A bteilung I A -563/2007 {T 1/2} U rteil vom 4. O ktober 2007 M itw irkung: R ichterin M arianne R yter Sauvant (Vorsitz); R ichter M arkus M etz; R ichter Beat Forster; R ichter Jürg Kölliker; R ichter Lorenz Kneubühler (Abteilungspräsident). G erichtsschreiberin Yasem in C evik. M ontres B reguet SA , M anufacture, 1344 L'Abbaye, vertreten durch Fürsprecher Prof. D r. iur. Eugen M arbach, Fuhrer M arbach & Partner, Konsum strasse 16 A, 3007 Bern, Beschw erdeführerin, gegen B undesam t für K om m unikation (B A K O M ), Zukunftstrasse 44, Postfach, 2501 Biel, Vorinstanz betreffend W erbung und Sponsoring. B u n d e s v e rw a ltu n g s g e ric h t T rib u n a l a d m in is tra tif fé d é ra l T rib u n a le a m m in is tra tiv o fe d e ra le T rib u n a l a d m in is tra tiv fe d e ra l2 Sachverhalt: A. D ie M ontres Breguet SA ist eine Tochtergesellschaft der Konzerngesell- schaft The Sw atch G roup SA (nachfolgend: SW ATC H ). Sie w ar als Anbie- terin von Luxusuhren in den vergangenen Jahren w iederholt im Kultur- Sponsoring tätig. U .a. trat die M ontres Breguet SA auch als Sponsorin von Fernsehübertragungen des "C oncours de m usique de G enève" in Erschei- nung. Sie beabsichtigte deshalb im H erbst 2006 erneut, die Sendung "C a- dences" zu sponsern, w elche die Ü bertragung des "Finale PIAN O " des be- sagten C oncours zeigt. D ie Sendung w ird von Télévision Suisse R om an- de 2 (TSR 2) ausgestrahlt. Bis dahin w urde die M ontres Breguet SA jew eils – ihrem M arktauftritt entsprechend – unter ihrem Logo bzw . unter Verw en- dung des Sponsoringbillboards "M ontres Breguet – D epuis 1775" als Sponsorin ausgew iesen. In der Folge kam es jedoch nicht zum beabsich- tigten Auftritt als Sponsorin der erw ähnten Sendung, da die publisuisse SA (eine Tochtergesellschaft der Schw eizerischen R adio- und Fernsehgesell- schaft, SR G ) die bis dahin praktizierte Sponsornennung zurückw ies. Kon- kret ging es darum , dass der Zusatz "D epuis 1775", w elcher Bestandteil der M arke der M ontres Breguet SA ist, nicht im R ahm en des Sponsorings erscheinen durfte, da er als w erbend eingestuft w urde. B. Auf telefonische Anfrage hin teilte der D irektor des Bundesam tes für Kom - m unikation (BAKO M ) am 29. Septem ber 2006 der M ontres Breguet SA bzw . dem Päsidenten und C EO der Konzerngesellschaft SW ATC H m it, dass die M ontres Breguet SA nicht länger m it ihrem angestam m ten Zei- chen "M ontres Breguet – D epuis 1775" als Sponsorin auftreten dürfe. D as Schreiben w ar explizit m it "Parrainage par les M ontres Breguet" über- schrieben. Am 4. O ktober 2006 teilte die R echtsabteilung der SW ATC H dem BAKO M m it, dass die M ontres Breguet SA sie m it der Beantw ortung dieses Schreibens beauftragt habe. Sie legte dar, inw iefern sie der Argu- m entation des BAKO M nicht folgen könne. Ihrer M einung nach handle es sich beim um strittenen Zusatz "D epuis 1775" um eine reine Altersangabe, die keine w erbende Aussage beinhalte. D ie R echtsabteilung der SW ATC H verlangte am 12. O ktober 2006 – als R eaktion auf den erneut negativen Bescheid des Am tsvorstehers – eine anfechtbare Verfügung. D iese Verfü- gung vom 4. D ezem ber 2006 eröffnete das BAKO M sodann nicht der M on- tres Breguet SA, sondern der SW ATC H . D ie M ontres Breguet SA ersuchte daraufhin das BAKO M , ihr die Verfügung nochm als zu eröffnen. H ierzu w ar das BAKO M nicht bereit. M it Schreiben vom 16. Januar 2007 bestätig- te es jedoch, die M ontres Breguet SA sei m aterielle Verfügungsadressatin und habe "über den R echtsdienst der Sw atch G roup Kenntnis von der Er- öffnung der Verfügung erhalten". C . In seiner Verfügung vom 4. D ezem ber 2006 kam das BAKO M zum Schluss, dass die geplante Ausstrahlung in der von der M ontres Bre- guet SA vorgeschlagenen Form ohne Praxisw echsel des BAKO M kaum in Frage kom m e. N ach Auffassung des BAKO M verletzt der Zusatz "D e- puis 1775" das gesetzliche W erbeverbot beim Sponsoring. 3 D . D agegen hat die M ontres Breguet SA (hiernach: Beschw erdeführerin) am 22. Januar 2007 beim Bundesverw altungsgericht Beschw erde erhoben. D ie Beschw erdeführerin verlangt, die Verfügung des BAKO M vom 4. D e- zem ber 2006 sei aufzuheben und es sei festzustellen, dass die Beschw er- deführerin berechtigt sei, sich unter Verw endung des Sponsoringbillboards "M ontres Breguet - D epuis 1775" als Sponsorin auszuw eisen. Sie rügt eine bundesrechtsw idrige Auslegung von Art. 19 Abs. 3 des Bundesgesetzes vom 21. Juni 1991 über R adio und Fernsehen (R TVG 1991; AS 1992 601), da nicht zw ischen produktebezogener W erbung und reiner Im agew erbung unterschieden w erde. W eiter stehe besagte Auslegung im W iderspruch zur eigenen verw altungsinternen R ichtlinie und es liege ausserdem m angels öffentlichem Interesse bzw . fehlender Verhältnism ässigkeit ein unzuläs- siger G rundrechtseingriff vor. E. D as BAKO M (hiernach: Vorinstanz) reichte am 21. M ärz 2007 eine Stel- lungnahm e ein, w orin es die Abw eisung der Beschw erde unter Kostenfolge beantragt. Ausserdem führt die Vorinstanz aus, dass sich der Entscheid in vorliegender Sache erst zukünftig ausw irken w erde und deshalb das auf 1. April 2007 neu in Kraft tretende Bundesgesetz über R adio- und Fernse- hen anw endbar sei. Sie begründet ihren Antrag auf Abw eisung hauptsäch- lich dam it, dass die N ennung eines Sponsors m it Blick auf die gesetzlichen G rundlagen keine w erblichen Zusätze enthalten dürfe. Zulässig seien des- halb nur Elem ente, w elche der Erkennbarkeit des Sponsors dienten. F. In ihren Schlussbem erkungen vom 16. April 2007 hält die Beschw erdefüh- rerin vollum fänglich an ihren Anträgen und ihrer Begründung fest. Zusätz- lich w eist sie darauf hin, dass sie die Auffassung betreffend der Anw end- barkeit neuen R echts teile, dies jedoch im vorliegenden Fall zu keinem an- deren Ergebnis führe, als w enn altes R echt angew endet w ürde. G . Auf w eitere Vorbringen der Parteien und die sich bei den Akten befindli- chen Schriftstücke w ird, sow eit erforderlich, in den nachfolgenden Erw ä- gungen eingegangen. D as B undesverw altungsgericht zieht in Erw ägung: 1. G em äss Art. 31 des Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundes- verw altungsgericht (Verw altungsgerichtsgesetz, VG G , SR 173.72) beurteilt das Bundesverw altungsgericht, sofern keine Ausnahm e nach Art. 32 VG G gegeben ist, Beschw erden gegen Verfügungen nach Art. 5 des Bundesge- setzes vom 20. D ezem ber 1968 über das Verw altungsverfahren (Vw VG , SR 172.021). D as BAKO M gehört zu den Behörden im Sinne von Art. 33 VG G und ist dem nach Vorinstanz des Bundesverw altungsgerichts. Eine Ausnahm e, w as das Sachgebiet betrifft, ist nicht gegeben (Art. 32 VG G ). D as Bundesverw altungsgericht ist daher zuständig für die Beurteilung der vorliegenden Beschw erde. 1.1 Zur rechtzeitigen Einreichung der Beschw erde ist Folgendes festzuhalten: D ie Verfügung der Vorinstanz vom 4. D ezem ber 2006 w urde der Be- schw erdeführerin am 6. D ezem ber 2006 zugestellt. D am it begann die 4 R echtsm ittelfrist ab dem 7. D ezem ber 2006 zu laufen (vgl. Art. 20 Abs. 1 Vw VG ). Auf 1. Januar 2007 trat das VG G in Kraft und dam it auch eine Än- derung von Art. 22a Abs. 1 Bst. c Vw VG . D anach steht die Frist vom 18. D ezem ber bis und m it dem 2. Januar still. D ie Frist endete dem nach am 21. Januar 2007, w elcher auf einen Sonntag fiel und erstreckte sich deshalb bis M ontag, 22. Januar 2007 (vgl. Art. 20 Abs. 3 Vw VG ). D am it w urde die Eingabefrist im vorliegenden Fall gew ahrt. D ie Frist w äre über- dies auch unter altem R echt eingehalten gew esen, da diese am Sam stag, 20. Januar 2007, geendet hätte und sich ebenfalls bis M ontag, 22. Januar 2007, verlängert hätte. 1.2 D ie Verfügung vom 4. D ezem ber 2006 w urde der SW ATC H und nicht der Beschw erdeführerin eröffnet. D iese beantragt deshalb in einem Eventual- begehren, die Verfügung sei aufzuheben und die Vorinstanz zur korrekten Eröffnung an die Beschw erdeführerin anzuw eisen, sollte das Bundesver- w altungsgericht die Parteifähigkeit und dam it die Legitim ation der Be- schw erdeführerin verneinen. O b die SW ATC H die Beschw erdeführerin im vorinstanzlichen Verfahren lediglich vertrat oder ob die Vorinstanz gestützt auf den Schriftenw echsel von einem eigenen Interesse der SW ATC H und dam it zu R echt davon ausgehen durfte, dass nunm ehr diese Partei und Verfügungsadressatin sei, kann aus nachfolgenden Erw ägungen offen ge- lassen w erden. Parteien sind zunächst einm al die Adressaten einer Verfügung. Parteistel- lung erhält aber auch, w er durch einen Verw altungsakt berührt ist und ein schutzw ürdiges Interesse an dessen Aufhebung hat (ALFR E D KÖ LZ/ISABELLE H ÄN E R , Verw altungsverfahren und Verw altungsrechtspflege des Bundes, 2. Auflage, Zürich 1998, R z. 109). Sofern nicht der prim äre Verfügungsad- ressat, sondern D rittpersonen die Verfügung anfechten, verlangt die bun- desgerichtliche R echtsprechung, dass die Beschw erdeführenden durch den angefochtenen Entscheid stärker als jederm ann betroffen sind und in einer besonderen, beachtensw erten und nahen Beziehung zur Streitsache stehen. D as Interesse an der Aufhebung oder Änderung der Verfügung kann rechtlicher oder tatsächlicher N atur sein, doch m uss es sich um eige- ne persönliche Interessen der Beschw erdenführenden handeln. D as Inter- esse der Beschw erdeführenden ist schutzw ürdig, w enn ihre tatsächliche oder rechtliche Situation durch den Ausgang des Verfahrens unm ittelbar beeinflusst w erden kann, d.h. w enn sie durch das Beschw erdeverfahren einen m ateriellen oder ideellen N achteil von sich abw enden oder aus die- sem einen praktischen N utzen ziehen können (BG E 131 II 361 E. 1.2). D ie SW ATC H ist zw ar form elle Verfügungsadressatin, aber inhaltlich äussert sich die Vorinstanz ausschliesslich zu dem von der Beschw erdeführerin gew ünschten Sponsorhinw eis. D ieser w ird als nicht zulässig, w eil bundes- rechtsw idrig erachtet, w om it die Beschw erdeführerin zw eifelsohne ein ei- genes Interesse an der Beschw erdeführung hat und aus der Aufhebung und Änderung der Verfügung einen praktischen N utzen ziehen w ürde. Sie ist dam it m ateriell beschw ert und folglich zur Beschw erdeführung befugt. 1.3 D ie Beschw erdeführerin verlangt sow ohl die Aufhebung der Verfügung als auch die Feststellung, dass sie berechtigt sei, sich m it dem H inw eis "M on-5 tres Breguet - D epuis 1775" als Sponsorin auszuw eisen. Für die Zulässigkeit eines Feststellungsbegehrens w ird ein Feststellungs- interesse vorausgesetzt. Ein solches ist gegeben, w enn die antragstellen- de Person ohne die verbindliche und sofortige Feststellung des Bestandes, N ichtbestandes oder U m fangs öffentlichrechtlicher R echte und Pflichten G efahr liefe, dass sie oder die Behörde ihr nachteilige M assnahm en treffen oder ihr günstige unterlassen w ürde. Ein rechtliches Interesse ist nicht er- forderlich, vielm ehr genügt auch ein bloss tatsächliches (vgl. KÖ LZ/H ÄN ER , a.a.O ., R z. 200 ff.). D ie gesuchstellende Person, die ihr schutzw ürdiges In- teresse m it einem Leistungs- oder G estaltungsbegehren w ahren kann, hat indes ein solches und nicht nur ein auf Feststellung gerichtetes Begehren zu stellen, sofern ihr daraus nicht unzum utbare N achteile entstehen (G rundsatz der Subsidiarität der Feststellungsverfügung; vgl. TH O M AS M ER K LI /AR TH U R AESC H LIM AN N /R U TH H ER ZO G , Kom m entar zum G esetz über die Verw al- tungsrechtspflege im Kanton Bern, Bern 1997, N . 20 zu Art. 49, m it H in- w eisen; KÖ LZ/H ÄN E R , a.a.O ., R z. 207). Ein Feststellungsverfahren kann sich dabei auch auf R echte und Pflichten beziehen, die erst in Zukunft ent- stehen, allerdings m üssen diese schon im Zeitpunkt des Feststellungsbe- gehrens genügend bestim m t sein (U LR IC H ZIM M E R LI/W ALTE R KÄLIN /R EG IN A KIEN ER , G rundlagen des öffentlichen Verfahrensrechts, Bern 2003, S. 38 f.). Vorliegend ist die Beschw erdeführerin, nachdem die publisuisse SA die Ausstrahlung des Sponsoringhinw eises in der von der Beschw erdeführerin gew ünschten Form m it Verw eis auf die Praxis des BAKO M abgelehnt hat, direkt an das BAKO M als Aufsichtsbehörde gelangt und hat dieses um eine anfechtbare (Feststellungs-)Verfügung, m ithin einen G rundsatzent- scheid in Sachen Sponsorennennung ersucht. W ie das BAKO M in seiner Verfügung vom 4. D ezem ber 2006 ausführt, berät es seit einiger Zeit R undfunkveranstalter und D ritte in Zusam m enhang m it Fragen rund um die W erbung und das Sponsoring. D iese gew isserm assen präventive Tä- tigkeit soll R echtsverletzungen der Veranstalter und daraus resultierende aufsichtsrechtliche Interventionen des BAKO M verm eiden helfen. D ie Be- schw erdeführerin ist bereits m it dem nunm ehr von der publisuisse SA ab- gelehnten Sponsoringbillboard aufgetreten, und es ist nicht auszuschlies- sen, dass sie es auf einem anderen Sender als der SR G erneut versuchen könnte. W eil ihr aber eine Ablehnung als Sponsorin aufgrund eines dro- henden Aufsichtsverfahrens nicht zuzum uten ist, ist ihr schutzw ürdiges In- teresse an einer Feststellungsverfügung zu bejahen. Auch der Streitge- genstand ist zu diesem Zeitpunkt genügend bestim m t. 1.4 D a die Eingabeform und -frist (Art. 50 Abs. 1 und 52 Vw VG ) gew ahrt und auch die übrigen Sachurteilsvoraussetzungen erfüllt sind, ist auf die Be- schw erde einzutreten. 2. Im Laufe dieses Beschw erdeverfahrens trat das total revidierte Bundesge- setz vom 24. M ärz 2006 über R adio und Fernsehen (R TVG , SR 784.40) auf den 1. April 2007 in Kraft und löste das R TVG 1991 ab. Folglich ist in einem ersten Schritt das anw endbare R echt zu bestim m en. In solchen Situationen stehen sich zw ei gegenläufige Interessen gegen-6 über: Einerseits die Kontinuitätsinteressen des Privaten in die unveränder- te W eitergeltung des bisherigen R echts, andererseits die G eltungsinteres- sen des G em einw esens, also das Vertrauen der Allgem einheit in die aus- nahm slose Anw endung des neuen R echts (vgl. zum G anzen: PIER R E TSC H AN N EN /U LR IC H ZIM M E R LI, Allgem eines Verw altungsrecht, Bern 2005, § 24 R z. 19). D ieser Konflikt ist vorab aufgrund des anw endbaren G esetzes- und Verordnungsrechts zu lösen. Fehlt eine ausdrückliche gesetzliche O rdnung und tritt die R echtsänderung w ährend des Beschw erdeverfahrens ein, findet in der R egel noch das alte R echt Anw endung (TSC H AN N EN / ZIM M ER LI, a.a.O ., § 24 R z. 20 f.). D as neue R TVG sieht in Art. 113 Abs. 1 vor, dass im Zeitpunkt des Inkraft- tretens des G esetzes hängige Verfahren nach den Artikeln 56 ff. und 70 ff. des R TVG 1991 durch die nach neuem R echt zuständige Behörde zu be- urteilen sind und neues Verfahrensrecht anw endbar ist. Bei hängigen Auf- sichtsverfahren beurteilen sich nur diejenigen Verstösse nach R TVG 1991, w elche sich vor dem Inkrafttreten des neuen R TVG ereignet haben (Art. 113 Abs. 2 Satz 1 R TVG ). Vorliegend handelt es sich um ein Feststellungsverfahren. Es geht darum zu klären, ob die Ausstrahlung eines Sponsorhinw eises gegen das R TVG verstossen w ürde. D ieser Fall ist im G esetz nicht ausdrücklich geregelt. W eil sich eine allfällige Verletzung der einschlägigen Bestim m ungen aber erst unter neuem R echt ereignen w ürde und (noch) kein Aufsichtsverfah- ren hängig ist, scheint eine Anw endung von Art. 113 Abs. 2 Satz 1 R TVG e contrario angezeigt. D ie Beurteilung hat som it nach neuem R echt zu er- folgen. 3. Strittig ist vorliegend, ob "M ontres Breguet – D epuis 1775" ein zulässiger Sponsorhinw eis ist. 3.1 D ie Altersangabe "D epuis 1775" ist Teil der M arke der Beschw erdeführe- rin. D as m arkenrechtlich geschützte Logo selbst besteht aus zw ei U hrzei- gern, unterhalb derer sich der Schriftzug "Breguet" befindet. W iederum un- terhalb dieses Schriftzuges ist die Altersangabe "D epuis 1775" ange- bracht. D er gesam te M arktauftritt erfolgt der Beschw erdeführerin zufolge unter Verw endung des beschriebenen Logos. Bisher verw endete die Be- schw erdeführerin denn auch im Sponsoring den H inw eis "M ontres Breguet – D epuis 1775". D ieser ist som it eine Kom bination aus dem m arkenrecht- lich geschützten Logo der Beschw erdeführerin und ihrem Firm ennam en "M ontres Breguet SA". 3.2 N ach Auffassung der Vorinstanz ist der m arkenrechtlich geschützte Zusatz "D epuis 1775" m ehr als nur eine das U nternehm en identifizierende Aussa- ge. D er H inw eis auf die Tradition eines U nternehm ens beinhalte letztlich eine Aussage zur Q ualität der Produkte des Sponsors. Es soll auf ein etab- liertes Know -how und dam it auf einen Vorteil aufm erksam gem acht und so w iederum Vertrauen geschaffen w erden. G erade bei Q ualitäts- und Luxus- produkten w ie U hren w ürden solche Zusätze häufig eingesetzt. Ihrer M ei- nung nach sei bei Beurteilung der Zulässigkeit eines Zusatzes m assge- bend, ob ein Sponsor in seiner N ennung w erbliche Aussagen platziere; ob 7 diese auch m arkenrechtlich geschützt sind, sei dagegen höchstens subsi- diär. Andernfalls könnten Sponsoren w erbliche Elem ente einfach m arken- rechtlich schützen lassen (w as sie im Ü brigen aufgrund der grossen Kon- kurrenz im W erbem arkt regelm ässig auch täten) und so das W erbeverbot um gehen. D iese Argum entation sei darüberhinaus bereits in einem G rund- satzentscheid des D epartem ents für U m w elt, Verkehr, Energie und Kom - m unikation (U VEK) geschützt w orden (Beschw erdeentscheid 519.1-315 vom 20. M ärz 2006 i.S. Sat. 1 (Schw eiz) AG gegen BAKO M ). D arin w urde ein m arkenrechtlich geschützter Logo–Zusatz m it der Aussage "Pepsi – Ask For M ore" beurteilt und für unzulässig befunden. Zum Vorbringen der Beschw erdeführerin, reine Im agew erbung w erde von der Vorinstanz zuge- lassen, führt sie Folgendes aus: D er Im agegew inn solle nach der Konzep- tion des G esetzgebers durch den Im agetransfer von Sponsor und gespon- serter Sendung erfolgen. D er Sponsor soll durch die U nterstützung der Sendung beim Publikum positiv in Erinnerung bleiben. W as dabei jedoch über die reine Identifizierung des Sponsors hinausgehe, sei im R ahm en von Art. 20 Abs. 2 der m it dem revidierten R TVG in Kraft getretenen R a- dio- und Fernsehverordnung vom 9. M ärz 2007 (R TVV, SR 748.401) expli- zit unzulässig. 3.3 D ie Beschw erdeführerin führt dagegen an, dass das Publikum einen Spon- sor am besten identifizieren könne, w enn er in einer Sendung unter dem gleichen Logo ausgew iesen w erde, unter w elchem er auch aus seinem sonstigen Auftritt bekannt sei. D er Sponsor sei nicht verpflichtet, unter sei- nem form ellen Firm ennam en (w ie er im H andelregister eingetragen ist) aufzutreten, sondern er dürfe auch sein Firm enzeichen (Logo, Jingle) ver- w enden. D a die Beschw erdeführerin dem breiten Publikum w eniger unter ihrem Firm ennam en als ihrem Logo bekannt sei, erleichtere dessen W ie- dergabe klarerw eise die vom G esetzgeber verlangte Identifikation des Sponsors. Altershinw eise seien in der heutigen Zeit, w o alles m odern, jung und dynam isch sein m üsse, ausserdem äusserst selten. D ieses (im Lichte der üblichen W erbekonzepte) nahezu anachronistische Zeichenelem ent (D epuis 1775) bleibe deshalb besonders gut im G edächtnis haften. D es- halb sei es geradezu w idersinnig, w enn m an der Beschw erdeführerin aus- gerechnet die Verw endung dieses Zusatzes verbiete, w elcher die Identifi- kation besonders stark erleichtere. D ie Vorinstanz verkenne sodann den Zw eck der G esetzesbestim m ung, nachdem unbestritten sei, dass die Sponsorbenennung die Identifikation des Sponsors sicherstelle, w enn sie der Beschw erdeführerin den Auftritt unter ihrem angestam m ten Logo ver- bieten w olle. D ie G esetzesbestim m ung beziehe sich nur auf produktespe- zifische W erbung. D er strittige Zusatz diene jedoch nicht dem Verkauf kon- kreter Produkte, sondern der im agem ässigen Positionierung des U nterneh- m ens. D ie gesetzliche Vorgabe könne sinnvoller W eise nur dahingehend interpretiert w erden, dass das Kennzeichen, m it w elchem sich der Sponsor identifiziert, gleich einem form ellen Firm ennam en kontinuierlich verw endet w erden dürfe und keine produktbezogenen W erbeaussagen enthalten dür- fe. D ie Vorinstanz differenziere selbst zw ischen produktbezogener W er- bung und blosser Im agew erbung. Auf dieser Auslegung sei sie zu behaf-8 ten. D am it gebe es zusam m enfassend keinen sachlichen G rund, w eshalb der H inw eis auf die langjährige Tradition eines U nternehm ens nicht als rei- ne (und zulässige) Im agew erbung eingestuft w erden sollte. D er blosse H inw eis auf das G ründungsjahr des Sponsors sei in keiner W eise geeig- net, die Abgrenzung von Program m und W erbung zu verw ischen. In ihren Schlussbem erkungen fügt die Beschw erdeführerin ausserdem noch an, dass als W erbung die öffentliche Äusserung "im Program m " gelte, die Sponsornennung dagegen gerade nicht im Program m erfolge. 