B u n d e s v e rw a l t u n g s g e r i ch t T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i f f éd é r a l T r i b u n a l e am m i n i s t r a t i vo f e d e r a l e T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i v fe d e r a l Abteilung I A-7010/2013 U r t e i l v o m 1 3 . J u n i 2 0 1 4 Besetzung Richter Christoph Bandli (Vorsitz), Richterin Claudia Pasqualetto Péquignot, Richter André Moser, Gerichtsschreiberin Laura Bucher. Parteien A._______, (…) vertreten durch die Gewerkschaft des Verkehrspersonals (SEV), Steinerstrasse 35, Postfach, 3000 Bern 6, Beschwerdeführer, gegen Schweizerische Bundesbahnen SBB, Konzernrechtsdienst, Hochschulstrasse 6, 3000 Bern 65 SBB, Vorinstanz. Gegenstand Anpassung des Arbeitsvertrags; Funktionsbewertung. A-7010/2013 Seite 2 Sachverhalt: A. A._______ arbeitet als Diagnostiker 1. Level Fahrzeugdiagnose (FD) bei den Schweizerischen Bundesbahnen (nachfolgend SBB). Per 1. Juli 2011 trat der neue Gesamtarbeitsvertrag SBB 2011 (nachfolgend: GAV SBB 2011) in Kraft, der ein neues Funktionsbewertungs - und Lohnsystem vor- sieht. Im Zusammenhang mit dem Übergang zu diesem System wurde A._______ im Mai 2011 in einem sog. "Verständigungsschreiben " mitge- teilt, seine Funktion werde in Abänderung seines Arbeitsvertrags neu dem Anforderungsniveau G zugeordnet. Mit Schreiben vom 1. September 2011 erhob A._______ Einsprache und beantragte, die Einreihung der Diagnostiker 1. Level FD nochmals zu überprüfen und seine Stelle in das Anforderungsniveau H einzuteilen. B. Mit Verfügung vom 16. August 2012 wurde die Änderung des Einzela r- beitsvertrages resp. die Zuordnung der Stelle von A._______ zum Anfor- derungsniveau G in der Funktionskette 3107 (Bau, Wartung, Handwerk, Technik) rückwirkend auf den 1. Juli 2011 bestätigt. Ausserdem wurde der massgebliche Jahreslohn (inkl. Lohngarantie, sog. "Garantie 2011") ve r- fügt. Zusammen mit dieser Verfügung wurde A._______ der auf seine Person ausgestellte Stellenbeschrieb Nr. 1329004 zugestellt. C. Gegen diese Verfügung erhob A._______ am 24. September 2012 B e- schwerde beim Konzernrechtsdienst der SBB. Er beantragte die Aufh e- bung der Verfügung und die rückwirkende Zuordnung zum Anforderung s- niveau H der Funktionskette 3120 (Sachbearbeitung Rollmaterial / techni- sche Assistenten) . Im zugestellten Stellenbeschrieb sei en wesentliche Teile der Aufgaben nicht korrekt gewichtet. Er erledige Projektarbeit, erar- beite Informationen für die Mitarbeiter Fahrzeugdiagnose und führe Schu- lungen durch. Deshalb sei seine Stelle der Funktionskette der technische Assistenten zuzuordnen. D. Mit Entscheid vom 11. November 2013 wies der Konzernrechtsdienst der SBB die Beschwerde ab. Zur Begründung führte er insbesondere aus, der Stellenbeschrieb Nr. 1329004 sei von der zuständigen HR -Beratung verifiziert worden. Er entspreche der Funktion von A._______, beschrän- ke sich zu Recht auf die Hauptaufgaben und gebe die Tätigkeit von A._______ korrekt wieder. Seine Funktion finde ihre grösste Üb erein-A-7010/2013 Seite 3 stimmung mit den effektiven Anforderungen des Anforderungsniveaus G, weshalb die konkrete Stelle von A._______ korrekterweise nicht der Funktion Standortverantwortlicher Kompetenzstandort Diagnostik Fah r- zeugdiagnose im Anforderungsniveau H in der Funktionskette 3150, wel- che zusätzliche bzw. komplexere Aufgaben beinhalte, zugeordnet