Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche- rungsrecht vom 3. April 2014 (720 12 370 / 86) ____________________________________________________________________ Invalidenversicherung Revisionsweise oder wiedererwägungsweise Aufhebung einer laufenden Rente / Die ent- sprechenden Voraussetzungen sind vorliegend nicht erfüllt Besetzung Präsidentin Eva Meuli, Kantonsrichter Chr istof Enderle, Kantonsrich- ter Beat Hersberger, Gerichtsschreiber Markus Schäfer Parteien Pensionskasse A.____ , Beschwerdeführerin , vertreten durch St e- phan Weber, Rechtsanwalt, Niederlenzerstrasse 10, 5600 Lenzburg gegen IV -Stelle Basel -Landschaft , Hauptstrasse 109 , 4102 Binningen , Beschwerdegegnerin Beigeladener B.____, vertreten durch Michelle Wahl, Advokatin, Fischmarkt 12, 4410 Liestal Betreff IV-Rente A. Der 1963 geborene B.____ hatte sich im Dezember 1996 unter Hinweis auf verschie- dene Gesundheitsbeeinträchtigungen bei der Eidgenös sischen Invalidenversicherung (IV) zum Seite 2 http://www.bl.ch/kantonsgericht Bezug von Leistungen angemeldet. Nach Vornahme erwerb licher und medizinischer Abklärun- gen sprach die IV-Stelle Basel-Landschaft B.____ mit Verfügung vom 21. Mai 1999 gestützt auf einen Invaliditätsgrad von 100 % rückwirkend ab 1. Juni 1997 eine ganze IV-Rente zu. Da sich die IV-Stelle bewusst war, dass diese Rentenzusprache au f einer eher knappen medizinischen Aktenlage beruhte, leitete sie bereits nach zwei Monate n, d.h. im Juli 1999 von Amtes wegen eine Überprüfung des Rentenanspruchs des Versicherten ei n. Dieses Revisionsverfahren, in welchem die IV-Stelle unter anderem ein ausführliches psychiatrisches Gutachten über den Versicherten eingeholt hatte, endete schliesslich mit der Mitteilung der IV-Stelle vom 10. November 2000 an den Versicherten, mit welcher dess en Anspruch auf eine ganze IV- Rente - bei einem Invaliditätsgrad von 100 % - bestät igt wurde. In den nachfolgenden Jahren führte die IV-Stelle von Amtes wegen weitere drei Rentenrevisionsverfahren durch, in denen sie jeweils unveränderte Verhältnisse feststellte (Mitteilun gen vom 7. Januar 2004, 26. Februar 2009 und 14. Mai 2012). Neben der Rente der Eidgenössischen Invalidenversicherung b ezog B.____ auch eine Invali- denrente nach dem Bundesgesetz über die berufliche Al ters-, Hinterlassenen- und Invaliden- vorsorge (BVG) vom 25. Juni 1982, welche ihm von der Pen sionskasse A.____ als leistungs- pflichtiger Vorsorgeeinrichtung ausgerichtet wurde. Im Jahre 2011 gab die Pensionskasse A.____ bei Dr. med. C.____, Psychiatrie und Psychotherapie FMH, ein psychiatrisches Gutach- ten über den Versicherten in Auftrag. Nachdem ihr dies es Gutachten vom 22. Dezember 2011 zugegangen war, hob die Pensionskasse A.____ die BVG-Inva lidenrente von B.____ per 31. Dezember 2011 mit der Begründung auf, das fachä rztliche Gutachten habe ergeben, dass der Versicherte nicht krank sei und nie krank gewesen sei. G egen diese Einstellung der BVG- Invalidenrente erhob B.____ am 4. Juli 2012 beim Sozia lversicherungsgericht Basel-Stadt Kla- ge gegen die Pensionskasse A.____, wobei er die Weiter ausrichtung der vollen Invalidenrente aus beruflicher Vorsorge beantragte. Mit einer als “Revisionsgesuch“ bezeichneten Eingabe vom 29. Mai 2012, in welcher sie haupt- sächlich auf das erwähnte psychiatrische Gutachten des Dr. C._ ___ verwies, hatte die Pensi- onskasse A.____ zusätzlich bei der IV-Stelle die Durchfüh rung eines Rentenrevisionsverfah- rens und die Aufhebung der IV-Rente des Versicherten ver langt. Die IV-Stelle leitete in der Fol- ge ein Rentenrevisionsverfahren ein, welches nach entspre chenden Abklärungen zur Mitteilung vom 11. September 2012 an den Versicherten führte, dass man bei der Überprüfung des Invali- ditätsgrades keine Änderung festgestellt habe, die sich auf die Rente auswirke. Es bestehe deshalb weiterhin Anspruch auf die bisherige ganze I V-Rente. Da sich die Pensionskasse A.____ mit dieser Beurteilung nicht einverstanden erkl ären konnte, verlangte sie den Erlass einer beschwerdefähigen Verfügung, worauf die IV-Ste lle den unveränderten Rentenanspruch von B.____ am 23. Oktober 2012 verfügungsweise bestätigte . Zur Begründung hielt die IV- Stelle im Wesentlichen fest, das Gutachten des Dr. C.____ weise keine Verbesserung des Ge- sundheitszustandes aus, weshalb die Voraussetzungen für ei ne Rentenrevision nicht gegeben seien. Eine wiedererwägungsweise Aufhebung der Rente s ei ebenfalls nicht angezeigt, da die damalige Rentenzusprechung nicht zweifellos unrichtig gewesen sei. Seite 3 http://www.bl.ch/kantonsgericht B. Gegen diese Verfügung erhob die Pensionskasse A.____ , vertreten durch Rechtsan- walt Stephan Weber, am 26. November 2012 Beschwerde b eim Kantonsgericht, Abteilung So- zialversicherungsrecht (Kantonsgericht). Darin beantragte sie, es seien sowohl die angefochte- ne Verfügung vom 23. Oktober 2012 als auch die IV-Ren te des Versicherten vollumfänglich aufzuheben; unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten der IV-Stelle und des Versi- cherten. C. Mit Eingabe vom 18. Januar 2013 beantragte die IV -Stelle, es sei das Beschwerdever- fahren bis zum Vorliegen des Urteils des Sozialversicherung sgerichts Basel-Stadt im dort zwi- schen B.____ und der Pensionskasse A.____ hängigen, die Einstellung der BVG-Invalidenrente betreffenden Klageverfahren zu sistieren. Während B.__ __ am 6. Februar 2013 mitteilte, dass er auf eine Stellungnahme zu diesem Verfahrensantrag verzichte und den Entscheid darüber dem Gericht überlasse, ersuchte die Beschwerdeführerin i n ihrer Stellungnahme vom 22. Feb- ruar 2013 um Abweisung des Sistierungsgesuchs. Mit Verfügung vom 26. März 2013 lehnte das Kantonsgericht in der Folge den Sistierungsantrag der IV-Stelle ab; gleichzeitig forderte es die- se zur Einreichung ihrer Vernehmlassung auf. D. In ihrer Vernehmlassung vom 10. April 2013 beantra gte die IV-Stelle, die Beschwerde sei abzuweisen, soweit darauf einzutreten sei. Den Antr ag, wonach auf die Beschwerde nicht einzutreten sei, begründete sie dahingehend, dass sich di e Beschwerdeführerin bereits Ende 2011 über den Entscheid der IV-Organe hinweggesetzt u nd die Ausrichtung ihrer BVG- Invalidenrente eingestellt habe. Somit fehle ihr heu te aber ein aktuelles, rechtlich geschütztes Interesse an der Aufhebung der angefochtenen Verfügung. E. Mit Verfügung vom 16. April 2013 bewilligte das K antonsgericht dem Beigeladenen B.