 4.2.1, 141 V 281 E. 3.7, 139 V 547 E. 5.2, 127 V 294 E. 4c, je mit Hinweisen; vgl. Art. 7 Abs. 2 ATSG).</span></p><p><span> </span><span>Mit </span><span>BGE 143 V 4</span><span>18 </span><span>hat das Bundesgericht erkannt, dass grundsätzlich sämtliche psychischen Leiden einem strukturierten Beweisverfahren nach BGE 141 V 281 zu unterziehen seien, wobei es je nach Krankheitsbild allenfalls gewisser Anpas</span><span>sungen hinsichtlich der Wertung einzelner Indikatoren bedürfe. Diese Abklärun</span><span>gen enden laut Bundesgericht stets mit der Rechtsfrage, ob und in welchem Umfang die ärztlichen Feststellungen anhand der nach BGE 141 V 281 rechts</span><span>erheblichen Indikatoren auf Arbeitsunfähigkeit schliessen lassen (E. 7). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Anspruch auf eine Rente haben Versicherte, die unter anderem während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40 % arbeits</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">unfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind und nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (Art. 8 ATSG) sind (Art. 28 Abs. 1 lit. b und c IVG). Der Rentenan</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">spruch entsteht frühestens nach Ablauf von sechs Monaten nach Geltend</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">machung des Leistungsanspruchs nach Art. 29 Absatz 1 ATSG, jedoch frühestens im Monat, der auf die Vollendung des 18. Altersjahres folgt (Art. 29 Abs. 1 IVG).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die massgeblichen Rentenabstufungen geben bei einem Inv</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">aliditätsgrad von mindestens 40 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Prozent Anspruch auf eine Viertelsrente, bei einem Invaliditäts</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">grad von mindestens 50 Prozent Anspruch auf eine halbe Rente, bei einem Inva</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">liditätsgrad von mindestens 60 Prozent Anspruch auf eine Dreiviertelsrente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 Prozent Anspruch auf eine ganze Rente (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">28 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Abs. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2 IVG).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1.4</span><span> </span><span id="XX077"></span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Bei erwerbstätigen Versicherten ist der Invaliditätsgrad gemäss Art. 16 ATSG in Verbindung mit Art. 28a Abs. 1 IVG aufgrund eines Einkommensvergleichs zu bestimmen. Dazu wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sog. Invalideneinkommen), in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (sog. Valideneinkommen). Der Einkommens</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gleich hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die b</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">eiden hypothe</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tischen Erwerbsein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">kommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und einander gegen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">übergestellt werden, worauf sich aus der Einkommensdifferenz der Invali</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ditäts</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">grad bestimmen lässt (sog. allgemeine Methode des Einkommensvergleichs; BGE</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">130 V 343 E. 3.4.2 mit Hinweisen).</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span id="XX089"></span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Der Einkommensvergleich hat </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">auch </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">bei Selbständigerwerbenden in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die beiden hypothetischen Erwerbseinkommen ziffern</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">mässig möglichst genau ermittelt und einander gegenübergestellt werden, worauf sich aus der Einkommensdifferenz der Invaliditätsgrad bestimmen lässt. Insoweit die fraglichen Erwerbseinkommen ziffernmässig nicht genau ermittelt werden können, sind sie nach Massgabe der im Einzelfall bekannten Umstände zu schätzen und die so gewonnenen Annäherungswerte miteinander zu ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">glei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">chen. Lassen sich die beiden hypothetischen Erwerbseinkommen nicht zuverlässig ermitteln oder schätzen, so ist in Anlehnung an die spezifische Methode für Nichterwerbstätige ein Betätigungsvergleich anzustellen und der Invaliditätsgrad </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">nach Massgabe der erwerblichen Auswirkungen der verminderten Leistungs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">fähi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">g</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">keit in der konkreten erwerblichen Situation zu bestimmen. Der grundsätz</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">liche Unterschied des ausserordentlichen Bemessungsverfahrens zur spezifischen Me</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">thode (Art. 28a Abs. 2 IVG) besteht darin, dass die Invalidität nicht unmittel</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">bar nach Massgabe des Betätigungsvergleichs als solchen bemessen