A bteilung IV D -1764/2007 gar/geg {T 0/2} U rteil vom 21. M ai 2007 M itw irkung: R ichter R obert G alliker, R ichterin Jenny D e C oulon Scuntaro, R ichter D aniel Schm id, G erichtsschreiber G regor G eisser A._______, und dessen Ehefrau B._______, alias C ._______, Kam bodscha, beide vertreten durch D ._______, Beschw erdeführer gegen B undesam t für M igration (B FM ), Q uellenw eg 6, 3003 Bern, Vorinstanz betreffend Verfügung vom 8. Februar 2007 i. S. A sylw iderruf B u n d e s v e rw a ltu n g s g e ric h t T rib u n a l a d m in is tra tif fé d é ra l T rib u n a le a m m in is tra tiv o fe d e ra le T rib u n a l a d m in is tra tiv fe d e ra l2 D as B undesverw altungsgericht stellt fest, dass die Beschw erdeführer am 15. April 1988 im R ahm en des E._______ zur Aufnahm e in die Schw eiz einreisten, dass der D elegierte für das Flüchtlingsw esen (D FW ; heute: BFM ) m it Verfügung vom 10. O ktober 1988 den Beschw erdeführern die Flüchtlingseigenschaft zuerkannte und ihnen in der Schw eiz Asyl gew ährte, dass die Beschw erdeführer im R ahm en ihres G esuchs um Verlängerung des R eiseausw eises für Flüchtlinge ein "C ertificate of W edding" m it dem Fingerabdruck der Beschw erdeführer und eine "C opy of Birth C ertificate" einreichten, die nach ihrer Anerkennung als Flüchtlinge in Kam bodscha ausgestellt w orden sind, dass das BFM m it verfahrensleitender Verfügung vom 17. Januar 2007 den Beschw erdeführern das rechtliche G ehör zu seiner Absicht gew ährte, ihnen w egen der R eise in den H eim atstaat im Jahre 2000 die Flüchtlingseigenschaft abzuerkennen und das Asyl zu w iderrufen, dass sich die Beschw erdeführerin hierzu m it Eingabe vom 31. Januar 2007 vernehm en liess, der Beschw erdeführer hingegen innert Frist keine Stellungnahm e einreichte, dass das BFM m it Verfügung vom 8. Februar 2007 - eröffnet am 9. Februar 2007 - den Beschw erdeführern die Flüchtlingseigenschaft aberkannte und das Asyl w iderrief, dass die Beschw erdeführer m it Eingabe vom 7. M ärz 2007 (Poststem pel) dagegen Beschw erde einreichen und sinngem äss beantragen liessen, die vorinstanzliche Verfügung sei aufzuheben, dass der zuständige Instruktionsrichter des Bundesverw altungsgerichts m it Zw ischenverfügung vom 15. M ärz 2007 den Vertreter der Beschw erdeführer aufforderte, sich bis zum 23. M ärz 2007 durch eine schriftliche Vollm acht auszuw eisen und gleichzeitig von den Beschw erdeführern verlangte, bis zum 30. M ärz 2007 einen Kostenvorschuss in der H öhe von Fr. 600.-- zu leisten, dass der einverlangte Kostenvorschuss am 19. M ärz 2007 geleistet w urde und der Vertreter der Beschw erdeführer m it D atum vom 21. M ärz 2007 eine Vollm acht nachreichte,3 und zieht in Erw ägung, dass das Bundesverw altungsgericht endgültig über Beschw erden gegen Verfügungen (Art. 5 des Bundesgesetzes vom 20. D ezem ber 1968 über das Verw altungsverfahren [Vw VG , SR 172.021]) des BFM entscheidet (Art. 105 des Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 [AsylG , SR 142.31] i.V.m . Art. 31 - 34 des Verw altungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [VG G , SR 173.32]; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BG G , SR 173.110]), dass die Beschw erdeführer durch die angefochtene Verfügung berührt sind, ein schutzw ürdiges Interesse an deren Aufhebung beziehungsw eise Änderung haben und daher zur Einreichung der Beschw erde legitim iert sind (Art. 6 AsylG i.V.m . Art. 48 Abs. 1 Vw VG ), dass der einverlangte Kostenvorschuss fristgerecht entrichtet w urde und auf die frist- und form gerecht eingereichte Beschw erde einzutreten ist (Art. 6 AsylG i.V.m . Art. 50 ff. Vw VG ), dass m it Beschw erde die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts und die U nangem essenheit gerügt w erden können (Art. 106 Abs. 1 AsylG ), dass über offensichtlich unbegründete Beschw erden in einem vereinfachten Verfahren entschieden w ird und die vorliegende Beschw erde, w ie nachfolgend aufgezeigt, offensichtlich unbegründet ist, w eshalb auf einen Schriftenw echsel verzichtet w erden kann und der Beschw erdeentscheid nur sum m arisch zu begründen ist (Art. 111 Abs. 1 und 3 AsylG ), dass das BFM unter anderem aus G ründen nach Art. 1 C Ziffn. 1 – 6 des Abkom m ens vom 28. Juli 1951 über die R echtsstellung der Flüchtlinge (FK, SR 0.142.30) das Asyl w iderruft und die Flüchtlingseigenschaft aberkennt (vgl. Art. 63 Abs. 1 Bst. b AsylG ), dass im vorliegenden Fall das BFM zur Begründung des Asylw iderrufs und der Aberkennung der Flüchtlingseigenschaft die Bestim m ung von Art. 1 C Ziff. 1 FK herangezogen hat, der zufolge eine die Bedingungen von Art. 1 A FK erfüllende Person nicht m ehr unter das Abkom m en fällt, w enn sie sich freiw illig w ieder unter den Schutz des Landes, dessen Staatsangehörigkeit sie besitzt, gestellt hat, dass sich gem äss Lehre und in Bestätigung der Praxis der Schw eizerischen Asylrekurskom m ission (AR K) ein auf Art. 1 C Ziff. 1 FK gestützter Asylw iderruf nur unter den drei kum ulativen Voraussetzungen rechtfertigt, der Flüchtling sei freiw illig in Kontakt m it seinem H eim atland getreten, er habe die Absicht gehabt, von seinem H eim atland Schutz in Anspruch zu nehm en, und dieser sei ihm auch tatsächlich gew ährt w orden (vgl. Entscheidungen und M itteilungen der AR K [EM AR K ] 2002 N r. 8 E. 8 S. 65 m .w .H .), dass dem Bundesverw altungsgericht in casu eine H eiratsurkunde ["C ertificate of W edding"] und eine G eburtsurkunde ["C opy of Birth C ertificate"] vorliegt, w elche von den kam bodschanischen Behörden am 9. Juni 2000 ausgestellt w urden, w obei die H eiratsurkunde von den Beschw erdeführern m it Fingerabdruck unterzeichnet w orden ist (vgl. A 2), dass den Akten im W eiteren ein G esuch der Beschw erdeführerin vom 14. Februar 2006 4 zuhanden ihrer Einw ohnergem einde in der Schw eiz zu entnehm en ist, ihr G eburtsdatum gestützt auf die vorerw ähnten U rkunden zu korrigieren (vgl. Schreiben der Einw ohnergem einde F._______ an das G ._______ des Kantons H ._______ vom 14. Februar 2006), dass die Beschw erdeführer den ihnen von der Vorinstanz vorgehaltenen Sachverhalt, in ihre H eim at gereist und dort (freiw illig) in behördlichen Kontakt getreten zu sein, sodann nicht bestreiten, dass sie diesbezüglich jedoch anfügen, dazum al in Thailand ihre Ferien verbracht und sich kurzentschlossen in ihre H eim at begeben zu haben, um den schw er kranken Bruder der Beschw erdeführerin vor seinem Tod zu besuchen, und um zugleich die G elegenheit zu nutzen, sich vor O rt die besagten D okum ente ausstellen zu lassen, dass diese von den Beschw erdeführern vorgebrachte Sachverhaltsdarstellung unbelegt ist und konstruiert w irkt - so fehlen in den R eiseausw eisen der Beschw erdeführer für das Jahr 2000 etw a Stem pelungen zur Einreise nach Thailand und auch N achw eise des behaupteten Todesfalls sind keine vorhanden -, w eshalb zur Prüfung eines „entschuldbaren“ kurzzeitigen Besuchs aus schw erw iegenden fam iliären G ründen im Sinne von EM AR K 1996 N r. 11 jede G rundlage fehlt, dass unabhängig davon die Beschw erdeführer m it der Beschaffung der vorerw ähnten D okum ente in Kam bodscha - der freiw illigen Kontaktaufnahm e m it dem H eim atstaat, der absichtlichen Inanspruchnahm e des Schutzes sow ie diejenige der tatsächlichen Schutzgew ährung des H eim atstaates - die Voraussetzungen für den Asylw iderruf geschaffen haben, zum al die "C opy of Birth C ertificate" der Beschw erdeführerin auch auf andere W eise (nam entlich via Schw eizerische Vertretung in Kam bodscha) als durch eine H eim atreise hätte erhältlich gem acht w erden können, um ihr G eburtsdatum richtig zu stellen, dass ihnen die Vorinstanz nach dem G esagten zu R echt die Flüchtlingseigenschaft aberkannte und das Asyl w iderrief, dass es den Beschw erdeführern dem nach nicht gelungen ist darzutun, inw iefern die angefochtene Verfügung Bundesrecht verletze, den rechtserheblichen Sachverhalt unrichtig oder unvollständig feststelle oder unangem essen sei (Art. 106 AsylG ), w eshalb die Beschw erde abzuw eisen ist, dass bei diesem Ausgang des Verfahrens die Kosten von Fr. 600.-- (Art. 16 Abs. 1 Bst. a VG G i.V.m . Art. 1 bis 3 des R eglem ents über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverw altungsgericht vom 11. D ezem ber 2006 [VG KE, SR 173.320.2]) den Beschw erdeführern aufzuerlegen (Art. 63 Abs. 1 und 5 Vw VG ) und m it dem am 19. M ärz 2007 in dieser H öhe geleisteten Kostenvorschuss zu verrechnen sind. (D ispositiv nächste Seite)5 D em nach erkennt das B undesverw altungsgericht: 1. D ie Beschw erde w ird abgew iesen. 2. D ie Verfahrenskosten, bestim m t auf Fr. 600.--, w erden den Beschw erdeführern auferlegt und m it dem geleisteten Kostenvorschuss von Fr. 600.-- verrechnet. 3. D ieses U rteil geht an: - die Beschw erdeführer durch Verm ittlung ihres Vertreters (2 Expl., eingeschrieben) - die Vorinstanz, Abteilung Aufenthalt und R ückkehrförderung, zu den Akten - das I._______ des Kantons H ._______ D er R ichter: D er G erichtsschreiber: R obert G alliker G regor G eisser Versand am :