<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2000.00168</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="https://vgrzh.djiktzh.ch/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=https://vgrzh.djiktzh.ch&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=105703&amp;W10_KEY=4467150&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2000.00168</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 28.09.2000</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">4. Abteilung/4. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Das Bundesgericht hat eine Verwaltungsgerichtsbeschwerde gegen diesen Entscheid am 02.04.2001 abgewiesen.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4"></td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Betriebsstilllegung (Gewässerschutz)</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Bestätigung des Verbots, eine gegen das Umwelt- und Gewässerschutzrecht verstossende Bausperrgut-Sortieranlage zu betreiben, aber mangels unmittelbarer Gesundheitsgefährdung Verschiebung des Wirksamwerdens auf 1. Januar 2001, um der Beschwerdeführerin die Vollendung geeigneter Sanierungsmassnahmen zu ermöglichen.<br/>Zuständigkeit des Verwaltungsgerichts (E. 1). Offensichtlich unbegründete bzw. gegenstandslos gewordene Beschwerdeanträge (E. 2). Rechtswidrigkeit der Bausperrgut-Sortieranlage, Verhältnismässigkeit des Verbots, erweiterte Interessenabwägung für dessen zeitliches Wirksamwerden (E. 3). Strafandrohung (E. 4). Beschwerde hinsichtlich Sanierungsprojekt für Bauschuttaufbereitung gegenstandslos (E. 5). Pflicht zur Aufnahme des Kanalisationsnetzes und Erstellung von Kanalisationsplänen bestätigt (E. 6). Pflicht zur Durchführung einer Gefährdungsabschätzung mit Bezug auf das betriebliche Kanalisationsnetz bestätigt (E. 7).</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: Umweltschutz ST: ABFÃLLE">ABFÃLLE</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: BAUSCHUTT">BAUSCHUTT</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: BAUSPERRGUT">BAUSPERRGUT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: BETRIEBSSTILLLEGUNG">BETRIEBSSTILLLEGUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: Umweltschutz ST: GEWÃSSERSCHUTZ">GEWÃSSERSCHUTZ</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: Umweltschutz ST: UMWELTGEFÃHRDENDE STOFFE">UMWELTGEFÃHRDENDE STOFFE</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: VERHÃLTNISMÃSSIGKEIT">VERHÃLTNISMÃSSIGKEIT</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="gerade">§ 9 AbfallG</span><br/><span class="ungerade">Art. 6 GSchG</span><br/><span class="gerade">Art./§ 3 TVA</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 4 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Einzug1">I. Die X AG betreibt auf dem Werkareal Y (GrundstÃ¼ck Kat.Nr. 01) an der Xstrasse in B ein Kieswerk, eine Bauschutt-Wiederaufbereitungsanlage sowie eine Bausperrgut-Sortieranlage. Nach zahlreichen frÃ¼heren Interventionen verfÃ¼gte die Baudirektion am 7. September 1999 (act. --):</p> <p class="EinzugZitat"> </p> <p class="EinzugZitat"> "I. Der X AG wird verboten, ab dem 1. November 1999 Bausperrgut auf dem Werkareal Y in B zu lagern oder zu verarbeiten. Bereits auf dem Werkareal liegendes Bausperrgut ist bis zu diesem Datum umwelt­schutz- und gewÃ¤sserschutzrechtskonform zu entsorgen (...).</p> <p class="EinzugZitat"> </p> <p class="EinzugZitat"> II. Bei Missachtung des Verbotes gemÃ¤ss Dispositiv Ziffer I erfolgt Ver­zeigung zur Bestrafung. Die Ãbertretung ist gemÃ¤ss Art. 61 Abs. 1 lit. i USG sowie Art. 71 Abs. 1 lit. b GSchG mit Haft oder Busse be­droht.</p> <p class="EinzugZitat"> </p> <p class="EinzugZitat"> III. Die X AG wird aufgefordert, mit Bezug auf die Lagerung von Bau­schutt auf dem Werkareal Y dem AWEL bis 30. April 2000 ein Sanie­rungsprojekt vorzulegen.</p> <p class="EinzugZitat"> </p> <p class="EinzugZitat"> IV. Die X AG wird aufgefordert, bis 31. Dezember 1999 das gesamte Ka­nalisationsnetz auf dem Werkareal Y aufnehmen zu lassen und dem AWEL Amt fÃ¼r Abfall, Wasser, Energie und Luft nachgefÃ¼hrte Kana­lisationsplÃ¤ne sowie einen technischen Bericht Ã¼ber den Zustand des Kanalisationsnetzes fÃ¼nffach einzureichen.</p> <p class="EinzugZitat"> </p> <p class="EinzugZitat"> V. Die X AG wird aufgefordert, mit Bezug auf das ganze betriebliche Kanalisationsnetz auf dem Werkareal Y eine fundierte GefÃ¤hrdungs-abschÃ¤tzung durchzufÃ¼hren und die technisch mÃ¶glichen Massnahmen zur Minimierung des Risikos von GewÃ¤sserverunreinigungen detail-liert bis zum 30. April 2000 aufzuzeigen.</p> <p class="EinzugZitat"> </p> <p class="EinzugZitat"> VI. Die X AG wird aufgefordert, die AltlastenverdachtsflÃ¤chen Nrn. I.522 und D.2 in B einer altlastenrechtlichen Voruntersuchung unterziehen zu lassen und dem AWEL Amt fÃ¼r Abfall, Wasser, Energie und Luft bis 28. Februar 2000 einen entsprechenden Untersuchungsbericht fÃ¼nffach einzureichen.</p> <p class="EinzugZitat"> </p> <p class="EinzugZitat">VII. FÃ¼r diese VerfÃ¼gung werden folgende GebÃ¼hren festgesetzt und von der X AG ... erhoben:</p> <p class="EinzugZitat"> StaatsgebÃ¼hr: Fr. 3780.-- ...</p> <p class="EinzugZitat"> AusfertigungsgebÃ¼hr: Fr. 160.-- ...</p> <p class="EinzugZitat">Total: Fr. 3940.--</p> <p class="EinzugZitat"> </p> <p class="EinzugZitat">VIII. ... Einem allfÃ¤lligen Rekurs gegen Dispositiv Ziffer I wird die auf- schiebende Wirkung entzogen.</p> <p class="EinzugZitat"> </p> <p class="EinzugZitat">..."</p> <p class="EinzugZitat"> </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">II. Den gegen diese VerfÃ¼gung am 11. Oktober 1999 erhobenen Rekurs der X AG mit dem Antrag, Dispositiv Ziffern I, II, III, V und VI der angefochtenen VerfÃ¼gung auf­zuheben sowie Dispositiv Ziffern IV und VII in nÃ¤her bestimmter Weise zu Ã¤ndern, wies der Regierungsrat am 22. MÃ¤rz 2000 ab, soweit er nicht (bezÃ¼glich der aufschiebenden Wirkung) gegenstandslos geworden war (Dispositiv Ziffer I). Sodann untersagte er unter Ansetzung einer Frist von 30 Tagen ab Zustellung des Beschlusses der X AG, auf dem Werkareal Y Bausperrgut zu lagern oder zu verarbeiten; bereits dort befindliches Bau­sperrgut sei umwelt- und gewÃ¤sserschutzkonform zu entsorgen (Dispositiv Ziffern II und III). Die Frist fÃ¼r die ErfÃ¼llung der Ã¼brigen Anordnungen gemÃ¤ss angefochtener Ver­fÃ¼gung legte er auf vier Monate nach Eintritt der Rechtskraft fest (Dispositiv Ziffer IV). Sodann regelte der Regierungsrat die Nebenfolgen und entzog er einer allfÃ¤lligen Be­schwerde gegen Dispositiv II seines Beschlusses die aufschiebende Wirkung (Dispositiv Ziffern V â VIII).</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">III. Mit Beschwerde vom 28. April 2000 gegen diesen Beschluss liess die X AG dem Verwaltungsgericht die Aufhebung des angefochtenen Beschlusses und die Wieder­herstellung der aufschiebenden Wirkung beantragen, unter Kosten- und EntschÃ¤di­gungs­folgen zu Lasten der Staatskasse.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Mit VerfÃ¼gung vom 4. Mai 2000 erteilte der VizeprÃ¤sident des Verwaltungsgerichts der Beschwerde einstweilen aufschiebende Wirkung und lud er gleichzeitig auf 17. Mai 2000 zu einem Augenschein auf dem Werkareal Y vor. Mit VerfÃ¼gung vom 18. Mai 2000 bestÃ¤tigte er die aufschiebende Wirkung bis zu einer gegenteiligen Anordnung, lud er das AWEL zur ÃberprÃ¼fung der gemÃ¤ss einer Vereinbarung vom 24. November 1999 getrof­fenen Sofortmassnahmen sowie einer von der BeschwerdefÃ¼hrerin anlÃ¤sslich des Augen­scheins eingegangenen Verpflichtung betreffend die Lagerung des Bausperrgutes ein. So­dann wurden die Beschwerdegegnerin, der Regierungsrat als Vorinstanz und der Gemein­derat B als Mitbeteiligter zur Beschwerdebeantwortung bzw. Vernehmlassung eingeladen.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Die Baudirektion, der Regierungsrat sowie der Mitbeteiligte beantragten Abwei­sung der Beschwerde, soweit diese nicht gegenstandslos geworden sei; der Mitbeteiligte zudem Kostenauflage an die BeschwerdefÃ¼hrerin und deren Verpflichtung zu einer Partei­entschÃ¤digung.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Die Parteivorbringen werden - soweit erforderlich - in den nachfolgenden ErwÃ¤­gungen wiedergegeben.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Das Verwaltungsgericht zieht in ErwÃ¤gung:</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">1. Die Beschwerde richtet sich gegen einen Rekursentscheid des Regierungsrats, zu dessen ÃberprÃ¼fung das Verwaltungsgericht gemÃ¤ss § 41 des Verwaltungsrechtspflegege­setzes vom 24. Mai 1959 (in der Fassung vom 8. Juni 1997, VRG) zustÃ¤ndig ist.</p> <p class="EinzugZitat"> </p> <p class="Einzug1">2. Mit ihrem Rekurs hat die BeschwerdefÃ¼hrerin dem Regierungsrat die Aufhebung bzw. Ãnderung von Dispositiv Ziffern I â VII der angefochtenen VerfÃ¼gung vom 7. Sep-tember 1999 beantragt, und der Beschwerdeantrag auf Aufhebung des Rekursentscheids betrifft somit alle diese Bestandteile der angefochtenen VerfÃ¼gung. Indessen enthÃ¤lt die Beschwerdeschrift eine eigenstÃ¤ndige BegrÃ¼ndung nur bezÃ¼glich der Betriebseinstellung der Bausperrgutsortieranlage, der Androhung der Bestrafung im Fall der Missachtung, der Frist fÃ¼r die Einreichung eines Sanierungskonzepts fÃ¼r die Lagerung von Bauschutt, der Planaufnahme und Berichterstattung Ã¼ber den Zustand des Kanalisationsnetzes und der GefÃ¤hrdungsabschÃ¤tzung mit Bezug auf das gesamte betriebliche Kanalisationsnetz. </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">BezÃ¼glich der Erstellung einer altlastenrechtlichen Voruntersuchung geht die Be­schwerdefÃ¼hrerin davon aus, diese Anordnung sei gegenstandslos, will aber an den im Re­kurs erhobenen RÃ¼gen festhalten. Da die BeschwerdefÃ¼hrerin der angefochtenen VerfÃ¼­gung insofern nachgekommen ist, fehlt ihr das Anfechtungsinteresse und ist auf die Be­schwerde nicht einzutreten. Im Ãbrigen erweist sich ihre Verweisung auf die Vorbringen vor Regierungsrat als unzulÃ¤ssig, nachdem dieser in seinem Entscheid zu den Rekursvor­bringen Stellung genommen und ihn damit mit einer neuen BegrÃ¼ndung versehen hat (Al­fred KÃ¶lz/JÃ¼rg Bosshart/Martin RÃ¶hl, Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons ZÃ¼rich, 2. A., ZÃ¼rich 1999, § 54 N. 7).</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Keinerlei BegrÃ¼ndung enthÃ¤lt die Beschwerdeschrift bezÃ¼glich der vom Regie­rungsrat abgewiesenen EinwÃ¤nde gegen die GebÃ¼hrenauflage der Baudirektion; insoweit ist die Beschwerde als unbegrÃ¼ndet ohne weiteres abzuweisen. </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">3. a) Mit Dispositiv Ziffer I der VerfÃ¼gung der Baudirektion vom 7. September 1999 ist der BeschwerdefÃ¼hrerin der Weiterbetrieb der Bausperrgutsortieranlage untersagt und die Entsorgung des auf dem BetriebsgrundstÃ¼ck noch vorhandenen Bausperrguts ge­boten worden. Der Regierungsrat hat diese Anordnung vollumfÃ¤nglich geschÃ¼tzt und dafÃ¼r eine Frist von 30 Tagen ab Zustellung des Beschlusses angesetzt. Der BegrÃ¼ndung des Rekursentscheids ist diesbezÃ¼glich zu entnehmen: Die Sortieranlage fÃ¼r Bausperrgut, wel­che als Abfallanlage im Sinn von Art. 3 Abs. 3 und 4 der Technischen Verordnung Ã¼ber AbfÃ¤lle vom 10. Dezember 1990 (TVA; SR 814.600) zu behandeln sei, verfÃ¼ge nicht Ã¼ber die erforderlichen bau- und umweltschutzrechtlichen Bewilligungen, namentlich nicht Ã¼ber eine Bewilligung gemÃ¤ss § 1 Abs. 2 in Verbindung mit § 4 des Abfallgesetzes vom 25. September 1994 (AbfallG; LS 712.1). Durch das Bausperrgut werde das damit in Kon­takt tretende Meteorwasser mit Schadstoffen angereichert; wegen der Lagerung auf einer nicht Ã¼berdachten und unbefestigten Unterlage bestehe die Gefahr, dass durch Sperrgut kontaminiertes Abwasser in BÃ¶den, Grundwasser oder gar OberflÃ¤chengewÃ¤sser infiltriere. Zudem weise die Kanalisation auf dem Werkareal MÃ¤ngel auf, was schon frÃ¼her zu GewÃ¤s­serverschmutzungen gefÃ¼hrt habe; so seien am 25. Januar 1999 mehrere Liter DieselÃ¶l in die Limmat gelangt. Bei einer am 16. September 1999 erhobenen Wasserprobe hÃ¤tten die Analysewerte bei drei SchÃ¤chten aus dem PlatzentwÃ¤sserungssystem erhebliche Ãber­schreitungen des Grenzwerts fÃ¼r Kohlenwasserstoff (10 mg/l) gemÃ¤ss GewÃ¤sserschutzver­ordnung vom 28. Oktober 1998 (GSchV [SR 814.201]; Anhang 3.2, Ziffer 2, Kolonne 1) ergeben. Es sei somit erstellt, dass von der Bausperrgutsortieranlage umweltgefÃ¤hrdende Stoffe im Boden versickerten und die Grundwasservorkommen bedrohten und dass solche Stoffe in ein OberflÃ¤chenwasser gelangen kÃ¶nnten; die Anlage verstosse somit gegen Art. 6 des Bundesgesetz vom 24. Januar 1991 Ã¼ber den Schutz der GewÃ¤sser (GewÃ¤sserschutzge­setz, GSchG; SR 814.20). Die BeschwerdefÃ¼hrerin hÃ¤tte bereits aufgrund einer VerfÃ¼gung der Baudirektion vom 20. MÃ¤rz 1997 bis spÃ¤testens Mitte August 1998 ein bestimmte Vor­gaben erfÃ¼llendes Projekt einreichen und den Bereich der Bausperrgutverarbeitung mit einem Hartbelag und einer Ãberdachung versehen mÃ¼ssen, welche Anordnung mit der Abweisung der hiergegen erhobenen Beschwerde durch das Verwaltungsgericht vom 18. MÃ¤rz 1998 rechtskrÃ¤ftig geworden sei. Die BeschwerdefÃ¼hrerin habe erst am 30. Mai 1999 einen in verschiedener Hinsicht mangelhaften UmweltvertrÃ¤glichkeitsbericht einge­reicht, und Befestigung des Untergrunds sowie Ãberdachung der Bausperrgutverarbeitung seien bis heute nicht erfolgt. Unter diesen UmstÃ¤nden seien gestÃ¼tzt auf § 9 des EinfÃ¼h­rungsgesetzes zum GewÃ¤sserschutzgesetz vom 8. Dezember 1974 (EG GSchG; LS 711.1) und § 9 Abs. 1 AbfallG die angefochtenen Anordnungen zu Recht ergangen. Wegen der Lage des BetriebsgrundstÃ¼cks in den GewÃ¤sserschutzbereichen A bzw. B wÃ¼rden sogar nutzbare Grundwasservorkommen gefÃ¤hrdet, was ungeachtet der Interessen der Beschwer­defÃ¼hrerin am Weiterbetrieb der Anlage nicht hingenommen werden kÃ¶nne. GemÃ¤ss Art. 1 Abs. 2 des Bundesgesetz vom 7. Oktober 1983 Ã¼ber den Umweltschutz (Umweltschutzge­setz, USG; SR 814.01) seien solche schÃ¤dlichen Einwirkungen frÃ¼hzeitig und bereits an der Quelle zu beseitigen. Wenn die Beschwerdegegnerin in einem Schreiben vom 9. Oktober 1998 an die Betreiber solcher Anlagen ausgefÃ¼hrt habe, ab 31. Dezember 2000 dÃ¼rften nur noch bewilligte Abfallanlagen betrieben werden, kÃ¶nne das nicht bedeuten, dass bis dahin von einer solchen Anlage ausgehende nachteilige Auswirkungen auf die Umwelt und somit Widerhandlungen gegen die Umweltschutzgesetzgebung geduldet werden mÃ¼ssten. Die Anlage sei materiell und formell rechtswidrig, und die Betreiberin hÃ¤tte genÃ¼gend Zeit ge­habt, um die fÃ¼r einen gesetzeskonformen Betrieb erforderlichen Massnahmen zu treffen. Einen Anspruch auf Gleichbehandlung im Unrecht kÃ¶nne die BeschwerdefÃ¼hrerin nicht geltend machen. </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Die BeschwerdefÃ¼hrerin hÃ¤lt dem entgegen, es gehe bei der streitbetroffenen An­lage um ein Zwischenlager im Sinn von Art. 54 TVA, das bis zum 1. Februar 1993 an die Anforderungen von Art. 37 TVA hÃ¤tte angepasst werden mÃ¼ssen. Weil es im Kanton ZÃ¼­rich an den planungsrechtlichen Grundlagen und den gesetzlichen Vorgaben gefehlt habe, seien die bestehenden Anlagen gemÃ¤ss Schreiben der Baudirektion vom 9. Oktober 1998 geduldet worden, wobei die Anlagen mit grossem GefÃ¤hrdungspotenzial bis Ende 1994 gerÃ¤umt worden seien. Zu dieser Kategorie gehÃ¶re die streitbetroffene Anlage aber nicht, sei doch der Standort Y im Kantonalen Richtplan als regionale Bauabfallanlage bezeichnet worden. Bis zum von der Baudirektion in diesem Schreiben vorgegebenen Termin, das heisst bis zum 31. Dezember 2000, werde die Anlage alle notwendigen Bewilligungsver­fahren durchlaufen haben und â vorbehÃ¤ltlich von nachbarrechtlichen Einsprachen gegen die geplante Halle â auch saniert sein. Die GewÃ¤sserverschmutzung durch DieselÃ¶l am 25. Januar 1999 stehe nicht im Zusammenhang mit dem Betrieb der Bausperrgutsortieran­lage. Die am 16. September 1999 festgestellte Ãberschreitung von Grenzwerten in drei SchÃ¤chten der PlatzentwÃ¤sserung sei darauf zurÃ¼ckzufÃ¼hren, dass auf­grund eines Kanali­sationsplans aus dem Jahr 1986 irrtÃ¼mlich vom Vorhandensein einer RÃ¼cklaufpumpe aus­gegangen worden sei; dieser Mangel sei behoben worden. AnlÃ¤sslich der Altlastenvorun­tersuchung seien im Bereich der Bausperrgutsortieranlage sechs Bagger­schÃ¤chte beprobt und keine umweltrelevanten Belastungen festgestellt worden; die Be­hauptung, die Anlage belaste erwiesenermassen BÃ¶den und Grundwasser, sei damit wider­legt. Zwar treffe es zu, dass die BeschwerdefÃ¼hrerin aufgrund der Annahme, es seien von der Anlage keine erheb­lichen Auswirkungen auf die Umwelt zu erwarten, zunÃ¤chst nur einen Bericht im Sinn von Art. 8 Abs. 2 der Verordnung vom 19. Oktober 1988 Ã¼ber die UmweltvertrÃ¤glichkeitsprÃ¼­fung (UVPV; SR 814.011) eingereicht habe; der erst zwei Mo­nate spÃ¤ter angeforderte umfassende Bericht liege heute vor.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Der am Verfahren mitbeteiligte Gemeinderat B weist insbesondere darauf hin, dass die BeschwerdefÃ¼hrerin dadurch, dass sie die ihr am 18. Mai 1998 gesetzte, bis 10. Sep-tember 1998 laufende Frist zur Einreichung eines Sanierungsprojekts fÃ¼r die Bausperrgut­sortieranlage nicht eingehalten habe, das Recht auf Duldung der Anlage bis 31. Dezember 2000 verwirkt habe.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">b) Die BeschwerdefÃ¼hrerin macht unter anderem geltend, es treffe nicht zu, dass die Bausperrgutsortieranlage formell und materiell rechtswidrig sei. Dieser Einwand ist halt­los. Bereits im Verwaltungsverfahren, das dem mittler­weile rechtskrÃ¤ftigen Entscheid des Verwaltungsgericht vom 18. MÃ¤rz 1998 (VB.97.00516) vorausging, ist verfÃ¼gt worden, dass die BeschwerdefÃ¼hrerin fÃ¼r den Wei­terbetrieb ihrer Anlage ein Projekt zur Bewilli­gung einzureichen hat. Sodann hat das Ver­waltungsgericht damals entschieden, dass die Anlage â neben der Behebung weiterer, vor Verwaltungsgericht nicht mehr umstrittener MÃ¤ngel â mit einer Ãberdachung zu versehen sei. Wie die BeschwerdefÃ¼hrerin unter die­sen UmstÃ¤nden dazu kommt, ihre weiterhin un­bewilligte und â neben anderen MÃ¤ngeln â nicht Ã¼berdeckte Anlage als "weder materiell noch formell rechtswidrig" zu bezeichnen, ist unverstÃ¤ndlich.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">c) Die Vorinstanzen stÃ¼tzten die verfÃ¼gte Betriebseinstellung auf § 9 EG GSchG sowie § 9 Abs. 1 AbfallG. Laut § 9 EG GSchG ist bei Verletzung von gewÃ¤sserschutz­rechtlichen Bestimmungen die Schaffung oder Wiederherstellung des vorgeschriebenen Zustands innert angemessener Frist und unter Androhung der Ersatzvornahme anzuordnen, und nach § 9 Abs. 1 AbfallG ordnen die BehÃ¶rden zur Behebung einer bestehenden oder zur Abwehr einer unmittelbar drohenden Gefahr fÃ¼r Menschen und Umwelt die erforderli­chen Massnahmen an.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">aa) Dass ihre Anlage saniert werden muss, bestreitet im Grunde genommen auch die BeschwerdefÃ¼hrerin nicht. Sie verweist auf ihre BemÃ¼hungen im Hinblick auf die Her­beifÃ¼hrung des rechtmÃ¤ssigen Zustands, so auf die getroffenen Sofortmassnahmen, den Kauf der benÃ¶tigten Halle und die DurchfÃ¼hrung der erforderlichen umweltrechtlichen Ab­klÃ¤rungen, die ihr bei einer Betriebseinstellung drohenden EinnahmenausfÃ¤lle sowie dar­auf, dass sie aufgrund des Schreibens der Baudirektion vom 9. Oktober 1998 auf die Dul­dung der unbewilligten Anlage bis 31. Dezember 2000 habe vertrauen dÃ¼rfen. Damit beruft sie sich auf die GrundsÃ¤tze der VerhÃ¤ltnismÃ¤ssigkeit verwaltungsrechtlicher Sank­tionen sowie des Vertrauensschutzes.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">bb) Zur Tragweite dieser GrundsÃ¤tze hat die Rechtsprechung insbesondere im Zu­sammenhang mit dem Abbruch widerrechtlicher Bauten eine reichhaltige Praxis entwi­ckelt, auf die im vorliegenden Zusammenhang zurÃ¼ckgegriffen werden kann. So ist bei nachtrÃ¤glich nicht bewilligungsfÃ¤higen, vorschriftswidrig erstellten Bauten zunÃ¤chst zu prÃ¼fen, ob der rechtmÃ¤ssige Zustand nicht auf mildere Weise als mit dem Abbruch herge­stellt werden kann (RenÃ© A. Rhinow/Beat KrÃ¤henmann, Schweizerische Verwaltungsrecht­sprechung, ErgÃ¤nzungsband, Basel und Frankfurt am Main 1990, Nr. 56 B VI b); noch bei der Vollstreckung eines Abbruchbefehls ist gegebenenfalls ein neu eingereichtes Bauge­such mit Blick auf den VerhÃ¤ltnismÃ¤ssigkeitsgrundsatz in Betracht zu ziehen (BGE 108 Ia 216 E. 4d). Formell und materiell gesetzwidrige Bauten sind grundsÃ¤tzlich abzubrechen, soweit nicht der Grundsatz der VerhÃ¤ltnismÃ¤ssigkeit oder der Schutz des guten Glaubens entgegenstehen; die wirtschaftliche Einbusse, die ein Abbruch bedeutet, rechtfertigt fÃ¼r sich allein keinen Verzicht, es sei denn, die Abweichung vom Erlaubten sei gering oder ohne Bedeutung fÃ¼r das Ã¶ffentliche Interesse; auch der BÃ¶sglÃ¤ubige kann sich auf den Ver­hÃ¤ltnismÃ¤ssigkeitsgrundsatz berufen, doch ist dem bÃ¶sen Glauben in adÃ¤quater Weise Rechnung zu tragen (Rhinow/KrÃ¤henmann, Nr. 56 B VI c, d, mit Hinweisen). Aus GrÃ¼n­den des Vertrauensschutzes kann sich der Verzicht auf einen Abbruch ergeben, wenn auf die Verbindlichkeit einer unrichtigen behÃ¶rdlichen Auskunft vertraut oder wenn die be­hÃ¶rdliche Duldung eines rechtswidrigen Tuns nach den konkreten UmstÃ¤nden vom gut­glÃ¤ubigen Bauherrn wie eine ausdrÃ¼ckliche Zusicherung verstanden werden durfte (Urs Beeler, Die widerrechtliche Baute, ZÃ¼rich 1984, S. 81 ff. mit Hinweisen).</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">cc) Hier ist den dargestellten GrundsÃ¤tzen insofern nachgelebt worden, als der Be­schwerdefÃ¼hrerin, die bereits mit VerfÃ¼gung vom 9. Oktober 1995 erfolglos zur Einrei­chung eines Projekts fÃ¼r die Bausperrgutsortieranlage aufgefordert worden war, von der Baudirektion im Rekursverfahren gegen die vom damaligen Amt fÃ¼r GewÃ¤sserschutz und Wasserbau (AGW) am 3. Februar 1997 verfÃ¼gte Betriebseinstellung am 20. MÃ¤rz 1997 erneut zur Einreichung eines Projekts fÃ¼r den Weiterbetrieb der Bausperrgutsortieranlage angehalten worden ist. Diese zunÃ¤chst bis 31. Juli 1997 laufende Frist wurde, nachdem das Verwaltungsgericht die Beschwerde gegen den Rekursentscheid der Baudirektion am 18. MÃ¤rz 1998 abgewiesen hatte, vom Amt fÃ¼r Abfall, Wasser, Energie und Luft (AWEL) am 18. Mai 1998 neu angesetzt, und zwar auf 10. September 1998. Ein entsprechendes Projekt will die BeschwerdefÃ¼hrerin "im September 1998" eingegeben haben, ohne dafÃ¼r allerdings einen Beleg zu nennen. Auch in den Akten findet sich kein Hinweis auf eine solche Projekteingabe. Einer Betriebseinstellung in jenem Zeitpunkt hÃ¤tte die Beschwerde­fÃ¼hrerin deshalb nur entgegenhalten kÃ¶nnen, sie sei aus nicht von ihr zu vertretenden GrÃ¼nden an einer rechtzeitigen Projekteingabe verhindert gewesen.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Wie es sich damit verhalten hat, braucht indessen heute nicht weiter geprÃ¼ft zu werden. Die BeschwerdefÃ¼hrerin hat am 30. Mai 1999 eine Baueingabe mit Umweltver­trÃ¤glichkeitsbericht eingereicht. Aufgrund eines Berichts der Koordinationsstelle fÃ¼r Um­weltschutz vom 30. Juni 1999 forderte das Amt fÃ¼r Wirtschaft und Arbeit der Volkswirt­schaftsdirektion die BeschwerdefÃ¼hrerin zur Einreichung nÃ¤her bezeichneter Unterlagen ein. In der Folge liess die BeschwerdefÃ¼hrerin die "Historische Untersuchung Kieswerk Y" vom 16. November 1999 (act. --), die Altlasten-Voruntersuchung durch die D AG vom 26. November 1999 (act. --) sowie den UmweltvertrÃ¤glichkeitsbericht der E AG vom 31. MÃ¤rz 2000 (act. --) ausarbeiten. Soweit auf Grund der Akten ersichtlich, wurden die entsprechenden Arbeiten frÃ¼hestens im September oder Oktober 1999 aufgenommen (vgl. act. --), und es dÃ¼rfte somit zutreffend, dass die BeschwerdefÃ¼hrerin erst durch die (erneute) Anordnung der Betriebseinstellung durch die angefochtene VerfÃ¼gung der Baudi­rektion vom 7. September 1999 dazu veranlasst worden ist, die Beschaffung der fÃ¼r die Bewilligung der Anlage erforderlichen Unterlagen konsequent voranzutreiben. Das Ã¤ndert jedoch nichts daran, dass der Regierungsrat im Rahmen der VerhÃ¤ltnismÃ¤ssigkeitsprÃ¼fung diesen BemÃ¼hungen zur HerbeifÃ¼hrung des rechtmÃ¤ssigen Zustands hÃ¤tte Rechnung tragen mÃ¼ssen. Nach Erlass der angefochtenen VerfÃ¼gung neu eingetretene Tatsachen sind im Rekursverfahren zu berÃ¼cksichtigen, wenn sie wie hier den Streitgegenstand nicht verÃ¤n­dern (KÃ¶lz/ Bosshart/RÃ¶hl, § 20 N. 47). Davon ist zur Recht auch der Regierungsrat ausge­gangen. Wenn er indessen lediglich erwogen hat, die (nÃ¤her ausgefÃ¼hrte) GefÃ¤hrdung der Umwelt sei nicht weiter hinzunehmen, woran die sich im Gang befindliche Planung fÃ¼r die Sanierung des Werks nichts zu Ã¤ndern vermÃ¶ge, fehlt es an einer alle massgeblichen Um­stÃ¤nde berÃ¼cksichtigenden InteressenabwÃ¤gung. Der angefochtene Rekursentscheid erweist sich damit insofern als rechtsverletzend.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">dd) Erweist sich der angefochtene Rekursentscheid insofern als fehlerhaft, so ent­scheidet gemÃ¤ss § 63 Abs. 1 VRG das Verwaltungsgericht selbst; es kann dabei auch mitt­lerweile neu eingetretene Tatsachen berÃ¼cksichtigen, soweit damit keine neuen Ermessens­fragen aufgeworfen werden (KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 52 N. 17, § 63 N. 11).</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Wie die Vorinstanzen zutreffend ausfÃ¼hren, weicht die Bausperrgutsortieranlage, so wie sie heute betrieben wird, erheblich vom bewilligungsfÃ¤higen Zustand ab; insbesondere ist sie nicht Ã¼berdacht, verfÃ¼gt sie nicht durchgehend Ã¼ber einen befestigten Untergrund und erfolgt die PlatzentwÃ¤sserung nur behelfsmÃ¤ssig. Dieser Sachverhalt stellt eine latente Bedrohung der Umwelt, insbesondere der dortigen Grundwasservorkommen dar. Eine akute GefÃ¤hrdung besteht aufgrund der gemÃ¤ss Absprache vom 24. November 1999 getrof­fenen Sofortmassnahmen aber nicht mehr (vgl. act. --; Prot. --). Obwohl mit einer ge­wissen Versickerung in den nicht mit einem befestigten Untergrund versehenen Teilen der Be­triebsflÃ¤che zu rechnen ist, haben die Grundwasserproben im Rahmen der Altlastenvor­untersuchung vom 26. November 1999 ergeben, dass "nirgends eine Zunahme der Minera­lisierung oder Schadstoff-Konzentration zwischen EinstrÃ¶m- und AusstrÃ¶mzone festge­stellt" werden konnte (act. --). Die am 16. September 1999 festgestellten Ãber­schreitungen der Grenzwerte bezÃ¼glich Kohlenwasserstoff in drei SchÃ¤chten der Platzent­wÃ¤sserung ist auf einen mittlerweile behobenen Mangel des Kanalisationssystems zurÃ¼ck­zufÃ¼hren. Eine Ãberlastung der behelfsmÃ¤ssigen PlatzentwÃ¤sserung durch ungewÃ¶hnlich starke Nieder­schlÃ¤ge wÃ¼rde im schlimmsten Fall zur Einleitung schadstoffbelasteten Was­sers in die Limmat fÃ¼hren, wodurch aber keine unmittelbare GesundheitsgefÃ¤hrdung ent­stehen wÃ¼rde (Prot. --). Wenn die Baudirektion in ihrem Schreiben vom 9. Oktober 1998 an die Betreiber von Bauabfallanlagen darauf hinweist, dass Anlagen, die ein grosses Ge­fÃ¤hrdungspotenzial aufwiesen, schon bis Ende 1994 hÃ¤tten gerÃ¤umt werden mÃ¼ssen, so weist die bisherige Duldung der umstrittenen Anlage ebenfalls darauf hin, dass ihr GefÃ¤hrdungspotenzial nicht als gross einzuschÃ¤tzen ist.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Dass die formellen und materiellen MÃ¤ngel der Anlage und die damit zusammen­hÃ¤ngende Bedrohung der Umwelt die verfÃ¼gte Betriebseinstellung grundsÃ¤tzlich rechtferti­gen, ist offenkundig. Indessen sind, wie die BeschwerdefÃ¼hrerin zu Recht geltend macht, die mittlerweile getÃ¤tigten umfangreichen AbklÃ¤rungs- und Projektierungsarbeiten fÃ¼r die angestrebte Sanierung sowie der Kauf der fÃ¼r die Unterbringung der Anlage erforderlichen Halle zu berÃ¼cksichtigen. Es liegt auf der Hand, dass diese Investitionen durch einen lÃ¤nge­ren Betriebsunterbruch gefÃ¤hrdet wÃ¤ren. Sodann liegt, wie die langjÃ¤hrige Duldung zahl­reicher unbewilligter Anlagen zeigt, die Bausperrgutsortierung auch im Ã¶ffentlichen Inter­esse. Schliesslich trifft es wohl zu, dass aufgrund der Fristansetzung