<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2004.00127</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=204313&amp;W10_KEY=13013568&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2004.00127</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 30.06.2004</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">1. Abteilung/1. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Administrativmassnahmen im Strassenverkehr</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Führerausweisentzug</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Warnungsentzug infolge Geschwindigkeitsüberschreitung auf der Autobahn Eine Geschwindigkeitsüberschreitung von 47 km/h (nach Abzug einer Messtoleranz von 10%) wird entsprechend der bundesgerichtlichen Rechtsprechung als eine objektiv schwere Verkehrsgefährdung qualifiziert (E.5.2.1). Prüfung des Verschuldens (E.5.3): Der Haupteinwand des defekten Tachometers, welcher eine zu tiefe Geschwindigkeit anzeigte, vermag vorliegend das schwere Verschulden des Beschwerdeführers nicht zu mildern. (...) Selbst unter Zubilligung einer Fehleinschätzungsquote von 15% lag die tatsächlich gefahrene Geschwindigkeit klar über den erlaubten 120 km/h; dies hätte der Beschwerdeführer unabhängig vom defekten Tachometer bemerken müssen. Im Übrigen gab der Beschwerdeführer schon anlässlich der Polizeikontrolle zu Protokoll, vielleicht 150 km/h gefahren zu sein; er war sich also bewusst, dass er zu schnell unterwegs war. Ablehnung einer erhöhten gesundheitlichen Massnahmeempfindlicheit (E.6.3). Keine Verletzung des Beschleunigungsgebots, da die Voraussetzung des zwischenzeitlichen Wohlverhaltens des Motorfahrzeuglenkers nicht erfüllt ist (E.6.4). Abweisung der Beschwerde</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: GESCHWINDIGKEITSÃBERSCHREITUNG">GESCHWINDIGKEITSÃBERSCHREITUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: SCHWERER FALL">SCHWERER FALL</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: TACHOMETER">TACHOMETER</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: WARNUNGSENTZUG">WARNUNGSENTZUG</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade">Art. 29 Abs. I BV</span><br/><span class="gerade">Art. 16 Abs. II SVG</span><br/><span class="ungerade">Art. 17 Abs. I lit. d SVG</span><br/><span class="gerade">Art. 32 Abs. I SVG</span><br/><span class="ungerade">Art. 90 Ziff. 2 SVG</span><br/><span class="gerade">§ 4a VRG</span><br/><span class="ungerade">Art. 4a Abs. I lit. d VRV</span><br/><span class="gerade">Art. 33 Abs. II VZV</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 3 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Sachverhalt1"><b><span>I. </span></b><span> </span></p> <p class="Sachverhalt2"><span class="UrteilstextChar"><b><span>A. </span></b></span><span> Am <span class="UrteilstextChar">13. September 1999 um 23.22 Uhr lenkte A den auf C</span> <span class="UrteilstextChar">eingelÃ¶sten Personenwagen auf der Autobahn in Richtung X. Dabei Ã¼berschritt er auf dem Gemeindegebiet von Y die dort zulÃ¤ssige allgemeine HÃ¶chstgeschwindigkeit von 120 km/h nach Abzug der Sicherheitsmarge um 47 km/h.</span></span></p> <p class="Urteilstext">Aufgrund dieses Vorfalls wurde gegen A eine Strafuntersuchung wegen grober Verletzung der Verkehrsregeln erÃ¶ffnet. Da die von A vorgebrachte falsche Geschwindigkeitsangabe auf dem Tachometer nicht rechtsgenÃ¼gend zu widerlegen war, stellte die Bezirksanwaltschaft X mit VerfÃ¼gung vom 29. MÃ¤rz 2000 die Strafuntersuchung ein und Ã¼berwies die Akten dem Statthalteramt zur Beurteilung des Sachverhalts un­ter dem Gesichtspunkt des Ãbertretungsstrafrechts.</p> <p class="Urteilstext">Mit VerfÃ¼gung vom 27. Juni 2000 bÃ¼sste das Statthalteramt des Bezirks X A in der Folge wegen Verletzung der Verkehrsregeln und FÃ¼hren eines nicht betriebssicheren Fahrzeugs im Sinne von Art. 90 Ziff. 1 und 93 Ziff. 2 <span>des Strassenverkehrsgesetzes vom 19. Dezem­ber 1958 (SVG)</span>.</p> <p class="Urteilstext"><span>Der Einzelrichter in Strafsachen des Bezirksgerichts X bestÃ¤tigte mit Urteil vom 22. No­vember 2000 diesen Entscheid<span class="UrteilstextChar"> und reduzierte die Busse von Fr. 1000.- auf Fr. 800.-</span>.</span></p> <p class="Sachverhalt2"><b><span>B. </span></b><span> <span class="UrteilstextChar">GestÃ¼tzt auf den gleichen Sachverhalt entzog die Direktion fÃ¼r Soziales und Sicherheit des Kantons ZÃ¼rich bzw. das Strassenverkehrsamt, Abteilung Administrativmassnahmen A mit VerfÃ¼gung vom 24. Oktober 2003 den FÃ¼hrerausweisentzug fÃ¼r die Dauer von vier Monaten.</span></span></p> <p class="Sachverhalt1"><b><span>II. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Den gegen die EntzugsverfÃ¼gung gerichteten Rekurs vom 25. November 2003, mit dem A die Aufhebung der angefochtenen VerfÃ¼gung, eventualiter eine Verwarnung sowie subeventualiter eine erhebliche Reduktion der Entzugsdauer auf maximal einen Monat beantragen liess, wies der Regierungsrat mit Beschluss vom 11. Februar 2004 ab.