<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2022.00269</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=222634&amp;W10_KEY=13045547&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2022.00269</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 07.09.2022</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">2. Abteilung/2. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Das Bundesgericht hat eine Beschwerde in Ã¶ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten gegen diesen Entscheid am 10.03.2023 abgewiesen.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">AuslÃ¤nderrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Widerruf der Aufenthaltsbewilligung</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>[Widerruf bzw. Nichtverlängerung der Aufenthaltsbewilligung nach Trennung von seiner Ehefrau. Der Beschwerdeführer macht geltend, sein Ehewille sei noch nicht erloschen und die Ehefrau habe angegeben, dass sie keine Scheidung wünsche.] Die Ehegatten leben seit über einem Jahr getrennt und die gelebte Ehegemeinschaft hat weniger als drei Jahre gedauert. Der Beschwerdeführer hat keinen Anspruch auf Erteilung und Verlängerung einer Aufenthaltsbewilligung mehr (E. 2.3). Abweisung der Beschwerde. </b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: DREIJAHRESFRIST">DREIJAHRESFRIST</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: EHEWILLE">EHEWILLE</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> - keine -<br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 3 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="WordSection1"> <table border="1" cellpadding="0" cellspacing="0" class="MsoNormalTable" width="0"> <tr> <td valign="top"> <p class="Kopf1"><span>Verwaltungsgericht</span></p> <p class="Kopf1"><span>des Kantons ZÃ¼rich</span></p> <p class="Kopf1"><span>2. Abteilung</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Kopf1"> </p> </td> <td valign="top"> <p class="Kopf1"><span><img alt="" height="78" id="Bild 1" src="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getImage&amp;nF38_KEY=59046" width="123"/></span></p> </td> </tr> </table> <p class="MsoNormal">VB.2022.00269</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"><b><span>Urteil</span></b></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="Zwischentitel"> </p> <p class="MsoNormal"><span>der 2. Kammer</span></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">vom <a id="VF_DAT_ENTSCHEID">7. September 2022</a></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">Mitwirkend: AbteilungsprÃ¤sident Andreas Frei<span> (Vorsitz)</span>, Verwaltungsrichterin Silvia Hunziker, Verwaltungsrichterin Viviane Sobotich, <a id="TN_AUTOTEXT_RICHTER"></a><a id="TN_AUTOTEXT_GS"></a>Gerichtsschreiberin Linda Rindlisbacher. </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">In Sachen</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>A, vertreten durch RA B, </span></p> <p class="MsoNormal"><b><span>BeschwerdefÃ¼hrer, </span></b></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="Zwischentitel">gegen</p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>Migrationsamt des Kantons ZÃ¼rich, Postfach, 8090 ZÃ¼rich, </span></p> <p class="MsoNormal"><b><span>Beschwerdegegner, </span></b></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><b>betreffend Widerruf der Aufenthaltsbewilligung,</b></p> <p class="Zwischentitel">hat sich ergeben: </p> <p class="Sachverhalt1"><b>I. </b> </p> <p class="Urteilstext">Der aus Kosovo stammende A, geboren 1993, heiratete am 16. Oktober 2017 in Kosovo die Schweizer BÃ¼rgerin C, geboren 1991, und reiste am 26. MÃ¤rz 2018 in die Schweiz ein. Im Rahmen des Familiennachzugs wurde ihm eine Aufenthaltsbewilligung erteilt, letztmals verlÃ¤ngert bis am 25. MÃ¤rz 2022. Mit Urteil des Bezirksgerichts Dielsdorf vom 17. Mai 2021 wurde festgestellt, dass die Ehegatten seit dem 1. MÃ¤rz 2021 getrennt leben. Mit VerfÃ¼gung vom 15. Oktober 2021 widerrief das Migrationsamt die bis am 25. MÃ¤rz 2022 befristete Aufenthaltsbewilligung, wies A aus der Schweiz weg und setzte ihm Frist zum Verlassen der Schweiz bis am 14. Januar 2022.</p> <p class="Sachverhalt1"><b>II. </b> </p> <p class="Sachverhalt2">Den dagegen erhobenen Rekurs wies die Rekursabteilung der Sicherheitsdirektion mit Entscheid vom 23. MÃ¤rz 2022 ab und setzte A eine neue Frist zum Verlassen der Schweiz bis am 15. Juni 2022. </p> <p class="Sachverhalt1"><b>III. </b> </p> <p class="Urteilstext">Am 9. Mai 2022 erhob A Beschwerde gegen den Entscheid der Rekursabteilung der Sicherheitsdirektion vom 23. MÃ¤rz 2022 und beantragte dem Verwaltungsgericht die Aufhebung des angefochtenen Entscheids und die RÃ¼ckweisung zur Neubeurteilung an die Vorinstanz, unter Kosten- und EntschÃ¤digungsfolgen.</p> <p class="Urteilstext">Mit PrÃ¤sidialverfÃ¼gung vom 10. Mai 2022 wurde ein Kostenvorschuss erhoben. A leistete die Kaution fristgerecht.</p> <p class="Urteilstext">Die Rekursabteilung der Sicherheitsdirektion verzichtete am 13. Mai 2022 auf Vernehmlassung; das Migrationsamt reichte keine Beschwerdeantwort ein. </p> <p class="Einzug1"><span>Die Kammer</span><span> erwÃ¤gt:</span></p> <p class="Erwgung1"><b>1. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>1.1 </b>Mit der Beschwerde an das Verwaltungsgericht kÃ¶nnen Rechtsverletzungen einschliesslich Ermessensmissbrauch, ErmessensÃ¼berschreitung oder Ermessensunterschreitung und die unrichtige oder ungenÃ¼gende Feststellung des Sachverhalts gerÃ¼gt werden (§ 20 in Verbindung mit § 50 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 [VRG]).</p> <p class="Erwgung2"><b>1.2 </b>Der BeschwerdefÃ¼hrer beantragt, die Sache sei aus formellen GrÃ¼nden an die Vorinstanz zur Neubeurteilung der VerlÃ¤ngerung der Aufenthaltsbewilligung zurÃ¼ckzuweisen: Weil seine Aufenthaltsbewilligung bis am 25. MÃ¤rz 2022 verlÃ¤ngert worden sei, sei der Widerruf gegenstandslos geworden. Dies trifft entgegen der Meinung des BeschwerdefÃ¼hrers nicht zu: Die Aufenthaltsbewilligung des BeschwerdefÃ¼hrers ist am 2. MÃ¤rz 2021 verlÃ¤ngert worden. Im Zeitpunkt, als das Bezirksgericht Dielsdorf mit Urteil vom 17. Mai 2021 festgestellt hatte, dass die Ehegatten getrennt leben, war der BeschwerdefÃ¼hrer noch im Besitz einer gÃ¼ltigen Aufenthaltsbewilligung. Das Migrationsamt hat infolgedessen die Aufenthaltsbewilligung des BeschwerdefÃ¼hrers mit VerfÃ¼gung vom 15. Oktober 2021 widerrufen. Den dagegen erhobenen Rekurs wies die Vorinstanz mit Entscheid vom 23. MÃ¤rz 2022 ab. Dagegen hat der BeschwerdefÃ¼hrer beim Verwaltungsgericht Beschwerde erhoben. LÃ¤uft eine <span>Aufenthaltsbewilligung â wie im vorliegenden Verfahren â wÃ¤hrend </span>eines Rechtsmittelverfahrens <span>ab, ist eine NichtverlÃ¤ngerung der Aufenthaltsbewilligung zu prÃ¼fen (</span>BGr, 28. Mai 2020, 2C_76/2020, E. 1.1; VGr, 19. Januar 2022, VB.2021.00824, E. 1.2). Prozessgegenstand des vorliegenden Rechtsmittelverfahrens ist folglich die NichtverlÃ¤ngerung der Aufenthaltsbewilligung. </p> <p class="Erwgung1"><b>2. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>2.1 </b>AuslÃ¤ndische Ehegatten von Schweizerinnen und Schweizern haben Anspruch auf Erteilung und VerlÃ¤ngerung der Aufenthaltsbewilligung, wenn sie mit diesen zusammenwohnen (Art. 42 Abs. 1 des AuslÃ¤nder- und Integrationsgesetzes vom 16. Dezember 2005 [AIG]). Entscheidend ist damit nicht allein das formelle Eheband zwischen den Beteiligten, sondern der Bestand einer gelebten Wohn- und Ehegemeinschaft (BGE 136 II 113 E. 3.2). Bei intakter und gelebter Ehe lÃ¤sst sich ein entsprechender Aufenthaltsanspruch zudem auch auf das in Art. 8 Abs. 1 der EuropÃ¤ischen Menschenrechtskonvention (EMRK) und Art. 13 Abs. 1 der Bundesverfassung (BV) festgehaltene Recht auf Familienleben stÃ¼tzen.</p> <p class="Erwgung1">Eine auslÃ¤nderrechtlich relevante Ehegemeinschaft besteht so lange, als die eheliche Beziehung tatsÃ¤chlich gelebt wird und ein gegenseitiger Ehewille vorhanden ist, ansonsten sie infolge ZweckerfÃ¼llung im Sinn von Art. 62 Abs. 1 lit. d AIG widerrufen werden kann. Dabei ist hauptsÃ¤chlich auf die nach aussen wahrnehmbare eheliche Wohngemeinschaft abzustellen (BGE 138 II 229 E. 2; BGE 137 II 345 E. 3.1.2). Getrennte Wohnorte schliessen bei fortbestehender Familien- respektive Ehegemeinschaft einen entsprechenden Bewilligungsanspruch nicht aus, wenn hierfÃ¼r wichtige GrÃ¼nde geltend gemacht werden kÃ¶nnen, so, wenn berufliche Verpflichtungen oder erhebliche familiÃ¤re Probleme eine <i>vorÃ¼bergehende</i> Trennung erfordern (Art. 49 AIG in Verbindung mit Art. 76 der Verordnung Ã¼ber Zulassung, Aufenthalt und ErwerbstÃ¤tigkeit vom 24. Oktober 2007 [VZAE]).</p> <p class="Erwgung1">FÃ¼hren die geltend gemachten TrennungsgrÃ¼nde zu einer <i>dauerhaften</i> Trennung, liegt hingegen unabhÃ¤ngig vom Willen der Ehegatten und den geltend gemachten GrÃ¼nden kein wichtiger Grund fÃ¼r getrennte Wohnorte im Sinn von Art. 49 AIG und Art. 76 VZAE vor. PraxisgemÃ¤ss ermÃ¶glicht Art. 49 AIG in Krisensituationen nur kurze, vorÃ¼bergehende UnterbrÃ¼che der Wohn- und Lebensgemeinschaft (BGr, 16. Februar 2011, 2C_781/2010, E. 2.1.3). Die Anforderungen an den Nachweis des Fortbestands des Ehewillens und der ehelichen Gemeinschaft sind bei lÃ¤ngerfristigem Getrenntleben der Ehegatten besonders streng, da die Ausnahmebestimmungen von Art. 49 AIG und Art. 76 VZAE nicht den Sinn haben, den Ehepartnern von Schweizer BÃ¼rgern das Aufenthaltsrecht zu sichern, bis feststeht, dass die Ehe endgÃ¼ltig gescheitert ist. Bei einer Trennung von mehr als sechs bis zwÃ¶lf Monaten ist in der Regel unabhÃ¤ngig von den geltend gemachten GrÃ¼nden von einer definitiven Trennung und AuflÃ¶sung der bewilligungsrelevanten Ehegemeinschaft auszugehen und die Ehe ist spÃ¤testens mit dem Auszug eines Ehepartners aus der ehelichen Wohnung als aufgehoben zu betrachten (vgl. BGr, 18. Juli 2013, 2C_596/2013, E. 3.1; VGr, 27. Januar 2016, VB.2015.00769, E. 2.1; VGr, 9. Dezember 2013, VB.2013.00385, E. 2.2.2; vgl. auch BGE 136 II 113 E. 3.2 zur Massgeblichkeit einer "retrospektiven Berechnung" der Dauer der ehelichen Gemeinschaft).</p> <p class="Erwgung2"><b>2.2 </b>Es ist unbestritten, dass die eheliche Gemeinschaft nicht mehr gelebt wird. Der BeschwerdefÃ¼hrer macht indes geltend, der Ehewille sei noch nicht erloschen. Die Anschuldigungen der Ehefrau, die zum Strafbefehl vom 5. MÃ¤rz 2021 und zu den Gewaltschutzmassnahmen gefÃ¼hrt hÃ¤tten, seien unwahr. Er habe seine Ehefrau weder bedroht noch ihr sonst einen Anlass gegeben, ihn eines auch nur ehewidrigen Verhaltens zu beschuldigen. Der Grund fÃ¼r ihre Anschuldigungen sei vielmehr, dass sie weiterhin vollkommene Kontrolle Ã¼ber alle seine EinkÃ¼nfte beanspruchen wolle und ihm auch untersagt habe, Ã¼ber ein eigenes Bankkonto zu verfÃ¼gen. Er habe damals davon abgesehen, den Strafbefehl anzufechten, um die Situation zu beruhigen und die ehelichen Konflikte zu lÃ¶sen. Entscheidend sei, dass die Ehefrau keinerlei Schritte unternommen habe, um die angeblich gescheiterte Ehe aufzulÃ¶sen. Sie verfÃ¼ge nach wie vor alleine Ã¼ber den von ihm finanzierten BMW und sei auch nicht bereit, eine offerierte einvernehmliche Scheidung durchzufÃ¼hren. Er habe seinen Rechtsvertreter gebeten, die AnwÃ¤ltin seiner Ehefrau anzufragen, ob sie eine einvernehmliche Scheidung durchzufÃ¼hren bereit sei. Dieser habe am 14. MÃ¤rz 2022 mit der AnwÃ¤ltin diesbezÃ¼glich per E-Mail-Kontakt aufgenommen. Es sei jedoch bis heute keine schriftliche Antwort eingegangen. Die RechtsanwÃ¤ltin der Ehefrau habe dann auf telefonische Nachfrage angegeben, dass die Ehefrau keine Scheidung wÃ¼nsche. </p> <p class="Erwgung2"><b><span>2.3 </span></b><span>Der BeschwerdefÃ¼hrer und seine Ehefrau haben am 16. Oktober 2017 in Kosovo geheiratet. Am 26. MÃ¤rz 2018 reiste er in die Schweiz ein. Mit Urteil des Bezirksgerichts Dielsdorf vom 17. Mai 2021 wurde festgestellt, dass die Ehegatten seit dem 1. MÃ¤</span>rz 2021 getrennt leben. Mit Strafbefehl vom 5. MÃ¤rz 2021 wurde der BeschwerdefÃ¼hrer der Drohung gegenÃ¼ber seiner Ehefrau schuldig gesprochen und mit einer Geldstrafe von 60 TagessÃ¤tzen zu Fr. 50.- bestraft. Der BeschwerdefÃ¼hrer habe seine Ehefrau am 28. Februar 2021 mit dem Tod bedroht, indem er zu ihr sagte, er werde sie und ihre Familie niederstechen und sie aufhÃ¤ngen, ferner wÃ¼rde er ihr das Bein brechen.<span> Dass die Scheidung noch nicht vollzogen ist, Ã¤ndert nichts am Umstand, dass die Ehegatten seit Ã¼ber einem Jahr getrennt leben. Bei dieser Trennungsdauer ist unabhÃ¤ngig vom Ehewillen des BeschwerdefÃ¼hrers von einer definitiven Trennung auszugehen. Der BeschwerdefÃ¼hrer ist auch bereit, in die Scheidung einzuwilligen. </span>Es besteht nach dem Gesagten keine Aussicht auf Wiedervereinigung. Der BeschwerdefÃ¼hrer kann seinen derzeitigen Aufenthalt deshalb weder auf einen ehelichen Aufenthaltsanspruch noch auf das konventions- und verfassungsmÃ¤ssig geschÃ¼tzte Recht auf Familienleben stÃ¼tzen. Ebenso ist unbestritten, dass die gelebte Ehegemeinschaft weniger als drei Jahre gedauert hat, sodass ein Bewilligungsanspruch nach Art. 50 Abs. 1 lit. a AIG entfÃ¤llt. Der BeschwerdefÃ¼hrer macht auch keine wichtigen persÃ¶nlichen GrÃ¼nde <span>im Sinn von Art. 50 Abs. 1 lit. a AIG geltend. Er hat keinen Anspruch auf Erteilung und VerlÃ¤ngerung einer Aufenthaltsbewilligung mehr.</span></p> <p class="Erwgung2"><b>2.4 </b>Der BeschwerdefÃ¼hrer lebt sodann erst wenige Jahre in der Schweiz und ist hier noch nicht derart verwurzelt, als dass ihm eine RÃ¼ckkehr in seine Heimat nicht mehr zuzumuten wÃ¤re, wo er aufgewachsen ist und sozialisiert wurde. Er ist mit 29 Jahren noch jung, weshalb ihm der berufliche Wiedereinstieg in den heimischen Arbeitsmarkt keine grÃ¶sseren MÃ¼hen bereiten dÃ¼rfte. </p> <p class="Erwgung2"><b>2.5 </b>Nach dem Gesagten hat die Vorinstanz einen nachehelichen sowie allgemeinen HÃ¤rtefall zu Recht verneint. Es finden sich vorliegend auch keine Hinweise darauf, dass das Migrationsamt sein Ermessen gemÃ¤ss Art. 96 Abs. 1 AIG in qualifizierter Form unangemessen ausgeÃ¼bt hÃ¤tte und sich dabei insbesondere von sachfremden Motiven hÃ¤tte leiten lassen.</p> <p class="Erwgung2"><b>2.6 </b><span>Schliesslich sind auch keine Vollzugshindernisse im Sinn von Art. 83 Abs. 1 AIG ersichtlich.</span></p> <p class="Erwgung1">Die Beschwerde ist damit abzuweisen.</p> <p class="Erwgung1"><b>3. </b> </p> <p class="Urteilstext"><span>AusgangsgemÃ¤ss sind die Gerichtskosten dem BeschwerdefÃ¼hrer aufzuerlegen und steht ihm keine ParteientschÃ¤digung zu (§ 13 Abs. 2 in Verbindung mit § 65a Abs. 2 sowie § 17 Abs. 2 VRG).</span></p> <p class="Erwgung1"><b>4. </b> </p> <p class="Erwgung2">Das vorliegende Urteil kann mit Beschwerde in Ã¶ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten nach Art. 82 ff. des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (BGG) angefochten werden, soweit ein Rechtsanspruch auf eine fremdenpolizeiliche Bewilligung geltend gemacht wird. Andernfalls kann lediglich die subsidiÃ¤re Verfassungsbeschwerde nach Art. 113 ff. BGG wegen der Verletzung verfassungsmÃ¤ssiger Rechte ergriffen werden. Werden beide Rechtsmittel ergriffen, hat dies in der gleichen Rechtsschrift zu geschehen (Art. 119 Abs. 1 BGG).</p> <p class="Einzug1"><span>DemgemÃ¤ss erkennt <span>die Kammer</span>:</span></p> <p class="Einzug2"><span>1. <span>Die Beschwerde wird abgewiesen.</span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>2. Die GerichtsgebÃ¼hr wird festgesetzt auf <br/> Fr. 2'000.--; die Ã¼brigen Kosten betragen:<br/> <u>Fr. 70.--</u> Zustellkosten,<br/> <u>Fr. 2'070.--</u> Total der Kosten.</span></p> <p class="Einzug2"><span>3. Die Gerichtskosten werden dem BeschwerdefÃ¼hrer auferlegt.</span></p> <p class="Einzug2"><span>4. <span>Eine ParteientschÃ¤digung wird nicht zugesprochen.</span></span></p> <p class="Einzug2"><span>5. Gegen dieses Urteil kann Beschwerde im Sinn der ErwÃ¤gungen erhoben werden. Die Beschwerde ist innert 30 Tagen, von der Zustellung an gerechnet, beim Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, einzureichen.</span></p> <p class="Einzug2"><span>6. Mitteilung an:<br/> a) die Parteien;<br/> b) die Rekursabteilung der Sicherheitsdirektion;<br/> c) das Staatssekretariat fÃ¼r Migration (SEM).</span></p> <p class="Zwischentitel"><span>Im Namen des Verwaltungsgerichts</span></p> <p class="Urteilstext"><span> Der Vorsitzende Die Gerichtsschreiberin</span></p> <p class="Urteilstext"><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Versandt:</span></p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>