<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2005.00071</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="https://vgrzh.djiktzh.ch/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=https://vgrzh.djiktzh.ch&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=205063&amp;W10_KEY=4467138&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2005.00071</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 12.05.2005</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">3. Abteilung/3. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Ãbriges Verwaltungsrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Verkehrsanordnung</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Verkehrsanordnung an der Sempacherstrasse in Zürich<br/>(2. Rechtsgang nach Rückweisung zur ergänzenden Untersuchung, VB.2003.00333)<br/><br/>Nicht einzutreten ist auf Begehren, mit denen der Streitgegenstand im Beschwerdeverfahren erweitert wird oder die aufsichtsrechtlichen Charakter haben (E. 1.2). Die ergänzende Untersuchung umfasste zunächst einen Augenschein im Beisein der Parteien und später eine Probefahrt mit einem Lastwagen zur Klärung der Zufahrtsverhältnisse ohne Anwesenheit der Beschwerdeführerin; diese Probefahrt war ursprünglich für den Augenscheinstermin vorgesehen, musste dann aber wegen Bauarbeiten verschoben werden. - Nicht unbedenklich ist, dass die Rekursbehörde die Durchführung der Probefahrt der Stadtpolizei "delegiert" hat und dabei nicht beteiligt war. Ein Verfahrensfehler liegt jedenfalls insofern vor, als die Probefahrt durchgeführt wurde, ohne der Beschwerdeführerin Gelegenheit zur Teilnahme einzuräumen. Unter den konkreten Umständen konnte dieser Mangel auch nicht geheilt werden (E. 2).<br/>Teilweise Gutheissung und erneute Rückweisung zur ergänzenden Untersuchung an die Rekursinstanz.</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: AUGENSCHEIN">AUGENSCHEIN</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: GEMEINDESTRASSE">GEMEINDESTRASSE</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: HEILUNG">HEILUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: RECHTLICHES GEHÃR">RECHTLICHES GEHÃR</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: SACHVERHALTSERMITTLUNG">SACHVERHALTSERMITTLUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsprozessrecht UR: Allgemeines ST: SACHVERHALTSFESTSTELLUNG">SACHVERHALTSFESTSTELLUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: Besonderes Verwaltungsrecht (ohne...) ST: VERKEHR (INKL. STRASSENRECHT, WANDERWEGE)">VERKEHR (INKL. STRASSENRECHT, WANDERWEGE)</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: VERKEHRSANORDNUNG">VERKEHRSANORDNUNG</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade">Art. 29 Abs. II BV</span><br/><span class="gerade">Art. 3 Abs. IV SVG</span><br/><span class="ungerade">§ 7 Abs. I VRG</span><br/><span class="gerade">§ 8 VRG</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 3 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Sachverhalt1"><b>I. </b> </p> <p class="Urteilstext">Die Sempacherstrasse in ZÃ¼rich zweigt nordwestlich der Burgwies von der Forchstrasse bergwÃ¤rts ab, kreuzt den Kapfsteig sowie die Hofackerstrasse und mÃ¼ndet beim Klusplatz in die Witikonerstrasse. Aufgrund einer VerfÃ¼gung des Polizeidepartements der Stadt ZÃ¼rich vom 