<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2001.00095</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=106988&amp;W10_KEY=13013573&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2001.00095</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 18.12.2002</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">1. Abteilung/1. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Submissionsrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Submission (Endentscheid)</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>ZWISCHEN- UND ENDENTSCHEID: Zwischenentscheid: Akteneinsicht im Submissionsverfahren: Im erstinstanzlichen Verfahren vor der Behörde, welche einen öffentlichen Auftrag vergibt, besteht grundsätzlich kein Anspruch auf Akteneinsicht. Im Beschwerdeverfahren vor dem Verwaltungsgericht richtet sich die Einsicht in Akten, an denen ein Geheimhaltungsinteresse geltend gemacht wird, nach den allgemeinen Grundsätzen des Verwaltungsprozessrechts. Dem für das Submissionsrecht wesentlichen Grundsatz der Vertraulichkeit wird bei der Interessenabwägung Rechnung getragen. Entgegen § 57 Abs. 2 VRG haben die Behörden dem Verwaltungsgericht auch die als vertraulich bezeichneten Unterlagen einzureichen; das Gericht entscheidet alsdann in Kenntnis der Akten über die Gewährung der Einsicht. Endentscheid: Verhältnis von Eignungs- und Zuschlagskriterien: Eignungs- und Zuschlagskriterien sind wegen ihrer unterschiedlichen Rechtsfolgen klar auseinander zu halten. Es ist jedoch zulässig, als Zuschlagskriterien Merkmale zu verwenden, die auch für die Eignung der Anbieter von Bedeutung sind (E. 2). Bekanntgabe der Gewichtung der Zuschlagskriterien: Darstellung der Rechtsprechung des Bundesgerichts sowie der Rechtslage in andern Kantonen und der EU. Im heutigen Zeitpunkt erscheint es nicht als gerechtfertigt, auf dem Weg der Rechtsprechung eine generelle Pflicht zur vorgängigen Bekanntgabe der Gewichtung der Zuschlagskriterien einzuführen (E. 3). Bewertungsmethode für das Kriterium Preis: Einfluss der Bewertungsmethode auf die Gewichtung dieses Kriteriums (E. 3g). Beim Preis ist - ebenso wie bei anderen Kriterien - nur die tatsächlich in Frage kommende Bandbreite möglicher Werte zu berücksichtigen (E. 4b). Abweisung. </b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: BANDBREITE">BANDBREITE</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: BEKANNTGABE">BEKANNTGABE</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: BEWERTUNGSMETHODE">BEWERTUNGSMETHODE</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: EIGNUNGSKRITERIEN">EIGNUNGSKRITERIEN</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: GEWICHTUNG">GEWICHTUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: OFFENLEGUNGSPFLICHT">OFFENLEGUNGSPFLICHT</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: RECHTSFOLGEN">RECHTSFOLGEN</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: Besonderes Verwaltungsrecht (ohne...) ST: SUBMISSIONSRECHT">SUBMISSIONSRECHT</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: TRANSPARENZ">TRANSPARENZ</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ZUSCHLAGSKRITERIEN">ZUSCHLAGSKRITERIEN</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade">Art. 21 lit. II BoeB</span><br/><span class="gerade">Art. 1 lit. II c IVÃ¶B</span><br/><span class="ungerade">Art. 16 lit. I a IVÃ¶B</span><br/><span class="gerade">§ 10 SubmV</span><br/><span class="ungerade">§ 16 lit. III f SubmV</span><br/><span class="gerade">§ 17 lit. I g SubmV</span><br/><span class="ungerade">§ 17 lit. I i SubmV</span><br/><span class="gerade">§ 22 SubmV</span><br/><span class="ungerade">§ 26 lit. I a SubmV</span><br/><span class="gerade">§ 26 lit. I d SubmV</span><br/><span class="ungerade">§ 31 SubmV</span><br/><span class="gerade">§ 50 lit. II c VRG</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade">BEZ 2001 Nr. 56</span><br/><span class="gerade">BEZ 2003 Nr. 13</span><br/><span class="ungerade">RB 2001 Nr. 5</span><br/><span class="gerade">RB 2002 Nr. 47</span><br/><span class="ungerade">RB 2002 Nr. 48</span><br/><span class="gerade">RB 2002 Nr. 52</span><br/> </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 1 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Einzug1"><b><span>ZWISCHEN- UND ENDENTSCHEID</span></b></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>1. ZWISCHENENTSCHEID</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>I. Mit einer Ausschreibung vom 22. August 2000 erÃ¶ffnete die Baudirektion des Kantons ZÃ¼rich das Vergabeverfahren fÃ¼r Baumeisterarbeiten an der neuen ÃberfÃ¼hrung <br/> O-strasse, einem Teilprojekt des Nationalstrassenbaus. Innert der Angebotsfrist gingen sieben Offerten mit bereinigten Angebotssummen von Fr. 5'686'303.80 bis Fr. 6'560'011.15 ein. GemÃ¤ss Mitteilung der Baudirektion vom 19. MÃ¤rz 2001 vergab der Regierungsrat die Arbeiten an die E AG, in X. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>II. Mit Eingabe vom 30. MÃ¤rz 2001 erhoben die A AG, in Y, die B AG, in Z, und die C AG, in W, welche als Arbeitsgemeinschaft eine Offerte eingereicht hatten, gemeinsam Beschwerde an das Ver­wal­tungs­ge­richt. Sie beantragten, der am 19. MÃ¤rz 2001 mitge­teilte Vergabeentscheid des Regierungsrats sei aufzuheben und der Zuschlag sei ihnen zu erteilen, unter Kosten- und EntschÃ¤digungsfolgen zu Lasten des Beschwerdegegners. Even­tualiter stellten sie den Antrag, die Sache sei zur Wiederholung des Vergabeverfahrens an den Beschwerdegegner zurÃ¼ckzuweisen, und subeventualiter, es sei die Rechtswidrigkeit des angefochtenen Ent­scheids festzustellen. Ferner ersuchten sie darum, der Beschwerde aufschiebende Wirkung zu gewÃ¤hren. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Der Beschwerdegegner beantragte in seiner Vernehmlassung vom 30. April 2001, die Beschwerde sei abzuweisen und es sei dieser keine aufschiebende Wirkung zu gewÃ¤hren, unter Kosten- und EntschÃ¤digungsfolgen zu Lasten der BeschwerdefÃ¼hrerinnen. Seiner Stellungnahme legte er Unterlagen des Vergabeverfahrens bei, von denen er einen Teil als unter dem Aspekt des Geheimnisschutzes sensibel bezeichnete. Die mitbeteiligte E AG reichte keine Stellungnahme ein. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Mit PrÃ¤sidialverfÃ¼gung vom 16. Mai 2001 wurde das Gesuch um Erteilung der aufschiebenden Wirkung abgewiesen. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Nachdem den BeschwerdefÃ¼hrerinnen Frist fÃ¼r das Einreichen einer Replik angesetzt worden war, ersuchten diese mit Schreiben vom 6. Juni 2001 um Einsicht in die vom Beschwerdegegner eingereichten Akten. Der Beschwerdegegner nahm mit Eingabe vom 14. Juni 2001 zum Aktengesuch Stellung und beantragte, die Einsicht in die mit der Beschwer­deantwort als sensibel bezeichneten Unterlagen â mit Ausnahme einzelner nÃ¤her be­zeichneter Stellen â sei zu verweigern. Die Mitbeteiligte nahm zum Begehren um Aktenein­sicht nicht Stellung. </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>Das Verwaltungsgericht zieht in ErwÃ¤gung:</span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>1. Nachdem die BeschwerdefÃ¼hrerinnen Einsicht in die vom Beschwerdegegner ein­gereichten Akten verlangt haben und der Beschwerdegegner sich der Einsichtnahme in bestimmte Dokumente widersetzt, ist vorweg Ã¼ber den Umfang der Akteneinsicht zu befinden. Wegen der grundsÃ¤tzlichen Bedeutung der aufgeworfenen Rechtsfragen ist dieser Ent­scheid, der in der Regel dem Abteilungsvorsitzenden obliegt, vorliegend von der Kammer zu treffen. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>2. a) Das Beschwerdeverfahren gegen Vergabeentscheide kantonaler BehÃ¶rden wird durch Art. 15 â 18 der Interkantonalen Vereinbarung Ã¼ber das Ã¶ffentliche Beschaffungswesen vom 25. November 1994 (IVÃ¶B) sowie die §§ 3 â 5 des Gesetzes Ã¼ber den Beitritt des Kantons ZÃ¼rich zur Interkantonalen Vereinbarung Ã¼ber das Ã¶ffentliche Beschaffungswesen (IVÃ¶B-BeitrittsG) vom 22. September 1996 geregelt. Soweit diese Erlasse keine Vorschrif­ten enthalten, finden gemÃ¤ss § 5 IVÃ¶B-BeitrittsG die fÃ¼r das Ver­wal­tungs­ge­richt als Beschwer­deinstanz geltenden Bestimmungen des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959/8. Juni 1997 (VRG) ergÃ¤nzend Anwendung. </span></p> <p class="Einzug1"><span>Das kantonale Recht gelangt vorliegend ungeachtet dessen zur Anwendung, dass die strittige Beschaffung eine Nationalstrasse und damit ein Werk des Bundes betrifft. GemÃ¤ss Art. 41 Abs. 2 des Bundesgesetzes vom 8. MÃ¤rz 1960 Ã¼ber die Na­tio­nal­stras­sen (NSG) erfolgt die Vergabe von Bauarbeiten an Nationalstrassen nach den vom Bundesrat bestimmten GrundsÃ¤tzen durch die Kantone, und nach Art. 46 der Verordnung vom 18. De­zember 1995 Ã¼ber die Nationalstrassen (NSV) findet dabei â abgesehen von speziel­len Bestimmungen Ã¼ber die Art des Wettbewerbs, die Schwellenwerte und die Genehmigung durch ein Bundesamt (Art. 44, 45 und 47 NSV) â das kantonale Recht Anwendung (vgl. Peter Galli/Daniel Lehmann/Peter Rechsteiner, Das Ã¶f­fent­li­che Be­schaf­fungs­we­sen in der Schweiz, ZÃ¼rich 1996, N. 46 ff.). </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) Das Recht auf Akteneinsicht ist Bestandteil des Anspruchs auf rechtliches GehÃ¶r. Es findet seine Grundlage einerseits in den aus Art. 29 Abs. 2 der Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft vom 18. April 1999 (BV) bzw. Art. 4 Abs. 1 der alten Bundesverfassung vom 29. Mai 1874 (aBV) abgeleiteten Minimalgarantien, anderseits in den kantonalen Verfahrensvorschriften (BGE 125 I 257 E. 3a; 124 I 241 E. 2 mit Hinw.; vgl. Ulrich HÃ¤felin/Georg MÃ¼ller, Grundriss des Allgemeinen Verwaltungsrechts, 3. A., ZÃ¼rich 1998, Rz. 1309). </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Nach § 8 Abs. 1 VRG sind Personen, die durch eine Anordnung berÃ¼hrt sind und ein schutzwÃ¼rdiges Interesse an deren Aufhebung oder Ãnderung haben, berechtigt, in die Akten Einsicht zu nehmen. Die Einsicht in ein AktenstÃ¼ck kann jedoch zur Wahrung wich­tiger Ã¶ffentlicher oder schutzwÃ¼rdiger privater Interessen oder im Interesse einer noch nicht abgeschlossenen Untersuchung verweigert werden (§ 9 Abs. 1 VRG). Derartige Interessen sind dem Interesse am Zustandekommen einer materiell richtigen Anordnung gegenÃ¼ber zu