Abteilung II B-4236/2009 {T 0/2} U r t e i l v o m 6 . J u l i 2 0 0 9 Richter Frank Seethaler (Vorsitz), Richter Jean- Luc Baechler, Richterin Eva Schneeberger, Gerichtsschreiberin Marion Spori Fedail. X._______, vertreten durch Rechtsanwalt Dr. Jürg Peyer, Löwenstrasse 17, 8001 Zürich Beschwerdeführer, gegen Eidg. Finanzmarktaufsicht FINMA, Einsteinstrasse 2, 3003 Bern, Vorinstanz, Verbot der Effektenhändlertätigkeit/ Werbeverbot/ Verfahrenskosten und Parteientschädigung. B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t T r i b u n a l a d m i n i s t r a t i f f é d é r a l T r i b u n a l e a m m i n i s t r a t i v o f e d e r a l e T r i b u n a l a d m i n i s t r a t i v f e d e r a l Besetzung Parteien GegenstandB-4236/2009 Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest und erwägt, dass die Vorinstanz ab März 2007 ein umfangreiches Aufsichtsverfah- ren wegen des Verdachts unbewilligter Effektenhändlertätigkeiten im Zusammenhang mit dem Handel von Y.-Aktien führte; dass sie in diesem Zusammenhang am 30. August 2007 eine Verfü- gung gegen 18 Verfügungsadressaten, darunter den Beschwerdefüh- rer und die A. AG, erliess; dass die Vorinstanz in dieser Verfügung gegenüber 14 der Verfügungs- adressaten, insbesondere auch gegenüber der A. AG, nicht aber ge- genüber dem Beschwerdeführer, feststellte, dass sie ohne Bewilligung gewerbsmässig Effektenhändlertätigkeiten ausgeübt und damit gegen das Börsengesetz verstossen hätten; dass sie ebenfalls in dieser Verfügung gegenüber dem Beschwerde- führer als Verwaltungsrat der A. AG ein Verbot, als Effektenhändler tä- tig zu sein bzw. Werbung für diese Tätigkeit zu betreiben, aussprach, unter Androhung von Sanktionen im Zuwiderhandlungsfall (Dispositiv Ziff. IV.21, IV.22 und IV.23), und bestimmte, alle 18 Verfügungsadres- saten hätten die Untersuchungskosten (Fr. 372'880.-) sowie die vorins- tanzlichen Verfahrenskosten (Fr. 50'000.-) unter solidarischer Haftung zu tragen (Dispositiv Ziff. V. 26 und 27); dass der Beschwerdeführer, vertreten durch Rechtsanwalt Dr. Jürg Peyer, am 1. Oktober 2007 beim Bundesverwaltungsgericht Beschwer- de gegen die Verfügung der Vorinstanz vom 30. August 2007 erhob, mit dem Antrag, Dispositiv Ziff. IV.21, 22 und 23 sowie Ziff. V. 26 und 27 seien, soweit ihn selber betreffend, aufzuheben, unter Kosten- und Entschädigungsfolge zulasten der Vorinstanz; dass das Bundesverwaltungsgericht diese Beschwerde am 3. Septem- ber 2008 vollumfänglich abwies (Verfahren B-6608/2007); dass der Beschwerdeführer am 13. Oktober 2008 mit dem Antrag an das Bundesgericht gelangte, das Urteil des Bundesverwaltungsge- richts bzw. Dispositiv Ziff. IV.21, 22 und 23 sowie Ziff. V. 26 und 27 der Verfügung der Vorinstanz seien, soweit ihn selber betreffend, aufzuhe- ben; Seite 2B-4236/2009 dass das Bundesgericht diese Beschwerde mit Urteil vom 16. Juni 2009 teilweise guthiess und das Urteil des Bundesverwaltungsgerichts vom 3. September 2008 insofern aufhob, als darin bezüglich des Beschwerdeführers die Ziffern V.26 bzw. V.27 des Dispositivs der Verfügung der Vorinstanz vom 30. August 2007 bestätigt worden seien und sich das Urteil des Bundesgerichts auf den Kostenentscheid des Bundesverwaltungsgerichts auswirke; dass die Beschwerde im Übrigen abgewiesen wurde, soweit darauf einzutreten war; dass das Bundesgericht zur Begründung unter anderem ausführte, die Auferlegung der Kosten zu Lasten des Beschwerdeführers erweise sich aufgrund der Umstände des Einzelfalles als unverhältnismässig, da ihm persönlich keine illegale Aktivität als Finanzintermediär und damit kein Verstoss gegen das Börsengesetz vorgeworfen werde sowie er selber nicht Teil der Gruppe und sein Beitrag zu deren illegalen Aktivitäten als Verwaltungsrat der A. AG nur mittelbarer Natur gewesen sei; dass nach Art. 67 des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (BGG, SR 173.110) das Bundesgericht die Kosten des vorangegange- nen Verfahrens anders verteilen kann, wenn der angefochtene Ent- scheid geändert wird; dass das Bundesgericht die Festsetzung der Parteientschädigung des vorinstanzlichen Verfahrens der Vorinstanz übertragen kann (Art. 68 Abs. 5 BGG); dass das Bundesgericht in seinem Urteil erklärt, das Bundesverwal- tungsgericht habe über die Kosten seines Verfahrens neu zu befinden; dass der Beschwerdeführer gemäss dem Ausgang des bundesgericht- lichen Verfahrens im Verfahren vor dem Bundesverwaltungsgericht teil- weise obsiegt, nämlich bezüglich seines Antrags, die Kostenauflage- verfügungen von Dispositiv Ziff. V.26 und 27 der Verfügung der Vorins- tanz vom 30. August 2007 seien – soweit ihn selber betreffend – aufzu- heben; dass es sich daher in Anwendung von Art. 63 Abs. 1 des Bundesgeset- zes vom 20. Dezember 1968 über das Verwaltungsverfahren (VwVG, Seite 3B-4236/2009 SR 172.021) rechtfertigt, die ihm auferlegten Verfahrenskosten zu er- mässigen; dass die Verfahrenskosten dem Beschwerdeführer demnach zur Hälfte aufzuerlegen sind und Fr. 1'250.- betragen; dass dem Beschwerdeführer somit ein Betrag von Fr. 1'250.- zurückzu- erstatten ist; dass der teilweise obsiegenden Partei von Amtes wegen oder auf Be- gehren eine Entschädigung für ihr erwachsene notwendige und ver- hältnismässig hohe Kosten zusprechen ist (Art. 64 Abs. 1 VwVG); dass die Parteientschädigung die Kosten der Vertretung sowie allfälli- ge weitere notwendige Auslagen der Partei umfasst (Art. 8 des Regle- ments vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]); dass die Parteientschädigung entsprechend zu kürzen ist, wenn die Partei nur teilweise obsiegt (Art. 7 Abs. 2 VGKE); dass die Parteientschädigung mangels einer Kostennote seitens des Anwalts des Beschwerdeführers auf Grund der Akten auf Fr. 2'000.- (inkl. MWST) festgesetzt (Art. 14 Abs. 2 VGKE) und der Vorinstanz auferlegt wird (Art. 64 Abs. 2 VwVG). Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 1. Die dem Beschwerdeführer auferlegten Verfahrenskosten für das Verfahren B-6608/2007 werden zur Hälfte reduziert und auf Fr. 1'250.- festgesetzt. Dem Beschwerdeführer wird nach Eintritt der Rechtskraft dieses Urteils ein Betrag von Fr. 1'250.- aus der Gerichtskasse zurückerstattet. 2. D em Beschwerdeführer wird für das Verfahren B-6608/2007 eine Par- teientschädigung von Fr. 2'000.- (inkl. MWST) zu Lasten der Vorinstanz zugesprochen. Seite 4B-4236/2009 3. Dieses Urteil geht an: - den Beschwerdeführer (Gerichtsurkunde; Beilage: Rückerstattungs- formular) - die Vorinstanz (Gerichtsurkunde) Der vorsitzende Richter: Die Gerichtsschreiberin: Frank Seethaler Marion Spori Fedail Rechtsmittelbelehrung: Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen nach Eröffnung beim Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, Beschwerde in öffentlich-rechtli- chen Angelegenheiten geführt werden (Art. 82 ff., 90 ff. und 100 des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]). Die Rechtsschrift ist in einer Amtssprache abzufassen und hat die Begeh- ren, deren Begründung mit Angabe der Beweismittel und die Unter- schrift zu enthalten. Der angefochtene Entscheid und die Beweismittel sind, soweit sie die beschwerdeführende Partei in Händen hat, beizu- legen (vgl. Art. 42 BGG). Versand: 14. Juli 2009 Seite 5