<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="content"> <div class="para"> </div> <div class="para">Bundesgericht </div> <div class="para">Tribunal fédéral </div> <div class="para">Tribunale federale </div> <div class="para">Tribunal federal </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <table border="0"> <tr> <td> <img height="68" src="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/clir/http/displayimage.php?id=2015-01-22-6B_39-2015.1&amp;type=gif" width="95"/> </td> <td> <div class="para"> </div> </td> <td> <div class="para"> </div> </td> </tr> <tr> <td> <div class="para">{T 0/2} </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>6B_39/2015 </b> </div> </td> <td> <div class="para"> </div> </td> <td> <div class="para"> </div> </td> </tr> </table> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>Urteil vom 22. Januar 2015</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>Strafrechtliche Abteilung</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Besetzung </div> <div class="para">Bundesrichter Denys, Präsident, </div> <div class="para">Gerichtsschreiber C. Monn. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Verfahrensbeteiligte </div> <div class="para">X.________, </div> <div class="para">Beschwerdeführerin, </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <i>gegen</i> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Oberstaatsanwaltschaft des Kantons Zürich, Florhofgasse 2, 8090 Zürich, </div> <div class="para">Beschwerdegegnerin. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Gegenstand </div> <div class="para">Einsprache gegen einen Strafbefehl (Beschimpfung, Missbrauch einer Fernmeldeanlage), </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Beschwerde gegen den Beschluss des Obergerichts des Kantons Zürich, III. Strafkammer, vom 19. Dezember 2014. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>Der Präsident zieht in Erwägung:</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>1.</b> </div> <div class="para">Die Staatsanwaltschaft Winterthur/Unterland bestrafte die Beschwerdeführerin mit Strafbefehl vom 28. März 2014 wegen Beschimpfung und Missbrauchs einer Fernmeldeanlage mit einer Geldstrafe von 20 Tagessätzen zu Fr. 30.--, bedingt aufgeschoben bei einer Probezeit von zwei Jahren, und einer Busse von Fr. 400.--. Dagegen erhob die Beschwerdeführerin Einsprache. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Am 9. Juli 2014 wurde die Beschwerdeführerin zu einer Einvernahme auf den 28. Juli 2014 vorgeladen. Am 30. Juli 2014 stellte die Staatsanwaltschaft fest, die Beschwerdeführerin sei trotz Vorladung einer Einvernahme ungenügend entschuldigt ferngeblieben, weshalb die Einsprache als zurückgezogen gelte. Eine dagegen gerichtete Beschwerde wies das Obergericht des Kantons Zürich am 19. Dezember 2014 ab. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Die Beschwerdeführerin wendet sich ans Bundesgericht, ohne einen ausdrücklichen Antrag zu stellen. Offensichtlich strebt sie eine Behandlung ihrer Einsprache an. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>2.</b> </div> <div class="para">Die Vorinstanz stellt fest, die Beschwerdeführerin sei ordnungsgemäss zur Einvernahme auf den 28. Juli 2014 vorgeladen worden und habe Kenntnis von den Konsequenzen eines unentschuldigten Fernbleibens gehabt. Sie habe der Staatsanwaltschaft denn auch mit Schreiben vom 25. Juli 2014 mitgeteilt, dass sie aus gesundheitlichen Gründen an der Einvernahme nicht teilnehmen und "erst nach einem Therapieverlauf" erscheinen könne. Dem von ihr eingereichten Sprechstundenbericht vom 2. Juli 2014 der Uniklinik A.________ sei jedoch nur zu entnehmen, dass die Beschwerdeführerin am 30. Juni 2014 zur Besprechung eines MRI der linken Hüfte vorstellig geworden sei. Als Procedere wurde ihr eine Physiotherapie zur Dehnung und Kräftigung der Muskulatur verordnet. Die Vorinstanz kommt zum Schluss, dem Bericht sei nicht zu entnehmen, dass die Beschwerdeführerin an der Einvernahme vom 28. Juli 2014 nicht hätte teilnehmen können (Beschluss S. 5/6 E. 4.1 und 4.2). </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Auch vor Bundesgericht bringt die Beschwerdeführerin nichts vor, was belegen könnte, dass sie zu der Einvernahme nicht hätte erscheinen können. Sie schildert nur ganz allgemein ihren Gesundheitszustand (Ziff. 1), ohne dass sie darlegen würde, dass sie am 28. Juli 2014 verhandlungsunfähig gewesen wäre. Ihre Ausführungen genügen den Anforderungen von <span class="artref">Art. 42 Abs. 2 BGG</span> nicht. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Die Beschwerdeführerin bringt ergänzend vor, dass sie sich sicher ein Zeugnis von einem anderen Arzt hätte ausstellen lassen können, wenn sie durch die Staatsanwaltschaft dazu aufgefordert worden wäre. Dazu hat die Vorinstanz erwogen, der Beschwerdeführerin sei im Beschwerdeverfahren mehrmals Gelegenheit gegeben worden, sich mit den Vorbringen der Staatsanwaltschaft auseinanderzusetzen, wodurch eine allfällige Verletzung des rechtlichen Gehörs geheilt worden sei. Sie habe es indessen auch im Beschwerdeverfahren unterlassen, ein Arztzeugnis einzureichen, welches die Verhandlungsunfähigkeit für den 28. Juli 2014 bescheinigen könnte, oder zumindest substanziiert darzulegen, weshalb ihr die Teilnahme an der Einvernahme nicht möglich gewesen sei (Beschluss S. 6/7 E. 4.3 und 4.4). Zu dieser Erwägung der Vorinstanz äussert sich die Beschwerdeführerin nicht. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Die übrigen Ausführungen (Ziff. 2) betreffen nicht die hier relevanten Fragen und sind deshalb unzulässig. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Auf die Beschwerde ist mangels einer tauglichen Begründung im Verfahren nach <span class="artref">Art. 108 BGG</span> nicht einzutreten. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>3.</b> </div> <div class="para">Die Gerichtskosten sind der Beschwerdeführerin aufzuerlegen (<span class="artref">Art. 66 Abs. 1 BGG</span>). </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>Demnach erkennt der Präsident:</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>1.</b> </div> <div class="para">Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>2.</b> </div> <div class="para">Die Gerichtskosten von Fr. 800.-- werden der Beschwerdeführerin auferlegt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>3.</b> </div> <div class="para">Dieses Urteil wird den Parteien und dem Obergericht des Kantons Zürich, III. Strafkammer, schriftlich mitgeteilt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Lausanne, 22. Januar 2015 </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Im Namen der Strafrechtlichen Abteilung </div> <div class="para">des Schweizerischen Bundesgerichts </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Der Präsident: Denys </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Der Gerichtsschreiber: C. Monn </div> </div></body></html>