<h2>SubmittedText<h2><p>Bundesrat Villiger sagte vor der Abstimmung über die Solidaritätsstiftung: "Der Vorwurf der Erpressung ist absurd .... Die Stiftung ist nicht unter Handlungsdruck entstanden, niemand hat sie von uns verlangt, und sie wurde völlig unabhängig ausgestattet, damit niemand Druck ausüben kann. Das Gesetz erlaubt ihr keine Einzelhilfe im Sinne von Wiedergutmachung."</p><p>Demgegenüber sagte der ehemalige US-Vize-Finanzminister, Stuart Eizenstat, nach der Abstimmung über die Solidaritätsstiftung: "Die Stiftung war darauf angelegt, die Schweizerische Nationalbank auf ihr Verhalten im Zweiten Weltkrieg zu behaften .... Wenn es während des Weltkrieges einen einzigen grossen Bösewicht gab, so war es die Nationalbank. Sie war es, die über den Goldhandel Deutschland die Finanzierung des Krieges erleichtert hat. Diese Rolle sollte mit der Stiftung wieder gutgemacht werden."</p><p>Wie kommt es, dass der Bundesrat und Stuart Eizenstat öffentlich eine völlig gegenteilige Auffassung über den Zweck der Solidaritätsstiftung vertreten?</p><p>Müssen die Schweizer Stimmbürger befürchten, im Vorfeld der Abstimmung durch den Bundesrat bewusst irregeführt worden zu sein?</p>