B u n d e s v e rw a l t u n g s g e r i ch t T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i f f éd é r a l T r i b u n a l e am m i n i s t r a t i vo f e d e r a l e T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i v fe d e r a l Abteilung II B-3902/2013 U r t e i l v o m 12 . A u g u s t 2 0 1 4 Besetzung Richter Frank Seethaler (Vorsitz), Richter Francesco Brentani, Richterin Eva Schneeberger, Gerichtsschreiberin Fanny Huber. Parteien A._______, c/o W._______ AG, Beschwerdeführer, gegen Eidgenössische Finanzmarktaufsicht FINMA, Einsteinstrasse 2, 3003 Bern, Vorinstanz. Gegenstand Unerlaubte Entgegennahme von Publikumseinlagen, Werbeverbot und Kosten, B-3902/2013 Seite 2 Sachverhalt: A. Die eidgenössische Finanzmarktaufsicht FINMA (Vorinstanz) wurde im Jahr 2011 durch Hinweise von Privatpersonen darauf aufmerksam g e- macht, dass die S._______ AG sowie die T._______ AG, beide mit Sitz in M._______, gewerbsmässig Publikumseinlagen entgegennahmen. Mit superprovisorischer Verfügung vom 8. November 2012 untersagte die Vorinstanz der S._______ AG sowie der T._______ AG jegliche Entg e- gennahme von Publikumseinlagen und jegliche Werbung für deren En t- gegennahme. Gleichzeit ig ernannte sie die Rechtsanwälte B._______ und C._______ , K._______ , als Untersuchungsbeauftragte, um die Geschäftstätigkeit und die finanzielle Lage der S._______ AG so- wie der T._______ AG abzuklären. Sie erhielten Organstellung und wu r- den ermächtigt, a llein für die S._______ AG sowie die T._______ AG zu handeln. Den bisherigen Organen der beiden Gesellschaften wurde u n- tersagt, ohne Zustimmung der Untersuchungsbeauftragten weitere Rechtshandlungen vorzunehmen. Sämtliche Kontoverbindungen und D e- pots, die auf S._______ AG oder T._______ AG lauteten oder an welchen sie wirtschaftlich berechtigt waren, wurden gesperrt. Die Kosten der U n- tersuchungsbeauftragten wurden den beiden Gesellschaften solidarisch auferlegt. A.a Am 14. November 2012 setzte die Staatsanwaltschaft III des Kantons Zürich (nachfolgend: Sta atsanwaltschaft) E ._______ im Rahmen eines Strafverfahrens wegen Verdachts auf Betrug und Veruntreuung in Unte r- suchungshaft. E.________ war das einzige Organ der S._______ AG und der T._______ AG und seine Privatwohnung einziger Geschäftsraum der beiden Gesellschaften (Untersuchungsbericht, S. 2 f., Akten 8 p. 002). A.b Die Untersuchungsbeauftragten reichten am 14. Februar 2013 einen umfassenden Bericht ein, in welchem sie den Verdacht auf unerlaubte Entgegennahme v on Publikumseinlagen bestätigten. Aus dem Bericht geht u.a. hervor, dass die S._______ AG im Zeitraum vom 1. März 2010 bis zum 27. April 2012 mit 15 Personen sogenannte "Treuhandverträge" abgeschlossen und gesamthaft Einlagen im Umfang von EUR 468'603.72 (inklusive Agio) entgegengenommen hat (Untersuchungsbericht S. 5 ff . inkl. Beilagen 5, 7, 8, 12, 18, 24, 28, 29, 35, 37, 38, 46, 47, 51, 56, 60, 63, Akten 8 p. 006 ff.). In den Treuhandverträgen sei vereinbart worden, dass die Anleger der S._______ AG als Treuhänderin eine bestimmte Anlage- summe auf ein Treuhandkonto einzuzahlen hätten . Die S._______ AG B-3902/2013 Seite 3 sollte ihrerseits je nach Vereinbarung die einbezahlten Beträge als D e- potstelle während 5 oder 10 Jahren verwalten und damit "im Auftrag des Treugebers an eine Gesellschaft Darlehen gegen Übergabe von Schuld- briefen oder gegen entsprechende notariel le Einlieferungsverpflichtu n- gen" gewähren. Weiter sei vereinbart worden, dass das Darlehen mit Zins von 5 % oder mehr den Anlegern zurückbezahlt würde. Die Vertragsbe- stimmungen seien, wie der gesamte Vertrag, nur schwer verständlich (Untersuchungsbericht, S. 5 ff. , Akten 8 p. 006 ff .). Abgesehen von einer Ausnahme seien die Kapitalanlagen bisher nicht zurückbezahlt worden. Offen – jedoch zur Rückzah lung noch nicht fällig – seien EUR 454'980.71. Die nicht bezahlten Zinsen seien darin nicht berücksich- tigt (Untersuchungsbericht, S. 15, Akten 8 p. 016). Die S._______ AG sowie die T._______ AG seien Bestandteil eines u m- fangreichen und komplexen Geflechts von Gesel lschaften, welche teils durch Vertrag und teils durch Beteiligungen untereinander verbunden sei- en. Die Gegenstand der Untersuchung bildenden Gesellschaften stünden insbesondere in einem engen Zusammenhang mit der U._______ GmbH, V._______ GmbH, W._______ AG sowie der X._______ GmbH (Untersu- chungsbericht, S. 22, Akten 8 p. 023). Die Aktionäre, Geschäftsführer und Verwaltungsräte dieser Gesellschaften seien die folgenden Per sonen: E._______, F._______, G._______ und A._______ (nachfolgend: der Be- schwerdeführer). Letzterer sei für den Vertrieb und die Werbung in Deutschland zuständig, habe mit Prospekten für das Anlageprojekt g e- worben und der S._______ AG die Kunden vermittelt (Untersuchungsb e- richt, S. 23, 25, Akten 8 p. 024, 026). Der Beschwerdeführer sei auch der einzige Verwaltungsrat der am ….. Juni 2011 gegründeten W._______ AG (Untersuchungsbericht, S. 2 5, Akten 8 p. 026 ). Zudem bestehe in Deutschland ein Untervertrieb mit ca. acht Untervermittlern (Untersu- chungsbericht, S. 26, Akten 8 p. 027). A.c Mit Schreiben vom 18. und 19. März 2013 wurde der Untersuchung s- bericht zur Stellungnahme in eigenem N amen und im Namen der en t- sprechenden Gesellschaften u.a. E._______ (S._______ AG und T._______ AG), F._______ (Y ._______ und X._______ GmbH), G._______ (V.