<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2004.00402</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="https://vgrzh.djiktzh.ch/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=https://vgrzh.djiktzh.ch&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=204748&amp;W10_KEY=4467139&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2004.00402</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 19.01.2005</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">2. Abteilung/2. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">AuslÃ¤nderrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Aufenthaltsbewilligung</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Gleichgeschlechtliche Partnerschaft<br/><br/>Was die Intensität der heute rund vier Jahre dauernden Partnerschaft angeht, beabsichtigen die Beschwerdeführer, zusammen zu wohnen und sich entsprechend ihrem Partnerschaftsvertrag gegenseitig auch in Zukunft zu unterstützen. Die eingereichten Unterlagen lassen durchaus darauf schliessen, dass die Beziehung in der Vergangenheit intensiv und echt war. Die Beschwerdeführer haben ihre Situation ausführlich und genau geschildert, während das Gericht gewisse Umstände durch eine Zeugenbefragung hat erhärten können. Unter Würdigung aller Umstände besteht kein Anlass, an der Schilderung zu zweifeln, wonach es sich um eine nahe, echte und tatsächlich gelebte Beziehung handelt. Damit käme die Hinderung ihres Zusammenlebens einer Verletzung des Privatlebens gleich, welches den Schutz von Art. 8 Abs. 1 EMRK und Art. 13 Abs. 1 BV geniesst. Weil praktisch keine konkreten öffentlichen Interessen gegen einen Aufenthalt des Beschwerdeführers 2 in der Schweiz sprechen, überwiegen damit die privaten Interessen und hätte das Gesuch um die Erteilung der Aufenthaltsbewilligung gutgeheissen werden müssen. Gutheissung der Beschwerde, Zusprechung einer Parteientschädigung.</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: Urteile: Staats- und Verfassungsrecht UR: Garantien der EMRK ST: ART. 8 EMRK">ART. 8 EMRK</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: AuslÃ¤nderrecht ST: AUFENTHALTSBEWILLIGUNG">AUFENTHALTSBEWILLIGUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: GELEBTE BEZIEHUNG">GELEBTE BEZIEHUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: GLEICHGESCHLECHTLICHKEIT">GLEICHGESCHLECHTLICHKEIT</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: HOMOSEXUELL">HOMOSEXUELL</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: KUBA">KUBA</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ÃFFENTLICHES INTERESSE">ÃFFENTLICHES INTERESSE</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: PARTEIENTSCHÃDIGUNG">PARTEIENTSCHÃDIGUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: PARTNERSCHAFTSVERTRAG">PARTNERSCHAFTSVERTRAG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: PRIVATLEBENSSCHUTZ">PRIVATLEBENSSCHUTZ</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: RECHTSGÃTERABWÃGUNG">RECHTSGÃTERABWÃGUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: REGISTRIERUNG">REGISTRIERUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: SEITENSPRUNG">SEITENSPRUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: VERHÃLTNISMÃSSIGKEIT">VERHÃLTNISMÃSSIGKEIT</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ZEUGENEINVERNAHME">ZEUGENEINVERNAHME</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="gerade">Art. 13 Abs. I BV</span><br/><span class="ungerade">Art. 8 Abs. I EMRK</span><br/><span class="gerade">Art. 8 Abs. II EMRK</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 2 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Sachverhalt1"><b><span>I. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Der 1971 geborene kubanische StaatsangehÃ¶rige B reiste am 18. Juni 2003 mit einem Besuchervisum in die Schweiz, wo er sich zuerst im Kanton X aufhielt. Am 11. September 2003 stellte er bei der Direktion fÃ¼r Soziales und Sicherheit des Kantons ZÃ¼rich ein Gesuch um Erteilung der Aufenthaltsbewilligung zum Verbleib bei seinem Bekannten, dem 1949 geborenen Schweizer D. Die Direktion fÃ¼r Soziales und Sicherheit erteilte B am 17. Oktober 2003 eine befristete Kurzaufenthaltsbewilligung zwecks Vorbereitung der Registrierung der Partnerschaft mit D. Kurz vor Ablauf der Bewilligung ersuchte B zusammen mit dem 1972 geborenen Schweizer A um VerlÃ¤ngerung der Aufenthaltsbewilligung zum Zweck der Registrierung ihrer Partnerschaft. Am 23. April 2004 lehnte das Migrationsamt der Direktion fÃ¼r Soziales und Sicherheit das Gesuch ab mit der BegrÃ¼ndung, die Voraussetzung der frÃ¼heren Kurzaufenthaltsbewilligung â Registrierung der Partnerschaft mit D â sei dahin gefallen und die Voraussetzungen fÃ¼r eine Erteilung einer neuen Aufenthaltsbewilligung zum Verbleib bei A seien nicht gegeben. </span></p> <p class="Sachverhalt1"><b><span>II. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Einen Rekurs von A und B wies der Regierungsrat am 18. August 2004 ab, im Wesentlichen, weil nicht genÃ¼gend Anhaltspunkte dafÃ¼r bestÃ¼nden, dass die beiden Rekurrenten eine tiefe und dauerhafte Beziehung unterhielten. FÃ¼r einen auslÃ¤nderrechtlichen Bewilligungsanspruch sei ihre Partnerschaft nicht "hinreichend stabilisiert". Die wÃ¤hrend lÃ¤ngerer Zeit intensiv gefÃ¼hrte Beziehung von B zu D stelle diejenige mit A ernsthaft in Frage. </span></p> <p class="Sachverhalt1"><b><span>III. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Durch ihre Rechtsvertreterin stellten A und B am 23. September 2004 dem Verwaltungsgericht mit Beschwerde die AntrÃ¤ge, der Entscheid des Regierungsrats sei aufzuheben und es sei B (BeschwerdefÃ¼hrer 2) die Aufenthaltsbewilligung zum Verbleib beim Lebenspartner A (BeschwerdefÃ¼hrer 1) zu erteilen, unter Kosten- und EntschÃ¤digungsfolge zulasten der beschwerdebeklagten Direktion fÃ¼r Soziales und Sicherheit. WÃ¤hrend sich diese nicht vernehmen liess, stellte die Staatskanzlei namens des Regierungsrats den Antrag, die Beschwerde abzuweisen, allenfalls darauf nicht einzutreten. </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Am 24. November 2004 befragte eine Abordnung des Verwaltungsgerichts D als Zeugen. An der Zeugeneinvernahme waren die beiden BeschwerdefÃ¼hrer mit ihrer AnwÃ¤ltin zugegen.</span></p> <p class="Einzug1">Die Kammer zieht in ErwÃ¤gung:</p> <p class="Erwgung1"><b><span>1. </span></b><span> </span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>1.1 </span></b><span>Auf dem Gebiet der Fremdenpolizei ist die Beschwerde an das Verwaltungsgericht nur zulÃ¤ssig, soweit die Verwaltungsgerichtsbeschwerde an das Bundesgericht offen steht (§ 43 Abs. 1 in Verbindung mit Abs. 2 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 [VRG]). Dies trifft zu fÃ¼r Entscheide Ã¼ber Aufenthalts- und Niederlassungsbewilligungen, auf deren Erteilung die auslÃ¤ndische Person einen Anspruch aus Bundes- oder VÃ¶lkerrecht hat (Art. 100 Abs. 1 lit. b Ziff. 3 des Bundesrechtspflegegesetzes vom 16. Dezember 1943 [OG]; BGE 128 II 145 E. 1.1.1). </span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>1.2 </span></b><span>Wie der Regierungsrat zutreffend und unbestritten ausgefÃ¼hrt hat â und worauf das Gericht verweisen kann (vgl. § 28 Abs. 1 in Verbindung mit § 70 VRG) â, kommen als anspruchsbegrÃ¼ndende Normen fÃ¼r das Zusammenleben gleichgeschlechtlicher Paare nur die das Familien- und Privatleben garantierenden Vorschriften von Art. 8 Abs. 1 der EuropÃ¤ischen Menschenrechtskonvention (EMRK) und â hier inhaltlich deckungsgleich â Art. 13 Abs. 1 der Bundesverfassung vom 18. April 1999 (BV) in Frage. Diese Vorschriften kÃ¶nnen einen Rechtsanspruch fÃ¼r die GewÃ¤hrung einer Aufenthaltsbewilligung beinhalten, weshalb das Gericht auf die Beschwerde einzutreten hat. Ob aufgrund der konkreten UmstÃ¤nde und Voraussetzungen der mÃ¶gliche Anspruch zu einer Aufenthaltsbewilligung des BeschwerdefÃ¼hrers 2 fÃ¼hren muss, ist Gegenstand der nachfolgenden materiellen ErwÃ¤gungen.</span></p> <p class="Erwgung1"><b><span>2. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Im Zug einer Ãnderung der Rechtsprechung befand das Bundesgericht, dass gleichgeschlechtliche Beziehungen nicht nur unter das Recht auf Achtung des Privatlebens fallen, sondern dass dieses Recht geeignet sein kann, einen Bewilligungsanspruch im Sinn von Art. 100 Abs. 1 lit. b Ziff. 3 OG zu begrÃ¼nden (BGE 126 II 425 E. 3 ff.; auch zum Folgenden). Von einem Eingriff in das Privatleben kann indessen nur gesprochen werden, wenn eine (durch die fremdenpolizeiliche Massnahme bewirkte) BeeintrÃ¤chtigung eine gewisse Schwere aufweist, was ein qualifiziertes VerhÃ¤ltnis voraussetzt. FÃ¼r die Beziehung heisst dies mit anderen Worten, dass diese eine nahe, echte und tatsÃ¤chlich gelebte sein muss, damit der Ã¼ber ein gefestigtes Anwesenheitsrecht verfÃ¼gende AuslÃ¤nder oder Schweizer beziehungsweise sein gleichgeschlechtlicher auslÃ¤ndischer Partner sich fÃ¼r die Bewilligungserteilung auf Art. 8 Abs. 1 EMRK (beziehungsweise und kÃ¼nftig nicht mehr angefÃ¼hrt: Art. 13 Abs. 1 BV) berufen kann. Dabei spielt "die bisherige Dauer der Beziehung bzw. des gemeinsamen Haushalts eine zentrale Rolle; daneben ist die IntensitÃ¤t der Partnerschaft aufgrund zusÃ¤tzlicher Faktoren â wie etwa der Art und des Umfangs einer vertraglichen Ãbernahme gegenseitiger FÃ¼rsorgepflichten, des Integrationswillens und der IntegrationsfÃ¤higkeit bzw. der Akzeptanz in den jeweiligen Familien und im Bekannten- und Freundeskreis der Betroffenen â zu belegen" (BGE 126 II 425 E. 3c/bb, mit Hinweisen). Diesem Leitentscheid BGE 126 II 425 lag eine Beziehung zweier Frauen zugrunde, welche im Zeitpunkt der Beurteilung durch das Bundesgericht sechs Jahre gedauert hatte; das Gericht qualifizierte sie als nahe, echt und trotz â distanzbedingter â Schwierigkeiten gelebt. Eine wechselseitige Integration in der jeweiligen Heimat der Partnerin sei ebenfalls erfolgt. Die Frage, ob ein Zusammenleben mÃ¶glich sei, berÃ¼hre das Privatleben der betroffenen Personen. Bei der PrÃ¼fung, ob die Verweigerung der Aufenthaltsbewilligung der auslÃ¤ndischen Partnerin recht- und verhÃ¤ltnismÃ¤ssig sei, stellte das Bundesgericht einmal fest, dass die Voraussetzungen gemÃ¤ss Art. 8 Abs. 2 EMRK fÃ¼r einen (fremdenpolizeilichen) Eingriff in das geschÃ¼tzte Rechtsgut grundsÃ¤tzlich vorhanden seien; namentlich die gesetzliche Grundlage der Massnahme und deren Legitimation im Rahmen eines demokratischen Staats durch die nationale Sicherheit, die Ã¶ffentliche Ruhe und Ordnung, das wirtschaftliche Wohl, die Verteidigung der Ordnung und die Verhinderung von strafbaren Handlungen, der Schutz der Gesundheit und Moral sowie der Rechte und Freiheiten anderer. Ebenfalls prÃ¼fte das Bundesgericht die VerhÃ¤ltnismÃ¤ssigkeit der Massnahme im Rahmen der allgemeinen verfassungsmÃ¤ssigen Gebote. Das schweizerische AuslÃ¤nderrecht baue auf dem Prinzip auf, dass unter dem Vorbehalt der gesetzlichen und konventionsrechtlichen Ausnahmen kein grundsÃ¤tzlicher Anspruch auf Bewilligung des Aufenthalts bestehe. Im konkreten Fall sei die BewilligungsbehÃ¶rde dem allgemeinen gesetzlichen Gebot des Schutzes des Landes vor Ãberfremdung gefolgt. Das Bundesgericht bezeichnete die VerhÃ¤ltnismÃ¤ssigkeit der Massnahme zwar als "heikel", weil keine polizeilichen GrÃ¼nde gegen die Erteilung der beantragten Bewilligung sprÃ¤chen (BGE 126 II 425 E. 5c). Dennoch Ã¼berwÃ¶gen die Ã¶ffentlichen Interessen, weil die betroffenen Personen ihre Beziehung schwergewichtig im Ausland â dem Heimatstaat der auslÃ¤ndischen Partnerin â gelebt hÃ¤tten. Es sei ihnen weiterhin zumutbar, die Beziehung im Ausland zu leben oder, mit UnterbrÃ¼chen im Rahmen des bewilligungsfreien Aufenthalts, in der Schweiz. Abgesehen von persÃ¶nlichen PrÃ¤ferenzen zu Gunsten der Schweiz hÃ¤tten die BeschwerdefÃ¼hrerinnen keine "spezifischen GrÃ¼nde, welche die Verlegung des Aufenthalts in die Schweiz nahelegten oder gebieten wÃ¼rden" geltend gemacht. Unter diesen UmstÃ¤nden habe die kantonale BewilligungsbehÃ¶rde ihr Ermessen weder konventions- noch bundesrechtswidrig gehandhabt. Dass durch die Aufenthaltsbewilligung einer einzigen Person die (von Gesetzes wegen anzustrebende) Ausgeglichenheit des VerhÃ¤ltnisses zwischen der einheimischen und der auslÃ¤ndischen WohnbevÃ¶lkerung beziehungsweise des Arbeitsmarkts nicht in Frage gestellt werde, treffe zwar zu, mÃ¼sse jedoch nicht dazu fÃ¼hren, dass im Rahmen der restriktiven Einwanderungs- und Aufenthaltsbewilligungsmaximen der Staat verpflichtet sei, eine Bewilligung zu erteilen (BGE 126 II 425 E. 5c/bb und dd).</span></p> <p class="Erwgung1"><b><span>3. </span></b><span> </span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>3.1 </span></b><span>Die BeschwerdefÃ¼hrer fÃ¼hren aus, dass ihre Beziehung im November 2000 auf Kuba entstanden sei, wo der BeschwerdefÃ¼hrer 1 in einer Sprachausbildung, spÃ¤ter als Student an der UniversitÃ¤t Havanna, geweilt habe. Im Lauf der letzten dreieinhalb Jahre habe der BeschwerdefÃ¼hrer 2 mehrmals eine befreundete Familie im Kanton X besucht und dort auch Deutschkurse in einer Sprachschule belegt. Die beiden BeschwerdefÃ¼hrer hÃ¤tten sich wiederholte Male sowohl auf Kuba als auch in der Schweiz getroffen; der BeschwerdefÃ¼hrer 2 habe in der Schweiz auch beim BeschwerdefÃ¼hrer 1 gewohnt. WÃ¤hrend der Trennungszeiten hÃ¤tten sie in telefonischem und brieflichem Kontakt gestanden. Es handle sich um eine stabile, ernsthafte und liebevolle Beziehung trotz schwierigen Bedingungen. Im Sommer 2003 sei es zu einer â vorÃ¼bergehenden â Trennung gekommen, als deren Folge der BeschwerdefÃ¼hrer 2 eine Beziehung zum ihm seit geraumer Zeit bekannten Schweizer D aufgenommen habe. Anschliessend hÃ¤tten die beiden im September 2003 einen Partnerschaftsvertrag abgeschlossen. Als es darum gegangen wÃ¤re, diesen zu verlÃ¤ngern beziehungsweise nach Ablauf der sechs Monate Wartefrist registrieren zu lassen, sei die Beziehung mit D lÃ¤ngst aufgelÃ¶st gewesen; diese habe nur bis November 2003 gedauert. Der Grund habe darin gelegen, dass der BeschwerdefÃ¼hrer 2 die frÃ¼here Beziehung mit dem BeschwerdefÃ¼hrer 1 wieder aufgenommen habe. Im RÃ¼ckblick mÃ¼sse die Beziehung zu D als Trotzreaktion interpretiert werden. Dass der BeschwerdefÃ¼hrer 2 mit D eine Beziehung und einen Partnerschaftsvertrag eingegangen sei, habe aber auch â aus der Sicht von BeschwerdefÃ¼hrer 2 â mit der Unsicherheit und Angst Ã¼ber die zukÃ¼nftige Aufenthaltssituation zu tun gehabt: In der Schweiz sei seine Aufenthaltsberechtigung immer nur befristet gewesen und in Kuba habe man ihm bei jeder Ausreise ins Ausland zusÃ¤tzliche Schwierigkeiten gemacht. Er habe damit rechnen mÃ¼ssen, dass ihm irgendwann die Ausreise nicht mehr erlaubt werde, was jede RÃ¼ckreise aus der Schweiz nach Kuba zu einer Belastung habe werden lassen. Weil im Herbst 2003 sein frÃ¼herer Partner, der BeschwerdefÃ¼hrer 1, nach einem Aufenthalt in der Schweiz wieder nach Kuba zurÃ¼ckgekehrt sei und er, der BeschwerdefÃ¼hrer 2, sich mit einer befristeten Aufenthaltsberechtigung in der Schweiz befunden habe, sei er aus EnttÃ¤uschung und einer gewissen Verzweiflung heraus die Beziehung zu D eingegangen und habe kurzfristig in die vertragliche Registrierung dieser Beziehung eingewilligt. Nach der RÃ¼ckkehr des BeschwerdefÃ¼hrers 1 in die Schweiz sei die frÃ¼here Beziehung im Dezember 2003 wieder aufgenommen worden. Diese sei inzwischen mit einem Partnerschaftsvertrag als gefestigte und auf Dauer angelegte Verbindung auch nach aussen deklariert worden, wogegen die Beziehung zu D im beidseitigen EinverstÃ¤ndnis aufgelÃ¶st sei.