<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2005.00353</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=205851&amp;W10_KEY=13013562&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2005.00353</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 04.05.2006</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">3. Abteilung/3. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Ãbriges Verwaltungsrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Verkehrsanordnung</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Verkehrsanordnung: Fahrverbot für Motorfahrzeuge über 3,5 t auf der Eigentalstrasse (Nürensdorf-Oberembrach) Zulässigkeit der Beschwerde an das Verwaltungsgericht (E. 1). Die drei Beschwerde führenden Unternehmen, die Leistungen im Bau- und Transportgewerbe erbringen, sind zur Beschwerdeerhebung legitimiert (E. 2). Die Rechtmässigkeit der Klassierung der Eigentalstrasse als Sammelstrasse mit kommunaler Bedeutung (E. 4.1) musste nicht nachträglich akzessorisch überprüft werden (E. 3). Das Verbot findet unter dem Titel "zum Schutz der Strasse" gemäss Art. 3 Abs. 4 SVG keine hinreichende gesetzliche Grundlage, wenn mit der Verkehrsanordnung nur notwendige Unterhaltsarbeiten hinausgeschoben werden sollen und dies vorab finanziell begründet ist (E. 5.1.1, 5.1.3). Der Sanierungsbedarf der Eigentalstrasse ist bereits seit langem bekannt, ohne dass dagegen etwas unternommen worden wäre (E. 5.1.2). Gründe des Umweltschutzes sprechen angesichts der geringen Anzahl schwerer Motorfahrzeuge und der kurzen Fahrdistanz durch das Eigental gegen das Fahrverbot (E. 5.1.4). Die Gemeinden haben die Gemeindestrassen ihrem Zweck entsprechend zu unterhalten; dieser Pflicht können sie sich nicht mit der Anordnung von Verkehrsbeschränkungen entziehen (E. 5.1.5). Der Schutz des Eigentals ist zwar planerisch abgesichert (E. 5.2.1), doch ist das Fahrverbot wegen der bloss geringen Reduktion der Emissionen nicht geeignet, dem Naturschutz Nachachtung zu verschaffen (E. 5.2.2). Das Verbot ist auch aufgrund der von den Unternehmen in Kauf zu nehmenden längeren Umwegrouten unverhältnismässig (E. 5.3). Gutheissung.</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: FAHRVERBOT">FAHRVERBOT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: LASTWAGEN">LASTWAGEN</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: STRASSENUNTERHALT">STRASSENUNTERHALT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: Besonderes Verwaltungsrecht (ohne...) ST: STRASSENVERKEHRSRECHT">STRASSENVERKEHRSRECHT</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: Natur- und Heimatschutz ST: ÃBRIGES ZUM NATUR- UND HEIMATSCHUTZ">ÃBRIGES ZUM NATUR- UND HEIMATSCHUTZ</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: VERHÃLTNISMÃSSIGKEIT">VERHÃLTNISMÃSSIGKEIT</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: VERKEHRSANORDNUNG">VERKEHRSANORDNUNG</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="gerade">§ 5 StrassG</span><br/><span class="ungerade">§ 25 StrassG</span><br/><span class="gerade">§ 26 Abs. I StrassG</span><br/><span class="ungerade">Art. 3 Abs. IV SVG</span><br/><span class="gerade">§ 21 lit. a VRG</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade">RB 2006 Nr. 41</span><br/> </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 3 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Sachverhalt1"><b>I. </b> </p> <p class="Sachverhalt2">Die Direktion fÃ¼r Soziales und Sicherheit (Kantonspolizei ZÃ¼rich, verkehrstechnische Abteilung) untersagte auf Antrag der betroffenen Gemeinden NÃ¼rensdorf, Kloten und Oberembrach mit VerfÃ¼gung Nr. A 26'373 vom 20. Februar 2004 das Befahren der Eigentalstrasse zwischen NÃ¼rensdorf (Dorfteil Birchwil) und Oberembrach mit Fahrzeugen mit einem Betriebsgewicht von Ã¼ber 3,5 t. Der Zubringerdienst sowie der landwirtschaftliche Verkehr blieben gestattet. Der genaue Geltungsbereich der Verkehrsanordnung sowie die Standorte der Signale waren in der VerfÃ¼gung samt Plan detailliert umschrieben.</p> <p class="Sachverhalt1"><b>II. </b> </p> <p class="Sachverhalt2">Gegen diese VerfÃ¼gung erhoben die A AG, die B AG, die C AG sowie fÃ¼nf weitere Unternehmungen, zwei Privatpersonen und die Gemeinde Embrach Rekurs beim Regierungsrat. Dieser wies die Rekurse am 6. Juli 2005 ab, soweit er darauf eintrat und sie nicht gegenstandslos geworden waren.