10. Februar 1969 gilt auf der Sempacherstrasse ein Einbahnverkehrsregime, wonach der Verkehr von der Forchstrasse Richtung Kapfsteig, vom Kapfsteig Richtung Hofackerstrasse und von der Hofackerstrasse Richtung Klusplatz (das letztgenannte TeilstÃ¼ck fÃ¼r Motorwagen und MotorrÃ¤der nur fÃ¼r Zubringerdienst) gestattet ist. Mit VerfÃ¼gung vom 8. Februar 1999 ordnete das stÃ¤dtische Polizeidepartement eine Ãnderung des Verkehrsregimes auf der Sempacherstrasse an. Danach soll der Verkehr mit Fahrzeugen (ausgenommen FahrrÃ¤der und MotorfahrrÃ¤der) vom Kapfsteig in sÃ¼dÃ¶stliche Richtung zur Forchstrasse sowie vom Kapfsteig in nordwestliche Richtung zur Zufahrt bei der Liegenschaft Nr. 53 untersagt werden; damit wÃ¼rde der Abschnitt zwischen dieser Liegenschaftszufahrt und der Hofackerstrasse beidseitig befahrbar; das Einbahnverkehrsregime wÃ¼rde auf den Abschnitt zwischen Zufahrt zur Liegenschaft Nr. 53 und EinmÃ¼ndung in die Forchstrasse beschrÃ¤nkt; dies jedoch in zwei TeilstÃ¼cken mit gegenlÃ¤ufiger Ausrichtung auf den Kapfsteig, sodass in Richtung Hofackerstrasse kein Durchgangsverkehr mehr zugelassen wÃ¤re. FÃ¼r die Liegenschaft X wÃ¤re damit die Zufahrt mit Motorfahrzeugen und MotorrÃ¤dern nur noch von der Hofackerstrasse her mÃ¶glich, hingegen die Wegfahrt sowohl in nordwestlicher Richtung zur Hofackerstrasse wie auch in sÃ¼dÃ¶stlicher Richtung zum Kapfsteig und Ã¼ber diesen zur Forchstrasse.</p> <p class="Sachverhalt1"><b>II. </b> </p> <p class="Sachverhalt2"><b>A. </b>Gegen die am 11. Februar 1999 amtlich publizierte VerfÃ¼gung vom 8. Februar 1999 erhob unter anderen die D AG, die an der Sempacherstrasse einen GeschÃ¤ftsbetrieb fÃ¼hrt, am 26. Februar 1999 Einsprache, welche sie am 21. April 1999 ergÃ¤nzte. Der Stadtrat wies die Einsprache am 8. September 1999 ab, wobei er auf das erst am 21. April 1999 gestellte, als verspÃ¤tet gewÃ¼rdigte Begehren nicht eintrat. Den dagegen am 8. Oktober 1999 erhobenen Rekurs hiess der Statthalter des Bezirkes ZÃ¼rich am 22. Dezember 1999 gut, soweit er darauf eintrat; er wies die Sache zur weiteren Behandlung an den Stadtrat zurÃ¼ck. Dieser wies die Einsprache am 8. MÃ¤rz 2000 erneut ab. Den hiergegen am 12. April 2000 erhobenen Rekurs wies der Statthalter am 10. August 2000 ab, soweit er auf das Rechtsmittel eintrat und dieses nicht gegenstandslos geworden war. </p> <p class="Sachverhalt2"><b>B. </b>Die D AG zog den Rekursentscheid am 6. September 2000 an den Regierungsrat weiter. Dieser vereinigte das Rechtsmittel mit jenen anderer Rekurrenten; er wies die Rekurse am 23. Juli 2003 ab, soweit er darauf eintrat; die Rekurskosten, worunter eine StaatsgebÃ¼hr von Fr. 4'000.-, auferlegte er zu einem Viertel der D AG. </p> <p class="Sachverhalt2"><b>C. </b>Dagegen erhob die D AG am 18. September 2003 Beschwerde an das Verwaltungsgericht (VB.2003.00333, www.vgrzh.ch). Sie hielt an ihren Einwendungen fest, wonach das neue Verkehrsregime auf der Sempacherstrasse fÃ¼r sie mit schweren Nachteilen verbunden sei und dass den von ihr geltend gemachten Schwierigkeiten bei der Zu- und Wegfahrt der ihre Liegenschaft beliefernden Lastwagen nicht Rechnung getragen werde. </p> <p class="Urteilstext">Das Verwaltungsgericht hiess das Rechtsmittel am 13. November 2003 teilweise gut und wies die Sache im Sinn der ErwÃ¤gungen an den Regierungsrat zurÃ¼ck. Aus den ErwÃ¤gungen ist festzuhalten: </p> <p class="Urteilstext">Aus den vorliegenden Fotos ergebe sich, dass die Wegfahrt Ã¼ber den Kapf­steig in Richtung Forchstrasse sowie auch jene aufgrund eines WendemanÃ¶vers in Richtung Hofackerstrasse fÃ¼r grÃ¶ssere Lastwagen tatsÃ¤chlich nicht unproblematisch sei, wobei die vorlie­genden Akten allerdings keine hinreichende Entscheidungsgrundlage bildeten. Die WÃ¼rdigung des Regierungsrats beruhe diesbezÃ¼glich auf einer ungenÃ¼genden KlÃ¤rung des Sachverhalts. Das gelte auch hinsichtlich der von der BeschwerdefÃ¼hrerin geltend gemachten Schwierigkeiten bei der Zufahrt der Lastwagen im EinmÃ¼ndungsbereich Hofacker-/Sempacherstrasse. Bei der ergÃ¤nzenden Untersuchung sowie beim hierauf zu treffenden Neuentscheid werde der Regierungsrat die folgenden Gesichtspunkte einbeziehen mÃ¼ssen: Vorab sei zu ermitteln, ob die GeschÃ¤ftsliegenschaft der BeschwerdefÃ¼hrerin an der Sempacherstrasse heute noch von derart grossen Lastwagen beliefert werde; treffe dies zu, so sei auch zu klÃ¤ren, ob bei der Belieferung ohne erhebliche Betriebserschwernisse auf kleinere Fahrzeuge umgestellt werden kÃ¶nnte. WÃ¤re dies zu verneinen, seien die von der BeschwerdefÃ¼hrerin geltend gemachten Schwierigkeiten bezÃ¼glich der Zu- und Wegfahrt von Lastwagen nÃ¤her zu Ã¼berprÃ¼fen, wozu ein Augenschein zweckmÃ¤ssig sei. Sollten sich die geltend gemachten Schwierigkeiten bewahrheiten, so werde abzuwÃ¤gen sein, ob sie im Rahmen der auf dieser tatsÃ¤chlichen Grundlage neu vorzunehmenden Interessen­abwÃ¤gung von der BeschwerdefÃ¼hrerin hinzunehmen seien, weil den fÃ¼r das neue Verkehrsregime sprechenden Argumenten gleichwohl grÃ¶sseres Gewicht zukomme. Mit der weiteren RÃ¼ge der BeschwerdefÃ¼hrerin, dass Anwohner der Sempacherstrasse lÃ¤ngere und kompliziertere Wege fÃ¼r die Zu- und Wegfahrt in Kauf nehmen mÃ¼ssten, hÃ¤tten sich bereits der Stadtrat im Einspracheentscheid vom 8. MÃ¤rz 2000 (E. 2.3 S. 4) sowie der Statthalter im Rekurs­entscheid vom 10. August 2000 auseinandergesetzt. Beim jetzigen Stand des Verfahrens habe sich das Verwaltungsgericht mit dieser RÃ¼ge nicht zu befassen.</p> <p class="Urteilstext">Der Regierungsrat wies hierauf mit Beschluss vom 26. Mai 2004 seinerseits die Sache zur ErgÃ¤nzung im Sinn der verwaltungsgerichtlichen ErwÃ¤gungen an das Statthalteramt ZÃ¼rich zurÃ¼ck. </p> <p class="Sachverhalt1"><b>III. </b> </p> <p class="Urteilstext">Das Statthalteramt ZÃ¼rich fÃ¼hrte am 25. August 2004 im Beisein beider Parteien an der Sempacherstrasse einen Augenschein durch. Sodann fÃ¼hrte das stÃ¤dtische Polizeidepartement am 27. August 2004 um 0800 Uhr mit dem Lastwagen ZH 16384 der Seepolizei eine Probefahrt durch, welche sowohl die Zufahrt von der Hofackerstrasse her (mit AbbiegemanÃ¶ver in die Sempacherstrasse) zur Liegenschaft Sempacherstrasse wie auch die Wegfahrt von dort Ã¼ber den unteren Kapfsteig zur Forchstrasse umfasste. Die Vorsteherin des Polizeidepartements beantragte am 29. September 2004 BestÃ¤tigung der streitbetroffenen Verkehrsanordnung, unter Hinweis auf die beigelegte Stellungnahme der Dienstabteilung Verkehr vom 28. September 2004, worin insbesondere auf die erwÃ¤hnte Probefahrt vom 27. August 2004 Bezug genommen wurde. Mit Schreiben vom 30. September 2004 fragte das Statthalteramt die D AG an, ob sie aufgrund dieser Vernehmlassung