<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2004.00154</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="https://vgrzh.djiktzh.ch/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=https://vgrzh.djiktzh.ch&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=204422&amp;W10_KEY=4467140&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2004.00154</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 19.08.2004</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">3. Abteilung/3. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Das Bundesgericht hat eine staatsrechtliche Beschwerde gegen diesen Entscheid am 01.06.2005 gutgeheissen und den Entscheid des Verwaltungsgerichts aufgehoben.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Abgaberecht ohne Steuern</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Konzessionsgebühren</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Konzessionsgebühr für Treppenstufen, die in den öffentlichen Grund hineinragen<br/>(Die Vorinstanz wies die Stadt Zürich an, die Gebühr auf einen wesentlich reduzierten Betrag festzusetzen, worauf die Stadt Beschwerde beim Verwaltungsgericht erhob.)<br/><br/>Der vorinstanzliche Rückweisungsentscheid, welcher die neue erstinstanzliche Gebührenfestsetzung weitgehend vorwegnimmt, ist anfechtbar (E. 1).<br/>Rechtsgrundlagen für die Gebührenfestsetzung nach kommunalem Recht (E. 2.1). Äquivalenzprinzip und seine Konkretisierung im kantonalen und kommunalen Recht (E. 3.2).<br/>In Anküpfung an die bisherige Rechtsprechung (vgl. VB.2004.00003) steht die vorliegend festgesetzte Gebühr in einem offensichtlichen Missverhältnis zum Wert der staatlichen Leistung (einmalige Gebühr von Fr. 214'000.- für die Beanspruchung von insgesamt 20,55 m2 öffentlichen Grundes). Bei der Würdigung ist namentlich zu berücksichtigen, dass die Treppenstufen einerseits der Konzessionärin nur einen geringfügigen Vorteil bringen und anderseits den Gemeingebrauch nur unwesentlich beeinträchtigen (E. 3.3).<br/>Abweisung.</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ÃQUIVALENZPRINZIP">ÃQUIVALENZPRINZIP</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ÃQUIVALENZPRINZIP">ÃQUIVALENZPRINZIP</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: Abgaberecht ST: GEBÃHREN">GEBÃHREN</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: GEBÃHREN">GEBÃHREN</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: GEMEINGEBRAUCH">GEMEINGEBRAUCH</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: KOMMUNALES RECHT">KOMMUNALES RECHT</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: KONZESSION">KONZESSION</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: KONZESSIONSGEBÃHR">KONZESSIONSGEBÃHR</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: RÃCKWEISUNGSENTSCHEID">RÃCKWEISUNGSENTSCHEID</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: SONDERNUTZUNG">SONDERNUTZUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: SONDERNUTZUNGSKONZESSION">SONDERNUTZUNGSKONZESSION</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: STADT ZÃRICH">STADT ZÃRICH</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade">§ 231 PBG</span><br/><span class="gerade">§ 48 Abs. II VRG</span><br/><span class="ungerade">§ 48 Abs. III VRG</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="gerade">RB 2004 Nr. 36 S. 87</span><br/> </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 3 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Sachverhalt1"><b><span>I. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Die A AG ist GrundeigentÃ¼merin der Liegenschaft Kat.Nr. 01 an der X-Strasse/Y-Strasse. Sie erstellte dort eine Einkaufspassage zwischen X-Strasse, Y-Strasse und Z-Platz, deren Fussboden rund einen halben bzw. einen ganzen Meter Ã¼ber dem Niveau der anschliessenden Trottoirs an der X-Strasse und Y-Strasse liegt. Diese HÃ¶hendifferenz wird durch drei bis sechs Stufen Ã¼berwunden, deren jeweils unterste zwei in den Ã¶ffentlichen Grund hineinragen.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Mit VerfÃ¼gung vom 22. Oktober 2002 erteilte das Tiefbau- und Entsorgungsdepartement der Stadt ZÃ¼rich (im Folgenden: Departement) der </span><span>A </span><span>AG als GrundeigentÃ¼merin ein Sondernutzungsrecht fÃ¼r die Erstellung der in den Ã¶ffentlichen Grund hineinragenden Treppenstufen und verlangte dafÃ¼r gestÃ¼tzt auf § 231 des Planungs- und Baugesetzes vom 7. September 1975 (PBG) sowie das stadtzÃ¼rcherische Reglement Ã¼ber GebÃ¼hren fÃ¼r Sondernutzungskonzessionen vom 15. Dezember 1976 (GebÃ¼hrenreglement [GebR]) eine einmalige KonzessionsgebÃ¼hr von Fr. 214'000.-.</span></p> <p class="Sachverhalt1"><b><span>II. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Mit Rekurs vom 25. November 2002 verlangte die </span><span>A </span><span>AG die Herabsetzung der KonzessionsgebÃ¼hr. Die Baurekurskommission I hiess den Rekurs am 27. Februar 2004 gut, hob die angefochtene GebÃ¼hrenauflage auf und lud die Vorinstanz ein, die GebÃ¼hr auf einen im Sinne der ErwÃ¤gungen wesentlich reduzierten Betrag neu festzusetzen (Disp.-Ziff. I). Die Rekurskosten von Fr. 2'930.- wurden der Stadt ZÃ¼rich auferlegt (Disp.-Ziff. II), die zudem zur Bezahlung einer ParteientschÃ¤digung von Fr. 1'500.- an die Rekurrentin verpflichtet wurde. </span></p> <p class="Sachverhalt1"><b><span>III. </span></b><span> </span></p> <p class="Sachverhalt2"><span>Dagegen erhob die Stadt ZÃ¼rich am 1. April 2004 Beschwerde mit den AntrÃ¤gen, die KonzessionsgebÃ¼hr in der ursprÃ¼nglichen HÃ¶he von Fr. 214'000.- zu bestÃ¤tigen, die Rekurskos­ten der Beschwerdegegnerin aufzuerlegen und diese zur Zahlung einer ParteientschÃ¤digung fÃ¼r das Rekurs- und das Beschwerdeverfahren zu verpflichten. Die Baurekurskommission I verzichtete auf Vernehmlassung. Die A AG beantragte am 16. Juni 2004 Abweisung der Beschwerde, unter Kosten- und EntschÃ¤digungsfolgen zulasten der BeschwerdefÃ¼hrerin. </span></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="Einzug1"><span>Die Kammer</span><span> zieht in ErwÃ¤gung:</span></p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Erwgung1"><b><span>1. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Das Verwaltungsgericht ist nach § 41 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 (VRG) zur Behandlung der vorliegenden Beschwerde zustÃ¤ndig. Aufgrund des Streit­werts ist der Fall von der Kammer zu behandeln (§ 38 VRG).</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Angefochten wird ein RÃ¼ckweisungsentscheid, der die von der BeschwerdefÃ¼hrerin festgesetzte KonzessionsgebÃ¼hr als zu hoch wÃ¼rdigt und deren Neubemessung der BeschwerdefÃ¼hrerin Ã¼berlÃ¤sst. GemÃ¤ss § 48 VRG ist die Beschwerde zulÃ¤ssig gegen Endentscheide, mit denen eine Sache materiell oder durch Nichteintreten erledigt wird (Abs. 1). Zwischenentscheide sind weiterziehbar, wenn sie fÃ¼r den Betroffenen einen Nachteil zur Folge haben, der sich spÃ¤ter voraussichtlich nicht mehr beheben lÃ¤sst (Abs. 2). Vorentscheide, durch die eine Rechtsfrage beurteilt wird, sind weiterziehbar, wenn dadurch sofort ein Endentscheid herbeigefÃ¼hrt und ein erhebliches Beweisverfahren erspart werden kann (Abs. 3). RÃ¼ckweisungsentscheide stehen ihrer Natur nach den Zwischen- und den Vorentscheiden nahe; in der Praxis werden sie aber hÃ¤ufig Endentscheiden gleichgestellt, indem ihre Anfechtung nicht nur unter den Voraussetzungen von § 48 Abs. 2 oder 3 VRG zugelassen wird (Alfred KÃ¶lz/JÃ¼rg Bosshart/Martin RÃ¶hl, Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons ZÃ¼rich, 2. A., ZÃ¼rich 1999, § 48 N. 16 mit Hinweisen). Allerdings ist diese Praxis in jÃ¼ngster Zeit in dem Sinn verschÃ¤rft worden, als fÃ¼r die selbstÃ¤ndige Anfechtung von RÃ¼ckweisungsentscheiden die MÃ¶glichkeit einer erheblichen VerfahrensverkÃ¼rzung bestehen muss (RB 2002 Nr. 20 mit weiteren Hinweisen auf VGr, 18. Dezember 2001, VB.2001.00364 und VGr, 27. MÃ¤rz 2002, PB.2002.00002). Die drei zitierten Urteile unterscheiden sich jedoch vom vorliegenden Fall darin, dass die dort angefochtenen RÃ¼ckweisungsentscheide den davon betroffenen BehÃ¶rden einen Spielraum beliessen, der einen inhaltlich gleich ausfallenden Neuentscheid nicht von vornherein ausschloss. Im vorliegenden Fall muss die beschwerdefÃ¼hrende Stadt ZÃ¼rich aufgrund des Rekursentscheids zwingend eine tiefere GebÃ¼hr ansetzen. WÃ¼rde ihre Beschwerde gegen diesen RÃ¼ckweisungsentscheid nicht zugelassen, wÃ¤re sie nach Neufestsetzung der GebÃ¼hr gezwungen, ihren eigenen, in Anwendung ihres kommunalen Rechts ergehenden Neuentscheid anzufechten, was ihr nicht zuzumuten ist (vgl. KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 48 N. 17). </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Weil auch die Ã¼brigen Prozessvoraussetzungen erfÃ¼llt sind, ist auf die Beschwerde einzutreten.</span></p> <p class="Erwgung1"><b><span>2. </span></b><span> </span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>2.1 </span></b><span>Die streitbetroffenen Stufen beanspruchen den Ã¶ffentlichen Grund mit FlÃ¤chen von 13,5 m² (X-Strasse) und 7,05 (Y-Strasse), weshalb fÃ¼r diese Vorrichtung nach den Art. 1 und 2 GebR unbestrittenermassen eine KonzessionsgebÃ¼hr geschuldet ist. GemÃ¤ss Art. 3 Abs. 2 GebR bemisst sich die â in der Regel als einmalige Ge­bÃ¼hr zu erhebende (Abs. 1) â KonzessionsgebÃ¼hr nach dem Verkehrswert des Landes am Ort der BenÃ¼tzung (lit. a), dem Ausmass der beanspruchten FlÃ¤che Ã¶ffentlichen Grundes (lit. b), der Art der BenÃ¼tzung und dem daraus erwachsenden Vorteil fÃ¼r den KonzessionÃ¤r bzw. der fÃ¼r die zugestandene BenÃ¼tzung erforderlichen baulichen Vorrichtung (lit. c) sowie der mit der Sondernutzung verbundenen EinschrÃ¤nkung des Gemeingebrauchs (lit. d). Der Verkehrswert des Landes (Landwert) ist nach den bewÃ¤hrten und anerkannten SchÃ¤tzungsmethoden des Enteignungsrechts zu schÃ¤tzen (Art. 4 GebR). Die volle GebÃ¼hr entspricht grundsÃ¤tzlich dem geschÃ¤tzten Landwert je Quadratmeter, vervielfacht mit dem Ausmass der beanspruchten FlÃ¤che (Art. 6 Abs. 2 GebR). Art. 7 GebR sieht einen ermÃ¤ssigten Ansatz "fÃ¼r Bauteile" vor: Bilden die konzedierten Vorrichtungen Bestandteile von GebÃ¤uden oder sind sie sonst wie mit GebÃ¤uden baulich verbunden, ohne dem KonzessionÃ¤r unmittelbar mehr NutzflÃ¤che in seiner Baute zu verschaffen, so wird die KonzessionsgebÃ¼hr in Bruchteilen der vollen GebÃ¼hr festgesetzt (Abs. l). Die volle GebÃ¼hr wird geteilt durch die hÃ¶chstens zulÃ¤ssige Vollgeschosszahl, zuzÃ¼glich zweier Untergeschosse, und vervielfacht mit der Anzahl Geschosse mit konzedierten Bauteilen; die zulÃ¤ssige Geschosszahl bestimmt sich nach der massgebenden Bauzone (Abs. 2). Bauteile im Erdgeschoss, im ersten Ober- und im ersten Untergeschoss werden in der Regel, namentlich in der Kernzone und in Zentrumslagen, doppelt angerechnet; weitere Untergeschosse sind insgesamt wie ein ganzes Vollgeschoss zu rechnen (Abs. 3 in der Fassung vom 31. Juli 1979).</span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>2.2 </span></b><span>Bei seiner Veranlagung ging das Departement von einem Landwert von Fr. 40'000.-/m<sup>2 </sup>an der X-Strasse sowie von Fr. 30'000.-/m<sup>2 </sup>an der Y-Strasse aus, was fÃ¼r die fraglichen FlÃ¤chen von 13,5 m<sup>2</sup> und 7,05 m<sup>2</sup> einen Bruttowert von Fr. 751'000.- ergab. Unter Be­rÃ¼cksichtigung von sieben zulÃ¤ssigen Geschossen (fÃ¼nf Voll- und zwei Untergeschossen) nach Art. 7 Abs. 2 GebR sowie doppelter Anrechnung des vom Bauteil betroffenen Erdgeschosses nach Art. 7 Abs. 3 GebR gelangte es zu einem Reduktionsfaktor von 2/7 (bezogen auf 40'000 x 13,5 = Fr. 540'000.-; davon 2/7 = Fr. 154'285.- bzw. 30'000 x 7,05 = Fr. 211'500.-; davon 2/7 = Fr. 60'428.-) und damit zur veranlagten KonzessionsgebÃ¼hr von Fr. 214'000.-.</span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>2.3 </span></b><span>Die Baurekurskommission erwog, der vom Departement geschÃ¤tzte Landwert von Fr. 40'000.-/m<sup>2</sup> bzw. Fr. 30'000.-/m<sup>2</sup> erweise sich als vertretbar (Rekursentscheid E. 4b). Mit den vorgezogenen Treppenstufen werde eine Verbindung zwischen der Einkaufspassage und dem Strassenraum hergestellt, welcher sich als stÃ¤dtebaulicher Gewinn auswirke. Dieser Umstand rechtfertige allerdings keine Reduktion der KonzessionsgebÃ¼hr, weil davon auszugehen sei, dass die ZugÃ¤nge zur Ladenpassage auch ohne vorgelagerte Treppenstufen nach § 238 PBG bewilligt worden wÃ¤ren. Anderseits erwachse der Rekurrentin aus dieser Gestaltung kein weiterer erkennbarer Vorteil, denn bei einer Gestaltung mit rÃ¼ckversetzten Stufen hÃ¤tte sich einfach die gebÃ¤udeinterne VerkehrsflÃ¤che reduziert. Dementsprechend ergebe sich fÃ¼r die Rekurrentin insgesamt nur ein geringer Vorteil im Sinn von Art. 3 Abs. 2 lit. c GebR. Die mit der Sondernutzung verbundene EinschrÃ¤nkung des Gemeingebrauchs (Art. 3 Abs. 2 lit. d GebR) sei ebenfalls gering; sie beschrÃ¤nke sich in vertikaler Richtung auf wenige Zentimeter ab Boden, wÃ¤hrend die gestÃ¼tzt auf Art. 7 GebR errechnete GebÃ¼hr zu einer Beanspruchung des Ã¶ffentlichen Luftraums im Bereich des ganzen Erdgeschosses Ã¼ber rund drei bis fÃ¼nf Meter berechtigen wÃ¼rde. Konkret werde denn auch der Gemeingebrauch einzig dadurch eingeschrÃ¤nkt, dass die konzedierte FlÃ¤che nicht mehr mit RollstÃ¼hlen und Kinderwagen befahren werden kÃ¶nne und dass sie fÃ¼r die maschinelle Trottoirreinigung ein Hindernis bilde; die FussgÃ¤nger dagegen wÃ¼rden durch die Stufen nur unwesentlich behindert. Unter diesen UmstÃ¤nden gebiete das aus Art. 3 Abs. 2 lit. c und d GebR fliessende Ãquivalenzprinzip eine wesentliche Reduktion der KonzessionsgebÃ¼hr. Angesichts des dabei bestehenden Ermessensspielraums sei die Neufestsetzung der GebÃ¼hr von der Rekursgegnerin vorzunehmen. </span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>2.4 </span></b><span>Die BeschwerdefÃ¼hrerin macht geltend, entgegen der Auffassung der Baurekurskommission kÃ¶nne aus dem Umstand, dass der Beschwerdegegnerin aus der Beanspruchung des Ã¶ffentlichen Grundes kein wirtschaftlicher Vorteil erwachse, nicht auf eine Verletzung des Ãquivalenzprinzips geschlossen werden. Der wirtschaftliche Nutzen finde als Bemessungskriterium seinen Niederschlag in Art. 7 und 10 GebR. Dem genannten Umstand sei somit hinreichend dadurch Rechnung getragen worden, dass die GebÃ¼hr gestÃ¼tzt auf Art. 7 GebR von Fr. 751'500.- auf Fr. 214'000.- reduziert worden sei. HÃ¤tte sich hingegen fÃ¼r die Beschwerdegegnerin infolge der gewÃ¤hlten baulichen Gestaltung ein NutzflÃ¤chengewinn ergeben, so wÃ¤re die GebÃ¼hr nach Art. 10 GebR zu bemessen gewesen, ohne dass eine so errechnete GebÃ¼hr gestÃ¼tzt auf Art. 3 Abs. 2 lit. c GebR noch zusÃ¤tzlich erhÃ¶ht hÃ¤tte werden dÃ¼rfen. Ebenso werde der geringen EinschrÃ¤nkung des Gemeingebrauchs mit der Reduktion gemÃ¤ss Art. 7 GebR hinreichend Rechnung getragen, ohne dass die Beschwerdegegnerin zusÃ¤tzlich eine Reduktion unmittelbar gestÃ¼tzt auf Art. 3 Abs. 2 lit. d GebR beanspruchen kÃ¶nne. Die Baurekurskommission lege in keiner Weise dar, worin das das Ãquivalenzprinzip verletzende MissverhÃ¤ltnis zwischen der GebÃ¼hr von Fr. 214'000.- und dem Wert der konzedierten staatlichen Leistung bestehe. Der Gegenwert der GebÃ¼hr bestehe hier im zur VerfÃ¼gungstellen des Ã¶ffentlichen Grundes an der X-Strasse und der Y-Strasse. Es handle sich dabei um eine der prominentesten Flanier-, Einkaufs- und Bankenmeilen der Schweiz, weshalb die Beschwerdegegnerin denn auch zu Recht den bei der GebÃ¼hrenberechnung eingesetzten Landwert von Fr. 40'000.-/m<sup>2</sup> (X-Strasse) bzw. Fr. 30'000.-/m<sup>2</sup> (Y-Strasse) nicht bestritten habe. Mit ihrem Entscheid habe die Baurekurskommission den der BeschwerdefÃ¼hrerin bei der Anwendung kommunalen Rechts zustehenden Entscheidungsspielraum missachtet. </span></p> <p class="Erwgung1"><b><span>3. </span></b><span> </span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>3.1 </span></b><span>Die von der BeschwerdefÃ¼hrerin vorgenommene Berechnung beruht auf den Bemessungsregeln in Art. 3 Abs. 2 lit. a (in Verbindung mit Art. 4) und lit. b sowie Art. 7 GebR. Die Baurekurskommission ist zum Schluss gelangt, dass der aus dieser Berechnungsweise resultierende Betrag von Fr. 214'000.- in einem offensichtlichen MissverhÃ¤ltnis zum Wert der damit verbundenen staatlichen Leistung fÃ¼hre und daher mit dem Ãquivalenzprinzip nicht vereinbar sei. </span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>3.2 </span></b><span>Nach dem Ãquivalenzprinzip muss die HÃ¶he der GebÃ¼hr im <i>Einzelfall</i> in einem vernÃ¼nftigen VerhÃ¤ltnis zum Wert stehen, den die staatliche Leistung fÃ¼r den Abgabepflichtigen hat (Ulrich HÃ¤felin/Georg MÃ¼ller, Allgemeines Verwaltungsrecht, 4. A., ZÃ¼rich 2002, Rz. 2641 ff.). Mit Bezug auf GebÃ¼hren fÃ¼r die Inanspruchnahme Ã¶ffentlichen Grundes wird dieses Prinzip in § 231 Abs. 3 PBG konkretisiert, wonach bei der Bemessung insbesondere das Ausmass und die Dauer der Beanspruchung, der wirtschaftliche Nutzen fÃ¼r den KonzessionÃ¤r und die allfÃ¤lligen Nachteile fÃ¼r das Gemeinwesen zu berÃ¼cksichtigen sind. Der Konkretisierung des Ãquivalenzprinzips dienen sodann die in Art. 3 Abs. 2 lit. c und d GebR genannten Bemessungskriterien, nÃ¤mlich die Art der BenÃ¼tzung und der daraus erwachsende Vorteil fÃ¼r den KonzessionÃ¤r bzw. der fÃ¼r die zugestandene BenÃ¼tzung erforderlichen baulichen Vorrichtung (lit. c) sowie die mit der Sondernutzung verbundene EinschrÃ¤nkung des Gemeingebrauchs (lit. d). Das Ãquivalenzprinzip ist seinerseits Ausfluss verfassungsrechtlich geschÃ¼tzter Prinzipien, nÃ¤mlich des Gleichheitsgebots, des WillkÃ¼rverbots und des VerhÃ¤ltnismÃ¤ssigkeitsgrundsatzes (Art. 5 Abs. 2, Art. 8 und Art. 9 der Bundesverfassung [BV]). Das bedeutet, dass, gestÃ¼tzt auf das Ãquivalenzprinzip, unter UmstÃ¤nden vom Ergebnis einer GebÃ¼hrenberechnung selbst dann abgewichen werden muss, wenn diese Berechnung an sich den massgebenden Reglementbestimmungen entspricht. Ferner ist das Ãquivalenzprinzip bei der Anwendung relativ unbestimmter Reglement­bestimmungen im Sinn einer verfassungskonformen Auslegung zu berÃ¼cksichtigen. Bezogen auf die hier massgebenden Bestimmungen des GebÃ¼hrenreglements kann dies nach zutreffender Auffassung der Vorinstanz dazu fÃ¼hren, dass zur Wahrung des Ãquivalenzprinzips von den (rechnerisch unmittelbar umsetzbaren) Berechnungsregeln von Art. 3 Abs. 2 lit. a und b in Verbindung mit Art. 7 GebR abgewichen und die Bemessungsregeln von Art. 3 Abs. 2 lit. c und d GebR heranzuziehen sind.</span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>3.3 </span></b><span>Das Verwaltungsgericht hat sich im (Einzelrichter-)Entscheid VB.2004.00003 vom 30. MÃ¤rz 2004 (<a href="http://www.vgrzh.ch/"><span>www.vgrzh.ch</span></a>) mit der Berechnung der KonzessionsgebÃ¼hr hinsichtlich eines Ã¤hnlich gelagerten Sachverhalts zu befassen. Die BeschwerdefÃ¼hrerin berechnete dort fÃ¼r einen fest mit der GebÃ¤udefassade verbundenen Sonnenstorenkasten bzw. fÃ¼r die damit verbundene Beanspruchung der LuftsÃ¤ule Ã¼ber dem Ã¶ffentlichen Grund gestÃ¼tzt auf Art. 3 Abs. 2 lit. a (in Verbindung mit Art. 4) und lit. b sowie Art. 7 GebR eine GebÃ¼hr von Fr. 28'700.-, welche die Baurekurskommission und ihm folgend das Verwaltungsgericht als unvereinbar mit dem Ãquivalenzprinzip wÃ¼rdigte. Zwar war dort fÃ¼r beide Rechtsmittelinstanzen auch die ErwÃ¤gung massgebend, dass die streitbetroffene KonzessionsgebÃ¼hr von Fr. 28'700.- in einem offensichtlichen MissverhÃ¤ltnis zum kapitalisierten Wert von Fr. 5'350.- der jÃ¤hrlich BenÃ¼tzungsgebÃ¼hr stehe, welche bezÃ¼glich der TeilflÃ¤che von 2,15 m<sup>2</sup> unterhalb des an der Fassade angebrachten Sonnenstorenelements zu erheben sei. Im vorliegenden Fall wird ein solches MissverhÃ¤ltnis von der Baurekurskommission nicht geltend gemacht. Im erwÃ¤hnten frÃ¼heren Fall haben sich Baurekurskommission und Verwaltungsgericht aber auch darauf gestÃ¼tzt, dass der dortigen KonzessionÃ¤rin aus der Konzession nur ein geringfÃ¼giger Vorteil erwachse und dass die konzedierte Vorrichtung den Gemeingebrauch auf dem Ã¶ffentlichen Grund nicht einschrÃ¤nke. Beide Gesichtspunkte sind fÃ¼r die Vorinstanz auch im vorliegenden Fall massgebend dafÃ¼r, auf ein offensichtliches MissverhÃ¤ltnis zwischen der veranlagten GebÃ¼hr von hier Fr. 214'000.- und der staatlichen Gegenleistung und damit auf eine Verletzung des Ãquivalenzprinzips zu schliessen. Das Verwaltungsgericht hat in jenem frÃ¼heren Fall sodann die Argumentation der beschwerdefÃ¼hrenden Stadt ZÃ¼rich verworfen, wonach diesen in Art. 3 Abs. 2 lit. c und d GebR festgelegten Bemessungskriterien keine eigenstÃ¤ndige Bedeutung zukomme, sofern bei der Berechnung der streitbetroffenen GebÃ¼hr der Reduktionsgrund von Art. 7 GebR berÃ¼cksichtigt werde. Daran ist auch im vorliegenden Fall festzuhalten. Die von der Baurekurskommission hier angefÃ¼hrten GrÃ¼nde dafÃ¼r, dass der Beschwerdegegnerin aus der Konzession nur ein geringer Vorteil erwÃ¤chst und dass der Gemeingebrauch auf dem Trottoir durch die vorspringenden Treppenstufen nur geringfÃ¼gig beeintrÃ¤chtigt wird, werden durch die gestÃ¼tzt auf Art. 7 GebR gewÃ¤hrte Reduktion â ungeachtet dessen, dass diese massiv ausfÃ¤llt â nicht abgegolten. Denn die von der Baurekurskommission angefÃ¼hrten GrÃ¼nde beziehen sich von vornherein nur auf mÃ¶gliche EinschrÃ¤nkungen im Rahmen der einzig das Erdgeschoss betreffenden Sondernutzung, wÃ¤hrend die ErmÃ¤ssigung gemÃ¤ss Art. 7 GebR primÃ¤r daran anknÃ¼pft, welcher wirtschaftliche Vorteil fÃ¼r die KonzessionÃ¤rin bzw. welche EinschrÃ¤nkung des Gemeingebrauchs aus der konzedierten Vorrichtung bezogen auf das gesamte (mehrgeschossige) GebÃ¤ude resultiert. </span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>3.4 </span></b><span>Ist demnach davon auszugehen, dass die ursprÃ¼nglich veranlagte GebÃ¼hr von Fr. 214'000.- in einem offensichtlichen MissverhÃ¤ltnis zum Wert der staatlichen Leistung fÃ¼r die Beschwerdegegnerin steht, so erweist sich der Vorwurf der BeschwerdefÃ¼hrerin, die Baurekurskommission habe mit der Aufhebung und Neubemessung dieser GebÃ¼hr in unzulÃ¤ssiger Weise in die ihr bei der Anwendung kommunalen Rechts zustehende Beurteilungs- und Entscheidungsfreiheit eingegriffen, als unbegrÃ¼ndet. Wohl handelt es sich um einen Eingriff in ihr kommunales Recht, indem die BeschwerdefÃ¼hrerin gezwungen ist, die GebÃ¼hr abweichend von der bisherigen Auslegung und Anwendung ihres eigenen Rechts zu bemessen. Dies ist aber die Folge davon, dass die bisherige Auslegung dem Ã¼bergeordneten Recht, nÃ¤mlich dem verfassungsrechtlichen Ãquivalenzprinzip widerspricht (vgl. vorstehend E. 3.2). Dabei kann hier offen bleiben, ob die gebotene BerÃ¼cksichtigung des Ãquivalenzprinzips (wie sie auch das kommunale Recht in Art. 3 Abs. 2 lit. c und d GebR vorsieht) durch eine andere Auslegung der geltenden GebÃ¼hrenordnung erreicht werden kann oder eine Ãnderung dieser Ordnung bedingt. Soll sich die Neubemessung mÃ¶glichst im Rahmen der geltenden kommunalen Regelung halten, lÃ¤sst sich die aufgrund des Ãquivalenzprinzips gebotene Korrektur etwa dadurch erreichen, dass an die den Landwert (Art. 4-6 GebR) sowie die ErmÃ¤ssigung nach Art. 7 GebR berÃ¼cksichtigende bisherige Berechnung angeknÃ¼pft und die so ermittelte GebÃ¼hr durch einen weiteren, in Anlehnung an Art. 3 Abs. 2 lit. c und d GebR frei geschÃ¤tzten Einschlag reduziert wird (vgl. VGr, 30. MÃ¤rz 2004, VB.2004.00003, E. 4.2, www.vgrzh.ch). </span></p> <p class="Erwgung1"><b><span>4. </span></b><span> </span></p> <p class="Erwgung1"><span>Demnach ist die Beschwerde abzuweisen. Die Gerichtskosten sind der unterliegenden BeschwerdefÃ¼hrerin aufzuerlegen (§ 70 in Verbindung mit § 13 Abs. 2 VRG), welcher nach § 17 Abs. 2 VRG als Unterliegender von vornherein keine ParteientschÃ¤digung zusteht. Hingegen ist sie zur Zahlung einer solchen EntschÃ¤digung an die Beschwerdegegnerin zu verpflichten; als angemessen erweist sich ein Betrag von Fr. 2'000.-. </span></p> <p class="Urteilstext"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>DemgemÃ¤ss entscheidet <span>die Kammer</span>:</span></p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug2">1. Die Beschwerde wird abgewiesen.</p> <p class="Einzug2">2. Die GerichtsgebÃ¼hr wird festgesetzt auf <br/> Fr. 4'000.<b>--</b>; die Ã¼brigen Kosten betragen:<br/> Fr. 60.-- Zustellungskosten,<br/> Fr. 4'060.-- Total der Kosten.</p> <p class="Einzug2">3. Die Gerichtskosten werden der BeschwerdefÃ¼hrerin auferlegt.</p> <p class="Einzug2">4. Die BeschwerdefÃ¼hrerin wird verpflichtet, der Beschwerdegegnerin binnen dreissig Ta­gen nach Rechtskraft dieses Entscheids eine ParteientschÃ¤digung von Fr. 2'000.- (Mehrwertsteuer inbegriffen) zu bezahlen.</p> <p class="Urteilstext"><span>5. â¦</span></p> <p class="MsoNormal"> </p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>