<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2002.00028</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="https://vgrzh.djiktzh.ch/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=https://vgrzh.djiktzh.ch&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=106823&amp;W10_KEY=4467146&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2002.00028</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 11.07.2002</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">3. Abteilung/3. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Das Bundesgericht hat eine staatsrechtliche Beschwerde gegen diesen Entscheid am 02.06.2003 formell erledigt.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Raumplanungs-, Bau- und Umweltrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Nutzungsplanung</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Nutzungsplanung. Festsetzung einer Erholungszone (Niderfeld, Winterthur):<br/><br/>Kognition im Zusammenhang mit der Überprüfung von Nutzungsplanungen (E. 3). Konkrete Festsetzungen nach dem kantonalen und kommunalen Richtplan sowie nach dem Nutzungsplan (E. 4a). Begriff und Inhalt der Erholungszone (E. 6 und 7a, je am Anfang). Aufgrund der örtlichen Situation ist die streitbetroffene Fläche nicht dem Anordnungsspielraum sondern dem Freihaltegebiet zuzurechnen (E. 6), das dort der Gliederung des Gebietes dient und von der Funktion her keine Erholungszone zulässt (E. 7a). Die kommunale Bauordnung erlaubt in der Erholungszone "die für die Gewährleistung der richtplankonformen Nutzung der Freiflächen erforderlichen Infrastrukturbauten". Mit Blick auf die Trennfunktion der streitbetroffenen Fläche gemäss Richtplan bedeutet dies, dass dort grundsätzlich keine Bauten zulässig sind (E. 7b). Die Festsetzung der Erholungszone kann nicht den geringfügigen Abweichungen von der Richtplanung zugerechnet werden, die unter Umständen noch zulässig sind (E. 8).<br/>Abweisung einer Beschwerde der Gemeinde.</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ERHOLUNGSZONE">ERHOLUNGSZONE</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: FREIHALTEZONE">FREIHALTEZONE</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: KOGNITION">KOGNITION</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: NUTZUNGSPLANUNG">NUTZUNGSPLANUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: Planungs- und Baurecht ST: RAHMENNUTZUNGSPLÃNE">RAHMENNUTZUNGSPLÃNE</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: RICHTPLAN">RICHTPLAN</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: Planungs- und Baurecht ST: RICHTPLÃNE (PLANUNGSGRUNDSÃTZE)">RICHTPLÃNE (PLANUNGSGRUNDSÃTZE)</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="gerade">§ 16 PBG</span><br/><span class="ungerade">§ 40 PBG</span><br/><span class="gerade">§ 61 PBG</span><br/><span class="ungerade">§ 62 PBG</span><br/><span class="gerade">Art. 18 RPG</span><br/><span class="ungerade">Art. 62 BZO Winterthur</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 3 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Einzug1"><span>I. Am 3. Oktober 2000 revidierte der Grosse Gemeinderat Winterthur die Bau- und Zonenordnung, wies dabei das bisher in der kantonalen Landwirtschaftszone gelegene stÃ¤dt­­­ische GrundstÃ¼ck Kat.-Nr. 01 mit einer FlÃ¤che von 3.5 ha der Erholungszone E2 zu und erliess mit Art. 62 der Bauordnung (BauO) Vorschriften fÃ¼r die Erholungszonen. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Gegen diese Festsetzungen erhoben zahlreiche Nachbarn aus dem Gebiet Niderfeld zwei Rekurse an die Baurekurskommission IV mit den AntrÃ¤gen, diese Umzonung so­wie die Festsetzung eines Erholungsgebietes im Niderfeld im Siedlungs- und Landschaftsplan und Art. 62 Abs. 1 und 3 (BauO) seien aufzuheben. Die Baurekurskommission IV ver­­einigte die beiden Rechtsmittel und hiess sie am 6. Dezember 2001 gut, soweit damit die Revision der Bau- und Zonenordnung angefochten war und die Verfahren nicht als gegenstandslos geworden abgeschrieben wurden. Soweit die Aufhebung des Erholungsgebie­tes Niderfeld im kommunalen Richtplan beantragt worden war, trat die Kommission auf die Rekurse nicht ein. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>II. Gegen diesen Rekursentscheid erhob der Stadtrat fÃ¼r die Stadt Winterthur am 22. Januar 2001 Beschwerde an das Verwaltungsgericht und beantragte, der angefochtene Entscheid sei vollumfÃ¤nglich aufzuheben. Am 4. MÃ¤rz 2002 genehmigte der Grosse Gemein­derat Winterthur die Beschwerdeerhebung durch den Stadtrat. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die Baudirektion genehmigte die Umzonung des streitbetroffenen GrundstÃ¼ckes am 12. April 2002. Die Baurekurskommission verlangte am 25. April 2002 ohne weitere Bemer­kungen die Abweisung der Beschwerde. Den gleichen Antrag stellten die privaten Beschwerdegegner mit ihrer Beschwerdeantwort vom 17. Juni 2002. Dabei teilten sie mit, dass sich die beiden Rekurrierenden B und C am Beschwerdeverfahren nicht beteiligen wÃ¼rden.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die Kammer zieht in ErwÃ¤gung:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>1. Die Stadt Winterthur ist durch den angefochtenen Rekursentscheid einerseits als GrundeigentÃ¼merin und anderseits als PlanungsbehÃ¶rde in ihrer Planungsautonomie betroffen und daher grundsÃ¤tzlich zur Beschwerdeerhebung legitimiert. (§ 21 lit. a und b des Ver­­waltungsrechtspflegesetzes vom 24. Mai 1959/8. Juni 1997 [VRG], § 338a Abs. 1 des Planungs- und Baugesetzes vom 7. September 1975/20. Mai 1984 [PBG]).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die BeschwerdefÃ¼hrerin verlangt allerdings mit ihrem Beschwerdeantrag die voll­umfÃ¤ngliche Aufhebung des Rekursentscheides, obwohl sie durch diesen nur soweit beschwert ist, als der Rekurs gutgeheissen wurde. Soweit auf den Rekurs nicht eingetreten bzw. dieser als gegenstandslos abgeschrieben wurde, fehlt es ihr am Anfechtungsinteresse. Auf die Beschwerde ist insoweit nicht einzutreten. Da die teilweise unterlegenen Rekurrierenden selber keine Beschwerde erhoben haben, liegt damit einzig die Festlegung einer E2‑Zo­ne im Niderfeld im Streit, nicht mehr hingegen die richtplanerische Festlegung des kom­munalen Erholungsgebietes E2 und Art. 62 der BauO. Letztere Bestimmung hat daher bei der ÃberprÃ¼fung des Nutzungsplanes und insbesondere bei der umstrittenen Frage der RichtplankonformitÃ¤t als definitive Inhaltsumschreibung der festgesetzten Erholungszone zu gelten.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>2. Zwei Rekurrierende beteiligen sich gemÃ¤ss ausdrÃ¼cklicher ErklÃ¤rung nicht am Beschwerdeverfahren. Dies fÃ¼hrt entgegen deren Antrag nicht zur Gegenstandslosigkeit des gegen sie erÃ¶ffneten Beschwerdeverfahrens, da von dieser ErklÃ¤rung weder der Rekurs­­entscheid selber noch die dagegen erhobene Beschwerde betroffen ist. Die Nichtbeteiligung am Beschwerdeverfahren ist jedoch im Hinblick auf eine allfÃ¤llige Kostenauflage oder ParteientschÃ¤digung zu beachten.</span></p> <p class="Einzug1"><span>3. Als erste Rechtsmittelinstanz Ã¼berprÃ¼fen die Baurekurskommissionen kommunale NutzungsplÃ¤ne grundsÃ¤tzlich mit voller Kognition nicht nur auf ihre GesetzmÃ¤ssigkeit, sondern auch auf ZweckmÃ¤ssigkeit und Angemessenheit hin (§ 20 VRG). Soweit den Gemeinden bei der Festsetzung der Bau- und Zonenordnung allerdings Planungsautonomie zusteht, haben sich die RekursbehÃ¶rden bei der Ermessenskontrolle ZurÃ¼ckhaltung aufzuer­legen. Sie dÃ¼rfen dann korrigierend eingreifen, wenn sich die kommunale LÃ¶sung aufgrund Ã¼berkommunaler Interessen als unzweckmÃ¤ssig erweist oder den wegleitenden Zielen und GrundsÃ¤tzen der Raumplanung widerspricht. Im Ãbrigen heben sie im Rahmen der Ermessenskontrolle die kommunale Planfestsetzung nur dann auf, wenn deren UnzweckmÃ¤s­sigkeit oder die Unangemessenheit offensichtlich ist (Alfred KÃ¶lz/JÃ¼rg Bosshart/Martin RÃ¶hl, Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons ZÃ¼rich, 2. A., ZÃ¼rich 1999, § 20 N. 20; Walter Haller/Peter Karlen, Rechtsschutz im Raumplanungs- und Baurecht, ZÃ¼rich 1998, Rz. 1073). </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>DemgegenÃ¼ber ist das Verwaltungsgericht bei der ÃberprÃ¼fung von Rekursentschei­den Ã¼ber kommunale Nutzungsplanungen gemÃ¤ss § 50 Abs. 1 und 2 VRG auf die Rechtskontrolle beschrÃ¤nkt. Ist eine kommunale Planfestsetzungen durch die Rekursinstanz aufgehoben worden, so hat das Verwaltungsgericht im Rahmen der ihm zustehenden Rechtskontrolle jedoch auch zu prÃ¼fen, ob die Baurekurskommission in rechtsverletzender Weise die kommunale Planungsautonomie missachtet habe.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>4. a) Der kantonale Richtplan (Siedlung und Landschaft) vom 31. Januar 1995 hatte im weitrÃ¤umigen Gebiet im Bereiche Hard zwischen WÃ¼lflingen und Neftenbach ein Land­wirtschaftsgebiet festgesetzt. GestÃ¼tzt darauf erfolgte die Ausscheidung einer kantonalen Landwirtschaftszone. Mit Revision des Landschaftsplans vom 2. April 2001 Ã¼berlagerte der Kantonsrat das Landwirtschaftsgebiet in diesem Bereich mit der Bezeichnung "Freihal­tegebiet (Trenn- und Umgebungsschutzgebiet)". Das Gebiet wird im fraglichen Abschnitt nordÃ¶stlich von der Hardgutstrasse und sÃ¼dwestlich von der Niderfeldstrasse begrenzt; im SÃ¼dosten verlÃ¤uft die Grenze in etwa entsprechend der neuen Zonengrenze zwischen der W3/2.6 und der E2. Nach dem Text zum kantonalen Richtplan ist Ziel dieser KarteneintrÃ¤ge, die bezeichneten FlÃ¤chen zur Sicherstellung der Funktionen gemÃ¤ss Pt. 3.8.2 grundsÃ¤tz­lich dauernd von Bauten freizuhalten (Pt. 3.8.1). Die gesamthaft 61 ausgeschiedenen kantonalen Freihaltegebiete wurden aufgrund von fÃ¼nf verschiedenen mÃ¶glichen Funktionen ausgewÃ¤hlt, darunter "bedeutendes Element fÃ¼r die Gliederung und Trennung des Siedlungs­gebietes", "Umgebungsschutz fÃ¼r kantonal bedeutende Landschaften und DenkmÃ¤ler" und "Beibehaltung von wichtigen Korridoren zur Ã¶kologischen Vernetzung" (Pt. 3.8.2). Das hier fragliche Gebiet Nr. 41 verfolgt den erklÃ¤rten Zweck "Siedlungstrennung, Landschaftsbild TÃ¶ss, Ã¶kologische Vernetzung". Als Massnahmen zur Umsetzung dieser Festlegung in der Nutzungsplanung sollen nach dem kantonalen Richtplan Freihaltezonen (insbesondere mit Allmendcharakter) angestrebt oder gegebenenfalls Landwirtschaftszonen belassen bzw. ausgeschieden werden (Pt. 3.8.3). </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Im kommunalen Richtplan vom 6./27. April 1998 figuriert das fragliche Gebiet als Erholungsgebiet E2 und ist fÃ¼r "PÃ¼nten, FamiliengÃ¤rten, Kleintierhaltung, Sport, Camping, Festplatz, Allmend und dergleichen" vorgesehen. Im Gegensatz zu den Erholungsgebieten E1, die fÃ¼r "eher ruhige Erholung und Nutzung/Umgebungsschutzgebiete" ausgeschieden wurden und nur "kleine Einzelbauten wie Pavillon oder Anlagen wie Grabfelder, ParkplÃ¤tze usw." zulassen, sollten in den Erholungsgebieten E2 Freizeitnutzungen aller Art und dem­entsprechend Bauten und Anlagen im Rahmen bereits bestehender vergleichbarer Are­ale zugelassen werden (Ziff. 109). Ausserdem bezeichnet der kommunale Richtplan die sÃ¼d­Ã¶stliche und sÃ¼dwestliche Grenzlinie zwischen dem Erholungsgebiet Niderfeld und dem Baugebiet als empfindlichen Siedlungsrand.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>GestÃ¼tzt auf den kommunalen Richtplan schied die BeschwerdefÃ¼hrerin in der Bau- und Zonenordnung neben diversen Freihaltezonen auch Erholungszonen des Typs E1 und E2 aus. In diesen Erholungszonen sind gemÃ¤ss Art. 62 BauO nur die fÃ¼r die GewÃ¤hrleis­tung der richtplankonformen Nutzung der FreiflÃ¤chen erforderlichen Infrastrukturbauten und -anlagen zulÃ¤ssig (Abs. 1). WÃ¤hrend in der E1 nur besondere GebÃ¤ude zugelassen sind, deren GrundflÃ¤che 5 % der massgeblichen GrundstÃ¼cksflÃ¤che nicht Ã¼berschreiten darf (Abs. 2), gelten in der E2 gegenÃ¼ber GrundstÃ¼cken in anderen Zonen bezÃ¼glich Grenz- und GebÃ¤udeabstÃ¤nden sowie GebÃ¤udehÃ¶hen die Vorschriften jener Zone (Abs. 3). Die Erholungszone Niderfeld grenzt namentlich an die Wohnzonen W2/1.6 und W2/2 mit zulÃ¤ssigen GebÃ¤udehÃ¶hen von 8.10 m und W3/2.6 mit zulÃ¤ssigen GebÃ¤udehÃ¶hen von 11.40 m an. Der Nutzungsplan Ã¼bernahm sodann auch die Signatur "Empfindlicher Siedlungsrand" zwi­schen der fraglichen E2-Zone und den Wohnzonen W3/2.6 und W2/1.6, wozu Art. 67 BauO bei der Ãberbauung die gute Gestaltung des Ãbergangs zwischen den verschiedenen Zonen verlangt.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) Nach den ErwÃ¤gungen der Baurekurskommission IV widerspricht die Festlegung der E2-Zone im Niderfeld dem intertemporalrechtlich zu beachtenden kantonalen Siedlungs- und Landschaftsplan vom 2. April 2001. Es bestehe diesbezÃ¼glich weder ein Anordnungsspielraum, noch liege eine zulÃ¤ssige Abweichung von untergeordneter Natur im Sinne von § 16 Abs. 2 PBG vor. Insofern widerspreche bereits die Bezeichnung eines Erholungs­gebietes E2 im kommunalen Richtplan der Ã¼bergeordneten Planung. Weiter widerspre­che die Erholungszone auch der im kommunalen Richtplan eingetragenen Signatur "Empfindlicher Siedlungsrand" im Niderfeld. Mit der Belassung des strittigen Gebietes in der Landwirtschaftszone hingegen wÃ¼rden die Vorgaben des kantonalen Richtplanes ohne weiteres erfÃ¼llt.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Dagegen bringt die BeschwerdefÃ¼hrerin im Wesentlichen vor, der Zweck des kantonalen Freihaltegebietes lasse sich auch mit einer Erholungszone, welche etwa ein Fussballfeld oder RasenspielflÃ¤chen zulasse, erreichen. Nach dem kantonalen Richtplan seien die fÃ¼r die Bewirtschaftung der Freihaltegebiete erforderlichen GebÃ¤ude, so etwa GerÃ¤tehÃ¤uschen, WC-Anlagen oder Umkleidekabinen zulÃ¤ssig, sofern sie auf den Standort angewiesen seien. Nach Art. 62 Abs. 1 BauO seien in den Erholungszonen nur die fÃ¼r die GewÃ¤hrleistung der richtplankonformen Nutzung der FreiflÃ¤chen erforderlichen Infrastrukturbauten und -anlagen zulÃ¤ssig. Zudem liege der ca. 140 m breite Landstreifen im Bereich des Anordnungsspielraumes.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die Baudirektion erwog im Genehmigungsentscheid, es bestehe kein Widerspruch zwischen dem kantonalen Richtplan und den kommunalen PlÃ¤nen, da der kantonale Richtplan im Sinne einer EinschrÃ¤nkung der kommunalen Erholungszone nach § 16 PBG zu be­achten sei, was sich auch aus Art. 62 BauO ergebe. Die Neuansiedlung spezieller Erholungs­einrichtungen sei auch im Landwirtschaftsgebiet im Rahmen der so genannten Durchstossung mÃ¶glich. Die fÃ¼r die Nutzung der Erholungszone allenfalls erforderlichen Hochbauten kÃ¶nnten ohne BeeintrÃ¤chtigung des Landschaftsbildes im Nahbereich der die ErholungsflÃ¤che umschliessenden Bauzonen platziert werden.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>5. GemÃ¤ss § 16 Abs. 1 PBG haben Planungen unterer Stufen denjenigen der obern Stufe, die Nutzungsplanungen jeder Art und Stufe der Richtplanung zu entsprechen. Nach Abs. 2 der Bestimmungen sind Abweichungen nur zulÃ¤ssig, wenn sie sachlich gerechtfertigt und untergeordneter Natur sind. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die BeschwerdefÃ¼hrerin anerkennt, dass der kantonale Siedlungs- und Landschaftsplan vom 2. April 2001 intertemporalrechtlich zu beachten ist. DiesbezÃ¼glich kann auf die zutreffenden ErwÃ¤gungen der Vorinstanz verwiesen werden (§ 70 in Verbindung mit § 28 Abs. 1 Satz 2 VRG). Auch mit Bezug auf den Inhalt des kantonalen Planes erhebt die BeschwerdefÃ¼hrerin keine Einwendungen. Strittig ist daher in erster Linie, ob die kommunale Erholungszone E2 den kantonalen Festlegungen im Landschaftsplan entspreche. DafÃ¼r ist vorab zu entscheiden, welchem richtplanerischen Gebiet die fragliche Erholungszone zuzurechnen ist bzw. ob sie noch im Anordnungsspielraum zwischen Freihalte- und Baugebiet liege. Muss ein Widerspruch zum Richtplan bejaht werden, so stellt sich weiter die Frage, ob die Nutzungsplanung infolge einer zulÃ¤ssigen Durchstossung der Richtplanung im Sinn von § 16 Abs. 2 PBG dennoch rechtmÃ¤ssig ist. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>6. Die BeschwerdefÃ¼hrerin macht geltend, das GrundstÃ¼ck liege im Anordnungsspiel­raum des kantonalen Siedlungsgebiet, dies offenbar in der Meinung, die Erholungszone E2 wÃ¤re innerhalb des kantonalen Siedlungsgebietes auf jeden Fall richtplankonform. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die Erholungszonen nach zÃ¼rcherischem Recht kÃ¶nnen als Schutz- oder Spezialzonen sowohl innerhalb wie ausserhalb des Siedlungsgebietes ausgeschieden werden (BGE 118 Ib 503 E. 5 c). Ausserhalb des Siedlungsgebietes prÃ¤sentieren sie sich allerdings nicht mehr als Bauzonen im Sinne von Art. 15 RPG, sondern als Sondernutzungszonen gemÃ¤ss Art. 18 RPG. Bauzonen haben grundsÃ¤tzlich der richtplanerischen Festlegung eines Siedlungsgebietes zu folgen, wÃ¤hrend die Erholungszone ihrerseits ein Erholungsgebiet im Sin­ne von Art. 6 Abs. 2 lit. b RPG und § 23 Abs. 1 lit. c PBG voraussetzt (vgl. VGr, 20. Sep­tember 2001, VB.2001.00048, </span>http://www.vgrzh.ch/rech<a id="_Hlt17712371">t</a>sprechung<span> = auszugsweise BEZ 2001 Nr. 44). </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Mit der Grenzziehung zwischen Siedlungs- und Freihalte- bzw. Landwirtschaftsgebiet im fraglichen Bereich lÃ¤sst der kantonale Richtplan das Freihaltegebiet zwischen der Niderfeld- und der Hardgutstrasse in rechteckiger Form rund 80 m weit ins Baugebiet ragen, so dass es an dieser Stelle dreiseitig vom Baugebiet umgeben wird. Darin liegt zwar nur eine generalisierte und nicht parzellenscharfe Darstellung (vgl. Text zum kantonalen Richtplan von 1995, S. 23). Angesichts dieser deutlichen Differenzierung, welche sogar im Bereiche der Niderfeldstrasse eine explizit versetzte LinienfÃ¼hrung von SÃ¼dwesten nach Nordosten aufweist, kann jedoch nicht angenommen werden, der ganze rechteckige Bereich kÃ¶nne nach Ermessen der Gemeinde gar in verbreiterter Form einer Nutzungszone des Baugebietes zugeschlagen werden. Die BeschwerdefÃ¼hrerin nennt denn auch selber keine Ã¶rtlichen Besonderheiten und UmstÃ¤nde wie spezielle topographische VerhÃ¤ltnisse oder Erschliessungsstand, welche einen derart grossen Anordnungsspielraum an dieser Stel­le rechtfertigen kÃ¶nnten. Dass bereits fÃ¼r die VergrÃ¶sserung der sÃ¼dlich angrenzenden Wohnzone W2/1.6 in Richtung Nordwesten im Umfang von ca. einer Bautiefe Anordnungs­spielraum beansprucht worden ist, spricht jedenfalls eher gegen den zusÃ¤tzlichen Ein­bezug des verbleibenden Rechteckes zum Siedlungsgebietes. Die strittige Zone mit ihrer rund 140 m breiten Tiefe ist daher dem Freihaltegebiet zuzurechnen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>7. a) GemÃ¤ss § 61 Abs. 1 PBG sind als Freihaltezonen oder Erholungszonen die FlÃ¤chen auszuscheiden, die fÃ¼r die Erholung der BevÃ¶lkerung nÃ¶tig sind. Nach Abs. 2 der Bestimmung kÃ¶nnen der Freihaltezone ferner FlÃ¤chen zugewiesen werden, die ein Natur- und Heimatschutzobjekt bewahren oder der Trennung und Gliederung der Bauzonen dienen. Diese Bestimmung rechtfertigt demnach die Ausscheidung einer Erholungszone nur dann, wenn als Zonenzweck die Erholung der BevÃ¶lkerung im Vordergrund steht. Geht es bei der Zonenzuweisung jedoch um die Schutz-, Trenn- oder Gliederungsfunktion, so stellt das Gesetz dafÃ¼r ausschliesslich die Freihaltezone zur VerfÃ¼gung. Die in § 61 PBG neu zu­gelassene Zonenart der Erholungszone sollte demnach nur diejenigen bisherigen Freihaltezonen ablÃ¶sen, welche faktisch Spezialbauzonen waren (Robert Wolf/Erich Kull, Das revidierte Planungs- und Baugesetz des Kantons ZÃ¼rich, Bern 1992, N. 28; Walter Haller/Pe­ter Karlen, Raumplanungs-, Bau- und Umweltrecht, 3. A., ZÃ¼rich 1999, N. 294; BEZ 1993 Nr. 31). </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Im vorliegenden Fall ist das Ziel des kantonalen Freihaltegebietes klar die dauernde Freihaltung von Bauten zum Zwecke der Gliederung des besiedelten Gebietes und des Land­schaftsschutzes. Eine darÃ¼ber hinausgehende Erholungsfunktion wird dem Gebiet hin­gegen nicht zugebilligt. Das kantonale Landwirtschaftsgebiet wird insbesondere auch nicht durch eigentliches Erholungsgebiet abgelÃ¶st, bei dem der Erholungszweck gegenÃ¼ber einer anderen Nutzung Ã¼berwiegt (Richtplantext, S. 18), sondern nur durch die Markierung des Frei­haltegebietes Ã¼berlagert. Die Bedeutung des Gebietes fÃ¼r die Naherholung soll sich nach Auffassung des Kantonsrates offenbar in der MÃ¶glichkeit der Durchquerung zu Fuss oder mit dem Fahrrad aufgrund der im regionalen Richtplan bezeichneten Fuss-, Wander- und Radwege erschÃ¶pfen (vgl. Richtplantext, S. 18; Bericht zu den nicht berÃ¼cksichtigten Einwendungen, S. 100). Diese spezifische Funktionen der landschaftsplanerischen Festlegungen geben zwingend den Zonenzweck der nachfolgenden Nutzungszone vor. Damit ver­bietet sich bereits vom Gesetzeswortlaut her die Festlegung einer Erholungszone E2 im fraglichen Gebiet. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) Ãber diesen formalen Gesichtspunkt hinaus hÃ¤ngt die materielle RichtplankonformitÃ¤t davon ab, welche Bauten und Anlagen in der festgesetzten E2-Zone Ã¼berhaupt zulÃ¤ssig wÃ¤ren. Dazu ist einerseits auf den nicht mehr Prozessgegenstand bildenden Art. 62 BauO sowie die einschlÃ¤gigen kantonalen Bestimmungen abzustellen. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Art. 62 Abs. 1 BauO lÃ¤sst in den Erholungszone E1 und E2 nur die fÃ¼r die GewÃ¤hr­leistung der richtplankonformen Nutzung der FreiflÃ¤che erforderlichen Infrastrukturbauten und -anlagen zu. Darin liegt allerdings noch keine zonenspezifische Umschreibung, da gemÃ¤ss § 62 Abs. 2 PBG in allen kommunalen Erholungszonen nur die den Vorgaben der Richtplanung entsprechenden Bauten und Anlagen zulÃ¤ssig sind. Damit erhebt das Gesetz den Richtplaninhalt praktisch automatisch zum Inhalt der kommunalen Erholungszonen. Dies ist eine Folge davon, dass die im Einzelnen stark differenzierten Festlegungen des Land­schaftsplanes fÃ¼r Erholungsgebiete (§ 23 Abs. 1 lit. c), Schutz- (lit. d) oder Trenngebiete (lit. e) in der Nutzungsplanung keine entsprechende Fortsetzung finden. Nach dem An­hang zur Verordnung Ã¼ber die einheitliche Darstellung der Richtplanungen vom 8. Dezember 1976 kÃ¶nnen im Landschaftsplan insgesamt fÃ¼nf Typen von Erholungsgebieten (ohne Bezeichnung sowie Typ A bis D), fÃ¼nf Typen von Schutzgebieten und das Trenngebiet unterschieden werden. DemgegenÃ¼ber stellt das Gesetz auf der Ebene der Nutzungsplanung nur gerade den Zonentyp der Freihalte- und seit der Revision vom 1. September 1991 denjenigen der Erholungszone zur VerfÃ¼gung (§ 61 ff. PBG). Die kommunale Freihaltezone kann sowohl der Erholung als auch dem Natur- und Heimatschutz sowie der Tren­nung und Gliederung des Siedlungsgebietes dienen, ohne dass eine kantonale Typologie der diesen verschiedenen Zwecken dienenden Freihaltezonen existiert. Auch mit Bezug auf die Erholungszone findet keine weitere Differenzierung auf kantonaler Ebene statt. Al­lerdings hÃ¤lt § 62 Abs. 2 PBG die Gemeinden dazu an, in den Erholungszonen die nÃ¶tigen Bauvorschriften zu erlassen. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Aufgrund dieser gesetzlichen Ordnung liesse sich mit der Baudirektion sagen, es kÃ¶nne gar nie ein Widerspruch zwischen der strittigen Erholungszone E2 und dem kantonalen Freihaltegebiet entstehen, da der Inhalt der Nutzungsplanung letztlich durch die Ã¼ber­geordnete Richtplanung eingeschrÃ¤nkt werde. Dieser Argumentation ist jedoch nicht zu fol­gen. RichtplÃ¤ne geben Aufschluss darÃ¼ber, wie sich das Gebiet rÃ¤umlich entwickeln soll; sie sind nur fÃ¼r die BehÃ¶rden verbindlich (Art. 6 Abs. 1 und 9 Abs. 1 RPG). DemgegenÃ¼ber lÃ¤sst sich erst dem fÃ¼r jedermann verbindlichen Nutzungsplan die zulÃ¤ssige Nutzung des Bodens entnehmen (Art. 14 Abs. 1 und 21 Abs. 1 RPG). Es ist daher bereits fraglich, ob eine Nutzungszone, deren Inhaltsbestimmung nur dem Richtplan entnommen werden kann, Ã¼berhaupt bundesrechtskonform ist. Die Frage kann vorliegend offen bleiben. Vor dem Hintergrund der ZÃ¼rcher Regelung ist auf jeden Fall zu fordern, dass die mit der Bau- und Zonenordnung konkret erÃ¶ffneten baulichen NutzungsmÃ¶glichkeiten der Erholungs­zone den Vorgaben der Richtplanung entsprechen. Es mÃ¼ssen daher Ã¼berhaupt praktische AnwendungsfÃ¤lle denkbar sein, in denen bestimmte Bauten und Anlagen die spezifischen Bauvorschriften fÃ¼r die Erholungszone tatsÃ¤chlich ausschÃ¶pfen, ohne der Ã¼bergeordneten Richtplanung zu widersprechen. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>GemÃ¤ss § 62 Abs. 2 in Verbindung mit § 40 Abs. 1 PBG dÃ¼rfen in der Erholungszone nur solche oberirdischen Bauten und Anlagen erstellt werden, die der Bewirtschaftung oder unmittelbaren Bewerbung der FreiflÃ¤chen dienen und die den Zonenzweck nicht schmÃ¤lern. FÃ¼r andere Bauten und Anlagen gilt Art. 24 RPG. Die Frage der Zonenkonformi­tÃ¤t von Bauten und Anlagen in der Freihaltezone/Erholungszone stellt sich indessen nach der Rechtsprechung nur innerhalb solcher Zonen, welche Erholungszwecke im engeren Sinn verfolgen. Verlangt die Richtplanung hingegen die Freihaltung eines Gebietes zum Zwecke des Umgebungsschutzes oder der Trennung, so liegt darin ein absolutes (Hoch-)Bauverbot (ZBl 91/1990, S. 553 = RB 1990 Nr. 108; RB 1985 Nr. 81). Insofern kann entgegen den Vorbringen der BeschwerdefÃ¼hrerin nicht gesagt werden, Hilfsbauten fÃ¼r zulÃ¤ssige FreiflÃ¤chennutzungen seien in der fraglichen Erholungszone mit dem richtplanerisch vorgegebenen Zweck der Trennung und Ã¶kologischen Vernetzung zonenkonform. Wenn der Kantonsrat in Ziff. 3.8.3 des Richtplantextes die fÃ¼r die Bewirtschaftung der FreihalteflÃ¤che erforderlichen standortgebundenen GebÃ¤ude im Trenngebiet als zulÃ¤ssig bezeichnet hatte, so kann sich dieser Hinweis von vornherein nur auf die GewÃ¤hrung einer Ausnahmebewilligung nach Art. 24 RPG beziehen. Damit aber sind die BaumÃ¶glichkeiten in der fraglichen Erholungszone auf bundesrechtlich definierte AusnahmefÃ¤lle beschrÃ¤nkt. Im Ãbrigen ist darauf hinzuweisen, dass der kantonale Richtplan durch die das Landwirtschaftsgebiet Ã¼berlagernde Bezeichnung der Trenngebiete die NutzungsmÃ¶glichkeiten offensichtlich einschrÃ¤nken und nicht etwa erweitern wollte. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Selbst wenn man der strittigen Nutzungsplanung angesichts einer gewissen MultifunktionalitÃ¤t des Trenngebietes noch zubilligen mÃ¶chte, dass sie in beschrÃ¤nktem Masse auch die der FreiflÃ¤chennutzung dienenden Bauten und Anlagen fÃ¼r zonenkonform erklÃ¤ren dÃ¼rfe, Ã¼berschreitet sie hier mit Art. 62 Abs. 3 BauO klar den ihr von der Richtplanung vorgegebenen Rahmen. Die Bestimmung statuiert fÃ¼r die E2 weder eine BeschrÃ¤nkung auf besondere GebÃ¤ude noch eine BodenflÃ¤chenbeschrÃ¤nkung, sondern verweist etwa fÃ¼r die Ge­bÃ¤udehÃ¶hen auf die Vorschriften der angrenzenden Bauzonen, welche GebÃ¤udehÃ¶hen bis zu 11.40 m zulassen. Im Einzelfall erscheint es jedoch undenkbar, dass ein konkretes GebÃ¤ude mit dieser HÃ¶he den gesetzlichen Rahmen von § 40 Abs. 1 PBG und Art. 24 RPG einhalten kÃ¶nnte. Auch die von der BeschwerdefÃ¼hrerin selber genannten allfÃ¤lligen Hilfsbau­ten wie Umkleidekabinen oder WC-Anlagen fÃ¼r FussballplÃ¤tze und RasenspielflÃ¤chen wÃ¼rden die von der Bauordnung erÃ¶ffneten BaumÃ¶glichkeiten bei weitem nicht ausschÃ¶pfen kÃ¶nnen. Es kann nicht Aufgabe der Nutzungsplanung sein, in einer bestimmten Nutzungs­zone Hoffnungen auf bestimmte bauliche Nutzungen zu erwecken, welche wegen des gesetzlich vorgesehenen RÃ¼ckgriffs auf die Richtplanung von vornherein ausgeschlossen sind.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>8. Die BeschwerdefÃ¼hrerin beruft sich selber nicht darauf, dass der Nutzungsplan den kantonalen Richtplan zulÃ¤ssigerweise durchstosse. Soweit die Baudirektion das Thema in der Genehmigung aufgreift, scheint sie die MÃ¶glichkeit der Durchstossung des Landwirt­schaftsgebietes durch spezielle Erholungseinrichtungen als Argument dafÃ¼r zu verwen­den, dass die kommunalen PlÃ¤ne dem kantonalen Richtplan gar nicht widersprÃ¤chen. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die Durchstossung im Sinne von § 16 Abs. 2 PBG betrifft Abweichungen der NutzungsplÃ¤ne von den RichtplÃ¤nen, nicht hingegen die Zulassung einzelner Bauvorhaben ent­gegen der massgebenden Nutzungsordnung. Die Baubewilligung setzt gemÃ¤ss Art. 22 Abs. 2 lit. a RPG voraus, dass die Bauten und Anlagen dem Zweck der Nutzungszone entsprechen. Ausserhalb der Bauzonen im Sinn von Art. 15 RPG kÃ¶nnen gestÃ¼tzt auf Art. 24 RPG ausnahmsweise auch zonenwidrige Bauten und Anlagen bewilligt werden, wenn sie standortgebunden sind und dem keine Ã¼berwiegenden Interessen entgegenstehen. Diese MÃ¶g­lichkeit von Ausnahmebewilligungen ausserhalb der Bauzonen kann jedoch nicht zur Rechtfertigung einer richtplanwidrigen Nutzungszone dienen. Eine solche ist nur zulÃ¤ssig, wenn die Abweichung sachlich gerechtfertigt und untergeordneter Natur ist (§ 16 Abs. 2 PBG). </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Beide Voraussetzungen sind im vorliegenden Fall nicht gegeben. Bereits aufgrund der flÃ¤chenmÃ¤ssigen Ausdehnung der E2-Zone Ã¼ber ca. 140 m x 250 m kann die Abweichung nicht mehr als untergeordnet bezeichnet werden. Zum anderen fehlt ihr aber auch die innere Rechtfertigung. Sie bildet letztlich Ausdruck einer unterschiedlichen Bewertung der Erholungsfunktion des Gebietes auf kantonaler und kommunaler Ebene. WÃ¤hrend nach den Festlegungen des kantonalen Richtplans die Erholung der BevÃ¶lkerung bereits durch die Frei­haltung der Landschaft und deren Erlebbarkeit hinreichend gewÃ¤hrleistet wird, will die BeschwerdefÃ¼hrerin hier spezifische FreizeitaktivitÃ¤ten mit einem betrÃ¤chtlichen baulichen Potenzial ermÃ¶glichen. Dabei vermag sie jedoch nicht zu begrÃ¼nden, inwiefern die BedÃ¼rfnisse der BevÃ¶lkerung an diesem spezifischen Ort tatsÃ¤chlich weiter gehen, als vom Kanton eingeplant. Bis heute scheinen auch keine konkreten Vorstellungen Ã¼ber die kÃ¼nftige Verwendung der strittigen Erholungszone zu bestehen. Immerhin befindet sich nach den AusfÃ¼hrungen der BeschwerdefÃ¼hrerin in der angrenzenden Wohnzone W2/2.0 bereits die Freizeitanlage Hardau, die in der schmalen Erholungszone zwischen der Euelstrasse und dem Fluss TÃ¶ss mit einem Allwetterspielfeld, Kies- und RuderalflÃ¤chen und einem Rasenspielfeld erweitert werden soll. Ebenso sind im sÃ¼dlichen Bereich dieser Erholungszone FamiliengÃ¤rten vorhanden. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>9. DemgemÃ¤ss widerspricht die Erholungszone E2 im fraglichen Bereich dem kantonalen Richtplan und erweist sich damit als rechtswidrig. Ob sie darÃ¼ber hinaus dem kom­munalem Richtplan widerspricht, soweit dieser einen empfindlichen Siedlungsrand festlegt, kann unter diesen UmstÃ¤nden offen bleiben. Die Beschwerde ist daher abzuweisen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>...</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>DemgemÃ¤ss entscheidet die Kammer:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>1. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird.</span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="MsoNormal">...</p> <p class="MsoNormal"> </p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>