200 17 17 UV SCP/FRN/SEE Verwaltungsgericht des Kantons Bern Sozialversicherungsrechtliche Abteilung Urteil vom 19. Mai 2017 Verwaltungsrichter Schütz, Kammerpräsident Verwaltungsrichter Scheidegger, Verwaltungsrichter Matti Gerichtsschreiberin Franzen A.________ vertreten durch Rechtsanwältin B.________ Beschwerdeführer gegen Suva Rechtsabteilung, Postfach 4358, 6002 Luzern Beschwerdegegnerin betreffend Einspracheentscheid vom 29. November 2016 Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 19. Mai 2017, UV/17/17, Seite 2 Sachverhalt: A. Der 1974 geborene A.________ (Versicherter bzw. Beschwerdeführer) war über seine Arbeitgeberin bei der Schweizerischen Unfallversicherungsan- stalt ( Suva bzw. Beschwerdegegnerin) obligatorisch gegen die Folgen von Berufs- und Nichtberufsunfällen sowie Berufskrankheiten versichert. Am 22. November 2013 ging bei der Suva eine Schadenmeldung ein, gemäss welcher der Versicherte am 21. November 2013 während der Arbeit auf der … im Schnee ausgerutscht und mit dem Knie auf den Boden gefallen ist. Als Verletzung wurde eine Prellung des linken Knies angegeben (Akten der Suva, Antwortbeilage [AB] 1). Daraufhin holte die Suva medizinische Unter- lagen ein und erbrachte die gesetzlichen Versicherungsleistungen in Form von Heilbehandlung und Taggeld für das Knieleiden wie auch für das einige Wochen nach dem Unfall gemeldete Rückenleiden. Der Versicherte wurde am 23. Oktober 2014 und am 2. April 2015 am Knie operiert (AB 75 und 102) und mehrfach kreisärztlich untersucht und beurteilt (AB 60; 126; 168). Mit Verfügung vom 16. Februar 2016 (AB 172) verfügte die Suva die Ein- stellung der Versicherungsleistungen per 22. Februar 2016, dies im We- sentlichen mit der Begründung, dass die bestehenden Beschwerden nicht mehr unfallbedingt seien. Mit Entscheid vom 29. November 2016 (AB 206) wies sie die Einsprache des Versicherten (AB 201), vertreten durch Rechtsanwältin B.________, ab. B. Dagegen erhob der Versicherte, nach wie vor vertreten durch Rechtsanwäl- tin B.________, mit Eingabe vom 6. Januar 2017 Beschwerde. Er bean- tragt Folgendes: Der Einspracheentscheid vom 29. November 2016 sei aufzuhe- ben und die Beschwerdegegnerin sei zu verpflichten, dem Be- schwerdeführer über den 22. Februar 2016 hinaus die gesetzli- chen Unfallversicherungsleistungen zu erbringen. Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 19. Mai 2017, UV/17/17, Seite 3 -unter Kosten- und Entschädigungsfolgen- Mit Beschwerdeantwort vom 12. April 2017 schliesst die Beschwerdegeg- nerin auf Abweisung der Beschwerde. Erwägungen: 1. 1.1Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche- rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes vom 6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes vom 11. Juni 2009 über die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staats- anwaltschaft (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. Der Beschwerdeführer ist im vorinstanzlichen Verfahren mit seinen Anträ- gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb er zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist gegeben (Art. 58 ATSG). Da auch die Bestimmungen über Frist (Art. 60 ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 i.V.m. Art. 32 des kantonalen Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die Verwaltungsrechtspflege [VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Beschwerde einzutreten. 1.2Anfechtungsobjekt bildet der Einspracheentscheid vom 29. Novem- ber 2016 (AB 206). Streitig und zu prüfen ist, ob über den 22. Februar 2016 hinaus ein Anspruch auf Leistungen der Unfallversicherung besteht und dabei insbesondere, ob die weiterhin geklagten Rücken- und Kniebe- schwerden links in einem natürlichen und adäquaten Kausalzusammen- hang zum Ereignis vom 21. November 2013 stehen. Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 19. Mai 2017, UV/17/17, Seite 4 1.3Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG). 1.4Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG). 2. 2.1Am 1. Januar 2017 sind die Änderung vom 25. September 2015 des Bundesgesetzes vom 20. März 1981 über die Unfallversicherung (UVG; SR 832.20) und die Änderung vom 9. November 2016 der Verordnung vom 20. Dezember 1982 über die Unfallversicherung (UVV; SR 832.202) in Kraft getreten. Versicherungsleistungen für Unfälle, die sich vor dem In- krafttreten der Änderung vom 25. September 2015 des UVG ereignet ha- ben, und für Berufskrankheiten, die vor diesem Zeitpunkt ausgebrochen sind, werden nach bisherigem Recht gewährt (Abs. 1 der Übergangsbe- stimmungen zur Änderung vom 25. September 2015 des UVG). Das Unfallereignis fand am 21. November 2013 (AB 1) statt, womit auf den vorliegenden Fall die bis 31. Dezember 2016 gültig gewesene Rechtslage zur Anwendung gelangt. 2.2Die Zusprechung von Leistungen der obligatorischen Unfallversi- cherung setzt grundsätzlich das Vorliegen eines Berufsunfalles, eines Nichtberufsunfalles oder einer Berufskrankheit voraus (Art. 6 Abs. 1 UVG). Unfall ist die plötzliche, nicht beabsichtigte schädigende Einwirkung eines ungewöhnlichen äusseren Faktors auf den menschlichen Körper, die eine Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit oder den Tod zur Folge hat (Art. 4 ATSG). 2.3Der Anspruch auf Leistungen der obligatorischen Unfallversicherung setzt nebst anderem einen natürlichen und adäquaten Kausalzusammen- hang zwischen dem Unfall und dem eingetretenen Schaden voraus (BGE 129 V 177 E. 3.1 und 3.2 S. 181; SVR 2012 UV Nr. 2 S. 6 E. 3.1). Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 19. Mai 2017, UV/17/17, Seite 5 2.3.1Ursachen im Sinne des natürlichen Kausalzusammenhangs sind alle Umstände, ohne die der eingetretene Erfolg nicht als eingetreten oder nicht als in der gleichen Weise bzw. nicht als zur gleichen Zeit eingetreten gedacht werden kann. Entsprechend dieser Umschreibung ist für die Beja- hung des natürlichen Kausalzusammenhangs nicht erforderlich, dass ein Unfall die alleinige oder unmittelbare Ursache gesundheitlicher Störungen ist; es genügt, dass das schädigende Ereignis zusammen mit anderen Be- dingungen die körperliche oder geistige Integrität der versicherten Person beeinträchtigt hat, der Unfall mit andern Worten nicht weggedacht werden kann, ohne dass auch die eingetretene gesundheitliche Störung entfiele ("conditio sine qua non"; BGE 129 V 177 E. 3.1 S. 181, 119 V 335 E. 1 S. 337; SVR 2010 UV Nr. 30 S. 121 E. 5.1). Ob zwischen einem schädigenden Ereignis und einer gesundheitlichen Störung ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht, ist eine Tatfrage, worüber die Verwaltung bzw. im Beschwerdefall das Gericht im Rahmen der ihm obliegenden Beweiswürdigung nach dem im Sozialversicherungs- recht üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu be- finden hat. Die blosse Möglichkeit eines Zusammenhanges genügt für die Begründung eines Leistungsanspruchs nicht (BGE 129 V 177 E. 3.1 S. 181; SVR 2010 UV Nr. 30 S. 121 E. 5.1). 2.3.2Nach der Rechtsprechung hat ein Ereignis dann als adäquate Ursa- che eines Erfolges zu gelten, wenn es nach dem gewöhnlichen Lauf der Dinge und nach der allgemeinen Lebenserfahrung an sich geeignet ist, einen Erfolg von der Art des eingetretenen herbeizuführen, der Eintritt die- ses Erfolges also durch das Ereignis allgemein als begünstigt erscheint (BGE 129 V 177 E. 3.2 S. 181, 125 V 456 E. 5a S. 461; SVR 2010 UV Nr. 30 S. 122 E. 5.2). Ob beim Vorliegen eines natürlichen Kausalzusammenhangs zwischen dem versicherten Ereignis und der eingetretenen gesundheitlichen Schädi- gung auch der erforderliche adäquate, d.h. rechtserhebliche Kausalzu- sammenhang besteht, ist eine Rechtsfrage, die nach den von Doktrin und Praxis entwickelten Regeln zu beurteilen ist. Dabei hat die Beantwortung der Frage nach der Adäquanz von Unfallfolgen als einer Rechtsfrage – im Gegensatz zur Frage nach dem natürlichen Kausalzusammenhang – nicht Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 19. Mai 2017, UV/17/17, Seite 6 nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu erfolgen (BGE 112 V 30 E. 1b S. 33). 