<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2019.00759</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=220479&amp;W10_KEY=13013483&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2019.00759</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 15.08.2020</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">4. Abteilung/4. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">AuslÃ¤nderrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Widerruf der Aufenthaltsbewilligung EU/EFTA </b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>[Widerruf einer Aufenthaltsbewilligung EU/EFTA (Wiedererwägungsgesuch)] Der Beschwerdeführer (Drittstaatsangehöriger) heiratete 2011 eine hier niedergelassene EU-/EFTA-Staatsangehörige, mit der er eine 2012 geborene Tochter hat. Nach einer Scheidung im Jahr 2016 heirateten die Ehegatten im September 2017 ein zweites Mal (damals bereits in zeitlicher Korrelation mit einer angeordneten Wegweisung). Nachdem sich die Ehegatten bereits im März 2018 wieder gerichtlich getrennt hatten, verfügte der Beschwerdegegner den Widerruf der Aufenthaltsbewilligung EU/EFTA des Beschwerdeführers. Wenige Tage nach Erhalt dieser Verfügung machte dieser im Rahmen eines Wiedererwägungsgesuchs erneut eine bevorstehende Versöhnung mit seiner Ehefrau geltend und dass er wieder bei dieser einziehen werde. (Bereits vor dem Rekursentscheid zog die Ehefrau mit der Tochter wieder aus.) Der Beschwerdegegner ging bei seiner Beurteilung des Gesuchs aufgrund des zeitlichen Ablaufs der Ereignisse zu Recht von einer rechtsmissbräuchlichen Berufung auf eine nur noch formal bestehende Ehe aus. Zumindest seitens der Ehefrau besteht kein Ehewille mehr (E. 3.2.2). Abweisung UP/URB. Abweisung.</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: EHEWILLE">EHEWILLE</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: FREIZÃGIGKEITSABKOMMEN (FZA)">FREIZÃGIGKEITSABKOMMEN (FZA)</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: KIND">KIND</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: TRENNUNG">TRENNUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: WIEDERAUFNAHME">WIEDERAUFNAHME</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: WIEDERERWÃGUNG">WIEDERERWÃGUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: WIEDERERWÃGUNGSGESUCH">WIEDERERWÃGUNGSGESUCH</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="gerade">Art. 3Anhang I FZA</span><br/><span class="ungerade">Art. 7 lit. d FZA</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 4 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="WordSection1"> <table border="1" cellpadding="0" cellspacing="0" class="MsoNormalTable" width="0"> <tr> <td valign="top"> <p class="Kopf1"><span>Verwaltungsgericht</span></p> <p class="Kopf1"><span>des Kantons ZÃ¼rich</span></p> <p class="Kopf1"><span>4. Abteilung</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Kopf1"> </p> </td> <td valign="top"> <p class="Kopf1"><span><img alt="" height="78" id="Bild 1" src="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getImage&amp;nF38_KEY=47722" width="123"/></span></p> </td> </tr> </table> <p class="MsoNormal">VB.2019.00759</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"><b><span>Urteil</span></b></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="Zwischentitel"> </p> <p class="MsoNormal"><span>der 4. Kammer</span></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">vom <a id="VF_DAT_ENTSCHEID">15. August 2020</a></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">Mitwirkend: AbteilungsprÃ¤sidentin Tamara NÃ¼ssle<span> (Vorsitz)</span>, Verwaltungsrichter Marco Donatsch, Verwaltungsrichter Reto HÃ¤ggi Furrer, <a id="TN_AUTOTEXT_RICHTER"></a><a id="TN_AUTOTEXT_GS"></a>Gerichtsschreiberin Viviane Eggenberger. </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">In Sachen</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>A, vertreten durch lic. iur. B,</span></p> <p class="MsoNormal"><b><span>BeschwerdefÃ¼hrer, </span></b></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="Zwischentitel">gegen</p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>Migrationsamt des Kantons ZÃ¼rich, </span></p> <p class="MsoNormal"><b><span>Beschwerdegegner,</span></b><span> </span></p> <p class="Zwischentitel"> </p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><b><span>betreffend Widerruf der Aufenthaltsbewilligung EU/EFTA</span></b><b>,</b></p> <span><br/> </span> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="Zwischentitel">hat sich ergeben: </p> <p class="Sachverhalt1"><b>I. </b> </p> <p class="Sachverhalt2"><b>A. </b>A ist ein 1977 geborener StaatsangehÃ¶riger der TÃ¼rkei. Nach der Heirat mit einer Schweizer StaatsangehÃ¶rigen im Jahr 2002 reiste er in die Schweiz ein und erhielt gestÃ¼tzt auf diese Ehe eine Aufenthaltsbewilligung, welche in der Folge regelmÃ¤ssig verlÃ¤ngert wurde. Die (wohl seit dem Jahr 2004 nicht mehr gelebte) Ehe wurde im August 2009 geschieden.</p> <p class="Urteilstext">Mit VerfÃ¼gung vom 20. Juni 2011 wies das damals zustÃ¤ndige kantonale Migrationsamt ein Gesuch um VerlÃ¤ngerung der Aufenthaltsbewilligung von A ab und ihn aus der Schweiz weg.</p> <p class="Sachverhalt2"><b>B. </b>Am 23. Juni 2011 heirateten A und C, eine Ã¼ber eine Niederlassungsbewilligung EU/EFTA verfÃ¼gende StaatsangehÃ¶rige Italiens. A wurde daraufhin vom Migrationsamt des Kantons ZÃ¼rich eine â bis 22. Juni 2016 gÃ¼ltige â Aufenthaltsbewilligung EU/EFTA erteilt. Aus dieser Ehe ging am 22. Dezember 2012 eine Tochter hervor, welche ebenfalls im Besitz der Niederlassungsbewilligung EU/EFTA ist.</p> <p class="Urteilstext">Mit VerfÃ¼gung und Urteil des Bezirksgerichts D vom 13. Dezember 2013 wurde vom Getrenntleben der Ehegatten seit dem 22. Juli 2013 Vormerk genommen. Am 8. Januar 2014 wurde die Ehegemeinschaft wiederaufgenommen, im Mai 2016 erneut aufgegeben und die Ehe am 14. Oktober 2016 geschieden, wobei die Obhut Ã¼ber die Tochter â unter Beibehaltung der gemeinsamen elterlichen Sorge â der Mutter zugeteilt wurde. Die Aufenthaltsbewilligung von A wurde (nach Zustimmung des Staatssekretariats fÃ¼r Migration [SEM]) gestÃ¼tzt auf dessen gute Beziehung zur Tochter im Oktober 2016 bis zum 22. Juni 2017 verlÃ¤ngert; hierbei wurde er darauf hingewiesen, dass erwartet werde, dass die Beziehung zu seiner Tochter in wirtschaftlicher und affektiver Hinsicht aufrechterhalten, keine Sozialhilfe mehr bezogen und auch sonst zu keinen Klagen Anlass gegeben werde und dass diese Voraussetzungen im folgenden Jahr erneut Ã¼berprÃ¼ft wÃ¼rden.</p> <p class="Urteilstext">Am 16. August 2017 stellte das Migrationsamt A die Abweisung seines Gesuchs um VerlÃ¤ngerung der Aufenthaltsbewilligung in Aussicht. Am 29. September 2017 heirateten A und C zum zweiten Mal, worauf Ersterem erneut eine Aufenthaltsbewilligung EU/EFTA â gÃ¼ltig bis 28. September 2022 â erteilt wurde.