<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="cell small-12 contentContainer printArea"> <div><table><tr><td><p class="Normal Heading1"><span id="_GoBack"></span><span class="Normal Heading1">Sozialversicherungsgericht</span></p><p class="Normal Heading1"><span class="Normal Heading1">des Kantons Zürich</span></p></td><td><p class="Normal Heading1"></p></td></tr></table><p><span>IV.2016.00304</span></p><p><span> </span></p><p><br/></p><p>II. Kammer</p><p>Sozialversicherungsrichter Mosimann, Vorsitzender<br/>Sozialversicherungsrichterin Sager<br/>Ersatzrichterin Lienhard<br/>Gerichtsschreiberin Keller</p><p class="Normal Heading2"><span class="Normal Heading2">Urteil vom 16. Juni 2017</span></p><p class="Normal StandardEinzug"><span class="Normal StandardEinzug">in Sachen</span></p><p class="Normal StandardFett RubrumFett"><span class="Normal StandardFett RubrumFett">X.___</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Beschwerdeführerin</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">vertreten durch Rechtsanwalt Jürg Leimbacher</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Leimbacher Cerletti, Advokatur</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Marktgasse 34, Postfach 456, 8180 Bülach</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">gegen</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardFett RubrumFett"><span class="Normal StandardFett RubrumFett">Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Beschwerdegegnerin</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p><br/></p><p></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Sachverhalt:</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">X.___, geboren 1966, meldete sich unter Hinweis auf eine </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Überfor</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">derung als Krankenpflegerin nach 25 Jahren Berufsabwesenheit und Konflikte mit </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">dem </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Sohn</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> am 18. Oktober 2012 bei der Invalidenversicherung zum Leistungsbezug an (Urk. 9/15, Urk. 9/16). Am 11. Juli 2013 erfolgte eine Kostengutsprache für ein Aufbautraining (Urk. 9/24) und am 12. Februar 2014 für ein Arbeitstraining (Urk. 9/53). Am 27. August 2014 informierte die IV-Stelle die Versicherte über den Abschluss der beruflichen Massnahmen (Urk. 9/72). In der Folge klärte die IV-Stelle die medizinische Situation ab und veranlasste insbesondere ein polydisziplinäres Gutachten, welches am 24. Juni 2015 erstattet wurde (Urk. 9/118/2-31). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Nach durchgeführtem Vorbescheidverfahren (Urk. 9/120-121, Urk. 9/127, Urk. 9/133) verneinte die IV-Stelle mit Verfügung vom 3. Februar 2016 (Urk. 9/144 = Urk. 2) einen Rentenanspruch. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Versicherte erhob am 7. März 2016 Beschwerde gegen die Verfügung vom 3. Februar 2016 (Urk. 2) und beantragte, diese sei aufzuheben und es sei ihr mindestens eine halbe Invalidenrente zuzusprechen. Die IV-Stelle bean</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tragte mit Beschwerdeantwort vom 20. April 2016 (Urk. 8) die Abweisung der Beschwerde. Mit Verfügung vom 19. Mai 2016 (Urk. 10) wurde sodann antragsgemäss (Urk. 1 S. 2) die unentgeltliche Prozessführung und Rechts</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">vertretung bewilligt und der Beschwerdeführerin die Beschwerdeantwort zur Kenntnis gebracht. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Das Gericht zieht in Erwägung:</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.</span><span> </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts, ATSG</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind aus</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">schliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berück</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Beeinträchtigungen der psychischen Gesundheit können in gleicher Weise wie körperliche Gesundheitsschäden eine Invalidität im Sinne von Art. 4 Abs. 1 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG)</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> in Verbin</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">dung mit Art. 8 ATSG bewirken. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Rechtsprechungsgemäss ist bei psychischen Beeinträchtigungen zu prüfen, ob ein seelische</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">s Leiden</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> mit Krankheitswert besteht, welche</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">s</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> die versicherte Person auch bei Aufbietung allen guten Wil</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">lens daran hindert, ein rentenausschliessendes Erwerbseinkommen zu erzielen (Art. 7 Abs. 2 Satz 2 ATSG; </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">BGE 139 V 547</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> E. 5; </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">131 V 49</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> E. 1.2; </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">130 V 352</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> E. 2.2.1; vgl. Urteile des Bundesgerichtes 8C_614/2015 vom 15. Dezember 2015 E. 5</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">und 9C_125/2015 vom 18. November 2015 E. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">5.4.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die Annahme eines psychischen Gesundheitsschadens im Sinne von Art. 4 Abs. 1 IVG sowie Art. 3 Abs. 1 und Art. 6 ATSG setzt grundsätzlich eine lege artis auf die Vorgaben eines anerkannten Klassifikationssystems abgestützte psychiatrische Diagnose voraus (vgl. BGE 130 V 396; Urteile des Bundesge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">richts 8C_616/2014 vom 25. Februar 201</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">5</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> E. 5.3.3.3 und 9C_739/2014 vom 30. November 2015 E. 3.2). Eine fachärztlich festgestellte psychische Krank</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">heit ist jedoch nicht ohne weiteres gleichbedeutend mit dem Vorliegen einer Invalidität. In jedem Einzelfall muss eine Beeinträchtigung der Arbeits- und Erwerbsfähigkeit unabhängig von der Diagnose und grundsätzlich unbesehen der Ätiologie ausgewiesen und in ihrem Ausmass bestimmt sein. Es ist nach einem weitgehend objektivierten Massstab zu beurteilen, ob und inwiefern der versicherten Person trotz ihres Leidens die Verwertung ihrer Restarbeits</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">fähigkeit auf dem ihr nach ihren Fähigkeiten offen stehenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt noch sozial-praktisch zumutbar und für die Gesellschaft tragbar sei (BGE 141 V 281 E. 3.7.3; 136 V 279 E. 3.2.1; BGE 127 V 294 E. 4c; vgl. Urteile des Bundesgerichtes 8C_614/2015 vom 15. Dezember 20</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">15 E. 5 und 8C_731/2015 vom 18. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">April 2016 E. 4.1).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Anspruch auf eine Rente haben gemäss </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">28 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Abs. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">IVG</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> Versicherte, die:</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">a.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betäti</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder her</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">stellen, erhalten oder verbessern können;</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">b.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich min</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">des</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tens 40 % arbeitsunfähig (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">6 ATSG) gewesen sind; und</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">c.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">8 ATSG) sind.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine Vier</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">telsrente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine Dreivier</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">telsrente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">28 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Abs. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">2 IVG).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1.4</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Berichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersu</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">chungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">zinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen in der Expertise begrün</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">det sind (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Beschwerdegegnerin ging in der angefochtenen Verfügung (Urk. 2) davon aus, dass kein Gesundheitsschaden vorliege, welcher die gesetzlichen Kriterien für Leistungen der Invalidenversicherung erfülle. Psychosoziale und psychosomatische Probleme seien invalidenversicherungsrechtlich nicht rele</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">vant. Aufgrund der Angaben im durchgeführten Gutachten könne die Schluss</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">folgerung gezogen werden, dass vorliegend psychosoziale Belastungs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">faktoren eine entscheidende Rolle übernommen hätten. Auch gingen die Ärzte davon aus, dass sich die gesundheitliche Situation mit der Weiter</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">führung der psychotherapeutischen Betreuung noch verbessern könne. Seit dem 1. März 2015 habe die Beschwerdeführerin eine neue Anstellung als Pflegehelferin bei der Firma Y.___ in Zürich realisieren können. Somit sei die Einschränkung vorübergehend und nicht langandauernd gewesen (S. 1 f.). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Beschwerdeführerin vertrat demgegenüber den Standpunkt (Urk. 1), ihr werde im von der Beschwerdegegnerin in Auftrag gegebenen Gutachten eine höchstens 50%ige Arbeitsfähigkeit attestiert. Das Gutachten entspreche gemäss Regionalem Ärztlichem Dienst (RAD) den von der Praxis aufgestell</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ten Erfordernissen. Die Beschwerdegegnerin lege nicht dar, weshalb sie glaube, von dieser ärztlich vorgenommenen Einschätzung abweichen zu dürfen (S. 6 III. Ziff. 1). Die Behauptung der Beschwerdegegnerin, die psychosozialen Belastungsfaktoren würden bei der Einschränkung der Arbeitsfähigkeit eine entscheidende Rolle spielen, fände im psychiatrischen Gutachten schlicht keine Stütze (S. 6 III. Ziff. 2). Die psychische Erkrankung der Beschwerdeführerin gehöre gemäss Randziffer 1017.4 des </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Kreisschreiben</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">s</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> über Invalidität und Hilflosigkeit in der Invalidenversicherung </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">(KSIH) nicht zu den Leiden (ICD-10 F61.0), für die die Rechtsprechung zur somatoformen Schmerzstörung analog angewendet werde. Für eine Überwindbarkeitsprü</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">fung gemäss neuster Rechtsprechung verbleibe deshalb kein Raum (S. 7 III. Ziff. 3).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Streitig und zu prüfen ist der Invaliditätsgrad der Beschwerdeführerin. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Dr. med. Z.___, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, führte mit Bericht vom 5. Dezember 2012 (Urk. 9/20) aus, er behandle die Beschwerdeführerin seit Mai 2012 (Ziff. 1.2), und nannte die folgenden Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit (Ziff. 1.1):</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">double Depression: rezidivierende depressive Störung (ICD-10 F33.1) </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">dysthyme Störung (ICD-10 F34.1) seit der Adoleszenz </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Gegenwärtig erfolge eine stützende Psychotherapie im Sinne einer integrier</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ten psychiatrisch psychotherapeutischen Behandlung (Ziff. 1.5). Vom 3. Mai bis 30. Juni 2012 habe in der bisherigen Tätigkeit eine 100%ige Arbeitsunfä</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">higkeit bestanden. Seit 1. Juli 2012 bis auf weiteres bestehe eine 80%ige Arbeitsunfähigkeit (Ziff. 1.6). Durch die psychischen Einschränkungen bestehe eine deutlich verminderte Belastbarkeit bei der Arbeit. Die bisherige Tätigkeit sei der Versicherten zu 20-30 % zumutbar. Es sei eine schrittweise Steigerung bei stabilisiertem psychischem Zustand möglich (Ziff. 1.7).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Dr. Z.___ führte mit Bericht vom 30. September 2014 (Urk. 9/77) aus, in den vergangenen 2 ¼ Jahren hätten sich die Folgeerscheinungen der mit Bericht vom 5. Dezember 2012 (vorstehend E. 3.1) genannten Störung unter entspre</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">chender Therapie leider nur in mittlerem Masse verändert. Es bestünden weiterhin Symptome einer depressiven Störung mit geringem Selbstwert, eingeschränktem Aktionsradius, stark verminderter Belastbarkeit und geringer Stresstoleranz. Mitte März 2013 habe die Beschwerdeführerin in die A.___ eintreten können. Als Diagnosen seien eine mittelgradige depressive Episode (ICD-10 F32.1) und Probleme in Bezug auf Berufstätigkeit und Arbeitslosigkeit (ICD-10 Z56) genannt worden. Leider sei die Beschwerdeführerin bereits nach zwei Wochen wieder aus der Spezialstation ausgetreten. Vom 30. April bis 12. Juli 2013 sei die Beschwer</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">deführerin in der Tagesklinik der A.___ behandelt worden. Während dem Auf</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">enthalt sei es zu einer Teilremission der depressiven Symptomatik gekommen (S. 1). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Zurzeit sei die Beschwerdeführerin mit einem Pensum von 20 % in der Alten</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">betreuung tätig. Sie empfinde diese Arbeit als ideal und fühle sich in diesem Pensum nicht überfordert. Sie könne sich eine Tätigkeit zum Beispiel bei B.___ oder leichtere Reinigungsarbeiten (zum Beispiel in Privat</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">haushalten) vorstellen. Das theoretische Arbeitspensum dürfe sich bei Arbeitsbeginn nicht über 40 % bewegen. Aus psychiatrisch psychotherapeu</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tischer Sicht sei eine weitere stützende Begleitung indiziert. Adjuvant sei die weitere Einnahme von Cymbalta in therapeutischer Dosierung (120 mg mor</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gens) angezeigt (S. 2).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Am 24. Juni 2015 erstatteten die Ärzte des C.___ ein Gutachten im Auftrag der Beschwerdegegnerin (Urk. 9/118/2-31). Sie stützten sich auf die ihnen überlassenen Akten (S. 3 ff.), die Angaben der Versicherten (S. 7 ff.) und die von ihnen vom 4. bis 8. Mai 2015 ambulant erhobenen Befunde (S. 1 unten) in den Bereichen Innere Medizin, Orthopädie und Psychiatrie (S. 3 Mitte).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die Gutachter nannten folgende Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfä</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">higkeit (S. 25 Ziff. 7):</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">kombinierte Persönlichkeitsstörung (ängstlich-vermeidend und abhän</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">gig-asthenisch, ICD-10 F61.0)</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig leichte Episode (ICD</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">10 F33.0)</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die Versicherte habe angegeben, sie sei wegen einer Erschöpfungsdepression im Februar 2013 während zwei Wochen stationär in der D.___ psychotherapeutisch behandelt worden. Anschliessend sei sie in der E.___ während zehn Wochen behandelt worden. Danach sei eine Besserung eingetreten. Sie habe sich im Verlauf aber immer wieder aus</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gesprochen erschöpft gefühlt. Daher sei sie erneut stationär vom 25. No</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">vember 2014 bis 19. Januar 2015 in der D.___ hospitalisiert gewesen. Seither fühle sie sich psychisch stabiler (S. 10 oben). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Objektiv sei die Versicherte einerseits sehr klagsam, andererseits entwickle sie dann im Verlauf des Gesprächs ein grosses Mitteilungsbedürfnis, einen Wunsch nach Verständnis, Zuwendung und Akzeptanz durch den Untersu</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">cher. Dabei werde die Berichterstattung allerdings immer monoton vorgetra</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gen, es bestehe eine Mischung zwischen Anklagen wegen (richtig wohl: gegen) Gott und die Welt sowie gegen sich selbst. Die Versicherte sei deutlich regressiv und pueril, sie zeige einen grossen Wunsch, aktiv unterstützt zu werden, wobei aufgrund ihrer Ambivalenz in Bezug auf Beziehungen auch davon auszugehen sei, dass sie dann angebotene Hilfe auch wieder, um Abhängigkeit zu vermeiden, sabotieren dürfte. Es bestehe auch eine deutliche Frustrations- und Stressintoleranz (S. 20 unten).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die Versicherte zeige insgesamt eine erhebliche neurotische Entwicklung, die ausgeprägt und in der persönlichen Entwicklung begründet und gut doku</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">mentiert sei. Die epiphenomenalen symptomatischen Auswirkungen seien auch gemäss Akten konstant schwankende affektive Zustände mit depressi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ven Symptomen. Naturgemäss seien diese nicht immer gleich ausgeprägt und abhängig auch von der aktuellen sozialen und psychologischen Situation einer Person. Währenddem in der Vergangenheit erheblichere depressive Symptome beschrieben worden seien, seien diese aktuell als leichtgradig ein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">zustufen. Grundlegend und ursächlich bestehe eine regressive, puerile, abhängige und ängstlich vermeidende Persönlichkeit, die Folge einer sehr traumatisierenden Entwicklung in Kindheit und Jugend sei. Auswirkung dieser neurotischen Problematik sei auch eine erhebliche Schwierigkeit in der Beziehungsfähigkeit, die in einer gescheiterten Ehe manifest sei. Dazu komme als Erschwernis bei der Bewältigung von Lebensschwierigkeiten eine eher knapp durchschnittlich mentale Begabung (S. 23 oben). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die Problematik auf gesundheitlicher Ebene liege ausschliesslich im psychiatri</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">schen Fachgebiet. Es finde sich eine sehr belastete persönliche Ent</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">wicklung in der Kindheit und Jugend. Die seit langem erlebte Situation einer chronischen Überforderung und Depressivität lasse sich durch die Persön</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">lichkeitsstörung erklären und verstehen (S. 26 oben). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Aufgrund der erheblichen Persönlichkeitsstörung und in Folge dieser immer wieder auftretenden depressiven Zustände sei die Beschwerdeführerin psychisch deutlich vermindert belastbar. Ihre Arbeitsfähigkeit als Kranken</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">pflegerin oder Mitarbeiterin im Spitex-Dienst sei zu 50 % eingeschränkt (S. 26 unten). Da es sich um ein psychisches Leiden handle, interferiere dieses in allen denkbaren Verweisungstätigkeiten in gleicher oder ähnlicher Art und Weise, sodass eine höhere Arbeitsfähigkeit in solchen Tätigkeiten nicht zu erwarten sei. Aktuell arbeite die Versicherte zu 30 % als Mitarbeiterin in einem Alters- und Pflegeheim. Eine Steigerung dieser Tätigkeit auf 50 % sei zumutbar und möglich (S. 27 Ziff. 11). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Eine psychotherapeutische Behandlung sei unbedingt indiziert. Diese solle höherfrequent als, wie derzeit, alle 3 Wochen sein (S. 27 Ziff. 12). Eine ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tiefte Psychotherapie sei die einzige Chance für die Beschwerdeführerin, aus ihrem Teufelskreis ihrer Selbstentwertung infolge mangelnden Selbstvertrau</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ens und der Projektion dieser Versagensgefühle auf die Umwelt zu entkom</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">men. Diese Dynamik sei letztlich Grundlage ihrer depressiven Symptome von chronischer Müdigkeit, Gefühlen der Überforderung, der Stressintoleranz und des Versagens (S. 28 unten).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3.4</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Dr. med. F.___, Facharzt für </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Anästhesiologie</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">, Regionaler Ärztlicher Dienst (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">RAD</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">) der Beschwerdegegnerin, führte mit Stellungnahme</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> vom </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">29. Juni 2015 (Urk. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">9/136/3)</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> aus, das Gutachten des C.___ sei umfassend, beruhe auf allseitigen Untersuchungen, berücksichtige die geklagten Beschwerden und die Vorakten, die Beurteilung der medizinischen Zusam</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">menhänge sei einleuchtend und die medizinischen Schlussfolgerungen seien begründet. Die bisherige Tätigkeit gelte als angepasst. Seit September 2012 bestehe eine 50%ige Arbeitsunfähigkeit in </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">allen Tätigkeiten</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Streitig und zu prüfen ist, ob es sich bei der Erkrankung der Beschwer</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">deführe</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">rin um ein dauerhaftes, invalidisierendes Leiden handelt. Dabei ist </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">vor</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">auszuschicken, dass die</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> Beurteilung, ob ein invalidisierender Gesund</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">h</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">eits</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">schaden vorliegt, eine Rechtsfrage ist und damit nicht den Ärztinnen und Ärzten obliegt, sondern den rechtsanwendenden Behörden (BGE 140 V 193 E.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3.1 f., Urteil des Bundesgerichts 9C_636/2007 vom 2</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">8. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Juli</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">2008 E.