Kantonsgericht Schwyz Verfügung vom 27. Juni 2022 BEK 2022 85-88 Mitwirkend Kantonsgerichtsvizepräsident lic. iur. Stefan Weber, Gerichtsschreiber lic. iur. Mathis Bösch. In Sachen A.________, Privatklägerin und Beschwerdeführerin, gegen Staatsanwaltschaft, 1. Abteilung, SSB, Postfach 75, 8836 Bennau, Strafverfolgungsbehörde und Beschwerdegegnerin, vertreten durch Staatsanwältin B.________, betreffend Nichtanhandnahme Strafverfahren (Beschwerde gegen vier Verfügungen der Staatsanwaltschaft vom 31. Mai 2022, SU 2022 4954 und 4956-4958);- hat der Kantonsgerichtsvizepräsident,Kantonsgericht Schwyz 2 nachdem sich ergeben und in Erwägung: 1. Die Staatsanwaltschaft entschied mit vier separaten Verfügungen vom 31. Mai 2022 betreffend Strafanzeigen von A.________ vom 27. Mai 2022 gegen verschiedene Personen, Mitglieder der Kindes- und Erwachsenen- schutzbehörde und Verantwortliche von Schulen keine Strafuntersuchungen durchzuführen. Begründet wurden die vier Verfügungen gleichermassen da- mit, aus den Anzeigen gehe nicht hervor, welches strafbare Verhalten wem und zu welchem Zeitpunkt vorgeworfen werde. Ausserdem wurde auf die Ver- fügung des Kantonsgerichts vom 1. Dezember 2021 (BEK 2021 182) hinge- wiesen. In einer einzigen Eingabe vom 3. Juni 2022 beschwert sich A.________ gegen diese vier Verfügungen. Sie macht geltend, die Staatsan- wältin habe ihre Schreiben nicht richtig gelesen und Personen bzw. Institutio- nen falsch bezeichnet. Ferner spricht sie von mehreren Beschwerden, die sie bei der Kantonspolizei wegen Misshandlungen ihrer Rechte sowie derjenigen ihrer Kinder angebracht habe. Die Verfügung des Kantonsgerichts werde jetzt als Mittel zu Misshandlungen von Menschenrechten und zum Verstecken von kriminellem Verhalten verwendet. Weiter könne die Staatsanwaltschaft man- gels Einvernahmen die Sache nicht klar sehen, nämlich dass Personen und Schulen ihr als Mutter keine Informationen über die Kinder geben würden. Schliesslich verzeigt sie die Staatsanwaltschaft wegen Misshandlung von Menschenrechten, Zudecken von kriminellen Tätigkeiten sowie Verleumdung, was allen kriminellen Personen Sicherheit gebe, weiterhin Kriminalität aus- zuüben, und fordert Entschädigungen. 2. Die Staatsanwaltschaft erachtet die Anforderungen an Strafanzeigen vorliegend unter Hinweis auf eine die Beschwerdeführerin betreffende Verfü- gung des Kantonsgerichts (BEK 2021 182) als nicht erfüllt, weil ihnen kein strafbares Verhalten zu entnehmen sei. Inwiefern diese Feststellung nicht zu- treffen soll, legt die Beschwerdeführerin anhand ihrer Anzeigen nicht dar. Sie wiederholt in den Beschwerdeeingaben wiederum nur ihre pauschalen Vor-Kantonsgericht Schwyz 3 würfe mit der blossen Behauptung, sie habe klar geschrieben, um was es ge- he. Die angeblichen Vorfälle konkretisiert sie indes in örtlicher und zeitlicher Hinsicht bezogen auf bestimmte Personen hinsichtlich mutmasslich strafbaren Verhaltens nicht hinreichend. Ihre Eingabe erfüllt mithin Anforderungen an eine Beschwerde nicht, auf die sie mit BEK 2021 182 vom 1. Dezember 2021 hingewiesen wurde. Soweit ihren Strafanzeigen und ihrer Beschwerde zu ent- nehmen wäre, dass sie die fehlende Information über Behandlungen ihrer Kinder an Schulen sowie durch Behörde und Ärzte als Misshandlung der Menschenrechte geltend macht, wäre zudem kein strafbares Verhalten er- sichtlich, das zu untersuchen die Staatsanwaltschaft zuständig wäre. Mithin ist auf die Beschwerde mangels Auseinandersetzung mit den Gründen der ange- fochtenen Verfügung nicht einzutreten (Art. 385 StPO). Auch ein juristischer Laie muss sich innert der Rechtsmittelfrist die Mühe nehmen, in der Be- schwerde zumindest kurz anzugeben, was an Verfügungen der Staatsanwalt- schaft seiner Ansicht nach falsch sei. Dies ist auch einer Person ohne juristi- schen Kenntnisse zuzumuten (BGer Urteil 6B_866/2020 vom 8. November 2021 E. 3.5.3). Aufgrund ungenügender Angaben darf, worauf die Beschwerdeführerin eben- falls schon hingewiesen wurde, die Staatsanwaltschaft notabene keine Unter- suchung an die Hand nehmen und wäre es nicht gerechtfertigt, deswegen bestimmte Personen zu Einvernahmen vorzuladen. 3. Aus diesen Gründen ist auf die offensichtlich unzulässige Beschwerde ohne Einholung von Stellungnahmen (Art. 397 Abs. 1 i.V.m. Art. 390 Abs. 2 StPO) präsidial (§§ 40 Abs. 2 und 41 Abs. 1 JG) nicht einzutreten. Die Einga- be der Beschwerdeführerin kann mangels Glaubhaftmachung von Ausstands- gründen (Art. 58 Abs. 1 StPO) auch nicht als Ausstandsgesuch entgegenge- nommen werden. Ausgangsgemäss sind die zufolge Nichteintretens reduzier- ten Kosten des Beschwerdeverfahrens der unterliegenden Beschwerdeführe- rin aufzuerlegen (Art. 428 Abs. 1 StPO);-Kantonsgericht Schwyz 4 verfügt: 1. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten. 2. Die Kosten des Beschwerdeverfahrens von Fr. 300.00 werden der Be- schwerdeführerin auferlegt. 3. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit Zustellung nach Art. 78 ff. des Bundesgerichtsgesetzes (BGG) Beschwerde in Strafsa- chen beim Bundesgericht in Lausanne eingereicht werden. Die Be- schwerdeschrift muss den Anforderungen von Art. 42 BGG entsprechen. 4. Zufertigung an die Beschwerdeführerin (1/R) und die Staatsanwaltschaft (1/A an die 1. Abteilung und 1/R an die Amtsleitung/zentraler Dienst) sowie nach definitiver Erledigung an die Staatsanwaltschaft (1/R an die 1. Abteilung) und an die Kantonsgerichtskasse (1/ü, im Dispositiv). Der Kantonsgerichtsvizepräsident Der Gerichtsschreiber Versand 27. Juni 2022 kau