</p> <p class="Sachverhalt1"><b>III. </b> </p> <p class="Urteilstext">Die A AG (BeschwerdefÃ¼hrerin 1), die B AG (BeschwerdefÃ¼hrerin 2) und die C AG (BeschwerdefÃ¼hrerin 3) reichten am 9. September 2005 eine gemeinsame Beschwerde beim Verwaltungsgericht ein. Sie beantragten die Aufhebung der Verkehrsanordnung unter EntschÃ¤digung der BeschwerdefÃ¼hrerinnen. Der Regierungsrat schloss in seiner Vernehmlassung auf Abweisung der Beschwerde. Die als Mitbeteiligte ins Verfahren miteinbezogene Stadt Kloten, Ã¼ber deren Gebiet ein Teil der Eigentalstrasse verlÃ¤uft, beantragte ebenfalls die Abweisung der Beschwerde bzw. â bei Gutheissung der Beschwerde â die (RÃ¼ck-)Klassierung der Eigentalstrasse als Staatsstrasse. Die ebenfalls von der Verkehrsanordnung betroffenen Gemeinden NÃ¼rensdorf und Oberembrach liessen sich ebenso wie die erstinstanzlich verfÃ¼gende Direktion fÃ¼r Soziales und Sicherheit (ab 1. Mai 2006 Sicherheitsdirektion) nicht vernehmen.</p> <p class="Einzug1"><span>Die Kammer</span><span> zieht in ErwÃ¤gung:</span></p> <p class="Erwgung1"><b>1. </b> </p> <p class="Urteilstext">Die angefochtene BeschrÃ¤nkung des Fahrzeugverkehrs auf der Eigentalstrasse auf Motorfahrzeuge bis zu einem Betriebsgewicht von 3,5 t stellt eine funktionelle Verkehrsanordnung im Sinn von Art. 3 Abs. 4 des Strassenverkehrsgesetzes vom 19. Dezember 1958 (SVG) dar (Roger Marco Meier, Verkehrsberuhigungsmassnahmen nach dem Recht des Bundes und des Kantons ZÃ¼rich, ZÃ¼rich 1989, S. 88 f.). Gegen letztinstanzliche kantonale Entscheide Ã¼ber eine solche Verkehrsanordnung ist die Verwaltungsgerichtsbeschwerde an das Bundesgericht zulÃ¤ssig (Art. 3 Abs. 4 Satz 3 SVG; BGr, 1. MÃ¤rz 2004, 2A.387/2003 E. 1.1). Innerkantonal sind daher Rekursentscheide des Regierungsrats mit Beschwerde an das Verwaltungsgericht weiterziehbar (Art. 98a Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 16. Dezember 1943 Ã¼ber die Organisation der Bundesrechtspflege [OG], § 41 Abs. 1 und § 43 Abs. 2 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 [VRG]).</p> <p class="Erwgung1"><b>2. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>2.1 </b>Zur Beschwerde berechtigt ist, wer durch die angefochtene Anordnung berÃ¼hrt ist und ein schutzwÃ¼rdiges Interesse an deren Ãnderung oder Aufhebung hat (§ 70 in Verbindung mit § 21 lit. a VRG). Damit gewÃ¤hrt das kantonale Recht die Legitimation in gleichem Masse wie das Bundesrecht gemÃ¤ss Art. 103 lit. a OG und erfÃ¼llt damit den nach Art. 98a Abs. 3 OG minimal zu gewÃ¤hrleistenden Verfahrensstandard. Das Verwaltungsgericht hatte zur Frage der Legitimation bei der Anfechtung von Verkehrsanordnungen festgehalten, dass es fÃ¼r die BegrÃ¼ndung der Legitimation nicht genÃ¼ge, dass eine Strasse regelmÃ¤ssig befahren werde. Vielmehr sei vorauszusetzen, dass mit der Verkehrsanordnung ein Nachteil verbunden sei, der den RechtsmittelklÃ¤ger in besonderer Weise treffe, was beispielsweise fÃ¼r unbedeutende Verkehrsverlangsamungen nicht zutreffe (VGr, 23. Juni 2005, VB.2005.00172 E. 2.2, www.vgrzh.ch = BEZ 2005 Nr. 38 = ZBl 106/2005, S. 597 sowie zur Publikation im RB 2005 vorgesehen).</p> <p class="Erwgung2"><b>2.2 </b>Die <i>BeschwerdefÃ¼hrerin 1</i> hat ihren Sitz in Bassersdorf und betreibt unter anderen eine Kiesgrube in Oberembrach. Der Gesellschaftszweck liegt gemÃ¤ss Eintrag im Handelsregister in<span> </span>Kies- und Betonlieferungen, Baustoffrecycling, Industrieentsorgung, Muldenservice und Transport, Verwaltung von Liegenschaften und Handel mit Miniaturen.</p> <p class="Urteilstext">Die <i>BeschwerdefÃ¼hrerin 2 </i>hat ihren Sitz in Lufingen und betreibt Kiesgruben in Oberembrach und Embrach. Der Gesellschaftszweck liegt gemÃ¤ss Eintrag im Handelsregister im Betrieb einer Unternehmung fÃ¼r Abbruch, Aushub und Absetzmulden sowie in Kies- und Sandlieferungen.