<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="cell small-12 contentContainer printArea"> <div><table><tr><td colspan="2"><p class="Normal Heading1"><span id="_GoBack"></span><span class="Normal Heading1">Sozialversicherungsgericht</span></p><p class="Normal Heading1"><span class="Normal Heading1">des Kantons Zürich</span></p></td><td><p class="Normal Heading1"></p></td></tr><tr><td><p class="Normal Heading1"><br/></p></td><td colspan="2"><p><span>UV.2016.00229</span></p><p><br/></p><p><br/></p><p></p></td></tr></table><p><br/></p><p>IV. Kammer</p><p>Sozialversicherungsrichter Hurst, Vorsitzender</p><p>Sozialversicherungsrichter Vogel</p><p>Ersatzrichterin Bänninger Schäppi</p><p>Gerichtsschreiber Möckli</p><p class="Normal Heading2"><span class="Normal Heading2">Urteil vom 28. November 2016</span></p><p class="Normal StandardEinzug"><span class="Normal StandardEinzug">in Sachen</span></p><p class="Normal StandardFett RubrumFett"><span class="Normal StandardFett RubrumFett">X.___</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Beschwerdeführer</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">vertreten durch Rechtsanwalt Philip Stolkin</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Freiestrasse 76, Postfach 1223, 8032 Zürich</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">gegen</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardFett RubrumFett"><span class="Normal StandardFett RubrumFett">Schweizerische Unfallversicherungsanstalt</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Rechtsabteilung</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Postfach 4358, 6002 Luzern</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Beschwerdegegnerin</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">vertreten durch Rechtsanwalt Reto Bachmann</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Lischer Zemp &amp; Partner, Rechtsanwälte und Notare</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Schwanenplatz 4, 6004 Luzern</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Sachverhalt:</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">X.___, geboren 1983, war seit 1. Oktober 2007 als Sprinklermonteur bei der Y.___ tätig und damit bei der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt (suva) gegen die Folgen von Unfällen versichert. Gemäss Unfallmeldung vom 6. Juni 2008 stürzte er am 4. Juni 2008 bei der Montage einer Sprinkleranlage aus einer Höhe von ca. 4 m auf den Boden (Urk. 9/1). Dabei zog er sich mehrere Gesichtsschädel- und Felsenbeinfrakturen zu, welche am Z.___ operativ versorgt wurden. (Austrittsbe</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">richt vom 24. Juni 2008, Urk. 9/4). Die suva ermittelte für den unfallbedingten irreversiblen Hörverlust links einen Integritätsschaden von 15 % und richtete eine Entschädigung von Fr. 18'900.-- aus (vgl. Verfügung vom 17. Juni 2011, Urk. 9/146). Im Übrigen beurteilte Kreisarzt PD Dr. med. A.___, Facharzt für Orthopädische Chirurgie, den Versicherten mit Einschränkungen (keine absturz</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gefährdenden Arbeiten bzw. auf ungesicherten Gerüsten) wieder als voll arbeits-fähig. Die suva übernahm aber weiterhin medizinische Leistungen zur Behand-lung der fortbestehenden Kopfschmerzen und die ohrenärztliche Betreu</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ung (Bericht vom 4. Juni 2008, Urk. 9/29). Da der Versicherte nicht mehr voll einsatzfähig war, löste der Arbeitgeber das Arbeitsverhältnis per Ende Novem</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ber 2009 auf (Urk. 9/51). Anlässlich einer weiteren kreisärztlichen Untersuchung (vom 12. November 2010, Urk. 9/128), hielt Kreisarzt Dr. med. B.___, Fach</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">arzt für Orthopädische Chirurgie FMH, unverändert an der 100%igen Arbeitsfä</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">higkeit unter Einschränkungen fest. Ferner beurteilte er die Voraussetzungen für den Fallabschluss auf den Gebieten ORL, Kieferchirurgie und betreffend die Kleinfingerverletzung links als gegeben. Zur Kopfwehproblematik erachtete er weitere Abklärungen als angezeigt. Dementsprechend stellte die suva ihre Tag</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">geldleistungen per 1. Januar 2011 ein (Urk. 9/129). Vom 1. Juli 2011 bis 31. August 2012 war der Versicherte stundenweise bei der C.___ beschäftigt, wobei er ab 25. Juni 2012 wieder arbeitsunfähig war (Urk. 9/148 S. 2 f. und Urk. 9/162; vgl. auch Bericht des D.___ vom 2. Juli 2012, Urk. 9/161). Am 17. Juli 2012 ging bei der suva eine Rückfallmeldung zum Ereignis vom 4. Juni 2008 ein (Urk. 9/152). Weitere Abklärungen und Behandlungen der Kopfweh-Problematik fanden in der Folge hauptsächlich im E.___ statt (vgl. Urk. 9/163, 9/173, 9/215, 9/220). Anlässlich der kreisärztlichen Untersuchung vom 25. März 2015 beurteilte Dr. med. F.___, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und Trau</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">matologie FMH, die funktionellen Defizite als im Wesentlichen unverändert und bestätigte den auf Anfang 2011 festgelegten medizinischen Endzustand (Urk. 9/252). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Im April 2015 begab sich X.