<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="content"> <div class="para"> </div> <div class="para">Bundesgericht </div> <div class="para">Tribunal fédéral </div> <div class="para">Tribunale federale </div> <div class="para">Tribunal federal </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <img height="74" src="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/clir/http/displayimage.php?id=2022-07-22-5A_524-2022.1&amp;type=gif" width="95"/> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>5A_524/2022</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>Urteil vom 22. Juli 2022</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>II. zivilrechtliche Abteilung</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Besetzung </div> <div class="para">Bundesrichterin Escher, präsidierendes Mitglied, </div> <div class="para">Gerichtsschreiber Möckli. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Verfahrensbeteiligte </div> <div class="para">A.________, </div> <div class="para">vertreten durch Rechtsanwalt Eric Stern, </div> <div class="para">Beschwerdeführer, </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <i>gegen</i> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">B.________, </div> <div class="para">vertreten durch Rechtsanwältin Maria Clodi, </div> <div class="para">Beschwerdegegnerin. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Gegenstand </div> <div class="para">Eheschutz, </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Beschwerde gegen das Urteil des Obergerichts des Kantons Zürich, I. Zivilkammer, vom 31. Mai 2022 (LE210024-O/U). </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>Sachverhalt:</b> </div> <div class="para">Die Parteien heirateten am 8. April 2004 in U.________ und haben einen am 6. Juli 2004 geborenen Sohn. Sie leben bis dato unter einem Dach in ihrer im hälftigen Miteigentum stehenden Liegenschaft. </div> <div class="para">Mit Eheschutzentscheid vom 10. Februar 2021 stellte das Bezirksgericht Meilen den Sohn unter die alternierende Obhut der Parteien, wobei es den Betreuungsanteil der Mutter auf 60 % und denjenigen des Vaters auf 40 % festsetzte, und wies die eheliche Liegenschaft der Mutter zur alleinigen Benützung mit dem Sohn zu; ferner regelte es die finanziellen Belange. </div> <div class="para">Auf Berufung des Vaters hin stellte das Obergericht des Kantons Zürich mit Urteil vom 31. Mai 2022 den Sohn unter die alternierende Obhut der Parteien mit je hälftigem Betreuungsanteil, wies die eheliche Liegenschaft der Mutter zur alleinigen Benützung teilweise mit dem Sohn zu und hielt fest, dass sich dessen zivilrechtlicher Wohnsitz bei der Mutter befinde. </div> <div class="para">Mit Beschwerde vom 7. Juli 2022 an das Bundesgericht verlangt der Vater die Zuweisung der ehelichen Liegenschaft zur alleinigen Benützung teilweise mit dem Sohn und Ansetzung einer Frist von drei Monaten an die Mutter, um die gemeinsame Liegenschaft zu verlassen. Ferner verlangt er die aufschiebende Wirkung. </div> <div class="para">Ebenfalls am 7. Juli 2022 hat die Mutter unaufgefordert eine Schutzschrift gegen ein allfälliges Gesuch des Vaters um aufschiebende Wirkung eingereicht. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>Erwägungen:</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>1.</b> </div> <div class="para">Im Unterschied zur Zivilprozessordnung (vgl. <span class="artref">Art. 270 ZPO</span>) ist die Schutzschrift im Bundesgerichtsgesetz nicht vorgesehen und die II. zivilrechtliche Abteilung nimmt auch keine solchen entgegen (vgl. Urteil 5A_1032/2017 vom 22. Dezember 2017). Ohnehin bestand im Hinblick auf ein Gesuch um aufschiebende Wirkung im Beschwerdefall kein Anlass für die Einreichung einer Schutzschrift durch die Gegenpartei, weil dieser vorgängig zur Gewährung der aufschiebenden Wirkung Gelegenheit zur Stellungnahme zu geben wäre. Die Schutzschrift ist somit aus den Akten zu weisen. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>2.</b> </div> <div class="para">Bei Eheschutzsachen handelt es sich um vorsorgliche Massnahmen im Sinn von <span class="artref">Art. 98 BGG</span> (<a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=1&amp;from_date=05.07.2022&amp;to_date=24.07.2022&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F133-III-393%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page393">BGE 133 III 393</a> E. 5.1; zuletzt Urteile 5A_855/2021 vom 27. April 2022 E. 2; 5A_372/2022 vom 24. Mai 2022 E. 1), so dass nur die Rüge der Verletzung verfassungsmässiger Rechte möglich ist. Es gilt somit das strenge Rügeprinzip im Sinn von <span class="artref">Art. 106 Abs. 2 BGG</span>. Das bedeutet, dass das Bundesgericht nur klar und detailliert erhobene und soweit möglich belegte Rügen prüft, während es auf ungenügend begründete Rügen und appellatorische Kritik am angefochtenen Entscheid nicht eintritt (<a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=1&amp;from_date=05.07.2022&amp;to_date=24.07.2022&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F134-II-244%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page244">BGE 134 II 244</a> E. 2.2; <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=1&amp;from_date=05.07.2022&amp;to_date=24.07.2022&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F142-III-364%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page364">142 III 364</a> E. 2.4). </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>3.</b> </div> <div class="para">Der Beschwerdeführer macht weitschweifige Vorbringen, wieso ihm die eheliche Liegenschaft besser diene und die gegenteiligen obergerichtlichen Erwägungen nicht verfingen. Die Ausführungen bleiben jedoch durchwegs appellatorisch; irgendwelche Verfassungsrügen werden nicht erhoben, ja nicht einmal angedeutet. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>4.</b> </div> <div class="para">Die Beschwerde ist somit offensichtlich nicht hinreichend begründet, weshalb auf sie im vereinfachten Verfahren nach <span class="artref">Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG</span> nicht einzutreten ist. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>5.</b> </div> <div class="para">Mit dem sofortigen Urteil in der Sache ist das Gesuch um aufschiebende Wirkung gegenstandslos. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>6.</b> </div> <div class="para">Die Gerichtskosten sind dem Beschwerdeführer aufzuerlegen (<span class="artref">Art. 66 Abs. 1 BGG</span>). </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b> Demnach erkennt das präsidierende Mitglied:</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>1.</b> </div> <div class="para">Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>2.</b> </div> <div class="para">Die Schutzschrift der Beschwerdegegnerin wird aus den Akten gewiesen. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>3.</b> </div> <div class="para">Die Gerichtskosten von Fr. 2'000.-- werden dem Beschwerdeführer auferlegt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>4.</b> </div> <div class="para">Dieses Urteil wird den Parteien und dem Obergericht des Kantons Zürich, I. Zivilkammer, mitgeteilt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Lausanne, 22. Juli 2022 </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Im Namen der II. zivilrechtlichen Abteilung </div> <div class="para">des Schweizerischen Bundesgerichts </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Das präsidierende Mitglied: Escher </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Der Gerichtsschreiber: Möckli </div> </div></body></html>