<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="content"> <div class="para"> </div> <div class="para">Bundesgericht </div> <div class="para">Tribunal fédéral </div> <div class="para">Tribunale federale </div> <div class="para">Tribunal federal </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <img height="74" src="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/clir/http/displayimage.php?id=2021-11-11-4A_454-2021.1&amp;type=gif" width="95"/> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>4A_454/2021</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>Urteil vom 11. November 2021</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>I. zivilrechtliche Abteilung</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Besetzung </div> <div class="para">Bundesrichterin Kiss, präsidierendes Mitglied, </div> <div class="para">Gerichtsschreiber Stähle. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Verfahrensbeteiligte </div> <div class="para">A.________, </div> <div class="para">Beschwerdeführerin, </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <i>gegen</i> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">B.________ AG, </div> <div class="para">Beschwerdegegnerin. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Gegenstand </div> <div class="para">Mietrecht, </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Beschwerde gegen den Entscheid des Obergerichts </div> <div class="para">des Kantons Aargau, Zivilgericht, 4. Kammer, </div> <div class="para">vom 4. August 2021 (ZVE.2021.30). </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>Erwägungen:</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>1.</b> </div> <div class="para">Der Präsident des Bezirksgerichts Zofingen schrieb mit Entscheid vom 30. April 2021 ein zwischen A.________ (Klägerin, Beschwerdeführerin) und der B.________ AG (Beklagte, Beschwerdegegnerin) geführtes mietrechtliches Verfahren als durch Vereinbarung erledigt ab. Die Entscheidgebühr auferlegte er den Parteien je zur Hälfte. Der Anteil von A.________ wurde infolge Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege einstweilen auf die Kasse des Kantons genommen. </div> <div class="para">Die dagegen erhobene Beschwerde wies das Obergericht das Kantons Aargau mit Entscheid vom 4. August 2021 ab, soweit es darauf eintrat. </div> <div class="para">A.________ hat mit Eingabe vom 14. September 2021 an das Bundesgericht erklärt, diesen Entscheid mit Beschwerde anzufechten. Sie stellte zahlreiche materielle Begehren; in prozessualer Hinsicht beantragte sie, der Beschwerde die aufschiebende Wirkung zu erteilen, "sichernde Massnahmen" anzuordnen und ihr die unentgeltliche Rechtspflege zu gewähren, "unter der Möglichkeit des Beizugs eines Rechtsvertreters". Bis zum Entscheid "darüber" seien die "Verfahren" zu sistieren. </div> <div class="para">Mit Präsidialverfügung vom 21. September 2021 wurde das Gesuch um Gewährung der aufschiebenden Wirkung zufolge Aussichtslosigkeit der Beschwerde abgewiesen. </div> <div class="para">Es wurden keine Vernehmlassungen eingeholt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>2.</b> </div> <div class="para">Der Entscheid des Bezirksgerichtspräsidenten vom 30. April 2021 stellt ebenso wenig wie andere Verfahren, die "vom vorliegenden Beschwerdeverfahren" "betroffen" sind, ein gültiges Anfechtungsobjekt der Beschwerde an das Bundesgericht dar (vgl. <span class="artref">Art. 75 BGG</span>). Die Beschwerde ist von vornherein unzulässig, soweit sie sich nicht gegen den obergerichtlichen Entscheid vom 4. August 2021 richtet. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>3.</b> </div> <div class="para">Der Streitwert erreicht nach der Feststellung der Vorinstanz den Mindestbetrag von Fr. 15'000.-- gemäss <span class="artref">Art. 74 Abs. 1 lit. a BGG</span> nicht. Unter diesen Umständen ist die Beschwerde in Zivilsachen nach <span class="artref">Art. 74 Abs. 2 lit. a BGG</span> dennoch zulässig, wenn sich eine Rechtsfrage von grundsätzlicher Bedeutung stellt. Dies ist von der beschwerdeführenden Partei aufzuzeigen (<span class="artref">Art. 42 Abs. 2 Satz 2 BGG</span>; <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=33&amp;from_date=07.11.2021&amp;to_date=26.11.2021&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F136-II-489%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page489">BGE 136 II 489</a> E. 2.6; <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=33&amp;from_date=07.11.2021&amp;to_date=26.11.2021&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F133-III-439%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page439">133 III 439</a> E. 2.2.2.1, 645 E. 2.4 S. 648). </div> <div class="para">Die Beschwerdeführerin behauptet zwar in verschiedenen Zusammenhängen, es stelle sich eine Rechtsfrage "von bedeutendem Interesse" beziehungsweise "von grundsätzlicher Bedeutung". Sie legt aber offensichtlich nicht hinreichend dar, inwiefern im vorliegenden Fall die Voraussetzungen von Art. 42 Abs. 2 Satz. 2 BGG erfüllt sein sollten. </div> <div class="para">Die Beschwerde in Zivilsachen ist nicht zulässig. Es steht einzig die subsidiäre Verfassungsbeschwerde im Sinne der <span class="artref"><artref id="CH/173.110/113" type="start"></artref>Art. 113-119 BGG</span><artref id="CH/173.110/119" type="end"></artref> offen. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>4.</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>4.1.</b> Mit der Verfassungsbeschwerde kann die Verletzung von verfassungsmässigen Rechten gerügt werden (<span class="artref">Art. 116 BGG</span>). Diesbezüglich gilt eine qualifizierte Rügepflicht. Die Verletzung von Grundrechten prüft das Bundesgericht nicht von Amtes wegen, sondern nur insofern, als eine solche Rüge in der Beschwerde vorgebracht und begründet worden ist (Art. 117 in Verbindung mit <span class="artref">Art. 106 Abs. 2 BGG</span>). Dies bedeutet, dass klar und detailliert anhand der Erwägungen des angefochtenen Entscheids darzulegen ist, inwiefern verfassungsmässige Rechte verletzt worden sein sollen (<a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=33&amp;from_date=07.11.2021&amp;to_date=26.11.2021&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F135-III-232%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page232">BGE 135 III 232</a> E. 1.2<span class="artref">; <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=33&amp;from_date=07.11.2021&amp;to_date=26.11.2021&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F134-I-83%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page83">134 I 83</a></span> E. 3.2; je mit weiteren Hinweisen). </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>4.2.</b> Wohl kritisiert die Beschwerdeführerin eine "Reihe von Rechtsverletzungen", darunter von "Rechten nach EMRK" (etwa: "Privat- und Familienleben") und der Bundesverfassung (etwa: "Schutz vor Willkür", "Anspruch auf rechtliches Gehör", "gleiche und gerechte Behandlung", "Rechtsverzögerung" und "Rechtsverweigerung", "unabhängiges und unparteiisches Gericht"). Sie unterlässt es aber, unter nachvollziehbarer Auseinandersetzung mit den als rechtsfehlerhaft erachteten vorinstanzlichen Erwägungen in einer den dargelegten (erhöhten) Begründungsanforderungen genügenden Weise darzulegen, in welcher Hinsicht verfassungsmässige Rechte verletzt sein sollen. Die Beschwerde enthält somit offensichtlich keine hinreichende Begründung. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>5.</b> </div> <div class="para">Folglich ist auf die Beschwerde im vereinfachten Verfahren gemäss <span class="artref">Art. 108 Abs. 1 lit. a und lit. b BGG</span> in Verbindung mit <span class="artref">Art. 117 BGG</span> nicht einzutreten. </div> <div class="para">Mit dem Entscheid in der Sache wird das Gesuch um Anordnung von "sichernde[n] Massnahmen" gegenstandslos. Dasselbe gilt für das Begehren um Sistierung des Verfahrens, sollte die Beschwerdeführerin damit den vorliegenden bundesgerichtlichen Prozess gemeint haben. </div> <div class="para">Die Beschwerdeführerin hat die Beschwerde unmittelbar vor Ablauf der Beschwerdefrist eingereicht. Damit besteht keine Möglichkeit, dass sie zur Verbesserung der Beschwerdeschrift fristgerecht einen Rechtsbeistand beiziehen kann (vgl. <span class="artref">Art. 47 Abs. 1 BGG</span> und <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=33&amp;from_date=07.11.2021&amp;to_date=26.11.2021&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F134-II-244%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page244">BGE 134 II 244</a> E. 2.4). Das Gesuch um unentgeltliche Verbeiständung für das Beschwerdeverfahren vor Bundesgericht ist deshalb, und weil in diesem keine weiteren prozessualen Schritte zu unternehmen sind, gegenstandslos. Im Übrigen ist das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege für das bundesgerichtliche Verfahren abzuweisen, weil die Beschwerde von vornherein aussichtslos war (siehe <span class="artref">Art. 64 Abs. 1 BGG</span>). Die Gerichtskosten sind gemäss <span class="artref">Art. 66 Abs. 1 BGG</span> der Beschwerdeführerin aufzuerlegen. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b> Demnach erkennt das präsidierende Mitglied:</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>1.</b> </div> <div class="para">Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>2.</b> </div> <div class="para">Das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege für das bundesgerichtliche Verfahren wird abgewiesen. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>3.</b> </div> <div class="para">Die Gerichtskosten von Fr. 300.-- werden der Beschwerdeführerin auferlegt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>4.</b> </div> <div class="para">Dieses Urteil wird den Parteien und dem Obergericht des Kantons Aargau, Zivilgericht, 4. Kammer, schriftlich mitgeteilt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Lausanne, 11. November 2021 </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Im Namen der I. zivilrechtlichen Abteilung </div> <div class="para">des Schweizerischen Bundesgerichts </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Das präsidierende Mitglied: Kiss </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Der Gerichtsschreiber: Stähle </div> </div></body></html>