<h2>SubmittedText<h2><p>Der Bundesrat wird beauftragt, Massnahmen zu erarbeiten, um die Beratung von Frauen mit Problemschwangerschaften zu optimieren, sodass betroffene Frauen ein umfassendes Bild über Risiken einer Abtreibung erhalten.</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Wie der Bundesrat in seinen Antworten auf die Interpellationen 19.3754 und 16.4043 (beide von Siebenthal) dargelegt hat, sind Schwangerschaftsabbrüche im Schweizerischen Strafgesetzbuch im Artikel 119 Absätze 4 und 5 geregelt. Der Bundesrat ist zudem in der Antwort auf die Interpellation 19.3754 von Siebenthal darauf eingegangen, dass ein Schwangerschaftsabbruch eine medizinische Leistung ist. Die Beratung der schwangeren Frauen über ihre Rechte und ihre Möglichkeiten erfolgt gemäss Protokoll der Schweizerischen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe SGGG.</p><p>Die Beratungen betreffen häufiger gesundheitlich-medizinische, aber auch psychosoziale Fragen. Bei psychosozialen Herausforderungen können die Ärztinnen und Ärzte schwangeren Frauen zusätzlich zur ärztlichen Betreuung eine psychosoziale Beratung bei einer anerkannten Schwangerschaftsberatungsstelle empfehlen. Auf dieses Angebot hat der Bundesrat in der Antwort auf die Interpellation 19.3754 von Siebenthal hingewiesen. So haben schwangere Frauen und ihr Umfeld gemäss Bundesgesetz vom 9. Oktober 1981 über die Schwangerschaftsberatungsstellen (<a href="https://www.admin.ch/opc/de/classified-compilation/19810262/index.html">SR 857.5</a>) Anrecht auf kostenlose Beratung und Unterstützung durch eine Beratungsstelle für sexuelle Gesundheit und Familienplanung. Jährlich werden in diesem Rahmen über 12'000 schwangere Frauen und ihre Begleitpersonen beraten und begleitet.</p><p>Schwangeren Frauen und ihren Begleitpersonen stehen schweizweit Angebote für fachlich anerkannte medizinische und psychosoziale Beratung zur Verfügung. Der Bundesrat sieht keinen Handlungsbedarf.</p>  Der Bundesrat beantragt die Ablehnung der Motion.