<h2>SubmittedText<h2><p>Der Bundesrat wird aufgefordert, dahingehend auf die Stiftung Swiss Skills Einfluss zu nehmen, dass künftig die Swiss Skills als Grossanlass "nur" alle vier Jahre stattfinden.</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Die Entscheidung, ob und in welcher Form zentrale Berufsmeisterschaften auch in Zukunft durchgeführt werden können, obliegt der Stiftung Swiss Skills, welche durch den Bund, die Kantone, Schulen und Organisationen der Arbeitswelt gemeinsam getragen wird. Auf Grundlage des Berufsbildungsgesetzes unterstützt der Bund die Aktivitäten der Stiftung Swiss Skills seit 2002, seit 2008 mit einem Subventionsvertrag, der die Aufgaben und Leistungen der Stiftung regelt. Der Bund ist aber nicht im Stiftungsrat vertreten und hat damit auch keinen direkten Einfluss auf den Entscheid über den Durchführungsrhythmus.</p><p>Der Bundesrat erachtet sowohl die zentralen Berufsmeisterschaften als auch die regionalen Berufsmessen als wichtige Pfeiler einer erfolgreichen und nachhaltigen Förderung des dualen Berufsbildungssystems. Sie bieten wertvolle Plattformen, um Jugendlichen, ihren Eltern sowie weiteren Anspruchsgruppen einen breiten Zugang zu Informationen über Berufswahl und Ausbildungsmöglichkeiten zu ermöglichen. Die zentralen Berufsmeisterschaften positionieren sich primär als emotionalisierendes Medium für die Berufslehre, das zu einem guten Image für die Berufslehre beitragen soll und bei Jugendlichen schon vor oder in einem sehr frühen Stadium des Berufswahlprozesses ansetzt. Die Berufsmessen hingegen nehmen eine wichtige Rolle im konkreten Berufswahlprozess ein, in welchem die gezielte Berufsinformation und der persönliche Austausch mit Lernenden, Lehrbetrieben und Fachleuten im Vordergrund stehen. Der Bundesrat teilt deshalb die Ansicht, dass die zentralen Berufsmeisterschaften und die Berufsmessen komplementär zueinander sind und sich gegenseitig nicht konkurrieren sollen. Daher werden die Zusammenarbeit und Aufgabenteilung im Bereich Berufsmarketing, Berufsinformation und Berufswahl am nächsten Spitzentreffen der Verbundpartner in der Berufsbildung, das unter der Leitung des WBF-Vorstehers Ende Juni 2019 geplant ist, traktandiert.</p><p>Im Rahmen der bereits beschlossenen Durchführung von Swiss Skills 2020 sollen eine Auslegeordnung vorgenommen und die Vor- und Nachteile sowie das Kosten-Nutzen-Verhältnis im Hinblick auf den künftigen Durchführungsrhythmus untersucht werden. Unabhängig vom künftigen Durchführungsrhythmus der zentralen Berufsmeisterschaften sollen Berufsmessen weiterhin vom Bund gefördert und in der Stärkung ihrer Rolle und Positionierung auf regionaler Ebene unterstützt werden.</p>  Der Bundesrat beantragt die Ablehnung der Motion.