<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="cell small-12 contentContainer printArea"> <div><table><tr><td><p class="Standard berschrift1"><span class="Standard berschrift1">Sozialversicherungsgericht</span></p><p class="Standard berschrift1"><span class="Standard berschrift1">des Kantons Zürich</span></p></td><td><p class="Standard berschrift1"><img src="word/media/image1.png"/></p></td></tr></table><div><div><p><span>KK.2021.00026</span></p></div><div><p><span> </span></p></div><div><p><span> </span></p></div><p><br/></p><div><p>II. Kammer</p></div><div><p>Sozialversicherungsrichterin Grieder-Martens, Vorsitzende<br/>Sozialversicherungsrichterin Käch<br/>Sozialversicherungsrichterin Romero-Käser<br/>Gerichtsschreiberin Tiefenbacher</p></div><p class="Standard berschrift2"><span class="Standard berschrift2">Urteil</span><span class="Standard berschrift2"> vom </span><span class="Standard berschrift2">15. November 2022</span></p></div><p class="Standard StandardEinzug"><span class="Standard StandardEinzug">in Sachen</span></p><p class="Standard StandardFett RubrumFett"><span class="Standard StandardFett RubrumFett">X.___</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">Klägerin</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">vertreten durch Rechtsanwalt Silvan Meier Rhein</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">advokatur</span><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"> </span><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">rechtsanker</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">Ankerstrasse 24, Postfach, 8036 Zürich</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">gegen</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Standard StandardFett RubrumFett"><span class="Standard StandardFett RubrumFett">Zürich Versicherungs-Gesellschaft AG</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">Rechtsdienst, Generaldirektion Schweiz</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">Postfach, 8085 Zürich</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">Beklagte</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p><br/></p><p></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Sachverhalt:</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.1</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">X.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">, geboren 1963, war seit 1. August 2014 als Sales Manager bei der </span><span id="_Hlk156458690"></span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Y.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">(Schweiz) AG angestellt (Urk. 3/16) und dadurch bei der CSS Versicherung AG (nachfolgend CSS) im Rahmen einer Kollektiv-Krankentaggeldversicherung nach dem Bundesgesetz über den Versicherungsver</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">trag (VVG) gegen Erwerbsausfall bei Krankheit versichert (Urk. 3/2/2). Ab 12. Januar 2015 wurde ihr bis 31. Januar 2016 eine 100%ige und alsdann eine 50%ige Arbeitsfähigkeit attestiert (Urk. 3/2/13-20). Die CSS leistete zunächst Taggelder entsprechend einer Arbeitsunfähigkeit von 100 % (Urk. 3/2/26, Urk. 3/2/32).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Gestützt auf das Gutachten von Dr. med. Dipl. Psych. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Z.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">, Facharzt für Gynäkologie und Geburtshilfe, vom 31. Mai 2015 (Urk. 3/2/29) stellte die CSS die Taggeldleistungen per 21. Mai 2015 ein (Urk. 3/8/6).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.2</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Am 4. Juli erhob die Versicherte Klage gegen die CSS (Urk. 3/1) mit dem Antrag, diese sei zu verpflichten, ihr Krankentaggelder à Fr. 227.76 für die Periode vom 22. Mai 2015 bis 31. Januar 2016 (255 Tage) auf der Basis einer vollständigen Arbeitsunfähigkeit und für die Periode vom 1. Februar bis 31. Mai 2016 auf der Basis einer 50%igen Arbeitsunfähigkeit auszurichten (S. 2). Das Sozialversiche</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rungsgericht wies die Klage mit Urteil vom 23. November 2017 im Prozess Nr. KK.2016.00035 ab und entschädigte den unentgeltlichen Rechtsvertreter (vgl. Urk. 3/12) mit Fr. 2'993.</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> (inklusive Barauslagen und Mehrwertsteuer) aus der Gerichtskasse (Urk. 3/28). Das Bundesgericht hob den kantonalen Entscheid in Bezug auf die Krankentaggelder mit Urteil vom 15. Mai 2019 (Urk. 2/1 = Urk. 3/32) auf und wies die Sache zu neuer Entscheidung an das Sozialversiche</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rungsgericht zurück (Dispositiv-Ziff. 1). In Bezug auf die Höhe des dem unent</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">geltlichen Rechtsvertreter der Klägerin geschuldeten Betrages trat es auf die Beschwerde nicht ein (Dispositiv-Ziff. 2).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.3</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Mit Urteil vom 13. November 2019 im Prozess Nr. KK.2019.00021 wies das Sozialversicherungsgericht die Klage erneut ab und bestätigte die Entschädigung des unentgeltlichen Rechtsvertreters im Betrag von Fr. 2'993.</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> (inklusive Barauslagen und Mehrwertsteuer; Urk. 2/3).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Den Entscheid des Sozialversicherungsgerichts vom 13. November 2019 (Urk. 2/3) hob das Bundesgericht mit Urteil vom 2. Juni 2021 (Urk. 1 = Urk. 2/7) in teilweiser Gutheissung der von der Klägerin erhobenen Beschwerde abermals auf und wies die Sache zur Anordnung eines Gerichtsgutachtens und zu neuer Entscheidung an das </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Sozialversicherungsgericht zurück; im Übrigen wies es die Beschwerde ab (Urk. 1 = Urk. 2/7).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Mit Beschluss 15. September 2021 (Urk. 6) nahm das Sozialversicherungsgericht davon </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Vormerk</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">, dass anstelle der CSS die Zürich-Versicherungsgesellschaft AG in den vorliegenden Prozess eintritt (Dispositiv-Ziffer 1) und ordnete ein psychiatrisches Gutachten an (Dispositiv-Ziffer 2). Nachdem die Parteien zur Gutachtensanordnung am 7. Oktober 2021 (Urk. 9) beziehungsweise am 1. November 2021 (Urk. 10) Stellung genommen hatten, formulierte das Gericht mit Beschluss vom 12. November 2021 (Urk. 11) die definitive Fragestellung (Dispositiv-Ziffer 1) und beauftragte die </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">A.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> mit der Begutachtung (Dispositiv-Ziffer 2). Zu dem von der </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">A.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> vorgeschlagenen Gutachter, Prof. Dr. med. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">B.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">, Facharzt für Psychiatrie und Neurologie (vgl. Urk. 15), erhoben die Parteien innert angesetzter Frist (vgl. Urk. 16) keine Einwände. Am 7. April 2022 reichte die Klägerin den Bericht der Ärzte des Medizinischen Zentrums </span><span id="_Hlk156459274"></span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">C.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">vom 20. Februar 2022 (Urk. 24) ein, welchen sie auch dem Gutachter vorlegte (vgl. Urk. 25 S. 32). Prof. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">B.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> erstattete das psychiatrische Gutachten am 8. August 2022 (Urk. 25). Hierzu nahm die Beklagte am 31. August 2022 Stellung (Urk. 29), und die Klägerin liess sich am 7. September 2022 vernehmen (Urk. 30). Die Stellungnahmen wurden den Parteien gegenseitig am 9. September 2022 zur Kenntnis gebracht (Urk. 31).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Mit Eingabe vom 31. Oktober 2022 erteilte die Klägerin auf entsprechende Aufforderung hin (vgl. Urk. 33) Auskunft über weitere Versicherungsansprüche (Urk. 35).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span id="FUNKTION1"></span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Das Gericht</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> zieht in Erwägung:</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.1</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Prof. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">B.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> stellte im Gutachten vom 8. August 2022 (Urk. 25) folgende Diagno</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sen mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit (S. 22 Ziff. 2.1):</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">emotional instabile Persönlichkeitsstörung vom </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Borderline</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">-Typ (F60.31)</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">rezidivierende depressive Störung, aktuell remittiert (F33.4); DD: bipolare affektive Störung, gegenwärtig remittiert (F31.7)</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Ferner nannte der Gutachter folgende Diagnosen ohne Einfluss auf die Arbeits</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">fähigkeit (S. 22 Ziff. 6.2):</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Verdacht auf schädlichen Cannabisgebrauch (F12.1)</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Probleme im Umgang mit den Eltern (Z63.1)</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Probleme in Bezug auf psychosoziale Umstände (F64)</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.2</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Gesamthaft liege bei der Klägerin in der gut ausgewiesenen Komorbidität aus </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Borderline</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">-Persönlichkeitsstörung und affektiver Störung eine zumindest mittel</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gradige, phasenweise aber auch im Verlauf schwergradige psychische Störung vor, mit einem erheblichen Einfluss auf das Funktionsniveau. Hinzu komme, dass die Klägerin bei zunehmendem Alter seit 10 Jahren gut erkennbar vermehrt Schwierigkeiten habe, die langjährig im Rahmen der Persönlichkeitsstörung erforderliche Kompensationsleistung zur Adaption an die Umgebung weiter aufrechtzuerhalten. Trotz der weiterhin basal klinisch gut zu erfassenden Symp</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tomatik habe sie sich heute gegenüber 2015/2016 durch die Entpflichtung in einem begrenzten Ausmass stabilisiert.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Bezüglich des versicherungsmedizinisch infrage stehenden zeitlichen Bereichs zwischen dem 22. Mai 2015 und dem 31. Mai 2016 könne allgemein in Bezug auf die vorliegenden Dokumente, die erhobenen Befunde und den Angaben der Klägerin festgehalten werden, dass es in diesem Zeitbereich wie wahrscheinlich bereits mehrfach in der Biografie zu einer krisenhaften Zuspitzung gekommen sei mit einer durch die Komorbidität (Persönlichkeitsstörung/affektive Störung) vorgegebenen Dekompensation einer letztlich chronisch bestehenden Symptoma</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tik. Diese Dekompensation sei initial sicherlich durch eine zusätzliche somatische Problematik (Herpes Zoster, Gürtelrose), die aber bereits im Mai 2015 weit im Hintergrund gestanden habe, mit ausgelöst worden. Nach allen vorliegenden Informationen müsse in diesem Zeitraum von einem schwergradigen Krankheits</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">bild ausgegangen werden (S. 39).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.3</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Katamnese stelle sich insgesamt aus der Kindheit heraus plausibel und nachvollziehbar dar. Die berichteten Defizite korrelierten auch gut mit den aktuell erhobenen Befunden und fügten sich in die Biografie der Klägerin ein. Aus der Dokumentation sei ein starkes Agieren der Klägerin ersichtlich, zum Beispiel auch in der Kommunikation mit Versicherungen und Institutionen (auch gegenüber dem Referenten). Entsprechend der gestellten Diagnose einer </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Borderline</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">-Störung seien diese Kontakte dysfunktional und führten in der Gegenübertragung immer wieder zu nachvollziehbarem Unverständnis. Diese Verhaltensweisen seien krankheitsimmanent. Auch könne festgestellt werden, dass die durchaus detaillierten biografischen Angaben der Klägerin im Einklang stünden mit den anamnestischen Angaben in der Dokumentation (S. 41 oben).</span></p><p></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.4</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Bereits vor dem 22. Mai 2015 sei durch den Hausarzt die Diagnose einer agitierten Depression gestellt worden. Diese Einschätzung werde unterstützt durch die damals behandelnde Psychologin E. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">D.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">, die von einer mittelgradigen Depression und einer begleitenden Somatisierungsstörung spreche. Symptoma</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tisch-</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">befundlich</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> hätten damals nach den Echtzeitberichten massive Schlafstörun</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gen, eine Müdigkeit, Schuldgefühle, eine Agitiertheit und Ruhelosigkeit sowie kognitive Einschränkungen bestanden. Es ergebe sich das Bild eines desorgani</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sierten Verhaltens. Im Verlauf sei die somatische Problematik, initial noch durch eine Herpes Zoster-Infektion mitgetragen, zurückgetreten, so dass hier eine wesentliche somatoforme Symptomatik nicht betätigt werden könne. Aufgrund der Erheblichkeit der Symptomatik sei es ab dem 24. Juni 2015 zu einem Aufent</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">halt in der psychiatrischen Tagesklinik gekommen. Dort sei ebenfalls die agitierte Symptomatik </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">befundlich</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> gesichert worden, so dass sogar der Verdacht auf eine bipolare affektive Störung geäussert worden sei. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Befundlich</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> sei ebenfalls von erheblichen kognitiven Einschränkungen, einer agitierten Reizbarkeit und auch Hinweisen auf zumindest leichtgradige formale Denkstörungen (Sprunghaftigkeit etc.) gesprochen worden. Gut ersichtlich sei auch eine ausgeprägte Symptomatik mit Selbstüberhöhung und Abwertung des Gegenübers, was auch in dem dortigen klinischen Setting zu Konflikten geführt habe. Die Berichte liessen auch erkennen, dass die therapeutische Erreichbarkeit der Klägerin deutlich eingeschränkt gewesen sei. Aufschluss über den weiteren Verlauf gebe dann ein Bericht des ab dem 28. Juli 2015 ambulant nachbehandelnden Psychiaters, der die Kriterien einer mittelgradigen bis schweren depressiven Episode mit somatischem Syndrom bei emotional instabilen Zügen erfüllt sehe. Eine gewisse Unsicherheit entstehe, da der Psychiater neben seinen diagnostischen Einschätzungen keinen eigent</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">lichen Befund hinzugefügt habe. Es sei aber auch aufgrund der aktuell erhobenen Anamnese davon auszugehen, dass letztendlich eine ähnliche Symptomatik wie in der Tagesklinik fortbestanden habe mit einem vergleichbaren Schweregrad bis zum 31. Mai 2016. Der Umstand, dass die Klägerin dann ab Februar 2016 in einem Teilpensum als Briefträgerin - bei offensichtlich erheblichen Fehlzeiten und früh einsetzenden Konflikten - tätig gewesen sei, könne gutachterlich nicht mit einer Arbeitsfähigkeit gleichgesetzt werden. Im Wesentlichen müsse überwiegend wahrscheinlich von einem Fortbestand der Symptomatik nach dem Aufent</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">halt in der Tagesklinik ausgegangen werden, wobei die Dokumentation für diesen Zeitraum aufgrund des fehlenden psychopathologischen Befundes nicht vollstän</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">dig sei (S. 42 f. Ziff. 8).</span></p><p></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.5</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Der Cannabiskonsum sei insbesondere im diskutierten Zeitbereich 2015/2016 als sekundär einzuschätzen und sei klinisch bei der gesehenen psychiatrischen Komorbidität aus einer </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Borderline</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">-Störung und einer angetrieben-affektiven Symptomatik (Agitiertheit) am ehesten als Selbstheilungsversuch zu sehen. Es sei nachvollziehbar, dass die Klägerin damals nach der klinischen Dokumentation einen hohen Leidensdruck diesbezüglich aufgewiesen habe. Ein zusätzlicher Einfluss auf die diagnostizierten Leiden könne nicht ausgeschlossen werden, es sei jedoch davon auszugehen, dass die geschilderten Einschränkungen der Klägerin hierdurch nicht in einem relevanten Ausmass zu begründen seien (S. 44 Ziff. 3).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.6</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Nach allen vorliegenden Informationen habe im Zeitraum vom 22. Mai 2015 bis 31. Mai 2016 keine Arbeitsfähigkeit in der angestammten Tätigkeit bestanden. Das mehrfach dokumentierte agitierte Zustandsbild mit der geschilderten, ausge</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">prägten Symptomatik (bis hin zu formalen Denkstörungen) und den hiermit zusammenhängenden Verhaltensauffälligkeiten sei mit einer Arbeitsfähigkeit nicht zu vereinbaren. Die medizinische Dokumentation sei schlüssig (S. 44 Ziff. 4.1). Auch in einer leidensangepassten Tätigkeit habe aufgrund der ausge</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">wiesenen Psychopathologie bis Ende 2015 keine Arbeitsfähigkeit bestanden. Ob im Zeitpunkt der Aufnahme der Tätigkeit als Postzustellerin bereits im Rahmen einer Stabilisierung eine Teilarbeitsfähigkeit in einer angepassten Tätigkeit bestanden habe, bleibe spekulativ. Letztendlich sei die Klägerin auch in dieser Tätigkeit gescheitert. Es verbleibe ab Anfang 2016 gutachterlich eine Restun</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sicherheit, es sei aber am ehesten von einem Fortbestand der Arbeitsunfähigkeit bis Ende Mai für sämtliche Tätigkeiten auszugehen (S. 45 oben). Eine gering</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gradige Beeinflussung durch den Cannabiskonsum könne nicht ausgeschlossen werden, spiele aber eine völlig untergeordnete Rolle, da die vollständige Aufhebung der Leistungsfähigkeit im fraglichen Zeitraum über die gestellten Hauptdiagnosen begründet sei (S 45 Ziff. 4.3).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.7</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Wesentlich sei, dass sich letztendlich alle involvierten Fachpersonen in der Einschätzung einer aufgehobenen Arbeitsfähigkeit einig gewesen seien und dies mit einer relevanten, ausreichend dokumentierten Symptomatik begründet hätten. Es ergäben sich unterschiedliche diagnostische Einschätzungen zur Erklä</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rung dieser Symptomatik, die versicherungsmedizinisch zur Einschätzung des Schweregrades jedoch nicht wesentlich seien (S. 45 Ziff. 5). </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.1</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">In ihrer Stellungnahme brachte die Beklagte vor (Urk. 29), das vorliegende Gutachten genüge den erhöhten Ansprüchen im Zusammenhang mit der retro</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">spektiven Beurteilung der </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Arbeits</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">(</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">un</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">)</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">fähigkeit</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> (vgl. Urteil des Bundesgerichts I 200/03 vom 26. Juli 2004 E. 4.5) nicht (S. 2 Ziff. 3). Der Gutachter könne gemäss eigenen Aussagen über die Arbeitsunfähigkeit der Klägerin in einer angepassten Tätigkeit zumindest ab dem Jahr 2016 nur spekulieren, beziehungs</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">weise diese lediglich mit einer Restunsicherheit beurteilen (S. 3 Ziff. 4). Die Vermutung des Gutachters einer fortdauernden Arbeitsunfähigkeit auch in einer angepassten Tätigkeit ab dem 22. Mai 2016 stehe zudem im Widerspruch dazu, dass die Klägerin von Februar 2016 bis August 2017 einer (teilweise) angepassten Tätigkeit nachgegangen sei (S. 3 Ziff. 5). Die gutachterliche Feststellung einer durchgängigen 100%igen Arbeitsunfähigkeit ab 22. Mai 2015 widerspreche der echtzeitlichen Einschätzung des behandelnden Psychiaters. Der behandelnde Hausarzt habe sogar festgehalten, dass mit einer 50%igen Arbeitsfähigkeit ab zirka Ende Mai 2015 zu rechnen sei (S. 3 Ziff. 6). Die gutachterlich gestellten Diagnosen einer rezidivierenden depressiven Störung und einer bipolaren affek</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tiven Störung stünden zudem im Widerspruch dazu, dass die Klägerin lediglich Johanniskraut-Trockenextrakt verschrieben erhalten habe (S. 3 Ziff. 7). Schliess</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">lich vermöge auch die Feststellung des Gutachters, der Cannabiskonsum sei bezüglich der langjährig bekannten psychischen Beschwerdesymptomatik am ehesten sekundär anzusehen, nicht zu überzeugen (S. 4 Ziff. 8).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.2</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Klägerin führte in ihrer Stellungnahme aus (Urk. 30), dem Gutachten komme voller Beweiswert zu (S. 2 Ziff. 3). Der gestützt auf die Arbeitsunfähigkeit geltend gemachte Anspruch auf Krankentaggeld sei damit begründet (S. 2 Ziff. 4). Im Weiteren führte sie aus (Urk. 35), sie habe keine Leistungen einer schweizerischen Sozialversicherung bezogen. Sie beziehe seit Januar (richtig: April; vgl. Urk. 36) 2020 eine befristete Rente der Deutschen Rentenversicherung, und sie habe sich am 3. Juni 2020 erstmals bei der Eidgenössischen Invalidenversicherung zum Leistungsbezug angemeldet.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.3</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Zu prüfen ist, ob </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">die Klägerin die behauptete Arbeitsunfähigkeit zwischen dem </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">22. Mai 2015 bis 31. Mai 2016 zu beweisen vermag. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Dafür gilt gemäss jüngster bundesgerichtlicher Rechtsprechung im Bereich der Krankentaggeldversicherung das ordentliche Beweismass der vollen Überzeugung (</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">BGE 148 III 105</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> E.</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.3.1).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">3.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">3.1</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Wie alle Beweismittel unterliegen auch Gutachten der freien richterlichen Beweis</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">würdigung. Kriterien der Beweiswürdigung bilden die Vollständigkeit, die Nachvollziehbarkeit und die Schlüssigkeit des Gutachtens. Das Gericht hat zu prüfen, ob das Gutachten alle Fragen beantwortet, sich auf den zutreffenden Sachverhalt stützt und den Befund ausreichend begründet. In Sachfragen weicht der Richter jedoch nur aus triftigen Gründen von einer gerichtlichen Expertise ab. Die Beweiswürdigung und die Beantwortung der sich stellenden Rechtsfragen ist Aufgabe des Richters. Dieser hat zu prüfen, ob sich aufgrund der übrigen Beweismittel und der Vorbringen der Parteien ernsthafte Einwände gegen die Schlüssigkeit der gutachterlichen Darlegungen aufdrängen. Erscheint ihm die Schlüssigkeit eines Gutachtens in wesentlichen Punkten zweifelhaft, hat er nötigenfalls ergänzende Beweise zur Klärung dieser Zweifel zu erheben. Das Abstellen auf eine nicht schlüssige Expertise bzw. der Verzicht auf die gebotenen zusätzlichen Beweiserhebungen kann gegen das Verbot willkürlicher Beweiswür</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">digung (</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Art. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">9 BV) verstossen (BGE 133 II 384 E. 4.2.3 S. 391 mit Hinweisen; Urteil</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">e des Bundesgerichts</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> 5A_12/2009 vom 2</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">5. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">März 2009 E. 6.1</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">, 4A_327/2009 vom 13. Oktober 2009 E. 2.2).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">3.2</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Was die Beklagte gegen die Schlüssigkeit des Gerichtsgutachtens vorbringt, verfängt nicht. Vorab hat der Gutachter die von ihm gestellten Diagnosen sorg</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">fältig hergeleitet, indem er sich eingehend mit den Schilderungen der Klägerin selber und den in den medizinischen Berichten dokumentierten Befunden auseinander gesetzt und kritisch zu den in den Vorberichten gestellten Diagnosen Stellung bezogen hat. So kam er zum Schluss, dass die Klägerin an einer emotional instabilen Persönlichkeitsstörung vom </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Borderline</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">-Typ (F60.31) und einer aktuell remittierten rezidivierenden depressiven Störung (F33.4) leidet, und nannte als Differentialdiagnose eine gegenwärtig remittierte bipolare affektive Störung (F31.7). Insoweit die Beklagte einwandte, die depressive Störung und die bipolare affektive Störung stünden im Widerspruch zum lediglich verabreichten Johanniskraut-Trockenextrakt (vgl. Urk. 29 S. 3 Ziff. 7), mag dies aus Laiensicht die Ernsthaftigkeit der Krankheit zu bezweifeln. Allerdings fiel auch dem Gutach</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">ter die fehlende psychopharmakologische Behandlung auf, er führte dies aber aus fachpsychiatrischer Sicht beim damals vorliegenden agitiert-submanischen Zustandsbild wesentlich auf die Ablehnung der Klägerin zurück (Urk. 25 S. 31 Mitte) und hielt fest, dass die ärztlichen Berichte erkennen liessen, dass die therapeutische Erreichbarkeit deutlich eingeschränkt gewesen sei (Urk. 25 S. 43 oben). Dass Prof. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">B.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> in Würdigung des echtzeitlich erhobenen psychopatho</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">logischen Zustandsbilds durch die Ärzte der Psychiatrischen Dienste der Spital </span><span id="_Hlk156460024"></span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">E.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">AG (vgl. Urk. 3/2/11) trotz fehlender Medikation zur Beurteilung gelangte, es sei am ehesten davon auszugehen, dass zumindest eine mittelgradige depressive Episode mit </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Beginn Anfang 2015 vorgelegen habe und die Differen</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">zialdiagnose einer bipolaren Affektiven Störung offen bleibe (Urk. 25 S. 38 Mitte), ist damit nicht zu beanstanden.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Unzutreffend ist der Einwand der Beklagten, die gutachterliche Einschätzung der Arbeitsunfähigkeit ab dem 22. Mai 2015 widerspreche der echtzeitlichen Einschätzung des behandelnden Psychiaters (vgl. Urk. 29 S. 3 Ziff. 6). Dr. med. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">F.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin, attestierte der Klägerin vom 12. Januar bis 24. Juni 2015 eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit (Urk. 3/2/</span><br/><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">18-20). Vom 24. Juni 2015 bis 6. Juli 2015 befand sich die Klägerin in tageskli</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">nischer Behandlung (vgl. Urk. 3/2/11). Bis 31. Juli 2015 wurde ihr von den Ärzten der Psychiatrischen Tagesklinik am Spital </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">E.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> AG eine 100%ige Arbeitsun</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">fähigkeit bescheinigt (Urk. 3/2/23). Danach attestierte der behandelnde Psychiater Dr. med. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">G.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, vom 1. August 2015 bis 31. Januar 2016 eine 100%ige und ab 1. Februar 2016 eine 50%ige Arbeitsunfähigkeit (Urk. 3/2/13). Dass der Gutachter in Würdigung dieser echtzeitlichen Atteste zum Schluss kam, dass letztendlich alle involvierten Fachpersonen sich in der Einschätzung einer aufgehobenen Arbeitsfähigkeit einig seien, und dabei anmerkte, dass Dr. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">G.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> bis Ende Januar 2016 eine 100%ige und danach bei eingeleiteter Arbeitstätigkeit auf dem freien Arbeitsmarkt eine 50%ige Arbeitsunfähigkeit attestiert habe, stimmt mit den echtzeitlichen Einschätzungen überein.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Für die Zeit ab Anfang 2016 blieb für Prof. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">B.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> eine Unsicherheit, ob sich der Gesundheitszustand der Klägerin derart stabilisiert hatte, dass eine Arbeitsfähig</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">keit überhaupt gegeben war. Diese Unsicherheit ergab sich für den Gutachter einerseits daraus, dass die Klägerin eine 50%ige Tätigkeit in der Zustellung bei der </span><span id="_Hlk156460303"></span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">H.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">AG (vgl. Urk. 3/11/3) aufgenommen hatte, er aber andererseits aufgrund der diagnostischen Einschätzungen des Psychiaters ohne hinzugefügten eigentlichen Befund und der gutachterlich erhobenen Anamnese vom Vorliegen einer ähnlichen Symptomatik mit einem vergleichbaren Schweregrad wie in der Tagesklinik ausging (S. 43 Mitte). Dass Prof. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">B.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> seine Unsicherheit offen einräumte, dass spekulativ bleibe, ob im Rahmen einer Stabilisierung im Zeit</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">punkt der Aufnahme der Tätigkeit als Postzustellerin eine Teilarbeitsfähigkeit in einer angepassten Tätigkeit bestanden habe, und am ehesten von einem Fortbe</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">stand der Arbeitsunfähigkeit für sämtliche Tätigkeiten bis Ende Mai 2016 ausging (S. 45 oben), schmälert den Beweiswert des Gutachtens - entgegen der Ansicht der Beklagten (vgl. Urk. 29 S. 3 Ziff. 4) - daher nicht. Daran ändert auch der Umstand nichts, dass der Hausarzt am 19. Februar 2016 (Urk. 3/2/21), noch bevor die Klägerin eine psychiatrische Behandlung aufgenommen hatte, die Prognose abgab, es sei Ende Mai 2015 mit einer 50 % Arbeitsfähigkeit zu rechnen, beschei</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">nigte er doch selber in der Folge und echtzeitlich eine vollständige Arbeitsun</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">fähigkeit (vgl. Urk. 3/2/18-20).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Insoweit die Beklagte sich auf den Standpunkt stellte, das Abhängigkeitssyndrom von Cannabinoiden sei nachweislich ein Ausschlusskriterium für die Diagnosen F30.0 (Hypomanie) oder F31.0 (bipolare affektive Störung, gegenwärtig hypoma</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">nische Episode; vgl. Urk. 29 S. 4 Ziff. 8) hat sie nicht weiter belegt, wie sie zu dieser fachpsychiatrischen Aussage gelangt. Hinzu kommt, dass Prof. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">B.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> von einer rezidivierenden depressiven Störung ausging und die bipolare affektive Störung lediglich als Differentialdiagnose offen liess, weil er aufgrund der vorliegenden Berichte nicht klar abgrenzen konnte, ob eine agitierte Depression oder im Verlauf auch eine dysphorische, agitiert-submanische Phase (als Hinweis auf eine bipolare Störung) vorgelegen hatte (S. 38 Mitte).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">3.3</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Zusammenfassend drängen sich keine ernsthaften Einwände gegen die Schlüssigkeit des Gutachtens von Prof. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">B.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> auf. Der Hauptbeweis einer 100%igen Arbeitsunfähigkeit vom 22. Mai 2015 bis 31. Januar 2016 und einer zumindest 50%igen Arbeitsunfähigkeit vom 1. Februar bis 31. Mai 2016 ist deshalb erbracht.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">4.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">4.1</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Laut den hier anwendbaren Allgemeinen Versicherungsbedingen (AVB; Ausgabe 2008; Urk. 3/2/3) bezahlt die Versicherung den nachgewiesenen Erwerbsausfall, der durch eine versicherte Arbeitsunfähigkeit entstanden ist (Ziff. 15.1 Satz 1). Die Versicherung erbringt das versicherte Taggeld entsprechend dem Grad der Arbeitsunfähigkeit (Ziff. 15.6 Abs. 2 Satz 1).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Erhält die versicherte Person Leistungen aus einer schweizerischen Sozialver</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">sicherung, einer entsprechenden ausländischen Versicherung oder von einem haftpflichtigen Dritten, ergänzt der Taggeldversicherer nach Ablauf der Wartefrist diese Leistungen bis zur Höhe des im Vertrag versicherten Taggeldes (Art. 19.1 AVB).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">4.2</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Laut ihren Angaben (E. 2.2) bezieht die Klägerin erst seit April 2020 eine Erwerbs</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">minderungsrente aus Deutschland und hat sie sich im Juni 2020 erstmals bei der Invalidenversicherung zum Leistungsbezug angemeldet (Urk. 36). Weitergehende Leistungen, insbesondere von schweizerischen Sozialversicherungen hat sie nicht bezogen, weshalb keine Überschneidungen verschiedener Leistungen vorliegen.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Nachdem die Klägerin vom 22. Mai 2015 bis 31. Januar 2016 (255 Tage) zu 100 % arbeitsunfähig war, hat sie für diesen Zeitraum Anspruch auf ein Taggeld in der unbestrittenen Höhe von Fr. 227.76 entsprechend einer Arbeitsunfähigkeit von 100 %. Vom 1. Februar bis 31. Mai 2016 (121 Tage), in welchem Zeitraum die Klägerin einer 50%igen Tätigkeit in der Zustellung der Post nachging, betrug die Arbeitsunfähigkeit in der angestammten Tätigkeit mindestens 50 %, womit sie für diesen Zeitraum Taggelder zu Fr. 113.88 entsprechend einer Arbeitsun</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">fähigkeit von 50 % hat. Leistungen Dritter sind keine zu berücksichtigen. Folglich ist die Klage </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">gutzuheissen und die Beklagte zu verpflichten, der Klägerin für den Zeitraum vom 22. Mai 2015 bis 31. Januar 2016 den Betrag von Fr. 58'078.80 und für den Zeitraum vom 1. Februar bis 31. Mai 2016 den Betrag von Fr. 13'779.48, insgesamt Fr. 71'858.28, zu bezahlen.</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> Dies führt zur Gutheissung der Klage.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">5.</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Dem Ausgang des Verfahrens entsprechend hat der anwaltlich vertretene Beschwerdeführer Anspruch auf eine Parteientschädigung. Da der Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin vor Fällung des Endentscheids trotz Aufforderung (vgl. Urk. 33) keine Kostennote eingereicht hat, ist die Entschädigung nach § 7 Abs. 2 der Verordnung über die Gebühren, Kosten und Entschädigungen vor dem Sozialversicherungsgericht (</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">GebV</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">SVGer</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">) nach Ermessen festzusetzen.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Das Gericht hat dem unentgeltlichen Rechtsvertreter mit aufgehobenem Urteil vom 23. November 2017 für seine Bemühungen Fr. 2'993.</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> zugesprochen (Urk. 3/29), was es mit aufgehobenem Urteil vom 13. November 2019 bestätigt hat (Urk. 2/3). Für die Bemühungen des Rechtsvertreters seit 2. Juni 2021 </span><br/><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">ist dieser zusätzlich gestützt auf den gerichtsüblichen Ansatz von Fr. 220.</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> ermessensweise mit Fr. 2'100.</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> inklusive Barauslagen und Mehrwert</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">steuer (</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">MWSt</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">) zu entschädigen, womit die Prozessentschädigung insgesamt Fr. 5'093.</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> beträgt. Die Entschädigung von Fr. 2'993.</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> wurde dem Rechts</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">vertreter durch das Gericht bereits ausbezahlt. Diesen Betrag hat die Beklagte dem Gericht zurückzuerstatten.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Standard berschrift3"><span class="Standard berschrift3">Das Gericht erkennt:</span><span id="BeginnMateriell"></span></p><p class="Standard Dispotext DispoHngend"><span class="Standard Dispotext DispoHngend">1.</span><span> </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">In Gutheissung der Klage wird die Beklagte verpflichtet, der Klägerin Fr. 71'858.28 zu bezahlen.</span></p><p class="Standard Dispotext DispoHngend"><span class="Standard Dispotext DispoHngend">2.</span><span> </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">Das Verfahren ist kostenlos.</span></p><p class="Standard Dispotext DispoHngend"><span class="Standard Dispotext DispoHngend">3.</span><span> </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">Die Beklagte</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend"> </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">wird </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">verpflichtet, </span><span id="Text2"></span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">der Klägerin</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend"> eine Prozessentschädigung von </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">Fr. 5’093</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">.</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend"> (inkl. Barauslagen und </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">MWSt</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">) zu bezahlen, wobei </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">davon Fr. 2'993.</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend"> der Kasse des Sozialversicherungsgerichts des Kantons Zürich als Ersatz der an </span><span id="Text5"></span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">den unentgeltlichen Rechtsvertreter der Klägerin, Rechtsanwalt Silvan Meier Rhein, Zürich,</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend"> bezahlten Entschädigung zu entrichten ist. Rechnung und Einzahlung</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">s</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">schein werden </span><span id="Text6"></span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">der</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend"> Pflichtigen nach Eintritt der Rechtskraft zugestellt.</span></p><p class="Standard Dispotext DispoHngend"><span class="Standard Dispotext DispoHngend">4.</span><span> </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">Zustellung gegen Empfangsschein an:</span></p><p class="Standard Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">Rechtsanwalt Silvan Meier Rhein</span></p><p class="Standard Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">Zürich Versicherungs-Gesellschaft AG unter Beilage je einer Kopie von Urk. 35-36</span></p><p class="Standard Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">Eidgenössische Finanzmarktaufsicht FINMA</span></p><p class="Standard Dispotext DispoEinzug"><span class="Standard Dispotext DispoEinzug">sowie an:</span></p><p class="Standard Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">Gerichtskasse (im Dispositiv nach Eintritt der Rechtskraft)</span></p><p class="Standard Rechtsmittelbelehrung"><span class="Standard Rechtsmittelbelehrung">5.</span><span> </span><span class="Standard Rechtsmittelbelehrung">Gegen diesen Entscheid kann innert </span><span class="Standard Rechtsmittelbelehrung">30 Tagen</span><span class="Standard Rechtsmittelbelehrung"> seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde in Zivilsachen nach Art. 72 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundes</span><span class="Standard Rechtsmittelbelehrung">gesetzes über das Bundesgericht (BGG) eingereicht werden. Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 15. Juli bis und mit 15. August sowie vom 18. Dezember bis und mit dem 2. Januar (Art. 46 BGG).</span></p><p class="Standard Rechtsmittelbelehrung"><span> </span><span class="Standard Rechtsmittelbelehrung">Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, zuzustellen.</span></p><p class="Standard Rechtsmittelbelehrung"><span> </span><span class="Standard Rechtsmittelbelehrung">Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweis</span><span class="Standard Rechtsmittelbelehrung">mittel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthalten; der angefoc</span><span id="CURSOR"></span><span class="Standard Rechtsmittelbelehrung">htene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat (Art. 42 BGG).</span></p><p class="Standard Dispotext DispoHngend"><br/></p><p class="Standard berschrift3"><span class="Standard berschrift3">Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich</span></p><p><br/></p><p>Die VorsitzendeDie Gerichtsschreiberin</p><p><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p>Grieder-MartensTiefenbacher</p><p></p></div> </div></body></html>