<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2003.00369</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="https://vgrzh.djiktzh.ch/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=https://vgrzh.djiktzh.ch&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=203988&amp;W10_KEY=4467142&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2003.00369</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 04.02.2004</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">4. Abteilung/4. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">AuslÃ¤nderrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Niederlassungsbewilligung (Familiennachzug)</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Verweigerung des Familiennachzugs gegenüber dem ältesten, im Zeitpunkt der Gesuchseinreichung 17-jährigen Sohn eines niedergelassenen Ehepaars, der im Alter von 10 Jahren mit seinen Geschwistern freiwillig zur Grossmutter in die Heimat zurückgekehrt war.<br/>Ein Eintretensanspruch besteht gemäss Art. 17 Abs. 2 ANAG (E. 1). Voraussetzungen des Familiennachzugs durch zusammenlebende Eltern. Im vorliegenden Fall steht nicht das familiäre Zusammenleben im Vordergrund, sondern sind familienexterne Gründe massgebend, namentlich der Wunsch des Sohns, seinen Lebensmittelpunkt in der Schweiz zu begründen. Die Berufung auf den Familiennachzug ist daher als rechtsmissbräuchlich zu werten (E. 2).<br/>Abweisung.</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: Urteile: Staats- und Verfassungsrecht UR: Garantien der EMRK ST: ART. 8 EMRK">ART. 8 EMRK</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: AuslÃ¤nderrecht ST: FAMILIENNACHZUG">FAMILIENNACHZUG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: NIEDERLASSUNGSBEWILLIGUNG">NIEDERLASSUNGSBEWILLIGUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: RECHTSMISSBRAUCH">RECHTSMISSBRAUCH</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ZUSAMMENLEBEN">ZUSAMMENLEBEN</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="gerade">Art. 17 Abs. II ANAG</span><br/><span class="ungerade">Art. 13 Abs. I BV</span><br/><span class="gerade">Art. 8 EMRK</span><br/><span class="ungerade">§ 43 Abs. I lit. h VRG</span><br/><span class="gerade">§ 43 Abs. II VRG</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 3 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Sachverhalt1"><b><span>I. </span></b><span> </span></p> <p class="Sachverhalt2"><span>Der kroatische StaatsangehÃ¶rige A, geboren 1957, lebt seit 1978 in der Schweiz. Seit 1985 ist er mit der 1960 geborenen D verheiratet. Sie hÃ¤lt sich seit 1982 in der Schweiz auf und ist ebenfalls im Besitz der Niederlassungsbewilligung fÃ¼r den Kanton ZÃ¼rich. Aus der Ehe gingen die Kinder F, geboren 1985, G, geboren 1987, und H, geboren 1989, hervor. Sie wurden in die Niederlassungsbewilligung der Eltern mit einbezogen. Am 15. Juli 1995 reisten die Kinder nach Kroatien aus und leben seither bei der Grossmutter vÃ¤terlicherseits.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Am 24. Mai 2002 stellte A das Gesuch um Bewilligung des Familiennachzugs betreffend den Sohn F. Mit VerfÃ¼gung vom 10. Juli 2002 wies die Direktion fÃ¼r Soziales und Sicher­heit (Migrationsamt) das Gesuch ab.