<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: PB.2004.00025</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=204504&amp;W10_KEY=13013567&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>PB.2004.00025</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 30.09.2004</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">4. Abteilung/Einzelrichter</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Personalrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Kündigung</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Zuständigkeit bei Abfindungen Für Personal bis Lohnklasse 23 wird die Abfindung von der vorgesetzten Direktion festgelegt. Die angefochtene Verfügung der Justizdirektion muss somit zunächst an den Regierungsrat weitergezogen werden (1.2). Selbst wenn man aus der Beschwerdeschrift einen Antrag auf Feststellung der Unzulässigkeit der Kündigung herauslesen sollte, wäre darauf mangels Feststellungsinteresses nicht einzutreten (1.3). Nichteintreten</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ABFINDUNG">ABFINDUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsprozessrecht UR: Personalrechtliche Streitigkeiten ST: PERSONALRECHTLICHE BESCHWERDE">PERSONALRECHTLICHE BESCHWERDE</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ZUSTÃNDIGKEIT">ZUSTÃNDIGKEIT</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="gerade">§ 19a Abs. 2 VRG</span><br/><span class="ungerade">§ 17 Abs. 1 VVPG</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 3 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Sachverhalt1"><b><span>I. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>A, geboren 1961, wurde mit Wirkung ab dem 1. Januar 1996 zu 100 % als Aufseher in der Hauptabteilung der GefÃ¤ngnisse ZÃ¼rich angestellt. Per 1. Oktober 1996 wechselte er vom Bezirksgericht H an das BezirksgefÃ¤ngnis K. Im Rahmen eines Versuchs wurde mit VerfÃ¼gung der Direktion der Justiz und des Innern vom 18. MÃ¤rz 2002 der BeschÃ¤ftigungsgrad von A unter dem Titel "Lebensarbeitszeit mit Zeitkonto gemÃ¤ss RRB Nr. 1728/1988 (BAM II) und Reduktion des BeschÃ¤ftigungsgrades" auf 80.95% bei einem Auszahlungsgrad von 61.90% reduziert (RRB = Regierungsratsbeschluss, BAM = BeschÃ¤ftigungswirksame Arbeitszeitmodelle).</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Aufgrund einer Sanierungsmassnahme wurde per April 2004 das GefÃ¤ngnis K zu einem so genannten "Einstellbetrieb" reduziert, was einen Abbau von 15 Stellen, darunter jene von A, zur Folge hatte. Die Entlassung per 31. MÃ¤rz 2004 war A mit VerfÃ¼gung des Amts fÃ¼r Justizvollzug des Kantons ZÃ¼rich vom 24. Dezember 2003 mitgeteilt worden.</span></p> <p class="Sachverhalt1"><b><span>II. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Gegen die EntlassungsverfÃ¼gung erhob A am 20. Januar 2004 Rekurs bei der Direktion der Justiz und des Innern mit dem Antrag auf Wiedereinstellung im Umfang von ca. 60%; <br/> eventualiter sei ihm eine Abfindung wegen unverschuldeter Entlassung zuzusprechen. Mit VerfÃ¼gung vom 8. Juni 2004 wurde der Rekurs abgewiesen bzw. das Vorliegen der Voraussetzungen fÃ¼r die Zusprechung einer Abfindung verneint.</span></p> <p class="Sachverhalt1"><b><span>III. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Mit Eingabe vom 15./19. Juli 2004 erhob A beim Verwaltungsgericht Beschwerde gegen den Rekursentscheid vom 8. Juni 2004. Da seine Eingabe weder AntrÃ¤ge noch eine BegrÃ¼ndung enthielt, wurde ihm mit PrÃ¤sidialverfÃ¼gung vom 19. Juli 2004 eine Nachfrist von zehn Tagen zur Einreichung einer verbesserten Beschwerdeschrift angesetzt. Dieser Auflage kam A mit Eingabe vom 30. Juli 2004 nach. Konkret beantragte er eine Abfindung in der HÃ¶he von Fr. 19'800.-.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Das Amt fÃ¼r Justizvollzug verzichtete mit Eingabe vom 26. August 2004 auf eine Stellungnahme und verwies auf den Rekursentscheid. Die Vorinstanz verzichtete gleichentags ebenfalls auf eine Vernehmlassung.</span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="Zwischentitel"><span>Die Einzelrichterin zieht in ErwÃ¤gung:</span></p> <p class="Erwgung1"><b><span>1. </span></b><span> </span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>1.1 </span></b><span>Da der Streitwert unter Fr. 20'000.- liegt, fÃ¤llt der Entscheid in die einzelrichterliche Kompetenz (§ 38 Abs. 2 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959, VRG).</span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>1.2 </span></b><span>Streitgegenstand bildet der Anspruch auf eine Abfindung. Die Abfindung wird aber fÃ¼r das Personal der Verwaltung im Kanton bis Lohnklasse 23 von der vorgesetzten Direktion im Einvernehmen mit dem Personalamt festgesetzt (§ 17 Abs. 1 der Vollzugsverordnung zum Personalgesetz [VVPG]). Da der BeschwerdefÃ¼hrer in Besoldungsklasse 12 eingereiht war, fÃ¤llt die Abfindung gemÃ¤ss § 17 Abs. 1 VVPG in die Kompetenz der Direktion der Justiz und des Innern, welche daher <i>erstinstanzlich</i> darÃ¼ber befunden hat. In der BegrÃ¼ndung der KÃ¼ndigungsverfÃ¼gung des Amts fÃ¼r Justizvollzug vom 24. Dezember 2003 ist zwar festgehalten, dass eine Abfindung entfalle. Dem kommt aber nur die Bedeutung einer MeinungsÃ¤usserung zu. Am Charakter des erstinstanzlichen Entscheids der Direktion der Justiz und des Innern wÃ¼rde aber auch nichts Ã¤ndern, wenn das Amt fÃ¼r Justizvollzug vorgÃ¤ngig materiell Ã¼ber die Frage der Abfindung befunden hÃ¤tte, da dieses hierfÃ¼r gar nicht zustÃ¤ndig gewesen wÃ¤re (VGr, 25. Juni 2003, PB.2002.00037, E. 1). </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Da der VerfÃ¼gung der Direktion der Justiz und des Innern vom 8. Juni 2004 der Charakter eines erstinstanzlichen Entscheids zukommt und keine Ausnahme gemÃ¤ss § 19a Abs. 2 VRG gegeben ist, hat aufgrund von Absatz 1 der genannten Bestimmung vorerst der Regierungsrat Ã¼ber die Sache zu entscheiden. Im ZÃ¼rcher Verfahrensrecht gibt es auch kein Sprungrechtsmittel, das dem Verwaltungsgericht jetzt schon und ohne den vorgÃ¤ngigen Entscheid des Regierungsrats abzuwarten erlauben wÃ¼rde, Ã¼ber die Sache zu befinden (VGr, 30. April 2003, PB.2003.00012, E. 2 mit Hinweis auf VGr, 10. Juli 2002, VB.2002.00202, E. 3, www.vgrzh.ch).</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Somit kann das Verwaltungsgericht auf die Beschwerde nicht eintreten und ist die Sache nach § 80c in Verbindung mit §§ 70 und 5 Abs. 2 Satz 1 VRG dem Regierungsrat zu <br/> Ã¼berweisen.</span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>1.3 </span></b><span>Selbst wenn aus der Beschwerde ein Antrag auf Feststellung einer KÃ¼ndigung ohne sachlich zureichenden Grund herausgelesen werden mÃ¶chte, kÃ¶nnte darauf nicht eingetreten werden. Aus der subsidiÃ¤ren Natur des Feststellungsanspruchs gegenÃ¼ber dem Be­gehren um Erlass einer Leistungs- oder GestaltungsverfÃ¼gung ergibt sich nÃ¤mlich, dass die Voraussetzungen fÃ¼r den Erlass eines Feststellungsentscheids nicht gegeben sind, solange das schutzwÃ¼rdige Interesse des BeschwerdefÃ¼hrers durch einen entsprechenden rechtsge-staltenden Entscheid ohne weiteres gewahrt werden kann, was hier im Zusammenhang mit der Frage der Abfindung ohne weiteres der Fall ist (vgl. VGr, 9. Juni 2004, PB.2004.00006, E. 2.1, www.vgrzh.ch, mit Hinweisen unter anderem auf RenÃ© Rhinow/Beat KrÃ¤henmann, Schweizerische Verwaltungsrechtsprechung, ErgÃ¤nzungsband, Basel/Frankfurt a.M. 1990, Nr. 36 B III d und BGE 129 V 289 E. 2.1). </span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>1.4 </span></b><span>Zusammenfassend ergibt sich somit, dass auf die Beschwerde nicht eingetreten werden kann. Damit sind keine weiteren Beweiserhebungen erforderlich, weshalb auch dem Be­gehren des BeschwerdefÃ¼hrers, er sei persÃ¶nlich zu befragen, nicht zu entsprechen ist.</span></p> <p class="Erwgung1"><b><span>2. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>GemÃ¤ss § 80b VRG sind keine Gerichtskosten aufzuerlegen, da der Streitwert unter Fr. 20'000.- liegt. Ausserdem enthÃ¤lt der vorinstanzliche Entscheid eine unvollstÃ¤ndige Rechtsmittelbelehrung, weshalb auch deswegen die Kosten auf die Gerichtskasse zu nehmen sind (Alfred KÃ¶lz/JÃ¼rg Bosshart/Martin RÃ¶hl, Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons ZÃ¼rich, 2. A., ZÃ¼rich 1999, § 10 N. 55, § 13 N. 23 mit Hinweisen).</span></p> <p class="Zwischentitel"><span>DemgemÃ¤ss verfÃ¼gt die Einzelrichterin:</span></p> <p class="Einzug2"><span>1. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.</span></p> <p class="Einzug2"><span> Die Akten werden im Sinn der ErwÃ¤gungen dem Regierungsrat weitergeleitet.</span></p> <p class="Einzug2"><span>2. Die GerichtsgebÃ¼hr wird festgesetzt auf <br/> Fr. 1'000-.-; die Ã¼brigen Kosten betragen:<br/> Fr. 80.-- Zustellungskosten,<br/> Fr. 1'080.-- Total der Kosten.</span></p> <p class="Einzug2"><span>3. Die Gerichtskosten werden auf die Gerichtskasse genommen.</span></p> <p class="Einzug2"><span>4. Mitteilung an:â¦ </span></p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>