4. W erbung und Sponsoring erm öglichen die Finanzierung von Program m en. Zugunsten der auf dem Spiel stehenden öffentlichen Interessen bedarf es dabei einer gesetzlichen R ahm enordnung, die einerseits eine klare Tren- nung von redaktionellen Program m inhalten und W erbebotschaften erlaubt, andererseits die D rittfinanzierung und das dam it verbundene Beeinflus- sungspotenzial von Program m en erkennbar w erden lässt (vgl. hierzu Bot- schaft des Bundesrats vom 18. D ezem ber 2002 zur Totalrevision des Bun- desgesetzes über R adio und Fernsehen, BBl 2003 1569 ff., S. 1622). 4.1 So verlangt denn auch Art. 9 Abs. 1 R TVG , dass W erbung vom redaktio- nellen Teil des Program m s deutlich getrennt und als solche eindeutig er- kennbar sein m uss. Als W erbung gilt dabei jede öffentliche Äusserung im Program m , w elche die Förderung des Abschlusses von R echtsgeschäften über W aren oder D ienstleistungen, die U nterstützung einer Sache oder Idee oder die Erzielung einer anderen vom W erbetreibenden oder vom R undfunkveranstalter selbst gew ünschten W irkung zum Zw eck hat und ge- gen Bezahlung oder eine ähnliche G egenleistung oder als Eigenw erbung verbreitet w ird (Art. 2 Bst. k R TVG ). 4.2 Sponsern w iederum ist die Beteiligung einer natürlichen oder juristischen Person an der direkten oder indirekten Finanzierung einer Sendung, m it dem Ziel, den eigenen N am en, die eigene M arke oder das eigene Erschei- nungsbild zu fördern (Art. 2 Bst. o R TVG ). D er Sponsoringbegriff entspricht w eitgehend dem jenigen des bisherigen R echts (vgl. Art. 16 Abs. 1 aR TVV) sow ie den D efinitionen in den europäischen R egelw erken (Art. 2 Bst. g des Europäischen Ü bereinkom m ens über das grenzüberschreitende Fernse- hen vom 5. M ai 1989, EÜ G F, SR 0.784.405 bzw . Art. 1 Bst. d der EU - Fernsehrichtlinie zu W erbung, Schleichw erbung und Sponsoring vom 3. O ktober 1989). 4.3 D ie Finanzierung von R undfunkveranstaltungen durch Sponsoring ist in Art. 12 R TVG geregelt. W erden Sendungen oder Sendereihen ganz oder teilw eise gesponsert, so m üssen die Sponsoren am Anfang oder am Schluss jeder Sendung genannt w erden (Abs. 2). D ies soll dem Zuschauer erm öglichen, vom Finanzierungsverhältnis der Sendung Kenntnis zu neh- m en (vgl. M AR TIN D U M M E R M U TH , in: H einrich Koller/G eorg M üller/R ené R hin- ow /U lrich Zim m erli [H rsg.], Schw eizerisches Bundesverw altungsrecht, Band "Inform ations- und Kom m unikationsrecht", U nterband "R undfunk- recht", Basel und Frankfurt a.M . 1996, S. 127 N . 304). D ie Sponsornen- nung w ird als sog. Billboard bezeichnet (M IC H AEL D Ü R IN G ER , R adio – und Fernsehw erbung unter besonderer Berücksichtigung ihrer Funktion als Fi-9 nanzierungsinstrum ente der elektronischen M edien, D iss. Zürich 1994, S. 115). G esponserte Sendungen dürfen w eder zum Abschluss von R echtsgeschäften über W aren oder D ienstleistungen der Sponsoren oder von D ritten anregen noch Aussagen w erbenden C harakters über W aren und D ienstleistungen enthalten (Abs. 3). D ie einschlägige Verordnungsbe- stim m ung w iederum verlangt, dass die Sponsornennung einen eindeutigen Bezug zw ischen Sponsor und Sendung herstellen m uss (Art. 20 Abs. 1 R TVV) sow ie dass die Sponsornennung lediglich solche Elem ente enthal- ten darf, die der Identifikation des Sponsors dienen, nicht aber Aussagen von w erbendem C harakter (Art. 20 Abs. 2 R TVV). Sponsoring dient einem langfristigen Im agegew inn und ist nicht auf den kurzfristigen Abschluss von konkreten R echtsgeschäften ausgerichtet. D er Sponsornennung ist al- lerdings durchaus eine gew isse W erbew irkung zuzusprechen, da der Sponsor über sie die Erhöhung seines Bekanntheitsgrades erreichen kann und sich der für das Sponsoring typische Im agetransfer erst durch die N ennung des Sponsors in Verbindung m it der gesponserten Sendung er- gibt (vgl. hierzu R O LF H . W EBER , G rundlagen für W erbung und Sponsoring, Schw eizerische M itteilungen über das Im m aterialgüterrecht [SM I], 1993, S. 220 ff.; vgl. auch BG E 126 II 7 ff., insbesondere E. 4 und 5a). 5. D ie Vorinstanz und die Beschw erdeführerin gehen darin einig, dass ent- sprechend dem klaren W ortlaut von Art. 12 Abs. 3 R TVG W aren und D ienstleistungen eines Sponsors im R ahm en des Sponsorhinw eises nicht bew orben w erden dürfen. D ie Beschw erdeführerin ist jedoch der Auffassung, dass der um strittene Zusatz "D epuis 1775" nicht dem Verkauf konkreter Produkte diene, son- dern der im agem ässigen Positionierung des U nternehm ens. D er H inw eis auf die langjährige Tradition eines U nternehm ens sei als reine (und dam it zulässige) Im agew erbung einzustufen und enthalte keine w erbende Aus- sage. N ach der Vorinstanz beinhaltet dagegen der H inw eis auf die langjäh- rige Tradition des U nternehm ens eine Aussage zur Q ualität der Produkte der Beschw erdeführerin. M an w olle auf ein langjähriges Know -how und da- m it auf einen Vorteil der Produkte aufm erksam m achen. D ieser Auffassung ist grundsätzlich zu folgen. D ass das Elem ent "D e- puis 1775" produktebezogen ist, ergibt sich einerseits bereits daraus, dass es Bestandteil des m arkenrechtlichen Logos ist. G em äss Art. 1 des Bun- desgesetzes vom 28. August 1992 über den Schutz von M arken und H er- kunftsangaben (M SchG , SR 232.11) ist die M arke ein Zeichen, das geeig- net ist, W aren oder D ienstleistungen eines U nternehm ens von solchen an- derer U nternehm en zu unterscheiden. Sie ist ein M ittel zur positiven Aus- zeichnung (Individualisierung) der eigenen W aren oder D ienstleistungen, gew ährleistet die Abgrenzung gegenüber Konkurrenzangeboten und erfüllt som it eine U nterscheidungsfunktion; sie steht gew isserm assen als C hiffre für das Produkt (R O LA N D VO N BÜ R E N /EU G EN M AR BAC H , Im m aterialgüter- und W ettbew erbsrecht, 2. Aufl., Bern 2002, N . 497 sow ie N . 500). Andererseits hebt die Altersangabe zw ar das langjährige Bestehen des U nternehm ens hervor, aber ebenso die Q ualität der Produkte der Be-10 schw erdeführerin. Suggeriert die Jahreszahl doch, w ie lange schon U hren produziert w erden und dass es sich um ein über die Jahrhunderte entw i- ckeltes und perfektioniertes Produkt handelt. G erade w eil die Altersangabe etw as über die Produkte der Beschw erdeführerin aussagt, dürfte diese "D epuis 1775" in ihr m arkenrechtlich geschütztes Logo aufgenom m en ha- ben. D ie Verw endung des m arkenrechtlichen Zusatzes im Sponsorhinw eis w ird dem nach nicht nur m it der U nternehm ung selbst in Verbindung ge- bracht, sondern gleicherm assen m it den W aren und D ienstleistungen der Beschw erdeführerin, und zw ar in w erbender W eise. Aber selbst w enn m an der Auffassung der Beschw erdeführerin folgen w oll- te, w onach sich die Altersangabe ausschliesslich auf das U nternehm en be- ziehe, liesse Art. 12 Abs. 3 R TVG den Sponsorhinw eis in der von der Be- schw erdeführerin gew ünschten Form nicht zu, w ie nachfolgende Erw ä- gungen zeigen. 6. Art. 12 Abs. 3 R TVG lautet: "G esponserte Sendungen dürfen w eder zum Abschluss von R echtsgeschäften über W aren oder D ienstleistungen der Sponsoren oder von D ritten anregen noch Aussagen w erbenden C harak- ters über W aren und D ienstleistungen enthalten". Schliesst der zw eite Teil von Abs. 3 unm issverständlich jegliche direkte W erbung für W aren und D ienstleistungen aus, ist die Bedeutung des ersten Teils von Abs. 3 in der Auslegung näher zu bestim m en, scheint dam it doch ein über die konkrete W erbung für W aren und D ienstleistungen hinausgehendes W erbeverbot angeordnet. 6.1 Eine Auslegung ist notw endig, w o ein G esetzesw ortlaut entw eder unklar ist oder w o Zw eifel bestehen, ob der scheinbar klare W ortlaut den Sinn der N orm w iedergibt. Ziel der Auslegung einer N orm ist es, deren Sinngehalt zu ergründen. Auszugehen ist dabei vom W ortlaut der auszulegenden Be- stim m ung, doch kann dieser nicht allein m assgebend sein, nam entlich w enn der Text unklar ist oder verschiedene Bedeutungen zulässt. Vielm ehr m uss nach der w ahren Tragw eite des W ortlauts gesucht w erden unter Be- rücksichtigung der w eiteren Auslegungselem ente w ie Entstehungsge- schichte und Zw eck der N orm . W ichtig ist auch die Bedeutung, w elche der N orm im Kontext m it anderen Bestim m ungen zukom m t. D ie R echtspre- chung lässt sich bei der Auslegung von Erlassen stets von einem M etho- denpluralism us leiten (vgl. zum G anzen U LR IC H H ÄFELIN /G EO R G M Ü LLER /FELIX U H LM AN N , Allgem eines Verw altungsrecht, 5. Auflage, Zürich 2006, R z. 214, sow ie U LR IC H H ÄFELIN /W ALTE R H ALLE R , Schw eizerisches Bundesstaatsrecht, 6. Auflage, Zürich 2002, N . 80 und 92). 6.2 W erbung und Sponsoring sind zw ar zw ei unterschiedliche Finanzierungs- form en und unterliegen entsprechend unterschiedlichen R egelungen, aber durch die unm ittelbare N ähe von Art. 12 R TVG zu den Bestim m ungen der W erbung – Art. 12 R TVG befindet sich im dritten Abschnitt des G esetzes m it dem Titel "W erbung und Sponsoring" – geht im Sinne einer system ati- schen Auslegung hervor, dass das Sponsoring dem G rundgedanken des W erbetrenngebots, m ithin dem G ebot der Erkennbarkeit der W erbung (Art. 9 Abs. 1 R TVG ) gleicherm assen w ie die W erbung selbst unterliegt 11 und dem zufolge das Sponsoring nicht zu direkten oder indirekten W erbe- zw ecken benutzt w erden darf. D as Interesse an einer unverfälschten M ei- nungsbildung erfordert zw ingend, dass die Bestim m ungen über die Tren- nung von redaktionellem und kom m erziellem Inhalt, über die Kennzeich- nung von kom m erziellen Botschaften und die W erbeverbote im R ahm en des Sponsorings nicht um gangen w erden dürfen. So ist denn auch Art. 12 Abs. 3 R TVG eng auszulegen, sind also alle Aussagen und Elem ente von w erblichem C harakter auszuschliessen; eine Auffassung, die auch durch Art. 12 Abs. 4 R TVG gestützt w ird, w elcher das absolute W erbeverbot ge- m äss Art. 10 R TVG im R ahm en des Sponsorings ausdrücklich festhält. 6.3 Zum gleichen Ergebnis führt die teleologische Auslegung, w elche auf die Zw eckvorstellung, die m it einer R echtsnorm verbunden ist, abstellt. Art. 12 R TVG verschafft dem öffentlichen Interesse an einer unverfälschten M ei- nungsbildung N achachtung. So soll die N ennung des Sponsors dem Publi- kum Klarheit darüber geben, dass eine D rittfinanzierung einer Sendung vorliegt. D as Sponsoring w ird aber auch in das W erbetrenngebot bzw . die W erbeverbote eingebunden. Liesse m an näm lich w erbliche Aussagen in- nerhalb des Sponsorings zu, so w ären sow ohl das vorgesehene Finanzie- rungssystem als auch das R echt auf unverfälschte M einungsbildung ge- fährdet. 6.4 D ieses Verständnis von Art. 12 Abs. 3 R TVG w ird denn auch durch die his- torische Auslegung gestützt: Aus der Botschaft geht unm issverständlich hervor, dass m an an einer klaren Trennung von Sponsoring und W erbung festhalten w ollte (Botschaft, a.a.O , S. 1625). M an w ar sich bew usst, dass die U nternehm en ein Interesse daran haben, ihre W erbebotschaften m öglichst nahe an redaktionellen Program m teilen m it hoher Publikum saufm erksam keit zu platzieren, und dass sich die Sponsoringhinw eise, w elche nicht von der eigentlichen Sendung abge- trennt w erden, hierfür besonders gut eignen. So fänden sich denn auch zu- nehm end w erbende Botschaften in den Sponsorhinw eisen. D as Sponso- ring habe in den vergangenen zehn Jahren einen erheblichen W andel er- fahren. Bei der Einführung des schw eizerischen R undfunkrechts habe sich der G esetzgeber noch an einem klassischen Sponsoringbegriff orientiert. Ein D ritter finanzierte dem nach eine Sendung und versprach sich einen Im agetransfer davon, dass sein N am e m it dieser Sendung in Verbindung gebracht w urde. Aber auch w enn die G renze zw ischen W erbung und Sponsoring heute zusehend verw ischt w erde, bleibe die U nterscheidung nach w ie vor relevant. N icht zuletzt, w eil der M issbrauch von Sponsornen- nungen zu W erbezw ecken zu einer Aushöhlung der W erberegelungen füh- re. D ie Folge hiervon seien W ettbew erbsverzerrungen zum N achteil von Veranstaltern, die sich an die Vorschriften hielten. D eshalb sei am grund- sätzlichen Verbot w erbender Aussagen in den Sponsornennungen festzu- halten. G estaltete Sponsorhinw eise seien zw ar nicht verboten, aber nur im R ahm en von Kriterien erlaubt; Kriterien, w elche eine Einhaltung der W er- bevorschriften zu sichern verm öchten (vgl. zum G anzen Botschaft, a.a.O ., S. 1624 f.). 12 Entsprechend lautete nach dem Botschaftsentw urf der dritte Absatz von Art. 12 R TVG w ie folgt: "G esponserte Sendungen dürfen w eder zum Ab- schluss von R echtsgeschäften über W aren oder D ienstleistungen der Sponsoren oder von D ritten anregen noch Aussagen w erbenden C harak- ters über W aren und D ienstleistungen enthalten. G estaltete Sponsornen- nungen sind im R ahm en von Kriterien erlaubt". N ach dem zw eiten Satz sollten Sponsorhinw eise m it kurzen Zusatzbotschaften – etw a über das Tätigkeitsgebiet des Sponsors – angereichert w erden dürfen. D ie Kriterien, w elche für die Zulassung gestalteter Sponsorhinw eise m assgebend seien, hätten sich dabei in erster Linie an Satz 1 von Absatz 3 zu orientieren: N icht erlaubt sind dem nach w erbende Elem ente, d.h. Aussagen w erben- den C harakters bleiben auch in gestalteten Sponsornennungen (w eiterhin) untersagt (Botschaft, a.a.O ., S. 1680). Im Verlauf der Parlam entsdebatten w urde dieser zw eite Satz des dritten Absatzes gestrichen, nachdem der N ationalrat beschlossen hatte, die im ersten Satz enthaltenen Einschrän- kungen im Bereich des Sponsorings nur für die SR G gelten zu lassen (vgl. Am tliches Bulletin der Bundesversam m lung [AB] 2004 N 66). D araufhin schlug die Kom m ission des Ständerates eine neue (heutige) Fassung vor, w elche die besagten Einschränkungen für alle gesponserten Sendungen, egal ob von privaten oder staatlichen Sendern, vorsah. D ies m it dem Argu- m ent, es handle sich bei Absatz drei um eine generelle Sponsoringrege- lung und m an m öchte W erbung und Sponsoring im G esetz m öglichst gut auseinander halten (vgl. AB 2005 S 63). 6.5 Zusam m enfassend ist som it unter Berücksichtigung der zugrunde liegen- den W ertungen und Zielsetzungen Art. 12 Abs. 3 R TVG dahingehend zu verstehen, dass das G esetz nicht nur W erbung bezogen auf Produkte oder D ienstleistungen eines U nternehm ens verbietet, sondern im Sponsoring ganz grundsätzlich w erbende Aussagen ausschliesst und dam it auch ge- staltete Sponsorhinw eise, sofern sie einen w erbenden C harakter aufw ei- sen. U nd dass der Zusatz "D epuis 1775" einen w erbenden C harakter auf- w eist, w urde bereits festgestellt (vgl. E. 5 hiervor). D er Auffassung der Be- schw erdeführerin, w onach das W erbeverbot lediglich produktebezogen gelte, kann dem nach nicht gefolgt w erden. D ie von der Beschw erdeführe- rin gew ünschte im agem ässige Positionierung des U nternehm ens soll sich allein daraus ergeben, dass die U nternehm ung als Sponsorin einer Sen- dung von den Konsum enten und Konsum entinnen positiv w ahrgenom m en w ird. 7. An diesem Ergebnis verm ögen auch die von der Beschw erdeführerin an- geführten H inw eise auf das Firm enrecht nichts zu ändern. 7.1 So bringt die Beschw erdeführerin einerseits vor, die Vorinstanz verkenne m it ihrer restriktiven Auslegung das Konzept und System des schw eizeri- schen Kennzeichenrechts. D ies dürfe jedoch im Zusam m enhang m it den Vorschriften über die Sponsornennung nicht einfach ausgeblendet w erden. Ein Kennzeichen sei im m er dazu bestim m t, das eigene Angebot zu indivi- dualisieren und sich dam it vom G ros der Konkurrenz abzugrenzen. Auch der form elle Firm ennam e, der nach dem Konzept der Vorinstanz im Spon- soring stets zulässig sein soll, sei im Firm enrecht ein klassisches M ittel zur 13 Abgrenzung. Firm ennam en dürften im R ahm en des W ahrheitsgebotes, des Täuschungsverbotes und w enn keine öffentlichen Interessen entgegen- stünden, denn auch w erbende Aussagen enthalten. Zur Veranschauli- chung ihrer Vorbringen führt die Beschw erdeführerin einige Beispiele zu- lässiger Firm en an: "Pub N um ber O ne G m bH "; "The Best C om puter AG "; "AutoC enter G m bH "; "H ans M uster, Ihr Partner beim Küchenbau"; "24-Std- Schlüssel-BlitzService, Antonio M uster". D am it w ürde nach M einung der Beschw erdeführerin eine von der "The Best C om puter AG " gesponserte Fernsehsendung in jedem Fall eine Aussage w erbenden C harakters ent- halten. Entscheidend könne deshalb nur sein, ob ein Logo (w elches zw ar eine Altersangabe oder einen vergleichbaren H inw eis, aber keine direkt produktbezogene W erbeaussage enthält) in der U nternehm enskom m uni- kation gleich einem Firm ennam en kontinuierlich und unverändert als Ab- sender eingesetzt w erde. Folglich gebe es unter diesen Voraussetzungen vorliegend keinen Anlass, das Logo m it Altersangabe im Sponsoring schlechter zu stellen als den berühm enden Firm ennam en. Andererseits führe das vorinstanzliche Verbot von w erbenden Zusätzen einer M arke an- gesichts der firm enrechtlichen Vorgaben und der erlaubten N ennung des Firm ennam ens im Sponsoring zw angsläufig zu w illkürlichen Ergebnissen, nachgerade zu einer U ngleichbehandlung zw ischen den verschiedenen Sponsoren. Ihrer M einung nach ist es eine Tatsache, dass Kennzeichen nach schw eizerischem R echt w erbende Aussagen enthalten und deshalb gew isse im agebezogene Aussagen nicht verhindert w erden könnten, so- lange der Sponsor verpflichtet sei, sich anhand seines Firm ennam ens bzw . generell seines Kennzeichens als Sponsor zu identifizieren. 7.2 Sow eit der Einw and der Beschw erdeführerin als system atisch-teleologi- scher Vergleich gem eint ist, also als ein Vergleich im R ahm en der Ausle- gung, der sich über den einschlägigen Erlass, das R TVG , hinaus auf sach- nahe N orm en bzw . Interessenw ertungen aus anderen G esetzen oder R echtsgebieten erstreckt (vgl. hierzu H EIN Z H AU S H EER /M AN U EL JAU N , D ie Ein- leitungsartikel des Schw eizerischen Zivilgesetzbuches, 2. Auflage, Bern 2003, S. 35 ff.), geht dieser fehl. W ie gezeigt, ist aufgrund der übrigen Auslegungselem ente die gesetzgeberische W ertung im R TVG unm issver- ständlich: Im R ahm en des Sponsoring ist für die G renzziehung zw ischen W erbung und Sponsoring zu sorgen und das Sponsoring soll über den Im agetransfer hinaus nicht zu W erbezw ecken m issbraucht w erden. D as öf- fentliche Interesse an einer unverfälschten M einungsbildung w ird im R und- funkrecht denn auch vor die kom m erziellen (privaten) gestellt. Insofern ist es nicht bedeutsam , ob und inw iew eit das schw eizerische Firm enrecht w erbende Aussagen zulässt. Vor diesem H intergrund kann auch nicht von einer w illkürlichen Auslegung gesprochen w erden. 7.3 Es liegt auch keine Verletzung der durch Art. 8 der Bundesverfassung vom 18. April 1999 (BV, SR 101) garantierten R echtsgleichheit vor (allgem ein BG E 131 I 91 E. 3.4; H ÄFELIN /M Ü LLE R /U H LM AN N , a.a.O ., N . 495). D ie Firm a ist der für den H andelsverkehr gew ählte N am e einer U nterneh- m ung; sie tritt im gesam ten R echtsverkehr unter diesem N am en auf. Pri- m äre Aufgabe der Firm a ist die Individualisierung des U nternehm ensträ-14 gers. D ieser soll durch die Firm a von anderen unterschieden w erden kön- nen, daneben kann ihr als Leistungssym bol und R ufträgerin auch eine ge- w isse W erbefunktion zukom m en (eingehend zur Firm a AR TH U R M EIER -H AYO Z/ PETER FO R STM O SER , Schw eizerisches G esellschaftsrecht, 10. Auflage, Bern 2007, S. 165 ff.). D ie im H andelsregister eingetragene und im Schw eizer- ischen H andelsblatt veröffentlichte Firm a steht dem Berechtigten denn auch zum ausschliesslichen G ebrauch zu (Art. 956 des O bligationenrechts vom 30. M ärz 1911 [O R , SR 220]). Bei der Firm enbildung sind die Vorga- ben von Art. 944 ff. O R zu beachten. Jede Firm a darf danach, neben dem vom G esetz vorgeschriebenen w esentlichen Inhalt, Angaben enthalten, die der näheren U m schreibung der darin enthaltenen Personen dienen oder auf die N atur des U nternehm ens hinw eisen oder eine Phantasiebezeich- nung darstellen, vorausgesetzt, dass der Inhalt der Firm a der W ahrheit entspricht, keine Täuschungen verursachen kann und keinem öffentlichen Interesse zuw iderläuft (Art. 944 O R ). O b die von der Beschw erdeführerin zitierten Beispiele diesen G rundsätzen entsprechen, ist nicht vom Bundesverw altungsgericht zu beurteilen. Auch sow eit das Firm enrecht w erbende Elem ente in der Firm enbildung zulässt, w as angesichts der im Jahre 1998 vorgenom m enen Liberalisierung und dem dam it verbundenen W egfall des R eklam everbots innerhalb der Schranken des W ahrheitsgebots und Täuschungsverbots und der öffentli- chen Interessen m öglich ist (M EIER -H AYO Z/FO R STM O SER , a.a.O ., S. 182, R z. 88), führt dies zu keiner unzulässigen U ngleichbehandlung. Ziel der gesetzlichen R egelung des Sponsorings ist u.a., die D rittfinanzie- rung erkennbar zu m achen, w as m indestens die N ennung des N am ens des Sponsors bedingt, ansonsten die Erkennbarkeit des finanzierenden D ritten und dessen allfällige Einflussnahm e gar nicht gew ährleistet w äre. N un w ill aber die Beschw erdeführerin gerade nicht m ir ihrem form ellen Fir- m ennam en als Sponsorin genannt w erden, sondern m it einem aus der Fir- m a (M ontres Breguet) und der M arke (D epuis 1775) zusam m engesetzten Logo. Ihre Situation ist dem nach nicht gleich, w ie w enn ein Sponsor m it seiner Firm a, seinem N am en erscheint. D ie von der Vorinstanz getroffene U nterscheidung zw ischen einem Sponsorenhinw eis m it form ellem Firm en- nam en und dem jenigen m it einem gestalteten Logo w iderspricht denn auch keinesw egs dem verfassungsrechtlichen G leichbehandlungsgebot; diesem w ird vielm ehr nachgelebt, w ird dadurch doch U ngleiches ungleich behandelt. 8. Ebenso w enig ist im Verständnis und in der Anw endung der einschlägigen Verordnungsbestim m ung durch die Vorinstanz ein Verstoss gegen das R echtsgleichheitsgebot zu erkennen. D ie Verordnungsbestim m ung, auf w elche sich die Beschw erdeführerin bezieht, lautet w ie folgt: "D ie Sponsor- nennung darf nur Elem ente enthalten, die der Identifizierung des Sponsors dienen. Sie darf insbesondere keine Aussagen w erbenden C harakters ent- halten" (Art. 20 Abs. 2 R TVV). Im Erläuternden Bericht (Erläuternder Be- richt zur totalrevidierten R adio- und Fernsehverordnung [R TVV]) vom 9. M ärz 2007, online auf der W ebsite des BAKO M >Startseite>D okum enta- tion>G esetzgebung>Parlam ent>R TVG R evision, besucht am 29. August 15 2007) w ird sodann ausgeführt, dass in der Sponsornennung im Sinne der W erbetrennung von Art. 9 R TVG keine w erblichen Aussagen zum Sponsor gem acht w erden dürfen (vgl. Erläuternder Bericht, a.a.O ., S. 13 f.). Als w erblich gelten dem Bericht zufolge bestim m te Inhalte w ie z.B. Q ualitäts- aussagen, Lancierung von Produkten, Preisangaben etc. sow ie die Kum u- lation verschiedener, an sich zulässiger Elem ente (z.B. Tätigkeit, Produkt). D ie Verordnung steht dam it in Einklang m it der gesetzlichen R egelung des Sponsorings und die vorinstanzliche Praxis führt auch diesbezüglich zu keiner U ngleichbehandlung. 9. Schliesslich geht auch der Einw and der Beschw erdeführerin fehl, w onach die Auslegung der Vorinstanz in W iderspruch zu den eigenen R ichtlinien stehe, da diese reine Im agew erbung des Sponsors an sich zulasse. G em äss den R ichtlinien des BAKO M können bei der N ennung des Spon- sors grundsätzliche folgende Elem ente einzeln oder kom biniert verw endet w erden: Firm ennam e, Firm enzeichen (Logo), N am e bzw . M arkenzeichen (Signet) eines Produktes des Sponsors, sow ie ein Produkt des Sponsors. Produkt des Sponsors kann sow ohl eine W are als auch eine D ienstleistung sein (Sponsoring–R ichtlinien BAKO M , Juni 1999/April 2007, Ziff. 15). Bei der Verw endung des Firm ennam ens oder des Firm enzeichens kann zu- sätzlich in knapper und neutraler Form auf den Tätigkeitsbereich des spon- sernden U nternehm ens hingew iesen w erden, w enn dies zur Identifizierung des Sponsors nötig ist; er darf jedoch keine w erblichen Aussagen enthal- ten (Sponsoring–R ichtlinien, Ziff. 16). Auftritte des Sponsors m it seinem Firm en–Logo w erden von der Vorinstanz ausdrücklich akzeptiert; aller- dings nur insow eit die m arkenrechtlich geschützten Logos keine w erbli- chen Zusätze aufw eisen. Sog. Slogans (d.h. eine prägnante Aussage zum Sponsor oder zu einem Sponsorprodukt) sind im m er eine w erbliche Aussa- ge und deshalb im R ahm en des Sponsorings nicht zugelassen (Sponso- ring–R ichtlinien, Ziff. 21). Som it kann in Ü bereinstim m ung m it den gesetzlichen G rundlagen auch der R ichtlinie klar entnom m en w erden, dass in Sponsornennungen keine w erb- lichen Aussagen gem acht w erden dürfen. Es ist denn auch nicht erkenn- bar, w orin das w idersprüchliche Verhalten der Vorinstanz liegen sollte, w enn sie den w erbenden Zusatz der Beschw erdeführerin als nicht m it den einschlägigen Bestim m ungen übereinstim m end und dam it als nicht zuläs- sig erachtet, geht es doch bei dem von der Beschw erdeführerin gew ünsch- ten Sponsoringbillboard eben gerade nicht um reine Im agew erbung. D iese soll sich aus der Tatsache an sich, dass eine Sendung finanziell unter- stützt w ird, ergeben, darf aber nicht über W erbung erreicht w erden. 10. Zusam m enfassend dringt dem nach die Beschw erdeführerin m it ihren R ü- gen, w onach die vorinstanzliche Auslegung von Art. 12 Abs. 3 R TVG bun- desrechtsw idrig sei und in W iderspruch zu den eigenen R ichtlinien stehe, nicht durch. D ie Beschw erde ist deshalb in diesem Punkt abzuw eisen. 11. D ie Beschw erdeführerin m acht schliesslich geltend, durch die Verfügung der Vorinstanz liege ein unzulässiger Eingriff in die grundrechtlich ge- schützte W irtschaftsfreiheit vor. Sie führt aus, dass die Vorinstanz in keiner 16 W eise darlege, w orin das öffentliche Interesse bestehe, einem Sponsor den Auftritt m it seinem kontinuierlich verw endeten Logo zu verbieten, nur w eil dieses einen H inw eis auf das G ründungsjahr der Firm a enthalte. In je- dem Fall aber verstosse ein Verbot gegen das Verhältnism ässigkeitsprin- zip, da das Verbot einer Altersangabe w eder geeignet sei, die angestrebte Transparenz zu verbessern, noch dies im Interesse der gesuchten Trans- parenz erforderlich sei. 11.1 D ie W irtschaftsfreiheit i.S. von Art. 27 BV um fasst u.a. den freien Zugang zu einer privatw irtschaftlichen Tätigkeit sow ie deren freie Ausübung (vgl. BG E 130 I 26 E. 4.1, BG E 128 I 19 E. 4c/aa; JÖ R G PAU L M Ü LLER , G rundrech- te in der Schw eiz, Bern 1999, S. 644 ff.). D urch das Verbot, den Zusatz "D epuis 1775" im Sponsoringbillboard der Beschw erdeführerin zu verw enden, ist diese in der freien Ausübung ihrer w irtschaftlichen Tätigkeit berührt. D er zu beurteilende Sachverhalt fällt so- m it in den sachlichen Anw endungsbereich der W irtschaftsfreiheit. 11.2 G rundrechte gelten nicht absolut. Vielm ehr können sie eingeschränkt w er- den, sofern dafür eine ausreichende gesetzliche G rundlage besteht, der Eingriff im öffentlichen Interesse liegt, verhältnism ässig ist und der Kernge- halt respektiert w ird (Art. 36 BV; H ÄFELIN /H ALLE R , a.a.O ., N . 302 ff.). O b die- se Voraussetzungen im vorliegenden Fall gegeben sind und der G rund- rechtseingriff daher rechtens ist, w ird im Folgenden geprüft. 11.3 D ie Auslegung von Art. 12 Abs. 3 R TVG hat ergeben, dass das vorinstanz- liche Verbot, den Zusatz "D epuis 1775" im Sponsoringbillboard anzufüh- ren, auf einer genügenden gesetzlichen G rundlage beruht. 11.4 Einschränkungen der W irtschaftsfreiheit m üssen sodann im öffentlichen In- teresse liegen. D arunter fallen nicht nur polizeiliche, sondern grundsätzlich auch andere allgem ein anerkannte öffentliche Interessen (vgl. M Ü LLER , a.a.O ., S. 663). W ie bereits verschiedentlich erw ähnt, sollen die W erbever- bote und das W erbetrenngebot sow ie die Einbindung des Sponsorings in diese R egelungen w ie auch die geforderte Transparenz in Bezug auf Sponsoren die freie M einungsbildung im R adio- und Fernsehbereich ge- w ährleisten. D am it liegt ein hinreichendes öffentliches Interesse vor. 11.5 D ie Verhältnism ässigkeit um fasst drei Elem ente, die kum ulativ zu beach- ten sind: So m uss die Verw altungsm assnahm e zur Verw irklichung der im öffentlichen Interesse liegenden Ziele erstens geeignet und zw eitens erfor- derlich sein, d.h. sie hat zu unterbleiben, w enn eine gleich geeignete, aber m ildere M assnahm e für den angestrebten Erfolg ausreicht. D rittens m uss der Eingriff zum utbar sein, d.h. das Verhältnis zw ischen dem öffentlichen Interesse an der M assnahm e und den durch den Eingriff beeinträchtigten privaten Interessen m uss vernünftig sein (vgl. BG E 128 II 297 E. 5.1; H ÄFELIN /H ALLER , a.a.O ., N . 320 ff.). Eignung bedeutet, dass die staatliche M assnahm e geeignet sein m uss, den im öffentlichen Interesse verfolgten Zw eck herbeizuführen (H ÄFELIN / H ALLE R , a.a.O ., N . 321). D as Verbot eines w erbenden Zusatzes im R ahm en des Sponsorings ist unbestritten geeignet, das öffentliche Interesse an ei-17 ner freien M einungsbildung zu sichern. 11.6 Ein G rundrechtseingriff hat dann zu unterbleiben, w enn die M assnahm e im H inblick auf den angestrebten Zw eck nicht erforderlich ist, d.h. w enn eine gleich geeignete, aber m ildere M assnahm e für den angestrebten Erfolg ausreichen w ürde. D er Eingriff darf in sachlicher, räum licher, zeitlicher und personeller H insicht nicht über das N otw endige hinausgehen (vgl. H ÄFELIN / H ALLE R , a.a.O ., N . 322). Im vorliegenden Fall ist nicht ersichtlich, w ie eine m ildere M assnahm e aussehen könnte. D a der Zusatz "D epuis 1775" als w erbend eingestuft w urde und w erbende Elem ente im Sponsoring unter- sagt sind, gibt es kein m ilderes M ittel als das Verbot, diesen Zusatz zu ver- w enden. 11.7 Bei der Zum utbarkeitsprüfung geht es um die Frage, ob eine M assnahm e unterbleiben soll, w eil an ihr nur ein geringes öffentliches Interesse be- steht, auf der anderen Seite aber tief greifende Ausw irkungen auf die R echtsstellung der betroffenen Privaten resultieren. M it anderen W orten m uss zw ischen dem gesetzten Ziel und der zu seiner Erlangung notw endi- gen Freiheitsbeschränkung ein vernünftiges Verhältnis bestehen (sog. Zw eck-M ittel-R elation). Im G runde genom m en geht es bei der Verhältnis- m ässigkeit im engeren Sinne um eine Abw ägung von öffentlichen und be- troffenen privaten Interessen (H ÄFELIN /H ALLE R , a.a.O ., N . 323). D ie privaten Interessen der Beschw erdeführerin bestehen darin, ihr Logo verw enden zu dürfen, m it w elchem sie auch aus sonstigen Auftritten be- kannt ist und dessen Verw endung bei Sponsoringauftritten bisher keine Problem e hervorgerufen hat. Sie ist der Auffassung, dass sie dem breiten Publikum vor allem unter diesem Logo bekannt sei. Könne sie nicht m it ih- rem angestam m ten Logo auftreten, so w ürde sie allenfalls nicht durchw egs erkannt und der (zulässige) Im agetransfer zw ischen der gesponserten Sendung und ihr w ürde so ausbleiben. M it dem gesetzlich verankerten W erbetrenngebot und den W erbeverboten sow ie der Einbindung des Sponsorings in diese R egelungen hat der G esetzgeber bereits eine Inter- essenabw ägung vorgenom m en, w elche das öffentliche Interesse an der freien M einungsbildung über das private Interesse an einem w erbew irksa- m en Auftritt stellt. D er von der Beschw erdeführerin angestrebte Im age- transfer soll sich denn auch nicht aus einem m öglichen w erbenden Auftritt ergeben, sondern vielm ehr aus der Tatsache an sich, dass sie als Sponso- rin auftritt. Selbstverständlich bedingt dies das Erkennen der Sponsorin. Entsprechend ist es nach den R ichtlinien und der bisherigen Praxis der Vorinstanz auch m öglich, m it einem Logo aufzutreten, w enn dieses besser bekannt ist als die U nternehm ung selbst (so etw a im Fall von "Pepsi"), w o- bei auch in solchen Fällen w erbende Zusätze ausgeschlossen sind (vgl. Beschw erdeentscheid des U VEK 519.1-315 vom 20. M ärz 2006 i.S. Sat. 1 (Schw eiz) AG gegen BAKO M ). Solches ist bei der Beschw erdeführerin je- doch nicht gegeben. W ichtig für deren Erkennbarkeit ist "M ontres Breguet"; ein Elem ent, das sow ohl Teil der Firm a als auch der M arke ist. Ausserdem gilt es festzuhalten, dass die vorliegende Einschränkung den sonstigen M arktauftritt der Beschw erdeführerin nicht w eiter tangiert. D am it ist die angefochtene Verfügung als verhältnism ässig zu qualifizieren.18 11.8 W eil der durch die angefochtene Verfügung erfolgte Eingriff in die W irt- schaftsfreiheit der Beschw erdeführerin den Kerngehalt dieses G rundrechts respektiert, er sich auf eine ausreichende gesetzliche G rundlage stützt, im öffentlichen Interesse liegt und verhältnism ässig ist, erw eist er sich als rechtens. D ie Beschw erde ist daher auch in diesem Punkt abzuw eisen. 12. Bei diesem Verfahrensausgang gilt die Beschw erdeführerin als unterlie- gend, w eshalb sie die Verfahrenskosten zu tragen hat (Art. 63 Abs. 1 Vw VG ). D iese sind auf Fr. 1'500.-- festzusetzen und m it dem von der Be- schw erdeführerin geleisteten Kostenvorschuss zu verrechnen. 13. Parteientschädigungen sind keine zuzusprechen (Art. 64 Abs. 1 Vw VG i.V.m . Art. 7 Abs. 3 des R eglem ents vom 11. D ezem ber 2006 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverw altungsgericht [VG KE, SR 173.320.2]). D em nach erkennt das B undesverw altungsgericht: 1. D ie Beschw erde w ird abgew iesen. 2. D ie Verfahrenskosten in der H öhe von Fr. 1'500.-- w erden der Beschw er- deführerin auferlegt. Sie w erden m it dem geleisteten Kostenvorschuss in der H öhe von Fr. 1'500.-- verrechnet. 3. Es w ird keine Parteientschädigung zugesprochen. 4. D ieses U rteil w ird eröffnet: - der Beschw erdeführerin (m it G erichtsurkunde) - der Vorinstanz (R ef-N r. 264, eingeschrieben) - dem G eneralsekretariat U VEK (m it G erichtsurkunde) D er Abteilungspräsident: D ie G erichtsschreiberin: Lorenz Kneubühler Yasem in C evik R echtsm ittelbelehrung G egen dieses U rteil kann innert 30 Tagen nach E röffnung beim Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, Beschw erde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten geführt w erden (Art. 82 ff., 90 ff. und 100 des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BG G , S R 173.110]). D ie R echtsschrift ist in einer Am tssprache abzufassen und hat die Begehren, deren Begründung m it A ngabe der Bew eism ittel und die U nterschrift zu enthalten. D as angefochtene U rteil und die Bew eism ittel sind, sow eit sie der Beschw erdeführer in H änden hat, beizulegen (Art. 42 BG G ). Versand am :