Postulat Neukomm 986 N 22 juin 1984 rapporto di fiducia con il pubblico (avvocato, notaio, fiducia- rio, ecc.) sono sottoposte alla vigilanza statale (federale o cantonale). Non si vede, dunque, per quale ragione riguardo ad un fenomeno le cui negative incidenze hanno ormai assunto dimensioni nazionali, l'autorità federale non avverta la necessità giuridica di intervenire attraverso una precisa nor- mativa di legge che regoli questo particolare tipo di attività finanziarie. Il postulante ricorda, infine, che tutte le attività analoghe soggiacciono a regolamenti di legge federale e non canto- nale (vedi legge federale sulle banche e casse di risparmio e sui fondi di investimento). Le piazze finanziarie svizzere arrischiano grandemente di essere compromesse nella loro immagine di corretta attività proprio per la presenza crescente di procacciatori finanziari che agiscono sulla buona fede dell'investitore svizzero o estero senza molti scrupoli di carattere deontologico. I procedimenti penali conclusi e in corso per illeciti legati a questo tipo di attività sono tali e tanti da non aver dubbi sull'opportunità di finalmente intervenire nel senso richiesto dal postulato. Schriftliche Erklärung des Bundesrates Dichiarazione scritta del Consiglio federale Déclaration écrite du Conseil fédéral II Consiglio federale è disposto ad accettare il postulato. Überwiesen - Transmis #ST# 84.347 Postulat Kühne Verkehrsmilch. Gehaltsbezahlung Lait commercial. Paiement à la qualité Wortlaut des Postulates vom 8. März 1984 Der Bundesrat wird eingeladen, gestützt auf Artikel 29 Absatz 1 des Landwirtschaftsgesetzes die Gehaltsbezahlung der Verkehrsmilch einzuführen. Es ist ein System mit Zuschlägen und Abzügen zu wählen. Den gehaltsbedingten Produktionskostenunterschieden ist Rechnung zu tragen. Texfe du postulat du 8 mars 1984 Le Conseil fédéral est invité à instituer, conformément à l'article 29,1er alinéa, de la loi sur l'agriculture, le paiement du lait commercialisé à la qualité. Il conviendra d'adopter un système comportant des suppléments et des retenues. Le coût de production variable selon la qualité du lait devra être dûment pris en considération. Mitunterzeichner - Cosignataires: Bühler-Tschappina, Bürer-Walenstadt, Cantieni, Columberg, Cotti Flavio, Dar- bellay, Eppenberger-Nesslau, Frei-Romanshorn, Früh, Geissbühler, Keller, Koller Arnold, Nef, Nussbaumer, Oehen, Oehler, Ruckstuhl, Schmidhalter, Schnider-Luzern, Schny- der-Bern, Segmüller, Steinegger, Tschuppert, Vetsch, Wan- ner, Ziegler (26) Schriftliche Begründung - Développement par écrit Gehaltsunterschiede bei der Verkehrsmilch bewirken ungleiche Produktionskosten und ergeben bei der Verarbei- tung namhafte Differenzen der Ausbeute. Artikel 29 Absatz 1 des Landwirtschaftsgesetzes legt fest, dass die Produktionskosten rationell geführter Betriebe durch die Produktionspreise im Durchschnitt der Jahre gedeckt werden müssen. Unterschiedlichen Produktionsko- sten wird mit verschiedenen Massnahmen wie höhere Frei- mengen für das Berggebiet bei der Verkehrsmilch, Zulagen in der Siloverbotszone, Kostenbeiträge an Rindviehhalter im Berggebiet, Flächenbeiträge usw. Rechnung tragen. Die gehaltsbedingten Produktionsunterschiede werden in keiner Weise ausgeglichen, obwohl sie recht bedeutend sind. Verschiedene Arbeiten ergeben, dass: 1 Kiloprozent Fett einer Milchpreisdifferenz von 11 Rappen entspricht und 1 Kiloprozent Protein einer solchen von 7 Rappen. Das heisst, dass beim heutigen Grundpreis für Verkehrsmilch die Pro- duktionskosten pro '/o Prozent Fett 1,1 Rappen und pro Vio Prozent Protein 0,7 Rappen betragen. Unterschiedlicher Gehalt bewirkt ebenfalls eine entspre- chende gute oder schlechte Ausbeute bei der Verarbeitung der Milch, der über diese Grössenordnung hinausgeht. Gehaltreiche Milch bleibt somit trotz des Zuschlages für die Verwerter interessant. Zuschläge und Abzüge gleichen sich aus. Eine Mehrbelastung der Milchrechnung ist nicht zu erwarten. Wer gehaltreiche Milch abliefert, erbringt einen bedeuten- den Mehraufwand, der nicht entschädigt wird. Im Gegensatz dazu Messen sich bedeutende Kostensenkungen erzielen, wenn Tiere mit schwacher Gehaltveranlagung vermehrt in der Zucht eingesetzt werden. Durch die Einführung der Gehaltsbezahlung ist dieser Gefahr vorzubeugen und der krassen Ungerechtigkeit zu begegnen. Dabei ist ein einfa- ches System mit Zuschlägen und Abzügen zu wählen. Unter- schiedliche Ansätze nach Rassen oder Genossenschaft las- sen sich durch nichts begründen. Einzige Massstäbe kön- nen nur die Produktionskosten und der Wert bei der Verar- beitung sein. Für die Probenerhebung ist ein einfaches und kostengünstiges System zu wählen. Schriftliche Erklärung des Bundesrates Déclaration écrite du Conseil fédéral Der Bundesrat ist bereit, das Postulat entgegenzunehmen. Überwiesen - Transmis #ST# 83.927 Postulat Neukomm Arbeitslosengesetzgebung. Ergänzung Législation sur le chômage. Dispositions complémentaires Wortlaut des Postulates vom 8. Dezember 1983 Der Bundesrat wird eingeladen zu prüfen, ob nicht die Arbeitslosengesetzgebung in dem Sinn zu ergänzen sei, dass bei Arbeitslosigkeit im Anschluss an einen Unterbruch der Erwerbstätigkeit von mehr als einem Monat zum Zweck der Weiterbildung und Umschulung der volle Anspruch auf Arbeitslosenentschädigung gewahrt bleibt. Texte du postulat du 8 décembre 1983 Le Conseil fédéral est invité à examiner s'il n'y a pas lieu de compléter la Loi fédérale sur l'assurance-chômage, de telle manière que, l'indemnité de chômage soit acquise à un demandeur d'emploi resté sans travail après avoir inter- rompu son activité lucrative pendant plus d'un mois pour parfaire sa formation ou se recycler sur le plan profes- sionnel. Mitunterzeichner - Cosignataires: Ammann-St.Gallen, Bäumlin, Bircher, Borei, Bratschi, Braunschweig, Bundi, Chopard, Christinat, Clivaz, Deneys, Eggenberg-Thun, Eggli-Winterthur, Euler, Fankhauser, Fehr, Friedli, Gloor, Hubacher, Jaggi, Lanz, Leuenberger Ernst, Leuenberger Moritz, Longet, Meizoz, Mort, Nauer, Ott, Pitteloud, Rei- mann, Renschier, Riesen-Freiburg, Robbiani, Rubi, Ruch- Zuchwil, Ruffy, Stamm Walter, Stappung, Uchtenhagen, Vannay, Weber-Arbon, Zehnder (42)22. Juni 1984 N 987 Interpellation Blunschy Schriftliche Begründung - Développement par écrit Es ist gesamtwirtschaftlich und arbeitsmarktpolitisch äus- serst wichtig, dass sich Arbeitnehmer fachlich und sprach- lich weiterbilden. Doch wer mit Eigeninitiative und meist mit finanziellen Opfern seine Erwerbstätigkeit unterbricht, um zum Beispiel einen Sprachaufenthalt im Ausland zu absol- vieren, erlebt nicht selten eine unangenehme Überraschung, wenn er zurückkehrt und nicht sofort eine Arbeitsstelle antreten kann. Die Arbeitslosigkeit wird in diesem Fall gemäss Artikel 28 Arbeitslosengesetz und Artikel 44 der Verordnung dazu als selbstverschuldet taxiert, und je nach Dauer der Schulung werden Straftage verfügt. Das Selbst- verschulden wird damit begründet, dass eine sichere Stelle aufgegeben, ohne dass ein neuer Arbeitsvertrag bereits ein- gegangen worden ist. Es ist aber dem Weiterbildungswilli- gen in vielen Fällen gar nicht möglich, bei der Auflösung des Arbeitsverhältnisses vor dem Auslandaufenthalt bereits die Zusage für einen Arbeitsplatz nach der Rückkehr zu haben, wie dies im Verordnungsartikel44b vorausgesetzt wird. Bei pflichtgemässer, intensiver Suche nach einer Arbeit vor und während der Schulungszeit soll - unabhängig von der Kün- digungsart des ehemaligen Arbeitsverhältnisses - kein Selbstverschulden gemäss Artikel 29a des Arbeitslosenge- setzes gegeben sein. Der Schulungsbesuch muss jedoch nachgewiesen werden. Schriftliche Erklärung des Bundesrates Déclaration écrite du Conseil fédéral Der Bundesrat ist bereit, das Postulat anzunehmen. Überwiesen - Transmis #ST# 84.388 Postulat Künzi Waldschäden. Holzmarkt Dommages aux forêts. Marché du bois Wortlaut des Postulats vom 22. März 1984 Der Bundesrat wird eingeladen, im Zusammenhang mit der bedrohlichen Erkrankung des Waldes und den zunehmen- den Zwangsnutzungen (vorzeitiger Abgang erkrankter Bäume, stark erhöhter Anfall von Käfer-, Windfall- und Lawi- nenholz), in Ergänzung zu forsthygienischen Massnahmen und zur Stützung der durch Erlöseinbussen in hohem Masse geschwächten Forstbetriebe, - die rasche Aufrüstung und Abfuhr sowie den Absatz bzw. die Verwertung des Zwangsnutzungsholzes zu fördern, und - nötigenfalls in Notlagen der Waldwirtschaft sowohl mit Massnahmen an der Grenze (rechtzeitige Anwendung der Schutzklauseln nach internationalem Recht) als auch mit Transport-, Lagerungs- und Exportförderungsmassnahmen (Erschliessung neuer Absatzkanäle, Währungssicherung) die Holzvermarktung zu erleichtern und zu unterstützen. Texte du postulat du 22 mars 1984 En relation avec l'état, toujours plus inquiétant, de la santé des forêts et avec l'exploitation forcée qui en découle et va croissant (élimination prématurée d'arbres malades, quan- tités accrues de bois bostrychés, ou versés par l'ouragan, ou emportés par les avalanches), le Conseil fédéral est invité, à titre de complément à donner aux mesures d'hygiène de la forêt et de consolidation des exploitations forestières, dure- ment affectées par la diminution de leurs recettes: - A promouvoir la préparation et l'enlèvement rapides, comme aussi l'écoulement, autrement dit la mise en valeur des chablis et, - Le cas échéant, dans des situations critiques pour l'éco- nomie forestière, à faciliter et à soutenir la commercialisa- tion du bois, tant par des mesures douanières (application en temps utile des clauses de protection à la frontière, conformément au droit international), que par des mesures d'aide en faveur du transport, du stockage et de l'exporta- tion (ouverture de nouveaux débouchés, garantie de change). Mitunterzeichner - Cosignataires: Bremi, Bundi, Cantieni, Columberg, Eisenring, Eng, Graf, Houmard, Hunziker, Kopp, Leuenberger Ernst, Martignoni, Müller-Scharnachtal, Nef, Nussbaumer, Schnider-Luzern, Schnyder-Bern, Wanner, Weber Leo (19) Schriftliche Begründung - Développement par écrit Der seit zwei Jahren mit insgesamt rund 160 Millionen Franken sehr starke Erlösrückgang und die sich ständig verschlechternden wirtschaftlichen Bedingungen bedrohen die unverzichtbaren ökonomischen und sozialen Funktio- nen des Schweizerwaldes, unseres grössten, für den Natur- haushalt und Lebensraum unabdingbaren Ökosystems. Die mehrheitlich defizitären Forstbetriebe sind existenziell gefährdet. Sie können die durch schädliche Umwelteinwir- kungen entstandenen und noch auftretenden Schäden und Ertragseinbussen trotz konsequenter Selbsthilfemassnah- men nicht länger selber tragen. Als Folge fehlender Betriebs- und Investitionsmittel erhöht sich die Gefahr, dass die für die quantitative und qualitative Walderhaltung notwendigen Pflege-, Nutzungs-, Verjün- gungs- sowie Forstverbesserungsarbeiten vernachlässigt oder überhaupt nicht mehr ausgeführt werden. Deshalb sind unverzüglich wirksame Massnahmen zu ergreifen, um zu verhindern, dass gerade in Zeiten grösster Anstrengungen im Zusammenhang mit der Walderkrankung nicht noch ein Abbau festangestellter Arbeitskräfte und damit eine weitere Schwächung des betrieblichen Leistungsvermögens erfolgt. Mit einer reibungslosen Holzvermarktung sollen möglichst geringe Preiseinbussen und Erlösrückgänge erzielt werden. Insbesondere ist auch eine wesentlich vermehrte Verwen- dung unseres Rohstoffes Holz in öffentlichen Bauten zu verwirklichen. Mit zweckmässigen, gezielt eingesetzten Marktmitteln sollen der Holzmarkt gestützt und wenigstens kostendeckende Holzerlöse erreicht werden. Schriftliche Erklärung des Bundesrates Déclaration écrite du Conseil fédéral Der Bundesrat ist bereit, das Postulat entgegenzunehmen. Überwiesen - Transmis #ST# 84.349 Interpellation Blunschy Hungerkatastrophen. Hilfe des Bundes Famine dans le monde. Aide de la Confédération Wortlaut der Interpellation vom 12. März 1984 Wie der Bundesrat in seiner Antwort vom 22. Februar 1984 auf die Interpellation Ruffyvom 16. Dezember 1983 feststellt, leiden Millionen von Menschen im Nordosten Brasiliens unter den Folgen einer ausserordentlichen Trockenperiode. Mit Dankbarkeit haben wir zur Kenntnis genommen, dass der Bund seine Leistungen für diese Menschen in letzter Zeit verstärkt hat. Nicht erwähnt wird jedoch die Tatsache, dass auch in zahlreichen Ländern Afrikas Millionen von Menschen ihrer wirtschaftlichen und existenziellen Grund- lage beraubt und vom Hungertod bedroht sind. Jüngste Berichte aus diesen Ländern weisen immer mehr darauf hin,Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali Postulat Neukomm Arbeitslosengesetzgebung. Ergänzung Postulat Neukomm Législation sur le chômage. Dispositions complémentaires In Amtliches Bulletin der Bundesversammlung Dans Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale In Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale Jahr 1984 Année Anno Band III Volume Volume Session Sommersession Session Session d'été Sessione Sessione estiva Rat Nationalrat Conseil Conseil national Consiglio Consiglio nazionale Sitzung 15 Séance Seduta Geschäftsnummer 83.927 Numéro d'objet Numero dell'oggetto Datum 22.06.1984 - 08:00 Date Data Seite 986-987 Page Pagina Ref. No 20 012 563 Dieses Dokument wurde digitalisiert durch den Dienst für das Amtliche Bulletin der Bundesversammlung. 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