<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2022.00706</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=223092&amp;W10_KEY=13045532&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2022.00706</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 15.03.2023</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">2. Abteilung/2. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">AuslÃ¤nderrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>vorzeitige Erteilung der Niederlassungsbewilligung</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Vorzeitige Erteilung einer Niederlassungsbewilligung (zeitliche Voraussetzung). [Der Beschwerdeführer verfügte als Postdoktorand zunächst über eine Aufenthaltsbewilligung zur Aus- und Weiterbildung. Danach trat er eine auf zwei Jahre befristete Stelle als wissenschaftlicher Mitarbeiter an. Der befristete Vertrag wurde zweimal verlängert. Gestützt auf den befristeten Arbeitsvertrag wurde dem Beschwerdeführer eine Kurzaufenthaltsbewilligung erteilt, welche einmal verlängert wurde. Seit 2023 ist der Beschwerdeführer im Besitz einer Aufenthaltsbewilligung.] Nichteintreten auf die Beschwerde, soweit diese eine Kopie der Rekursschrift darstellt (E. 2). Fraglich ist, ob der Beschwerdeführer die zeitlichen Voraussetzungen von Art. 34 Abs. 4 in Verbindung mit Abs. 5 AIG erfüllt (ununterbrochener Aufenthalt mit Aufenthaltsbewilligung während der letzten fünf Jahre). Aufenthalte zur Aus- oder Weiterbildung werden angerechnet, wenn die betroffene Person nach deren Beendigung während zweier Jahre ununterbrochen im Besitz einer Aufenthaltsbewilligung für einen dauerhaften Aufenthalt war. Der Aufenthalt mit einer Kurzaufenthaltsbewilligung wird dem dauerhaften Aufenthalt mit einer Aufenthaltsbewilligung gleichgestellt, wenn der Aufenthalt mit einer Kurzaufenthaltsbewilligung dauerhaften Charakter hatte (E. 3.1). Massgeblich ist, ob der Aufenthalt des Beschwerdeführers zu Erwerbszwecken ex ante betrachtet von Anfang an auf längere Zeit angelegt oder nur vorübergehender Natur war. Dies ergibt sich einerseits aus dem konkret abgeschlossenen Arbeitsvertrag sowie aus der â gestützt auf dieses Arbeitsverhältnis â von der Migrationsbehörde erteilten Bewilligung andererseits (E. 3.3.2). Der Aufenthalt des Beschwerdeführers war bei Abschluss des ersten Arbeitsvertrags als wissenschaftlicher Mitarbeiter klar auf eine bestimmte Dauer (anfänglich zwei Jahre) ausgerichtet. Auch die ihm erteilte Kurzaufenthaltsbewilligung deutete darauf hin, dass der Aufenthalt zunächst begrenzt sein würde. Dass das Arbeitsverhältnis mehrfach verlängert werden würde, war im Zeitpunkt der Erteilung der Kurzaufenthaltsbewilligung weder für den Beschwerdeführer noch für das Migrationsamt absehbar. Der Beschwerdeführer durfte sich daher beim Stellenantritt als wissenschaftlicher Mitarbeiter nicht auf einen dauerhaften Aufenthalt in der Schweiz einstellen. Die zeitlichen Voraussetzungen von Art. 34 Abs. 4 in Verbindung mit Abs. 5 AIG sind demnach nicht erfüllt (E. 3.3.2.2). Abweisung, soweit auf die Beschwerde einzutreten ist. </b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ABWEISUNG">ABWEISUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ARBEITSVERTRAG">ARBEITSVERTRAG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: AUFENTHALTSDAUER">AUFENTHALTSDAUER</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: AUS- UND WEITERBILDUNG">AUS- UND WEITERBILDUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: BEFRISTETER ARBEITSVERTRAG">BEFRISTETER ARBEITSVERTRAG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: DAUERAUFENTHALT">DAUERAUFENTHALT</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: KURZAUFENTHALTSBEWILLIGUNG">KURZAUFENTHALTSBEWILLIGUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: POSTDOKTORAND">POSTDOKTORAND</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: VORÃBERGEHENDER AUFENTHALT">VORÃBERGEHENDER AUFENTHALT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: VORZEITIGE ERTEILUNG DER NIEDERLASSUNGSBEWILLIGUNG">VORZEITIGE ERTEILUNG DER NIEDERLASSUNGSBEWILLIGUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: WISSENSCHAFTLICHER MITARBEITER">WISSENSCHAFTLICHER MITARBEITER</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="gerade">Art. 32 Abs. I AIG</span><br/><span class="ungerade">Art. 33 Abs. I AIG</span><br/><span class="gerade">Art. 34 AIG</span><br/><span class="ungerade">Art. 34 Abs. IV AIG</span><br/><span class="gerade">Art. 34 Abs. V AIG</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 3 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="WordSection1"> <table border="1" cellpadding="0" cellspacing="0" class="MsoNormalTable" width="0"> <tr> <td valign="top"> <p class="Kopf1"><span>Verwaltungsgericht</span></p> <p class="Kopf1"><span>des Kantons ZÃ¼rich</span></p> <p class="Kopf1"><span>2. Abteilung</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Kopf1"> </p> </td> <td valign="top"> <p class="Kopf1"><span><img alt="" height="78" id="Bild 1" src="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getImage&amp;nF38_KEY=60886" width="123"/></span></p> </td> </tr> </table> <p class="MsoNormal">VB.2022.00706</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"><b><span>Urteil</span></b></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="Zwischentitel"> </p> <p class="MsoNormal"><span>der 2. Kammer</span></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">vom <a id="VF_DAT_ENTSCHEID">15. MÃ¤rz 2023</a></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">Mitwirkend: AbteilungsprÃ¤sident Andreas Frei<span> (Vorsitz)</span>, Verwaltungsrichterin Elisabeth Trachsel, Verwaltungsrichterin Silvia Hunziker, <a id="TN_AUTOTEXT_RICHTER"></a><a id="TN_AUTOTEXT_GS"></a>Gerichtsschreiberin Jsabelle Mayer. </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">In Sachen</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>A, vertreten durch RA B, </span></p> <p class="MsoNormal"><b><span>BeschwerdefÃ¼hrer, </span></b></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="Zwischentitel">gegen</p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>Migrationsamt des Kantons ZÃ¼rich, </span></p> <p class="MsoNormal"><b><span>Beschwerdegegner, </span></b></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><b><span>betreffend vorzeitige Erteilung der Niederlassungsbewilligung,</span></b></p> <p class="Zwischentitel">hat sich ergeben: </p> <p class="Sachverhalt1"><b>I. </b> </p> <p class="Sachverhalt2"><b><span>A. </span></b>A, geboren 1983, pakistanischer StaatsbÃ¼rger, doktorierte im Bereich â¦ zur Thematik â¦ Am 31. Januar 2017 reiste er in die Schweiz ein, um in C beim Institut D ein Postdoktorat (Postdoc) zu absolvieren. Nach Beendigung seiner TÃ¤tigkeit fÃ¼r das Institut D per 31. August 2020 trat A per 1. September 2020 eine auf zwei Jahre befristete Stelle als wissenschaftlicher Mitarbeiter im Departement â¦ der Hochschule E/Kt. L an. Dort ist A im Bereich â¦ tÃ¤tig und widmet sich der Forschung. Am 16. August 2021 schloss er einen neuen Ã¶ffentlich-rechtlichen Arbeitsvertrag mit der Hochschule E ab, mit welchem sein ArbeitsverhÃ¤ltnis neu bis 31. August 2023 befristet wurde. Am 23. August 2022 wurde der Vertrag mit der Hochschule E bis 31. August 2024 verlÃ¤ngert. </p> <p class="Sachverhalt2"><b>B. </b>GestÃ¼tzt auf den bis 31. Januar 2019 befristeten Arbeitsvertrag mit dem Institut D erteilte das Migrationsamt des Kantons ZÃ¼rich A am 7. Februar 2017 eine Aufenthaltsbewilligung mit dem Vermerk "Ausbildung mit ErwerbstÃ¤tigkeit". Nach der Einreise seiner pakistanischen Ehefrau F (geboren 1995) und seiner Tochter G (geboren 2018) wurde diesen am 10. September 2018 ebenfalls eine Aufenthaltsbewilligung erteilt. Im Jahr 2019 wurde in H die Tochter I geboren. Nach VerlÃ¤ngerung der Anstellung beim Institut D wurde A und seiner Familie die Aufenthaltsbewilligung verlÃ¤ngert, letztmals mit GÃ¼ltigkeit bis 31. Januar 2021. Aufgrund des Stellenwechsels zur Hochschule E wurde A und seiner Familie neu per 28. Dezember 2020 anstelle der Aufenthaltsbewilligung eine Kurzaufenthaltsbewilligung L erteilt. Diese wurde zuletzt mit GÃ¼ltigkeit bis 14. Dezember 2022 verlÃ¤ngert. Mit Gesuch vom 4. MÃ¤rz 2022 beantragte A dem Migrationsamt die vorzeitige Erteilung einer Niederlassungsbewilligung. Mit Schreiben vom 10. MÃ¤rz 2022 teilte das Migrationsamt dem Gesuchsteller mit, die zeitlichen Voraussetzungen fÃ¼r die vorzeitige Erteilung einer Niederlassungsbewilligung seien nicht erfÃ¼llt. Ein beschwerdefÃ¤higer Entscheid kÃ¶nne innert zehn Tagen verlangt werden. Mit innert erstreckter Frist erstatteter Stellungnahme vom 9. Mai 2022 hielt A an seinem Gesuch fest. Am 27. Juni 2022 wies das Migrationsamt das Gesuch um vorzeitige Erteilung einer Niederlassungsbewilligung ab. </p> <p class="Sachverhalt1"><b>II. </b> </p> <p class="Urteilstext">Einen hiergegen von A am 2. August 2022 erhobenen Rekurs wies die Rekursabteilung der Sicherheitsdirektion am 18. Oktober 2022 ab. </p> <p class="Sachverhalt1"><b>III. </b> </p> <p class="Urteilstext">Mit Beschwerde vom 18. November 2022 beantragte A (nachfolgend: der BeschwerdefÃ¼hrer) dem Verwaltungsgericht, es sei die AbweisungsverfÃ¼gung des Migrationsamts ZÃ¼rich vom 27. Juni 2022 unter Kosten- und EntschÃ¤digungsfolgen (zuzÃ¼glich MWST) aufzuheben und ihm die Niederlassungsbewilligung zu erteilen.</p> <p class="Urteilstext">Das Migrationsamt erstattete keine Beschwerdeantwort, die Rekursabteilung der Sicherheitsdirektion verzichtete auf Vernehmlassung.</p> <p class="Urteilstext">Am 12. Januar 2023 teilte das Migrationsamt dem Verwaltungsgericht mit, dass dem BeschwerdefÃ¼hrer und seiner Familie eine bis 14. Dezember 2023 gÃ¼ltige Aufenthaltsbewilligung erteilt worden sei.</p> <p class="Einzug1"><span>Die Kammer</span><span> erwÃ¤gt:</span></p> <p class="Erwgung1"><b>1. </b> </p> <p class="Erwgung2">Mit der Beschwerde an das Verwaltungsgericht kÃ¶nnen Rechtsverletzungen einschliesslich Ermessensmissbrauch, ErmessensÃ¼berschreitung oder Ermessensunterschreitung und die unrichtige oder ungenÃ¼gende Feststellung des Sachverhalts gerÃ¼gt werden (§ 20 in Verbindung mit § 50 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 [VRG]).</p> <p class="Erwgung1"><b>2. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>2.1 </b>Die Beschwerdeschrift muss einen Antrag und dessen BegrÃ¼ndung enthalten (§ 54 Abs. 1 VRG). In der BegrÃ¼ndung muss dargelegt werden, inwiefern der angefochtene Entscheid an einem Rechtsmangel leidet. Dies setzt voraus, dass sich die Beschwerde substanziiert mit den massgeblichen ErwÃ¤gungen des angefochtenen Entscheids auseinandersetzt. BegnÃ¼gt sich der Rechtsvertreter der beschwerdefÃ¼hrenden Partei damit, die Rekursschrift â abgesehen von unwesentlichen Ãnderungen â als Beschwerdeschrift einzureichen, ist eine rechtsgenÃ¼gende Auseinandersetzung mit dem angefochtenen Entscheid von vornherein nicht mÃ¶glich (vgl. <span>Alain Griffel in: derselbe [Hrsg.], Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons ZÃ¼rich [VRG], 3. A., ZÃ¼rich etc. 2014, § 54 N. 4)</span>. Da das Verwaltungsgericht als eines der obersten kantonalen Gerichte nicht gehalten ist, gleich einer erstinstanzlichen BehÃ¶rde den angefochtenen Entscheid von Amtes wegen nach allen Seiten hin zu Ã¼berprÃ¼fen, ist auf eine Beschwerde nur insoweit einzutreten, als sie sich auch hinreichend mit den vorinstanzlichen ErwÃ¤gungen auseinandersetzt bzw. soweit sie keine Kopie der vor Vorinstanz eingereichten Rechtsschrift darstellt (vgl. VGr, 25. Mai 2022, VB.2021.00799, E. 2.1; VGr, 19. April 2017, VB.2017.00138, E. 2.4; VGr, 27. Januar 2016, VB.2015.00662, E. 1.1 [bestÃ¤tigt mit BGr, 21. MÃ¤rz 2016, 2C_221/2016, E. 2.2]). </p> <p class="Erwgung2"><b>2.2 </b>Die vorliegende Beschwerde entspricht in weiten Teilen der Rekursschrift vom 2. August 2022. Mangels rechtsgenÃ¼glicher Auseinandersetzung mit dem vorinstanzlichen Entscheid ist insoweit nicht auf die Beschwerde einzutreten, als sie eine praktisch wÃ¶rtliche Kopie der Rekursschrift darstellt. Dies betrifft insbesondere die inhaltlich von der Rekursschrift kopierten Randziffern 33â37, 39â43, 45â48, 50â56, 58â63, 65â68, 74â82, 84â86. </p> <p class="Erwgung2"><b>2.3 </b>Mit den ErwÃ¤gungen der Rekursabteilung der Sicherheitsdirektion, es liege kein Vertrauensschutztatbestand vor, welcher dazu fÃ¼hre, dass dem BeschwerdefÃ¼hrer die Niederlassungsbewilligung gestÃ¼tzt auf Art. 9 der Bundesverfassung vom 18. April 1999 (BV) zu erteilen wÃ¤re, setzt sich der BeschwerdefÃ¼hrer nicht auseinander. Einzig in Rz. 49 der Beschwerde beanstandet er, dass die Rekursabteilung wider besseres Wissen die Annahme getroffen habe, dass es sich bei den am Schalter des Migrationsamts erteilten AuskÃ¼nfte um AuskÃ¼nfte allgemeiner Natur zu den Voraussetzungen von Art. 34 Abs. 4 des <span>AuslÃ¤nder- und Integrationsgesetzes vom 16. Dezember 2005 (AIG) </span>gehandelt habe. Ob diese Annahme der Rekursabteilung zutrifft oder nicht, ist jedoch unerheblich: Das zentrale Argument der Vorinstanz, wonach der GesprÃ¤chsinhalt der behaupteten Konversation des BeschwerdefÃ¼hrers mit dem Schaltermitarbeiter des Migrationsamts nicht feststellen lasse, kommentiert der BeschwerdefÃ¼hrer nicht. Die Ã¼brigen AusfÃ¼hrungen zum Vertrauensschutz (Rz. 46â48, 50â56, 58â59) sind mit denjenigen vor Vorinstanz identisch, weshalb auf die Beschwerde insoweit nicht einzutreten ist (vgl. dazu E. 2.2). Auf die in diesem Zusammenhang angebotene Parteibefragung kann somit verzichtet werden. </p> <p class="Erwgung2"><b>2.4 </b>Nicht einzutreten ist namentlich auch auf die in der Beschwerde wÃ¶rtlich wiederholten AusfÃ¼hrungen des Rekurses zur Thematik, ob die BehÃ¶rden dem BeschwerdefÃ¼hrer im Rahmen des Ermessens eine Aufenthaltsbewilligung nach Art. 33 AIG hÃ¤tten ausstellen sollen und nicht eine Kurzaufenthaltsbewilligung nach Art. 32 AIG, was eine pflichtwidrige ErmessensausÃ¼bung darstelle. </p> <p class="Erwgung1"><b>3. </b> </p> <p class="Erwgung2">Umstritten bleibt damit, ob der BeschwerdefÃ¼hrer die zeitlichen Voraussetzungen von Art. 34 Abs. 4 in Verbindung mit Abs. 5 AIG erfÃ¼llt. </p> <p class="Erwgung2"><b><span>3.1 </span></b>GemÃ¤ss Art. 34 Abs. 4 AIG <span>kann </span>AuslÃ¤nderinnen und AuslÃ¤ndern die Niederlassungsbewilligung bereits nach einem ununterbrochenen Aufenthalt mit Aufenthaltsbewilligung wÃ¤hrend der letzten fÃ¼nf Jahre erteilt werden, wenn <span>keine WiderrufsgrÃ¼nde nach Art. 62 oder Art. 63 Abs. 2 AIG vorliegen, sie integriert sind </span>und sich gut in der am Wohnort gesprochenen Landessprache verstÃ¤ndigen kÃ¶nnen (vgl. Art. 34 Abs. 2 lit. b und c AIG). VorÃ¼bergehende Aufenthalte werden an den ununterbrochenen Aufenthalt in den letzten fÃ¼nf Jahren nach den AbsÃ¤tzen 2 lit. a und 4 nicht angerechnet. Aufenthalte zur Aus- oder Weiterbildung (Art. 27 AIG) werden angerechnet, wenn die betroffene Person nach deren Beendigung wÃ¤hrend zweier Jahre ununterbrochen im Besitz einer Aufenthaltsbewilligung fÃ¼r einen dauerhaften Aufenthalt war (Art. 34 Abs. 5 AIG). Aufenthalte zu Erwerbszwecken mit Aufenthaltsbewilligung werden in jedem Fall, d.<span> </span>h. unabhÃ¤ngig davon, ob ein befristeter oder unbefristeter Arbeitsvertrag vorlag, an die FÃ¼nfjahresfrist angerechnet (Weisungen des Migrationsamts ZÃ¼rich vom 22. Dezember 2022 betreffend Niederlassungsbewilligung, Ziff. 6.2). GemÃ¤ss Ziff. 3.5.3.2 der Weisungen <span>und ErlÃ¤uterungen des Staatssekretariats fÃ¼r Migration (SEM) zum AuslÃ¤nderbereich vom Oktober 2013 (Stand am 1. Februar 2023)</span> ist der Aufenthalt mit einer Kurzaufenthaltsbewilligung dem dauerhaften Aufenthalt mit einer Aufenthaltsbewilligung gleichgestellt, wenn <span>der Aufenthalt mit einer Kurzaufenthaltsbewilligung dauerhaften Charakter hatte, z.</span><span> </span><span>B. durch einen unbefristeten Arbeitsvertrag</span>,<span> oder die BehÃ¶rden und der betroffene AuslÃ¤nder von Anfang an vom Daueraufenthalt ausgegangen sind.</span><span> </span></p> <p class="Erwgung2"><b>3.2 </b>Die Vorinstanz erwog, die FÃ¼nfjahresfrist nach Art. 34 Abs. 4 AIG sei nur eingehalten, wenn der Aufenthalt des BeschwerdefÃ¼hrers als wissenschaftlicher Mitarbeiter bei der Hochschule E als "ununterbrochener Aufenthalt mit Aufenthaltsbewilligung" zu qualifizieren sei und Ã¼berdies sein Aufenthalt als Postdoktorand zeitlich angerechnet werden kÃ¶nne. Dabei schilderte die Vorinstanz zunÃ¤chst die Trias der vom BeschwerdefÃ¼hrer abgeschlossenen ArbeitsvertrÃ¤ge mit dem Institut D, den vom Amt fÃ¼r Wirtschaft und Arbeit des Kantons ZÃ¼rich (nachfolgend: AWA) erteilten Arbeitsbewilligungen und den vom Migrationsamt ZÃ¼rich erteilten Aufenthaltsbewilligungen: Der erste Arbeitsvertrag mit dem Institut D sei fÃ¼r die Dauer vom 1. Februar 2017 bis 31. Januar 2019 abgeschlossen worden. Das AWA habe darauf mit VerfÃ¼gung vom 19. Dezember 2016 eine auf 24 Monate befristete Arbeitsbewilligung erteilt und das Migrationsamt unter dem Titel "Kurzaufenthaltsbewilligung AuG" ersucht, das Gesuch zu bewilligen. Das Migrationsamt habe dem BeschwerdefÃ¼hrer hierauf eine Aufenthaltsbewilligung mit dem Zulassungscode 1351 (Aufenthaltsbewilligung fÃ¼r Doktoranden und Postdoktoranden, die wÃ¤hrend ihrer Ausbildung eine bezahlte Arbeit leisten) erteilt. Der Vertrag mit dem Institut D sei am 29. Oktober 2018 und am 11. November 2019 verlÃ¤ngert worden. In der letzten im Zusammenhang mit dem ArbeitsverhÃ¤ltnis mit dem Institut D erteilten Arbeitsbewilligung vom 12. November 2019 habe das AWA ausdrÃ¼cklich im Sinn einer Auflage bzw. Bedingung nach Art. 83 Abs. 3 der Verordnung vom 24. Oktober 2007 Ã¼ber Zulassung, Aufenthalt und ErwerbstÃ¤tigkeit (VZAE) festgehalten, dass die VerlÃ¤ngerung der Aufenthaltsbewilligung als Postdoktorand (Zulassungscode 1351) auf total 48 Monate erfolge. Insgesamt zeige dies, dass der BeschwerdefÃ¼hrer von Anfang an habe wissen mÃ¼ssen, dass sein Einsatz als Postdoktorand beim Institut D befristet gewesen sei und er an das Institut D als Arbeitgeberin gebunden gewesen sei. Entsprechend sei auch die WeiterbeschÃ¤ftigung bei dem Institut D jeweils vom vorgÃ¤ngigen Erhalt einer Aufenthaltsbewilligung abhÃ¤ngig gemacht worden. Bis zur Beendigung der Anstellung bei dem Institut D hÃ¤tten damit nie UmstÃ¤nde vorgelegen, die aus auslÃ¤nderrechtlicher Sicht GrÃ¼nde fÃ¼r eine berechtigte Annahme im Hinblick auf einen dauerhaften Aufenthalt des BeschwerdefÃ¼hrers in der Schweiz geboten hÃ¤tten. Die Ansicht des Migrationsamts, wonach der Aufenthalt des BeschwerdefÃ¼hrers als vorÃ¼bergehend zu qualifizieren sei, sei zu bestÃ¤tigen. Am 27. Juli 2020 habe der BeschwerdefÃ¼hrer schliesslich einen bis 31. August 2022 befristeten Arbeitsvertrag mit der Hochschule E abgeschlossen. Das SEM habe mit ZustimmungsverfÃ¼gung vom 14. Dezember 2020 zum Vorentscheid der zustÃ¤ndigen ArbeitsmarktbehÃ¶rde L die Zustimmung fÃ¼r die Erteilung einer Kurzaufenthaltsbewilligung fÃ¼r die Dauer von zwÃ¶lf Monaten erteilt. Auch dem Vorentscheid der ArbeitsmarktbehÃ¶rde L lasse sich die Befristung auf zwÃ¶lf Monate entnehmen und die Angabe des Zulassungscodes 2001 widerspiegle den Aufenthaltszweck (Kurzaufenthaltsbewilligung zur ErwerbstÃ¤tigkeit auf VZAE-Kontingent). Entsprechend habe das Migrationsamt, welches hinsichtlich der Bewilligungsart an den Entscheid der ArbeitsmarktbehÃ¶rde und des SEM gebunden sei, am 28. Dezember 2020 eine Kurzaufenthaltsbewilligung erteilt. Am 16. August 2021 habe der BeschwerdefÃ¼hrer mit der Hochschule E einen neuen Vertrag unterzeichnet mit neuem Anstellungsende am 31. August 2023. Unter denselben Bedingungen (arbeitsmarktlicher Vorentscheid, Zustimmung SEM und Migrationsdienst L, Zulassungscode 2001) sei die Kurzaufenthaltsbewilligung am 6. Dezember 2021, mit GÃ¼ltigkeit bis 14. Dezember 2022, verlÃ¤ngert worden. Mittlerweile sei der Arbeitsvertrag mit der Hochschule E erneut verlÃ¤ngert worden bis 31. August 2024. Am 19. September 2022 habe das SEM seine Zustimmung zum kantonalen Vorentscheid vom 7. September 2022 erteilt: Die Zustimmung sei neu unter den Voraussetzungen von Art. 20 Abs. 1 VZAE erteilt worden (Erteilung einer Aufenthaltsbewilligung im Rahmen der HÃ¶chstzahlen nach Anhang 2 Ziff. 1 Bst. a an AuslÃ¤nderinnen und AuslÃ¤nder, die nicht vom Geltungsbereich des FZA oder des EFTA-Ãbereinkommens erfasst werden). Dass damit der dauerhafte Charakter der ArbeitsverhÃ¤ltnisse und des Aufenthalts untermauert werde, treffe nicht zu. Vielmehr sei der Aufenthalt vom 7. Februar 2017 bis Dezember 2021 unabhÃ¤ngig der Regelung mittels Aufenthaltsbewilligung nur als vorÃ¼bergehend zu qualifizieren. SÃ¤mtliche ArbeitsvertrÃ¤ge seien lediglich befristet abgeschlossen worden. Auch sei nicht erstellt, dass das Ã¼blicherweise nach den Richtlinien der Hochschule E zunÃ¤chst befristete ArbeitsverhÃ¤ltnis nach fÃ¼nf Jahren in einen unbefristeten Arbeitsvertrag Ã¼berfÃ¼hrt werde. Hinweise auf eine beabsichtigte Festanstellung gingen auch nicht aus dem Zwischenzeugnis der Hochschule E vom 31. MÃ¤rz 2022 hervor. Dementsprechend seien auch sÃ¤mtliche involvierten Fachstellen (ArbeitsmarktbehÃ¶rde, SEM, Migrationsamt) von Anfang an nicht von einem Daueraufenthalt des BeschwerdefÃ¼hrers ausgegangen. Damit seien die zeitlichen Voraussetzungen fÃ¼r eine vorzeitige Erteilung der Niederlassungsbewilligung nicht erfÃ¼llt. </p> <p class="Erwgung2"><b>3.3 </b>Zu prÃ¼fen bleibt lediglich, ob dem zweijÃ¤hrigen Aufenthalt des BeschwerdefÃ¼hrers wÃ¤hrend seiner Anstellung bei der Hochschule E dauerhafter Charakter zukommt, obschon er nur im Besitz einer Kurzaufenthaltsbewilligung war. </p> <p class="Erwgung3"><b>3.3.1 </b>Kurzaufenthaltsbewilligungen werden nach Art. 32 Abs. 1 und 3 Satz 1 AIG fÃ¼r befristete Aufenthalte bis zu einem Jahr erteilt (vgl. auch Art. 18a Abs. 1 VZAE fÃ¼r befristete Aufenthalte mit ErwerbstÃ¤tigkeit) und kÃ¶nnen hÃ¶chstens bis zur Dauer von zwei Jahren verlÃ¤ngert werden, wohingegen Aufenthaltsbewilligungen nach Art. 33 Abs. 1 und 3 AIG fÃ¼r Aufenthalte mit einer Dauer von mehr als einem Jahr erteilt werden (vgl. auch Art. 18a Abs. 2 VZAE fÃ¼r befristete Aufenthalte mit ErwerbstÃ¤tigkeit) und unbeschrÃ¤nkt verlÃ¤ngert werden kÃ¶nnen. Kurzaufenthaltsbewilligungen sind fÃ¼r Aufenthalte zu erteilen, die von vornherein vorÃ¼bergehender Natur sind (Tamara NÃ¼ssle in: Martina Caroni/Thomas GÃ¤chter/Daniela Thurnherr [Hrsg.], Bundesgesetz Ã¼ber die AuslÃ¤nderinnen und AuslÃ¤nder [AuG], Bern 2010, Art. 32 N. 5; vgl. auch VGr, 4. September 2013, VB.2013.00418, E. 2.3). Eine Aufenthaltsbewilligung ist dagegen AuslÃ¤ndern zu erteilen, die sich dauernd, auf vorerst unbestimmte Zeit oder jedenfalls fÃ¼r eine Dauer von mindestens einem Jahr, in der Schweiz aufhalten wollen (Peter Uebersax/Stefan Schlegel, Einreise und Anwesenheit, in: derselbe et al. [Hrsg.], AuslÃ¤nderrecht, 3. A., Basel 2022, S. 221 ff., Rz. 9.397). Mit Blick auf die lediglich vorÃ¼bergehende Natur der Kurzaufenthaltsbewilligung und ihre Zweckbindung hat die auslÃ¤ndische Person die Schweiz sodann im Allgemeinen nach Ablauf der GÃ¼ltigkeitsdauer von einem Jahr wieder zu verlassen. Die erneute Erteilung einer (gleichartigen) Kurzaufenthaltsbewilligung ist â zur Vermeidung einer Umgehung des Kurzaufenthalterstatus (zum Beispiel mittels KettenarbeitsvertrÃ¤gen) â erst nach einem angemessenen Unterbruch des Aufenthalts in der Schweiz mÃ¶glich (Art. 32 Abs. 4 AIG in Verbindung mit Art. 56 VZAE; vgl. VGr, 5. April 2017, VB.2017.0025, E. 2.2 mit Hinweisen). FÃ¼r den Fall, dass der Aufenthaltszweck bei Ablauf der GÃ¼ltigkeitsdauer aus objektiven GrÃ¼nden noch nicht erreicht worden ist, kann die Kurzaufenthaltsbewilligung indes ausnahmsweise gemÃ¤ss Art. 32 Abs. 3 Satz 1 AIG bis zu einer Gesamtdauer von zwei Jahren verlÃ¤ngert werden, so insbesondere, wenn das Projekt, fÃ¼r dessen AusfÃ¼hrung die Bewilligung erteilt wurde, nicht fristgerecht zu Ende gefÃ¼hrt werden kann (NÃ¼ssle, Art. 32 N. 14). Ein Teil der Lehre hÃ¤lt dafÃ¼r, dass ein vorgesehener Aufenthalt von Ã¼ber einem Jahr zwingend mit einer Aufenthaltsbewilligung und nicht mit einer Kurzaufenthaltsbewilligung zu regeln sei, selbst wenn der Aufenthalt von vornherein befristet sei (Peter Bolzli in: Marc Spescha et al. [Hrsg.], Migrationsrecht, 5. A., ZÃ¼rich 2019, Art. 32 N. 2). Werde trotz unbefristet abgeschlossenem Arbeitsvertrag lediglich eine Kurzaufenthaltsbewilligung erteilt, so sei massgebend, ob der Kurzaufenthalter nach Treu und Glauben von der regelmÃ¤ssigen VerlÃ¤ngerung der Bewilligung habe ausgehen dÃ¼rfen und sich demzufolge auf einen lÃ¤ngerfristigen Verbleib in der Schweiz habe einrichten dÃ¼rfen. In diesem Sinn kÃ¶nne unter UmstÃ¤nden auch die auf eine "L-Bewilligung" gestÃ¼tzte Anwesenheit eines ErwerbstÃ¤tigen an die FÃ¼nfjahresfrist nach Art. 34 Abs. 4 AIG angerechnet werden (Bolzli, Art. 34 N. 21 mit Verweis auf den Rekursentscheid der Sicherheitsdirektion Nr. 2015.0275 vom 29. Juli 2015; Peter Bolzli in: derselbe/Lisa Rudin/Sven Gretler, Migrationsrecht, PREM, ZÃ¼rich 2022, Rz. 4.25). In einem am 14. Mai 2020 (VB.2019.00605, E. 3.3.3 und E. 3.4) entschiedenen Fall prÃ¼fte das Verwaltungsgericht ebenfalls, ob sich der BeschwerdefÃ¼hrer (mit Aufenthaltsbewilligung zur Ausbildung) auf einen lÃ¤ngerfristigen Aufenthalt in der Schweiz einrichten durfte. Dabei gelangte es zum Schluss, der betroffene BeschwerdefÃ¼hrer habe von Anfang an erkennen mÃ¼ssen, dass sein Aufenthalt aus Sicht der BewilligungsbehÃ¶rden als vorÃ¼bergehend, namentlich bis zum Abschluss seiner Ausbildung an der ETH ZÃ¼rich, betrachtet worden sei. Der Aufenthaltszweck sei die Ausbildung gewesen, woran nichts Ã¤ndere, dass er daneben sowohl bei der ETH ZÃ¼rich als auch bei einer Fachhochschule angestellt gewesen sei und einen regelmÃ¤ssigen Verdienst erwirtschaftet habe. Da der BeschwerdefÃ¼hrer nicht Ã¼ber eine Aufenthaltsbewilligung zum dauerhaften Aufenthalt verfÃ¼ge, seien die zeitlichen Voraussetzungen von Art. 34 Abs. 5 AIG nicht erfÃ¼llt. </p> <p class="Erwgung3"><b>3.3.2 </b>Massgeblich ist somit, ob der Aufenthalt des BeschwerdefÃ¼hrers zu Erwerbszwecken <i>ex ante</i> betrachtet von Anfang an auf lÃ¤ngere Zeit angelegt oder nur vorÃ¼bergehender Natur war. Dies ergibt sich einerseits aus dem konkret abgeschlossenen Arbeitsvertrag sowie aus der â gestÃ¼tzt auf dieses ArbeitsverhÃ¤ltnis â von der MigrationsbehÃ¶rde erteilten Bewilligung andererseits. Zu beleuchten ist daher vorab das konkrete ArbeitsverhÃ¤ltnis. </p> <p class="Erwgung4"><b>3.3.2.1 </b>Nach Beendigung seiner TÃ¤tigkeit bei dem Institut D schloss der BeschwerdefÃ¼hrer am 21./27. Juli 2020 mit der Hochschule E einen bis 31. August 2022 befristeten (Ã¶ffentlich-rechtlichen) Arbeitsvertrag mit der Funktion "Wissenschaftlicher Mitarbeiter" zu einem BeschÃ¤ftigungsgrad von 100 %. Am 16. August 2021 wurde dieser Vertrag durch einen neuen Vertrag ersetzt, wobei das Vertragsende auf den 31. August 2023 festgesetzt wurde. Am 23. August 2022 wurde die Anstellung erneut mutiert und der Arbeitsvertrag bis 31. August 2024 verlÃ¤ngert. GemÃ¤ss Schreiben von Prof. J vom 17. November 2022 ziehe die Hochschule E in Betracht, die Anstellung des BeschwerdefÃ¼hrers bis am 31. August 2025 zu verlÃ¤ngern. Der BeschwerdefÃ¼hrer habe sich als eine SchlÃ¼sselperson etabliert. In Bezug auf die anstehenden Forschungsprojekte sei die Fachhochschule auf die eminenten Kompetenzen des BeschwerdefÃ¼hrers und sein rares Profil weiterhin angewiesen. Die Hochschule E kÃ¶nne sich ein lÃ¤ngerfristiges Engagement mit dem BeschwerdefÃ¼hrer sehr gut vorstellen, d.<span> </span>h. auch Ã¼ber die VerlÃ¤ngerung bis 31. August 2025 hinaus. Die Anstellung habe fÃ¼r beide Parteien stets einen dauerhaften Charakter gehabt. </p> <p class="Erwgung4"><b>3.3.2.2 </b>Die vom BeschwerdefÃ¼hrer mit der Hochschule E abgeschlossenen ArbeitsvertrÃ¤ge waren stets befristet. Aus dem fÃ¼r alle Kategorien von wissenschaftlichen Mitarbeiter geltenden Stellenprofil gemÃ¤ss<i> Richtlinie zur Anstellung und FÃ¶rderung der Mitarbeitenden an der Hochschule E </i>(nachfolgend: Richtlinie Hochschule E) sind die Stellen in der Regel auf zwei bis drei Jahre befristet. Eine befristete Anstellung als wissenschaftlicher Mitarbeiter dauert maximal fÃ¼nf Jahre. Bei umfassender interner Leitungs-, Lehr- bzw. Koordinationsfunktion kÃ¶nnen unbefristete Stellen fÃ¼r wissenschaftliche Mitarbeitende geschaffen werden (Ziff. 2.4 und Anhang I der Richtlinie Hochschule E). Die grundsÃ¤tzliche Befristung solcher ArbeitsverhÃ¤ltnisse ergibt sich aufgrund der Art der Arbeit eines Postdoktoranden oder eines wissenschaftlichen Mitarbeiters, welche insbesondere das Forschen, Publizieren und Weiterbilden im universitÃ¤ren Umfeld oder hier â auf Stufe der Hochschule E â umfasst. WÃ¤hrend dem wissenschaftlichen Mitarbeiter ermÃ¶glicht wird, durch befristete ArbeitsverhÃ¤ltnisse sein wissenschaftliches Profil abzurunden, kann die UniversitÃ¤t oder Fachhochschule den befristet angestellten Mitarbeiter gezielt fÃ¼r Projekte einsetzen, deren Laufzeit oft schwierig zu bestimmen ist. Durch VerlÃ¤ngerung der Laufdauer des Arbeitsvertrags kann flexibler auf die spezifische Projektdauer reagiert werden. Die Aneinanderreihung mehrerer befristeter ArbeitsvertrÃ¤ge stellt diesfalls auch keinen aus arbeitsrechtlicher Sicht verpÃ¶nten Kettenarbeitsvertrag dar. Auch die Hochschule E macht die WeiterfÃ¼hrung des ArbeitsverhÃ¤ltnisses des BeschwerdefÃ¼hrers bzw. die Umwandlung dessen ArbeitsverhÃ¤ltnisses von einer befristeten in eine unbefristete Anstellung davon abhÃ¤ngig, ob genÃ¼gend Projekte vorhanden sind. So fÃ¼hren Prof. J und K im Zwischenzeugnis des BeschwerdefÃ¼hrers vom 31. MÃ¤rz 2022 aus, sofern der Kompetenzbereich nach wie vor genÃ¼gend Arbeit (bzw. Projekte) aufweise und die geleistete Arbeit von A weiterhin zufriedenstellend sei, werde zu gegebener Zeit eine unbefristete Anstellung geprÃ¼ft und vom Kompetenzbereichsleiter vorgeschlagen. Die definitive Entscheidung liege bei der Departementsleitung.</p> <p class="Erwgung4">Aus dem Gesagten erhellt, dass der Aufenthalt des BeschwerdefÃ¼hrers bei Abschluss des ersten Arbeitsvertrags mit der Hochschule E klar auf eine bestimmte Dauer (anfÃ¤nglich zwei Jahre) ausgerichtet war. Auch die ihm erteilte Kurzaufenthaltsbewilligung deutete darauf hin, dass der Aufenthalt zunÃ¤chst begrenzt sein wÃ¼rde. Dass das ArbeitsverhÃ¤ltnis in der Folge mehrfach verlÃ¤ngert wurde, war im Zeitpunkt der Erteilung der Kurzaufenthaltsbewilligung weder fÃ¼r den BeschwerdefÃ¼hrer noch fÃ¼r das Migrationsamt absehbar. Der BeschwerdefÃ¼hrer durfte sich daher beim Stellenantritt bei der Hochschule E nicht auf einen dauerhaften Aufenthalt in der Schweiz einstellen. Ãber eine Aufenthaltsbewilligung zum dauerhaften Aufenthalt verfÃ¼gt der BeschwerdefÃ¼hrer somit erst seit dem 12. Januar 2023 (bzw. rÃ¼ckwirkend gÃ¼ltige Aufenthaltsbewilligung ab 15. Dezember 2022); die zeitlichen Voraussetzungen von Art. 34 Abs. 4 in Verbindung mit Abs. 5 AIG sind demnach nicht erfÃ¼llt. Die vorzeitige Erteilung der Niederlassungsbewilligung ist daher abzulehnen. </p> <p class="Urteilstext">Demzufolge ist die Beschwerde abzuweisen, soweit darauf einzutreten ist.</p> <p class="Erwgung1"><b>4. </b> </p> <p class="Urteilstext">AusgangsgemÃ¤ss sind die Gerichtskosten dem BeschwerdefÃ¼hrer aufzuerlegen (§ 65a Abs. 2 in Verbindung mit § 13 Abs. 2 Satz 1 VRG) und steht ihm keine ParteientschÃ¤digung zu (§ 17 Abs. 2 VRG).</p> <p class="Erwgung1"><b>5. </b> </p> <p class="Urteilstext">Weil auf die vorzeitige Erteilung der Niederlassungsbewilligung kein Anspruch besteht, ist gegen das vorliegende Urteil bloss die subsidiÃ¤re Verfassungsbeschwerde gemÃ¤ss Art. 113 ff. des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (BGG) zulÃ¤ssig (Art. 83 lit. c Ziff. 2 BGG; vgl. auch BGr, 17. Mai 2022, 2C_367/2022, E. 2.1).</p> <p class="Einzug1"><span>DemgemÃ¤ss erkennt <span>die Kammer</span>:</span></p> <p class="Einzug2"><span>1. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird.</span></p> <p class="Einzug2"><span>2. Die GerichtsgebÃ¼hr wird festgesetzt auf <br/> Fr. 2'000.--; die Ã¼brigen Kosten betragen:<br/> <u>Fr. 70.--</u> Zustellkosten,<br/> <u>Fr. 2'070.--</u> Total der Kosten.</span></p> <p class="Einzug2"><span>3. Die Gerichtskosten werden dem BeschwerdefÃ¼hrer auferlegt. </span></p> <p class="Einzug2"><span>4. Eine ParteientschÃ¤digung wird nicht zugesprochen.</span></p> <p class="Einzug2"><span>5. Gegen dieses Urteil kann Beschwerde im Sinn der ErwÃ¤gungen erhoben werden. Die Beschwerde ist innert 30 Tagen, von der Zustellung an gerechnet, beim Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, einzureichen.</span></p> <p class="Einzug2"><span>6. Mitteilung an:<br/> a) die Parteien;<br/> b) die Rekursabteilung der Sicherheitsdirektion;<br/> c) das Staatssekretariat fÃ¼r Migration (SEM).</span></p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>