<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2024.00464</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=224689&amp;W10_KEY=13045530&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2024.00464</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 06.02.2025</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">4. Abteilung/4. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Ãbriges Verwaltungsrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Entzug des Patents zur Führung einer Gastwirtschaft</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>[Entzug des Patents zur Führung einer Gastwirtschaft aufgrund fehlender Gewähr für eine einwandfreie Betriebsführung.] Die Vorinstanz durfte den Sachverhalt gestützt auf Polizeirapporte erstellen, da keine Hinweise darauf vorliegen, dass diese fehlerhaft wären (E. 4.4). Der Umstand, dass die Strafbehörden ein schuldhaftes Verhalten teilweise nicht rechtsgenügend nachweisen konnten, bedeutet nicht, dass kein gastwirtschaftspatentrechtlicher Sachverhalt vorliegt (E. 4.5). "Schwerwiegende Verfehlungen" nach § 14 Abs. 2 GastgewerbeG sind nur ein Beispiel für eine Konstellation, in der keine Gewähr für eine einwandfreie Betriebsführung mehr vorliegt und das Patent entzogen werden darf. Das Gesetz schreibt lediglich vor, dass nicht jede Bagatelle für den Entzug des Patents genügt, sondern es einer gewissen Schwere der Verfehlung bedarf (E. 5.3). Die systematische Verletzung des Rauchverbots in Innenräumen als Norm zur Schutz der Gesundheit der Gäste und Angestellten ist kein Bagatelldelikt (E. 5.5). Ein Stellvertreter, der über längere Zeit keine Gewähr für die Aufrechterhaltung von Ordnung und guter Sitte im Betrieb bietet, ist zur Stellvertretung ungeeignet. Dadurch, dass die Beschwerdeführerin als Patentinhaberin ihren Ehemann auch nach mehreren Beanstandungen nicht zur Einhaltung der gastgewerblichen Regeln instruierte oder eine andere Stellvertretung ernannte, verletzte sie ihre eigene Pflicht zu Aufrechterhaltung von Ordnung und guter Sitte im Betrieb (E. 6.3). Ausserdem sind der Beschwerdeführerin zahlreiche Gesetzesverstösse im Betrieb aufgrund der Regelung von § 17 Abs. 1 und § 19 GastgewerbeG unabhängig von ihrer Anwesenheit gastgewerberechtlich zuzurechnen. Auch aus diesem Grund bietet die Beschwerdeführerin keine Gewähr mehr für eine einwandfreie Betriebsführung im Sinn von § 14 Abs. 2 GastgewerbeG und ist der Patententzug nicht zu beanstanden (E. 6.4-6.5). Abweisung.</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: Besonderes Verwaltungsrecht (ohne...) ST: BERUFS- UND GEWERBERECHT">BERUFS- UND GEWERBERECHT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: GASTGEWERBERECHT">GASTGEWERBERECHT</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: PATENTENTZUG">PATENTENTZUG</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="gerade">§ 14 Abs. 2 GastgewerbeG</span><br/><span class="ungerade">§ 17 Abs. 1 GastgewerbeG</span><br/><span class="gerade">§ 17 Abs. 2 GastgewerbeG</span><br/><span class="ungerade">§ 19 GastgewerbeG</span><br/><span class="gerade">§ 39 GastgewerbeG</span><br/><span class="ungerade">§ 3 Abs. 2 GastgewerbeV</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 3 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="WordSection1"> <table border="1" cellpadding="0" cellspacing="0" class="MsoNormalTable" width="591"> <tr> <td valign="top"> <p class="Kopf1"><span>Verwaltungsgericht</span></p> <p class="Kopf1"><span>des Kantons ZÃ¼rich</span></p> <p class="Kopf1"><span>4. Abteilung</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Kopf1"> </p> </td> <td valign="top"> <p class="Kopf1"><span><img alt="" height="78" id="Bild 1" src="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getImage&amp;nF38_KEY=68848" width="123"/></span></p> </td> </tr> </table> <p class="MsoNormal">VB.2024.00464</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"><b><span>Urteil</span></b></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="Zwischentitel"> </p> <p class="MsoNormal"><span>der 4. Kammer</span></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">vom 6. Februar 2025</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">Mitwirkend: AbteilungsprÃ¤sidentin Tamara NÃ¼ssle<span> (Vorsitz)</span>, Verwaltungsrichter Reto HÃ¤ggi Furrer, Ersatzrichter Kaspar PlÃ¼ss, Gerichtsschreiber Dumenig Stiffler. </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">In Sachen</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>A, </span></p> <p class="MsoNormal"><span>vertreten durch RA B,</span></p> <p class="MsoNormal"><b><span>BeschwerdefÃ¼hrerin,</span></b><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>gegen</span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>Gemeinde C, <br/> Polizeidienste, </span></p> <p class="MsoNormal"><b><span>Beschwerdegegnerin,</span></b><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"><b>betreffend Entzug des Patents zur FÃ¼hrung einer Gastwirtschaft,</b></p> <p class="Zwischentitel">hat sich ergeben: </p> <p class="Sachverhalt1"><b>I. </b> </p> <p class="Urteilstext">Am 22. Dezember 2020 erteilte die Sicherheitsabteilung der Gemeinde C A ein Patent zur FÃ¼hrung einer Gastwirtschaft mit Alkoholausschank und mit Berechtigung zum Ausschank und Verkauf gebrannter Wasser (Betrieb D, E-Strasse 01, C). Am 16. Mai 2023 wurde A ferner eine dauernde Ausnahme von der Schliessungszeit gewÃ¤hrt. </p> <p class="Urteilstext">Am 26. September 2023 verfÃ¼gte der Sicherheitsvorstand der Gemeinde C, A werde das Patent mit Berechtigung zum Ausschank und Verkauf gebrannter Wasser fÃ¼r die Gastwirtschaft D in C mit Eintritt der Rechtskraft dieser VerfÃ¼gung entzogen. Ferner werde A eine PatententzugsgebÃ¼hr von Fr. 500.- auferlegt. </p> <p class="Sachverhalt1"><b>II. </b> </p> <p class="Urteilstext">Am 27. Oktober 2023 erhob A Rekurs gegen die VerfÃ¼gung der Gemeinde C vom 26. September 2023 und beantragte, die angefochtene VerfÃ¼gung sei aufzuheben und von einem Patententzug sei abzusehen, wobei festzustellen sei, dass es sich bei F, ihrem Ehemann, um einen geeigneten Stellvertreter handle. </p> <p class="Urteilstext">Am 13. Juni 2024 verfÃ¼gte die Volkswirtschaftsdirektion des Kantons ZÃ¼rich, der Rekurs werde abgewiesen. Die Verfahrenskosten in der HÃ¶he von Fr. 748.- wurden A auferlegt. Eine ParteientschÃ¤digung wurde nicht zugesprochen.</p> <p class="Sachverhalt1"><b>III. </b> </p> <p class="Sachverhalt2">Am 16. August 2024 erhob A beim Verwaltungsgericht Beschwerde gegen den Entscheid der Volkswirtschaftsdirektion vom 13. Juni 2024. Sie beantragte, unter EntschÃ¤digungsfolge sei der angefochtene Entscheid aufzuheben und sei von einem Patententzug abzusehen. Ausserdem sei festzustellen, dass es sich beim Ehemann der BeschwerdefÃ¼hrerin um einen geeigneten Stellvertreter handle.</p> <p class="Urteilstext">Die Volkswirtschaftsdirektion verzichtete am 29. August 2024 auf Vernehmlassung. Die Gemeinde C reichte keine Beschwerdeantwort ein. </p> <p class="Einzug1"><span>Die Kammer</span><span> erwÃ¤gt:</span></p> <p class="Erwgung1"><b>1. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>1.1 </b>Das Verwaltungsgericht ist fÃ¼r die Beurteilung von Beschwerden gegen Rekursentscheide der Volkswirtschaftsdirektion zustÃ¤ndig (§ 41 Abs. 1 in Verbindung mit § 19 Abs. 1 lit. a des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 [VRG, LS 175.2]). Die ZustÃ¤ndigkeit der Volkswirtschaftsdirektion als Rekursinstanz im Bereich des Gastgewerberechts ergibt sich aus § 4 lit. b des Gastgewerbegesetzes vom 1. Dezember 1996 (GastgewerbeG, LS 935.11) in Verbindung mit §§ 1 und 17 der Verordnung zum Gastgewerbegesetz vom 16. Juli 1997 (GastgewerbeV, LS 935.12). Die erstinstanzliche ZustÃ¤ndigkeit des Sicherheitsvorstandes fÃ¼r den angeordneten Patententzug ist im Organisationsreglement der Gemeinde C verankert. Da auch die Ã¼brigen Prozessvoraussetzungen erfÃ¼llt sind, ist auf die Beschwerde einzutreten, soweit die BeschwerdefÃ¼hrerin verlangt, der angefochtene Entscheid sei aufzuheben bzw. auf einen Patententzug sei zu verzichten.</p> <p class="Erwgung2"><b>1.2 </b>Nicht einzutreten ist auf die Beschwerde, soweit beantragt wird, es sei festzustellen, dass es sich bei F, dem Ehemann der BeschwerdefÃ¼hrerin, um einen geeigneten Stellvertreter handle. Ein schutzwÃ¼rdiges Interesse an einer solchen fÃ¶rmlichen Feststellung wird von der anwaltlich vertretenen BeschwerdefÃ¼hrerin nicht dargelegt und ist auch nicht erkennbar (vgl. JÃ¼rg Bosshart/Martin Bertschi, <span>in: Alain Griffel [Hrsg.], Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons ZÃ¼rich [VRG], 3. A., ZÃ¼rich etc. 2014</span>, § 19 N. 24 f.). Soweit die BeschwerdefÃ¼hrerin geltend macht, der Patententzug beruhe auf einer zu Unrecht festgestellten fehlenden Eignung des Ehemanns als Stellvertreter, ist die RÃ¼ge im Rahmen der ErwÃ¤gungen zu den Ã¼brigen AntrÃ¤gen zu prÃ¼fen (vgl. hinten, E. 6.3). </p> <p class="Erwgung1"><b>2. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>2.1 </b>Die Vorinstanz ist im angefochtenen Entscheid zum Schluss gelangt, der Entzug des Patents der BeschwerdefÃ¼hrerin sei zu Recht erfolgt. Die Polizei habe im Lokal D, dessen Patentinhaberin die BeschwerdefÃ¼hrerin sei, zwischen 2022 und 2024 fÃ¼nf Kontrollbesuche durchgefÃ¼hrt und dabei zahlreiche RechtsverstÃ¶sse der BeschwerdefÃ¼hrerin und ihres Ehemanns rapportiert: </p> <p class="Erwgung2"><span>·<span> </span></span>17. Februar 2022: Missachtung des Rauchverbots; Verwehren des Zutritts zu den BetriebsrÃ¤umen durch die Kontrollorgane; Nichtbestimmung einer geeigneten Stellvertretung bei Abwesenheit der Patentinhaberin; Nichtaufrechterhaltung von Ordnung und guter Sitte im Betrieb. Das Statthalteramt Bezirk G stellte die Strafuntersuchung gegen die BeschwerdefÃ¼hrerin am 20. Juli 2022 ein, wÃ¤hrend dem Ehemann eine Ordnungsbusse von Fr. 80.- auferlegt wurde wegen Verstosses gegen das Rauchverbot in InnenrÃ¤umen von Gastwirtschaftsbetrieben.</p> <p class="Erwgung2"><span>·<span> </span></span>22./23. Juli 2022: Rauchen in einem Gastwirtschaftsbetrieb; Nichtaufrechterhaltung von Ordnung und guter Sitte in einer Gastwirtschaft als Stellvertreter der Patentinhaberin; Nichteinhaltung der ordentlichen Schliessungszeit; Verdacht auf BeschÃ¤ftigung von DrittstaatsangehÃ¶rigen; AusfÃ¼hrenlassen von Arbeiten als Animierdamen in einem Club. Das Statthalteramt Bezirk G auferlegte der BeschwerdefÃ¼hrerin am 16. Januar 2023 eine Busse von Fr. 200.- und ihrem Ehemann von Fr. 450.-. </p> <p class="Erwgung2"><span>·<span> </span></span>23. September 2023: Verdacht auf Schwarzarbeit; BeschÃ¤ftigen von EU-/EFTA-BÃ¼rgerinnen als Animierdamen in einem Club; Rauchen in einem Gastwirtschaftsbetrieb; Nichtaufrechterhalten von Ordnung und guter Sitte in einer Gastwirtschaft als Stellvertreter der Patentinhaberin; Nichtbestimmen einer geeigneten Stellvertretung bei Abwesenheit der Patentinhaberin; Rauchen in einem Restaurations- oder Hotelbetrieb. Das Statthalteramt Bezirk G auferlegte der BeschwerdefÃ¼hrerin am 15. April 2024 eine Busse von Fr. 200.- wegen Nichtbestimmens einer geeigneten Stellvertretung bei Abwesenheit trotz gegenteiliger Anordnung sowie wegen Nichtaufrechterhaltens von Ordnung und guter Sitte in einer Gastwirtschaft durch Missachtung des Rauchverbots. </p> <p class="Erwgung2"><span>·<span> </span></span>16./17. Dezember 2023: BeschÃ¤ftigen von DrittstaatsangehÃ¶rigen ohne Bewilligung; Rauchen in einem Gastwirtschaftsbetrieb; Nichtaufrechterhaltung von Ordnung und guter Sitte in einer Gastwirtschaft als Stellvertreter der Patentinhaberin. </p> <p class="Erwgung2"><span>·<span> </span></span>12. April 2024: Ordnungswidrige FÃ¼hrung der GeschÃ¤ftsbÃ¼cher; Missachten der Meldepflicht bei gewerbsmÃ¤ssiger Beherbergung; Betreiben eines Fumoirs mit offener/blockierter TÃ¼r; Verkauf von Tabakerzeugnissen an allgemein zugÃ¤nglichen Automaten; fehlender Hinweis auf den Jugendschutz bei der Abgabe alkoholischer GetrÃ¤nke; Rauchen in einem Gastwirtschaftsbetrieb; Betreiben eines Gastwirtschaftsbetriebs in nicht vorschriftsgemÃ¤ssem Zustand; Nichtaufrechterhaltung von Ordnung und guter Sitte in einer Gastwirtschaft durch die Patentinhaberin und deren Stellvertretung. </p> <p class="Erwgung2">Die Vorinstanz fÃ¼hrte sodann aus, die Polizeirapporte hÃ¤tten bis anhin zu zwei Strafbefehlen in Bezug auf die BeschwerdefÃ¼hrerin gefÃ¼hrt, nÃ¤mlich am 16. Januar 2023 (Bussen wegen Widerhandlungen gegen das Gastgewerbegesetz) und am 15. April 2024 (Busse wegen Nichtbestimmens einer geeigneten Stellvertretung sowie fehlenden Aufrechterhaltens von Ordnung und guter Sitte durch Missachtung des Rauchverbots). Ferner sei der Ehemann der BeschwerdefÃ¼hrerin am 12. Dezember 2022 mit einer Ordnungsbusse bestraft worden aufgrund des Verstosses gegen das Rauchverbot. Am 12. Juni 2023 habe die Gemeinde der Patentinhaberin mitgeteilt, dass ihr Ehemann aufgrund des Strafregisterauszugs als Stellvertreter nicht geeignet sei; sie habe daraufhin keine neue, geeignete Stellvertretung gemeldet. Die Polizei habe die Patentinhaberin bei keinem der fÃ¼nf Kontrollbesuche in den RÃ¤umlichkeiten des Betriebs angetroffen. 2022 habe die BeschwerdefÃ¼hrerin gegenÃ¼ber der Polizei zweimal die Auskunft erteilt, dass sie nicht fÃ¼r den Betrieb vor Ort verantwortlich sei, sondern vor allem fÃ¼r das BÃ¼ro des Betriebs. Vor diesem Hintergrund wÃ¤re sie gemÃ¤ss § 17 Abs. 2 GastgewerbeG verpflichtet gewesen, eine geeignete Stellvertretung zu melden und diese hinreichend zu instruieren, zumal ihr Ehemann aufgrund frÃ¼herer Straftaten nicht als geeigneter Stellvertreter zu erachten sei. Dieser Pflicht sei die BeschwerdefÃ¼hrerin jedoch in der Folge nicht nachgekommen, und sie sei auch bei den folgenden Kontrollbesuchen nicht vor Ort angetroffen worden. Demnach deute vieles darauf hin, dass der Ehemann der BeschwerdefÃ¼hrerin den Betrieb selbstÃ¤ndig gefÃ¼hrt habe, ohne von der BeschwerdefÃ¼hrerin effektive Instruktionen zu erhalten. Aus den Polizeirapporten gehe hervor, dass die BeschwerdefÃ¼hrerin bei allen fÃ¼nf Kontrollbesuchen nicht fÃ¼r hinreichend Ordnung und Sitte im Betrieb gesorgt habe; neben VerstÃ¶ssen gegen das Gastgewerbegesetz habe die Polizei jeweils auch VerstÃ¶sse gegen das AuslÃ¤nderrecht rapportiert, gegen Jugendschutzbestimmungen sowie gegen Vorschriften der Mehrwertsteuerpflicht. Es bestÃ¼nden keine begrÃ¼ndeten Zweifel, dass sich die Widerhandlungen im Wesentlichen wie von der Polizei rapportiert zugetragen hÃ¤tten, zumal es zwischenzeitlich in zwei FÃ¤llen zu Verurteilungen gekommen sei und die BeschwerdefÃ¼hrerin im Rahmen ihrer Mitwirkungspflicht nicht dargelegt habe, inwieweit die VorwÃ¼rfe nicht zutreffen wÃ¼rden. Sodann sei keine Absicht der BeschwerdefÃ¼hrerin erkennbar, ihren Pflichten als Patentinhaberin kÃ¼nftig nachzukommen, d. h. die MissstÃ¤nde zu beheben und GewÃ¤hr fÃ¼r einen ordnungsgemÃ¤ssen Betrieb zu bieten, zumal sie bis anhin weder selber vor Ort entsprechende Handlungen getÃ¤tigt habe noch einen geeigneten Stellvertreter bezeichnet habe. Unter diesen UmstÃ¤nden habe die Erstinstanz das Ã¶ffentliche Interesse an Gesundheit und Ordnung zu Recht hÃ¶her gewichtet als das private Interesse der BeschwerdefÃ¼hrerin an der Beibehaltung des Patents. Demnach kÃ¶nne offenbleiben, ob es sich beim Ehemann der BeschwerdefÃ¼hrerin um einen geeigneten Stellvertreter handle; diesem sei es aber unbenommen, persÃ¶nlich um die Erteilung eines Patents zu ersuchen. </p> <p class="Erwgung2"><b>2.2 </b>Die BeschwerdefÃ¼hrerin macht geltend, der Patententzug sei unzulÃ¤ssig, da ihr keine schwerwiegenden Verfehlungen vorzuwerfen seien. GemÃ¤ss den Materialien zum Gastgewerbegesetz seien "schwerwiegende Verfehlungen" im Sinn von § 14 Abs. 2 GastgewerbeG solche, die dem Strafregisterauszug zu entnehmen seien, was im Fall der BeschwerdefÃ¼hrerin nicht zutreffe. Die Polizei habe zwar bei den fÃ¼nf erfolgten Betriebskontrollen diverse Verfehlungen im Zusammenhang mit der AusÃ¼bung des Gastgewerbes protokolliert. Doch nur fÃ¼r einen Bruchteil der polizeilich rapportierten TatbestÃ¤nde seien die BeschwerdefÃ¼hrerin bzw. ihr Ehemann bis anhin gebÃ¼sst worden. In den Ã¼brigen FÃ¤llen habe sich der polizeiliche Anfangsverdacht nicht bestÃ¤tigt. Das ergebe sich insbesondere aus der geringen HÃ¶he der Bussgelder, die das Statthalteramt mit den drei Strafbefehlen ausgefÃ¤llt habe (einmal Fr. 80.- zweimal Fr. 200.- und einmal Fr. 450.-). Selbst innerhalb des Ãbertretungsbereichs sei angesichts der BussgeldbetrÃ¤ge von Bagatellen auszugehen, die nicht im Strafregister eingetragen wÃ¼rden; dies gelte insbesondere in Bezug auf die VerstÃ¶sse gegen das Rauchverbot. Auch die bei den jÃ¼ngsten zwei Polizeikontrollen rapportierten Verfehlungen lÃ¤gen â selbst wenn sie bestÃ¤tigt wÃ¼rden â im Ãbertretungsbereich und hÃ¤tten somit keine EintrÃ¤ge im Strafregister zur Folge. Der angeordnete Patententzug sei somit unverhÃ¤ltnismÃ¤ssig. Im Ãbrigen sei die Vorinstanz zu Unrecht davon ausgegangen, beim Ehemann der BeschwerdefÃ¼hrerin handle es sich nicht um einen geeigneten Stellvertreter: Die zwei EintrÃ¤ge im Strafregister seien wegen Vergehen gegen das Geldspielgesetz erfolgt, die VorfÃ¤lle im letzten Jahrzehnt betroffen hÃ¤tten; der Doppeleintrag sei auf eine Ãnderung der Kompetenzordnung zurÃ¼ckzufÃ¼hren. Beide EintrÃ¤ge seien im Juli 2023 aus dem privaten Strafregisterauszug entfernt worden. </p> <p class="Erwgung1"><b>3. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>3.1 </b>Nach § 6 Abs. 1 GastgewerbeG wird das Gastwirtschaftspatent erteilt, wenn die gesetzlichen Voraussetzungen erfÃ¼llt sind. GemÃ¤ss § 13 GastgewerbeG (betriebliche Patentvoraussetzungen) mÃ¼ssen die RÃ¤ume und Einrichtungen von Gastwirtschaftsbetrieben den gesetzlichen Vorschriften entsprechen. Als persÃ¶nliche Voraussetzung verlangt § 14 Abs. 1 GastgewerbeG die HandlungsfÃ¤higkeit des Patentinhabers oder der Patentinhaberin. GemÃ¤ss § 14 Abs. 2 GastgewerbeG wird das Patent verweigert, wenn der Bewerber oder die Bewerberin offensichtlich keine GewÃ¤hr fÃ¼r eine einwandfreie BetriebsfÃ¼hrung bietet, insbesondere wenn er oder sie in den letzten fÃ¼nf Jahren wiederholt wegen schwerwiegender Verfehlungen in Zusammenhang mit der AusÃ¼bung des Gastgewerbes bestraft wurde. Wenn die Voraussetzungen fÃ¼r die Erteilung nicht mehr gegeben sind, wird das Gastwirtschaftspatent entzogen (§ 3 Abs. 2 GastgewerbeV). </p> <p class="Erwgung2"><b>3.2 </b>Das Patent lautet auf die fÃ¼r die BetriebsfÃ¼hrung verantwortliche Person und ist nicht Ã¼bertragbar (§ 7 Abs. 1 GastgewerbeG). Der Patentinhaber bzw. die Patentinhaberin ist verantwortlich fÃ¼r die Aufrechterhaltung von Ordnung und guter Sitte im Betrieb (§ 17 Abs. 1 GastgewerbeG) sowie fÃ¼r das Verhalten der im Betrieb tÃ¤tigen Personen (§ 19 GastgewerbeG). Der Patentinhaber oder die Patentinhaberin hat fÃ¼r die Zeit der persÃ¶nlichen Abwesenheit eine verantwortliche Person mit der Stellvertretung zu beauftragen; dieser Person obliegen die gleichen Pflichten (§ 17 Abs. 2 GastgewerbeG). Den Kontrollorganen ist jederzeit Zugang zu allen BetriebsrÃ¤umen zu gewÃ¤hren (§ 18 Satz 1 GastgewerbeG). </p> <p class="Erwgung2"><b>3.3 </b>Das Rauchen in InnenrÃ¤umen von Gastwirtschaftsbetrieben ist verboten (§ 22 Abs. 1 GastgewerbeG; vgl. auch die Strafbestimmung gemÃ¤ss Art. 5 Abs. 1 des Bundesgesetzes zum Schutz vor Passivrauchen vom 3. Oktober 2008 [BGSP, SR 818.31]). Es besteht die MÃ¶glichkeit, zum Rauchen abgetrennte RÃ¤umlichkeiten zur VerfÃ¼gung zu stellen (§ 22 Abs. 2 GastgewerbeG). </p> <p class="Erwgung2"><b>3.4 </b>Wer als verantwortliche Person die Patentbefugnisse Ã¼berschreitet, die Schliessungsstunde nicht beachtet oder die gesetzlichen Anforderungen an die BetriebsfÃ¼hrung verletzt, wird mit Busse bestraft (§ 39 Abs. 1 lit. b GastgewerbeG). Verwaltungsrechtliche Massnahmen bis zum Patententzug kÃ¶nnen unabhÃ¤ngig vom Ausgang eines Strafverfahrens angeordnet werden (§ 39 Abs. 2 GastgewerbeG). </p> <p class="Erwgung2"><b>3.5 </b>Die Finanzdirektion des Kantons ZÃ¼rich hat am 17. Juli 1997 gestÃ¼tzt auf § 4 lit. a GastgewerbeG "Weisungen und Richtlinien" zum Gastgewerbegesetz verfÃ¼gt und diese im Amtsblatt publiziert. In Bezug auf § 14 Abs. 2 GastgewerbeG halten die "Weisungen und Richtlinien" Folgendes fest: Schwerwiegende Verfehlungen im Sinn von § 14 GastgewerbeG sind dem Strafregisterauszug zu entnehmen, wobei zu prÃ¼fen ist, ob diese Verfehlungen auch wirklich im Zusammenhang mit der AusÃ¼bung des Gastgewerbes stehen. Darunter fallen namentlich Verfehlungen im Bereich des Gastgewerbegesetzes, der Lebensmittelgesetzgebung oder des Drogenhandels in Gastwirtschaften (ABl 1997 974 ff., 975 Ziff. 10). In Bezug auf die Stellvertretungsregelung gemÃ¤ss § 17 Abs. 2 GastgewerbeG halten die "Weisungen und Richtlinien" fest: Der Patentinhaber ist nicht verpflichtet, den Betrieb persÃ¶nlich zu fÃ¼hren. WÃ¤hrend seiner Abwesenheit hat er eine verantwortliche Person mit der Stellvertretung zu beauftragen und ist fÃ¼r deren genÃ¼gende Instruktion verantwortlich (ABl 1997 974 ff., 976, Ziff. 14). </p> <p class="Erwgung2"><b>3.6 </b>In der Weisung des Regierungsrates zum Gastgewerbegesetz vom 6. Juli 1994 ist unter anderem festgehalten, mit der Festlegung von Patentvoraussetzungen werde hauptsÃ¤chlich der Schutz der GÃ¤ste angestrebt (ABl 1994 1232 ff., 1235 f.). Weiter fÃ¼hrte der Regierungsrat im Zusammenhang mit den erleichterten Patentvoraussetzungen aus, die Anforderungen an den Patentbewerber sollen anderseits ein repressives Eingreifen bei MissstÃ¤nden nicht ausschliessen. Es solle weniger auf die vermutete als vielmehr auf die tatsÃ¤chliche BetriebsfÃ¼hrung abgestellt werden. Der Bewerber mÃ¼sse handlungsfÃ¤hig sein und GewÃ¤hr fÃ¼r eine einwandfreie FÃ¼hrung der Gastwirtschaft bieten. Diese Formulierung lasse ein rasches Patentverfahren zu, ohne im Einzelfall die prÃ¤ventive Patentverweigerung grundsÃ¤tzlich auszuschliessen. Vor allem aber ermÃ¶gliche sie bei konkreten MissstÃ¤nden in der BetriebsfÃ¼hrung nach wie vor den Patententzug (ABl 1994 1232 ff., 1243; vgl. auch VGr, 6. Oktober 2010, VB.2010.00167, E. 2.2).</p> <p class="Erwgung1"><b>4. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>4.1 </b>Zu prÃ¼fen ist zunÃ¤chst die RÃ¼ge der BeschwerdefÃ¼hrerin, die Vorinstanz hÃ¤tte den Sachverhalt insoweit nicht auf Polizeirapporte abstellen dÃ¼rfen, als sie die polizeilichen AusfÃ¼hrungen bestreite und als die RapporteintrÃ¤ge (noch) nicht zu rechtskrÃ¤ftigen strafrechtlichen Sanktionen gefÃ¼hrt hÃ¤tten. </p> <p class="Erwgung2"><b>4.2 </b>GemÃ¤ss der Rechtsprechung ist es nicht ausgeschlossen, den Sachverhalt anhand von Polizeirapporten als erstellt zu erachten, solange keine Hinweise auf tatsachenwidrige Protokollierungen bzw. auf unrichtige polizeiliche Ermittlungsergebnisse geltend gemacht werden oder ersichtlich sind. Dies gilt auch dann, wenn die betroffene Person den Inhalt bestreitet und die Polizeirapporte (noch) nicht zu strafrechtlichen Verurteilungen gefÃ¼hrt haben (vgl. BGr, 4. Februar 2003, 2P.193/2002, E. 4.1 und 4.2; VGr, 29. August 2019, VB.2018.00693, E. 5.3 und 6.1). Entsprechend kann ein Patententzug gemÃ¤ss § 39 Abs. 2 GastgewerbeG denn auch unabhÃ¤ngig vom Ausgang eines Strafverfahrens angeordnet werden. Dies gilt gemÃ¤ss der Rechtsprechung insbesondere auch dann, wenn ein Freispruch erfolgt oder wenn das Verfahren eingestellt wird (vgl. VGr, 29. August 2019, VB.2018.00693, E. 4.2; VGr, 26. August 2013, VB.2013.00156, E. 4.4). Die fÃ¼r den Patententzug zustÃ¤ndige BehÃ¶rde muss allerdings alle Beweismittel objektiv prÃ¼fen und danach sachlich begrÃ¼nden, weshalb sie einen Beweis als erbracht bzw. als nicht stichhaltig betrachtet. Wegleitend fÃ¼r die Auswahl und die Gewichtung der Beweismittel mÃ¼ssen die Eignung und die VerlÃ¤sslichkeit derjenigen Erkenntnisquelle sein, die massgebende Grundlage des behÃ¶rdlichen Entscheids bildet (VGr, 29. August 2019, VB.2018.00693, E. 5.2). </p> <p class="Erwgung2"><b>4.3 </b>Vor dem Hintergrund der dargelegten Rechtsprechung durfte die Vorinstanz im vorliegenden Fall den Sachverhalt gestÃ¼tzt auf Polizeirapporte erstellen, soweit keine Hinweise auf tatsachenwidrige Protokollierungen bzw. auf unrichtige polizeiliche Ermittlungsergebnisse geltend gemacht werden oder ersichtlich sind. Dies gilt nicht nur in Bezug auf jenen Sachverhalt, der zur strafrechtlichen Sanktionierung der BeschwerdefÃ¼hrerin und ihres Ehemanns fÃ¼hrte. Vielmehr betrifft dies vor dem Hintergrund der in E. 4.2 dargelegten Rechtsprechung auch jenen Sachverhalt, der strafrechtlich noch nicht beurteilt worden ist oder bei dem das Strafverfahren eingestellt wurde (vgl. vorn, E. 2.1). </p> <p class="Erwgung2"><b>4.4 </b>Die BeschwerdefÃ¼hrerin und ihr Ehemann, der sie bei Abwesenheit jeweils vertrat, bestreiten zwar diverse polizeiliche Sachverhaltsumschreibungen. Sie legten jedoch weder im Rahmen der polizeilichen Einvernahmen noch im Rekurs- oder Beschwerdeverfahren Belege vor, die auf fehlerhaft erstellte Polizeirapporte schliessen lassen. So hat die Kantonspolizei beispielsweise am 16./17. Dezember 2023 festgehalten, dass sie zwei Damen beobachtet habe, die die GÃ¤ste an den Tischen mit GetrÃ¤nken bedient und Geld einkassiert hÃ¤tten, wobei sie Ã¼ber keine gÃ¼ltige Arbeitsbewilligung fÃ¼r die Schweiz verfÃ¼gt hÃ¤tten und deshalb verhaftet worden seien. Im Rahmen der polizeilichen Einvernahme des Ehemanns der BeschwerdefÃ¼hrerin vom 17. Dezember 2023 bestritt dieser zwar den polizeilich festgestellten Sachverhalt und machte geltend, die beiden Frauen seien Freundinnen, die nicht im Lokal D gearbeitet hÃ¤tten. Dabei hat die BeschwerdefÃ¼hrerin aber weder damals noch im vorliegenden Verfahren dargelegt, weshalb die polizeilichen Beobachtungen (Bedienung, Einkassieren, Arbeitsbewilligung) unzutreffend sein sollten, und wie plausibel erklÃ¤rt werden kÃ¶nnte, dass trotz dieser Beobachtungen kein ArbeitsverhÃ¤ltnis vorliegt. </p> <p class="Erwgung2"><b>4.5 </b>Der Umstand, dass die StrafbehÃ¶rden ein schuldhaftes Verhalten teilweise nicht rechtsgenÃ¼gend nachweisen konnten, bedeutet gemÃ¤ss der Rechtsprechung wie erwÃ¤hnt nicht, dass kein gastwirtschaftspatentrechtlich relevanter Sachverhalt vorliegt. So mag beispielsweise zutreffen, dass der Ehemann der BeschwerdefÃ¼hrerin der Polizei den Zutritt zu den BetriebsrÃ¤umen nicht auf strafrechtlich relevante bzw. schuldhafte Weise verwehrt hat. Gleichzeitig ist aber der â unbestrittene â Umstand, dass die Polizei bei einem Kontrollbesuch (wÃ¤hrend der Ãffnungszeiten des Lokals) nach dem Klingeln ca. 10 Minuten und bei einem anderen Kontrollbesuch ca. 2â3 Minuten warten musste, bis die TÃ¼r geÃ¶ffnet wurde, in gastgewerbepatentrechtlicher Hinsicht â unabhÃ¤ngig von der Verschuldensfrage â relevant, da den Kontrollorganen gemÃ¤ss § 18 GastgewerbeG "jederzeit" Zugang zu allen BetriebsrÃ¤umen zu gewÃ¤hren ist. Verwaltungsrechtlich ebenso wenig massgebend ist der â strafrechtlich mÃ¶glicherweise relevante â Umstand, dass der Verstoss gegen die Schliessungszeit offenbar darauf zurÃ¼ckzufÃ¼hren ist, dass die BeschwerdefÃ¼hrerin und ihr Ehemann irrtÃ¼mlich der Auffassung waren, Ã¼ber eine Ausnahmebewilligung gemÃ¤ss § 16 GastgewerbeG zu verfÃ¼gen. </p> <p class="Erwgung2"><b>4.6 </b>Auch was die weiteren Inhalte der Polizeirapporte betrifft, sind keine Hinweise auf fehlerhafte EintrÃ¤ge ersichtlich, zumal die BeschwerdefÃ¼hrerin auch nicht darlegt, welche Feststellungen inwieweit unzutreffend sein sollten. Vor diesem Hintergrund ist nicht zu beanstanden, dass sich die Vorinstanz bei der Erstellung des Sachverhalts nicht nur auf die Strafbefehle gestÃ¼tzt hat, die die BeschwerdefÃ¼hrerin und ihren Ehemann betreffen, sondern auch auf die Rapporte, die die Polizei anlÃ¤sslich der fÃ¼nf Kontrollbesuche im Lokal D erstellt hat. </p> <p class="Erwgung1"><b>5. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>5.1 </b>Zu prÃ¼fen ist sodann die RÃ¼ge der BeschwerdefÃ¼hrerin, wonach der Patententzug unzulÃ¤ssig gewesen sei, weil der BeschwerdefÃ¼hrerin keine schweren, im Strafregisterauszug ersichtlichen Verfehlungen vorzuwerfen seien. </p> <p class="Erwgung2"><b>5.2 </b>GemÃ¤ss § 14 Abs. 2 GastgewerbeG in Verbindung mit § 3 Abs. 2 GastgewerbeV kann das Patent entzogen werden, wenn der Bewerber oder die Bewerberin offensichtlich keine GewÃ¤hr fÃ¼r eine einwandfreie BetriebsfÃ¼hrung mehr bietet, insbesondere wenn er oder sie in den letzten fÃ¼nf Jahren wiederholt wegen schwerwiegender Verfehlungen in Zusammenhang mit der AusÃ¼bung des Gastgewerbes bestraft wurde. Ziff. 10 der "Weisungen und Richtlinien" der Finanzdirektion vom 17. Juli 1997 hÃ¤lt fest, dass "schwerwiegende Verfehlungen" im Sinn von § 14 GastgewerbeG dem Strafregisterauszug zu entnehmen seien (vgl. E. 3.5). </p> <p class="Erwgung2"><b>5.3 </b>Aus der Rechtsprechung ergibt sich, dass es sich bei den in § 14 Abs. 2 GastgewerbeG und in Ziff. 10 der "Weisungen und Richtlinien" erwÃ¤hnten "schwerwiegenden Verfehlungen" â angesichts des Begriffs "insbesondere" â bloss um ein <i>Beispiel</i> fÃ¼r eine Konstellation handelt, in der keine GewÃ¤hr fÃ¼r eine einwandfreie BetriebsfÃ¼hrung mehr vorliegt. Aus dem Gesetz kann lediglich abgeleitet werden, dass nicht jede Bagatelle fÃ¼r den Entzug des Patents genÃ¼gt, sondern dass es einer gewissen Schwere der Verfehlungen bedarf (vgl. VGr, 6. Oktober 2010, VB.2010.00167, E. 2.3). Diese gerichtliche Auslegung von § 14 Abs. 2 GastgewerbeG Ã¼berzeugt umso mehr, als ansonsten § 39 Abs. 2 GastgewerbeG keinen Sinn ergeben wÃ¼rde, wonach verwaltungsrechtliche Massnahmen "bis zum Patententzug" unabhÃ¤ngig vom Ausgang eines Strafverfahrens angeordnet werden kÃ¶nnen (vgl. vorn, E. 4.2). </p> <p class="Erwgung2"><b>5.4 </b>Als Bagatelle, die keine hinreichende Schwere fÃ¼r eine verwaltungsrechtliche Sanktionierung erreicht, erachtete das Verwaltungsgericht beispielsweise einen Verstoss gegen das Abfallgesetz wegen Nichtverwendung eines offiziellen Kehrichtsacks (vgl. VGr, 6. Oktober 2010, VB.2010.00167, E. 6.2). Hingegen beurteilte das Verwaltungsgericht die einmalige Abgabe eines alkoholischen GetrÃ¤nks an eine fÃ¼nfzehnjÃ¤hrige Testperson <i>nicht</i> als gastgewerbepatentrechtliche Bagatelle, obwohl in jenem Fall darauf verzichtet worden war, ein Strafverfahren einzuleiten. Vielmehr erachtete das Gericht eine Verwarnung â angesichts der Einmaligkeit des Vorfalls â als verhÃ¤ltnismÃ¤ssige Sanktionsmassnahme und hielt fest, dass bei fortwÃ¤hrender Missachtung des Alkoholabgabeverbots einschneidendere Massnahmen bis hin zum Patententzug gemÃ¤ss § 14 Abs. 2 GastgewerbeG zur Disposition stÃ¼nden (vgl. VGr, 26. August 2013, VB.2013.00156, E. 4.3 und E. 4.8). </p> <p class="Erwgung2"><b>5.5 </b>Im vorliegenden Fall ist zunÃ¤chst festzuhalten, dass die Polizeikontrollen unter anderem auch Verfehlungen festgestellt haben, die zu StrafregistereintrÃ¤gen fÃ¼hren kÃ¶nnen, insbesondere die BeschÃ¤ftigung von AuslÃ¤nderinnen ohne Bewilligung (vgl. Art. 117 Abs. 1 des AuslÃ¤nder- und Integrationsgesetzes vom 16. Dezember 2005 [AIG, SR 142.10]). Vor dem Hintergrund der dargelegten Rechtsprechung erreichen solche Verfehlungen ohne Weiteres eine "gewisse Schwere" im Sinn von § 14 Abs. 2 GastgewerbeG â wobei nicht massgebend ist, dass (noch) kein Strafverfahren stattgefunden hat (vgl. § 39 Abs. 2 GastgewerbeG) und dass die BeschwerdefÃ¼hrerin bei den Polizeikontrollen jeweils nicht anwesend war (vgl. § 19 GastgewerbeG). Was jene polizeilich festgestellten Verfehlungen betrifft, die keinen Strafregistereintrag bzw. nur eine geringfÃ¼gige Busse zur Folge hatten (oder noch haben kÃ¶nnten), ist ebenso wenig von Bagatellen auszugehen, die gastgewerbepatentrechtlich nicht ins Gewicht fallen. Insbesondere sind die â von der BeschwerdefÃ¼hrerin nicht bestrittenen â VerstÃ¶sse gegen das Rauchverbot (§ 22 Abs. 1 GastgewerbeG) insoweit mit dem â in der vorstehenden ErwÃ¤gung erwÃ¤hnten â Alkoholabgabeverbot vergleichbar, als beide TatbestÃ¤nde mit einer Bussenandrohung sanktioniert sind (vgl. § 61 lit. l des Gesundheitsgesetzes vom 2. April 2007 [GesG, LS 810.1] bzw. § 39 Abs. 1 lit. b GastgewerbeG und Art. 5 Abs. 1 BGSP) und als in beiden FÃ¤llen das gesetzgeberische Ziel missachtet wird, den gesundheitlichen Schutz der GÃ¤ste und der Angestellten in Gastgewerbebetrieben zu gewÃ¤hrleisten (vgl. VGr, 6. Oktober 2010, VB.2010.00167, E. 2.2 und 2.3, mit Hinweisen auf ABl 1994 1232 ff., 1235 f.). Die systematische Verletzung einer solchen Norm lÃ¤sst sich nicht mit einem Bagatelldelikt wie der Nichtverwendung eines offiziellen Kehrichtsacks vergleichen, bei dem weder die Gesundheit der GÃ¤ste noch der Angestellten beeintrÃ¤chtigt wird. </p> <p class="Erwgung2"><b>5.6 </b>Die RÃ¼ge der BeschwerdefÃ¼hrerin, wonach es sich bei den ihr vorgeworfenen Verfehlungen lediglich um gastgewerbepatentrechtlich irrelevante Bagatelldelikte handle, erweist sich somit als unbegrÃ¼ndet. </p> <p class="Erwgung1"><b>6. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>6.1 </b>Schliesslich macht die BeschwerdefÃ¼hrerin geltend, der angeordnete Patententzug sei unverhÃ¤ltnismÃ¤ssig. </p> <p class="Erwgung2"><b>6.2 </b>Die Vorinstanz begrÃ¼ndete das Ã¼berwiegende Interesse am Patententzug einerseits damit, dass die BeschwerdefÃ¼hrerin weder vor Ort anwesend war noch einen geeigneten Stellvertreter bezeichnet habe, um einen geordneten Betrieb zu gewÃ¤hrleisten, und andererseits damit, dass die BeschwerdefÃ¼hrerin angesichts der polizeilich rapportierten Ereignisse keine GewÃ¤hr fÃ¼r eine einwandfreie BetriebsfÃ¼hrung biete. </p> <p class="Erwgung2"><b>6.3 </b> </p> <p class="Erwgung3"><b>6.3.1 </b>§ 17 GastgewerbeG hÃ¤lt fest, dass der Patentinhaber oder die Patentinhaberin fÃ¼r die Aufrechterhaltung von Ordnung und guter Sitte im Betrieb verantwortlich ist (Abs. 1), wobei der Patentinhaber oder die Patentinhaberin fÃ¼r die Zeit der persÃ¶nlichen Abwesenheit eine verantwortliche Person mit der Stellvertretung zu beauftragen hat (Abs. 2 Satz 1). Aus dem Wortlaut von § 17 GastgewerbeG ergibt sich keine Pflicht der patentinhabenden Person, persÃ¶nlich vor Ort anwesend zu sein.</p> <p class="Erwgung3"><b>6.3.2 </b>Im ursprÃ¼nglichen Gesetzesentwurf des Regierungsrats von 1994 hatte der damalige § 25 Abs. 1 E-GastgewerbeG (der im Ãbrigen dem heutigen § 17 Abs. 1 GastgewerbeG entspricht) noch einen zweiten Satz enthalten, wonach die nach der Art des Betriebs dem Betriebsleiter oder der Betriebsleiterin obliegenden Pflichten persÃ¶nlich zu erfÃ¼llen sind (ABl 1994 1225 ff., 1228). Dieser Satz wurde vom Kantonsrat in der Beratung vom 3. Juni 1996 gestrichen. BegrÃ¼ndet wurde die Streichung damit, dass die Verantwortung stets bei der patentinhabenden Person liege. Aufgrund des Risikos eines Patententzugs werde die patentinhabende Person kaum MissstÃ¤nde dulden, die von der Stellvertretung ausgingen (Prot. KR 1995â1999, S. 3808 f. [Votum Liliane Waldner]). "Was er [der Patentinhaber] delegiert, ist sein Bier, aber die Verantwortlichkeit bleibt bei ihm" (Prot. KR 1995â1999, S. 3810 [Votum Thomas BÃ¼chi]). Ein Minderheitsantrag, der verlangt hatte, dass die Patentinhabenden die Pflichten persÃ¶nlich erfÃ¼llen sollten und sooft als mÃ¶glich auf eine Stellvertretung verzichten sollten, wurde vom Kantonsrat abgelehnt (Prot. KR 1995â1999, S. 3812). Ein BefÃ¼rworter des Minderheitsantrags hielt in der Debatte vom 19. August 1996 rÃ¼ckblickend fest: "Zu guter Letzt beschlossen Sie am 3. Juni [1996], dass keine persÃ¶nliche Anwesenheitspflicht mehr nÃ¶tig sei. Somit kÃ¶nnen beliebig Stellvertreter ohne jegliche fachlichen oder beruflichen Kenntnisse dauernd eingesetzt werden." (Prot. KR 1995â1999, S. 4502 [Votum Oskar Bachmann]).</p> <p class="Erwgung3"><b>6.3.3 </b>Im vorliegenden Fall ist unbestritten, dass die BeschwerdefÃ¼hrerin als Patentinhaberin zwar hÃ¶chstens selten vor Ort im Lokal D anwesend war, dass sie aber fÃ¼r die Zeit der persÃ¶nlichen Abwesenheit eine verantwortliche Person â ihren Ehemann â mit der Stellvertretung beauftragt hatte. Dies war nach dem Gesagten grundsÃ¤tzlich zulÃ¤ssig. Soweit verlangt wird, dass der Ehemann als Vertretung "geeignet" sein muss, ist dies vor dem Hintergrund zu verstehen, dass der Gesetzgeber davon ausging, dass die patentinhabende Person â im Wissen darum, dass sie auch bei Abwesenheit die Verantwortung fÃ¼r die BetriebsfÃ¼hrung gemÃ¤ss § 17 Abs. 1 GastgewerbeG weiterhin behÃ¤lt und demnach bei fehlender Eignung Sanktionen gemÃ¤ss § 39 GastgewerbeG bis hin zu einem Patentenzug gemÃ¤ss § 14 Abs. 2 GastgewerbeG befÃ¼rchten muss (vgl. vorn, E. 6.3.2) â eine Person als Stellvertreter einsetzt, die GewÃ¤hr fÃ¼r die Aufrechterhaltung von Ordnung und guter Sitte im Betrieb bieten kann. Die im Gastgewerbegesetz statuierten persÃ¶nlichen Pflichten beziehen sich somit zwar nur auf die patentinhabende Person (vgl. § 14 GastgewerbeG). Die Stellvertretung nach § 17 Abs. 2 GastgewerbeG muss aber nach dem zuvor Gesagten immerhin die Einhaltung der gastgewerblichen Regeln im Betrieb sicherstellen. Dies tat der Ehemann der BeschwerdefÃ¼hrerin nachweislich Ã¼ber einen lÃ¤ngeren Zeitraum nicht und erwies sich insofern als zur Stellvertretung ungeeignet. SpÃ¤testens nachdem die BeschwerdefÃ¼hrerin von den zahlreichen VerstÃ¶ssen in ihrem Betrieb unter der Aufsicht ihres Ehemanns Kenntnis nahm, hÃ¤tte sie ihn zur Einhaltung der gastgewerblichen Regeln instruieren oder allenfalls eine andere Stellvertretung benennen mÃ¼ssen. Indem sie das nicht tat, verletzte sie ihre eigene Pflicht zur Aufrechterhaltung von Ordnung und guter Sitte im Betrieb.</p> <p class="Erwgung2"><b>6.4 </b>Die Vorinstanz hat die fehlende GewÃ¤hr der BeschwerdefÃ¼hrerin fÃ¼r eine einwandfreie BetriebsfÃ¼hrung im Sinn von § 14 Abs. 2 GastgewerbeG ausserdem (auch) damit begrÃ¼ndet, dass die Polizei bei allen fÃ¼nf Kontrollbesuchen festgestellt habe, dass die Ordnung und gute Sitte im Betrieb nicht hinreichend aufrechterhalten werde. Einerseits seien zahlreiche Verletzungen des Gastgewerbegesetzes zu verzeichnen, andererseits aber auch VerstÃ¶sse gegen das AuslÃ¤nderrecht, gegen Jugendschutzbestimmungen sowie gegen Vorschriften der Mehrwertsteuerpflicht. </p> <p class="Erwgung2">Was die BeschwerdefÃ¼hrerin gegen diese BegrÃ¼ndung vorbringt, vermag nicht zu Ã¼berzeugen: </p> <p class="Erwgung3"><b>6.4.1 </b>Bereits der Umstand, dass das gemÃ¤ss § 22 Abs. 1 GastgewerbeG geltende Rauchverbot im Betrieb der BeschwerdefÃ¼hrerin bei allen fÃ¼nf durchgefÃ¼hrten Polizeikontrollen (am 17. Februar 2022, am 22. Juli 2022, am 23. September 2023, am 16. Dezember 2023 und am 12. April 2024) missachtet wurde, ohne dass dies von der BeschwerdefÃ¼hrerin bestritten wird, weist darauf hin, dass die BeschwerdefÃ¼hrerin keine GewÃ¤hr fÃ¼r eine einwandfreie BetriebsfÃ¼hrung im Sinn von § 14 Abs. 2 GastgewerbeG bietet. Nachdem das Verwaltungsgericht im Zusammenhang mit einer Missachtung des Alkoholabgabeverbots an Jugendliche festgehalten hat, dass bei fortwÃ¤hrender Missachtung Massnahmen bis hin zum Patententzug zur Disposition stÃ¼nden (vgl. vorn, E. 5.4), ist in der vorliegenden, gesundheitspolizeilich vergleichbaren Konstellation ebenfalls davon auszugehen, dass ein Patententzug als verhÃ¤ltnismÃ¤ssig zu erachten ist, nachdem das Rauchverbot kontinuierlich â selbst nach der Aussprechung mehrerer Bussen â missachtet worden ist. Dies gilt umso mehr, als dem Rauchverbot gerade bei der jÃ¼ngsten polizeilichen Kontrolle â am 12. April 2024 â besonders geringe Beachtung geschenkt wurde: GemÃ¤ss den sichergestellten Videoaufzeichnungen war wÃ¤hrend mehrerer Stunden im gesamten Lokal D geraucht worden, wobei sich weder die GÃ¤ste noch der die BeschwerdefÃ¼hrerin vertretende Ehemann nach dem Erscheinen der Polizei vom Weiterrauchen abhalten liessen. </p> <p class="Erwgung3"><b>6.4.2 </b>Hinzu kommen im vorliegenden Fall die weiteren polizeilich festgestellten VerstÃ¶sse gegen das Gastgewerbegesetz (Nichteinhaltung der ordentlichen Schliessungszeit gemÃ¤ss § 15 GastgewerbeG; Verwehren des Zutritts zu den BetriebsrÃ¤umen gegenÃ¼ber den Kontrollorganen unter Missachtung von § 18 GastgewerbeG), gegen auslÃ¤nderrechtliche Bestimmungen (BeschÃ¤ftigen von DrittstaatsangehÃ¶rigen ohne Bewilligung gemÃ¤ss Art. 11 Abs. 1 in Verbindung mit Art. 117 Abs. 1 AIG; Missachten der Meldepflicht bei gewerbsmÃ¤ssiger Beherbergung im Sinn von Art. 16 in Verbindung mit Art. 120 Abs. 1 lit. a AIG) sowie gegen Bestimmungen, die dem Jugendschutz dienen (Verkauf von Tabakerzeugnissen an allgemein zugÃ¤nglichen Automaten gemÃ¤ss § 61 Abs. 1 lit. k in Verbindung mit § 48 Abs. 5 und § 63 GesG; fehlender Hinweis auf den Jugendschutz bei der Abgabe alkoholhaltiger GetrÃ¤nke gemÃ¤ss Art. 42 Abs. 2 der Lebensmittel- und GebrauchsgegenstÃ¤ndeverordnung vom 16. Dezember 2016 [SR 817.02] in Verbindung mit Art. 64 lit. h und j des Lebensmittelgesetzes vom 20. Juni 2014 [SR 817.0]). Diese Verfehlungen, die auf Polizeirap­porten beruhen (vgl. E. 4), stehen im Zusammenhang mit der AusÃ¼bung des Gastgewerbes durch den die BeschwerdefÃ¼hrerin vertretenden Ehemann (vgl. BGr, 2. MÃ¤rz 2011, 2C_860/2010, E. 3.2.3 und 3.3). Die Verfehlungen des Ehemanns sind der BeschwerdefÃ¼hrerin als Patentinhaberin anzurechnen â zwar nicht in strafrechtlicher, aber in verwaltungs- bzw. gastwirtschaftspatentrechtlicher Hinsicht. Die Anrechenbarkeit gilt unabhÃ¤ngig davon, wie oft die Patentinhaberin persÃ¶nlich vor Ort im Lokal D anwesend war (vgl. § 17 Abs. 1 und § 19 GastgewerbeG, sowie vorn, E. 6.3.2). </p> <p class="Erwgung3"><b>6.4.3 </b>Die von der Polizei im Lokal D festgestellten Verfehlungen sind nicht mit jenen Bagatelldelikten vergleichbar, die die Rechtsprechung als gastgewerbepatentrechtlich irrelevant bezeichnet hat, sondern weisen vielmehr eine gewisse Schwere auf, die der GewÃ¤hr fÃ¼r eine einwandfreie BetriebsfÃ¼hrung gemÃ¤ss § 14 Abs. 2 GastgewerbeG entgegenstehen kann (vgl. vorn, E. 5.3 und 5.4). Dabei hat die Vorinstanz zu Recht berÃ¼cksichtigt, dass die festgestellten Verfehlungen gastgewerbe-, auslÃ¤nder- und jugendschutzrechtliche Bestimmungen betreffen, sodass davon auszugehen ist, dass bedeutsame PolizeigÃ¼ter bedroht sind â insbesondere die Ã¶ffentliche Gesundheit und die Ã¶ffentliche Ordnung. Sodann war zu beachten, dass die Zahl der RegelverstÃ¶sse im Verlauf der fÃ¼nf Polizeikontrollen, die innerhalb von gut zwei Jahren erfolgten, nicht etwa zurÃ¼ckgegangen, sondern angestiegen ist. Im Zusammenhang mit dem fÃ¼nfmaligen Verstoss gegen das Rauchverbot hat sich dabei der offenkundig fehlende Wille der BeschwerdefÃ¼hrerin manifestiert, die gesetzlichen Bestimmungen kÃ¼nftig zu beachten. Vor diesem Hintergrund ist nicht zu beanstanden, dass die Vorinstanz zum Schluss gekommen ist, dass die BeschwerdefÃ¼hrerin als Patentinhaberin des Lokals D offensichtlich keine GewÃ¤hr mehr bietet fÃ¼r eine einwandfreie BetriebsfÃ¼hrung im Sinn von § 14 Abs. 2 GastgewerbeG. </p> <p class="Erwgung2"><b>6.5 </b>Demnach hat die Vorinstanz das Ã¶ffentliche Interesse am Entzug des Gastgewerbepatents zu Recht hÃ¶her gewichtet als das private bzw. finanzielle Interesse der BeschwerdefÃ¼hrerin an der Patentbeibehaltung. Die RÃ¼ge der BeschwerdefÃ¼hrerin, wonach der Entzug des Gastgewerbepatents nicht verhÃ¤ltnismÃ¤ssig gewesen sei, erweist sich somit als unbegrÃ¼ndet. </p> <p class="Erwgung1"><b>7. </b> </p> <p class="Erwgung2">Zusammenfassend ist die Beschwerde abzuweisen, soweit darauf einzutreten ist. AusgangsgemÃ¤ss sind die Gerichtskosten der BeschwerdefÃ¼hrerin aufzuerlegen. Eine ParteientschÃ¤digung ist ihr nicht zuzusprechen (§ 65a Abs. 2 in Verbindung mit § 13 Abs. 2 Satz 1 und § 17 Abs. 2 VRG). </p> <p class="Erwgung4">DemgemÃ¤ss erkennt <span>die Kammer</span>:</p> <p class="Einzug2"><span>1. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird.</span></p> <p class="Einzug2"><span>2. Die GerichtsgebÃ¼hr wird festgesetzt auf <br/> Fr. 3'000.--; die Ã¼brigen Kosten betragen:<br/> <u>Fr. 70.--</u> Zustellkosten,<br/> <u>Fr. 3'070.--</u> Total der Kosten.</span></p> <p class="Einzug2"><span>3. Die Gerichtskosten werden der BeschwerdefÃ¼hrerin auferlegt.</span></p> <p class="Einzug2"><span>4. Eine ParteientschÃ¤digung wird nicht zugesprochen. </span></p> <p class="Einzug2"><span>5. Gegen dieses Urteil kann Beschwerde in Ã¶ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten nach Art. 82 ff. des Bundesgerichtsgesetzes erhoben werden. Die Beschwerde ist innert 30 Tagen, von der Zustellung an gerechnet, beim Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, einzureichen.</span></p> <p class="Einzug2"><span>6. Mitteilung an:<br/> a) die Parteien;<br/> b) die Volkswirtschaftsdirektion.</span></p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>