<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="content"> <div class="para">[AZA 0/2] </div> <div class="para">7B.145/2001/min </div> <div class="para"> </div> <div class="para">SCHULDBETREIBUNGS- UND KONKURSKAMMER </div> <div class="para">************************************ </div> <div class="para"> </div> <div class="para">24. Juli 2001 </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Es wirken mit: Bundesrichter Merkli, präsidierendes Mitglied </div> <div class="para">der Schuldbetreibungs- und Konkurskammer, Bundesrichter </div> <div class="para">Bianchi, Bundesrichter Meyer und Gerichtsschreiber Gysel. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">--------- </div> <div class="para"> </div> <div class="para">In Sachen </div> <div class="para">A.________, Beschwerdeführerin, </div> <div class="para"> </div> <div class="para">gegen </div> <div class="para">den Beschluss des Obergerichts (II. Zivilkammer) des Kantons Zürich als oberer kantonaler Aufsichtsbehörde über Schuldbetreibung und Konkurs vom 21. Mai 2001 (NR010027/U), </div> <div class="para"> </div> <div class="para">betreffend </div> <div class="para">Schätzung eines zu verwertenden Grundstücks, </div> <div class="para">wird festgestellt und in Erwägung gezogen: </div> <div class="para">__________________________________________ </div> <div class="para"> </div> <div class="para">1.- In der von der Versicherung X.________ gegen A.________ eingeleiteten Betreibung Nr. ... auf Grundpfandverwertung legte das Betreibungsamt W.________ mit Verfügung vom 22. September 2000 den Schätzwert der Pfandliegenschaft (Wohnhaus mit Garage und Gartenhalle in Y.________) auf Fr. 975'000.-- fest. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Auf Begehren von A.________ ordnete das Bezirksgericht Z.________ als untere kantonale Aufsichtsbehörde in Schuldbetreibungs- und Konkurssachen (im Sinne von Art. 99 Abs. 2 in Verbindung mit <span class="artref">Art. 9 Abs. 2 VZG</span>) eine neue Schätzung an. </div> <div class="para">Nachdem der von ihm eingesetzte Gutachter B.________, Architekt SIA/FSAI, seinen Bericht erstattet hatte, wies das Bezirksgericht das Betreibungsamt am 28. März 2001 an, den vom Sachverständigen ermittelten Schätzwert von Fr. 1'210'000.-- zu übernehmen. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Den von A.________ hiergegen erhobenen Rekurs wies das Obergericht (II. Zivilkammer) des Kantons Zürich (obere kantonale Aufsichtsbehörde) am 21. Mai 2001 ab. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">A.________ nahm den Beschluss des Obergerichts am 28. Mai 2001 in Empfang. Mit einer vom 6. Juni 2001 datierten und am 7. Juni 2001 zur Post gebrachten Eingabe führt sie (rechtzeitig) Beschwerde an die Schuldbetreibungs- und Konkurskammer des Bundesgerichts und beantragt, die Beschlüsse des Bezirksgerichts Z.________ vom 28. März 2001 und des Obergerichts vom 21. Mai 2001 aufzuheben, den Schätzwert neu festzulegen und zu diesem Zweck eine Oberexpertise einzuholen. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Das Obergericht hat auf Gegenbemerkungen zur Beschwerde ausdrücklich verzichtet. Andere Vernehmlassungen sind nicht eingeholt worden. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">2.- Bei der erkennenden Kammer können nur Entscheide einer oberen kantonalen Aufsichtsbehörde angefochten werden (<span class="artref">Art. 19 Abs. 1 SchKG</span>). Soweit die Beschwerdeführerin auch die Aufhebung des bezirksgerichtlichen Beschlusses verlangt, ist auf die Beschwerde daher von vornherein nicht einzutreten. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">3.- a) Art. 9 Abs. 2 (letzter Satz) VZG bestimmt, dass Streitigkeiten über die Höhe der Schätzung des Grundstückwertes endgültig durch die kantonale Aufsichtsbehörde beurteilt werden. Die Schuldbetreibungs- und Konkurskammer des Bundesgerichts kann einen derartigen (Ermessens-)Entscheid einzig daraufhin überprüfen, ob die kantonale Aufsichtsbehörde allenfalls bundesrechtliche Verfahrensvorschriften verletzt oder das ihr zustehende Ermessen überschritten oder missbraucht habe (vgl. <span class="artref">Art. 19 Abs. 1 SchKG</span>). Letzteres trifft dann zu, wenn Kriterien mitberücksichtigt worden sind, die keine Rolle hätten spielen dürfen, oder wenn umgekehrt rechtserhebliche Umstände ausser Acht geblieben sind (dazu <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=14&amp;from_date=15.07.2001&amp;to_date=03.08.2001&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F124-III-401%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page401">BGE 