<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD HTML 4.01//EN"> <html> <head> <title>AGVE - Archiv</title> <meta charset="utf-8"/><meta content="text/html; charset=utf-8" http-equiv="CONTENT-TYPE"/> <meta content="Weblaw - www.weblaw.ch" name="Publisher"/> </head> <body> <div class="header"><span class="year">2013</span> <span class="title">Bau-, Raumentwicklungs- und Umweltschutzrecht</span> <span class="page_no">457</span></div> <div class="page" id="S1"> <div role="main"><br/> <span class="ft1"><b>I. Bau-, Raumentwicklungs- und Umweltschutzrecht</b></span><br/> <br/> <br/> <br/> <span class="ft2"><b>93 Terrainveränderung</b></span><br/> <span class="ft2"><b>Eine in der Landwirtschaftszone unsachgemäss und mit falschem Boden-</b></span><br/> <span class="ft2"><b>material vorgenommene Terrainveränderung ist nicht bewilligungsfähig;</b></span><br/> <span class="ft2"><b>dabei kann offen gelassen werden, ob die Voraussetzungen für die Bewil-</b></span><br/> <span class="ft2"><b>ligung einer Bodenverbesserung ursprünglich vorhanden gewesen wären.</b></span><br/> <br/> <span class="ft3">Aus dem Entscheid des Regierungsrats vom 22. Mai 2013 i.S. X. gegen den</span><br/> <span class="ft3">Entscheid des Departements Bau, Verkehr und Umwelt (Abteilung für Baube-</span><br/> <span class="ft3">willigungen)/Gemeinderats U. (RRB-Nr. 2013-000557).</span><br/> <br/> <span class="ft4"><i>Aus den Erwägungen</i></span><br/> <br/> <span class="ft5">1. Ausgangslage und rechtliche Grundlage</span><br/> <span class="ft5">1.1</span><br/> <span class="ft5">Der Beschwerdeführer ist Eigentümer der Parzelle Y auf Ge-</span><br/> <span class="ft5">meindegebiet U.. Die Parzelle liegt in der Landwirtschaftszone ohne</span><br/> <span class="ft5">Landschaftsschutzüberlagerung und ist als Fruchtfolgefläche der</span><br/> <span class="ft5">Güteklasse 2 klassiert. Der Beschwerdeführer betreibt darauf Acker-</span><br/> <span class="ft5">bau. Im August 2011 trug er auf einer Fläche von 20 Aren ca. 200 m</span><span class="ft6"><sup>3</sup></span><br/> <span class="ft5">"Bodenmaterial" in einer Mächtigkeit von 10 bis 40 cm flächig auf</span><br/> <span class="ft5">den Boden seiner Parzelle auf.</span><br/> <span class="ft5">Eine Terrainveränderung dieses Ausmasses ist baubewilligungs-</span><br/> <span class="ft5">pflichtig (vgl. Art. 22 RPG; § 6 lit. f i.V.m. § 59 Abs. 1 BauG; § 49</span><br/> <span class="ft5">Abs. 1 lit. i BauV). Dies wird vom Beschwerdeführer denn auch</span><br/> <span class="ft5">nicht bestritten.</span><br/> <span class="ft5">1.2</span><br/> <span class="ft5">Nach Art. 16 und 16a RPG umfassen Landwirtschaftszonen</span><br/> <span class="ft5">Land, das sich für die landwirtschaftliche Nutzung oder den Garten-</span><br/> <span class="ft5">bau eignet oder im Gesamtinteresse landwirtschaftlich genutzt wer-</span><br/> <span class="ft5">den soll. Bauten und Anlagen - wozu auch wesentliche Veränderun-</span><br/></div> </div> <div class="header"><span class="year">2013</span> <span class="title">Verwaltungsbehörden</span> <span class="page_no">458</span></div> <div class="page" id="S2"> <div role="main"><br/> <span class="ft5">gen des Terrains gehören - sind in der Landwirtschaftszone nur</span><br/> <span class="ft5">zugelassen, wenn sie eine hinreichend enge Verbindung zur landwirt-</span><br/> <span class="ft5">schaftlichen Nutzung aufweisen und betriebsnotwendig sind. In der</span><br/> <span class="ft5">Landwirtschaftszone zonenkonform sind Bauten und Anlagen, wenn</span><br/> <span class="ft5">sie der Produktion verwertbarer Erzeugnisse aus Pflanzenbau und</span><br/> <span class="ft5">Nutztierhaltung oder der Bewirtschaftung naturnaher Flächen dienen</span><br/> <span class="ft5">(vgl. Art. 34 Abs. 1 RPV).</span><br/> <span class="ft5">Grundsätzlich steht Terrainveränderungen Art. 1 USG entgegen,</span><br/> <span class="ft5">wonach die Fruchtbarkeit des Bodens dauerhaft zu erhalten ist. Ge-</span><br/> <span class="ft5">mäss Art. 2 Abs. 1 lit. a der Verordnung über Belastungen des Bo-</span><br/> <span class="ft5">dens (VBBo) vom 1. Juli 1998 gilt der Boden als fruchtbar, wenn er</span><br/> <span class="ft5">eine für seinen Standort typisch artenreiche, biologisch aktive Le-</span><br/> <span class="ft5">bensgemeinschaft und typische Bodenstruktur sowie eine ungestörte</span><br/> <span class="ft5">Abbaufähigkeit aufweist.</span><br/> <span class="ft5">Geländeveränderungen zur Verbesserung des Kulturlands oder</span><br/> <span class="ft5">der landwirtschaftlichen Bewirtschaftungsverhältnisse sind nach der</span><br/> <span class="ft5">Praxis des Regierungsrats dann zonenkonform und somit zulässig,</span><br/> <span class="ft5">wenn ohne wesentliche Veränderung oder Beeinträchtigung der</span><br/> <span class="ft5">Landschaft mit relativ geringem Aufwand gewichtige Vorteile für die</span><br/> <span class="ft5">landwirtschaftliche Bewirtschaftung erzielt werden können (z.B.</span><br/> <span class="ft5">punktuelle Aufschüttung zur Ermöglichung einer direkten Zufahrt</span><br/> <span class="ft5">anstelle eines langen Umweges) oder qualitativ eine Bodenverbesse-</span><br/> <span class="ft5">rung erreicht werden kann. Unstatthaft sind Geländeveränderungen,</span><br/> <span class="ft5">die aufgrund ihres Ausmasses zum Bewirtschaftungsvorteil in kei-</span><br/> <span class="ft5">nem angemessenen Verhältnis mehr stehen oder durch Beeinträchti-</span><br/> <span class="ft5">gung prägender Landschaftselemente mit vorrangigen Anliegen des</span><br/> <span class="ft5">Natur- und Landschaftsschutzes kollidieren. Geringere Anforderun-</span><br/> <span class="ft5">gen sind an die Verbesserung vorbestehender künstlicher Verände-</span><br/> <span class="ft5">rungen wie z. B. zu steile Strassenböschungen zu stellen. Von Bedeu-</span><br/> <span class="ft5">tung ist auch, ob fremdes Auffüllmaterial herangeführt werden muss;</span><br/> <span class="ft5">wegen der diesbezüglich bestehenden Knappheit ist geeignetes Auf-</span><br/> <span class="ft5">füllmaterial in erster Linie für die Wiederherrichtung und Rekultivie-</span><br/> <span class="ft5">rung von Kiesgruben zu verwenden (AGVE 1985 S. 638 f., 1983</span><br/> <span class="ft5">S. 525 ff.; RRB Nr. ...).</span><br/> <br/> <br/></div> </div> <div class="header"><span class="year">2013</span> <span class="title">Bau-, Raumentwicklungs- und Umweltschutzrecht</span> <span class="page_no">459</span></div> <div class="page" id="S3"> <div role="main"><br/> <span class="ft5">2. Bewilligungsfähigkeit der Terrainveränderung</span><br/> <span class="ft5">2.1</span><br/> <span class="ft5">Der Beschwerdeführer gab anlässlich der Verhandlung vom</span><br/> <span class="ft5">11. Dezember 2012 an, die Aufschüttung vorwiegend zum Zwecke</span><br/> <span class="ft5">der Bewirtschaftungserleichterung vorgenommen zu haben. Vor der</span><br/> <span class="ft5">Aufschüttung sei die Parzelle nur schwer zu pflügen gewesen, da nur</span><br/> <span class="ft5">eine dünne Erdschicht den sehr felsigen Boden bedecke. Eine Er-</span><br/> <span class="ft5">tragssteigerung sei durch die Aufschüttung nur zweitrangig verfolgt</span><br/> <span class="ft5">worden.