2.3.3Es entspricht einer medizinischen Erfahrungstatsache im Bereich des Unfallversicherungsrechts, dass praktisch alle Diskushernien bei Vor- liegen degenerativer Bandscheibenveränderungen entstehen und ein Un- fallereignis nur ausnahmsweise, unter besonderen Voraussetzungen, als eigentliche Ursache in Betracht fällt. Als weitgehend unfallbedingt kann eine Diskushernie betrachtet werden, wenn das Unfallereignis von beson- derer Schwere und geeignet war, eine Schädigung der Bandscheibe her- beizuführen, und die Symptome der Diskushernie (vertebrales oder radi- kuläres Syndrom) unverzüglich und mit sofortiger Arbeitsunfähigkeit auftre- ten. In solchen Fällen hat die Unfallversicherung praxisgemäss auch für Re-zidive und allfällige Operationen aufzukommen (SVR 2009 UV Nr. 1 S. 2 E. 2.3). Ist die Diskushernie bei degenerativem Vorzustand durch den Unfall nur aktiviert, nicht aber verursacht worden, so hat die Unfallversicherung nur Leistungen für das unmittelbar im Zusammenhang mit dem Unfall stehende Schmerzsyndrom zu erbringen. Nach dem derzeitigen medizinischen Wis- sensstand kann das Erreichen des Status quo sine bei posttraumatischen Lumbalgien und Lumboischialgien nach drei bis vier Monaten erwartet wer- den, wogegen eine allfällige richtunggebende Verschlimmerung röntgeno- logisch ausgewiesen sein und sich von der altersüblichen Progression ab- heben muss; eine traumatische Verschlimmerung eines klinisch stummen degenerativen Vorzustandes an der Wirbelsäule ist in der Regel nach sechs bis neun Monaten, spätestens aber nach einem Jahr als abge- schlossen zu betrachten (SVR 2009 UV Nr. 1 S. 2 E. 2.3.1 und 2.3.2). 2.3.4Wird durch den Unfall ein krankhafter Vorzustand verschlimmert oder überhaupt erst manifest, entfällt die Leistungspflicht des Unfallversi- cherers erst, wenn der Unfall nicht die natürliche und adäquate Ursache des Gesundheitsschadens darstellt, wenn also Letzterer nur noch und aus- schliesslich auf unfallfremden Ursachen beruht. Dies trifft dann zu, wenn entweder der (krankhafte) Gesundheitszustand, wie er unmittelbar vor dem Unfall bestanden hat (status quo ante) oder aber derjenige Zustand, wie er sich nach dem schicksalsmässigen Verlauf eines krankhaften Vorzustan-Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 19. Mai 2017, UV/17/17, Seite 7 des auch ohne Unfall früher oder später eingestellt hätte (status quo sine) erreicht ist (SVR 2016 UV Nr. 18 S. 56 E. 2.1.1, 2011 UV Nr. 4 S. 13 E. 3.2; RKUV 1994 U 206 S. 328 E. 3b). Ebenso wie der leistungsbegründende natürliche Kausalzusammenhang muss das Dahinfallen jeder kausalen Bedeutung von unfallbedingten Ursa- chen eines Gesundheitsschadens mit dem im Sozialversicherungsrecht allgemein üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit nachgewiesen sein. Die blosse Möglichkeit nunmehr gänzlich fehlender ur- sächlicher Auswirkungen des Unfalles genügt nicht. Da es sich hierbei um eine anspruchsaufhebende Tatfrage handelt, liegt die Beweislast – anders als bei der Frage, ob ein leistungsbegründender natürlicher Kausalzusam- menhang gegeben ist – nicht bei der versicherten Person, sondern beim Unfallversicherer (SVR 2011 UV Nr. 4 S. 13 E. 3.2). 3. 