Entscheid vom 17. Juni 2014 Beschwerdekammer Besetzung Bundesstrafrichter Andreas J. Keller, Vorsitz, Emanuel Hochstrasser und Patrick Robert-Nicoud, Gerichtsschreiberin Chantal Blättler Grivet Fojaja Parteien A. LTD., vertreten durch Fürsprecher Gerrit Straub, Beschwerdeführerin gegen BUNDESANWALTSCHAFT, Beschwerdegegnerin Gegenstand Internationale Rechtshilfe in Strafsachen an Öster- reich Herausgabe von Beweismitteln (Art. 74 IRSG) B u n d e s s t r a f g e r i c h t T r i b u n a l p é n a l f é d é r a l T r i b u n a l e p e n a l e f e d e r a l e T r i b u n a l p e n a l f e d e r a l Geschäftsnummer: RR.2014.18 - 2 - Sachverhalt: A. Die Staatsanwaltschaft Wien führt ein Strafverfahren gegen Unterne h- mensverantwortliche der B. GmbH , darunter C., und verdächtigt diese, Vermögen der B. GmbH veruntreut und dadurch der Gesellschaft einen Vermögensnachteil von insgesamt USD 45'000'000 verursacht zu haben. Die beschuldigten Personen sollen über Scheingesells chaften fingierte Leistungen erbracht und die dafür erhaltenen Gelder an sich selber bezi e- hungsweise an Dritte weitergeleitet haben. Gemäss Ermittlungen der öster- reichischen Behörden gehöre unter anderem die D. AG zu den Gesel l- schaften, die dazu verwendet worden seien, die illegal erwirtschafteten Vermögenswerte weiterzuleiten. In diesem Zusammenhang gelangte die Staatsanwaltschaft Wien mit Recht shilfeersuchen vom 29. Dezember 2011 bzw. 27. Dezember 2012 an die Schweiz und ersuchte um Erteilung von Auskünften über die Kontoverbindung 1 lautend auf die D. AG bei der Bank E. Ltd. in Zürich für den Zeitraum ab Kontoeröffnung bis zum 31. August 2011 sowie um Sicherstellung sämtlicher Vermögenswerte, die von der Kontoverbindung lautend auf die D. AG bei der Bank E. Ltd. auf weitere Konten transferiert wurden oder deren Herkunft sonst aus der b e- zeichneten Kontoverbindung stammen (act. 1.4 und 1.14). B. Mit Eintretensverfügung der Bundesanwaltschaft vom 13. Februar 2012 wurde die Bank F. AG (vormals Bank E. Ltd.) angewiesen, sämtliche Ko n- tounterlagen des Kontos mit der Nummer 1 lautend auf die D. AG heraus- zugeben. Dieser Aufforderung ist die Bank F. AG mit Schreiben vom 12. März 2012 nachgekommen (act. 1.2 II Ziff. 5 und act. 1.3). C. Die Sichtung der Ban kunterlagen brachte unter anderem eine Verbindung der D. AG zu einem auf die G. Ltd. lautenden Konto Nr. 2 bei der Bank H. AG (vormals Bank F. AG) zu Tage. Mit Editionsverfügung vom 10. Mai 2012 wurde daher die Bank H. AG angewiesen, unter anderem die Kontounterlagen des Kontos Nr. 2, lautend auf die G. Ltd. herauszugeben. Dieser Aufforderung kam die Bank H. AG mit Schreiben vom 7. Juni 2012 nach (act. 1.2 II Ziff. 5). D. Nach der Aktenedition zeigte die Bank H. AG am 19. Juni 2012 der Meld e- stelle für Geldwäscherei (MROS) einen Verdacht auf Geldwäscherei an und meldete mehrere Geschäftsbeziehungen, darunter das Konto Nr. 3, lautend auf die A. Ltd. Die Bundesanwaltschaft sperrte das betreffende - 3 - Konto mit Verfügungen vom 26. Juni und 21. September 2012 fü r jeweils drei Monate (act. 1.5 und 1.7). Mit Editionsverfügung vom 27. Sep tem- ber 2012 wurde die Bank H. AG angewiesen, sämtliche Detailbelege zum Bankkonto der A. Ltd. herauszugeben. Dem ist die Bank H. AG am 10. Ok- tober 2012 nachgekommen. Mit Verfügung v om 22. Oktober 2012 hob die Bundesanwaltschaft die Sperre des obgenannten Kontos der A. Ltd. auf (act. 1.2 II Ziff. 5, act. 1.10). E. Nachdem der A. Ltd. am 31. Januar 2013 die herauszugebenden Banku n- terlagen zur Einsicht zugestellt worden waren, nahm di ese mit Eingabe vom 7. März 2013 Stellung zur beabsichtigten Herausgabe der Unterlagen und teilte der Bundesanwaltschaft mit, der vereinfachten Ausführung nach Art. 80c IRSG nicht zuzustimmen (act. 1.15). F. Mit Schlussverfügung vom 10. Dezember 2013 or dnete die Bundesanwalt- schaft die Herausgabe der edierten Bankunterlagen des Kontos Nr. 3 bei der Bank H. AG, lautend auf die A. Ltd., an (act. 1.2). Dagegen gelangte die A. Ltd. mit Beschwerde vom 10. Januar 2014 an die Beschwerdekammer des Bundesstrafg erichts mit folgenden Anträgen (act. 1): "1. Es sei die Nichtigkeit der Eintretensverfügung vom 13. Februar 2013, aller A. Ltd. betreffenden Zwischenverfügungen (vgl. unter anderem die Kontosperrverfügungen vom 26. Juni und 21. September 2012) sowie der Schlussverfügung der Bundesanwaltschaft vom 10. Dezember 2013 festzustellen und die Rechtshilfe sei zu verwe i- gern. 2. Eventuell sei die Schlussverfügung der Bundesanwaltschaft vom 10. Dezember 2013 aufzuheben und die Rechtshilfe sei zu verwe i- gern. 3. Subeventuell sei die Schlussverfügung der Bundesanwaltschaft vom 10. Dezember 2013 aufzuheben und die Sache zur Neubeurteilung im Sinne der Erwägungen dieses Gerichts zurückzuweisen. 4. Sub-subeventuell seien lediglich folgende Unterlagen an die ers u- chende Behörde auszuliefern: - 4 - a. BA act. 3-26: Kontoeröffnungsunterlagen; b. BA act. 28 -56 (Mitte, mit Abdeckung): Kontoauszüge USD- Konto Nr. 3 von 01.01.2004 bis 31.08.2011; und c. BA act. 374-402 (Mitte, mit Abdeckung): Auszüge und Detailbe- lege zu USD-Konto Nr. 3 von 12.04.2004 bis 31.08.2011. 5. Es sei festzustellen, dass die Beschwerdeführerin ohne Auflagen oder Meldepflichten über die im Oktober 2012 vom Konto Nr. 3 lau- tend auf A. LTD. bei der Bank H. AG freigegebenen Vermögenswerte verfügen kann. 6. Alles unter Kosten und Entschädigung zulasten des Bundes." Zudem stellt die Beschwerdeführerin folgende prozessualen Anträge: "1. Es sei das Verfahren vor Bundesstrafgericht zu sistieren, bis die Bundesanwaltschaft der Beschwerdeführerin: a. volle Einsicht in sämtliche Akten und vollständige Information über die Kommunikation mit der Staatsanwaltschaft Wien b e- züglich oder i m Zusammenhang mit der Beschwerdeführerin und/oder deren Aktionär, I.; sowie b. volle Einsicht in sämtliche bei der Bundesanwaltschaft liege n- den Akten (oder Kopien dav on) in den Verfahren RH.12.0004 und SV.09.0185, soweit diese irgendwie mit dem Verfahre n ge- gen die Beschwerdeführerin und/oder Aktionär, I., zusammen- hängen, insbesondere diejenigen, die in der beigelegten Akte n- übersicht in Strafsachen der Staatsanwaltschaft Wien betre f- fend C. erwähnt sind, gewährt hat. Hernach sei der Beschwerdeführerin Fr ist zur erneuten und ausführlichen Stellungnahme anzusetzen. 2. Eventuell seien die Akten aus dem S trafverfahren Nr. SV.09.0185 zum vorliegenden Rechtshilfeverfahren beizuziehen und es sei im Rahmen dieses Rechtshilfeverfahrens volle Akteneinsicht zu g ewäh- ren." G. Sowohl das Bundesamt für Justiz (nachfolgend "BJ") wie auch die B e- schwerdegegnerin beantragen in ihren Beschwerdeantworten vom 24. und - 5 - 25. Februar 2014 die kostenfällige Abweisung der Beschwerde (act. 7 und 8). H. In ihrer Replik vom 4. April 2014 hält die Beschwerdeführerin an den in der Beschwerde gestellten Anträgen vollumfänglich fest (act. 11). I. Mit Schreiben vom 18. April 2014 hat die Beschwerdekammer die B e- schwerdegegnerin und das BJ zur Duplik eingelade n und die Beschwerde- gegnerin gleichzeitig dazu aufgefordert, sich dazu zu äussern, ob vor dem 18. Dezember 2012 ein Informationsaustausch zwischen ihr und der Staatsanwaltschaft Wien stattgefunden habe und ob dieser die Beschwe r- deführerin betreffe (act. 12). J. Während das BJ am 1. Mai 2014 auf Duplik verzichtete (act. 13), beantragt die Beschwerdegegnerin mit Eingabe vom 2. Mai 2014 erneut die koste n- fällige Abweisung der Beschwerde und nimmt zur zusätzlich aufgeworfenen Frage der Beschwerdekammer (vgl. supra lit. I) Stellung (act. 14), was der Beschwerdeführerin am 8. Mai 2014 zur Kenntnis gebracht worden ist (act. 15). Am 20. Mai 2014 ging beim Gericht eine Stellungnahme der B e- schwerdeführerin vom 16. Mai 2014 zur Duplik ein (act. 16), die der B e- schwerdegegnerin und dem BJ am 27. Mai 2014 zur Kenntnis zugestellt worden ist (act. 18). Auf die weiteren Ausführungen der Parteien und die eingereichten Akten wird, soweit erforderlich, in den rechtlichen Erwägungen Bezug genommen. Die Beschwerdekammer zieht in Erwägung: 1. Für die Rechtshilfe zwischen der Schweiz und Österreich sind in er ster Li- nie das Europäische Übereinkommen über die Rechtshilfe in Strafs achen vom 20. April 1959 (EUeR; SR 0.351.1), der zwischen den beiden Staaten abgeschlossene Vertrag vom 13. Juni 1972 über die Ergänzung des EUeR und die Erleichterung seiner Anwendung (Zusatzv ertrag; SR 0.351.916.32) sowie die Bestimmungen der Art. 48 ff. des Überei nkommens vom 19. J u- ni 1990 zur Durchführung des Übereinkommens vo n Schengen vom 14. Juni 1985 (Schengener Durchführungsübereinkommen, SDÜ; - 6 - ABl. L 239 vom 22. September 2000, S. 19 – 62) massgebend. Soweit das Staatsvertragsrecht bestimmte Fragen nicht abschliessend regelt, gelangt das schweizerische Landesrecht, namentl ich das Bundesgesetz vom 20. März 1981 über internationale Rechtshilfe in Strafsachen (IRSG; SR 351.1) und die Verordnung vom 24. Februar 1982 über internationale Rechtshilfe in Strafsachen (IRSV; SR 351.11), zur Anwendung (vgl. Art. 1 Abs. 1 IRSG). Ebenso zur Anwendung kommt vorliegend das Überei n- kommen vom 8. November 1990 über Geldwäscherei sowie Ermittlung, Beschlagnahme und Einziehung von Erträgen aus Straftaten (GwUe; SR 0.311.53). Das innerstaatliche Recht gilt nach dem Günstigkeitsprinzip auch dann, wenn dieses geringere Anforderungen an die Rechtshilfe stellt (BGE 137 IV 33 E. 2.2.2; 136 IV 82 E. 3.1, 129 II 462 E. 1.1 S. 464). Vor- behalten bleibt die Wahrung der Menschenrechte (BGE 135 IV 212 E. 2.3; 123 II 595 E. 7c). 2. 2.1 Beim angefochtenen Entscheid handelt es sich um eine Schlussve rfügung der ausführenden Bundesbehörde in internationalen Rechtshilfea ngele- genheiten, gegen welche innert 30 Tagen ab der schriftlichen Mitteilung bei der Beschwerdekammer des Bundesstrafgerichts Beschwerde geführt wer- den kann (Art. 80 e Abs. 1 i.V.m. Art. 80 k IRSG; Art. 37 Abs. 2 lit. a Ziff. 1 StBOG; Art. 19 Abs. 2 BStGerOR). Die Beschwerde vom 10. Ja- nuar 2014 gegen die Schlussverfügung vom 10. Dezember 2013 ist fristg e- recht eingereicht worden. 