</p> <p class="Urteilstext">Mit VerfÃ¼gung und Urteil des Bezirksgerichts D vom 14. MÃ¤rz 2018 wurde vom erneuten Getrenntleben der Ehegatten Vormerk genommen und der Mutter die Obhut Ã¼ber die gemeinsame Tochter zugeteilt, wiederum unter Beibehaltung der gemeinsamen elterlichen Sorge.</p> <p class="Sachverhalt2"><b>C. </b>Hierauf widerrief das Migrationsamt mit VerfÃ¼gung vom 18. Dezember 2018 die Aufenthaltsbewilligung von A. Hierbei verneinte es eine erfolgreiche Integration wegen wiederholter StraffÃ¤lligkeit (eine Freiheitsstrafe von elf Monaten wegen einfacher KÃ¶rperverletzung und FÃ¤lschung von Ausweisen sowie mehrere Geldstrafen, unter anderem wegen BegÃ¼nstigung, wegen mehrerer Vergehen gegen das Waffengesetz sowie wegen betrÃ¼gerischen Konkurses und PfÃ¤ndungsbetrugs zwischen 2008 und 2018), Sozialhilfebezugs und Ãberschuldung; einen Aufenthaltsanspruch gestÃ¼tzt auf die Beziehung zur Tochter verneinte es sodann zufolge fehlender enger wirtschaftlicher Beziehung zu dieser und nicht tadellosen Verhaltens. A wurde eine Frist bis zum 17. MÃ¤rz 2019 fÃ¼r die Ausreise angesetzt. </p> <p class="Sachverhalt2"><b>D. </b>Am 23. Dezember 2018 ersuchten A und C das Migrationsamt sinngemÃ¤ss um WiedererwÃ¤gung der VerfÃ¼gung vom 18. Dezember 2018. Zur BegrÃ¼ndung gaben sie an, sie hÃ¤tten sich am 23. Dezember 2018 wieder versÃ¶hnt und er werde im Januar 2019 wieder bei ihr einziehen.</p> <p class="Urteilstext">Das Migrationsamt wies das WiedererwÃ¤gungsgesuch mit VerfÃ¼gung vom 23. Januar 2019 ab.</p> <p class="Sachverhalt1"><b>II. </b> </p> <p class="Urteilstext">Hiergegen rekurrierten A und C am 4. Februar 2019 an die Sicherheitsdirektion, welche <span>das Rechtsmittel mit Entscheid vom 28. Oktober 2019 abwies.</span></p> <p class="Sachverhalt1"><b>III. </b> </p> <p class="Urteilstext">A liess am 22. November 2019 Beschwerde beim Verwaltungsgericht fÃ¼hren und sinngemÃ¤ss beantragen, unter EntschÃ¤digungsfolge sei der Rekursentscheid aufzuheben und das Migrationsamt anzuweisen, seine Aufenthaltsbewilligung nicht zu widerrufen. In verfahrensrechtlicher Hinsicht ersuchte er um Erteilung aufschiebender Wirkung sowie (superprovisorisch) um Erlass eines Vollzugsstopps, schliesslich auch um GewÃ¤hrung unentgeltlicher Rechtspflege und -vertretung.</p> <p class="Urteilstext">Mit PrÃ¤sidialverfÃ¼gung vom 9. Dezember 2019 wurde Letzteres schon wegen Aussichtslosigkeit abgewiesen und A zufolge von Schulden bei zÃ¼rcherischen Verwaltungs- bzw. GerichtsbehÃ¶rden zur Leistung einer Kaution in der HÃ¶he von Fr. 2'570.- aufgefordert. Dieser Aufforderung kam er fristgerecht nach.</p> <p class="Urteilstext">Das Migrationsamt verzichtete stillschweigend auf eine Beschwerdeantwort, die Sicherheitsdirektion am 2. Dezember 2019 ausdrÃ¼cklich auf eine Vernehmlassung.</p> <p class="Einzug1"><span>Die Kammer</span><span> erwÃ¤gt:</span></p> <p class="Erwgung1"><b>1. </b> </p> <p class="Urteilstext">Das Verwaltungsgericht ist fÃ¼r Beschwerden gegen erstinstanzliche Rekursentscheide einer Direktion Ã¼ber Anordnungen eines Amts etwa betreffend das Aufenthaltsrecht nach § 41 in Verbindung mit §§ 19 Abs. 1 lit. a des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 (VRG, LS 175.2) zustÃ¤ndig.</p> <p class="Urteilstext">Weil auch die Ã¼brigen Prozessvoraussetzungen erfÃ¼llt sind, ist auf die Beschwerde einzutreten.</p> <p class="Erwgung1"><b>2. </b> </p> <p class="Urteilstext">Die (sinngemÃ¤ssen) Gesuche um Erteilung aufschiebender Wirkung bzw. um Verzicht auf Vollzugsmassnahmen werden, soweit nicht schon durch die PrÃ¤sidialverfÃ¼gung vom 25. November 2019 erledigt, spÃ¤testens mit dem gegenwÃ¤rtigen Entscheid gegenstandslos. </p> <p class="Erwgung1"><b>3. </b> </p> <p class="Urteilstext">Mit WiedererwÃ¤gungsgesuch vom 23. Dezember 2018 machten der BeschwerdefÃ¼hrer und seine Ehefrau geltend, es liege ein entscheidwesentlicher neuer Sachverhalt vor: Sie hÃ¤tten am Tag nach dem gemeinsam gefeierten Geburtstag der Tochter beschlossen, sich wieder zu versÃ¶hnen, und er lebe und sei wiederum mit seiner Ehegattin "zusammen". Damit wurde sinngemÃ¤ss um Ãnderung einer (nachmals bzw. inzwischen) rechtskrÃ¤ftigen negativen VerfÃ¼gung aufgrund verÃ¤nderter SachumstÃ¤nde ersucht. Das Verwaltungsgericht bezeichnet diese Frage einer WiedererwÃ¤gung im weiteren Sinn bei UmstÃ¤nden wie den vorliegenden als eine solche einer (Quasi-)Anpassung (VGr, 14. November 2015, VB.2015.00543, E. 3.2).</p> <p class="Erwgung2"><b>3.1 </b>Die Einreichung eines neuen Gesuchs bei der ersten Instanz ist jederzeit mÃ¶glich (vgl. Peter Uebersax, Einreise und Anwesenheit, in: Peter Uebersax et al. [Hrsg.], AuslÃ¤nderrecht, 2. A., Basel 2009, S. 221 ff., Rz. 7.316), und die VerwaltungsbehÃ¶rden kÃ¶nnen eine rechtskrÃ¤ftige VerfÃ¼gung jederzeit in WiedererwÃ¤gung ziehen, sofern sie der Ansicht sind, es lÃ¤gen im Vergleich zum Zeitpunkt der ersten Beurteilung verÃ¤nderte tatsÃ¤chliche oder rechtliche VerhÃ¤ltnisse vor, welche eine erneute PrÃ¼fung der Angelegenheit rechtfertigten. Ein WiedererwÃ¤gungsgesuch mÃ¼ssen die VerwaltungsbehÃ¶rden indes nur materiell behandeln, wenn sich eine entsprechende Pflicht aus dem kantonalen Recht ergibt oder direkt aus der Bundesverfassung fliessende GrundsÃ¤tze dies gebieten.</p> <p class="Urteilstext">Ersteres ist â im Sinn einer Revision gemÃ¤ss §§ 86aâ86d VRG â der Fall, wenn die Gesuchstellenden erhebliche Tatsachen oder Beweismittel geltend machen, die ihnen im frÃ¼heren Verfahren nicht bekannt waren oder die schon damals geltend zu machen fÃ¼r sie rechtlich oder tatsÃ¤chlich unmÃ¶glich war oder keine Veranlassung bestand (BGE 127 I 133 E. 6 mit Hinweisen; Martin Bertschi, in: Alain Griffel [Hrsg.], Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons ZÃ¼rich [VRG], 3. A., ZÃ¼rich etc. 2014 [Kommentar VRG], Vorbemerkungen zu §§ 86aâ86d N. 14 f.). Aus Art. 29 Abs. 1 f. der Bundesverfassung vom 18. April 1999 (SR 101) kann sich zudem ein Anspruch auf WiedererwÃ¤gung bzw. (Quasi-)Anpassung eines rechtskrÃ¤ftigen Entscheids ergeben, wenn sich der Sachverhalt seit dem Entscheid wesentlich geÃ¤ndert hat. Ob ein WiedererwÃ¤gungsgesuch materiell zu behandeln ist, hÃ¤ngt davon ab, ob sich die VerhÃ¤ltnisse derart geÃ¤ndert haben, dass ein anderes Ergebnis ernsthaft in Betracht fÃ¤llt (BGE 136 II 177 E. 2.2.1; BGr, 12. Februar 2010, 2C_335/2009, E. 2.1.1; VGr, 5. April 2017, VB.2017.00120, E. 3.1 Abs. 2 und E. 3.2, und 22. Juni 2005, VB.2005.00070, E. 2.1.1 mit Hinweisen). </p> <p class="Erwgung2"><b>3.2 </b> </p> <p class="Erwgung3"><b>3.2.1 </b>Der Beschwerdegegner befand in der AusgangsverfÃ¼gung vom 23. Januar 2019 die vom BeschwerdefÃ¼hrer behauptete Wiederaufnahme der ehelichen Beziehung als "potentiell geeignet", einen neuen auslÃ¤nderrechtlichen Anspruch im Sinn von Art. 7 lit. d des Abkommens vom 21. Juni 1999 zwischen der Schweizerischen Eidgenossenschaft einerseits und der EuropÃ¤ischen Gemeinschaft (nunmehr: der EuropÃ¤ischen Union) und ihren Mitgliedstaaten andererseits Ã¼ber die FreizÃ¼gigkeit (FreizÃ¼gigkeitsabkommen, FZA; SR 0.142.112.681) in Verbindung mit Art. 3 Anhang I FZA entstehen zu lassen, ging von einer verÃ¤nderten Sachlage aus und prÃ¼fte das WiedererwÃ¤gungsgesuch materiell. Hierbei kam er indes zum Schluss, dass im Zusammenhang mit der geltend gemachten erneuten Wiederaufnahme der ehelichen Gemeinschaft Rechtsmissbrauch vorliege. Denn genauso sei etwa auch im Jahr 2017 behauptet worden, das eheliche Zusammenleben sei wiederaufgenommen worden (am 29. September 2017 fand die zweite Eheschliessung zwischen dem BeschwerdefÃ¼hrer und seiner Ehefrau statt), wenige Tage nachdem dem BeschwerdefÃ¼hrer â am 16. August 2017 â die beabsichtigte NichtverlÃ¤ngerung der Aufenthaltsbewilligung und Wegweisung in Aussicht gestellt worden sei. Dass es nun kurz nach der Androhung des Bewilligungswiderrufs (am 17. Juli 2018) bzw. dessen VerfÃ¼gung (am 18. Dezember 2018) zum zweiten Mal zu einer erneuten AnnÃ¤herung des BeschwerdefÃ¼hrers und seiner Ehefrau gekommen sein solle, mute lebensfremd an und deute auf ein zweckgerichtetes Aussageverhalten hin. Die Chronologie der Ereignisse lasse einzig den Schluss zu, dass sich in rechtsmissbrÃ¤uchlicher Weise auf die Ehe berufen werde, um sich erneut ein Aufenthaltsrecht zu sichern. Auch die subsidiÃ¤r anwendbaren Bestimmungen des AuslÃ¤nder- und Integrationsgesetzes vom 16. Dezember 2005 (AIG, SR 142.20), namentlich Art. 43 Abs. 1 AIG, vermÃ¶chten keinen entsprechenden Anspruch zu vermitteln.</p> <p class="Erwgung3"><b>3.2.2 </b> </p> <p class="Erwgung4"><b>3.2.2.1 </b>Die Ehegatten eines EU-BÃ¼rgers bzw. einer EU-BÃ¼rgerin haben gestÃ¼tzt auf das FreizÃ¼gigkeitsrecht Anspruch auf eine aus dessen/deren Anwesenheit abgeleitete Bewilligung, solange die Ehe formell andauert (vgl. Art. 7 lit. d FZA in Verbindung mit Art. 3 Anhang I FZA), sodass das AuslÃ¤nder- und Integrationsgesetz nur subsidiÃ¤r zum FreizÃ¼gigkeitsabkommen Anwendung findet (Art. 2 Abs. 2 AIG). Dieses Recht steht indessen unter dem Vorbehalt des Rechtsmissbrauchs. Das Bundesgericht nimmt nach stÃ¤ndiger Praxis auch in nach dem FreizÃ¼gigkeitsrecht zu beurteilenden FÃ¤llen Rechtsmissbrauch nicht nur an, wenn die Ehe von Anfang an zum Schein geschlossen wurde, sondern auch dann, wenn ein Wille zur Ehegemeinschaft zwar anfÃ¤nglich vorhanden war, aber spÃ¤ter nicht mehr besteht (BGE 139 II 393 E. 2.1, 130 II 113 E. 9.4; BGr, 2. Mai 2014, 2C_955/2013, E. 6). Fehlt der Wille zur Gemeinschaft und dient das formelle Eheband ausschliesslich (noch) dazu, die auslÃ¤nderrechtlichen Zulassungsvorschriften zu umgehen, fÃ¤llt der Anspruch auf Familiennachzug dahin. Art. 3 Abs. 1 Anhang I FZA spricht ausdrÃ¼cklich davon, dass die FamilienangehÃ¶rigen eines BÃ¼rgers bzw. einer BÃ¼rgerin der Vertragsparteien das Recht haben, "bei ihr Wohnung zu nehmen", was ein minimales Zusammenleben bzw. eine minimale eheliche Verbundenheit voraussetzt. Die vom originÃ¤r anwesenheitsberechtigten BÃ¼rger eines EU-Staats abgeleitete Bewilligung DrittstaatsangehÃ¶riger kann bei Fehlen einer solchen Verbundenheit mangels Fortbestehens der Bewilligungsvoraussetzungen gestÃ¼tzt auf Art. 23 Abs. 1 der Verordnung vom 22. Mai 2002 Ã¼ber die EinfÃ¼hrung des freien Personenverkehrs (SR 142.203) in Verbindung mit Art. 62 Abs. 1 lit. d AIG (Nichteinhalten einer mit der VerfÃ¼gung verbundenen Bedingung) widerrufen oder muss nicht mehr verlÃ¤ngert werden, da das FreizÃ¼gigkeitsabkommen diesbezÃ¼glich keine eigenen abweichenden Bestimmungen enthÃ¤lt (vgl. Art. 2 Abs. 2 AIG; zum Ganzen auch bereits die rechtskrÃ¤ftige VerfÃ¼gung vom 18. Dezember 2018).</p> <p class="Erwgung4"><b>3.2.2.2 </b>In zeitlicher Hinsicht stellen sich die Ereignisse wie folgt dar:</p> <p class="Erwgung4">Die â ihrerseits drei Tage nach Erhalt einer VerfÃ¼gung des Amts fÃ¼r Migration des Kantons Aargau vom 20. Juni 2011 betreffend NichtverlÃ¤ngerung der Aufenthaltsbewilligung und Wegweisung geschlossene â Ehe des BeschwerdefÃ¼hrers und seiner Ehefrau wurde im Oktober 2016 geschieden. Am 16. August 2017 wurde dem BeschwerdefÃ¼hrer seitens des Beschwerdegegners mitgeteilt, es werde beabsichtigt, seine Aufenthaltsbewilligung nicht zu verlÃ¤ngern und ihn wegzuweisen, und ihm eine Frist zur Stellungnahme hierzu angesetzt; daraufhin gab der BeschwerdefÃ¼hrer am 28. August 2017 an, seine Ex-Ehefrau und er seien "wieder zusammen" und wÃ¼rden "nÃ¤chste Woche" heiraten, nachdem er noch am 4. desselben Monats erklÃ¤rt hatte, zwar aktuell bei seiner Ex-Ehefrau zu wohnen, ohne mit dieser "zusammen zu sein", bzw. wegen der Tochter dort wohnen zu kÃ¶nnen. Am 29. September 2017 erfolgte, wie bereits erwÃ¤hnt, die zweite Eheschliessung.</p> <p class="Urteilstext">Die Ex-Ehefrau ihrerseits erklÃ¤rte am 25. August 2017 gegenÃ¼ber der Einwohnerkontrolle D, ihr Ehemann wohne tatsÃ¤chlich wieder bei ihr und sie wollten es "zusammen als zwei Personen in dem Sinne und nicht als Paar nochmals versuchen", da es um "das finanzielle geht und sie ein gemeinsames Kind" hÃ¤tten. Sie fungierten "als Vater und Mutter" und kÃ¶nnten so ihr Leben und ihre Finanzen besser organisieren. Sie seien "nicht zusammen als Paar". Ob seitens der Ehegattin im Zusammenhang mit der zweiten Ehe Ã¼berhaupt ein Ehewille bestand bzw. ihrerseits das FÃ¼hren einer ehelichen Gemeinschaft beabsichtigt war, erschiene danach schon fraglich. Bereits mit VerfÃ¼gung und Urteil des Bezirksgerichts D vom 14. MÃ¤rz 2018 wurde jedenfalls festgestellt, dass die Ehegatten (wieder) getrennt leben. Auf die beschwerdegegnerische Trennungsanfrage vom 4. Mai 2018 gab die Ehefrau an, sich wieder scheiden lassen zu wollen, angesichts der Opposition des BeschwerdefÃ¼hrers hiergegen mÃ¼sse sie jedoch die zweijÃ¤hrige Trennungszeit fÃ¼r eine Scheidung auf Klage abwarten. Auch vor diesem Hintergrund erscheint fraglich, dass es (jedenfalls seitens der Ehefrau) im Dezember 2018 bzw. Januar 2019 tatsÃ¤chlich um eine Wiederaufnahme der ehelichen Gemeinschaft gegangen sein soll (ungeachtet der Unterzeichnung auch durch sie einer BestÃ¤tigung betreffend gemeinsamen Wohnsitz und Ehegemeinschaft anlÃ¤sslich einer Vorsprache bei der Einwohnerkontrolle zusammen mit ihrem Ehegatten am 7. Januar 2019).</p> <p class="Urteilstext">Dem BeschwerdefÃ¼hrer wurde sodann im Nachgang zum Urteil des Bezirksgerichts D vom 14. MÃ¤rz 2018, nÃ¤mlich am 17. Juli 2018, der Bewilligungswiderruf in Aussicht gestellt und dieser am 18. Dezember 2018 verfÃ¼gt. Bloss drei Tage nach Erhalt teilten der BeschwerdefÃ¼hrer und seine Ehefrau wiederum dem Beschwerdegegner mit von Ersterem verfasstem Schreiben bzw. dem vorliegend infrage stehenden WiedererwÃ¤gungsgesuch mit, sie hÃ¤tten im Anschluss an das Geburtstagsfest der Tochter am Tag zuvor beschlossen, sich wieder zu versÃ¶hnen, und er werde im Januar wieder bei seiner Ehefrau einziehen; hierbei erklÃ¤rte er, sie wollten "ihre Ehe retten fÃ¼r als Mami und Papi und Familie". </p> <p class="Urteilstext">Beschwerdegegner und Vorinstanz ist darin zuzustimmen, dass diese Chronologie auf ein zweckgerichtetes bzw. rechtsmissbrÃ¤uchliches Verhalten des BeschwerdefÃ¼hrers im Zusammenhang mit der behaupteten "beschlossenen" VersÃ¶hnung und Wiederaufnahme des Zusammenlebens sowie der ehelichen Gemeinschaft schliessen lÃ¤sst (so die AusgangsverfÃ¼gung vom 23. Januar 2019; vgl. zum Ganzen auch die rechtskrÃ¤ftige VerfÃ¼gung vom 18. Dezember 2018). </p> <p class="Urteilstext">Unbestritten beendete die Ehegattin im Ãbrigen auch das jedenfalls wohl erneut aufgenommene Zusammenwohnen bereits Ende Juli 2019 offiziell wieder.</p> <p class="Erwgung4"><b>3.2.2.3 </b>In einem Schreiben vom 13. November 2019 an das Verwaltungsgericht erklÃ¤rte die â ihrerseits nicht beschwerdefÃ¼hrende â Ehefrau, der BeschwerdefÃ¼hrer und sie hÃ¤tten sich "fÃ¼r eine Fernbeziehung entschieden". "Trotz getrennten Lebens" seien sie aber immer noch "eine Familie". Sie fÃ¼hlten sich in einer Fernbeziehung glÃ¼cklicher als im Zusammenleben. Dass ihr Ehemann und sie viele Krisen in ihrer Ehe erlebt hÃ¤tten, mehrmals getrennt gewesen und dann wieder zusammengezogen seien, liege an ihrer "unstabilen Liebebeziehung und unterschiedlichen PersÃ¶nlichkeiten". Aus diesem Grund hÃ¤tten sie sich nun "fÃ¼r eine Trennung trotz Liebe als sinnvollere LÃ¶sung entschieden". Sie und ihr Mann hÃ¤tten "trotz Getrenntlebens eine Liebebeziehung".</p> <p class="Urteilstext">Aus diesem Schreiben der Ehefrau geht â wie auch aus den Ã¼brigen Akten und den eingereichten Fotos â jedenfalls, aber auch nur hervor, dass die Ehegatten nach wie vor (zumindest grundsÃ¤tzlich bzw. phasenweise) ein einvernehmliches VerhÃ¤ltnis pflegen und einander zugetan sind, allerdings insbesondere vor dem Hintergrund des guten und engen VerhÃ¤ltnisses, welches sie beide zu ihrer Tochter haben, und der grossen Bedeutung, welche sie beide offenkundig einem solchen sowie einem Familienleben beimessen. Umgekehrt wird daraus deutlich, dass die Ehegattin endgÃ¼ltig zum Schluss gelangt ist, dass (auch) ein Zusammenwohnen mit dem BeschwerdefÃ¼hrer fÃ¼r sie nicht (mehr) denkbar sei bzw. infrage komme; dass die Ehegattin bzw. die Ehegatten etwa â entgegen ihrer (oben 3.2.2.2 Abs. 2) dargelegten Haltung â seit Januar 2019 eine <i>eheliche</i> Beziehung gefÃ¼hrt hÃ¤tte(n) bzw. eine solche hÃ¤tte(n) fÃ¼hren wollen, ist sodann auch diesem Schreiben nicht zu entnehmen. </p> <p class="Urteilstext">In der Vergangenheit bzw. wÃ¤hrend der ersten Ehe ist es zwischen dem BeschwerdefÃ¼hrer und seiner Ehefrau zwar zu von Wiederaufnahmen der ehelichen Gemeinschaft gefolgten Trennungen gekommen. Wie dargelegt, ging es jedenfalls der Ehefrau aber bei der Wiederaufnahme des (inzwischen ohnehin wieder aufgegebenen) Zusammenwohnens im Dezember 2018/Januar 2019 nicht um eine solche der Ehegemeinschaft; im Ãbrigen berief sich auch der BeschwerdefÃ¼hrer im Schreiben vom 23. Dezember 2018 im Zusammenhang mit der (behaupteten bzw. angeblich bevorstehenden) VersÃ¶hnung vornehmlich auf die Familie und das VerhÃ¤ltnis Vater-Mutter-Tochter.</p> <p class="Erwgung4"><b>3.2.2.4 </b>Zusammenfassend sind einerseits die Ãusserungen der Ehefrau anlÃ¤sslich bzw. vor der zweiten Eheschliessung (im August 2017), ihr bereits bei der darauffolgenden Trennung im MÃ¤rz 2018 formulierter (erneuter) Scheidungswunsch sowie der Umstand zu beachten, dass sÃ¤mtliche Schritte im Hinblick auf eine Trennung bzw. Beendigung des Zusammenwohnens stets von ihr ausgingen; sÃ¤mtliche <i>eigenen</i> Schilderungen bzw. Darstellungen der Ehefrau gehen dahin, dass sie keine <i>eheliche</i> Beziehung mit ihrem Ehegatten (mehr) habe fÃ¼hren wollen bzw. gefÃ¼hrt habe. Offenkundig ist sie ihm noch zugetan, jedoch schlicht im Rahmen der Vater-Mutter-Kind-Beziehung. Andererseits stammen sÃ¤mtliche â zeitlich wie gesehen mit dem migrationsrechtlichen Verfahren korrelierenden â Vorbringen bezÃ¼glich (angeblicher) Wiederaufnahmen des Zusammenlebens bzw. der ehelichen Gemeinschaft vom BeschwerdefÃ¼hrer.</p> <p class="Urteilstext">Der Beschwerdegegner ging somit zu Recht davon aus, dass der BeschwerdefÃ¼hrer sich im WiedererwÃ¤gungsgesuch vom 23. Dezember 2018 in rechtsmissbrÃ¤uchlicher Weise auf die insofern nur noch formal bestehende Ehe berief.</p> <p class="Erwgung3"><b>3.2.3 </b>Wie der Beschwerdegegner ebenfalls zu Recht erwog, vermag der BeschwerdefÃ¼hrer nach dem Dargelegten auch aus Art. 43 AIG nichts fÃ¼r sich abzuleiten. Diese Bestimmung setzte im Ãbrigen grundsÃ¤tzlich ein Zusammenwohnen der Ehegatten voraus, wobei etwa eine freiwillige Entscheidung fÃ¼r getrennte Wohnsitze im Sinn eines "living apart together" keinen wichtigen Grund im Sinn des Art. 49 AIG fÃ¼r eine Ausnahme von diesem Erfordernis darstellte (vgl. etwa BGr, 4. Oktober 2013, 2C_505/2013, E. 4.2, und 24. MÃ¤rz 2013, 2C_831/2012, E. 6.1.1 und 7, sowie VGr, 20. November 2013, VB.2013.00362, E. 4.4 und 5; ebenso die rechtskrÃ¤ftige VerfÃ¼gung vom 18. Dezember 2018). </p> <p class="Erwgung2"><b>3.3 </b>Mit Beschwerdegegner und Vorinstanz ist nach dem Gesagten von keiner (entscheidwesentlichen) SachverhaltsÃ¤nderung auszugehen. </p> <p class="Erwgung1"><b>4. </b> </p> <p class="Urteilstext">Die Beschwerde ist dementsprechend abzuweisen.</p> <p class="Erwgung1"><b>5. </b> </p> <p class="Urteilstext">AusgangsgemÃ¤ss sind die Gerichtskosten dem BeschwerdefÃ¼hrer aufzuerlegen und steht diesem keine ParteientschÃ¤digung zu (§ 65a Abs. 2 in Verbindung mit § 13 Abs. 2 Satz 1 VRG sowie § 17 Abs. 2 VRG).</p> <p class="Erwgung1"><b>6. </b> </p> <p class="Urteilstext">Zur Rechtsmittelbelehrung des nachstehenden Dispositivs ist Folgendes zu erlÃ¤utern: Soweit ein Anwesenheitsanspruch geltend gemacht wird, ist die Beschwerde in Ã¶ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten nach Art. 82 ff. des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (BGG, SR 173.110) zulÃ¤ssig. Ansonsten steht die subsidiÃ¤re Verfassungsbeschwerde gemÃ¤ss Art. 113 ff. BGG offen. Werden beide Rechtsmittel ergriffen, hat dies in der gleichen Rechtsschrift zu geschehen (Art. 119 Abs. 1 BGG).</p> <p class="Einzug1"><span>DemgemÃ¤ss erkennt <span>die Kammer</span>:</span></p> <p class="Einzug2"><span>1. Die Beschwerde wird abgewiesen.</span></p> <p class="Einzug2"><span>2. Die GerichtsgebÃ¼hr wird festgesetzt auf <br/> Fr. 2'500.--; die Ã¼brigen Kosten betragen:<br/> Fr. 70.-- Zustellkosten,<br/> Fr. 2'570.-- Total der Kosten.</span></p> <p class="Einzug2"><span>3. Die Gerichtskosten werden dem BeschwerdefÃ¼hrer auferlegt.</span></p> <p class="Einzug2"><span>4. Eine ParteientschÃ¤digung wird nicht zugesprochen.</span></p> <p class="Einzug2"><span>5. Gegen dieses Urteil kann im Sinn der ErwÃ¤gung 6 Beschwerde erhoben werden. Sie ist binnen 30 Tagen ab Zustellung einzureichen beim Bundesgericht, 1000 Lausanne 14.</span></p> <p class="Einzug2"><span>6. Mitteilung an â¦</span></p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>