B u n d e s v e rw a l t u n g s g e r i ch t T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i f f éd é r a l T r i b u n a l e am m i n i s t r a t i vo f e d e r a l e T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i v fe d e r a l Abteilung III C-5543/2008 U r t e i l v o m 1 . A p r i l 2 0 11 Besetzung Richter Beat Weber (Vorsitz), Richter Francesco Parrino, Richter Vito Valenti, Gerichtsschreiber Daniel Golta. Parteien santésuisse, Die Schweizer Krankenversicherer, handelnd durch die Geschäftsstelle santésuisse Basel, Die Schweizer Krankenversicherer, vertreten durch Advokat Dr. iur. Vincent Augustin, Beschwerdeführerin gegen Basellandschaftliche Vereinigung der Privatkliniken (BLVPK), vertreten durch Advokat lic. iur. Friedrich Schwab, Hospiz im Park, vertreten durch Advokat lic. iur. Friedrich Schwab, Lukas Klinik, vertreten durch Advokat lic. iur. Friedrich Schwab, Praxis-Klinik Ergolz AG, vertreten durch Advokat lic. iur. Friedrich Schwab, Vista Klinik, vertreten durch Advokat lic. iur. Friedrich Schwab, Ita Wegmann Klinik, vertreten durch Advokat lic. iur. Friedrich Schwab, Praxis-Klinik Birshof AG, vertreten durch Advokat lic. iur. Friedrich Schwab, Praxis-Klinik Rennbahn AG, vertreten durch Advokat lic. iur. Friedrich Schwab, Kindertagesklinik Liestal, vertreten durch Advokat lic. iur. Friedrich Schwab, Beschwerdegegner, Regierungsrat des Kantons Basel-Landschaft, vertreten durch das Volkswirtschafts- und Gesundheitsdepartement des Kantons Basel-Landschaft, Rechtsdienst, Vorinstanz. Gegenstand Tarmed Taxpunktwert (TPW); Beschluss des Regierungsrates des Kantons Basel-Landschaft vom 1. Juli 2008 (RRB Nr. 0947). C-5543/2008 Seite 3 Sachverhalt: A. Am 13. Mai 2002 schlossen santésuisse, Die Schweizer Kranken - versicherer (im Folgenden: santésuisse bzw. Beschwerdeführerin) und H+ Die Spitäler der Schweiz (im Folgenden: H+) den Rahmenvertrag TARMED, mit welchem eine neue, gesamtschweize risch einheitliche Tarifstruktur für ärztliche Leistungen (TARMED) geschaffen wurde, die sowohl im Bereich der obligatorischen Unfall -, Militär - und Invaliden - versicherung als auch in der obligatorischen Krankenpflegeversiche rung zur Anwendung kommen sollte. Der Bundesrat genehmigte den Rahmen- vertrag TARMED am 30. September 2002 in der Version 1.1 und gab den Kantonsregierungen sowie den Tarifpartnern gleichzeitig Empfehlungen zur Umsetzung des Rahmenvertrags. Im Bereich der sozialen Kranke n- versicherung trat die neue Einzelleistungstarif struktur am 1. Januar 2004 in Kraft. TARMED ersetzt den schweizeri schen Spitalleistungskatalog (SLK) und die bis anhin auf kantonaler Ebene vereinbarten Arzttarife. B. Mit Regierungsratsbeschluss vom 11. Mai 2004 (RRB Nr. 890) setzte der Regierungsrat des Kantons Basel -Landschaft (im Folgenden: Regi e- rungsrat bzw. Vorinstanz) den TARMED -Taxpunktwert (im Folgenden auch: Taxpunktwert) für die Vertrags gemeinschaft der Privatspitäler des Kantons Basel-Landschaft rückwirkend per 1. Januar 2004 auf Fr. 1.- fest und bestätigte den für die öffentlichen Spitäler ausgehandelten Korrektu r- faktor x1 von 11% (Beschwerdeakten act. 21A/7 -9). Mit Beschwerde vom 11. Juni 2004 beantragte santésuisse die Aufhebung der Festsetzung des Korrekturfaktors x1 (act. 21A/10). Am 22. Dezember 2004 hiess der Bu n- desrat die Beschwerde gut und hob den Regierungsratsbeschluss hi n- sichtlich der Festsetzung der sektoriellen Kostensteigerung x 1 von 11% auf (act. 21A/21). C. C.a Im Herbst 2006 ersuchte santésuisse die B asellandschaftliche Verei- nigung der Privatkliniken (im Folgenden: BLVPK) um Aufnahme von Ve r- tragsverhandlungen betreffend Anpassung des geltenden Tarifpunktwerts für den Zeitraum ab 1. Januar 2007. Die BLVPK lehnte die Aufnahme ent- sprechender Verhandlungen mit Schreiben vom 5. Februar 2007 ab (vgl. act. 21B/1.2-1.3). C-5543/2008 Seite 4 C.b Mit Eingabe vom 2. April 2007 reichte santésuisse, handelnd durch die Geschäftsstelle Basel, beim Regierungsrat des Kantons Basel - Landschaft ein Gesuch um Herabsetzung des TARMED -Taxpunktwerts für die betroffenen Institutionen ab dem 1. Januar 2007 auf maximal Fr. 0.94 ein (act. 21B/1). Der Taxpunktwert sei ausserdem für die Dauer des Verfahrens provisorisch auf maximal Fr. 0.94 festzusetzen. Mit Ei n- gabe vom 11. Juni 2007 beantragten die BLVPK bzw. das Hospiz im Park (Arlesheim), die Lukas Klinik (Arlesheim), die Praxis -Klinik Ergolz AG (Liestal), die Vista Klinik (Binningen), die Ita Wegmann Klinik (Arlesheim), die Praxis-Klinik Birshof AG (Münchenstein), die Praxis -Klinik Rennbahn AG (Muttenz) und die Kindertagesklinik Liestal (Liestal) (BLVPK und die einzelnen Kliniken zusammen; im Folgenden: Beschwerde gegner bzw. Privatspitäler [inkl. Kindertagesklinik Liestal, soweit diesbezüglich keine ausdrückliche Differenzierung erfolgt, vgl. insbesonde re unten E. 7.4 und 7.7]) die Abweisung des Antrags auf provisorische Herabsetzung des Taxpunktwerts (act. 21B/7). Mit Regierungs ratsbeschluss vom 26. Juni 2007 (RRB Nr. 1002) wies der Regierungsrat den Antrag auf Festsetzung eines provisorischen Taxpun ktwerts ab (act. 21B/10). Dieser Entscheid wurde nicht angefochten. C.c Im Rahmen des Schriftenwechsels beantragten die Beschwerde - gegner die Abweisung des Antrags von santésuisse in der Hauptsache und die Festsetzung eines TARMED -Taxpunktwerts von mindestens Fr. 1.05 (act. 21B/15 und 21B/24). C.d Mit Schreiben vom 16. Mai 2008 (act. 21B/27) hielt die eidgenöss i- sche Preisüberwachung fest, dass die von ihr aufgrund der Daten von santésuisse (Datenpool) vorgenommene Berechnung betreffend die BLVPK einen Taxpunktwert von Fr. 0.90 ergeben habe. Sie beantragte unter Bezugnahme auf den für die öffentlichen Spitäler im Kanton Basel - Landschaft geltenden Taxpunktwert eine Anpassung des Tax punktwerts per 1. Januar 2007 auf maximal Fr. 0.94. C.e In ihrer Stellungnahme vom 26. Ma i 2008 änderte santésuisse ihr Gesuch dahingehend an, dass der Tax punktwert per 1. Januar 2007 auf Fr. 0.90 festzusetzen sei. Die Beschwerdegegner hielten an ihrem Abwei- sungsantrag fest (act. 21B/29 und 21B/32). C.f Mit Regierungsratsbeschluss vom 1. Juli 20 08 (RRB Nr. 0947) wies der Regierungsrat die Anträge der Partei en auf Festsetzung eines neuen TARMED-Taxpunktwerts für die Privat spitäler des Kantons Basel -C-5543/2008 Seite 5 Landschaft ab. Der Taxpunktwert von Fr. 1. - sollte somit weiter gelten (act. 21B/33, Beschwerdebeilage 2). D. D.a Gegen diesen Regierungsratsbeschluss erhob santésuisse am 3. September 2008 Beschwerde (act. 1). Sie beantragte die Aufhebung des Regierungsratsbeschlusses und die Festlegung des TARMED -Taxpunkt– werts für die Privatspitäler des Kantons Basel -Landschaft ab 1. Januar 2007 auf Fr. 0.90, eventualiter auf maximal Fr. 0.94. Subeventualiter sei der Regierungsratsbeschluss aufzuheben und die Sache an die Vori n- stanz zur Vervollständigung des rechts wesentlichen Sachverhalts und zum neuen Entscheid zurückzu weisen. Im Sinne einer vorsorglichen Massnahme beantragte santésuisse ausserdem für die Dauer des B e- schwerdeverfahrens die Festsetzung eines TARMED -Taxpunktwerts von Fr. 0.90, eventualiter Fr. 0.94. D.b Mit Zwischenverfügung vom 11. September 2008 auferlegte das Bun- desverwaltungsgericht der Beschwerdeführerin einen Kosten vorschuss von Fr. 4'000.-, welchen diese fristgerecht leistete (vgl. act. 2-4). D.c Nachdem das Bundesverwaltungsgericht zur Frage vorsorglicher Massnahmen Stellungnahmen der Vorinstanz und der Beschwerde- gegner eingeholt hatte (act. 12 -15) hielt es in seiner Zwischen verfügung vom 3. Dezember 2008 die aufschiebende Wirkung der Beschwerde au f- recht (act. 19). Es erklärte für die Zeit bis zum 31. Dezember 2008 den seit dem 1. Januar 2004 vergütete n Taxpunktwert von Fr. 1.- als proviso- risch festgesetzt und setzte für die Zeit vom 1. Januar 2009 bis zum Urteil des Bundesverwaltungsgerichts in der Hauptsache provisorisch einen Taxpunktwert von Fr. 0.90 fest. D.d Am 10. Dezember 2008 beantragten die Beschw erdegegner in der Hauptsache unter Kostenfolge die Abweisung sämtlicher Rechtsbegehren der Beschwerdeführerin und die vollumfängliche Bestätigung des v o- rinstanzlichen Entscheides. Eventualiter beantragten die Beschwerd e- gegner die Rückweisung des Verfahrens an die Vorinstanz zur ergänzen- den Beweisaufnahme und Neuentschädigung im Sinne der Erwägungen (act. 20 S. 1 und 13). D.e In ihrer Vernehmlassung vom 10. Dezember 2008 beantragte die Vor- instanz die Abweisung der Beschwerde unter Kostenfolge (act. 22). C-5543/2008 Seite 6 D.f Mit Ver fügung vom 18. Dezember 2008 stellte das Bundes - verwaltungsgericht die Stellungnahme der Privatspitäler und die Ve r- nehmlassung der Vorinstanz vom 10. Dezember 2008 den jeweils and e- ren Verfahrensbeteiligten zu und lud diese zur Stellungnahme ein (act. 23). Zugleich forderte es die Vorinstanz auf, die Akten zu sämtlichen von ihr betreffend die Parteien durchgeführten TARMED -Taxpunktwert– festsetzungsverfahren einzureichen, soweit sie dies noch nicht getan h a- be, insbesondere: – die Akten betreffend das zum RRB Nr. 1976 vom 16. Dezember 2003 führende Verfahren, – die Antragsschriften der Parteien, welche das zum RRB Nr. 980 vom 11. Mai 2004 führende Verfahren auslösten sowie die diesbezügliche "Replik" der Beschwerdegegner, – die von den Beschwerdegegnern zur Auswe rtung durch den Ökon o- men A._______ offen gelegten Daten und die daraus resultierte Au s- wertung, – die dem Preisüberwacher zur Verfügung gestellten "Angaben der Start-Taxpunktwert Tools der öffentlichen Spitäler und der Mitglieder der BLVPK". D.g Am 17. Dezember 2 008 reichten die Privatspitäler eine Medien - mitteilung von H+ vom 3. Dezember 2008 ein, welche das Bundes ver- waltungsgericht den anderen Verfahrensbeteiligten zur Berück sichtigung in ihren Stellungnahmen zukommen liess (act. 24 und 25). D.h Mit Schreiben vom 29. Januar 2009 erklärte die Vorinstanz, dass sie an ihrem bisher gestellten Antrag festhalte (act. 26). Zugleich reichte sie die Akten zum RRB Nr. 1976 vom 16. Dezember 2003 ein, wozu auch die in RRB Nr. 980 vom 11. Mai 2004 erwähnten Tariffestsetzungsa nträge und die "Replik" der Beschwerdegegner gehörten. Für die übrigen ang e- forderten Akten empfahl die Vorinstanz, an H+ bzw. an die eidgenöss i- sche Preisüberwachung zu gelangen. D.i In ihrem Schreiben vom 30. Januar 2009 (act. 27) stellte santésuisse folgende Verfahrensanträge: 1. Die Beschwerdegegner seien aufzufordern, einzeln je pro 2006, 2007, eventualiter 2008 konkretes und detailliertes Datenmat e-C-5543/2008 Seite 7 rial wie folgt zu edieren: Kosten - und Leistungsrechnungen je für das Gesamtspital, daneben für die S pitalambulatorien, daneben Erfolgsrechnungen und Bilanzen, sowie Geschäftsb e- richte. 2. Dieses Datenmaterial sei nach detaillierter Vorlage santé suisse bzw. dem Regierungsrat zur Stellungnahme zu unterbreiten. 3. Die Stellung weiterer verfahrensrechtlich r elevanter Anträge bleibt vorbehalten. D.j Am 30. Januar 2009 beantragten die Privatspitäler erneut die vollumfängliche Abweisung der Beschwerde von santésuisse (act. 28). D.k Mit Verfügung vom 16. Februar 2009 stellte das Bundes verwal- tungsgericht den Verfahren sbeteiligten die Stellung nahmen der jeweils anderen Verfahrensbeteiligten vom 29. bzw. 30. Januar 2009 zur Kenntnisnahme zu (act. 29). Weiter forderte es die Privatspitäler dazu auf, die von ihnen H+ zur Verfügung gestellten Daten und die in ihrem Auftrag von A._______ bzw. von H+ erstellte Datenauswertung zuzustellen. Ausserdem forderte das Bundes verwaltungsgericht die eidgenössische Preisüberwachung dazu auf, aussagekräftige Akten - verzeichnisse betreffend die Akten zu ihren Empfehlungen vom 16. März 200 4 und 16. Mai 2008 einzureichen. D.l Mit Schreiben vom 2. März 2009 (act. 30) teilte H+ dem Bundes - verwaltungsgericht mit, dass A._______ neben seiner Anstellung bei H+ als Selbstständigerwerbender tätig sei und als solcher die Berech - nungen für die BLVPK durchgeführt habe, weshalb nur er - und nicht H+ - die entsprechenden Daten dem Bundes verwaltungs gericht zustel - len könne. D.m Mit Schreiben vom 16. März 2009 reichte die eidgenössische Preisüberwachung zwei Dokumente ein, welche die grundlegenden Daten betr effend die Empfehlung der Preisüberwachung vom 16. März 2004 umfassen (act. 32). Ausserdem listete die Preisüber wachung die ihr bei Erstellung ihrer beiden Empfehlungen vorliegenden Akten auf. D.n Am 16. März 2009 beantragten die Privatspitäler, allenfalls vo n ihm benötigte Auskünfte mittels amtlicher Erkundigung direkt bei A._______ einzuholen (act. 33). Ausserdem stellten sie den Antrag, nach klaren Vorgaben über eine gerichtlich zu bestimmende, neutrale C-5543/2008 Seite 8 und sachverständige Begutachtungsstelle die notwendige n Daten bei den Privatspitälern zu beschaffen. Diese Begutachtungsstelle solle alsdann die eingeholten Daten in Hinblick auf die Bestimmung des richtigen Taxpunktwertes auswerten und dem Bundesverwaltungs - gericht ihre diesbezüglichen Schlussfolgerungen unt erbreiten. Weiter reichten die Privatspitäler die Datenauswertung A._______ vom 2. April 2003 zu den Akten. Die dieser Auswertung zu Grunde gelegten Daten wurden nicht eingereicht. D.o Mit Verfügung vom 8. Juli 2010 liess das Bundesverwaltungs - gericht das Schr eiben von H+ vom 2. März 2009 und die Unterlagen der eidgenössischen Preisüberwachung vom 16. März 2009 allen Ver - fahrensbeteiligten und die Stellungnahme der Privatspitäler vom 16. März 2009 santésuisse und der Vorinstanz zur Kenntnisnahme (je inkl. Beilagen) zukommen und schloss den Schriftenwechsel. E. Auf weitere Vorbringen der Parteien und der Vorinstanz sowie auf die eingereichten Akten wird, soweit erforderlich, im Rahmen der nachfolgen- den Erwägungen eingegangen. Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 1. Zum Zeitpunkt der Beschwerdeerhebung war das Bundesverwaltungs - gericht gemäss Art. 34 des Bundesgesetzes über das Bundes - verwaltungsgericht vom 17. Juni 2005 (VGG, SR 173.32) für die Beurte i- lung von Beschwerden gegen Tarifbeschlüsse der Kantons regierungen nach Art. 47 des Bundesgesetzes vom 18. März 1994 über die Kranke n- versicherung (KVG, SR 832.10) zuständig. Diese Bestimmung wurde per 1. Januar 2009 aufgehoben und durch Art. 53 KVG ersetzt (AS 2008 2054 und 2057), dessen Abs. 1 - zusammen mit dem neu eingeführten Art. 90a Abs. 2 KVG - die entsprechende Zuständigkeit des Bundesve r- waltungsgerichts weiterhin vorsieht. Aufgrund von Art. 37 VGG richtet sich das Verfahren vor dem Bundes - verwaltungsgericht nach dem Bundesgesetz vom 20. Dezember 196 8 über das Verwaltungsverfahren (VwVG, SR 172.021), soweit das VGG nichts anderes bestimmt (vgl. auch Art. 1 Abs. 2 Bst. cbis und Art. 2 Abs. 4 VwVG). Keine Anwendung finden hingegen die mit Art. 53 Abs. 2 KVG am C-5543/2008 Seite 9 1. Januar 2009 eingeführten Einschränkungen der Verfahrensrechte der Parteien in Tarifstreitigkeiten vor dem Bundes verwaltungsgericht, da das vorliegende Beschwerdeverfahren zu diesem Zeitpunkt bereits seit Mona- ten in Gange war und zahlreiche Verfahrensschritte durchlaufen hatte (vgl. act. 1-25; vgl. auch Art. 81 VwVG). 2. Nach Art. 2 des Bundesgesetzes vom 6. Oktober 2000 über den Allge - meinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG, SR 830.1) in Ver - bindung mit Art. 1 Abs. 2 Bst. b KVG finden die Bestimmungen des ATSG auf das vorliegende Beschwerdeverfahren hingegen keine Anwendung. 3. 3.1. Santésuisse nahm als Gesuchstellerin am vorinstanzlichen Tariffes t- setzungsverfahren teil, ist als Adressatin durch den angefochtenen Regie- rungsratsbeschluss besonders berührt und hat insoweit an dessen Au f- hebung bzw. Abänderung ein schutzwürdiges Interesse (Art. 48 VwVG). Sie ist daher zur Beschwerde legitimiert. Da die Beschwerde im Übrigen frist- und formgerecht eingereicht und der auferlegte Kostenvorschuss von santésuisse rechtzeitig geleistet worden ist, ist auf die Beschwerde einzutreten (Art. 50, 52 und 63 VwVG). 3.2. Im angefochtenen Regierungsratsbeschluss werden einzig santés u- isse und die BLVPK als Parteien aufgeführt, obwohl sich das Tariffestse t- zungsbegehren der santésu isse gegen die BLVPK sowie gegen deren Mitglieder richtete, während Rechtsanwalt Friedrich Schwab als Vertreter sowohl der BLVPK als auch der einzelnen Mitglieder der BLVPK auftrat und sich durch entsprechende Vollmachten legitimierte (vgl. act. 21B/1, 21B/3-3.1 und 21B/25). Im Beschwerdeverfahren richtet santésuisse ihre Beschwerde gegen die "Privatspitäler des Kantons Basel-Landschaft bzw. Basellandschaftliche Vereinigung der Privatkliniken (BLVPK), nämlich: [Aufzählung der einzelnen Kliniken]". Rechtsa nwalt Friedrich Schwab b e- zeichnet sich als Vertreter der "Beschwerdegegnerinnen". Dass er daru n- ter sowohl die einzelnen Mitglieder der BLVPK, als auch die BLVPK zählt, ist schon daraus ersichtlich, dass er mehrfach auf von ihm im vorinstan z- lichen Verfahren eingereichte Eingaben verweist, in welchen er sowohl die BLVPK als auch die einzelnen Kliniken als "Gesuchsgegner/innen" aufführte (vgl. act. 20 S. 30, insbesondere in Verbindung mit act. 21B/15). Da im Übrigen der von santésuisse beantragte Beschwerdeent scheid C-5543/2008 Seite 10 (auch) die Rechte und Pflichten der einzelnen Mitglieder der BLVPK b e- rührt, sind diese ebenfalls als Beschwerdegegner bzw. als Parteien im Sinne von Art. 6 VwVG zu betrachten. Dies gilt insbesondere auch für die Kindertagesklinik Liestal (im Folgend en: Kindertagesklinik), welche u n- bestrittenermassen Mitglied der BLVPK, und deren anwendbaren Ta x- punktwert die Vorinstanz im Rahmen der angefochtenen Verfügung au s- drücklich ebenfalls befunden hat. 3.3. Wie in der Botschaft zur Einführung des KVG vorgesehen (vg l. Bot- schaft betreffend Einführung des KVG, BBl 1992 I 180) und gemäss bu n- desrätlicher Praxis ist vor der Festsetzung eines Tarifs im vertragslosen Zustand gemäss Art. 14 des Preis überwachungsgesetzes vom 20. D e- zember 1985 (PüG, SR 942.20) eine Stellungnahme der eidgenössischen Preisüberwachung einzuholen - auch dann, wenn der festzusetzende Ta- rif gleich hoch oder niedriger ist, als der vorher geltende (vgl. RKUV 6/1997 348f. sowie unveröffentlichter Bundesratsentscheid vom 28. Se p- tember 1998 betreffend Festsetzung Spitaltarif BE). Folgt die kantonale Regierung der eingeholten Stellungnahme des Preisüberwachers nicht, hat sie dies zu begründen (vgl. Art. 14 Abs. 2 PüG). Die Vorinstanz konsultierte vor der umstrittenen Tariffestsetzung die Preisüberwachung, welche mit Schreiben vom 16. Mai 2008 eine Anpa s- sung des Taxpunktwerts auf maximal Fr. 0.94 beantragte. Die Vorinstanz führte die Empfehlung der Preisüberwachung in ihrem Entscheid an. Sie begründete auch, weshalb sie von dieser Empfehlung abwich (vgl . act. 21B/33 S. 5f.). Der Tarifentscheid der Vorinstanz ist somit aus Sicht des PüG formal nicht zu beanstanden. 4. 4.1. Im vorliegenden Verfahren ist streitig und vom Bundesverwaltungs - gericht zu prüfen, ob die Vorinstanz die Anträge der Parteien betreffend Festsetzung eines neuen TARMED-Taxpunktwerts ab 1. Januar 2007 zu Recht abgewiesen und den TARMED -Taxpunktwert auf Fr. 1. - belassen hat. 4.2. In materiellrechtlicher Hinsicht sind grundsätzlich diejeni gen Rechts- sätze massgebend, die bei der Erfül lung des zu Rech tsfolgen führenden Sachverhalts Geltung haben (BGE 130 V 329 E. 2.3, BGE 134 V 315 E. 1.2), vorliegend also für den von der umstrittenen Tariffestsetzung b e- troffenen Zeitraum (ab 1. Januar 2007). Da für die Umsetzung der ab 1. C-5543/2008 Seite 11 Januar 2009 geltenden Fassung von Art. 49 Abs. 1 KVG eine Übergangs- frist bis zum 31. Dezember 2011 eingeräumt wurde, ist der angefochtene Entscheid daher im Lichte des Art. 49 KVG in der Fassung vom 18. März 1994 (AS 1995 1328) zu beur teilen (vgl. Übergangs bestimmungen zur Änderung vom 21. Dezember 2007 [Spitalfinanzierung] Ziffer III; Gebhard EUGSTER, Rechtsprechung des Bundesgerichts zum KVG, Zürich etc. 2010, Art. 49 N. 1), weshalb die Bestimmung im Folgenden in der bis Ende 2008 in Kraft gestandenen Fassung zitiert wird. 4.3. Die fo lgenden gesetzlichen Grundlagen sind für die Beurteilung der Streitsache massgebend: 4.3.1. Nach Art. 1 a Abs. 1 KVG regelt das KVG die soziale Krankenversicherung, welche die obligatorische Krankenpflege - versicherung und eine freiwillige Taggeldversicherung umfa sst. Die obligatorische Krankenpflegeversicherung übernimmt nach Artikel 24 KVG die Kosten für die Leistungen gemäss den Artikeln 25 bis 31 KVG nach Massgabe der in den Artikeln 32 bis 34 KVG festgelegten Voraussetzungen. 4.3.2. Dabei erstellen nach Artikel 43 Ab s. 1 und 4 KVG die Leistungserbringer ihre Rechnungen nach Tarifen und Preisen, die sie mit den Versicherern in Tarifverträgen vereinbart haben oder die in den vom Gesetz vorgesehenen Fällen von der zuständigen Behörde festgesetzt worden sind (vgl. Art. 46 bzw. Art. 47 KVG). Dabei ist auf eine betriebswirtschaftliche Bemessung und eine sachgerechte Struktur der Tarife zu achten (Art. 43 Abs. 4 KVG, 2. Satz). Die Vertragspartner und die zuständigen Behörden achten darauf, dass eine qualitativ hoch stehende u nd zweckmässige gesundheitliche Versorgung zu möglichst günstigen Kosten erreicht wird (Art. 43 Abs. 6 KVG). Der Bundesrat kann Grundsätze für eine wirtschaftliche Bemessung und eine sachgerechte Struktur sowie für die Anpassung der Tarife aufstellen (Art. 43 Abs. 7 KVG 1. Satz). 4.3.3. Ein von den Vertragsparteien ausgehandelter Tarifvertrag, der nicht für die ganze Schweiz gelten soll, bedarf der Genehmigung durch die zuständige Kantonsregierung. Die Genehmigungsbehörde prüft, ob der Tarifvertrag mit dem Gesetz und dem Gebot der Wirtschaftlichkeit und Billigkeit in Einklang steht (vgl. Art. 46 Abs. 4 KVG). Kommt zwischen Leistungserbringern und Versicherern kein Tarifvertrag zustande, so setzt die Kantonsregierung nach Anhören der Beteiligten C-5543/2008 Seite 12 den Tarif fest (Art. 47 Abs. 1 KVG). Dabei prüft sie, ob der Tarif mit dem Gesetz, dem Gebot der Wirtschaftlichkeit und Billigkeit in Einklang steht (Art. 47 Abs. 1 KVG in Verbindung mit Art. 46 Abs. 4 KVG; vgl. Entscheid des Bundesrats vom 22. Dezember 2004 in Sachen santésu isse gegen Regierungsrat des Kantons Basel - Landschaft [act. 21A/21] und BLVPK E. 3.3 mit Hinweis auf VPB 58.49 388f. E. 3). 4.3.4. Die Spitäler und Versicherungen (bzw. deren Verbände) verein - baren die Vergütung bei ambulanter Behandlung und bei teil - stationärem Aufenthalt (Art. 49 Abs. 5 KVG) und haben dafür mit dem Rahmenvertrag TARMED eine neue, gesamtschweize risch einheitliche Tarifstruktur für ärztliche Leistungen vereinbart (vgl. oben A.). Die Spitäler ermitteln ihre Kosten und erfassen ihre Leistungen nach einheitlicher Methode; sie führen hiezu eine Kostenstellen rechnung und eine Leistungsstatistik. Die Kantons regierung und die Ver trags- parteien können die Unterlagen einsehen. Der Bundesrat erlässt die nötigen Bestimmungen (Art. 49 Abs. 6 KVG). Diesem Auftrag des Gesetzgebers ist der Bundesrat mit dem Erlass der Verordnung vom 3. Juli 2002 über die Kostenermittlung und die Leistungs erfassung durch Spitäler und Pflegeheime in der Kranken versicherung (VKL, SR 832.104) nachgekommen (in Kraft seit 1. Januar 2003). Die VKL regelt die einheitliche Ermittlung der Kosten und Erfas sung der Leistungen im Spital - und Pflege heimbereich (Art. 1 Abs. 1 VKL). Aufgrund der KVG -Revision zur Spitalfinanzierung wurde auch die VKL am 22. Oktober 2008 per 1. Januar 200 9 geändert (AS 2008 5105). Die Anwendung der revidierten VKL würde voraussetzen, dass der Tarif bereits nach den Grundsätzen des seit 1. Januar 2009 in Kraft stehenden Art. 49 KVG festzusetzen wäre, was vorliegend – wie bereits festgestellt – nicht der Fal l ist (vgl. auch den Kommentar des BAG zu den Änderungen der VKL und der KVV vom 22. Oktober 2008 [www.bag.admin.ch > Themen > Krankenver sicherung > Revisionen der Krankenversicherung > Abgeschlossene Revisionen > Verord - nungsänderungen > Archiv: Abgesc hlossene Verordnungsänderungen im Jahr 2008 [im Folgenden: BAG -Kommentar VKL]; abgerufen am 15. Juli 2010]). Es ist deshalb – wie bei Art. 49 KVG – auf die bis Ende Dezember 2008 gültige Fassung der VKL abzu stellen, welche im Folgenden zitiert wird. 4.3.5. Nach Art. 59c Abs. 1 der Verordnung vom 27. Juni 1995 über die Krankenversicherung (KVV, SR 832.102) prüft die Kantonsregierung C-5543/2008 Seite 13 als Genehmigungsbehörde (im Sinne von Art. 46 Abs. 4 KVG), ob der Tarifvertrag namentlich folgen den Grundsätzen entspricht: a. Der T arif darf höchstens die transparent ausgewiesenen Kosten der Leistung decken. b. Der Tarif darf höchstens die für eine effiziente Leistungserbringung er- forderlichen Kosten decken. c. Ein Wechsel des Tarifmodells darf keine Mehrkosten verursachen. Art. 59 c Abs. 2 verpflichtet die Vertragsparteien dazu, die Tarife rege l- mässig zu überprüfen und anzupassen, wenn die Erfüllung der Grundsä t- ze nach Abs. 1 Bst. a und b nicht mehr gewährleistet ist. Die zuständigen Behörden sind über die Resultate der Überprüfungen zu informieren. Gemäss Art. 59c Abs. 3 KVV wendet die zuständige Behörde die Abs. 1 und 2 von Art. 59c KVV bei Tariffestsetzungen nach den Art. 43 Abs. 5, 47 oder 48 des Gesetzes sinngemäss an. 5. 5.1. Die Beschwerdeführenden können im Rahmen des Beschwerde - verfahrens die Verletzung von Bundesrecht unter Einschluss des Mis s- brauchs oder der Überschreitung des Ermessens, die unrichtige oder u n- vollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts sowie die Unangemessenheit des angefochtenen Entscheids rügen (Art. 49 VwVG). Das Bundesverwaltungsgericht auferlegt sich eine gewisse Zurückha l- tung bei der Überprüfung von Entscheiden der kantonalen Regieru n- gen bezüglich Tariffestsetzung, entsprechend der konstanten Praxis des bis Ende 2006 zuständig gewesenen Bu ndesrates (vgl. BVGE C - 4308/2007 vom 13. Januar 2010 E. 2.2 m.w.H.). 5.2. Es ist unbestritten, dass ein vertragsloser (wenn auch nicht tarifloser) Zustand vorliegt und die Parteien dem Rahmenvertrag TARMED beigetreten sind. Unbestritten ist auch, dass die Vorin stanz Art. 59 c KVV nicht berücksichtigt hat und dass in das Verfahren keine konkreten Daten betreffend die Privatspitäler eingeflossen sind, welche eine Überprüfung im Sinn von Art. 59 c KVV ermöglicht hätten (vgl. act. 1 Seiten 8, 11, 12 und 17; act. 20 S. 3 und 6 -8; act. 22 S. 2; act. 27 S. 3 -7; act. 28 S. 2 -3). C-5543/2008 Seite 14 5.3. Umstritten ist aber, ob bzw. inwiefern die Vorinstanz Art. 59 c KVV hätte berücksichtigen müssen, wie dies santésuisse geltend macht. Zu prüfen ist daher, inwieweit die Vorinstanz gegen Art. 59 c KVV (bzw. die darin kodifizierte Praxis des Bundesrats) verstossen hat und welche Schlüsse daraus für das Verfahren zu ziehen sind. 5.3.1. Santésuisse führt im Wesentlichen aus (vgl. act. 1 S. 8, 11 -12, 17; act. 27 S. 3, 4, 6), dass Art. 59 c KVV eine gesetzmässige P räzisie- rung der gesetzlichen Vorgaben darstelle, zu welchen namentlich Art. 47 Abs. 1 i.V.m. Art. 46 Abs. 4 KVG sowie Art. 49 Abs. 6 und 7 KVG zählen. Schon gestützt auf diese gesetzlichen Grund lagen sei die zuständige Behörde von Gesetzes wegen auch ohn e entsprechendem Verfahrensantrag dazu verpflichtet, zu prüfen, ob der zu erlassende Tarif mit dem Gesetz, dem Gebot der Wirtschaftlichkeit und der Billigkeit im Einklang stehe, wobei die zuständige Behörde die neuen, präzisierte Vorgaben gemäss Art. 59 c KVV zur Anwendung zu bringen habe. Ausserdem sei Art. 59 c KVV unter Berücksichtigung der Regelungen in Art. 9ff. VKL nicht zu unbestimmt, um direkt an - gewendet werden zu können. Konkret habe die Vorinstanz gegen Art. 59c KVV verstossen und der Untersuchungs maxime nicht ausreichend Rechnung getragen habe, indem sie – trotz der Anträge von santésuisse nicht darauf geschlossen habe, der aktuelle Taxpunktwert von Fr. 1. - führe zu einer Abgeltung, welche über den anrechenbaren Kosten liege, – unberücksichtigt gelassen habe, ob der von ihr festzusetzende Tarif insbesondere höchstens die transparent ausgewiese nen Kosten der Leistung und höchstens die für eine effiziente Leistungserbringung er- forderlichen Kosten deckt, zumal schon prima -facie erstellt gewesen sei, dass ein Taxpunktwert von über Fr. 0.90 weder wirtschaftlich noch billig sei und andere öffentliche Spitäler (z.B. in Basel-Landschaft) und private Spitäler (z.B. im Tessin) mit einem Taxpunktwert von Fr. 0.80 bis Fr. 0.90 die Kosten decken könnten, und auch d er Preisüberwa- cher einen tieferen Taxpunktwert empfohlen habe, – es unterlassen habe, die Leistungen und Kosten der einzelnen Spit a- lambulatorien der Privatspitäler im Kanton Basel -Landschaft ab 1. Ja- nuar 2006 zu erheben, und sie keine Sachverhaltsabklärungen be- züglich kosten- bzw. leistungseffiziente Spitalambulatorien andernorts C-5543/2008 Seite 15 gemacht habe, womit der rechtserhebliche Sachverhalt unrichtig bzw. unvollständig erstellt worden sei. 5.3.2. Die Privatspitäler bestreiten die Interpretation von santésuisse betreffend Art. 59c KVV. Denn wenn Art. 59c KVV diese von santésuisse postulierte grundlegende, für die Leistungserbringer äusserst einschne i- dende Bedeutung hätte, wäre dafür zweifellos eine ausdrückliche geset z- lichen Grundlage im KVG erforderlich, welche allerdings fe hle. Weiter sei beim Erlass des KVG für den ambulanten Bereich - anders als für den stationären Bereich (vgl. Art. 54 KVG) - ausdrücklich auf eine Gesetze s- grundlage für eine Globalbudgetierung verzichtet und stattdessen eine andere ausserordentliche Massna hme zur Eindämmung eines übermä s- sigen Kostenanstiegs vorgesehen (Einfrierung des Tarifs gemäss Art. 55 KVG). Nach der Interpretation von santésuisse würde Art. 59 c KVV fak- tisch zu einem Globalbudget im ambulanten Bereich führen oder Auswi r- kungen im Sinne e iner Strukturbereinigung haben, wonach nur noch die billigsten Anbieter überleben könnten. Ausserdem sei Art. 59c KVV viel zu unbestimmt, um direkt anwendbar zu sein (vgl. act. 14 S. 10; act. 20 S. 6- 7; act. 28 S. 2). Die Privatspitäler führen aus, dass Ar t. 59c KVV von der Vorinstanz nur dann zu berücksichtigen gewesen wäre, wenn santésuisse glaubhaft gemacht hätte, dass die Erfüllung der Grundsätze nach Art. 59c Abs. 1 Bst. a und b KVV nicht mehr gewährleistet sei. Dies habe santésu- isse versäumt, obwohl i hr dies aufgrund der allgemeinen Grundsätze zur Verteilung der Beweislast obliege und sie über reichliches Datenmaterial für entsprechende konkrete Angaben verfügt habe. Santésuisse habe es (wahrscheinlich bewusst) unterlassen, einen Vergleich der Entwickl ung der infrage stehenden Kosten bei den Privatspitälern mit der Entwicklung bei den öffentlichen Spitälern und Kliniken des Kantons Basel -Landschaft zu ziehen. Schliesslich fehle es an einer vollständig anerkannten Meth o- dik, um aus dem geforderten Datenma terial den "richtigen" Taxpunktwert zu berechnen, weshalb die Forderung nach umfassender Datenvorlage sich als rein formalistische Schikane erweise (vgl. act. 20 S. 7 -8 i.V.m. act. 21B/32 sowie act. 28 S. 3). 5.3.3. Die Vorinstanz macht im Wesentlichen geltend, d ass Art. 59c KVV der Kantonsregierung keine neuen Pflichten hinsichtlich der Erhebung von Daten in einem Tariffestsetzungsverfahren auferlege. Weiter habe santésuisse in Verletzung ihrer Mitwirkungspflichten ihren Tariffestse t- zungsantrag nicht mit Kosten - und Wirtschaftlichkeits überlegungen und ohne Beizug des ihr zur Verfügung stehenden Datenmaterials begründet und im vorinstanzlichen Verfahren keinen Antrag gestellt, Datenmaterial C-5543/2008 Seite 16 bei den Privatspitälern zu erheben. Das im Verwaltungsverfahren gelte n- de Untersuchungsprinzip könne nicht so weit ausgelegt werden, dass die zuständige Behörde verpflichtet sei, den Sachverhalt dahingehend abz u- klären, dass einem Gesuch allenfalls mit einer komplett anderen Begrü n- dung als jener des Gesuchstellers entsprochen werd en könne. Auch der Preisüberwacher habe keine auf konkreten Kosten - und Wirtschaftlic h- keitsüberlegungen basierende Tarifsenkung vorgeschlagen, weshalb sich eine Überprüfung des Sachverhalts gestützt auf weitere Daten erübrigt habe. Ausserdem erweise sich d ie Forderung nach der Erhebung en t- sprechender Rechnungsdaten als reine Formalität, solange eine ane r- kannte Methode fehle, um aus solchen Daten einen TARMED - Taxpunktwert für Spitalambulatorien zu ermitteln. Auch diesbezüglich li e- ge es an den Parteien, im Ra hmen ihrer Mitwirkungspflicht eine solche Methode vorzuschlagen. Schliesslich macht die Vorinstanz geltend, dass es durchaus zulässig sei, einen neuen Tarif ausgehend vom bisherigen Tarif unter Berücksichtigung kostensteigernder und -senkender Faktoren festzusetzen, wobei mindestens vermutungsweise davon auszugehen sei dass der geltende hoheitlich festgelegte Tarif zum Zeitpunkt seiner Fes t- setzung nicht mehr als die damals anfallenden anrechenbaren Kosten gedeckt habe. Eine derartige Veränderung der Verhäl tnisse hinsichtlich der anrechenbaren Kosten seit der Festsetzung des bisherigen Ta x- punktwerts im Jahr 2004, sodass eine wesentliche Senkung des Tarifs angezeigt wäre, sei von santésuisse wiederum nicht geltend gemacht worden (vgl. act. 22 S. 1-3). 6. 6.1. Mit dem per 1. August 2007 in Kraft getretenen Art. 59c KVV hat der Bundesrat eine die im KVG enthaltenen Tarifgrundsätze er gänzende Re- gelung betreffend die Tarifgestaltung im vertragslosen Zustand erlassen. Dabei hat er - gestützt auf Art. 43 Abs. 7 KVG und in Hinblick auf den per 1. Januar 2007 erfolgten Übergang seiner Rechtsprechungskompetenz an das Bundesverwaltungsgericht - im Wesentlichen Grundsätze in das Verordnungsrecht überführt, wel che er im Rahmen seiner Beschwerd e- entscheide entwi ckelt hatte. Dies gilt insbesondere für Art. 59 c Abs. 1 KVV Bst. a und b (in Verbindung mit Abs. 3), mit welchen die gesetzlichen Vorgaben für KVG-Tarife, insbesondere das Gebot der Wirtschaftlich keit, der betriebswirtschaftlichen Bemessung und sachgerechten Struktur, der möglichst günstigen Kosten durch den dazu ermächtigten Verordnung s- geber präzisiert und die zur Tarifbeurteilung notwendige Transparenz her- vorgehoben wurden (vgl. BVGE C-4308/2007 vom 13. Januar 2010 E. 3.3 C-5543/2008 Seite 17 m.w.H. sowie Kommentar des Bundesamtes für Ges undheit (BAG) vom Juni 2007 betreffend die Änderungen der KVV für den 1. August 2007 und 1. Januar 2008 (im Folgenden: BAG -Kommentar; Quelle: Webseite des BAG [www.bag.admin.ch] > Themen > Krankenversicherung > Aktuell > Neuheiten im Jahr 2007 > Kommentar zur Änderung der KVV vom 27. Juni 2007 [im Folgenden: BAG -Kommentar KVV, besucht am 15. Juli 2010). 6.2. Zu prüfen ist, ob die Vorinstanz, welche vorliegend für die Tariffes t- setzung gemäss Art. 47 KVG zuständig und damit s owohl Adressatin der entsprechenden bundesrätlichen Praxis als auch von Art. 59 c KVV war (vgl. Abs. 3 dieser Bestimmung), im konkreten vorinstanzlichen Verfahren in zeitlicher Hinsicht zur Anwendung von Art. 59c KVV verpflichtet war. Da Art. 59c KVV im Wesentlichen eine Kodifizierung der bundesrät lichen Rechtsprechung darstellt, ist es für das vorliegende Verfahren ohne B e- deutung, dass Art. 59c KVV (erst) am 1. August 2007 in Kraft getreten ist. Allerdings ist darauf hinzuweisen, dass die Rechtmässig keit eines Ver- waltungsaktes grundsätzlich nach der Rechtslage zur Zeit seines Erla s- ses zu beurteilen ist (vgl. BGE 122 V 85 E. 3 m.w.H.; BGE 125 V 591 e. 5.e/aa m.w.H.; ULRICH HÄFELIN/GEORG MÜLLER/FELIX UHLMANN, Allg e- meines Verwaltungsrecht, 5. Aufl., Zürich/Ba sel/Genf 2006, Rz. 326f. m.w.H.), dass für Art. 59c KVV - im Gegensatz zu anderen gleichzeitig re- vidierten Verordnungsbestimmungen - keine spezifische Übergangsrege- lung für eine verspätete Wirkungsentfaltung vorgesehen wurde (vgl. Ziffer III der Änderung der KVV vom 27. Juni 2007, AS 2007 3579) sowie dass das vorinstanzliche Tariffest setzungsverfahren am 1. August 2007 erst seit rund vier Monaten pendent war, die erste Stellung nahme der Priva t- spitäler zur Haupt sache am 31. August 2007 einging (act. 21B/ 15) und das vorinstanzliche Verfahren elf Monate nach Inkrafttreten von Art. 59 c KVV abgeschlossen wurde. Selbst wenn Art. 59c KVV über eine Kodifika- tion der bundesrätlichen Rechtsprechung hinausginge, hätte die Vori n- stanz somit Verfahrensführung und -abschluss rechtzeitig anpassen kö n- nen, um die in Art. 59c KVV enthaltenen Vorgaben zu erfüllen. 6.3. Indem die frühere Rechtsprechung des Bundesrates in Art. 59 c KVV im Rahmen von Art. 43 Abs. 7 KVG positivrechtlich verankert worden ist, gewinnen die entsprechenden Grundsätze an gesetzlicher Legitima tion. Damit treffen die von den Privatspitälern erhobenen Vorwürfe, dass es Art. 59 c KVV an einer ausreichenden gesetzlichen Basis mangle bzw. dass der Bundesrat dazu verpflichtet gewesen wäre, ausführlichere D e-C-5543/2008 Seite 18 tailregelungen in Art. 59c KVV aufzunehmen, nicht zu. Im Übrigen ist dar- auf hinzuweisen, dass Art. 59 c KVV, wie santésuisse zu Recht ausführt, nicht separat, sondern im Zu sammenhang mit den Regelungen im KVG und in der VKL zu inter pretieren und anzuwenden ist. Damit kann - ent- gegen der von den Privatspitälern vertretenen Ansicht - nicht die Rede davon sein, dass Art. 59 c KVV zu unbestimmt sei, um überhaupt ang e- wendet werden zu können. 6.4. Entgegen der Ansicht der Privatspitäler geht Art. 59 c KVV somit we- der über den Rahmen des KVG noch die bisherige bundesrätliche Praxis hinaus und führt namentlich weder dazu, dass Privatspitäler im Resultat für ambulante Leistungen faktisch einer Globalbudgetierung unterworfen werden, noch zu einer einseitigen Nivellierung – unabhängig der Qualität der erbrachten Leistungen - auf dem preislich tiefsten Niveau. 7. 7.1. Strittig ist eine (von santésuisse im vorinstanzlichen Verfahren bea n- tragte und beschwerdeweise geltend gemachte) Änderung des zwischen den Parteien geltenden Tarifs per 1. Januar 2007. Zu diesem Zeitpunkt galt seit drei Jahren der von der Vorinstanz mit Regierungsratsbeschluss vom 11. Mai 2004 hoheitlich festgesetzte Tarif (vgl. act. 21A/7). Ein aut o- matischer Anpassungsmechanismus für den Tarif besteht nicht. Der bi s- herige Tarif wurde nicht gestützt auf eine fundierte Abklärung und inhaltl i- che Prüfung der konkreten Verhältnisse festgesetzt. Stattdessen ging die Vorinstanz damals im Wesentlichen von dem für die öffentlichen Spitäler im Kanton Basel -Landschaft vereinbarten TARMED -Taxpunktwert (Fr. 0.94) aus, rechnete diesen im Verhältnis der vorgängigen unterschiedl i- chen SLK-Taxpunktwerte im Kanton Basel-Landschaft (Fr. 3.70 für öffent- liche Spitäler (Fr. 3.70) und für Privatspitäler (Fr. 4.10) auf, womit als Zwi- schenergebnis ein TARMED -Taxpunktwert von Fr. 1.04 resultierte (Fr. 0.94 x 4.10 : 3.70 = Fr. 1.04). Unter Berufung auf das von Bundesrat und Preisüberwachung vorgegebene Ziel eines anfängli chen TARMED- Taxpunktwerts von maximal Fr. 1.-, welches durch die Entwicklung der in anderen Kantonen für Privatspitäler geltenden Starttaxpunktwerte bekrä f- tigt worden sei, setzte die Vorinstanz den TARMED -Starttaxpunktwert "in dieser widersprüchlichen Ausgangslage [...] als adäquateste Lösung" auf Fr. 1.- fest. 7.2. Ob der - ohne Durchführung einer fundierten inhaltlichen Prüfung des festzulegenden Tarifs im damaligen Verfahren - festgesetzte Tarif im Re-C-5543/2008 Seite 19 sultat korrekt war, ist hier nicht Streitgegenstand. Allerdings ist ein so l- cherart festgelegter Tarif so rasch wie möglich durch einen auf der Basis fundierter inhaltlicher Abklärungen festgelegten neuen Tarif zu ersetzen. Auch die Vorinstanz hat in ihrem Entscheid vom 11. Mai 2004 ausdrüc k- lich festgehalten, dass der festgelegte TARMED-Starttaxpunktwert von Fr. 1.- "immerhin nur ein Ausgangspunkt auf dem Weg zum Taxpunktwert für die Privatspitäler im Baselbiet" sei. 7.3. Da der per 1. Januar 2004 festgelegte Taxpunktwert nicht auf Grund fundierter inhaltlicher Abklärungen und insbesondere ohne Überprüfung hinsichtlich der Gewährleistung der Grundsätze gemäss Art. 59 c Abs. 1 KVV (wie sie gemäss bundesrätlicher Praxis bereits damals galten) fes t- gelegt wurde, widerspricht es den im KVG genannten Grun dsätzen der Wirtschaftlichkeit und Billigkeit, auch den neuen Tarif (bloss) gestützt auf seither eingetretene tarifrelevante Änderungen aus dem bisherigen Tarif abzuleiten. Stattdessen ist eine erstmalige fundierte inhaltliche Abkläru n- gen und insbesondere eine Überprüfung hinsichtlich der Gewährleistung der Grundsätze gemäss Art. 59c Abs. 1 KVV vorzunehmen. Dabei kommt dem - in Art. 59 c Abs. 2 und 3 KVV verankerten und schon davor ane r- kannten - Grundsatz, wonach ein Tarif der aktuellen Entwicklung anz u- passen ist (vgl. BVGE C -4308/2007 vom 13. Januar 2010 E. 8.1.4), ein hohes Gewicht zu. Tatsächlich müssen die Vertragsparteien - gemäss ausdrücklicher Regelung von Art. 59c Abs. 2 KVV - die Tarife regelmässig überprüfen und anpassen, wenn die Erfüllung der Grundsätze nach Art. 59c Abs. 1 Bst. a und b nicht mehr gewährleistet ist. Entgegen der von den Privatspitälern vertretenen Ansicht (vgl. act. 20 S. 7 ), wird die Übe r- prüfungspflicht nicht (erst) dadurch ausgelöst, dass die Erfüllung der Grundsätze nach Art. 59c Abs. 1 Bst. a und b nicht mehr gewähr leistet ist. Vielmehr dient umgekehrt die regelmässige Überprüfung der Ta rife dazu, festzustellen, ob diese den Grundsätzen nach Art. 59c Abs. 1 Bst. a und b noch entsprechen. Ist dies nicht der Fall, sind die Tarifparteien dazu verpflichtet, die entsprechenden Mängel zu beheben (vgl. den französ i- schen Wortlaut: "Les parties à une convention doivent régulièrement vér i- fier les tarifs et les adapter si le respect des principes énoncés à l'al. 1, let. a et b, n' est plus garantie." und den italienischen Wortlaut: "Le parti contraenti devono verificare regolar mente le tariffe e adeguarle se il r i- spetto dei principi enunciati nel capoverso 1 lettere a e b non è più garan- tito."). In Verbindung mit Art. 59 c Abs. 2 KV V verpflichtet Abs. 3 dieser Besti m- mung die Tariffestsetzungsbehörden dazu, eine regelmässige Überpr ü-C-5543/2008 Seite 20 fung eines geltenden Tarifs auf die Erfüllung der Grundsätze nach Abs. 1 Bst. a und b im Tariffestsetzungsverfahren zu ermöglichen und eine Tarif- anpassung vorzunehmen, wenn die Erfüllung dieser Grundsätze nicht mehr gewährleistet ist. Für die Durchführung einer entsprechenden Übe r- prüfung in einem Tariffestsetzungsverfahren sind nur geringe Ansprüche an ein Tariffanpassungsbegehren zu stellen, da eine solche Überprüfung "regelmässig" vorzunehmen ist. Dadurch wird für das Tariffestsetzung s- verfahren die allgemeine verwaltungs rechtliche Untersuchungsmaxime akzentuiert. Die zuständige Behörde muss die notwendigen Unters u- chungsmassnahmen ergreifen, nament lich di e benötigten Informationen und Dokumente beschaffen, welche eine vollständige und richtige Ermit t- lung des rechtserheblichen Sachverhalts erlauben und eine entspreche n- de Überprüfung bzw. Ausgestaltung des anzusetzenden Tarifs überhaupt erst ermöglichen (v gl. Art. 12 VwVG und PATRICK L. KRAUSKOPF/KATRIN EMMENEGGER in: Waldmann/ Weissenberger, Praxiskommentar VwVG, Zürich 2009 [im Folgenden: Praxiskommentar VwVG 2009], Art. 12 N 16). Die Behörde trägt die Hauptverantwortung für die Sachverhaltsve r- mittlung u nd ist nicht an die Vorbringen der Parteien gebunden (vgl. CHRISTOPH AUER, in: Auer/Müller/Schindler (Hrsg.), Kommentar zum Bun- desgesetz über das Verwaltungsverfahren (VwVG), Zürich 2008, Rz. 6 zu Art. 12 m.w.H.). Im Rahmen des Tariffestsetzungsverfahrens hat sich die zuständige Behörde primär an die Tarifpartner (namentlich an die Lei s- tungserbringer) zu halten und diese ausdrücklich und konkret zur Vorlage entsprechender Dokumente anzuhalten. Mit einem passiven Zu warten und Abstellen auf die von den Pa rteien aus eigenem Antrieb eingereic h- ten Unterlagen wird der gesteigerten Untersuchungspflicht nicht genüge getan. Sollte sich eine Partei zu Unrecht weigern, die von ihr angeforder- ten Dokumente einzureichen, hat die zuständige Behör de sie unter A n- drohung angemessener Folgen zu mahnen. Diesbezüg lich ist auch auf die grundsätzlich in sozialversicherungs rechtlichen Verwaltungsverfahren geltende Mitwirkungspflicht hinzuweisen (vgl. BGE 125 V 193 E. 2, BGE 122 V 157 E. 1.a, je mit weiteren Hinweisen). Soll te es der zuständigen Behörde infolge Weigerung der einen und/oder anderen Partei nicht mög- lich sein, die Gewährleistung der Erfüllung der Grundsätze gemäss Art. 59c Abs. 1 Bst. a und b KVV vollständig zu überprüfen, hat sie zur Sac h- verhaltsabklärung nach Möglichkeit ergänzend oder subsidiär auf andere Quellen zurück greifen (z.B. Statistiken oder Untersuchungen des Bu n- des). Die Weigerung einer Tarifpartei, entsprechende Unterlagen einz u- reichen, ist im Endentscheid im Rahmen der verbleibenden Unschärfe unter dem Aspekt der Verletzung ihrer Mitwirkungspflichten und betref-C-5543/2008 Seite 21 fend die Be urteilung der Beweislage zu berücksichtigen (vgl. RKUV 6/2002 488f.). 7.4. 7.4.1. Angesichts dieser geringen Anforderungen an Tarifanpassungs - begehren kann eine grundlegende Abklärung des S achverhalts bzw. der Vereinbarkeit des bisherigen Tarifs mit den in Art. 59 c Abs. 1 Bst. a und b KVV festgelegten Grundsätze nicht alleine mit der Begründung ausgeschlossen werden, dass eine Partei (hier: santésuisse) ihr Tariffestsetzungs gesuch nicht aus reichend begründet, weder mit konkreten Wirtschaftlichkeits - und Kostenüberlegungen unterlegt und noch mit Datenmaterial belegt habe. 7.4.2. Aus den Vorakten ist ersichtlich, dass die Vorinstanz die Privatspitäler und santésuisse zwar mehrfach zur Stellungnahme eingeladen hat, sie jedoch nie zur Substantiierung ihrer Ausführungen zu konkreten Wirtschaftlichkeits - und Kostenüberlegungen aufge fordert und insbesondere nie konkretes Datenmaterial angefordert hat (vgl. insbesondere die Schreiben der Vorinstanz vom 11. April, 3. Mai, 24. Mai, 18. Juni, 3. Juli, 5. und 17. September, 16. Oktober und 15. November 2007 sowie vom 21. Mai und 11. Juni 2008 [act. 21B/2, 21B/4, 21B/6, 21B/9, 21B/12, 21B/16, 21B/18, 21B/21, 21B/23, 21B/28, 21B/31] und die beiden Regierungsratsb eschlüsse vom 26. Juni 2007 und 1. Juli 2008 [act. 21B/10 und 21B/33]). Die Vorinstanz hat somit keine Vorkehrungen getroffen, um konkrete Angaben und Daten zu erhalten, auf Grund welcher sie hätte prüfen können, ob der bisherige und von ihr zur Weitergelt ung bestätigte Tarif den Anforderungen von Art. 59 c Abs. 1 Bst. a und b KVV gerecht wurde. Ausserdem hätte die Vorinstanz die Empfehlung der Preisüber - wachung, den bisherigen Taxpunktwerts auf maximal Fr. 0.94 zu senken (vgl. act. 21B/27), als zusätzliches Indiz für die Notwendigkeit einer fundierten Abklärung und inhaltlichen Überprüfung des bisheri - gen Tarifs im Sinne von Art. 59 c KVV erkennen müssen. 7.4.3. Damit hat die Vorinstanz ihre Untersuchungspflicht verletzt und den Sachverhalt ungenügend abgeklärt. Zwa r haben auch die Privatspitäler und santésuisse ihre Mitwirkungspflichten nicht erwartungs gemäss erfüllt. Da die Vorinstanz aber davon abgesehen hat, von den Parteien konkrete Mitwirkungs handlungen zu verlangen, kann ihnen dies vorliegend nicht zum Nacht eil gereichen. C-5543/2008 Seite 22 7.4.4. Soweit Beschwerdegegner und Vorinstanz sinngemäss geltend machen, selbst bei Offenlegung bzw. Auswertung sämtlicher Daten sei die Berechnung des "richtigen" TARMED -Taxpunktwerts mangels anerkannter Methode für eine solche Berechnung nicht mö glich und seien daher weitere Abklärungen nicht notwendig, verkennen sie, dass es andernorts sowohl in Tarifverträgen als auch bei hoheitlichen Tariffestsetzungsverfahren möglich war, per 1. Januar 2007 einen konkreten gesetzmässigen Taxpunktwert zu berech nen (vgl. die tabellarische Darstellung der "Taxpunktwerte Spitäler 2007", online auf der Webseite von santésuisse > Service > TARMED > Status/Übersichtsinformation > Taxpunktwerte gültig ab 1. Januar 2007 > Taxpunktwerte Spitäler, besucht am 15. Juli 2010 ). Dementsprechend kann nicht die Rede davon sein, dass die Forderung nach Unterbreitung von Datenmaterial zur Tariffestsetzung schikanös sei. Ausserdem ist es nicht Sache der Tarifpartner, der Vorinstanz eine Tariffestsetzungsmethode vorzuschlagen, zumal eine Kantonsregierung im Rahmen der hoheitlichen Tariffestsetzung sogar ein neues Tarifmodell einführen kann, ohne dass es dazu der Zustimmung der Tarifpartner bedarf (vgl. RKUV 4/2002 309 E. 8.2.2). 7.4.5. Betreffend das Vorhandensein konkreten Datenmaterials de r Privatspitäler und der Zulässigkeit des Beizuges desselben ist auf die VKL (in der vom 1. Januar 2003 bis 31. Dezember 2008 geltenden Fassung) zu verweisen, welche den nach Art. 39 KVG zugelassenen Spitäler konkrete Vorgaben betreffend Kostenermittlung u nd Leistungserfassung macht (vgl. Art. 1 Abs. 2 VKL), womit unter anderem die Grundlagen für die Bestimmung der Leistungen und der Kosten der obligatorischen Krankenpflegeversicherung in der ambulanten Behandlung im Spital geschaffen und die Berechnung der Tarife ermöglicht werden sollten (vgl. Art. 1, Art. 2 [Ziele] Abs. 1 Bst. d, Art. 2 Abs. 2 Bst. c und f, Art. 9, Art. 10, Art. 12 und Art. 13 VKL). Eine Übergangsfrist zur Umsetzung dieser Vorgaben wurde keine vorgesehen. Da das damals für den Vollzug des Krankenversiche - rungsrechts zuständige Bundesamt für Sozialversicherung (BSV) in Art. 16 Abs. 1 VKL beauftragt wurde, drei Jahre nach dem Inkrafttreten der VKL die Erreichung der in Artikel 2 genannten Ziele zu untersuchen, ist darauf zu schliessen, dass der Bundesrat erwartete, dass die Verordnung spätestens bis Ende 2005 umgesetzt und entsprechendes Datenmaterial bereits ausgewertet werden konnte. Mindestens jene Beschwerdegegner, die nach Art. 39 KVG als Spitäler zugelassen sind, hätten jedenfalls rech tzeitig entsprechende Daten C-5543/2008 Seite 23 erarbeiten und zur Einsichtnahme bereit halten müssen. Da Art. 49 Abs. 6 KVG und Art. 15 VKL die Genehmigungsbehörden - und somit auch die mit diesen identischen Tariffestsetzungsbehörden - und die Tarifpartner (vorliegend santé suisse) zur Einsichtnahme in diese Unterlagen berechtigt, hätte die Vorinstanz diese Daten in das Verfahren miteinbeziehen müssen. Sollte ein solcher Beizug dadurch verunmöglicht werden, dass die betroffenen Beschwerdegegner die Daten nicht gesetzesgetreu ermittelt und erfasst haben oder die Einsicht verweigern, wären die Auswirkungen dieses Verhalten auf das Tariffestsetzungsverfahren durch die Vorinstanz von Amtes wegen zu prüfen. Inwiefern die Kindertagesklinik Liestal mangels Zulassung gemäss Art. 39 K VG nicht unter den Anwendungsbereich der VKL fällt und auf Grund anderer Bestimmungen des KVG und der dazugehörigen Verordnungen dazu verpflichtet ist, ebenfalls entsprechende Kosten zu ermitteln und Leistungen zu erfassen, braucht hier nicht beantwortet z u werden (vgl. unten E. 7.7). 7.5. Ausserdem ist darauf hinzuweisen, dass bei Tarifverträgen zwi - schen Verbänden vor dem Abschluss die Organisationen anzuhören sind, welche die Interessen der Versicherten auf kantonaler oder auf Bundesebene vertreten (vgl. Art. 43 Abs. 4 KVG, letzter Satz). Dies gilt gemäss bundesrätlicher Rechtsprechung analog auch für den Fall der behördlichen Tariffestsetzung (vgl. RKUV 5/2001 471 E. II.3.2). Zumal vorliegend (auch) ein Tarif zwischen zwei Verbänden Gegenstand des Tariffestsetzungsverfahrens bildet, hätte die Vorinstanz entsprechende Organisationen anhören müssen (oder begründen müssen, weshalb dies nicht möglich gewesen sei). Dies ist nachzuholen. 7.6. 7.6.1. Betreffend die Kindertagesklinik Liestal macht santésuisse geltend, dass es si ch bei dieser nicht um ein Spital handle, welches im Sinne von Art. 39 KVG als Leistungserbringer zu Lasten der obligatorischen Krankenpflegeversicherung zugelassen sei, da diese nicht auf der Spitalliste figuriere. Auch wenn die Kindertagesklinik bisher a ls Teil der BLVPK gegolten habe, hätte die Vorinstanz nach Ansicht von santésuisse verbindlich feststellen müssen, dass es sich bei der Kindertagesklinik nicht um ein Spital im Sinne von Art. 39 KVG handle und diese dementsprechend auch nicht berechtigt se i, einen Taxpunktwert für Spitäler und für ambulante Leistungen zu verrechnen. Ausserdem hätte die Vorinstanz feststellen müssen, dass nur die einzelnen Ärzte, soweit sanitätspolizeilich und kranken versicherungs -C-5543/2008 Seite 24 rechtlich als Leistungserbringer zugelassen , Leistungs erbringer seien und ihre Leistungen (nur) zum Taxpunktwert für die privat tätigen Ärzte abrechnen dürften (act. 1 S. 10). Die Privatkliniken bestreiten diese Ausführungen von santésuisse und machen geltend, dass die Kindertagesklinik als Institution der ambulanten und teilstationären medizinischen Versorgung von Kindern im Baselbieter Gesundheitswesen allgemein (insbesondere auch behörd lich) anerkannt sei. Ausserdem sei die Kindertagesklinik seit langem Mitglied von H+ und der BLVPK, was in b eiden Fällen die Erfüllung strenger Kriterien vorau s- setze. Überdies habe sich der seinerzeitige Tariffestsetzungsentscheid der Vorinstanz vom 11. Mai 2004 - von santésuisse unbestritten - auch auf die Kindertagesklinik bezogen (vgl. act. 20 S. 10). Dies wi rd weder von der Vorinstanz noch von santésuisse bestritten. Die Vorinstanz hingegen führt aus, dass santésuisse weder im ersti n- stanzlichen noch im Beschwerdeverfahren konkrete Anträge gestellt h a- be: Es sei weder ein Antrag gestellt worden, dass für die Ki ndertageskli- nik ein anderer Tarif festzusetzen sei, als für die übrigen Mitglieder der BLVPK, noch sei die Zulassung der Kindertagesklinik als Leistungserbrin- ger in Frage gestellt worden, was im Übrigen auch nicht Gegenstand des vorliegenden Verfahrens sei n könne. Daher erübrige es sich, auf diese Thematik weiter einzugehen (act. 22 S. 5). 7.6.2. Santésuisse kritisiert zwar das Vorgehen der Vorinstanz, stellt aber in Bezug auf die Kindertagesklinik in ihrer Beschwerde keine konkreten Anträge. Stattdessen erstrecke n sich ihre Beschwerde - anträge betreffend Festsetzung eines spezifischen Taxpunktwerts - wie der angefochtene Regierungsratsbeschluss - auf alle Mitglieder der BLVPK, insbesondere auch auf die Kindertagesklinik, welche im Übrigen auch als Beschwerdegegneri n auftritt. 7.7. Aus den Akten ist nicht ersichtlich, in welchem Rahmen die Kindertagesklinik zur Leistungserbringung zu Lasten der obligatori - schen Krankenversicherung zugelassen ist, namentlich ob sie über eine Zulassung als Spital, als Einrichtung, die der t eilstationären Krankenpflege dient bzw. als Einrichtung, die der ambulanten Kranken - pflege durch Ärzte und Ärztinnen dient (vgl. Art. 35 Abs. 2 Bst. h, i und n KVG [in der bis 31. Dezember 2008 geltenden Fassung]) verfügt. Die Vorinstanz hat daher den Zula ssungsstatus der Kindertagesklinik abzuklären und zu prüfen, inwiefern für sie - unter Berücksichtigung C-5543/2008 Seite 25 allfälliger für die Bestimmung des Taxpunktwerts massgebender Unterschiede - ein anderer Taxpunktwert festzulegen ist, als für die anderen Mitglieder de r BLVPK. Zu beachten bleibt, dass das Tariffestsetzungsverfahren kein Zulassungsverfahren ersetzt oder präjudiziert (vgl. Entscheid des Bundesrats vom 17. Februar 1999 Nr. 98-102 i.S. Tariffestsetzung AG). 7.8. Soweit die Beschwerdeführenden geltend machen, das s eine Taxpunktwertsenkung für die Ita Wegmann Klinik schon für die Dauer des Verfahrens zu einem Stellen - und Leistungsabbau führt, einen Lohn-Teuerungsausgleich verunmöglicht und damit zu einem erhöhten Personalabgang führt (vgl. act. 14 S. 7, 15.1, 33 S . 3), ist darauf hinzuweisen, dass es gemäss bundesrätlicher und vom Bundesverwaltungsgericht übernommener Praxis den Parteien frei steht, für die Dauer eines hängigen Beschwerdeverfahrens eine provisorische Tarifvereinbarung abzuschliessen (vgl. Bundesrat s- entscheid Nr. 96 -63 vom 23. Oktober 1996 betr. Tarif Pflegeheim GR sowie Zwischenverfügung des Bundesverwaltungs gerichts vom 10. Juni 2010 im Verfahren C -297/2009 [nicht publiziert]) und auf diesem Weg entsprechende Lösungen zu finden. 8. 8.1. Als Fazit ist fe stzuhalten, dass die Vorinstanz sich nicht damit b e- gnügen durfte, sich nur mit den Argumenten der Parteien zu befassen, und darauf zu schliessen, dass der Antrag von santésuisse auf Herabse t- zung des TARMED -Taxpunktwerts und der Antrag der Privatspitäler au f Heraufsetzung des TARMED -Taxpunktwert als zu wenig begründet a b- zuweisen seien und am bisher geltenden Taxpunktwert festzuhalten sei. Stattdessen hätte sie die gemäss Art. 59c Abs. 2 und 3 KVV als Minimum vorgeschriebene inhaltliche Überprüfung der Vereinbarkeit des bisherigen Tarifs mit Art. 59 c Abs. 1 Bst. a und b KVV vornehmen müssen, was nachzuholen ist (unter Prüfung und Berücksichtigung allfälliger massge b- licher Unterschiede betreffend die Kindertagesklinik). Dabei ist die Vorinstanz nicht an die fol genden von den Parteien im B e- schwerdeverfahren gestellten Verfahrensanträge (welche das Bunde s- verwaltungsgericht ausgangsgemäss nicht zu prüfen hat) ge bunden, hat diese aber zu prüfen und wenn geeignet auch umzusetzen: – Anträge santésuisse (vgl. act. 1 und 27): C-5543/2008 Seite 26 – Edition für die einzelnen Privatspitäler je: – der Bilanzen per 31. Dezember 2006, per 31. Deze m- ber 2007, per 31. Dezember 2008, – der Erfolgsrechnungen 2006, 2007, 2008, – der Kostenstellen - und Kostenträgerrechnungen mit genauen Abgrenzungen der Koste n der Spitalambul a- torien für 2006, 2007 und erstes Halbjahr 2008, bzw. Kosten - und Leistungsabrechnungen je für das Gesamtspital und die Spitalambulatorien, – Geschäftsberichte für die Jahre 2006, 2007, 2008. – Anträge Privatspitäler (vgl. act. 14, 20, 33): – Einholen von amtlichen Erkundigungen bei der kantonalen Volkswirtschafts- und Gesundheitsdirektions Kanton Basel - Landschaft, – Einholen einer amtlichen Erkundigung bei A._______, – Beizug der durch die Beschwerdegegnerinnen für die Tarif - Umrechnung SLK zu TARMED gelieferten Daten bei der Vo r- instanz oder bei A._______, – Beschaffung der Daten der Privatspitäler - nach klaren Vorga- ben - über eine neutrale und sachverständige Begutachtung s- stelle zu beschaffen und auswerten lässt bzw. Erstellung einer neutralen Expertise. 8.2. Ausserdem hat die Vorinstanz Organisationen, welche die Intere s- sen der Versicherten auf kantonaler Ebene vertreten, anzuhören (oder al- lenfalls zu begründen, weshalb dies nicht möglich sei). 8.3. Daher ist die Beschwerde in dem Sinne gutzuheissen, dass der Re- gierungsratsbeschluss vom 1. Juli 2008 aufgehoben und die Sache an den Regierungsrat des Kantons Basel -Landschaft zurückgewiesen wird, damit dieser nach erfolgter Abklärung im Sinne der Erwägungen den ab dem 1. Januar 2007 geltenden Tarif bzw. TARMED -Taxpunktwert fes t- setzt. C-5543/2008 Seite 27 9. Bei diesem Ausgang des Verfahrens erübrigt sich eine weitergehende Auseinandersetzung mit den übrigen Argumenten der Verfahrens - beteiligten. Insbesondere kann offen bleiben, – welche Faktoren für die Erörterung eines gesetzeskonformen T arifs heranzuziehen sind (wobei darauf hinzuweisen ist, dass der TA R- MED-Taxpunktwert ein unsubventionierter Taxpunktwert ist und sich ein höherer Taxpunktwert für Privatkliniken nicht alleine wegen allfälli- ger Subventionen für die öffentlichen Spitäler rec htfertigt [vgl. RKUV 6/2004 503 E. 8]), – inwiefern es sich beim ab 1. Januar 2004 festgesetzten Taxpunktwert um einen Start -Taxpunktwert im Sinne der TARMED -Rahmenverein- barung gehandelt hat, – inwiefern die Berechnungsmethode der Preisüberwachung dazu g e- eignet ist, einen gesetzeskonformen Tarif festzusetzen, – ob bzw. unter welchen Voraussetzungen ein Vergleich mit anderen Leistungserbringern für die Erörterung eines gesetzeskonformen T a- rifs notwendig ist, – inwiefern Personalkosten, Teuerung und Lebenshaltungsk osten der kantonalen Bevölkerung bei der Festsetzung eines TARMED - Taxpunktwerts zu berücksichtigen sind, – welche Bedeutung die angeführten – namentlich finanziellen und per- sonellen - Entwicklungen betreffend die einzelnen Privatspitäler auf die Tariffestsetzung haben, – inwiefern der Antragswechsel von santésuisse im späteren Verlauf des vorinstanzlichen Verfahrens von einem Taxpunktwert von Fr. 0.94 auf einen Taxpunktwert von Fr. 0.90 zulässig war, – inwiefern das Verhalten von santésuisse ausserhalb des vorliegenden Verfahrens für die Tariffestsetzung von Relevanz ist (vgl. act. 14 S. 4 - 6, act. 28 S. 2 f.). Da das Bundesverwaltungsgericht keinen Entscheid betreffend die Höhe des umstrittenen Tarifs fällt, sondern den angefochtenen Regierungsrat s- beschluss aufhebt und die Sache zur weiteren Abklärung und zur neuen C-5543/2008 Seite 28 Verfügung an die Vorinstanz zurückweist (vgl. 6.2.8), sieht das Bunde s- verwaltungsgericht davon ab, eine weitere Stellungnahme der Preisübe r- wachung einzuholen. Die Preis überwachung ist allerdings mit ei nem Ur- teilsexemplar zu bedienen. 10. 10.1. Mit dem Erlass des Endentscheides in der Hauptsache fallen die für die Dauer des Verfahrens angeordneten vorsorglichen Mass nahmen oh- ne Weiteres dahin (vgl. BGE 129 V 370 E. 4.3 m.w.H.; ANDRÉ MO- SER/MICHAEL BEUSCH/LORENZ KNEUBÜHLER, Prozessieren vor dem Bu n- desverwaltungsgericht, Basel 2008 [im Folgenden: Prozessieren vor dem Bundesverwaltungsgericht], S. 115 Rz. 3.18 m.w.H.; HANSJÖRG SEILER, in: Waldmann/Weissenberger, Praxiskommentar VwVG 2009, Art. 56 N 52 m.w.H.). Soweit das mit den Massnahmen provisorische Angeordne- te nicht mit dem Endzustand übereinstimmt, müssen die Folgen grun d- sätzlich rückabgewickelt werden (vgl. HANSJÖRG SEILER, Praxiskommen- tar VwVG 2009, Art. 56 N 54 m.w.H.). 10.2. Mit dem vorliegenden Urteil wird die a ngefochtene Verfügung voll - umfänglich aufgehoben. Die darauf bezogene aufschiebende Wirkung der Beschwerde wird somit gegenstandslos. Zugleich fällt mit der Ausfällung des vorliegenden Urteils die provisorische Festsetzung des Taxpunk t- werts bis 31. Dezember 2008 und ab 1. Januar 2009 dahin. Für die Dauer des weiteren vorinstanzlichen Abklärungs verfahrens ist es ratsam, dass sich die Tarifpartner auf einen neuen provisorischen Taxpunktwert ein i- gen. Sollte keine entsprechende Vereinbarung zu Stande kommen , steht es der Vorinstanz frei, für die Dauer ihres Verfahrens einen provisor i- schen Taxpunktwert festzusetzen. Ohne in den Spielraum der Tarifpartner und der Vorinstanz eingreifen zu wollen, ist in diesem Zusammenhang auf Folgendes hinzuweisen: Der Preisüberwacher hat einen Taxpunktwert von Fr. 0.90 berechnet und einen Taxpunktwert von maximal Fr. 0.94 be- antragt; im Kanton Basel-Landschaft galt für die öffentlichen Spitäler vom 1. Januar 2007 bis 30. Juni 2009 ein Taxpunktwert von Fr. 0.94 und gilt seit dem 1. Juli 2009 ein Taxpunktwert von Fr. 0.93; für die selbständigen Ärzte im Kanton Basel-Landschaft galt vom 1. Januar bis 31. August 2007 ein Taxpunktwert von Fr. 0.93, vom 1. September 2007 bis 30. Juni 2009 ein Taxpunktwert von Fr. 0.94, vom 1. Juli 2009 bis 30. Juni 2010 ein Tax- punktwert von Fr. 0.93, vom 1. Juli bis 30. September 2010 ein Taxpunkt- wert von Fr. 0.92 und gilt seit dem 1. Oktober 2010 ein Taxpunktwert von Fr. 0.91; im gesamt schweizerischen Umfeld liegt der angefochtene Ta x-C-5543/2008 Seite 29 punktwert von Fr . 1.- für die Jahre 2007 bis 2010 am oberen Ende des Spektrums für Privatspitäler (Quellenangabe betreffend die Taxpunktwe r- te: Tabellarische Darstellungen der Taxpunktwerte, online auf der Websei- te von santésuisse > Service > TARMED > Status / Übersichts informati- on). Ausserdem entspricht es der gefestigten Praxis des Bundesverwa l- tungsgerichts, für die Dauer des Beschwerdeverfahrens in der Regel pr o- visorisch den niedrigsten unter den beantragten oder vorinstanzlich ve r- fügten Tarifen festzu setzen (vgl. z.B . die nicht veröffentlichte Zwische n- verfügung vom 29. März 2010 im Verfahren C-207/2009 E. 4.3). Natürlich steht es den Tarifpartnern frei, während der Dauer des weiteren vorinstanzlichen Verfahrens auch in der Hauptsache eine neue Vereinb a- rung zu treffen und genehmigen zu lassen. 10.3. Da die Sache zur weiteren Abklärung und zur neuen Verfügung an die Vorinstanz zurückgewiesen wird, wird eine allfällige Rückab wicklung von den Tarif partnern zu ver einbaren bzw. im materiellen End entscheid anzuordnen sein. 11. Zu befinden bleibt über die Verfahrenskosten und allfällige Partei - entschädigungen. 11.1. Das Bundesverwaltungsgericht auferlegt gemäss Art. 63 Abs. 1 und Abs. 3 VwVG die Verfahrenskosten in der Regel der unterliegen - den Partei. Eine Rückweisung gilt praxisgemäss a ls Obsiegen der beschwerdeführenden Partei (BGE 132 V 215 E. 6). Vorinstanzen werden keine Verfahrenskosten auferlegt (Art. 63 Abs. 2 VwVG). Die Beschwerdegegner haben sich mit eigenen Anträgen am Beschwerdeverfahren beteiligt und gelten damit als Parteien im Sinne von Art. 63 Abs. 1 VwVG. Da sie unterliegen, sind ihnen die Verfahrenskosten - zu gleichen Teilen und unter solidarischer Haftung für den Gesamtbetrag - aufzuerlegen (vgl. ANDRÉ MOSER/MICHAEL BEUSCH/LORENZ KNEUBÜHLER , Prozessieren vor dem Bundes - verwaltungs gericht, Basel 2008, S. 206 Rz. 4.41 und S. 208 Rz. 4.45, m.w.H.). In Streitigkeiten ohne Vermögensinteresse beträgt die Gerichtsgebühr, wenn keine einzelrichterliche Streiterledigung erfolgt, Fr. 200.- bis Fr. 5'000.- (Art. 3 Bst. b des Regle ments vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, C-5543/2008 Seite 30 SR 173.320.2] i.V.m. Art. 63 Abs. 4bis und Abs. 5 VwVG). In Streitigkeiten mit Vermögensinteresse beträgt die Gerichtsgebühr Fr. 200.- bis Fr. 50'000.- (vgl. Art. 4 VGKE). Ist eine Tariffestsetzung strittig, liegt eine Streitigkeit mit Vermögensinteresse im Sinne von Art. 4 VGKE vor, deren Streitwert indessen regelmässig nicht bestimmbar ist. In solchen Fällen ist für die Festsetzung der Verfahrenskosten auf die allgemeinen Bemes- sungsregeln nach Art. 63 Abs. 4bis VwVG abzustellen und die Gerichtsge- bühr nach Umfang und Schwierigkeit der Streitsache, Art der Prozessfüh- rung und finanzieller Lage der Parteien festzusetzen. Dabei ist auch der Praxis Rechnung zu tragen, wonach in sozialversicherungsrechtlichen Streitigkeiten die Spruch gebühren generell eher tief angesetzt werden (vgl. BVGE 2010/14 E. 8.1 m.w.H.). Für das vorliegende Verfahren sind die Verfahrens kosten unter Berücksichtigung der entsprechenden U m- stände auf Fr. 3'000.- festzusetzen. Der von santésuisse am 29. September 2008 geleistete Kostenvorschuss von Fr. 4'000.- ist dieser zurück zu erstatten. 11.2. Vor Bundesverwaltungsgericht obsiegende Parteien haben grun d- sätzlich Anspruch auf eine Parteientschä digung für die ihnen erwachs e- nen notwendigen Kosten (Art. 64 Abs. 1 VwVG i.V.m. Art. 7 Abs. 1 VGKE). Die Entschädigung wird primär der unterliegenden Gegenpartei, die sich - wie vorliegend die Beschwerdegegner - mit selbständigen B e- gehren am Verfahren bete iligt hat, im Rahmen ihrer Leistungsfähigkeit auferlegt (vgl. Art. 64 Abs. 2 und 3 VwVG). Ausgangsgemäss ist der a n- waltlich vertretenen santésuisse unter Berücksichtigung des aktenkund i- gen Aufwands zu gleichen Teilen und unter solidarischer Haftung auf den ganzen Betrag zu Lasten der Beschwerdegegner eine Parteientschäd i- gung zuzusprechen (vgl. ANDRÉ MOSER/MICHAEL BEUSCH/LORENZ KNEU- BÜHLER, Prozessieren vor dem Bundesverwaltungsgericht, Basel 2008, S. 216 Rz. 4.70; Art. 68 Abs. 4 i.V.m. Art. 66 Abs. 5 des Bun desgericht s- gesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110] analog). Diese Partei- entschädigung ist unter Berücksichtigung des aktenkundigen Aufwands auf Fr. 5'000.- (inkl. Mehrwertsteuer) festzulegen (vgl. Art. 14 Abs. 2 VGKE), wobei mangels besonderer Umständ e keine Erhöhung des A n- waltshonorars im Sinne der Art. 10 Abs. 3 VGKE gerechtfertigt ist. Die Vorinstanz unterliegt und hat keinen Anspruch auf eine Parteientschäd i- gung (vgl. Art. 64 Abs. 1 VwVG e contrario und 7 Abs. 1 VGKE), ist neben den Beschwerdegegne rn aber auch nicht entschädigungspflichtig (vgl. Art. 64 Abs. 2 VwVG). C-5543/2008 Seite 31 12. Die Beschwerde in öffentlich -rechtlichen Angelegenheiten an das Bu n- desgericht gegen Entscheide auf dem Gebiet der Kranken versicherung, die das Bundesverwaltungsgericht gestützt auf A rt. 33 Bst. i VGG in Ve r- bindung mit Art. 53 Abs. 1 KVG getroffen hat, ist unzulässig (vgl. Art. 83 Bst. r BGG). Das vorliegende Urteil ist somit endgültig. Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 1. Die Beschwerde wird in dem Sinne gutgeheissen, dass der Regierungs- ratsbeschluss vom 1. Juli 2008 aufgehoben und die Sache an die Vori n- stanz zurückgewiesen wird, damit diese nach erfolgter Abklärung im Si n- ne der Erwägungen über den ab dem 1. Januar 2007 geltenden Tarif bzw. TARMED-Taxpunktwert neu verfüge. 2. Die Verfahrenskosten von Fr. 3'000.- werden zu gleichen Teilen und unter solidarischer Haftung für den Gesamtbetrag den unterliegenden B e- schwerdegegnern auferlegt. Die Verfahrenskosten sind innert 30 Tagen nach Versand des vorliegenden Urteils zu Gunsten d er Gerichtskasse zu überweisen. Der geleistete Kostenvorschuss von Fr. 4'000.- wird der Beschwerde - führerin zurück erstattet. 3. Der Beschwerdeführerin wird für das vorliegende Verfahren eine Parte i- entschädigung in der Höhe von Fr. 5'000.- zugesprochen. Diese Entschä- digung ist von den Beschwerdegegnern zu gleichen Teilen und unter soli- darischer Haftung auf den gesamten Betrag zu leisten. 4. Dieses Urteil geht an: – die Beschwerdeführerin (Gerichtsurkunde; Beilage: Rückerstat - tungsformular) – die Beschwerdegegner (Gerichtsurkunde; Beilage: Einzahlungs - schein) – die Vorinstanz (Ref-Nr. RRB 0947/2008; Gerichtsurkunde) C-5543/2008 Seite 32 – das Bundesamt für Gesundheit (A-Post) – die eidgenössische Preisüberwachung (A-Post) Der vorsitzende Richter: Der Gerichtsschreiber: Beat Weber Daniel Golta Versand: