<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD HTML 4.01//EN"> <html> <head> <title>AGVE - Archiv</title> <meta charset="utf-8"/><meta content="text/html; charset=utf-8" http-equiv="CONTENT-TYPE"/> <meta content="Weblaw - www.weblaw.ch" name="Publisher"/> </head> <body> <div class="header"><span class="year">2012</span> <span class="title">Beschwerden gegen Einspracheentscheide des M...</span> <span class="page_no">301</span></div> <div class="page" id="S1"> <div role="main"><br/> <span class="ft1"><b>53</b></span> <span class="ft1"><b>Nichtverlängerung der Aufenthaltsbewilligung; Zuständigkeit</b></span><br/> <span class="ft1"><b>Wird die Aufenthaltsbewilligung eines Betroffenen nicht mehr verlängert</b></span><br/> <span class="ft1"><b>und heiratet dieser während des Rechtsmittelverfahrens eine in einem an-</b></span><br/> <span class="ft1"><b>deren Kanton wohnhafte Ehefrau, so hat der für die Nichtverlängerung</b></span><br/> <span class="ft1"><b>zuständige Kanton lediglich zu prüfen, ob die ursprünglich erteilte Auf-</b></span><br/> <span class="ft1"><b>enthaltsbewilligung zu Recht nicht mehr verlängert worden ist. Die Prü-</b></span><br/> <span class="ft1"><b>fung eines Anspruchs auf Erteilung einer Aufenthaltsbewilligung gestützt</b></span><br/> <span class="ft1"><b>auf die Bestimmungen des Familiennachzugs hat der Wohnsitzkanton des</b></span><br/> <span class="ft1"><b>nachziehenden Ehegatten zu prüfen (E. II./2.).</b></span><br/> <br/> <span class="ft2">Entscheid des Rekursgerichts im Ausländerrecht vom 23. August 2012 in</span><br/> <span class="ft2">Sachen N.G. betreffend Nichtverlängerung der Aufenthaltsbewilligung und</span><br/> <span class="ft2">Wegweisung (1-BE.2010.44).</span><br/> <br/> <span class="ft3"><i>Aus den Erwägungen</i></span><br/> <br/> <span class="ft4">II.</span><br/> <span class="ft4">2.</span><br/> <span class="ft4">Vorab ist Folgendes festzuhalten: Der Beschwerdeführer war</span><br/> <span class="ft4">ursprünglich im Besitze einer eigenständigen Aufenthaltsbewilli-</span><br/> <span class="ft4">gung, welche ihm vor seiner Heirat mit einer schweizerisch-spani-</span><br/> <span class="ft4">schen Doppelbürgerin erstinstanzlich nicht mehr verlängert worden</span><br/> <span class="ft4">ist.</span><br/> <span class="ft4">Die Erteilung und Verlängerung von Aufenthaltsbewilligungen</span><br/> <span class="ft4">gestützt auf Bestimmungen des Familiennachzugs fällt in die Kom-</span><br/> <span class="ft4">petenz der kantonalen Migrationsbehörden (Martina Caroni, in: Mar-</span><br/> <span class="ft4">tina Caroni/Thomas Gächter/Daniela Thurnherr [Hrsg.], Stämpflis</span><br/> <span class="ft4">Handkommentar zum Bundesgesetz über die Ausländerinnen und</span><br/> <span class="ft4">Ausländer, Bern 2010, Art. 42, N 8). Zuständig für die Erteilung von</span><br/> <span class="ft4">Aufenthaltsbewilligungen sind die kantonalen Ausländerbehörden</span><br/> <span class="ft4">des Wohnsitzkantons (vgl. Karin Gerber, in: Martina Caroni/Thomas</span><br/> <span class="ft4">Gächter/Daniela Thurnherr [Hrsg.], a.a.O., Art. 40, N 6). Über einen</span><br/> <span class="ft4">Anspruch auf Erteilung einer Aufenthaltsbewilligung gestützt auf die</span><br/> <span class="ft4">Bestimmungen des Familiennachzugs haben folglich die Behörden</span><br/> <span class="ft4">desjenigen Kantons zu entscheiden, in welchem der nachziehende</span><br/></div> </div> <div class="header"><span class="year">2012</span> <span class="title">Rekursgericht im Ausländerrecht</span> <span class="page_no">302</span></div> <div class="page" id="S2"> <div role="main"><br/> <span class="ft4">Ehegatte Wohnsitz hat. Die Ehefrau des Beschwerdeführers, welche</span><br/> <span class="ft4">für den Beschwerdeführer ein Familiennachzugsgesuch einreichen</span><br/> <span class="ft4">könnte, hat ihren Wohnsitz nicht im Kanton Aargau und der Fami-</span><br/> <span class="ft4">liennachzug in den Kanton Aargau ist weder beantragt und offenbar</span><br/> <span class="ft4">auch nicht geplant. Damit fällt die Prüfung eines Anspruchs auf Er-</span><br/> <span class="ft4">teilung einer Aufenthaltsbewilligung des Beschwerdeführers gestützt</span><br/> <span class="ft4">auf die Bestimmungen des Familiennachzugs nicht in die Kompetenz</span><br/> <span class="ft4">des Kantons Aargau, sondern wäre im Rahmen eines Familiennach-</span><br/> <span class="ft4">zugsverfahrens durch den Wohnsitzkanton der Ehefrau des Be-</span><br/> <span class="ft4">schwerdeführers, aktuell durch den Kanton Zürich, zu prüfen. Aus</span><br/> <span class="ft4">diesem Grund müssen in casu auch sämtliche Aspekte, welche sich</span><br/> <span class="ft4">aus der Ehe ergeben, unberücksichtigt bleiben.</span><br/> <span class="ft4">[...]</span><br/> <span class="ft4">Vorliegend geht es somit einzig um die Nichtverlängerung der</span><br/> <span class="ft4">eigenständigen Aufenthaltsbewilligung des Beschwerdeführers, in</span><br/> <span class="ft4">deren Besitz er bereits vor seiner Heirat gewesen ist. Zu prüfen ist,</span><br/> <span class="ft4">ob diese Aufenthaltsbewilligung zu Recht nicht mehr verlängert wor-</span><br/> <span class="ft4">den ist.</span><br/> <br/> <br/></div> </div> </body> </html>