<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2024.00289</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=224293&amp;W10_KEY=13045537&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2024.00289</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 29.08.2024</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">4. Abteilung/4. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">AuslÃ¤nderrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Aufenthaltsbewilligung/Wiedererwägung</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>[Nach einem rechtskräftigen Urteil des Verwaltungsgerichts betreffend die Nichtverlängerung der Aufenthaltsbewilligung der Beschwerdeführerin trat das Migrationsamt auf ein neues Gesuch der Beschwerdeführerin um Erteilung einer Aufenthaltsbewilligung nicht ein.] Die Ehe der Beschwerdeführerin mit ihrem Ehemann wurde vom Verwaltungsgericht als Scheinehe qualifiziert. Entsprechend fallen nacheheliche Aufenthaltsansprüche ausser Betracht und ist die mittlerweile erfolgte Auflösung der Ehegmeinschaft als nachträglich eingetretene Sachverhaltsänderung nicht geeignet, eine Neubeurteilung des Aufenthaltsrechts zu veranlassen (E. 3.1). Die übrigen Vorbringen betreffend Diskriminierung im Heimatland, Familiensituation der Beschwerdeführerin sowie deren Integration hätten in Anbetracht der im Raum stehenden Wegweisung schon im ersten Verfahren vorgebracht werden müssen. Sie vermögen aber sowieso keinen Härtefall zu begründen (E.3.2). Abweisung. </b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: AuslÃ¤nderrecht ST: AUFENTHALTSBEWILLIGUNG">AUFENTHALTSBEWILLIGUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: WIEDERERWÃGUNG">WIEDERERWÃGUNG</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> - keine -<br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 4 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="WordSection1"> <table border="1" cellpadding="0" cellspacing="0" class="MsoNormalTable" width="591"> <tr> <td valign="top"> <p class="Kopf1"><span>Verwaltungsgericht</span></p> <p class="Kopf1"><span>des Kantons ZÃ¼rich</span></p> <p class="Kopf1"><span>4. Abteilung</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Kopf1"> </p> </td> <td valign="top"> <p class="Kopf1"><span><img alt="" height="78" id="Bild 1" src="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getImage&amp;nF38_KEY=67341" width="123"/></span></p> </td> </tr> </table> <p class="MsoNormal">VB.2024.00289</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"><b><span>Urteil</span></b></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="Zwischentitel"> </p> <p class="MsoNormal"><span>der 4. Kammer</span></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">vom <a id="VF_DAT_ENTSCHEID">29. August 2024</a></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">Mitwirkend: AbteilungsprÃ¤sidentin Tamara NÃ¼ssle<span> (Vorsitz)</span>, Verwaltungsrichter Marco Donatsch, Verwaltungsrichter Martin Bertschi, <a id="TN_AUTOTEXT_RICHTER"></a><a id="TN_AUTOTEXT_GS"></a>Gerichtsschreiber Dumenig Stiffler.</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">In Sachen</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>A, vertreten durch lic.