A bteilung I A -2086/2006 {T 0/2} U rteil vom 8. M ai 2007 M itw irkung: R ichter Lorenz Kneubühler (Vorsitz); R ichter Beat Forster; R ichterin Florence Aubry G irardin; G erichtsschreiber Sim on M üller. X._______, Beschw erdeführer, vertreten durch R echtsanw alt H ans Bertschinger, O berfeldstrasse 158, Postfach 5, 8408 W interthur, gegen K anton Zürich, 8000 Zürich, Beschw erdegegner, handelnd durch die Volksw irtschaftsdirektion Kanton Zürich, Verkehr und Infrastruktur Strasse, Europa-Strasse 15, 8152 G lattbrugg, Eidg. D epartem ent für U m w elt, Verkehr, Energie und K om m unikation (U VEK ), Bundeshaus N ord, 3003 Bern, Vorinstanz betreffend A usführungsprojekt N ationalstrasse N 4.2 W interthur-Schaffhausen. B u n d e s v e rw a ltu n g s g e ric h t T rib u n a l a d m in is tra tif fé d é ra l T rib u n a le a m m in is tra tiv o fe d e ra le T rib u n a l a d m in is tra tiv fe d e ra l2 Sachverhalt: A. D ie N ationalstrasse N 4.2 bedarf nach über vierzig Betriebsjahren einer um fassenden Sanierung. U m eine Teilum leitung des Verkehrs durch die anliegenden D örfer zu verm eiden, die Leistungsfähigkeit der Strasse zu er- höhen und die Verkehrssicherheit zu verbessern, beabsichtigt der Kanton Zürich, die Sanierung m it einem Ausbau zu einer vierspurigen, richtungs- getrennten Autostrasse (M iniautobahn) zw ischen Kleinandelfingen und Flurlingen zu verbinden. B. Am 6. Septem ber 2004 reichte der Kanton Zürich beim Eidgenössischen D epartem ent für U m w elt, Verkehr, Energie und Kom m unikation (U VEK) ein Plangenehm igungsgesuch für einen entsprechenden Ausbau der N 4.2 ein. G egen diese Planvorlage erhob X._______ am 22. N ovem ber 2004 Einsprache und beantragte unter anderem , es sei auf den auf seiner Parzelle Kat. N r. Y projektierten H albanschluss Trüllikon/O erlingen zu ver- zichten. D as U VEK genehm igte das Projekt am 20. O ktober 2006 m it Auf- lagen. D er Antrag von X._______ auf Verzicht auf den H albanschluss w urde abgew iesen. C . G egen diese Plangenehm igungsverfügung erhob X._______ (hiernach: Beschw erdeführer) am 21. N ovem ber 2006 Beschw erde an die Eid- genössische R ekurskom m ission für Infrastruktur und U m w elt (R EKO /IN U M ). Er beantragt die Aufhebung der angefochtenen Verfügung und den Verzicht auf den geplanten H albanschluss Trüllikon/O erlingen. Statt dessen sei der 200 m w eiter südlich bestehende Vollanschluss an das Projekt anzupassen. Zur Begründung führt er aus, der verfassungs- rechtliche G rundsatz der haushälterischen N utzung des Bodens w erde verletzt, w enn aus Kostengründen auf bestem und ebenem landw irtschaft- lichem Kulturland ein neuer H albanschluss gebaut w erde, statt den beste- henden Vollanschluss dem geänderten Projekt anzupassen. D as Projekt w iderspreche auch den Anliegen des Landschaftsschutzes und verletze den G rundsatz der schonenden Ausübung des Enteignungsrechts. Falls der bestehende Anschluss nicht angepasst w erden könne, solle darauf verzichtet w erden, da 900 m südlich ein w eiterer Anschluss bestehe. D . In seiner Vernehm lassung vom 30. Januar 2007 beantragt das U VEK die Abw eisung der Beschw erde, sow eit auf sie eingetreten w erden könne. Für einen N eubau des H albanschlusses spreche neben finanziellen G ründen auch die Verkehrssicherheit. D er G rundsatz des haushälterischen U m - gangs m it dem Boden sei nicht absolut zu verstehen, sondern in eine Inte- ressenabw ägung einzubeziehen. Eine Verschiebung des Anschlusses w ür- de den Landbedarf nicht w esentlich verringern. N ach Abw ägung der verschiedenen Interessen sei festzustellen, dass die N achteile der vom Beschw erdeführer vorgeschlagenen Variante überw iegten. D a die bestehenden Verkehrsbeziehungen nicht verändert w erden sollten, könne der bestehende Anschluss nicht aufgehoben w erden. E. D er Kanton Zürich (hiernach: Beschw erdegegner) beantragt in seiner Be- schw erdeantw ort vom 5. Februar 2007 die Abw eisung der Beschw erde, 3 sow eit darauf einzutreten sei. Er m acht zunächst geltend, der Beschw er- deführer lege nicht dar, w iew eit er in eigenen, praktischen Interessen be- troffen sei. Er verfolge ausschliesslich öffentliche Interessen und sei des- halb nicht legitim iert. In der Sache führt er aus, bei einer Anpassung des bestehenden Anschlusses käm e die Beschleunigungsspur in R ichtung W interthur neben den vier Spuren der M iniautobahn unter der Ü berführung Trüllikon zu liegen. D ies w ürde den Abbruch und N eubau der Ü berführung notw endig m achen und eine Vollsperrung der Strasse w ährend zw ei bis drei Tagen bedingen. D er Anschluss Kleinandelfingen befinde sich rund 1.7 km südlich des H albanschlusses Trüllikon/O erlingen. Ein Verzicht auf den H albanschluss Trüllikon/O erlingen hätte nachteilige Ausw irkungen auf die Verkehrssicherheit und w ürde zu verm ehrtem Verkehr im Siedlungsge- biet führen. U m den Landverbrauch zu verringern, sei das Projekt optim iert w orden. D er H albanschluss sei nun am südlichen R and des G rundstücks des Beschw erdeführers vorgesehen und zerschneide das G rundstück nicht. F. In seinen Schlussbem erkungen vom 26. M ärz 2007 hält der Beschw erde- führer an seiner Beschw erde fest. Er führt aus, gem äss einer m ündlichen Auskunft eines Brückenfachm annes sei eine Verlängerung der bestehen- den Brücke über die Strasse m öglich, w eshalb der Anschluss auch ohne die befürchteten M ehrkosten am bestehenden O rt belassen w erden könne. D er Kulturlandverbrauch bei einer Aufteilung in zw ei H albanschlüsse sei unverhältnism ässig. W eiter w eist er darauf hin, dass der Anschluss Kleinandelfingen gem äss Signalisation 800 m bis 1'000 m vom Anschluss Trüllikon/O erlingen entfernt sei. D as B undesverw altungsgericht zieht in Erw ägung: 1. D ie Beschw erde richtet sich gegen eine Plangenehm igungsverfügung des U VEK betreffend den Ausbau einer N ationalstrasse. 1.1 G em äss Art. 31 des Bundesgesetzes über das Bundesverw altungsgericht vom 17. Juni 2005 (VG G , SR 173.32) beurteilt das Bundesverw altungsge- richt Beschw erden gegen Verfügungen nach Art. 5 des Bundesgesetzes vom 20. D ezem ber 1968 über das Verw altungsverfahren (Vw VG , SR 172.021), sofern keine Ausnahm e nach Art. 32 VG G vorliegt. Als Vorin- stanzen gelten die in Art. 33 und 34 VG G genannten Behörden. D azu ge- hören die Verfügungen des U VEK in Plangenehm igungsverfahren nach Art. 26 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 8. M ärz 1960 über die N ational- strassen (N SG , SR 725.11). 1.2 D as Bundesverw altungsgericht übernim m t, sofern es zuständig ist, die Be- urteilung der am 1. Januar 2007 bei den Eidgenössischen R ekurs- oder Schiedskom m issionen oder bei den Beschw erdediensten der D eparte- m ente hängigen R echtsm ittel. D as neue Verfahrensrecht ist anw endbar (vgl. Art. 53 Abs. 2 VG G ).4 1.3 D as Bundesverw altungsgericht ist dam it zur Beurteilung der vorliegenden Beschw erde zuständig. 2. Zur Beschw erde ist nach Art. 48 Abs. 1 Bst. b und c Vw VG berechtigt, w er durch die angefochtene Verfügung berührt ist und ein schutzw ürdiges Interesse an deren Aufhebung oder Änderung hat. Als Eigentüm er eines vom Bauprojekt betroffenen G rundstückes ist der Beschw erdeführer in seinen schutzw ürdigen Interessen betroffen. Bei der von ihm geforderten Variante w ürde sein G rundeigentum in geringerem M asse beansprucht. Er hat dam it ein aktuelles und praktisches Interesse und ist zur Beschw erde legitim iert. Folglich kann er gem äss Art. 49 Vw VG die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige Feststellung des Sachverhaltes und die U nan- gem essenheit des angefochtenen Entscheides rügen. D as Interesse des Beschw erdeführers m uss dabei nicht m it der als verletzt gerügten N orm korrespondieren (ALFR E D KÖ LZ / ISAB ELLE H ÄN E R , Verw altungsverfahren und Verw altungsrechtspflege des Bundes, 2. Aufl., Zürich 1998, R z. 538). D am it kann der Beschw erdeführer – entgegen der Auffassung des Beschw erdegegners - auch bloss Einw ände vorbringen, w elche Allgem ein- interessen w ie den haushälterische U m gang m it dem Boden und den Landschaftsschutz betreffen. 3. Auf die frist- und form gerecht eingereichte Beschw erde (Art. 50 und 52 Vw VG ) ist daher einzutreten. 4. D er Beschw erdeführer rügt im W esentlichen, die Verschiebung des H alb- anschlusses Trüllikon/O erlingen (Fahrtrichtung W interthur) verstosse ge- gen den G rundsatz der haushälterischen Bodennutzung. D ie Vorinstanz w endet dagegen ein, dieser G rundsatz sei nicht absolut zu verstehen. Vielm ehr seien die Interessen des Landschaftsschutzes gegen andere, nam entlich finanzielle und verkehrstechnische Interessen abzuw ägen. D ie vom Beschw erdeführer verlangte Anpassung des bestehenden Anschlusses w ürde den Abbruch der Ü berführung Trüllikerstrasse m it anschliessendem N eubau bedingen. D ies w ürde zu unverhältnism ässigen M ehrkosten führen. D er Beschw erdegegner bringt vor, das Projekt sei im H inblick auf die haushälterische Bodennutzung optim iert w orden, indem der H albanschluss um 30 m verschoben w orden sei. D ie Anpassung des Anschlusses am heutigen Standort w ürde zu unverhältnism ässigem M ehraufw and führen. 4.1 D er G rundsatz der haushälterischen Bodennutzung ist in Art. 75 Abs. 1 der Bundesverfassung der Schw eizerischen Eidgenossenschaft vom 18. April 1999 (BV, SR 101) vorgesehen. Konkretisiert w ird er in Art. 1 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 22. Juni 1979 über die R aum planung (R PG , SR 700). D anach sorgen Bund, Kantone und G em einden für eine haushäl- terische Bodennutzung. Sie achten dabei auf die natürlichen G egeben- heiten sow ie auf die Bedürfnisse von Bevölkerung und W irtschaft. D ie haushälterische Bodennutzung ist das zentrale Ziel der R aum planung und um fasst in quantitativer H insicht die Pflicht, nach M öglichkeiten einer sparsam en Bodennutzung zu suchen (PIER R E TSC H AN N EN in: Kom m entar zum Bundesgesetz über die R aum planung, Zürich 1999, Art. 1 N . 15). D iese 5 Pflicht bedeutet indessen nicht, dass von m ehreren m öglichen Varianten stets diejenige zu w ählen ist, w elche den geringsten Flächenbedarf aufw eist. Vielm ehr ist auf eine Ausw ägung der sozialen und ökonom ischen Interessen zu achten (TSC H AN N EN , a.a.O ., Art. 1 N . 24). D ie Interessen der R aum planung sind im R ahm en einer um fassenden Interessenabw ägung zu prüfen (vgl. dazu unten E. 6) 5. D er Beschw erdeführer rügt ferner, das Projekt verletze den G rundsatz der schonenden Ausübung des Enteignungsrechts. Sinngem äss m acht er geltend, eine Enteignung sei entbehrlich, w enn der Anschluss am bestehenden Standort belassen w erde. 5.1 D ie Vorinstanz w endet dagegen ein, die Erstellung eines neuen H alban- schlusses sei nach Abw ägung der Vor- und N achteile der verschiedenen Varianten die w irtschaftlichere und verhältnism ässige Lösung. D am it sei die Enteignung notw endig. 5.2 D er G rundsatz der Verhältnism ässigkeit bedeutet im Enteignungsrecht nicht, dass stets die Variante m it der geringsten beanspruchten Fläche zu w ählen sei. D er Eigentum seingriff m uss sich nicht auf das zur Verw irkli- chung des W erkes U nabdingbare beschränken, er kann sich vielm ehr auf alles erstrecken, w as die angem essene Ausführung des W erkes erfordert (H EIN Z H ESS / H EIN R IC H W EIBEL, D as Enteignungsrecht des Bundes, Bern 1986, Art. 1 N 26 m it H inw eis). D ie N otw endigkeit des Eingriffs kann dam it erst nach einer Interessenabw ägung beurteilt w erden. 6. Stehen den Anforderungen des N ationalstrassenbaus andere schutzw ür- dige Interessen entgegen, w ie insbesondere die Erfordernisse der m ilitä- rischen Landesverteidigung und der w irtschaftlichen N utzung des G rundei- gentum s, die Anliegen der Landesplanung oder des G ew ässer-, N atur- und H eim atschutzes, so sind die Interessen gegeneinander abzuw ägen. H ierzu sind die berührten Interessen zu erm itteln, zu beurteilen und so ab- zuw ägen, dass sie m öglichst um fassend berücksichtigt w erden können (Art. 3 der R aum planungsverordnung vom 28. Juni 2000 [R PV; SR 700.1]; PIER R E TSC H AN N EN / U LR IC H ZIM M E R LI, Allgem eines Verw altungsrecht, 2. Aufl. Bern 2005, § 26, R z. 37, BG E 118 Ia 504 E. 6b). 6.1 O b die auf dem Spiele stehenden, für und w ider das W erk sprechenden In- teressen richtig gegeneinander abgew ogen w urden, ist eine R echtsfrage, w elche das Bundesverw altungsgericht frei zu prüfen hat. D ieses ist als ge- richtliche Behörde w eder O berplanungsbehörde noch Aufsichtsbehörde in U m w eltschutzfragen. Zw ar kann es die Verfügungen der P langenehm i- gungsbehörden auch auf ihre Angem essenheit hin überprüfen ( Art. 49 Bst. c Vw VG ), es setzt jedoch sein eigenes G utdünken nicht anstelle des Erm essens der fachkundigen Verw altungsbebehörde (BG E 129 II 331 E. 3.2). D as U VEK hat vorliegend gestützt auf übereinstim m ende Anträge des Beschw erdegegners und der Fachbehörden des Bundes (Bundesam t für Strassen [ASTR A], Bundesam t für U m w elt [BAFU ]) das vorgelegte Projekt genehm igt. D as Bundesverw altungsgericht verfügt nicht über eigenes 6 Fachw issen, w elches dem jenigen der Fachbehörden entspricht. Es hat daher in die Interessenabw ägung der Vorinstanz nur einzugreifen, w enn das Bundesrecht klar eine andere Lösung verlangt, keine fachtechnischen Abklärungen m ehr nötig sind und kein Spielraum des (Verw altungs-) Erm essens besteht, sondern nur eine Lösung als m öglich und rechtm ässig erscheint (BG E 129 II 331 E. 3.2). 6.2 Bei der Abw ägung der verschiedenen Varianten für den Anschluss Trülli- kon/O erlingen hat die Vorinstanz einerseits in Betracht gezogen, dass ein N eubau des H albanschlusses in Fahrtrichtung W interthur zu einem gew is- sen M ehrverbauch an Kulturland führt. D em gegenüber sprechen gegen eine Anpassung des bestehenden Anschlusses die dadurch verursachten M ehrkosten von Fr. 800'000.- und der U m stand, dass bei einem Abbruch und N eubau der Ü berführung die Strasse vollständig gesperrt und der Ver- kehr durch die benachbarten D örfer um geleitet w erden m üsste. D er Be- schw erdegegner w eist zudem darauf hin, dass die Fläche des bestehen- den Anschlusses nach dem Bau des neuen H albanschlusses rekultiviert w erde und sich der zusätzliche Flächenbedarf deshalb in G renzen halte. D ie Interessenabw ägung der Vorinstanz nennt die w esentlichen, sich gegenüberstehenden Interessen und ist nachvollziehbar. Sie ist dam it nicht zu beanstanden. 6.3 D aran w ürde sich auch nichts ändern, w enn m it dem Beschw erdegegner davon ausgegangen w ürde, eine Anpassung des bestehenden An- schlusses sei ohne einen Abbruch und einen N eubau der Ü berführung Trüllikerstrasse m öglich. Auch in diesem Fall w ürden die vom Beschw erde- führer vorgeschlagenen Varianten einen finanziellen und betrieblichen M ehraufw and m it sich bringen. So w ürde auch eine Brückenverlängerung Kosten verursachen und bauliche M assnahm en notw endig m achen, w el- che zu Einschränkungen im Betrieb der Autobahn führen dürften. Ange- sichts der R ekultivierung der Fläche des bestehenden Anschlusses sind keine N achteile der vom Beschw erdegegner gew ählten Variante ersicht- lich, die derart gew ichtig w ären, dass dieser M ehraufw and als geboten er- schiene. D ie Vorinstanz hätte sich dam it auch dann innerhalb ihres Erm essensspielraum s bew egt, w enn die Variante des Beschw erdeführers keinen N eubau der Ü berführung notw endig m achen w ürde. 7. Schliesslich stellt der Beschw erdeführer die N otw endigkeit eines Anschlusses Trüllikon/O erlingen generell in Frage, da die Anbindung an die M iniautobahn durch den nahegelegenen Anschluss Kleinandelfingen gew ährleistet sei. D ie Vorinstanz w endet dagegen ein, es bestünden keine Anhaltspunkte, dass der Anschluss Trüllikon/O erlingen nicht genutzt w ür- de. Es liege ein Bedürfnis vor, so dass nicht einfach auf einen Anschluss verzichtet w erden könne. D er Auffassung der Vorinstanz kann gefolgt w er- den. G ründe für die Annahm e, der Anschluss Trüllikon/O erlingen sei nicht notw endig, m acht der Beschw erdeführer nicht geltend und sind aufgrund der Akten auch nicht ersichtlich. Auch hier besteht für das Bundesverw altungsgericht kein Anlass, in das Planungserm essen der Vorinstanz einzugreifen (vgl. oben E. 6). 7 8. D er Beschw erdeführer stellt die Bew eisanträge, einen Augenschein durchzuführen und eine Expertise über die N otw endigkeit eines Abbruchs der bestehenden Ü berführung einzuholen. D ie W ahrung des rechtlichen G ehörs verlangt grundsätzlich, die angebotenen Bew eise abzunehm en. D avon darf im Sinne einer antizipierten Bew eisw ürdigung abgew ichen w er- den, w enn aufgrund bereits abgenom m ener Bew eise der rechtlich erhebliche Sachverhalt für genügend geklärt erachtet w ird und ohne W ill- kür vorw eg die Annahm e getroffen w erden kann, die rechtliche Ü berzeu- gung w ürde durch w eitere Bew eiserhebungen nicht geändert (BG E 130 II 429 E. 2.1; KÖ LZ/H ÄN E R , a.a.O ., R z. 111 m it Verw eisen). So kann von der Erhebung eines beantragten Bew eism ittels abgesehen w erden, w enn der Sachverhalt, den eine Partei bew eisen w ill, nicht rechtserheblich ist oder w enn die Tatsachen bereits aus den Akten genügend ersichtlich sind (KÖ LZ/H ÄN ER , a.a.O ., R z. 320). 8.1 M it der beantragten Expertise w ill der Beschw erdeführer bew eisen, dass die Ü berführung Trüllikerstrasse bei einer Verbreiterung der Spannw eite, w ie sie bei der von ihm geforderten Variante notw endig w ürde, nicht abge- brochen w erden m üsse. D ie Interessenabw ägung der Vorinstanz w äre, w ie gezeigt, auch dann nicht zu beanstanden, w enn der bestehende Anschluss ohne N eubau der Ü berführung Trüllikerstrasse angepasst w erden könnte. D er durch eine Expertise zu bew eisende Sachverhalt w äre dam it nicht rechtserheblich. D er Bew eisantrag ist daher abzulehnen. Aus dem selben G rund erübrigt sich die Prüfung der vom Beschw erdeführer in der R eplik erstm als eingebrachten Variante, die Beschleunigungsspur w estlich der w estlichen Schrägstütze durchzuführen. 8.2 N icht ersichtlich ist, w elche Tatsachen m it dem beantragten Augenschein bew iesen w erden sollen. D ie entscheidw esentlichen Sachverhaltselem ente sind aus den Akten ersichtlich. Ein Augenschein ist dam it zur Erm ittlung des rechtserheblichen Sachverhaltes nicht erforderlich und abzulehnen. 9. D ie Beschw erde erw eist sich dam it als unbegründet und ist abzuw eisen. 10. D ie Kostenfolgen richten sich, da der Beschw erdeführer zu den Enteig- neten zählt und m it der Plangenehm igungsverfügung zugleich über die enteignungsrechtlichen Einsprachen entschieden w ird (vgl. Art. 27d Abs. 2 und Art. 28 Abs. 1 N SG ), nach den Spezialbestim m ungen des EntG (vgl. BG E 119 Ib 458 E. 15, BG E 111 Ib 32 E. 2, Entscheide des Bundesgerichtes 1E.16/2005 vom 14. Februar 2006 E. 6 und 1E.5/2005 vom 9. August 2005 E. 7, je m it Verw eisen). D anach sind die auf Fr. 2'000.- zu bestim m enden Kosten des Verfahrens der R egel von Art. 116 Abs. 1 EntG gem äss dem Beschw erdegegner als Enteigner zu überbinden. Von der Zusprechung einer Parteientschädigung ist entsprechend der R echtsprechung des Bundesgerichts angesichts des Ausgangs des Verfahrens abzusehen (Entscheide des Bundesgerichtes 1E.16/2005 vom 14. Februar 2006 E. 6 und 1E.20/2005 vom 16. M ai 2006 E. 4). D em nach erkennt das B undesverw altungsgericht:8 1. D ie Beschw erde w ird abgew iesen. 2. D ie Verfahrenskosten von Fr. 2'000.- w erden dem Beschw erdegegner auf- erlegt und sind dem Bundsverw altungsgericht m it beiliegendem Einzah- lungsschein innert dreissig Tagen seit R echtskraft des Entscheides zu überw eisen. 3. Es w ird keine Parteientschädigung zugesprochen. 4. D ieses U rteil w ird eröffnet (m it G erichtsurkunde): - dem Beschw erdeführer - dem Beschw erdegegner - der Vorinstanz (R ef-N r. 533-157 les) D er vorsitzende R ichter: D er G erichtsschreiber: Lorenz Kneubühler Sim on M üller R echtsm ittelbelehrung G egen das vorliegende U rteil kann eine Beschw erde in öffentlich-rechtlichen Angelegen- heiten beim Bundesgericht erhoben w erden. D ie Beschw erde ist innert 30 Tagen seit der Eröffnung des angefochtenen U rteils zu erheben. D ie R echtsschrift ist in einer Am ts- sprache abzufassen und hat die Begehren, deren Begründung m it Angabe der Bew eis- m ittel und die U nterschrift zu enthalten. Sie m uss spätestens am letzten Tag der Frist beim Bundesgericht eingereicht oder zu dessen H anden der Schw eizerischen Post oder einer schw eizerischen diplom atischen oder konsularischen Vertretung übergeben w er- den (vgl. Art. 42, 48, 54 und 100 des Bundesgesetzes über das Bundesgericht vom 17. Juni 2005 [Bundesgerichtsgesetz, BG G ], SR 173.110). Versand am :