<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2020.00468</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=221066&amp;W10_KEY=13013476&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2020.00468</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 24.02.2021</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">2. Abteilung/2. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Das Bundesgericht hat eine Beschwerde in Ã¶ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten gegen diesen Entscheid am 07.10.2021 abgewiesen.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">AuslÃ¤nderrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>[Nichtverlängerung der Aufenthaltsbewilligung wegen Sozialhilfeabhängigkeit. Die Beschwerdeführerin lebt seit 20 Jahren in der Schweiz, ist mit einem Landsmann verheiratet und hat drei Kinder.] Die Beschwerdeführerin hat gemeinsam mit ihrer Familie seit 2007 über Fr. 621'000.- Fürsorgegelder bezogen (E. 3.1). Es ist nicht davon auszugehen, dass sie sich zukünftig wird von der Sozialhilfe ablösen können. Sie erfüllt damit einen Widerrufsgrund (E. 3.3). Die Sozialhilfeabhängigkeit der Beschwerdeführerin hat als überwiegend, aber nicht als ausschliesslich selbstverschuldet zu gelten (E. 4.2). Die Höhe und die Dauer des Sozialhilfebezugs, das (Mit-)Verschulden der Beschwerdeführerin an der eigenen wie an der Sozialhilfeabhängigkeit der ganzen Familie sowie ihre fehlende Integration im Land bilden ein legitimes öffentliches Interesse, um ihren Aufenthalt in der Schweiz zu beenden. Die aufenthaltsbeendende Massnahme erweist sich als verhältnismässig (E. 4.3 f.). Abweisung der Beschwerde. </b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: SOZIALHILFEABHÃNGIGKEIT">SOZIALHILFEABHÃNGIGKEIT</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="gerade">Art. 8 EMRK</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 3 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="WordSection1"> <table border="1" cellpadding="0" cellspacing="0" class="MsoNormalTable" width="0"> <tr> <td valign="top"> <p class="Kopf1"><span>Verwaltungsgericht</span></p> <p class="Kopf1"><span>des Kantons ZÃ¼rich</span></p> <p class="Kopf1"><span>2. Abteilung</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Kopf1"> </p> </td> <td valign="top"> <p class="Kopf1"><span><img alt="" height="78" id="Bild 1" src="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getImage&amp;nF38_KEY=51754" width="123"/></span></p> </td> </tr> </table> <p class="MsoNormal">VB.2020.00468</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"><b><span>Urteil</span></b></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="Zwischentitel"> </p> <p class="MsoNormal"><span>der 2. Kammer</span></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">vom <a id="VF_DAT_ENTSCHEID">24. Februar 2021</a></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">Mitwirkend: AbteilungsprÃ¤sident Andreas Frei<span> (Vorsitz)</span>, Verwaltungsrichterin Silvia Hunziker, Verwaltungsrichterin Viviane Sobotich, <a id="TN_AUTOTEXT_RICHTER"></a><a id="TN_AUTOTEXT_GS"></a>Gerichtsschreiberin Linda Rindlisbacher. </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">In Sachen</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>A, vertreten durch RA B,</span></p> <p class="MsoNormal"><b><span>BeschwerdefÃ¼hrerin,</span></b><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="Zwischentitel">gegen</p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>Migrationsamt des Kantons ZÃ¼rich, </span></p> <p class="MsoNormal"><b><span>Beschwerdegegner, </span></b></p> <p class="Zwischentitel"> </p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><b><span>betreffend VerlÃ¤ngerung der Aufenthaltsbewilligung,</span></b></p> <b><span><br/> </span></b> <p class="MsoNormal"><b><span> </span></b></p> <p class="Zwischentitel">hat sich ergeben: </p> <p class="Sachverhalt1"><b>I. </b> </p> <p class="Sachverhalt2">A, geboren im Jahr 1982, StaatsangehÃ¶rige von Nordmazedonien, heiratete am 10. August 2000 im Heimatland den in der Schweiz niederlassungsberechtigten Landsmann C, geboren im Jahr 1982. Am 17. September 2000 reiste sie in die Schweiz ein und erhielt im Rahmen des Familiennachzugs eine Aufenthaltsbewilligung, zuletzt befristet bis am 16. September 2017. Aus der Ehe gingen drei hier geborene und niederlassungsberechtigte Kinder hervor (D, geboren im Jahr 2001, E, geboren im Jahr 2005, und F, geboren im Jahr 2013).</p> <p class="Urteilstext">Mit Strafbefehl der Staatsanwaltschaft Limmattal/Albis vom 1. Februar 2010 wurde A wegen Betrugs mit einer bedingten Geldstrafe von 60 TagessÃ¤tzen zu je Fr. 30.- und einer Busse von Fr. 300.- bestraft, weil sie gegenÃ¼ber den SozialbehÃ¶rden Einnahmen nicht deklariert hatte. Mit VerfÃ¼gung vom 3. MÃ¤rz 2010 verwarnte sie das Migrationsamt und stellte ihr schwerer wiegende auslÃ¤nderrechtliche Massnahmen in Aussicht fÃ¼r den Fall, dass sie weiterhin straffÃ¤llig wird oder gegen die Ã¶ffentliche Sicherheit und Ordnung verstÃ¶sst.</p> <p class="Urteilstext">A und ihr Ehemann beziehen seit dem 1. Juni 2007 Sozialhilfe (Stand 4. Februar 2019: Fr. 616'244.30). Mit Schreiben vom 29. Oktober 2015 wurde A darauf hingewiesen, dass bei einem fortlaufenden Bezug von Sozialhilfe der Widerruf der Aufenthaltsbewilligung geprÃ¼ft werde. Am 16. Februar 2017 wurde sie auslÃ¤nderrechtlich verwarnt und ihr die NichtverlÃ¤ngerung bzw. der Widerruf der Aufenthaltsbewilligung in Aussicht gestellt, sollte sie weiterhin von den SozialbehÃ¶rden unterstÃ¼tzt werden mÃ¼ssen. </p> <p class="Urteilstext">A hat Schulden. GemÃ¤ss Betreibungsregisterauszug des Betreibungsamts G vom 17. April 2018 weist sie zehn Verlustscheine in der HÃ¶he von Fr. 18'035.- auf.</p> <p class="Urteilstext">Mit VerfÃ¼gung vom 11. November 2019 stellte das Migrationsamt fest, dass die Aufenthaltsbewilligung von A erloschen sei, wies das Gesuch vom 26. Januar 2018 um VerlÃ¤ngerung bzw. Wiedererteilung der Aufenthaltsbewilligung ab, wies sie aus der Schweiz weg und setzte ihr Frist zum Verlassen der Schweiz bis am 11. Februar 2020.</p> <p class="Sachverhalt1"><b>II. </b> </p> <p class="Sachverhalt2">Den gegen die VerfÃ¼gung vom 11. November 2019 erhobenen Rekurs wies die Rekursabteilung der Sicherheitsdirektion am 8. Juni 2020 ab, soweit sie darauf eintrat, und setzte A zum Verlassen der Schweiz eine neue Frist bis am 10. September 2020. Die Rekursabteilung erwog, dass es angesichts des langjÃ¤hrigen Aufenthalts und der gewichtigen privaten Interessen von A Ã¼berspitzt formalistisch wÃ¤re, ihr die Anwesenheit bloss wegen verspÃ¤teter Gesuchseinreichung zu verweigern, insbesondere weil es sich nicht mehr nachvollziehen lasse, ob A tatsÃ¤chlich rechtzeitig um Zustellung einer Verfallsanzeige ersucht habe. Indessen habe sie dauerhaft und erheblich Sozialhilfe grÃ¶sstenteils selbstverschuldet bezogen und eine AblÃ¶sung von der Sozialhilfe sei nicht absehbar.</p> <p class="Sachverhalt1"><b>III. </b> </p> <p class="Sachverhalt2">Mit Beschwerde vom 9. Juli 2020 beantragte A dem Verwaltungsgericht die Aufhebung des Entscheids der Rekursabteilung der Sicherheitsdirektion vom 8. Juni 2020. Der Beschwerdegegner sei anzuweisen, die Aufenthaltsbewilligung von A zu verlÃ¤ngern. Eventualiter sei das Verfahren bis zu einem Entscheid im IV-Verfahren des Ehemanns zu sistieren. In prozessrechtlicher Hinsicht beantragte sie die unentgeltliche ProzessfÃ¼hrung und den Verzicht auf die Erhebung eines Kostenvorschusses. Weiter sei A Rechtsanwalt B als unentgeltlicher Rechtsbeistand zu bestellen, unter Kosten- und EntschÃ¤digungsfolgen. </p> <p class="Sachverhalt2">Die Rekursabteilung der Sicherheitsdirektion verzichtete auf eine Vernehmlassung; das Migrationsamt reichte keine Beschwerdeantwort ein.</p> <p class="Einzug1"><span>Die Kammer</span><span> erwÃ¤gt:</span></p> <p class="Erwgung1"><b>1. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>1.1 </b>Mit der Beschwerde an das Verwaltungsgericht kÃ¶nnen Rechtsverletzungen einschliesslich Ermessensmissbrauch, ErmessensÃ¼berschreitung oder Ermessensunterschreitung und die unrichtige oder ungenÃ¼gende Feststellung des Sachverhalts gerÃ¼gt werden (§ 20 in Verbindung mit § 50 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 [VRG]).</p> <p class="Erwgung2"><b>1.2 </b>Am 1. Januar 2019 sind zahlreiche Ãnderungen des AuslÃ¤ndergesetzes vom 16. Dezember 2005 (AuG), das nunmehr AuslÃ¤nder- und Integrationsgesetz (AIG) heisst, in Kraft getreten. In Anwendung von Art. 126 Abs. 1 AIG bleibt auf Gesuche, die â wie das vorliegende â vor Inkrafttreten der GesetzesÃ¤nderung eingereicht wurden, grundsÃ¤tzlich das bisherige Recht anwendbar. Die hier anwendbaren Bestimmungen haben jedoch keine massgeblichen materiellen Ãnderungen erfahren, sodass auf das neue Recht Bezug genommen wird.</p> <p class="Erwgung1"><b>2. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>2.1 </b>GemÃ¤ss Art. 43 Abs. 1 des AuslÃ¤nder- und Integrationsgesetzes vom 16. Dezember 2005 (AIG, vormals AuslÃ¤ndergesetz bzw. AuG) haben auslÃ¤ndische Ehegatten von Personen mit Niederlassungsbewilligung Anspruch auf Erteilung und VerlÃ¤ngerung der Aufenthaltsbewilligung, wenn sie mit diesen zusammenwohnen. Der Anspruch erlischt nach Art. 51 Abs. 2 lit. b AIG, wenn WiderrufsgrÃ¼nde nach Art. 62 AIG vorliegen. <span>GemÃ¤ss Art. 62 Abs. 1 lit. e AIG kann die Aufenthaltsbewilligung widerrufen werden, wenn die AuslÃ¤nderin oder der AuslÃ¤nder oder eine Person, fÃ¼r die sie oder er zu sorgen hat, auf Sozialhilfe angewiesen ist. Anders als im Fall des Widerrufs einer Niederlassungsbewilligung (Art. 63 Abs. 1 lit. c AIG) setzt </span>Art. 62 Abs. 1 lit. e AIG<a href="https://vgrzh.djiktzh.ch/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=https://vgrzh.djiktzh.ch&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getMarkupDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=220342&amp;W10_KEY=4119084&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/document.fiw#ctx3"></a> <span>nicht voraus, dass die SozialhilfeabhÃ¤ngigkeit "dauerhaft und in erheblichem Masse" besteht. Diese Differenzierung ist beabsichtigt. Es geht indes (auch) beim Widerruf bzw. der NichtverlÃ¤ngerung der Aufenthaltsbewilligung wegen BedÃ¼rftigkeit in erster Linie darum, eine zusÃ¤tzliche und damit kÃ¼nftige Belastung der Ã¶ffentlichen Wohlfahrt zu vermeiden (BGr, 16. November 2018, 2C_13/2018, E. 3). Ab einem Sozialhilfebezug von mehr als Fr. 80'000.- wÃ¤hrend zwei bis drei Jahren kÃ¤me bereits der Widerruf einer Niederlassungsbewilligung in Betracht, weshalb erst recht der Widerruf der Aufenthaltsbewilligung zu prÃ¼fen ist (VGr, 4. Dezember 2019, VB.2019.00264, E. 2.3; VGr, 23. Oktober 2019, VB.2019.00137, E. 2.2, je mit Hinweisen).</span> <span>Nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung ist fÃ¼r die Bejahung dieses Widerrufsgrunds zudem eine konkrete Gefahr kÃ¼nftiger bzw. fortgesetzter SozialhilfeabhÃ¤ngigkeit erforderlich; blosse finanzielle Bedenken genÃ¼gen nicht. Neben den bisherigen und aktuellen VerhÃ¤ltnissen ist auch die wahrscheinliche finanzielle Entwicklung auf lÃ¤ngere Sicht abzuwÃ¤gen. Ein Widerruf soll in Betracht kommen, wenn eine Person hohe finanzielle UnterstÃ¼tzungsleistungen erhalten hat und nicht damit gerechnet werden kann, dass sie in Zukunft fÃ¼r ihren Lebensunterhalt sorgen wird (BGr, 16. November 2018, 2C_13/2018, E. 3.2, mit Hinweisen). Ob der Widerrufsgrund des </span>Art. 62 Abs. 1 lit. e AIG <span>erfÃ¼llt ist, wird objektiv bzw. ohne RÃ¼cksicht auf ein allfÃ¤lliges Verschulden des Sozialhilfebezugs beurteilt; massgeblich sind die HÃ¶he der ausgerichteten BeitrÃ¤ge und die prognostische Beurteilung, ob in absehbarer Zeit eine AblÃ¶sung von der Sozialhilfe erfolgen kann (BGr, 16. November 2018, 2C_13/2018, E. 3.4).</span></p> <p class="Erwgung2"><b>2.2 </b><span>Eine entsprechende Bewilligungsverweigerung muss verhÃ¤ltnismÃ¤ssig erscheinen, </span>wobei vor allem das Verschulden an der Situation und die bisherige Verweildauer im Land zu berÃ¼cksichtigen sind (BGr, 20. Juni 2013, 2C_1228/2012, E. 2.2). Eine unverschuldete SozialhilfeabhÃ¤ngigkeit soll grundsÃ¤tzlich nicht zu einem Widerruf bzw. zu einer NichtverlÃ¤ngerung der Aufenthaltsbewilligung fÃ¼hren (BGr, 20. Juni 2013, 2C_1228/2012, E. 2.2; BGr, 10. Juni 2010, 2C_74/2010, E. 4.1; VGr, 4. Dezember 2019, VB.2019.00264, E. 2.3; VGr, 5. Dezember 2018, VB.2018.00638, E. 4.3; VGr, 21. August 2018, VB.2018.00211, E. 3.1). Zudem ist eine konkrete Gefahr der kÃ¼nftigen SozialhilfeabhÃ¤ngigkeit erforderlich. Dazu ist die wahrscheinliche finanzielle Entwicklung auf lÃ¤ngere Sicht abzuwÃ¤gen (vgl. die aktuellen Weisungen und ErlÃ¤uterungen AuslÃ¤nderbereich [Weisungen AIG] des Staatssekretariats fÃ¼r Migration [SEM], Ziff. 8.3.1.5 und Ziff. 8.3.2.4; BGr, 27. September 2019, 2C_458/2019, E. 3.2; <span>BGr, 6. August 2015, 2C_1144/2014, E. 4.5.2</span>). </p> <p class="Erwgung2"><b>2.3 </b>Bei der InteressenabwÃ¤gung ist unter anderem auch dem in Art. 8 Abs. 1 der EuropÃ¤ischen Menschenrechtskonvention (EMRK) und Art. 13 der Bundesverfassung (BV) geschÃ¼tzten Recht auf Achtung des Privat- und Familienlebens Rechnung zu tragen. Auf das Recht auf Privatleben kann sich berufen, wer besonders intensive, Ã¼ber eine normale Integration hinausgehende private Beziehungen zum ausserfamiliÃ¤ren bzw. ausserhÃ¤uslichen Bereich vorweisen kann (BGE 130 II 281 E. 3.2.1), wobei nach einer rund zehnjÃ¤hrigen Aufenthaltsdauer regelmÃ¤ssig von so engen sozialen Beziehungen in der Schweiz ausgegangen werden kann, dass es fÃ¼r eine Aufenthaltsbeendigung besonderer GrÃ¼nde bedarf, z.<span> </span>B. wenn die Integration trotz der langen Aufenthaltsdauer zu wÃ¼nschen Ã¼brig lÃ¤sst (BGr, 20. Juli 2018, 2C_1035/2017, E. 5.1; vgl. auch BGE 144 I 266 E. 3.4 und 3.8 f. sowie BGr, 17. September 2018, 2C_441/2018, E. 1.3.1). Ein unverschuldeter Sozialhilfebezug schliesst aber auch hier eine erfolgreiche Integration nicht aus, namentlich bei Integrationserschwernissen aufgrund einer kÃ¶rperlichen, geistigen oder psychischen Behinderung oder einer schweren oder lang andauernden Krankheit (Art. 58a Abs. 2 AIG in Verbindung mit Art. 77f lit. a und b der Verordnung Ã¼ber Zulassung, Aufenthalt und ErwerbstÃ¤tigkeit vom 24. Oktober 2007 (VZAE). </p> <p class="Erwgung2">Auf das in denselben Bestimmungen geschÃ¼tzte Recht auf Familienleben kann sich berufen, wer hier nahe Verwandte mit einem gefestigten Aufenthaltsrecht (Schweizer BÃ¼rgerrecht, Niederlassungsbewilligung, Anspruch auf eine Aufenthaltsbewilligung) oder selbst ein solches Anwesenheitsrecht in der Schweiz hat, sofern die familiÃ¤re Beziehung tatsÃ¤chlich gelebt wird und intakt ist (BGE 127 II 60 E. 1d/aa). FamiliÃ¤re Beziehungen ausserhalb der Kernfamilie (Ehegatten, minderjÃ¤hrige Kinder, Eltern) fallen nur bei besonderen AbhÃ¤ngigkeitsverhÃ¤ltnissen in den Schutzbereich des Rechts auf Familienleben (BGE 115 Ib 1 E. 2; BGr, 19. Juni 2012, 2C_582/2012, E. 2.3). Die EMRK verschafft praxisgemÃ¤ss keinen Anspruch auf Einreise und Aufenthalt oder auf einen besonderen Aufenthaltstitel (vgl. BGE 138 I 246 E. 3.2.1; BGE 137 I 247 E. 4.1.1; BGE 130 II 281 E. 3.1). Dennoch kann es das in Art. 8 Ziff. 1 EMRK geschÃ¼tzte Recht auf Achtung des Familienlebens verletzen, wenn einer auslÃ¤ndischen Person, deren FamilienangehÃ¶rige sich hier aufhalten, die Anwesenheit untersagt und damit deren Zusammenleben vereitelt wird. Das entsprechende Recht ist berÃ¼hrt, wenn eine staatliche Entfernungs- oder Fernhaltemassnahme eine nahe, echte und tatsÃ¤chlich gelebte familiÃ¤re Beziehung einer in der Schweiz gefestigt anwesenheitsberechtigten Person beeintrÃ¤chtigt, ohne dass es dieser mÃ¶glich bzw. zumutbar wÃ¤re, das Familienleben andernorts zu pflegen (BGE 139 I 330 E. 2.1 S. 335 f.).</p> <p class="Erwgung3">Bei Vorliegen von WiderrufsgrÃ¼nden sind (verhÃ¤ltnismÃ¤ssige) Eingriffe in das Recht auf Familien- und Privatleben statthaft, stÃ¼tzt die Beurteilung aufenthaltsbeendender Massnahmen im Rahmen von Art. 8 Abs. 2 EMRK doch auf dieselben Kriterien ab, die auch bei der VerhÃ¤ltnismÃ¤ssigkeit eines Bewilligungswiderrufs zu beurteilen sind (vgl. BGE 139 I 31 E. 2.3.2; BGr, 1. Mai 2014, 2C_872/2013, E. 2.2.3). Auch jahrelange schuldhafte SozialhilfeabhÃ¤ngigkeit vermag hierbei Eingriffe in die konventions- und verfassungsmÃ¤ssig geschÃ¼tzten Beziehungen zu legitimieren (BGr, 16. Juni 2018, 2C_1064/2017, E. 6.3). Umgekehrt erscheint auch ein Eingriff in das Recht auf Privat- und Familienleben bei schuldlosem Sozialhilfebezug regelmÃ¤ssig nicht gerechtfertigt.</p> <p class="Erwgung2"><b>2.4 </b>Ist die Anordnung einer aufenthaltsbeendenden Massnahme den UmstÃ¤nden nicht angemessen respektive unverhÃ¤ltnismÃ¤ssig, kann die betroffene Person stattdessen im Sinn von Art. 96 Abs. 2 AIG verwarnt werden. Die VerhÃ¤ltnismÃ¤ssigkeit einer Verwarnung unterliegt dabei aufgrund der geringeren Eingriffsschwere weniger strengen Anforderungen als bei einer aufenthaltsbeendenden Massnahme. Gleichwohl ist auch eine Verwarnung nur auszusprechen, wenn diese verhÃ¤ltnismÃ¤ssig erscheint. Dabei ist ebenfalls wesentlich, ob die SozialhilfeabhÃ¤ngigkeit verschuldet ist und eine LoslÃ¶sung von der FÃ¼rsorge im Einflussbereich der auslÃ¤ndischen Person liegt (vgl. Marc Spescha in: Marc Spescha et al., Migrationsrecht, 5. A., ZÃ¼rich 2019, Art. 96 AIG N. 9 f.; Benjamin Schindler in: Martina Caroni/Thomas GÃ¤chter/Daniela Thurnherr [Hrsg.], Bundesgesetz Ã¼ber die AuslÃ¤nderinnen und AuslÃ¤nder [AuG], Bern 2010, Art. 96 N. 19 ff.).</p> <p class="Erwgung1"><b>3. </b><span> </span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>3.1 </span></b><span>Die BeschwerdefÃ¼hrerin bezieht gemeinsam mit ihrer Familie seit 2007 FÃ¼rsorgegelder. Der bezogene Betrag belief sich am 4. Februar 2019 auf Fr. 621'518.-, was gemÃ¤ss der zitierten Praxis ohne Weiteres dem gemÃ¤ss </span>Art. 62 Abs. 1 lit. e AIG <span>erforderlichen Umfang und der Dauer entspricht. Die Vorinstanz ist im angefochtenen Entscheid zum Schluss gekommen, dass nicht mit einer kÃ¼nftigen AblÃ¶sung von der Sozialhilfe zu rechnen sei. Die BeschwerdefÃ¼hrerin spreche nur unzureichend Deutsch, verfÃ¼ge Ã¼ber keine abgeschlossene Berufsausbildung, sei seit Ã¼ber zehn Jahren keiner ErwerbstÃ¤tigkeit mehr nachgegangen und erachte sich selber als nicht erwerbsfÃ¤hig bzw. ohne Erwerbschancen fÃ¼r eine an ihre gesundheitliche Situation angepasste TÃ¤tigkeit. Auch das Sozialamt G halte eine AblÃ¶sung von der Sozialhilfe in naher Zukunft fÃ¼r unrealistisch.</span></p> <p class="Erwgung2"><b>3.2 </b><span>Die BeschwerdefÃ¼hrerin bestreitet die Feststellung der Vorinstanz. Sie wendet dagegen ein, seit Januar 2018 zahlreiche Bewerbungen geschrieben zu haben und Ende Dezember 2019 einen Arbeitsvertrag bei der H GmbH unterschrieben zu haben. Sie gehe seither in einem kleinen Arbeitspensum einer ErwerbstÃ¤tigkeit nach. Dass sie trotz dem Umstand, dass sie lange Zeit nicht arbeitstÃ¤tig gewesen sei, eine Arbeitsstelle gefunden habe, zeige, dass sie trotz gesundheitlicher Beschwerden wieder in der Lage und gewillt sei, einer ErwerbstÃ¤tigkeit nachzugehen. Es kÃ¶nne davon ausgegangen werden, dass sie das Arbeitspensum nach einigen Monaten erhÃ¶hen kÃ¶nne und sie entsprechend ein hÃ¶heres Einkommen erzielen kÃ¶nne, sodass sie sich in absehbarer Zeit von der Sozialhilfe werde lÃ¶sen kÃ¶nnen. Weiter sei zu berÃ¼cksichtigen, dass sich ihr Ehemann bei der IV fÃ¼r eine berufliche Integration und subsidiÃ¤r fÃ¼r eine IV-Rente angemeldet habe. Werde dieses Gesuch positiv beantwortet, sei davon auszugehen, dass ihr Ehemann entweder in den Arbeitsmarkt integriert werde und so kÃ¼nftig wieder ein Einkommen verdienen kÃ¶nne oder dass ihm eine IV-Rente ausgerichtet werde.