Baurekursgericht des Kantons Zürich 4. Abteilung G.-Nr. R4.2014.00200 BRGE IV Nr. 0090/2015 Entscheid vom 18. Juni 2015 Mitwirkende Abteilungspräsident Reto Philipp, Baurichterin Margrit Manser, Baurichter Urs Hany, Gerichtsschreiber Roland Blaser in Sachen Rekurrent K. E., [….] gegen Rekursgegnerschaft 1. Gemeinderat X, [….] 2. Baudirektion Kanton Zürich, Walchetor, Walcheplatz 2, Postfach, 8090 Zürich 3. Sunrise Communications AG, [….] betreffend Gemeinderatsbeschluss vom 3. November 2014 und Verfügung der Baud i- rektion Kanton Zürich BVV 13 -2703 vom 18. September 2014; Baubewill i- gung für Mobilfunk-Antennenanlage, W.-Strasse, X _______________________________________________________ R4.2014.00200 Seite 2 hat sich ergeben: A. Mit Beschluss vom 3. November 2014 bewilligte der Gemeinderat X der Sunrise Communications AG die Erstellung einer Mobilfunk -Basisstation auf dem bestehenden Gebäude Assek.-Nr. 39 an der W.-Strasse 14a in X. Bereits zuvor hatte die Baudirektion Kanton Zürich am 18. September 2014 für das in der Landwirtschaftszone geplante Bauvorhaben eine Ausnahm e- bewilligung im Sinne von Art. 24 des Bundesgesetzes über die Raumpl a- nung (RPG) erteilt, welche zusammen mit der kommunalen Baubewill igung eröffnet wurde (BVV 13-2703). B. Dagegen rekurrierte K. E.am 15. Dezember 2014 fristgerecht an das Ba u- rekursgericht des Kantons Zürich und beantragte in materieller Hinsicht: "1. Die beiden vorgenannten, angefochtenen Bewilligungen der B audi- rektion des Kantons Zürich sowie des Gemeinderates X vom 18. Sep- tember bzw. vom 3. November 2014 seien vollumfänglich aufz uhe- ben. 2. Die Verfahrenskosten seien vollumfänglich der Rekursgegnerschaft 3 und/oder der Rekursgegnerschaft 2 und/oder der Rekursgegnerschaft 1 aufzuerlegen. 3. Dem Rekurrierenden sei für die anwaltliche Vertretung im vorliege n- den Rekursverfahren eine angemessene Parteientschädigung zu Lasten der Rekursgegnerschaft 3 und/oder der Rekursgegnerschaft 2 und/oder der Rekursgegnerschaft 1 zuzusprechen." C. Mit Verfügung vom 16. Dezember 2014 wurde der Eingang des Rekurses vorgemerkt, diesem die aufschiebende Wirkung zuerkannt und das Ver - nehmlassungsverfahren eröffnet. D. In ihren Rekursantworten vom 21. Januar bzw. 16. Fe bruar 2015 beantrag- ten die Sunrise bzw. die Baudirektion Kanton Zürich die Abweisung des Rekurses. Die Sunrise verlangte zudem die Zusprechung einer Umtriebs - entschädigung. Der Gemeinderat X verzichtete explizit auf eine Ve rnehm- R4.2014.00200 Seite 3 lassung. Die rekurrentische Replik datiert vom 9. März 2015; die Du plik der Sunrise vom 26. März 2015. E. Am 4. Mai 2015 führte eine Delegation der 4. Abteilung des Baure - kursgerichts im Beisein der Parteien einen Augenschein vor Ort durch. Das Protokoll des Augenscheins wurde dem rekurrentischen Vertreter auf de s- sen Begehren zugestellt. Mit E -Mail-Eingaben vom 20. Mai 2015 machte der Rekurrent zusätzliche Ausführungen vor allem in sachverhaltlicher Hi n- sicht (act. 28 - 31). Die Protokollierung wurde hingegen nicht in Frage g e- stellt. F. Auf die Vorbringen der Parteien und die Ergebnisse des Augenscheins wird, soweit entscheidrelevant, in den nachstehenden Erwägungen Bezug genommen. Es kommt in Betracht: 1. K. E. ist Eigentümer und Bewohner einer Wohnung in der Li egenschaft W.- Strasse 9b, welche sich im gemäss bundesgerichtlicher Definition recht s- mittelberechtigten Umkreis der strittigen Kommunikation sanlage (Einspr e- cherradius) – der hier rund 602 m beträgt (act. 13.12, S. 5) – befindet. Er ist damit mehr als irgendwe lche Dritte oder die Allgemeinheit in se inen eige- nen Interessen betroffen sowie aufgrund der nachstehend u nter Ziffer 3.1 zusammengefassten Rügen gemäss § 338a des Planungs - und Baugeset- zes (PBG) rechtsmittellegitimiert. Da die übrigen Prozessv oraussetzungen ebenfalls erfüllt sind, ist auf seinen Rekurs einzutreten. 2. Die auf dem Dach des bestehenden landwirtschaftlichen Ökonomiegebä u- des W.