<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="cell small-12 contentContainer printArea"> <div><table><tr><td colspan="2"><p class="Normal Heading1"><span id="_GoBack"></span><span class="Normal Heading1">Sozialversicherungsgericht</span></p><p class="Normal Heading1"><span class="Normal Heading1">des Kantons Zürich</span></p></td><td><p class="Normal Heading1"></p></td></tr><tr><td><p class="Normal Heading1"><br/></p></td><td colspan="2"><p><span>IV.2014.01285</span></p><p><br/></p><p><br/></p><p></p></td></tr></table><p><br/></p><p>I. Kammer</p><p>Sozialversicherungsrichterin Grünig, Vorsitzende</p><p>Sozialversicherungsrichter Spitz</p><p>Ersatzrichter Wilhelm</p><p>Gerichtsschreiberin Bonetti</p><p class="Normal Heading2"><span class="Normal Heading2">Urteil vom 30. August 2016</span></p><p class="Normal StandardEinzug"><span class="Normal StandardEinzug">in Sachen</span></p><p class="Normal StandardFett RubrumFett"><span class="Normal StandardFett RubrumFett">X.___</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Beschwerdeführerin</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">vertreten durch Rechtsanwalt Dr. Kreso Glavas</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Advokatur Glavas AG</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Markusstrasse 10, 8006 Zürich</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">gegen</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardFett RubrumFett"><span class="Normal StandardFett RubrumFett">Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Beschwerdegegnerin</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Sachverhalt:</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.</span><span> </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">X.___, geboren 1967, hatte nach der zweijährigen Lehre als Verkäufe</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rin diverse Arbeitsstellen inne (Urk. 7/1/3, 7/6/6, 7/44/5). Nach einem Autoun</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">fall im November 1989 (vgl. Urk. 7/6/37 f.) meldete sie sich im Februar 1991 wegen Beschwerden im Zusammenhang mit der Hals-/Lendenwirbelsäule bei der Eidgenössischen Invalidenversicherung an (Urk. 7/1). Diese zog die Akten der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt (Suva) bei (Urk. 7/6) und sprach ihr rückwirkend ab November 1990 eine ganze Invalidenrente zu (Urk. 7/13), welche sie im Revisionsverfahren im Frühjahr 1992 bestätigte (Urk. 7/18, 7/21, 7/22/5). Nachdem die Suva ihre Leistungen im Juni 1992 gestützt auf das neu</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rologische Gutachten von Dr. med. Y.___ (Urk. 7/23) eingestellt hatte (Urk. 7/24/1), gab die Eidgenössische Invalidenversicherung ein psychiatrisches Gutachten bei Dr. med. Z.___ in Auftrag (Urk. 7/30). Dieses datiert vom 16. April 1993 (Urk. 7/44/11 ff.). Parallel dazu leistete sie Kostengutsprache für eine zweijährige Handelsausbildung (Urk. 7/35, 7/41) und sprach der Versicherten ein Taggeld zu (Urk. 7/42-43 und 7/46). Nach Abschluss der Umschulung arbeitete diese von April 1995 bis Februar 1996 zu 100 bzw. 80 % als Sach</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">bearbeiterin (Urk. 7/48/1, 7/49/1, 7/56/1).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Im März 1996 stellte die Versicherte wegen zunehmender Beschwerden erneut ein Leistungsbegehren bei der Eidgenössischen Invalidenversicherung (Urk. 7/51). Die im September 1996 angetretene Teilzeitstelle als Mitarbeiterin Empfang/Telefon verlor sie Ende Jahr wieder (Urk. 7/61-63). Nicht zustande kam die von der Eidgenössischen Invalidenversicherung geplante berufliche Abklärung, da die Versicherte im Frühjahr 1997 an der Schulter operiert wurde und nach der zweiten Heirat im Januar 1998 ihr erstes Kind zur Welt brachte (Urk. 7/75, 7/100/15, 7/100/13). Im polydisziplinären Gutachten der MEDAS A.___ vom 22. Juni 1999 wurde der Versicherten aufgrund der psychopathologischen und rheumatologischen Befunde eine Arbeitsfähigkeit von 30 % als kaufmännische Angestellte bzw. von 50 % in angepassten Tätig</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">keiten attestiert (Urk. 7/100/20). Ferner wurde im Abklärungsbericht vom </span><br/><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">21. März 2000 die Einschränkung im Haushalt inkl. Mithilfe im Familienbetrieb auf 27 % geschätzt und die Versicherte als nach der Geburt zu 100 % im Aufgaben</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">bereich tätig qualifiziert (Urk. 7/108). Endlich verfügte die Sozial-versicherungs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">anstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle (nachfolgend: IV-Stelle), am 16. Oktober 2000 eine befristete ganze Invalidenrente von Februar 1997 bis Januar 1998 (Urk. 7/115). Die beim Sozialversicherungsgericht eingereichte Beschwerde zog die Versicherte später zurück (Urk. 7/102/1).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Im Mai 2001 ersuchte die Versicherte um Wiederaufnahme der beruflichen Mass</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nahmen (Urk. 7/121). Als sie im August 2001 mitteilte, sie müsse nochmals an der Schulter operiert werden und sei mit der Mithilfe im Betrieb, dem Haus</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">halt sowie der Kinderbetreuung ausgelastet (Urk. 7/123/3), wurde die Berufsbe</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ratung eingestellt (Urk. 7/126). Mit Schreiben vom 17. April 2002 machte der Hausarzt der Versicherten sodann eine Verschlechterung ihres Gesundheitszu</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">standes geltend (Urk. 7/128). Im hierauf von der IV-Stelle eingeholten Haus</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">haltsabklärungsbericht vom 2. Juni 2003 wurde festgehalten, die Versicherte wäre ohne gesundheitliche Einschränkungen seit August 2002 zu 50 % erwerbstätig (Urk. 7/137/7). Des Weiteren attestierte ihr Dr. med. B.___ im psychiatrischen Gutachten vom 15. November 2004 mangels psychiatrischer Diagnose eine volle Arbeitsfähigkeit (Urk. 7/158/5). Dementsprechend verneinte die IV-Stelle mit Einspracheentscheid vom 12. Mai 2005 einen erneuten Ren</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tenanspruch (Urk. 7/161, 7/164, 7/173). Das Sozialversicherungsgericht wies die Sache indessen in Gutheissung der dagegen erhobenen Beschwerde mit Urteil vom 30. November 2006 zur weiteren Abklärung und neuen Entscheidung an die IV-Stelle zurück (Urk. 7/182).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.4</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Inzwischen hatte sich die Versicherte von ihrem Ehemann getrennt. Das gemein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">same Kind lebte ab Mai 2006 bei ihm bzw. im Internat (Urk. 7/207/2, 7/207/6). Ferner schloss sie im Oktober 2007 eine Ausbildung zur Kosmetikerin ab (Urk. 7/202/2-3). Die IV-Stelle beauftragte währenddessen das C.___ mit weiteren Abklärungen. Im polydisziplinären Gut</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">achten vom 18. März 2008 wurde ein seit 16. Oktober 2000 im Wesentlichen unveränderter Gesundheitszustand festgestellt. Aufgrund der Borderline-Persönlichkeitsstörung sei die Versicherte als kaufmännische Angestellte zu 30 %, in einer behinderungsangepassten Tätigkeit zu 50 % arbeitsfähig (Urk. 7/199/53-54). Im Zeitpunkt der dritten Haushaltsabklärung war die Ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sicherte sodann erneut verheiratet und schwanger mit Geburtstermin im März 2010. Die Einschränkung im Aufgabenbereich wurde im Bericht vom 29. Oktober 2009 auf 31.62 % geschätzt. Der Erwerbsanteil wurde auf 50 % ab Oktober 2000, 80 % ab Mai 2006 und 0 % ab März 2010 festgelegt (Urk. 7/207/1, 3 und 11 ff.). Mit Verfügung vom 6. Mai 2010 sprach die IV-Stelle der Versicherten deshalb rückwirkend ab August 2006 eine Viertelsrente zu (Urk. 7/221).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.5</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Kurz nach der Geburt des zweiten Kindes am 16. Februar 2010 (Urk. 7/223) nahm die IV-Stelle weitere Abklärungen an die Hand (vgl. Urk. 7/219 ff.). Sie holte insbesondere einen Bericht bei der D.___ (D.___; Urk. 7/229) ein und veranlasste erneut eine Haushaltsabklärung. Im Bericht vom 23. Mai 2011 wurde die Versicherte mit einer Einschränkung von 30.71 % als zu 100 % im Aufgabenbereich tätig qualifiziert unter Hinweis darauf, dass sie das Kind mit zwei Jahren an 2½ Tagen pro Woche in die Krippe geben würde (Urk. 7/231/6). Wie im Vorbescheid angekündigt (Urk. 7/234) hob die IV-Stelle hierauf die Rente mit Verfügung vom 23. September 2011 auf das Ende des der Zustellung folgenden Monats auf (Urk. 7/247).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.6</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">In der Neuanmeldung vom 19. April 2012 machte die Versicherte rheumatische Beschwerden am ganzen Körper, chronische Schulter-/Nackenschmerzen beid</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">seits sowie eine psychische Erkrankung geltend (Urk. 7/249). Die IV-Stelle holte einen Auszug aus dem Individuellen Konto (Urk. 7/253) sowie Berichte der D.___ (Urk. 7/254, 7/282) und der behandelnden Chiropraktiker (Urk. 7/256, 7/283) ein. Auf eine erneute Haushaltsabklärung (Urk. 7/260) wurde – nach umfang</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">reicher Korrespondenz zwischen IV-Stelle und Anwalt der Versicherten (Urk. 7/261, 7/264, 7/266, 7/267, 7/271, 7/275) sowie Abklärungen zum Ein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">kommen von deren Ehemann (Urk. 7/271-272, 7/276-278, 7/280-281) – ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">zichtet. Gestützt auf die Stellungnahme des Regionalen Ärztlichen Dienstes vom 24. April 2014 (Urk. 7/287/6) kündigte die IV-Stelle der Versicherten mit Vor</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">bescheid vom 25. August 2014 die Verneinung eines erneuten Rentenspruchs an (Urk. 7/288). Dagegen erhob die Versicherte Einwand (Urk. 7/290, 7/293). Letzt</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">lich verneinte die IV-Stelle einen erneuten Rentenanspruch mit Verfügung vom 4. November 2014 (Urk. 7/295).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Gegen diese Verfügung erhob die Versicherte am 2. Dezember 2014 – unter Beilage weiterer Arztberichte (Urk. 3/3-4) – Beschwerde und beantragte, ihr mindestens eine halbe Rente zuzusprechen. Eventualiter sei die IV-Stelle zu verpflichten, eine polydisziplinäre Abklärung durchzuführen (Urk. 1 S. 2). Die Beschwerdegegnerin schloss in der Beschwerdeantwort vom 27. Januar 2015 auf Abweisung der Beschwerde (Urk. 6).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Das Gericht zieht in Erwägung:</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">O</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">b nach </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Einstellung der Invalidenrente per</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Ende Oktober 2011</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> erneut ein Renten</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">anspruch entstanden ist</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">, </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">beurteilt sich in analoger Anwendung der für die Rentenrevision geltenden Regeln. Massgeblich ist demnach, ob eine wesent</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">liche Änderung in den tatsächlichen Verhältnissen eingetreten ist, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit den Rentenanspruch zu beeinflussen.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> Dabei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> ist die Rente nicht nur bei einer wesentlichen Änderung des Gesundheitszustan</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">des, sondern auch dann revidierbar, wenn sich die erwerblichen Auswirkungen des an sich gleich gebliebenen Gesundheitszustandes erheblich verändert haben (BGE 130 V 343 E. 3.5 mit Hinweisen). Eine Veränderung der gesundheitlichen Verhältnisse liegt auch bei gleich gebliebener Diagnose vor, wenn sich ein Leiden in seiner Intensität und in seinen Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit verändert hat (Urteile des Bundesgerichts 9C_261/2009 vom 11. Mai 2009 E. 1.2 und I 212/03 vom 28. August 2003 E. 2.2.3). </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Ebenso ist unter Umständen ein Revisionsgrund </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gegeben, wenn eine andere Art der Bemessung der Invalidität zur Anwendung gelangt</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">(</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">vgl. dazu </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">BGE 113 V 273 E. 1a mit Hinweisen; Urteil des Bundesgerichts I 850/05 vom 21. August 2006 E. 4.1).</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Dagegen stellt die bloss unterschiedliche Beurteilung der Auswirkungen eines im Wesentlichen unverändert gebliebenen Gesundheitszustandes auf die Arbeitsfähigkeit für sich allein genommen keinen Revisionsgrund dar</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">BGE 133 V 108</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">)</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">In</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> zeitlicher Hinsicht </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">bildet </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">die letzte, auf einer materiellen Prüfung des Renten</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">anspruchs beruhende, rechtskräftige Verfügung den Ausgangspunkt - hier der </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">23. September 2011</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> - und die streitige Verfügung den Endpunkt </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">–</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">hier der </span><br/><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4. November 2014</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> - für die Beurteilung, ob eine solche Änderung eingetreten</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> ist (vgl. Art. 17 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozial</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">versicherungsrechts [ATSG]; Urteil des Bundesgerichts 8C_37/2013 vom 25. April 2013 E. 3. mit Hinweis auf </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">BGE 133 V 263 und 108</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">,</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> 130 V 71).</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> Ist die Verwaltung wie vorliegend auf die Neuanmeldung eingetreten (vgl. dazu </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Art. 87 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Abs. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">2 und 3 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">der Verordnung über die Invalidenversicherung [IVV] und </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">BGE 130 V 64 E. 5.2.5</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">), </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">hat sie </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">alsdann </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gestützt auf den Untersuchungsgrundsatz von Amtes wegen für die richtige und vollständige Abklärung des rechtserheb</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">lichen Sachverhaltes zu sorgen (Art. 43 ATSG, Art. 57 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung [IVG]</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> in Verbindung mit Art. 69 ff. IVV; SVR 2006 IV Nr. 10 S. 39 E. 4.1 [I 457/04]; vgl. auch BGE 117 V 198 E. 3</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">a).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">2.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die Beschwerdegegnerin erwog in der angefochtenen Verfügung, es sei anzu-neh</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">men, die Beschwerdeführerin hätte als Gesunde am 16. Februar 2012 wieder eine Erwerbstätigkeit mit einem Pensum von 50 % aufgenommen. Im Übrigen sei weiterhin auf das C.___-Gutachten vom 18. März 2008 abzustellen (Urk. 2). In der Beschwerdeantwort machte sie ferner geltend, dass gegebenen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">falls die Überwindbarkeit zu prüfen wäre (Urk. 6).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die Beschwerdeführerin hielt dem entgegen, sie sei angesichts des Geldmangels und der Einsamkeit ab dem 16. Februar 2012 als voll erwerbstätig zu qualifi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">zieren (Urk. 1 S. 3 und 5). Da ihr die D.___ eine volle Arbeitsunfähigkeit in jeder Tätigkeit bescheinigt habe und zusätzlich somatische Beschwerden der linken Schulter, der Wirbelsäule und Daumengelenke bestünden, sei zudem ein neues polydisziplinäres Gutachten einzuholen (Urk. 1 S. 3 f.). Beim Einkommensver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gleich sei von einem Valideneinkommen von Fr. 66‘798.66 auszugehen. Reali</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tätsfremd sei das Invalideneinkommen von Fr. 30‘059.35, zumal ihr kein Stress und nur wenig Interaktionen mit anderen Personen zumutbar seien (Urk. 1 S. 6).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Parteien sind sich somit einig, dass die Beschwerdeführerin, ohne gesundheit</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">liche Einschränkungen ihre Erwerbtätigkeit Mitte Februar 2012 wie</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">der aufgenommen hätte. Da sie nach der Geburt der Tochter Mitte Februar 2010 als zu 100 % im Aufgabenbereich qualifiziert wurde (Urk. 7/115), führt dies zur Anwendbarkeit einer neuen Methode der Invaliditätsbemessung. Strittig ist indessen, ob sie in einem Vollzeit- oder 50%-Pensum arbeiten würde.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Bei erwerbstätigen Versicherten ist der Invaliditätsgrad gemäss Art. 16 ATSG in Verbindung mit Art. 28a Abs. 1 IVG aufgrund eines Einkommensvergleichs zu bestimmen. Dazu wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sog. Invalideneinkom</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">men), in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (sog. Valideneinkommen). Bei Versicher</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ten, die nur zum Teil erwerbstätig und daneben im Aufgabenbereich tätig sind, wird die Invalidität für diese Tätigkeit nach Art. 28a Abs. 2 IVG festgelegt. Danach wird darauf abgestellt, in welchem Masse sie unfähig sind, sich im Auf</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gabenbereich zu betätigen. In diesem Fall sind der Anteil der Erwerbstätigkeit und der Anteil der Tätigkeit im Aufgabenbereich festzulegen und der Invalidi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tätsgrad entsprechend der Behinderung in beiden Bereichen zu bemessen </span><br/><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">(Art. 28a Abs. 3 IVG; gemischte Methode der Invaliditätsbemessung). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Invaliditätsbemessung nach der gemischten Methode </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">bildete </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Gegenstand in einem vor dem Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR) anhängig gemachten Verfahren. Mit Arrêt Di Trizio gegen die Schweiz vom 2. Februar 2016 (7186/09) erkannte die zweite Kammer des EGMR, dass die dort beanstan</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">dete Invaliditätsbemessungsmethode bei einer Versicherten, </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">die</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> ohne gesund</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">heitliche Einschränkungen nach der Geburt ihrer Zwillinge nur noch teilzeitlich erwerbstätig gewesen wäre und deshalb in einem Rentenrevisionsverfahren ihren Anspruch auf eine Invalidenrente verlor, im Ergebnis Art. 14 der Europä</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ischen Menschenrechtskonvention (EMRK; Diskriminierungsverbot) und Art. 8 EMRK (Recht auf Achtung des Privat- und Familienlebens) verletze. Ob und gegebenenfalls inwiefern </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">dieses Urteil </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Auswirkungen auf die </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">bundesgerichtliche </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Rechtsprechung zur Invaliditätsbemessung nach der gemischten Methode zur Folge haben wird, is</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">t noch ungewiss (vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_912/2015 vom 18. April 2016 E. 2.2). Für die vorliegend strittige Statusfrage spielt das Urteil indes keine Rolle (vgl. Urteile des Bundesgerichts 9C_645/2015 vom 3. Februar 2016 und 8C_543/2015 vom 12. Februar 2016). Ohnehin hielt das Bundesgericht dafür, dass kein Anlass bestehe, die gemischte Invaliditäts</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">bemessung nicht (zumindest vorläufig) weiterhin anzuwenden, jedenfalls bei einem klaren Fall fehlender Invalidität (vorerwähntes Urteil 8C_912/2015 </span><br/><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">E. 4.4).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Ob eine versicherte Person als ganztägig oder zeitweilig erwerbstätig oder als nichterwerbstätig einzustufen </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ist, </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ergibt sich aus der Prüfung, was die Person bei im Übrigen unveränderten Umständen täte, wenn keine gesundheitliche Beeinträchtigung bestünde. Entscheidend ist nicht, welches Ausmass der Erwerbstätigkeit der versicherten Person im Gesundheitsfall zugemutet werden könnte, sondern in welchem Pensum sie hypothetisch, das heisst ohne Gesund</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">heitsschaden, aber bei sonst gleichen Verhältnissen, erwerbstätig wäre (Art. 27</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">bis</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">IVV; </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">BGE 133 V 504 E. 3.3 mit Hinweisen).</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Statusfrage beurteilt sich praxisgemäss nach den Verhältnissen, wie sie sich bis zum Erlass der </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">V</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">erfügung entwickelt haben. Dabei sind die konkrete Situation und die Vorbringen der versicherten Person nach Massgabe der allgemeinen Lebenserfahrung zu würdi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gen. Für die hypothetische Annahme einer im Gesundheitsfall ausgeübten (Teil-)Erwerbstätigkeit ist der im Sozialversicherungsrecht übliche Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit erforderlich (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">BGE 137 V 334</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> E. 3.2, </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">130 V 393</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> E. 3.3, </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">125 V 146</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> E. 2c, je mit Hinweisen).</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Bei im Haushalt tätigen </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">versi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">cherten Personen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> im Besonderen (vgl. Art. 27 IVV) sind die persönlichen, fami</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">liären, sozialen und erwerblichen Verhältnisse ebenso wie allfällige Erziehungs- und Betreuungsaufgaben gegenüber Kindern, das Alter, die beruflichen Fähig</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">keiten und die Ausbildung sowie die persönlichen Neigungen und Begabungen zu berücksichtigen (Urteil des Bundesgerichts 9C_915/2012 vom 15. Mai 2013 mit Hinw</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">eisen auf BGE 133 V 504 E. 3.3).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Bei der Beantwortung der Statusfrage handelt es sich folglich zwangsläufig um eine hypothetische Beurteilung, die auch hypothetische Willensentscheidungen der versicherten Person zu berücksichtigen hat. Diese sind als innere Tatsachen einer direkten Beweisführung indessen nicht zugänglich und müssen in </span><br/><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">aller Regel aus äusseren Indizien erschlossen werden (vorerwähntes Urteil 9C_645/2015 E. 2.4 mit Hinweisen). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.4</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Beschwerdegegnerin legte ihrer Argumentation die Stellungnahme des inter</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nen Abklärungsdienstes vom 11. September 2013 zugrunde. Dieser stütze sich auf den Abklärungsbericht von 2011 sowie das Gerichtsurteil vom 30. Juni 2006, das auf dem Abklärungsbericht von 2003 beruhte (Urk. 7/287/4).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Beschwerdeführerin wies demgegenüber auf die interne E-Mail-Korrespon</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">denz mit der Beschwerdegegnerin hin und betonte, ihr Ehemann fände keine adäquate Anstellung, während sie sich geniere, vom Sozialamt abhängig zu sein. Sie sei es leid, jeden Franken umdrehen zu müssen, und leide unter der Einsamkeit. Es entspreche nicht mehr der Realität, dass Mütter bloss hinter dem Herd sitzen würden, und die Kinderbetreuung könnte durch Hort und ihren nicht ständig arbeitenden Ehemann einfach bewerkstelligt werden (Urk. 1 S. 5).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.5</span><span> </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.5.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">In den Akten findet sich zunächst die Notiz vom 23. Oktober 1997. Danach soll die Beschwerdeführerin gegenüber dem Berufsberater der IV-Stelle erklärt haben, soweit es ihre gesundheitliche Situation zulasse, wolle sie künftig im Malergeschäft ihres Ehemannes die administrativen Arbeiten im Rahmen von ca. 30 % erledigen. Er stufte sie daher als zu 30 % erwerbstätig und zu 70 % als Hausfrau ein (Urk. 7/79/2). Kurz darauf teilte sie ihm indessen schriftlich mit, ihn falsch verstanden zu haben. Es sei klar, dass sie bei voller Gesundheit 50 % auswärts im Büro, 30 bis 40 % im Malergeschäft und den Rest im Haushalt tätig wäre. Das Baby würde sie zu 50 % in die Krippe geben (Urk. 7/80).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.5.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Gemäss Bericht betreffend Abklärung der beeinträchtigten Arbeitsfähigkeit in Beruf und Haushalt vom 21. März 2000 gab die Beschwerdeführerin damals an, dass sie ohne gesundheitliche Beeinträchtigung bis zur Geburt des Sohnes 100 % ausser Haus gearbeitet und nebenbei im Malergeschäft ihres Ehemannes geholfen hätte. Aktuell würde sie hingegen auch bei Gesundheit keiner ausser</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">häuslichen Erwerbstätigkeit nachgehen, sondern eine solche erst wieder auf</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nehmen, sobald der Sohn im Kindergartenalter sei. Die Abklärungsperson gab zu bedenken, dass bei weiterhin unbefriedigendem Geschäftsverlauf eine aus</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">serhäusliche Erwerbstätigkeit der Beschwerdeführerin oder eine Festanstellung des Ehemannes zu erwägen sei. Schliesslich qualifizierte sie die Beschwerde</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">führerin als ab Januar 1998 überwiegend wahrscheinlich zu 100 % als Hausfrau tätig (Urk. 7/108/2-3). Die Mithilfe im Malergeschäft berücksichtigte sie mit vier Stunden pro Woche, da der zur Entlastung mit eben diesem Pensum eingestell</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ten Sekretärin nach drei Monaten wegen Arbeitsmangel gekündigt wurde und die Beschwerdeführerin für die behaupteten, bei Gesundheit zusätzlich über</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nommenen Management- und Werbeaufgaben gar nicht qualifiziert war (Urk. 7/108/3-4).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.5.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">In der nachfolgenden Berufsberatung gab die Beschwerdeführerin im Juni 2001 an, ihr Sohn besuche am Montag und Donnerstag effektiv von 8.30 bis 17.30 Uhr die Spielgruppe. Das Malergeschäft laufe schlecht, so dass ihr Ehemann eine neue Arbeitsstelle suche. Sie habe sich überlegt, an den Spielgruppentagen als Fitnessbetreuerin zu arbeiten. Der Berufsberater erachtete eine entsprechende berufsbegleitende Ausbildung als behinderungsbedingt nicht geeignet. Ferner kam er zum Schluss, die Beschwerdeführerin sei gezwungen und könne auch 40 % arbeiten, da das Malergeschäft nicht genügend abwerfe (Urk. 7/123/3-4). Im August 2001 berichtete ihm die Beschwerdeführerin alsdann von einem Stellenangebot einer unzuverlässigen Firma und dem Arztzeugnis für die E.___. Schliesslich erklärte sie ihm, eine Arbeit zu suchen, die sie von zuhause aus erledigen könne. Allerdings laufe das Malergeschäft inzwischen wieder auf Hochtouren, weshalb ihr Ehemann den zusätzlichen Job als Securitas kündigen wolle und sie bereits mit der anfallenden Büroarbeit aus</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gelastet sei (Urk. 7/123/4).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.5.4</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Gemäss Bericht vom 2. Juni 2003 machte die Beschwerdeführerin in der zweiten Haushaltsabklärung geltend, bei voller Gesundheit würde sie seit August 2002 zu 50 % als Sekretärin – nach Möglichkeit zuhause – arbeiten. Derzeit arbeite sie in einem Pensum von 10 bis 30 % beim neuen Arbeitgeber ihres Ehemannes und könnte ihr Pensum bei Gesundheit aufstocken. Die Betreuung des Sohnes wäre durch Krippe und Hort gewährleistet. Dementsprechend wurde sie als ab August 2002 zu 50 % erwerbstätig und zu 50 % im Haushalt qualifiziert (Urk. 7/137/3). Diese Qualifikation war im nachfolgenden Verfahren vor dem Sozialversicherungsgericht unstrittig (vgl. Urk. 7/182/7). Im Übrigen arbeitete die Beschwerdeführerin gemäss Angaben der F.___ nur für insgesamt Fr. 400.- für diese (Urk. 7/148/3).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.5.5</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Dem dritten Haushaltsabklärungsbericht vom 29. Oktober 2009 ist zu entneh</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">men, die Beschwerdeführerin beziehe seit 15. Mai 2002 Sozialhilfe. Sie sei ab Oktober 2000 als zu 50 % erwerbstätig zu qualifizieren, da der Sohn mit zwei Jahren an zwei Tagen pro Woche den Hort besucht habe respektive im Kinder</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">garten gewesen wäre, die Beschwerdeführerin vor seiner Geburt zeitweise 100 % gearbeitet habe und sie diese Erwerbstätigkeit auch aus finanziellen Gründen nach der Trennung von ihrem Ehemann im Mai 2002 wahrgenommen hätte. Im Mai 2006 sei die elterliche Sorge dem Vater übertragen worden, weshalb die alleinlebende Beschwerdeführerin ab diesem Zeitpunkt wie früher einer 80%-Erwerbstätigkeit nachgegangen wäre. Im Juli 2009 habe diese schliesslich wie</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">der geheiratet. Der neue Ehmann sei arbeitslos, suche aber Arbeit. Der errech</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nete Geburtstermin für das zweite Kind sei im März 2010. Ab diesem Zeitpunkt sei die Beschwerdeführerin zu 100 % als Hausfrau zu qualifizieren (Urk. 7/207/2-3 und 7).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.5.6</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Zur letzten Haushaltsabklärung wurde im Bericht vom 23. Mai 2011 festgehal</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ten, die Beschwerdeführerin habe erklärt, sie würde ihre Tochter bei guter Gesundheit wie den Sohn im Alter von zwei Jahren für 2½ Tage pro Woche in die Krippe geben und zu 50 % arbeiten. Vorher wolle sie diese nicht weggeben. Ihr Ehemann sei aus G.___ und suche eine 100%-Arbeitsstelle, was nicht ein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">fach sei. Seit Juli 2010 arbeite er zu 60 % in einem Arbeitsintegrationspro</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gramm und habe einen Vertrag mit der H.___. Für diese könne er bei Sportanlässen und Konzerten in einem Pensum von ca. 40 % arbeiten. Ferner habe ihr Sohn Probleme gehabt und sei in den letzten Monaten durchschnittlich 18 bis 20 Tage bei ihr gewesen. Die Abklärungsperson hielt fest, die Angaben zur ausserhäuslichen Tätigkeit würden jenen der vorher</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gehenden Abklärungsberichte entsprechen, und qualifizierte die Beschwerde</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">führerin ab Geburt der Tochter als zu 100 % im Haushaltsbereich tätig (Urk. 7/231/3-4).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Im nachfolgenden Vorbescheidverfahren ersuchte der Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin darum, per Februar 2012 eine Revision vorzunehmen und die Beschwerdeführerin als zu 100 % erwerbstätig zu qualifizieren (Urk. 7/243/1). Da die Beschwerdegegnerin hierfür eine Neuanmeldung ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">langte (Urk. 7/242), teilte er ihr einige Tage später mit, dass sie in ihren Akten selbst davon ausgehe, die Beschwerdeführerin würde bei guter Gesundheit einer ausserhäuslichen Tätigkeit in einem Pensum von 50 % nachgehen, sobald ihre Tochter zwei Jahre alt werde. Diese Angaben würden sich mit den Aussagen seiner Klientin decken. Es bestehe kein Grund, davon abzuweichen (Urk. 7/245).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.5.7</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Im aktuellen Revisionsverfahren kündigte die Beschwerdegegnerin der Beschwer</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">deführerin mit Schreiben vom 19. Februar 2013 die Durchführung einer weiteren Haushaltsabklärung am 12. März 2013 an (Urk. 7/260). Hierauf teilte deren Rechtsvertreter am 22. Februar 2013 mit, es sei offensichtlich, dass man die Qualifikation als Vollerwerbstätige nicht vornehmen wolle. Er werde daher nach Einsicht in die Akten wahrscheinlich eine anfechtbare Verfügung verlangen und ersuche um Streichung des Termins, dieser werde definitiv nicht zustande kommen (Urk. 7/263). Daran hielt er mit Schreiben vom 27. Februar 2013 fest (Urk. 7/265). In der Folge ermahnte die Beschwerdegegnerin die Beschwerdeführerin mit Schreiben vom 28. Februar 2013 bezüglich ihrer Mit</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">wirkungspflicht unter Androhung von Säumnisfolgen nach Art. 43 ATSG in Ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">bindung mit Art. 69 Abs. 2 IVV und forderte sie auf eine Bereitschafts</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">erklärung abzugeben (Urk. 7/266). Daraufhin teilte deren Rechtsvertreter erneut mit, eine Haushaltsabklärung werde definitiv nicht stattfinden. Die Beschwer</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">deführerin würde heute als Gesunde zu 100 % als Kosmetikvertreterin im Aus</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sendienst arbeiten, da sie aus finanziellen und beruflichen Gründen darauf an</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gewiesen wäre und das Kind in den Hort geben könnte. Er ersuche darum, die Qualifikation noch einmal zu überdenken. Auf jeden Fall erwarte er eine an</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">fechtbare Verfügung (Urk. 7/268).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Beschwerdegegnerin klärte die Praxis betreffend das durchschnittlich zumut</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">bare Arbeitspensum gemäss den SKOS-Richtlinien ab, wobei aus dem internen E-Mail-Verkehr hervorgeht, dass die Beschwerdeführerin mit überwie</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gender Wahrscheinlichkeit einer 100%-Erwerbstätigkeit nachgehen müsste, falls deren Ehemann nicht in der freien Marktwirtschaft arbeiten, sondern „eine Arbeitsstelle durch die Sozialen Dienste“ haben würde (Urk. 7/276). Indessen ist dem Schreiben der Stadt Zürich, Sozialzentrum Albisriederhaus, vom 16. Mai 2013 zu entnehmen, der Ehemann werde in keinem Teillohnprogramm einge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">setzt, sondern sei im ersten Arbeitsmarkt berufstätig. Er arbeite seit August 2012 temporär für die Firma I.___, wobei das Pensum inzwischen je nach Arbeitseinsatz 50 bis 80 % betrage (Urk. 7/277). Für das Jahr 2012 ist sei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tens des Ehemannes ein Bruttolohn von insgesamt ca. Fr. 12‘000.– ausgewiesen (Urk. 7/278). Aus den von der Beschwerdeführerin eingereichten Lohnab</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rechnungen ergibt sich für die Monate Februar, März und Juni 2013 gesamthaft ein Bruttoverdienst von ca. Fr. 7‘000.–. Den höchsten monatlichen Lohn erzielte er im Juni 2013 mit brutto Fr. 3‘660.– zzgl. Kinderzulage (Urk. 7/281).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.6</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">In Würdigung der vorstehenden Unterlagen ist hervorzuheben, dass die Beschwer</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">deführerin jeweils unmissverständlich zu verstehen gab, dass sie sich in den ersten Jahren nach der Geburt ihrer Kinder auch bei Gesundheit voll</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">umfänglich der Kinderbetreuung gewidmet hätte. Beim Sohn zog sie eine aus</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">serhäusliche Tätigkeit als Gesunde zuerst ab Kindergartenalter und später ab August 2002 in Betracht, wobei der Sohn dokumentiert bereits im Juni 2001 an zwei Tagen pro Woche die Spielgruppe besuchte. Dannzumal ersuchte sie zwar um Eingliederungsmassnahmen bzw. dachte über eine Erwerbstätigkeit nach, eine solche hätte sie jedoch letztlich von zuhause aus ausüben wollen. Bei der Tochter machte die Beschwerdeführerin indessen von Anfang an geltend, sie hätte diese im Alter von zwei Jahren an 2½ Tagen in den Hort gegeben und zu 50 % gearbeitet. Dabei gilt es zu bedenken, dass sie sich der Bedeutung ihrer Angaben sehr wohl bewusst war, nachdem sie ihre Aussagen gegenüber dem Berufsberater im Jahre 1997 umgehend schriftlich korrigiert hatte. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Weiter steht fest, dass die finanzielle Situation der Beschwerdeführerin von Beginn an schwierig war. Zunächst lief das Malergeschäft des zweiten Ehe</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">manns nicht gut, später konnte sie von den Alimenten allein nicht leben und schliesslich fand ihr dritter Ehemann nicht ausreichend Arbeit. Obwohl der Beschwerdeführerin in keinem einzigen Gutachten eine Arbeitsunfähigkeit von mehr als 50 % in einer angepassten Tätigkeit attestiert wurde, sie 2007 eine weitere Ausbildung abschliessen konnte und bereits ab Juni 2001, spätestens jedoch ab Mai 2006, bei den Betreuungsaufgaben entlastet war, arbeitete sie ab 1997 nur noch zu Beginn einige Stunden im Zusammenhang mit der Maler-</span><br/><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tä</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tigkeit ihres Ehemannes. Ein 30%-Pensum, wie von ihr angegeben, ist bei einem Einmannbetrieb, angesichts der Kündigungsbegründung der Sekretärin sowie der Angaben der F.___ nicht realistisch.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Schliesslich wurde die Qualifikation der Beschwerdeführerin gestützt auf die Abklärungsberichte bis zum Vorbescheidverfahren im Jahr 2011 nie bean</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">standet, d.h. die entsprechenden Verfügungen erwuchsen alle in Rechtskraft (vgl. Sachverhalt). Selbst damals räumte ihr Rechtsvertreter aber letztlich ein, dass das 50%-Pensum, sobald die Tochter zwei Jahre alt würde, mit den Aussa</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gen der Beschwerdeführerin übereinstimme und kein Grund bestehe, davon abzuweichen. Im Übrigen verweigerte die Beschwerdeführerin die erneute Teil</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nahme an einer Haushaltsabklärung einzig unter Hinweis darauf, sie sei als Vollzeiterwerbstätige zu qualifizieren. Dabei machte sie im Gerichtsverfahren in Anbetracht der vorstehend zusammengefassten Korrespondenz auch zu Recht nicht mehr geltend, sie sei nicht gemahnt bzw. ihr sei keine Bedenkzeit einge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">räumt worden (vgl. anders im Vorbescheidverfahren: Urk. 7/293/1). Es ist daher nicht zu beanstanden, dass die Beschwerdegegnerin aufgrund der Akten ent</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">schied (Art. 43 Abs. 3 ATSG).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3.7</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Zusammenfassend ist festzuhalten, dass für die Beschwerdeführerin die Kinderbe</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">treuung stets im Vordergrund stand und sie sich trotz anhaltender finanzieller Schwierigkeiten, deutlich abnehmender Betreuungsaufgaben und Weiterbildung als Kosmetikerin in all den Jahren nie dazu veranlasst sah, ihre Restarbeitsfähigkeit auszuschöpfen. Es bestehen somit keine Anhaltspunkte dafür, dass sie ohne gesundheitliche Beeinträchtigung nach einer eher langen zweijährigen Babypause sofort wieder Vollzeit gearbeitet hätte. So war es im Jahr 2001 denn auch ihr damaliger Ehemann, der einen zweiten Job annahm, während für sie eine ausserhäusliche Tätigkeit letztlich nicht in Frage kam. Es kann daher als eher wohlwollend bezeichnet werden, dass die Beschwerdegeg</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">nerin den Erwerbsanteil und den Anteil im Aufgabenbereich entsprechend der Erstaussage nach der Geburt der Tochter ab 16. Februar 2012 mit je 50 % fest</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">legte. Die Gerichte im Bereich des Sozialversicherungsrechts stellen denn auch praxisgemäss in der Regel auf die „Aussagen der ersten Stunde“ ab, denen in beweismässiger Hinsicht grösseres Gewicht zukommt als späteren Darstellun</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gen, die bewusst oder unbewusst von nachträglichen Überlegungen versiche</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">rungsrechtlicher oder anderer Art beeinflusst sein können (BGE 121 V 45 E. 2a, 115 V 133 E. 8c mit Hinweis). Dies muss umso mehr gelten, wenn nach mehre</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ren Abklärungsberichten erstmals und einzig durch den Rechtsvertreter der versicherten Person eine Vollzeiterwerbstätigkeit geltend gemacht wird.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">4.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">4.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Für die Feststellung des medizinischen Sachverhalts und dessen erwerbliche Auswirkungen stellte die Beschwerdegegnerin auf die Stellungnahme der Ärztin des Regionalen Ärztlichen Dienstes Dr. med. J.___ vom 24. April 2014 ab. Diese hatte aus versicherungsmedizinischer Sicht empfohlen, weiterhin die im C.___-Gutachten dargelegten Einschränkungen der Arbeitsfähigkeit zugrunde zu legen. Die aktuellen Berichte würden keine wesentlich veränderten objektiven Befunde enthalten, mit welchen sich eine andere Beurteilung des medizinischen Sachverhaltes und der Arbeitsfähigkeit im Vergleich zur Rentenzusprache nach</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">vollziehbar begründen liesse (Urk. 7/287). Die Beschwerdegegnerin fordert dem</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gegenüber gestützt auf medizinische Unterlagen aus den Jahren 2011 bis 2013 eine erneute polydisziplinäre Begutachtung.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">4.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Ausgangspunkt bildet somit das polydisziplinäre C.___-Gutachten vom 18. März 2008. Darin kamen die Gutachter zum Schluss, die somatisch gestellten Diag</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nosen hätten keinen Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit in den von der Beschwer</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">deführerin zuletzt ausgeübten Tätigkeiten. Sie sei für sämtliche leichten bis intermittierend mittelschweren, wechselbelastenden körperlichen Tätigkeiten ohne das mehr als gelegentliche Tragen und Heben von Lasten über 5 kg, Arbeiten in Zwangshaltungen oder Arbeiten über die Schulterhorizontale zu 100 % arbeitsfähig. Einschränkend würde sich vor allem die diagnostizierte Borderline-Persönlichkeitsstörung mit verminderter Stresstoleranz und vermin</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">derten interaktionellen Fähigkeiten auswirken; insofern sei sie als kaufmän</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nische Angestellte zu 70 % arbeitsunfähig. In einer angepassten, stressarmen und intellektuell nicht allzu anspruchsvollen Tätigkeit mit wenig Interaktion sei sie zu 50 % arbeitsfähig. Diese Einschätzung gelte seit Oktober 2000 und es sei nicht anzunehmen, dass durch therapeutische Massnahmen eine Verbesserung erzielt werden könne (Urk. 7/199/53 f.). Im Übrigen könne weder eine Fibromy</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">algie noch eine somatoforme Schmerzstörung diagnostiziert werden (Urk. 7/199/56). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Zur rheumatologisch-orthopädischen Untersuchung wurde im Detail festgehal</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ten, es hätten eine erhebliche Selbstlimitation und Inkonsistenz imponiert. Die demonstrierten Beschwerden seien im Bereich des Haltungs- und Bewegungs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">apparates während der Begutachtung deutlich variabel und klinisch im demonstrierten Ausmass nicht plausibel. Die Wirbelsäule sei altersentsprechend frei beweglich. In den konventionellen Röntgenaufnahmen fänden sich – abge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sehen von Verschattungen im Bereich der Rotatorenmanschetten beider Schul</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tergelenke – altersentsprechende Normalbefunde (vgl. Befunde Urk. 7/199/37). Die neurologische Untersuchung habe keine Hinweise auf eine neuroradikuläre Symptomatik ergeben. Bei nur 10 von 18 sogenannten Tenderpoints mit 6 von 13 positiven Kontrollpunkten seien die strengen Kriterien des American College of Rheumatology für das Vorliegen einer Fibromyalgie nicht erfüllt. Zusam</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">menfassend würden sich die geklagten Beschwerden im Rahmen eines generali</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sierten, zervikozephalen und lumbal betonten Schmerzsyndroms bei ausge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">prägter myostatischer Insuffizienz und Fehlhaltung/-statik der Wirbelsäule mit multiplen Insertionstendinopathien bzw. Tendinosen erklären lassen (Urk. 7/199/51 f.).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Ergänzend ist anzumerken, dass die detaillierte Diagnose zu den Schulterbe</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">schwerden wie folgt lautete: Impingement-Syndrom links und Tendinosis calcarea beider Schultern mit einem Status nach Arthroskopie des rechten Schultergelenkes mit glenohumeralem Débridement, Bursoskopie und arthro</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">skopisch kontrollierter subacromialer Dekompression, Kalkanfrischung und Bursektomie 1997 sowie einem Status nach arthroskopischer subacromialer Défliée-Erweiterung der rechten Schulter 2000 (Urk. 7/199/38). Den Röntgen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">befunden vom 9. Januar 2009 war überdies eine sehr diskrete Spondylose C6/C7 zu entnehmen (Urk. 7/199/37). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Aus psychiatrischer Sicht sei aufgrund der unsteten Lebensgeschichte und psycho</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">pathologischen Befunde vom Vorliegen einer Persönlichkeitsstörung aus</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">zugehen. Die Beschwerdeführerin habe in ihrer Kindheit und Jugend Depriva</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tion, Misshandlung und Vernachlässigung erlebt, was als plausibler Nährboden hierfür angesehen werden könne, und weder beruflich noch privat längere Phasen von Stabilität gezeigt. Auch bestehe über die Jahre eine insgesamt kon</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">stante Symptomatik, bei der mal das eine, mal das andere Symptom etwas im Vordergrund stehe. In der Vorgeschichte sei von problematischem Essverhalten, zwanghafter und depressiver Symptomatik, Problemen mit der Impulskontrolle und Aufmerksamkeit sowie fehlendem Selbstvertrauen die Rede, was zum Bild einer Borderline-Persönlichkeit passe. Solche Symptome bestünden auch aktuell: emotionale und beziehungsmässige Instabilität, chronisches Leere</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gefühl, Identitätsdiffusion, wenig fassbare Persönlichkeit, Fassadenhaftigkeit und Impulskontrollstörung. Beim Konzept der Borderline-Persönlich</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">keitsstörung (ICD-10: F60.3) handle es sich nicht um eine zeitlich und symp</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tommässig scharf abgrenzbare Entität, insofern seien über die Zeit Schwankun</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gen der Intensität möglich; die psychosoziale Adaption könne unterschiedlich gut sein. Unter der seit einem Jahr laufenden intensiven Psychotherapie sei es zu einer allmählichen Stabilisierung der Symptomatik gekommen. Nach wie vor zeige sich aber im Alltag eine fehlende Stabilität im Sinne von Stimmungs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">schwankungen, fehlendem Selbstwertgefühl, schlechter Körperwahrnehmung, chronischen Schmerzen, rascher Erschöpfbarkeit, Impulsivität, fehlender Selbst</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">kontrolle und Schwierigkeiten in Beziehungen. Die Beschwerdeführerin sei wahrscheinlich nicht unterdurchschnittlich begabt, ihre Stresstoleranz sowie die interaktionellen Fähigkeiten seien aber beeinträchtigt. Im kaufmännischen Bereich sei sie zu 70 % arbeitsunfähig, da sie wegen der ungenügenden Auf</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">merksamkeit und Stressintoleranz in Schwierigkeiten geraten werde (Urk. 7/199/52 f.). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">4.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Im Vergleich dazu hatten die Gutachter im vorhergehenden polydisziplinären Gutachten der MEDAS A.___ vom 22. Juni 1999 geschlussfolgert, die zuletzt ausgeübte Tätigkeit als kaufmännische Angestellte/technische Kauf</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">frau/Bürohilfe sei der Beschwerdeführerin (Arbeitsfähigkeit von 30 %) nicht mehr zumutbar. Zu 50 % der Norm zumutbar sei ihr eine körperlich leichte, nicht ausschliesslich Bildschirmarbeit beinhaltende, intellektuell weniger an</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">spruchsvolle und nicht stressbelastete Tätigkeit (Urk. 7/100/20 f.). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Aus somatischer Sicht stünden einerseits ein chronisches zervikozephales und lumbovertebrales Schmerzsyndrom bei einem Status nach Halswirbelsäulen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">trauma und (wahrscheinlich) Commotio cerebri und andererseits eine Periathro</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">pathia humerosacularis (PHS) calcarea rechts, die zu einem gewissen subacro</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">mialen Impingement führe und entzündliche Schübe verursache (Urk. 7/100/28), im Vordergrund. Als kaufmännische Angestellte oder in einer analogen, körper</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">lich leichten Tätigkeit sei die Beschwerdeführerin zu 50 % arbeitsunfähig. Aus rein neuropsychologischer Sicht sei die Arbeitsfähigkeit nicht wesentlich ein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">geschränkt (Urk. 7/100/18 f.). Bezüglich der bildgebenden Untersuchungen (Urk. 7/100/27 f.) ist die Computertomographie (CT) vom 6. Juli 1990 hervorzu</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">heben. Sie zeigte eine diskrete, nicht kompressive diffuse Protrusion der Band</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">scheiben L4/L5 und L5/S1 sowie eine Fehlhaltung mit Rotationsskoliose L3 und L4 von rechts nach links leichten Grades.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">Als limitierenden Faktor erweisen würden sich die psychischen Befunde. Diagnos</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">tisch handle es sich um eine charakterneurotische Persönlichkeit (ICD-10: F60.9), geprägt durch wechselhaftes affektives Ausdrucksverhalten mit aus</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">geprägten histrionischen und narzisstischen Zügen. Naheliegend sei, dass die in Kindheit und Jugend gezeigten Auffälligkeiten heute als persistierende Auf</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">merksamkeitsdefizite und Stressintoleranz der Persönlichkeit der Versicherten als Erwachsene weiterhin ein besonderes Gepräge gäben. Tätigkeiten, bei denen Stresssituationen durch Zeitdruck entstehen würden und bei denen konstante Aufmerksamkeit gefordert werde, seien denkbar ungeeignet. Die Beschwerde</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">führerin sei anfällig, sich in zwischenmenschliche Probleme mit Vorgesetzten und Arbeitskollegen zu verstricken, so dass sie untragbar werden könne, wobei sie sich als Mobbing-Opfer vorkomme. Es sei praktisch unmöglich, sich bezüg</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">lich Arbeitsfähigkeit auf eine Prozentzahl festzulegen. Fest stehe indes, dass die Beschwerdeführerin für eine Tätigkeit im kaufmännischen Bereich, bei der sie die in der Handelsschule erworbenen Fähigkeiten einsetzen müsste, zu 70 % arbeitsunfähig sei, weil sie wegen ungenügender Aufmerksamkeit und Stres</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">sintoleranz in zusätzliche Schwierigkeiten gerate. Für weniger anspruchsvolle Tätigkeiten, wie jene einer Kiosk- oder Bäckereiverkäuferin, dürfte die Arbeits</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">unfähigkeit bei 40 bis 50 % liegen, weil sich aufgrund der beschriebenen Per</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">sönlichkeitseigenschaften in einem durchschnittlichen Arbeitsklima bezie</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">hungsmässige Stolpersteine anhäufen würden (Urk. 7/100/43 f., 7/100/19).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">4.4</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Als Zwischenfazit ist somit festzuhalten, dass die Gesamtbeurteilung des C.___-Gutachtens in etwa derjenigen des knapp acht Jahre zuvor erstellten ersten polydisziplinären Gutachtens der MEDAS A.___ vom 22. Juni 1999 entsprach. Die Prognose des Vorgutachtens, dass sich die Arbeitsfähigkeit durch medizinische Massnahmen kaum verbessern würde bzw. im Wesentlichen ein stationärer weiterer Verlauf zu erwarten sei (Urk. 7/100/21), wurde im C.___-Gutachten explizit bestätigt, indem eine wesentliche Verschlechterung oder Verbesserung des Gesundheitszustandes seit der letzten Verfügung (Oktober 2000) verneint wurde (Urk. 7/199/55 f.).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Es ist daran zu erinnern, dass für die invalidenversicherungsrechtliche Beurtei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">lung grundsätzlich nicht die genauen Diagnosen, sondern die Auswirkungen der diagnostizierten Leiden auf die Arbeitsfähigkeit entscheidend sind (BGE 136 V 273 E. 3.2.1). Insofern ist es nicht von Bedeutung, dass sich die Gutachter unei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nig über die Kodierung der Persönlichkeitsstörung waren und im Übrigen im Vorgutachten das Fortbestehen einer hyperkinetischen Störung (ICD-10: F90.0) angetönt wurde (vgl. Urk. 7/100/42 f.). Die Gutachter hatten letztlich aufgrund ähnlicher Befunde und Überlegungen übereinstimmend eine verminderte Stresstoleranz, ein Aufmerksamkeitsdefizit sowie eine Beeinträchtigung der Fähigkeit, mit anderen Menschen zu interagieren, als relevant erachtet und deren Ausmass gleich eingeschätzt.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Nicht ohne Weiteres schlüssig ist die unterschiedliche Beurteilung der soma</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tischen Beschwerden trotz gleicher Diagnosen, wobei die Diskrepanzen weniger das Belastungsprofil, als vielmehr das Arbeitspensum betrafen. Im C.___-Gut</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">achten wurde die Differenz von 50 % bei der Einschätzung der Arbeitsfähigkeit nicht diskutiert, offenbar weil letztlich der psychopathologische Befund mass</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gebend und die Gesamtbeurteilungen infolgedessen identisch waren (vgl. Urk. 7/199/56). Der Unterschied lässt sich alsdann nicht allein mit ärztlichem Ermessen erklären. Zu Bedenken gilt es indessen, dass die letzte Operation im Jahr 2000 erfolgte und im späteren rheumatologisch-orthopädischen Teilgut</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">achten auf zahlreiche Inkonsistenzen im Verhalten der Beschwerdeführerin hin</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gewiesen wurde.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">4.5</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">4.5.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Bezüglich der psychischen Beschwerden ist für die Zeit nach der letzten Begut</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">achtung festzuhalten, dass die Beschwerdeführerin ab April 2009 regelmässig in ambulanter psychiatrisch-psychotherapeutischer Behandlung in der D.___ war. Die letzte Konsultation fand am 8. April 2013 statt. Danach erschien sie nicht zum vereinbarten Folgetermin und meldete sich auch später nicht mehr (Urk. 7/282/3). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">In den Berichten der D.___ vom 23. Februar 2011 (Urk. 7/229/1, 7/229/3), 4. Juni 2012 (Urk. 7/254/1) und 6. November 2013 (Urk. 7/282/1) wurden (1) eine kom</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">binierte Persönlichkeitsstörung mit impulsiven, histrionischen, narzisstischen und paranoiden Anteilen (ICD-10: F61.0), bestehend seit dem frühen Erwachse</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nenalter, (2) eine rezidivierende depressive Störung (ICD10-F33.0), bestehend seit mindestens zehn Jahren, leichte Episode von 2011 bis 2012 bzw. Anfang 2013 remittiert, (3) eine einfache Aktivitäts- und Aufmerksamkeitsstörung (ADHS; ICD-10: F90.0), vermutlich seit Kindsalter, sowie (4) eine anhaltende somatoforme Schmerzstörung (ICD-10: F45.4), bestehend seit mindestens 1989, diagnostiziert.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">4.5.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Der Bericht von Februar 2011 enthält zunächst eine ausführliche Anamnese. Das mehrfache traumatische Erleben sehr abrupter Trennungen von primären Bezugspersonen im Kindes- und Jugendalter löse in der Beschwerdeführerin bis heute chronische Gefühle der Leere sowie grosse Traurigkeit und Verwirrung aus. Die Entwicklung einer schweren Persönlichkeitsstörung sei unter diesen emotional deprivierenden Bedingungen gut nachvollziehbar. Nach dem Unfall 1989 habe sie eine vermutlich multifaktoriell begründete (körperliche und psy</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">chische Traumafolge, psychosomatische Faktoren) Schmerzsymptomatik entwi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ckelt. Eine psychiatrische Erkrankung habe man erst nach zahlreichen somati</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">schen Abklärungen in Betracht gezogen. Beruflich sei die Beschwerdeführerin an ihrem geringen Selbstwert gescheitert. Sie fühle sich gemobbt und habe das subjektive Gefühl, die geforderte Leistung nicht erbringen zu können. Die sich entwickelnden Versagensängste würden sie immer mehr unter Druck setzen. Im Vordergrund stünden die für eine Persönlichkeitsstörung spezifischen zwischenmenschlichen Probleme (starke Impulsivität und Unsicherheit, emotio</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nale Instabilität, chronisches Gefühl der inneren Leere). Die chronische Schmerzsymptomatik wirke zusätzlich belastend und destabilisierend. Die Auf</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">merksamkeit könne nicht über eine längere Zeitspanne gehalten werden und es bestünden Schwierigkeiten in feinmotorischen Bewegungsabläufen, passend zur Diagnose ADHS. Die Verdachtsdiagnose der Fibromyalgie sehe man nicht gege</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ben, diagnostiziere aber eine anhaltende somatoforme Schmerzstörung. Diffe</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rentialdiagnostisch käme eine abzuklärende Erkrankung aus dem rheumatischen Formenkreis in Frage. Es sei aber eindeutig ein subjektives Schmerzerleben vor</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">handen, das in stressreichen Situationen noch prägnanter werde (Urk. 7/229/3).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Zum Krankheitsverlauf, zur Arbeitsfähigkeit und zur Prognose wurde im ältes</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ten D.___-Bericht festgehalten, unter der niedrig dosierten antidepressiven Medi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">kation sei eine Stabilisierung zu beobachten. Im weiteren Verlauf sei ein erneu</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ter Therapieversuch mit Methylphenidat zu erwägen (Urk. 7/229/4). Der Ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">kehrsunfall habe zu einer Verschlechterung des Zustandes geführt. Die allge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">meine Symptomatik habe sich nun seit 2009 leicht gebessert, der Zustand sei derzeit jedoch aufgrund neuer, psychosozialer Faktoren wieder leicht ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">schlechtert. Aktuell sei noch eine leichtgradige depressive Symptomatik vor</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">handen. Relevant für die Arbeitsfähigkeit sei insbesondere die starke Affektlabi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">lität mit Auswirkungen auf die Impulskontrolle sowie die Schmerzsymptomatik (Urk. 7/229/3 und 7/229/7). Die Beschwerdeführerin gerate immer wieder in Konflikte mit Mitmenschen. Es sei von einem chronisch erhöhten Stresserleben auszugehen, das bereits bei geringem Druck zu starker Impulsivität bis hin zur psychophysischen Dekompensation führen könne. Auch reagiere sie bei Forde</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rungen schnell gereizt und überfordert. Die Schmerzsymptomatik schränke sie zudem in ihrer Bewegungsfreiheit und Leistungsfähigkeit ein (Urk. 7/229/4). Aufgrund des frühen Beginns, der Chronizität und der Schwere der Störung sei eine relevante Verbesserung der Leistungsfähigkeit bis hin zur Arbeitsfähigkeit eher nicht zu erwarten (Urk. 7/229/3). Derzeit sei sie bereits mit ihrer Mutter</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rolle sowie dem Führen ihres Haushalts ausgelastet und laufe in der aktuellen psychosozialen Situation Gefahr, massive Erschöpfungssymptome zu entwickeln (Urk. 7/229/59). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">4.5.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Der Bericht von Juni 2012 (Urk. 7/254) entsprach weitestgehend dem Vorbe</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">richt. Ergänzend wurde der Verlauf seit Februar 2011 als sehr fluktuierend beschrieben. Neben kurzen relativ stabilen Phasen gebe es vermehrt Phasen, in denen die Beschwerdeführerin unter starken Ängsten, Unsicherheit, einer star</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ken inneren Unruhe und Gereiztheit leide. Vor allem in Stresssituationen wür</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">den die Symptome stark zunehmen (Urk. 7/254/3). Das Konzentrationsver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">mögen, die Anpassungsfähigkeit und die Belastbarkeit seien mittel bis schwer</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gradig eingeschränkt (Urk. 7/254/7). Neu erhoffte man sich, im weiteren Verlauf eine Teilarbeitsfähigkeit zu erlangen. Obwohl man eine Wiedereingliederung auf dem ersten Arbeitsmarkt als äusserst fraglich erachtete, empfahl man die Prü</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">fung beruflicher Massnahmen (Urk. 7/254/5 f.). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">4.5.4</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Im Bericht von 2013 wurde schliesslich eine zunehmende Stabilisierung und deutliche Verbesserung der depressiven Symptomatik gegenüber 2012 festge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">halten. Psychopathologisch im Vordergrund seien allerdings weiterhin ausge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">prägte Symptome der kombinierten Persönlichkeitsstörung mit Impulskontroll</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">verlust, innerer Unruhe, Affektlabilität sowie eine dysphorisch gereizte Grund</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">stimmung (Urk. 7/282/3). Es bestünden deutliche Einschränkungen der Belast</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">barkeit, der Ausdauer und der sozialen Interaktion. Die Beschwerdeführerin zeige eine geringe Frustrationstoleranz sowie im interpersonellen Bereich ein stark impulsives Verhalten (Urk. 7/282/4). Das Konzentrationsvermögen sei leicht, die Anpassungsfähigkeit und Belastbarkeit seien mittelgradig einge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">schränkt, wobei die Angaben seit 2009 gelten würden (Urk. 7/254/7). Die 100%-Arbeitsunfähigkeit bleibe weiterhin bestehen. Allenfalls könne eine angepasste Tätigkeit im geschützten Bereich diskutiert werden (Urk. 7/282/3). Man emp</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">fehle, berufliche Wiedereingliederungsmassnahmen zu prüfen (Urk. 7/282/5). Aufgrund der Dauer und Schwere der Erkrankung erachte man die Wiederher</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">stellung der Arbeitsfähigkeit zum jetzigen Zeitpunkt jedoch als eher unwahr</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">scheinlich (Urk. 7/282/1).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">4.6</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Der Beschwerdeführerin wurde somit in allen D.___-Berichten eine Arbeitsunfähig</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">keit von 100 % attestiert. Dabei handelt es sich jedoch – in die</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sem Sinne ist der RAD-Ärztin Dr. J.___ beizupflichten – offensichtlich bloss um eine andere Beurteilung desselben medizinischen Sachverhalts, wie er bereits den beiden polydisziplinären Gutachten zugrunde lag. Dies ergibt sich bereits aus den Angaben zum zeitlichen Bestehen bzw. zur Ätiologie der einzelnen psy</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">chischen Störungen im ältesten D.___-Bericht und der Tatsache, dass als einziger, zu einer massgeblichen Verschlechterung führender Umstand der Verkehrsunfall von 1989 genannt wurde. Nichts anderes ergibt ein Vergleich der wesentlichen gesundheitlichen Einschränkungen: Die Arbeitsunfähigkeit wurde sowohl in den polydisziplinären Gutachten als auch den D.___-Berichten stets damit begründet, dass die Beschwerdeführerin stressintolerant sei, nur eine kurze Aufmerksam</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">keitsspanne habe und sich durch ihr impulsives Verhalten immer wieder in Konflikte mit Mitarbeitern und Vorgesetzten verwickle. Ebenfalls erwähnt wur</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">den psychisch bedingte chronische Schmerzen. Die D.___-Berichte bestätigen damit letztlich nur, was bereits in den polydisziplinären Gutachten betont wurde, nämlich dass die gesundheitlichen Einschränkungen primär auf die Persönlichkeitsstörung zurückzuführen sind und im Laufe der Zeit – im Kontext mit psychosozialen Faktoren – gewissen Schwankungen unterliegen, wobei mal dieses und mal jenes Symptom in den Vordergrund treten kann. Im Ergebnis weisen die D.___-Berichte, der Therapieabbruch durch die Beschwerdeführerin selbst und die Beständigkeit ihrer dritten Ehe auf eine Stabilisierung sowie eine Verbesserung der zeitweiligen – ohnehin bloss leichten – depressiven Episode zwischen April 2009 und April 2013 hin. Anhaltspunkte für eine kurz vor oder nach dieser Zeitspanne, d.h. nach der letzten Begutachtung bzw. vor Erlass der angefochtenen Verfügung, eingetretene relevante Verschlechterung des Gesundheitszustandes bestehen keine. Insbesondere machte die Beschwerde</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">führerin selbst nicht geltend, seither nochmals von einem Facharzt behandelt worden zu sein. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Das Bundesgericht wies zudem bereits mehrfach darauf hin, dass </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">zwischen ärzt</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">lich gestellter Diagnose und Arbeitsunfähigkeit - und zwar sowohl bei soma</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tisch dominierten als auch bei psychisch dominierten Leiden - </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">keine Korrelation bestehe, weshalb </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">die medizinische Folgenabschätzung notgedrungen eine hohe Variabilität auf</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">weise</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> und unausweichlich Ermessenszüge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> trage</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> (vgl. BGE </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">140 V 193 E. 3.1</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">).</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Ebenso wies es auf die Erfahrungstatsache hin, dass behandelnde Arztpersonen bzw. Therapiekräfte mitunter im Hinblick auf ihre auftragsrecht</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">liche Vertrauensstellung in Zweifelsfällen eher zu Gunsten ihrer Patienten aus</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sagen würden (BGE 135 V 465 E. 4.5, 125 V 351 E. 3b/cc). </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Wohl </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">könne</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> die einen längeren Zeitraum abdeckende und umfassende Behandlung oft wertvolle Erkenntnisse zeitigen; doch </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">lasse</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> es die unterschiedliche Natur von Behand</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">lungsauf</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">trag der therapeutisch tätigen </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Fach</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">p</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">erson einerseits und Begutach</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tungsauftrag des amtlich bestellten fachmedizinischen Experten anderseits (BGE 124 I 170</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> E. 4</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">) nicht zu, ein Administrativ- oder Gerichtsgutachten stets in Frage zu stellen und zum Anlass weiterer Abklärungen zu nehmen, wenn die behandelnden Arztpersonen bzw. Therapiekräfte zu anderslautenden Einschät</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">zungen gelangen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> würden</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">. Vorbehalten </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">blieben </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Fälle, in denen sich eine abwei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">chende Beurteilung aufdräng</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">e</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">, weil die anderslautenden Einschätzungen wich</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tige - und nicht rein subjektiver Interpretation entspringende - Aspekte benen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> würden</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">, die bei der Begutachtung unerkannt oder ungewürdigt geblieben </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">seien</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> (Urteil </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">des Bundesgerichts </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">8C_677/2014 vom 29. Oktober 2014 E. 7.2</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> mit Hinweisen, u.a. auf </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">SVR 2008 IV Nr</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">. 15 S. 43 E. 2.2.1 [I 514/06]</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Solche Aspekte sind in den D.___-Berichten nicht ersichtlich. Ebenso kann eine Ausübung des ärztlichen Ermessens im C.___-Gutachten zu Ungunsten der Beschwerdeführerin aufgrund der gleichlautenden Einschätzung im vorherge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">henden polydisziplinären Gutachten und den wesentlich strengeren Beurteilun</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gen in den weniger fundierten psychiatrischen Gutachten von Dr. med. Z.___ aus dem Jahr 1993 (Urk. 7/30) und Dr. med. B.___ aus dem Jahr 2004 (Urk. 7/158/5) ausgeschlossen werden. Es fällt denn auch auf, </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">dass die D.___ ihre Einschätzung im Laufe der Behandlung zunehmend relativierte. So wurde das Ausmass der Beeinträchtigung des Konzentrationsvermögens, der Anpassungsfähigkeit und der Belastbarkeit von allgemein mittel- bis schwergradig später auf leicht oder mittelgradig abgemildert. Auch empfahl sie ab 2012 Wiedereingliederungs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">massnahmen und hoffte auf das Erreichen einer Teilarbeitsfähigkeit, obschon sie eine Wiedereingliederung in den ersten Arbeitsmarkt stets als eher unwahr</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">scheinlich erachtete.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Zusammenfassend ist daher mit überwiegender Wahrscheinlichkeit von einem stationären, wenn nicht positiven Verlauf der psychischen Erkrankung auszu</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gehen. Die Einschätzung der Arbeitsfähigkeit im C.___-Gutachten aus psychiat</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rischer Sicht ist daher nicht nur vertretbar, sondern gilt weiterhin.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">4.7</span><span> </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">4.7.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Hinsichtlich der somatischen Beschwerden stammt der aktuellste</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Arztbericht von Dr. med. K.___, Facharzt für Radiologie, datierend vom 17. November 2014 – also kurz nach Erlass der angefochtenen Verfügung – und betrifft die gleichentags durchgeführte Magnetresonanztomographie (MRI) der Lendenwir</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">belsäule. Dr. K.___ hielt fest (Urk. 7/296/20): „Hauptbefund im Segment L4/5 bei Dehydration der Bandscheibe, zirkuläre Protrusion mit begleitendem Anulus fibrosus Riss mit rezessalem Kontakt zur Nervenwurzel L5 links ohne Kompres</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sion. Beginnende Facettengelenksarthrose. Diskrete Spondylitis anterior im Segment L3/4.“</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">4.7.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Dem Sonographieprotokoll von Dr. med. L.___ vom 27. Februar 2012 ist als</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">dann zu entnehmen, es bestünde ein Impingementsyndrom der linken Schulter bei Tendinosis calcarea der Supraspinatussehne mit einem rund 6 x 7 mm mes</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">senden harten Kalkherd sowie Begleitbursitis. Theoretisch wäre sowohl ein Needling als auch eine arthroskopische Defilée-Erweiterung mit Revision indi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ziert (Urk. 3/4)</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">4.7.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Schliesslich lässt sich die Beschwerdeführerin seit 2008 im M.___ behandeln. Der Fachchiropraktiker Dr. N.___ hielt in seinem Bericht vom 13. August 2012 fest, angesichts des Verlaufs seit 1989 dürfe von einem chronifizierten Schmerzbild ausgegangen werden. Trotz inten</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">siver Therapie sei keine Besserung erzielt worden. Als technische Kauffrau sei allenfalls eine maximal halbtägige Arbeitstätigkeit möglich. Dies unter der Voraussetzung, dass die Arbeit einen wechselbelastenden Charakter habe (Urk. 7/256/3). Eine Prognose sei ohne Erfahrungswerte bei Büro- und Compu</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">terarbeiten aber schwierig. Die Beschwerdeführerin verzeichne insbesondere bei körperlicher Belastung und den üblichen Hausarbeiten jeweils eine Verschlech</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">terung der Schmerzsymptomatik. Das Tragen der Tochter verstärke die Brachi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">algien rechts. Sitzen könne die Beschwerdeführerin bis zu einer Stunde, laufen ca. 15 bis 60 Minuten am Stück (Urk. 7/256/4). Vereinzeltes Bücken sei ihr möglich, ebenso das vereinzelte körpernahe Tragen von bis zu 5 kg (Urk. 7/256/6). Als Diagnosen nannte Dr. N.___ neben dem lumbo- und zer</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">vikovertebralen Syndrom eine vordiagnostizierte Fybromyalgie (Urk. 7/256/2).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">4.7.4</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Im zweiten Bericht des M.___ vom 12. Dezember 2013 führte die Fachchiropraktikerin O.___ aus, die seit 1989 bestehenden chronischen Beschwerden im Sinne der Zervikobrachialgien/Zervikalgie dürften auf die degenerativen/strukturellen Veränderungen der Halswirbelsäule zurück</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">zuführen sein. Die Lumbalgien/Lumboischialgien hätten ebenfalls chronischen Charakter, wobei verschiedene therapeutische Massnahmen keine nachhaltige Besserung erzielt hätten. In diesem Sinne sei die Prognose mässig günstig. Die Beschwerdeführerin berichte über praktisch unveränderte chronische Zervikal</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gien mit Ausstrahlungen in beide Oberarme sowie Unterarme, die sich bereits bei kleinen Bewegungen der Halswirbelsäule vermehrt zeigten. Des Weiteren gehe bereits das Tragen von leichten Lasten sowie Arbeiten „über-Kopf“ mit Beschwerdezunahme und einer Schwäche beider Hände einher. Die Lumbalgien seien insbesondere beim Laufen zu verzeichnen, ohne klare Gehdistanzein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">schränkung, sowie bei Inklination. Längeres Sitzen führe zu Parästhesien in beiden unteren Extremitäten (Urk. 7/283/3).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Wie bereits im vorhergehenden Bericht wurde festgehalten, eine Erhöhung der Einsatzfähigkeit respektive Wiederaufnahme der beruflichen Tätigkeit als tech</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nische Kauffrau bei wechselbelastendem Charakter wäre wahrscheinlich in einem 50%-Pensum auf probatorischer Basis möglich. Die Erhöhung der Ein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">satzfähigkeit wäre allenfalls auch im Rahmen einer kundendienstlichen Tätig</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">keit oder als Aussendienstmitarbeiterin im Vertrieb von leichten Produkten und kurzen Fahrdistanzen diskutierbar (Urk. 7/283/4). Unterschiede zum ersten Bericht ergeben sich beim Belastungsprofil, da neu eine Gewichtslimite von nur 3 kg angegeben wurde sowie eine Einschränkung bei Über-Kopf-Arbeiten. Wesentlich detaillierter ist zudem die Diagnosestellung, wobei zwischenzeitlich offenbar eine neurologische Abklärung stattfand (Urk. 7/283/3): (1) chronische Zervikalgien mit Zervikobrachialgien beidseits bei radikulärem Reizsyndrom mit sensomotorischem Defizit C6/C7 rechts und kleiner medianer Diskushernie C5/C6 sowie Osteochondrose und Unkarthrose C6/C7 mit mässiggradiger ossärer Einengung der Neuroforamina rechtsbetont sowie (2) chronische Lumbalgien mit Lumboglutealgien rechtsbetont ohne sensomotrisches Defizit bei diskreter Chondrose L2/L3, leichter Chondrose und kleiner medianer subligamentärer Diskushernie L4/L5 ohne nachweisbare Nervenwurzelkompression.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">4.8</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Im Vergleich zu den früheren polydisziplinären Gutachten steht bei den Schulter</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">beschwerden nun die linke anstelle der rechten Schulter im Fokus, allerdings mit denselben Diagnosen und Therapiemöglichkeiten wie damals. Die degenerativen Veränderungen der Lendenwirbelsäule sind nur wenig fortge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">schritten und nach wie vor geringfügig. Zwar ist bei der Protrusion L4/L5 in</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">zwischen der Faserring der Bandscheibe gerissen, eine Kompression der Ner</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">venwurzel besteht indessen weiterhin nicht. Weiter fortgeschritten sind auch die degenerativen Veränderungen der Halswirbelsäule, wobei neben der kleinen Diskushernie C5/C6 für C6/C7 einerseits ein radikuläres Reizsyndrom, anderer</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">seits aber nur eine Osteochondrose, Unarthrose und mässig ossäre Einengung der Neuroforamina rechtsbetont angegeben werden. Eine weitere Operation fand nicht statt und ist auch nicht geplant.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Es ist daher nachvollziehbar, dass selbst die behandelnden Fachchiropraktiker, welche wie erwähnt in der Regel zu Gunsten ihrer Patienten aussagen, der Beschwerdeführerin keine über 50 % hinausgehende Arbeitsunfähigkeit in einer wechselbelastenden Tätigkeit als technische Kauffrau attestierten. Sie erklärten auch nur, dass keine wesentliche Besserung eingetreten sei. Von einer Verschlechterung im Laufe der mehrjährigen Behandlung ist nicht die Rede. Anhaltspunkte für eine massgebliche Zunahme der Beschwerden bestehen somit weder aufgrund der neuen Befunde noch der neuen Arbeitsfähigkeitseinschät</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">zungen, zumal bereits die Gutachter der MEDAS A.___ die Arbeitsfä</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">higkeit aus somatischer Sicht auf 50 % schätzten.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">4.9</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Zusammenfassend hat sich der Gesundheitszustand der Beschwerdeführerin seit der letzten Begutachtung im Jahr 2008 also nicht wesentlich verändert. Selbst wenn man zu ihren Gunsten gestützt auf das Gutachten der MEDAS A.___ und die aktuellen medizinischen Berichte auf eine 50%-Arbeitsunfähig</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">keit aus somatischer Sicht abstellen wollte, würde dies an der Gesamtbeurtei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">lung nichts ändern. Die Arbeitsfähigkeit in angepassten Tätigkeiten beträgt nach wie vor 50 %.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">5.</span><span> </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">5.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Beim Einkommensvergleich machte die Beschwerdeführerin zunächst geltend, für die 100%-Tätigkeit sei von einem Valideneinkommen von Fr. 66‘798.66 auszugehen (Urk. 1 S. 6). Die Beschwerdegegnerin berechnete das Validenein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">kommen für das 50%-Teilzeitpensum allerdings auf der Basis eines Jahresein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">kommens von Fr. 74‘643.90 für die Vollzeitbeschäftigung (Urk. 7/286/1, Urk. 2 S. 2), weshalb die Berücksichtigung dieses Einwandes letztlich zu einem tieferen Invaliditätsgrad führen würde, als er in der angefochtenen Verfügung festgelegt wurde.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">5.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Des Weiteren erachtete die Beschwerdeführerin den leidensbedingten Abzug von 10 % beim Invalideneinkommen angesichts ihrer Stressintoleranz und ein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">geschränkten Interaktionsfähigkeit als zu gering (Urk. 1 S. 7). Indessen würde selbst bei einem maximalen leidensbedingten Abzug von 25 % kein rentenbe</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gründender Invaliditätsgrad resultieren. Der Teilinvaliditätsgrad für den Erwerbsanteil von 50 % würde bei einem Invalideneinkommen von Fr. 25‘049.– (Fr. 33‘399.- abzüglich 25 %) nämlich 16,44 % betragen, so dass zusammen mit dem nicht weiter beanstandeten Teilinvaliditätsgrad im Aufgabenbereich von 15,36 % ein Gesamtinvaliditätsgrad von rund 32 % resultieren würde.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Nur der Vollständigkeit halber ist daher anzumerken, dass eine psychisch bedingte verstärkte Rücksichtnahme seitens Vorgesetzter und Arbeitskollegen nicht als eigenständiger abzugsfähiger Umstand gilt (Urteil des Bundesgerichts 8C_97/2014 vom 16. Juli 2014 E. 4.2 mit Hinweisen). </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Fehlende Teamfähigkeit kann </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">zwar die Auswahl der zur Verfügung stehenden Stellen einschränken. Sie wirkt sich aber nicht zwangs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">läufig auf die Höhe des zu erzielenden Lohnes aus</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">. Gemäss Bundesgericht stehen auf dem ausgeglichen Arbeitsmarkt ausreichend Tätigkeiten zur Verfü</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gung, in welchen soziale Kontakte grossteils vermieden werden können (vgl. Urteile des Bundesgerichts I 101/07 vom 3. Januar 2008 E. 6.3, 9C_581/2010 vom 2. September 2010 E. 6, 9C_555/2015 vom 10. Dezember 2015 E. 2 und 9C_581/2010 vom 2. September 2010 E. 6).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Auch hielt das Bundesgericht im Urteil 9C_22/2014 vom 18. Februar 2014 </span><br/><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">E. 4.2 in Bezug auf eine kaufmännische Angestellte fest, dass eine stressarme Arbeitsumgebung keine Arbeit auf einfachstem Niveau bedinge. Der Tabellen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">lohn sei zudem nicht unter dem Titel des sog. leidensbedingten Abzugs weiter herabzusetzen. Es sei davon auszugehen, dass ruhige, stressarme und nicht monotone Tätigkeiten administrativer Art im ausgeglichen Arbeitsmarkt in ausreichender Zahl zu finden seien. In seinem Entscheid 8C_97/2014 vom </span><br/><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">16. Juli 2014 E. 4.2 verweigerte es überdies einen behinderungsbedingten Abzug, nachdem mit der labilen Persönlichkeitskonstellation bereits begründet wurde, dass auch eine klar strukturierte, leichte Tätigkeit nur halbtags zumutbar erscheine. Das Bundesgericht betonte, dass eine Behinderung nicht einerseits mit einem reduzierten Pensum und anderseits zusätzlich mit einem Abzug und damit doppelt berücksichtigt werden dürfe. Bei der Beschwerdeführerin wurde der Persönlichkeitsstörung nicht nur mit dem reduzierten Arbeitspensum, son</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">dern auch mit einem Anforderungsniveau unter ihrem Ausbildungsstand Rech</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">nung getragen.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Nicht zuletzt wurden im psychiatrischen Teilgutachten der MEDAS A.___ als Verweistätigkeiten explizit Kiosk- oder Bäckereiverkäuferin genannt (Urk. 7/100/44). Solche und ähnliche Tätigkeiten stehen auf dem ausgeglichen Arbeitsmarkt genügend zur Verfügung.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> 6.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Zusammenfassend ist somit nicht zu beanstanden, dass die Beschwerdegegnerin die Beschwerdeführerin ab 16. Februar 2012 nur zu 50 % als erwerbstätig qua</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">lifizierte, zur Beurteilung der Arbeitsfähigkeit weiterhin auf das C.___-Gutachten abstellte und einen rentenrelevanten IV-Grad verneinte. Demnach ist die Beschwerde abzuweisen.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">7.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Da es um die Bewilligung oder Verweigerung von Versicherungsleistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichtskosten sind nach dem Verfahrens</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">aufwand unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.– bis Fr. 1‘000.– festzulegen (Art. 69 Abs. 1</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">bis</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> IVG). Sie sind auf Fr. 800.– festzusetzen und der unterliegenden Beschwerdeführerin aufzuerlegen.</span></p><p class="Normal Heading3"><span class="Normal Heading3">Das Gericht erkennt:</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span class="Normal Dispotext DispoHngend">1.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Die </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Beschwerde </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">wird abgewiesen.</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span class="Normal Dispotext DispoHngend">2.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Die Gerichtskosten von </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Fr. 800.–</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend"> werden </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">der Beschwerdeführerin auferlegt. </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Rechnung und Einzahlungsschein werden </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">der </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Kostenpflichtigen nach Eintritt der Rechtskraft zuge</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">stellt.</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span class="Normal Dispotext DispoHngend">3.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Zustellung gegen Empfangsschein an:</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Rechtsanwalt Dr. Kreso Glavas</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Bundesamt für Sozialversicherungen</span></p><p class="Normal Dispotext DispoEinzug"><span class="Normal Dispotext DispoEinzug">sowie an:</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Gerichtskasse (im Dispositiv nach Eintritt der Rechtskraft)</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">4.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Gegen diesen Entscheid kann innert </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">30 Tagen</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"> seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundes</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">gesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 15. Juli bis und mit 15. August sowie vom 18. Dezember bis und mit dem 2. Januar (Art. 46 BGG).</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">stellen.</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweis</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">mittel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthal</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">ten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat (Art. 42 BGG).</span></p><p class="Normal Heading3"><br/></p><p class="Normal Heading3"><span class="Normal Heading3">Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich</span></p><p><br/></p><p>Die VorsitzendeDie Gerichtsschreiberin</p><p><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p>GrünigBonetti</p></div> </div></body></html>