Abkommen vom 3. Juli 2000 zwischen dem Schweizerischen Bundesrat, der Österreichischen Bundesregierung und dem Fürstentum Liechtenstein über die Übernahme von Personen (Rückübernahmeabkommen) (mit Protokoll) <?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><akomaNtoso xmlns="http://docs.oasis-open.org/legaldocml/ns/akn/3.0" xmlns:fedlex="http://fedlex.admin.ch/"><act name="publicLaw"><meta><identification source="#ch.bk"><FRBRWork><FRBRthis value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/2003/399/20010101/main-text"/><FRBRuri value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/2003/399/20010101"/><FRBRdate date="2000-07-03" name="jolux:dateDocument"/><FRBRdate date="2001-01-01" name="jolux:dateEntryInForce"/><FRBRdate date="2001-01-01" name="jolux:dateApplicability"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#publisher"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#rightsHolder"/><FRBRcountry value="CH"/><FRBRnumber value="0.142.111.639"/><FRBRname xml:lang="fr" value="Accord du 3 juillet 2000 entre le Conseil fédéral suisse, le Gouvernement fédéral autrichien et la Principauté de Liechtenstein relatif à l'admission des personnes en situation irrégulière (Ac. sur la réadmission) (avec prot.)" shortForm=""/><FRBRname xml:lang="it" value="Accordo del 3 luglio 2000 tra il Consiglio federale svizzero, il Governo federale austriaco e il Principato del Liechtenstein sull'ammissione di persone in situazione irregolare (Accordo sulla riammissione) (con Protocollo)" shortForm=""/><FRBRname xml:lang="de" value="Abkommen vom 3. Juli 2000 zwischen dem Schweizerischen Bundesrat, der Österreichischen Bundesregierung und dem Fürstentum Liechtenstein über die Übernahme von Personen (Rückübernahmeabkommen) (mit Protokoll)" shortForm=""/><FRBRauthoritative value="true"/></FRBRWork><FRBRExpression><FRBRthis value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/2003/399/20010101/de/main-text"/><FRBRuri value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/2003/399/20010101/de"/><FRBRdate date="2000-07-03" name="jolux:dateDocument"/><FRBRdate date="2001-01-01" name="jolux:dateEntryInForce"/><FRBRdate date="2001-01-01" name="jolux:dateApplicability"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#publisher"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#rightsHolder"/><FRBRlanguage language="de"/></FRBRExpression><FRBRManifestation><FRBRthis value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/2003/399/20010101/de/xml/main-text"/><FRBRuri value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/2003/399/20010101/de/xml"/><FRBRdate date="2000-07-03" name="jolux:dateDocument"/><FRBRdate date="2001-01-01" name="jolux:dateEntryInForce"/><FRBRdate date="2001-01-01" name="jolux:dateApplicability"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#publisher"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#rightsHolder"/><FRBRformat value="xml" fedlex:generator="2024-q4-rel-1.6.5"/></FRBRManifestation></identification><references source="#ch.bk"><TLCOrganization eId="ch.bk" href="https://fedlex.data.admin.ch/vocabulary/legal-institution/2" showAs="Bundeskanzlei"/><TLCRole eId="publisher" href="http://data.legilux.public.lu/resource/ontology/jolux#publisher" showAs="Editeur"/><TLCRole eId="rightsHolder" href="http://data.legilux.public.lu/resource/ontology/jolux#rightsHolder" showAs="Détenteur des droits"/><TLCReference name="language" href="http://publications.europa.eu/resource/authority/language/DEU" showAs="de"/><TLCReference name="format" href="https://fedlex.data.admin.ch/vocabulary/user-format/xml" showAs="xml"/></references></meta><preface><p><docNumber>0.142.111.639 </docNumber></p><p> AS <b>2003 </b>2587</p><p xmlns:mig="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:migration">Originaltext</p><p><docTitle>Abkommen<br/>zwischen dem Schweizerischen Bundesrat, <br/>der Österreichischen Bundesregierung und dem Fürstentum <br/>Liechtenstein über die Übernahme von Personen</docTitle></p><p>(Rückübernahmeabkommen)</p><p>Abgeschlossen in Bern am 3. Juli 2000</p><p>In Kraft getreten durch Notenaustausch am 1. Januar 2001</p><p> (Stand am 1. Januar 2001)</p></preface><preamble><p>Der Schweizerische Bundesrat, <br/>die Österreichische Bundesregierung <br/>und <br/>das Fürstentum Liechtenstein,</p><p>im Weiteren Vertragsparteien genannt,</p><p>in dem Wunsch, die Zusammenarbeit zwischen den Vertragsparteien zu fördern, um eine bessere Anwendung der Bestimmungen über den Personenverkehr zu gewährleisten, in der Achtung der in den geltenden Gesetzen und Regelungen stipulierten Rechte und Garantien,</p><p>in der Achtung der internationalen Verträge und Übereinkommen sowie im Bestreben, die unbefugte Einwanderung zu vermeiden,</p><p>in dem Wunsch, das Übereinkommen vom 5. Januar 1955<authorialNote><p> [<ref href="https://fedlex.data.admin.ch/eli/oc/1955/61_61_61" xmlns:data="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:data" xmlns:tmp="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:temp">AS <b>1955</b> 61</ref>]</p></authorialNote> zwischen dem Schweizerischen Bundesrat und der Österreichischen Bundesregierung über die Übernahme von Personen an der Grenze zu ersetzen,</p><p>sowie auf der Grundlage der Gegenseitigkeit,</p><p>haben Folgendes vereinbart:</p></preamble><body><section eId="sec_I"><num>Abschnitt I: </num><heading>Übernahme eigener Staatsangehöriger</heading><article eId="art_1"><num><b>Art. 1</b></num><paragraph eId="art_1/para_1"><num>1.</num><content><p>Jede Vertragspartei übernimmt formlos die Person, die im Hoheitsgebiet der ersuchenden Vertragspartei die geltenden Voraussetzungen für die Einreise oder den Aufenthalt nicht oder nicht mehr erfüllt, wenn nachgewiesen oder glaubhaft gemacht wird, dass sie die Staatsangehörigkeit der ersuchten Vertragspartei besitzt.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_1/para_2"><num>2.</num><content><p>Die ersuchende Vertragspartei nimmt diese Person unter denselben Voraussetzungen zurück, wenn die Nachprüfung ergibt, dass sie zum Zeitpunkt der Übernahme nicht im Besitz der Staatsangehörigkeit der ersuchten Vertragspartei war.</p></content></paragraph></article><article eId="art_2"><num><b>Art. 2</b></num><paragraph eId="art_2/para"><content><p>Falls die Staatsangehörigkeit nicht mit Sicherheit festgestellt werden kann, wird die diplomatische Mission oder konsularische Vertretung jener Vertragspartei, deren Staatsangehörigkeit die Person vermutlich besitzt, diese auf Ersuchen unverzüglich klarstellen.</p></content></paragraph></article><article eId="art_3"><num><b>Art. 3</b></num><paragraph eId="art_3/para"><content><p>Bei der Übergabe einer Person, die wegen ihres Alters, Gesundheitszustandes oder aus anderen schwerwiegenden Gründen besonderer Pflege bedarf oder bei der besondere Schutz- oder Sicherheitsmassnahmen erforderlich sind, einigen sich die Vertragsparteien vorher über den Ort und die Zeit der Übergabe. Die Übergabe erfolgt möglichst rasch.</p></content></paragraph></article></section><section eId="sec_II"><num>Abschnitt II: </num><heading>Übernahme von Drittstaatsangehörigen</heading><article eId="art_4"><num><b>Art. 4</b></num><paragraph eId="art_4/para_1"><num>1.</num><content><p>Jede Vertragspartei übernimmt auf Antrag der anderen Vertragspartei ohne besondere Formalitäten die Person, die nicht die Staatsangehörigkeit einer Vertragspartei besitzt (im Folgenden Drittstaatsangehöriger), wenn nachgewiesen oder glaubhaft gemacht wird, dass sie aus dem Hoheitsgebiet der ersuchten Vertragspartei rechtswidrig in das Hoheitsgebiet der ersuchenden Vertragspartei eingereist ist. Rechtswidrig ist eine Einreise, wenn der Drittstaatsangehörige im Zeitpunkt der Einreise in das Hoheitsgebiet der ersuchenden Vertragspartei die nach den innerstaatlichen Vorschriften der ersuchenden Vertragspartei geltenden Voraussetzungen für die Einreise nicht erfüllt.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_4/para_2"><num>2.</num><content><p>Die Übernahmeverpflichtung gemäss Absatz 1 besteht nicht für</p><blockList><item eId="art_4/para_2/lbl_1"><num>1. </num><p>Staatsangehörige dritter Staaten, die mit der ersuchenden Vertragspartei eine gemeinsame Grenze haben;</p></item><item eId="art_4/para_2/lbl_2"><num>2. </num><p>Drittstaatsangehörige, denen nach ihrer Einreise ein Visum oder ein anderer Aufenthaltstitel durch die ersuchende Vertragspartei ausgestellt wurde, es sei denn, dass diese Personen Visa oder andere Aufenthaltstitel besitzen, die von der ersuchten Vertragspartei ausgestellt wurden und die länger gültig sind als jene der ersuchenden Vertragspartei;</p></item><item eId="art_4/para_2/lbl_3"><num>3. </num><p>Drittstaatsangehörige, für die nicht innerhalb von 6 Monaten nach Kenntnis der jeweiligen Behörden von der rechtswidrigen Einreise ein Übernahmeersuchen gestellt wird; für Drittstaatsangehörige, die sich seit mehr als einem Jahr auf dem Hoheitsgebiet der ersuchenden Vertragspartei aufgehalten haben, ist eine Übernahme nicht mehr möglich; </p></item><item eId="art_4/para_2/lbl_4"><num>4. </num><p>Drittstaatsangehörige, denen die ersuchende Vertragspartei entweder den Flüchtlingsstatus gemäss der Genfer Konvention vom 28. Juli 1951<authorialNote><p> <ref href="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/1955/443_461_469" xmlns:data="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:data" xmlns:tmp="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:temp">SR <b>0.142.30</b></ref></p></authorialNote> über die Rechtsstellung der Flüchtlinge, abgeändert durch das Protokoll von New York vom 31. Januar 1967<authorialNote><p> <ref href="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/1968/1189_1233_1148" xmlns:data="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:data" xmlns:tmp="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:temp">SR <b>0.142.301</b></ref></p></authorialNote>, oder den Status von Staatenlosen gemäss der Konvention von New York vom 28. September 1954<authorialNote><p> <ref href="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/1972/2320_2374_2150" xmlns:data="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:data" xmlns:tmp="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:temp">SR <b>0.142.40</b></ref></p></authorialNote> über die Rechtsstellung von Staatenlosen zuerkannt hat.</p></item></blockList></content></paragraph><paragraph eId="art_4/para_3"><num>3.</num><content><p>Die ersuchende Vertragspartei nimmt einen Drittstaatsangehörigen ohne besondere Formalitäten zurück, wenn die ersuchte Vertragspartei innerhalb von 6 Monaten nach der Übernahme des Drittstaatsangehörigen festgestellt hat, dass die Voraussetzungen nach Absatz 1 nicht vorliegen.</p></content></paragraph></article><article eId="art_5"><num><b>Art. 5</b></num><paragraph eId="art_5/para_1"><num>1.</num><content><p>Der Antrag auf Übernahme muss die Angaben zur Identität, zu den eventuell im Besitz des Drittstaatsangehörigen befindlichen Dokumenten, zum Aufenthalt im Hoheitsgebiet der ersuchten Vertragspartei und zu den Umständen seiner rechtswidrigen Einreise in das Hoheitsgebiet der ersuchenden Vertragspartei enthalten.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_5/para_2"><num>2.</num><content><p>Die ersuchte Vertragspartei beantwortet die Anträge gemäss Artikel 4 Absatz 1 unverzüglich, längstens jedoch innerhalb von 14 Tagen. Die Übernahme des Drittstaatsangehörigen erfolgt unverzüglich, längstens jedoch innerhalb einer Frist von drei Monaten, nachdem die ersuchte Vertragspartei der Übernahme zugestimmt hat. Diese Frist wird auf Antrag der ersuchenden Vertragspartei für die Dauer rechtlicher oder tatsächlicher Hindernisse verlängert.</p></content></paragraph></article><article eId="art_6"><num><b>Art. 6</b></num><paragraph eId="art_6/para"><content><p>Als Aufenthaltstitel im Sinne dieses Abschnitts gilt jede von einer Vertragspartei ausgestellte Erlaubnis gleich welcher Art, die zum Aufenthalt in deren Hoheitsgebiet berechtigt. Hiezu zählt nicht die befristete Zulassung zum Aufenthalt im Hoheitsgebiet einer der Vertragsparteien im Hinblick auf die Behandlung eines Asylbegehrens oder eines Antrags auf einen Aufenthaltstitel.</p></content></paragraph></article></section><section eId="sec_III"><num>Abschnitt III: </num><heading>Durchbeförderung und Begleitung</heading><article eId="art_7"><num><b>Art. 7</b></num><paragraph eId="art_7/para_1"><num>1.</num><content><p>Jede Vertragspartei übernimmt die polizeiliche Durchbeförderung von Drittstaatsangehörigen, wenn die andere Vertragspartei darum ersucht und die Übernahme durch den Zielstaat und die Weiterreise durch allfällige weitere Durchbeförderungsstaaten sichergestellt ist.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_7/para_2"><num>2.</num><content><p>Das Ersuchen um Durchbeförderung muss Angaben insbesondere zur Identität des Drittstaatsangehörigen, zu Datum, Zeit und Ort der Durchbeförderung sowie zum allenfalls erforderlichen Begleitpersonal enthalten. Das Ersuchen muss darüber hinaus die Erklärung enthalten, dass die Voraussetzungen nach Absatz 1 gegeben und keine Ablehnungsgründe nach Absatz 3 bekannt sind.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_7/para_3"><num>3.</num><content><p>Die Durchbeförderung wird nicht beantragt und kann abgelehnt werden, wenn die Person im Zielstaat oder in einem allfälligen weiteren Durchbeförderungsstaat Gefahr läuft, unmenschlicher oder erniedrigender Behandlung oder Strafe oder der Todesstrafe unterworfen zu werden, oder in seinem Leben oder seiner Freiheit aus Gründen seiner Rasse, seiner Religion, seiner Nationalität, seiner Zugehörigkeit zu einer bestimmten sozialen Gruppe oder seiner politischen Ansichten bedroht wäre. Die Durchbeförderung kann darüber hinaus abgelehnt werden, wenn der Drittstaatsangehörige im ersuchten Staat strafgerichtlich verfolgt werden müsste oder ihm im Zielstaat oder in einem allfälligen weiteren Durchbeförderungsstaat strafrechtliche Verfolgung droht.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_7/para_4"><num>4.</num><content><p>Ein Transitvisum der ersuchten Vertragspartei ist nicht erforderlich.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_7/para_5"><num>5.</num><content><p>Trotz erteilter Bewilligung können zur Durchbeförderung übernommene Personen an die andere Vertragspartei zurückgegeben werden, wenn nachträglich Tatsachen im Sinne des Absatzes 2 eintreten oder bekannt werden, die einer Durchbeförderung entgegenstehen, oder wenn die Weiterreise oder die Übernahme durch den Zielstaat nicht mehr gesichert ist.</p></content></paragraph></article><article eId="art_8"><num><b>Art. 8</b></num><paragraph eId="art_8/para_1"><num>1.</num><content><p>Erfolgt die Durchbeförderung auf dem Landweg, so übernimmt das Personal der ersuchten Vertragspartei ab der Übergabe die notwendige Begleitung.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_8/para_2"><num>2.</num><content><p>Erfolgt die Durchbeförderung auf dem Luftweg unter Begleitung des Personals der ersuchenden Vertragspartei oder unbegleitet, so überwacht die ersuchte Vertragspartei im Falle der Weiterreise auf dem Luftweg die Zwischenlandung auf ihrem Flughafen.</p></content></paragraph></article></section><section eId="sec_IV"><num>Abschnitt IV: </num><heading>Kosten</heading><article eId="art_9"><num><b>Art. 9</b></num><paragraph eId="art_9/para"><content><p>Alle mit der Übernahme zusammenhängenden Kosten bis zur Grenze der ersuchten Vertragspartei sowie die Kosten der Durchbeförderung trägt die ersuchende Vertragspartei. Das Gleiche gilt für die Fälle der Rückübernahme.</p></content></paragraph></article></section><section eId="sec_V"><num>Abschnitt V: </num><heading>Datenschutz</heading><article eId="art_10"><num><b>Art. 10</b></num><paragraph eId="art_10/para_1"><num>1.</num><content><blockList><listIntroduction eId="art_10/para_1/listintro">Soweit für die Durchführung dieses Abkommens personenbezogene Daten zu übermitteln sind, dürfen diese Informationen ausschliesslich betreffen:</listIntroduction><item eId="art_10/para_1/lbl_1"><num>1. </num><p>die Personalien der zu übergebenden Person und gegebenenfalls der Angehörigen (Name, Vorname, gegebenenfalls früherer Name, Beinamen oder Pseudonyme, Aliasnamen, Geburtsdatum und -ort, Geschlecht, derzeitige und gegebenenfalls frühere Staatsangehörigkeit);</p></item><item eId="art_10/para_1/lbl_2"><num>2. </num><p>den Reisepass, den Personalausweis, sonstige Identitäts- und Reisedokumente und Passierscheine (Nummer, Gültigkeitsdauer, Ausstellungsdatum, ausstellende Behörde, Ausstellungsort usw.);</p></item><item eId="art_10/para_1/lbl_3"><num>3. </num><p>sonstige zur Identifizierung der zu übergebenden Personen erforderliche Angaben;</p></item><item eId="art_10/para_1/lbl_4"><num>4. </num><p>die Aufenthaltsorte und Reisewege;</p></item><item eId="art_10/para_1/lbl_5"><num>5. </num><p>die ausgestellten Aufenthaltstitel oder Visa.</p></item></blockList></content></paragraph><paragraph eId="art_10/para_2"><num>2.</num><content><blockList><listIntroduction eId="art_10/para_2/listintro">Soweit personenbezogene Daten im Rahmen dieses Abkommens übermittelt werden, gelten die nachfolgenden Bestimmungen unter Beachtung der für jede Vertragspartei geltenden innerstaatlichen Rechtsvorschriften:</listIntroduction><item eId="art_10/para_2/lbl_1"><num>1. </num><p>Die Verwendung der Daten durch den Empfänger ist nur zu dem angegebenen Zweck und zu den durch die übermittelnde Behörde vorgeschriebenen Bedingungen zulässig.</p></item><item eId="art_10/para_2/lbl_2"><num>2. </num><p>Der Empfänger unterrichtet die übermittelnde Behörde auf Ersuchen über die Verwendung der übermittelten Daten und über die dadurch erzielten Ergebnisse.</p></item><item eId="art_10/para_2/lbl_3"><num>3. </num><p>Personenbezogene Daten dürfen nur an die zuständigen Stellen übermittelt werden. Die weitere Übermittlung an andere Stellen darf nur mit vorheriger Zustimmung der übermittelnden Stelle erfolgen.</p></item><item eId="art_10/para_2/lbl_4"><num>4. </num><p>Die übermittelnde Behörde ist verpflichtet, auf die Richtigkeit der zu übermittelnden Daten sowie auf die Erforderlichkeit und Verhältnismässigkeit in Bezug auf den mit der Übermittlung verfolgten Zweck zu achten. Dabei sind die nach dem jeweiligen innerstaatlichen Recht geltenden Übermittlungsverbote zu beachten. Erweist es sich, dass unrichtige Daten oder Daten, die nicht übermittelt werden durften, übermittelt worden sind, so ist dies dem Empfänger unverzüglich mitzuteilen. Er ist verpflichtet, die Berichtigung oder Vernichtung vorzunehmen.</p></item><item eId="art_10/para_2/lbl_5"><num>5. </num><p>Die übermittelnde und empfangende Behörde sind verpflichtet, die Übermittlung von personenbezogenen Daten aktenkundig zu machen.</p></item><item eId="art_10/para_2/lbl_6"><num>6. </num><p>Die übermittelnde und die empfangende Behörde sind verpflichtet, die übermittelten personenbezogenen Daten wirksam gegen unbefugten Zugang, unbefugte Veränderung und unbefugte Bekanntgabe zu schützen.</p></item><item eId="art_10/para_2/lbl_7"><num>7. </num><p>Die übermittelten personenbezogenen Daten sind nur solange aufzubewahren, wie es der Zweck, für den sie übermittelt worden sind, erfordert. Übermittelte Daten, die von der übermittelnden Behörde gelöscht werden, sind binnen sechs Monaten auch vom Empfänger zu löschen. Soweit das innerstaatliche Recht dies vorsieht, unterliegen die Verarbeitung und Verwendung dieser Daten der Kontrolle durch ein unabhängiges Organ.</p></item><item eId="art_10/para_2/lbl_8"><num>8. </num><p>Dem Betroffenen ist bei Nachweis seiner Identität auf Antrag über die zu seiner Person vorhandenen Informationen sowie über den vorgesehenen Verwendungszweck nach Massgabe der innerstaatlichen Rechtsvorschriften Auskunft zu erteilen.</p></item></blockList></content></paragraph><paragraph eId="art_10/para_3"><num>3.</num><content><p>Das Bundesrecht der Schweizerischen Eidgenossenschaft gilt bis zum In-Kraft-Treten eigener datenschutzrechtlicher Bestimmungen auch für das Fürstentum Liechtenstein, soweit eine Datenbearbeitung gestützt auf diesen Vertrag betroffen ist.</p></content></paragraph></article></section><section eId="sec_VI"><num>Abschnitt VI: </num><heading>Durchführungsbestimmungen</heading><article eId="art_11"><num><b>Art. 11</b></num><paragraph eId="art_11/para"><content><p>Die zur Durchführung dieses Abkommens erforderlichen weiteren Regelungen über</p><blockList><item eId="art_11/para/lbl_1"><num>1. </num><p>die Art und Weise der gegenseitigen Verständigung und die praktische Vorgangsweise,</p></item><item eId="art_11/para/lbl_2"><num>2. </num><p>die Angaben, die in den Übernahme- und Durchbeförderungsanträgen enthalten sein müssen,</p></item><item eId="art_11/para/lbl_3"><num>3. </num><p>die Unterlagen und Beweismittel bzw. Mittel zur Glaubhaftmachung, die zur Übernahme erforderlich sind, und die Wertigkeit dieser Mittel,</p></item><item eId="art_11/para/lbl_4"><num>4. </num><p>die für die Durchführung dieses Abkommens zuständigen Stellen,</p></item><item eId="art_11/para/lbl_5"><num>5. </num><p>die Kostenregelung und</p></item><item eId="art_11/para/lbl_6"><num>6. </num><p>die Abhaltung von Expertengesprächen werden in einem Protokoll zur Durchführung dieses Abkommens vereinbart.</p></item></blockList></content></paragraph></article></section><section eId="sec_VII"><num>Abschnitt VII: </num><heading>Schlussbestimmungen</heading><article eId="art_12"><num><b>Art. 12</b></num><paragraph eId="art_12/para"><content><p>Fragen zur Auslegung und Durchführung des Abkommens sowie des Protokolls werden unter den Vertragsparteien einvernehmlich geregelt.</p></content></paragraph></article><article eId="art_13"><num><b>Art. 13</b></num><paragraph eId="art_13/para"><content><p>Die Bestimmungen dieses Abkommens lassen die Verpflichtungen der Vertragsparteien aus der Anwendung anderer völkerrechtlicher Abkommen unberührt.</p><p>Ebenfalls nicht berührt werden durch dieses Abkommen die Vereinbarung zwischen der Schweiz und dem Fürstentum Liechtenstein über die fremdenpolizeiliche Rechtsstellung der beiderseitigen Staatsangehörigen im anderen Vertragsstaat vom 6. November 1963<authorialNote><p> <ref href="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/1964/1_1_1" xmlns:data="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:data" xmlns:tmp="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:temp">SR <b>0.142.115.142</b></ref></p></authorialNote> und die Vereinbarung zwischen der Schweiz und dem Fürstentum Liechtenstein über die Handhabung der Fremdenpolizei für Drittausländer im Fürstentum Liechtenstein und über die fremdenpolizeiliche Zusammenarbeit vom 6. November 1963<authorialNote><p> <ref href="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/1964/5_5_5" xmlns:data="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:data" xmlns:tmp="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:temp">SR <b>0.142.115.143</b></ref></p></authorialNote>.</p></content></paragraph></article><article eId="art_14"><num><b>Art. 14</b></num><paragraph eId="art_14/para_1"><num>1.</num><content><p>Dieses Abkommen wird auf unbestimmte Zeit geschlossen.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_14/para_2"><num>2.</num><content><p>Dieses Abkommen tritt am ersten Tag des zweiten Monats nach dem Tag in Kraft, an dem die Vertragsparteien einander auf diplomatischem Wege mitgeteilt haben, dass ihre jeweiligen innerstaatlichen Voraussetzungen für das In-Kraft-Treten erfüllt sind. Mit dem In-Kraft-Treten dieses Abkommens tritt das Übereinkommen vom 5. Januar 1955<authorialNote><p> [<ref href="https://fedlex.data.admin.ch/eli/oc/1955/61_61_61" xmlns:data="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:data" xmlns:tmp="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:temp">AS <b>1955</b> 61</ref>]</p></authorialNote> zwischen der Österreichischen Bundesregierung und dem Schweizerischen Bundesrat über die Übernahme von Personen an der Grenze ausser Kraft.</p></content></paragraph></article><article eId="art_15"><num><b>Art. 15</b></num><paragraph eId="art_15/para_1"><num>1.</num><content><p>Jede Vertragspartei kann dieses Abkommen auf diplomatischem Weg kündigen. Die Kündigung wird am ersten Tag des Monats wirksam, der auf den Monat folgt, in dem die Notifikation der anderen Vertragspartei zugegangen ist.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_15/para_2"><num>2.</num><content><p>Jede Vertragspartei kann dieses Abkommen aus Gründen der öffentlichen Sicherheit, Ordnung oder Gesundheit suspendieren. Die Suspendierung, die auf diplomatischem Weg zu erfolgen hat, tritt mit Einlangen der Notifikation in Kraft.</p><p>Geschehen zu Bern, am 3. Juli 2000 in drei Urschriften in deutscher Sprache.</p><p>Für den Schweizerischen Bundesrat:</p><p>Ruth Metzler-Arnold</p><p>Für die Österreichische Bundesregierung:</p><p>Ernst Strasser</p><p>Für das Fürstentum Liechtenstein:</p><p>Michael Ritter</p></content></paragraph></article></section><level eId="lvl_u8"><heading>Protokoll</heading><p>Auf der Grundlage von Artikel 11 des Abkommens zwischen dem Schweizerischen Bundesrat, der Österreichischen Bundesregierung und dem Fürstentum Liechtenstein über die Übernahme von Personen (im Folgenden Rückübernahmeabkommen genannt) haben die Vertragsparteien Folgendes vereinbart:</p><level eId="lvl_u8/lvl_I"><num>I</num><p xmlns:mig="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:migration">Zu Artikel 1</p><blockList eId="lvl_u8/lvl_I/list_u1"><listIntroduction eId="lvl_u8/lvl_I/list_u1/listintro">1.  Der Nachweis der Staatsangehörigkeit kann geführt werden durch:</listIntroduction><item eId="lvl_u8/lvl_I/list_u1/bull_u1"><num>– </num><p>Staatsbürgerschaftsurkunden;</p></item><item eId="lvl_u8/lvl_I/list_u1/bull_u2"><num>– </num><p>Pässe aller Art (Nationalpässe, Sammelpässe, Diplomatenpässe, Dienstpässe, Passersatzpapiere);</p></item><item eId="lvl_u8/lvl_I/list_u1/bull_u3"><num>– </num><p>Personalausweise und Identitätskarten;</p></item><item eId="lvl_u8/lvl_I/list_u1/bull_u4"><num>– </num><p>provisorische Identitätsbescheinigungen;</p></item><item eId="lvl_u8/lvl_I/list_u1/bull_u5"><num>– </num><p>Familienbüchlein mit Angabe eines Heimatortes in der Schweiz;</p></item><item eId="lvl_u8/lvl_I/list_u1/bull_u6"><num>– </num><p>Wehrdienstbücher und Militärausweise;</p></item><item eId="lvl_u8/lvl_I/list_u1/bull_u7"><num>– </num><p>amtlich ausgestellte Dokumente, aus denen sich die Staatsangehörigkeit ergibt;</p></item><item eId="lvl_u8/lvl_I/list_u1/bull_u8"><num>– </num><p>Seefahrtsbücher und Schifferausweise;</p></item><item eId="lvl_u8/lvl_I/list_u1/bull_u9"><num>– </num><p>schriftliche Behördenauskünfte mit eindeutigen Aussagen.</p></item></blockList><p>2.  Bei der Vorlage der in Absatz 1 genannten gültigen Nachweise wird die Staatsangehörigkeit als verbindlich anerkannt, ohne dass es weiterer Erhebungen bedarf. Gegenbeweise sind zulässig.</p><blockList eId="lvl_u8/lvl_I/list_u2"><listIntroduction eId="lvl_u8/lvl_I/list_u2/listintro">3.  Die Glaubhaftmachung der Staatsangehörigkeit kann insbesondere erfolgen durch:</listIntroduction><item eId="lvl_u8/lvl_I/list_u2/bull_u1"><num>– </num><p>Kopien der unter Absatz 1 genannten Nachweismittel;</p></item><item eId="lvl_u8/lvl_I/list_u2/bull_u2"><num>– </num><p>Führerscheine;</p></item><item eId="lvl_u8/lvl_I/list_u2/bull_u3"><num>– </num><p>Geburtsurkunden;</p></item><item eId="lvl_u8/lvl_I/list_u2/bull_u4"><num>– </num><p>Firmenausweise;</p></item><item eId="lvl_u8/lvl_I/list_u2/bull_u5"><num>– </num><p>Kopien der genannten Dokumente;</p></item><item eId="lvl_u8/lvl_I/list_u2/bull_u6"><num>– </num><p>Zeugenaussagen;</p></item><item eId="lvl_u8/lvl_I/list_u2/bull_u7"><num>– </num><p>eigene Angaben des Betroffenen;</p></item><item eId="lvl_u8/lvl_I/list_u2/bull_u8"><num>– </num><p>die Sprache des Betroffenen.</p></item></blockList><p>4.  Für den Fall der Glaubhaftmachung gilt die Staatsangehörigkeit unter den Vertragsparteien als feststehend, solange die ersuchte Vertragspartei dies nicht widerlegt hat.</p><p>5.  Die in den Absätzen 1 und 3 angeführten Dokumente genügen auch dann als Nachweis oder Glaubhaftmachung der Staatsangehörigkeit, wenn sie durch Zeitablauf ungültig geworden sind.</p></level><level eId="lvl_u8/lvl_II"><num>II</num><p xmlns:mig="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:migration">Zu Artikel 2 und 3</p><blockList><listIntroduction eId="lvl_u8/lvl_II/listintro">1.  Das Ersuchen um Feststellung der Staatsangehörigkeit muss, abgesehen von den Personaldaten, erforderlichenfalls folgende Angaben enthalten:</listIntroduction><item eId="lvl_u8/lvl_II/bull_u1"><num>– </num><p>die für die Feststellung der Staatsangehörigkeit notwendigen Informationen;</p></item><item eId="lvl_u8/lvl_II/bull_u2"><num>– </num><p>Hinweise auf eine etwaige auf Krankheit oder Alter beruhende besondere Hilfs‑, Pflege- oder Betreuungsbedürftigkeit der zu übergebenden Person mit deren Einverständnis;</p></item><item eId="lvl_u8/lvl_II/bull_u3"><num>– </num><p>sonstige im Einzelfall bei der Übergabe erforderliche Schutz- oder Sicherheitsmassnahmen.</p></item></blockList></level><level eId="lvl_u8/lvl_III"><num>III</num><p xmlns:mig="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:migration">Zu Artikel 4 Absatz 1</p><blockList eId="lvl_u8/lvl_III/list_u1"><listIntroduction eId="lvl_u8/lvl_III/list_u1/listintro">1.  Der Antrag auf Übernahme muss Angaben über die Nachweis- oder Glaubhaftmachungsmittel für den Aufenthalt auf dem Staatsgebiet der ersuchten Vertragspartei, über die Rechtswidrigkeit der Einreise auf das Staatsgebiet der ersuchenden Vertragspartei und, soweit möglich, die folgenden weiteren Angaben enthalten:</listIntroduction><item eId="lvl_u8/lvl_III/list_u1/bull_u1"><num>– </num><p>die Personalien der zu übergebenden Person (Vor- und Familiennamen, frühere Namen, Aliasnamen, Geburtsdatum und ‑ort, Geschlecht, Staatsangehörigkeit, letzter Wohnort im Herkunftsstaat);</p></item><item eId="lvl_u8/lvl_III/list_u1/bull_u2"><num>– </num><p>die Personaldokumente (insbesondere Art, Nummer, Ausstellungsort, ‑datum und -behörde, Gültigkeitsdauer);</p></item><item eId="lvl_u8/lvl_III/list_u1/bull_u3"><num>– </num><p>Tag, Ort und Art der rechtswidrigen Einreise;</p></item><item eId="lvl_u8/lvl_III/list_u1/bull_u4"><num>– </num><p>eine etwaige auf Krankheit oder Alter beruhende besondere Hilfs‑, Pflege- oder Betreuungsbedürftigkeit der zu übergebenden Person mit deren Einverständnis;</p></item><item eId="lvl_u8/lvl_III/list_u1/bull_u5"><num>– </num><p>etwaige sonstige im Einzelfall bei der Übergabe erforderliche Schutz- oder Sicherheitsmassnahmen;</p></item><item eId="lvl_u8/lvl_III/list_u1/bull_u6"><num>– </num><p>Sprachkenntnisse der zu übergebenden Person;</p></item><item eId="lvl_u8/lvl_III/list_u1/bull_u7"><num>– </num><p>Zeit und Ort der beabsichtigten Übergabe.</p></item></blockList><blockList eId="lvl_u8/lvl_III/list_u2"><listIntroduction eId="lvl_u8/lvl_III/list_u2/listintro">2.  Der Aufenthalt auf dem Hoheitsgebiet der ersuchten Vertragspartei wird nachgewiesen durch:</listIntroduction><item eId="lvl_u8/lvl_III/list_u2/bull_u1"><num>– </num><p>ein gültiges Visum oder einen gültigen anderen Aufenthaltstitel der ersuchten Vertragspartei;</p></item><item eId="lvl_u8/lvl_III/list_u2/bull_u2"><num>– </num><p>einen Einreisestempel der ersuchten Vertragspartei im Reisedokument;</p></item><item eId="lvl_u8/lvl_III/list_u2/bull_u3"><num>– </num><p>sonstige Vermerke der ersuchten Vertragspartei in Reisedokumenten, die Hinweise auf den Aufenthalt geben.</p></item></blockList><p>Ein in dieser Weise erfolgter Nachweis wird unter den Vertragsparteien als verbindlich anerkannt, ohne dass weitere Erhebungen durchgeführt werden. Gegenbeweise sind zulässig.</p><blockList eId="lvl_u8/lvl_III/list_u3"><listIntroduction eId="lvl_u8/lvl_III/list_u3/listintro">3.  Der Aufenthalt auf dem Staatsgebiet der ersuchten Vertragspartei wird insbesondere glaubhaft gemacht durch:</listIntroduction><item eId="lvl_u8/lvl_III/list_u3/bull_u1"><num>– </num><p>Ausreisestempel von Drittstaaten in Reisedokumenten, durch welche die Einreise in das Hoheitsgebiet der ersuchten Vertragspartei angenommen werden kann;</p></item><item eId="lvl_u8/lvl_III/list_u3/bull_u2"><num>– </num><p>Flugtickets, Eisenbahnfahrkarten, Bescheinigungen, Rechnungen oder sonstige Belege, die den Aufenthalt auf dem Staatsgebiet der ersuchten Vertragspartei belegen;</p></item><item eId="lvl_u8/lvl_III/list_u3/bull_u3"><num>– </num><p>Aussagen von Behördenvertretern, die den Grenzübertritt bezeugen können;</p></item><item eId="lvl_u8/lvl_III/list_u3/bull_u4"><num>– </num><p>Zeugenaussagen in Verbindung mit einer behördlichen Niederschrift;</p></item><item eId="lvl_u8/lvl_III/list_u3/bull_u5"><num>– </num><p>ein abgelaufenes Visum oder einen anderen abgelaufenen Aufenthaltstitel und auf sonstige im Einzelfall geeignete Weise.</p></item></blockList><p>4.  Die Rechtswidrigkeit der Einreise auf das Staatsgebiet der ersuchenden Vertragspartei wird nachgewiesen durch die Grenzübertrittspapiere der Person, in denen das erforderliche Visum oder der erforderliche andere Aufenthaltstitel für das Hoheitsgebiet dieser Vertragspartei fehlt. Für die Glaubhaftmachung der Rechtswidrigkeit der Einreise genügt die Angabe der ersuchenden Vertragspartei, dass die Person nach ihren Feststellungen die erforderlichen Grenzübertrittspapiere oder das erforderliche Visum oder einen sonstigen Aufenthaltstitel nicht besitzt.</p></level><level eId="lvl_u8/lvl_IV"><num>IV</num><p xmlns:mig="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:migration">Zu Artikel 7</p><blockList><listIntroduction eId="lvl_u8/lvl_IV/listintro">1.  Der Antrag auf Durchbeförderung muss, soweit möglich, die folgenden Angaben enthalten:</listIntroduction><item eId="lvl_u8/lvl_IV/bull_u1"><num>– </num><p>die Personalien der durchzubefördernden Person (insbesondere Vor- und Familiennamen, frühere Namen, Aliasnamen, Geburtsdatum und ‑ort, Geschlecht, Staatsangehörigkeit, letzter Wohnort im Herkunftsstaat);</p></item><item eId="lvl_u8/lvl_IV/bull_u2"><num>– </num><p>die Personaldokumente (insbesondere Art, Nummer, Gültigkeitsdauer);</p></item><item eId="lvl_u8/lvl_IV/bull_u3"><num>– </num><p>die Erklärung, dass die Voraussetzungen gemäss Artikel 7 Absatz 1 des Rückübernahmeabkommens erfüllt sind und keine Ablehnungsgründe gemäss Artikel 7 Absatz 3 des Rückübernahmeabkommens bekannt sind;</p></item><item eId="lvl_u8/lvl_IV/bull_u4"><num>– </num><p>eine etwaige auf Krankheit oder Alter beruhende besondere Hilfs‑, Pflege- oder Betreuungsbedürftigkeit der durchzubefördernden Person mit deren Einverständnis;</p></item><item eId="lvl_u8/lvl_IV/bull_u5"><num>– </num><p>etwaige sonstige im Einzelfall erforderliche Schutz- oder Sicherheitsmassnahmen; </p></item><item eId="lvl_u8/lvl_IV/bull_u6"><num>– </num><p>Datum, Zeit und Ort der Durchbeförderung sowie die weitere Durchbeförderungsroute;</p></item><item eId="lvl_u8/lvl_IV/bull_u7"><num>– </num><p>allenfalls Angaben zum Begleitpersonal.</p></item></blockList><p>2.  Die ersuchte Vertragspartei benachrichtigt die ersuchende Vertragspartei unter Bestätigung des Datums, der Zeit und des Ortes unverzüglich über die Übernahme zur Durchbeförderung oder über die Ablehnung der Übernahme und die Gründe der Ablehnung.</p></level><level eId="lvl_u8/lvl_V"><num>V</num><p xmlns:mig="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:migration">Zu Artikel 9</p><p>Die Kosten werden an das Innenministerium der ersuchten Vertragspartei innerhalb von 60 Tagen ab Erhalt der Rechnung überwiesen.</p></level><level eId="lvl_u8/lvl_VI"><num>VI</num><p xmlns:mig="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:migration">Zuständige Stellen</p><p>1.  Die für die Ankündigung einer Übergabe nach Artikel 3 des Rückübernahmeabkommens zuständigen Stellen sind</p><blockList eId="lvl_u8/lvl_VI/list_u1"><item eId="lvl_u8/lvl_VI/list_u1/lbl_1"><num>1. </num><p>auf österreichischer Seite die verfahrensführenden Fremdenpolizeibehörden, die im Wege der Sicherheitsdirektion für das Bundesland Vorarlberg die Kantonspolizei St. Gallen oder die Landespolizei des Fürstentums Liechtenstein in Kenntnis setzen;</p></item><item eId="lvl_u8/lvl_VI/list_u1/lbl_2"><num>2. </num><p>auf schweizerischer Seite die kantonalen Fremdenpolizeibehörden, die über die Kantonspolizei St. Gallen die Sicherheitsdirektion für das Bundesland Vorarlberg in Kenntnis setzen;</p></item><item eId="lvl_u8/lvl_VI/list_u1/lbl_3"><num>3. </num><p>auf liechtensteinischer Seite die Fremdenpolizei, die über die Landespolizei des Fürstentums Liechtenstein die Sicherheitsdirektion für das Bundesland Vorarlberg in Kenntnis setzt;</p></item></blockList><p>4. im Luftverkehr sind die für die Ankündigung einer Übergabe zuständigen Stellen die Grenzdienststellen der jeweiligen Abflugs- und Ankunftsflughäfen im gegenseitigen Flugverkehr.</p><p>2.  Die zuständigen Stellen nach Artikel 4 des Rückübernahmeabkommens sind</p><blockList eId="lvl_u8/lvl_VI/list_u2"><item eId="lvl_u8/lvl_VI/list_u2/lbl_1"><num>1. </num><p>auf österreichischer Seite die Sicherheitsdirektion für das Bundesland Vorarlberg und die Sicherheitsdirektion für das Bundesland Tirol;</p></item><item eId="lvl_u8/lvl_VI/list_u2/lbl_2"><num>2. </num><p>auf schweizerischer Seite die kantonalen Fremdenpolizeibehörden im Wege der Kantonspolizei St. Gallen;</p></item><item eId="lvl_u8/lvl_VI/list_u2/lbl_3"><num>3. </num><p>auf liechtensteinischer Seite die Landespolizei des Fürstentums Liechtenstein.</p></item></blockList><p>3.  Die zuständigen Stellen für die Stellung eines Antrages nach Artikel 7 des Rückübernahmeabkommens sind</p><blockList eId="lvl_u8/lvl_VI/list_u3"><item eId="lvl_u8/lvl_VI/list_u3/lbl_1"><num>1. </num><p>auf österreichischer Seite das Bundesministerium für Inneres, Abteilung III/16, sowie die Sicherheitsdirektion des Bundeslandes Vorarlberg für Gesuche auf Grund von Verfügungen der Fremdenpolizei des Bundeslandes Vorarlberg;</p></item><item eId="lvl_u8/lvl_VI/list_u3/lbl_2"><num>2. </num><p>auf schweizerischer Seite die Kantonspolizei St. Gallen;</p></item><item eId="lvl_u8/lvl_VI/list_u3/lbl_3"><num>3. </num><p>auf liechtensteinischer Seite die Landespolizei des Fürstentums Liechtenstein.</p></item></blockList><p>4.  Die zuständigen Stellen für die Erledigung eines Antrages nach Artikel 7 des Rückübernahmeabkommens sind</p><blockList eId="lvl_u8/lvl_VI/list_u4"><item eId="lvl_u8/lvl_VI/list_u4/lbl_1"><num>1. </num><p>auf österreichischer Seite</p><blockList><item eId="lvl_u8/lvl_VI/list_u4/lbl_1/bull_u1"><num/><p>das Bundesministerium für Inneres, Abteilung III/16;</p></item></blockList></item><item eId="lvl_u8/lvl_VI/list_u4/lbl_2"><num>2. </num><p>auf schweizerischer Seite</p><blockList><item eId="lvl_u8/lvl_VI/list_u4/lbl_2/bull_u1"><num/><p>das Bundesamt für Flüchtlinge<authorialNote><p> Heute: Staatssekretariat für Migration (SEM) (siehe <ref href="https://fedlex.data.admin.ch/eli/oc/2014/741" xmlns:data="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:data" xmlns:tmp="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:temp">AS <b>2014</b> 4451</ref>).</p></authorialNote> im Eidgenössischen Justiz- und Polizeidepartement;</p></item></blockList></item><item eId="lvl_u8/lvl_VI/list_u4/lbl_3"><num>3. </num><p>auf liechtensteinischer Seite</p><blockList><item eId="lvl_u8/lvl_VI/list_u4/lbl_3/bull_u1"><num/><p>die Landespolizei des Fürstentums Liechtenstein.</p></item></blockList></item></blockList><p>5.  Die zuständigen Stellen verständigen sich über die geeigneten Kommunikationsmittel.</p></level><level eId="lvl_u8/lvl_VII"><num>VII</num><p xmlns:mig="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:migration">Expertengespräche</p><p>Zwischen Experten der Vertragsparteien werden nach Bedarf Gespräche, insbesondere über die Anwendung des Abkommens und dieses Protokolls sowie über allfällige Änderungen dieser Vereinbarung abgehalten werden. Zeit und Ort solcher Gespräche werden jeweils einvernehmlich festgelegt.</p></level><level eId="lvl_u8/lvl_VIII"><num>VIII</num><p xmlns:mig="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:migration">Schlussbestimmungen</p><p>1.  Das vorliegende Protokoll tritt gleichzeitig mit dem Rückübernahmeabkommen in Kraft. Es kann in gegenseitigem Einvernehmen jederzeit geändert werden.</p><p>2.  Im Falle des Ausserkrafttretens des Rückübernahmeabkommens tritt gleichzeitig auch dieses Protokoll ausser Kraft.</p><p>Geschehen zu Bern, am 3. Juli 2000 in drei Urschriften in deutscher Sprache.</p><p>Für den Schweizerischen Bundesrat:</p><p>Ruth Metzler-Arnold</p><p>Für die Österreichische Bundesregierung:</p><p>Ernst Strasser</p><p>Für das Fürstentum Liechtenstein:</p><p>Michael Ritter</p></level></level></body></act></akomaNtoso>