-Strasse 14a projektierte Mobilfunk-Basisstation der Sunrise soll mit R4.2014.00200 Seite 4 einer Gesamtleistung von maximal 5'000 WERP betrieben werden. Die Anla- ge besteht im Wesentlichen aus einem 3,5 m hohen Mast (zuzü glich Blitz- ableiter von 1 m Länge), an dessen Spitze drei Quadband -Antennen des Typs Kathrein 800 -10804 mit folgenden Spezifikationen mo ntiert werden sollen: Ant.-Bez. AL AG BG BL CG CL AU BU CU Freq./MHz 800 900 900 800 900 800 2100 2100 2100 Leistung/WERP 800 400 400 800 400 800 650 650 100 Azimut 80° 80° 180° 180° 290° 290° 80° 180° 290° Das Baugrundstück liegt in der Landwirtschaftszone . Das Streitobjekt soll die bis anhin auf dem Dach des benachbarten Ökonomiegebäudes W.- Strasse 13 in Betrieb stehende Basisstation ersetzen, weil diese in der Wohnzone W2 liegende Baute demnächst abgebrochen wird. 3.1. Der Rekurrent führt zur Begründung kurz zusammengefasst im Wesentl i- chen an, die knapp ausserhalb der Bauzonen geplante Mobilfunk - Basisstation der Sunrise sei zu Unrecht bewilligt worden. Insbesondere seien die strengen Voraussetzungen für die Erteilung einer Ausnahmeb e- willigung gestützt auf Art. 24 RPG nicht erfüllt. Die Anlage sei nicht stan d- ortgebunden, weil sie vor allem aus technischen Gründen keineswegs auf einen Standort in der Landwirtschaftszone angewiesen sei. An die Stan d- ortgebundenheit seien, gerade im Hinblick auf das zentrale raumplaner i- sche Gebot der Trennung des Baugebietes vom Nichtbaugebiet, sehr hohe Anforderungen zu stellen. Selbst wenn die Standortgebundenheit im vorli e- genden Fall grundsätzlich bejaht würde, was jedoch im Lichte der bunde s- gerichtlichen Rechtsprechung gerade nicht zulässig sei, ständen dem Ba u- vorhaben überwiegende Interessen entgegen. Zwar sei möglicherweise die geplante zusätzliche Funkabdeckung nur au s- serhalb der Bauzonen mit einer einzigen Basisstation möglich. Es spreche jedoch objektiv nichts dagegen, diese etwa mit zwei Anlagen innerhalb der Bauzonen zu realisieren. Dass dies allenfalls die teurere Lösung sei, dürfe gemäss Rechtspraxis kein Grund für die Erteilung eine Ausnahmebewill i- gung sein. Ein Selbsttest habe bewiesen, dass die Gespräch squalität mit dem Mobiltelefon im fraglichen Gebiet, selbst auf dem Autobahnabschnitt zwischen X und Y, durchaus im "grünen Bereich" liege. Von einer ernstha f- R4.2014.00200 Seite 5 ten behebungsbedürftigen Versorgungslücke könne z udem auch ang e- sichts der Versorgu ngskarten der Sunrise nicht die Rede sein. Jedenfalls sei die konzessionsrechtlich geforderte Mobilfunkqualität bereits ohne die neu geplante Basisstation bei weitem vorhanden. Die Au sführungen und Berechnungen im Technischen Bericht der Bauherrschaft vom 20. Juni 2014 seien teilweise wenig glaubhaft und würden bestritten. Weder funktechnische noch landschaftliche Aspekte sprächen für den g e- wählten Standort. Die auf dem Dach des Ökonomiegebäudes vorgesehene Basisstation, welche eine Länge von immerhin 3,5 m (mit Blitzfangstab so- gar 4,5 m) über der Dachfläche aufweise, sei einordnungsmässig inakze p- tabel und wirke sehr störend. Sie werde keineswegs ins solitär und exp o- niert gelegene Ökonomiegebäude integriert, sondern trete gestalterisch sehr negativ in Erscheinung. Die gegenteiligen Ausführungen der Baudirek- tion seien nicht nachvollziehbar. Es gebe innerhalb der Bauzonen unzählige Standorte, welche einor d- nungsmässig weniger nachteilig seien. Dazu gehöre etwa das Gebiet obe r- halb der strittigen Bauparzelle beim Sportplatz R . mit dem benachbarten Mehrfamilienhaus L.-Strasse 25, das Quartier in der Wohn - und Gewerbe- zone an der Z.-Strasse beim Restaurant W ., die Liegenschaft L.-Strasse 8 oder die Parzellen Kat. -Nrn. 3002 und 3003 unmi ttelbar n eben der Aut o- bahn. Es werde bestritten, dass sich diese Orte aus ve rschiedenen Grün- den nicht eigneten bzw. dort nur Anlagen in Kombinat ion mit hohen Masten von mindestens 15 m Höhe realisiert werden könnten. Es sei offensichtlich, dass die Sunrise in keine r Weise die notwendige u m- fassende Standortevaluation für alternative Basisstationen innerhalb des Baugebiets durchgeführt habe. Ein Vergleich mit der bestehenden Ante n- nenanlage auf dem in der Nähe situierten Gebäude W.