2000 Schuldbetreibungs- und Konkursrecht 45 rung von Zeugen und Einholung von schriftlichen Erklärungen einen negativen Einfluss auf den Beweiswert der Aussagen haben kann (Beschwerde S. 5). Allerdings stellt diesbezüglich das Gewicht der Zeugenaussage unter Strafdrohung in einem späteren Prozess nach wie vor ein genügendes Gegengewicht dar. Ein Anspruch auf Durch- führung einer Verhandlung unter Vorladung der angebotenen Zeugen besteht wegen des Beschleunigungsgebotes nicht. 9 Art. 272 und 278 SchKG. Gegen die Abweisung des Arrestbegehrens gibt es kein ordentliches Rechtsmittel. Aus dem Entscheid des Obergerichts, 4. Zivilkammer, vom 7. April 2000 in Sachen D. und Ch. Ch. gegen R. F. Aus den Erwägungen 1. Der Gerichtspräsident 1 des Bezirksgerichts B. wies das Ar - restbegehren der Gesuchsteller am 27. Dezember 1999 ab. Damit ist das Arrestverfahren grundsätzlich abgeschlossen. Das Bun desgesetz über Schuldbetreibung und Konkurs (SchKG) sieht kein Rechtsmittel vor (Stoffel, K ommentar zum Bundesgesetz über Schuldbetreibung und Konkurs, Basel/Genf/München 1998, N. 53 zu Art. 272 SchKG). Die Einsprache gemäss Art. 278 Abs. 1 SchKG richtet sich gegen die Bewilligung, nicht hingegen gegen die Abweisung des Arrestbegeh - rens (Reiser, Kommentar zum Bundesgesetz über Schuldbetreibung und Konkurs, Basel/Genf/München 1998, N. 7 zu Art. 278 SchKG) und steht im Uebri gen dem Arrestgläubiger nicht zu (Reiser, a.a.O., N. 26 zu Art. 278 SchKG). Liegt in der Abweisung des Arrestbegeh- rens eine Verletzung verfassungsmässiger Rechte (Willkür, Rechts - verweigerung), steht gegen die Entscheidung des Arrestrichters oder die letztinstanzliche kantonale Rechtsmittelentscheidung die staats - rechtliche Beschwerde an das Bundesgericht zur Verfü gung. Ausser-46 Obergericht 2000 dem können die Kantone gegen den ablehnenden Entscheid Rechts - mittel zulassen (Stoffel, a.a.O., N. 53 zu Art. 272 SchKG mit Hin - weisen), was jedoch im Kanton Aargau nicht der Fall ist. Nach kan - tonalem Recht entscheidet der Gerichtspräsident über die Bewilli - gung von Arresten, d.h. über Arrestbegehren (§ 13 Abs. 1 lit. q Aus- führungsgesetz zum Bundesgesetz über Schuld betreibung und Kon - kurs [AG SchKG]) im summarischen Verfah ren (§ 19 Abs. 1 AG SchKG) und sind Entscheide des Gerichts präsidenten ge mäss § 13 Abs. 1 lit. q AG SchKG nicht an das Obergericht weiterziehbar (§ 16 AG SchKG). Das kantonale Recht lässt demnach mit die ser Rege - lung das ihm vorbehaltene Rechtsmittel gegen die mit Entscheid des Gerichtspräsidenten angeordnete Verweigerung des Arrestes nicht zu. Die Vorinstanz hat daher ihrem das Arrestbegehren der Gesuchsteller abweisenden Entscheid zu Unrecht die Rechtsmit telbelehrung bei - gefügt, dass dagegen das gegen Entscheide im summarischen Verfah- ren vorgesehene Rec htsmittel der Be schwerde binnen 10 Tagen ein - gelegt werden könne. Diese fal sche Rechtsmittelbelehrung kann in - dessen den Gesuchstellern nicht zu dem ge setzlich nicht vorge sehe- nen Rechtsmittel der Beschwerde verhel fen (Bühler/Edel - mann/Killer, Ko mmentar zur aargauischen Zivil prozessordnung, Aarau/Frankfurt am Main/Salzburg 1998, N. 7 zu § 279 ZPO mit Hinweisen). Dieses von ihnen ein gereichte Rechtsmittel ist dem ge- mäss unzulässig, weshalb darauf nicht einzutreten ist.