wird. Viel</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">mehr ist zunächst anhand des Betätigungsvergleichs die leidensbedingte Behin</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">derung festzustellen; sodann ist aber diese im Hinblick auf ihre erwerbliche Aus</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">wirkung besonders zu gewichten. Eine bestimmte Einschränkung im funktio</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">nellen Leis</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tungsvermögen einer erwerbstätigen Person kann zwar, muss aber nicht not</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">wendigerweise eine Erwerbseinbusse gleichen Umfangs zur Folge haben. Wollte man bei Erwerbstätigen ausschliesslich auf das Ergebnis des Betätigungs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gleichs abstellen, so wäre der gesetzliche Grundsatz verletzt, wonach bei dieser Kategorie von Versicherten die Invalidität nach Massgabe der Erwerbsunfähigkeit zu bestimmen ist (ausserordentliches Bemessungsverfahren; BGE 128 V 29 E. 1; AHI 1998 S. 120 E. 1a und S. 252 E. 2b je mit Hinweisen). Die ausserordentliche Bemessungsmethode des erwerblich gewichteten Betätigungsvergleichs unter</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">schei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">det sich von der allgemeinen Methode des Einkommensvergleichs Unselb</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">stän</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">digerwerbender gerade dadurch, dass bei der Einkommensermittlung nicht auf die LSE abgestellt wird, sondern deren Festsetzung unter Berücksichtigung der einzelfallbezogenen Kriterien (Betriebsgrösse, Branche, Erfahrung des Be</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">triebs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">inhabers usw.) zu erfolgen hat (Urteil des Bundesgerichts I 707/06 vom 9. Juli 2007 E. 3.3.1 mit Hinweis).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Nach der Rechtsprechung kann die Aufnahme einer unselbständigen Erwerbs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tätigkeit als zumutbar erscheinen, wenn davon eine bessere erwerbliche Verwer</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tung der Arbeitsfähigkeit erwartet werden kann und der berufliche Wechsel unter Berücksichtigung der gesamten Umstände (Alter, Aktivitätsdauer, Ausbildung, Art der bisherigen Tätigkeit, persönliche Lebensumstände) als zumutbar erscheint (Urteil des Bundesgerichts 9C_356/2014 vom 14. November 2014 E. 3.1 mit Hin</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">weisen auf Urteile I 116/03 vom 10. November 2003 E. 3.1 und I 145/01 vom 12. September 2001 E. 2b).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">2.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">2.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Beschwerdegegnerin</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> stellte sich in der angefochtenen Verfügung auf den Standpunkt, es sei auch unter Berücksichtigung des schliesslich eingereichten Arztberichtes von Dr. Y.___ davon auszugehen, dass der </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Beschwerde</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">führerin</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> ihre letzte Tätigkeit weiterhin zumutbar sei. Diese gelte als leidens</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">an</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gepasste Tätigkeit. Daher werde am leistungsabweisenden Entscheid festgehalten (Urk. 2).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">2.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Beschwerdeführerin</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> wendete dagegen ein, bei ihrer beruflichen Tätigkeit als technische Übersetzerin für Patentverträge handle es sich um eine Hochpräzi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sions</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">arbeit, die schon bei gutem gesundheitlichem Zustand sehr anspruchsvoll sei. Schon vor dem Unfall habe sie wegen den hohen Anforderungen der Tätigkeit an die Konzentrationsfähigkeit nur in einem reduzierten Pensum von 60 % arbeiten können. Es handle sich dabei nicht um eine Übersetzung im eigentlichen Sinne, sondern um eine technische Kontrolle von bestehenden Übersetzungen. Die Kontrolle beziehe sich darauf, ob technische Begriffe korrekt in der anderen Sprache wiedergegeben worden seien und den gleichen Sinn wie in der ursprün</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">glichen Sprache ergeben würden. Dabei müsse sie in der Regel parallel drei Dokumente durchgehen (Original, Übersetzung und Kontrolldokument) und Wort für Wort nach dem Sinn sowie der Aussage des Vertrages überprüfen. Aufträge könnten teilweise zeitlich dringlich sein und die Tätigkeit erfordere die Fähigkeit, hochpräzise und unter zeitlichem Druck nach den individuellen Anforderungen der Klienten mit kurzen Fristen zu arbeiten, sowie höchste Anforderungen an das Gedächtnis und ein hochstrukturiertes Vorgehen. Diese Tätigkeit könne ihr, wie den Berichten von Dr. Y.___ zu entnehmen sei, seit dem Unfall vom 5. März 2016 dauerhaft nicht mehr zugemutet werden, da sie die hierfür nötige Konzentration nicht mehr aufbringen könne. Auch im Bericht des Regionalen Ärztlichen Dienstes (RAD) vom 30. Mai 2018 sei festgehalten worden, dass sie gemäss Dr. Y.