B u n d e s v e rw a l t u n g s g e r i ch t T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i f f éd é r a l T r i b u n a l e am m i n i s t r a t i vo f e d e r a l e T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i v fe d e r a l Abteilung IV D-6352/2012 law/joc U r t e i l v o m 22 . J u l i 2 0 14 Besetzung Richter Walter Lang (Vorsitz), Richter Bruno Huber, Richterin Contessina Theis, Gerichtsschreiberin Claudia Jorns Morgenegg. Parteien A._______, geboren (…), alias B._______, geboren (…), Eritrea, vertreten durch lic. iur. Tarig Hassan, LL.M., (…), Beschwerdeführer, gegen Bundesamt für Migration (BFM), Quellenweg 6, 3003 Bern, Vorinstanz. Gegenstand Asyl und Wegweisung; Verfügung des BFM vom 6. November 2012 / N (…). D-6352/2012 Seite 2 Sachverhalt: A. Der Beschwerdeführer suchte am 3. Dezember 2010 im Empfangs - und Verfahrenszentrum (EVZ) Kreuzlingen um Asyl nach. Dort wurde er a m 13. Dezember 2010 zu seiner Person sowie zu seinem Reiseweg und den Gründen für das Verlassen seines Heimatlandes befragt. Im Rahmen dieser Befragung führte der damals minderjährige Beschwe r- deführer aus, er sei tigrinischer Ethnie, römisch-katholischen Glaubens und in C._______, Eritrea, geboren. Bis 200 7 habe er bei seinen Eltern und danach bis 2010 im katholischen Kloster " D._______" gewohnt. Er habe die katholische Schule " E._______" in F._______ besucht. Anfang der elften Klasse sei er zu seinen Eltern und seinen fünf Geschwistern zurückgekehrt. Er ha be gesundheit liche Probleme in Form von (…) . In Eritrea sei eine entsprechende Operation nicht möglich und ausserdem wäre eine solche sehr teuer. Der bevorstehende Militärdienst in Sawa und die gesundheitlichen Probleme hätten d en Ausschlag für seine Ausre ise gegeben. Sein in den USA wohnhafter Onkel habe diese finanziert. Er hasse das Militär, und wäre er nach Sawa gegangen, wäre das lebensge- fährlich für ihn gewesen. Bei einer Rückschaffung würde man ihn zur Strafe nach Wia schicken oder er würde allenfalls erschossen. C._______ habe er auf dem Luftweg verlassen. Ein Mann namens G._______ habe ihn begleitet. Er sei mit einem eritreischen Pass als Sohn dieses Mannes gereist. Dieser habe ihn zu seinem Onkel in die USA bringen wollen. Im Flugzeug sei er aufgrund seiner (…) erkrankt. Er sei in der Folge in einem ihm unbekannten europäischen Land in einem Spital operiert und zehn Tage behandelt worden. G._______ habe ihm daraufhin erklärt, er könne ihn nicht mehr zu seinem Onkel in die USA bringen, und habe ihn trotz noch vorhandene n Katheters aus dem Spital geholt. Mit dem Zug sei er dann zirka fünf Stunden gefahren, dann sei er umgestiegen. Den Reisepass habe er nach dem Sp italaufenthalt nicht mehr auf sich getragen. Während seiner Bahnreise sei er von der Polizei durchsucht und anschliessend auf einen Polizeiposten mitg enommen worden, da er keine Papiere besessen habe. Er habe eine Nacht auf dem Polizeiposten verbracht und danach ein Bahnticket erhalten. Nach zirka einer Stunde Zugfahrt sei er in Kreuzlingen angekommen. B. Am 29. Dezember 2010 wurde dem Beschwerdeführer durch das BFM das rechtliche Gehör zu einem Polizeirapport vom 4. Dezember 2010 und D-6352/2012 Seite 3 der darin von ihm geschilderten Reiseroute (Sudan-Libyen-Italien- H._______) sowie zu einer allfälligen Wegweisung nach H._______ oder Italien gewährt. Der Beschwerdeführer erklärte dabei im Beisein einer ihm zugeordneten Vertrauensperson, als er von der schweizerischen Polizei erwischt worden sei, habe er aus Angst eine erfundene Geschichte e r- zählt. Die von ihm gegenüber der Polizei dargelegte Reiseroute sei falsch. Er sei nie in Italien oder H._______ gewesen. Nachdem er mit dem Umstand konfrontiert wurde , dass er gemäss er wähntem Rapport mit dem Zug von I._______ (H._______) via J._______ nach K._______ gereist und von Beamten der Grenzwacht angehalten worden sei , wobei er ein Ticket L._______-Zürich auf sich getragen ha be, erwiderte er , er sei auf dem Weg von H._______ in die Schweiz erwischt worden. Es könne sein, dass er in L._______ im Spital gewe sen sei. Er sei nach H._______ gelangt, weil er krank gewesen sei. Er wisse nicht viel über H._______. Er bevorzuge die Schweiz und wolle weder nach H._______ noch nach Italien überstellt werden. C. Am 31. Januar 2010 sandte der Beschwerdeführer dem BFM eine Kopie eines Schulzeugnisses der M._______ in F._______ vom 17. Januar 2011 und eine Kopie eines Identitätsausweises seines Vaters zu. D. Mit Schreiben vom 9. August 2011 liess die Vertrauensperson des B e- schwerdeführers dem BFM ebenfalls eine Kopie des erwähnten Schu l- zeugnisses und des Identitätsausweises des Vaters und überdies Kopien von zwei Fotos der Familie des Beschwerdeführers (samt Zustellcouvert aus Eritrea, in Kopie) zukommen. Im Weiteren wurde auf einen Austritt s- bericht des (…) N._______ vom 15. April 2011 aufmerksam gemacht, wonach der Beschwerdeführer dort vom 14. bis 26. April 2011 hospital i- siert und als Diagnose (…) beidseits festgehalten wurde. Der Beschwer- deführer sei zwei Mal operiert worden und benötige eine längerfristige medizinische Kontrolle. Gleichzeitig wurde auf Integrationsbemühungen des Beschwerdeführers sowie darauf hingewiesen, dass das Mandat als Vertrauensperson infolge Volljährigkeit des Bes chwerdeführers hinfällig geworden sei. E. Die Originale des erwähnten Schulzeugnisses und der Familienfotos (inkl. Zustellcouvert aus Eritrea) gingen beim BFM am 11. August 2011 ein. D-6352/2012 Seite 4 F. Am 11. November 2011 hörte das BFM den Beschwerdeführer einlässlich zu den Asylgründen an. Dabei gab er zu Protokoll, er habe sich in Eritrea mit seinem Schülerausweis ausgewiesen. Dieser befinde sich vermutlich zu Hause. Er habe bis 2005 zusammen mit seinen Eltern im Quartier O._______ in C._______ gelebt. Danach seien sie na ch P ._______ um- gezogen. Von der achten bis zur zehnten Klasse respektive von Septe m- ber (…) bis (…) sei er in F._______ in