<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="cell small-12 contentContainer printArea"> <b><font face="RotisSansSerif ExtraBold" size="4">BV.2010.00056</font></b><br/> <b><font face="RotisSansSerif ExtraBold" size="4"> </font></b><br/> <font face="RotisSansSerif ExtraBold" size="6">Sozialversicherungsgericht</font><br/> <font face="RotisSansSerif ExtraBold" size="6">des Kantons Zürich</font><br/> <font size="4">III. Kammer</font><br/> <font size="4">Sozialversicherungsrichterin Heine, Vorsitzende</font> <p><font size="4">Sozialversicherungsrichterin Grünig</font> </p><p><font size="4">Sozialversicherungsrichterin Daubenmeyer</font> </p><p><font size="4">Gerichtsschreiber Sonderegger</font><br/> <b><font face="RotisSansSerif" size="5">Urteil vom 30. Dezember 2011</font></b><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">in Sachen</font><br/> <font face="RotisSansSerif ExtraBold" size="4">Sammelstiftung Vita</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">c/o Zürich Lebensversicherungs-Gesellschaft AG</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">Austrasse 46, 8045 Zürich</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">Klägerin</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4"> </font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">gegen</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4"> </font><br/> <font face="RotisSansSerif ExtraBold" size="4">X.___</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4"> </font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">Beklagte</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4"> </font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4"> </font> </p><p><font size="4"> </font> </p><p><font size="4"> </font> </p><p><font size="4"> </font> </p><p><font size="4"> </font><br/> <font face="RotisSerif" size="4"> Nach Einsicht in</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4"> die Eingabe vom 3. August 2010 (Urk. 1), mit der die Sammelstiftung Vita Klage gegen die X.___ erhob mit folgendem Rechtsbegehren:</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">1. Es sei die Beklagte zu verpflichten, der Klägerin den Beitragsausstand von Fr. 37'724.45 nebst Zins zu 5 % seit 1. Juli 2009 zuzüglich Betreibungs- und andere Kosten zu bezahlen.</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">2. Es sei der in der Betreibung Nr. xxxx des Betreibungsamtes M.___ erhobene Rechtsvorschlag vollumfänglich zu beseitigen.</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">3. Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zulasten der Beklagten."</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4"> sowie in die übrigen Verfahrensakten;</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4"> unter dem Hinweis darauf, dass die Beklagte in ihrer Klageantwort vom 20. September 2010 die eingeklagte Forderung nicht bestritt (Urk. 5), </font><br/> <font face="RotisSerif" size="4"> </font><br/> <font face="RotisSerif" size="4"> in Erwägung, dass</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">gemäss Art. 66 Abs. 2 Satz 1 des Bundesgesetzes über die berufliche Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenvorsorge (BVG) der Arbeitgeber der Vorsorgeeinrichtung die gesamten Beiträge schuldet,</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">die Vorsorgeeinrichtung für nicht rechtzeitig bezahlte Beiträge Verzugszinsen verlangen kann (Art. 66 Abs. 2 Satz 2 BVG),</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">die Klägerin zur Begründung der Klage im Wesentlichen ausführte, die Beklagte habe sich ihr mit Anschlussvertrag vom 3./14. März 2006 (Urk. 2/1) rückwirkend per 1. Januar 2006 angeschlossen, wobei dieses Vertragsverhältnis per 30. Juni 2009 durch die Klägerin gekündigt worden sei (Urk. 2/15), und weiter darlegte, dass ihr die Beklagte für diese Zeit Beiträge (inklusive Nebenkosten) in der Höhe von Fr. 37'724.45 nebst Zins zu 5 % seit dem 1. Juli 2009 schulde (Urk. 1),</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">die Beklagte - abgesehen vom ohne Begründung erhobenen Rechtsvorschlag - den Bestand und/oder die Höhe der eingeklagten Forderung nicht bestritten hat,</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4"> die eingeklagte Beitragsforderung (inklusive Nebenkosten) denn auch durch die Akten ausgewiesen ist, wobei insbesondere auf die Schlussabrechnung vom 7. Juli 2009 (Urk. 2/14), den Kontoauszug vom 2. Januar 2009 (Urk. 2/7), die detaillierten Aufstellungen der Ausstände (Urk. 2/6, Urk. 2/11) und den Zahlungsbefehl vom 24. August 2009 (Urk. 2/16) hinzuweisen ist,</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">keine Anzeichen für falsche Berechnungen oder dergleichen bestehen, </font><br/> <font face="RotisSerif" size="4"> die geforderten Verzugszinsen ihre Grundlagen in Ziffer 12 Abs. 1 des Anschlussvertrages (Urk. 2/1) sowie in Art. 66 Abs. 2 Satz 2 BVG und Art. 104 des Obligationenrechts (OR) haben,</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4"> die von der Klägerin bereits in der Hauptforderung eingerechneten Umtriebsentschädigungen in den Ziffern 2.1 und 3 des Kostenreglements (Urk. 2/1, vgl. auch Urk. 2/11) ihre Stütze finden,</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">demgegenüber die eingeklagten Betreibungskosten nicht im vorliegenden Verfahren zugesprochen werden dürfen (vgl. Urteil des damaligen Eidgenössischen Versicherungsgerichts vom 26. September 2001, B 61/00), weil der Gläubiger von Gesetzes wegen berechtigt ist, diese Kosten von den Zahlungen des Schuldners vorab zu erheben (Art. 68 Abs. 2 des Bundesgesetzes über Schuldbetreibung und Konkurs),</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">aus dem Gesamtzusammenhang hervorgeht, dass es sich bei den eingeklagten "andere(n) Kosten" um die Inkassogebühren von Fr. 300.-- für das Stellen des Betreibungsbegehrens handelt, welche in Ziffer 2.2 des Kostenreglements (Urk. 2/1) ihre Grundlage haben (vgl. auch den Zahlungs-befehl vom 24. August 2009 [Urk. 2/16]), insofern eine (zwar nur) knapp genügende Substantiierung dieser geltend gemachten Kosten vorliegt und sie somit zuzusprechen sind,</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">demzufolge die Klage teilweise gutzuheissen und die Beklagte zu verpflichten ist, der Klägerin Fr. 37'724.45 nebst Zins zu 5 % seit dem 1. Juli 2009 zuzüglich Fr. 300.-- zu bezahlen,</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4"> im Weiteren der in der Betreibung Nr. xxxx des Betreibungsamtes M.___ erhobene Rechtsvorschlag (Zahlungsbefehl vom 24. August 2009 [Urk. 2/16]) aufzuheben ist,</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4"> das Verfahren kostenlos ist (Art. 73 Abs. 2 BVG in Verbindung mit § 33 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht [GSVGer]),</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4"> der weitgehend obsiegenden Klägerin in ihrer Funktion als Trägerin der beruflichen Vorsorge keine Prozessentschädigung zusteht (§ 34 Abs. 2 GSVGer; vgl. BGE 128 V 133 Erw. 5b, 126 V 150 Erw. 4a, 118 V 169 Erw. 7 und 117 V 349 Erw. 8, mit Hinweisen; vgl. auch BGE 122 V 125 Erw. 5b und 320 Erw. 1a und b sowie 112 V 356 Erw. 6),</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4"> </font><br/> <font face="RotisSerif" size="4"> </font><br/> <b><font face="RotisSansSerif" size="5">erkennt das Gericht:</font></b><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">1. In teilweiser Gutheissung der Klage wird die Beklagte verpflichtet, der Klägerin Fr. 37'724.45 zuzüglich Zins von 5 % seit 1. Juli 2009 sowie Fr. 300.-- zu bezahlen, und es wird der Rechtsvorschlag in der Betreibung Nr. xxxx des Betreibungsamtes M.___ (Zahlungsbefehl vom 24. August 2009) aufgehoben. Im Übrigen wird die Klage abgewiesen.</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">2. Das Verfahren ist kostenlos.</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">3. Der Klägerin wird keine Prozessentschädigung zugesprochen.</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">4. Zustellung gegen Empfangsschein an:</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">- Sammelstiftung Vita</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">- X.___</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">- Bundesamt für Sozialversicherungen</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">5. Gegen diesen Entscheid kann innert </font><b><font face="RotisSansSerif" size="4">30 Tagen</font></b><font face="RotisSansSerif" size="4"> seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundesgesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 15. Juli bis und mit 15. August sowie vom 18. Dezember bis und mit dem 2. Januar (Art. 46 BGG).</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4"> Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzustellen.</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4"> Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismittel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat (Art. 42 BGG).</font> </p><p><font size="4"> </font> </p><p><font size="4"> </font> </p></div></body></html>