<h2>InitialSituation<h2><p>Nach den Umweltkatastrophen von Tschernobyl und Schweizerhalle hat Nationalrat Ott am 15. Dezember 1986 ein Postulat eingereicht, mit welchem er eine Schaffung entsprechender Tatbestände im Strafgesetzbuch forderte. Der Nationalrat hat das Postulat am 23. Juni 1988 an den Bundesrat überwiesen.</p><p>Der Bundesrat ist der Auffassung, zum jetzigen Zeitpunkt sei darauf zu verzichten, im Sinne des Postulates Ott zu legiferieren. Er geht davon aus, dass vorerst im Rahmen der Revision des Allgemeinen Teils des Strafgesetzbuches die Frage der Unternehmenshaftung und entsprechender Sanktionen geprüft werden soll, bevor allenfalls später neue Umweltschutztatbestände im Kernstrafrecht geschaffen werden.</p><h2>Proceedings<h2><p> Der Bericht wurde im <b>Nationalrat</b> mit 65 zu 34 Stimmen in zustimmendem Sinne und im <b>Ständerat</b> einstimmig zur Kenntnis genommen.</p>