Obergericht des Kantons Zürich Verwaltungskommission Geschäfts-Nr. VB190006-O/U Mitwirkend: Der Obergerichtspräsident lic. iur. M. Burger, Vizepräsident lic. iur. M. Langmeier, Oberrichterin Dr. D. Scherrer, Oberrichterin lic. iur. E. Lichti Aschwanden und Oberrichterin lic. iur. F. Schorta sowie die Gerichtsschreiberin lic. iur. A. Leu Beschluss vom 11. Juni 2019 in Sachen A._____, Beschwerdeführer gegen Stadtammann- und Betreibungsamt B._____, Beschwerdegegner betreffend Aufsichtsbeschwerde gegen den aufsichtsrechtlichen Beschwer- deentscheid des Bezirksgerichts Zürich vom 1. April 2019 (BA190002-L) - 2 - Erwägungen: I. 1. Mit Eingabe vom 24. April 2019 erhob A._____ (fortan Beschwerdeführer) beim Bezirksgericht Zürich sinngemäss eine Aufsichtsbeschwerde gegen den Kostenentscheid im Beschluss vom 1. April 2019 (Nr. BA190002-L) und ersuchte um Auflage der Verfahrenskosten zulasten eines Herrn C._____. Zudem beantragte er die Kostenauflage im vorliegenden Verfahren zulasten von Herrn C._____ bzw. eventualiter die Übernahme der Kosten durch die Staatskasse (act. 1). 2. Am 25. April 2019 überwies d as Bezirksgericht Zürich die Eingabe des B e- schwerdeführers zusammen mit den Verfahrensakten Nr. BA190002-L z u- ständigkeitshalber an die Verwaltungskommission des Obergerichts des Kantons Zürich (act. 1). Diese eröffnete in der Folge das vorliegende Verfah- ren. Da der Beschwerdeführer in seiner Eingabe vom 24. April 2019 ange- kündigt hatte, die Beschwerde über einen Rechtsvertreter begründen zu la s- sen, wartete die Verwaltungskommission mit der Anordnung von Verfah- rensschritten einstweilen zu. Bis zum heutigen Tage ging keine (weitere) Begründung ein. 3. Nach § 84 des Gerichtsorganisationsgesetzes (GOG, LS 211.1) i.V.m. Art. 322 Abs. 1 ZPO stellt die Aufsichtsbehörde die Aufsichtsbeschwerde den Betroffenen zur schrift lichen Vernehmlassung zu, wenn sie sich nicht sofort als unbegründet erweist. Da dies - wie im Folg enden zu zeigen sein wird - der Fall ist, kann auf eine Vernehmlassung verzichtet werden. II. 1.1. Gemäss § 80 Abs. 1 lit. b i.V.m. § 84 GOG i.V.m. § 18 Abs. 1 lit. k der Ver- ordnung über die Organisation des Obergerichts (LS 212.51) übt die Verwal- tungskommission des Obergerichts des Kantons Zürich die Aufsicht über die - 3 - dem Obergericht unterstellten Gerichte und nach § 80 Abs. 2 GOG die mi t- telbare Aufsicht über die den Bezirksgerichten unterstellten Behörden aus (vgl. auch GOG Kommentar-Hauser/Schweri/Lieber, § 80 N 1 und § 84 N 1). Die Verwaltungskommission ist daher zur Behandlung der Beschwerde z u- ständig. Der Beschwerdeführer richtet seine Beschwerde gegen Dispositiv Ziffer 3 des Beschlusses des Bezirksgerichts Zürich vom 1. April 2019 , Nr. BA190002-L. Hingegen beanstandet er den Entscheid betreffend Abwei- sung der bzw. Nichteintreten auf die Aufsichtsbeschwerde gemäss Dispos i- tiv Ziffer 1 nicht und zieht insofern den vorinstanzlichen Beschluss nicht we i- ter. Es handelt sich damit um eine Kostenbeschwerde im Rahmen eines aufsichtsrechtlichen Beschwerdeverfahrens. 1.2 Die Beschwerde erfolgte fristgerecht (Art. 145 ZPO). Die angekündigte E r- gänzung ging innert Frist nicht ein. Das Verfahren erweist sich als spruc h- reif. 2.1. Verletzen Mitglieder von Gerichtsbehörden Amtspflichten, kann bei der un- mittelbaren Aufsichtsbehörde innert zehn Tagen seit Kenntnisnahme der Amtspflichtverletzung eine Aufsichtsbeschwerde erhoben werden. Die Auf- sichtsbehörde verfügt die notwendigen Massnahmen (§ 82 Abs. 1 und 2 GOG, § 83 Abs. 1 GOG , § 84 GOG; GOG Kommentar- Hauser/Schwe- ri/Lieber, § 83 N 13). 2.2. Gemäss § 83 Abs. 1 GOG ist die Aufsichtsbeschwerde schriftlich und be- gründet einzureichen. Dies bedeutet, dass die Beschwerde konkrete Antr ä- ge zu enthalten hat, aus denen hervorgeht, in welchem Umfang der v o- rinstanzliche Entscheid angefochten wird. Dabei genügt bei Laien als Antrag eine – allenfalls in der Begründung enthaltene – Formulierung, aus der sich mit gutem Willen herauslesen lässt, wie das Obergericht entscheiden soll (OGer ZH Nr. PF110034-O vom 22. August 2011, E. 3.2; DIKE Kommentar ZPO-Hungerbühler/Bucher, Art. 321 N 17 i.V.m. Art. 311 N 16; GOG Ko m- mentar-Hauser/Schweri/Lieber, § 83 N 13). Im Rahmen der Begründung ist sodann darzulegen, an welchen Mängeln der vorinstanzlic he Entscheid le i- det. Die Be schwerde führende Partei hat sich mit dem angefochtenen Ent-- 4 - scheid auseinanderzusetzen und im Einzelnen aufzuzeigen, aus welchen Gründen dieser falsch sei (vgl. etwa ZK ZPO -Freiburghaus/Afheldt, Art. 321 N 14 f.). Bei Parteien ohne anwaltliche Vertretung wird sowohl an die Formu- lierung der Anträge als auch an die Begründungslast ein weniger strenger Massstab gestellt als bei anwaltlich vertretenen Prozessbeteiligten (OGer ZH Nr. PS110192-O vom 21. Februar 2012, E. 5.1). Enthält die Beschwerde jedoch keinen rechtsgenügenden Antrag bzw. keine Begründung, ist darauf nicht einzutreten (vgl. statt vieler: DI KE Kommentar ZPO- Hungerbühler/Bucher, Art. 321 N 17 i.V.m. Art. 311 N 28 und 46). 2.3. Die Eingabe des Beschwerdeführers vom 24. April 2019 (act. 2) enthält zwar die eingangs erwähnten Anträge, jedoch keine Begründung. Weshalb der Beschwerdeführer die Umverteilung der Kosten beantragt, ergibt sich aus seinen Ausführungen nicht. Trotz des Hinweises in der Eingabe, die B e- gründung werde zeitnah nachgeliefert, ging innert der Rechtsmittelfrist von zehn Tagen keine weitere Stellungnahme ein. Damit ist die Beschwerde un- begründet, weshalb darauf gestützt auf die obigen Erwägungen nicht einz u- treten ist. III. 1. Ausgangsgemäss sind die K osten des Verfahrens dem Beschwerdeführer aufzuerlegen (§ 83 Abs. 3 GOG i.V.m. Art. 106 Abs. 1 ZPO; § 20 GebV OG). Entschädigungen sind keine zu entrichten. 2. Die Verwaltungskommission entscheidet als obere Aufsichtsbehörde letzti n- stanzlich über die vorli egende Beschwerde. Ein kantonales bzw. eidgenös- sisches Rechtsmittel dagegen besteht nicht (GOG Kommentar- Hauser/Schweri/Lieber, § 84 N 1; Urteil des Bundesgerichts 4A_448/2015 vom 14. September 2015 sowie Urteil des Bundesgerichts 5A_961/2014 vom 19. Januar 2015). - 5 - Es wird beschlossen: 1. Auf die Aufsichtsbeschwerde wird nicht eingetreten. 2. Die Gerichtsgebühr wird auf Fr. 500.– festgesetzt und dem Beschwerdefüh- rer auferlegt. 3. Es werden keine Prozessentschädigungen zugesprochen. 4. Schriftliche Mitteilung, je gegen Empfangsschein, an: - den Beschwerdeführer, - den Beschwerdegegner, - das Bezirksgericht Zürich, unter Rücksendung der Akten BA190002-L. Zürich, 11. Juni 2019 Obergericht des Kantons Zürich Verwaltungskommission Die Gerichtsschreiberin: lic. iur. A. Leu versandt am: