B u n d e s v e rw a l t u n g s g e r i ch t T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i f f éd é r a l T r i b u n a l e am m i n i s t r a t i vo f e d e r a l e T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i v fe d e r a l Abteilung IV D-2873/2013 law/rep U r t e i l v o m 17 . J u l i 2 0 1 3 Besetzung Einzelrichter Walter Lang, mit Zustimmung von Richter Walter Stöckli; Gerichtsschreiber Philipp Reimann. Parteien A._______, geboren am (…), Kongo (Kinshasa), Beschwerdeführerin, gegen Bundesamt für Migration (BFM), Quellenweg 6, 3003 Bern, Vorinstanz. Gegenstand Asyl und Wegweisung; Verfügung des BFM vom 17. April 2013 / N (…). D-2873/2013 Seite 2 Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest und erwägt, dass die Beschwerdeführerin – eine Staatsangehörige aus der Demokr a- tischen Republik Kongo – ihre Heimat eigenen Angaben zufolge am 27. Januar 2012 mit einem belgischen Pass von Kinshasa aus auf dem Luftweg verliess und in der Folge am 2. Februar 2012 nach Zwischenauf- enthalten in Marokko, Istanbul und Frankreich wiederum per Flugzeug via Genf illegal in die Schweiz gelangte, wo sie am folgenden Tag um Asyl nachsuchte, dass das BFM am 16. Februar 2012 im Empfangs - und Verfahrenszent- rum (EVZ) Vallorbe die Personalien d er Beschwerdeführerin erhob und sie summarisch zum Reiseweg und zu ihren Ausreisegründen befragte, dass das BFM die Beschwerdeführerin mit Zwischenverfügung vom 17. Februar 2012 für die Dauer des Verfahrens dem Kanton B._______ zuwies, dass sie das BFM am 25. März 2013 einlässlich zu ihren Asylgründen anhörte, dass die Beschwerdeführerin dabei zur Begründung ihres Asylantrages im Wesentlichen vorbrachte, sie habe sich seit ungefähr dem Jahr 2009 für die Partei UDPS ("Union pour la Démocratie et le Progrès S ocial") eingesetzt und im Vorfeld der Präsidentschaftswahlen im Herbst 2011 Wahlpropaganda für den Präsidentschaftskandidaten und Präsidenten der UDPS – Etienne Tshisekedi – betrieben, indem sie dessen Foto an die Wände geklebt und den Leuten empfohlen habe, ihn zu wählen, dass in der Folge jedoch der bisherige Amtsinhaber Joseph Kabila zum neuen Präsidenten gewählt worden sei, dass sie sich am 24. Dezember 2011 zusammen mit anderen Sympath i- santen der UDPS zum Stade des Martyrs in Kinshasa begeben habe, um einer dort angekündigten Rede Etienne Tshisekedis zu lauschen, dass die Polizei ihnen beim Stadion allerdings mitgeteilt habe, die dortige Rede sei abgesagt worden, dass sie in der Folge erfahren hätten, dass die Rede Tshisekedis vor des- sen Residenz im Stadtteil Limete abgehalten werden sollte, dass sie sich deshalb in Richtung des Quartiers Limete begeben hätten, D-2873/2013 Seite 3 dass beim Boulevard Lumumba plötzlich Soldaten in Jeeps herbeigefa h- ren und auf die Menschenmenge zu schiessen begonnen hätten, dass ihr Bruder dabei von einer Kugel in den Bauch getroffen worden sei, dass sie ihrem Bruder habe zu Hilfe eilen wollen, schl iesslich aber geflo- hen sei, weil die Sicherheitskräfte in ihre Richtung geschossen hätten, dass sie sich zusammen mit Bekannten versteckt habe, bis sich die al l- gemeine Lage beruhigt habe, dass sie später an den Tatort zurückgekehrt seien, ihr Bruder aber ve r- schwunden sei, dass sie geschrien und geweint hätten, worauf sie von Polizisten abg e- führt worden seien, dass die Polizisten sie nach C._______ geführt und sie dort in eine Zelle gesperrt hätten, dass sie dort tagelang eingesperrt gewesen seien, ohne jemals verhört worden zu sein, dass Soldaten am 31. Dezember 2011 die Männer von den Frauen g e- trennt und in einer separaten Zelle eingesperrt hätten, dass anschliessend maskierte Soldaten zu den Frauen gekommen seien und diese vergewaltigt hätten, dass am nächsten Morgen ein Mann, der dort gearbeitet habe und A n- hänger der UDPS gewesen sei, zu ihnen gekommen sei und ihnen Hilfe versprochen habe, dass er ihr und zwei weiteren Personen schliesslich zur Flucht aus C._______ verholfen habe, dass er ihr gleichzeitig gegen Bezahlung einen belgischen Reisepass b e- sorgt habe, dass sie mit diesem schliesslich am 27. Januar 2012 per Flugzeug aus der Demokratischen Republik Kongo ausgereist sei, D-2873/2013 Seite 4 dass die Beschwerdeführerin im Rahmen des erstinstanzlichen Asylve r- fahrens einen Geburtsschein vom 30. September 2009 einreichte, dass das BFM mit Verfügung vom 17. April 2013 – eröffnet am 20. April 2013 – feststellte, die Beschwerdeführerin erfülle die Flüchtlingseige n- schaft nicht, ihr Asylgesuch ablehnte, die Wegweisung aus der Schweiz verfügte und den Vollzug der Wegweisung anordnete, dass die Beschwerdeführerin am 21. Mai 2013 gegen diesen Entscheid mittels ihres d amaligen Rechtsvertreters beim Bundesverwaltungsgericht Beschwerde erhob und dabei beantragte, die Verfügung des BFM vom 17. April 2013 sei aufzuheben, es sei ihre Flüchtlingseigenschaft festz u- stellen und ihr Asyl zu gewähren, eventualiter sei die Sache zu r weiteren Abklärung des Sachverhalts, insbesondere der gesundheitlichen Folgen erlittener sexueller Gewalt, an die Vorinstanz zurückzuweisen, subeve n- tualiter sei von der Wegweisung abzusehen und es sei ihr die vorläufige Aufnahme zu gewähren, allenfalls s ei die Sache zur Prüfung von We g- weisungsvollzugshindernissen an die Vorinstanz zurückzuweisen, dass die Beschwerdeführerin im Weiteren in verfahrensrechtlicher Hi n- sicht beantragte, es sei ihr die unentgeltliche Prozessführung zu gewä h- ren und es sei auf die Erhebung eines Kostenvorschusses zu verzichten, dass das Bundesverwaltungsgericht am 31. Mai 2013 den Eingang der Beschwerde vom 21. Mai 2013 bestätigte, dass der Rechtsvertreter mit Eingabe vom 5. Juni 2013 sein Mandat mit sofortiger Wirkung niederlegte, dass das Bundesverwaltungsgericht mit Zwischenverfügung vom 26. Juni 2013 das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege im Sinne von Art. 65 Abs. 1 des Verwaltungsverfahrensgesetzes vom 20. Dezember 1968 (VwVG, SR 172.021) wegen Aussichtslosigk eit der Beschwerdebegehren abwies und d ie Beschwerdeführerin aufforderte, bis zum 1 2. Juli 2013 einen Kostenvorschuss von Fr. 600.– zu leisten, verbunden mit der Androhung, auf die Beschwerde werde nicht eingetr e- ten, wenn der Kostenvorschuss innert Frist nicht bezahlt werde, dass die Beschwerdeführerin den Kostenvorschuss am 5. Juli 2013 ein- zahlte, D-2873/2013 Seite 5 und zieht in Erwägung, dass das Bundesverwaltungsgericht auf dem Gebiet des Asyls endgültig über Beschwerden gegen Verfügungen (Art. 5 VwVG) des BFM entschei- det, ausser – was vorliegend nicht der Fall ist – bei Vorliegen eines Aus- lieferungsersuchens des Staates, vor welchem die beschwerdeführende Person Schutz sucht (Art. 105 des Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 [AsylG, SR 142.31] i. V. m. Art. 31 - 33 des Verwa ltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [VGG, SR 173.32]; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des Bundesge- richtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]), dass die Beschwerdeführerin am Verfahren vor der Vorinstanz teilgenom- men hat, durch die angefochtene Verfügung besonders berührt ist, ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufheb ung beziehungsweise Ände - rung hat und daher zur Einreichung der Beschwerde legitimiert ist (Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 37 VGG und Art. 48 Abs. 1 VwVG), dass somit – nachdem der Kostenvorschuss innert Frist eingezahlt wurde – auf die frist - und formgerecht eingereichte Beschwerde einzutreten ist (Art. 108 Abs. 1 AsylG; Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 37 VGG und Art. 52 Abs. 1 VwVG), dass mit Beschwerde die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts und die Unangemessenheit gerügt werden können (Art. 106 Abs. 1 AsylG), dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzel richterlicher Zuständigkeit mit Zustimmung eines zweiten Richters entschieden wird (Art. 111 Bst. e AsylG) und es sich vorliegend, wie nachfolgend aufg e- zeigt, um eine solche handelt, weshalb der Beschwerdeentscheid nur summarisch zu begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG), dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG vorliegend auf einen Schrifte n- wechsel verzichtet wurde, dass die Schweiz Flüchtlingen grundsätzlich Asyl gewährt (Art. 2 Abs. 1 AsylG), wobei Flüchtlinge P ersonen sind, die in ihrem Heimatstaat oder im Land, in dem sie zuletzt wohnten, wegen ihrer Rasse, Religion, Nati o- nalität, Zugehörigkeit zu einer bestimmten sozialen Gruppe oder wegen ihrer politischen Anschauungen ernsthaften Nachteilen ausgesetzt sind oder begründete Furcht haben, solchen Nachteilen ausgesetzt zu werden (Art. 3 Abs. 1 AsylG), D-2873/2013 Seite 6 dass die Flüchtlingseigenschaft nachgewiesen oder zumindest glaubhaft gemacht werden muss (Art. 7 AsylG), dass die Flüchtlingseigenschaft glaubhaft gemacht ist, wen n die Behörde ihr Vorhandensein mit überwiegender Wahrscheinlichkeit für gegeben hält, dass Vorbringen insbesondere dann unglaubhaft sind, wenn sie in w e- sentlichen Punkten zu wenig begründet oder in sich widersprüchlich sind, den Tatsachen nicht entspreche n oder massgeblich auf gefälschte oder verfälschte Beweismittel abgestützt werden, dass das BFM zu Recht festgestellt hat, die Vorbringen de r Beschwerde- führerin seien nicht glaubhaft, dass es zwar zutrifft, dass es in Kinshasa im Verlaufe der Präsiden t- schaftswahlen im Herbst 2011 zu zahlreichen Zusammenstössen zw i- schen Anhängern der UDPS und Sicherheitskräften Joseph Kabilas mit zahlreichen Toten und Verletzten gekommen ist, dass die von der Beschwerdeführerin angeführte Rede Tshisekedis vor seinem Haus in Limete, bei der er sich selbst zum rechtmässigen Präs i- denten erklärt und dabei eine eigene Amtseinführungszeremonie organ i- siert habe, indessen aufgrund verlässlicher Quellen entgegen den B e- hauptungen der Beschwerdeführerin nicht am 24. Dezember 2011, so n- dern am 23. Dezember 2011 stattgefunden hat, dass die Beschwerdeführerin als Protestantin (vgl. act. A6/13 S. 3 Ziff. 1.13) wohl gewusst hätte, ob das fragliche Ereignis am Heiligabend oder aber davor stattgefunden hat, wenn sie tatsächlich daran teilg e- nommen hätte, dass bereits angesichts dieser Tatsache erhebliche Zweifel an der angeb- lichen Festnahme der Beschwerdeführerin am 24. Dezember 2011 und den hieran anschliessenden Erlebnissen Ende des Jahres 2011 best e- hen, dass im Weiteren auch ihre Schilderung hinsichtlich der zur angeblichen Tötung ihres Bruders führenden Umstände widersprüchlich ist, dass sie diesbezüglich anlässlich der Befragung zur Person erklärte, sie habe ihrem Bruder zu Hilfe eilen wollen, nachdem dieser von einer Kugel am Bauch getroffen und zu Boden gefallen sei, in der Folge sei sie aber D-2873/2013 Seite 7 geflüchtet, weil die Polizei sich ihr genähert und abermals geschossen habe (vgl. act. A6/13 S. 7 Ziff. 7.01), dass sie bei der Anhörung zu den Asylgründen demgegenüber erklärte, ihr Bruder sei zunächs t zweimal am Bauch getroffen worden und später, nachdem sie ihm zu Hilfe geeilt sei, abermals getroffen worden, worauf sie geflüchtet sei, weil immer noch Soldaten am Tatort anwesend gew e- sen seien (vgl. act. A13/16 S. 6 A62 i.V.m. S. 8 A 82), dass die unte rschiedliche Wahrnehmung dieses Geschehnisses zwar grundsätzlich erklärbar wäre, wenn von einer hierdurch hervorgerufenen Traumatisierung respektive einer sogenannten "dissoziativen Amnesie" der Beschwerdeführerin (vgl. Beschwerde S. 7 f. Ziffn. 16 bis 21) ausge- gangen werden könnte, dass die Gesamtvorbringen der Beschwerdeführerin indessen, wie nac h- stehend weiter aufzuzeigen sein wird, in ihrer Gesamtheit den Anford e- rungen an das Glaubhaftmachen nicht zu genügen vermögen, weshalb sich auch der entsprechende Erklärungsversuch als unbehelflich erweist, dass die Beschwerdeführerin ferner auf die Frage hin, weshalb sie die Rede Tshisekedis habe hören wollen, erklärte, sie habe ihn unterstützt und Werbung für ihn gemacht (vgl. act. A13/16 S. 7 F und A64), dass sie jedoch nicht in der Lage war, die Bedeutung des Parteikürzels "UDPS" korrekt wiederzugeben ("Union pour la Démocratie et Projet s o- cial" statt "Union pour la Démocratie et Progrès social"), dass die Behauptung in der Beschwerde, die Beschwerdeführerin hab e die Bedeutung der Parteiabkürzung korrekt wiedergegeben, da der Pr o- tokollführer hier einen offensichtlichen Tippfehler begangen habe (a.a.O. S. 9 Ziff. 23), nicht überzeug t, zumal die Beschwerdeführerin den Sinn der Partei UDPS sowohl bei der Befragung z ur Person als auch bei der Zweitanhörung mit "Union pour la Démocratie et Projet social" wiedergab (vgl. act. A6/13 S. 8 Ziff. 7.03 und act. A13/16 S. 7, F und A69), was die Möglichkeit eines Tippfehlers praktisch ausschliesst, dass es überdies wenig plaus ibel anmutet, dass die Beschwerdeführerin, welche seit dem Jahre 2009 an Kundgebungen der UDPS teilgenommen und im Herbst 2011 Wahlhilfe für Etienne Tshisekedi betrieben haben will, keine konzisen inhaltlichen Angaben zu dieser Partei und zur Person Tshisekedis machen konnte, zumal sie eigenen Angaben zufolge ja st u-D-2873/2013 Seite 8 diert hat (vgl. act. A13/16 S. 3/4 F und A27 – 30) und damit entgegen den Behauptungen in der Beschwerde (a.a.O. S. 9 Ziff. 24) nicht nur über e i- nen Grundschul-, sondern über einen höheren Schula bschluss verfügen müsste, dass nach dem Gesagten sowohl am angeblichen Engagement der B e- schwerdeführerin für die UDPS als auch an ihrer Wahlhilfe für Tshisekedi überwiegende Zweifel bestehen, dass im Weiteren auch die Darstellung der Ereignisse, die zur Be freiung der Beschwerdeführerin aus dem Gefängnis C._______ geführt haben sollen, reichlich stereotyp anmuten, dass wenig wahrscheinlich ist, dass sich ein Gefängnisangestellter, der Mitglied der UDPS gewesen sein soll und über dessen Leben die B e- schwerdeführerin nichts weiss, ausgerechnet am Tag nach ihrer angebli- chen Vergewaltigung zufolge der gemeinsamen Parteizugehörigkeit auf sie aufmerksam geworden sein und ihr deswegen zur Flucht aus dem Gefängnis verholfen haben soll (vgl. act. A13/16 S. 11 F und A12 0 -127 i.V.m. S. 12 F und A133 – 136), dass es schliesslich auch unglaubhaft ist, dass die Beschwerdeführerin in der Lage gewesen wäre, mit einem fremden belgischen Pass auf dem Luftweg via Kinshasa, Marokko, Istanbul und Frankreich in die Schweiz (Genf) zu gelangen (vgl. act. A13/16 S. 5 F und A44 – 57), zumal sie die- ses Reisepapier bei den verschiedenen Flughafenkontrollen jeweils pe r- sönlich vorgezeigt haben will (vgl. act. A13/16 S. 5 F und A57), dass aufgrund der zahlreichen Widersprüche und Ungereimtheiten in den Asylvorbringen der Beschwerdeführerin zu folgern ist, dass ihre Verfo l- gungsgeschichte eine im Wesentlichen frei erfundene Geschichte da r- stellt, dass sich vor diesem Hintergrund insbesondere auch die Rüge in der B e- schwerde, die Vorinstanz habe s ich in ihrer Verfügung mit dem Vorbri n- gen der Beschwerdeführerin, von mehreren Soldaten vergewaltigt worden zu sein, überhaupt nicht auseinandergesetzt und damit deren rechtliches Gehör beziehungsweise die Untersuchungspflicht verletzt (a.a.O. S. 6 Ziff. 2.1.1. und S. 9/10 Ziff. 27), als unbegründet erweist, dass zur Vermeidung weiterer Wiederholungen auf die Ausführungen in der angefochtenen Verfügung zu verweisen ist, D-2873/2013 Seite 9 dass es der Beschwerdeführerin somit nicht gelungen ist, die Flüchtling s- eigenschaft nachzuweisen oder zumindest glaubhaft zu machen, weshalb das Bundesamt das Asylgesuch zu Recht abgelehnt hat, dass die Ablehnung eines Asylgesuchs oder das Nichteintreten auf ein Asylgesuch in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz zur Folge hat (Art. 44 Abs. 1 AsylG), vorliegend der Kanton keine Aufenthaltsbewilli - gung erteilt hat und zudem kein Anspruch auf Erteilung einer solchen be - steht (vgl. BVGE 2011/24 E. 10.1 S. 502, Entscheidungen und Mitteilu n- gen der Schweizerischen Asylrekurskommission [EMARK] 2001 Nr. 21), weshalb die verfügte Wegweisung im Einklang mit den gesetzlichen B e- stimmungen steht und demnach vom Bundesamt zu Recht angeordnet wurde, dass das Anwesenheitsverhältn is nach den gesetzlichen Bestimmungen über die vorläufige Aufnahme von Ausländern (Art. 44 Abs. 2 AsylG; Art. 83 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 16. Dezember 2005 über die Ausländerinnen und Ausländer [AuG, SR 142.20]) zu regeln ist, falls der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar oder nicht möglich ist, dass der Vollzug nicht zulässig ist, wenn völkerrechtliche Verpflichtungen der Schweiz einer Weiterreise der Ausländerin oder des Ausländers in den Heimat-, Herkunfts- oder in einen Drittstaat entgegenstehen (Art. 83 Abs. 3 AuG), dass der Vollzug der Wegweisung unter dem Aspekt von Art. 5 Abs. 1 AsylG (vgl. auch Art. 33 Abs. 1 des Abkommens vom 28. Juli 1951 über die Rechtsstellung der Flüchtlinge [FK, SR 0.142.30]) rechtmässig ist, weil die Beschwerdeführerin – wie zuvor dargelegt – nicht glaubhaft m a- chen konnte, dass sie in der Demokratischen Republik Kongo aus einem Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG an Leib, Leben oder in seiner Freiheit g e- fährdet ist oder dort Gefahr läuft, zur Ausreise in ein Land gezwungen zu werden, in dem ihr solche Nachteile drohen, dass sich aus den Vorbringen de r Beschwerdeführerin ausserdem auch keine konkreten und gewichtigen Anhaltspunkte für die Annahme erg e- ben, dass sie im Falle einer Ausschaffung in die Demokratische Republik Kongo mit beachtlicher Wahrscheinlichkeit Folter oder unmenschlicher oder erniedrigender Strafe oder Behandlung im Sinne von Art. 25 Abs. 3 der Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft vom 18. April 1999 (BV, SR 101), Art. 3 des Üb ereinkommens vom D-2873/2013 Seite 10 10. Dezember 1984 gegen Folter und andere grausame, unmenschliche oder erniedrigende Behandlung oder Strafe (FoK, SR 0.105) und Art. 3 der Konvention vom 4. November 1950 zum Schutze der Menschenrec h- te und Grundfreiheiten (EMRK, SR 0.101) unterworfen wäre, dass zum heutigen Zeitpunkt kein konkreter Anlass zur Annahme besteht, der Beschwerdeführerin drohe in der Demokratischen Republik Kongo ei- ne entsprechende Gefährdung, dass der Vollzug der Wegweisung somit sowohl im Sinne der asylgeset z- lichen als auch der völkerrechtlichen Bestimmungen zulässig ist, dass gemäss Art. 83 Abs. 4 AuG der Vollzug für Ausländerinnen und Aus- länder unzumutbar sein kann, wenn sie im Heimat - oder Herkunftsstaat auf Grund von Situationen wie Krieg, Bürgerkrieg, allge meiner Gewalt und medizinischer Notlage konkret gefährdet sind, dass in der Demokratischen Republik Kongo zwar vor allem im Osten des Landes Spannungen herrschen, aber nicht auf dem gesamten Staatsg e- biet eine Situation allgemeiner Gewalt herrscht, welche unabhängig von den Umständen im Einzelfall den Wegweisungsvollzug abgewiesener kongolesischer Asylsuchender als grundsätzlich unz umutbar erscheinen liesse (vgl. bspw. die Urteile des Bundesverwaltungsgerichts E - 6087/2010 vom 15. Mai 2013 E. 8.2, D -6967/2011 vom 15. April 2013 E. 6.3), dass das BFM den Wegweisungsvollzug de r Beschwerdeführerin in ihre Heimat zu Recht als zumutbar erachtet hat, da sie sowohl in Kinshasa als auch in D._______, wo ihre Eltern gemeinsam mit dem Kind der B e- schwerdeführerin leben, über ein Beziehungsnetz ve rfüge und Arbeitser- fahrung habe (vgl. Verfügung des BFM vom 17. April 2013 S. 5 II Ziff. 2), dass die Beschwerdeführerin überdies den Akten zufolge gesund und jung ist, dass mithin nicht ersichtlich ist, dass sie im Falle der Rückkehr aus indivi- duellen Gründen wirtschaftlicher, sozialer oder gesundheitlicher Natur in eine existenzbedrohende Situation geraten könnte, dass demzufolge ein Wegweisungsvollzug de r Beschwerdeführerin in die Demokratische Republik Kongo zulässig und zumutbar ist, da sie sich zu ihrer in Kinshasa lebenden Schwester beziehungsweise ihren in D-2873/2013 Seite 11 D._______ lebenden Eltern (vgl. act. 6/1 3 S. 4, Ziff. 2.02 i.V.m. S. 5 Ziff. 3.01) begeben kann, dass schliesslich der Vollzug der Wegweisung auch als gr undsätzlich möglich erscheint (Art. 83 Abs. 2 AuG), da d ie Beschwerdeführerin ver- pflichtet ist, bei der Beschaffung gültiger Reisepapiere mitzuwirken (Art. 8 Abs. 4 AsylG; vgl. auch BVGE 2008/34 E. 13 S. 513-515), dass es der Beschwerdeführerin demnach nicht gelungen ist, darzutun, inwiefern die angefochtene Verfügung Bundesrecht verletzt, den recht s- erheblichen Sachverhalt unrichtig oder unvollständig feststellt oder una n- gemessen ist (Art. 106 Abs. 1 AsylG), weshalb die Beschwerde abzuwe i- sen ist, dass bei diesem Ausgang des Verfahrens die Kosten von Fr. 600.– (Art. 1 - 3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VG KE, SR 173.320.2]) der Beschwerdeführerin aufzuerlegen sind (Art. 63 Abs. 1 VwVG), dass die Verfahrenskosten durch den am 5. Juli 2013 geleisteten Kosten- vorschuss in Höhe von Fr. 600.– gedeckt und mit diesem zu verrechnen sind. (Dispositiv nächste Seite) D-2873/2013 Seite 12 Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 2. Die Verfahrenskosten von Fr. 600. – werden der Beschwerdeführerin au f- erlegt. Diese sind durch den geleisteten Kostenvorschuss in selber Höhe gedeckt und werden mit diesem verrechnet. 3. Dieses Urteil geht an die Beschwerdeführerin, das BFM und die zustä n- dige kantonale Behörde. Der Einzelrichter: Der Gerichtsschreiber: Walter Lang Philipp Reimann Versand: