<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2002.00405</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=107096&amp;W10_KEY=13013573&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2002.00405</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 19.03.2003</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">2. Abteilung/2. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">AuslÃ¤nderrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Aufenthaltsbewilligung (Familiennachzug)</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Nachzug von Verwandten und Verschwägerten in aufsteigender Linie Da weder das Recht auf Schutz des Familienlebens verletzt ist, noch ein Fall von Inländerdiskriminierung vorliegt, besteht kein Anspruch auf Nachzug der polnischen Schwiegermutter eines schweizerischen Staatsangehörigen unter analoger Anwendung des Freizügigkeitsabkommens. </b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: AuslÃ¤nderrecht ST: AUFENTHALTSBEWILLIGUNG">AUFENTHALTSBEWILLIGUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: EINTRETENSANSPRUCH">EINTRETENSANSPRUCH</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: AuslÃ¤nderrecht ST: FAMILIENNACHZUG">FAMILIENNACHZUG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: GERICHTSKOSTEN">GERICHTSKOSTEN</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: GRUNDRECHTSSCHUTZ">GRUNDRECHTSSCHUTZ</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: INLÃNDERDISKRIMINIERUNG">INLÃNDERDISKRIMINIERUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: LEGITIMATION">LEGITIMATION</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: SCHUTZ DES FAMILIENLEBENS">SCHUTZ DES FAMILIENLEBENS</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: SOLIDARHAFTUNG">SOLIDARHAFTUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: STAATSVERTRAG">STAATSVERTRAG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: UNGLEICHBEHANDLUNG">UNGLEICHBEHANDLUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: WANDERBEVÃLKERUNG">WANDERBEVÃLKERUNG</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade">Art. 8 BV</span><br/><span class="gerade">Art. 13 lit. I BV</span><br/><span class="ungerade">Art. 8 lit. I EMRK</span><br/><span class="gerade">Art. 3 lit. IIb Anhang I FZA</span><br/><span class="ungerade">§ 14 VRG</span><br/><span class="gerade">§ 21 lit. a VRG</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade">RB 2003 Nr. 29 S. 79</span><br/> </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 2 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Einzug1"><span>I. Die polnische StaatsangehÃ¶rige A reiste am 15. Oktober 2000 mit gÃ¼ltigem Pass und visumsfrei in die Schweiz ein, um ihre Tochter, den schweizerischen Schwiegersohn und das Enkelkind zu besuchen. Am 13. November stellte sie das Gesuch um Erteilung ei­ner Aufenthaltsbewilligung zum Verbleib beim Schwiegersohn. Die Direktion fÃ¼r Soziales und Sicherheit teilte ihr mit Schreiben vom 21. November 2000 mit, dass sie nach Ablauf des bewilligungsfreien Besuchsaufenthalts in der Schweiz, spÃ¤testens am 14. Januar 2001, zur Ausreise verpflichtet sei. Ihr Gesuch werde erst nach erfolgter Ausreise materiell geprÃ¼ft. Mit Eingabe vom 12. Januar 2001 verlangte A die Behandlung ihres Gesuchs und erneuerte den Antrag auf Erteilung einer Aufenthaltsbewilligung zum Verbleib bei ihren AngehÃ¶rigen. Am 16. Februar 2001 antwortete die Fremdenpolizei (heute: Migrationsamt) in Ãbereinstimmung mit ihrem ersten Schreiben, dass kein Anspruch auf Anwesenheit nach Ablauf des bewilligungsfreien Aufenthalts bestehe, und setzte der Gesuchstellerin ei­ne neue Ausreisefrist an.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Am 4. Juli 2001 entschied der Regierungsrat, auf den Rekurs von A nicht einzutreten, im Ãbrigen ihn abzuweisen, soweit er nicht gegenstandslos sei. Das Verwaltungsgericht trat am 21. November 2001 auf die dagegen erhobene Beschwerde nicht ein (VB.2001.00248). Mit Entscheid vom 13. Mai 2002 bestÃ¤tigte das Bundesgericht die Entscheide von Regierungsrat und Verwaltungsgericht (2A.20/2002).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>II. Am 11. Juni 2002 verlangte A, dass in Anbetracht des Inkrafttretens der bilatera­len VertrÃ¤ge am 1. Juni 2002 die Frage ihres Aufenthaltsrechts neu zu beurteilen sei und beantragte erneut die Erteilung einer Aufenthaltsbewilligung.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Mit Schreiben vom 22. Juli 2002 antwortete das Migrationsamt, dass auch dieses Gesuch erst nach erfolgter Ausreise materiell geprÃ¼ft werde. Im Ãbrigen bestÃ¼nde weiterhin kein (Ã¼ber das bisherige Mass hinausgehender) Rechtsanspruch auf Nachzug von auslÃ¤ndischen FamilienangehÃ¶rigen von Schweizer BÃ¼rgern.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>III. Den dagegen erhobenen Rekurs wies der Regierungsrat am 6. November 2002 ab, soweit er darauf eintrat und ihn nicht als gegenstandslos ansah.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>IV. Mit Beschwerde vom 6. Dezember 2002 liessen A und ihr Schwiegersohn, B, dem Verwaltungsgericht beantragen, das Migrationsamt sei anzuweisen, A eine Aufenthaltsbewilligung zwecks Verbleib bei ihren FamilienangehÃ¶rigen in der Schweiz zu erteilen. Ausserdem verlangten sie die Zusprechung einer ParteientschÃ¤digung fÃ¼r das Rekurs- und Beschwerdeverfahren.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>WÃ¤hrend sich die Direktion fÃ¼r Soziales und Sicherheit nicht vernehmen liess, beantragte die Staatskanzlei im Auftrag des Regierungsrats, auf die Beschwerde sei nicht ein­zutreten.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die Kammer zieht in ErwÃ¤gung:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>1. a) Die Beschwerde an das Verwaltungsgericht ist auf dem Gebiet der Fremdenpolizei zulÃ¤ssig, soweit die Verwaltungsgerichtsbeschwerde an das Bundesgericht offen steht (§ 43 Abs. 1 lit. h und Abs. 2 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 [VRG]). Dies ist der Fall bei Entscheiden betreffend Aufenthalts- und Niederlassungsbewilligungen, auf deren Erteilung die auslÃ¤ndische Person einen bundesrechtlichen Anspruch hat (Art. 100 Abs. 1 lit. b Ziff. 3 des Bundesrechtspflegegesetzes vom 16. Dezember 1943 [OG]).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Einen bundesrechtlichen Anspruch auf Erteilung einer fremdenpolizeilichen Bewilligung hat ein AuslÃ¤nder dann, wenn ihm ein solcher gestÃ¼tzt auf eine Sondernorm des Landes- oder Staatsvertragsrechts eingerÃ¤umt wird (BGE 124 II 361 E. 1a S. 364 mit Hinweisen). Ansonsten entscheiden die zustÃ¤ndigen BehÃ¶rden Ã¼ber die Bewilligung des Aufenthalts im Rahmen der gesetzlichen Vorschriften und der VertrÃ¤ge mit dem Ausland nach freiem Ermessen (Art. 4 des Bundesgesetzes Ã¼ber Aufenthalt und Niederlassung der AuslÃ¤nder vom 26. MÃ¤rz 1931 [ANAG]). </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) Die BeschwerdefÃ¼hrenden machen einen Anspruch aus Art. 8 Abs. 2 der Bundesverfassung vom 18. April 1999 (BV) in Verbindung mit Art. 3 Abs. 2 lit. b von Anhang I des Abkommens zwischen der Schweizerischen Eidgenossenschaft einerseits und der EuropÃ¤ischen Gemeinschaft (EG) und ihren Mitgliedstaaten andererseits Ã¼ber die FreizÃ¼gigkeit vom 21. Juli 1999 (FZA, SR 0.142.112.681) wegen InlÃ¤nderdiskriminierung gel­tend. Ebenso ergebe sich ein Rechtsanspruch aus Art. 8 Abs. 1 in Verbindung mit Art. 13 Abs. 1 BV und Art. 3 Abs. 2 lit. b Anhang I FZA aufgrund des rechtsgleichen Schutzes des Familienlebens.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Ob der BeschwerdefÃ¼hrerin Nr. 1 ein Rechtsanspruch auf Erteilung einer Aufenthaltsbewilligung zusteht, ist im Rahmen der Eintretensfrage zu prÃ¼fen. Erst wenn dies zu bejahen ist, kann der Nichteintretensentscheid der Vorinstanz beurteilt werden. Nur dann kÃ¶nnte auch festgestellt werden, die Vorinstanz und die Beschwerdegegnerin hÃ¤tten auf das Gesuch der BeschwerdefÃ¼hrerin eintreten und dieses allenfalls gutheissen mÃ¼ssen. Ist hingegen das Verwaltungsgericht mangels bundes- oder vÃ¶lkerrechtlichen Anspruchs auf die Aufenthaltsbewilligung zur Beurteilung der Beschwerde nicht zustÃ¤ndig, hat es beim Entscheid der Vorinstanz sein Bewenden und ist es dem Verwaltungsgericht verwehrt, dessen GrÃ¼nde zu hinterfragen. § 48 VRG begrÃ¼ndet â wie sich aus dessen Randtitel ergibt â keine selbstÃ¤ndige MÃ¶glichkeit des Verwaltungsgerichts, bei fehlender ZustÃ¤ndigkeit in der Sache das Verfahren der Vorinstanz zu Ã¼berprÃ¼fen. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>c) Die BeschwerdefÃ¼hrerin Nr. 1 ist als Adressatin des angefochtenen Beschlusses ohne weiteres zur Beschwerde legitimiert (§ 21 lit. a VRG; Alfred KÃ¶lz/JÃ¼rg Bosshart/<span> </span>Martin RÃ¶hl, Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons ZÃ¼rich, 2. A., ZÃ¼rich 1999, § 21 N. 31). Zu verneinen ist dagegen die Legitimation des BeschwerdefÃ¼hrers Nr. 2, der erstmals vor Verwaltungsgericht als Partei auftritt: Es fehlt ihm die formelle Beschwer, weil er sich nicht am vorinstanzlichen Verfahren beteiligt hat. Auf dieses Erfordernis kann nur verzichtet werden, wenn die betreffende Person zu Unrecht und ohne eigenes Verschulden nicht in das vorinstanzliche Verfahren einbezogen worden war (vgl. BGE 118 Ib 356 E. 1 mit weiteren Hinweisen; KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 21 N. 27). Davon kann jedoch im vorliegenden Fall nicht ausgegangen werden, weshalb auf die Beschwerde des BeschwerdefÃ¼hrers Nr. 2 von vornherein nicht einzutreten ist. Dies Ã¤ndert nichts daran, dass sich die BeschwerdefÃ¼hrerin Nr. 1 als beschwerte Person auf ihr vom BeschwerdefÃ¼hrer Nr. 2 abgeleitetes und behauptetes Einreise- und Aufenthaltsrecht berufen kann.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>2. a) GemÃ¤ss Art. 3 Abs. 1 in Verbindung mit Abs. 2 lit. b Anhang I FZA haben Verwandte und VerschwÃ¤gerte in aufsteigender Linie â ungeachtet ihrer StaatsbÃ¼rgerschaft â das Recht, bei ihrem Familienmitglied, das StaatsangehÃ¶riger einer Vertragspartei ist und Ã¼ber ein Aufenthaltsrecht in der Schweiz verfÃ¼gt, Wohnung zu nehmen. Voraussetzung dafÃ¼r ist der Nachweis, dass das aufnehmende Familienmitglied Ã¼ber eine ausreichen­de Wohnung verfÃ¼gt und der nachzuziehenden Person Unterhalt gewÃ¤hrt. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Nach schweizerischer Auslegung von Art. 8 Abs. 1 der Konvention zum Schutze der Menschenrechte und Grundfreiheiten vom 4. November 1950 (EMRK) und Art. 13 Abs. 1 BV, die beide den Schutz des Privat- und Familienlebens garantieren, wird verlangt, dass die nachzuziehende Person eine Beziehung zu einem in der Schweiz lebenden nahen Verwandten mit einem gefestigten Anwesenheitsrecht unterhÃ¤lt und zudem ein AbhÃ¤ngigkeitsverhÃ¤ltnis zum hier anwesenheitsberechtigten Verwandten besteht (BGE 120 Ib 257 E. 1d S. 260). Dass ein solches nicht vorliegt, haben alle Instanzen festgestellt (vgl. Ziff. I). Eine erneute PrÃ¼fung drÃ¤ngt sich nicht auf, zumal die BeschwerdefÃ¼hrerin dies auch nicht verlangt.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) Im vorliegenden Fall handelt es sich unbestrittenermassen nicht um einen Sachverhalt, der unter das FZA fÃ¤llt, weshalb dessen direkte Anwendung ausser Ansatz fÃ¤llt. Der Wortlaut von Art. 3 Anhang I FZA bringt klar zum Ausdruck, dass aus schweizerischer Sicht nur AngehÃ¶rige eines EG-Staats Ã¼ber ein Nachzugsrecht aus dem Abkommen verfÃ¼gen. Die BeschwerdefÃ¼hrerin Nr. 1 ist polnische StaatsangehÃ¶rige ebenso wie ihre Tochter, die mittlerweile auch die schweizerische StaatsbÃ¼rgerschaft besitzt, welche sie aufgrund der schweizerischen StaatsbÃ¼rgerschaft ihres Ehemanns, des BeschwerdefÃ¼hrers Nr. 2, erworben hat. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>3. a) Die BeschwerdefÃ¼hrerin Nr. 1 (nachfolgend: BeschwerdefÃ¼hrerin) verficht die analoge Anwendung des FZA. Die dort statuierten Voraussetzungen fÃ¼r den Nachzug von Verwandten oder VerschwÃ¤gerten in der aufsteigenden Linie â VerwandtschaftsverhÃ¤ltnis und UnterhaltsgewÃ¤hrung â seien in ihrem Fall erfÃ¼llt. WÃ¤re der BeschwerdefÃ¼hrer Nr. 2 AngehÃ¶riger eines EG-Staats, mÃ¼sste der BeschwerdefÃ¼hrerin aufgrund des FZA ein Aufenthalt im Kanton ZÃ¼rich bewilligt werden. Weil das Landesrecht weniger weit gehende Rechte gewÃ¤hre, resultiere eine InlÃ¤nderdiskriminierung. Diese sei unzulÃ¤ssig, wenn sich aus den nationalen GleichheitssÃ¤tzen ergebe, dass eine Schlechterstellung der eigenen StaatsangehÃ¶rigen sachlich nicht gerechtfertigt sei. Diesfalls sei eine mit dem nationalen Verfassungsrecht kompatible Regelung des Familiennachzugs fÃ¼r die eigenen BÃ¼rger nur durch analoge Anwendung des FZA zu gewÃ¤hrleisten, solange der Gesetzgeber das Landesrecht nicht entsprechend angepasst habe. Weil in den Materialien des FZA jeglicher Hinweis auf die Problematik der InlÃ¤nderdiskriminierung fehle, mÃ¼sse von einem gesetzgeberischen Versehen und in der Folge von einer GesetzeslÃ¼cke ausgegangen werden. Es sei auch kein sachlicher Grund ersichtlich, warum Schweizer BÃ¼rger hinsichtlich ihres Familienlebens schlechter gestellt sein sollten, als EG-BÃ¼rger in der Schweiz oder als Schweizer BÃ¼rger in einem EG-Staat oder aber als Schweizer BÃ¼rger, die nach einem Aufenthalt in einem EG-Staat wieder in die Schweiz zurÃ¼ckkehrten und bei welchen aufgrund der Rechtsprechung des EuropÃ¤ischen Gerichtshofs das FZA zur Anwendung gelange. Es seien auch keinerlei Ã¶ffentliche Interessen namhaft zu machen, die eine solche Ungleichbehandlung rechtfertigen kÃ¶nnten. Das Diskriminierungsverbot von Art. 8 Abs. 2 BV, das ei­ne selbstÃ¤ndige Bedeutung habe, werde auch verletzt, wenn â wie dies der Regierungsrat tue â nicht jede AnknÃ¼pfung an ein verpÃ¶ntes Merkmal als diskriminierend beurteilt werde. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Ein Rechtsanspruch auf Verbleib in der Schweiz der BeschwerdefÃ¼hrerin ergebe sich ebenfalls aus Art. 8 Abs. 1 in Verbindung mit Art. 13 Abs. 1 BV, weil das geschÃ¼tzte Familienleben bereits dann berÃ¼hrt sei, wenn dem nachzuziehenden FamilienangehÃ¶rigen Unterhalt gewÃ¤hrt werde, andernfalls eine Ungleichbehandlung mit AngehÃ¶rigen der EG-Staaten vorliege und dafÃ¼r kein sachlicher Grund ersichtlich sei. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) Der Regierungsrat ist zum Schluss gekommen, dass der vorliegende Fall keine Diskriminierung im Sinn einer qualifizierten Art der Ungleichbehandlung von Personen in vergleichbaren Situationen darstelle. Es werde keine Benachteiligung erwirkt, die als HerabwÃ¼rdigung oder Ausgrenzung einzustufen sei, weil die unterschiedliche Behandlung nicht an ein Merkmal anknÃ¼pfe, das einen wesentlichen und nicht oder nur schwer aufgebbaren Bestandteil der IdentitÃ¤t der betreffenden Person ausmache. Aus dem Diskriminierungsverbot kÃ¶nne weder ein Egalisierungsgebot hergeleitet werden, noch sei die AnknÃ¼pfung an nach Art. 8 Abs. 2 BV verpÃ¶nte Merkmale absolut unzulÃ¤ssig. Verwandte von BÃ¼rgern der EG-Staaten wÃ¼rden zwar im Vergleich mit Verwandten von Schweizer BÃ¼rgern besser gestellt, dies sei jedoch keine verfassungsrechtlich verpÃ¶nte Diskriminierung von Schweizern, weil diese durch das FZA keine Verschlechterung ihrer Rechtsstellung er­fahren hÃ¤tten.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>c) Die BeschwerdefÃ¼hrerin geht bezÃ¼glich des Familiennachzugs Verwandter in aufsteigender Linie von Schweizern von einer GesetzeslÃ¼cke aus. Dazu ist zu bemerken, dass der Familiennachzug ausserhalb der Kernfamilie Ã¼berhaupt nicht im Schweizer Gesetzesrecht geregelt ist und ein solcher Anspruch allein auf Verfassungs- und Konventionsrecht â Art. 13 Abs. 1 BV und Art. 8 Abs. 1 EMRK â grÃ¼ndet. Das Recht auf Schutz des Familienlebens beinhaltet unter den in ErwÃ¤gung 2a genannten Voraussetzungen einen An­spruch von Familienmitgliedern ausserhalb der Kernfamilie, sich bei ihren AngehÃ¶rigen in der Schweiz aufzuhalten. Als Grundrecht garantiert der Schutz des Familienlebens einen Minimalstandard, der in einem Gesetz oder â wie im Fall des FZA â einem Staatsvertrag erweitert werden kann. Indes ist der Umkehrschluss, wonach sich eine gÃ¼nstigere gesetzliche oder staatsvertragliche Regelung erweiternd auf den Umfang des Grundrechtsschutzes auswirken mÃ¼sse, nicht zulÃ¤ssig. Es ist auch nicht mÃ¶glich, den Schutzbereich von Art. 13 Abs. 1 BV Ã¼ber das Gleichbehandlungsgebot von Art. 8 Abs. 1 BV zu erweitern. Die in der Beschwerdeschrift verfochtene Auslegung hÃ¤tte im konkreten Fall zur Folge, dass nicht nur Schweizer BÃ¼rger in den Genuss der FZA-Regelung kommen mÃ¼ssten, sondern auch alle auslÃ¤ndischen StaatsangehÃ¶rigen, welche nicht BÃ¼rger von EG-Staaten sind. Es liegt aber gerade in der Natur eines Grundrechts, dass es bewusst gewÃ¤hrte gesetzliche oder staatsvertragliche Privilegien nicht beinhaltet.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>d) Es bleibt zu prÃ¼fen, ob die Bevorzugung der AngehÃ¶rigen von EG-Staaten gegenÃ¼ber von Schweizer BÃ¼rgern sachlich begrÃ¼ndbar ist oder ob eine verfassungsmÃ¤ssig verpÃ¶nte Ungleichbehandlung vorliegt. Art. 8 Abs. 2 BV bietet Schutz gegen die soziale Ausgrenzung und einen verstÃ¤rkten Schutz vor Schlechterstellung. Die namentlich aufgezÃ¤hlten Unterscheidungs- bzw. Diskriminierungsmerkmale stellen jedoch keine AnknÃ¼pfungsverbote dar, solange sachliche und vernÃ¼nftige GrÃ¼nde fÃ¼r eine Differenzierung vorliegen. In dieser Hinsicht ist das Diskriminierungsverbot inhaltlich deckungsgleich mit dem Gleichheitssatz von Art. 8 Abs. 1 BV (Beatrice Weber-DÃ¼rler in: Daniel ThÃ¼rer/Jean FranÃ§ois Aubert/JÃ¶rg Paul MÃ¼ller [Hrsg.], Verfassungsrecht der Schweiz, ZÃ¼rich 2001, § 41 N. 24). Danach ist es zulÃ¤ssig, AngehÃ¶rige verschiedener Gruppen unterschiedlich zu behandeln, solange dies sachlich gerechtfertigt ist und nicht eine Diskriminierung eines bestimmten Personenkreises bedeutet. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Der Zweck des FZA, welches im Rahmen der bilateralen VertrÃ¤ge mit der EuropÃ¤ischen Gemeinschaft und deren Mitgliedstaaten als eines von sieben sektoriellen Abkommen geschlossen worden ist, besteht darin, den freien Personenverkehr zwischen den Vertragsstaaten zu ermÃ¶glichen. Es regelt lediglich grenzÃ¼berschreitende und nicht sog. Binnensachverhalte. Dass dies im Resultat eine Schlechterstellung der einheimischen gegenÃ¼ber der "wandernden" BevÃ¶lkerung (der Vertragsstaaten) zur Folge hat, bedeutet noch keine verfassungswidrige Diskriminierung. Auch die StaatsangehÃ¶rigkeit als Unterscheidungsmerkmal kann mit Blick auf das FZA nicht als diskriminierend erachtet werden, bestehen doch fÃ¼r schweizerische StaatsangehÃ¶rige nicht die Schranken, welche AngehÃ¶rige der Vertragsstaaten zur Erlangung einer Aufenthaltsbewilligung Ã¼berwinden mÃ¼ssen. Von ihnen wird verlangt, dass sie einer ErwerbstÃ¤tigkeit nachgehen bzw. eine Stelle suchen (Art. 2 Anhang I FZA). Bei nicht erwerbstÃ¤tigen Personen ist das Aufenthaltsrecht unter anderem vom Nachweis der erforderlichen finanziellen Mittel fÃ¼r den Unterhalt und von einem alle Risiken abdeckenden Krankenversicherungsschutz abhÃ¤ngig (Art. 24 Abs. 1 Anhang I FZA). Entfallen diese Voraussetzungen oder droht eine FÃ¼rsorgeabhÃ¤ngigkeit, ist die Aufenthaltsberechtigung fÃ¼r die auslÃ¤ndische Person und ihre AngehÃ¶rigen gefÃ¤hrdet (Art. 24 Abs. 8 Anhang I FZA). Der mit dem Abkommen verfolgte Zweck, in einem Rechts- und Wirtschaftsraum den GrenzÃ¼bertritt und Aufenthalt im Hinblick vor allem auf die Aufnahme einer ErwerbstÃ¤tigkeit zu erleichtern, kann gewisse Vereinfachungen und Schematisierungen der Regeln fÃ¼r die WanderbevÃ¶lkerung rechtfertigen. Wie die Aufenthaltsnahme dÃ¼rfte der Nachzug von FamilienangehÃ¶rigen in der Regel nicht im Hinblick auf eine dauerhafte Niederlassung, sondern fÃ¼r die Dauer einer ErwerbstÃ¤tigkeit des Familienoberhaupts erfolgen. Dies kann es rechtfertigen, bei diesem Personenkreis vereinfachte Voraussetzungen fÃ¼r den Nachzug von FamilienangehÃ¶rigen zu schaffen (vgl. VGr, 29. Ja­nuar 2003, VB.2002.000294, www.vgrzh.ch/rechtsprechung). Schliesslich muss berÃ¼cksichtigt werden, dass die bilateralen VertrÃ¤ge als Gesamtpaket abgeschlossen worden sind, wobei die Schweiz in gewissen Punkten ihre Auffassung nicht durchsetzen konnte, sondern faktisch gezwungen war, Recht der EG zu Ã¼bernehmen. Dazu zÃ¤hlt auch der im FZA geregelte Bereich des freien Personenverkehrs. Es lag nicht in der ursprÃ¼nglichen Absicht der Schweiz, BÃ¼rger der EG-Staaten gegenÃ¼ber den eigenen StaatsangehÃ¶rigen zu bevorzugen, indem Ã¼ber die bis dahin geltende Regelung des Familiennachzugs hinausgegangen wurde. Damit kommt zum Ausdruck, dass im vorliegenden Fall eine analoge Anwendung der FZA-Regelung ausser Frage steht, weil sinngemÃ¤ss ein qualifiziertes Schweigen des Gesetzgebers vorliegt und die bisherige Rechtspraxis beibehalten werden muss. Was die laufende Gesetzesrevision im AuslÃ¤nderrecht betrifft, ist es dem Gericht verwehrt, dieser vorzugreifen. Dieses Resultat entspricht auch den Entscheiden des Bundesgerichts vom 17. Ja­nuar 2003, welches in Ã¶ffentlicher Sitzung mit Mehrheitsentscheid die analoge Anwendung des FZA abgelehnt hat (2A.226/2002 und 2A.246/2002; vgl. NZZ vom 18. Januar 2002, S. 13).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Nach dem Gesagten besteht kein Anspruch der BeschwerdefÃ¼hrerin auf Erteilung einer Aufenthaltsbewilligung im Rahmen des Familiennachzugs, weshalb auf die Beschwerde nicht einzutreten ist. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>4. ...</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>5. ...</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>DemgemÃ¤ss beschliesst die Kammer:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>1. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.</span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>2. ...</span></p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>