3.1Unbestritten ist, dass der Beschwerdeführer am 21. November 2013 einen Unfall im Rechtssinne erlitten (vgl. E. 2.2 hiervor) und sich dabei eine Kniedistorsion links zugezogen hat. Die Beschwerdegegnerin hat denn auch entsprechende Versicherungsleistungen erbracht. Umstritten ist hin- gegen, ob der Beschwerdeführer – basierend auf dem besagten Unfall – über die von der Beschwerdegegnerin verfügte Einstellung per 22. Februar 2016 hinaus weiterhin Anspruch auf Leistungen der obligatorischen Unfall- versicherung hat. Dabei ist zu prüfen, ob die anhaltend geklagten Knie- und Rückenbeschwerden in einem anspruchsbegründenden natürlichen und adäquaten Kausalzusammenhang mit dem Unfall vom 21. November 2013 stehen. Die massgeblichen medizinischen Unterlagen zeigen diesbezüglich das folgende Bild: 3.1.1Im Rahmen der Erstkonsultation vom 21. November 2013 (AB 8) diagnostizierte Dr. med. C.________, Assistenzarzt des Spitals D.________, eine Kniedistorsion links (keine ossäre Läsion; klinisch Innen- bandläsion, differentialdiagnostisch Ruptur vorderes Kreuzband). Er führte aus, der Beschwerdeführer erscheine auf der Notfallstation, nachdem er Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 19. Mai 2017, UV/17/17, Seite 8 auf der … das linke Knie verdreht habe. Er sei ausgerutscht, der Trauma- mechanismus sei nicht ganz klar. 3.1.2Im Bericht der Orthopädischen Sprechstunde des Spitals D.________ vom 21. Februar 2014 (AB 33) diagnostizierten die Ärzte einen ausgedehnten horizontalen Einriss Hinterhorn Innenmeniskus bis Pas In- termedia Knie links sowie Zerrung MCL (Mediales Collaterales Ligament) Knie links nach Arbeitsunfall mit Sturz aufs Gesäss und Distorsion Knie links mit einem Verdacht auf eine traumatische Bandscheibenläsion L4/5 und L5/S1 mit Kontakt zu den linksseitigen Wurzeln und Radikulopathie S1 links ohne motorische Ausfälle. Aktuell gebe der Beschwerdeführer an, dass die Kniebeschwerden eigentlich nicht mehr im Vordergrund stünden, sondern er massiv unter den Rückenbeschwerden leide. Daher würden sie nun erneut einen Termin zur Infiltration an der Wirbelsäule vereinbaren. 3.1.3Die Ärzte des Spitals E.________ diagnostizierten im Bericht vom 26. März 2014 (AB 45) ein ISG-Syndrom beidseits linksbetont sowie eine diskrete beginnende Degeneration der LWS zwischen L3 und S1. Seit dem Sturz auf das Gesäss bestünden beim Beschwerdeführer lokale Rücken- schmerzen lumbal und im Kreuz. Die Beschwerden seien bei Körperrotati- on am schlimmsten und würden ihn auch in der Nacht stören. Ausstrahlen- de Schmerzen in die Beine, Sensibilitätsstörungen oder Kraftminderung würden nicht angegeben. Im MRI der LWS (AB 26) sehe man keinen Hin- weis auf Traumafolgen mit kongenitaler Spinalkanalstenose zwischen L3 und S1 mit beidseitigen Bandscheibenprotrusionen L3/4, L4/5 und L5/S1 ohne zusätzliche Spinalkanalstenose und ohne Kompression der neuralen Strukturen. 3.1.4Am 17. Juni 2014 wurde der Beschwerdeführer kreisärztlich unter- sucht. Im Bericht vom 18. Juni 2014 (AB 60) diagnostizierte Dr. med. F.________, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, einen Arbeitsunfall am 21. November 2013 mit einer Distorsion des linken Kniegelenkes und einer Kontusion der LWS. Der Kreisarzt führte aus, im Bereich des linken Knies sei der Beschwerdeführer nach der Infiltration während drei Wochen fast beschwerdefrei gewesen. Dies deute darauf hin, dass die Meniscusläsion hier keine Rolle mehr spie- le, denn eine solche würde trotz Infiltration weiter Beschwerden bereiten. Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 19. Mai 2017, UV/17/17, Seite 9 Am ehesten handle es sich hier um Probleme seitens der Patella und des Seitenbandes. Meniscus-Zeichen könnten aktuell nicht ausgelöst werden. Ein schmerzhafter Valgusstress deute auf eine Seitenbandläsion hin und nicht auf einen Meniscus, da dieser dabei ja entlastet werde. Bei einer me- dialen Meniscusläsion komme es beim Varusstress zu Schmerzen, dieser sei aber negativ gewesen. Eine Operation des Meniscus sei also nicht an- gezeigt (S. 4). Was den Rücken betreffe, sei hier beim Unfall ein deutlicher Vorzustand mit Discopathien auf verschiedensten Niveaus traumatisiert worden. Traumatische Läsionen seien keine gefunden worden. Es sei also zu einer vorübergehenden Verschlimmerung gekommen. Auch wenn der Beschwerdeführer vor dem Unfall wenig bis keine Rückenschmerzen ge- habt habe, spiele hier der Unfall überwiegend wahrscheinlich nach sechs, allerhöchstens neun Monaten keine Rolle mehr (S. 5). 3.1.5Dem Operationsbericht vom 23. Oktober 2014 (AB 75) ist zu ent- nehmen, dass eine Kniearthroskopie links mit einer Refixation des inkom- pletten medialen Meniskushinterhornbasisrisses links vorgenommen wor- den ist. 3.1.6Im Bericht der Orthopädischen Sprechstunde vom 3. März 2015 (AB 91) führten die Ärzte aus, im MRI links vom 2. Februar 2015 zeige sich eine unveränderte Situation, ohne erneute Läsion. Beim Beschwerdeführer be- stehe nach wie vor ein Knieschmerz im Bereich des lateralen Knies. Es erfolge nun die diagnostisch-therapeutische Infiltration mit LA und Ke- nacort. Der Beschwerdeführer sei als … nach wie vor zu 100% arbeitsun- fähig. 3.1.7Im Bericht vom 13. März 2015 (AB 92) führte der Kreisarzt, Dr. med. G.________, Facharzt für Chirurgie und Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, bezugnehmend auf den Sprech- stundenbericht vom 3. März 2015 (AB 91; E. 3.1.6 hiervor) aus, es könne von weiteren Behandlungen mindestens mit überwiegender Wahrschein- lichkeit eine namhafte Besserung des unfallbedingten Gesundheitszustan- des erwartet werden. Zuerst müsse abgewartet werden, da das Kniegelenk mit Kortison infiltriert worden sei. Physiotherapie sollte weitergemacht wer- den. Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 19. Mai 2017, UV/17/17, Seite 10 3.1.8Im Bericht der Orthopädischen Sprechstunde vom 26. März 2015 (AB 99) führten die Ärzte aus, der Verlauf sei unbefriedigend. Im durchge- führten MRI vom 2. Februar 2015 zeige sich keine die Schmerzen er- klärende intraartikuläre Pathologie. Als einzige Möglichkeit sähen sie die diagnostische Rearthroskopie mit Débridement und Lösen allfälliger post- operativer Vernarbungen lateralseitig. 3.1.9Am 2. April 2015 wurde eine Rearthroskopie Knie links mit partieller medialer Meniskektomie vorgenommen (AB 102). 3.1.10Am 12. August 2015 wurde der Beschwerdeführer kreisärztlich un- tersucht. Dr. med. G.________ führte im Bericht vom 14. August 2015 (AB 126) aus, der Beschwerdeführer beklage anhaltende Schmerzen seitens des Rückens, des linken Beines und des linken Kniegelenkes. Die klinische Untersuchung habe reizlose Weichteilverhältnisse beider Kniegelenke er- geben, eine eingeschränkte Beweglichkeit des linken Kniegelenkes, eine Druckschmerzhaftigkeit über dem gesamten linken Kniegelenk, sodass eine klinische Untersuchung kaum durchführbar sei, eine Muskelverspan- nung im Bereich der Lendenwirbelsäule, eine Minderung der Ober- und Unterschenkelmuskulatur links, eine Kraftminderung des linken Beines, eine Beeinträchtigung der physiologischen Funktionen des linken Beines und ein linksbetontes hinkendes Gangbild. Aufgrund der anhaltenden Schmerzen seitens der Lendenwirbelsäule mit Ausstrahlung in das linke Bein, werde eine neurologische Untersuchung empfohlen. Eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit bleibe bis auf weiteres bestehen (S. 5 f.). 3.1.11Im Bericht vom 3. Dezember 2015 (AB 159) diagnostizierte Dr. med. H.________, Facharzt für Neurochirurgie, chronifizierte Rückenschmerzen seit dem … vom 23. November 2011 bei flachen Discushernien L3 bis S1 und einem Status nach multiplen Infiltrationen. Dr. med. H.________ führte aus, die Kommunikation erfolge über einen Kollegen des Beschwerdefüh- rers in Englisch. Der Unfallmechanismus habe nicht sicher eruiert werden können, offenbar sei der Beschwerdeführer auf dem … von einer ca. 1‘000 kg schweren, sich in Bewegung befindenden Last getroffen worden. Der offensichtlich völlig therapie-resistente Verlauf über zwei Jahre mit nach wie vor 100%iger Arbeitsunfähigkeit sei aufgrund der Bildgebung vom 4. Dezember 2013 (AB 26) schon ungewöhnlich. Bei der klinischen Untersu-Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 19. Mai 2017, UV/17/17, Seite 11 chung hätten sich deutliche Anhaltspunkte für eine Chronifizierung gezeigt. Er habe nun eine funktionelle lumbale Myelographie mit Post-Myelo-CT veranlasst, da hierbei die Wirbelsäule auch unter Belastung studiert werden könne und auch allfällige Instabilitäten erfasst würden (S. 1 f.). 3.1.12Im Bericht vom 4. Januar 2016 (AB 163) diagnostizierte Dr. med. H.________ nach durchgeführter Myelographie vom 16. Dezember 2015 mit Post-Myelo-CT (AB 164), eine leichtgradige Bandscheibendegeneration L3 bis S1 mit flacher Discushernie L3/4, eine kleine, verkalkte mediane Discushernie L5/S1 sowie einen Status nach multiplen Infiltrationen. Er führte aus, eine Kompression neuraler Strukturen sei nicht vorhanden, auch nicht eine segmentale Instabilität. Die diversesten Infiltrationen hätten die Beschwerden jeweils nur kurzfristig beeinflusst, so dass weitere Infiltra- tionen nicht indiziert seien. Radiologisch zeige sich kein Befund, welcher operativ angegangen, zu einer Besserung der vom Patienten beschriebe- nen Beschwerden führen würde (S. 1 f.). 3.1.13In der kreisärztlichen Beurteilung vom 9. Februar 2016 (AB 168) führte Dr. med. G.________ aus, aufgrund der anhaltenden Rücken- schmerzen sei eine Vorstellung beim Neurochirurgen erfolgt, der eine er- weiterte Diagnostik veranlasst habe, welche jedoch keine unfallbedingten objektivierbaren, strukturellen Läsionen seitens der LWS gezeigt habe. Unter Berücksichtigung aller ärztlichen Berichte, insbesondere der Operati- onsberichte, der bildgebenden Diagnostik sowie der Berichte der kreisärzt- lichen Untersuchungen könne festgehalten werden, dass es seitens des Rückens zu einer vorübergehenden Verschlimmerung der bereits vorbe- stehenden, ausgeprägten, degenerativen Veränderungen der Lendenwir- belsäule gekommen sei. Seitens des linken Kniegelenkes sei zuerst eine Re-Fixation des Innenmeniscus durchgeführt worden, wobei diese Operati- on nicht zum gewünschten Erfolg geführt habe. Am 2. April 2015 sei eine erneute Arthroskopie durchgeführt worden, der Innenmeniscus – die me- chanische Ursache der Beschwerden – sei durch eine minimal invasive, arthroskopische Operation partiell reseziert worden. Im weiteren Verlauf sei der Beschwerdeführer mit knieentlastenden Schuheinlagen versorgt wor- den. Somit könne auch hier festgehalten werden, dass im linken Kniege- lenk keine strukturellen objektivierbaren, traumabedingten Läsionen mehr Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 19. Mai 2017, UV/17/17, Seite 12 vorliegen. Es könne davon ausgegangen werden, dass mindestens mit überwiegender Wahrscheinlichkeit im Beschwerdebild Unfallfolgen heute keine Rolle mehr spielten. 3.2Das Prinzip inhaltlich einwandfreier Beweiswürdigung besagt, dass das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel objektiv zu prüfen hat, unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden hat, ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des strittigen Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf das Gericht bei einander widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzuge- ben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt (BGE 125 V 351 E. 3a S. 352; SVR 2015 IV Nr. 28 S. 86 E. 4.1). Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizi- nischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situa- tion einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Ausschlag- gebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Herkunft ei- nes Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern dessen Inhalt (BGE 137 V 210 E. 6.2.2 S. 269, 134 V 231 E. 5.1 S. 232, 125 V 351 E. 3a S. 352). 3.3Vorab ist festzustellen, dass der Beschwerdeführer über den Ablauf des Sturzes auf der … unterschiedliche Angaben gemacht hat: Der Scha- denmeldung vom 22. November 2013 ist zu entnehmen, dass er im Schnee ausgerutscht und mit dem Knie auf den Boden gefallen sein soll (AB 1). Aus dem Bericht vom 9. Januar 2014 (AB 19) geht hervor, dass er auf das Gesäss gefallen sein soll (AB 19). Unbestritten ist aufgrund der gesamten Akten, dass er beim Ausrutschen eine Kniedistorsion erlitten hat. Weil der Ablauf des Unfalles unklar ist und initial keine Rückenbeschwerden beklagt wurden, ist nicht erstellt, dass der Beschwerdeführer während dieses Stur- zes auch eine LWS-Distorsion erlitten hat. Der Notfallbericht vom 21. No- vember 2013 (AB 8) enthält weder derartige Befunde noch Beschwerde-Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 19. Mai 2017, UV/17/17, Seite 13 schilderungen. Erst im Bericht vom 9. Januar 2014 (AB 19) wird von einer initialen LWS-Druckdolenz ohne neurologische Ausfälle berichtet. Soweit erst rund sieben Wochen nach dem Unfallereignis überhaupt von einem Rückenleiden berichtet wird, lässt sich dies aufgrund des mit dem Unfaller- eignis zeitidentisch erstellten Berichtes der Notfallstation (AB 8) nicht nach- vollziehen. Wie es sich damit verhält, kann indessen aufgrund der nachfol- genden Ausführungen offen bleiben. 3.4Die Beschwerdegegnerin stützte sich im Einspracheentscheid vom 29. November 2016 (AB 206) im Wesentlichen auf die Beurteilung des Kreisarztes Dr. med. G.________ vom 9. Februar 2016 (AB 168; vgl. E. 3.1.13 hiervor). Dieser Aktenbericht erfüllt die von der höchstrichterlichen Rechtsprechung an den Beweiswert eines medizinischen Berichts gestell- ten Anforderungen (vgl. E. 3.2 hiervor) und überzeugt. Der Facharzt hat sich in seiner ärztlichen Beurteilung in Kenntnis der medizinischen Vorak- ten und nachdem er den Beschwerdeführer am 12. August 2015 selber kreisärztlich untersucht hat (AB 126), sorgfältig mit dessen gesundheitli- chen Einschränkungen auseinandergesetzt und seine Schlussfolgerungen gestützt auf die Vorakten und bildgebenden Untersuchungen getroffen. Die Ausführungen in den Beurteilungen der medizinischen Zusammenhänge sind einleuchtend und die gezogenen Schlussfolgerungen zum Gesund- heitszustand nachvollziehbar begründet. In der Folge ist auf die Angaben von Dr. med. G.________ abzustellen. 3.4.1Bezüglich der Kniebeschwerden links hat er klar und schlüssig aus- geführt, dass im linken Kniegelenk keine strukturellen objektivierbaren, traumabedingten Verletzungen mehr vorliegen (AB 168 S. 5) bzw. dass die Unfallfolgen heute im Beschwerdebild mindestens mit überwiegender Wahrscheinlichkeit keine Rolle mehr spielen. Die Beschwerdegegnerin geht aufgrund dieser Beurteilung zu Recht davon aus, dass die unfallbe- dingte Läsion am Knie (Innenmeniskus) operativ in Form einer Re-Fixation des Innenmeniskus und später durch eine Rearthroskopie des Knies mit partieller medialer Meniskektomie behoben wurde (Beschwerdeantwort Ziff. 7.1.2). Sowohl bildgebend als auch intraoperativ konnte für die anhaltend geklagten Beschwerden keine Erklärung gefunden werden (AB 99; 102). Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 19. Mai 2017, UV/17/17, Seite 14 Soweit der Beschwerdeführer vorbringt, dass er vor dem Unfall keine Knie- beschwerden links gehabt habe (Beschwerde S. 7), ist darauf hinzuweisen, dass gemäss der höchstrichterlichen Rechtsprechung der Grundsatz „post hoc, ergo propter hoc“, nach dessen Bedeutung eine gesundheitliche Schädigung schon dann als durch einen Unfall verursacht gilt, wenn sie nach diesem aufgetreten ist, nicht massgebend ist (BGE 119 V 335 E. 2b bb S. 341; SVR 2008 UV Nr. 11 S. 36 E. 4.2.3). Der Beschwerdeführer beanstandet weiter die Nichteinholung einer Zweit- meinung, obschon dies vom behandelnden Arzt des Spitals D.________ vorgeschlagen worden sei (Beschwerde S. 7). Hierzu hat die Beschwerde- gegnerin korrekt ausgeführt, dass aus dem Kontext des Arztberichtes (AB 158 S. 2) klar hervorgeht, dass die Zweitmeinung einzig die Frage der wei- teren Behandlungsmöglichkeiten betrifft. Aus den gesamten medizinischen Akten resultiert, dass der Beschwerdeführer bereits gründlich abgeklärt worden ist. Von weiteren Abklärungen waren demnach mit Bezug auf die hier interessierende Frage der Unfallkausalität keine neuen Erkenntnisse mehr zu erwarten. 3.4.2Bezüglich der Rückenbeschwerden diagnostizierten die Ärzte des Spitals E.________ anfangs 2014 degenerative Veränderungen an der Wirbelsäule (AB 45) und konnten im MRI der LWS (AB 26) keine Hinweise auf Traumafolgen erkennen. Die vom Neurochirurgen veranlasste Myelo- graphie mit Post-Myelo-CT im Dezember 2015 hat ebenfalls gezeigt, dass degenerative Veränderungen, jedoch keine unfallbedingten objektivierba- ren, strukturellen Läsionen seitens der LWS vorliegen (AB 163). Soweit der Beschwerdeführer anlässlich der Sturzes überhaupt eine Stauchung bzw. Kontusion der LWS erlitten haben sollte (vgl. E. 3.3 hiervor), wäre es dem- nach höchstens zu einer vorübergehenden Verschlimmerung des degene- rativen Vorzustandes gekommen, worauf die Beschwerdegegnerin mit Verweis auf die Ausführungen der beiden Kreisärzte (AB 60 und 168) zu Recht verweist (Beschwerdeantwort S. 7 ff.). Denn eine traumatische Bandscheibenschädigung, welche erfahrungsgemäss zu einer sofortigen Steh- und Gehunfähigkeit geführt hätte (vgl. E. 2.3.3 hiervor), ist aufgrund des Berichtes der Notfallstation (AB 8), in dem keine Rückenbeschwerden erwähnt wurden, klar auszuschliessen. Vorliegend handelt es sich auch Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 19. Mai 2017, UV/17/17, Seite 15 nicht um eine unfallbedingte signifikante und somit dauernde Verschlimme- rung einer vorbestandenen degenerativen Schädigung der Wirbelsäule, weil diese bildgebend ausgewiesen sein müsste (vgl. E. 2.3.3 hiervor), was eben gerade nicht der Fall ist. Die Beschwerdegegnerin hat schliesslich zutreffend ausgeführt, dass der Beschwerdeführer aus dem kreisärztlichen Bericht von Dr. med. F.________ vom 18. Juni 2014 (AB 60) nichts zu sei- nen Gunsten ableiten kann (Beschwerdeantwort S. 10). Insbesondere gin- gen weder Dr. med. F.________ noch Dr. med. G.________ je von einer richtunggebenden Verschlimmerung aus. Soweit durch den Unfall über- haupt Rückenbeschwerden verursacht worden sind, ist die Beschwerde- gegnerin zu Recht davon ausgegangen, dass die Unfallfolgen im Be- schwerdebild am 22. Februar 2016 mindestens mit überwiegender Wahr- scheinlichkeit keine Rolle mehr spielten. 3.5Nach dem Dargelegten ist erstellt, dass die anhaltenden Rücken- und Kniebeschwerden links nicht in einem anspruchsbegründenden natürli- chen und adäquaten Kausalzusammenhang mit dem Unfall vom 21. No- vember 2013 stehen. Der Einspracheentscheid vom 29. November 2016 (AB 206) ist nicht zu beanstanden. Die dagegen erhobene Beschwerde ist unbegründet und damit abzuweisen. 4. 4.1In Anwendung von Art. 1 Abs. 1 UVG i.V.m. Art. 61 lit. a ATSG sind keine Verfahrenskosten zu erheben. 4.2Bei diesem Ausgang des Verfahrens hat der unterliegende Be- schwerdeführer keinen Anspruch auf eine Parteientschädigung (Umkehr- schluss aus Art. 1 Abs. 1 UVG i.V.m. Art. 61 lit. g ATSG). Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 19. Mai 2017, UV/17/17, Seite 16 Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 2. Es werden weder Verfahrenskosten erhoben noch eine Parteientschä- digung zugesprochen. 3. Zu eröffnen (R): - Rechtsanwältin B.________ z.H. des Beschwerdeführers - Suva - Bundesamt für Gesundheit Der Kammerpräsident: Die Gerichtsschreiberin: Rechtsmittelbelehrung Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün- dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf- fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun- desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge- führt werden.