</span><br/> <span class="ft5">Gemäss Ausführungen der Abteilung für Baubewilligungen</span><br/> <span class="ft5">(AfB) in ihrer Stellungnahme vom 22. Juni 2012 stimmen die Aussa-</span><br/> <span class="ft5">gen des Beschwerdeführers an der Augenscheinsverhandlung vom</span><br/> <span class="ft5">12. April 2012, wonach die aufgeschüttete Fläche ursprünglich bis in</span><br/> <span class="ft5">die Zeit des zweiten Weltkriegs hinein mit Wald bestockt gewesen</span><br/> <span class="ft5">war, mit der Siegfriedkarte aus dem Jahre 1940 überein. Sowohl die</span><br/> <span class="ft5">AfB wie auch die Abteilung für Umwelt (AfU) anerkennen im</span><br/> <span class="ft5">Grundsatz die Vereinbarkeit einer Bodenverbesserung mit Art. 1</span><br/> <span class="ft5">USG und der VBBo bei "anthropogen", d.h., durch menschliche Ein-</span><br/> <span class="ft5">griffe gestörten Bodenverhältnissen. Beide Abteilungen vertreten je-</span><br/> <span class="ft5">doch die Ansicht, es könne nach der durch den Beschwerdeführer</span><br/> <span class="ft5">vorgenommenen Terrainveränderung nicht mehr festgestellt werden,</span><br/> <span class="ft5">ob der Boden der fraglichen Parzelle vor der Aufschüttung anthropo-</span><br/> <span class="ft5">gen verändert war. Aus umweltschutzrechtlicher Sicht sei eine Bo-</span><br/> <span class="ft5">denverbesserung im Nachhinein nicht mehr möglich und die Gelän-</span><br/> <span class="ft5">deveränderung sei deshalb nicht bewilligungsfähig. Gemäss Angaben</span><br/> <span class="ft5">der Landwirtschaft Aargau (LWAG) handelte es sich aus landwirt-</span><br/> <span class="ft5">schaftlicher Sicht bei der betroffenen Parzelle bereits vor der Terrain-</span><br/> <span class="ft5">veränderung um einen gestörten Standort. Die kantonale Fachbehör-</span><br/> <span class="ft5">de erachtet eine Bodenverbesserung durch die weitere Zufuhr von</span><br/> <span class="ft5">einwandfreiem Bodenmaterial als begründbar und rechtlich zulässig.</span><br/> <span class="ft5">2.2</span><br/> <span class="ft5">Aus zwei in den Akten befindlichen Transportrapporten vom</span><br/> <span class="ft5">15. und 18. Juli 2011 geht hervor, dass dem Beschwerdeführer insge-</span><br/> <span class="ft5">samt 204 m</span><span class="ft6"><sup>3</sup></span> <span class="ft5">Stockboden geliefert wurde, der an der S.-Strasse in L.</span><br/> <span class="ft5">ausgehoben worden war. Der Begriff Stockboden wird für die unter</span><br/> <span class="ft5">dem Oberboden (A-Horizont, Humus) liegende Bodenschicht (B-</span><br/></div> </div> <div class="header"><span class="year">2013</span> <span class="title">Verwaltungsbehörden</span> <span class="page_no">460</span></div> <div class="page" id="S4"> <div role="main"><br/> <span class="ft5">Horizont) verwendet; als C-Horizont wird die unterhalb des eigentli-</span><br/> <span class="ft5">chen Wurzelraums liegende Schicht ohne biologische Aktivität be-</span><br/> <span class="ft5">zeichnet (vgl. Kantonale Boden-Schutzfachstellen und Bundesamt</span><br/> <span class="ft5">für Umwelt, Merkblatt Bodenschutz lohnt sich, Bern 2008, S. 5). Ge-</span><br/> <span class="ft5">mäss bodenkundlichem Kurzbericht der T. AG wurden auf der Par-</span><br/> <span class="ft5">zelle zur Zustandserhebung vier Sondierbohrungen mit dem Flü-</span><br/> <span class="ft5">gelbohrer abgeteuft. Die Begutachtung ergab, dass auf der Parzelle</span><br/> <span class="ft5">so genanntes BC-Material (B- und C-Horizont) aufgetragen worden</span><br/> <span class="ft5">war. Dem aufgetragenen Material fehlt nach den Ausführungen des</span><br/> <span class="ft5">Gutachters der für einen Oberboden charakteristische organische An-</span><br/> <span class="ft5">teil komplett. Die Struktur weist gemäss Gutachten ebenfalls Mängel</span><br/> <span class="ft5">auf, da das Krümelgefüge fehlt. Das begutachtete Material ist damit</span><br/> <span class="ft5">mit Art. 2 Abs. 1 lit. a VBBo nicht vereinbar. Die Behauptung des</span><br/> <span class="ft5">Beschwerdeführers, er habe die Fläche mit Humus aufgeschüttet,</span><br/> <span class="ft5">trifft demnach nicht zu. Die ebenfalls in den Akten befindliche, we-</span><br/> <span class="ft5">der datierte noch unterzeichnete Deklaration für die Materialablage-</span><br/> <span class="ft5">rung, in der als Materialart Humus angegeben wird, kann sich auf-</span><br/> <span class="ft5">grund der Begutachtung der T. AG nicht auf das für die Aufschüttung</span><br/> <span class="ft5">auf der fraglichen Parzelle verwendete Material beziehen. Die Vertre-</span><br/> <span class="ft5">ter aller involvierten kantonalen Fachbehörden waren sich anlässlich</span><br/> <span class="ft5">der Verhandlung vom 11. Dezember 2012 denn auch über die</span><br/> <span class="ft5">mangelhafte Qualität des für die Terrainveränderung verwendeten</span><br/> <span class="ft5">Materials einig. Für den Regierungsrat besteht unter den gesamten</span><br/> <span class="ft5">Umständen kein Anlass, das Kurzgutachten der T. AG und die Beur-</span><br/> <span class="ft5">teilung der Sachlage durch die Fachabteilungen des Kantons in</span><br/> <span class="ft5">Zweifel zu ziehen.</span><br/> <span class="ft5">2.3</span><br/> <span class="ft5">Wird gemäss Art. 7 Abs. 1 lit. a VBBo ausgehobener Boden</span><br/> <span class="ft5">wieder als Boden verwendet (z. B. für Rekultivierungen oder Ter-</span><br/> <span class="ft5">rainveränderungen), so muss er so aufgebracht werden, dass die</span><br/> <span class="ft5">Fruchtbarkeit des vorhandenen und die des aufgebrachten Bodens</span><br/> <span class="ft5">durch physikalische Belastungen höchstens kurzfristig beeinträchtigt</span><br/> <span class="ft5">werden. Gestützt auf Art. 6 Abs. 1 VBBo muss, wer Anlagen erstellt</span><br/> <span class="ft5">oder den Boden bewirtschaftet, unter Berücksichtigung der physika-</span><br/> <span class="ft5">lischen Eigenschaften und der Feuchtigkeit des Bodens, Fahrzeuge,</span><br/> <span class="ft5">Maschinen und Geräte so auswählen und einsetzen, dass Verdichtun-</span><br/></div> </div> <div class="header"><span class="year">2013</span> <span class="title">Bau-, Raumentwicklungs- und Umweltschutzrecht</span> <span class="page_no">461</span></div> <div class="page" id="S5"> <div role="main"><br/> <span class="ft5">gen und andere Strukturveränderungen des Bodens vermieden wer-</span><br/> <span class="ft5">den, welche die Bodenfruchtbarkeit langfristig gefährden.</span><br/> <span class="ft5">Auf den in den Akten vorhandenen Fotos ist zu sehen, dass das</span><br/> <span class="ft5">gelieferte Bodenmaterial in Haufen auf der Parzelle des Beschwerde-</span><br/> <span class="ft5">führers abgeladen worden war. Die breiten und tiefen Fahrspuren las-</span><br/> <span class="ft5">sen darauf schliessen, dass das Material anschliessend von den Hau-</span><br/> <span class="ft5">fen mit einem schweren Pneufahrzeug direkt auf den Oberboden der</span><br/> <span class="ft5">Parzelle verteilt wurde. Diese Vorgehensweise widerspricht den Vor-</span><br/> <span class="ft5">gaben von Art. 6 und 7 VBBo fundamental. Eine sachgerechte Auf-</span><br/> <span class="ft5">schüttung (mit zu verwendendem sauberen Material) hätte die vorhe-</span><br/> <span class="ft5">rige Abschälung des standörtlichen Ober- und Unterbodens erfordert.</span><br/> <span class="ft5">Die Art und Weise der vorgenommenen Terrainaufschüttung bzw. der</span><br/> <span class="ft5">Umgang mit dem Boden wurde denn auch von allen kantonalen</span><br/> <span class="ft5">Fachbehörden beanstandet (vgl. ...). Die entsprechende Beurteilung</span><br/> <span class="ft5">kam von den Vertretern der Fachabteilungen auch anlässlich der Ver-</span><br/> <span class="ft5">handlung vom 11. Dezember 2012 einhellig zum Ausdruck. Somit</span><br/> <span class="ft5">steht fest, dass die Terrainveränderung auch nicht fachgerecht ausge-</span><br/> <span class="ft5">führt wurde.</span><br/> <span class="ft5">2.4</span><br/> <span class="ft5">Zusammenfassend ist somit festzuhalten, dass der Beschwerde-</span><br/> <span class="ft5">führer für die Aufschüttung weder das richtige Bodenmaterial ver-</span><br/> <span class="ft5">wendet noch die Terrainveränderung sachgemäss ausgeführt hat.</span><br/> <span class="ft5">Auch wenn die Voraussetzungen für die Bewilligung einer Boden-</span><br/> <span class="ft5">verbesserung ursprünglich vorhanden gewesen wären, was offen</span><br/> <span class="ft5">gelassen werden kann, ist die durch den Beschwerdeführer vorge-</span><br/> <span class="ft5">nommene Geländeveränderung auf Parzelle Y auf Gemeindegebiet</span><br/> <span class="ft5">U. aufgrund der unsachgemässen Ausführung der Aufschüttung mit</span><br/> <span class="ft5">falschem Material nachträglich nicht bewilligungsfähig.</span><br/> <span class="ft5">3. Verhältnismässigkeit des Rückbaus</span><br/> <span class="ft5">(...)</span><br/> <span class="ft5">3.2</span><br/> <span class="ft5">(...)</span><br/> <span class="ft5">Auch die beiden Eventualanträge des Beschwerdeführers, wo-</span><br/> <span class="ft5">nach das Baugesuch mit der Auflage gutzuheissen sei, dass der Be-</span><br/> <span class="ft5">schwerdeführer zusätzlich qualitativ gutes Oberbodenmaterial von</span><br/> <span class="ft5">mindestens 200 m</span><span class="ft6"><sup>3</sup></span> <span class="ft5">über die ganze Fläche von 20 a verteilt bzw. an-</span><br/></div> </div> <div class="header"><span class="year">2013</span> <span class="title">Verwaltungsbehörden</span> <span class="page_no">462</span></div> <div class="page" id="S6"> <div role="main"><br/> <span class="ft5">stelle eines Rückbaus der Aufschüttung die Zufuhr von mindestens</span><br/> <span class="ft5">200 m</span><span class="ft6"><sup>3</sup></span> <span class="ft5">qualitativ guten Oberbodenmaterials über die ganze Fläche</span><br/> <span class="ft5">von 20 a - gegebenenfalls unter Beizug einer bodenkundlichen Be-</span><br/> <span class="ft5">gleitung - zu verfügen sei, erweisen sich im Hinblick auf die betrof-</span><br/> <span class="ft5">fenen öffentlichen Interessen des Bodenschutzes beziehungsweise</span><br/> <span class="ft5">der Verhinderung einer - vorliegend erheblichen - negativen präjudi-</span><br/> <span class="ft5">ziellen Wirkung als keine geeigneten, milderen Massnahmen: Eine</span><br/> <span class="ft5">weitere Aufschüttung auch von qualitativ gutem Oberbodenmaterial</span><br/> <span class="ft5">stellt ohne Rückbau des aufgeschütteten ungeeigneten Materials kei-</span><br/> <span class="ft5">ne gangbare Alternative zur Behebung des dem Boden durch Ver-</span><br/> <span class="ft5">dichtung zugefügten Schadens dar. Ohne eine einwandfreie - im</span><br/> <span class="ft5">wörtlichen Sinne verstanden - (Boden-)Grundlage lässt sich auch im</span><br/> <span class="ft5">Hinblick auf die Bodenschichtung keine dauerhafte und nachhaltige</span><br/> <span class="ft5">Bodenverbesserung herstellen.</span><br/> <span class="ft5">Die Beschwerde ist unter diesen Umständen vollumfänglich ab-</span><br/> <span class="ft5">zuweisen.</span><br/> <span class="ft5">(...)</span><br/></div> </div> </body> </html>