<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="cell small-12 contentContainer printArea"> <div><table><tr><td colspan="2"><p class="Normal Heading1"><span id="_GoBack"></span><span class="Normal Heading1">Sozialversicherungsgericht</span></p><p class="Normal Heading1"><span class="Normal Heading1">des Kantons Zürich</span></p></td><td><p class="Normal Heading1"></p></td></tr><tr><td><p class="Normal Heading1"><br/></p></td><td colspan="2"><p><span>IV.2016.00002</span></p><p><br/></p><p><br/></p><p></p></td></tr></table><p><br/></p><p>IV. Kammer</p><p>Sozialversicherungsrichter Hurst, Vorsitzender</p><p>Sozialversicherungsrichterin Philipp</p><p>Sozialversicherungsrichter Vogel</p><p>Gerichtsschreiberin Geiger</p><p class="Normal Heading2"><span class="Normal Heading2">Urteil vom 16. März 2017</span></p><p class="Normal StandardEinzug"><span class="Normal StandardEinzug">in Sachen</span></p><p class="Normal StandardFett RubrumFett"><span class="Normal StandardFett RubrumFett">X.___</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Beschwerdeführer</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">vertreten durch Rechtsanwalt Sebastian Lorentz</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Lorentz Schmidt Partner, Rechtsanwälte</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Weinbergstrasse 29, 8006 Zürich</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">gegen</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardFett RubrumFett"><span class="Normal StandardFett RubrumFett">Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Beschwerdegegnerin</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Sachverhalt:</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.</span><span> </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Der 1964 geborene X.___ arbeitete zuletzt von 1999 bis 2007 als Labelmanager bei der Y.___ AG bei einem 100%-Pensum (Urk. 7/7 und Urk. 7/10). Am 23. April 2008 (Eingangsdatum) meldete sich der Versi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">cherte bei der Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, zum Leistungsbezug an (Urk. 7/7). In der Folge tätigte die IV-Stelle medizinische und erwerbliche Abklärungen und liess X.___ durch die Z.___ am Universitätsspital A.___ rheumatologisch und psychiatrisch begutachten (bidisziplinäres Z.___-Gutachten vom 15. Oktober 2009, Urk. 7/40). Nachdem der Versicherte ab August 2008 verschiedene Lehr</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gänge im Informatikbereich in Angriff genommen hatte, erteilte ihm die </span><br/><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">IV-Stelle mit Verfügung vom 13. April 2010 Kostengutsprache für eine Umschu</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">lung (Quereinstieg Informatik) und richtete ihm Taggelder aus (Urk. 7/52-53). Im Juni 2010 schloss der Versicherte die verschiedenen Lehrgänge ab. Die IV-Stelle erteilte sodann am 4. Oktober 2010 Kosten-gutsprache für ein halbjähriges Praktikum, um dem Versicherten Gelegenheit zu geben, Berufserfahrungen zu sammeln; ebenso richtete sie wiederum ein Taggeld aus (Urk. 7/84-85). Die berufliche Massnahme wurde mit Verfügung vom 4. April 2011 aufgehoben, nachdem X.___ das Praktikum am 17. Januar 2011 aus gesund</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">heitlichen Gründen abgebrochen hatte (Urk. 7/103). Vom 3. Januar bis 28. April 2011 befand sich der Versicherte - in Befolgung einer auferlegten Schadenmin</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">derungspflicht (Urk. 7/82) - in der B.___ in teilstationärer Behandlung (Urk. 7/109). Nach durchgeführ</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tem Vorbescheidverfahren (Urk. 7/116 und Urk. 7/121) wurde X.___ mit Verfügung vom 8. Februar 2012 (Urk. 7/127 in Verbindung mit Urk. 7/131) mit Wirkung ab 1. Februar 2011 eine halbe Invalidenrente zuge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sprochen. Die dagegen am 15. März 2012 erhobene Beschwerde (Urk. 7/133) wurde mit Verfügung IV.2012.00319 vom 4. Dezember 2013 als erledigt abge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">schrieben, nachdem der Versicherte die Beschwerde im Nachgang zur ange</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">drohten reformatio in peius zurückgezogen hatte (Urk. 7/139-140), womit die Verfügung vom 8. Februar 2012 rechtskräftig wurde. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Im Rahmen der im Februar 2014 eingeleiteten amtlichen Revision (Urk. 7/142) klärte die IV-Stelle die medizinischen und erwerblichen Verhältnisse erneut ab und liess X.___ durch das C.___ polydisziplinär begutachten (C.___-Gutachten vom 29. Dezember 2014, Urk. 7/161). Mit Vorbescheid vom 1. Juni 2015 stellte die IV-Stelle dem Versi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">cherten die wiedererwägungsweise Aufhebung der Verfügung vom 8. Februar 2012 in Aussicht (Urk. 7/169), wogegen er am 7. September 2015 Einwand erhob (Urk. 7/177, unter Beilage eines Berichtes von Dr. med. D.___, Facharzt FMH für Kinder- und Jugendpsychiatrie und Psychotherapie, vom 2. Juli 2015, Urk. 7/178). Mit Verfügung vom 18. November 2015 hob die </span><br/><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">IV-Stelle wiedererwägungsweise die bisherige halbe Invalidenrente auf (Urk. 2).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Hiergegen erhob X.___ am 30. Dezember 2015 Beschwerde und beantragte, es sei ihm unter Aufhebung der Verfügung vom 18. November 2015 eine ganze Invalidenrente zuzusprechen, eventuell sei die Sache - unter Gewährung der aufschiebenden Wirkung - an die Beschwerdegegnerin zur wei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">teren Abklärung zurückzuweisen. In prozessualer Hinsicht ersuchte er um die Einholung eines gerichtlichen Gutachtens, um die Anordnung eines zweiten Schriftenwechsels sowie um die Wiederherstellung der aufschiebenden Wirkung (Urk. 1 S. 2). Die Beschwerdegegnerin schloss mit Beschwerdeantwort vom 16. Februar 2016 auf Abweisung der Beschwerde (Urk. 6, unter Beilage ihrer Akten, Urk. 7/1-187). Mit Verfügung vom 29. März 2016 wies das hiesige Gericht das Gesuch des Beschwerdeführers um Wiederherstellung der aufschie</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">benden Wirkung ab, erachtete die Anordnung eines zweiten Schriftenwechsels als nicht erforderlich und stellte dem Beschwerdeführer die Beschwerdeantwort vom 15. Februar 2016 zu (Urk. 8). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Auf die Vorbringen der Parteien und die eingereichten Unterlagen wird - soweit erforderlich - im Rahmen der nachfolgenden Erwägungen eingegangen. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Das Gericht zieht in Erwägung:</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.</span><span> </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts, </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ATSG). </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Sie kann Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung, </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">IVG). </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">trächtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verur</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">den ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesund</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">heitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Beeinträchtigungen der psychischen Gesundheit können in gleicher Weise wie körperliche Gesundheitsschäden eine Invalidität im Sinne von Art. 4 Abs. 1 IVG in Verbindung mit Art. 8 ATSG bewirken. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Rechtsprechungsgemäss ist bei psy</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">chischen Beeinträchtigungen zu prüfen, ob ein seelische</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">s Leiden</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> mit Krank</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">heitswert besteht, welche</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">s</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> die versicherte Person auch bei Aufbietung allen guten Willens daran hindert, ein rentenausschliessendes Erwerbseinkommen zu erzielen (Art. 7 Abs. 2 Satz 2 ATSG; </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">BGE 139 V 547</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> E. 5; </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">131 V 49</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> E. 1.2; </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">130 V 352</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> E. 2.2.1; vgl. Urteile des Bundesgerichtes 8C_614/2015 vom 15. Dezember 2015 E. 5</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">und 9C_125/2015 vom 18. November 2015 E. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">5.4.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die Annahme eines psychischen Gesundheitsschadens im Sinne von Art. 4 Abs. 1 IVG sowie Art. 3 Abs. 1 und Art. 6 ATSG setzt grundsätzlich eine lege artis auf die Vorgaben eines anerkannten Klassifikationssystems abgestützte psychiatrische Diagnose voraus (vgl. BGE 130 V 396; Urteile des Bundesgerichts 8C_616/2014 vom 25. Februar 201</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">5</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> E. 5.3.3.3 und 9C_739/2014 vom 30. November 2015 E. 3.2). Eine fachärztlich festgestellte psychische Krankheit ist jedoch nicht ohne weiteres gleichbedeutend mit dem Vorliegen einer Invali</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">dität. In jedem Einzelfall muss eine Beeinträchtigung der Arbeits- und Erwerbsfähigkeit unabhängig von der Diagnose und grundsätzlich unbesehen der Ätiologie ausgewiesen und in ihrem Ausmass bestimmt sein. Es ist nach einem weitgehend objektivierten Massstab zu beurteilen, ob und inwiefern der versicherten Person trotz ihres Leidens die Verwertung ihrer Restarbeitsfähigkeit auf dem ihr nach ihren Fähigkeiten offen stehenden ausgeglichenen Arbeits</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">markt noch sozial-praktisch zumutbar und für die Gesellschaft tragbar sei (BGE 141 V 281 E. 3.7.3; 136 V 279 E. 3.2.1; BGE 127 V 294 E. 4c; vgl. Urteile des Bundesgerichtes 8C_614/2015 vom 15. Dezember 20</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">15 E. 5 und 8C_731/2015 vom 18. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">April 2016 E. 4.1).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Mit BGE 141 V 281 hat das Bundesgericht seine bisherige Rechtsprechung zur Invaliditätsbemessung bei Schmerzstörungen ohne erkennbare organische Ursa</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">che und vergleichbaren psychosomatischen Leiden (BGE 130 V 352 und anschliessende Urteile) angepasst und festgehalten, dass die Invaliditätsbemes</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sung stärker als bisher den Aspekt der funktionellen Auswirkungen zu berück</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sichtigen hat, was sich schon in den diagnostischen Anforderungen nieder</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">schlagen muss. Auf der Ebene der Arbeitsunfähigkeit bezweckte die durch BGE 130 V 352 begründete Rechtsprechung die Sicherstellung eines gesetzmässigen Versicherungsvollzuges mittels der Regel/Ausnahme-Vorgabe beziehungsweise (seit E. 7.3 von BGE 130 V 396 und BGE 131 V 49) der Überwindbarkeitsver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">mutung. Deren Rechtsnatur kann offen bleiben. Denn an dieser Rechtsprechung ist nicht festzuhalten. Das bisherige Regel/Ausnahme-Modell wird durch ein strukturiertes Beweisverfahren ersetzt. An der Rechtsprechung zu Art. 7 Abs. 2 ATSG – ausschliessliche Berücksichtigung der Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung und objektivierte Zumutbarkeitsprüfung bei materieller Beweislast der rentenansprechenden Person (Art. 7 Abs. 2 ATSG) – ändert sich dadurch nichts. An die Stelle des bisherigen Kriterienkatalogs (bei anhaltender somatoformer Schmerzstörung und vergleichbaren psychosomatischen Leiden) treten im Regelfall beachtliche Standardindikatoren. Diese lassen sich in die Kategorien Schweregrad und Konsistenz der funktionellen Auswirkungen ein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">teilen. Auf den Begriff des primären Krankheitsgewinnes und die Präponderanz der psychiatrischen Komorbidität ist zu verzichten. Der Prüfungsraster ist recht</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">licher Natur. Recht und Medizin wirken sowohl bei der Formulierung der Stan</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">dardindikatoren wie auch bei deren – rechtlich gebotener – Anwendung im Ein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">zelfall zusammen. Im Grunde konkretisieren die in E. 4 und 5 formulierten Beweisthemen und Vorgehensweisen für die Invaliditätsbemessung bei psycho</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">somatischen Leiden die gesetzgeberischen Anordnungen nach Art. 7 Abs. 2 ATSG. Die Anerkennung eines rentenbegründenden Invaliditätsgrades ist nur zulässig, wenn die funktionellen Auswirkungen der medizinisch festgestellten gesundheitlichen Anspruchsgrundlage im Einzelfall anhand der Standardindi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">katoren schlüssig und widerspruchsfrei mit (zumindest) überwiegender Wahr</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">scheinlichkeit nachgewiesen sind. Fehlt es daran, hat die Folgen der Beweislo</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sigkeit nach wie vor die materiell beweisbelastete versicherte Person zu tragen (E. 6).