2.2 Zur Beschwerdeführung ist berechtigt, wer persönlich und direkt von einer Rechtshilfemassnahme betroffen ist und ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung oder Änderung hat (Art. 80 h lit. b IRSG). Bei der Erh e- bung von Kontoinformationen gilt als persönlich und direkt betroffen im Sinne der Art. 21 Abs. 2 und 80 h IRSG der Kontoinhaber (Art. 9a lit. a IRSV; BGE 118 Ib 547 E. 1d; BGE 122 II 130 E. 2b; TPF 2007 79 E. 1.6). Die Beschwerdeführerin ist Inhaberin des von der Rechtshilfemassnahme betroffenen Kontos, sodass sie zur vorliegenden Beschwerde mit Bezug auf die herauszugebenden Bankunterlagen legitimiert ist und in diesem Umfang auf die Beschwerde einzutreten ist. Mit Bezug auf das Begehren um Feststellung, dass die Beschwerdeführerin ohne Auflagen oder Meldepflichten über die freigegeben Vermögenswerte verfügen könne (vgl. supra lit. F), ist nicht ersichtlich, inwiefern der B e- schwerdeführerin diesbezüglich ein Feststellungsinteresse zukommen soll. Der Verfügung der Beschwerdegegnerin vom 22. Oktober 2012, mit der die - 7 - Kontosperre aufgehoben wurde, ist an keiner Stelle zu entnehmen, dass die Aufhebung der Sperre mit Auflagen oder Meldepflichten verbunden g e- wesen wäre. Das Dispositiv lautete: "1. Die mit Verfügung der Bundesa n- waltschaft vom 26. Juni 2012 sow ie Verlängerung vom 21. Septe m- ber 2012 angeordnete Beschlagnahme der Konten Nr. […] sowie der Konto Nr. 3, lautend auf A. Ltd. wird aufgehoben. Die Bank wird angewiesen der Bundesanwaltschaft die Freigabe der Konten zu bestätigen. 2. Diese Ve r- fügung wird eröffnet […]" (vgl. RR.2012.234-235 act. 5.1). Den Akten ist zu entnehmen, dass die Beschwerdegegnerin vorgängig an die Freigabeve r- fügung vom 22. Oktober 2012 von der Beschwerdeführerin eine Bestät i- gung verlangte über das Vorhandensein von Vermögenswerten im Umfang von USD 7'650'000.— in Rumänien. Zudem forderte sie, bei einer allfäll i- gen Veräusserung des Vermögenswertes informiert zu werden (act. 7.5). In ihrer Beschwerdeantwort bestätigt die Beschwerdegegnerin, diese Meld e- pflicht habe sich einzig auf die Vermögenswerte in Rumänien bezogen und nicht auf das freigegebene Bankguthaben (act. 7 S. 2). Auf die Beschwerde ist daher in diesem Punkt nicht einzutreten. 3. Die Beschwerdekammer ist nicht an die Begehren der Parteien gebunden (Art. 25 Abs. 6 IRSG). Sie prüft die bei ihr erhobenen Rügen grundsätzlich mit freier Kognition. Sie ist aber nicht verpflichtet, nach weiteren der Rechtshilfe allenfalls entgegenstehenden Gründen zu forschen, die aus der Beschwerde nicht hervorgehen (BGE 123 II 134 E. 1d S. 136 f.; 122 II 367 E. 2d S. 372, mit Hinweisen). Ebenso wenig muss sich die urteilende In - stanz nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung mit allen Parteistan d- punkten einlässlich auseinandersetzen und jedes einzelne Vorbringen aus - drücklich widerlegen. Sie kann sich auf die für ihren Entscheid wesentli - chen Punkte beschränken, und es genügt, wenn die Behörde wenigstens kurz die Überlegungen nennt, von denen sie sich leiten liess und auf wel - che sich ihr Entscheid stützt (Urteil des Bundesgerichts 1A.59/2004 vom 16. Juli 2004, E. 5.2, mit weiteren Hinweisen). 4. 4.1 Zunächst ist auf die Rüge der Verletzung des rechtlichen Gehörs einzug e- hen. Die Beschwerdeführerin moniert, i hr sei unter anderem die Korre s- pondenz der Beschwerdegegnerin mit der Bank H. AG bzw. Bank F. AG vorenthalten worden. Diese sei jedoch von Bedeutung, um den zeitlichen Ablauf der Aktenherausgabe durch die Bank zu verstehen, was wiederum zum Verständnis der Rechtmässigkeit der erfolgten Handlungen unabdin g- bar sei, da die Zwangsmassn ahmen durch das Landesgericht Wien befri s-- 8 - tet worden seien. Aus dem Aktenverzeichnis des Landesgerichts Wien g e- he sodann hervor, dass die Beschwerdegegnerin ein Strafverfahr en mit dem Kürzel SV.09.0185 gegen C., einem Unternehmensverantwortlichen der B. GmbH, führe und dass dieses offensichtlich eng mit dem vorliege n- den Rechtshilfeverfahren zusammen hänge. Es sei davon auszugehen, dass die Übersendung der Unterlagen aus dem Strafver fahren SV.09.0185 direkte Ursache für das vorliegende Rechtshilfeverfahren un d die Schluss- verfügung gegen die Beschwerdeführerin sei. Der Beschwerdeführerin sei daher im Rahmen des vorliegenden Rechtshilfeverfahrens Einsicht in die Strafakten SV.09.0185 zu gewähren. Ausserdem müsse zwischen der B e- schwerdegegnerin und der Staatsanwa ltschaft Wien vor dem 18. Deze m- ber 2012 ein Informationsaustausch stattgefunden haben. Anders lasse sich der Umstand nicht erklären, wonach die Beschwerdegegnerin am 18. Dezember 2012 unbefristete Kontosperre n verfügt habe, nachdem die Kontosperren zunächst zweimal je für drei Monate befristet angeordnet worden seien. Dieser Informationsaustausch sei jedoch der Beschwerd e- führerin nie offengelegt worden (act. 1 S. 41 ff. ; act. 11 S. 4; act. 16 S. 1 ff.). Die Beschwerdeführerin habe sodann seit kurzem davon Kenntnis, dass Rumänien in Sachen D. AG Österreich am 3. Dezember 2013 um Rechtshilfe ersucht habe. Die österreichischen Behörden hätten daraufhin die Beschwerdegegnerin um Zustimmung zur Weiterleitung von aus der Schweiz erhaltenen Unterlagen nach Rumänien ersucht. Diese Konstellati- on verletze in eklatanter Weise das rechtliche Gehör der Beschwerdeführe- rin. Der einzige in rechtstaatlicher Hinsicht korrekte Weg sei, dass Rum ä- nien selbst ein Rechtshilfeersuchen an die Schweiz richte und nicht über den Umweg a n Österreich. Der Beschwerdeführerin sei daher Einsicht in das Zustimmungsbegehren Österreichs und das diesem beigelegten rum ä- nischen Rechtshilfeersuchen an Österreich vom 3. Dezember 2013 zu g e- währen (act. 16 S. 6 f.). 