<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="content"> <div class="para">Tribunale federale </div> <div class="para">Tribunal federal </div> <div class="para"> </div> <div class="para">{T 0/2} </div> <div class="para">2A.134/2003 /leb </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Urteil vom 7. April 2003 </div> <div class="para">II. Öffentlichrechtliche Abteilung </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Besetzung </div> <div class="para">Bundesrichter Wurzburger, Präsident, </div> <div class="para">Bundesrichter Hungerbühler, Müller, </div> <div class="para">Gerichtsschreiber Hugi Yar. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Parteien </div> <div class="para">B.________, </div> <div class="para">Beschwerdeführer, </div> <div class="para"> </div> <div class="para">gegen </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Amt für Migration Basel-Landschaft, Parkstrasse 3, Postfach 251, 4402 Frenkendorf, </div> <div class="para">Kantonsgericht Basel-Landschaft, Einzelrichter für Zwangsmassnahmen im Ausländerrecht, Postfach, 4410 Liestal. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Gegenstand </div> <div class="para">Verlängerung der Ausschaffungshaft, </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Verwaltungsgerichtsbeschwerde gegen das Urteil des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Einzelrichter für Zwangsmassnahmen im Ausländerrecht, vom 26. März 2003. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Das Bundesgericht stellt fest und zieht in Erwägung: </div> <div class="para">1. </div> <div class="para">Der Einzelrichter für Zwangsmassnahmen im Ausländerrecht am Kantonsgericht Basel-Landschaft verlängerte am 26. März 2003 die gegen den vermutlich aus Armenien stammenden B.________ (geb. 1974) angeordnete Ausschaffungshaft bis zum 25. Juni 2003. B.________ beantragt, diesen Entscheid aufzuheben und ihn freizulassen. </div> <div class="para">2. </div> <div class="para">Die Eingabe ist, soweit sich der Beschwerdeführer darin überhaupt sachbezogen mit dem einzig Verfahrensgegenstand bildenden Haftverlängerungs- und nicht lediglich mit dem Wegweisungsentscheid auseinander setzt (vgl. <span class="artref">Art. 108 Abs. 2 OG</span>; <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=13&amp;from_date=27.03.2003&amp;to_date=15.04.2003&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F118-IB-134%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page134">BGE 118 Ib 134</a> ff.; <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=13&amp;from_date=27.03.2003&amp;to_date=15.04.2003&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F128-II-193%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page193">128 II 193</a> E. 2.2.2 S. 198 mit Hinweisen), offensichtlich unbegründet und kann ohne Weiterungen im vereinfachten Verfahren nach <span class="artref">Art. 36a OG</span> erledigt werden: Der Beschwerdeführer ist am 25. September 2002 vom Bundesamt für Flüchtlinge aus der Schweiz weggewiesen worden. Aufgrund seines bisherigen Verhaltens (Verletzungen einer Ausgrenzung, Missachtung von fremdenpolizeilichen Anordnungen, Verlassen des zugewiesenen Aufenthaltsortes, Straffälligkeit; vgl. die Urteile 2A.505/2002 vom 25. Oktober 2002 und 2A.8/2003 vom 21. Januar 2003) besteht bei ihm nach wie vor "Untertauchensgefahr" im Sinne von <span class="artref">Art. 13b Abs. 1 lit. c ANAG</span> (vgl. <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=13&amp;from_date=27.03.2003&amp;to_date=15.04.2003&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F125-II-369%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page369">BGE 125 II 369</a> E. 3b/aa S. 375; <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=13&amp;from_date=27.03.2003&amp;to_date=15.04.2003&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F122-II-49%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page49">122 II 49</a> E. 2a S. 51), zumal er in seiner Eingabe ausdrücklich erklärt, trotz abgeschlossenem Asylverfahren auf keinen Fall in seine Heimat zurückkehren zu wollen und bereit zu sein, "bis zum Äussersten" zu gehen, um nicht "ins Flugzeug" steigen zu müssen. Die Organisation der Ausreise des Beschwerdeführers erweist sich damit - nicht zuletzt wegen seines unkooperativen Verhaltens - als kompliziert; es stehen ihr deshalb besondere Hindernisse im Sinne von <span class="artref">Art. 13b Abs. 2 ANAG</span> entgegen, welche eine weitere Verlängerung der Haft rechtfertigen (vgl. Hugi Yar, Zwangsmassnahmen im Ausländerrecht, in: Uebersax/ Münch/Geiser/Arnold, Ausländerrecht, Basel/Genf/München 2002, Rz. 7.75). Die Behörden haben sich seit dem letzten Entscheid weiterhin kontinuierlich um die Papierbeschaffung bemüht; so wurde der Beschwerdeführer inzwischen auch auf der armenischen Botschaft vorgeführt. Anhaltspunkt dafür, dass sich in der verbleibenden Zeit zum Vornherein keine Papiere beschaffen und keine begleitete Ausschaffung organisieren liessen, sind nicht ersichtlich. Zurzeit stehen noch die Antworten auf die Interpol-Anfragen an Russland, Polen, Tschechien und die Slowakei sowie das Ergebnis der Zuführung an die armenische Botschaft aus. Die Haftverlängerung ist unter diesen Umständen verhältnismässig (vgl. <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=13&amp;from_date=27.03.2003&amp;to_date=15.04.2003&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F126-II-439%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page439">BGE 126 II 439</a> ff.). Soweit der Beschwerdeführer einwendet, dass er bei einer Haftentlassung sofort in ein anderes europäisches Land ausreisen würde, ist nicht ersichtlich, wie er dies ohne Papiere und Visa rechtmässig tun könnte. Seine Kritik, es sei bei seiner Vorführung auf der armenischen Botschaft die ihm im Asylverfahren zugesicherte Vertraulichkeit verletzt worden, verkennt, dass das Asylerfahren abgeschlossen ist und er die Schweiz zu verlassen hat, was das Vorliegen entsprechender Papiere voraussetzt. Schliesslich handelt es sich bei der Haftverlängerung nicht, wie er meint, um eine Strafe, sondern um eine administrative Massnahme, die der Sicherung des Vollzugs seiner Wegweisung dient und durch ein kooperatives Verhalten seinerseits verkürzt werden kann. Für alles Übrige wird auf die zutreffenden Ausführungen im angefochtenen Entscheid verwiesen (vgl. <span class="artref">Art. 36a Abs. 3 OG</span>). </div> <div class="para">3. </div> <div class="para">Dem Ausgang des Verfahrens entsprechend würde der unterliegende Beschwerdeführer kostenpflichtig (<span class="artref">Art. 156 Abs. 1 OG</span>). Es rechtfertigt sich indessen, praxisgemäss von der Erhebung einer Gerichtsgebühr abzusehen (vgl. <span class="artref">Art. 154 und <artref id="CH/173.110/153^a/1" type="start"></artref>Art. 153a Abs. 1 OG</span><artref id="CH/173.110/154" type="end"></artref>). Das Amt für Migration wird ersucht, dafür besorgt zu sein, dass der vorliegende Entscheid dem Beschwerdeführer korrekt eröffnet und nötigenfalls verständlich gemacht wird. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Demnach erkennt das Bundesgericht </div> <div class="para">im Verfahren nach <span class="artref">Art. 36a OG</span>: </div> <div class="para">1. </div> <div class="para">Die Verwaltungsgerichtsbeschwerde wird abgewiesen, soweit darauf einzutreten ist. </div> <div class="para">2. </div> <div class="para">Es werden keine Kosten erhoben. </div> <div class="para">3. </div> <div class="para">Dieses Urteil wird dem Beschwerdeführer, dem Amt für Migration Basel-Landschaft und dem Kantonsgericht Basel-Landschaft, Einzelrichter für Zwangsmassnahmen im Ausländerrecht, sowie dem Bundesamt für Flüchtlinge schriftlich mitgeteilt. </div> <div class="para">Lausanne, 7. April 2003 </div> <div class="para">Im Namen der II. öffentlichrechtlichen Abteilung </div> <div class="para">des Schweizerischen Bundesgerichts </div> <div class="para">Der Präsident: Der Gerichtsschreiber: </div> <div class="para"> </div> </div></body></html>