Postulat Scheidegger 2446 N 14 décembre 1990 #ST# 90.723 Postulat Widrig Verbriefung von Hypothekaranlagen Titrisation des placements hypothécaires Wortlaut des Postulates vom 24. September 1990 Der Bundesrat wird beauftragt, die Voraussetzungen und Aus- wirkungen einer Verbriefung von Hypothekaranlagen zu prü- fen. Dabei ist mit der Beseitigung steuerlicher Hindernisse, wie Wegfall der Stempelsteuer, Reduktion der Verrechnungs- steuer oder ähnliches, der Erwerb von Wohneigentum zu för- dern. Texte du postulat du 24 septembre 1990 Le Conseil fédéral est chargé d'examiner les conditions d'une titrisation des placements hypothécaires et les conséquences qu'aurait une telle mesure. En l'occurence, il y aurait lieu d'en- courager l'acquisition de la propriété de logements en déman- telant les barrières fiscales (suppression des droits de timbre, réduction de l'impôt anticipé, par exemple). Mitunterzeichner - Cosignataires: Aregger, Basler, Blatter, Bürgi, Columberg, David, Engler, Feigenwinter, Giger, Hari, Hess Peter, Jung, Kühne, Ruckstuhl, Schmidhalter, Segmül- ler, Seiler Hanspeter, Seiler Rolf, Wellauer, Wyss Paul, Zölch (21) Schriftliche Begründung - Développement par écrit In die öffentliche Diskussion um die Hypothekarzinsen wurde verschiedentlich die Idee einer Hypothekenfinanzierung über handelbare Wertpapiere eingebracht. Das Institut der Verbrie- fung von Hypotheken (sog. «Securitization») kennen u. a. Frankreich und die USA. In der Schweiz werden Hypothekaranlagen hauptsächlich durch Banken, Pensionskassen und Versicherungsgesell- schaften gehalten. Der einzelne (Inhaber-)Schuldbrief eignet sich trotz seines Wertpapiercharakters nicht als Anlageobjekt für private Investoren und wird nicht gehandelt. Eine direkte Refinanzierung von Hypotheken auf dem Kapitalmarkt ist zur- zeit kaum möglich. Die Zusammenfassung von Hypotheken in einem Pool, der seinerseits analog einem Anlagefonds Anteile an Hypothekar- paketen in kleineren Stückelungen an die Investoren ausgibt, würde einen direkten Zugang zum Kapitalmarkt eröffnen. Hy- pothekaranlagen würden in standartisierten, handelbaren Ti- teln verbrieft. Durch die Beseitigung steuerlicher Hindernisse (Wegfall Stempelsteuer, Reduktion Verrechnungssteuer, steu- erliche Begünstigung von Emission und Ertrag solcher Titel o. ä.) könnte eine günstige Wohnbaufinanzierungsform ge- schaffen werden. Heutzutage fehlen die rechtlichen Grundlagen zur Gründung von Hypotheken-Pools oder Hypothekar-Anlagefonds. Um die Zweckmässigkeit der Verbriefung von Hypothekaranlagen zu beurteilen, sind daher vorgängig die notwendigen Geset- zesänderungen, die Möglichkeiten zur Beseitigung steuerli- cher Hindernisse und die volkswirtschaftlichen Auswirkungen abzuklären. Schriftliche Erklärung des Bundesrates vom 26. November 1990 Déclaration écrite du Conseil fédéral du 26 novembre 1990 Der Bundesrat ist bereit, das Postulat entgegenzunehmen. Ueberwiesen - Transmis #ST# 90.595 Postulat Caccia Förderung der Diversifikation kleiner und mittlerer Unternehmungen Reconversion de certaines PME Wortlaut des Postulates vom 20. Juni 1990 Der Bundesrat wird eingeladen zu untersuchen, ob es zweck- mässig wäre, ein Programm zur Unterstützung der KMU einzu- leiten, die stark im Rüstungsbereich engagiert sind und auf den zivilen Bereich umstellen möchten. Texte du postulat du 20 juin 1990 Le Conseil fédéral est invité à évaluer l'opportunité de lancer un programme industriel de soutien aux PME qui sont enga- gées de façon importante dans les secteurs de l'armement et qui voudraient se reconvertir dans les secteurs civils. Mitunterzeichner - Cosignataires: Baggi, Darbellay, Déglise, Ducret.Theubet (5) Schriftliche Begründung - Développement par écrit Dans la structure industrielle suisse, il existe de nombreuses PME qui ont développé leur activité de manière importante ou exclusive dans le secteur de l'armement, en ayant assez sou- vent développé des technologies d'avant-garde et en les ap- pliquant parfois dans des secteurs de pointe comme celui de l'aviation. Du reste, dans ce secteur, la Suisse est quasi ab- sente des grands projets de l'aviation civile européenne. L'évolution politique actuella pourrait amener à une réduction graduelle des programmes d'armement, non seulement dans notre pays, ce qui aurait comme conséquence pour ces entre- prises des difficultés plus graves que celles qui toucheraient les grandes entreprises. On pourrait imaginer des programmes de reconversion in- dustrielle dans des secteurs civils, éventuellement avec la col- laboration européenne, pour soutenir les efforts de ces PME. Schriftliche Erklärung des Bundesrates vom 21. November 1990 Déclaration écrite du Conseil fédéral du 21 novembre 1990 Le Conseil fédéral est prêt à accepter le postulat. Ueberwiesen - Transmis #ST# 90.745 Postulat Scheidegger Verfahrenserleichterung WEG Loi encourageant la construction et l'accession à la propriété de logements. Simplification de la procédure Wortlaut des Postulates vom 27. September 1990 Der Bundesrat wird eingeladen, die nach Wohnbau- und Ei- gentumsgesetz vorgesehen 3n Verfahren zu erleichtern und zu beschleunigen. Als mögliche Massnahmen kommen in Be- tracht:14. Dezember 1990 2447 Postulat Bär 1. Eine generelle Bewilligung zum vorzeitigen Baubeginn, wo- bei der Entscheid über das Gesuch damit nicht präjudiziert werdensoll. 2. Kompetenzdelegationen an kantonale Amtsstellen oder Dachverbände des gemeinnützigen Wohnungsbaus. 3. Anregung und Unterstützung kantonaler Koordinationsstel- len für die Bewilligungsverfahren. 4. Aussprachen des Bundesamtes für Wohnungswesen mit den Dachverbänden zur Beratung weiterer Beschleunigungs- und Erleichterungsmöglichkeiten. Texfe du postulat du 27 septembre 1990 Le Conseil fédéral est invité à faciliter et à accélérer la procé- dure prévue par la loi encourageant la construction et l'accès à la propriété de logements. Sont à considérer: 1. l'octroi d'une autorisation générale pour commencer les tra- vaux sans préjuger de la réponse qui sera donnée à la de- mande; 2. la délégation de compétence aux autorités cantonales ou aux organisations faîtières de la construction de logements d'utilité publique; 3. la stimulation des services cantonaux de coordination char- gés d'étudier les dossiers de demande et le soutien financier à leur accorder; 4. enfin, des contacts entre l'Office fédéral du logement et les organisations faîtières afin d'étudier d'autres possibilités sus- ceptibles d'accélérer et de simplifier la procédure. Mitunterzeichner - Cosignataires: Büttiker, Nabholz, Steineg- ger, Wanner (4) Schriftliche Begründung - Développement par écrit Die Förderung des gemeinnützigen Wohnungsbaus und des selbstgenutzten Wohneigentums ist bei der gegenwärtigen Wohnmarktsituation besonders nötig und aktuell. Das Bun- desamt für Wohnungswesen ist kaum in der Lage, die vielen Gesuche und Vorprüfungen innert nützlicher Frist zu erledi- gen. Viele Gesuchsteller und Architekten brauchen auch Bera- tung, um die entsprechenden Gesuchsunterlagen richtig zu- sammenzustellen. Gerade jetzt sollten aber Bauvorhaben nach WEG rasch und wirksam gefördert werden. Dabei fällt auch ins Gewicht, dass mit Bauarbeiten nicht begonnen wer- den darf, solange über ein Gesuch nicht entschieden ist. Der Bundesrat wird daher eingeladen, die nach Wohnbau- und Ei- gentumsförderungsgesetz vorgesehenen Verfahren zu er- leichtern und zu beschleunigen. Schriftliche Erklärung des Bundesrates vom 21. November 1990 Déclaration écrite du Conseil fédéral du 21 novembre 1990 Der Bundesrat ist bereit, das Postulat entgegenzunehmen. Ueberwiesen - Transmis #ST# 90.817 Postulat Segmüller Förderung der Lehre im Bereich Alternativenergien Energies de substitution. Développement de l'enseignement Wortlaut des Postulates vom 4. Oktober 1990 Der Bundesrat wird beauftragt, Massnahmen zur vermehrten Förderung der Lehrtätigkeit im Bereich Alternativenergien an Bildungsstätten des Bundes und der Kantone zu prüfen. Texfe du postulat du 4 octobre 1990 Le Conseil fédéral est invité à examiner des mesures propres à développer, dans les établissements de formation delà Confé- dération et des cantons, l'enseignement dans le domaine des énergies de substitution. Mitunterzeichner - Cosignataires: Keine - Aucun Schriftliche Begründung - Développement par écrit Neben der zukünftigen forcierten Förderung der Forschung im Bereiche alternativer Energieträger braucht es auch eine Förderung der praktischen Anwendung der Forschungser- gebnisse. Die Umsetzung von Forschung in Anwendung er- folgt massgebend durch die Lehre. Im Bereich Alternativener- gien wurde die Lehrtätigkeit an einzelnen Bildungsstätten des Bundes und der Kantone (ETH, HTL) zwar bereits aufgenom- men. Sie muss jedoch gezielt (insbesondere im Bereich Solar- energie) ausgebaut werden, um die rasche und umfassende Umsetzung und Verbreitung neuer Erkenntnisse zu gewährlei- sten. Schrittliche Erklärung des Bundesrates vom 21. November 1990 Déclaration écrite du Conseil fédéral du 21 novembre 1990 Der Bundesrat ist bereit, das Postulat entgegenzunehmen. Ueberwiesen - Transmis #ST# 90.835 Postulat Bär Erhaltung der Artenvielfalt auf Alpweiden Sauvegarde des espèces végétales dans les alpages Wortlaut des Postulates vom 4. Oktober 1990 Der Bundesrat wird eingeladen, zu prüfen und Bericht zu er- statten, ob die Gewährung der Sömmerungsbeiträge an die Bedingung geknüpft werden kann, dass keine alpfremden Stickstoffdünger (insbesondere Handelsdünger und Klär- schlamm) eingesetzt werden dürfen. Texfe du postulat du 4 octobre 1990 Le Conseil fédéral est invité à examiner s'il y a moyen de lier l'octroi de contributions d'estivage à l'interdiction d'utiliser des engrais azotés, inappropriés pour les alpages (notamment les engrais commerciaux et les boues d'épuration); il est égale- ment prié d'établir un rapport à ce sujet. Mitunterzeichner-Cosignataires: Baerlocher, Bäumlin Ursula, Diener, Fankhauser, Fierz, Gardiol, Hafner Rudolf, Herczog, Leutenegger Oberholzer, Maeder, Meier-Glattfelden, Re- beaud, Schmid, Stocker, Thür, Ulrich, Weder-Basel (17) Schriftliche Begründung - Développement par écrit Zur Erhaltung der pflanzlichen Artenvielfalt auf Alpweiden sollte die Verwendung alpfremder Dünger eingeschränkt wer- den. Verschiedene Erhebungen beweisen, dass die pflanzli- che Artenvielfalt wegen der verstärkten Stickstoffdüngung auf vielen Alpen abnimmt. Die bessere Erschliessung der Alpen führt leider dazu, dass vermehrt betriebsfremde Dünger aus- gebracht werden. Aus diesem Grunde hat die Landsgemeinde des Kantons Glarus nicht nur die N-Dünger verboten, sondern ein generelles Verbot für die Verwendung von alpfremden Düngern erlassen. Der Bund und einige Kantone richten jährlich namhafte Söm-Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali Postulat Scheidegger Verfahrenserleichterung WEG Postulat Scheidegger Loi encourageant la construction et l'accession à la propriété de logements. Simplification de la procédure In Amtliches Bulletin der Bundesversammlung Dans Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale In Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale Jahr 1990 Année Anno Band V Volume Volume Session Wintersession Session Session d'hiver Sessione Sessione invernale Rat Nationalrat Conseil Conseil national Consiglio Consiglio nazionale Sitzung 15 Séance Seduta Geschäftsnummer 90.745 Numéro d'objet Numero dell'oggetto Datum 14.12.1990 - 08:00 Date Data Seite 2446-2447 Page Pagina Ref. No 20 019 360 Dieses Dokument wurde digitalisiert durch den Dienst für das Amtliche Bulletin der Bundesversammlung. Ce document a été numérisé par le Service du Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale. Questo documento è stato digitalizzato dal Servizio del Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale.