Abteilung III C-4916/2007/kui {T 0/2} U r t e i l v o m 2 7 . A p r i l 2 0 0 8 Richter Stefan Mesmer (Vorsitz), Richterin Franziska Schneider, Richter Francesco Parrino, Gerichtsschreiberin Ingrid Künzli. D._______, Beschwerdeführer, gegen IV-Stelle für Versicherte im Ausland IVSTA, avenue Edmond-Vaucher 18, Postfach 3100, 1211 Genf 2, Vorinstanz. IV, Verfügung vom 26. Juni 2007. B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t T r i b u n a l a d m i n i s t r a t i f f é d é r a l T r i b u n a l e a m m i n i s t r a t i v o f e d e r a l e T r i b u n a l a d m i n i s t r a t i v f e d e r a l Besetzung Parteien GegenstandC-4916/2007 Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest und erwägt, dass der Beschwerdeführer mit einer undatierten Eingabe (Post- stempel vom 16. Juli 2007) die von der Eidgenössischen Invalidenver- sicherung, IV-Stelle für Versicherte im Ausland (IVSTA) erlassene Verfügung vom 26. Juni 2007 betreffend die Abweisung des Gesuchs für Leistungen der Invalidenversicherung beim Bundesverwaltungs- gericht (BVGer) angefochten hat, dass im Verfahren vor dem BVGer das neue, am 1. Januar 2007 in Kraft getretene Verfahrensrecht anwendbar ist (vgl. Art. 53 Abs. 2 des Bundesgesetzes vom 17. Juni 2006 über das Bundesverwaltungs- gericht [VGG], SR 173.32), dass das Gericht gemäss Art. 31 VGG zur Beurteilung von Beschwer- den gegen Verfügungen von Vorinstanzen gemäss Art. 33 und 34 VGG zuständig ist, sofern keine Ausnahme nach Art. 32 VGG vorliegt, dass die IVSTA als Vorinstanz gemäss Art. 33 Bst. d VGG zu gelten hat, und vorliegend keine Ausnahme von der Zuständigkeit auszu- machen ist (vgl. auch Art. 69 Abs. 1 Bst. b des Bundesgesetzes vom 19. Juni 1959 über die Invalidenversicherung [IVG], SR 831.20), so dass das Gericht zur Beurteilung der vorliegenden Beschwerde zu- ständig ist, dass der Beschwerdeführer vor dem BVGer – wie bereits im Verfahren vor der IVSTA – sinngemäss beantragte, es seien ihm Leistungen der Invalidenversicherung zu zusprechen, dass die Vorinstanz am 12. Dezember 2007 im Rahmen der Vernehm - lassung beantragte, die Beschwerde sei gutzuheissen, die angefoch- tene Verfügung sei aufzuheben und die Sache sei im Sinne der Stel- lungnahme des medizinischen Dienstes zur weiteren Sachverhaltsab- klärung an die Verwaltung zurückzuweisen, dass sich der Beschwerdeführer – auf Anfrage des BVGer – mit Schreiben vom 4. April 2008 mit den Anträgen der Vorinstanz einver- standen erklärte, dass sich aus dem von der Vorinstanz im Laufe des Beschwerde- verfahrens eingeholten Bericht des medizinischen Dienstes der IVSTA Seite 2C-4916/2007 vom 6. Dezember 2007 (Dr. B._______, act. 26) ergibt, dass gemäss den bereits zum Zeitpunkt der angefochtenen Verfügung vorliegenden medizinischen Unterlagen – insbesondere den Berichten des M._______ Centers und von Dr. T._______, beide vom 16. Oktober 2006 (act. 7 und 10) – ein erhebliches Defizit in der Sprache, im Schreiben, Lesen und Rechnen festgestellt worden sei, weshalb eine erhebliche Einschränkung der Arbeitsfähigkeit im bisherigen Beruf als Programmierer gegeben sei, dass deshalb abzuklären sei, welche Restfähigkeiten im kognitiven Leistungsvermögen noch vorlägen, dass dieser in Kenntnis der gesamten medizinischen Akten verfasste ärztliche Bericht ausreichend begründet und nachvollziehbar ist, so dass das BVGer mit den Parteien davon ausgeht, dass die angefoch- tene Verfügung auf einer unrichtigen Würdigung des (medizinischen) Sachverhaltes beruht und sich als rechtsfehlerhaft erweist (Art. 49 Bst. b des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 über das Verwaltungs- verfahren [VwVG, SR 172.021]), dass die Beschwerde demnach gutzuheissen, die Verfügung der Vor- instanz vom 26. Juni 2007 aufzuheben und die Sache zur Neubeur- teilung an die Vorinstanz zurückzuweisen ist (Art. 61 Abs. 1 VwVG) mit der Anweisung, die erforderlichen zusätzlichen fachärztlichen (neuro- logischen und neuropsychologischen) Begutachtungen durchführen zu lassen und neu in der Sache zu verfügen, dass es Sache der Vorinstanz sein wird zu beurteilen, ob ent- sprechend dem Wunsch des Beschwerdeführers auf eine medizinische Untersuchung in der Schweiz verzichtet werden kann, dass bei diesem Ausgang des Verfahrens keine Verfahrenskosten zu erheben sind (Art. 63 Abs. 2 VwVG), dass dem im Wesentlichen obsiegenden Beschwerdeführer keine ver- hältnismässig hohen Kosten entstanden sind, so dass keine Partei- entschädigung zuzusprechen ist (Art. 64 Abs. 1 VwVG ). Seite 3C-4916/2007 Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 1. Die Beschwerde wird gutgeheissen. Die Sache wird an die Vorinstanz zurückgewiesen mit der Anweisung, die erforderlichen zusätzlichen fachärztlichen (neurologischen und neuropsychologischen) Begutach- tungen durchführen zu lassen und neu in der Sache zu verfügen. 2. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben und keine Partei- entschädigungen zugesprochen. 3. Dieses Urteil geht an: - den Beschwerdeführer (Gerichtsurkunde) - die Vorinstanz (Ref-Nr. _______) - das Bundesamt für Sozialversicherungen Der vorsitzende Richter: Die Gerichtsschreiberin: Stefan Mesmer Ingrid Künzli Rechtsmittelbelehrung: Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen nach Eröffnung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten geführt werden, sofern die Vor- aussetzungen gemäss den Art. 82 ff., 90 ff. und 100 des Bundesge- richtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (BGG, SR 173.110) gegeben sind. Die Rechtsschrift ist in einer Amtssprache abzufassen und hat die Be- gehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. Der angefochtene Entscheid und die Beweis- mittel sind, soweit sie der Beschwerdeführer in Händen hat, beizu- legen (vgl. Art. 42 BGG). Versand: Seite 4