worden sei. Dieser Entscheid beruhe im Weiteren auf sachlichen Gründen und sei nachvollziehbar. E. Gegen diesen Entscheid des Konzernrechtsdiensts der SBB (nachfo l- gend: Vorinstanz) erhebt A._______ (nachfolgend: Beschwerdeführer) am 10. Dezember 2013 Beschwerde beim Bundesverwaltungsgericht. Er b e- antragt, den angefochtenen Entscheid aufzuheben und seine Stelle dem Anforderungsniveau H in der Funktionskette 3120 zuzuweisen. Der Be- schwerdeführer macht in formeller Hinsicht geltend, die Vorinstanz habe die Begründungspflicht verletzt, den Sachverhalt unvoll ständig abgeklärt und ihr Ermessen unterschritten. Die Stellenbeschrei bung "Diagnostiker 1. Level FD" im Anforderungsniveau G entspreche nicht seinem tatsächli- chen Arbeitsalltag respektive seinen tatsächlichen Funktionen. F. Die Vorinstanz hält in ihrer Vernehmlassung vom 6. Februar 2014 am a n- gefochtenen Entscheid fest und beantragt die Abweisung der Beschwe r- de. Zur Begründung führt sie insbesondere aus, die Einreihung in das An- forderungsniveau G in der Funktionskette 3107 sei korrekt, was im Übr i- gen auch der Korrespondenz mit dem Linienvorgesetzten des Beschwe r- deführers zu entnehmen sei. Die geltend gemachten Zusatzausbildungen in der Fahrzeugtechnik würden zu den Mindestanforderungen eines Di a- gnostikers gehören. Die Funktion Standortverantwortlicher im Anford e- rungsniveau H beinhalte komplexere Aufgaben als diejenigen des B e- schwerdeführers. G. Auf die weiteren Vorbringen der Parteien und die sich bei den Akten b e- findlichen Schriftstücke wird – soweit entscheidrelevant – in den nachfol- genden Erwägungen eingegangen. A-7010/2013 Seite 4 Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 1. 1.1 Gemäss Art. 31 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (VGG, SR 173.32) beurteilt das Bundesverwaltungsgericht Beschwerden gegen Verfügungen nach Art. 5 des Verwaltungsverfahrensgesetzes vom 20. Dezember 1968 (VwVG, SR 172.021), sofern sie von einer Vorinstanz nach Art. 33 VGG stammen und keine Ausnahme nach Art. 3 2 VGG vor- liegt. Das Verfahren vor Bundesverwaltungsgericht richtet sich, soweit das VGG nichts anderes vorsieht, nach dem VwVG (Art. 37 VGG). 1.2 Die Bestimmungen über das Dienstverhältnis des Bundespersonals finden auch auf das Personal der SBB Anwendung (vgl . Art. 15 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 20. März 1998 über die Schweizerischen Bu n- desbahnen [SBBG, SR 742.31] und Art. 2 Abs. 1 Bst. d des Bundespe r- sonalgesetzes vom 24. März 2000 [BPG, SR 172.220.1]). Der Erstinstanz kam demnach hinsichtlich der vorliegen d streitigen Frage Verfügungsb e- fugnis zu (vgl. Art. 34 Abs. 1 BPG und Ziff. 194 Abs. 1 GAV SBB 2011). Ihre Verfügung wurde im Einklang mit der vor Inkrafttreten der Revision des Bundespersonalrechts am 1. Juli 2013 geltenden prozessualen Rechtslage zunäch st bei der Vorinstanz als interne Beschwerdeinstanz angefochten (vgl. Art. 35 Abs. 1 BPG in der Fassung vom 24. März 2000 [AS 2001 906] und Ziff. 195 GAV SBB 2011). Jenes Beschwerdeverfa h- ren war bei Inkrafttreten dieser Revision noch hängig. Die Vorinstanz war deshalb gestützt auf den allgemeinen intertemporalrechtlichen Grundsatz, wonach hängige Rechtsmittelverfahren nach bisherigem Prozessrecht weiterzuführen sind, trotz der mit der Revision erfolgten Verkürzung des Instanzenzugs (neu direkte Anfechtung d er Verfügung des Arbeitgebers beim Bundesverwaltungsgericht; vgl. Art. 36 Abs. 1 BPG) zum angefoc h- tenen Entscheid befugt (vgl. Urteil des Bundesverwaltungsgerichts A - 5321/2013 vom 24. Februar 2014 E. 1.1.2; MEYER/ARNOLD, Intertempora- les Recht, Zeitschrift für Schweizerisches Recht [ZSR] 2005 I, S. 137; KÖLZ/HÄNER/BERTSCHI, Verwaltungsverfahren und Verwaltungsrecht s- pflege des Bundes, 3. Aufl. 2013, Rz. 132). 1.3 Der Entscheid der Vorinstanz ist eine Verfügung im Sinne von Art. 5 Abs. 2 VwVG und kann ans Bundesv erwaltungsgericht weitergezogen werden (vgl. Art. 36 Abs. 1 BPG in der Fassung vom 17. Juni 2005 [AS 2006 2230] und Art. 33 Bst. h VGG). Eine Ausnahme nach Art. 32 A-7010/2013 Seite 5 VGG liegt nicht vor. Das Bundesverwaltungsgericht ist demnach für die Beurteilung der vorliegenden Beschwerde zuständig. 1.4 Zur Beschwerde ans Bundesverwaltungsgericht ist nach Art. 48 Abs. 1 VwVG berechtigt, wer vor der Vorinstanz am Verfahren teilg e- nommen oder keine Möglichkeit zur Teilnahme erhalten hat, durch die angefochtene Verfügung besonders berührt ist und ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung oder Änderung hat. Der Beschwerdeführer hat sich am vorinstanzlichen Verfahren beteiligt und ist mit seinem Anli e- gen nicht durchgedrungen. Er ist demnach durch den angefochtenen Entscheid beschwert und hat ungeachtet der gewährten Lohngarantie ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung oder Änderung (vgl. zum Bestehen eines aktuellen Rechtsschutzinteresses bei Beschwerden g e- gen Einreihungsentscheide der SBB im Zusammenhang mit dem Übe r- gang zum neuen Funktionsbewertungs - und Lohnsystem trotz Lohng a- rantie Urteil des Bundesverwaltungsgerichts A -1876/2013 vom 6. Januar 2014 E. 1.2.2). Seine Legitimation ist somit zu bejahen. 1.5 Die Beschwerde wurde weiter frist - und formgerecht eingereicht (Art. 50 Abs. 1 und 52 VwVG), weshalb auf sie einzutreten ist. 2. Das Bundesverwaltungsgericht entscheidet – gleich wie die verwaltung s- interne Beschwerdeinstanz – grundsätzlich mit uneingeschränkter Kogn i- tion. Gerügt werden kann nicht nur die Verletzung von Bunde srecht ein- schliesslich Überschreitung oder Missbrauch des Ermessens und die u n- richtige oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachve r- halts, sondern auch die Unangemessenheit des angefochtenen En t- scheids (vgl. Art. 49 VwVG). Geht es um Stell eneinreihungen, auferlegt sich das Bundesverwaltungsgericht bei der Angemessenheitsprüfung a l- lerdings eine gewisse Zurückhaltung. Es beschränkt sich in diesen Fällen auf die Frage, ob die Einreihung auf ernstlichen Überlegungen beruht, und wird insbesonder e nicht selbst als qualifizierende Behörde tätig. Im Zweifel weicht es nicht von der Auffassung der Vorinstanz ab und setzt nicht an deren Stelle sein eigenes Ermessen (vgl. Urteile des Bunde s- verwaltungsgerichts A -1876/2013 vom 6. Januar 2014 E. 2.3 und A-2878/2013 vom 21. November 2013 E. 2.3 mit zahlreichen Hinweisen). A-7010/2013 Seite 6 3. 3.1 In formeller Hinsicht rügt der Beschwerdeführer sinngemäss, die Vo r- instanz habe das rechtliche Gehör und die Begründungspflicht verletzt, ihr Ermessen unterschritten und den Sachverhalt unvollständig festg e- stellt. Die Vorinstanz habe es zudem unterlassen, den direkten Vorg e- setzten des Beschwerdeführers einzubeziehen. 