<h2>SubmittedText<h2><p>Bekanntlich soll die Eidgenössische Militärbibliothek (EMB) innerhalb von Bern verlegt werden. Im Zusammenhang mit dem schweizerischen Bibliothekswesen kommt der EMB eine singuläre Bedeutung zu (bedeutende Sammlungen militärhistorischer Literatur, Handschriften und Karten). Die EMB ist auch im europäischen Rahmen eine anerkannte Institution; sie hatte in den letzten Jahren einen wachsenden Benutzerkreis.</p><p>Offenbar stehen inzwischen verschiedene Standorte für die Militärbibliothek zur Auswahl. Ist der Bundesrat nicht auch der Meinung, dass einzig die ursprünglich vorgesehene Liegenschaft beim Guisanplatz im neu entstandenen militärhistorischen Viertel der Stadt Bern als Standort dieser wichtigen öffentlichen Institution in Frage kommt?</p><p>Sollte diese Option, aus welchen Gründen auch immer, nicht in Frage kommen, ist dann der Bundesrat bereit, eine Verlegung der EMB ins AAL Luzern zu prüfen?</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Der Bundesrat ist sich des Wertes der Eidgenössischen Militärbibliothek (EMB) wohl bewusst. Mittelfristig ist vorgesehen, diese im Bereich Krieg und Frieden, Sicherheitspolitik, Verteidigung, Armee und Bevölkerungsschutz auf ihrem Gebiet massgebliche Institution, die seit über 100 Jahren im Bundeshaus Ost untergebracht ist, zu verlegen. Die Verlegung soll innerhalb der Stadt Bern erfolgen, um die durch die Nähe zu Parlament, Exekutive und Verwaltung und durch die Zugehörigkeit der EMB zur Abteilung Information und Kommunikation des VBS heute praktisch genutzten Synergien zu erhalten. Ziel der Verlegung ist es, Platz im Bundeshaus Ost zu gewinnen. Die nach eingehender Prüfung der verschiedensten Möglichkeiten an die Hand genommene, im September 2002 abgeschlossene Machbarkeitsstudie hat ergeben, dass eine Verlegung ins Bundesobjekt Papiermühlestrasse 21A, 3014 Bern, denkbar ist. Voraussetzung ist freilich ein allenfalls in zwei Etappen realisierbarer Aus- und Umbau des genannten Objektes, der insgesamt um 14 Millionen Franken kosten dürfte.</p><p>Der Bundesrat kann demnach die beiden Fragen wie folgt beantworten:</p><p>1. Die vom Fragesteller skizzierte Lösung steht für den Bundesrat in der Tat im Vordergrund.</p><p>2. Sollte eine Verlagerung ins genannte Bundesobjekt wider Erwarten nicht möglich sein, ist eine derartige Prüfung denkbar; wobei jedoch die Frage der durch einen Umzug nach Luzern verloren gehenden Synergien überzeugend beantwortet sein müsste.</p>  Antwort des Bundesrates.