A bteilung III C -798/2006 {T 0/2} U rteil vom 30. M ärz 2007 M itw irkung: R ichter Trom m er (Vorsitz); R ichter Vaudan; R ichter Vuille; G erichtsschreiber Birgelen. H ._______ und E._______, Beschw erdeführer, gegen B undesam t für M igration (B FM ), Q uellenw eg 6, 3003 Bern, Vorinstanz betreffend Einreisebew illigung für L._______, B u n d e s v e rw a ltu n g s g e ric h t T rib u n a l a d m in is tra tif fé d é ra l T rib u n a le a m m in is tra tiv o fe d e ra le T rib u n a l a d m in is tra tiv fe d e ra l2 Sachverhalt: A. D ie 1975 geborene dom inikanische Staatsangehörige L._______ (nachfol- gend: G esuchstellerin) beantragte am 15. M ärz 2006 bei der Schw eizeri- schen Vertretung in Santo D om ingo ein Visum für einen dreim onatigen Be- suchsaufenthalt bei ihrer im Kanton Solothurn lebenden Schw ester und de- ren Ehem ann, E._______ und H ._______ (nachfolgend: G astgeber bzw . Beschw erdeführer). N ach form loser Verw eigerung leitete die Schw eizeri- sche Vertretung das G esuch an das Bundesam t für M igration (nachfol- gend: Vorinstanz) zur Prüfung und zum form ellen Entscheid w eiter. B. N achdem das Am t für öffentliche Sicherheit des Kantons Solothurn, Abtei- lung Ausländerfragen, bei den G astgebern w eitere Abklärungen getroffen hatte, w ies die Vorinstanz das G esuch um Bew illigung der Einreise m it Verfügung vom 24. M ai 2006 ab. Zur Begründung w urde ausgeführt, die G esuchstellerin stam m e aus einer R egion, aus w elcher der Zuw ande- rungsdruck als Folge der dort herrschenden w irtschaftlichen und soziokul- turellen Verhältnisse bekannterw eise nach w ie vor stark anhalte. Viele ih- rer Landsleute w ürden versuchen, ihren Aufenthalt in der Schw eiz durch Ausschöpfung säm tlicher rechtlicher M ittel zu verlängern und sich so in U m gehung der bundesrätlichen Begrenzungsm assnahm en eine verm eint- lich bessere Zukunft aufzubauen. Persönlich w ürden der G esuchstellerin in ihrem U rsprungsland keine Verantw ortlichkeiten obliegen, w elche gegebe- nenfalls G ew ähr für eine fristgerechte R ückkehr bieten könnten. Es sei be- reits im Juli 2003 ein gleichlautendes G esuch zw ecks Besuchsaufenthalt im Kanton N idw alden abgelehnt w orden. G rundlegende Veränderungen, w elche neu für eine Einreise sprechen w ürden, seien nicht ersichtlich. Schliesslich lägen auch keine G ründe vor, w elche eine Einreise trotzdem zw ingend notw endig m achen w ürden. C . M it Beschw erde vom 23. Juni 2006 beantragten die G astgeber beim Eid- genössischen Justiz- und Polizeidepartem ent (EJPD ) sinngem äss die Auf- hebung der vorinstanzlichen Verfügung und die Erteilung der Einreisebe- w illigung. Zur Begründung führen sie Folgendes aus: D ie Vorinstanz gehe zu U nrecht davon aus, die fristgerechte und anstandslose W iederausreise nach einem Besuchsaufenthalt w äre nicht gesichert. D ie G esuchstellerin lebe in einem stabilen U m feld m it einer starken fam iliären Bindung und gehe seit Jahren einer geregelten Arbeit nach. D ank eines berufsbeglei- tenden Studium s, w elches sie im N ovem ber 2004 erfolgreich abgeschlos- sen habe, verfüge sie über ein regelm ässiges Einkom m en in anspre- chender H öhe. Ihre W eiterbeschäftigung im Anschluss an den geplanten Aufenthalt in der Schw eiz sei ihr schriftlich zugesichert w orden. D ie beruf- lichen Perspektiven, die m aterielle Absicherung sow ie die gesunde Le- benseinstellung der G esuchstellerin w ürden ihr auch in ihrem H eim atland einen guten Lebensstandard erm öglichen. Für sie (die Beschw erdeführer) w äre es der erste Besuch einer Fam ilienangehörigen aus der D om inika- nischen R epublik seit ihrer H eirat im Februar 2000. Ihrer R echtsm itteleingabe legten die Beschw erdeführer die O riginale sow ie 3 beglaubigte Ü bersetzungen einer eidesstattlichen Erklärung der G esuch- stellerin, einer Bestätigung ihres Arbeitgebers und der Technischen U ni- versität Santiago U TESA sow ie eines Lizentiatsabschlusses in M arketing bei. D . In ihrer Vernehm lassung vom 28. August 2006 spricht sich die Vorinstanz für eine Abw eisung der Beschw erde aus. D ie G esuchstellerin kom m e, w ie in der angefochtenen Verfügung festgestellt, aus einer R egion m it starkem Zuw anderungsdruck und sie sei dazu noch jung und ledig. Zw ar gehe sie einer Erw erbstätigkeit nach. Eine solche könne aber angesichts des w irt- schaftlichen U m feldes und der schlechten sozialen Absicherungen im H ei- m atland nicht davon abhalten, ins Ausland zu em igrieren. Im m erhin habe nebst der Beschw erdeführerin schon eine w eitere Schw ester in der Schw eiz W ohnsitz genom m en. Bei der abgegebenen G arantie für eine an- standslose W iederausreise handle es sich um eine blosse Absichtserklä- rung, die rechtlich unerheblich und nicht durchsetzbar sei. Schlussendlich w erde kein besonderer G rund für einen Besuchsaufenthalt in der Schw eiz geltend gem acht; den Beschw erdeführern stehe es grundsätzlich offen, die G esuchstellerin im H eim atland zu besuchen. E. In ihrer R eplik vom 26. Septem ber 2006 halten die Beschw erdeführer an ihrem R echtsbegehren und dessen Begründung fest. D ie beabsichtigte Einreise der G esuchstellerin erfolge w irklich nicht aus w irtschaftlichen M o- tiven. D er H inw eis der Vorinstanz auf die zw eite in der Schw eiz ansässige Schw ester im Sinne eines negativen Beispiels sei verfehlt. Bei jener hand- le es sich um eine absolut integre Person; sie führe ihre Ehe nicht nur zum Schein und habe sich sozial und beruflich sehr gut integriert. Sie selbst (die Beschw erdeführer) seien seit fast sieben Jahren glücklich verheiratet, lebten in einem stabilen U m feld und käm en ihren gesellschaftlichen und sozialen Pflichten nach. Auch der N achzug und die Integration der beiden Kinder der Beschw erdeführerin seien problem los verlaufen. Im Falle eines ungesetzlichen Verhaltens hätten sie im Ü brigen viel zu verlieren, sei doch m om entan ein G esuch um erleichterte Einbürgerung der Be- schw erdeführerin hängig. Als zusätzliche Sicherheit w ürde die G esuchstel- lerin sogar die tem poräre H interlegung ihres R eisepasses bis zur erneuten term ingerechten Ausreise anbieten. Schliesslich äussern die Beschw erde- führer im plizit Zw eifel an einer rechtsgleichen Bew illigungspraxis der Vor- instanz; sie sähen des öftern Personen aus der D om inikanischen R epublik, denen das Besuchsvisum erteilt w orden sei. D as B undesverw altungsgericht zieht in Erw ägung: 1. 1.1 Verfügungen des Bundesam tes für M igration (BFM ) betreffend Verw eige- rung der Einreisebew illigung unterliegen der Beschw erde an das Bundes- verw altungsgericht (Art. 20 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 26. M ärz 1931 über Aufenthalt und N iederlassung der Ausländer [AN AG , SR 142.20] i.V.m . Art. 31 und 33 lit. d des Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 4 über das Bundesverw altungsgericht [Verw altungsgerichtsgesetz, VG G , SR 173.32]). 1.2 D as Bundesverw altungsgericht hat die Beurteilung der beim Inkrafttreten des Verw altungsgerichtsgesetzes am 1. Januar 2007 bei Eidgenössischen R ekurs- oder Schiedskom m issionen oder bei Beschw erdediensten der D e- partem ente hängigen R echtsm ittel übernom m en. Für die Beurteilung gilt das neue Verfahrensrecht (Art. 53 Abs. 2 VG G ). 1.3 G em äss Art. 37 VG G richtet sich das Verfahren vor dem Bundesverw al- tungsgericht nach dem Bundesgesetz vom 20. D ezem ber 1968 über das Verw altungsverfahren (Vw VG , SR 172.021), sow eit das Verw altungsge- richtsgesetz nichts anderes bestim m t. D as U rteil des Bundesverw altungs- gerichts ist endgültig (Art. 1 Abs. 2 VG G i.V.m . Art. 83 Bst. c Ziff. 1 des Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht [BG G , SR 173.110]). 1.4 D ie Beschw erdeführer sind gem äss Art. 20 Abs. 2 AN AG und Art. 48 Vw VG zur Beschw erde legitim iert; auf die frist- und form gerecht einge- reichte Beschw erde ist einzutreten (Art. 49 ff. Vw VG ). 2. 2.1 D ie Schw eizerische R echtsordnung gew ährt grundsätzlich keinen An- spruch auf Bew illigung der Einreise. D er Entscheid darüber ist - vorbehält- lich nachfolgend zu erörternder H inderungsgründe - von der Bew illigungs- behörde in pflichtgem ässer Ausübung ihres Erm essens zu fällen (Art. 4 und Art. 16 Abs. 1 AN AG , Art. 9 Abs. 1 der Verordnung vom 14. Januar 1998 über Einreise und Anm eldung von Ausländerinnen und Ausländern [VEA, SR 142.211]; PETER U EBE R SAX, Einreise und Anw esenheit, in: PETER U EBE R SAX / PETER M Ü N C H / TH O M A S G EIS ER / M AR TIN AR N O LD (H rsg.), Ausländer- recht, Ausländerinnen und Ausländer im öffentlichen R echt, Privatrecht, Steuerrecht und Sozialrecht der Schw eiz, Basel/G enf/M ünchen 2002, S. 143; U R S BO LZ, R echtsschutz im Ausländer- und Asylrecht, Basel und Frankfurt a.M . 1990, S. 29 m it w eiteren H inw eisen; PH ILIP G R AN T, La protec- tion de la vie fam iliale et de la vie privée en droit des étrangers, Basel usw . 2000, S. 24). 2.2 Ausländerinnen und Ausländer benötigen zur Einreise in die Schw eiz ei- nen Pass und ein Visum , sofern sie nicht aufgrund besonderer R egelung von diesem Erfordernis ausgenom m en sind (Art. 1 bis 5 VEA). U m ein Vi- sum zu erhalten, m üssen Ausländerinnen und Ausländer die in Artikel 1 Absatz 2 VEA aufgeführten Voraussetzungen erfüllen. Sie haben unter an- derem G ew ähr für eine fristgerechte W iederausreise zu bieten (Art. 1 Abs. 2 Bst. c VEA). 3. D ie G esuchstellerin bedarf aufgrund ihrer N ationalität zur Einreise in die Schw eiz nebst dem Pass eines Visum s. D ie Vorinstanz verw eigerte die Er- teilung eines solchen Visum s m it der Begründung, die anstandslose und fristgerechte W iederausreise erscheine nicht als hinreichend gesichert. W enn es zu beurteilen gilt, ob das Kriterium der gesicherten W iederausrei- se erfüllt ist, m uss ein zukünftiges Verhalten beurteilt w erden. D azu lassen 5 sich in der R egel keine Feststellungen, sondern lediglich Prognosen tref- fen. D abei rechtfertigt es sich durchaus, Einreisegesuchen von Bürgerin- nen und Bürgern aus Staaten oder R egionen m it politisch respektive w irt- schaftlich vergleichsw eise ungünstigen Verhältnissen zum vornherein m it Zurückhaltung zu begegnen, da die persönliche Interessenlage in solchen Fällen häufig nicht m it dem Ziel und Zw eck einer zeitlich befristeten Einrei- sebew illigung in Einklang steht. 4. N ach m ehr als zehn Jahren starken W achstum s befindet sich die D om ini- kanische R epublik seit Anfang 2003 in einer w irtschaftlich schw ierigen Si- tuation. Zur W irtschaftskrise hat unter anderem die Insolvenz einer der grössten G eschäftsbanken beigetragen, deren Verbindlichkeiten von der dom inikanischen Zentralbank übernom m en w urden. D ie W irtschaftsdaten w eisen für das Jahr 2003 eine Verdoppelung der Staatsverschuldung auf etw a 56% des Bruttoinlandproduktes aus, und die Inflationsrate betrug al- lein 42.7% . O bschon in den vergangenen beiden Jahren eine gew isse Er- holung der W irtschaft festzustellen ist, hat die Krise vor allem die Bevölke- rung em pfindlich getroffen. D er Anteil der unter der Arm utsgrenze leben- den dom inikanischen Bevölkerung stieg w ährend der Krise um etw a 582'000 auf 5.71 M io. (bei einer G esam tbevölkerung von ca. 9.03 M io. Ein- w ohnern im Jahr 2005). D er gesetzliche M indestlohn pro M onat betrug Ende 2003 zw ischen U SD 73 (kleine U nternehm en) und U SD 119 (grosse U nternehm en) und ist dam it im Vergleich zu den Vorjahren deutlich zu- rückgegangen. D ie Arbeitslosenquote ist in den letzten Jahren kontinuier- lich gestiegen und betrug im Jahre 2004 18.4% (Q uelle: http://w w w .ausw aertiges-am t.de, Stand: M ärz 2006). 5. 5.1 Bei der R isikoanalyse sind aber nicht nur solch allgem eine U m stände und Erfahrungen, sondern auch säm tliche G esichtspunkte des konkreten Ein- zelfalles zu berücksichtigen. O bliegt einem G esuchsteller im H eim atstaat beispielsw eise eine besondere berufliche, gesellschaftliche oder fam iliäre Verantw ortung, kann dieser U m stand durchaus die Prognose für eine an- standslose W iederausreise begünstigen. U m gekehrt m uss bei G esuchstel- lern, die in ihrer H eim at keine der erw ähnten Verpflichtungen haben, die sie von einer m öglichen Em igration abhalten könnten, aufgrund entspre- chender Erfahrungen das R isiko eines frem denpolizeilich nicht vorschrifts- gem ässen Verhaltens (nach bew illigter Einreise zu einem Besuchsaufent- halt) hoch eingeschätzt w erden. 5.2 D ie G esuchstellerin ist 32-jährig, ledig und kinderlos. Fam iliäre Bindungen an ihre angestam m te U m gebung w erden zw ar geltend gem acht, aber in keiner W eise offengelegt. D arüber hinaus w ird auch nichts geäussert zu den persönlichen Perspektiven, die die G esuchstellerin m ittel- und langfris- tig verfolgt. Im m erhin befindet sie sich in einem Alter, in dem Frauen in ih- rer G esellschaft in aller R egel längst eine eigene Fam ilie gegründet haben. Alles in allem sind unter dem Aspekt Fam ilie und Verw andtschaft tragfä- hige Bindungen w eder erkennbar noch absehbar. 5.3 Bindungen der G esuchstellerin an ihre angestam m te U m gebung w erden 6 insbesondere in beruflicher H insicht geltend gem acht. G em äss eides- stattlicher Erklärung vom 7. Juni 2006 sow ie einer Bestätigung ihres Ar- beitgebers gleichen D atum s arbeitet die G esuchstellerin seit M ärz 1999 als Sachbearbeiterin in einem U nternehm en, w elches sich auf Sportw etten spezialisiert hat, und bezieht (Stand: Juni 2006) ein m onatliches Salär von D O P 20'000, d.h. um gerechnet ca. U SD 620 (zum W echselkurs vom 7. Juni 2006). Bereits in einem früheren Bew illigungsverfahren vor dem EJPD hatte die G esuchstellerin eine ähnliche Bestätigung desselben Ar- beitgebers (datiert vom 11. August 2003) eingereicht, gem äss w elcher sie ein m onatliches Salär von D O P 8'000, d.h. um gerechnet ca. U SD 246 (zum W echselkurs vom 11. August 2003) erzielte. M it anderen W orten: D ie G esuchstellerin verbesserte sich lohnm ässig beim selben Arbeitgeber in- nerhalb von nur knapp drei Jahren um das Zw eieinhalbfache und erzielt als Sachbearbeiterin nun einen Lohn, w elcher um m ehr als das Fünffache über dem für grosse U nternehm en im Jahre 2003 geltenden gesetzlichen M indestlohn von U SD 119 pro M onat liegt. D ie G esuchstellerin hat zw ar gem äss den eingereichten U nterlagen im N ovem ber 2004 ein Lizentiat in M arketing erw orben. O b dies allein einen solch erheblichen Lohnanstieg in ihrer Stellung als Sachbearbeiterin zu rechtfertigen verm ag, erscheint je- doch fraglich. D er Verdacht eines blossen G efälligkeitsschreibens ihres Ar- beitgebers ist unter diesen U m ständen nicht völlig von der H and zu w ei- sen. Letztlich kann diese Frage jedoch offenbleiben, zeigt doch die Erfah- rung ganz allgem ein, dass aufgrund des grossen Lohngefälles zw ischen der Schw eiz und Entw icklungsländern w ie der D om inikanischen R epublik selbst ein für einheim ische Verhältnisse gutes Salär nicht nachhaltig davon abhalten kann, das H eim atland dauerhaft zu verlassen. Auffallend ist auch, dass die G esuchstellerin ein Visum für volle drei M o- nate beantragt. Es stellt sich die Frage, w eshalb für einen blossen Besuch eine so lange D auer beantragt w erden m uss und w ie sich eine solch lange Abw esenheit m it den Verbindlichkeiten aus dem Arbeitsverhältnis verträgt. Zu ersterer Frage äusserten sich die Beschw erdeführer nicht. W as das Ar- beitsverhältnis anbelangt, so ist der Arbeitgeber zw ar gem äss einer einge- reichten Erklärung bereit, unbezahlten U rlaub zu gew ähren, dies allerdings verbunden m it der Aufforderung, nach erfolgter R ückkehr die Arbeit w ieder aufzunehm en. W as die W iederaufnahm e der Arbeit anbelangt, handelt es sich jedoch bloss um eine einseitige Verpflichtung der G esuchstellerin und es erscheint fraglich, ob diese auch eine W eiterbeschäftigungsgarantie des Arbeitgebers beinhaltet. D essen ungeachtet zeugt die lange D auer des beabsichtigten Besuchsaufenthaltes von einer grossen Flexibilität der G esuchstellerin auch in beruflicher H insicht. 5.4 H inzu kom m t, dass erfahrungsgem äss die Tendenz zur Em igration dort noch begünstigt w ird, w o sich bereits Verw andte oder Bekannte im Aus- land etabliert haben. D ie G esuchstellerin hat zw ei Schw estern - darunter die Beschw erdeführerin -, w elche offensichtlich gestützt auf H eirat zu ei- nem Anw esenheitsrecht in der Schw eiz gekom m en sind. Es ist som it nicht auszuschliessen, dass auch die G esuchstellerin - einm al hier ange- kom m en - den W unsch hegen könnte, es ihren Schw estern gleich zu tun 7 und dauerhaft hier zu bleiben. 5.5 Vor dem aufgezeigten H intergrund durfte die Vorinstanz daher zu R echt davon ausgehen, die fristgerechte W iederausreise sei nicht gew ährleistet (vgl. Art. 14 Abs. 1 i.V.m . Art. 1 Abs. 2 lit. c VEA). Zw ar lässt sich diese Einschätzung nicht zu einer gesicherten Feststellung verdichten; sie reicht aber aus, um die Erteilung einer Einreisebew illigung - auf w elche w ie be- reits erw ähnt ohnehin kein R echtsanspruch besteht - abzulehnen. D ie G e- suchstellerin hat zw ar eidesstattlich erklärt, nach ihrem Aufenthalt in der Schw eiz unverzüglich in ihr H eim atland zurückzukehren. D abei handelt es sich jedoch lediglich um eine beglaubigte Absichtserklärung, w elche w eder rechtlich verbindlich noch faktisch durchsetzbar ist. 6. D ie Beschw erdeführer geben ihr W ort für die anstandslose und fristge- rechte R ückkehr der G esuchstellerin und verw eisen insbesondere auf ihre tadellose Lebensführung sow ie auf den U m stand, dass sie selber bei einer allfälligen illegalen Aktion einiges zu verlieren hätten. D ie Integrität des G astgeberehepaares w ird vorliegend in keiner W eise in Zw eifel gezogen. Indessen geht es bei der Abw ägung des R isikos einer nicht fristgerechten W iederausreise nicht um das Verhalten und die Absichten des G astge- bers, sondern allein um dasjenige des G astes. N ur dieser ist in der Lage, hinreichend G ew ähr für eine fristgerechte und anstandslose W iederausrei- se zu bieten. D er G astgeber kann zw ar für gew isse finanzielle R isiken G a- rantie leisten, nicht aber - m angels rechtlicher D urchsetzbarkeit - für ein bestim m tes Verhalten des G astes. 7. D ie Beschw erdeführer w eisen darauf hin, dass in anderen, ihnen be- kannten Fällen Besuchervisa an D om inikanische Staatsangehörige erteilt w ürden. Ein Vergleich ist jedoch in völliger U nkenntnis dieser angespro- chenen Fälle nicht m öglich. Kom m t hinzu, dass - w ie unter Ziffer 5.1 be- reits ausgeführt - die R isikoanalyse jew eils aufgrund einer Beurteilung des konkreten Einzelfalles zu erfolgen hat. Allein aus dem U m stand, dass D ritt- personen ein Besuchervisum ausgestellt w urde, können die Beschw erde- führer som it nichts zu ihren G unsten ableiten. 8. D en Akten ist zu entnehm en, dass die Beschw erdeführer letztm als im Jah- re 2001 gem einsam in der D om inikanischen R epublik w aren, die Be- schw erdeführerin m it ihren Kindern zusätzlich noch im Jahre 2005. Es ist ihnen som it zuzum uten, ihren Kontakt m it der G esuchstellerin auch in Zu- kunft durch Besuche in deren H eim atland zu pflegen. 9. Aus vorstehenden Erw ägungen folgt, dass die angefochtene Verfügung im Lichte von Art. 49 Vw VG nicht zu beanstanden ist. D ie Beschw erde ist da- her abzuw eisen. 10. Entsprechend dem Ausgang des Verfahrens w erden die unterliegenden Beschw erdeführer kostenpflichtig (Art. 63 Abs. 1 Vw VG ). D ie Verfahrens- kosten sind auf Fr. 600.-- festzusetzen (Art. 1, Art. 2 und Art. 3 lit. b des R eglem ents vom 11. D ezem ber 2006 über die Kosten und Entschädi- gungen vor dem Bundesverw altungsgericht [VG KE, SR 173.320.2]).8 D em nach erkennt das B undesverw altungsgericht: 1. D ie Beschw erde w ird abgew iesen. 2. D ie Verfahrenskosten im Betrag von Fr. 600.-- w erden den Beschw erde- führern auferlegt. Sie sind durch den am 4. August 2006 in gleicher H öhe geleisteten Kostenvorschuss gedeckt. 3. D ieses U rteil w ird eröffnet: - den Beschw erdeführern (Einschreiben) - der Vorinstanz (Einschreiben; Akten 2 031 465 zurück) D er vorsitzende R ichter: D er G erichtsschreiber: A. Trom m er L. Birgelen Versand am :