___ in der angestammten Tätigkeit nicht mehr arbeitsfähig sei. Für einfachere Übersetzungstätigkeiten im Sinne einer leidensangepassten Tätigkeit mit tieferen Anforderungen an die Konzentrationsfähigkeit sei im </span><br/><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">RAD-Bericht dagegen von einer vollen Arbeitsfähigkeit ausgegangen worden. Die An</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">nahme aber, dass die angestammte Tätigkeit auch einer leidensangepassten Tätig</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">keit entspreche, sei falsch und zeige, dass sich die </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Beschwerdegegnerin</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> pflicht</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">widrig nicht genügend mit den beruflichen Anforderungen und den ent</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">spre</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">chen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">den Angaben von Dr. Y.___ auseinandergesetzt habe. Entspre</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">chendes zeige auch die RAD-Feststellung, sie sei nur Korrekturleserin und Ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">träge würden immer eine wiederholende Struktur aufweisen, weshalb die hohen Anforderungen der angestammten Tätigkeit in Frage zu stellen seien. Es treffe jedoch keineswegs zu, dass stets ähnliche Verträge zu übersetzen seien. Auch könne ihre angestammte Tätigkeit nicht mit der Tätigkeit einer einfachen Über</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">setzerin oder Lektorin verglichen werden. Denn sie stelle nicht nur fachlich höchste</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> linguistische und technische Kenntnisse auf verschiedensten wissenschaftlichen Gebieten voraus, sondern auch höchste Anforderungen an die Konzentration, Präzision und Belastbarkeit. Die derzeit vorliegenden Akten würden sodann nur den Schluss zulassen, dass ihr auch in einer leidensangepassten Tätigkeit nur noch eine Teilzeitarbeitsfähigkeit zugemutet werden könne. Des Weiteren sei ihr aufgrund der psychischen Erkrankung und des fortgeschrittenen Alters von 61 ½ Jahren die Verwertung ihrer Restarbeitsfähigkeit in einer leidensangepassten Tätigkeit nicht zumutbar. Denn bis zum Eintritt in das Pensionsalter verbleibe ein beruflicher Horizont von zirka zwei Jahren und drei Monaten. Ausserdem habe sie nach Abschluss ihres Studiums zur technischen Übersetzerin und Redaktorin nie in einer anderen beruflichen Tätigkeit gearbeitet, verfüge über keine weitere berufliche Ausbildung und die eingeschränkte Konzentrationsfähigkeit sowie Be</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">lastbarkeit würden auch die Fähigkeit beschlagen, einen neuen Beruf zu erlernen oder sich beruflich umzuorientieren. Ferner müsse damit gerechnet werden, dass die Wiederaufnahme einer weniger anspruchsvollen Tätigkeit zu einer erneuten psychischen Dekompensation führen würde, wobei fraglich sei, in welchem Pen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sum ihr eine solche überhaupt noch zugemutet werden könnte. Rechtspre</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">chungs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gemäss sei die Verwertung einer 50%igen Restarbeitsfähigkeit bei einer 61 ½ jäh</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">rigen versicherten Person jedenfalls nicht mehr zumutbar, insbesondere, wenn für die in Frage kommende Tätigkeit eine Umschulung notwendig sei. Insgesamt stehe ihr eine ganze Rente, aufgrund ihres 60%igen Arbeitspensums mindestens aber eine Dreiviertelsrente zu. Ein Einkommensvergleich sei nicht notwendig. Falls das Gericht dennoch davon ausgehe, dass eine allfällige Restarbeitsfähigkeit zu verwerten sei, wäre die Sache an die </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Beschwerdegegnerin</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> zur ergänzenden medizinischen Abklärung zurückzuweisen. Denn der medizinische Sachverhalt bezüglich einer leidensangepassten Tätigkeit sei nicht abschliessend geklärt, da sich Dr. Y.___ im neuesten Bericht dazu nicht geäussert habe. Auch könne auf die Aktenberichte des RAD-Arztes nicht abgestellt werden, da er sich nicht mit dem Anforderungsprofil auseinandergesetzt habe und deutliche Zweifel an seiner Beurteilung angezeigt seien (Urk. 1 S. 7 ff., Urk. 14).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">2.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Strittig und zu prüfen ist, ob die </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Beschwerdegegnerin</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> zu Recht einen Anspruch der </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Beschwerdeführerin</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> auf eine Invalidenrente verneint hat. Dabei bildet die angefochtene Verfügung vom 11. Juni 2018 (Urk. 2) </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">rechtsprechungsgemäss die zeitliche Grenze der richterlichen Überprü</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">fungsbefugnis (BGE 143 V 409 E. 2.1; 129 V 167 E. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1; je mit Hinweis; Urteil des Bundesgerichts </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">8C_454/2018 vom </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">16. November 2018 E. 5). Da die Anmeldung zum Leistungsbezug vom 29. August</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> 2017 (Urk. 9/13) am 5. September 2017 bei der </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Beschwerdegegnerin</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> eingegangen ist, ist ein allfälliger Rentenbeginn frühestens ab dem 1. März 2018 möglich (vgl. Art. 29 Abs. 1 und Abs. 3 IVG). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">In medizinischer Hinsicht ist dem Bericht des Kantonsspitals Z.___ vom 20. September 2016 zu entnehmen, die </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Beschwerdeführerin</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> habe beim Sturz auf einen Betonboden am 5. März 2016 eine Commotio cerebri erlitten. Seither leide </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sie an einem postcommotionellem Syndrom mit vegetativen Symptomen (Nausea</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">), Belastungsintoleranz, depressiven und Angstsymptomen. Die Magnetresonanz</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tomographie (MRT) des Schädels und der Halswirbelsäule (HWS) sowie der neu</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">rologische Untersuchungsbefund seien unauffällig ausgefallen. Aufgrund der grund</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sätzlich erhaltenen Fähigkeit zur Durchführung der Alltags- und beruf</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">li</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">chen Aufgaben, jedoch mit deutlich verminderter Belastbarkeit, sei vorläufig keine neuropsychologische Untersuchung vorgesehen. Im Vordergrund stünden die psychiatrische Behandlung, medikamentöse Einstellung, Verbesserung der Schlaf- und emotionalen Situation (Urk. 9/6/10-11). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Gemäss den Berichten von Dr. Y.___, bei dem die </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Beschwerdeführerin</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> seit dem 26. August 2016 in psychiatrischer Behandlung stehe (Urk. 9/19/69), zu</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">handen der Zürcher Versicherungsgesellschaft vom 4. September (Urk. 9/19/94) und vom 29. November 2016 (Urk. 9/19/69-73) sowie vom 15. Juli 2016 (richtig: 2017, Urk. 9/6/1-4), habe sie in der Folge des Sturzes vom 5. März 2016 vor allem unter schweren Ängsten inklusive Panikattacken und einer mittelschweren depressiven Symptomatik gelitten (Urk. 9/19/94). 2012 habe es einen vergleich</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">baren Unfall mit Sturz und nachfolgenden psychischen Symptomen gegeben. Diese seien weniger ausgeprägt gewesen, so dass sie damals vor Ablauf der Warte</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">frist wieder sukzessive in den Arbeitsprozess habe zurückkehren können. In den letzten vier Wochen (mithin zirka Anfang November 2016) sei unter medi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">kamentöser Behandlung eine spürbare Besserung der initial mittelschweren bis schweren depressiven Symptomatik und der Angstsymptomatik eingetreten. Ur</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sache der aktuellen Symptomatik sei eine durch den Sturz ausgelöste langan</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">dau</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ernde, vermutlich jahrelange larvierte Depression mit komorbider Angsterkran</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">kung. Mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit sei die Diagnose Verdacht auf langandauernde depressive Erkrankung im Sinne einer larvierten Depression, aktu</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ell mittelschwere depressive Episode (ICD-10 F33.1), zu stellen. Ohne Aus</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">wir</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">kung auf die Arbeitsfähigkeit seien die Diagnosen diverser Phobien (ICD-10 F40), rezidivierender Panikattacken, seit mehreren Wochen keine mehr (ICD-10 F41.0), und selten generalisierte Ängste (ICD-10 F41.1) zu stellen. Aufgrund der nach wie vor bestehenden ausgeprägten Konzentrationsstörungen sei die </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Be</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">schwer</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">deführerin</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> noch nicht in der Lage, den Beruf als spezialisierte Übersetz</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">erin/Editorin technischer Patentdokumente mit der Notwendigkeit einer Konzen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tration am oberen Limit auszuüben. Sie sei in der angestammten Tätigkeit bis auf Weiteres zu 100 % arbeitsunfähig. An alternativen Arbeiten könnte sie englische Texte überarbeiten, wie dies zum Beispiel ein Lektor mache. Versuchsweise wäre </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">dies denkbar in anfänglich deutlich reduziertem zeitlichem Umfang (Urk. 9/6/1-4;</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> Urk. 9/19/69-73).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Im Bericht vom 30. April 2018 hielt Dr. Y.___ sodann die folgenden Diag</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">nosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit fest: Lebenslange Angster</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">krankung mit Anteilen einer generalisierten Angsterkrankung (ICD-10 F41.1) und diversen Phobien (ICD-10 F40), kognitive Einschränkungen bei Status nach Sturz auf den Kopf am 5. März 2016 mit nachfolgender Commotio cerebri und post</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">commotionellem Syndrom. Ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit seien die Diagnosen einer jahrelangen, larvierten Depression im Zeitpunkt der Erst</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">konsul</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tation mittelschwere, aktuell leichte depressive Restsymptomatik (ICD-10 F 32.1), und rezidivierender Panikattacken, seit mehr als einem Jahr keine mehr aufge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">treten (ICD-10 F41.0), zu nennen (Urk. 9/26/6). Beide Bereiche, die depressiven Symptome und die Angstphänomene, hätten vermutlich über längere Zeiten parallel bestanden, die depressive Symptomatik larviert, die Angst als (für sie) gewohnter Bestandteil ihres Lebens, der sie zwar sozial, nicht jedoch bei der Arbeit eingeschränkt habe. Nach dem Unfall vom 5. März 2016 hätten sich nach zirka fünf bis sieben Tagen sukzessive Übelkeit mit Brechreiz, Überfor</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">derungs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gefühle bei beruflichen Tätigkeiten, Ängstlichkeit und erste Panikattacken ent</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">wickelt. Im Sommer 2016 habe sie sich vorübergehend in England aufgehalten, was zu einer gewissen Erholung geführt habe. Nach der Rückkehr sei ihr eine stark reduzierte Belastbarkeit beim Arbeiten am PC und in ihrer angestammten Tätigkeit aufgefallen. Jeweils innert 10 bis 15 Minuten sei es jeweils wieder zu den genannten Symptomen gekommen. Ab Mitte August 2016 sei eine Psy</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">chotherapie aufgenommen worden, die Psychologin habe die Übernahme der zuvor durch die Hausärztin verabreichte Psychopharmakologie durch ihn, Dr. Y.___, empfohlen. Unter der medikamentösen Behandlung mit Cipra</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">lex und Xanax habe eine deutliche Besserung der depressiven Symptomatik und eine langsame, aber stetige Besserung der Angstsymptomatik erreicht werden können. Das Xanax habe mittlerweile in sehr langsamen, kleinen Schritten ab</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gesetzt werden können. Die Prognose sei in Bezug auf die Angst- und Depres</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sionssymptomatik unter der aktuellen Behandlung gut. In Bezug auf eine Ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">besserung der Arbeitsfähigkeit im angestammten Beruf sei aufgrund des bishe</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">rigen Verlaufs davon auszugehen, dass sich diese nicht weiter verbessern dürfte. Diese sei mindestens seit dem 5. März 2016 zu 100 % eingeschränkt. Obschon es der </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Beschwerdeführerin</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> psychisch deutlich besser gehe, bleibe die Problematik der Arbeitsfähigkeit. Denn sie habe das für ihre berufliche Tätigkeit notwendige hohe Mass an Konzentrationsfähigkeit sei dem Unfall nie mehr aufbringen können. So könne sie bei komplexen Aufgaben einzelne Aspekte bearbeiten, jedoch nicht mehr alle Bereiche integrativ erledigen und dadurch auch nicht die Verantwortung für ein Gesamtprojekt übernehmen. Denn sie könne nicht mehr kontrollieren, ob jeder seine Arbeit oder seinen Anteil richtig gemacht habe (Urk. 9/26/5-11).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3.1.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Dr. med. A.___, Facharzt für Allgemeine Medizin, vom Regionalen Ärztli</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">chen Dienst (RAD) bemerkte in seiner Stellungnahme vom 30. Mai 2018, es sei im Verlauf zu einer kontinuierlichen Verbesserung der psychischen Beschwerden gekommen. Im Psychostatus vom 24. April 2018 seien nur noch relativ marginale Einschränkungen aufgeführt worden. Die Konzentrationsfähigkeit sei generell noch als leicht reduziert und am PC arbeitend als noch stärker eingeschränkt bezeichnet worden. Bezüglich der Wiedererlangung der Arbeitsfähigkeit im ange</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">stammten Beruf habe Dr. Y.___ die Prognose als schlecht eingeschätzt. Eine neurologische Testung sei nicht veranlasst worden. In einer leidensan</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">passten Tätigkeit, namentlich mit einfacheren Übersetzungen oder anderen psy</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">chisch und konzentrationsmässig wenig fordernden Tätigkeiten, sei eine 100%ige Arbeitsfähigkeit gegeben (Urk. 9/28/2-3). Die Fachärztin für orthopädische Chirurgie und Traumatolgie B.___ vom RAD merkte dazu an, ob es sich bei der Übersetzung von Patentverträgen tatsächlich um eine Tätigkeit handle, die eine darauf spezialisierte Fachperson mehr herausfordere als die Übersetzung anderer Texte, sei medizinisch nicht zu beurteilen. Es sei aber angemerkt, dass Verträge im Allgemeinen einer immer wiederkehrenden Struktur folgen würden und im gleichen fachlichen Umfeld in der Regel auch ein wiederkehrendes Voka</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">bular hätten (Urk. 9/28/3).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3.2</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3.2.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Mit den vorliegenden medizinischen Akten ist ausgewiesen, dass der Unfall vom 5. März 2016 eine Commotio cerebri ohne objektivierbaren organischen Gesund</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">heitsschaden zur Folge hatte (Urk. 9/6/10-11). Mit den Berichten des behandeln</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">den Psychiaters Dr. Y.___ ist zudem belegt, dass sich im weiteren Verlauf </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">durch die psychiatrisch-psychotherapeutische Behandlung eine Besserung der nach</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> dem Unfall verstärkt aufgetretenen psychischen Beschwerden mit Angst- und depressiver Symptomatik einstellte (Urk. 9/26/6-10). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3.2.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Entgegen der Ansicht der </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Beschwerdegegnerin</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> kann bei vorliegender Aktenlage indes nicht abschliessend davon ausgegangen werden, dass die letzte Tätigkeit weiterhin zumutbar ist und dass diese einer leidensangepassten Tätigkeit ent</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">spricht (Urk. 2 S. 2). Denn es wurde in keinem der vorliegenden Arztberichte und auch nicht in der RAD-Stellungnahme vom 30. Mai 2018 eine 100%ige Arbeits</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">fähigkeit in der angestammten Tätigkeit als spezialisierte Übersetzerin/Redaktorin von technischen Patentverträgen beschrieben. Vielmehr liegt hierzu allein die Ein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">schätzung von Dr. Y.___ vor, der insofern von einer 100%igen Arbeits</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">unfähigkeit seit mindestens dem Unfall vom 5. März 2016 ausgeht (Urk. 9/26/11). Dies wurde vom RAD zitiert, indes weder eindeutig bestätigt, noch in Abrede gestellt (Urk. 9/28/3). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">In Bezug auf eine Arbeitsfähigkeit in einer leidensangepassten Tätigkeit sodann liegt allein die Stellungnahme der RAD-Ärzte vom 30. Mai 2018 vor. Deren Stel</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">lungnahme enthält indes keine rückwirkende Einschätzung ab dem 5. März 2017 (nach Ablauf des Wartejahres) und erfolgte ohne eigene Untersuchung aufgrund der Akten. Zwar können reine Aktengutachten, so auch RAD-Berichte und Stellungnahmen, beweiskräftig sein, </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sofern ein lückenloser Befund vorliegt und es im Wesentlichen nur um die fachärztliche Beurteilung eines an sich feststeh</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">enden medizinischen Sachverhalts geht, mithin die direkte ärztliche Befassung mit der versicherten Person in den Hintergrund rückt (Urteile </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">des Bundesgerichts </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">9C_524/2017 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">vom 21. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">März 2018 E. 5.1 mit Hinweisen).</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> Hier handelt es sich bei den RAD-Ärzten jedoch um somatische Fachärzte und der relevante Sachverhalt steht nicht fest, zumal keine ausreichende fachärztlich-psychiatrische Einschät</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">zung der Arbeitsfähigkeit in einer leidensangepassten Tätigkeit ab März 2017 vorliegt. Dr. Y.___ erklärte hierzu lediglich ohne genauere Angaben zum chronologischem Verlauf und Umfang der Arbeitsfähigkeit, dass die </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Beschwer</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">de</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">führerin</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> v</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ersuchsweise</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> in anfänglich deutlich reduziertem zeitlichem Umfang englische Texte überarbeiten könnte (Urk. 9/6/4). Auf die Einschätzung des RAD zur Arbeitsfähigkeit in einer leidensangepassten Tätigkeit kann daher nicht abge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">stellt werden. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Es fehlt somit an einer fachärztlich-psychiatrischen Einschätzung zur Arbeits</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">fähig</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">keit in einer leidensangepassten Tätigkeit ab März 2017. Dies gilt auch mit Blick auf die neue Rechtsprechung zu psychischen Leiden, welche die Prüfung der Standardindikatoren nach BGE 141 V 281 vorsieht (BGE 143 V 409 und 418). Eine solche Prüfung wurde denn auch weder von den RAD-Ärzten noch von der </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Beschwerdegegnerin</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> in Betracht gezogen.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3.2.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Nach dem Gesagten kann nicht ohne Weiteres ausgeschlossen werden, dass die Arbeitsfähigkeit aufgrund von psychischen Beschwerden ab März 2017 weiterhin anspruchsrelevant eingeschränkt war.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span id="CURSOR"></span><span id="_GoBack"></span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3.3</span><span> </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3.3.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Andererseits kann entgegen der Ansicht der </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Beschwerdeführerin</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> bei vorliegender Aktenlage auch nicht ohne Weiteres mangels Verwertbarkeit der Restarbeits</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">fähigkeit aufgrund ihres fortgeschrittenen Alters (vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_645/2017 vom 23. Januar 2018 E. 3.1 mit Hinweisen) auf einen Rentenan</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">spruch geschlossen werden. Denn zuerst ist die Arbeitsfähigkeit fachärztlich zu klären und sodann nach Art. 6 ATSG zu bestimmen. Erst danach wird beurteilt werden können, ob, in welcher Tätigkeit und in welchem Umfang eine Arbeits</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">fähigkeit gegeben ist. Dies gilt hier umso mehr, als nicht ausgeschlossen werden kann, dass die </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Beschwerdeführerin</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> schon ab März 2017 in einem bestimmten Pensum oder vollzeitlich als Selbständigerwerbende im Sinne einer Englisch-Übersetzerin für einfachere Texte hätte tätig sein können. Der Aufwand und die Anforderungen an die Eingliederung würden sich dabei erheblich von jenen bei einem Anstellungsverhältnis in einem neuen Tätigkeitsbereich unterscheiden. Erst wenn somit Klarheit über eine allfällige (Rest)-Arbeitsfähigkeit nach Art. 6 ATSG besteht, ist die Frage nach deren Verwertbarkeit zu stellen respektive zu beantworten. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Um Anspruch auf eine Rente zu begründen, müsste der invaliditätsbedingte Erwerbsausfall zudem mindestens 40 % betragen (Art. 28 IVG), das heisst das zumutbare Invalideneinkommen dürfte 60 % des Valideneinkommens nicht über</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">steigen (Urteil des Bundesgerichts </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">I 297/02 vom 2</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">8. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">April 2003</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> E. 4.1). In erwerb</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">licher Hinsicht ist daher darauf hinzuweisen, dass gemäss dem Auszug aus dem individuellen Konto (IK) der </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Beschwerdeführerin</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> vom 11. Dezember 2017 ledig</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">lich Einträge zum Einkommen aus selbständiger Tätigkeit bis 2013 vorliegen. Diesbezüglich ist gegebenenfalls abzuklären, ob und in welchem Umfang in der Zeit ab 2014 AHV-pflichtige Einkommen generiert und abgerechnet wurden so</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">wie ob der IV-Auszug vollständig ist (zur Relevanz des IK-Auszuges bei Selb</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">stän</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">digerwerbenden vgl. Urteil des Bundesgerichts 9C_413/2017 vom 19. September 2017 E. 3.2.2). Fraglich ist ferner, ob es sich bei der bisher ausgeübten Tätigkeit tatsächlich um ein zirka 60%iges Pensum handelte.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3.4</span><span> </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.4.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Sache ist somit an die Beschwerdegegnerin zur ergänzenden medizinischen und erwerblichen Abklärung zurückzuweisen. Insbesondere sind die Arbeits</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">fähig</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">keit in einer leidensangepassten Tätigkeit für die Zeit ab März 2017 psy</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">chiatrisch-fachärztlich und - namentlich im Fall einer ausgewiesenen Restarbeits</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">fähigkeit - die erwerblichen Verhältnisse (vgl. E. 3.3.1) abzuklären. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">In Bezug auf die psychischen Beschwerden sind ferner die Leitentscheide BGE 141 V 281, 143 V 409 und 416 zum </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">präzisierten strukturier</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ten, normativen Prüfungs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">raster gemäss den Standardindikatoren zu beachten </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.4.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die angefochtene Verfügung vom 11. Juni 2018 (Urk. 2) ist somit aufzuheben und die Sache ist an die Beschwerdegegnerin zur ergänzenden Abklärung im Sinne der Erwägungen und zum neuen Entscheid über den Rentenanspruch der Beschwerdeführerin ab März 2018 zurückzuweisen. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Nach ständiger Rechtsprechung gilt die Rückweisung der Sache an die Verwal</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tung zu weiterer Abklärung und neuem Entscheid als vollständiges Obsiegen (vgl. ZAK 1987 S. 268 f. E. 5 mit Hinweisen). Da der Streitgegenstand die Bewilligung oder Verweigerung von Versicherungsleistungen betrifft, ist das Verfahren kos</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ten</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">pflichtig. Die Gerichtskosten sind nach dem Verfahrensaufwand und unab</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">hängig vom Streitwert festzulegen (Art. 69 Abs. 1</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">bis</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> IVG), ermessensweise</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">auf Fr. 600.