<h2>SubmittedText<h2><p>Nach dem Aufdecken von Adblue-Manipulationen haben die Behörden die Abgaskontrollen intensiviert.</p><p>1. Wie hat sich die Anzahl aufgedeckter Adblue-Manipulationen bei Lastwagen im Jahr 2017 entwickelt?</p><p>2. Konnten auch an Euro-VI-Fahrzeugen Manipulationen festgestellt werden?</p><p>3. Welche Massnahmen müssten getroffen werden, um manipulierte Euro-VI-Fahrzeuge zu identifizieren?</p><p>4. Wie könnte das Astra Austausch und Kommunikation zwischen den Kantonen in diesem sehr technischen Gebiet fördern?</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>1. Der Bundesrat hat seit Jahresbeginn Kenntnis von Adblue-Manipulationen an Lastwagen. Verlässliche Aussagen über eine Entwicklung lassen sich noch nicht machen. Gemäss einer schweizweiten Erhebung, die im September 2017 durchgeführt worden ist, wurden im laufenden Jahr jedoch bisher knapp 200 Fälle von Adblue-Manipulationen an Lastwagen entdeckt. Dies entspricht weniger als 1 Prozent aller untersuchten Fahrzeuge. </p><p>2./3. Euro-VI-Fahrzeuge sind mit wesentlich hochwertigeren Motormanagement-Systemen ausgerüstet und entsprechend besser gegen Manipulationen geschützt als Fahrzeuge mit einer tieferen Euro-Klassierung. Bisher wurde in der Schweiz ein einziges manipuliertes Euro-VI-Fahrzeug entdeckt. Die Behörden sind in laufendem Kontakt mit den betroffenen Stellen (z. B. mit den Lastwagen-Importeuren), um allfällige neue Erkenntnisse in die Arbeit der Vollzugsstellen (Polizei und Zoll) einfliessen zu lassen. </p><p>4. Nach Bekanntwerden der Manipulationen hat das Bundesamt für Strassen (Astra) die Vollzugsstellen zeitnah informiert. Sollten neue, wesentliche Erkenntnisse gewonnen werden, die für die erfolgreiche Arbeit der Vollzugsstellen relevant sind, informiert das Astra diese Stellen rasch und zweckmässig.</p>