zur Einreichung eines Sanierungprojekts bis 10. September 1998 die BeschwerdefÃ¼hrerin, nachdem sie soweit ersichtlich innert Frist kein Projekt eingereicht hat, mit der sofortigen Betriebseinstellung hÃ¤tte rechnen mÃ¼ssen. In der Folge ist ihr aber das Schreiben der Baudirektion vom 9. Oktober 1998 zugegangen, wonach die Anlagen, die nicht bereits 1994 hÃ¤tten gerÃ¤umt werden mÃ¼ssen, bis 31. Dezember 2000 geduldet wÃ¼rden. Aufgrund dieses Schreibens in Verbindung mit dem Umstand, dass nach Fristablauf am 10. September 1998 nicht unver­zÃ¼glich die Betriebseinstellung verfÃ¼gt wurde, durfte die BeschwerdefÃ¼hrerin in guten Treuen annehmen, der im Schreiben der Baudirektion "an alle Betreiber von Bauabfallan­lagen" angesetzte Endtermin fÃ¼r den Betrieb nicht bewilligter Anlagen gelte auch fÃ¼r sie.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">In Anbetracht dieser UmstÃ¤nde rechtfertigt es sich, die Anordnungen gemÃ¤ss Dis­positiv Ziffer I der VerfÃ¼gung der Baudirektion vom 7. September 1999 erst ab 1. Januar 2001 gelten zu lassen. Insoweit ist die Beschwerde teilweise gutzuheissen. Die von der BeschwerdefÃ¼hrerin angestrebte vollstÃ¤ndige Aufhebung dieser Anordnungen kommt an­gesichts der offenkundigen formellen und materiellen Rechtswidrigkeit der Anlage nicht in Betracht. Sodann lÃ¤sst sich ein weiteres Hinausschieben der Betriebseinstellung im Hin­blick auf die geplante Sanierung auch unter dem Gesichtspunkt der VerhÃ¤ltnismÃ¤ssigkeit nicht rechtfertigen. Wenn es der BeschwerdefÃ¼hrerin nicht gelingt, ihr Sanierungsprojekt bis zum 31. Dezember 2000 bewilligen zu lassen und zu verwirklichen, so hat sie dies in erster Linie ihrer eigenen Saumseligkeit zuzuschreiben. Die Notwendigkeit einer Sanierung musste ihr spÃ¤testens mit der VerfÃ¼gung des AGW vom 3. Februar 1997 bewusst sein, und mit dem Schreiben der Baudirektion vom 9. Oktober 1998 wurde ihr deutlich klargemacht, dass sie Ã¼ber den 31. Dezember 2000 hinaus nicht mit der weiteren Duldung einer nicht sanierten Anlage wÃ¼rde rechnen kÃ¶nnen. Die WeiterfÃ¼hrung eines nicht sanierten Betriebs Ã¼ber diesen Zeitpunkt hinaus kommt im Ãbrigen auch aus GrÃ¼nden der Rechtsgleichheit nicht in Frage.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">4. Die BeschwerdefÃ¼hrerin beantragt ohne BegrÃ¼ndung, die vom Regierungsrat im Rekursverfahren bestÃ¤tigte Androhung einer Verzeigung fÃ¼r den Fall, dass das Verbot zur Lagerung und Verarbeitung von Bausperrgut missachtet wÃ¼rde, in Dispositiv Ziffer II sei "zusammen mit Dispositiv Ziffer I der VerfÃ¼gung der Baudirektion aufzuheben". Wie be­reits der Regierungsrat erwogen hat, besteht dazu kein Anlass, wobei der Hinweis auf die Strafandrohung nur bezÃ¼glich Art. 71 Abs. 1 lit. b GSchG insoweit VerfÃ¼gungscharakter erhÃ¤lt, als er Voraussetzung der Bestrafung bildet; in Bezug auf Art. 61 Abs. 1 lit. i USG hat er keine rechtlichen Folgen (vgl. KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 19 N. 14, § 30 N. 39). </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">5. BezÃ¼glich Dispositiv Ziffer III der angefochtenen VerfÃ¼gung der Baudirektion, wonach die BeschwerdefÃ¼hrerin aufgefordert wurde, bis 30. April 2000 ein Sanierungs­projekt fÃ¼r die Bauschuttaufbereitung einzureichen, wird in der Beschwerde wie schon vor Regierungsrat vorgebracht, der BeschwerdefÃ¼hrerin mÃ¼sste hierfÃ¼r wie allen anderen Be­trieben eine Frist bis Ende 2000 eingerÃ¤umt werden. Da im Rekursentscheid der Regie­rungsrat diese Frist neu auf vier Monate ab Eintritt der Rechtskraft festgelegt hat, ist dieser Antrag mittlerweile gegenstandslos geworden.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">6. Mit Dispositiv Ziffer IV der VerfÃ¼gung der Baudirektion vom 7. September 1999 wurde die BeschwerdefÃ¼hrerin aufgefordert, das gesamte Kanalisationsnetz auf dem Wer­kareal Y aufnehmen zu lassen und dem AWEL nachgefÃ¼hrte KanalisationsplÃ¤ne sowie einen technischen Bericht Ã¼ber den Zustand des Kanalisationsnetzes einzureichen. Der Re­gierungsrat hat diese Anordnung bestÃ¤tigt. Die BeschwerdefÃ¼hrerin wendet ein, es sei ihr nicht zuzumuten, PrÃ¼fungsberichte Ã¼ber Leitungen zu erstellen, die nicht mehr ge­nutzt werden sollen. Das AWEL hat in seiner Stellungnahme vom 14. Juni 2000 ausgefÃ¼hrt, die angefochtene Anordnung sei so zu verstehen, dass bei der Aufnahme des Kanalisationsnet­zes auch die FÃ¼hrung alter, nicht mehr benutzter Leitungen auszuweisen sei; eine Dichtig­keitsprÃ¼fung, wie die BeschwerdefÃ¼hrerin irrtÃ¼mlicherweise anzunehmen scheine, sei nicht erforderlich.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">In dieser prÃ¤zisierten Weise erweist sich die angefochtene Anordnung als recht- und verhÃ¤ltnismÃ¤ssig. Wie die Beschwerdegegnerin zutreffend ausfÃ¼hren lÃ¤sst, lassen sich zu­kÃ¼nftige FehlanschlÃ¼sse nur ausschliessen, wenn Ã¼ber den Verlauf aller im GelÃ¤nde vor­handener Kanalisationsleitungen Klarheit herrscht. Dass die frÃ¼heren PlÃ¤ne nicht zuverlÃ¤s­sig sind, zeigt die Ãberschreitung von Grenzwerten in drei SchÃ¤chten der PlatzentwÃ¤sse­rung am 16. September 1999, die auf eine fehlende Pumpe zurÃ¼ckzufÃ¼hren ist, von deren Vorhandensein die BeschwerdefÃ¼hrerin aufgrund ihrer offenkundig fehlerhaften Kanalisa­tionsplÃ¤ne irrtÃ¼mlich ausgegangen ist.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Die Beschwerde erweist sich in diesem Punkt als unbegrÃ¼ndet.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">7. Schliesslich ist die BeschwerdefÃ¼hrerin in Ziffer V der angefochtenen VerfÃ¼gung aufgefordert worden, mit Bezug auf das ganze betriebliche Kanalisationsnetz auf dem Werkareal Y eine fundierte GefÃ¤hrdungsabschÃ¤tzung durchzufÃ¼hren und die technisch mÃ¶glichen Massnahmen zur Minimierung des Risikos von GewÃ¤sserverunreinigungen de­tailliert bis zum 30. April 2000 aufzuzeigen. Der Regierungsrat hat auch diese Anordnung bestÃ¤tigt.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">a) Die BeschwerdefÃ¼hrerin rÃ¼gt diese Anordnung als unverhÃ¤ltnismÃ¤ssig und Ã¼ber­trieben. Durch die Altlastenvoruntersuchung werde der Ist-Zustand umfassend dokumen­tiert, und das demnÃ¤chst vorliegende Kanalisations-Sanierungsprojekt lasse eine GefÃ¤hr­dungsabschÃ¤tzung fÃ¼r die Zeit bis zu dessen Realisierung als unnÃ¶tig erscheinen. Die Be­schwerdefÃ¼hrerin betreibe mit ihrem Betonwerk keine ausgefallene TÃ¤tigkeit, sondern eine Anlage, deren Auswirkung auf die GewÃ¤sser bekannt sei. Mit den Ã¼bertriebenen Forderun­gen der Beschwerdegegnerin kÃ¶nne sich die BeschwerdefÃ¼hrerin um so weniger abfinden, als die BehÃ¶rden bezÃ¼glich der erwiesenen GewÃ¤sserverschmutzungen der angrenzenden Deponie Y bisher untÃ¤tig geblieben seien.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">b) Unter der Ãberschrift "Massnahmen im Hinblick auf ausserordentliche Ereignis­se" bestimmt Art. 16 GSchV, dass die Inhaber von Abwasserreinigungsanlagen, die Ab­wasser in ein GewÃ¤sser einleiten, und die Inhaber von Betrieben, die Industrieabwasser in eine Abwasserreinigungsanlage ableiten, die geeigneten und wirtschaftlich tragbaren Massnahmen zur Verminderung des Risikos einer GewÃ¤sserverunreinigung durch ausser­ordentliche Ereignisse zu treffen haben (Abs. 1); ist das Risiko trotz dieser Massnahmen nicht tragbar, so ordnet die BehÃ¶rde die erforderlichen zusÃ¤tzlichen Massnahmen an (Abs. 2).</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Mit ihren EinwÃ¤nden verkennt die BeschwerdefÃ¼hrerin, dass die GefÃ¤hrdungsab­schÃ¤tzung dazu dienen soll, die Risiken kÃ¼nftiger GewÃ¤sserverunreinigungen durch ausser­ordentliche Ereignisse wie UnfÃ¤lle, aussergewÃ¶hnliche NiederschlÃ¤ge oder dergleichen zu erkennen, um gestÃ¼tzt darauf gegebenenfalls die notwendigen Schutzvorkehren zu treffen. Die inzwischen erstellte Altlasten-Voruntersuchung, die sich mit frÃ¼heren VorfÃ¤llen be­fasst, kann dazu naturgemÃ¤ss nichts beitragen. Sodann macht die geplante Sanierung der Kanalisation die GefÃ¤hrdungsabschÃ¤tzung nicht Ã¼berflÃ¼ssig, sondern setzt im Gegenteil die Kenntnis und BerÃ¼cksichtigung der bei ausserordentlichen Ereignissen drohenden Risiken voraus. Schliesslich betreibt die BeschwerdefÃ¼hrerin nicht nur ein Kies- und ein Beton­werk, sondern verarbeitet zusÃ¤tzlich Bauschutt und Bausperrgut, was gewÃ¤sserschutzmÃ¤s­sig mit anderen Risiken verbunden ist. Wenn die BeschwerdefÃ¼hrerin geltend macht, dass die benachbarte Deponie Y dringend saniert werden mÃ¼sste, so ist das jedenfalls kein Grund, um bei ihrer eigenen Anlage auf die zur Verhinderung kÃ¼nftiger GewÃ¤sserver­un­reinigungen gebotenen Massnahmen zu verzichten. Inwiefern die angeordneten Mass­nah­men "unverhÃ¤ltnismÃ¤ssig und Ã¼bertrieben" sein sollen, wird von der BeschwerdefÃ¼hre­rin nicht weiter dargelegt.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">8. ...</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="MsoNormal"><span>DemgemÃ¤ss entscheidet das Verwaltungsgericht:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>1. Die Beschwerde wird teilweise gutgeheissen. </span>Die Anordnungen gemÃ¤ss Dispositiv Ziffer I der VerfÃ¼gung der Baudirektion vom 7. September 1999 gelten neu ab 1. Januar 2001. Im Ãbrigen wird die Beschwerde abgewiesen, soweit darauf eingetre­ten wird und sie nicht gegenstandslos geworden ist.</p> <p class="Einzug2"> </p> <p class="Einzug2">2. ...</p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>