4.2 Der Anspruch auf rechtliches Gehör nach Art. 29 Abs. 2 BV umfasst insb e- sondere die Akteneinsicht. Im Bereich der Rechtshilfe wird das Aktenei n- sichtsrecht durch die Art. 80 b IRSG sowie die Art. 26 und 27 VwVG (durch Verweis in Art. 12 Abs. 1 IRSG) definiert (Urteil 1A.57/2007 vom 14. S ep- tember 2007, E. 2.1). Gemäss Art. 80 b IRSG können die Berechtigten Ein- sicht in die Akten nehmen. Berechtigt im Sinne von Art. 80 b Abs. 1 IRSG ist, wer Parteistellung hat, mithin wer im Sinne von Art. 80 h lit. b IRSG be- schwerdeberechtigt ist. Das Aktenein sichtsrecht gilt jedoch nicht absolut. Akteneinsicht ist zu gewähren soweit diese notwendig ist, um die Intere s- sen des Berechtigten zu wahren, d.h. allein jene Akten sind offen zu legen, welche ihn direkt und persönlich betreffen. So sind insbesondere verf ah- rensinterne Unterlagen nicht zur Einsicht offenzulegen, da sie den Berec h-- 9 - tigten nicht direkt und persönlich betreffen. Das Akteneinsichtsrecht b e- schränkt sich zudem auf diejenigen Aktenstücke, die für den Entscheid r e- levant sind, mithin auf jene Unterlagen, auf die sich die ersuchte Behörde in ihrem angefochtenen Entscheid stützt (TPF 2010 142 E. 2.1, TPF 2008 91 E. 3; Entscheid des Bundesstrafgerichts RR.2013.13 vom 2. Oktober 2013, E. 4.4.2; ZIMMERMANN, La Coopération judiciaire intern a- tionale en matière pénale, 3. Aufl., Bern/Brüssel 2009, N 477). 4.3 Den Akten ist zu entnehmen und unbestritten ist, dass die Beschwerd e- gegnerin der Beschwerdeführerin das Rechtshilfeersuchen der Staatsa n- waltschaft Wien vom 29. Dezember 2011 sowie dessen Ergänzung vom 27. Dezember 2012, die Eintretensverfügung vom 13. Februar 2012, die Editionsverfügung vom 10. Mai 2012, die Aufhebung der Kontosperre vom 22. Oktober 2012, ein Schreiben der Beschwerdegegnerin vom 21. D e- zember 2012 an die ersuchende Behörde sowie die Bankun terlagen des auf die Beschwerdeführerin lautenden Kontos zukommen liess (act. 1.29). Damit wurden der Beschwerdeführerin sämtliche dem Gericht vorliegenden Verfahrensakten zugestellt. Bei der Korrespondenz der Beschwerdegegn e- rin mit der Bank H. AG bzw. der Bank F. AG, die der Beschwerdeführerin nicht bekannt sein soll, handelt es sich um Akten, die die Beschwerdeführe- rin nicht direkt und persönlich betreffen und ihr daher auch nicht zur Ei n- sicht offen zu legen sind. Hinzu kommt, dass eine allfällige Korresp ondenz zwischen der Bank H. AG bzw. der Bank F. AG und der Beschwerdegegne- rin – wie noch zu zeigen sein wird (vgl. hinten Ziff. 5) – für die Beurteilung der Gültigkeit der angeordneten Rechtshilfemassnahme gar nicht relevant ist. Die Beschwerdeführerin ist der Ansicht, es habe bereits vor dem 18. D e- zember 2012 ein Informationsaustausch zwischen der Beschwerdegegn e- rin und den österreichischen Behörden mit Bezug auf die gesperrten Ko n- ten der Beschwerdeführerin gegeben, der ihr jedoch nicht offengelegt wo r- den sei. Die Beschwerdegegnerin stellt einen solchen , die Beschwerdefüh- rerin betreffenden Informationsaustausch in Abrede (act. 14 S. 2). Es b e- steht kein Anlass, am Wahrheitsgehalt dieser Aussage zu zweifeln, zumal die Beschwerdeführerin in den ursprünglich en Rechtshilfeersuchen vom 29. Dezember 2011 und 27. Dezember 2012 gar nicht genannt wurde. Die Beschwerdegegnerin ist als Verwaltungsbehörde im Beschwerdeverfahren verpflichtet, wahrheitsgemässe Aussagen zu tätigen. Eine diesbezügliche Verletzung des rech tlichen Gehörs ist damit nicht auszumachen. Ob s o- dann der Beschwerdeführerin mit Bezug auf die Akten des Strafverfahrens SV.09.0185 Einsicht zu gewähren ist, ist eine Frage, die primär das - 10 - schweizerische Strafverfahren betrifft und nicht im vorliegenden Re chtshil- feverfahren zu klären ist. Soweit die Beschwerdeführerin schliesslich eine Verletzung des rechtlichen Gehörs moniert, weil die rumänischen Behörden angeblich in Sachen D. AG mit einem Rechtshilfeersuchen an Österreich und nicht an die Schweiz gelangt sind, ist auf diese Rüge von vornherein nicht einzutreten. Will die Beschwerdeführerin eine Verletzung des rechtlichen Gehörs ge l- tend machen, wird sie dies im rumänisch/österreichischen Rechtshilfeve r- fahren tun müssen. Auch auf das Gesuch um Einsicht in das Zusti m- mungsbegehren Österreichs und das rumänische Rechtshilfeersuchen an Österreich vom 3. Dezember 2013 ist nicht einzutreten, zumal die B e- schwerdeführerin das entsprechende Gesuch am 19. Mai 2014 an die B e- schwerdegegnerin gerichtet und diese – soweit ersichtlich – darüber noch nicht befunden hat (act. 17.1). Zusammenfassend gehen die Rügen der mangelnden Akteneinsicht all e- samt fehl. Die in diesem Zusammenhang gestellten prozessualen Anträge auf Sistierung des Beschwerdeverfahrens bis zur vollständigen Gewährung der Akteneinsicht und eventualiter auf Beizug der Akten aus dem Strafve r- fahren SV.09.0185 und Gewährung der Akteneinsicht sind daher ohne Wei- teres abzuweisen. 5. 5.1 Die Beschwerdeführerin macht in einem weiteren Punkt geltend, die von der Beschwerdegegnerin erlassenen Verfügungen, wie die Eintretensve r- fügung vom 13. Februar 2012 und die Schlussverfügung vom 10. Deze m- ber 2013 seien nichtig. Die von der Staatsanwaltschaft Wien verfügte A n- ordnung der Auskunft über B ankkonten und Bankgeschäfte sei vom La n- desgericht für Strafsachen Wien am 28. Dezember 2011 bis am 1. Febr u- ar 2012 bewilligt worden. Die Durchführung der beantragten Massnahme sei jedoch erst mit der Eintretensverfügung der Beschwerdegegnerin am 13. Februar 2012 anhand genommen worden. Zu diesem Zeitpunkt sei die Bewilligung bereits ausser Kraft getreten gewesen, weshalb die Massna h- me nicht mehr habe durchgeführt werden dürfen. Diese unzulässige B e- weiserhebung werde von den österreichischen Gerichten nicht mehr über- prüft. Deshalb seien die Beschwerdegegnerin und das Bundesstrafgericht aus verfassungsrechtlichen und konventionsrechtlichen Gründen gehalten, die Rechtmässigkeit der Beschlagnahmung von Dokumenten und Verm ö- genswerten gegenüber der Beschwerdeführe rin zu überprüfen (act. 1 S. 18 ff.; act. 11 S. 2). - 11 - 5.2 Die Anordnung der Staatsanwaltschaft Wien vom 27. Dezember 2011 b e- züglich der Auskunft über Bankkonten und Bankgeschäfte ist vom Lande s- gericht für Strafsachen Wien am 28. Dezember 2011 bewilligt und bis am 1. Februar 2012 befristet worden. Das Rechtshilfeersuchen vom 29. D e- zember 2011 an die Schweiz ist innert der bewilligten Frist gestellt worden (act. 1.4). Ob erst nach diesem Datum in der Schweiz durch schweizer i- sche Behörden erhobene Beweismittel nach österreichischem Recht ve r- wertbar sind bzw. ob der Entscheid des Landesgerichts Wien überhaupt formgültig abgefasst worden ist – was die Beschwerdeführerin bezweifelt (act. 1 S. 20) – ist nicht im schweizerischen Rechtshilfeverfahren zu prüfen. Die schweizerische Rechtshilfebehörde hat sich grundsätzlich nicht über die Vereinbarkeit der Rechtshilfe mit dem Recht des ersuchenden Staates oder über eine mögliche Wirkung einer befristeten Anordnung einer Zwangsmassnahme im ersuchenden Staat auszusprechen. Insbesondere hat sie nicht zu klären, ob die erhobenen Bankunterlagen im österreich i- schen Strafverfahren als Beweismittel verwendet werden dürfen oder nicht. Im schweizerischen Rechtshilfeverfahren ist einzig zu prüfen, ob die bea n- tragte Rechtshilfe nach dem anwendbaren Staatsvertrags - und landesi n- ternen Gesetzesrecht zulässig ist. Dabei ist der ersuchte Staat gemäss Art. 1 EUeR verpflichtet, soweit wie möglich Rechtshilfe zu leisten, wenn er von einer Vertragspartei darum ersucht wird. Das SDÜ verweist in Art. 48 Abs. 1 auf das EUeR, welches durch die B e- stimmung des SDÜ über die Rechtshilfe in Strafsachen ergänzt und in se i- ner Anwendung erleichtert werden soll. Art. 51 SDÜ statuiert gar, dass Rechtshilfeersuchen um Durchsuchung und Beschlagnahme keinen weite- ren Bedingungen als denen der doppelten Strafbarkeit und der Vereinba r- keit mit dem Recht des ersuchten Staates unterworfen werden. Gemäss der Botschaft zur Genehmigung der bilateralen Abkommen zwischen der Schweiz und der Europäischen Union, einschlie sslich der Erlasse zur Durchsetzung der Abkommen ("Bilaterale II") vom 1. Oktober 2004 sei es das Ziel von Art. 51 SDÜ, die einschränkenden Bedingungen von Art. 5 EUeR weiter zu lockern und damit die Rechtshilfe gegenüber dem EUeR insgesamt zu erweitern (B Bl 2004, 5965 ff.; 6159). Art. 14 EUeR sieht fe r- ner im Gegensatz zu Art. 76 lit. c IRSG eine Bescheinigung über die Zulä s- sigkeit der Zwangsmassnahmen nach dem Recht des ersuchenden Sta a- tes gerade nicht vor. Daran vermag entgegen der Ansicht der Beschwerd e- führerin die Formulierung in Art. II Abs. 1 des Zusatzvertrages, wonach ei- nem Ersuchen um Beschlagnahme von Gegenständen eine Erklärung der zuständigen Justizbehörde beizulegen ist, dass die für diese Massnahme erforderlichen Voraussetzungen nach dem im ers uchenden Staat gelte n-- 12 - den Recht vorliegen, nichts zu ändern: Dieser Vertrag soll die Rechtshilfe in Strafsachen zwischen beiden Vertragsstaaten erleichtern und nicht e r- schweren. Es entspricht weder dem Sinn noch dem Wortlaut von Art. II Abs. 1 des Zusatzvertrages, ein zusätzliches, im EUeR nicht vorgesehenes Erfordernis einzuführen (vgl. Urteil des Bundesgerichts 1C_326/2013 vom 28. Mai 2013, E. 3.2). Unbehelflich ist in diesem Zusammenhang der Hinweis auf den von der Beschwerdeführerin eingereichten Beschluss des Fürstlichen Obersten Ge- richtshofes des Fürstentums Liechtenstein vom 7. Oktober 2011. Dieser Entscheid, welcher in Anwendung des Vertrages zwischen dem Fürstentum Liechtenstein und der Republik Österr eich vom 4. Juni 1982 über die E r- gänzung des EUeR ergangen ist, ist für das Bundesstrafgericht nicht bi n- dend. Auch der von der Beschwerdeführerin zitierte Entscheid des Bu n- desstrafgerichts RR.2011.88 vom 15. April 2011 vermag nichts am oben Gesagten zu ändern. Dieser Entscheid hatte ein österreichisches Auslief e- rungsbegehren zum Gegenstand, weshalb das Europäische Auslieferung s- übereinkommen (EUAe) zur Anwendung gelangte. Die Beschwerdeka m- mer hielt in Erwägung 5.2 ihres Entscheides fest, dass dem Europäische n Haftbefehl vom 1. März 2011 die Anordnung der Festnahme der Staatsa n- waltschaft Wien vom 18. Februar 2011 zugrundeliege, welche gleichentags durch das Landesgericht für Strafsachen Wien bis zum 1. Juni 2011 bewil- ligt worden sei, weshalb das Ersuchen der ö sterreichischen Behörden Art.16 Ziff. 2 EAUe entspreche und zumindest im Zeitpunkt des Beschwe r- deentscheides ein in zeitlicher Hinsicht gültiger