Pflanzenschutz 2013/9 BVGE / ATAF / DTAF 91 9 Wirtschaft – Technische Zusammenarbeit Economie – Coopération technique Economia – Cooperazione tecnica 9 Auszug aus dem Urteil der Abteilung II i.S. B. gegen Dienststelle Landwirtschaft und Wald des Kantons Luzern B‒5787/2012 vom 7. Januar 2013 Pflanzenschutz. Feuerbrandbefall. Sanierungsmassnahme. Art. 42 Abs. 1, Abs. 2 und Abs. 4 Bst. h, Art. 43 Abs. 2 PSV . 1. Über die aufschiebende Wirkung braucht nicht vorab und geson - dert entschieden zu werden, wenn die Sache entscheidungsreif ist (E. 2). 2. Feuerbrand-Bekämpfungsstrategie des Bundes; Implementie - rung und Ausscheidung von Schutzobjekten; Sanierungsmass - nahmen in Schutzobjekten und deren Gürtel (E. 3.4). 3. Beweiswert eines Privatgutachtens (E. 3.8). 4. Zur Verhältnismässigkeit der Nulltoleranz -Strategie gegenüber Feuerbrand in Gürteln von ausgeschiedenen Schutzobjekten (E. 4). Protection des végétaux. Contamination par le feu bactérien. Mesure d'assainissement. Art. 42 al. 1, al. 2 et al. 4 let. h, art. 43 al. 2 OPV . 1. Si la cause est prête à être jugée, il n'est pas nécessaire de statuer préalablement et séparément sur la question de l'effet suspensif (consid. 2). 2. Stratégie de la Confédération en matière de lutte contre le feu bactérien; introduction, détermination d'objets protégés; mesures d'assainissement dans les objets à protéger et leurs alentours (consid. 3.4). 3. Force probante d'une expertise privée (consid. 3.8). 2013/9 Pflanzenschutz 92 BVGE / ATAF / DTAF 4. Proportionnalité d'une stratégie de la tolérance zéro à l'encontre du feu bactérien dans les alentours des objets délimités comme étant à protéger (consid. 4). Protezione dei vegetali. Contaminazione da fuoco batterico. Misura di risanamento. Art. 42 cpv. 1, cpv. 2 e cpv. 4 lett. h, art. 43 cpv. 2 OPV . 1. Se la causa è matura per il giudizio, non è necessario che il giudice si pronunci in via preliminare sull'effetto sospensivo (consid. 2). 2. Strategia della Confederazione in materia di lotta contro il fuoco batterico; implementazione, delimitazione di oggetti protetti; misure di risanamento negli oggetti protetti e in prossimità degli stessi (consid. 3.4). 3. Valore probatorio di una perizia di parte (consid. 3.8). 4. Proporzionalità della strategia di tolleranza zero contro il fuoco batterico in prossimità degli oggetti protetti (consid. 4). Mit Verfügung vom 17. Oktober 2012 ordnete die Dienststelle Landwirt- schaft und Wald (lawa), Abteilung Landwirtschaft, des Kantons Luzern (nachfolgend: V orinstanz) die Entfernung und vorschriftsgemässe Ent - sorgung eines Quittenbaums auf der Liegenschaft (…), in X., innert 30 Tagen an unter Androhung einer Ersatzvo rnahme, sollte die ange ord- nete Massnahme nicht innert Frist ausgeführt werden. Gleichzeitig entzog die V orinstanz einer allfälligen Beschwerde dagegen die auf - schiebende Wirkung. Mit Eingabe vom 6. November 2012 erhob B. (nachfolgend: Beschwer - deführer) dagegen Beschwerde beim Bundesverwaltungsgericht. Er be - antragt die Aufhebung der angefochtenen Verfügung sowie das Absehen von der Rodung des Quittenbaums; stattdessen sei dem Eigentümer die Möglichkeit zu geben, die befallenen Stellen im Rahmen des Winte r- schnitts zu entfernen beziehungsweise den Baum über Rückschnitt zu sanieren. In verfahrensrechtlicher Hinsicht beantragt der Beschwerde - führer die Wiederherstellung der aufschiebenden Wirkung. Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zulasten des Kantons Luzern. Pflanzenschutz 2013/9 BVGE / ATAF / DTAF 93 Mit Zwischenverfügung vom 9. November 2012 hat das Bundesver - waltungsgericht der Beschwerde superprovisorisch die aufschiebende Wirkung erteilt. Gleichzeitig wurde ein Schriftenwechsel betreffend den Verfahrensantrag des Beschwerdeführers auf Wiederherstellung der auf - schiebenden Wirkung sowie zur Sache eröffnet. Mit Eingabe vom 11. Dezember 2012 hat der Beschwerdeführer ein Privatgutachten eingereicht. Das Bundesverwaltungsgericht weist die Beschwerde ab. Aus den Erwägungen: 2. Aufgrund der Aktenlage und des beförderlich durchgeführten Schriftenwechsels ist die Streitsache liquide beziehungsweise ein Ent - scheid in der Sache bereits möglich und daher aus prozessökonomischen Gründen angezeigt, weshalb nicht vorab über das Gesuch um Wieder- herstellung der aufschiebenden Wirkung beziehungsweise um Verlänge - rung der bereits superprovisorisch angeordneten Wiederherstellung der aufschiebenden Wirkung entschieden werden muss (vgl. REGINA KIENER, in: Auer/Müller/Schindler [Hrsg.], Kommenta r zum Bundesgesetz über das Verwaltungsverfahren [VwVG], Zürich/St. Gallen 2008, Rz. 18 zu Art. 55 m.w.H. [nachfolgend: Kommentar VwVG]). 3. Feuerbrand ist eine gefährliche, meldepflichtige (Quarantäne -) Pflanzenkrankheit, die vor allem Kernobstgewächse befäl lt, ein hohes Infektionspotenzial aufweist und durch Bakterien verursacht wird. Letztere (Erwinia amylovora [Burr.] Winsl. et al.) gehören nach der Pflanzenschutzverordnung vom 27. Oktober 2010 (PSV , SR 916.20) zu den besonders gefährlichen Schadorganismen (Art. 3 Abs. 1 PSV i.V .m. Anhang 2 Teil A Abschn. II Bst. b Ziff. 3 sowie Anhang 2 Teil B Bst. b Ziff. 2). 3.1 Gemäss Art. 42 Abs. 1 PSV hat der zuständige kantonale Dienst im Falle der Feststellung besonders gefährlicher Schadorganismen die vom zuständigen B undesamt angewiesenen Massnahmen zu ergreifen, die zur Tilgung von Einzelherden geeignet sind. Ist eine Tilgung nicht möglich, so hat der zuständige kantonale Dienst gemäss Art. 42 Abs. 2 PSV V orkehrungen zur Verhinderung einer weiteren Ausbreitung zu treffen. Dabei ist dieser insbesondere auch befugt, befallene oder befalls - verdächtige Pflanzen zu vernichten (Art. 42 Abs. 4 Bst. h i.V .m. Art. 2 Bst. b PSV). Bewirtschafter von befallenen Pflanzen können gemäss 2013/9 Pflanzenschutz 94 BVGE / ATAF / DTAF Art. 43 Abs. 2 PSV verpflichtet werden, die Mas snahmen nach Art. 42 PSV unter Anleitung des kantonalen Dienstes zu treffen. 3.2 Der fachtechnische V ollzug des kantonalen Pflanzenschutzes obliegt im Kanton Luzern der V orinstanz (§ 76 ff. des Kantonalen Land - wirtschaftsgesetzes vom 29. April 1998 [SRL 902, nachfolgend: LwG LU] i.V .m. § 1 der Kantonalen Landwirtschaftsverordnung vom 3. No- vember 1998 [SRL 903]). Gemäss § 79 LwG LU kann die V orinstanz zur Verhinderung der Verbreitung meldepflichtiger oder gemeingefährlicher Krankheiten und Schädlinge für den ga nzen Kanton oder für begrenzte Gebiete die erforderlichen Abwehrmassnahmen anordnen; ist keine andere geeignete und wirtschaftlich tragbare Bekämpfung möglich, kann die V orinstanz die Vernichtung der Befallsherde verfügen. Die Ent - schädigung für das Ausfüh ren der Rodungsarbeiten in der Befallszone (vgl. Art. 156 Abs. 1 des Landwirtschaftsgesetzes vom 29. April 1998 [LwG, SR 910.1]; […] Art. 48 und Art. 49 PSV sowie die Richtlinie Nr. 3 des Bundesamtes für Landwirtschaft [BLW] zur Bekämpfung des Feuerbrands vom 30. Juni 2006, nachfolgend: Richtlinie BLW [vgl. E. 3.4]) richtet sich nach dem Regierungsratsbeschluss vom 1. September 2009 sowie der Weisung der V orinstanz betreffend Entschädigungs - und Vergütungssätze für Feuerbrand - und Ambrosia -Bekämpfungsmass- nahmen 2012. 3.3 Für die Festlegung von Sanierungsmassnahmen (Rückschnitt, Rückriss, Vernichtung) wird die Schweiz in drei Zonen eingeteilt: befallsfreie Gemeinden, Gemeinden mit Einzelherden und die Befalls - zone. Im Jahr 2008 wurde der ganze Kanton Luzern in d ie Befallszone eingeteilt (Feuerbrand – Befallszone 2012 – Gemeindeliste, abrufbar unter < http://www.feuerbrand.ch > Feuerbrand – Befallszone, besucht am 5. Dezember 2012). Die Befallszone umfasst Gemeinden, die auf - grund starken und/oder wiederholten Befalls vom BLW ausgeschieden worden sind (vgl. Ziff. 3 Richtlinie BLW). 