<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="content"> <div class="para">Tribunale federale </div> <div class="para">Tribunal federal </div> <div class="para"> </div> <div class="para">{T 0/2} </div> <div class="para">6B_149/2008 /bri </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Urteil vom 5. März 2008 </div> <div class="para">Strafrechtliche Abteilung </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Besetzung </div> <div class="para">Bundesrichter Schneider, Präsident, </div> <div class="para">Gerichtsschreiberin Arquint Hill. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Parteien </div> <div class="para">X.________, </div> <div class="para">Beschwerdeführerin, vertreten durch Rechtsanwalt Eric Stern, </div> <div class="para"> </div> <div class="para">gegen </div> <div class="para"> </div> <div class="para">A.________, </div> <div class="para">Beschwerdegegner, </div> <div class="para">Oberstaatsanwaltschaft des Kantons Zürich, Florhofgasse 2, 8001 Zürich, </div> <div class="para">Beschwerdegegnerin. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Gegenstand </div> <div class="para">Eröffnung einer Untersuchung gegen Behördenmitglieder und Beamte, </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Beschwerde gegen den Beschluss des Obergerichts des Kantons Zürich, II. Zivilkammer, vom 23. Januar 2008. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Der Präsident zieht in Erwägung: </div> <div class="para">1. </div> <div class="para">Die Beschwerdeführerin erstattete am 2. August 2007 Strafanzeige gegen einen Polizeibeamten der Stadtpolizei Zürich wegen falscher Anschuldigung, Irreführung der Rechtspflege, Amtsmissbrauchs, Urkundenfälschung im Amt sowie Verletzung des Amtsgeheimnisses. Mit Beschluss vom 15. Oktober 2007 trat die Anklagekammer mangels hinreichenden Anfangstatverdachts auf die Anzeige nicht ein. Einen dagegen erhobenen Rekurs wies das Obergericht des Kantons Zürich, II. Zivilkammer, mit Beschluss vom 23. Januar 2008 ab, soweit es darauf eintrat, und es wurde demgemäss keine Strafuntersuchung eröffnet. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Die anwaltlich vertretene Beschwerdeführerin führt mit Eingabe vom 29. Februar 2008 Beschwerde in Strafsachen und eventualiter subsidiäre Verfassungsbeschwerde. Sie rügt eine unrichtige Anwendung von <span class="artref">Art. 52 StGB</span> i.V.m. <span class="artref">Art. 22 StPO</span>/ZH sowie eine Verletzung von <span class="artref"><artref id="CH/101/8" type="start"></artref>Art. 8 und 9 BV</span><artref id="CH/101/9" type="end"></artref>. </div> <div class="para">2. </div> <div class="para">Im Strafrecht können alle kantonalen Entscheide unter denselben Legitimationsvoraussetzungen mit dem ordentlichen Rechtsmittel der Beschwerde in Strafsachen gemäss <span class="artref">Art. 78 ff. BGG</span> angefochten werden. Da mit ihr auch die Verletzung der Bundesverfassung (BV) im Sinne von <span class="artref">Art. 113 BGG</span> gerügt werden kann, besteht im Strafrecht für die subsidiäre Verfassungsbeschwerde folglich kein Raum. </div> <div class="para">3. </div> <div class="para">Gemäss <span class="artref">Art. 81 Abs. 1 lit. b BGG</span> ist für die Legitimation zur Beschwerde in Strafsachen unter anderem erforderlich, dass die beschwerdeführende Person ein rechtlich geschütztes Interesse an der Aufhebung oder Änderung des angefochtenen Entscheids hat. Ein solches rechtlich geschütztes Interesse ist bei Geschädigten, die nicht Privatstrafkläger Strafantragsteller oder Opfer im Sinne des Opferhilfegesetzes (<span class="artref">Art. 2 Abs. 1 OHG</span>) sind, zu verneinen (<a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=35&amp;from_date=29.02.2008&amp;to_date=19.03.2008&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F133-IV-228%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page228">BGE 133 IV 228</a>). Die Beschwerdeführerin ist nicht Privatstrafklägerin, weil die Staatsanwaltschaft am kantonalen Verfahren beteiligt war. Ebenso wenig ist sie Strafantragsstellerin im Sinne des Gesetzes, weil es nicht um das Strafantragsrecht als solches geht. Sie ist auch nicht Opfer. Denn soweit es um Delikte geht, die sich nicht gegen das Leben und die körperliche Integrität richten, kann die Opfereigenschaft der betroffenen Person nur zuerkannt werden, wenn sie unmittelbar in ihrer physischen oder psychischen Integrität (im Sinne eines traumatischen Ereignisses) beeinträchtigt worden ist (<a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=35&amp;from_date=29.02.2008&amp;to_date=19.03.2008&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F120-IA-157%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page157">BGE 120 Ia 157</a> E. 2d). Eine solche Beeinträchtigung wird von der Beschwerdeführerin mit keinem Wort geltend gemacht und ist im Übrigen auch nicht ersichtlich. Die Beschwerdeführerin ist zur Beschwerde folglich nicht legitimiert, zumal sie auch keine Verfahrensrechte als verletzt rügt, deren Missachtung eine formelle Rechtsverweigerung darstellen würde (vgl. <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=35&amp;from_date=29.02.2008&amp;to_date=19.03.2008&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F128-I-218%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page218">BGE 128 I 218</a> E. 1.1). Auf die Beschwerde ist im Verfahren nach <span class="artref">Art. 108 BGG</span> nicht einzutreten. </div> <div class="para">4. </div> <div class="para">Die Gerichtskosten sind der Beschwerdeführerin aufzuerlegen (<span class="artref">Art. 66 Abs. 1 BGG</span>). </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Demnach erkennt der Präsident: </div> <div class="para">1. </div> <div class="para">Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten. </div> <div class="para">2. </div> <div class="para">Die Gerichtskosten von Fr. 1'000.-- werden der Beschwerdeführerin auferlegt. </div> <div class="para">3. </div> <div class="para">Dieses Urteil wird den Parteien und dem Obergericht des Kantons Zürich, II. Zivilkammer, schriftlich mitgeteilt. </div> <div class="para">Lausanne, 5. März 2008 </div> <div class="para">Im Namen der Strafrechtlichen Abteilung </div> <div class="para">des Schweizerischen Bundesgerichts </div> <div class="para">Der Präsident: Die Gerichtsschreiberin: </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Schneider Arquint Hill </div> <div class="para"> </div> </div></body></html>