Beschluss vom 14. Dezember 2017 Beschwerdekammer Besetzung Bundesstrafrichter Stephan Blättler, Vorsitz, Roy Garré und Cornelia Cova, Gerichtsschreiber Stephan Ebneter Parteien A., Gesuchsteller gegen BUNDESANWALTSCHAFT, Gesuchsgegnerin Gegenstand Revision (Art. 410 StPO) B u n d e s s t r a f g e r i c h t T r i b u n a l p é n a l f é d é r a l T r i b u n a l e p e n a l e f e d e r a l e T r i b u n a l p e n a l f e d e r a l Geschäftsnummer: BB.2017.211 - 2 - Die Beschwerdekammer hält fest, dass: - A. am 16. Februar 2017 bei der Bundesanwaltschaft (nachfolgend "BA") Strafanzeige gegen drei Bundesrichter, einen Oberstaatsanwalt des Kantons Zürich, einen Staatsanwalt der Staatsanwaltschaft Winterthur/Unterland so- wie seine Ehefrau wegen zahlreicher Delikte erstattete; - die BA am 3. November 2017 eine Nichtanhandnahmeverfügung gemäss Art. 310 i.V.m. Art. 319 StPO erliess; - die Beschwerdekammer des Bundesstrafgerichts mit Beschluss BB.2017.194, BB.2017.203, BP.2017.72 vom 7. Dezember 2017 die von A. dagegen erhobene Beschwerde abwies; - A. mit als "Beschwerdebegehren nach Art. 27 VStrR betreffend BStGer Be- schluss in BB.2017.203 ff" bezeichneter Eingabe vom 11. Dezember 2017 an "(Stv.) Präsident des Gesamtgerichtes und an Verwaltungskommission abzgl. Hr. Blättl er" sinngemäss um Revisio n des Beschlusses ersucht (act. 1). Die Beschwerdekammer zieht in Erwägung, dass: - die vom Gesuchsteller angerufenen Bestimmungen des Bundesgesetzes vom 22. März 1974 über das Verwaltungsstrafrecht (VStrR; SR 313.0) vor- liegend keine Anwendung finden (vgl. Art. 1 VStrR); - gegen den Beschluss BB.2017.194, BB.2017.203, BP.2017.72 kein ordent- liches Rechtsmittel gegeben ist (vgl. Art. 79 BGG); - gemäss Art. 410 Abs. 1 StPO die Revision verlangen kann, wer durch ein rechtskräftiges Urteil, einen Strafbefehl, einen nachträglichen richterlichen Entscheid oder einen Entscheid im selbstständigen Massnahmenverfahren beschwert ist; - die Revision gegen Entscheide in der Form eines Beschlusses oder einer Verfügung nicht zulässig ist (BGE 141 I V 269 E. 2.2.2; TPF 2011 115 E. 2; vgl. zuletzt u.a. Beschlüsse des Bundesstrafgerichts BB.2017.155 vom 19. September 2017; BB.2017.104 vom 20. Juni 2017; BB.2016.353 vom 5. Oktober 2016; je m.w.H.); - 3 - - es sich bei dem mit seinem Revisionsgesuch anvisierten Entscheid der Be- schwerdekammer nicht um ein Urteil, sondern um einen Beschluss handelt (siehe zur Unterscheidung Art. 80 Abs. 1 StPO), wofür die Revision eben nicht möglich ist; - sich das vorliegende Gesuch daher als offensichtlich unzulässig erweist, weshalb auf dieses ohne Durchführung eines Schriftenwechsels nicht einzu- treten ist (Art. 390 Abs. 2 StPO e contrario); - bei diesem Ausgang des Verfahrens der Gesuchsteller die Gericht skosten zu tragen hat (Art. 428 Abs. 1 StPO); die Gerichtsgebühr auf Fr. 300.– fest- zusetzen ist (Art. 73 StBOG i.V.m. Art. 5 und Art. 8 Abs. 1 des Reglements des Bundesstrafgerichts vom 31. August 2010 über die Kosten, Gebühren und Entschädigungen in Bundesstrafverfahren [BStKR; SR 173.713.162]); - 4 - und erkennt: 1. Auf das Gesuch wird nicht eingetreten. 2. Die Gerichtsgebühr von Fr. 300.– wird dem Gesuchsteller auferlegt. Bellinzona, 15. Dezember 2017 Im Namen der Beschwerdekammer des Bundesstrafgerichts Der Präsident: Der Gerichtsschreiber: Zustellung an - A. - Bundesanwaltschaft (unter Beilage einer Kopie von act. 1) Rechtsmittelbelehrung Gegen diesen Entscheid ist kein ordentliches Rechtsmittel gegeben.