<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2004.00490</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="https://vgrzh.djiktzh.ch/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=https://vgrzh.djiktzh.ch&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=204811&amp;W10_KEY=4467139&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2004.00490</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 03.02.2005</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">3. Abteilung/3. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Abgaberecht ohne Steuern</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Konzessionsgebühren</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Konzessionsgebühr für Mobilfunkanlage im öffentlichem Luftraum: Antrag auf Gebührenbefreiung; einmalige oder jährliche Gebührenerhebung; Auslegung des stadtzürcherischen Gebührenreglementes (GebR).<br/><br/>Die Beschwerde der Stadt Zürich (und damit auch jene der Beschwerdegegnerin) ist gegen den an sie zurückgewiesenen Rückweisungsentscheid der BRK zulässig, obwohl es sich um einen Zwischenentscheid handelt, da sie ansonsten gezwungen wäre nach der Neufestsetzung der Gebühr ihren eigenen Neuentscheid anzufechten (E. 1).<br/><br/>§ 231 PBG sieht die Gebührenbefreiung für die Inanspruchnahme öffentlichen Grundes mit Einschluss der Luftsäule und des Erdreiches vor, wenn die fraglichen Vorrichtungen "nach planungsrechtlichen Festlegungen und Bestimmungen vorgeschrieben oder erlaubt" sind. Mit planungsrechtlichen Festlegungen sind offenkundig solche im Sinn des PBG gemeint. Das trifft bezüglich der streitbetroffenen Mobilfunk-Basisstationen nicht zu (E. 3.2).<br/>Gemäss Art. 12 Abs. 1 GebR ist die Gebühr herabzusetzen oder nicht zu erheben, wenn eine zur Sondernutzung erstellte bauliche Vorrichtung gleichzeitig der Öffentlichkeit dient oder "sonstwie" im besonderen Interesse des Gemeinwesens liegt. In der Monopolisierung und Konzessionspflicht der Mobilfunktelefonie zeigt sich, dass dieser seitens des Verfassung- und Bundesgesetzgebers ein gewisses öffentliches Interesse zuerkannt wird. Dieses eher allgemein definierte öffentliche Interesse lässt sich jedoch nicht dem "besonderen Interesse des Gemeinwesens" gleichsetzen, wie es Art. 12 Abs. 1 GebR für eine Gebührenbefreiung voraussetzt (E. 3.3).<br/>Es besteht keine Ungleichbehandlung in Bezug auf ähnlich dimensionierte Vorrichtungen im öffentlichen Luftraum (E. 3.4). <br/>Fraglich ist, ob eine jährliche oder einmalige Gebühr erhoben werden muss bzw. ob Art. 3 oder 11 GebR zur Anwendung kommt (E. 4). Vorliegend sind die Voraussetzungen für die Erhebung einer ausnahmsweise jährlichen Gebühr nicht erfüllt, insbesondere kann der Marktwert auch bei einer einmaligen Gebühr berücksichtigt werden (E. 4.4). Abweisung (E. 4.5). Die Herabsetzung der Spruchgebühr wird gutgeheissen (E. 5). Teilweise Gutheissung.</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ÃQUIVALENZPRINZIP">ÃQUIVALENZPRINZIP</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: FERNMELDERECHT">FERNMELDERECHT</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: Abgaberecht ST: GEBÃHREN">GEBÃHREN</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: MARKTWERT">MARKTWERT</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: MOBILFUNK">MOBILFUNK</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ÃFFENTLICHER GRUND">ÃFFENTLICHER GRUND</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: REGLEMENT FÃR SONDERNUTZUNGSKONZESSIONEN">REGLEMENT FÃR SONDERNUTZUNGSKONZESSIONEN</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: SONDERNUTZUNG">SONDERNUTZUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: SONDERNUTZUNGSKONZESSION">SONDERNUTZUNGSKONZESSION</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="gerade">Art. 92 Abs. I BV</span><br/><span class="ungerade">§ 100 PBG</span><br/><span class="gerade">§ 231 PBG</span><br/><span class="ungerade">§ 48 VRG</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="gerade">RB 2005 Nr. 37 S. 116</span><br/> </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 3 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Sachverhalt1"><b><span>I. </span></b><span> </span></p> <p class="Sachverhalt2"><span>Mit VerfÃ¼gungen vom 18. Juni 2003, 20. Juni 2003, 26. Juni 2003 erteilte das Tiefbau- und Entsorgungsdepartement der Stadt ZÃ¼rich der A AG Konzessionen zur Beanspruchung des Ã¶ffentlichen Luftraums fÃ¼r je eine Mobilfunk-Basisstation vor den drei Liegenschaften K-Strasse, L-Strasse und M-Strasse. Sie verpflichtete dabei die A AG zur Entrichtung von jÃ¤hrlichen BewilligungsgebÃ¼hren von je Fr. 1'500.- (je Dispositiv Ziffer III.1 der VerfÃ¼gungen). Zuvor hatte die Bausektion der Stadt ZÃ¼rich am 11. Dezember 2002 die fÃ¼r diese Anlagen erforderlichen Baubewilligungen erteilt. Die zwei Anlagen auf den Liegenschaften K-Strasse sowie L-Strasse bestehen aus je zwei Mini-Patch-Antennen mit Abmessungen von 0,21 m x 0, 21 m x 0,037 m und einer maximalen Ausgangsleistung von je 50 Werp, die Station auf der Liegenschaft M-Strasse aus einer bidirectionalen Antenne des Typs Kathrein mit Abmessungen von 0,31 m x 0,50 m x 0,19 m und einer maximalen Ausgangsleistung von 12 Werp.</span></p> <p class="Sachverhalt1"><b><span>II. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Gegen die VerfÃ¼gungen vom 18. Juni 2003, 20. Juni 2003, 26. Juni 2003 erhob die A AG am 17. Juli 2003, 18. Juli 2003 und 23. Juli 2003 Rekurse mit den AntrÃ¤gen, auf eine GebÃ¼hrenerhebung Ã¼berhaupt zu verzichten; mit ihren EventualantrÃ¤gen verlangte sie, die veranlagten GebÃ¼hren durch angemessene GebÃ¼hren zu ersetzen, wobei sie in diesem Zusammenhang auch rÃ¼gte, dass eine jÃ¤hrliche GebÃ¼hr statt einer einmaligen erhoben werde. Die Baurekurskommission wies die Rekurse mit Entscheiden vom 1. Oktober 2004 (Nrn. 0269, 0270 und 0271/2004) teilweise gut. Sie hob Dispositiv Ziffern III.1 der angefochtenen VerfÃ¼gungen auf und lud die Vorinstanz ein, fÃ¼r die streitbetroffene Sondernutzung einmalige KonzessionsgebÃ¼hren festzusetzen; im Ãbrigen bestÃ¤tigte sie die VerfÃ¼gungen im beurteilten Umfang (nÃ¤mlich bezÃ¼glich der in erster Linie streitigen Rechtsfrage, ob Ã¼berhaupt GebÃ¼hren zu erheben seien). Die Rekurskosten (in allen drei FÃ¤llen je Fr. 2'484.-, worunter eine StaatsgebÃ¼hr von je Fr. 2'000.-) auferlegte sie den Parteien je zur HÃ¤lfte.</span></p> <p class="Sachverhalt1"><b><span>III. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Gegen diese Rekursentscheide erhob die A AG am 8. November 2004 Beschwerden, worin sie ihre Rekursbegehren erneuerte, auf eine GebÃ¼hrenerhebung Ã¼berhaupt zu verzichten, unter Kosten- und EntschÃ¤digungsfolgen zulasten der Beschwerdegegnerin (VB 2004.490-492). </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Die Stadt ZÃ¼rich gelangte am 8. November 2004 ebenfalls an das Verwaltungsgericht, mit den AntrÃ¤gen, die drei Rekursentscheide insoweit aufzuheben, als darin in Disp. Ziff. I die Erhebung von einmaligen statt jÃ¤hrlichen GebÃ¼hren verlangt werde; ferner seien die fÃ¼r das Rekursverfahren erhobenen StaatsgebÃ¼hren von je Fr. 2'000.- angemessen zu reduzieren (VB.2004.493-495). </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Mit PrÃ¤sidialverfÃ¼gung vom 18. November 2004 wurden die Beschwerden VB.2004.00490-00495 vereinigt und ein Schriftenwechsel angeordnet. Die Baurekurskommission I verzichtete auf Vernehmlassung. Die A AG beantragte am 10. Januar 2005 Abweisung der Beschwerden der Stadt ZÃ¼rich, soweit darauf einzutreten sei. Die Stadt ZÃ¼rich ersuchte am 11. Januar 2005 um Abweisung der Beschwerden der A AG. </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die Kammer</span><span> zieht in ErwÃ¤gung:</span></p> <p class="Erwgung1"><b><span>1. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Das Verwaltungsgericht ist nach § 41 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 (VRG) zur Behandlung der vorliegenden vereinigten Beschwerden zustÃ¤ndig. Aufgrund des Streit­werts ist der Fall von der Kammer zu behandeln (§ 38 VRG).</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Angefochten sind RÃ¼ckweisungsentscheide, welche die von der der Stadt ZÃ¼rich festgesetzte KonzessionsgebÃ¼hren als rechtswidrig wÃ¼rdigen und deren Neubemessung der Stadt ZÃ¼rich Ã¼berlassen. GemÃ¤ss § 48 VRG ist die Beschwerde zulÃ¤ssig gegen Endentscheide, mit denen eine Sache materiell oder durch Nichteintreten erledigt wird (Abs. 1). Zwischenentscheide sind weiterziehbar, wenn sie fÃ¼r den Betroffenen einen Nachteil zur Folge haben, der sich spÃ¤ter voraussichtlich nicht mehr beheben lÃ¤sst (Abs. 2). Vorentscheide, durch die eine Rechtsfrage beurteilt wird, sind weiterziehbar, wenn dadurch sofort ein Endentscheid herbeigefÃ¼hrt und ein erhebliches Beweisverfahren erspart werden kann (Abs. 3). RÃ¼ckweisungsentscheide stehen ihrer Natur nach den Zwischen- und den Vorentscheiden nahe; in der Praxis werden sie aber hÃ¤ufig Endentscheiden gleichgestellt, indem ihre Anfechtung nicht nur unter den Voraussetzungen von § 48 Abs. 2 oder 3 VRG zugelassen wird (Alfred KÃ¶lz/JÃ¼rg Bosshart/Martin RÃ¶hl, Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons ZÃ¼rich, 2. A., ZÃ¼rich 1999, § 48 N. 16 mit Hinweisen). Allerdings ist diese Praxis in jÃ¼ngster Zeit in dem Sinn verschÃ¤rft worden, als fÃ¼r die selbstÃ¤ndige Anfechtung von RÃ¼ckweisungsentscheiden die MÃ¶glichkeit einer erheblichen VerfahrensverkÃ¼rzung bestehen muss (RB 2002 Nr. 20 mit weiteren Hinweisen auf VGr, 18. Dezember 2001, VB.2001.00364 und VGr, 27. MÃ¤rz 2002, PB.2002.00002). </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Die drei zitierten Urteile unterscheiden sich jedoch von den vorliegenden FÃ¤llen darin, dass die dort angefochtenen RÃ¼ckweisungsentscheide den davon betroffenen BehÃ¶rden einen Spielraum beliessen, der einen inhaltlich gleich ausfallenden Neuentscheid nicht von vornherein ausschloss. In den vorliegenden FÃ¤llen muss die beschwerdefÃ¼hrende Stadt ZÃ¼rich aufgrund der Rekursentscheide zwingend andere (nÃ¤mlich einmalige statt jÃ¤hrliche) GebÃ¼hren ansetzen. WÃ¼rden ihre Beschwerden gegen diese RÃ¼ckweisungsentscheide nicht zugelassen, wÃ¤re sie nach Neufestsetzung der GebÃ¼hr gezwungen, ihren eigenen, in Anwendung ihres kommunalen Rechts ergehenden Neuentscheid anzufechten, was nicht mÃ¶glich ist (vgl. KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 48 N. 17). Sind aber die Beschwerden der Stadt ZÃ¼rich im Licht von § 48 VRG zulÃ¤ssig, so muss dasselbe bezÃ¼glich der gegen die nÃ¤mlichen Rekursentscheide gerichteten Beschwerden der A AG gelten.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Weil auch die Ã¼brigen Prozessvoraussetzungen erfÃ¼llt sind, ist auf die Beschwerde einzutreten. </span></p> <p class="Erwgung1"><b><span>2. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Mit den baurechtlich bewilligten drei Mobilfunk-Basisstationen wird der Ã¶ffentliche Luftraum vor den betreffenden Liegenschaften unbestrittenermassen in einer Weise beansprucht, die als Sondernutzung gilt (zu dieser Nutzungsform vgl. Ulrich HÃ¤felin/Georg MÃ¼ller, Allgemeines Verwaltungsrecht, 4. A., ZÃ¼rich 2002, Rz. 2418 ff.). Die BeschwerdefÃ¼hrerin bestreitet denn auch nicht, dass diese Nutzung einer Sondernutzungskonzession bedarf (zu diesem Institut vgl. HÃ¤felin/MÃ¼ller, Rz. 2423 ff.), wie sie ihr mit den VerfÃ¼gungen vom 18. Juni 2003 erteilt worden ist. </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Die von der Baurekurskommission I (zwecks Neuveranlagung) aufgehobenen GebÃ¼hrenfestlegungen stÃ¼tzen sich auf § 231 des Planungs- und Baugesetzes vom 7. September 1975 (PBG) sowie das stadtzÃ¼rcherische Reglement fÃ¼r Sondernutzungskonzessionen