Abkommen vom 24. September 2009 zwischen der Schweizerischen Eidgenossenschaft und dem Staat Katar zur Vermeidung der Doppelbesteuerung auf dem Gebiet der Steuern vom Einkommen (mit Prot.) <?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><akomaNtoso xmlns="http://docs.oasis-open.org/legaldocml/ns/akn/3.0" xmlns:fedlex="http://fedlex.admin.ch/"><act name="publicLaw"><meta><identification source="#ch.bk"><FRBRWork><FRBRthis value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/2011/14/20101215/main-text"/><FRBRuri value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/2011/14/20101215"/><FRBRdate date="2010-12-15" name="jolux:dateApplicability"/><FRBRdate date="2009-09-24" name="jolux:dateDocument"/><FRBRdate date="2010-12-15" name="jolux:dateEntryInForce"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#publisher"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#rightsHolder"/><FRBRcountry value="CH"/><FRBRnumber value="0.672.965.61"/><FRBRname xml:lang="fr" value="Convention du 24 septembre 2009 entre la Confédération suisse et l'Etat du Qatar en vue d'éviter les doubles impositions en matière d'impôts sur le revenu (avec prot.)" shortForm=""/><FRBRname xml:lang="it" value="Convenzione del 24 settembre 2009 tra la Confederazione Svizzera e lo Stato del Qatar per evitare le doppie imposizioni in materia di imposte sul reddito (con Prot.)" shortForm=""/><FRBRname xml:lang="de" value="Abkommen vom 24. September 2009 zwischen der Schweizerischen Eidgenossenschaft und dem Staat Katar zur Vermeidung der Doppelbesteuerung auf dem Gebiet der Steuern vom Einkommen (mit Prot.)" shortForm=""/><FRBRauthoritative value="true"/></FRBRWork><FRBRExpression><FRBRthis value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/2011/14/20101215/de/main-text"/><FRBRuri value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/2011/14/20101215/de"/><FRBRdate date="2010-12-15" name="jolux:dateApplicability"/><FRBRdate date="2009-09-24" name="jolux:dateDocument"/><FRBRdate date="2010-12-15" name="jolux:dateEntryInForce"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#publisher"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#rightsHolder"/><FRBRlanguage language="de"/></FRBRExpression><FRBRManifestation><FRBRthis value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/2011/14/20101215/de/xml/main-text"/><FRBRuri value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/2011/14/20101215/de/xml"/><FRBRdate date="2010-12-15" name="jolux:dateApplicability"/><FRBRdate date="2009-09-24" name="jolux:dateDocument"/><FRBRdate date="2010-12-15" name="jolux:dateEntryInForce"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#publisher"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#rightsHolder"/><FRBRformat value="xml" fedlex:generator="2024-q4-rel-1.6.5"/></FRBRManifestation></identification><references source="#ch.bk"><TLCOrganization eId="ch.bk" href="https://fedlex.data.admin.ch/vocabulary/legal-institution/2" showAs="Bundeskanzlei"/><TLCRole eId="publisher" href="http://data.legilux.public.lu/resource/ontology/jolux#publisher" showAs="Editeur"/><TLCRole eId="rightsHolder" href="http://data.legilux.public.lu/resource/ontology/jolux#rightsHolder" showAs="Détenteur des droits"/><TLCReference name="language" href="http://publications.europa.eu/resource/authority/language/DEU" showAs="de"/><TLCReference name="format" href="https://fedlex.data.admin.ch/vocabulary/user-format/xml" showAs="xml"/></references></meta><preface><p><docNumber>0.672.965.61 </docNumber></p><p> AS <b>2011</b> 63; BBl <b>2010</b> 3221</p><p xmlns:mig="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:migration">Übersetzung</p><p><docTitle>Abkommen <br/>zwischen der Schweizerischen Eidgenossenschaft und <br/>dem Staat Katar zur Vermeidung der Doppelbesteuerung auf dem Gebiet der Steuern vom Einkommen</docTitle></p><p>Abgeschlossen am 24. September 2009 <br/>Von der Bundesversammlung genehmigt am 18. Juni 2010<authorialNote><p> Art. 1 Abs. 1 des BB vom 18. Juni 2010 (<ref href="https://fedlex.data.admin.ch/eli/oc/2011/13" xmlns:data="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:data" xmlns:tmp="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:temp">AS <b>2011</b> 61</ref>).</p></authorialNote> <br/>In Kraft getreten durch Notenaustausch am 15. Dezember 2010</p><p> (Stand am 15. Dezember 2010)</p></preface><preamble><p>Der Schweizerische Bundesrat <br/>und <br/>die Regierung des Staates Katar,</p><p>vom Wunsch geleitet, ein Abkommen zur Vermeidung der Doppelbesteuerung auf dem Gebiet der Steuern vom Einkommen abzuschliessen,</p><p>haben Folgendes vereinbart:</p></preamble><body><article eId="art_1"><num><b>Art. 1</b></num><heading>Persönlicher Geltungsbereich</heading><paragraph eId="art_1/para"><content><p>Dieses Abkommen gilt für Personen, die in einem Vertragsstaat oder in beiden Vertragsstaaten ansässig sind.</p></content></paragraph></article><article eId="art_2"><num><b>Art. 2</b></num><heading>Unter das Abkommen fallende Steuern</heading><paragraph eId="art_2/para_1"><num>1.</num><content><p>Dieses Abkommen gilt, ohne Rücksicht auf die Art der Erhebung, für Steuern vom Einkommen, die für Rechnung eines Vertragsstaats oder seiner politischen Unterabteilungen oder lokalen Körperschaften erhoben werden.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_2/para_2"><num>2.</num><content><p>Als Steuern vom Einkommen gelten alle Steuern, die vom Gesamteinkommen oder von Teilen des Einkommens erhoben werden, einschliesslich der Steuern vom Gewinn aus der Veräusserung beweglichen oder unbeweglichen Vermögens, der Lohnsummensteuern sowie der Steuern vom Vermögenszuwachs.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_2/para_3"><num>3.</num><content><blockList><listIntroduction eId="art_2/para_3/listintro">Zu den bestehenden Steuern, für die das Abkommen gilt, gehören insbesondere:</listIntroduction><item eId="art_2/para_3/lbl_a"><num>a) </num><p>im Staat Katar:</p></item><item eId="art_2/para_3/bull_u2"><num/><p>die Einkommenssteuer</p><blockList><item eId="art_2/para_3/bull_u2/lbl_tab"><num><placeholder fedlex:message="E40S10-TAB">[tab]</placeholder></num><p>(im Folgenden als «katarische Steuer» bezeichnet);</p></item></blockList></item><item eId="art_2/para_3/lbl_b"><num>b) </num><p>in der Schweiz:</p></item><item eId="art_2/para_3/bull_u4"><num/><p>die von Bund, Kantonen und Gemeinden erhobenen Steuern vom Einkommen (Gesamteinkommen, Erwerbseinkommen, Vermögensertrag, Geschäftsertrag, Kapitalgewinn und andere Einkünfte)</p><blockList><item eId="art_2/para_3/bull_u4/lbl_tab"><num><placeholder fedlex:message="E40S10-TAB">[tab]</placeholder></num><p>(im Folgenden als «schweizerische Steuer» bezeichnet).</p></item></blockList></item></blockList></content></paragraph><paragraph eId="art_2/para_4"><num>4.</num><content><p>Das Abkommen gilt auch für alle Steuern gleicher oder im Wesentlichen ähnlicher Art, die nach der Unterzeichnung des Abkommens neben den bestehenden Steuern oder an deren Stelle erhoben werden. Die zuständigen Behörden der Vertragsstaaten teilen einander die in ihren Steuergesetzen eingetretenen wesentlichen Änderungen mit.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_2/para_5"><num>5.</num><content><p>Das Abkommen gilt nicht für die an der Quelle erhobenen Steuern auf Lotteriegewinnen.</p></content></paragraph></article><article eId="art_3"><num><b>Art. 3</b></num><heading>Allgemeine Begriffsbestimmungen</heading><paragraph eId="art_3/para_1"><num>1.</num><content><blockList><listIntroduction eId="art_3/para_1/listintro">Im Sinne dieses Abkommens, wenn der Zusammenhang nichts anderes erfordert:</listIntroduction><item eId="art_3/para_1/bull_u1"><num/><p>a)  </p><p>(i) </p><p>bedeutet der Ausdruck «Katar» das Hoheitsgebiet des Staates Katar, seine Binnengewässer und Hoheitsgewässer einschliesslich des Meeresbodens und des Meeresuntergrunds, den Luftraum darüber, die exklusive Wirtschaftszone und den Kontinentalsockel, in denen Katar in Übereinstimmung mit dem Völkerrecht und dem innerstaatlichen Recht Katars die Hoheitsrechte und die Gerichtshoheit ausübt,</p><blockList><item eId="art_3/para_1/bull_u1/lbl_ii"><num>(ii) </num><p>bedeutet der Ausdruck «Schweiz» die Schweizerische Eidgenossenschaft;</p></item></blockList></item><item eId="art_3/para_1/lbl_b"><num>b) </num><p>umfasst der Ausdruck «Person» natürliche Personen, Rechtseinheiten, Gesellschaften und alle anderen Personenvereinigungen;</p></item><item eId="art_3/para_1/lbl_c"><num>c) </num><p>bedeutet der Ausdruck «Gesellschaft» juristische Personen oder Rechtsträger, die für die Besteuerung wie juristische Personen behandelt werden;</p></item><item eId="art_3/para_1/lbl_d"><num>d) </num><p>bedeuten die Ausdrücke «Unternehmen eines Vertragsstaats» und «Unternehmen des anderen Vertragsstaats», je nachdem, ein Unternehmen, das von einer in einem Vertragsstaat ansässigen Person betrieben wird, oder ein Unternehmen, das von einer im anderen Vertragsstaat ansässigen Person betrieben wird;</p></item><item eId="art_3/para_1/lbl_e"><num>e) </num><p>bedeutet der Ausdruck «internationaler Verkehr» jede Beförderung mit einem Schiff<authorialNote><p> Der Begriff wurde in Anwendung von Art. 12 Abs. 1 des Publikationsgesetzes vom  18. Juni 2004 (<ref href="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/2004/745" xmlns:data="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:data" xmlns:tmp="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:temp">SR <b>170.512</b></ref>) formlos berichtigt. Die Berichtigung wurde im ganzen Erlass vorgenommen.</p></authorialNote> oder Luftfahrzeug, das von einem Unternehmen mit tatsächlicher Geschäftsleitung in einem Vertragsstaat betrieben wird, es sei denn, das Schiff oder Luftfahrzeug wird ausschliesslich zwischen Orten im anderen Vertragsstaat betrieben;</p></item><item eId="art_3/para_1/lbl_f"><num>f) </num><blockList><listIntroduction eId="art_3/para_1/lbl_f/listintro">bedeutet der Ausdruck «zuständige Behörde»:</listIntroduction><item eId="art_3/para_1/lbl_f/lbl_i"><num>(i) </num><p>in Katar das Wirtschafts- und Finanzministerium oder seinen bevollmächtigten Vertreter,</p></item><item eId="art_3/para_1/lbl_f/lbl_ii"><num>(ii) </num><p>in der Schweiz die Eidgenössische Steuerverwaltung oder ihren bevollmächtigten Vertreter;</p></item></blockList></item><item eId="art_3/para_1/lbl_g"><num>g) </num><blockList><listIntroduction eId="art_3/para_1/lbl_g/listintro">bedeutet der Ausdruck «Staatsangehöriger»:</listIntroduction><item eId="art_3/para_1/lbl_g/lbl_i"><num>(i) </num><p>jede natürliche Person, die die Staatsangehörigkeit eines Vertragsstaats besitzt,</p></item><item eId="art_3/para_1/lbl_g/lbl_ii"><num>(ii) </num><p>jede juristische Person, Personengesellschaft und andere Personenvereinigung, die nach dem in einem Vertragsstaat geltenden Recht errichtet worden ist.</p></item></blockList></item></blockList></content></paragraph><paragraph eId="art_3/para_2"><num>2.</num><content><p>Bei der Anwendung des Abkommens durch einen Vertragsstaat hat, wenn der Zusammenhang nichts anderes erfordert, jeder im Abkommen nicht definierte Ausdruck die Bedeutung, die ihm nach dem Recht dieses Staates über die Steuern zukommt. </p></content></paragraph></article><article eId="art_4"><num><b>Art. 4</b></num><heading>Ansässige Person</heading><paragraph eId="art_4/para_1"><num>1.</num><content><blockList><listIntroduction eId="art_4/para_1/listintro">Im Sinne dieses Abkommens bedeutet der Ausdruck «eine in einem Vertragsstaat ansässige Person»:</listIntroduction><item eId="art_4/para_1/lbl_a"><num>a) </num><p>im Falle von Katar: eine natürliche Person, die über eine ständige Wohnstätte, den Mittelpunkt der Lebensinteressen oder den gewöhnlichen Aufenthalt in Katar verfügt, sowie eine Gesellschaft oder eine juristische Person, die in Katar eingetragen ist oder dort den Ort ihrer tatsächlichen Geschäftsleitung hat;</p></item><item eId="art_4/para_1/lbl_b"><num>b) </num><p>im Falle der Schweiz: eine Person, die gemäss der schweizerischen Gesetzgebung in der Schweiz unbeschränkt steuerpflichtig ist.</p></item></blockList></content></paragraph><paragraph eId="art_4/para_2"><num>2.</num><content><blockList><listIntroduction eId="art_4/para_2/listintro">In Bezug auf Absatz 1 umfasst der Ausdruck «ansässige Person» auch:</listIntroduction><item eId="art_4/para_2/lbl_a"><num>a) </num><p>einen Vertragsstaat, eine seiner politischen Unterabteilungen oder lokalen Körperschaften;</p></item><item eId="art_4/para_2/lbl_b"><num>b) </num><p>eine staatliche Institution des öffentlichen Rechts wie die Zentralbank, die Entwicklungsbanken, die Fonds, Gesellschaften, Behörden, Stiftungen, Ämter oder andere ähnliche Institutionen.</p></item></blockList></content></paragraph><paragraph eId="art_4/para_3"><num>3.</num><content><blockList><listIntroduction eId="art_4/para_3/listintro">Ist nach Absatz 1 eine natürliche Person in beiden Vertragsstaaten ansässig, so gilt Folgendes:</listIntroduction><item eId="art_4/para_3/lbl_a"><num>a) </num><p>Die Person gilt als nur in dem Staat ansässig, in dem sie über eine ständige Wohnstätte verfügt; verfügt sie in beiden Staaten über eine ständige Wohnstätte, so gilt sie als nur in dem Staat ansässig, zu dem sie die engeren persönlichen und wirtschaftlichen Beziehungen hat (Mittelpunkt der Lebensinteressen).</p></item><item eId="art_4/para_3/lbl_b"><num>b) </num><p>Kann nicht bestimmt werden, in welchem Staat die Person den Mittelpunkt ihrer Lebensinteressen hat, oder verfügt sie in keinem der Staaten über eine ständige Wohnstätte, so gilt sie als nur in dem Staat ansässig, in dem sie ihren gewöhnlichen Aufenthalt hat.</p></item><item eId="art_4/para_3/lbl_c"><num>c) </num><p>Hat die Person ihren gewöhnlichen Aufenthalt in beiden Staaten oder in keinem der Staaten, so gilt sie als nur in dem Staat ansässig, dessen Staatsangehörige sie ist.</p></item><item eId="art_4/para_3/lbl_d"><num>d) </num><p>Ist die Person Staatsangehörige beider Staaten oder keines der Staaten, so regeln die zuständigen Behörden der Vertragsstaaten die Frage in gegenseitigem Einvernehmen.</p></item></blockList></content></paragraph><paragraph eId="art_4/para_4"><num>4.</num><content><p>Ist nach Absatz 1 eine andere als eine natürliche Person in beiden Vertragsstaaten ansässig, so gilt sie als nur in dem Staat ansässig, in dem sich der Ort ihrer tatsächlichen Geschäftsleitung befindet.</p></content></paragraph></article><article eId="art_5"><num><b>Art. 5</b></num><heading>Betriebsstätte</heading><paragraph eId="art_5/para_1"><num>1.</num><content><p>Im Sinne dieses Abkommens bedeutet der Ausdruck «Betriebsstätte» eine feste Geschäftseinrichtung, durch die die Tätigkeit eines Unternehmens ganz oder teilweise ausgeübt wird.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_5/para_2"><num>2.</num><content><blockList><listIntroduction eId="art_5/para_2/listintro">Der Ausdruck «Betriebsstätte» umfasst insbesondere:</listIntroduction><item eId="art_5/para_2/lbl_a"><num>a) </num><p>einen Ort der Leitung;</p></item><item eId="art_5/para_2/lbl_b"><num>b) </num><p>eine Zweigniederlassung;</p></item><item eId="art_5/para_2/lbl_c"><num>c) </num><p>eine Geschäftsstelle;</p></item><item eId="art_5/para_2/lbl_d"><num>d) </num><p>eine Fabrikationsstätte;</p></item><item eId="art_5/para_2/lbl_e"><num>e) </num><p>eine Werkstätte;</p></item><item eId="art_5/para_2/lbl_f"><num>f) </num><p>eine Verkaufsstelle; und</p></item><item eId="art_5/para_2/lbl_g"><num>g) </num><p>ein Bergwerk, ein Öl- oder Gasvorkommen, einen Steinbruch oder eine andere Stätte der Erforschung, Gewinnung oder Ausbeutung von Bodenschätzen.</p></item></blockList></content></paragraph><paragraph eId="art_5/para_3"><num>3.</num><content><p>Der Ausdruck «Betriebsstätte» umfasst auch eine Bauausführung oder Montage oder eine damit zusammenhängende Überwachungstätigkeit, wenn die Bauausführung, Montage oder Überwachungstätigkeit länger als sechs Monate innerhalb eines Zeitraums von zwölf Monaten dauert.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_5/para_4"><num>4.</num><content><blockList><listIntroduction eId="art_5/para_4/listintro">Ungeachtet der vorstehenden Bestimmungen dieses Artikels gelten nicht als Betriebsstätten:</listIntroduction><item eId="art_5/para_4/lbl_a"><num>a) </num><p>Einrichtungen, die ausschliesslich zur Lagerung, Ausstellung oder Auslieferung von Gütern oder Waren des Unternehmens benutzt werden;</p></item><item eId="art_5/para_4/lbl_b"><num>b) </num><p>Bestände von Gütern oder Waren des Unternehmens, die ausschliesslich zur Lagerung, Ausstellung oder Auslieferung unterhalten werden;</p></item><item eId="art_5/para_4/lbl_c"><num>c) </num><p>Bestände von Gütern oder Waren des Unternehmens, die ausschliesslich zu dem Zweck unterhalten werden, durch ein anderes Unternehmen bearbeitet oder verarbeitet zu werden;</p></item><item eId="art_5/para_4/lbl_d"><num>d) </num><p>eine feste Geschäftseinrichtung, die ausschliesslich zu dem Zweck unterhalten wird, für das Unternehmen Güter oder Waren einzukaufen oder Informationen zu beschaffen;</p></item><item eId="art_5/para_4/lbl_e"><num>e) </num><p>eine feste Geschäftseinrichtung, die ausschliesslich zu dem Zweck unterhalten wird, für das Unternehmen andere Tätigkeiten auszuüben, die vorbereitender Art sind oder eine Hilfstätigkeit darstellen;</p></item><item eId="art_5/para_4/lbl_f"><num>f) </num><p>eine Montage, die von einem Unternehmen eines Vertragsstaats im Zusammenhang mit der Lieferung von durch dieses Unternehmen hergestellten Maschinen oder Ausrüstungen im anderen Vertragsstaat durchgeführt wird;</p></item><item eId="art_5/para_4/lbl_g"><num>g) </num><p>eine feste Geschäftseinrichtung, die ausschliesslich zu dem Zweck unterhalten wird, mehrere der unter den Buchstaben a–f genannten Tätigkeiten auszuüben, vorausgesetzt, dass die sich daraus ergebende Gesamttätigkeit der festen Geschäftseinrichtung vorbereitender Art ist oder eine Hilfstätigkeit darstellt.</p></item></blockList></content></paragraph><paragraph eId="art_5/para_5"><num>5.</num><content><p>Ist eine Person – mit Ausnahme eines unabhängigen Vertreters im Sinne von Absatz 7 – für ein Unternehmen tätig und besitzt sie in einem Vertragsstaat die Vollmacht, im Namen des Unternehmens Verträge abzuschliessen, und übt sie die Vollmacht dort gewöhnlich aus, so wird das Unternehmen ungeachtet der Absätze l und 2 so behandelt, als habe es in diesem Staat für alle von der Person für das Unternehmen ausgeübten Tätigkeiten eine Betriebsstätte, es sei denn, diese Tätigkeiten beschränken sich auf die in Absatz 4 genannten Tätigkeiten, die, würden sie durch eine feste Geschäftseinrichtung ausgeübt, diese Einrichtung nach dem genannten Absatz nicht zu einer Betriebsstätte machten.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_5/para_6"><num>6.</num><content><p>Ungeachtet der vorangehenden Bestimmungen dieses Artikels hat eine Versicherungsgesellschaft eines Vertragsstaats mit Ausnahme des Rückversicherungsgeschäfts im anderen Vertragsstaat dann eine Betriebsstätte, wenn eine für die Versicherungsgesellschaft handelnde Person, die kein unabhängiger Vertreter im Sinne von Absatz 7 ist, auf dem Gebiet des anderen Staates die Vollmacht hat, im Namen dieser Versicherungsgesellschaft Verträge abzuschliessen oder Prämien einzukassieren.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_5/para_7"><num>7.</num><content><p>Ein Unternehmen wird nicht schon deshalb so behandelt, als habe es eine Betriebsstätte in einem Vertragsstaat, weil es dort seine Tätigkeit durch einen Makler, Kommissionär oder einen anderen unabhängigen Vertreter ausübt, sofern diese Personen im Rahmen ihrer ordentlichen Geschäftstätigkeit handeln. Ist der Vertreter jedoch ausschliesslich oder fast ausschliesslich für diese Gesellschaft tätig und sind die Gesellschaft und der Vertreter in ihren kaufmännischen oder finanziellen Beziehungen an vereinbarte oder auferlegte Bedingungen gebunden, die von denen abweichen, die unabhängige Unternehmen miteinander vereinbaren würden, so ist der Vertreter kein unabhängiger Vertreter im Sinne dieses Absatzes.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_5/para_8"><num>8.</num><content><p>Allein dadurch, dass eine in einem Vertragsstaat ansässige Gesellschaft eine Gesellschaft beherrscht oder von einer Gesellschaft beherrscht wird, die im anderen Vertragsstaat ansässig ist oder dort (entweder durch eine Betriebsstätte oder auf andere Weise) ihre Tätigkeit ausübt, wird keine der beiden Gesellschaften zur Betriebsstätte der anderen.</p></content></paragraph></article><article eId="art_6"><num><b>Art. 6</b></num><heading>Einkünfte aus unbeweglichem Vermögen</heading><paragraph eId="art_6/para_1"><num>1.</num><content><p>Einkünfte, die eine in einem Vertragsstaat ansässige Person aus unbeweglichem Vermögen (einschliesslich der Einkünfte aus land- und forstwirtschaftlichen Betrieben) bezieht, das im anderen Vertragsstaat liegt, können im anderen Staat besteuert werden.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_6/para_2"><num>2.</num><content><p>Der Ausdruck «unbewegliches Vermögen» hat die Bedeutung, die ihm nach dem Recht des Vertragsstaats zukommt, in dem das Vermögen liegt. Der Ausdruck umfasst in jedem Fall die Zugehör zum unbeweglichen Vermögen, das lebende und tote Inventar land- und forstwirtschaftlicher Betriebe, die Rechte, für die die Vorschriften des Privatrechts über Grundstücke gelten, Nutzungsrechte an unbeweglichem Vermögen sowie Rechte auf veränderliche oder feste Vergütungen für die Ausbeutung oder das Recht auf Ausbeutung von Mineralvorkommen, Quellen und anderen Bodenschätzen; Schiffe und Luftfahrzeuge gelten nicht als unbewegliches Vermögen.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_6/para_3"><num>3.</num><content><p>Absatz 1 gilt für Einkünfte aus der unmittelbaren Nutzung, der Vermietung oder Verpachtung sowie jeder anderen Art der Nutzung unbeweglichen Vermögens.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_6/para_4"><num>4.</num><content><p>Die Absätze 1 und 3 gelten auch für Einkünfte aus unbeweglichem Vermögen eines Unternehmens und für Einkünfte aus unbeweglichem Vermögen, das der Ausübung einer selbstständigen Arbeit dient.</p></content></paragraph></article><article eId="art_7"><num><b>Art. 7</b></num><heading>Unternehmensgewinne</heading><paragraph eId="art_7/para_1"><num>1.</num><content><p>Gewinne eines Unternehmens eines Vertragsstaats können nur in diesem Staat besteuert werden, es sei denn, das Unternehmen übt seine Tätigkeit im anderen Vertragsstaat durch eine dort gelegene Betriebsstätte aus. Übt das Unternehmen seine Tätigkeit auf diese Weise aus, so können die Gewinne des Unternehmens im anderen Staat besteuert werden, jedoch nur insoweit, als sie dieser Betriebsstätte zugerechnet werden können.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_7/para_2"><num>2.</num><content><p>Übt ein Unternehmen eines Vertragsstaats seine Tätigkeit im anderen Vertragsstaat durch eine dort gelegene Betriebsstätte aus, so werden unter Vorbehalt von Absatz 3 in jedem Vertragsstaat dieser Betriebsstätte die Gewinne zugerechnet, die sie hätte erzielen können, wenn sie eine gleiche oder ähnliche Tätigkeit unter gleichen oder ähnlichen Bedingungen als selbstständiges Unternehmen ausgeübt hätte und im Verkehr mit dem Unternehmen, dessen Betriebsstätte sie ist, völlig unabhängig gewesen wäre.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_7/para_3"><num>3.</num><content><p>Bei der Ermittlung der Gewinne einer Betriebsstätte werden die für diese Betriebsstätte entstandenen Aufwendungen, einschliesslich der Geschäftsführungs- und allgemeinen Verwaltungskosten, zum Abzug zugelassen, die gemäss der innerstaatlichen Gesetzgebung des Staates zugelassen sind, in dem sich die Betriebsstätte befindet, gleichgültig, ob sie in dem Staat, in dem die Betriebsstätte liegt, oder anderswo entstanden sind.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_7/para_4"><num>4.</num><content><p>Soweit es in einem Vertragsstaat üblich ist, die einer Betriebsstätte zuzurechnenden Gewinne durch Aufteilung der Gesamtgewinne des Unternehmens auf seine einzelnen Teile zu ermitteln, schliesst Absatz 2 nicht aus, dass dieser Vertragsstaat die zu besteuernden Gewinne nach der üblichen Aufteilung ermittelt; die gewählte Gewinnaufteilung muss jedoch derart sein, dass das Ergebnis mit den Grundsätzen dieses Artikels übereinstimmt.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_7/para_5"><num>5.</num><content><p>Aufgrund des blossen Einkaufs von Gütern oder Waren für das Unternehmen wird einer Betriebsstätte kein Gewinn zugerechnet.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_7/para_6"><num>6.</num><content><p>Bei der Anwendung der vorstehenden Absätze sind die der Betriebsstätte zuzurechnenden Gewinne jedes Jahr auf dieselbe Art zu ermitteln, es sei denn, dass ausreichende Gründe dafür bestehen, anders zu verfahren.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_7/para_7"><num>7.</num><content><p>Gehören zu den Gewinnen Einkünfte, die in anderen Artikeln dieses Abkommens behandelt werden, so werden die Bestimmungen jener Artikel durch die Bestimmungen dieses Artikels nicht berührt.</p></content></paragraph></article><article eId="art_8"><num><b>Art. 8</b></num><heading>Schifffahrt<authorialNote><p> Der Begriff wurde in Anwendung von Art. 12 Abs. 1 des Publikationsgesetzes vom  18. Juni 2004 (<ref href="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/2004/745" xmlns:data="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:data" xmlns:tmp="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:temp">SR <b>170.512</b></ref>) formlos berichtigt. Die Berichtigung wurde im ganzen Erlass vorgenommen.</p></authorialNote> und Luftfahrt</heading><paragraph eId="art_8/para_1"><num>1.</num><content><p>Gewinne aus dem Betrieb von Schiffen oder Luftfahrzeugen im internationalen Verkehr können nur in dem Vertragsstaat besteuert werden, in dem sich der Ort der tatsächlichen Geschäftsleitung des Unternehmens befindet.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_8/para_2"><num>2.</num><content><p>Befindet sich der Ort der tatsächlichen Geschäftsleitung eines Unternehmens der Schifffahrt an Bord eines Schiffes, so gilt er als in dem Vertragsstaat gelegen, in dem der Heimathafen des Schiffes liegt, oder, wenn kein Heimathafen vorhanden ist, in dem Vertragsstaat, in dem die Person ansässig ist, die das Schiff betreibt.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_8/para_3"><num>3.</num><content><p>Absatz 1 gilt auch für Gewinne aus der Beteiligung an einem Pool, einer Betriebsgemeinschaft oder einer internationalen Betriebsstelle.</p></content></paragraph></article><article eId="art_9"><num><b>Art. 9</b></num><heading>Verbundene Unternehmen</heading><paragraph eId="art_9/para_1"><num>1.</num><content><blockList><listIntroduction eId="art_9/para_1/listintro">Wenn:</listIntroduction><item eId="art_9/para_1/lbl_a"><num>a) </num><p>ein Unternehmen eines Vertragsstaats unmittelbar oder mittelbar an der Geschäftsleitung, der Kontrolle oder dem Kapital eines Unternehmens des anderen Vertragsstaats beteiligt ist; oder</p></item><item eId="art_9/para_1/lbl_b"><num>b) </num><p>dieselben Personen unmittelbar oder mittelbar an der Geschäftsleitung, der Kontrolle oder dem Kapital eines Unternehmens eines Vertragsstaats und eines Unternehmens des anderen Vertragsstaats beteiligt sind;</p></item></blockList><p>und in diesen Fällen die beiden Unternehmen in ihren kaufmännischen oder finanziellen Beziehungen an vereinbarte oder auferlegte Bedingungen gebunden sind, die von denen abweichen, die unabhängige Unternehmen miteinander vereinbaren würden, so dürfen die Gewinne, die eines der Unternehmen ohne diese Bedingungen erzielt hätte, wegen dieser Bedingungen aber nicht erzielt hat, den Gewinnen dieses Unternehmens zugerechnet und entsprechend besteuert werden.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_9/para_2"><num>2.</num><content><p>Werden in einem Vertragsstaat den Gewinnen eines Unternehmens dieses Staates Gewinne zugerechnet und entsprechend besteuert, mit denen ein Unternehmen des anderen Vertragsstaats in diesem Staat besteuert worden ist, und handelt es sich bei den zugerechneten Gewinnen um solche, die das Unternehmen des erstgenannten Staates erzielt hätte, wenn die zwischen den beiden Unternehmen vereinbarten Bedingungen die gleichen gewesen wären, die unabhängige Unternehmen miteinander vereinbaren würden, so nimmt der andere Staat eine entsprechende Änderung der dort von diesen Gewinnen erhobenen Steuer vor. Bei dieser Änderung sind die übrigen Bestimmungen dieses Abkommens zu berücksichtigen; erforderlichenfalls konsultieren die zuständigen Behörden der Vertragsstaaten einander.</p></content></paragraph></article><article eId="art_10"><num><b>Art. 10</b></num><heading>Dividenden</heading><paragraph eId="art_10/para_1"><num>1.</num><content><p>Dividenden, die eine in einem Vertragsstaat ansässige Gesellschaft an eine im anderen Vertragsstaat ansässige Person zahlt, können im anderen Staat besteuert werden.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_10/para_2"><num>2.</num><content><blockList><listIntroduction eId="art_10/para_2/listintro">Diese Dividenden können jedoch auch in dem Vertragsstaat, in dem die die Dividenden zahlende Gesellschaft ansässig ist, nach dem Recht dieses Staates besteuert werden; die Steuer darf aber, wenn der Nutzungsberechtigte der Dividenden eine im anderen Vertragsstaat ansässige Person ist, nicht übersteigen:</listIntroduction><item eId="art_10/para_2/lbl_a"><num>a) </num><p>5 Prozent des Bruttobetrags der Dividenden, wenn der Nutzungsberechtigte eine Gesellschaft ist, die unmittelbar über mindestens 10 Prozent des Kapitals der die Dividenden zahlenden Gesellschaft verfügt;</p></item><item eId="art_10/para_2/lbl_b"><num>b) </num><p>10 Prozent des Bruttobetrags der Dividenden, wenn der Nutzungsberechtigte eine natürliche Person ist, die unmittelbar über mindestens 10 Prozent des Kapitals der die Dividenden zahlenden Gesellschaft verfügt;</p></item><item eId="art_10/para_2/lbl_c"><num>c) </num><p>15 Prozent des Bruttobetrags der Dividenden in allen anderen Fällen.</p></item></blockList><p>Die zuständigen Behörden der Vertragsstaaten regeln in gegenseitigem Einvernehmen, wie diese Begrenzungsbestimmungen durchzuführen sind.</p><p>Dieser Absatz berührt nicht die Besteuerung der Gesellschaft in Bezug auf die Gewinne, aus denen die Dividenden gezahlt werden.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_10/para_3"><num>3.</num><content><p>Ungeachtet der Absätze 1 und 2 können Dividenden, die eine in einem Vertragsstaat ansässige Gesellschaft bezahlt, nur im anderen Vertragsstaat besteuert werden, wenn der Nutzungsberechtigte der Dividenden der andere Staat selbst, eine seiner politischen Unterabteilungen oder lokalen Körperschaften oder seine Zentralbank, eine Pensionskasse, eine Anlagebehörde oder jede andere Institution oder jeder andere Fonds ist, die gemäss Verständigung der zuständigen Behörden der Vertragsstaaten als integraler Teil dieses Staates, einer seiner politischen Unterabteilungen oder lokalen Körperschaften anerkannt sind.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_10/para_4"><num>4.</num><content><p>Der in diesem Artikel verwendete Ausdruck «Dividenden» bedeutet Einkünfte aus Aktien oder anderen Rechten, ausgenommen Forderungen, sowie aus sonstigen Gesellschaftsanteilen stammende Einkünfte, die nach dem Recht des Staates, in dem die ausschüttende Gesellschaft ansässig ist, den Einkünften aus Aktien steuerlich gleichgestellt sind.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_10/para_5"><num>5.</num><content><p>Die Absätze 1, 2 und 3 sind nicht anzuwenden, wenn der in einem Vertragsstaat ansässige Nutzungsberechtigte im anderen Vertragsstaat, in dem die die Dividenden zahlende Gesellschaft ansässig ist, eine gewerbliche Tätigkeit durch eine dort gelegene Betriebsstätte oder eine selbstständige Arbeit durch eine dort gelegene feste Einrichtung ausübt und die Beteiligung, für die die Dividenden gezahlt werden, tatsächlich zu dieser Betriebsstätte oder festen Einrichtung gehört. In diesen Fällen ist Artikel 7 oder 14 anwendbar.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_10/para_6"><num>6.</num><content><p>Bezieht eine in einem Vertragsstaat ansässige Gesellschaft Gewinne oder Einkünfte aus dem anderen Vertragsstaat, so darf dieser andere Staat weder die von der Gesellschaft gezahlten Dividenden besteuern, es sei denn, dass diese Dividenden an eine im anderen Staat ansässige Person gezahlt werden oder dass die Beteiligung, für die die Dividenden gezahlt werden, tatsächlich zu einer im anderen Staat gelegenen Betriebsstätte oder festen Einrichtung gehört, noch Gewinne der Gesellschaft einer Steuer für nicht ausgeschüttete Gewinne unterwerfen, selbst wenn die gezahlten Dividenden oder die nicht ausgeschütteten Gewinne ganz oder teilweise aus im anderen Staat erzielten Gewinnen oder Einkünften bestehen.</p></content></paragraph></article><article eId="art_11"><num><b>Art. 11</b></num><heading>Zinsen</heading><paragraph eId="art_11/para_1"><num>1.</num><content><p>Zinsen, die aus einem Vertragsstaat stammen und an eine im anderen Vertragsstaat ansässige Person gezahlt werden, können nur im anderen Staat besteuert werden.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_11/para_2"><num>2.</num><content><p>Der in diesem Artikel verwendete Ausdruck «Zinsen» bedeutet Einkünfte aus Forderungen jeder Art, auch wenn die Forderungen durch Pfandrechte an Grundstücken gesichert oder mit einer Beteiligung am Gewinn des Schuldners ausgestattet sind, und insbesondere Einkünfte aus öffentlichen Anleihen und aus Obligationen einschliesslich der damit verbundenen Aufgelder und der Gewinne aus Losanleihen. Zuschläge für verspätete Zahlung gelten nicht als Zinsen im Sinne dieses Artikels.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_11/para_3"><num>3.</num><content><p>Absatz 1 ist nicht anzuwenden, wenn der in einem Vertragsstaat ansässige Nutzungsberechtigte im anderen Vertragsstaat, aus dem die Zinsen stammen, eine gewerbliche Tätigkeit durch eine dort gelegene Betriebsstätte oder eine selbstständige Arbeit durch eine dort gelegene feste Einrichtung ausübt und die Forderung, für die die Zinsen gezahlt werden, tatsächlich zu dieser Betriebsstätte oder festen Einrichtung gehört. In diesen Fällen ist Artikel 7 oder 14 anwendbar.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_11/para_4"><num>4.</num><content><p>Bestehen zwischen dem Schuldner und dem Nutzungsberechtigten oder zwischen jedem von ihnen und einem Dritten besondere Beziehungen und übersteigen deshalb die Zinsen, gemessen an der zugrunde liegenden Forderung, den Betrag, den Schuldner und Nutzungsberechtigter ohne diese Beziehungen vereinbart hätten, so wird dieser Artikel nur auf den letzteren Betrag angewendet. In diesem Fall kann der übersteigende Betrag nach dem Recht eines jeden Vertragsstaats und unter Berücksichtigung der anderen Bestimmungen dieses Abkommens besteuert werden.</p></content></paragraph></article><article eId="art_12"><num><b>Art. 12</b></num><heading>Lizenzgebühren</heading><paragraph eId="art_12/para_1"><num>1.</num><content><p>Lizenzgebühren, die aus einem Vertragsstaat stammen und an eine im anderen Vertragsstaat ansässige Person gezahlt werden, können nur im anderen Staat besteuert werden.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_12/para_2"><num>2.</num><content><p>Der in diesem Artikel verwendete Ausdruck «Lizenzgebühren» bedeutet Vergütungen jeder Art, die für die Benutzung oder für das Recht auf Benutzung von Urheberrechten an literarischen, künstlerischen oder wissenschaftlichen Werken, einschliesslich kinematografischer Filme, von Patenten, Marken, Mustern oder Modellen, Plänen, geheimen Formeln oder Verfahren oder für die Benutzung oder das Recht auf Benutzung gewerblicher, kaufmännischer oder wissenschaftlicher Ausrüstungen oder für die Mitteilung gewerblicher, kaufmännischer oder wissenschaftlicher Erfahrungen gezahlt werden.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_12/para_3"><num>3.</num><content><p>Absatz 1 ist nicht anzuwenden, wenn der in einem Vertragsstaat ansässige Nutzungsberechtigte im anderen Vertragsstaat, aus dem die Lizenzgebühren stammen, eine gewerbliche Tätigkeit durch eine dort gelegene Betriebsstätte oder eine selbstständige Arbeit durch eine dort gelegene feste Einrichtung ausübt und die Rechte oder Vermögenswerte, für die die Lizenzgebühren gezahlt werden, tatsächlich zu dieser Betriebsstätte oder festen Einrichtung gehören. In diesen Fällen ist Artikel 7 oder 14 anwendbar.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_12/para_4"><num>4.</num><content><p>Bestehen zwischen dem Schuldner und dem Nutzungsberechtigten oder zwischen jedem von ihnen und einem Dritten besondere Beziehungen und übersteigen deshalb die Lizenzgebühren, gemessen an der zugrunde liegenden Leistung, den Betrag, den Schuldner und Nutzungsberechtigter ohne diese Beziehungen vereinbart hätten, so wird dieser Artikel nur auf den letzteren Betrag angewendet. In diesem Fall kann der übersteigende Betrag nach dem Recht eines jeden Vertragsstaats und unter Berücksichtigung der anderen Bestimmungen dieses Abkommens besteuert werden.</p></content></paragraph></article><article eId="art_13"><num><b>Art. 13</b></num><heading>Gewinne aus der Veräusserung von Vermögen</heading><paragraph eId="art_13/para_1"><num>1.</num><content><p>Gewinne, die eine in einem Vertragsstaat ansässige Person aus der Veräusserung unbeweglichen Vermögens im Sinne von Artikel 6 bezieht, das im anderen Vertragsstaat liegt, können im anderen Staat besteuert werden.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_13/para_2"><num>2.</num><content><p>Gewinne aus der Veräusserung beweglichen Vermögens, das Betriebsvermögen einer Betriebsstätte ist, die ein Unternehmen eines Vertragsstaats im anderen Vertragsstaat hat, oder das zu einer festen Einrichtung gehört, die einer in einem Vertragsstaat ansässigen Person für die Ausübung einer selbstständigen Arbeit im anderen Vertragsstaat zur Verfügung steht, einschliesslich derartiger Gewinne, die bei der Veräusserung einer solchen Betriebsstätte (allein oder mit dem übrigen Unternehmen) oder einer solchen festen Einrichtung erzielt werden, können im anderen Staat besteuert werden.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_13/para_3"><num>3.</num><content><p>Gewinne aus der Veräusserung von Schiffen oder Luftfahrzeugen, die im internationalen Verkehr betrieben werden, und von beweglichem Vermögen, das dem Betrieb dieser Schiffe oder Luftfahrzeuge dient, können nur in dem Vertragsstaat besteuert werden, in dem sich der Ort der tatsächlichen Geschäftsleitung des Unternehmens befindet.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_13/para_4"><num>4.</num><content><p>Gewinne, die eine in einem Vertragsstaat ansässige Person aus der Veräusserung von Aktien am Kapital einer Gesellschaft bezieht, deren Vermögen mittelbar oder unmittelbar hauptsächlich aus in einem Vertragsstaat gelegenem unbeweglichem Vermögen besteht, können in diesem Vertragsstaat besteuert werden. Der vorstehende Satz ist nicht anwendbar, wenn diese Gesellschaft das betreffende unbewegliche Vermögen für eigene gewerbliche oder kaufmännische Tätigkeiten genutzt hat.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_13/para_5"><num>5.</num><content><p>Gewinne aus der Veräusserung des in den Absätzen 1, 2, 3 und 4 nicht genannten Vermögens können nur in dem Vertragsstaat besteuert werden, in dem der Veräusserer ansässig ist.</p></content></paragraph></article><article eId="art_14"><num><b>Art. 14</b></num><heading>Selbstständige Arbeit</heading><paragraph eId="art_14/para_1"><num>1.</num><content><blockList><listIntroduction eId="art_14/para_1/listintro">Einkünfte, die eine in einem Vertragsstaat ansässige Person aus einem freien Beruf oder aus sonstiger selbstständiger Tätigkeit bezieht, können nur in diesem Staat besteuert werden, ausser in den folgenden Fällen, in denen diese Einkünfte auch im anderen Vertragsstaat besteuert werden können:</listIntroduction><item eId="art_14/para_1/lbl_a"><num>a) </num><p>wenn dieser Person für die Ausübung ihrer Tätigkeit gewöhnlich im anderen Vertragsstaat eine feste Einrichtung zur Verfügung steht; in diesem Fall können diese Einkünfte im anderen Vertragsstaat besteuert werden, jedoch nur insoweit, als sie dieser festen Einrichtung zugerechnet werden können; oder</p></item><item eId="art_14/para_1/lbl_b"><num>b) </num><p>wenn sich diese Person insgesamt für mindestens 183 Tage innerhalb eines Zeitraumes von 12 Monaten, der während des betreffenden Steuerjahres beginnt oder endet, im anderen Vertragsstaat aufhält; in diesem Fall können im anderen Vertragsstaat nur diejenigen Einkünfte besteuert werden, die aus der dort ausgeübten Tätigkeit stammen.</p></item></blockList></content></paragraph><paragraph eId="art_14/para_2"><num>2.</num><content><p>Der Ausdruck «freier Beruf» umfasst insbesondere die selbstständig ausgeübte wissenschaftliche, literarische, künstlerische, erzieherische oder unterrichtende Tätigkeit sowie die selbstständige Tätigkeit der Ärzte, Rechtsanwälte, Ingenieure, Architekten, Zahnärzte und Buchsachverständigen.</p></content></paragraph></article><article eId="art_15"><num><b>Art. 15</b></num><heading>Unselbstständige Arbeit</heading><paragraph eId="art_15/para_1"><num>1.</num><content><p>Unter Vorbehalt der Artikel 16, 18 und 19 können Gehälter, Löhne und ähnliche Vergütungen, die eine in einem Vertragsstaat ansässige Person aus unselbstständiger Arbeit bezieht, nur in diesem Staat besteuert werden, es sei denn, die Arbeit wird im anderen Vertragsstaat ausgeübt. Wird die Arbeit dort ausgeübt, so können die dafür bezogenen Vergütungen im anderen Staat besteuert werden.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_15/para_2"><num>2.</num><content><blockList><listIntroduction eId="art_15/para_2/listintro">Ungeachtet von Absatz 1 können Vergütungen, die eine in einem Vertragsstaat ansässige Person für eine im anderen Vertragsstaat ausgeübte unselbstständige Arbeit bezieht, nur im erstgenannten Staat besteuert werden, wenn:</listIntroduction><item eId="art_15/para_2/lbl_a"><num>a) </num><p>der Empfänger sich im anderen Staat insgesamt nicht länger als 183 Tage während des betreffenden Kalenderjahres aufhält; und</p></item><item eId="art_15/para_2/lbl_b"><num>b) </num><p>die Vergütungen von einem Arbeitgeber oder für einen Arbeitgeber gezahlt werden, der nicht im anderen Staat ansässig ist; und</p></item><item eId="art_15/para_2/lbl_c"><num>c) </num><p>die Vergütungen nicht von einer Betriebsstätte oder einer festen Einrichtung getragen werden, die der Arbeitgeber im anderen Staat hat.</p></item></blockList></content></paragraph><paragraph eId="art_15/para_3"><num>3.</num><content><p>Ungeachtet der vorstehenden Bestimmungen dieses Artikels können Vergütungen für unselbstständige Arbeit, die an Bord eines Schiffes oder Luftfahrzeuges ausgeübt wird, das im internationalen Verkehr betrieben wird, in dem Vertragsstaat besteuert werden, in dem sich der Ort der tatsächlichen Geschäftsleitung des Unternehmens befindet.</p></content></paragraph></article><article eId="art_16"><num><b>Art. </b><b>16</b></num><heading>Aufsichtsrats- und Verwaltungsratsvergütungen</heading><paragraph eId="art_16/para"><content><p>Aufsichtsrats- oder Verwaltungsratsvergütungen und ähnliche Zahlungen, die eine in einem Vertragsstaat ansässige Person in ihrer Eigenschaft als Mitglied des Aufsichts- oder Verwaltungsrats einer Gesellschaft bezieht, die im anderen Vertragsstaat ansässig ist, können im anderen Staat besteuert werden.</p></content></paragraph></article><article eId="art_17"><num><b>Art. 17</b></num><heading>Künstler und Sportler</heading><paragraph eId="art_17/para_1"><num>1.</num><content><p>Ungeachtet der Artikel 14 und 15 können Einkünfte, die eine in einem Vertragsstaat ansässige Person als Künstler, wie Bühnen-, Film-, Rundfunk- und Fernsehkünstler sowie Musiker, oder als Sportler aus ihrer im anderen Vertragsstaat persönlich ausgeübten Tätigkeit bezieht, im anderen Staat besteuert werden.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_17/para_2"><num>2.</num><content><p>Fliessen Einkünfte aus einer von einem Künstler oder Sportler in dieser Eigenschaft persönlich ausgeübten Tätigkeit nicht dem Künstler oder Sportler selbst, sondern einer anderen Person zu, so können diese Einkünfte ungeachtet der Artikel 7, 14 und 15 in dem Vertragsstaat besteuert werden, in dem der Künstler oder Sportler seine Tätigkeit ausübt. Dieser Absatz ist nicht anwendbar, wenn feststeht, dass weder der Künstler oder Sportler noch ihm nahestehende Personen direkt an den Einkünften beteiligt sind.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_17/para_3"><num>3.</num><content><p>Die Absätze 1 und 2 gelten nicht für Einkünfte aus Tätigkeiten von Künstlern und Sportlern, wenn diese Einkünfte unmittelbar oder mittelbar in erheblichem Umfang aus öffentlichen Mitteln des anderen Vertragsstaats oder einer seiner politischen Unterabteilungen oder lokalen Körperschaften stammen oder wenn die Tätigkeit im Rahmen eines kulturellen Abkommens oder einer Vereinbarung zwischen den Regierungen der beiden Vertragsstaaten stattfindet.</p></content></paragraph></article><article eId="art_18"><num><b>Art. 18</b></num><heading>Ruhegehälter</heading><paragraph eId="art_18/para"><content><p>Unter Vorbehalt von Artikel 19 Absatz 2 können Ruhegehälter und ähnliche Vergütungen für frühere unselbstständige Arbeit sowie andere Rentenleistungen, die aus einem Vertragsstaat stammen und an eine im anderen Vertragsstaat ansässige Person gezahlt werden, im erstgenannten Staat besteuert werden.</p></content></paragraph></article><article eId="art_19"><num><b>Art. 19</b></num><heading>Öffentlicher Dienst</heading><paragraph eId="art_19/para_u1"><content><blockList><item eId="art_19/para_u1/lbl_1"><num>1. </num><p>a) </p><p>Gehälter, Löhne und ähnliche Vergütungen, die von einem Vertragsstaat oder einer seiner politischen Unterabteilungen oder lokalen Körperschaften an eine natürliche Person für die diesem Staat oder der politischen Unterabteilung oder lokalen Körperschaft geleisteten Dienste gezahlt werden, können nur in diesem Staat besteuert werden.</p></item><item eId="art_19/para_u1/lbl_b"><num>b) </num><blockList><listIntroduction eId="art_19/para_u1/lbl_b/listintro">Diese Gehälter, Löhne und ähnlichen Vergütungen können jedoch nur im anderen Vertragsstaat besteuert werden, wenn die Dienste in diesem Staat geleistet werden und die natürliche Person in diesem Staat ansässig ist und:</listIntroduction><item eId="art_19/para_u1/lbl_b/lbl_i"><num>(i) </num><p>ein Staatsangehöriger dieses Staates ist; oder</p></item><item eId="art_19/para_u1/lbl_b/lbl_ii"><num>(ii) </num><p>nicht ausschliesslich deshalb in diesem Staat ansässig geworden ist, um die Dienste zu leisten.</p></item></blockList></item><item eId="art_19/para_u1/lbl_2"><num>2. </num><p>a) </p><p>Ruhegehälter, die von einem Vertragsstaat oder einer seiner politischen Unterabteilungen oder lokalen Körperschaften oder aus einem von diesem Staat oder der politischen Unterabteilung oder lokalen Körperschaft errichteten Sondervermögen an eine natürliche Person für die diesem Staat oder der politischen Unterabteilung oder lokalen Körperschaft geleisteten Dienste gezahlt werden, können nur in diesem Staat besteuert werden.</p></item><item eId="art_19/para_u1/lbl_b"><num>b) </num><p>Diese Ruhegehälter können jedoch nur im anderen Vertragsstaat besteuert werden, wenn die natürliche Person in diesem Staat ansässig ist und ein Staatsangehöriger dieses Staates ist.</p></item></blockList></content></paragraph><paragraph eId="art_19/para_3"><num>3.</num><content><p>Auf Gehälter, Löhne und ähnliche Vergütungen für Dienstleistungen, die im Zusammenhang mit einer gewerblichen Tätigkeit eines Vertragsstaats oder einer seiner politischen Unterabteilungen oder lokalen Körperschaften erbracht werden, sind die Artikel 15, 16, 17 und 18 anwendbar.</p></content></paragraph></article><article eId="art_20"><num><b>Art. 20</b></num><heading>Studenten</heading><paragraph eId="art_20/para_1"><num>1.</num><content><p>Zahlungen, die ein Student oder Lehrling, der sich in einem Vertragsstaat ausschliesslich zum Studium oder zur Ausbildung aufhält und der im anderen Vertragsstaat ansässig ist oder dort unmittelbar vor der Einreise in den erstgenannten Staat ansässig war, für seinen Unterhalt, sein Studium oder seine Ausbildung erhält, dürfen im erstgenannten Staat nicht besteuert werden, sofern diese Zahlungen aus Quellen ausserhalb dieses Staates stammen.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_20/para_2"><num>2.</num><content><p>Ein Student oder Lehrling nach Absatz 1 kann während seines Studiums oder seiner Ausbildung für Stipendien sowie Vergütungen für unselbstständige Arbeit, die nicht unter Absatz 1 fallen, die gleichen steuerlichen Befreiungen, Vergünstigungen und Abzüge beanspruchen wie ein Ansässiger des Staates, in dem er sich aufhält.</p></content></paragraph></article><article eId="art_21"><num><b>Art. 21</b></num><heading>Andere Einkünfte</heading><paragraph eId="art_21/para_1"><num>1.</num><content><p>Einkünfte einer in einem Vertragsstaat ansässigen Person, die in den vorstehenden Artikeln nicht behandelt wurden, können ohne Rücksicht auf ihre Herkunft nur in diesem Staat besteuert werden.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_21/para_2"><num>2.</num><content><p>Absatz 1 ist auf andere Einkünfte als solche aus unbeweglichem Vermögen im Sinne von Artikel 6 Absatz 2 nicht anwendbar, wenn der in einem Vertragsstaat ansässige Empfänger im anderen Vertragsstaat eine gewerbliche Tätigkeit durch eine dort gelegene Betriebsstätte oder eine selbstständige Arbeit durch eine dort gelegene feste Einrichtung ausübt und die Rechte oder Vermögenswerte, für die die Einkünfte gezahlt werden, tatsächlich zu dieser Betriebsstätte oder festen Einrichtung gehören. In diesen Fällen ist Artikel 7 oder Artikel 14 anwendbar.</p></content></paragraph></article><article eId="art_22"><num><b>Art. 22</b></num><heading>Vermeidung der Doppelbesteuerung</heading><paragraph eId="art_22/para_1"><num>1.</num><content><p>In Katar wird die Doppelbesteuerung wie folgt vermieden:</p><p>Bezieht eine in Katar ansässige Person Einkünfte, die nach diesem Abkommen in der Schweiz besteuert werden können, so rechnet Katar auf die vom Einkommen dieser Person zu erhebende Steuer den Betrag an, der der in der Schweiz gezahlten Steuer entspricht, sofern der anzurechnende Betrag den Teil der vor der Anrechnung ermittelten Steuer, der auf die aus der Schweiz bezogenen Einkünfte entfällt, nicht übersteigt.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_22/para_2"><num>2.</num><content><blockList><listIntroduction eId="art_22/para_2/listintro">In der Schweiz wird die Doppelbesteuerung wie folgt vermieden:</listIntroduction><item eId="art_22/para_2/lbl_a"><num>a) </num><p>Bezieht eine in der Schweiz ansässige Person Einkünfte, die nach diesem Abkommen in Katar besteuert werden können, so nimmt die Schweiz, unter Vorbehalt der Buchstaben b und c, diese Einkünfte von der Besteuerung aus; sie kann aber bei der Festsetzung der Steuer für das übrige Einkommen dieser ansässigen Person den Steuersatz anwenden, der anzuwenden wäre, wenn die betreffenden Einkünfte nicht von der Besteuerung ausgenommen wären. Auf Gewinne nach Artikel 13 Absatz 4 findet diese Befreiung indessen nur Anwendung, wenn die tatsächliche Besteuerung dieser Gewinne in Katar nachgewiesen wird.</p></item><item eId="art_22/para_2/lbl_b"><num>b) </num><blockList><listIntroduction eId="art_22/para_2/lbl_b/listintro">Bezieht eine in der Schweiz ansässige Person Dividenden, die nach Artikel 10 in Katar besteuert werden können, so gewährt die Schweiz dieser ansässigen Person auf Antrag eine Entlastung. Die Entlastung besteht:</listIntroduction><item eId="art_22/para_2/lbl_b/lbl_i"><num>(i) </num><p>in der Anrechnung der nach Artikel 10 in Katar erhobenen Steuer auf die vom Einkommen dieser ansässigen Person geschuldete schweizerische Steuer; der anzurechnende Betrag darf jedoch den Teil der vor der Anrechnung ermittelten schweizerischen Steuer nicht übersteigen, der auf die Einkünfte entfällt, die in Katar besteuert werden können; oder</p></item><item eId="art_22/para_2/lbl_b/lbl_ii"><num>(ii) </num><p>in einer pauschalen Ermässigung der schweizerischen Steuer; oder</p></item><item eId="art_22/para_2/lbl_b/lbl_iii"><num>(iii) </num><p>in einer teilweisen Befreiung der betreffenden Dividenden von der schweizerischen Steuer, mindestens aber im Abzug der in Katar erhobenen Steuer vom Bruttobetrag der Dividenden.</p></item></blockList></item><item eId="art_22/para_2/bull_u3"><num/><p>Die Schweiz bestimmt die Art der Entlastung gemäss den schweizerischen Vorschriften über die Durchführung von zwischenstaatlichen Abkommen des Bundes zur Vermeidung der Doppelbesteuerung und ordnet das Verfahren dementsprechend.</p></item><item eId="art_22/para_2/lbl_c"><num>c) </num><p>Bezieht eine in der Schweiz ansässige Person Einkünfte, die unter Artikel 18 fallen, so gewährt die Schweiz dieser Person auf Antrag eine Anrechnung der in Übereinstimmung mit Artikel 18 in Katar erhobenen Steuer an die auf diesen Einkünften geschuldete schweizerische Steuer; der anzurechnende Betrag darf aber den Teil der vor der Anrechnung ermittelten schweizerischen Steuer vom Einkommen nicht übersteigen, der auf die Einkünfte entfällt, die in Katar besteuert werden können.</p></item><item eId="art_22/para_2/lbl_d"><num>d) </num><p>Eine in der Schweiz ansässige Gesellschaft, die Dividenden von einer in Katar ansässigen Gesellschaft bezieht, geniesst bei der Erhebung der schweizerischen Steuer auf diesen Dividenden die gleichen Vergünstigungen, die ihr zustehen würden, wenn die die Dividenden zahlende Gesellschaft in der Schweiz ansässig wäre.</p></item></blockList></content></paragraph></article><article eId="art_23"><num><b>Art. 23</b></num><heading>Gleichbehandlung</heading><paragraph eId="art_23/para_1"><num>1.</num><content><p>Staatsangehörige eines Vertragsstaats dürfen im anderen Vertragsstaat keiner Besteuerung oder damit zusammenhängenden Verpflichtung unterworfen werden, die anders oder belastender ist als die Besteuerung und die damit zusammenhängenden Verpflichtungen, denen Staatsangehörige des anderen Staates unter gleichen Verhältnissen, insbesondere hinsichtlich der Ansässigkeit, unterworfen sind oder unterworfen werden können. Diese Bestimmung gilt ungeachtet von Artikel 1 auch für Personen, die in keinem Vertragsstaat ansässig sind.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_23/para_2"><num>2.</num><content><p>Die Besteuerung einer Betriebsstätte, die ein Unternehmen eines Vertragsstaats im anderen Vertragsstaat hat, darf im anderen Staat nicht ungünstiger sein als die Besteuerung von Unternehmen des anderen Staates, die die gleiche Tätigkeit ausüben. Diese Bestimmung ist nicht so auszulegen, als verpflichte sie einen Vertragsstaat, den im anderen Vertragsstaat ansässigen Personen Steuerfreibeträge, ‑vergünstigungen und -ermässigungen aufgrund des Personenstandes oder der Familienlasten zu gewähren, die er seinen ansässigen Personen gewährt.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_23/para_3"><num>3.</num><content><p>Sofern nicht Artikel 9, 11 Absatz 4 oder 12 Absatz 4 anzuwenden ist, sind Zinsen, Lizenzgebühren und andere Entgelte, die ein Unternehmen eines Vertragsstaats an eine im anderen Vertragsstaat ansässige Person zahlt, bei der Ermittlung der steuerpflichtigen Gewinne dieses Unternehmens unter den gleichen Bedingungen wie Zahlungen an eine im erstgenannten Staat ansässige Person zum Abzug zuzulassen.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_23/para_4"><num>4.</num><content><p>Unternehmen eines Vertragsstaats, deren Kapital ganz oder teilweise unmittelbar oder mittelbar einer im anderen Vertragsstaat ansässigen Person oder mehreren solchen Personen gehört oder ihrer Kontrolle unterliegt, dürfen im erstgenannten Staat keiner Besteuerung oder damit zusammenhängenden Verpflichtung unterworfen werden, die anders oder belastender ist als die Besteuerung und die damit zusammenhängenden Verpflichtungen, denen andere ähnliche Unternehmen des erstgenannten Staates unterworfen sind oder unterworfen werden können.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_23/para_5"><num>5.</num><content><p>Dieser Artikel gilt ungeachtet von Artikel 2 für Steuern jeder Art und Bezeichnung.</p></content></paragraph></article><article eId="art_24"><num><b>Art. 24</b></num><heading>Verständigungsverfahren</heading><paragraph eId="art_24/para_1"><num>1.</num><content><p>Ist eine Person der Auffassung, dass Massnahmen eines Vertragsstaats oder beider Vertragsstaaten für sie zu einer Besteuerung führen oder führen werden, die diesem Abkommen nicht entspricht, so kann sie unbeschadet der nach dem innerstaatlichen Recht dieser Staaten vorgesehenen Rechtsmittel ihren Fall der zuständigen Behörde des Vertragsstaats, in dem sie ansässig ist, oder, sofern ihr Fall von Artikel 23 Absatz 1 erfasst wird, der zuständigen Behörde des Vertragsstaats unterbreiten, dessen Staatsangehöriger sie ist. Der Fall muss innerhalb von drei Jahren nach der ersten Mitteilung der Massnahme unterbreitet werden, die zu einer dem Abkommen nicht entsprechenden Besteuerung führt.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_24/para_2"><num>2.</num><content><p>Hält die zuständige Behörde die Einwendung für begründet und ist sie selbst nicht in der Lage, eine befriedigende Lösung herbeizuführen, so bemüht sie sich, den Fall durch Verständigung mit der zuständigen Behörde des anderen Vertragsstaats so zu regeln, dass eine dem Abkommen nicht entsprechende Besteuerung vermieden wird.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_24/para_3"><num>3.</num><content><p>Die zuständigen Behörden der Vertragsstaaten bemühen sich, Schwierigkeiten oder Zweifel, die bei der Auslegung oder Anwendung des Abkommens entstehen, in gegenseitigem Einvernehmen zu beseitigen. Sie können auch gemeinsam darüber beraten, wie eine Doppelbesteuerung in Fällen vermieden werden kann, die im Abkommen nicht behandelt sind.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_24/para_4"><num>4.</num><content><p>Die zuständigen Behörden der Vertragsstaaten können zur Herbeiführung einer Einigung im Sinne der vorstehenden Absätze unmittelbar miteinander verkehren und sich auch in einer gemeinsamen Kommission beraten, in der sie selbst oder ihre Vertreter Einsitz nehmen.</p></content></paragraph></article><article eId="art_25"><num><b>Art. 25</b></num><heading>Informationsaustausch</heading><paragraph eId="art_25/para_1"><num>1.</num><content><p>Die zuständigen Behörden der Vertragsstaaten tauschen die Informationen aus, die zur Durchführung dieses Abkommens oder zur Anwendung oder Durchsetzung des innerstaatlichen Rechts betreffend die unter das Abkommen fallenden Steuern erheblich sein können, soweit die diesem Recht entsprechende Besteuerung nicht dem Abkommen widerspricht. Der Informationsaustausch wird durch Artikel 1 nicht eingeschränkt.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_25/para_2"><num>2.</num><content><p>Alle Informationen, die ein Vertragsstaat nach Absatz 1 erhalten hat, sind ebenso geheim zu halten wie die aufgrund des innerstaatlichen Rechts dieses Staates beschafften Informationen und dürfen nur den Personen oder Behörden (einschliesslich der Gerichte und der Verwaltungsbehörden) zugänglich gemacht werden, die mit der Veranlagung oder der Erhebung, mit der Vollstreckung oder der Strafverfolgung oder mit der Entscheidung von Rechtsmitteln hinsichtlich der in Absatz 1 genannten Steuern befasst sind. Diese Personen oder Behörden dürfen die Informationen nur für diese Zwecke verwenden. Sie dürfen die Informationen in einem öffentlichen Gerichtsverfahren oder in einer Gerichtsentscheidung offenlegen.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_25/para_3"><num>3.</num><content><blockList><listIntroduction eId="art_25/para_3/listintro">Die Absätze 1 und 2 sind nicht so auszulegen, als verpflichteten sie einen Vertragsstaat:</listIntroduction><item eId="art_25/para_3/lbl_a"><num>a) </num><p>Verwaltungsmassnahmen durchzuführen, die von den Gesetzen und der Verwaltungspraxis dieses oder des anderen Vertragsstaats abweichen;</p></item><item eId="art_25/para_3/lbl_b"><num>b) </num><p>Informationen zu erteilen, die nach den Gesetzen oder im üblichen Verwaltungsverfahren dieses oder des anderen Vertragsstaats nicht beschafft werden können;</p></item><item eId="art_25/para_3/lbl_c"><num>c) </num><p>Informationen zu erteilen, die ein Handels-, Geschäfts-, Industrie-, Gewerbe- oder Berufsgeheimnis oder ein Geschäftsverfahren preisgeben würden oder deren Erteilung dem Ordre public widerspräche.</p></item></blockList></content></paragraph><paragraph eId="art_25/para_4"><num>4.</num><content><p>Ersucht ein Vertragsstaat gemäss diesem Artikel um Informationen, so nutzt der andere Vertragsstaat die ihm zur Verfügung stehenden Möglichkeiten zur Beschaffung der erbetenen Informationen, selbst wenn dieser andere Staat diese Informationen für seine eigenen steuerlichen Zwecke nicht benötigt. Die im vorangehenden Satz enthaltene Verpflichtung unterliegt den Beschränkungen nach Absatz 3, wobei diese jedoch nicht so auszulegen sind, dass ein Vertragsstaat die Erteilung von Informationen nur deshalb ablehnen kann, weil er kein innerstaatliches steuerliches Interesse an solchen Informationen hat.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_25/para_5"><num>5.</num><content><p>Absatz 3 ist in keinem Fall so auszulegen, als erlaube er einem Vertragsstaat die Erteilung von Informationen nur deshalb abzulehnen, weil sich die Informationen bei einer Bank, einem sonstigen Finanzinstitut, einem Bevollmächtigten, Beauftragten oder Treuhänder befinden oder weil sie sich auf Beteiligungen an einer Person beziehen. Ungeachtet von Absatz 3 oder entgegenstehenden Bestimmungen des innerstaatlichen Rechts verfügen die Steuerbehörden des ersuchten Vertragsstaates damit über die Befugnis, die Offenlegung der in diesem Absatz genannten Informationen durchzusetzen.</p></content></paragraph></article><article eId="art_26"><num><b>Art. 26</b></num><heading>Mitglieder diplomatischer Missionen und konsularischer <br/>Vertretungen</heading><paragraph eId="art_26/para_1"><num>1.</num><content><p>Dieses Abkommen berührt nicht die steuerlichen Vorrechte, die den Mitgliedern diplomatischer Missionen und konsularischer Vertretungen nach den allgemeinen Regeln des Völkerrechts oder aufgrund besonderer Vereinbarungen zustehen.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_26/para_2"><num>2.</num><content><blockList><listIntroduction eId="art_26/para_2/listintro">Ungeachtet von Artikel 4 gilt eine natürliche Person, die Mitglied einer diplomatischen Mission, einer konsularischen Vertretung oder einer ständigen Vertretung eines Vertragsstaats ist, die im anderen Vertragsstaat oder in einem dritten Staat gelegen ist, im Sinne dieses Abkommens als im Entsendestaat ansässig, wenn sie:</listIntroduction><item eId="art_26/para_2/lbl_a"><num>a) </num><p>nach dem Völkerrecht im Empfangsstaat mit Einkünften aus Quellen ausserhalb dieses Staates nicht steuerpflichtig ist; und</p></item><item eId="art_26/para_2/lbl_b"><num>b) </num><p>im Entsendestaat den gleichen Verpflichtungen bezüglich der Steuer von ihrem gesamten Einkommen unterworfen ist wie in diesem Staat ansässige Personen.</p></item></blockList></content></paragraph><paragraph eId="art_26/para_3"><num>3.</num><content><p>Das Abkommen gilt nicht für internationale Organisationen, deren Organe oder Beamten und für Personen, die Mitglieder einer diplomatischen Mission, einer konsularischen Vertretung oder einer ständigen Vertretung eines dritten Staates sind und die sich in einem Vertragsstaat aufhalten und in keinem der Vertragsstaaten für die Zwecke der Steuern vom Einkommen als ansässig gelten.</p></content></paragraph></article><article eId="art_27"><num><b>Art. 27</b></num><heading>Inkrafttreten</heading><paragraph eId="art_27/para_1"><num>1.</num><content><p>Jeder Vertragsstaat notifiziert dem anderen Vertragsstaat auf dem diplomatischen Weg, dass die innerstaatlichen gesetzlichen Erfordernisse für das Inkrafttreten dieses Abkommens erfüllt sind. Das Abkommen tritt am Tag des Empfangs der späteren dieser Notifikationen in Kraft.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_27/para_2"><num>2.</num><content><blockList><listIntroduction eId="art_27/para_2/listintro">Die Bestimmungen dieses Abkommens finden Anwendung:</listIntroduction><item eId="art_27/para_2/lbl_a"><num>a) </num><p>hinsichtlich der an der Quelle erhobenen Steuern auf Beträge, die am oder nach dem 1. Januar des auf das Inkrafttreten dieses Abkommen folgenden Jahres gezahlt oder gutgeschrieben werden;</p></item><item eId="art_27/para_2/lbl_b"><num>b) </num><p>hinsichtlich aller anderen Steuern auf Steuerjahre, die am oder nach dem 1. Januar des auf das Inkrafttreten des Abkommens folgenden Jahres beginnen.</p></item></blockList></content></paragraph><paragraph eId="art_27/para_3"><num>3.</num><content><p>Das Abkommen vom 30. November 2008<authorialNote><p> [<ref href="https://fedlex.data.admin.ch/eli/oc/2009/230" xmlns:data="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:data" xmlns:tmp="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:temp">AS <b>2009 </b>1577</ref>]</p></authorialNote> zwischen der Schweizerischen Eidgenossenschaft und dem Staat Katar zur Vermeidung der Doppelbesteuerung von Einkünften und Gewinnen aus der internationalen Luftfahrt ist nicht mehr anwendbar ab dem Zeitpunkt, an dem das vorliegende Abkommen Anwendung findet; vorbehalten bleiben die gestützt auf jenes Abkommen erlangten Vorteile, einschliesslich seiner rückwirkenden Anwendung seit dem 1. Januar 2004.</p></content></paragraph></article><article eId="art_28"><num><b>Art. 28</b></num><heading>Kündigung</heading><paragraph eId="art_28/para"><content><blockList><listIntroduction eId="art_28/para/listintro">Dieses Abkommen bleibt in Kraft, solange es nicht von einem Vertragsstaat gekündigt wird. Jeder Vertragsstaat kann das Abkommen auf diplomatischem Weg unter Einhaltung einer Frist von mindestens sechs Monaten zum Ende eines Kalenderjahres kündigen. In diesem Fall findet das Abkommen nicht mehr Anwendung:</listIntroduction><item eId="art_28/para/lbl_a"><num>a) </num><p>hinsichtlich der an der Quelle erhobenen Steuern auf Beträge, die am oder nach dem 1. Januar des auf die Kündigung folgenden Kalenderjahres gezahlt oder gutgeschrieben werden;</p></item><item eId="art_28/para/lbl_b"><num>b) </num><p>hinsichtlich der andern Steuern auf Steuerjahre, die am oder nach dem 1. Januar des auf die Kündigung folgenden Kalenderjahres beginnen.</p></item></blockList></content></paragraph></article><signature><p><i>Zu Urkund dessen</i> haben die hierzu gehörig bevollmächtigten Unterzeichneten dieses Abkommen unterschrieben.</p><p>Geschehen zu New York, am 24. September 2009, im Doppel in französischer, arabischer und englischer Sprache, wobei jeder Wortlaut gleichermassen verbindlich ist. Bei unterschiedlicher Auslegung ist der englische Text massgebend.</p><table fedlex:function="layout"><tr><td><p>Für den <br/>Schweizerischen Bundesrat:</p><p>Hans-Rudolf Merz</p></td><td><p>Für die <br/>Regierung des Staates Katar:</p><p>Hamad bin Jassim bin Jabr Al-Thani</p></td></tr></table></signature></body><components><component><doc name="annex"><meta><identification source="#ch.bk"><FRBRWork><FRBRthis value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/2011/14/20101215/main-text"/><FRBRuri value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/2011/14/20101215"/><FRBRdate date="2010-12-15" name="jolux:dateApplicability"/><FRBRdate date="2009-09-24" name="jolux:dateDocument"/><FRBRdate date="2010-12-15" name="jolux:dateEntryInForce"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#publisher"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#rightsHolder"/><FRBRcountry value="CH"/><FRBRnumber value="0.672.965.61"/><FRBRname xml:lang="fr" value="Convention du 24 septembre 2009 entre la Confédération suisse et l'Etat du Qatar en vue d'éviter les doubles impositions en matière d'impôts sur le revenu (avec prot.)" shortForm=""/><FRBRname xml:lang="it" value="Convenzione del 24 settembre 2009 tra la Confederazione Svizzera e lo Stato del Qatar per evitare le doppie imposizioni in materia di imposte sul reddito (con Prot.)" shortForm=""/><FRBRname xml:lang="de" value="Abkommen vom 24. September 2009 zwischen der Schweizerischen Eidgenossenschaft und dem Staat Katar zur Vermeidung der Doppelbesteuerung auf dem Gebiet der Steuern vom Einkommen (mit Prot.)" shortForm=""/><FRBRauthoritative value="true"/></FRBRWork><FRBRExpression><FRBRthis value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/2011/14/20101215/de/main-text"/><FRBRuri value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/2011/14/20101215/de"/><FRBRdate date="2010-12-15" name="jolux:dateApplicability"/><FRBRdate date="2009-09-24" name="jolux:dateDocument"/><FRBRdate date="2010-12-15" name="jolux:dateEntryInForce"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#publisher"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#rightsHolder"/><FRBRlanguage language="de"/></FRBRExpression><FRBRManifestation><FRBRthis value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/2011/14/20101215/de/xml/main-text"/><FRBRuri value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/2011/14/20101215/de/xml"/><FRBRdate date="2010-12-15" name="jolux:dateApplicability"/><FRBRdate date="2009-09-24" name="jolux:dateDocument"/><FRBRdate date="2010-12-15" name="jolux:dateEntryInForce"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#publisher"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#rightsHolder"/><FRBRformat value="xml"/></FRBRManifestation></identification></meta><preface><container name="headerOfAnnex"><block name="heading">Protokoll</block></container></preface><mainBody><p>Die Schweizerische Eidgenossenschaft <br/>und <br/>der Staat Katar</p><p>haben in New York am 24. September 2009 anlässlich der Unterzeichnung des Abkommens zwischen den beiden Staaten zur Vermeidung der Doppelbesteuerung auf dem Gebiet der Steuern vom Einkommen die folgenden Bestimmungen vereinbart, die einen integrierenden Bestandteil des Abkommens bilden.</p><p xmlns:mig="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:migration">1. Allgemeines</p><blockList eId="list_u1"><item eId="list_u1/lbl_a"><num>a) </num><p>Die zuständigen Behörden können sich beraten, um geeignete Massnahmen zur Vermeidung einer missbräuchlichen Anwendung des Abkommens zu treffen. Solche Massnahmen können insbesondere bezwecken, Personen, die nicht in einem Vertragsstaat ansässig sind, an der missbräuchlichen Inanspruchnahme der gemäss diesem Abkommen gewährten Vorteile zu hindern.</p></item><item eId="list_u1/lbl_b"><num>b) </num><p>Die Artikel 10 und 11 sind nicht anwendbar, wenn eine Person Aktien, Forderungen oder andere Rechtstitel, für die Dividenden oder Zinsen gezahlt werden, hauptsächlich zu dem Zweck schafft oder zuteilt, um dadurch in den Genuss der steuerlichen Vorteile gemäss den Artikeln 10 und 11 zu gelangen.</p></item></blockList><p xmlns:mig="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:migration">2. Zu Art. 4</p><blockList eId="list_u2"><item eId="list_u2/lbl_a"><num>a) </num><p>Hinsichtlich Artikel 4 Absatz 1 Buchstabe a setzen die Kriterien der ständigen Wohnstätte, des Mittelpunkts der Lebensinteressen oder des gewöhnlichen Aufenthalts eine substanzielle Präsenz der natürlichen Person in Katar voraus.</p></item><item eId="list_u2/lbl_b"><num>b) </num><blockList><listIntroduction eId="list_u2/lbl_b/listintro">Hinsichtlich Artikel 4 Absätze 1 und 2 besteht Einvernehmen, dass der Ausdruck «eine in einem Vertragsstaat ansässige Person» Folgendes einschliesst:</listIntroduction><item eId="list_u2/lbl_b/lbl_i"><num>(i) </num><p>in einem Vertragsstaat anerkannte Pensionskassen oder Vorsorgeeinrichtungen; und</p></item><item eId="list_u2/lbl_b/lbl_ii"><num>(ii) </num><p>Organisationen, die ausschliesslich zu religiösen, wohltätigen, wissenschaftlichen, kulturellen oder Ausbildungszwecken (oder zu mehreren dieser Zwecke) gegründet und geführt werden und die in einem Vertragsstaat gemäss seinem Recht ansässig sind, ungeachtet der Tatsache, dass ein Teil oder die Gesamtheit ihrer Einkünfte oder ihres Gewinns gemäss dem innerstaatlichen Recht dieses Staates steuerbefreit sein kann.</p></item></blockList></item></blockList><p>In Bezug auf Unterabsatz i besteht Einvernehmen darüber, dass als anerkannte Pensionskassen oder Vorsorgeeinrichtungen eines Vertragsstaates alle Pensionskassen oder Vorsorgeeinrichtungen gelten, die nach den Vorschriften dieses Staates anerkannt und kontrolliert sind, deren Einkünfte in der Regel nicht besteuert werden und die grundsätzlich das Ziel verfolgen, Ruhegehälter oder Rentenleistungen zu verwalten oder auszurichten oder Einkünfte für solche Einrichtungen zu erwirtschaften.</p><p xmlns:mig="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:migration">3. Zu Art. 9</p><p>Hinsichtlich Artikel 9 wird die Schweiz die Gewinne eines Unternehmens in den Fällen von Absatz 1 nach Ablauf der innerstaatlichen gesetzlichen Fristen nicht berichtigen, und in jedem Fall nicht nach Ablauf von fünf Jahren seit Ende des Jahres, in dem die Gewinne, die Gegenstand einer Berichtigung wären, von einem schweizerischen Unternehmen realisiert worden wären. Dieser Absatz ist in Fällen von Betrug oder vorsätzlicher Unterlassung nicht anwendbar. </p><p xmlns:mig="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:migration">4. Zu Art. 18 und 19</p><p>Es besteht Einvernehmen darüber, dass der in den Artikeln 18 und 19 verwendete Ausdruck «Ruhegehälter» nicht nur wiederkehrende Zahlungen, sondern auch Kapitalleistungen umfasst. </p><p xmlns:mig="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:migration">5. Zu Art. 23</p><p>Die Nichtbesteuerung der katarischen Staatangehörigen gemäss innerstaatlichem katarischem Recht wird nicht als Diskriminierung im Sinne dieses Artikels betrachtet.</p><p xmlns:mig="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:migration">6. Zu Art. 25</p><blockList eId="list_u3"><item eId="list_u3/lbl_a"><num>a) </num><p>Es besteht Einvernehmen darüber, dass der ersuchende Vertragsstaat ein Begehren um Austausch von Informationen erst dann stellt, wenn er alle in seinem innerstaatlichen Steuerverfahren vorgesehenen üblichen Mittel zur Beschaffung der Informationen ausgeschöpft hat.</p></item><item eId="list_u3/lbl_b"><num>b) </num><p>Es besteht Einvernehmen darüber, dass die in Artikel 25 vorgesehene Amtshilfe nicht Massnahmen einschliesst, die lediglich der Beweisausforschung dienen («fishing expeditions»).</p></item><item eId="list_u3/lbl_c"><num>c) </num><blockList><listIntroduction eId="list_u3/lbl_c/listintro">Es besteht Einvernehmen darüber, dass die Steuerbehörden des ersuchenden Staates bei der Stellung eines Amtshilfebegehrens nach Artikel 25 des Abkommens den Steuerbehörden des ersuchten Staates die nachstehenden Angaben zu liefern haben:</listIntroduction><item eId="list_u3/lbl_c/lbl_i"><num>(i) </num><p>den Namen und die Adresse der in eine Prüfung oder Untersuchung einbezogenen Person(en) und, sofern verfügbar, weitere Angaben, welche die Identifikation dieser Person(en) erleichtern, wie das Geburtsdatum, den Zivilstand oder die Steuernummer;</p></item><item eId="list_u3/lbl_c/lbl_ii"><num>(ii) </num><p>die Zeitperiode, für welche die Informationen verlangt werden;</p></item><item eId="list_u3/lbl_c/lbl_iii"><num>(iii) </num><p>die Beschreibung der verlangten Informationen sowie Angaben hinsichtlich der Form, in der der ersuchende Staat die Informationen vom ersuchten Staat zu erhalten wünscht;</p></item><item eId="list_u3/lbl_c/lbl_iv"><num>(iv) </num><p>den Steuerzweck, für den die Informationen verlangt werden;</p></item><item eId="list_u3/lbl_c/lbl_v"><num>(v) </num><p>den Namen und die Adresse des mutmasslichen Inhabers der verlangten Informationen.</p></item></blockList></item><item eId="list_u3/lbl_d"><num>d) </num><p>Es besteht im Übrigen Einvernehmen darüber, dass Artikel 25 des Abkommens die Vertragsstaaten nicht dazu verpflichtet, Informationen auf automatischer oder spontaner Basis auszutauschen.</p></item><item eId="list_u3/lbl_e"><num>e) </num><p>Es besteht Einvernehmen darüber, dass im Falle des Austauschs von Informationen die im ersuchten Staat geltenden Bestimmungen des Verwaltungsverfahrensrechts über die Rechte der Steuerpflichtigen vorbehalten bleiben, bevor die Informationen an den ersuchenden Staat übermittelt werden. Es besteht im Weiteren Einvernehmen darüber, dass diese Bestimmung dazu dient, der steuerpflichtigen Person ein ordnungsgemässes Verfahren zu gewähren, und nicht bezweckt, den wirksamen Informationsaustausch zu verhindern oder übermässig zu verzögern.</p></item></blockList><p>Geschehen zu New York, am 24. September 2009, im Doppel in französischer, arabischer und englischer Sprache, wobei jeder Wortlaut gleichermassen verbindlich ist. Bei unterschiedlicher Interpretation ist der englische Text massgebend.</p><table fedlex:function="layout"><tr><td><p>Für den <br/>Schweizerischen Bundesrat:</p><p>Hans-Rudolf Merz</p></td><td><p>Für die <br/>Regierung des Staates Katar:</p><p>Hamad bin Jassim bin Jabr Al-Thani</p></td></tr></table></mainBody></doc></component></components></act></akomaNtoso>