<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="content"> <div class="para"> </div> <div class="para">Bundesgericht </div> <div class="para">Tribunal fédéral </div> <div class="para">Tribunale federale </div> <div class="para">Tribunal federal </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <table border="0"> <tr> <td> <img height="68" src="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/clir/http/displayimage.php?id=2013-10-28-6B_969-2013.1&amp;type=gif" width="95"/> </td> <td> <div class="para"> </div> </td> <td> <div class="para"> </div> </td> </tr> <tr> <td> <div class="para">{T 0/2} </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>6B_969/2013 </b> </div> </td> <td> <div class="para"> </div> </td> <td> <div class="para"> </div> </td> </tr> </table> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>Urteil vom 28. Oktober 2013</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>Strafrechtliche Abteilung</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Besetzung </div> <div class="para">Bundesrichter Schneider, Einzelrichter, </div> <div class="para">Gerichtsschreiber C. Monn. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Verfahrensbeteiligte </div> <div class="para">X.________, </div> <div class="para">Beschwerdeführerin, </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <i>gegen</i> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">1. <i>Oberstaatsanwaltschaft des Kantons Aargau</i>, </div> <div class="para">Frey-Herosé-Strasse 12, Wielandhaus, 5001 Aarau, </div> <div class="para">2. Y.________ AG, </div> <div class="para">vertreten durch Herr Markus Blocher, </div> <div class="para">Beschwerdegegnerinnen. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Gegenstand </div> <div class="para">Nichtanhandnahmeverfügung (vorsätzliche bzw. fahrlässige schwere Körperverletzung etc.), </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Beschwerde gegen den Entscheid des Obergerichts des Kantons Aargau, Beschwerdekammer in Strafsachen, vom 26. August 2013. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>Der Einzelrichter zieht in Erwägung:</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>1.</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> Die Beschwerdeführerin erhob am 22. April 2013 bei der Kantonspolizei Aargau Strafanzeige gegen ihre ehemalige Arbeitgeberin und warf ihr vor, sie sei während ihrer dortigen Tätigkeit Infraschallwellen ausgesetzt gewesen, die bei ihr verschiedene Symptome hervorgerufen hätten. Die Staatsanwaltschaft nahm die Anzeige am 21. Juni 2013 nicht an die Hand. Eine dagegen gerichtete Beschwerde wies das Obergericht des Kantons Aargau am 26. August 2013 ab. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> Die Beschwerdeführerin wendet sich ans Bundesgericht, ohne einen ausdrücklichen Antrag zu stellen. Sinngemäss strebt sie eine Verurteilung der Arbeitgeberin wegen Körperverletzung an. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>2.</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> Die Vorinstanz kommt zum Schluss, es fehle ein für die Eröffnung einer Strafuntersuchung hinreichender Verdacht. Sie stützt sich unter anderem auf zwei fachkundige Stellungnahmen des Departements Bau, Verkehr und Umwelt des Kantons Aargau und der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt zur Thematik der Infraschallwellen sowie auf einen psychiatrischen Bericht über die Beschwerdeführerin und führt aus, Infraschallwellen könnten auch nicht andeutungsweise für die Symptome der Beschwerdeführerin ursächlich erklärt werden (Entscheid S. 4-8 E. 3-5). </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> Zusätzlich zu den fachkundigen Stellungnahmen hat auch die Beschwerdeführerin persönlich Dokumentationen über selber durchgeführte Messungen und Tests sowie Protokolle von Blindfahrten und Tonaufnahmen aus ihrer Wohnung und Auszüge aus ihrem "Brummtagebuch" eingereicht (Entscheid S. 6 E. 4.2). Die Vorinstanz kommt zum Schluss, dass diese Unterlagen nicht zu überzeugen vermögen. Insbesondere der Umstand, dass die Beschwerdeführerin den Infraschall auch in ihrer Wohnung, die etwa zehn Kilometer von der fraglichen Anlage ihrer früheren Arbeitgeberin entfernt ist, zu verspüren vermeint, deute auf eine andere Ursache der Symptome hin, zumal keine Bewohner in einem entsprechenden Radius ähnliche Wahrnehmungen oder Beschwerden geltend gemacht haben (Entscheid S. 7). </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> Die Beschwerdeführerin beharrt vor Bundesgericht darauf, dass ihre Dokumentationen tauglich seien für den Nachweis eines Zusammenhangs zwischen der Anlage ihrer früheren Arbeitgeberin und ihren Symptomen (Beschwerde S. 4). Die Beweiswürdigung der kantonalen Richter kann indessen nur bemängelt werden, wenn sie offensichtlich unrichtig im Sinne von <span class="artref">Art. 97 Abs. 1 BGG</span> bzw. willkürlich im Sinne von <span class="artref">Art. 9 BV</span> ist. Willkür liegt vor, wenn der angefochtene Entscheid offensichtlich unhaltbar ist, mit der tatsächlichen Situation in klarem Widerspruch steht, eine Norm oder einen unumstrittenen Rechtsgrundsatz krass verletzt oder in stossender Weise dem Gerechtigkeitsgedanken zuwiderläuft (<a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=34&amp;from_date=20.10.2013&amp;to_date=08.11.2013&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F137-I-1%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page1">BGE 137 I 1</a> E. 2.4). Die angebliche Willkür ist in der Beschwerde präzise zu rügen, und die Rüge ist zu begründen (<span class="artref">Art. 106 Abs. 2 BGG</span>). </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> Die Beschwerde genügt den Anforderungen nicht, da sich daraus nicht ergibt, dass und inwieweit die Vorinstanz dadurch, dass sie auf die sachverständigen Berichte und nicht auf die Dokumentationen der Beschwerdeführerin abstellte, in Willkür im oben umschriebenen Sinn verfallen sein könnte. So führt die Beschwerdeführerin unter anderem aus, sie spüre die Immissionen nicht nur in ihrer Wohnung, sondern auch im Tessin und in Neuchâtel, und sie habe bis heute auch weit über die Landesgrenzen hinaus keinen Ort gefunden, an dem keine spürbaren Symptome auftreten (Beschwerde S. 10-11). Aus dem Umstand, dass die Beschwerdeführerin überall dieselben Symptome aufweist, lässt sich indessen nicht herleiten, dass das von ihr Wahrgenommene tatsächlich in einem Zusammenhang mit der Anlage ihrer früheren Arbeitgeberin steht. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> Ohne dass sich das Bundesgericht zu allen Vorbringen der Beschwerde ausdrücklich äussern müsste, ist darauf im Verfahren nach <span class="artref">Art. 108 BGG</span> nicht einzutreten. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>3.</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> Die Gerichtskosten sind der Beschwerdeführerin aufzuerlegen (<span class="artref">Art. 66 Abs. 1 BGG</span>). Der Beschwerdegegnerin 2 ist keine Entschädigung auszurichten, weil sie vor Bundesgericht keine Umtriebe hatte. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>Demnach erkennt der Einzelrichter:</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>1.</b> </div> <div class="para">Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>2.</b> </div> <div class="para">Die Gerichtskosten von Fr. 800.-- werden der Beschwerdeführerin auferlegt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>3.</b> </div> <div class="para">Dieses Urteil wird den Parteien und dem Obergericht des Kantons Aargau, Beschwerdekammer in Strafsachen, schriftlich mitgeteilt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Lausanne, 28. Oktober 2013 </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Im Namen der Strafrechtlichen Abteilung </div> <div class="para">des Schweizerischen Bundesgerichts </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Der Einzelrichter: Schneider </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Der Gerichtsschreiber: Monn </div> </div></body></html>