<h2>SubmittedText<h2><p>Der Bundesrat wird beauftragt, einen vom BAFU finanzierten Erschwernisbeitrag für Sömmerungsalpen mit bis zu 40 Normalstössen einzuführen, welcher den enormen personellen und materiellen Aufwand zum Schutz der Nutztiere vor Grossraubtieren entschädigt und die Offenhaltung sicherstellt.</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Der Bundesrat ist sich des Drucks auf die Berglandwirtschaft angesichts des wachsenden Wolfsbestands bewusst. Auf die Alpsömmerungsperiode 2021 hin will der Bundesrat den Herdenschutz weiter stärken und das Budget um 500'000 Fr. pro Jahr erhöhen. Die Vernehmlassung zur Anpassung der Verordnung über die Jagd und den Schutz wildlebender Säugetiere und Vögel (JSV, SR 922.01) wurde am 31. März 2021 gestartet.</p><p>Er beantragt zudem die Annahme des Postulates Buillard (20.4548) "Massnahmen zur Stärkung der Alp- und Berglandwirtschaft", zu dessen Umsetzung flankierende Massnahmen im Bereich des Agrarrechts geprüft werden.</p><p>Weiter wurde der Bundesrat mit dem Postulat 18.4095 der Kommission für Umwelt, Raumplanung und Energie des Ständerates bereits beauftragt, in einem Bericht die Folgen der Ausbreitung von Grossraubtieren in der Schweiz auf die landwirtschaftliche Bewirtschaftung des Berggebietes darzulegen. Darin wird der Bundesrat den Handlungsbedarf aufzeigen und allfällige Massnahmen vorschlagen. Insbesondere sollen bei betroffenen Betrieben oder Weideflächen die Möglichkeiten zum Schutz vor Grossraubtieren inklusive des Aufwand-Nutzen-Verhältnisses möglicher Herdenschutzmassnahmen untersucht werden. Der Bericht soll weiter darlegen, wie sich diese Änderungen der Bewirtschaftung des Berggebietes auf die Landschaft, den Tourismus und die Biodiversität auswirken können. Die Grundlagenstudie der Forschungsanstalt Agroscope für den Bericht in Erfüllung des Postulates 18.4095 wird im Herbst 2022 vorliegen, der Bericht des Bundesrates im Herbst 2023.</p><p>Mit den beiden erwähnten Prüfberichten werden die Anliegen der Motion bereits angegangen.</p>  Der Bundesrat beantragt die Ablehnung der Motion.