eine katholische Schule namens "Q._______" gegangen. Das sei eine akademische Schule gewesen. Er habe diese auf seinen eigenen Wunsch hin besucht, da er habe Priester werden wollen. Zusätzlich habe er auch die normale Schule " E._______" besucht. Gewohnt habe er in R._______ in der Gegend S._______. Nach Abschluss der zehnten Klasse sei er nach O._______ zurückgekehrt und dort bis zur Aus reise geblieben. Seine Eltern und die fünf Geschwister würden sich nach wie vor in C._______ aufhalten. Sein Vater sei dort in der privaten Baubranche bei einer Firma namens " T._______" tätig. Wirt- schaftlich gehe es seiner Familie seit seinem Weggang nach F._______ nicht mehr so gut, da die Regierung Bauprojekte stoppe. Sein Vater habe deshalb nicht mehr arbeiten können. Er sei aus Eritrea ausgereist, da er ohne Lösung seiner ge sundheitlichen Probleme dort nicht habe leben können. Ausserdem habe er bald den Militärdienst absolvieren müssen. Das sei ihm aufgrund seiner gesundheitlichen Probleme nicht möglich gewesen. Eine Vorladung für den Militärdienst habe er nicht erhalten. Er sei auf Beschluss seines Vaters ausgereist, habe aber Angst gehabt, während der Flucht erwischt und nach Sawa oder Wia geschickt zu we r- den. Die eritreische Regierung würde viele Jugendliche zwangsrekruti e- ren. Er sei in der neunten Klasse an (…) erkrankt und deswegen beim Arzt gewesen und behandelt worden. Seine Mutter habe diese Behan d- lung als ungenügend erachtet. Zudem habe sie viel Geld gekostet. Sein in Amerika wohnhafter Onkel habe schliesslich seinen Eltern geraten, ihn zwecks Behandlung ins Ausland zu schicken. Sein Onkel habe die Au s- reise finanziert. Er sei mit einem Schlepper a usgereist. Er habe einen Reisepass, ausgestellt auf seinen Namen benützt, wisse aber nicht, was für ein Foto darauf enthalten gewesen sei, da fast immer der Schlepper den Pass gezeigt habe. Bei der Ausreise von C._______ aus auf dem Luftweg habe es keine P robleme gegeben. Er habe auf der gesamten Reise ständig Schmerzen gehabt und wisse nur, dass er sich vor seiner Ankunft in der Schweiz zuletzt in H._______ aufgehalten habe , wo er operiert worden und neun bis zehn Tage in einem Spital gewesen sei. Ei- gentlich habe er zu seinem Onkel nach Amerika reisen wollen. D-6352/2012 Seite 5 G. Mit Verfügung vom 6. November 2012 – eröffnet am 9. November 2012 – stellte das BFM fest, der Beschwerdeführer erfülle die Flüchtlingseige n- schaft nicht, und lehnte sein Asylgesuch ab. Gleichzeitig ve rfügte es die Wegweisung aus der Schweiz und ordnete den Vollzug der Wegweisung an. Zur Begründung führte das BFM im Wesentlichen aus, es bestünden er- hebliche Zweifel hinsichtlich der Identität des Beschwerdeführers und des von ihm geschilderten Reiseweg es. D er eritreische Schülerausweis sei für Jugendliche in Eritrea von zentraler Bedeutung, da dieser bei Razzien vorgewiesen werden müsse. Es sei daher davon auszuge hen, dass er entgegen seinen Angaben wisse, wo sich dieser befinde. Er habe den schweizerischen Behörden seine Identität nicht offenlegen wollen. Die Schilderungen seine s Reiseweges erachtete das BFM als stereotyp, in sich wi dersprüchlich und insgesamt nicht hinreichend begründet. Sie würden den Eindruck vermitteln, der Beschwerdeführer wolle die Behör- den über seinen Reiseweg im Dunkeln lassen. Es sei davon auszugehen, dass er Eritrea auf legalem Weg verlassen habe. Seine Schilderungen über die Spitalbehandlung in H._______ würden der allgemeinen L e- benserfahrung widersprechen. Die vom Beschwerdef ührer geschilderte Angst vor einer möglichen Rekrutierung durch die eritreische Armee e r- achtete das BFM unter Hinweis auf die Rechtsprechung der ehemaligen Schweizerischen Asylrekurskomission (ARK) in Entscheidungen und Mi t- teilungen der ARK (EMARK) 2006 Nr . 3 E. 4.10 als nicht beachtlich im Sinne von Art. 3 AsylG (SR 142.31). Das BFM ging im Weiteren von der Zulässigkeit, Zumutbarkeit und Möglichkeit des Vollzuges der Wegwei- sung des Beschwerdeführers nach Eritrea aus. Die Zumutbarkeit bejahte es insbesonder e mit der Argumentation, Nachbehandlungen seiner E r- krankung seien im U._______-Spital in C._______ möglich und die erfor- derlichen Medikamente erhältlich. Es stehe ihm zudem frei, bei der ka n- tonalen Rückkehrberatungsstelle medizinische Rückkehrhilfe zu bea ntra- gen. Der Beschwerdeführer habe unglaubhafte Angaben zu seiner Ident i- tät und zu seinem Reiseweg gemacht. Es sei daher nicht möglich, sich in voller Kenntnis der tatsächlichen persönlichen und familiären Situation zur Zumutbarkeit des Wegweisungsvollzugs zu äussern. Wegweisung s- hindernisse seien zwar von Amtes wegen zu prüfen ; diese Unters u- chungspflicht finde jedoch ihre Grenzen an der Mitwirkungs - und Wahr- heitspflicht. Es sei nach ständiger Rechtsprechung der ehemaligen ARK und des Bundesverwaltungsgerichts nicht Aufgabe der Asylbehörden, bei fehlenden Hinweisen seitens des Beschwerdeführers nach allfälligen D-6352/2012 Seite 6 Wegweisungshindernissen zu forschen, falls diese r – wie vorliegend – seiner Mitwirkungs- und Wahrheitspflicht nicht nachkomme und die Asy l- behörden zu täuschen versuche. H. Mit Eingabe seines Rechtsvertreters vom 7. Dezember 2012 liess der Beschwerdeführer gegen die Verfügung des BFM vom 6. November 2012 beim Bundesverwaltungsgericht Beschwerde erheben und beantragen, die angefochtene Verfügung sei aufzuheben und es sei die Flüchtlingse i- genschaft festzustellen; (eventuell) sei die Unzulässigkeit oder zumindest die Unzumutbarkeit des Vollzuges der Wegweisung festzustellen und die vorläufige Aufnahme anzuordnen. In verfahrensrechtlicher Hinsicht wurde beantragt, es sei die unentgeltliche Prozessführung zu gewähren, auf die Erhebung eines Kostenvorschusses sei zu verzichten , und dem B e- schwerdeführer sei in der Person des Unterzeichnenden ein unentgeltl i- cher Rechtsbeistand zu stellen. Zur Begründung wurde im Wesentlichen ausgeführt, der Beschwerdefü h- rer habe durchaus detaillierte Angaben zu seiner Herkunft, seiner Schule, dem Wohnquartier und zum Beruf seines Vaters ge macht. Auch die A n- gaben zu seinem Reiseweg seien übereinstimmend. Er kenne die Ge o- grafie Europas nicht und habe stets den Anweisungen des Schleppers Folge geleistet, weshalb nicht erstaune, dass er die Durchgangsländer seiner Reise nicht kenne. Es sei nicht realitätsfremd, dass jemand mit schlimmen Schmerzen in einem Land wie H._______ nicht sich selbst überlassen werde, sondern ihm dort die (…) entfernt worden seien. Die grundlegende medizinische Versorgung in Eritrea sei demgegenüber nicht ausreichend. Behandlung schwerer Krankheiten seien, wenn übe r- haupt, nur in der Hauptstadt möglich und stünden nur einem kleinen B e- völkerungsteil (etwa Familien von Regierungsmitgliedern und hohen B e- amten) zur Verfügung. Der Beschwerdeführer habe (…). Dies könne i m- mer wieder zur Bildung von (…) führen, welche operativ entfernt werden müssten. Er sei daher a uf eine funktionierende Gesundheitsversorgung angewiesen. Bei einer Ausschaffung würde er Gefahr laufen, in eine m e- dizinische Notlage zu geraten, weshalb eine Wegweisung unzulässig sei. Ausserdem sei allgemein bekannt, dass die Flucht aus Eritrea im diens t- pflichtigen Alter eine erhebliche staatliche Verfolgung nach sich ziehe, wie dies der Bericht der Schweizerischen Flüchtlingshilfe (SFH) vom 20. Januar 2009 bestätige. In ihrem Update vom 8. Februar 2010 halte die SFH zudem fest, dass die blosse Flucht ins Ausland und d as Stellen eines Asylantrages als eindeutiger Beleg für eine staatsfeindliche Haltung D-6352/2012 Seite 7 gelte. Bei einer Rückkehr würden zwangsrepatriierte Staatsangehörige festgenommen und in ein Gefängnislager verbracht. Misshandlungen und Folter seien üblich. Dabei seien die wehrpflichtigen Männer und Frauen einer zusätzlichen Strafverschärfung ausgesetzt. Das "Immigration and Refugee Board of Canada" habe in seinem Bericht vom 4. September 2012 festgehalten, dass Personen , die aus Eritrea fliehen würden, um nicht in den Militärdienst eingezogen zu werden, hart bestraft und inha f- tiert würden. Dies würden zahlreiche Menschenrechtsberichte bestätigen, wonach Eritreer, die den Militärdienst durch Flucht umgehen wollten, meist ohne Gerichtsverfahren und auf unbestimmte Zeit in Gefängnisl a- ger, in denen die Bedingungen hart und lebensbedrohlich seien, gebracht würden. Oftmals würden sie in Isolationshaft verbracht. Folterungen seien üblich. Laut einem Bericht von "Human Rights Watch" (HWR) würden r e- gelmässig Gefangene aufgrund von Folter, Krankheit, Unterernährung oder anderen Formen von Misshandlungen sterben. V or diesem Hinte r- grund bestehe eine "real risk" im Sinne von Art. 3 und 6 der EMRK für ei- ne verbotene Behandlung. Eine Ausschaffung würde zudem gegen das Folterverbot gemäss der Folterkonvention verstossen. I. Mit Zwischenverfügung vom 20. Dezember 2012 – eröffnet am 24. De- zember 2012 – hiess der Instruktionsrichter des Bundesverwaltungsg e- richts das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung unter der Voraussetzung des Nachweises der Bedürftigkeit sowie unter Vorbehalt der Veränderung der finanziellen Lage des Beschwerdeführers gut. Der Beschwerdeführer wurde aufgefordert, bis zum 7. Januar 2013 den Nachweis seiner Bedürftigkeit zu erbringen oder einen Kostenvo r- schuss von Fr. 600.– zu leisten, verbunden mit der Androhung, im Unte r- lassungsfall werde auf die Beschwerde nicht eingetreten. Das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtsverbeiständung wies der Instrukt i- onsrichter ab. Zudem forderte er den Beschwerdeführer auf, innert Frist einen aktuellen ärztlichen Bericht sowie eine Erklärung einzu reichen, mit der er die ihn behandelnden Ärzte dem Bundesverwaltungsgericht und dem BFM gegenüber von der ärztlichen Schweigepflicht entbinde, a n- sonsten das Verfahren aufgrund der Akten fortgesetzt respektive en t- schieden werde. J. Der Beschwerdeführer erbrachte innert der mit Zwischenverfügung vom D-6352/2012 Seite 8 20. Dezember 2012 angesetzten Frist weder den Nachweis seine r Be- dürftigkeit, noch leistete er den geforderten Kostenvorschuss. Hingegen ersuchte er mittels Telefax -Eingabe seines Rechtsver treters vom 9. Januar 2013 um Wiederherstellung der Frist zur Zahlung des Koste n- vorschusses respektive Beibringung einer Unterstützungsbestätigung im Sinne von Art. 24 Abs. 1 VwVG. Am 8. Januar 2013 wurde der Koste n- vorschuss einbezahlt. Mit Eingabe vom 1 5. Januar 2013 liess er im Wei- teren eine vom 14. Januar 2013 datierende Fürsorgebestätigung nachrei- chen. Mit Schreiben vom 23. Januar 2013 wurde zudem um Erstreckung der Frist zur Beibringung eines aktuellen ärztlichen Berichtes um zwei Wochen ersucht. K. Am 26. Januar 2013 hiess der Instruktionsrichter das Gesuch um Wi e- derherstellung der Frist zur Beibringung des Nachweises der Bedürftigkeit und Zahlung des Kostenvorschusses gut. Die Frist zur Beibringung eines aktuellen ärztlichen Berichts wurde bis am 6. Februar 2013 erstreckt. L. Am 4. Februar 2013 wurde ein Arztbericht des (…) N._______ vom 24. Januar 2013 durch den Rechtsvertreter des Beschwerdeführers ei n- gereicht und dazu ausgeführt, bei (…) handle es sich um eine lebenslang bestehende Erkrankung. Damit s ei ein erhöhtes Risiko für rezidivierende Harnwegsinfekte verbunden. Bei ungenügender Behandlung bestehe auch das Risiko des Verlustes der (…) funktion. Chirurgische Eingriffe könnten im Verlauf nötig werden, weshalb eine regelmässige Kontrolle wichtig sei. M. Dem BFM wurde mittels Verfügung vom 7. Februar 2013 die Gelegenheit erteilt, innert Frist eine Vernehmlassung zur Beschwerde vom 7. Dezem- ber 2012 einzureichen. N. In seiner Vernehmlassung vom 22. Februar 2013 verwies das BFM auf seine bisherigen Erwägungen und beantragte die Abweisung der B e- schwerde. O. Mit Verfügung vom 2. Mai 2013 hielt der Instruktionsrichter des Bunde s- verwaltungsgerichts fest, gemäss Recherchen existiere in H._______ das D-6352/2012 Seite 9 kinderurologische Team "V._______". Dabei hand le es sich um ein inte r- nationales Hilfsprojekt in C._______. Dieses sei im Jahre 2005 durch den damaligen Leiter der kinderurologischen Abteilung des Krankenhauses der W._______ L._______ gegründet worden. Gemäss dem vom kinde r- urologischen Team " V._______" verfassten und im Internet publizierten Jahresbericht (…) würden Kinder, die im Rahmen dieses Hilfsprojektes nicht in C._______ operiert werden könn ten, zur Behandlung in das W._______ in L._______ gebracht. Die Aufenthaltskosten würden vom Sozialfonds de s Krankenhauses getragen und der Flug mittels Pate n- schaften finanziert. Im erwähnten Bericht sei ein Farbfoto abgedruckt, auf dem vorne links ein eritreischer Patient namens X._______ abgebildet sei, bei dem es sich – nach einem Vergleich mit den beim BFM vorhan- denen Fotografien – um den B eschwerdeführer handeln dürfte. Gemäss dem durch das kinderurologische Team "V._______" im Internet veröffent- lichten weiteren Angaben seien im Jahr (…) fünf eritreische Patienten in L._______ operiert und behandelt worden, darunter im (…) eine Person namens X._______. Der Beschwerdeführer trage gemäss dem von ihm beim BFM eingereichten Schulzeugnis den Namen B._______ (vgl. BFM- act. A39 Nr 1). Aufgrund dieser Sachlage liege die Vermutung na he, er habe Eritrea im Rahmen des erwähnten Hilfsprojektes auf legalem Weg und mit den notwendigen Reisepapieren und Visa verlassen und sei im erwähntem Spital in L._______ infolge seiner Erkrankung unter dem Na- men X._______ behandelt worden. Dem Beschwerdeführer wurde die Gelegenheit erteilt, innert Frist dazu Stellung zu beziehen. P. Mit Eingabe vom 17. Mai 2013 erklärte der Rechtsvertreter namens des Beschwerdeführers, nachdem er mit den in der Verfügung vom 2. Mai 2013 genannten Abklärungen konfrontiert worden sei, habe der Be- schwerdeführer den Sachverhalt zugegeben. Mit dem beiliegend en Schreiben möchte er sich für sein Fehlverhalten e ntschuldigen. Er habe so gehandelt und sei in H._______ aus dem Spital geflohen , da er b e- fürchtet habe, bei einer Rückkehr nach Eritrea in den Militärdienst einge- zogen zu werden. Trotz dem nicht haltbaren Verhalten seines Mandanten gegenüber den Schweizer Behörden sei festzuhalten, dass eine Rüc k- kehr des Beschwerdeführers nach Eritrea ausgeschlossen sei. Aufgrund seines wehrdienstpflichtigen Alters würde ihm drohen, in den Militärdienst eingezogen zu werden . Bei einer Rückkehr habe er aufgrund seiner Flucht aus dem Hilfsprogramm und dem Stellen des Asylgesuches in der Schweiz mit einer unmenschlichen Bestrafung im Sinne von Art. 3 EMRK zu rechnen. Der Eingabe lag ein persönliches Entschuldigungsschreiben D-6352/2012 Seite 10 des Beschwerdefüh rers vom 13. Mai 2013 vor, wonach er aus Eritrea ausgereist sei, um in H._______ medizinisch behandelt zu werden, bei. Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 1. 1.1 Gemäss Art . 31 VGG beurteilt das Bundesverwaltungsgericht B e- schwerden gegen Verfügungen nach Art. 5 VwVG. Das BFM gehört zu den Behörden nach Art. 33 VGG und ist daher eine Vorinstanz des Bu n- desverwaltungsgerichts. Eine das Sachgebiet betreffende Ausnahme im Sinne von Art. 32 VGG liegt nicht vor. Das Bundesverwaltungsgericht ist daher zuständig für die Beurteilung der vorliegenden Beschwerde und entscheidet auf dem Gebiet des Asyls in der Regel – so auch vorliegend – endgültig (Art. 105 AsylG; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG). 1.2 Die Beschwerde ist frist- und formgerecht eingereicht (Art. 108 Abs. 1 AsylG; Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 37 VGG und Art. 52 Abs. 1 VwVG). Der Beschwerdeführer hat am Verfahren vor der Vorinstanz teilgenommen, ist durch die angefochtene Verfügung beso nders berührt und hat ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung beziehungsweise Änd e- rung. Er ist daher zur Einreichung der Beschwerde legitimiert (Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 37 VGG und Art. 48 Abs. 1 VwVG). Auf die Beschwerde ist einzutreten. 2. Die i m Beschwerdeverfahren möglichen Rügegründe und die Kognition des Bundesverwaltungsgericht ergeben sich aus Art. 106 Abs. 1 AsylG, soweit das AsylG zur Anwendung gelangt, bzw. aus Art. 112 AuG (SR 142.20) i.V.m. Art. 49 VwVG, soweit das AuG zur Anwendung g e- langt. 3. 3.1 Gemäss Art. 2 Abs. 1 AsylG gewährt die Schweiz Flüchtlingen grun d- sätzlich Asyl. Flüchtlinge sind Personen, die in ihrem Heimatstaat oder im Land, in dem sie zuletzt wohnten, wegen ihrer Rasse, Religion, National i- tät, Zugehörigkeit zu einer bestimmten sozialen Gruppe oder wegen ihrer politischen Anschauungen ernsthaften Nachteilen ausgesetzt sind oder begründete Furcht haben, solchen Nachteilen ausgesetzt zu werden. Als ernsthafte Nachteile gelten namentlich die Gefährdung des Leibes, des D-6352/2012 Seite 11 Lebens oder der Freiheit sowie Massnahmen, die einen unerträglichen psychischen Druck bewirken (Art. 3 AsylG). 3.2 Wer um Asyl nachsucht, muss die Flüchtlingseigenschaft nachweisen oder zumindest glaubhaft machen (Art. 7 AsylG). Glaubhaft sind Vorbrin- gen grundsätzlich dann, wenn sie genügend substantiiert, in sich schlü s- sig und plausibel sind; sie dürfen sich nicht in vagen Schilderungen e r- schöpfen, in wesentlichen Punkten nicht widersprüchlich sein oder der i n- neren Logik entbehren und auch nicht den Tatsachen oder der a llgemei- nen Erfahrung widersprechen. Darüber hinaus muss die gesuchstellende Person persönlich glaubwürdig erscheinen, was insbesondere dann nicht der Fall ist, wenn sie ihre Vorbringen auf gefälschte oder verfälschte B e- weismittel abstützt, aber auch dann, wenn sie wichtige Tatsachen unte r- drückt oder bewusst falsch darstellt, im Laufe des Verfahrens Vorbringen auswechselt, steigert oder unbegründet nachschiebt, mangelndes Int e- resse am Verfahren zeigt oder die nötige Mitwirkung verweigert. Glau b- haftmachung bedeutet ferner – im Gegensatz zum strikten Beweis – ein reduziertes Beweismass und lässt durchaus Raum für gewisse Einwände und Zweifel an den Vorbringen der gesuchstellenden Person. Entsche i- dend ist, ob im Rahmen einer Gesamtwürdigung die Gründe, die für d ie Richtigkeit der Sachverhaltsdarstellung der asylsuchenden Person spr e- chen, überwiegen oder nicht. Dabei ist auf eine objektivierte Sichtweise abzustellen (vgl. BVGE 2010/57 E. 2.3 S. 826 f.). 3.3 Mit Schreiben seines Rechtsvertreters vom 17. Mai 2013 gesteht der Beschwerdeführer ein, falsche Angaben zu seiner Person und seinem Reiseweg gemacht zu haben und bestätigt die vom Instruktionsrichter in der Verfügung vom 2. Mai 2013 geäusserte Vermutung, wonach er im Rahmen des Hilfsprojektes " V._______" zu medizinischen Zwecken auf legalem Weg von Eritrea nach H._______ gereist sei. Aus Angst vor einer Ausweisung nach Eritrea habe er einen falschen Namen und falsche I n- formationen dem BFM gegenüber angegeben. Sein richtiger Name sei A._______, (…). Die Feststellung des BFM in der angefochtenen Verf ü- gung, wonach der Beschwerdeführer seine Identität nicht habe offenlegen wollen und entgegen seinen Angaben von einer legalen Ausreise aus Erit- rea auszugehen sei, erweisen sich somit als zutreffend. 3.4 In der Eingabe vom 17. Mai 2013 wird ausserdem vorgebracht, der Beschwerdeführer sei aus dem Spital in H._______ geflohen und habe sich in die Schweiz begeben, da er aufgrund der politischen Situation und des bevorstehenden Militärdienstes nicht nach Eritrea zurückkehren kön-D-6352/2012 Seite 12 ne. Wegen der Flucht aus dem Hilfsprogramm und dem Stellen eines Asylgesuches in der Schweiz hätte er zudem bei einer Rückkehr mit einer unmenschlichen Bestrafung zu rechnen. 3.5 Wie durch das BFM zutreffend erwogen, lässt sich allein aus dem Umstand, dass der Beschwerdeführer in Eritrea Militärdienst leis ten müsste, nicht schliessen, dieser hätte mit erheblicher Wahrscheinlichkeit in absehbarer Zukunft mit asylrechtlich relevanten Nachteilen zu rechnen (vgl. EMARK 2006 Nr. 3 E. 4.10 und 4.11 S . 39 ff.; Urteile des Bundes- verwaltungsgerichts D-935/2011 vom 18. März 2013 E. 3.4.3, D-8860/2010 vo m 12. Oktober 2012 E. 3.3.7 und E -4075/2010 vom 2. Mai 2012 E. 5.4). Aufgrund seine r (…)erkrankung stünde ihm zudem allenfalls die Möglichkeit offen, sich vom Dienst dispensie ren zu lassen (vgl. UNHCR [United Nations High Commissioner for Refugees ] Eligibility Guidelines for A ssessing the I nternational Protection Needs of A sylum- seekers from Eritrea, 20. April 2011, S. 9 f., Border Agency, Home Office, Eritrea: Country of Origin Information (COI) Report, 15. April 2011, § 9.42, 9.45, 9.46). 3.6 3.6.1 Im Weiteren liegen auch keine konkreten Hinweise für die Annahme vor, der Beschwerdeführer könnte wegen der "Flucht" aus dem Hilfspr o- gramm und dem Stellen eines Asylgesuches in der Schweiz die Flüch t- lingseigenschaft im Sinne subjektiver Nachfluchtgründe erfüllen (vgl. BVGE 2009/29 E. 5.2 mit weiteren Hinweisen). 3.6.2 Staatsbürgern Eritreas ist es zwar nur mit einem gültigen Reisepass und einem Ausreisevisum möglich, i hr Heimatland legal zu verlassen. Ausreisevisa werden in der Praxis bereits seit mehreren Jahren nur unter sehr restriktiven Bedingungen und oftmals gegen Bezahlung hoher Geld- beträge an wenige, als loyal beurteilte Personen ausgestellt. Kinder ab elf Jahren, Männer bis zum Alter von 54 Jahren und Frauen bis 47 Jahre sowie Studenten, die im Ausland studieren möchten, sind grundsätzlich von der Visumserteilung ausgeschlossen. Eine Ausreise ohne ein solches Visum ist illegal und wird vom eritreischen Staat als Zeichen politischer Opposition erachtet, was willkürliche Verhaftung und Bestra fung nach sich zieht. Offiziell drohen Freiheitsstrafen von bis zu fünf Jahren. Polit i- sche Häftlinge erhalten in den meisten Fällen jedoch keinen Prozess, sondern werden auf un bestimmte Zeit unter unmenschlichen Bedingu n- gen festgehalten und oft gefoltert. Auch aussergerichtliche Tötungen sind verbreitet (vgl. Urteile des Bundesverwaltungsgerichts D -2428/2011 vom D-6352/2012 Seite 13 16. Mai 2012 E. 6.2, D-4417/2010 vom 28. März 2011 E. 6.2, D-3892/2008 vom 6. April 2010 E. 5.3.2; vgl auch: United Nations, Ge n- eral Assembly, Human Rights Council, Re port of t he Special Rapporteur on the situation of human rights in Eritrea, SHEILA B. KEETHARUTH, 28. Mai 2013, S. 13, vgl. UNHCR Eligibility Guidelines for Assessing the Intern a- tional Protection Needs of Asylum -seekers from Eritrea, 20. April 2011, S. 15 f. [nachfolgend: UNHRC Eligibility Guidelines]). 3.6.3 Der Beschwerdeführer ist – wie unter E. 3.3 dargelegt – im Rahmen des erwähnten Hilfsprojektes von Erit rea auf dem Luftweg legal nach H._______ gereist. Für diese Reise muss er somit nicht nur – wie in der Verfügung vom 2. Mai 2013 erwähnt – über einen gülti gen Reisepass, sondern insbesondere nebst einem Schengen -Visum zwecks Einreise nach H._______ auch über ein Ausreisevisum der eritreischen Regierung verfügt haben. Die Ausstellung eines solchen Visums ist einer kleinen pri- vilegierten Gruppe vorbehalten und wird etwa an Regierungsmitglieder zwecks Geschäftsreisen, als loyal beurteilte Geschäftsmänner, die älter als 57 sind , oder Personen, die eine medizinische Behand lung im Au s- land benöti gen, und unter Umständen auch Personen, die im Interesse des Staates im Ausland um eine permanente Aufenthaltsbewilligung, meist über den Weg des Asyls, ersuchen sollen, erteilt. Bei einer Ausland- reise zwecks medizinischer Behandlung bilden zudem – je nach Alter – auch die nötigen Papiere, welche die Freistellung vom Militär- respektive Nationaldienst belegen, Voraussetzung (vgl. UNHCR Eligibility Guidelines S. 15 f., UK Border Agency, Home Office, Eritrea: Country of Origin Info r- mation (COI) Report, 15. April 2011, § 30.07 und 30.08 ). Feststeht, dass der Beschwerdeführer im Rahmen eines medizinischen Hilfsprojekts nach Europa gelangte und über ein entsprechendes Visum verf ügte. Ange- sichts der soeben skizzierten, restriktiven Visapolitik Eritre as ist davon auszugehen, dass der Beschwerdeführer respektive dessen Familie in den Augen des eritreischen Staates als staatsloyale Person wahrgenom- men wurde re spektive wird, ansonsten wäre ihm im damals bald weh r- dienstpflichtigen Alter von (…) Jahren wohl kaum ein Ausreisevisum, das im Übrigen verlängerbar ist, erteilt worden. Mangels anderweitiger k on- kreter Anhaltspunkte besteht mithin kein Grund für die Annahme, dass er bei einer Wiedereinreise in seinen Heimatstaat als staatsfeindliche Pe r- son betrachtet würde, zumal er weder im Heimatland noch im Ausland politische Aktivitäten ausübte. Allein aufgrund der län ger dauernden Lan- desabwesenheit dürften ihn die eritreischen Behörden daher nicht r e- gimekritischer Tätigkeiten verdächtigen. Eine andere Beurteilung fällt im Falle des Beschwerdeführers, dessen persönliche Glaubwürdigkeit durch D-6352/2012 Seite 14 sein Verhalten ohnehin nachhaltig erschüttert ist, auch deshalb nicht in Betracht, weil er seinen Reisepass, welcher über die Hintergründe seines Auslandsaufenthalts allenfalls näher Aufschluss geben könnte, im vorli e- genden Verfahren bis heute pflichtwidrig nicht zu den Akten gereicht hat. Im Übrigen kommt den in der Beschwerde erwähnten Länderanalysen der SFH keine Bedeutung zu, da sich diese Berichterstattung – wie auch die weiteren zitierten Berichte – insbesondere auf Rückkehrer und Rück- kehrerinnen bezieht, die Eritrea illegal verlassen haben. 3.7 Dem Beschwerdeführer ist es demzufolge nicht gelungen, begründete Furcht vor ernsthaften Nachteilen im Sinne von Art. 3 AsylG glaubhaft zu machen oder nachzuweisen, und er erfüllt die Flüchtlingseigenschaft auch unter dem Aspekt von subjektiven Nachfluchtgründe n im Sinne von Art. 54 AsylG nicht. Das BFM hat demnach zu Recht erkannt, der B e- schwerdeführer erfülle die Flüchtlingseigenschaft nicht , und sein Asylge- such abgelehnt. 4. 4.1 Lehnt das Bundesamt das Asylgesuch ab oder tritt es darauf nicht ein, so verfügt es in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz und or dnet den Vollzug an; es berücksichtigt dabei den Grundsatz der Einheit der Familie (Art. 44 AsylG). 4.2 Der Beschwerdeführer verfügt weder über eine ausländerrechtliche Aufenthaltsbewilligung noch über einen Anspruch auf Erteilung einer sol - chen. Die Wegweisun g wurde demnach zu Recht angeordnet (Art. 44 AsylG; vgl. BVGE 2011/24 E. 10.1 S. 502; 2009/50 E. 9 S. 733; 2008/34 E. 9.2 S. 510). 4.3 Ist der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar oder nicht möglich, so regelt das Bundesamt das Anwesenheitsverhältnis nach den gesetzlichen Bestimmungen über die vorläufige Aufnahme von Au s- ländern (Art. 44 AsylG; Art. 83 Abs. 1 AuG). Bezüglich der Geltendm a- chung von Wegweisungshindernissen gilt gemäss ständiger Praxis der gleiche Beweisstandard wie bei der Flüchtl ingseigenschaft, das heisst, sie sind zu beweisen, wenn der strikte Beweis möglich ist, und ander n- falls wenigstens glaubhaft zu machen (vgl. WALTER STÖCKLI, Asyl, in: Ue- bersax/Rudin/Hugi Yar/Geiser [Hrsg.], Ausländerrecht, 2. Aufl. 2009, Rz. 11.148; BVGE 2012/31 E. 7.1 S. 588; 2011/50 E. 3.2 S. 998; 2011/24 E. 10.2 S. 502). D-6352/2012 Seite 15 4.4 4.4.1 Der Vollzug ist nicht zulässig, wenn völkerrechtliche Verpflichtungen der Schweiz einer Weiterreise der Ausländerin oder des Ausländers in den Heimat -, Herkunfts - oder einen Drittstaat entgegenstehen (Art. 83 Abs. 3 AuG). So darf keine Person in irgendeiner Form zur Ausreise in ein Land gezwungen werden, in dem ihr Leib, ihr Leben oder ihre Freiheit aus einem Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet ist oder in dem sie Gefahr läuft, zur Ausreise in ein solches Land gezwungen zu werden (Art. 5 Abs. 1 AsylG; vgl. ebenso Art. 33 Abs. 1 des Abkommens vom 28. Juli 1951 über die Rechtsstellung der Flüchtlinge [FK, SR 0.142.30]). Gemäss Art. 25 Abs. 3 BV, Art. 3 des Übereinkommens vom 10. Dezem- ber 1984 gegen Folter und andere grausame, unmenschliche oder ernie - drigende Behandlung oder Strafe (FoK, SR 0.105) und der Praxis zu Art. 3 EMRK darf niemand der Folter oder unmenschlicher oder erniedr i- gender Strafe oder Behandlung unterworfen werden. 4.4.2 Das BFM wies in seiner angefochtenen Verfügung zutreffend darauf hin, dass der Grundsatz der Nichtrückschiebung nur Personen schützt, die die Flüchtlingseigenschaft erfüllen. Da es dem Beschwerdeführ er nicht gelungen ist, eine flüchtlings rechtlich erhebliche Gefährdung nach- zuweisen oder glaubhaft zu machen, kann das in Art. 5 AsylG verankerte Prinzip des flüchtlingsrechtlichen Non-Refoulements im vorliegenden Ver- fahren keine Anwendung finden. Eine Rückkehr des Beschwerdeführers in den Heimatstaat ist demnach unter dem Aspekt von Art. 5 AsylG rechtmässig. 4.4.3 Gemäss Praxis des Europäischen Gerichtshofes für Menschenrech- te (EGMR) sowie jener des UN -Anti-Folterausschusses müsste der Beschwerdeführer eine konkrete Gefahr ("real risk") nachweisen oder glaubhaft machen, dass ihm im Fall einer Rückschiebung Folter oder u n- menschliche Behandlung im Sinne von Art. 3 EMRK drohen würde (vgl. EGMR [Grosse Kammer], Saadi gegen Italien, Urteil vom 28. Februar 2008, Beschwerde Nr. 37201/06, §§ 124–127, mit wei teren Hinweisen). Wie unter E. 3.6 ausgeführt, i st nicht davon auszugehen, dass der Be- schwerdeführer aufgrund seiner Landesabwesenheit bei einer Rückkehr Folter oder unmenschliche Behandlung zu befürchten hätte. Es liegen auch sonst keine konkreten Anhaltspunkte dafür vor, dass er für den Fall einer Ausschaffung nach Eritrea dort mit beachtlicher Wahrscheinlichkeit einer nach Art. 3 EMRK oder Art. 1 FoK verbotenen Strafe oder Behan d- lung ausgesetzt wäre. D-6352/2012 Seite 16 4.5 Die (…) erkrankung des Beschwerdeführers in Form von (…) lässt ebenfalls nicht – wie in der Beschwerde argumentiert – auf eine Unzuläs- sigkeit des Wegweisungsvollzuges schliessen. Zwar kann der Vollzug der Wegweisung eines abgewiesenen A sylsuchenden mit gesundheitlichen Problemen im Einzelfall einen Verstoss gegen Art. 3 EMRK darstellen; hierfür sind jedoch ganz aussergewöhnliche Umstände vorausgesetzt (vgl. BVGE 2011/9 E. 7.1 S. 117 f.; EMARK 2005 Nr. 23 E. 5.1. S. 211 f.). Vorliegend si nd sol che ganz aussergewöhnlichen Umstände ausz u- schliessen, zumal – entgegen der dahingehenden Ansicht in der B e- schwerde – nicht davon gesprochen werden kann, dem Beschwerdefü h- rer sei bei einer Rückkehr nach Eritrea der Zugang zu einer medizin i- schen Behandlung respektive Medikamenten gänzlich verwehrt und er gerate somit in eine lebensbedrohliche medizinische Notlage (vgl. dazu nachfolgend E. 4.6.6). Der Vollzug der Wegweisung erweist sich auch un- ter diesem Aspekt als zulässig. 