<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div>\n <span> </span><br/>\n <span> </span><br/>\n <span> </span><br/>\n <span> </span><br/>\n <table cellpadding='\"0\"' cellspacing='\"0\"'>\n <tbody>\n <tr>\n <td -aw-border-top:0.5pt="" border-top-style:solid;="" border-top-width:0.75pt;="" single\"="" vertical-align:top;=""><span>I 2022 40</span><br/></td>\n <td padding-left:5.4pt;="" padding-right:5.4pt;="" vertical-align:top\"=""><span> </span><br/></td>\n </tr>\n </tbody>\n </table>\n <span> </span><br/>\n <span> </span><br/>\n <span> </span><br/>\n <span> </span><br/>\n <table cellpadding='\"0\"' cellspacing='\"0\"'>\n <tbody>\n <tr>\n <td vertical-align:top\"=""><span> </span><br/></td>\n <td padding-left:5.4pt;="" padding-right:5.4pt;="" vertical-align:top\"=""><span>Urteil vom 10. November 2022</span><br/></td>\n </tr>\n </tbody>\n </table>\n <span> </span><br/>\n <span> </span><br/>\n <span> </span><br/>\n <table cellpadding='\"0\"' cellspacing='\"0\"'>\n <tbody>\n <tr>\n <td -aw-border-top:0.5pt="" border-top-style:solid;="" border-top-width:0.75pt;="" single\"="" vertical-align:top;="">Besetzung<br/></td>\n <td padding-left:5.4pt;="" padding-right:5.4pt;="" vertical-align:top\"="">Dr.iur. Vital Zehnder, Vizepräsident<br/></td>\n </tr>\n <tr>\n <td vertical-align:top\"=""><span> </span><br/></td>\n <td padding-left:5.4pt;="" padding-right:5.4pt;="" vertical-align:top\"="">Dr.med. Bernhard Zumsteg, Richter<br/>Dr.med. Urs Gössi, Richter<br/></td>\n </tr>\n <tr>\n <td vertical-align:top\"=""><span> </span><br/></td>\n <td padding-left:5.4pt;="" padding-right:5.4pt;="" vertical-align:top\"="">MLaw Joëlle Sigrist, Gerichtsschreiberin<br/></td>\n </tr>\n </tbody>\n </table>\n <span> </span><br/>\n <span> </span><br/>\n <span> </span><br/>\n <span> </span><br/>\n <span> </span><br/>\n <table cellpadding='\"0\"' cellspacing='\"0\"'>\n <tbody>\n <tr>\n <td -aw-border-top:0.5pt="" border-top-style:solid;="" border-top-width:0.75pt;="" single\"="" vertical-align:top;="">Parteien<br/></td>\n <td padding-left:5.4pt;="" padding-right:5.4pt;="" vertical-align:top\"="">A.________,<br/>\n Kläger,<br/>\n vertreten durch Rechtsanwalt lic.iur. B.________<br/></td>\n </tr>\n <tr>\n <td vertical-align:top\"=""><span> </span><br/></td>\n <td padding-left:5.4pt;="" padding-right:5.4pt;="" vertical-align:top\"=""><span>gegen</span><br/></td>\n </tr>\n <tr>\n <td vertical-align:top\"=""><span> </span><br/></td>\n <td padding-left:5.4pt;="" padding-right:5.4pt;="" vertical-align:top\"=""><span>C.________ AG</span>,<br/>\n Beklagte,<br/></td>\n </tr>\n </tbody>\n </table>\n <span> </span><br/>\n <span> </span><br/>\n <span> </span><br/>\n <span> </span><br/>\n <span> </span><br/>\n <table cellpadding='\"0\"' cellspacing='\"0\"'>\n <tbody>\n <tr>\n <td -aw-border-top:0.5pt="" border-top-style:solid;="" border-top-width:0.75pt;="" single\"="" vertical-align:top;="">Gegenstand<br/></td>\n <td padding-left:5.4pt;="" padding-right:5.4pt;="" vertical-align:top\"="">Krankenversicherung (Krankentaggeld nach VVG)<br/></td>\n </tr>\n </tbody>\n </table>\n <span> </span><br/>\n <br clear:both\"=""/><span>Sachverhalt:</span><br>\n <span>A.</span><span> </span>A.________ war seit dem 2. April 2001 bei der D.________ AG als Betriebsangestellter in der Produktion in einem Vollzeitpensum (41.75h/Wo) unbefristet angestellt (BK-act. 1). Am 7. Oktober 2020 wurde A.________ per 31. Januar 2021 gekündigt bei gleichzeitiger sofortiger Freistellung von der Arbeitspflicht (BK-act. 5).<br/>\n <span>B.</span><span> </span>Am 18. Januar 2021 stellte die Arbeitgeberin der C.________ AG (nachfolgend C.________) eine Krankmeldung Kollektiv-Taggeldversi-cherung für A.________ zu (BK-act. 1). Er sei seit dem 21. Dezember 2020 krank und in ärztlicher Behandlung. Als Art der Krankheit wird 'Arthrose/Hexenschuss' genannt. Es sei eine Arbeitsunfähigkeit von unbestimmter Dauer eingetreten. Dr.med. E.________ (Allgemeine Innere Medizin FMH) attestierte A.________ mit Zeugnis vom 21. Dezember 2020 eine krankheitsbedingte Arbeitsunfähigkeit von 100% vom 21. Dezember 2020 bis 10. Januar 2021, am 11. Januar 2021 verlängert bis 25. Januar 2021 (BK-act. 3, 4). Die C.________ anerkannte ihre Leistungspflicht und erbrachte Taggeldzahlungen (BK-act. 82, 125). Die weitere vollständige Arbeitsunfähigkeit attestierte ab 22. Januar 2021 der behandelnde Orthopäde (BK-act. 11, 13, 20, 28, 30, 41, 42, 32, 44, 124). Dies nachdem am 21. Januar 2021 durch Dr.med. F.________ (Facharzt Orthopädie und Unfallchirurgie) eine diagnostische Arthroskopie der rechten Schulter sowie eine arthroskopische Supra-/Infraspinatussehnenrekonstruktion in PASTA-Repair, Bizeps-sehnentenotomie und Autotenodese nach KIM sowie subacromiale Bursektomie Schulter rechts durchgeführt wurde (BK-act. 16). Nach dem Eingriff vom 21. Januar 2021 entwickelte A.________ eine massive Frozen Shoulder, welche am 6. Mai 2021 eine Arthrolyse und Kapsulotomie notwendig machte (BK-act. 38, 48). Die vollständige Arbeitsunfähigkeit hielt derweil an (BK-act. 44, 52, 57, 124). Am 31. Oktober 2021 endete das Arbeitsverhältnis von A.________ mit der D.________ AG (krankheitsbedingt verlängerte Kündigungsfrist, BK-act. 58). <br/>\n <span>C.</span><span> </span>Auf entsprechende Anfrage hin (BK-act. 54) riet der Vertrauensarzt der C.________ am 21. September 2021, eine orthopädische Untersuchung durchführen zu lassen (BK-act. 54 S. 3). Die fachärztliche Untersuchung erfolgte am 27. Oktober 2021 durch Dr.med. G.________ (Fachärztin Orthopädie und Traumatologie des Bewegungsapparates) (BK-act. 59, 60). Aufgrund ihrer Beurteilung vom 28. Oktober 2021 (BK-act. 62) teilte C.________ A.________ mit Schreiben vom 4. November 2021 mit (BK-act. 64): <br/>\n Wir sind nun zum Schluss gekommen, dass Sie in Ihrem angestammten Beruf als Betriebsangestellter keine 100-prozentige Arbeitsfähigkeit mehr erlangen werden. Es sei Ihnen jedoch möglich und zumutbar, eine 100-prozentige Arbeitsleistung in einer Ihrem Leiden angepassten Tätigkeit zu erbringen. Solche Tätigkeiten sind z.B. Hausinterne Dienste, leichte Archiv- oder Magazinerarbeiten sowie Kontroll- und Überwachungsfunktionen. Basis für diesen Entscheid sind die uns vorliegenden medizinischen Unterlagen und insbesondere die Beurteilung von Dr. med. G.________ vom 28.10.2021.<br/>\n Wenn Sie uns die entsprechenden Artzeugnisse schicken, erhalten Sie noch bis am 28.02.2022 das Taggeld in bisheriger Höhe. Danach stellen wir Ihr Taggeld ein.