____ für das vorliegende Verfahren die unentgeltlich e Prozessführung und die unentgeltliche Verbeiständung mit Advokatin Michelle Wahl als Rechtsvertreterin. F. In seiner Stellungnahme vom 11. Juni 2013 beantra gte der Beigeladene, es sei auf die Beschwerde nicht einzutreten. Eventualiter sei die Beschwerde abzuweisen und es sei die Ver- fügung der IV-Stelle vom 23. Oktober 2013 vollumfän glich zu bestätigen; unter o/e-Kostenfolge zu Lasten der Beschwerdeführerin. G. Im Rahmen eines zweiten Schriftenwechsels hielten die Beschwerdeführerin in ihrer Replik vom 30. August 2013 und die IV-Stelle in ihrer Duplik vom 6. September 2013 an ihren bisherigen Anträgen und wesentlichen Begründungen fest. Der Beigeladene wiederum teilte am 26. September 2013 mit, dass er auf eine Duplik verzichte. Das Kantonsgericht zieht i n E r w ä g u n g : 1.1 Gemäss § 16 Abs. 2 des Gesetzes über die Verfassungs- u nd Verwaltungsprozess- ordnung (VPO) vom 16. Dezember 1993 hat das Kantonsger icht von Amtes wegen, d.h. unab- hängig von allfälligen Parteianträgen, zu prüfen, ob auf das Rechtsmittel eingetreten werden Seite 4 http://www.bl.ch/kantonsgericht kann. Zu den Prozessvoraussetzungen, die allesamt erfüllt sein müssen, damit das Gericht zur Begründetheit oder Unbegründetheit der Rechtsbegehren Stellung nehmen kann, gehört unter anderem das Erfordernis, dass die Beschwerde führende Pa rtei durch die angefochtene Verfü- gung berührt ist und ein schutzwürdiges Interesse an de ren Aufhebung oder Änderung hat. Es stellt sich die Frage, ob diese Sachurteilsvoraussetzung im vorliegenden Fall gegeben ist. 1.2 Laut Art. 59 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungs- rechts (ATSG) vom 6. Oktober 2000 ist zur Beschwerde berechtigt, wer durch die angefochtene Verfügung oder den Einspracheentscheid berührt ist und ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung oder Änderung hat. Als schutzwürdiges Interesse gilt nach der Rechtsprechung je- des praktische oder rechtliche Interesse, welches eine von der Verfügung betroffene Person an deren Änderung oder Aufhebung geltend machen kann. Da s schutzwürdige Interesse besteht im praktischen Nutzen einer Gutheissung der Beschwerde od er - anders ausgedrückt - im Um- stand, einen Nachteil wirtschaftlicher, ideeller, mater ieller oder anderweitiger Natur zu vermei- den, welchen der angefochtene Entscheid mit sich bring en würde (BGE 131 V 365 f. E. 2.1 mit Hinweisen). Der Begriff des Rechtsschutzinteresses schliesst sod ann dessen Aktualität ein. Diese Voraussetzung ist gegeben, wenn der angefochtene Akt einen Nachteil entstehen lässt, der im Zeitpunkt der gerichtlichen Beurteilung noch vo rhanden ist (Urteil S. des Bundesgerichts vom 22. November 2011, 9C_78/2010, E. 2.1). Mit diese m Erfordernis soll sichergestellt wer- den, dass das Gericht konkrete und nicht bloss theoretische Fragen entscheidet. Es dient damit der Prozessökonomie (BGE 136 I 276 E. 1.3 mit Hinweisen). 1.3 Nach der Rechtsprechung sind die Vorsorgeeinrichtunge n im Bereich der gesetzlichen Mindestvorsorge an die Feststellungen der IV-Organe gebunden. Dies gilt, soweit die invaliden- versicherungsrechtliche Betrachtungsweise auf Grund der ge samthaften Prüfung der Akten nicht als offensichtlich unhaltbar erscheint. Des Weitern entfällt eine Bindungswirkung, wenn die Vorsorgeeinrichtung nicht ins invalidenversicherungsrechtl iche Verfahren einbezogen wird. Denn den Versicherern nach BVG steht in diesem Verfahren ein selbstständiges Beschwerde- recht zu. Deshalb ist die IV-Stelle verpflichtet, eine Rentenverfügung allen in Betracht fallenden Vorsorgeeinrichtungen von Amtes wegen zu eröffnen. Unte rbleibt ein solches Einbeziehen der Vorsorgeeinrichtung, ist die invalidenversicherungsrechtli che Festsetzung des Invaliditätsgra- des berufsvorsorgerechtlich nicht verbindlich. Wird die Vo rsorgeeinrichtung demgegenüber ins invalidenversicherungsrechtliche Verfahren einbezogen, ko mmt ohne Weiterungen die vom Gesetzgeber gewollte, in den Art. 23 ff. BVG zum Ausdru ck gebrachte Verbindlichkeitswirkung des Entscheids der Invalidenversicherung zum Zuge (Sozialver sicherungsrecht - Rechtspre- chung [SVR] 2007 IV Nr. 3 S. 8 E. 3; BGE 132 V 5 E. 3.3, 129 V 73). 1.4. Im vorliegenden Fall war die Beschwerde führende Vorsorgeeinrichtung ins IV- Verfahren einbezogen, so dass sie nach dem Gesagten an d en Entscheid der IV-Stelle gebun- den ist. Es kommt ihr deshalb ein selbständiges Beschwerderecht gegen die strittige Verfügung der IV-Stelle vom 23. Oktober 2012 zu. Daran ändert a uch das parallel zwischen dem Versi- cherten und der Beschwerdeführerin vor dem Sozialversicher ungsgericht Basel-Stadt hängige BVG-Klageverfahren nichts. In diesem BVG-Verfahren ist die Vorsorgeeinrichtung darauf be- schränkt, eine offensichtliche Unhaltbarkeit der Weiterau srichtung der IV-Rente an den Versi- Seite 5 http://www.bl.ch/kantonsgericht cherten geltend zu machen. Für den Fall, dass eine solche im BVG-Prozess verneint werden sollte, muss die Vorsorgeeinrichtung aber in Anbetracht der Bindungswirkung des Entscheides der IV-Stelle die Möglichkeit haben, sich (auch) im IV -rechtlichen (Beschwerde-) Verfahren ge- gen deren Entscheid - in casu gegen die ihres Erachtens unzulässige Weiterausrichtung der IV- Rente an den Versicherten - zur Wehr zu setzen. Ein aktue lles Rechtsschutzinteresse der vor- liegend Beschwerde führenden Vorsorgeeinrichtung ist deshalb zu bejahen. 1.5 Nach dem Gesagten ist auf die - im Übrigen frist- und formgerecht erhobene - Be- schwerde der Vorsorgeeinrichtung vom 26. November 2012 einzutreten. 2.1 Die Beschwerdeführerin beanstandet vorab, die IV- Stelle sei in der angefochtenen Ver- fügung vom 23. Oktober 2012 der ihr obliegenden Begrü ndungspflicht nicht in ausreichendem Masse nachgekommen. So habe sich die IV-Stelle nicht mit den Vorbringen im Revisionsge- such zur Frage der Eingliederungsmöglichkeit des Versicher ten auseinandergesetzt. Bei die- sem Einwand der Beschwerdeführerin handelt es sich um eine Rüge formeller Natur. Sollte sich diese als zutreffend erweisen, kann dies zur Aufhebung d er angefochtenen Verfügung führen, ohne dass die Angelegenheit materiell beurteilt würde . Der betreffende Einwand ist darum vor- ab zu prüfen (vgl. Urteil W. des Bundesgerichts vom 3. Juni 2009, 8C_951/2008, E. 3). 2.2.1 Gemäss Art. 29 Abs. 2 der Bundesverfassung der Schwei zerischen Eidgenossenschaft (BV) vom 18. April 1999 haben die Parteien Anspruch au f rechtliches Gehör. Das rechtliche Gehör dient einerseits der Sachaufklärung, andererseits stellt es ein persönlichkeitsbezogenes Mitwirkungsrecht beim Erlass eines Entscheids dar, welcher in die Rechtsstellung einer Person eingreift (BGE 132 V 370 E. 3.1 mit zahlreichen Hinw eisen). Als persönlichkeitsbezogenes Mitwirkungsrecht verlangt das rechtliche Gehör, dass die Behörde die Vorbringen des vom Ent- scheid Betroffenen auch tatsächlich hört, ernsthaft prüft und in ihrer Entscheidfindung ange- messen berücksichtigt (BGE 136 I 188 E. 2.2.1 mit Hinweis). 2.2.2 In Konkretisierung dieses verfassungsrechtlichen Gehör sanspruchs statuiert Art. 49 Abs. 3 ATSG die grundsätzliche Pflicht der Versicherungst räger, ihre Verfügungen zu begrün- den, wenn sie den Begehren der Parteien nicht voll ent sprechen. Zur Frage, welche Begrün- dungsdichte die Verfügung aufweisen muss, äussert sich di e genannte Bestimmung nicht. Diesbezüglich ist auf die bundesgerichtliche Rechtsprechun g zu verweisen, wonach die Be- gründung so abgefasst sein muss, dass der Betroffene die Verfügung gegebenenfalls sachge- recht anfechten kann. Dies ist nur möglich, wenn sowohl der Betroffene wie auch die Rechtsmit- telinstanz sich über die Tragweite des Entscheides ein Bil d machen können. Zu diesem Zweck müssen wenigstens kurz die Überlegungen genannt werden, von denen sich die Behörde hat leiten lassen und auf die sich ihre Verfügung stützt. Di es bedeutet indessen nicht, dass sie sich ausdrücklich mit jeder tatbeständlichen Behauptung und jedem rechtlichen Einwand auseinan- dersetzen muss. Vielmehr kann sie sich auf die für den Ent scheid wesentlichen Gesichtspunkte beschränken (BGE 124 V 181 E. 1 mit Hinweisen; vgl. auch 136 I 188 E. 2.2.1). 2.3 In der angefochtenen Verfügung bringt die IV-St elle klar zum Ausdruck, dass ihres Er- achtens eine Verbesserung des Gesundheitszustandes des Ver sicherten und damit ein Revisi- Seite 6 http://www.bl.ch/kantonsgericht onsgrund nicht ausgewiesen sei. Es werden auch die Gr undlagen genannt, auf die sich diese Einschätzung stützt. Ebenso äussert sich die IV-Stelle zur Frage der offensichtlichen Unrichtig- keit der ursprünglichen Rentenzusprache. Insgesamt lässt sic h den Ausführungen der IV-Stelle klar entnehmen, dass diese nach wie vor von einer vollständi gen Erwerbsunfähigkeit - also von einem Invaliditätsgrad von 100 % - des Versicherten ausge ht. Bei dieser Ausgangslage hat für die IV-Stelle aber zweifellos keine Veranlassung bestand en, sich (zusätzlich) mit der Frage der Eingliederungsmöglichkeit des Versicherten zu befassen. De m Einwand der Beschwerdeführe- rin, wonach die IV-Stelle diesbezüglich ihre Begründu ngspflicht verletzt habe, kann deshalb nicht beigepflichtet werden. Ob der Argumentation de r IV-Stelle und den daraus gezogenen Schlüssen auch inhaltlich beigepflichtet werden kann, ist eine andere Frage, auf die im Rahmen der nachfolgenden materiellen Beurteilung der Beschwerde einzugehen sein wird. 3. Materiell strittig und im Folgenden zu prüfen ist, ob die IV-Stelle in der angefochtenen Verfügung vom 23. Oktober 2012 zu Recht bestätigt hat, dass der Beigeladene weiterhin An- spruch auf die bisherige ganze IV-Rente hat. 3.1 Als Invalidität gilt nach Art. 8 des Bundesgesetzes übe r den Allgemeinen Teil des So- zialversicherungsrechts (ATSG) vom 6. Oktober 2000 die vora ussichtlich bleibende oder länge- re Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähig keit. Sie kann im IV-Bereich Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1 IVG). Unter Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursach- te und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Ver- lust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommen den allgemeinen Arbeitsmarkt zu verstehen (Art. 7 Abs. 1 ATSG). 3.2 Die Annahme einer allenfalls invalidisierenden psych ischen Gesundheitsbeeinträchti- gung setzt eine fachärztlich (psychiatrisch) gestellte Dia gnose nach einem wissenschaftlich an- erkannten Klassifikationssystem voraus (BGE 131 V 50 E. 1.2, 130 V 398 ff. E. 5.3 und E. 6). Zu betonen ist, dass im Kontext der rentenmässig abzuge ltenden psychischen Leiden belas- tenden psychosozialen Faktoren sowie soziokulturellen Umstän den kein Krankheitswert zu- kommt. Ein invalidisierender Gesundheitsschaden im Sinne von Art. 8 ATSG in Verbindung mit Art. 4 Abs. 1 IVG setzt in jedem Fall ein medizinisches Substrat voraus, das die Arbeits- und Erwerbsfähigkeit wesentlich beeinträchtigt. Ist eine psych ische Störung von Krankheitswert schlüssig erstellt, kommt der weiteren Frage zentrale Bedeutung zu, ob und inwiefern, allenfalls bei geeigneter therapeutischer Behandlung, von der versi cherten Person trotz des Leidens wil- lensmässig erwartet werden kann, zu arbeiten und einem E rwerb nachzugehen (BGE 127 V 299 E. 5a mit Hinweisen). Zur Annahme einer d urch eine psychische Gesundheitsbeein- trächtigung verursachten Erwerbsunfähigkeit genügt es al so nicht, dass die versicherte Person nicht hinreichend erwerbstätig ist; entscheidend ist vielm ehr, ob anzunehmen ist, die Verwer- tung der Arbeitsfähigkeit sei ihr sozial-praktisch nicht mehr zumutbar oder - als alternative Vo- raussetzung - sogar für die Gesellschaft untragbar (BGE 1 02 V 165; vgl. auch BGE 127 V 298 E. 4c in fine). Seite 7 http://www.bl.ch/kantonsgericht 3.3 Nach Art. 28 Abs. 1 IVG (in der bis Ende 2007 gült ig gewesenen Fassung) bzw. nach Art. 28 Abs. 2 IVG (in der seit 1. Januar 2008 anwend baren Fassung) hat die versicherte Per- son Anspruch auf eine ganze Rente, wenn sie zu mindes tens 70 %, auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie zu mindestens 60 %, auf eine halbe Rente, wen n sie zu mindestens 50 % und auf eine Viertelsrente, wenn sie zu mindestens 40 % invalid ist. 3.4 Für die Bemessung der Invalidität von erwerbstätige n Versicherten ist Art. 16 ATSG anwendbar (Art. 28 Abs. 2 IVG [in der bis 31. Dezemb er 2007 gültig gewesenen Fassung] bzw. Art. 28a Abs. 1 IVG [in der seit 1. Januar 2008 anwend baren Fassung]). Danach wird für die Bestimmung des Invaliditätsgrades das Erwerbseinkommen, d as die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der med izinischen Behandlung und allfälliger Ein- gliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktla- ge erzielen könnte (Invalideneinkommen), in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden w äre (Valideneinkommen). Der Einkom- mensvergleich hat in der Regel in der Weise zu erfol gen, dass die beiden hypothetischen Er- werbseinkommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt un d einander gegenübergestellt wer- den. Aus der Einkommensdifferenz lässt sich der Invalidität sgrad bestimmen (BGE 128 V 30 E. 1). 4.1 Nach Art. 17 Abs. 1 ATSG sind laufende IV-Renten f ür die Zukunft zu erhöhen, herab- zusetzen oder aufzuheben, wenn sich der Invaliditätsgrad in einer für den Anspruch erheblichen Weise ändert. Anlass zur Rentenrevision gibt jede wesen tliche Änderung in den tatsächlichen Verhältnissen, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad u nd damit den Rentenanspruch zu beein- flussen. Zu denken ist dabei in erster Linie an eine we sentliche Änderung des Gesundheitszu- standes der versicherten Person. Darüber hinaus ist die Rente aber auch revidierbar, wenn sich die erwerblichen Auswirkungen des an sich gleich gebliebe nen Gesundheitszustandes erheb- lich verändert haben (BGE 130 V 349 E. 3.5 mit Hinweisen). 4.2 Die abweichende medizinische oder rechtliche Einschätz ung von im Wesentlichen un- veränderten tatsächlichen Verhältnissen führt nicht zu e iner materiellen Revision. Bloss auf ei- ner anderen Wertung beruhende, revisionsrechtlich unerhe bliche Differenzen sind daher von revisionsbegründenden tatsächlichen Veränderungen abzugr enzen. Eine ärztliche Schlussfol- gerung, die von der früheren abweicht, obwohl sich der beurteilte Gesundheitszustand effektiv nicht verändert hat, ist meist auf eine unterschiedliche Ausübung des medizinischen Ermessens (vgl. dazu BGE 137 V 253 E. 3.4.2.3) zurückzuführen (Ur teil J. des Bundesgerichts vom 29. August 2011, 9C_418/2010, E. 4.1 mit weiteren Hinweisen). 4.3 Zeitliche Vergleichsbasis für die Prüfung einer ans pruchserheblichen Änderung des Invaliditätsgrades bildet die letzte (der versicherten Person eröffnete) rechtskräftige Verfügung, welche auf einer materiellen Prüfung des Rentenanspru chs mit rechtskonformer Sachverhalts- abklärung, Beweiswürdigung und Durchführung eines Einkommensvergleichs (bei Anhaltspunk- ten für eine Änderung in den erwerblichen Auswirkunge n des Gesundheitszustandes) beruht (BGE 133 V 114 E. 5.4; vgl. auch BGE 130 V 75 ff. E. 3.2.3). Vorliegend hat die IV-Stelle dem Versicherten mit Verfügung vom 21. Mai 1999 rückwirkend ab 1. Juni 1997 eine ganze IV-Rente Seite 8 http://www.bl.ch/kantonsgericht zugesprochen. Da sich die IV-Stelle bewusst war, dass die Re ntenzusprache damals auf einer knappen medizinischen Aktenlage (Beurteilung des IV-Arztes vom 8. Februar 1999 und Kurzbe- richt der Klinik D.____ vom 21. Dezember 1998) beruhte, leitete sie bereits nach zwei Monaten, d.h. im Juli 1999 von Amtes wegen eine Überprüfung de s Rentenanspruchs des Versicherten ein. In deren Rahmen holte sie ein fachärztliches Gutach ten bei Dr. med. E.____, Psychiatrie und Psychotherapie FMH, ein. Gestützt auf die Ergebni sse, zu denen der Facharzt in seinem ausführlichen Gutachten vom 30. Oktober 2000 gelangt w ar, bestätigte die IV-Stelle mit Mittei- lung vom 10. November 2000 den Anspruch des Versicherten auf eine ganze IV-Rente. Hält man sich diesen Sachverhalt vor Augen, so zeigt sich, dass d ie letzte umfassende Abklärung des medizinischen Sachverhaltes im Rahmen dieses ersten, vom Juli 1999 bis November 2000 dauernden Rentenrevisionsverfahrens erfolgt war. Somit ist die Frage, ob eine Änderung in den tatsächlichen Verhältnissen eingetreten ist, die eine re visionsweise Aufhebung der bis anhin ausgerichteten Rente rechtfertigt, durch Vergleich de s Sachverhalts, wie er im Zeitpunkt der Mitteilung vom 10. November 2000 (Bestätigung der ga nzen Rente bei einem IV-Grad von 100 %) bestanden hat, mit demjenigen im Zeitpunkt de r vorliegend angefochtenen Verfügung vom 23. Oktober 2012. 5. Im Folgenden ist somit zu prüfen, ob sich der Gesundh eitszustand und - damit einher- gehend - der Grad der Arbeitsfähigkeit des Versicherten tatsächlich, wie von der Beschwerde- führerin in ihrem Revisionsgesuch geltend gemacht, seit November 2000 in einer anspruchser- heblichen Weise verbessert hat. 5.1 Nach Art. 6 ATSG ist die Arbeitsunfähigkeit die du rch eine Beeinträchtigung der körper- lichen, geistigen oder psychischen Gesundheit bedingte, vo lle oder teilweise Unfähigkeit, im bisherigen Beruf oder Aufgabenbereich zumutbare Arbei t zu leisten (Satz 1). Bei langer Dauer wird auch die zumutbare Tätigkeit in einem andern Ber uf oder Aufgabenbereich berücksichtigt (Satz 2). Diese Legaldefinition stimmt im Wesentlichen mit dem Begriff der Arbeitsunfähigkeit überein, wie ihn die Rechtspraxis vor dem Inkrafttreten des ATSG entwickelt hatte (vgl. etwa BGE 129 V 53 E. 1.1 in fine mit Hinweisen). Die bis zum 31. Dezember 2002 ergangene dies- bezügliche Rechtsprechung des damaligen Eidgenössischen Ve rsicherungsgerichts (EVG; seit 1. Januar 2007: Bundesgericht, sozialrechtliche Abteilu ngen) bleibt folglich weitestgehend an- wendbar (BGE 130 V 345 E. 3.1.1). 5.2 Bei der Feststellung des Gesundheitszustandes und insb esondere auch bei der Beur- teilung der Arbeitsfähigkeit der versicherten Person i st die Verwaltung (und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche u nd gegebenenfalls auch andere Fach- leute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesund- heitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig ist. Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der Person noch zugemutet werden können (BGE 132 V 99 E. 4 mit weiteren Hinweisen). 5.3 Das Gericht hat die medizinischen Unterlagen nach de m für den Sozialversicherungs- prozess gültigen Grundsatz der freien Beweiswürdigung ( vgl. Art. 61 lit. c ATSG) - wie alle an- Seite 9 http://www.bl.ch/kantonsgericht deren Beweismittel - frei, d.h. ohne Bindung an förm liche Beweisregeln, sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen. Dies bedeutet, dass das Sozialversicherungsgericht alle Beweismit- tel, unabhängig, von wem sie stammen, objektiv zu prüfe n und danach zu entscheiden hat, ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilun g des streitigen Rechtsanspruchs ge- statten. Insbesondere darf es bei einander widerspreche nden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzu- geben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt. Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist demnach entscheidend , ob dieser für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen be ruht, auch die geklagten Beschwer- den berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darle- gung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurte ilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen der Expertin oder des Experten begründet sind (BGE 134 V 232 E. 5.1; 125 V 352 E. 3a, 122 V 160 E. 1c). 5.4 Darüber hinaus gilt es in Revisionsfällen (im Sinne des Art. 17 ATSG) bei der Erhe- bung und Würdigung des medizinischen Sachverhaltes Folg endes zu beachten: Da die Fest- stellung einer revisionsbegründenden Veränderung durch e ine Gegenüberstellung eines ver- gangenen und des aktuellen Zustandes erfolgt (vgl. E. 4 hiervor), bildet Gegenstand des Be- weises das Vorhandensein einer entscheidungserheblichen Di fferenz in den - den medizini- schen Gutachten zu entnehmenden - Tatsachen. Die Feststell ung des aktuellen gesundheitli- chen Befunds und seiner funktionellen Auswirkungen ist zwar Ausgangspunkt der Beurteilung; sie erfolgt aber nicht unabhängig, sondern wird nur e ntscheidungserheblich, soweit sie tatsäch- lich einen Unterschied auf der Seinsebene zum früheren Zustand wiedergibt. Der Beweiswert eines zwecks Rentenrevision erstellten Gutachtens hängt folg lich wesentlich davon ab, ob es sich ausreichend auf das Beweisthema - erhebliche Änder ung(en) des Sachverhalts - bezieht. Einer für sich allein betrachtet vollständigen, nachvollzi ehbaren und schlüssigen medizinischen Beurteilung, die im Hinblick auf eine erstmalige Beurteilung der Rentenberechtigung beweisend wäre (vgl. dazu BGE 134 V 232 E. 5.1, 125 V 352 E. 3a ), mangelt es daher in der Regel am rechtlich erforderlichen Beweiswert, wenn sich die (von e iner früheren abweichende) ärztliche Einschätzung nicht hinreichend darüber ausspricht, inwie fern eine effektive Veränderung des Gesundheitszustandes stattgefunden hat. Vorbehalten blei ben Sachlagen, in denen es evident ist, dass die gesundheitlichen Verhältnisse sich verändert haben (Urteil J. des Schweizerischen Bundesgerichts vom 29. August 2011, 9C_418/2010, E. 4.2). 6.1 Im Rahmen des ersten Rentenrevisionsverfahrens, in wel chem sie die ganze IV-Rente des Versicherten bestätigte (Mitteilung vom 10. November 2000), stützte sich die IV-Stelle bei der Beurteilung des Gesundheitszustandes und der Arbei tsfähigkeit des Versicherten auf das von ihr eingeholte psychiatrische Gutachten des Dr. E.____ vom 30. Oktober 2000. Darin hält dieser als “Diagnosen gemäss ICD-10“ eine emotional insta bile Persönlichkeitsstörung (Typus Borderline), eine somatoforme Schmerzstörung und - als Differentialdiagnose - eine chronische paranoide Schizophrenie fest. In Bezug auf die Arbeits fähigkeit gelangt Dr. E.____ zur Auffas- sung, dass in Anbetracht der festgestellten schweren Persönlichkeitsstörung und auch aufgrund des gut dokumentierten Verlaufes von einer Arbeitsunfäh igkeit von 80 % ausgegangen werden müsse, wobei der Versicherte in seinem gegenwärtigen Z ustand auch einem Arbeitgeber nicht Seite 10 http://www.bl.ch/kantonsgericht zumutbar sei. Das Vorliegen der von Dr. E.____ festgestellten schweren Persönlichkeitsstörung wurde in den folgenden Jahren sowohl durch begutachtende als auch durch behandelnde Ärzte - jeweils durch die Diagnose einer kombinierten Persönlichkeitsstörung mit narzisstischen, emo- tional instabilen und dissozialen Zügen - ausdrücklich bestä tigt (vgl. etwa die im Zusammen- hang mit einem Strafverfahren erstatteten Gutachten der Klinik F.____ vom 8. Januar 2002 und vom 21. Juli 2002, den Bericht von med. pract. G.____, Therapiezentrum H.____, vom 20. Sep- tember 2004 und den Bericht der Klinik I.____ vom 7. Januar 2009). 6.2 Zusammen mit ihrem Revisionsgesuch vom 29. Mai 2012 reichte die Beschwerdefüh- rerin der IV-Stelle das von ihr in Auftrag gegebene psychiatrische Gutachten des Dr. C.____ vom 22. Dezember 2011 ein, in welchem als einzige Diagnose eine „histrionische Persönlichkeit (ICD-10: F60.4)“ festgehalten wird. In seiner Beurt eilung führt Dr. C.