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3.3.1). Aus rechtlicher Sicht kann von einer medizinischen Einschätzung der Arbeits</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">unfähigkeit abgewichen werden, ohne dass diese ihren Beweiswert verliert (Urteil des Bundesgerichts 8C_441/2015 vom 2</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">August 2015 E. 3).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Der behandelnde Arzt Dr. Z.___ diagnostizierte eine rezidivierende depressive Störung und eine dysthyme Störung. Seiner Angabe der Klassifi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">kation von ICD 10 F33.1 zufolge (vorstehend E. 3.1), ging er 2012 von einer gegenwärtig mittelgradigen Episode der depressiven Störung aus. 2012 attestierte er zunächst eine vollständige Arbeitsunfähigkeit, ab 1. Juli 2012 bis auf weiteres eine 80%ige Arbeitsunfähigkeit (vorstehend E. 3.1). 2014 ging er von einem theoretischen Arbeitspensum von 40 % bei Arbeitsbeginn aus (vorstehend E. 3.2). Unter Berücksichtigung seiner genannten Diagnosen erscheint die Arbeitsunfähigkeit jedoch als zu hoch. Eine ausreichende Begründung für eine derartige Einschränkung der Arbeitsfähigkeit bei einer mittelgradigen depressiven Episode liegt nicht vor. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die Gutachter des C.___ diagnostizierten 2015 ebenfalls eine rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig leichte Episode, und zudem eine kombi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">nierte Persönlichkeitsstörung (ängstlich-vermeidend und abhängig-asthe</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">nisch; vorstehend E. 3.3). Sie kamen zum Schluss, dass die Problematik auf gesundheitlicher Ebene ausschliesslich im psychiatrischen Fachgebiet liege. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Aufgrund der erheblichen Persönlichkeitsstörung und in Folge dieser immer wieder auftretenden depressiven Zustände sei die Beschwerdeführerin psychisch deutlich vermindert belastbar. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Ihre Arbeitsfähigkeit als Kranken</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">pflegerin oder Mitarbeiterin im Spitex-Dienst, und auch ihre Arbeitsfähigkeit in einer anderen Tätigkeit, sei zu 50 % eingeschränkt. Die Gutachter beur</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">teilten die Arbeitsunfähigkeit zwar ähnlich hoch wie der behandelnde Arzt, indes lag der Einschätzung der Gutachter zusätzlich zur depressiven Störung die Diagnose einer Persönlichkeitsstörung zugrunde. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Auch der RAD-Arzt ging gestützt auf das Gutachten des C.___ von einer 50%igen Arbeitsunfähigkeit aus. Dabei handelt es sich aber um keine psych</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">iatrische Beurteilung, ist Dr. F.___ doch Anästhesiologe. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Der behandelnde Arzt und die Gutachter gingen demnach von einer hohen Arbeitsunfähigkeit aus.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtes fallen </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">jedoch </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">leichte bis mittelgradige depressive Störungen, seien sie im Auftreten rezidivierend oder episodisch, einzig dann als invalidisierende Krankheiten in Betracht, wenn sie erwiesenermassen </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">therapieresistent</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> sind (statt vieler: BGE 140 V 193 E. 3.3 mit Hinweis). Nur in einer solchen - seltenen, da nach gesi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">cherter psychiatrischer Erfahrung Depressionen im Allgemeinen therapeu</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tisch gut angehbar sind - gesetzlich verlangten Konstellation ist den norma</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tiven Anforderungen des </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">7 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Abs. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">2 zweiter Satz ATSG für eine objekti</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">vierende Betrachtungs- und Prüfungsweise</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> Genüge getan (BGE 141 V 281 E. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3.7.1 bis 3.7.3). Es kommt dazu, dass die Therapie in dem Sinne konsequent gewesen sein muss, dass die aus fachärztlicher Sicht indizierten zumutbaren (ambulanten und stationären) Behandlungsmöglichkeiten in kooperativer Weise optimal und nachhaltig ausgeschöpft wurden (BGE 140 V 193 E. 3.3; BGE 137 V 64 E. 5.2 mit Hinweis; vgl. Urteile des Bundesgerichts 9C_13/2016 vom 1</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">April 2016 E. 4.2 und</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> 9C_89/2016 vom 12. Mai 2016 E. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.1).</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Das Bundesgericht bestätigte im Urteil 9C_13/2016 vom 1</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">April 2016 seine bisherige Praxis zur invalidisierenden Wirkung von depressiven Störungen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.4</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Vor dem Hintergrund des Grundsatzes der Selbsteingliederungs- und Schaden</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">minderungspflicht ist ebenfalls zu berücksichtigen, dass ein Renten</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">anspruch grundsätzlich nicht entstehen kann, solange zumutbare therapeu</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tische und andere schadenmindernde Vorkehren nicht ausgeschöpft werden. Solange durch eine tatsächlich realisierbare Veränderung der für die gesundheitliche Situation bedeutsamen Rahmenbedingungen eine wesentli</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">che Verbesserung des (psychischen) Gesundheitszustandes und damit der dadurch eingeschränkten Arbeitsfähigkeit bewirkt werden kann, liegt kein invalidisierender Gesundheitsschaden im Sinne des Gesetzes vor (Urteil des Bundesgerichts 9C_947/2012 vom 1</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">9. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Juni 2013 E. 3.2.2 mit Hinweis).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.5</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Vorliegend verhält es sich so, dass die Beschwerdeführerin seit 2012 konstant eine psychotherapeutische Behandlung bei Dr. Z.___ wahrnimmt (vorste</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">hend E. 3.1, E. 3.2). Gemäss Angaben der Beschwerdeführerin erfolgt diese im Rhythmus von drei Wochen (vorstehend E. 3.3). Zudem lässt sie sich medikamentös behandeln</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">. So nimmt sie mitunter täglich 120</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> mg Cymbalta ein (vorstehend E. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3.2 und </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Urk. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">9/118/12 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Ziff. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3.5). </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Einen ersten stationären Aufenthalt im März 2013 hat sie nach zwei Wochen abgebrochen. Von April bis Juli </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">2013 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">wurde</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> die Beschwerdeführerin in de</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">r Tagesklinik der A.___ behandelt (vgl. vorstehend E. 3.2)</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Von November 2014 bis Januar 2015 erfolgte erneut ein stationärer Aufenthalt (vorstehend E. 3.3).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die Gutachter des C.___ erachteten die wahrgenommene Psychotherapie alle drei Wochen nicht als ausreichend, sondern kam zum Schluss, dass eine sol</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">che höherfrequent sein solle. Sie erachteten eine vertiefte </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Psychotherapie </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">als</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> einzige Chance für die Beschwerdeführerin, aus ihrem Teufelskreis ihrer Selbstentwertung infolge mangelnden Selbstvertrauens und der Projektion dieser Versagensgefühle auf die Umwelt zu entkommen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> (vorstehend E. 3.3). Die Gutachter bezeichneten die derzeit stattfindende Behandlung denn auch als „lockere psychotherapeutische Betreuung“ (Urk. 9/118 S. 27 Ziff. 13). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Nach der tagesklinischen Behandlung im Jahr 2013 ist eine </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Teilremission der depressiven Symptomatik </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">eingetreten (vorstehend E. 3.2) und die Beschwer</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">deführerin verspürte auch nach ihrem zweiten stationären Aufenthalt eine Verbesserung ihres Gesundheitszustandes (vorstehend E. 3.3). Damit zeigt sich, dass ihr Leiden positiv beeinflusst werden kann. Ist das therapeutische Potential jedoch noch nicht ausgeschöpft, so besteht keine Invalidität im Rechtssinn. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.6</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Weiter fällt auf, dass das Beschwerdebild </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">von psychosozialen Faktoren mitbe</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">stimmt</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> wird. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Solche stellen insbesondere </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">die Überforderung als Kranken</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">pflegerin nach 25 Jahren Berufsabwesenheit und </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">K</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">onflikte mit dem Sohn (Urk. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">9/15)</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> und auch die belastende finanzielle Situation (Urk. 9/118/20 Ziff. 4.3.2) dar</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Psychosoziale Faktoren sind jedoch bei der Beurteilung der Arbeitsfähigkeit grundsätzlich nicht mit zu berücksichtigen: </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Zur Annahme der Invalidität nach </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">8 ATSG ist – auch bei psychischen Erkrankungen – in jedem Fall ein medizinisches Substrat unabdingbar, das (fach</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">)ärztlicher</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">seits schlüssig festgestellt wird und nachgewiesenermassen die Arbeits- und Erwerbsfähigkeit wesentlich beeinträchtigt. Je stärker psychosoziale und soziokulturelle Faktoren wie beispielsweise Sorge um die Familie oder Zukunftsängste (etwa ein drohender finanzieller Notstand) im Einzelfall in den Vordergrund treten und das Beschwerdebild mitbestimmen, desto ausgeprägter muss eine fachärztlich festgestellte psychische Störung von Krankheitswert vorhanden sein. Das bedeutet, dass das klinische Beschwerde</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">bild nicht einzig in Beeinträchtigungen, welche von den belas</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tenden sozio</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">kulturellen Faktoren herrühren, bestehen darf, sondern davon psychiatrisch zu unterscheidende Befunde zu umfassen hat, zum Beispiel eine von depressiven Verstimmungszuständen klar unterscheidbare andauernde Depression im fachmedizinischen Sinne oder einen damit vergleichbaren psychischen Leidenszustand. Solche von der soziokulturellen Belastungssi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tuation zu unterscheidende und in diesem Sinne verselbständigte psychische Störungen mit Auswirkungen auf die Arbeits- und Erwerbsfähigkeit sind unabdingbar, damit überhaupt von Invalidität gesprochen werden kann. Wo die begutachtende Person dagegen im Wesentlichen nur Befunde erhebt, wel</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">che in den psychosozialen und soziokulturellen Umständen ihre hinreichende Erklärung finden, gleichsam in ihnen aufgehen, ist kein invalidisierender psychischer Gesundheitsschaden gegeben (BGE 127 V 294 E. 5a; Urteil des Bundesgerichts 8C_730/2008 vom 23. März 2009 E. 2).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die Beschwerdegegnerin ging daher zu Recht davon aus, dass solche Fakto</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ren zwar medizinisch die Diagnose einer mittelgradigen depressiven Episode, aber rechtlich keine andauernde Arbeitsunfähigkeit zu begründen vermögen.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.7</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die Beschwerdegegnerin nahm eine Anspruchsprüfung anhand der Indikato</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ren gemäss neuer Schmerzrechtsprechung vor (vgl. Urk. 9/143/2-3) und ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">neinte unter anderem gestützt darauf einen Rentenanspruch (vgl. Urk. 2). </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Indes ist die</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> Rechtsprechung gemäss BGE 141 V 281 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">weder auf verselbstän</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">digte depressive Störungen mittelgradigen Ausmasses (vgl. Urteil des Bun</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">desgerichts 9C_93/2015 vom 29. September 2015 E. 6.2.2) noch auf depres</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sive Störungen leichtgradigen Ausmasses beziehungsweise Dysthymie (Urteil des Bundesgerichts vom 8C_643/2015 vom 18. Dezember 2015 E. 5.2.1) anwendbar. Wie es sich mit einer kombinierten Persönlichkeitsstörung ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">hält, hat das Bundesgericht bisher zwar offen gelassen. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Da es sich bei einer Persönlichkeitsstörung jedoch um ein Krankheitsbild handelt, bei dem im Gegensatz zu den nicht objektivierbaren Störungsbildern eine Diagnose anhand klinischer psychiatrischer Untersuchungen klar gestellt werden kann (vgl. das Urteil 8C_730/2015 vom 24. Februar 2016, E. 4.1, unter Hinweis auf BGE 139 V 547), sind die Auswirkungen einer Persönlichkeitsstörung nicht anhand der in BGE 141 V 281 begründeten Vorgehensweise zu prüfen. Viel</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">mehr ist nach einem objektiven Massstab zu beurteilen, ob der Beschwerde</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">führerin trotz ihres Leidens die Verwertung der Arbeitsfähigkeit auf dem nach ihren Fähigkeiten offen stehenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt noch sozial-praktisch zumutbar und für die Gesellschaft tragbar ist (vgl. vorste</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">hend E. 1.2). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.8</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die Beschwerdeführerin verfügt über Erfahrung in der Pflege und Betreuung, welche sich auch in einer ihren Beeinträchtigungen entgegenkommenden Tätigkeit - ohne Stress, Verantwortung und Überforderung - einsetzen lässt, so zum Beispiel in der Betreuung und Pflege einer Einzelperson. Jedoch ist es ihr auch zumutbar, ausserhalb ihres angestammten Tätigkeitsbereichs eine stressarme Tätigkeit aufzunehmen, beispielsweise in einfachen Montage-, Überwachungs- und Kontrolltätigkeiten oder in der Reinigung. Angesichts des Umstands, dass z</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">um ausgeglichenen Arbeitsmarkt auch Nischenarbeits</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">plätze</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> gehören</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">, also Stellen- und Arbeitsangebote, bei welchen Behinderte mit einem sozialen Entgegenkommen des Arbeitgebers rechnen können (8C_831/2013 vom 2</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Januar 2014 E. 4.4 unter Hinweis auf Urteil 8C_575/2013 vom 1</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">8. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Novem</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ber 2013 E. 5.2.1 mit Hinweis), ist der Beschwerdeführerin trotz ihrer Persönlichkeitsstörung die Erzielung eines rentenausschliessenden Erwerbseinkommens somit objektiv zumutbar. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.9</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Zusammenfassend fehlt es aus rechtlicher Sicht an einem invalidisierenden Gesundheitsschaden. Der angefochtene Entscheid erweist sich als rechtens. Die Beschwerdeführerin hat keinen Anspruch auf eine Invalidenrente. Dies führt zur Abweisung der Beschwerde. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">5.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">5.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Da es im vorliegenden Verfahren um die Bewilligung oder Verweigerung von Versicherungsleistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichtskosten sind nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert festzulegen (Art.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">69 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Abs. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">bis</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> IVG) und auf Fr.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> 7</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">00.-- anzusetzen. Entsprechend dem Ausgang des Verfahrens sind sie der unterliegenden Beschwerdeführerin aufzuerlegen, infolge Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung jedoch einstweilen auf die Gerichtskasse zu nehmen, dies unter Hinweis auf </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">§ </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">16 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Abs. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4 GSVGer.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">5</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die Entschädigung der unentgeltlichen Recht</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">svertretung wird gestützt auf § </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">8 in Verbindung mit </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">§ </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">7 der Verordnung über die Gebühren, Kosten und Entschädigungen vor dem Sozialversicherungsgericht (GebV SVGer) nach dem Zeitaufwand und den Barauslagen bemessen. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Der</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> unentgeltliche Rechtsvertreter de</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">r</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> Beschwerdeführer</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">in</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">, Rechtsanwalt Jürg Leimbacher, Bülach,</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> ist</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> nach Einsicht in den Tätigkeitsnachweis vom </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">24. Mai 2016 (Urk. 13/2), ausgehend von einem Aufwand von total 5.5 Stunden sowie Barauslagen von Fr. 29.00 mit Fr. 1‘339.30 (inklusive Mehrwertsteuer) aus der Gerichtskasse zu entschädigen. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Heading3"><span class="Normal Heading3">Das Gericht erkennt:</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span class="Normal Dispotext DispoHngend">1.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Die </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Beschwerde </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">wird abgewiesen.</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span class="Normal Dispotext DispoHngend">2.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Die Gerichtskosten von </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Fr. 700</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">.-- werden </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">der Beschwerdeführerin</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend"> auferlegt</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">, zufolge Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung jedoch einstweilen auf die Gerichtskasse genommen. </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Die Beschwerdeführerin wird</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend"> auf die Nachzahlungs</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">pflicht gemäss § 16 Abs. 4 GSVGer hingewiesen.</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span class="Normal Dispotext DispoHngend">3.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Der unentgeltliche Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin, Rechtsanwalt Jürg Leimbacher, Bülach,</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend"> wird mit </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Fr. </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">1'339.30</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend"> (inkl. Barauslagen und MWSt) aus der Gerichtskasse entschädigt. </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Die Beschwerdeführerin wird</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend"> auf die Nachzahlungs</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">pflicht gemäss § 16 Abs. 4 GSVGer hingewiesen.</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span class="Normal Dispotext DispoHngend">4.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Zustellung gegen Empfangsschein an:</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Rechtsanwalt Jürg Leimbacher</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Bundesamt für Sozialversicherungen</span></p><p class="Normal Dispotext DispoEinzug"><span class="Normal Dispotext DispoEinzug">sowie an:</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Gerichtskasse</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">5.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Gegen diesen Entscheid kann innert </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">30 Tagen</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"> seit der Zustellung beim Bundesge</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">richt Beschwerde eingereicht werden (Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundesgesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 15. Juli bis und mit 15. August sowie vom 18. Dezember bis und mit dem 2. Januar (Art. 46 BGG).</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzustellen.</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweis</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">mittel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat (Art. 42 BGG).</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><br/></p><p class="Normal Heading3"><span class="Normal Heading3">Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich</span></p><p><br/></p><p>Der VorsitzendeDie Gerichtsschreiberin</p><p><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p>MosimannKeller</p></div> </div></body></html>