<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2005.00255</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=205312&amp;W10_KEY=13013564&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2005.00255</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 25.08.2005</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">3. Abteilung/3. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Raumplanungs-, Bau- und Umweltrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Akteneinsicht</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Akteneinsichtsrecht vor der öffentlichen Planauflage: Zuständigkeit des Verwaltungsgerichts (E.1.1). Gesetzliche Grundlagen des Akteineinsichtsrechts (E.2.1). Gesetzliche Grundlagen der Gehörsgewährung im Allgemeinen und des Akteneinsichtsrechts im Besonderen in Planungsverfahren. Im Kanton Zürich knüpft die für die Bevölkerung ermöglichte Mitwirkung an die öffentliche Planauflage an (E.2.2). Vor der öffentlichen Planauflage besteht gestützt auf Art. 4 RPG und § 7 PBG kein Akteneinsichtsrecht (E.3). Können sich die Beschwerdeführer auf ein Akteneinsichtsrecht ausserhalb eines Verfahrens berufen? Vorliegend überwiegen die öffentlichen Interessen an der Geheimhaltung (E.4). Hingegen ist das Schutzinventar gemäss § 203 Abs. 2 PBG öffentlich. Die Objektblätter dürften daher zum öffentlich zugänglichen Bestandteil des Inventars gehören. Zu deren Einsichtnahme muss kein schutzwürdiges Interesse geltend gemacht werden (E.5). Teilweisse Gutheissung und Kostenfolge (E.6).</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: AKTENEINSICHT">AKTENEINSICHT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: DENKMALSCHUTZ">DENKMALSCHUTZ</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: INVENTAR">INVENTAR</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: PLANAUFLAGE">PLANAUFLAGE</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: RECHTLICHES GEHÃR">RECHTLICHES GEHÃR</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: Planungs- und Baurecht ST: ÃBRIGES PLANUNGS- UND BAURECHT">ÃBRIGES PLANUNGS- UND BAURECHT</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade">Art. 29 Abs. 2 BV</span><br/><span class="gerade">§ 7 PBG</span><br/><span class="ungerade">§ 203 Abs. II PBG</span><br/><span class="gerade">Art. 4 RPG</span><br/><span class="ungerade">§ 8 Abs. 1 VRG</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="gerade">BEZ 2005 Nr. 36 S. 3</span><br/><span class="ungerade">RB 2005 Nr. 59 S. 152</span><br/> </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 3 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Sachverhalt1"><b>I. </b> </p> <p class="Urteilstext">Das im Eigentum der Familie D stehende GrundstÃ¼ck Kat.-Nr. 01 im Halte von ca. 45'000 m<sup>2</sup> an der L-Strasse 02 liegt gemÃ¤ss Bau- und Zonenordnung in der Zone W2bI. Die darauf stehende Villa ist samt dem zugehÃ¶rigen Park im Schutzinventar verzeichnet. Im Jahre 2003 nahmen die EigentÃ¼mer mit dem Amt fÃ¼r StÃ¤dtebau der Stadt ZÃ¼rich Verhandlungen betreffend eine NeuÃ¼berbauung des Areals auf. Unter Einbezug weiterer Ãmter der Stadtverwaltung wurden erste planerische Rahmenbedingungen vereinbart, die in einem so genannten Letter of Intent festgehalten wurden. Hierauf wandten sich B und hernach auch A, die in der unmittelbaren Umgebung an der M-Strasse 03 bzw. an der L-Strasse 04 wohnen, an die Stadtverwaltung mit dem Ersuchen, in die Unterlagen der bisherigen Verhandlung Einsicht nehmen zu kÃ¶nnen. Sie begrÃ¼ndeten dies im Wesentlichen damit, mÃ¶glichst frÃ¼hzeitig Informationen zu erhalten, welche den Wert ihrer eigenen GrundstÃ¼cke beeinflussen kÃ¶nnten. Im Rahmen der hierÃ¼ber gefÃ¼hrten Korrespondenz lehnte dies die Stadtverwaltung wiederholt ab, letztmals mit Schreiben der Vorsteherin des Hochbaudepartements vom 22. April 2004. Darin wurde darauf hingewiesen, dass "alle relevanten Akten" in einem allfÃ¤lligen Sondernutzungsplanungsverfahren (Ã¶ffentliche Auflage des Planes) sowie bei einer allfÃ¤lligen Unterschutzstellung bzw. Entlassung der Liegenschaft aus dem Inventar (Ã¶ffentliche Auflage des diesbezÃ¼glichen Entscheids) eingesehen werden kÃ¶nnten; ferner wurde auf die (zusÃ¤tzlich) vorgesehene Informationsveranstaltung hingewiesen. </p> <p class="Sachverhalt1"><b>II. </b> </p> <p class="Urteilstext">Gegen dieses Schreiben erhoben A und B am 30. April 2004 Rekurs an die Baurekurskommission I mit dem Antrag, es sei ihnen Einsicht in folgende Unterlagen zu gewÃ¤hren:</p> <p class="Urteilstext"> </p> <p class="Einzug1Tab"><span>-<span> </span></span><span>das 2003 erarbeitete "Leitbild" fÃ¼r das Areal</span></p> <p class="Einzug1Tab"><span>-<span> </span></span><span>sÃ¤mtliche Unterlagen betreffend Inventarisierung von Villa, Garage, GÃ¤rtnerei, Chalet und Park</span></p> <p class="Einzug1Tab"><span>-<span> </span></span><span>die Abmachungen zwischen der BaubehÃ¶rde und den GrundeigentÃ¼mern (AbsichtserklÃ¤rung bzw. Letter of Intent) betreffend Projektierung und Einhaltung bzw. AbÃ¤nderung der gÃ¼ltigen Bauvorschriften und Entlassungen aus dem Inventar</span></p> <p class="Einzug1Tab"><span>-<span> </span></span><span>die durchgefÃ¼hrte Testplanung (deren Vorgaben, Ziele, Namen der Testplaner, Arbeitsergebnisse aller einzelnen Testplaner, Ergebnisse der Testplanung als Ganzes)</span></p> <p class="Einzug1Tab"><span>-<span> </span></span><span>die Wettbewerbsunterlagen und die Teilnehmer des Wettbewerbs sowie der Jury</span></p> <p class="Einzug1Tab"><span>-<span> </span></span><span>evt. weitere Unterlagen, die das Projekt betreffen und die den Rekurrenten nicht bekannt sind.</span></p> <p class="Einzug1Tab"><span> </span></p> <p class="Urteilstext">Die Baurekurskommission I wÃ¼rdigte das Schreiben vom 22. April 2004 als anfechtbare VerfÃ¼gung, trat auf den Rekurs am 9. Juli 2004 jedoch mangels ZustÃ¤ndigkeit gleichwohl nicht ein und Ã¼berwies die Akten dem Stadtrat ZÃ¼rich zwecks Behandlung als "stadtinternen Rekurs" (Einsprache). </p> <p class="Urteilstext">Der Stadtrat ZÃ¼rich wies den Rekurs, soweit er darauf eintrat, am 10. November 2004 ab. Er erwog primÃ¤r, sofern es sich beim angefochtenen Schreiben der Vorsteherin des Hochbaudepartements vom 22. April 2004 Ã¼berhaupt um eine anfechtbare Anordnung handle, sei sie als ZwischenverfÃ¼gung zu wÃ¼rdigen, welche keinen nicht wieder gutzumachenden Nachteil im Sinn von § 19 Abs. 2 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 (VRG) bewirke und daher nicht selbststÃ¤ndig anfechtbar sei. Selbst wenn jedoch auf das Rechtsmittel einzutreten wÃ¤re, erweise es sich als unbegrÃ¼ndet, weil die Rekurrenten keinen Anspruch darauf hÃ¤tten, vor dem durch die Ã¶ffentliche Planauflage eingeleiteten Mitwirkungsverfahren im Sinn von Art. 4 des Raumplanungsgesetzes vom 22. Juni 1979 (RPG) und § 7 Abs. 2 des Planungs- und Baugesetzes vom 7. September 1975 (PBG) informiert zu werden.</p> <p class="Sachverhalt1"><b>III. </b> </p> <p class="Urteilstext">Dagegen erhoben A und B am 20. Dezember 2004 Rekurs an den Bezirksrat ZÃ¼rich, worin sie ihre der Baurekurskommission I bzw. dem Stadtrat ZÃ¼rich gestellten AntrÃ¤ge erneuerten. Der Bezirksrat ZÃ¼rich wies den Rekurs am 4. Mai 2005 ab. Vom 18. MÃ¤rz bis 23. Mai 2005 war der mittlerweile ausgearbeitete Gestaltungsplan "N" zusammen mit dem Entwurf eines verwaltungsrechtlichen Vertrags betreffend die Unterschutzstellung der Villa "N" Ã¶ffentlich aufgelegt worden.</p> <p class="Sachverhalt1"><b><span>IV. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext">Hiergegen gelangten die unterlegenen Rekurrenten mit Beschwerde vom 13. Juni 2005 an das Verwaltungsgericht mit den AntrÃ¤gen, den Rekursentscheid des Bezirksrats ZÃ¼rich aufzuheben und die Stadt ZÃ¼rich anzuweisen, ihnen Akteneinsicht (mit der MÃ¶glichkeit, Kopien zu erstellen) in folgende Unterlagen betreffend die Liegenschaft L-Strasse 02 zu gewÃ¤hren:</p> <p class="Einzug1Tab"><span>-<span> </span></span><span>Das Schutzinventar (inkl. ObjektblÃ¤tter) </span></p> <p class="Einzug1Tab"><span>-<span> </span></span><span>Die Akten des Gestaltungsplanverfahrens</span></p> <p class="Einzug1Tab"><span>-<span> </span></span><span>insbesondere auch die bisher verweigerten Akten und Abmachungen zwischen der PlanungsbehÃ¶rde und den GrundeigentÃ¼mern, soweit sie den Gestaltungsplan berÃ¼hren.</span></p> <p class="Urteilstext"> </p> <p class="Urteilstext">Der Bezirksrat verzichtete auf Vernehmlassung. FÃ¼r den Stadtrat ZÃ¼rich beantragte das Hochbauamt am 16. August 2005 Abweisung der Beschwerde.</p> <p class="Einzug1"><span>Die Kammer</span><span> zieht in ErwÃ¤gung:</span></p> <p class="Erwgung1"><b>1. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>1.1 </b>Das Verwaltungsgericht ist nach § 19c Abs. 2 und § 41 VRG zur Behandlung der vorliegenden Beschwerde zustÃ¤ndig. Weil auch die Ã¼brigen Prozessvoraussetzungen erfÃ¼llt sind, ist auf die Beschwerde grundsÃ¤tzlich â unter Vorbehalt der nachstehenden ErwÃ¤gung zum Streitgegenstand â einzutreten.</p> <p class="Erwgung2"><b>1.2 </b>Soweit die BeschwerdefÃ¼hrer nunmehr Einsicht in "die Akten des Gestaltungsplanverfahrens betreffend L-Strasse 02" verlangen, geht dieser Antrag zumindest teilweise Ã¼ber die Begehren hinaus, welche sie vor den Vorinstanzen gestellt haben. Das den Streitgegenstand mitbestimmende Anfechtungsobjekt bildete nÃ¤mlich ursprÃ¼nglich das Schreiben der Vorsteherin des Hochbaudepartements vom 22. April 2004, mit welchem das damalige Akteneinsichtsbegehren abgelehnt wurde. Dieses umfasste die Akten des Gestaltungsplanverfahrens noch nicht, wurde doch der Gestaltungsplan erst am 18. MÃ¤rz 2005 aufgelegt. Dabei kann hier offen bleiben, ob alle Akten aufgelegt wurden, welche die Ã¶ffentliche Auflage gemÃ¤ss Art. 4 RPG und § 7 Abs. 2 PBG umfassen muss. Die BeschwerdefÃ¼hrer rÃ¼gen zu Recht nicht ausdrÃ¼cklich, dass die Ã¶ffentliche Planauflage ungenÃ¼gend gewesen sei. Eine solche RÃ¼ge wÃ¤re im vorliegenden Beschwerdeverfahren nicht zu Ã¼berprÃ¼fen; sie kÃ¶nnte erst in einem allfÃ¤lligen Rechtsmittelverfahren betreffend die Festsetzung des Gestaltungsplans erhoben werden, da die RechtmÃ¤ssigkeit der Planauflage nicht Gegenstand des Einspracheverfahrens vor Stadtrat und des Rekursverfahrens vor Bezirksrat bildete und damit auch nicht zum Streitgegenstand des Beschwerdeverfahrens gehÃ¶rt. Auf den genannten Teilantrag ist daher nicht einzutreten.</p> <p class="Erwgung1"><b>2. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>2.1 </b>Nach der Rechtsprechung des Bundesgerichts wird aus Art. 29 Abs. 2 der Bundesverfassung vom 18. April 1999 (BV) wie zuvor aus Art. 4 der Bundesverfassung vom 29. Mai 1874 (aBV) direkt ein Anspruch auf Akteneinsicht als Teil des rechtlichen GehÃ¶rs abgeleitet. Dieser verfassungsmÃ¤ssige Anspruch gilt zum einen wÃ¤hrend eines hÃ¤ngigen Verfahrens im Hinblick auf den Erlass einer VerfÃ¼gung. Zum andern hat die Rechtsprechung anerkannt, dass ein solcher Anspruch auch ausserhalb eines hÃ¤ngigen Verfahrens geltend gemacht werden kann. Allerdings ist dieser Anspruch im Gegensatz zu demjenigen eines Beteiligten in die Akten eines hÃ¤ngigen Verfahrens davon abhÃ¤ngig, dass der Rechtssuchende ein besonderes schutzwÃ¼rdiges Interesse glaubhaft machen kann. Das Akteneinsichtsrecht findet zudem seine Grenzen am Ã¶ffentlichen Interesse des Staates und den berechtigten Geheimhaltungsinteressen Dritter (BGE 122 I 153 E. 6a; 129 I 249 E. 3, auch zum Folgenden). Die einander entgegenstehenden Interessen an der Akteneinsicht auf der einen Seite und an deren Verweigerung auf der anderen sind im Einzelfall gegeneinander abzuwÃ¤gen. Sodann besteht nach der Rechtsprechung aufgrund von Art. 29 Abs. 2 BV bzw. Art. 4 aBV kein Anspruch auf Einsicht in "verwaltungsinterne" Akten wie AuskÃ¼nfte und Notizen, Mitberichte und Mitteilungen, verwaltungsinterne Gutachten und Ãhnliches. Mit dieser EinschrÃ¤nkung des Akteneinsichtsrechts soll verhindert werden, dass die ganze Meinungsbildung der Verwaltung Ã¼ber die entscheidenden AktenstÃ¼cke und die getroffenen, begrÃ¼ndeten VerfÃ¼gungen hinaus vollstÃ¤ndig vor der Ãffentlichkeit ausgebreitet wird (Alfred KÃ¶lz/JÃ¼rg Bosshart/Martin RÃ¶hl, Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons ZÃ¼rich, 2. A., ZÃ¼rich 1999, § 8 N. 67 mit Hinweisen). </p> <p class="Urteilstext">GemÃ¤ss § 8 Abs. 1 VRG sind zur Akteneinsicht jene Personen berechtigt, die durch eine Anordnung berÃ¼hrt sind und ein schutzwÃ¼rdiges Interesse an deren Aufhebung oder Ãnderung haben. Wie diese an die Rechtsmittellegitimation (§ 21 VRG) anknÃ¼pfende Umschreibung des Berechtigtenkreises zeigt, ist die kantonale Bestimmung primÃ¤r auf die Einsichtnahme in Akten wÃ¤hrend eines hÃ¤ngigen Verfahrens ausgerichtet. Daneben besteht aber â sei es aufgrund einer verfassungskonformen Auslegung von § 8 Abs. 1 VRG, sei es in direkter AnknÃ¼pfung an Art. 29 Abs. 2 BV â im Rahmen der dargelegten bundesgerichtlichen Rechtsprechung zu dieser Verfassungsbestimmung auch ein Anspruch auf Akteneinsicht ausserhalb eines hÃ¤ngigen Verfahrens (vgl. KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 8 N. 61), was wie erwÃ¤hnt ein besonderes schutzwÃ¼rdiges Interesse voraussetzt, welches zudem entgegenstehende Interessen des Staates und berechtigte Geheimhaltungsinteressen Dritter Ã¼berwiegen muss.</p> <p class="Erwgung2"><b>2.2 </b>Besondere Bestimmungen und GrundsÃ¤tze bestehen bezÃ¼glich der GehÃ¶rsgewÃ¤hrung im Allgemeinen und des Akteneinsichtsrechts im Besonderen in Planungsverfahren (Michele Albertini, Der verfassungsmÃ¤ssige Anspruch auf rechtliches GehÃ¶r im Verwaltungsverfahren des modernen Staates, Bern 2000, S. 179 ff.), was damit zusammenhÃ¤ngt, dass RaumplÃ¤ne Zwischengebilde zwischen Rechtssatz und VerfÃ¼gung sind und dass sie zwar in einem Verfahren erlassen werden, welches sich jedoch von jenem zum Erlass einer IndividualverfÃ¼gung grundlegend unterscheidet (KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 19 N. 21 ff.; Walter Haller/Peter Karlen, Raumplanungs-, Bau- und Umweltrecht, Band I, 3. A., ZÃ¼rich 1999, N. 403 ff.). Nach Art. 4 RPG unterrichten die mit Planungsaufgaben betrauten BehÃ¶rden die BevÃ¶lkerung Ã¼ber Ziele und Ablauf der Planungen nach diesem Gesetz (Abs. 1). Sie sorgen dafÃ¼r, dass die BevÃ¶lkerung bei Planungen in geeigneter Weise mitwirken kann (Abs. 2). Diese weit gehend als Gesetzesauftrag an die Kantone zu verstehende Bestimmung bezweckt, dass Planungsprozesse sich nicht im Geheimen abspielen, sondern den Anforderungen eines demokratischen Rechtsstaates anzupassen sind (Haller/Karlen, N. 392; Rudolf Muggli in: Kommentar zum Bundesgesetz Ã¼ber die Raumplanung, ZÃ¼rich 1999, Art. 4 N. 3 ff.; zur Funktion von Art. 4 RPG vgl. auch: VGr, 4. Dezember 2003, VB.2002.00376, E. 5; VGr, 24. MÃ¤rz 2005, VB.2004.00566, E. 3.4, beide auf www.vgrzh.ch). Diesen Anforderungen kann im Einzelnen in verschiedener Weise nachgekommen werden, wobei die Auflage von PlanentwÃ¼rfen zur allgemeinen AnsichtsÃ¤usserung und die Entgegennahme und Beantwortung von VorschlÃ¤gen zum bundesrechtlich geforderten Minimum gehÃ¶ren (BGE 111 Ia 164 E. 2d). GemÃ¤ss § 7 PBG sind die PlÃ¤ne (worunter RichtplÃ¤ne, NutzungsplÃ¤ne, Konzepte und SachplÃ¤ne im Sinn des RPG zu verstehen sind) entsprechend der Vorgabe von Art. 4 Abs. 3 RPG vor ihrer Festsetzung Ã¶ffentlich aufzulegen. Innert 60 Tagen nach der Bekanntmachung kann sich jedermann bei der die Auflage verfÃ¼genden Instanz zum Planinhalt Ã¤ussern (Abs. 2). Ãber die nicht berÃ¼cksichtigten Einwendungen wird gesamthaft bei der Planfestsetzung entschieden (Abs. 3). Hernach stehen die PlÃ¤ne und die Stellungnahme zu den nicht berÃ¼cksichtigten Einwendungen zur Einsichtnahme offen (Abs. 4). </p> <p class="Erwgung2">Information und Mitwirkung nach Art. 4 RPG unterscheiden sich vom Rechtschutz gegen die Planfestsetzung (Muggli, Art. 4 N. 5). Der Kreis der nach Art. 4 RPG Berechtigten (die "BevÃ¶lkerung", das heisst Personen, die durch die Planung berÃ¼hrt sein kÃ¶nnen; siehe Muggli, Art. 4 N. 13) ist weiter gezogen; es stehen ihnen anderseits nicht die weit gehenden Verfahrensrechte zu, wie sie den Beteiligten eines auf Erlass einer IndividualverfÃ¼gung gerichteten Verfahrens sowie den Beteiligten eines gegen die Planfestsetzung angehobenen Rechtsmittelverfahrens (also den Personen, die durch eine zu treffende Anordnung oder den festgesetzten Plan berÃ¼hrt sind und ein schutzwÃ¼rdiges Interesse an deren Aufhebung oder Ãnderung haben) zukommen. Wie sich aus § 7 Abs. 2-4 PBG ergibt, knÃ¼pft im Kanton ZÃ¼rich die fÃ¼r die BevÃ¶lkerung ermÃ¶glichte Mitwirkung an die Ã¶ffentliche Planauflage an, was mit dem Bundesrecht vereinbar ist. Das schliesst eine frÃ¼here Information der BevÃ¶lkerung nicht aus, was sogar durchaus der Zielrichtung von Art. 4 Abs. 1 RPG entspricht. Es liegt jedoch weitestgehend im Ermessen der zustÃ¤ndigen PlanungsbehÃ¶rde, ob und inwieweit sie die BevÃ¶lkerung schon vor der Ã¶ffentlichen Planauflage informieren will. Das gilt auch dann, wenn wie hier im Vorfeld der Ã¶ffentlichen Planauflage Absprachen mit dem direkt betroffenen GrundeigentÃ¼mer erforderlich sind (vgl. Muggli, Art. 4 N. 10). Zudem kann der Anspruch auf hinreichende Information und Mitwirkung letztlich nur mit den ordentlichen Rechtsmitteln gegen die Planfestsetzung und damit nur von jenen Personen durchgesetzt werden, die zur Erhebung solcher Rechtsmittel legitimiert sind (Muggli, Art. 4 N. 29).</p> <p class="Erwgung2"><b>2.3 </b>Das hier streitige Akteneinsichtsbegehren steht, soweit es nicht die Inventarunterlagen betrifft (vgl. dazu hinten E. 5), nicht im Zusammenhang mit einem Verfahren auf Erlass einer IndividualverfÃ¼gung, sondern mit dem Verfahren auf Erlass eines Gestaltungsplanes. Zu prÃ¼fen ist daher, ob sich der von den BeschwerdefÃ¼hrern geltend gemachte Anspruch auf Akteneinsicht bereits aus den GrundsÃ¤tzen ergibt, die fÃ¼r die Pflicht der BehÃ¶rden zur Information der BevÃ¶lkerung und deren Recht auf Mitwirkung an der Planung gemÃ¤ss Art. 4 RPG in Verbindung mit § 7 PBG massgebend sind. Sollte dies nicht zutreffen, sind fÃ¼r die Beurteilung des streitbetroffenen Begehrens die nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung entwickelten GrundsÃ¤tze zur Akteneinsicht <i>ausserhalb</i> eines Verfahrens massgebend. </p> <p class="Erwgung1"><b>3. </b> </p> <p class="Urteilstext">Der Stadtrat als Einspracheinstanz ist zutreffend zum Schluss gelangt, dass eine Einsicht in die von den BeschwerdefÃ¼hrern genannten Akten sich nicht aus den Mitwirkungsrechten gemÃ¤ss Art. 4 Abs. 2 RPG in Verbindung mit § 7 Abs. 2-4 PBG stÃ¼tzen lÃ¤sst, weil dieses Verfahren erst mit der (damals noch nicht erfolgten) Ã¶ffentlichen Planauflage eingeleitet werde. Es kann auf die zutreffenden ErwÃ¤gungen des Stadtrats (Einspracheentscheid E. 9 und 10) verwiesen werden (§ 70 in Verbindung mit § 28 Abs. 1 Satz 2 VRG). Was in der Beschwerdeschrift (Ziffer 6.1 und 6.2) dagegen vorgebracht wird, vermag diese ErwÃ¤gungen nicht zu entkrÃ¤ften. Wie erwÃ¤hnt ist es jedenfalls nicht bundesrechtswidrig, wenn nach der kantonalen Regelung von § 7 Abs. 2-4 PBG die fÃ¼r die BevÃ¶lkerung vorgesehene Mitwirkung an die Ã¶ffentliche Planauflage anknÃ¼pft. Wie der Bezirksrat sodann zutreffend festgehalten hat, sind die BeschwerdefÃ¼hrer seitens des Hochbaudepartements im FrÃ¼hjahr 2004 nicht einfach auf die Ã¶ffentliche Planauflage verwiesen, sondern bereits damals in den GrundzÃ¼gen Ã¼ber den Planungsstand orientiert worden und ist ihnen auch ermÃ¶glicht worden, in einen Teil der Wettbewerbsunterlagen Einsicht zu nehmen (Rekursentscheid E. 3.7). Wenn die BehÃ¶rde eine weitergehende Information gegenÃ¼ber den BeschwerdefÃ¼hrern vor DurchfÃ¼hrung der Ã¶ffentlichen Planauflage abgelehnt hat, so hÃ¤lt sich dies im Rahmen des weiten Ermessensspielraums, welcher ihr bei der ErfÃ¼llung ihrer Informationspflicht nach Art. 4 Abs. 1 RPG zuzugestehen ist. Die BeschwerdefÃ¼hrer verkennen zudem, dass ihnen im Stadium Mitwirkung nach Art. 4 RPG (also selbst noch bei der Ã¶ffentlichen Planauflage) nicht die Verfahrensrechte zustehen, welche ihnen (sollten sie zur Rekurserhebung gegen die Planfestsetzung dereinst legitimiert sein, worÃ¼ber hier nicht zu entscheiden ist und im FrÃ¼hjahr 2004 mangels Konkretisierung des Projektes noch gar nicht hÃ¤tte entschieden werden kÃ¶nnen) in einem allfÃ¤lligen Rechtsmittelverfahren gegen die Planfestsetzung zustehen wÃ¼rden. </p> <p class="Urteilstext">Im Ãbrigen kÃ¶nnten die BeschwerdefÃ¼hrer aus den genannten Bestimmungen beim jetzigen Stand des Planungsverfahrens selbst dann nichts zu ihren Gunsten ableiten, wenn davon auszugehen wÃ¤re, dass die Verweigerung der Akteneinsicht vor Einleitung der Ã¶ffentlichen Planauflage mit Art. 4 RPG nicht vereinbar sei. Eine Verletzung dieser planungsrechtlichen Bestimmung wÃ¤re nÃ¤mlich, wie der Bezirksrat zutreffend erwogen hat (Rekursentscheid E. 3.4), in einem allfÃ¤lligen Rechtsmittelverfahren gegen die Planfestsetzung geltend zu machen (vgl. Muggli, Art 4 N. 29). Insoweit, soweit sich das Begehren um Akteneinsicht sinngemÃ¤ss auf Art. 4 RPG und § 7 PBG stÃ¼tzte, handelte es sich bei der Ablehnung dieses Begehrens (durch das Schreiben des Hochbaudepartements vom 22. April 2004) tatsÃ¤chlich um einen Zwischenentscheid. Entsprechend der Auffassung des Stadtrats liesse sich daher mit gutem Grund annehmen, dieser Entscheid sei nicht mit einem qualifizierten Nachteil im Sinn von § 19 Abs. 2 VRG verbunden und demnach nicht selbststÃ¤ndig anfechtbar. </p> <p class="Erwgung1"><b>4. </b> </p> <p class="Urteilstext">Zu prÃ¼fen bleibt, ob die Ablehnung des Gesuchs um Akteneinsicht mit den nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung entwickelten GrundsÃ¤tzen zur Akteneinsicht ausserhalb eines Verfahrens vereinbar sei. Das setzt wie erwÃ¤hnt ein besonderes schutzwÃ¼rdiges Interesse des Gesuchstellers voraus, das zudem entgegenstehende Interessen des Staates und berechtigte Geheimhaltungsinteressen Dritter Ã¼berwiegen muss (vorne E. 2.1). </p> <p class="Urteilstext">Der Bezirksrat hat diesbezÃ¼glich erwogen, es bestehe ein Ã¶ffentliches Interesse daran, dass das Gemeinwesen, wenn es eine Ãnderung der Nutzungsplanung in Betracht ziehe, zunÃ¤chst mÃ¶glichst ohne Beeinflussung durch Dritte die notwendigen AbklÃ¤rungen treffen kÃ¶nne, ohne Vorstellungen und Absichten bereits der Ãffentlichkeit kundtun zu mÃ¼ssen. Das gelte vor allem dann, wenn Kontakte zu den EigentÃ¼mern, deren GrundstÃ¼cke in das Planungsgebiet einbezogen wÃ¼rden, erforderlich seien. Die dabei erlangten vertraulichen Angaben dÃ¼rften, sofern der betroffene EigentÃ¼mer nicht einwillige, ohne gewichtige GrÃ¼nde nicht offen gelegt werden. Es liege sodann in der Natur der Planung, dass ihr erhebliche Ungewissheiten anhafteten und durch sie VerhÃ¤ltnisse geschaffen wÃ¼rden, deren Auswirkungen sich erst in Zukunft erkennen und bewerten liessen. So verhalte es sich nicht nur bei den Rekurrenten, sondern ebenso fÃ¼r die EigentÃ¼mer zahlreicher weiterer GrundstÃ¼cke, welche an den Perimeter des rund 45'000 m<sup><span>2</span></sup> umfassenden Planungsgebiets grenzten. Diese hÃ¤tten bei Gutheissung des Begehrens der Rekurrenten einen Anspruch auf Gleichbehandlung. GegenÃ¼ber diesen entgegenstehenden Interessen des planenden Gemeinwesens und des direkt betroffenen GrundeigentÃ¼mers vermÃ¶ge hier das geltend gemachte InformationsbedÃ¼rfnis der Rekurrenten nicht zu Ã¼berwiegen (Rekursentscheid E. 3.6; im gleichen Sinn schon Einspracheentscheid E. 10). </p> <p class="Erwgung2">Diese ErwÃ¤gungen Ã¼berzeugen, weshalb auf sie verwiesen werden kann (§ 70 in Verbindung mit § 28 Abs. 1 Satz 2 VRG). In der Beschwerdeschrift (Ziffer 6.3) wird nichts vorgebracht, was die vorinstanzliche Beurteilung entkrÃ¤ften wÃ¼rde. Soweit die BeschwerdefÃ¼hrer geltend machen, sie seien nicht bloss "der weiteren Ãffentlichkeit", sondern dem Kreis "der betroffenen Nachbarn" zuzurechnen, verkennen sie, dass ihnen vor der Planfestsetzung (Ã¼ber das nach dem Gesagten nicht verletzte Informationsrecht gemÃ¤ss Art. 4 Abs. 1 RPG hinaus) kein weiter gehender Anspruch auf Akteneinsicht zusteht, als sich nach den dargelegten GrundsÃ¤tzen zur Akteneinsicht <i>ausserhalb</i> eines Verfahrens ergibt. </p> <p class="Erwgung1"><b>5. </b> </p> <p class="Urteilstext">Gesondert zu beurteilen ist das im FrÃ¼hjahr 2004 gestellte Begehren der BeschwerdefÃ¼hrer um Akteneinsicht insoweit, als damit Einsicht in "sÃ¤mtliche Unterlagen, die zum Inventarisierungsentscheid des Stadtrats von Park, Villa mit Garage und Chalet gefÃ¼hrt haben (ObjektblÃ¤tter, etc.)" verlangt wurde.</p> <p class="Urteilstext">Dass die BehÃ¶rde nicht in "sÃ¤mtliche" diesbezÃ¼gliche Unterlagen Einsicht gewÃ¤hren musste, ergibt sich aus den vorstehenden ErwÃ¤gungen. Hingegen stand den BeschwerdefÃ¼hrern ein Anspruch auf Einsichtnahme in jene Unterlagen zu, die fÃ¶rmlicher Bestandteil des Ã¶ffentlichen Inventars sind. GemÃ¤ss § 203 Abs. 2 Satz 2 PBG stehen Schutzinventare am Ort der gelegenen Sache zur Einsichtnahme offen. GemÃ¤ss § 6 der kantonalen Natur- und Heimatschutzverordnung vom 20. Juli 1977 sollen die Inventare das Objekt kurz umschreiben sowie den Schutzzweck und allfÃ¤llige bestehende Schutzmassnahmen anfÃ¼hren (vgl. JÃ¼rg Hess, Der Denkmalschutz im zÃ¼rcherischen Planungs- und Baugesetz, ZÃ¼rich 1986, S. 158 ff.). ObjektblÃ¤tter (sofern vorhanden, was hier der Fall ist) dÃ¼rften daher zum Ã¶ffentlich zugÃ¤nglichen Bestandteil des Inventars gehÃ¶ren, auch wenn sie vom Beschwerdegegner dem so genannten "Detailinventar" zugerechnet werden (vgl. das Beispiel eines Inventarblattes in: Christoph Fritzsche/Peter BÃ¶sch, ZÃ¼rcher Planungs- und Baurecht, 3. A., ZÃ¼rich 2003, S. 5-8). Sie lassen sich daher auch nicht als blosse "verwaltungsinterne" Akten (vgl. vorne E. 2.1) qualifizieren, die aus diesem Grund einer Einsichtnahme entzogen bleiben dÃ¼rften. Auf die Einsichtnahme in ObjektblÃ¤tter hatten die heutigen BeschwerdefÃ¼hrer daher bereits im FrÃ¼hjahr 2004 Anspruch, als sie das streitige Akteneinsichtsbegehren stellten. Es genÃ¼gte nicht, die BeschwerdefÃ¼hrer auf die MÃ¶glichkeit zu verweisen, "alle relevanten Akten â¦ bei einer allfÃ¤lligen Unterschutzstellung bzw. Entlassung von Liegenschaften (Ã¶ffentliche Auflage der Akten) wÃ¤hrend der Rekursfrist einzusehen". Zudem relativiert der Stadtrat diese damals in Aussicht gestellte MÃ¶glichkeit in der Beschwerdeantwort dahin, dass der entsprechende <i>Stadtratsbeschluss</i> allen Interessierten wÃ¤hrend dreissig Tagen zur Einsicht offen stehen werde, und hÃ¤lt ausdrÃ¼cklich daran fest, dass die BeschwerdefÃ¼hrer kein schutzwÃ¼rdiges Interesse an einer Einsichtnahme in die ObjektblÃ¤tter dargetan hÃ¤tten. Angesichts der Ãffentlichkeit des Inventars muss indessen wie erwÃ¤hnt fÃ¼r die Einsichtnahme in die Bestandteil des Inventars bildenden Unterlagen nicht ein schutzwÃ¼rdiges Interesse dargetan werden. Zwar ist es nicht von vornherein ausgeschlossen, dass unter besonderen UmstÃ¤nden auch die Einsichtnahme in solche Inventarunterlagen rechtens verweigert werden darf. Dazu bedarf es aber qualifizierter GrÃ¼nde. Die Geheimhaltungsinteressen der planenden BehÃ¶rde und des davon direkt betroffenen GrundeigentÃ¼mers, die vorstehend bei der InteressensabwÃ¤gung bezÃ¼glich der Einsicht in die Planungsunterlagen berÃ¼cksichtigt worden sind (vorne E. 4), genÃ¼gen hierfÃ¼r nicht. </p> <p class="Urteilstext">Demnach erweist sich die Beschwerde insoweit als teilweise begrÃ¼ndet, als darin die damalige Verweigerung der Einsichtnahme in die die Liegenschaft L-Strasse 02 betreffenden ObjektblÃ¤tter gerÃ¼gt wird. Auf die angeblich erfolglosen spÃ¤teren BemÃ¼hungen des Rechtsvertreters der BeschwerdefÃ¼hrer um Einsicht in diese Unterlagen braucht das Verwaltungsgericht allerdings nicht nÃ¤her einzugehen, da sich die diesbezÃ¼gliche Kontroverse nach der mit Schreiben vom 22. April 2004 erfolgten Ablehnung des Akteneinsichtsbegehrens und damit nach Erlass der angefochtenen VerfÃ¼gung zugetragen hat.</p> <p class="Erwgung1"><b>6. </b> </p> <p class="Urteilstext">Demnach ist die Beschwerde im Sinn von ErwÃ¤gung 5 teilweise gutzuheissen; im Ãbrigen ist sie abzuweisen, soweit darauf einzutreten ist. Bei diesem Verfahrensausgang rechtfertigt es sich, die Kosten des Einspracheverfahrens von Fr. 502.- abweichend von Disp.-Ziff. 2 des Einsprachentscheids des Stadtrats zu je 2/5 den BeschwerdefÃ¼hrern (unter solidarischer Haftung eines jeden fÃ¼r 4/5) und zu 1/5 dem Beschwerdegegner aufzuerlegen. Im gleichen VerhÃ¤ltnis sind in AbÃ¤nderung von Disp.-Ziff. II des Entscheids des Bezirksrats die Rekurskosten von Fr. 1'358.- zu verlegen, ferner auch die Gerichtskosten fÃ¼r das vorliegende Beschwerdeverfahren. Den Ã¼berwiegend unterliegenden BeschwerdefÃ¼hrern steht nach § 17 Abs. 2 VRG weder fÃ¼r das Rekurs- noch fÃ¼r das Beschwerdeverfahren eine ParteientschÃ¤digung zu. Eine solche EntschÃ¤digung ist aber auch dem Beschwerdegegner nicht zuzusprechen. Die Beantwortung von Rechtsmitteln gehÃ¶rt zum angestammten Aufgabenbereich des Gemeinwesens, weshalb dieses nur bei ausserordentlichen BemÃ¼hungen eine ProzessentschÃ¤digung beanspruchen kann (KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 17 N. 19). Diese Voraussetzungen sind hier nicht erfÃ¼llt. </p> <p class="Einzug1"><span>DemgemÃ¤ss </span><span><a id="Text25"></a>entscheidet</span><span> </span><span>die Kammer</span><span>:</span></p> <p class="Einzug2"><span>1. Die Beschwerde wird im Sinn von ErwÃ¤gung 5 teilweise gutgeheissen. Im Ãbrigen wird sie abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird.</span></p> <p class="Einzug2"><span>2. Die Kosten des Einspracheverfahrens von Fr. 502.- sowie die Kosten des Rekursverfahrens von Fr. 1'358.- werden zu je 2/5 den BeschwerdefÃ¼hrern (unter solidarischer Haftung eines jeden fÃ¼r 4/5) sowie zu 1/5 dem Beschwerdegegner auferlegt. </span></p> <p class="Einzug2"><span>3. Die GerichtsgebÃ¼hr wird festgesetzt auf <br/> Fr. 2'000.--; die Ã¼brigen Kosten betragen:<br/> Fr. 60.-- Zustellungskosten,<br/> Fr. 2'060.-- Total der Kosten.</span></p> <p class="Einzug2"><span>4. Die Gerichtskosten werden zu je 2/5 den BeschwerdefÃ¼hrern (unter solidarischer Haftung eines jeden fÃ¼r 4/5) sowie zu 1/5 dem Beschwerdegegner auferlegt. </span></p> <p class="Einzug2"><span>5. ParteientschÃ¤digungen werden nicht zugesprochen.</span></p> <p class="Urteilstext">6. Mitteilung an â¦</p> <p class="MsoNormal"> </p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>