<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="cell small-12 contentContainer printArea"> <b><font face="RotisSansSerif ExtraBold" size="4">IV.2010.01043</font></b><br/> <b><font face="RotisSansSerif ExtraBold" size="4"> </font></b><br/> <font face="RotisSansSerif ExtraBold" size="6">Sozialversicherungsgericht</font><br/> <font face="RotisSansSerif ExtraBold" size="6">des Kantons Zürich</font><br/> <font size="4">I. Kammer</font><br/> <font size="4">Sozialversicherungsrichterin Grünig, Vorsitzende</font> <p><font size="4">Sozialversicherungsrichter Spitz</font> </p><p><font size="4">Sozialversicherungsrichterin Bürker-Pagani</font> </p><p><font size="4">Gerichtsschreiber Fraefel</font><br/> <b><font face="RotisSansSerif" size="5">Urteil vom 29. Januar 2011</font></b><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">in Sachen</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">X.___</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4"> </font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">Beschwerdeführer</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4"> </font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">vertreten durch Max S. Merkli</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">Praxis für Sozialversicherungsrecht</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">Friedheimstrasse 17, 8057 Zürich</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4"> </font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">gegen</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4"> </font><br/> <font face="RotisSansSerif ExtraBold" size="4">Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">Beschwerdegegnerin</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4"> </font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4"> </font> </p><p><font size="4"> </font> </p><p><font size="4"> </font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">Unter Hinweis, </font><br/> <font face="RotisSerif" size="4"> dass der 1946 geborene X.___ wegen einer Sehbehinderung seit Jahren (unter anderem) eine Hilflosentschädigung wegen Hilflosigkeit leichten Grades bezieht (Urk. 8, Urk. 9/11),</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4"> dass die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle (nachfolgend: IV-Stelle), einen Antrag des Versicherten vom 9. Dezember 2009 (Urk. 9/38) auf eine revisionsweise Erhöhung der Hilflosenentschädigung mit Mitteilung vom 20. August 2010 (Urk. 9/68) abgewiesen und daran - nachdem der Versicherte diesbezüglich am 30. August 2010 den Erlass einer Verfügung verlangt hatte (Urk. 9/72) - mit Verfügung vom 3. September 2010 festgehalten hat (Urk. 9/73 = Urk. 2), </font><br/> <font face="RotisSerif" size="4"> dass X.___ dagegen am 22. September und 28. Oktober 2010 (Urk. 1/1-2) Beschwerde erhoben hat mit dem Antrag, es sei ihm ab Dezember 2009 eine Hilflosenentschädigung mittleren Grades zuzusprechen,</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4"> dass die IV-Stelle in ihrer Beschwerdeantwort vom 20. Januar 2011 (Urk. 8) beantragte, in teilweiser Gutheissung der Beschwerde sei die Sache an sie zum Erlass einer rechtsgenüglich begründeten Verfügung zurückzuweisen,</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4"> </font><br/> <font face="RotisSerif" size="4"> </font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">in Erwägung,</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4"> dass Verfügungen zu begründen sind, wenn sie den Begehren der Parteien nicht voll entsprechen (Art. 49 Abs. 3 Satz 2 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts, ATSG),</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4"> dass die Begründungspflicht als Bestandteil des rechtlichen Gehörs verhindern soll, dass sich die Behörde von unsachlichen Motiven leiten lässt, und es der betroffenen Person ermöglichen soll, die Verfügung gegebenenfalls sachlich anzufechten, was nur möglich ist, wenn sowohl sie wie auch die Rechtsmittelinstanz sich über die Tragweite des Entscheides ein Bild machen können (BGE 124 V 181 Erw. 1a), </font><br/> <font face="RotisSerif" size="4"> dass der Anspruch auf rechtliches Gehör formeller Natur ist und dessen Verletzung daher grundsätzlich ungeachtet der Erfolgsaussichten der Beschwerde in der Sache selbst zur Aufhebung des angefochtenen Entscheides führt (BGE 124 V 183 Erw. 4a), </font><br/> <font face="RotisSerif" size="4"> dass die IV-Stelle in ihrer Vernehmlassung vom 20. Januar 2011 (Urk. 8) vorbringt, da die angefochtene Verfügung vom 3. September 2010 mit keinem Wort begründet und das rechtliche Gehör somit klar verletzt sei, sei die Sache an sie zum Erlass einer rechtsgenüglich begründeten Verfügung zurückzuweisen,</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4"> dass dieser Antrag der Beschwerdegegnerin der Rechts- und Aktenlage entspricht, </font><br/> <font face="RotisSerif" size="4"> dass die Sache daher wegen einer Verletzung des rechtlichen Gehörs an die IV-Stelle zum Erlass einer rechtsgenüglich begründeten Verfügung zurückzuweisen ist, </font><br/> <font face="RotisSerif" size="4"> dass sich der Entscheid dabei in Übereinstimmung mit der Auffassung der IV-Stelle (Urk. 8) mit den bereits vorgebrachten Einwänden des Beschwerdeführers gemäss seiner Beschwerde vom 28. Oktober 2010 (Urk. 1/2) auseinanderzu-setzen hat, </font><br/> <font face="RotisSerif" size="4"> dass nach ständiger Rechtsprechung die Rückweisung der Sache an die Verwaltung zu neuem Entscheid als vollständiges Obsiegen gilt (ZAK 1987 S. 268 f. Erw. 5),</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4"> dass in Anwendung von Art. 69 Abs. 1</font><sup><font face="RotisSerif" size="4">bis</font></sup><font face="RotisSerif" size="4"> des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG, in der seit dem 1. Juli 2006 in Kraft stehenden Fassung) die Gerichtskosten nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert ermessensweise auf Fr. 300.-- anzusetzen und ausgangsgemäss der Beschwerdegegnerin aufzuerlegen sind, </font><br/> <font face="RotisSerif" size="4"> dass die Prozessentschädigung nach Art. 61 lit. g ATSG in Verbindung mit § 34 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der Bedeutung der Streitsache, nach der Schwierigkeit des Prozesses, dem Zeitaufwand und den Barauslagen festzusetzen ist, und dem Beschwerdeführer unter Berücksichtigung dieser Grundsätze eine Prozessentschädigung von Fr. 800.-- (inkl. Mehrwertsteuer und Barauslagen) zuzusprechen ist,</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4"> </font><br/> <font face="RotisSerif" size="4"> </font><br/> <b><font face="RotisSansSerif" size="5">erkennt das Gericht:</font></b><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">1. Die Beschwerde wird in dem Sinne gutgeheissen, dass die angefochtene Verfügung vom 3. September 2010 aufgehoben und die Sache an die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, zurückgewiesen wird, damit diese im Sinne der Erwägungen über das Gesuch des Beschwerdeführers um Erhöhung der Hilflosenentschädigung neu verfüge.</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">2. Die Gerichtskosten von Fr. 300.-- werden der Beschwerdegegnerin auferlegt. Rechnung und Einzahlungsschein werden der Kostenpflichtigen nach Eintritt der Rechtskraft zugestellt.</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">3. Die Beschwerdegegnerin wird verpflichtet, dem Beschwerdeführer eine Prozessentschädigung von Fr. 800.-- (inkl. Barauslagen und MWSt) zu bezahlen.</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">4. Zustellung gegen Empfangsschein an:</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">- Max S. Merkli</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">- Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">- Bundesamt für Sozialversicherungen</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">sowie an:</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">- die Gerichtskasse (im Dispositiv nach Eintritt der Rechtskraft)</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">5. Gegen diesen Entscheid kann innert </font><b><font face="RotisSansSerif" size="4">30 Tagen</font></b><font face="RotisSansSerif" size="4"> seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundesgesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 15. Juli bis und mit 15. August sowie vom 18. Dezember bis und mit dem 2. Januar (Art. 46 BGG).</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4"> Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzustellen.</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4"> Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismittel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat (Art. 42 BGG).</font><br/> <b><font face="RotisSansSerif" size="5"> </font></b> </p></div></body></html>