________ GmbH) sowie dem Beschwerdeführer (W._______ AG) zugestellt (Akten 2 p. 082-088 und 090 bis 095). A.d Am 4. April 2013 nahm E ._______ Stellung zum Untersuchungsb e- richt, wobei er die Unterstellungspflicht der Tätigkeit der S._______ AG und T._______ AG nicht bestritt und zugab, Fehler begangen zu haben (Akten 2 p. 116). Der Beschwerdeführer – seinerseits – erklärte in seiner B-3902/2013 Seite 4 undatierten, am 5. April 2013 bei der Vorinstanz eingegangenen Stellung- nahme, ausschliesslich im Vertrieb in Deutschland tätig gewesen zu sein. Die Prospekte seien ihm u.a. von G._______ zur Verfügung gestellt wor- den. E._______ und G._______ hätten ihm dabei "versichert und mit e i- ner Urkunde bestätigt, dass das Pro dukt von der U._______ GmbH zerti- fiziert und genehmigt sei" (Akten 2 p. 111). Er bestritt zudem, dass er oder seine Mutter H.________ ein Darlehen von E._______ erhalten habe, wie jener geltend mache . G._______, vertreten durch Rechtsan walt I._______, erklärte in seiner Stellungnahme vom 13. Mai 2013, er habe mit den Geschäf ten der S._______ AG und der T.______ AG nichts zu tun. A.e Mit Verfügung vom 14. Juni 2013 stellte die Vorinstanz fest, dass die S._______ AG, die T._______ AG, die Y ._______, die X._______ GmbH, die W._______ AG sowie die V._______ GmbH (nachfolgend auch: S._______-Gruppe) ohne Bewilligung gewerbsmässig Publikumseinlagen entgegengenommen und damit gegen das Bankengesetz verstossen ha- ben (Ziff. A. 1 Dispositiv). Weiter stellte sie fest, dass E._______ , G._______, F._______ und der Beschwerdeführer aufgrund i hres mass- geblichen Beitrags zur Tätigkeit der Gesellschaften nach Ziff. A. 1 des Dispositivs aufsichtsrechtliche Bestimmungen des Bankengesetzes schwer verletzt hätten (Ziff. A. 2 Dispositiv). Die Vorinstanz setzte zudem den Zeitpunkt der Konkurseröffnung über die S._______ AG und die T.______ AG für am ….. Juni 2013 um 08.00 Uhr fest und verhängte ein Werbeverbot ge gen E._______, G._______ , F._______ sowie den B e- schwerdeführer. Sie sah jedoch von einer Verö ffentlichung des Werb e- verbots gegen letzteren auf ihrer Internetseite ab. Schliesslich auferlegte die Vorinstanz die Untersuchungs- und Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 30'298.80 und Fr. 25'000.– (insgesamt Fr. 55'298.80) solidarisch den Adressaten der Verfügung. Zur Begründung führte sie aus, die S._______ AG nehme Darlehen zu- züglich eines Agio von Privatpersonen entgegen und trete gegenüber den Kunden als Treuhänderin und Depotstelle bei "Anlagen in das Kon zept der U._______ GmbH" auf. In der Folge gewähre die S.______ AG aus diesen Mitteln ihrerseits Darlehen an Dritte. Die T._______ AG sei die Hauptdarlehensempfängerin der S._______ AG. D ie erhaltenen Gelder habe die T.______ AG in eine Immobilie in Deutsch land investiert, in der Absicht diese gewinnbringend zu bewirtscha ften und zu veräussern . Aus den damit erwirtschafteten Mitteln sollte die T._______ AG einen Zins von 14 % an die S.______ AG entrichten, welche ihrerseits ihre n Darlehens- gebern einen Zins zwischen 5 % und 7.5 % auszahlen sollte. Der Ertrag B-3902/2013 Seite 5 der S._______ AG sollte dabei in der Zin sdifferenz bestehen. Indem die S._______ AG Darlehen von Privatpersonen entgegen genommen habe, sei sie diesen gegenüber zur Rückzahlungsschuldnerin geworden. Die entgegengenommenen Darlehen würden somit als Publikumseinlagen i.S.v. Art. 1 Abs. 2 des Bankengesetzes vom 8. November 1934 (BankG, SR 952.0) gelten, deren gewerbsmässige Entgegennahme Nichtbanken untersagt sei. Die Entgegennahme von Publikumseinlagen sei auch g e- werbsmässig erfolgt, da das Anlageprogramm mit Prospekten und unter Zuhilfenahme von Vertriebsgesellschaften sowie Vermittlern der Öffen t- lichkeit angeboten worden sei. Die Vorinstanz hielt weiter fest, es habe dabei zwischen der S._______ AG, T.______ AG, U.______ GmbH, V.______ GmbH, W.______ AG sowie der X._______ GmbH eine A r- beitsteilung gegeben. Die Gesellschaften seien teils durch Vertrag und teils durch Beteiligungen, aber auch in personeller Hinsicht untereinander verbunden gewesen. Die Idee der vo n der S._______ AG und T.______ AG praktizierten Anlagetätig keit gehe auf die U.______ GmbH zurück. Während die S._______ AG und die T.________ AG konkret die Entg e- gennahme der Anlagebeträge und die daraus folgenden Investitionen vornähmen, sei die V._______ GmbH dazu bestimmt gewe sen, die von der T._______ AG erwo rbenen Objekte zu bewirtschaften. Aufgabe d er X._______ GmbH und der W._______ AG sei es gewesen, den Vertrieb in Deutschland durchzuführen und zu koordinieren. Der Beschwerdefüh- rer habe die Geschäfte dieser Vertriebsgesellschaften geführt, sei es als Geschäftsführer und Verwaltungsrat der W.________ AG, sei es als fakti- sches Organ der X._______ GmbH. Der die S._______-Gruppe treffende Vorwurf der gewerbsmässigen Entgegennahme von Publikumseinlagen sowie der für diese Tätigkeit betriebenen Werbung, ohne über die dafür notwendige bankenrechtliche Bewilligung zu verfügen , gelte dabei auch für ihn. B. Gegen diesen Entscheid erhob der Beschwerdeführer am 26. Juni 2013 Beschwerde beim Bundesverwaltungsgericht . Er beantragt , die B e- schwerde sei gutzuheissen und sinngemäss, die Verfügung der Vori n- stanz sei, soweit er "beschuldigt werde, unerlaubte Geschäfte getätigt zu haben", aufzuheben. Weiter beantragt er sinngemäss, er sei von den Un- tersuchungs- und Verfahrenskosten zu befreien. Er bringt vor, sowohl E._______ wie auch G._______ hätten ihm bei der Gründung der X.________ GmbH zugesichert, dass die für das Geschäft notwendige Bewilligung vorhanden sei und ihm eine Genehmigung vorgewiesen . Nachdem J._______ Ende 2010 sich das komplette Kapital der X.______ GmbH unrechtmässig angeeignet habe, habe F .______ dessen Stelle in B-3902/2013 Seite 6 der Geschäftsführung übernommen. Aufgrund dieses Vorfalls habe er, der Beschwerdeführer, nichts mehr mit der U._______ GmbH zu tun haben wollen, sei jedoch im Juni 2011 von G._______ dazu überredet worden, eine neue Firma (die W._______ AG) zu gründen, welche die U.________ GmbH ersetzen sollte. Wieder habe E._______ ihm vers i- chert, die erforderliche bankenrechtliche Bewilligung liege vor. Er habe sich auf G ._______ und E._______ , welche au ch die Prospekte erstellt hätten, vollkommen verlassen und geglaubt, in guten Händen zu sein. Er sei ihm deshalb und aus weiteren Gründen nicht möglich gewesen , den Umstand zu erkennen, dass die bankenrechtliche Bewilligung gefehlt ha- be. Zudem bestreitet er das Vorbringen der Vorinstanz , von der S._______ AG ein Darlehen in der Höhe von Fr. 30'000.– erhalten zu ha- ben. Vielmehr habe er am 30. Juni 2011 E._______ ein Darlehen in der Höhe von Fr. 42'600.– zuzüglich 6.5 % Zinsen gewährt, welches jener bis am 31. Dezember 2011 hätte zurück bezahlen müssen , was indes nicht geschehen sei. C. Mit Vernehmlassung vom 11. Oktober 2013 beantragt die Vorinstanz , die Beschwerde sei abzuweisen. Sie bringt vor, der Beschwerdeführer bestreite den verfügungsrelevanten Sachverha lt nicht und seine Ausfü h- rungen bestätigten, dass er hinter der Tätigkeit der X._______ GmbH und der W.______ AG stehe, dass diese mit der U.______ GmbH eine Ver- triebsvereinbarung geschlossen h abe und dass er für den Vertrieb Pro s- pekte verwendet habe, welc he ihm von der S.______-Gruppe zur Verfü- gung gestellt worden seien. D. Mit Re plik vom 29. Oktober 2013 macht der Beschwerdeführer gel- tend, die ihm auferlegten Kosten sei en unangemessen, denn die G e- samteinnahmen seiner Firma würden nach Abzug von Steuern und Ko s- ten lediglich EUR 8'000.– betragen. E. Mit Eingabe vom 15. November 2013 verzichtet die Vorinstanz auf die Einreichung einer Duplik und ve rweist in tatsächlicher und rechtlicher Hinsicht vollumfänglich auf die Verfüg ung vom 14. Juni 2013 sowie auf die Vernehmlassung vom 11. Oktober 2013. Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 1. Das Bundesverwaltungsgericht prüft von Amtes wegen und mit freier Kognition, ob die Prozessvoraussetzungen vorliegen und auf eine B e- schwerde einzutreten ist. B-3902/2013 Seite 7 1.1 Der Entscheid der Vorinstanz vom 14. Juni 2013 stellt eine Verfügung im Sinne von Art. 5 des Verwaltungsverfahrensgesetzes vom 20. Dezember 1968 (VwVG, SR 172.021) dar. Das Bundesverwaltung s- gericht ist gemäss Art. 31 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (VGG, SR 173.32) Beschwerdeinstanz gegen Verfügungen gemäss Art. 5 VwVG, die u.a. von den Anstalten und Betrieben des Bundes erla s- sen werden (Art. 33 Bst. e VGG). Darunter fällt die vorliegende, von der Vorinstanz erlassene Verfügung (Art. 54 Abs. 1 des Finanzmarktau f- sichtsgesetzes vom 22. Juni 2007 [FINMAG, SR 956.1]). Das Bunde s- verwaltungsgericht ist damit zur Behandlung der Beschwerde gegen die vorinstanzliche Verfügung zuständig. 1.2 Der Beschwerdeführer ist Adressat der angefochtenen Verfü gung. Er ist durch die ihn selbst betr effenden Ziffern offensichtlich berührt und hat ein schutzwürdiges Interesse an dere n Aufhebung oder Änderung (Art. 48 Abs. 1 des VwVG). Er ist daher zur Beschwer deführung legit i- miert. 1.3 Beschwerdefrist und -form sind gewahrt (Art. 50 und 52 Abs. 1 VwVG) und der Kostenvorschuss wurde fristgerecht einbezahlt (vgl. Art.63 Abs. 4 VwVG). Auch die übrigen Sachurteilsvoraussetzungen sind gegeben (vgl. Art. 47 ff. VwVG). 1.4 Auf die Beschwerde ist daher einzutreten. 2. Als Aufsichtsbehörde über den Finanzmarkt trifft die Vorinstanz die zum Vollzug des Finanzmarktrechts notwendigen Verfügungen und überwacht die Einhaltung der gesetzlichen und reglementarischen Vorschriften. E r- hält sie von Verstössen gegen die Gesetze des Finanzmarktrechts oder von sonstigen Missständen Kenntnis, sorgt sie für deren Beseitigung und für die Wiederherstellung des ordnungsgemässen Zustands. Bei der Wahl des geeigneten Mittels hat die Vorinstanz im Rahmen der allgemeinen Verfassungs- und Verwaltungsgrundsätze (Willkürverbot, Rechtsgleic h- heits- und Verhältnismässigkeitsgebot, Treu und Glauben) in erster Linie den Hauptzwecken der finanzmarktrechtlichen Gesetzgebung, dem Schutz der Gläubiger bzw. Anleger einerseits und der Lauterk eit und Sta- bilität des Finanzsystems andererseits, Rechnung zu tragen. Die Frage, wie sie ihre Aufsichtsfunktion im Einzelnen wahrnimmt, ist dabei weitg e- hend ihrem "technischen Ermessen" anheimgestellt (vgl. BGE 135 II 356 E. 3.1 mit Hinweisen sowie Urteil des Bundesverwa ltungsgerichts B-2943/2013 vom 6. März 2014 E. 2). B-3902/2013 Seite 8 Da die Vorinstanz allgemein über die Einhaltung der gesetzlichen Vo r- schriften zu wachen hat, ist die ihr übertragene Aufsicht nicht auf die ihr bereits unterstellten Betriebe beschränkt. Z u ihrem Aufgabenbereich g e- hört ebenso die Abklärung der finanzmarktrechtlichen Bewilligungspflicht und die Ermittlung von Finanzintermediären, die in Verletzung gesetzl i- cher Bestimmungen tätig sind. Sie ist daher berechtigt, die in den F i- nanzmarktgesetzen vorgesehenen Mittel auch gegenüber Instituten bzw. Personen einzusetzen, deren Unterstellungs - oder Bewilligungspflicht umstritten ist. Liegen hinreichend konkrete Anhaltspunkte dafür vor, dass eine bewilligungspflichtige Geschäftstätigkeit ausgeübt werden könnte, ist die Vorinstanz befugt und verpflichtet, die zur Abklärung erforderlichen In- formationen einzuholen und die nötigen Anordnungen zu treffen. Diese können bis zum Verbot der betreffenden Tätigkeit bzw. zur Auflösung und Liquidation eines Unternehmens reichen (vgl. BGE 135 II 356 E. 3.1, 132 II 382 E. 4.2, jeweils mit Hinweisen sowie Urteil des Bundesverwaltung s- gerichts B-2943/2013 vom 6. März 2014, E. 2). 3. Die Vorinstanz stellt in der angefochtenen Verfügung fest, der Beschwe r- deführer habe – ebenso wie E._______, F._______ und G._______ – auf Grund seines m assgeblichen Beitrags zur Tätigkeit der S.______ AG, T._______ AG, U.______ GmbH, X.______ GmbH, W._______ AG sowie der V._______ GmbH, ohne Bewilligung gewerbsmässig Publikumseinl a- gen entgegengenommen und damit aufsichtsrechtliche Bestimmungen schwer verletzt. Auf Grund der engen wirtschaftlichen, organisatorischen und personellen Verflechtungen der sechs Gesellschaften hat die Vori n- stanz die genannten Gesellschaften als Einheit und damit als Gruppe qualifiziert. Entsprechend verhängte die Vorinstanz gegen den B e- schwerdeführer ein Werbeverbot , ohne jedoch dessen Verö ffentlichung vorzusehen. Dazu auferlegte sie i hm solidarisch mit den anderen V erfü- gungsadressaten die Tragung der Unte rsuchungs- und Verfahrenskosten (vgl. Sachverhalt A.e). 3.1 Der Beschwerdeführer beantragt sinngemäss die Aufhebung der a n- gefochtenen Verfügung, soweit sie ihn persönlich betri fft. Die Feststellun- gen der Vorinstanz betreffend unerlaubte gewerbsmässige Entgege n- nahme von Pu blikumseinlagen durch die S.______ -Gruppe bestreitet er nicht. Hingegen macht er geltend, dafür nicht mitverantwortlich bzw. nicht teil der Gruppe zu sein (vgl. Sachverhalt A.d und B). Im Folgenden ist zu prüfen ob die Vorinstanz zu Recht feststellte, dass der Beschwerdeführer aufgrund seines massgeblichen Beitrags für die B-3902/2013 Seite 9 S._____-Gruppe gewerbsmässig Publikumseinlagen entgegengeno m- men hat, ohne über die hierfür erforderliche Bewilligung zu verfügen, ihm gegenüber ein Werbeverbot aussprach und ihn zur solidarischen Haftung für die vorinstanzlichen Untersuchungs- und Verfahrenskosten verurteilte. 3.2 3.2.1 Natürlichen und juristischen Personen, die nicht dem Bankengesetz unterstehen bzw. über keine entsprechende Bewilligung verfügen , ist es untersagt, gew erbsmässig Pub likumseinlagen entgegenzunehmen (Art. 1. Abs. 2 des Bankengesetzes vom 8. November 1934 [BankG, SR 952.0]). Die Entgegennahme von Publikumseinlagen besteht darin, dass ein Unternehmen gewerbsmässig für eigene Rechnung Verpflichtungen gegenüber Dritten eingeht, wobei grundsätzlich alle Verbindlichkeiten als Einlagen gelten. Es muss ein Vertrag vorliegen, in dem sich der Za h- lungsempfänger zur späteren Rückzahlung der betreffenden Summe ve r- pflichtet (vgl. statt vieler BGE 132 II 382 E. 6.3.1 sowie Urteile des Bun- desverwaltungsgerichts B-1024/2013 vom 6. Januar 2014 E. 3.2 und B- 2723/2011 vom 24. April 2012 E. 4.1). Massgeblich hierfür ist nicht die Bezeichnung, sondern der gewollte auf die Entgegennahme von Einlagen gerichtete Vertragszweck. Nicht als Einlagen gelten Gelder, die eine G e- genleistung aus einem Vertrag auf Übertragung des Eigentums oder aus einem Dienstleistungsvertrag darstellen oder als Sicherheitsleistung über- tragen werden (Art. 3a Abs. 3 Bst. a der Bankenverordnung vom 17. Mai 1972 [BankV, SR 952.02]), Anleihensobligationen und andere vereinhei t- lichte und massenweise ausgegebene Schuldverschreibungen oder nicht verurkundete Rechte mit gleicher Funktion (Wertrechte), wenn die Glä u- biger in einem dem Art. 1156 des Obligationenrechts vom 30. März 1911 (OR, SR 220) entsprechenden Umfang informiert werden (Art. 3a Abs. 3 Bst. b BankV), Habensaldi auf Kundenkonti von Effekten - oder Edelme- tallhändlern, Vermögensverwaltern oder ähnlichen Unternehmen, welche einzig der Abwicklung von Kundenges chäften dienen, wenn dafür kein Zins bezahlt wird (Art. 3a Abs. 3 Bst. c BankV), oder Gelder, deren En t- gegennahme in einem untrennbaren Zusammenhang mit einem Leben s- versicherungsvertrag, der beruflichen Vorsorge oder anderen anerkan n- ten Vorsorgeformen nach Art. 82 des Bundesgesetzes vom 25. Juni 1982 über die berufliche Alters -, Hinterlassenen - und Invalidenvorsorge (BVG, SR 831.40) stehen (Art. 3a Abs. 3 Bst. d BankV). Nur diese in Art. 3a Abs. 3 Bst. a-d BankV abschliessend − als Ausnahmen − aufg e- zählten Verbindlichkeiten gelten nicht als Einlagen. Die Umschreibung des Begriffs Einlagen erfolgt damit negativ (vgl. Urteil des Bundesverwa l- tungsgerichts B-2723/2011 vom 24. April 2012 E. 4.1; ALOIS RIMLE, Recht B-3902/2013 Seite 10 des schweizerischen Finanzmarktes: ein Grundriss für die Praxis, Z ü- rich/Basel/Genf 2004, S. 13; DANIEL ZUBERBÜHLER, Revision des Ba n- kengesetzes vom 18. März 1994 und der Bankenverordnung, in: Aktuelle Rechtsprobleme des Finanz - und Börsenplatzes Schweiz, Bern 1995, S. 18 f.). Ferner sind bestimmte Einlagen kraft Gesetzes nicht als Publ i- kumseinlagen zu qualifizieren (Art. 3a Abs. 4 BankV). Hierzu zählen in s- besondere Einlagen von in - und ausländischen Banken oder anderen staatlich beaufsichtigten Unternehmen und institutionellen Anlegern mit professioneller Tresorerie (Urteil des Bundesverwaltungsgericht s B- 1024/2013 vom 6. Januar 2014 E. 3.2). 3.2.2 Das Bankengesetz definiert den Begri ff der Gewerbsmässigkeit nicht näher. Eine solche Definition enthält indessen die Bankenveror d- nung. Nach ihrem Wortlaut hand elt gewerbsmässig im Sinne des Gese t- zes, wer dauernd mehr als 20 Publikumseinlagen entgegennimmt (Art. 3a Abs. 2 BankV, vgl. hierzu und zum G anzen: Urteil des Bundesverwa l- tungsgerichts B -1024/2013 vom 6. Januar 2014 E. 3.3 m.w.H. ). Es soll sich um eine sel bständige, auf den dauernden Erwerb gerichtete wir t- schaftliche Tätigkeit handeln (in Anlehnung an Art. 2 Bst. b Handelsregis- terverordnung vom 17. Oktober 2007 [HRegV, SR 221.411]). Eng mit dem gewerbsmässigen Charakter der Aktivitäten verbunden ist deren Ö ffent- lichkeit. Das Gesetz definiert den Begriff der Öffentlichkeit bzw. des Publi- kums ebenfalls nicht näher. Nach herrschender Lehre geht es dabei nicht um die feste Zahl von 20 oder die Bestimmtheit des angesprochenen Personenkreises, sondern um die Unbeg renztheit der Zahl der potentie l- len Adressaten. Es ergibt sich dementsprechend aus der ratio legis, dass ein Marktteilnehmer, dem untersagt ist, gewerbsmässig Publikumseinl a- gen entgegenzunehmen, sich auch nicht ö ffentlich zur Annahme fremder Gelder empfehlen und nicht in welcher Form auch immer dafür Werbung betreiben darf (Art. 2a Bst. a sowie Art. 3 Abs. 1 BankV). Dies gilt selbst dann, wenn daraus weniger als 20 Einlagen resultieren (Art. 3 Abs. 1 BankV; FINMA-RS 08/3 Rz. 8 -9; vgl. BGE 136 II 43 E. 4.2 m.w.H.). Die Aufzählung möglicher Werbeformen in Art. 3 Abs. 1 BankV ist nicht a b- schliessend. Die Organisation und Durchführung von Werbeveranstaltu n- gen sowie der Einsatz von Vermittlern, die alsdann für Kunden werben, gilt somit auch als unzulässige Werbun g (vgl. RASHID BAHAR/ERIC STUPP, in: Watter/Vogt/Bauer/Winzeler [Hrsg.], Basler Kommentar zum Banke n- gesetz, Basel 2013, N 62-64 zu Art. 1 BankG). 3.3 Die S._______ AG hat im Zeitraum vom 1. März 2010 bis zum 27. Ap- ril 2012 im Rahmen des Investit ionsprogramms der U.______ GmbH mit mindestens 15 Privatpersonen Treuhandverträge abgeschlossen und ge-B-3902/2013 Seite 11 samthaft Einlagen im Umfang von EUR 468'608.72 (inklusive Agio) ent- gegengenommen, ohne im Besitz einer bankenrechtlichen Bewilligung zu sein (Akten, 8 p 016 -18). In den Treuhandverträgen ist dabei vereinbart worden, dass die S.______ AG ihrerseits die einbezahlten Beträge als Depotstelle für eine Laufzeit von 5 oder 10 Jahren verwaltet und damit "im Auftrag des Treugebers […] Darlehen [an eine Gesellschaft] gegen Übergabe von Schuldbriefen oder gegen entsprechende notarielle Einli e- ferungsverpflichtungen" gewährt (Akten 8 p 001 - 001 bis 001 -243). D ie S.______ AG hat sich demgemäss dazu verpflichtet, spätestens nach Ab- lauf der vereinbarten Laufzeit das Darlehen mit Zins von 5 % oder mehr zurückzubezahlen. Mit diesen Verträgen ist sie ihren Kunden gegenüber zur Rückzahlungsschuldnerin geworden, d.h. es sind ihr den Anlegern gegenüber Verbindlichkeiten entstanden, ohne dass eine Ausnahme i.S.v. Art. 3a Abs. 3 und 4 BankV ersichtlich ist. Die S.______ AG hat zudem unter Zuhilfenahme von Vertriebsgesellschaften und Vermittlern – darun- ter insbesondere auch der Beschwerdeführer – öffentlich für das Anlage- programm mit Werbeprospekten geworben (Akten 1 p. 11-12, 8 p. 024 ff. sowie 8 p. 001 -325 bis 001 -355). Zusammenfassend hat die S.______ AG mit mindestens 15 Personen Anlageverträge geschlossen, mit weit e- ren Personen Vertragsverhandlungen geführt und auch öffentlich für die Entgegennahme von Publikumseinla gen empfohlen. Daraus ergibt sich, dass selbst wenn zum Verfügungszeitpunkt nicht mehr als 20 Verträge unterzeichnet worden waren, die Tätigkeit der S.______ AG an eine un- begrenzte Zahl von potentiellen Adressaten gerichtet war. Damit ist die Entgegennahme der Publikumseinlagen gewerbsmässig erfolgt. 4. Im folgenden ist zu prüfen, ob die Vorinstanz zu Recht den Bestand ei- ner Gruppe angenommen und den Beschwerdeführer aufgrund seiner Tä- tigkeit für di e X._____ GmbH und die W.______ AG als Mitglied dieser Gruppe belangt hat. 4.1 Nach der Praxis des Bundesgerichts, des Bundesverwaltungsgerichts sowie der Vorinstanz sind verschiedene natürliche und juristische Pers o- nen in Bezug auf die Ausübung einer bewilligungspflichtigen Tätigkeit aufsichtsrechtlich als Gesamtheit zu betrachten, wenn zwischen i hnen ei- ne derart enge wirtschaftliche, organisatorische oder personelle Verflec h- tung besteht, dass die Gruppe als wirtschaftliche Einheit zu betrachten ist. Dabei genügen auch bloss intern wahrnehmbare personelle, wir t- schaftliche oder organisatorische Verf lechtungen, sofern sie derart inte n- siv sind, dass eine Gruppenbetrachtung angezeigt erscheint. Dies ist e t- wa dann der Fall, wenn die verschiedenen Akteure im Hinblick auf die bewilligungspflichtige Tätigkeit koordiniert arbeitsteilig und zielgerichtet B-3902/2013 Seite 12 zusammenwirken. Die Annahme einer Gruppe hat zur Folge, dass die aufsichtsrechtlichen Konsequenzen alle Gruppenmitglieder treffen, selbst wenn in Bezug auf einzelne davon – isoliert betrachtet – nicht alle Tatbe- standsmerkmale erfüllt sind (vgl. Urteile des Bun desverwaltungsgerichts B-2943/2013 vom 6. März 2014 E.4.2.1, B -1024/2013 vom 6. Januar 2013 E. 4.1 und B -2311/2010 vom 22. Oktober 2010 E. 3.1 mit Hinwei- sen). 4.2 Den Akten ist zu entnehmen , dass die streitbezogene Tätigkeit die folgenden Gesellschaften umfasste: 4.2.1 Gesellschaften, deren Geschäfte (u.a.) vom Beschwerdeführer ge- führt wurden: – die X._______ GmbH, mit Sitz in L._______, die am ….. Mai 2010 ins Handelsregister des Kantons Zürich eingetragen wurde. Ihr Stam m- kapital von Fr. 20'000.– wurde in 20 Stammanteile zu Fr. 1'000.– ein- geteilt; wovon 19 H._______ , vorsitzende Geschäftsführerin in Deutschland, und einer J._____, Geschäftsführer, gehörten. Seit 2011 ist F.______ an die Stelle von J._____ getreten. Bei H.______ handelt es sich um die seit 2011 schwer kranke und pflegebedürftige Mutter des Beschwerdeführers. Dieser trat deshalb faktisch in Deutschland als Organ der Gesellschaft auf (Akten 4 p. 38 sowie, 8 p. 001 -007, 001-030 und 001-042). – die W.______ AG, die am ….. Juni 2011 ins Handelsregister des Kan- tons Schwyz eingetragen wurde und bis Februar 2013 in W._______ ansässig war. Der Beschwerdeführer war einziges Mitglied des Ve r- waltungsrates bis der Sitz der Gesellschaft Anfang Februar 2013 nach P .______ verlegt wurde (Akten 4 p. 039 f). 4.2.2 Gesellschaften, deren Tätigkeit mit jener des Beschwerdeführers bzw. seiner Gesellschaften (vgl. 4.2.1) im vorliegend interessierenden Zusammenhang steht: – die U._____ GmbH, die am ….. August 2006 ins Handelsregister des Kantons Zürich eingetragen wurde. Ab Februar 2011 war G._______ bis zur Umfirmierung der Gesellschaft in Y ._______ und der Verl e- gung ihres Sit zes ins T.______ im Juni 2011 alleiniger Geschäftsfü h- rer und Gesellschafter. Mit der Sitzverlegung trat F.______ an seine Stelle (Akten 8 p. 026 und 001-008, 4 p. 027 bis 030). B-3902/2013 Seite 13 – die V.______ GmbH, die am …... Juni 2011 ins Handelsregister des Kantons Zürich eingetragen wurde. Einziger Gesellschafter und G e- schäftsführer war G.______ (Akten 4 p. 042). – die S._______ AG, mit Sitz in M.______, die am ….. September 2009 ins Handelsregister des Kanton s Aargau eingetragen wurde. E.______ war einziges Mitglied des Verwaltungsrates und verfügte über Einzelunterschrift. Ort der tatsächlichen Leitung war dessen Pr i- vatwohnung (vgl. Sachverhalt A.a). Bis im Februar 2012 waren E.______ und F.______ Inhaber von je 50% des gesamten Aktienk a- pitals der S.______ AG, danach wurde die Gesell schaft von der Z.______ AG übernommen (Akten 2 p. 068 und 4 p. 037). – die T.______ AG, die an der gl eichen Adresse wie die S.______ AG domiziliert war und am …. . Februar 2010 ins Handelsregister des Kantons Aargau eingetragen wurde. Auch bei ihr war E.______ einzi- ges Mitglied des Verwaltungsrates und verfügte über Einzelunte r- schrift. Ort der tatsächlichen Leitung war a uch hier seine Privatwo h- nung (Akten 8 p. 001-017 f., 4 p. 026). – die Z.______AG , mit Sitz in Z._____ , die am ….. . September ins Handelsregister eingetragen wurde. Seit Juli 2012 ist E._______ ein- ziger Verwaltungsrat. Zu den von der Z.______AG gehaltenen G e- sellschaften gehörten seit Mitte 2012 auch die S.______ AG und die T._______ AG (Akten 4 p. 042, 8 p. 001-017 und 001-019) 4.2.3 Die gemeinsame Tätigkeit dieser Gesellschaften gestaltete sich fo l- gendermassen: Die S.______ AG nahm treuhänderisch gegen Rendite- versprechen Darlehen von Privatpersonen entgegen (vgl. E. 3.3). In den Verträgen mit den Kunden wurde dabei festgehalten, dass " [D]er Treu- handvertrag […] die Anlage in das Konzept der U._____ GmbH" betreffe (Akten 8 p. 001 -022 ff., 001-065 ff., 001-082 ff., 001-100 ff., 001-111 ff., 001.123 ff., 001-142 ff., 001-164 ff., 001-197 ff., 001-206 ff., 001-215 ff., 001-216 ff., 001-234 ff.). Die so erhaltenen Gelder nutzte die S._____ AG, um u.a. der T._____ AG Darlehen zu gewähren, welche diese wiederum u.a. in Immobilien investierte. Der Vertrieb in Deutschland wurde durch die X.______ GmbH sowie durch die W.______ AG koordiniert. Die V._____ GmbH war ursprünglich dazu be stimmt, die von der T.______ AG erworbenen Objekte zu bewirtschaften. Zu diesem Zweck schloss sie am 1. Juli 2011 eine "Provisionsvereinbarung für Kundenbetreuung […]" mit der W.______ AG, wonach letztere als Vertriebspartnerin das Produkt B-3902/2013 Seite 14 der ersteren vertreiben sollte ( Akten 2 p. 30) . Faktisch hat die V.______ GmbH jedoch ihre Geschäftstätigkeit nie aufgenommen. 4.2.4 Der Beschwerdeführer war ab dem …. . Mai 2010 faktisch als G e- schäftsführer – in Stellvertretung seiner pflegebedürftigen Mutter – der X.______ GmbH tätig. Am …. . Juni 2011 gründete er mit Hil fe von J.______ und E._____ die W._____ AG, welche nach der Umfirmie rung der U.______ GmbH dessen Nachfolgerin werden sollte (vgl. dazu 3.4.1 f., Akten 8 p. 001 -106 bis 001 -107 sowie 8 p. 001 -328 bis 001 -355). In dieser Funktion trat er als Bindeglied zwischen der S.______ AG, den Kunden sowie Vertriebspartnern auf. Während der Beschwerdeführer der S.______ AG die Kunden vermittelte und die Vertragsunterlagen aufberei- tete, unterschrieb die S.______ AG in der Fol ge die Verträge, führte die schriftliche Korrespondenz und fungierte als Depotstelle für die einbezahl- ten Einlagen. Dem Beschwerdeführer wurden von E._______ die Werbe- prospekte zur Verfügung gestellt, die er u.a. an die Untervermittler in Deutschland weiterleitete (Untersuchungsbericht, S. 23 und Beilagen 2 und 4, Akten 8 p. 024 ). Die W.______ AG erschien dabei auf dem Pro s- pekt auch als Kontaktstelle (Untersuchungsbericht, S. 24, Akten 8 p. 025 und 8 p. 001 -335). Die X.______ GmbH vermittelte der S.______ AG im Jahre 2010 mindestens zwei Verträge mit einem Anlagevolumen von ins- gesamt EUR 140'000.– und die W.______ AG in den darau ffolgenden Jahren (2011-2012) a cht Verträge mit einem Anlagevolumen von insge- samt EUR 270'000.– (Untersuchungsbericht, S. 25, Akten 8 p. 026). 4.3 Der Beschwerdeführer bestreitet d iesen Sachverhalt nicht, sondern bestätigt ihn vielmehr mit seinen Ausführungen: In seiner undatierten, am 5. April 2013 bei der Vorinstanz eingegangenen Stellungnahme zum Untersuchungsbericht erklärte er, "ausschliesslich für den Vertriebsaufbau […] in Deutschland tätig " gewesen zu sein. Die Prospekte seien ihm u.a. von G._______ zur Verfügung gestellt worden (Akten 2 p. 111). In der Beschwerdeschrift führt er zudem aus, es habe eine Vertriebsvereinbarung zwischen der X.______ GmbH, der W.______ AG und der U.________ GmbH gegeben. Weiter sei in den Treuhandver- trägen festgehalten worden, dass die S._______ AG als Treuhandstelle fungiere und die Gelder , welche im Zusammenhang mit dem Geschäft s- modell der U.______ GmbH stünden, empfange (Beschwerde, S. 1). G._______ habe die Gründung de r X._______ GmbH in die Wege gele i- tet und ihm erklärt, es sei not wendig J.______ in die Ge sellschaft aufzu- nehmen, weil der Beschwerdeführer deutscher Staatsangehöriger sei. Nachdem J.______ Ende 2010 das komplette Ka pital der X._______ B-3902/2013 Seite 15 GmbH "leergeräumt" habe, sei seine Stelle in der Geschäftsführung von F.________ übernommen worden. Im Juni 2011 sei er von G._______ dazu überredet word en, eine neue Firma (die W._______ AG) zu grü n- den, welche die U.________ GmbH ersetzen sollte. F._______ habe ihm zu diesem Zweck einen Schweizer Wohnsitz begründet und so wohl E._______ wie auch F._______ hätten von ihm eine Vollmacht erhalten, um sich um seine steuerlichen Angelegenheiten zu kümmern und "alles [andere] in der Schweiz" für ihn zu regeln (Beschwerde, S. 2). 4.4 Der Beschwerdeführer bestreitet indes, ge wusst zu haben, dass die S._______ AG und insbesondere die W.______ AG nicht über die erfo r- derliche bankenrechtliche Bewilligung verfügt habe, um Publikumseinl a- gen entgegenzunehmen. E._______ und G.______ hätten ihm "versichert und mit einer Urkunde bestätigt, dass da s Produkt von der U._______ GmbH zertifiziert und genehmigt sei" (Stellungnahme zum Unters u- chungsbericht, Akten 2 p. 111 und Beschwerde S. 1). Er habe geglaubt, "in guten Hände n zu sein " und sich vollkommen auf die Aussagen von G.______ und E.______ verlassen. Alles sei gut durchdacht gewesen und es sei für ihn nicht möglich gewesen zu erkennen, dass keine Bewil- ligung vorliege . Zudem habe er keine Kenntnis des Schweizerischen Rechts gehabt (Beschwerde, S. 2 f.). Gleichzeitig macht er geltend, er sei mehrmals getäuscht und unter Druck gesetzt worden. 4.5 Nach den vorstehenden Ausführungen ergibt sich, dass in personeller Hinsicht dieselben natür lichen Personen (E.______, F._______ , G._______ und der Beschwerdeführer) in verschiedenen Funktionen hi n- ter den sechs Gesellschaften (S._______ AG, T._______ AG, U._______ GmbH, X._______ GmbH, W._______ AG und V._______ GmbH) stan- den und sich darin auch gegenseitig ab lösten: E._______ und F.______ waren zuerst direkt, d ann indirekt über die Z.______AG , Inha- ber der S._______ AG und der T.________ AG. Während E._______ als einziges Organ der S._______ AG und der T._______ AG fungierte, war F._______ für die Liquidation der U._______ GmbH zuständig und Mitin- haber und Geschäftsführer der X._______ GmbH. G._______ seinerseits war zuerst alleiniger Geschäftsführer der U.______ GmbH und ab dem ….. Juni 2011 als einziger für die Geschäftstätigkeit der V.______ GmbH verantwortlich. Der Beschwerdeführ er org anisierte den Vertrieb in Deutschland zuerst über di e X._______ GmbH und dann über die W.______ AG. Er führte die Geschäfte beider Gesellschaf ten, sei es als Geschäftsführer der W.______ AG, sei es als faktisches Organ de r X.______ GmbH (in Stellvertretung seiner schwerkranken und pflegeb e- dürftigen Mutter). B-3902/2013 Seite 16 4.5.1 Zwischen den Gesellschaften bestehen weitere finanzielle, organi- satorische und vertragliche Verbindungen : Faktischer Gesellschaftsraum der T.______ AG sowie der S.______ AG war nicht ihr offizielles Domizil, sondern die Privatwohnung von E.______. Vier der sechs Gesellschaften der S._______ -Gruppe enthalten in ihrem Firmennamen die Wör ter "s._______" und "y .______". Zwischen den Gesellschaften gab es ve r- schiedene Provisonsvereinbarungen, insbesonder e auch eine zwischen der V._______ GmbH und der W._______ AG (vgl. E. 4.2 .3). Auch g e- währten die S._______ AG und die T._______ AG den natürlichen Perso- nen der S.______ -Gruppe (insbesondere F._______ und L.______) Dar- lehen, von denen zumindest ein Teil aus Kundengeldern finanziert wurde. 4.5.2 Der Beschwerdeführer hat seinerseits die Schlüsselposition bei den Vertriebsgesellschaften ( W._______ AG und der X._______ GmbH) gehalten, hat in dieser Funktion der S.______ AG die Kunden vermittelt, ihr die Vertragsunterlagen aufbere i- tet, mit Prospekten für das Anlageprogramm der S.______ -Gruppe g e- worben sowie diese an die Untervermittler weitergeleitet (vgl. E. 4.2 .1). Damit hat er einen wesentlichen Beitrag zur Gesellschaf tsaktivität im auf- sichtsrechtlichen Sinn erbracht. Die personellen, wirtschaftlichen und o r- ganisatorischen Verflechtungen zwischen der Geschäftstätigkeit des B e- schwerdeführers und der S.______-Gruppe sind demnach derart intensiv, dass die Vorinstanz zu Rec ht feststellte, die genannten Gesellschaften und der Beschwerdeführer seien aus einem wirtschaftlichen Standpunkt als Einheit zu betrachten. Daran vermag auch der Einwand des B e- schwerdeführers, nicht g ewusst zu haben, dass die S._______ -Gruppe nicht über d ie erforderliche bankenrechtliche Bewilligung verfügte um Publikumseinlagen entgegenzunehmen, nichts zu ändern. Als Verwa l- tungsrat der W._______ AG hätte er die Verantwortung gehabt, die erfo r- derlichen Abklärungen vorzunehmen um zu gewährleisten, dass sich die Tätigkeit dieser Gesellschaft im gesetzlichen Rahmen bewegt (Art. 716a Abs. 1 Ziff. 1 und 5, Art. 810 Abs. Ziff. 1 und 4 des Obligationenrechts vom 30. März 1911 [OR, SR 220], Urteil des Bundesverwaltungsgericht s B-4094/2012 vom 11. Juni 2013, E. 3.1. 3 ff.). Auch konnte von ihm als faktischer Geschäftsführer der X.______ GmbH erwartet werden, dass er bei pflichtgemässer Wahrnehmung seiner Obliegenheiten insbesondere auch der rechtliche Bereich der Geschäftstätigkeit einzuordnen vermag (vgl. Art. 812 Abs. 1 OR, Urteil des Bundesverwaltungsgericht s B- 2943/2013 vom 6. März 2014, E. 4.2.3 m.w.H). Dieser Verantwortung konnte er sich auch nicht im Vertrauen auf die Kompetenz und Aufrichti g- keit seiner Geschäftspartner entziehen. Soweit der Beschwerdeführer rügt, keine Provisionen von E.______ erhalten zu haben ist festzuhalten, B-3902/2013 Seite 17 dass die Aktenlage diesbezüglich nicht eindeutig ist. Die Frage kann j e- doch mit Hinblick auf das bereits Gesagte offengelassen werden. 4.6 Somit hat die Vorinstanz zu Recht festgestellt, d ass der Beschwerde- führer aufgrund seines massg eblichen Beitrags für die S.______ -Gruppe gewerbsmässig Publikumseinlagen entgegengenommen hat, ohne über die hierfür erforde rliche Bewilligung zu verfügen, und damit aufsicht s- rechtliche Bestimmungen verletzt h at. Die sich hiergegen wendende B e- schwerde erweist sich insoweit als unbegründet und ist abzuweisen. 5. Soweit die Beschwerde dahingehend zu verstehen ist, dass der Be- schwerdeführer auch das gegen ihn auferlegte Werbeverbot anficht und dessen Unverhältnismässigkeit rügt, ist festzuhalten, dass mit dem Ve r- bot, Publikumseinlagen gewerbsmässig entgegenzunehmen oder dafür zu werben, dem Beschwerdeführer lediglich in Erinnerung gerufen wurde, was bereits von Gesetzes wegen gilt. Gemäss s tändiger Rechtsprechung des Bundesgerichts und des Bundesverwaltungsgerichts handelt es sich dabei – soweit keine Publikation erfolgt – nicht um eine eigenständige Massnahme, sondern lediglich um eine Warnung bzw. Ermahnung. Das Bundesgericht trat auf hierzu geführte Beschwerden regelmässig ein (vgl. Urteil des Bundesgerichts 2C_71/2011 vom 26. Januar 2012 E.1 ) und er- achtete dabei das Werbeverbot gegenüber den verantwortlichen Organen einer juristischen Person, bezüglich der rechtskräftig festgestellt wurde , dass sie unbewilligt einer nach einem Finanzmarktgesetz bewilligung s- pflichten Tätigkeit nachgegangen ist, als reine "Reflexwirkung" dieser ill e- galen Aktivität (vgl. BGE 1 35 II 356 E. 5.1 mit Hinweisen). Die Anforde- rungen an die Anordnung eines derartigen Verbots sind daher gering (vgl. Urteil des Bundes verwaltungsgerichts B -2723/2011 vom 24. April 2012 E. 6). Im vorliegenden Fall bestand nach dem bisher Gesagten ein au s- reichender Grund, um gegenüber dem Besch werdeführer als verantwort- lichem Organ der X.______ GmbH und W.______ AG förmlich auf dieses Werbeverbot und die damit verknüpfte Strafdrohung hinzuweisen. 6. Der Beschwerdeführer beanstandet schliesslich so wohl die solidarische Auferlegung der Verfahrenskosten, wie auch deren Höhe. 6.1 Rechtfertigt es sich finanzmarktrechtlich, eine Aktivität gruppenweise zu erfassen, ist es konsequent, den einzelnen Mitgliedern auch die en t- standenen Kosten solidarisch aufzuerlegen. Andernfalls käme es zu e i- nem ungerechtfertigten Wertungswiderspruch zwischen dem Sach - und B-3902/2013 Seite 18 Kostenentscheid. Die interne Aufteilung ist in der Folge allenfalls eine Frage des Regresses (vgl. BGE 135 II 356 E. 6.2.1 , Urteile des Bunde s- gerichts 2C_30/2011 und 2C_543/2011 vom 12. Januar 2012 E. 6.1, m.w.H.). Wie oben ausgeführt, war der Beschwerdefüh rer in massgebl i- cher Weise und direkt am als illegal befundenen Geschäft mit Publ i- kumseinlagen beteiligt und hat dafür Werbung auch betrieben. 6.2 Die solidarische Auferlegung der Verfahrenskosten auf alle beteiligten Gesellschaften bzw. auch die für diese verantwortlichen natürlichen Pe r- sonen entspricht der ständigen Praxis sowohl des Bundesgerichts als auch des Bundesverwaltungsgerichts und ist daher nicht zu beanstanden (vgl. Urteil e des Bundesverwaltungsgerichts B -2943/2013 vom 6. März 2014 E. 6 m.w.H.). 7. Insgesamt erweist sich die Beschwerde damit als unbegründet und ist abzuweisen. 8. Entsprechend dem Ausgang des Verfahrens hat der unterliegende B e- schwerdeführer die Verfahrenskosten zu tragen (Art. 63 Abs. 1 VwVG) und es steht ihm keine Parteientschädigu ng zu (Art. 64 Abs. 1 VwVG s o- wie Art. 7 Abs. 1 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]). Die Verfahrenskosten sind angesichts der Schwierigkeit der Streitsache und der in Frage steh enden Vermögensinteressen auf Fr. 2'000.– festzusetzen. Sie werden mit dem Kostenvorschuss von Fr. 2'000.– verrechnet. B-3902/2013 Seite 19 Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 2. Die Verfahrenskosten von Fr. 2'000.– werden dem Beschwerdeführer auferlegt. Der einbezahlte Kostenvorschuss wird zur Bezahlung der Ve r- fahrenskosten verwendet. 3. Es wird keine Parteientschädigung ausgerichtet. 4. Dieses Urteil geht an: – den Beschwerdeführer (Gerichtsurkunde) – die Vorinstanz (Ref-Nr.______; Gerichtsurkunde) Der vorsitzende Richter: Die Gerichtsschreiberin: Frank Seethaler Fanny Huber Rechtsmittelbelehrung: Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen nach Eröffnung beim Bun- desgericht, 1000 Lausanne 14 , Beschwerde in ö ffentlich-rechtlichen An- gelegenheiten geführt werden (Art. 82 ff., 90 ff. und 100 des Bundesg e- richtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]). Die Rechtsschrift ist in einer Amtssprache abzufassen und hat die Begehren, deren B e- gründung mit Angabe der Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. Der angefochtene Entscheid und die Beweismittel sind, soweit sie der Beschwerdeführer in Händen hat, beizulegen (Art. 42 BGG). Versand: 18. August 2014