20. März 1984 N 277 Postulat Müller-Aargau #ST# 81.402 Postulat Uchtenhagen Parlamentarische Gruppen Clubs parlementaires Fortsetzung - Suite Siehe Jahrgang 1982, Seite 541 - Voir année 1982, page 541 Le président: Dans la séance du 19 mars 1982, la discussion a été demandée par Mme Eppenberger qui a combattu le postulat que le Bureau proposait d'accepter. M. Kohler Raoul, rapporteur: Par voie de postulat, Mme Uchtenhagen a demandé, en juin 1981, que soient réglementés les clubs de parlementaires. Le Bureau a proposé à votre conseil d'adopter le postulat de Mme Uchtenhagen et de le transmettre à la commission chargée d'examiner l'initiative parlementaire «Réforme du Parlement». Notre conseil n'a pas eu l'occasion de se pro- noncer sur ce postulat, mais la commission «Réforme du Parlement» en a tenu compte au cours de ses travaux. Elle a proposé un nouvel article 8seplies de la loi sur les rapports entre les conseils, dans lequel sont précisées les conditions que doit satisfaire un groupement de parlementaires pour bénéficier de facilités administratives. Notre conseil a adopté ces nouvelles dispositions en février de l'année dernière. Entre-temps, le Conseil des Etats s'est prononcé à son tour, de sorte que nous aurons l'occasion, vendredi prochain, d'adopter les modifications de la loi sur les rapports entre les conseils, en votation finale. Nous pouvons donc constater que, sans que le postulat de Mme Uchtenhagen ait été adopté par notre conseil, il se trouve être tout de même exécuté, de sorte que le Bureau vous propose de classer le postulat. Le président: Le Bureau propose le classement du postulat, qui est réalisé. Il n'est pas fait d'autres propositions. Il en est ainsi décidé. Abgeschrieben - Classé #ST# 82.400 Postulat Müller-Aargau Delegation beim Europarat. Wahlmodus Postulat Müller-Argovie Délégation auprès du Conseil de l'Europe. Mode de désignation des membres Wortlaut des Postulates vom 9. Juni 1982 Das Büro des Nationalrates wird gebeten, zu prüfen und zu berichten, ob das Geschäftsverkehrsgesetz oder ein anderes Gesetz in dem Sinne geändert werden kann, dass die Dele- gation der eidgenössischen Räte beim Europarat nach Arti- kel 85 Ziffer 4 Absatz 2 BV durch die Bundesversammlung gewählt wird. Texte du postulat du 9 juin 1982 Le Bureau du Conseil national est prié d'examiner s'il serait possible de modifier la loi sur les rapports entre les conseils ou une autre loi, de sorte que l'Assemblée fédérale soit chargée, en vertu de l'article 85, chiffre 4, 2e alinéa, est, de désigner les membres de la délégation représentant les Chambres fédérales auprès du Conseil de l'Europe. Le Bureau informera le Conseil national des résultats de cet examen. Mitunterzeichner - Cosignataires: Aider, Barchi, Biel, Bir- cher, Delamuraz, Duboule, Girard, Humbel, Jaeger, Keller, Kloter, Meier Josi, Muheim, Müller-Bern, Oester, Renschler, Schalcher, Schär, Widmer, Wilhelm (20) Schriftliche Begründung - Développement par écrit Obwohl die Aussenpolitik unseres Kleinstaates zuerst ein- mal Europapolitik sein muss, findet die Tätigkeit unserer Delegation im Europarat wenig bis kein Interesse in der Öffentlichkeit und entsprechend auch in unseren Medien. Dieser Teufelskreis der Missachtung hat seinen Ausgangs- punkt beim Wahlmodus der Delegation. Es ist unsinnig zu glauben, Parlamentarier besässen öffentli- ches Ansehen, wenn sie wie Kommissionsmitglieder durch die Büros der eidgenössischen Räte auf Vorschlag der Frak- tionen bestimmt werden, praktisch unter Ausschluss der Öffentlichkeit. Es ist uns bekannt, dass eine Änderung des Wahlmodus schon einmal zur Debatte gestanden und keine Gnade bei den Räten gefunden hatte. Seit das Europaparlament aber durch Direktwahlen bestimmt wird, hat sich die Situation grundlegend geändert. Das Ansehen des Europarates droht neben demjenigen des Europaparlamentes zu verblassen. Vor allem in der Schweiz haben wir dafür zu sorgen, dass jenes Gremium, in welchem sich ein Teil unserer offiziellen Aussenpolitik abspielt, im Inland durch Änderung des Wahl- modus aufgewertet wird. Schriftliche Stellungnahme des Büros Rapport écrit du Bureau 1. Der Wahlmodus der Delegation beim Europarat wurde bereits im Jahre 1963 anlässlich des ersten Bundesbe- schlusses betreffend die Bestellung der Delegation beim Europarat vom 17./18. Dezember 1963 diskutiert. Damals stellte sich die Frage, ob die Delegation durch den Rat (nicht wie im vorliegenden Postulat durch die Bundesversamm- lung) oder durch das Büro gewählt werden sollte. Obwohl die Kommission des Nationalrates für auswärtige Angele- genheiten eine Wahl der Delegation durch den Rat wünschte, beschloss das Büro am 19. November 1963, dem Rat die Wahl durch das Büro zu beantragen. Der Nationalrat, und in der Folge der Ständerat, genehmigten diesen Antrag diskussionslos. Für die Wahl durch das Büro wurde vor allem folgender Grund angeführt: Das damals erst seit kurzem gültige Rats- reglement (vom 2. Oktober 1962) übertrug die Wahl sämtli- cher ständigen Kommissionen dem Büro. Für die Delegation beim Europarat, vom Büro als ständige Kommission betrachtet, wollte man keine Ausnahme schaffen. Das Büro teilt auch heute noch diese Ansicht. Es ist sich zwar der Tatsache bewusst, dass die Delegation beim Euro- parat einen speziellen Aufgabenbereich hat (keine Vorbera- tungs-, sondern Repräsentationsfunktion), möchte aber dennoch am Grundsatz festhalten, wonach diese, als stän- dige Delegation der beiden Räte, nicht anders behandelt werden soll als andere ständige Kommissionen, zum Bei- spiel die Kommission für auswärtige Angelegenheiten, die sich ebenfalls mit aussenpolitischen Fragen befasst. 2. Der Urheber des Postulates verlangt eine Wahl der Dele- gation beim Europarat durch die Vereinigte Bundesver- sammlung, im Gegensatz zu früheren Begehren, die eine Wahl durch den Rat vorsahen. Die Verwirklichung dieses Begehrens würde sowohl eine Änderung des Geschäftsre- glementes (Art. 14), des Bundesbeschlusses über die Dele- gation der Bundesversammlung beim Europarat als auch des Réglementes der Vereinigten Bundesversammlung not- wendig machen, wofür auch das Einverständnis des Stände- rates einzuholen wäre, Gegen eine Wahl durch die Vereinigte Bundesversammlung spricht vor allem ein verfassungsrechtliches Argument. EsSchweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali Postulat Uchtenhagen Parlamentarische Gruppen Postulat Uchtenhagen Clubs parlementaires In Amtliches Bulletin der Bundesversammlung Dans Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale In Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale Jahr 1984 Année Anno Band I Volume Volume Session Frühjahrssession Session Session de printemps Sessione Sessione primaverile Rat Nationalrat Conseil Conseil national Consiglio Consiglio nazionale Sitzung 11 Séance Seduta Geschäftsnummer 81.402 Numéro d'objet Numero dell'oggetto Datum 20.03.1984 - 08:00 Date Data Seite 277-277 Page Pagina Ref. No 20 012 250 Dieses Dokument wurde digitalisiert durch den Dienst für das Amtliche Bulletin der Bundesversammlung. Ce document a été numérisé par le Service du Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale. 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