3.2 Die Vorinstanz entgegnet, dass der zuständige HR -Berater mehrfach konsultiert wurde. Im Rahmen des vorliegenden Verfahrens sei im Sinne einer zusätzlichen Sachverhaltsabklärung zudem eine weitere Stellun g- nahme beim HR -Berater eingeholt worden. Gleichzeitig sei diese r ange- wiesen worden, auch die Beurteilung des Linienvorgesetzen mit einzube- ziehen. Diese zusätzlichen Abklärungen würden die Korrektheit des fes t- gestellten Sachverhalts bestätigen. Damit macht die Vorinstanz sinng e- mäss geltend, sie habe die vorhandenen Beweismittel objektiv geprüft und sei zum Schluss gekommen, diese liessen eine zuverlässige Beurtei- lung des rechtserheblichen Sachverhalts zu. 3.3 3.3.1 Für das Verfahren vor der Vorinstanz gelten die Regeln des VwVG (vgl. Art. 1 Abs. 1 und 2 VwVG und Ziff. 194 Abs. 2 GAV SBB 2011; TSCHANNEN, in: Auer/Müller/Sc hindler [Hrsg.], Kommentar zum Bunde s- gesetz über das Verwaltungsverfahren, 2008, Art. 1 N. 18). Zur Anwe n- dung kommt demnach auch Art. 49 VwVG, der der Beschwerdeinstanz, wie erwähnt (vgl. E. 2), grundsätzlich umfassende Kognition einräumt. Die Vorinstanz kann somit die bei ihr angefochtenen Verfügungen unei n- geschränkt auf eine allfällige unrichtige oder unvollständige Feststellung des Sachverhalts hin überprüfen. Als unrichtig gilt die Sachverhaltsfes t- stellung, wenn der angefochtenen Verfügung ein falscher und aktenwidri- ger Sachverhalt zugrunde gelegt wurde oder entscheidrelevante G e- sichtspunkte nicht geprüft oder Beweise falsch gewürdigt wurden. Als u n- vollständig gilt sie, wenn nicht über alle rechtserheblichen Umstände B e- weis geführt wurde oder eine entsch eidrelevante Tatsache zwar erhoben, jedoch nicht gewürdigt wurde und nicht in den Entscheid einfloss (vgl. U r- teile des Bundesverwaltungsgerichts A -5321/2013 vom 23. April 2014 E. 1.2, A-5183/2013 vom 24. Februar 2014 E. 3.3.1, A -3440/2012 vom 21. Januar 2014 E. 2.1.2 und A -3716/2010 vom 26. März 2013 E. 2.1.2, jeweils m.w.H.; KÖLZ/HÄNER/BERTSCHI, a.a.O., Rz. 1043; MO- SER/BEUSCH/KNEUBÜHLER, Prozessieren vor dem Bundesverwaltungsg e-A-7010/2013 Seite 7 richt, 2. Aufl. 2013, Rz. 2.189, JÉRÔME CANDRIAN, Introduction à la proc é- dure administrative fédérale, Bâle 2013, Rz. 59, S. 43). Grundsätzlich hat die Vorinstanz ihre Kognition voll auszuschöpfen. Bei unzulässiger Kogni- tionsbeschränkung verletzt sie das rechtliche Gehör bzw. begeht sie eine formelle Rechtsverweigerung (vgl. BGE 131 I I 271 E. 11.7.1; KÖLZ/HÄNER/BERTSCHI, a.a.O., Rz. 1027; MOSER/BEUSCH/KNEUBÜHLER, a.a.O., Rz. 2.153). Zur Anwendung kommt weiter Art. 12 VwVG. Wie im Verfahren vor dem Bundesverwaltungsgericht gilt somit der Untersuchungsgrundsatz. Die Vorinstanz hat demnach von Amtes wegen für die richtige und vollständ i- ge Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts zu sorgen (vgl. BGE 138 V 218 E. 6; BVGE 2009/50 E. 5.1). Dieser Grundsatz wird dadurch relativiert, dass den Parteien gewisse Mitwirkungspflichten bei der Sach- verhaltsfeststellung auferlegt werden (vgl. Art. 13 VwVG; BGE 132 II 113 E. 3.2; BVGE 2009/60 E. 2.1.1; KÖLZ/HÄNER/BERTSCHI, a.a.O., Rz. 460, CANDRIAN, a.a.O. Rz. 63, S. 44). 3.3.2 Hinsichtlich der Würdigung von Beweisen gilt der Grundsatz der freien Beweiswürdigung (vgl. Art. 19 VwVG i.V.m. Art. 40 des Bundesg e- setzes vom 4. Dezember 1947 über den Zivilprozess [BZP , SR 273]). Da- nach haben die Bundesbehörden und -gerichte die Beweise frei, ohne Bindung an förmliche Beweisregeln, sowie umfassend und pflichtgem äss zu würdigen. Beschwerdeinstanzen haben alle Beweismittel objektiv zu prüfen, unabhängig davon, von wem sie stammen (vgl. BGE 137 II 266 E. 3.2). Eine Behörde verletzt somit den Grundsatz der freien Bewei s- würdigung, wenn sie bestimmten Beweismitteln im Voraus in allgemeiner Weise die Beweiseignung abspricht oder nur ein einziges Beweismittel zum Nachweis einer bestimmten Tatsache zu lassen will (vgl. MOSER/BEUSCH/KNEUBÜHLER, a.a.O., Rz. 3.140 mit Hinweisen). Ist für eine rechtserhebliche Tatsache der volle Beweis zu erbringen (Rege l- beweismass), darf die entscheidende Behörde diese nur als bewiesen betrachten, wenn sie gestützt auf die Beweiswürdigung zur Überzeugung gelangt, sie habe sich verwirklicht. Absolute Gewissheit kann dabei alle r- dings nicht verlan gt werden. Es genügt, wenn sie an der behaupteten Tatsache keine ernsthaften Zweifel mehr hat oder allenfalls verbleibende Zweifel als leicht erscheinen (vgl. BGE 130 III 321 E. 3.2; BVGE 2012/33 E. 6.2.1; MOSER/BEUSCH/KNEUBÜHLER, a.a.O., 3.140a f.). 3.4 Die V orinstanz führt im angefochtenen Entscheid und in ihrer Ste l- lungnahme zur Beschwerde bezüglich der Rüge der unrichtigen oder u n-A-7010/2013 Seite 8 vollständigen Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts unter a n- derem aus, die Vorbringen des Beschwerdeführers seien aufge nommen und es sei erneut abgeklärt worden, ob die von ihm zusätzlich genannten Arbeiten ebenfalls vom Stellenbeschrieb erfasst würden. Aus dem Schri f- tenwechsel zwischen der Vorinstanz und dem HR -Berater geht hervor, dass der direkte Vorgesetzte des Beschwerdeführers zu seinen Aufgaben und Tätigkeiten befragt wurde. Im Übrigen habe sich die Vorinstanz da r- auf verlas sen dürfen, dass die Angaben des für den Beschwerdeführer zuständigen HR -Beraters und des nachträglich befragten Linienvorg e- setzten korrekt seien. 3.5 Aus diesen Ausführungen geht – wie auch aus den Akten – deutlich hervor, dass im Rahmen des Verfahrens vor der Erst- wie auch der Vorin- stanz Stellungnahmen ei ngeholt und den Entscheiden vom 16. August 2012 bzw. 11. November 2013 zu Grunde gelegt wurden. Die Erstinstanz hat eine Befragung des Linienvorgesetzten offenbar nicht deshalb unte r- lassen, weil sie deren Beweiseignung von vornherein verneinte oder a l- lein die Stellungnahme des HR-Beauftragten als Beweis zulassen wollte. Sie verzichtete vielmehr auf e ine Anhörung, weil sie aufgrund einer ant i- zipierten Beweiswürdigung den Sachverhalt als korrekt und erstellt sowie die Erhebung weiterer Beweise als unnötig erachtete. Die Vorinstanz ve r- vollständigte indessen ihrerseits die Beweiserhebung und holte die Ste l- lungnahme des Linienvorgesetzten ein. Auch sie durfte somit von einem vollständigen und korrekt erhobenen Sachverhalt ausgehen. Es ist de s- halb vorliegend nicht zu erkennen, inwiefern die Vorinstanz ihre Kognition nicht ausgeschöpft hätte. Im Übrigen hat der Beschwerdeführer nie weite- re Beweise angeboten oder geltend gemacht, es seien solche nicht erh o- ben worden. Eine unzulässige Einschränkung der Kognition und eine G e- hörsverletzung bzw. eine formelle Rechtsverweigerung als Folge davon ist somit ebenso zu v erneinen wie eine Verletzung des Grundsatzes der freien Beweiswürdigung (vgl. Urteil des Bundesverwaltungsgerichts A - 5183/2013 vom 24. Februar 2014 E. 3.3.2 f.). 4. 4.1 In materieller Hinsicht macht der Beschwerdeführer geltend, er habe in seinem Fachgebiet ein e fachliche Führungsaufgabe. Er sei wie die Standortverantwortlichen des Kompetenzstandorts bestrebt, eine kontinu- ierliche Optimierung und Verbesserung anzustreben. Zum Beispiel habe er die Systemeinführung zur Verbesserung der WC-Systeme in den Fahr- zeugen umgesetzt. Er erarbeite Dokumentationen und Checklisten, unter A-7010/2013 Seite 9 anderem bei der Einführung von "Starbucks" im Zug. Im Rahmen der Qualitätserbringung mache er die Diagnostiker FD auf Verbesserung s- möglichkeiten aufmerksam. Zudem habe der Beschwerdeführer ve r- schiedene Zusatzausbildungen in der Fahrzeugtechnik absolviert, er sei technischer Spezialist, der über sehr hohe und spezifische Kenntnisse der Fahrzeuge verfüge. Die Vorinstanz vergleiche seine Stelle mit der Funktion "Standortverantwortlicher Kompetenzs tandort DIA FD", welche im Anforderungsniveau H eingereiht sei. Dieser Vergleich sei jedoch von ihm nie beantragt w orden, da klar sei , dass beim Standortverantwortl i- chen die Führungsaufgaben die Einreihung in das Anforderungsniveau H rechtfertigen würden. Er hingegen sei aufgrund seiner technischen Au f- gaben und Kompetenzen in das Anforderungsniveau H einzureihen. Es müsse überprüft werden, ob die Stellenbeschreibung den vom B e- schwerdeführer an seiner Stelle tatsächlich geleisteten Arbeiten entspre- che. 4.2 Die Vorinstanz hält dem entgegen, der Vergleich der Stelle des B e- schwerdeführers mit der Funktion des Standortverantwortlichen mache Sinn. Der Standortverantwortliche Kompetenzstandort Diagnostik FD sei die gegenüber dem Beschwerdeführer nächst höhere verglei chbare Funktion. Sie beinhalte komplexere Aufgaben als die Stelle des B e- schwerdeführers. Vertiefte Zusatzausbildungen der Fahrzeugtechnik wür- den zu den Mindestanforderungen eines Diagnostikers gehören. 4.3 Gemäss Art. 15 Abs. 1 BPG, der durch die per 1. Juli 2013 in Kraft ge- tretene Revision des Bundespersonalrechts keine Änderung erfuhr, b e- misst sich der Lohn nach den drei Kriterien Funktion, Erfahrung und Lei s- tung. Der GAV SBB 2011, mit dem, wie erwähnt (vgl. Bst. A), per 1. Juli 2011 ein neues Funktionsbewertungs- und Lohnsystem eingeführt wurde, hält – wie bereits Ziff. 89 GAV SBB 2007 – damit übereinstimmend fest, der Lohn richte sich nach den Anforderungen der Funktion sowie nach der nutzbaren Erfahrung und der Leistung (vgl. Ziff. 90). Gemäss der Übergangsbestimmung von Ziff. 113 GAV SBB 2011 werden auf den 1. Juli 2011 alle Anstellungsverhältnisse in das neue System überführt. Ziff. 91 GAV SBB 2011 normiert die Grundsätze der Stellenbewertung. Danach wird jede Funktion summarisch einem Anforderungsniveau zuge- ordnet (Abs. 1). Dieses wird auf der Basis zwischen den Parteien g e- meinsam anerkannter, analytischer Bewertungsverfahren ermittelt (Abs. 2). Eine detailliertere Regelung findet sich in der Richtlinie "Funk - tionsbewertung" (K 140.1; nachfolgend: Bewertu ngsrichtlinie), die per A-7010/2013 Seite 10 1. Juli 2011 die bisherige Richtlinie (R Z 140.1 vom 6. März 2007) ersetz- te. Die Anforderungen werden durch 15 Anforderungsniveaus definiert und mit den Buchstaben A bis O bezeichnet. Nach Ziff. 2.2 ist die Funk - tionszuordnung die Basis für die Umsetzung einer anforderungs- und leis- tungsgerechten Entlöhnung über sämtliche Organisationseinheiten der SBB hinweg. Grundlage für die Einreihung einer Funktion bildet gemäss Ziff. 2.4 die Stellenbeschreibung. Der oder die Vorgesetzte umschre ibt das Ziel der Funktion, die Aufgaben, Kompetenzen und Verantwortungen wirklichkeitsgetreu. Bei wesentlichen Änderungen passt er oder sie die Stellenbeschreibung an (vgl. Urteil des Bundesverwaltungsgerichts A - 5321/2013 vom 23. April 2014 E. 4.2, A-5183/2013 vom 24. Februar 2014 E. 5). 4.4 Gemäss der Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts darf das Funktionsbewertungsverfahren nicht dahingehend interpretiert we r- den, es müsse für jede tatsächlich ausgeübte Funktion eine individual i- sierte Stellenbeschreibung erstellt werden. Es erscheint vielmehr mit Blick auf eine rechtsgleiche Behandlung über die verschiedenen Organisat i- onseinheiten der SBB hinweg als zulässig und korrekt, standardisierte bzw. Rahmenstellenbeschreibungen zu verwenden (vgl. Urteile des Bu n- desverwaltungsgerichts A -5321/2013 vom 23. April 2014 E.4.3, A - 5183/2013 vom 24. Februar 2014 E. 5.3, und A-1876/2013 vom 6. Januar 2014 E. 5.1.2). Die Zuordnung der konkret ausgeübten Funktion setzt a l- lerdings voraus, dass über die effektiv wahrgenommenen Aufgaben Klar- heit besteht. 4.5 4.5.1 Im vorliegenden Fall hat die Vorinstanz dargelegt, welche zusätzl i- chen Aufgaben und Kompetenzen der Beschwerdeführer übernehmen müsste, u m als Standortverantwortlicher Kompetenzstandort Diagnostik Fahrzeugdiagnose ins Anforder ungniveau H eingereiht zu werden. Der Vergleich mit der Funktion des Standortverantwortlichen erscheint hier sachgerecht, da sie die gegenüber dem Beschwerdeführer nächst höhere vergleichbare Funktion ist. An den entsprechenden Ausführungen der Vorinstanz diesbezüglich ist nicht zu zweifeln. Im Übrigen führt der B e- schwerdeführer nicht näher aus, mit welcher Funktion seine Stelle zu vergleichen wäre und begründet sein Vorbringen nicht näher. 4.5.2 Der Vergleich der Stellenbeschreibungen des Diagnostikers 1. Level FD im Anforderungniveau G (Stellenbeschreibung Nr. 1329004) und des A-7010/2013 Seite 11 Standortverantwortlichen Kompetenzstandrot DIA FD im Anforderungsn i- veau H (Stellenbeschreibung Nr. 1329006) ergibt, dass der Standortve r- antwortliche komplexere Aufgaben im Führungsbereich übernimmt. Zwar bestätigt auch der direkte Linienvorgesetzte des Beschwerdeführers, dass an beide Funktionen im technischen Bereich vergleichbare Anspr ü- che gestellt werden. In seinem Fachgebiet hat der Diagnostiker 1. Level bei den technischen Fachkenntnissen sogar noch leicht erhöhte Anford e- rungen zu erfüllen. Der Diagnostiker 1. Level v erfügt über ausgewiesene Fachkompetenz und vertiefte technische Kenntnisse mit entsprechenden Zusatzausbildungen in der Fahrzeugtechnik. In diesem Sinne kann durchaus von einer gewissen fachlichen Führung gesprochen werden, wie sie der Beschwerdeführer auch geltend macht. Zu berücksichtigen ist hierbei jedoch, dass der Standortverantwortliche die technischen Kenn t- nisse ebenfalls mitbringt und zusätzlich gewichtige Führungsa ufgaben in- ne hat. So ist der Standortverantwortliche für die Personal - und Einsatz- planung, das Wissensmanagement, die Weiterentwicklung und die G e- setzeskonformität seines Standorts verantwortlich. Er führt eigenständig Materialbeschaffungen durch und verfü gt über Budgetverantwortung. Es ist klar und wird auch nicht bestritten , dass der Beschwerdeführer diese zusätzlichen Aufgaben in den Bereichen Personalverantwortung, Finan- zen und Weiterentwicklung des Stand orts nicht ausübt bzw. dass diese Aufgaben nicht in seinen Zuständigkeitsbereich fallen. 4.6 Aus dem Gesagten ergibt sich, dass der Beschwerdeführer die z u- sätzlichen und komplexeren Ausgaben der vergleichbaren Funktion im Anforderungniveau H nicht ausübt. Insgesamt zeigt sich, dass die im Stel- lenbeschrieb Nr. 1329004 aufgeführten Aufgaben dem täglichen Arbeit s- alltag des Beschwerdeführers entsprechen und seine Aufgaben darin kor- rekt und vollständig umschrieben sind. Im Übrigen ist die Zuordnung der Funktion des Diagnostikers 1. Level FD zum Anforderungniveau G nicht bestritten. Folglich ist die Zuordnung der Stelle des Beschwerdeführers zum Anforderungsniveau G korrekt. 5. Zusammenfassend ist festzuhalten, dass der Sachverhalt im vorliege n- den Fall korrekt erstellt wurde, die Vorinstanz ihr Ermessen nicht unte r- schritten und damit das rechtliche Gehör nicht verletzt wurde. Die Zuor d- nung des Beschwerdeführers in das Anforderungsniveau G ist nicht in Frage zu stellen. Bei diesem Ergebnis ist die vorliegende Beschwerde abzuweisen. A-7010/2013 Seite 12 6. 6.1 Das Beschwerdeverfahren in personalrechtlichen Belangen ist grund- sätzlich kostenlos (vgl. Art. 34 Abs. 2 BPG). Es sind daher keine Verfa h- renskosten zu erheben. 6.2 Der vollumfänglich unterliegende Beschwerdeführer hat keinen A n- spruch auf eine Parteientschädigung (vgl. Art. 64 Abs. 1 VwVG i.V.m. Art. 7 Abs. 1 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]). Der Vorinstanz steht ebenfalls keine Parteientschädigung zu (vgl. Art. 7 Abs. 3 VGKE). Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 2. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. 3. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen. 4. Dieses Urteil geht an: – den Beschwerdeführer (Gerichtsurkunde) – die Vorinstanz (Gerichtsurkunde) Für die Rechtsmittelbelehrung wird auf die nächste Seite verwiesen. Der vorsitzende Richter: Die Gerichtsschreiberin: Christoph Bandli Laura Bucher A-7010/2013 Seite 13 Rechtsmittelbelehrung: Entscheide des Bundesverwaltungsgerichts auf dem Gebie t der öffen t- lich-rechtlichen Ar beitsverhältnisse können beim Bundesgericht ang e- fochten werden, sofern es um eine ver mögensrechtliche Angelegenheit geht, bei welcher der Streitwert mindestens Fr. 15'000.– beträgt oder bei der sich eine Rechtsfrage von grundsätzlicher Bedeutung stellt (vgl. Art. 85 Abs. 1 Bst. b und Abs. 2 des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]). Bei einer nicht vermögens rechtlichen Angelegenheit ist die Beschwerde nur zulässig, wenn sie die Gleichste l- lung der Geschlechter betrifft (vgl. Art. 83 Bst. g BGG). Steht die B e- schwerde in öffentlich -rechtlichen Angelegenheiten offen, kann sie innert 30 Tagen nach Eröffnung dieses Entscheids beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, erhoben werden (Art. 82 ff., 90 ff. und 100 BGG). Die Frist steht still vom 15. Juli bis und mit dem 15. August (Art. 46 Abs. 1 Bst. b BGG). Die Rechtsschrift ist in einer Amtssprache abzufassen und hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. Der angefochtene En t- scheid und die Beweismittel sind, soweit sie die beschwerdeführende Partei in Händen hat, beizulegen (Art. 42 BGG). Versand: