<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="content"> <div class="para"> </div> <div class="para">Bundesgericht </div> <div class="para">Tribunal fédéral </div> <div class="para">Tribunale federale </div> <div class="para">Tribunal federal </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <img height="74" src="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/clir/http/displayimage.php?id=2021-02-10-1C_677-2020.1&amp;type=gif" width="95"/> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>1C_677/2020</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>Urteil vom 10. Februar 2021</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>I. öffentlich-rechtliche Abteilung</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Besetzung </div> <div class="para">Bundesrichter Chaix, präsidierendes Mitglied, </div> <div class="para">Gerichtsschreiber Pfäffli. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Verfahrensbeteiligte </div> <div class="para">A.________, </div> <div class="para">Beschwerdeführerin, </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <i>gegen</i> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Gemeinderat Spreitenbach, </div> <div class="para">Gemeindeverwaltung, Poststrasse 13, </div> <div class="para">8957 Spreitenbach, </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Departement Bau, Verkehr und Umwelt </div> <div class="para">des Kantons Aargau, </div> <div class="para">Rechtsabteilung, Entfelderstrasse 22, </div> <div class="para">Postfach 2254, 5001 Aarau. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Gegenstand </div> <div class="para">Baubewilligung, </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Beschwerde gegen das Urteil des Verwaltungsgerichts </div> <div class="para">des Kantons Aargau, 3. Kammer, vom 28. Oktober 2020 </div> <div class="para">(WBE.2020.313 / MW / jb). </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>Erwägungen:</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>1.</b> </div> <div class="para">A.________ ist Stockwerkeigentümerin einer Wohnung in einem Mehrfamilienhaus in Spreitenbach. Im Jahre 2015 liess sie ein zweigliedriges Fenster durch ein dreigliedriges Fenster ersetzen. Der Einbau erfolgte ohne Baubewilligung und ohne Zustimmung der Stockwerkeigentümergemeinschaft. Die Bauverwaltung Spreitenbach verlangte daraufhin die Einreichung eines Baugesuchs. Es folgten diverse Schreiben zwischen den Beteiligten. Am 12. November 2018 erliess der Gemeinderat Spreitenbach eine Vollstreckungsverfügung, welche das Verwaltungsgericht des Kantons Aargau mit Urteil vom 11. April 2019 aufhob. </div> <div class="para">Nach weiteren Schreiben führte die Einwohnergemeinde Spreitenbach von Amtes wegen ein nachträgliches Baubewilligungsverfahren durch. Mit Entscheid vom 20. Januar 2020 verweigerte der Gemeinderat Spreitenbach die Baubewilligung und verlangte die Wiederherstellung des ursprünglichen Zustandes. A.________ erhob gegen den Entscheid des Gemeinderats Beschwerde. Das Departement Bau, Verkehr und Umwelt des Kantons Aargau trat auf die Beschwerde mit Entscheid vom 7. Juli 2020 wegen verspäteter Beschwerdeeinreichung nicht ein. Dagegen erhob A.________ am 5. September 2020 Verwaltungsgerichtsbeschwerde, welche das Verwaltungsgericht des Kantons Aargau mit Urteil vom 28. Oktober 2020 abwies. Das Verwaltungsgericht führte zur Begründung zusammenfassend aus, das Departement sei zu Recht davon ausgegangen, dass der Entscheid des Gemeinderats, welcher der Beschwerdeführerin am 27. Januar 2020 zur Abholung gemeldet wurde, als am 3. Februar 2020 zugestellt gelte. Die Beschwerdefrist endete daher am 4. März 2020, weshalb die am 25. März 2020 der Post übergebene Beschwerde verspätet eingereicht worden sei. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>2.</b> </div> <div class="para">A.________ führt mit Eingabe vom 1. Dezember 2020 (Postaufgabe 4. Dezember 2020) Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten gegen das Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Aargau vom 28. Oktober 2020. Das Bundesgericht verzichtet auf die Einholung von Vernehmlassungen. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>3.</b> </div> <div class="para">Nach <span class="artref">Art. 42 Abs. 2 BGG</span> ist in der Begründung einer Beschwerde in gedrängter Form darzulegen, inwiefern der angefochtene Entscheid Recht verletzt. Die Bestimmungen von <span class="artref">Art. 95 ff. BGG</span> nennen die vor Bundesgericht zulässigen Beschwerdegründe. Hinsichtlich der Verletzung von Grundrechten gilt der in <span class="artref">Art. 106 Abs. 1 BGG</span> verankerte Grundsatz der Rechtsanwendung von Amtes wegen nicht; insofern besteht eine qualifizierte Rügepflicht (<span class="artref">Art. 106 Abs. 2 BGG</span>; <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=20&amp;from_date=31.01.2021&amp;to_date=19.02.2021&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F136-I-49%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page49">BGE 136 I 49</a> E. 1.4.1 S. 53, 65 E. 1.3.1 S. 68 mit Hinweisen). Es obliegt dem Beschwerdeführer namentlich darzulegen, inwiefern der angefochtene Entscheid gegen Grundrechte verstossen soll. </div> <div class="para">Das Verwaltungsgericht legte in seiner Begründung dar, weshalb ein Postrückbehaltungsauftrag keinen Einfluss auf den Eintritt der Zustellungsfiktion hat bzw. zu keiner Erstreckung der Abholfrist von sieben Tagen führt. Angesichts des klaren Hinweises in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen der Post (AGB) könne sich die Beschwerdeführerin nicht auf den Vertrauensschutz berufen. Der von der Beschwerdeführerin zitierte Beschluss des Obergerichts des Kantons Zürich sei vorliegend nicht einschlägig, weil bei der Beurteilung des guten Glaubens die AGB der Post unberücksichtigt geblieben seien. </div> <div class="para">Die Beschwerdeführerin setzt sich mit ihren Ausführungen nicht rechtsgenüglich mit der ausführlichen Begründung des Verwaltungsgerichts auseinander. Sie legt nicht im Einzelnen und konkret dar, inwiefern die Begründung des Verwaltungsgerichts bzw. dessen Urteil selbst rechts- bzw. verfassungswidrig sein soll. Die Beschwerde genügt den gesetzlichen Formerfordernissen offensichtlich nicht, weshalb auf sie im vereinfachten Verfahren nach <span class="artref">Art. 108 Abs. 1 BGG</span> nicht einzutreten ist. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>4.</b> </div> <div class="para">Auf eine Kostenauflage ist zu verzichten (<span class="artref">Art. 66 Abs. 1 BGG</span>). </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b> Demnach erkennt das präsidierende Mitglied:</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>1.</b> </div> <div class="para">Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>2.</b> </div> <div class="para">Es werden keine Kosten erhoben. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>3.</b> </div> <div class="para">Dieses Urteil wird der Beschwerdeführerin, dem Gemeinderat Spreitenbach, dem Departement Bau, Verkehr und Umwelt des Kantons Aargau und dem Verwaltungsgericht des Kantons Aargau, 3. Kammer, schriftlich mitgeteilt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Lausanne, 10. Februar 2021 </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Im Namen der I. öffentlich-rechtlichen Abteilung </div> <div class="para">des Schweizerischen Bundesgerichts </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Das präsidierende Mitglied: Chaix </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Der Gerichtsschreiber: Pfäffli </div> </div></body></html>