<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="content"> <div class="para"> </div> <div class="para">Bundesgericht </div> <div class="para">Tribunal fédéral </div> <div class="para">Tribunale federale </div> <div class="para">Tribunal federal </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <img height="74" src="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/clir/http/displayimage.php?id=2022-05-13-1C_186-2022.1&amp;type=gif" width="95"/> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">1C_186+188/2022 </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>Urteil vom 13. Mai 2022</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>I. öffentlich-rechtliche Abteilung</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Besetzung </div> <div class="para">Bundesrichter Kneubühler, Präsident, </div> <div class="para">Gerichtsschreiber Störi. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Verfahrensbeteiligte </div> <div class="para">A.________, </div> <div class="para">Beschwerdeführer, </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <i>gegen</i> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Strassenverkehrsamt des Kantons Luzern, Abteilung Massnahmen, </div> <div class="para">Arsenalstrasse 45, </div> <div class="para">Postfach 3970, 6002 Luzern. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Gegenstand </div> <div class="para">Administrativmassnahmen des Strassenverkehrsrechts, </div> <div class="para">Rechtsverzögerung; </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Beschwerden gegen die Urteile des Kantonsgerichts Luzern, 4. Abteilung, vom 7. März 2022 (7H 21 271 und 7H 21 272). </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>Erwägungen:</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>1.</b> </div> <div class="para">A.________ hat im Zusammenhang mit dem Umtausch seines indischen Führerausweises in einen schweizerischen verschiedene Verfahren angestrengt (vgl. Urteile 1C_22 und 24/2022 vom 1. Februar 2022, 1C_354/2021 vom 15. November 2021). </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>1.1.</b> Am 30. November 2021 reichte A.________ beim Kantonsgericht Luzern eine Verwaltungsgerichtsbeschwerde sowie eine Rechtsverzögerungsbeschwerde ein und ersuchte um unentgeltliche Rechtspflege. Erstere ist Gegenstand des Verfahrens 1C_186/2022, letztere des Verfahrens 1C_188/2022). </div> <div class="para">Am 22. Dezember 2021 wies das Kantonsgericht die Gesuche um unentgeltliche Rechtspflege ab und verpflichtete A.________ zur Leistung von Kostenvorschüssen von je Fr. 1'000.-- bis zum 21. Januar 2022, unter der Androhung, bei Säumnis auf die Beschwerden nicht einzutreten. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>1.2.</b> Mit den Urteilen 1C_22 und 24/2022 trat das Bundesgericht auf die von A.________ gegen die Entscheide des Kantonsgerichts vom 22. Dezember 2021 erhobenen Beschwerden nicht ein. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>1.3.</b> Mit zwei Urteilen vom 7. März 2022 trat das Kantonsgericht auf die Beschwerden von A.________ nicht ein mit der Begründung, er habe die Kostenvorschüsse nicht innert Frist geleistet und auferlegte ihm die Verfahrenskosten von je Fr. 100.-. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>1.4.</b> Mit Beschwerden vom 20. März 2022 beantragt A.________ sinngemäss, die Kostenauflagen der angefochtenen Entscheide aufzuheben und ersucht das Bundesgericht um unentgeltliche Rechtspflege. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>1.5.</b> Vernehmlassungen wurden keine eingeholt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>2.</b> </div> <div class="para">Die zwei weitgehend übereinstimmenden Beschwerden richten sich gegen zwei gleich gelagerte Entscheide und werfen die gleichen Rechtsfragen auf; es rechtfertigt sich, die Verfahren zu vereinigen. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>3.</b> </div> <div class="para">Angefochten sind zwei kantonal letztinstanzliche Entscheide in einer öffentlich-rechtlichen Angelegenheit. Dagegen steht die Beschwerde nach <span class="artref">Art. 82 ff. BGG</span> offen; ein Ausnahmegrund ist nicht gegeben (<span class="artref">Art. 83 BGG</span>). Es ist allerdings Sache des Beschwerdeführers, sowohl darzulegen, dass die Sachurteilsvoraussetzungen erfüllt sind, soweit das nicht offensichtlich ist (<span class="artref">Art. 42 Abs. 2 BGG</span>; <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=27&amp;from_date=06.05.2022&amp;to_date=25.05.2022&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F133-II-249%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page249">BGE 133 II 249</a> E. 1.1; 353 E. 1), als auch, dass der angefochtene Entscheid Bundesrecht verletzt (<a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=27&amp;from_date=06.05.2022&amp;to_date=25.05.2022&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F135-III-127%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page127">BGE 135 III 127</a> E. 1.6 S. 130; <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=27&amp;from_date=06.05.2022&amp;to_date=25.05.2022&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F134-II-244%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page244">134 II 244</a> E. 2.1 und 2.2 S. 245 f.; je mit Hinweisen). </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Das Kantonsgericht hat dem Beschwerdeführer in beiden Verfahren Fristen angesetzt zur Bezahlung von Kostenvorschüssen und ist mit den angefochtenen Entscheiden auf die Beschwerden androhungsgemäss nicht eingetreten, nachdem sie nicht fristgerecht geleistet wurden. Dem Ausgang der Verfahren entsprechend hat es ihm die (bescheidenen) Gerichtskosten auferlegt. Der Beschwerdeführer bezeichnet das zwar als "lächerlich". Er setzt sich mit den Kostenauflagen indessen nicht oder jedenfalls nicht sachgerecht auseinander und legt nicht dar, inwiefern die angefochtenen Entscheide Bundesrecht verletzen, und das ist auch nicht ersichtlich. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Auf die Beschwerden ist wegen Verletzung der gesetzlichen Begründungspflicht im vereinfachten Verfahren nicht einzutreten, wobei auf die Erhebung von Gerichtskosten verzichtet werden kann. Damit werden die Gesuche um unentgeltliche Rechtspflege hinfällig. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b> Demnach erkennt der Präsident:</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>1.</b> </div> <div class="para">Die Verfahren 1C_186 und 188/2022 werden vereinigt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>2.</b> </div> <div class="para">Auf die Beschwerden wird nicht eingetreten. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>3.</b> </div> <div class="para">Es werden keine Kosten erhoben. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>4.</b> </div> <div class="para">Dieses Urteil wird dem Beschwerdeführer, dem Strassenverkehrsamt des Kantons Luzern und dem Kantonsgericht Luzern, 4. Abteilung, schriftlich mitgeteilt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Lausanne, 13. Mai 2022 </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Im Namen der I. öffentlich-rechtlichen Abteilung </div> <div class="para">des Schweizerischen Bundesgerichts </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Der Präsident: Kneubühler </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Der Gerichtsschreiber: Störi </div> </div></body></html>