<h2>SubmittedText<h2><p>Ich bitte den Bundesrat, mich zu informieren über die Zukunft der Ingenieurausbildungen an der ETHL.</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Seit dem Jahr 2000 hat die Anzahl Studierender in den meisten Ingenieurfächern zugenommen. Einzige Ausnahmen sind die Bereiche Informatik, Kommunikationssysteme und Mikrotechnik. </p><p>Die in der Interpellation erwähnten Bereiche wie Energie, Verkehrswesen, Umwelt und Telekommunikation geniessen an der ETHL ein hohes Ansehen. Ausbildung, Forschung und Innovation in diesen Bereichen sind für die Schule eine Priorität. </p><p>Im Bereich Energie hat die ETHL einen Minor (Zusatzausbildung) entwickelt, der in verschiedenen Master-Programmen der ETHL angeboten wird und den Studienbereich des jeweiligen Hauptfaches durch die dem Energiesektor eigene Multidisziplinarität erweitern soll. Das Programm deckt die Themenbereiche wirtschaftliche Nutzung und Umwandlung von Energie, erneuerbare Energiequellen, Umweltverträglichkeit und Nachhaltigkeit ab. Das Energiezentrum der ETHL stellt die Koordination der Forschung in diesem Bereich sicher und entwickelt Tätigkeiten mit hoher Visibilität wie den internationalen Runden Tisch über Biotreibstoffe (Roundtable on Sustainable Biofuels). </p><p>Ein solches Zentrum ist zurzeit auch für den Bereich Verkehrswesen im Aufbau und wird rund 250 Laboratorien und Forschungsgruppen der ETHL umfassen. Ziele sind die Förderung von disziplinübergreifender Forschung im Bereich Verkehr und Mobilität, die Koordination und die Stärkung der Lehre und die Förderung von Partnerschaften mit anderen Institutionen und der Industrie. </p><p>Trotz des Rückgangs der Studierendenzahlen nach dem Platzen der Internetblase zu Beginn der Jahre 2000 hielt die ETHL das Studienangebot aufrecht. Bei den Master-Studiengängen in den Bereichen Kommunikationssysteme und Informatik werden ebenfalls Vertiefungsmöglichkeiten angeboten, etwa in den Bereichen Netzwerke und Mobilität oder Information und Sicherheit, die direkt den heutigen Bedürfnissen der Wirtschaft entsprechen. </p><p>Zu erwähnen ist auch die bedeutende Stärkung, die die medizinischen Anwendungsbereiche des Ingenieurwissens in den letzten Jahren an der ETHL erfahren haben. Davon zeugen der Bereich biomedizinische Instrumentation, die Forschung zu Modellen der Hirnfunktion sowie das neue Zentrum für Neuroprothesen. Dabei handelt es sich um zukunftsträchtige Gebiete des Ingenieurwesens mit einem sehr bedeutenden Beitrag für die Gesellschaft und die Wirtschaft. </p><p>Zur Förderung von Kontakten der Studierenden zu den Unternehmen und den öffentlichen Verwaltungen und zur besseren Vorbereitung der Studierenden auf ihre künftigen Aufgaben hat die ETHL für alle Bereiche der Ingenieurwissenschaften die Einführung eines Praktikums von mindestens acht Wochen Dauer (acht Kreditpunkte) beschlossen. Pilotversuche sind für den Schuljahresbeginn 2009 vorgesehen. Offiziell eingeführt und obligatorisch werden die Praktika ab dem Schuljahresbeginn 2010.</p>  Antwort des Bundesrates.