Kassationsgericht des Kantons Zürich Kass.-Nr. AA080142/U/mum Mitwirkende: die Kassationsrichter Moritz K uhn, Präsident, Andreas Donatsch, die Kassationsrichterin Yvona Griesser, die Kassationsrichter Reinhard Oertli und Matthias Brunner sowie die juristische Sekre- tärin Judith Lusser Treyer Zirkulationsbeschluss vom 6. November 2009 in Sachen A AG in Liquidation , Beklagte und Beschwerdeführerin vertreten durch Rechtsanwältin lic. iur. … gegen B Stiftung Zürich , Klägerin und Beschwerdegegnerin vertreten durch den Sachwalter, ................. betreffend Aufhebung Beschluss Generalversammlung Nichtigkeitsbeschwerde gegen ein Urteil des Handelsgerichts des Kantons Zürich vom 4. Juli 2008 (HG060396/U/ei) - 2 - Das Gericht hat in Erwägung gezogen: I. 1. Die Beklagte (im Nachfolgenden Beschwerdeführerin) ist eine Aktien- gesellschaft mit Sitz in ________ und Zwec k des Kaufs, der Überbauung und des Verkaufs von Grundstücken. Mit Beschlu ss der Generalversammlung vom 3. Mai 2006 wurde sie aufgelöst. Diesen Beschluss focht die Klägerin (im Nachfolgenden Beschwerdegegnerin) am 14. resp. 16. Ok tober 2006 durch Einreichung der Wei- sung beim Bezirksgericht Zü rich an, welches auf die Kl age nicht eintrat und den Prozess am 6. November 2006 antragsgem äss an das Handelsgericht überwies. Den Generalversammlungs-Beschluss hat die C Stiftung als Alleinaktionärin ver- anlasst und die Beschwerdegegnerin fich t diesen an mit der Begründung, die Ak- tien der Beklagten stünden nicht der C Stiftung, sondern ihr zu. Hintergrund dieser Auseinandersetzung bildet der Umstand, dass der im Januar 2004 verstorbene Dr. D in den Jahren 2001 bis 2003 ver schiedene Vorkehren betreffend sein Ver- mögen getroffen hat. So hat er einerseits im Juni 2001 die Gründung einer Fami- lienstiftung liechtensteinischen Rechts unt er dem Namen C Stiftung mit Sitz in _________, Fürstentum Liechten stein, veranlasst, mit der er im November 2002 einen Schenkungsvertrag betreffend sämtliche Namenaktien der Beklagten abge- schlossen hat. Andererseits hat er mit letztwilliger Verfügung vom März 2003 die Errichtung der Klägerin (ebenf alls eine Familienstiftung mi t Sitz in Zürich) und die Übertragung sämtlicher Namenaktien der Be klagten auf sein Ableben hin auf die- se Stiftung bestimmt (angefochtenes Urteil KG act. 2 S. 2 ff.). 2. Im Urteil vom 4. Juli 2008 hat die Vorinstanz festgestellt, dass der Be- schluss der Generalversammlung der Beklagten vom 3. Mai 2006 nichtig ist (KG act. 2 S. 44). 3. Mit Eingabe vom 19. September 2008 liess die Beschwerdeführerin Nichtigkeitsbeschwerde gegen das Urteil des Handelsgerichts vom 4. Juli 2008 erheben (KG act. 1). Sie beantragt, das Urteil aufzuheben und die Klage vollum- fänglich abzuweisen, eventualiter die Kla ge zur Neubeurteilung an die Vorinstanz - 3 - zurückzuweisen (KG act. 1 S. 2). Die der Beschwerdeführerin mit Präsidialverfü- gung vom 22. September 2008 auf erlegte Prozesskaution von Fr. 14’200.-- (KG act. 5) ging innert Frist ein (KG act. 6/ 1 und act. 10). Während die Vorinstanz auf eine Vernehmlassung verzichtet hat (KG act. 9), hat die Beschwerdegegnerin ihre Beschwerdeantwort (in welcher sie die Abweisung der Nichtigkeitsbeschwerde beantragt) mit Datum vom 27. Oktober 2008 eingereicht (KG act. 11). Diese wur- de der Beschwerdeführerin mit Verfügung vom 29. Oktober 2008 zur Kenntnis- nahme zugestellt (KG act. 12). Weitere Eingaben der Parteien in diesem Verfah- ren sind nicht erfolgt. II. 1. Gemäss § 288 Abs. 1 Ziff. 3 ZPO hat die Beschwerdeschrift die Be- gründung der Anträge unter Nachweis der Nichtigkeitsgründe zu en thalten. In der Beschwerdebegründung sind die angefochtenen Stellen des vorinstanzlichen Ent- scheides zu bezeichnen und diejenigen Akt enstellen, aus denen sich ein Nichtig- keitsgrund ergeben soll, im Einzelnen anzugeben. Es ist nicht Sache der Kassati- onsinstanz, in den vorinstanzlichen Ak ten nach den Grundlagen des geltend ge- machten (oder gar eines andern) Nichtig keitsgrundes zu suchen. Wer die vo- rinstanzliche Beweiswürdigung als willkürlich rügt, muss in der Beschwerde genau darlegen, welche tatsächlichen Annahmen des angefochtenen Entscheides auf Grund welcher Aktenstellen will kürlich sein sollen. Wird Aktenwidrigkeit einer tat- sächlichen Annahme behauptet, so sind ebenfalls die Bestandteile der Akten, die nicht oder nicht in ihrer wahren Gestal t in die Beweiswürdigung einbezogen wor- den sein sollen, genau anzugeb en. Wer schliesslich vorbringt, es sei zu einer be- stimmten Tatsache(nbehauptung) kein Bewe isverfahren durchgeführt bzw. ange- rufene Beweismittel seien nicht abgenomm en worden, hat zu sagen, wo (Akten- stelle) er welche erheblichen und bestrittenen Tats achen in rechtsgenügender Weise (vgl. § 113 ZPO) behauptet hat, bzw. zu welchen prozessual form- und fristgerecht erhobenen Behauptungen er si ch auf die nicht abgenommenen Be- weismittel berufen hat. Um den Anforderun gen zu genügen, hat sich der Nichtig- keitskläger auch konkret mit dem angefoc htenen Entscheid und den darin enthal-- 4 - tenen, den Entscheid tragenden Erwägungen auseinander zu setzen. Erfüllt die Beschwerde oder einzelne der darin erhobenen Rügen dies e Begründungsanfor- derungen nicht, hat dies zur Folge, dass auf die entsprechenden Vorbringen nicht eingetreten werden kann (von Rechenberg, Die Nichtigkeit sbeschwerde in Zivil– und Strafsachen nach zürcherischem Recht, 2. A., Zürich 1986, S. 16 ff.; Spühler/ Vock, Rechtsmittel in Zivilsachen im Kanton Zürich und im Bund, Zürich 1999, S. 56 f., 72 f.; Frank/Sträuli/Messmer, Komm entar zur zürcherischen Zivilprozess- ordnung, 3.A., Zürich 1997, N 4 zu § 288 ZPO; Guldener, Die Nichtigkeitsbe- schwerde in Zivilsachen nach Zürcherischem Recht, Zürich 1942, S. 80; RB 2002 Nr. 11 a.E.; ZR 81 Nr. 88 Erw. 6). Wo die Beschwerdeführerin diesen Anforderun- gen an die Begründung der Beschwerde nich t genügt, wird dies nachfolgend bei der Prüfung ihrer einzelnen Rügen ausgeführt. 2. Gegen Entscheide, die dem Weiterzug an das Bundesgericht unterlie- gen, ist die Nichtigkeitsbeschwerde nicht zulässig (§ 285 Abs. 1 ZPO). Ein solcher Weiterzug an das Bundesgericht gilt al s gegeben, wenn das Bundesgericht frei überprüfen kann, ob der gelt end gemachte Mangel vorli ege (§ 285 Abs. 2 ZPO). Mit der Beschwerde in Zivilsachen ans Bundesgericht im Sinne von Art. 72 ff. BGG kann die Verletzung von Bundesrecht inkl. Bundesverfassungsrecht gerügt werden (Art. 95 lit. a BGG). Ob eine solche Verletzung vorliegt, prüft das Bundes- gericht auf entsprechende Rüge frei (vgl . z.B. Seiler/von Werdt/Güngerich, BGG, Bern 2007, N 10 zu Art. 95 BGG). Der angef ochtene Entscheid der Vorinstanz vom 4. Juli 2008 unterliegt auch der Be schwerde in Zivilsachen ans Bundesge- richt im Sinne von Art. 72 ff. BGG (vgl. auch die entsprechende vorinstanzliche Rechtsmittelbelehrung, KG act. 2 S. 45, Ziff. 6). Wo gestützt auf § 285 ZPO auf Vorbringen der Beschwerdeführerin nicht eingegangen werden kann, wird dies nachfolgend unter III. bei der Unte rsuchung der entsprechenden Rügen ausge- führt. 3. Angesichts der Ausgestaltung ih rer Beschwerdeantwort ist auch die Beschwerdegegnerin auf die Natur des Be schwerdeverfahrens am Kassationsge- richt hinzuweisen. Dieses stellt kein e Fortsetzung des Verfahrens vor dem Sach- richter dar (von Rechenberg, a.a.O., S. 16; Spühler/Vock, a.a.O., S. 56 f., 72 f.; - 5 - Frank/Sträuli/Messmer, a.a.O., N 4 zu § 288 ZPO; Guldener, a.a.O., S. 80). Das Kassationsgericht hat auf entsprechende Rügen der im vorinstanzlichen Verfah- ren unterliegenden und damit beschwerten Partei hin lediglich zu prüfen, ob der angefochtene Entscheid nach dem Aktensta nd bei der Vorinstanz an einem Nich- tigkeitsgrund gemäss § 281 Ziff. 1-3 ZPO le ide. Eine „Anschlussnichtigkeitsbe- schwerde“ gibt es nicht (Spühler/Vock, a.a.O, S. 7 f.). Ob die Beschwerdegegne- rin, wie dies in gewiss en Konstellationen denkbar ist (v.a. im Hinblick auf die grundsätzliche Bindung des Bundesgericht s an den durch kantonale Gerichte festgestellten Sachverhalt, vgl. ZR 96 Nr . 101), trotz ihres Obsiegens am Han- delsgericht zur Ergreifung der kantonalen Nichtigkeitsbeschwerde legitimiert ge- wesen wäre, braucht vorliegend nicht gepr üft zu werden, weil die Beschwerde- gegnerin selber keine Nichtigkeitsbeschwer de eingelegt hat. Insoweit kann nicht auf ihre mit der Beschwerdeantwort (K G act. 11) vorgebrachten Beanstandungen am vorinstanzlichen Entscheid eingegangen werden. III. 1. Die Beschwerdeführerin macht geltend, der angefochtene Entscheid beruhe auf einer willkür lichen Sachverhaltsfeststellung (KG act. 1 RZ 16 f. und RZ 20-25). 1.1 Zur Begründung führt si e aus, dass es willkür lich und widersprüchlich sei, wenn das Handelsgericht angesichts der heutigen Belegenheit der Aktien in der Schweiz (im Tresor des Liquidators der Beklagten) zwei Szenarien für den Übertragungsvorgang als denkbar erachte, nämlich ein im Fürstentum Liechten- stein abgeschlossener Übertragungsvorgang und ein im Fürstentum Liechtenstein begonnener, aber erst in der Schweiz ab geschlossener Übertragungsvorgang. Das Handelsgericht halte richtig fest, dass beide Vertragsparteien bei Abschluss des Schenkungsvertrages ihren Wohnsitz bzw. Sitz im Fürstentum Liechtenstein gehabt hätten, wo auch der Vertrag abgeschlossen worden sei, und die behaupte- ten tatsächlichen Vollzugshandlungen zu m Schenkungsvertrag (nämlich Überga- be der Aktientitel und Zession derselben) noch im Nove mber 2002 erfolgt seien. Das Handelsgericht nenne aber kein einzi ges Indiz, welches Zweifel daran auf-- 6 - kommen liesse, dass die Schenkung auch tatsächlich im Fürstentum Liechten- stein vollzogen worden sei. Der Beizug einer Tatsache, die sechs Jahre nach dem Schenkungsvollzug eingetreten sei, um damit Zweifel an einem unbestrittenen Sachverhaltsteil zu erwecken, sei schlech thin unhaltbar. Der Liquidator der Be- schwerdeführerin sei am 11.05.2006 bestellt worden, nachdem der hier strittige Auflösungsbeschluss durch die C Stiftung gefasst worden sei und ihm seien die Aktien zwecks Liquidation übergeben word en. Mit dem Schenkungsvollzug habe der Aktienbesitz des Liquidators offenk undig nichts zu tun. Zusammenfassend verkenne das Handelsgericht in willkür licher Weise, dass der Schenkungsvollzug und damit die Übertragung der Aktien im Fürstentum Li echtenstein abgeschlos- sen worden seien. Der Übertragungsvorg ang sei demnach allein nach liechten- steinischem Recht zu beurteilen und die diesbezüglichen Erwägungen des Han- delsgerichts zum schweizerischen Recht unbeachtlich und aufzuheben (KG act. 1 RZ 20-25). 1.2 Eine willkürliche tatsächliche An nahme im Sinne von § 281 Ziff. 2 ZPO betrifft den Fall, dass das Gericht eine beweisbedürftige Tatsache als bewiesen annimmt, obwohl die Akten darüber keinen Aufschluss geben (Frank/Sträuli/Messmer, a.a.O., N 45 zu § 281 ZPO). In diesem Fall wird im Ge- gensatz zur aktenwidrigen tatsächlichen Annahme zwar der Akteninhalt richtig wiedergegeben, seine Würdigung ist jedo ch unvertretbar (von Rechenberg, a.a.O., S. 27 f.; ZR 81 Nr. 88). Zur B egründung der Rüge gehört, dass in der Be- schwerde gesagt wird, welcher tatsächliche Schluss aufgrund welcher Aktenstelle als willkürlich erscheint (ZR 81 Nr. 88 Er w. 6; Frank/Sträuli/Messmer, a.a.O., N 4 zu § 288 ZPO). 1.3 Wenn die Vorinstanz ausführt, anges ichts der heutigen Belegenheit der Namenaktien in der Schweiz seien zwei Szenarien denkbar: ei n im Fürstentum Liechtenstein abgeschlossener Übertragun gsvorgang und ein im Fürstentum Liechtenstein begonnener, aber erst in der Schweiz abgeschlossener Übertra- gungsvorgang (KG act. 2 S. 25), macht sie keine tatsächliche Feststellung , die willkürlich sein könnte. Die Rüge geht daher fehl. - 7 - 2. Sodann wirft die Beschwerdeführeri n der Vorinstanz eine Verletzung der Verhandlungsmaxime vor (KG act. 1 RZ 16 f. und RZ 26-31). 2.1 Denn keine der Part eien habe behauptet, dass die Übergabe der Akti- en in der Schweiz vollzogen bzw. abgeschlo ssen worden sei. Sie habe vielmehr die relevanten Umstände des Schenkungsve rtrages und seines Vollzuges darge- legt, welche sich gemäss verbindlicher Feststellung des Handelsgerichts sämtlich im Fürstentum Liechtenstein abgespi elt hätten. Die Beschwerdegegnerin habe dies weder bestritten, noch habe sie bezüglich der Üb ertragung der Namenaktien eigene Behauptungen aufgestellt. Das Handelsgericht habe also in Verletzung der Verhandlungsmaxime auf ei nen hypothetischen Sachverhalt abgestellt. Der Ent- scheid des Handelsgerichts zur Über tragung der Namenaktien nach schweizeri- schem Recht sei daher aufzuheben (KG act. 1 RZ 26-31). 2.2 Die Verhandlungsmaxime besagt, da ss das Gericht seinem Verfahren nur behauptete Tatsachen zugrunde legen darf (§ 54 Abs. 1 ZPO). 2.3 Entgegen der Darstellung der Beschwe rdeführerin hat die Vorinstanz nicht festgestellt, dass sich der Vollzug des Schenkungsvertrages im Fürstentum Liechtenstein abgespielt habe. Sie hat festgehalten, dass feststehe, dass die Ver- tragsparteien bei Vertragsschluss beide Wohnsitz resp. Sitz im Fürstentum Liech- tenstein gehabt hätten und der Schenkungsvertrag daselbst abgeschlossen wor- den sei, dass die Aktien im November 2002 übergeben worden seien, und sie sich heute in der Schweiz befänden (KG act. 2 S. 25). Dass die Aktien im Fürsten- tum Liechtenstein übergeben worden wären, hat die Vorinstanz nicht festgestellt, gegenteils hielt sie fest, die Beschwerdefüh rerin äussere sich nur sehr knapp zu den Modalitäten der Übergabe der Namenaktien (KG act. 2 S. 25). Die Be- schwerdeführerin zeigt ihrerseits nicht auf, dass und wo im vorinstanzlichen Ver- fahren sie behauptet hätte, dass die Aktien im Fürstentum Liechtenstein überge- ben worden wären. Die unterlassene Be streitung seitens der Beschwerdegegne- rin konnte damit auch nicht eine solche (n icht erfolgte) Behauptung betreffen. Die Rüge der Verletzung der Verhandlungsmaxime geht daher fehl. - 8 - 3. Die Vorinstanz habe dadurch auch di e richterliche Fragepflicht verletzt, so die Beschwerdeführerin weiter (KG act. 1 RZ 16 f. und RZ 30-31). 3.1 Sofern nämlich das Handelsgeric ht zur Auffassung gelangt sei, dass die Modalitäten der Übergabe der Aktien von der Beschwerdeführerin unzurei- chend dargelegt worden seien, hätte sich anlässlich der Referentenaudienz vom 25. April 2007 eine diesbezügliche Befr agung aufgedrängt. Dazu sei es jedoch nicht gekommen und der Entscheid des Handelsgerichts zur Übertragung der Namenaktien nach schweizerischem Recht sei daher aufzuheben (KG act. 1 RZ 16 f. und RZ 30-31). 3.2 Bleibt das Vorbringen einer Part ei unklar, unvollständig oder unbe- stimmt, so ist ihr Gelegenheit zur Behebung des Mangels zu geben, insbesondere durch richterliche Befragung (§ 55 ZPO). Trotz der grundsätzlich formellen Natur der Fragepflicht (deren Ve rletzung zur Aufhebung des Entscheides führt, ohne Rücksicht darauf, ob das Gericht aufgrund der Befragung zu einem andern Er- gebnis gelangt wäre) ist dennoch erforder lich, dass der Beschwerdeführer da- durch beschwert ist (vgl. Kass-Nr. 97/151 vom 06.04.1998 i.S. B. Erw. 4, aus- zugsweise wiedergegeben in RB 1998 Nr. 66). 3.3 Die Vorinstanz hat ausgeführt, die Beschwerdef ührerin äussere sich nur sehr knapp zu den M odalitäten der Übergabe der Na menaktien. Fest stehe immerhin, dass die Vertragsparteien be i Vertragsschluss beide Wohnsitz resp. Sitz im Fürstentum Liechtenstein gehabt hätten und der Schenkungsvertrag da- selbst abgeschlossen worden sei, dass die Aktien im November 2002 übergeben worden seien, und sie sich heute in der Schweiz befä nden. Es seien daher zwei Szenarien denkbar: ein im Fü rstentum Liechtenstein abgeschlossener Übertra- gungsvorgang und ein im Fürstentum Liecht enstein begonnener, aber erst in der Schweiz abgeschlossener Übertragungsvorgang (KG act. 2 S. 25). Die Vorinstanz erachtete demnach die Vorb ringen der Beschwerdeführerin hinsichtlich des Voll- zugs des Schenkungsvertrages insofern unvollständig, als sie sich nicht dazu ge- äussert hat, wo die Aktien im November 2 002 übergeben worden sind. Grund- sätzlich hätte die Vorinstanz also mi ttels Ausübung der Fragepflicht den Sachver- halt klären sollen. Insoweit wäre die Rüge an sich begründet. Indessen ergibt - 9 - sich, dass die Beschwerdeführerin durch das Vorgehen der Vorinstanz keinen Nachteil erlitten hat. Weil die Vorinstanz nämlich ihren Entscheid traf, indem sie sowohl das Szenario betreffend Vollendung des Vollzugs in der Schweiz als auch dasjenige mit gänzlichem im Fürstentum Liechtenstein abgeschlossenem Über- tragungsvorgang abhandelte (wobei sie beide Male zum selben Ergebnis gelang- te), war es für die Vorinstanz letztlich unerheblich, wo die Ak tien übergeben wur- den, sodass es sich für sie erübrigte, die Fragepflicht auszuüben. 4. Weiter beruft sich die Beschwer deführerin auf den Nic htigkeitsgrund der Verletzung klaren materiellen Rechts , da das liechtensteinische Recht offen- sichtlich falsch angewendet worden sei (KG act. 1 RZ 16 f. und RZ 32-48). 4.1 Zur Begründung führt sie aus, die Zession nach liechtensteinischem Recht sei allein schon deshalb gültig, da sie überhaupt keiner Form bedurft habe. Anders wäre es nur, wenn für den Schenk ungsvertrag zwingend ein Formerfor- dernis bestanden hätte. Die Schenkung als causa (welche gemäss handelsge- richtlicher Feststellung rechtsgültig vorliege) sei aber nicht formbedürftig gewe- sen, weil die tatsächliche Übergabe der Aktientitel von D auf die C Stiftung noch im November 2002 erfolgt sei. Demzufol ge sei ein nach aussen erkennbarer Akt erfolgt, aus dem der ernstliche Wille des Schenkenden hervo rgehe, der deshalb die Schriftform des Schenkungsvertrages entbehrlich mache. Das alles ergebe sich aus folgenden rechtlichen Grundlagen: Eine rechtsgültige Zession erfordere nach liechtensteinischem Recht ein gülti ges Kausalgeschäft und sei im Allgemei- nen formfrei (H. Honsell / A. Heidinger, Kommentar zum ABGB, 2.A., Wien 1997, § 1392 Rz 1). Selbst wenn das Grundgeschäft einer Formpflicht unterliege, müsse der Abtretungsvertrag zu sei ner Gültigkeit diesem Form erfordernis nur dann ent- sprechen, wenn der Zweck der Formpflicht auch eine förmliche Abtretung erforde- re. Gemäss Honsell / Heidinger sei dies jedoch kaum vorstellbar, ausser bei der Abtretung von nicht verbrieften Forderung en, die physisch nicht übertragbar sei- en. Der Anspruch aus einem formgültigen Schenkungsversprechen könne grund- sätzlich formfrei zediert werden (H. Honsell / A. Heidinger, Kommentar zum ABGB, 2.A., Wien 1997, § 1392 Rz 12). Eine Schenkung sei nach liechtensteini- schem Recht zudem nur dann formbedür ftig, wenn keine wirkliche Übergabe - 10 - stattgefunden hat (§ 943 ABGB). Das Fo rmgebot bezwecke die Verhinderung übereilter Schenkungen und diene der Beweissicherung, habe jedoch nicht so sehr den Schutz der Gläubiger im Auge (M. Binder, Kommentar zum ABGB, 2.A. Wien 1997, § 943 Rz 1). Die wirkliche Über gabe müsse nicht sofort bei Vertrags- schluss erfolgen, sondern könne auch no ch nachträglich st attfinden (M. Binder, Kommentar zum ABGB, 2.A. Wien 1997, § 943 Rz 8 mit Verweis auf OLG Wien, EF63.173) (KG act. 1 RZ 32-41). Der Entscheid LES 1993, 12, auf den si ch das Handelsgericht stütze, sei nicht einschlägig, da dieser die Über tragung von Gründerrechten einer liechten- steinischen Anstalt betroffen habe, welc he im Gegensatz zu den Mitgliedschafts- rechten einer Aktiengesellschaft nicht in Wertpapieren verbrieft seien. In der Pra- xis würden zur Übertragung der Gründerrech te einer liechtensteinischen Anstalt Zessionsurkunden ausgestellt, welche als reine Beweisurkunden qualifiziert wür- den (ELG 1962-1966, S. 64 f.; LES 1982, S. 140; LES 1982, S. 142 f.; LES 1992, S. 151). Infolge der fehl enden Eignung zur physischen Übertragung werde im In- teresse der Publizität vom OGH in di esem „Sonderfall“ verlangt, dass zur Verfü- gung über die Gründerrechte eine schrift liche Zessionsurkunde als Beweisurkun- de übergeben werden müsse. Dadurch würden die Gründerrechte der liechten- steinischen Anstalt verkehrsfähig gemacht. Es sei abwegig, die Rechtsprechung über die nicht wertpapierrechtlich verbrieften Gründerrechte, welche der OGH selbst als Sonderfall bezei chne, auf Namenaktien einer Aktiengesellschaft zu übertragen. Denn die Verbriefung der Akti onärsstellung in einem Wertpapier be- zwecke gerade die Verkehrsfähigkeit von Eigentum und Mitgliedschaftsrechten. Der den handelsgerichtlichen Erwägungen zugrundeliegende Entscheid des OGH weise folglich klarerweise keine Parallelen zu dem hier zu beurteilenden Sachver- halt auf und das Abstellen auf aus dem Zusammenhang gerissenen Schlussfolge- rungen halte vor der klaren Rechtslage zu r rechtsgültigen Übertragung qua form- freier Zession nicht stand (KG act. 1 RZ 42-44). Selbst bei Annahme einer bestrittenen Formbedürftigkeit des Schenkungs- vertrages, so die Beschwerdeführerin weiter , wäre für eine formlos erfolgte Zessi- on der Namenaktien eine He ilung nach Vollzug der physischen Übertragung der - 11 - Aktien eingetreten. Werde nämlich ein formpflichtiges Schenkungsversprechen formfrei abgegeben, bewirke dies lediglic h den Ausschluss des Klagerechtes und habe die Wirkung einer Naturalobligatio n (M. Binder, Kommentar zum ABGB, 2.A., Wien 1997, § 943 Rz 1). Dass ei n unter Missachtung der Form eingegange- nes Schenkungsversprechen nach erfolgte r Übergabe Rechtswirkungen entfalte und nicht ungültig sei, müsse auch für die Zession gelten (KG act. 1 RZ 45-48). 4.2 Vorab ist die Beschwerdeführerin darauf hinzuweisen, dass entgegen ihrer Ansicht die Rüge bereits aufgrund von § 285 Abs. 1 und 2 ZPO der Überprü- fung durch das Kassationsgericht zugänglich ist (und nicht erst nach einem Nicht- eintretensentscheid des Kassationsger ichts und anschliessendem Unzuständig- keitsentscheid des Bundesgerichts gemäss § 285 Abs. 3 ZPO). Die vorliegend erhobene Rüge der Falschanwendung ausländischen Rechts prüft das Bundesge- richt nämlich lediglich in nicht vermögens rechtlichen Verfahren. Bei Entscheiden in vermögensrechtlichen Sachen kann eine Überprüfung der richtigen Anwendung des ausländischen Rechts vom Bundesgericht nicht verlangt werden (Art. 96 lit. b BGG; Schott in: BSK BGG N 15 zu Art. 97 BGG). Da es sich bei der Anfechtung eines Generalversammlungsbeschlusses um eine vermögensrechtliche Streitig- keit handelt (Rudin in: BSK BGG, N 13 zu Art. 51 BGG mit Verweisen), ist der Weiterzug ans Bundesgericht im Sinne von § 285 Abs. 2 ZPO nicht gegeben hin- sichtlich der Rüge der Falschanwendung liechtensteinischen Rechts und dieselbe unter den Voraussetzungen genügender Substanziierung vom Kassationsgericht zu prüfen (vgl. auch RB 2007 Nr. 94 sowie nachstehend zu den Anforderungen an die Substanziierung der Rüge der Verletzung ausländischen Rechts). Soweit es um die Frage der Verletzung (klaren) aus ländischen Rechts geht, gehen Rechtsprechung und Doktrin einhel lig davon aus, dass vom Be- schwerdeführer jedenfalls gewisse Anhaltspunkte (insbes. die verletzte Norm des ausländischen Rechts sowie einschlägi ge Doktrin und/oder Rechtsprechung) da- für zu nennen sind, inwiefern der Nichtigkeit sgrund erfüllt sein soll. Daran vermag auch Art. 16 IPRG nichts zu ändern, denn diese Norm verpflichtet das Kassati- onsgericht lediglich dazu, bei entsprec hender (substanziierter) Bezeichnung des Nichtigkeitsgrundes allenfalls notwendige vertiefte Abklärungen von Amtes wegen - 12 - vorzunehmen (RB 2002 Nr. 104; zuletzt Kass.-Nr. AA060045 v. 15. Februar 2007, Erw. II.5.3b; Marco Jagmetti, Zur Anwe ndung ausländischen Rechts von Amtes wegen - ein "Tour d'horizon", in: Rechtsschutz, Festschrift zum 70. Geburtstag von Guido von Castelberg, Zürich 1997, S. 95 ff., S. 113 f.). Die Beschwerdefüh- rerin gibt nun zwar mit Ausnahme von § 943 ABGB nicht die ihrer Ansicht nach verletzte(n) weitere(n) Norm(en) des liecht ensteinischen Rechts an, führt aber Li- teratur und Rechtsprechung an, v.a. auch die Kommentierung zu § 1392 ABGB (vgl. act. 1 RZ 36 ff.), sodass ihre Rüge de r Verletzung klaren liechtensteinischen Rechts als genügend substanziiert im Sinne des § 288 Abs. 1 Ziff. 3 ZPO zu be- trachten ist. 4.3 Das Handelsgericht hat ausgeführt, Verträge seien mündlich wie schriftlich gültig (§ 883 ABGB), daher würde im Lichte des Gesetzestextes allein zunächst zu vermuten sein, dass die Abtret ung formfrei gültig se i. Dem sei aber gemäss höchstrichterlicher Rechtsprec hung des Fürstentums Liechtenstein (OGH) nicht so. Zwar handle es sich bei Zessionen im Allgemeinen um Konsen- sualverträge, bei denen eine bestimmte Form nicht einzuhalten sei. Formbedürftig seien jedoch jene Zessionen, bei den en das einer Zession zugrundeliegende Grundgeschäft, die Causa der Zession, eine r bestimmten Form unterliege. In sol- chen Fällen sei auch für die Abtretungsve reinbarung die Einhaltung der für das Grundgeschäft vorgeschriebenen besonderen Form erforderlich. Aus Gründen der Rechtssicherheit fordere der OGH z udem in einer Reihe von sonstigen Zessi- onsfällen die „Publizität“ der Zession. Sie müsse in den in Betracht kommenden Sonderfällen unzweifelhaft und unwiderlegb ar in der Aussenwelt in Erscheinung treten. Dieser Publizitätseffekt werde insbesondere durch die Aushändigung einer Zessionsurkunde vom Geschenkgeber an den Geschenknehmer erreicht. In sol- chen Fällen sei daher die Zessionsurkunde mehr als eine blosse Beweisurkunde. Die Übergabe der Zessionsurku nde zähle vielmehr in dem hier in Rede stehen- den Sonderfall zu den Gültig keitserfordernissen der Zession (LES [Liechtensteini- sche Entscheidsammlung] 1993, 12: OGH, 16. Dezember 1991, 2 C 88/89-31, zi- tiert in Hasenbach et. al., ABGB, Berein igter Gesetzestext mit Fassungs- und Entscheidungsverweisen, Mauren 1993, S. 493). Anschliessend daran untersucht das Handelsgericht, ob – wie von der Be schwerdeführerin geltend gemacht – aus - 13 - dem Schenkungsvertrag vom 16. November 2002 eine gültige Zession hervorge- he, was es alsdann verneint (KG act. 2 S. 27 ff.). 4.4 Die Gerichte des Fürstentums Liec htenstein stellen in ihrer Rechtspre- chung auf Kommentare zum österreichi schen ABGB sowie Gerichtsentscheide österreichischer Gerichte ab, soweit de r Wortlaut der entsprechenden Paragrafen identisch ist – wie es hier bei § 1392 ABGB und § 943 ABGB der Fall ist (vgl. z.B. LES 1982, S. 142 und S. 144, LES 1993, S. 17 f. Ziff. 11). Demgemäss können vorliegend zur Beurteilung der Frage, ob das Handelsgericht zu Unrecht davon ausgegangen sei, die Zession unterliege einer speziellen Form (nämlich der Schriftform, was sich daraus ergibt, dass das Handelsgericht prüfte, ob im schrift- lichen Schenkungsvertrag auch eine Zession erblickt werden könne, KG act. 2 S. 27 unten f.), auch die Kommentierunge n zum österreichischen ABGB und ge- gebenenfalls die Rechtsprechung der österreichischen Gerichte zu den interessie- rende Paragrafen herangezogen werden. Zunächst ist anhand der Begründung der Vorinstanz nicht klar (vgl. KG act. 2 S. 27 sowie vorstehend Ziff. III.4.3 ), ob sie die Formbedürftigkeit der Zessi- on bejahte, weil sie annahm , dass die Übertragung geschenkter Namenaktien ei- nen Sonderfall mit Publizitätserfordernis im Sinne der Rechtsprechung des Fürst- lichen Obersten Gerichtshofes (OGH) darstelle (Erwägungen für diesen Fall nach- folgend unter a) oder weil sie davon ausging, dass bereits das Grundgeschäft – die Schenkung – formbedürftig sei (Erwägungen für diesen Fall nachfolgend unter b). a) Im vom Handelsgericht zitierten Entscheid resp. in der Zusammenfassung im zitierten Werk steht: „ ... Dieser Publizitätseffekt wir d insbesondere durch die Aushändigung einer Zessionsurkunde vo m Geschenkgeber an den Geschenk- nehmer erreicht“. Offenbar hat das Handelsgericht daraus abgeleitet, dass schen- kungsweise erfolgte Zessionen nach der Rechtsprechung des OGH stets den Sonderfällen, welche die geschilderte Pub lizität erfordern, zuzurechnen seien. Dies ist jedoch nicht richtig: Bereits aus der ansonsten vom Handelsgericht fast wörtlich wiedergegebenen Regeste ergibt sich nämlich, dass sich der Entscheid resp. der „hier in Rede stehende Sonderfall“ auf die Sicherungsübereignung von - 14 - Gründerrechten einer Anstalt bezieht und damit für den vorliegenden Fall nicht einschlägig ist. An die vorstehend wiedergegebenen Ausführungen schliesst näm- lich folgende Passage an: „Ähnliches ist auch bei der sicherungsweisen Zession, insbesondere von Gründerrechten einer Anstalt zu fordern. Will sich daher der wirtschaftliche Gründer einer Anstalt durch die Zession der Gründerrechte eine Sicherheit dafür verschaffen, dass der treuhänderisch beauftragte rechtliche Gründer einem ihm erteilt en Verwaltungsmandat nachkomme, so muss in der Regel die entsprechende Zessionsurk unde vom rechtlichen Gründer an den wirt- schaftlichen Gründer übergeben werden. In solchen Fällen ist daher die Zessi- onsurkunde mehr als eine blosse Bewe isurkunde. Die Übergabe der Zessionsur- kunde zählt vielmehr in dem hier in Rede stehenden S onderfall zu den Gültig- keitserfordernissen der Zession“ (vgl. LES 1993, 12 ff., v.a. 13 f. zu § 1392 ABGB; und Zitat LES 1993, 12 in Ha senbach et al., ABGB, aktua lisierte, nicht amtliche Textausgabe mit Fassungs- und Entschei dungsverweisen [Stand LES 2000, Heft 1], diversen Anhängen und Sachregister, Schaan 2000, S. 519). Bei vollständiger Lektüre des vom Handelsgericht herangezo genen Entscheides lässt sich feststel- len, dass der OGH folgende Sonderfälle erwähnt: a) die schenkungsweise Über- tragung von vermögenswerten und veräusse rlichen Gründerrechten (unter Ver- weis auf LES 1982, 141 ff. [144]; auf diesen Fall bezieht sich auch die „Aushändi- gung einer Zessionsurkunde vom Gesch enkgeber an den Geschenknehmer “ in der Regeste, denn im Falle dieses Ent scheides war eine Blankozessionsurkunde über die Gründerrechte einer Anstalt vorhanden), b) sicherungsweise Zessionen, c) den dem erwähnten Entscheid zugr undeliegende Fall, bei welchem dem treu- händerischen Gründer einer Anst alt bzw. dessen Rechts nachfolger die weitere Verwaltung dieser Anstalt im eigenen Na men und die Besorgung bestimmter Auf- träge des wirtschaftlichen Gründer s auferlegt wurde, sich aber der wirtschaftliche Gründer der Anstalt durch di e Zession der Gründerrechte eine Sicherheit dafür verschaffen will, dass der treuhänderisch Beauftragte dem ihm erteilten Mandat in allen Belangen nachkomme (LES 1993, 12 ff. [26]). Nach einem Entscheid des OGH vom 5. Juni 2008 erfolgt die Zession von Gründerrechten einer Anstalt formfrei (s o auch schon Beschluss J 563/341 des Obergerichts vom 8. Januar 1964, wiedergegeben in LEG 1962 bis 1966, - 15 - S. 64 f.). Lediglich im Fall der Existenz einer Blankozessionserklärung ist die Zes- sion nur dann rechtswirksam, wenn der Zessionar entweder die Zessionsurkunde in Besitz nimmt oder die rechtliche und tatsächliche Möglichkeit eingeräumt erhält, über die von einem Dritten verwahrte Bl ankozessionsurkunde jederzeit zu verfü- gen (Entscheid 06 CG.1991.373 des OGH vo m 5. Juni 2008, wiedergegeben in LES 2008, S. 431). Im vo rliegenden Fall ist keine Blankozessionsurkunde vor- handen, sodass selbst wenn man die Re chtsprechung über die Zession von Gründerrechten einer liechtensteinischen An stalt auf die Übertragung von Aktien anwenden wollte, kein Sonderfall gemäss vorstehend Bstb. a) vorläge. Da die Ak- tien aber auch nicht sicherungsweise an die Y Stiftung über tragen werden sollten (somit kein Fall gemäss vorstehend Bstb. b) vorliegt) und auch keine Rede davon sein kann, dass „dem treuhänderischen Gründer einer Anstalt bzw. dessen Rechtsnachfolger die weitere Verwaltung dieser Anstalt im eigenen Namen und die Besorgung bestimmter Aufträge des wir tschaftlichen Gründers auferlegt wur- de, sich aber der wirtschaftliche Gründer der Anstalt durch die Zession der Grün- derrechte eine Sicherheit dafür versc haffen will, dass der treuhänderisch Beauf- tragte dem ihm erteilten M andat in allen Belangen nach komme“ (gemäss Bstb. c) hievor, d.h. dem dritten vom OGH im Entscheid 2 C 88/89-31 vom 16. Dezember 1991, [LES 1993, 12] geschilderten Sonderfall), hat die Vorinstanz auf einen nicht einschlägigen Entscheid abgestellt, falls si e im vorliegenden Fall einen Sonderfall mit dem Erfordernis der Publizität gem äss dem Entscheid 2 C 88/89-31 des OGH vom 16. Dezember 1991 (LES 1993, 12) erblickte. b) Gemäss § 943 ABGB erwächst dem Geschenknehmer aus einem bloss mündlichen, ohne wirkliche Übergabe geschlossenen Schenkungsvertrage kein Klagerecht und muss dieses Recht durch eine schriftliche Urkunde begründet werden. Die Schenkung mit wirklicher Übergabe ist demgemäss formfrei, bedarf also nicht der Schriftlichkeit (Urteil 2 C 252/79-46 des OGH vom 9.9.1981, wie- dergegeben in LES 1982, 139, v.a. S. 143 unten). Was „Wirkliche Übergabe“ ist, sagt das Gesetz nicht; der Ausdruck muss daher nach der eigentümlichen Bedeu- tung der Worte in ihrem Zusammenhang und aus der klaren Absicht des Gesetz- gebers verstanden werden. Verlangt wird ein vom Schenkungsvertrag verschie- dener, sinnfälliger, als Übergabe nach auss en hin bemerkbarer Akt, welcher der-- 16 - art beschaffen ist, dass aus ihm der ernstliche Wille des Schenkers in der Aus- senwelt erkennbar wird, die Sache sofort in den Besitz des Beschenkten zu über- tragen (LES 1982, 139, v.a. 143 f.; Bollenberger in: Kurzkommentar zum AGBG, Hrsg. Koziol/Bydlinski/Bollenberger, Wi en 2007, N 5 zu § 943 ABGB mit Hinwei- sen auf die Rechtsprechung; Binder in: Praxiskommentar ABGB, Hrsg. Schwi- mann, Wien 2006, N 10 zu § 943 ABGB mi t Hinweisen auf die Rechtsprechung; Schubert in: Kommentar zum ABGB, Hrsg . Rummel, Wien 2002, N 1 zu § 943 ABGB). Die wirkliche Übergabe muss nicht sofort bei Vertragsschluss erfolgen, sondern kann noch nachträglich stattfinden (Binder in: Praxiskommentar ABGB, Hrsg. Schwimann, Wien 2006, N 10 zu § 943 ABGB mit Hinweis auf OLG Wien EF 63.173; Klang, Kommentar zum A llgemeinen bürgerlichen Gesetzbuch, Wien 1968, S. 616; Entscheid 6 Ob 264/65 des Obersten Gerichtshofs Öster- reichs vom 22. Dezember 1965, wiederg egeben in SZ XXXVIII 27 [SZ = Ent- scheidungen des österreichischen Obersten Gerichtshofes in Zivil- und Justizver- waltungssachen, veröffentlicht von seinen Mitgliedern, zitiert mit Band, Nummer]). Nach liechtensteinischem Recht können – wie die Beschwerdeführerin, al- lerdings unter Verweis auf den nicht einschlägigen LES 2006, 161, der versehent- lich nicht verbriefte Inhaberaktien betraf (für welche nicht dieselben Übertragungs- formen gelten wie für Namenaktien), gelte nd macht (KG act. 1 RZ 36) – Namen- aktien statt mittels Indossament dur ch einen Abtretungsvertrag (gemäss §§ 1392 ff. ABGB) in Verbindung mit der Übergabe der Urkunde übertragen wer- den, wobei die Abtretungserklärung unmittel bar auf dem Titel oder aber auf einer separaten Urkunde erscheinen kann. Da im Verhältnis zur Gesellschaft nur derje- nige als Aktionär betrachtet wird, der im Aktienbuch ein getragen ist, wirkt sich die Übertragung mitgliedschaftsrechtlich allerdings erst mit Eintragung ins Aktienbuch aus (Rony Frick, Die Aktienarten nach liech tensteinischem Aktienrecht, Diss. Uni- versität Bern, Schaan 1977, S. 103 f.). Ohne dass dies an dieser Stelle explizit ausgeführt würde, setzt Frick das Schriftformerfordernis der Zession voraus, in- dem gemäss seinen Ausführungen die Abtretungserklärung entweder auf dem Ti- tel selbst oder einer separaten Urkunde erscheinen kann. - 17 - Die Beschwerdeführerin hat keine Rechtsprechung oder Literatur angeführt, woraus sich ergäbe, dass liechtensteinis che Judikatur und Lehre einhellig davon ausgehen, dass es für die wirkliche Übergabe bei der Schenkung von Namenakti- en genügen würde, wenn die Aktien aus de m Einflussbereich des Schenkers in die Verfügungsgewalt bzw. den Besitz des Beschenkten gelangen, ohne dass da- bei die wertpapierrechtlichen Anfor derungen an die Eigent umsübertragung (das heisst nach dem vorstehend Gesagten zumindest eine schriftliche Zession mit Übergabe der Aktienurkunde) eingehalten zu werden bräuchten und das Kassati- onsgericht hat bei seinen Nachforschungen ebenfalls nichts dergleichen gefun- den. Es besteht mit andern Worten kein klar es liechtensteinisches Recht zu die- ser Frage. Entsprechend hat die Vorinstanz daher kein klares materielles Recht im Sinne von § 281 Ziff. 3 ZPO verletzt, indem sie im Ergebnis nicht von einer Handschenkung ausgegangen ist, sondern Schriftlichkeit der Zession verlangt hat. Schliesslich macht die Be schwerdeführerin geltend, die Vorinstanz habe je- denfalls dadurch, dass sie für den Fall ei ner von der Beschwerdeführerin bestrit- tenen Formbedürftigkeit die Heilung des Formmangels nach Vollzug der physi- schen Übertragung der Aktien nicht beachtet habe, klares materielles Recht ver- letzt (KG act. 1 RZ 45 ff., oben III.4.1). Die von der Beschwerdeführerin angege- bene Literaturstelle betrifft nun aber die Heilung eines formungültig abgegebenen Schenkungsversprechens, mithin das Verpflichtungsgeschäft. Vorliegend steht nicht die Rechtswirksamkeit des Schenkun gsvertrages zur Diskussion, sondern diejenige des Verfügungsgeschäfts. Die Besch werdeführerin gibt aber keine Lite- raturstelle oder einen Gerichtsentscheid an, wonach auch ein formungültiges Ver- fügungsgeschäft (vorliegend die Zession) gehei lt werden könnte. In der österrei- chischen Literatur und Rechtsprechung wird wohl eine Heilung der Veräusserung von GmbH-Geschäftsanteilen, ohne dass die Form des durch § 76 Abs. 2 GmbHG vorgeschriebenen Notariatsakts eingehalten wurde, diskutiert. Eine Hei- lung wird v.a. in folgenden Konstellationen besprochen: a) wenn die Berufung auf die Formungültigkeit sittenwidrig wäre (w obei hier genau ge nommen keine „Hei- lung“ des Formmangels vorliegt, sondern vi elmehr die Versagung des Rechts- schutzes wegen Rechtsmissbräuchlichkeit), b) wenn der Veräusserer dem Erwer-- 18 - ber die Mitgliedschaftsrechte tatsäch lich eingeräumt und dies er sie über längere Zeit ausgeübt hat, c) w enn bei Nichteinhalt ung der Form beim Verpflichtungsge- schäft zumindest die Abtretung (Verfügungsge schäft) mittels Notariatsakt vorge- nommen wird (Peter Bydlinski, Ve räusserung und Erwerb von GmbH- Geschäftsanteilen, Wien 1991, S. 57 ff. mi t Hinweisen auf die Rechtsprechung; Wilma Dehn, Formnichtige Rechtsgeschäfte und ihre Erfüllung, Wien 1998, S. 227 ff.). Peter Bydlinsky (a.a.O., S. 62 ff.) ist allerdings entschieden der Auffas- sung, dass Formmängel am Verfügungsgeschäft nicht heilbar seien. Er verweist auch darauf, dass sich das Höchstgericht in NZ 1990, 279 pr inzipiell gegen die Möglichkeit einer Heilung auszusprechen scheine (a.a.O., S. 59). Wilma Dehn er- achtet ein Nachholen der Form bei vore rst formloser Abtretung und auch die Hei- lung des formungültigen Verpflichtungsgeschäfts durch (nachträgliche) formge- rechte Abtretung zulässig und verweist auf verschiedene Lehrmeinungen zur Hei- lung von Formmängeln des Verfügungsgeschäfte s (a.a.O., S. 227 mit Hinweisen auf verschiedene Ansichten in FN 48). A ngesichts dessen, dass sowohl Lehre als auch Rechtsprechung zu diesem Thema uneinheitlich sind, kann nicht von Vorlie- gen klaren Rechts die Rede sein, welches die Vorinstanz verletzt haben könnte, indem sie nicht von einer Heilung des Formmangels (keine schriftliche Zession) durch die erfolgte Übergabe der Aktien ausging. 5. Schliesslich – so die Beschwerdeführerin weiter – habe die Vorinstanz den Schenkungsvertrag, der zugleich die Zessionserklärung zur Übertragung der Aktien enthalte, willkürlich und widersprü chlich ausgelegt (KG act. 1 RZ 16, RZ 18 f. und RZ 49-57, wobei RZ 51-52 fehlen). 5.1 Die Begründung für dies e Rüge lautet wie folgt: Das Handelsgericht sei gestützt auf die falsche Ausgangslage (dass die Zession der Namenaktien der Schriftform bedurft hätte) zum unhaltbar en Schluss gelangt, dass der Schen- kungsvertrag nicht als Zessionsurkunde be trachtet werden könne. Zur Begrün- dung habe das Handelsgericht ausgeführt, dass der Schenkungsvertrag keinerlei Erklärung der Vertragsparteien zur Ab tretung der Namenaktien der Beklagten enthielte. Insbesondere liesse sich das Verfügungsgeschäft nicht der Bestimmung „Der Geschenkgeber schenkt und überträgt se in Eigentum an den Namenaktien - 19 - Nr. 1 bis 100 an der A AG und die Besch enkte übernimmt die Namenaktien Nr. 1 bis 100 an der A AG in ihr Alleineigentum “ entnehmen. Das Handelsgericht habe den Schenkungsvertrag zu Unrecht nur objektiv, und dies zudem falsch, ausge- legt und den sich aus den Umständen erg ebenden tatsächlichen Willen der Ver- tragsparteien völlig ausser Acht gelasse n. Nach bundesgerichtlicher Rechtspre- chung sei der Vertragsinhalt durch objektive Auslegung nur dann zu ermitteln, wenn eine tatsächliche Willensübereinstimmung unbewiesen bleibe und gehe das tatsächlich Gewollte vor. Das gelte auch für den Fall formpflichtiger Rechtsge- schäfte, weil nach heute herrschender Au ffassung die Auslegung formbedürftiger Verträge den gleichen Regeln unterliege wie die Auslegung formfreier Verträge. Ein formbedürftiger Vertrag sei daher z uerst auszulegen, ohne dass die Formvor- schrift irgendwelchen Einfluss auf die Auslegung habe. Erst wenn das Ausle- gungsergebnis feststehe, entsc heide sich nach der ein schlägigen Formvorschrift, inwieweit der so ausgelegte Vertrag v on der gesetzlichen Form gedeckt sei. Die Verwendung eines missverständlichen Titels zu Ziff. 2 des Schenkungsvertrages sei ohne Relevanz, denn eine formalistisc he Auslegung sei unzulässig. Vorlie- gend sei verbindlich festgestellt, dass die Vertragsparteien nach Abschluss des Schenkungsvertrages die entscheidenden Erfüllungshandlungen vorgenommen hätten, was den tatsächlichen Parteiwillen, wie er auch in Ziff. 2 des Schenkungs- vertrages schriftlich fixiert worden sei, belege. Die Gegenparte i habe nicht bestrit- ten, dass der Schenkungsvertrag auch den Zessionswillen der Parteien enthalte. Dennoch habe das Handelsgericht den ta tsächlichen, auf das Verfügungsge- schäft über die Aktien gerichteten Willen der C Stiftung und von D völlig unbe- rücksichtigt gelassen, obwohl die Umst ände eines Vertragsabschlusses als er- gänzende Auslegungsmittel zur Ermittlung des tatsächlichen (gemeint wohl: Wil- lens der Vertragsparteien) heranzuziehen seien. Für den Ausgang des Verfahrens sei die Feststellung des tatsächlichen Willens von D und der C Stiftung zentral und könne vor Bundesgericht nicht mehr nachgeholt werden. Die Missachtung des unbestrittenen tatsächlichen Willens dur ch das Handelsgericht sei willkürlich. Hätte das Handelsgericht den Schenkungsvertrag subjektiv ausgelegt, hätte es auf ein rechtsgültiges Verfügungsgesc häft schliessen müssen. Richtigerweise manifestiere der Schenkungsvertrag das Ve rpflichtungsgeschäft und die Zession, - 20 - sodass selbst nach dem strikten Formerfor dernis des schweizerischen Rechts ei- ne rechtsgültige Zession vorliegen würde (KG act. 1 RZ 16, RZ 18 f. und RZ 49- 57, wobei RZ 51-52 fehlen). 5.2 Die Auslegung von vert raglichen Abreden kann vorbehältlich der Zu- lässigkeit der Beschwerde ans Bundesgeric ht vom Kassationsgericht auf die Ver- letzung klaren materiellen Rechts hin überprüft werden (vgl. RB 1996 Nr. 124). Angesichts der Regelung von § 285 ZPO (vgl. oben II.2) ist vorab zu untersuchen, ob die von der Beschwerdeführerin in diesem Zusammenhang erhobenen Rügen vom Bundesgericht auf entsprechende Rüge hin frei überprüft würden oder nicht. Die Auslegung von Verträgen nach Treu und Glauben bzw. die objektivierte Vertragsauslegung stellt eine Frage des Bundesrechts dar, welche vom Bundes- gericht überprüft werden kann. Derweil beruht die Ermittlung des wirklichen Wil- lens - die subjektive Auslegung - auf Be weiswürdigung und ist damit als Tatfrage wie auch die Feststellungen des kantonalen Richters über die äusseren Umstän- de sowie das Wissen und Wollen der Bete iligten im Rahmen der Auslegung nach dem Vertrauensprinzip der bundesgericht lichen Überprüfung entzogen (Bger 4A_156/2008 vom 08.07.2008, Er w. 1.1; BGE 133 III 675, Erw. 3.3). Der Vorrang der subjektiven vor der objektivierten Au slegung ergibt sich aus Art. 18 OR und die Verletzung dieses Grundsatzes kann da her mit Berufung (resp. seit der Gel- tung des BGG mit Beschwerde in Zivilsac hen) ans Bundesgeric ht gerügt werden (BGE 121 III 118, Erw. 4.b/aa). 5.3 Somit kann auf die Rüge der Be schwerdeführerin, die geltend macht, die Vorinstanz habe den Schenkungsvertr ag zwischen D und der C Stiftung vom 16. November 2002 (HG act. 13/8) zu Unrech t objektiviert (statt subjektiv) ausge- legt und dies überdies falsch, gestützt auf § 285 ZPO nicht eingetreten werden (oben II.2 und vorstehend III.5.2). Ob die R üge aufgrund von Art. 96 BGG für das Szenario der vollständig im Fürstentum Liechtenstein erfolgten Vorgänge, aus denen die Beschwerdeführerin den Erwerb des Eigent ums an den Namenaktien durch die C Stiftung ableitet (KG act. 2 S. 25 ff. Erw. 3.4.3), unter dem Aspekt von § 285 ZPO zu prüfen wäre (vgl. oben III.4.2 ), kann offengelassen werden, bezie- hen sich doch die Ausführungen der Beschwerdeführerin zum Thema Auslegung - 21 - ausschliesslich auf die Auslegung nach schweizerischem OR und der Rechtspre- chung des Schweizerischen Bundesgerichts dazu (KG act. 1 RZ 49-57) und ge- nügen diese den Anforderungen an die Substanz iierung der Rüge der Falschan- wendung liechtensteinischer Auslegungsregeln (vgl. vorstehend III.4.2) nicht. Sollte die Beschwerdeführerin mit der Be tonung, dass der tatsächliche Wille der Vertragsparteien seitens der Beschwe rdegegnerin unbestritten geblieben sei, und das Handelsgericht dies missachtet habe, sinngemäss die Verletzung der Verhandlungsmaxime rügen wollen, wäre darauf nicht einzutreten. Die Beschwer- deführerin setzt sich nämlich nicht mi t den vorinstanzlichen Erwägungen dazu auseinander (vgl. oben II.1). Die Vorinsta nz hat festgehalten, dass die beklagti- sche Argumentation, der Sc henkungsvertrag enthalte in schriftlicher Weise die Zession der schweizerischen Aktien, von der Klägerin nicht bestritten worden sei. Da die rechtliche Qualifik ation des Vertrages vom 16 . November 2002 und die Gültigkeit der Zession aber Rechtsfragen dar stellen würden, seien sie von Amtes wegen zu prüfen (KG act. 2 S. 28 oben und S. 31). 6. Zusammengefasst gelingt es der Beschwerdeführerin nicht, einen Nichtigkeitsgrund nachzuweisen. Damit erübrigen sich auch Ausführungen zum reformatorischen Antrag (KG act. 1 S. 2) der Beschwerdeführerin. IV. Ausgangsgemäss wird die Beschwer deführerin kosten- und entschädi- gungspflichtig (§ 64 Abs. 2 ZPO und § 68 Abs. 1 ZPO). V. Aufgrund der Akten des am Kassati onsgericht hängigen Verfahrens Kass.- Nr. AA090154, in welchem die Beschwe rdegegnerin im vorliegenden Verfahren als Partei beteiligt ist, ist gerichtsnotorisch, dass zur Zeit nicht E, welcher bisher für die Beschwerdegegnerin handelte, sonder n ein Sachwalter, Dr. F, Vertreter der Beschwerdegegnerin ist, weshalb der vorliegende Beschluss dem Sachwalter - 22 - als Vertreter der Beschwer degegnerin zuzustellen (§ 187 Abs. 1 GVG i.V.m. § 176 Abs. 1 GVG) und überdies das Ru brum entsprechend anzupassen ist. Im- merhin ist dem bisherigen Vertreter der Beschluss zur Kenntnisnahme zuzustel- len. Das Gericht beschliesst: 1. Die Nichtigkeitsbeschwerde wird abgew iesen, soweit darauf eingetreten werden kann. 2. Die Gerichtsgebühr für das Kassationsverfahren wird festgesetzt auf Fr. 8'750.--. 3. Die Kosten des Kassationsverfahrens werden der Beschwerdeführerin auf- erlegt. 4. Die Beschwerdeführerin wird verpf lichtet, der Beschwerdegegnerin für das Kassationsverfahren eine Umtriebsentschädigung von Fr. 800.-- zu entrich- ten. 5. Gegen diesen Entscheid kann unter den Voraussetzungen von Art. 90 ff. BGG innert 30 Tagen nach dessen Empfang schriftlich durch eine Art. 42 BGG entsprechende Eingabe Beschwerde gemäss Art. 72 ff. BGG an das Schweizerische Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, erhoben werden. Der Streitwert beträgt mindestens Fr. 100'000.--. Sodann läuft die Frist von 30 Tagen zur Anfechtung des Urteils des Han- delsgerichts des Kantons Zürich vom 4. Juli 2008 mit Beschwerde an das Bundesgericht neu ab Empfang des vorliegenden Entscheides (Art. 100 Abs. 1 und 6 BGG). Hinsichtlich des Fristenlaufes gelten die Art. 44 ff. BGG. - 23 - 6. Schriftliche Mitteilung an die Part eien und das Handelsgericht des Kantons Zürich (Proz.-Nr. HG060396), je gegen Empfangsschein sowie an E, __________strasse ..., _________, zur Kenntnisnahme. ______________________________________ KASSATIONSGERICHT DES KANTONS ZÜRICH Die jur. Sekretärin: