Verordnung vom 16. Januar 1985 über den Normalarbeitsvertrag für die Erzieher in Heimen und Internaten <?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><akomaNtoso xmlns="http://docs.oasis-open.org/legaldocml/ns/akn/3.0" xmlns:fedlex="http://fedlex.admin.ch/"><act name="publicLaw"><meta><identification source="#ch.bk"><FRBRWork><FRBRthis value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/1985/185_185_185/19850201/main-text"/><FRBRuri value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/1985/185_185_185/19850201"/><FRBRdate date="1985-02-01" name="jolux:dateEntryInForce"/><FRBRdate date="1985-01-16" name="jolux:dateDocument"/><FRBRdate date="1985-02-01" name="jolux:dateApplicability"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#publisher"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#rightsHolder"/><FRBRcountry value="CH"/><FRBRnumber value="221.215.324.1"/><FRBRname xml:lang="it" value="Ordinanza del 16 gennaio 1985 concernente un contratto normale di lavoro per gli educatori negli istituti e nei convitti" shortForm=""/><FRBRname xml:lang="de" value="Verordnung vom 16. Januar 1985 über den Normalarbeitsvertrag für die Erzieher in Heimen und Internaten" shortForm=""/><FRBRname xml:lang="fr" value="Ordonnance du 16 janvier 1985 établissant un contrat-type de travail pour les éducateurs employés dans des foyers et internats" shortForm=""/><FRBRauthoritative value="true"/></FRBRWork><FRBRExpression><FRBRthis value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/1985/185_185_185/19850201/de/main-text"/><FRBRuri value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/1985/185_185_185/19850201/de"/><FRBRdate date="1985-02-01" name="jolux:dateEntryInForce"/><FRBRdate date="1985-01-16" name="jolux:dateDocument"/><FRBRdate date="1985-02-01" name="jolux:dateApplicability"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#publisher"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#rightsHolder"/><FRBRlanguage language="de"/></FRBRExpression><FRBRManifestation><FRBRthis value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/1985/185_185_185/19850201/de/xml/main-text"/><FRBRuri value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/1985/185_185_185/19850201/de/xml"/><FRBRdate date="1985-02-01" name="jolux:dateEntryInForce"/><FRBRdate date="1985-01-16" name="jolux:dateDocument"/><FRBRdate date="1985-02-01" name="jolux:dateApplicability"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#publisher"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#rightsHolder"/><FRBRformat value="xml" fedlex:generator="2024-q4-rel-1.6.5"/></FRBRManifestation></identification><references source="#ch.bk"><TLCOrganization eId="ch.bk" href="https://fedlex.data.admin.ch/vocabulary/legal-institution/2" showAs="Bundeskanzlei"/><TLCRole eId="publisher" href="http://data.legilux.public.lu/resource/ontology/jolux#publisher" showAs="Editeur"/><TLCRole eId="rightsHolder" href="http://data.legilux.public.lu/resource/ontology/jolux#rightsHolder" showAs="Détenteur des droits"/><TLCReference name="language" href="http://publications.europa.eu/resource/authority/language/DEU" showAs="de"/><TLCReference name="format" href="https://fedlex.data.admin.ch/vocabulary/user-format/xml" showAs="xml"/></references></meta><preface><p><docNumber>221.215.324.1</docNumber></p><p><docTitle>Verordnung <br/>über den Normalarbeitsvertrag <br/>für die Erzieher in Heimen und Internaten</docTitle></p><p>vom 16. Januar 1985 (Stand am 1. Februar 1985)</p></preface><preamble><p>Der Schweizerische Bundesrat,</p><p>gestützt auf Artikel 359<i>a</i> des Obligationenrechts<authorialNote><p> <ref href="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/27/317_321_377" xmlns:data="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:data" xmlns:tmp="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:temp">SR <b>220</b></ref></p></authorialNote>,</p><p>verordnet:</p></preamble><body><section eId="sec_1"><num>1. Abschnitt: </num><heading>Geltungsbereich und Wirkung</heading><article eId="art_1"><num><b>Art. 1</b></num><heading>Geltungsbereich</heading><paragraph eId="art_1/para_1"><num>1</num><content><p> Dieser Normalarbeitsvertrag gilt in der ganzen Schweiz.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_1/para_2"><num>2</num><content><p> Der Normalarbeitsvertrag ist anwendbar auf die Arbeitsverhältnisse zwischen privaten Heimen und Internaten, die der Erziehung und Betreuung von Erziehungsschwierigen oder Behinderten dienen (Arbeitgeber), und den von ihnen beschäftigten Erziehern (Arbeitnehmer).</p></content></paragraph><paragraph eId="art_1/para_3"><num>3</num><content><p> Der Normalarbeitsvertrag ist nicht anwendbar auf Arbeitnehmer, die nicht mit Betreuungsaufgaben beschäftigt sind. Er gilt ebenfalls nicht für Personen geistlichen Standes und Angehörige von Ordens- und Mutterhäusern.</p></content></paragraph></article><article eId="art_2"><num><b>Art. 2</b></num><heading>Wirkungen</heading><paragraph eId="art_2/para"><content><p>Die Bestimmungen dieses Normalarbeitsvertrages gelten, sofern nichts anderes durch Einzel- oder Gesamtarbeitsvertrag verabredet ist.</p></content></paragraph></article></section><section eId="sec_2"><num>2. Abschnitt: </num><heading>Probezeit und Kündigung</heading><article eId="art_3"><num><b>Art. 3</b></num><heading>Probezeit</heading><paragraph eId="art_3/para"><content><p>Die ersten drei Monate nach Antritt der Stelle gelten als Probezeit, sofern das Arbeitsverhältnis nicht für eine feste Dauer von weniger als sechs Monaten vereinbart worden ist.</p></content></paragraph></article><article eId="art_4"><num><b>Art. 4</b></num><heading>Kündigung</heading><paragraph eId="art_4/para_1"><num>1</num><content><blockList><listIntroduction eId="art_4/para_1/listintro"> Das Arbeitsverhältnis kann von beiden Parteien wie folgt gekündigt werden:</listIntroduction><item eId="art_4/para_1/lbl_a"><num>a. </num><p>während der Probezeit auf das Ende der der Kündigung folgenden zweiten Woche;</p></item><item eId="art_4/para_1/lbl_b"><num>b. </num><p>nach Ablauf der Probezeit auf das Ende des der Kündigung folgenden dritten Monats.</p></item></blockList></content></paragraph><paragraph eId="art_4/para_2"><num>2</num><content><p> Die Kündigung hat schriftlich zu erfolgen.</p></content></paragraph></article></section><section eId="sec_3"><num>3. Abschnitt: </num><heading>Allgemeine Rechte und Pflichten</heading><article eId="art_5"><num><b>Art. 5</b></num><heading>Stellenbeschreibung</heading><paragraph eId="art_5/para"><content><p>Die Aufgaben des Arbeitnehmers sind in einer Stellenbeschreibung festzuhalten. Dem Arbeitnehmer ist der grösstmögliche Spielraum zu eigener Initiative und Verantwortung zu belassen, soweit dies mit der allgemeinen Ordnung in den Heimen vereinbar ist.</p></content></paragraph></article><article eId="art_6"><num><b>Art. 6</b></num><heading>Weiterbildung</heading><paragraph eId="art_6/para_1"><num>1</num><content><p> Der Arbeitgeber hat dem Arbeitnehmer die Möglichkeit zu geben, sich beruflich weiterzubilden. Er hat ihm zu diesem Zweck bezahlten Urlaub zu gewähren.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_6/para_2"><num>2</num><content><p> Der Arbeitgeber trägt die Kosten für Weiterbildungskurse, soweit sie im Interesse des Betriebes liegen.</p></content></paragraph></article><article eId="art_7"><num><b>Art. 7</b></num><heading>Verschwiegenheitspflicht, Verbot der Annahme von Geschenken</heading><paragraph eId="art_7/para_1"><num>1</num><content><p> Der Arbeitnehmer darf geheimzuhaltende Tatsachen, namentlich betreffend Krankheiten, Verhalten und persönliche Verhältnisse von betreuten Personen oder ihren Angehörigen, während und nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses nicht verwerten oder Dritten mitteilen.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_7/para_2"><num>2</num><content><p> Der Arbeitnehmer darf nicht für sich oder für andere Geschenke annehmen, sich versprechen lassen oder sonstige Vorteile beanspruchen, welche seine Unbefangenheit in der Berufsausübung in Frage stellen.</p></content></paragraph></article></section><section eId="sec_4"><num>4. Abschnitt: </num><heading>Arbeits- und Ruhezeit</heading><article eId="art_8"><num><b>Art. 8</b></num><heading>Arbeitszeit</heading><paragraph eId="art_8/para_1"><num>1</num><content><p> Die wöchentliche Arbeitszeit beträgt im Durchschnitt 45 Stunden. Sie darf 50 Stunden in der Woche nicht überschreiten, ausser wenn aus dringenden Gründen länger gearbeitet werden muss.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_8/para_2"><num>2</num><content><p> Die 45 Stunden überschreitende Arbeitszeit ist innert 14 Wochen durch Freizeit von gleicher Dauer auszugleichen. Ist in Ausnahmefällen ein Ausgleich nicht möglich, so ist sie mit einem Lohnzuschlag von mindestens 25 Prozent zu entschädigen.</p></content></paragraph></article><article eId="art_9"><num><b>Art. 9</b></num><heading>Nachtarbeit</heading><paragraph eId="art_9/para"><content><p>Der Arbeitnehmer darf in der Woche während höchstens dreier Nächte beschäftigt werden. Als Nacht gilt die Zeit zwischen 22 Uhr und 6 Uhr. Nachtarbeit ist zu einem Viertel durch Freizeit auszugleichen oder mit einem entsprechenden Lohnzuschlag abzugelten.</p></content></paragraph></article><article eId="art_10"><num><b>Art. 10</b></num><heading>Bereitschaftsdienst</heading><paragraph eId="art_10/para_1"><num>1</num><content><p> Die Zeit, in der sich der Arbeitnehmer innerhalb oder ausserhalb des Heimes zur Verfügung des Arbeitgebers halten muss, gilt als Arbeitszeit, soweit der Arbeitnehmer tatsächlich zur Arbeit herangezogen wird.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_10/para_2"><num>2</num><content><p> Arbeitgeber und Arbeitnehmer haben über den Ausgleich durch Freizeit oder die Abgeltung des Bereitschaftsdienstes eine Regelung zu treffen.</p></content></paragraph></article><article eId="art_11"><num><b>Art. 11</b></num><heading>Ruhezeit</heading><paragraph eId="art_11/para"><content><p>Die tägliche Ruhezeit beträgt zehn aufeinanderfolgende Stunden im Durchschnitt von zwei Wochen; sie darf nur in Ausnahmefällen weniger als acht Stunden innerhalb von 24 Stunden betragen.</p></content></paragraph></article></section><section eId="sec_5"><num>5. Abschnitt: </num><heading>Freizeit, Urlaub, Ferien</heading><article eId="art_12"><num><b>Art. 12</b></num><heading>Freizeit</heading><paragraph eId="art_12/para"><content><p>Dem Arbeitnehmer sind wöchentlich zwei arbeitsfreie Tage zu gewähren. Mindestens einmal im Monat haben diese auf einen Samstag und Sonntag zu fallen.</p></content></paragraph></article><article eId="art_13"><num><b>Art. 13</b></num><heading>Urlaub</heading><paragraph eId="art_13/para_1"><num>1</num><content><p> Nach dreijähriger Dienstzeit beim gleichen Arbeitgeber hat der Arbeitnehmer Anspruch auf einen bezahlten Urlaub von einem Monat und nach jeweils fünf weiteren Dienstjahren auf einen bezahlten Urlaub von je drei Monaten.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_13/para_2"><num>2</num><content><p> Der Arbeitgeber ist berechtigt, den auf diesen Urlaub entfallenden Lohn zurückzufordern, wenn der Arbeitnehmer die Stelle vor Ablauf eines Jahres seit dem Ende des Urlaubs verlässt.</p></content></paragraph></article><article eId="art_14"><num><b>Art. 14</b></num><heading>Urlaub bei Schwangerschaft und Niederkunft</heading><paragraph eId="art_14/para"><content><p>Bei Schwangerschaft und Niederkunft hat die Arbeitnehmerin Anspruch auf einen bezahlten Urlaub von insgesamt 16 Wochen. Artikel 19 bleibt für weitergehende Ansprüche vorbehalten.</p></content></paragraph></article><article eId="art_15"><num><b>Art. 15</b></num><heading>Ferien</heading><paragraph eId="art_15/para"><content><p>Der Arbeitnehmer hat Anspruch auf bezahlte Ferien von fünf Wochen im Jahr. Der Ferienanspruch erhöht sich auf sechs Wochen vom 40. Altersjahr an oder nach zehnjähriger Dienstzeit beim gleichen Arbeitgeber.</p></content></paragraph></article></section><section eId="sec_6"><num>6. Abschnitt: </num><heading>Lohn</heading><article eId="art_16"><num><b>Art. 16</b></num><heading>Lohn</heading><paragraph eId="art_16/para_1"><num>1</num><content><p> Der Lohn ist vor dem Stellenantritt zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer zu vereinbaren. Der Lohn hat dem Aufgabenbereich, der Ausbildung und der beruflichen Erfahrung des Arbeitnehmers zu entsprechen. Er ist jährlich im Hinblick auf die Dienstjahre des Arbeitnehmers sowie die Teuerung zu überprüfen.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_16/para_2"><num>2</num><content><p> Der Lohn ist monatlich auszuzahlen.</p></content></paragraph></article><article eId="art_17"><num><b>Art. 17</b></num><heading>Naturalleistungen</heading><paragraph eId="art_17/para_1"><num>1</num><content><p> Im Heim oder Internat wohnende Arbeitnehmer haben Anspruch auf angemessene Verpflegung, auf einwandfreie Unterkunft und auf Besorgung der Wäsche. Verheiratete Arbeitnehmer haben Anspruch auf eine der Familiengrösse entsprechende Wohnung.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_17/para_2"><num>2</num><content><p> Erbrachte Naturalleistungen darf der Arbeitgeber höchstens nach den Ansätzen der eidgenössischen Alters- und Hinterlassenenversicherung mit dem Lohn verrechnen.</p></content></paragraph></article><article eId="art_18"><num><b>Art. 18</b></num><heading>Kurzabsenzen</heading><paragraph eId="art_18/para"><content><p>Der Arbeitnehmer hat bei folgenden Ereignissen Anspruch auf bezahlte freie Tage, sofern diese auf einen Arbeitstag fallen:</p><table border="1"><tr><td><blockList><item><num><placeholder fedlex:message="E40S10-TAB">[tab]</placeholder></num><p>a.</p></item></blockList></td><td><p>bei eigener Heirat, Niederkunft der Ehegattin</p></td><td><p>2 Tage;</p></td></tr><tr><td><blockList><item><num><placeholder fedlex:message="E40S10-TAB">[tab]</placeholder></num><p>b.</p></item></blockList></td><td><p>bei Hochzeit eines Kindes</p></td><td><p>1 Tag;</p></td></tr><tr><td><blockList><item><num><placeholder fedlex:message="E40S10-TAB">[tab]</placeholder></num><p>c.</p></item></blockList></td><td><p>bei Tod des Ehegatten, eines Kindes, eines Elternteils</p></td><td><p>3 Tage;</p></td></tr><tr><td><blockList><item><num><placeholder fedlex:message="E40S10-TAB">[tab]</placeholder></num><p>d.</p></item></blockList></td><td><p>bei Tod von Geschwistern, Schwiegereltern, Schwägerin, Schwager</p></td><td><p>1 Tag;</p></td></tr><tr><td><blockList><item><num><placeholder fedlex:message="E40S10-TAB">[tab]</placeholder></num><p>e.</p></item></blockList></td><td><p>bei Wechsel der eigenen Wohnung</p></td><td><p>2 Tage.</p></td></tr></table></content></paragraph></article><article eId="art_19"><num><b>Art. 19</b></num><heading>Lohn bei Arbeitsverhinderung</heading><paragraph eId="art_19/para_1"><num>1</num><content><p> Wird der Arbeitnehmer aus Gründen, die in seiner Person liegen, wie Krankheit, Unfall, Erfüllung gesetzlicher Pflichten, ohne sein Verschulden an der Arbeitsleistung verhindert, so hat er, unter Vorbehalt von Artikel 20, innerhalb von zwölf Monaten Anspruch auf den Lohn während folgender Dauer:</p><table border="1"><tr><td><blockList><item><num><placeholder fedlex:message="E40S10-TAB">[tab]</placeholder></num><p>–</p></item></blockList></td><td><p>im ersten Dienstjahr </p></td><td><p>1 Monat,</p></td></tr><tr><td><blockList><item><num><placeholder fedlex:message="E40S10-TAB">[tab]</placeholder></num><p>–</p></item></blockList></td><td><p>im zweiten Dienstjahr</p></td><td><p>2 Monate,</p></td></tr><tr><td><blockList><item><num><placeholder fedlex:message="E40S10-TAB">[tab]</placeholder></num><p>–</p></item></blockList></td><td><p>im dritten und vierten Dienstjahr</p></td><td><p>3 Monate,</p></td></tr><tr><td><blockList><item><num><placeholder fedlex:message="E40S10-TAB">[tab]</placeholder></num><p>–</p></item></blockList></td><td><p>im fünften und sechsten Dienstjahr</p></td><td><p>4 Monate,</p></td></tr><tr><td><blockList><item><num><placeholder fedlex:message="E40S10-TAB">[tab]</placeholder></num><p>–</p></item></blockList></td><td><p>im siebten und achten Dienstjahr</p></td><td><p>5 Monate,</p></td></tr><tr><td><blockList><item><num><placeholder fedlex:message="E40S10-TAB">[tab]</placeholder></num><p>–</p></item></blockList></td><td><p>vom erfüllten achten Dienstjahr an</p></td><td><p>6 Monate.</p></td></tr></table></content></paragraph><paragraph eId="art_19/para_2"><num>2</num><content><p> Bei Schwangerschaft der Arbeitnehmerin hat der Arbeitgeber den Lohn im gleichen Umfang zu entrichten.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_19/para_3"><num>3</num><content><p> Der Arbeitgeber darf das von einer Lohnausfallversicherung ausbezahlte Taggeld von dem nach den Absätzen 1 und 2 zu zahlenden Lohn abziehen.</p></content></paragraph></article><article eId="art_20"><num><b>Art. 20</b></num><heading>Lohn bei Militär- und Zivilschutzdienst</heading><paragraph eId="art_20/para_1"><num>1</num><content><p> Bei obligatorischem Militär- und Zivilschutzdienst des Arbeitnehmers hat der Arbeitgeber für die ersten zwei Monate der Dienstleistung den vollen Lohn zu entrichten. Für die folgende Zeit beträgt der Lohnanspruch für ledige Arbeitnehmer ohne Unterstützungspflicht 60 Prozent, für verheiratete Arbeitnehmer und ledige Arbeitnehmer mit Unterstützungspflicht 80 Prozent des Lohnes.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_20/para_2"><num>2</num><content><p> Die Leistungen der Erwerbsersatzordnung kommen dem Arbeitgeber zu.</p></content></paragraph></article></section><section eId="sec_7"><num>7. Abschnitt: </num><heading>Ärztliche Untersuchung, Versicherungen</heading><article eId="art_21"><num><b>Art. 21</b></num><heading>Ärztliche Untersuchung</heading><paragraph eId="art_21/para_1"><num>1</num><content><p> Der Arbeitnehmer hat sich beim Stellenantritt und nachher alle zwei Jahre ärztlich untersuchen zu lassen. Die Untersuchung hat auch eine Schirmbild- oder Lungenaufnahme zu umfassen.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_21/para_2"><num>2</num><content><p> Die Kosten dieser Untersuchung gehen zu Lasten des Arbeitgebers.</p></content></paragraph></article><article eId="art_22"><num><b>Art. 22</b></num><heading>Krankenversicherung</heading><paragraph eId="art_22/para_1"><num>1</num><content><p> Der Arbeitnehmer hat sich gegen Krankheit zu versichern.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_22/para_2"><num>2</num><content><p> Die Versicherung hat mindestens Krankenpflege und Krankengeld im Sinne der Bundesgesetzgebung über die Krankenversicherung zu umfassen.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_22/para_3"><num>3</num><content><p> Die Prämien sind von Arbeitgeber und Arbeitnehmer je zur Hälfte zu tragen.</p></content></paragraph></article><article eId="art_23"><num><b>Art. 23</b></num><heading>Berufshaftpflichtversicherung</heading><paragraph eId="art_23/para"><content><p>Der Arbeitgeber hat zugunsten des Arbeitnehmers eine Berufshaftpflichtversicherung abzuschliessen.</p></content></paragraph></article></section><section eId="sec_8"><num>8. Abschnitt: </num><heading>Schlussbestimmungen</heading><article eId="art_24"><num><b>Art. 24</b></num><heading>Aufhebung bisherigen Rechts</heading><paragraph eId="art_24/para"><content><p>Der Bundesratsbeschluss vom 11. Juni 1970<authorialNote><p> [<ref href="https://fedlex.data.admin.ch/eli/oc/1970/737_738_738" xmlns:data="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:data" xmlns:tmp="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:temp">AS <b>1970</b> 737</ref>, <ref href="https://fedlex.data.admin.ch/eli/oc/1973/337_335_337" xmlns:data="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:data" xmlns:tmp="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:temp"><b>1973</b> 337 </ref>Ziff. I 1]</p></authorialNote> über den Normalarbeitsvertrag für das Erziehungspersonal von Heimen und Internaten wird aufgehoben.</p></content></paragraph></article><article eId="art_25"><num><b>Art. 25</b></num><heading>Inkrafttreten</heading><paragraph eId="art_25/para"><content><p>Diese Verordnung tritt am 1. Februar 1985 in Kraft.</p></content></paragraph></article></section></body></act></akomaNtoso>