vom 15. Dezember 1976 (GebÃ¼hrenreglement, GebR). GemÃ¤ss § 231 PBG ist die (nach Abs. 1 bewilligungs- oder konzessionspflichtige) Inanspruchnahme des Ã¶ffentlichen Grundes einschliesslich des Erdreiches und/oder der LuftsÃ¤ule zu privaten Zwecken zu entschÃ¤digen, soweit sie nicht nach planungsrechtlichen Festlegungen und Bestimmungen vorgeschrieben oder erlaubt ist (Abs. 2). Bei der Bemessung der EntschÃ¤digung sind insbesondere das Ausmass, die Dauer der Beanspruchung, der wirtschaftliche Nutzen fÃ¼r den KonzessionÃ¤r und die allfÃ¤lligen Nachteile fÃ¼r das Gemeinwesen in billiger Weise zu berÃ¼cksichtigen (Abs. 3). Die Gemeinden sind berechtigt, fÃ¼r die Beanspruchung ihres Ã¶ffentlichen Grundes im Rahmen dieses Gesetzes eine GebÃ¼hrenordnung zu erlassen, was die Stadt ZÃ¼rich mit dem GebÃ¼hrenreglement vom 15. Dezember 1976 getan hat. GemÃ¤ss Art. 3 Abs. 1 GebR wird die KonzessionsgebÃ¼hr in der Regel (d.h. unter Vorbehalt von Art. 11 GebR) als einmalige GebÃ¼hr erhoben. Diese bemisst sich laut Abs. 2 nach dem Verkehrswert des Landes am Ort der BenÃ¼tzung (lit. a), dem Ausmass der beanspruchten FlÃ¤che Ã¶ffentlichen Grundes (lit. b), der Art der BenÃ¼tzung und dem daraus erwachsenden Vorteil fÃ¼r den KonzessionÃ¤r bzw. der fÃ¼r die zugestandene BenÃ¼tzung erforderlichen baulichen Vorrichtung (lit. c) sowie der mit der Sondernutzung verbundenen EinschrÃ¤nkung des Gemeingebrauchs (lit. d). GemÃ¤ss Art. 11 GebR kann in besonderen FÃ¤llen, namentlich wenn die IntensitÃ¤t der verliehenen Sondernutzung vom GeschÃ¤ftsgang des vom KonzessionÃ¤r betriebenen Gewerbes abhÃ¤ngt, eine jÃ¤hrlich zu entrichtende GebÃ¼hr festgesetzt oder vereinbart werden, deren HÃ¶he von dem die Nutzung beeinflussenden wirtschaftlichen Sachverhalt abhÃ¤ngig gemacht wird. Art. 12 GebR sieht unter bestimmten Voraussetzungen die MÃ¶glichkeit einer Herabsetzung, ErhÃ¶hung oder GebÃ¼hrenbefreiung vor. Laut Abs. 1 ist die GebÃ¼hr angemessen herabzusetzen oder nicht zu erheben, wenn eine zur Sondernutzung erstellte bauliche Vorrichtung gleichzeitig der Ãffentlichkeit dient oder sonstwie im Interesse des Gemeinwesens liegt. Abs. 2 nennt "besondere tatsÃ¤chliche VerhÃ¤ltnisse" als (weiteren) Grund, um eine dem Einzelfall angemessene, erhÃ¶hte oder ermÃ¤ssigte GebÃ¼hr festzusetzen oder von einer GebÃ¼hrenerhebung abzusehen.</span></p> <p class="Erwgung1"><b><span>3. </span></b><span> </span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>3.1 </span></b><span>Die BeschwerdefÃ¼hrerin 1 begrÃ¼ndete ihren Antrag auf GebÃ¼hrenbefreiung im Rekursverfahren mit drei verschiedenen Argumenten. FÃ¼r die streitbetroffenen Mobilfunk-Stationen lÃ¤ge ein besonderes Ã¶ffentliches Interesse im Sinn von Art. 12 Abs. 1 GebR vor; sodann ergebe sich die GebÃ¼hrenfreiheit auch aus § 231 Abs. 2 PBG, und schliesslich verstosse die GebÃ¼hrenerhebung angesichts dessen, dass bei vergleichbaren anderen Vorrichtungen keine GebÃ¼hr erhoben worden sei, gegen das Gebot der Rechtsgleichheit gemÃ¤ss Art. 8 Abs. 1 der Bundesverfassung vom 8. April 1999 (BV). Die Baurekurskommission hat alle drei Argumente verworfen. Obwohl die Mobilfunknetze aus planungs- und baurechtlicher Sicht zur Infrastruktur des Siedlungsgebietes gehÃ¶rten, zÃ¤hlten sie nicht zur Grundversorgung im Sinn von Art. 14 ff. des Fernmeldegesetzes vom 30. April 1997 (FMG, SR 784.10); sie kÃ¶nnten sich daher auch nicht auf ein besonderes Ã¶ffentliches Interesse im Sinn von Art. 12 Abs. 1 GebR stÃ¼tzen, zumal die streitbetroffenen Basisstationen nicht zwingend auf einen Standort innerhalb des Ã¶ffentlichen Luftraums angewiesen seien. Sodann fielen diese Stationen nicht in den Anwendungsbereich von § 231 Abs. 2 PBG. Den Vorwurf rechtsungleicher Behandlung begrÃ¼nde die Rekurrentin mit dem Hinweis auf zwei Vorrichtungen im Ã¶ffentlichen Luftraum (eine Kamera fÃ¼r die VideoÃ¼berwachung an der Ecke N-Strasse/O-Strasse sowie den Aussenteil einer Alarmanlage an der N-Strasse). Abgesehen davon, dass deren behauptete GebÃ¼hrenbefreiung nicht erwiesen sei, liessen sie sich bezÃ¼glich Dimension, Funktion und Lage nicht mit den streitbetroffenen Antennen vergleichen. LÃ¤ge aber eine gesetzwidrige Privilegierung der zum Vergleich angerufenen Objekte vor, kÃ¶nnte die Rekurrentin hieraus keinen Anspruch auf Gleichbehandlung im Unrecht ableiten; denn es bestÃ¼nden keine Anhaltspunkte fÃ¼r eine generelle gesetzeswidrige Praxis der BehÃ¶rden bei der GebÃ¼hrenerhebung.</span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>3.2 </span></b><span>§ 231 Abs. 2 PBG sieht die GebÃ¼hrenbefreiung fÃ¼r die Inanspruchnahme Ã¶ffentlichen Grundes mit Einschluss der LuftsÃ¤ule und des Erdreiches vor, wenn die fraglichen Vorrichtungen "nach planungsrechtlichen Festlegungen und Bestimmungen vorgeschrieben oder erlaubt" sind. Mit planungsrechtlichen Festlegungen sind offenkundig solche im Sinn des PBG gemeint. Das trifft bezÃ¼glich der streitbetroffenen Mobilfunk-Basisstationen nicht zu. Der Versorgungsplan als Bestandteil des kantonalen Richtplans (§ 20 Abs. 1 lit. c PBG) enthÃ¤lt die Anlagen und FlÃ¤chen von kantonaler Bedeutung fÃ¼r die Fernmelde- und NachrichtenÃ¼bermittlungsdienste (§ 25 Abs. 1 lit. b PBG; vgl. auch Ziff. 5.5 des Richtplantextes vom 31. Januar 1995). Dazu gehÃ¶ren Mobilfunk-Basisstationen der fraglichen Art nicht; ebenso wenig bilden diese Bestandteil von regionalen und kommunalen RichtplÃ¤nen (§§ 30 Abs. 2 und 31 PBG). Das ergibt sich im Ãbrigen schon daraus, dass solche Einrichtungen nicht Bestandteil der Grundversorgung im fernmelderechtlichen Sinn bilden (dazu hinten E. 3.3).