</span></p> <p class="Erwgung2"><b>3.3 </b><span> </span></p> <p class="Erwgung3"><b>3.3.1 </b><span>Die Vorbringen der BeschwerdefÃ¼hrerin sind nicht geeignet, die vorinstanzliche Sachverhaltsfeststellung in einem anderen Licht erscheinen zu lassen: Zwar ist positiv zu werten, dass die BeschwerdefÃ¼hrerin Ende Dezember 2019 einen Arbeitsvertrag mit der H GmbH abgeschlossen hat und seither einer ErwerbstÃ¤tigkeit nachgeht. Ihr Einkommen ist allerdings derart gering (Februar: Fr. 315.25: MÃ¤rz: Fr. 162.70, April: Fr. 162.70, Mai: 203.45 und Juni: 244.20), dass sie trotz ErwerbstÃ¤tigkeit weiterhin zum grÃ¶ssten Teil von der Sozialhilfe abhÃ¤ngig ist. Entgegen ihrem Einwand ist auch nicht davon auszugehen, dass sie sich in naher Zukunft von der Sozialhilfe wird ablÃ¶sen kÃ¶nnen. Die BeschwerdefÃ¼hrerin hat keine Beweismittel eingereicht, welche eine die Lebenshaltungskosten deckende ErwerbstÃ¤tigkeit in naher Zukunft belegen oder auch nur nahelegen wÃ¼rde. Die von ihr eingereichten Lohnabrechnungen reichen nur bis Juni 2020. Dass sie danach weiterhin ein Erwerbseinkommen erwirtschaftet hat und ihr Arbeitspensum hat erhÃ¶hen kÃ¶nnen, hat sie nicht nachgewiesen. Es wÃ¤re im Rahmen der Mitwirkungspflicht an der BeschwerdefÃ¼hrerin gelegen, weitere Beweismittel zu den Akten zu legen. </span></p> <p class="Erwgung3"><b>3.3.2 </b><span>Auch aus dem Umstand, dass sich ihr Ehemann bei der IV fÃ¼r Eingliederungsmassnahmen bzw. eine Rente angemeldet hat, lÃ¤sst nicht den Schluss zu, dass sich die Familie in naher Zukunft wird von der Sozialhilfe ablÃ¶sen kÃ¶nnen. </span>Ehegatten sind im Zusammenhang mit Sozialhilfeleistungen als wirtschaftliche Einheit zu behandeln: UnterstÃ¼tzungsbeitrÃ¤ge werden fÃ¼r Ehepaare gemeinsam berechnet und ausgerichtet; umgekehrt schlÃ¤gt das Erwerbsverhalten der Ehegatten â aufgrund der UnterstÃ¼tzungspflicht (Art. 159 Schweizerisches Zivilgesetzbuch vom 10. Dezember 1907 [ZGB]) â auf den jeweils anderen Partner durch. Nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung darf die MigrationsbehÃ¶rde bei geltend gemachter dauernder ArbeitsunfÃ¤higkeit so lange nicht Ã¼ber den weiteren Aufenthaltsstatus entscheiden, als die IV-AbklÃ¤rungen bezÃ¼glich der dauernden ArbeitsunfÃ¤higkeit noch im Gang sind. Im Zweifelsfall ist die VerfÃ¼gung der zustÃ¤ndigen IV-Stelle abzuwarten. Der Aufenthaltsstatus darf nur dann frÃ¼her geregelt werden, wenn die IV-rechtliche Ausgangslage als Vorfrage zum Bewilligungsentscheid klar und eindeutig erscheint (BGE 141 II 1 E. 4.2.1; BGr, 27. August 2015, 2C_771/2014, E. 2.3.3; BGr, 8. Juli 2014, 2C_1102/2013, E. 4.4; BGr, 30. Oktober 2013, 2C_587/2013, E. 4.3). Eine Sistierung des migrationsrechtlichen Beschwerdeverfahrens, um das Ergebnis des sozialversicherungsrechtlichen Beschwerdeverfahrens abzuwarten, ist vorliegend jedoch nicht angezeigt. Selbst bei einem positiven IV-Entscheid ist nicht davon auszugehen, dass der Ehemann der BeschwerdefÃ¼hrerin kÃ¼nftig fÃ¼r den Lebensunterhalt der Familie ohne UnterstÃ¼tzung der Ã¶ffentlichen Hand wird aufkommen kÃ¶nnen. Der Ehemann der BeschwerdefÃ¼hrerin war zuletzt bis Ende Mai 2007 erwerbstÃ¤tig. Er hat keine Berufsausbildung absolviert und spricht nur gebrochen Deutsch. Auf der Anmeldung fÃ¼r Erwachsene bei der IV vom 13. Januar 2020 gibt er an, seit der Operation im April 2017 an der rechten Hand zu 100 % arbeitsunfÃ¤hig zu sein und an postoperativen Schmerzen zu leiden. Die Prognose sei schlecht. Es ist daher nicht davon auszugehen, dass er in absehbarer Zeit im ersten Arbeitsmarkt eine den Lebensunterhalt der gesamten Familie sichernde Arbeitsstelle wird finden kÃ¶nnen. Auch eine volle IV-Rente wÃ¼rde bei dem seit 13 Jahren arbeitslosen Ehemann der BeschwerdefÃ¼hrerin betragsmÃ¤ssig gering ausfallen, sodass auch in diesem Fall nicht mit einer AblÃ¶sung der Familie von der Sozialhilfe zu rechnen ist. Bei der vorliegenden langjÃ¤hrigen und betrÃ¤chtlichen SozialhilfeabhÃ¤ngigkeit der Ehegatten ist es deshalb nicht geboten, mit dem Widerruf bzw. der NichtverlÃ¤ngerung der Bewilligung nur deshalb zuzuwarten, weil mÃ¶glicherweise â ohne dass dies feststeht â eine Invalidenrente zugesprochen werden kÃ¶nnten (vgl. BGr, 3. Dezember 2020, 2C_580/2020, E. 4.4).</p> <p class="Erwgung3">Der Widerrufsgrund von Art. 62 Abs. 1 lit. e AIG<a href="https://vgrzh.djiktzh.ch/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=https://vgrzh.djiktzh.ch&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getMarkupDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=220342&amp;W10_KEY=4119084&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/document.fiw#ctx3"></a> ist damit erfÃ¼llt. </p> <p class="Erwgung1"><b>4. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>4.1 </b>Sind WiderrufsgrÃ¼nde gegeben, so ist der Widerruf der Bewilligung bzw. die NichtverlÃ¤ngerung der Aufenthaltsbewilligung nur dann rechtens, wenn die jeweils im Einzelfall vorzunehmende InteressenabwÃ¤gung diese Massnahme als verhÃ¤ltnismÃ¤ssig erscheinen lÃ¤sst, wobei einerseits die Ã¶ffentlichen Interessen, andererseits die persÃ¶nlichen VerhÃ¤ltnisse und der Grad der Integration der auslÃ¤ndischen Person zu berÃ¼cksichtigen sind (vgl. Art. 96 AuG). Bei der InteressenabwÃ¤gung ist vor allem das Verschulden an der Situation und die bisherige Verweildauer im Land zu berÃ¼cksichtigen (BGr, 22. August 2017, 2C_515/2016, E. 3.2 mit weiteren Hinweisen). </p> <p class="Erwgung2"><b>4.2 </b>Im Rahmen der InteressenabwÃ¤gung bzw. VerhÃ¤ltnismÃ¤ssigkeitsprÃ¼fung sind die HintergrÃ¼nde der SozialhilfeabhÃ¤ngigkeit miteinzubeziehen und namentlich zu prÃ¼fen, ob die BeschwerdefÃ¼hrerin ein Verschulden an der SozialhilfeabhÃ¤ngigkeit trifft (vgl. E. 2.2).</p> <p class="Erwgung3"><b>4.2.1 </b>Die BeschwerdefÃ¼hrerin macht geltend, ihr kÃ¶nne die SozialhilfeabhÃ¤ngigkeit nicht angelastet werden. Sie sei aufgrund chronisch rezidivierenden RÃ¼cken- und Nackenschmerzen seit 2011 in ihrer ArbeitsfÃ¤higkeit eingeschrÃ¤nkt. Der Arzt habe ihr zwar in einer behindertenangepassten TÃ¤tigkeit (z.<span> </span>B. Kinderbetreuung/BÃ¼rotÃ¤tigkeit) eine volle ArbeitsfÃ¤higkeit attestiert, sie verfÃ¼ge jedoch nicht Ã¼ber die Ausbildung, um in eine solche TÃ¤tigkeit auszuÃ¼ben. Es kÃ¶nne ihr heute auch nicht vorgeworfen werden, dass sie es unterlassen habe, eine entsprechende Ausbildung nach ihrer Einreise in die Schweiz zu absolvieren. Sie sei kurz nach ihrer Einreise Mutter geworden und mit der Betreuung der Kinder beschÃ¤ftigt gewesen. Ihr Ehemann habe zu diesem Zeitpunkt gearbeitet und sei fÃ¼r den Unterhalt der Familie zustÃ¤ndig gewesen, weshalb es fÃ¼r sie auch keinen Anlass fÃ¼r eine entsprechende Berufsbildung gegeben habe. Im Jahr 2007 habe ihr Ehemann seine Arbeitsstelle verloren und sei spÃ¤ter arbeitsunfÃ¤hig geworden. Eine Berufsausbildung sei fÃ¼r sie dann nicht mehr im Vordergrund gestanden, weil sie versucht habe fÃ¼r ihren Ehemann einzuspringen, indem sie als Putzfrau gearbeitet habe. Wenn sie damals eine Berufsausbildung begonnen hÃ¤tte, wÃ¤re ihr dies auch vorgehalten worden, weil sie ein unterhaltsdeckendes Einkommen habe erwirtschaften mÃ¼ssen. Selbst wenn sie eine Berufsausbildung absolviert hÃ¤tte, wÃ¤re es Zufall gewesen, wenn sie eine solche gewÃ¤hlt hÃ¤tte, welche sie nach Eintritt ihrer gesundheitlichen Probleme hÃ¤tte weiterfÃ¼hren kÃ¶nnen. Da sie jetzt arbeite, werde der Sozialhilfebezug zukÃ¼nftig reduziert. Falls sie die Schweiz verlassen mÃ¼sste, mÃ¼sste sich ihr Ehemann um die Kinder kÃ¼mmern, was seine voraussichtliche Reintegration in den Arbeitsmarkt behindern wÃ¼rde. Es bestehe damit auch ein Ã¶ffentliches Interesse an ihrem weiteren Verbleib in der Schweiz.</p> <p class="Erwgung3"><b>4.2.2 </b>Die von der BeschwerdefÃ¼hrerin angefÃ¼hrten GrÃ¼nde sind nicht geeignet, die langjÃ¤hrige und andauernde SozialhilfeabhÃ¤ngigkeit zu entschuldigen: Die BeschwerdefÃ¼hrerin ist im Alter von 18 Jahren in die Schweiz eingereist und hÃ¤lt sich seit Ã¼ber 20 Jahren hier auf. Sie war soweit ersichtlich lediglich von Juli 2008 bis Juli 2009 erwerbstÃ¤tig. Diese ErwerbstÃ¤tigkeit hatte die BeschwerdefÃ¼hrerin den SozialbehÃ¶rden jedoch nicht angegeben, weshalb sie mit Strafbefehl der Staatsanwaltschaft Limmattal/Albis vom 1. Februar 2010 wegen Betrugs zu einer (bedingten) Geldstrafe von 60 TagessÃ¤tzen zu Fr. 30.- und einer Busse von Fr. 300.- verurteilt wurde. Seitdem der Ehemann der BeschwerdefÃ¼hrerin im Mai 2007 seine Arbeitsstelle verloren hat, ist die Familie von der FÃ¼rsorge abhÃ¤ngig. Die BeschwerdefÃ¼hrerin geht seit Dezember 2019 zwar wieder einer ErwerbstÃ¤tigkeit nach. F<span>Ã¼r die Frage, ob sie ihre SozialhilfeabhÃ¤ngigkeit selbst verschuldet hat, ist jedoch der gesamte Zeitraum des Sozialhilfebezugs zu betrachten, nicht nur der Zeitpunkt des Widerrufs (vgl. BGr, 22. Mai 2017, 2C_1018/2016, E. 6.3.2). Im Lichte der jahrelangen Arbeitslosigkeit und dem Umstand, dass sie erst unter dem Druck des migrationsrechtlichen Verfahrens eine ErwerbstÃ¤tigkeit aufgenommen hat und nur ein geringes Einkommen erzielt, kommt der Erwerbsaufnahme in Bezug auf das Verschulden kein grosses Gewicht zu. </span></p> <p class="Erwgung2">Wie die Vorinstanz zutreffend festgehalten hat, vermÃ¶gen auch die gesundheitlichen Beschwerden der BeschwerdefÃ¼hrerin die jahrelange Arbeitslosigkeit nicht zu entschuldigen. Dem von der BeschwerdefÃ¼hrerin eingereichten Zeugnis ihres Hausarztes <span>kommt nur beschrÃ¤nkte Beweiskraft zu, da die von behandelnden Ãrzten und Therapeuten der BeschwerdefÃ¼hrerin stammenden Diagnosen keiner unabhÃ¤ngigen Begutachtung gleichkommen und hÃ¶chstens Parteigutachten darstellen (VGr, 20. MÃ¤rz 2019, VB.2018.00298, E. 3.4, mit Hinweisen). Ein unabhÃ¤ngiges Gutachten, welches eine gesundheitliche EinschrÃ¤nkung in ihrer ArbeitsfÃ¤higkeit belegen wÃ¼rde, liegt nicht vor. Es kann jedoch vorliegend offenbleiben, inwiefern die BeschwerdefÃ¼hrerin in ihrer ArbeitsfÃ¤higkeit tatsÃ¤chlich eingeschrÃ¤nkt war bzw. ist. Auch wenn die BeschwerdefÃ¼hrerin seit 2011 fÃ¼r Reinigungsarbeiten nicht mehr geeignet ist, erklÃ¤rt sich damit nicht, weshalb sie bis dahin untÃ¤tig gewesen ist. Auch nach Eintritt der gesundheitlichen Probleme hatte die BeschwerdefÃ¼hrerin genÃ¼gend Zeit, eine Arbeitsstelle in einer behinderungsangepassten TÃ¤tigkeit zu finden oder eine entsprechende Ausbildung zu absolvieren. Mit der Vorinstanz ist sodann festzustellen, dass es der BeschwerdefÃ¼hrerin anzulasten ist, dass sie sich nie bei der IV-Stelle gemeldet hat. </span>Es ist nach dem Gesagten davon auszugehen, dass die BeschwerdefÃ¼hrerin wÃ¤hrend ihres Aufenthalts in der Schweiz <span>aus gesundheitlichen GrÃ¼nden nur marginale EinschrÃ¤nkungen aufwies, welche einer ErwerbstÃ¤tigkeit entgegenstanden. </span></p> <p class="Erwgung2"><span>Die BeschwerdefÃ¼hrerin hat </span>wÃ¤hrend ihres Aufenthalts in der Schweiz <span>nicht einmal teilweise zur Deckung ihrer Lebenshaltungskosten etwas beigetragen. Dies hat seine GrÃ¼nde offensichtlich darin, dass sie aus eigenem Antrieb nichts zu einer besseren beruflichen Integration beigetragen hat: So sind trotz des langjÃ¤hrigen Aufenthalts in der Schweiz insbesondere ihre Deutschkenntnisse derart bescheiden geblieben, dass sie sich im Dezember 2019 noch auf </span>Sprachlevel A 1.2 befand, wie<span> der Anmeldung fÃ¼r einen Deutschkurs vom 19. Dezember</span> 2019 zu entnehmen ist. Belege dafÃ¼r, dass sie den Kurs tatsÃ¤chlich erfolgreich abgeschlossen hat und darÃ¼ber hinaus ihre Sprachkenntnisse verbessert hÃ¤tte, liegen keine vor. Die Erlernung der deutschen Sprache wÃ¤re fÃ¼r eine erfolgreiche berufliche Integration jedoch essenziell. <span>Ebenso wenig hat die BeschwerdefÃ¼hrerin im Hinblick auf eine berufliche Eingliederung in all den Jahren ihres Aufenthalts in der Schweiz irgendwelche Aus- oder Weiterbildungen oder nur schon ein Integrationsprogramm absolviert. Die UntÃ¤tigkeit lÃ¤sst sich entgegen der Meinung der BeschwerdefÃ¼hrerin auch nicht damit entschuldigen, dass sie allenfalls auch eine TÃ¤tigkeit gelernt hÃ¤tte, welche sie heute aufgrund ihrer gesundheitlichen Probleme nicht mehr ausÃ¼ben kÃ¶nnte. Seit Beginn der gesundheitlichen EinschrÃ¤nkungen im Jahr 2011 hatte sie neun Jahre Zeit, sich neu zu orientieren. An ihrem Verhalten Ã¤nderten auch die drei migrationsrechtlichen Verwarnungen in den Jahren 2010, 2015 und 2017, nichts. Das Gericht verkennt nicht, dass die BeschwerdefÃ¼hrerin in frÃ¼heren Jahren familiÃ¤re Verpflichtungen zu erfÃ¼llen hatte. Die jahrelange Arbeitslosigkeit und UntÃ¤tigkeit lÃ¤sst sich jedoch auch damit nicht erklÃ¤ren. Ihr Ehemann geht seit dem Verlust seiner Arbeitsstelle im Jahr 2007 keiner ErwerbstÃ¤tigkeit nach. Die Ehegatten teilen sich die Betreuung der Kinder. Die BeschwerdefÃ¼hrerin hÃ¤tte ohne Weiteres Zeit gehabt, einer ErwerbstÃ¤tigkeit nachzugehen bzw. Kurse besuchen kÃ¶nnen, um ihre ArbeitsmarktfÃ¤higkeit zu steigern. Im Lichte dieser UmstÃ¤nde teilt das Gericht die Auffassung der Vorinstanz â auch unter Verweis auf deren AusfÃ¼hrungen â dass die SozialhilfeabhÃ¤ngigkeit grÃ¶sstenteils selbstverschuldet ist. </span></p> <p class="Erwgung3"><b>4.2.3 </b><span>Die SozialhilfeabhÃ¤ngigkeit der BeschwerdefÃ¼hrerin hat in der InteressenabwÃ¤gung demnach als Ã¼berwiegend, aber nicht als ausschliesslich selbstverschuldet zu gelten. </span>Es besteht grundsÃ¤tzlich ein erhebliches Ã¶ffentliches Interesse an der Fernhaltung von AuslÃ¤nderinnen und AuslÃ¤ndern aus der Schweiz, welche durch ihre SozialhilfeabhÃ¤ngigkeit das wirtschaftliche Wohl des Landes gefÃ¤hrden und damit einen Widerrufsgrund gesetzt haben (Art. 3 Abs. 1 AuG; vgl. BGr, 2. November 2017, 2C_260/2017, E. 3.5). <span>Dem gewichtigen Ã¶ffentlichen Interesse sind die privaten Interessen der BeschwerdefÃ¼hrerin an einem weiteren Verbleib in der Schweiz gegenÃ¼berzustellen (vgl. BGr, 2. Februar 2016, 2C_120/2015, E. 3.4.2).</span></p> <p class="Erwgung2"><b>4.3 </b> </p> <p class="Erwgung3"><b>4.3.1 </b>Die BeschwerdefÃ¼hrerin ist im September 2000 im Alter von 18 Jahren in die Schweiz eingereist und hÃ¤lt sich seit Ã¼ber 20 Jahren in der Schweiz auf. Trotz der im Dezember 2019 aufgenommenen ErwerbstÃ¤tigkeit kann aufgrund der SozialhilfeabhÃ¤ngigkeit und den Schulden (zehn Verlustscheine im Gesamtbetrag von Fr. 18'035.-, Stand 17. April 2018) nicht von einer guten wirtschaftlichen Integration die Rede sein. Sodann liegt wie bereits festgehalten auch in sprachlicher Hinsicht keine gute Integration vor (vgl. E. 4.3.2). In sozialer Hinsicht pflegt sie eigenen Angaben zufolge nur Kontakt zu Albanerinnen. Ihre Freizeit verbringt sie mit ihrer Familie und geht keinen Hobbys nach. Die BeschwerdefÃ¼hrerin ist zudem wegen missbrÃ¤uchlichen Bezugs von Sozialhilfeleistungen vorbestraft. Die Verurteilung erfolgte allerdings vor rund zehn Jahren, weshalb ihr in der InteressensabwÃ¤gung kein besonderes Gewicht zukommt. Die soziale Integration ist damit nicht besonders ausgeprÃ¤gt. Insgesamt kann nach dem Gesagten nicht von einer gelungenen Integration und einer Verwurzelung in der Schweiz die Rede sein.</p> <p class="Erwgung3"><b>4.3.2 </b>Die Wegweisung der BeschwerdefÃ¼hrerin verletzt damit auch nicht ihr Recht auf Privatleben (Art. 8 Abs. 1 EMRK und Art. 13 Abs. 1 BV). Das Bundesgericht hat zwar in einem neueren Urteil festgehalten, dass nach einer rechtmÃ¤ssigen Aufenthaltsdauer von rund zehn Jahren regelmÃ¤ssig davon ausgegangen werden kÃ¶nne, dass die sozialen Beziehungen in diesem Land so eng geworden seien, dass es fÃ¼r eine Aufenthaltsbeendigung besonderer GrÃ¼nde bedarf; im Einzelfall kÃ¶nne es sich freilich anders verhalten, wenn die Integration zu wÃ¼nschen Ã¼briglasse (BGE 144 I 266 E. 3.9). Angesichts der genannten UmstÃ¤nde drÃ¤ngt sich der Schluss auf, dass die LÃ¤nge der Aufenthaltsdauer nicht mit der wirtschaftlichen, sprachlichen und sozialen Integration der BeschwerdefÃ¼hrerin korreliert. Somit liegen besondere GrÃ¼nde vor, um den Aufenthalt der BeschwerdefÃ¼hrerin in der Schweiz zu beenden (vgl. BGr, 13. August 2018, 2C_1048/2017, E. 4.5.2).</p> <p class="Erwgung3"><b>4.3.3 </b><span>Weiter ist zu prÃ¼fen, welche Nachteile der BeschwerdefÃ¼hrerin und ihrer Familie entstehen, sollte sie in ihr Heimatland zurÃ¼ckkehren mÃ¼ssen.</span></p> <p class="Erwgung4"><b>4.3.3.1 </b><span>Es sind weder in wirtschaftlicher noch sozialer Hinsicht unÃ¼berwindbare Hindernisse fÃ¼r eine Wiedereingliederung in Nordmazedonien ersichtlich. Die BeschwerdefÃ¼hrerin ist in Nordmazedonien aufgewachsen, hat die prÃ¤genden Kindheits- und Jugendjahre dort verbracht und ist erst im Alter von 18 Jahren in die Schweiz gekommen. Sie hat dort die obligatorische Schule besucht. Auch hat sie ihr Heimatland fast jedes Jahr ferienhalber besucht. Sie ist somit mit den soziokulturellen Gegebenheiten wie auch mit der Sprache ihrer Heimat bestens vertraut. In ihrer Heimat leben ein Onkel, zwei Tanten, ihr Schwager und Freunde ihres Ehemannes. Die Familie ihres Ehemannes besitzt zudem ein Haus in I, dem Heimatort der BeschwerdefÃ¼hrerin. Es ist mit der Vorinstanz davon auszugehen, dass die BeschwerdefÃ¼hrerin in ihrer Heimat Ã¼ber ein Obdach und ein Beziehungsnetz verfÃ¼gt. <span>Den Akten lassen sich auch keine Anhaltspunkte dafÃ¼r entnehmen, dass die BeschwerdefÃ¼hrerin aus individuellen GrÃ¼nden wirtschaftlicher, sozialer oder gesundheitlicher Natur bei einer RÃ¼ckkehr nach Nordmazedonien in eine existenzbedrohende Situation geraten wÃ¼rde. Die gesundheitlichen Probleme der BeschwerdefÃ¼hrerin sind nicht derart, dass bei einer RÃ¼ckkehr ins Heimatland mit einer raschen und lebensgefÃ¤hrdenden BeeintrÃ¤chtigung des Gesundheitszustands zu rechnen ist und vermÃ¶gen damit keine Unzumutbarkeit des Wegweisungsvollzugs zu begrÃ¼nden (vgl. BGr, 27. MÃ¤rz 2015, 2C_396/2014, E. 4.5; BGr, 15. Mai 2008, 2C_187/2008, E. 2.3). Solches macht sie denn zu Recht auch nicht geltend. Sie verfÃ¼gt Ã¼ber ein gutes familiÃ¤res Netz, das sie bei der Wiedereingliederung unterstÃ¼tzen kann. Es dÃ¼rfte ihr daher nicht schwerfallen, sich erneut in die dortigen VerhÃ¤ltnisse zu integrieren. Auch wenn sie sich in ihrer Heimat neu wird orientieren mÃ¼ssen, ist es ihr zuzumuten, dort einer Arbeit nachzugehen. In ihrem Heimatland bestehen zudem keine sprachlichen HÃ¼rden, welcher einer erfolgreichen Arbeitssuche entgegenstehen. Somit ist nicht davon auszugehen, die BeschwerdefÃ¼hrerin wÃ¼rde durch eine RÃ¼ckkehr gefÃ¤hrdet. Der 38-jÃ¤hrigen BeschwerdefÃ¼hrerin ist eine RÃ¼ckkehr in ihr Heimatland, in welchem sie 18 Jahre verbracht und fast jedes Jahr ferienhalber besucht hat, zuzumuten.</span></span></p> <p class="Erwgung4"><b>4.3.3.2 </b><span>Betroffen von der NichtverlÃ¤ngerung der Aufenthaltsbewilligung und Wegweisung der BeschwerdefÃ¼hrerin sind auch ihr Ehemann und die gemeinsamen Kinder. </span>Es ist unbestritten, dass die BeschwerdefÃ¼hrerin und ihr Ehemann eine intakte Ehe fÃ¼hren. Die beiden sind Eltern<span> eines volljÃ¤hrigen Sohnes (19 Jahre alt) und von zwei minderjÃ¤hrigen Kindern (8 und 15 Jahre alt). </span>Die BeschwerdefÃ¼hrerin lebt mit ihrem Ehemann und den gemeinsamen Kindern in einem Haushalt zusammen. Die beiden kÃ¼mmern sich gemeinsam um die Kinder. </p> <p class="Erwgung4">In Bezug auf den volljÃ¤hrigen Sohn der BeschwerdefÃ¼hrerin ist festzustellen, dass nur dann ein Anspruch aus Art. 8 Ziff. 1 EMRK abgeleitet werden kann, wenn zwischen ihm und seiner Mutter ein Ã¼ber die Ã¼blichen familiÃ¤ren Beziehungen hinausgehendes AbhÃ¤ngigkeitsverhÃ¤ltnis bestÃ¼nde (BGE 137 I 154 E. 3.4.2). Ein solches ist nicht ersichtlich und wird von der BeschwerdefÃ¼hrerin auch nicht geltend gemacht. Es ist daher keine Verletzung des Rechts auf Achtung des Familienlebens (Art. 8 EMRK) erkennbar. Dem volljÃ¤hrigen Sohn steht es frei, ohne seine Mutter in der Schweiz zu bleiben. </p> <p class="Erwgung4"><span>Der 39-jÃ¤hrige Ehemann stammt aus derselben Stadt wie die BeschwerdefÃ¼hrerin. Die beiden haben zu Beginn ihrer Ehe gemeinsam dort gelebt. Der Ehemann geht seit 2007 keiner ErwerbstÃ¤tigkeit im ersten Arbeitsmarkt nach. Er ist ebenfalls von der Sozialhilfe abhÃ¤ngig. Er spricht gebrochen Deutsch und hat eigenen Angaben zufolge in der Schweiz nebst den Arbeitskollegen keinen Freundes- oder Bekanntenkreis. Einer FreizeitbeschÃ¤ftigung geht er nicht nach. Es ist deshalb auch bei ihm keine </span>Verwurzelung in der Schweiz erkennbar. <span>Eine RÃ¼ckkehr in die gemeinsame Heimat erscheint ihm daher grundsÃ¤tzlich zumutbar.