<br/>\n <span>D.</span><span> </span>Am 17. Januar 2022 informierte A.________ die C.________, sein Arzt habe ihn weiterhin bis 14. März 2022 krankgeschrieben, worauf sich die C.________ bereit erklärte, den Sachverhalt nach Vorlage eines ärztlichen Berichts, weshalb eine angepasste Tätigkeit noch immer nicht möglich sei, neu zu prüfen (BK-act. 73). Am 7. Februar 2022 reichte A.________ ein Schreiben von Dr.med. F.________ ein (BK-act. 74), das gemäss C.________ aber bestätigte, dass ihm eine leichte angepasste Tätigkeit medizinisch zumutbar sei (BK-act. 75).<br/>\n <span>E.</span><span> </span>Am 27. Februar 2022 sandte A.________ der C.________ einen weiteren Arztbericht zu, wonach er unter einer Coxarthrose links leide und entsprechend arbeitsunfähig sei; eine Operation sei für den 4. April 2022 geplant (BK-act. 84-86). Mit Schreiben vom 11. März 2022 lehnte die C.________ eine Leistungspflicht für die Arbeitsunfähigkeit wegen Coxarthrose ab, da er per 31. Oktober 2021 aus dem Arbeitsverhältnis ausgeschieden und entsprechend für neue Diagnosen nicht versichert sei (BK-act. 87).<br/>\n <span>F.</span><span> </span>Am 30. März 2022 liess A.________ durch seinen Rechtsvertreter bei der C.________ Taggeldzahlungen über den 1. März 2022 hinaus einfordern (BK-act. 99). Nachdem die C.________ bei Dr.med. G.________ eine Stellungnahme eingeholt hat (BK-act. 106), lehnte sie die Weiterausrichtung von Taggeldzahlungen über den 1. März 2022 hinaus ab, da A.________ für leichtere Tätigkeiten vollständig arbeitsfähig sei (BK-act. 107).<br/>\n <span>G.</span><span> </span>A.________ lässt am 19. Juli 2022 beim Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz Klage gegen die C.________ einreichen mit den Rechtsbegehren:<br/>\n 1.<span> </span>Es sei die Beklagte zu verpflichten, dem Kläger das Taggeld von 01. März 2022 bis 17. Mai 2022 (78 Tage) im Umfang von CHF 13'602.05 nebst Zins zu 5% bei mittlerem Verfall seit 01. März 2022, eventualiter was rechtens, zu bezahlen.<br/>\n 2.<span> </span>Mehrforderungen werden explizit vorbehalten.<br/>\n 3.<span> </span>Alles unter ordentlicher und ausserordentlicher Kostenfolge zulasten der Beklagten.<br/>\n <span>H.</span><span> </span>Mit Klageantwort vom 19. September 2022 beantragt C.________:<br/>\n 1.<span> </span>Die Klage vom 19. Juli 2022 sei vollumfänglich abzuweisen.<br/>\n 2.<span> </span>Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten des Klägers.<br/>\n <span>I.</span><span> </span>Mit Schreiben (mit Datum vom 9.3.2022, Postaufgabe 19.10.2022, Posteingang beim Gericht am 21.10.2022) verzichtet der Kläger auf eine Replik sowie eine Hauptverhandlung.<br/>\n <span>Das Verwaltungsgericht zieht in Erwägung:</span><br/>\n <span>1.</span><span> </span>Eingeklagt sind vorliegend Taggeldleistungen aus der zwischen der Arbeitgeberin des Klägers und der Beklagten abgeschlossenen kollektiven Krankentaggeldversicherung nach VVG (BK-act. 123). <br/>\n <span>1.1.1</span><span> </span><span> </span>Streitigkeiten aus einer Zusatzversicherung zur sozialen Krankenversicherung unterstehen gemäss <span class='\"bundnormlinktext\"' data-norm="\&lt;/body" id='\"n0\"' onmouseout='\"hideInfo(0);\"' onmouseover='\"showInfo(0);\"'></span></br></div></body></html>