<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD HTML 4.01//EN"> <html> <head> <title>AGVE 2005 91 S.413</title> <meta charset="utf-8"/><meta content="text/html; charset=utf-8" http-equiv="CONTENT-TYPE"/> <meta content="Weblaw - www.weblaw.ch" name="Publisher"/> </head> <body> <div class="header"><span class="year">2005</span> <span class="title">Erschliessungsabgaben</span> <span class="page_no">413</span></div> <div class="page" id="S1"> <div role="main"><br/> <span class="ft1"><b>III. Erschliessungsabgaben</b></span><br/> <br/> <br/> <br/> <span class="ft3"><b>91</b></span> <span class="ft3"><b>Nachträglicher Beitragsplan nach § 37 Abs. 2 BauG</b></span><br/> <span class="ft4">-</span> <span class="ft3"><b>Erhebung von Beiträgen für die Erstellung von Sauberwasserlei-</b></span><br/> <span class="ft3"><b>tungen (Erw. 6.4.6.).</b></span><br/> <span class="ft4">-</span> <span class="ft3"><b>Im Rahmen des Beitragsplanverfahrens kann in einem Gebiet mit</b></span><br/> <span class="ft3"><b>uneinheitlichen Versickerungsmöglichkeiten auf parzellengenaue</b></span><br/> <span class="ft3"><b>Versickerungsversuche verzichtet werden. Das im Einzugsbereich</b></span><br/> <span class="ft3"><b>der Meteorwasserleitung liegende Gebiet ist gesamthaft in den</b></span><br/> <span class="ft3"><b>Perimeter aufzunehmen (Erw. 6.4.7.).</b></span><br/> <span class="ft4">-</span> <span class="ft3"><b>Bejahung eines wirtschaftlichen Sondervorteils durch eine Sauber-</b></span><br/> <span class="ft3"><b>wasserleitung auch bei überbauten Grundstücksparzellen infolge der</b></span><br/> <span class="ft3"><b>neu gewonnenen Gestaltungsmöglichkeiten wie Um- und Neubau</b></span><br/> <span class="ft3"><b>(Erw. 6.4.8. ff.).</b></span><br/> <br/> <span class="ft6">Aus einem Entscheid der Schätzungskommission nach Baugesetz vom</span><br/> <span class="ft6">6. September 2005 in Sachen O. gegen Einwohnergemeinde B.</span><br/> <br/> <span class="ft7"><i>Aus den Erwägungen</i></span><br/> <br/> <span class="ft8">6.4.4.</span> <span class="ft8">Zwei Fragen stellen sich im vorliegenden Zusam-</span><br/> <span class="ft8">menhang. Zum einen ist abzuklären, ob ein überbautes oder un-</span><br/> <span class="ft8">überbautes Grundstück in den Beitragsperimeter für eine Meteor-</span><br/> <span class="ft8">wasserleitung einbezogen werden darf, wenn die Versickerungsmög-</span><br/> <span class="ft8">lichkeit im Einzugsbereich der Sauberwasserleitung uneinheitlich ist.</span><br/> <span class="ft8">Zum anderen stellt sich die Frage, ob für überbaute Grundstücke</span><br/> <span class="ft8">überhaupt eine Beitragspflicht bejaht werden kann oder ob nicht die</span><br/> <span class="ft8">Besitzstandsgarantie eine solche ausschliesst.</span><br/> <span class="ft8">(...)</span><br/> <span class="ft8">6.4.6.</span> <span class="ft8">Vorweg ist abzuklären, ob für die Erhebung von Bei-</span><br/> <span class="ft8">trägen an Sauberwasserleitungen überhaupt eine gesetzliche Grund-</span><br/> <span class="ft8">lage besteht. Die bundesrechtliche Prioritätenordnung [Anmerkung:</span><br/></div> </div> <div class="header"><span class="year">2005</span> <span class="title">Schätzungskommission nach Baugesetz</span> <span class="page_no">414</span></div> <div class="page" id="S2"> <div role="main"><br/> <span class="ft8">Art. 7 Abs. 2 des Bundesgesetzes über den Schutz der Gewässer</span><br/> <span class="ft8">{Gewässerschutzgesetz, GSchG; SR 814.20} vom 24. Januar 1991]</span><br/> <span class="ft8">nennt zwar die Versickerungs- und Ableitungspflicht, enthält jedoch</span><br/> <span class="ft8">keine näheren Ausführungen zur Finanzierung. Diese ist dem</span><br/> <span class="ft8">kantonalen und insbesondere dem kommunalen Recht zu entnehmen.</span><br/> <span class="ft8">Allgemein statuiert § 2 des kommunalen Reglements über die Finan-</span><br/> <span class="ft8">zierung von Erschliessungsanlagen (ER) die Pflicht zur Zahlung von</span><br/> <span class="ft8">Erschliessungsbeiträgen an öffentliche Erschliessungsanlagen (...)</span><br/> <span class="ft8">und § 27 ER konkretisiert unter dem Titel "Abwasser" die Bemes-</span><br/> <span class="ft8">sung der Beiträge an die Anlagen der Abwasserbeseitigung (...). Es</span><br/> <span class="ft8">ist offensichtlich, dass eine öffentliche Sauberwasserleitung auch zu</span><br/> <span class="ft8">den Erschliessungsanlagen zu zählen ist. Zudem ist der Begriff "Ab-</span><br/> <span class="ft8">wasser" weit zu verstehen und umfasst sowohl das verschmutzte wie</span><br/> <span class="ft8">auch das unverschmutzte Abwasser. Massgebend ist die Begriffsbe-</span><br/> <span class="ft8">stimmung in Art. 4 lit. e GSchG, wonach unter Abwasser das durch</span><br/> <span class="ft8">häuslichen, industriellen, gewerblichen, landwirtschaftlichen oder</span><br/> <span class="ft8">sonstigen Gebrauch veränderte Wasser, ferner das in der Kanalisation</span><br/> <span class="ft8">stetig damit abfliessende Wasser sowie das von bebauten oder befes-</span><br/> <span class="ft8">tigten Flächen abfliessende Niederschlagswasser verstanden wird</span><br/> <span class="ft8">(...). Daraus folgt, dass die Vorschriften im ER nicht nur Beiträge an</span><br/> <span class="ft8">Schmutzwasserleitungen normieren, sondern gleichermassen auch</span><br/> <span class="ft8">eine gesetzliche Grundlage für Beiträge an Sauberwasserleitungen</span><br/> <span class="ft8">darstellen.</span><br/> <span class="ft8">6.4.7.</span> <span class="ft8">Betreffend die Perimetergrenzziehung für eine Me-</span><br/> <span class="ft8">teorwasserleitung sind die gleichen Grundsätze wie bei Strassen und</span><br/> <span class="ft8">anderen leitungsgebundenen Anlagen anwendbar (...). Massgebend</span><br/> <span class="ft8">ist der wirtschaftliche Sondervorteil, der den in den Perimeter</span><br/> <span class="ft8">einbezogenen Grundeigentümern entsteht. Im zu beurteilenden</span><br/> <span class="ft8">Baugebiet G. sind die Gemeinde B. und die kantonale Behörde</span><br/> <span class="ft8">(Art. 7 Abs. 1 und 2 GSchG) bzw. die Abteilung für Umwelt des</span><br/> <span class="ft8">Baudepartements offensichtlich zum Schluss gelangt, dass eine</span><br/> <span class="ft8">umfassende Versickerung aufgrund der örtlichen Verhältnisse nicht</span><br/> <span class="ft8">geeignet ist, weshalb das Meteorwasser in ein Gewässer einzuleiten</span><br/> <span class="ft8">ist. Die entsprechende Entwässerung ist auch im GEP vom Juni 2002</span><br/> <span class="ft8">so festgehalten worden. Die systematische, GEP-konforme Erschlies-</span><br/> <span class="ft8">sung umfasst somit im betreffenden Gebiet nicht nur die Erstellung</span><br/></div> </div> <div class="header"><span class="year">2005</span> <span class="title">Erschliessungsabgaben</span> <span class="page_no">415</span></div> <div class="page" id="S3"> <div role="main"><br/> <span class="ft8">einer Schmutz-, sondern auch einer Sauberwasserleitung. Dabei gilt</span><br/> <span class="ft8">auch hier als Erfahrungssatz die Vermutung, dass die erstmalige, ge-</span><br/> <span class="ft8">setzeskonforme (§ 32 Abs. 1 lit. b BauG) Erschliessung den be-</span><br/> <span class="ft8">treffenden Parzellen einen wesentlichen wirtschaftlichen Sonder-</span><br/> <span class="ft8">vorteil vermittelt. Und weiter ist auch im Zusammenhang mit Sau-</span><br/> <span class="ft8">berwasserleitungen zu berücksichtigen, dass, soweit das gesamte in</span><br/> <span class="ft8">den Beitragsperimeter einbezogene Gebiet als ungenügend erschlos-</span><br/> <span class="ft8">sen bezeichnet werden muss, dies für sämtliche Grundstücke zutrifft.</span><br/> <span class="ft8">Es geht nicht an, dass beispielsweise ein höher am Hang gelege-</span><br/> <span class="ft8">nes Grundstück einer Beitragspflicht entzogen wird mit dem Argu-</span><br/> <span class="ft8">ment, dass das auf dieser Fläche anfallende Meteorwasser problem-</span><br/> <span class="ft8">los versickere, während die tiefer gelegenen Flächen wegen des be-</span><br/> <span class="ft8">reits gesättigten Untergrunds keine Versickerungsmöglichkeit mehr</span><br/> <span class="ft8">haben. Ähnlich wie beim Strassenbau oder anderen leitungsgebunde-</span><br/> <span class="ft8">nen Werken ist eine einheitliche Betrachtungsweise erforderlich und</span><br/> <span class="ft8">es können nicht nur die Bedürfnisse einer isolierten Parzelle</span><br/> <span class="ft8">ausschlaggebend sein. Ist gar keine sickerfähige Schicht vorhanden,</span><br/> <span class="ft8">so ist der Einbezug eines ganzen Gebietes evident. Aber auch bei un-</span><br/> <span class="ft8">einheitlichen Versickerungsmöglichkeiten wie im vorliegend zu</span><br/> <span class="ft8">beurteilenden Fall ist der Einschluss aller Grundstücke im</span><br/> <span class="ft8">Einzugsbereich der Meteorwasserleitung sachgerecht. Denn letztlich</span><br/> <span class="ft8">ist das Regen- oder Schneeschmelzwasser aller Parzellen - unabhän-</span><br/> <span class="ft8">gig davon, ob höher oder tiefer gelegen - dafür verantwortlich, dass</span><br/> <span class="ft8">sich für den Fall der ausschliesslichen Versickerung auf gewissen</span><br/> <span class="ft8">Grundstücken Feuchtigkeitsherde und Überschwemmungen bilden</span><br/> <span class="ft8">würden. Um grössere Schäden wie die Gefährdung von Nachbar-</span><br/> <span class="ft8">grundstücken, Überschwemmungen usw. zu verhindern, ist das</span><br/> <span class="ft8">unverschmutzte Abwasser mit Überleitungsmassnahmen zunächst</span><br/> <span class="ft8">vom privaten Grundstück in die Meteorwasserkanalisation und da-</span><br/> <span class="ft8">nach in ein Oberflächengewässer einzuleiten. Diese Praxis deckt sich</span><br/> <span class="ft8">mit den privatrechtlichen Grundsätzen. Gemäss Art. 689 Abs. 1 des</span><br/> <span class="ft8">Schweizerischen Zivilgesetzbuches (ZGB; SR 210) vom</span><br/> <span class="ft8">10. Dezember 1907 ist jeder Grundeigentümer zwar verpflichtet, das</span><br/> <span class="ft8">von dem oberhalb liegenden Grundstück natürlicherweise abflies-</span><br/> <span class="ft8">sende, nicht verschmutzte Wasser abzunehmen. Diese Duldungs-</span><br/> <span class="ft8">pflicht besteht jedoch nur insoweit, als die künstliche Veränderung</span><br/></div> </div> <div class="header"><span class="year">2005</span> <span class="title">Schätzungskommission nach Baugesetz</span> <span class="page_no">416</span></div> <div class="page" id="S4"> <div role="main"><br/> <span class="ft8">des Wasserablaufs - und eine künstliche Veränderung stellt eine Ver-</span><br/> <span class="ft8">sickerungsanlage offenkundig dar - keine unzumutbaren Formen an-</span><br/> <span class="ft8">nimmt bzw. den unterliegenden Grundeigentümer im Sinne von</span><br/> <span class="ft8">Art. 689 Abs. 2 ZGB schädigt (Baurechtsentscheide Kanton Zürich</span><br/> <span class="ft8">[BEZ] 2003, Nr. 40, S. 28). Die Vermeidung von Schäden sowie all-</span><br/> <span class="ft8">fälligen Schadenersatz- und Unterlassungsansprüchen Geschädigter</span><br/> <span class="ft8">gegenüber höherliegenden Parzellen vermittelt grundsätzlich allen</span><br/> <span class="ft8">Eigentümern im Einzugsbereich der Sauberwasserleitung einen Vor-</span><br/> <span class="ft8">teil (ähnlich bereits in: Praxis des Verwaltungsgerichts von Graubün-</span><br/> <span class="ft8">den [PVG] 1979, S. 149).</span><br/> <span class="ft8">Im Ergebnis ist festzuhalten, dass im Rahmen des Beitrags-</span><br/> <span class="ft8">verfahrens in einem Gebiet mit uneinheitlichen Versickerungsmög-</span><br/> <span class="ft8">lichkeiten auf parzellengenaue Versickerungsversuche verzichtet</span><br/> <span class="ft8">werden kann. Das im Einzugsbereich der Meteorwasserleitung lie-</span><br/> <span class="ft8">gende Gebiet ist gesamthaft in den Perimeter aufzunehmen. (...)</span><br/> <span class="ft8">6.4.8.</span> <span class="ft8">Werden die im Einzugsgebiet der Meteorwasserlei-</span><br/> <span class="ft8">tung liegenden Grundstücke in den Beitragsplan einbezogen, so</span><br/> <span class="ft8">bleibt die Frage zu beantworten, ob überbaute Parzellen aufgrund der</span><br/> <span class="ft8">Besitzstandsgarantie von der Beitragspflicht auszunehmen sind.</span><br/> <span class="ft8">6.4.8.1.</span> <span class="ft8">Die Bestimmung in Art. 7 Abs. 2 GSchG lässt offen,</span><br/> <span class="ft8">ob die kantonale Behörde die Versickerungs- oder Einleitungspflicht</span><br/> <span class="ft8">auch für bestehende Bauten anordnen kann. Im Gegensatz zur An-</span><br/> <span class="ft8">schlusspflicht für das verschmutzte Abwasser (Art. 11 Abs.</span> <span class="ft8">1</span><br/> <span class="ft8">GSchG) fehlt bezüglich einer Sauberwasserleitung eine ausdrückli-</span><br/> <span class="ft8">che bundesrechtliche Pflicht zum Anschluss. In der Botschaft zur</span><br/> <span class="ft8">Revision des Gewässerschutzgesetzes vom 29. April 1987 (Bundes-</span><br/> <span class="ft8">blatt 1987 II, S. 1111) weist der Bundesrat darauf hin, "dass es hier -</span><br/> <span class="ft8">vor allem aus Kostengründen - nicht darum geht, bestehende</span><br/> <span class="ft8">Situationen zu sanieren. Artikel 7 Absatz 2 kommt somit lediglich</span><br/> <span class="ft8">bei neuen Anlagen zur Anwendung." Ebenso wenig kann dem Wort-</span><br/> <span class="ft8">laut von § 118 BauG etwas Einschlägiges entnommen werden. (...)</span><br/> <span class="ft8">6.4.8.2.</span> <span class="ft8">Dem geltenden Recht ist in der Tat keine gesetzliche</span><br/> <span class="ft8">Grundlage für eine Sauberwasserleitungs-Anschlusspflicht bestehen-</span><br/> <span class="ft8">der Gebäude zu entnehmen. Auch § 12 Abs. 2 AR wiederholt ledig-</span><br/> <span class="ft8">lich die durch höherrangiges Recht normierte Anschlusspflicht für</span><br/> <span class="ft8">"verschmutzte" Abwässer. Die Anpassung bestehender, durch die Be-</span><br/></div> </div> <div class="header"><span class="year">2005</span> <span class="title">Erschliessungsabgaben</span> <span class="page_no">417</span></div> <div class="page" id="S5"> <div role="main"><br/> <span class="ft8">sitzstandsgarantie geschützter altrechtlicher Bauten an neue</span><br/> <span class="ft8">Vorschriften oder gar ihre Beseitigung können nur im Rahmen aus-</span><br/> <span class="ft8">drücklicher Rechtsnormen gefordert werden (so Erich Zimmerlin,</span><br/> <span class="ft8">Baugesetz des Kantons Aargau, Kommentar, 2. Auflage, Aarau 1985,</span><br/> <span class="ft8">§ 224 aBauG N 4e). Solche Normen sind im vorliegenden Fall nicht</span><br/> <span class="ft8">anwendbar, weshalb die Besitzstandsgarantie nach § 68 BauG grund-</span><br/> <span class="ft8">sätzlich zu beachten ist.</span><br/> <span class="ft8">6.4.8.3.</span> <span class="ft8">Die Besitzstandsgarantie bzw. die mangelnde Sanie-</span><br/> <span class="ft8">rungspflicht für bestehende Bauten hat zur Folge, dass das</span><br/> <span class="ft8">Meteorwasser auf der überbauten Parzelle der Beschwerdeführer</span><br/> <span class="ft8">weiterhin der Schmutzwasserleitung zugeführt werden darf. Anläss-</span><br/> <span class="ft8">lich der Augenscheinsverhandlung wurde bestätigt, dass das Sauber-</span><br/> <span class="ft8">wasser nach wie vor in die Schmutzwasserleitung geführt wird (...).</span><br/> <span class="ft8">Im Unterschied zum verschmutzten Abwasser fehlt die Anschluss-</span><br/> <span class="ft8">pflicht, so dass der latente Mangel (...), d.h. die nicht gesetzeskon-</span><br/> <span class="ft8">forme Ableitung des Meteorwassers auf der überbauten Parzelle,</span><br/> <span class="ft8">nicht beseitigt wird.</span><br/> <span class="ft8">Dennoch ist das Vorliegen eines wirtschaftlichen Sondervorteils</span><br/> <span class="ft8">zu bejahen. Denn in Analogie zur Situation beim Strassenbau und bei</span><br/> <span class="ft8">anderen leitungsgebundenen Erschliessungsanlagen bewirkt die ein-</span><br/> <span class="ft8">wandfreie Erschliessung nur, aber immerhin, dass Um- und Neubau-</span><br/> <span class="ft8">ten möglich werden. So wie dort die Möglichkeit, eine Baute</span><br/> <span class="ft8">abzureissen und durch einen Neubau zu ersetzen, nicht einfach aus-</span><br/> <span class="ft8">ser Acht gelassen werden kann und daher auch eine überbaute Par-</span><br/> <span class="ft8">zelle in den Beitragsperimeter einzuschliessen ist (...), muss dies</span><br/> <span class="ft8">auch bei der Errichtung einer Meteorwasserleitung gelten. Dieser</span><br/> <span class="ft8">Grundgedanke deckt sich auch mit der in den Materialien erkennba-</span><br/> <span class="ft8">ren Auffassung des Gesetzgebers, wonach bestehende Liegenschaf-</span><br/> <span class="ft8">ten im Rahmen eines Um- oder Neubaus zum Anschluss an die Me-</span><br/> <span class="ft8">teorwasserleitung gezwungen werden können (...).</span><br/> <span class="ft8">6.4.8.4. Wegen der neu gewonnenen Gestaltungsmöglich-</span><br/> <span class="ft8">keiten (Um- und Neubau) ist auch bei bestehenden Bauten das Vor-</span><br/> <span class="ft8">liegen eines wirtschaftlichen Sondervorteils zu bejahen. Es sind da-</span><br/> <span class="ft8">her alle Grundstücksparzellen - sowohl die unüberbauten wie auch</span><br/> <span class="ft8">die überbauten - im Einzugsbereich der Sauberwasserleitung in den</span><br/> <span class="ft8">Beitragsperimeter einzubeziehen.</span><br/></div> </div> </body> </html>