Hafttitel vorgelegen habe. Die Beschwerdekammer wies im Übrigen auf ihre ständige Rechtspr e- chung hin, wonach de r ersuchte Staat das Rechtshilfeersuchen auszufü h- ren hat, es sei denn, der ersuchende Staat habe zwischenzeitlich den Rückzug eines Ersuchens mitgeteilt. Ein derartiger Rückzug liegt aber – wie bereits ausgeführt – im vorliegenden Verfahren gerade nicht vor. Schliesslich geht selbst der von der Beschwerdeführerin angerufene Prof. J. in seinem Gutachten vom 25. März 2013 nicht davon aus, dass e i- ne allfällig unzulässige Beweiserhebung in Österreich in keinem Fall einer gerichtlichen Überprüfung unterzogen werden könne. So soll die Nichti g- keitsbeschwerde gemäss § 281 Abs. 1 Ziff. 2 -4 der österreichischen Stra f- prozessordnung zulässig sein, wenn wegen einer unzulässigen Beweise r- hebung eine Grundrechtsverletzung vorliegt (act. 1.27 S. 3). Die erhobene Rüge der Nichtigkeit der Eintretens - und Schlussverfügung erweist sich daher als unbegründet. - 13 - 6. 6.1 Die Beschwerdeführerin ist sodann der Ansicht, das Verhältnismässigkeit s- prinzip sei verletzt. Die von der Beschwerde gegnerin zur Herausgabe vo r- gesehenen Bankunterlagen und die angeordnete Kontosperre seien von den österreichischen Behörden nicht beantragt worden, weshalb die bea b- sichtigte Rechtshilfeleistung gegen Art. 14 EUeR und Art. 76 IRSG verstos- se. Die Beschwerdeg egnerin habe aktiv in die Untersuchung eingegriffen und selbst entschieden, wer zum Verdächtigenkreis gehöre und daher von der Rechtshilfemassnahme betroffen sei. Der Eigentümer der Beschwerde- führerin, I. sei jedoch nicht in die D. AG -Transaktion involviert gewesen. Weder habe I. die Gesellschaftsstruktur der D. AG noch C. oder andere im Rechtshilfeersuchen erwähnte Personen gekannt. I. habe einen erhebl i- chen Beitrag dazu geleistet, dass die B. GmbH Softwarelizenzverträge mit dem rumänischen Staat habe abschliessen können, wofür die Beschwerde- führerin ein wo hlverdientes Honorar von USD 7.65 Mio. erhalten habe. Es sei nicht einzusehen, inwiefern eine unternehmensfremde Person, wie I., in eine Veruntreuung von B. GmbH -Geldern verwickelt g ewesen sein soll e. Die Argumentation der Bundesanwaltschaft , wonach es sich bei den USD 7.65 Mio. um zum Nachteil der B. GmbH veruntreutes Geld handle, sei daher willkürlich. Wenn überhaupt, dann sei die Herausgabe von Ban k- unterlagen sowie die Kontosperre auf das USD -Konto 3 zu beschränken, da die fraglichen Zahlungen vom Konto der G. Ltd. auf das USD-Konto der Beschwerdeführerin erfolgt seien . Auch in zeitlicher Hinsicht gehe die B e- schwerdegegnerin über das österreichische Rechtshilfeersuchen, das eine Herausgabe der Bankunterlagen nur bis zum 31. August 2011 beantrage, hinaus. Allenfalls sei die Herausgabe der Bankunterlagen auf die Kontoe r- öffnungsunterlagen, die Kontoauszüge zum USD -Konto Nr. 3 vom 1. Ja - nuar 2004 bis 31. August 2011 sowie die Auszüge und Detailbelege zum USD-Konto Nr. 3 vom 12. April 2004 bis 31. August 2011 zu beschränken (act. 1 S. 26 ff.; act. 11 S. 3 f.; act. 16 S. 1 ff.). 6.2 Rechtshilfemassnahmen haben generell dem Prinzip der Verhältnismä s- sigkeit zu genügen ( ZIMMERMANN, a.a.O., S. 669 ff., mit Verweisen auf die Rechtsprechung; mit Verweisen auf die Rechtsprechung; DONATSCH/ HEIMGARTNER/SIMONEK, Internationale Rechtshilfe, Zürich/Basel/Genf 2011, S. 61 ff.; POPP, Grundzüge der internationalen Rechtshilfe in Strafsa- chen, Basel 2001, N. 404; siehe statt vieler den Entscheid des Bunde s- strafgerichts RR.2011.193 vom 9. Juli 2012, E. 8.2). Die internationale Z u- sammenarbeit kann nur abgelehnt werden, wenn die verlangten Unterlagen mit der verfolgten Straftat in keinem Zusammenhang stehen und offensicht- lich ungeeignet sind, die Untersuchung voranzutreiben, so dass das Ers u- chen nur als Vorwand für eine unzulässige Bewe isausforschung (“fishing - 14 - expedition“) erscheint (BGE 136 IV 82 E. 4.1 S. 85; 134 II 318 E. 6.4; 129 II 462 E. 5.3 S. 467 f.) . Nicht erforderlich ist, dass dem von der Rechtshilf e- massnahme Betroffenen im ausländischen Strafverfahren selbst ein stra f- bares Verhalten zur Last gelegt wird (Urteil des Bundesgerichts 1A.245/2006 vom 26. Januar 2007, E. 3; Entscheid des Bundesstrafg e- richts RR.2007.29 vom 30. Mai 2007, E. 3). Ob die verlangten Auskünfte für das Strafverfahren im ersuchenden Staat nötig oder nützlich sind, ist e i- ne Frage, deren Beantwortung grundsätzlich dem Ermessen der Be hörden dieses Staates anheimgestellt ist. Da der e rsuchte Staat im Allgemeinen nicht über die Mittel verfügt, die es ihm erla uben würden, sich über die Zweckmässigkeit bestimmter Beweise im au sländischen Verfahren ausz u- sprechen, hat er insoweit die Würdigu ng der mit der Untersuchung befas s- ten Behörde nicht durch seine eigene zu e rsetzen und ist verpflichtet, dem ersuchenden Staat alle diejenigen Akte nstücke zu übermitteln, die sich auf den im Rechtshilfeersuchen dargelegten Sachverhalt beziehen können; nicht zu übermitteln sind nur diejenigen A kten, die für das ausländische Strafverfahren mit Sicherheit nicht erheblich sind (sog. potentielle Erhe b- lichkeit). Dabei darf die ersuchte Rechtshilfeb ehörde über ein im Rechtshil- feersuchen gestelltes Begehren nicht h inausgehen (Übermassverbot; BGE 136 IV 82 E. 4.1). Die Rechtsprechung hat diesen Grundsatz derweil insofern präzisiert, als das Rechtshilfeersuchen nach Massgabe des Zwecks der angestrebten Rechtshilfe weit ausgelegt werden kann, solange alle Voraussetzung en für die Gewährung der Rechtshilfe erfüllt sind. Auf diese Weise kann eine andernfalls notwendige Ergänzung des Rechtshilf e- ersuchens vermieden werden (BGE 136 IV 82 E. 4.1; vgl. zum Ganzen auch TPF 2009 161 E. 5.1 S. 164). Zielt das Rechtshilfeersuchen a uf die Ermittlung ab, auf welchem Weg Geldmittel möglicherweise strafbarer He r- kunft verschoben wurden, so sind die Behö rden des ersuchenden Staates grundsätzlich über alle Transaktionen zu i nformieren, die von Gesellscha f- ten und über Konten getätigt wurden , welche in die Angelegenheit verw i- ckelt sind (BGE 129 II 462 E. 5.3 S. 468; TPF 2011 97 E. 5.1 S. 106 m.w.H.). 6.3 Im Rechtshilfeersuchen vom 29. Dezember 2011 wird den Unternehmen s- verantwortlichen der B. GmbH zusammengefasst Folgendes vorgeworfen: Die B. GmbH habe mit dem rumänischen Staat am 15. April 2004 einen Software-Lizenzvertrag abgeschlossen, der die Ausstattung von rumän i- schen staatlichen Stellen mit Microsoft -Produkten zum Gegenstand gehabt habe. Die B. GmbH habe in der Folge verschiedene Gesellschaften, darun- ter die D. AG, mit der Erbringung von Serviceleistungen für die rumän i- schen staatlichen Stellen beauftragt. Gestützt auf ein am 29. Deze m- ber 2003 abgeschlossenes Consultancy Service Agreement und ein - 15 - Amendment No. 2 to Consultancy and Serv ice Agreement vom 9. April 2004 seien von der B. GmbH an die D. AG Zahlungen von USD 15.6 Mio. und USD 7.2 Mio. geflossen, teilweise ohne dass die B. GmbH eine Überprüfung der Leistungserbringung durch die D. AG vor- genommen habe. Eine Hausdurchsuchung am S itz der B. GmbH habe er- geben, dass keinerlei Serviceleistungen durch die D. AG erbracht worden seien. Insbesondere habe sich die vermeintliche Projektdokumentation der D. AG als Zusammenstellung von aus dem Internet frei zugänglichen Sta n- darddokumenten herausgestellt. Damit seien Gelder unrechtmässig an die Beschuldigten oder Dritte geflossen (act. 1.4). 6.4 Die Beschwerdegegnerin hat aufgrund der Kontounterlagen feststellen können, dass am 13. Mai 2004 USD 4'950'000 von einem Konto der G. Ltd. auf das Konto der Beschwerdeführerin bei der Bank H. AG überwiesen und von dort USD 4'900'000 auf ein ebenfalls bei der Bank H. AG liegendes Konto von I., dem wirtschaftlich Berechtigten an den Konten der Beschwer- deführerin, transferiert worden sind (Verfahrens akten pag. 0029, 0374 - 0386). Eine weitere Überweisung in der Höhe von USD 2.7 Mio. vom Konto der G. Ltd. auf das Konto der Beschwerdeführerin ist vom 2. Deze m- ber 2004 aktenkundig (Verfahrensakten pag. 0031, 0387 -0393). Die B e- schwerdegegnerin geht davon aus, dass es sich hierbei um einen Teil des inkriminierten Geldes handle, das am 11. Mai 2004 und 30. Nove m- ber 2004 von der B. GmbH an die D. AG und von dort am 13. Mai 2004 und 1. Dezember 2004 auf die Konten der G. Ltd. überwiesen wurde (act. 1.2 III Ziff. 4 f.). Ziel des Rechtshilfeersuchens ist es, den weiteren Verbleib des zum Nachteil der B. GmbH veruntreuten Geldes und der daran anknüpfe n- den Zahlungsflüsse zu eruieren (act. 1.4 und 1.14). Vor diesem Hintergrund sind die Kontounterlagen der Beschwerdeführerin potentiell geeignet, mög- liche Geldflüsse im Zusammenhang mit dem im Rechtshilfeersuchen g e- schilderten Sachverhalt aufzudecken. Dabei ist die potentielle Erheblichkeit mit Bezug auf sämtliche die Beschwerdeführerin betreffende Bankunterl a- gen zu bejahen. Insbesondere sind auch die Transaktionen auf den EUR - und CHF-Konten, dem USD-Konto 3 sowie die diversen Vermögensauszü- ge geeignet , die verschiedenen Geldflüsse zu klären und damit Rück- schlüsse be - aber auch entlastender Natur über das den beschuldigten Personen angelastete Verhalten zu ziehen. Es entspricht der Rechtspr e- chung, dass die Behörden des ersuchenden Staates grundsätzlich alle si- chergestellten Aktenstücke zu übermitteln haben, welche sich auf den im Ersuchen dargelegten Verdacht beziehen können. Dies gerade dann, wenn das Rechtshilfeersuchen wie vorliegend, auf die Ermittlung abzielt, auf we l- chem Weg Geldmittel mutmasslich strafbarer Herkunft verschoben wurden. Ein willkürliches Handeln der Beschwerdegegnerin ist damit nicht zu e r-- 16 - kennen, und von einer unzulässigen Beweisausforschung kann keine Rede sein. Dass die Beschwerdeführerin im Rechtshilfeersuchen nicht erwähnt wird, steht der Leistung der Rechtshilfe nicht entgegen (vgl. Entscheide des Bundesstrafgerichts RR.2011.56 vom 2. Dezember 2011, E. 6. 3, RR.2010.244 vom 14. September 2011, E. 4.3 und RR.201 0.268-270 vom 21. Juni 2011, E. 8.3). Ob es sich bei der Überweisung der USD 7.6 Mio. von der G. Ltd. an die Beschwerdeführerin um ein Erfolgshonorar handeln soll, das die D. AG dem wirtschaftlich Ber echtigten der Beschwerdeführ e- rin, I., für den Vertragsabschluss mit der B. GmbH geschuldet habe (act. 1 S. 34 ff.), ist nicht vom Rechtshilferichter zu prüfen. Diese Fragen, wie auch die Frage, ob I. im Zusammenhang mit den veruntreuten Geldern ein stra f- bares Verhalten vorzuwerfen ist, wird Gegenstand im österreichischen Strafverfahren sein. Auf die Einwendungen der Beschwerdeführerin, mit denen sie sich gegen eine allfällige Strafbarkeit von I. wendet (act. 1 S. 26 ff.), ist nicht weiter einzugehen, da es sich hierbei um unzulässige Gegendarstellungen handelt, die im Rechtshilfeverfahren nicht zu hören sind (vgl. 132 II 81 E. 2.1 S. 85; Entscheid des Bundesstrafgerichts RR.2008.62 vom 30. Mai 2008, E. 3.2). In diesem Zusammenhang ist die Beschwerdeführerin darauf hinzuweisen, dass die Edition der fraglichen Bankunterlagen der Klärung des rechtsrelevanten Sachverhaltes im Ra h- men des laufenden Strafverfahrens dienen soll und die Beschwerdegegn e- rin mit ihrer Schlussverfügung mitnichten festlegt, gegen wen in Ös terreich ein Strafverfahren zu führen ist. Der potentiellen Erheblichkeit der herauszugebenden Bankunterlagen steht schliesslich auch nicht die Tatsache entgegen, dass die herauszugebenden Bankunterlagen einen Zeitraum von Februar 2004 bis Oktober 2012 be- schlagen, während die österreichischen Behörden die Herausgabe der Bankunterlagen nur bis 11. August 2011 beantragen. Die Herausgabe der über dieses Datum hinausgehenden Unterlagen zu verweigern und die e r- suchende Behörde zu einem Ergänzungsersuchen anzu halten, würde das Rechtshilfeverfahren nur unnötig verzögern und an überspitzten Formali s- mus grenzen. Zusammenfassend ist daher festzuhalten, dass die die Bankverbindung der Beschwerdeführerin betreffenden Unterlagen de m- nach – auch wenn sich das Rechtshilfeersuchen nicht explizit auf diese be- zieht – in einem direkten sachlichen Zusammenhang mit dem im Rechtshil- feersuchen dargestellten Sachverhalt stehen, so dass deren gesamte Übermittlung an die ersuchende Behörde das aus dem Prinzip der Verhäl t- nismässigkeit fliessende Übermassverbot nicht verletzt. 6.5 Soweit die Beschwerdeführerin moniert, die Beschwerdegegnerin habe ihr Ermessen mit Bezug auf die Kontosperre missbraucht (act. 1 S. 27 ff.) , ist - 17 - darauf nicht weiter einzugehen, da die Kontosperre – wie bereits ausg e- führt – aufgehoben worden ist und somit nicht Gegenstand des vorliege n- den Verfahrens bildet. 7. Keine Rolle spielt schliesslich der Umstand, dass die Beschwerdegegnerin keine Rechtshilfemassnahmen betreffend die Konten der K. angeordnet hat, obwohl I. – so die Beschwerdeführerin – "sehr viel weniger in die D. AG-Transaktion involviert [war] als die K." (act. 1 S. 32). Ob und inwi e- weit die Beschwerdegegnerin Rechtshilfemassnahmen auch mit Bezug auf Konten der K. hätte anordnen müssen, entzieht sich der Kenntnis des G e- richts und ist auch nicht Gegenstand des vorliegenden Verfahrens. Selbst wenn sich die Beurteilung der Beschwerdegegnerin, keine Veranlassung gehabt zu haben, Bankunterlagen der K . zu edieren oder deren Kont en zu sperren, nachträgl ich als unzutreffend erweisen sollte , könnte die B e- schwerdeführerin daraus nichts zu ihren Gunsten ableiten. Wie gezeigt, sind die Voraussetzungen für die Gewährung der Rechtshilfe im vorliege n- den Verfahren gegeben, und zwar unabhängig von der Frage, ob di e Be- schwerdegegnerin Rechtshilfemassnahmen die K . betreffend hätte anor d- nen müssen. Zusammenfassend ergibt sich somit, dass sich die von der Beschwerdefüh- rerin erhobenen Rügen allesamt als unbegründet erweisen, weshalb die Beschwerde vollumfänglich abzuweisen ist. 8. Bei diesem Ausgang des Verfahrens wird die Beschwerdeführerin koste n- pflichtig (Art. 63 Abs. 1 VwVG i.V.m. Art. 39 Abs. 2 lit. b StBOG). Für die Berechnung der Gerichtsgebühren gelangt das Reglement des Bunde s- strafgerichts vom 31. August 2010 über die Kosten, Gebühren und En t- schädigungen in Bundesstrafverfahren (BStKR; SR 173.713.162) zur A n- wendung (Art. 53 Abs. 2 lit. a, Art. 73 StBOG i.V.m. Art. 65 Abs. 5 VwVG sowie Art. 22 Abs. 3 BStKR). Es rechtfertigt sich vorliegend, die Gebühr auf Fr. 5'000.-- festzusetzen und der Beschwerdeführerin aufzuerlegen, unter Anrechnung des geleisteten Kostenvorschusses. - 18 - Demnach erkennt die Beschwerdekammer: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird. 2. Die Gerichtsge bühr von Fr. 5'000.-- wird der Beschwerdeführerin auferlegt, unter Anrechnung des geleisteten Kostenvorschusses in gleicher Höhe. Bellinzona, 17. Juni 2014 Im Namen der Beschwerdekammer des Bundesstrafgerichts Der Vorsitzende: Die Gerichtsschreiberin: Zustellung an - Fürsprecher Gerrit Straub - Bundesanwaltschaft - Bundesamt für Justiz, Fachbereich Rechtshilfe Rechtsmittelbelehrung Gegen Entscheide auf dem Gebiet der internationalen Rechtshilfe in Strafsachen kann innert zehn Tagen nach der Eröff nung der vollständigen Ausfertigung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (Art. 100 Abs. 1 und 2 lit. b BGG). Gegen einen Entscheid auf dem Gebiet der internationalen Rechtshilfe in Strafsachen ist die Beschwerde nur zulässig, wenn er eine Ausl ieferung, eine Beschlagnahme, eine Herausgabe von Gegenständen oder Vermögenswerten oder eine Übermittlung von Informationen aus dem Geheimbereich betrifft und es sich um einen besonders bedeutenden Fall handelt (Art. 84 Abs. 1 BGG). Ein besonders bedeuten der Fall liegt insbesondere vor, wenn Gründe für die Annahme bestehen, dass elementare Verfahrensgrundsätze verletzt worden sind oder das Verfahren im Ausland schwere Mängel aufweist (Art. 84 Abs. 2 BGG).