4.5.1 Nach dem Gesagten ist der Vollzug der Wegweisung sowohl im Sinne der asyl- als auch der völkerrechtlichen Bestimmungen zulässig. 4.6 4.6.1 Art. 83 Abs. 4 AuG stellt eine Kodifizierung der bisherigen Praxis zur konkreten Gefährdung nach Art. 14a Abs. 4 des Bundesgesetzes vom 26. März 1931 über Aufenthalt und Niederlassung der Ausländer (ANAG, BS 1 121) dar (vgl. PETER BOLZLI, in: Marc Spescha/Hanspeter Thür/ Andreas Zünd/Peter Bolzli, Kommentar Migrationsrecht, Zürich 2008, Nr. 15 zu Art. 83 AuG; Botschaft zum Bundesgesetz über die Ausländ e- rinnen und Ausländer vom 8. März 2002, BBl 2002 3818 ). Dieser Praxis zufolge wird aus humanitären Gründen, nicht in Erfüllung völkerrechtl i- cher Pflichten der Schweiz, auf den Vollzug der Wegweisung verzichtet, wenn die Rückkehr in den Heimatstaat für die betroffene Person eine konkrete Gefährdung darstellt. Konkret gefährdet sind Personen, wenn sie im Heimat - oder Herkunftsstaat aufgrund von Situationen wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt oder infolge persönlicher Gründe wir t- schaftlicher, sozialer oder gesundheitlicher Art in eine existenzielle Notl a- ge geraten, beispielsweise weil sie dort die notwendige medizinische Ver- sorgung nicht erhalten könnten oder aus objektiver Sicht wegen der vo r- herrschenden Verhältnisse mit grosser Wahrscheinlichkeit in völlige und andauernde Armut gestossen würden, dem Hunger und somit einer ernsthaften Verschlechterung ihres Gesundheitszustandes, der Invalidität oder sogar dem Tod ausgeliefert wären (vgl. BVGE 2011/24 E. 11.1 S. 504 f.; 2009/52 E. 10.1 S. 756 f.; 2009/51 E. 5.5 S. 748; 2009/28 D-6352/2012 Seite 17 E. 9.3.1 S. 367). Wird eine konkrete Gefährdung festgestellt, ist – unter Vorbehalt von Art. 83 Abs. 7 AuG – die vorläufige Aufnahme zu gewähren. 4.6.2 In Eritrea herrscht heute weder Krieg noch Bürgerkrieg noch eine Situation der allgemeinen Gewalt. Von einem offenen Konflikt im Gren z- gebiet zwischen Eritrea und Äthiopien ist nicht auszugehen (vgl. dazu et- wa Urteile des Bundesverwaltungsgerichts D-935/2011 vom 18. März 2013 E. 4.4.2.2 und 4.4.2.5, D-4683/2006 vom 11. Mai 2009 E. 6.4). 4.6.3 Für die Zumutbarkeit des Wegweisungsvollzugs nach Eritrea ist – jedoch (nach wie vor) – vorauszusetzen, dass begünstigende individu- elle Umstände, namentlich ein wirtschaftlich tragfähiges soziales oder familiäres Netz oder andere die wirtschaftliche Integration ermöglichende Faktoren, vorliegen, aufgrund derer gewährleistet ist, dass die betroffene Person nach ih rer Rückkehr nicht zur mittellosen Stadt - oder Landbevöl- kerung gehört und sich daher in einer existenzbedrohenden Situation b e- findet (vgl. Urteile des Bundesverwaltungsgerichts E -4447/2010 vom 15. November 2012 E. 9.2, D -6474/2008 vom 14. Juli 2011 E. 8.6, D-4683/2006 vom 11. Mai 2009 E. 6.4.2). 4.6.4 Wie das BFM zutr effend festgehalten hat, findet die Unters u- chungspflicht der Asylbehörden im Zusammenhang mit der Prüfung der Zumutbarkeit des Wegweisungsvollzuges ihre Grenzen an der Mitwi r- kungspflicht der betroffenen Person. Kommt diese ihrer Mitwirkungspflicht insbesondere bei der Erhebung der persönlichen Verhältnisse im He r- kunftsland nicht beziehungsweise nur in ungenügendem Mass nach oder sind ihre diesbezüglichen Angaben nicht glaubhaft, können daraus im Rahmen der freien Beweiswürdigung (Art. 40 BZP [SR 273] i.V.m. Art. 19 VwVG durchaus Rückschlüsse auf die für sie im Heimatland tatsächlich bestehende Situation gezogen werden. 4.6.5 Aufgrund vorstehender Erwägungen (vgl. E. 3.3) ergibt sich, dass der Beschwerdefü hrer dem BFM gegenüber offensichtlich nicht bereit war, seine Identität offenzulegen und vollständig und wahrheitsgemäss über seine konkreten Ausreiseumstände respektive den Reiseweg Aus- kunft zu erteilen. Er ist somit seiner Mitwirkungspflicht nicht nachge kom- men. Nach seinem Eingeständnis auf Beschwerdeebene steht zwar fest, dass er den Staat Eritrea legal verlassen konnte. Es ist damit davon aus- zugehen, dass er zu jenem raren Kreis von Personen gehört, die vom eritreischen Staat als loyal erachtet werden. Ob es sich bei ihm allerdings tatsächlich, wie auf Beschwerdeebene behauptet, um A._______, (…), D-6352/2012 Seite 18 handelt oder sein vollständiger Name wie etwa durch das Hilfsprojekt "V._______" im Internet erwähnt, X._______ lautet, bleibt mangels Nach- reichung von Identitätspapiere nach wie vor unklar. Die auf Beschwerde- ebene spärlich gehaltenen Ausführungen beschränken sich darauf, z u- zugeben, dass er legal im Rahmen des genannten Hilfsprojektes ausg e- reist ist. Sie lassen indes keine konkreten Rückschlüsse auf seine wahren familiären Verhältnisse zu. Seine ursprünglichen Ausführungen dem BFM gegenüber, sein in C._______ wohnhafter Vater habe früher in der priv a- ten Baubranche bei der Firma T._______ gearbeitet, sei nun aber arbeits- los (vgl. act. A44/14 S. 1 f., S. 4 f. und S. 11), sind aufgrund der erschü t- terten persönlichen Glaubwürdigkeit des Beschwerdeführers als zweifel- haft zu beurteilen, zumal in einem totalitären Staat wie Eritrea kaum mehr private Unternehmen zugelassen sind und gemäss Recherchen des Ge- richts denn auch keine Firma lautend auf den Namen T._______ ausfindig zu machen ist . Wäre der Vater tatsächlich arbeitslos gewe sen, so e r- schiene zugleich nicht nachvollziehbar, dass es seinen El tern möglich war, die Kosten für seine ärztlichen Behandlungen in Eritrea zu überneh- men (vgl. act. A44/14 S. 6). Die Darstellung seiner familiären Verhältnisse weist somit – ebenso wie seine ursprünglichen Schilderungen zu seinem Reiseweg und seiner Person – Unglaubhaftigkeitsmerkmale auf. Es ist mithin davon auszugehen, dass der Beschwerdeführer in Eritrea über ein soziales und wirtschaftlich tragfähiges Netz verfügt, das ihm im Falle der Rückkehr bei der Reintegration behilf lich sein kann. Eine ihm aus sozia- len oder wirtschaftlichen Gründen drohende existenzbedrohende Situati- on ist daher nicht anzunehmen. 4.6.6 Übereinstimmend mit dem BFM lässt sich auch aus der Tatsache, dass der Beschwerdeführer an (…) leidet, kein Unzumutbarkeitskriterium ableiten. So steht zwar gemäss dem Arztbericht vom 24. Januar 2013 fest, dass er aufgrund dieser Erkrankung weiterhin behandlungsbedürftig ist und insbesondere regelmässiger Kontrollen bedarf. Die Behandlung erfolgt mittels Kalziumzitrat und Vitamin D3 -Substitution. Solche ärztliche Kontrollen sind indessen in C._______, wo er bereits beh andelt wurde, möglich. Allfällige Komplikationen in Form von Harnwegsinfekten könn- ten, wie das BFM zutreffend festhält, ebenfalls in C._______ behandelt werden. Ausserdem steht es dem Beschwerdeführer frei, bei der kantona- len Rückkehrberatungsstelle medizinische Rückkehrhilfe zu beantragen. Sollten Komplikationen in Form von (…) auftreten, könnte n diese zwar derzeit in Eritrea nicht operativ entfernt werden. Die Wahrscheinlichkeit, an (…) zu erkranken, ist jedoch gestützt a uf den ärztlichen Bericht bei adäquater Einnahme der verschriebenen Präparate und ärztli cher Ko n-D-6352/2012 Seite 19 trollen eher als gering einzustufen. Sollte der Beschwerdeführer dennoch an (…) erkranken, so bestünde für ihn die Möglichkeit, zu medizinischen Zwecken auszureisen und dafür erneut ein Ausreisevisum zu beantragen. 4.6.7 Der Vollzug der Wegweisung nach Eritrea erweist sich demnach nicht als unzumutbar. 4.7 Schliesslich obliegt es dem Beschwerdeführer, sich bei der zustän - digen Vertretung seines Heimatstaates – soweit er nicht ohnehin im Besitze von Reisepapieren ist, die er den schweizerischen Behörden vorenthält – die für eine Rückkehr notwendigen Reisedokumente zu beschaffen (Art. 8 Abs. 4 AsylG), weshalb der Vollzug der Wegweisung auch als möglich zu bezeichnen ist. 4.8 Zusammenfassen d ergibt sich, dass das BFM den Vollzug der Wegweisung zu Recht als zulässig, zumutbar und möglich erachtet hat. Die Anordnung der vorläufigen Aufnahme fällt somit ausser Be - tracht (Art. 83 Abs. 1–4 AuG). 5. Aus diesen Erwägungen folgt, dass die angefochtene Verfügung Bundes- recht nicht verletzt, den rechtserheblichen Sachverhalt richtig und vol l- ständig feststellt (Art. 106 AsylG) und nicht unangemessen ist (Art. 112 AuG i.V.m. Art. 49 Bst. c VwVG). Die Beschwerde ist demnach abzuwe i- sen. 6. Mit Zwischenverfügung vom 20. Dezember 2012 wurde dem Beschwe r- deführer unter der Voraussetzung des Nachweises der Bedürftigkeit s o- wie unter Vorbehalt der Veränderung der finanziellen Lage die unentgel t- liche Rechtspflege im Sinne von Art. 65 Abs. 1 VwVG gewährt. In der Folge hat der Beschwerdeführer am 8. Januar 2013 einen Kostenvor- schuss von Fr. 600.– einbezahlt und am 1 5. Januar 2013 eine vom 14. Januar 2013 datierende Fürsorgebestätigung nachgereicht. Da der Beschwerdeführer in der Lage war, den Kostenvorschuss zu leisten, ist davon auszugehen, dass er über finanzielle Mittel verfügt, die es ihm e r- lauben, allfällige Verfahrenskosten zu bezahlen. Unter diesen Umständen ist ungeachtet dessen, dass die zuständige Behörde attestiert, sie unte r- stütze den Beschwerdeführe r gemäss den "Richtlinien für nach Asylfü r- sorgeverordnung unterstützte Personen" der Nachweis der prozessualen Bedürftigkeit als nicht erbracht zu erachten. Die Kosten des Verfahrens D-6352/2012 Seite 20 sind folglich dem Beschwerdeführer aufzuerlegen (Art. 63 Abs. 1 VwVG). Der Beschwerdeführer hat in der Beschwerde schrift an seinen nicht der Wahrheit entsprechenden Angaben gegenüber der Vorinstanz zunächst festgehalten. Erst aufgrund der ihm zur Stellungnahme unterbreiteten Er- kenntnisse aus den Recherchen des Bundesverwaltungsgerichts räumte er ein, dass er Eritrea im Rahmen des Hilfsprojektes " V._______" auf le- galem Weg und mit den notwendigen Reisepapieren und Visa verlassen und im kinderurologischen Abteilung des Krankenhauses der W._______ L._______ infolge seiner Erkrankung unter dem Namen X._______ be- handelt worden ist. Vor diesem Hintergrund ist die Prozessführung vor dem Bundesverwaltungsgericht als mutwillig zu bezeichnen, so dass die Verfahrenskosten angemessen zu erhöhen und auf Fr. 1'200.– festzuset- zen sind (Art. 1 –3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Ko s- ten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]). Die Kosten sind durch den am 8. Januar 2013 g eleiste- ten Vorschuss von Fr. 600.– teilweise gedeckt und insoweit zu verrec h- nen; den Restbetrag von Fr. 600.– hat der Beschwerdeführer nachzuzah- len. (Dispositiv nächste Seite) D-6352/2012 Seite 21 Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 2. Die Verfahrenskosten von Fr. 1200.– werden dem Beschwerdeführer auf- erlegt und mit dem einbezahlten Kostenvorschuss von Fr. 600.– verrech- net. Der Restbetrag von Fr. 600.– hat der Beschwerdeführer innert 30 Ta- gen ab Versand des Urteils der Gerichtskasse zu überweisen. 3. Dieses Urteil geht an den Beschwerdeführer , das BFM und die zu- ständige kantonale Behörde. Der vorsitzende Richter: Die Gerichtsschreiberin: Walter Lang Claudia Jorns Morgenegg Versand: