<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2016.00255</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=216451&amp;W10_KEY=13013510&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2016.00255</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 20.07.2016</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">4. Abteilung/4. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">AuslÃ¤nderrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Aufenthaltsbewilligung</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>[Härtefallbewilligung] Der Beschwerdeführer wurde 2011 herztransplantiert; der postoperative und auch der weitere Verlauf gestalteten sich komplikationsreich (E. 4.5.1). Aus den Akten, namentlich den Stellungnahmen der behandelnden Fachärzte, geht hervor, dass der Beschwerdeführer aus heutiger Sicht dauerhaft auf eine hochspezialisierte, kurzfristig verfügbare, spitzenmedizinische Versorgung angewiesen ist. Im Herkunftsland wäre eine solche Versorgung jedenfalls nicht genügend rasch verfügbar; auch wäre dort eine genügend kontinuierliche Erhältlichkeit der für den Beschwerdeführer teils lebensnotwendigen Medikamente nicht gewährleistet. Dem Beschwerdeführer stünde daher in seiner Heimat keine genügende medizinische Infrastruktur zur Verfügung, sodass bei einer Rückkehr dorthin mit schwerwiegenden Verschlechterungen seines Gesundheitszustands bis hin zu einem vorzeitigen Tod gerechnet werden müsste (E. 4.5.2). Die Verweigerung einer Aufenthaltsbewilligung gestützt auf die Annahme eines schwerwiegenden persönlichen Härtefalls im Sinn des Art. 30 Abs. 1 lit. b AuG ist vorliegend rechtsverletzend (E. 4.6). Gewährung unentgeltlichen Rechtsbeistands (E. 6.3 ff.). Gutheissung.</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: HÃRTEFALL">HÃRTEFALL</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: HÃRTEFALLBEWILLIGUNG">HÃRTEFALLBEWILLIGUNG</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade">Art. 30 Abs. I lit. b AuG</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 2 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="WordSection1"> <table border="1" cellpadding="0" cellspacing="0" class="MsoNormalTable"> <tr> <td valign="top"> <p class="Kopf1"><span>Verwaltungsgericht</span></p> <p class="Kopf1"><span>des Kantons ZÃ¼rich</span></p> <p class="Kopf1"><span>4. Abteilung</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Kopf1"> </p> </td> <td valign="top"> <p class="Kopf1"><span><img alt="" height="77" src="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getImage&amp;nF38_KEY=30607" width="123"/></span></p> </td> </tr> </table> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">VB.2016.00255</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"><b><span>Urteil</span></b></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="Zwischentitel"> </p> <p class="MsoNormal"><span>der 4. Kammer</span></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">vom <a id="VF_DAT_ENTSCHEID">20. Juli 2016</a></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">Mitwirkend: AbteilungsprÃ¤sident Jso Schumacher<span> (Vorsitz)</span>, Verwaltungsrichterin Tamara NÃ¼ssle, Verwaltungsrichter AndrÃ© Moser, <a id="TN_AUTOTEXT_RICHTER"></a><a id="TN_AUTOTEXT_GS"></a>Gerichtsschreiberin Eva Heierle. </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">In Sachen</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>A, vertreten durch RA B, dieser substituiert durch C,</span></p> <p class="MsoNormal"><b><span>BeschwerdefÃ¼hrer, </span></b></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="Zwischentitel">gegen</p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>Migrationsamt des Kantons ZÃ¼rich, </span></p> <p class="MsoNormal"><b><span>Beschwerdegegner,</span></b></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"><b>betreffend Aufenthaltsbewilligung,</b></p> <p class="MsoNormal"><span>hat sich ergeben: </span></p> <p class="Sachverhalt1"><b>I. </b> </p> <p class="Sachverhalt2">A, ein 1971 geborener AuslÃ¤nder, reiste nach Heirat einer in der Schweiz niedergelassenen Landsfrau im Mai 2004 in die Schweiz ein, worauf ihm zum Verbleib bei der Ehefrau eine zuletzt bis 14. Mai 2007 verlÃ¤ngerte Aufenthaltsbewilligung fÃ¼r den Kanton ZÃ¼rich erteilt wurde. Nach Aufgabe der ehelichen Gemeinschaft spÃ¤testens im Herbst 2006 verweigerte das Migrationsamt des Kantons ZÃ¼rich mit VerfÃ¼gung vom 26. MÃ¤rz 2008 die weitere VerlÃ¤ngerung der Aufenthaltsbewilligung von A. Einen dagegen am 18. April 2008 erhobenen Rekurs wies der Regierungsrat mit Beschluss vom 9. Juli 2008 ab; das Verwaltungsgericht trat am 9. September 2008 auf eine dagegen gerichtete Beschwerde nicht ein. Mit Schreiben vom 15. Januar 2009 forderte das Migrationsamt A auf, das zÃ¼rcherische Kantonsgebiet bis 10. MÃ¤rz 2009 zu verlassen. Am 21. Januar 2009 heiratete A eine hier niedergelassene AuslÃ¤nderin. In der Folge erteilte ihm das Migrationsamt eine zuletzt bis 21. Januar 2012 verlÃ¤ngerte Aufenthaltsbewilligung. Die (zweite) Ehe von A wurde hier am 8. Februar 2011 geschieden. </p> <p class="Sachverhalt2">Am 11. November 2011 teilte das UniversitÃ¤tsspital ZÃ¼rich (USZ) dem Migrationsamt mit, A werde aufgrund einer am 10. Juli 2011 vorgenommenen Herztransplantation weiterhin engmaschig Ã¤rztlich betreut; die Behandlung, deren Abschluss aktuell nicht absehbar sei, mÃ¼sse aus medizinischer Sicht zwingend im Kanton ZÃ¼rich durchgefÃ¼hrt werden. Das Migrationsamt bewilligte A daraufhin bis zum 16. April 2014 den Aufenthalt in der Schweiz zur medizinischen Behandlung. </p> <p class="Urteilstext">Mit VerfÃ¼gung vom 19. Dezember 2014 wies das Migrationsamt ein Gesuch von A um weitere VerlÃ¤ngerung der Aufenthaltsbewilligung ab und setzte ihm eine Frist zum Verlassen der Schweiz bis 19. Februar 2015. </p> <p class="Sachverhalt1"><b>II. </b> </p> <p class="Urteilstext">Die Sicherheitsdirektion wies einen dagegen am 21. Januar 2015 erhobenen Rekurs mit Entscheid vom 13. April 2016 ab, soweit er (nÃ¤mlich bezÃ¼glich einer verlangten ParteientschÃ¤digung) nicht gegenstandslos geworden war (Dispositiv-Ziff. I), setzte A eine neue Frist zum Verlassen der Schweiz bis 15. August 2016 (Dispositiv-Ziff. II), gewÃ¤hrte ihm unentgeltliche Rechtspflege (Dispositiv-Ziff. III) und -vertretung und setzte die EntschÃ¤digung des unentgeltlichen Rechtsbeistands auf Fr. 2'214.- fest (Dispositiv-Ziff. IV). </p> <p class="Sachverhalt1"><b>III. </b> </p> <p class="Urteilstext">A liess am 9. Mai 2016 Beschwerde beim Verwaltungsgericht fÃ¼hren und beantragen, unter EntschÃ¤digungsfolge sei seine Aufenthaltsbewilligung zu verlÃ¤ngern, eventualiter das Migrationsamt anzuweisen, beim Staatssekretariat fÃ¼r Migration (SEM) eine vorlÃ¤ufige Aufnahme zu beantragen. In prozessualer Hinsicht beantragte er, es sei ein (nicht verÃ¶ffentlichtes) Urteil des Verwaltungsgerichts vom 15. MÃ¤rz 2016 zu den Akten zu nehmen und ihm Gelegenheit zur Stellungnahme hierzu zu geben. Weiter ersuchte er um GewÃ¤hrung unentgeltlicher Rechtspflege und Bestellung eines unentgeltlichen Rechtsbeistands in der Person seiner Vertreterin. Nachdem die Vertreterin von A am 12. Mai 2016 mit dem gewÃ¼nschten Urteil bedient worden war, reichte sie am Folgetag â innert der noch laufenden Rechtsmittelfrist â eine BeschwerdeergÃ¤nzung ein. Die Sicherheitsdirektion verzichtete am 3./6. Juni 2016 ausdrÃ¼cklich auf Vernehmlassung. Vom Migrationsamt ging keine Beschwerdeantwort ein. Am 15. Juni und 7. Juli 2016 reichte die Vertreterin von A eine weitere Eingabe, eine Honorarnote sowie einen Operationsbericht des Spitals D vom 23. Juni 2016 ein.</p> <p class="Einzug1"><span>Die Kammer</span><span> erwÃ¤gt:</span></p> <p class="Erwgung1"><b>1. </b> </p> <p class="Urteilstext"><span>Das Verwaltungsgericht prÃ¼ft seine ZustÃ¤ndigkeit nach § 70 in Verbindung mit § 5 Abs. 1 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 (VRG, LS 175.2) von Amtes wegen. Diese ist unter anderem betreffend Rekursentscheide einer Direktion auf dem vorliegenden Gebiet des AuslÃ¤nderrechts gegeben (§§ 41â44 in Verbindung mit §§ 19 Abs. 1 lit. a und Abs. 3 Satz 1, 19a sowie 19b Abs. 2 lit. b Ziff. 1 VRG). </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Da auch die Ã¼brigen Prozessvoraussetzungen erfÃ¼llt sind, ist auf die Beschwerde einzutreten.</span></p> <p class="Erwgung1"><b>2. </b> </p> <p class="Urteilstext">Zwischen der Schweiz und dem Heimatland von A besteht kein Staatsvertrag im Sinn von Art. 2 Abs. 1 des AuslÃ¤ndergesetzes vom 16. Dezember 2005 (AuG, SR 142.20), welcher dem BeschwerdefÃ¼hrer einen Bewilligungsanspruch vermitteln wÃ¼rde.</p> <p class="Erwgung1"><b>3. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b><span>3.1 </span></b><span>Nach AuflÃ¶sung der Ehegemeinschaft hat der auslÃ¤ndische Ehegatte gemÃ¤ss Art. 50 Abs. 1 AuG weiterhin Anspruch auf VerlÃ¤ngerung der Aufenthaltsbewilligung, wenn die Ehegemeinschaft mindestens drei Jahre gedauert hat und eine erfolgreiche Integration besteht (lit. a) oder wenn wichtige persÃ¶nliche GrÃ¼nde einen Aufenthalt in der Schweiz erforderlich machen (lit. b).</span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>3.2 </span></b><span>Vorliegend wurde die fÃ¼r einen allfÃ¤lligen nachehelichen Aufenthaltsanspruch massgebliche Ehe nach </span>gut<span> zwei Jahren geschieden, weshalb die zeitlichen Voraussetzungen des Art. 50 Abs. 1 lit. a AuG nicht erfÃ¼llt sind. Wie die Vorinstanz zutreffend erwÃ¤gt, fÃ¤llt weiter die Annahme eines wichtigen Grundes im Sinn des Art. 50 Abs. 1 lit. b AuG ausser Betracht, da die gesundheitlichen Probleme des BeschwerdefÃ¼hrers erst nach der Scheidung auftraten und es somit an dem erforderlichen Bezug zum mit der Ehe verbundenen Aufenthalt fehlt (vgl. BGE</span> <span>137 II 345 E. 3.2.3).</span></p> <p class="Erwgung1"><b>4. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b><span>4.1 </span></b><span>Nach Verlust des Anwesenheitsrechts unterstehen auslÃ¤ndische Personen, die â wie der BeschwerdefÃ¼hrer â in der Schweiz verbleiben wollen, den allgemeinen Zulassungsvoraussetzungen von Art. 18â29 AuG. Von diesen Zulassungsvoraussetzungen kann abgewichen werden, um den in Art. 30 Abs. 1 AuG umschriebenen Konstellationen Rechnung zu tragen.</span></p> <p class="Urteilstext">Art. 30 Abs. 1 AuG ist als Kann-Vorschrift formuliert und verweist damit auf Art. 96 Abs. 1 AuG. Da die Anwendung von Art. 30 Abs. 1 AuG insofern im Ermessen der MigrationsbehÃ¶rden liegt, vermittelt die Norm keinen Rechtsanspruch (Andrea Good/Titus Bosshard in: Martina Caroni/Thomas GÃ¤chter/Daniela Thurnherr [Hrsg.], Bundesgesetz Ã¼ber die AuslÃ¤nderinnen und AuslÃ¤nder [AuG], Bern 2010, Art. 30 N. 3). Dabei gilt es zu beachten, dass das Verwaltungsgericht die ErmessensausÃ¼bung der Vorinstanz bzw. der erstinstanzlich verfÃ¼genden BehÃ¶rde nicht frei Ã¼berprÃ¼fen darf. So lassen sich mit verwaltungsgerichtlicher Beschwerde einzig Rechtsverletzungen (einschliesslich Ermessensmissbrauch, -Ã¼ber- und -unterschreitungen) sowie die unrichtige oder ungenÃ¼gende Feststellung des Sachverhalts rÃ¼gen (§ 50 Abs. 1 in Verbindung mit § 20 Abs. 1 lit. a und b VRG; vgl. Marco Donatsch in: Alain Griffel [Hrsg.], Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons ZÃ¼rich [VRG], 3. A., ZÃ¼rich etc. 2014 [Kommentar VRG], § 50 N. 25 ff.). Ob ein unangemessener Entscheid vorliegt, kann das Gericht hingegen grundsÃ¤tzlich â und so auch hier â nicht Ã¼berprÃ¼fen (§ 50 Abs. 2 VRG).</p> <p class="Erwgung2"><b><span>4.2 </span></b><span>GestÃ¼tzt auf Art. 30 Abs. 1 lit. b AuG kann von den Zulassungsvoraussetzungen abgewichen werden, um schwerwiegenden persÃ¶nlichen HÃ¤rtefÃ¤llen oder wichtigen Ã¶ffentlichen Interessen Rechnung zu tragen. Mit dieser Norm wurde grundsÃ¤tzlich die alte Regelung von Art. 13 lit. f der per 31. Dezember 2007 aufgehobenen Verordnung vom 6. Oktober 1986 Ã¼ber die Begrenzung der Zahl der AuslÃ¤nder (AS 1986</span>,<span> 1791) Ã¼bernommen (Good/Bosshard, Art. 30 N. 7). Die vom Bundesgericht bis zum Inkrafttreten des AuslÃ¤ndergesetzes massgebend mitgeprÃ¤gte Praxis zum Vorliegen eines HÃ¤rtefalls soll deshalb unter Geltung des neuen Rechts weitergefÃ¼hrt werden (Botschaft des Bundesrats zum Bundesgesetz Ã¼ber die AuslÃ¤nderinnen und AuslÃ¤nder vom 8. MÃ¤rz 2002, BBl 2002, 3709 ff., 3786). Danach liegt ein HÃ¤rtefall vor, wenn sich die betroffene Person in einer persÃ¶nlichen Notlage befindet; ihre Lebens- und Daseinsbedingungen mÃ¼ssen gemessen am durchschnittlichen Schicksal anderer auslÃ¤ndischer Personen in gesteigertem Mass in</span> F<span>rage gestellt sein (BGE</span> <span>130 II 39 E. 4). Der Begriff des schwerwiegenden persÃ¶nlichen HÃ¤rtefalls ist dabei restriktiv auszulegen (vgl. BGr, 18. Oktober 2006, 2A.512/2006, E. 2.2). Die Anerkennung als HÃ¤rtefall setzt nicht zwingend voraus, dass die Anwesenheit der auslÃ¤ndischen Person in der Schweiz das einzige Mittel zur Verhinderung einer persÃ¶nlichen Notlage darstellt. Auf der anderen Seite genÃ¼gen eine lang</span><span> </span><span>dauernde Anwesenheit und eine fortgeschrittene soziale und berufliche Integration sowie ein klagloses Verhalten fÃ¼r sich allein nicht, um einen schwerwiegenden persÃ¶nlichen HÃ¤rtefall zu begrÃ¼nden. Vielmehr wird vorausgesetzt, dass die auslÃ¤ndische Person so enge Beziehungen zur Schweiz unterhÃ¤lt, dass von ihr nicht verlangt werden kann, in einem anderen Land, insbesondere in ihrem Heimatstaat, zu leben (vgl. insbesondere BVGer, 11. Dezember 2008, C-377/2006, E. 4.2 mit Hinweis auf BG</span> <span> 130 II 39 E. 3). </span></p> <p class="Urteilstext">Art. 31 Abs. 1 der Verordnung vom 24. Oktober 2007 Ã¼ber Zulassung, Aufenthalt und ErwerbstÃ¤tigkeit (VZAE, SR 142.201) nimmt diese Kriterien nunmehr weitgehend auf; danach sind folgende massgeblich: Integration, Respektierung der Rechtsordnung, FamilienverhÃ¤ltnisse, insbesondere Zeitpunkt der Einschulung und Dauer des Schulbesuchs der Kinder, finanzielle VerhÃ¤ltnisse und Bereitschaft zu ErwerbstÃ¤tigkeit und Bildungserwerb, Dauer der Anwesenheit in der Schweiz, Gesundheitszustand sowie MÃ¶glichkeiten der Wiedereingliederung im Herkunftsstaat (Peter Uebersax, Einreise und Anwesenheit, in: derselbe et al. [Hrsg.], AuslÃ¤nderrecht, 2. A., Basel 2009, S. 221 ff., Rz. 7.192). Jeder Fall ist individuell unter BerÃ¼cksichtigung der gesamten UmstÃ¤nde zu prÃ¼fen (BVGr, 26. MÃ¤rz 2014, C-2766/2012, E. 5.1 mit Hinweis). Dabei sind die in Art. 31 Abs. 1 angefÃ¼hrten Kriterien weder abschliessend noch mÃ¼ssen sie zur Bejahung eines persÃ¶nlichen HÃ¤rtefalls kumulativ erfÃ¼llt sein (BVGer, 6. MÃ¤rz 2012, C-1884/2009, E. 6.3). </p> <p class="Urteilstext">Medizinische GrÃ¼nde kÃ¶nnen zur Anerkennung eines HÃ¤rtefalls fÃ¼hren, sofern der Betroffene nachweist, dass er ernsthafte gesundheitliche Probleme aufweist, die Ã¼ber lÃ¤ngere Zeit eine permanente Behandlung oder punktuelle medizinische Notfallmassnahmen notwendig machen, die im Herkunftsland nicht verfÃ¼gbar sind, sodass eine RÃ¼ckkehr dorthin zu schwerwiegenden gesundheitlichen Konsequenzen fÃ¼hren kÃ¶nnte. Hingegen vermag allein der Umstand, dass der Betroffene in der Schweiz eine bessere medizinische Versorgung erhÃ¤lt als in seinem Herkunftsland, keine Ausnahme von den Begrenzungsmassnahmen zu rechtfertigen (BGE 128 II 200 E. 5.3; BVGr, 26. April 2013, C-2715/2009, E. 9.4). Leidet der AuslÃ¤nder bereits bei der ersten Einreise in die Schweiz an einem ernstlichen Gesundheitsschaden, kann er sich nicht einzig auf diesen medizinischen Grund stÃ¼tzen, um eine Ausnahme zu verlangen. Nur wenn zusÃ¤tzliche Faktoren gegeben sind, kann ein persÃ¶nlicher HÃ¤rtefall bejaht werden (vgl. BGE 128 II 200 E. 5.3 mit Hinweisen; VGr, 22. Dezember 2010, VB.2010.00541, E. 6.2 [nicht publiziert]; Good/Bosshard, Art. 30 N. 13).</p> <p class="Erwgung2"><b><span>4.3 </span></b><span>Der BeschwerdefÃ¼hrer macht </span>namentlich <span>geltend, er leide an komplexen gesundheitlichen BeeintrÃ¤chtigungen, deren erforderliche Behandlung in</span> seinem Heimatland<span> nicht gewÃ¤hrleistet sei.</span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>4.4 </span></b><span>Die Vorinstanz </span>erwÃ¤gt<span> in Zusammenhang mit dem geltend gemachten persÃ¶nlichen HÃ¤rtefall </span>bzw.<span> der gesundheitlichen Situation des BeschwerdefÃ¼hrers im Wesentlichen Folgendes: In einem Ã¤rztlichen Bericht des USZ vom 26. MÃ¤rz 2014 sei beim BeschwerdefÃ¼hrer im Wesentlichen eine orthotope Herz</span>trans<span>plantation am 10. Juli 2011 bei terminaler ischÃ¤mischer Kardiomyopathie diagnostiziert worden; die Endomyokardbiopsie am 26. MÃ¤rz 2014 habe keine zellulÃ¤re Abstossungsreaktion gezeigt. Zudem ergebe sich aus der Diagnose unter anderem, dass der BeschwerdefÃ¼hrer im November 2011 einen Niereninfarkt erlitten habe. Aus einem Bericht de</span>r medizinischen Einrichtung E<span> vom 28. April 2014 gehe hervor, dass beim BeschwerdefÃ¼hrer neben den kardialen Erkrankungen eine mittelgradige depressive Episode bestehe. Das USZ habe in einer Stellungnahme vom 17. Oktober 2014 festgehalten, das Spenderherz des BeschwerdefÃ¼hrers habe nunmehr wiederholt â zuletzt am 17. Oktober 2014 â Zeichen einer zellulÃ¤ren Abstossung gezeigt, welche eine engmaschig kontrollierte Anpassung der immunsuppressiven Therapie nÃ¶tig mache. Diese Anpassungen seien erschwert, weil der BeschwerdefÃ¼hrer seit Juni 2014 zusÃ¤tzlich an einer Panzytopenie</span> leide<span>, einer Zellzahlabnahme in allen drei Zellreihen der Blutbildung, nÃ¤mlich der weissen und der roten BlutkÃ¶rperchen sowie der BlutplÃ¤ttchen; allein aufgrund des dadurch erhÃ¶hten Infektionsrisikos kÃ¶nne eine sichere Ausreise nicht gewÃ¤hrt werden. Am 2. MÃ¤rz 2016 habe das USZ berichtet, eine Untersuchung vom selben Tag habe keine Abstossungsreaktion gezeigt. Nebst der Herztransplantation seien beim BeschwerdefÃ¼hrer ein chronifiziertes zervikospondylogenes Schmerzsyndrom, eine Panzytopenie mit Eisen- und Vitamin</span>-<span>B</span>-<span>12-Mangel, ein Hyperparathyreoidismus, ein im November 2011 erlittener Niereninfarkt, ein nekrotisierender Herpes Zoster, eine depressive BelastungsstÃ¶rung sowie eine Urolithiasis diagnostiziert worden. Auf Anfrage des Beschwerdegegners habe das Bundesamt fÃ¼r Migration </span>(BFM) <span>am 16. September 2014 berichtet, am </span>Spital G im Heimatland von A<span> seien die </span>nÃ¶tigen <span>Nachkontrollen der Herz</span>trans<span>plantation auf der Stufe UniversitÃ¤tsklinik mÃ¶glich. Von den aktuell benÃ¶tigten </span>20<span> Medikamenten seien mit Ausnahme eines starken Schmerzmittels alle i</span>m Heimatland von A<span> erhÃ¤ltlich. Zurzeit gebe es bei diesen Medikamenten, welche in mehreren Apotheken </span>am Ort des Spitals G<span> beschafft werden kÃ¶nnten, keine Lieferprobleme; andernfalls kÃ¶nne die Wiederbeschaffung zwei bis vier Wochen in Anspruch nehmen. Das </span>Spital G<span> verfÃ¼ge auch Ã¼ber eine psychiatrische Abteilung, welche das vorliegende Krankheitsbild des BeschwerdefÃ¼hrers abteilungsÃ¼bergreifend behandeln kÃ¶nne. </span></p> <p class="Urteilstext">Aus diesen Berichten und Stellungnahmen zieht die Vorinstanz den Schluss, dass die medizinische Behandlung des BeschwerdefÃ¼hrers im Heimatland grundsÃ¤tzlich mÃ¶glich sei. Das fÃ¼r die Nachbehandlung von Herztransplantationen in Frage kommende Spital G liege zwar rund vier Fahrstunden vom Heimatort des BeschwerdefÃ¼hrers, I, entfernt. Der BeschwerdefÃ¼hrer mÃ¼sse sich alle drei bis sechs Monate in kardiologische Kontrollen begeben, welche je nach Komplikationen hÃ¤ufiger zu erfolgen hÃ¤tten. Eine Behandlung der psychischen Beschwerden habe in etwa monatlich zu erfolgen. Es sei dem BeschwerdefÃ¼hrer grundsÃ¤tzlich zumutbar, fÃ¼r diese Kontrollen eine vierstÃ¼ndige Reise auf sich zu nehmen. FÃ¼r die Behandlung der psychischen Beschwerden kÃ¤men sodann auch medizinische Einrichtungen in seiner Heimatstadt I in Frage. Es sei ebenso davon auszugehen, dass in NotfÃ¤llen auch die zahlreichen in I vorhandenen KrankenhÃ¤user erste UnterstÃ¼tzung leisten kÃ¶nnten, namentlich das unter anderem fÃ¼r Nieren- und Lebertransplantationen ausgewiesene Spital J an der dortigen UniversitÃ¤t. Dies gelte nicht nur fÃ¼r akut auftretende kardiologische Probleme, sondern auch bezÃ¼glich der weiteren Erkrankungen des BeschwerdefÃ¼hrers. Insoweit sei die medizinische Behandlung im Heimatland auch in NotfÃ¤llen gewÃ¤hrleistet, sodass mit keiner dramatischen und lebensbedrohenden Verschlechterung des Gesundheitszustands des BeschwerdefÃ¼hrers zu rechnen sei. </p> <p class="Erwgung2"><b><span>4.5 </span></b><span>Den ErwÃ¤gungen der Vorinstanz kann nicht gefolgt werden: </span></p> <p class="Erwgung3"><b>4.5.1 </b>Die Klinik fÃ¼r Kardiologie des USZ hielt in einem Bericht vom 17. Juli 2012 fest, der BeschwerdefÃ¼hrer mÃ¼sse aufgrund der Herztransplantation "lebenslang in engmaschiger Ã¤rztlicher Behandlung im Zentrumsspital [â¦] sein". Er mÃ¼sse nicht zwingend im Kanton ZÃ¼rich Wohnsitz haben, eine kurzfristige Vorstellung am Zentrumsspital mÃ¼sse jedoch innerhalb einer Stunde gewÃ¤hrleistet sein. Am 22. Oktober 2012 schrieb die Klinik fÃ¼r Kardiologie dem Beschwerdegegner, der BeschwerdefÃ¼hrer sei nach vorÃ¼bergehender Implantation eines Kunstherzens am 10. Juli 2011 erfolgreich herztransplantiert worden. Der postoperative und auch der weitere Verlauf seien jedoch komplikationsreich gewesen. Aufgrund der multiplen Komplikationen nach der Herztransplantation wÃ¼rden engmaschige Ã¤rztliche Kontrollen an einem universitÃ¤ren Zentrumsspital dringendst empfohlen. Mit Schreiben vom 5. MÃ¤rz 2013 bekrÃ¤ftigte die Klinik diese EinschÃ¤tzung und fÃ¼hrte prÃ¤zisierend aus, aufgrund der im Nachgang zur Transplantation aufgetretenen multiplen Komplikationen sowie wiederholter, zuletzt im Dezember 2013 aufgetretener Abstossungsreaktionen seien engmaschige Ã¤rztliche Kontrollen an einem auf die Nachbetreuung herztransplantierter Patienten spezialisierten universitÃ¤ren Zentrumsspital "absolut erforderlich". Einer Stellungnahme der Klinik vom 17. Oktober 2014 ist sodann zu entnehmen, das Spenderherz des BeschwerdefÃ¼hrers zeige wiederholt Zeichen einer zellulÃ¤ren Abstossung, was eine engmaschig kontrollierte Anpassung der immunsuppressiven Therapie nÃ¶tig mache. Diese Anpassungen seien erschwert, weil der Patient seit Juni 2014 zusÃ¤tzlich unter einer fortbestehenden Panzytopenie leide. Schon aufgrund des infolge der Panzytopenie erhÃ¶hten Infektionsrisikos sei eine sichere "Ausreise" des BeschwerdefÃ¼hrers nicht gewÃ¤hrt. Weiter wies die Klinik fÃ¼r Kardiologie darauf hin, dass der BeschwerdefÃ¼hrer "auf eine kontinuierliche Einnahme seiner immunsuppressiven Therapie angewiesen" sei und eine Abstossung des Spenderherzens "lebensgefÃ¤hrliche Konsequenzen" haben kÃ¶nne. </p> <p class="Erwgung3"><b>4.5.2 </b>Aus dem Vorstehenden erhellt, dass der BeschwerdefÃ¼hrer aus heutiger Sicht <i>dauerhaft auf eine hochspezialisierte, kurzfristig verfÃ¼gbare (spitzen)medizinische Versorgung angewiesen</i> ist, und dies nicht nur mit Bezug auf die im Rahmen der regulÃ¤ren Nachbehandlung regelmÃ¤ssig durchzufÃ¼hrenden Kontrolluntersuchungen zur Ãberwachung mÃ¶glicher Abstossungsreaktionen des Spenderherzens, sondern auch und gerade mit Blick auf die erhÃ¶hte InfektanfÃ¤lligkeit (vgl. hierzu auch die Stellungnahme der Klinik fÃ¼r Kardiologie vom 20. April 2016: "Aufgrund der stattgehabten Herztransplantation ist der Patient auf regelmÃ¤ssige kardiologische Kontrollen in einem Zentrumsspital mit ausreichender Erfahrung in der Nachsorge von Herztransplantationspatienten [â¦] angewiesen. Generell sind Patienten nach Herztransplantation mit medikamentÃ¶ser Immunsuppression auf eine hochspezialisierte und allzeit rasch verfÃ¼gbare, breite medizinische Infrastruktur angewiesen. Beispielsweise kÃ¶nnen banale Infektionskrankheiten bei immunsupprimierten Patienten verheerende Folgen haben, werden diese nicht zeitnah erkannt und adÃ¤quat behandelt"; vgl. ferner die online erhÃ¤ltlichen Informationen des USZ, wonach eine "intensive und hochspezialisierte Pflege und Nachbetreuung mit stetiger Kontrolle im Hinblick auf Abstossungsreaktionen und Infektionen" bei EmpfÃ¤ngern von Spenderherzen "lebenslang notwendig" ist [www.transplantation.usz.ch &gt; Fachwissen &gt; Herztransplantation; besucht am 13. Juli 2016]). Nicht nachvollziehbar bzw. willkÃ¼rlich ist daher der Schluss der Vorinstanz, die erforderliche medizinische Betreuung kÃ¶nne ausserhalb der regulÃ¤ren Nachkontrollen und insbesondere in NotfÃ¤llen durch ein eben nicht Ã¼ber solch spezifisches Fachwissen und die erforderliche Erfahrung in der Behandlung von Herztransplantationspatienten verfÃ¼gendes Spital in der Herkunftsstadt des BeschwerdefÃ¼hrers erbracht werden. Selbst wenn davon ausgegangen wÃ¼rde, dass die erforderlichen medizinischen Leistungen in einem Spital in der Stadt, wo sich das Spital G befindet, grundsÃ¤tzlich in Anspruch genommen werden kÃ¶nnten, so wÃ¤re jedenfalls eine genÃ¼gend schnelle Versorgung nicht gewÃ¤hrleistet, liegt diese Stadt doch rund vier Fahrstunden von der Herkunftsstadt des BeschwerdefÃ¼hrers (I) entfernt. Im Ãbrigen ist es dem unter diversen weiteren gesundheitlichen BeeintrÃ¤chtigungen leidenden BeschwerdefÃ¼hrer entgegen der Vorinstanz jedenfalls dann nicht ohne Weiteres zumutbar, zur Vornahme der in Zusammenhang mit der Ãberwachung und allfÃ¤lligen Anpassung der immunsuppressiven Therapie erforderlichen Kontrolluntersuchungen einen (je) vierstÃ¼ndigen Hin- und RÃ¼ckweg auf sich zu nehmen, wenn eine engmaschigere Behandlung als die mindestens alle drei bis sechs Monate durchzufÃ¼hrenden regulÃ¤ren Kontrolluntersuchungen erforderlich sind oder wenn (erneut) Komplikationen auftreten. Weiter scheint der BeschwerdefÃ¼hrer insbesondere aufgrund seiner psychischen Erkrankung im Alltag auf eine gewisse lebenspraktische UnterstÃ¼tzung oder zumindest das Zusammenleben mit einer vertrauten Person angewiesen zu sein. Zu Recht geht daher auch die Vorinstanz davon aus, dass der BeschwerdefÃ¼hrer bei einer RÃ¼ckkehr in sein Heimatland zu seiner Schwester und Mutter nach I ziehen mÃ¼sste und sich nicht in der NÃ¤he eines spezialisierten Spitals niederlassen kÃ¶nnte. </p> <p class="Urteilstext">Der BeschwerdefÃ¼hrer ist sodann insbesondere im Hinblick auf die lebenslang erforderliche immunsuppressive Therapie auf eine strikte Medikamenteneinnahme angewiesen. Auch diese wÃ¤re bei einer Ausreise des BeschwerdefÃ¼hrers in seine Heimatstadt nicht mit genÃ¼gender Sicherheit gewÃ¤hrleistet: Der Stellungnahme des BFM vom 16. September 2014 ist zwar zu entnehmen, dass die vom BeschwerdefÃ¼hrer eingenommenen Medikamente mit Ausnahme eines starken Schmerzmittels im Heimatland von A erhÃ¤ltlich seien und es "[i]m Moment" keinerlei Lieferprobleme gebe. Das BFM weist aber auch darauf hin, dass die Beschaffung der Medikamente, sollten diese nicht mehr an Lager sein, zwei bis vier Wochen in Anspruch nehmen kÃ¶nnte. Mit anderen Worten ist nicht gewÃ¤hrleistet, dass die â fÃ¼r den BeschwerdefÃ¼hrer teils lebensnotwendigen â Medikamente lÃ¼ckenlos oder zumindest mit ausreichender KontinuitÃ¤t erhÃ¤ltlich sind. </p> <p class="Urteilstext">Zusammenfassend ist festzuhalten, dass dem BeschwerdefÃ¼hrer in seinem Heimatland entgegen der Vorinstanz keine genÃ¼gende medizinische Infrastruktur zur VerfÃ¼gung stÃ¼nde, sodass bei einer RÃ¼ckkehr dorthin mit schwerwiegenden, drastischen Verschlechterungen seines derzeit fragilen Gesundheitszustands bis hin zu einem vorzeitigen Tod gerechnet werden mÃ¼sste. </p> <p class="Erwgung2"><b><span>4.6 </span></b><span>Nach dem Gesagten erweist sich </span>die ErmessensausÃ¼bung <span>des Beschwerdegegners und der Vorinstanz</span> als missbrÃ¤uchlich; deren Schluss<span>, dem BeschwerdefÃ¼hrer eine Aufenthaltsbewilligung gestÃ¼tzt auf die Annahme eines schwerwiegenden persÃ¶nlichen HÃ¤rtefalls im Sinn des Art. 30 Abs. 1 lit. b AuG zu verweigern, </span>ist<span> rechtsverletzend. </span></p> <p class="Erwgung1"><b>5. </b> </p> <p class="Urteilstext">Die Beschwerde ist gutzuheissen. Es sind der Entscheid der Sicherheitsdirektion vom 13. April 2016 in den Hauptpunkten und die VerfÃ¼gung des Beschwerdegegners vom 19. Dezember 2014 gÃ¤nzlich aufzuheben. Der Beschwerdegegner ist einzuladen, die Aufenthaltsbewilligung des BeschwerdefÃ¼hrers (unter Vorbehalt der Zustimmung des SEM; vgl. Art. 5 lit. d der Verordnung des EJPD vom 13. August 2015 Ã¼ber die dem Zustimmungsverfahren unterliegenden auslÃ¤nderrechtlichen Bewilligungen und Vorentscheide [SR 142.201.1]) zu verlÃ¤ngern.</p> <p class="Erwgung1"><b>6. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b><span>6.1 </span></b><span>Der BeschwerdefÃ¼hrer erscheint sowohl im vorinstanzlichen Verfahren als auch vor Verwaltungsgericht obsiegend, weshalb die Kosten des Rekurs- und des Beschwerdeverfahrens ausgangsgemÃ¤ss dem Beschwerdegegner aufzuerlegen sind (§ 13 Abs. 2 Satz 1 teilweise in Verbindung mit § 65a Abs. 2 VRG; Kaspar PlÃ¼ss</span>, Kommentar VRG<span>, § 13 N. 66). Desgleichen hat der Beschwerdegegner </span>aus sich noch herausstellendem Grund (vgl. PlÃ¼ss, § 16 N. 104) <i>der Vertreterin</i> des BeschwerdefÃ¼hrers <span>fÃ¼r das Rekurs- und das Beschwerdeverfahren eine angemessene ParteientschÃ¤digung zu bezahlen (§ 17 Abs. 2 lit. a VRG). </span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>6.2 </span></b><span>Die im Sinn des § 17 Abs. 2 Ingress VRG<i> angemessene </i>ParteientschÃ¤digung vergÃ¼tet hÃ¶chstens die notwendigen Rechtsverfolgungskosten, deckt diese also meistens nur teilweise. Bei der Festsetzung nach freiem, jedoch pflichtschuldigem Ermessen gilt es auf die Bedeutung der Angelegenheit, die Schwierigkeit des Prozesses, den Zeitaufwand sowie die Barauslagen zu achten. Stets mÃ¼ssen die besonderen VerhÃ¤ltnisse des Einzelfalls berÃ¼cksichtigt werden: namentlich Streitwert, Ausdehnung des Verfahrens und Zahl, Umfang sowie Inhalt der erforderlichen Rechtsschriften</span>,<span> aber etwa auch, ob lediglich Rechtsfragen zu beantworten sind oder zusÃ¤tzlich der Sachverhalt kontrovers ist und ob sich auf einer Weiterzugsstufe die gleichen Fragen stellen wie bei der Vorinstanz. Die prÃ¤sentierte Honorarnote einer Vertretung bedarf dabei hinreichender WÃ¼rdigung (zum Ganzen VGr, 19. November 2014, VB.2014.00509, E. 5.2, und 20. Januar 2012, VB.2011.00742, E. 2.1 Abs. 3 mit Hinweisen; PlÃ¼ss, § 17 N. 63 f., 67 ff., 74â76 sowie 82). Sodann hat die Entscheidinstanz dem Gleichbehandlungsgebot nach Art. 8 Abs. 1 </span>der Bundesverfassung vom 18. April 1999 (SR 101)<span> nachzuleben und in Ã¤hnlich gelagerten FÃ¤llen Ã¤hnlich hohe EntschÃ¤digungen zuzusprechen (vgl. PlÃ¼ss, § 17 N. 63).</span></p> <p class="Urteilstext">Die Rechtsvertreterin des BeschwerdefÃ¼hrers hat eine vom 15. Juni 2016 datierende Kostennote eingereicht, in der sie fÃ¼r ihre Aufwendungen seit Erhalt des Rekursentscheids einen Aufwand von total 12 Stunden und 30 Minuten sowie Barauslagen von Fr. 84.60 ausweist. Die geltend gemachten Aufwendungen erscheinen nicht Ã¼berhÃ¶ht, und die Angelegenheit war fÃ¼r den BeschwerdefÃ¼hrer von grosser Bedeutung. Die Streitsache weist jedoch weder in rechtlicher noch in tatsÃ¤chlicher Hinsicht besondere Schwierigkeiten auf. Auch gilt es entscheidend zu berÃ¼cksichtigen, dass der obsiegenden Partei in mit der vorliegenden vergleichbaren Streitigkeiten fÃ¼r das Rekurs- und das Beschwerdeverfahren regelmÃ¤ssig eine ParteientschÃ¤digung von in der Regel insgesamt Fr. 2'500.- bis knapp 3'000.- zugesprochen wird (vgl. VGr, 18. Februar 2015, VB.2014.00602, E. 8.3 mit Hinweisen und Dispositiv-Ziff. 4 [nicht im Internet verÃ¶ffentlicht]). </p> <p class="Urteilstext">Dies alles vorausgeschickt, ist die ParteientschÃ¤digung im Rahmen der gelebten Praxis fÃ¼r das Rekursverfahren auf Fr. 1'000.- und fÃ¼r das Beschwerdeverfahren auf Fr. 1'500.- festzusetzen. Die ParteientschÃ¤digung fÃ¼r das Rekursverfahren ist auf die EntschÃ¤digung der dem BeschwerdefÃ¼hrer von der Vorinstanz gewÃ¤hrten unentgeltlichen RechtsbeistÃ¤ndin anzurechnen (vgl. VGr, 22. November 2006, VB.2006.00248, E. 7.3). </p> <p class="Erwgung2"><b><span>6.3 </span></b><span>Weil dem BeschwerdefÃ¼hrer fÃ¼r das verwaltungsgerichtliche Verfahren keine Gerichtskosten aufzuerlegen sind, wird sein Gesuch um GewÃ¤hrung unentgeltlicher Rechtspflege gegenstandslos. Zu prÃ¼fen bleibt jedoch sein Gesuch um GewÃ¤hrung unentgeltlicher Rechtsvertretung.</span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>6.4 </span></b><span>GemÃ¤ss § 16 Abs. 1 VRG haben Private, welchen die nÃ¶tigen Mittel fehlen und deren Begehren nicht offenkundig aussichtslos erscheinen, auf Ersuchen Anspruch auf unent­geltliche ProzessfÃ¼hrung. Ein Anspruch auf Bestellung einer unentgeltlichen Rechtsvertretung besteht, wenn sie zusÃ¤tzlich nicht in der Lage sind, ihre Rechte im Verfahren selbst zu wahren (§ 16 Abs. 2 VRG). Offenkundig aussichtslos sind Begehren, deren Chancen auf Gutheissung um derart viel kleiner als jene auf Abweisung erscheinen, dass sie kaum als ernsthaft bezeichnet werden kÃ¶nnen (PlÃ¼ss, § 16 N. 46). Mittellos ist, wer nicht in der Lage ist, die Gerichtskosten aus seinem Einkommen â nach Abzug der Lebenshaltungskosten â innert angemessener Frist zu bezahlen (PlÃ¼ss, § 16 N. 20). </span></p> <p class="Urteilstext">Die Mittellosigkeit des BeschwerdefÃ¼hrers ist ausgewiesen, sein Begehren kann angesichts des Verfahrensausgangs nicht als offensichtlich aussichtslos bezeichnet werden, und der Beizug einer Rechtsvertreterin erscheint vorliegend gerechtfertigt. Folglich gilt es das Gesuch des BeschwerdefÃ¼hrers um unentgeltliche Rechtsvertretung zu bewilligen und ihm in der Person seiner Vertreterin fÃ¼r das Beschwerdeverfahren eine RechtsbeistÃ¤ndin zu bestellen. </p> <p class="Urteilstext">Der BeschwerdefÃ¼hrer ist auf § 65a Abs. 2 in Verbindung mit § 16 Abs. 4 VRG hinzuweisen, wonach eine Partei, der unentgeltliche RechtsverbeistÃ¤ndung gewÃ¤hrt wurde, Nachzahlung leisten muss, sobald sie dazu in der Lage ist. Der Anspruch des Kantons verjÃ¤hrt zehn Jahre nach Abschluss des Verfahrens. </p> <p class="Erwgung2"><b><span>6.5 </span></b><span>GemÃ¤ss § 9 Abs. 1 der GebÃ¼hrenverordnung des Verwaltungsgerichts vom 23. August 2010 (GebV VGr, LS 175.252) wird dem unentgeltlichen Rechtsbeistand der notwendige Zeitaufwand nach den StundenansÃ¤tzen des Obergerichts fÃ¼r die amtliche Verteidigung entschÃ¤digt, wobei die Bedeutung der Streitsache und </span>die <span>Schwierigkeit des Prozesses berÃ¼cksichtigt und Barauslagen separat entschÃ¤digt werden. Die EntschÃ¤digung betrÃ¤gt nach (§ 9 Abs. 1 Satz 1 GebV VGr in Verbindung mit) § 3 der Verordnung Ã¼ber die AnwaltsgebÃ¼hren vom 8. September 2010 (AnwGebV, LS 215.3) seit dem 1. Januar 2015 in der Regel Fr. 220.- pro Stunde. </span></p> <p class="Urteilstext">Da der geltend gemachte Aufwand vernÃ¼nftig erscheint (oben 6.2 Abs. 2), ist der Kostennote entsprechend von einem EntschÃ¤digungsanspruch in der HÃ¶he von Fr. 2'834.60 auszugehen (12,5 Stunden Ã Fr. 220.- [= Fr. 2'750.-] plus Fr. 84.60 Barauslagen). Die ParteientschÃ¤digung fÃ¼r das Beschwerdeverfahren ist auf die EntschÃ¤digung der unentgeltlichen RechtsbeistÃ¤ndin anzurechnen. Demnach gilt es die Rechtsvertreterin des BeschwerdefÃ¼hrers fÃ¼r ihren Aufwand im verwaltungsgerichtlichen Verfahren mit Fr. 1'334.60 aus der Gerichtskasse zu entschÃ¤digen.</p> <p class="Einzug1"><span>DemgemÃ¤ss erkennt <span>die Kammer</span>:</span></p> <p class="Einzug2"><span>1. Die Beschwerde wird gutgeheissen. Dispositiv-Ziff. I und II des Entscheids der Sicherheitsdirektion vom 13. April 2016 und die VerfÃ¼gung des Beschwerdegegners vom 19. Dezember 2014 werden aufgehoben. Der Beschwerdegegner wird eingeladen, die Aufenthaltsbewilligung des BeschwerdefÃ¼hrers zu verlÃ¤ngern.</span></p> <p class="Einzug2"><span> In AbÃ¤nderung von Dispositiv-Ziff. III des Rekursentscheids vom 13. April 2016 werden die Kosten des Rekursverfahrens dem Beschwerdegegner auferlegt.</span></p> <p class="Einzug2"><span> In AbÃ¤nderung von Dispositiv-Ziff. I und IV des Rekursentscheids vom 13. April 2016 wird der Beschwerdegegner verpflichtet, der Vertreterin des BeschwerdefÃ¼hrers fÃ¼r das Rekursverfahren eine ParteientschÃ¤digung von Fr. 1'000.- zu bezahlen, und die EntschÃ¤digung fÃ¼r die unentgeltliche Rechtsvertretung im Rekursverfahren unter Anrechnung dieser ParteientschÃ¤digung auf Fr. 1'214.- festgesetzt.</span></p> <p class="Einzug2"><span>2. Die GerichtsgebÃ¼hr wird festgesetzt auf <br/> Fr. 2'000.--; die Ã¼brigen Kosten betragen:<br/> Fr. 60.-- Zustellkosten,<br/> Fr. 2'060.-- Total der Kosten.</span></p> <p class="Einzug2"><span>3. Die Gerichtskosten werden dem Beschwerdegegner auferlegt.</span></p> <p class="Einzug2"><span>4. Das Gesuch des BeschwerdefÃ¼hrers um unentgeltliche Rechtspflege wird als gegenstandslos geworden abgeschrieben.</span></p> <p class="Einzug2"><span>5. Dem BeschwerdefÃ¼hrer wird unentgeltliche Rechtsvertretung fÃ¼r das Beschwerdeverfahren gewÃ¤hrt und in der Person von C eine unentgeltliche RechtsbeistÃ¤ndin bestellt.</span></p> <p class="Einzug2"><span>6. Der Beschwerdegegner wird verpflichtet, der Vertreterin des BeschwerdefÃ¼hrers fÃ¼r das Beschwerdeverfahren eine ParteientschÃ¤digung von Fr. 1'500.- zu bezahlen.</span></p> <p class="Einzug2"><span>7. Die Vertreterin des BeschwerdefÃ¼hrers wird fÃ¼r ihren Aufwand im verwaltungsgerichtlichen Verfahren von total Fr. 2'834.60 unter Anrechnung der ihr zugesprochenen ParteientschÃ¤digung mit Fr. 1'334.60 aus der Gerichtskasse entschÃ¤digt. Die Nachzahlungspflicht des BeschwerdefÃ¼hrers bleibt vorbehalten.</span></p> <p class="Einzug2"><span>8. Gegen dieses Urteil kann subsidiÃ¤re Verfassungsbeschwerde nach Art. 113 ff. des Bundesgerichtsgesetzes erhoben werden. Die Beschwerde ist innert 30 Tagen, von der Zustellung an gerechnet, beim Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, einzureichen.</span></p> <p class="Einzug2"><span>9. Mitteilung anâ¦</span></p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>