____ aus, er habe bei sei- ner Untersuchung einen Exploranden angetroffen, bei d em er Aggravationstendenzen wahrge- nommen habe, der inkonsistente Aussagen gemacht habe und der - mit all den Akten und dem Durcheinander in der Erzählung - im Grunde willentlich zeigen wolle, dass er unter einer schwe- ren psychiatrischen Krankheit leide. Er sei überzeugt, d ass der Explorand „ich-nah“ bewusst etwas inszeniere, auch vorgebe, dass sein Gedächtnis nich t funktioniere. Die Diagnose einer histrionischen Persönlichkeit stelle er, da der Explorand sehr auf sich bezogen sei, sehr theatra- lisch wirke, bezüglich seiner Person dramatisiere, eine la bile, oberflächliche Affektivität zeige und im Mittelpunkt stehen wolle. Er sei auch egozentrisc h und zeige eine erhöhte Kränkbarkeit. Mit dieser Persönlichkeit habe der Explorand früher arb eiten können, wobei es allerdings Kon- flikte mit Kollegen und Vorgesetzten gegeben habe. I n einem recht strukturierten Rahmen, mit klaren Vorgaben, mit wenig Kunden- und Kollegenkontakt könne er jedoch auch heute eine Tä- tigkeit in einem zeitlich üblichen Pensum ausführen, ein e solche Tätigkeit wäre ihm auch zu- mutbar. 6.3 Die IV-Stelle unterbreitete das Gutachten von Dr . C.____ in der Folge dem Regionalen Ärztlichen Dienst (RAD) beider Basel zur Stellungnahme. In seiner Beurteilung vom 14. August 2012 vertritt der RAD-Arzt Dr. med. K.____, Psychiatri e und Psychotherapie FMH, die Auffas- sung, dass Dr. C.____ seine Diagnose, wonach ausschliesslich eine histrionische Persönlich- keit - gemeint sei wohl eine histrionische Persönlichkeit s störung , zumal eine Persönlichkeit kei- ne Krankheit sei - nicht ausreichend begründe. Insbesond ere lege er nicht nachvollziehbar dar, weshalb die kombinierte Persönlichkeitsstörung mit narzisst ischen, emotional instabilen und dissozialen Zügen heute nicht mehr vorhanden sein sollte. Am Vorliegen einer solchen bestehe für ihn nicht der geringste Zweifel. Dafür würden „e in bis zwei Dutzend“ Berichte und Gutachten voneinander unabhängiger psychiatrischer Fachärzte (praktizie rende erfahrene Psychiater, fo- rensich-psychiatrische und versicherungsmedizinische psychiatrische Gutachter) sprechen. „Wie ein roter Faden“ würde sich denn auch die Diagn ose der kombinierten Persönlichkeitsstö- rung durch die Akten ziehen, wobei einmal die narzisstisc hen, dann die emotional instabilen und dann die dissozialen Züge stärker im Vordergrund stün den, der überdauernde Gesund- heitszustand aber unverändert bleibe. 6.4 Die IV-Stelle ging in der angefochtenen Verfügu ng vom 23. Oktober 2012 gestützt auf die vorstehende Beurteilung des Dr. K.____ davon aus, d ass das von der Beschwerdeführerin Seite 11 http://www.bl.ch/kantonsgericht eingereichte Gutachten des Dr. C.____ nicht geeignet se i, eine seit der ursprünglichen Renten- zusprache bzw. seit dem ersten Rentenrevisionsverfahren eing etretene Verbesserung des Ge- sundheitszustandes des Versicherten ausreichend mit Befunden zu belegen. Diese vorinstanz- liche Würdigung des medizinischen Sachverhaltes ist nicht zu beanstanden. Vergleicht man nämlich den aktuellen, durch Dr. C.____ erhobenen med izinischen Sachverhalt mit der Situati- on, wie sie sich anlässlich der Begutachtung durch Dr. E. ____ im Oktober 2000 präsentiert hat, so zeigt sich, dass der psychische Gesundheitszustand des Versich erten damals wie heute im Wesentlichen gleich beschrieben wird. So hat Dr. E.____ damals im Rahmen der Erhebung der objektiven Befunde ausgeführt, der Explorand berichte völlig chaotisch, logorrhoeisch, weit- schweifig und das Thema am laufenden Band wechselnd. Er gehe auf sein Gegenüber über- haupt nicht ein, sondern überschütte dieses mit einem Re deschwall. Dabei sei der Gedanken- gang sehr locker, das Thema rasch wechselnd, wenig kohärent und vom Hundertsten ins Tau- sendste kommend. Gleichzeitig sei der formale Gedankeng ang auch beschleunigt. Der Explo- rand berichte sehr schnell und gepresst. Die Stimmung sei ausserordentlich agitiert, unter- schwellig sehr aggressiv, dann schlage sie wieder um, der Explorand werde weinerlich, weine manchmal sogar kurz, indem er sich selbst bedaure. Dann w erde er wieder agitiert und aggres- siv, je nach Thema. Mit diesem auffällig chaotischen, bei nahe dissoziierten Gedankengang sei auch die Befragung ausserordentlich schwierig. In sein em aktuellen Gutachten umschreibt Dr. C.____ die Situation in vergleichbarer Weise. Auc h er berichtet, dass der Explorand immer wieder die Themen wechsle und nicht auf die Fragen des Gutachters eingehe. Sein Denken sei formal beschleunigt, weitschweifig und inhaltlich auf die Beschwerden eingeengt. Der Explorand gebe auch an, dass er Stimmen höre und dass er anlässlich d er Untersuchung seinen verstor- benen Vater gesehen habe. Affektiv sei der Explorand n icht gut spürbar, er wirke angespannt, zum Teil aggressiv, dann wiederum weine er, insgesamt w irke er „theatralisch“. Diese Schilde- rungen zeigen, dass sich der psychiatrische Status anlässlich der Untersuchung durch Dr. C.____ in etwa gleich präsentiert hat wie anlässli ch der früheren Begutachtung durch Dr. E.____. Auffallend ist sodann, dass Dr. C____ in sei nem Gutachten ausführlich die zahlrei- chen früheren psychiatrischen Berichte und Gutachten dar stellt. Wie auch der RAD-Arzt Dr. K.____ zu Recht moniert, unterlässt er es dann all erdings, sich inhaltlich mit diesen medizi- nischen Unterlagen auseinanderzusetzen, obwohl darin gr össtenteils Auffassungen vertreten werden, die markant von seiner gutachterlichen Einschätzun g abweichen. Somit gelingt es Dr. C.____ im Rahmen seiner Beurteilung aber nicht, n achvollziehbar aufzuzeigen, weshalb aktuell lediglich noch eine „histrionische Persönlichke it“ diagnostiziert werden könne und die in den vergangenen Jahren von zahlreichen, voneinander un abhängigen Psychiatern festgehalte- ne kombinierte Persönlichkeitsstörung mit narzisstischen, em otional instabilen und dissozialen Zügen im Zeitpunkt seiner Begutachtung nicht mehr bestanden haben soll. 6.5 Zusammenfassend kann demnach mit der IV-Stelle fest gehalten werden, dass die von den Ergebnissen der damaligen Begutachtung durch Dr. E.____ abweichende aktuelle Beurtei- lung des Dr. C.