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Nach Aufgabe des Konzepts der Überwindbarkeitsvermutung, welche durch eine ergebnisoffene Beurteilung des funktionellen Leistungsvermögens als zentralem Beweisgegenstand abgelöst wird, scheint der Begriff des Kriteriums nicht mehr geeignet. Das Bundesgericht spricht fortan von Indikatoren, einem Begriff, der massgebliche Beweisthemen bezeichnet, anhand welcher ein bestimmter Sach</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">verhalt ermittelt wird (vgl. dazu auch Peter Henningsen, Probleme und offene Fragen in der Beurteilung der Erwerbsfähigkeit bei Probanden mit funktionellen Körperbeschwerdesyndromen, in: SZS 2014 S. 533 und 541 [Gutachten des Prof. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Dr. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Peter Henningsen, Klinik und Poliklinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie, Technische Universität München, vom Mai 2014 zu Fragen der Schweizer Praxis zur Invaliditätsfeststellung bei somatoformen und ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">wandten Störungen]; BGE 141 V 281 E. 4.1.1 und E. 4.1.2).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die im Regelfall beachtlichen Standardindikatoren, welche nach gemeinsamen Eigenschaften systematisiert werden können, umschreibt das Bundesgericht in BGE 141 V 281 wie folgt:</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Kategorie „funktioneller Schweregrad" (E. 4.3)</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">Komplex „Gesundheitsschädigung" (E. 4.3.1)</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">Ausprägung der diagnoserelevanten Befunde (E. 4.3.1.1)</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">Behandlungs- und Eingliederungserfolg oder –resistenz (E. 4.3.1.2)</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">Komorbiditäten (E. 4.3.1.3)</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">Komplex „Persönlichkeit" (Persönlichkeitsdiagnostik, persönliche Res</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">sourcen; E. 4.3.2)</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">Komplex „Sozialer Kontext" (E. 4.3.3)</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Kategorie „Konsistenz" (Gesichtspunkte des Verhaltens; E. 4.4)</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">gleichmässige Einschränkung des Aktivitätenniveaus in allen ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">gleich</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">baren Lebensbereichen (E. 4.4.1)</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">behandlungs- und eingliederungsanamnestisch ausgewiesener Lei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">dens</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">druck (E. 4.4.2)</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die Antworten, welche die medizinischen Sachverständigen anhand der (im Einzelfall relevanten) Indikatoren geben, verschaffen den Rechtsanwendern , wie sie erforderlich sind, um den Beweisnotstand im Zusammenhang mit der Beurteilung der Arbeitsunfähigkeit bei psychosomatischen Störungen zu über</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">brücken (E. 4.1.3).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1.4</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Anspruch auf eine Rente haben gemäss </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">28 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Abs. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1 IVG Versicherte, die:</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">a.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betäti</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können;</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">b.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindes</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tens 40 % arbeitsunfähig (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">6 ATSG) gewesen sind; und</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">c.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">8 ATSG) sind.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1.5</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Bei erwerbstätigen Versicherten ist der Invaliditätsgrad gemäss Art. 16 ATSG in Verbindung mit Art. 28a Abs. 1 IVG aufgrund eines Einkommensvergleichs zu bestimmen. Dazu wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei aus</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">geglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sog. Invalideneinkom</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">men), in Bezie</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">hung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht in</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">valid geworden wäre (sog. Valideneinkommen). Der Einkom</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">mensvergleich hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die b</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">eiden hypo</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">thetischen Erwerbsein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">kommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und einander gegenübergestellt werden, worauf sich aus der Einkommensdifferenz der Invaliditätsgrad bestimmen lässt (sog. allgemeine Methode des Einkom</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">mensvergleichs; BGE 130 V 343 E. 3.4.2 mit Hinweisen).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1.6</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Ändert sich der Grad der Invalidität eines Rentenbezügers oder einer Rentenbezü</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gerin in einer für den Anspruch erheblichen Weise, so ist die Rente laut </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">17 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Abs. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1 ATSG für die Zukunft entsprechend zu erhöhen, herabzuset</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">zen oder aufzuheben. Der Revisionsordnung gemäss </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">17 ATSG geht jedoch der Grundsatz vor, dass die Verwaltung befugt ist, jederzeit von Amtes wegen auf eine formell rechtskräftige Verfügung, welche nicht Gegenstand materieller richterlicher Beurteilung gebildet hat, zurückzukommen, wenn diese zweifellos unrichtig und ihre Berichtigung von erheblicher Bedeutung ist (BGE 110 V 176 E. 2a; </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">53 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Abs. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">2 ATSG). Unter diesen Voraussetzungen kann die Verwal</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tung eine Rentenverfügung auch dann abändern, wenn die Revisionsvorausset</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">zungen des </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">17 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Abs. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1 ATSG nicht erfüllt sind. Wird die zweifellose Unrich</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tigkeit der ursprünglichen Rentenverfügung erst vom Gericht festgestellt, so kann es die auf </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">17 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Abs. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1 ATSG gestützte Revisionsverfügung der Verwal</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tung mit dieser Begründung schützen (BGE 125 V 368 E. 2 mit Hinweisen). Nach der Rechtsprechung lässt sich eine allgemein gültige betragliche Grenze für die Voraussetzung der Erheblichkeit der Berichtigung nicht festlegen. Mass</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gebend sind vielmehr die gesamten Umstände des Einzelfalles. Bei periodischen Leistungen ist die Erheblichkeit der Berichtigung zu bejahen (BGE 119 V 475 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">E. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1c; Urteil des Bundesgerichts 9C_11/2008 vom 29. April 2008 E. 4.2 mit Hin</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">weisen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">)</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1.7</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Das Sozialversicherungsgericht hat den Sachverhalt von Amtes wegen festzustel</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">len und alle Beweismittel objektiv zu prüfen, unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden, ob sie eine zuverlässige Beur</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">teilung des strittigen Leistungsanspruches gestatten. Insbesondere darf es beim Vorliegen einander widersprechender medizinischer Berichte den Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzu</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">geben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt (ZAK 1986 S. 188 E. 2a). Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Gutachtens ist im Lichte dieser Grundsätze entscheidend, ob es für die Beant</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">wortung der gestellten Fragen umfassend ist, auf den erforderlichen allseitigen Untersuchungen beruht, die geklagten Beschwerden berücksichtigt und sich mit diesen sowie dem Verhalten der untersuchten Person auseinander setzt – was vor allem bei psychischen Fehlentwicklungen nötig ist –, in Kenntnis der und gegebenenfalls in Auseinandersetzung mit den Vorakten abgegeben worden ist, ob es in der Darlegung der medizinischen Zustände und Zusammenhänge ein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">leuchtet, ob die Schlussfolgerungen der medizinischen Experten in einer Weise begründet sind, dass die rechtsanwendende Person sie prüfend nachvollziehen kann, ob der Experte oder die Expertin nicht auszuräumende Unsicherheiten und Unklarheiten, welche die Beantwortung der Fragen erschweren oder ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">unmöglichen, gegebenenfalls deutlich macht (BGE 134 V 231 E. 5.1; 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c; Ulrich Meyer, Die Rechtspflege in der Sozialversiche</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">rung, BJM 1989, S. 30 f.; derselbe in: Hermann Fredenhagen, Das ärztliche Gut</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">achten, 4. Auflage 2003, S. 24 f.).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.