Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Zivilrecht vom 27. September 2016 (400 16 272) ____________________________________________________________________ Zivilgesetzbuch Alternierende Obhut des Kindes bei fehlender Einigung der Parteien Besetzung Präsident Roland Hofmann Gerichtsschreiber Andreas Linder Parteien A.____, vertreten durch Advokatin Claudia Stehli, Elisabethenstrasse 28, Post- fach 425, 4010 Basel, Kläger gegen B.____, vertreten durch Advokat Roger Wirz, Anton von Blarerweg 2, Postfach 629, 4147 Aesch BL, Beklagte und Berufungsklägerin Gegenstand Eheschutz / Berufung gegen Ziffer 1 - 3 des Entscheids des Präs iden- ten des Zivilkreisgerichts Basel- Landschaft West (Kammer IV) vom 8. Juni 2016 A. A.____ und B.____ haben am 22. Juli 2013 in X.____ geheiratet. Sie sind die Eltern des Kindes C.____, geboren am 5. Juli 2014. Mit Eingabe vom 22. Mai 2015 machte der Ehemann, vertreten durch Advokatin Claudia Stehli, beim Zivilkreisgericht Basel-Landschaft West in Arles- heim ein Eheschutzverfahren anhängig und beantragte , dass den Ehegatten die alternierende Seite 2 http://www.bl.ch/kantonsgericht Obhut über den gemeinsamen Sohn zuzuteilen sei. Am 24. August 2015 führte das Zivilkreisge- richt Basel-Landschaft West eine Parteiverhandlung durch und bewilligte den Ehegatten die Aufhebung des gemeinsamen Haushaltes. Der Sohn wurde vorläufig unter die Obhut der Mutter gestellt und der Vater berechtigt und verpflichtet, da s Kind alle zwei Wochen von Freitag, 18.00 Uhr, bis Sonntag, 17.00 Uhr, sowie alternierend dazu j eden zweiten Sonntag von 11.00 Uhr bis 17.00 Uhr zu sich zu Besuch zu nehmen. Im Weiteren wurde ein Bericht zur Zuteilung der Ob- hut und zur Regelung des Besuchs-und Ferienrechts des nich t obhutsberechtigten Elternteils eingeholt. Der Ehemann wurde verpflichtet, der Ehefr au mit Wirkung ab 1. Juli 2015 einen Un- terhaltsbeitrag von CHF 1‘820.00 zuzüglich allfälliger Kinderzulagen zu bezahlen, wovon CHF 740.00 zuzüglich allfälliger Kinderzulagen für das Kind und CHF 1'080.00 für die Ehefrau bestimmt seien. Am 19. Januar 2016 schrieb das Kantonsg ericht Basel-Landschaft, Abteilung Zivilrecht, die Berufung des Ehemannes gegen die Regelung der Geldbeiträge nach Aufhebung des ehelichen Haushaltes zufolge Rückzugs als erledigt ab. Mit Verfügung vom 15. März unter- breitete das Zivilkreisgericht Basel-Landschaft West ein en sog. Abklärungsbericht der Kindes- und Erwachsenenschutzbehörden (KESB) Laufental vom 29. Oktober 2015 den Parteien zur Stellungnahme bezüglich der Kinderbelange und lud d ie Parteien zu einer weiteren Eheschutz- verhandlung. Anlässlich der Verhandlung vom 8. Juni 2016 wurde C.____ für die Dauer des Getrenntlebens unter die geteilte Obhut der Ehegatte n gestellt, wobei der zivilrechtliche Wohn- sitz des Kindes bei der Mutter sei. Der Ehemann wurde berechtigt und verpflichtet, das Kind jeweils wöchentlich von Freitag, 18.00 Uhr, bis Dienstag , 18.00 Uhr, zu sich zu nehmen und zu betreuen sowie mit dem Kind sechs Wochen Ferien im Jah r zu verbringen. In Abänderung der Regelung vom 24. August 2015 habe der Ehemann der Eh efrau sodann ab 1. August 2016 an den Unterhalt des Kindes einen Geldbeitrag von monatlich CHF 300.00 zuzüglich allfälliger Kin- derzulagen zu bezahlen. Auf Verlangen der Ehefrau li eferte das Zivilkreisgericht Basel- Landschaft West am 13. Juli 2016 eine schriftliche Begrü ndung des Entscheides nach, auf wel- che in den nachfolgenden Erwägungen zurückzukommen sein wird. B. Mit Eingabe vom 22. Juli 2016 liess B.____, vertreten d urch Advokat Roger Wirz aus Aesch, gegen den Entscheid des Präsidenten des Zivilkreisg erichts Basel-Landschaft West vom 8. Juni 2016 Berufung beim Kantonsgericht Basel-La ndschaft, Abteilung Zivilrecht, einrei- chen. Sie beantragte, der besagte Entscheid sei dahing ehend abzuändern, dass das Kind der Ehegatten für die Dauer des Getrenntlebens unter die Obhut der Mutter zu stellen sei und der Ehemann als berechtigt und verpflichtet zu erklären sei , das Kind alle zwei Wochen von Sams- tag, 11.00 Uhr, bis Sonntag, 17.00 Uhr, zu Besuch zu sich zu nehmen und vier Wochen Ferien mit ihm zu verbringen. Im Weiteren sei der Ehemann zu verpflichten, der Ehefrau monatlich und im Voraus folgende Unterhaltsbeiträge zu bezahlen; für das Kind CHF 740.00 zuzüglich allfälli- ger Kinderzulagen und für die Ehefrau ab 1. Juni 2016 CHF 1'973.00 und ab Wegfall der Tag- geldleistungen CHF 2'323.00; eventualiter sei die Unte rhaltsregelung des Entscheids vom 24. August 2015 zu bestätigen, unter o/e Kostenfolge. Ferne r sei der Berufungsklägerin für das Verfahren vor dem Kantonsgericht die unentgeltliche Re chtspflege zu bewilligen. In der Be- gründung monierte die Ehefrau im Wesentlichen, die Regelung der Vorinstanz wiederspreche in mehrfacher Hinsicht dem Kindeswohl. Der Ehemann habe stets zu 100 % gearbeitet. Die Vo- rinstanz begnüge sich für die getroffene Betreuungsrege lung mit der Behauptung des Eheman- nes, in Zukunft sein Arbeitspensum auf 80 % reduzieren zu wollen. Demgegenüber gehe die Seite 3 http://www.bl.ch/kantonsgericht Ehefrau seit der Trennung keiner Erwerbstätigkeit meh r nach und widme sich vollumfänglich der Betreuung von C.____. Kinder in seinem Alter seie n in besonderer Weise auf die persönli- che Betreuung durch einen Elternteil angewiesen, wobei im Alter bis fünf Jahren sogar die Be- treuung durch eine einzige Bezugsperson als dem Kinde swohl gemäss betrachtet werde. Die Ehefrau zur Aufnahme einer Erwerbstätigkeit anzuhalten und stattdessen das Kind in die Obhut der Grosseltern zu geben, widerspreche dem Kindeswohl. Es sei keine gesundheitliche Beein- trächtigung der Ehefrau mehr vorhanden. Sie sei vielme hr uneingeschränkt willens und in der Lage, selber für das Wohl des Kindes zu sorgen. Der Abkl ärungsbericht der KESB Laufental widerspiegle nicht mehr die aktuellen Verhältnisse. Al lenfalls hätte die Vorinstanz einen neuen Bericht bei einer unabhängigen Fachstelle in Auftrag geben müssen. Es gebe Anzeichen, dass beim Ehemann nicht die persönliche Betreuung des Kinde s und dessen Wohl im Vordergrund stünden, sondern finanzielle Motive. Dafür spreche, dass d er Ehemann die beantragte geteilte Obhut mit der Forderung an seine Ehefrau verbinde, e ine Arbeitstätigkeit aufzunehmen. Das Kind sei am Wohnort der Mutter sehr gut integriert. Der Ehemann wolle ihm mit seiner neuen Wohnung nochmals das Einleben in einer neuen Umgebung zumuten. Mit der zusätzlichen Be- treuung durch die Grosseltern in deren Wohnung käme noch ein dritter Aufenthaltsort hinzu. Für Kinder in seinem Alter sei die Kontinuität der unmitt elbaren Erlebnis-Umgebung von grosser Bedeutung. Die weitergehende Begründung der Berufun g, insbesondere auch zur angefochte- nen Unterhaltsregelung, wird in den Erwägungen wiedergegeben. C. In der Berufungsantwort vom 5. August 2016 liess der E hemann, vertreten durch Advoka- tin Claudia Stehli, beantragen, dass die Berufung vollumfänglich abzuweisen sei, unter o/e Kos- tenfolge. Ferner sei dem Berufungsbeklagten die unen tgeltliche Rechtspflege zu bewilligen. In der Begründung entgegnete der Ehemann, aufgrund der bestehenden Unsicherheiten habe er derzeit noch keine definitive Reduktion auf 80 % vorneh men wollen. Er habe eingesehen, dass eine Pensumsreduktion notwendig sei, um seine Betreuungsaufgaben wahrnehmen zu können. Die Berufungsklägerin erwähne mit keinem Wort, dass sie bis zur Aufnahme des Getrenntle- bens noch zu 80 % arbeitstätig gewesen sei, was dazu gef ührt habe, dass der gemeinsame Sohn damals unter der Woche grundsätzlich von den Eltern des Ehemannes und Berufungsbe- klagten betreut worden sei. Nach Aufnahme des Getrenntl ebens sei die Ehefrau zu 100 % krankgeschrieben gewesen und habe daraufhin ihre Anstel lung verloren. Tatsache sei daher, dass der Sohn vor Aufnahme des Getrenntlebens unter de r Woche ebenfalls nicht von der Be- rufungsklägerin betreut worden sei. Eine teilweise Drit tbetreuung durch die Eltern des Beru- fungsbeklagten entspreche daher der von den Parteien g emeinsam gewählten Situation. Die Berufungsklägerin könne sich darum um eine Anstellung bem ühen und habe ihre diesbezügli- chen Verpflichtungen wahrzunehmen, so dass eine Betreuun g des gemeinsamen Sohnes so- wohl durch sie als auch durch den Kindsvater erfolgen k önne. Die Berufungsklägerin setze bei ihrer Argumentation ohne Weiteres voraus, dass sie eige nmächtig entscheiden könne, keiner Arbeitstätigkeit mehr nachzugehen und dadurch den Soh n alleine betreuen zu dürfen, während der Berufungsbeklagte und Ehemann arbeiten und nur no ch zu einem erheblich reduzierten Umfang den gemeinsamen Sohn betreuen solle. Dass der Be rufungsbeklagte bei seinen Eltern ausgezogen sei, dürfe ihm nicht zum Vorwurf gemacht wer den. Auch der Berufungsklägerin werde zugestanden, in einer eigenen Wohnung zu wohnen, um nicht bei ihren Eltern wohnen zu müssen. Dem Berufungsbeklagten stehe dasselbe Recht zu. Die vom Berufungsbeklagten Seite 4 http://www.bl.ch/kantonsgericht gewünschte Betreuungssituation stehe daher in keiner We ise in irgendeinem Zusammenhang mit seinen finanziellen Verpflichtungen. D. Mit Verfügung vom 15. August 2016 wurde der Schrift enwechsel geschlossen und die Parteien wurden zu einer Verhandlung vor den Präsiden ten des Kantonsgerichts Basel- Landschaft, Abteilung Zivilrecht, geladen. Der Antrag der Ehefrau auf Erteilung der aufschie- benden Wirkung bezüglich der Zuteilung der Obhut un d der Regelung der Betreuungsanteile wurde abgewiesen. Am 26. September 2016 liess die Be rufungsklägerin noch die Kopie eines vertrauensärztlichen Berichts von Dr. D. zur Frage ihrer A rbeitsfähigkeit zu Handen der Basler Versicherung AG einreichen. E. Zur heutigen kantonsgerichtlichen Verhandlung sind die Berufungsklägerin mit Advokat Roger Wirz und der Berufungsbeklagte mit Advokatin Cla udia Stehli erschienen. Der Vertreter der Ehefrau lässt eingangs als Noven aktuelle Unterlagen zu ihrer finanziellen Situation sowie den Arbeitsvertrag der Kinderkrippe F.____ vorlegen. I n der Folge befragt das Gericht die Ehe- gatten informell zur derzeit gelebten Regelung der Ki nderbelange. Der Präsident unterbreitet den Parteien alsdann einen Vergleichsvorschlag, der all erdings von der Ehefrau und heutigen Berufungsklägerin verworfen wird. Anschliessend tragen die Rechtsvertreter der Ehegatten ihre Plädoyers vor, wobei sie jeweils an den Anträgen und de n wesentlichen Begründungen der Rechtsschriften festhalten. Soweit sie in ihren Parteiv orträgen von den Darlegungen in den Rechtsschriften abweichen, ist auf ihre entsprechenden Aus führungen in den Erwägungen zu- rückzukommen. Auf die Parteiaussagen ist ebenfalls in den Erwägungen einzugehen, sofern sich dies als erforderlich erweisen sollte. Erwägungen 1. Der Entscheid des Eheschutzgerichts ist gemäss Art. 308 A bs. 1 lit. b ZPO mit Berufung anfechtbar, wobei in vermögensrechtlichen Angelegenheit en die Berufung nur zulässig ist, wenn der Streitwert der zuletzt aufrecht erhaltenen Rechtsbegehren mindestens CHF 10'000.00 beträgt (Art. 308 Abs. 2 ZPO). Die vorliegende Streit igkeit der Parteien über die Reglung der Obhut und der Betreuung des gemeinsamen Kindes ist nicht (primär) vermögensrechtlicher Natur und unterliegt daher unabhängig vom Streitwer t der Berufung. Massnahmen zum Schutz der ehelichen Gemeinschaft unterliegen dem summarischen Verfahren (Art. 271 lit. a ZPO). Es soll mithin in einem raschen Verfahren - ohne Anspruch a uf abschliessende Beurteilung - eine vorläufige Friedensordnung hergestellt werden. Die Berufung ist schriftlich und begründet innert zehn Tagen seit Zustellung des begründeten Entscheides b zw. seit der nachträglichen Zustel- lung der Entscheidbegründung bei der Rechtsmittelinstanz einzureichen (Art. 314 Abs. 1 i.V. mit Art. 311 Abs. 1 ZPO). Vorliegend wurde die schriftlich e Begründung des Entscheides vom 8. Juni 2016 der Ehefrau am 13. Juli 2016 zugestellt. Die Rechtsmittelfrist ist durch die Postauf- gabe der Berufung vom 22. Juli 2016 somit eingehalten. Ein Kostenvorschuss für das Rechts- mittelverfahren wurde in Anbetracht des Gesuchs um unen tgeltliche Rechtspflege nicht einver- langt. Gemäss § 5 Abs. 1 lit. a EG ZPO ist das Präsidium der Abteilung Zivilrecht des Kantons- gerichts für die Beurteilung von Berufungen gegen Ent scheide der Präsidien der Zivilkreisge- richte Basel-Landschaft, die im summarischen Verfahren ergangen sind, sachlich zuständig. Seite 5 http://www.bl.ch/kantonsgericht 2. Die Ehefrau lässt die Regelung der Obhut sowie der B etreuungs- bzw. Besuchszeiten für das gemeinsame Kind und den vom Kläger an sie zu beza hlende Kinderunterhaltsbeitrag an- fechten. Das Zivilkreisgericht Basel-Landschaft West stellt e das Kind für die Dauer des Ge- trenntlebens unter die geteilte Obhut der Ehegatten, wobei der zivilrechtliche Wohnsitz des Kin- des bei der Mutter sei. Der Ehemann wurde berechtigt und verpflichtet, das Kind jeweils wö- chentlich von Freitag, 18.00 Uhr, bis Dienstag, 18.00 U hr, zu sich zu nehmen und zu betreuen sowie mit dem Kind sechs Wochen Ferien im Jahr zu verbri ngen. In Abänderung der Regelung vom 24. August 2015 wurde der Ehemann verurteilt, der Ehefrau ab 1. August 2016 an den Unterhalt des Kindes einen Geldbeitrag von monatlich CH F 300.00 zuzüglich allfälliger Kinder- zulagen zu bezahlen. Das Kantonsgericht Basel-Landschaft, Abteilung Zivilrecht, wird nachfol- gend die entsprechenden Massnahmen der Vorinstanz zu überprüfen haben. Im Entscheid über die Berufung ist dabei auf die durch die Parteien erhobenen Rügen einzugehen, indes verpflich- tet die Begründungspflicht (Art. 53 ZPO) das Gericht nicht dazu, sich mit jedem einzelnen recht- lichen oder sachverhaltlichen Einwand der Parteien ein gehend auseinanderzusetzen. Vielmehr darf sich das Gericht in der Begründung seines Entscheid s auf die wesentlichen Überlegungen konzentrieren, von welchen es sich hat leiten lassen und a uf die sich sein Entscheid stützt. Nachfolgend ist daher nur insoweit auf die Parteivorbringen einzugehen, als dies für die Rechts- findung erforderlich ist. In prozessrechtlicher Hinsicht ist sodann anzumerken, dass in eherecht- lichen Summarverfahren – wie dem vorliegenden – sowohl das erstinstanzliche als auch das Berufungsgericht den Sachverhalt grundsätzlich von Amte s wegen feststellt (Art. 272 ZPO). Es handelt sich hierbei um die eingeschränkte Untersuchungsma xime. Sind allerdings Kinderbe- lange zu regeln, gelten die uneingeschränkte (strenge) Untersuchungsmaxime und die Offi- zialmaxime. Das Gericht erforscht den Sachverhalt von Amt es wegen und entscheidet ohne Bindung an die Parteianträge. Dies ändert indes nichts an der summarischen Natur des Verfah- rens und an den Mitwirkungspflichten der Parteien bei der Feststellung des entscheidrelevanten Sachverhalts (SPYCHER , in: Berner Kommentar zur ZPO, 2012, N 5 ff. zu Art. 296 ZPO). 3.1 Im Mittelpunkt der Auseinandersetzung der Parteien ste ht die Frage, von wem das Kind fortan zur Hauptsache betreut werden soll. Das Zivilkre isgericht Basel-Landschaft West über- trug die Obhut über den Sohn alternierend beiden Ehegatten mit wechselnder Betreuung, wobei sich der Wohnsitz von C.____ bei der Beklagten in Zwinge n befinde. Es erwog im Wesentli- chen, aufgrund der präsentierten Situation sei davon auszugehen, dass es C.____ trotz der Trennung seiner Eltern gut gehe und sich das Besuchsrech t gut eingespielt habe. Es sei nichts Aussergewöhnliches, dass er nach der Rückkehr zu seiner Mu tter im Anschluss an die Über- nachtungen beim Vater Mühe habe, sich wieder einzugewö hnen. Es dürfe erwartet werden, dass die positiven Auswirkungen einer quantitativ ausgedeh nten Betreuung durch den Vater diesen Faktor aufwiegen würde. Das Schutzbedürfnis des Kindes erfordere eine Betreuungslö- sung, welche die Kontinuität der Erziehung in einem ve rtrauten Umfeld aufrecht erhalte und seinem Bedürfnis nach altersgerechter, optimaler Entfaltung gerecht werde. Der Ehemann lege glaubhaft dar, in Zukunft sein Arbeitspensum auf 80 % zu reduzieren. Er sei daher in der Lage, sich am Wochenende und an einem Tag unter der Woche um den gemeinsamen Sohn zu kümmern. Vor Aufnahme des Getrenntlebens der Ehegatten seien unter anderem auch seine in der gleichen Liegenschaft wie der Ehemann wohnenden El tern mit der Betreuung von C.____ betraut gewesen. Die Betreuung durch die Grosseltern sei sinnvoll, wenn die Eltern aufgrund Seite 6 http://www.bl.ch/kantonsgericht ihrer Berufstätigkeit auf eine Drittbetreuung angewi esen seien. Es würden keine Anhaltspunkte vorliegen, die gegen eine Betreuung der Grosseltern vä terlicherseits während eines Tages in der Woche sprechen würden. Die vom Ehemann beantragte Betreuungsregelung würde es auch der Ehefrau ermöglichen, ihre Berufstätigkeit w ieder aufzunehmen und an zwei Tagen unter der Woche zu arbeiten. In Anbetracht der Umstän de, dass bei beiden Parteien die Erzie- hungsfähigkeit vorliegen würde, dass beide Elternteile zeitlich die Möglichkeit hätten, sich um das Kind zu kümmern, dass gegen die Betreuung der Gr osseltern väterlicherseits während ei- nes Tages unter der Woche keine Gründe vorliegen, und d ass der Ehemann bereits heute im Rahmen des ausgedehnten Besuchsrechts wesentlich an der Pflege und Erziehung von C.____ beteiligt sei, sei zum Wohle des Kindes eine alterni erende Betreuung festzulegen. Das Gericht gehe davon aus, dass beide Elternteile fähig seien, sich im Interesse des Kindes für das Gelin- gen einzusetzen. 3.2 Die Berufungsklägerin beansprucht die alleinige Obhut über das Kind für die Dauer des Getrenntlebens und hält dafür, dass dem Kindsvater ein Besuchsrecht alle zwei Wochen von Samstag, 11.00 Uhr, bis Sonntag, 17.00 Uhr, einzuräume n sei. Die Regelung der Vorinstanz widerspreche in mehrfacher Hinsicht dem Kindeswohl. Der Ehemann habe stets zu 100 % ge- arbeitet und er tue dies wohl auch heute noch. Die Vo rinstanz begnüge sich für die getroffene Betreuungsregelung mit der Behauptung des Ehemannes, in Zukunft sein Arbeitspensum auf 80 % reduzieren zu wollen. Demgegenüber gehe die Ehefrau seit der Trennung keiner Erwerbs- tätigkeit mehr nach und widme sich vollumfänglich der B etreuung von C.____. Sie sei in der Lage und willens, dies auch in Zukunft zu tun. Im Umfang von (mindestens) einem Tag pro Wo- che ziehe die Vorinstanz die Betreuung von C.____ durch die Eltern des Ehemannes einer per- sönlichen Betreuung durch die Ehefrau vor. Das Kind der Ehegatten sei erst zweijährig. Kinder in diesem Alter seien in besonderer Weise auf die per sönliche Betreuung durch einen Elternteil angewiesen, wobei im Alter bis fünf Jahren sogar die B etreuung durch eine einzige Bezugsper- son als dem Kindeswohl gemäss betrachtet werde. Die Ehefrau zur Aufnahme einer Erwerbstä- tigkeit anzuhalten und stattdessen das Kind in die Obhut der Grosseltern zu geben, widerspre- che dem Kindeswohl. Es entspreche auch nicht der bisherigen Lebensführung des Ehemannes, jedes Wochenende vollständig der Betreuung von C.____ z u widmen und seine Freizeit voll- ständig auf diesen auszurichten. Es sei keine gesundheitli che Beeinträchtigung der Ehefrau mehr vorhanden. Sie sei vielmehr uneingeschränkt willens und in der Lage, selber für das Wohl des Kindes zu sorgen. Der Abklärungsbericht der KESB Laufental vom 29. Oktober 2015 wider- spiegle damit nicht mehr die aktuellen Verhältnisse. Al lenfalls hätte die Vorinstanz einen neuen Bericht bei einer unabhängigen Fachstelle in Auftrag geben müssen. Die mit dem angefochte- nen Entscheid verbundene Betreuung von C.____ durch die Grosseltern väterlicherseits an mindestens einem Tag pro Woche sei ebenso wenig abgeklä rt worden wie die Wohn- und Be- treuungsverhältnisse am angeblichen neuen Wohnort des Ehe mannes. Es gebe ernsthafte An- zeichen, dass beim Ehemann nicht die persönliche Betreu ung von C.____ und das Kindeswohl im Vordergrund stehen würden, sondern letztlich finanzi elle Motive. Dafür spreche, dass der Ehemann die von ihm beantragte geteilte Obhut mit d er Forderung an seine Ehefrau verbinde, eine Arbeitstätigkeit aufzunehmen. Das Kind sei am Wohn ort der Mutter sehr gut integriert und habe sich auch in ihrer Wohnung gut eingelebt. Der Sohn besuche in Zwingen mit seiner Mutter regelmässig die Krabbelgruppe und habe dort seine San dkasten-Freunde. Der Ehemann wolle ihm mit seiner Wohnung demgegenüber nochmals das Einleb en in einer neuen Umgebung zu- Seite 7 http://www.bl.ch/kantonsgericht muten. Mit der zusätzlichen Betreuung durch die Grosseltern in deren Wohnung käme noch ein dritter Aufenthaltsort für C.____ hinzu. Für Kinder in seinem Alter sei die Kontinuität der unmit- telbaren Erlebnis-Umgebung von grosser Bedeutung. Auch die Regelung des Besuchsrechts gehe weiter als es dem Kindswohl zuträglich sei. Zweimali ge Übernachtungen beim Vater wür- den sich negativ auf sein Wohlbefinden auswirken, da C._ ___ jeweils Mühe habe, sich nach seiner Rückkehr zur Mutter wieder zurechtzufinden. Auch b ezüglich des Umfangs des Ferien- rechtes gehe der Entscheid zulasten des Kindswohls zu weit. Der Vater von C.____ habe nicht dargetan, dass er sechs Wochen Ferien habe und er bereit wäre, seine Ferien vollumfänglich der Betreuung des Kindes zu widmen. Der Kindsvater erwidert hauptsächlich, die Reduktion des Arbeitspensums sei notwendig, um die Betreuungsaufgaben wahrnehmen zu können. Die Ber ufungsklägerin sei bis zur Aufnahme des Getrenntlebens zu 80 % arbeitstätig gewesen, was daz u geführt habe, dass der gemein- same Sohn damals unter der Woche von seinen Eltern betr eut worden sei. Eine teilweise Dritt- betreuung durch seine Eltern entspreche somit der von den Parteien gemeinsam gewählten Situation. Die Berufungsklägerin könne sich um eine An stellung bemühen und habe ihre dies- bezüglichen Verpflichtungen wahrzunehmen, so dass eine B etreuung des gemeinsamen Soh- nes sowohl durch sie als auch durch den Kindsvater erfolgen könne. Sie gehe davon aus, dass sie eigenmächtig entscheiden könne, keiner Arbeitstätigke it mehr nachzugehen und den Sohn alleine betreuen zu dürfen, während der Kindsvater a rbeiten und nur zu einem erheblich redu- zierten Umfang den gemeinsamen Sohn betreuen solle. Di e vom Berufungsbeklagten ge- wünschte Betreuungssituation stehe in keiner Weise in irgendeinem Zusammenhang mit seinen finanziellen Verpflichtungen. 3.3 D er Begriff der Obhut hat mit dem neuen Recht, welches seit 1. Juli 2014 in Kraft ist, eine reduzierte Bedeutung erhalten, weil das Aufenthaltsbest immungsrecht neu nicht mehr in der Obhut enthalten ist, sondern vielmehr nun Teil der elt erlichen Sorge bildet. Die Obhut umfasst nach dem neuen Recht dementsprechend nur noch die Befu gnis, mit dem minderjährigen Kind in Hausgemeinschaft zu leben und für seine tägliche Betreuung und Erziehung zu sorgen; damit entspricht der so neu definierte Begriff der Obhut d em Begriff der „faktischen Obhut“ des alten Rechts. Mit der Obhut ist damit die Frage der Betreuu ng des Kindes im Alltag verbunden. An- geordnet werden kann die alternierende bzw. geteilte Obhut im Falle der Belassung der ge- meinsamen elterlichen Sorge als Alternative zur Zuweisun g der alleinigen Obhut an einen El- ternteil. In der alternierenden Obhut gibt es kein Be suchsrecht mehr und keine alleinerziehen- den Elternteile. Anders als nach der bisherigen Rechtsp rechung kann die Festlegung der alter- nierenden Obhut neu auch dann erfolgen, wenn diesbez üglich keine Einigung der Eltern be- steht; jedoch muss dies in jedem Fall mit dem Kindeswohl vereinbar sein und es ist die elterli- che Kooperationsfähigkeit in diesem Zusammenhang mit zu berücksichtigen. Das Wechselmo- dell ohne gemeinsamen Antrag kommt dann in Frage, w enn die Eltern bereits während des Zu- sammenlebens beide massgeblich an Pflege und Erziehung des Kindes beteiligt waren und das Kind alternierend betreut haben (vgl. zum Ganzen SCHWENZER /C OTTIER , in: Basler Kommentar, 5. Aufl. 2014, N 4 ff. zu Art. 298 ZGB mit weiteren Nachweisen). Anstatt bei fehlendem Eltern- konsens, wie unter altem Recht, von der alleinigen Ob hut auszugehen, ist die alternierende Obhut im Lichte einer kindes- und grundrechtskonformen Auslegung der neuen Gesetzesbe- stimmung tendenziell zu favorisieren. Die Grundannahme j eder Obhutszuteilung sollte mithin Seite 8 http://www.bl.ch/kantonsgericht sein, dass Kinder für eine gesunde psychische Entwicklung mö glichst beide Eltern brauchen und möglichst gleichmässigen Kontakt zu beiden Eltern hab en sollten (vgl. SÜNDERHAUF /W IDRIG , Gemeinsame elterliche Sorge und alternierende Obhu t, in: AJP 2014, S. 896/903). Ausgehend von diesen Prämissen erweist sich die Berufung der Kindsmutter als im Wesentlichen unbegründet. Das Kantonsgericht Base l-Landschaft, Abteilung Zivilrecht, geht mit der Vorinstanz einig, dass der Sohn der Parte ien im vorliegenden Fall im Sinne einer alternierenden Obhut zu gleichen Teilen abwechselnd be i jedem Elternteil leben und von die- sem betreut werden soll. Die Parteien räumen heute ei n, dass das verordnete Wechselmodell bislang im Wesentlichen funktioniert habe. Die Kindsmut ter meint zwar, dass der Sohn sie je- weils sehr vermisse. Es finden sich allerdings keine konkreten Anhaltspunkte, dass das Wohl des Kindes dadurch beeinträchtigt wäre. Vielmehr leid en Kinder, die sich nicht zwischen Mutter und Vater entscheiden müssen, nach dem aktuellen Stand der sozialwissenschaftlichen For- schung weniger unter Loyalitätskonflikten, Verlustängsten, Gefühlen des Verlassenseins und der Zurückweisung. Mehr gemeinsame Zeit mit beiden Elt ern in der alternierenden Betreuung führt zu einer engeren emotionalen Eltern-Kind-Bind ung und zu einer verbesserten Beziehung des Kindes zu beiden Eltern. Eine bessere bzw. engere Be ziehung des Kindes zum Vater geht jedenfalls nicht zulasten der Beziehung zur Mutter. Das Z ivilkreisgericht Basel-Landschaft West hat zutreffend erwogen, dass bei beiden Parteien erzie herische Fähigkeiten gegeben sind und beide Elternteile zeitlich die Möglichkeit haben, sich pe rsönlich um das Kind zu kümmern. Ge- gen die Betreuung der Grosseltern väterlicherseits währ end eines Tages unter der Woche sprechen keine Gründe und der Kindsvater beteiligt sich b ereits heute im Rahmen des ausge- dehnten Besuchsrechts wesentlich an der Pflege und der Er ziehung des Kindes. Die Kindsmut- ter kann diesen Überlegungen nichts Wesentliches entgege nsetzen. Die Bedenken der Beru- fungsklägerin, dass mit dem Wechsel zwischen den Elternhäu sern und der zusätzlichen Be- treuung durch die Eltern des Kindsvaters, welche das Kin d im Übrigen in der Wohnung des Ehemannes hüten, eine Belastung des Kindes verbunde n wäre, lassen sich wissenschaftlich nicht belegen. Es gibt keine Befunde, dass Kinder im Resi denzmodell gesünder sein sollen. Auch das Alter des Kindes spricht vorliegend nicht dagegen, zumal auch Kleinkinder in alternie- render Obhut ohne weiteres mit gleichen Betreuungszeit anteilen gut betreut werden können. Gerade bei Kleinkindern ist die Bedeutung des regelmässi gen Kontakts zu beiden Eltern wich- tig. Die Kindsmutter hält den konkreten Erwägungen de r Vorinstanz lediglich in allgemeiner Weise ihre eigene Auffassung entgegen, wonach es im Interesse des Kindes sein soll, wenn sie künftig keiner Berufstätigkeit mehr nachgeht und sich vo llumfänglich der Betreuung des Kindes widmen möchte. Inwiefern allerdings die Aufnahme ein er Erwerbstätigkeit bei einem Wechsel- modell den Parteien und dem Kind zum Nachteil gereich en soll, vermag sie mit der Berufung nicht aufzuzeigen. Da bei alternierender Obhut beide Eltern erwerbstätig sein können, verfügen die Familien in der Regel über ein höheres Gesamtei nkommen. Da das Armutsrisiko Alleiner- ziehender besonders hoch ist, erwächst aus der alternierenden Obhut insgesamt ein wirtschaft- licher Vorteil für die Familie, aber auch für die Vo lkswirtschaft. Eine Verbesserung der finanziel- len Verhältnisse der Familie wirkt sich nicht zuletzt auch zu Gunsten des Kindes aus. Die von der Berufungsklägerin ins Feld geführten finanziellen M otive des Ehemannes sind vor diesem Hintergrund nicht beachtlich. Die bisherigen Ausführu ngen sprechen allesamt dafür, dass vor- liegend die geteilte Obhut dem Kindeswohl entspricht. Fraglich ist einzig, ob die Kommunikation und Kooperationsfähigkeit der Eltern genügend gut f ür dieses Bestreuungssystem funktioniert. Seite 9 http://www.bl.ch/kantonsgericht Die Eltern haben anlässlich der heutigen Verhandlung einen besonnenen und teils auch selbst- kritischen Eindruck hinterlassen, so dass zu hoffen ist, dass sie ein Mindestmass an Kommuni- kation und Kooperation aufbringen, um die jeweilige Übergabe und die anfallenden Informati- onspflichten sachlich absprechen und durchführen zu können . Im Ergebnis pflichtet das Kan- tonsgericht Basel-Landschaft, Abteilung Zivilrecht, der Vorinstanz bei, dass trotz der aufgezeig- ten Kooperations- und Kommunikationsdefizite der Parteien die alternierende bzw. gemeinsame Obhut für das Kind die sich aufdrängende Lösung darstell t. Daraus folgt, dass dem Kindsvater zugestanden werden muss, weiterhin ein Arbeitspensum von 80 % auszuüben. Der vor- instanzliche Entscheid ist in diesem Punkt zu bestätigen u nd die Berufung gegen Ziffer 1 des Entscheides des Präsidenten des Zivilkreisgerichts Basel-Lan dschaft West (Kammer IV) vom 8. Juni 2016 somit abzuweisen. Der Zeitanteil, welche n das Kind beim Vater verbringt, ist aller- dings moderat zu reduzieren, um die Egalität der Eltern zu unterstreichen und den Parteien eine bessere Lastenverteilung zu ermöglichen. Der Kindsmutte r, welche künftig wohl einer Erwerbs- tätigkeit nachgehen wird, steht alternierend ein gan zer Tag am Wochenende zu. Dem Kind soll damit signalisiert werden, dass Mutter und Vater gleich bedeutend im Leben sind. In Abände- rung von Ziffer 2 des angefochtenen Entscheid hat der E hemann und Kindsvater das Kind in den geraden Kalenderwochen ab Freitag, 18.00 Uhr, bi s Dienstag, 18.00 Uhr und in den unge- raden Kalenderwochen ab Samstag, 18.00 Uhr, bis Dienst ag, 18.00 Uhr zu betreuen, während das Kind in den übrigen Zeiten durch die Mutter betre ut wird. Die Ferienreglung der Vorinstanz kann hingegen belassen werden, zumal der Kindsvater gewi llt und in der Lage ist, dafür die notwendige Zeit aufzuwenden. 4.1 Im Zusammenhang mit der Anpassung der Geldbeiträge, die der Kindsvater der beklagten Kindsmutter nach der Neuregelung der Obhut mitsamt de n Betreuungsanteilen schuldet, führte die Vorinstanz zusammengefasst aus, es sei dem Kläger zuzu gestehen, sein Arbeitspensum auf 80 % zu reduzieren, was eine Lohneinbusse von CHF 1‘ 100.00 zur Folge habe. Der Kinds- vater sei sodann berechtigt, eine eigene Wohnung zu beziehen. Er habe ab 1. Mai 2016 die Wohnung seines Bruders gemietet, welche sich in der gleich en Liegenschaft befinde, welche seine Eltern bewohnen würden. Der entsprechende Miet zins von CHF 1‘533.00 sei angemes- sen. Aufgrund der neuen Regelung der Betreuung sei sodann der Grundbetrag des Ehemannes von CHF 850.00 auf CHF 1‘350.00 zu erhöhen und ihm ei n Anteil von CHF 200.00 des Grund- betrages für das Kind anzurechnen. Der Grundbedarf d es Ehemannes belaufe sich daher auf CHF 3‘529.00 und derjenige der Ehefrau auf CHF 3‘39 9.00, so dass der eheliche Bedarf CHF 6‘928.00 betrage. Unter Berücksichtigung des Einkommens des Ehemannes von CHF 3‘825.00 und der Krankentaggelder der Ehefrau von CHF 2‘325. 00 resultiere eine sog. Unterdeckung, weshalb die Steuerlast nicht mehr einzurechnen sei. Zum al das Existenzminimum des Unter- haltsschuldners zu wahren sei, resultiere ein Unterhaltsbeitrag von CHF 300.00, den der Kinds- vater ab Aufnahme der reduzierten Arbeitstätigkeit ab 1. August 2016 zu leisten habe. 4.2 Die Berufungsklägerin hält dafür, der Ehemann sei zu verpflichten, monatlich für das Kind CHF 740.00 zuzüglich allfälliger Kinderzulagen und ihr persönlich ab 1. Juni 2016 CHF 1'973.00 und ab Wegfall der Taggeldleistungen CHF 2'323.00. z u bezahlen; eventualiter sei die Unter- haltsregelung des Entscheides vom 24. August 2015 zu bestä tigen. Sie rügt insbesondere, es bestünden erhebliche Zweifel daran, ob der vom Ehemann behauptete Wohnungswechsel tat- sächlich stattgefunden habe bzw. auf Dauer angelegt sei. Der behauptete Wohnungswechsel Seite 10 http://www.bl.ch/kantonsgericht bestehe in einem Abtausch mit der Wohnung der Familie des Bruders des Ehemannes. Die Wohnung, welche der Ehemann nun selber beanspruchen wolle, hätten der Bruder und dessen Familie gemietet. Gemäss den Vorbringen des Ehemannes wären diese drei Personen nun anstelle des Ehemannes zu den Eltern gezogen, damit di eser alleine deren Wohnung beziehen könne. Dass der Wohnungswechsel tatsächlich so praktiziert w erde und zwar auf längere Dau- er, sei mehr als fraglich. Es sei daher bei den Wohnkosten des Ehemannes weiterhin vom Be- trag gemäss Berechnung im Entscheid des Gerichtspräsidenten vom 24. August 2015, somit von CHF 600.00 pro Monat auszugehen. Die von der Vorin stanz angenommene Reduktion des Arbeitseinkommens des Ehemannes von 100 % auf 80 % und die Veränderung der Grundbe- träge gegenüber der Berechnung vom 24. August 2015 sei en die unmittelbare Folge der mit dem angefochtenen Entscheid vorgenommenen neuen Obhu ts- und Besuchsrechtsregelung. Die Berücksichtigung einer Lohnreduktion von 100 % auf 8 0 % auf Seiten des Ehemannes ab 1. August 2016 erscheine aber auch sonst nicht als korrekt . Dass der Ehemann tatsächlich auf Dauer eine derartige Lohnreduktion erfahren werde, sei keineswegs klar und nicht belegt. Be- züglich des vom Ehemann darüber hinaus behaupteten Wegfa lls der Zulage für die Teamleiter- Stellvertretung sei der Beweis nicht erbracht, dass diese Zulage dauerhaft weggefallen sei. 4.3 Das Kantonsgericht Basel-Landschaft, Abteilung Zivilrecht, ist hiervor zum Schluss ge- langt, dass das Kind unter die alternierende Obhut der Parteien zu stellen ist und hat die Be- treuungsanteile festgelegt. Daraus folgt, dass die alltä glichen Kosten für Wohnen, Verpflegung, Körperpflege, Mobilität und Freizeit, die während de n eigenen Betreuungszeiten anfallen, vom jeweiligen Ehegatten zu tragen sind. Die Geldbeiträge , die der Kindsvater der Kindsmutter mo- natlich für den weitergehenden Unterhalt, insbesonder e für Bekleidung, Körperpflege, Kranken- versicherung, Gesundheitskosten und Hobbies, zu leisten hat, legte die Vorinstanz nach der sog. zweistufigen Methode fest. Zweistufig bedeutet, da ss zuerst der konkrete Bedarf der Par- teien dem Gesamteinkommen gegenübergestellt und alsdann der rechnerische Überschuss auf das unterhaltsberechtigte Kind und die Ehegatten verte ilt wird (BGE 137 III 59 E. 4.2.3). Basis für die Bedarfsberechnung sind die Positionen, wie sie auch für die betreibungsrechtliche Exis- tenzminimumberechnung verwendet werden. Allerdings sind die von den Betreibungsämtern für die Ermittlung des pfändbaren Einkommens verwendeten Zahlen nicht direkt massgebend. Vielmehr müssen die eingesetzten Beträge im Zusammenhang mit den wirtschaftlichen Ver- hältnissen der Parteien stehen. Indes, je knapper die f inanziellen Verhältnisse, desto enger müssen sich die Gerichte für die Ermittlung des Bedarfs an die in Anwendung des Art. 93 SchKG entwickelten Grundsätze über die Pfändbarkeit des schuldnerischen Einkommens an- lehnen. Nach ständiger Rechtsprechung des Bundesgerichts ist dem Unterhaltsverpflichteten sodann für alle familienrechtlichen Unterhaltskategorien und in Abweichung zum Gleichbehand- lungsgrundsatz stets das betreibungsrechtliche Existenzminim um zu belassen, mit der Folge, dass die Unterhaltsberechtigten das ganze Manko zu tragen haben. Daraus folgt aber auch, dass dem Unterhaltsschuldner nicht mehr zu belassen ist als da s betreibungsrechtliche Exis- tenzminimum, solange die betreibungsrechtlichen Existenzmi nima der unterhaltsberechtigten Personen nicht gedeckt sind. Wenn die Mittel sehr eingesc hränkt sind, ist mithin zunächst das betreibungsrechtliche Existenzminimum des Unterhaltsschuldne rs, in zweiter Linie dasjenige des Kindes und zuletzt dasjenige des unterhaltsberechtigt en Ehegatten zu ermitteln und zu de- cken. Erst wenn das betreibungsrechtliche Existenzminimum aller Betroffenen gedeckt ist, kann es darum gehen, einen allfälligen Überschuss in eine erweiterte Bedarfsrechnung aufzunehmen Seite 11 http://www.bl.ch/kantonsgericht oder auf die Betroffenen zu verteilen. Diese Grundsä tze, welche die Vorinstanz für die Ermitt- lung des Unterhaltsbeitrages zur Anwendung brachte, wer den durch die Parteien grundsätzlich nicht in Frage gestellt und es besteht kein Anlass, die B erechnungsmethode abzuändern. Das Kantonsgericht Basel-Landschaft, Abteilung Zivilrecht, ge ht mit der Vorinstanz einig, dass dem Kindsvater ab August 2016 für die weitere Dauer des Ge trenntlebens nur noch das tatsächliche Einkommen von 80 % anzurechnen ist, damit er in der verbleibenden Zeit die persönliche Be- treuung des Kindes übernehmen kann. Aus dem gleichen Gru nd entfällt die Zulage für die Funktion als Teamleiter, da er diese künftig nicht me hr wahrnehmen kann. Die konkrete Höhe des Einkommens von CHF 3‘825.00 wurde durch die Vorinstanz anhand der vorgelegten Unter- lagen berechnet und von der Berufungsklägerin nicht we iter beanstandet. In Abweichung zum Entscheid vom 8. Juni 2016 erachtet es das Kantonsgeri cht Basel-Landschaft, Abteilung Zivil- recht, als angezeigt, den Grundbetrag des Kindesvaters von CHF 1‘350.00 auf CHF 1‘200.00 herabzusetzen. Im Rahmen der Berufung vom 19. Oktober 2015 wurde dem Kläger ein Grund- betrag von CHF 1‘100.00 zugestanden, da er damals noch in Hausgemeinschaft mit seinen Eltern lebte. Mittlerweile hat der Kindsvater zwar ei ne eigene Wohnung bezogen, welche sich allerdings in unmittelbarer Nachbarschaft der Eltern b efindet. Der Kläger kann mithin nach wie vor von einer Einsparung in den allgemeinen Lebenshaltu ngskosten - insb. beim Einkauf und der Zubereitung der Nahrung - profitieren, so dass ei ne Reduktion des Grundbetrages um mo- natlich CHF 150.00 als richtig erscheint. Gleichfalls ist der Grundbetrag für das Kind um CHF 50.00 herabzusetzen, nachdem der Betreuungsanteil der Kindsmutter durch das Kantons- gericht Basel-Landschaft, Abteilung Zivilrecht, etwas erw eitert wurde und der Beklagten nebst der Betreuung und dem Zuschlag für die Krankenversicheru ng des Kindes, sämtliche weiteren Kosten verbleiben. Hingegen sind dem Berufungsbeklagten die Wohnkosten von CHF 1‘533.00 inkl. Nebenkosten zuzugestehen. Die entsprechenden Kosten werden durch den Untermietver- trag vom 1. April 2016 ausgewiesen und sind masslich vertr etbar. Es finden sich keine Anhalts- punkte, welche über blosse Zweifel hinausgehen, dass der W echsel des Klägers in die Woh- nung seines Bruders bloss vorgeschoben sein könnte. Es result iert somit ein Grundbedarf des Kindsvaters von CHF 3‘329.00, der sich aus dem Grundbetra g von CHF 1‘200.00, einem Anteil von CHF 150.00 am Grundbetrag des Sohnes, den Wohnkosten von CHF 1‘533.00, der Prämie der Krankenversicherung von CHF 370.00 sowie den Kosten für die Fahrten zum Arbeitsplatz von CHF 76.00 ergibt. Da der Grundbedarf der Parteie n offensichtlich das momentan verfügba- re gemeinsame Einkommen übersteigt und ein sog. Manko fall vorliegt, ist dem unterhaltspflich- tigen Kindsvater das Existenzminimum zu belassen. Die Diffe renz zwischen dem Einkommen von CHF 3‘825.00 und dem Grundbedarf des Berufungsbeklagten beläuft sich auf CHF 500.00. Ziffer 3 des Entscheids des Präsidenten des Zivilkreisgericht s Basel-Landschaft West vom 8. Juni 2016 ist somit dahingehend abzuändern, dass in teilweiser Abänderung des Entscheids vom 24. August 2015 der Ehemann der Ehefrau an den Unterhalt des Kindes mit Wirkung ab 1. August 2016 monatliche und vorauszahlbare Unterhaltsbe iträge von CHF 500.00 zuzüglich all- fälliger Kinderzulagen zu bezahlen hat. Die weitergehende Berufung ist hingegen abzuweisen. 5. Die Parteien ersuchen um unentgeltliche Rechtspflege für das Rechtsmittelverfahren vor dem Kantonsgericht, Abteilung Zivilrecht. Gemäss Art. 11 7 ff. ZPO hat eine Person Anspruch auf unentgeltliche Rechtspflege, wenn sie nicht über di e erforderlichen Mittel verfügt und wenn ihre Rechtsbegehren nicht aussichtslos erscheinen. Die unen tgeltliche Rechtspflege umfasst Seite 12 http://www.bl.ch/kantonsgericht die Befreiung von Vorschuss- und Sicherheitsleistungen sow ie Gerichtskosten. Auf einen un- entgeltlichen Rechtsbeistand hat die Partei Anspruch, soweit es zur Wahrung ihrer Rechte not- wendig ist. Für die Beurteilung der Prozessbedürftigkei t sind die wirtschaftlichen Verhältnisse der gesuchstellenden Person im Zeitpunkt der Gesuchseinr eichung massgebend. Nach der basellandschaftlichen Gerichtspraxis gilt eine Person als m ittellos, wenn ihr Einkommen kleiner als das um 15 % des Grundbetrages und die laufende Steu erbelastung erweiterte betreibungs- rechtliche Existenzminimum ist. Aus dem Vorstehenden ergibt sich ohne weiteres, dass die Par- teien im Moment über keine genügenden Mittel verfüge n, welche ihnen die Tragung der anfal- lenden Prozesskosten erlauben würden. Es wird den Partei en daher die unentgeltliche Rechts- pflege für das Berufungsverfahren gewährt. Ausser Frag e steht sodann, dass den Ehegatten auch die vorgeschlagenen Rechtsbeistände beizuordnen sin d, zumal die Schwierigkeiten der sich im vorliegenden Verfahren stellenden Fragen in re chtlicher und tatsächlicher Hinsicht die Parteien überfordern. 6. Es bleibt über die Verteilung der Prozesskosten, bestehe nd aus den Gerichtskosten sowie der Parteientschädigung (Art. 95 Abs. 1 ZPO), des Beru fungsverfahrens zu befinden. Massge- bend für die Regelung der Kostenfolgen sind die Bestim mungen der Art. 104 ff. ZPO, die auch im Berufungsverfahren gelten, da im Gesetz für das Rechtsm ittelverfahren keine speziellen Kostenvorschriften enthalten sind (S EILER , Die Berufung nach ZPO, Rz. 1560). Gemäss Art. 106 Abs. 1 ZPO werden die Prozesskosten der unterliegenden Partei auferlegt. Hat keine Partei vollständig obsiegt, so werden die Prozesskosten nach dem Ausgang des Verfahrens verteilt (Art. 106 Abs. 2 ZPO). In familienrechtlichen Verfahr en kann das Gericht von den Verteilungs- grundsätzen abweichen und die Prozesskosten nach Ermessen ver teilen (Art. 107 Abs. 1 lit. c ZPO). Nach dem Vorstehenden erwiesen sich die Rügen de r Berufungsklägerin insoweit als teilweise begründet, als der Anteil ihrer Betreuung e twas ausgeweitet und der Unterhalt an das Kind gegenüber dem Entscheid der Vorinstanz erhöht wur de. Entsprechend diesem Verfahren- sausgang haben die Parteien die Gerichtskosten je hälf tig zu tragen, wobei die Entscheidge- bühr für das Berufungsverfahren in Anwendung von § 9 Abs. 1 i.V. mit § 8 Abs. 1 lit. a des Ge- bührentarifs (SGS 170.31) auf pauschal CHF 2‘000.00 f estzusetzen ist. Diese Kosten hat vor- läufig der Staat zu tragen, weil den Parteien die unentgeltliche Rechtspflege bewilligt wurde. Die Parteientschädigungen sind analog der Verteilung der G erichtskosten zu verlegen, so dass die Parteien grundsätzlich die entsprechenden Kosten selb st zu tragen haben. Zumal den Parteien aber unentgeltliche Rechtsbeistände bestellt wurden, sind deren Honorare in Anwendung von Art. 122 Abs. 1 lit. a ZPO einstweilen durch die Gerichtskasse zu übernehmen. Die von Advokat Roger Wirz eingereichte Honorarnote mit Leistungsaufste llung vom 26. September 2016 weist einen Zeitaufwand von 14 ½ Stunden aus, wobei ein Stu ndenansatz von CHF 200.00 anzu- wenden ist (vgl. § 3 Abs. 2 Tarifordnung für die Anwä ltinnen und Anwälte; SGS 178.112). Die- ser Aufwand und die geltend gemachten Auslagen sind n icht zu beanstanden und um die heu- tige Parteiverhandlung von 2 ½ Stunden zu erweitern, so dass Advokat Roger Wirz eine Ent- schädigung von CHF 3‘400.00 zuzüglich Auslagen von CHF 73 .50 und Mehrwertsteuer von CHF 277.90 auszuzahlen ist. Die Honorarnote von Advokatin Claudia Stehli vom 27. September 2016 belegt einen Aufwand von 10.78 Stunden und ist allemal angemessen. Zusätzlich sind die Auslagen und die Mehrwertsteuer zu entschädigen, so dass de r unentgeltlichen Rechtsbeistän- din des Berufungsbeklagten ein Betrag von CHF 2‘412.50 aus der Gerichtskasse ausgerichtet Seite 13 http://www.bl.ch/kantonsgericht werden kann. Die Parteien sind zur Nachzahlung der Ge richtskosten und der Entschädigungen an die unentgeltlichen Rechtsbeistände verpflichtet, sobal d sie dazu in der Lage sind. Sie ha- ben eine Verbesserung ihrer finanziellen Situation der Gerichtsverwaltung des Kantons Basel- Landschaft umgehend zu melden. Der Anspruch des Kanton s verjährt zehn Jahre nach Ab- schluss des Verfahrens (Art. 123 ZPO). Demnach wird erkannt: ://: 1. Die Berufung wird teilweise gutgeheissen. In Abänderung von Ziffer 2 des Entscheides des Präsidenten des Zivil- kreisgerichts Basel- Landschaft West (Kammer IV) vom 8. Juni 2016 betreut der Ehemann und Kindsvater das Kind in den ge raden Kalen- derwochen ab Freitag, 18.00 Uhr, bis Dienstag, 18.00 Uhr und in den ungeraden Kalenderwochen ab Samstag, 18.00 Uhr, bis Dienstag, 18.00 Uhr sowie während sechs Wochen Ferien im Jahr. In den übrigen Zeiten wird das Kind durch die Mutter betreut. In Abänderung von Ziffer 3 des Entscheides des Präsidenten des Zivil- kreisgerichts Basel- Landschaft West (Kammer IV) vom 8. Juni 2016 hat der Ehemann der Ehefrau an den Unterhalt des Kindes m it Wirkung ab 1. August 2016 monatliche und vorauszahlbare Unterhalt sbeiträge von CHF 500.00 zuzüglich allfälliger Kinderzulagen zu bezahlen. Die weitergehende Berufung wird abgewiesen. 2. Den Parteien wird die unentgeltliche Rechtspfle ge für das Berufungs- verfahren bewilligt. Advokat Roger Wirz wird als unentg eltlicher Rechts- beistand der Berufungsklägerin und Advokatin Claudia S tehli wird als unentgeltliche Rechtsbeiständin des Berufungsbeklagten eingesetzt. 3. Die Entscheidgebühr für das kantonsgerichtliche Verfahren in der Höhe von CHF 2‘000.00 wird den Parteien je zur Hälfte aufe rlegt. Zufolge unentgeltlicher Rechtspflege für beide Parteien gehe n diese Kosten vorläufig zu Lasten der Gerichtskasse. 4. Es sind gegenseitig keine Parteientschädigungen auszu richten. An die unentgeltlichen Rechtsbeistände der Parteien we rden folgende Entschädigungen inkl. Auslagen und MWST aus der Gerichtska sse ausbezahlt: - CHF 3‘751.40 an Advokat Roger Wirz; - CHF 2‘412.50 an Advokatin Claudia Stehli. 5. Die Parteien sind zur Nachzahlung der Gerichtskosten u nd der Ent- schädigungen an die unentgeltlichen Rechtsbeistände ve rpflichtet, so- bald sie dazu in der Lage sind. Der Anspruch des Kantons verjährt zehn Jahre nach Abschluss des Verfahrens. Präsident Roland Hofmann Gerichtsschreiber Andreas Linder Seite 14 http://www.bl.ch/kantonsgericht Gegen diesen Entscheid wurde ein Rechtsmittel an das Bundesgericht ergriffen (5A_888/2016)