____ nicht auf eine zwischenzeitliche Verb esserung des psychischen Gesund- heitszustandes des Versicherten zurückzuführen ist. Diese Auffassung wird auch vom RAD-Arzt Dr. K.____ in seiner zweiten, im Rahmen des Beschwerdeve rfahrens abgegebenen Stellung- nahme vom 9. April 2013 ausdrücklich geteilt. Die Diver genz zwischen den Beurteilungen der Dres. C.____ und E.____ beruht vielmehr auf anderslaut enden fachärztlichen Einschätzungen Seite 12 http://www.bl.ch/kantonsgericht des im Wesentlichen gleich gebliebenen Gesundheitszustand es des Versicherten. Sie ist mit anderen Worten auf eine unterschiedliche Ausübung des me dizinischen Ermessens zurückzu- führen. Wie oben aufgezeigt (vgl. E. 4.2 hiervor), berechtigt eine solche divergierende, bloss auf einer anderen Wertung beruhende medizinische Einschätzu ng von im Wesentlichen unverän- derten tatsächlichen Verhältnissen nicht zu einer mater iellen Revision eine laufenden Rente. Entgegen der Auffassung der Beschwerdeführerin fällt d emnach im vorliegenden Fall eine revi- sionsweise Aufhebung der IV-Rente des Beschwerdeführers wegen einer wesentlichen Verbes- serung des Gesundheitszustandes ausser Betracht. 7. Fehlen die in Art. 17 ATSG genannten Voraussetzunge n für eine revisionsweise Ände- rung der IV-Rente, so kann die Rentenverfügung allenf alls nach den für die Wiedererwägung rechtskräftiger Verwaltungsverfügungen geltenden Regeln aufgehoben werden. 7.1 Gemäss Art. 53 Abs. 2 ATSG ist die Verwaltung befug t, auf formell rechtskräftige Ver- fügungen oder Einspracheentscheide zurückzukommen, wenn diese zweifellos unrichtig sind und wenn ihre Berichtigung von erheblicher Bedeutung ist. Indem die genannte Bestimmung ausdrücklich die Verfügung und den Einspracheentscheid a ls Objekt der Wiedererwägung be- zeichnet, wird klargestellt, dass Entscheide eines Gerichts n icht in Wiedererwägung gezogen werden können (U ELI KIESER , ATSG-Kommentar, 2. Auflage, Zürich/Basel/Genf 2009 , Art. 53 Rz. 27). Der Wiedererwägung zugänglich sind mit anderen Worten nur Verfügungen und Ein- spracheentscheide, die nicht Gegenstand materieller richterlicher Beurteilung gebildet haben. 7.2 Die Wiedererwägung im Sinne von Art. 53 Abs. 2 AT SG dient der Korrektur einer an- fänglich unrichtigen Rechtsanwendung einschliesslich unrich tiger Feststellung im Sinne der Würdigung des Sachverhalts. Sie ist jederzeit möglich (vgl. Art. 53 Abs. 3 ATSG), insbesondere auch wenn die Voraussetzungen der Revision nach Art. 17 Abs. 1 ATSG nicht erfüllt sind (Urteil J. des Bundesgerichts vom 20. November 2008, 9C_342/208, E. 5.1 mit Hinweisen). Wird die zweifellose Unrichtigkeit der ursprünglichen Rentenver fügung erst vom Gericht festgestellt, so kann es die im Revisionsverfahren verfügte Aufhebung der Rente mit dieser substituierten Be- gründung schützen (BGE 125 V 369 E. 2; Urteil B. des B undesgerichts vom 4. Mai 2007, I 61/2007, E. 3). 8.1 Die Wiedererwägungsvoraussetzung der erheblichen Bed eutung ist vorliegend ohne Weiteres erfüllt, da eine periodische Dauerleistung Pr ozessgegenstand bildet (vgl. BGE 119 V 440 E. 1c mit Hinweisen; SVR 2001 IV Nr. 1 S. 3 E. 5c). Zu prüfen bleibt dagegen, ob auch das Erfordernis der zweifellosen Unrichtigkeit der d as erste Revisionsverfahren abschlies- senden Mitteilung vom 10. November 2000, mit welcher d ie vorausgegangene Rentenzuspra- che bestätigt wurde, gegeben ist. 8.2 Die Frage nach der zweifellosen Unrichtigkeit als Voraussetzung für die Wiedererwä- gung ist gemäss ständiger Praxis nach der Sach- und Recht slage zu beurteilen, welche be- stand, als die ursprüngliche Rentenverfügung erging (B GE 125 V 389 E. 3 mit Hinweisen). Nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung kann die wi edererwägungsweise Aufhebung einer Invalidenrente nur bei Unvertretbarkeit der urspr ünglichen Rentenzusprache erfolgen. Seite 13 http://www.bl.ch/kantonsgericht Zweifellos ist die Unrichtigkeit, wenn kein vernünftige r Zweifel daran möglich ist, dass die Ver- fügung unrichtig war. Es ist nur ein einziger Schluss - d erjenige auf die Unrichtigkeit der Verfü- gung - möglich (Urteile C. des Bundesgerichts vom 12. August 2010, 9C_181/2010, E. 3 und H. vom 14. Januar 2009, 8C_512/2008, E. 6.1 mit Hinweise n; vgl. auch BGE 125 V 392 f. E. 6a). Das Erfordernis der zweifellosen Unrichtigkeit - als Schr anke für ein wiedererwägungsweises Zurückkommen auf eine formell rechtskräftige Leistungszuspr echung - ist deshalb so zu hand- haben, dass die Wiedererwägung nicht zum Instrument e iner voraussetzungslosen Neuprüfung von Dauerleistungen wird, zumal es nicht dem Sinn der Wiedererwägung entspricht, laufende Ansprüche zufolge nachträglicher besserer Einsicht der Durch führungsorgane jederzeit einer Neubeurteilung zuführen zu können. Das Erfordernis der zw eifellosen Unrichtigkeit ist in der Regel erfüllt, wenn die gesetzeswidrige Leistungszusprechu ng auf Grund falscher oder unzu- treffender Rechtsregeln erlassen wurde oder wenn massge bliche Bestimmungen nicht oder unrichtig angewandt wurden. Anders verhält es sich, wenn der Wiedererwägungsgrund im Be- reich materieller Anspruchsvoraussetzungen liegt, deren Be urteilung in Bezug auf gewisse Schritte und Elemente (z.B. Invaliditätsbemessung, Einsch ätzungen der Arbeitsunfähigkeit, Be- weiswürdigungen, Zumutbarkeitsfragen) notwendigerweise Ermessenszüge aufweist. Erscheint die Beurteilung solcher Anspruchsvoraussetzungen (einschliessl ich ihrer Teilaspekte wie etwa die Einschätzung der Arbeitsfähigkeit) vor dem Hinterg rund der Sach- und Rechtslage, wie sie sich im Zeitpunkt der rechtskräftigen Leistungszusprechung d arbot, als vertretbar, scheidet die Annahme zweifelloser Unrichtigkeit aus (Urteile C. des B undesgerichts vom 12. August 2010, 9C_181/2010, E. 3 und B. vom 7. Mai 2007, I 907/06, E. 3.2.1, je mit Hinweisen). 8.3 Wie bereits ausgeführt, holte die IV-Stelle im R ahmen des von ihr kurz nach der ur- sprünglichen Rentenzusprache eingeleiteten ersten Revisi onsverfahrens ein psychiatrisches Gutachten bei Dr. E.____ ein, welches dieser am 30. Okt ober 2000 erstattete (vgl. E. 6.1 hier- vor). Darin war der genannte Facharzt zur Auffassung gelangt, dass beim Versicherten in Anbe- tracht der festgestellten schweren Persönlichkeitsstörung und auch aufgrund des gut dokumen- tierten Verlaufes von einer Arbeitsunfähigkeit von 80 % ausgegangen werden müsse, wobei der Versicherte jedoch in seinem gegenwärtigen Zustand eine m Arbeitgeber nicht zumutbar sei. In der Folge stützte sich die IV-Stelle in ihrem Beschluss, wonach der Versicherte weiterhin An- spruch auf eine ganze IV-Rente habe (Mitteilung vom 10. November 2000), bei der Würdigung des massgebenden medizinischen Sachverhaltes vollumfänglich auf dieses Gutachten des Dr. E.____. Aus dessen Feststellung, wonach der Versichert e in seinem gegenwärtigen Zu- stand keinem Arbeitgeber zugemutet werden könne, folg erte sie, dass der Versicherte nicht in der Lage sei, die (bescheidene) Restarbeitsfähigkeit vo n 20 % zu verwerten. Sie nahm deshalb auch keinen Einkommensvergleich mehr vor, sondern ging stattdessen von einer vollständigen Erwerbsunfähigkeit und somit von einem Invaliditätsgrad d es Versicherten von 100 % aus. Die- se vorinstanzliche Beweiswürdigung ist weder aus der - hie r massgebenden - damaligen noch aus heutiger Sicht zu beanstanden. Es ist vielmehr festzuh alten, dass das Gutachten des Dr. Ettlin die rechtsprechungsgemässen Voraussetzungen an eine medizinische Beurteilungs- grundlage klarerweise erfüllte. Es wies weder formale noch inhaltliche Mängel auf, es war - wie dies vom Bundesgericht verlangt wird (vgl. E. 5.3 hiervor ) - für die streitigen Belange umfas- send, es beruhte auf allseitigen Untersuchungen, es ber ücksichtigte die geklagten Beschwer- den, es war in Kenntnis der Vorakten abgegeben worden und es leuchtete in der Darlegung der Seite 14 http://www.bl.ch/kantonsgericht medizinischen Zusammenhänge bzw. der Beurteilung der m edizinischen Situation ein. Sodann erweisen sich auch die rechtlichen Folgerungen, welche d ie IV-Stelle in ihrem Beschluss vom 10. November 2000 aus dem betreffenden Gutachten gezo gen hat - die Annahme eines Invali- ditätsgrades von 100 % und die Feststellung, dass der Ve rsicherte demnach weiterhin An- spruch auf eine ganze IV-Rente habe - aus damaliger und aus heutiger Optik als korrekt. Somit ist es aber klarerweise ausgeschlossen, die Mitteilung der IV-Stelle vom 10. November 2000 als zweifellos unrichtig zu qualifizieren. Entgegen der Au ffassung der Beschwerdeführerin sind demnach die Voraussetzungen nicht gegeben, die es erlau ben würden, die mit Mitteilung vom 10. November 2000 bestätigte ganze IV-Rente des Versi cherten wiedererwägungsweise aufzu- heben. 9. Aus dem Gesagten folgt als Ergebnis, dass die angefoc htene Verfügung der IV-Stelle vom 23. Oktober 2012 nicht zu beanstanden ist. Die dageg en erhobene Beschwerde erweist sich als unbegründet, weshalb sie abgewiesen werden muss. 10.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1 bis IVG ist das Beschwerdeverfahren bei Streitigkeiten um di e Bewilligung oder die Verweigerung von IV-Leistungen vor dem kantonalen Versicherungsgericht kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem Verfahrensau fwand und unabhängig vom Streit- wert im Rahmen von 200-1000 Franken festgelegt. Bei F ällen wie dem vorliegenden, in denen ein durchschnittlicher Verfahrensaufwand entstanden ist, setzt das Gericht die Verfahrenskos- ten in Berücksichtigung des bundesrechtlichen Kostenrahmens e inheitlich auf Fr. 600.-- fest. Nach § 20 Abs. 3 VPO werden die Verfahrenskosten in der Regel der unterliegenden Partei in angemessenem Ausmass auferlegt. Vorliegend ist die Beschw erdeführerin unterliegende Par- tei, weshalb die Verfahrenskosten ihr zu auferlegen sind. 10.2 Nach dem Wortlaut von Art. 61 lit. g ATSG hat d ie obsiegende Beschwerde führende Person Anspruch auf Ersatz der Parteikosten. Rechtsprech ungsgemäss steht darüber hinaus aber auch der anwaltlich vertretenen beigeladenen Per son, die mit ihrem Antrag durchdringt, eine Parteienschädigung zu (C HRISTIAN ZÜND , Kommentar zum Gesetz über das Sozialversi- cherungsgericht des Kantons Zürich, Zürich 1999, S. 239, mit Hinweisen auf BGE 109 V 62 E. 4 und auf verschiedene unveröffentlichte Urteile des dama ligen EVG). Diese Parteienschädigung ist grundsätzlich vom unterliegenden Versicherungsträger zu übernehmen (UELI KIESER , ATSG- Kommentar, 2. Auflage, Zürich/Basel/Genf 2009, Art. 61 Rz 115). Nach dem Gesagten hat der obsiegende Beigeladene deshalb, wie von ihm beantrag t, Anspruch auf eine Parteientschädi- gung zu Lasten der unterliegenden Beschwerdeführerin. Die Rechtsvertreterin des Beigelade- nen hat in ihrer Honorarnote vom 13. März 2014 für da s vorliegende Verfahren einen Aufwand von 10,5 Stunden und Auslagen von Fr. 136.-- geltend g emacht, was sich umfangmässig in Anbetracht der sich stellenden Sachverhalts- und Rechtsfr agen als angemessen erweist. Die Bemühungen sind zu dem in Sozialversicherungsprozessen für d urchschnittliche Fälle zur An- wendung gelangenden Stundenansatz von Fr. 250.-- zu entschädigen. Dem Beigeladenen ist demnach eine Parteientschädigung in der Höhe von Fr. 2 ‘981.90 (10,5 Stunden à Fr. 250.-- zuzüglich Auslagen von Fr. 136.-- und 8% Mehrwertsteuer) zu Lasten der Beschwerdeführerin zuzusprechen. Seite 15 http://www.bl.ch/kantonsgericht Seite 16 http://www.bl.ch/kantonsgericht Demgemäss wird e r k a n n t : ://: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 2. Die Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 600.-- wer den der Be- schwerdeführerin auferlegt und mit dem geleisteten Kos tenvorschuss in der Höhe von Fr. 600.-- verrechnet. 3. Die Beschwerdeführerin hat dem Beigeladenen eine Parteientschädi- gung in der Höhe von Fr. 2‘981.90 (inkl. Auslagen und 8 % Mehrwert- steuer) zu bezahlen. Im Übrigen werden die ausserordentlichen Kosten wettgeschlagen. http://www.bl.ch/kantonsgericht