stellen und gegen dieses abzuwÃ¤gen (vgl. Alfred KÃ¶lz/JÃ¼rg Bosshart/Martin RÃ¶hl, Kommen­tar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons ZÃ¼rich, 2. A., ZÃ¼rich 1999, § 9 N. 2; Michele Albertini, Der verfassungsmÃ¤ssige Anspruch auf rechtliches GehÃ¶r im Verwal­tungsverfahren des modernen Staates, Bern 2000, S. 232 ff., 242 ff.). Wird die Einsicht in ein AktenstÃ¼ck verweigert, so ist dessen wesentlicher Inhalt dem Betroffenen dennoch insoweit mitzuteilen, als dies ohne Verletzung der schutzwÃ¼rdigen Interessen mÃ¶glich ist (§ 9 Abs. 2 VRG). </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Diese Bestimmungen sind auch im Beschwerdeverfahren anwendbar (§ 70 VRG). In § 57 Abs. 1 VRG wird sodann prÃ¤zisiert, dass die fÃ¼r die Beurteilung einer Beschwerde beigezogenen Akten den am Verfahren Beteiligten zur Einsicht offen stehen; anderseits wird der am Verfahren beteiligten VerwaltungsbehÃ¶rde die MÃ¶glichkeit eingerÃ¤umt, zur Wahrung wichtiger Ã¶ffentlicher und schutzwÃ¼rdiger privater Interessen einzelne, dem Ver­wal­tungs­ge­richt nÃ¤her zu bezeichnende AktenstÃ¼cke zurÃ¼ckzubehalten (§ 57 Abs. 2 VRG). </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>c) Daneben sind die besonderen Vorschriften des Vergaberechts zu beachten. GemÃ¤ss Art. 11 lit. g IVÃ¶B gilt fÃ¼r das Vergabeverfahren der Grundsatz der Vertraulichkeit von Informationen, wie er auch in Art. 8 Abs. 1 lit. d des Bundesgesetzes vom 16. Dezember 1994 Ã¼ber das Ã¶ffentliche Beschaffungswesen (BoeB) festgehalten ist. Durch die vertrauliche Behandlung der von den Anbietern gemachten Angaben soll verhindert werden, dass ihr geistiges Eigentum oder ihre GeschÃ¤ftsgeheimnisse an Dritte offenbart werden (vgl. Galli/Leh­mann/Rech­steiner, N. 263 ff.). Diesem Anliegen entsprechen auch die Bestimmungen der Submissionsverordnung vom 18. Juni 1997 (SubmV) Ã¼ber die Bekanntmachung des Zuschlags: Nach § 33 SubmV ist die Vergabestelle bei der ErÃ¶ffnung des Entscheids nur zur Mit­teilung einiger vorwiegend formeller Angaben verpflichtet (Abs. 1); erst auf Gesuch eines An­bieters muss sie diesem die wesentlichen GrÃ¼nde fÃ¼r seine NichtberÃ¼cksichtigung bekannt geben (Abs. 2). Eine entsprechende Regelung gilt im Vergabeverfahren des Bundes (Art. 23 BoeB). Nach der Rechtsprechung des Ver­wal­tungs­ge­richts muss dem unterlegenen Anbieter allerdings im Rahmen der ergÃ¤nzenden ErlÃ¤uterung gemÃ¤ss § 33 Abs. 2 SubmV oder spÃ¤testens in einem anschliessenden Beschwerdeverfahren eine den Anforderungen des Bundesverfassungsrechts sowie Abs. 10 Abs. 2 VRG genÃ¼gende BegrÃ¼ndung des Vergabeentscheids geliefert werden (vgl. RB 2000 Nr. 59 E. 4a = BEZ 2000 Nr. 25). </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>3. Es stellt sich damit die Frage nach dem VerhÃ¤ltnis zwischen dem fÃ¼r das rechtliche GehÃ¶r wesentlichen Anspruch auf Akteneinsicht und dem das Submissionsrecht beherr­schenden Grundsatz der Vertraulichkeit. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>a) Die Rechtsprechung des Bundesgerichts zu dieser Frage ist nicht einheitlich. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>In BGE 119 Ia 424 ging das Gericht davon aus, dass die unmittelbar aus Art. 4 aBV fliessenden Parteirechte (Anspruch auf Teilnahme an Beweiserhebungen, auf Stellungnahme zum Beweisergebnis, auf Akteneinsicht, auf BegrÃ¼ndung des Ent­scheids usw.) in einem Submissionsverfahren grundsÃ¤tzlich nicht zum Zug kÃ¤men (E. 4b/cc). Dies ergebe sich daraus, dass diese Parteirechte auf hoheitliche VerfÃ¼gungsverfahren zugeschnitten seien, wo­gegen das Submissionsverfahren nicht zu einer verbindlichen hoheitlichen VerfÃ¼gung fÃ¼hre, sondern allein der Einholung und Evaluation privatrechtlicher Offerten diene und in­so­fern keinen Zwangscharakter aufweise (E. 4b bb und cc). Diese BegrÃ¼ndung entsprach der damaligen Rechtsprechung des Bundesgerichts, welche in der Vergebung von Arbeiten im Rahmen eines behÃ¶rdlichen Submissionsverfahrens keine AusÃ¼bung staatlicher Hoheit erblickte und den Zuschlag daher nicht als Verwaltungsakt anerkannte (BGE 119 Ia 424 E. 3a; vgl. Walter KÃ¤lin, Das Verfahren der staatsrechtlichen Be­schwer­de, 2. A., Bern 1994, S. 121 f.). </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Im Ent­scheid ZBl 99/1998 S. 374 brachte das Bundesgericht dann jedoch die aus Art. 4 aBV abgeleiteten Garantien zur Sicherung des rechtlichen GehÃ¶rs und insbesondere den Anspruch auf Akteneinsicht ohne grundsÃ¤tzliche Vorbehalte auf das kantonale Beschwer­deverfahren betreffend einen Submissionsentscheid zur Anwendung (E. 3). Auch dieser Ent­scheid erging noch in Anwendung des alten Submissionsrechts (vgl. E. 1b und 2b). </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>In einem Ent­scheid vom 2. MÃ¤rz 2000 (Internetdatenbank des Bundesgerichts, ww<a id="_Hlt524271636">w</a>.bger.ch, ARGE X. c. Regierungsrat des Kantons Thurgau, 2P.274/1999) weist das Bundesgericht auf den Grundsatz der Vertraulichkeit gemÃ¤ss Art. 11 lit. g IVÃ¶B sowie die kantonalen (dem ZÃ¼rcher Recht vergleichbaren) Bestimmungen Ã¼ber die Bekanntmachung des Zuschlags und die entsprechenden Regeln des Bundes (Art. 8 Abs. 1 lit. d und Art. 23 BoeB) hin. Aus diesen Vorschriften schliesst es, dass im Submissionsrecht das in anderen Bereichen Ã¼bliche Akteneinsichtsrecht gegenÃ¼ber dem Interesse an der Vertraulichkeit zurÃ¼cktreten mÃ¼sse. Diese Schranke sei auch in einem allfÃ¤lligen Rechtsmittelverfahren zu beachten, da andernfalls die Vertraulichkeit der Offerten unterlaufen werden kÃ¶nnte; fÃ¼r eine InteressenabwÃ¤gung bleibe kein Raum. Den Rechtsschutz der Ã¼bergangenen Anbieter sieht das Bundesgericht dadurch gewÃ¤hrleistet, dass die Beschwerdeinstanz den Vergabeentscheid in Kenntnis der vollstÃ¤ndigen Akten â welche nur der Rechtsmittelinstanz, nicht aber den Verfahrensparteien zur VerfÃ¼gung stÃ¼nden â Ã¼berprÃ¼fe (E. 2c/bb). Unter Hinweis auf BGE 119 Ia 424 erwÃ¤hnt das Gericht schliesslich, dass aus den durch Art. 4 aBV gewÃ¤hrleisteten Minimalgarantien kein Anspruch auf Einsicht in die Offertunterlagen von Konkurrenten abgeleitet werden kÃ¶nne (E. 2c/aa). </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) Andere mit der Anwendung von Submissionsrecht betraute Gerichte gehen zumeist davon aus, dass das Gebot der Vertraulichkeit nur im erstinstanzlichen Vergabeverfahren uneingeschrÃ¤nkt gelte. Im Beschwerdeverfahren wenden sie dagegen die allgemeinen GrundsÃ¤tze Ã¼ber die Akteneinsicht an und entscheiden aufgrund einer InteressenabwÃ¤gung, ob die geltend gemachten Geheimhaltungsinteressen die Interessen an der Einsichtnahme Ã¼berwiegen. Eine derartige Rechtsprechung befolgen namentlich die Ver­wal­tungs­ge­richte des Kantons Waadt (vgl. Etienne Poltier, Les marchÃ©s publics: premiÃ¨res expÃ©riences vaudoises, RDAF 2000, S. 297 ff., 323 f.; Olivier Rodondi, Le droit cantonal des marchÃ©s publics â Les premiÃ¨res expÃ©riences, RDAF 1999, S. 265 ff., 289; AndrÃ© Moser, Ãberblick Ã¼ber die Recht­spre­chung 1998/99 zum Ã¶f­fent­li­chen Beschaffungswesen, AJP 2000, S. 682 ff., 686 Anm. 43) und des Kantons Schwyz (Baurecht [im Folgenden: BR] 1999 S. 150, Ent­scheid S54; vgl. Moser, S. 686 Anm. 42) sowie die Eid­ge­nÃ¶s­si­sche Re­kurs­kom­mis­si­on fÃ¼r das Ã¶f­fent­li­che Be­schaf­fungs­we­sen (ZBl 98/1997 S. 218 E. 3 = VPB 1997 Nr. 24; BR1999 S. 54, Ent­scheid S5; Moser, S. 686 Anm. 41; Peter Galli, Rechtsprechung der EidgenÃ¶ssischen Rekurskommission fÃ¼r das Ã¶ffentliche Beschaffungswesen: Die ersten Ent­scheide und ihre Tragweite, in Nicolas Michel/Roger ZÃ¤ch [Hrsg.], Submissionswesen im Binnenmarkt Schweiz, ZÃ¼rich 1998, S. 103 ff., 116). </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Eine andere Rechtsauffassung vertritt das Ver­wal­tungs­ge­richt des Kantons Aargau, welches davon ausgeht, dass die im kantonalen Recht fÃ¼r das Vergabeverfahren vorgesehene BeschrÃ¤nkung des Akteneinsichtsrechts auch im Beschwerdeverfahren zum Tragen kom­me und demgemÃ¤ss keine InteressenabwÃ¤gung im Einzelfall mÃ¶glich sei (ZBl 99/1998 S. 527). Eine Minderheit des Gerichts vertrat jedoch auch in diesem Fall die Auffassung, eine von vornherein und ohne AbwÃ¤gung der auf dem Spiel stehenden Interessen vorgenom­mene BeschrÃ¤nkung der Akteneinsicht sei verfassungswidrig (ZBl 99/1998 S. 533). </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>c) FÃ¼r das ZÃ¼rcher Recht muss aufgrund der dargestellten Regeln Ã¼ber die Vertraulichkeit von Informationen davon ausgegangen werden, dass im <i>erstinstanzlichen VerfÃ¼gungsverfahren</i> vor der vergebenden Amtsstelle in Abweichung von § 8 Abs. 1 VRG grund­sÃ¤tzlich kein Anspruch auf Akteneinsicht besteht. Dies entspricht der Rechtsprechung des Bundesgerichts, wonach das in anderen Bereichen Ã¼bliche allgemeine Akteneinsichtsrecht gegenÃ¼ber dem Interesse der Anbieter an der vertraulichen Behandlung ihrer GeschÃ¤fts­geheimnisse zurÃ¼ckzutreten hat (Ent­scheid vom 2. MÃ¤rz 2000, 2P.274/1999, E. 2c/bb). Auch fÃ¼r das Vergabeverfahren des Bundes werden die Bestimmungen des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 Ã¼ber das Verwaltungsverfahren (VwVG) betreffend Akteneinsicht (Art. 26â28 VwVG) im erstinstanzlichen VerfÃ¼gungsverfahren ausdrÃ¼cklich als nicht anwendbar erklÃ¤rt (Art. 26 Abs. 2 BoeB). </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>d) Durch den Ausschluss der Akteneinsicht im erstinstanzlichen VerfÃ¼gungsverfahren erhÃ¤lt diese dafÃ¼r im <i>Beschwerdeverfahren vor dem Ver­wal­tungs­ge­richt</i> ein umso grÃ¶s­seres Gewicht. Denn die Einsicht in die fÃ¼r das Verfahren wesentlichen Unterlagen ist die Voraussetzung dafÃ¼r, dass die Beteiligten ihre Parteirechte wahrnehmen, insbesondere BeweisantrÃ¤ge stellen und sich zu den rechtserheblichen Punkten Ã¤ussern kÃ¶nnen (BGE 115 V 297 E. 2e; Alfred KÃ¶lz/Isabelle HÃ¤ner, Verwaltungsverfahren und Verwaltungsrechtspflege des Bundes, 2. A., ZÃ¼rich 1998, Rz. 295; KÃ¶lz/Boss­hart/RÃ¶hl, § 8 N. 60; JÃ¶rg Paul MÃ¼ller, Grundrechte in der Schweiz, 3. A., Bern 1999, S. 525; Attilio R. Gadola, Das verwaltungsinterne Beschwerdeverfahren, ZÃ¼rich 1991, S. 68; Albertini, S. 225, 235 ff.). Eine Beschneidung dieser MÃ¶glichkeit beeintrÃ¤chtigt ihren Anspruch auf rechtliches GehÃ¶r. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Hinzu kommt, dass die Beschwerdeinstanz die geforderte unabhÃ¤ngige ÃberprÃ¼fung des Vergabeentscheids (Art. 9 Abs. 2 des Bundesgesetzes vom 6. Oktober 1995 Ã¼ber den Binnenmarkt; Art. XX Abs. 2, 6 und 7 des GATT/WTO-Ãber­ein­kom­mens vom 15. April 1994 Ã¼ber das Ã¶ffentliche Beschaffungswesen) in der Regel nicht vornehmen kann, ohne auf Unterlagen abzustellen, die von den Bewerbern im Rahmen der Submission eingereicht wurden oder â wie etwa Zusammenstellungen, welche die Vergabestelle anfertigt â Angaben aus diesen Unterlagen enthalten. Der Beschwerdeentscheid darf sich aber grundsÃ¤tzlich nur auf Unterlagen stÃ¼tzen, die auch den Parteien zugÃ¤nglich waren; wo die Einsicht in ein AktenstÃ¼ck aus Ã¼berwiegenden Interessen an der Geheimhaltung verweigert wird, ist der betroffenen Partei zumindest dessen wesentlicher Inhalt mitzuteilen und ihr Gelegenheit zu geben, sich dazu zu Ã¤ussern. Auf Informationen, die einer Partei nicht in diesen Formen zur VerfÃ¼gung gestellt wurden, darf das Gericht zu deren Nachteil nicht ab­stellen. Dies entspricht der praktisch einhelligen Auffassung von Rechtsprechung und Lehre (BGE 115 Ia 293 E. 5c = Pra 1990 Nr. 214; 115 V 297 E. 2g/bb; BGr, ZBl 84/1983, S. 131 E. 3b; BGE 100 Ia 97 E. 5d; vgl. auch BGE 125 II 417 E. 5; 117 Ib 481 E. 7a/aa; Albertini, S. 245 f.; Gadola, S. 71 oben; AndrÃ© Grisel, TraitÃ© de droit administratif, Neu­chÃ¢­tel 1984, S. 383 f.; HÃ¤felin/ MÃ¼ller, Rz. 1324; KÃ¶lz/HÃ¤ner, Rz. 305; KÃ¶lz/Boss­hart/ RÃ¶hl, § 8 N. 67, § 9 N. 12 f.; Thomas Merk­li/Arthur Aesch­li­mann/Ruth Her­­zog, Kommentar zum Gesetz Ã¼ber die Verwaltungsrechtspflege im Kanton Bern, Bern 1997, Art. 23 N. 16; J. P. MÃ¼ller, S. 534; Georg MÃ¼ller, Kommentar zur Bun­des­verfassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft vom 29. Mai 1874, Art. 4, 1995, Rz. 110 Anm. 271; RenÃ© Rhi­now/Hein­rich Kol­ler/Christina Kiss, Ãffentliches Prozessrecht und Justizverfassungsrecht des Bundes, Basel 1996, Rz. 342, 1145; RenÃ© A. Rhinow/Beat KrÃ¤henmann, Schweizerische Verwaltungsrechtsprechung, ErgÃ¤nzungsband, Basel 1990, Nr. 83 B III c; a.M. evtl. Pierre Moor, Droit administratif, Bd. II, Bern 1991, S. 192). Denkbar sind allenfalls eng begrenzte Ausnahmen von diesem Grundsatz z.B. im Interesse der Staatssicherheit (vgl. Rhi­now/KrÃ¤­henmann, Nr. 83 B III c). </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Ein Vorgehen, wie es das Bundesgericht im erwÃ¤hnten Ent­scheid vom 2. MÃ¤rz 2000 (2P.274/1999) in Betracht gezogen hat, wonach die Beschwerdeinstanz zwar in Kenn­tnis der vollstÃ¤ndigen Akten, aber ohne Einsicht der Verfahrensparteien in dieselben entscheiden mÃ¼sste (E. 2c/bb), vermÃ¶chte diesen Anforderungen offensichtlich nicht zu genÃ¼gen. Die besonderen BedÃ¼rfnisse des Submissionsverfahrens, insbesondere die geforderte Vertraulichkeit zugunsten der teilnehmenden Anbieter, bieten keine Rechtfertigung dafÃ¼r, dass grundlegende Anforderungen an ein rechtsstaatliches Verfahren weitgehend ausser Kraft gesetzt werden. Aufgrund der bisherigen Erfahrungen besteht im Ãbrigen auch kein Grund fÃ¼r die Annahme, dass die Beachtung der genannten Verfahrensprinzipien eine sachgerechte Beurteilung von Submissionsbeschwerden verunmÃ¶gliche. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die GrÃ¼nde, welche das Bundesgericht im Ent­scheid BGE 119 Ia 424 (E. 4b/cc) veranlassten, die aus Art. 4 aBV fliessenden Parteirechte in Submissionsverfahren grundsÃ¤tzlich nicht anwendbar zu erklÃ¤ren, sind bei der heutigen Rechtslage ebenfalls nicht mehr massgeblich, da die damalige Rechtsprechung, nach welcher die Submission zu keiner verbindlichen hoheitlichen VerfÃ¼gung fÃ¼hrte, mit BGE 125 II 86 (E. 3b) ausdrÃ¼cklich aufgegeben wurde. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Schliesslich kann auf die Regelung von Art. 26 Abs. 2 BoeB hingewiesen werden, nach welcher bestimmte Vorschriften des VwVG, darunter Art. 26â28 betreffend die Akteneinsicht, im erstinstanzlichen VerfÃ¼gungsverfahren des Bundes ausdrÃ¼cklich fÃ¼r nicht anwendbar erklÃ¤rt werden. FÃ¼r das Beschwerdeverfahren vor der Eid­ge­nÃ¶s­si­schen Re­kurs­kom­mis­si­on fÃ¼r das Ã¶f­fent­li­che Be­schaf­fungs­we­sen gilt diese EinschrÃ¤nkung jedoch nicht, sondern das Akteneinsichtsrecht richtet sich dort nach den allgemeinen VerfahrensgrundsÃ¤tzen des VwVG (vgl. die Botschaft des Bundesrats zu Art. 26 BoeB, BBl 1994 IV 1196; Eid­ge­nÃ¶s­si­sche Re­kurs­kom­mis­si­on fÃ¼r das Ã¶f­fent­li­che Be­schaf­fungs­we­sen, ZBl 98/1997 S. 218 E. 3a = VBP 1997 Nr. 24). Wenn der Gesetzgeber diese LÃ¶sung fÃ¼r das Beschwerdeverfahren des Bundes als sachgerecht erachtete, kann nicht gesagt werden, dass sie auf kantonaler Stufe mit den Erfordernissen des Vergaberechts nicht vereinbar sei. Ob der kan­tonale Gesetzgeber befugt wÃ¤re, fÃ¼r das Verfahren der Submissionsbeschwerde eine weiter gehende EinschrÃ¤nkung der Parteirechte anzuordnen, braucht hier nicht geprÃ¼ft zu werden. Aus den Bestimmungen von Art. 11 lit. g IVÃ¶B Ã¼ber die Vertraulichkeit der Informationen und § 33 SubmV Ã¼ber die ErÃ¶ffnung der Vergabeentscheide lÃ¤sst sich eine solche jedenfalls nicht ableiten. </span></p> <p class="Einzug1"><span>e) Im Rahmen einer Submissionsbeschwerde vor dem Ver­wal­tungs­ge­richt richtet sich somit die Akteneinsicht im Grundsatz nach den allgemeinen Bestimmungen der §§ 8, 9 und 57 VRG. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Um den besonderen VerhÃ¤ltnissen des Vergaberechts Rechnung zu tragen, ist jedoch mit Bezug auf Akten, an denen ein Geheimhaltungsinteresse geltend gemacht wird, nicht nach § 57 Abs. 2 VRG zu verfahren. Nach dieser Vorschrift wÃ¤re es Sache der VerwaltungsbehÃ¶rde, die von ihr als schutzwÃ¼rdig betrachteten Unterlagen zurÃ¼ckzubehalten; sie hÃ¤tte diese gegenÃ¼ber dem Ver­wal­tungs­ge­richt lediglich nÃ¤her zu bezeichnen und, soweit es ohne Verletzung der zu schÃ¼tzenden Interessen mÃ¶glich ist, Ã¼ber deren Inhalt Bericht zu erstatten. Mit dieser Regelung soll vermieden werden, dass gewisse Akten nur dem Gericht unter Ausschluss der Parteien zur VerfÃ¼gung stehen (KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 57 N. 5). </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Dieses Vorgehen wÃ¼rde den Besonderheiten des Vergabeverfahrens nicht gerecht. Bei Unterlagen, die der Vergabestelle eingereicht oder von ihr erstellt werden, ist das Vorliegen von Geheimhaltungsinteressen eher die Regel als die Ausnahme. WÃ¼rde der Ent­scheid Ã¼ber das Einreichen dieser Akten zunÃ¤chst den vergebenden BehÃ¶rden Ã¼berlassen, hÃ¤tte dies lediglich eine VerzÃ¶gerung des Beschwerdeverfahrens zur Folge, da bei Differen­zen Ã¼ber die Berechtigung der Geheimhaltungsinteressen doch wieder das Ver­wal­tungs­ge­richt entscheiden mÃ¼sste, was in der Regel nicht ohne Kenntnis der betreffenden Unterlagen mÃ¶glich wÃ¤re (vgl. Rhinow/KrÃ¤henmann, Nr. 83 B III b; Rhi­now/Kol­ler/Kiss, Rz. 342). Nach den bisherigen Erfahrungen entspringt denn auch die gelegentliche ZurÃ¼ckhaltung der Vergabestellen bei der Auslieferung der benÃ¶tigten Submissionsakten nicht immer berechtigten Geheimhaltungs­interessen, sondern zuweilen auch dem BedÃ¼rfnis nach "Schutz" des eigenen Ent­scheids. Die PrÃ¼fung der geltend gemachten Geheimhaltungsinteres­sen hat daher â in Fortsetzung der bisherigen Praxis bei Submissionsbeschwerden â in der Weise zu erfolgen, dass die VerwaltungsbehÃ¶rde dem Ge­richt alle fÃ¼r das Verfahren relevanten Unterlagen zur VerfÃ¼gung stellt und der Ent­scheid Ã¼ber die GewÃ¤hrung der Akten­einsicht vom zustÃ¤ndigen Abteilungsvorsitzenden getroffen wird. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>f) Den Erfordernissen des Vergabeverfahrens ist ferner insofern Rechnung zu tragen, als bei der InteressenabwÃ¤gung, die dem Ent­scheid Ã¼ber die GewÃ¤hrung der Akteneinsicht zugrunde liegt, der Grundsatz der Vertraulichkeit das ihm gebÃ¼hrende Gewicht erhÃ¤lt. Als schÃ¼tzenswert fallen z.B. Angaben von Mitbewerbern Ã¼ber interne ProduktionsablÃ¤ufe, detaillierte Kalkulationsgrundlagen oder Qualifikationsprofile von Mitarbeitern in Betracht (vgl. Eid­ge­nÃ¶s­si­sche Re­kurs­kom­mis­si­on fÃ¼r das Ã¶f­fent­li­che Be­schaf­fungs­we­sen, ZBl 98/ 1997, S. 218 E. 3b; Galli, S. 116; Albertini, S. 234). Berechtigten Geheimhaltungsinteressen von Konkurrenten kann durch die Verweigerung der Einsicht in bestimmte Akten­stÃ¼cke oder durch die ModalitÃ¤ten der Einsichtnahme (vgl. dazu die Rechtsprechung des Ver­­wal­tungs­ge­richts des Kantons Waadt: Poltier, S. 324; Rodondi, S. 289) Rechnung getragen werden. Auf dieser Grundlage ist es in der Regel mÃ¶glich, einen sachgerechten Aus­gleich zwischen InformationsbedÃ¼rfnissen und Geheimhaltungsinteressen der Beteiligten zu finden. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>4. a) Im vorliegenden Verfahren hat der Beschwerdegegner seiner Vernehmlassung nebst Belegen zur ErÃ¶ffnung des angefochtenen Ent­scheids das Protokoll der OffertÃ¶ffnung, Unterlagen betreffend die Auswertung der eingegangenen Offerten und die Offerte der BeschwerdefÃ¼hrerinnen samt technischem Bericht beigelegt. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Unterlagen, die der Vergabestelle von anderen Bewerbern, insbesondere der Mitbe­teiligten, Ã¼bergeben wurden, befinden sich nicht in den Akten und fallen daher fÃ¼r das hier beurteilte Einsichtsbegehren ausser Betracht. Sodann besteht an den Mitteilungen Ã¼ber die Arbeitsvergebung offensichtlich kein Geheimhaltungsinteresse, und die von den Beschwer­defÃ¼hrerinnen selber eingereichten Offertunterlagen dÃ¼rfen von diesen ebenfalls ohne weiteres eingesehen werden (vgl. KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 8 N. 69). Die Einsicht in das Protokoll der OffertÃ¶ffnung steht den Parteien aufgrund von § 25 Abs. 2 SubmV zu. Die Frage der EinsichtsgewÃ¤hrung stellt sich daher nur mit Bezug auf die von Mitarbeitern des Beschwerdegegners erstellten Unterlagen Ã¼ber die Auswertung der eingegangenen Offerten. In seiner Vernehmlassung hat der Beschwerdegegner denn auch einzig die Seiten 7â 15 des Vergebungsantrags als unter dem Aspekt des Geheimnisschutzes sensibel bezeichnet. In der Stellungnahme zum Einsichtsbegehren der BeschwerdefÃ¼hrerinnen hat er diesen Hinweis prÃ¤zisiert und die Inhalte, an welchen er ein Geheimhaltungsinteresse geltend macht, nÃ¤her umschrieben. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) Beim Vergebungsantrag und den zugehÃ¶rigen Ãbersichten stellt sich zunÃ¤chst die Frage, ob es sich um verwaltungsinterne Akten handelt, die ausschliesslich der internen Meinungsbildung der BehÃ¶rde dienten und denen kein Beweischarakter zukommt. Unterlagen dieser Art wÃ¼rden dem Akteneinsichtsrecht nicht unterliegen (BGE 125 II 473 E. 4a; KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 8 N. 67, vgl. jedoch zur Problematik der Abgrenzung N. 68; kritisch J. P. MÃ¼ller, S. 529 f.; Albertini, S. 229 f.). Die Qualifikation als verwaltungsinterne Akten kann jedoch nicht zutreffen, soweit es sich um Unterlagen handelt, die als einzige die mass­geblichen GrÃ¼nde fÃ¼r den Vergabeentscheid enthalten und auf welche die BehÃ¶rde zur BegrÃ¼ndung ihres Ent­scheids verweist. Die Parteien des Beschwerdeverfahrens haben, wie gezeigt, Anspruch auf eine nachvollziehbare, den Anforderungen des Bundesrechts sowie Abs. 10 Abs. 2 VRG genÃ¼gende BegrÃ¼ndung des Vergabeentscheids (vorn, E. 2c). Dieser Anspruch darf nicht dadurch beeintrÃ¤chtigt werden, dass Dokumente, welche die BegrÃ¼ndung enthalten, als verwaltungsinterne Akten deklariert und der Einsicht der Parteien entzogen werden. Der Beschwerdegegner hat denn auch kein umfassendes Geheimhaltungsinteresse in diesem Sinn geltend gemacht. </span></p> <p class="Bemerkung"> </p> <p class="Einzug1"><span>c) Die vom Beschwerdegegner als sensibel bezeichneten Teile des Vergebungsantrags sind im Folgenden anhand der dargestellten GrundsÃ¤tze zu prÃ¼fen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Gegen die GewÃ¤hrung der Akteneinsicht bezÃ¼glich der Seiten 10 und 11 des Vergebungsantrags erhebt der Beschwerdegegner in seiner Stellungnahme zum Einsichtsbegehren keine Einwendungen mehr. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die Seiten 7 und 8 enthalten einen Preisvergleich aller sieben eingegangenen Offer­ten, aufgeschlÃ¼sselt nach einzelnen Arbeitsgattungen. Der Beschwerdegegner weist darauf hin, dass diese Unterlagen RÃ¼ckschlÃ¼sse auf die Kalkulationsgrundlagen der Mitkonkurren­ten ermÃ¶glichen und daher vertraulich zu behandeln seien. Dieser Einwand ist berechtigt. Die an einem Vergabeverfahren teilnehmenden Anbieter haben ein Interesse daran, dass Konkurrenten keinen Einblick in die Details ihrer Kalkulation erhalten. Der Einblick in diese Zahlen wird daher nach der Praxis des Ver­wal­tungs­ge­richts regelmÃ¤ssig nicht zugelassen, und fÃ¼r die Beurteilung der Streitpunkte des vorliegenden Falls ist deren Kenntnis auch kaum von Bedeutung. Erforderlich ist allerdings, dass den BeschwerdefÃ¼hrerinnen die bereinigten Endsummen ihrer eigenen Offerte sowie derjenigen der Mitbeteiligten bekannt gegeben werden; diese sind fÃ¼r sie aus der Tabelle S. 14 des Vergebungsantrags ersichtlich. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die Seiten 9 und 12 enthalten Zusammenstellungen Ã¼ber das massgebende SchlÃ¼sselpersonal der Bewerber (Technischer Leiter, BaufÃ¼hrer, Polier) mit Angaben Ã¼ber deren Erfahrung bei vergleichbaren Bauobjekten. Der Beschwerdegegner macht geltend, die Bekanntgabe dieser Auflistung an einen Mitbewerber berge die Gefahr einer Abwerbung in sich und sei daher zu vermeiden. Dem ist entgegenzuhalten, dass die Erfahrung des SchlÃ¼sselpersonals mit entsprechenden Bauwerken einen der wesentlichen Streitpunkte des vorliegenden Verfahrens betrifft; dessen Beurteilung wÃ¤re ohne Kenntnis dieser Grundlagen stark erschwert. Auch enthalten die fraglichen AktenstÃ¼cke keine eigentlichen Qualifikationsprofile, sondern lediglich Angaben Ã¼ber die Mitwirkung der betreffenden Personen an je zwei Referenzprojekten. Die Gefahr einer Abwerbung ist wohl nicht als sehr hoch einzuschÃ¤tzen; jedenfalls wurde diese BefÃ¼rchtung in bisherigen Beschwerdeverfahren kaum je genannt, um die Verweigerung einer Aktenherausgabe zu begrÃ¼nden, und auch vorliegend hat sich die Mitbeteiligte selber nicht zum Begehren betreffend Aktenherausgabe geÃ¤ussert. FÃ¼r die Ã¼brigen Bewerber kann der Gefahr dadurch begegnet werden, dass die entsprechen­den Angaben auf S. 9, welche nicht die am vorliegenden Verfahren beteiligten Parteien be­treffen, abgedeckt werden; soweit beim heutigen Stand ersichtlich, sind diese fÃ¼r die Beurteilung von keinem besonderen Interesse. Die Einsicht in die Seiten 9 und 12 ist daher mit der erwÃ¤hnten EinschrÃ¤nkung zu gewÃ¤hren. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die Liste S. 13 enthÃ¤lt eine Zusammenstellung Ã¼ber VollstÃ¤ndigkeit und QualitÃ¤t der Offerten. Der Beschwerdegegner ist der Auffassung, dass diese, da sie eine detaillierte Qualifikation der Unterlagen der Konkurrenten enthalte, vertraulich behandelt werden mÃ¼s­se. Aus dem gleichen Grund verlangt er die vertrauliche Behandlung der MÃ¤ngelliste auf S. 15. Die Kenntnis dieser Beurteilungen ist jedoch, soweit sie die BeschwerdefÃ¼hrerinnen und die Mitbeteiligte betreffen, fÃ¼r die WÃ¼rdigung der Offerten anhand der Zu­schlags­­kri­te­rien unentbehrlich, und es ist auch nicht ersichtlich, inwieweit deren Bekanntgabe berechtigte Interessen der Parteien verletzen kÃ¶nnte. AllfÃ¤lligen Geheimhaltungsinteressen anderer Bewerber kann auch in diesem Punkt Rechnung getragen werden, indem die sie betreffenden Angaben abgedeckt werden. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die Tabelle auf S. 14 enthÃ¤lt eine Zusammenstellung des Punktetotals aller Bewerber. Der Beschwerdegegner beantragt, die Einsicht in dieses Dokument zu gewÃ¤hren, mit Ausnahme der Rubriken B (SchlÃ¼sselpersonen) und D (VollstÃ¤ndigkeit). Aus diesen Rubriken ist jedoch nur die gesamthafte Benotung der Anbieter fÃ¼r die jeweiligen Kriterien ersichtlich; RÃ¼ckschlÃ¼sse auf vertrauliche Inhalte ihrer Offerten sind nicht mÃ¶glich. Ein Geheimhaltungsinteresse ist daher nicht erkennbar, und die Einsicht ist in vollem Umfang zu gewÃ¤hren. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>DemgemÃ¤ss beschliesst das Verwaltungsgericht:</span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>1. Den BeschwerdefÃ¼hrerinnen wird die Einsicht in die vom Beschwerdegegner eingereichten Akten mit folgenden EinschrÃ¤nkungen gewÃ¤hrt:</span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>â Keine Einsicht in die Seiten 7 und 8 des Vergebungsantrags;</span></p> <p class="Einzug2"><span>â<span> </span></span><span>BeschrÃ¤nkte Einsicht in die Seiten 9, 13 und 15 des Vergebungsantrags: Angaben Ã¼ber Mitbewerber, die am Beschwerdeverfahren nicht beteiligt sind, werden abgedeckt. <br/> <br/> </span></p> <p class="Einzug2"><span>2.<span> </span></span><span>...</span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>2. ENDENTSCHEID</span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>I. Mit einer Publikation vom 22. August 2000 erÃ¶ffnete die Baudirektion des Kantons ZÃ¼rich die Submission im offenen Verfahren fÃ¼r die Vergabe von Baumeisterarbeiten an der ÃberfÃ¼hrung O-strasse, einem Teilprojekt des Nationalstrassenbaus. Innert der Angebotsfrist gingen sieben Offerten mit Angebotssummen von netto Fr. 5'686'303.80 bis 6'560'011.15 ein. Das preislich gÃ¼nstigste Angebot hatte die Arbeitsgemeinschaft A AG, bestehend aus der B AG, in Z, der A AG, in Y, und der C AG, in W, abgegeben. <br/> <br/> Mit Beschluss vom 14. MÃ¤rz 2001 erteilte der Regierungsrat den Zuschlag an die E AG, in W, die das Angebot mit dem zweitgÃ¼nstigsten Preis eingereicht hatte. Der Entscheid wurde den nicht berÃ¼cksichtigten Anbietenden mit Schreiben vom 19. MÃ¤rz 2001 erÃ¶ffnet. <br/> <br/> In der Folge ersuchte die Arbeitsgemeinschaft A AG um eine BegrÃ¼ndung des Zuschlags. In einer Sitzung vom 30. MÃ¤rz 2001 wurde der Entscheid ihren Vertretern mÃ¼ndlich erlÃ¤utert. <br/> <br/> II. Mit Eingabe vom 30. MÃ¤rz 2001 erhoben die in der Arbeitsgemeinschaft A AG zusammengeschlossenen Anbieterinnen beim Verwaltungsgericht Beschwerde gegen den Vergabeentscheid des Regierungsrats und beantragten, dieser sei aufzuheben und der Zuschlag sei ihnen zu erteilen, unter Kosten- und EntschÃ¤digungsfolgen zu Lasten des Kantons. Eventualiter beantragten sie, die Sache sei zur Wiederholung des Vergabeverfahrens an die Baudirektion zurÃ¼ckzuweisen, und subenventualiter, es sei die Rechtswidrigkeit des angefochtenen Entscheids festzustellen. Ferner ersuchten sie darum, der Beschwerde die aufschiebende Wirkung zu erteilen. <br/> <br/> Die Baudirektion erstattete am 30. April 2001 ihre Beschwerdeantwort mit dem Antrag, die Beschwerde sei abzuweisen, unter Kosten- und EntschÃ¤digungsfolgen zu Lasten der BeschwerdefÃ¼hrerinnen. Sie beantragte Ã¼berdies, der Beschwerde die aufschiebende Wirkung zu verweigern. <br/> <br/> Mit PrÃ¤sidialverfÃ¼gung vom 16. Mai 2001 wurde das Gesuch der BeschwerdefÃ¼hrerinnen um Erteilung der aufschiebenden Wirkung abgewiesen. In einem Beschluss vom 12. September 2001 entschied das Gericht Ã¼ber den Umfang der den BeschwerdefÃ¼hrerinnen zustehenden Akteneinsicht (vgl. RB 2001 Nr. 5 = BEZ 2001 Nr. 56). <br/> <br/> In der Replik vom 12. November 2001 beschrÃ¤nkten die BeschwerdefÃ¼hrerinnen ihren Hauptantrag dahin gehend, dass sie nur noch die Feststellung der Rechtswidrigkeit der angefochtenen VerfÃ¼gung verlangten. Der Beschwerdegegner hielt in der Duplik vom 10. Dezember 2001 an seinem Standpunkt fest. <br/> <br/> Die Mitbeteiligte nahm in keinem Stadium des Verfahrens zur Beschwerde Stellung. <br/> <br/> Auf Anfrage teilte die Baudirektion dem Gericht am 2. Dezember 2002 mit, dass der Vertrag mit der Mitbeteiligten am 20. Juli 2001 abgeschlossen worden sei. <br/> <br/> Die AusfÃ¼hrungen der Parteien werden, soweit erforderlich, in den nachstehenden ErwÃ¤gungen wiedergegeben. <br/> <br/> <br/> Das Verwaltungsgericht zieht in ErwÃ¤gung:<br/> <br/> <br/> 1. Vergabeentscheide kantonaler und kommunaler Auftraggeber kÃ¶nnen unmittelbar mit Beschwerde an das Verwaltungsgericht weitergezogen werden (RB 1999 Nr. 27 = BEZ 1999 Nr. 13 = ZBl 100/1999, S. 372; vgl. Alfred KÃ¶lz/JÃ¼rg Bosshart/Martin RÃ¶hl, Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons ZÃ¼rich, 2. A., ZÃ¼rich 1999, § 41 N. 22). Auf das Beschwerdeverfahren gelangen die Art. 15 ff. der Interkantonalen Vereinbarung Ã¼ber das Ã¶ffentliche Beschaffungswesen vom 