JAAC61.63 Entscheid der Rekurskommission der Eidgenössischen Technischen Hochschulen vom 30. Oktober 1995; auf eine gegen diesen Entscheid erhobene Beschwerde trat das Bundesgericht nicht ein, vgl. Fussnote 1, oben S. 582 Procédure d’habilitation à l’Ecole polytechnique fédérale de Zurich. Venia legendi. Recevabilité du recours administratif. Le refus de la venia legendi constitue une décision attaquable au sens de l’art. 5 PA (consid. 1). Refus d’autoriser la consultation de pièces fondé sur des intérêts publics importants (art. 27 al. 1 let. a PA). Le contenu du rapport des experts devait être communiqué au recourant en cours de procédure; en revanche, il y avait des raisons valables de ne pas lui donner connaissance de l’identité du co-rapporteur et des deux experts (consid. 2.2). Exigence d’une motivation en tant que condition de validité formelle d’une décision. Le droit d’obtenir une décision motivée constitue le prolongement concret du droit d’être entendu et poursuit deux buts: d’une part, l’intéressé doit pouvoir vérifier que tous les arguments avancés à l’appui de sa demande ont été pris en considération et, d’autre part, il doit pouvoir motiver convenablement un éventuel recours. Un vice en la matière a été réparé au cours de la procédure de recours (consid. 2.3). Pouvoir d’examen de l’autorité de recours. Du moment qu’aucune disposition légale spécifique n’impose au Conseil des EPF un pouvoir d’examen particulier, les dispositions générales de la procédure administrative fédérale s’appliquent. C’est à juste titre que la cause a été examinée avec retenue (consid. 3). 1Arbitraire. Une décision en matière d’examens est arbitraire lorsque les examinateurs ont émis des exigences excessives, ont porté une appréciation manifestement fausse sur les prestations du candidat ou qu’ils se sont laissé guider par des considérations étrangères à la matière. Ce n’est pas le cas en l’espèce (consid. 5). Habilitationsverfahren an der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich. Venia legendi. Zulässigkeit der Verwaltungsbeschwerde. Die Verweigerung der venia legendi stellt eine anfechtbare Verfügung im Sinne von Art. 5 VwVG dar (E. 1). Verweigerung der Akteneinsicht wegen wesentlicher öffentlicher Interessen (Art. 27 Abs. 1 Bst. a VwVG). Der Inhalt der Expertenberichte musste dem Beschwerdeführer im Verlauf des Verfahrens mitgeteilt werden; hingegen gab es triftige Gründe, um dem Beschwerdeführer die Identität des Koreferenten und der beiden Gutachter nicht bekanntzugeben (E. 2.2). Begründungserfordernis als Aspekt der formellen Gültigkeit der Verfügung. Das Recht auf begründete Verfügung stellt eine konkrete Weiterführung des Anspruchs auf rechtliches Gehör dar und verfolgt zwei Ziele: Einerseits soll der Betroffene nachprüfen können, dass alle zur Untermauerung seines Antrages vorgebrachten Argumente berücksichtigt wurden, anderseits soll er eine allfällige Beschwerde gebührend begründen können. Ein diesbezüglicher Mangel wurde im Beschwerdeverfahren geheilt (E. 2.3). Kognition der Beschwerdeinstanz. Da keine spezifischen Gesetzesvorschriften dem ETH-Rat eine besondere Kognition auferlegen, finden die allgemeinen Bestimmungen des Verwaltungsverfahrens des Bundes Anwendung. Zu Recht wurde die Beschwerde mit Zurückhaltung überprüft (E. 3). Willkür. Ein Entscheid zu Prüfungsfragen ist willkürlich, wenn die Examinatoren übertriebene Erfordernisse verlangen, die Leistungen des Kandidaten offensichtlich falsch bewerten oder wenn sie sich von sachfremden Erwägungen leiten lassen. In casu verneint (E. 5). Procedura di abilitazione al politecnico federale di Zurigo. Venia legendi. Ricevibilità del ricorso amministrativo. 2Il diniego della venia legendi costituisce una decisione impugnabile ai sensi dell’art. 5 PA (consid. 1). Diniego dell’esame degli atti per motivi di interesse pubblico (art. 27 cpv. 1 lett. a PA). Il contenuto del rapporto degli esperti doveva essere comunicato al ricorrente durante la procedura; d’altro canto c’erano fondati motivi per non comunicare al ricorrente l’identità del correlatore e dei due esperti (consid. 2.2). Requisito della motivazione quale aspetto di validità formale della decisone. Il diritto di ricevere una decisone motivata costituisce un prolungamento del diritto di essere sentito e persegue due obiettivi: da una parte l’interessato deve poter verificare che tutti gli argomenti da lui sollevati sono stati considerati e dall’altra deve essere in grado di poter motivare compiutamente un eventuale suo ricorso. Nella fattispecie un vizio in questo senso è stato sanato nell’ambito della procedura ricorsuale (consid. 2.3). Potere di cognizione dell’autorità di ricorso. Poiché non vi sono disposizioni specifiche che conferiscono una particolare cognizione al Consiglio dei politecnici, sono applicabili le norme generali della procedura amministrativa federale. A giusta ragione il ricorso è stato esaminato con riserbo (consid. 3). Arbitrio. Una decisione in materia di esami è arbitraria quando gli esaminatori hanno pretese eccessive, valutano in modo manifestamente sbagliato la prestazione del candidato o si sono lasciati determinare da considerazioni estranee alla materia specifica. Nella fattispecie l’arbitrio non è stato ravvisato (consid. 5). Zusammenfassung des Sachverhalts: DerBeschwerdeführerreichtedemRektorderEidgenössischenTechnischen HochschuleZürich(ETHZ)einGesuchaufHabilitationundaufErteilungder venia legendi alsPrivatdozentander(...) ein. DerRektorunterrichteteden BeschwerdeführerüberdieAbweisungdesGesuchsmitVerfügungvom(...). DasVerfahrenzurVorbereitungderVerfügungbestanddarin,dassderRektor dieUnterlagendesKandidatenderProfessorenkonferenzderbetreffenden AbteilungzurBegutachtungundAntragstellungübermittelte. Aufgrund zweierReferate,zweierGutachtenundeinesProbevortragsentschieddie Professorenkonferenzam(...),demRektordieAbweisungdesGesuchsdes Beschwerdeführerszubeantragen. ZuvorhattedasProfessorenkollegium desLaboratoriumsfür(...) beschlossen,dasGesuchdesBeschwerdeführers 3aufderProfessorenkonferenzderAbteilungzuunterstützen. Davonwurde derBeschwerdeführerineinemihmzugeleitetenProtokollauszugder LaboratoriumssitzungformellinKenntnisgesetzt. EinegegendieVerfügungdesRektorserhobeneBeschwerdewurdevomRat derEidgenössischenTechnischenHochschulen(ETH-Rat)am(...) abgewiesen. DaraufhinerhobderBetroffeneBeschwerdeandieRekurskommissionfürdie EidgenössischenTechnischenHochschulen(imfolgenden: dieKommission). Aus den Erwägungen: 1. DasHabilitationsverfahrenanderETHZistinderVerordnungvom30.April 1986geregelt(HabilitationsverordnungETHZ,SR414.142.31). (...) 1.1. (Legitimation) 1.2. LautArt.44VwVGunterliegtdieVerwaltungsverfügungderBeschwerde. AlsVerfügungengeltenAnordnungenderBehördenimEinzelfall,diesichauf öffentlichesRechtdesBundesstützenundderenGegenstandinArt.5Abs.1 Bst.a,bodercVwVGaufgeführtist. DassderEntscheiddesRektorsvom(...) eineVerfügungnachobenerwähntem Art.5darstellt,istnichtaufAnhiebersichtlich: -DieErteilungdesTitels«Privatdozent»setztdieBewertungeiner HabilitationsschriftundeinesProbevortragsvoraus(Art.4Abs.2 und5HabilitationsverordnungETHZ).DieseBewertungistmiteiner BenotungbeiSchulexamenzuvergleichen,wofürsichdieRegelndes VerwaltungsverfahrensderErstinstanzwenigeignen. -DieErteilungdesTitels«Privatdozent»hängtdavonab,inwelcheRichtung sicheineHochschulekünftigentwickelnwill,wiesievorgehtbeider NachwuchsplanungfürdenLehrkörperundwiesichdieFächerund allgemeindasStudienprogrammentwickeln. ImvorliegendenFallhat dasProfessorenkollegiumdesLaboratoriumsfür(...) beschlossen,die KandidaturdesBeschwerdeführerszuunterstützen,«daBedarf(...) besteht». WiebeiderGestaltungdesStudienplanesliegthierfasteineinterne OrganisationsmassnahmederETHZvor. NachderständigenRechtsprechung geltenOrganisationsmassnahmennichtalsderBeschwerdeunterliegende Verwaltungsverfügungen(z.B. BGE98Ib461 ;VPB58.79). DerEntscheiddesRektorsstütztsichjedochnurteilweiseaufdiesebeiden Elemente. DasHabilitationsverfahrenumfasstweitere,fürdenKandidaten relevanteKriterien,dieseineRechteundPflichtenberühren. Beispieledafür sind: -DasHabilitationsverfahrenwirdmitderErteilungdesTitels«Privatdozent» abgeschlossen. DieserTitelstellteinerseitseinakademischesDiplomdar, ähnlicheinemAbschlussdeserstenStudienzyklusodereinemDoktorat. AuchderTitel«Privatdozent»belegt-ersetztdasBestehenentsprechender Prüfungenvoraus-einenbestimmtenWissens-undAusbildungsstand,ja sogareinebestimmtepraktischeErfahrung. WenngleichdieBewertungder 4PrüfungeneinenichtobligatorischeMassnahmedarstellt,sohatdieoffizielle FeststellungvonErfolgoderMisserfolgdurchdieSchulbehördedennoch zwingendenCharakter: SieentscheidetnämlichüberdenAnspruchdes KandidatenaufdasDiplom,vorausgesetzt,dasseralleLeistungen,diedas ReglementdesbetreffendenAusbildungsgangesverlangt,erfüllthat. -DerTitel«Privatdozent»umfasstfernerdie venia legendi imgewählten Gebietund/oderandergewähltenInstitution. Auchwennsichausder venia legendi keinAnspruchaufeinenLehrstuhlableitet,soverschafftsiedem PrivatdozentenimVergleichzuanderenpotentiellenKandidatendoch insoferneinegünstigeAusgangslage,alsdassihmdieEinrichtungbereits angedeutethat,dasssieihnfürfähighält,einenLehrauftragzuübernehmen, undsichihnsogaralskünftigenLehrstuhlinhaberwünscht. IndieserHinsicht bildetdieVerweigerungderHabilitationbereitseineMassnahme,welche diekünftigeRechtslagedesKandidatenbeeinflussenkann,dahersetztdie RechtsprechungsolcheMassnahmenVerwaltungsverfügungengleich(z.B. BGE103Ia428 ,103Ib353). AufdieserGrundlageistfestzustellen,dassderEntscheiddesRektorsvom (...) eineVerfügungimSinnevonArt.5VwVGdarstellt. DieBeschwerdedes Kandidatenistdemnachzulässig. 2. DerBeschwerdeführerfordertdieNennungallerPersonen,welchebeider EntstehungderangefochtenenVerfügungmitgewirkthaben. Wegendieses BegehrenssowiewegenetlicherwährenddesBeschwerdeverfahrensvorder VorinstanzaufgetretenerFragenwirddieKommissionprüfen,inwieferndie RegelnderformellenGültigkeitderVerfügungbeachtetwordensind. 2.1. Die Zusammensetzung der Behörde 2.1.1. (ZuständigkeitdesRektorsnachArt.5Abs.2Bst.bZiff.4derzum ZeitpunktderVerfügungdesRektorsnochgeltendenVerordnungvom 24.Februar1988überdieLeitungderETHZ,SR414.110.371,AS 1988 608ff.) (...) 2.1.2. DerBeschwerdeführerverlangtdieBekanntgabederNamensämtlicher Professoren,welchederProfessorenkonferenzderAbteilungvom(...) beigewohnthaben. SeinenAnspruchstützterzumeinenaufArt.58Abs.1 derBundesverfassung(BV,SR101)sowieaufArt.6§1EMRK(SR0.101)ab, nachdenenAusstandsgründegeltendgemachtwerdenkönnen;zumanderen beruftersichaufdasRechtaufAkteneinsicht(Art.4BV,Art.26ff. VwVG),das nachseinerAnsichtinsofernverletztwurde,alsinderihmausgehändigten AbschriftdieNamenderanwesendenundderabwesendenProfessoren gestrichenwaren. ImVerwaltungsverfahrengibtesansichkeineGarantiedesunabhängigen Richters. EinverwandterGrundsatzistjedochinArt.4BVverankert;dieser verlangteinegerechteZusammensetzungderverfügendenBehörde( BGE115 Ia403). Esseinocheinmaldaraufhingewiesen,dassdieangefochteneVerfügung formellaufdenRektorzurückgehtundnichtvonderAbteilungausgegangen ist;denndiesehatlediglichalsinterneBeratungsstellemitgewirkt. Der ArgumentationdesBeschwerdeführerskanndaherindiesemPunktnicht gefolgtwerden. DerNamederverfügendenBehördewurdeihmmitgeteilt, 5underhatwederRügennochAusstandsgründedagegenvorgebracht. Aus dieserSichtistdieGarantieaufgerechteZusammensetzungderBehörde gewahrtworden. 2.1.3. AllerdingsliegeninsofernbesondereUmständevor,alsderAntragder AbteilungeinemassgeblicheRollespielt,sodassdieVerfügungdesRektors mehroderwenigeralseineeinfacheBestätigungeinzustufenist. Indiesem SinneerscheinteineErweiterungderGarantiederordentlichenBesetzung unddesAnspruchsaufrechtlichesGehörimInteressedesBetroffenen gerechtfertigt. DieKommissionistjedochderAuffassung,dassselbstimFalleeinersolchen ErweiterungdasangewandteVerfahrendieRechtedesBeschwerdeführers nichtverletzthat: a. DerBeschwerdeführerhattedurchausdieMöglichkeit,dieIdentität allerPersonenzuerfahren,dieZugangzurProfessorenkonferenzder Abteilunghatten,zumalsämtlicheDozentenderAbteilungdaranteilnehmen könnenundzumaldieoffiziellenDokumentederHochschuleeineListe dieserProfessorenenthalten(ETH-Kalender,Vorlesungsverzeichnis, Jahresbericht,usw.). UmdengeringstenZweifelzuzerstreuen,hätte derBeschwerdeführerreichlichGelegenheitgehabt,dieseListebeider Hochschulverwaltunganzufordern(imselbenSinneausdrücklichin BGE 114Ia278 E.3c;unveröffentlichterEntscheiddesBGervom13.September 1991E.4) b. DerBeschwerdeführerwarauchinderLage,beimAbteilungsvorsteher gemässArt.10Abs.2VwVGAusstandsgründegeltendzumachen,sodass dieProfessorenkonferenzdazuhätteStellungnehmenkönnen. Erhat jedochzukeinerZeit-wedervornochnachderProfessorenkonferenz undauchnichtwährenddesganzenBeschwerdeverfahrensbiszudieser Instanz-Ausstandsgründegeltendgemacht. Esjetztzutunistjedochmitden AnforderungenvonTreuundGlaubennichtzuvereinbaren( BGE114Ia278 E.3esowiedieanderenangeführtenEntscheide). c. DasVerhaltendesBeschwerdeführerserstauntjedochinsofernnicht,als dieRegelnvonArt.10Abs.1VwVGbezüglichdesAusstandessichnichtohne weiteresaufdieProfessorenkonferenzanwendenlassen. Manche,wennnicht alleProfessorenhabenzwangsläufigpersönlicheInteressenanderSache wahrzunehmenodersindvongewissenVorurteilengeprägt;wieerwähnt hängtdasdamitzusammen,dassbeiderErteilungderHabilitationunddes Titels«Privatdozent»nichtnurreinwissenschaftlicheundakademische, sondernauchberuflicheundpersönlicheAspekteimSpielsind. Die RollederProfessorenkonferenzalsvorentscheidendeBehördeunddie ErmessensbefugnisdesRektorsalsverfügendeBehördewürdeninderTat teilweisegelähmt,wenneineVerfahrensregeldieBerücksichtigungder erwähntenberuflichenundpersönlichenBeziehungenausnahmslosverbieten würde. ZweifelsohnewäreesunterdengegebenenUmständenfürden Beschwerdeführerundenkbargewesen,gleichzuBeginnAusstandsgründe vorzubringen,daseineKandidaturjaderUnterstützungalljenerProfessoren bedurfte,mitwelchenerseitJahrenzusammenarbeiteteoderpersönliche Beziehungenunterhielt. 6d. NachAnsichtderKommissionwareseineungerechtfertigteEinschränkung desAnspruchsaufrechtlichesGehör,dieNamenderjenigenPersonen,diean derProfessorenkonferenzteilgenommenhaben,ausdemSitzungsprotokoll vom(...) zustreichen,zumaldieseSitzungbereitsstattgefundenhatte. Es bestandkeinwesentlichesöffentlichesInteressemehranderGeheimhaltung, daderRektordieVerfügungdemBeschwerdeführerbereitsbekanntgegeben hatte;ebensowenigscheinenschützenswerteprivateInteressender teilnehmendenProfessorenimSinnevonArt.27Abs.1Bst.cVwVG vorzuliegen. AllerdingshättesichanderRechtslagedesBeschwerdeführers nichtsgeändert,wennderProtokollauszugalleNamenenthaltenhätte: DieOriginalfassungnenntzwardieAnwesenden,gibtaberkeinen Aufschlussdarüber,welcheProfessorengegendieErteilungderHabilitation stimmten. DieBeachtungdesAnspruchsaufrechtlichesGehörhättedem Beschwerdeführerzudem,waserbereitsvorderProfessorenkonferenz wussteoderhättewissenkönnen,keinezusätzlichenInformationenverschafft. SicherlichreichtbereitsdiereinformelleVerletzungeinesRechtswiedes AnspruchsaufrechtlichesGehöraus,umeineVerwaltungsverfügungnichtig zumachen;allerdingsmusssichdiesesRechttatsächlichaufElemente beziehen,diedemBeschwerdeführernichtbereitsbekanntwaren. e. Schliesslichistzubetonen,dassdiefürdieTätigkeitderETHZanwendbaren VorschriftendieProfessorenderAbteilunginkeinerWeiseverpflichteten,der Konferenzvom(...) beizuwohnenundzumTraktandum«Habilitation»ihre Stimmeabzugeben. SomitwurdederBeschwerdeführerdurchdieTilgung derNamenausdemihmausgehändigtenProtokollnichtdarangehindert,die formelleGültigkeitdesEntscheidsderKonferenzzuüberprüfen. Imübrigen erhebterdazukeineEinwände. 2.2. Die Identität der Experten DerBeschwerdeführerbeantragtdieBekanntgabederNamendes KoreferentenundderbeidenGutachter,wiesieindenExpertenberichten selbst,imAbteilungsantragvom(...) undinderAbteilungsstellungnahme vom(...) zufindensind. AlleanderenStreitparteienlehneneinenderart weitgehendenAnspruchaufAkteneinsicht(AnspruchaufrechtlichesGehör) mitderBegründungab,dassdieFachleutedurchdieBekanntgabeihrer IdentitätandieKandidatenihreUnabhängigkeiteinbüssenwürden. Dies giltinsbesonderefürBereiche,fürwelchesehrwenigepotentielleExperten zurVerfügungstehenunddiesedenKandidaten(fast)durchwegbekanntsind. DieKommissionistdaherderAnsicht,dassallgemeindieimLaufdes VerfahrensangewendeteLösungzulässigist: DerInhaltderExpertenberichte musstedemBeschwerdeführerimVerlaufdesVerfahrensmitgeteiltwerden, sodasserseineBeschwerdeeinwandfreibegründenkonnte. ImGegensatz dazugabestriftigeGründe,umdemBeschwerdeführerdieIdentitätdes KoreferentenundderbeidenGutachternichtbekanntzugeben. WasdieExpertenberichtebetrifft,kanndahingestelltbleiben,obessichdabei um«verwaltungsinternePapiere»(inderRegelvomAkteneinsichtsrecht nichtgedeckt)oderum«beweiserheblicheDokumente»(inderRegel demAkteneinsichtsrechtunterstellt)handelt. Wasinsbesonderedie verwaltungsinternerstelltenGutachtenanbelangt,unterliegensienach neuererPraxisebenfallsdanndemAkteneinsichtsrecht,wennSiefürdie ErmittlungdesrechtserheblichenSachverhaltsvonBedeutungsind( BGE115V 7304,104Ia70f.). Die(interneoderexterne)UrheberschaftdesDokuments istdemnachwenigerauschlaggehendalsdieobjektiveBedeutungdes AktenstücksfürdieverfüngswesentlicheSachverhaltsfeststellung(Zentralblatt fürStaats-undVerwaltungsrecht[ZBl]1995,S.332ff.). Selbstwennman dieExpertenberichtealsverwaltungsinterneDokumentequalifizieren müsste,wärederBeschwerdeführerohnehinimStandegewesen,dessen Inhaltzukennen,dasiedenderVerfügungzugrundeliegendenSachverhalt einleuchtenddarlegen: darinäussertensichnämlichdieExpertenüberdie wissenschaftlicheQualitätderHabilitation. EinsolchesRechtaufEinsichtdesInhaltesderExpertenberichtekönntean sichdieIdentitätderExperteneinbeziehen. LautArt.27Abs.1Bst.aVwVG darfindessendieBehördewegenwesentlicheröffentlicherInteressendie Akteneinsichtganzoderteilweiseverweigern. Umjedochdenreibungslosen AblaufdesgesamtenHabilitationsverfahrenssicherzustellen,müssen diebeauftragtenExpertenbeiderNiederschriftihrerBerichtewieauch nachher(imHinblickaufweitereExpertenberichteimRahmenkünftiger Habilitationsverfabren)invollerUnabhängigkeitarbeitenkönnen. Somithat derRektorderETHZeinoffenkundigesInteressedaran,dieAnonymitätder Vorentscheide,aufwelcheerseineVerfügungabstützt,zubewahren(Vgl. im selbenSinnediePraxisdesNationalfonds,in: Matile,DieRechtsprechungder EidgenössischenRekurskommissionfürForschungsförderung,Zeitschriftder bernischenJuristenvereins[ZBJV]1995,S.230). Imübrigenkannmansichfragen,welcheMassnahmenderBeschwerdeführer hätteeinleitenkönnen,wennerdieNamenderFachleutegekannt hätte(einmalangenommen,diesseinichtderFallgewesen). Der HandlungsspielraumderProfessorenkonferenzbeiderWahlvonJuroren füreineHabilitationsschriftwirddurchArt.4Abs.3Habilitationsverordnung ETHZnichtgeschmälert. DasVerwaltungsverfahrenschliesslichsiehtvor, dasseinzigdiePersonenindenAusstandversetztwerdenkönnen,welche einenBeschlusszutreffenodervorzubereitenhaben;aufdieVerfasserder ExpertenberichtetrifftdieseBedingungnichtzu. DerBeschwerdeführerhat dennauchvoneinschlägigenAnfragenabgesehen,obwohlerwusste,dasses sichbeimKoreferentenumeinenProfessorderAbteilungundbeidenbeiden GutachternumaussenstehendeExpertenhandelte. 2.3. Das Begründungserfordernis (...) DasRechtaufeinebegründeteVerfügungstellteinekonkreteWeiterführung desAnspruchsdesBetroffenenaufrechtlichesGehördarundverfolgt zweiZiele: EinerseitssollderBetroffenenachprüfenkönnen,dassallezur UntermauerungseinesAntragsvorgebrachtenArgumenteberücksichtigt wurden,andererseitssollereineallfälligeBeschwerdegebührendbegründen können. Estrifftzu,dassdieVerfügungdesRektorsvom(...),keineeinzigeBegründung enthält. IndiesemPunktwurdedasfürVerwaltungsverfügungengeltende Begründungserforderniseindeutigmissachtet. Dessenungeachtetkommt inderRechtsprechungzuPrüfungs-undDiplomfragenderallgemeine GrundsatzzumTragen,wonacheineventuellerBegründungsmangeldann automatischalsbehobengilt,wennderBeschwerdeführerwährenddes 8BeschwerdeverfahrensGelegenheithat,eineReplikeinzureichenund somitzudenGründen,welchedieverfügendeBehördeinihrerAntwort anführt,Stellungzunehmen(BGEvom8.September1993=Semaine judiciaire[SJ]1994,S.161E.1a; BGE111Ib187 E.5). ImvorliegendenFall stelltmanfest,dassdieAntwortdesRektorsvom(...) genausolakonisch gehaltenistwieseineVerfügungvom(...). AllerdingsstelltederETH-Ratdem BeschwerdeführerinderFolgesämtlicheDokumentezu,welchedemAntrag derAbteilungundmithinderVerfügungdesRektorszugrundelagen. Der BeschwerdeführernahmdieMöglichkeitzurdiesbezüglichenStellungnahme wahrundwandtesicham(...) miteinerzusätzlichenBeschwerdeschriftan denETH-Rat. DaheristderEntscheiddesETH-Ratsvom(...) hinsichtlichdes AnspruchsaufrechtlichesGehöreinwandfrei. DadasBegründungserfordernis demBeschwerdeführerlediglichfürdieFassungseinerBeschwerdedient,ist esbedeutungslos,obdieKognitionsbefugnisdesETH-Ratsengerdefiniertist alsdiejenigedesRektors. DieKommissionistderAuffassung,dassdiebeidenReferateundGutachten demBeschwerdeführerzuRechteröffnetwordensind(vgl. obenE.2.2). GemässdenAnsätzenderRechtsprechung(BGEvom8.September1993= SJ1994,S.161E.1a;BGEvom16.September1988=ZBl1989,S.312;BGE113la 286E.2d)gilteinnegativerPrüfungsentscheiddannalszureichendbegründet, wenndemKandidatenderInhaltdesSitzungsprotokollsderkollegialen Bewertungsbehörde,imvorliegendenFallderProfessorenkonferenzvom (...),(auchmündlich)mitgeteiltwird. Überdieswäreesfalschzubehaupten, dassdasAkteneinsichtsrechtdemBeschwerdeführereineStellungnahme ermöglichensollte,bevorüberhauptderRektorseinenBeschlussgefasst hat. ImLichtederuntenzitiertenRechtsprechungimPrüfungsbereich fälltinBetracht,dassderKandidatselbsteinGesuchumErteilungdes DiplomsstelltundmitderPrüfung,dieaufseinBegehrendurchgeführt wird,seineBefähigungnachzuweisenversucht. SämtlicheUnterlagen (hier: Habilitationsschrift)undLeistungen(hier: Probevortrag),aufgrund dererdieBehördeüberdieErteilungdesDiplomsentscheidet,stammen vonihmselbst. DerAnspruchaufrechtlichesGehörinseinerFunktion alspersönlichkeitsbezogenesMitwirkungsrechtistdamitgewahrt. Einer erweitertenSachaufklärungbedarfesnachabgelegtemExamennicht,weil dieLeistungdesKandidatendurchdieMitgliederderBehörde,dieüber dasErgebnisdesPrüfungsverfahrensbefindet,bewertetwerdenkann. Die konkreteSituationnachAblegungdesExamenserlaubtealsonicht,dassder KandidatvondenKritikenindenReferatenundGutachtenhätteKenntnis nehmenkönnenundsodannangehörtwordenwäre. Darinunterscheidet sichdieSituationvonjenerinBGE101la311,aufwelchesichderKandidat beruft. InjenemFallhättederBetroffenedieMöglichkeiterhaltenmüssen, sichzudemnegativenErgebnisderausauswärtigenExpertenbestehenden Kommissionzuäussern. ZusammenfassenderkenntdieKommissiondieformelleGültigkeitder VerfügungdesRektorsvom(...). 3. InderausführlichenKritikdesEntscheidswirftderBeschwerdeführer demETH-Ratvor,seineKognitionzuUnrechteingeschränkt,dieArgumente desBeschwerdeführersmissachtetundsichsoausseinerrichterlichen 9Verantwortunggestohlenzuhaben. DerFalldesBeschwerdeführersistjedoch keinEinzelfall;derETH-RatverfolgteineständigePraxisindiesemSinne(z.B. VPB57.5 E.6.1,46.63). 3.1. VorerststelltdieKommissionfest,dasskeinespezifischen Gesetzesvorschriften,wederArt.37Abs.1desBundesgesetzesvom4.Oktober 1991überdieEidgenössischenTechnischenHochschulen(ETH-Gesetz,SR 414.110)nochdieHabilitationsverordnungETHZselbst,demETH-Rateine besondereKognitionauferlegen. DaherfindendieallgemeinenBestimmungen desBundesüberdasVerwaltungsverfahrenAnwendung. LautArt.49VwVGkannderBeschwerdeführermitderBeschwerdenicht alleinRechtsverletzungundunrichtigeoderunvollständigeFeststellungdes rechtserheblichenSachverhaltsrügen,sondernauchUnangemessenheit. Allerdingsistdabeizubedenken,dassdasBundesgerichtundderBundesratin einerabsolutkonstantenRechtsprechungstetsderAuffassungwaren,dassdie RechtsmittelbehördebeiPrüfungenzumErwerbeinesakademischenDiploms ihreKognitioneinschränkenkann. a. AllgemeinkanndieRechtsmittelbehörde,dienachdergesetzlichen OrdnungmitfreierPrüfungzuentscheidenhat,ihreKognitionohne VerstossgegenArt.4BVeinschränken,soweitdieNaturderStreitsacheeiner unbeschränktenNachprüfungdesangefochtenenEntscheidsentgegensteht. DasistnamentlichderFall,wenndieRechtsmittelbehördediedem angefochtenenEntscheidzugrundeliegendentatsächlichenVerhältnisse nichtingleicherWeisewiedieuntereInstanzzubeurteilenvermagundes ihrdeshalbverwehrtist,ihrErmessenandieStelledesjenigenderunteren Instanzzusetzen( BGE106Ia1 E.3c,99Ia590E.1). ImvorliegendenFalltat derETH-Ratdemnachgutdaran,dieKognitionseinemKenntnisstand,wieer ihnselbsteinstufte,anzupassen. b. DarüberhinausergibtsichfürdieÜberprüfungvonExamensleistungen einebesondereKognitionsregelung. WegenderenbesondererNaturist nochgrössereZurückhaltunggeboten. DieBesonderheitbestehtvorab darin,dasseinesachgerechteBeurteilungdieKenntnisderVerhältnisse anderbetreffendenSchuleoderUniversitätsowiederPersönlichkeitder Kandidatenvoraussetzt. ZudemwerdenhäufigalsExaminatorenFachleute berufen,welcheaufgrundihrerSpezialkenntnisseundihrerErfahrung ineinerbestimmtenMateriezurAbnahmevonPrüfungenbesonders geeignetsind. SchliesslichbirgtdieAbänderungeinerExamensbewertung durcheineRechtsmittelbehördedieGefahrneuerUngerechtigkeitenund Ungleichheiteninsich( BGE105Ia190 E.2aunddiezahlreichenerwähnten Entscheide,insbesondere VPB39.85 [derBundesrattrataufBeschwerden vonETH-StudentengegendasErgebnisderDiplomprüfungennichtein]; seitdemz.B. BGE105Ia200 E.2a,106Ia1E.3c;EntscheiddesBGervom 8.September1993=SJ1994,S.161E.2[eingeschränkteKognitionselbst dann,wennArt.31BVverletztwirdunddasPrüfungsfachJuraist]; VPB 42.65E.2;Eidg. RekurskommissionfürForschungsförderung,in: Matile, a.a.O.,ZBJV1995,S.235). Fernerwirdbetont,dasslautArt.99Bst.fOG VerwaltungsgerichtsbeschwerdengegenVerfügungenüberdasErgebnis vonBerufs-,Fach-oderanderenFähigkeitsprüfungenunzulässigsind [32]. 103.2. DieKommissionhatimvorliegendenFallkeinerleiUrsache,sich vondieserRechtsprechungabzusetzen. GanzimGegenteil: Eine HabilitationsschriftundderTiteleinesPrivatdozentenzeugenvoneinem besondershohenKenntnisstandineinerbestimmten(womöglichsehr enggefassten)Materie,sodassdieZurückhaltung,welchedieGerichte beiderBeurteilung«gewöhnlicher»Prüfungenwahren,sichumsomehr rechtfertigt. WiederBeschwerdeführerjaselbstunterstreicht,handeltes sichbeiderHabilitationumeineinmaliges,aufeineneinzigenKandidaten zugeschnittenesVerfahren. DieRechtsmittelbehördeistalsogarnicht imstande,dasErgebnisdesKandidatenmitdemjenigenweitererKandidaten zuvergleichenundeineallfälligeUngleichbehandlungzuerkennen. ZwarumfasstdieaufdenAbteilungsantraggestützteVerfügungdesRektors nichtnurPrüfungselemente,dasienebendenwissenschaftlichenund didaktischenKriterienauchandereAspekteberücksichtigt. NachAuffassung derKommissionbleibenaberdiereinprüfungsbezogenenAspektebedeutend genug,umdieEinschränkungderKognitiondesETH-Ratszurechtfertigen. InderTatkannkeine venia legendi erteiltwerden,ohnedassderKandidat bestimmtenprüfungsähnlichenAnforderungengenügt: Art.5Abs.2 Bst.aHabilitationsverordnungETHZverlangtvomKandidateneinen NachweisseinerLehrbefähigungundseinerbesonderenwissenschaftlichen Qualifikation. DaherhatderETH-RatseineKognitionmitFugundRechteingeschränkt. SeinEntscheidkannnichtmitdemVorwand,erhabenichtallesdaran gesetzt,umdieObjektivitätdesRektorszukontrollieren,alswillkürlich abgetanwerden. DieKommissionsiehtkeineGründedafür,sicheineweitere Kognitionsbefugniszugeben. (...) 4. VomBeschwerdeführerselbstwirdkeinMangelangeführt,dergeeignet wäre,dasVerfahrensergebnisobjektivzubeeinflussen. Ebensowenig behaupteter,derVerhandlungsverlaufwidersprechedenBestimmungen derHabilitationsverordnungETHZoderanderenRegeln,dasVerfahren zurEinschätzungseinerLeistungenhabeFormmängelaufgewiesen,oder ihmgegenüberseienandereBewertungskriterienangewendetwordenals gegenüberanderenKandidaten-ausgutemGrund,daja,wiebereitserwähnt, jedesHabilitationsverfahreneinmaligist. Manmagsichallenfallsfragen,obbeidenzweifolgendenPunkten,aufdieder Beschwerdeführereingeht,einVerfahrensmangelvorliegt: a. DieIdentitätderExperten: InÜbereinstimmungmitArt.4Abs.3 HabilitationsverordnungETHZmüssenReferentundKoreferentMitgliederder zuständigenAbteilungsein. DieKommissionkonntesichdavonüberzeugen, dassdieseVorschrifttatsächlichbeachtetwurde. Danebenistesunerheblich, dasszweiaussenstehendeExperten,nichtnureiner,ernanntwurden,daes sichbeiArt.4Abs.3Satz2HabilitationsverordnungETHZumeinedispositive Regelhandelt. b. DieAbstimmungderProfessorenkonferenz: Dadieendgültige StellungnahmederAbteilungaufeinemMehrheits-undnichtaufeinem Einzelbeschlussberuht,spieltdasStimmverhaltendereinzelnenTeilnehmer ansichkeineRolle. Imübrigenmussauchnichtdanachgefragtwerden,ob 11derVertreterdesbetreffendenLaboratoriumssichandenVorbeschlussdes ProfessorenkollegiumsdesLaboratoriumsgehaltenhat: jederTeilnehmerder Professorenkonferenzstimmtfreiab. DerBeschlussdesLaboratoriumskonnte höchstensalsZeichenfürdieUnterstützungdesKandidatenandenRektor oderandieAbteilunggesehenwerden. 5. ImEinklangmitderobenerwähntenRechtsprechung(E.3.1.1)giltein EntscheidzuPrüfungsfragenalswillkürlich,wennerausfolgendenGründen unhaltbarist: weildieExaminatorenübertriebeneErfordernisseverlangen, dieLeistungendesKandidatenoffensichtlichfalschbewertenoderweilsie sichvonsachfremdenErwägungenleitenlassen. 5.1. DassderRektorseineVerfügungausschliesslichaufdieStellungnahme derAbteilungabstützt,istihmkeinesfallsvorzuwerfen. LautArt.5Abs.1 HabilitationsverordnungETHZhandelteerinnerhalbseinerKompetenzund inÜbereinstimmungmitdemGeistderVerordnung. Imübrigenenthältder Abteilungsantragvom(...) Erwägungen,welcheähnlichlautenwiejenedes Protokollsvom(...) undeineausreichendeBegründungderVerfügungdes Rektorsdarstellen. 5.2. DassdieAbteilungkeineübermässigenAnforderungenanden Kandidatengerichtethat,istihrerStellungnahmeaufdenersten Blickzuentnehmen. VomKandidatenwurdelediglichverlangt,eine Habilitationsschrift,einVerzeichnisderwissenschaftlichenArbeiten sowieeinenLebenslaufeinzureichenundinderFolgeeinenProbevortrag zuhalten. KeinedieserAnforderungengehtüberdieBestimmungen derHabilitationsverordnungETHZhinaus. DerBeschwerdeführerkann insbesonderekeinRechtaufFreistellungvomProbevortraggeltendmachen, denndieseswirdlautArt.4Abs.5letzterSatzHabilitationsverordnungETHZ demErmessenderProfessorenkonferenzüberlassen. Schliesslichistzu betonen,dassdasvonderProfessorenkonferenzgewählteThemaeindeutigin denKompetenzbereichdesBeschwerdeführersfällt. 5.3. DerBeschwerdeführerbemängeltnicht,dassdieExpertendenWert seinerHabilitationsschriftverkannthätten,sonderndassdieAbteilung vonderenSchlussfolgerungenabgewichenseiundirrelevanteFaktoren, insbesonderedasAlterdesBeschwerdeführers,berücksichtigthabe. Diese RügeistnachMeinungderKommissioninbezugaufdiedreifolgenden Fragenzuprüfen: (a)InwiefernwardieBeurteilungderExpertenberichte willkürlich? (b)Inwiefernwareswillkürlich,Elementezuberücksichtigen,die nichtindenExpertenberichtenenthaltenwaren? (c)WurdederProbevortrag willkürlichbewertet? DienachstehendenErwägungengebendieMeinungder KommissionzudiesenFragenwieder. DieKommissionhatdieAnregungen desBeschwerdeführers,Zeugenzuvernehmen(vornehmlichdieProfessoren, ehemaligeStudentenoderdieProtokollführerin),wederalsnotwendignoch alsnützlicherachtet. a. BezüglichdererstenFragebemängeltderBeschwerdeführerwiederholt undeingehend,dieAbteilunghabedieExpertenberichteals«schlechtund vernichtend»angesehen(WortlautdesSitzungsprotokollsvom...),obwohlman beimLesenderExpertenberichtekeineswegszudiesemSchlussgelange. Nach PrüfungdesFallsundangesichtsderbesonderen,sachbedingtenUmstände 12einesHabilitationsverfahrensgelangtdieKommissionzurAuffassung,dass keineGründedafürvorliegen,dieEinschätzungderAbteilungalswillkürlich zubezeichnen: -EsbestehtkeinGrundzurAnnahme,dasseinigeExpertenberichteverfälscht sind,weilsiesichananderenorientieren. Liessemansichaufsolche Spekulationenein,sokönntemanebensogutbehaupten,demReferatfehlees anObjektivität,weilderVerfasser(einProfessor)denBeschwerdeführerin seineForschungenimBereichderProgrammierungeingeführtundseitfast zwanzigJahrenunterstützthabe. -DassKoreferatundGutachtenKritikenenthaltenundinsbesondere beanstanden,derArbeitdesBeschwerdeführersmangeleesanAktualität undEigenständigkeit,trifftzu. DerBeschwerdeführerweistsämtlicheKritiken zurück;diesesindabertatsächlichvorgebrachtundnichtwährendder ProfessorenkonferenzvonderAbteilung«ausderLuftgegriffen»worden. -DieHabilitationsverordnungETHZmisstdenExpertenberichtenkeine ausschliesslicheBedeutungzu. AusArt.4Abs.3letzterSatzfolgtkeine VerpflichtungfürdieProfessorenkonferenz,einenaussenstehenden fachkundigenExpertenzurBegutachtungzuzuziehen;Abs.5beschränkt dieRolledesReferentenunddesKoreferentenaufdieVorbereitungder StellungnahmederKonferenz. DassdieabstimmendenProfessorendenInhalt derExpertenberichtefreibeurteilthaben,stehtdaherdurchausimEinklang mitdemGeistderHabilitationsvorschriften. -SchliesslichsinddieindenExpertenberichtenausgedrückteEinschätzung derHabilitationsschriftundjenederProfessorengetrenntzubetrachten. SelbstwenndieKritikenderExpertenberichtenichtvernichtendformuliert sind,mögensieindenAugenderProfessorengewichtiggenugerscheinen, umdieVerweigerungderHabilitationzurechtfertigen. ImProtokollauszug, derdemBeschwerdeführerübermitteltwurde,wirddasbestätigt: DerSatz «zweiGutachtenwerdenalsschlechtundvernichtendfüreineHabilitation bezeichnet»bringtdieMeinungderProfessoren,nichtjenederReferenten undGutachter,zumAusdruck. DieBeschwerdeantwortderAbteilungvom (...)stimmtmitdieserLesartüberein: WährendderDiskussionüberdie ExpertenberichtehatsichdieMehrheitderProfessorenderkritischen MeinungzweierProfessorenangeschlossen. b. Nunistesdurchausdenkbar,dassmancheabstimmendenProfessoren ausGründen,dienichtimSitzungsprotokollstehen,zuihremBeschluss gelangtsind. SolltedeminderTatsosein(wobeieinzweifelsfreierNachweis anhandderAktenunmöglichist),sodarfnachAuffassungderKommission dieStellungnahmederAbteilungnichtohneweiteresalswillkürlichabgetan werden: -Art.5Abs.1HabilitationsverordnungETHZsiehtvor,dassdieBehörde demAntragauf venia legendi entspricht,wennderGesuchstellerseine wissenschaftlicheQualifikationsowieseineLehrbefähigungnachweist undwennvonseinemFachgebieteinezweckdienlicheErgänzung desLehrangebotszuerwartenist. Vorerstistfestzustellen,dassdiese VoraussetzungendieEntscheidungsbehördeeinzigimSinnevon Minimalverpflichtungenbinden,damitsiesichdempositivenVorbescheid derProfessorenkonferenzüberhauptanschliessenkann. ImGegensatz, 13dieProfessorenkonferenzistandieseVoraussetzungennichtgebunden. SchliesslichsinddieBedingungensovageformuliert,dassderBehördeein breiterBeurteilungsspielraumbleibt. SoentsprichtesdurchausdemGeist derHabilitationsverordnungETHZ,sichmitsubjektiverenAspektenwie beispielsweisederPersönlichkeitdesKandidaten,seinenBeziehungenzu denAbstimmenden,seinerIntegrationindieAbteilungoderganzallgemein seinemAnseheninderWissenschaftsgemeindezubefassen. -Zweifelsohnewaresunangemessen,indenExpertenberichtenüberdie Habilitationsschriftdas[relativhohe]AlterdesBeschwerdeführers(...), welchesfürdenwissenschaftlichenWerteinerVeröffentlichungjavöllig unerheblichist,zuerwähnen. DassjedochdieProfessorenkonferenz dasAlterskriteriuminihreÜberlegungeneinbezogenhat,kannnichtals willkürlichgelten. Essei(...) erwähnt,dassdieHabilitationnichtnurein akademischesDiplomdarstellt;dererfolgreicheKandidaterlangtdie venia legendi,dieeinerLehrverpflichtungundeinemAnspruchaufHonorar entspricht(Art.7und9HabilitationsverordnungETHZ).Dahererstauntes kaum,dassdieAbteilungsichüberlegt,welcheEntwicklungsieeinschlagen, welchePersonensiemiteinbeziehenundschliesslichaufwelcheWeisesie ihrewissenschaftlichenInteressenambestenfördernkann. UmMisserfolgen wiejenemdesBeschwerdeführersvorzubeugen,könnteman,wiemanche UniversitätenderSchweizdiesbereitstun,demHabilitationsverfahren eineEintretensentscheidungvoranstellen(nochbevorderKandidatseine Leistungenerbringt). -GestütztaufdieStellungnahmedesLaboratoriums(...) behauptetder Beschwerdeführer,imBereich(...) liegetatsächlicheinBedarfvor. Die MeinungdesLaboratoriumswarjedochfürdieAbteilungnichtzwingend; offensichtlichistsiealsSignalzugunsteneinesKandidatenzusehen,der engmitdemLaboratoriumzusammenarbeitete;zudemwurdesiezuBeginn desVerfahrensabgegeben,nochbevordieReferentenundGutachtersich geäusserthatten. DieErfahrunglehrt,dassingrossenForschungs-und LehrbetriebenwiedenUniversitätenundHochschulenjedeeinzelne Institutionsichbemüht,ihreInteressenvoranzutreiben,indemsiefür siegünstigeKandidatenunterstützt. SchliesslichdarfderAbteilungkeine widersprüchlicheHaltungangelastetwerden,weilsiedemBeschwerdeführer unmittelbarnachderVerweigerungder venia legendi einenLehrauftragerteilt hat: DiebeidenSzenarienhabennichtsmiteinandergemein,daessichbeider venia legendi umeineviellängerfristigereund«institutionellere»Einrichtung handelt. -Esverstehtsichvonselbst,dassdie«anderen»Argumenteim Sitzungsprotokollnichtaufgelistetwurden. DieAbstimmendenhattenihr RechtaufMeinungsfreiheitwahrgenommenunddieseArgumentenicht unbedingtwährendderSitzungvorgebracht. Ausschlaggebendwardie Schlussabstimmung,weildarindieBeurteilungderAbteilungzumGesuch desBeschwerdeführersobjektivzumAusdruckkam. NunhatdieKommission bereitsfestgestellt,dassderBeschwerdeführerkeinepositiveStimmeerhielt unddassdieVerweigerungvoneinerdeutlichenMehrheitbeschlossen wurde. ÄhnlichwiebeiWahlenoderbeiderEinstellungvonPersonalist einnegativerEntscheidnichtalleindeswegenwillkürlich,weilderKandidat allezurVorstellungnotwendigenVoraussetzungenerfüllthätte. 14c. DerBeschwerdeführerhatdieBeurteilungseinesProbevortragsdurch dieAbteilungangefochtenundbehauptet,ererfüllediedidaktischen ErfordernissederHabilitationsverordnungETHZvollundganz. Fernermacht ergeltend,dasserseineLehrtätigkeitanderAbteilungzurallgemeinen Zufriedenheitausgeübthabe. InAnbetrachtderUnterlagenundder besonderenUmständeeinesHabilitationsverfahrensliegtnachAnsichtder KommissionkeineWillkürvonseitenderProfessorenkonferenzvor,weil siedenProbevortragaufeinebestimmteWeisebeschriebenundihmeine bestimmteBedeutungzuerkannthat: -Art.5Abs.2HabilitationsverordnungETHZsetztdiewissenschaftliche QualifikationunddieLehrbefähigungdesKandidatengleich. Art.4Abs.5legt sogarbesonderenWertaufdaszweiteElementundforderteine«mehrjährige erfolgreiche»Unterrichtstätigkeit. DasbesondereAugenmerkaufdie didaktischeKomponentederLeistungendesBeschwerdeführersstehtdaherin EinklangmitdemGeistderHabilitationsverordnungETHZ. -DerBeschwerdeführerhattekeinenAnspruchaufFreistellungvonder Probevortrags-Pflicht(vgl. obenE.5.2). DieAbteilungkonntemitgutem RechteineöffentlicheDarbietungfürdieErteilungeinerinstitutionellen Lehrverpflichtung(nebendemLehrauftragfürEinzelvorlesungen)verlangen. -DasSitzungsprotokollvom(...) enthälteineausdrücklicheKritikdes Probevortrags. AuchhierstelltdieKommissionfest,dass-vonder Formulierungeinmalabgesehen-derBeschlussvoneinerbreiten MehrheitgefasstunddieKandidaturdesBeschwerdeführersvon keinemStimmberechtigtenunterstütztwurde. Eswäreunmöglich, sämtlicheBeweggründe,welchedieeinzelnenTeilnehmerzuihrem Abstimmungsverhaltenbewogenhaben,zuanalysierenunddannaufdie UngültigkeiteinigerStimmenzuschliessen-weillediglichachtProfessoren sichdenProbevortragangehört,aberzehngegendieErteilungder venia legendi gestimmthaben. 5.4. ZusammenfassenderkenntdieKommission,dassderAntragder Professorenkonferenz,demBeschwerdeführerdie venia legendi nichtzu erteilen,keinenWillküraktdarstellt. DiegleichenErwägungengeltenfürden Rektor,derdenVorbescheidderAbteilungohneweiteresübernommenhatte. 6. AlsganzunterliegenderParteiwerdendemBeschwerdeführersämtliche Verfahrenskostenauferlegt(Art.63VwVG)undkeinerleiEntschädigung zugesprochen(Art.64VwVG).WieimangefochtenenEntscheidund imSchreibendesETH-Ratesvom(...) festgestelltwird,konnteder BeschwerdeführereinzigaufdemBeschwerdewegeineangemessene BegründungderVerfügungdesRektorserlangen. UnterdiesenUmständen meintdieKommission,dasseinErlassderKostendeserstenVerfahrens gerechtfertigterscheint(wieArt.63Abs.1letzterSatzVwVGundArt.4 a der Verordnungvom10.September1969überKostenundEntschädigungenim Verwaltungsverfahren,[SR172.041.0]fürAusnahmefällevorsehen). 15DerangefochteneEntscheidistindiesemPunktaufzuhebenundzuändern. DajedochnichtdieserrelativunerheblichePunktdenBeschwerdeführer zuseinerBeschwerdeandieKommissionveranlassthat,werdenihmdie VerfahrenskostendieserInstanzauferlegt. [32]Anmerkung der Redaktion: EinaufBeschwerdegegendiesenEntscheid derKommissionergangenes,nichtveröffentlichtesUrteildesBGervom 9.Februar1996führtdiesbezüglichaus: «c)Die venia legendi bzw. das HabilitationsverfahrensindwesentlichdurchdieBeurteilungvonLeistungen desGesuchstellers(Habilitationsschrift,bisherigePublikationen,Probevortrag usw.) geprägt. DerEntscheidüberihreGewährungstelltdeshalbeine VerfügungüberdasErgebniseinerFähigkeitsprüfungimSinnevonArt.99 lit.fOGdar. Hieranändertnichts,dasserauchdurchleistungsunabhängige Faktorenbeeinflusstwird(zweckdienlicheErgänzungdesLehrangebots, allenfallskünftigeBesetzungeinesLehrstuhlsusw.). SoweitdieErteilung dervenia legendi dienstrechtlichrelevanteFolgenzeitigt(vgl. Art.7der Habilitationsverordnung[ETHZ]:VerpflichtungdesPrivatdozenten, mindestenseineLehrveranstaltunganzukündigenunddurchzuführen; Art.9derHabilitationsverordnung[ETHZ]:AnspruchdesPrivatdozenten aufBesoldungfürnichtimLehrauftraggehalteneVorlesungen),beschlägtsie dieerstmaligeBegründungeinesDienstverhältnisses;aufdiesemGebietistdie Verwaltungsgerichtsbeschwerdeindessenebenfallsausgeschlossen(Art.100 lit.eZiff.1OG).»Vgl. aberauchNr.62II,obenS.565. 16Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali JAAC 61.63 - Entscheid der Rekurskommission der Eidgenössischen Technischen Hochschulen vom 30. Oktober 1995; auf eine gegen diesen Entscheid erhobene Beschwerde trat das Bundesgericht nicht ein, vgl. Fussnote 1, oben S. 582 In Verwaltungspraxis der Bundesbehörden Dans Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération In Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione Jahr 1997 Année Anno Band 61 Volume Volume Seite --- Page Pagina Ref. No 150 003 554 Das Dokument wurde durch das Schweizerische Bundesarchiv und die Bundeskanzlei konvertiert. Le document a été digitalisé par les Archives Fédérales Suisses et la Chancellerie fédérale. Il documento è stato convertito dall'Archivio federale svizzero e della Cancelleria federale.