</span></p> <p class="Erwgung2"><span>In der Zeugenbefragung bestÃ¤tigte D im Wesentlichen die Schilderungen des BeschwerdefÃ¼hrers 2 und auch dessen Interpretation der kurzen gemeinsamen Beziehung (Prot. S. 3 ff; auch zum Folgenden). So schilderte der Zeuge D, welcher sich als Fotograf in den letzten Jahren regelmÃ¤ssig in Kuba aufgehalten hatte, dass er den BeschwerdefÃ¼hrer 2 zwar gekannt habe, dass sich aber eine nÃ¤here und intime Beziehung erst im Sommer 2003, als der BeschwerdefÃ¼hrer 2 in die Schweiz zu seinen Bekannten im Kanton X gekommen sei, angebahnt habe. Der Zeuge selbst sei wenig geÃ¼bt gewesen in festen Beziehungen und habe eine solche begrÃ¼sst. Der Gedanke, dass sein Partner aus fremdenpolizeilichen GrÃ¼nden hÃ¤tte wegreisen mÃ¼ssen, sei ihm allerdings unertrÃ¤glich gewesen, was zum Partnerschaftsvertrag gefÃ¼hrt habe. Er habe bereits im Sommer 2003 sukzessive erfahren, dass der BeschwerdefÃ¼hrer 2 in der jÃ¼ngeren Vergangenheit nicht nur mit einiger RegelmÃ¤ssigkeit in die Schweiz gekommen sei, um Bekannte zu besuchen und Deutsch zu lernen, sondern dass da noch eine andere Person eine Rolle gespielt habe. Er, der Zeuge, sei aber davon ausgegangen, dass die Beziehung seines Freundes zum BeschwerdefÃ¼hrer 1 abgeschlossen und dieser nach Kuba zurÃ¼ckgekehrt sei. Diese Erwartungen seien allerdings mit dem Auftauchen des BeschwerdefÃ¼hrers 1 im Herbst 2003 enttÃ¤uscht worden, habe doch der BeschwerdefÃ¼hrer 2 mit dem Auftauchen seines frÃ¼heren Partners sich wieder diesem zugewandt und ihm gegenÃ¼ber keine Zuneigung mehr zum Ausdruck gebracht. FÃ¼r ihn, den Zeugen, sei es klar gewesen, dass die alte Beziehung wieder aufgelebt sei, worauf er sich zurÃ¼ckgezogen habe.</span></p> <p class="Erwgung2"><span>Die BeschwerdefÃ¼hrer haben in der Beschwerde ein gewisses VerstÃ¤ndnis dafÃ¼r ausgedrÃ¼ckt, dass die drei bis vier Monate dauernde Beziehung des BeschwerdefÃ¼hrers 2 mit D in Verbindung mit dem Partnerschaftsvertrag die FremdenpolizeibehÃ¶rden irritiert habe. Im richtigen Zusammenhang und unvoreingenommen betrachtet, sei es aber eine unrichtige â und unfaire â Interpretation der Fakten, wenn daraus der Schluss gezogen werde, die beiden BeschwerdefÃ¼hrer unterhielten heute keine nahe, feste und auf Dauer angelegte Beziehung. Im Ãbrigen hÃ¤tten diese nicht nur die Fakten ausfÃ¼hrlich geschildert, sondern bereits im Rekursverfahren unzÃ¤hlige Beweismittel eingereicht. Weil diese offenbar nicht genÃ¼gt hÃ¤tten, reichten sie mit der Beschwerdeschrift zusÃ¤tzlich rund 20 Briefe und ErklÃ¤rungen von Bekannten zu den Akten, welche bestÃ¤tigten, dass die BeschwerdefÃ¼hrer seit geraumer Zeit als Paar aufgetreten seien und ihre Beziehung von Drittpersonen als echte und enge wahrgenommen worden sei. Dadurch, dass der Regierungsrat die Akten nicht gewÃ¼rdigt habe, beruhe sein Entscheid auf falschen Tatsachen; im Ãbrigen seien die Verfahrensrechte der (heutigen) BeschwerdefÃ¼hrer verletzt worden.</span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>3.2 </span></b><span>TatsÃ¤chlich ging der Regierungsrat davon aus, dass die Beziehung des BeschwerdefÃ¼hrers 2 zu D bereits im Juni 2002 angefangen habe. AnlÃ¤sslich der Zeugeneinvernahme wurde auf die Unstimmigkeit in der Zeitangabe zwischen dem Schreiben des BeschwerdefÃ¼hrers 2 an das Migrationsamt vom 15. Oktober 2003 (Eingangsstempel) und den Darstellungen in der Beschwerdeschrift â wonach die eigentliche Beziehung im Sommer 2003 aufgenommen worden sei â hingewiesen. Im Wesentlichen bestÃ¤tigte der Zeuge, welcher auf die Wahrheitspflicht hingewiesen worden war, dass die eigentliche Beziehung, soweit diese Ã¼ber das blosse Kennenlernen hinausgegangen war, im Sommer 2003 angefangen habe: "Als er (der BeschwerdefÃ¼hrer 2) im letzten Sommer, also im Jahr 2003, hier war, hat sich die Beziehung zwischen uns entwickelt" (Prot. S. 5). Die gleiche Schilderung findet sich in einer ausfÃ¼hrlichen Darstellung der AblÃ¤ufe des BeschwerdefÃ¼hrers 1 an seine AnwÃ¤ltin vom 17. MÃ¤rz 2004 (S. 3). In den Akten finden sich sodann Fotos eines gemeinsamen Besuchs der beiden BeschwerdefÃ¼hrer im "Heiratspavillon" an der Expo 02, was nicht dafÃ¼r spricht, dass bereits in jenem Herbst eine intime Beziehung mit D bestand. Es kann deshalb vom Sachverhalt ausgegangen werden, dass die "Fremdbeziehung" des BeschwerdefÃ¼hrers 2 mit D vom Juni/Juli bis November 2003 gedauert hat. Unbestritten â unter anderem bestÃ¤tigt durch die mit der Beschwerde eingereichte Korrespondenz â ist sodann, dass die Beziehung zwischen den BeschwerdefÃ¼hrern seit November 2000 besteht und â mit besagtem Unterbruch â bis heute andauert.</span></p> <p class="Erwgung1"><b><span>4. </span></b><span> </span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>4.1 </span></b><span>Die Annahme der Beschwerdegegnerin und des Regierungsrats, wonach die Beziehung zu D als "wÃ¤hrend lÃ¤ngerer Zeit intensiv gefÃ¼hrte Partnerschaft" zu betrachten sei, und sich angesichts derselben der Einwand, es handle sich um eine "Trotzreaktion" von kurzer Dauer, als aktenwidrig, unglaubwÃ¼rdig und zweckgerichtet erweise, lÃ¤sst sich damit nicht aufrecht halten. Auszugehen ist nach Ansicht des Gerichts vielmehr davon, dass die Beziehung zu D auf den besagten Zeitraum Sommer/Herbst 2003 beschrÃ¤nkt war und deshalb nicht gesagt werden kann, diese stelle wegen ihrer Dauer die Beziehung zum BeschwerdefÃ¼hrer 1 in Frage. Letztere dauerte unbestritten bis zum Entscheid der Vorinstanz rund dreieinhalb Jahre. Das Gericht ist Ã¼berdies der Meinung, dass die umfangreichen von den BeschwerdefÃ¼hrern eingereichten Akten und Dokumente ein Bild ergeben, welches die Annahme zulÃ¤sst, es handle sich um eine Beziehung von einer gewissen IntensitÃ¤t. Im Rahmen der Mitwirkungspflicht kann den BeschwerdefÃ¼hrern jedenfalls nicht der Vorwurf gemacht werden, sie hÃ¤tten das ihnen Zumutbare zum Beweis oder Beweisangebot fÃ¼r ihre Sachverhaltsbehauptungen nicht beigebracht. Auch die BeweggrÃ¼nde, warum es im Sommer 2003 zum (vorÃ¼bergehenden) ZerwÃ¼rfnis in der Beziehung der beiden BeschwerdefÃ¼hrer gekommen sein soll, erscheinen als glaubhaft. Bereits in der â erwÃ¤hnten â umfassenden Darstellung des Sachverhalts vom 17. MÃ¤rz 2004 schilderten die BeschwerdefÃ¼hrer das schwierige Aufenthaltsproblem des BeschwerdefÃ¼hrers 2 auf glaubhafte Weise. So ist es nachvollziehbar, dass der BeschwerdefÃ¼hrer 2 nicht ohne weiteres in seine Heimat einreisen konnte beziehungsweise wollte, wohin der BeschwerdefÃ¼hrer 1 soeben, nachdem er sich wegen des Todesfalls seines Vaters vorÃ¼bergehend in der Schweiz aufgehalten hatte, wieder zurÃ¼ckgekehrt war, um sein Studium fortzusetzen. Der BeschwerdefÃ¼hrer 2 befand sich in einer beengenden Lage, was seinen Aufenthalt sowohl in der Heimat wie im Ausland anging. Wenn er anfÃ¼hrt, sich aus Trotz und einer gewissen Verzweiflung D zugewandt zu haben, ist dies nachvollziehbar. In dieses Bild passt auch, dass ein bis drei Monate spÃ¤ter ein Partnerschaftsvertrag abgeschlossen und den FremdenpolizeibehÃ¶rden vorgelegt wurde. Kaum war der BeschwerdefÃ¼hrer 1 wieder in die Schweiz, blÃ¼hte die frÃ¼here Beziehung sofort wieder auf, was ein weiterer Hinweis dafÃ¼r ist, dass die Beziehung zu D auch die Folge einer Notlage des BeschwerdefÃ¼hrers 2 war.</span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>4.2 </span></b><span>Ob die Beziehung der BeschwerdefÃ¼hrer den Anforderungen der Rechtsprechung an Dauerhaftigkeit, IntensitÃ¤t und Echtheit entspricht, beurteilt sich nicht nur aufgrund der bisherigen Dauer, sondern der gesamten UmstÃ¤nde des Einzelfalls. Bei der Dauer kann im Wesentlichen von rund vier Jahren ausgegangen werden. Was die IntensitÃ¤t angeht, beabsichtigen die BeschwerdefÃ¼hrer, zusammen zu wohnen und sich, entsprechend ihrem Partnerschaftsvertrag, gegenseitig in der Gegenwart und Zukunft zu unterstÃ¼tzen. Die eingereichten Unterlagen und Dokumente lassen durchaus darauf schliessen, dass die Beziehung in der Vergangenheit intensiv und echt war. Letztlich ist eine abschliessende Prognose auf Indizien angewiesen, weil innere VorgÃ¤nge wie gegenseitige Zuwendungen oder Zukunftsabsichten einem direkten Beweis nicht zugÃ¤nglich sind. Im Rahmen der Mitwirkungspflicht haben die BeschwerdefÃ¼hrer ihre Situation ausfÃ¼hrlich und genau geschildert. Gewisse UmstÃ¤nde hat das Gericht durch eine Zeugenbefragung erhÃ¤rten kÃ¶nnen. Die Aussagen des Zeugen deckten sich im Wesentlichen mit den Behauptungen der BeschwerdefÃ¼hrer, so dass unter WÃ¼rdigung aller mÃ¶glichen und relevanten UmstÃ¤nde kein Anlass besteht, an ihrer Schilderung zu zweifeln, wonach es sich um eine nahe, echte und tatsÃ¤chlich gelebte Beziehung handelt. Damit kÃ¤me die Hinderung ihres Zusammenlebens einer Verletzung des Privatlebens gleich, welches den Schutz von Art. 8 Abs. 1 EMRK und Art. 13 Abs. 1 BV geniesst.</span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>4.3 </span></b><span>Ein Eingriff in das geschÃ¼tzte Rechtsgut ist nach Art. 8 Abs. 2 EMRK statthaft, soweit er gesetzlich vorgesehen ist, fÃ¼r die Sicherheit einer demokratischen Gesellschaft, die Ã¶ffentliche Ruhe und Ordnung, das wirtschaftliche Wohl des Landes, die Verteidigung der Ordnung und zur Verhinderung von strafbaren Handlungen, zum Schutz der Gesundheit und Moral sowie der Rechte und Freiheiten anderer notwendig erscheint. Das Bundesgericht erachtet diesen Rechtfertigungskatalog als identisch mit den allgemeinen Anforderungen der VerhÃ¤ltnismÃ¤ssigkeit, wie sie in Art. 36 BV festgehalten sind. Demnach bedarf jede BeschrÃ¤nkung eines verfassungsmÃ¤ssigen Rechts einer gesetzlichen Grundlage, muss im Ã¶ffentlichen Interesse liegen, darf mit Bezug auf das erstrebte Ziel nicht unverhÃ¤ltnismÃ¤ssig sein und ist der Kernbereich des Rechts auf jeden Fall zu wahren (BGE 126 II 425, E. 5a). An gleicher Stelle hat das Bundesgericht die gesetzliche Grundlage mit Art. 4 ANAG als ausreichend bezeichnet, obwohl diese Vorschrift eine reine Kompetenzzuweisung an eine BehÃ¶rde und keine inhaltlichen Vorgaben zum Inhalt hat (E. 5b/aa). Demnach ist das den BehÃ¶rden in Art. 4 ANAG eingerÃ¤umte Ermessen unter Beachtung der gesamten Ordnung des AuslÃ¤nderrechts auszuÃ¼ben, namentlich der Bestimmungen Ã¼ber den Familiennachzug sowie der bundesrÃ¤tlichen Verordnung vom 6. Oktober 1986 Ã¼ber die Begrenzung der Zahl der AuslÃ¤nder (BVO). Der gesetzliche Auftrag besteht demzufolge im Schutz des Landes vor Ãberfremdung sowie der Erhaltung des Gleichgewichts auf dem inlÃ¤ndischen Arbeitsmarkt. Das Ermessen hat auch die Sicherung der Ã¶ffentlichen Ruhe und Ordnung sowie des wirtschaftlichen Wohls des Landes im Auge zu behalten (E. 5b/bb).</span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>4.4 </span></b><span>Rein zahlenmÃ¤ssig bewirkte der Aufenthalt des BeschwerdefÃ¼hrers 2 als Einzelperson keine messbare Vermehrung des Anteils der auslÃ¤ndischen BevÃ¶lkerung. Es ist auch nicht mit Folgenachzugsbegehren von FamilienangehÃ¶rigen zu rechnen, sind doch die AnsprÃ¼che von Art. 7 Abs. 1 oder 17 Abs. 2 ANAG auf Nachzug von AngehÃ¶rigen oder Erteilung der Niederlassungsbewilligung verheirateten Personen vorbehalten. Auch die Arbeitsmarktstruktur wÃ¼rde nicht merklich beeintrÃ¤chtigt. Die Gefahr, dass der BeschwerdefÃ¼hrer 2 der Ã¶ffentlichen FÃ¼rsorge zur Last fiele, ist durch die vertraglichen UnterstÃ¼tzungsverpflichtungen der beiden BeschwerdefÃ¼hrer erheblich gemildert und kann nicht als Faktor ins Gewicht fallen. Eine GefÃ¤hrdung polizeilicher GÃ¼ter stellt der BeschwerdefÃ¼hrer 2, dessen Leumund nach der Aktenlage untadelig ist, ebenfalls nicht dar. Zusammengefasst beschrÃ¤nkt sich das Ã¶ffentliche Interesse auf den allgemeinen Auftrag, der sich aus dem Grundsatz ergibt, dass kein absolutes Recht auf Einreise besteht. Das allgemeine Abwehrgebot wird wiederum dadurch abgeschwÃ¤cht, dass der BeschwerdefÃ¼hrer 2 offenbar durch mehrere Aufenthalte und Beziehungen in der Schweiz nicht fremd ist und auch deutsch versteht und spricht (Prot. S. 8). WÃ¼rden keine oder Ã¤usserst geringfÃ¼gige private Interessen entgegenstehen, kÃ¶nnte aufgrund dieses allgemeinen Grundsatzes eine Bewilligung verweigert werden. TatsÃ¤chlich haben die BeschwerdefÃ¼hrer wenig dazu vorgebracht, warum ihr Zusammenleben in der Schweiz stattfinden mÃ¼sse. Allerdings geht aus den Akten hervor, dass eine weitere Einreise des BeschwerdefÃ¼hrers 2 nach Kuba dessen zukÃ¼nftige freie Beweglichkeit einschrÃ¤nken kÃ¶nnte und er mit einem kÃ¼nftigen Ausreiseverbot rechnen mÃ¼sste. Sodann ist der BeschwerdefÃ¼hrer 1 Schweizer StaatsangehÃ¶riger. Welche Ausbildung er in Kuba absolviert hat, ist nicht bekannt. Aus wirtschaftlichen GrÃ¼nden darf davon ausgegangen werden, dass eine Existenzgrundlage als AuslÃ¤nder in Kuba eher schwierig, wenn nicht unmÃ¶glich wÃ¤re. Auch haben die BeschwerdefÃ¼hrer darauf hingewiesen, dass ein Zusammenleben als gleichgeschlechtliches Paar in Kuba nicht geduldet wÃ¼rde. Zusammengefasst haben sie insgesamt doch gute GrÃ¼nde, um in der Schweiz leben zu wollen, und kann nicht mit Sicherheit gesagt werden, dass sie ihre Beziehung bei einer Abweisung der Beschwerde ohne Schwierigkeiten an einem anderen Ort leben kÃ¶nnten. Weil praktisch keine konkreten Ã¶ffentlichen Interessen gegen einen Aufenthalt des BeschwerdefÃ¼hrers 2 in der Schweiz sprechen, Ã¼berwiegen damit die privaten Interessen und hÃ¤tte das Gesuch gutgeheissen werden mÃ¼ssen. In die RechtsgÃ¼terabwÃ¤gung ist auch einzubeziehen, dass fÃ¼r den BeschwerdefÃ¼hrer 2 nur eine Aufenthaltsbewilligung zum Verbleib bei seinem Lebenspartner in Frage steht. Die Notwendigkeit der periodischen VerlÃ¤ngerung der Bewilligung ermÃ¶glicht es den BehÃ¶rden, die Voraussetzungen der Erteilung zu Ã¼berprÃ¼fen und gegebenenfalls die Bewilligung nicht mehr zu verlÃ¤ngern. </span></p> <p class="Erwgung2"><span>Mit der Gutheissung der Beschwerde ist der Entscheid des Regierungsrats aufzuheben.</span></p> <p class="Erwgung1"><b><span>5. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Mit dem heutigen Entscheid in der Sache und mit der erfolgten Anordnung des Vorsitzenden, dass wÃ¤hrend der HÃ¤ngigkeit der Beschwerde alle Vollzugshandlungen ausgesetzt werden mussten, erÃ¼brigen sich vorsorgliche Massnahmen, wie sie die BeschwerdefÃ¼hrer beantragt haben. Ebenso wird das Begehren, die BeschwerdefÃ¼hrer seien persÃ¶nlich zu befragen, hinfÃ¤llig.</span></p> <p class="Erwgung1"><b><span>6. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>GestÃ¼tzt auf § 13 Abs. 2 in Verbindung mit § 70 VRG sind die Kosten des Rekurs- und des Beschwerdeverfahrens der Beschwerdegegnerin aufzuerlegen. Sodann ist diese gestÃ¼tzt auf § 17 Abs. 2 VRG zu verpflichten, den BeschwerdefÃ¼hrern fÃ¼r beide Verfahren eine angemessene EntschÃ¤digung fÃ¼r ihre Umtriebe zu bezahlen. Diese ist, ausgehend von den von der Vertreterin eingereichten Honorarrechnungen, insgesamt mit je Fr. 2'000.- festzusetzen. </span></p> <p class="Einzug2">DemgemÃ¤ss entscheidet <span>die Kammer</span>:</p> <p class="Einzug2">1. Die Beschwerde wird gutgeheissen. Der Beschluss des Regierungsrats RRB Nr. 1183 vom 18. August 2004 wird aufgehoben. Die Beschwerdegegnerin wird eingeladen, dem BeschwerdefÃ¼hrer 2 die Aufenthaltsbewilligung zu erteilen. </p> <p class="Einzug2">2. Die Rekurskosten werden der Beschwerdegegnerin auferlegt.</p> <p class="Einzug2">3. Die GerichtsgebÃ¼hr wird festgesetzt auf <br/> Fr. 3'000.--; die Ã¼brigen Kosten betragen:<br/> Fr. 60.-- Zustellungskosten,<br/> Fr. 3'060.-- Total der Kosten.</p> <p class="Einzug2">4. Die Gerichtskosten werden der Beschwerdegegnerin auferlegt.</p> <p class="Einzug2">5. Die Beschwerdegegnerin wird verpflichtet, den BeschwerdefÃ¼hrern fÃ¼r das Rekurs- und Beschwerdeverfahren insgesamt eine ParteientschÃ¤digung von je Fr. 2'000.- (Mehrwertsteuer und Barauslagen inbegriffen) zu bezahlen.</p> <p class="Einzug2">6. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen, von der Zustellung an gerechnet, Verwaltungsgerichtsbeschwerde beim Bundesgericht erhoben werden.</p> <p class="Einzug2">7. Mitteilung an â¦</p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>