</p> <p class="Urteilstext">Die <i>BeschwerdefÃ¼hrerin 3 </i>hat ihren Sitz in Birmensdorf und betreibt ein Betonwerk und eine MÃ¶rtelproduktion in Embrach. Der Gesellschaftszweck liegt gemÃ¤ss Eintrag im Handelsregister im<span> </span>Betrieb von Anlagen zur Gewinnung, Aufbereitung und Herstellung von Baumaterialien, insbesondere von Kies und Fertigbeton sowie im Handel mit solchen Produkten, im Betrieb von Anlagen zur Annahme, Aufbereitung, Recyclierung und Entsorgung von AbfÃ¤llen diverser Art und in der AusfÃ¼hrung von Transporten aller Art, insbesondere im Transport von Kies, Beton, Mulden.</p> <p class="Urteilstext">Alle BeschwerdefÃ¼hrerinnen erbringen Leistungen im Bau- und Transportgewerbe und bedienen Kunden in der Umgebung ihrer Betriebsstandorte. Dass sich als Verbindung zwischen NÃ¼rensdorf (Dorfteil Birchwil) und Oberembrach auch die Eigentalstrasse anbietet, ist offensichtlich, und es ist nicht daran zu zweifeln, dass die BeschwerdefÃ¼hrerinnen diese Strasse auch regelmÃ¤ssig befahren. DarÃ¼ber hinaus zwingt die BeschrÃ¤nkung des Fahrzeugverkehrs auf Motorfahrzeuge bis zu einem Betriebsgewicht von 3,5 t die BeschwerdefÃ¼hrerinnen zur Wahl anderer Transportrouten. Deshalb sind sie von der Verkehrsanordnung in besonderer Weise betroffen; sie sind zur Beschwerdeerhebung berechtigt.</p> <p class="Erwgung1"><b>3. </b> </p> <p class="Urteilstext">Die BeschwerdefÃ¼hrerinnen machen geltend, der Entscheid sei wegen Verletzung des rechtlichen GehÃ¶rs und formeller Rechtsverweigerung aufzuheben. Der Regierungsrat habe sich nicht mit den richtplanerischen Grundlagen befasst und deren akzessorische ÃberprÃ¼fung verweigert. Bei der Eigentalstrasse handle es sich um eine Strasse mit zumindest regionaler Bedeutung, die in den regionalen Richtplan gehÃ¶re (§ 30 Abs. 4 lit. a des Planungs- und Baugesetzes vom 7. September 1975 [PBG]).</p> <p class="Urteilstext">Die Vorinstanz hat die akzessorische ÃberprÃ¼fung der richtplanerischen Festlegung zu Recht verweigert. Das kantonale (und kommunale) Planungsrecht und das Strassenverkehrsrecht des Bundes dienen unterschiedlichen Zwecken. Das Planungsrecht im Rahmen der Richtplanung legt in den GrundzÃ¼gen fest, wie sich das Gebiet rÃ¤umlich entwickeln soll, und gibt unter anderem Aufschluss Ã¼ber den Stand und die anzustrebende Entwicklung des Verkehrs (Art. 6 Abs. 1 und Abs. 3 lit. b des Bundesgesetzes vom 22. Juni 1979 Ã¼ber die Raumplanung [RPG]; § 18 Abs. 1 PBG). Eine akzessorische ÃberprÃ¼fung der richtplanerischen Festlegungen ist bei der Nutzungsplanung im Rechtsmittelverfahren und im Genehmigungsverfahren mÃ¶glich (§ 19 Abs. 2 PBG; Walter Haller/Peter Karlen, Rechtsschutz im Raumplanungs- und Baurecht, ZÃ¼rich 1998, N. 1064 ff.). Das Strassenverkehrsrecht dient dagegen der Ordnung des Verkehrs auf den Ã¶ffentlichen Strassen (Art. 1 Abs. 1 SVG), und mit Verkehrsanordnungen wird den im Strassenverkehrsgesetz nÃ¤her umschriebenen Auswirkungen des Verkehrs begegnet (Art. 3 Abs. 4 SVG). Die in diesem Beschwerdeverfahren streitige BeschrÃ¤nkung des Fahrzeugverkehrs auf leichte Motorfahrzeuge steht nicht in einer AbhÃ¤ngigkeit von der richtplanerischen Festlegung der Eigentalstrasse; die ZulÃ¤ssigkeit der Verkehrsanordnung misst sich allein nach dem Strassenverkehrsrecht des Bundes.</p> <p class="Erwgung1"><b>4. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>4.1 </b>Die Eigentalstrasse verbindet die Gemeinden NÃ¼rensdorf und Oberembrach; sie fÃ¼hrt dabei teilweise Ã¼ber das Gebiet der Stadt Kloten. Sie verlÃ¤uft entlang dem Eigentalweiher und durchquert ein Natur- und Landschaftsschutzgebiet mit Ã¼berkommunaler Bedeutung. In den kommunalen VerkehrsrichtplÃ¤nen ist sie als Sammelstrasse mit kommunaler Bedeutung eingetragen, und sie gilt als Gemeindestrasse (§ 5 des Strassengesetzes vom 27. September 1981 [StrassG]). Dauernde Verkehrsanordnungen im Sinn von Art. 3 Abs. 4 SVG werden auf Gemeindestrassen von der Direktion fÃ¼r Soziales und Sicherheit auf Antrag der zustÃ¤ndigen GemeindebehÃ¶rden verfÃ¼gt (Art. 3 Abs. 2 SVG in Verbindung mit § 4 Abs. 2 der Kantonalen Signalisationsverordnung vom 21. November 2001).