<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2002.00175</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="https://vgrzh.djiktzh.ch/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=https://vgrzh.djiktzh.ch&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=106873&amp;W10_KEY=4467145&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2002.00175</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 23.10.2002</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">2. Abteilung/2. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">AuslÃ¤nderrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Ausweisung (Fristwiederherstellung)</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Wiederherstellung einer verpassten Kautionsfrist<br/><br/>Das Gesuch um Fristwiederherstellung ist innert zehn Tagen nach Wegfall des Hinderungsgrunds zu stellen, wobei diese Frist dann zu laufen beginnt, wenn die säumige Partei aufgrund der ihr bekannten Umstände wissen oder jedenfalls damit rechnen muss, eine Frist versäumt zu haben. Im Gesuch um Wiederherstellung sind sowohl die Hinderungsgründe als auch die Tatsache, dass die Frist eingehalten worden ist, vollständig und genau darzustellen. Nach Ablauf der für die Einreichung gesetzten Frist kann das Gesuch nicht mehr ergänzt werden. Dabei entspricht es gefestigter verwaltungsgerichtlicher Rechtsprechung, das Verhalten des Vertreters dem Auftraggeber selbst dann zuzurechnen, wenn beim Beschwerdeführer letztlich ein Rechtsverlust eintritt (E. 1 m.w.H.).<br/>Die zehntägige Frist begann mit Zustellung des verwaltungsgerichtlichen Nichteintretensbeschlusses zu laufen. Da binnen der zehntätigen Frist kein den Anforderungen entsprechendes Gesuch eingereicht worden ist, ist auf dieses nicht einzutreten (E. 3).<br/>Selbst wenn einzutreten wäre, so wäre das Gesuch abzuweisen, weil sich der Beschwerdeführer das Verhalten seiner Arbeitgeberin (Hilfsperson) anrechnen lassen muss. Präzisierung der zürcherischen Rechtsprechung, wonach die Partei und ihr Vertreter bzw. Organ beim Einsatz von Hilfspersonen nur für deren sorgfältige Auswahl, Instruktion und Überwachung einzustehen haben (E. 4).</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: AuslÃ¤nderrecht ST: AUFENTHALTSBEWILLIGUNG">AUFENTHALTSBEWILLIGUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: EINGABEMASKE">EINGABEMASKE</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: FRISTWIEDERHERSTELLUNG">FRISTWIEDERHERSTELLUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: GESUCHSFRIST">GESUCHSFRIST</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: HILFSPERSON">HILFSPERSON</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: KAUTIONSLEISTUNG">KAUTIONSLEISTUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: SAD">SAD</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: TELEBANKING">TELEBANKING</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsprozessrecht UR: Allgemeines ST: ÃBRIGES ALLGEMEINES VERWALTUNGSPROZESSRECHT">ÃBRIGES ALLGEMEINES VERWALTUNGSPROZESSRECHT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: AuslÃ¤nderrecht ST: ÃBRIGES FÃRSORGE UND GESUNDHEIT">ÃBRIGES FÃRSORGE UND GESUNDHEIT</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsprozessrecht UR: Kantonale Verwaltungsgerichtsbeschwerde ST: VERFAHREN">VERFAHREN</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ZAHLUNGSAUFTRAG">ZAHLUNGSAUFTRAG</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade">§ 12 lit. II VRG</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="gerade">RB 2002 Nr. 13 S. 53</span><br/> </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 1 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Einzug1"><span>I. Der im Jahr 1953 geborene aus X stammende A wurde am 21. Novem­ber 2001 durch den Regierungsrat fÃ¼r die Dauer von zehn Jahren aus der Schweiz ausgewiesen. Auf die gegen diesen Entscheid erhobene Beschwerde trat das Ver­waltungsge­richt mit Beschluss vom 18. April 2002 (VB.2002.00024) nicht ein, da A der ihm gestÃ¼tzt auf § 15 Abs. 2 lit. b des Verwaltungsrechtspflegegeset­zes vom 24. Mai 1959 (VRG) auferlegten Pflicht zur Leistung einer Barkaution nicht nachgekommen war. Dieser Entscheid wurde dem Vertreter von A am 2. Mai 2002 zugestellt.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Am 13. Mai 2002 teilte die juristische Kanzlei des Verwaltungsgerichts A auf dessen entsprechende telephonische Anfrage (ebenfalls per Telephon) mit, es sei keine Kaution, ins­besondere keine der Arbeitgeberin von A, beim Ver­waltungsgericht eingetroffen; ei­ne solche Zahlung wÃ¤re schriftlich nachzuweisen. Am 14. Mai 2002 (Poststempel 10. Mai 2002) traf beim Verwaltungsgericht eine Papierseite der Arbeitgeberin von A, der C AG, ein, auf welcher sich ein sogenann­ter "Printscreen" einer Telebanking-Eingabemaske, eine Kopie des vom Verwaltungsgericht diesem zugestellten Einzahlungsscheins sowie eine Be­merkung be­fanden, wonach die Kaution im Auftrag von A rechtzeitig per Telebanking Ã¼ber­wiesen wor­den sei. Daraufhin getroffene AbklÃ¤rungen der juristischen Kanzlei des Ver­waltungsgerichts bestÃ¤tigten, dass bei diesem die Kaution â wie bereits telephonisch dar­gelegt â nicht eingegangen war. Mit Schreiben vom 15. Mai 2002 wurde A ersucht, einen Beleg dafÃ¼r einzureichen, dass auf dem Bankkonto der Arbeitgeberin der Kautionsbetrag zu Gunsten des Verwal­tungsgerichts abgebucht worden sei, da aus der Telebanking-Ein­gabe­maske allein nicht rechtsgenÃ¼gend ersichtlich sei, dass wirklich bezahlt worden sei. Am 21. Mai 2002 teilte der Vertreter von A dem Verwaltungsgericht telepho­nisch mit, dass die Kautionszahlung von der Arbeitgeberin tatsÃ¤chlich nicht geleistet wor­den sei, und kÃ¼ndigte ein Fristwiederherstel­lungsgesuch an.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>II. Am 21. Mai 2002 stellte A dem Verwaltungsgericht das Gesuch, es sei dessen Ent­­scheid vom 18. April 2002 aufzuheben und es sei ihm gestÃ¼tzt auf § 12 Abs. 2 VRG die Frist zur Bezahlung der Barkaution wieder herzustellen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Der Regierungsrat liess sich nicht vernehmen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die Kammer zieht in ErwÃ¤gung:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>1. a) GemÃ¤ss § 12 Abs. 2 VRG kann eine versÃ¤umte Frist nur wiederhergestellt wer­­­den, wenn der sÃ¤umigen Partei keine grobe NachlÃ¤ssigkeit zur Last fÃ¤llt und sie innert zehn Tagen nach Wegfall des Grundes, der die Einhaltung der Frist verhindert hat, ein schrift­li­ches Gesuch um Wiederherstellung einreicht. Der sÃ¤umigen Partei obliegt es dabei, sowohl die GrÃ¼nde im Wiederherstel­lungsgesuch vollstÃ¤ndig und genau darzustellen (RB 1988 Nr. 11) als auch darzulegen, dass die Gesuchsfrist von zehn Tagen eingehalten worden ist. Wann diese Frist zu laufen beginnt, ist anhand der individuellen VerhÃ¤ltnisse zu beurteilen. Entscheidend ist, dass die sÃ¤umige Partei aufgrund der ihr bekannten UmstÃ¤n­de wissen oder jedenfalls damit rechnen muss, eine Frist versÃ¤umt zu haben (RB 1980 Nr. 3) und es ihr ob­jektiv mÃ¶glich und subjektiv zumutbar ist, tÃ¤tig zu werden bzw. die Klient­schaft zu benachrichtigen. Das Gesuch um Fristwiederherstellung kann nach Ablauf der fÃ¼r die Einreichung gesetzten Frist nicht mehr ergÃ¤nzt werden (vgl. RB 1964 Nr. 63).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) Bei all diesen Handlungen anrechnen lassen muss sich die sÃ¤umige Partei das Ver­­halten einer beigezogenen Hilfsperson oder eines beauftragten Vertreters, wobei insbesondere an Fristwiederherstellungsbegehren von AnwÃ¤lten erhÃ¶hte Anforderungen zu stellen sind (vgl. RB 2000 Nr. 3, auch zum Folgenden; Alfred KÃ¶lz/JÃ¼rg Bosshart/Martin RÃ¶hl, Kom­men­­­tar zum Ver­waltungsrechtspflege­ge­setz des Kantons ZÃ¼rich, 2. A., ZÃ¼rich 1999, § 12 N. 16 f.). Bei Prozesshandlungen, welche sowohl durch den anwaltlichen Vertreter wie auch durch seinen Auftraggeber vorgenommen wer­den kÃ¶nnen â wie beispiels­wei­se die Stellung eines Begehrens um Fristwiederherstellung â bedeutet dies, dass der Vertreter klarzustellen hat, durch wen die Vornahme der innert Frist geforder­ten Hand­lung erfolgen soll. Sieht er vor, dass die Fristhandlung durch den Auftraggeber direkt erfol­gen soll, hat er dies durch rechtzeitige Mitteilung und Instruktion zu veranlassen und vor Frist­ablauf zu kontrollieren, ob der Auftraggeber die Mitteilung emp­fangen und genaue Kennt­nis von der Frist und der </span></p> <p class="Einzug1"><span>zu erledigenden Obliegenheit hat. Wird die Frist zur Stellung des Fristwiederherstellungsbegehrens wegen ungenÃ¼gender Vorkehren des Rechtsver­treters verpasst, so muss sich der Be­schwerdefÃ¼hrer diese durch den Vertreter verursachte SÃ¤um­nis anrechnen lassen.<i> </i>Dabei ent­spricht es gefestigter verwaltungsgerichtlicher Rechtsprechung, das Verhalten des Vertreters dem Auftraggeber selbst dann zuzurechnen, wenn beim BeschwerdefÃ¼hrer letztlich ein Rechts­­verlust eintritt (RB 2000 Nr. 3, Urteil des Verwaltungsgerichts bestÃ¤tigt vom Bundesgericht am 25. August 2000 [2A.348/2000]; VGr vom 29. Mai 2002 [VB.2002.00115], ver­Ã¶ffentlicht auf http://www.vgrzh.ch/recht­spre­chung); vgl. auch die Ka­suistik bei KÃ¶lz/Boss­hart/RÃ¶hl, § 12 N. 20).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>2. a) Im vorliegenden Verfahren ist unbestritten, dass dem Vertreter des Beschwerde­­fÃ¼h­rers die Aufforderung zur Leistung der Kaution am 28. Januar 2002 zugestellt wurde. Eben­­so ist unbestritten, dass der BeschwerdefÃ¼hrer selbst Kenntnis der ihm auferlegten Pflicht zur Leistung der Kaution hatte, und dass diese nicht geleistet wurde. Richtigerweise nicht in Frage gestellt wird sodann, dass der Nichteintretensbeschluss vom 18. April 2002 dem Vertreter des BeschwerdefÃ¼hrers am 2. Mai 2002 zugestellt wurde. Zu Recht geht Letz­terer schliesslich davon aus, dass es sich bei der von ihm mit der Bezahlung der Kaution be­auf­trag­ten Arbeitgeberin um seine Hilfsperson handelt, deren Verhalten er sich â zumindest grundsÃ¤tzlich â zurechnen lassen muss. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) Der BeschwerdefÃ¼hrer bringt nun allerdings vor, mit Bezug auf Hilfspersonen ha­­be die Partei nur fÃ¼r deren sorgfÃ¤ltige Auswahl, Instruktion und Ãberwachung einzustehen und verweist unter Berufung auf die Kommentatoren KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl darauf, gemÃ¤ss Pra­xis sei eine Fristwiederherstellung zu gewÃ¤hren, wenn die Hilfsperson eines Prozessvertre­ters entgegen der ihr erteilten Instruktion die Sendung nicht rechtzeitig zur Post bringe (KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 12 N. 19). Da er seine Arbeitgeberin rechtzeitig um Ãberweisung der Kaution ersucht, diese die Kaution auch am 8. Februar 2002 mittels Telebanking â vermeint­lich â Ã¼berwiesen habe und ihm danach wÃ¤hrend vierer Monate monatlich Fr. 500.- vom Lohn abgezogen worden sei, kÃ¶nne ihm dieses VersÃ¤umnis nicht angelastet werden und sei die Frist zur Leistung des Barvorschusses wiederherzustellen. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die Arbeitgeberin des BeschwerdefÃ¼hrers bestÃ¤tigt diese Sachdarstellung in einem mit dem Fristwiederherstellungsgesuch eingereichten Schreiben vom 17. Mai 2002. GrÃ¼nde, die Zweifel an dieser Sachdarstellung hervorrufen kÃ¶nnten, sind nicht ersichtlich, so dass von der dergestalt geschilderten Sachlage ausgegangen werden kann.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>3. a) Der BeschwerdefÃ¼hrer ging nach dem Dargelegten davon aus, die Kautionsleis­tung sei rechtzeitig erfolgt. Dass dem nicht so war, erfuhr er (bzw. sein Rechtsvertreter) mit Zustellung des verwaltungsgerichtlichen Nichteintretensbeschlusses am 2. Mai 2002. An die­­sem Datum war mithin bekannt bzw. musste zumindest damit gerechnet werden, dass (aus welchen GrÃ¼nden auch immer) die Frist zur Leistung des Barvorschusses versÃ¤umt wor­den war und entfiel der Grund, welcher die Einhaltung der seinerzeitigen Frist verhindert hat­­te, nÃ¤mlich die Tatsache "der irrigen Vorstellung einer bereits erfolgten Ãberweisung". Da es zudem objektiv mÃ¶glich und subjektiv zumutbar war, tÃ¤tig zu werden bzw. die Klientschaft zu benachrichtigen, begann die zehntÃ¤gige Frist von § 12 Abs. 2 VRG â entgegen der Auf­fassung des BeschwerdefÃ¼hrers â am nÃ¤chstfolgenden Tag, dem 3. Mai 2002, zu laufen (§ 70 in Verbindung mit § 11 Abs. 1 VRG). Die Frist endete somit am 13. Mai 2002 (§ 70 in Verbindung mit § 11 Abs. 1 VRG). Innert dieser Frist wurde allerdings lediglich das Papier vom 10. Mai 2002 eingereicht, wel­ches den an ein Fristwiederherstellungsgesuch zu stellenden Anforderungen (vgl. ErwÃ¤gung 1a) nicht im geringsten entsprach. Da das den Anforderungen entsprechende, am 21. Mai 2002 eingereichte schriftliche Fristwiederherstellungsbegehren mangels der MÃ¶glichkeit der ErgÃ¤nzung unberÃ¼cksichtigt bleiben muss (vgl. ErwÃ¤gung 1a), kann damit auf das Gesuch um Wiederherstellung der Frist zur Einzahlung einer Barkaution gemÃ¤ss VerfÃ¼gung vom 24. Januar 2002 mangels Einhaltung der in § 12 Abs. 2 VRG vorgeschriebenen zehntÃ¤gigen Frist nicht eingetreten werden.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) Angesichts dieser UmstÃ¤nde kann offenbleiben, ob der Rechtsvertreter den ihn in einer Konstellation wie der vorliegenden treffenden Obliegenheiten (volllumfÃ¤nglich) nach­­gekommen ist (vgl. ErwÃ¤gung 1b). So oder anders ist nÃ¤mlich auf das Fristwiederherstellungsgesuch mangels Rechtzeitigkeit nicht einzutreten, sei es, weil der BeschwerdefÃ¼hrer selbst nicht rechtzeitig gehandelt hat, sei es, weil sein Rechtsvertreter, dessen Verhalten er sich anrechnen lassen muss, seinen Obliegenheiten nicht genÃ¼gt hat.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Daran vermag auch das Schreiben der juristischen Kanzlei des Verwaltungsgerichts vom 15. Mai 2002 nichts zu Ã¤ndern. Dieses teilte dem BeschwerdefÃ¼hrer lediglich bereits Be­­kanntes â die Tatsache, dass die Kaution nicht eingetroffen sei â sowie SelbstverstÃ¤ndliches â die Tatsache, dass aus einer Telebanking-Eingabemaske allein nicht rechtsgenÃ¼gend ersichtlich sei, dass einbezahlt worden sei â mit. Das Ersuchen, einen Beleg dafÃ¼r einzureichen, dass auf dem Bankkonto der Arbeitgeberin der Kautionsbetrag zu Gunsten des Verwal­­tungsgerichts abgebucht worden sei, stand nicht mit einer allfÃ¤lligen Fristwiederherstel­lung im Zusammenhang â die zehntÃ¤gige Frist von § 12 Abs. 2 VRG war am 15. Mai 2002 ja ohnehin bereits abgelaufen â, sondern damit, dass bei einem allfÃ¤lligen entsprechenden Nach­weis von Amtes wegen weitere Nachforschungen anzustellen gewesen wÃ¤ren. HÃ¤tte sich nÃ¤mlich herausgestellt, dass das Bankkonto der Arbeitgeberin des BeschwerdefÃ¼hrers belastet worden und der Kostenvorschuss rechtzeitig bei der Post angelangt (vgl. dazu nach­­stehend ErwÃ¤gung 4b), die Kaution allerdings dennoch nicht beim Verwaltungsgericht eingegangen wÃ¤re, so hÃ¤tte dieses mit einem revisionsÃ¤hnlichen Entscheid den Nichteintre­tensbeschluss vom 18. April 2002 aufheben und die Sache materiell behandeln mÃ¼ssen. Ein derartiger Nachweis ist vorliegendenfalls indessen unbestrittenermassen nicht erfolgt.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>4. Selbst wenn entgegen des vorstehend AusgefÃ¼hrten auf das Fristwiederherstellungsgesuch einzutreten wÃ¤re, so wÃ¤re es aus den nachfolgenden GrÃ¼nden abzuweisen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>a) Anders als im Verfahren vor Bundesgericht (und den Ã¼brigen BundesbehÃ¶rden), bei denen eine umfassende Haftung fÃ¼r das Verhalten eines Vertreters oder einer Hilfsperson besteht, haben nach bisheriger zÃ¼rcherischer Gerichtspraxis die Partei und ihr Vertreter bzw. Organ beim Einsatz von Hilfspersonen nur fÃ¼r deren sorgfÃ¤ltige Auswahl, Instruktion und Ãberwachung einzustehen (RB 1988 Nr. 11 mit weiteren Hinweisen auf [Ã¤ltere] Judikatur und Lehre; KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 12 N. 19; Robert Hauser/Erhard Schweri, Kommen­tar zum zÃ¼rcherischen Gerichtsverfassungsgesetz, ZÃ¼rich 2002, § 199 N. 64 ff.). Die bisher vom Verwaltungsgericht zu entscheidenden FÃ¤lle betrafen indessen stets nur Kons­tel­lationen, in denen eine Rechtsmittelfrist wegen des Verschuldens einer Hilfsperson verpasst worden war. Ein Fall, bei dem die Arbeitgeberin des BeschwerdefÃ¼hrers als dessen Hilfsperson den Kostenvorschuss nicht (fristgemÃ¤ss) geleistet hat (bzw. es unterlassen hat, ihrerseits ihre Bank zur Leistung der Kaution zu veranlassen), war dagegen noch nie zu be­urteilen, so dass die dargelegte Praxis auf den vorliegenden Fall entgegen der Auffassung des Beschwerde­fÃ¼hrers nicht unbesehen Ã¼bernommen werden kann. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) Im Zusammenhang mit der (verpassten) Leistung von KostenvorschÃ¼ssen verfolgt das Verwaltungsgericht ebenso wie das Bundesgericht eine strenge Praxis (vgl. etwa anstelle vieler BGr vom 10. Mai 2001 [2A.111/2001]; gleichlautend RB 1995 Nr. 5). Verlangt wird, dass die Kaution spÃ¤­­testens am letzten Tag der Frist beim Verwaltungsgericht eingeht oder an die Post Ã¼bergeben wird. Die Erteilung des Zahlungsauftrags an eine Bank innert der Frist genÃ¼gt dagegen nicht. Er­folgt die AusfÃ¼hrung der Zahlung zwischen der Bank und der Post auf elektro­nischem Weg (BenÃ¼tzung elektronischer DatentrÃ¤ger bzw. elektronische DatenÃ¼bermittlung im Rahmen des Sammelauftragsdienstes der Post [SAD]), so kommen angesichts der Besonderheiten dieser Zahlungsart und der damit verbundenen technischen AblÃ¤ufe speziel­le Regeln zur Anwendung. Die Zahlung gilt nur dann als rechtzeitig geleistet, wenn die elektronischen Daten bzw. der DatentrÃ¤ger spÃ¤testens am letzten Tag der vom Verwaltungs­­gericht festgesetzten Frist der Post Ã¼bergeben werden und andererseits das eingesetzte FÃ¤lligkeitsdatum noch innert der vom Verwaltungsgericht festgesetzten Zahlungsfrist liegt. Auf diese Begebenheiten wird die Partei in der den Kostenvorschuss einverlangenden PrÃ¤sidialverfÃ¼gung zudem ausdrÃ¼cklich aufmerksam gemacht und aufgefordert, beim Zahlungs­auftrag an eine Bank besondere Aufmerksamkeit walten zu lassen. Entscheidet sich die Partei in Kenntnis dieses Hinweises und trotz Bestehens anderer ZahlungsmÃ¶glichkeiten (Einzahlung beim Postschalter usw.) in freier Wahl fÃ¼r die Einschaltung einer Bank, so Ã¼bernimmt sich auch die damit entstehenden Risiken und sind ihr demzufolge allfÃ¤llige sich ergebende Probleme in jedem Fall zuzurechnen. Sollte aus der in ErwÃ¤gung 2b erwÃ¤hn­­ten bisherigen zÃ¼rcherischen Gerichtspraxis fÃ¼r den Fall des Kostenvorschusses etwas Gegenteiliges abzuleiten gewesen sein, so wÃ¤re dies im Sinn des soeben AusgefÃ¼hrten zu prÃ¤­zisieren.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>c) Vorliegend wurde die Bank zwar wie dargelegt gar nicht beauftragt, die Zahlung aus­zufÃ¼hren (ErwÃ¤gung 3). WÃ¤re der Telebanking-Auftrag der Arbeitgeberin aber korrekt erfolgt und wÃ¤re die Zahlung aus bei der Bank liegenden GrÃ¼nden unterblieben, so wÃ¤re dies dem BeschwerdefÃ¼hrer auf jeden Fall zuzurechnen gewesen (ErwÃ¤gung 4b). Erst recht muss dies gelten, wenn durch Wahl des BeschwerdefÃ¼hrers fÃ¼r die Leistung des Kostenvor­­schusses eine zusÃ¤tzliche, der Bank gleichsam vorgelagerte Hilfsperson â die Arbeitgebe­rin â in das Verfahren einbezogen worden ist. Somit kann auch unter diesem Titel offenbleiben, ob der Rechtsvertreter den ihn in einer Konstellation wie der vorliegenden im Zusammenhang mit der Kautionsleistung treffenden Obliegenheiten (volllumfÃ¤nglich) nachge­kommen ist (vgl. ErwÃ¤gung 1b). Jedenfalls ist das Verwaltungsgericht zu Recht auf die damalige Beschwerde nicht eingetreten und wÃ¤re das vorliegende Gesuch um Wiederherstel­lung der Frist zur Einzahlung einer Barkaution gemÃ¤ss VerfÃ¼gung vom 24. Januar 2002 selbst dann abzuweisen, wenn auf es eingetreten werden kÃ¶nnte.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>5. ...</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>DemgemÃ¤ss beschliesst die Kammer:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>1.<span> </span></span><span>Auf das Gesuch des BeschwerdefÃ¼hrers, die Frist zur Einzahlung einer Barkaution gemÃ¤ss VerfÃ¼gung vom 24. Januar 2002 wiederherzustellen, wird nicht eingetreten.</span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>...</span></p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>