</span></p> <p class="Erwgung4">FÃ¼r schulpflichtige Kinder wird ein Umzug in die Heimat zusammen mit den Eltern oder einem Elternteil als zumutbar erachtet, wenn sie durch Sprachkenntnisse, gelegentliche Ferienaufenthalte und eine entsprechende Kulturvermittlung im familiÃ¤ren Rahmen mit den VerhÃ¤ltnissen im Heimatland vertraut sind (vgl. BGr, 15. Juni 2018, 2C_1064/2017, E. 6.5; BGr, 20. Juni 2013, 2C_1228/2012<b><span>, </span></b>E. 6.1). Dies ist hier der Fall: Angesichts der schlechten Kenntnisse der deutschen Sprache seitens der BeschwerdefÃ¼hrerin und ihres Ehemannes ist davon auszugehen, dass in der Familie in der gemeinsamen Sprache Albanisch gesprochen wird. Die Familie ist auch regelmÃ¤ssig ferienhalber nach Nordmazedonien gereist. Eine RÃ¼ckkehr in die Heimat ist daher grundsÃ¤tzlich auch fÃ¼r die minderjÃ¤hrigen Kinder zumutbar. Beim Familiennachzug in die Schweiz kommt es regelmÃ¤ssig vor, dass die nachzugsberechtigten Kinder Ã¼ber keine oder nur beschrÃ¤nkte Kenntnisse einer Nationalsprache und der hiesigen VerhÃ¤ltnisse verfÃ¼gen, ohne dass dies als unÃ¼berwindbares Hindernis wahrgenommen wÃ¼rde. MinderjÃ¤hrige haben grundsÃ¤tzlich dem Inhaber der elterlichen Sorge oder Obhut in die gemeinsame Heimat zu folgen. </p> <p class="Urteilstext">FÃ¼r die Beurteilung der persÃ¶nlichen Interessen der BeschwerdefÃ¼hrerin sind aber auch die von ihrer Wegweisung betroffenen Interessen ihrer beiden minderjÃ¤hrigen Kinder von wesentlicher Bedeutung (vgl. Art. 11 Abs. 1 BV; Art. 3 Abs. 1 des Ãbereinkommens Ã¼ber die Rechte des Kindes vom 20. November 1989 [Kinderrechtskonvention]). Diese sind in der Schweiz geboren, verfÃ¼gen Ã¼ber eine Niederlassungsbewilligung und leben mittlerweile seit 15 bzw. 8 Jahren hier. Eine Ausreise nach Nordmazedonien zusammen mit ihren Eltern wÃ¼rde sie aus ihrem gewohnten Umfeld reissen. Der 15-jÃ¤hrige Sohn befindet sich aufgrund des bereits fortgeschrittenen Alters nicht mehr in einem anpassungsfÃ¤higen Alter im engeren Sinn, sodass ihm die Ausreise nach Nordmazedonien zusammen mit seinen Eltern nicht mehr ohne Weiteres zugemutet werden kann (vgl. BGE 143 I 21 E. 5.4 und E. 6.3.6; 139 II 393 E. 5.1; 122 II 289 E. 3c; BGr, 17. Januar 2020, 2C_709/2019 E. 6.2.2, BGr, 17. Juli 2020, 2C_122/2020, E. 3.5.3). Auch wenn die beiden minderjÃ¤hrigen Kinder Albanisch sprechen und mit der nordmazedonischen Kultur aus Ferienbesuchen zumindest in einem gewissen Umfang vertraut sein dÃ¼rften, wÃ¼rde sie eine Ausreise nach dem Gesagten aus ihrem gewohnten sozialen Umfeld reissen. </p> <p class="Urteilstext">Es bleibt jedoch letztlich der Familie Ã¼berlassen, zu entscheiden, ob die Kinder oder ein Teil von ihnen beim Vater in der Schweiz verbleiben oder die ganze Familie in die gemeinsame Heimat zurÃ¼ckkehren will. Der Ehemann der BeschwerdefÃ¼hrerin gibt an, dass er in der Schweiz bleiben werde. Die NichtverlÃ¤ngerung der Aufenthaltsbewilligung und Wegweisung der BeschwerdefÃ¼hrerin wÃ¼rde folglich zur Trennung von ihrer Familie fÃ¼hren. Die Trennung der schulpflichtigen Kinder von ihrer Mutter trifft diese sicher hart, die Beziehungen kÃ¶nnen aber Ã¼ber die Grenzen hinweg aufrechterhalten werden.<span> </span>Hinweise, dass das Kindeswohl im Fall einer Trennung konkret gefÃ¤hrdet wÃ¤re, liegen keine vor und solches wird von BeschwerdefÃ¼hrerin auch nicht substanziiert aufgezeigt oder belegt.</p> <p class="Erwgung2"><b>4.4 </b>Trotz des im Hinblick auf die Interessen und das Wohl der Kinder schwerwiegenden Eingriffs in den Anspruch auf Schutz des Familienlebens ist die gegen die BeschwerdefÃ¼hrerin verfÃ¼gte aufenthaltsbeendende Massnahme verhÃ¤ltnismÃ¤ssig (vgl. BGr, 28. MÃ¤rz 2018, 2C_775/2017, E. 4.3): Das Kindesinteresse, wenn mÃ¶glich mit beiden Elternteilen in der Schweiz aufwachsen zu kÃ¶nnen, kann in der InteressenabwÃ¤gung nur dann Ã¼berwiegen, wenn im Wesentlichen ausschliesslich GrÃ¼nde der Zuwanderungssteuerung den privaten Interessen bereits anwesenheitsberechtigter Personen gegenÃ¼berstehen (vgl. BGE 140 I 145 ff.; BGr, 3. MÃ¤rz 2015, 2C_387/2014, E. 4.1.1). Vorliegend hat die BeschwerdefÃ¼hrerin jedoch mit ihrer SozialhilfeabhÃ¤ngigkeit einen Widerrufsgrund gesetzt. Es besteht daher ein zusÃ¤tzliches gewichtiges Ã¶ffentliches Interesse an ihrer Fernhaltung (vgl. BGr, 2. November 2017, 2C_260/2017, E. 3.5). Das staatliche Interesse, nicht jahrelang Leistungen aus der Staatskasse an auslÃ¤ndische Personen erbringen zu mÃ¼ssen, die sich nicht von der Sozialhilfe lÃ¶sen wollen, ist durch die Rechtsprechung des EuropÃ¤ischen Gerichtshofs fÃ¼r Menschenrechte (EGMR) im Zusammenhang mit dem Familiennachzug als Ã¶ffentliches Interesse grundsÃ¤tzlich anerkannt (vgl. die EGMR-Urteile Konstantinov gegen Niederlande vom 26. April 2007 [Nr. 16351/03] § 50 ["wirtschaftliches Wohl des Landes"] und Hasanbasic gegen Schweiz vom 11. Juni 2013 [Nr. 52166/09] § 59 mit weiteren Hinweisen; vgl. auch BGE 139 I 330 E. 3.2). Die HÃ¶he und die Dauer des Sozialhilfebezugs, das (Mit-)Verschulden der BeschwerdefÃ¼hrerin an der eigenen wie an der SozialhilfeabhÃ¤ngigkeit der ganzen Familie sowie ihre fehlende Integration im Land bilden ein legitimes Ã¶ffentliches Interesse, um in ihren Anspruch auf Schutz des Familienlebens einzugreifen (vgl. zum Ganzen BGr, 15. Juni 2018, 2C_1064/2017, E. 6.3). </p> <p class="Urteilstext">Die Ausreise der BeschwerdefÃ¼hrerin ist entgegen ihrem Einwand auch geeignet, die Sozialhilfeleistungen zu reduzieren. Der Ehemann geht keinem Erwerb nach, womit er sich um die Kinder ausserhalb der Schulzeiten kÃ¼mmern und nicht gesagt werden kann, die aufenthaltsbeendende Massnahme sei nicht geeignet, zu einer Reduktion der FÃ¼rsorgeleistungen beizutragen (vgl. BGr, 15. Juni 2018, 2C_1064/2017, E. 6.2). Die NichtverlÃ¤ngerung der Aufenthaltsbewilligung und Wegweisung der BeschwerdefÃ¼hrerin erweisen sich vorliegend auch als das mildeste Mittel. Die BeschwerdefÃ¼hrerin ist bereits drei Mal migrationsrechtlich verwarnt worden, ohne dass dies eine Wirkung gezeigt hÃ¤tte. Eine erneute Verwarnung kommt deshalb nicht mehr infrage.