</span><span> </span><span>iur. F,</span></p> <p class="MsoNormal"><b><span>BeschwerdefÃ¼hrerin,</span></b><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>gegen</span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>Migrationsamt des Kantons ZÃ¼rich, </span></p> <p class="MsoNormal"><b><span>Beschwerdegegner,</span></b><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"><b>betreffend Aufenthaltsbewilligung/WiedererwÃ¤gung,</b></p> <p class="Zwischentitel">hat sich ergeben: </p> <p class="Sachverhalt1"><b>I. </b> </p> <p class="Sachverhalt2"><b>A. </b>A ist eine 1988 geborene StaatsangehÃ¶rige Sri Lankas. Sie hielt sich vom 12. September 2017 bis am 11. September 2020 im Rahmen eines Ausbildungsaufenthalts in der Schweiz auf. Nach Abschluss ihres Masters in Banking and Finance an der Hochschule B erhielt sie eine Kurzaufenthaltsbewilligung zur Stellensuche mit GÃ¼ltigkeit bis am 10. MÃ¤rz 2021. Am 24. MÃ¤rz 2021 verliess A die Schweiz. </p> <p class="Sachverhalt2"><b>B. </b>Am 1. Juni 2021 beantragte C, ein 1967 geborener Schweizer, eine Einreisebewilligung fÃ¼r A zur Vorbereitung der Heirat. Am 25. August 2021 reiste A in die Schweiz ein, wo sie und C am 6. September 2021 in D die Ehe schlossen. In der Folge erhielt sie im Familiennachzug eine Aufenthaltsbewilligung.</p> <p class="Sachverhalt2"><b>C. </b>Nach anonymen Hinweisen darauf, dass es sich bei der Ehe zwischen C und A um eine Scheinehe handle, veranlasste das Migrationsamt des Kantons ZÃ¼rich verschiedene AbklÃ¤rungen und verweigerte A schliesslich am 10. Januar 2023 die VerlÃ¤ngerung ihrer Aufenthaltsbewilligung und wies sie aus der Schweiz weg.</p> <p class="Sachverhalt2"><b>D. </b>Die Sicherheitsdirektion des Kantons ZÃ¼rich wies einen hiergegen gerichteten Rekurs von A und C mit Entscheid vom 13. April 2023 ab. Hiergegen erhoben A und C Beschwerde an das Verwaltungsgericht, welches diese mit Urteil vom 12. Oktober 2023 (VB.2023.00268) abwies. Dieses Urteil erwuchs unangefochten in Rechtskraft.</p> <p class="Sachverhalt2"><b>E. </b>Am 1. Dezember 2023 ersuchte A das Migrationsamt um Erteilung einer Aufenthaltsbewilligung. Dieses nahm das Gesuch als WiedererwÃ¤gungsgesuch entgegen und trat mit VerfÃ¼gung vom 20. Dezember 2023 nicht darauf ein.</p> <p class="Sachverhalt1"><b>II. </b> </p> <p class="Urteilstext">Hiergegen fÃ¼hrte A am 23. Dezember 2023 Rekurs. Die Sicherheitsdirektion wies das Rechtsmittel mit Entscheid vom 15. April 2024 ab.</p> <p class="Sachverhalt1"><b>III. </b> </p> <p class="Urteilstext">A erhob am 23. Mai 2024 Beschwerde an das Verwaltungsgericht und beantragte, unter EntschÃ¤digungsfolge und GewÃ¤hrung der aufschiebenden Wirkung sei der Entscheid der Sicherheitsdirektion vom 15. April 2024 aufzuheben und das Gesuch um Erteilung einer Aufenthaltsbewilligung gutzuheissen. Eventualiter sei die Sache zur Neubeurteilung an die Vorinstanz zurÃ¼ckzuweisen.</p> <p class="Urteilstext">Die AbteilungsprÃ¤sidentin verfÃ¼gte am 24. Mai 2024, dass eine Wegweisungsvollstreckung gegenÃ¼ber A bis auf Weiteres zu unterbleiben habe. Die Sicherheitsdirektion verzichtete mit Schreiben vom 30. Mai 2024 auf Vernehmlassung; das Migrationsamt reichte keine Beschwerdeantwort ein.</p> <p class="Einzug1"><span>Die Kammer</span><span> erwÃ¤gt:</span></p> <p class="Erwgung1"><b>1. </b> </p> <p class="Urteilstext">Das Verwaltungsgericht ist fÃ¼r Beschwerden gegen Rekursentscheide der Sicherheitsdirektion Ã¼ber Anordnungen des Migrationsamts betreffend das Aufenthaltsrecht nach §§ 41 ff. des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 (VRG, LS 175.2) zustÃ¤ndig. Da auch die Ã¼brigen Prozessvoraussetzungen erfÃ¼llt sind, ist auf die Beschwerde einzutreten.</p> <p class="Erwgung1"><b>2. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>2.1 </b>Der Beschwerdegegner verfÃ¼gte am 10. Januar 2023 die NichtverlÃ¤ngerung der letzten Aufenthaltsbewilligung der BeschwerdefÃ¼hrerin und wies sie aus der Schweiz weg. Dieser Entscheid wurde sowohl von der Sicherheitsdirektion (am 13. April 2023) als auch vom Verwaltungsgericht (am 12. Oktober 2023) bestÃ¤tigt und erwuchs in Rechtskraft. Am 1. Dezember 2023 ersuchte die BeschwerdefÃ¼hrerin erneut um eine Aufenthaltsbewilligung.</p> <p class="Erwgung2"><b>2.2 </b>Eine auslÃ¤ndische Person kann grundsÃ¤tzlich jederzeit ein neues Bewilligungsgesuch bei der ersten Instanz einreichen (vgl. Peter Uebersax/Stefan Schlegel, Einreise und Anwesenheit, in: Peter Uebersax et al. [Hrsg.], AuslÃ¤nderrecht, 3. A., Basel 2022, S. 403 ff., Rz. 9.496). UnabhÃ¤ngig davon, ob eine an die zustÃ¤ndige kantonale Instanz gerichtete Eingabe terminologisch als WiedererwÃ¤gung bzw. (Quasi-)Anpassung (vgl. VGr, 21. MÃ¤rz 2007, VB.2007.00057, E. 3 Abs. 1 mit Hinweisen) oder als neues Gesuch bezeichnet wird, darf sie allerdings nicht dazu dienen, rechtskrÃ¤ftige Entscheide immer wieder infrage zu stellen (BGE 146 I 185 E. 4.1, 136 II 177 E. 2.1). Ein entsprechendes Gesuch mÃ¼ssen die VerwaltungsbehÃ¶rden deshalb grundsÃ¤tzlich nur materiell behandeln, wenn sich die Rechtslage oder die tatsÃ¤chlichen UmstÃ¤nde seit dem ersten Entscheid wesentlich geÃ¤ndert haben oder wenn die gesuchstellende Person â im Sinn einer Revision gemÃ¤ss §§ 86aâ86d VRG â erhebliche Tatsachen und Beweismittel namhaft macht, die ihr im frÃ¼heren Verfahren nicht bekannt waren oder die schon damals geltend zu machen fÃ¼r sie rechtlich oder tatsÃ¤chlich unmÃ¶glich war oder keine Veranlassung bestand (zum Ganzen BGr, 17. Februar 2022, 2C_861/2021, E. 3.2; VGr, 17. MÃ¤rz 2022, VB.2022.00072, E. 2.2 mit Hinweisen).</p> <p class="Urteilstext">Wesentlich ist eine VerÃ¤nderung der Sachlage dann, wenn sie geeignet ist, ein anderes Ergebnis beim Entscheid in der Sache herbeizufÃ¼hren (vgl. BGE 136 II 177 E. 2.2.1 mit Hinweisen). Entscheidend ist eine Gesamtbetrachtung. Die VerÃ¤nderung eines einzelnen Elements, das bei der AbwÃ¤gung im frÃ¼heren Entscheid mitberÃ¼cksichtigt wurde, fÃ¼hrt noch nicht zwingend zu einer materiellen PrÃ¼fung des Gesuchs. Vielmehr geht es unter dem Blickwinkel eines Eintretensanspruchs vor erster Instanz einzig um die Frage, ob sich im rechtserheblichen Sachverhalt die Gewichte seit dem letzten Entscheid derart verschoben haben, dass im konkreten Fall ein anderer Ausgang realistischerweise in Betracht kommt (zum Ganzen VGr, 21. MÃ¤rz 2024, VB.2023.00384, E. 4.2, und 14. November 2019, VB.2019.00543, E. 3.3 mit Hinweisen).</p> <p class="Erwgung2"><b>2.3 </b>Das Verwaltungsgericht begrÃ¼ndete die NichtverlÃ¤ngerung der Aufenthaltsbewilligung der BeschwerdefÃ¼hrerin damit, dass sie die Ehe zum Schweizer StaatsbÃ¼rger C nur zum Schein eingegangen sei, um sich eine Aufenthaltsbewilligung zu verschaffen. Entsprechend sei ihr Anspruch auf VerlÃ¤ngerung ihrer Aufenthaltsbewilligung in Anwendung von Art. 51 Abs. 1 lit. a des AuslÃ¤nder- und Integrationsgesetzes (AIG, SR 142.20) erloschen (VGr, 12. Oktober 2023, VB.2023.00268, E. 2.4). Die NichtverlÃ¤ngerung der Bewilligung habe sich zudem als verhÃ¤ltnismÃ¤ssig erwiesen, da die BeschwerdefÃ¼hrerin den Ã¼berwiegenden Teil ihres Lebens vor ihrer Einreise in die Schweiz in Sri Lanka verbracht hatte und auch nach ihrem Bachelor-Studium in DÃ¤nemark wieder dorthin zurÃ¼ckgekehrt war und von 2013 bis 2017 in E, Sri Lanka, lebte und arbeitete. Eine RÃ¼ckkehr nach Sri Lanka wurde entsprechend als zumutbar erachtet (VGr, 12. Oktober 2023, VB.2023.00268, E. 3.2).</p> <p class="Erwgung1"><b>3. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>3.1 </b>Die BeschwerdefÃ¼hrerin bringt zunÃ¤chst vor, sie und C hÃ¤tten ihre Ehegemeinschaft mittlerweile aufgegeben, weshalb sie einen nachehelichen Aufenthaltsanspruch habe. Sie macht somit sinngemÃ¤ss eine VerÃ¤nderung des Sachverhalts geltend. Hierzu ist festzuhalten, dass die Ehe der BeschwerdefÃ¼hrerin mit C vom Verwaltungsgericht im Urteil vom 12. Oktober 2023 als Scheinehe qualifiziert wurde und ebenfalls festgestellt wurde, dass in Anwendung von Art. 51 Abs. 1 lit. a AIG die entsprechende Aufenthaltsbewilligung der BeschwerdefÃ¼hrerin erloschen sei. Entsprechend fallen nacheheliche AufenthaltsansprÃ¼che nach Art. 50 AIG von vornherein ausser Betracht (BGr, 24. August 2021, 2C_407/2020, E. 3.1, und 3. Dezember 2021, 2C_723/2020, E. 4.2). Eine mittlerweile aufgelÃ¶ste Ehegemeinschaft der BeschwerdefÃ¼hrerin mit C als nachtrÃ¤glich eingetretene SachverhaltsÃ¤nderung ist entsprechend nicht geeignet, eine Neubeurteilung des Aufenthaltsrechts der BeschwerdefÃ¼hrerin zu veranlassen.</p> <p class="Erwgung2"><b>3.2 </b>Abgesehen von der geltend gemachten AuflÃ¶sung der Ehe mit C erschÃ¶pfen sich die AusfÃ¼hrungen der BeschwerdefÃ¼hrerin in der Darlegung von Sachverhaltselementen, die ihr ihrer Meinung nach einen Aufenthaltsanspruch einrÃ¤umen wÃ¼rden und im ersten Entscheid nicht berÃ¼cksichtigt worden seien. Jedoch ist nicht ersichtlich und auch nicht geltend gemacht, dass diese Informationen ihr im frÃ¼heren Verfahren nicht bekannt waren oder diese schon damals geltend zu machen fÃ¼r sie rechtlich oder tatsÃ¤chlich unmÃ¶glich war oder keine Veranlassung hierzu bestand. </p> <p class="Erwgung2">Sofern die BeschwerdefÃ¼hrerin beispielsweise vorbringt, die Ehe sei von ihrer Mutter arrangiert und sie zur Hochzeit von ihrem Umfeld gedrÃ¤ngt worden, handelt es sich dabei um Informationen, die (nur) ihr schon im ersten Verfahren bekannt waren und die sie ohne Weiteres auch dort hÃ¤tte vorbringen kÃ¶nnen und mÃ¼ssen. Ohnehin ist dieses Vorbringen nicht geeignet, den Schluss des Verwaltungsgerichts, bei der Ehe der BeschwerdefÃ¼hrerin habe es sich um eine Scheinehe gehandelt, umzustossen. Im Gegenteil bestÃ¤tigt es vielmehr, dass die Ehe nur eingegangen wurde, um eine Aufenthaltsbewilligung zu erlangen und von den MÃ¶glichkeiten auf dem Arbeitsmarkt in der Schweiz zu profitieren. Auch die Ã¼brigen vorgebrachten Sachverhaltselemente wie die Situation von geschiedenen Frauen in Sri Lanka, die Familiensituation der BeschwerdefÃ¼hrerin, deren angeblich bereits erlebte Diskriminierung, deren Ausbildung, Arbeitsstelle und Integration in der Schweiz sowie das behauptete gesamtwirtschaftliche Interesse an ihrem Verbleib stellen aufgrund der Tatsache, dass sie bereits im ersten Verfahren hÃ¤tten vorgebracht werden kÃ¶nnen und hierzu aufgrund der drohenden Wegweisung aus der Schweiz auch eine Veranlassung bestand, weder einen Revisionsgrund noch eine wesentliche VerÃ¤nderung der Sachlage seit dem Urteil vom 12. Oktober 2023 dar. Die Vorbringen sind damit nicht geeignet, eine materielle Neubeurteilung des Aufenthaltsanspruchs der BeschwerdefÃ¼hrerin zu veranlassen. Ohnehin ist ein HÃ¤rtefall nicht ersichtlich.</p> <p class="Erwgung2"><b>3.3 </b>Der Beschwerdegegner ist somit auf das (WiedererwÃ¤gungs-)Gesuch der BeschwerdefÃ¼hrerin zu Recht nicht eingetreten. Die Beschwerde ist abzuweisen.</p> <p class="Erwgung1"><b>4. </b> </p> <p class="Urteilstext">AusgangsgemÃ¤ss sind die Kosten des Beschwerdeverfahrens der BeschwerdefÃ¼hrerin aufzuerlegen (§ 65a Abs. 2 in Verbindung mit § 13 Abs. 2 Satz 1 VRG). Eine ParteientschÃ¤digung steht ihr nicht zu (§ 17 Abs. 2 VRG).</p> <p class="Erwgung1"><b>5. </b> </p> <p class="Urteilstext">Zur Rechtsmittelbelehrung des nachstehenden Dispositivs ist Folgendes zu erlÃ¤utern: Soweit ein Anwesenheitsanspruch der BeschwerdefÃ¼hrerin geltend gemacht wird, ist die Beschwerde in Ã¶ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten nach Art. 82 ff. des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (BGG, SR 173.110) zulÃ¤ssig; ansonsten steht die subsidiÃ¤re Verfassungsbeschwerde gemÃ¤ss Art. 113 ff. BGG offen (Art. 83 lit. c Ziff. 2 und 4 BGG).</p> <p class="Einzug1"><span>DemgemÃ¤ss <a id="Text31">erkennt</a> <span>die Kammer</span>:</span></p> <p class="Einzug2"><span>1. Die Beschwerde wird abgewiesen.</span></p> <p class="Einzug2"><span>2. Die GerichtsgebÃ¼hr wird festgesetzt auf <br/> Fr. 1'500.--; die Ã¼brigen Kosten betragen:<br/> <u>Fr. 70.--</u> Zustellkosten,<br/> <u>Fr. 1'570.--</u> Total der Kosten.</span></p> <p class="Einzug2"><span>3. Die Gerichtskosten werden der BeschwerdefÃ¼hrerin auferlegt.</span></p> <p class="Einzug2"><span>4. Eine ParteientschÃ¤digung wird nicht zugesprochen.</span></p> <p class="Einzug2"><span>5. Gegen dieses Urteil kann im Sinn der ErwÃ¤gungen Beschwerde erhoben werden. Die Beschwerde ist innert 30 Tagen, von der Zustellung an gerechnet, beim Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, einzureichen.</span></p> <p class="Einzug2"><span>6. Mitteilung an:<br/> a) die Parteien;<br/> b) die Sicherheitsdirektion;<br/> c) das Staatssekretariat fÃ¼r Migration (SEM).</span></p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>