<h2>SubmittedText<h2><p>Die SBB teilen mit, dass auf Frühling 1994 der Regionalverkehr auf 4 oder 5 Strecken eingestellt und auf weiteren 38 Strecken, vornehmlich in der französischen Schweiz, drastisch reduziert wird. Es obliegt dem Bundesrat, diese Massnahmen, denen weitere folgen sollen, zu genehmigen.</p><p>Es handelt sich hierbei nicht nur um betriebswirtschaftliche, sondern vor allem auch um verkehrspolitische Entscheide. Die angekündigten Massnahmen beruhen vermutlich auf einer Studie, die die SBB in den letzten Jahren zum Problem der Kostendeckung pro Strecke und sogar pro Einzelzug durchgeführt hat. Die grosse praktische Bedeutung dieser Rationalisierung erfordert eine transparente und unparteiische Behandlung.</p><p>Ich bitte daher den Bundesrat, von den SBB eine Aufstellung zu verlangen, aus der für alle Strecken des Regionalverkehrs, ohne willkürliche Auswahl von Gebieten und Teilstrecken, Ergebnis und Deckungsgrad der variablen Kosten durch die Einnahmen ersichtlich werden. Aus Gründen der Opfersymmetrie muss garantiert sein, dass eine Aufhebung oder Reduktion des Zugverkehrs nur zulässig ist, wenn für andere, weniger rentable Strecken vergleichbare Massnahmen getroffen worden sind. Solche Rationalisierungen und die daraus resultierende Abwälzung der Kosten auf Kantone und Gemeinden sind nur akzeptabel, wenn die Betroffenen wirklich davon überzeugt sind, dass sie gerecht und unumgänglich sind und dass für Ersatzlösungen ihre Zustimmung eingeholt wird.</p>