</span></p> <p class="Erwgung2"><span>Wenn sodann § 231 Abs. 2 PBG "Bestimmungen" als weitere Grundlage fÃ¼r eine GebÃ¼hrenbefreiung erwÃ¤hnt, sind damit offenkundig planungsrechtliche Bestimmungen gemeint. Soweit es sich dabei um andere als auf den Richtplan bezogene Bestimmungen handelt, ergibt sich daraus ein gegenÃ¼ber diesen erweiterter Anwendungsbereich fÃ¼r eine GebÃ¼hrenbefreiung. Im Antrag des Regierungsrats an den Kantonsrat Ã¼ber die Neuordnung des Planungs- und Baurechts vom 5. Dezember 1973 (Weisung PBG, ABl 1973 II 1649, 1687 und 1855 f), auf welchen sich die BeschwerdefÃ¼hrerin 1 beruft, heisst es dazu: "So werden auch kÃ¼nftig fÃ¼r GebÃ¤udevorsprÃ¼nge, wie Erker, Balkone, Vortreppen, VordÃ¤cher, Dachgesimse und dergleichen, die sich innerhalb der Auskragungsmasse des § 169 PBG (entspricht im Wesentlichen § 100 Abs. 1 der heute geltenden Gesetzesfassung) halten, keine GebÃ¼hren bezahlt werden mÃ¼ssen." Nach den Gesetzesmaterialien sollen demnach in den Genuss einer GebÃ¼hrenbefreiung GebÃ¤udebestanteile kommen, welche unmittelbar mit der zu bewilligenden Baute zusammenhÃ¤ngen. Damit nimmt § 231 Abs. 2 PBG bzw. der darin enthaltene Vorbehalt der GebÃ¼hrenbefreiung Bezug auf die Regelung der GebÃ¼hrenbefreiung, wie sie namentlich die Stadt ZÃ¼rich unter der Herrschaft des Baugesetzes fÃ¼r Ortschaften mit stÃ¤dtischen VerhÃ¤ltnissen vom 23. April 1893 (BauG; ZG Bd. 5 S. 3) getroffen hatte. GemÃ¤ss § 28 Abs. 2 BauG waren die Gemeinden befugt, die BenÃ¼tzung des Ã¶ffentlichen Grundes durch den Gemeinderat (kommunale Legislative) zu bewilligen und hierfÃ¼r eine GebÃ¼hr zu verlangen. Im Zusammenhang mit der Regelung der zulÃ¤ssigen BaulinienÃ¼berstellung (§§ 48 und 50 BauG) erliess der Stadtrat von ZÃ¼rich am 9. August 1972 Richtlinien fÃ¼r die Erteilung von Konzessionen bei oberirdischer Beanspruchung Ã¶ffentlichen Grundes zu privaten Zwecken (Stadtratsbeschluss Nr. 2336), die vor allem in Zonen, in denen das Bauen auf die Strassengrenze erlaubt oder sogar vorgeschrieben ist (vgl. heute §§ 50 Abs. 2 und 51 Abs. 2 PBG; frÃ¼her § 50 Abs. 1 BauG), von Bedeutung sind. Diese noch heute, also auch im Anwendungsbereich von § 231 PBG gÃ¼ltigen Richtlinien (vgl. Art. 12 Abs. 3 GebR) sehen unter bestimmten Voraussetzungen eine GebÃ¼hrenbefreiung fÃ¼r Erker und erkerÃ¤hnliche VorsprÃ¼nge sowie Balkone, VordÃ¤cher und Ã¤hnliche in den Luftraum Ã¼ber den Ã¶ffentlichen Grund vorspringende GebÃ¤udeteile vor zum Begriff der Erker und Ã¤hnlichen VorsprÃ¼nge vgl. RB 1985 Nr. 114. Damit sollen, wie in den ErwÃ¤gungen des Stadtratsbeschlusses ausgefÃ¼hrt wird, GebÃ¤udevorsprÃ¼nge in den erwÃ¤hnten Erscheinungsformen (Erker, Balkone, VordÃ¤cher), die viel zu einer stÃ¤dtebaulich-Ã¤sthetisch befriedigenden Gestaltung der GebÃ¤udefassaden und damit des Strassenraumes beitragen, gebÃ¼hrenrechtlich privilegiert werden. Wie aus dieser noch heute geltenden stadtzÃ¼rcherischen Regelung und namentlich aus dem ihr zugrunde liegenden Motiv erhellt, wollte der kantonale Gesetzgeber mit dem in § 231 Abs. 2 PBG formulierten Vorbehalt der GebÃ¼hrenbefreiung lediglich GebÃ¤udevorsprÃ¼nge im Interesse einer stÃ¤dtebaulich-Ã¤sthetisch befriedigenden Gestaltung von Bauten auf der Strassengrenze gebÃ¼hrenrechtlich privilegieren (vgl. § 100 Abs. 1 PBG, vgl. auch §§ 260 Abs. 3 und § 262 Abs. 2 PBG). Mobilfunk-Basisstationen, wie sie im vorliegenden Fall in Frage stehen, fallen nicht unter den in § 231 Abs. 2 PBG formulierten Vorbehalt der GebÃ¼hrenbefreiung.</span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>3.3 </span></b><span>GemÃ¤ss Art. 12 Abs. 1 GebR ist die GebÃ¼hr herabzusetzen oder nicht zu erheben, wenn eine zur Sondernutzung erstellte bauliche Vorrichtung gleichzeitig der Ãffentlichkeit dient oder "sonstwie" im besonderen Interesse des Gemeinwesens liegt. Bei der Auslegung und Anwendung dieser kommunalen Bestimmung steht den dafÃ¼r zustÃ¤ndigen stadtzÃ¼rcherischen BehÃ¶rden ein Beurteilungsspielraum zu; dementsprechend Ã¼berprÃ¼fen die kantonalen RechtsmittelbehÃ¶rden die kommunale Rechtsanwendung nur mit ZurÃ¼ckhaltung (KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 20 N. 10, § 50 N. 8). Schon ihrem Wortlaut nach setzt Art. 12 Abs. 1 GebR ein "besonderes Interesse des Gemeinwesens" voraus; dass eine Vorrichtung "gleichzeitig der Ãffentlichkeit dient", fÃ¼hrt nur dann zu einer GebÃ¼hrenherabsetzung oder -befreiung, wenn sie zugleich als im besonderen Interesse des Gemeinwesens liegend erscheint. So betrachtet ist es entgegen der Auffassung der BeschwerdefÃ¼hrerin 1 nicht rechtsverletzend, wenn die Vorinstanz fÃ¼r eine GebÃ¼hrenbefreiung ein "besonderes Ã¶ffentliches Interesse" vorausgesetzt hat, wenngleich dieser Begriff in Art. 12 Abs. 1 GebR nicht ausdrÃ¼cklich verwendet wird.</span></p> <p class="Erwgung2"><span>Wie die BeschwerdefÃ¼hrerin 1 selber einrÃ¤umt, gehÃ¶ren die von ihr mittels der streitbetroffenen Mobilfunk-Basisstationen angebotenen Dienste â jedenfalls innerhalb des Siedlungsgebietes (vgl. Art. 20 und 22 der Verordnung Ã¼ber Fernmeldedienste vom 31. Oktober 2001; FDV, SR 784,101.1) â nicht zur Grundversorgung im Sinn von Art. 92 Abs. 2 BV und Art. 14 ff. FMG (zu dieser Grundversorgung vgl. Peter Fischer/Oliver Sidler in: Schweizerisches Bundesverwaltungsrecht, Band V, Teil 1, 2.A. Basel etc. 2002, B-Rz.188 ff.). </span></p> <p class="Erwgung2"><span>Mobilfunkantennen sind Teil eines Netzes, welches der Versorgung mit Mobiltelefonie dient; neue Antennen bezwecken in der Regel die Beseitigung einer AbdeckungslÃ¼cke des Netzes oder eine Verbesserung von dessen KapazitÃ¤t (Peter K. Geiger, Standortwahl fÃ¼r Mobilfunkanlagen â Die Herausforderung fÃ¼r die KonzessionÃ¤rin, URP 2003, S. 141 ff.). Zwar lÃ¤sst sich aus Art. 92 Abs. 1 BV, der fÃ¼r das gesamte Fernmeldewesen (also nicht nur fÃ¼r die Grundversorgung im Sinn von Abs. 2) ein rechtliches Monopol des Bundes begrÃ¼ndet, dessen fernmeldepolitischen Ziele darin bestehen, Anwendungen der Telekommunikation allen Interessierten so zuverlÃ¤ssig, so preisgÃ¼nstig und so schnell wie mÃ¶glich zur VerfÃ¼gung zu stellen, ableiten, dass am Aufbau der Infrastruktur fÃ¼r die mobile Telekommunikation ein Ã¶ffentliches Interesse besteht. Zum Betrieb ihres Mobiltelefonienetzes bedarf die BeschwerdefÃ¼hrerin 1 einer Mobilfunkkonzession, die aus einer Fernmeldedienstekonzession nach Art. 4 Abs. 1 FMG sowie einer Funkkonzession gemÃ¤ss Art. 22 Abs. 1 FMG besteht, wobei die Funkkonzession im Rahmen der Dienstekonzession erteilt wird (BGE 125 II 293). In der Monopolisierung und Konzessionspflicht der betreffenden TÃ¤tigkeit zeigt sich, dass dieser seitens des Verfassung- und Bundesgesetzgebers ein gewisses Ã¶ffentliches Interesse zuerkannt wird. In diesem Sinn ist auch die von der BeschwerdefÃ¼hrerin 1 angerufene ErwÃ¤gung im Rekursentscheid des Regierungsrats vom 30. Oktober 2002 (BEZ 2003 Nr. 28; bestÃ¤tigt durch Verwaltungsgerichtsurteil VB.2002.00243 vom 8. Mai 2003, BEZ 2003 Nr. 20) zu verstehen, wonach an einer Mobilfunkanlage ausserhalb der Bauzone ein Ã¶ffentliches Interesse besteht, sofern dafÃ¼r bei objektiver Betrachtung ein Standort ausserhalb der Bauzone erforderlich ist. Dieses eher allgemein definierte Ã¶ffentliche Interesse lÃ¤sst sich jedoch nicht dem "besonderen Interesse des Gemeinwesens" gleichsetzen, wie es Art. 12 Abs. 1 GebR fÃ¼r eine GebÃ¼hrenbefreiung voraussetzt. Der diesbezÃ¼glichen WÃ¼rdigung der Vorinstanz ist im Ergebnis beizupflichten. FÃ¼r eine in diesem Sinn einschrÃ¤nkende Auslegung von Art. 12 Abs. 1 GebR spricht auch, dass das Fernmelderecht des Bundes die Erhebung von kantonalen SondernutzungsgebÃ¼hren nur fÃ¼r den Bau von Leitungen und Ã¶ffentlichen Sprechstellen verbietet (Art. 35 Abs. 4 FMG; vgl. auch Art. 40 Abs. 2 des Bundesgesetzes Ã¼ber Radio und Fernsehen vom 21. Juni 1991 und dazu RB 2000 Nr. 53). Die von der Stadt ZÃ¼rich verfochtene Auslegung ihres kommunalen Rechts, welche das Verwaltungsgericht wie erwÃ¤hnt nur zurÃ¼ckhaltend Ã¼berprÃ¼ft, ist jedenfalls nicht rechtsverletzend.</span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>3.4 </span></b><span>Den Vorwurf rechtsungleicher Behandlung begrÃ¼ndete die BeschwerdefÃ¼hrerin 1 im Rekursverfahren mit dem Hinweis auf zwei Vorrichtungen im Ã¶ffentlichen Luftraum (eine Kamera fÃ¼r die VideoÃ¼berwachung an der Ecke N-Strasse/O-Strasse sowie den Aussenteil einer Alarmanlage an der N-Strasse). Die Baurekurskommission I hat diese RÃ¼ge verworfen. Abgesehen davon, dass deren behauptete GebÃ¼hrenbefreiung nicht erwiesen sei, liessen sich die genannten Vorrichtungen bezÃ¼glich Dimension, Funktion und Lage nicht mit den streitbetroffenen Antennen vergleichen. LÃ¤ge aber eine gesetzwidrige Privilegierung der zum Vergleich angerufenen Objekte vor, kÃ¶nnte die Rekurrentin hieraus keinen Anspruch auf Gleichbehandlung im Unrecht ableiten; denn es bestÃ¼nden keine Anhaltspunkte fÃ¼r eine generelle gesetzwidrige Praxis der BehÃ¶rden bei der GebÃ¼hrenerhebung.</span></p> <p class="Erwgung2"><span>Hinsichtlich Lage und Dimension lassen sich die beiden zum Vergleich angerufenen Vorrichtungen durchaus mit den streitbetroffenen Mobilfunk-Basisstationen vergleichen. Die Stadt ZÃ¼rich anerkennt dies nunmehr selber in ihrer Beschwerdeantwort, wo sie zudem einrÃ¤umt, dass fÃ¼r die Ãberwachungskamera an der Liegenschaft Ecke O-Strasse/N-Strasse eine Konzession nicht erteilt und dementsprechend auch keine KonzessionsgebÃ¼hr erhoben worden sei. Sie macht indessen geltend, Ãberwachungskameras mÃ¼ssten â ebenso wie Blitzlichtvorrichtungen von Alarmanlagen â zwingend die LuftsÃ¤ule Ã¼ber dem Ã¶ffentlichen Grund beanspruchen, sofern sie GebÃ¤ude dienten, die unmittelbar an den Ã¶ffentlichen Grund grenzten; demgegenÃ¼ber seien Mobilfunkanlagen nicht zwingend auf einen der Fassade vorgelagerten Standort im Luftraum angewiesen. â Ob darin ein Unterschied liegt, der bezÃ¼glich einer GebÃ¼hrenbefreiung nach Art. 12 Abs. 1 GebR eine unterschiedliche Behandlung rechtfertige, ist fraglich, kann aber dahin gestellt bleiben. Die Stadt ZÃ¼rich fÃ¼hrt nÃ¤mlich im Weiteren aus, die Konzessions- und GebÃ¼hrenpflicht sei ihrer Auffassung nach auch fÃ¼r Ãberwachungs- und Blitzlichtanlagen der genannten Art zu bejahen. Die stÃ¤dtische BehÃ¶rde kÃ¶nne entsprechende Konzessionen jedoch nur erteilen, wenn die Bauherrschaft sich der Konzessionspflicht bewusst sei oder die BehÃ¶rde auf anderem Weg Kenntnis von einer solchen Anlage erhalte. Es leuchtet ein, dass es bei derart kleinen Objekten nicht einfach ist, die Konzessions- und GebÃ¼hrenpflicht durchzusetzen. Sodann ist der Kopie einer der Beschwerdeantwort beigelegten VerfÃ¼gung zu entnehmen, dass die BehÃ¶rde fÃ¼r Beleuchtungsanlagen der hier in Frage stehenden Dimensionierung (0,06 m<sup>2</sup>) durchaus Konzessionen erteilt und KonzessionsgebÃ¼hren erhebt. Die Stadt ZÃ¼rich hat damit glaubwÃ¼rdig aufgezeigt, dass eine GebÃ¼hrenbefreiung in solchen FÃ¤llen nicht einer generellen Praxis entspricht. Es bleibt daher dabei, dass die BeschwerdefÃ¼hrerin 1 sich der GebÃ¼hrenpflicht nicht entziehen kann; denn sie hat, wie dies eventualiter zutreffend schon die Vorinstanz erwog, keinen Anspruch auf Gleichbehandlung im Unrecht.</span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>3.5 </span></b><span>Aufgrund der vorstehenden ErwÃ¤gungen sind die auf eine GebÃ¼hrenbefreiung abzielenden Beschwerden VB.2004.00490-00492 der A AG abzuweisen.</span></p> <p class="Erwgung1"><b><span>4. </span></b><span> </span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>4.1 </span></b><span>Den Einwand der rekurrierenden A AG, fÃ¼r die Inanspruchnahme der LuftsÃ¤ule Ã¼ber dem Ã¶ffentlichen Grund dÃ¼rften, wenn Ã¼berhaupt, keine jÃ¤hrlichen, sondern nur einmalige GebÃ¼hren erhoben werden, hat die Baurekurskommission im Wesentlichen aus folgenden ErwÃ¤gungen gutgeheissen: Die Erhebung einer einmaligen GebÃ¼hr entspreche der Regel von Art. 3 Abs. 1 GebR. Was die Stadt ZÃ¼rich fÃ¼r die Anwendung der Ausnahmeklausel von Art. 11 GebR vorbringe, halte nicht Stich. Dass die Bemessung einer einmaligen GebÃ¼hr nach den dafÃ¼r in Art. 3 Abs. 2 GebR vorgesehenen Kriterien nicht immer einfach sei, namentlich nicht fÃ¼r Mobilfunk-Basisstationen, treffe zwar zu, sei aber kein Grund, fÃ¼r derartige Vorrichtungen eine jÃ¤hrliche GebÃ¼hr nach Art. 11 GebR zu erheben, wÃ¼rde doch dadurch die darin vorgesehene Ausnahme zur Regel gemacht. Die Schwierigkeiten bei der Bemessung der GebÃ¼hr kÃ¶nnten durch Erhebung einer jÃ¤hrlichen statt einer einmaligen GebÃ¼hr nicht aus der Welt geschafft werden. Die Rekursgegnerin rechtfertige die jÃ¤hrliche GebÃ¼hrenerhebung vor allem unter Bezugnahme auf die jÃ¤hrlichen Mietzinsen von bis zu Fr. 15'000.-, welche Mobilfunk-Gesellschaften fÃ¼r Antennenanlagen auf PrivatgrundstÃ¼cken zu zahlen hÃ¤tten, wofÃ¼r im Mustervertrag des Vereins der ZÃ¼rcher Gemeindeschreiber und Verwaltungsfachleute jÃ¤hrliche MindestentschÃ¤digungen von Fr. 3'000.- zuzÃ¼glich einer sendeleistungsabhÃ¤ngigen Abgabe vorgesehen seien; die Rekursgegnerin halte daher eine GebÃ¼hr, welche der HÃ¤lfte dieses Betrags unter Verzicht auf einen sendeleistungsabhÃ¤ngigen Aufschlag entspreche, fÃ¼r angemessen. Es sei jedoch nicht ersichtlich, weshalb eine derartige Bemessung tauglicher als eine solche nach den fÃ¼r eine einmalige GebÃ¼hrenerhebung vorgesehenen Kriterien von Art. 3 Abs. 2 GebR sein solle. Abgesehen davon liesse sich der aus der AnknÃ¼pfung der Rekurrentin resultierende jÃ¤hrliche Betrag von Fr. 1'500.- ohne weiteres kapitalisieren und als EinmalgebÃ¼hr erheben. Schliesslich hange die IntensitÃ¤t der fraglichen Sondernutzung auch nicht vom GeschÃ¤ftsgang des vom KonzessionÃ¤r betriebenen Gewerbes ab, wie dies Art. 11 GebR als Hauptanwendungsfall dieser Sonderregelung erwÃ¤hne. Wie die neu festzusetzenden EinmalgebÃ¼hren im Einzelnen zu bemessen seien, habe die Rekurskommission nicht direkt zu entscheiden; dies sei Sache des stÃ¤dtischen Tiefbau- und Entsorgungsdepartements, an welche die Sache zurÃ¼ckzuweisen sei.</span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>4.2 </span></b><span>Vorab ist festzuhalten, dass die Stadt ZÃ¼rich mit ihren Beschwerden nicht ausdrÃ¼cklich die Wiederherstellung ihrer GebÃ¼hrenfestlegungen â jÃ¤hrliche GebÃ¼hren von je Fr. 1'500.- â verlangt. Laut ihrem fÃ¶rmlichen Begehren sowie der (im Gesamtzusammenhang verstandenen) BeschwerdebegrÃ¼ndung wendet sie sich einzig gegen die Vorgabe der Rekurskommission, statt jÃ¤hrliche GebÃ¼hren einmalige GebÃ¼hren festzusetzen. (Vgl. etwa Beschwerdeschriften Ziff. 15, S. 7, wo sie selber davon ausgeht, dass auch bei einer Gutheissung ihrer Beschwerden die streitigen GebÃ¼hren betragsmÃ¤ssig allenfalls tiefer anzusetzen wÃ¤ren.) Daran Ã¤ndert nichts, dass sie zur Verteidigung einer jÃ¤hrlichen GebÃ¼hrenerhebung teilweise Argumente vorbringt, die zugleich die Angemessenheit der erhobenen GebÃ¼hren belegen sollen. WÃ¼rden die Rekursentscheide entsprechend dem Anliegen der Stadt ZÃ¼rich in Gutheissung von deren Beschwerden aufgehoben, bliebe damit zu entscheiden, ob die jÃ¤hrlichen GebÃ¼hren herabzusetzen seien, wie dies die A AG im Rekursverfahren â unabhÃ¤ngig davon, ob die GebÃ¼hren jÃ¤hrlich oder einmalig festgesetzt werden â eventualiter verlangt hatte. Bei einer Gutheissung der Beschwerden der Stadt ZÃ¼rich wÃ¤re also die Sache zur Beurteilung dieser bisher nicht geprÃ¼ften Frage an die Baurekurskommission zurÃ¼ckzuweisen, es sei denn, das Verwaltungsgericht wÃ¼rde die Frage unter entsprechender Erweiterung des Streitgegenstands direkt selber prÃ¼fen.</span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>4.3 </span></b><span>Die beschwerdefÃ¼hrende Stadt ZÃ¼rich hÃ¤lt daran fest, dass die Erhebung jÃ¤hrlicher GebÃ¼hren gestÃ¼tzt auf die Sondernorm von Art. 11 GebR gerechtfertigt sei. Die Besonderheit liege darin, dass es sich bei der Nutzung des Ã¶ffentlichen Luftraums durch Antennenanlagen um eine Beanspruchung handle, die in enger Beziehung zur Beanspruchung der Liegenschaften stehe, an welchen solche Anlagen eingerichtet wÃ¼rden; die EigentÃ¼mer solchermassen belasteter Liegenschaften liessen sich dies durch jÃ¤hrliche Mietzinsen in betrÃ¤chtlicher HÃ¶he abgelten; damit weise die fragliche Beanspruchung einen Marktwert auf, der eine geeignete Grundlage auch fÃ¼r die Bemessung der SondernutzungsgebÃ¼hren bilde, und zwar eine geeignetere Grundlage als die in Art. 3 Abs. 2 fÃ¼r eine einmalige GebÃ¼hrenerhebung vorgesehenen Bemessungskriterien. Wollte man eine einmalige GebÃ¼hr festsetzen, so mÃ¼sste man das in Art. 3 Abs. 2 lit. c GebR vorgesehene Teilkriterium (Vorteil fÃ¼r den KonzessionÃ¤r bzw. der fÃ¼r die zugestandene BenÃ¼tzung erforderlichen baulichen Einrichtung) Ã¼beraus stark gewichten, ansonsten GebÃ¼hren resultieren wÃ¼rden, welche unter dem nach dem Gesagten direkter ermittelbaren Marktwert lÃ¤gen; eine derartige Bemessung sei "wenig zweckmÃ¤ssig" und rechtfertige die Erhebung jÃ¤hrlicher GebÃ¼hren in Anwendung von Art. 11 GebR. Mit ihrer gegenteiligen WÃ¼rdigung missachte die Baurekurskommission den der BeschwerdefÃ¼hrerin aufgrund der Gemeindeautonomie zustehenden Beurteilungsspielraum und zwinge sie die BeschwerdefÃ¼hrerin zur Neufestsetzung von GebÃ¼hren, die im Widerspruch zum Ãquivalenzprinzip unter dem Marktwert lÃ¤gen.</span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>4.4 </span></b><span>Die Argumentation der BeschwerdefÃ¼hrerin Ã¼berzeugt nicht. Sie vermischt in unzulÃ¤ssigerweise Argumente fÃ¼r die Angemessenheit der von ihr festgesetzten GebÃ¼hren mit Ãberlegungen zur hier allein interessierenden Frage, ob die Voraussetzungen dafÃ¼r erfÃ¼llt seien, abweichend von der Regel von Art. 3 Abs. 1 in Anwendung von Art. 11 GebR statt einer einmaligen eine jÃ¤hrliche GebÃ¼hr festzusetzen. Die Bemessung einmaliger GebÃ¼hren nach den Kriterien von Art. 3 Abs. 2 GebR belÃ¤sst der zustÃ¤ndigen stÃ¤dtischen BehÃ¶rde einen weiten Beurteilungsspielraum. Geht es wie hier um die Erhebung von GebÃ¼hren fÃ¼r Mobilfunk-Basisstationen, ist es der BehÃ¶rde aufgrund dieses weiten Beurteilungsspielraums nicht verwehrt, im Rahmen von Art. 3 Abs. 2 GebR einzelne Kriterien stÃ¤rker als andere zu gewichten. Dies lÃ¤sst auch Raum fÃ¼r eine starke Gewichtung des in Art. 3 Abs. 2 lit. c GebR vorgesehene Kriteriums des wirtschaftlichen Vorteils fÃ¼r die KonzessionÃ¤re, und damit besteht auch im Rahmen einer einmaligen GebÃ¼hrenerhebung die MÃ¶glichkeit, bei deren Bemessung (unter anderem) Bezug auf Mietzinse zu nehmen, die von den LiegenschafteneigentÃ¼mern fÃ¼r die Installation solcher Anlagen gefordert werden. Dabei ist allerdings nÃ¤her zu prÃ¼fen, inwieweit jener "Markt" zum Nutzen, der die blosse Beanspruchung des Luftraums Ã¼ber dem Ã¶ffentlichen Grund bringt, in Beziehung gesetzt werden kann (vgl. die AusfÃ¼hrungen der A AG in Ziffern 12 ff., S. 7 ff. der Beschwerdeantworten). Die von der Stadt ZÃ¼rich vorgebrachten Argumente sind daher nicht geeignet, besondere VerhÃ¤ltnisse im Sinn von Art. 11 GebR darzutun. Namentlich hÃ¤ngt die IntensitÃ¤t der fraglichen Sondernutzungen nicht vom GeschÃ¤ftsgang der KonzessionÃ¤rin ab, wie die Vorinstanz zutreffend erwogen hat. Auch wenn dieses Kriterium in Art. 11 GebR lediglich beispielhaft genannt wird, zeigt es doch, dass qualifizierte GrÃ¼nde fÃ¼r ein Abweichen von der einmaligen GebÃ¼hrenfestsetzung vorliegen mÃ¼ssen, welche eine Abgeltung in Form jÃ¤hrlich erhobener GebÃ¼hren als eindeutig sachgemÃ¤ssere LÃ¶sung erscheinen lassen.</span></p> <p class="Erwgung2"><span>Solche GrÃ¼nde fehlen hier. Die beschwerdefÃ¼hrende Stadt ZÃ¼rich befÃ¼rchtet offenbar, dass bei einer einmaligen GebÃ¼hr eine ungenÃ¼gende Abgeltung resultiere. Mit dieser ergebnisbezogenen Argumentation lÃ¤sst sich das Vorliegen besonderer, eine jÃ¤hrliche GebÃ¼hrenfestsetzung rechtfertigender VerhÃ¤ltnisse im Sinn von Art. 11 GebR nicht begrÃ¼nden. Vorab deswegen nicht, weil der dabei als einziger Massstab genommene "Marktwert" â jedenfalls nach dem gegenwÃ¤rtigen Stand der Parteiargumentation â keine hinreichend bestimmte BezugsgrÃ¶sse bildet. Selbst wenn dies jedoch der Fall wÃ¤re, so bliebe, wie die Vorinstanz zutreffend erwogen hat, immer noch die MÃ¶glichkeit, den so ermittelten jÃ¤hrlichen Marktwert zu kapitalisieren. (Wie in diesem Zusammenhang anzumerken ist, rÃ¤umt die BeschwerdefÃ¼hrerin 2 selber ein, dass die von ihr festgesetzte JahresgebÃ¼hr Ã¼ber dem angestrebten "Marktwert" {abgeleitet aus den fÃ¼r die Installationen bezahlten Mietzinsen} liege, indem bei der Bemessung dem Umstand zu wenig Rechnung getragen worden sei, dass die in Frage stehenden Antennen lediglich den Luftraum beanspruchten und die Antennenanlagen selber nicht im Ã¶ffentlichen Grund erstellt worden seien.) Sodann spricht das von der BeschwerdefÃ¼hrerin 2 angerufene Ãquivalenzprinzip (wonach die HÃ¶he der GebÃ¼hr in einem "vernÃ¼nftigen" VerhÃ¤ltnis zum Wert der staatlichen Leistung fÃ¼r die Abgabepflichtigen stehen soll) allenfalls fÃ¼r die BerÃ¼cksichtigung eines Marktwertes, sofern ein solcher ermittelbar ist; zugunsten der Erhebung von jÃ¤hrlichen statt einmaligen GebÃ¼hren lÃ¤sst sich jedoch aus diesem Prinzip unmittelbar nichts ableiten. Dass im Rahmen einer einmaligen Veranlagung nach den Kriterien von Art. 3 Abs. 2 GebR zwangslÃ¤ufig eine unter dem Wert der staatlichen Leistung liegende (und in diesem Sinn das Ãquivalenzprinzip missachtende) GebÃ¼hr resultieren mÃ¼sse, darf nicht von vornherein unterstellt werden. Fehl geht daher der auf eine akzessorische Normenkontrolle abzielende Einwand der BeschwerdefÃ¼hrerin 2, Art. 11 GebR mÃ¼sse hier unmittelbar gestÃ¼tzt auf das (hÃ¶herrangige) Ãquivalenzprinzip selbst dann zum Zug kommen, wenn die Auslegung dieser Bestimmung sowie der gesamten GebÃ¼hrenordnung zum gegenteiligen Ergebnis fÃ¼hren wÃ¼rde. Abgesehen davon dient das genannte Prinzip dem Schutz von Abgabepflichtigen vor der Erhebung Ã¼berhÃ¶hter GebÃ¼hren (HÃ¤felin/MÃ¼ller, Rz. 2641 ff. und 2703 ff.; Adrian HungerbÃ¼hler, GrundsÃ¤tze des Kausalabgaberechts, ZBl 10/2003, S. 522 f.).</span></p> <p class="Erwgung2"><span>Schliesslich kann die BeschwerdefÃ¼hrerin 2 auch aus der fÃ¼r die Inanspruchnahme von Ã¶ffentlichem Grund des Staates getroffenen Regelung (Sondergebrauchsverordnung vom 24. Mai 1978; LS 700.3) nichts zu ihren Gunsten ableiten. Abgesehen davon, dass die hier anwendbare kommunale Regelung eine eigenstÃ¤ndige Rechtsgrundlage bildet und daher fÃ¼r sich allein auszulegen ist, trifft es entgegen der Darstellung der BeschwerdefÃ¼hrerin 2 nicht zu, dass nach der kantonalen Sondergebrauchsverordnung "in der Regel" jÃ¤hrliche GebÃ¼hren zu erheben sind. Die kantonale Verordnung regelt sowohl die vorÃ¼bergehende wie auch die dauernde Nutzung des Ã¶ffentlichen (staatlichen) Grundes; demgegenÃ¼ber sind in der Stadt ZÃ¼rich diesbezÃ¼glich zwei verschiedene Erlasse massgebend, einerseits das hier anwendbare Reglement Ã¼ber GebÃ¼hren fÃ¼r Sondernutzungskonzessionen und anderseits die Vorschriften Ã¼ber die vorÃ¼bergehende BenÃ¼tzung des Ã¶ffentlichen Grundes zu Sonderzwecken vom 16. Juni 1972 samt zugehÃ¶riger GebÃ¼hrenordnung vom 19. August 1992. GemÃ¤ss § 14 der kantonalen Sondergebrauchsverordnung werden "vorÃ¼bergehende oder untergeordnete Inanspruchnahmen", wie Leitungen, SchaukÃ¤sten, Baugrubenumschliessungen und Erdanker, in der Regel durch eine einmalige GebÃ¼hr, "langandauernde und intensive Inanspruchnahmen", wie Ãberbauungen von Strassengebiet, durch jÃ¤hrlich wiederkehrende GebÃ¼hren abgegolten. Aus der Sicht der kantonalen Regelung liessen sich die hier in Frage stehenden Vorrichtungen durchaus als untergeordnete Inanspruchnahme qualifizieren, fÃ¼r welche auch nach kantonalem Recht eine einmalige GebÃ¼hr zu erheben wÃ¤re.</span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>4.5 </span></b><span>Demnach sind die Beschwerden VB.2004.493-495 der Stadt ZÃ¼rich ebenfalls abzuweisen, soweit sie sich gegen die in den vorinstanzlichen RÃ¼ckweisungsentscheiden statuierte Vorgabe einer einmaligen GebÃ¼hrenfestsetzung richten.</span></p> <p class="Erwgung1"><b><span>5. </span></b><span> </span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>5.1 </span></b><span>Die Stadt ZÃ¼rich beantragt, die von der Baurekurskommission I festgesetzten SpruchgebÃ¼hren von je Fr. 2'000.- herabzusetzen.</span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>5.2 </span></b><span>Laut § 13 Abs. 1 VRG kÃ¶nnen VerwaltungsbehÃ¶rden fÃ¼r ihre Amtshandlun­gen GebÃ¼hren und Kosten auferlegen (Satz 1). Der Regierungsrat bezeichnet die kosten­pflich­tigen Amtshandlungen und die hierfÃ¼r zu erhebenden GebÃ¼hren in einer Verordnung (Satz 2). Die GebÃ¼hren der Baurekurskommissionen werden in §§ 34 ff. der Verordnung (des Regierungsrats) Ã¼ber die Organisation und den GeschÃ¤ftsgang der Baurekurskommissionen vom 20. Juli 1977 (mit seitherigen Ãnderungen; OV BRK) geregelt. GemÃ¤ss § 34 dieser Verordnung gehÃ¶ren zu den Verfahrenskosten (des Rekursverfahrens) die Spruch­gebÃ¼hr einerseits und die SchreibgebÃ¼hren, Barauslagen und Zustellungskosten anderseits. Die SpruchgebÃ¼hr betrÃ¤gt gemÃ¤ss § 35 OV BRK je nach dem Zeitaufwand sowie der fi­nan­ziellen und rechtlichen Tragweite, die dem Entscheid im Einzelfall zukommt, Fr. 100.‑ bis Fr. 12'000.‑ (Abs. 1); in besonders aufwÃ¤ndigen Verfahren kann die GebÃ¼hr unter Angabe der GrÃ¼nde bis auf das Doppelte erhÃ¶ht werden (Abs. 2). BezÃ¼glich der Bemes­sung der SchreibgebÃ¼hren, Barauslagen und Zustellungskosten verweist § 34 lit. b OV BRK vorab auf § 7 der GebÃ¼hrenverordnung fÃ¼r die VerwaltungsbehÃ¶rden vom 30. Juni 1966.</span></p> <p class="Erwgung2"><span>Die GebÃ¼hrenhÃ¶he, namentlich jene der SpruchgebÃ¼hren, ist aufgrund der genannten Kriterien von der Baurekurskommission nach pflichtgemÃ¤ssem Ermessen zu bestimmen. Weiter zu berÃ¼cksichtigen sind der Aufwand durch Verhandlungen, der Umfang der Akten und eines Beweisverfahrens sowie der Schwierigkeitsgrad der sich stellenden Rechts­fragen (vgl. RB 1995 Nr. 90; KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 13 N. 8). Insgesamt verfÃ¼gen die BehÃ¶rden bei der GebÃ¼hrenbemessung Ã¼ber einen weiten Ermes­sensspielraum. Das Verwaltungsgericht kann die Kostenauflage und Kostenverlegung nach § 50 Abs. 2 lit. c VRG nur auf rechtsverletzende Fehler hin Ã¼berprÃ¼fen (KÃ¶lz/Boss­hart/RÃ¶hl, § 13 N. 13 und 37).</span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>5.3 </span></b><span>Eine besondere rechtliche Tragweite kommt den vorliegenden FÃ¤llen insoweit zu, als die Baurekurskommission nicht nur Ã¼ber die Bemessung der GebÃ¼hren, sondern im Zusammenhang mit der geltend gemachten GebÃ¼hrenbefreiung auch Ã¼ber die GebÃ¼hrenpflicht als solche zu entscheiden hatte. Die finanzielle Tragweite erscheint, bezogen auf die drei im Rekursverfahren streitigen FÃ¤lle, eher gering; wohl geht es beiden Parteien neben den streitbetroffenen um zahlreiche weitere Mobilfunk-Basisstationen in der Stadt ZÃ¼rich; doch ist diese prÃ¤judizielle Bedeutung bei der Bemessung der VerfahrensgebÃ¼hren nur beschrÃ¤nkt zu gewichten, weil nach § 35 Abs. 1 OV BRK die Tragweite bezÃ¼glich des Entscheids "im Einzelfall" massgebend ist. Unter dem Gesichtswinkel des zeitlichen Aufwandes ist zu berÃ¼cksichtigen, dass es in allen drei FÃ¤llen praktisch um gleichartige Sachverhalte und um die gleichen Rechtsfragen ging. Unter all diesen UmstÃ¤nden erweisen sich die GebÃ¼hrenauflagen von je Fr. 2'000.- als rechtsverletzend, zumal wegen des Verzichts auf Vereinigung der drei Verfahren, wie sie an sich zweckmÃ¤ssig gewesen wÃ¤re, auch die Schreib- und KanzleigebÃ¼hren von je Fr. 484.- dreifach angefallen sind. Als angemessen erscheinen GebÃ¼hren von je Fr. 1'000.-.</span></p> <p class="Erwgung1"><b><span>6. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Demnach sind die Beschwerden der A AG vollumfÃ¤nglich abzuweisen. Die Beschwerden der Stadt ZÃ¼rich sind in der Hauptsache abzuweisen, jedoch bezÃ¼glich der vorinstanzlichen Kostenauflage gutzuheissen. Dispositiv Ziff. II der Rekursentscheide sind dahin abzuÃ¤ndern, dass die SpruchgebÃ¼hr auf je Fr. 1'000.- statt je Fr. 2'000.- festgesetzt wird. Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind die Gerichtskosten den beiden BeschwerdefÃ¼hrerinnen je zur HÃ¤lfte aufzuerlegen (§ 13 Abs. 1 in Verbindung mit § 70 VRG); die teilweise Gutheissung der Beschwerden der Stadt ZÃ¼rich rechtfertigt keine andere Verlegung, da von der dadurch bewirkten Herabsetzung der vorinstanzlichen SpruchgebÃ¼hren auch die A AG profitiert. ParteientschÃ¤digungen nach § 17 Abs. 2 VRG sind bei diesem Verfahrensausgang nicht zuzusprechen.</span></p> <p class="Einzug1"><span>DemgemÃ¤ss </span><span><a id="Text25"></a>entscheidet</span><span> </span><span>die Kammer</span><span>:</span></p> <p class="Einzug2">1. Die Beschwerden VB.2004.490-492 der A AG werden abgewiesen. Die Beschwerden VB.2004.493-495 der Stadt ZÃ¼rich werden insoweit gutgeheissen, als die vorinstanzlichen SpruchgebÃ¼hren in AbÃ¤nderung von Disp. Ziff. II der Rekursentscheide auf je Fr. 1'000.- herabgesetzt werden; im Ãbrigen werden diese Beschwerden abgewiesen.</p> <p class="Einzug2">2. Die GerichtsgebÃ¼hr wird festgesetzt auf</p> <p class="Einzug2"> Fr. 4'000.-; die Ã¼brigen Kosten betragen:</p> <p class="Einzug2"> Fr. 60.- Zustellungskosten,</p> <p class="Einzug2"> Fr. 4'060.- Total der Kosten.</p> <p class="Einzug2">3. Die Gerichtskosten werden den BeschwerdefÃ¼hrerinnen 1 und 2 je zur HÃ¤lfte auferlegt.</p> <p class="Einzug2">4. ParteientschÃ¤digungen werden nicht zugesprochen.</p> <p class="Einzug2">5. Mitteilung an â¦</p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>