___ in Behandlung bei Dr. med. G.___, Facharzt FMH für Neurologie, (Bericht vom 18. Mai 2015, Urk. 9/271). Dieser überwies den Versicherten für eine neuropsychologische Untersuchung an die Neuropsychologin Dr. phil. H.___ (Urk. 9/268 S. 3). Im Untersu</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">chungsbericht vom 17. Juli 2015 schlug Dr. H.___ aus neuropsychologischer Sicht verschiedene Rehabilitationsmassnahmen vor (Urk. 9/284). Es folgten neurologische Beurteilungen durch die Abteilung Versicherungsmedizin der suva, Dr. med. I.___, Facharzt für Neurologie FMH, der aufgrund einer zwischenzeitlich angefertigten kranialen Computertomographie zum Schluss kam, es sei nicht von einer leichten traumatischen Hirnverletzung (wie von Dr. G.___ diagnostiziert), sondern von einer substanziellen Hirnverlet</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">zung links temporobasal auszugehen. Zur Abklärung, ob aufgrund dieses Befundes eine kognitive Gesundheitsbeeinträchtigung mit Einfluss auf die berufliche Leistungsfähigkeit vorliege, schlug Dr. I.___ eine neuropsycholo</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gische Untersuchung einschliesslich Symptomvalidierung bei Prof. Dr. rer. nat. J.___, Institut für Neuropsychologische Diagnostik und Bildgebung an der K.___, vor (Urk. 9/289 und Urk. 9/321 S. 6). Mit mehreren Schreiben verlangte der Rechtsvertreter der Versicherten, die suva habe Kosten</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gutsprache für eine neuropsychologische Therapie bei Dr. H.___ zu überneh</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">men, ohne dass die Begutachtung bei Prof. J.___ abzuwarten wäre (Urk. 9/326, 9/342 und 9/346). Mit Verfügung vom 14. Juni 2016 lehnte die suva eine Kos</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tengutsprache für eine neuropsychologische Behandlung ab (Urk. 9/347), woran sie auf Einsprache hin mit Entscheid vom 2. September 2016 festhielt (Urk. 2).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Hiergegen liess X.___ mit Eingabe vom 4. Oktober 2016 Beschwerde erheben mit dem Rechtsbegehren, es sei die Beschwerdegegnerin zu verpflich</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ten, die Kosten für die Therapie bei der Neuropsychologin Dr. H.___ zu übernehmen. Weiter beantragte er die unentgeltliche Rechtspflege und Rechts</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">vertretung (Urk. 1).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Mit Beschwerdeantwort vom 3. November 2016 ersuchte die Beschwerdegegne</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rin um Abweisung der Beschwerde (Urk. 8; dem Beschwerdeführer zugestellt am 9. November 2016, Urk. 10). Am 23. November 2016 reichte der Beschwerde</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">führer unaufgefordert eine weitere Stellungnahme ein (Urk. 11).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Auf die Vorbringen der Parteien und die eingereichten Akten wird, soweit erfor</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">derlich, im Rahmen der nachfolgenden Erwägungen eingegangen. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Das Gericht zieht in Erwägung:</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Beschwerdegegnerin hat im angefochtenen Entscheid die rechtlichen Grundla</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gen zum Anspruch auf Heilbehandlung (Art. 10 Abs. 1 des Bundesge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">setzes über die Unfallversicherung [UVG]) und Invalidenrente (Art. 19 Abs. 1 UVG) zutreffend dargelegt, worauf verwiesen werden kann. Verwiesen werden kann auch auf die zutreffenden Ausführungen mit Hinweisen auf die Rechtspre</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">chung zum Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit, zum Beweiswert von Arztberichten und zum Untersuchungsgrundsatz, wonach </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">das Gericht von Amtes wegen für die richtige und vollständige Abklärung des rechtserheblichen Sachverhaltes zu sorgen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> hat </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">(</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">61 lit. c </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">des Bundesgesetzes über den Allge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">meinen Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSG])</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Dem entspricht im Ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">waltungsverfahren Art. 43 Abs. 1 ATSG, wonach der Versicherungsträger die Begehren prüft, die notwendigen Abklärungen von Amtes wegen vornimmt und die erforderlichen Auskünfte einholt.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Strittig und zu prüfen ist einzig die Frage, ob die Beschwerdegegnerin die Kosten</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gutsprache für eine neuropsychologische Therapie bei Dr. H.___ zu Recht abgelehnt hat.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Beschwerdegegnerin macht im Wesentlichen geltend, es sei vorerst das bei Prof. J.___ in Auftrag gegebene neuropsychologische Gutachten abzuwarten. Erst danach sei zu entscheiden, ob unfallbedingte neuropsychologisch behand</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">lungsbedürftige Einschränkungen vorliegen und wie diese allenfalls zweckmäs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sig zu behandeln wären (Urk. 2 und Urk. 8 S. 3 f.). Demgegenüber vertritt der Beschwerdeführer die Auffassung, die neuropsychologischen Einschränkungen seien eindeutig auf das Unfallereignis zurückzuführen, weshalb die Beschwer</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">degegnerin verpflichtet sei, alle Heilungskosten zu übernehmen. Die Beschwer</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">degegnerin habe nicht aufzeigen können, weshalb die Behandlung bei Dr. H.___ nicht wirtschaftlich und zweckmässig sei. Sie verweigere deshalb die Kostengutsprache ungerechtfertigterweise (Urk. 1 S. 8).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">2.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Vorab ist festzuhalten, dass aufgrund der bisherigen Aktenlage keineswegs fest</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">steht, dass die neuropsychologischen Einschränkungen eindeutig auf das Unfallereignis am 4. Juni 2008 zurückzuführen sind, wie der Beschwerdeführer behauptet vgl. Urk. 1 S. 3). Hierzu bestehen zumindest unterschiedliche fach</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ärztliche Meinungen (vgl. Urk. 9/321 S. 6 f.). Insbesondere zeigte sich in der neuesten CT-Untersuchung, dass eine substanzielle Hirnverletzung vorliegt und bereits aus diesem Grund weitere Abklärungen unter Einbezug dieses neuen Aspektes geboten sind, was auch der Beschwerdeführer nicht in Frage stellt. Daraus ergibt sich ohne Weiteres, dass die Notwendigkeit allfälliger unfallbe</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">dingter Therapien, welche in den Zuständigkeitsbereich der Beschwerdegegnerin fallen würden, erst nach Vorliegen der Gutachtensergebnisse beurteilt werden kann. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">2.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Weiter hat die Neuropsychologin Dr. H.___ lediglich Vorschläge möglicher Thera</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">pien zur Funktionsverbesserung skizziert. Bevor mit der therapeutischen Arbeit begonnen werden könne, müsse es aber gelingen, den Schwindel zu reduzieren und das visuelle Scannen zu erleichtern (Urk. 9/284 S. 5). Zu den Auswirkungen der von ihr festgestellten mittelschweren neuropsychologischen Funktionsstörung äusserte sich Dr. H.___ nicht. Der Beschwerdeführer seiner</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">seits lässt in seinem Begehren offen, welche der von Dr. H.___ erwähnten The</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">rapien die Beschwerdegegnerin zu übernehmen hätte. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">2.4</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Schliesslich ist darauf hinzuweisen, dass dem Versicherungsträger nach der Rechtsprechung ein grosser Ermessenspielraum bezüglich Notwendigkeit, Umfang und Zweckmässigkeit von medizinischen Erhebungen zusteht (vgl. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Kieser, ATSG-Kommentar, </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Auflage, Zürich 2015, Rz </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">20 zu Art. 43</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> mit Hin</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">weisen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">). Nach Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">48 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Abs. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1 UVG </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">kann er überdies</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> die nötigen Anordnungen zur zweckmässigen Behandlung des Versicherten treffen. Er darf </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">daher </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">die diagnostischen und therapeutischen Massnahmen im Einzelfall festlegen </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">(BGE 123 V 53 E. 2b/bb). Im vorliegenden Fall ist die Beschwerdegegnerin mit der Anordnung der neuropsychologischen Begutachtung bei Prof. J.___ ihrer Pflicht nachgekommen, mögliche kognitive Beeinträchtigungen aufgrund des Unfallereignisses abzuklären. Anders zu verfahren hätte eine Verletzung des Untersuchungsgrundsatzes bedeutet, insbesondere weil mit dem radiologisch bestätigten Befund einer substanziellen Hirnverletzung neue Erkenntnisse zu berücksichtigen sind. Dass eine zweckmässige Therapie nicht angeordnet wer</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">den kann, bevor die unfallbedingten Beeinträchtigungen nicht zumindest mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit geklärt sind, ist als evi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">dent zu erachten. Das Beharren des Beschwerdeführers auf sofortigem Beginn einer neuropsychologischen Therapie entbehrt damit einer objektiv nachvoll</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ziehbaren Grundlage.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Gestützt auf diese Erwägungen erweist sich die Beschwerde in jeder Beziehung als unbegründet, weshalb sie abzuweisen ist. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Nach Gesetz und Praxis sind in der Regel die Voraussetzungen für die Bewilli</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gung der unentgeltlichen Prozessführung und Verbeiständung erfüllt, wenn der Prozess nicht aussichtslos, die Partei bedürftig und die anwaltliche Verbeistän</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">dung notwendig oder doch geboten ist (BGE 103 V 46, 100 V 61, 98 V 115). Als aussichtslos sind nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung Pro</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">zessbegehren anzusehen, bei denen die Gewinnaussichten (ex ante betrachtet) beträchtlich geringer sind als die Verlustgefahren und die deshalb kaum als ernsthaft bezeichnet werden können. Dagegen gilt ein Begehren nicht als aus</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sichtslos, wenn sich Gewinnaussichten und Verlustgefahren ungefähr die Waage halten oder jene nur wenig geringer sind als diese. Massgebend ist, ob eine Partei, die über die nötigen finanziellen Mittel verfügt, sich bei vernünfti</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ger Überlegung zu einem Prozess entschliessen würde; eine Partei soll einen Prozess, den sie auf eigene Rechnung und Gefahr nicht führen würde, nicht deshalb anstrengen können, weil er sie nichts kostet (BGE 133 III 614 E. 5 mit Hinweisen).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Wie die vorstehenden Erwägungen zeigen, fehlten der Beschwerdegegnerin im Zeitpunkt des angefochtenen Entscheides die erforderlichen Grundlagen, um zu entscheiden, ob und allenfalls welche unfallbedingten neuropsychologischen Beeinträchtigungen bestanden, ob und in welchem Umfang sich diese auf die Arbeitsfähigkeit auswirken und welche Therapien gegebenenfalls zweckmässi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gerweise einzusetzen wären. Dass die Beschwerdegegnerin vor der gutachtlichen Klärung der offenen Fragen keine Heilungskosten übernehmen würde, musste dem Beschwerdeführer bzw. seinem Rechtsvertreter klar sein, zumal er gegen die Begutachtung an sich keine Einwendungen vorbrachte. Der Beschwerde</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">führer konnte demnach </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">nicht ernsthaft mit </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">der Gutheissung der Beschwerde rechnen. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">se</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> erweist sich daher als aussichtslos, weshalb das Gesuch </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">um unentgeltliche Rechtsvertretung</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> abzuweisen ist. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Heading3"><span class="Normal Heading3">Das Gericht beschliesst:</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Das Gesuch um unentgeltliche Rechtsvertretung wird abgewiesen.</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><br/></p><p class="Normal Heading3"><span class="Normal Heading3">und erkennt:</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span class="Normal Dispotext DispoHngend">1.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Die </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Beschwerde </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">wird abgewiesen.</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span class="Normal Dispotext DispoHngend">2.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Das Verfahren ist kostenlos.</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span class="Normal Dispotext DispoHngend">3.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Zustellung gegen Empfangsschein an:</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Rechtsanwalt Philip Stolkin</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Rechtsanwalt Reto Bachmann unter Beilage des Doppels von Urk. 11</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Bundesamt für Gesundheit</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">4.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Gegen diesen Entscheid kann innert </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">30 Tagen</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"> seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundes</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">gesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 15. Juli bis und mit 15. August sowie vom 18. Dezember bis und mit dem 2. Januar (Art. 46 BGG).</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">stellen.</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismit</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">tel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat (Art. 42 BGG).</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><br/></p><p class="Normal Heading3"><span class="Normal Heading3">Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich</span></p><p><br/></p><p>Der VorsitzendeDer Gerichtsschreiber</p><p><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p>HurstMöckli</p><p></p></div> </div></body></html>