<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2004.00244</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=204396&amp;W10_KEY=13013568&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2004.00244</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 03.08.2004</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">3. Abteilung/Einzelrichter</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">FÃ¼rsorgerecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Sozialhilfe</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Anrechnung einer Haushaltsführungsentschädigung von Fr. 550.-: Zuständigkeit des Einzelrichters (E.1). Führt eine unterstützte Person in einer familienähnlichen Wohn- und Lebensgemeinschaft den Haushalt für eine nicht unterstützte Person, hat sie Anspruch auf eine Entschädigung für die Haushaltsführung (E.2.2). Die Rollenverteilung ist aufgrund äusserer Indizien abzuschätzen (E.2.3). Die Berücksichtigung einer pauschalen Arbeitszeitentschädigung von Fr. 550.- rechtfertigt sich insbesondere in einer partnerschaftlichen Beziehung, in welcher die unterstützte Person Leistungen erbringt, welche die nicht unterstützte Person bei der Haushaltsführung entlasten (E.2.4). Vorliegend wird die partnerschaftliche Beziehung verneint, weshalb die Beschwerdegegnerin ihr Ermessen überschritten hat, wenn sie vom Unterstützungsbudget des Beschwerdeführers eine Haushaltsführungsentschädigung in Abzug gebracht hat (E.2.5). Gutheissung der Beschwerde. Kostenfolge (E.3).</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: HAUSHALTENTSCHÃDIGUNG">HAUSHALTENTSCHÃDIGUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: HAUSHALTFÃHRUNG">HAUSHALTFÃHRUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: HAUSHALTSENTSCHÃDIGUNG">HAUSHALTSENTSCHÃDIGUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: SKOS-RICHTLINIEN">SKOS-RICHTLINIEN</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: SOZIALHILFE">SOZIALHILFE</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: FÃ¼rsorge ST: WIRTSCHAFTLICHE HILFE">WIRTSCHAFTLICHE HILFE</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade">§ 16 Abs. 3 SHV</span><br/><span class="gerade">§ 7 VRG</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 4 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Sachverhalt1"><b><span>I. </span></b><span> </span></p> <p class="Sachverhalt2"><span>A, wohnhaft bei seiner Tante B, wird seit dem 1. Oktober 2003 von der FÃ¼rsorgebehÃ¶rde X sozialhilferechtlich unterstÃ¼tzt. Die FÃ¼rsorgebehÃ¶rde der Gemeinde X beschloss am 8. Oktober 2003, A monatlich wirtschaftliche Hilfe in der HÃ¶he von Fr. 914.- zu entrichten. Diese setzt sich zusammen aus dem Grundbedarf I (Fr. 788.-), dem Grundbedarf II (Fr. 79.-), den Wohnungskosten (Fr. 400.-) und den Kosten fÃ¼r die Krankenversicherung (Fr. 197.-), abzÃ¼glich einer monatlichen EntschÃ¤digung fÃ¼r HaushaltsfÃ¼hrung in der HÃ¶he von Fr. 550.-. Der Beschluss wurde bis 30. November 2003 befristet.</span></p> <p class="Sachverhalt1"><b><span>II. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Gegen diesen Beschluss erhoben sowohl A als auch B Rekurs an den Bezirksrat Y. Der Bezirksrat wies die Rekurse am 21. April 2004 ab.</span></p> <p class="Sachverhalt1"><b><span>III. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Hiergegen gelangte A mit Beschwerde vom 18. Mai 2005 (richtig: 2004) an das Verwaltungsgericht und machte geltend, dass ihm zu Unrecht eine HaushaltsfÃ¼hrungsentschÃ¤digung von Fr. 550.- als Einkommen abgezogen worden sei. Ausserdem ersuchte er um unentgeltliche ProzessfÃ¼hrung.