</p> <p class="Erwgung2"><b>4.2 </b>Die VerfÃ¼gung der Direktion vom 20. Februar 2004 umfasst im Wesentlichen nur die konkrete Signalisation der Verkehrsanordnung und enthÃ¤lt keine BegrÃ¼ndung. Diese liegt im Antrag der drei betroffenen Gemeinden. Der Stadtrat Kloten fÃ¼hrte in seinem Antrag an die Direktion vom 6. Mai 2003, dem die anderen beiden Gemeinden beipflichteten, aus, dass der Kanton im Jahr 1983 die Eigentalstrasse an die Gemeinden abgetreten habe. Durch das Eigental fÃ¼hre eine Radwegstrecke von regionaler Bedeutung (vgl. auch Eintrag âgeplanter Radwegâ im regionalen Richtplan Glattal gemÃ¤ss Regierungsratsbeschluss 2256/1998). Das Eigental sei eines der bedeutendsten Natur- und Landschaftsschutzgebiete im ganzen Kanton mit einer der grÃ¶ssten und wertvollsten Amphibienpopulation, und es sei ein idealer Naherholungsraum. Bereits im Jahr 1998 hÃ¤tten die Gemeinden NÃ¼rensdorf und Oberembrach ein Fahrverbot fÃ¼r Lastwagen in ErwÃ¤gung gezogen. Nach der ErÃ¶ffnung des Autobahnzusammenschlusses Kloten-BÃ¼lach sei fÃ¼r den Stadtrat Kloten im Jahr 2002 sogar eine Sperrung der Eigentalstrasse fÃ¼r den Motorfahrzeugverkehr in Betracht gekommen. Nach Verhandlungen mit den Gemeinden NÃ¼rensdorf und Oberembrach habe man sich in einem gemeinsamen Antrag auf eine GewichtsbeschrÃ¤nkung von 3,5 t auf diesem StrassenstÃ¼ck geeinigt. Diese BeschrÃ¤nkung habe auch zur Folge, dass eine mit hohen Kosten verbundene Sanierung der Strasse, deren Strassenkoffer nicht fÃ¼r den Schwerverkehr konzipiert worden sei, verzÃ¶gert oder vermieden werden kÃ¶nne. Finde der Antrag keine Zustimmung, mÃ¼sse der Kanton die Strasse wieder Ã¼bernehmen.</p> <p class="Erwgung2"><b>4.3 </b>Im Rekursentscheid erachtete es der Regierungsrat als mit der Rechtsgleichheit (Art. 8 der Bundesverfassung [BV]) vereinbar, dass die Strassensperrung auf Fahrzeuge mit einem Betriebsgewicht von Ã¼ber 3,5 t beschrÃ¤nkt sei, weil solche Fahrzeuge hÃ¶here Anforderungen an den Strassenbelag und den Strassenunterbau stellten und deshalb auch anders als leichte Fahrzeuge behandelt werden dÃ¼rften. Es liege im Ã¶ffentlichen Interesse und sei mit Art. 3 Abs. 4 SVG (âzum Schutz der Strasseâ) vereinbar, wenn mit einer VerkehrsbeschrÃ¤nkung den baulichen UnzulÃ¤nglichkeiten der Eigentalstrasse Rechnung getragen werde. Es sei unmÃ¶glich, die Strasse den Anforderungen des Schwerverkehrs entsprechend auszubauen, weil dabei Konflikte mit den Bestimmungen des Natur- und Landschaftsschutzes entstÃ¼nden. Die Ausweichroute Ã¼ber Lufingen-Kloten sei zwar lÃ¤nger, doch falle dies nur gerade bei den Fahrten direkt von einem Ende der Eigentalstrasse zum andern in Betracht, weniger aber bei lÃ¤ngeren Fahrtstrecken. Die Sperrung der Eigentalstrasse fÃ¼r schwere Motorfahrzeuge entspreche dem verkehrsplanerischen Prinzip, den Verkehr auf die Hauptachsen zu lenken, und der heutigen Funktion der Strasse als Gemeindestrasse und regionaler Radweg. Die VerkehrsbeschrÃ¤nkung sei insgesamt verhÃ¤ltnismÃ¤ssig.</p> <p class="Urteilstext">Der Regierungsrat verwarf mit dieser RekursbegrÃ¼ndung sinngemÃ¤ss auch die Argumente der Kantonspolizei, welche fÃ¼r die Direktion als Rekursgegnerin in der Rekursvernehmlassung die Gutheissung der Rekurse beantragte. In der Stellungnahme wird hervorgehoben, dass die Eigentalstrasse eine wichtige Verkehrsverbindung zwischen den Ortschaften im Embrachertal und den Ortschaften in der Region NÃ¼rensdorf sei. Bei einer Sperrung der Eigentalstrasse fÃ¼r Motorfahrzeuge Ã¼ber 3,5 t kÃ¤men zwei Umleitungsstrecken in Frage. Einerseits Ã¼ber Oberembrach, StÃ¼rzikon und Oberwil; diese Strecke weise BelagsschÃ¤den auf, sei lÃ¤nger, teilweise sehr eng und deshalb als Ausweichroute absolut ungeeignet. Anderseits Ã¼ber Oberembrach, Lufingen, Kloten und Bassersdorf; diese Strecke sei gut ausgebaut, jedoch bedeutend lÃ¤nger sowie stark frequentiert und fÃ¼hre durch teilweise dicht bebaute Ortschaften hindurch. Das Unfallgeschehen auf der Eigentalstrasse sei als eher gering einzustufen. Aus Ã¶konomischer und Ã¶kologischer Sicht sei eine Umleitung des Schwerverkehrs nicht vertretbar. Angesichts der Wichtigkeit der Verbindung durch das Eigental sei auf eine Sperrung fÃ¼r den Schwerverkehr zu verzichten. Es sei aber zu prÃ¼fen, ob die Eigentalstrasse nicht wieder dem Kanton zu Ã¼bertragen sei.</p> <p class="Erwgung1"><b>5. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>5.1 </b>Die BeschwerdefÃ¼hrerinnen widersprechen der vorinstanzlichen Auffassung, wonach die Verkehrsanordnung durch Art. 3 Abs. 4 SVG zum Schutz der Strasse gedeckt sei.