<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2004.00516</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=204926&amp;W10_KEY=13013566&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2004.00516</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 24.03.2005</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">3. Abteilung/3. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Ãbriges Verwaltungsrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Wasserversorgung</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Einbau von Wasserezählern in den Liegenschaften der Beschwerdeführerin: Die Gemeinde verpflichtete die Beschwerdeführerin zum Einbau von sechs Wasseruhren, wobei die Installationskosten von Fr. 26'000.- von der Gemeinde getragen werden (E.1). Für die Installation von Wasseruhren besteht in § 26 WasserwirtschaftsG und § 2 WasserversorgungsV eine gesetzliche Grundlage. Das öffentliche Interesse besteht in der Ermöglichung des individuellen Wasserverbrauchs. Die geringfügige Einschränkung des Eigentums erweist sich als verhältnismässig (E.2). Abweisung der Beschwerde und Kostenfolge (E.3).</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: GESETZLICHE GRUNDLAGE">GESETZLICHE GRUNDLAGE</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ÃFFENTLICHES INTERESSE">ÃFFENTLICHES INTERESSE</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: VERHÃLTNISMÃSSIGKEIT">VERHÃLTNISMÃSSIGKEIT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: Besonderes Verwaltungsrecht (ohne...) ST: WASSERRECHT UND GEWÃSSERSCHUTZ">WASSERRECHT UND GEWÃSSERSCHUTZ</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: WASSERVERSORGUNG">WASSERVERSORGUNG</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="gerade">§ 26 WasserwirtschaftsG</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 4 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Sachverhalt1"><b><span>I. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Der Gemeinderat X beschloss am 3. Februar 2004, in den Liegenschaften der A AG auf Gut L seien gemÃ¤ss einem in den ErwÃ¤gungen dargelegten Konzept insgesamt sechs WasserzÃ¤hler einzubauen (Disp.-Ziff. 1). Der Einbau sei von der EigentÃ¼merin zu dulden und habe nach den technischen Weisungen des Gemeindebauamtes durch die von der Gemeinde beauftragte Installationsfirma sowie den Brunnenmeister zu erfolgen (Disp.-Ziff. 2). FÃ¼r die Montage der WasserzÃ¤hler sowie die dadurch notwendige Anpassung der Installation werde ein Rahmenkredit von Fr. 26'000.- bewilligt. Der abgerechnete Aufwand gehe je hÃ¤lftig zulasten der Sonderrechnungen </span><span>"</span><span>Wasserversorgung</span><span>"</span><span> und </span><span>"</span><span>Kanalisation/KlÃ¤rgebÃ¼hren</span><span>"</span><span> (Disp.-Ziff. 3).</span></p> <p class="Sachverhalt1"><b><span>II. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Mit einem gegen diesen Beschluss erhobenen Rekurs beantragte die A AG, der angefochtene Beschluss sei aufzuheben. Der Bezirksrat Y wies das Rechtsmittel am 15. Oktober 2004 vollumfÃ¤nglich ab und verpflichtete die Rekurrentin zur Bezahlung der Verfahrenskosten und einer ParteientschÃ¤digung an den Rekursgegner.</span></p> <p class="Sachverhalt1"><b><span>III. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Gegen den Rekursentscheid erhob die A AG am 22. November 2004 Beschwerde an das Verwaltungsgericht und beantragte, der Gemeinderatsbeschluss vom 3. Februar 2004 sei aufzuheben, unter Kosten- und EntschÃ¤digungsfolgen gemÃ¤ss Prozessausgang. Der Bezirksrat Y verzichtete am 7. Dezember 2004 auf eine Vernehmlassung und beantragte die Abweisung der Beschwerde, unter Kosten- und EntschÃ¤digungsfolge zulasten der BeschwerdefÃ¼hrerin. Der Gemeinderat X beantwortete die Beschwerde am 15. Februar 2005 und beantragte ebenfalls deren Abweisung, unter Kosten- und EntschÃ¤digungsfolge zulasten der BeschwerdefÃ¼hrerin.</span></p> <p class="Einzug1"><span>Die Kammer</span><span> zieht in ErwÃ¤gung:</span></p> <p class="Erwgung1"><b><span>1. </span></b><span> </span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>1.1 </span></b><span>Auf dem ausserhalb der Bauzonen gelegenen GrundstÃ¼ck der BeschwerdefÃ¼hrerin befinden sich verschiedene Liegenschaften sowie eine Quelle, deren Ertrag Ã¼ber das Pumpwerk M in die kommunale Wasserversorgung eingespiesen wird. GestÃ¼tzt auf einen nicht mehr auffindbaren Vertrag mit der Gemeinde aus dem Jahr 1961 soll die BeschwerdefÃ¼hrerin als EigentÃ¼merin des QuellgrundstÃ¼cks berechtigt sein, von der Gemeinde unentgeltlich Trinkwasser fÃ¼r ihre Liegenschaften zu beziehen, dies maximal bis zum Quellertrag; im Gegenzug dazu hat sie aber die Stromkosten fÃ¼r das Pumpwerk M zu Ã¼bernehmen. </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Der Gemeinderat X verpflichtete die BeschwerdefÃ¼hrerin am 1. Juni 1999 zum Einbau von Wasseruhren in den betroffenen Liegenschaften und zur Ãbernahme der voraussichtlichen Installationskosten von ca. Fr. 16'800.-. Die BeschwerdefÃ¼hrerin rekurrierte gegen diesen Beschluss mit Erfolg an den Bezirksrat Y. Dieser erkannte in seinem Rekursentscheid vom 2. November 1999 zwar sowohl eine gesetzliche Grundlage fÃ¼r die auferlegte Pflicht als auch ein gewisses Ã¶ffentliches Interesse am Einbau der Wasseruhren, gewichtete demgegenÃ¼ber aber das dem Ã¶ffentlichen Interesse entgegenstehende private Interesse an der Vermeidung von Kosten als Ã¼berwiegend.</span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>1.2 </span></b><span>Der vorliegend angefochtene Beschluss auferlegt der BeschwerdefÃ¼hrerin nun lediglich die Pflicht, den Einbau von sechs Wasseruhren in ihren Liegenschaften zu dulden. Zur BegrÃ¼ndung seines Beschlusses stÃ¼tzte sich der Gemeinderat X im Wesentlichen auf § 26 des Wasserwirtschaftsgesetzes vom 2. Juni 1991 (WasserwirtschaftsG, LS 724.11), wonach Trinkwasser in der Regel nur Ã¼ber Messeinrichtungen abzugeben sei. Davon kÃ¶nne nach § 2 Abs. 2 der Verordnung Ã¼ber die Wasserversorgung vom 14. Oktober 1992 (WasserversorgungsV, LS 724.41) befreit werden, wenn nur provisorisch oder sporadisch Wasser bezogen werde oder die Installation zu unverhÃ¤ltnismÃ¤ssigen Kosten fÃ¼hren wÃ¼rde. Bei bestehenden Bauten mÃ¼ssten die WasserzÃ¤hler gemÃ¤ss § 11 Abs. 1 in Verbindung mit § 12 WasserversorgungsV bis spÃ¤testens am 1. Januar 1998 installiert werden. Diese Pflicht gelte unabhÃ¤ngig davon, ob der WasserbezÃ¼ger das Wasser gegen Entgelt oder kostenlos beziehe. Die Gemeinde habe ein Interesse am Einbau von WasserzÃ¤hlern auf Gut L, um Ã¼ber korrekte Grundlagen fÃ¼r die Bemessung des Wasserverbrauches und fÃ¼r die Fakturierung der AbwasserbenÃ¼tzungsgebÃ¼hren zu verfÃ¼gen. Es seien keine privaten Interessen ersichtlich, die dem Einbau auf Kosten der Gemeinde entgegenstÃ¼nden. </span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>1.3 </span></b><span>Der Bezirksrat schÃ¼tzte diese Argumentation im Wesentlichen und unter Verweis auf seinen Entscheid vom 2. November 1999. Er erwog, die Gemeinden seien zur Installation der WasserzÃ¤hler verpflichtet und kÃ¶nnten nur im Rahmen von § 2 Abs. 2 WasserversorgungsV darauf verzichten. Es kÃ¶nne daher nicht darum gehen zu prÃ¼fen, ob die Installation der WasserzÃ¤hler geeignet und notwendig sei, das im Ã¶ffentlichen Interesse liegende Ziel der Erfassung des Wasserverbrauchs zu verwirklichen. Die Einrede der unverhÃ¤ltnismÃ¤ssigen Kosten sei ausgeschlossen, da diese Kosten von der Gemeinde und nicht von der Rekurrentin getragen wÃ¼rden. Die Rekurrentin mache nicht geltend, dass nur provisorisch oder sporadisch Wasser bezogen werde, wofÃ¼r es auch keine Hinweise gÃ¤be. Dass die Gemeinde mit der Installation der WasserzÃ¤hler den Vertrag zwischen den Parteien torpedieren wolle, sei unbelegt und irrelevant. Die gesetzliche Verpflichtung zur Installation der WasserzÃ¤hler bestehe auch unter BerÃ¼cksichtigung der dadurch notwendigerweise entstehenden baulichen Massnahmen, zumal mit Blick auf das Gebot der Rechtsgleichheit nicht einzusehen sei, warum die Rekurrentin diesbezÃ¼glich besser gestellt werden solle als die Ã¼brigen WasserbezÃ¼ger.</span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>1.4 </span></b><span>Die BeschwerdefÃ¼hrerin bringt dagegen vor, es brauche vorliegend keine Messeinrichtungen, weil gar kein Wasserbezug im Sinne des WasserwirtschaftsG vorliege. Es gehe der Gemeinde nur darum, ein Instrumentarium zu schaffen, um der BeschwerdefÃ¼hrerin hÃ¶here GebÃ¼hren belasten zu kÃ¶nnen. FÃ¼r die Planung der Wasserversorgung dÃ¼rfe der Quellertrag des Pumpwerkes M ohnehin nicht einbezogen werden, da dieser fÃ¼r die Liegenschaften der BeschwerdefÃ¼hrerin reserviert sei. Dass der Wasserbezug der BeschwerdefÃ¼hrerin den Quellertrag Ã¼berschreite, mache die Gemeinde nicht geltend und sei aufgrund der UmstÃ¤nde auszuschliessen. Der Einbau der Wasseruhren sei unverhÃ¤ltnismÃ¤ssig. Das Ã¶ffentliche Interesse an der Kontrolle einer nicht fÃ¼r die Ã¶ffentliche Wasserversorgung relevanten Wassermenge sei Ã¤usserst gering oder Ã¼berhaupt nicht vorhanden. DemgegenÃ¼ber wÃ¼rde die BeschwerdefÃ¼hrerin mit verschiedenen Unannehmlichkeiten belastet wie dem Einbau, dem Raumverlust, dem Unterhalt bzw. der Wartung der Uhren sowie dem Kontroll- und Ableseprozedere. Zudem sei mit einer Wasseruhrmiete zu rechnen. Da die BeschwerdefÃ¼hrerin gar kein der Ã¶ffentlichen Wasserversorgung unterstelltes Trinkwasser beziehe, liege ein Anwendungsfall von § 2 Abs. 2 WasserversorgungsV vor. Selbst bei einem relevanten Trinkwasserbezug seien nicht sechs Wasseruhren notwendig, sondern wÃ¼rde eine solche am richtigen Ort genÃ¼gen, die BeschwerdefÃ¼hrerin weniger belasten und die Gemeinde deutlich weniger kosten.</span></p> <p class="Erwgung1"><b><span>2. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Der angefochtene Beschluss auferlegt der BeschwerdefÃ¼hrerin lediglich die Pflicht, den Einbau von sechs Wasseruhren zu dulden. Eine Baupflicht bzw. eine Pflicht zur Ãbernahme der Einbaukosten oder eine GebÃ¼hrenpflicht fÃ¼r den kÃ¼nftig gemessenen Wasserbezug wurde ihr dabei nicht auferlegt. Der Eingriff ins Eigentum der BeschwerdefÃ¼hrerin erweist sich damit als geringfÃ¼gig, bedarf aber als solcher ebenfalls einer gesetzlichen Grundlage, muss durch ein Ã¶ffentliches Interesse gerechtfertigt und verhÃ¤ltnismÃ¤ssig sein (Art. 36 der Bundesverfassung).</span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>2.1 </span></b><span>Die gesetzliche Grundlage fÃ¼r die Installation von Wasseruhren ergibt sich, wie die Vorinstanzen richtig dargelegt haben, aus § 26 WasserwirtschaftsG und § 2 WasserversorgungsV. Die Einzelheiten betreffend Einbau und Standort von WasserzÃ¤hlern sind sodann in den Art. 39 und 41 des Reglements der Wasserversorgung X vom 1. August 2000 (Wasserreglement) geregelt. </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Die Liegenschaften der BeschwerdefÃ¼hrerin beziehen das Trinkwasser Ã¼ber die Wasserversorgung aus dem Ã¶ffentlichen Wassernetz. Dies gilt unabhÃ¤ngig davon, ob die kommunale Wasserversorgung ihrerseits unter anderem mit Quellwasser vom GrundstÃ¼ck der BeschwerdefÃ¼hrerin gespiesen wird. Insofern kommt es bei der Anwendung von § 26 WasserwirtschaftsG nicht darauf an, ob zwischen der Gemeinde und der BeschwerdefÃ¼hrerin eine spezielle vertragliche Regelung Ã¼ber den Wasserbezug und die -gebÃ¼hren besteht. Demnach geht es im vorliegenden Fall durchaus und entgegen der Auffassung der BeschwerdefÃ¼hrerin um die Abgabe von Trinkwasser im Sinne von § 26 WasserwirtschaftsG. </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Sodann liegt auch kein Anwendungsfall im Sinne von § 2 Abs. 2 lit. a WasserversorgungsV vor, da der Wasserbezug in den Liegenschaften der BeschwerdefÃ¼hrerin weder provisorisch noch vorÃ¼bergehend ist. Ebenso wenig kann sich die BeschwerdefÃ¼hrerin auf § 2 Abs. 2 lit. b WasserversorgungsV berufen, da ihr aus dem Einbau gar keine Kosten entstehen. Insofern erweist sich die in dieser Bestimmung gewÃ¤hrte MÃ¶glichkeit der Befreiung von der Einbaupflicht bei unverhÃ¤ltnismÃ¤ssigen Kosten lediglich als eine Konkretisierung des verfassungsmÃ¤ssigen Gebots der VerhÃ¤ltnismÃ¤ssigkeit.</span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>2.2 </span></b><span>Mit dem Einbau von WasserzÃ¤hlern soll die individuelle Erfassung des Wasserverbrauchs ermÃ¶glicht werden, dies einerseits zum Zweck der Wasserplanung und andererseits als Grundlage fÃ¼r eine verursachergerechte Erhebung von Wasser- und AbwassergebÃ¼hren. Dieses Ã¶ffentliche Interesse besteht, wenngleich etwas eingeschrÃ¤nkt, auch im vorliegenden Fall. In seinem Entscheid vom 2. November 1999 hat der Bezirksrat richtig erkannt, dass der Wasserbezug der BeschwerdefÃ¼hrerin zwar keine verbrauchsabhÃ¤ngige WassergebÃ¼hr auslÃ¶se und die kubikmetergenaue Ermittlung des Frischwasserverbrauchs auch fÃ¼r die Erhebung der KlÃ¤rgebÃ¼hr nicht zwingend sei, dass aber dennoch ein geringes Ã¶ffentliches Interesse an der Verbrauchsmessung bestehe. </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Der Beschwerdegegner hat im Hinblick auf die oben genannten Zwecke einer individuellen Wasserverbrauchsmessung auch ein schutzwÃ¼rdiges Interesse daran festzustellen, wie sich der Wasserverbrauch in den Liegenschaften der BeschwerdefÃ¼hrerin zum Quellertrag verhÃ¤lt. Liegt er wesentlich darunter, so kann dies relevant sein fÃ¼r den Einbezug des Restertrages der Quelle in die Wasserplanung. Liegt er wesentlich darÃ¼ber, so kÃ¶nnte dies Grundlage fÃ¼r eine GebÃ¼hrenerhebung bilden. Was die BeschwerdefÃ¼hrerin dagegen vorbringt, Ã¼berzeugt nicht. Nach ihrer Darstellung soll sie gemÃ¤ss der vertraglichen Vereinbarung von WassergebÃ¼hren befreit sein fÃ¼r einen Wasserbezug bis zur HÃ¶he des Quellertrags. Das bedeutet aber keineswegs, dass der Quellertrag ausschliesslich fÃ¼r die Liegenschaften der BeschwerdefÃ¼hrerin reserviert wÃ¤re und bei einem Minderbezug nicht auch anderweitig verwendet werden dÃ¼rfte. Auf der anderen Seite ist das Interesse der Gemeinde an einer ÃberprÃ¼fung der Angemessenheit der vertraglichen Regelung und an einer GebÃ¼hrenerhebung bei einem Ã¼ber dem Quellertrag liegenden Bezug durchaus legitim. Soweit die BeschwerdefÃ¼hrerin befÃ¼rchtet, es wÃ¼rde ihr infolge der gemessenen Wassermenge spÃ¤ter neue Pflichten auferlegt, kann darauf im vorliegenden Verfahren nicht eingegangen werden, da solche Pflichten nicht Gegenstand der strittigen VerfÃ¼gung bilden.</span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>2.3 </span></b><span>Die VerhÃ¤ltnismÃ¤ssigkeit der auferlegten Duldungspflicht ist schliesslich ohne weiteres zu bejahen. Angesichts der geringfÃ¼gigen EinschrÃ¤nkungen, die mit dem Einbau einer Wasseruhr verbunden sind, kann es auch nicht wesentlich darauf ankommen, ob fÃ¼r alle Liegenschaften nur eine Uhr oder aber, wie dies im Konzept der Gemeinde vorgesehen ist, insgesamt sechs Uhren eingebaut werden mÃ¼ssen. Im Ãbrigen verlangt Art. 45 Wasserreglement pro Wohnhaus mindestens einen WasserzÃ¤hler, lÃ¤sst jedoch offen, wie viele WasserzÃ¤hler in betrieblichen Bauten notwendig sind. Damit obliegt es der Gemeinde, die Anzahl Wasseruhren im Einzelfall aufgrund der Nutzung der einzelnen Bauten und ihres voraussichtlichen Wasserverbrauchs festzulegen. Von den total zehn versicherten Liegenschaften, deren Wasserbezug Ã¼ber sechs Uhren gemessen werden soll, sind drei WohnhÃ¤user, ein weiteres ist das Berghaus N (wobei die Wasseruhr hier nur einzubauen ist, falls der Wasseranschluss nicht stillgelegt wird); die andern sechs Bauten sind Betriebsbauten des Gutsbetriebs. Der Beschwerdegegner hat in seinem Konzept die Standorte der einzelnen Uhren offenbar gestÃ¼tzt auf die tatsÃ¤chliche Nutzung der Liegenschaften detailliert festgelegt. Die BeschwerdefÃ¼hrerin setzt sich damit in keiner Weise auseinander und macht auch nicht etwa geltend, diese Festlegungen wÃ¼rden einer sachlichen Grundlage entbehren. </span></p> <p class="Erwgung1"><b><span>3. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Die Beschwerde ist daher abzuweisen. Bei diesem Ausgang des Verfahrens ist die BeschwerdefÃ¼hrerin kostenpflichtig (§ 70 in Verbindung mit § 13 Abs. 2 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 [VRG]). Wegen offensichtlicher UnbegrÃ¼ndetheit des Begehrens ist die BeschwerdefÃ¼hrerin zudem zu einer UmtriebsentschÃ¤digung an den Beschwerdegegner zu verpflichten (§ 17 Abs. 2 lit. b VRG). </span></p> <p class="Einzug1"><span>DemgemÃ¤ss </span><span><a id="Text25"></a>entscheidet</span><span> </span><span>die Kammer</span><span>:</span></p> <p class="Einzug2">1. Die Beschwerde wird abgewiesen.</p> <p class="Einzug2">2. Die GerichtsgebÃ¼hr wird festgesetzt auf <br/> Fr. 1'500.--; die Ã¼brigen Kosten betragen:<br/> Fr. 100.-- Zustellungskosten,<br/> Fr. 1'600.-- Total der Kosten.</p> <p class="Einzug2">3. Die Gerichtskosten werden der BeschwerdefÃ¼hrerin auferlegt.</p> <p class="Einzug2">4. Die BeschwerdefÃ¼hrerin wird verpflichtet, dem Beschwerdegegner binnen dreissig Ta­gen nach Rechtskraft dieses Entscheids eine ParteientschÃ¤digung von Fr. 1'000.- (Mehrwertsteuer inbegriffen) zu bezahlen.</p> <p class="Einzug2">5. Mitteilung an â¦</p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>