-- anzusetzen und der Beschwerdegegnerin aufzuerlegen. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">De</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">r</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Beschwerdeführer</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">in</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> ist </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ausgangsgemäss </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">eine Prozessentschädigung zuzu</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sprechen, die nach </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">61 lit. g ATSG in Verbindung mit </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">§ </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">34 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der Be</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">deutung der Streitsache, nach der Schwierigkeit des Prozesses, dem Zeitauf</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">wand und den Barauslagen zu bemessen und auf Fr. 2'500</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">.-- (inkl. Mehr</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">wertsteuer und Barauslagen) fest</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">zusetzen ist.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Heading3"><span class="Normal Heading3">Das Gericht erkennt:</span><span id="BeginnMateriell"></span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span class="Normal Dispotext DispoHngend">1.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Die</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend"> Beschwerde </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">wird in dem Sinne gutgeheissen, dass die angefochtene Verfügung vom 11. Juni 2018 aufgehoben und </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">die Sache an die </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Sozialversicherungsanstalt des </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Kan</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">tons Zürich, IV-Stelle, </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">zurück</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">gewie</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">sen</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend"> wird, damit diese, </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">nach erfolgter Abklärung im Sinne der Erwägungen, </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">über den Rentenanspruch der Beschwerdeführerin ab März 2018 neu verfüge</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">2.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die Gerichtskosten von </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Fr. 6</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">00.-- werden der Beschwerdegegnerin auferlegt. Rechnung und Einzahlungsschein werden der Kostenpflichtigen n</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ach Eintritt der Rechtskraft zu</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gestellt.</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span class="Normal Dispotext DispoHngend">3.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Die Beschwerdegegnerin wird verpflichtet, </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">der Beschwerdeführerin</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend"> eine Prozessent</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">schädigung von </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Fr. 2'500.-- </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">(inkl. Barauslagen und MWSt) zu bezahlen.</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span class="Normal Dispotext DispoHngend">4.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Zustellung gegen Empfangsschein an:</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Rechtsanwältin Stephanie C. Elms</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Pensionskasse O.___</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Bundesamt für Sozialversicherungen</span></p><p class="Normal Dispotext DispoEinzug"><span class="Normal Dispotext DispoEinzug">sowie an:</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Gerichtskasse (im Dispositiv nach Eintritt der Rechtskraft) </span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">5.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Gegen diesen Entscheid kann innert </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">30 Tagen</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"> seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundes</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">gesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 15. Juli bis und mit 15. August sowie vom 18. Dezember bis und mit dem 2. Januar (Art. 46 BGG).</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">stellen.</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweis</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">mittel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat (Art. 42 BGG).</span></p><p class="Normal Heading3"><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><br/></p><p class="Normal Heading3"><span class="Normal Heading3">Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich</span></p><p><br/></p><p>Die VorsitzendeDie Gerichtsschreiberin</p><p><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p>GrünigHartmann</p><p></p></div> </div></body></html>