</p> <p class="Erwgung2">Zusammengefasst ergibt sich, dass die BeschwerdefÃ¼hrerin mit dem langjÃ¤hrigen, selbstverschuldeten Bezug von Sozialhilfeleistungen in erheblicher HÃ¶he den Widerrufsgrund von Art. 62 Abs. 1 lit. e AuG gesetzt und damit ihren Rechtsanspruch auf eine VerlÃ¤ngerung der Aufenthaltsbewilligung verloren hat (Art. 51 Abs. 2 lit. b AuG). Trotz wiederholter Aufforderungen seitens der BehÃ¶rden weigerte sie sich, ihre Situation zu verbessern und sich hier zu integrieren. Die gegen sie angeordnete aufenthaltsbeendende Massnahme erweist sich deshalb als verhÃ¤ltnismÃ¤ssig; sie verletzt weder Art. 8 EMRK noch Art. 36 in Verbindung mit Art. 13 Abs. 1 BV. Es steht der Familie frei, zusammen in ihr Heimatland zurÃ¼ckzukehren, mit dem sie im Gegensatz zu den VerhÃ¤ltnissen in der Schweiz kulturell wie sozial eng verbunden geblieben zu sein scheinen, oder ihr Familienleben besuchsweise bzw. mittels den klassischen oder neuen Kommunikationsmitteln Ã¼ber die Grenzen hinweg aufrechtzuerhalten (vgl. zum Ganzen BGr, 15. Juni 2018, 2C_1064/2017, E. 7.1). </p> <p class="Urteilstext">Dies fÃ¼hrt zur Abweisung der Beschwerde. </p> <p class="Erwgung1"><b>5. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>5.1 </b>AusgangsgemÃ¤ss sind die Gerichtskosten der BeschwerdefÃ¼hrerin aufzuerlegen (§ 13 Abs. 2 in Verbindung mit § 65a VRG) und es steht ihr keine ParteientschÃ¤digung zu (§ 17 Abs. 2 VRG).</p> <p class="Erwgung2"><b>5.2 </b>Die BeschwerdefÃ¼hrerin beantragt die GewÃ¤hrung der unentgeltlichen ProzessfÃ¼hrung und des unentgeltlichen Rechtsbeistands. Nach § 16 Abs. 1 VRG ist Privaten, welchen die nÃ¶tigen Mittel fehlen und deren Begehren nicht offensichtlich aussichtslos erscheint, auf entsprechendes Ersuchen die Bezahlung von Verfahrenskosten und KostenvorschÃ¼ssen zu erlassen. Sie haben nach Abs. 2 derselben Bestimmung Anspruch auf die Bestellung eines unentgeltlichen Rechtsbeistands, wenn sie nicht in der Lage sind, ihre Rechte im Verfahren selbst zu wahren. Offensichtlich aussichtslos sind Begehren, bei denen die Aussichten zu obsiegen wesentlich geringer sind als die Aussichten zu unterliegen, und die deshalb kaum als ernsthaft bezeichnet werden kÃ¶nnen (statt vieler VGr, 18. August 2016, VB.2016.0019, E. 5.)</p> <p class="Erwgung2"><b>5.3 </b>Die BeschwerdefÃ¼hrerin ist sozialhilfeabhÃ¤ngig, weshalb davon auszugehen ist, dass sie nicht in der Lage ist, fÃ¼r die Prozess- bzw. Vertretungskosten aufzukommen. Sie ist daher als mittellos zu betrachten. Die vorliegende Beschwerde erweist sich trotz der langjÃ¤hrigen und erheblichen SozialhilfeabhÃ¤ngigkeit der BeschwerdefÃ¼hrerin aufgrund der dargelegten UmstÃ¤nde nicht als offensichtlich aussichtslos, weshalb dem Gesuch um unentgeltliche ProzessfÃ¼hrung und dem Gesuch um unentgeltliche RechtsverbeistÃ¤ndung zu entsprechen ist. Der BeschwerdefÃ¼hrerin ist damit Rechtsanwalt B als unentgeltlicher Rechtsbeistand zu bestellen. Die BeschwerdefÃ¼hrerin wird darauf aufmerksam gemacht, dass sie zur Nachzahlung verpflichtet ist, sobald sie dazu in der Lage ist (§ 16 Abs. 4 VRG).</p> <p class="Erwgung2"><b>5.4 </b>Rechtsanwalt B weist in seiner Kostennote einen zeitlichen Aufwand von 7,3 Stunden aus, was einer EntschÃ¤digung von Fr. 1'764.45 (inkl. Barauslagen von Fr. 32.30 und Mehrwertsteuer) entspricht. Dieser zeitliche Aufwand erscheint fÃ¼r das vorliegende Verfahren als angemessen (Stundenansatz von Fr. 220.- gemÃ¤ss § 9 Abs. 1 GebÃ¼hrenverordnung des Verwaltungsgerichts vom 23. August 2010 [GebV VGr] i.<span> </span>V.<span> </span>m. § 3 Verordnung Ã¼ber die AnwaltsgebÃ¼hren vom 8. September 2010 [AnwGebV]).</p> <p class="Erwgung1"><b>6. </b> </p> <p class="Erwgung1">Zur Rechtsmittelbelehrung des nachstehenden Dispositivs ist Folgendes zu erlÃ¤utern: Soweit ein Anwesenheitsanspruch geltend gemacht wird, ist die Beschwerde in Ã¶ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten nach Art. 82 ff. des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (BGG) zulÃ¤ssig (BGr, 2. November 2017, 2C_260/2017, E. 1.1). Ansonsten und im Wegweisungspunkt steht die subsidiÃ¤re Verfassungsbeschwerde gemÃ¤ss Art. 113 ff. BGG offen (siehe Art. 83 lit. c Ziff. 2 und 4 BGG). Werden beide Rechtsmittel ergriffen, hat dies in der gleichen Rechtsschrift zu geschehen (Art. 119 Abs. 1 BGG).</p> <p class="Einzug1"><span>DemgemÃ¤ss erkennt <span>die Kammer</span>:</span></p> <p class="Einzug2"><span>1. <span>Der BeschwerdefÃ¼hrerin wird die unentgeltliche ProzessfÃ¼hrung fÃ¼r das Beschwerdeverfahren gewÃ¤hrt und in der Person von Rechtsanwalt B ein unentgeltlicher Rechtsbeistand fÃ¼r das Beschwerdeverfahren bestellt.</span></span></p> <p class="Einzug2"><span>2. Die Beschwerde wird abgewiesen.</span></p> <p class="Einzug2"><span>3. Die GerichtsgebÃ¼hr wird festgesetzt auf <br/> Fr. 2'000.--; die Ã¼brigen Kosten betragen:<br/> <u>Fr. 70.--</u> Zustellkosten,<br/> <u>Fr. 2'070.--</u> Total der Kosten.</span></p> <p class="Einzug2"><span>4. <span>Die Gerichtskosten werden der BeschwerdefÃ¼hrerin auferlegt, jedoch einstweilen zufolge GewÃ¤hrung der unentgeltlichen ProzessfÃ¼hrung auf die Gerichtskasse genommen. Die Nachzahlungspflicht der BeschwerdefÃ¼hrerin nach § 16 Abs. 4 VRG bleibt vorbehalten.</span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>5. R<span>echtsanwalt B wird fÃ¼r das verwaltungsgerichtliche Verfahren mit Fr. 1`764.45 (Mehrwertsteuer inklusive) aus der Gerichtskasse entschÃ¤digt. Die Nachzahlungspflicht der BeschwerdefÃ¼hrerin nach § 16 Abs. 4 VRG bleibt vorbehalten.</span></span></p> <p class="Einzug2"><span>6. Eine ParteientschÃ¤digung wird nicht zugesprochen. </span></p> <p class="Einzug2"><span>7. Gegen dieses Urteil kann im Sinn der ErwÃ¤gungen Beschwerde in Ã¶ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten nach Art. 82 ff. des Bundesgerichtsgesetzes erhoben werden. Die Beschwerde ist innert 30 Tagen, von der Zustellung an gerechnet, beim Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, einzureichen.</span></p> <p class="Einzug2"><span>8. Mitteilung an â¦</span></p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>