den Rekurs zurÃ¼ckziehen wolle; fÃ¼r den Fall, dass sie am Rekurs festhalte, wurde sie um Beantwortung verschiedener Fragen betreffend die Anlieferung ihres Betriebs mit grossen Lastwagen ersucht. Mit Eingabe vom 29. November 2004 teilte die Rekurrentin (nunmehr D AG) dem Statthalter mit, dass sie am Rekurs festhalte; ferner Ã¤usserte sie sich zu den bisherigen ergÃ¤nzenden Untersuchungen (Augenschein vom 25. August 2004 und Probefahrt vom 27. August 2004) und erteilte die verlangten AuskÃ¼nfte.</p> <p class="Urteilstext">Das Statthalteramt ZÃ¼rich wies den (am 12. April 2000 eingereichten) Rekurs am 12. Januar 2005 (erneut) ab. Die Rekurskosten von Fr. 801.- auferlegte sie der Rekurrentin.</p> <p class="Sachverhalt1"><b>IV. </b> </p> <p class="Urteilstext">Hiergegen gelangte die D AG am 10. Februar 2005 erneut an das Verwaltungsgericht mit dem Hauptantrag, das bisherige Verkehrsregime an der Sempacherstrasse zu belassen. Das Statthalteramt ZÃ¼rich verzichtete auf Vernehmlassung. Das Polizeidepartement der Stadt ZÃ¼rich beantragte am 10. MÃ¤rz 2005 Abweisung der Beschwerde. Die D AG, welche diese Vernehmlassung zur Kenntnisnahme zugestellt worden war, Ã¤usserte sich mit einer weiteren Eingabe vom 24. MÃ¤rz 2005. </p> <p class="Sachverhalt1"> </p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die Kammer</span><span> zieht in ErwÃ¤gung:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Erwgung1"><b>1. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>1.1 </b>Das Verwaltungsgericht ist nach § 19c Abs. 2 und § 41 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 (VRG) zur Behandlung der vorliegenden Beschwerde zustÃ¤ndig. Insbesondere ist die funktionelle ZustÃ¤ndigkeit ungeachtet dessen gegeben, dass im ersten Rechtsgang der damalige Rekursentscheid des Statthalters vom 10. August 2000 nicht direkt beim Verwaltungsgericht, sondern zunÃ¤chst beim Regierungsrat anzufechten war. Wie das Verwaltungsgericht im anschliessenden RÃ¼ckweisungsentscheid vom 13. November 2003 ausgefÃ¼hrt hat (E. 1), hing dies damit zusammen, dass bei Inkrafttreten der Neufassung von Art. 3 Abs. 4 Satz 3 des Strassenverkehrsgesetzes vom 19. Dezember 1958 (SVG) am 1. Januar 2003 das Rekursverfahren vor Regierungsrat bereits pendent war. Im jetzigen zweiten Rechtsgang richtet sich jedoch der Instanzenweg nach dem neuen Recht, weshalb der Regierungsrat als Rekursinstanz ausscheidet und der neue Rekursentscheid des Statthalters vom 12. Januar 2005 direkt beim Verwaltungsgericht angefochten werden kann. Weil auch die Ã¼brigen Prozessvoraussetzungen erfÃ¼llt sind, ist auf die Beschwerde grundsÃ¤tzlich einzutreten.</p> <p class="Erwgung2"><b>1.2 </b>Nicht einzutreten ist allerdings auf den (dem Hauptbegehren auf Beibehaltung des bisherigen Verkehrsregimes beigefÃ¼gten) Antrag, die Sempacherstrasse bei der Einfahrt Forchstrasse mit der Signalisation "Fahrverbot/Zubringerdienst/Parkieren 8032 gestattet" zu versehen. Dieser Antrag war nicht Gegenstand des bisherigen Verfahrens; mit ihm wird der Streitgegenstand in unzulÃ¤ssiger Weise erweitert. </p> <p class="Erwgung2">Nicht einzutreten ist ferner auf das Begehren, die Markierung der blauen Zone am unteren Kapfsteig in den Zustand, wie er bis Herbst 2004 bestand, zurÃ¼ckzufÃ¼hren. Zwar hÃ¤ngt die dortige neue Markierung, die nach dem Augenschein und der Probefahrt vorgenommen wurde, insofern mit dem vorliegenden Verfahren zusammen, als der Beschwerdegegner damit den Einwendungen der BeschwerdefÃ¼hrerin Rechnung tragen wollte, was Letztere als (vor Abschluss des vorliegenden Verfahrens) verfrÃ¼hte Massnahme rÃ¼gt. Sie verkennt jedoch, dass diese Massnahme auch unabhÃ¤ngig von der im vorliegenden Verfahren zu beurteilenden VerfÃ¼gung vom 8. Februar 1999 hÃ¤tte angeordnet werden kÃ¶nnen. Mit dem genannten Begehren wird der Streitgegenstand daher ebenfalls unzulÃ¤ssig erweitert, und zudem ist das Verwaltungsgericht nicht AufsichtsbehÃ¶rde Ã¼ber den Beschwerdegegner.</p> <p class="Erwgung2">Nicht einzutreten ist schliesslich auf das Begehren, die in ErwÃ¤gung 7 des frÃ¼heren (zweiten) Rekursentscheids des Statthalteramts vom 10. August 2000 "angefÃ¼hrte Pendenz" sei vom Beschwerdegegner "zu erledigen". Der Statthalter hielt dort fest, der Anspruch der heutigen BeschwerdefÃ¼hrerin auf Ausrichtung der ihr im (ersten) Rekursentscheid vom 22. Dezember 1999 zulasten der Stadt ZÃ¼rich zugesprochenen EntschÃ¤digung sei unbestritten. Jene Verpflichtung ist in Rechtskraft erwachsen; und mit deren Vollzug hat sich das Verwaltungsgericht, das wie erwÃ¤hnt nicht AufsichtsbehÃ¶rde Ã¼ber den Beschwerdegegner ist, nicht zu befassen.</p> <p class="Erwgung1"><b>2. </b> </p> <p class="Urteilstext">Die BeschwerdefÃ¼hrerin beanstandet, dass die mit dem Lastwagen der Seepolizei am 27. August 2004 durchgefÃ¼hrte Probefahrt erfolgt sei, ohne dass sie an dieser Beweisaufnahme habe mitwirken kÃ¶nnen. Der Beschwerdegegner hÃ¤lt dem in der Beschwerdeantwort entgegen, die DurchfÃ¼hrung der Testfahrt mit dem Lastwagen sei ursprÃ¼nglich anlÃ¤sslich des Augenscheines vom 25. August 2004 geplant gewesen. An diesem habe man jedoch festgestellt, dass im Kreuzungsbereich Sempacherstrasse/Kapfsteig kurzfristig angesetzte Bauarbeiten ausgefÃ¼hrt wÃ¼rden, weshalb die Probefahrt verschoben worden sei. Vor deren DurchfÃ¼hrung am 27. August 2004 habe man versucht, den Vertreter der BeschwerdefÃ¼hrerin zu benachrichtigen, was jedoch nicht gelungen sei. In ihrer weiteren Eingabe vom 24. MÃ¤rz 2004 (die mangels Anordnung eines zweiten Schriftenwechsels grundsÃ¤tzlich nicht zu berÃ¼cksichtigen wÃ¤re) Ã¤ussert die BeschwerdefÃ¼hrerin Zweifel an der gegnerischen Behauptung, dass versucht worden sei, mit ihr Kontakt aufzunehmen. Wie es sich damit verhÃ¤lt, kann dahin gestellt bleiben. Wie sich aus den nachstehenden ErwÃ¤gungen ergibt, hÃ¤tte auch ein solcher (erfolgloser) Versuch der Kontaktaufnahme den Beschwerdegegner nicht ohne weiteres berechtigt, die Beweisaufnahme ohne Mitwirkung der BeschwerdefÃ¼hrerin durchzufÃ¼hren.</p> <p class="Urteilstext">Nicht unbedenklich ist zunÃ¤chst, dass die fragliche Beweismassnahme ohne Mitwirkung der entscheidenden Rekursinstanz durchgefÃ¼hrt worden ist. Zwar gibt es in der Verwaltungsrechtspflege keinen verfassungsrechtlichen Anspruch darauf, dass Beweisaufnahmen stets mit unmittelbarer Beteiligung der entscheidenden RechtsmittelbehÃ¶rde durchgefÃ¼hrt werden (Alfred KÃ¶lz/JÃ¼rg Bosshart/Martin RÃ¶hl, Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons ZÃ¼rich, 2. A., ZÃ¼rich 1999, Vorbem. zu §§ 19-28 N. 83). Das ergibt sich schon daraus, dass es der Rekursinstanz bei illiquider Beweislage unbenommen wÃ¤re, die Sache zur ergÃ¤nzenden Untersuchung an die verfÃ¼gende BehÃ¶rde (hier das stÃ¤dtische Polizeidepartement) zurÃ¼ckzuweisen. Hier ist das Statthalteramt nicht so vorgegangen; es hat keinen RÃ¼ckweisungsentscheid getroffen, sondern mit ZwischenverfÃ¼gung vom 10. Juni 2004 dem Stadtrat von ZÃ¼rich Frist "zur DurchfÃ¼hrung der vom Verwaltungsgericht geforderten zusÃ¤tzlichen SachverhaltsabklÃ¤rungen und Einreichung einer Vernehmlassung" angesetzt. Von dieser pauschalen Beweisdelegation ist die RekursbehÃ¶rde in der Folge allerdings (und mit gutem Grund) wieder abgewichen, in dem sie einen (unter ihrer Verhandlungsleitung durchzufÃ¼hrenden) Augenschein angeordnet hat, anlÃ¤sslich welchem auch die DurchfÃ¼hrung der fraglichen Probefahrt vorgesehen war. </p> <p class="Urteilstext">Wie erwÃ¤hnt ist die fragliche Probefahrt schliesslich zu einem spÃ¤teren Zeitpunkt nicht nur ohne Mitwirkung der RekursbehÃ¶rde, sondern auch ohne Mitwirkung der BeschwerdefÃ¼hrerin durchgefÃ¼hrt worden. Jedenfalls darin lag eine mangelhafte Verfahrensabwicklung. Der in Art. 29 Abs. 2 der Bundesverfassung vom 18. April 1999 gewÃ¤hrleistete Anspruch auf rechtliches GehÃ¶r beinhaltet grundsÃ¤tzlich auch den Anspruch der Prozessparteien auf Mitwirkung im Beweisverfahren (KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 8 N. 31 ff.; vgl. auch § 60 N. 16). Dieser Anspruch ist mit dem geschilderten Vorgehen (DurchfÃ¼hrung der Probefahrt, ohne der BeschwerdefÃ¼hrerin Gelegenheit zur Teilnahme zu geben) verletzt worden. Ãber diesen Mangel kÃ¶nnte noch hinweggesehen werden, wenn er sich durch das weitere Vorgehen der entscheidenden BehÃ¶rde als geheilt betrachtet liesse (zur Heilung vgl. KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl § 8 N. 48 ff.). DafÃ¼r spricht der Umstand, dass die BeschwerdefÃ¼hrerin durch das Schreiben des Statthalteramts vom 30. September 2004 zumindest indirekt Gelegenheit erhielt, zu der diesbezÃ¼glichen Beweiserhebung (welche in der Stellungnahme der Dienstabteilung Verkehr vom 28. September 2004 umfassend dargelegt und mittels Fotografien dokumentiert wurde) Stellung zu nehmen, was sie denn auch mit Eingabe vom 29. November 2004 getan hat.</p> <p class="Urteilstext">Zu bedenken ist jedoch, dass das Statthalteramt mit seinem Schreiben vom 30. September 2004 keineswegs darauf abzielte, die BeschwerdefÃ¼hrerin zum Ergebnis der vom Beschwerdegegner durchgefÃ¼hrten Beweisaufnahme (Probefahrt) Stellung nehmen zu lassen. Vielmehr erÃ¶ffnete der Statthalter der BeschwerdefÃ¼hrerin darin, dass der Rekurs aufgrund der Aktenlage abzuweisen sein werde. Ziel dieses Schreibens war es, der BeschwerdefÃ¼hrerin Gelegenheit zu einem RekursrÃ¼ckzug unter gÃ¼nstigen Kostenfolgen zu bieten; in einem gewissen Widerspruch dazu wurde die BeschwerdefÃ¼hrerin allerdings fÃ¼r den Fall, dass sie am Rekurs festhalte, um Beantwortung verschiedener Fragen ersucht. WÃ¼rdigt man dieses Schreiben des Statthalters im Gesamtzusammenhang mit dem bisherigen Vorgehen, so kann im darauf folgenden Verfahrensablauf (insbesondere im Umstand, dass die BeschwerdefÃ¼hrerin in ihrer Eingabe vom 29. November 2004 zur Vernehmlassung der Dienstabteilung Verkehr vom 28. September 2004 Stellung genommen hat) keine Heilung der erfolgten GehÃ¶rsverletzung (DurchfÃ¼hrung der Probefahrt am 27. August 2004 ohne Mitwirkung der BeschwerdefÃ¼hrerin) erblickt werden. Zu bedenken ist auch, dass die fragliche Probefahrt der KlÃ¤rung des Sachverhalts in einem wesentlichen Punkt dienen sollte. Demnach ist der Rekursentscheid des Statthalteramts wegen Verletzung des rechtlichen GehÃ¶rs aufzuheben, und die Sache ist zur ergÃ¤nzenden Untersuchung (Beweisaufnahme mit Lastwagenfahrt) an das Statthalteramt zurÃ¼ckzuweisen. </p> <p class="Erwgung1"><b>3. </b> </p> <p class="Urteilstext">Bei diesem Verfahrensausgang sind die Gerichtskosten zur HÃ¤lfte dem Beschwerdegegner aufzuerlegen und zur HÃ¤lfte auf die Gerichtskasse zu nehmen (§ 70 in Verbindung mit § 13 Abs. 2 VRG). Ãber die Kostenauflagen in den bisherigen Entscheiden (Einspracheentscheid des Stadtrats vom 8. MÃ¤rz 2000: Fr. 457.-, RekursverfÃ¼gung des Statthalters vom 10. August 2000: Fr. 638.- sowie nunmehr erneut aufzuhebender Rekursentscheid des Statthalters vom 12. Januar 2005: Fr. 801.-) hat das Statthalteramt in seinem Neuentscheid zu befinden. </p> <p class="Urteilstext">Desgleichen hat der Statthalter im Neuentscheid darÃ¼ber zu befinden, ob der BeschwerdefÃ¼hrerin fÃ¼r das zweite und dritte der bisherigen vor Statthalteramt gefÃ¼hrten Rekursverfahren eine ParteientschÃ¤digung zuzusprechen sei. FÃ¼r das Einspracheverfahren vor dem Stadtrat ZÃ¼rich besteht gemÃ¤ss § 17 Abs. 1 VRG von vornherein kein Anspruch auf eine solche EntschÃ¤digung (KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 17 N. 23). FÃ¼r das erste Rekursverfahren vor dem Statthalter hat dieser der BeschwerdefÃ¼hrerin bereits eine ParteientschÃ¤digung zugesprochen (vgl. vorstehend E. 1.2). FÃ¼r das jetzige Beschwerdeverfahren (wie schon fÃ¼r das mit RÃ¼ckweisungsentscheid vom 13. November 2003 abgeschlossene Beschwerdeverfahren) ist der BeschwerdefÃ¼hrerin schon deswegen keine ParteientschÃ¤digung zuzusprechen, weil beim jetzigen Stand des Verfahrens keine Partei als unterliegend im Sinn von § 17 Abs. 2 VRG gelten kann. </p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>DemgemÃ¤ss </span><span><a id="Text25"></a>entscheidet</span><span> </span><span>die Kammer</span><span>:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>1. Die Beschwerde wird teilweise gutgeheissen. Die Sache wird zur ergÃ¤nzenden Untersuchung im Sinn der ErwÃ¤gungen an den Statthalter des Bezirkes ZÃ¼rich zurÃ¼ckgewiesen.</span></p> <p class="Einzug2"><span>2. Ãber die Kostenauflagen und allfÃ¤llige ParteientschÃ¤digungen fÃ¼r die vorstehend in ErwÃ¤gung 3 genannten Verfahren hat der Statthalter in seinem Neuentscheid zu befinden.</span></p> <p class="Einzug2"><span>3. Die GerichtsgebÃ¼hr wird festgesetzt auf <br/> Fr. 1'500.--; die Ã¼brigen Kosten betragen:<br/> Fr. 60.-- Zustellungskosten,<br/> Fr. 1'560.-- Total der Kosten.</span></p> <p class="Einzug2"><span>4. Die Gerichtskosten werden zur HÃ¤lfte dem Beschwerdegegner auferlegt und zur HÃ¤lfte auf die Gerichtskasse genommen. </span></p> <p class="Einzug2"><span>5. Eine ParteientschÃ¤digung fÃ¼r das Beschwerdeverfahren wird nicht zugesprochen.</span></p> <p class="Einzug2"><span>6. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen, von der Zustellung an gerechnet, Verwaltungsgerichtsbeschwerde beim Bundesgericht erhoben werden.</span></p> <p class="Einzug2"><span>7. Mitteilung anâ¦..</span></p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>