<h2>SubmittedText<h2><p>Der Bundesrat wird beauftragt, auf Bundesebene ein Rahmengesetz für die Mütter- und Väterberatung auszuarbeiten, das folgende Schwerpunkte beinhaltet:</p><p>- Qualitätssicherung der Mütter- und Väterberatung auf kantonaler Ebene;</p><p>- Forderung nach flächendeckenden Angeboten;</p><p>- Beratungsangebot von 0 bis 5 Jahren in allen Kantonen;</p><p>- Festlegung der Ausbildungsstandards für die Fachpersonen in der Mütter- und Väterberatung.</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Der Bundesrat teilt die Ansicht der Motionärin, dass die Mütter- und Väterberatung ein wirksames und notwendiges Beratungsangebot im Frühbereich ist. Als universelles Präventions- und Gesundheitsförderungsangebot richtet sich die Mütter- und Väterberatung an alle Mütter und Väter mit Säuglingen und Kleinkindern. Im Rahmen des Berichtes "Jugend und Gewalt" in Erfüllung der Postulate Leuthard 03.3298, Amherd 06.3646 und Galladé 07.3665 sowie des Berichtes "Gewalt in Paarbeziehungen" in Erfüllung des Postulates Stump 05.3694 hat der Bundesrat die Bedeutung dieser Angebote für die Gewaltprävention im familiären Umfeld unterstrichen.</p><p>Die Kantone, in deren Verantwortung die Mütter- und Väterberatung liegt, haben die Kompetenzen, um das Angebot und die Qualität dieses Beratungsangebots sicherzustellen. Diese Zuständigkeitsordnung entspricht insbesondere im Bereich der niederschwelligen Beratungsangebote den Grundsätzen der Subsidiarität, was zu lokal angepassten Lösungen führt. Sollten tatsächlich bei Beratungsangeboten Anpassungen erforderlich sein, sind die Kantone durchaus in der Lage, diese eigenständig vorzunehmen. Ein Rahmengesetz des Bundes ist hierfür nicht erforderlich. Der Bundesrat lehnt die Motion aus diesem Grund ab.</p>  Der Bundesrat beantragt die Ablehnung der Motion.