Abteilung II B-6852/2009 wep/hia {T 0/2} U r t e i l v o m 1 2 . N o v e m b e r 2 0 0 9 Richter Philippe Weissenberger (Vorsitz), Richter Francesco Brentani, Richter Ronald Flury, Richterin Eva Schneeberger, Richter Frank Seethaler, Gerichtsschreiberin Astrid Hirzel. X._______AG , vertreten durch Dr. iur. Hannes Baumann, Rechtsanwalt, Beschwerdeführerin, gegen Eidgenössische Spielbankenkommission ESBK , Vorinstanz. Verfahrenskosten. B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t T r i b u n a l a d m i n i s t r a t i f f é d é r a l T r i b u n a l e a m m i n i s t r a t i v o f e d e r a l e T r i b u n a l a d m i n i s t r a t i v f e d e r a l Besetzung Parteien GegenstandB-6852/2009 Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest und erwägt, dass die Eidgenössische Spielbankenkommission (ESBK, nachfol- gend: Vorinstanz) mit Veranlagungsverfügung vom 4. Juli 2008 das Ge- such der X._______AG (nachfolgend: Beschwerdeführerin) um Re- duktion der Spielbankenabgabe für das Jahr 2007 aufgrund der Vor- fälle [Angaben zu den Vorfällen] abgewiesen hat und die Spielbanken- abgabe für das Jahr 2007 auf Fr. 62'126'511.91.– festgesetzt hat, dass die Vorinstanz gleichzeitig festgestellt hat, die Beschwerde- führerin schulde nach Abzug der geleisteten Akontozahlungen noch einen Betrag von Fr. 1'054'498.91.–, dass die Beschwerdeführerin mit Eingabe vom 4. September 2008 Be- schwerde beim Bundesverwaltungsgericht erhoben hat mit dem Antrag festzustellen, dass die Spielbankenabgabe für das Jahr 2007 Fr. 61'072'013.– betrage und dass sie den strittigen Teil der Spiel- bankenabgabe in der Höhe von Fr. 1'054'498.91.– unpräjudiziell be- zahlt habe, dass das Bundesverwaltungsgericht diese Beschwerde mit Urteil vom 12. Januar 2009 gutgeheissen hat, die Sache zur Neubeurteilung sowie neuen Veranlagung der Spielbankenabgabe 2007 im Sinne der Erwä gungen an die Vorinstanz zurückgewiesen und der Beschwerde- führerin zu Lasten der Vorinstanz eine Parteientschädigung in der Höhe von Fr. 5'200.– (inkl. MwSt) zugesprochen hat (Verfahren B- 5842/2008), dass das Bundesgericht die von der Vorinstanz dagegen geführte Beschwerde mit Urteil 2C_123/2009 vom 1. Oktober 2009 insoweit gutgeheissen hat, als diese sich auf den Betrugsfall vom 7./8. Sep - tember und den damit verbunden Antrag bezog, die dabei generierten Bruttospielerträge (Fr. 1'302'375.–) zu besteuern und diesbezüglich das Urteil des Bundesverwaltungsgerichts aufgehoben und die Ver- fügung der Vorinstanz vom 4. Juli bestätigt hat, dass die Beschwerde im Weiteren abgewiesen worden ist, soweit es das Bundesverwaltungsgericht abgelehnt hat, die Verfügung der Vor- instanz bezüglich der Manipulation an den Geldspielautomaten im De- zem ber 2007 (Fr. 15'749.–) aufzuheben, Seite 2B-6852/2009 dass das Bundesgericht das Bundesverwaltungsgericht angewiesen hat, über die Kosten seines Verfahrens neu zu befinden (Urteil 2C_123/2009 vom 1. Oktober 2009 E. 8.1), dass die Beschwerdeführerin gemäss dem Ausgang des bundesge- richtlichen Verfahrens im Verfahren vor Bundesverwaltungsgericht teil- weise unterliegt, dass der Beschwerdeführerin daher in Anwendung von Art. 63 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 über das Verwaltungs- verfahren (VwVG, SR 172.021) Verfahrenskosten aufzuerlegen sind, dass diese auf Fr. 3'000.– festgesetzt werden, dass der teilweise obsiegenden Partei eine Entschädigung für ihr erwachsene notwendige und verhältnismässig hohe Kosten zuzu- sprechen ist (Art. 64 Abs. 1 VwVG), dass die Parteientschädigung entsprechend zu kürzen ist, wenn die Partei nur teilweise obsiegt (Art. 7 Abs. 2 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bun- desverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]), dass die Beschwerdeführerin entsprechend dem Ausgang des bundes- gerichtlichen Verfahrens im Verfahren vor Bundesverwaltungsgericht in einem Teilpunkt obsiegt, dessen Streitwert im Verhältnis zum Streitwert betreffend den nun unterliegenden Teilaspekt wesentlich geringer ist, dass daher die im Verfahren B-5842/2008 zugesprochene Parteient- schädigung entsprechend dem Ausgang des bundesgerichtlichen Ver- fahrens zu reduzieren ist, dass die Parteientschädigung auf Fr. 1'200.– (inkl. MwSt) festgesetzt und der Vorinstanz auferlegt wird (Art. 64 Abs. 2 VwVG), dass der am 11. September 2008 geleistete Kostenvorschuss in der Höhe von Fr. 10'000.– der Beschwerdeführerin bereits zurückerstattet worden ist. Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: Seite 3B-6852/2009 1. Die Verfahrenskosten für das Verfahren B-5842/2008 werden auf Fr. 3'000.– festgesetzt. Dieser Betrag ist nach Eintritt der Rechtskraft des vorliegenden Urteils von der Beschwerdeführerin zugunsten der Gerichtskasse zu überweisen. Die Zustellung des Einzahlungsscheins erfolgt mit separater Post. 2. Die der Beschwerdeführerin im Verfahren B-5842/2008 zu Lasten der Vorinstanz zugesprochene Parteientschädigung wird reduziert und auf Fr. 1'200.– (inkl. MwSt) festgesetzt. Dieser Betrag ist nach Eintritt der Rechtskraft des vorliegenden Urteils der Beschwerdeführerin zu über- weisen. 3. Dieses Urteil geht an: - die Gesuchstellerin (Gerichtsurkunde) - die Vorinstanz (Gerichtsurkunde) - das Bundesgericht (Ref-Nr. 2C_123/2009; Einschreiben) Für die Rechtsmittelbelehrung wird auf die nächste Seite verwiesen. Der vorsitzende Richter: Die Gerichtsschreiberin: Philippe Weissenberger Astrid Hirzel Seite 4B-6852/2009 Rechtsmittelbelehrung: Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen nach Eröffnung beim Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, Beschwerde in öffentlich-recht- lichen Angelegenheiten geführt werden (Art. 82 ff., 90 ff. und 100 des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]). Die Rechtsschrift ist in einer Amtssprache abzufassen und hat die Begeh- ren, deren Begründung mit Angabe der Beweismittel und die Unter- schrift zu enthalten. Der angefochtene Entscheid und die Beweismittel sind, soweit sie die beschwerdeführende Partei in Händen hat, bei- zulegen (vgl. Art. 42 BGG). Versand: 17. November 2009 Seite 5