</p> <p class="Erwgung3"><b>5.1.1 </b>Art. 3 Abs. 4 SVG lÃ¤sst zwar VerkehrsbeschrÃ¤nkungen âzum Schutz der Strasseâ zu, worunter GrÃ¼nde baulicher Natur fallen (Stellungnahme des Bundesrates vom 26. Januar 1983, BBl 1983 I 801, 805; Meier, S. 45). Unbestrittenermassen ist die Eigentalstrasse heute in einem schlechten baulichen Zustand; sie weist â wie nach jedem Winter â namentlich zahlreiche BelagsschÃ¤den auf. Sie war aber auch schon im Jahr 1998 in einem nicht optimalen Zustand, als erste Ãberlegungen zu einer Sperrung der Eigentalstrasse in Angriff genommen wurden, und eine Sanierung war spÃ¤testens im Zeitpunkt des Begehrens um die strittige VerkehrsbeschrÃ¤nkung absehbar. Damit bleibt aber mit einer VerkehrsbeschrÃ¤nkung auf der Eigentalstrasse allein fÃ¼r den Schwerverkehr (fÃ¼r Fahrzeuge Ã¼ber 3,5 t) nicht mehr viel zu schÃ¼tzen; wohl kÃ¶nnte damit eine Sanierung zeitlich etwas hinausgeschoben, indessen keineswegs mehr vermieden werden. Unter diesen UmstÃ¤nden geht die Berufung auf Art. 3 Abs. 4 SVG fehl; diese Bestimmung bildet keine hinreichende Grundlage, notwendige Unterhaltsarbeiten auf einer bereits sanierungsbedÃ¼rftigen Strasse hinauszuschieben, sondern allenfalls dafÃ¼r, zum Schutz der Strasse zu vermeiden, dass diese wegen zu hoher Beanspruchung durch Verkehrsteilnehmer oder gewisse Arten davon sanierungsbedÃ¼rftig wird. </p> <p class="Erwgung3"><b>5.1.2 </b>Im Ãbrigen war wohl bereits im Zeitpunkt, als die Verschleissschicht erneuert werden musste, erkennbar, dass die Eigentalstrasse vom Schwerverkehr Ã¼ber GebÃ¼hr belastet wurde. In jenem Zeitpunkt hÃ¤tte bereits Gelegenheit bestanden, ein Verbot fÃ¼r den Schwerverkehr auf der Eigentalstrasse zu erlassen. Zudem wurde ein solches bereits 1998 von den Gemeinden NÃ¼rensdorf und Bassersdorf beantragt. Es ist daher davon auszugehen, dass die beteiligten Gemeinden, welche seit 1983 fÃ¼r den Unterhalt der Eigentalstrasse verantwortlich sind, schon frÃ¼her erkannten, dass die Eigentalstrasse nicht fÃ¼r Fahrzeuge Ã¼ber 3,5 t geeignet ist, und nicht erst im Zeitpunkt, als diese sanierungsbedÃ¼rftig war. Offenbar nahm aber insbesondere die Stadt Kloten eine Verschlechterung des Zustands der Eigentalstrasse fÃ¼r solange in Kauf, bis der Autobahnzusammenschluss mit BÃ¼lach erstellt war. Dabei hÃ¤tte einer schon frÃ¼her zu erlassenden Sperrung der Eigentalstrasse fÃ¼r den Schwerverkehr der Umstand, dass der Autobahnzusammenschluss in Kloten damals noch nicht erstellt war, nicht entgegengestanden, hÃ¤tte doch der von der Eigentalstrasse umgeleitete Schwerverkehr die umliegenden Hauptachsen nur unwesentlich mehr belastet. In diesem Zusammenhang ist insbesondere zu bedenken, dass der Lastwagenverkehr auf der Eigentalstrasse nur einen geringen Anteil ausmacht. Zwar nennt die verkehrstechnische Untersuchung fÃ¼r einen regionalen Radweg Eigental von Oktober 1998 einen als zu hoch erachteten Anteil von 10 % an schweren Motorfahrzeugen fÃ¼r die Eigentalstrasse. Diese Zahlen lassen sich mindestens aus den Aufstellungen im Anhang 1 dazu nicht verifizieren; im Durchschnitt ergibt sich dort nach den verschiedenen Messungen ein Anteil an Lastwagen von 5,1 %. In Ã¤hnlicher GrÃ¶ssenordnung legt die neuere Diplomarbeit von Sophia Iten (Naturoase Eigental, 2004/2005) den Anteil an Lastwagen auf 4 % fest. Bei einem maximalen Verkehrsaufkommen von maximal 2800 Fahrzeugen pro Tag machte der Anteil an Lastwagen gerade 143 Fahrzeuge (5,1 %) bzw. 112 Fahrzeuge (4 %) aus, wobei zu bedenken ist, dass der Verkehr im Eigental seit 1997 etwa stabil geblieben ist. Die erwÃ¤hnten Lastwagen hÃ¤tten somit wÃ¤hrend des Tages und selbst in den Hautpverkehrsstunden problemlos vom umliegenden Strassennetz aufgenommen werden kÃ¶nnen, belÃ¤uft sich doch die Morgenspitze auf 32, die Abendspitze auf 11 Lastwagen pro Stunde.</p> <p class="Erwgung3"><b>5.1.3 </b>Entgegen der Darlegung der Vorinstanz liegen der angefochtenen VerfÃ¼gung Ã¼berwiegend finanzielle HintergrÃ¼nde zugrunde, wÃ¼rde doch eine Totalsanierung allein die Stadt Kloten etwa Fr. 2 Mio kosten. Zwar wies der Stadtrat Kloten im Antrag vom 6. Mai 2003 zunÃ¤chst darauf hin, dass die Eigentalstrasse eine grosse Belastung fÃ¼r das Naturschutzgebiet Eigental mit grosser Amphibienpopulation darstelle. Ebenso wurde aber erwÃ¤hnt, dass die GewichtsbeschrÃ¤nkung auf 3,5 t eine Sanierung, welche fÃ¼r die Stadt Kloten hohe Kosten bedeuten wÃ¼rde, hinausschieben bzw. vermeiden wÃ¼rde. Die Gemeinde Embrach, welche sich als Rekurrentin betÃ¤tigte, war der Meinung, dass die beteiligten Gemeinden mit dem Kanton ZÃ¼rich eine tragbare LÃ¶sung fÃ¼r die finanziellen Aufwendungen zum Unterhalt der Eigentalstrasse suchen mÃ¼ssten und sah fÃ¼r das Problem des strittigen Verbotes in erster Linie finanzielle Argumente. In ihrer Diplomarbeit fÃ¼hrt Sophia Iten sodann zutreffend aus, dass die Strasse im Eigental in sanierungsbedÃ¼rftigem Zustand sei und keine der betroffenen Gemeinden die Kosten der Sanierung auf sich nehmen wolle. Auch der Vertreter des Gemeinderates Oberembrach sah im Problem Eigentalstrasse primÃ¤r ein Finanzierungsproblem, ebenso die Kantonspolizei ZÃ¼rich. Darauf weist auch die Bereitschaft sÃ¤mtlicher betroffener Gemeinden hin, die Eigentalstrasse wieder dem Kanton â dannzumal als regionale Verbindungsstrasse mit weit hÃ¶herem Verkehrsaufkommen â zurÃ¼ckzugeben, weil dann die Unterhaltskosten vom Kanton ZÃ¼rich zu tragen wÃ¤ren. AusdrÃ¼cklich erwÃ¤hnte zudem der Vertreter der Gemeinde Oberembrach, dass bei Ãbernahme der Eigentalstrasse durch den Kanton ZÃ¼rich mit entsprechender Aufklassierung zu einer regionalen Strasse mit einer Zunahme des Verkehrs, insbesondere des Schwerverkehrs, gerechnet werden mÃ¼sste, was als Beitrag zur allgemeinen MobilitÃ¤t akzeptiert wÃ¼rde.</p> <p class="Erwgung3"><b>5.1.4 </b>Hinter diesen finanziell motivierten Argumenten treten die angefÃ¼hrten Bedenken wegen der Umweltbelastung und insbesondere der Belastung des Naturschutzgebietes Eigental zurÃ¼ck. In diesem Zusammenhang ist insbesondere zu bedenken, dass selbst bei einer Sperrung der Eigentalstrasse fÃ¼r den Schwerverkehr die Fahrzeuge bis zu 3,5 t die Eigentalstrasse nach wie vor uneingeschrÃ¤nkt benÃ¼tzen dÃ¼rften, die Ã¼ber 90 % der Benutzer ausmachen (vorn 5.1.2). GemÃ¤ss dem Bericht fÃ¼r einen regionalen Radweg Eigental besteht ein hoher Anteil an Pendlerverkehr, der in der Morgenspitze mit 498 und in der Abendspitze mit 634 Fahrzeugen pro Stunde (nur Personenwagen!) gemessen wurde. DemgegenÃ¼ber ist es aus Sicht des Umweltschutzes grundsÃ¤tzlich zu begrÃ¼ssen, wenn der Schwerverkehr die kÃ¼rzesten Wege benutzt, um die Umweltbelastung tief zu halten (wozu Lastwagen auch aufgrund der LSVA gehalten sind). Bezogen auf das Naturschutzgebiet Eigental ist festzuhalten, dass die insgesamt geringe Anzahl an Lastwagen, welche diese Strasse tagsÃ¼ber benÃ¼tzt (vorn E. 5.1.2), nur zu einer geringen zusÃ¤tzlichen Belastung mit LÃ¤rm und Emissionen fÃ¼hrt. Auch Sicherheitsbedenken kÃ¶nnen das strittige Verbot nicht eigentlich begrÃ¼nden, ist doch die Eigentalstrasse kein Unfallschwerpunkt und war in den geprÃ¼ften Zeitintervallen zwischen 1994 und 2004 bislang kein Lastwagen in einen Unfall verwickelt. Schliesslich geniesst auch der Radweg Eigental vom Kanton aus keine hohe PrioritÃ¤t, so dass sich daraus die Notwendigkeit des in Frage stehenden Verbotes ebenfalls nicht ableiten lÃ¤sst.</p> <p class="Erwgung3"><b>5.1.5 </b>Zusammengefasst ist somit festzuhalten, dass dem in Frage stehenden Verbot auf der Eigentalstrasse in erster Linie finanzielle Interessen zugrunde liegen, indem die betroffenen Gemeinden die anstehende Sanierung der Eigentalstrasse hinausschieben bzw. vermeiden wollen. In diesem Zusammenhang ist zusÃ¤tzlich auf die Pflicht der betroffenen Gemeinden fÃ¼r den Unterhalt und den Betrieb fÃ¼r die unter ihrer Aufsicht stehenden Strassen hinzuweisen. So sind die Strassen nach technischen und wirtschaftlichen Gesichtspunkten so zu unterhalten und zu betreiben, dass sie ihrem Zweck entsprechend, sicher und fÃ¼r die Umgebung mÃ¶glichst schonend benÃ¼tzt werden kÃ¶nnen. Der Strassenunterhalt umfasst insbesondere die Instandhaltung, die Ausbesserung von SchÃ¤den, die StaubbekÃ¤mpfung, die Reinigung, den Winterdienst und die Ãffnung nach ausserordentlichen Naturereignissen. Unterhaltspflichtig ist dabei das baupflichtige Gemeinwesen (§ 25, § 26 Abs. 1 StrassG). Dieser Pflicht zum Unterhalt und zur Sanierung von Strassen kÃ¶nnen sich die betroffenen Gemeinden nicht dadurch entziehen, dass sie im Zeitpunkt von deren Notwendigkeit VerkehrsbeschrÃ¤nkungen erlassen, wÃ¼rde damit doch nicht zuletzt der Sinn von Art. 3 Abs. 4 SVG verwÃ¤ssert. Richtig ist zwar, dass eine Pflicht der betroffenen Gemeinden, die Eigentalstrasse so auszubauen oder zu sanieren, dass sie danach der tÃ¤glichen Durchfahrt einer grossen Anzahl Lastwagen standhÃ¤lt, weder aus der geltenden richtplanerischen Festlegung der Eigentalstrasse als Sammelstrasse mit kommunaler Bedeutung bzw. als Gemeindestrasse noch aus der Unterhaltspflicht gemÃ¤ss §§ 25 ff. StrassG abgeleitet werden kann. Indessen wollen die betroffenen Gemeinden mit der VerkehrsbeschrÃ¤nkung die anstehende Sanierung der Eigentalstrasse an sich wegen der hohen Kosten vermeiden. DafÃ¼r ist Art. 3 Abs. 4 SVG jedoch nicht vorgesehen. Hingegen dÃ¼rfte einem Verbot fÃ¼r den Schwerverkehr, die Eigentalstrasse nach erfolgter Sanierung als kommunale Sammelstrasse zu benutzen, wohl nichts im Wege stehen, weil ein solches dannzumal tatsÃ¤chlich dem Schutz der eben wiederhergestellten Strasse diente.</p> <p class="Erwgung2"><b>5.2 </b>Nach Auffassung der BeschwerdefÃ¼hrerinnen ist das Verbot fÃ¼r Fahrzeuge mit einem Betriebsgewicht von Ã¼ber 3,5 t unverhÃ¤ltnismÃ¤ssig: FÃ¼r den Naturschutz sei nichts gewonnen, weil nach wie vor leichte Fahrzeuge zugelassen seien. </p> <p class="Erwgung3"><b>5.2.1 </b>Der Schutz des Eigentals ist unbestritten und heute planerisch abgesichert: Im kantonalen Richtplan (Siedlung und Landschaft) vom 31. Januar 1995/2. April 2001 ist das Eigental in einem engeren Umkreis als Naturschutzgebiet, in einem weiteren Umkreis als Landschafts-Schutzgebiet und zusammen mit einem westlich Richtung Kloten angrenzenden Gebiet als Landschafts-FÃ¶rderungsgebiet ausgewiesen (vgl. Richtplan-Text [Kapitel 3: Landschaft], S. 24, 28, 34; vgl. auch Verordnung des Regierungsrats zum Schutze des Eigentals vom 16. MÃ¤rz 1967). Die Baudirektion lehnte die RÃ¼ckklassierung der Eigentalstrasse zur Staatsstrasse mit Hinweis auf die Bedeutung des Eigentals als Naturschutzgebiet ab. Zu den erfolgreichen Massnahmen zum Schutz des Eigentals gehÃ¶rt sodann die jeweils im FrÃ¼hling angeordnete mehrwÃ¶chige nÃ¤chtliche Sperrung der Eigentalstrasse fÃ¼r den Verkehr, um den Amphibien die gefahrlose Wanderung zu den LaichgewÃ¤ssern zu ermÃ¶glichen (vgl. âDie Amphibienwanderung geht los â¦â, Medienmitteilung der Volkswirtschaftsdirektion vom 21. MÃ¤rz 2006, www.zh.ch <span>Ã </span> weitere News <span>Ã </span> Archiv ab 2002).</p> <p class="Erwgung3"><b>5.2.2 </b>Wie dargelegt, fÃ¼hrte die Unterbindung des Schwerverkehrs auf der Eigentalstrasse allerdings nur zu einer geringen Reduktion der Emissionen und damit zu einer unerheblichen Entlastung des Eigentals (vorn E. 5.1.4). Die VerkehrsbeschrÃ¤nkung ist deshalb nicht geeignet, dem Schutzzweck Nachachtung zu verschaffen. Dabei ist insbesondere zu bedenken, dass der Ã¼brige Strassenverkehr, der den Hauptteil der verkehrsmÃ¤ssigen Belastung des Eigentals ausmacht (vorn E. 5.1.2), dieses nach wie vor ungehindert passieren kann. Dass Ãberlegungen angestellt werden, das Eigental einmal ganz vom Strassenverkehr zu befreien, Ã¤ndert daran nichts.</p> <p class="Erwgung2"><b>5.3 </b>Die BeschwerdefÃ¼hrerinnen halten die Verkehrsanordnung weiter fÃ¼r unverhÃ¤ltnismÃ¤ssig, weil sie ein gewichtiges Interesse an der Aufrechterhaltung einer mit Lastwagen befahrbaren Verbindung durch das Eigental hÃ¤tten. Die im Wesentlichen pekuniÃ¤ren Interessen der betroffenen Gemeinden NÃ¼rensdorf, Kloten und Oberembrach wegen eines allfÃ¤lligen Sanierungsaufwandes vermÃ¶chten das Fahrverbot fÃ¼r Lastwagen nicht zu begrÃ¼nden. </p> <p class="Urteilstext">FÃ¼r die BeschwerdefÃ¼hrerinnen bringt die angeordnete VerkehrsbeschrÃ¤nkung erhebliche Nachteile, indem sie von ihren Betriebsstandorten Embrach, Oberembrach und Lufingen aus die Ortschaften BrÃ¼tten, NÃ¼rensdorf und Bassersdorf sowie deren Umgebung mit schweren Motorfahrzeugen nicht mehr auf der direkten Strassenverbindung erreichen kÃ¶nnen und sie deshalb eine Ausweichroute wÃ¤hlen mÃ¼ssen. Angesichts dessen, dass sie auf die im Raum Embrach bestehenden Kiesgruben (Embraport) angewiesen sind (vgl. vorn E. 2.2), dass ihre Lastwagen, die einen hohen Anteil des Schwerverkehrs im Eigental ausmachen, im Interesse einer mÃ¶glichst geringen Umweltbelastung die kÃ¼rzeste Route benÃ¼tzen sollten und dass der dortige Schwerverkehr insgesamt nur eine geringe Mehrbelastung des Eigentals bringt, mÃ¼ssen die Interessen der beteiligten Gemeinden, mittels der in Frage stehenden VerkehrsbeschrÃ¤nkung ihre Unterhaltspflicht fÃ¼r die Eigentalstrasse hinauszuschieben, wenn nicht gar zu umgehen, zurÃ¼ckstehen. Unter diesem Gesichtspunkt erweist sich das angefochtene Verbot tatsÃ¤chlich als unverhÃ¤ltnismÃ¤ssig.</p> <p class="Erwgung2"><b>5.4 </b>Ob die Eigentalstrasse (wieder) als Staatsstrasse zu klassieren sei, ist dagegen nicht in diesem Verfahren zu beurteilen. Eine solche Klassierung bedingte eine entsprechende Eintragung im kantonalen oder regionalen (Verkehrs-)Richtplan (§ 5 Abs. 1 StrassG) und wÃ¤re demzufolge in einem Verfahren zur Ãnderung des Richtplans weiter zu verfolgen.</p> <p class="Erwgung1"><b>6. </b> </p> <p class="Urteilstext">Insgesamt sind daher die Interessen der BeschwerdefÃ¼hrerinnen hÃ¶her zu gewichten als diejenigen der betroffenen Gemeinden, die den Natur- und Landschaftsschutz tatsÃ¤chlich nur am Rande betreffen (vorn E. 5.1.3). Eine Sperrung im beabsichtigten Umfang wÃ¼rde zudem die â an sich geringe â Belastung durch den Schwerverkehr vom mehrheitlich unbewohnten Eigental in dicht besiedelte Gebiete verlagern, wozu nach dem AusgefÃ¼hrten keine Notwendigkeit besteht.</p> <p class="Urteilstext">DemgemÃ¤ss ist die Beschwerde gutzuheissen. Disp.-Ziffer II des Regierungsratsbeschlusses Nr. 950/2005 vom 6. Juli 2005 (soweit es die BeschwerdefÃ¼hrenden 1 bis 3 betrifft) und die VerfÃ¼gung der Direktion fÃ¼r Soziales und Sicherheit (Kantonspolizei) Nr. A 26'373 vom 20. Februar 2004 sind aufzuheben. Entsprechend sind die Rekurskosten neu zu verlegen (§ 13 Abs. 2 VRG): Der auf die drei BeschwerdefÃ¼hrenden entfallende Anteil der Rekurskosten ist zu 1/2 der Beschwerdegegnerin und zu je 1/6 den Mitbeteiligten 1 bis 3 aufzuerlegen.</p> <p class="Urteilstext">Die Kosten des verwaltungsgerichtlichen Beschwerdeverfahrens sind zu 1/2 der Beschwerdegegnerin und zu je 1/6 den Mitbeteiligten 1 bis 3 aufzuerlegen (§ 70 in Verbindung mit § 13 Abs. 2 VRG). Die BeschwerdefÃ¼hrerinnen haben Anspruch auf eine ParteientschÃ¤digung fÃ¼r das Rekurs- und Beschwerdeverfahren (§ 17 Abs. 2 VRG): Die Beschwerdegegnerin wird verpflichtet, den BeschwerdefÃ¼hrerinnen 1 bis 3 fÃ¼r das Rekurs- und Beschwerdeverfahren gesamthaft eine ParteientschÃ¤digung von Fr. 2'000.- (Mehrwertsteuer inbegriffen) zu bezahlen, zahlbar innert 30 Tagen ab Rechtskraft dieses Entscheids.</p> <p class="Einzug1"><span>DemgemÃ¤ss </span><span><a id="Text25"></a>entscheidet</span><span> </span><span>die Kammer</span><span>:</span></p> <p class="Einzug2"><span>1. Die Beschwerde wird gutgeheissen. Disp.-Ziffer II des Regierungsratsbeschlusses Nr. 950/2005 vom 6. Juli 2005 (soweit es die BeschwerdefÃ¼hrenden 1 bis 3 betrifft) und die VerfÃ¼gung der Direktion fÃ¼r Soziales und Sicherheit (Kantonspolizei) Nr. A 26'373 vom 20. Februar 2004 werden aufgehoben.</span></p> <p class="Einzug2"><span>2. Der auf die drei BeschwerdefÃ¼hrenden entfallende Anteil der Rekurskosten wird zu 1/2 der Beschwerdegegnerin und zu je 1/6 den Mitbeteiligten 1 bis 3 auferlegt.</span></p> <p class="Einzug2"><span>3. Die GerichtsgebÃ¼hr wird festgesetzt auf <br/> Fr. 2'500.--; die Ã¼brigen Kosten betragen:<br/> Fr. 150.-- Zustellungskosten,<br/> Fr. 2'650.-- Total der Kosten.</span></p> <p class="Einzug2"><span>4. Die Gerichtskosten werden zu 1/2 der Beschwerdegegnerin und zu je 1/6 den Mitbeteiligten 1 bis 3 auferlegt. </span></p> <p class="Einzug2"><span>5. Die Beschwerdegegnerin wird verpflichtet, den BeschwerdefÃ¼hrerinnen 1 bis 3 fÃ¼r das Rekurs- und Beschwerdeverfahren gesamthaft eine ParteientschÃ¤digung von Fr. 2'000.- (Mehrwertsteuer inbegriffen) zu bezahlen, zahlbar innert 30 Tagen ab Rechtskraft dieses Entscheids.</span></p> <p class="Einzug2"><span>6. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen, von der Zustellung an gerechnet, Verwaltungsgerichtsbeschwerde beim Bundesgericht erhoben werden.</span></p> <p class="Einzug2"><span>7. Mitteilung an â¦</span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>