A bteilung IV D -1103/2007 {T 0/2} U rteil vom 17. Juli 2007 M itw irkung: R ichter Bendicht Tellenbach (Vorsitz), Vito Valenti, Thom as W espi, G erichtsschreiber M artin Scheyli In der R evisionssache R ._______ S._______, Sri Lanka, vertreten durch Fürsprecher G abriel Püntener, Effingerstrasse 4a, Postfach 7625, 3001 Bern, G esuchsteller betreffend U rteil des B undesverw altungsgerichts vom 16. Januar 2007 i.S. N ichteintreten auf A sylgesuch und W egw eisung / N _______ B u n d e s v e rw a ltu n g s g e ric h t T rib u n a l a d m in is tra tif fé d é ra l T rib u n a le a m m in is tra tiv o fe d e ra le T rib u n a l a d m in is tra tiv fe d e ra l2 D as B undesverw altungsgericht stellt fest: dass der G esuchsteller am 21. N ovem ber 2006 in der Schw eiz zum dritten M al ein Asyl- gesuch einreichte, dass das Bundesam t für M igration (BFM ) m it Verfügung vom 29. D ezem ber 2006 ge- stützt auf Art. 32 Abs. 2 Bst. e des Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 (AsylG , SR 142.31) auf das Asylgesuch nicht eintrat und die W egw eisung des G esuchstellers aus der Schw eiz sow ie den Vollzug anordnete, dass der G esuchsteller gegen diese Verfügung m it Eingabe seines R echtsvertreters vom 11. Januar 2007 beim Bundesverw altungsgericht Beschw erde erhob, dass diese durch das G ericht m it U rteil vom 16. Januar 2007 abgew iesen w urde, dass der G esuchsteller m it Eingabe seines R echtsvertreters vom 18. Januar 2007 um Einsicht in die beim Bundesverw altungsgericht bezüglich seines Beschw erdeverfahrens angelegten Akten ersuchte, dass der G esuchsteller m it Eingabe seines R echtsvertreters an das Bundesverw altungs- gericht vom 12. Februar 2007 die R evision des U rteils vom 16. Januar 2007 verlangte, dass der G esuchsteller dabei in prozessualer H insicht beantragte, der Vollzug der W eg- w eisung sei einstw eilen auszusetzen, dass m it dem R evisionsgesuch als Bew eism ittel hauptsächlich eine Telefaxkopie eines vom 26. Januar 2007 datierenden Schreibens von K._______, Bezirksbeam ter von K._______, Sri Lanka, m itsam t deutscher Ü bersetzung, sow ie eine Kopie einer Situationsanalyse der Schw eizerischen Flüchtlingshilfe zu Sri Lanka vom 1. Februar 2007 eingereicht w urden, dass der zuständige Instruktionsrichter des Bundesverw altungsgerichts m it Zw ischen- verfügung vom 15. Februar 2007 aufgrund einer sum m arischen Prüfung der Akten zum Schluss gelangte, das R evisionsgesuch erw eise sich als von vornherein aussichtslos, dass daher m it genannter Zw ischenverfügung die beantragte einstw eilige Aussetzung des Vollzugs der W egw eisung abgelehnt w urde, dass der G esuchsteller zudem unter Androhung des N ichteintretens auf sein R evisions- gesuch aufgefordert w urde, bis zum 2. M ärz 2007 einen Kostenvorschuss von Fr. 1'200.-- zu leisten, dass ferner das m it Eingabe vom 18. Januar 2007 eingereichte G esuch um Einsicht in die Verfahrensakten gutgeheissen w urde, w obei dem G esuchsteller Kopien der betref- fenden Aktenstücke überm ittelt w urden, dass der verlangte Kostenvorschuss fristgerecht geleistet w urde, dass der G esuchsteller m it Eingabe seines R echtsvertreters vom 2. M ärz 2007 einen Antrag auf W iedererw ägung der Zw ischenverfügung vom 15. Februar 2007 in Bezug auf die Aussetzung des Vollzugs der W egw eisung einreichte, dass der G esuchsteller m it der Eingabe das O riginal des bereits m it dem R evisionsge- such als Telefaxkopie überm ittelten Bew eism ittels einreichte,3 dass der zuständige Instruktionsrichter des Bundesverw altungsgerichts das W iederer- w ägungsgesuch m it Zw ischenverfügung vom 9. M ärz 2007 im W esentlichen m it der Be- gründung abw ies, die vom G esuchsteller durch seinen R echtsvertreter vorgebrachten Argum ente w ürden sich in einer W iederholung der bereits m it dem R evisionsgesuch vom 12. Februar 2007 geltend gem achten Aspekte erschöpfen, w eshalb die Einschätzung der Prozesschancen unverändert bleibe, und zieht in Erw ägung: dass das Bundesverw altungsgericht gem äss Art. 105 Abs. 1 AsylG abschliessend über Beschw erden gegen Verfügungen des Bundesam tes entscheidet, dass das Bundesverw altungsgericht ausserdem für die R evision von Entscheiden zu- ständig ist, die es in seiner Funktion als Beschw erdeinstanz gefällt hat, dass dabei Art. 45 des Verw altungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (VG G , SR 173.32) festlegt, dass für die R evision von Entscheiden des Bundesverw altungsge- richts die entsprechenden Art. 121-128 des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (BG G , SR 173.110) sinngem äss gelten, dass gem äss Art. 47 VG G auf Inhalt, Form und Ergänzung des R evisionsgesuches Art. 67 Abs. 3 des Verw altungsverfahrensgesetzes vom 20. D ezem ber 1968 (Vw VG , SR 172.021) Anw endung findet, dass über R evisionsgesuche, die nicht in die Zuständigkeit des Einzelrichters gem äss Art. 23 Abs. 1 VG G fallen, in der R egel in der Besetzung m it drei R ichtern oder R ichte- rinnen entschieden w ird (Art. 21 VG G ), dass der G esuchsteller durch das angefochtene U rteil berührt ist und ein schutzw ür- diges Interesse an dessen Aufhebung beziehungsw eise Änderung hat, w om it die Legiti- m ation gegeben ist, dass m it dem ausserordentlichen R echtsm ittel der R evision die U nabänderlichkeit und M assgeblichkeit eines rechtskräftigen Beschw erdeentscheides angefochten w ird, dam it in der Sache neu entschieden w erden kann (vgl. PIER R E TSC H AN N EN /U LR IC H ZIM M ER LI, Allge- m eines Verw altungsrecht, 2. Aufl., Bern 2005, S. 269), dass die R evision eines Entscheids des Bundesverw altungsgerichts aus den in Art. 121- 123 BG G genannten G ründen verlangt w erden kann, dass die R evision in der R egel nicht aus einem G rund verlangt w erden kann, der schon im ordentlichen Beschw erdeverfahren hätte geltend gem acht w erden können (so Art. 46 VG G sinngem äss), dass vorliegend die R evisionsgründe der Verletzung der Vorschriften über den Ausstand (Art. 121 Bst. a BG G ), der versehentlichen N ichtberücksichtigung in den Akten liegender erheblicher Tatsachen (Art. 121 Bst. d BG G ) sow ie nachträglich erfahrener erheblicher Tatsachen oder nachträglich aufgefundener entscheidender Bew eism ittel (Art. 123 Abs. 2 Bst. a BG G ) geltend gem acht w erden,4 dass auf das im Ü brigen frist- und form gerecht eingereichte R evisionsgesuch einzutre- ten ist, dass die Aussichtslosigkeit des R evisionsgesuchs m it Zw ischenverfügungen vom 15. Februar 2007 und vom 9. M ärz 2007 zum einen dam it begründet w urde, keines der m it dem R evisionsgesuch eingereichten D okum ente sei geeignet, als entscheidendes Bew eism ittel gem äss Art. 123 Abs. 2 Bst. a BG G (i.V.m . Art. 45 VG G ) eine G rundlage für eine revisionsw eise Ü berprüfung des U rteils vom 16. Januar 2007 zu bilden, bzw . die dam it belegten Tatsachen seien nicht im Sinne der genannten Bestim m ung entscheidre- levant, dass die Aussichtslosigkeit des R evisionsgesuchs w eiter dam it begründet w urde, es be- stehe keinerlei G rund zur Annahm e, das Bundesverw altungsgericht habe im U rteil vom 16. Januar 2007 ein bestim m tes, m it der Beschw erde vom 11. Januar 2007 eingereichtes Bew eism ittel versehentlich nicht inhaltlich gew ürdigt und som it – w ie vom G esuchsteller behauptet – die darin enthaltenen Tatsachen im Sinne von Art. 121 Bst. d BG G unberücksichtigt gelassen, dass zur Begründung der Aussichtslosigkeit des R evisionsgesuchs ausserdem ausge- führt w urde, der G esuchsteller habe keine nachvollziehbare Begründung dafür vorge- bracht, w eshalb der m it dem Beschw erdeverfahren vor dem Bundesverw altungsgericht betraute Instruktionsrichter sow ie die betreffende G erichtsschreiberin – w ie behauptet – im Sinne von Art. 34 Abs. 1 Bst. e BG G befangen gew esen seien, w om it auch der R evi- sionsgrund der Verletzung der Vorschriften über den Ausstand gem äss Art. 121 Bst. a BG G nicht gegeben sei, dass im Ü brigen zur Verm eidung von W iederholungen bezüglich der Begründung der Aussichtslosigkeit des R evisionsgesuchs auf die erw ähnten Zw ischenverfügungen vom 15. Februar 2007 und vom 9. M ärz 2007 zu verw eisen ist, dass sich auch in der Zw ischenzeit nichts ergeben hat, w as die im R ahm en der ge- nannten Zw ischenverfügungen getroffenen Einschätzungen verändern könnte, dass sich som it erw eist, dass die vom G esuchsteller angerufenen R evisionsgründe nicht gegeben sind, dass das R evisionsgesuch folglich abzuw eisen ist, dass als Folge der Abw eisung des R evisionsgesuchs die Verfahrenskosten dem G e- suchsteller aufzuerlegen sind (Art. 63 Abs. 1 i.V.m . Art. 68 Abs. 2 Vw VG ), dass die Kosten des Verfahrens auf insgesam t Fr. 1'200.-- festzusetzen sind (vgl. Art. 2 und 3 des R eglem ents vom 11. D ezem ber 2006 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverw altungsgericht [VG KE, SR 173.320.2]) i.V.m . Art. 16 Abs. 1 Bst. a VG G ), dass die Verfahrenskosten m it dem in gleicher H öhe geleisteten Kostenvorschuss zu verrechnen sind, w om it sie bereits gedeckt sind. (D ispositiv nächste Seite)5 D em nach erkennt das B undesverw altungsgericht: 1. D as R evisionsgesuch w ird abgew iesen. 2. D ie Kosten des Verfahrens in der H öhe von Fr. 1'200.-- w erden dem G esuchsteller auferlegt und m it dem in gleicher H öhe geleisteten Kostenvorschuss verrechnet. 3. D ieses U rteil geht an: - den R echtsvertreter des G esuchstellers, 2 Ex. (eingeschrieben; Beilagen: Ein- zahlungsschein, O riginal-Bew eism ittel [Schreiben von K._______, Bezirksbeam ter von K._______, Sri Lanka, m it Zustellcouvert]) - das BFM , Abteilung Aufenthalt und R ückkehrförderung, m it den Akten (R ef.-N r. N _______) - M ._______ des Kantons X._______, zur Kenntnisnahm e D er vorsitzende R ichter: D er G erichtsschreiber: Bendicht Tellenbach M artin Scheyli Versand am :