124 III 401</a> E. 2a S. 402; <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=14&amp;from_date=15.07.2001&amp;to_date=03.08.2001&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F120-III-79%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page79">120 III 79</a> E. 1 S. 80 f.; <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=14&amp;from_date=15.07.2001&amp;to_date=03.08.2001&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F110-III-69%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page69">110 III 69</a> E. 2 S. 71, mit Hinweisen). </div> <div class="para"> </div> <div class="para">b) Dass dem Entscheid des Obergerichts Mängel der erwähnten Art anhaften würden, ist mit den Ausführungen der Beschwerdeführerin nicht dargetan: </div> <div class="para"> </div> <div class="para">aa) Die Beschwerde stösst insofern ins Leere, als eine Oberexpertise verlangt wird: Einen Anspruch auf Einholung eines zweiten Sachverständigenberichts (durch die obere kantonale Aufsichtsbehörde) gibt es nicht (dazu <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=14&amp;from_date=15.07.2001&amp;to_date=03.08.2001&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F120-III-135%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page135">BGE 120 III 135</a> E. 2 S. 136 mit Hinweis). </div> <div class="para"> </div> <div class="para">bb) Von vornherein ohne Belang sind nach dem Gesagten die Erklärungen der Beschwerdeführerin zur Bedeutung der Höhe des Schätzwertes im Allgemeinen. Sie sind in keiner Weise geeignet, eine Verletzung von Bundesrecht im Sinne des oben Ausgeführten darzutun. Soweit die Beschwerdeführerin in diesem Zusammenhang auf den Erlös hinweist, der beim Verkauf eines Einfamilienhauses in der Nachbarschaft erzielt worden sei, handelt es sich zudem um ein neues tatsächliches Vorbringen. </div> <div class="para">Ein solches ist im Beschwerdeverfahren vor der erkennenden Kammer unbeachtlich (vgl. Art. 79 Abs. 1 zweiter Satz des Bundesgesetzes über die Organisation der Bundesrechtspflege; OG). </div> <div class="para"> </div> <div class="para">cc) Nach <span class="artref">Art. 79 Abs. 1 OG</span> muss sodann die Begründung der Beschwerde in der Rechtsschrift selbst enthalten sein (dazu <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=14&amp;from_date=15.07.2001&amp;to_date=03.08.2001&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F106-III-40%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page40">BGE 106 III 40</a> E. 1 S. 42 mit Hinweis). Der Hinweis der Beschwerdeführerin auf das beim Obergericht Vorgebrachte ist daher unbeachtlich. Damit ist nicht hinreichend substantiiert dargelegt, welchen Umständen bei der Festsetzung des Schätzwertes zu Unrecht nicht Rechnung getragen worden sein soll. </div> <div class="para">Gleichzeitig entbehrt auch die sinngemäss erhobene Rüge der Verletzung von <span class="artref">Art. 20a Abs. 2 Ziff. 4 SchKG</span> (mangelhafte Begründung des Beschwerdeentscheids) der erforderlichen Begründung. </div> <div class="para">Soweit in der Kritik der Beschwerdeführerin, das Obergericht habe ihre "Argumente ... unter den Tisch fallen" lassen, der Vorwurf einer Missachtung des (in <span class="artref">Art. 29 Abs. 2 BV</span> verankerten) Anspruchs auf rechtliches Gehör zu erblicken ist, ist auch darauf nicht einzutreten: Die Rüge hätte mit staatsrechtlicher Beschwerde erhoben werden müssen (vgl. </div> <div class="para">Art. 43 Abs. 1 zweiter Satz in Verbindung mit <span class="artref">Art. 81 OG</span>). </div> <div class="para">Demnach erkennt </div> <div class="para">die Schuldbetreibungs- und Konkurskammer: </div> <div class="para">_________________________________________ </div> <div class="para"> </div> <div class="para">1.- Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">2.- Dieses Urteil wird der Beschwerdeführerin, der Beschwerdegegnerin Versicherung X.________, dem Betreibungsamt W.________ und dem Obergericht (II. Zivilkammer) des Kantons Zürich als oberer kantonaler Aufsichtsbehörde über Schuldbetreibung und Konkurs schriftlich mitgeteilt. </div> <div class="para">______________ </div> <div class="para">Lausanne, 24. Juli 2001 </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Im Namen der Schuldbetreibungs- und Konkurskammer </div> <div class="para">des SCHWEIZERISCHEN BUNDESGERICHTS </div> <div class="para">Das präsidierende Mitglied: </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Der Gerichtsschreiber: </div> </div></body></html>