<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2003.00180</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="https://vgrzh.djiktzh.ch/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=https://vgrzh.djiktzh.ch&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=203902&amp;W10_KEY=4467143&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2003.00180</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 24.09.2003</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">1. Abteilung/1. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Das Bundesgericht hat eine Verwaltungsgerichtsbeschwerde gegen diesen Entscheid am 18.06.2004 abgewiesen.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Administrativmassnahmen im Strassenverkehr</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Führerausweisentzug</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Kriterien für die Dauer des Warnungsentzugs: Verschulden (E. 3a), automobilistischer Leumung (E. 3b), Massnahmeempfindlichkeit (E. 3c), Verfahrensdauer (E. 3d). Kein Missbrauch/Überschreitung des Ermessens (E. 3e).<br/>Abweisung</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: FIAZ">FIAZ</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: FÃHRERAUSWEISENTZUG">FÃHRERAUSWEISENTZUG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: Besonderes Verwaltungsrecht (ohne...) ST: STRASSENVERKEHRSRECHT">STRASSENVERKEHRSRECHT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: WARNUNGSENTZUG">WARNUNGSENTZUG</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade">Art. 68 StGB</span><br/><span class="gerade">Art. 16 Abs. 3 lit. b SVG</span><br/><span class="ungerade">Art. 17 Abs. 1 lit. b SVG</span><br/><span class="gerade">Art. 31 Abs. 2 SVG</span><br/><span class="ungerade">Art. 33 Abs. 2 VZV</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 3 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Einzug1"><span>I. Mit VerfÃ¼gung vom 6. Dezember 2001 entzog die Direktion fÃ¼r Soziales und Sicherheit (Strassenverkehrsamt, Abteilung Administrativmassnahmen) A den FÃ¼hreraus­weis fÃ¼r die Dauer von fÃ¼nf Monaten. Den Entzug begrÃ¼ndete sie mit Lenken eines Motorfahrzeugs in angetrunkenem und in Ã¼bermÃ¼detem Zustand, ausserdem ungenÃ¼gen­dem Abstand beim Hintereinanderfahren. A fuhr am Samstag, den 24. Februar 2001, ca. 09.35 Uhr mit seinem Personenwagen auf einer Strecke von ca. 500 Metern mit einer Ge­schwin­digkeit von 100 km/h und mit einem Abstand von einer WagenlÃ¤nge hinter einem Polizeifahrzeug her. In der Folge wurde er von der Polizei angehalten. Die auf den Zeit­punkt poli­zeilichen Anhaltens rÃ¼ckgerechnete Blutprobe ergab einen Minimalwert von 1.18â° Blutalkoholpromille. Bei der Befragung erklÃ¤rte A, dass er letztmals am Freitag von ca. 05.00 bis ca. 07.00 Uhr geschlafen habe.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die Bezirksanwaltschaft X bestrafte A wegen des Vorfalles vom 24. Februar 2001 mit StrafverfÃ¼gung vom 10. Oktober 2001 mit (bedingt aufgeschobenen) 7 Tagen GefÃ¤ng­nis und einer Busse von Fr. 800.-. A wurde des Fahrens in angetrunkenem Zustand sowie mehrfacher (einfacher) Verletzung von Verkehrsregeln (ungenÃ¼gender Abstand beim Hin­tereinanderfahren, Lenken eines Motorfahrzeuges in Ã¼bermÃ¼detem Zustand) schuldig gesprochen. Die StrafverfÃ¼gung erwuchs unangefochten in Rechtskraft.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>II. Mit Rekurs vom 28. Dezember 2001 liess A die Herabsetzung der Entzugsdauer auf einen Monat beantragen. Mit Entscheid vom 2. April 2003 wies der Regierungsrat des Kantons ZÃ¼rich den Rekurs kostenpflichtig ab. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>III. Mit Beschwerde vom 9. Mai 2003 begehrte A die Herabsetzung der Entzugs­dauer auf hÃ¶chstens drei Monate. Am 11. Juni 2003 liess die Staatskanzlei namens des Regierungsrates die Abweisung der Beschwerde beantragen. Das Strassenverkehrsamt beantragte seinerseits am 22. Mai 2003 Abweisung der Beschwerde.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die Parteivorbringen sowie die AusfÃ¼hrungen gemÃ¤ss angefochtenem Regierungs­ratsbeschluss werden â soweit erforderlich â nachstehend wiedergegeben.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die Kammer zieht in ErwÃ¤gung:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>1. Die grundsÃ¤tzliche ZustÃ¤ndigkeit des Verwaltungsgerichts zur Beurteilung von Beschwerden gegen administrative Massnahmen im Strassenverkehr findet ihre Grundlage in § 41 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 (VRG). Die Behandlung entsprechender Beschwerden erfolgt gemÃ¤ss § 38 Abs. 2 lit. a VRG durch den Einzel­richter. Nach § 38 Abs. 3 Satz 2 VRG ist die einzelrichterliche Beurteilung indessen ausgeschlossen, wenn Entscheide des Regierungsrats ange­fochten sind. Nachdem Letzteres hier der Fall ist, hat die GeschÃ¤ftserledigung in Dreierbesetzung zu erfolgen (vgl. § 38 Abs. 1 VRG).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>2. Die dem BeschwerdefÃ¼hrer zur Last gelegten Widerhandlungen sind nicht bestritten, der BeschwerdefÃ¼hrer macht hingegen geltend, die Vorinstanzen hÃ¤tten entlas­tende Momente beim Verschulden, beim automobilistischen Leumund und bei der beruf­lichen Massnahmeempfindlichkeit nicht geprÃ¼ft. Die AdministrativbehÃ¶rde habe, anders als die Bezirksanwaltschaft, welche den BeschwerdefÃ¼hrer relativ mild bestraft habe, eine "sehr hohe" Entzugsdauer verfÃ¼gt und damit ihr Ermessen Ã¼berschritten. Der Beschwerde­fÃ¼hrer rÃ¼gt auch eine fehlende Transparenz, weil die Entzugsdauer nicht an Richtwerten gemessen werde. Schliesslich ist der BeschwerdefÃ¼hrer der Meinung, Art. 68 des Schwei­zerischen Strafgesetzbuches vom 21. Dezember 1937 (StGB) solle analog angewendet werden; daraus ergebe sich, dass die angemessene Entzugsdauer gemÃ¤ss Massnahmepraxis zu alkoholisierten TÃ¤tern hÃ¶chstens um die HÃ¤lfte zu erweitern sei.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Wie das Bundesgericht in BGE 103 Ib 105 ff. entschieden hat, gilt die Bindung der AdministrativbehÃ¶rde grundsÃ¤tzlich in Bezug auf die tatsÃ¤chlichen Feststellungen; in reinen Rechtsfragen, wozu die Beurteilung der Schwere eines Falles zÃ¤hlt, ist die Verwal­tungsbehÃ¶rde demgegenÃ¼ber nicht an die Ansicht des Strafrichters gebunden (BGE 115 Ib 163 E. 2a; BGE 104 Ib 359 E. 1). </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Das Bundesgericht hat sich Ã¼berdies mehrfach mit standardisierten "Tarifen" befasst und festgehalten, diese verletzten Bundesrecht, wenn sie zu schematisch angewendet und die UmstÃ¤nde des Einzelfalls nicht mehr genÃ¼gend berÃ¼cksichtigt werden (BGE 124 II 44 E. 1; 123 II 63 E. 3c). Ausgangspunkt der Bemessung einer Massnahme mÃ¼sse der vom Gesetz vorgegebene Wert sein (BGE 128 II 182 E. 2b). </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Art. 68 Ziff. 1 StGB weist den Richter an, bei Zusammentreffen mehrerer strafbarer Handlungen die Strafe der schwersten Tat "angemessen" zu erhÃ¶hen. Gleichzeitig begrenzt diese Bestimmung den Spielraum des Richters, indem â bei gleichzeitiger Bindung an das gesetzliche HÃ¶chstmass â das hÃ¶chste Mass der angedrohten Strafe nicht um mehr als die HÃ¤lfte erhÃ¶ht werden darf. Diese Bestimmung begrenzt die MÃ¶glichkeiten des Richters bei Zusammentreffen mehrerer strafbarer Handlungen die Strafe zu erhÃ¶hen; zweifelsohne aber muss der Richter die hÃ¶chste Mindeststrafe erhÃ¶hen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>3. Wer angetrunken, Ã¼bermÃ¼det oder sonst nicht fahrfÃ¤hig ist, darf gemÃ¤ss Art. 31 Abs. 2 SVG kein Fahrzeug fÃ¼hren. GemÃ¤ss Art. 16 Abs. 3 lit. b SVG muss der FÃ¼hrer­ausweis entzogen werden, wenn der FÃ¼hrer in angetrunkenem Zustand gefahren ist. Nach Art. 17 Abs. 1 lit. b SVG betrÃ¤gt die Dauer des FÃ¼hrerausweisentzuges mindestens zwei Monate, wenn der Lenker in angetrunkenem Zustand gefahren ist. DarÃ¼ber hinaus ist die Dauer des Warnungsentzuges nach den UmstÃ¤nden festzusetzen (Art. 17 Abs. 1 SVG). Massgebend fÃ¼r die Bemessung sind vor allem die Schwere des Verschuldens, der Leumund als MotorfahrzeugfÃ¼hrer sowie die berufliche Notwendigkeit, ein Motorfahrzeug zu fÃ¼hren (Art. 33 Abs. 2 VZV). Alle UmstÃ¤nde sind dabei gesamthaft zu wÃ¼rdigen und es ist im Einzelfall die Entzugsdauer so festzusetzen, dass die mit der Massnahme beabsich­tigte erzieherische und prÃ¤ventive Wirkung am besten erreicht wird (BGE 124 II 44, 46 E. 1). Den kantonalen BehÃ¶rden steht bei der Bemessung der Entzugsdauer ein weiter Spielraum des Ermessens zu. Eine Ãberschreitung des Ermessens oder ein Missbrauch liegt namentlich dann vor, wenn einzelne UmstÃ¤nde zu Unrecht ganz ausser Acht gelassen oder in einer unhaltbaren Weise gewichtet werden (BGE 128 II 173 E. 4b; BGE 115 Ib 163 E. 3), ohne dass sich allerdings die rechtsanwendende Instanz in erschÃ¶pfender Weise zu allen UmstÃ¤nden zu Ã¤ussern braucht.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>a) Die Vorinstanz hat das Verschulden des BeschwerdefÃ¼hrers als erheblich bezeichnet. Ausgehend vom Fahren im angetrunkenen Zustand wies sie auf den Grad der Alkoholisierung hin, und berÃ¼cksichtigte die mangels jeder (Nacht-)Ruhe seit Ã¼ber 24 Stunden â und wie beizufÃ¼gen ist, vorangegangener Ã¤usserst knapper Nachtruhe â offensichtliche ÃbermÃ¼dung, die auf der Autobahn eingehaltene Geschwindigkeit von 100 km/h unter BerÃ¼cksichtigung des Zustands des FÃ¼hrers, die vorher zurÃ¼ckgelegte relativ weite Fahrstrecke und die auf einer Fahrstrecke von 500 m andauernde massive Unterschreitung des Sicherheitsabstands zum vorausfahrenden Fahrzeug als weitere massgebliche UmstÃ¤nde. Der Regierungsrat zog in Betracht, dass nicht nur jede der angefÃ¼hrten Verkehrsregelverletzungen fÃ¼r sich allein betrachtet eine erhebliche GefÃ¤hrdung des Strassenverkehrs mit sich bringe, sondern vor allem â und dies mit gutem Grund â, dass durch Kombination derselben die VerkehrsgefÃ¤hrdung um ein Vielfaches erhÃ¶ht worden sei. Wer sich alkoholisiert und vor allem stark Ã¼bermÃ¼det ans Steuer setzt, offenbart eine bedenkliche Einstellung gegenÃ¼ber den vom Strassenverkehrsgesetz geschÃ¼tzten RechtsgÃ¼tern. Die Vorinstanz erachtete wegen dieser UmstÃ¤nde zu Recht eine deutlich Ã¼ber dem gesetzlichen Mindestmass liegende Entzugsdauer als angezeigt. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Vom BeschwerdefÃ¼hrer erst mit der Beschwerde geltend gemachte angeblich verschuldensmindernde UmstÃ¤nde konnte der Regierungsrat von vornherein nicht berÃ¼cksichtigen und sie erweisen sich im Ãbrigen auch nicht als stichhaltig. Ob den Hinweisen des BeschwerdefÃ¼hrers auf die Ã¤usseren FahrtumstÃ¤nde Ã¼berhaupt Gewicht zukommen darf, ist fraglich, sie erweisen sich jedenfalls auch als unzutreffend. Die Fahrt des BeschwerdefÃ¼hrers fand am Samstagmorgen, nicht nur auf der Autobahn, sondern zum grÃ¶sstenteils inner­orts, und jedenfalls zu einem Zeitpunkt statt, wo im Ernst nicht mehr von einem geringen Verkehrsaufkommen gesprochen werden kann, vielmehr neben dem Ã¼blichen, bereits betrÃ¤chtlichen Strassenverkehr auch regelmÃ¤ssig mit Erwachsenen und Kindern als FussgÃ¤nger zu rechnen ist. Ebenfalls Ã¤usserst fraglich ist, ob dem weiteren Einwand, dass keine Passagiere mitgefÃ¼hrt wurden, Ã¼berhaupt Gewicht beizumessen ist; sicher aber stellte der BeschwerdefÃ¼hrer aufgrund seines Zustands fÃ¼r viele andere Verkehrsteilnehmer eine konkrete Gefahr dar. Dasselbe gilt fÃ¼r die geltend gemachte angebliche Routine, die gegen die Tatsachen der Alkoholisierung und starker ÃbermÃ¼dung in keiner Weise aufzukommen vermag; es ist nur daran zu erinnern, dass bei Berufs­chauffeuren â denen es sicher nicht an Routine gebricht â die strikte Einhaltung der Ruhe­zeiten verlangt wird. Schliesslich ist hinter die unter Hinweis auf das Verhalten bei der Ã¤rztlichen Untersuchung geltend gemachte Einsicht ein klares Fragezeichen zu setzen. FÃ¼nf Tage nach dem Vorfall schrieb der BeschwerdefÃ¼hrer der Beschwerdegegnerin, er bestreite, dass er am 24. Februar 2001 alkoholisiert gefahren sei; er habe an diesem Abend keinen Schluck Alkohol getrunken. Dagegen mag die angebliche Einsichtigkeit und Kooperation bei der polizeilichen Einvernahme nicht aufzukommen. Den Akten lÃ¤sst sich seither keine persÃ¶nliche Ãusserung des BeschwerdefÃ¼hrers zuhanden der Beschwerde­gegnerin entnehmen, die auf Einsicht und Reue schliessen liesse.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Zusammengefasst ist das Verschulden mit Blick auf Alkoholisierung, die Ã¼brigen UmstÃ¤nde der Fahrt und vor allem die aussergewÃ¶hnliche ÃbermÃ¼dung in Ãberein­stim­mung mit den Vorinstanzen als sehr gross zu qualifizieren. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) Der automobilistische Leumund des BeschwerdefÃ¼hrers ist getrÃ¼bt. Mit VerfÃ¼gung der Beschwerdegegnerin vom 23. Juni 1997 wurde dem BeschwerdefÃ¼hrer wegen einer am 24. Februar 1997 begangenen GeschwindigkeitsÃ¼bertretung ausserorts der FÃ¼hrerausweis fÃ¼r die Dauer eines Monats entzogen. Entgegen den EinwÃ¤nden des BeschwerdefÃ¼hrers ist beim Leumund das fahrerische Verhalten in der Vergangenheit als solches zu wÃ¼rdigen und nicht nur "einschlÃ¤giges" Fehlverhalten. Vor diesem Hintergrund Ã¼berrascht auch nicht, dass im Strafbefehl der Bezirksanwaltschaft die Probezeit fÃ¼r den bedingten Vollzug der Freiheitsstrafe auf drei Jahre erhÃ¶ht wurde. Die Vorschriften Ã¼ber die Geschwindigkeit sind Ã¼berdies von zentraler Bedeutung und VerstÃ¶sse dagegen â wie damals die massive GeschwindigkeitsÃ¼bertretung â nicht leicht zu werten. Wie der Regierungsrat im Ãbrigen festhielt, war der BeschwerdefÃ¼hrer im Zeitpunkt der Geschwin­digkeits­verletzung noch kein Jahr im Besitz des FÃ¼hrerausweises. Der BeschwerdefÃ¼hrer Ã¼bersieht, dass der getrÃ¼bte automobilistische Leumund nicht nur nicht eine Herabsetzung der Entzugsdauer verbot, vielmehr unter diesem Gesichtspunkt eine ErhÃ¶hung angezeigt war.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>c) Der BeschwerdefÃ¼hrer stÃ¶sst sich schliesslich an einer nach seinem DafÃ¼rhalten zu pauschalen WÃ¼rdigung der beruflichen Massnahmeempfindlichkeit. Der Arbeitgeber bestÃ¤tigt, dass der BeschwerdefÃ¼hrer als Aussendienstmitarbeiter des Reinigungsunter­nehmens tÃ¤tig und zur AusÃ¼bung seines Berufs auf den FÃ¼hrerausweis angewiesen ist. Der BeschwerdefÃ¼hrer befÃ¼rchtet den Verlust der Arbeitsstelle, ja Arbeitslosigkeit Ã¼berhaupt; diese UmstÃ¤nde waren schon vor den Vorinstanzen geltend gemacht worden. Wie der BeschwerdefÃ¼hrer nun in der Beschwerde ausfÃ¼hren lÃ¤sst, ist er als Einsatzleiter tagtÃ¤glich verantwortlich fÃ¼r den pÃ¼nktlichen Einsatz von Reinigungsequipen und Material im Grossraum ZÃ¼rich. In diesem Zusammenhang verschiebe er mehrmals tÃ¤glich Material und chauffiere kleinere Personengruppen im gesamten Grossraum ZÃ¼rich. Eine gewisse Massnahmeempfindlichkeit aufgrund der beruflichen Situation wurde bereits von beiden Vor­instanzen zugebilligt. Die weiteren Vorbringen des BeschwerdefÃ¼hrers rechtfertigen keine weitere Herabsetzung, denn sie lassen keine neuen oder weitergehenden SchlÃ¼sse auf eine Massnahmeempfindlichkeit zu, als was nicht schon aufgrund des Status als Aussen­dienstmitarbeiter angenommen werden musste. Nach der Rechtsprechung ist bei der Beurteilung der Massnahmeempfindlichkeit zu berÃ¼cksichtigen, in welchem Mass ein Fahrer aus beruflichen GrÃ¼nden auf seinen FÃ¼hrerausweis angewiesen ist (BGE 123 II 572 E. 2c). Im vorliegenden Fall steht fest, dass der BeschwerdefÃ¼hrer in seiner TÃ¤tigkeit als Aussendienstmitarbeiter auf ein Fahrzeug grundsÃ¤tzlich angewiesen ist, doch ist seine Situation keineswegs mit der eines Berufschauffeurs zu vergleichen. Die Feststellungen der Vor­instanzen erweisen sich daher auch in diesem Punkt als gerechtfertigt. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>d) Schliesslich hilft die Berufung auf die bundesgerichtliche Praxis, nach welcher bei extrem langer, vom Betroffenen nicht verursachter Verfahrensdauer die Entzugsdauer gekÃ¼rzt werden kÃ¶nne (BGE 127 II 297 E. 3d) nicht weiter. Seit dem Vorfall sind erst rund zweieinhalb Jahre vergangen. Beim angefÃ¼hrten Entscheid dagegen dauerte das Admini­strativverfahren Ã¼ber drei Jahre, das Verfahren bis zum letztinstanzlichen Entscheid gar viereinhalb Jahre. Die bislang nicht Ã¼bermÃ¤ssige Verfahrensdauer vermag deshalb eine weitere Herabsetzung der Entzugsdauer nicht zu rechtfertigen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>e) Zusammenfassend rechtfertigen Verschulden (hier vor allem Fahren in stark<br/> Ã¼bermÃ¼detem Zustand) und automobilistischer Leumund daher eine weit Ã¼ber der Mindest­entzugsdauer liegende Massnahme; die geltend gemachte Massnahme­empfind­lichkeit ist demgegenÃ¼ber teilweise entlastend zu berÃ¼cksichtigen, ohne Einfluss bleibt die Verfahrensdauer. Auch aus Sicht des Verwaltungsgerichts Ã¼berzeugt die verfÃ¼gte Mass­nahme ohne weiteres. Den Vorinstanzen kann daher nicht vorgeworfen werden, dass sie ihr pflichtgemÃ¤sses Ermessen nicht rechtsgenÃ¼gend wahrgenommen haben. Der vom BeschwerdefÃ¼hrer vorgenommene Vergleich mit andern in der Rechtsprechung behandel­ten FÃ¤llen scheitert von vornherein, weil jeweilen andere VerhÃ¤ltnisse gegeben sind. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>4. Die Beschwerde ist daher abzuweisen. In Anwendung von § 13 Abs. 1 VRG sind die Verfahrenskosten dem BeschwerdefÃ¼hrer aufzuerlegen. Eine ParteientschÃ¤digung steht ihm von vornherein nicht zu (§ 17 Abs. 2 VRG).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>DemgemÃ¤ss entscheidet die Kammer:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>1.<span> </span></span><span>Die Beschwerde wird abgewiesen. </span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>2. Die GerichtsgebÃ¼hr wird festgesetzt auf<br/> Fr. 2'000.--; die Ã¼brigen Kosten betragen:<br/> Fr. 60.-- Zustellungskosten,<br/> Fr. 2'060.-- Total der Kosten.</span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>3. Die Kosten werden dem BeschwerdefÃ¼hrer auferlegt.</span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>4. Es wird keine ParteientschÃ¤digung zugesprochen.</span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>5. Gegen diesen </span>Entscheid kann innert 30 Tagen, gerechnet ab dessen Zustellung, Ver­waltungsgerichtsbeschwerde beim Bundesgericht erhoben werden.</p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>6. â¦</span></p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>