<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: PB.2000.00008</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=105980&amp;W10_KEY=13013579&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>PB.2000.00008</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 31.01.2001</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">4. Abteilung/4. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Personalrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>vorzeitige Entlassung</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Bei Unzumutbarkeit der Weiterführung infolge Vertrauensverlust kann das Dienstverhältnis vor Ablauf der Amtsdauer aufgelöst werden (E. 4 + 5). Nicht jede administrative Entlassung ist i.S.v. Art. 12 KV unverschuldet. Dies gilt nur, falls der Grund für die vorzeitige Entlassung nicht dem Beamten zuzurechnen ist. I.c. sind die Voraussetzungen für eine Entschädigung nicht gegeben (E. 6). Die Mitwirkungspflicht relativiert die Untersuchungspflicht der Behörde. Der inhaltliche Umfang und die Rechtsfolgen im Falle der Nichterfüllung müssen dem Verpflichteten mitgeteilt werden. I.c. Verletzung der Untersuchungspflicht. Rückweisung an die Bg. Teilweise Gutheissung. </b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ADMINISTRATIV">ADMINISTRATIV</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: Ãffentliches Dienstrecht ST: BEENDIGUNG DES DIENSTVERHÃLTNISSES">BEENDIGUNG DES DIENSTVERHÃLTNISSES</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ENTLASSUNG">ENTLASSUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ENTSCHÃDIGUNG">ENTSCHÃDIGUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: MITWIRKUNGSPFLICHT">MITWIRKUNGSPFLICHT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: UNTERSUCHUNGSMAXIME">UNTERSUCHUNGSMAXIME</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: UNZUMUTBARKEIT">UNZUMUTBARKEIT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: WICHTIGER GRUND">WICHTIGER GRUND</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade">Art. 12 KV</span><br/><span class="gerade">§ 74 lit. I VRG</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 4 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><a id="Text2"><span>I. Am 11. September 1997 beschloss der Gemeinderat X, A frist­los vorzeitig aus dem Amt des Gemeindeschreibers zu entlassen, mit Wirkung vom auf die Zustellung die­ses Beschlusses folgenden Tag an; ferner wurde festgelegt, dass dem Ge­nann­ten Sitzungs­gelder und KilometerentschÃ¤digungen 1997 von insgesamt Fr. 1'949.- ver­gÃ¼tet werden; auf die weiteren Begehren betreffend EntschÃ¤digungen der Ãberstunden wur­de im Beschluss vom 11. September 1997 nicht eingetreten. </span></a></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Gegen diesen Beschluss reichte A einerseits beim Verwaltungsge­richt des Kantons ZÃ¼rich einen Disziplinarrekurs (AR.1997.0004) und andererseits beim Bezirksrat einen Rekurs ein. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Das Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich trat mit Beschluss vom 4. MÃ¤rz 1998 auf den Disziplinarrekurs nicht ein, weil von einer administrativ begrÃ¼ndeten Entlassung auszugehen sei. Dieser Beschluss ist unangefochten in Rechtskraft erwachsen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>In der Folge nahm der Bezirksrat das mit VerfÃ¼gung vom 3. Oktober 1997 sistierte Verfahren wieder auf (VerfÃ¼gung vom 31. MÃ¤rz 1998). Mit Beschluss vom 25. Februar 2000 hiess der Bezirksrat den Rekurs teilweise gut und verpflichtete den Re­kursgegner, den aus­stehenden Lohn (inkl. Anteil 13. Monatslohn) bis 31. Dezember 1997 auszurichten; im Ãbrigen wurde der Rekurs abgewiesen. Der Rekursgegner wurde zudem verpflichtet, dem Rekurrent eine reduzierte ParteientschÃ¤digung von Fr. 1'500.