</span></p> <p class="Sachverhalt1"><b><span>III. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Mit Beschwerde vom 17. MÃ¤rz 2004 liess A dem Verwaltungsgericht insbesondere beantragen, der angefochtene Regierungsratsbeschluss sei dahingehend abzuÃ¤ndern, dass die VerfÃ¼gung betreffend den FÃ¼hrerausweisentzug vom 24. Oktober 2004 vollumfÃ¤nglich aufzuheben und damit von einem Fahrzeugausweisentzug abzusehen sei; eventualiter sei an Stelle des verfÃ¼gten Entzugs des Fahrzeugausweises eine Verwarnung gemÃ¤ss Art. 16 Abs. 2 SVG auszusprechen; subeventualiter sei die verfÃ¼gte Entzugsdauer von vier Monaten nach richterlichem Ermessen erheblich zu reduzieren, maximal auf einen Monat, alles unter Kosten und EntschÃ¤digungsfolge zulasten des Staates.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Das Strassenverkehrsamt schloss am 26. MÃ¤rz 2004 namens der Direktion fÃ¼r Sicherheit und Soziales auf Abweisung der Beschwerde. Im Namen des Regierungsrats beantragte die Staatskanzlei in ihrer Vernehmlassung vom 5. April 2004 ebenfalls die Abweisung der Beschwerde.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Die Parteivorbringen sowie die ErwÃ¤gungen des angefochtenen Regierungsratsbeschlusses werden â soweit erforderlich â nachstehend wiedergegeben.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die Kammer</span><span> zieht in ErwÃ¤gung:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Erwgung1"><b><span>1. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Die grundsÃ¤tzliche ZustÃ¤ndigkeit des Verwaltungsgerichts zur Beurteilung von Beschwerden gegen administrative Massnahmen im Strassenverkehr findet ihre Grundlage in § 41 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 / 8. Juni 1997 (VRG). Die Behandlung entsprechender Beschwerden erfolgt gemÃ¤ss § 38 Abs. 2 lit. a VRG durch den Einzelrichter. GemÃ¤ss § 38 Abs. 3 Satz 2 VRG ist jedoch die einzelrichterliche ZustÃ¤ndigkeit ausgeschlossen, wenn Entscheide des Regierungsrats angefochten sind. Vorliegend ist Letzteres der Fall, weshalb die GeschÃ¤ftserledigung in Dreierbesetzung zu erfolgen hat (vgl. § 38 Abs. 1 VRG).</span></p> <p class="Erwgung1"><b><span>2. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>In prozessualer Hinsicht liess der BeschwerdefÃ¼hrer die DurchfÃ¼hrung eines zweiten Schriftenwechsels beantragen. </span><span>Im Beschwerdeverfahren wird in der Regel nur ein einfacher Schriftenwechsel durchgefÃ¼hrt. Ein weiterer Schriftenwechsel kann ausnahmsweise erforderlich sein, wenn zum Nachteil eines BeschwerdefÃ¼hrers auf erstmals vor dem Verwaltungsgericht vorgebrachte Tatsachen abgestellt wird oder ein neuer wesentlicher Rechtsgrund herangezogen werden soll (vgl. § 58 VRG; Alfred KÃ¶lz/JÃ¼rg Bosshart/Martin RÃ¶hl, Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons ZÃ¼rich, 2. A., ZÃ¼rich 1999, § 58 N. 10). Vorliegend sind die Voraussetzungen fÃ¼r den nicht begrÃ¼ndeten zweiten Schriftenwechsel nicht erfÃ¼llt, weshalb auch kein solcher angeordnet wurde. Zudem liess der BeschwerdefÃ¼hrer fÃ¼r die Beurteilung den Beizug der nÃ¶tigen Akten gemÃ¤ss § 57 VRG beantragen. Mit dem Beizug der Vorakten gemÃ¤ss Ziff. 2 der PrÃ¤sidialverfÃ¼gung vom 18. MÃ¤rz 2004 wurde diesem Antrag entsprochen.</span></p> <p class="Erwgung1"><b><span>3. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Der BeschwerdefÃ¼hrer bestreitet den ihm zu Last gelegten Sachverhalt grundsÃ¤tzlich nicht. Er machte jedoch geltend, die Firma D AG habe bestÃ¤tigt, dass der Tachometer des fraglichen Personenwagens einen Defekt aufgewiesen und neu habe geeicht werden mÃ¼ssen. Bei einer effektiven Geschwindigkeit von 100 km/h habe der Tacho eine Geschwindigkeit von 60 km/h aufgewiesen, bei einer effektiven Geschwindigkeit von 200 km/h eine Geschwindigkeit von 120 km/h. Demzufolge habe die Bezirksanwaltschaft die Strafuntersuchung wegen grober Verletzung der Verkehrsregeln zu Recht eingestellt. Aufgrund des defekten Tachometers sei es dem BeschwerdefÃ¼hrer nicht mÃ¶glich gewesen, die effektiv von ihm gefahrene Geschwindigkeit feststellen zu kÃ¶nnen. Der Tachometer des Fahrzeugs habe eine HÃ¶chstgeschwindigkeit von unter 120 km/h angezeigt; der BeschwerdefÃ¼hrer habe darauf abstellen dÃ¼rfen, dass er die zulÃ¤ssige Geschwindigkeit nicht Ã¼berschritt. Zudem sei es bei einem Fahrzeug der Luxusklasse schwierig, aufgrund von mÃ¶glichen Wind- bzw. MotorengerÃ¤uschen einen Eindruck Ã¼ber die effektiv gefahrene Geschwindigkeit zu gewinnen. Schliesslich sei es auch unzumutbar, bei einem derart schwachen Verkehrsaufkommen wÃ¤hrend der kurzen Dauer der effektiven GeschwindigkeitsÃ¼berschreitung anhand anderer Fahrzeuge fest zu stellen, dass die zulÃ¤ssige Geschwindigkeit von 120 km/h Ã¼berschritten sei. Aufgrund der gesamten UmstÃ¤nde (Fahrzeugkategorie, schwaches Verkehrsaufkommen, trockene Asphaltstrasse, gute Sicht sowie Fremdheit des Fahrzeugs) kÃ¶nne dem BeschwerdefÃ¼hrer also nicht vorgehalten werden, er habe grobfahrlÃ¤ssig gehandelt und andere Verkehrsteilnehmer seien massiv gefÃ¤hrdet worden. Bei der Qualifikation des subjektiven Tatbestands von Art. 16 Abs. 3 lit. a SVG mÃ¼ssten die konkreten UmstÃ¤nde des Einzelfalls â vorliegend insbesondere der defekte Tachometer â mitberÃ¼ck­sich­tigt werden. Das subjektive Tatbestandsmerkmal der groben FahrlÃ¤ssigkeit im Sinne von Art. 16 Abs. 3 lit. a SVG sei vorliegend daher nicht erfÃ¼llt. Da das Verschulden des BeschwerdefÃ¼hrers als leicht zu gewichten sei, sei es durchaus gerechtfertigt, von einem Ausweisentzug abzusehen und "lediglich" eine Verwarnung auszusprechen.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>DemgegenÃ¼ber gehen die Beschwerdegegnerin und die Vorinstanz davon aus, dass der BeschwerdefÃ¼hrer aufgrund der gesamten UmstÃ¤nde â und der hohen Fahrgeschwindigkeit insbesondere â zumindest grobfahrlÃ¤ssig gehandelt habe. Der FÃ¼hrerausweis sei dem BeschwerdefÃ¼hrer daher gestÃ¼tzt auf Art. 16 Abs. 3 lit. a SVG zwingend zu entziehen.</span></p> <p class="Erwgung1"><b><span>4. </span></b><span> </span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>4.1 </span></b><span>GemÃ¤ss <span class="UrteilstextChar">Art. 16 Abs. 2 SVG kann der FÃ¼hrerausweis entzogen werden, wenn der Lenker Verkehrsregeln verletzt und dadurch den Verkehr gefÃ¤hrdet oder der andere belÃ¤stigt hat (Satz 1). In leichten FÃ¤llen kann eine Verwarnung ausgesprochen werden (Satz 2). GemÃ¤ss Art. 16 Abs. 3 lit. a SVG muss der FÃ¼hrerausweis entzogen werden, wenn der FahrzeugfÃ¼hrer den Verkehr in schwerer Weise gefÃ¤hrdet hat. Das Gesetz unterscheidet damit:</span></span></p> <p class="Urteilstext"><span>â<span> </span></span><span>den leichten Fall (Art. 16 Abs. 2 Satz 2 SVG),</span></p> <p class="Urteilstext"><span>â<span> </span></span><span>den mittelschweren Fall (Art. 16 Abs. 2 Satz 1 SVG) sowie</span></p> <p class="Urteilstext"><span>â<span> </span></span><span>den schweren Fall (Art. 16 Abs. 3 lit. a SVG).</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Nach Rechtsprechung des Bundesgerichts kann auf den FÃ¼hrerausweisentzug grundsÃ¤tzlich nur verzichtet werden, wenn der Fall leicht im Sinne von Art.16 Abs. 2 SVG ist (BGE 128 II 282). Ob ein Fall leicht ist, beurteilt sich nach dem Verschulden des Fahrzeuglenkers und seinem automobilistischen Leumund; die Schwere der VerkehrsgefÃ¤hrdung ist nur insoweit von Bedeutung, als sie auch verschuldensmÃ¤ssig relevant ist (BGE 126 II 202; 125 II 561 E. 2b). Kann das Verschulden als nicht mehr leicht qualifiziert werden, ist die Annahme eines leichten Falls selbst dann ausgeschlossen, wenn der Fahrzeuglenker Ã¼ber einen langjÃ¤hrigen ungetrÃ¼bten Leumund verfÃ¼gt. Erst bei Vorliegen beider Voraussetzungen steht der BehÃ¶rde ein entsprechender Entscheidungsspielraum zu, anstelle eines Entzugs eine Verwarnung anzuordnen. Bei einem mittelschweren Fall kommt ein Verzicht auf den FÃ¼hrerausweisentzug nur in Betracht, wenn besondere UmstÃ¤nde vorliegen, wie sie zum Beispiel in BGE 118 Ib 229 gegeben waren (BGE 123 II 106 E. 2b).</span></p> <p class="Erwgung2"><span class="UrteilstextChar"><span>In schwerer Weise gefÃ¤hrdet objektiv den Verkehr im Sinne von Art. 16 Abs. 3 lit. a SVG, wer</span></span><span> <span class="UrteilstextChar">durch grobe Verletzung von Verkehrsregeln im Sinne von Art. 90 Ziff. 2 SVG eine ernstliche Gefahr fÃ¼r die Sicherheit anderer hervorruft oder in Kauf nimmt (Art. 32 Abs. 2 der Verkehrszulassungsverordnung vom 27. Oktober 1976 [VZV]). Diese beiden Vorschriften stimmen inhaltlich Ã¼berein (BGE 120 Ib 285; 123 II 37). Der mittelschwere und leichte Fall entsprechen demzufolge der einfachen Verletzung von Verkehrsregeln im Sinne von Art. 90 Ziff. 1 SVG.</span></span></p> <p class="Urteilstext"><span>Art. 90 Ziff. 2 SVG ist gemÃ¤ss Rechtsprechung objektiv erfÃ¼llt, wenn der TÃ¤ter eine wichtige Verkehrsvorschrift in objektiv schwerer Weise missachtet und die Verkehrssicherheit abstrakt oder konkret gefÃ¤hrdet. Eine ernstliche Gefahr fÃ¼r die Sicherheit anderer ist bereits bei einer erhÃ¶hten abstrakten GefÃ¤hrdung gegeben. Letztere setzt die nahe liegende MÃ¶glichkeit einer konkreten GefÃ¤hrdung oder Verletzung voraus (BGE 123 II 37; 130 IV 32 E. 5.1.). Subjektiv erfordert der Tatbestand ein rÃ¼cksichtsloses oder sonst schwerwiegend regelwidriges Verhalten, d.h. ein schweres Verschulden, zumindest grobe FahrlÃ¤ssigkeit (BGE 122 II 228). Dies ist immer zu bejahen, wenn ein Lenker sich der allgemeinen GefÃ¤hrlichkeit seiner verkehrswidrigen Fahrweise bewusst ist. Grobe FahrlÃ¤ssigkeit kann aber auch vorliegen, wenn er die GefÃ¤hrdung anderer Verkehrsteilnehmer pflichtwidrig gar nicht in Betracht zieht, also unbewusst fahrlÃ¤ssig handelt (BGE 130 IV 32 E. 5.1.).</span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>4.2 </span></b><span class="UrteilstextChar"><span>GemÃ¤ss Art. 32 Abs. 1 SVG ist die Geschwindigkeit stets den UmstÃ¤nden anzupassen, namentlich der Besonderheit des Fahrzeugs und Ladung sowie den Strassen-, Verkehrs- und SichtverhÃ¤ltnissen. Art. 27 Abs. 1 SVG verpflichtet den Fahrzeuglenker zur Beachtung von Signalen und Markierungen. GemÃ¤ss Art. 4a</span></span><span> Abs. 1 lit. d der Verkehrsregelnverordnung vom 13. November 1962 [VRV] betrÃ¤gt die allgemeine HÃ¶chstgeschwindigkeit auf Autobahnen 120 km/h; abweichende signalisierte Geschwindigkeiten gehen den allgemeinen HÃ¶chstgeschwindigkeiten vor (Art. 4a Abs. 5 VRV).</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Bei einer GeschwindigkeitsÃ¼berschreitung auf der Autobahn ist nach konstanter bundesgerichtlicher Rechtsprechung ab 15 km/h eine Verwarnung im Sinne von Art. 16 Abs. 2 Satz 2 SVG auszusprechen. Wird die Geschwindigkeit zwischen 30 km/h und 35 km/h Ã¼berschritten, ist ein fakultativer (Art. 16 Abs. 1 Satz 1 SVG) und bei einer GeschwindigkeitsÃ¼bertretung von Ã¼ber 35 km/h ein obligatorischer FÃ¼hrerausweisentzug (Art. 16 Abs. 3 lit. a SVG) anzuordnen. Diese Regeln sind anzuwenden, wenn die Verkehrsbedingungen gÃ¼nstig waren und der betreffende Fahrzeuglenker Ã¼ber einen guten automobilistischen Leumund verfÃ¼gt. Dabei sind auch die Ã¼brigen konkreten UmstÃ¤nde, insbesondere die Schwere der VerkehrsgefÃ¤hrdung und des Verschuldens zu berÃ¼cksichtigen (BGE 124 II 475 E. 2a; 123 II 106 E. 2c; 121 II 127 E. 3c).</span></p> <p class="Erwgung1"><b><span>5. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Mit Urteil des Einzelrichters in Strafsachen des Bezirksgerichts X vom 22. November 2000 wurde der BeschwerdefÃ¼hrer der einfachen Verkehrsregelverletzung im Sinne von Art. 90 Ziff. 1 in Verbindung mit Art. 32 Abs. 2 SVG und Art. 4a Abs. 1 lit. d VRV sowie des FÃ¼hrens eines nicht den Vorschriften entsprechenden Fahrzeugs im Sinne von Art. 93 Ziff. 2 Abs. 1 SVG mit einer Busse in der HÃ¶he von Fr. 800.- bestraft.</span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>5.1 </span></b><span>Die <span class="UrteilstextChar">bundesgerichtliche Rechtsprechung geht grundsÃ¤tzlich von der Verbindlichkeit des Strafurteils fÃ¼r das Administrativverfahren bzw. den Vorrang der Strafuntersuchung wegen Verfehlungen gegen das SVG voraus. Die AdministrativbehÃ¶rde hat in der Regel den Ausgang des Strafverfahrens abzuwarten und dessen Ergebnisse zu berÃ¼cksichtigen. Die Bindung der AdministrativbehÃ¶rde gilt gemÃ¤ss der Rechtsprechung des Bundesgerichts jedoch nur bezÃ¼glich der tatsÃ¤chlichen Feststellungen. Bei reinen Rechtsfragen, zu denen auch die Beurteilung der Schwere eines Falls zu zÃ¤hlen ist, ist die BehÃ¶rde jedoch nicht an die Ansicht des Strafrichters gebunden (BGE 115 1b 163 E. 2a.; 103 Ib 101 E. 2c).</span></span></p> <p class="Erwgung2"><span class="UrteilstextChar"><b><span>5.2 </span></b></span><span class="UrteilstextChar"><span>Im vorliegenden Fall hatten die Beamten der Kantonspolizei ZÃ¼rich â nach Abzug einer Messtoleranz von 10 % â festgestellt, dass der BeschwerdefÃ¼hrer in der fraglichen Nacht mit einer durchschnittlichen Geschwindigkeit von 167 km/h auf der Oberland­autobahn in Richtung X fuhr. Die dort zulÃ¤ssige allgemeine HÃ¶chstgeschwindigkeit von 120 km/h Ã¼berschritt er daher um 47 km/h. Diesen ihm zur Last gelegten Sachverhalt bzw. seine Verkehrsregelverletzung bestreitet der BeschwerdefÃ¼hrer grundsÃ¤tzlich nicht. Hingegen bestreitet er, andere Verkehrsteilnehmer massiv gefÃ¤hrdet und grobfahrlÃ¤ssig gehandelt zu haben.</span></span></p> <p class="Erwgung3"><span class="UrteilstextChar"><b><span>5.2.1 </span></b></span><span>Bei den Vorschriften Ã¼ber die Geschwindigkeit handelt es sich um grundlegende Verkehrsregeln. Sie sind wesentlich fÃ¼r die GewÃ¤hrleistung der Sicherheit des Strassenverkehrs. Wird die zulÃ¤ssige HÃ¶chstgeschwindigkeit auf der Autobahn um deutlich mehr als 30 km/h Ã¼berschritten, geht das Bundesgericht â ungeachtet der konkreten UmstÃ¤nde â von einer objektiv schweren GefÃ¤hrdung im Sinne von Art. 16 Abs. 3 lit. a SVG aus (BGE 123 II 37 E. 1c). Die vom BeschwerdefÃ¼hrer vorgebrachten besonderen UmstÃ¤nde â schwaches Verkehrsaufkommen, trockene Fahrbahn, gute SichtverhÃ¤ltnisse usw. â sind dementsprechend unbeachtlich. Die Vorinstanz beurteilte folglich die deutlich hÃ¶here GeschwindigkeitsÃ¼bertretung von 47 km/h des BeschwerdefÃ¼hrers entsprechend der bundesgerichtlichen Rechtsprechung zu Recht als eine objektiv schwere VerkehrsgefÃ¤hrdung. </span></p> <p class="Erwgung3"><b><span>5.2.2 </span></b><span>Im Polizeirapport vom 13. September 1999 gab der BeschwerdefÃ¼hrer an, vielleicht 150 km/h gefahren zu sein, nicht aber 190 km/h. Auch wenn er anlÃ¤sslich der Befragung vor dem Statthalteramt X vom 7. September 2000 seine Geschwindigkeitsangabe leicht relativierte, war er sich bereits im Zeitpunkt der Polizeikontrolle bewusst, dass er eindeutig zu schnell gefahren war. Das auch im vorinstanzlichen Verfahren angefÃ¼hrte Argument des BeschwerdefÃ¼hrers, der Tachometer sei defekt gewesen und daher habe er die effektiv von ihm gefahrene Geschwindigkeit nicht erkennen kÃ¶nnen, erweist sich damit als nicht stichhaltig. Bedeutungslos ist das Vorbringen, bei einem solchen Fahrzeug der Luxusklasse dÃ¼rfe man darauf abstellen, dass keinerlei Defekte vorliegen. Ebenso wenig vermag der Einwand, das vom BeschwerdefÃ¼hrer gelenkte Fahrzeug sei ihm nicht vertraut gewesen, zu entlasten. Im Gegenteil, wer in der Nacht ein ihm praktisch fremdes Auto lenkt, muss besonders vorsichtig fahren. Da der BeschwerdefÃ¼hrer dabei die zulÃ¤ssige HÃ¶chstgeschwindigkeit in so hohem Masse Ã¼berschritten hat, handelte er gegenÃ¼ber den Ã¼brigen Verkehrsteilnehmern umso rÃ¼cksichtloser und damit mindestens grobfahrlÃ¤ssig. Auch der Einwand, wÃ¤hrend der kurzen effektiven GeschwindigkeitsÃ¼berschreitung kÃ¶nne bei einem so schwachen Verkehrskaufkommen anhand anderer Fahrzeuge nicht festgestellt werden, dass die HÃ¶chstgeschwindigkeit Ã¼berschritten werde, vermag dies nicht zu entkrÃ¤ften. Die Vorinstanz ist somit zu Recht von einer objektiv schweren, grobfahrlÃ¤ssigen VerkehrsgefÃ¤hrdung im Sinne von Art. 16 Abs. 3 lit. a bzw. Art. 90 Ziff. 2 SVG ausgegangen.</span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>5.3 </span></b><span class="UrteilstextChar"><span>FÃ¼r die Qualifizierung eines schweren Falls im Sinne von Art. 16 Abs. 3 lit. a SVG muss die schwere VerkehrsgefÃ¤hrdung auch verschuldensmÃ¤ssig relevant sein, das </span></span><span>heisst, es ist ein grobes Verschulden erforderlich (BGE 125 II 561).</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Die Vorinstanz beurteilte das Verschulden des BeschwerdefÃ¼hrers als schwer. DemgegenÃ¼ber macht der BeschwerdefÃ¼hrer geltend, dass mit den AusfÃ¼hrungen der Bezirksanwaltschaft X davon auszugehen sei, dass sein Verschulden nicht als schwer einzustufen sei. Zwar habe der Einzelrichter nicht zur eigentlichen Schwere des Verschuldens Stellung genommen. Da der Einzelrichter jedoch von der AusfÃ¤llung einer Haftstrafe absah und dem BeschwerdefÃ¼hrer lediglich eine Busse auferlegte, sei darauf abzustellen, dass dieser das Verschulden des BeschwerdefÃ¼hrers als nicht schwer einstufte. <span class="UrteilstextChar">Aufgrund des defekten bzw. fehlerhaften Tachometers sei es fÃ¼r ihn schlichtweg nicht mÃ¶glich gewesen, eine GeschwindigkeitsÃ¼berschreitung von 47 km/h zu erkennen. Das Verschulden sei somit zumindest nach dem Grundsatz "in dubio pro reo" als leicht zu gewichten. Deshalb lasse es sich durchaus rechtfertigen, von einem FÃ¼hrerausweisentzug gemÃ¤ss Art. 16 Abs. 2 SVG abzusehen und "lediglich" eine Verwarnung auszusprechen.</span></span></p> <p class="Erwgung2"><span>Die Beurteilung des Verschuldens ist eine reine Rechtsfrage (vgl. E. 5.1), weshalb die Ver­waltungsbehÃ¶rden (und mithin das Verwaltungsgericht) nicht an die rechtliche WÃ¼rdigung im Strafurteil gebunden sind.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Der Haupteinwand des defekten Tachometers, welcher eine zu tiefe Geschwindigkeit anzeigte, vermag im vorliegenden Fall das schwere Verschulden des BeschwerdefÃ¼hrers nicht zu mildern. Selbst wenn man davon ausginge, dass der BeschwerdefÃ¼hrer seine Geschwindigkeit bis zu einer HÃ¶he von 15 % (vgl. hierzu BGE vom 13. August 2003, 6S.266/2002 E. 3.3., www.bger.ch) der effektiv gefahrenen Geschwindigkeit falsch einschÃ¤tzte bzw. unterschÃ¤tzte, wÃ¼rde seine GeschwindigkeitsÃ¼berschreitung mit Ã¼ber 35 km/h (186 km/h minus 27,9 km/h = 158,1 km/h) noch immer sehr hoch ausfallen. Selbst unter Zubilligung einer solchen "FehleinschÃ¤tzungsquote" lag die tatsÃ¤chlich gefahrene Geschwindigkeit damit klar Ã¼ber den erlaubten 120 km/h; dies hÃ¤tte der BeschwerdefÃ¼hrer unabhÃ¤ngig vom defekten Tachometer bemerken mÃ¼ssen. Insofern erÃ¼brigt sich auch der Beizug des Schreibens der Garage D AG, das in den vom Verwaltungsgericht mit PrÃ¤sidialverfÃ¼gung vom 18. MÃ¤rz 2004 eingeforderten Akten (einschliesslich allfÃ¤llig vorhandener Strafakten) nicht auffindbar ist. Im Ãbrigen gab der BeschwerdefÃ¼hrer anlÃ¤sslich der besagten Polizeikontrolle zu Protokoll, vielleicht 150 km/h gefahren zu sein; er war sich also bewusst, dass er zu schnell unterwegs war. Eine so massive GeschwindigkeitsÃ¼berschreitung war selbst in Anbetracht der vorgebrachten Fremdheit sowie der Motoren- und WindgerÃ¤usche des Fahrzeugs vom BeschwerdefÃ¼hrer â einem langjÃ¤hrigen Auto­fahrer â eindeutig zu bemerken. Wer in der Nacht mit einem wenig vertrauten, gut motorisierten Fahrzeug mit einer derart Ã¼bersetzten Geschwindigkeit auf der Autobahn fÃ¤hrt, setzt nicht nur die anderen Verkehrsteilnehmer sondern auch sich selbst grosser Gefahr aus. Das dem BeschwerdefÃ¼hrer zuzurechnende Verschulden wiegt keineswegs leicht; dies schliesst auch die im Eventualantrag geforderte Verwarnung von vornherein aus. Mit der Vorinstanz ist demnach das Verschulden des BeschwerdefÃ¼hrers als schwer zu qualifizieren.</span></p> <p class="Erwgung2"><span class="UrteilstextChar"><b><span>5.4 </span></b></span><span>Zusammenfassend ist somit festzuhalten, dass der BeschwerdefÃ¼hrer durch seine Fahrweise in der Nacht vom 13. September 1999 auf der Autobahn eine elementare Verkehrsregel massiv verletzt hat und durch sein Verhalten eine schwere abstrakte GefÃ¤hrdung der Ã¼brigen Verkehrsteilnehmer schuf. Dabei handelte er grobfahrlÃ¤ssig und sein Verschulden wiegt schwer. Damit sind die Voraussetzungen fÃ¼r die Anordnung eines obligatorischen Ausweisentzugs im Sinne von Art. 16 Abs. 3 lit. a SVG erfÃ¼llt. Zu prÃ¼fen bleibt, ob die Dauer des Ausweisentzugs gemÃ¤ss dem Subeventualantrag auf maximal einen Monat gekÃ¼rzt werden kann.</span></p> <p class="Erwgung1"><span class="UrteilstextChar"><b><span>6. </span></b></span><span class="UrteilstextChar"><span> </span></span></p> <p class="Erwgung1"><span class="UrteilstextChar"><span>Die Dauer des FÃ¼hrerausweisentzugs richtet sich vor allem nach der Schwere des Verschuldens, dem Leumund als MotorfahrzeugfÃ¼hrer sowie nach der beruflichen Notwendigkeit, ein Motorfahrzeug</span></span><span> <span class="UrteilstextChar">zu fÃ¼hren (Art. 33 Abs. 2 VZV). Sie ist nach den gesamten UmstÃ¤nden festzusetzen (Art. 17 Abs. 1 SVG), wobei die Mindestdauer ein Monat betrÃ¤gt (Art. 17 Abs. 1 lit. a SVG).</span></span></p> <p class="Urteilstext"><span> </span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>6.1 </span></b><span>Das <span class="UrteilstextChar">Verschulden, das dem BeschwerdefÃ¼hrer anzulasten ist, wiegt schwer (vgl. E. 5.3), weshalb eine Ã¼ber dem gesetzlichen Minimum von einem Monat liegende Entzugsdauer als angemessen ist.</span></span></p> <p class="Erwgung2"><span class="UrteilstextChar"><b><span>6.2 </span></b></span><span class="UrteilstextChar"><span>Bei</span></span><span> <span class="UrteilstextChar">der Bemessung der Entzugsdauer ist ferner dem Leumund des Fahrzeuglenkers Rechnung zu tragen. Der automobilistische Leumund gilt nach der Rechtsprechung ungetrÃ¼bt, solange keine EintrÃ¤ge in der Datenbank ADMAS bzw. verkehrsrelevante EintrÃ¤ge im Strafregister vorliegen. Ist hingegen der Leumund getrÃ¼bt, so ist dies bei der Bemessung der Massnahmedauer verschÃ¤rfend zu veranschlagen (vgl. BGE 122 II 21 E. 1b).</span></span></p> <p class="Urteilstext"><span>Wie der BeschwerdefÃ¼hrer selbst anerkennt, ist sein automobilistischer Leumund "unbestrittenermassen nicht tadellos". GemÃ¤ss ADMAS-Auszug wurde dem BeschwerdefÃ¼hrer, der seit 1990 im Besitz des FÃ¼hrerscheins ist, wiederholt â insbesondere auch infolge diverser Geschwindigkeitsregelverletzungen â der Fahrzeugausweis entzogen; bis zum Zeitpunkt des hier relevanten Ereignisses vom September 1999 durfte der BeschwerdefÃ¼hrer wÃ¤hrend mehr als zwei Jahren nicht Auto fahren. Mit VerfÃ¼gung vom 6. Juli 1998 wurde dem BeschwerdefÃ¼hrer der Ausweis gar fÃ¼r unbestimmte Zeit entzogen. GestÃ¼tzt auf ein gÃ¼nstig lautendes verkehrspsychologisches Gutachten vom 6. Okto­ber 1998 wurde ihm, nach Ablauf der Mindestentzugsdauer von zwÃ¶lf Monaten, der FÃ¼hrerausweis am 27. Juli 1999 wieder erteilt. Weniger als zwei Monate spÃ¤ter, am 13. Sep­tember 1999, verstiess der BeschwerdefÃ¼hrer erneut gegen die Geschwindigkeitsregeln. Damit liegt bereits ein RÃ¼ckfall im Sinne von Art. 17 Abs. 1 lit. d SVG vor; demgemÃ¤ss betrÃ¤gt die Mindestentzugsdauer sechs Monate.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Daran Ã¤ndert auch der Einwand des BeschwerdefÃ¼hrers nichts, er habe sich seit rund 4 ½ Jahren nichts mehr zu Schulden kommen lassen bzw. der letzte FÃ¼hrerausweisentzug sei ihm eine hinreichende Lehre gewesen, sich im Strassenverkehr wohl zu verhalten. Mithin habe sich das verkehrspsychologische Gutachten bewahrheitet, wonach ihm durchaus eine gÃ¼nstige Prognose gestellt werden kÃ¶nne. Dieses Vorbringen ist insofern aktenwidrig, als der BeschwerdefÃ¼hrer erneut wegen Ãberschreitung der zulÃ¤ssigen bzw. signalisierten HÃ¶chstgeschwindigkeit vom 26. Februar 2001 rechtskrÃ¤ftig gebÃ¼sst und mit ebenfalls rechts­krÃ¤ftiger VerfÃ¼gung des Strassenverkehrsamts, Abteilung Administrativmassnahmen am 17. Mai 2001 verwarnt wurde.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Der Leumund des BeschwerdefÃ¼hrers ist in einem dermassen hohen Ausmass getrÃ¼bt, was zwingend eine ErhÃ¶hung der Mindestdauer hervorruft.</span></p> <p class="Erwgung2"><span class="UrteilstextChar"><b><span>6.3 </span></b></span><span class="UrteilstextChar"><span>Bei der Festlegung der Entzugsdauer ist schliesslich die berufliche Notwendigkeit, ein Motorfahrzeug zu fÃ¼hren, zu berÃ¼cksichtigen (Art. 33 Abs. 2 VZV). Ist eine solche Massnahmeempfindlichkeit gegeben, wirkt sich dies massnahmereduzierend aus. Die Reduktion bemisst sich danach, in welchem Masse der FahrzeugfÃ¼hrer infolge beruflicher Notwendigkeit stÃ¤rker als der normale Fahrer von der Massnahme betroffen ist (BGE 123 II 572 E. 2c). Es wird also ein Ã¼berdurchschnittliches Mass der BenÃ¼tzung eines Autos zur BerufsausÃ¼bung verlangt.</span></span><span> Neben der beruflichen kann auch eine persÃ¶nliche (private) Angewiesenheit derart ausgeprÃ¤gt sein, dass sie einen relevanten Gesichtspunkt bei der Bemessung der Entzugsdauer darstellt. In erster Linie ist dabei an kÃ¶rperbehinderte Personen zu denken, die ohne ihr (Spezial-)Fahrzeug der meisten sozialen Kontakte verlustig gehen (RenÃ© Schaffhauser, Grundriss des schweizerischen Strassenverkehrsrechts, Bd. III, Bern 1995, Rz. 2450).</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Der BeschwerdefÃ¼hrer macht geltend, die Vorinstanz habe seiner besonderen Massnahmeempfindlichkeit nicht hinreichend Rechnung getragen und mithin nicht pflichtgemÃ¤ss ihr Ermessen ausgeÃ¼bt. Die InvaliditÃ¤t des BeschwerdefÃ¼hrers sei entgegen der vorinstanzlichen AusfÃ¼hrungen im Rahmen einer Gesamtbetrachtung stark massnahmemildernd zu berÃ¼cksichtigen. Analog zur beruflichen Notwendigkeit sei massnahmemildernd zu berÃ¼cksichtigen, wenn ein Motorfahrzeuglenker aus gesundheitlichen GrÃ¼nden zwingend auf ein Motorfahrzeug angewiesen sei. Aus dem bereits der Vorinstanz eingereichten Arztzeugnis vom 17. Dezember 2003 gehe mit aller Deutlichkeit hervor, dass der BeschwerdefÃ¼hrer aufgrund seiner kÃ¶rperlichen Verfassung auf regelmÃ¤ssige Therapien und Ã¤rztliche Konsultationen angewiesen sei. Neben der neurologischen Behandlung brauche er namentlich regelmÃ¤ssige WaldspaziergÃ¤nge und das Schwimmen in ThermalbÃ¤dern. Aus medizinischen und finanziellen GrÃ¼nden sei es ihm nicht zuzumuten, fÃ¼r die therapeutisch notwendigen Unternehmungen, die Ã¶ffentlichen Verkehrsmittel zu nehmen.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Mit VerfÃ¼gung der Sozialversicherungsanstalt des Kantons ZÃ¼rich vom 27. Septem­ber 2002 wurde der BeschwerdefÃ¼hrer mit Wirkung ab dem 1. Dezember 1999 fÃ¼r 100 % invalid erklÃ¤rt. Seither ist er also gÃ¤nzlich arbeitsunfÃ¤hig und vermag deshalb keine besondere berufliche Massnahmempfindlichkeit im Sinne der bundesgerichtlichen Rechtsprechung darzutun. Mit der Vorinstanz ist auch eine erhÃ¶hte gesundheitliche Massnahmeempfindlichkeit abzulehnen. Es bleibt auch im verwaltungsgerichtlichen Verfahren unklar, welches die konkreten Beschwerden des BeschwerdefÃ¼hrers sind. Weder das allgemein gehaltene Arztzeugnis noch der BeschwerdefÃ¼hrer selbst vermag darzulegen, weshalb er â im Vergleich zu FahrzeugfÃ¼hrern mit Ã¤hnlichen Gesundheitsbeschwerden â besonders massnahmeempfindlich sein soll. Was beispielsweise die regelmÃ¤ssigen WaldspaziergÃ¤nge anbelangt, so anerbieten sich in der Wohngemeinde des BeschwerdefÃ¼hrers oder in deren unmittelbaren NÃ¤he ideale Gelegenheiten fÃ¼r erholsame SpaziergÃ¤nge im Wald bzw. in der Natur. Zudem darf es dem BeschwerdefÃ¼hrer zugemutet werden, etwa fÃ¼r die Ã¤rztlichen Konsultationen in ZÃ¼rich, den Ã¶ffentlichen Verkehr zu benutzen; seine Wohngemeinde ist im Ãbrigen an ein sehr gut funktionierendes Ã¶ffentliches Verkehrs­system angeschlossen. Dass dabei auch gewisse Unannehmlichkeiten, wie vermehrter<br/> Organisations- oder Zeitaufwand in Kauf zu nehmen sind, ist unausweichlich und gehÃ¶rt zur Erziehungsfunktion dieser Massnahme.</span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>6.4 </span></b><span class="UrteilstextChar"><span>Schliesslich macht der BeschwerdefÃ¼hrer auch geltend, analog der bundesgerichtlichen Rechtsprechung in Strafsachen sei von einer massiven Verletzung des Beschleunigungsgebots auszugehen. Es sei nicht dem BeschwerdefÃ¼hrer anzulasten, dass die Direktion fÃ¼r Soziales und Sicherheit erst am 28. Juni 2001 vom Vorfall Kenntnis erhalten habe. Es stelle sich die Grundsatzfrage, ob nach Ablauf von mehr als 4 ½ Jahren Ã¼berhaupt Anlass bestehe, gegen einen fehlbaren Automobilisten eine Administrativmassnahme auszusprechen. Zumindest sei von einem FÃ¼hrerausweisentzug</span></span><span> abzusehen und hÃ¶chstens eine Verwarnung auszusprechen.</span></p> <p class="Erwgung2"><span class="UrteilstextChar"><span>Die Parteien haben im Verfahren vor Gerichts- und Verwaltungsinstanzen Anspruch auf Beurteilung innert angemessener Frist (Art. 29 Abs. 1 der Bundesverfassung vom 18. April 1999 [BV]; § 4a VRG). Bei der Beurteilung der Angemessenheit der Verfahrensdauer</span></span><span> ist <span class="UrteilstextChar">zunÃ¤chst zu berÃ¼cksichtigen, dass mit dem Warnungsentzug eine Besserung des FahrzeugfÃ¼hrers bzw. eine BekÃ¤mpfung der RÃ¼ckfallgefahr erreicht werden soll (Art. 30 Abs. 2 VZV). Aufgrund seines prÃ¤ventiven</span> und erzieherischen Charakters muss der Warnungsentzug gemÃ¤ss bundesgerichtlicher Rechtsprechung mit der Verkehrsregelverletzung in einem angemessenen zeitlichen Zusammenhang<i> </i>stehen (BGE <span class="UrteilstextChar">120 Ib 504 E. 4b). Ist dieser Zusammenhang nicht mehr gegeben, muss gegebenenfalls die gesetzliche Mindestentzugsdauer unterschritten (BGE 127 II 297 E. 3b; 120 lb 504, 510 E. 4e) oder sogar gÃ¤nzlich von einer Massnahme abgesehen werden (vgl. den Sachverhalt in BGE 115 Ia 159, 162). FÃ¼r eine Reduktion der Entzugsdauer bzw. einen gÃ¤nzlichen Verzicht mÃ¼ssen aufgrund der zitierten Rechtsprechung folgende Voraussetzungen kumulativ erfÃ¼llt sein:</span></span></p> <p class="Urteilstext"><span>Zwischen dem massnahmeauslÃ¶senden Ereignis und dem Entscheid der letzten Instanz ist relativ viel Zeit verstrichen;</span></p> <p class="Urteilstext"><span>-<span> </span></span><span>den BeschwerdefÃ¼hrer trifft an dieser langen Verfahrensdauer keine Schuld (oder positiv ausgedrÃ¼ckt: das Prozessverhalten des BeschwerdefÃ¼hrers muss nachvollziehbar sein; vgl. EGMR, 26. Oktober 1988, Martins Moreira, 11371/85, § 49, http://hudoc.echr.coe.int: "natural and understandable");</span></p> <p class="Urteilstext"><span>-<span> </span></span><span>der BeschwerdefÃ¼hrer hat sich in der Zwischenzeit wohl verhalten.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Diese Voraussetzungen sind im Folgenden zu prÃ¼fen.</span></p> <p class="Erwgung3"><b><span>6.4.1 </span></b><span class="UrteilstextChar"><span>Fest steht, dass zwischen dem massnahmeauslÃ¶senden</span></span><span> Ereignis vom 13. Septem­ber 1999 und dem angefochtenen<span class="UrteilstextChar"> Entscheid vom 11. Februar 2004 knapp 4 ½ Jahre vergangen sind. Ob den BeschwerdefÃ¼hrer hinsichtlich der recht langen Verfahrensdauer zumindest eine teilweise Schuld trifft, kann vorliegend offen gelassen werden, weil die dritte Voraussetzung des zwischenzeitlichen Wohlverhaltens des Motorfahrzeuglenkers nicht erfÃ¼llt wird</span>.</span></p> <p class="Erwgung3"><b><span>6.4.2 </span></b><span class="UrteilstextChar"><span>Aus den Akten geht hervor, dass der BeschwerdefÃ¼hrer seit der Verkehrsregelverletzung vom 13. September 1999</span></span><span> <span class="UrteilstextChar">erneut wegen Ãberschreitung der zulÃ¤ssigen bzw. signalisierten HÃ¶chstgeschwindigkeit am 26. Februar 2001 in X rechtskrÃ¤ftig gebÃ¼sst und mit ebenfalls rechtskrÃ¤ftiger VerfÃ¼gung des Strassenverkehrsamts, Abteilung Administrativmassnahmen am 17. Mai 2001 verwarnt wurde. Der BeschwerdefÃ¼hrer hat sich also entgegen seinen AusfÃ¼hrungen in der Beschwerdeschrift im Strassenverkehr sehr wohl "etwas zu Schulden kommen lassen".</span></span></p> <p class="Urteilstext"><span>Damit entfÃ¤llt eine Reduktion der Entzugsdauer bzw. ein Verzicht auf den FÃ¼hrerausweisentzug entsprechend der bundesgerichtlichen Rechtsprechung (vgl. E. 6.4).</span></p> <p class="Erwgung1"><b><span>7. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Aufgrund der geprÃ¼ften massgebenden Zumessungskriterien (Schwere des Verschuldens, automobilistischer Leumund, berufliche bzw. private Massnahmeempfindlichkeit, LÃ¤nge der Verfahrensdauer) ist die verfÃ¼gte Entzugsdauer von vier Monaten als unverstÃ¤ndlich mild zu beurteilen. Die gesetzliche Mindestentzugsdauer betrÃ¤gt im vorliegenden Fall sogar sechs Monate (vgl. E.6.2). GestÃ¼tzt auf § 63 Abs. 2 VRG ist dennoch im Sinne der vorinstanzlichen ErwÃ¤gungen (vgl. Ziff. 6) von einer VerlÃ¤ngerung der Entzugsdauer abzusehen.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>DemgemÃ¤ss ist die Beschwerde abzuweisen. Bei diesem Ausgang des Verfahrens wird der BeschwerdefÃ¼hrer kostenpflichtig (§ 13 Abs. 2 Satz 1 in Verbindung mit § 70 VRG). Ein Anspruch auf ParteientschÃ¤digung steht ihm damit von vornherein nicht zu (vgl. § 17 Abs. 2 VRG).</span></p> <p class="Einzug1"><span>DemgemÃ¤ss entscheidet die Kammer:</span></p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug2">1. Die Beschwerde wird abgewiesen.</p> <p class="Einzug2">2. Die GerichtsgebÃ¼hr wird festgesetzt auf <br/> Fr. 2'500.--; die Ã¼brigen Kosten betragen:<br/> Fr. 60.-- Zustellungskosten,<br/> Fr. 2'560.-- Total der Kosten.</p> <p class="Einzug2">3. Die Gerichtskosten werden dem BeschwerdefÃ¼hrer auferlegt.</p> <p class="Einzug2">4. Eine ParteientschÃ¤digung wird keine zugesprochen.</p> <p class="Einzug2">5. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen, von der Zustellung an gerechnet, Verwaltungsgerichtsbeschwerde beim Bundesgericht erhoben werden.</p> <p class="Urteilstext"><span>6. â¦</span></p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>