<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="cell small-12 contentContainer printArea"> <div><table><tr><td><p class="Normal Heading1"><span id="_GoBack"></span><span class="Normal Heading1">Sozialversicherungsgericht</span></p><p class="Normal Heading1"><span class="Normal Heading1">des Kantons Zürich</span></p></td><td><p class="Normal Heading1"></p></td></tr></table><p><span>AL.2018.00010</span></p><p><span> </span></p><p><span> </span></p><p><br/></p><p>II. Kammer</p><p>Sozialversicherungsrichter Mosimann, Vorsitzender<br/>Sozialversicherungsrichterin Fehr<br/>Ersatzrichterin Lienhard<br/>Gerichtsschreiberin Peter-Schwarzenberger</p><p class="Normal Heading2"><span class="Normal Heading2">Urteil vom 14. August 2018</span></p><p class="Normal StandardEinzug"><span class="Normal StandardEinzug">in Sachen</span></p><p class="Normal StandardFett RubrumFett"><span class="Normal StandardFett RubrumFett">X.___</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Beschwerdeführer</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">gegen</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardFett RubrumFett"><span class="Normal StandardFett RubrumFett">Arbeitslosenkasse des Kantons Zürich</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Einkaufszentrum Neuwiesen</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Zürcherstrasse 8, Postfach 474, 8405 Winterthur</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Beschwerdegegnerin</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p><br/></p><p></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Sachverhalt:</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Der im Jahre 1959 geborene X.___ war seit dem 1. Juni 1984 bei der Y.___ AG (nachfolgend: Y.___) angestellt (vgl. Urk. 6/12). Die Y.___ kündigte das Arbeitsverhältnis am 13. Juli 2016 infolge Restrukturierung per 31. Oktober 2016 (Urk. 6/4). Anschliessend war der Versicherte bis zum 31. Juli 2017 bei der Y.___ in einer befristeten Anstellung im Zusammenhang mit dem Sozialplan 2016, in einem sogenannten COACH-Arbeitsvertrag, angestellt (Urk. 6/5). Am 26. Juni 2017 meldete sich der Versicherte beim Regionalen Arbeitsvermittlungszentrum (RAV) zur Arbeitsvermittlung an (Urk. 6/1). Am 25. August 2017 beantragte er Arbeitslosenentschädigung ab dem 26. Juni 2017 (Urk. 6/7). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Mit Verfügung vom 21. September 2017 (Urk. 6/18</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> = Urk. 6/23/2</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">) verneinte die Arbeitslosenkasse des Kantons Zürich (ALK) den Anspruch des Versicherten auf Arbeitslosenentschädigung ab dem 1. August 2017, da er aufgrund freiwilliger Leistungen der Arbeitgeberin keinen anrechenbaren Arbeits- und Verdienst</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">aus</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">fall erlitten habe. Die dagegen erhobene Einsprache vom</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> 24. Oktober 2017 (Urk. 6/23/1</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">) hiess die ALK mit Entscheid vom 27. November 2017 (Urk. 8/27 = Urk. 2) teilweise gut, indem sie festhielt, der Versicherte habe unter Abzug der Altersleistungen der </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Y.___</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> von Fr. 2'350.-- monatlich und der Pensionskassenrente der </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Y.___</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> von Fr. 2'806.-- monatlich ab dem 1. August 2017 Anspruch auf Arbeitslosenentschädigung</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">, sofern auch die übrigen Anspruchsvoraussetzungen erfüllt seien</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Gegen den Einspracheentscheid vom 27. November 2017 (Urk. 2) erhob der Versicherte am 8. Januar 2018 Beschwerde und beantragte, vom Anspruch auf monatliche Arbeitslosenentschädigung von Fr. 5'372.50 (70 % von Fr. 7'675.--) sei nur die monatliche Pensionskassen-Zahlung von Fr. 2'806.-- abzuziehen, was eine Arbeitslosenentschädigung von Fr. 2'566.50 ergebe (Urk. 8/31 = Urk. 1). Mit Beschwerdeantwort vom 19. Januar 2018 (Urk. 5) beantragte die ALK die Abwei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sung der Beschwerde. Dies wurde dem Beschwerdeführer am 5. Februar 2018 zur Kenntnis gebracht (Urk. 8). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">Mit Beschluss vom 20. Juni 2018 (Urk. 9) wurde dem Beschwerdeführer die Gele</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">genheit eingeräumt, um zu </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">der vom Gericht in E</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">rwägung gezogenen Ab</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">änderung des angefochtenen Einspracheentscheids zu seinem</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug"> Nachteil (reformatio in peius) Stellung zu nehmen oder die Bes</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">chwerde zurückzuziehen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">. D</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">er Beschwerdeführer</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug"> liess sich innert Frist nicht vernehmen.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Das Gericht</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> zieht in Erwägung:</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Gemäss Art. 8 Abs. 1 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">des</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> Bun</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">des</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gesetzes über die obligatorische Arbeits</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">losen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">entschädigung und die Insolvenzentschädigung (AVIG) besteht Anspruch auf Arbeitslosenentschädigung, wenn die versicherte Person</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> unter anderem</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> ganz oder </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">teilweise arbeitslos ist (lit. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">a) und wenn sie einen anrechenbare</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">n Arbeitsaus</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">fall erleidet (lit. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">b).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Der Arbeitsausfall ist gemäss Art. 11 AVIG anrechenbar, wenn er einen Ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">dienst</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ausfall zur Folge hat und min</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">des</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tens zwei aufeinander folgende volle Arbeitstage dauert</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> (Abs. 1)</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Nicht anrechenbar ist ein Arbeitsausfall, für den dem Arbeitslosen Lohnansprüche oder wegen vorzeitiger Auflösung des Arbeitsver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">hält</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">nisses Entschädigungsansprüche zustehen (Abs. 3). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">D</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">er Arbeitsausfall </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gilt </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">solange nicht</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> als</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> anrechenbar, als </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">freiwillige</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Leistungen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">des</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Arbeitgebers</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> den durch die Auflösung </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">des</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> Arbeitsverhältnisses entstandenen Verdienstausfall decken</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> (Art. 11a Abs. 1 AVIG). </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Als </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">freiwillige</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Leistungen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">des</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Arbeitgebers</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> bei der Auflösung </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">des</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> privatrechtlichen oder öffentlich-rechtlichen Arbeitsverhältnisses gelten </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Leistungen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">, die nicht Lohn- oder Entsc</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">hädigungs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ansprüche nach Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">11 Abs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3 AVIG darstellen (Art. 10a der Verordnung über die obligatorische Arbeitslosenentschädigung und die Insolvenzentschädigung, AVIV). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Freiwillige Leistungen des Arbeitgebers werden nur berücksichtigt, soweit sie den Höchstbetrag nach Art. 3 Abs. 2 AVIG übersteigen (Art. 11a Abs. 2 AVIG). </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Dieser beträgt Fr. 148'200.-- im Jahr (Art. 22 Abs. 1 der Verordnung über die Unfallversicherung, UVV).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Altersleistungen der beruflichen Vorsorge werden von der Arbeitslosenent</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">schädi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gung abgezogen (Art. 18c Abs. 1 AVIG). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Als Altersleistungen gelten Leistungen der obligatorischen und weitergehenden beruflichen Vorsorge, auf die bei Erreichen der reglementarischen Altersgrenze für die vorzeitige Pensionierung ein Anspruch erworben wurde (Art. 32 AVIV). Altersleistungen der beruflichen Vorsorge werden von der Arbeitslosenent</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">schä</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">digung abgezogen, ungeachtet dessen, ob sie in Form einer Rente oder aber ganz oder teilweise in Form einer Kapitalabfindung ausgerichtet werden (Urteil des Bundesgerichts 8C_188/2011 vom 8. Juni 2011 E. 3.4.1). Reglementarisch vorge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sehene AHV-Überbrückungsrenten beziehungsweise AHV-Ersatzrenten sind eben</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">falls von der Arbeitslosenentschädigung abzuziehen (AVIG-Praxis ALE Ziff. C15</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">9). </span></p><p></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Beschwerdegegnerin hielt im angefochtenen Einspracheentscheid (Urk. 2) fest, dass die Abgangsentschädigung des Beschwerdeführers in der Höhe von Fr. 76'021.70 brutto als freiwillige Leistung des Arbeitgebers zu bezeichnen sei. Da diese unter dem Höchstbetrag von Fr. 148'200.-- liege, bleibe sie unberück</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sichtigt. Anderes gelte für die dem Beschwerdeführer zugesprochenen Altersleis</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tungen beziehungsweise AHV-Überbrückungsrente nach Sozialplan 2016 der </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Y.___</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> (Fr. 2'350.-- pro Monat für sechs Jahre)</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> sowie d</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">i</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">e Pensionskasse</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nrente der Y.___ (Fr. 2'806.-- pro Monat für sieben Jahre)</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">. Die von der Pensionskasse der </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Y.___</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> aus</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">bezahlte Rente von Fr. 2'806.-- monatlich sowie die reglementarisch vorge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">seh</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ene AHV-Überbrückungsrente von Fr. 2'350.-- monatlich seien vom </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Anspruch auf Arbeitslosentschädigung ab dem 1. August 2017 abzuziehen (S. 4 f.).</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Demgegenüber stellte sich der Beschwerdeführer auf den Standpunkt (Urk. 1), vom Anspruch auf monatliche Arbeitslosenentschädigung von Fr. 5'372.50 </span><br/><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">(70 % von Fr. 7'675.--) sei nur die monatliche Pensionskassen-Zahlung von </span><br/><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Fr. 2'806.-- abzuziehen, was eine Arbeitslosenentschädigung von Fr. 2'566.50 ergebe (S. 1). Denn die Summe der für die Rahmenfrist von 520 Tagen berech</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">neten freiwilligen Überbrückungsleistungen der </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Y.___</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> betrage Fr. 56'400.-- (24 x Fr. 2'350.--) und liege somit unter dem Freibetrag von Fr. 148'200.--. Deshalb dürfe der monatliche Anteil der freiwilligen Überbrückungsleistungen der </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Y.___</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> von Fr. 2'350.-- nicht von der Arbeitslosentschädigung abgezogen werden. Die Gesamtheit der freiwilligen Überbrückungsleistungen sei vor allem als Kompen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sation für die entgehenden sechs Jahre der Pensionskasseneinzahlung bis zur ordentlichen Pensionierung zu sehen und infolgedessen nicht bereits in den ersten Monaten zu verbrauchen (S. 2). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Aktenkundig und unbestritten ist, dass der Beschwerdeführer mit der Lohn</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">zah</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">lung für den Monat Juni 2017 von der </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Y.___</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> eine Abfindung in der Höhe von Fr. 245'221.70 brutto erhalten hat, d</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">i</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">e sich aus einer AHV-Überbrückungs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">leis</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tung bis zum Pensionsalter von Fr. 169'200.-- brutto (72 Monate à Fr. 2'350.--) sowie einer Abgangsentschädigung von Fr. 76'021.70 brutto zusammen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">setzt (Urk. 6/10 = Urk. 6/23/3</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> = Urk. 3/4; Urk. 6/11 S. 4</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">; Urk. 6/9</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">). Zudem erhält der Beschwerdeführer von der Pensionskasse der </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Y.___</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> vom 1. August 2017 bis zum 31. Juli 2024 eine Rentenleistung von monatlich Fr. 2'806.-- (Urk. 6/6; vgl. Urk. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">6</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">/12 Ziff. 19). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Einigkeit besteht zwischen den Parteien dahingehend, dass die von der Pen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sions</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">kasse der </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Y.___</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> ausbezahlte Rente von monatlich Fr. 2'806.-- vom Anspruch auf Arbeitslosentschädigung abzuziehen ist (vorstehend E.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">2.1, E.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">2.2; vgl. auch Urk.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1; Urk. 2)</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">. Dies ist nicht zu beanstanden (Art. 18c Abs. 1 AVIG).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Str</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">itt</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ig ist hingegen, ob die AHV-Überbrückungsleistung</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> der Y.___</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> von monatlich Fr.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">2'350.-- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">(Urk. 6/9-10) </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">vom Anspruch des Beschwerdeführers auf Arbeitslo</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">senent</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">schädigung in Abzug zu bringen ist.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> Dabei wird auch zu prüfen sein, ob die dem Beschwerdeführer gewährte Abgangsentschädigung in der Höhe von Fr. 76'021.70 brutto zu Recht ausser Acht gelassen wurde, da es sich - wie die Parteien annahmen - um eine freiwillige Leistung handelt, die den Höchstbetrag von Fr. 148'200.-- nicht überschreitet. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Entscheidendes Kriterium für Leistungen im Sinne von Art. 10a AVIV (vgl. vorstehend E. 1.2) ist die Freiwilligkeit der Leistung. Dabei ist nicht massgebend, ob die Leistung vor, während oder bei der Auflösung des Arbeitsverhältnisses vereinbart worden ist. Freiwillige Leistungen sind beispielsweise Leistungen aus Sozialplänen oder in Verträgen vorgesehene Abgangsentschädigungen (AVIG-Praxis ALE Ziff. B123). Keine Freiwilligkeit liegt vor, wenn ein gesetzlicher Anspruch auf die Leistung </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">besteht. Eine Abgangsentschädigung im Sinne von Art. 339b des Obligationenrechts (OR) stellt daher keine freiwillige Leistung dar</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Leistungen einer Einrichtung der beruflichen Vorsorge fallen ebenfalls nicht unter </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">diese Bestimmungen (vgl. Nussbaumer, Arbeitslosenversicherung, in: Schweize</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">risches Bundesverwaltungsrecht [SBVR], 3. Auflage, Basel 2016, S. 2315 Rz 168). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die Abgangsentschädigung von Fr. 76'021.70 fusste unbestrittenermassen auf dem Sozialplan 2016 (Urk. 3/3 Ziff. 5.5.1), genauso wie die dem Beschwerdeführer ausbezahlte AHV-Überbrückungsleistung in der Höhe von insgesamt Fr. 169'200.-- (72 Monate à Fr. 2'350.--; Urk. 3/3 Ziff. 5.5.2; vgl. auch Urk. 3/4 und Urk. 6/26/1; vgl. auch die Darstellung des Beschwerdeführers Urk. 1 S. 2). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Damit besteht hinsichtlich beider Leistungen kein gesetzlicher Anspruch. Insbesondere kann auch in Bezug auf die im Konkreten ausgerichtete Abgangsent</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">schädigung</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">nicht von einem gesetzlichen Anspruch gesprochen werden, da die Entschädigung weit über dem zwingenden Minimum von Art. 339c Abs. 1 OR liegt (vgl. dazu auch BGE </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">143 V 161 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">E. 4.5).</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">In Anbetracht der Grundlage im Sozialplan handelt es sich nach dem Gesagten sowohl bei der Abgangs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">entschädigung als auch bei der AHV-Überbrückungsrente um freiwillige Leistungen der Arbeitgeberin im Sinne von Art. 11a AVIG. </span></p><p></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Der Beschwerdegegnerin kann indes nicht gefolgt werden, insoweit sie die AHV</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Überbrückungsrente gestützt auf Art. 18c AVIG im vollen Umfang von der Arbeitslosenentschädigung zum Abzug brachte. Denn sie übersieht, dass als Altersleistungen nur Leistungen der obligatorischen und weitergehenden beruf</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">lichen Vorsorge gelten, auf die bei Erreichen der reglementarischen Altersgrenze für die vorzeitige Pensionierung ein Anspruch erworben wurde (Art. 32 AVIV). Leistungen des Arbeitgebers fallen jedoch nicht darunter (Urteil des Bundes</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">richts 8C_188/2011 vom 8. Juni 2011 E. 3.4.2).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3.4</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Der Beschwerdeführer machte hinsichtlich der in monatlichen Raten von Fr. 2'350.-- ausgerichteten AHV-Überbrückungsrente geltend, diese sei nur so</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">weit zu berücksichtigen, als sie in die Rahmenfrist für den Leistungsbezug falle, mithin im Umfang von Fr. 56'400.-- (24 x Fr. 2'350.--; Urk. 1 S. 2).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Laut Art. 10d Abs. 1 AVIV wird jedoch bei </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">eine</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">r</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> für einen bestimmten Zeitraum in Monatsraten auszurichtende</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">n</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> freiwillige Leistung von der Summe dieser mona</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tlichen Leistungen </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">der Jahreshöchstbetrag nach Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3 Abs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">2 AVIG </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">(Fr. 148'200.--) </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">abgezogen und das Ergebnis durch die vereinbarte Anzahl Monate geteilt. Der sich daraus ergebende Betrag wird von der Arbeitslosenent</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">schädigung abgezogen.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> Demnach besteht keine Grundlage, um nur die in die Rahmenfrist entfallenden Betreffnisse zu berücksichtigen; es sind auch keine Um</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">stände ersichtlich oder geltend gemacht, die ein Abweichen von der Verord</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">nungs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">bestimmung rechtfertigen würden.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Daher ermittelt sich der Abzug wie folgt:</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Summe der für 72 Monate vorgesehen Leistung von Fr. 2'350.--</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Fr.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">169'200.--</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">./. Freibetrag</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Fr.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">148'200.--</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Fr.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">21'000.--</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Der Betrag von Fr. 21'000.-- ist durch die vereinbarten 72 Monate zu teilen, so dass monatlich Fr. 291.65 von der Arbeitslosenentschädigung abzuziehen sind. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3.5</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Das Gericht ist nicht an die Parteibegehren gebunden (Art. 61 lit. d ATSG). Zu prüfen ist daher, ob die als freiwillige Leistung ausgerichtete Abgangsentschä</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">digung von Fr. 76'021.70 (vorstehend E. 3.4) zu Recht im Rahmen eines allfälligen Leistungsaufschubs (Art. 10c AVIG) unberücksichtigt blieb. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Der seit 1. Juli 2003 in Kraft stehende Art. 11a AVIG legt einen gesetzlichen Grenzbetrag für die Berücksichtigung der freiwilligen Arbeitgeberleistung bei der Anrechenbarkeit des Arbeitsaus</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">falls fest und nur die darunter</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">liegenden Leistungen bleiben</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> unberücksichtigt</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">. Der Gesetzgeber führte diese Regelung ein, weil es als stossend empfunden wurde, dass Versicherte, die ausserordentlich hohe Leistungen von ihrem ehemaligen Arbeitgeber beziehen, vom ersten Tag an Arbeitslosenentschädigung erhalten, eine volle Anrechnung freiwilliger Leis</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tungen an die Taggelder der Arbeitslosenversicherung aber dazu führen würde, dass in Sozialplänen keine Abgangsentschädigungen mehr vorgesehen würden (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Urteil des Bundesgerichts 8C_822/2015 vom 14. Januar 2016 E. 2.2).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Der Beschwerdeführer selber bezifferte die gesamten freiwilligen Leistungen der Arbeitgeberin mit Fr. 245'221.70 (Fr. 76'021.70 + Fr. 169'200.--; Urk. 1 S. 1). Um ein stossendes Ergebnis im Sinne des Gesetzgebers zu vermeiden, rechtfertigt sich, den Freibetrag auch bei - wie hier - verschiedenartigen Leistungen (Kapital und Monatsraten) nur einmal abzuziehen. Da der Freibetrag bereits bei der Ermittlung des Abzugs von der Arbeitslosenentschädigung berücksichtigt wurde (vorstehend E. 3.4), kann nicht nochmals eine entsprechende Anrechnung erfolgen. Vielmehr liegt im gesamten Umfang der Abgangsentschädigung </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ein nicht an</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">rechenbarer Arbeitsausfall vor, der dem Anspruch auf Arbeitslosenentschädigung entgegensteht (Art. 8 Abs. 1 lit. b AVIG). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Gemäss Art. 10c AVIV beginnt die Dauer des Leistungsaufschubes mit dem ersten Tag nach Ablauf des Arbeitsverhältnisses, für das die freiwilligen Leistungen ausgerichtet wurden, und zwar unabhängig davon, wann sich die versicherte Person bei der Arbeitslosenversicherung als arbeitslos meldet (Abs. 1). </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die Dauer der </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">(Warte-)</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Frist berechnet sich, indem der Betrag der berücksichtigten frei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">willigen Leistungen durch den Lohn geteilt wird, der im Rahmen der Tätigkeit erzielt wurde, welche die Leistungen ausgelöst hat, und zwar unabhängig davon, ob die versicherte Person während dieser Frist eine Erwerbstätigkeit ausübt</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> (Abs. 2)</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Massgebend für die Berechnung der Dauer ist der effektiv erzielte Lohn inklusive Anteil 13. Monatslohn (AVIG-Praxis Ziff. B127). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3.6</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Das Arbeitsverhältnis des Beschwerdeführers endete am 31. Juli 2017 (Urk. 6/12 Ziff. 2 und Urk. 6/5). Das Monatssalär betrug Fr. 7'675.-- (Urk. 6/12 Ziff. 17), ein 13. Monatslohn wurde nicht ausgerichtet (Urk. 6/11).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Damit berechnet sich eine Dauer des nicht anrechenbaren Arbeitsausfalles von 9.9 Monaten (Fr. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">76'021.70</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> : Fr. 7'675.--). Der angefochtene Entscheid stellte einen Anspruch ab 1. August 2017 fest, was nach dem Gesagten abzuändern ist. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Zusammengefasst ist demnach die Beschwerde dahingehend gutzuheissen, dass - neben dem unstrittigen Abzug der Pensionskassenleistung von Fr. 2'806.-- - monatlich Fr. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">291.65 von der Arbeitslosenentschädigung abzuziehen sind</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Zudem ist festzustellen, dass der Beschwerdeführer nicht ab 1. August 2017 Anspruch auf Arbeitslosenentschädigung hat, sondern einen Leistungsaufschub von 9.9 Monaten mithin von 9 Monaten und 27 Tagen beziehungsweise bis am 27. Mai 2018, hinzunehmen hat, was zu einer Schlechterstellung führt.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Rechtsprechungsgemäss ist im Beschwerdeverfahren von der Möglichkeit der reformatio in peius zurückhaltend Gebrauch zu machen und diese ist auf Fälle zu beschränken, in welchen der angefochtene Entscheid offensichtlich unrichtig und die Korrektur von erheblicher Bedeutung ist. Es gelten somit - bei leicht anderem Wortlaut - die gleichen strengen Voraussetzungen wie bei der Wiedererwägung formell rechtskräftiger Verfügungen oder Einspracheentscheide gemäss Art. 53 Abs. 2 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversiche</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">rungsrechts (ATSG; BGE 142 V 337 E. 3.1).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Vorliegend hat die Beschwerdegegnerin die freiwilligen Leistungen der Arbeit</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">geberin zweifellos unrichtig als Altersleistungen im Sinne von Art. 18c AVIG behandelt. Dies führte dazu, dass sie in Bezug auf die Kapitalleistung von Fr. 76'071.70 zweifellos zu Unrecht davon ausging, der Freibetrag von Fr. 148'200.-- sei nicht überschritten. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Heading3"><br/></p><p class="Normal Heading3"><span class="Normal Heading3">Das Gericht erkennt:</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span class="Normal Dispotext DispoHngend">1.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">In teilweiser Gutheissung der Beschwerde wird der Einspracheentscheid der Arbeitslosenkasse des Kantons Zürich vom 27. November 2017 dahingehend abgeändert, dass der Beschwerdeführer unter Abzug der Pensionskassenleistung von Fr. 2'806.-- monatlich und der Altersleistung von Fr. 291.65 monatlich ab dem 28. Mai 2018 Anspruch auf Arbeitslosenentschädigung hat, sofern die übrigen Voraussetzungen von Art. 8 AVIG erfüllt sind</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">.</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend"> Im Übrigen wird die Beschwerde abgewiesen.</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span class="Normal Dispotext DispoHngend">2.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Das Verfahren ist kostenlos.</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span class="Normal Dispotext DispoHngend">3.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Zustellung gegen Empfangsschein an:</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">X.___</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Arbeitslosenkasse des Kantons Zürich</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">seco - Direktion für Arbeit</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Amt für Wirtschaft und Arbeit (AWA)</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">4.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Gegen diesen Entscheid kann innert </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">30 Tagen</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"> seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundes</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">gesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 15. Juli bis und mit 15. August sowie vom 18. Dezember bis und mit dem 2. Januar (Art. 46 BGG).</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">stellen.</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweis</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">mittel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat (Art. 42 BGG).</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><br/></p><p class="Normal Heading3"><br/></p><p class="Normal Heading3"><span class="Normal Heading3">Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich</span></p><p><br/></p><p>Der VorsitzendeDie Gerichtsschreiberin</p><p><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p>MosimannPeter-Schwarzenberger</p><p></p></div> </div></body></html>