Postulat Seiler Hanspeter 1264 N 22 juin 1990 #ST# 90.413 Postulat Zwygart Abschaffung der Visapflicht für Angehörige der osteuropäischen Staaten Suppression du visa pour les ressortissants des pays de l'Europe de l'Est Wortlaut des Postulates vom 14. März 1990 Nach den politischen Veränderungen in Osteuropa ist es not- wendig, dass möglichst viele menschliche Kontakte zustande kommen. Die Visapflicht aber ist dafür ein Hemmnis. Andere Staaten wie zum Beispiel Oesterreich haben deshalb schon mit einzelnen Staaten die Visapflicht aufgehoben. Der Bundesrat wird beauftragt, die Abschaffung der Visapflicht fortlaufend zu überprüfen und allenfalls die nötigen Schritte in die Wege zu leiten, dass man für Polen, die Deutsche Demo- kratische Republik, die Tschechoslowakei, Rumänien, Bulga- rien und die UdSSR keine Visa mehr benötigt. Texte du postulat du 14 mars 1990 L'évolution politique en Europe de l'Est rend nécessaire l'éta- blissement et la multiplication de contacts humains. L'obliga- tion du visa constitue toutefois un obstacle. D'autres Etats, tels l'Autriche, ont déjà supprimé l'obligation du visa pour certains pays de l'Est. Le Conseil fédéral est invité à soumettre la suppression de cette obligation à un examen permanent et, le cas échéant, à prendre toute disposition utile en vue de la concrétiser pour la Pologne, la République démocratique allemande, la Tché- coslovaquie, la Roumanie, la Bulgarie et l'URSS. Mitunterzeichner - Cosignataires: Biel, Dünki, Grendelmeier, Günter, Kühn, Maeder, Müller-Aargau, Weder-Basel, Wieder- kehr (9) Schriftliche Begründung - Développement par écrit Der Urheber verzichtet auf eine Begründung und wünscht eine schriftliche Antwort. Schriftliche Erklärung des Bundesrates vom 23. Mai 1990 Déclaration écrite du Conseil fédéral du 23 mai 1990 Der Bundesrat ist bereit, das Postulat entgegenzunehmen. Ueberwiesen - Transmis #ST# 90.449 Postulat Fierz Redimensionierung der Abteilung für Presse und Funkspruch Division «Presse et Radio». Restructuration Wortlaut des Postulates vom 21. März 1990 Die Abteilung für Presse und Funkspruch (APF) mit ihren rund 3000 (!) Angehörigen wird von vielen Insidern als sehr stark überdimensioniert bezeichnet, und es wird auch immer wieder der Verdacht laut, dass sie in Krisenzeiten als Instrument der kalten Pressezensur eingesetzt werden könnte. Der Bundesrat wird deshalb gebeten zu überprüfen, ob sich nach Beendigung des kalten Krieges bei der APF nicht Aende- rungen bezüglich Grosse (Redimensionierung) und allenfalls auch Struktur aufdrängen. Texte du postulat du 21 mars 1990 La division «Presse et Radio» (DIPRA), qui compte quelque 3000 collaborateurs (!), est considérée par bon nombre de spécialistes comme un organisme totalement surdimen- sionné. De plus, on soupçonne ouvertement qu'elle pourrait être, en période de crise, l'instrument indirect de la censure de la presse. Dès lors, le Conseil fédéral est prié d'examiner si la fin de la guerre froide n'impose pas une modification de la dimension et des structures de la DIPRA. Mitunterzeichner- Cosignataires: Bär, Diener, Gardiol, Hafner Rudolf, LeuteneggerOberholzer, Meier-Glattfelden, Rebeaud, Schmid, Stocker (9) Schriftliche Begründung - Développement par écrit Der Urheber verzichtet auf eine Begründung und wünscht eine schriftliche Antwort. Schriftliche Erklärung des Bundesrates vom 23. Mai 1990 Déclaration écrite du Conseil fédéral du 23 mai 1990 Der Bundesrat ist bereit, das Postulat entgegenzunehmen, kann sich aber der im Text enthaltenen Begründung von vorn- herein nicht anschliessen. Le président: M. Mühlemann combat le postulat Fierz. La dis- cussion est renvoyée à une date ultérieure. Verschoben - Renvoyé #ST# 90.493 Postulat Seiler Hanspeter Bevölkerungsdichte der Schweiz Densité démographique de la Suisse Wortlaut des Postulates vom 23. März 1990 Der Bundesrat wird ersucht zu prüfen, ob bezüglich Bevölke- rungswachstum und Ausländerpolitik anstelle des nicht mess- baren Begriffes «Ausgewogenes Verhältnis» ein messbarer Begriff wie den der ausgeglichenen «Wanderungsbilanz» an- zuwenden sei; dabei soll eine situationsgemässe Flexibilität möglich bleiben. Texte du postulat du 23 mars 1990 Le Conseil fédéral est invité à examiner si, en ce qui concerne la densité démographique et la politique en matière d'étran- gers, il conviendrait de remplacer la notion non chiffrable de «rapport équilibré» par celle de «bilan migratoire équilibré», qui est quantifiable; la possibilité de s'adapter avec souplesse à la situation devrait toutefois être maintenue. Mitunterzeichner - Cosignataires: Basler, Berger, Bonny, Büh- ler, Burckhardt, Daepp, Fierz, Fischer-Hägglingen, Fischer- Seengen, Früh, Hari, Hess Otto, Hösli, Iten, Jung, Kühn, Lu- der, Müller-Wiliberg, Neuenschwander, Reimann Maximilian, Rutishauser, Rychen, Schnider, Schwab, Spoerry, Stucky, Wanner, Widrig, Wyss William, Zölch (30) Schriftliche Begründung - Développement par écrit Eine den Gegebenheiten des Landes angepasste Einwande- rungspolitik ist nicht Ausdruck von Frenndenfeindlichkeit; sie22. Juni 1990 N 1265 Postulat Stappung soll vielmehr auf längere Frist die humanitäre, wirtschaftliche und bildungspolitische Tragkraft des Landes und seiner Be- völkerung berücksichtigen. Das in den letzten Jahren festgestellte Bevölkerungswachs- tum basiert zu einem grossen Teil auf dem sog. Wanderungs- überschuss (1989: ca. 33 000 Personen, ohne Asylbewerber). Zusammen mit dem Anwachsen der Einwohnerzahl schweize- rischer Nationalität - resultierend aus Geburtenüberschuss und Einbürgerungen - ergibt sich seit 1980 ein Gesamtzu- wachs von rund 280 000 Personen. Dies entspricht der Bevöl- kerung eines mittleren Schweizer Kantons. Die Schweiz gehört damit zu den Staaten mit den grössten Be- völkerungsdichten (z.B. 1,5-fache von China). Allein aus Gründen der Einwanderung muss pro Jahr zurzeit eine Bau- substanz, die der Städte Aarau und Ölten zusammen ver- gleichbar ist, bereitgestellt werden. Bei gleichbleibender Ent- wicklung dürfte in den ersten Jahrzehnten des nächsten Jahr- hunderts der Begriff «Grossagglomeration Schweiz» nicht mehr abwegig sein. Die Lösung der anstehenden und sich verschärfenden funda- mentalen Probleme (z. B. infrastrukturelle Ver- und Entsor- gung, Boden, Energie, Verkehr) wird bei gleichbleibendem Wachstum erheblich erschwert oder verunmöglicht. Namhafte Wissenschafter stellen mit Beklemmung fest, dass Besiedlungsdichten wie jene der Schweiz, verbunden mit dem Ressourcenverbrauch, die Tragfähigkeit des Planeten Erde bei weitem übersteigen. Die bisher emotionelle Betrachtungsweise dieser Grundpro- blematik muss einer sachlichen, vorurteilslosen und langfristi- gen Beurteilung weichen. Schriftliche Erklärung des Bundesrates vom 9. Mai 1990 Déclaration écrite du Conseil fédéral du 9 mai 1990 Der Bundesrat ist bereit, das Postulat entgegenzunehmen. Ueberwiesen - Transmis #ST# 90.302 Postulat Loretan Ombudsmann in der Armee Médiateur pour l'armée Wortlaut des Postulates vom 5. Februar 1990 Der Bundesrat wird eingeladen zu prüfen, ob für die Armee die Institution des Ombudsmannes geschaffen werden soll. Der Bundesrat wird ersucht, den eidgenössischen Räten seine Ueberlegungen und Absichten umgehend in einem Bericht darzulegen. Texte du postulat du 5 février 1990 Le Conseil fédéral est invité à examiner s'il ne serait pas oppor- tun d'instituer un médiateur pour l'armée. Il est prié de présen- ter sans tarder un rapport aux Chambres fédérales pour leur faire connaître son avis et ses intentions à cet égard. Mitunterzeichner- Cosignataires: Aliesch, Allenspach, Aubry, Auer, Bonny, Büttiker, Cevey, Cincera, Couchepin, Eppenber- ger Susi, Fäh, Fischer-Seengen, Giger, Kohler, Loeb, Martin, Mühlemann, Nabholz, Reich, Salvioni, Schule, Spoerry, Stein- egger, Wanner, Weber-Schwyz, Wyss Paul, Zwingli (27) Schriftliche Begründung - Développement par écrit Nicht erst seit der Volksabstimmung vom 26. November 1989 machen sich für Führung und Ausbildung der Armee in bezug auf Methoden und Stil neue Bedürfnisse geltend. Die durch unsere Konsum- und Wohlstandsgesellschaft bewirkten Ver- haltensänderungen machen gerade vor einer Milizarmee nicht halt. Am Ziel der kriegsgenügenden Ausbildung ist selbstverständ- lich festzuhalten. Indessen sind Fortschritte nötig, was die Mo- tivation der Angehörigen der Armee und ihr Interesse für einen attraktiv zu gestaltenden Ausbildungsbetrieb anbelangt. Eines der Mittel für die Verbesserung der Motivation und des Enga- gements des einzelnen Armeeangehörigen könnte die Schaf- fung eines Armee-Ombudsmannes sein, wie er jüngst vom «Forum Jugend und Armee» gefordert worden ist. Die Angehörigen der Armee sollen sich in Belangen der Orga- nisation, Führung und Ausbildung auf unbürokratischem Wege an den Ombudsmann wenden können. Dieser soll so- wohl von den Kommandostrukturen als auch von den Militär- verwaltungen in Bund und Kantonen unabhängig sein. Struktur und Organisation der Institution des Ombudsmannes in der Armee vorzuschlagen, ist Sache des Bundesrates. Um keinerlei Zweifel aufkommen zu lassen: Ziel des vorliegen- den Vorstosses ist es, einerseits dem Parlament rechtzeitig die Möglichkeit zu verschaffen, bei der Vorbereitung eines Ar- mee-Ombudsmannes mitzuwirken, anderseits eine von ver- schiedenen Möglichkeiten aufzuzeigen, wie das Vertrauen in die Führungs- und Ausbildungsstrukturen der Armee erhalten und gefördert werden kann. Schriftliche Erklärung des Bundesrates vom 4. April 1990 Déclaration écrite du Conseil fédéral du 4 avril 1990 Der Bundesrat ist bereit, das Postulat entgegenzunehmen. Ueberwiesen - Transmis #ST# 90.412 Postulat Stappung Bundespersonal. Sonderzuschlag zum Ortszuschlag in Dietikon Indemnité de résidence du personnel fédéral. Allocation supplémentaire pour Dietikon Wortlaut des Postulates vom 14. März 1990 Der Bundesrat wird ersucht, dem Bundespersonal in 8953 Die- tikon sowie in weiteren Zürcher Agglomerationsgemeinden den Sonderzuschlag von 1093 Franken zum Ortszuschlag auszurichten. Texte du postulat du 14 mars 1990 Le Conseil fédéral est invité à verser une allocation de 1093 francs en complément de l'indemnité de résidence au person- nel de la Confédération dont le lieu de service est 8953 Dieti- kon ou une autre commune de l'agglomération zurichoise. Mitunterzeicher - Cosignataires: Ammann, Bäumlin Ursula, Béguelin, Bircher, Bodenmann, Borei, Braunschweig, Bundi, Danuser, Dünki, Euler, Fankhauser, Fehr, Haering Binder, Haf- ner Ursula, Herczog, Jeanprêtre, Kühn, Lanz, Ledergerber, Leuenberger-Solothurn, Neuenschwander, Neukomm, Ott, Rechsteiner, Reimann Fritz, Seiler Rolf, Uchtenhagen, Ulrich, Vollmer, Züger (31) Schriftliche Begründung - Développement par écrit Dietikon ist die drittgrösste Stadt im Kanton Zürich. Die Lage auf dem total ausgetrockneten Arbeitsmarkt ist mit der Situa- tion in der Stadt Zürich vergleichbar und identisch mit der Nachbarstadt Schlieren. Dazu kommt, dass Beamte mitSchweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali Postulat Seiler Hanspeter Bevölkerungsdichte der Schweiz Postulat Seiler Densité démographique de la Suisse In Amtliches Bulletin der Bundesversammlung Dans Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale In Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale Jahr 1990 Année Anno Band III Volume Volume Session Sommersession Session Session d'été Sessione Sessione estiva Rat Nationalrat Conseil Conseil national Consiglio Consiglio nazionale Sitzung 16 Séance Seduta Geschäftsnummer 90.493 Numéro d'objet Numero dell'oggetto Datum 22.06.1990 - 08:00 Date Data Seite 1264-1265 Page Pagina Ref. No 20 018 744 Dieses Dokument wurde digitalisiert durch den Dienst für das Amtliche Bulletin der Bundesversammlung. Ce document a été numérisé par le Service du Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale. Questo documento è stato digitalizzato dal Servizio del Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale.