<h2>SubmittedText<h2><p>Der Bundesrat wird beauftragt, einen Bericht zu erstellen, in dem er die verfügbaren Instrumente analysiert und eine allfällige Anpassung der Gesetzgebung prüft, mit der eine verstärkte Prävention und eine zeitnahe Erkennung von Aktivitäten, die internationalen kriminellen Organisationen zuzuschreiben sind, ermöglicht wird. In erster Linie sind einerseits die Beschaffung und der gezielte Austausch von Informationen zwischen den Polizeibehörden und den kantonalen und eidgenössischen Strafverfolgungsbehörden gemeint und andererseits Informationen aus anderen Bereichen der Bundesverwaltung und der kantonalen Verwaltungen, die dazu beitragen können, finanzielle und wirtschaftliche Aktivitäten, die internationalen kriminellen Organisationen zuzuschreiben sind, aufzudecken. </p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Der Bundesrat ist bereit, die vorhandenen Instrumente und den allfälligen gesetzgeberischen Handlungsbedarf im Rahmen der bereits überwiesenen Vorstösse Po. 20.3809 Guggisberg und Mo. 18.3592 Eichenberger zu prüfen, um den Informationsaustausch zur Prävention und Früherkennung von Aktivitäten internationaler krimineller Organisationen zu verbessern. Im Fokus steht das Melderecht nicht-polizeilicher Behörden: Zwar sind einzelne Behörden auf Ersuchen der Bundeskriminalpolizei zur Zusammenarbeit und Erteilung von Auskünften im Sinne von Artikel 4 des Bundesgesetzes über die kriminalpolizeilichen Zentralstellen des Bundes und gemeinsame Zentren für die Polizei- und Zollzusammenarbeit mit anderen Staaten (ZentG, SR 360) verpflichtet (Art. 4 der Verordnung über die Wahrnehmung kriminalpolizeilicher Aufgaben im Bundesamt für Polizei). Sie können jedoch nicht spontan Wahrnehmungen im Zusammenhang mit organisierter Kriminalität der Bundeskriminalpolizei melden. Dafür fehlt es an einer gesetzlichen Grundlage.</p>  Der Bundesrat beantragt die Annahme des Postulates.