Nr. 21 Direkte Bundessteuer. Art. 16 Abs. 1, Art. 21 Abs. 1 lit. a, Art. 123 Abs. 1, Art. 130 Abs. 1, Art. 142 Abs. 4 und Art. 143 Abs. 1 DBG. Art. 257c OR. Einkünfte aus Vermietung gelten grundsätzlich mit dem Erwe rb eines festen Anspruchs als erzielt und sind somit steuerbar. Dies ist jeweils am Ende eines Monats der Fall, unerheb- lich davon, ob die Leistung auch tatsächlich erzielt wurde. Auf die Fälligkeit ist nur dann abzustellen, wenn der Mieter postnumerando bezahlt. Bei Zahlungsunfähigkeit oder Zahlungsunwilligkeit des Schuldners kann nicht vom Erwerb eines festen An- spruchs der Zahlung ausgegangen werden. Hier ist die Realisierung erst mit der Er- füllung des Anspruchs anzunehmen. Ebenfalls nicht auf den Zeitpunkt des Forde- rungserwerbs, sondern auf die tatsächliche Erfüllung der Forderung ist in jenen Fäl- len abzustellen, in welchen diese unsic her erscheint. Geltung der Untersuchungs- maxime. Die Beweislast wird regelmässi g für steuerbegründende Tatsachen den Steuerbehörden und für steuermindernde Tatsachen den Steuerpflichtigen aufer- legt. Das Bestehen einer fälligen Mietzi nsforderung ist von der Veranlagungsbehör- de zu beweisen, die nicht mögliche Rea lisierung einer an sich fälligen Forderung vom Steuerpflichtigen. Abklärungspflicht wie Ermessenseinschätzung bleiben auf den Bereich beschränkt, für den die Steuerbe hörde die Beweislast trägt. Das gilt für die steuerbegründenden Tatsachen, d.h. di e Einkommensseite. Für steuermindern- de Tatsachen, also für die Abzugsseite, lie gt dagegen die Beweislast beim Steuer- pflichtigen; das pflichtgemässe Ermessen der Steuerbehörde kann nicht an die Stel- le der Beweisführungspflicht des Steuerpflichtigen treten. Obergericht, 17. Januar 2003, OG V 00 1