<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2001.00178</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="https://vgrzh.djiktzh.ch/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=https://vgrzh.djiktzh.ch&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=106452&amp;W10_KEY=4467147&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2001.00178</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 16.11.2001</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">3. Abteilung/3. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Das Bundesgericht hat eine staatsrechtliche Beschwerde gegen diesen Entscheid am 20.08.2002 abgewiesen.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Raumplanungs-, Bau- und Umweltrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Projektfestsetzung nach Strassengesetz/Genehmigung des Strassenprojekts/Bewilligung nach Art. 24 RPG</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Festsetzung eines kommunalen Strassenprojekts (Erschliessungsstrasse):<br/><br/>Rechtsgrundlagen und Zuständigkeit (E. 1a, 2a a.A.). Das konkrete Strassenprojekt ist angesichts einer anderen denkbaren Erschliessungsvariante nicht standortgebunden, und eine Bewilligung nach Art. 24 RPG fällt deshalb ausser Betracht (E. 2a a.E.).<br/>Ob das Verfahren für die Festsetzung von Gemeindestrassen gemäss Strassengesetz einem Nutzungsplanungsverfahren gleich zu setzen, ist zweifelhaft, weil die hiefür erforderlich kantonale Genehmigung nur unzulänglich gewährleistet ist (E. 2b). Frage unter Verzicht auf eine Rückweisung offen gelassen, weil im konkreten Verfahrensablauf der Regierungsrat im Rekursentscheid das Projekt umfassend prüfte und dadurch "genehmigte" (E. 2c).<br/>Das Strassenprojekt erweist sich insgesamt als rechtmässig: Es entspricht den Zielen der Nutzungsplanung (E. 3b), die Berechnung der Kapazität der Strasse durch die Gemeinde ist zutreffend (E. 3c), die Erschliessungsalternative angesichts der erwarteten Verkehrszunahme ungenügend (E. 3d), und das Ortsbild wird durch das Strassenprojekt nicht beeinflusst (E. 3e). Zudem ist die Kostenverlegung des Projekts nicht zu beanstanden (E. 3f).<br/>Der Eingriff in das Eigentum der Beschwerdeführerin ist nicht unverhältnismässig, und zwar sowohl in quantitativer Hinsicht (E. 4a) als auch mit Blick auf die Bewirtschaftsmöglichkeiten (E. 4b).<br/>Abweisung.</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: Planungs- und Baurecht ST: ERSCHLIESSUNG (ANFORDERUNGEN, DURCHFÃHRUNG, FINANZIERUNG)">ERSCHLIESSUNG (ANFORDERUNGEN, DURCHFÃHRUNG, FINANZIERUNG)</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ERSCHLIESSUNG (ANFORDERUNGEN, DURCHFÃHRUNG, FINANZIERUNG)">ERSCHLIESSUNG (ANFORDERUNGEN, DURCHFÃHRUNG, FINANZIERUNG)</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ERSCHLIESSUNGSSTRASSE">ERSCHLIESSUNGSSTRASSE</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: GENEHMIGUNG">GENEHMIGUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: KOSTENVERLEGUNG">KOSTENVERLEGUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: STANDORTGEBUNDENHEIT">STANDORTGEBUNDENHEIT</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: STRASSENPROJEKT">STRASSENPROJEKT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: Planungs- und Baurecht ST: ÃBRIGES PLANUNGS- UND BAURECHT">ÃBRIGES PLANUNGS- UND BAURECHT</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: VERHÃLTNISMÃSSIGKEIT">VERHÃLTNISMÃSSIGKEIT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ZUGANGSNORMALIEN">ZUGANGSNORMALIEN</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade">§ 309 Abs. II PBG</span><br/><span class="gerade">Art. 24 RPG</span><br/><span class="ungerade">Art. 26 RPG</span><br/><span class="gerade">§ 13 StrassG</span><br/><span class="ungerade">§ 15 StrassG</span><br/><span class="gerade">§ 17 lit. II StrassG</span><br/><span class="ungerade">§ 11 Zugangsnormalien</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 3 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Einzug1"><span>I. Am 4. Mai 1999 genehmigte der Gemeinderat DÃ¤ttlikon den Ausbau der Boden­acherstrasse