<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="cell small-12 contentContainer printArea"> <div><table><tr><td><p class="Normal Heading1"><span id="_GoBack"></span><span class="Normal Heading1">Sozialversicherungsgericht</span></p><p class="Normal Heading1"><span class="Normal Heading1">des Kantons Zürich</span></p></td><td><p class="Normal Heading1"></p></td></tr></table><p><span>IV.2016.01264</span></p><p><span> </span></p><p><br/></p><p>II. Kammer</p><p>Sozialversicherungsrichter Mosimann, Vorsitzender<br/>Sozialversicherungsrichterin Sager<br/>Ersatzrichterin Romero-Käser<br/>Gerichtsschreiberin Schüpbach</p><p class="Normal Heading2"><span class="Normal Heading2">Urteil vom 7. Mai 2018</span></p><p class="Normal StandardEinzug"><span class="Normal StandardEinzug">in Sachen</span></p><p class="Normal StandardFett RubrumFett"><span class="Normal StandardFett RubrumFett">X.___</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Beschwerdeführerin</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">vertreten durch Pro Infirmis Zürich</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Sozialberatung, Y.___</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">gegen</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardFett RubrumFett"><span class="Normal StandardFett RubrumFett">Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Beschwerdegegnerin</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p><br/></p><p></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Sachverhalt:</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.</span><span> </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">X.___, geboren 1980, war von April 2011 bis Mai 2013 bei der Z.___ GmbH als Telesales Agent Outbound tätig (Urk. 10/10). U</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nter Hin</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">weis auf</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Rückenschmerzen mit konstanter Migräne meldete sich die Ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sicherte am 22. März 2013 bei der Invalidenversicherung zum Leistungsbezug an (Urk. 10/4). Die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, klärte die medizinische und erwerbliche Situation ab und verneinte nach ergangenem Vorbescheid (Urk. 10/13) mit Verfügung vom 22. August 2013 einen Anspruch der Versicherten auf berufliche Massnahmen und eine Invalidenrente (Urk. 10/14), weil das Wartejahr nicht erfüllt war.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Am 21. Juli 2014 meldete sich die Versicherte zur Früherfassung (Urk. 10/16) und am 5. August 2014 sodann unter Hinweis auf Panikattacken und starke Rücken</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">schmerzen zum Leistungsbezug an (Urk. 10/18).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, klärte die medizi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nische und erwerbliche Situation ab und zog Akten der Krankentag</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">geld</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">siche</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rung bei (Urk. 10/23).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Nach durchgeführtem Vorbescheidverfahren (Urk. 10/65-79) verneinte die IV</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Stelle mit Verfügung vom 13. Oktober 2016 einen Leistungsanspruch der Ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sicherten (Urk. 10/82 = Urk. 2).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Versicherte erhob am </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">10. November 2016</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Beschwerde (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Urk. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1) </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gegen die Ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">fügung vom 13. Oktober 2016 (Urk. 2) und beantragte, diese sei aufzuheben (S. 1 Ziff. 1) und es sei ihr eine Rente zuzusprechen (S. 1 Ziff. 2), eventuell seien ergänzende psychiatrische Abklärungen vorzunehmen (S. 1 Ziff. 3).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die IV-Stelle beantragte mit Beschwerdeantwort vom 28. Dezember 2016 (Urk. 9) die Abweisung der Beschwerde. Dies wurde der Beschwerdeführerin am 9. Januar 2017 zur Kenntnis gebracht (Urk. 11).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Mit Beschluss vom 21. April 2017 wurde antragsgemäss (vgl. Urk. 1 S. 1 Ziff. 5) die unentgeltliche Prozessführung bewilligt (Urk. 14).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Das Gericht holte sodann bei Dr. med. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">A.___</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">, Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie, ein psychiatrisches Gutachten ein, das am </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">10. Januar 2018</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> erstattet wurde (Urk. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">23</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">; vgl. Beschluss vom </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">. J</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">uni 2017</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">, Urk. 1</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">7).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Beschwerdeführerin nahm m</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">it Schreiben vom </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1. Februar 2018 Stellung</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> (Urk. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">27</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">) und die Beschwerdegegnerin mit Schreiben vom </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">9. April 2018 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">(Urk. 3</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">0</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">)</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Dies</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">e</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> wur</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">de</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">n</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> jeweils der anderen Partei am </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">17. April 2018 zur Kenntnis gebracht (Urk. 31). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Das Gericht zieht in Erwägung:</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.</span><span> </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">des Bundesgesetzes über den Allge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">meinen Teil des Sozialversicherungsrechts, ATSG</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kom</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">menden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">unfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Anspruch auf eine Rente haben gemäss </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">28 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Abs. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG)</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> Versicherte, die:</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">a.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betäti</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können;</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">b.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich min</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">des</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tens 40 % arbeitsunfähig (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">6 ATSG) gewesen sind; und</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">c.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">8 ATSG) sind.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine Vier</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">telsrente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine Dreiviertelsren</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">te und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">28 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Abs. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">2 IVG).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Beeinträchtigungen der psychischen Gesundheit können in gleicher Weise wie körperliche Gesundheitsschäden eine Invalidität im Sinne von Art. 4 Abs. 1 IVG in Verbindung mit Art. 8 ATSG bewirken. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Rechtsprechungsgemäss ist bei psy</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">chi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">schen Beeinträchtigungen zu prüfen, ob ein seelisches Leiden mit Krank</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">heitswert besteht, welches die versicherte Person auch bei Aufbietung allen guten Willens daran hindert, ein rentenausschliessendes Erwerbseinkommen zu erzielen (Art. 7 Abs. 2 Satz 2 ATSG; </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">BGE 139 V 547</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> E. 5; </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">131 V 49</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> E. 1.2; </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">130 V 352</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> E. 2.2.1). </span></p><p><span> </span><span>Die Annahme eines psychischen Gesundheitsschadens im Sinne von Art. 4 Abs. 1 IVG sowie Art. 3 Abs. 1 und Art. 6 ATSG setzt grundsätzlich eine lege artis auf die Vorgaben eines anerkannten Klassifikationssystems abgestützte psychiatri</span><span>sche Diagnose voraus (BGE 130 V 396; 141 V 281 E. 2.1). Eine fach</span><span>ärztlich fest</span><span>gestellte psychische Krankheit ist jedoch nicht ohne weiteres gleich</span><span>bedeutend mit dem Vorliegen einer Invalidität. In jedem Einzelfall muss eine Beein</span><span>trächtigung der Arbeits- und Erwerbsfähigkeit unabhängig von der Diag</span><span>nose und grundsätz</span><span>lich unbesehen der Ätiologie ausgewiesen und in ihrem Ausmass bestimmt sein. Entscheidend ist die nach einem weitgehend objekti</span><span>vierten Mass</span><span>stab zu beurtei</span><span>lende Frage, ob es der versicherten Person zumutbar ist, eine Arbeits</span><span>leistung zu erbringen (vgl. BGE 127 V 294 E. 4c; 139 V 547 E. 5.2</span><span> BGE 143 V 409 </span><span>E. 4.2.1).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1.4</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Berichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorak</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusam</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">menhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuch</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tet und ob die Schlussfolgerungen in der Expertise begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1.5</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Bei Gerichtsgutachten weicht das Gericht nach der Pra</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">xis nicht ohne zwingende Gründe von der Einschätzung der medizinischen Fachleute ab, deren Aufgabe es ist, ihre Fachkenntnisse der Gerichtsbarkeit zur Verfügung zu stellen, um einen bestimmten Sachverhalt medizinisch zu erfassen. Ein Grund zum Abweichen kann vorliegen, wenn die Gerichtsexpertise widersprüchlich ist oder wenn ein vom Gericht eingeholtes Obergutachten in überzeugender Weise zu andern Schlussfolgerungen gelangt. Abweichende Beurteilung kann ferner gerechtfer</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tigt sein, wenn gegensätzliche Meinungsäusserungen anderer Fachleute dem Gericht als triftig genug erscheinen, die Schlüssigkeit des Gerichtsgutachtens in Frage zu stellen, sei es, dass es die Überprüfung durch eine weitere Fachperson im Rahmen einer Oberexpertise für angezeigt hält, sei es, dass es ohne eine sol</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">che vom Ergebnis des Gerichtsgutachtens abweichende Schlussfolgerungen zieht (BGE 125 V 351 E. 3b/aa).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.</span><span> </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Beschwerdegegnerin legte in der angefochtenen Verfügung (Urk. 2) dar, dass</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> keine Invalidität im Sinne des Gesetzes vorliege, welche die Arbeitsfähigkeit längerfristig einschränke. Bei der Beschwerdeführerin seien mehrere Diagnosen festgestellt worden, allerdings sei sie trotz dieser Einschränkung jahrelang unun</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">terbrochen arbeitstätig gewesen. Die ausgewiesenen Diagnosen würden keine anhaltende Arbeitsunfähigkeit begründen (S. 1). </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die im eingeholten psychiatrischen Gutachten vom 10. Januar 2018 (Urk. 23) gestellten Diagnosen seien ohne weitere Ausführungen nicht nachvollziehbar (Urk. 30). Diverse Befunde, welche die Gutachterin zur Diagnosestellung heran</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gezogen habe, hätten während der Untersuchung scheinbar nicht objektiviert werden können (S. 1 f.). Die Diagnose einer Posttraumatischen Belastungsstörung (PTBS) vermöge zum jetzigen Zeitpunkt nicht zu überzeugen (S. 2). Schliesslich vermöchten die Ausführungen der Gutachterin bezüglich psychosozialer Fakto</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ren – aus näher dargelegten Gründen - nicht zu überzeugen (S. 3). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Beschwerdeführerin stellte sich demgegenüber auf den Standpunkt (Urk. 1), sie sei seit April 2014 zu 100 % arbeitsunfähig, was durch die Berichte der behandelnden Psychiaterin und des Psychotherapeuten nachgewiesen sei (S. 1 ff.). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Aus dem eingeholten psychiatrischen Gutachten vom 10. Januar 2018 gehe klar hervor, dass sich das Störungsbild entgegen der Behauptung der Beschwerde</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gegnerin schwerwiegend und längerfristig sowohl im beruflichen als auch im pri</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">vaten Alltag auswirke und mindestens seit April 2014 eine vollständige Erwerbs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">unfähigkeit bestehe (Urk. 27).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Streitig und zu prüfen ist</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> die Arbeitsfähigkeit und damit der Rentenanspruch der Beschwerdeführerin.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Dabei hat keine Prüfung im Rahmen einer Neuanmeldung zu erfolgen, zumal die anspruchsverneinende Verfügung vom 22. August 2013 (Urk. 10/14) mangels Erfüllens des Wartejahres und ohne Abklärung des medizinischen Sachverhalts erfolgte.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Dr. med. B.___, Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie, berichtete am 30. Juni 2014 (Urk. 10/23/11-12) und nannte folgende Diagnosen:</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig mittelgradige Episode mit somatischem Syndrom (ICD-10 F33.11)</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">posttraumatische Belastungsstörung (ICD-10 F43.1)</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Persönlichkeitsstörung vom Borderline-Typ (ICD-10 F60.31)</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">komplexe PTBS</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">anamnestisch Bulimia nervosa ab 11. Lebensjahr (ICD-10 F50.2)</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Sie führte aus, dass sich erste Beschwerden bereits in der Kindheit manifestiert hätten. Seit März 2014 bestehe eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit. Angesichts der komplexen Problematik müsse mit einer längeren Behandlung gerechnet werden. Die Prognose sei offen. Es finde eine psychiatrisch-psychotherapeutische Behand</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">lung mit anfangs zwei Wochenstunden, derzeit noch eine Wochenstunde sowie eine medikamentöse Behandlung statt (S. 1). Es sei zu einem stabilen Arbeits</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">bündnis gekommen, die Beschwerdeführerin erscheine regelmässig zu den Terminen. Es habe eine leichte Abnahme der Panikattacken erreicht werden können. Bei für die Beschwerdeführerin besonderen Belastungen bestünden allerdings Rückfälle (S. 2).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Dr. B.___ berichtete am 8. Januar 2015 (Urk. 10/33), nannte die bekannten Diagnosen (vgl. vorstehend E. 3.1) und führte aus, der Antrieb der Beschwerde</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">führerin sei leicht reduziert, es bestünden jedoch auch impulsive Verhaltenswei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sen. Es seien Konzentrationsstörungen, hingegen keine Gedächtnisstörungen vor</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">handen. Es bestünden Paramnesien in Form von Flashbacks frühkindlicher traumatisierender Erlebnisse, Albträume, formalgedankliches Gedankenkreisen, Ich-Störungen in Form von Depersonalisationserleben in sozialen Situationen und ein niedriges Selbstwertgefühl. Die Beschwerdeführerin sei inhaltlich einge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">engt auf die soziale Situation (S. 2 Ziff. 1.4). Es finde eine stützende Psychothe</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rapie mit einer Wochenstunde, bei Bedarf mit zwei Wochenstunden sowie eine medikamentöse Behandlung statt (S. 2 Ziff. 1.5). In ihrer Tätigkeit als Call-Center-Mitarbeiterin sei die Beschwerdeführerin seit dem 4. April 2014 bis auf weiteres zu 100 % arbeitsunfähig (S. 2 Ziff. 1.6). Es bestünden Einschränkungen in der Konzentration sowie der Affekttoleranz (Weinkrämpfe), welche eine Erwerbstä</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tigkeit unmöglich machten (S. 2 Ziff. 1.7). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Dr. med. C.___, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und Traumatolo</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gie, Regionaler Ärztlicher Dienst (RAD) der Beschwerdegegnerin, berichtete am 5. Januar 2016 über die orthopädische Untersuchung der Beschwerdeführerin vom 1. Dezember 2015 (Urk. 10/54) und nannte folgende Diagnosen mit Auswir</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">kung auf die Arbeitsfähigkeit (S. 8 f. Ziff. 7):</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">c</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">hronische Schmerzen und schmerzhafte Bewegungseinschränkung der </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Halswirbelsäule (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">HWS</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">) sowie anamnestisch Parä</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">sthesien beider Arme im Versorgungsgebiet der C8-Wurzel bei radiologisch eher geringgradigen dege</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">nerativen Veränderungen (Nativ-</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Röntgenaufnahmen einschliesslich Funktionsaufnahmen und MRI der HWS vom </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">21. Mai </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">2015)</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">c</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">hronische Schmerzen der </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Brustwirbelsäule (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">BWS</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">)</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"> und</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"> der Lendenwirbel</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">säule</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">(</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">LWS</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">)</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"> bei radiologisch leichtgradigen degenerativen Veränderunge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">n der LWS (MRI der LWS vom 12. August </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">2015)</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">aktiv provozierbare, dorsale Schultersubluxation rechts bei habitueller multidirektionaler Instabilität der Schultergelenke beidseits</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">c</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">hronische, belastungsabhängige Knieschmerzen b</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">eidseits </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">bei klinischem V</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">erdacht auf </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">retropatellare Chondromalazie mit leichter intraartikulärer Ergussbildung bei</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">Z</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">ustand nach </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">operativ behandelter Patellaluxation rechts und mul</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">tiplen, jeweils operativ behandelten Bandverletzungen b</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">eidseits </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">im Jugendalter (im Rahmen des Handballsports)</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">bekannter kongenitaler Hypermobilität</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">c</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">hronische Instabilität beider</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"> oberen Sprunggelenke</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">(</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">OSG</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">)</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"> bei Z</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">ustand nach </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">multiplen OSG-Distorsionstraumen und bekannter kongenitaler Hypermobilität</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Er führte aus, unter </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Berücksichtigung der aktuellen, erst am Untersuchungstag bekannt gewordenen, noch nicht abgeschlossenen medizinischen Abklärung des diffusen Schmerzsyndroms </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> die seit April 2014 durchgehend bescheinigte </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">100%ige </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Arbeitsunfähigkeit im Moment aus somatisch-orthopädischer Sicht vor</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">erst noch nachvollziehbar, zumal auch eine psychische </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Komorbidität vorliege (S. 9 Ziff. 9)</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Bei der erst 35-jährigen </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Beschwerdeführerin seien</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> anhand der vorliegenden medizinischen Berichterstattung und der körperlichen Untersuchung vom 1.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> De</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">zember </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2015 die o</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ben genannten</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">, somatischen Gesundheitsschäden ausgewiesen, welche die Arbeitsfähigkeit allerdings nur auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt insoweit beeinträchtig</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">t</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">en, als alle körperlich schweren und mittelschweren Tätig</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">keiten dauerhaft nicht möglich s</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">eien.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> In ihrer bisherigen b</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">eziehungsweise </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">zuletzt ausgeübten Tätigkeit als Mitarbeit</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">erin im Telefon</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">marketing bestehe</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> hingegen medizintheoretisch</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> eine</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">100%ige </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Arbeits</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">fähigkeit seit April 2014, da es sich bei dieser Tätigkeit um eine körperlich sehr leichte, höchstens minimal belastende Tätigkeit </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">hand</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">l</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">e</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">, welche sowohl überwiegend im Sitzen als auch in wechselbe</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">lastender, frei wählbarer Körpe</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rposition ausgeübt werden könne</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">. Aus orthopädi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">scher Sicht handl</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">e</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> es sich bei der zuletzt ausgeübten Tätigkeit um eine in diesem speziellen Fall optimal angepasste Tätigkeit. Der</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Gesundheitszustand ha</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">be</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> sich seit April 2014 unter Berücksichtigung der vorliegenden Arztberichte nicht wes</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">entlich geändert, allerdings sei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> die medizinische Abklärung im Moment noch nicht vollständig abgeschlossen.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Vor einer abschliessenden RAD-Stellungnahme sollten die aktuellen Arztberichte von </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Dr. D.___</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> (Schmerztherapeut) und </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Dr. E.___</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> (Hämatologe) eingeholt werden, damit sie mitberücksichtigt werden könn</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">t</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">en</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> (S. 9 Ziff. 10)</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.4</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Med. pract. F.___, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, RAD der Beschwerdegegnerin, berichtete am 5. Januar 2016 über die Untersuchung der Beschwerdeführerin vom 1. Dezember 2015 (Urk. 10/55 = Urk. 3/2) und nannte folgende </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Diagnosen ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> (S. 6 Ziff. 9):</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Borderline-Persönlichkeitsstörung </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">(ICD-10 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">F60.31</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">; </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">gebessert) </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Er führte aus, dass die Beschwerdeführerin </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nach telefonischer Entschuldigung mit halbstündiger Verspätung ein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">getroffen sei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> und </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">angegeben habe, alleine mit den öffentlichen Verkehrsmitteln zirka</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> eine Stunde angereist</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> zu sein. Es gebe k</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ein Anhalt für Müdigke</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">it oder erhöhte Ermüdbarkeit,</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> für Sinnestäuschungen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">, I</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ch</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">S</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">törungen und inhaltliche Denkstörungen. Affektiv</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> sei sie schwingungsfähig sowie unauffällig in Mimik,</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Gestik und Antrieb.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Die Beschwerdeführerin sei a</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">uf</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">merksam und konzentriert über die gesamte zweieinhalbstündige Untersuchungs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">zeit. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Es gebe k</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">en</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> klinische</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">n</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Anhalt für Gedächtnisstörungen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">, k</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">eine erkenn</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">baren Ermüdungserscheinungen und keine „black-o</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">uts" im Laufe der Unter</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">suchung. Die Beschwerdeführerin neige </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">zu einer Defizit-orientierten Dar</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">stellung, während ihre Ressourcen erst erfragt werden müss</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">t</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">en</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> (S. 4 Ziff. 8)</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die schlimme</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">n biografischen Belastungen seien</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> unübersehbar. Die Persönlich</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">keits</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">entwicklung </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> geprägt von den schweren Traumatisierungen. Daher </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">wür</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">den sich </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">die Kriterien für eine</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> posttraumatische Belastungsstörung (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">PTBS</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">)</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> und eine Borderline-Persönlichkeitsstörung</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> überschneiden. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Erfreulicherweise</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> habe die Beschwerdeführerin tr</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">otzdem die Schule und</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> die Lehre regulär abschliessen </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">und</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">seit ihrem 1</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">8. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Lebensjahr konstant in ihrer Partnerschaft leben</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> können</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Der beruf</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">liche Lebenslauf zeig</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">e</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> einen ungebrochenen Berufsweg von 1999 bis Anfang 201</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">4. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die folgenden psychosozialen Belastungen durch die Erkrankun</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gen des Ehemannes, die Alleinverantwortung des</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Geldverdienens und die geschil</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">derte übermässige Arbeitsübernahme (bis 14 oder 15 Stunden) </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">hätten die Beschwerdeführerin </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Anfang 2014 dekompensieren und arbeitsunfähig werden</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> lassen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Auffallenderweise </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sei die Beschwerdeführerin nicht u</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nter Borderline-ty</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">pischen Symptomen wie Selbstverletzungen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> dekompensiert</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">. Derartige Selbstver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">letzungen </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">könne sie </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">bereits seit 3 Jahren (mit Hilfe ihres Mannes) unterlassen. Möglicherweise </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">habe b</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> der Beschwerdeführerin </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">früher eine Borderline-Persön</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">lichkeitsstörung</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> bestanden</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">. Sie schein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">e</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> einige Borderline-Kriterien zu erfüllen, aber nicht das Kriterium von intensiven, aber unbeständigen Beziehungen. Es s</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">eien </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">auch keine übertriebenen Bemühungen erkennbar, das Verlassenwerden zu vermeiden. Erfreulicherweise </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gebe </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">es seit drei Jahren keine Se</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">lbstverletzungen mehr. Daher könne</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> von einer erfreulichen Besserung der Borderline-Symptome ausge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gangen werden (S. 5 Ziff. 9).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die behandelnde Psychiaterin Dr. B.___</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> diagnostizier</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">e</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> eine „komplexe post</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">traumatische Belastungsstörung" und </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">kodiere</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> eine PTBS, obwohl eine „komplexe" P</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">TBS keine ICD-Diagnose darstelle</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">. Jenseits dieser Klassifizierungs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">fragen </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> unübersehbar, dass</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> die Beschwerdeführerin </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">in ihrer Persönlichkeits</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ent</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">wicklung durch die biografischen Traumatisierungen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> beziehungsweise </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Belastun</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gen geschädigt w</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">o</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rde</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">n sei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">. Ob diese Belastungen/Traumatisierungen zum Vollbild einer PTBS geführt </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">hätten</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">, bleib</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">e</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> fraglich. Zu den einschlägigen ICD</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Kriterien gehör</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">t</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">en unter anderem „aufdringliche Nachhallerinnerungen". Es </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> bei </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">der Beschwerdeführerin</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> jedoch schwer, „normale" Erinnerungen von PTBS-typischen „aufdringlichen Nachhallerinnerungen" zu unterscheiden </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">(Krite</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rium B). Fernerhin kö</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nn</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">e</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> sie sich an die Belastungen erinnern und zeig</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">e</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> keine anhalten</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">den Symptome einer erhöhten psychischen Sensitivität und Erregung, weder in der RAD-Untersuchung, noch im Alltagsleben, wo sie seit einem Jahr regelmässig zum Angeln </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gehe</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> (Kriterium D). Angesichts der unbestrittenen biografischen Belastungen erschein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">e</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> es klassifikatorisch einfacher, diese trauma</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tischen Symp</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tome unter der Diagnose der Persönlichkeitsstörung zu sub</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">summieren</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> (S. 5 f. Ziff. 9)</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Auf der anderen Seite</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> s</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">eien </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">die Ressourcen und das positive Funktionsbild zu beachten</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Trotz der Belastungen/Traumatisierungen/Persönlichkeitsstörung </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">habe die Beschwerdeführerin </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ununterbrochen bis 2014 arbeitstätig bleiben</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> können. Diese Diagnosen hätt</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">en sich nicht auf die Arbeitsfähigkeit ausgewirkt.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Die Beschwerdeführerin könne</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> weiterhin ihren Hobbies nachgehen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Nail-Design, Fischen, Coiffeuse und Sorge für ihre sechs Haustiere</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">)</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">. Sie </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">habe </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sogar eine Umschulung zur Nail-Designerin</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> beantragt</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">, was auf eine gewisse Arbeitsfähigkeit schliessen l</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">a</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ss</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">e (S. 6 Ziff. 9)</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Bei der Beschwerdeführerin seien</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> mehrere Diagnosen festgestellt</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> worden</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">, aller</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">dings </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> sie trotz dieser Gesundheitsstörungen jahrelang ununterbrochen arbeits</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tätig</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> gewesen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">. Diese Diagnosen </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">hätten</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> keine anhaltende Arbeitsun</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">fähigkeit</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> begründet</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">. Sie </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> unter heftigen psychosozialen Belastungen (Erkrankungen des Ehemannes, Geldknappheit, drohender Wohnungsverlust, Betreibungen) </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">dekom</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">pensiert</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> mit Schwindelsymptomen (nicht mit Borderline</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">-typischen Selbstver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">letzungen). </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Infolge dieser Belastungssymptome </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">habe </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sie ab </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">April 20</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">14 psychiatri</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sche Unterstützung bei </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Dr. B.___ gesucht (S. 6 Ziff. 11).</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Auch wenn es durchaus nachvollziehbar </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">, unter derartigen Belastungen und einer reaktiven übermässigen Arbeitsübernahme (bis 15</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Stunden</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> pro Ta</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">g) zu dekompensieren, so würden</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> derartige Faktoren jedoch IV-fremd</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> bleiben. Inzwi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">schen zeige die Beschwerdeführerin au</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ch wieder ein erfreuliches positives Funk</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tionsniveau</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> (S. 7 Ziff. 11)</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> In der bisherigen Tätigkeit als Call-Agentin sei die Beschwerdeführerin seit April 2014 aufgrund psychosozialer Belastungen zu 100 % arbeitsunfähig. In einer angepassten Tätigkeit ohne häufige Überstunden sei sie zu 100 % arbeitsfähig (S. 7).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.5</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Med. pract. D.___, Facharzt für Anästhesiologie, berichtete am 15. Januar 2016 (Urk. 10/57) und nannte folgende Diagnosen (S. 1):</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Asthma bronchiale</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">chronisch rezidivierende Migräne</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">unklare neurologische Symptomatik mit transienten Lähmungen und Hypästhesien</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">degenerative HWS-Veränderungen mit Nervenwurzelreizungen C4 neuro</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">foraminal, C5 rezessal, C6 neuroforaminal, C7 rezessal und neuroforami</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">nal, C8 rezessal</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Knie beidseits Arthrosen und Status nach multiplen Operationen mit Kreuzband- und Seitenbandplastik</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Er führte aus, dass seit vier Jahren zunehmend Kribbelparästhesien und Schmer</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">zen in den Armen und Händen rechtsbetont sowie chronische Schmerzen in bei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">den Knien bestünden (S. 1). Es bestehe mindestens eine 20%ige Arbeitsunfähig</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">keit für die zuletzt ausgeführte Tätigkeit als Telefonmarketing (S. 2).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Am 18. März 2016 (Urk. 10/63) führte Dr. D.___ aus, der Gesundheitszustand sei verschlechtert. Es bestehe eine Zunahme der Kribbelparästhesien im rechten Arm, neuerdings auch links. Neu würden der Beschwerdeführerin die Beine im Sitzen einschlafen (S. 1). Es müsse von einem Dauerzustand ausgegangen werden (S. 2). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.6</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die RAD-Ärzte Dr. C.___ und med. pract. F.___ nahmen am 6. und 8. April 2016 Stellung (Urk. 10/64 S. 8 f.) und führten aus, dass sich die von Dr. D.___ angege</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">bene vollständige Arbeitsunfähigkeit offenkundig ausschliesslich auf die Anga</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ben der Beschwerdeführerin selbst stütze ohne Begründung durch objektive, somatisch-funktionelle Einschränkungen. Somit bleibe es aus bidisziplinärer Sicht bei der versicherungsmedizinischen Beurteilung der Arbeitsfähigkeit, wie sie bereits am 2- Dezember 2015 formuliert worden sei.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.7</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Dr. B.___ berichtete am 15. Mai 2016 (Urk. 10/72/2-3) und führte aus, dass sie zwar der Schwierigkeit der Diagnose einer PTBS zustimme, aber trotzdem eine komplexe PTBS diagnostiziere. Als komplexe PTBS werde ein psychisches Krank</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">heitsbild bezeichnet, das sich infolge schwerer, oft anhaltender Traumatisierung in der Kindheit (hier sexueller Missbrauch) entwickeln könne. Es könne sich in </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">zeitlicher Verzögerung nach Monaten und auch Jahrzehnten entwickeln. Im Unterschied zur PTBS sei es durch ein breites Spektrum kognitiver, affektiver und psychosozialer </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Symptombildungen gekennzeichnet </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">und </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">werde </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">benutzt um trauma-assoziierte Borderline-Stö</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rungen zu beschreiben </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">(</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">i</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">m DSM-V schon vor</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">handen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">,</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> im ICD-11 in Vorbereitung</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">). Zu erwähnen sei diesbezüglich, dass die Symptome der komplexen PTBS vielfältige Überschneidungen zur Borderline-Persönlichkeitsstörung zeigten, was bei der Beschwerdeführerin zutreffe.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Es habe eine Besserung der Borderline-typischen Dekompensations-Symptome beobachtet werden können, dies seit dem Beginn der therapeutischen Behand</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">lung. Die Gefühle von Sicherheit, Geborgenheit und Vertrauen in Beziehungen hätten verbessert werden können (Beziehung zu Partner, Therapeutische Beziehung), was zu einer affektiven Stabilisierung, Verbesserung der Selbstzu</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">wendung und Selbstwertes beigetragen habe (S. 1).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Zusätzlich bestünden</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> weiter, und eher zunehmend, neben den schwerwiegenden psychosozialen Problemen der komplexen PTBS, ein ne</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gatives Selbstkonzept sowie ein gestörtes Körperbil</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">d. Chronische Traumatisierungen, wie bei </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">der Beschwerdeführerin </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sexueller Missbrau</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">c</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">h in der Kindheit über Jahre, </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">würden</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> in Phasen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> fallen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">, in denen wichtige Schemata über Sel</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">bst, Körper und Welt gebildet würden. Dazu sei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> auch zu signalisieren, dass bei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> der Beschwerdeführerin </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">eine Doppeldiagnose im Sinne einer somati</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sch-psychischen Störung diagnost</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">iziert w</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">orden sei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">, was die Diagnose der komplexen PTBS in diesem Sinne bestätig</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">e</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">. Durch Erfahrung der Traum</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">aforschung wisse</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> man heute, dass Patienten lange im Alltag „funktionieren" könn</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">t</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">en</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> und</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> kaum Erinnerungen h</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ätt</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">en</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">,</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> um dann durch eine neue biographische Erfahrung destabilisiert zu werden. Im Falle </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">der Beschwerdeführerin seien </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">psychosoziale Auslöser</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> beobachtet worden</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">. Es </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">könne </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">dann häufig auch zu Fehldiagnosen von neurotischen Störungen, Anpassungs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">störungen und pathologischer Trauerreaktion kommen, da man von einer reiferen Ich-Struktur ohne „Frühstörungsanteil" ausgeh</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">e</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> und fälschlicherweise von der Alltagskompetenz der Patienten überzeugt </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sei (S. 2)</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.8</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">G.___</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">, Psychotherapeut ASP, berichtete am 15. Mai 2016 (Urk. 10/72/4</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">9) und führte aus, dass die </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Argumentationsweise </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">des RAD </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">im Prinzip nachvoll</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ziehbar und bei neurotisch strukturierten Patienten auch sinnvoll</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> sei. Sie negiere aber die Tatsache,</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> dass psychische Krankheiten im Formenkreis der PTBS und der Borderline-Störung aus Gründen, welche in der Persönlichkeits-Struktu</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">r dieser Patienten lägen, die</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Unters</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">cheidung zwischen inneren und äusseren Leiden äus</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">serst schwierig beziehungsweise </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">unmöglich machen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> würden</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">. Gemeinsam </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> den aufgeführten psychischen K</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rankheiten (PTBS und Borderline-</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Störung sowie ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">wandten Störungen) die ungenügende Fähigkeit der Patienten zur inneren Konfliktverarbeitung</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> (S. 1)</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> allgemein anerkannten Feststellungen </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">würden </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">auch und gerade im Fall </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">der Beschwerdeführerin</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">, wo sowohl eine komplexe PTBS als auch eine Borderline-Störung fest</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gestellt worden sei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">, die der Ablehnung zugrunde liegende Trennung von primär psychischem und primär psychosozialem Leiden unmöglich</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> machen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> und es </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">, auf der Grundlage dieser Unterscheidung von „Innen und Aussen", welche die nicht ausreichend ausgebildeten Ichgrenzen der </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Beschwerdeführerin </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nicht berücksichtig</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">t</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">en, unmöglich, dem Leiden der </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Beschwerdeführerin ange</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">messen gerecht zu werden (S. 2).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">D</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ie Durchdringung von psychischen und sozialen Konflikten </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> deshalb Teil der psychischen Krankheit der </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Beschwerdeführerin </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">und es </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> genau deshalb nicht angebracht, die im RAD-Bericht so stark betonten Unterscheidungen zu treffen. Denn für</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> die Beschwerdeführerin </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">(und ähnli</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ch strukturierte Patienten) gelte</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">, dass sie in vielen Bereichen ihres Lebens darauf angewiesen </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">, die Zustände ihrer inneren Welt im Körper und in der Alltagswirklichkeit abzuhandeln, was die Unterscheidung von somatischem Geschehen, sozialem und psychischem</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Konflikt nicht sinnvoll und unmöglich mache (S. 2). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.9</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">RAD-Arzt med. pract. F.___ nahm am 4. Juli 2016 Stellung (Urk. 10/80 S. 4 f.) und führte aus, im versicherungspsychiatrischen Überblick trage der Psycho</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">therapeut keine neuen medizinischen Fakten vor. Er betonte defizitorientiert die Belastungen in der Jugend und schildere kaum die von der Psychiaterin angege</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">benen Verbesserungen. Ihr positives Funktionsbild werde kaum erwähnt. Sein Bemühen, eine Borderline-Störung von einer PTBS zu differenzieren, sei akade</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">misch interessant, angesichts der hier vielfältigen Überschneidungen aber prak</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tisch wenig relevant. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.10</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Dr. B.___ und der Psychotherapeut Herr G.___ berichteten am 3. November 2016 (Urk. 3/5) und führten aus, die Beschwerdeführerin sei aktuell zu 100 % arbeitsunfähig. Es liege eine komplexe psychopathologische Symptomatologie aus verschiedenen psychiatrischen Störungen vor (komplexe PTBS, emotional instabile Persönlichkeitsstörung, Borderline-Typ, Angststörung, Essstörung). Die Diagnosen stünden in enger Wechselwirkung und seien Ursache der massiv ein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">geschränkten Funktionsfähigkeit im Alltag. In der bisherigen Behandlung dieser Störungen sei es gelungen, eine Stabilisierung der Beschwerdeführerin auf tiefem Niveau zu erreichen und darüber hinaus eine Krankheitseinsicht zu erreichen, was zur Folge habe, dass die Beschwerdeführerin eine trauma-spezifische Behandlung durch die H.___ suche. Die entsprechenden Vorgespräche hätten statt</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gefunden, die Beschwerdeführerin warte nun auf einen freien Platz für eine ambulante Intensiv-Behandlung. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">4.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Der Beweiswert von RAD-Berichten nach Art. 49 Abs. 2 IVV ist mit jenem exter</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ner medizinischer Sachverständigengutachten vergleichbar, sofern sie den pra</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">xisgemässen Anforderungen an ein ärztliches Gutachten (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">BGE 134 V 231</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> E. 5.1) genügen und die Arztperson über die notwendigen fachlichen Qualifikationen verfügt (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">BGE 137 V 210</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> E. 1.2.1). Allerdings kann auf das Ergebnis versiche</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">rungsinterner ärztlicher Abklärungen – zu denen die RAD</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Berichte gehören – nicht abgestellt werden, wenn auch nur geringe Zweifel an ihrer Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit bestehen (Urteil des Bundesgerichts 8C_197/2014 vom 3. Oktober 2014 E. 4.2 mit Hinweisen auf </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">BGE 139 V 225</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> E. 5.2; </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">135 V 465</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> E. 4.4 und E. 4.7).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">An der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit insbesondere des psychiatrischen RAD</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Untersuchungsberichts mit den darin enthaltenen Schlussfolgerungen bestanden zumindest geringe Zweifel. So sprach die vom RAD erwähnte Erwerbs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">biographie nicht ohne Weiteres für eine tadellose Eingliederung im Erwerbsleben, sondern konnte durchaus auch ein Hinweis auf eine relevante psychiatrische Störung sein, zumal der RAD nicht zu den häufigen Stellenwechseln der Beschwerdeführerin Stellung nahm. Auch erschien es nicht ohne Weiteres als überzeugend, dass keine (komplexe) PTBS vorliege, zumal die Traumatisierungen in der Kindheit unbe</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">stritten sind und die Begründung des RAD, es lägen keine Nachhall</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">erinnerungen vor, angesichts der Ausführungen des Psychotherapeuten nicht nachvollziehbar ist. Ob eine depressive Erkrankung vorliegt, konnte durch die vorhandenen medi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">zinischen Akten ebenfalls nicht beurteilt werden. Nach dem Gesagten vermochten die RAD-Untersuchungsberichte den Anforderungen an eine medizinische Exper</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tise (vgl. vorstehend E. 1.6) nicht zu genügen.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">D</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">as Gericht</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> erachtete daher</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> den medizini</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">schen Sachverhalt als ungenügend abgeklärt, weshalb es ein psychiatrisches Gerichtsgutachten bei Dr. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">A.___</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> einholte (vgl. Beschluss vom </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">. J</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">uni 2017</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">, Urk. 1</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">7</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">4.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Dr. A.___ erstattete ihr psychiatrisches Gutachten am 10. Januar 2018 gestützt auf die Akten sowie die Untersuchungen der Beschwerdeführerin vom 28. November und 12. Dezember 2017 (Urk. 23). Sie nannte folgende Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit (S. 22 Ziff. 5.1):</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">e</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">motional instabile Persönlichkeitsstö</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">rung vom Borderline-Typ (ICD-10 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">F60.31</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">p</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">osttraumatische Belastungsstörung (ICD-10</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">F43.1)</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">r</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">ezidivierende depressive Störung, aktuell leichte depressive Episode (ICD</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">10</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">F33.0) </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Zu den Diagnosen führte die Gutachterin aus, dass bei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">der Beschwerdeführerin </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">in der Vergangenheit immer wieder </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">eine emotional instabile Persönl</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ichkeitsstörung vom Borderline-Typ im Sinne von</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ICD-10 F60.31 diagnostiziert</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> worden sei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">. Dieses </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sei aus </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Sicht der </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Gutachterin gerechtfertigt. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Bei der</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Beschwerdeführerin sei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> neben den allgemein gültigen Kriterien einer Persönlichkeitsstörung die deut</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">liche Tendenz vorhanden</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">, impul</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">siv zu handeln, ohne Berücksichtigung</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> von Konsequenzen, dabei bestehe</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> eine wechselnde und instabile Stimmung. Die Fähigkeit vorauszuplanen </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> eher gering und die Ausbrüche intensiven Ärgers könn</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">t</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">en oft zu gewalttätigem und explosivem Verhalten führen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> (S. 22)</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Ausser</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">dem s</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">eien </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">bei ihr in ausgeprägter Form das eigene Selbstbild, eigene Ziele und innere Präferenzen unklar und gestört. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Beschwerdeführerin</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> aufge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">wachsen in einem Milieu permanent bestehender Bedrohung, wo sie praktisch nicht unter</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">stützt und gefördert w</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">o</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rde</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">n sei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">. Sie </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">habe </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">kaum ein eigenes Selbstbild entwickeln</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> können</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">, ihr Selbstwert und die Fähigkeit</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">,</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> tiefe und stabile Beziehungen </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">einzuge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">hen, seien</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> bei ihr nur margin</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">al ausgebildet. Folge seien</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> eine häufige Kategori</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sierung in schwarz und weiss, Beziehungen </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">wü</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rden entweder idealis</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">iert oder gefürchtet und entwert</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">et, entsprechend </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> der Affekt oft sprung</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">haft und unkon</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">trollierbar. Häufige Begleitsymptome und mitunter auch vorüber</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gehend auftre</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tende Phänomene s</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">eien</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Substanzkonsum, Essstörungen und auch Selbstver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">letzungen, aus einem schlussendlich gescheiterten Versuch heraus die Affekte zu kontrollieren. Auch diese Phänomene</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> seien </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">bei der </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Beschwer</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">deführerin</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> jahrelang der Fall</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> gewesen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Das Störungsbild der </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Beschwer</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">de</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">führerin sei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> im Grunde genommen von Jugend an vorhanden</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> gewesen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">, teilweise aufgrund verschiedener Lebensumstände einigermassen kompensiert, teilweise aber schlicht und ergrei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">fend durch eine entsprechende Lebensform nicht deutlich sicht</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">bar</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> gewesen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> (schon jahrelang sozialer Rückzug mit symbiotischer Beziehung zum Ehemann, zahlreiche Stellenwechsel und dazwischen immer wieder längere Pausen, wo die </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Beschwerdeführerin</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> nicht berufstätig</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> gewesen sei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">, Abbruch zahlreicher Beziehungen, insbesondere zur Ursprungsfamilie</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">; S. 23</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Ebenfalls im Vorfeld mehrfach diagnostiziert worden </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> eine posttraumatische Belastungsstörung im Sinne von ICD-10</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> F43.1. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Auch diese Diagnose k</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ö</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nn</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">e</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> aus Sicht der </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Gutachterin </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">bestätigt werden. Die Grundvoraussetzung für die Aus</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">bil</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">dung dieses Störungsbildes, nämlich ein belastendes Ereignis oder eine Situation aussergewöhnlicher Bedrohung oder katastrophenartigen Ausmasses (kurz oder anhaltend), </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sei </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">bei der </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Beschwerdeführerin </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">in jedem Fall gegeben. Zum einen </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">hätten</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> über Jahre hinweg massive tätliche Übergriffe in Form von Schlägen von Kleinkind an bis Jugendlich</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> bestanden</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">, zuerst durch den leiblichen Vater und später durch den Stiefvater, ohne dass die </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Beschwerdeführerin</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> hier in irgendeiner Weise geschützt w</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">o</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rde</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">n sei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">. Die Traumatisierungen </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">seien </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">repetitiv</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> gewesen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> und obwohl sie für die </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Beschwerdeführerin im Jugendalter absehbar gewesen seien</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">, ha</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">be</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> sie keine Chance</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> gehabt, diesen zu entgehen. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Ebenfalls repetitiv und schutz</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">los </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> sie ausserdem jahrelang sexuellen Übergriffen durch den Stiefvater ausge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">liefert</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> gewesen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">. Auch hier </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sei sie schutz-</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> und wehrlos</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> gewesen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> I</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">n der Folge </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> es bei der</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Beschwerdeführerin, </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">glaubhaft geschildert, schon damals bis heute anhaltend, zu einer Hypervigilanz und Hyperarousal </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gekommen </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">mit dem Gefühl, dass erneut Übergriffe </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">stattfinden könnte</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">n. Dieses </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">habe </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">mitunter die Form regel</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rechter Angst- und Panikattacken </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">angenommen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> und</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> habe</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> bei der </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Beschwer</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">de</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">führerin </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sukzessive zu einem immer ausgeprägteren sozialen Rückzug</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> geführt</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">, ausser der heute sehr symbiotischen Beziehung zum Ehemann. Ebenfalls gla</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ub</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">haft und nachvollziehbar komme</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> es bei der </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Beschwerdeführerin</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> zeitlebens aus</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">serdem immer wieder, insbesondere bei speziellen Triggern (Biergeruch, nackte Füsse, spezielle Gerüche, Annäherung von hinten) zu Flashbacks und Nachhall</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">erinnerungen an die traumatisierenden Ereignisse. Di</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ese Gefühle und Erinnerun</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gen hätt</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">en die persönliche Entwicklung der </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Beschwerdeführerin </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nachhaltig geprägt und bis heute einen Einfluss, der sie in der Ausübung ihrer sozialen, häuslichen und beruflichen A</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ktivitäten erheblich einschränke. Ohne Zweifel seien</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> damit aus Sicht der </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Gutachterin </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">die Diagnosekriterien einer posttraumatischen Belastungsstörung erfüllt</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> (S. 23 f.)</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Ebenfal</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ls im Vorfeld diagnostiziert wor</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">de</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">n sei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> eine Panikstörung im Sinne von ICD-10 F41.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">0. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Aus Sicht der </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Gutachterin</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> hand</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">le</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> es sich hier im Kontext der oben gestellten und beschriebenen Diagnosen und Beschwerden allerdings nicht um ein eigenständiges Krankheitsb</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ild, sondern die Symptomatik sei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> eher im Kontext der bereits gestellten Diagnosen zu sehen und hier zu subsummieren</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> (S. 24 Mitte)</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Aus den beschriebenen Störungsbildern heraus entwickelt, aber doch als</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> eigenes Krankheitsbild, bestehe</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> aus Sicht der </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Gutachterin</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> eine rezidivierende depressive Störung, wobei hier aktuell lediglich eine leichte depressive</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Episode beschrieben werden könne</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">. Da der </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Beschwerdeführerin</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> aufgrund ihrer psychiatrischen Grund</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">problematik nur wenig psychische Kompensationsmech</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">anismen zur Verfügung stünden,</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> führ</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">t</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">en unterschiedliche Belastungen, bei mangelnder emotionaler Regulationsfähigkeit, immer wieder schnell zu depressive</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">n</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Episoden unterschie</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">d</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">licher Ausprägung. Dieses sei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> ebenfalls in der Vergangenheit immer wieder beschrieben</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> worden</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">. Aktuell </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> das depressive Zustandsbild unter der Entlastung durch die Krankschreibung, die therapeutischen Prozesse und die überwiegend doch stabile Beziehung zum Ehemann, nur wenig aus</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">geprägt. Beschrieben wer</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">den könne</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> aber doch eine insgesamt gedrückte Stimmung, ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">min</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">derter Antrieb, vermindertes Selbstwertgefühl und Selbstvertrauen, negative und pessimistische Zukunftsperspektiven sowie immer wieder auf</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">treten</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">de Suizidgedanken. Auch bestünden</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> doch gewisse Schlafstörungen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> (S. 24 unten)</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Beschwerdeführerin sei </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">in einer klassischen Broken-Home-Situation geboren und aufgewachsen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Al</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">s positiv erlebte Bezugsperson</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sei </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">lediglich die Grossmutter auf</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">getaucht</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">, die allerdings verst</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">orben sei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">, als die</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Beschwerdeführerin</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> erst sieb</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">zehn Jahre alt </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gewesen sei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">. Abgelöst </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">worden sei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> diese positiv erlebte Bezugsper</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">son offensichtlich durch einen Lehrmeister, der </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">der Beschwerdeführerin</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> gegen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">über sehr wohlgesonnen </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gewesen sei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> und dafür </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sorgt</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> habe</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">, dass sie von zu Hause ausziehen und in einer geschützten Umgebung ihre Ausbildung </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">habe </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">abschliessen k</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">önnen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">. In der Folge ha</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">be</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> die </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Beschwerdeführerin</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> im Grunde sämt</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">liche Kontakte zur Ursprungsfamilie völlig abgebrochen und sich hier sehr vehe</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ment</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> distanziert. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Sie </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">habe </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">bereits im Alter von neunzehn Jahren ihren heutigen Ehemann kennen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> gelernt</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">. Dieses </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> der erste Partner überhaupt und die Beziehung anfangs offensichtlich im Rahmen der erlebten Traumatisierungen sehr schwierig</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> gewesen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">. Inzwischen </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> daraus eine ausgesprochen symbiotische Beziehung entstanden, die für die </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Beschwerdeführerin</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> inzwischen quasi den Kon</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">takt zur Aussenwelt aufrechterha</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">lt</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">e</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">. Aber auch hier schein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">e</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> es erhebliche Span</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nungen zu geb</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">en und die Emotionsregulation laufe</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> auch </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">hier</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> m</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">itunter begleitet von aggressiven Impulsausbrüchen bis hin zu körperlicher Gewalt</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> (S. 25 unten)</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Mit der Unterstützung </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">des besagten Lehrmeisters sei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> es </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">der</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Beschwerdeführerin </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">zwar</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> gelungen,</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> eine Lehre zur Coiffeuse abzuschliessen, sehr früh </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">hätten</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> sich aber auch hier Einschränkungen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> gezeigt</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">, einerseits im Sinne von zahlreichen körper</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">lichen Beschwerden, die sie schliesslich zur Berufsaufgabe </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">zw</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">u</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ngen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> hätten</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">, aber auch Schwierigkeiten im zwischenmenschlichen Bereich, eine immer wieder auftretende hohe körperliche Erschöpfung, Erschöpfungsgefühle, Schmerzen, zunehmende soziale Ängste etc. Dies </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">habe dazu geführt</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">, dass </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">die Beschwerde</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">führerin</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> von 2000 bis 2013 zwar stets im Bereich Telefonmarketing gearbeitet ha</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">be</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">, au</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">fgrund diverser Problembereiche seien </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">die Anstellungen häufig aber nur kurz und begleitet von monatelangen Unterbrüchen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> gewesen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">, was durch die Berufstätigkeit des Ehemannes einerseits finanziell, aber auch moralisch unter</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">stützt w</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">o</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rde</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">n</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> und deshalb überhaupt nur möglich </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gewesen sei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">. Aufgrund zahl</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">reicher Erkrankungen des Ehemannes, die schliesslich zu einer langjährigen Arbeitsunfähigkeit </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">führt</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> hätten</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">, </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> die </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Beschwerdeführerin</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> offensichtlich der</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">art unter Druck </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">geraten, </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">den Familienunterhalt zu siche</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rn, dass sie von da ab versucht habe,</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> die Arbeitsleistung auch über einen längeren Zeitraum a</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ufrecht</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">zuerhalten. Damit scheine</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> dann ein Circulus vitiosus ausgelöst worden zu sein mit Zunahme der Symptomatik</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">,</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> verminderter Belastbarkeit, zunehmenden part</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nerschaftlichen Konflikten, Überforderungsgefühlen, sozialen Ängsten, Depression, Zunahme der körperlichen Problematik etc. So </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> es schliesslich zu einem psychophysischen Zusammenbruch</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> gekommen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> mit Krank</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">schreibung und erstmaliger Aufnahme einer psychiatrisch/psyc</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ho</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">therapeutischen Behandlung ab April 2014 (S. 26 oben)</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">D</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ie </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Beschwerdeführerin</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">habe</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> sich inzwischen unter der Behandlung, sowohl ihren eigenen Angaben zufolge, als auch nach Angaben der Therapeuten, inso</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">fern stabilisieren</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> können</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">, dass sie </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Konflikte besser bewältigen könne</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">, es weniger zu aggressiven Impulsausbrüchen und damit insgesamt zu einer emotionalen St</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">a</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">bilisierung gekommen sei. Sie lebe</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> inzwischen in einer Art Nischenleben mit symbiotischer Beziehung zum Ehemann und unabhängig davon praktisch völlig erloschenen Sozia</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">lkontakten. Das Ehepaar verlasse</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> das Haus in aller Regel nur gemeinsam, sämtliche Freizeitakt</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ivitäten, wenn auch spärlich, wü</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rden aus</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">schliesslich </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">zu zweit getätigt. Ein Grossteil</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> der Sorgen </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">der</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Beschwerdeführerin</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> dreh</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">e</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> sich inzwischen um die Gesundheit des zehn Jahre älteren und offensic</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ht</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">lich multimorbiden Ehemannes (S. 26 unten).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Trotz der offensichtlich be</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">stehenden guten Motivation der Beschwerdeführerin für Veränderung sei d</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ie Ressourcenlage </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">der Beschwerdeführerin</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">insgesamt eher gering</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Prognostisch </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ein </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ungünstiger Faktor im Rahmen der symbiotischen Beziehung bei ansonsten sozialer Verarmung </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> sicherlich der schlechte gesund</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">heitliche Zustand des deutlich älteren Ehemannes. Unter einer ursachenspezifi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">schen Behandlung, wie sie am Ambulatorium für Menschen mit Traumafolgestörungen angeboten w</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">e</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rd</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">e</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">, </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> aber durchaus mit einer weiteren Stabilisierung und möglicherweise auch Verbesserung des Gesamtzustandes zu rechnen. Ob dadurch allerdings eine relevante Verbesserung der Arb</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">eitsfähigkeit erreicht werden kö</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nn</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">e</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">, </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">zu bezweifeln und mü</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ss</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">e</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> erst noch abgewartet werden</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> (S. 27 oben)</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Aufgrund der durch die komplexen Störungsbilder der </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Beschwerdeführerin</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> her</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">vorgerufenen Symptome </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">die Beschwerdeführerin</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> in ihrer psychischen, und damit indirekt auch körperlichen, Belastbarkeit deutlich eingeschränkt. Aus Sicht der </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Gutachterin</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> eine Arbeitsfähigkeit sowohl für die letzte Tätigkeit im Tele</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">marketing, als auch für sämtliche Verweistätigkeiten, zumindest momentan, nicht gegeben. Soweit dies aus den Schilderungen der </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Beschwerdeführerin</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> nachvollzo</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gen werden k</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">önne</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">, und auch den Berichten und Arbeitsunfähigkeitszeugnissen aus der Akte zu entnehmen </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">, besteh</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">e</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> diese eingeschränkte b</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">eziehungsweise </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">aufgehobene Arbeitsfähigkeit durchgängig seit April 201</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">4. Obwohl</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> sich das Zustandsbild durch die Entlastung und Herauslösung aus dem Berufsleben und auch</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> durch</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> die therapeutischen Massnahmen inzwischen tendenziell eher leicht verbessert ha</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">be</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">, k</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">önne</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> noch nicht von einer Restarbeitsfähigkeit gesprochen wer</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">den. Seit April 2014 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> es, soweit beurteilbar, nie zu einer derart deutlichen Ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">besserung des Gesamtzustandsbildes</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> gekommen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">, dass intermittierend von einer Arbeitsfähigkeit hätte ausgegangen werden können</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> (S. 27 unten)</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Zur </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Abgrenzung der Funktionseinschränkungen, welche auf die Gesundheits</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">schädigung zurückzuführen sind, von den (direkten) Folgen nicht versicherter Faktoren </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">führte die Gutachterin aus, dass </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">hier ganz klar unterschieden werden</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> müsse</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">, ob invaliditätsfremde Faktoren zu einer psychischen Erkrankung geführt h</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ätt</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">en oder aber, ob invaliditätsfremde Faktoren die Arbeitsfähigkeit der </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Beschwerdeführerin</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> im nicht-medizinischen Sinn einschränk</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ten. Hier könne</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> gesagt werden, dass invaliditätsfremde Faktoren im engeren Sinne, wie sie auf</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gelistet s</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">eien </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">(Arbeitslosigkeit, schwierige wirtschaftliche Lage, mangelnde Sprachkompetenzen etc.) in der Beurteilung der Arbeitsfähigkeit der </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Gutachterin</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">, die </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Beschwerdeführerin</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> betreffend, keinen Niederschlag gefunden h</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ätt</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">en. Es </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> aber durchaus so, dass invaliditätsfremde Faktoren wie der Verlust des Arbeits</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">platzes, die Krankheit des Ehemannes und damit dessen Ausfall aus dem Erwerbs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">leben etc. zur psychischen Dekompensation der </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Beschwerdeführerin</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> geführt und damit </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">eine Kaskade in Gang gesetzt hätt</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">en, die schliesslich zur Arbeitsunfähigkeit geführt ha</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">be (S. 32 Mitte).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Wie bereits im Rahmen des psychopathologischen Befundes beschrieben, </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">habe </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">es im Rahmen der Untersuchung, bis auf eine Situation am Ende der Untersuchung mit einem leicht demonstrativen Verhalten die körperlichen Beschwerden betreffend, nie Anlass zur Annahme</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> gegeben</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">, dass die </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Beschwerdeführerin</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> aggraviere oder gar simul</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">iere. Vielmehr scheine</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> es so, dass die </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Beschwerdeführe</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rin</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> aus Schamgefühl heraus einzeln</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">e Symptome überhaupt nicht nenne und hier dissimul</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ier</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">e</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Zu nennen wäre die vom Therapeuten berichtete immer wieder bestehende Suizidalität oder aber die ausgeprägten affektiven Impulsausbrüche. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Erwähnenswert </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">seien</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> an dieser Stelle auch die Ergebnisse der La</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">borunter</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">suchungen. Hieraus lasse</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> sich ableiten, dass die </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Beschwerdeführerin </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">die verord</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">neten Medikamente in den entsprechenden Dosierungen einn</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ehme</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">. Des</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> W</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">eiteren geh</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">e</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> aus den Laborergebnissen hervor, dass die </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Beschwerdeführerin</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> nicht regel</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">mässig Alkohol konsumier</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">e</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> und neben den verordneten Medikamenten kein zus</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ätzlicher Substanzkonsum bestehe</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">, zumindest was das ü</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">bliche Drogen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">screening anbelange. Damit würden </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">insgesamt die Glaubwürdigkeit und auch die gute Compliance </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">der Beschwerdeführerin </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">unterstrichen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> (S. 32 f.)</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Soziale Belastungen hätten bei der Beschwerdeführerin nicht direkt negative funktionelle Auswirkungen. Vielmehr führten die psychosozialen Belastungen indirekt dazu, dass sich das Zustandsbild, insbesondere im Rahmen der rezidivierenden depressiven Störung, immer wieder verschlechtere, auch kämen die Symptome der Persönlichkeitsstörung unter Belastung mehr zum Tra</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gen </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">(S.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">33 Mitte).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Aus Sicht der </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Gutachterin verfüge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> die </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Beschwerdeführerin</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> nur über sehr wenige vorhandene und mobilisierbare Ressourcen. Eine grosse Stütze </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> sicherlich der Ehemann, auch wenn die Beziehung, nicht zuletzt durch die grosse psychische Abhängigkeit der </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Beschwerdeführeri</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">n von ihm, doch erheblich belastet </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> und es hier immer wieder zu massiven Auseinandersetzungen komm</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">e. Eine weitere Ressource seien</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> die guten Beziehungen im therapeutischen Kontext</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">. Die Beschwer</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">deführerin</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> geh</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">e</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> regelmässig in die psychiatrisch/psychotherapeutische Behandlung und schein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">e</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> hier offensichtlich doch zumindest auf dieser therapeu</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tischen Ebene eine Beziehung aufgebaut zu haben</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">. Sie erlebe</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> diese subj</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ektiv als hilfreich und dies habe</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> offensichtlich auch dazu geführt, dass es insgesamt doch zu einer leichten Stabili</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sierung gekommen zu sein scheine</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> mit einer etwas ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">besserten Konfliktlösung und auch etwas weniger auftretenden Suizidfantasien</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> (S. 33 unten)</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Symptome und damit die Auswirkungen der drei psyc</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">hiatrischen Haupt</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">diagnosen gingen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> fl</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">iessend ineinander über und seien</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> von</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">einander untrennbar. Es führe</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> insgesamt zu negativen Interaktionen und entsprechend immer wieder auch zu einem Circulus vitiosus</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> (S. 34 oben)</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Seit ihrer ersten grossen psychischen Dekompensation im April 2014 geh</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">e</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> die </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Beschwerdeführerin</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> regelmässig in psychiatrisch/psychotherapeutische Behand</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">lung, daneben finde auch eine regelmässige Schmerztherapie statt. Im Rahmen dieses Settings </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> es </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">der Beschwerdeführerin</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> inzwischen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> gelungen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">, zumindest in Ansätzen, ein besseres Krankheitsverständnis zu entwickeln und sie möchte dieses auch im Rahmen einer störungsspezifischen ambul</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">anten Behandlung angehen und habe</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> sich hierfür am Ambulatorium vorgestellt und angemeldet. Zusammen mit den Laborbefunden, die auf eine regelmässige Ein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nahme der </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">verordneten Medikamente hinweise</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">, bei gleichzeitigem Fehlen von Nachweisen nic</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ht verordneter Medikamente, könne</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> davon ausgegangen werden, dass die </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Beschwerdeführerin</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> in jedem Fall gut im Rahmen der aktuellen Thera</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">pien kooperier</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">e (S. 34 Mitte)</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Unabhängig von der Arbeitsunfähigkeit zeig</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">t</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">en sich bei der </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Beschwerdeführerin </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">auch erhebliche Einschränkungen sowohl im Haushalt, als auch in </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">den sozialen Aktivitäten. Es sei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> glaubhaft und nachvollziehbar, dass die </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Beschwerdeführerin</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> gemeinsam mit dem Ehemann nur basale Haushaltsarbeiten erledig</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">e</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> und im Übrigen ein kompletter sozialer Rückzug stattgefunden</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> habe</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">, wo ausser zum Ehe</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">mann und einem einzelnen Freund Beziehungen nur im th</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">erapeutischen Kontext möglich seien.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Das einzige von der </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Beschwerdeführerin </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">neu un</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">d überhaupt betriebene Hobby sei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> das Angeln. Hierzu zieh</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">e</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> sich d</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ie</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Beschwerdeführerin </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">stets in Begleitung des Ehemannes an ruhige Orte am See zurück. Häufig besteh</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">e</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> dieses Angeln lediglich darin, eine Stunde schweigend dazusitzen und ohne einen Fang</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> nach Hause zu gehen. Es scheine</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> sich hier überwiegend um eine Rückzugsmög</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">lichkeit zu handeln, wo ab und zu budget</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">schonend auch Fische gefangen wü</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rden</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> (S. 35 oben)</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Vor der aktuellen Krankschreibung ab April 2014 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sei die Beschwerdeführerin</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> immer wieder berufstätig</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> gewesen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> mit einem Pensum von 100</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> %</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">. Während die Gesamtproblematik noch kompensiert </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">blieb</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">en sei,</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> solange die </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Beschwerde</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">führerin</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> dabei immer wieder Arbeitspausen </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">habe </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">einlegen k</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">önnen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> und oft mehrere Monate nicht berufstätig </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gewesen sei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">, </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> die Dekompensation dann in dem Rahmen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> gekommen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">, dass die </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Beschwerdeführerin</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> aus finanziellen Gründen länger berufstätig </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gewesen </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">und damit offensichtlich an die Grenze ihrer Belast</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">barkeit </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gekommen sei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">. Es </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> daher davon auszugeben, dass der Gesundheitsscha</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">den durchaus auch schon vor Eintritt der aktuelle</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">n Arbeitsunfähigkeit, das heisse</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> vor April 2014, bestanden ha</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">be (S. 35 Mitte)</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">5.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">5.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Würdigung der medizinischen Akten ergibt, dass das psychiatrische Gerichts</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gutachten von Dr. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">A.___</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> (vorstehend E. 4.2) auf für die strittigen Belange umfassenden U</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ntersuchungen beruht und die von der</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Beschwerdeführer</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">in</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> geklagten Beschwerden in angemessener Weise berücksichtigt. Sodann wurde es in Kenntnis und in Auseinandersetzung mit den Vorakten erstattet, so insbe</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">son</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">dere auch mit den</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> vorbestehenden </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">RAD-Untersuchungsberichten und den zusätz</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">lich angeforderten Berichten des Ambulatoriums der H.___. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Auch der konkreten medizini</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">schen Situation trägt es Rechnung. Dr. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">A.___</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> leitete die gestellten Diagnosen nach ausführlicher psychopathologischer Befundaufnahme (vgl.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Urk. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">23</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> S. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">20</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> ff. Ziff. 3) anhand der ICD-Kriter</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ien sorgfältig her (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Urk. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">23 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">S.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> 22 ff. Ziff. 5). </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Das psychiatrische Gutach</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ten leuchtet in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge ein und die vor</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">genommenen Schlussfolgerungen zu Gesundheitszustand und Arbeitsfähig</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">keit werden ausführlich begründet. Die Beurteilung ist nach dem Gesagten für die Beantwortung der gestellten Fragen umfassend. Das psychiatrische Gutachten von Dr. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">A.___</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> erfüllt somit die praxisgemässen Kriterien für beweiskräf</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tige ärztliche Entscheidungsgrundlagen (vgl. vorstehend E. 1.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">6</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">) vollumfänglich, so dass für die Entscheidfindung darauf abgestellt werden kann.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">5.2</span><span> </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">5.2.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Gemäss der für somatoforme Schmerzstörungen und vergleichbare psychoso</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ma</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tische Leiden entwickelten Rechtsprechung des Bundesgerichts ist die tatsächli</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">che Arbeits- und Leistungsfähigkeit der versicherten Person grundsätzlich in einem strukturierten, ergebnisoffenen Beweisverfahren anhand von auf den funktio</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nellen Schweregrad bezogenen Standardindikatoren zu ermitteln (BGE</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">141 V 281). Mit </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">BGE 143 V 418</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> hat das Bundesgericht erkannt, dass grundsätz</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">lich sämt</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">liche psychischen Leiden einem strukturierten Beweisver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">fahren nach BGE 141 V 281 zu unterziehen seien, wobei es je nach Krankheits</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">bild allenfalls gewisser Anpassungen hinsichtlich der Wertung einzelner Indika</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">toren bedürfe. Diese Abklärungen enden laut Bundesgericht stets mit der Rechts</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">frage, ob und in welchem Umfang die ärztlichen Feststellungen anhand der nach BGE 141 V 281 rechtserheblichen Indikatoren auf Arbeitsunfähigkeit schliessen lassen (E. 7). </span></p><p><span> </span><span>Im Rahmen des strukturierten Beweisverfahrens sind als Standardindikatoren die folgenden Aspekte massgebend (BGE 141 V 281 E. 4.1.3):</span></p><p><span>Funktioneller Schweregrad</span></p><p><span>- </span><span>Gesundheitsschädigung</span></p><p><span>-</span><span>Ausprägung der diagnoserelevanten Befunde</span></p><p><span>-</span><span>Behandlungs- und Eingliederungserfolg oder -resistenz</span></p><p><span>-</span><span>Komorbiditäten</span></p><p><span>- </span><span>Persönlichkeit: Persönlichkeitsdiagnostik, persönliche Ressourcen</span></p><p><span>- </span><span>sozialer Kontext</span></p><p><span>Konsistenz (Gesichtspunkte des Verhaltens)</span></p><p><span>- </span><span>gleichmässige Einschränkung des Aktivitätsniveaus in allen vergleichba</span><span>ren Lebensbereichen</span></p><p><span>- </span><span>behandlungs- und eingliederungsanamnestisch ausgewiesener Leidens</span><span>druck</span></p><p><span> </span><span>Diese</span><span> Standardindikatoren erlauben - unter Berücksichtigung leistungshindern</span><span>der äusserer Belastungsfaktoren einerseits und Kompensationspotenzialen (Ressourcen) anderseits - das tatsächlich erreichbare Leistungsvermögen einzu</span><span>schätzen (BGE 141 V 281 E. 3.4-3.6 und E. 4.1; vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_260/2017 vom 1. Dezember 2017 E. 4.2.3). </span><span>Die Anerkennung eines renten</span><span>be</span><span>gründenden Invaliditätsgrades ist nur zulässig, wenn die funktionellen Aus</span><span>wir</span><span>kungen der medizinisch festgestellten gesundheitlichen Anspruchs</span><span>grundlage im Einzelfall anhand der Standardindikatoren schlüssig und wider</span><span>spruchs</span><span>frei mit (zumindest) überwiegender Wahrscheinlichkeit nachgewiesen sind. Fehlt es daran, hat die Folgen der Beweislosigkeit (nach wie vor) die materiell beweisbe</span><span>lastete versicherte Person zu tragen (BGE 141 V 281 E. 6; BGE 141 V 547 E. 2).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">5.2.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Beweisrechtlich entscheidend ist der Aspekt der Konsistenz (BGE 141 V 281 E. 4.4):</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Der Indikator einer gleichmässigen Einschränkung des Aktivitätsniveaus in allen vergleichbaren Lebensbereichen zielt auf die Frage ab, ob die diskutierte Ein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">schränkung in Beruf und Erwerb (bzw. bei Nichterwerbstätigen im Aufga</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">benbe</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">reich) einerseits und in den sonstigen Lebensbereichen (z.B. Freizeitgestal</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tung) anderseits gleich ausgeprägt ist. Dabei ist das bisherige Kriterium des sozialen Rückzugs (wiederum) so zu fassen, dass neben Hinweisen auf Ein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">schränkungen auch Ressourcen erschlossen werden; umgekehrt kann ein krank</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">heitsbedingter Rückzug aber auch Ressourcen zusätzlich vermindern. Soweit erhebbar, empfiehlt sich auch ein Vergleich mit dem Niveau sozialer Aktivität vor Eintritt der Gesundheitsschädigung. Das Aktivitätsniveau der versicherten Person ist stets im Verhältnis zur geltend gemachten Arbeitsunfähigkeit zu sehen (BGE</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">141 V 281 E. 4.4.1; vgl. Urteil des Bundesgerichts 9C_296/2016 vom 29. Juni 2016 E. 4.1.1). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die Inanspruchnahme von therapeutischen Optionen, das heisst das Ausmass, in welchem Behandlungen wahrgenommen oder eben vernachlässigt werden, weist (ergänzend zum Gesichtspunkt Behandlungs- und Eingliederungserfolg oder </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">resistenz unter dem Komplex "Gesundheitsschädigung") auf den tat</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sächli</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">chen Leidensdruck hin. Dies gilt allerdings nur, solange das betreffende Verhalten nicht durch das laufende Versicherungsverfahren beeinflusst ist. Nicht auf fehlenden Leidensdruck zu schliessen ist, wenn die Nichtinan</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">spruchnahme einer empfohlenen und zugänglichen Therapie oder die schlechte Compliance klarer</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">weise auf eine (unabwendbare) Unfähigkeit zur Krankheits</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">einsicht zurück</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">zu</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">führen ist. In ähnlicher Weise zu berücksichtigen ist das Verhalten der versi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">cher</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ten Person im Rahmen der beruflichen (Selbst-) Ein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gliederung. Inkonsisten</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tes Verhalten ist auch hier ein Indiz dafür, die geltend gemachte Einschränkung sei anders begründet als durch eine versicherte Gesundheits</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">beeinträchtigung (BGE</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">141 V 281 E. 4.4.2; vgl. Urteil des Bundes</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gerichts 9C_296/2016 vom 29. Juni 2016 E. 4.1.2).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">5</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">D</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">r. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">A.___</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> diagnostizierte eine </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">emotional instabile Persönlichkeitsstörung vom Borderline-Typ (ICD-10 F60.31), eine </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">posttraumatische Belastungsstörung (ICD</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">10 F43.1) sowie eine rezidiviere</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">nde depressive Störung, aktuell leichte </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">depressive Episode (ICD-10 F</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">33.0</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">). Es ist somit aus rechtlicher Sicht zu beurtei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">len, ob aufgrund dieser psychiatrischen Diagnosen eine Arbeitsun</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">fähigkeit aus</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">wiesen ist.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">In E. 8.1 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">von BGE 143 V 148</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> hat das Bundesgericht festgehalten, dass das struk</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">turierte Beweisverfahren wie es in </span><a href="https://www.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=1&amp;from_date=&amp;to_date=&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=8C_130%2F2017&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F141-V-281%3Ade&amp;number_of_ranks=0"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">BGE 141 V 281</span> </a><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> definiert wurde (vgl.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">vor</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ste</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">hend E. 5.2</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">), einer Aufteilung von Einbussen auf einzelne Leiden ent</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gegensteh</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">t</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">, da es auf einer ergebnisoffenen Gesamtbetrachtung in Berück</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sichtigung der Wechselwirkungen basier</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">t</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">. Demnach </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">fallen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Störungen unabhängig von ihrer Diagnose bereits dann als rechtlich bedeutsame Komor</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">bidität in Betracht</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">,</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> wenn ihnen im konkreten Fall ressourcen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">hemmende Wirkung beizumessen </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ist</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">. Bei der Prüfung des funktionell</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">en Schweregrades des Leidens der</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Beschwerdeführer</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">in</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> ist somit von </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sämtlichen </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">psychiatrischen Diagnosen, namentlich der </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Persönlich</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">keitsstörung vom Borderline-Typ, der </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">posttraumatischen Belastungs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">störung sowie der rezidivierenden depressiven Störung, aktuell </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">leichte</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> depressive Episode, auszugehen.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">5.4</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Zum Komplex Gesundheitsschädigung ist in Bezug auf den Indikator Ausprä</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gung der diagnoserelevanten Befunde festzuhalten, dass bei </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">der </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Beschwerdeführer</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">in</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> aufgrund des spezifischen Störungsbildes diverse Einschränkungen bestehen, die im Rahmen der psychiatrischen Begutachtung durch Dr. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">A.___</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> anhand des Mini-ICF Ratings für Aktivitäts- und Partizipationsstörungen bei psychischen Erkrankungen eruiert worden sind. So ist </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">die</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Beschwerdeführer</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">in </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">in der </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Anpassung an Regeln und Routinen, in der </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Planung und Strukturierung von Auf</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gaben sowie in </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ihrer </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Flexibilität und Umstellungsfähigkeit</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> deutlich </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">einge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">schränkt.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Dabei verhindern – wie Dr. A.___ nachvollziehbar und überzeu</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gend schildert - die spezifischen Ängste, insbesondere die Angst vor Menschen, verbunden mit Angst- und Panikattacken und einzelnen dissoziativen Zuständen inzwischen weitestgehend die Teilnahme der Beschwerdeführerin an einem gere</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gelten Sozialleben, weshalb die damit verbundenen Regeln und Routinen kaum eingehalten werden können. Durch die sehr schnelle Überlastung kommt sie in ein ausgeprägtes Stresslevel und wird unorganisiert und fahrig, sodass Aufgaben nur bedingt geplant und strukturiert werden können. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Das Zurückgreifen auf </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ihre </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">fachlichen Kompetenzen ist mindestens leicht eingeschränkt, deutlich einge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">schränkt ist </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sie</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> in </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ihrer Durchhaltefähigkeit sowie auch in</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ihrer </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Selbstbehaup</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tungs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">fähigkeit</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Bereits wenige Termine pro Woche führen zu einer psychischen Überlastung mit Anstieg der Spannung, vereinzelten Weinkrämpfen, dissoziati</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">vem Erleben und Zunahme von Angst- und Panikattacken. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Kontaktfähigkeit zu Dritten</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> sowie</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> die Gruppenfähigkeit</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> sind praktisch erloschen; dies aufgrund der sozialen Ängste, der Tendenz zu sozialem Rückzug und aufgrund der Impulsivi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tät. Einzige Kontaktpersonen sind der Ehemann und ein guter Freund. Familiäre Beziehungen werden ansonsten keine gepflegt beziehungsweise sind von der Beschwerdeführerin abgebrochen worden. D</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ie Fähigkeit zu familiären und inti</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">men Beziehungen sowie die Spontanaktivitäten sind zudem deutlich einge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">schränkt.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Die Beschwerdeführerin ist schliesslich nur bedingt verkehrsfähig (Urk. 23 S. 27 ff. Ziff. 7).</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">In Bezug auf den Indikator Behand</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">lungs- und Eingliederungserfolg oder </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">–</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">re</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sistenz ist festzuhalten, dass die vo</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">n der</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Beschwerdeführer</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">in</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> in Anspruch genommenen psychiatrischen und psychotherapeutischen Behandlungen trotz offensichtlich bestehender Motiva</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tion bisher zu keiner richtungsweisenden Ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">besserung geführt haben</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> (Urk. 23 S. 27 oben)</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Ferner nimmt die Beschwerde</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">führerin die verordneten Medikamente in den entsprechenden Dosierungen ein, was die Laboruntersuchung bestätigte (S. 32 Ziff. 10.2). Des Weiteren steht die Beschwerdeführerin seit längerem (mindestens seit November 2016, Urk. 3/5) auf der Warteliste für eine Spezialbehandlung am Ambulatorium für Traumafolge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">störungen (Urk. 3/5, Urk. 23 S. 26, S. 34). Zwar konnte unter der inzwischen bereits durchgeführten Behandlung insgesamt eine emotionale Stabi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">lisierung erreicht werden (Urk. 23 S. 26, S. 33). Trotzdem ist gemäss der überzeu</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">genden Einschätzung durch Dr. A.___ aufgrund der Dauer und der Schwere der Erkrankung und der seit Jahren bestehenden adäquaten Behandlung nicht davon auszugehen, dass sich das Zustandsbild der Beschwerdeführerin schnell zurückbilden wird. Allenfalls kann nach Aufnahme der ursachenspezifi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">schen Behandlung langsam eine Verbesserung des Gesamtzustan</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">des und damit eine Teilarbeitsfähigkeit erreicht werden. Damit ist aber gestützt auf die Ausführungen von Dr. A.___ nicht vor Ablauf von ein bis zwei Jahren zu rechnen (S. 29). Insgesamt ist somit der Indikator Behandlungs- und Eingliederungserfolg oder-resistenz in dem Sinne als erfüllt zu erachten, dass die Beschwerdeführerin die nötigen und verschriebenen medikamentösen und psychotherapeutischen Therapien in kooperativer, motivierter und ausreichender Art und Weise bereits seit 2014 in Anspruch nimmt. Dass sie seit bald 1,5 Jahren auf einen Therapieplatz für Traumafolgestörungen wartet, ist ebenfalls dahinge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">hend zu werten, dass die Beschwerdeführerin trotz der attestierten Einschränkun</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gen alles unternimmt, um die schweren psychischen Beschwerden therapeutisch anzugehen. Auch wenn Dr. A.___ eine allfällige Verbesserung des Gesund</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">heitszustands nach Durchführung der ursachenspezifischen Behandlung in Win</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">terthur nach Ablauf eines oder zweier Jahre prognostiziert, ist trotzdem zum jetzigen Zeitpunkt der Prüfung des Rentenanspruchs davon auszugehen, dass die bisherigen Therapien und Therapiebemühungen ausreichend waren und sind. Wie sich der Gesundheitszustand im Verlauf nach Erhalt eines Therapieplatzes und Durchführung der notwendigen spezifischen Behandlung verändert, hat Gegen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">stand eines Revisionsverfahrens zu sein.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">In Bezug auf die Komorbidität ist schliesslich festzuhalten, dass die Symptome </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">der drei Diagnosen fliessend ineinander übergehen, was insgesamt zu negativen Interaktionen und entsprechend auch immer wieder zu einem Circulus vitiosus führt (S. 34 Ziff. 10.7). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Zum Komplex Persönlic</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">hkeit ist festzuhalten, dass die</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Beschwerdeführer</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">in</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> heute kaum mehr Zugriff auf </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">mobilisierende</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Ressourcen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> hat. Die e</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">inzige</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">n</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">bleiben</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">de</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">n</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Ressource</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">n</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sind der Ehemann der Beschwerdeführerin und die Beziehungen im therapeutischen Kontext. Die Beziehung zum Ehemann ist jedoch – durch die grosse psychische Abhängigkeit der Beschwerdeführerin von ihm – erheblich belastet und es kommt immer wieder zu massiven Auseinander</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">setzungen.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Weitere Ressourcen sind nicht ersichtlich</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> (S. 33 Ziff. 10.6, vgl. auch S. 26 f.). </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Insgesamt sind somit bei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> der</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Beschwerdeführer</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">in</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> kaum persönliche Ressourcen erkennbar. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Zum Komplex sozialer Kontext ist festzuhalten, dass </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">die </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Beschwerdeführer</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">in gemeinsam mit dem Ehemann nur basale Haushaltarbeiten erledigt und im Übri</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gen ein kompletter sozialer Rückzug stattgefunden hat, wo ausser zum Ehemann und einem einzelnen Freund Beziehungen nur im therapeutischen Kontext mög</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">lich sind. Das einzige von der Beschwerdeführerin neu und überhaupt betriebene Hobby ist das Angeln, wobei sie sich hierzu stets in Begleitung des Ehemannes an ruhige Orte am See zurückzieht. Es scheint sich demnach überwiegend um eine Rückzugsmöglichkeit zu handeln (S. 35 Ziff. 10.14, S. 18 Ziff. 2.6.1, S. 28). Demnach sind bei der</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Beschwerdeführer</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">in</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> ka</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">um soziale Ressourcen erkennbar.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">I</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">mmerhin verfügt </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sie – dank der Hilfe des Ehemannes -</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> über eine</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> gewisse</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Tages</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">struktur (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">S. 18 f. Ziff. 2.6.2</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Zu prüfen ist weiter die Konsistenz.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Hinsichtlich des Gesichtspunkts der gleich</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">mässigen Einschränkung des Aktivitätsniveaus in allen vergleichbaren Lebens</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">be</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">re</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ichen ist festzuhalten, dass die</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Beschwerdeführer</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">in</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> sowohl im sozialen </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">und im häuslichen </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Kon</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">text als auch im beruflichen Kontext gleichmässig eingeschränkt ist</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> (S. 28, S. 33, S. 34 f.). Im Rahmen der Untersuchung gab es, bis auf eine Situation am Ende der Untersuchung mit einem leicht demonstrativen Verhalten die körperlichen Beschwerden betreffend, nie Anlass zur Annahme, dass die Beschwerdeführerin aggraviert oder simuliert (S. 20 Ziff. 3, S. 32 Ziff. 10.2). </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Hin</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sichtlich des Gesichtspunkts des behandlungs- und eingliederungsanamnestisch ausgewiesenen Leidensdrucks ist schliesslich </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">festzuhalten, dass die</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Beschwerde</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">führer</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">in</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">seit</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> lange</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">r</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Zeit diverse Behandlungsansätze in </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Anspruch nimmt und seit mindestens November 2016 auf einen traumaspezifischen Therapieplatz wartet (S. 18, S. 21 f., S. 26 f.). </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Abgesehen </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">von einer leichten Stabilisierung, etwas ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">besserter Konfliktlösung und etwas weniger auftretenden Suizidfantasien ist es jedoch noch zu keiner Besserung des Gesundheitszustandes gekommen, so dass zum jetzigen Zeitpunkt von einer (Teil)Arbeitsfähigkeit ausgegangen werden könnte (S. 33 unten). Damit liegt zum Überprüfungszeitpunkt ein behandlungs- und eingliederungsanamnestisch ausgewiesener Leidensdruck vor. Eine allenfalls prognostische Verbesserung des Gesundheitszustandes zufolge der vorgesehenen Traumabehandlung (S. 27, S. 34) ist angesichts der Schwere der diagnostizierten Störungen, der bisherigen kooperativen, motivierten und ausreichenden Inan</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">spruchnahme von Therapien erst nach Durchführung der genannten Behandlung zu überprüfen und allenfalls im Rahmen einer Rentenrevision zu berücksichtigen. In Anbetracht der gestellten Diagnosen, der ausgewiesenen Einschränkungen und der Therapiebemühungen gereicht jedenfalls die von Dr. A.___ vorsichtig geäusserte Prognose einer allfälligen Teilarbeitsfähigkeit nach einem bis zwei Jahren zusätzlicher traumaspezifischer Therapie nicht dazu, den Indikator des Behandlungserfolgs oder des Leidensdrucks zu verneinen. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Daran ändert auch der Umstand,</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> wonach unter einer ursachenspezifischen Behandlung im Ambulato</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rium der H.___ mit einer weiteren Stabilisierung und möglicherweise Verbesserung des Gesamtzustandes zu rechnen sei, nichts (S. 27, S. 34).</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">5.5</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Zusammengefasst führt die Prüfung der einzelnen Indikatoren zum Schluss, dass dem psychiatrischen Gerichtsgutachten von Dr. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">A.___</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">, wonach die diagnostizierten psychischen Leiden eine Einschränkung der Leistungsfähigkeit um </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">10</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">0 % bewirken (vgl. vorstehend E. 4.2), schlüssig und widerspruchsfrei gefolgt werden kann und somit mit überwiegender Wahrscheinlichkeit feststeht, dass </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sowohl in der angestammten wie auch </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">in</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> einer angepassten Tätigkeit </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">seit</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> mindestens April 2014 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">eine Arbeits</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">un</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">fähigkeit von </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">10</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">0 % besteht</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> (vgl. Urk. 23 S. 27 f.)</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Hinsichtlich des Beginns der Arbeitsunfähigkeit hielt Dr. A.___ fest, die Einschränkungen bestünden im Mindesten seit April 2014 und hätten aller Wahrscheinlichkeit nach auch bereits viele Jahre zuvor schon dazu geführt, dass die Beschwerdeführerin immer wieder Berufspausen eingelegt hat (S. 28 unten). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">5.6</span><span> </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">5.6.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die IV-Stelle argumentierte in ihrer Stellungnahme vom 9. April 2018, werde eine Diagnose lediglich aufgrund psychosozialer Faktoren aufrechterhalten, könne eine dadurch begründete Arbeitsunfähigkeit aus rechtlicher Sicht nicht berück</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sichtigt werden, auch wenn aus medizinischer Sicht der Diagnose Krankheitswert zukommen könne. Dr. A.___ verpasse darzulegen, inwiefern die bestehen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">den psychosozialen Faktoren sich zurzeit auf den Gesundheitszustand der Beschwerdeführerin noch auswirkten (Urk. 30 S. 3).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">In Bezug auf die psychosozialen Faktoren führte Dr. A.___ aus, invalidi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tätsfremde Faktoren im engeren Sinne wie Arbeitslosigkeit, schwierige wirt</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">schaftliche Lage, mangelnde Sprachkompetenzen etc. hätten in der Beurteilung der Arbeitsfähigkeit keinen Niederschlag gefunden. Es sei aber durchaus so, dass invaliditätsfremde Faktoren wie der Verlust des Arbeitsplatzes, die Krankheit des Ehemannes und damit dessen Ausfall aus dem Erwerbsleben zur psychischen Dekompensation der Versicherten geführt und damit eine Kaskade in Gang gesetzt hätten, die schliesslich zur Arbeitsunfähigkeit geführt habe (Urk. 23 S. 32). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">5.6.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Mit Urteil des Bundesgerichts </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">8C_582/2017 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">E. 5.1 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">vom 2</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">2. März 2018 wurde aus BGE 127 V 294 E. 5a wie folgt zitiert</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">: </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">"Was das "sozio-kulturelle Umfeld" als weiteren Grund für das Unvermögen des Beschwerdeführers, einer Erwerbstätigkeit nachzugehen, anbetrifft, wird in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde sinngemäss geltend gemacht, dass invaliditäts</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">fremde Faktoren insofern von Bedeutung sind, als sie zur Entstehung oder Ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">schlimmerung des psychischen Gesundheitszustandes beitragen oder den Erfolg therapeutischer Massnahmen gefährden. An dieser Auffassung ist so viel richtig, dass sich solche Umstände im Rahmen der Invaliditätsbemessung unter dem Gesichtspunkt zumutbarer Willensanstrengung zu ihrer Überwindung regel</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">mäs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sig nicht klar vom medizinischen Leiden selber trennen lassen. Indessen gebietet sich mit Blick auf die in Erw. 4a dargelegte Rechtsprechung, insbesondere Praxis 1997 Nr. 49 S. 252, die Präzisierung, dass </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Abs. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1 IVG zu Erwerbs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">unfähig</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">keit führende Gesundheitsschäden versichert, worunter soziokulturelle Umstände nicht zu begreifen sind. Es braucht in jedem Fall zur Annahme einer Invalidität ein medizinisches Substrat, das (fach) ärztlicherseits schlüssig festgestellt wird und nachgewiesenermassen die Arbeits- und Erwerbsfähigkeit wesentlich beein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">trächtigt. Je stärker psychosoziale oder soziokulturelle Faktoren im Einzelfall in den Vordergrund treten und das Beschwerdebild mitbestimmen, desto ausgepräg</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ter muss eine fachärztlich festgestellte psychische Störung von Krankheitswert vorhanden sein. Das bedeutet, dass das klinische Beschwerdebild nicht einzig in Beeinträchtigungen, welche von den belastenden soziokulturellen Faktoren her</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">rühren, bestehen darf, sondern davon psychiatrisch zu unter</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">scheidende Befunde zu umfassen hat, zum Beispiel eine von depressiven Verstimmungszuständen klar unterscheidbare andauernde Depression im fach</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">medizinischen Sinne oder einen damit vergleichbaren psychischen Leidens</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">zustand. Solche von der soziokultu</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">rellen Belastungssituation zu unterscheidende und in diesem Sinne verselbststän</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">digte psychische Störungen mit Auswirkungen auf die Arbeits- und Erwerbsfä</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">higkeit sind unabdingbar, damit überhaupt von Invalidität gesprochen werden kann. Wo der Gutachter dagegen im Wesentlichen nur Befunde erhebt, welche in den psychosozialen und soziokulturellen Umständen ihre hinreichende Erklärung finden, gleichsam in ihnen aufgehen, ist kein invalidisierender psychischer Gesundheitsschaden gegeben (vgl. AHI 2000 S. 153 E. 3). Ist anderseits eine psychische Störung von Krankheitswert schlüssig erstellt, kommt der Frage zent</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">rale Bedeutung zu, ob und inwiefern, allenfalls bei geeigneter therapeutischer Behandlung, von der versicherten Person trotz des Leidens willensmässig erwartet werden kann zu arbeiten (eventuell in einem geschützten Rahmen; vgl. Praxis 1997 Nr. 49 S. 255 E. 4b) und einem Erwerb nachzugehen (...)." </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">5.6.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Gemäss dem </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Urteil des Bundesgerichts 9C_537/2011 vom 2</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">8. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Juni 2012 E. 3.2 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">(</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">mit Hinweisen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">) können, we</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">nn und soweit psychosoziale und soziokulturelle Fak</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">toren zu einer eigentlichen Beeinträchtigung der psychischen Integrität führen, indem sie einen verselbständigten Gesundheitsschaden aufrechterhalten oder den Wirkungsgrad seiner – unabhängig von den invaliditätsfremden Elementen bestehenden – Folgen verschlimmern, sie sich mittelbar i</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">nvaliditäts</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">begründend auswirken.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">5.6.4</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Zwar ist der IV-Stelle insofern zuzustimmen, dass Dr. A.___ festhielt, dass invaliditätsfremde </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Faktoren wie der Verlust des Arbeitsplatzes</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> sowie</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> die Krank</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">heit des Ehemannes und damit dessen Ausfall aus dem Erwerbsleben zur psychi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">schen Dekompensation der Versicherten geführt und damit eine Kaskade in Gang gesetzt hätten, die schliesslich zur Arbeitsunfähigkeit geführt habe (Urk.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">23 S.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">32)</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">. Dies bedeutet jedoch nicht, dass sich der nunmehr von Dr. A.___ beschriebene Gesundheitszustand und die attestierte Arbeits</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">unfähigkeit vollstän</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">dig oder teilweise in ebendiesen invaliditätsfremden Faktoren erschöpfen. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Dabei ist in einem ersten Schritt zu unterscheiden, ob das vorliegend diagno</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sti</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">zierte Störungsbild </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">einzig in Beeinträchtigungen, welche von den belastenden soziokulturellen Faktoren herrühren, besteh</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">t</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">, </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">oder ob es da</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">von psychiatrisch zu unterscheidende Befunde </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">umfasst. In einem zweiten Schritt ist darauf einzugehen, wie die psychosozialen Belastungsfaktoren der Krankheit und Arbeitsunfähigkeit des Ehemannes vorliegend einzuordnen sind.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">5.6.5</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Entgegen der Auffassung der IV-Stelle ist </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">vorliegend von einem Krankheits</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">schehen auszugehen, das zwar schon seit der Jugend und mithin vor April 2014 bestanden hat (Urk. 23 S. 23, S. 35 Ziff. 15 letzter Abschnitt), sich aber im jetzigen Überprüfungszeitpunkt durch relevante medizinische Befunde in dem Sinne, dass ein invalidisierender Gesundheitszustand vorliegt, auszeichnet. So stellte Dr. A.___ in Bezug auf die Persönlichkeitsstörung eine deutliche Tendenz, impulsiv zu handeln mit wechselnder und instabiler Stimmung, Ausbrüche intensiven Ärgers, die oft zu gewalttätigem und explosivem Verhalten führten, sowie eine geringe Fähigkeit vorauszuplanen fest. Auch sind bei der Beschwer</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">deführerin in ausgeprägter Form das eigene Selbstbild, eigene Ziele und innere Präferenzen unklar und gestört. Aufgrund des Milieus mit permanenter Bedro</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">hung hat die Beschwerdeführerin kein eigenes Selbstbild entwickeln können und die Fähigkeit, tiefe und stabile Beziehungen einzugehen sind nur marginal aus</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gebildet. Beziehungen werden idealisiert oder gefürchtet und entwertet, der Affekt ist oft sprunghaft und unkontrollierbar (S. 22 f.). In Bezug auf die post</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">traumatische Belastungsstörung ist das erforderliche belastende Ereignis zweifel</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">los in Form der physischen und sexuellen Gewalt von Kleinkind bis Jugendliche gegeben. Ebenfalls – und dies im Gegensatz zur Einschätzung der IV-Stelle (Urk. 30 S. 1 f.) – ist ferner gestützt auf die nachvollziehbaren und plausiblen Ausführungen von Dr. A.___ davon auszugehen, dass bei der Beschwer</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">deführerin schon damals bis heute anhaltend eine Hypervigilanz und Hypera</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">rousal mit dem Gefühl, erneute Übergriffe könnten stattfinden, vorliegen mit regelrechten Angst- und Panikattacken und dem immer ausgeprägteren sozialen Rückzug. Des Weiteren kommt es bei der Beschwerdeführerin </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">glaubhaft </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">immer wieder, insbesondere bei speziellen Triggern (Biergeruch, nackte Füsse, spezielle Gerüche, Annäherung von hinten), zu Flashbacks und Nachhallerinnerungen an die traumatisierenden Ereignisse. Diese Gefühle und Erinnerungen haben die per</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sönliche Entwicklung der Versicherten nachhaltig geprägt und bis heute Einfluss auf die sozialen, häuslichen und beruflichen Aktivitäten (S. 23 f.). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Damit umfasst das Störungsbild mit Persönlichkeitsstörung vom Borderline-Typ, PTBS und depressiver Störung klare </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">psychiatrisch</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">e</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Befunde, psychosoziale Belastungsfaktoren in Form der Krankheit und Arbeitslosigkeit des Ehemannes finden keine Erwähnung. Auch werden die </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Diagnose</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">n – entgegen der Auffassung der IV-Stelle (Urk. 30 S. 3) –</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">nicht </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">lediglich aufgrund psychosozialer Faktoren aufrechterhalten, </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">zumal die Diagnosen gemäss der überzeugenden Einschätzung Dr. A.___s seit der Jugend und damit vor der Erkrankung des Ehemannes bestehen.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">An dieser Stelle ist auf die Kritik der IV-Stelle an der Diagnose der PTBS einzu</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gehen. Die IV-Stelle hielt fest, es werde im Gutachten nicht beschrieben, wie stark sich die möglichen Intrusionen tatsächlich äusserten, womit nicht klar sei, ob die Diagnose einer PTBS erfüllt sei und die Beschwerdeführerin könne sich nicht an Albträume erinnern (Urk. 30 S. 2). Die Vorbringen der IV-Stelle sind haltlos: So nannte die Beschwerdeführerin explizit als anhaltend einschränkendes Symptom, sie habe immer wieder Bilder an die früheren schrecklichen Erlebnisse im Kopf und durch bestimmte Trigger kämen die alten Erinnerungen mit Ekel an den Stiefvater hoch (Urk. 23 S. 17). Entsprechend führte Dr. A.___ im Rahmen der Diagnosestellung ausdrücklich auf, es komme glaubhaft und nachvollziehbar bei Triggern (Biergeruch, nackte Füsse, spezielle Gerüche, Annäherung von hin</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ten) zu Flashbacks und Nachhallerinnerungen (Urk. 23 S. 24, dies im Gegensatz zu S. 21, wo sie das Wort «scheint» erwähnte, dem jedoch angesichts der explizi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ten Erwähnung auf S. 24 keine Bedeutung zukommt). Zudem trifft es nicht zu, dass sich die Beschwerdeführerin nicht an Albträume erinnert. Dr. A.___ führte an, die Beschwerdeführerin habe sehr viele Albträume. Der Mann würde erzählen, dass sie viel schreie und um sich schlage. Zwar erinnere sie sich selbst kaum daran, realisiere aber, dass sie dann morgens jeweils sehr müde und kaputt sei (S. 15 f. unten). Dass sich die Beschwerdeführerin kaum erinnert, entspricht nicht der Behauptung der IV</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Stelle, dass sie sich gar nicht erinnere. Vielmehr erscheinen die Ausführungen betreffend Albträume als plausibel und nach</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">voll</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ziehbar. Ob die IV-Stelle sodann angesichts ihrer Ausführungen zu Intrusionen </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> ohne Nennung von Quellen </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> suggerieren wollte, Dr. A.___ hätte die Beschwerdeführerin mit Reizen konfrontieren müssen, um eine intensive psychische Belastung erkennbar zu machen (vgl. Urk. 30 S. 2 oben), kann offen gelassen werden. Jedenfalls entspricht ein solches Vorgehen nicht den </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Qualitäts</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">leitlinien für versicherungspsychiatrische Gutachten </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">2016 (beispielsweise der </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Schweizerische</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">n</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie SGPP</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> zudem erscheint ein solches Vorgehen als </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">unethisch</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Schliesslich zielt auch die übrige Kritik der IV</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Stelle am Gutachten von Dr. A.___ (Urk. 30 S. 2 f.) ins Leere, insbesondere ist es für die Attestierung von gewalttätigem und explosivem Ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">halten als Symptom der Persönlichkeitsstörung nicht erforderlich, dass sich sol</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ches in der Begutachtungssituation zeigt. Diesbezüglich führte Dr. A.___ überzeugend aus, fremdanamnestisch habe der behandelnde Psycho</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">therapeut über ausgeprägte Affektlabilität mit aggressiven Impulsausbrüchen bis hin zu körperlicher Gewalt im Rahmen von Auseinandersetzungen mit dem Lebens</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">partner berichtet. Dies sei von der Versicherten spontan nicht berichtet worden und könne als Idealisierung im Rahmen der symbiotischen Beziehung zum Ehe</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">mann oder auch aufgrund von Schamgefühlen erklärt werden (S. 20 unten). Dem ist nichts weiter beizufügen.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">5.6.5</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">In Bezug auf den zeitlichen Verlauf führte Dr. A.___ aus, dass sich bei der Beschwerdeführerin aufgrund der zahlreichen Gewalterfahrungen im Arbeitsall</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tag bereits sehr früh Einschränkungen gezeigt hätten, einerseits im Sinne von zahlreichen körperlichen Beschwerden, andererseits im Sinne von Schwierigkei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ten im zwischenmenschlichen Bereich, welche zu immer wieder auftretender hoher körperlicher Erschöpfung, Erschöpfungsgefühlen, Schmerzen und zunehmenden sozialen Ängsten geführt hätten (Urk. 23 S. 26 oben). Zwar habe die Beschwerdeführerin von 2000 bis 2013 stets im Bereich Telefon</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">marketing gearbeitet, aufgrund der Problembereiche seien die Anstellungen häufig aber nur kurz und begleitet von monatelangen Unterbrüchen gewesen, was durch die Berufstätigkeit des Ehemannes finanziell und moralisch unterstützt worden und daher überhaupt nur möglich gewesen sei. Aufgrund zahlreicher Erkrankungen des Ehemannes und der langjährigen Arbeitsun</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">fähigkeit sei die Beschwerde</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">führerin derart unter Druck geraten, den Familien</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">unterhalt zu sichern, dass sie von da ab versucht habe, die Arbeitsleistung auch über einen längeren Zeitraum aufrecht zu erhalten. Damit sei ein Circulus vitiosus ausgelöst worden mit Zunahme der Symptomatik, verminderter Belastbarkeit, zunehmenden partner</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">schaftlichen Konflikten, Überforderungsgefühlen, sozialen Ängsten, Depression und Zunahme der körperlichen Problematik. So sei es schliesslich zu einem psychophysischen Zusammenbruch mit Krankschreibung und erstmaliger Auf</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">nahme einer psychiatrisch/psychotherapeutischen Behandlung ab April 2014 gekommen (S. 26, S. 35 Ziff. 15).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Somit konnte die Gesamtproblematik zwar kompensiert bleiben, solange die Beschwerdeführerin Arbeitspausen einlegen konnte, das heisst, solange sie vom Ehemann in finanzieller und moralischer Hinsicht unterstützt wurde. Dabei zeigen sich die zahlreichen Stellenwechsel und Arbeitsunterbrüche auch aus dem IK-Auszug (Urk. 10/39). Als jedoch die stützende Hilfe des Ehemannes wegfiel, erfolgte die psychische Dekompensation, indem die schweren psychischen Störungen vorliegende lange andauernde Arbeitsunfähigkeit auslösten. Die Schlussfolgerung, wie sie die IV-Stelle zu ziehen scheint (vgl. Urk. 30 S. 3), die Arbeitsunfähigkeit der Beschwerdeführerin basiere ganz oder teilweise auf der Erkrankung und Arbeitslosigkeit des Ehemannes, ist jedoch angesichts der Gesamtumstände nicht gerechtfertigt. Relevant ist nämlich, dass nicht die Belastung durch die Krankheit des Ehemannes und dessen Arbeitsunfähigkeit zum jetzigen Überprüfungszeitpunkt bei der Beschwerdeführerin Ein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">schränkun</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gen hervorrufen, welche die Arbeitsfähigkeit beeinträchtigen. Vielmehr basieren die Einschränkungen auf mit Befunden untermauerten schweren psychischen Störungsbildern (vgl. vorstehend E. 5.6.4). Dies zeigt sich auch darin, dass die Beschwerdeführerin seit November 2016 versucht, eine trauma</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">spezifische Behandlung zu beginnen (vgl. Urk. 3/5). Im Übrigen hielt das Bundesgericht im Urteil </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">9C_116/2018 vom 1</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">7. April 20</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">18 E. 3.2.2 letzter Satz</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> fest, dass die psychi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sche Erkrankung nicht jegliche Relevanz im Sinne eines rein invaliditätsfremden Geschehens verliert, nur weil sie auch auf psychosoziale Faktoren zurückgeführt werden kann.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">6.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">6.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Es bleibt damit die Prüfung der erwerblichen Auswirkungen dieser Ein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">schrän</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">kungen vorzunehmen.</span></p><p><span>6.2</span><span> </span><span>Ein Rentenanspruch</span><span> entsteht gemäss Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG unter an</span><span>der</span><span>em erst bei einer während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch bestehenden Arbeitsunfähigkeit von durchschnittlich mindestens 40 % (vgl. vorstehend E. 1.2). Da </span><span>die</span><span> Beschwerdeführer</span><span>in</span><span> in </span><span>ihrer</span><span> zuletzt ausgeübten Tätigkeit in</span><span> einem Callcenter </span><span>seit </span><span>mindestens April 2014 </span><span>zu </span><span>10</span><span>0 % arbeitsun</span><span>fähig ist (vgl. vorste</span><span>hend </span><span>E. 5.5</span><span>), begann die einjährige Wartefrist per dann zu laufen.</span><span> M</span><span>ithin ist </span><span>der</span><span> frühestmögliche Rentenbeginn </span><span>im April 2015 (vgl. auch Art. 29 IVG beziehungs</span><span>weise die Anmeldung vom 5. August 2014, Urk. 10/18).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">6.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Bei erwerbstätigen Versicherten ist der Invaliditätsgrad gemäss Art. 16 ATSG in Verbindung mit Art. 28a Abs. 1 IVG aufgrund eines Einkommensvergleichs zu bestimmen. Dazu wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei aus</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">geglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sog. Invalideneinkom</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">men), in Bezie</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">hung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht in</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">valid geworden wäre (sog. Valideneinkommen). Der Einkom</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">mensver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gleich hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die b</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">eiden hypo</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">thetischen Erwerbsein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">kommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und einander gegen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">übergestellt werden, worauf sich aus der Einkommensdifferenz der Invaliditäts</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">grad bestimmen lässt (sog. allgemeine Methode des Ein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">kommensvergleichs; BGE 130 V 343 E. 3.4.2 mit Hinweisen).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">6.4</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Bei der Invaliditätsbemessung kommt der allgemeinen Methode des Ein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">kom</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">mensvergleichs gemäss </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">28a </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Abs. 1 IVG in Verbindung mit Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">16 ATSG grundsätzlich Vorrang zu. Insoweit die fraglichen Erwerbseinkommen ziffern</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">mässig nicht genau ermittelt werden können, sind sie indes nach Mass</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gabe der im Einzelfall bekannten Umstände zu schätzen und die so gewonnenen Annähe</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">rungswerte miteinander zu vergleichen. Wird eine Schätzung vorge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">nommen, so muss diese nicht unbedingt in einer ziffernmässigen Festlegung von Annähe</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">rungswerten bestehen. Vielmehr kann auch eine Gegenüberstellung blosser Pro</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">zentzahlen genügen. Das ohne eine Invalidität erzielbare hypotheti</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sche Erwerbs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">einkommen ist alsdann mit 100 % zu bewerten, während das Inva</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">lideneinkom</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">men auf einen entsprechend kleineren Prozentsatz veranschlagt wird, so dass sich aus der Prozentdifferenz der Invaliditätsgrad ergibt (sog. Pro</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">zentvergleich; Urteil des Bundesgerichts 8C_131/2011 vom 5. Juli 2011 E.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> 10.2.1 mit Hinweis auf BGE 114 V 310 E. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3a).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Der Invaliditätsgrad ist namentlich dann durch Prozentvergleich zu ermitteln, wenn Validen- und Invalideneinkommen sich nicht hinreichend genau oder nur mit unverhältnismässig grossem Aufwand bestimmen lassen und in letzterem Fall zudem angenommen werden kann, die Gegenüberstellung der nach Mass</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gabe der im Einzelfall bekannten Umstände geschätzten, mit Prozentzahlen bewerteten hypothetischen Einkommen ergebe ein ausreichend zuverlässiges Resultat. Diese Berechnungsweise ist insbesondere anwendbar, wenn die konkreten Verhältnisse so liegen, dass die Differenz zwischen Validen- und Invalideneinkommen die für den Umfang des Rentenanspruchs massgebenden Grenzwert</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">e von 70, 60, 50 und 40 % (Art. 28 Abs. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">2 IVG) eindeutig über- oder untersch</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">r</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">eitet (Urteil des Bun</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">des</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gerichts 8C_333/2013 vom 11. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Dezember 2013 E. 5.3 mit Hinweisen).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">6.5</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Beschwerdeführer</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">in arbeitete von 2000 bis 2013 insgesamt an 18 Stellen, wobei die Dauer der Anstellung im Durchschnitt ungefähr sechs Monate betrug (vgl. Urk. 10/9-10, Urk. 10/15, Urk. 10/17, Urk. 10/28-32, Urk. 10/36, Urk. 10/39, vgl. auch Urk. 23 S. 13). Es kann v</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">orliegend offe</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">n bleiben, in welchem Pensum die</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Beschwerdeführer</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">in</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> vor Eintritt des Gesundheitsschadens erwerbstätig und wie hoch </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ihr</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> erzieltes Ein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">kommen </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">war. Ein stabiles Arbeitsverhältnis, sofern es dies überhaupt gegeben hat, liegt bereits mehrere Jahre zurück, weshalb es sich unter diesen Umständen rechtfertigt, sowohl für die Bemessung des Vali</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">den- als auch des Invalideneinkommens auf die statistischen Werte der </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">LSE </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">abzustellen, wobei beide Vergleichseinkommen ausgehend vom selben Tabel</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">lenlohn zu er</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">mitteln sind. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Somit kann hier von der ärztlich ge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">schätzten Ar</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">beitsunfähigkeit ohne Weiteres auf einen entsprechenden Invaliditäts</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">grad geschlossen und damit ein Prozentver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gleich vorgenommen werden (BGE 134 V 322 E. 4.1; Urteile des Bun</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">desgerichts 9C_192/2014 vom 23. September 2014 E. 3.2 und 8C_450/2014 vom</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> 24. Juli 2014 E. 7.3). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Der Invaliditätsgrad beträgt demnach 100 %, womit der Beschwerdeführerin ab dem 1. April 2015 eine ganze Inva</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">liden</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rente zusteht (vgl. vorstehend E. 1.2).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Mit dieser Feststellung und in Gutheissung der Beschwerde ist die angefochtene Verfügung aufzuheben.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">7.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">7.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Da es im vorliegenden Verfahren um die Bewilligung oder Verweigerung von IV</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Leistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichtskosten sind nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert festzulegen (Art.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">6</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">9 Abs. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">bis</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> IVG) und auf Fr. 1’0</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">00.-- anzusetzen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">und entsprechend dem Ausgang des Verfahrens </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">der Beschwerdegegnerin </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">aufzuerlegen.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">7.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Nach § 34 Abs. 1 des Gesetzes über das Sozialver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sicherungsgericht (GSVGer) hat die obsiegende Beschwerde führende Person Anspruch auf Ersatz der Partei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">kosten. Diese werden ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der Bedeutung der Streitsache, der Schwierigkeit des Prozesses und dem Mass des Obsiegens be</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">messen (§ 34 Abs. 3 GSVGer). Vorliegend ist die Prozessentschädigung </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">beim mass</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">geblichen Stundena</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nsatz von Fr. 145.-- auf Fr. 1‘800</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">--</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> (inkl. Barauslagen </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">und Mehrwertsteuer) festzulegen und von der Beschwerdegegnerin zu bezahlen.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">7.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Kosten de</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">r Begutachtung durch Dr. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">A.___</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> in der Höhe von insgesamt Fr. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">7</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">'</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">578</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">5</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">0 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">(Fr. 6'750.-- + Fr. 828.50; Urk. 26/1-2, Urk. 21-22</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">) sind von der Beschwerdegegnerin zu tragen und somit dem Gericht zurückzuerstatten, war doch der Sachverhalt im Zeitpunkt des Ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">fügungserlasses ungenügend erstellt</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> (vgl. vorstehend E. 4.1)</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Heading3"><span class="Normal Heading3">Das Gericht erkennt:</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span class="Normal Dispotext DispoHngend">1.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">In Gutheissung der Beschwerde wird die Verfügung der Sozialversiche</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">rungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, vom 13. Oktober 2016 </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">aufgeho</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">ben, und es wird festge</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">stellt,</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend"> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">dass d</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">ie</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend"> Beschwerdeführer</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">in</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend"> ab dem 1. </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">April 2015 </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">An</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">spruch auf eine ganze In</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">va</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">liden</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">rente hat.</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span class="Normal Dispotext DispoHngend">2.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Die Gerichtskosten von </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Fr. </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">1’000</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">.-- werden </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">der Beschwerdegegnerin</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend"> auferlegt.</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend"> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Rechnung und Einzahlungsschein werden </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">der</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend"> Kostenpflichtigen nach Eintritt der Rechtskraft zugestellt.</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span class="Normal Dispotext DispoHngend">3. </span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Die Beschwerdegegnerin wird</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend"> verpflichtet, </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">der Beschwerdeführerin</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend"> eine Prozessent</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">schädigung von </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Fr. 1‘800</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">.</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">--</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend"> (inkl. Barauslagen und MWSt) zu bezahlen.</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span class="Normal Dispotext DispoHngend">4.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Die Beschwerdegegnerin wird verpflichtet, der Gerichtskasse die Kosten für das Gerichtsgutachten im Betrag von Fr. 7</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">'</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">578.50 zu erstatten. Rechnung und Ein</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">zahlungs</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">schein werden der Kostenpflichtigen nach Eintritt der Rechtskraft zugestellt. </span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span class="Normal Dispotext DispoHngend">5.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Zustellung gegen Empfangsschein an:</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Pro Infirmis Zürich</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Bundesamt für Sozialversicherungen</span></p><p class="Normal Dispotext DispoEinzug"><span class="Normal Dispotext DispoEinzug">sowie an:</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Gerichtskasse (im Dispositiv nach Eintritt der Rechtskraft)</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">6.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Gegen diesen Entscheid kann innert </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">30 Tagen</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"> seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundes</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">ge</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">setzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 15. Juli bis und mit 15. August sowie vom 18. Dezember bis und mit dem 2. Januar (Art. 46 BGG).</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">stellen.</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweis</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">mit</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">tel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthal</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">ten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizu</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">legen, soweit die Partei sie in Händen hat (Art. 42 BGG).</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><br/></p><p class="Normal Heading3"><span class="Normal Heading3">Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich</span></p><p><br/></p><p>Der VorsitzendeDie Gerichtsschreiberin</p><p><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p>MosimannSchüpbach</p><p><span> </span></p></div> </div></body></html>