</span><span> </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Beschwerdegegnerin begründete in ihrer Verfügung vom 18. November 2015 (Urk. 2) die wiedererwägungsweise Aufhebung der Verfügung vom 8. Februar 2012 damit, dass die damalige Leistungszusprache auf ungenügen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">den Abklärungen im Sinne einer Verletzung des Untersuchungsgrundsatzes nach Art. 43 Abs. 1 ATSG beruht habe und verweist diesbezüglich hauptsäch</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">lich auf die Erwägungen des hiesigen Gerichts im Beschluss IV.2012.00319 vom 17. Oktober 2013 (vgl. Urk. 7/139). Die offensichtliche Unrichtigkeit der Verfü</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gung vom 8. Februar 2012 ergebe sich zudem aus der verletzten Pflicht zur Prüfung der Überwindbarkeit bei der diagnostizierten somatoformen Schmerz</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">störung (S. 2).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Neben einem solchen Wiedererwägungsgrund liege - gestützt auf das polydiszipli</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">näre C.___-Gutachten vom 29. Dezember 2014 (Urk. 7/161) - auch ein Revisionsgrund vor, da sich der psychische Gesundheitszustand des Beschwer</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">deführers relevant verbessert habe. Es liege kein invalidisierender Gesundheits</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">schaden nach Art. 8 ATSG vor (S. 3). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Dagegen machte der Beschwerdeführer in seiner Beschwerde (Urk. 1) geltend, die ursprüngliche Verfügung sei nicht zweifellos unrichtig gewesen. So habe das C.___-Gutachten festgehalten, dass zum Zeitpunkt der Z.___-Begutachtung im Jahre 2009 eine 50%ige Arbeitsunfähigkeit bei damals noch mittelgradiger depressiver Episode bestanden habe und ihr Untersuchungsbefund erst ab Dezember 2014 gelte (S. 9). Deshalb und aufgrund der medizinischen Aktenlage sei die damalige Beurteilung der materiellen Anspruchsvoraussetzungen absolut vertretbar gewesen. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Auf das polydisziplinäre C.___-Gutachten könne nicht abgestellt werden. Gestützt auf die Berichte des behandelnden Psychiaters Dr. D.___ und der B.___ sei erstellt, dass der Beschwerdeführer nicht nur an einer somatoformen Schmerz</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">störung, sondern auch unter psychiatrischen Beschwerdebildern (Depression und kombinierte Persönlichkeitsstörung) leide, welche zu einer vollständigen Arbeitsunfähigkeit führten (S. 9 f.).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Strittig und zu prüfen ist zunächst, ob die ursprüngliche Leistungszusprache zweifellos unrichtig gewesen und damit ihre wiedererwägungsweise Aufhebung zulässig war. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Der ursprünglichen Zusprache einer halben Invalidenrente mit Verfügung vom 8. Februar 2012 (Urk. 7/127 in Verbindung mit Urk. 7/131) lagen das bidiszipli</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">näre Z.___-Gutachen vom 28. Dezember 2009 (Urk. 7/40) sowie der Bericht der B.___ vom 9. September 2011 zugrunde (Urk. 7/109).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Im bidisziplinären (rheumatologischen und psychiatrischen) Z.___-Gutachen vom 28. Dezember 2009 (Urk. 7/40) wurden folgende Diagnosen mit Auswir</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">kung auf die Arbeitsfähigkeit gestellt: </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">-</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Mittelgradige depressive Episode ohne somatisches Syndrom (ICD-10: </span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">F 32.1)</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">-</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Chronifiziertes Lumbovertebralsyndrom (ICD-10: M 54.5)</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">-</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Status nach mikrotechnischer Fenestration und Foraminotomie </span><span> </span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">L5/S1 links mit Entfernung des Luxates (April 2007) bei </span><span> </span><span> </span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">intraforaminaler Diskushernie L5/S1 mit Radikulärsyndrom L5 </span><span> </span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">links</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">-</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Chondrose L5/S1, leichte Spondylarthrosen L4 bis S1, kein </span><span> </span><span> </span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Diskushernienrezidiv, keine neurale Kompression (MRI April 2008)</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">-</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Schwäche der wirbelsäulenstabilisierenden Muskulatur</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Ohne Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit verblieben rezidivierende Kopfschmerzen, am ehesten vom Spannungstyp (ICD-10: G 44.2).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die bidisziplinäre Beurteilung der Arbeitsfähigkeit werde dominiert durch die psychiatrische Sicht, rheumatologisch seien mittelschwere oder schwere körper</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">liche Tätigkeiten nicht mehr zumutbar, hingegen lägen keine Einschränkungen für körperlich leichte wirbelsäulenangepasste Tätigkeiten vor. Aus psychiatri</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">scher Sicht bestehe derzeit in der angestammten Tätigkeit als Label-Manager eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit. Aus bidisziplinärer Sicht bestehe derzeit in einer psychisch weniger belastenden, strukturierten Verweistätigkeit eine 50%ige Arbeitsfähigkeit, im Sinne eines Einsatzes von täglich rund 4 Stunden. Aus psychiatrischer Sicht werde aufgrund der derzeit reduzierten Stresstoleranz mit potentieller Symptomverstärkung bei Überforderung von einem höheren Pensum abgeraten. Die Verweistätigkeit sollte körperlich leicht sein, mit der Möglichkeit zu Positionswechseln, ohne längerdauernde Rückenflexion oder Rückenextension, mit seltenem Heben bis 10 Kilogramm. Gemäss Aktenlage habe ab 7. Februar 2007 wegen akuter lumbosakraler Schmerzen links eine 50%ige Arbeitsunfähigkeit bestanden und eine Steigerung der Arbeitsfähigkeit auf 100 % Mitte April 2007 sei schmerzbedingt nicht gelungen. Wegen eines akuten Lumboradikulär-Syndroms links sei am 22. April 2007 eine Hospitalisa</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tion zur weiteren Abklärung und Behandlung erfolgt. Am 27. April 2007 sei dann die Diskushernie L5/S1 links operiert worden. Über den postoperativen Verlauf der Arbeitsfähigkeit seien der spärlichen Aktenlage keine konkreten Angaben zu entnehmen. In der Regel sei bei einem komplikationslosen posto</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">perativen Verlauf von der Wiederaufnahme einer körperlich leichten Tätigkeit nach 6 bis 8 Wochen zumindest halbtags auszugehen. Entsprechend dürfte beim Beschwerdeführer ab 7. Februar 2007 eine 50%ige Arbeitsunfähigkeit und ab Mitte April eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit bestanden haben. Ab Mitte Juni 2007 könne von der aus gutachterlicher bidisziplinärer Sicht attestierten 50%igen Arbeitsfähigkeit in einer Verweistätigkeit ausgegangen werden, wäh</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">renddem weiterhin eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit im angestammten Beruf persistiere. Aus psychiatrischer Sicht ständen noch einige Therapieoptionen offen. Unter adäquater, störungsspezifischer Behandlung zeigten depressive Erkrankungen in der Regel gute Besserungsraten. Auch im vorliegenden Fall werde davon ausgegangen, dass eine Remission der Symptomatik zu erreichen sei mit positivem Einfluss auf das allgemeine Funktionsniveau und die Arbeits</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">fähigkeit. Deshalb könne zur dauerhaften Arbeitsfähigkeit noch nicht abschliessend Stellung genommen werden. Eine psychiatrische Reevaluation mit Verlaufsbeobachtung sei spätestens in 2 Jahren angezeigt. Berufliche Massnah</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">men seien indiziert, da eine Rückkehr in die bisherige Tätigkeit als Label-Mana</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ger in der Musikbranche wegen der hohen Stress- und Druckbelastung nicht sinnvoll erscheine. Der Beschwerdeführer habe mit einer beruflichen Neuorien</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tierung in der Informatikbranche begonnen und im Frühjahr 2009 die Grund</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ausbildung zum SIZ-Professional absolviert. Die weiterführende Ausbildung zum Systemadministrator sei aber unterbrochen worden. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Im Bericht der B.___ vom 9. September 2011 (Urk. 7/109) zuhanden der Beschwer</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">degegnerin wurden folgende Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit gestellt: </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">-</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Anpassungsstörung mit längerer depressiver Reaktion (ICD-10: F 43.20)</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">-</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Anhaltende somatoforme Schmerzstörung (ICD-10: F 45.4)</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">-</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Persönlichkeitsakzentuierung mit emotional instabilen, ängstlich-</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">vermeidenden und narzisstischen Anteilen (ICD-10: Z 73.1)</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Im Februar 2007 seien ohne äussere Ereignisse plötzlich Rückenschmerzen und eine Bewegungsunfähigkeit aufgetreten, sodass der Beschwerdeführer gleichen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tags einen Orthopäden aufgesucht habe. Eine Kortisonspritze sei ohne Effekt geblieben. Die Physiotherapie habe eher zu einer Schmerzzunahme geführt. Eine erste klärende MRI-Untersuchung habe keinen Befund ergeben. Vorübergehend sei es zu einer Beschwerdeverbesserung gekommen, sodass er Ende März 2007 seine Arbeit als Label-Manager halbtags wieder habe aufnehmen können. Eine Steigerung der Arbeitsfähigkeit sei aber nicht gelungen, da die Schmerzen wie</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">der vermehrt eingesetzt hätten. Ende April 2007 hätten die Schmerzen wieder zugenommen und es sei eine Einweisung ins Spital E.___ erfolgt. Eine nochmalige bildgebende Abklärung habe eine extraforaminale Dis</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">kushernie ergeben mit nachfolgender Diskushernienoperation L5/S1 links. Post</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">operativ sei es zunächst recht gut gegangen, es hätten keine Beinschmerzen mehr bestanden und das Taubheitsgefühl im linken Fuss (lateral) sei nach eini</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gen Wochen abgeklungen. In der darauffolgenden Physiotherapie seien wieder vermehrt Probleme aufgetreten, so habe er meist nach den Behandlungen ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">mehrt unter Schmerzen gelitten. Im Juli 2007 habe er seine Arbeit wieder zu 25 % - bei circa 2 Stunden pro Tag - aufnehmen können. Er habe dies rund 6 Wochen durchhalten können, bis die Lumbalschmerzen wieder sukzessive zugenommen hätten, sodass er im August 2007 erneut vollständig krankge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">schrieben gewesen sei. Im Dezember 2007 habe er die Kündigung erhalten. Anfang März 2008 sei über die Krankentaggeldversicherung ein Arbeitsversuch bei einer Konkurrenzfirma organisiert worden, wobei dieser gescheitert sei, da er immer wieder eine Woche krankheitsbedingt ausgefallen sei. Die Schmerzen hätten derart zugenommen, dass Mitte April 2008 die Kortisoninfiltrationen unter Röntgen-Kontrolle durchgeführt worden seien. Im Anschluss seien die Schmerzen schlimmer als vorher gewesen und er habe daraufhin seinen Job verloren. Es habe eine IV-Anmeldung gefolgt. Eine stationäre Rehabilitation sei von der Krankenkasse abgelehnt worden. Es sei ein Wechsel des Physiothera</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">peuten erfolgt, wobei es unter der zweimal wöchentlichen physiotherapeuti</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">schen Behandlung zu einer langsamen Besserung der Schmerzproblematik gekommen sei. Vom betreuenden Neurochirurgen sei eine berufliche Umorien</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tierung empfohlen worden. Im August 2009 habe er eine Umschu</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">lung/Grundausbildung im IT-Bereich als Systemadministrator begonnen, diese habe er aber aufgrund starker anhaltender Schmerzen unterbrechen müssen, da er den Lernstoff nicht habe bewältigen können. Aktuell beständen konstante Schmerzen, vor allem bei abrupten Bewegungen wie Niesen und Erschütterun</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gen sowie bei längerem Stehen oder Sitzen. Seit April 2009 befinde sich der Beschwerdeführer wöchentlich in psychologischer Behandlung. Vom 31. Januar bis 28. April 2011 sei dann eine teilstationäre Behandlung in der Tagesklinik F.___ der B.___ erfolgt. Während dieser Behandlung seien insbesondere die strukturellen Defizite zumindest im Sinne einer Persönlichkeitsakzentuierung deutlich geworden mit immer wiederkehrenden Stimmungseinbrüchen, Span</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nungszuständen und Stimmungsschwankungen, was bei einer deutlichen gerin</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gen Frustrationstoleranz zu häufigen Absenzen und zur Tatsache geführt habe, dass vorher festgelegte Therapieziele nur bedingt bis gar nicht hätten erreicht werden können. Medikamentös sei Truxal zur Spannungsreduktion eingesetzt worden. Eine antidepressive Medikation sei thematisiert und letztlich vom Beschwerdeführer abgelehnt worden, da er in der Vergangenheit unter antide</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">pressiver Medikation Suizidgedanken entwickelt habe. Hinsichtlich der prog</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nostischen Einschätzung sei es schwierig, eine Aussage zu machen. Insgesamt sei von einem längerfristigen Zustand auszugehen, wobei unter adäquater stö</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rungsspezifischer Behandlung zumindest eine Teilarbeitsfähigkeit erreicht wer</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">den könne. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Beim Beschwerdeführer beständen psychische Einschränkungen im Sinne eines psychophysiologischen Defizits der Emotionsregelung mit Störungen der Affektwahrnehmung und -regulation, dysfunktionaler kognitiv-emotionaler Schemata bei mangelnden Copingstrategien mit dabei symptomatisch auftre</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tenden Stimmungsschwankungen, Spannungszuständen, körperlicher Schmer</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">zen und einer geringen Frustrationstoleranz. Der Beschwerdeführer sei dadurch in seiner Arbeitsgeschwindigkeit sowie bei körperlich starken Belastungen ein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">geschränkt, zudem breche er bei zu grosser psychischer Belastung Arbeiten schnell ab, sei schnell ermüdbar und könne die Aufmerksamkeit nicht halten. Die bisherige Tätigkeit sei ihm nicht mehr zumutbar. In einer behinderungsan</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gepassten Tätigkeit mit einem wohlwollenden Umfeld, ohne Zeitdruck und mit wenig körperlicher Belastung und mit wenig zu tragender Verantwortung sei er zu 50 % arbeitsfähig. Dies gelte ab dem Austrittsdatum aus der B.___ am 28. April 2011. Durch eine störungsspezifische psychotherapeutische Behand</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">lung könnten die Einschränkungen vermindert werden, wodurch die Arbeitsfä</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">higkeit schrittweise gesteigert werden könne. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">4.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">4.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Im Rahmen des amtlich eingeleiteten Revisionsverfahrens - nachdem die Verfü</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gung vom 8. Februar 2012 (Urk. 7/127 in Verbindung mit Urk. 7/131) nach dem Rückzug der dagegen erhobenen Beschwerde rechtskräftig geworden war und der Beschwerdeführer seit Februar 2011 eine halbe Invalidenrente bezog (Urk. 7/139-140) - wurden folgende medizinische Abklärungen vorgenommen: </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">4.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Der behandelnde Psychiater Dr. D.___ sowie lic. phil. G.___, Psy</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">chotherapeut FSP, welche den Beschwerdeführer seit Mai 2009 behandelten, hielten in ihrem Bericht vom 12. Mai 2014 (Urk. 7/149) zuhanden der Beschwerdegegnerin folgende Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähig</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">keit fest: </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">-</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Mittelgradige depressive Episode (ICD-10: F 32.1, seit circa 2009)</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">-</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Kombinierte Persönlichkeitsstörung mit emotional instabilen, ängstlich-</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">vermeidenden und narzisstischen Anteilen (ICD-10: F 61.0, vermutlich </span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">seit der Adoleszenz)</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">-</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Chronifiziertes Lumbovertebralsydrom, seit 2007</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Ohne Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit verblieben rezidivierende Kopfschmerzen sowie ein Status nach Diskushernie im Juli 2007. Der Beschwerdeführer habe sich vom 31. Januar bis 28. April und vom 14. November bis 20. Dezember 2011 in tagesklinischer psychiatrischer Behandlung in der Tagesklinik F.___ der B.___ befunden und sei dort am 6. März 2014 wieder eingetreten. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Der Beschwerdeführer sei ein Einzelkind, sei auf den H.___ geboren und habe Kindheit und Jugend bis 14-jährig in I.___ verbracht, wo er die deutsche Schule besucht habe. Aus politischen Gründen sei die Familie abrupt in die Schweiz ausgereist. Er habe die Handelsschule ohne Berufsabschluss besucht. Anschliessend habe er eine Ausbildung zum Recording-Engineer in den I.___ absolviert und sei dann als Label-Manager in der Musikbranche in der Schweiz tätig gewesen. Ab 2007 sei es zu einer Lumboischialgie mit Operation einer Dis</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">kushernie L5/S1 gekommen. Postoperativ hätten lumbale Schmerzen persistiert, welche nicht auf Physiotherapie, Medikamente und infiltrative Massnahmen angesprochen hätten. Ein Wiedereinstieg am Arbeitsplatz sei beschwerdebedingt nicht gelungen und so sei ihm im Dezember 2007 gekündigt worden. Seither habe er kurze Arbeitsversuche getätigt, doch sei es zu Hospitalisationen und zur Arbeitsunfähigkeit gekommen. Er zeige depressive Verlustreaktionen und Aus</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">weitung der Schmerzen. Der Beschwerdeführer lebe alleine und im Kontakt zu einer langjährigen Freundin, von anderen Freunden und Bekannten habe er sich zurückgezogen. 2009 sei eine Anmeldung bei der IV erfolgt und im September 2010 habe er im Rahmen beruflicher Massnahmen ein 50%-Praktikum als </span><br/><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">PC-Supporter erhalten. Dort habe er mit hohen Erwartungen und grossen Verlust</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ängsten begonnen und es sei zu einer Aggravation der depressiven Symptoma</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tik, Panikattacken und Suizidgedanken gekommen. Im Januar 2011 sei die erste Zuweisung zur Tagesklinik der B.___ erfolgt und das Praktikum habe abgebro</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">chen werden müssen. Die depressive Episode habe angehalten, weshalb er sich ab November 2011 in erneute tagesklinische Behandlung begeben habe. Seit Sommer 2012 weise er ein anhaltendes Rückzugs- und Schonungsverhalten auf. Der Beschwerdeführer sei mit der Versorgung des eigenen Haushaltes ausgelas</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tet und habe keine Tagesstruktur. Am 6. März 2014 sei er nun wieder in die Tagesklinik eingetreten. Vor dem Hintergrund einer ängstlich-vermeidenden und narzisstischen Persönlichkeitsorganisation erwiesen sich der Verlust der körperlichen Gesundheit und der Verlust der Arbeitsstelle als invalidisierende Traumatisierung. Die Schmerzen würden als Verlust der körperlichen Integrität als katastrophal erlebt. Er verspüre Scham angesichts seines idealen Selbstbildes und seiner Erwartungen an sich, insbesondere bezüglich Status. Es handle sich um ein chronifiziertes Krankheitsbild. Aktuell sei der Erhalt der Fähigkeit, einen eigenen Haushalt führen zu können, als Erfolg zu werten. Mit der Erlangung einer Teilarbeitsfähigkeit sei nicht zu rechnen. Der Beschwerdeführer sei seit Mai 2009 zu 100 % arbeitsunfähig. Mit einer Wiederaufnahme der beruflichen Tätigkeit könne nicht gerechnet werden. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">4.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Im Bericht der B.___ vom 4. Juli 2014 (Urk. 7/150) zuhanden der Beschwerdegeg</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nerin wurden folgende Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit genannt: </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">-</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Kombinierte und andere Persönlichkeitsstörungen, narzisstisch, </span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">emotional-instabil und ängstlich-vermeidend (ICD-10: F 61)</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">-</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig mittelgradige Episode </span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">(ICD-10: F 33.1)</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">-</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Anhaltende somatoforme Schmerzstörung (ICD-10: F 45.4)</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Der Beschwerdeführer sei aus zwei Voraufenthalten in der Tagesklinik F.___ bekannt, wo er sich nun zuletzt vom 6. März bis 23. Mai 2014 in teilstationärer Behandlung befunden habe. Es bestehe neben einer kombinierten Persönlich</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">keitsstörung und einer anhaltenden somatoformen Schmerzstörung eine längere depressive Episode. Der Beschwerdeführer habe zu Beginn der Behandlung eine deutliche Zustandsverschlechterung geschildert, einen zunehmenden sozialen Rückzug beschrieben und es habe eine schwere Anhedonie imponiert. Da der Beschwerdeführer jeweils nach den Voraufenthalten eine gute Erfahrung bezüglich seines psychischen Zustandes habe machen können, habe er eine erneute tagesklinische Behandlung zur Stabilisierung gewünscht. Neben seinem Hobby der Modellfliegerei bestünden keine weiteren Hobbies oder tagesstruktu</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rierenden Massnahmen. Er sei seit längeren mit einer halben Invalidenrente berentet. Die bisherigen Versuche der Etablierung einer thymoleptischen Thera</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">pie seien gescheitert. Zuletzt habe er im Herbst letzten Jahres das Medikament Venlafaxin probiert und habe darunter zunehmende Selbstmordgedanken ent</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">wickelt. Zu Beginn der Behandlung sei er inhaltlich noch sehr an seiner Schmerzproblematik und seinem insgesamt seit Jahren unverändert schlechtem Zustand haftend gewesen, doch sei es dem Beschwerdeführer - trotz immer wie</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">derkehrender Einbrüche von Verzweiflung - gelungen, sich insgesamt vom Grü</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">beln über seine Situation abzulenken und zumindest kurzzeitig zu distanzieren. Die gegebene Tagesstruktur mit der vielfältigen Möglichkeit zum Aufbau positi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ver Aktivitäten und dem Kontakt zu „Gleichgesinnten“ habe über den ganzen Behandlungsverlauf hinweg zu einer stetigen Verbesserung der depressiven Symptomatik geführt. Im Einzelsetting sei es hauptsächlich darum gegangen, den Beschwerdeführer wieder stützend zu begleiten und ihn auf minimale Fortschritte hinzuweisen und ihn somit zu bestärken. Zudem sei im Gruppen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">setting intensiver an der Akzeptanz der Erkrankung und dem damit einherge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">henden sozialen Abstieg gearbeitet worden, was durch den bevorstehenden notwendig gewordenen Wohnungswechsel ausgelöst worden sei. Dabei hätten das typisch dichotome Denkmuster und die dysfunktionalen Schemata eines Menschen mit einer Persönlichkeitsstörung imponiert. Hier liessen sich dann auch die Ursachen für die Chronifizierung des Störungsbildes und die - nach Aussen hin so anmutende - Stagnation im Gesamtbehandlungsprozess finden. Aus psychiatrischer Sicht sei selbst unter fortgesetzter ambulanter psychiat</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">risch-psychotherapeutischer Behandlung auf längere Sicht von einer eher ungünstigen Prognose auszugehen. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Psychische Beeinträchtigungen beständen hauptsächlich aufgrund der depressi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ven Symptomatik: es seien dies insbesondere Anhedonie, reduzierte Belastbar</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">keit und rasches Überforderungserleben in Kombination mit affektiver Labilität. Aufgrund der narzisstischen Persönlichkeitsanteile seien die Ansprüche des Beschwerdeführers an sich, an die Umwelt und an einen möglichen Arbeitsplatz dysfunktional überzogen, sodass die Reintegration auf den ersten Arbeitsmarkt wenig erfolgsversprechend sei und automatisch Anlass zu erneuter Dekompen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sation biete. Die bisherige Tätigkeit sei dem Beschwerdeführer nicht mehr zumutbar. An einem dauerhaft geschützten Arbeitsplatz mit einer verfügbaren Ansprechperson und der Möglichkeit, nach Bedarf und wiederholt Pausen einle</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gen zu können, sollte er in der Lage sein, eine Belastbarkeit von 3-4 Stunden zu erreichen. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">4.4</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Im polydisziplinären (allgemein-internistischen, orthopädischen, neurologischen und psychiatrischen) C.___-Gutachten vom 29. Dezember 2014 (Urk. 7/161) wurde als Diagnose mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit eine rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig leichte Episode (ICD-10: F 33.0) gestellt. Ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit verblieben folgende Diagnosen: </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">-</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Chronische Schmerzstörung mit somatischen und psychischen Faktoren </span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">(ICD-10: F 45.41)</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">-</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Akzentuierte emotional instabile, ängstlich-vermeidende und </span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">narzisstische Persönlichkeitszüge (ICD-10: Z 73.0)</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">-</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Chronisches lumbovertebrales Schmerzsyndrom (ICD-10 M 54.4/Z 98.8)</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">-</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Status nach mikrotechnischer Fenestration und Foraminotomie </span><span> </span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">LWK5/SWK1 am 27. April 2007 bei intraforaminaler Diskushernie </span><span> </span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">LWK5/SWK1</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">-</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">radiologisch keine relevante Veränderung der lumbalen </span><span> </span><span> </span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Wirbelsäule (Röntgen vom 4. April 2008 und 17. November 2009 </span><span> </span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sowie MRI vom 4. April 2008)</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">- </span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">klinisch unauffälliger Befund</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">-</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Anamnestisch Spannungskopfschmerzen (ICD-10: G 44.2)</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">-</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Nikotinkonsum, schädlicher Gebrauch (circa 30 packyears, ICD-10: </span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">F 17.1)</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Aus allgemeininternistischer Sicht wurde festgehalten, dass neben der chroni</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">schen Rückenproblematik und den psychischen Problemen beim Beschwerde</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">führer kein internistisches Leiden bestehe. So seien die Befunde im allgemein-internistischen Status und bei der Laboruntersuchung unauffällig gewesen. Eine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit bestehe nicht. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Gemäss der psychiatrischen Beurteilung bestehe beim Beschwerdeführer diagnos</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tisch eine leichte depressive Episode gekennzeichnet durch die ICD-10-Kriterien verminderte Freudeempfindungsfähigkeit, erhöhte Ermüdbarkeit, leichte Konzentrationsstörungen, Schlafstörungen mit Albträumen und Appetit</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">verminderung mit anamnestisch Gewichtsabnahme. Es beständen vor allem auch Schmerzen im Bewegungsapparat, die mit Nacken- und lumbal ausstrah</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">lenden Rückenschmerzen, aber auch mit Kopfschmerzen und Tinnitus doch etwas ausgeweitet seien, durch die somatischen Befunde nicht hinreichend objektivierbar seien und nicht nur mit einer Somatisierung im Rahmen der affektiven Symptomatik erklärt werden könnten. Es beständen psychosoziale und emotionale Belastungsfaktoren, die eine Rolle spielten. Der Beschwerde</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">führer habe sehr gerne in seinem Beruf als Label-Manager bei der Y.___ AG gearbeitet. Wegen Rückenschmerzen sei er 2007 arbeitsunfähig geworden. Nach der Operation habe er Arbeitsversuche am angestammten Arbeitsplatz und nach der erhaltenen Kündigung in einer ähnlichen Tätigkeit gemacht, welche aber wegen starker Rückenschmerzen misslungen seien. Es sei eine Umschulung mit Informatikkursen und kaufmännischen Kursen erfolgt, was gemäss Akten wegen Verschlechterung der psychischen Problematik im Jahr 2011 ebenfalls habe abgebrochen werden müssen. Von der IV sei ihm eine halbe Invalidenrente zugesprochen worden. Es beständen Umzüge von den H.___, wo er geboren worden sei, die Schule besucht habe und wo sein Vater beruflich als Kaufmann tätig gewesen sei, nach I.___, wo er ein Gymnasium besucht habe und dann in die Schweiz, wo er vor allem eine kaufmännische Schule absolviert habe. Er hänge auch heute sehr an seinem früheren Beruf und könne nicht davon loslassen. So gelinge es ihm nicht, weitere Schritte in seinem Leben zu machen. Die Eltern seien damals stolz auf ihn gewesen. Heute schäme er sich möglicherweise auch vor seinen Eltern und so gehe es ihm nur noch schlechter. Es beständen etwas auffällige emotional instabile, ängstlich-vermei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">dende und narzisstische Persönlichkeitszüge. Diagnostisch handle es sich um eine chronische Schmerzstörung mit somatischen und psychischen Faktoren. Gegen die Achse-2-Diagnose einer Persönlichkeitsstörung mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit spreche hier vor allem der Verlauf mit vor der Erkrankung sonst weitgehend normaler Sozialisation und voller Leistungsfähigkeit. Es bestehe ein chronischer Verlauf. Ein verfestigter, therapeutisch nicht mehr beeinflussbarer innerseelischer Verlauf bei einer zwar entlastenden, aber miss</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">glückten Konfliktbewältigung im Sinne eines unbewussten Konflikts bezie</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">hungsweise primären Krankheitsgewinns sei nicht erwiesen. Es bestehe eine psychiatrisch-psychotherapeutische Behandlung, auch mit antidepressiver Medikation. Auch unter einer solchen Behandlung werde sich aber in nächster Zeit die deutlich ausgeprägte Krankheits- und Behinderungsüberzeugung wohl kaum ändern und es sei nicht davon auszugehen, dass der Beschwerdeführer Schritte in Richtung einer seinem Leben einen neuen Sinn gebenden Arbeit machen werde. Es bestehe ein sozialer Rückzug. Es beständen aber durchaus Kontakte, wenn auch sehr wenige, so zu den Eltern und zu seiner Freundin. Sonst sei er bezüglich Lebensführung selbständig. Ein emotionaler Rückzug mit Abstumpfung der Umgebung gegenüber, sodass er aus dem sozialen Rahmen hinausfalle, bestehe nicht. Aus psychiatrischer Sicht bestehe eine Arbeitsunfä</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">higkeit von 20 %. Eine höhergradige Arbeitsunfähigkeit könne nicht attestiert werden. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Im Rahmen der orthopädischen Untersuchung habe der Beschwerdeführer über chronische lumbale Rückenschmerzen mit Ausstrahlung in die thorakale und zeitweise auch zervikale Wirbelsäule sowie die rechte Hüfte geklagt. Nach vor 7 Jahren bei linksseitiger Diskushernie LWK5/SWK1 erfolgtem Eingriff sei es zu einer gewissen Besserung, im Verlauf aber zu keiner Veränderung mehr gekommen. Er sei im Alltag massiv eingeschränkt und erfahre durch die tags</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">über die meiste Zeit eingenommene liegende Position Erleichterung. Das bedarfsweise zuletzt vor 3 Wochen eingenommene Ponstan wirke „eigentlich ganz gut“. Lumbale Infiltrationen hätten zur Beschwerdezunahme geführt. Aktuell liessen sich auf orthopädischer Ebene folgende Befunde objektivieren: das Gangbild auf der Treppe und unebenen Terrain sei mitsamt den geprüften Varianten weitgehend unauffällig. Bei der Untersuchung der Wirbelsäule habe sich eine gute Beweglichkeit sämtlicher Abschnitte gezeigt, indem der initial vermehrte Finger-Boden-Abstand später durch freie Auslenkung im Langsitz habe relativiert werden können, welcher lediglich ein Spannen an der thorako</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">lumbalen Wirbelsäule bewirkt habe. Auch an den oberen und unteren Extremi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">täten habe eine weitgehend freie Beweglichkeit bestanden. Während der Beschwerdeführer im Wartebereich sowie auf dem Weg ins Untersuchungszim</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">mer ein auffälliges Schmerzverhalten gezeigt und zu Beginn und am Ende der Untersuchung kurzzeitig die Rückenlage eingenommen habe, sei er während der Anamneseerhebung die meiste Zeit gesessen. Die gesamte ausführliche Untersu</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">chung im Stehen, Gehen, Sitzen und Liegen sei bei guter Kooperation problem</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">los und offensichtlich ohne relevanten Leidensdruck gelungen. Er habe Druck</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">dolenzen an sämtlichen Wirbelsäulenabschnitten verneint und selbst hohe axi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ale Belastungen im Sinne der resistierten, im Sitzen durchgeführten Schulter</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">untersuchung problemlos toleriert. Auf radiologischer Ebene seien weitgehend unauffällige Verhältnisse an der lumbalen Wirbelsäule dokumentiert worden. In Anbetracht des klinisch objektiv weitgehend blanden Befundes sei auf die Anfertigung neuer Bilddokumente verzichtet worden. Zusammenfassend könne gesagt werden, dass sich die vom Beschwerdeführer geklagten Beschwerden auf rein orthopädischer Ebene durch die klinischen und radiologischen Befunde keinesfalls begründen liessen. Nachvollziehbar sei ein gewisser Leidensdruck bei sehr hohen Belastungen der Wirbelsäule, keinesfalls aber die als invalidisierend geschilderte Schmerzhaftigkeit, sodass im Vordergrund klar eine nicht-organi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sche Beschwerdekomponente zu stehen scheine. Zu betonen sei, dass die klar vermehrte Beschwielung der Hände mit einer längerdauernden Schonung der</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">selben keinesfalls vereinbar sei (S. 18). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">In der neurologischen Untersuchung falle der neurologische Status völlig regel</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">recht aus und es ergäben sich keine Hinweise für relevante zentrale oder peri</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">phere Läsionen, insbesondere auch nicht für ein eventuell zu erwägendes radi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">kuläres Syndrom L5 links. Das klinische Bild sei geprägt von der Affektlabilität und Klagsamkeit. Die Fragen einer depressiven Erkrankung oder somatoformen Schmerzstörung fielen in das psychiatrische Fachgebiet. Die leichten Ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">schwielungen an den Händen wiesen aber auf entsprechende Restaktivitäten hin. Die vormaligen Kopfschmerzen stellten jetzt kein eigenständiges Thema dar und gingen in der allgemeinen Schmerzschilderung unter (S. 21). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Der Beschwerdeführer sei weder aus orthopädischer, neurologischer noch aus allgemein-internistischer Sicht in seiner Arbeitsfähigkeit quantitativ einge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">schränkt. Hingegen sei seine Arbeitsfähigkeit aufgrund der depressiven Symp</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tomatik eingeschränkt, sodass er nur zu 80 % arbeits- und leistungsfähig sei. Zusammengefasst sei der Beschwerdeführer aus polydisziplinärer Sicht für eine körperlich leichte bis mittelschwere, wechselbelastende Tätigkeit - wie er sie bisher ausgeübt habe - zu 80 % arbeits- und leistungsfähig, in einem ganztägi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gen Pensum mit vermehrten Pausen verwertbar. Einzig körperlich schwere Tätigkeiten seien dem Beschwerdeführer nicht mehr zumutbar. Aufgrund der anamnestischen Angaben, der Untersuchungsbefunde, der vorliegenden Doku</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">mente sowie der früher attestierten Arbeitsunfähigkeiten sei davon auszugehen, dass bei der Z.___-Begutachtung im Jahre 2009 eine 50%ige Arbeitsunfähigkeit bei damals noch mittelgradiger depressiver Episode bestanden habe. Über den Verlauf könnten keine genauen Angaben gemacht werden, da die später beschriebenen Befunde nicht valide seien. Die festgestellte Arbeitsfähigkeit gelte ab dem C.___-Untersuchungsdatum im Dezember 2014. Aus somatischer Sicht könne keine länger andauernde, höhergradige Arbeitsunfähigkeit für die ange</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">stammte wie auch körperlich angepasste Tätigkeit angegeben werden (S. 23 f.). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Der Beschwerdeführer fühle sich nicht mehr arbeitsfähig. Diese Einschätzung könne mit den erhobenen medizinischen Befunden nicht erklärt werden. Der Beschwerdeführer sei in seinen Alltagsaktivitäten nicht wesentlich einge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">schränkt. Er nehme auch seine Antidepressiva nicht in genügender Dosis ein. Es seien daher noch genügend Ressourcen vorhanden, eine Arbeitstätigkeit auszu</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">üben. Aus somatischer Sicht sei keine wesentliche Schmerzexazerbation bei einer angepassten Erwerbstätigkeit zu erwarten gegenüber den Alltagsaktivitä</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ten. Medizinische Massnahmen würden zur Erhaltung der Arbeitsfähigkeit vor</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">geschlagen. Berufliche Massnahmen könnten dagegen nicht empfohlen werden. Die Prognose für eine Wiedereingliederung in den Erwerbsprozess sei aufgrund der ausgeprägten subjektiven Krankheitsüberzeugung des Beschwerdeführers schlecht (S. 24 f.). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">4.5</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Dr. D.___ - delegierender Psychiater - und Psychotherapeut G.___ äus</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sersten sich im Nachgang zum ergangenen Vorbescheid vom 1. Juni 2015 (Urk. 7/169) zur vorgesehenen wiedererwägungsweisen Rentenaufhebung und hielten im Schreiben vom 2. Juli 2015 (Urk. 7/178) fest, dass sie an der im Bericht vom 12. Mai 2014 (vgl. E. 4.2) gestellten Diagnose einer Persönlich</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">keitsstörung sowie der damit einhergehenden 100%igen Arbeitsunfähigkeit festhielten (S. 1). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Der Beschwerdeführer befinde sich seit Mai 2009 in psychiatrischer Behand</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">lung; bis dato seien 230 Therapiestunden durchgeführt worden. Es handle sich um eine Therapie der strukturellen Störung (Persönlichkeitsstörung). In diesem Rahmen würden die depressive und die Angstsymptomatik behandelt sowie an Strategien zu einer besseren Affektregulierung gearbeitet. Pharmakotherapeu</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tisch erhalte er Truxal und Temesta i.R.; eine antidepressive und anxiolytische Dauermedikamentation habe wegen unerwünschter Nebenwirkungen abgebro</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">chen werden müssen. Der Beschwerdeführer sei seit dem 16. Februar 2015 wie</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">der in Behandlung in der Tagesklinik F.___ der B.___, was schon die vierte teil</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">stationäre Behandlung (insgesamt circa 1 Jahr) an diesem Ort seit 2011 sei. Im Verlauf zeige sich über die Jahre eine klare Zustandsverschlechterung. Die erste Behandlungsphase sei von der Erschütterung des Beschwerdeführers durch die Rückenverletzung und von der Belastung durch die körperlichen Beschwerden geprägt gewesen. Er habe grosse Angst vor der Zukunft gehabt, habe sich sozial zurückgezogen, habe ein Morgentief und Zeiten der Verzweiflung gehabt. Ein Wiedereinstieg am Arbeitsplatz sei gescheitert und die Anmeldung bei der IV erfolgt. Die folgende Behandlung sei nun durch die unangemessene und unrea</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">listische Erwartung an die Versicherung geprägt gewesen: diese solle letztlich den Status quo ante wiederherstellen und ihn von seinen Zukunftsängsten befreien. Die tatsächliche Aussicht, dass eine Verbesserung seiner Lage nur gra</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">duell und durch einen langen Prozess möglich wäre, zeitigte eine Aggravation der Angst und Depression, die mögliche Fortschritte blockierten und weiterhin verunmöglichten. So hätten die erfolgten beruflichen Massnahmen der IV erfolglos geendet, weshalb es folgerichtig um die Bemessung einer Rente gegangen sei. Die Erfolglosigkeit der beruflichen Rehabilitation lasse sich nicht durch die körperlichen Beschwerden erklären. Sie lasse sich auch nicht alleine durch die depressive Symptomatik erklären; diese hätten durchaus den einen oder anderen Erfolg zugelassen. Vielmehr seien die invalidisierenden Faktoren in der Persönlichkeit des Beschwerdeführers zu finden: seine Persönlichkeit sei gekennzeichnet durch rigide und unangepasste Verhaltensweisen, die eine hohe zeitliche Stabilität aufwiesen, situationsübergreifend seien und die zu hohem Leiden und gestörter sozialer Funktionsfähigkeit geführt hätten. Es handle sich also um ein tief verwurzeltes, anhaltendes Verhaltensmuster mit starren Reakti</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">onen auf unterschiedliche persönliche und soziale Lebenslagen. Betroffen seien Wahrnehmen, Denken, Fühlen und Beziehungen. Zusätzlich habe die Störung bereits in der Kindheit begonnen. Es handle sich beim Beschwerdeführer gera</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">dezu typisch um eine Persönlichkeitsstörung. Die Prognose habe von Behand</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">lungsbeginn an nicht optimistisch stimmen können. Die Rückenverletzung sei als ausserordentlich heftig und bald als Bruch in der Biografie erlebt worden. Starr habe der Beschwerdeführer darauf beharrt, dort weiterzumachen, wo er die Stelle verloren gehabt hatte, sobald die Beschwerden weg seien. Gleichzeitig verunmöglichten ihm die tief verwurzelten, anhaltenden Verhaltensmuster situ</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ativ angemessen zu handeln; dort, wo seine Muster versagten - und dies sei zunehmend der Fall gewesen - hätten die Anspannung und das Leiden zuge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nommen, wobei er sich immer öfter nur noch mit einer Akutmedikation (Truxal, Temesta) habe beruhigen können. Es sei deutlich geworden, dass es sich um eine strukturelle und chronische Störung handle, deren Auswirkungen die Angst, die depressive und die somatoforme Symptomatik seien. Der Beschwer</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">deführer sei seit Januar 2011 ohne Unterbruch zu 100 % arbeitsunfähig und diesbezüglich sei nicht mit einer substantiellen Verbesserung zu rechnen </span><br/><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">(S. 2-3). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Im Weiteren wurde zum psychiatrischen Teilgutachten der C.___ Stellung genom</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">men (S. 3-4). Es sei verwunderlich, dass der begutachtende Psychiater eine so weitreichende und divergente Beurteilung habe abgeben können, ohne zuvor drittanamnestische Auskünfte beim behandelnden Psychiater oder bei der Tagesklinik F.___ der B.___ (damals schon drei teilstationäre Behandlungen) einzuholen. Dies sei aus psychiatrischer Sicht unerlässlich. Entgegen der Behauptung im psychiatrischen Teilgutachten, habe der Beschwerdeführer keine „normale Sozialisation“ gehabt, da zahlreiche Ereignisse und Gegebenheiten diesem entgegensprächen. Als Schweizer sei der Beschwerdeführer in I.___ mit einem persönlichen Leibwächter und Fahrer aufgewachsen, der für seinen Schutz in einer gefährlichen Umgebung zu sorgen gehabt habe. In dieser Luxusfestung sei er mit vielen Privilegien und wenig äusserlichen Schwierig</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">keiten herangewachsen, bis die Familie aus Angst um Leib und Leben über Nacht habe ausfliegen müssen, wobei der Beschwerdeführer rückblickend oft sage, er habe dort alles verloren. Die Familie sei zunächst in J.____ gewesen, wo er in die 10. Klasse des Gymnasiums gekommen sei. Die Noten seien schlecht gewesen und er hätte keinen Anschluss gehabt. Dem Beschwer</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">deführer fehlten nun Kompetenzen, die er in der abgeschotteten und bedienste</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ten Existenz in I.___ nicht erworben gehabt hatte. Die Weiterreise der Familie in die Schweiz habe wenig verändert. Wieder in der 10. Klasse sei sein schuli</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sches Manko so gross gewesen, dass er nicht mehr gewollt habe. Er habe die Aufnahmeprüfung ans Gymnasium aus Angst verweigert. Es sei wie ein Welt</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">untergang gewesen und die Eltern (besonders der Vater) hätten viel Druck gemacht. In dieser Zeit habe er gestottert und sei auch gehänselt worden. Des</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">wegen sei er zu einer Untersuchung an die Polyklinik des K.____ überwiesen worden. Nun mit der Frage der Berufsausbildung konfron</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tiert habe er Automechaniker lernen wollen, sei damit aber auf die Ablehnung des Vaters gestossen. Sein Götti habe ihm dann eine Lehre als Tiefbauzeichner vermittelt. Er habe eine Weile durchgehalten, sei dann vom A ins B (Berufs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">schule) abgestuft worden und habe die Lehre nach circa 2 Jahren abgebrochen. Der Vater habe ihn dann an die O.___ (private Maturaschule) geschickt. Auch da habe er circa 1 Jahr durchgehalten und dann abgebrochen. Der nächste Anlauf einer Berufsausbildung sei auf Wunsch der Eltern die P.___ Han</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">delsschule gewesen. Dort habe er nach 1 Jahr aufgehört, statt wie vorgesehen nach 2 Jahren mit einem Diplom. Aus psychiatrischen Gründen sei er zudem sowohl militärdienst- als auch zivildienstuntauglich geschrieben worden. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Hinsichtlich der Entwicklung der Persönlichkeitsstörung wurde darauf hingewie</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sen, dass der Beschwerdeführer in der Musikbranche nicht eigentlich mehrere Jahre als Manager bestanden habe, sondern dass er eine Nische gefun</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">den habe. So beschreibe er ausdrücklich, wie für ihn Arbeit und Freizeit das Gleiche gewesen seien. Er sei immer unterwegs gewesen und habe immer gear</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">beitet. Eine realistisch anmutende Schilderung eines Arbeitsverhältnisses, das einen Vorgesetzten und gelegentliche Schwierigkeiten beinhalte, sei vom Beschwerdeführer aber nicht zu erhalten gewesen. Dafür erwähne er, dass er keine Zeit und kein Interesse an einer Liebesbeziehung gehabt habe, an einer Familie schon gar nicht. Die Rückenverletzung 2007 sei damals als Katastrophe eingetreten, die ihn aus seinem illusionären und grossartigen Erleben gestossen habe. Eine Anpassung an die Realität sei nicht gelungen, was einer der deutli</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">chen Hinweise auf eine Persönlichkeitsstörung sei (S. 4). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Im Weiteren stimme es nachweislich nicht, dass seitens der Tagesklinik F.___ der B.___ und von ihnen als psychiatrisch-psychotherapeutischen Behandlern erst im Hinblick auf die Rentenrevision die Diagnose einer Persönlichkeitsstö</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rung gestellt worden sei. So sei auf den Austrittsbericht der Tagesklinik F.___ vom 12. Januar 2012 (Urk. 7/136 S. 8-10) verwiesen. Das psychiatrische Teil</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gutachten sei deshalb fehlerhaft und in seinen Schlüssen schlicht falsch. Der Beschwerdeführer sei aufgrund seiner Persönlichkeitsstörung zu 100 % arbeits</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">unfähig (S. 5).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">5.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">5.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Strittig und zu prüfen ist, ob die mit der angefochtenen Verfügung vom </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">18. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">November 2015</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> (Urk. 2) erfolgte wiedererwägungsweise Aufhebung der in Rechtskraft erwachsenen Verfügung vom </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">8. Februar 2012</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> (Urk. 7/</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">127 in Ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">bindung mit Urk. 7/131</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">) unter den einschränkenden Voraussetzungen, dass die Verfügung vom </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">8. Februar</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> 2012 zweifellos unrichtig und ihre Berichtigung von erheblicher Bedeutung ist (vgl. auch SVR 2005 EL Nr. 3 S. 10 E. 3.3, BGE 122 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">V </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">168 E. 2c), rechtens ist. Ohne Weiteres ist dabei mit Blick auf den Charakter der mit Verfügung vom </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">8. Februar</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> 2012 zugesprochenen Invalidenrente als perio</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">discher Dauerleistung die Voraussetzung der erheblichen Bedeutung der Berich</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tigung zu bejahen (vgl. Urteil des Bundesgerichts 9C_342/2008 vom 20. November 2008 E. 5.1 mit Hinweisen). Zu prüfen bleibt, ob die Verfügung vom </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">8. Februar</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> 2012 zweifellos unrichtig und daher der erfolgten Wiedererwä</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gung zugänglich war. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">5.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Zweifellos ist die Unrichtigkeit, wenn kein vernünftiger Zweifel daran möglich ist, dass der Entscheid unrichtig war. Es ist nur ein einziger Schluss – derjenige auf die Unrichtigkeit der Verfügung – möglich. Das Erfordernis der zweifellosen Unrichtigkeit ist in der Regel erfüllt, wenn die gesetzeswidrige Leistungszuspre</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">chung aufgrund falscher oder unzutreffender Rechtsregeln erlassen wurde oder wenn massgebliche Bestimmungen nicht oder unrichtig angewandt wurden. Anders verhält es sich, wenn der Wiedererwägungsgrund im Bereich materieller Anspruchsvoraussetzungen liegt, deren Beurteilung in Bezug auf gewisse Schritte und Elemente (z.B. Invaliditätsbemessung, Einschätzungen der Arbeits</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">unfähigkeit, Beweiswürdigungen, Zumutbarkeitsfragen) notwendigerweise Ermessenszüge aufweist. Erscheint die Beurteilung solcher Anspruchsvorausset</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">zungen (einschliesslich ihrer Teilaspekte wie etwa die Einschätzung der Arbeitsfähigkeit) vor dem Hintergrund der Sach- und Rechtslage, wie sie sich im Zeitpunkt der rechtskräftigen Leistungszusprechung darbot, als vertretbar, scheidet die Annahme zweifelloser Unrichtigkeit aus (Urteil des Bundesgerichts 9C_421/2010 vom 1. Juli 2010, E. 3 mit Hinweisen).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">5.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die erstmalige Rentenzusprache mit Verfügung vom 8. Februar 2012 (Urk. 7/127 in Verbindung mit Urk. 7/131) mit Wirkung ab 1. Februar 2011 erfolgte hauptsächlich aus psychiatrischen Gründen gestützt auf das bidiszipli</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">näre Z.___-Gutachten vom 15. Oktober 2009 (Urk. 7/40, vorstehend E. 3.2) und auf den Bericht der B.___ vom 9. September 2011 (Urk. 7/109, vorstehend E. 3.3). Das Z.___-Gutachten ging im Jahre 2009 bei diagnostizierter mittelgradiger depressiver Episode ohne somatisches Syndrom von einer 50%igen Arbeitsfä</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">higkeit in einer angepassten Tätigkeit aus. Die B.___ attestierte dem Beschwer</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">deführer im Jahre 2011 ebenfalls eine 50%ige Arbeitsfähigkeit in einer Ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">weistätigkeit und begründete dies mit den folgenden Diagnosen: Anpassungs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">störung mit längerer depressiver Reaktion, anhaltende somatoforme Schmerz</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">störung sowie Persönlichkeitsakzentuierung mit emotional instabilen, ängstlich-vermeidenden und narzisstischen Anteilen. Selbst Dr. med. L.____, Facharzt für Anästhesiologie FMH, vom Regionalen Ärztlichen Dienst (RAD) erachtete diese Einschätzungen als überzeugend, weshalb für die Rentenbeurteilung darauf abgestellt wurde (Urk. 7/115 S. 6). Wegen den Rückenbeschwerden ergab sich aus somatischer Sicht lediglich eine qualitative Einschränkung der Arbeitsfähigkeit. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">5.4</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">In Würdigung der gesamten medizinischen Aktenlage zeigen sich entgegen der Auffassung der Beschwerdegegnerin keine überzeugenden Zweifel an der Ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tretbarkeit der damaligen fachärztlichen Einschätzung der Leistungsfähigkeit des Beschwerdeführers. Auch der psychiatrische C.___-Gutachter stützte sich für die Beurteilung des Verlaufs der Arbeitsunfähigkeit auf die Beurteilung der im Z.___-Gutachten von 2009 attestierten 50%igen Arbeitsunfähigkeit und stellte auf diese bis zur aktuellen Begutachtung ab (Urk. 7/161 S. 13). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">5.5</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die Beschwerdegegnerin bringt vor, dass die Überwindbarkeit der damals eben</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">falls durch die B.___ diagnostizierten somatoformen Schmerzstörung nicht geprüft worden sei und im Weiteren weder die mittelgradige depressive Episode noch die Anpassungsstörung zu einer relevanten Komorbidität mit invalidisie</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">render Wirkung führen würde (Urk. 2 S. 2). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit steht jedoch mit der facettenreichen Recht</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sprechung zur Auswirkung einer mittelgradigen Depression auf die Arbeitsfä</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">higkeit nicht in Widerspruch. Gemäss Urteil des Bundesgerichts 9C_1041/2010 vom 3</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">0. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">März 2011 erscheint es nicht bundesrechtswidrig, eine relevante Ein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">schränkung der Arbeitsfähigkeit wegen einer leichten bis mittelgradigen depressiven Episode anzunehmen (E. 5.2). Auch im Urteil 9C_210/2012 vom </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">9. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Juli 2012 äusserte sich das Bundesgericht dahingehend, eine invalidisierende Wirkung einer mittelschweren depressiven Störung sei, sofern sie nicht bloss eine Begleiterscheinung einer Schmerzkrankheit darstelle, nicht von vornherein auszuschliessen (E. 4.2).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Der aufgezeigte Verlauf der Erkrankung seit </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Mai 2009</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> trotz konsequenter und adäquater Psycho- und Pharmakotherapie - im Rahmen der krankheitsbeding</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ten Möglichkeiten des Beschwerdeführers - spricht für eine </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">damals durchaus </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">erhebliche mittelgradige depressive Episode, die nach dem Gesagten jedenfalls Raum lässt, um eine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit in relevantem Ausmass zu berücksichtigen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">5.6</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Zusammenfassend ist der ursprüngliche Rentenentscheid nicht zweifellos unrich</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tig. Damit erweist sich die wiederwägungsweise Aufhebung der Leis</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tungszusprache als nicht gerechtfertigt.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">6.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">6.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">In einem weiteren Schritt ist zu prüfen, ob die angefochtene Verfügung mit der Begründung der Revision (vgl. Urteil des Bundesgerichts 9C_555/2012 vom 25. Juli 2013 E. 4.1 und vorstehend E. 1.4) zu schützen ist, nachdem die Beschwerdegegnerin gestützt auf das polydisziplinäre C.___-Gutachten vom 29. Dezember 2014 (Urk. 7/161) auch einen Revisionsgrund als gegeben erach</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tete (Urk. 2 S. 3 f.). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">6.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Das polydisziplinäre C.___-Gutachten vom 29. Dezember 2014 (Urk. 7/161) basiert auf einer umfassenden allgemein-internistischen, orthopädischen, neu</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">rologischen und psychiatrischen Untersuchung und wurde in Kenntnis und in Auseinandersetzung mit den Vorakten (Anamnese) abgegeben. Die Gutachter haben detaillierte und nachvollziehbare Befunde und Diagnosen erhoben und sich mit den vom Beschwerdeführer geklagten Beschwerden auseinandergesetzt. Zudem wurden die medizinischen Zusammenhänge und die medizinische Situa</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tion einleuchtend dargelegt und die Schlussfolgerung nachvollziehbar begrün</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">det. Dem polydisziplinären Gutachten kommt demnach grundsätzlich volle Beweiskraft zu (vgl. E. 1.7).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">6.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die Gutachter stellten in der polydisziplinären Zusammenschau schlüssig fest, dass der Beschwerdeführer weder aus orthopädischer, neurologischer noch all</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gemein-internistischer Sicht in seiner Arbeitsfähigkeit quantitativ eingeschränkt ist. Die festgestellten körperlichen Einschränkungen wurden im Belastungsprofil entsprechend ausreichend berücksichtigt. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">6.4</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">6.4.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Der psychiatrische Gutachter stellte beim Beschwerdeführer die Diagnose einer leichten depressiven Episode mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtes fallen leichte bis mittelgradige depressive Störungen, seien sie im Auftreten rezidivierend oder episodisch, ein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">zig dann als invalidisierende Krankheiten in Betracht, wenn sie erwiesenermas</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sen therapieresistent sind (statt vieler: </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">BGE 140 V 193</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> E. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3.3 mit Hinweis). Nur in einer solchen - seltenen, da nach gesicherter psychiatrischer Erfahrung Depressionen im Allgemeinen therapeutisch gut angehbar sind - gesetzlich ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">langten Konstellation ist den no</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">rmativen Anforderungen des Art. 7 Abs. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">2 zweiter Satz ATSG für eine objektivierende Betrachtungs- und Prüfungsweise Genüge getan (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">BGE 141 V 281</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> E. 3.7.1 bis 3.7.3</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">). Ein solcher Sachverhalt muss überwiegend wahrscheinlich und darf nicht lediglich nicht auszuschliessen sein. Es kommt dazu, dass die Therapie in dem Sinne konsequent gewesen sein muss, dass die aus fachärztlicher Sicht indizierten zumutbaren (ambulanten und stati</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">onären) Behandlungsmöglichkeiten in kooperativer Weise optimal und nach</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">haltig ausgeschöpft wurden (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">BGE 140 V 193</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> E. 3.3</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">; </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">BGE </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">137 V 64</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> E. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">5.2 mit Hinweis; vgl. Urteile des Bun</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">desgerichts 9C_13/2016 vom 14. April 2016 E. 4.2 und 9C_89/2016 vom 12. Mai 2016 E. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.1).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Der </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Beschwerdeführer </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">befindet sich </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">bereits seit Mai 2009 bei </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Dr. D.___</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> und dem Psychologen </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">G.___</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> in psychiatrisch-psychotherapeutischer Behandlung inklusive antidepressiver Medikation (im Rahmen seiner krankheitsbedingten Möglichkeiten). Dass sich der Beschwerdeführer zudem im Februar 2015 bereits zum vierten Mal in teilstationäre Behandlung in </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">die</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> Tagesklinik </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">F.___</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> der </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">B.___</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> begab, spricht für einen grossen Leidensdruck. Entgegen der Auffassung der Beschwerdegegnerin </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">(Urk. 2 S. 4) ist deshalb von einem teilweise Scheitern einer konsequenten (Depressions-)Therapie auszugehen, weshalb der festge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">stellten leichten depressiven Symptomatik eine invalidisierende Wirkung zuge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sprochen werden kann.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die vom Gutachter attestierte 80%ige Arbeitsfähigkeit aufgrund dieser depressiven Symptomatik erscheint angesichts der aktuellen Befundlage nachvollziehbar. Im Vergleich zum Gesundheitszustand anlässlich der </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Z.___</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">-Begutachtung im Jahre 2009 - als im Zusammenhang mit einer mit</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">telgradigen depressiven Episode noch eine 50%ige Arbeitsunfähigkeit festge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">stellt worden war - stellt dies </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">dennoch </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">eine erhebliche Verbesserung dar. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">6.4.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Entgegen der Einschätzung von Dr. D.___, welcher beim Beschwerdeführer eine Persönlichkeitsstörung diagnostizierte und ihm hauptsächlich deswegen eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit attestierte (vgl. E. 4.5), kommt der psychiatri</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sche C.___-Gutachter überzeugend zum Schluss, dass es sich (nur) um akzentu</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ierte Persönlichkeitszüge ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit handelt. Gegen die von Dr. D.___ dargelegte These, wonach sich der Beschwerde</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">führer angesichts mangelnder Sozialisation nur in einer Nische (der Musikbran</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">che) habe bewähren können, spricht, dass er während Jahren vergleichsweise gut verdiente (vgl. Urk. 7/3). Da er während dieser Zeit voll leistungsfähig war, ist es nicht überzeugend wahrscheinlich, dass er an einer behindernden Persön</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">lichkeitsstörung leidet. Im Weiteren leuchtet ein, dass die Beurteilung der Leis</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tungsfähigkeit durch</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">behandelnde Ärzte, welche</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> mitunter im Hinblick auf ihre auftragsrechtliche Vertrauensstellung in Zweifelsfällen eher zu Gunsten ihrer Patientinnen und Patienten aussagen (BGE 125 V 351 E. 3b/cc</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">) mit Vorbehalt zu würdigen sind, da ihnen erfahrungsgemäss die erforderliche Distanz fehlt. Jedenfalls vermögen die Darlegungen von Dr. D.___ die überzeugenden Feststellungen im C.___-Gutachten nicht umzustossen, weshalb zwar von akzen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tuierten Persönlichkeitszügen auszugehen ist, welche aber ohne invalidisierende Wirkung verbleiben. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">6.5</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Zusammenfassend kann aufgrund der überzeugenden Feststellungen im polydis</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ziplinären C.___-Gutachten vom 29. Dezember 2014 (Urk. 7/161) von einer revisionsrelevanten Verbesserung des psychischen Gesundheitszustandes (seit Dezember 2014) sowie damit einhergehend von einer 80%igen Arbeitsfä</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">higkeit in einer angepassten Tätigkeit ausgegangen werden. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Aufgrund des sich daraus klar ergebenden rentenausschliessenden Invaliditätsgra</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">des erfolgte die Renteneinstellung durch die Beschwerdegegnerin zu Recht und die Beschwerde ist folglich abzuweisen. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">7.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die Gerichtskosten werden nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- und Fr. 1‘000.-- festgelegt (Art. 69 Abs. 1</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">bis</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> IVG). Vorliegend sind die Kosten auf Fr. 800.-- anzusetzen und dem Beschwerdeführer als unterliegender Partei aufzuerlegen. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Heading3"><br/><span class="Normal Heading3">Das Gericht erkennt:</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span class="Normal Dispotext DispoHngend">1.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Die Beschwerde wird abgewiesen.</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span class="Normal Dispotext DispoHngend">2.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Die Gerichtskosten von </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Fr. 800</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">.-- werden </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">dem Beschwerdeführer auferlegt. </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Rechnung und Einzahlungsschein werden </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">dem</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend"> Kostenpflichtigen nach Eintritt der Rechtskraft zugestellt.</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span class="Normal Dispotext DispoHngend">3.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Zustellung gegen Empfangsschein an:</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Rechtsanwalt Sebastian Lorentz</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Bundesamt für Sozialversicherungen</span></p><p class="Normal Dispotext DispoEinzug"><span class="Normal Dispotext DispoEinzug">sowie an:</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Gerichtskasse (im Dispositiv nach Eintritt der Rechtskraft)</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">4.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Gegen diesen Entscheid kann innert </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">30 Tagen</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"> seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundes</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">gesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 15. Juli bis und mit 15. August sowie vom 18. Dezember bis und mit dem 2. Januar (Art. 46 BGG).</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">stellen.</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismit</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">tel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat (Art. 42 BGG).</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><br/></p><p class="Normal Heading3"><span class="Normal Heading3">Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich</span></p><p><br/></p><p>Der VorsitzendeDie Gerichtsschreiberin</p><p><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p>HurstGeiger</p><p></p></div> </div></body></html>