<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2001.00028</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="https://vgrzh.djiktzh.ch/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=https://vgrzh.djiktzh.ch&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=105972&amp;W10_KEY=4467149&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2001.00028</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 08.03.2001</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">3. Abteilung/3. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Gesundheitswesen</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Bewilligung zur selbständigen Berufsausübung als Psychotherapeutin</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Selbständige Berufsausübung als Psychotherapeutin:<br/><br/>Nachdem die Beschwerdeführerin im Beschwerdeverfahren den Nachweis erbracht hat, dass sie die Ausbildungsanforderungen für die selbständige Berufsausübung erfüllt, ist die Beschwerde gutzuheissen (E. 2b). Hinweis auf die bisherige Rechtsprechung des Verwaltungsgerichts hinsichtlich der Berufszulassung (E. 2a). Trotz Gutheissung der Beschwerde sind die Kosten der Beschwerdeführerin aufzuerlegen, weil sie den Nachweis der genügenden Ausbildung schon früher hätte erbringen können (E. 3).</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: Gesundheit ST: BERUFSAUSÃBUNG">BERUFSAUSÃBUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsprozessrecht UR: Allgemeines ST: KOSTEN UND ENTSCHÃDIGUNGEN">KOSTEN UND ENTSCHÃDIGUNGEN</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: KOSTENAUFLAGE">KOSTENAUFLAGE</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: PSYCHOTHERAPEUT/-IN">PSYCHOTHERAPEUT/-IN</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: PSYCHOTHERAPIE">PSYCHOTHERAPIE</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: SELBSTÃNDIGE BERUFSAUSÃBUNG">SELBSTÃNDIGE BERUFSAUSÃBUNG</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade">§ 7 aGesundheitsG</span><br/><span class="gerade">§ 13 lit. II VRG</span><br/><span class="ungerade">§ 19a lit. II VRG</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 4 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Einzug1">I. Die an der freien UniversitÃ¤t Berlin diplomierte Ethnologin X ersuchte die Ge­sundheitsdirektion des Kan­tons ZÃ¼rich am 19. Juni 2000 um Zulassung als selbstÃ¤ndig tÃ¤­tige Psychotherapeutin. Die hierfÃ¼r erforderliche Spezialausbildung belegte sie durch den Nachweis einer von 1991 bis 1996 dauernden theoretischen Ausbildung Ã¼ber 314 Stunden am Psychoanalytischen Semi­nar ZÃ¼rich, psychoanalytisch orientierter Selbsterfahrung im Umfang von 510 Stunden von 1990 bis 1996 und Supervisionen Ã¼ber insgesamt 217 Stun­den in der Zeit von 1987 bis 1990 sowie 1995 bis 2000. Die Gesundheitsdirektion teilte der Gesuchstellerin am 20. Juni 2000 mit, ihrem Gesuch kÃ¶nne mangels genÃ¼gender Supervi­sionsstunden nicht entspro­chen werden. </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Auf Ersuchen von X wies die Direktion das Gesuch am 4. Dezember 2000 fÃ¶rmlich ab. Sie erwog, da die Gesuchstellerin seit 1994 selbstÃ¤ndig tÃ¤tig sei und keine hinreichende Erstausbildung habe, mÃ¼sse sie nach den Richt­linien der Gesundheitsdirektion vom MÃ¤rz 1999 die Zulassungsvoraussetzung der Spezialausbildung erfÃ¼llen, wobei von deren inte­gralen Ausrichtung abgesehen werde. Die von der Gesuchstellerin nachgewiesene Theorie und Selbsterfahrung in der psychoanalyti­schen Methode wÃ¼rden als genÃ¼gend anerkannt, jedoch seien von den nachgewiesenen Su­pervisionsstunden nur diejenigen zu anerkennen, welche die Gesuchstellerin wÃ¤hrend oder nach ihrer theoretischen Spezialausbildung ab­sol­viert habe (122 Stunden). Weiter erwog die BehÃ¶rde, der Mangel an 78 Supervisions­stun­den kÃ¶nne nicht mehr nachgeholt werden, da die Anforderungen an die Spezial­aus­bil­dung im Zeitpunkt der Einreichung des Gesuchs erfÃ¼llt sein mÃ¼ssten.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">II. Gegen diese VerfÃ¼gung wandte sich X mit Eingabe vom 22. Januar 2001 an das Verwaltungsgericht und beantragte, der ange­fochtene Entscheid sei aufzuheben und die er­suchte Bewilligung zu erteilen. Zum Nach­weis weiterer Supervisionsstunden reichte die Be­schwerdefÃ¼hrerin unter anderem eine Be­stÃ¤tigung ein, wonach sie im Rahmen des Psy­choanalytischen Seminars ZÃ¼rich von Okto­ber 1994 bis September 1995 wÃ¤hrend insge­samt 82 Stunden an Fallsupervisionen teilgenommen habe.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Die Gesundheitsdirektion beantragte in ihrer Vernehmlassung vom 21. Februar 2001 die Gutheissung der Beschwerde unter Kostenfolge zu Lasten der BeschwerdefÃ¼hre­rin. Sie anerkannte dabei, dass mit der im Beschwerdeverfahren eingereichten BestÃ¤tigung 204 Supervisionsstunden wÃ¤hrend und nach der theoretischen Spezialausbildung nachge­wiesen und damit die Bewilligungsvoraussetzungen erfÃ¼llt seien.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="MsoNormal">Das Verwaltungsgericht zieht in ErwÃ¤gung:</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="Einzug1">1. Das Verwaltungsgericht ist fÃ¼r die vorliegende Streitsache gemÃ¤ss § 19a Abs. 2 Ziff. 2 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959/8. Juni 1997 (VRG) zu­stÃ¤ndig. </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Im Verfahren der Direktbeschwerde hat das Verwaltungsgericht den angefochtenen Entscheid nicht nur auf Rechtsverletzungen, sondern auch auf seine Angemessenheit hin zu Ã¼berprÃ¼fen (Art. 50 Abs. 3 VRG).</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">2. a) Die Vorgeschichte betreffend die Berufszulassung von Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten im Kanton ZÃ¼rich lÃ¤sst sich verschiedenen Entscheiden, welche das Verwaltungsgericht diesbezÃ¼glich am 21. Dezember 2000 gefÃ¤llt hat, entnehmen (VB.2000.00303, 344, 351 und 359, alle publiziert unter <span class="MsoHyperlink"><span>www.vgrzh.ch)</span></span>. In diesen Ent­scheiden erachtete das Gericht es fÃ¼r zulÃ¤ssig und geboten, fÃ¼r die Zeit bis zum Inkrafttre­ten der Gesetzesrevision vom 21. August 2000 (OS 56, 398) die von der Gesundheitsdi­rektion im MÃ¤rz 1999 aufgestellten Richtlinien anstelle einer gesetzlichen Grundlage fÃ¼r die Beurteilung der Zulassungsgesuche anzuwenden. Weiter erachtete es die in den Richt­linien aufgestellten Anforderungen an die Berufszulassung sowohl fÃ¼r Markteinsteigende als auch fÃ¼r bisher bereits tÃ¤tige BerufsangehÃ¶rige als verfassungskonform. Ebenso schÃ¼tz­te es die von der Gesundheitsdirektion angewandten Kriterien der QualitÃ¤tskontrolle hin­sichtlich der absolvierten Spezialausbildung. </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">b) Da die BeschwerdefÃ¼hrerin schon vor dem 31. Dezember 1994 als selbstÃ¤ndige Psychotherapeutin im Kanton ZÃ¼rich tÃ¤tig geworden ist, gelten fÃ¼r sie die erleichterten Aus­bildungsanforderungen gemÃ¤ss Ziff. 5 des Merkblatts. Da sie unbestrittenermassen keine hinreichende Erstausbildung absolviert hatte, war im Zulassungsverfahren einzig zu prÃ¼fen, ob ihre Ausbildung die Anforderungen der Spezialausbildung erfÃ¼lle. Nachdem die Gesundheitsdirektion lediglich die absolvierte Theorie und Selbsterfahrung als hinreichend beurteilt hat, anerkennt sie nunmehr im Beschwerdeverfahren zu Recht auch die von der BeschwerdefÃ¼hrerin wÃ¤hrend und nach ihrer theoretischen Ausbildung absolvierten Super­visionsstunden im Umfange von insgesamt 204 Stunden als genÃ¼gend. </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Sind die Zulassungsvoraussetzungen damit gegeben, so ist die Beschwerde ohne weiteres gutzuheissen. Unter diesem UmstÃ¤nden kann offen bleiben, ob die Gesundheitsdi­rektion zu Recht verlangte, dass die Anforderungen an die Spezialausbildung im Zeitpunkt der Gesuchseinreichung erfÃ¼llt sein mÃ¼ssten oder ob vorliegend die von der Beschwerde­fÃ¼hrerin belegten 24 Supervisionssitzungen im Jahr 2000 ebenfalls anzuerkennen wÃ¤ren.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">3. Trotz Gutheissung der Beschwerde rechtfertigt es sich, die Kosten des Verfah­rens der BeschwerdefÃ¼hrerin aufzuerlegen, da mit der rechtzeitigen Behauptung und dem entsprechenden Nachweis der 1994 und 1995 absolvierten Supervisionsstunden das Ge­such der BeschwerdefÃ¼hrerin von Anfang an gutgeheissen und das vorliegende Beschwer­deverfahren vermieden worden wÃ¤re (vgl. § 13 Abs. 2 Satz 2 in Verbindung mit § 70 VRG). Eine ParteientschÃ¤digung ist unter diesem UmstÃ¤nden nicht gerechtfertigt.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="MsoNormal">DemgemÃ¤ss entscheidet das Verwaltungsgericht:<br/> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="Einzug2">1. Die Beschwerde wird gutgeheissen. DemgemÃ¤ss wird die angefochtene VerfÃ¼gung aufgehoben und die Sache zur Erteilung der ersuchten Bewilligung an die Gesund­heitsdirektion zurÃ¼ckgewiesen.</p> <p class="Einzug2"> </p> <p class="Einzug2">2. Die GerichtsgebÃ¼hr wird festgesetzt auf ...<br/> <br/> </p> <p class="Einzug2">3. Die Kosten des Beschwerdeverfahrens werden der BeschwerdefÃ¼hrerin auferlegt.</p> <p class="Einzug2"> </p> <p class="Einzug2">4. Der BeschwerdefÃ¼hrerin wird fÃ¼r das Beschwerdeverfahren keine ParteientschÃ¤digung zugesprochen.</p> <p class="Einzug2"> </p> <p class="Einzug2">5. ...</p> <p class="Einzug2"> </p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>