-Strasse 13 im Rahmen der Standor tevaluation sei unbehelflich, weil dieses Gebäude demnächst abgebrochen werde und die dortige Antennenanlage ja gerade durch die strittige ersetzt werde. Das strittige Bauvorhaben würde zudem zu einer weiteren Zweckentfremdung von Nichtbauzonenland führen. 3.2. Im Gegensatz dazu hält die Rekursgegnerschaft zur Hauptsache fest, die strittige Basisstation erfülle einwandfrei alle Voraussetzungen für eine Au s- R4.2014.00200 Seite 6 nahmebewilligung nach Art. 24 RPG. Die Anlage sei standortgebunden und auch die Interessenabwägung spreche klar für den ausgewählten Standort. Die vom Rekurrenten vorgeschlagenen Alternativstandorte im Bauzone n- gebiet seien sowohl sendetechnisch wie auch raumplanerisch ungeeignet. Auch im Übrigen sei die Antennenanlage der Sunrise baurechtskonform. Insbesondere würden die gesetzlichen Grenzwerte problemlos eingehalten. Gerade letzteres wäre bei einer leistungsmässig gleich dimensionierten Basisstation innerhalb der Bauzonen nicht möglich. 4.1. Der Schutz der Umwelt vor elektromagnetischer Strahlung wird im Bundes- gesetz über den Umweltschutz (USG) sowie in der bundesrätlichen Ve r- ordnung über den Schutz vor nichtionisierender Strahlung vom 23. Deze m- ber 1999 (NISV) geregelt. Das Bundesamt für Umwelt (BAFU; früher BUWAL) konkretisierte die NISV mit Vollzugsempfehlungen (Mobilfunk- und WLL-Basisstationen, Vollzugsempfehlung zur NISV, BUWAL/BAFU, Bern 2003 [Vollzugsempfehlung NISV]). Die NISV regelt die Begrenzung von nieder - und hochfrequenten Strahle n- emissionen, welche durch den Betrieb ortsfester Anlagen, wozu auch Mo- bilfunk-Basisstationen gehören, erzeugt werden (Art. 2 Abs. 1 lit. a NISV). Es wurden gemäss den gesetzlichen Vorgaben von Art. 13 USG Immiss i- onsgrenzwerte und in Umsetzung des gesetzlichen Vorsorgeprinzips Anl a- gegrenzwerte festgelegt. 4.2. Die Immissionsgrenzwerte (IGW) gelten an allen Orten, wo sich Menschen normalerweise aufhalten können (OKA; Art. 13 Abs. 1 NISV) und stützen sich konzeptionell auf die Empfehlungen bzw. Richtlinien der Weltgesun d- heitsorganisation WHO und der internationalen Stra hlenschutzvereinigung ICNIRP ab. Die Anlagegrenzwerte (AGW), welche von Mobilfunkanlagen mit einer G e- samtstrahlungsleistung von über 6 W ERP zwingend eingehalten werden müssen (Ziffern 61 und 64 Anhang 1 NISV), gehen deutlich über den Schutzumfang der Immi ssionsgrenzwerte hinaus und verlangen in Konkr e- tisierung der Bestimmung von Art. 4 Abs. 1 NISV an Orten mit empfindl i- cher Nutzung (OMEN), die in Art. 3 Abs. 3 NISV aufgeführt werden, durc h- R4.2014.00200 Seite 7 schnittlich um den Faktor 10 tiefere elektrische Feldstärken. Die A nlage- grenzwerte bewegen sich –abhängig von den jeweils zu beurteilenden Fr e- quenzen – zwischen 4 - 6 V/m. Für die strittige Basisstation, welche in den Frequenzbereichen um 800, 900 und 2100 MHz betrieben werden soll, gilt ein Maximalwert von 5 V/m (Ziffer 64 lit. c Anhang 1 NISV). 4.3. Die Ermittlung der Immissions - und Anlagegrenzwerte erfolgt mit Hilfe des vom BAFU entwickelten Berechnungsmodells für hochfrequente nichtion i- sierende Strahlen (NIS-Berechnungsmodell), den sogenannten Standortda- tenblättern. Damit lassen sich die künftigen elektromagnetischen Auswi r- kungen von Mobilfunk-Basisstationen ausreichend genau berechnen. Art. 11 Abs. 2 lit. c Ziff. 1 und 2 NISV verlangt Berechnungen einerseits beim strahlenmässig exponiertesten OKA (Ort für den kurzfri stigen Aufent- halt von Menschen; Immissionsgrenzwert) und andererseits für jene drei Orte mit empfindlicher Nutzung (OMEN), an denen die elektromagnetische Strahlung am grössten sein wird (Anlagegrenzwert). Darüber hinaus sind die Mobilfunkgesellschaften in der Regel zu keinen weiteren Grenzwertb e- rechnungen verpflichtet (BRGE II Nr. 0146/2011 vom 21. Juni 2011, E. 6.5). Letztere werden von den Mobilfunkgesellschaften im Rahmen der Proje k- tierung der jeweiligen Anlage durchgeführt und müssen zwingend Bestan d- teil des Baugesuchs sein. Es ist Aufgabe der kommunalen Baubehörden, das jeweilige Standortd a- tenblatt zusammen mit den übrigen Baugesuchsunterlagen auf ihre Vol l- ständigkeit und Richtigkeit zu überprüfen und von einer externen Fachstelle kontrollieren zu lassen. Im Kanton Zürich verfügen einzig die Städte Winter- thur und Zürich über eine vom BAFU anerkannte kommunale NIS - Fachstelle. Die übrigen Gemeinden lassen die Standortdatenblattberec h- nungen – wie im vorliegenden Fall – vom gleichfalls eidgenössisch ane r- kannten kantonalen Amt für Abfall, Wasser, Energie und Luft (AWEL), A b- teilung Lufthygiene, auf ihre inhaltliche und berechnungsmässige Korrek t- heit überprüfen (http://www.bafu. admin.ch/elektrosmog/ 01116/index.html? lang=de; vgl. Link Ziffer 2; BRGE III Nr. 0027/2013 vom 27. März 2013, E. 6.1). R4.2014.00200 Seite 8 4.4. Mit dem Standortdatenblatt vom 5. Dezember 2013 (act. 13.12) hat die Sunrise Immissionsprognosen für einen OKA und 7 OMEN vorgenommen und dabei an allen Berechnungsorten die Einhaltung der Grenzwerte fes t- gestellt. In seinem detaillierten Prüfbericht vom 21. Januar 2014 bestätigte das AWEL die Richtigkeit und Grenzwertkonformität der Sunrise -Berechnun- gen. Auch das Baurekursgericht konnte bei den Grenzwertberechnungen für die genannten OKA und OMEN, welche rek urrentischerseits nicht expli- zit in Frage gestellt werden, keine Unregelmässigkeiten feststellen. Bemerkungsweise bleibt an dieser Stelle festzuhalten, dass es sich bei di e- sem Prüfbericht des AWEL nicht um eine anfechtbare Anordnung handelt, sondern diese r eine kantonale Dienstleistung für die Gemeinden darstellt (BRGE II Nr. 0044/2014 vom 25. März 2014, E. 1). Folglich unterliegt dieser Bericht entgegen der Auffassung der Vorinstanz nicht der Koordinierung s- pflicht im Sinne der §§ 7 f. der Bauverfahrensverordnung (BVV). 5.1. Gemäss Art. 22 Abs. 2 lit. a RPG muss eine Baute oder Anlage dem Zweck der Nutzungszone entsprechen, was für die in der Landwirtschaftszone pro- jektierte Mobilfunk-Basisstation der Sunrise nicht zutrifft. Nach Art. 24 RPG können abweic hend von Art. 22 Abs. 2 lit. a des Gese t- zes Bewilligungen erteilt werden, Bauten und Anlagen zu realisieren oder ihren Zweck zu ändern, wenn: a. der Zweck der Bauten und Anlagen einen Standort ausserhalb der Bauzonen erfordert; und b. keine überwiegenden Interessen entgegenstehen. 5.2.1. Eine Baute oder Anlage ist im Sinne des Gesetzes dann standortgebunden, wenn sie aus technischen oder betrieblichen Gründen oder wegen der B o- denbeschaffenheit auf einen Standort ausserhalb der Bauzonen angewi e- sen ist. Di e Standortgebundenheit kann eine positive oder eine negative sein. R4.2014.00200 Seite 9 Positiv standortgebunden ist eine Baute oder Anlage dann, wenn sie aus technischen oder betrieblichen Gründen oder aber aus Gründen der B o- denbeschaffenheit auf einen bestimmten Standort au sserhalb der Bauz o- nen angewiesen ist. Dies trifft z.B. auf Energie - oder Rohstoffgewinnungs- anlagen, auf Bergrestaurants oder auch auf bestimmte Kommunikationsa n- lagen zu (BRKE III Nrn. 0148 und 149/2008 vom 12. November 2008, E. 6.4 und 6.5). Negative Standortgebundenheit liegt vor, wenn eine Baute oder Anlage auf Grund der von ihr ausgehenden Auswirkungen oder Gefahren nicht in einer Bauzone realisiert werden kann (z.B. ein Schiessstand, eine Abfalldeponie oder ein Tierheim). Können die Auswirkungen gestüt zt auf das Umwel t- schutzrecht in einem Masse begrenzt werden, dass das Vorhaben in einer Bauzone realisiert werden kann, fällt die Annahme der negativen Standor t- gebundenheit ausser Betracht (Walter Haller/Peter Karlen, Raumplanungs-, Bau- und Umweltrecht, Band I, 3. Aufl., Zürich 1999, Rz. 709 ff. und dortige Hinweise auf die Rechtsprechung). 5.2.2. Ausreichend ist eine relative Standortgebundenheit. Es ist also nicht – im Sinne einer absoluten Standortgebundenheit – erforderlich, dass überhaupt kein anderer Standort in Betracht fällt. Es müssen jedoch besonders wicht i- ge und objektive Gründe vorliegen, die den vorgesehenen Standort gege n- über andern Standorten innerhalb einer Bauzone als wesentlich vorteilha f- ter erscheinen lassen (u.a. BGE 108 Ib 359 E. 4a S. 362). Kommunikationsanlagen wie Mobilfunk -Basisstationen können auf einen Standort ausserhalb der Bauzonen angewiesen sein, wenn eine Deckungs - oder Kapazitätslücke aus funktechnischen Gründen mit einem oder mehr e- ren Standorten innerhalb der Bauzonen nich t in genügender Weise bese i- tigt werden kann oder es bei einem Standort innerhalb der Bauzonen zu e i- ner nicht vertretbaren Störung der in anderen Funkzellen des Netzes ve r- wendeten Frequenzen kommen würde. Ferner kann sich eine Standortg e- bundenheit dann ergeben, wenn mit einer Basisstation auch oder vor allem Gebiete ausserhalb der Bauzonen mobilfunkmässig abgedeckt werden müssen. Zu denken ist etwa an Verkehrsträger im privaten oder öffentl i- chen Verkehr (Strassen, Eisenbahnlinien), nicht eingezonte Weiler od er touristische Anlagen (wie etwa Skigebiete), welche Orte grundsätzlich R4.2014.00200 Seite 10 ebenfalls einen Anspruch auf eine einwandfreie Mobilfunkversorgung h a- ben. Nicht ausreichend sind dagegen wirtschaftliche Vorteile des gewählten Standorts (geringere Landerwerbskosten, voraussichtlich geringere Zahl von Einsprachen) oder zivilrechtliche Gründe, wie z.B. die Weigerung von anderen Eigentümern, einer Antenne auf ihren Grundstücken innerhalb der Bauzonen zuzustimmen (u.a. BGr 1C_14/2008 vom 25. Februar 2009, 4.1, mit zahlre ichen Hinweisen auf die Rechtsprechung; BRGE III Nrn. 0085 und 0086/2011 vom 1. Juni 2011, E. 16.2.). 5.3. Unter besonderen, im nachstehenden Sinne qualifizierten Umständen kann sich allerdings ein Standort ausserhalb der Bauzonen im Vergleich zu e i- nem Standort innerhalb der Bauzonen aufgrund einer Gesamtsicht unter Beachtung aller massgebenden Interessen als derart vorteilhaft erweisen, dass er ausnahmsweise in weiteren als den vorne genannten Fällen als standortgebunden im Sinne von Art. 24 lit. a RPG anerkannt werden kann. Im Unterschied zu anderen Bauten und Anlagen (wie Strassen, Parkplä t- zen, Deponien, Materialgewinnungsanlagen, Sportanlagen usw.) können Funkantennen aufgrund ihrer Eigenschaft als in der Regel vergeichsweise klein dimensionierte technische Infrastruktureinrichtung realisiert werden, ohne dafür zwingend neues, unüberbautes Nichtbauzonenland in Anspruch nehmen zu müssen. Dies ist im Wesentlichen dann der Fall, wenn sie auf früher erstellten Gebäuden oder Infrastruktureinrichtungen realisiert werden können. Diesem Umstand ist bei der im Rahmen der Standortevaluation vorzunehmenden Interessenabwägung gebührend Rechnung zu tragen (BGr 1C_345/2008 vom 29. Januar 2009, E. 2.3). Als Standorte für Kommunikationsanlagen ausserhalb der Bauzo nen kö n- nen also nicht mehr nur solche in Frage kommen, welche für eine ang e- messene Abdeckung für die Mobiltelefonie oder für andere Funkdienste aus technischen Gründen unentbehrlich sind. Vielmehr können sich im Lichte der vorzunehmenden Interessenabwägung auch Standorte auf b e- stehenden Bauten und Anlagen ausserhalb der Bauzonen gegenüber so l- chen innerhalb der Bauzonen als wesentlich geeigneter erweisen (B Gr 1C_200/2012 vom 17. Dezember 2012, E. 4.2; BRKE II Nrn. 0014 - 0015/2010 vom 2. Februar 2010, E. 8.4). Zwingende Grundvoraussetzun- gen für eine derartige erweiterte ausnahmsweise Bejahung der Standor t- R4.2014.00200 Seite 11 gebundenheit sind, dass die Kommunikationsanlage ausserhalb der Ba u- zonen keine erhebliche Zweckentfremdung von Nichtbauzonenland bewirkt und nicht störend in E rscheinung tritt. Solches trifft grundsätzlich nur für Örtlichkeiten zu, an denen sich bereits zonenkonforme oder zonenwidrige Bauten und Anlagen befinden (BGr 1C_405/2012 vom 24. April 2012, 3.1). Zu denken ist etwa an Hochspannungsmasten, bestehende Funk masten, Verkehrsanlagen, Beleuchtungskandelaber, weitere vergleichbare Infr a- strukturanlagen sowie landwirtschaftliche Gebäuden und Anlagen (BRGE III Nrn. 0085 und 0086/2011 vom 1. Juni 2011, E. 16.3.). Selbst bei dieser erweiterten, speziell auf die eigen en Verhältnisse der Kommunikationstechnik zugeschnittene Bejahung der Standortgebunde n- heit darf eine Ausnahmebewilligung für eine Antennenanlage nur dann e r- teilt werden, wenn als zusätzliche Voraussetzung gewährleistet ist, dass dem Vorhaben keine überwiegenden Interessen entgegenstehen. In die I n- teressenabwägung sind im Rahmen der Standortfrage auch allenfalls mö g- liche Alternativlösungen innerhalb und ausserhalb der Bauzonen einzub e- ziehen. Nur wenn sich im Rahmen eines solchen Vergleichs ein Standort ausserhalb der Bauzonen als deutlich geeigneter erweist, kann die Stan d- ortgebundenheit bejaht werden. Beim Standortvergleich sind nicht nur fun k- technische Aspekte, sondern auch solche wie etwa des Landschaftsschu t- zes zu gewichten (BGr 1C_200/2012 vom 17. Dezember 2012, E. 4.2.). 5.4.1. Zur Standortgebundenheit der streitbetroffenen Basisstation hielt die Baud i- rektion in der Ausnahmebewilligung vom 18. September 2014 (act. 4) sowie in ihrer Rekursantwort vom 11. Februar 2015 (act. 17) fest, der vorgeseh e- ne Standort auf dem Ökonomiegebäude sei nach eingehender Prüfung e i- ner Alternative in der Bauzone als geeigneter Standort eruiert worden. Im Technischen Bericht der Sunrise vom 20. Juni 2014 (act. 13.15) sei plaus i- bel dargelegt worden, dass funktechnische wie auch landschaftliche Aspek- te für den gewählten Standort sprächen. Aus einordnungsmässiger Sicht trete die in das bestehende Ökonomieg e- bäude gut integrierte Mobilfunkantennenanlage, welche den First um ledi g- lich 3 m überrage, keineswegs störend in Erscheinung und falle viel wen i- ger stark ins Gewicht als eine solche mit gleicher Sendeleistung in der R4.2014.00200 Seite 12 Bauzone. Das Streitobjekt habe keine erhebliche Zweckentfremdung von Nichtbauland zur Folge. Insgesamt sei diesem, gestützt auf die Rechtsprechung, eine relative Standortgebundenheit im Sinne von Art. 24 RPG zu attestieren. Dem Ba u- vorhaben ständen zudem keine überwiegenden Interessen entgegen, we s- halb die erteilte Ausnahmebewilligung rechtens sei. 5.4.2. In der erwähnten Standortbegründung (auch als Technischer Ber icht vom 20. Juni bezeichnet; eine frühere Standortbegründung vom 23. Dezember 2013 [act. 13.14] hatte sich nach Auffassung der Baudirektion als ungen ü- gend erwiesen) sowie zusätzlich in ihren Ausführungen im vorliegenden Rechtsmittelverfahren hält Sunrise zusammengefasst im Wesentlichen fest: Mit dem vorgesehenen Abbau der bestehenden Basisstation auf dem G e- bäude W.-Strasse 11 (recte: 13) gehe nicht nur die Kapazität, sondern die eigentliche Grundversorgung im Wohngebiet sowie im Bereich der n ahege- legenen Autobahn verloren. Bei der geplanten Ersatzanlage gehe es d a- rum, einerseits diese Lücke wieder zu schliessen und andererseits g enü- gend Kapazitäten zu schaffen, um ihren Kunden nicht nur das mobile T ele- fonieren, sondern auch alle anderen konzess ionierten Dienste wie den D a- tenverkehr (Internet) in einer guten Qualität unterbruchsfrei anbieten zu können. Das Datenvolumen verdopple sich praktisch von Jahr zu Jahr, was mit der bestehenden Infrastruktur in der Regel kaum zu bewältigen sei. Funktechnisch sei eine Verbesserung des UMTS -Netzes und der Aufbau des LTE -Netzes, welche beide eine rasche Übertragung grosser Date n- mengen erlaubten, wegen der kürzeren Wellenlängen und der damit ve r- bundenen kleineren Funkzellen mit reduziertem Verbreitungspotential weit anspruchsvoller als bei den bisherigen GMS-Frequenzen. Mobilfunk-Basisstationen seien bedingt durch ihre sendetechnische Funkt i- onalität auf exponierte Standorte angewiesen, welche zwangsläufig en t- sprechend optisch in Erscheinung träten. Wo immer es deshalb möglich sei, versuche Sunrise, bestehende Infrastruktur zu nutzen, um die visuellen Auswirkungen möglichst gering zu halten. Schon diesbezüglich sei der g e- wählte Standort auf dem Ökonomiegebäude W.-Strasse 14a viel vorteilhaf- ter als eine Neuan lage, etwa auf einem Mast, innerhalb der Bauz onen. Mit einer Länge von lediglich 3 m über dem First trete das Streitobjekt diskret R4.2014.00200 Seite 13 und nicht störend in Erscheinung, weshalb es sich gesetzeskonform in die Umgebung einordne. Mit der streitbetroffenen Anlage könne das umliegende Wohngebiet sowie auch die Autobahn [….] mit einer einzigen Basisstation gros sräumig in e i- ner guten Qualität versorgt werden. Innerhalb der Bauzonen sei dies vor al- lem wegen der Topografie und der Grenzwerte nicht möglic h, selbst mit e i- nem sehr hohen Mast. Aufgrund der örtlichen Verhäl tnisse würden die no t- wendigen Tilts (Antennen -NeigungsX) in Verbi ndung mit der Sendelei stun- gen schnell zu Grenzwertüberschreitungen an den massg ebenden OMEN führen. Dies habe die Prüfun g eines möglichen A lternativstandortes an der W.-Strasse 13 ergeben. Es müsste zumi ndest eine zweite Basisstation er- richtet werden, wobei auch dies sendetec hnisch erheblich weniger gut sei als die vorliegend strittige Mobilfunkanlage. Übe rhaupt nicht geeignet seien die diversen rekurrentischerseits vorg eschlagenen Standorte innerhalb des Siedlungsgebiets und direkt neben der Aut obahn. Die konkrete Interessen- abwägung falle deutlich zugunsten der strittigen Anlage aus. Die Basisstation habe keine Zweckentfremdung von Nichtbauzonenland zur Folge, zumal ihre technischen Einrichtungen mit der Anlagesteuerung grossmehrheitlich innerhalb des bestehenden Ökonomiegebäudes vorg e- sehen seien. Gemäss Rechtsprechung müsse der gewählte Standort au s- serhalb der Bauzone n nicht der einzig mögliche sein, sondern es sei au s- reichend, wenn für diesen – wie im vorliegenden Fall – besondere Gründe sprächen, die ihn im Vergleich zu anderen Standorten innerhalb der Ba u- zonen als wesentlich vorteilhafter erscheinen lassen. 5.5. Diese insgesamt zutreffenden Ausführungen der Baudirektion sowie der Bauherrschaft zur Standortgebundenheit und zur Interessenabwägung sind korrekt und vermögen zu überzeugen. Auch wenn die online zur Verfügung stehenden aktuellen Abdeckungskarten der Sunri se in X eine hundertpro- zentige Mobilfunkabdeckung vom 2G - bis zum 4G -Bereich zeigen (http://www1.sunrise.ch/Netzabdeckung-cb7abAqFI.yXYAAAF BesF2SHLu- Sunrise-Residential-Site-WFS-de_CH-CHF.html), sind die von der Ba u- herrschaft erwähnten Kapazitätsprob leme nicht gelöst. Solche positiven Abdeckungskarten sagen wenig über Kapazität und Qualität der Mobilfun k- netze aus. Sie besagen lediglich, dass die angebotenen Dienste grundsät z- R4.2014.00200 Seite 14 lich benutzt werden können. Wie schnell und/oder unterbruchsfrei etwa der Datentransfer möglich ist, geht aus diesen Karten nicht hervor. Die Bestandteil der Standortbegründung bildenden Versorgungs - bzw. Sig- nalstärkekarten zeigen hingegen auf, dass die Netzqualität nach dem b e- vorstehenden Abbau der bestehenden Anlage auf dem Gebäu de W.- Strasse 13 unzureichend wäre, welcher Mangel mit der strittigen Basi ssta- tion sendetechnisch optimal behoben werden kann (act. 13.15, S. 2 und 3). Vergleichbare mobilfunktechnische Alternativen gibt es nicht. Die vom R e- kurrenten ins Spiel gebrach ten Standorte innerhalb des Bauzoneng ebiets (die rekurrentischerseits im E -Mail vom 20. Mai 2015 erwähnten Pa rzellen Kat.-Nrn. 3002 und 3003 unmittelbar neben der Autobahn liegen ü brigens ebenfalls ausserhalb der Bauzonen) sind, was auch der Auge nschein ge- zeigt hat, in erster Linie aus topografischen Gründen weitgehend ungeei g- net bzw. es müsste eine Anlage mit einem sehr hohen Mast real isiert wer- den, was einordnungsmässig kaum vertretbar wäre. Zu ergänzen bleibt in diesem Zusammenhang schliesslich, dass di e von der Eidgenössischen Kommunikationskommission (ComCom) erteilten M o- bilfunk-Konzessionen die Betriebsgesellschaften verpflichtet haben, eigene Netze aufzubauen und damit die Bevölkerung mit den entsprechenden Diensten zu versorgen. Entgegen rekurrentis cher Auffassung spielen Fr a- gen der Opportunität oder die wegen Weiterentwicklung der Kommunikat i- onstechnologie stetig zunehmenden Nutzungsmöglichkeiten der Mobilfun k- netze bei der Prüfung der Bewilligungsfähigkeit von Basisstationen sowohl innerhalb als auc h ausserhalb der Bauzonen keine Rolle. Die GSM - und UMTS-Konzessionen wurden seinerzeit ohne Einschränkungen bezüglich der Nutzungsart erteilt (BRGE III Nrn. 0085 und 0086/2011 vom 1. Juni 2011, E. 16.5.). Grundsätzliche Überlegungen über den Umfang bzw. d ie Beschränkung des konzessionsrechtlich abgedeckten Mobilfunkangebots auf gewisse Kernbereiche hätten vielmehr schon damals bei der Erteilung der GSM- und UMTS-Konzessionen durch die ComCom erfolgen müssen. Anlässlich der umfassenden Neuvergabe der Konze ssionen am 23. Febr u- ar 2012 wurden die Betreibergesellschaften ebenfalls zu keinen diesbezü g- lichen Einschränkungen verpflichtet. Von der ComCom wurde im Gegenteil darauf hingewiesen, dass den Betreibergesellschaften mit den neuen Ko n- zessionen (welche bis z um Jahre 2028 laufen) ermöglicht werde, die stark wachsende Nachfrage nach mobilen Breitbanddiensten zu befriedigen und R4.2014.00200 Seite 15 ihre Netze mit den neuesten Mobilfunktechnologien wie LTE ständig zu er- weitern, damit in der Schweiz eine qualitativ hohe Mobilfunkkommu nikation in allen Bereichen angeboten werden könne (http://www.comcom.admin.ch/ aktuell/00429/00636/00712/index.html?lang=de&msg-id=43520;www.news. admin.ch/NSBSubscriber/message/attachments/ 26001.pdf). 5.6. Auch im Übrigen stehen der Ausnahmebewilligung keine überwiegenden Interessen im Sinne von Art. 24 lit. b RPG entgegen. Insbesondere bewirkt die im Vergleich zum Standortgebäude nicht besonders ins Auge fallende Anlage keine objektive Schmälerung der landschaftlichen Umgebung und ist einordnungsmässig unproblematisch. Die lediglich 3 m über den Dac h- first hinausragende Antennenanlage (Gesamtlänge ab Dachfläche 3,5 m) tritt keineswegs im Sinne der bundesgerichtlichen Rechtsprechung störend in Erscheinung. Schliesslich bewirkt das Bauvorhaben keine erhebl iche Zweckentfremdung von Nichtbauzonenland. 5.7. Insgesamt muss der vorgesehene Standort in jeder Beziehung als gerad e- zu ideal bezeichnet werden. Die dagegen vom Rekurrenten angeführten Gründe wirken teilweise gesucht und halten einer objektiven Betrac htungs- weise nicht stand. Mit der streitbetroffenen Anlage kann landschaftssch o- nend und immissionsgünstig ein relativ grosses Gebiet mobilfunkmässig optimal versorgt werden, ohne dass die Quartierbewohner mit übermäss i- ger Strahlung belastet würden. Folglich hat die Baudirektion Kanton Zürich der Sunrise zu Recht die erfo r- derliche Ausnahmebewilligung erteilt. Diese widerspricht zudem in keiner Weise den Empfehlungen des Bundesamtes für Raumentwicklung (ARE) über die Erstellung von Kommunikationsanlagen ausse rhalb der Bauzonen (ARE, Merksätze zur Problematik von Mobilfunkanlagen und Raumplanung vom 5. Januar 2005 [pdf -Dokument online auf www.are.admin.ch/themen/ recht/00817/]). R4.2014.00200 Seite 16 6. Ist die Erstellung der projektierten Anlage am vorgesehenen Standort im Lichte der Bauvorschriften sowie des von der NISV abschliessend gerege l- ten Immissionsschutzes rechtskonform, kann die Sunrise nicht zur Abänd e- rung ihres Bauvorhabens oder zu einem Alternativstandort verpflichtet we r- den (BRGE IV Nr. 0118/2014 vom 16. Oktober 2014 , E. 13). Entspricht ein Projekt den massgebenden öffentlichrechtlichen Bauvorschriften, hat die Bauherrschaft vielmehr Anspruch auf Erteilung der Baubewilligung, was auch für Bauten und Anlagen ausserhalb der Bauzonen gilt (§ 320 PBG). 7. Zusammenfassend ist der Rekurs vollumfänglich abzuweisen. [….]