<h2>SubmittedText<h2><p>Um die Gründung von Unternehmen in der Schweiz zu erleichtern, wird der Bundesrat beauftragt, so rasch als möglich eine Revision des Bundesgesetzes über die Risikokapitalgesellschaften (BRKG) zu veranlassen, bei der Folgendes vorgesehen wird:</p><p>1. die Ausweitung des Geltungsbereiches auf traditionelle KMU, die im Inland tätig sind und das Rückgrat unserer Volkswirtschaft darstellen;</p><p>2. die Ausweitung des Geltungsbereiches auf alle privaten Investoren;</p><p>3. die Aufhebung der Beschränkung auf Investitionen in Form von nachrangigen Darlehen und der Begrenzung des Investitionsabzuges auf 50 Prozent des Darlehensbetrages.</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>So wie er in der Antwort auf die gleich lautende Motion Favre 02.3255 vom 30. September 2002 erklärt hat, hält es der Bundesrat für notwendig, die Revision des Bundesgesetzes über die Risikokapitalgesellschaften (BRKG) mit dem Projekt Unternehmenssteuerreform II zu koordinieren, welches im Verlauf der ersten Jahreshälfte 2004 in der Vernehmlassung war. Die Revision des Anlagefondsgesetzes könnte ebenfalls einen wichtigen Beitrag an Unternehmensgründungen leisten, indem sie ein Instrument für Risikokapitalinvestitionen zur Verfügung stellt, das wesentliche Vorteile gegenüber dem aktuellen BRKG bieten würde.</p><p>Diese verschiedenen Revisionen, die zu den Jahreszielen 2003 des Bundesrates zählten, haben eine gewisse Verspätung erlitten, und es ist notwendig, eine detaillierte Analyse durchzuführen, bevor eine Entscheidung getroffen werden kann. Die verschiedenen Modelle zur Verminderung der Doppelbesteuerung, die in die Vernehmlassung geschickt wurden, könnten die Bildung von Aktienkapital bei den KMU sowie bei den grossen Unternehmen unterstützen. Vorgesehen ist, bei der Festlegung der Dividendenbesteuerung die auf Ebene der Unternehmung erhobenen Steuern zu berücksichtigen. Eine solche Verbesserung wäre dem in der Motion vorgeschlagenen Steueraufschub vorzuziehen, da ihre Wirkung von genereller Natur ist. Diese Anpassungen bieten allerdings wenig Reiz für private Investoren ("Business Angels"), die zur Rentabilisierung ihrer Investitionen vor allem mit Kapitalgewinnen rechnen.</p><p>Angesichts der Komplexität dieses Dossiers und der Notwendigkeit, die Kantone in diese Überlegungen einzubeziehen, beabsichtigt der Bundesrat, seine Analysen bei der Unternehmenssteuerreform II fortzusetzen. Die Bestandteile einer möglichen Revision des BRKG können nur auf dieser Grundlage festgelegt werden.</p>  Der Bundesrat beantragt die Ablehnung der Motion.