<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2002.00139</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=106763&amp;W10_KEY=13013575&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2002.00139</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 20.08.2002</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">1. Abteilung/1. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Administrativmassnahmen im Strassenverkehr</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Führerausweisentzug</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Aberkennung des ausländischen und Verweigerung des schweizerischen Führerausweises Beschränkte Kognition des Verwaltungsgerichts (E. 1b). Fehlendes Rechtsschutzinteresse an der Anfechtung der Aberkennung des ausländischen Führerausweises (E. 2). Voraussetzungen zur Erteilung des schweizerischen Führerausweises an Fahrzeugführer aus dem Ausland (E. 3a). Verweigerung des schweizerischen Führerausweises wegen Trunksucht; die ermittelten Leberwerte (Gamma-GT und CDT), die Anamnese sowie weitere körperliche Untersuchungsbefunde lassen auf einen chronischen Alkoholüberkonsum schliessen (E. 4). Ein Obergutachten ist nur dann einzuholen, wenn sich das erste Gutachten als mangelhaft erweist (E. 5). Bemessung der Probezeit (E. 8). </b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ABERKENNUNG">ABERKENNUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ALKOHOLABHÃNGIGKEIT">ALKOHOLABHÃNGIGKEIT</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: FAHREIGNUNG">FAHREIGNUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: GUTACHTEN">GUTACHTEN</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: KOGNITION">KOGNITION</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsprozessrecht UR: Allgemeines ST: LEGITIMATION">LEGITIMATION</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: OBERGUTACHTEN">OBERGUTACHTEN</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: PROBEZEIT">PROBEZEIT</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: RECHTSSCHUTZINTERESSE">RECHTSSCHUTZINTERESSE</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: SICHERUNGSENTZUG">SICHERUNGSENTZUG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: Besonderes Verwaltungsrecht (ohne...) ST: STRASSENVERKEHRSRECHT">STRASSENVERKEHRSRECHT</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="gerade">Art. 14 lit. IIc SVG</span><br/><span class="ungerade">Art. 16 lit. I SVG</span><br/><span class="gerade">Art. 17 lit. Ibis SVG</span><br/><span class="ungerade">§ 50 lit. IIc VRG</span><br/><span class="gerade">Art. 30 lit. I VZV</span><br/><span class="ungerade">Art. 42 lit. IIIbis a VZV</span><br/><span class="gerade">Art. 44 lit. I VZV</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade">RB 2002 Nr. 57</span><br/> </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 2 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>I. A. A reiste am 1. Januar 2000 in die Schweiz ein und arbeitet seit­her als GeschÃ¤fts­­fÃ¼hrer in ZÃ¼rich. Er ist Inhaber eines deutschen FÃ¼hrerausweises. Am 14. Februar 2001 stell­te er ein Gesuch um Ausstellung eines schweizerischen FÃ¼hrerauswei­ses, wobei er auf seinen erhÃ¶hten Blutdruck und eine leicht eingeschrÃ¤nkte SehfÃ¤higkeit hin­wies. In der Folge wurde A zu einer verkehrsmedizinischen Eignungs­un­tersuchung beim Institut fÃ¼r Rechtsmedizin der UniversitÃ¤t ZÃ¼rich (IRM) aufgebo­ten, welche deutlich erhÃ¶hte Leberenzym­­werte zu­tage fÃ¶rderte. Am 10. April 2001 teilte das IRM A mit, auf Grund der Laborwer­te und seiner Angabe, tÃ¤glich einen bis ein­einhalb Liter Bier zu trinken, kÃ¶nne seine Fahr­­eignung noch nicht bejaht werden; damit eine Normalisierung der Werte eintreten kÃ¶n­ne, sei der Al­koholkonsum zu sis­tieren, und in einigen Wochen sei eine erneute Blutentnah­me vorzunehmen. AnlÃ¤sslich ei­ner zweiten Laborkontrolle vom 4. Juni 2001 erklÃ¤rte A, nunmehr seinen Alkoholkonsum reduziert zu haben, doch wurden wiederum zu hohe Wer­te der Leber­enzy­me festgestellt. Daraufhin teilte das IRM ihm mit, eine solche ErhÃ¶hung der Laborwerte ent­stehe bei regelmÃ¤ssigem Ãberkonsum von Alkohol, was nicht mit seinen Angaben Ã¼ber­ein­stim­me; angesichts eines solchen Werts kÃ¶nne die Fahreignung nicht positiv beurteilt werden. Im Sinn einer letzten Chance werde ihm ermÃ¶glicht, den Alkoholkonsum vollstÃ¤ndig zu beenden, um eine Normalisierung der Werte zu erreichen; in einigen Wochen werde er er­neut zur Blut­ent­nahme und Besprechung aufgeboten. Die dritte Laborkontrolle vom 3. August 2001 zeitigte einen zu hohen CDT-Wert von 8,9 %, wÃ¤hrend alle anderen Werte im Norm­bereich lagen. A gab anlÃ¤sslich der Untersuchung an, nun wÃ¤hrend einigen Wochen eine Alkoholtotalabstinenz eingehalten zu haben. Der Haus­arzt von A, Dr.med. D, teilte dem IRM am 15. August 2001 mit, dass sein Patient aufgrund per­sÃ¶nlicher Probleme tÃ¤glich zu viel Alkohol konsumiere. In der Folge erstattete das IRM am 21. August 2001 ein verkehrsmedizinisches Gutachten, in welchem die Fahreignung des Re­­kurrenten fÃ¼r alle Kategorien verneint wurde. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Am 23. August 2001 stellte die Direktion fÃ¼r Soziales und Sicherheit (Strassenverkehrsamt) A eine Kopie des IRM-Gutachtens sowie MerkblÃ¤tter zur Kon­­trolle der Alkohol­totalabstinenz zu unter dem Hinweis, dass gemÃ¤ss Gutachten die Er­teilung eines schweizerischen FÃ¼hrerausweises zum heutigen Zeitpunkt abgelehnt werden mÃ¼sse. Am 28. Septem­­ber 2001 nahm A Stellung zum IRM-Gutachten und beantragte, es sei die Fahreignung neu zu beurteilen und ihm die Umschreibung seines deutschen FÃ¼hrerausweises zu gewÃ¤hren; falls keine Neubeurteilung der Fahreignung ange­ordnet werde, sei eine anfechtbare Ver­­fÃ¼gung zu erlassen. Das IRM liess sich hierzu am 23. Oktober 2001 dahingehend vernehmen, es seien bei A anamnestische, kÃ¶rperliche und laborchemische Hinweise fÃ¼r einen regelmÃ¤ssigen AlkoholÃ¼berkonsum ge­funden worden. Obwohl der Proband zweimal angehalten worden sei, seinen AlkoholÃ¼berkonsum zu sistieren oder zumindest zu reduzieren, sei er dazu nicht fÃ¤hig gewesen. Beim CDT-Wert handle es sich um einen sicheren, alkohol­spezifischen Wert, der durch entzÃ¼ndliche VorgÃ¤nge nicht beeinflusst werde. Ein vernÃ¼nftiger Umgang mit Alkohol kÃ¶nne eben­falls keine ErhÃ¶hung dieses Werts verursachen. GemÃ¤ss wissenschaftlichen Studien habe ein tÃ¤glicher AlkoholÃ¼berkonsum von 40 â 60 Gramm Alkohol eine ErhÃ¶hung des CDT-Werts zur Folge. Die lebertoxische Wirkung des Alkohols kÃ¶nne zudem zu einer ErhÃ¶hung des Gamma-GT-Werts fÃ¼hren. Eine Verminderung bzw. Normalisierung dieser Werte spreche fÃ¼r eine Erholung der Leberfunk­tion. Bei einem Ãberkonsum psycho­troper Substanzen sei die FahrfÃ¤higkeit nicht mehr gegeben. Bei A mÃ¼sse somit von einem verkehrsrelevanten Alkoholproblem ausgegangen werden. Auf Grund des regelmÃ¤ssigen AlkoholÃ¼berkonsums sei die Fahreignung fÃ¼r alle Kategorien (auslÃ¤ndische und inlÃ¤ndische Ausweise) nicht gegeben. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Am 12. November 2001 nahm A zu den AusfÃ¼hrungen des IRM vom 23. Oktober 2001 Stellung. Es treffe nicht zu, dass er nicht fÃ¤hig gewesen sei, den Al­ko­holkonsum zu sistieren. Das Vorliegen einer Alkoholsucht habe nicht rechtsgenÃ¼gend nach­gewiesen werden kÃ¶nnen, zumal ein erhÃ¶hter CDT-Wert nicht zwingend auf einen chro­nischen Alkohol­Ã¼berkonsum schliessen lasse. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>B. GestÃ¼tzt auf diesen Sachverhalt aberkannte die Direktion fÃ¼r Soziales und Sicher­­­heit (Strassenverkehrsamt, Abteilung Administrativmassnahmen) A am 13. November 2001 auf unbestimmte Zeit, mindestens jedoch fÃ¼r die Dauer von zwÃ¶lf Monaten, das Recht zur Verwendung seines auslÃ¤ndischen nationalen und allenfalls internationalen FÃ¼hrerausweises in der Schweiz sowie im FÃ¼rstentum Liechtenstein und hielt fest, das FÃ¼hren von Motorfahrzeugen aller Kategorien sei ihm ab sofort auf dem Gebiet dieser Staaten untersagt. Die Wiedererteilung des auslÃ¤ndischen FÃ¼hrerausweises wurde vom gÃ¼nstigen Aus­gang einer amt­s­Ã¤rztlichen Untersuchung abhÃ¤ngig gemacht. Mit einer weiteren VerfÃ¼gung desselben Datums verweigerte die Direktion fÃ¼r Soziales und Sicherheit (Strassenver­kehrsamt, Abteilung Administrativmassnahmen) A sodann die Erteilung eines schweizerischen Lernfahr- bzw. FÃ¼hrerausweises auf unbestimmte Zeit, mindestens jedoch fÃ¼r die Dauer von zwÃ¶lf Monaten, und machte dessen Erteilung vom gÃ¼nstigen Ausgang einer amts­Ã¤rztlichen Untersuchung abhÃ¤ngig. AllfÃ¤lligen Rekursen gegen beide VerfÃ¼gungen wurde die aufschiebende Wirkung entzogen. Die Direktion erwog, gestÃ¼tzt auf die Gutachten des IRM sei der auslÃ¤ndische FÃ¼hrerausweis abzuerkennen und die Erteilung eines schweizerischen auf unbestimm­te Zeit, mindestens jedoch fÃ¼r zwÃ¶lf Monate, zu verweigern. Die Stellungnahme von A sei zur Kenntnis genommen worden, doch liessen die vorgebrachten Einwendungen keinen anderen Entscheid zu.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>II. A liess am 18. Dezember 2001 Rekurs gegen die "VerfÃ¼gung vom 13. November 2001/Aberkennung des auslÃ¤ndischen FÃ¼hrerausweises" erheben und beantragen, es sei ihm unter Aufhebung der angefochtenen VerfÃ¼gung die Umschreibung des auslÃ¤ndischen FÃ¼hrerausweises zu gewÃ¤hren; eventualiter sei die Sache an die Vorinstanz zur Einholung eines Gegengutachtens beim Institut fÃ¼r Rechtsmedizin St.Gallen zurÃ¼ckzuweisen. In prozessualer Hinsicht wurde die Wiederherstellung der aufschiebenden Wirkung beantragt. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Mit Entscheid vom 13. MÃ¤rz 2002 wies der Regierungsrat den Rekurs ab, soweit er darauf eintrat und das Rechtsmittel nicht (hinsichtlich des Gesuchs um aufschiebende Wirkung) gegenstandslos geworden war. Er erwog zusammengefasst, obwohl sich der Rekurs formell nur gegen die AberkennungsverfÃ¼gung richte, wÃ¼rden damit zumindest sinngemÃ¤ss beide VerfÃ¼gungen vom 13. November 2001 angefochten. Die als ungenÃ¼gend gerÃ¼gten Be­­­grÃ¼ndungen seien nicht zu beanstanden bzw. allfÃ¤llige MÃ¤ngel im Rekursverfahren geheilt worden. Da der Rekurrent bereits von Gesetzes wegen in der Schweiz und in Li­ech­ten­­stein seit dem 2. Januar 2001 (d.h. nach Ablauf von zwÃ¶lf Monaten ab Wohnsitznahme in der Schweiz) seinen auslÃ¤ndischen FÃ¼hrerausweis nicht mehr hÃ¤tte verwenden dÃ¼rfen, werde er durch die AberkennungsverfÃ¼gung von vornherein nicht materiell beschwert. Dis­positiv Zif­fer 2 der AberkennungsverfÃ¼gung stosse insofern ins Leere, da selbst bei positivem Ausgang einer amtsÃ¤rztlichen Untersuchung der auslÃ¤ndische FÃ¼hrerausweis nicht mehr verwendet wer­den kÃ¶nne. Bei der angeordneten Aufforderung zur unverzÃ¼glichen Ein­sendung des aus­lÃ¤ndischen FÃ¼hrerausweises (Dispositiv Ziff. 3 der AberkennungsverfÃ¼gung) handle es sich um einen blossen Vollzugsakt, der dem Rekurrenten keine neue Be­lastung auferlege. Demzufolge sei auf den Rekurs gegen die AberkennungsverfÃ¼gung nicht einzutreten. Im Ãbrigen kÃ¶nnten die Vorbringen des Rekurrenten bezÃ¼glich seiner normalisierten Gamma-GT-Werte lediglich eine Einstellung oder Reduktion des AlkoholÃ¼berkonsums beweisen, was fÃ¼r sich allein nicht genÃ¼ge, um die Fahreignung als gegeben zu beurteilen; sodann bestehe kein An­lass, an der Aussagekraft der CDT-Werte zu zweifeln, zumal zwei fachkundige Verkehrsme­di­ziner sich fÃ¼r die ZuverlÃ¤ssigkeit dieser Messmethode aussprÃ¤chen. Ausserdem seien bei der kÃ¶rperlichen Untersuchung des Rekurrenten Symptome festgestellt worden, die in ihrer Gesamtheit klar auf einen bestehenden Ã¼bermÃ¤ssigen Alko­holkonsum hinwiesen (Intensionstremor, leicht schwankender Rombergtest, RÃ¶tung der Ge­sichtshaut, Teleangiektasien). Damit sei der Nachweis des AlkoholÃ¼berkonsums bzw. der Alkoholsucht erbracht. Es be­stehe kein Anlass, von der fachkundigen Beurteilung durch drei verschiedene Verkehrsmediziner abzuweichen, weshalb sich auch die Einholung eines Obergutachtens als unnÃ¶tig erweise. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>III. Am 23. April 1999 liess A rechtzeitig Beschwerde an das Ver­waltungsgericht er­heben und beantragen, es sei unter Aufhebung der VerfÃ¼gungen vom 13. November 2001 die Aberkennung des auslÃ¤ndischen FÃ¼hrerausweises aufzuheben und es sei ihm der schwei­­zerische FÃ¼hrerausweis (eventualiter unter der Auflage von Ã¤rztlichen Kontrollen) zu erteilen; unter Kosten- und EntschÃ¤digungsfolgen zulasten der Staatskasse. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die Staatskanzlei schloss am 14. Mai 2002 namens des Regierungsrats auf Abweisung der Beschwerde. Die Direktion fÃ¼r Soziales und Sicherheit liess sich nicht vernehmen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die Parteivorbringen sowie die weiteren AusfÃ¼hrungen gemÃ¤ss dem angefochtenen Rekursentscheid werden - soweit erforderlich - nachstehend wiedergegeben.</span></p> <span><br/> </span> <p class="Einzug1"><span>Die Kammer zieht in ErwÃ¤gung:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>1. a) Die ZustÃ¤ndigkeit des Verwaltungsgerichts zur Beurteilung von Beschwerden gegen administrative Massnahmen im Strassenverkehr findet ihre Grundlage in § 41 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959/8. Juni 1997 (VRG). Die Behandlung entsprechender Beschwerden erfolgt gemÃ¤ss § 38 Abs. 2 lit. a VRG durch den Einzelrich­ter. Da nach § 38 Abs. 3 Satz 2 VRG die einzelrichterliche Beurteilung indessen dann aus­ge­schlossen ist, wenn Entscheide des Regierungsrats ange­fochten sind, und letzteres ‑ ent­sprechend dem bisherigen Instanzenzug ‑ der Fall ist, hat die vorliegende Ge­schÃ¤fts­er­le­di­gung in Dreierbesetzung zu erfolgen (vgl. § 38 Abs. 1 VRG).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) WÃ¤hrend Entscheide Ã¼ber FÃ¼hrerausweisentzÃ¼ge zu Warnzwecken Entscheide Ã¼ber die Stichhaltigkeit strafrechtlicher Anklagen im Sinn von Art. 6 Abs. 1 der EuropÃ¤­ischen Menschenrechtskonvention (EMRK) sind und von daher eine gerichtliche Ermes­senskontrolle erfordern (vgl. BGE 121 II 219), werden SicherungsentzÃ¼ge und verkehrs­medizinische Auflagen allein aus GrÃ¼nden der Verkehrssicherheit und unabhÃ¤ngig vom Verschulden des fehlbaren Lenkers verfÃ¼gt. Daher Ã¼berprÃ¼ft das Verwaltungsgericht in An­­­­wendung von § 50 Abs. 2 lit. c VRG die verfÃ¼gten SicherungsentzÃ¼ge wie auch die verkehrsmedizinischen Auflagen ‑ im Gegensatz zu den WarnungsentzÃ¼gen ‑ lediglich in Bezug auf Ermessensmissbrauch und ErmessensÃ¼ber­schreitung, wohingegen eine Ange­mes­senheitsÃ¼berprÃ¼fung ausgeschlossen ist (RB 1997 Nr. 124; vgl. auch § 50 Abs. 3 VRG). Dasselbe gilt mit Bezug auf die Aberkennung von auslÃ¤ndischen und die Verweigerung der Erteilung von schweizerischen FÃ¼hrerausweisen. DemgegenÃ¼ber ist das Verwaltungsgericht mit Bezug auf die Sachverhaltsfeststellungen grundsÃ¤tzlich kei­nerlei KognitionsbeschrÃ¤nkungen unterworfen (§ 51 VRG; Alfred KÃ¶lz/JÃ¼rg Bosshart/Mar­tin RÃ¶hl, Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons ZÃ¼rich, 2. A., ZÃ¼­rich 1999, § 51 N. 1). </span></p> <p class="Einzug1"><span>Steht allerdings eine auf einem Gutachten beruhende EinschÃ¤tzung oder Prognose im Streit, </span></p> <p class="Einzug1"><span>beschrÃ¤nkt das Gericht seine PrÃ¼fung darauf, ob das Gutachten vollstÃ¤ndig, klar, gehÃ¶rig be­grÃ¼ndet und widerspruchsfrei ist (KÃ¶lz/Boss­hart/RÃ¶hl, § 51 N. 7).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>2. a) Die Vorinstanz hielt unter Hinweis auf Art. 42 Abs. 3<sup>bis</sup> lit. a der Verordnung Ã¼ber die Zulassung von Personen und Fahrzeugen zum Strassenverkehr vom 27. Oktober 1976 (VZV) fest, der BeschwerdefÃ¼hrer hÃ¤tte schon von Gesetzes wegen seit dem 2. Januar 2001 seinen auslÃ¤ndischen FÃ¼hrerausweis in der Schweiz und in Liechtenstein nicht mehr ver­wenden dÃ¼rfen, sondern nur noch aufgrund eines schweizerischen FÃ¼hrerausweises ein Motorfahrzeug lenken dÃ¼rfen. Demzufolge habe es dem BeschwerdefÃ¼hrer hinsichtlich der AberkennungsverfÃ¼gung im Rekursverfahren an dem zur Rechtsmittellegitimation notwen­digen Rechtsschutzinteresse gefehlt. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) Wer seit zwÃ¶lf Monaten in der Schweiz wohnt und sich in dieser Zeit nicht lÃ¤nger als drei Monate ununterbrochen im Ausland aufgehalten hat, muss einen schweizerischen FÃ¼hrerausweis erwerben (Art. 42 Abs. 3<sup>bis</sup> lit. a VZV). Richtig ist somit, dass der Be­schwerdefÃ¼hrer von Rechts wegen seit dem 2. Januar 2001 in der Schweiz und in Liech­ten­stein seinen deutschen FÃ¼hrerausweis nicht mehr gebrauchen darf und er insoweit - so­lan­ge er in der Schweiz wohnhaft bleibt - durch die AberkennungsverfÃ¼gung nicht beschwert ist. Indessen ist zu beachten, dass nach dem Wortlaut von Art. 45 Abs. 4 VRV der Beschwer­de­fÃ¼hrer verpflichtet ist, seinen auslÃ¤ndischen FÃ¼hrerausweis wÃ¤hrend der Dauer der Aberkennung zu hinterlegen, und er diesen erst wieder beim Verlassen der Schweiz ausgehÃ¤ndigt erhÃ¤lt, wobei zusÃ¤tzlich verlangt wird, dass er hier keinen Wohnsitz (mehr) hat. GemÃ¤ss dieser Bestimmung wÃ¤re es dem BeschwerdefÃ¼hrer somit auch verwehrt, mit seinem auslÃ¤ndischen FÃ¼hrerausweis im Ausland zu fahren; insofern wÃ¤re er durch die AberkennungsverfÃ¼gung trotz Ablauf der Jahresfrist materiell beschwert. Das Bundesgericht hat in­dessen Art. 45 Abs. 4 VRV, der sich weder auf eine Delegationsnorm auf Gesetzes- oder Verfassungsstufe noch auf eine spezielle Grundlage im internationalen Recht stÃ¼tzen kann, als einen unzulÃ¤ssigen Eingriff in auslÃ¤ndische Hoheitsrechte bzw. einen Verstoss gegen den vÃ¶lkerrechtlichen TerritorialitÃ¤tsgrundsatz gewÃ¼rdigt (BGE 121 II 447). Mangels ausreichender (internationaler) Rechts­grundlage kann demzufolge dem BeschwerdefÃ¼hrer nicht verboten werden, mit seinem auslÃ¤ndischen FÃ¼hrerausweis im Ausland zu fahren. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>c) Wer Rekurs oder Beschwerde erhebt, hat seine Rechtsmittellegitimation zu substanziieren (KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 21 N. 29 f., auch zum Folgenden); das BerÃ¼hrtsein und das aktuelle Interesse mÃ¼ssen vollumfÃ¤nglich nachgewiesen und das schutzwÃ¼rdige Inte­res­se zumindest behauptet werden. Nachdem der BeschwerdefÃ¼hrer mit der Rekurserhebung sich nicht darauf berief, mit seinem auslÃ¤ndischen FÃ¼hrerausweis im Ausland ein Mo­torfahrzeug lenken zu wollen, ist die Vorinstanz zu Recht nicht auf den Rekurs gegen die AberkennungsverfÃ¼gung eingetreten. Gleiches gilt im Verfahren vor Verwaltungsgericht. Der BeschwerdefÃ¼hrer macht auch im Beschwerdeverfahren in keiner Weise geltend, inwiefern er durch die AberkennungsverfÃ¼gung in seinen persÃ¶nlichen Interessen betroffen sein soll. Soweit er auch vor Verwaltungsgericht deren Aufhebung verlangt, ist auf die Beschwerde nicht einzutreten.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>3. a) Art. 42 Abs. 3<sup>bis</sup> lit. a VZV bestimmt, dass FahrzeugfÃ¼hrer aus dem Ausland, die seit zwÃ¶lf Monaten in der Schweiz wohnen und sich in dieser Zeit nicht lÃ¤nger als drei Monate ununterbrochen im Ausland aufgehalten haben, einen schweizerischen FÃ¼hrerausweis benÃ¶tigen. Dem Inhaber eines gÃ¼ltigen nationalen auslÃ¤ndischen Ausweises wird der schweizerische FÃ¼hrerausweis der entsprechenden Kategorie erteilt, wenn er auf einer Kon­trollfahrt nachweist, dass er die Verkehrsregeln kennt und Fahrzeuge der Kategorie, fÃ¼r die der Ausweis gelten soll, sicher zu fÃ¼hren versteht (Art. 44 Abs. 1 VZV). GestÃ¼tzt auf Art. 150 Abs. 5 lit. e VZV wird gegenÃ¼ber MotorfahrzeugfÃ¼hrern aus Deutschland auf die Kontrollfahrt nach Art. 44 Abs. 1 VZV verzichtet (vgl. UVEK, LÃ¤nderliste betreffend Aus­nahme von der Kontrollfahrt, in: FÃ¼hrerausweise von Personen mit Wohnsitz im Ausland, Kreisschreiben des Bundesamts fÃ¼r Strassen vom 23. April 2002). GemÃ¤ss Art. 14 Abs. 2 lit. c des Bundesgesetzes vom 19. Dezember 1958 Ã¼ber den Strassenverkehr (SVG) darf der FÃ¼hrerausweis jedoch nicht erteilt werden, wenn der Bewer­ber dem Trunke oder anderen die FahrfÃ¤higkeit herabsetzenden SÃ¼chten ergeben ist. Dies gilt selbstverstÃ¤ndlich auch dann, wenn der Betroffene bereits Inhaber eines auslÃ¤ndischen FÃ¼hrerausweises ist. So wie gemÃ¤ss der Rechtsprechung des Bundesgerichts bei hinreichend begrÃ¼ndeten Bedenken Ã¼ber die Eignung eines auslÃ¤ndischen Fahrers direkt gestÃ¼tzt auf Art. 14 Abs. 3 SVG eine neue PrÃ¼fung angeordnet werden kann (BGE 118 Ib 518 E. 2b mit Hinweisen), ist einem auslÃ¤ndischen Fahrzeuglenker bei nachgewiesener Trunksucht auch direkt gestÃ¼tzt auf Art. 14 Abs. 2 lit. c SVG der schweizerische FÃ¼hrerausweis zu verweigern. Dabei hat die Be­­hÃ¶rde nach pflichtgemÃ¤ssem Ermessen zu entscheiden; sie muss in jedem Einzelfall die konkreten UmstÃ¤nde wÃ¼rdigen, die nicht unbedingt in einem automobilistischen Fehlverhal­ten zu liegen brauchen. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Wird nachtrÃ¤glich festgestellt, dass die gesetzlichen Voraussetzungen zur Erteilung nicht oder nicht mehr bestehen, ist der FÃ¼hrerausweis nach Art. 16 Abs. 1 SVG zu entziehen. Die Nichterteilung des schweizerischen FÃ¼hrerausweises gemÃ¤ss dem vorliegenden Sachverhalt ist eng mit diesem sog. Sicherungsentzug verwandt und dient ebenfalls der Si­cherung des Verkehrs vor FÃ¼hrern, die aus medizini­schen oder charakterlichen GrÃ¼nden, wegen Trunksucht oder anderen SÃ¼chten oder wegen einer anderen UnfÃ¤higkeit zum FÃ¼hren von Motorfahrzeugen nicht geeignet sind (vgl. Art. 30 Abs. 1 VZV). Voraussetzung fÃ¼r einen Sicherungsentzug nach Art. 16 Abs. 1 in Verbindung mit Art. 14 Abs. 2 lit. c SVG ist das Vorliegen einer Sucht. GemÃ¤ss der zum Sicherungsentzug entwickelten und auch auf die vorliegende Nichterteilung des schweizerischen FÃ¼hrerausweises anwendbare Recht­­sprechung ist eine Trunksucht gegeben, wenn der Betreffende regelmÃ¤ssig so viel Al­kohol konsumiert, dass seine FahrfÃ¤higkeit vermindert wird und er die Neigung zum Ã¼bermÃ¤ssigen Alkoholkonsum durch den eigenen Willen nicht zu Ã¼berwinden vermag (BGE 104 Ib 46 E. 3a S. 48). Die AbhÃ¤ngigkeit vom Alkohol muss derart sein, dass der Betroffene mehr als jede andere Person der Gefahr aus­gesetzt ist, sich in einem ‑ dauernden oder zeit­weiligen ‑ Zustand ans Steuer eines Fahr­zeugs zu setzen, der das sichere FÃ¼hren nicht mehr gewÃ¤hrleistet (vgl. BGE 124 II 559 E. 2b). Der Sicherungsentzug wegen Trunksucht setzt den Nachweis einer solchen AbhÃ¤ngigkeit voraus. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) Der BeschwerdefÃ¼hrer lÃ¤sst zusammengefasst vorbringen, der erforderliche Nach­­weis der Trunksucht habe nicht erbracht werden kÃ¶nnen, zumal der in der letzten Untersuchung vom 3. August 2001 Ã¼berhÃ¶hte CDT-Wert wenig aussagekrÃ¤ftig sei. Nach mÃ¶g­­lichen anderen Ursachen dieses Resultats sei Ã¼berhaupt nicht gesucht worden. Jedenfalls aber dÃ¼rfe aufgrund des bisherigen Verhaltens des BeschwerdefÃ¼hrers auf keinen Fall davon ausgegangen werden, er kÃ¶nne seine Neigung zu Ã¼bermÃ¤ssigem Alkoholkonsum nicht Ã¼berwinden. Insbesondere sei nicht erstellt, dass sich der BeschwerdefÃ¼hrer nicht an die Aufforderung des IRM, seinen Alkoholkonsum zu reduzieren bzw. zu sistieren, gehalten habe; im Gegenteil sei der BeschwerdefÃ¼hrer durch die Vorinstanz und deren Ablehnung eines Obergutachtens der MÃ¶glichkeit beraubt worden, seinen reduzierten Alkoholkonsum und seine problemlose Alkoholabstinenz nachzuweisen. Da ein Sicherungsentzug einen schwerwiegenden Eingriff in den PersÃ¶nlichkeitsbereich des Betroffenen darstelle, der umfassende AbklÃ¤rungen voraussetze, sei ein Ober- oder Gegengutachten unabdingbar. Der BeschwerdefÃ¼hrer habe sich sodann bisher im Strassenverkehr unauffÃ¤llig verhalten und keine EintrÃ¤ge erwirkt, was auf einen verantwortungsbewussten Umgang mit Alkohol hinsichtlich des Strassenverkehrs hindeute. Die Nichtausstellung eines schweizerischen FÃ¼hrerausweises stelle einen enormen Eingriff in die persÃ¶nliche Freiheit dar und fÃ¼hre zu schwerwiegenden beruflichen Konsequenzen, weshalb sich die angefochtenen VerfÃ¼gungen als unverhÃ¤ltnismÃ¤ssig erwiesen. Das gleiche Ziel kÃ¶nne auch durch blosse verkehrsmedizinische Auflagen und unregelmÃ¤ssig stattfindende Kontrollen erreicht werden.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>4. Das IRM-Gutachten vom 21. August 2001 beruht nicht allein auf den ermittelten Laborwerten, sondern ebenso auf einer Anamnese sowie auf kÃ¶rperlichen Untersuchungsbefunden. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>a) Die Laboruntersuchungen bezogen sich insbesondere auf das Leberenzym Gamma-GT sowie auf das kohlenhydratdefiziente Transferrin (CDT). Die Kontrollen zeitigten am 4. April 2001 sowie am 4. Juni 2001 Gamma-GT-Werte, die deutlich Ã¼ber dem Normbereich lagen, wÃ¤hrend in der Untersuchung vom 3. August 2001 kein Ã¼berhÃ¶hter Gamma-GT-Wert festgestellt werden konnte. SÃ¤mtliche Kontrollen ergaben sodann mit 12,2 % (4. April 2001), 10 % (4. Juni 2001) und 8,9 % (3. August 2001) deutlich Ã¼ber dem Normbereich (max. 6 %) liegende CDT-Werte. Die Ã¼brigen erhobenen Werte waren nicht signifikant. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>aa) CDT zeichnet sich gegenÃ¼ber dem Leberenzym Gamma-GT durch eine hÃ¶here SensitivitÃ¤t und vor allem eine viel bessere SpezifitÃ¤t aus (IRM, Probleme der Verkehrsmedi­zin, Fahreignung und Alkohol, ZÃ¼rich 1999, S. 13, auch zum Folgenden). ErhÃ¶hte CDT-Werte treten erst bei Trinkmengen auf, die ein gesundheitliches Risiko darstellen; das Ãberschreiten des Grenzwerts bedeutet einen (wÃ¤hrend mindestens zehn Tagen anhaltenden) dauernden durchschnittlichen tÃ¤glichen Konsum von mindestens 60 Gramm reinen Alkohols, was ungefÃ¤hr einer 0,7l-Flasche Wein oder 1,5 Liter Bier entspricht. Nach Absetzen des Alkoholkonsums normalisieren sich die CDT-Werte nach etwa zwei bis vier Wochen, unter UmstÃ¤nden bereits schon nach einer bis zwei Wochen. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>bb) CDT gilt heute allgemein als der aussagekrÃ¤ftigste biologische Marker fÃ¼r einen chronischen Alkoholabusus, zumal sich die CDT-Untersuchung durch eine sehr hohe diagnos­tische SpezifitÃ¤t von 92 % bis 99 % auszeichnet (Torsten Arndt, Alkoholmissbrauch und CDT-Analytik: Screening- und BestÃ¤tigungsanalyse erforderlich? â Ein Beitrag zur Dis­kussion, Toxichem + Krimitech 68/2001, S. 75 ff.; ders., MÃ¶glichkeiten und Grenzen des Koh­lenhydrat-defizienten Transferrins [CDT] als KenngrÃ¶sse missbrÃ¤uchlichen Alkohol­konsums, in: Rolf Aderjan [Hrsg.], Marker missbrÃ¤uchlichen Alkoholkonsums, Stuttgart 2000, S. 82 ff., insb. S. 91; Burkhard Ziegler, CDT-Marker, <span class="MsoHyperlink"><span>www.fachaerzte.co<a id="_Hlt15473273">m</a>/zieg­ler/ Fachin­formationen/cdt.htm</span></span>). Dem­zufolge ist auf 100 Untersuchungen lediglich mit einem bis acht sog. "falsch-positiven" Ergebnissen zu rechnen, bei denen sich der erhÃ¶hte CDT-Wert nicht mit einem AlkoholÃ¼berkonsum erklÃ¤ren lÃ¤sst. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Als nicht stichhaltig erweist sich nach dem Gesagten die RÃ¼ge des BeschwerdefÃ¼hrers, die Aussagekraft des CDT sei Ã¤usserst beschrÃ¤nkt und die erhÃ¶hten CDT-Werte kÃ¶nn­ten auch auf anderen Ursachen als AlkoholÃ¼berkonsum beruhen, weshalb ein Obergutachten einzuholen gewesen wÃ¤re. Das von ihm zur StÃ¼tzung seines Standpunkts bereits im Re­kursverfahren (Rekursschrift S. 7 f.) vorgebrachte Zitat von Torsten Arndt stÃ¶sst ins Leere, befasst sich die zitierte Stelle doch mit der diagnostischen <i>SensitivitÃ¤t</i>, mithin der Wahrscheinlichkeit, dass sich keine "falsch-negativen" Resultate ergeben. Hinsichtlich der <i>Spezi­fitÃ¤t</i>, d.h. der Wahrscheinlichkeit, dass sich keine "falsch-positiven" Resultate ergeben, kommt Arndt hingegen zum Schluss, dass CDT "von den zur Labordiagnostik des chronischen Alkoholabusus eingesetzten labordiagnostischen Parametern derzeit die hÃ¶chste diagnostische SpezifitÃ¤t" zeige (Arndt, MÃ¶glichkeiten, a.a.O.). Auch der Hinweis auf U. Schmitt schlÃ¤gt fehl, stellte doch auch dieser Wissenschafter anhand eigener Untersuchungen eine SpezifitÃ¤t des CDT von 86,8 % (MÃ¤nner) bzw. 95 % (Frauen) fest. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>cc) Trotz der hohen SpezifitÃ¤t wird angesichts der verbliebenen Unsicherheit bei der CDT-Bestimmung in der Wissenschaft teilweise eine forensische Vorgehensweise gefordert, welche eine Screeninganalyse und im Fall eines positiven Screening-Ergebnisses eine BestÃ¤tigungsanalyse beinhalten soll (Arndt, Alkoholmissbrauch, a.a.O., auch zum Folgenden). Die Diagnose eines chronischen AlkoholÃ¼berkonsums sollte nicht anhand eines einma­lig erhobenen grenzwertigen oder pathologischen CDT-Befunds erfolgen, sondern auf einer Zusammenschau aus Anamnese und an mindestens zwei unterschiedlichen Zeitpunk­ten erhobenen CDT- und Gamma-GT-Befunden basieren.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die vom IRM vorgenommenen Untersuchungen tragen diesen Bedenken voll Rech­nung, indem die CDT- wie auch die Gamma-GT-Werte mehrmals gemessen und die Befun­de mit kÃ¶rperlichen sowie anamnestischen Erhebungen ergÃ¤nzt wurden. Angesichts der dreimaligen Kontrolle des CDT-Werts kann ein Analysenfehler weitestgehend ausgeschlos­sen werden. Ebensowenig bestehen beim BeschwerdefÃ¼hrer Anhaltspunkte fÃ¼r die in der Wissenschaft genannten weiteren mÃ¶glichen Ursachen fÃ¼r falsch-positive Ergebnisse (schwere Lebererkrankung, seltene genetische Transferrin-D-Variante, genetisch bedingtes CDG-Syndrom). </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>dd) Bereits der bei allen drei Laborkontrollen Ã¼berhÃ¶hte CDT-Wert ist somit ein sehr starkes Indiz fÃ¼r einen chronischen AlkoholÃ¼berkonsum. Der Umstand, dass in zwei von drei Untersuchungen zusÃ¤tzlich auch die Gamma-GT-Werte deutlich erhÃ¶ht waren, bestÃ¤tigt die­sen Befund. Die Laboruntersuchungen deuten darauf hin, dass der Beschwerde­fÃ¼hrer zu Be­ginn der Begutachtung durch das IRM stark alkoholgewÃ¶hnt war und er her­nach seinen Kon­sum nur ungenÃ¼gend reduzierte bzw. nur fÃ¼r ungenÃ¼gend kurze Zeit sis­tier­te. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) In der Anamnese gab der BeschwerdefÃ¼hrer anlÃ¤sslich der Untersuchung vom 4. April 2001 selber an, tÃ¤glich einen bis eineinhalb Liter Bier zu konsumieren. Damit de­cken sich seine Aussagen mit den Ergebnissen der Laboruntersuchungen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>GemÃ¤ss IRM-Gutachten vom 21. August 2001 gab sodann der Hausarzt des BeschwerdefÃ¼hrers, Dr. med. D, die Auskunft, es bestehe aufgrund persÃ¶nlicher Probleme ein tÃ¤glicher AlkoholÃ¼berkonsum. Der BeschwerdefÃ¼hrer bestreitet, dass sein Haus­arzt je derartige Angaben gegenÃ¼ber dem IRM gemacht haben soll; mÃ¶glicherweise sei der Hausarzt nicht richtig verstanden worden. Der Rechtsvertreter des BeschwerdefÃ¼hrers fÃ¼hrt aus, anlÃ¤sslich eines TelefongesprÃ¤chs habe der Hausarzt ihm gegenÃ¼ber Aussagen "in dieser Form" in Abrede gestellt. Da die Auskunft durch den Hausarzt bloss im Gutachten erwÃ¤hnt und nicht weiter dokumentiert sei, dÃ¼rfe sie nicht verwertet werden. Dazu ist zu sagen, dass die Untersuchung des BeschwerdefÃ¼hrers durch eine AssistenzÃ¤rztin erfolgte, die sich als wissenschaftliche Mitarbeiterin des IRM und SachverstÃ¤ndige gewohnt ist, Amtsberichte zu verfassen und dabei ihre Wahrnehmungen unverfÃ¤lscht wiederzugeben. Das Vorbringen des Rechtsvertreters des BeschwerdefÃ¼hrers, der das fragliche Telefon­gesprÃ¤ch nicht direkt mitverfolgt hat und die Aussagen lediglich "in dieser Form" bestreitet, vermag fÃ¼r das Ver­waltungsgericht deshalb keinen Zweifel daran zu begrÃ¼nden, dass die im IRM-Gutachten erwÃ¤hnte Aussage des Hausarztes Dr. D im Ergebnis richtig wiedergegeben wurde. AnzufÃ¼gen ist, dass selbst wenn auf die umstrittenen Ãusserungen des Hausarztes nicht abgestellt wÃ¼rde, die schlÃ¼ssigen Erkenntnisse des IRM angesichts der klaren Labor- und der kÃ¶rperlichen Befunde sowie der eigenen Aussagen des Be­schwerdefÃ¼hrers nicht erschÃ¼ttert wÃ¼rden.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>c) In der Untersuchung durch das IRM wurden sodann auch kÃ¶rperliche Anzeichen eines chronischen AlkoholÃ¼berkonsums an der Haut (Teleangiektasien, RÃ¶tung der Gesichts­haut) und beim Nervensystem (leichtes Schwanken beim Rombergversuch, leichter Intensionstremor) festgestellt. Auch diese Erhebungen lassen zusammen mit den Laboruntersuchungen und den eigenen Angaben des BeschwerdefÃ¼hrers auf einen chronischen Alko­holÃ¼berkonsum schliessen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>5. Der BeschwerdefÃ¼hrer beanstandet, es sei im Rekursverfahren trotz entsprechendem Antrag kein Gegen- oder Obergutachten eingeholt worden. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die Voraussetzungen zur Einholung eines Obergutachtens waren weder im Rekursverfahren gegeben noch sind sie heute erfÃ¼llt. Sofern in einem Verfahren bereits unabhÃ¤ngige Experten mitwirkten, drÃ¤ngt sich nÃ¤mlich nach Lehre und Rechtsprechung die Anordnung eines erneuten Gutachtens nur dann auf, wenn begrÃ¼ndete Zweifel an der richtigen Be­urteilung einer Sachfrage bestehen (VGr, 29. Oktober 1996, VB.96.00112 E. 3c/aa; KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 7 N. 25, auch zum Folgen­den). Ein Obergutachten ist mithin nur dann sinnvoll, wenn sich das erste Gutachten als unklar, unvollstÃ¤ndig oder nicht gehÃ¶rig begrÃ¼ndet erweist, auf Grund der Untersuchungs­maxime neue erhebliche Tatsachen zu be­rÃ¼cksichtigen sind oder wenn dem Gutachter die Unbefangenheit fehlte. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die vom BeschwerdefÃ¼hrer aufgeworfenen Zweifel am IRM-Gutachten, insbesondere hinsichtlich der Aussagekraft des CDT und der Angaben des Hausarztes wurden in den vorstehenden ErwÃ¤gungen ausgerÃ¤umt. Es er­scheint als unwahrscheinlich, dass ein er­neutes Gutachten zusÃ¤tzliche sachdienliche Hin­weise ergÃ¤be. Vielmehr erweist sich das IRM-Gutachten vom 21. August 2001 zusammen mit der ErgÃ¤nzung vom 23. Oktober 2001 als eindeutig und schlÃ¼ssig. Ebensowenig bestehen Anhaltspunkte fÃ¼r eine Befangenheit der mit der Untersuchung betrauten wissenschaftlichen Mitarbeiter des IRM. Die Vor­instanz durfte demzufolge auf ein Obergutachten verzichten.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>6. Nach dem klaren Wortlaut von Art. 33 Abs. 2 VZV ist die berufliche Notwendig­keit, ein Motorfahrzeug zu fÃ¼hren, lediglich bei der Festsetzung der Entzugsdauer im Zu­sam­menhang mit einem Warnungsentzug von Be­deutung. DemgegenÃ¼ber wird der Sicherungsentzug ungeachtet der beruflichen Massnah­menempfindlich­keit stets auf unbestimmte Zeit angeordnet (Art. 33 Abs. 1 Satz 1 VZV). Dies gilt auch fÃ¼r die vorliegend zu beurteilen­de Verweigerung des schweizerischen FÃ¼hrerausweises. Die vom BeschwerdefÃ¼hrer vor­­gebrachten Hinweise auf die mit der Verweigerung verbundenen beruflichen Konsequen­­zen sind demzufolge nicht zu berÃ¼cksichtigen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>7. AnzufÃ¼gen ist jedoch, dass es entgegen der Auffassung der Vorinstanz, die sich mit dieser Frage nicht auseinandersetzte, im Verfahren betreffend die Umschreibung eines auslÃ¤ndischen FÃ¼hrerausweises wie auch bei der Anordnung eines Sicherungsentzugs nicht unerheblich ist, ob der betreffende Lenker bisher verkehrsauffÃ¤llig geworden sei oder nicht. Wer bereits wiederholt des Fahrens in angetrunkenem Zustand Ã¼berfÃ¼hrt wurde, scheint of­fensichtlich das Lenken von Fahrzeugen und den Konsum von Alkohol nicht klar trennen zu kÃ¶nnen. Umgekehrt stellt der Umstand, dass vorliegend der BeschwerdefÃ¼hrer bisher in der Schweiz nicht verkehrsauffÃ¤llig geworden ist, ein - angesichts der erst zweijÃ¤hrigen Auf­ent­haltsdauer in der Schweiz sowie der hohen Dunkelziffer allerdings bloss schwaches - Indiz zu seinen Gunsten dar. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>In Anbetracht des klaren Befunds des IRM vermag dieser Umstand vorliegend die Schlussfolgerung, der BeschwerdefÃ¼hrer sei mehr als jede andere Person gefÃ¤hrdet, in angetrunkenem Zustand ein Fahrzeug zu fÃ¼hren, nicht umzustÃ¼rzen. Es besteht auch unter dem Aspekt der VerhÃ¤ltnismÃ¤ssigkeit keine Veranlassung, von der vertretbaren Beurteilung durch die Vorinstanzen abzuweichen und dem BeschwerdefÃ¼hrer als mildere Massnah­­me unter Auf­lagen den schweizerischen FÃ¼hrerausweis zu erteilen, zumal sich die angebliche vom Be­schwerdefÃ¼hrer eingehaltene Alkoholabstinenz nicht durch einen normalisierten CDT-Wert belegen liess. Angesichts der trotz zweimaliger Aufforderung zur Sistierung bzw. Re­duktion des Alkoholkonsums immer noch deutlich erhÃ¶hten CDT-Werte kann dem Beschwer­defÃ¼hrer keine gÃ¼nstige Prognose gestellt werden, sondern muss davon ausge­gangen werden, dass er seine Neigung zu Ã¼bermÃ¤ssigem Alkoholkonsum nicht selbststÃ¤ndig zu Ã¼ber­winden vermag. In Anbetracht der beschrÃ¤nkten Kognition des Verwaltungs­­gerichts (vgl. oben ErwÃ¤gung 1b) besteht somit kein Anlass, von der Beurteilung der Vorinstanzen abzuweichen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>8. Mit einem Sicherungsentzug ist zwingend eine Probezeit von mindestens einem Jahr zu verbinden (Art. 17 Abs. 1<sup>bis</sup> SVG). Angesichts der engen Verwandtschaft mit der vorliegenden Verweigerung des schweizerischen FÃ¼hrerausweises rechtfertigt sich auch hier eine derartige Probezeit. GrundsÃ¤tzlich ist die Probezeit so lange als nÃ¶tig und so kurz als mÃ¶glich anzuset­zen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>a) Der BeschwerdefÃ¼hrer rÃ¼gt die unrichtige Anwendung dieser Bestimmung. Es gehe nicht an, den um eine Umschreibung seines auslÃ¤ndischen Ausweises nachsuchenden Be­schwerdefÃ¼hrer schlechter zu behandeln als die von einem Sicherungsentzug betroffene Per­son, bei welcher die bis zur AbklÃ¤rung von AusschlussgrÃ¼nden verstrichene vorsorgliche Entzugsdauer an die Probezeit angerechnet werde. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) Die Probezeit beim Sicherungsentzug bzw. bei der Verweigerung des FÃ¼hreraus­weises ist eine ab­solute Sperr­frist. Erst nach deren Ablauf kann der Ausweis bedingt und unter angemes­se­nen Auflagen (wieder bzw. neu) erteilt werden. Voraussetzung hierfÃ¼r ist das Verschwinden des Ent­zugs- bzw. des Verweigerungsgrunds und der Nachweis der Hei­lung. Diesen Nachweis hat der Betroffene durch sein Verhalten wÃ¤h­rend der BewÃ¤hrungsfrist zu erbringen; im Fall von AlkoholabhÃ¤ngig­keit im Sinn von Art. 14 Abs. 2 lit. c SVG wird hierfÃ¼r in der Regel eine mindestens ein­jÃ¤h­rige kontrollierte Abstinenz verlangt (BGE 120 Ib 305 E. 4b; RenÃ© Schaff­hauser, Grundriss des schweizerischen Strassenverkehrsrechts, Band III: Die Admi­ni­strativmassnahmen, Bern 1995, N. 2195 und 2198). Vorliegend wurde dem BeschwerdefÃ¼hrer im Dispositiv der angefochtenen VerfÃ¼gungen nicht aus­drÃ¼cklich ei­ne einjÃ¤hrige kontrollierte Alkoholtotalabstinenz auferlegt; die einjÃ¤hrige Probezeit, die dem gesetzlichen Minimum gemÃ¤ss Art. 17 Abs. 1<sup>bis</sup> SVG entspricht, begann auch sogleich mit der Zustellung der VerweigerungsverfÃ¼gung vom 13. November 2001 zu laufen. Die Erteilung des schweizerischen FÃ¼hrerausweises nach Ablauf der einjÃ¤hrigen Frist wurde aber ge­mÃ¤ss VerfÃ¼gungsdispositiv Ziff. 2 vom gÃ¼nstigen Ausgang einer amts­Ã¤rztlichen Untersuchung abhÃ¤ngig gemacht und in den ErwÃ¤gungen zu den zwei angefoch­tenen VerfÃ¼gungen wurde ausgefÃ¼hrt, der Amtsarzt empfehle vor einer Neubeurteilung der Fahreignung die "Ein­haltung einer Alkohol-Totalabstinenz Ã¼ber einen lÃ¤ngeren Zeitraum". In den beigelegten MerkblÃ¤ttern wurde der BeschwerdefÃ¼hrer Ã¼ber die Voraussetzun­gen zur (Wieder- bzw. Neu-)Erlangung des FÃ¼hrerausweises und namentlich Ã¼ber die fÃ¼r eine gÃ¼nstige amtsÃ¤rztliche Untersuchung notwendige Ã¤rztlich kontrollierte Al­kohol­to­tal­ab­sti­nenz informiert. Dies entspricht der Praxis, wie sie auch bei SicherungsentzÃ¼gen gehandhabt wird. Entgegen der nicht belegten Behauptung des BeschwerdefÃ¼hrers wird bei SicherungsentzÃ¼gen die bis zur AbklÃ¤rung von AusschlussgrÃ¼nden verstrichene vor­sorgliche Entzugsdauer praxisgemÃ¤ss nicht an die Probezeit angerechnet. Der Beschwer­defÃ¼hrer wurde demnach im Vergleich zu einer von einem Sicherungsentzug betroffenen Person nicht schlechter behandelt. Auch in­so­weit erweist sich die Beschwerde als un­begrÃ¼ndet. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>9. Zusammenfassend ist festzuhalten, dass der Regierungsrat angesichts der mass­gebenden Sach- und Rechtslage auf das verkehrsmedizinische Gutachten vom 21. August 2001 bzw. auf die ergÃ¤nzende Stellungnahme des IRM vom 23. Oktober 2001 abstellen durfte und den Rekurs zu Recht abgewiesen hat, soweit er darauf eintrat bzw. das Rechtsmittel nicht gegenstandslos geworden war. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die Beschwerde erweist sich damit als unbegrÃ¼ndet und ist abzuweisen, so­weit darauf einzutreten ist. ...</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>DemgemÃ¤ss entscheidet die Kammer:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>1. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird.</span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>2. </span>...</p> <p class="Einzug2"> </p> <p class="Einzug2"> </p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>