<h2>SubmittedText<h2><p>Eine Schweizerin, die aufgrund des Haager Kindesentführungs-Übereinkommens gezwungen wurde, mit ihren Kindern zu deren Vater nach Argentinien zurückzukehren, befindet sich heute - mit ihren Kindern - materiell und psychisch in einer verzweifelten Situation.</p><p>Vor ihrer Abreise wurde sie von einem Fernsehteam zu ihrer Situation befragt und ihr Schicksal in der Sendung "Quer" dem Fernsehpublikum vorgestellt. In der darauf folgenden Diskussion mit Experten sagte der Leiter des Dienstes für internationalen Kindesschutz, dass Mütter schweizerischer Nationalität und ihre Kinder in solchen Fällen mit der Hilfe der Schweiz rechnen können, notfalls sogar mit Sozialhilfe.</p><p>1. Mit welchen Massnahmen begleitet die Schweiz in solchen Fällen heimkehrende Mütter und ihre Kinder?</p><p>2. Was hat die Schweizer Botschaft in Argentinien bisher unternommen, um dieser Frau und ihren Kindern zu helfen?</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>1. Es werden Massnahmen getroffen, um die sichere Rückkehr der Kinder zu gewährleisten. Im Einzelfall kommen verschiedene Massnahmen in Betracht. Meistens geht es darum, sicherzustellen, dass die Kinder von einer geeigneten Person begleitet oder entgegengenommen werden und dass die zuständige Jugendschutzbehörde den Aufenthalt der Kinder begleitet und überwacht. In besonderen Fällen werden zusätzliche Massnahmen in Betracht gezogen, so z. B. die Unterbringung in einem Kinderheim.</p><p>2. Die schweizerische Botschaft hat die betroffene Frau und ihre Kinder bei ihrer Rückkehr abgeholt. Sie hat die Frau schon mehrmals zu Gesprächen empfangen und ihr auch ein Treffen mit dem Vertrauensanwalt der Botschaft organisiert. Sie hat im Weiteren die vom Ehemann zur Verfügung gestellte Wohnung inspiziert und Handwerker vorbeigeschickt, um den Balkon zu sichern (auf Kosten der Botschaft). Die Botschaft unterstützt die Frau auch bei ihrem Ersuchen um Sozialhilfe für Auslandschweizer. Sie ist auch daran, für die Frau eine bessere Wohnung zu organisieren und berät sie über die möglichen Schulen für die Kinder.</p>