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Der Bezirksrat Y verzichtete am 14. Juni 2004 auf Vernehmlassung. Die SozialbehÃ¶rde X beantragte in ihrer Beschwerdeantwort vom 15. Juni 2004 die Abweisung der Beschwerde.</span></p> <p class="Urteilstext"><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Der Einzelrichter</span><span> zieht in ErwÃ¤gung:</span></p> <p class="Erwgung1"><b><span>1. </span></b><span> </span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>1.1 </span></b><span>Das Verwaltungsgericht ist zur Behandlung der vorliegenden Beschwerde gemÃ¤ss § 19c Abs. 2 in Verbindung mit § 41 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 (VRG) funktionell und sachlich zustÃ¤ndig.</span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>1.2 </span></b><span>Der BeschwerdefÃ¼hrer macht geltend, dass ihm von seiner wirtschaftlichen Hilfe zu Unrecht ein Betrag als EntschÃ¤digung fÃ¼r HaushaltsfÃ¼hrung in der HÃ¶he von Fr. 550.- monatlich in Abzug gebracht worden sei. Da der angefochtene Beschluss auf zwei Monate befristet war, ergibt dies einen Streitwert von Fr. 1'100.-, weshalb der Einzelrichter zum Entscheid berufen ist (§ 38 Abs. 2 VRG).</span></p> <p class="Erwgung1"><b><span>2. </span></b><span> </span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>2.1 </span></b><span>Wer fÃ¼r seinen Lebensunterhalt und den seiner FamilienangehÃ¶rigen nicht hinreichend oder nicht rechtzeitig aus eigenen Mitteln aufkommen kann, hat nach § 14 des Sozialhilfegesetzes vom 14. Juni 1981 (SHG) Anspruch auf wirtschaftliche Hilfe. Diese soll das soziale Existenzminimum gewÃ¤hrleisten, das neben den Ã¼blichen Aufwendungen fÃ¼r den Le­bens­unterhalt auch individuelle BedÃ¼rfnisse angemessen berÃ¼cksichtigt (§ 15 Abs. 1 SHG). Grundlage fÃ¼r die Bemessung bilden gemÃ¤ss § 17 der Verordnung zum Sozialhilfegesetz vom 21. Oktober 1981 (SHV) die Richtlinien der schweizerischen Konferenz fÃ¼r Sozialhilfe vom Dezember 2002 (SKOS-Richtlinien), wobei Abweichungen im Einzelfall vorbehalten bleiben. Leben berufstÃ¤tige Kinder oder andere Personen im Haushalt des Hilfesuchenden, wird ein angemessenes Entgelt fÃ¼r die ihnen erbrachten Leistungen einbezogen (§ 16 Abs. 3 SHV).</span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>2.2 </span></b><span>Unter einer familienÃ¤hnlichen Wohn- und Lebensgemeinschaft versteht man gemÃ¤ss SKOS-Richtlinien, Kap. F.5.1, Paare oder Gruppen, die die Haushaltsfunktionen (Wohnen, Essen, Waschen, Reinigen, Telefonieren usw.) gemeinsam ausÃ¼ben und finanzieren, ohne ein Ehepaar oder eine Familie zu bilden (zum Beispiel Konkubinatspaare, Geschwister, Kolleginnen, Freunde usw.). FÃ¼hrt eine unterstÃ¼tzte Person in einer solchen familienÃ¤hnlichen Wohn- und Lebensgemeinschaft den Haushalt fÃ¼r eine nicht unterstÃ¼tzte Person, hat sie Anspruch auf eine EntschÃ¤digung fÃ¼r die HaushaltsfÃ¼hrung. Diese EntschÃ¤digung ist der unterstÃ¼tzten Person als Einkommen anzurechnen. Dienstleistungen, die nicht unterstÃ¼tzte Personen einer unterstÃ¼tzten Person bezahlen mÃ¼ssen, sind zum Beispiel Einkaufen, Kochen, Waschen, BÃ¼geln, Reinigung/Unterhalt der Wohnung und Betreuung von Kindern der nicht unterstÃ¼tzten Personen. Die EntschÃ¤digung richtet sich nach der Zeit, die fÃ¼r die HaushaltsfÃ¼hrung aufgewendet werden muss. Besorgt die unterstÃ¼tzte Person sÃ¤mtliche Hausarbeiten allein, so darf eine pauschale ArbeitszeitentschÃ¤digung verlangt werden. Dieser Betrag ist zu verringern, wenn nicht unterstÃ¼tzte Personen bei den Hausarbeiten massgeblich mithelfen. Empfohlen wird bei einem Zwei-Personen-Haushalt ohne Kinder eine EntschÃ¤digung von Fr. 550.- bis Fr. 900.- (SKOS-Richtlinien, Kap. F.5.2; Felix Wolffers, Grundriss des Sozialhilferechts, 2. A., Bern etc. 1999, S. 160). </span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>2.3 </span></b><span>Bei der Festlegung der HaushaltsfÃ¼hrungsentschÃ¤digung ist zu berÃ¼cksichtigen, dass die zustÃ¤ndige BehÃ¶rde aus nahe liegenden GrÃ¼nden nicht feststellen kann, in welchem VerhÃ¤ltnis sich die unterstÃ¼tzte und die nicht unterstÃ¼tzte Person im konkreten Fall die Haushaltsarbeit aufteilen. Die sich aus § 7 VRG ergebende Pflicht der VerwaltungsbehÃ¶rden, den Sachverhalt von Amts wegen abzuklÃ¤ren, stÃ¶sst hier an enge Grenzen. Die Beschwerdegegnerin ist deshalb darauf angewiesen, die Rollenvertei­lung aufgrund Ã¤usserer Indizien abzuschÃ¤tzen (VGr, 11. Mai 2000, VB.2000.00072, E. 2b; VGr, 20. MÃ¤rz 2003, VB.2003.00048, E. 5a; beide Entscheide auf www.vgrzh.ch). Im vorliegenden Fall gelangte die Beschwerdegegnerin alleine gestÃ¼tzt auf den Umstand, dass der BeschwerdefÃ¼hrer mit seiner Tante zusammen wohnt, zum Schluss, dass dem BeschwerdefÃ¼hrer eine HaushaltsfÃ¼hrungsentschÃ¤digung von Fr. 550.- anzurechnen sei. Sie begrÃ¼ndete dies damit, dass diese EntschÃ¤digung gemÃ¤ss konstanter Praxis abgezogen werde, wenn die nicht unterstÃ¼tzte Person einen ausreichenden Verdienst erziele und sofern die unterstÃ¼tzte Person in der Lage sei, den Haushalt zu fÃ¼hren, unabhÃ¤ngig von der tatsÃ¤chlichen Aufgabenteilung. Unter Verweis auf einen in der Zeitschrift fÃ¼r Sozialhilfe publizierten Entscheid (ZeSo 95/1998, S. 173 f.) weist die Beschwerdegegnerin in ihrer Beschwerdeantwort darauf hin, dass eine unterstÃ¼tzte Person auf die ihr zustehende EntschÃ¤digung fÃ¼r die HaushaltsfÃ¼hrung nicht verzichten kÃ¶nne. </span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>2.4 </span></b><span>Beim Betrag von Fr. 550.- handelt es sich um eine pauschale ArbeitszeitentschÃ¤digung, welche der unterstÃ¼tzten Person anzurechnen ist, wenn sie sÃ¤mtliche Hausarbeiten alleine besorgt. Die BerÃ¼cksichtigung einer pauschalen ArbeitszeitentschÃ¤digung rechtfertigt sich insbesondere bei einer partnerschaftlichen Beziehung, in welcher die unterstÃ¼tzte Person Leistungen erbringt, welche die nicht unterstÃ¼tzte Person bei der HaushaltsfÃ¼hrung <i>entlasten</i> und fÃ¼r sie von finanziellem Vorteil sind. In einer solchen Beziehung ist deshalb die nicht unterstÃ¼tzte Person verpflichtet, der unterstÃ¼tzten Person eine EntschÃ¤digung zu leisten, womit sie den ihr erbrachten finanziellen Vorteil abgilt (vgl. ZeSo 95/1998, S. 174). Bei einer Partnerschaft mit einem gemeinsamen Kind, in welcher die nicht unterstÃ¼tzte Person vollzeitlich arbeitete, wÃ¤hrend die unterstÃ¼tzte Person nicht erwerbstÃ¤tig war, insbesondere aber tagsÃ¼ber die Betreuungsarbeit fÃ¼r das gemeinsame Kind allein zu erbringen hatte, schloss das Verwaltungsgericht aufgrund der Ã¤usseren Indizien darauf, dass die unterstÃ¼tzte Person den Ã¼berwiegenden Teil der Haushaltsarbeit, und zwar auch zu Gunsten ihres Partners, leistete (VB.2000.00072, E. 2b), weshalb sie Anspruch auf eine EntschÃ¤digung fÃ¼r die HaushaltsfÃ¼hrung hatte.</span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>2.5 </span></b><span>Der BeschwerdefÃ¼hrer bestreitet vorliegend, dass er und seine Tante eine familienÃ¤hnliche Wohn- und Lebensgemeinschaft bilden. Aus den Akten ergeben sich Anhaltspunkte, die sowohl fÃ¼r, aber auch gegen eine familienÃ¤hnliche Gemeinschaft sprechen, doch kann die KlÃ¤rung dieser Frage vorliegend offen bleiben. Wie auch immer das VerhÃ¤ltnis des BeschwerdefÃ¼hrers zu seiner Tante einzustufen ist, erreicht es zumindest nicht den Charakter einer partnerschaftlichen Beziehung. Eine partnerschaftliche Beziehung besteht aus gleichberechtigten Partnern, die ihre KrÃ¤fte und FÃ¤higkeiten in den Dienst der gemeinsamen partnerschaftlichen Beziehung stellen. Bei einer solchen partnerschaftlichen Beziehung darf man deshalb aufgrund der Ã¤usseren UmstÃ¤nde vermuten, dass die unterstÃ¼tzte Person fÃ¼r die nicht unterstÃ¼tzte Person, sofern diese berufstÃ¤tig ist, sÃ¤mtliche Haushaltsarbeiten verrichtet (ZeSo 95/1998 S. 174). Beim VerhÃ¤ltnis des BeschwerdefÃ¼hrers zu seiner Tante handelt es sich nicht um eine solche partnerschaftliche Beziehung. Vielmehr weisen die UmstÃ¤nde darauf hin, dass die Tante ihren Neffen aus familiÃ¤rem PflichtgefÃ¼hl bei sich aufgenommen hat. Es handelt sich um eine Beziehung dergestalt, dass die Tante sich um den BeschwerdefÃ¼hrer kÃ¼mmert, der bei ihr wohnt. Sie bietet dem BeschwerdefÃ¼hrer nicht nur ein Dach Ã¼ber dem Kopf an, sondern betreut und unterstÃ¼tzt ihn auch sozialpÃ¤dagogisch. Vom BeschwerdefÃ¼hrer kann die Tante hingegen keine nennenswerten geldwerten Gegenleistungen erwarten. Insbesondere scheint er nicht in der Lage zu sein, die HaushaltsfÃ¼hrung ohne ihre Aufsicht und Kontrolle zu leisten, sodass sie dadurch entlastet wÃ¼rde. Aus den Angaben des BeschwerdefÃ¼hrers und seiner Tante muss geschlossen werden, dass der BeschwerdefÃ¼hrer ausser den wÃ¶chentlichen oder zweiwÃ¶chentlichen Reinigungsarbeiten unter Aufsicht keine weiteren HaushaltsfÃ¼hrungsarbeiten Ã¼bernimmt mit Ausnahme, dass er seine WÃ¤sche selber wÃ¤scht. Von einer eigentlichen Ãbernahme der HaushaltsfÃ¼hrung durch den BeschwerdefÃ¼hrer, die Einkaufen, Kochen, Waschen, BÃ¼geln, Reinigung und Unterhalt der Wohnung umfasst (SKOS-Richtlinien, Kap. F.5.2) kann daher keine Rede sein. Damit hat die Beschwerdegegnerin aber ihr Ermessen Ã¼berschritten, wenn sie vom UnterstÃ¼tzungsbudget des BeschwerdefÃ¼hrers eine HaushaltsfÃ¼hrungspauschale von Fr. 550.- in Abzug gebracht hat. Den Reinigungsarbeiten kommt Ã¼berdies der Charakter einer â wenn auch nur geringen â Gegenleistung des BeschwerdefÃ¼hrers fÃ¼r den ihm von der Tante gewÃ¤hrten gÃ¼nstigen Untermietzins zu. </span></p> <p class="Erwgung1"><b><span>3. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Die Beschwerde ist demnach gutzuheissen. Bei diesem Verfahrensausgang sind die Gerichtskosten der Beschwerdegegnerin aufzuerlegen (§ 70 in Verbindung mit § 13 Abs. 2 VRG). Damit erweist sich das Gesuch des BeschwerdefÃ¼hrers um GewÃ¤hrung der unentgeltlichen ProzessfÃ¼hrung als gegenstandslos.</span></p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>DemgemÃ¤ss </span><span><a id="Text25"></a>entscheidet</span><span> der Einzelrichter</span><span>:</span></p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug2">1. Die Beschwerde wird gutgeheissen. Die Beschwerdegegnerin wird angewiesen, dem BeschwerdefÃ¼hrer fÃ¼r Oktober und November 2003 die zu Unrecht abgezogene HaushaltsfÃ¼hrungsentschÃ¤digung im Gesamtbetrag von Fr. 1'100.- zurÃ¼ckzuerstatten.</p> <p class="Einzug2"> </p> <p class="Einzug2">2. Die GerichtsgebÃ¼hr wird festgesetzt auf <br/> Fr. 500.-; die Ã¼brigen Kosten betragen:<br/> Fr. 60.- Zustellungskosten,<br/> Fr. 560.- Total der Kosten.</p> <p class="Einzug2">3. Die Gerichtskosten werden der Beschwerdegegnerin auferlegt.</p> <p class="Urteilstext"><span>4. â¦</span></p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>