3.4 Das BLW hat in Umsetzung der Bekämpfungsstrategie des Bundes mit der Richtlinie BLW Weisungen zur Bekämpfung des Feuerbrands erlassen. Für Befallszonen sieht die Richtlinie BLW die Eindämmungsstrategie (Reduktion des Infektionspoten zials und Verhin - derung der weiteren Ausbreitung der Krankheit) sowie die Erhaltung akzeptabler Rahmenbedingungen für die Erzeugung von Kernobstge - hölzen, die Produktion von Kernobst und die Erhaltung von we rtvollen Hochstammbeständen an Hand der Ausscheidung von Schutzobjekten vor (Ziff. 4.2 Abs. 1 Richtlinie BLW). Schutzobjekte in einer Befallszone Pflanzenschutz 2013/9 BVGE / ATAF / DTAF 95 sind wertvolle Wirtspflanzenbestände, in der Form von Hochstamm - Obstgärten, Erwerbsobstanlagen und Baumschulen mit ihrer Umgebung im Umkreis von 500 m, in welchen visuelle Kontrollen intensiver und Sanierungsmassnahmen rigoroser als in übrigen Teilen der Befallszonen durchgeführt werden und deren Kosten vom Bund anerkannt werden (Ziff. 3 Richtlinie BLW). 3.4.1 Nach dem Bericht der Forschungsanstalt Agroscope Changins - Wädenswil ACW (nachfolgend: Agroscope) zum Feuerbrandjahr 2011 waren die durch Feuerbrandbefall verursachten Schäden im Obstbau insgesamt gering; regional trat jedoch in einzelnen Apfelanlagen stärkerer Befa ll auf. Begründet wird dies mit der für den Feuerbrand nicht optimalen Witterung während der Hauptblüte und dem regionalen Streptomycin-Einsatz. Der Erreger könne in der Schweiz nicht mehr ge - tilgt werden; daher werde der Umgang mit dieser Krankheit zur Ro utine. Es sei eine Fokussierung (Schutzobjekte) und Umsetzung begleitender Massnahmen erforderlich, damit akzeptable Rahmenbedingungen für eine wirtschaftliche Kernobstproduktion, Jungpflanzenproduktion in Baumschulen sowie für weitere national und regiona l schützenswerte Kernobstbestände erhalten blieben. Darunter fielen unter anderem die Überwachung und umgehende Sanierung sowie die Umsetzung von Bundes- und kantonalen V orgaben. Die reine « Feuerbrandbekämpfung » werde durch ein « Feuerbrand-Management » abgelöst, weil nebst der reinen Bekämpfung zusätzlich präventive und begleitende Massnahmen (z.B. der Einsatz von Streptomycin) notwendig seien ( EDUARD HOLLIGER/BEA SCHOCH/MARKUS BÜNTER, Das Feuerbrandjahr 2011, in: Schweizer Zeitschrift für Obst- und Weinbau 5/12, S. 10 ff.). 3.4.2 Gemäss dem Merkblatt Nr. 1-02-002 (Agroscope [Hrsg.], Feuerbrand. Massnahmen in der vom Bund ausgeschiedenen Befalls - zone: Vernichtung der Pflanzen, Rückschnitt/-riss oder keine Sanierung?, Version 2012 [nachfolgend: Merkblatt Nr. 1-02-002]) empfiehlt die Agroscope bei Hochstammbäumen im Gürtel von Schutzobjekten unter anderem der vorliegend betroffenen hoch anfälligen Sorte Quitten die Vernichtung der Pflanzen unabhängig von der Befallsstärke. In Schutz - objekten befürwortet die Agroscope einen Rückschnitt/-riss grundsätzlich nur dann, wenn sehr gute Aussichten bestehen, dass eine wirksame Sa - nierung erreicht und eine spätere Rodung vermieden werden kann. Bei Rückschnitt/-riss bestehe ein Restrisiko, dass infektionsfähige Feuer - brandbakterien im Pflanzengewebe verblieben. Diese könnten noch gesunde Wirtspflanzen im Umfeld gefährden. Zudem sei der Aufwand 2013/9 Pflanzenschutz 96 BVGE / ATAF / DTAF für die Durchführung des Rückschnittes/ -risses und die erforderlichen Erfolgskontrollen beträcht lich, weshalb im Gürtel von Schutzobje kten (im Umkreis von 500 m) anstelle von Rückschnitt/ -riss befallene Pflan - zen zu vernichten seien. Erfahrungen aus dem mehrjährigen Interreg IV - Projekt « Gemeinsam gegen Feuerbrand » hätten zudem gezeigt, dass Sanierungsmassnahmen im Schutzobjekt (Kern un d Gürtel) zwingend notwendig seien, um den Infektionsdruck auf einem geringen Niveau zu halten. Überdies sei bei hoch anfälligen Sorten ein Rückschnitt in den meisten Fällen nicht erfolgreich, das heisst nicht sinnvoll, bei robusten Sorten dagegen erfolgsv ersprechend. Jedoch sei ein Rückschnitt/ -riss nicht angebracht (d.h., befallene Pflanzen müssten vernichtet werden) bei fortgeschrittenem Befall, vor allem am Stamm, in Stammnähe, an der Mittelachse, am Leitast, an der Unterlage oder an Stockausschlägen, b ei mehrjährigem Befall und bei jungen Pflanzen. 3.5 Die « kantonalen V orgaben zur Sanierung des Feuerbrandes bei Hochstammbäumen, Ziersträuchern und Wildgehölzen 2012 » (lawa [Hrsg.], Ergänzung zum Merkblatt Nr. 1-02-002 [nachfolgend: Er gän- zung zum Merkblatt Nr. 1-02-002]) sehen für Quittenbäume im Gürtel eines Schutzobjekts (bis 500 m um den Kern) generell eine Sanierung durch Rodung vor; bei geringem Risiko die Rodung eventuell (erst) nach der Ernte. 3.6 Der vom Beschwerdeführer zitierte Abschlussbericht zum Interreg IV -Projekt « Gemeinsam gegen Feuerbrand » empfiehlt unter anderem hoch anfällige, stark befallene Bäume mit fortschreitendem Befall schnellstmöglich, spätestens im kommenden Winter, zu roden, da diese für gesunde Bäume eine Gefahr darstellten, und s tellt fest, dass Sanierungsmassnahmen in engem Zusammenhang mit der Obstsorte stünden; nur eine ausreichende Robustheit gegenüber dem Feuerbrand führe zum gewünschten Resultat. Ziel aller Sanierungsmassnahmen müsse es sein, das Infektionspoten zial möglichs t tief zu halten (Ab - schlussbericht « Gemeinsam gegen Feuerbrand », Juni 2012, S. 45 f.). Die Auszüge, auf die der Beschwerdeführer hinweist, um zu belegen, dass ältere Bäume und anfällige Sorten wieder feuerbrandfrei werden könnten, befassen sich einersei ts mit der Zitronenbirne und anderseits mit dem Umstand, dass Feuerbrand auch bei intensiver Beobachtung und Pflege latent vorhanden sein kann. Daraus ergeben sich für die vor - liegend zu beurteilende Rodungsverfügung keine weiteren Erkenntnisse. 3.7 Die vom Beschwerdeführer ebenfalls ins Recht gelegte Karte präsentiert die tagesaktuelle Befallssituation in der Schweiz (abrufbar Pflanzenschutz 2013/9 BVGE / ATAF / DTAF 97 unter < http://www.feuerbrand.ch > Aktuelle Befallssituation in der Schweiz, besucht am 5. Dezember 2012). Darüber hinaus las sen sich aus dieser Übersicht jedoch keine weiteren Erkenntnisse ableiten. 3.8 Der Beschwerdeführer hat im Rahmen des Schriftenwechsels ein Privatgutachten eingereicht. 3.8.1 Für das gesamte Verwaltungs- und Beschwerdeverfahren gilt der Grundsatz der freien Beweiswü rdigung (Art. 19 des Verwaltungsver - fahrensgesetzes vom 20. Dezember 1968 [VwVG, SR 172.021] i.V .m. Art. 40 des Bundesgesetzes vom 4. Dezember 1947 über den Bundes - zivilprozess [BZP, SR 273] ). Danach haben die Bundesbehörden und Bundesgerichte die Beweise frei, ohne Bindung an förmliche Beweis - regeln, sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen. Für das Be - schwerdeverfahren bedeutet dies, dass der Richter alle Beweismittel, unabhängig davon, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen hat. Expertisen, die von einer Partei eingeholt und in das Verfahren als Be - weismittel eingebracht werden (Partei - oder Privatgutachten), darf der Beweiswert nicht schon deshalb abgesprochen werden, weil sie von einer Partei stammen (BGE 137 II 266 E. 3.2, BGE 125 V 351 E. 3; BERNHARD WALDMANN/PHILIPPE WEISSENBERGER, in: Praxiskommentar zum Bundesgesetz über das Verwaltungsverfahren, Waldmann/ Weissenberger [Hrsg.], Zürich/Basel/Genf 2009, Art. 19 N. 15). Der Beweiswert eines Parteigutachtens ist jedoch verglichen mit einem behördlich angeordneten Gutachten regelmässig herabgesetzt und es gilt zum V ornherein nicht als Sachverständigengutachten im Sinne von Art. 12 Bst. e VwVG, weil davon ausgegangen werden muss, dass die Partei dem Privatgutachter in erster Linie die nach ihrem eig enen subjektiven Empfinden wesentlichen Gesichtspunkte des streitigen Sachverhalts unterbreitet, und das private Gutachten im Unterschied zum behördlichen nicht unter Strafandrohung erstellt wird (Urteile des Bundesverwaltungsgerichts A‒6660/2011 vom 29. Mai 2012 E. 4.2.1 sowie A‒8465/2010 vom 10. Juni 2011 E. 6.2.3; CHRISTOPH AUER, Kom- mentar VwVG, Rz. 59 zu Art. 12; WALDMANN/WEISSENBERGER, a.a.O., Art. 19 N. 49). 3.8.2 Im eingereichten Privatgutachten nimmt C., Ing. Agr. ETH, Stel- lung zu einzelnen Äusserungen der V orinstanz und des BLW im Rahmen des Schriftenwechsels: Die Obstbäume des benachbarten Grundstücks (Schutzobjekt, hoch anfällige Sorten) seien tatsächlich stark befallen und es sei davon 2013/9 Pflanzenschutz 98 BVGE / ATAF / DTAF auszugehen, dass in dieser Anlage stets Feuerbrand auftreten werde. Unter Bezug nahme auf den Abschlussbericht des Interreg IV -Projekts « Gemeinsam gegen Feuerbrand » (vgl. E. 3.6) stellt der Gutachter fest, dass es nicht möglich sei, in einer Anlage sämtliche Befallsstellen zu eliminieren, und dass 8 % der optisch gesunden Bäume einen Latenz - befall aufweisen würden, der zu einem Aktivbefall führen könne , aber nicht müsse. Als positives Beispiel werden die vom Bundesverwaltungs - gericht im Jahr 2007 (recte: 2008) geretteten Bäume in Y . angeführt, die sich erholt hätte n. Anhand einer Grafik wird die Ausbreitung von Feuerbrand innerhalb einer Obstanlage dargestellt. Der abseits der benachbarten Obstanlage stehende Quittenbaum habe keinen oder nur einen vernachlässigbaren Einfluss auf das Infektionspotenzial innerhalb dieser Anlage. Es sei daher nicht einsehbar, warum der Quittenbaum weichen müsse beziehungsweise weshalb nicht ein Rückschnitt/ -riss durchgeführt werden könne, wie dies in der benachbarten Anlage der Fall sei. Auch ein befallener Quittenbaum könne sich regene rieren, dafür sei der Baum des Beschwerdeführers das beste Beispiel. Bis zum Beginn der Blüte gehe von einem fachgerecht zurückgeschnittenen Baum keine Ansteckungsgefahr aus. Aus der Befallskarte (vgl. E. 3.7) erhelle, dass der Kanton Thurgau trotz rigoros en Massnahmen in der « Feuerbrand- schutzzone » (der obstbaurelevante Teil des Kantons) keine einzige Gemeinde ohne Befall aufweise, was eine schlechte Bilanz für die Bemühungen während der letzten 20 Jahre sei; definitionsgemäss dürfe es in der Schutzzone keinen Befall geben. Im Weiteren beklagt der Gutachter die aus seiner Sicht (zu) hohen Kosten für Feuerbrandbe - kämpfungsmassnahmen. Bis heute existiere keine wissenschaftliche Bestätigung dafür, dass durch Rodungsaktionen künftige Infektionen verhindert od er reduziert werden könnten. Der Kanton St. Gallen habe sich im Übrigen vom rigorosen Bekämpfungsregime verabschiedet und setze auf Dialog. In Z. habe ein Obstbauer, statt hoch anfällige Sorten durch tolerante zu ersetzen, erst kürzlich seine Anlage durch hoch anfällige Birnbäume erweitert; dies sei vom Kanton Luzern geduldet worden. Dagegen werde ein 350 m entfernter, ökologisch und wirtschaft- lich wertvoller Obstgarten durch jährlich wiederkehrende Rodungsver - fügungen Schritt für Schritt zerstört. In Bade n-Württemberg habe man bereits zu Beginn der 90er -Jahre auf staatliche Rodungsaktionen ver - zichtet (aus finanziellen Gründen) , und dies offensichtlich ohne Nach - teile für den Obstbau, wie ein Spezialist der Universität Hohenheim bestätige (entsprechende Un terlagen [undatiert und ohne Quellenanga - ben] liegen bei). Die Feuerbrandstrategie müsse nun hinterfragt werden. Pflanzenschutz 2013/9 BVGE / ATAF / DTAF 99 Es sei eine staatliche Unterstützung für betroffene Anlagebesitzer vorzu - sehen und ein Anreiz zu schaffen für den Ersatz von hoch anfälligen durch tolerante Sorten. Dass die für die Entwicklung des Feuerbrand - Bakteriums erforderliche Temperatur in X. im Winter erreicht würde, sei falsch. Und selbst in einem ausge sprochenen Föhngebiet seien die V or- aussetzungen für eine Infektion im Winter zu kei ner Zeit gegeben. Überdies sei der Beschwerdeführer selbst Eigentümer des benachbarten Schutzobjektes, weshalb kein privates Interesse Dritter an der Rodung bestehe. Der Beschwerdeführer beabsichtige, im Frühjahr das Gespräch mit seinem Pächter zu suchen, mit ihm gemeinsam den Quittenbaum zu beobachten und allfällige Massnahmen zu treffen. 3.8.3 Mit Blick auf den Beweiswert des vorliegenden Privatgut - achtens ist festzuhalten, dass die Ausführungen des Privatgutachters lediglich punktuell sind. Zum Teil sind diese verbunden mit (politischen) Forderungen sowie persönlichen Kommentaren zu anderen Obstbau - anlagen und den darin durchgeführten Massnahmen, auf deren Vergleich- barkeit mit der vorliegenden Situation, insbesondere betreffend Befalls - stärke und Obstsorte, nicht näher eingegangen wird. Überdies ist unklar, ob die gesamten Verfahrensakten miteinbezogen worden sind. Daher ist der Beweiswert des Privatgutachtens herabgesetzt. Die Unabhängigkeit sowie Seriosität des Privatgutachters ist nicht zul etzt auch dadurch in Frage gestellt, dass er die Ausführungen des BLW bezüglich Tempe - raturen in der betroffenen Gemeinde als « schlechten Witz » taxiert und dazu lediglich ausführt, die betroffene Gemeinde befinde sich in keinem Föhngebiet und deshalb herrsche kein mildes Klima. Was die im Privatgutachten formulierte und vom Beschwerdeführer über- nommene vorwiegend rechtspolitische Kritik betrifft, wird damit letztlich die in der Verordnung, in der Richtlinie und im Merkblatt statuierte Ordnung in Frage gestellt. Der Beschwerdeführer macht jedoch nicht geltend, dass die Entscheidungen des Verordnungsgebers und Weisungen beziehungsweise Merkblätter der zuständigen Behörden sich nicht an den Delegationsrahmen des Gesetzes halten beziehungsweise dessen Sin n und Zweck widersprechen würden. Solches ist auch nicht ersichtlich. Es lässt sich auch nicht behaupten, dass die rechtlichen Grundlagen für die Bekämpfung des Feuerbrandes von vorneherein nicht geeignet wären, um die anvisierten Ziele mindestens teilweis e zu erreichen (zur Frage der Verhältnismässigkeit vgl. auch E. 4). 3.9 Das Bundesverwaltungsgericht auferlegt sich bei der Beurtei - lung von technischen Fragen eine gewisse Zurückhaltung und weicht 2013/9 Pflanzenschutz 100 BVGE / ATAF / DTAF nicht ohne zwingende Gründe von der Einschätzung von Fachbehör den und Sachverständigen ab, sofern diese nicht offensichtlich widersprüch - lich erschein t oder auf irrtümlichen tatsächlichen Feststellungen beru ht (BVGE 2011/47 E. 5.1, BVGE 2008/10 E. 4). In diesem Sinn sind nach - folgend die vorgängigen Ausführungen der Fachbehörden zu gewichten. 4. Zu prüfen ist, ob die V orinstanz zu Recht die Rodung des be - troffenen Quittenbaums verfügt hat. 4.1 Beim von der angefochtenen Rodungsverfügung betroffenen Quittenbaum handelt es sich unstreitig um eine hoch anfällige Sorte (vgl. E. 3.4.2 sowie Agroscope [Hrsg.], Feuerbrand. Anfälligkeit von Kern - obstsorten, Merkblatt Nr. 732 Version 8/2011). Erstellt ist ferner, dass dieser von Feuerbrand befallen ist; der Baum ist am 9. August 2012 in einer Analyse der Agroscope positiv getestet w orden. Dabei handelt es sich um einen mehrjährigen und erheblich fortgeschrittenen Befall, denn der Baum weist nun seit (mind.) drei Jahren Feuerbrand -Symptome auf. Darüber hinaus sind die Wasserschosse ( Sommertriebe aus altem Holz einer mehrjährigen verholzten Pflanze) am Stamm befallen. Mit der V or- instanz und dem BLW kann daher davon ausgegangen werden, dass sich das Bakterium bereits im Stamm und nicht mehr nur im Fruchtholz und in den Fruchtholzträgern befindet. Der ganze Baum ist somit verseucht, was der Beschwerdeführer auch nicht bestreitet. 4.2 Ebenfalls unbestritten ist, dass sich der betroffene Quittenbaum im Gürtel eines ausgeschiedenen Schutzobjekts, in dem sich hoch anfällige Bäume befinden (Apfelsorte Gala), ca. 50 m vom Kern entfernt, befindet, dessen Eigentümer der Beschwerdeführer zwar selber ist, das er jedoch verpachtet hat. Der Beschwerdeführer stellt die Rechtmässigkeit des definierten und ausgeschiedenen Schutzobjekts denn auch nicht in Frage. 4.3 Aufgrund des erheblichen Befalls und der Lage i m Schutzgürtel geht vom erkrankten Baum unstreitig eine Gefahr der Verbreitung der Krankheit auf gesunde Bäume aus. Die V orinstanz ist daher, gestützt auf die gesetzlichen Grundlagen (vgl. E. 3.1 f.) und im Einklang mit den ent - sprechenden Weisungen des BLW und den Empfehlungen der Agroscope sowie ihren eigenen V orgaben (vgl. E. 3.4 f.), berechtigt, die Rodung des betroffenen Quittenbaums anzuordnen. Die Massnahme erweist sich zu - dem als verhältnismässig: 4.3.1 Bei Schutzobjekten handelt es sich definitionsgemäss um wert- volle Wirtspflanzenbestände (vgl. E. 3.4), deren Eigentümer beziehungs -Pflanzenschutz 2013/9 BVGE / ATAF / DTAF 101 weise Bewirtschafter ein Interesse an der Vernichtung von benachbarten Infektionsherden beziehungsweise der Reduktion des Infektionspoten - zials für die geschützten Bäume haben. Sinn und Zweck von Schutz - objekten ist der Schutz von wertvollen Wirtspflanzenbeständen zur lokalen Erhaltung akzeptabler Rahmenbedingungen für die Erzeugung von Kernobstgehölzen, die Produktion von Kernobst und die Erhaltung von wertvollen Hochstammbeständen in Befallszonen, weshalb innerhalb dieser Perimeter auch rigorosere Sanierungsmassnahmen vorgesehen sind (Ziff. 3 und Ziff. 4.2 Abs. 1 Richtlinie BLW). Daher ist bei der gebotenen Zurückhaltung (vgl. E. 3.9) nicht zu beanstanden, wenn die V orinstanz innerhalb der 500 -m-Schutzgürtel ein Nullrisiko eingeht beziehungsweise Nulltoleranz gelten lässt (vgl. E. 3.4.2; […]), wovon im Übrigen auch der Privatgutachter auszugehen scheint (…). 4.3.2 Erstellt ist sodann, dass im fraglichen Schutzgürtel selbst der Einsatz von Antibiotika nicht verhindern konnte, dass im laufenden Jahr 84 Bäume gefällt werden mussten. Die Wirkung dieser im Jahr 2012 erfolgten Bekämpfungsmassnahmen würde in Frage gestellt, wenn Krankheitsherde im Schutzgürtel weiterhin geduldet würden. Anges ichts des bereits betriebenen erheblichen Bekämpfungsaufwands, dem sich andere Baumeigentümer und Bewirtschafter von Obstanlagen unterzogen haben, haben die Interessen des Beschwerdeführers an der Erhaltung seines stark und mit grösster Wahrscheinlichkeit unwiderruflich befal - lenen Quittenbaums (und seiner allfälligen Genesung) zurückzustehen. 4.3.3 Schliesslich vermag auch der Hinweis auf die Witterungs - bedingungen während der Wintermonate nicht gegen die Verhältnis mäs- sigkeit der angeordneten Rodung zu sprechen: Ein befallener Baum ist selbst in den Herbst - und Wintermonaten eine potenzielle Infektions - quelle. Auch wenn das Risiko der Krankheitsübertragung in den Wintermonaten deutlich geringer sein mag als zur Blütezeit, bleibt ein Befall gesunder Bäume bei Temperaturen ab 10 °C durch eine Reihe von unkontrollierbaren Faktoren (Wind, Tiere, Mensch usw.), entgegen den Ausführungen des Beschwerdeführers und des Privatgutachters, möglich. Weil im Herbst und Winter Temperaturen von 10 °C und mehr vereinzelt auftreten können, wie dies beispielsweise ab dem 23. Dezember 2012 der Fall war, besteht auch in diesen Jahreszeiten ein gewisses Risiko der Krankheitsübertragung. Da, wie bereits ausgeführt, in den ausgeschiede - nen Schutzgürteln gegenüber dem Feuerbrand eine Nul ltoleranz-Regel gilt (vgl. E. 4.3.1), besteht ein überwiegendes öffentliches Interesse an Bekämpfungsmassnahmen das ganze Jahr über. Ob mit der geltenden 2013/9 Pflanzenschutz 102 BVGE / ATAF / DTAF Feuerbrand-Bekämpfungsstrategie des Bundes die anvisierten Ziele gesamtschweizerisch erreicht werden können, ist hier nicht zu beurteilen. Der Nulltoleranz -Strategie in Schutzgürteln kann die Eignung und Ver - hältnismässigkeit, jedenfalls zurzeit, nicht abgesprochen werden. 4.3.4 Den Interessen des Beschwerdeführers an der Erhaltung seines Quittenbaums stehen som it überwiegende öffentliche und auch private Interessen an einer Eindämmung der Verbreitung des Feuerbrands im betroffenen Schutzobjekt sowie dessen Schutzgürtel gegenüber, un - geachtet der Jahreszeit und selbst unter Berücksichtigung des Einwands, dass der abseits der benachbarten Obstanlage (Schutzobjekt) stehende Quittenbaum keinen oder nur einen vernachlässigbaren Einfluss auf das bestehende gesamte Infektionspotenzial innerhalb dieser Anlage habe. Das Infektionspotenzial ist nämlich nur in Bezug auf den einzelnen befallenen Baum zu würdigen und ist nicht in Verhältnis zu dem von anderen Bäumen im Schutzobjekt ausgehenden Infektionspotenzial zu setzen. Die Anordnung eines Rückschnittes beziehungsweise Rückrisses zwecks Sanierung, wie dies der Beschwerdefü hrer beantragt, durfte die V orinstanz als mildere Massnahme ausschliessen. Selbst wenn Pflege - massnahmen wie Rückschnitt und Rückriss zur Eindämmung und Bekämpfung von Feuerbrand eine hohe Wirksamkeit attestiert würden, wie der Beschwerdeführer unter Verwe is auf das Interreg IV -Projekt « Gemeinsam gegen Feuerbrand » (vgl. E. 3.6) sinngemäss ausführt, würde dies nichts an der Beurteilung der Verhältnismässigkeit der angeordneten Rodung ändern, da der fragliche Baum in einem vom Bund implementierten und vom K anton definierten Schutzgürtel liegt und in diesen Zonen, aufgrund der Nähe zu schützenswerten Objekten, der Ver - minderung von Ansteckungsrisiken erhöhte Bedeutung zukommt (vgl. E. 3.4, 3.4.1 f. und 4.3.1) . Einhellig empfohlen wird, befallene Quitten - bäume unabhängig vom Befallsgrad zu roden (vgl. E. 3.4.2 und 3.5), auch wenn Rückrisse/-schnitte bei fortgeschrittenem Befall mit grösster Wahrscheinlichkeit als aussichtslos beurteilt werden (vgl. E. 3.4.2). 4.3.5 Anzumerken ist ferner, dass eine Entschädigung pro gefälltem Baum vorgesehen ist (vgl. E. 3.2 in fine). Die durch eine Abweisung der Beschwerde entstehenden Nachteile würden somit im Nachgang finan - ziell zumindest teilweise kompensiert werden. Ob die Entschädigung erhöht werden sollte, wie der Beschwerdefü hrer vorbringt, ist eine politische Frage. 4.3.6 Ob die Aussage des zuständigen Feuerbrand -Kontrolleurs, dass frühere Rückrissversuche beim betroffenen Quittenbaum stets erfolglos Pflanzenschutz 2013/9 BVGE / ATAF / DTAF 103 geblieben seien, den Tatsachen entspricht oder falsch ist, wie der Be - schwerdeführer anführt, kann offenbleiben, da eine Rodung aufgrund des oben Ausgeführten angezeigt ist. 4.3.7 Schliesslich kann der Beschwerdeführer aus dem Grundsatz der Rechtsgleichheit nichts zu seinen Gunsten ableiten: Dass Anlagebe - treibern in Schutzobjekten Rückrisse beziehungsweise Rückschnitte auch bei hoch anfälligen Sorten erlaubt worden sei en, wird einerseits nicht belegt, und andererseits ist damit nichts über die Vergleichbarkeit mit dem vorliegenden Sachverhalt ausgesagt, zumal die Art der (angeordneten) Sanierungsmassnahme auch in Schutzobjekten von der Befallsstärke und der Obstsorte abhängig ist (vgl. E. 3.4.2 und die Ta - belle 1 des Merkblatts Nr. 1-02-002 sowie die Ergänzung zum Merkblatt Nr. 1-02-002). 4.4 Da die Akten eine ausreichende Würdigung des Sachverhalts erlauben, sind die zusätzlichen Beweisanträge des Beschwerdeführers (Befragung des zuständigen Feuerbrandbeauftragten betreffend den Um - stand, dass mit Rodungen dem Feuerbrand nicht beizukommen sei; Befragung eines Feuerbrandexperten der A groscope betreffend An - steckungspotenzial während der Vegetationsruhe; Befragung des Bewirt - schafters der angrenzenden Obstanlage betreffend Stehenbleiben des Quittenbaums) sowie des BLW (Befragung eines Vertreters der Agros - cope und der kantonalen Fachstelle Obstbau St. Gallen betreffend Bäume in Y . sowie Restrisiko der Krankheitsübertragung im Winter) in antizi - pierter Beweiswürdigung abzuweisen.