B u n d e s v e rw a l t u n g s g e r i ch t T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i f f éd é r a l T r i b u n a l e am m i n i s t r a t i vo f e d e r a l e T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i v fe d e r a l Abteilung III C-6287/2012 U r t e i l v o m 1 7 . A p r i l 2 0 1 3 Besetzung Richter Michael Peterli (Vorsitz), Richterin Franziska Schneider, Richter Daniel Stufetti, Gerichtsschreiberin Sandra Tibis. Parteien X._______, Liechtenstein, vertreten durch Orion Rechtsschutz-Versicherung AG, Advokat Mark-Anthony Schwestermann, Centralbahnstras- se 4, 4002 Basel, Beschwerdeführerin, gegen IV-Stelle für Versicherte im Ausland IVSTA, Avenue Edmond-Vaucher 18, Postfach 3100, 1211 Genf 2, Vorinstanz. Gegenstand IV (Rente). C-6287/2012 Seite 2 Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest und erwägt, dass die IV-Stelle für Versicherte im Ausland (nachfolgend: IVSTA oder Vorinstanz) mit Verfügung vom 22. Oktober 2012 (IV -act. 61) das Lei s- tungsbegehren von X._______ abgewiesen hat; dass X._______ (nachfolgend: Beschwerdeführerin), vertreten durch A d- vokat Mark -Anthony Schwestermann der Orion Rechts schutz- Versicherung AG, gegen die Verfügung vom 22. Oktober 2012 mit Eing a- be vom 5. Dezember 2012 Beschwerde beim Bundesverwaltungsgericht erhoben und die Aufhebung des angefochtenen Entscheid s sowie die Zusprache einer Rente, eventualiter die Rückweisung der Sache an die Vorinstanz, beantragt hat; dass die Beschwerdeführerin mit ihrer Beschwerde namentlich den Aus- trittsbericht der Kliniken A._______ vom 20. August 2012 eingereicht hat; dass das Bundesverwaltungsgericht gemäss Art. 31 des Verwaltungs - gerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (VGG, SR 173.32) in Verbindung mit Art. 69 Abs. 1 lit. b des Bundesgesetzes vom 19. Juni 1959 über die Inva- lidenversicherung (IVG, SR 831.20) zur Beurteilung von Be schwerden gegen Verfügungen von Vorinstanzen gemäss Art. 33 VGG zuständig ist; dass die IVSTA eine Vorinstanz gemäss Art. 33 lit. d VGG ist u nd vor - liegend keine Ausnahme im Sinne von Art. 32 VGG vorliegt; dass die Beschwerdeführerin im Sinne von Art. 59 des Bun desgesetzes vom 6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialver siche- rungsrechts (ATSG, SR 830.1) beschwerdelegitimiert ist; dass die Beschwerde im Übrigen frist- und formgerecht eingereicht wurde (Art. 60 ATSG und Art. 52 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 über das Verwaltungsverfahren [VwVG, SR 172.021]) und so mit auf die Beschwerde einzutreten ist; dass die IVSTA mi t Vernehmlassung vom 11. März 2013 unter Hinweis auf die Stellungnahme von Dr. med. B._______, Facharzt für Allgemei n- medizin des Regionalen Ärztlichen Dienstes (RAD) vom 5. März 2013 beantragt hat, die Beschwerde sei dahingehend gutzuheissen, dass die Verfügung aufzuhe ben und die Angelegenheit zur psychiatrischen und neurologischen Abklärung an die IVSTA zurückzuweisen sei; C-6287/2012 Seite 3 dass Dr. med. B._______ des RAD in seiner Stellungnahme vom 5. März 2013 gestützt auf den durch die Beschwerdeführerin eingereichten Aus- trittsbericht der Kliniken A._______ vom 20. August 2012 ausführte, es sei möglich, dass eine somatoforme Schmerzstörung vorliege und zudem hätten die behandelnden Ärzte im Austrittsbericht festgehalten, sie hielten die Weiterführung einer ambulanten Psychotherapie für angezeigt; dass Dr. med. B._______ ferner ausführte, dass der Sachverhalt in dieser Hinsicht zu wenig abgeklärt und die Durchführung einer psychiatrischen und neurologischen Expertise notwendig sei; dass sich demzufolge aus den Akten ergibt, dass der Sachverhalt durch die IVSTA – in Übereinstimmung mit den Ausführungen von Dr. med. B._______ – nur ungenügend abgeklärt worden ist, da bisher weder ei n- gehende psychiatrische noch neurologische Abklärungen getätigt wurden und deshalb entsprechende Berichte noch einzuholen sind; dass Art. 49 lit. b VwVG die unvollständige Feststellung des rechtserhe b- lichen Sachverhalts ausdrücklich als Beschwerdegrund nennt; dass die Beschwerde daher in dem Sinn gutzuheissen ist, dass die ang e- fochtene Verfügung aufzuheben und die Sache gestützt auf Art. 61 Abs. 1 VwVG zur Neubeurteilung an die IVSTA zurückzuweisen ist, verbunden mit der Anweisung, den Sachverhalt mittels Durchführung von psychiatr i- schen und neurologischen Abklärungen zu ergänzen und anschliessend in der Sache neu zu verfügen; dass eine Rückweisung praxisgemäss als Obsiegen der Beschwerde füh- renden Partei gilt (BGE 132 V 215 E. 6); dass bei diesem Verfahrensausgang keine Verfahrenskosten zu erheben sind (Art. 63 Abs. 1 und 2 VwVG); dass der obsiegenden Beschwerdeführerin, welche durch ihre Recht s- schutzversicherung vertreten war, zu Lasten der Vorinstanz eine Parte i- entschädigung zuzusprechen ist (Art. 64 Abs. 1 VwVG); dass die Parteientschädigung unter Berücksichtigung des aktenkundigen und gebotenen Auf wands auf Fr. 1'800.-- festzusetzen ist (Art. 7 ff. des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]). C-6287/2012 Seite 4 Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 1. Die Beschwerde wird in dem Sinn gutgeheissen, dass die angefochtene Verfügung vom 22. Oktober 2012 aufgehoben und die Sache zur ergä n- zenden psychiatrischen und neurologischen Abklärung und zur a n- schliessenden Neubeurteilung an die Vorinstanz zurückgewiesen wird. 2. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. 3. Der Beschwerdeführerin wird zu Lasten der Vorinstanz eine Parteien t- schädigung in der Höhe von Fr. 1'800.-- zugesprochen. 4. Dieses Urteil geht an: – die Beschwerdeführerin (Gerichtsurkunde; Beilage: Doppel der Ver - nehmlassung inkl. Beilagen) – die Vorinstanz (Ref-Nr. …) – das Bundesamt für Sozialversicherungen Für die Rechtsmittelbelehrung wird auf die nächste Seite verwiesen. Der vorsitzende Richter: Die Gerichtsschreiberin: Michael Peterli Sandra Tibis C-6287/2012 Seite 5 Rechtsmittelbelehrung: Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen nach Eröffnung beim Bun- desgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern , Beschwerde in öffentlich - rechtlichen Angelegenheiten geführt werden, sofern die Voraussetzungen gemäss den Art. 82 ff., 90 ff. und 100 des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (BGG, SR 173.110) gegeben sind. Die Rechtsschrift ist in einer Amtssprache abzufassen und hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. Der ang e- fochtene Entscheid und die Beweismittel sind, soweit sie der Beschwer- deführer in Händen hat, beizulegen (Art. 42 BGG). Versand: