<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="content"> <div class="para"> </div> <div class="para">Bundesgericht </div> <div class="para">Tribunal fédéral </div> <div class="para">Tribunale federale </div> <div class="para">Tribunal federal </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <table border="0"> <tr> <td> <img height="68" src="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/clir/http/displayimage.php?id=2016-10-27-4A_574-2016.1&amp;type=gif" width="95"/> </td> <td> <div class="para"> </div> </td> <td> <div class="para"> </div> </td> </tr> <tr> <td> <div class="para">{T 0/2} </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>4A_574/2016 </b> </div> </td> <td> <div class="para"> </div> </td> <td> <div class="para"> </div> </td> </tr> </table> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>Urteil vom 27. Oktober 2016</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>I. zivilrechtliche Abteilung</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Besetzung </div> <div class="para">Bundesrichterin Kiss, Präsidentin, </div> <div class="para">Gerichtsschreiberin Reitze-Page. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Verfahrensbeteiligte </div> <div class="para">A.________, </div> <div class="para">Beschwerdeführerin, </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <i>gegen</i> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">1. Kanton Basel-Landschaft, </div> <div class="para">vertreten durch die Volkswirtschafts- und Gesundheitsdirektion </div> <div class="para">Kanton Basel-Landschaft, </div> <div class="para">2. Psychiatrie Baselland, </div> <div class="para">Beschwerdegegner. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Gegenstand </div> <div class="para">Nichteintretensentscheid, Zuständigkeit, </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Beschwerde gegen das Urteil des Kantonsgerichts </div> <div class="para">Basel-Landschaft, Abteilung Verfassungs- und </div> <div class="para">Verwaltungsrecht, vom 7. September 2016. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>In Erwägung,</b> </div> <div class="para">dass die Beschwerdeführerin mit Eingabe vom 22. Januar 2016 beim Kantonsgericht Basel-Landschaft, Abteilung Verfassungs- und Verwaltungsrecht, Klage gegen die Beschwerdegegner erhob und beantragte, diese seien zur Bezahlung von Fr. 250'000.-- "Genugtuung inkl. Schadenersatz" zu verpflichten; </div> <div class="para">dass die Beschwerdeführerin ihre Klage damit begründete, in den Jahren 1990, 1996, 2002, 2003 und 2011 einen unrechtmässigen fürsorgerischen Freiheitsentzug in der Psychiatrie erlitten zu haben, weshalb sie einen Haftpflichtanspruch aus einem medizinischen Behandlungsverhältnis und damit zusammenhängenden behördlichen Anordnungen geltend mache; </div> <div class="para">dass das Kantonsgericht Basel-Landschaft mit Urteil vom 7. September 2016 auf die Klage mangels Zuständigkeit nicht eintrat und die Angelegenheit zum Erlass einer Verfügung an die Beschwerdegegner überwies; </div> <div class="para">dass das Kantonsgericht seinen Entscheid damit begründete, dass das im kantonalen Haftungsgesetz vorgesehene Verfahren für die Beurteilung von Staatshaftungsklagen mit dem Kantonsgericht als erste und einzige kantonale Instanz die bundesrechtlichen Vorgaben der double-instance nicht erfülle; </div> <div class="para">dass deshalb eine echte Gesetzeslücke vorliege, da das Gesetz keine Antwort darauf gebe, welche Behörde als erste Instanz für die Behandlung einer Haftungsforderung zuständig und in welcher Form das zweistufige kantonale Verfahren ausgestaltet sei; </div> <div class="para">dass damit die Durchsetzung des materiellen Rechts nicht möglich sei, weshalb die Gesetzeslücke nach derjenigen Regel zu schliessen sei, die das Gericht als Gesetzgeber aufstellen würde (<span class="artref">Art. 1 Abs. 2 ZGB</span>); </div> <div class="para">dass es deshalb sachgerecht erscheine, das Verfahren als Ganzes zum Erlass einer anfechtbaren Verfügung an die Beschwerdegegner zu überweisen, wobei in den jeweiligen Rechtsmittelbelehrungen die Beschwerdeführerin darauf hinzuweisen sei, dass der Entscheid mit verwaltungsgerichtlicher Beschwerde beim Kantonsgericht, Abteilung Verfassungs- und Verwaltungsrecht, angefochten werden könne; </div> <div class="para">dass die Beschwerdeführerin gegen dieses Urteil mit Eingabe vom 30. September 2016 (Eingang 10. Oktober 2016) beim Bundesgericht Beschwerde erhob und gleichzeitig um Erteilung der unentgeltlichen Rechtspflege ersuchte; </div> <div class="para">dass in einer Beschwerde an das Bundesgericht unter Bezugnahme auf die Erwägungen des angefochtenen Entscheides dargelegt werden muss, welche Rechte der beschwerdeführenden Partei durch das kantonale Gericht verletzt worden sind (<span class="artref">Art. 42 Abs. 1 BGG</span>), wobei eine allfällige Verletzung der bundesrechtlichen Verfassungsrechte vom Bundesgericht nicht von Amtes wegen geprüft wird, sondern nur dann, wenn solche Rügen in der Beschwerdeschrift ausdrücklich erhoben und detailliert begründet werden (<span class="artref">Art. 106 Abs. 2 BGG</span>); </div> <div class="para">dass die Beschwerdeführerin in ihrer Beschwerde geltend macht, das Kantonsgericht Basel-Landschaft habe im angefochtenen Urteil "nur theoretisch über das Haftungsgesetz spekuliert" und habe ihre Ausführungen betreffend ihrem unrechtmässigen Freiheitsentzug verbunden mit den Medikationsfehlern und der unterlassenen Patienteninformation unberücksichtigt gelassen, weshalb sie das Bundesgericht darum ersuche, sich ihrer Sache anzunehmen; </div> <div class="para">dass die Beschwerdeführerin damit offensichtlich den Inhalt des angefochtenen Urteils verkennt und ihre Ausführungen an der Sache vorbei gehen; </div> <div class="para">dass in der Beschwerdeschrift mit keinem Wort zur erörterten Eintretensfrage Stellung genommen wird; </div> <div class="para">dass die Eingabe damit den genannten Begründungsanforderungen nicht genügt, womit auf die Beschwerde mangels hinreichender Begründung nicht einzutreten ist (<span class="artref">Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG</span>); </div> <div class="para">dass unter den gegebenen Umständen auf die Erhebung von Gerichtskosten zu verzichten ist (Art. 66 Abs. 1 zweiter Satz BGG), womit das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege gegenstandslos wird. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>erkennt die Präsidentin:</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>1.</b> </div> <div class="para">Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>2.</b> </div> <div class="para">Es werden keine Gerichtskosten erhoben. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>3.</b> </div> <div class="para">Dieses Urteil wird den Parteien und dem Kantonsgericht Basel-Landschaft, Abteilung Verfassungs- und Verwaltungsrecht, schriftlich mitgeteilt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Lausanne, 27. Oktober 2016 </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Im Namen der I. zivilrechtlichen Abteilung </div> <div class="para">des Schweizerischen Bundesgerichts </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Die Präsidentin: Kiss </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Die Gerichtsschreiberin: Reitze-Page </div> </div></body></html>