Übereinkunft vom 27. März 1863 zwischen der Schweizerischen Eidgenossenschaft  und dem Grossherzogtum Baden betreffend Regelung der Zollverhältnisse  auf der Wiesenthaleisenbahn zwischen Basel und der badischen Grenze <?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><akomaNtoso xmlns="http://docs.oasis-open.org/legaldocml/ns/akn/3.0" xmlns:fedlex="http://fedlex.admin.ch/"><act name="publicLaw"><meta><identification source="#ch.bk"><FRBRWork><FRBRthis value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/VII/532_501_516/18630610/main-text"/><FRBRuri value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/VII/532_501_516/18630610"/><FRBRdate date="1863-06-10" name="jolux:dateApplicability"/><FRBRdate date="1863-03-27" name="jolux:dateDocument"/><FRBRdate date="1863-06-10" name="jolux:dateEntryInForce"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#publisher"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#rightsHolder"/><FRBRcountry value="CH"/><FRBRnumber value="0.631.252.913.62"/><FRBRname xml:lang="it" value="Convenzione del 27 marzo 1863 tra la Confederazione Svizzera e il Granducato di Baden per la regolarizzazione dei rapporti daziari sulla ferrovia del Wiesenthal tra Basilea e il confine badese" shortForm=""/><FRBRname xml:lang="de" value="Übereinkunft vom 27. März 1863 zwischen der Schweizerischen Eidgenossenschaft  und dem Grossherzogtum Baden betreffend Regelung der Zollverhältnisse  auf der Wiesenthaleisenbahn zwischen Basel und der badischen Grenze" shortForm=""/><FRBRname xml:lang="fr" value="Convention du 27 mars 1863 entre la Confédération suisse et le Grand-Duché de Bade fixant les prescriptions en matière de péages sur la ligne ferrée de Wiesenthal, entre Bâle et la frontière badoise" shortForm=""/><FRBRauthoritative value="true"/></FRBRWork><FRBRExpression><FRBRthis value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/VII/532_501_516/18630610/de/main-text"/><FRBRuri value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/VII/532_501_516/18630610/de"/><FRBRdate date="1863-06-10" name="jolux:dateApplicability"/><FRBRdate date="1863-03-27" name="jolux:dateDocument"/><FRBRdate date="1863-06-10" name="jolux:dateEntryInForce"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#publisher"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#rightsHolder"/><FRBRlanguage language="de"/></FRBRExpression><FRBRManifestation><FRBRthis value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/VII/532_501_516/18630610/de/xml/main-text"/><FRBRuri value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/VII/532_501_516/18630610/de/xml"/><FRBRdate date="1863-06-10" name="jolux:dateApplicability"/><FRBRdate date="1863-03-27" name="jolux:dateDocument"/><FRBRdate date="1863-06-10" name="jolux:dateEntryInForce"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#publisher"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#rightsHolder"/><FRBRformat value="xml" fedlex:generator="2024-q4-rel-1.6.5"/></FRBRManifestation></identification><references source="#ch.bk"><TLCOrganization eId="ch.bk" href="https://fedlex.data.admin.ch/vocabulary/legal-institution/2" showAs="Bundeskanzlei"/><TLCRole eId="publisher" href="http://data.legilux.public.lu/resource/ontology/jolux#publisher" showAs="Editeur"/><TLCRole eId="rightsHolder" href="http://data.legilux.public.lu/resource/ontology/jolux#rightsHolder" showAs="Détenteur des droits"/><TLCReference name="language" href="http://publications.europa.eu/resource/authority/language/DEU" showAs="de"/><TLCReference name="format" href="https://fedlex.data.admin.ch/vocabulary/user-format/xml" showAs="xml"/></references></meta><preface><p><docNumber>0.631.252.913.62 </docNumber></p><p><sup> </sup>BS <b>12</b> 759</p><p xmlns:mig="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:migration">Originaltext</p><p><docTitle>Übereinkunft<br/>zwischen der Schweizerischen Eidgenossenschaft<br/>und dem Grossherzogtum Baden<br/>betreffend Regelung der Zollverhältnisse auf der Wiesenthaleisenbahn zwischen Basel und der badischen Grenze</docTitle></p><p>Abgeschlossen am 27. März 1863<br/>Vom Bundesrat genehmigt am 10. Juni 1863</p><p> (Stand am 10. Juni 1863)</p></preface><preamble><p>Nachdem die in Artikel 35 des Staatsvertrages vom 27. Juli 1852<authorialNote><p> <ref href="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/III/438_434_434" xmlns:data="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:data" xmlns:tmp="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:temp">SR <b>0.742.140.313.61</b></ref></p></authorialNote> vorgesehene Erstellung einer Zweigbahn von Basel nach dem Wiesenthal stattgefunden hat, sind zur Vereinbarung der Bestimmungen über die Zollverhältnisse dieser Eisenbahn</p><p>vom Schweizerischen Bundesrate einerseits:</p><p xmlns:mig="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:migration">(Es folgen die Namen der schweizerischen Kommissarien)</p><p>von der Grossherzoglich Badischen Regierung andererseits:</p><p xmlns:mig="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:migration">(Es folgen die Namen der badischen Kommissarien)</p><p>zu Kommissarien ernannt worden, und haben sich dieselben über nachstehende Bestimmungen geeinigt:</p></preamble><body><article eId="art_1"><num><b>Art. 1</b></num><paragraph eId="art_1/para"><content><p>Die Bahn von Basel bis zur badischen Grenze bei Lörrach gilt als Zollstrasse des Zollvereins, welche die Eisenbahnwagen zu jeder Zeit ohne Hindernis für den zur Sicherung der Zollgefälle angelegten Verschluss der Waren oder Wagen und für die beigegebenen Zollbegleiter unaufgehalten zurücklegen können.</p><p>Von obiger Bestimmung ausgenommen ist der ausschliesslich zwischen der Stadt Basel und Riehen stattfindende Passagiergut- und Warenverkehr, in bezug auf welchen weder Revision noch Zollkontrolle stattfinden soll.</p></content></paragraph></article><article eId="art_2"><num><b>Art. 2</b></num><heading>Für den Verkehr zwischen Basel und Riehen findet folgende Einrichtung statt:</heading><paragraph eId="art_2/para"><content><p>Die grossherzoglich‑badische Betriebsverwaltung wird in einer der beiden Ausgangshallen, über deren Bezeichnung sie sich mit der Regierung des Kantons Basel‑Stadt verständigen wird, Wartsäle einrichten, worein sich diejenigen Reisenden zu begeben haben, welche nach Riehen fahren und sich keinerlei Zollkontrolle unterwerfen wollen. Solchen Reisenden dagegen, welche entweder keinerlei Gepäck haben oder welche freiwillig vorziehen, ihr Handgepäck zollamtlicher Durchsicht zu unterwerfen, oder es an die grossherzogliche Betriebsverwaltung abzugeben, steht der Zutritt in die allgemeinen Wartsäle offen.</p><p>Die Reisenden der ersten Kategorie haben die ausschliesslich für den Verkehr mit Riehen bezeichneten Wagen zu besteigen. Derselben Wagen haben sich auch alle diejenigen Reisenden zu bedienen, welche von Riehen aus die Wiesenthalbahn auf‑ oder abwärts befahren wollen.</p></content></paragraph></article><article eId="art_3"><num><b>Art. 3</b></num><paragraph eId="art_3/para"><content><p>In der Regel tragen die grossherzoglichen Zollbediensteten nur bei der Begleitung der Züge ihre Uniform.</p></content></paragraph></article><article eId="art_4"><num><b>Art. 4</b></num><paragraph eId="art_4/para"><content><p>Auf Begehren der grossherzoglichen Bediensteten wird die in Riehen stationierte schweizerische Polizeimannschaft auf die gleiche Weise den polizeilichen Schutz leisten, wie bei einer Requisition schweizerischer Beamter, ohne dass daraus für die grossherzogliche Staatsverwaltung Kosten erwachsen.</p></content></paragraph></article><article eId="art_5"><num><b>Art. 5</b></num><paragraph eId="art_5/para"><content><p>Die schweizerische Polizeimannschaft im Dienst und die allfällig zur Begleitung eines Zugs beorderten schweizerischen Zollbeamten geniessen freie Eisenbahnfahrt zwischen Basel und Riehen.</p></content></paragraph></article><article eId="art_6"><num><b>Art. 6</b></num><paragraph eId="art_6/para"><content><p>Dem Bedürfnis der Annahme schweizerischer Münze an den grossherzoglich‑badischen Zoll‑ und Eisenbahnkassen in Basel und Riehen wird jederzeit möglichst Rechnung getragen werden.</p></content></paragraph></article><article eId="art_7"><num><b>Art. 7</b></num><paragraph eId="art_7/para"><content><p>Vorstehende Übereinkunft wird vorläufig bis Ende des Jahres 1865 abgeschlossen; von diesem Zeitpunkte an bleibt sie so lange in Kraft, als sie nicht von einem der beiden Teile gekündigt wird, wofür eine Frist von zwölf Monaten festgesetzt wird.</p></content></paragraph></article><article eId="art_8"><num><b>Art. 8</b></num><paragraph eId="art_8/para"><content><p>Die Genehmigung vorstehender Bestimmungen bleibt den beiderseitigen Regierungen vorbehalten.</p><p>Die bevollmächtigten Kommissarien haben gegenwärtige Übereinkunft eigenhändig unterzeichnet und derselben ihre Siegel beigesetzt.</p><p>So geschehen zu Basel, den siebenundzwanzigsten März achtzehnhundertdreiundsechzig.</p><table fedlex:function="layout"><tr><td><p>G. Bischoff<br/>J. Meyer</p></td><td><p>A. Nicolay<br/>K. Schmidt<br/>A. Burg</p></td></tr></table></content></paragraph></article></body></act></akomaNtoso>