- (einschliess­lich Mehrwert­steuer) zu bezahlen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>II. Mit Schreiben vom 27. April 2000 liess A gegen den genannten Beschluss des Bezirksrats Beschwerde erheben. Es wurde beantragt, dem Be­schwerdefÃ¼hrer den ausste­henden Lohn bis zum 30. Juni 1998, eventualiter bis zum 31. MÃ¤rz 1998, auszurichten; sodann sei die Beschwerdegegnerin anzuweisen, auf die Ãberstundenforderung einzutre­ten; schliesslich sei dem BeschwerdefÃ¼hrer fÃ¼r das bezirks­rÃ¤tliche Rekursverfahren eine ProzessentschÃ¤digung von mindestens Fr. 4'000.- zu bezah­len. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Zur BegrÃ¼ndung wurde im Wesentlichen vorgebracht, die Ursachen fÃ¼r den Ver­trauensschwund zwischen dem BeschwerdefÃ¼hrer und der Beschwerdegegnerin lÃ¤gen nicht in der Person des BeschwerdefÃ¼hrers; bei der anzunehmenden unverschuldeten administra­tiven Entlassung mÃ¼sse eine Besoldungsnachzahlung bis zum Ende der Amtsperiode und mithin bis 30. Juni 1998 erfolgen. Was das Begehren um EntschÃ¤digung der Ãberstunden, auf welches bisher nicht eingetreten wurde, betrifft, hÃ¤lt der BeschwerdefÃ¼hrer dafÃ¼r, dass eine ausreichende Substanziierung erfolgt sei. Zur HÃ¶he der im Verfahren vor dem Be­zirks­rat zugesprochenen ParteientschÃ¤digung wird vorgebracht, diese erscheine angesichts des offenkundigen erheblichen Aufwandes als unangemessen tief. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Der Bezirksrat Winterthur beantragte am 30. Mai 2000, die Beschwerde sei abzu­weisen, wobei er auf die ErwÃ¤gungen im angefochtenen Entscheid verwies. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Nach zweifach erstreckter Frist ging die Beschwerdeantwort der Beschwerdegegne­rin am 1. September 2000 ein. Es wurde beantragt, die Beschwerde abzuweisen. Zur Be­grÃ¼ndung wurde im Wesentlichen vorgebracht, es wÃ¤re eine fristlose vorzeitige admini­strative Entlassung verhÃ¤ltnismÃ¤ssig gewesen; der BeschwerdefÃ¼hrer habe das in ihn ge­setzte Vertrauen gebrochen. Zur beantragten Abgeltung der Ãberstunden wird vermerkt, es fehle eine ausreichende Substantiierung, wobei auf das in der Beschwerde vom 27. April 2000 erstmals erwÃ¤hnte Begehren betreffend BerÃ¼cksichtigung des Ferienguthabens ohne­hin nicht eingetreten werden kÃ¶nne. Was die HÃ¶he der im Verfahren vor Bezirksrat zuge­sprochenen ParteientschÃ¤digung betrifft, hÃ¤lt die Beschwerdegegnerin dafÃ¼r, der Be­schwerdefÃ¼hrer sei zu weit mehr als zwei Dritteln unterlegen. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Das Verwaltungsgericht zieht in ErwÃ¤gung:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>1. Der angefochtene Rekursentscheid betrifft eine personalrechtliche Anordnung. Das Verwaltungsgericht ist gemÃ¤ss § 74 Abs. 1 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 (in der Fassung vom 8. Juni 1997; VRG) zur Behandlung der Beschwerde zu­stÃ¤ndig. Angesichts des Fr. 20'000.- Ã¼bersteigenden Streitwerts erfolgt die GeschÃ¤ftser­ledigung gemÃ¤ss § 38 Abs. 2 VRG durch die Kammer.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>2. Gegen den Beschluss des Bezirksrates vom 25. Februar 2000 reichte auch die Gemeinde X Beschwerde ein, welche im Verfahren PB.2000.00009 beurteilt wird.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>3. § 10 Abs. 2 der ab 1. Januar 1990 in Kraft stehenden Besoldungs-Verordnung der Gemeinde X legt fest, dass die WahlbehÃ¶rde das DienstverhÃ¤ltnis aus wichtigen GrÃ¼nden vor Ablauf der Amtsdauer auf drei Monate hin auflÃ¶sen oder sofort aufheben kann. Ge­mÃ¤ss § 10 Abs. 3 derselben Bestimmung gilt als wichtiger Grund jeder Umstand, bei des­sen Vorhandensein der WahlbehÃ¶rde nach Treu und Glauben die Fortsetzung des Dienst­verhÃ¤ltnisses nicht zugemutet werden kann.