TPF 2011 11 11 insurmontable quant au fait que les fonds échus sur les comptes en Suisse proviennent bien de M., il ne saurait en aller de même s’agissant de leur origine présumément criminelle. La quasi-simultanéité des transferts en Russie et en Suisse ne permet pas de conclure à une telle origine, l’infraction préalable de laquelle les valeurs patrimoniales blanchies proviendraient n’ayant pas pu être établie. La réalisation d’une escroquerie russe demeure en effet incertaine. Celle d’une escroquerie suisse encore bien davantage. Et même si une escroquerie au sens du code pénal suisse avait été commise, elle aurait selon toute vraisemblance généré des profits criminels qui seraient demeurés en Russie et qui n’auraient donc pas été blanchis en Suisse. Comme on l’a vu, l’accusation en est réduite à des conjectures, puisqu’elle se fonde sur une procédure étrangère qui n’a pas abouti. De telles hypothèses, si elles ne sont pas dépourvues de pertinence, ne fournissent pas de base suffisante à une condamnation, car elles ne sont pas confirmées. Dans ces circonstances, la Cour se résout à conclure que les fonds suspects qui ont été transférés en Suisse ne peuvent pas être qualifiés de produit d’un crime préalable. Des considérants développés jusqu’ici, il résulte que l’incrimination de blanchiment d’argent ne peut être retenue à l’égard de A. et qu’il doit être libéré de ce chef d’accusation. TPF 2011 11 4. Auszug aus dem Entscheid der Strafkammer in Sachen Bundesanwaltschaft gegen A. vom 16. Dezember 2010 (SK.2010.16) Telefonüberwachung; Beweisverwertbarkeit. Art. 137 Abs. 3 BStP (Art. 107 Abs. 1 StPO) Die Verwertung von Protokollen der Telefonüberwachung setzt nicht voraus, dass die aufgezeichneten Gespräche dem Angeklagten vorgespielt wurden. Es genügt, dass der Angeklagte und die Verteidigung die Möglichkeit hatten, die entsprechenden Protokolle einzusehen und das Abhören der von ihnen bezeichneten Telefongespräche zu beantragen (E. 1.5.4). Surveillance téléphonique; exploitation des moyens de preuve. Art. 137 al. 3 PPF (art. 107 al. 1 CPP) TPF 2011 11 12 L'utilisation de procès-verbaux de surveillance téléphonique ne présuppose pas que l'accusé ait eu l'occasion d'écouter les conversations enregistrées. Il suffit que l'accusé et la défense aient eu la possibilité de consulter les procès-verbaux et à solliciter l'audition des conversations téléphoniques qu'ils auront désignées (consid. 1.5.4). Sorveglianza telefonica; utilizzabilità delle prove. Art. 137 cpv. 3 PP (art. 107 cpv. 1 CPP) L’utilizzabilità processuale dei controlli telefonici non presuppone che essi siano stati sottoposti all’imputato per l’ascolto, ma è sufficiente che questi nonché il suo difensore abbiano avuto la possibilità di consultare le relative trascrizioni e di richiedere l’ascolto delle registrazioni da essi indicate (consid. 1.5.4). Zusammenfassung des Sachverhalts: Die Bundesanwaltschaft ermittelte gegen A. und weitere Personen wegen qualifizierter Widerhandlungen gegen das Betäubungsmittelgesetz, ausgehend von einer kriminellen Organisation. In diesem Zusammenhang wurden Telefonüberwachungen durchgeführt und die dabei aufgezeichneten Telefongespräche, teils zusammenfassend, protokolliert. Die Strafkammer bejahte die Verwertbarkeit der Protokolle der Telefonüberwachung und sprach A. (unter anderem) der mehrfachen qualifizierten Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz i.S.v. Art. 19 Ziff. 1 Abs. 3 i.V.m. Ziff. 2 lit. a BetmG schuldig. Aus den Erwägungen: 1.5.4 Vorab ist zu vermerken, dass die in den vorliegenden Protokollen der Telefonkontrolle (nachfolgend „TK-Protokolle“) festgehaltenen Gespräche grösstenteils auf Albanisch, mithin in einer dem Angeklagten nicht verständlichen Sprache, geführt worden sind. Ein Abspielen im Original hätte bei dieser Sachlage nichts gebracht. Die abgehörten Telefongespräche mussten demnach übersetzt werden. Dass es sich bei den TK-ProtokollenTPF 2011 13 13 hauptsächlich um Zusammenfassungen von abgehörten Gesprächen handelt, gibt keinen Anlass zur Beanstandung, obliegt es doch den Ermittlungs- bzw. Voruntersuchungsbehörden, die wesentlichen von unwesentlichen Erkenntnissen zu scheiden. Die Produktion der TK-Protokolle ist vorliegend aus ihrem Text heraus nachvollziehbar: Auf der so genannten Janus-Jo- Liste ist der jeweils verantwortliche Dolmetscher mit den Anfangsbuchstaben seines Namens und der Erfasser des Textes mit einem Nummerncode angegeben und somit eruierbar. Der Angeklagte und die Verteidigung hatten im Rahmen der Vorbereitung der Hauptverhandlung das Recht, die Akten und damit sämtliche im Rahmen der Telefonüberwachung erstellten TK-Protokolle einzusehen (Art. 137 Abs. 3 BStP). Die Verteidigung machte von diesem Recht Gebrauch. Der Angeklagte und die Verteidigung hatten somit die Gelegenheit, zu spezifizieren, welche der aufgezeichneten Telefongespräche sie als beweiserheblich erachteten, und deren Anhören mit Übersetzung zu beantragen. Die Kontrollmöglichkeit des Angeklagten und der Verteidigung war diesbezüglich folglich gegeben. Nach dem Gesagten sind die TK-Protokolle vollumfänglich verwertbar. Allfällige sich aus denselben ergebende Unklarheiten sind im Rahmen der Beweiswürdigung zu berücksichtigen. TPF 2011 13 5. Auszug aus dem Entscheid der Strafkammer in Sachen Bundesanwaltschaft und C. gegen A. und B. vom 17. Dezember 2010 (SK.2010.17) Schuldfähigkeit; Gewalt und Drohung gegen Beamte. Art. 19, 285 StGB Beurteilung der Schuldfähigkeit nach Alkoholgenuss bei Fehlen konkreter Angaben zur Blutalkoholkonzentration zur Tatzeit. Beeinträchtigung der Schuldfähigkeit in casu durch Vergleich mit den Umständen bei einer anderen Tat verneint (E. 3.3.2g-h). Tatbestandsmässige Handlungen im Sinne von Art. 285 Ziff. 1 StGB bei polizeilicher Anhaltung (E. 3.3.2i).