</span></p> <p class="Sachverhalt1"><b>II. </b> </p> <p class="Urteilstext"><span>Der Regierungsrat wies den hiergegen erhobenen Rekurs vom 12. August 2002 mit Be­schluss vom 10. September 2003 ab.</span></p> <p class="Sachverhalt1"><b>III. </b> </p> <p class="Urteilstext"><span>Mit Beschwerde vom 10. Oktober 2003 beantragte A dem Verwaltungsgericht, es seien der Regierungsratsbeschluss und die VerfÃ¼gung des Migrationsamtes aufzuheben sowie diese Instanzen anzuweisen, die Einreise des Sohnes F in die Schweiz im Rahmen des Familien­nachzuges zu bewilligen, alles unter EntschÃ¤digungsfolge zu Lasten des Regierungsrates. </span></p> <p class="Urteilstext"><span>FÃ¼r den Regierungsrat beantragte die Staatskanzlei am 29./30. Oktober 2003 die Abwei­sung der Beschwerde. Die Direktion fÃ¼r Soziales und Sicherheit reichte keine Beschwerde­antwort ein.</span></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="Einzug1"><span>Die Kammer</span><span> zieht in ErwÃ¤gung:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Erwgung1"><b><span>1. </span></b><span> </span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>1.1 </span></b><span>Die Beschwerde an das Verwaltungsgericht ist auf dem Gebiet der Fremdenpolizei zulÃ¤ssig, soweit die Verwaltungsgerichtsbeschwerde an das Bundesgericht offen steht (§ 43 Abs. 1 lit. h und Abs. 2 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 [VRG]). Das ist der Fall bei Entscheiden betreffend Aufenthalts- und Niederlassungsbewilligungen, auf deren Erteilung die auslÃ¤ndische Person einen bundes- oder vÃ¶lkerrechtlichen Anspruch hat (Art. 100 Abs. 1 lit. b Ziff. 3 des Bundesrechtspflegegesetzes vom 16. </span><span>Dezember 1943, e contrario; BGE 128 II 145 E. 1.1.1).</span></p> <p class="Erwgung2"><b>1.2 </b><span>Der Regierungsrat ist im angefochtenen Entscheid zutreffend von einem grund­sÃ¤tzlichen Anspruch darauf ausgegangen, dass der ledige Sohn F gemÃ¤ss Art. 17 Abs. 2 des Bundesgesetzes vom 26. MÃ¤rz 1931 Ã¼ber Aufenthalt und Niederlassung der AuslÃ¤nder (ANAG) in die Niederlassungsbewilligung seiner Eltern einbezogen werde, da er mit diesen zusammenwohnen soll. GemÃ¤ss Rechtsprechung zu Art. 17 Abs. 2 ANAG sei hinsichtlich der Altersgrenze auf den Zeitpunkt der Gesuchseinreichung abzustellen. Damals sei F noch nicht 18 Jahre alt gewesen, sodass die Voraussetzungen gemÃ¤ss Art. 17 Abs. 2 ANAG grundsÃ¤tzlich erfÃ¼llt seien. Kein Anwesenheitsrecht lasse sich hingegen aus Art. 8 Abs. 1 der EuropÃ¤ischen Menschenrechtskonvention (EMRK) bzw. Art. 13 Abs. 1 der Bundesverfassung vom 18. April 1999 (BV) herleiten, da F am 13. August 2003 18 Jahre alt und damit volljÃ¤hrig geworden sei. </span>Bei der Beurteilung eines Gesuches nach Massgabe dieser letzteren Bestimmungen sei nÃ¤mlich von den aktuellen â tatsÃ¤chlichen und rechtlichen â VerhÃ¤ltnissen im Zeitpunkt des Entscheids auszugehen.</p> <p class="Urteilstext"><span>Somit ist vorliegend gestÃ¼tzt auf Art. 17 Abs. 2 ANAG auf die fristgerecht eingereichte Beschwerde einzutreten. Da der Regierungsrat als Vorinstanz geamtet hat, ist die Be­schwerde durch die Kammer zu behandeln (§ 38 Abs. 3 VRG). Die Frage, ob der Familien­nachzug fÃ¼r den Sohn F trotz eines grundsÃ¤tzlich gegebenen Anspruchs zu verweigern sei, betrifft nicht das Eintreten, sondern bildet Gegenstand der materiellen Beurteilung (BGE 126 II 265 E. 1b, 128 II 145 E. 1.1.5).</span></p> <p class="Erwgung1"><b><span>2. </span></b><span> </span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>2.1 </span></b><span>Die Beschwerdegegnerin hatte das Gesuch um Nachzug des Sohnes F mit der BegrÃ¼ndung abgewiesen, die fremdenpolizeilichen Bestimmungen Ã¼ber den Familiennachzug bezweckten die Vereinigung der Familie und dÃ¼rften nicht fÃ¼r den Nachzug von Jugend­lichen wegen der besseren Ausbildungs- und ErwerbsmÃ¶glichkeiten in der Schweiz missbraucht werden. Dieser Auffassung schloss sich auch die Vorinstanz an und hielt unter anderem fest, es sei nicht glaubhaft, dass nunmehr, nach einer Trennung von rund sieben Jahren, das BedÃ¼rfnis nach einer ZusammenfÃ¼hrung der Familie in der Schweiz im Vordergrund stehe â dies umso weniger, als die beiden jÃ¼ngeren Kinder G und H weiterhin im Heimatland verbleiben sollen, bis sie die Schulausbildung abgeschlossen haben. Die WÃ¼rdigung aller UmstÃ¤nde ergebe, dass als Motiv fÃ¼r den Antrag auf Nachzug nicht die ErmÃ¶glichung des familiÃ¤ren Zusammenlebens im Vordergrund stehe, sondern vielmehr andere BeweggrÃ¼nde, namentlich berufliche und wirtschaftliche Interessen, massgebend seien. Dies widerspreche jedoch dem Zweck von Art. 17 Abs. 2 ANAG und sei als rechtsmissbrÃ¤uchlich zu beurteilen.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>DemgegenÃ¼ber lÃ¤sst der BeschwerdefÃ¼hrer festhalten, der Entscheid, F nach Kroatien zur Grossmutter zu schicken, habe sich als Fehler erwiesen. F habe dort zwar sÃ¤mtliche Schulen besucht, sich in seiner Heimat aber nie wohl gefÃ¼hlt. Er habe sich dort nicht mehr richtig anpassen kÃ¶nnen und habe an stÃ¤ndigem Heimweh nach seiner Familie und seinen Schweizerfreunden gelitten. Er habe jÃ¤hrlich im Sommer wÃ¤hrend zweieinhalb Monaten und in der Weihnachtszeit fÃ¼r drei Wochen in der Schweiz geweilt und sich mit den Eltern und seinen Freunden aus der frÃ¼heren Zeit getroffen. So habe er sich immer mehr zur Schweiz hingezogen gefÃ¼hlt. Der Wunsch des Sohnes, in die Schweiz zu kommen, habe der Familie zu langen Diskussionen und Ãberlegungen Anlass gegeben. F habe immer mehr gedrÃ¤ngt, sodass sich die Eltern entschlossen hÃ¤tten, den Nachzug zu beantragen. Es sei ihnen nicht zu verargen, dass sie den Nachzug nicht schon frÃ¼her beantragt hÃ¤tten. Ein Unterbruch der Schule in Kroatien hÃ¤tte die Integration von F in der Schweiz nur erschwert und die Eingliederung in die hiesige Gesellschaft nicht erleichtert. Dass schliesslich den Eltern daran liege, die Familie in der Schweiz zusammenzufÃ¼hren, werde gerade dadurch bestÃ¤tigt, dass sie auch die jÃ¼ngeren Kinder spÃ¤ter â nach Abschluss der Schule â in die Schweiz nehmen wollten. Ãberdies sei F in einem Alter, in welchem ihm die Eltern eine bessere FÃ¼hrung gewÃ¤hrleisten kÃ¶nnten als die Grossmutter in Kroatien.</span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>2.2 </span></b><span>Der nachtrÃ¤gliche Familiennachzug durch zusammenlebende Eltern ist mÃ¶glich, ohne dass besondere stichhaltige GrÃ¼nde die beabsichtigte Ãnderung der BetreuungsverhÃ¤ltnisse rechtfertigen mÃ¼ssen. Innerhalb der allgemeinen Schranken von Art. 17 Abs. 2 Satz 3 ANAG ist der Nachzug von gemeinsamen Kindern durch beide Elternteile zusammen grundsÃ¤tzlich jederzeit zulÃ¤ssig; vorbehalten bleibt einzig das Rechtsmissbrauchsverbot. Je lÃ¤nger mit der AusÃ¼bung des Nachzugsrechtes ohne sachlichen Grund zugewartet wird und je knapper die verbleibende Zeit bis zur VolljÃ¤hrigkeit ist, umso eher kann sich auch bei im Ausland verbliebenen gemeinsamen Kindern zusammenlebender Eltern die Frage stellen, ob wirklich die Herstellung der Familiengemeinschaft beabsichtigt ist oder ob die An­sprÃ¼che aus Art. 17 ANAG zweckwidrig fÃ¼r die blosse Verschaffung einer Niederlassungsbewilligung geltend gemacht werden (BGE 126 II 329 E. 3b).</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Dem BeschwerdefÃ¼hrer ist darin beizupflichten, dass sich Jugendliche mit ihrer schuli­schen und beruflichen Zukunft auseinandersetzen mÃ¼ssen und daher nicht schon aus dem Umstand, dass F in der Schweiz weiterhin Schulen besuchen und eine Lehre als Koch oder Kellner absolvieren mÃ¶chte, auf RechtsmissbrÃ¤uchlichkeit geschlossen werden kann. Um­gekehrt erscheint aber umso weniger glaubwÃ¼rdig, dass vorrangig die ZusammenfÃ¼hrung der Familie angestrebt wird, je nÃ¤her das Alter des betreffenden Kindes bei der Grenze von 18 Jahren liegt (BGE 126 II 329 E. 4a). Hat ausserdem das Kind, das nachgezogen werden soll, bereits einmal in der Schweiz mit einer Niederlassungsbewilligung gelebt und ist es danach wieder definitiv in sein Heimatland zurÃ¼ckgekehrt, besteht eine weitere Vermutung dafÃ¼r, dass es den Beteiligten gar nicht um ein familiÃ¤res Zusammenleben geht. Die MÃ¶g­lichkeit dazu hÃ¤tten sie jedenfalls gehabt und nicht genutzt. Etwas anderes kann nur gelten, wenn klare UmstÃ¤nde ersichtlich sind, welche diese Vermutung widerlegen (BGE 119 Ib 81 E. 3a). In jedem Fall bedarf es der BerÃ¼cksichtigung der gesamten UmstÃ¤nde, namentlich der GrÃ¼nde, die fÃ¼r die Verbringung des Kindes ins Ausland ausschlaggebend waren, der UmstÃ¤nde der Betreuung in der Heimat, der IntensitÃ¤t der Beziehungen zu den betreuenden Personen im Ausland und der Folgen, die eine Bewilligung fÃ¼r die Einheit der Familie nach sich zieht (VGr, 24. </span><span>November 1999, VB.99.00151, E. 4a).</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Der Sohn F und seine Geschwister G und H reisten am 15. Juli 1995 auf freiwilliger Basis definitiv nach Kroatien aus und leben seither bei der Grossmutter vÃ¤terlicherseits. Schon dies unterscheidet die VerhÃ¤ltnisse hier von jenen, welche dem in der Beschwerdeschrift aufgefÃ¼hrten Bundesgerichtsentscheid zugrunde lagen, hatte doch im letzteren die Ausreise des Kindes nicht endgÃ¼ltigen Charakter gehabt (BGE 126 II 329 E. 4c). Vorliegend haben die Eltern die Trennung von den Kindern akzeptiert, obwohl ein Zusammenleben voraus­gegangen war und weiterhin mÃ¶glich gewesen wÃ¤re. Dass es beim Nachzugsgesuch fÃ¼r den Sohn F nach der jahrelangen freiwilligen Trennung hauptsÃ¤chlich um das familiÃ¤re Zusammenleben gehen soll, erscheint nicht als glaubhaft. Zum einen erfolgte die Trennung freiwillig und wÃ¤re eine erneute ZusammenfÃ¼hrung schon frÃ¼her mÃ¶glich gewesen. Zum andern ist der Nachzug der jÃ¼ngeren Geschwister, zumindest zum jetzigen Zeitpunkt, noch nicht geplant. DafÃ¼r werden allerdings schulische GrÃ¼nde genannt, weshalb der weitere Verbleib von G und H im Heimatland in den Hintergrund tritt. Insbesondere fÃ¼hrt aber der BeschwerdefÃ¼hrer in seinem Schreiben vom 25. Juni 2002 an die Beschwerdegegnerin klar aus, der wichtigste Grund fÃ¼r den beantragten Nachzug liege darin, dass F selber in die Schweiz kommen wolle. Seine Freunde seien vorwiegend in Z, wo er alljÃ¤hrlich im Sommer zweieinhalb Monate verbringe und engen Kontakt zu ihnen habe. Daraus ist zu schliessen, dass die RÃ¼ckkehr von F ins hiesige Umfeld aus familienexternen GrÃ¼nden, namentlich der Kollegen wegen, beabsichtigt ist. Hingegen lÃ¤sst sich nicht herleiten, dass es primÃ¤r um das familiÃ¤re Zusammenleben geht. Dies ergibt sich auch aus der Tatsache, dass das Nachzugsgesuch fÃ¼r F erst etwas weniger als drei Monate vor seinem 17. Ge­burtstag gestellt worden ist. Zu jenem Zeitpunkt bedurfte F keiner intensiven Betreuung mehr, was weiter darauf hinweist, dass das Nachzugsgesuch nicht hauptsÃ¤chlich auf dem Wunsch nach einem noch engeren familiÃ¤ren Zusammenleben fusst. Vielmehr liegt es darin begrÃ¼ndet, dass F im Rahmen seiner altersbedingt beginnenden SelbstÃ¤ndigkeit in die Schweiz zurÃ¼ckkehren und sich hier neu zurechtfinden mÃ¶chte, wobei es nicht mehr in erster Linie um das Zusammenleben mit den Eltern geht. Auch in der Beschwerdeschrift wird ausgefÃ¼hrt, F habe sich infolge der jÃ¤hrlichen Besuche immer mehr zur Schweiz hingezogen gefÃ¼hlt. Der Wunsch von F, in die Schweiz zu kommen, habe zu langen Dis­kussionen und Ãberlegungen Anlass gegeben. Dies zeigt ebenfalls, dass dem Nachzugs­wunsch F's eine Entwicklung vorangegangen ist, welche ihren Ursprung in seiner beginnenden EigenstÃ¤ndigkeit und Aussenorientierung hat. WÃ¤re nÃ¤mlich das Heimweh zufolge der Trennung F's von den Eltern sehr ausgeprÃ¤gt gewesen, wÃ¤ren einem frÃ¼heren Nachzugsgesuch wohl auch schulische Ãberlegungen kaum im Weg gestanden, zumal F bis zu seinem zehnten Lebensjahr in X gelebt und die Schulen besucht hatte. Entsprechend nimmt heute die Beziehung zu seinen hiesigen Kollegen einen recht hohen Stellenwert ein, wÃ¤hrend der Wunsch zum familiÃ¤ren Zusammenleben mit den Eltern schon aufgrund des Alters und der langjÃ¤hrigen Trennung etwas in den Hintergrund geraten ist. Dass ein ge­wisses emotionales Hin- und Hergerissensein der Eltern und F's zwischen dem Heimatland und der Schweiz besteht, ist verstÃ¤ndlich, Ã¤ndert aber nichts daran, dass schon der lang­jÃ¤hrige Schulbesuch in Kroatien sowie das Zusammenleben mit den Geschwistern und der Grossmutter zu einer entsprechenden Verbundenheit von F mit seinem Heimatland gefÃ¼hrt haben mÃ¼ssen.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Diese UmstÃ¤nde, nÃ¤mlich die freiwillige Trennung der Eltern von allen Kindern seit Juli 1995, das Stellen des Nachzugsgesuchs fÃ¼r F erst am 24. Mai 2002, der weitere â zu­min­dest vorlÃ¤ufige â Verbleib der beiden jÃ¼ngeren Geschwister in Kroatien und schliesslich die im ausserfamiliÃ¤ren Bereich liegenden GrÃ¼nde fÃ¼r das Gesuch fÃ¼hren zur Verweige­rung des Familiennachzugs gemÃ¤ss Art. 17 Abs. 2 Satz 3 ANAG, weil die Anrufung der genannten Bestimmung im Sinn der bundesgerichtlichen Rechtsprechung als rechtsmiss­brÃ¤uchlich erscheint. Daher ist die Beschwerde abzuweisen.</span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>2.3 </span></b><span>Es wurde bereits darauf hingewiesen, dass vorliegend angesichts der MÃ¼ndigkeit von F die Schutzbestimmungen gemÃ¤ss Art. 8 Abs. 1 EMRK und Art. 13 Abs. 1 BV nicht greifen. Selbst wenn diese anwendbar wÃ¤ren, wÃ¼rde in einem Fall wie dem vorliegenden ein Eingriff in das Recht auf Familienleben nicht gegen die Menschenrechtskonvention verstossen. Nach Art. 8 Abs. 2 EMRK ist ein Eingriff in das von Abs. 1 geschÃ¼tzte Rechts­gut unter gewissen Voraussetzungen statthaft; namentlich sind Massnahmen zulÃ¤ssig, die sich als fÃ¼r das wirtschaftliche Wohl und die Ã¶ffentliche Ordnung eines Landes notwendig erweisen. Im vorliegenden Zusammenhang ist eine ZulassungsbeschrÃ¤nkung zu beurteilen, die insbesondere den Schutz des inlÃ¤ndischen Arbeitsmarktes sowie des Landes vor Ãberfremdung bezweckt. Stehen der Erteilung einer Aufenthaltsbewilligung somit gewichtige Ã¶ffentliche Interessen gegenÃ¼ber, lÃ¤sst sich die Verweigerung einer Bewilligung jedenfalls dann nicht beanstanden, wenn die Familientrennung von den Betroffenen selbst freiwillig herbeigefÃ¼hrt worden ist, fÃ¼r die Ãnderung der bisherigen VerhÃ¤ltnisse keine Ã¼berwiegenden familiÃ¤ren Interessen bestehen und die weitere Pflege der bisherigen familiÃ¤ren Beziehungen nicht behÃ¶rdlich verhindert wird (BGE 119 Ib 81 E. 4b, vgl. auch BGE 129 II 11 E. 3.3.2). Somit kÃ¶nnte auch in BerÃ¼cksichtigung dieser Gesichtspunkte die Beschwerde nicht gutgeheissen werden.</span></p> <p class="Erwgung1"><b><span>3. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind die Gerichtskosten nach § 70 in Verbindung mit § 13 Abs. 2 Satz 1 VRG dem BeschwerdefÃ¼hrer aufzuerlegen, dem von vornherein keine ParteientschÃ¤digung im Sinn von § 17 Abs. 2 VRG zusteht.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>DemgemÃ¤ss entscheidet <span>die Kammer</span>:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>1. Die Beschwerde wird abgewiesen.</span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>2. Die GerichtsgebÃ¼hr wird festgesetzt auf <br/> Fr. 2'000.--; die Ã¼brigen Kosten betragen:<br/> Fr. 60.-- Zustellungskosten,<br/> Fr. 2'060.-- Total der Kosten.</span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>3. Die Gerichtskosten werden dem BeschwerdefÃ¼hrer auferlegt.</span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>4. Eine ParteientschÃ¤digung wird nicht zugesprochen.</span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>5. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen, von der Zustellung an gerechnet, Verwaltungsgerichtsbeschwerde beim Bundesgericht erhoben werden.</span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>6. â¦</span></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>