zuhanden der Ã¶ffentlichen Auflage gemÃ¤ss § 16 des Strassengesetzes vom 27. September 1981 (StrassG). Das Projekt sieht den Ausbau des heute bestehenden Feldweges zu einer Erschliessungsstrasse vor, die das am SÃ¼drand des Dorfkerns gelegene Gebiet Meienhof (Kernzone und Wohnzone W2 gemÃ¤ss Bau- und Zonenordnung der Gemein­de DÃ¤ttlikon vom 30. August 1996 [BZO], vom Regierungsrat genehmigt am 22. Januar 1997) mit der Umfahrungsstrasse (S-1) von DÃ¤ttlikon verbinden soll. Die ausgebaute Boden­­acherstrasse weist eine GesamtlÃ¤nge von rund 180 m auf, von denen rund 95 m (der sÃ¼d­liche Teil) durch die Landwirtschaftszone verlaufen. Gegen das Vorhaben erhob unter anderem X Einsprache. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Am 12. November 1999 genehmigte das kantonale Tiefbauamt die EinmÃ¼ndung der Bodenacherstrasse in die Umfahrungsstrasse S-1. Mit VerfÃ¼gung vom 22. Februar 2000 erteilte die Baudirektion auf Ersuchen des Gemeinderates DÃ¤ttlikon fÃ¼r den Ausbau der Bodenacherstrasse und die EinmÃ¼ndung in die Staatsstrasse die Ausnahmebewilligung nach Art. 24 des Bundesgesetzes Ã¼ber die Raumplanung vom 22. Juni 1979 (RPG).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Der Gemeinderat DÃ¤ttlikon setzte am 4. April 2000 das Projekt fÃ¼r den Ausbau der Bodenacherstrasse in Anwendung von § 15 StrassG fest; die Einsprache von X lehnte er ab. Er nahm zudem Vormerk von der Ausnahmebewilligung der Baudirektion vom 22. Fe­bruar 2000 und Ã¼berwies die Akten dem Bezirksrat Winterthur mit dem Antrag, den Festsetzungsbeschluss gemÃ¤ss § 15 Abs. 2 StrassG zu genehmigen und dem Gemeinde­rat im erforderlichen Umfang das Enteignungsrecht einzurÃ¤umen. Dieser Beschluss und die Ausnahmebewilligung der Baudirektion wurden X erÃ¶ffnet, die dagegen Re­kurs an den Regierungsrat erhob.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>II. Mit Beschluss vom 26. Mai 2000 genehmigte der Bezirksrat Winterthur die Pro­jektfestsetzung fÃ¼r die Bodenacherstrasse; fÃ¼r die Erteilung des Enteignungsrechts bzw. das Enteignungsverfahren verwies er den Gemeinderat DÃ¤ttlikon auf das Gesetz betreffend die Abtretung von Privatrechten vom 30. November 1879 (AbtrG). Auch hiergegen gelangte X mit Rekurs an den Regierungsrat. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>III. Ebenfalls am 4. Mai 1999 hat der Gemeinderat DÃ¤ttlikon den Quartierplan "Mei­enhof/Ausserdorf-SÃ¼d" gemÃ¤ss § 158 des Planungs- und Baugesetzes vom 7. September 1975 (PBG) festgesetzt. Hiergegen rekurrierte X an die Baurekurskommission IV, welche das Verfahren wegen der AbhÃ¤ngigkeit des Quartierplans vom Projektierungsverfahren fÃ¼r die Bodenacherstrasse bis zu dessen rechtskrÃ¤ftiger Erledigung sistiert hat.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>IV. Der Regierungsrat vereinigte die bei ihm eingereichten Rekurse X's und wies sie am 18. April 2001 ab. Gegen diesen Entscheid erhob X am 31. Mai 2001 Beschwerde beim Verwaltungsgericht. Sie beantragte die Aufhebung des Rekursentscheides des Regierungsrates und der Projektfestsetzung des Gemeinderates, unter Kosten- und EntschÃ¤digungsfolgen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die Staatskanzlei beantragte fÃ¼r den Regierungsrat am 26. Juni 2001 die Abweisung der Beschwerde. Denselben Antrag stellte am 14. August 2001 der Gemeinderat DÃ¤ttlikon, der zudem um eine ParteientschÃ¤digung nachsuchte.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>V. In verfahrensrechtlicher Hinsicht hat die BeschwerdefÃ¼hrerin erklÃ¤rt, auf den Verfahrensgarantien gemÃ¤ss Art. 6 EMRK zu bestehen. Das Verwaltungsgericht hat am 26. Oktober 2001 einen Augenschein mit anschliessender Ã¶ffentlicher Schlussverhandlung durchgefÃ¼hrt, womit dem Begehren der BeschwerdefÃ¼hrerin Rechnung getragen wurde. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die AusfÃ¼hrungen der Parteien werden, soweit erforderlich, in den nachstehenden ErwÃ¤gungen zusammengefasst.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <span><br/> </span> <p class="Einzug1"><span>Das Verwaltungsgericht zieht in ErwÃ¤gung:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>1. a) Angefochten ist ein kommunales Strassenprojekt, das gemÃ¤ss denjenigen Bestimmungen des Strassengesetzes festgesetzt wurde, die durch die Revision des Verwaltungsrechtspflegegesetzes am 8. Juni 1997 revidiert wurden. GemÃ¤ss § 17 Abs. 1 StrassG kann gegen das Projekt innert der Auflagefrist (30 Tage, § 16 StrassG) Einsprache erhoben werden. Ãber die Einsprachen wird mit der Projektfestsetzung entschieden; dieser Entscheid ist nach den Vorschriften Ã¼ber die Verwaltungsrechtspflege weiterziehbar (§ 17 Abs. 4 StrassG). GemÃ¤ss der Ordnung von § 19 Abs. 1 VRG (in Verbindung mit § 10 Abs. 1 des Gesetzes Ã¼ber die Bezirksverwaltung vom 10. MÃ¤rz 1985) unterliegt die Projekt­festsetzung daher dem Rekurs an den Bezirksrat, dessen Entscheid entsprechend den §§ 19c Abs. 2 und 41 VRG an das Verwaltungsgericht weitergezogen werden kann. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) FÃ¼r die Anfechtung von Bauvorhaben ausserhalb der Bauzone gilt allerdings die Sonderregelung von § 329 Abs. 2 lit. b PBG, welche den Regierungsrat als Rekursinstanz bezeichnet. Weil neben der kommunalen Projektfestsetzung eine Ausnahmebewilligung ge­mÃ¤ss Art. 24 RPG angefochten war, war der Regierungsrat gestÃ¼tzt auf jene Vorschrift fÃ¼r die Rekursbehandlung zustÃ¤ndig und konnte er gleichzeitig kraft Sachzusammenhangs und zur Sicherstellung der erforderlichen Koordination (Art. 33 Abs. 4 RPG) auch das Rechtsmittel gegen die Festsetzung des Strassenprojekts behandeln. Daran Ã¤ndert auch der Umstand nichts, dass das Verfahren gemÃ¤ss Art. 24 RPG gar nicht hÃ¤tte eingeschlagen werden mÃ¼ssen (vgl. E. 2). Auch gegen den Rekursentscheid des Regierungsrat steht die Beschwerde an das Verwaltungsgericht offen (§ 41 VRG).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>2. Der zu beurteilende Fall wirft die Frage auf, in welchem Verfahren kommunale Erschlies­sungsstrassen zu bewilligen sind, die ausserhalb der Bauzone verlaufen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>a) GemÃ¤ss der Praxis des Bundesgerichts soll eine Strasse, welche die Funktion hat, Land in der Bauzone zu erschliessen, grundsÃ¤tzlich durch das Siedlungsgebiet fÃ¼hren und nicht Land im Ã¼brigen Gemeindegebiet bzw. in der Landwirtschaftszone beanspruchen. In der Regel ist fÃ¼r eine solche Strasse die Standortgebundenheit ausserhalb der Bauzone zu verneinen, und zwar auch dann, wenn im fraglichen Bereich bereits eine â fÃ¼r den neuen Zweck aber ungenÃ¼gende â Strasse besteht (BGE 118 Ib 497 E. 4a). </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die Standortgebundenheit ausserhalb der Bauzone setzt nach der Rechtsprechung voraus, dass eine Baute aus technischen oder betriebswirtschaftlichen GrÃ¼nden oder wegen der Bodenbeschaffenheit auf einen Standort ausserhalb der Bauzonen angewiesen ist. Dabei beurteilen sich die Voraussetzungen nach objektiven MassstÃ¤ben, und es kann weder auf die subjektiven Vorstellungen und WÃ¼nsche des Einzelnen noch auf die persÃ¶nliche ZweckmÃ¤ssigkeit oder Bequemlichkeit ankommen. Generell ist bei der Beurteilung der Voraussetzungen ein strenger Massstab anzulegen (BGE 124 II 252 E. 4a mit Hinweisen). </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die in Art. 1 und 3 RPG erwÃ¤hnten Ziele und GrundsÃ¤tze der Raumplanung haben die Richt- und Nutzungsplanung im Auge und nicht ein Baubewilligungsverfahren, in welchem lediglich die Ãbereinstimmung eines Bauprojektes mit den konkreten Bauvorschriften zu Ã¼berprÃ¼fen ist. Wird wie vorliegend die Absicht, eine Erschliessungsstrasse ausserhalb des Baugebietes anzulegen, vor allem mit planerischen, konkreter mit ortsbildschÃ¼tzerischen ErwÃ¤gungen begrÃ¼ndet, so lÃ¤sst sich daraus keine Standortgebundenheit im Sinne von Art. 24 RPG ableiten, und zwar auch dann nicht, wenn diese ErwÃ¤gungen zu einer Fest­legung im kommunalen Verkehrsplan gefÃ¼hrt haben. Der korrekte Weg fÃ¼r die Umsetzung des Richtplans ist vielmehr jener Ã¼ber den kommunalen Nutzungsplan bzw. ein gleich­wertiges Instrument der Nutzungsplanung (vgl. BGE 118 Ib 497 E. 4c). Dass eine Erschliessung des Gebietes Meienhof/Ausserdorf-SÃ¼d aus im Sinne der zitierten Rechtspre­chung objektiven, zwingenden GrÃ¼nden durch die Landwirtschaftszone gefÃ¼hrt werden mÃ¼sse, kann im Ernst nicht behauptet werden, da eine Erschlies­sung Ã¼ber die Meienhof­strasse technisch durchaus mÃ¶glich erscheint. Eine Bewilligung nach Art. 24 RPG kommt daher nicht in Frage. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) Als Instrument fÃ¼r die nutzungsplanerische Umsetzung von Festsetzungen des Richtplans kommen neben dem Bau- und Zonenplan auch die geeigneten Formen von SondernutzungsplÃ¤nen in Frage. In diesem Zusammenhang ist von Bedeutung, dass das Bundesgericht das Strassenprojektierungsverfahren, wie es im Strassengesetz in Verbindung mit den Abtretungsgesetz geregelt ist, als Nutzungsplanungsverfahren im Sinne der Art. 14 ff. RPG anerkannt hat (BGE 117 Ib 35 E. 2). Das Bundesgericht hat in diesem Entscheid erwogen, durch den Strassenplan erhalte der davon erfasste Boden eine besondere Zweckbestimmung, die sich wesentlich von jener des umgebenden Landes unterscheide. Mit dem Bau der Strasse werde dieser Nutzungsplan verwirklicht. Da es hierbei gerade nicht um eine Abweichung von der im Strassenplan festgesetzten Nutzung gehe, liege kein Anwendungsfall von Art. 24 RPG vor. Ein separates baurechtliches Verfahren sei nicht er­forderlich, weil gemÃ¤ss § 309 Abs. 2 PBG die Festsetzung und Genehmigung von Projekten fÃ¼r Verkehrsanlagen durch das zustÃ¤ndige Organ die baurechtliche Bewilligung einschliesst. Der genannte Entscheid bezieht sich allerdings auf die Festsetzung von Staatsstrassen. Zu prÃ¼fen ist, ob auch das Festsetzungsverfahren fÃ¼r Gemeindestrassen als Nutzungsplanungsverfahren anerkannt werden kann. Die bundesrechtlichen Anforderungen in diesem Zusammenhang ergeben sich aus Art. 4 RPG, der ein Mitwirkungsverfahren verlangt, aus Art. 26 RPG, wonach die NutzungsplÃ¤ne und ihre Anpassungen durch eine kantonale BehÃ¶rde zu genehmigen sind, und aus Art. 33 RPG, der Anforderungen an den durch die Kantone zu gewÃ¤hrleistenden Rechtsschutz aufstellt. Keine bundesrechtlichen Vorgaben bestehen hingegen Ã¼ber das Organ, welches den Nutzungsplan festsetzt.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>GemÃ¤ss § 13 StrassG sind die Strassenprojekte der BevÃ¶lkerung vor der Kreditbewilligung in einer Orientierungsversammlung oder durch Ã¶ffentliche Auflage zur Stellungnahme zu unterbreiten; nur bei Projekten von untergeordneter Bedeutung kann darauf verzichtet werden. Die Regelung von § 13 StrassG ist als â hinreichende â Konkretisierung von Art. 4 RPG zu wÃ¼rdigen (Alfred KÃ¶lz/JÃ¼rg Bosshart/Martin RÃ¶hl, Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons ZÃ¼rich, 2. A., ZÃ¼rich 1999, § 19 N. 125). Ebenso steht ausser Frage, dass der durch das Verwaltungsrechtspflegegesetz gewÃ¤hrleis­tete Rechtsschutz den Anforderungen von Art. 33 RPG genÃ¼gt. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Problematisch ist allein die Regelung der Genehmigung. § 15 Abs. 2 StrassG verlangt eine Genehmigung nur fÃ¼r den Fall, dass die Erteilung des Enteignungsrechts erforderlich ist. Damit ist keine durchgehende Genehmigung sichergestellt. Weiter ist zweifelhaft, ob der Bezirksrat Ã¼berhaupt als kantonale BehÃ¶rde im Sinn von Art. 26 RPG gelten kann, da diese Bestimmung eine gesamtkantonale Instanz vorschreibt (Alexander Ruch in: Heinz Aemisegger u.a. [Hrsg.], Kommentar zum Bundesgesetz Ã¼ber die Raumplanung, ZÃ¼rich 1999, Art. 26 N. 8; Bundesamt fÃ¼r Raumplanung [Hrsg.], ErlÃ¤uterungen zum Bundesgesetz Ã¼ber die Raumplanung, Bern 1981, Art. 26 N. 6). Schliesslich bleibt aufgrund des Strassengesetzes unklar, an welchen Kriterien sich die GenehmigungsbehÃ¶rde zu orientieren hat. Die GenehmigungsbehÃ¶rde darf ihre Aufgabe nicht zu eng fassen, sondern sie hat insbesondere zu prÃ¼fen, ob mit dem zu genehmigenden Nutzungsplan die raumplanerischen GrundsÃ¤tze (Art. 1 und 3 RPG) und die fÃ¼r die konkrete Ortsplanung massgebenden Ã¶ffentlichen Interessen aller Voraussicht nach gewahrt werden (Ruch, Art. 26 N. 12). Im Weiteren ergibt sich aus Art. 47 Abs. 1 der Raumplanungsverordnung vom 28. Juni 2000 (RPV), dass bei der Genehmigung â soweit von Bedeutung â zu beurteilen ist, wie die NutzungsplÃ¤ne die Anregungen aus der BevÃ¶lkerung, die SachplÃ¤ne und Konzepte des Bundes und den Richtplan berÃ¼cksichtigen und wie sie den Anforderungen des Ã¼brigen Bundesrechts, insbesondere der Umweltschutzgesetzgebung, Rechnung tragen. Wenn auch nicht auszuschliessen ist, dass ein Genehmigungsverfahren nach § 15 Abs. 2 StrassG diesen Anforderungen genÃ¼gt, so ist doch festzustellen, dass das Projektfestsetzungsverfahren fÃ¼r kommunale Strassen auch nach der Revision von 8. Juni 1997 nicht vollstÃ¤ndig auf die Anforderungen des Raumplanungsgesetzes abgestimmt und insofern revisionsbedÃ¼rftig ist. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>c) Vorliegend besteht indessen kein Grund, die Angelegenheit wegen fehlender Genehmigung an die Vorinstanzen zurÃ¼ckzuweisen. Dabei fÃ¤llt die vom Bezirksrat â aufgrund einer offensichtlich summarischen und den Anforderungen von Art. 26 RPG nicht genÃ¼gen­­den ÃberprÃ¼fung â erteilte Genehmigung weniger ins Gewicht als die Tatsache, dass der Regierungsrat im Rekursentscheid das Projekt einer umfassenden ÃberprÃ¼fung unterzogen hat, so dass ohne weiteres vom Vorliegen einer kantonalen Genehmigung gesprochen werden kann.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Mithin stellt der vom Gemeinderat DÃ¤ttlikon festgesetzte Strassenplan einen Sondernutzungsplan dar, der durch das gleichzeitig verabschiedete Bauprojekt verwirklicht werden soll. Eine Bewilligung gemÃ¤ss Art. 24 RPG ist in diesem Fall nicht erforderlich. </span></p> <p class="Einzug1"><span>3. a) Zu untersuchen ist daher, ob die EinwÃ¤nde der BeschwerdefÃ¼hrerin die Planfestsetzung als rechtswidrig erscheinen lassen. GemÃ¤ss § 50 VRG hat das Verwaltungsgericht allein eine Rechtskontrolle vorzunehmen; die Angemessenheit des angefochtenen Rechtsaktes hat es nur insoweit zu Ã¼berprÃ¼fen, als ein Ermessensmissbrauch oder eine ErmessensÃ¼berschreitung geltend gemacht werden. Art. 33 Abs. 3 lit. b RPG steht dieser <br/> Kog­nitionsbeschrÃ¤nkung nicht entgegen, da der Regierungsrat die bundesrechtlich geforderte volle ÃberprÃ¼fung im Rahmen des Rekursentscheides vorgenommen hat.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>In diesem Zusammenhang ist weiter daran zu erinnern, dass die Ãnderung eines Nutzungsplanes bzw. die Festsetzung eines Sondernutzungsplans mit Blick auf ein konkretes, ausserhalb der (bisherigen) Bauzone gelegenes Vorhaben nicht ohne weiteres als Umgehung von Art. 24 RPG zu qualifizieren ist, auch wenn die Voraussetzungen fÃ¼r eine Ausnahmebewilligung nach dieser Bestimmung nicht erfÃ¼llt sind. Die Frage, ob das betreffende Vorhaben standortgebunden sei, stellt sich daher so nicht. Vielmehr ist zu prÃ¼fen, ob die fragliche Planungsmassnahme den Zielen und GrundsÃ¤tzen der Nutzungsplanung gemÃ¤ss Raumplanungsgesetz entspricht und auf einer sachlich vertretbaren AbwÃ¤gung der berÃ¼hrten rÃ¤umlichen Interessen beruht (vgl. BGE 124 II 391 E. 2c).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) Die BZO DÃ¤ttlikon teilt das Gebiet Meienhof/Ausserdorf-SÃ¼d der Kernzone I und der Wohnzone W2/1.6 zu, wobei fÃ¼r die W2 eine Gestaltungsplanpflicht besteht. Dieses Gebiet soll gemÃ¤ss den AusfÃ¼hrungen im Projektfestsetzungsbeschluss vom 4. April 2000 durch die auszubauende Bodenacherstrasse erschlossen werden. Der Direktanschluss an die Umfahrungsstrasse soll im Interesse des Ortsbildes den Durchgangsverkehr im Dorf reduzieren. Dazu wird im Beschluss erklÃ¤rt, dass die Vermeidung von Verkehr im Dorf es gestattet, auf ortsbaulich problematische Strassenausbauten, Trottoirbauten etc. zu verzich­ten. Zudem weist der Beschluss darauf hin, dass durch die Verkehrsauslagerung die WohnqualitÃ¤t im Dorfzentrum erhÃ¶ht werden kann. Diese Zielsetzung entspricht Art. 1 Abs. 2 lit. b RPG, wonach mit den Massnahmen der Raumplanung wohnliche Siedlungen zu schaf­fen und zu erhalten sind, und Art. 3 Abs. 3 RPG (Gestaltung der Siedlung nach den BedÃ¼rfnissen der BevÃ¶lkerung), namentlich dessen lit. b (Schutz der Wohngebiete vor schÃ¤d­lichen und lÃ¤stigen Einwirkungen). Die Gemeindeversammlung hat ihr zugestimmt, indem sie die Bodenacherstrasse am 3. MÃ¤rz 1994 als Sammelstrasse in den kommunalen Verkehrsplan aufgenommen hat. Im gesamthaft revidierten Verkehrsplan vom 30. August 1996 wurde diese Festlegung bestÃ¤tigt. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die BeschwerdefÃ¼hrerin macht geltend, diese Zielsetzung stimme mit den tatsÃ¤chlichen Gegebenheiten nicht Ã¼berein. Aus dem Ãbersichtsplan sei ersichtlich, dass das Dorf durch die Hauptachse Unterdorf- und Ausserdorfstrasse erschlossen werde. Dieser Einwand Ã¼berzeugt nicht. Dem Zonenplan lÃ¤sst sich vielmehr entnehmen, dass die Umfahrungsstrasse dazu dient, das westlich des Dorfkerns gelegene Siedlungsgebiet zu erschliessen, ohne dass der Verkehr Ã¼ber die Unter- und Ausserdorfstrasse abgewickelt werden muss. Am Augenschein wurde diese Feststellung bestÃ¤tigt. Die Umfahrungsstrasse hat keinen nennenswerten Durchgangsverkehr aufzunehmen, da dieser Ã¼ber die sÃ¼dlich der TÃ¶ss verlaufende Winterthurerstrasse abgewickelt wird. Die Umfahrungsstrasse dient mit anderen Worten in erster Linie dem Ziel-/Quellverkehr nach DÃ¤ttlikon, aber unter Entlas­tung des Dorfkernes. Es ist daher nur folgerichtig, dass auch die Ã¼brigen unÃ¼berbauten Gebiete, wie das hier betroffene, nach MÃ¶glichkeit direkt an die Umfahrungsstrasse angeschlossen werden. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Am Augenschein konnte das Gericht auch feststellen, dass der Direktanschluss an die Umfahrungsstrasse es erlaubt, auf Anpassungen der durch den Ortskern bei der Kirche fÃ¼hrenden Strassen, namentlich der Meienhofstrasse, an gesteigerte Verkehrs- bzw. Sicherheitsanforderungen zu verzichten. Ohne den Direktanschluss wÃ¤ren solche Anpassungen frÃ¼­her oder spÃ¤ter erforderlich; sie hÃ¤tten einen unerwÃ¼nschten Eingriff ins Ortsbild zur Folge, in­dem gewachsene Strukturen zerstÃ¶rt oder zumindest erheblich beeintrÃ¤chtigt wÃ¼rden.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Es kann daher keine Rede davon sein, dass der Direktanschluss an die Umfahrungsstrasse einen Selbstzweck darstellt. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>c) Das zu erschliessende Gebiet umfasst ca. 6'800 m<sup>2</sup> in der Kernzone I und ca. 4'230 m<sup>2</sup> in der W2 gelegenes Land (dabei wird das weiter Ã¶stlich gelegene, von der Lettenstrasse her erschliessbare Land in der W2 selbstredend nicht mitgerechnet). Die Parzellen in der W2 sind unÃ¼berbaut, jene in der K I weisen teilweise erhebliche Ãberbauungsreserven auf (vgl. den Ortsbildschutz- und Kernzonenplan vom 30. August 1996 mit der Bezeichnung der Baubereiche fÃ¼r Neubauten). Das Amt fÃ¼r Raumordnung und Vermessung hat im Rekursverfahren errechnet, dass allein das in der W2 gelegene unÃ¼berbaute Land Platz fÃ¼r rund 50 Wohneinheiten bietet. Der Beschwerdegegner ist realistischerweise zurÃ¼ckhaltender und rechnet mit rund 40 Wohneinheiten im gesamten Gebiet. Die BeschwerdefÃ¼hrerin rÃ¤umt ein, dass die Meienhofstrasse heute rund 14 Wohneinheiten als Verbindung zur Unterdorfstrasse dient. Davon zÃ¤hlen rund 10 Wohn­einheiten zum Einzugsgebiet der neuen Bodenacherstrasse. Auf den unÃ¼berbauten Teilen der K I und auf den 4'230 m<sup>2 </sup>Bauland in der W2 ist die Erstellung von 30 zusÃ¤tzlichen Wohneinheiten ohne Weiteres mÃ¶glich. Damit ergeben sich 40 zu erschliessende Wohneinheiten. Erschliessungsanlagen sind so festzulegen, dass sie bei vollstÃ¤ndiger Nutzung der erfassten GrundstÃ¼cke den Anforderungen von § 237 Abs. 1 und 2 PBG genÃ¼gen (RB 1998 Nr. 100). Es ist daher nicht zu beanstanden, dass die BehÃ¶rden angenommen haben, die Erschlies­sungsstrasse habe fÃ¼r die Erschliessung von 40 Wohneinheiten zu genÃ¼gen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Der in diesem Zusammenhang vorgebrachte Einwand der BeschwerdefÃ¼hrerin, die Vorinstanzen hÃ¤tten Ã¼bergangen, dass das Kernzonengebiet Meienhof seit jeher durch das gleichnamige StrÃ¤sschen erschlossen worden sei, geht unter den gegebenen UmstÃ¤nden am Thema vorbei. Zu erschliessen ist nicht bloss das Kernzonengebiet Meienhof (das im Ãbrigen durch die Meienhofstrasse ungenÃ¼gend erschlossen sein dÃ¼rfte, sobald alle in dieser Kern­­zone zulÃ¤ssigen Bauvorhaben realisiert wÃ¼rden), sondern wie dargelegt auch der west­liche Teil der Wohnzone Ausserdorf-SÃ¼d. Der Ã¶stliche Teil dieses Gebietes wird hingegen durch die Lettenstrasse erschlossen, was die Vorinstanzen immer klar und deutlich ausgedrÃ¼ckt haben. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>d) GemÃ¤ss den Normalien Ã¼ber die Anforderungen an ZugÃ¤nge vom 9. Dezember 1987 (Zugangsnormalien) haben ZugÃ¤nge grundsÃ¤tzlich den im Anhang festgelegten Anforderungen zu genÃ¼gen. Der Zugang fÃ¼r Ãberbauungen mit 30 bis 150 Wohn­einheiten wird als Zufahrtsstrasse bezeichnet und hat eine Fahrbahnbreite (ohne Bankett) von 4,50 ‑ 5,00 m aufzuweisen. Bei 10 bis 30 Wohneinheiten betrÃ¤gt die verlangte Fahrbahnbreite 4,00 ‑ 4,75 m. In dichter Bebauung, und sofern eine gute Erschliessung mit Ã¶ffentlichen Verkehrsmitteln vorliegt, dÃ¼rfen bis zu doppelt so viele Wohneinheiten Ã¼ber die genannten Zufahrtsstrassen erschlossen werden. Dem liegt die Ãberlegung zu Grunde, dass in solchen Gebieten ein deutlich grÃ¶sserer Anteil des Zugangsverkehrs zu Fuss abgewickelt wird als in weniger dicht bebauten Gebieten mit schwÃ¤cher ausgebautem Ã¶ffentlichen Verkehr. DÃ¤ttlikon verfÃ¼gt Ã¼ber keinen direkten Bahnanschluss; die nÃ¤chsten Bahnstationen be­finden sich in Pfungen-Neftenbach und Embrach-Rorbas. Am Morgen, Ã¼ber Mittag und am spÃ¤ten Nachmittag verkehrt ein Bus (im Stundentakt) nach Winterthur. Es liegt klarerweise keine gute Erschliessung mit Ã¶ffentlichen Verkehrsmitteln vor, weshalb sich eine Ab­weichung vom Normalstandard unter diesem Titel nicht rechtfertigt.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die bestehende Meienhofstrasse ist im Bereich von GebÃ¤ude-Vers. Nr. 34 nur 3 m breit. Der erforderliche Ausbau auf 4,0 oder gar 4,5 m wÃ¤re wie erwÃ¤hnt ortsbaulich fragwÃ¼rdig. Es ist daher nicht zu beanstanden, dass der Beschwerdegegner diese Strasse als ungenÃ¼gend zur Erschlies­sung des fraglichen Gebiets ansieht. § 11 der Zugangsnormalien gestattet unter anderem im Interesse von Objekten des Natur- und Heimatschutzes Abweichungen von den Grundanforderungen, setzt aber voraus, dass die Abweichungen aufgrund der tatsÃ¤chlichen VerhÃ¤ltnisse "unerlÃ¤sslich" sind. Vorliegend steht mit der Bodenacherstrasse eine jedenfalls vertretbare Alternative zur VerfÃ¼gung (vgl. anschliessend E. 3e). Zudem entspricht die Absicht, den Verkehr vom Dorfzentrum fernzuhalten, einer Ã¼berzeugenden planerischen Ãberlegung. Eine hinreichende Notwendigkeit, von den Normalien abzuweichen, liegt damit nicht vor. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>e) Die BeschwerdefÃ¼hrerin bringt vor, die neu angelegte Bodenacherstrasse fÃ¼hre zu einer BeeintrÃ¤chtigung des Dorfbildes auf der SÃ¼dseite der Kirche bzw. des Dorfkernes, ohne diese Kritik nÃ¤her zu begrÃ¼nden. Es kann ihr denn auch nicht beigetreten werden. Bei der Betrachtung von SÃ¼den, d.h. von der Umfahrungsstrasse her, wird der optische Eindruck geprÃ¤gt von der landwirtschaftlichen Nutzung und den HochstammobstbÃ¤umen sowie weiteren BÃ¤umen und GebÃ¼schen, hinter denen sich die GebÃ¤ude des Ortskerns samt der Kirche â halb verdeckt â erheben. Aus dem Projektdossier ergibt sich, dass sich die neue Strasse hinsichtlich der Lage nicht wesentlich von der alten unterscheidet, die offenbar auch nach Auffassung der BeschwerdefÃ¼hrerin keine StÃ¶rung der Dorfbildes bewirkt. Der Verschiebung werden zwei kleinere ObstbÃ¤ume zum Opfer fallen. Der Hauptunterschied besteht in der Gestaltung der Einfahrt in die Umfahrungsstrasse, bei der GelÃ¤ndeanpassungen zur GewÃ¤hrleistung der erforderlichen Sichtweiten nÃ¶tig sind. Die Eingriffe werden nach den am Augenschein gewonnenen Erkenntnissen keinen nennenswerten Einfluss auf das Ortsbild ausÃ¼ben. </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>f) Die BeschwerdefÃ¼hrerin macht geltend, es sei regelwidrig, dass ca. 40 m Stras­senlÃ¤nge noch innerhalb des Quartierplanperimeters "Meienhof/Ausserdorf-SÃ¼d" gebaut werden sollten, weil dies eine transparente Kostenabrechnung ausschliesse. Aus der Land­erwerbs- und Beitragstabelle im Bauprojektdossier ergibt sich, dass die Kosten der Bodenacherstrasse, soweit sie innerhalb der Bauzone liegt, vollstÃ¤ndig im Rahmen des Quartierplans "Meienhof/Ausserdorf-SÃ¼d" verlegt werden sollen. Das erscheint ohne Weiteres als zutreffend, da die Quartierplangrenze im SÃ¼den mit der Bauzonengrenze Ã¼bereinstimmt und die Bodenacherstrasse ausschliesslich der Erschliessung des Quartierplangebietes dient. Soweit die Bodenacherstrasse ausserhalb der Bauzonengrenze liegt, sind zwar (rechnerisch) die MehrwertsbeitrÃ¤ge der AnstÃ¶sser ermittelt worden. Sie sollen jedoch bis zu einer allfÃ¤lligen Einzonung des Perimetergebietes (mit der angesichts der betrÃ¤chtlichen Bauzonenreserven der Gemeinde wohl auf absehbare Zeit nicht zu rechnen ist) gestun­det werden. Diese Kostenverlegung ist durchaus transparent; es kann daraus keine Rechtswidrigkeit des angefochtenen Strassenprojektes abgeleitet werden. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Weiter rÃ¼gt die BeschwerdefÃ¼hrerin, dass ihr im Quartierplan ein Kostenanteil von rund Fr. 53'000.- auferlegt werde. Wie es sich damit verhÃ¤lt, ist nicht Gegenstand des vorliegenden Verfahrens, so dass auf diese RÃ¼ge nicht einzutreten ist.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>4. a) Als Eingriff in das Eigentum der BeschwerdefÃ¼hrerin muss das Strassenprojekt im Ã¶ffentlichen Interesse liegen und verhÃ¤ltnismÃ¤ssig sein. Nach den AusfÃ¼hrungen in E. 3 steht fest, dass fÃ¼r das Vorhaben ein hinreichendes Ã¶ffentliches Interesse ausgewiesen ist. Die BeschwerdefÃ¼hrerin, die gemÃ¤ss Landerwerbs- und Beitragstabelle 29 m<sup>2 </sup>innerhalb der Bauzone und 511 m<sup>2 </sup>ausserhalb davon gelegenes Land abzutreten hÃ¤tte, bestreitet die Ver­hÃ¤ltnismÃ¤ssigkeit des Eingriffs in ihr Eigentum. Ihre in diesem Zusammenhang vorgebrachten RÃ¼gen sind jedoch wenig konkret. Die BeschwerdefÃ¼hrerin rÃ¼gt sinngemÃ¤ss einer­seits, dass es genÃ¼gen wÃ¼rde, die Erschliessung Ã¼ber die Meienhofstrasse vorzunehmen, was ‑ wie zuvor dargelegt ‑ nicht zutrifft. Anderseits macht sie geltend, die von ihr im Rah­men des Quartierplans zu leistenden Kosten von Fr. 53'000.- seien unverhÃ¤ltnismÃ¤ssig. Auf diese RÃ¼ge ist an sich wie erwÃ¤hnt nicht einzutreten. Immerhin sei angemerkt, dass diese Kosten keinesfalls nur die Kosten des Strassenbaus betreffen. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Weitere EinwÃ¤nde betreffend die VerhÃ¤ltnismÃ¤ssigkeit erhebt die BeschwerdefÃ¼hrerin nicht. Das Verwaltungsgericht hat aufgrund der Akten keinen Anlass, die VerhÃ¤ltnis­mÃ¤s­sigkeit des geplanten Eingriffs in Frage zu stellen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) Unzutreffend ist der Einwand der BeschwerdefÃ¼hrerin, der bei der StrasseneinmÃ¼ndung vorgesehene GelÃ¤ndeabtrag verunmÃ¶gliche die Bewirtschaftung von rund 1000 m<sup>2</sup>. Auch die BeschwerdefÃ¼hrerin hat am Augenschein eingerÃ¤umt, dass Graswirtschaft bzw. Beweidung auf der im Projektplan 1:500 grÃ¼n angelegten FlÃ¤che mÃ¶glich wÃ¤re. Diese Nutzung entspricht der heutigen. Sie hat allerdings eingewendet, es sei unmÃ¶glich, auf diesem LandstÃ¼ck GemÃ¼se- oder Ackerbau zu betreiben. Dazu ist festzustellen, dass die Umstellung auf GemÃ¼se- oder Ackerbau eine vÃ¶llige Neuausrichtung des heutigen Betriebs der BeschwerdefÃ¼hrerin voraussetzen wÃ¼rde. Es gibt keine konkreten Hinweise auf eine solche Umstellung. Jedenfalls liegt in der vorgesehenen GelÃ¤ndegestaltung keine nennenswerte betriebliche Erschwerung gegenÃ¼ber den heutigen Gegebenheiten.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>5. Die Beschwerde ist demnach abzuweisen, soweit darauf eingetreten werden kann. ...<br/> DemgemÃ¤ss entscheidet das Verwaltungsgericht:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug2">1. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird.</p> <p class="Einzug2"> </p> <p class="Einzug2">...</p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>