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Damit greift die genannte Bestimmung dasjenige Kriterium auf, welches generell herangezogen wird, wenn die ausserordentliche Beendigung Ã¶ffentlichrechtlicher Dienst­verhÃ¤ltnisse zu beurteilen ist (vgl. Peter HÃ¤nni, Beendigung Ã¶ffentlicher DienstverhÃ¤ltnisse, in: Stellenwechsel und Entlassung, Hrsg. Thomas Geiser/Peter MÃ¼nch, Basel/Frankfurt a.M. 1997, N. 6.32 f.). Ein wichtiger Grund kann vorliegen, wenn die angestellte Person ungenÃ¼gende Leistungen erbringt oder durch ihr Verhalten das Arbeitsklima erheblich stÃ¶rt (HÃ¤nni, a.a.O., N. 6.34). Nach der Rechtsprechung muss es sich um sachliche GrÃ¼nde han­deln, wozu beispielsweise gesundheitliche Probleme oder fachliches UnvermÃ¶gen sowie Verhaltensweisen, welche die VertrauenswÃ¼rdigkeit beeintrÃ¤chtigen, gehÃ¶ren (RB 1999 Nr. 163). </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Angesichts der inhaltlichen Offenheit und Unbestimmtheit des Kriteriums des wich­tigen Grundes steht den VerwaltungsbehÃ¶rden beim Entscheid Ã¼ber die KÃ¼ndigung ein grosser Ermessens- und Beurteilungsspielraum zu, der durch das Verwaltungsgericht auf­grund seiner geringeren SachnÃ¤he und der ihm auferlegten institutionell-funktionellen Schranken zu respektieren ist (RB 1999 Nr. 163, S. 320). </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>4. Der BeschwerdefÃ¼hrer bestreitet den zwischen ihm und der Beschwerdegegne­rin eingetretenen Vertrauensschwund nicht (act. --). Zu beurteilen ist vielmehr, ob der Vertrau­ensschwund ein derartiges Ausmass erreicht hat, dass â gemÃ¤ss § 10 Abs. 3 der Besol­dungs-Verordnung â eine Fortsetzung des DienstverhÃ¤ltnisses nach Treu und Glau­ben nicht zugemutet werden kann.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>5. Diese Frage ist â in Ãbereinstimmung mit dem angefochtenen vorinstanzlichen Beschluss â zu bejahen. Ins Gewicht fÃ¤llt zunÃ¤chst, dass im vorliegenden Fall bereits we­nige Monate nach dem Antritt des WahlverhÃ¤ltnisses per 1. August 1996 ernsthafte Un­stimmigkeiten auftraten. Nach Darstellung des BeschwerdefÃ¼hrers nahmen die Spannungen ab Beginn 1997 zu, worÃ¼ber sich die Parteien einig sind. Als Folge dieser Spannungen kam es â gemÃ¤ss Darstellung des BeschwerdefÃ¼hrers selbst â zu stÃ¤ndigen Personalwechseln und damit zu neuen unerledigten Pendenzen (act. --). Am 5. Juni 1996 erschien sodann in der Zeitung "......" ein Zeitungsartikel, worin der BeschwerdefÃ¼hrer mitteilen liess, er werde "definitiv auch gehen â fraglich ist nur noch der Zeitpunkt" (act. --). FÃ¼r den Ge­meinderat stand somit im Zeitpunkt des Erscheinens des genannten Artikels fest, dass nach den bereits eingetroffenen KÃ¼ndigungen der Zivilstandsbeamtin sowie der SteuersekretÃ¤rin (vgl. die entsprechende Angabe in act. --) auch der BeschwerdefÃ¼hrer â und zwar "defini­tiv" â das DienstverhÃ¤ltnis beenden wÃ¼rde.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Unter diesen UmstÃ¤nden und unter BerÃ¼cksichtigung der bereits seit mehreren Mo­naten bestehenden erheblichen Spannungen kann es keinem Zweifel unterliegen, dass es (auch) der Beschwerdegegnerin nicht mehr zugemutet werden konnte, das DienstverhÃ¤ltnis bis zum Ablauf der Amtsdauer weiterzufÃ¼hren. Denn die Aussage des BeschwerdefÃ¼hrers, er werde "definitiv auch gehen", belegte, dass mit der BewÃ¤ltigung der massiven personel­len Probleme in der Gemeindeverwaltung auch in Zukunft nicht gerechnet werden konnte. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Es kommt hinzu, dass im genannten Zeitungsartikel vom BeschwerdefÃ¼hrer selbst festgestellt wird, dass Verwaltung und BehÃ¶rden nicht "am gleichen Strick" ziehen, dass die Chancen einer Stellenbesetzung "immer schlechter" werden und dass der Beschwerde­fÃ¼hrer der Argumentation des Gemeinderates betreffend Personalaufstockung "misstraut".</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Unter diesen UmstÃ¤nden kann der vorinstanzliche Entscheid, wonach ein wichtiger Grund fÃ¼r die AuflÃ¶sung des DienstverhÃ¤ltnisses besteht, nicht beanstandet werden. Die Beschwerdegegnerin war somit berechtigt, durch schriftliche Voranzeige das Dienstver­hÃ¤ltnis auf drei Monate hin aufzulÃ¶sen, wie dies in § 10 Abs. 1 der Besoldungs-Verord­nung festgehalten ist. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>6. Eine weitere Frage stellt dar, ob der BeschwerdefÃ¼hrer gestÃ¼tzt auf â den zum Zeitpunkt der KÃ¼ndigung noch in Kraft stehenden â Art. 12 der Verfassung des eidgenÃ¶ssi­schen Standes ZÃ¼rich (vom 18. April 1869; KV) einen EntschÃ¤digungsanspruch geltend ma­chen kann. Nach dieser Bestimmung hat ein Beamter, welcher seiner Stelle innerhalb der Amtsdauer und ohne persÃ¶nliches Verschulden enthoben wird, Anspruch auf volle Ent­schÃ¤digung. Nach der Rechtsprechung sind die Voraussetzungen fÃ¼r die EntschÃ¤digung eher eng zu verstehen. Entsprechend ist nicht jede administrative Entlassung als unver­schuldet im Sinne von Art. 12 KV betrachtet worden. Es wurden dabei zwei Kategorien administrativer Entlassung unterschieden, nÃ¤mlich solche mit einem (zwar nur untergeord­neten) und solche ohne Verschulden. Eine EntschÃ¤digung nach Art. 12 KV ist nur geschul­det, wenn die vorzeitige Entlassung des Beamten auf GrÃ¼nde zurÃ¼ckzufÃ¼hren ist, die nicht ihm selbst zuzurechnen sind, so beispielsweise bei ArbeitsrÃ¼ckgang oder Umstrukturierun­gen. Umgekehrt besteht ein EntschÃ¤digungsanspruch nach Art. 12 KV immer dann nicht, wenn der Beamte oder die Beamtin die â rechtmÃ¤ssig erfolgte â Entlassung durch Eigen­schaften oder ein Verhalten verursacht hat, die ihm oder ihr zuzurechnen sind, und zwar unabhÃ¤ngig davon, ob daraus ein Vorwurf gemacht werden kann (vgl. RB 1997 Nr. 20, S. 56 f.). </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Im vorliegenden Fall sind die (engen) Voraussetzungen zur Zusprache einer Ent­schÃ¤digung nach Art. 12 KV nicht erfÃ¼llt. Massgebend ins Gewicht fÃ¤llt, dass der Be­schwerdefÃ¼hrer â nachdem KÃ¼ndigungen von zwei Mitarbeiterinnen erfolgten â unmittel­bar bekanntgab, auch er werde "definitiv" das DienstverhÃ¤ltnis aufgeben. Unter diesen UmstÃ¤nden und angesichts der dem BeschwerdefÃ¼hrer bekannten grossen Schwierigkeit, die offenen Stellen zu besetzen, kann keine Rede davon sein, dass die â rechtmÃ¤ssig er­folgte â Entlassung auf nicht ihm selbst zuzurechnende GrÃ¼nde zurÃ¼ckzufÃ¼hren ist.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>7. Damit ergibt sich, dass der vorinstanzliche Beschluss insoweit nicht beanstan­det werden kann, als er dem BeschwerdefÃ¼hrer einen Lohnanspruch Ã¼ber den 31. Dezem­ber 1997 hinaus versagt. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>8. Die vorliegende Beschwerde richtet sich sodann dagegen, dass der Entscheid der Beschwerdegegnerin, auf die Begehren betreffend ÃberstundenentschÃ¤digung 1996 und 1997 nicht einzutreten, nicht beanstandet wurde und mithin diesbezÃ¼glich eine Abwei­sung erfolgte.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>a) Im Beschluss der Beschwerdegegnerin vom 11. September 1997 wird ausgefÃ¼hrt, die ÃberstundenentschÃ¤digung des BeschwerdefÃ¼hrers sei "in keiner Weise nÃ¤her dargetan, geschweige denn bewiesen worden". Die Beschwerdegegnerin vermerkte, dass zur Zeit nicht auf das Begehren betreffend ÃberstundenentschÃ¤digungen 1996 und 1997 eingetreten werde, weil der BeschwerdefÃ¼hrer diese in keiner Wiese nÃ¤her dargetan, geschweige denn bewiesen habe (act. --).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) Im Rahmen des Verwaltungsverfahrens gilt der Untersuchungsgrundsatz (§ 7 Abs. 1 VRG). Die amtliche Untersuchung muss den Sachverhalt grundsÃ¤tzlich in jeder Beziehung umfassend klÃ¤ren. Andernfalls liegt eine Verletzung der Untersuchungspflicht vor (KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl § 7 N. 7). </span>Die im Verwaltungsverfahren grundsÃ¤tzlich geltende Unter­suchungsmaxime wird durch die Mitwirkungspflicht der Parteien relativiert, welche na­mentlich insoweit greift, als eine Partei das Verfahren durch eigenes Begehren eingelei­tet hat oder darin eigene Rechte geltend macht (§ 7 Abs. 2 lit. a VRG). Nach der bundesge­richtlichen Rechtsprechung bezieht sich die Mitwirkungspflicht naturgemÃ¤ss auf solche Tatsachen, die eine Partei besser kennt als die BehÃ¶rde und die von der BehÃ¶rde ohne Mitwirkung der gesuchstellenden Person gar nicht oder nur mit unverhÃ¤ltnismÃ¤ssigem Aufwand erhoben werden kÃ¶nnen.</p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1">Die Mitwirkungspflicht ist dem Verpflichteten von der BehÃ¶rde anzuzeigen. Die AufklÃ¤rungspflicht umfasst den inhaltlichen Umfang der von ihm erwarteten Mitwirkung und die Rechtsfolgen im Falle der NichterfÃ¼llung (KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 7 N. 56 und 63). Die VerwaltungsbehÃ¶rde wÃ¼rdigt das Ergebnis der eigenen Untersu­chung und der Mitwir­kung der verfahrensbeteiligten Partei frei (§ 7 Abs. 4 VRG). Anzu­streben ist eine materiell richtige Entscheidung, unter Wertung der Sachverhaltsermittlung nach Massgabe der ge­samten UmstÃ¤nde, entsprechend dem Gewicht der vorliegenden Be­weise, was nicht mit freiem Ermessen zu verwechseln ist (KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 7 N. 75 f. ). </p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>c) Der BeschwerdefÃ¼hrer hat der Gemeinde seine Abrechnungen bezÃ¼glich der strittigen Ãberstunden eingereicht und bereits vor Bezirksrat â neben einem Akteneditions­begehren â geltend gemacht, dass er keine weiteren Belege einreichen kÃ¶nne, da sich diese im Besitz der KlÃ¤gerin befÃ¤nden (act. --). Der Besitz der Ãberstundenab­rechnungen durch die Beschwerdegegnerin wird zudem von einer weiteren ehemaligen Arbeitnehmerin be­stÃ¤tigt (act. --). Die Beschwerdegegnerin hat vom BeschwerdefÃ¼h­rer verlangt, die Ãber­stunden weiter zu substanziieren. Die Beschwerdegegnerin verkennt dabei, dass fÃ¼r sie die Untersuchungspflicht gilt und sie der AufklÃ¤rungspflicht untersteht. Sie hÃ¤tte den Umfang der Mitwirkungspflicht des BeschwerdefÃ¼hrers genau zu bezeichnen und zudem alle Un­terlagen beizubringen gehabt, welche sich in ihrem Besitz befinden. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>d) Somit ist festzuhalten, dass die Beschwerdegegnerin ihre Untersuchungspflicht verletzt hat. Die Beschwerde ist insoweit teilweise gutzuheissen und unter Beilage der Ak­ten, an den Gemeinderat zurÃ¼ckzuweisen. Dieser hat Ã¼ber den Ãberstundenanspruch des BeschwerdefÃ¼hrers der Jahre 1996 und 1997 unter Beizug aller sich in seinem Besitz be­findenden Akten sowie unter genauer Bezeichnung des Umfangs der Mitwirkungspflicht des BeschwerdefÃ¼hrers zu entscheiden.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>9. ... </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="MsoNormal">DemgemÃ¤ss entscheidet das Verwaltungsgericht:</p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>1.<span> </span></span>In teilweiser Gutheissung der Beschwerde werden Dispositiv-Ziffer 2 des Beschlusses des Gemeinderats X vom 11. September 1997 und Ziff. 1 des Beschlusses des Be­zirks­rats vom 25. Februar 2000 mit Bezug auf die Ãberstundenforderung aufgehoben und wird die Sache im Sinn der ErwÃ¤gungen an den Gemeinderat X zu­rÃ¼ckgewiesen.<br/> <br/> Im Ãbrigen wird die Beschwerde abgewiesen.<br/> <br/> </p> <p class="Einzug2"><span>2.<span> </span></span>...<span><br/> <br/> <br/> </span></p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>