<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="cell small-12 contentContainer printArea"> <div><table><tr><td><p class="Normal Heading1"><span id="_GoBack"></span><span class="Normal Heading1">Sozialversicherungsgericht</span></p><p class="Normal Heading1"><span class="Normal Heading1">des Kantons Zürich</span></p></td><td><p class="Normal Heading1"></p></td></tr></table><p><span>IV.2017.01196</span></p><p><br/></p><p><br/></p><p>IV. Kammer</p><p>Sozialversicherungsrichter Hurst, Vorsitzender<br/>Sozialversicherungsrichter Vogel<br/>Ersatzrichterin Bänninger Schäppi<br/>Gerichtsschreiberin Muraro</p><p class="Normal Heading2"><span class="Normal Heading2">Urteil vom 20. Dezember 2017</span></p><p class="Normal StandardEinzug"><span class="Normal StandardEinzug">in Sachen</span></p><p class="Normal StandardFett RubrumFett"><span class="Normal StandardFett RubrumFett">X.___</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Gesuchsteller</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">vertreten durch Rechtsanwalt Sebastian Lorentz</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Lorentz Schmidt Partner, Rechtsanwälte</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Weinbergstrasse 29, 8006 Zürich</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">gegen</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardFett RubrumFett"><span class="Normal StandardFett RubrumFett">Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Gesuchsgegnerin</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p><br/></p><p></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Sachverhalt:</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Der 1974 geborene </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">X.___</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">, welcher in den USA drei Semester Elektro</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">techni</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">k studiert hatte, reiste am 16. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Februar 20</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">03 in die Schweiz ein und </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">arbeitete überwiegend selbständig als Chauffeur und Transportunternehmer; kur</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">z</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">zeitig war er auch angestellt</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">. Am 10. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Februar 2006 (Eingangsdatum) meldete er sich bei der Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">IV-Stelle, unter Hinweis auf einen am 8. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Februar 2005 erlittenen Unfall und</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> seither bestehende Folgebe</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">schwerden (rechter Arm und rechte Hand fun</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ktionsunfähig, sehr starke Kopf</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">schmerzen, Schwindel und Übelkeit</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">, Muskelschmerzen und Knochenbe</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">schwerden) erstmals </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">zum Leistungsbezug an. Da er </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">die versiche</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rungs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">mässigen Voraussetzungen </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">zu diesem Zeitpunkt noch </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nicht erfüllt</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">e, wurde</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sein Leistungsbegehren von der IV-Stelle mit Verfügung vom 25. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">September 2006 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">abgelehnt (Urk. 2 S. 2)</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">Nachdem sich der Versicherte am 13. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">September 2011 (Eingangsdatum) unter Hin</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">weis auf den erlittenen Unfall bei der IV-Stelle erneut zum Leistungsbezug an</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">gemeldet hatte, wurde er im Auftrag der IV-Stelle begutachtet. Die MEDAS Y.___ (kurz MEDAS) erstattete ihr Gutachten am 9. Mai 2014, woraufhin die IV-Stelle dem Versicherten mit Verfügung vom 27. Novem</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">ber 2014 ab dem 1. März 2012 eine Viertelsrente zusprach. Dagegen erhob der Versicherte mit Eingabe vom 16. Januar 2015 beim hiesigen Gericht Beschwerde (Urk. 2 S. 2). Die Beschwerde wurde mit Urteil vom 29. Februar 2016 im Verfahren Nr. IV.2015.00070 abgewiesen (Urk. 2). Das Urteil erwuchs unangefochten in Rechtskraft.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Mit Eingabe vom 2. November 2017 stellte der Versicherte beim hiesigen Gericht ein Revisionsgesuch. Er beantragte, das Urteil vom 29. Februar 2016 sei in Revision zu ziehen und die Sache sei zur Neuabklärung beziehungsweise Ergänzung in medizinischer Hinsicht an die IV-Stelle zurückzuweisen. In pro</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">zessualer Hinsicht beantragte er die Gewährung der unentgeltlichen Rechts</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">pflege (Urk. 1). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Das Gericht</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> zieht in Erwägung:</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen v"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen v">1.</span><span> </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Gemäss Art. 61 lit. i des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozial</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">versicherungsrechts (ATSG) muss die Revision von Entscheiden wegen Ent</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">deckung neuer Tatsachen oder Beweismittel oder wegen Einwirkung durch Ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">brechen oder Vergehen gewährleistet sein. Art. 61 lit. i ATSG legt die für das kantonale Gerichtsverfahren massgebenden Revisionsgründe fest, überlässt aber die Ausgestaltung des Revisionsverfahrens im Übrigen dem kantonalen Recht (Kieser, ATSG-Kommentar, 3. Auflage, Art. 61 N 229).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Nach § 29 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht (GSVGer) kann gegen rechtskräftige Entscheide des hiesigen Gerichts von den am Verfahren Beteiligten Revision verlangt werden, wenn sie neue erhebliche Tatsachen erfah</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ren oder Beweismittel auffinden, die sie im früheren Verfahren nicht bei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">bringen konnten (lit. a), wegen Einwirkung durch Verbrechen oder Vergehen (lit. b) oder wenn der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte oder das Ministerkomitee des Europarates eine Individualbeschwerde wegen Verletzung der Konvention vom 4. November 1950 zum Schutze der Menschenrechte und Grundfreiheiten (EMRK) und deren Protokolle gutheisst und eine Wiedergut</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">machung nur durch eine Revision möglich ist (lit. c).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Beweismittel im Sinne von § 29 lit. a GSVGer haben entweder dem Beweis der die Revision begründenden neuen erheblichen Tatsachen oder dem Beweis von Tatsachen zu dienen, die zwar im früheren Verfahren bekannt gewesen, aber zum Nachteil der gesuchstellenden Person unbewiesen geblieben sind. Entschei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">dend ist ein Beweismittel, wenn angenommen werden muss, es hätte zu einem andern Urteil geführt, falls das Gericht im Hauptverfahren hiervon Kenntnis gehabt hätte. Ausschlaggebend ist, dass das Beweismittel nicht bloss der Tat</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">bestandswürdigung, sondern der Tatbestandsermittlung dient; es bedarf dazu neuer Elemente tatsächlicher Natur, welche die Entscheidungsgrundlage als objektiv mangelhaft erscheinen lassen (BGE 138 V 324 E. 3.2, 127 V 353 E. 5b, 110 V 138 E. 2; SVR 2014 UV Nr. 22).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.4</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Betrifft der Revisionsgrund eine materielle Anspruchsvoraussetzung, deren Be</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ur</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">teilung massgeblich auf Schätzung oder Beweiswürdigung beruht, auf Ele</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">menten also, die notwendigerweise Ermessenszüge aufweisen, so ist eine vorge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">brachte neue Tatsache als solche in der Regel nicht erheblich. Ein (prozess</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rechtlicher) Revisionsgrund fällt demnach überhaupt nur in Betracht, wenn bereits im ursprünglichen Verfahren der untersuchende Arzt und die ent</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">schei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">dende Behörde das Ermessen wegen eines neu erhobenen Befundes zwingend anders hätten ausüben und infolgedessen zu einem anderen Ergebnis hätten gelangen müssen. An diesem prozessualrevisionsrechtlich verlangten Erforder</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nis fehlt es, wenn sich das Neue im Wesentlichen in (differenzial-) diagnos</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ti</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">schen Überlegungen erschöpft, also auf der Ebene der medizinischen Beur</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">teilung anzusiedeln ist (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Urteil des Bundesgerichts </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">8C_333/2016 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">vom 24. Oktober 2016 E. 3.2 mit Hinweis auf 9C_955/2012 vom 13. Februar 2013 E. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.3.1).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.5</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Gemäss § 30 GSVGer ist das Revisionsgesuch innert 90 Tagen, von der Ent</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">deckung des Revisionsgrundes an gerechnet, beim Gericht schriftlich einzu</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">chen (Abs. 1). Nach Ablauf von zehn Jahren seit der Mitteilung des Entscheids ist ein Revisionsgesuch nur noch aus den in § 29 lit. b und c GSVGer ge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nannten Gründen zulässig (Abs. 2).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Der Gesuchsteller beruft sich in seiner Eingabe vom 2. November 2017 auf einen Bericht von Dr. med. Z.___, Fachärztin FMH für Neurologie, vom 3. August 2017 (Urk. 3/3) und macht geltend, diese sei aufgrund einer Hirn-SPECT-Untersuchung zum Ergebnis gelangt, es bestünden Hinweise auf eine beginnende frontotemporale Lobär-Degeneration. Eine solche Erkrankung sei geeignet, eine kognitive Funktionsbeeinträchtigung herbeizuführen. Eine kognitive Funktionsbeeinträchtigung sei bei der Begutachtung der MEDAS festgestellt worden. Die Gutachter der MEDAS hätten aber eine weitere Über</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">prüfung von möglichen kognitiven Funktionsbeeinträchtigungen kaum als ziel</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">führend betrachtet, da sie von Aggravation oder Simulation ausgegangen seien. Deshalb würden die bisherigen medizinischen Abklärungen der Gutachter rück</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">blickend als ungenügend erscheinen (Urk. 1 S. 3 f.).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Im Urteil des hiesigen Gerichts (Verfahren Nr. IV.2015.00070) vom 29. Februar 2016 (E. 3) wurde aus dem MEDAS-Gutachten vom 9. Mai 2014 – welches auf internistischen, rheumatologischen, handchirurgischen, neurologischen, neuro</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">psy</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">cho</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">logischen und psychiatrischen Untersuchungen beruhte – unter anderem folgendes zitiert: Die Gutachter hätten </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">festgehalten, bei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> beklagten Konzen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tra</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tionsstörun</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gen sei noch eine neuropsychologische Begutachtung durchge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">führt </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">worden. Allerdings seien sämtliche Testwerte dieser Untersuchung als ungültig zu</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> be</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">trachten, da neuropsychologisch eine unplausible und logisch inkonsi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">stente Symptomproduktion vorgelegen habe. Deshalb könne auch keine Aussage zur Arbeitsfähigkeit abgeleitet werden. Der </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">begutachtende N</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">europsycholog</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">e</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">habe</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> i</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">n seinem Teilgutachten vom 5. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">April 2014 fest</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gehalten</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">, dass die Leistung des Be</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">schwerdeführers bei der neuropsychologischen Aufgabe, welche schwierig wirke</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">, aber auch von hirnverletzten Personen in der Regel ohne Schwierigkeiten gelöst werden könne, ausserordentlich deutlich aufgefallen sei. Der Beschwerdeführer liege mit seiner Lei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">stung mehr als 11 Standardabwei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">chungen unter der Leistung von Personen, bei welchen keine Hinweise auf ein neuropsychologisch unplau</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sibles Testverhalt</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">en vorlägen. Sehr deutliche neu</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">r</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">o</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">psychologisch unplausible Leistungen habe der Beschwerdeführer auch beim Abzeichnen einer komplexen geometrischen Figu</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">r erbracht, wobei er nicht nach</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">vollziehbare Fehler bei ein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">fachen Mengen und einfachen Zuordnungen gemacht habe. Auch beim Benen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nen von Farbpunkten und beim Lesen von Farbworten habe er sehr viele Fehler gemacht</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">. Vor dem Hintergrund seines hohen prämor</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">biden Bildungsniveaus sei auch die</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> mittelschwer bis schwer verminderte Leis</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tung bei einer visuellen Denkaufgabe absolut unplausibel, handle es sich doch bei Denkleistungen um kognitive Fertigkeiten mit hoher Stabilität, auch bei erlittenen Schädelhirn</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">trau</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">mata. Nicht nachvollziehbar sei auch der ausgeprägte Schweregrad der gezeig</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ten Gedächtnisstörungen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">. Der neuropsy</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">chologische Gutachter </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">habe</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> deshalb fest</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gehalten</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">, s</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ämtliche Testwerte seien als un</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gültig zu betrachten. Als Ursache für die unplausible Symptomproduktion komme in erster Linie eine Aggravation oder S</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">imulation kognitiver Beeinträchtigungen in Frage (Urk. 2 S. 9</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Auf entsprechendes Vorbringen des damaligen Beschwerdeführers beziehungs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">weise des heutigen Gesuchstellers gelangte das hiesige Gericht im besagten Urteil zum Schluss, es </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">erschein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">e</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> nicht nachvollziehbar, weshalb das MEDAS-Gutachten aufgrund fehlender Gültigkeit der neuropsychologischen Testwerte mangelhaft sein sollte. Vor dem Hintergrund der</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Feststellungen des neuro</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">psy</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">cho</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">lo</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gischen Gutachters und des bestehenden Hinweises auf Ag</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gravation oder Simulation sei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> auch eine weitere Überprüfung von möglichen kognitiven Funk</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">-</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tionsbeeinträchtigungen kaum als zielführend zu betrachten</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> (Urk. 2 S. 11)</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die Untersuchungen, auf welche sich der Gesuchsteller für sein Revisionsgesuch stützt, fanden vom 4. Mai bis 6. Juni 2017 statt. Dr. Z.___ führte in ihrem Bericht vom 3. August 2017 zur erfolgten Diagnostik aus, im MMSE (Mini-Mental State Examination) erreiche der Gesuchsteller 29 von 30 Punkten, ent</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sprechend einem unauffälligen Befund. Die EEG-Untersuchung ergebe einen normalen Befund. In der MRI-Untersuchung des Gehirns fänden sich keine Anhaltspunkte für stattgehabte Blutungen, insbesondere keine alten hämorrha</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gischen shearing injuries, keine auffällige Atrophie, keine Hinweise auf eine Liquorzirkulationsstörung, keine Hinweise auf eine Vaskulitis und lediglich ein Verdacht auf eine winzige DVA rechts. In der Hirn-SPECT-Untersuchung lasse sich eine flächig verminderte FDG-Aktivität frontal beidseits, geringer auch temporal beidseits finden, differentialdiagnostisch im Rahmen einer beginnen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">den frontotemporalen Lobär-Degeneration. Dr. Z.___ hielt dazu weiter fest, im Rahmen der erfolgten Zusatzdiagnostik ergäbe sich ein pathologischer Hirn-SPECT-Befund mit einem Hypometabolismus frontal, ausgeprägter als temporal beidseits, wobei der Vergleich mit einer alterskorrigierten Normaldatenbank zurzeit eine grenzwertige Signifikanz ergebe. Es sei anzumerken, dass in der ergänzenden MRI-Untersuchung des Kopfes keine posttraumatischen Verände</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">rungen, keine fokale Atrophie, keine Liquorzirkulationsstörung und keine vas</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ku</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">läre Leukencephalopathie nachweisbar seien. Der Befund der Hirn-SPECT-Untersuchung müsse daher mit einer Fremdanamnese und den Befunden der bereits erfolgten neuropsychologischen Testungen korreliert werden. In Ab</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">hän</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gig</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">keit davon und vom Verlauf müsse differentialdiagnostisch ein neurodege</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">nerativer Prozess vom Typ einer frontotemporalen Degeneration in Kombina</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tion mit einer affektiven Problematik in Erwägung gezogen werden. Sie emp</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">fehle eine Verlaufsuntersuchung mit neuropsychologischer Untersuchung, MRI-Untersuchung inklusive Volumetrie und Hirn-SPECT-Untersuchung in einem Jahr (Urk. 3/3).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Dr. Z.___ schloss allein aufgrund eines pathologischen Hirn-SPECT-Befundes mit grenzwertiger Signifikanz differentialdiagnostisch auf eine beginnende fron</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">totemporale Lobär-Degeneration. Auch Dr. med. A.___, Oberarzt an der Klinik für Nuklearmedizin des B.___, welcher die PET/CT-Untersuchung des Gehirns befundete, hielt eine beginnende fronto</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tem</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">porale Lobär-Degeneration bloss für möglich (Urk. 3/3, Befundbericht der Klinik für Nuklearmedizin des B.___). Vor dem Hintergrund, dass in den ergänzenden bildgebenden Untersuchungen des Kopfes keine posttrau</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ma</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tischen Veränderungen, keine fokale Atrophie, keine Liquorzirkulations</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">störung und auch keine vaskuläre Leukencephalopathie nachweisbar waren, handelt es sich nicht um eine Tatsache, welche bereits Ende Februar 2016 vorgelegen hat. Wenn ein pathologischer Befund, aus welchem auf einen beginnenden degenerativen Prozess geschlossen wird, mehr als ein Jahr nach Fällung eines Urteils erhoben wird, kann nicht von einer neuen Tatsache gesprochen werden, welche sich bereits im Urteilszeitpunkt verwirklicht haben soll. Vor dem Hintergrund, dass Dr. Z.___ zur Weiterabklärung bloss Verlaufs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">untersuchungen in einem Jahr empfiehlt, erhellt, dass der von ihr vermutete degenerative Prozess noch nicht derart fortgeschritten ist, dass dieser erhebliche Einschränkungen zur Folge hätte. Sie führte die geklagten kognitiven Leis</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tungs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">minderungen denn auch auf mehrere Faktoren zurück, darunter auf chro</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">nische Schmerzen und eine depressive Verstimmung (Urk. 3/3).</span></p><p></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die kognitiven Minderleistungen des Gesuchstellers wurden bereits von den MEDAS-Gutachtern festgestellt. Sie hielten allerdings dafür, dass die Sympto</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">mproduktion in wesentlichem Umfang unplausibel sei, wovon auch das hiesige Gericht im Urteil vom 29. Februar 2016 ausging. Dass diese Beurteilung falsch sein könnte, geht aus dem Bericht von Dr. Z.___ vom 3. August 2017 nicht hervor. Ob ein Zusammenhang zwischen dem pathologischen Hirn-SPECT-Be</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">fund und den geklagten kognitiven Minderleistungen bestehe, liess Dr. Z.___ weitgehend offen, indem sie ausführte, der Befund der Hirn-SPECT-Unter</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">su</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">chung müsse mit einer Fremdanamnese und den Befunden der bereits erfolgten neuropsychologischen Testungen korreliert werden. Die neuropsychologischen Testungen der MEDAS ergaben indes eindeutige Hinweise auf Aggravation oder Simulation kognitiver Beeinträchtigungen (Urk. 2 S. 8 f.). Die Beurteilung der MEDAS-Gutachter wäre vor diesem Hintergrund selbst bei Vorliegen der aktuellen Befunde der bildgebenden Untersuchungen nicht anders ausgefallen.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">4.4</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Schliesslich ist anzumerken, dass eine neue Würdigung einer bereits bekannten Tatsache keine prozessuale Revision rechtfertigt </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">(vgl. die Urteile des Bun</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">des</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gerichts 8C_659/2009 vom 20. Juli 2010 E. 5, 8C_717/2010 vom 15. Februar 2011 E. 7.1.1 und 8C_683/2015 vom 29. Oktober 2015 E. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">4), auch dann nicht, wenn der Sachverhalt ursprünglich unrichtig gewürdigt worden </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">wäre (Urteil 8C_968/2010 vom 9. Februar 2011 E. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.2 mit Hinweisen).</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">Da kein Revisionsgrund ersichtlich ist, ist das Revisionsgesuch ohne Einholung einer Stellungnahme der Gegenpartei (Art. 330 der Schweizerischen Zivilpro</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">zessordnung [ZPO] in Verbindung mit § 32 GSVGer) abzuweisen.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">5.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">5.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Mit seiner Eingabe vom 2. November 2017 ersucht der Gesuchsteller um Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung und um Bestellung eines unent</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">geltlichen Rechtsvertreters in der Person von Rechtsanwalt Sebastian Lorentz (Urk. 1). Mit Eingabe vom 11. Dezember 2017 (Urk. 9) substantiierte er sein Gesuch bezüglich Bedürftigkeit (Urk. 10 und Urk. 11/2-5).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">5.2</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">5.2.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Der Anspruch auf unentgeltliche Rechtspflege und Vertretung wird in erster Linie durch das kantonale (Prozess-)Recht geregelt (vgl. Art. 61 lit. f ATSG). Unabhängig davon besteht ein solcher Anspruch unmittelbar aufgrund von Art. 29 Abs. 3 der Bundesverfassung (BV) (BGE 127 I 204 f.). Gemäss § 16 Abs. 1 GSVGer wird einer Partei auf Gesuch hin in kostenpflichtigen Verfahren die Bezahlung der Verfahrenskosten erlassen, wenn ihr die dazu nötigen Mittel fehlen und der Prozess nicht als offensichtlich aussichtslos erscheint; laut § 16 Abs. 2 GSVGer wird ihr überdies eine unentgeltliche Rechtsvertretung bestellt, wenn sie nicht in der Lage ist, ihre Rechte im Verfahren selbst zu wahren. Nach Art. 29 Abs. 3 BV hat jede Person, die nicht über die erforderlichen Mittel ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">fügt, Anspruch auf unentgeltliche Rechtspflege, wenn ihr Rechtsbegehren nicht </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">als aussichtslos erscheint; soweit es zur Wahrung ihrer Rechte notwendig ist, hat</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> sie ausserdem Anspruch auf unentgeltlichen Rechtsbeistand. Als bedürftig gilt, wer nicht in der Lage ist, für die Prozess- und Anwaltskosten aufzu</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">kommen, ohne dass er Mittel beanspruchen müsste, die zur Deckung des Grundbedarfs für ihn und seine Familie notwendig sind (BGE 127 I 205). Die Pflicht des Staates zur Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege geht der familienrechtlichen Unterhaltspflicht nach; entsprechend ist bei der Beurteilung der Bedürftigkeit das Einkommen und Vermögen beider Ehegatten zu berücksichtigen (BGE 115 Ia 195 E. 3a). Erst wenn alle diese Mittel zur Finanzierung des Prozesses nicht ausreichen, ist die Mittellosigkeit im Sinne des prozessualen Armenrechts gege</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ben (ZR 90 Nr. 82 S. 260).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">5.2.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Als aussichtslos sind Prozessbegehren anzusehen, bei denen die Gewinnaus-sichten beträchtlich geringer sind als die Verlustgefahren und die deshalb kaum mehr als ernsthaft bezeichnet werden können. Dagegen gilt ein Begehren nicht als aussichtslos, wenn sich Gewinnaussichten und Verlustgefahren ungefähr die Waage halten oder jene nur wenig geringer sind als diese. Massgebend ist, ob eine Partei, die über die nötigen finanziellen Mittel verfügt, sich bei vernünf-tiger Überlegung zu einem Prozess entschliessen würde; eine Partei soll einen Prozess, den sie auf eigene Rechnung und Gefahr nicht führen würde, nicht deshalb anstrengen können, weil er sie nichts kostet (BGE 129 I 129 E. 2.3.1 S. 135 f., 128 I 225 E. 2.5.3 S. 236 mit Hinweis).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">5.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Vor dem Hintergrund, dass aus dem neu aufgelegten Arztbericht von Dr. Z.___ keine neuen Tatsachen hervorgehen, die eine prozessuale Revision rechtfertigen würden, erweist sich das Revisionsgesuch als aussichtslos. Der Gesuch</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">steller wies sogar selbst darauf hin, dass die kognitive Funktionsbe</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">trächtigung bereits von den MEDAS-Gutachtern festgestellt worden war </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">(</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Urk. 1 S. 3</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">).</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> Das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege ist daher wegen Aussichtslosigkeit abzuweisen.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">5.4</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die Kosten des Verfahrens sind auf Fr. 500.-- festzulegen und ausgangsgemäss vom Gesuchsteller zu tragen (Art. 69 Abs. 1</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">bis</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung [IVG]).</span></p><p class="Normal Heading3"><span class="Normal Heading3">Das Gericht beschliesst:</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Das G</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">esuch</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend"> des Gesuchstellers </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">vom </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">2. November 2017 um Gewährung der</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend"> unent</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">geltliche</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">n</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend"> Prozess</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">führung und um Bestellung eines unentgeltlichen Rechtsvertreters in der Person von </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Rechtsanwalt </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Sebastian Lorentz wird abgewiesen</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">,</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Heading3"><span class="Normal Heading3">und erkennt sodann:</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span class="Normal Dispotext DispoHngend">1.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Das Revisionsgesuch </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">wird abgewiesen.</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span class="Normal Dispotext DispoHngend">2.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Die Gerichtskosten von Fr. </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">500</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">.-- werden </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">dem Gesuchsteller</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend"> auferlegt.</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend"> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Rechnung und Einzahlungsschein werden </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">dem</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend"> Kostenpflichtigen nach Eintritt der Rechtskraft zuge</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">stellt.</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span class="Normal Dispotext DispoHngend">3.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Zustellung gegen Empfangsschein an:</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Rechtsanwalt Sebastian Lorentz</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, unter Beilage des Doppels von Urk. 1</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Bundesamt für Sozialversicherungen</span></p><p class="Normal Dispotext DispoEinzug"><span class="Normal Dispotext DispoEinzug">sowie an:</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Gerichtskasse (im Dispositiv nach Eintritt der Rechtskraft)</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">4.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Gegen diesen Entscheid kann innert </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">30 Tagen</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"> seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundes</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">gesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 15. Juli bis und mit 15. August sowie vom 18. Dezember bis und mit dem 2. Januar (Art. 46 BGG).</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">stellen.</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweis</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">mittel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthal</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">ten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat (Art. 42 BGG).</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><br/></p><p></p><p class="Normal Heading3"><br/></p><p class="Normal Heading3"><span class="Normal Heading3">Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich</span></p><p><br/></p><p>Der VorsitzendeDie Gerichtsschreiberin</p><p><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p>HurstMuraro</p><p></p></div> </div></body></html>