25. November 1994 (IVÃ¶B) sowie die §§ 3 ff. des Gesetzes Ã¼ber den Beitritt des Kantons ZÃ¼rich zur Interkantonalen Vereinbarung Ã¼ber das Ã¶ffentliche Beschaffungswesen vom 22. September 1996 (IVÃ¶B-BeitrittsG) zur Anwendung. <br/> <br/> 2. Die BeschwerdefÃ¼hrerinnen machen geltend, der Beschwerdegegner habe Eignungs- und Zuschlagskriterien in unzulÃ¤ssiger Weise miteinander vermengt, und der Zuschlag sei schon aus diesem Grund aufzuheben. <br/> <br/> a) Als Eignungskriterien wurden in den Ausschreibungsunterlagen (act. 5/2) einerseits (nÃ¤her umschriebene) Anforderungen an das QualitÃ¤tsmanagement, an die Erfahrung des massgeblichen SchlÃ¼sselpersonals bzw. der Unternehmungen mit gleichwertigen Objekten sowie an die wirtschaftliche und organisatorische LeistungsfÃ¤higkeit genannt, anderseits wurden Referenzobjekte mit vergleichbaren BrÃ¼ckenobjekten sowie ein Nachweis der personellen KapazitÃ¤t gefordert (Seite B2, Ziff. 7). Unter dem Titel Zuschlagskriterien wurde darauf hingewiesen, dass der Zuschlag an das wirtschaftlich gÃ¼nstigste Angebot unter BerÃ¼cksichtigung der Erfahrung und der Referenzen ergehe, und es wurden als massgebliche Kriterien bezeichnet (Seite B4, Ziff. 13):<br/> <br/> A: Angebotspreis <br/> B: Massgebendes SchlÃ¼sselpersonal, Hauptunternehmer und Subunternehmer mit Referenzauskunft<br/> C: AusgefÃ¼hrte vergleichbare Referenzobjekte der Hauptunternehmung und Subunternehmer mit Referenzauskunft<br/> D: VollstÃ¤ndigkeit und QualitÃ¤t des Angebots<br/> Die BeschwerdefÃ¼hrerinnen sind der Auffassung, die unter B und C genannten Kriterien stellten keine Zuschlagskriterien, sondern Eignungskriterien dar. Dass ein Anbieter Ã¼ber das erforderliche SchlÃ¼sselpersonal verfÃ¼ge, sei notwendige Voraussetzung fÃ¼r die DurchfÃ¼hrung des Auftrags, und auch ReferenzauskÃ¼nfte dienten einzig zur PrÃ¼fung seiner Eignung. Sodann sei auch das unter D genannte Vergabekriterium kein Zuschlagskriterium, denn die VollstÃ¤ndigkeit und QualitÃ¤t des Angebots sei Voraussetzung fÃ¼r die Teilnahme am Verfahren; wo diese Anforderung nicht erfÃ¼llt sei, mÃ¼sse der Anbieter von der Vergabe ausgeschlossen werden. Als einziges echtes Zuschlagskriterium verbleibe damit der unter A genannte Preis. Nachdem die BeschwerdefÃ¼hrerinnen das preislich gÃ¼nstigste Angebot eingereicht hÃ¤tten, mÃ¼sse der Zuschlag ohne weiteres an sie ergehen. <br/> <br/> b) Eignungskriterien umschreiben die Anforderungen, welche ein Anbieter erfÃ¼llen muss, um zu gewÃ¤hrleisten, dass er zur AusfÃ¼hrung des geplanten Auftrags in der Lage ist. Sie betreffen gemÃ¤ss § 22 SubmV insbesondere die finanzielle, wirtschaftliche, fachliche und organisatorische LeistungsfÃ¤higkeit. Die VergabebehÃ¶rde legt die fÃ¼r den jeweiligen Auftrag erforderlichen Eignungskriterien anhand objektiver Merkmale fest und bestimmt die zu erbringenden Nachweise (§ 22 SubmV). DemgegenÃ¼ber dienen Zuschlagskriterien zur Bewertung des Preis/LeistungsverhÃ¤ltnisses im Hinblick auf die Ermittlung des wirtschaftlich gÃ¼nstigsten Angebots (§ 31 SubmV). Auch sie werden von der VergabebehÃ¶rde entsprechend den Anforderungen des jeweiligen Auftrags festgelegt. <br/> <br/> Eignungskriterien sind im Normalfall Ausschlusskriterien, die entweder erfÃ¼llt oder nicht erfÃ¼llt sind; das Vorliegen der geforderten Eignung fÃ¼hrt zur Zulassung, deren Fehlen zum Ausschluss vom Verfahren (§ 26 Abs. 1 lit. a SubmV). Eine Ã¼ber das notwendige Mindestmass hinausgehende Eignung ist grundsÃ¤tzlich nicht von Bedeutung (vgl. jedoch VGr, 16. April 1999, BEZ 1999 Nr. 14 E. 4c). DemgegenÃ¼ber handelt es sich bei den Zuschlagskriterien um Merkmale, die ein Angebot in mehr oder minder hohem Mass besitzt und die ein AbwÃ¤gen des wirtschaftlichen Werts ermÃ¶glichen. Eine schlechte Bewertung bei einem Kriterium fÃ¼hrt - anders als bei den Eignungskriterien - nicht automatisch zum Ausschluss des Angebots, sondern kann durch gute Bewertungen bei den andern Kriterien ausgeglichen werden (vgl. zum Ganzen RB 2000 Nr. 70 = BEZ 2000 Nr. 25 E. 6 = BR 2001, S. 98). <br/> <br/> Der VergabebehÃ¶rde steht sowohl bei der Festlegung der Eignungs- wie der Zuschlagskriterien ein erheblicher Beurteilungsspielraum zur VerfÃ¼gung. Eignungskriterien und Zuschlagskriterien sind im Voraus - mit der Ausschreibung bzw. den Ausschreibungsunterlagen - bekannt zu geben (§ 16 Abs. 3 lit. f und § 17 Abs. 1 lit. g und i SubmV).<br/> <br/> c) Die BeschwerdefÃ¼hrerinnen sind offenbar der Auffassung, dass bestimmte Sachverhalte, die sich auf die Organisation, das Personal und ganz allgemein auf die FÃ¤higkeiten eines Anbieters beziehen, nur bei den Eignungskriterien, nicht aber bei der Beurteilung von Zuschlagskriterien berÃ¼cksichtigt werden dÃ¼rfen. Dieser Auffassung kann nicht gefolgt werden. <br/> <br/> Als Zuschlagskriterium gilt bei der Mehrzahl der Vergaben u.a. die QualitÃ¤t der angebotenen Leistung. WÃ¤hrend die QualitÃ¤t bei KaufauftrÃ¤gen Ã¼ber bereits vorhandene GÃ¼ter unmittelbar - z.B. an einem Muster - geprÃ¼ft werden kann, ist diese MÃ¶glichkeit bei Bau- und DienstleistungsauftrÃ¤gen naturgemÃ¤ss nicht gegeben. Da die Leistungen zum Zeitpunkt, da der Vergabeentscheid getroffen werden muss, noch nicht vorliegen und daher nicht unmittelbar beurteilt werden kÃ¶nnen, muss die zu erwartende QualitÃ¤t der Leistung indirekt, anhand der Qualifikationen des anbietenden Unternehmens, bewertet werden. Wird zu diesem Zweck u.a. auf die Organisation, die FÃ¤higkeiten des Personals und die technischen Mittel des Anbieters abgestellt, so erscheint dies als sachgerecht. WÃ¼rde diese MÃ¶glichkeit ausgeschlossen, so mÃ¼sste bei der Vergabe von Bau- und DienstleistungsauftrÃ¤gen auf eine qualitative Beurteilung des Preis/LeistungsverhÃ¤ltnisses weitgehend verzichtet werden. Dies wÃ¤re ein schwerwiegender Nachteil, da gerade bei DienstleistungsauftrÃ¤gen, aber auch bei anspruchsvollen BauauftrÃ¤gen, den qualitativen Aspekten im VerhÃ¤ltnis zum Preis regelmÃ¤ssig eine hohe Bedeutung zukommt. <br/> <br/> d) Die Rechtsprechung des Verwaltungsgerichts hat zunÃ¤chst offen gelassen, wieweit ein Merkmal, das zur PrÃ¼fung der Eignung herangezogen wird, auch als Zuschlagskriterium fÃ¼r die Bewertung des Angebots verwendet werden darf (RB 2000 Nr. 70 E. 6b = BEZ 2000 Nr. 25 = BR 2001, S. 98); in spÃ¤teren Entscheiden wurde diese MÃ¶glichkeit ohne nÃ¤here BegrÃ¼ndung als zulÃ¤ssig anerkannt (vgl. z.B. VGr, 2. November 2000, VB.2000.00136 E. 6b/aa und 9a, www.vgrzh.ch/rechtsprechung). Von der Rechtsprechung anderer Gerichte und der Lehre wird diese Rechtsauffassung zum Teil ebenfalls vertreten (VGr AG, AGVE 1999, S. 324 E. 2b; vgl. Elisabeth Lang, Die Praxis des Verwaltungsgerichts des Kantons Aargau zum Submissionsrecht, ZBl 103/2002, S. 472; VGr VD, BR 1999, S. 57 Nr. S11; vgl. Etienne Poltier, Les marchÃ©s publics: premiÃ¨res expÃ©riences vaudoises, RDAF 2000, S. 306 ff.; Herbert Lang, Offertenbehandlung und Zuschlag im Ã¶ffentlichen Beschaffungswesen, ZBl 101/2000, S. 242 f.; Matthias Hauser, Zuschlagskriterien im Submissionsrecht, AJP 2001, S. 1414 f). <br/> <br/> Dagegen lehnt ein Teil der Rechtsprechung und der Lehre dieses Vorgehen ab (EidgenÃ¶ssische Rekurskommission fÃ¼r das Ã¶ffentliche Beschaffungswesen, VPB 64/2000 Nr. 30 E. 4b-c = BR 1999, S. 141 Nr. S26; Peter Gauch/Hubert StÃ¶ckli, Thesen zum neuen Vergaberecht des Bundes - Vergabethesen 1999, Freiburg 1999, Ziff. 16.5 ff.; Peter Gauch, Urteilsanmerkung, BR 1999, S. 53 Nr. S1; Denis Esseiva, Urteilsanmerkung, BR 2000, S. 57 Nr. S11; weniger eindeutig: Peter Rechsteiner, Kurzbeitrag, BR 2000, S. 51; Hubert StÃ¶ckli, Urteilsanmerkung, BR 1999, S. 141 Nr. S26). Die ablehnende Haltung wird einerseits damit begrÃ¼ndet, dass Merkmale, die sich auf Eigenschaften der Anbieter beziehen, nur als Eignungskriterien Anwendung finden dÃ¼rften und bei der Zuschlagserteilung daher nicht zu berÃ¼cksichtigen seien. Anderseits wird befÃ¼rchtet, dass eine Vermengung von Eignungs- und Zuschlagskriterien stattfinde und damit die Transparenz der Vergabe sowie die Gleichbehandlung der Anbieter gefÃ¤hrdet werde.<br/> <br/> Nach den vorstehenden ErwÃ¤gungen werden indessen nicht Eignungskriterien (hilfsweise) als Zuschlagskriterien herangezogen. Beurteilt werden vielmehr Zuschlagskriterien, insbesondere die QualitÃ¤t, unter teilweisem Beizug von Sachverhaltselementen, die auch fÃ¼r die Eignung der Anbieter von Bedeutung sein kÃ¶nnen. Die Zuschlagskriterien bleiben dabei grundsÃ¤tzlich auf die Bewertung der Leistung, nicht der Anbieter, ausgerichtet; Eigenschaften der Anbieter werden nur herangezogen, soweit sie dazu dienen, die voraussichtliche kÃ¼nftige Leistung zu bewerten. Ob ein bestimmtes Merkmal als Element eines Eignungs- oder eines Zuschlagskriteriums (oder bei beiden) berÃ¼cksichtigt wird, ergibt sich nicht aus einer abstrakt vorgegebenen Zuordnung zur einen oder andern Kategorie, sondern aus den durch die Vergabeinstanz festgelegten Kriterien, die in der Ausschreibung bzw. den Ausschreibungsunterlagen bekannt gemacht werden. Diese Festlegung hat sachbezogen im Hinblick auf die Zweckbestimmung der Kriterien zu erfolgen. <br/> <br/> Entgegen den geÃ¤usserten BefÃ¼rchtungen gilt ferner nach wie vor, dass Eignungs- und Zuschlagskriterien angesichts ihrer unterschiedlichen Rechtsfolgen (vorn lit. b) klar auseinander zu halten sind; dieser Grundsatz ist nicht nur im selektiven Verfahren, bei welchem die Eignung der Anbieter aufgrund eines Teilnahmeantrags vorweg geprÃ¼ft wird (§ 10 SubmV), sondern auch in andern Verfahren, insbesondere im offenen (RB 2000 Nr. 70 E. 6c = BEZ 2000 Nr. 25 = BR 2001, S. 98), zu beachten. Es wÃ¤re daher nicht zulÃ¤ssig, eine anhand der Eignungskriterien festgestellte "Mehr-Eignung" ohne weiteres in die Bewertung des wirtschaftlich gÃ¼nstigsten Angebots einfliessen zu lassen; gestattet ist jedoch, die Zuschlagskriterien im Voraus so festzulegen, dass sie auch Merkmale umfassen, die bereits bei der Eignung geprÃ¼ft werden. <br/> <br/> e) Aufgrund der dargelegten GrundsÃ¤tze erweisen sich die vom Beschwerdegegner festgelegten Zuschlagskriterien B und C (SchlÃ¼sselpersonal und Referenzobjekte) ohne weiteres als zulÃ¤ssig. Beim Zuschlagskriterium D (VollstÃ¤ndigkeit und QualitÃ¤t des Angebots) trifft es zwar zu, dass die VollstÃ¤ndigkeit in erster Linie Voraussetzung fÃ¼r die Zulassung eines Angebots ist (§ 26 Abs. 1 lit. d). Untergeordnete MÃ¤ngel fÃ¼hren jedoch nicht zum Ausschluss (RB 1999 Nr. 61 = ZBl 101/2000, S. 265 E. 6 = BEZ 1999 Nr. 25), was vorliegend auch den BeschwerdefÃ¼hrerinnen zugute kam, die das Formular betreffend Referenzobjekte unbestrittenermassen nicht ausgefÃ¼llt haben. Aus der VollstÃ¤ndigkeit und insbesondere der QualitÃ¤t der Angebotsunterlagen kÃ¶nnen durchaus SchlÃ¼sse mit Bezug auf die Arbeitsweise eines Anbieters gezogen werden, und es erscheint daher nicht unstatthaft, diese Elemente mit einer eher niedrigen Gewichtung auch als Zuschlagskriterium zu verwenden. Im Ãbrigen haben vorliegend sowohl die BeschwerdefÃ¼hrerinnen wie die Mitbeteiligte bei diesem Kriterium die Maximalpunktzahl erhalten, so dass dieses fÃ¼r den Ausgang des Verfahrens nicht entscheidend ist. <br/> <br/> 3. Die BeschwerdefÃ¼hrerinnen sind des weiteren der Auffassung, dass der Beschwerdegegner verpflichtet gewesen wÃ¤re, in den Ausschreibungsunterlagen nicht nur die Zuschlagskriterien, sondern auch deren Gewichtung und die verwendeten Unterkriterien bekannt zu geben. Zur BegrÃ¼ndung verweisen sie auf einen Entscheid des Bundesgerichts vom 24. August 2001 (2P.299/2000, www.bger.ch), nach welchem die VergabebehÃ¶rde zur Bekanntgabe der Gewichtungen und der Unterkriterien verpflichtet ist, wenn sie diese im Voraus festgelegt hat und fÃ¼r die Bewertung der Offerten darauf abzustellen gedenkt. Der Beschwerdegegner bestreitet nicht, dass die Gewichtung der Zuschlagskriterien bereits zu Beginn des Vergabeverfahrens feststand. <br/> <br/> a) Zuschlagskriterien mÃ¼ssen, um die notwendige Transparenz eines Vergabeverfahrens (Art. 1 Abs. 2 lit. c IVÃ¶B) zu gewÃ¤hrleisten, in den Ausschreibungsunterlagen bekannt gegeben werden (§ 17 Abs. 1 lit. i SubmV), und es muss aus der Bekanntgabe ersichtlich sein, welches Gewicht die VergabebehÃ¶rde den einzelnen Kriterien beimisst. FÃ¼r das Vergabeverfahren des Bundes sieht Art. 21 Abs. 2 des Bundesgesetzes Ã¼ber das Ã¶ffentliche Beschaffungswesen vom 16. Dezember 1994 (BoeB) vor, dass die Zuschlagskriterien in der Reihenfolge ihrer Bedeutung aufgefÃ¼hrt werden. FÃ¼r das kantonale Verfahren enthalten die - allerdings nicht rechtsverbindlichen - Vergaberichtlinien zur IVÃ¶B vom 14. September/1. Dezember 1995 (VRÃ¶B) in § 14 Abs. 1 lit. i eine analoge Bestimmung. Im Entscheid BGE 125 II 86 E. 7c hat das Bundesgericht diese Regel als allgemein gÃ¼ltigen Rechtsgrundsatz bezeichnet, welcher bei kantonalen Vergaben auch ohne ausdrÃ¼ckliche Vorschrift zu beachten ist; danach hat die VergabebehÃ¶rde die Zuschlagskriterien im voraus in der Reihenfolge ihrer Bedeutung bekanntzugeben oder zumindest die relative Bedeutung, die sie den einzelnen Kriterien zuerkennen will, ersichtlich zu machen. Das Verwaltungsgericht hat diese Rechtsprechung Ã¼bernommen (RB 1999 Nr. 62 = ZBl 100/1999, S. 372 E. 3b = BEZ 1999 Nr. 13). <br/> <br/> b) Die Lehre geht mehrheitlich davon aus, dass die erforderliche Transparenz des Vergabeverfahrens nur gewÃ¤hrleistet werden kann, wenn bei der Bekanntgabe der Zuschlagskriterien nicht nur deren Reihenfolge, sondern auch die Gewichtung der einzelnen Kriterien genannt wird (Gauch/StÃ¶ckli, Ziff. 11.2; Hubert StÃ¶ckli, Urteilsanmerkungen, BR 1999, S. 143 zu Nrn. S28-S35, BR 2001, S. 64 Nr. S7; Hauser, S. 1410; Denis Esseiva, Urteilsanmerkung, BR 2001, S. 66 Nr. S11; eher kritisch gegenÃ¼ber dieser Forderung: Herbert Lang, Offertenbehandlung und Zuschlag im Ã¶ffentlichen Beschaffungswesen, ZBl 101/2000, S. 246). <br/> <br/> In den kantonalen Gesetzgebungen ist dieses Vorgehen bisher erst vereinzelt ausdrÃ¼cklich vorgesehen, so im Kanton Neuenburg (Art. 18 lit. c des Gesetzes Ã¼ber das Ã¶ffentliche Beschaffungswesen [loi cantonale sur les marchÃ©s publics] vom 23 MÃ¤rz 1999) und im Kanton Aargau (§ 18 Abs. 3 des Submissionsdekrets vom 26. November 1996 in der Fassung vom 18. Januar 2000; vgl. Elisabeth Lang, S. 471). Auch die revidierte Fassung der Interkantonalen Vereinbarung vom 15. MÃ¤rz 2001, welcher der Kanton ZÃ¼rich noch nicht beigetreten ist, enthÃ¤lt keine dahin gehende Vorschrift, und die ebenfalls revidierten Vergaberichtlinien vom 15. MÃ¤rz 2001 sehen nur die Bekanntgabe der "Rangordnung oder Gewichtung" der Zuschlagskriterien vor (§ 12 lit. m, § 14 lit. i). <br/> <br/> In der Rechtsprechung verlangen die Verwaltungsgerichte Baselland (BLVGE 2001, S. 155 E. 6a und 7), Bern (BVR 2002, S. 453 E. 7c), Freiburg (BR 1999, S. 142 Nr. S30), GraubÃ¼nden (BR 1999, S. 143 Nrn. S31 und S32) und Uri (BR 1999, S. 143 Nrn. S33 und S34) sowie die EidgenÃ¶ssische Rekurskommission fÃ¼r das Ã¶ffentliche Beschaffungswesen (VPB 66/2002 Nr. 86 E. 3a; 65/2001 Nr. 11 E. 2a) eine vorgÃ¤ngige Bekanntgabe der Gewichtung. Das Kantonsgericht Wallis, das zunÃ¤chst keine Angaben zur Gewichtung verlangt hatte (BR 2001, S. 66 Nr. S11), liess die Frage in einem neueren Entscheid offen (BR 2001, S. 163 Nr. S61). <br/> <br/> c) Nach den Richtlinien der EU ist der Auftraggeber derzeit nur verpflichtet, in der Bekanntmachung die Zuschlagskriterien, deren Verwendung er vorsieht, "mÃ¶glichst in der Reihenfolge der ihnen zuerkannten Bedeutung" anzugeben (Art. 30 Abs. 2 der Richtlinie 93/37/EWG des Rates vom 14. Juni 1993 zur Koordinierung der Verfahren zur Vergabe Ã¶ffentlicher BauauftrÃ¤ge; dieselbe Regel findet sich mit beinahe identischem Wortlauf in den Ã¼brigen Richtlinien; vgl. Hans-Joachim PrieÃ, Handbuch des europÃ¤ischen Vergaberechts, 2. A., KÃ¶ln/Berlin 2001, S. 167). Die Kommission hat jedoch am 10. Mai 2000 einen Vorschlag fÃ¼r eine neue Richtlinie vorgestellt (KOM [2000] 275), welche die alten Richtlinien (mit Ausnahme der Sektoren-Richtlinie) ersetzen soll und u.a. vorsieht, dass die Gewichtung der einzelnen Kriterien zu Beginn des Verfahrens bekannt gegeben werden muss (Art. 53 Abs. 2). Um dennoch einen gewissen Spielraum zu behalten, soll es den Auftraggebern gestattet sein, die Gewichtung mittels einer Marge anzugeben, innerhalb derer sich der Wert jedes Kriteriums befindet. Ferner anerkennt die Kommission, dass es insbesondere bei komplexen AuftrÃ¤gen nicht immer mÃ¶glich sein werde, die Gewichtung bereits zu Beginn des Verfahrens anzugeben; unter bestimmten Voraussetzungen darf die Bekanntgabe daher noch im Lauf des Verfahrens (aber vor der Abgabe der Angebote) erfolgen (vgl. zum Ganzen: Peter Rechsteiner, Hinweis in BR 2000, S. 135). Gleichlautende Bestimmungen enthÃ¤lt der Entwurf der neuen Sektoren-Richtlinie (KOM [2000] 276, Art. 54). <br/> <br/> Bei der Beratung des Entwurfs im EuropÃ¤ischen Parlament hat dieses in einer ersten Lesung vom 17. Januar 2002 die Verpflichtung, die Gewichte der Zuschlagskriterien zu nennen, abgelehnt und durch die Anordnung ersetzt, die Kriterien "in der Reihenfolge ihrer Bedeutung" anzugeben. Die Kommission hÃ¤lt jedoch in ihrem geÃ¤nderten Vorschlag vom 6. Mai 2002 (KOM [2002] 236) an der ursprÃ¼nglichen Fassung fest und weist darauf hin, dass diese Bestimmung ein grundlegendes Element der Neuregelung sei; die Bekanntgabe der Gewichtung solle Manipulationen zugunsten bestimmter Wirtschaftsteilnehmer, wie sie in der Praxis vorgekommen seien, verhindern (Stellungnahme zu AbÃ¤nderung Nr. 99). <br/> <br/> d) Die Forderung nach einer frÃ¼hzeitigen Bekanntgabe der Gewichtung aller Zuschlagskriterien wird vor allem damit begrÃ¼ndet, dass die blosse AufzÃ¤hlung der Kriterien in der Reihenfolge ihrer Bedeutung die Vergabestelle nicht daran hindere, durch eine nachtrÃ¤gliche Zuweisung der Gewichte einen von ihr gewÃ¼nschten Anbieter zu bevorzugen (vgl. die zitierten Entscheide des Verwaltungsgerichts Freiburg und des Kantonsgerichts Wallis; ferner Esseiva, a.a.O.). Dieser Einwand ist zweifellos berechtigt. So ergeben sich sehr unterschiedliche Bewertungen, wenn bei drei Kriterien, deren Reihenfolge bekannt ist, z.B. eine Gewichtung von 40 % / 35 % / 25 % oder eine solche von 85 % / 10 % / 5 % zur Anwendung gelangt. <br/> <br/> Auf der andern Seite wird aber darauf hingewiesen, dass die vorgÃ¤ngige Bekanntgabe einer starren Gewichtung zu Problemen fÃ¼hren kÃ¶nne, wenn wichtige Gesichtspunkte fÃ¼r den Zuschlag allenfalls erst durch die konkreten Angebote aufgezeigt werden (Herbert Lang, S. 246). In eine Ã¤hnliche Richtung weisen die Vorbehalte, welche die Kommission der EU im Rahmen des erwÃ¤hnten Entwurfs zur Neufassung der Vergaberichtlinien gemacht hat. In der vorliegenden Streitsache wird von Seiten des Beschwerdegegners Ã¼berdies geltend gemacht, dass eine frÃ¼hzeitige Bekanntgabe der Gewichtung es den Anbietern erleichtere, gegenseitige Absprachen zu treffen. Dadurch werde die Position der Vergabestelle geschwÃ¤cht, so dass im Ergebnis die ehrlichen Firmen und die Ã¶ffentliche Hand benachteiligt wÃ¼rden. Der Beschwerdegegner hat allerdings nicht nÃ¤her dargelegt, inwiefern die Gefahr von MissbrÃ¤uchen durch die Kenntnis der Gewichte erhÃ¶ht wÃ¼rde. <br/> <br/> e) Das Bundesgericht hat sich im erwÃ¤hnten Entscheid vom 24. August 2001 (2P.299/2000, www.bger.ch) mit den GrundsÃ¤tzen fÃ¼r die Bekanntgabe der Zuschlagskriterien auseinandergesetzt und ausgefÃ¼hrt (E. 2c):<br/> "Aus dem Transparenzgebot ergeben sich zumindest folgende zwei Regeln, die fÃ¼r den vorliegenden Fall massgeblich sind: Wenn die BehÃ¶rde fÃ¼r eine bestimmte auszuschreibende Arbeit schon konkret Unterkriterien aufgestellt und ein Schema mit festen prozentualen Gewichtungen festgelegt hat, was fÃ¼r standardisierte Dienstleistungen wie Vermessungsarbeiten leicht mÃ¶glich scheint, und wenn sie fÃ¼r die Bewertung der Offerten grundsÃ¤tzlich auch darauf abzustellen gedenkt, muss sie dies den Bewerbern zum Voraus bekannt geben. Es ist ihr sodann verwehrt, derart bekannt zu gebende Kriterien nach erfolgter Ausschreibung, insbesondere nach Eingang der Angebote, noch wesentlich abzuÃ¤ndern (BGE 125 II 86 E. 7c S. 102), so beispielsweise die festgelegten ProzentsÃ¤tze nachtrÃ¤glich zu verschieben." <br/> Diese Rechtsprechung wurde vom Verwaltungsgericht des Kantons Bern Ã¼bernommen (BVR 2002, S. 453 E. 7c) und von der Lehre zustimmend erwÃ¤hnt (vgl. Hubert StÃ¶ckli, Bundesgericht und Vergaberecht, Zur vergaberechtlichen Praxis des Bundesgerichts seit 1998, BR 2002, S. 3, 9). <br/> <br/> Es ist jedoch zu beachten, dass der vom Bundesgericht beurteilte Fall auf einer nicht alltÃ¤glichen Ausgangslage beruhte. Bei der strittigen Vergabe handelte es sich um einen Auftrag fÃ¼r standardisierte Leistungen, die nach einheitlichen GrundsÃ¤tzen abgewickelt werden, und die zustÃ¤ndige BehÃ¶rde hatte fÃ¼r Beschaffungen dieser Art eine interne Richtlinie erlassen, die eine vollstÃ¤ndige Zusammenstellung der Kriterien (einschliesslich deren prozentualer Gewichtung) enthielt. Unter diesen UmstÃ¤nden war es zweifellos gerechtfertigt, die allgemeine Regelung auch den Anbietern bekannt zu geben. Die GrÃ¼nde, die gegen eine frÃ¼hzeitige Festlegung der Gewichtungen ins Feld gefÃ¼hrt werden (vorn, lit. d), sind bei dieser Sachlage von untergeordneter Bedeutung. FÃ¼r Vergaben mit wechselndem Inhalt und individuellen Anforderungen gilt dasselbe aber nicht ohne weiteres. <br/> <br/> Als generelle Regel fÃ¼r Vergaben verschiedenster Art wÃ¤ren die vom Bundesgericht dargelegten GrundsÃ¤tze ferner auch deswegen problematisch, weil sie die Pflicht zur Bekanntgabe der Gewichtung davon abhÃ¤ngig machen, ob die vergebende BehÃ¶rde solche Gewichtungen im Voraus festgelegt hat. Da diese Voraussetzung praktisch nicht Ã¼berprÃ¼ft werden kann, wÃ¼rde die Umgehung der Offenlegungspflicht leicht ermÃ¶glicht. Ãberdies wÃ¼rde die Regel einen Anreiz dafÃ¼r schaffen, die Kriterien erst nach der Abgabe der Ausschreibungsunterlagen festzulegen, was dem Erfordernis, die massgeblichen Gesichtspunkte einer Vergabe mÃ¶glichst frÃ¼hzeitig zu prÃ¼fen und zu klÃ¤ren, zuwiderliefe. <br/> <br/> Eine generelle Verpflichtung der VergabebehÃ¶rden zur frÃ¼hzeitigen Bekanntgabe der Gewichtungen aller Zuschlagskriterien lÃ¤sst sich daher aus dem Entscheid des Bundesgerichts vom 24. August 2001 nicht ableiten. <br/> <br/> f) Zusammengefasst wÃ¤re aufgrund der vorstehenden AusfÃ¼hrungen eine Bekanntgabe der Gewichtungen zu Beginn des Vergabeverfahrens mit Blick auf die Transparenz desselben zwar wÃ¼nschbar, doch lassen sich die Vor- und Nachteile verschiedener LÃ¶sungen im heutigen Zeitpunkt nicht ausreichend Ã¼berblicken. In dieser Situation obliegt es nicht in erster Linie der Rechtsprechung, sondern der Gesetzgebung und dem Verordnungsgeber, die Voraussetzungen der Vergabe Ã¶ffentlicher AuftrÃ¤ge nÃ¤her zu umschreiben. In den anwendbaren Bestimmungen des Bundes- und interkantonalen Rechts sowie in der vom Kanton ZÃ¼rich noch nicht ratifizierten revidierten Fassung der Interkantonalen Vereinbarung ist aber eine Bekanntgabe der Gewichtung der Zuschlagskriterien, wie gezeigt, bisher nicht vorgesehen. Es erscheint daher heute nicht gerechtfertigt, auf dem Weg der Rechtsprechung generell strengere Anforderungen aufzustellen. Eine eingeschrÃ¤nkte Offenlegungspflicht in dem Sinn, dass Gewichtungen stets dann bekannt zu geben wÃ¤ren, wenn sie im Voraus festgelegt wurden, wÃ¤re aus den genannten Ãberlegungen ebenfalls nicht sachgerecht. <br/> <br/> Dieses Ergebnis schliesst nicht aus, dass zu einem spÃ¤teren Zeitpunkt aus allgemeinen GrundsÃ¤tzen des Vergaberechts wie der Forderung nach Transparenz des Vergabeverfahrens erhÃ¶hte Anforderungen an die Bekanntgabe der Zuschlagskriterien abgeleitet werden kÃ¶nnen. Eine derartige PraxisÃ¤nderung dÃ¼rfte jedoch, da damit die formellen Erfordernisse zur Einleitung eines Vergabeverfahrens erheblich geÃ¤ndert wÃ¼rden, kaum ohne vorherige AnkÃ¼ndigung auf bereits hÃ¤ngige Vergaben angewandt werden (vgl. Beatrice Weber-DÃ¼rler, Vertrauensschutz im Ã¶ffentlichen Recht, Basel und Frankfurt am Main 1983, S. 234 f., 238 f., 249 f.; ferner Ulrich HÃ¤felin/Georg MÃ¼ller, Allgemeines Verwaltungsrecht, 4. A., ZÃ¼rich 2002, N. 515, 639; Thomas Merkli/Arthur Aeschlimann/Ruth Herzog, Kommentar zum Gesetz Ã¼ber die Verwaltungsrechtspflege im Kanton Bern, Bern 1997, Art. 51 N 5; Fritz Gygi, Verwaltungsrecht, Bern 1986, S. 158 f.). <br/> <br/> g) Im Zusammenhang mit der Bekanntgabe der Gewichtung wÃ¤re im Ãbrigen gleichzeitig zu prÃ¼fen, wieweit auch die Bewertungsmethode fÃ¼r das Kriterium Preis vorweg bekannt zu geben ist. Diese Bewertungsmethode Ã¼bt, wie sich in verschiedenen FÃ¤llen gezeigt hat, einen erheblichen Einfluss auf die Benotung des Preises aus und kann u.U. dazu fÃ¼hren, dass der in den Ausschreibungsunterlagen bekannt gegebene Stellenwert dieses Kriteriums verfÃ¤lscht wird (VGr, 28. Oktober 2002, VB.2002.00033, E. 4c [noch nicht publ.]; 19. Juni 2002, VB.2001.00360, E. 5f, www.vgrzh.ch/rechtsprechung; RB 2001 Nr. 49 = BEZ 2002 Nr. 12 = BR 2002, S. 75 Nr. S11; VGr, 21. Juni 2001, VB.2000. 00379, E. 2e, www.vgrzh.ch/rechtsprechung; 6. Juni 2001, VB.2000.00391, E. 4 [nicht publ.]; ferner VGr AG, AGVE 1999, S. 324, 335 f. [dazu Kritik von Esseiva, BR 2002, S. 76, Urteilsanmerkung zu Nrn. S10-S13, Ziff. 3d]; VGr Freiburg, BR 2002, S. 75 Nr. S10; VGr Jura, BR 2001, S. 71 Nr. S27; VGr Waadt, BR 2002, S. 75 Nrn. S12 und S13; vgl. Jacques Pictet/Dominique Bollinger, Aide multicritÃ¨re Ã la dÃ©cision: Aspects mathÃ©matiques du droit suisse des marchÃ©s publics, BR 2000, S. 63 ff.; Denis Esseiva, Urteilsanmerkung, BR 2002, S. 76 zu Nrn. S10-S13; derselbe, Zuschlagskriterien und Preis, BR 2001, S. 153). Diese Problematik besteht bereits bei der blossen Bekanntgabe der Kriterien in der Reihenfolge ihrer Bedeutung entsprechend der bisherigen Praxis (vgl. hinten, E. 4b), und sie wÃ¼rde durch die Bekanntgabe der Gewichtung noch verschÃ¤rft, da eine Gewichtung des Preises ohne gleichzeitige Bekanntgabe der Bewertungsmethode kaum aussagekrÃ¤ftig ist. <br/> <br/> Schliesslich wÃ¤re in diesem Zusammenhang die Frage zu beantworten, ob auch die allenfalls zur Anwendung gelangenden Unterkriterien sowie deren Gewichtung vorgÃ¤ngig bekannt zu machen sind (vgl. den zitierten Entscheid des Bundesgerichts; ferner Peter Rechsteiner, Kurzbeitrag, BR 2002, S. 65). Aus heutiger Sicht ist dabei allerdings zu bedenken, dass die vergaberechtlichen Normen keine Unterscheidung von Haupt- und Unterkriterien vorsehen. Entscheidend muss sein, dass fÃ¼r die Anbietenden erkennbar wird, welche Aspekte eines Angebots fÃ¼r dessen Bewertung wesentlich sind. Ob dies mittels Festlegung einer ausreichenden Zahl von "Haupt"-Kriterien oder mit der Hilfe weniger Hauptkriterien und zusÃ¤tzlicher Unterkriterien geschieht, ist letztlich ohne Belang, und es muss auch erlaubt bleiben, die eigentlichen Kriterien durch (nicht abschliessende) Hinweise zu erlÃ¤utern, die keine Unterkriterien mit eigener Gewichtung darstellen. <br/> <br/> h) Vorliegend hat der Beschwerdegegner die Zuschlagskriterien in den Ausschreibungsunterlagen in der Rangfolge ihrer Bedeutung dargestellt und damit die Anforderungen, welche die Rechtsprechung des Verwaltungsgerichts an die Bekanntgabe der Kriterien stellt, erfÃ¼llt. Der Einwand der BeschwerdefÃ¼hrerinnen, dass die Rangfolge nicht bekannt gegeben worden sei, trifft nicht zu. Diese ergibt sich ohne weiteres aus der Reihenfolge, in welcher die Kriterien (mit einer "Nummerierung" von A bis D) genannt wurden; eine weitere Kennzeichnung war nicht nÃ¶tig. Wenn die Reihenfolge der AufzÃ¤hlung nicht der Rangfolge der Bedeutung entsprochen hÃ¤tte, hÃ¤tte die BehÃ¶rde ausdrÃ¼cklich auf diesen Umstand hinweisen mÃ¼ssen. <br/> <br/> 4. Die BeschwerdefÃ¼hrerinnen beanstanden sodann, dass der Beschwerdegegner eine unzulÃ¤ssige Bewertung ihres Angebots vorgenommen und sie damit benachteiligt habe. <br/> <br/> a) Der VergabebehÃ¶rde steht beim Urteil darÃ¼ber, welches Angebot anhand der Zuschlagskriterien das wirtschaftlich gÃ¼nstigste ist, ein erheblicher Ermessensspielraum zur VerfÃ¼gung (VGr, 7. Juli 1999, ZBl 2000, S. 271 = BEZ 1999 Nr. 26 E. 6a, mit Hinweisen). In dieses Ermessen greift das Verwaltungsgericht, dem keine ÃberprÃ¼fung der Angemessenheit des Entscheids zusteht (Art. 16 Abs. 2 IVÃ¶B; vgl. § 50 Abs. 3 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 [VRG]) nicht ein. Zu prÃ¼fen ist dagegen eine allfÃ¤llige Ãberschreitung oder ein Missbrauch des Ermessens (Art. 16 Abs. 1 lit. a IVÃ¶B; § 50 Abs. 2 lit. c VRG). <br/> <br/> b) Die BeschwerdefÃ¼hrerinnen beanstanden, dass das Gewicht des Kriteriums Preis nicht richtig bemessen worden sei. Nach der Darstellung des Beschwerdegegners in der Beschwerdeantwort solle der Preis 75 - 85 % der Bewertung ausmachen; aufgrund der angewandten Berechnungsmethode sei er aber hÃ¶chstens mit 30 von insgesamt 70 Punkten gewichtet worden. <br/> <br/> In den Ausschreibungsunterlagen wurde der Angebotspreis als erstes der vier Zuschlagskriterien genannt. Es muss ihm somit von allen Kriterien das hÃ¶chste Gewicht zukommen; die Abstufung zwischen den Gewichten ist damit jedoch nicht festgelegt. Bei der Auswertung der Angebote hat der Beschwerdegegner dem Angebotspreis maximal 100 Punkte und den Ã¼brigen Kriterien zusammen maximal 40 Punkte zugewiesen (SchlÃ¼sselpersonen 15 Punkte, Referenzen 15 Punkte, VollstÃ¤ndigkeit 10 Punkte). Dabei wurde die Bewertung des Preises so vorgenommen, dass fÃ¼r jedes Prozent der Preisdifferenz zum gÃ¼nstigsten Angebot ein Abzug von einem Punkt erfolgte; die Ã¼brigen Kriterien wurden anhand der entsprechenden QualitÃ¤ten mit einer Benotung zwischen Null und dem Maximum des Kriteriums versehen.<br/> <br/> Bei diesem Vorgehen betrÃ¤gt das relative Gewicht des Kriteriums Preis, wie die BeschwerdefÃ¼hrerinnen zu Recht beanstanden, im Vergleich zu den Ã¼brigen Kriterien nicht 100 Punkte. Wie der Beschwerdegegner selber feststellt, sind fÃ¼r eine Vergabe dieser Art Preisunterschiede von 10 - 30 % Ã¼blich; eine Benotung mit 0 Punkten ist realistischerweise nicht denkbar. Zieht man beim Preis - ebenso wie bei den andern Kriterien - nur die tatsÃ¤chlich in Frage kommende Bandbreite der Bewertungen in Betracht, so erhÃ¤lt dieses Kriterium aufgrund der Vorgehensweise des Beschwerdegegners eine Gewichtung von rund 30 Punkten. Das stimmt mit den Berechnungen, welche die BeschwerdefÃ¼hrerinnen in der Duplik angestellt haben, Ã¼berein.<br/> <br/> Mit einer tatsÃ¤chlichen Gewichtung von 30 % ist der Preis jedoch noch immer das am hÃ¶chsten gewichtete Zuschlagskriterium. Der Beschwerdegegner hat damit die von der Rechtsprechung geforderte Gewichtung der Kriterien entsprechend der Rangfolge, die in den Ausschreibungsunterlagen genannt wurde, eingehalten. Dass in der Beschwerdeanwort eine noch hÃ¶here Gewichtung genannt wurde, ist nicht entscheidend. Die BeschwerdefÃ¼hrerinnen haben diese Gewichtung vor dem Einreichen ihres Angebots nicht gekannt und kÃ¶nnen daher nicht geltend machen, dass sie die Offerte im Vertrauen darauf ausgearbeitet hÃ¤tten. Anderseits hat der Beschwerdegegner die Wirkungsweise seiner Bewertungsmethode zweifellos gekannt, und es ist daher nicht anzunehmen, dass er sich durch die zahlenmÃ¤ssig hohe Benotung des Kriteriums Preis in die Irre fÃ¼hren liess. <br/> <br/> c) Die BeschwerdefÃ¼hrerinnen beschweren sich sodann darÃ¼ber, dass die Bewertung der Referenzobjekte auf unzulÃ¤ssige Weise erfolgt sei. <br/> <br/> In den Ausschreibungsunterlagen waren "ausgefÃ¼hrte vergleichbare Referenzobjekte der Hauptunternehmung und Subunternehmer mit Referenzauskunft" als Zuschlagskriterium genannt. Der Beschwerdegegner nahm die Bewertung dieses Kriteriums anhand des folgenden BenotungsschlÃ¼ssels vor (vgl. act. 10/3, S. 10): <br/> <br/> - Vergleichbare BrÃ¼ckenobjekte letzte 5 Jahre max. 15 Punkte<br/> - Vergleichbare BrÃ¼ckenobjekte 5 - 10 Jahre max. 10 Punkte<br/> - Kleinere, vergleichbare BrÃ¼ckenobjekte letzte 5 Jahre max. 3 Punkte<br/> - GrÃ¶ssere BrÃ¼ckenobjekte letzte 10 Jahre max. 7 Punkte<br/> - Keine vergleichbaren BrÃ¼ckenobjekte 0 Punkte<br/> <br/> Diese Benotung, die auf die Vergleichbarkeit der Referenzobjekte, deren Umfang sowie darauf abstellt, wie lange die entsprechenden Arbeiten zurÃ¼ckliegen, erscheint als sachgerecht und entspricht dem Sinn des bekannt gegebenen Kriteriums. Dass kleinere anspruchsvolle BrÃ¼ckenbauten und andere anspruchsvolle Tiefbauobjekte nicht ebenfalls mit der maximalen Punktzahl bewertet wurden, wie die BeschwerdefÃ¼hrerinnen bemÃ¤ngeln, entspricht einer zulÃ¤ssigen Abgrenzung und lag im Ermessen der VergabebehÃ¶rde. Das Vorgehen des Beschwerdegegners ist auch insofern vertretbar, als er nicht jedes dieser Objekte zusÃ¤tzlich noch mit Bezug auf die Einhaltung der Termine, die AusfÃ¼hrungsqualitÃ¤t und den Preis Ã¼berprÃ¼fte, wie es die BeschwerdefÃ¼hrerinnen als notwendig erachten. Es ist ihm zuzubilligen, dass er den Aufwand fÃ¼r die ÃberprÃ¼fung der Angebote in Grenzen halten muss, und beim Entscheid darÃ¼ber, wie weit er mit seinen AbklÃ¤rungen gehen will, steht ihm ein erhebliches Ermessen zu, das hier nicht Ã¼berschritten wurde. <br/> <br/> Wenn die BeschwerdefÃ¼hrerinnen sodann geltend machen, dass sie ohne weiteres noch zusÃ¤tzliche BrÃ¼ckenbauten der vergleichbaren GrÃ¶sse hÃ¤tten nennen kÃ¶nnen, sofern sie Ã¼ber diese Beurteilungsmethode Bescheid gewusst hÃ¤tten, so ist dazu zu sagen, dass sie aufgrund der Ausschreibungsunterlagen, in welchen "vergleichbare Referenzobjekte" genannt worden waren, mit einer Bewertung dieser Art rechnen mussten. Im Ãbrigen weist der Beschwerdegegner zu Recht darauf hin, dass die BeschwerdefÃ¼hrerinnen in ihrer Offerte eine grosse Zahl von Bauten aufgelistet hatten, die nur zum Teil als Referenzobjekte betrachtet werden konnten und unter denen er selber die geeignetsten heraussuchen musste. <br/> <br/> FÃ¼r die aus drei Unternehmungen bestehende Anbietergemeinschaft der BeschwerdefÃ¼hrerinnen nahm der Beschwerdegegner die Benotung bei jedem Partner separat vor und bildete anschliessend den Durchschnitt. Die BeschwerdefÃ¼hrerinnen beanstanden, dass eine Arbeitsgemeinschaft bei diesem Vorgehen ein Mehrfaches an vergleichbaren Referenzobjekten vorweisen mÃ¼sse, um ebenso viele Punkte zu erhalten wie ein Einzelanbieter. Auch dieser Einwand ist nicht begrÃ¼ndet. Eine aus drei Anbietern bestehende Gemeinschaft hat auch entsprechend mehr MÃ¶glichkeiten, Referenzobjekte aufzufÃ¼hren, und wo zwei Beteiligte am selben Objekt mitgewirkt hatten, wurde dieses, wie der Beschwerdegegner zutreffend darlegt, fÃ¼r beide als Referenz anerkannt. Dass in einer Anbietergemeinschaft alle Beteiligten Ã¼ber die erforderlichen Qualifikationen verfÃ¼gen mÃ¼ssen, soweit dies ihrer Funktion innerhalb der Gemeinschaft entspricht, versteht sich von selbst. Eine Benachteiligung kann darin nicht erblickt werden. <br/> <br/> Aus dem Umstand, dass das in den Angebotsunterlagen enthaltene Formular nur Platz fÃ¼r drei Referenzobjekte aufwies, kÃ¶nnen die BeschwerdefÃ¼hrerinnen entgegen ihrer Auffassung nichts Anderes ableiten. Das Formular bezog sich offenbar auf den Normalfall einer allein anbietenden Unternehmung; soweit diesbezÃ¼glich Zweifel bestanden, hÃ¤tten sich die BeschwerdefÃ¼hrerinnen erkundigen kÃ¶nnen. Ihrer Berufung auf das Vertrauen in diese Unterlage wÃ¤re Ã¼berdies entgegen zu halten, dass sie auch die drei Positionen des vorgelegten Formulars unbestrittenermassen nicht ausgefÃ¼llt haben; dass sie eine noch grÃ¶ssere Anzahl von Referenzobjekten fÃ¼r die ganze Arbeitsgemeinschaft zuverlÃ¤ssiger angegeben hÃ¤tten, ist nicht anzunehmen. <br/> <br/> d) Schliesslich wird von den BeschwerdefÃ¼hrerinnen die Bewertung des SchlÃ¼sselpersonals beanstandet. <br/> <br/> Das Kriterium SchlÃ¼sselpersonal wurde bei der Bekanntgabe der Zuschlagskriterien wie folgt umschrieben: "Massgebendes SchlÃ¼sselpersonal, Hauptunternehmer und Subunternehmer mit Referenzauskunft". Bei der Bewertung nahm der Beschwerdegegner je separate Benotungen fÃ¼r den Technischen Leiter (max. 3 Punkte), den BaufÃ¼hrer (max. 6 Punkte) und den Polier (max. 6 Punkte) vor. Innerhalb des Maximums wurde jede dieser Personen anhand ihrer Mitwirkung an vergleichbaren BrÃ¼ckenobjekten - analog zur Benotung der Referenzobjekte (vorn, lit. c) - benotet, und es wurde die unterschiedliche Erfahrung mit einem Faktor 1 (grosse Erfahrung) bzw. 0,5 (geringere Erfahrung) bewertet. Die Mitbeteiligte erreichte bei allen drei SchlÃ¼sselpersonen das Punktemaximum. Den BeschwerdefÃ¼hrerinnen wurde nur fÃ¼r den Polier das Maximum von 6 Punkten angerechnet; der Technische Leiter wurde aufgrund seiner Mitwirkung an vergleichbaren BrÃ¼ckenobjekten mit 2.1 von 3 mÃ¶glichen Punkten, der BaufÃ¼hrer, dem auch eine geringere Erfahrung angerechnet wurde, nur mit 0,6 von mÃ¶glichen sechs Punkten benotet. <br/> <br/> Die BeschwerdefÃ¼hrerinnen beanstanden zunÃ¤chst die Aufteilung der Gesamtpunktzahl auf die drei SchlÃ¼sselpersonen. Die geringere Gewichtung des Technischen Leiters beruhe offenbar auf der Annahme, dass dieser nur administrativ wirke und keine BaufÃ¼hrungsaufgaben wahrnehme. Die Arbeitsgemeinschaft der BeschwerdefÃ¼hrerinnen sei jedoch anders organisiert. Herr Grolimund wirke wie bereits bei andern gemeinsamen Projekten als technischer Leiter und Baustellenchef. Als solcher sei er zu 60 - 70 % fÃ¼r die Baustelle verfÃ¼gbar und Ã¼bernehme auch wesentliche BaufÃ¼hrungsaufgaben. Bei der Bewertung der BaufÃ¼hrung hÃ¤tte daher nicht nur der BaufÃ¼hrer, sondern auch der Technische Leiter mitbewertet werden mÃ¼ssen. Im Ãbrigen besitze der BaufÃ¼hrer trotz seines jugendlichen Alters bereits eine bemerkenswerte Erfahrung. Die Bewertungsmethode des Beschwerdegegners fÃ¼hre dazu, dass es einem Anbieter nie mÃ¶glich wÃ¤re, einen jungen, gut ausgebildeten BaufÃ¼hrer an seine Aufgabe als Baustellenchef heranzufÃ¼hren. <br/> <br/> Der Beschwerdegegner weist demgegenÃ¼ber darauf hin, dass die BeschwerdefÃ¼hrerinnen das Formular fÃ¼r die Bewertung des SchlÃ¼sselpersonals nicht ausgefÃ¼llt hÃ¤tten; er habe daher die Bewertung anhand des Organigramms im Technischen Bericht vornehmen mÃ¼ssen. Dabei sei er von der normalen Aufgabenteilung auf einer Baustelle ausgegangen, bei welcher fÃ¼r das Gelingen des Bauvorhabens vor allem der BaufÃ¼hrer und der Polier massgeblich seien. Seine Bewertung habe auch nicht zur Folge, dass eine junger BaufÃ¼hrer nie eine Chance bekÃ¤me; doch sei das vorliegend strittige Objekt, das in jeder Hinsicht anspruchsvoll sei und den Einsatz von erfahrenen Leuten erfordere, nicht der richtige Ort, um einen jungen BaufÃ¼hrer die nÃ¶tige Erfahrung sammeln zu lassen. Er verweist in diesem Zusammenhang auf ein benachbartes Objekt der Ãberdeckung Entlisberg, bei welchem eine der BeschwerdefÃ¼hrerinnen mit einem jungen BaufÃ¼hrer zum Zug gekommen sei. <br/> <br/> Diese Ãberlegungen leuchten ohne weiteres ein. Aus den Ausschreibungsunterlagen ging hervor, dass es sich beim fraglichen Auftrag um eine anspruchsvolle Arbeit handelt, was auch von den BeschwerdefÃ¼hrerinnen nicht bestritten wird. Dass der Beschwerdegegner sich an der auf einer Baustelle Ã¼blichen Arbeitsteilung orientierte, war ebenfalls sachgerecht, da im Angebot der BeschwerdefÃ¼hrerinnen nicht auf eine abweichende Organisation hingewiesen wurde. <br/> <br/> Der Auffassung der BeschwerdefÃ¼hrerinnen, dass der Beschwerdegegner die Qualifikation der SchlÃ¼sselpersonen auch anhand ihrer Ausbildung, der Baustellenorganisation und des Zusammenwirkens des FÃ¼hrungsteams hÃ¤tte beurteilen mÃ¼ssen, erscheint nicht als zwingend. Die BeschrÃ¤nkung des PrÃ¼fungsaufwandes lag auch bei diesen Punkten im Ermessen des Beschwerdegegners, und die von den BeschwerdefÃ¼hrerinnen genannten Elemente hÃ¤tten zum Teil nur mit erheblichen ZusatzabklÃ¤rungen beurteilt werden kÃ¶nnen. <br/> <br/> Die von den BeschwerdefÃ¼hrerinnen nachtrÃ¤glich eingereichten Unterlagen, mit denen sie nachzuweisen suchten, dass sie Ã¼ber weitere qualifizierte BaufÃ¼hrer verfÃ¼gen (act. 20), durften zu jenem Zeitpunkt nicht mehr berÃ¼cksichtigt werden und hatten auf die Bewertung keinen Einfluss. Im Ãbrigen war den BeschwerdefÃ¼hrerinnen bekannt, dass die QualitÃ¤t des SchlÃ¼sselpersonals das zweitwichtigste Zuschlagskriterium darstellte; sie hÃ¤tten daher die MÃ¶glichkeit gehabt, diesem Gesichtspunkt von Beginn weg erhÃ¶hte Aufmerksamkeit zu schenken. <br/> <br/> Schliesslich ist darauf hinzuweisen, dass die BeschwerdefÃ¼hrerinnen in der Gesamtbewertung selbst dann noch hinter der Mitbeteiligten zurÃ¼cklÃ¤gen, wenn sie beim Kriterium SchlÃ¼sselpersonal das Maximum von 15 mÃ¶glichen Punkten erhielten. Nur eine wesentlich bessere Bewertung sowohl bei diesem Kriterium wie auch bei jenem der Referenzobjekte kÃ¶nnte ihr Angebot gesamthaft als das Beste erscheinen lassen. FÃ¼r eine solche Korrektur besteht jedoch nach dem Gesagten kein Anlass. <br/> <br/> 5. Die Beschwerde erweist sich damit als unbegrÃ¼ndet und ist abzuweisen. ... <br/> <br/> DemgemÃ¤ss entscheidet das Verwaltungsgericht:<br/> <br/> <br/> Die Beschwerde wird abgewiesen. </span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>