<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="content"> <div class="para"> </div> <div class="para">Bundesgericht </div> <div class="para">Tribunal fédéral </div> <div class="para">Tribunale federale </div> <div class="para">Tribunal federal </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <img height="74" src="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/clir/http/displayimage.php?id=2023-05-10-6B_497-2023.1&amp;type=gif" width="95"/> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>6B_497/2023</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>Urteil vom 10. Mai 2023</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>Strafrechtliche Abteilung</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Besetzung </div> <div class="para">Bundesrichter Denys, als präsidierendes Mitglied, </div> <div class="para">Gerichtsschreiberin Arquint Hill. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Verfahrensbeteiligte </div> <div class="para">A.________, </div> <div class="para">Beschwerdeführerin, </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <i>gegen</i> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Oberstaatsanwaltschaft des Kantons Aargau, Frey-Herosé-Strasse 20, Wielandhaus, 5001 Aarau, </div> <div class="para">Beschwerdegegnerin. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Gegenstand </div> <div class="para">Nichtanhandnahmeverfügung (Betrug); Nichteintreten. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Beschwerde gegen den Entscheid des Obergerichts des Kantons Aargau, Beschwerdekammer in Strafsachen, vom 8. März 2023 (SBK.2022.398). </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>Das präsidierende Mitglied zieht in Erwägung:</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>1.</b> </div> <div class="para">Die Beschwerdeführerin machte am 20. Oktober 2022 mit Strafanzeige im Wesentlichen kurz zusammengefasst geltend, der Beschuldigte habe als Notar die Käufer beim Kauf der (Nachbar-) Liegenschaft nicht richtig über bereits hängige, die jeweilige (Vor-) Eigentümerschaft betreffende Gerichtsverfahren informiert bzw. sie darüber getäuscht. Als Folge der arglistigen Täuschung seien die Käufer und neuen Eigentümer in die laufenden Gerichtsverfahren des Voreigentümers eingetreten, welche der Beschuldigte als Rechtsanwalt bereits im Auftrag des Voreigentümers (und nunmehr im Auftrag der neuen Eigentümer) geführt habe und führe. Dadurch hätten die Käufer eine nachteilige Vermögensdisposition getroffen, wodurch sich nicht nur deren Vermögen gemindert, sondern sich auch eine Minderung des Vermögens der Beschwerdeführerin als unmittelbar Drittbetroffene der arglistigen Täuschung ergeben habe. Die Bereicherung des Beschuldigten sei die Kehrseite des Schadens, welcher die Käufer/neuen Eigentümer und sie - die Beschwerdeführerin - wegen der Verfahren erlitten hätten. </div> <div class="para">Am 22. November 2022 nahm die Staatsanwaltschaft Baden eine Strafuntersuchung nicht an die Hand, was die Oberstaatsanwaltschaft des Kantons Aargau am 25. November 2022 genehmigte. Das Obergericht des Kantons Aargau trat auf eine dagegen eingereichte Beschwerde mit Entscheid vom 8. März 2023 nicht ein. Die Beschwerdeführerin wendet sich an das Bundesgericht. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>2.</b> </div> <div class="para">Der Ehemann, der die Beschwerdeführerin vor Bundesgericht vertreten will, ist hierzu nicht zugelassen, weil die Rechtsvertretung in Strafsachen Anwälten und Anwältinnen im Sinne des BGFA vorbehalten ist (<span class="artref">Art. 40 Abs. 1 BGG</span>). Indes hat die Beschwerdeführerin die Beschwerdeeingabe selbst auch unterzeichnet, so dass der Vertretungsmangel nicht schadet. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>3.</b> </div> <div class="para">Nach <span class="artref">Art. 42 Abs. 2 BGG</span> ist in der Begründung der Beschwerde an das Bundesgericht in gedrängter Form darzulegen, inwiefern der angefochtene Entscheid Recht verletzt. Die Bestimmungen von <span class="artref">Art. 95 ff. BGG</span> nennen die vor Bundesgericht zulässigen Beschwerdegründe. Hinsichtlich der Verletzung von Grundrechten (einschliesslich der Anfechtung des Sachverhalts wegen Willkür; vgl. <span class="artref">Art. 97 Abs. 1 BGG</span>) besteht eine qualifizierte Rügepflicht (<span class="artref">Art. 106 Abs. 2 BGG</span>). Auf ungenügend begründete Rügen tritt das Bundesgericht nicht ein (<a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=16&amp;from_date=01.05.2023&amp;to_date=20.05.2023&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F147-IV-73%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page73">BGE 147 IV 73</a> E. 4.1.2). </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>4.</b> </div> <div class="para">Im vorliegenden Fall kann es nur darum gehen, ob die Vorinstanz der Beschwerdeführerin die Parteistellung als unmittelbar Geschädigte bzw. die Beschwerdeberechtigung zu Unrecht abgesprochen und damit auf die Beschwerde gesetzeswidrig nicht eingetreten ist. Trotz des beträchtlichen Umfangs der Beschwerdeeingabe setzt sich die Beschwerdeführerin damit nicht rechtsgenügend und in einer den Formerfordernissen genügenden Weise auseinander. Sie begnügt sich im Wesentlichen vielmehr damit, zum Beweisergebnis wie in einem Berufungsverfahren frei zu plädieren und darzulegen, von welcher Sachlage und welchen rechtlichen Konsequenzen aus ihrer Sicht richtigerweise ausgegangen werden müsste. Sie verkennt, dass sich mit blossen Bestreitungen und Behauptungen insbesondere weder Willkür noch eine sonstige Bundesrechtsverletzung darlegen lässt. Inwiefern die Vorinstanz bei der Feststellung des massgeblichen Sachverhalts in Willkür verfallen und/oder beim von ihr festgestellten Sachverhalt Recht im Sinne von <span class="artref">Art. 95 BGG</span> verletzt haben könnte (insbesondere Art. 310 Abs. 2 i.V.m. <span class="artref">Art. 322 Abs. 2 StPO</span> sowie <span class="artref">Art. 104 Abs. 1 lit. b, <artref id="CH/312.0/115/1" type="start"></artref>Art. 115 Abs. 1 und <artref id="CH/312.0/118/1" type="start"></artref>Art. 118 Abs. 1 StPO</span><artref id="CH/312.0/115/1" type="end"></artref><artref id="CH/312.0/104/1/b" type="end"></artref>), lässt sich der Kritik der Beschwerdeführerin nicht entnehmen Soweit sie sich ausserdem zur materiellen Seite der Angelegenheit äussert, verkennt sie, dass diese nicht zum Verfahrensgegenstand gehört und sich das Bundesgericht folglich damit nicht befassen kann. Ohne dass sich das Bundesgericht im Einzelnen zu sämtlichen Ausführungen der Beschwerdeführerin ausdrücklich äussern müsste, ist auf die Beschwerde im Verfahren nach <span class="artref">Art. 108 BGG</span> mangels tauglicher Begründung nicht einzutreten. Das eventualiter gestellte Gesuch um Sistierung des Verfahrens wird mit dem vorliegenden Entscheid gegenstandslos. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>5.</b> </div> <div class="para">Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind die Gerichtskosten der Beschwerdeführerin aufzuerlegen (<span class="artref">Art. 66 Abs. 1 BGG</span>). </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>Demnach erkennt das präsidierende Mitglied:</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>1.</b> </div> <div class="para">Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>2.</b> </div> <div class="para">Die Gerichtskosten von Fr. 800.-- werden der Beschwerdeführerin auferlegt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>3.</b> </div> <div class="para">Dieses Urteil wird den Parteien und dem Obergericht des Kantons Aargau, Beschwerdekammer in Strafsachen, schriftlich mitgeteilt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Lausanne, 10. Mai 2023 </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Im Namen der Strafrechtlichen Abteilung </div> <div class="para">des Schweizerischen Bundesgerichts </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Das präsidierende Mitglied: Denys </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Die Gerichtsschreiberin: Arquint Hill </div> </div></body></html>