<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2003.00471</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="https://vgrzh.djiktzh.ch/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=https://vgrzh.djiktzh.ch&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=204356&amp;W10_KEY=4467141&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2003.00471</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 14.07.2004</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">1. Abteilung/1. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Submissionsrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Submission</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Nichtbeachtung des wirtschaftlich günstigsten Angebots; diskriminierendes Zuschlagskriterium.<br/><br/>Die Vergabebehörde hat das Angebot der Beschwerdeführerin für Operationstischsysteme in einem bedenklich informellen Vergabeverfahren ausser beim Preis überall schlechter bewertet als dasjenige der Mitanbieterin. Die Beschwerdeführerin hat den Ablauf des Verfahrens nicht beanstandet, weshalb diesem Umstand auch nicht nachzugehen ist (E. 4). Die schlechtere Bewertung unter den Kriterien "Erfüllung der Produkteanforderungen" (E. 5.1), "rasche Lieferbarkeit" (E. 5.2) sowie "Produkteerfahrung/Referenzen" (E. 5.3) erweist sich als vertretbar. Die Beurteilung des Angebots unter dem Kriterium "Service" ist jedoch nicht haltbar (E. 5.4). Selbst wenn man das Kriterium "Service" ausser Acht lässt, vermag das preislich um 6,4 % günstigere Angebot der Beschwerdeführerin die schlechtere Bewertung bei den übrigen drei gleichwertig gewichteten Kriterien nicht wettzumachen (E. 6).<br/>Abweisung</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: Besonderes Verwaltungsrecht (ohne...) ST: SUBMISSIONSRECHT">SUBMISSIONSRECHT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: VERGABEVERFAHREN">VERGABEVERFAHREN</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ZUSCHLAGSKRITERIEN">ZUSCHLAGSKRITERIEN</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> - keine -<br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 3 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Sachverhalt1"><b><span>I. </span></b><span> </span></p> <p class="Sachverhalt2"><span>Das Spital U fÃ¼hrte unter den derzeit drei in der Schweiz ansÃ¤ssigen Anbietern fÃ¼r Operationstischsysteme ein Einladungsverfahren zur Beschaffung von vier Operationstischen und zwei OperationstischsÃ¤ulen durch. Innert Frist gingen drei gÃ¼ltige Angebote ein. Am 15. Dezember 2003 erging der Zuschlag an die C AG, deren Angebot sich auf Fr. 248'699.80 belief. Der Vergabeentscheid wurde den Offertstellern mit Schreiben vom 22. Dezember 2003 mitgeteilt.</span></p> <p class="Sachverhalt1"><b><span>II. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Hiergegen fÃ¼hrte die A GmbH, welche ein Angebot Ã¼ber Fr. 232'816.55 eingereicht hatte, am 24. Dezember 2003 Beschwerde an das Verwaltungsgericht. Sie beantragte sinngemÃ¤ss, der Vergabeentscheid sei aufzuheben und der Zuschlag an sie zu erteilen.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Die C AG beantragte am 20. Januar 2004 Abweisung der Beschwerde. Das Spital U liess am 23. Januar 2004 ebenfalls Antrag auf Abweisung der Beschwerde stel­len, unter Kosten- und EntschÃ¤digungsfolgen zulasten der BeschwerdefÃ¼hrerin. </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Mit Replik vom 17. Februar 2004 hielt die A GmbH an ihrer Beschwerde fest, verbunden mit dem sinngemÃ¤ssen Antrag auf Erteilung der aufschiebenden Wirkung und dem Begehren um Zusprechung einer ParteientschÃ¤digung. â Die C AG und das Spital U schlossen am 27. Februar bzw. am 4. MÃ¤rz 2004 jeweils auf Abweisung der Beschwerde und des Gesuchs betreffend aufschiebende Wirkung. Die C AG ersuchte sodann ebenfalls um Zusprechung einer ParteientschÃ¤digung. </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Mit PrÃ¤sidialverfÃ¼gung vom 9. MÃ¤rz 2004 wurde das Gesuch um Erteilung der aufschiebenden Wirkung abgewiesen.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Am 5. April 2004 teilte das Spital U dem Gericht mit, dass der Vertrag mit der C AG inzwischen abgeschlossen sei.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Die Parteivorbringen werden â soweit erforderlich â im Rahmen der nachfolgenden ErwÃ¤gungen wiedergegeben.</span></p> <p class="Zwischentitel"><span>Die Kammer</span><span> zieht in ErwÃ¤gung:</span></p> <p class="Erwgung1"><b><span>1. </span></b><span> </span></p> <p class="Erwgung2"><span>Vergabeentscheide kantonaler und kommunaler Auftraggeber kÃ¶nnen unmittelbar mit Beschwerde an das Verwaltungsgericht weitergezogen werden (vgl. Alfred KÃ¶lz/JÃ¼rg Bosshart/Martin RÃ¶hl, Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons ZÃ¼rich, 2. A., ZÃ¼rich 1999, § 41 N. 22). Auf das Beschwerdeverfahren gelangen die Art. 15 ff. der Interkantonalen Vereinbarung Ã¼ber das Ã¶ffentliche Beschaffungswesen in der vorliegend noch anwendbaren Fassung vom 25. November 1994 (aIVÃ¶B) sowie die §§ 3 ff. des Geset­zes Ã¼ber den Beitritt des Kantons ZÃ¼rich zur Interkantonalen Vereinbarung Ã¼ber das Ã¶ffentliche Beschaffungswesen vom 22. September 1996 (aIVÃ¶B-BeitrittsG) zur Anwendung.</span></p> <p class="Erwgung1"><b><span>2. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Ein nicht berÃ¼cksichtigter Anbieter ist zur Beschwerde gegen den Vergabeentscheid unter anderem dann legitimiert, wenn er im Fall der Gutheissung der Beschwerde eine realistische Chance hat, mit dem eigenen Angebot zum Zug zu kommen, oder wenn die Gutheissung zu einer Wiederholung des Submissionsverfahrens fÃ¼hrt, in welchem er ein neues Angebot einreichen kann (RB 1999 Nr. 18 = BEZ 1999 Nr. 11). Andernfalls fehlt ihm das schutzwÃ¼rdige Interesse an der BeschwerdefÃ¼hrung (§ 21 lit. a des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 [VRG]). Vorliegend ist die Legitimation der BeschwerdefÃ¼hrerin gegeben, stellte sie doch die preislich gÃ¼nstigere Offerte als die Beschwerdegeg­nerin 2. WÃ¤re der Vertrag mit der Beschwerdegegnerin 2 noch nicht abgeschlossen, so wÃ¤re bei Gutheissung der Beschwerde eine Zuschlagserteilung an die BeschwerdefÃ¼hrerin in Betracht zu ziehen. Dass dies infolge des Vertragsschlusses nicht mehr mÃ¶glich ist, Ã¤ndert an der Legitimation nichts, da die Submissionsbeschwerde auch dafÃ¼r zur VerfÃ¼gung steht, die Rechtswidrigkeit einer ZuschlagsverfÃ¼gung feststellen zu lassen (Art. 18 Abs. 2 aIVÃ¶B).</span></p> <p class="Erwgung1"><b><span>3. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Wie die BeschwerdefÃ¼hrerin bemerkt, hat der Beschwerdegegner 1 die im Absageschreiben vom 22. Dezember 2003 angefÃ¼hrte BegrÃ¼ndung fÃ¼r die NichtberÃ¼cksichtigung in seiner Beschwerdeantwort ausgeweitet. Dies ist indessen nicht zu beanstanden, da die Vergabeinstanzen die BegrÃ¼ndung eines Vergabeentscheids noch im Rahmen der Beschwerdeantwort ergÃ¤nzen und damit eine allfÃ¤llige Verletzung des rechtlichen GehÃ¶rs, die aus dem ursprÃ¼nglichen Fehlen einer ausreichenden BegrÃ¼ndung erwachsen konnte, beheben kÃ¶nnen (RB 2000 Nr. 59 = BEZ 2000 Nr. 25 E. 4a).</span></p> <p class="Erwgung1"><b><span>4. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Nachdem zwei der drei in der Schweiz ansÃ¤ssigen Anbieter fÃ¼r Operationstischsysteme ihre Produkte samt Personal fÃ¼r eine Testphase zur VerfÃ¼gung gestellt hatten, erÃ¶ffnete der Beschwerdegegner 1 das Einladungsverfahren mit der "mÃ¼ndlich/telefonischen Formulierung der BedÃ¼rfnisse", nÃ¤mlich: zwei fest installierte SÃ¤ulen, vier Tische; qualitativ hoch stehendes, langlebiges Material; gut verstellbare Platte (Kopf hoch/Kopf tief) im Interesse der Patientensicherheit; gute Fahrbarkeit und Wendigkeit der Tische; gute ZugÃ¤nglichkeit fÃ¼r das Operationspersonal. Offenbar ebenfalls mÃ¼ndlich und ohne Angaben einer prozentualen Gewichtung wurden folgende Zuschlagskriterien bekannt gegeben: ErfÃ¼llung der Produkteanforderungen; Preis; Service; rasche Lieferbarkeit; Erfahrung mit dem Produkt.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Die BeschwerdefÃ¼hrerin wendet sich nicht gegen den bedenklich informellen Ablauf des Vergabeverfahrens. Diesem Aspekt ist denn auch nicht weiter nachzugehen. Streitgegen­stand bilden dagegen die Bewertung ihres Angebots anhand der genannten Zuschlagskriterien und insbesondere beim Zuschlagskriterium "Service". Das Angebot der BeschwerdefÃ¼hrerin ist preislich rund 6,4 % bzw. rund Fr. 16'000.- gÃ¼nstiger als dasjenige der Beschwer­degegnerin 2, wurde aber bei allen anderen Kriterien schlechter bewertet. Sie beanstandet diese Beurteilung als ungerechtfertigt.</span></p> <p class="Erwgung1"><b><span>5. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Der VergabebehÃ¶rde steht beim Urteil darÃ¼ber, welches Angebot anhand der Zuschlagskriterien das wirtschaftlich gÃ¼nstigste sei, ein erheblicher Ermessensspielraum zu (VGr, 7. Juli 1999, ZBl 2000, S. 271 = BEZ 1999 Nr. 26 E. 6a, mit Hinweisen). In dieses Ermessen greift das Verwaltungsgericht, dem keine ÃberprÃ¼fung der Angemessenheit des Entscheids zusteht (Art. 16 Abs. 2 aIVÃ¶B; vgl. auch § 50 Abs. 3 VRG), nicht ein. Zu prÃ¼fen ist dagegen eine allfÃ¤llige Ãberschreitung oder ein Missbrauch des Ermessens (Art. 16 Abs. 1 lit. a aIVÃ¶B; vgl. § 50 Abs. 2 lit. c VRG).</span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>5.1 </span></b><span>GemÃ¤ss den AusfÃ¼hrungen in der Beschwerdeantwort hat der Beschwerdegegner 1 beim Kriterium <i>"ErfÃ¼llung der Produkteanforderungen"</i> die Bereiche "MaterialqualitÃ¤t", "Verstellbarkeit", "Fahrbarkeit und Wendigkeit der Tische" sowie die "ZugÃ¤nglichkeit fÃ¼r das Operationspersonal" beurteilt. WÃ¤hrend das Produkt der Beschwerdegegnerin 2 bei allen vier Punkten die Bewertung "gut" erzielte, wurde das Produkt der BeschwerdefÃ¼hrerin lediglich in zwei Punkten ("MaterialqualitÃ¤t", "Fahrbarkeit und Wendigkeit der Tische") als gut bewertet. Mangelhaft fiel die Beurteilung bei der "Verstellbarkeit" und der "ZugÃ¤nglichkeit fÃ¼r das Operationspersonal" aus.</span></p> <p class="Erwgung3"><b><span>5.1.1 </span></b><span>Die <i>Verstellbarkeit</i> des Produkts der BeschwerdefÃ¼hrerin wurde insgesamt als unbefriedigend gewÃ¼rdigt. FÃ¼r die anÃ¤sthesierelevante sofortige Blutdruckregulierung sei es un­ab­dingbar, dass ein Operationstisch zwischen den Positionen "Kopf hoch â Beine tief" und "Kopf tief â Beine hoch" jederzeit rasch und einfach verstellt werden kÃ¶nne. Die Beschwer­defÃ¼hrerin anerkenne, dass ihre Produkte in diesem fÃ¼r die Patientensicherheit wichtigen Punkt verbesserungsbedÃ¼rftig seien, erklÃ¤re aber, dieses Problem lasse sich mit den offerierten Ãnderungen an der Verstellungsmechanik lÃ¶sen. Wie diese LÃ¶sung konkret aussehe, sei indessen weder mit Konstruktionsskizzen, Materialbeschreibungen oder anderweitig dargetan und daher nach wie vor nicht bekannt. â Die BeschwerdefÃ¼hrerin bestÃ¤tigt, dass sie zur gewÃ¼nschten Verbesserung der Patientensicherheit erst noch gewisse konstruktive VerÃ¤nderungen an der Verstellungsmechanik des Transportwagens vornehmen mÃ¼sse. Sie plant daher eine zeitlich gestaffelte Lieferung: geliefert werde zuerst das ursprÃ¼nglich offerierte Listenprodukt, welches dann nach erfolgter MarkteinfÃ¼hrung des abgeÃ¤nderten Modells ausgetauscht werde. Aus dieser Vorgehensweise erwachse dem Beschwerdegegner 1 kein Nachteil, zumal das Listenprodukt Ã¼ber alle gewÃ¼nschten Funktionen verfÃ¼ge und weltweit hundertfach erfolgreich im Einsatz sei.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Wie die BeschwerdefÃ¼hrerin ausfÃ¼hrt, will sie mit den streitigen Anpassungen an ihrem Listenprodukt die Patientensicherheit entsprechend dem Produkt der Beschwerdegeg­nerin 2 verbessern. Es ist demnach unbestritten, dass das Produkt der Beschwerdegeg­nerin 2 diesbezÃ¼glich eine hÃ¶here Patientensicherheit gewÃ¤hrleistet, in dieser AusfÃ¼hrung auf dem Markt bereits eingefÃ¼hrt bzw. erprobt und grundsÃ¤tzlich innert der angegebenen Lieferfrist verfÃ¼gbar ist. DemgegenÃ¼ber muss die BeschwerdefÃ¼hrerin ihr Produkt erst anpassen und hat sie bislang keine Angaben Ã¼ber Art und Umfang der nÃ¶tigen Anpassungen gemacht. Mithin ist fÃ¼r den Beschwerdegegner 1 auch nicht absehbar, ob das geÃ¤nderte Modell seinen Anforderungen tatsÃ¤chlich entsprechen wird. Unbestimmt ist auch die Dauer der Ãbergangsphase, bis das angepasste Modell geliefert wird. Hinzu kommt, dass die zweistufige Lieferung fÃ¼r den Beschwerdegegner 1 mit zusÃ¤tzlichen Umtrieben verbunden ist. Es ist demnach nicht zu beanstanden, wenn der Beschwerdegegner 1 dem Produkt der Beschwerdegegnerin 2 in diesem Punkt den Vorzug gibt.</span></p> <p class="Erwgung3"><b><span>5.1.2 </span></b><span>Unter dem Titel <i>"ZugÃ¤nglichkeit fÃ¼r Operationspersonal"</i> bemÃ¤ngelt der Beschwerdegegner 1, dass bei der unter anderem fÃ¼r die Thoraxchirurgie relevanten Seitenlage zwei Schrauben der SeitenstÃ¼tzen sehr viel Platz benÃ¶tigten, was die von dieser Seite her arbeitenden Chirurgen stÃ¶re. Dem hÃ¤lt die BeschwerdefÃ¼hrerin entgegen, ein solches Problem sei nie angesprochen worden. Man bezweifle, dass das Produkt Ã¼berhaupt fÃ¼r einen Thorax­eingriff verwendet worden sei, da der Operationstisch nur in einem sehr kleinen Operationssaal eingesetzt gewesen sei. Zudem sei fÃ¼r die Versuchsphase nicht das gesamte verfÃ¼gbare ZubehÃ¶r mitgeliefert worden, sodass ohne vorherige Absprache auch nicht fÃ¼r alle Disziplinen das optimale ZubehÃ¶r zur VerfÃ¼gung gestanden habe. Die Konstruktion der Seitenlagerung sei zudem fast identisch mit dem Produkt der Beschwerdegegnerin 2. Die Anrufung angeblicher nachteiliger Unterschiede erscheine daher wenig glaubhaft.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Es geht hier nicht darum, ob der Beschwerdegegner 1 mit dem Versuchsmodell der BeschwerdefÃ¼hrerin einen Thoraxeingriff durchgefÃ¼hrt hat. Er hat dies im Ãbrigen auch nicht behautet. Massgeblich ist die Feststellung des Beschwerdegegners 1, dass bei Eingriffen, welche â wie beispielsweise in der Thoraxchirurgie â die Seitenlage erfordern, zwei Schrauben der SeitenstÃ¼tzen den Zugang der Chirurgen zum Operationstisch behinderten. Dass dem so ist, hat die BeschwerdefÃ¼hrerin nicht substantiiert bestritten. Insbesondere hat sie nicht dargetan, dass bzw. wie sich dieses Problem mit anderem ZubehÃ¶r beheben liesse.</span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>5.2 </span></b><span>Wie der Beschwerdegegner 1 ausfÃ¼hrt, schneidet die BeschwerdefÃ¼hrerin beim Zuschlagskriterium <i>"rasche Lieferbarkeit"</i> deutlich schlechter ab als die Beschwerdegegnerin 2. WÃ¤hrend Letztere das gewÃ¼nschte Produkt bereits im Angebot hat und dieses sofort bzw. "nach Vereinbarung" liefern kann, muss die BeschwerdefÃ¼hrerin, um den Produkteanforderungen zu genÃ¼gen, ihr Standardprodukt erst noch Ã¼berarbeiten. Die Lieferfrist fÃ¼r das Standardprodukt gibt sie mit etwa 4 bis 6 Wochen an, lÃ¤sst im Weiteren aber offen, mit welcher zeitlichen VerzÃ¶gerung der Austausch mit dem Ã¼berarbeiteten Produkt erfolgen kann. Die BeschwerdefÃ¼hrerin sieht darin keinen Nachteil, zumal das bis zum Umtausch zur VerfÃ¼gung stehende Standardmodell im Ausland sehr oft verkauft werde und man daher davon ausgehen kÃ¶nne, dass es den Ã¼blichen Anforderungen genÃ¼ge. â Die BeschwerdefÃ¼hrerin verkennt, dass es vorliegend nicht darum geht, den Ã¼blichen Anforderungen zu genÃ¼gen, sondern den vom Beschwerdegegner 1 gestellten Produkteanforderungen. Diese erfÃ¼llt die Beschwerdegegnerin 2 unbestrittenermassen deut­lich rascher als die BeschwerdefÃ¼hrerin, was auch eine entsprechend bessere Bewertung beim Kriterium "rasche Lieferbarkeit" rechtfertigt. </span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>5.3 </span></b><span>Auch beim Zuschlagskriterium <i>"Produkteerfahrung/Referenzen"</i> wurde wiederum die Beschwerdegegnerin 2 besser beurteilt. Ihr System ist bereits seit 1998 beim Beschwerdegegner installiert und dieser erklÃ¤rt, sowohl mit dem Produkt als auch dem Service der Beschwerdegegnerin 2 gute Erfahrungen gemacht zu haben. DemgegenÃ¼ber vertreibe die BeschwerdefÃ¼hrerin das Standardprodukt, das der offerierten IndividuallÃ¶sung zugrunde liege, erst seit kurzer Zeit, sodass in der Schweiz keine lÃ¤ngerfristigen Erfahrungswerte vorhanden seien. Auch der Referenzbesuch in V habe bezÃ¼glich der Produkteeigenschaften gegenÃ¼ber der Testphase keine neuen Erkenntnisse ergeben. Insbesondere habe man auch dort keine Langzeiterfahrung mit den im Einsatz stehenden Operationstisch­systemen der BeschwerdefÃ¼hrerin. FÃ¼r die von der BeschwerdefÃ¼hrerin offerierte IndividuallÃ¶sung â die im Detail noch nicht einmal bekannt sei â bestÃ¼nden naturgemÃ¤ss Ã¼berhaupt noch keine Erfahrungswerte. Es sei fÃ¼r den Beschwerdegegner 1 nicht zumutbar, sich in diesem fÃ¼r die Patientensicherheit wichtigen Punkt auf Experimente einzulassen.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Dem hÃ¤lt die BeschwerdefÃ¼hrerin entgegen, sie vertreibe ihr Produkt bereits seit 1994. Dieses sei damit lÃ¤nger auf dem hiesigen Markt als dasjenige der Beschwerdegegnerin 2. Wenn in der Schweiz noch keine langfristigen Erfahrungen vorhanden seien, kÃ¶nne dies nicht als negativer Punkt gewertet werden, seien doch im nahen Ausland genÃ¼gend Referenzen vorhanden. â Dieser Einwand ist grundsÃ¤tzlich berechtigt. Die fraglichen Referenzen beziehen sich indessen ausschliesslich auf das Standardprodukt, nicht aber auf die IndividuallÃ¶sung. Die IndividuallÃ¶sung soll sich durch eine verbesserte FunktionalitÃ¤t â namentlich hinsichtlich Verstellbarkeit und ZugÃ¤nglichkeit â auszeichnen. Die Ãnderungen beschlagen demnach komplexe und vom Beschwerdegegner 1 bei der Einladung zur Offertstellung als wesentlich bezeichnete Punkte. Mithin sind wichtige Aspekte der IndividuallÃ¶sung bislang weder erprobt, noch liegen Ã¼berhaupt Angaben zu ihrer AusfÃ¼hrung vor. Dieser Umstand darf unter dem Titel "Produkteerfahrung/Referenzen" berÃ¼cksichtigt und negativ bewertet werden.</span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>5.4 </span></b><span>Im Schreiben vom 22. Dezember 2003 hatte der Beschwerdegegner 1 seine Absage an die BeschwerdefÃ¼hrerin damit begrÃ¼ndet, dass "die Erfahrungen im Bereich Wartung und Service mit ihrer Firma noch zu wenig gefestigt" seien. In der Beschwerdeantwort hat er zum Kriterium <i>"Service"</i> sodann ausgefÃ¼hrt, auch der im Spital V abgestattete Referenzbesuch habe keinen Aufschluss Ã¼ber die ServicequalitÃ¤t der BeschwerdefÃ¼hrerin geben kÃ¶nnen, da die fraglichen Produkte noch nicht lange auf dem schweizerischen Markt seien. Anderseits habe man mit dem Service der Beschwerdegegnerin 2 bereits zuvor und auch in der Testphase gute Erfahrungen gemacht, wogegen die UnterstÃ¼tzung durch die BeschwerdefÃ¼hrerin in der Testphase ungenÃ¼gend gewesen sei. Der im Spital zwar anwesende Vertreter der BeschwerdefÃ¼hrerin sei bei mehreren Operationen nicht oder nur schwer auffindbar gewesen und habe dem Operationspersonal die Handhabung des unvertrauten Operationstischsystems Ã¼berlassen. In einem Fall habe sich fÃ¼r die betroffene Patientin gar eine kritische Situation ergeben, da die unabdingbare sofortige UnterstÃ¼tzung beim "handling" ausgeblieben sei. Wenn auch diese negative Erfahrung bezÃ¼glich QualitÃ¤t der Kundenbetreuung und Interesse am Kunden nicht 1:1 auf mÃ¶gliche spÃ¤tere Serviceleistungen Ã¼bertragbar sei, so kÃ¶nne diesbezÃ¼glich doch keine gute Prognose gestellt werden.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>DemgegenÃ¼ber beantragt die BeschwerdefÃ¼hrerin, der Punkt "Erfahrung im Service" sei als Zuschlagskriterium zu streichen. Die Beurteilung ihrer Serviceleistungen sei unhaltbar. Die BeschwerdefÃ¼hrerin vertreibe die fraglichen Operationstische bereits seit 1994 und stehe folglich bereits im zehnten GeschÃ¤ftsjahr. Ohne gute Serviceleistungen sei dies in der heutigen Zeit nicht mÃ¶glich. Man habe die SpitÃ¤ler V und W als Referenzen genannt, beide Referenzen bezÃ¶gen sich auf OP-Tisch Systeme. Weitere Referenzen betreffend Unterhalt an GerÃ¤ten und Ersatzteilen kÃ¶nnten verschiedene Stellen am Spital in X erteilen. Im Ãbrigen sei die BeschwerdefÃ¼hrerin nie um die Abgabe eines Wartungs- oder Teilwartungsvertrags gebeten worden. AnzufÃ¼gen bleibe noch, dass sich ihr Servicestandort in Y befinde und ihre Reaktionszeit demzufolge kÃ¼rzer wÃ¤re als diejenige der Konkurrenz. Was die Erfahrungen in der Testphase betreffe, so erlaubten diese von vornherein keine RÃ¼ckschlÃ¼sse auf die QualitÃ¤t der eigentlichen Serviceleistungen. Sodann treffe es zwar zu, dass der Vertreter sich nicht ununterbrochen im Operationssaal aufgehalten habe. Es seien einfache gynÃ¤kologische Eingriffe durchgefÃ¼hrt worden und der Vertreter habe sich aus GrÃ¼nden der Ethik und der Diskretion etwas zurÃ¼ckgezogen und sich im Aufenthaltsraum aufgehalten. Sein Aufenthaltsort sei den beteiligten Personen bekannt gewesen. Dieses Verhalten sei mit der Leiterin AnÃ¤sthesie nachtrÃ¤glich besprochen und als verstÃ¤ndlich bzw. sogar positiv gewertet worden. Es sei daher nicht nachvollziehbar, dass dies nun als Negativpunkt verwendet werde und erst noch auf den Service im Allgemeinen Ã¼bertragen werde. Ob wirklich eine kritische Situation entstanden sei, mÃ¼sse der ehrlichen Beurteilung des medizinischen Personals Ã¼berlassen werden. Dass der Service der BeschwerdefÃ¼hrerin schlecht wÃ¤re, sei lediglich eine unbegrÃ¼ndete Vermutung.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Der Beschwerdegegner 1 bemÃ¤ngelt die angeblich noch zu wenig gefestigten Erfahrungen mit der BeschwerdefÃ¼hrerin im Bereich Wartung und Service. Dies erstaunt einigermassen, macht die BeschwerdefÃ¼hrerin doch unbestritten geltend, dass sie bereits im zehnten GeschÃ¤ftsjahr stehe. Wie lange die von ihr als Referenzen genannten SpitÃ¤ler V und W bereits mit den Operationstischsystemen der BeschwerdefÃ¼hrerin ausgerÃ¼stet sind, geht aus den Akten nicht hervor. Aus den AusfÃ¼hrungen des Beschwerdegegners 1 zum Referenzbesuch in V kann zwar geschlossen werden, dass man dort "noch nicht lange" Ã¼ber das Produkt der BeschwerdefÃ¼hrerin verfÃ¼gt. Genauere Angaben Ã¼ber den effektiven Zeitraum fehlen indessen. Wie es sich damit beim Spital in W verhÃ¤lt, blieb gÃ¤nzlich offen, ebenso wie die Frage, ob diese Referenz Ã¼berhaupt eingeholt wurde. In ihrer Replik hat die BeschwerdefÃ¼hrerin sodann geltend gemacht, weitere Referenzen betreffend Unterhalt an GerÃ¤ten und Ersatzteilen kÃ¶nnten verschiedene Stellen am Spital in X erteilen. Der Beschwerdegegner 1 hat hierzu weder Stellung genommen noch finden sich in den Akten irgendwelche Hinweise auf Referenzen der BeschwerdefÃ¼hrerin, welche diese ihrem Angebot beigelegt hÃ¤tte. Es lÃ¤sst sich daher nicht feststellen, ob diese Referenz rechtzeitig mit dem Angebot oder erst im Beschwerdeverfahren und damit verspÃ¤tet genannt wurde. Vor diesem Hintergrund ist die Referenzbeurteilung des Beschwerdegegners 1 schlicht nicht nachvollziehbar. Dementsprechend unbegrÃ¼ndet erscheint denn auch seine Folgerung, die Serviceerfahrung mit der BeschwerdefÃ¼hrerin sei â trotz deren immerhin zehnjÃ¤hriger GeschÃ¤ftstÃ¤tigkeit â noch zu wenig gefestigt. Im Weiteren stÃ¼tzt sich der Beschwerdegegner 1 bei der Beurteilung der Serviceleistung auf seine eigenen "Erfahrungen in der Testphase". Dabei handelt es sich indessen eher um den Bereich der EinfÃ¼hrung/Schulung am GerÃ¤t bzw. den weitergehenden Aspekt der Kundenbetreuung und nicht um eigentliche Unterhalts- oder Serviceleistungen am Operationstischsystem. Der Beschwerdegegner 1 rÃ¤umt denn auch selber ein, dass von diesen Erfahrungen wÃ¤hrend der Testphase nicht 1:1 auf die spÃ¤tere ServicequalitÃ¤t geschlossen werden kÃ¶nne. Ein blosser RÃ¼ckschluss oder eine Vermutung vermÃ¶gen dem BegrÃ¼ndungserfordernis indessen nicht zu genÃ¼gen. Die Beurteilung des Angebots der BeschwerdefÃ¼hrerin bezÃ¼glich ServicequalitÃ¤t lÃ¤sst sich demnach nicht halten.</span></p> <p class="Erwgung1"><b><span>6. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Der Beschwerdegegner 1 stellt sich sodann auf den Standpunkt, die Bewertung sei auch bei anderen Zuschlagskriterien zuungunsten der BeschwerdefÃ¼hrerin ausgefallen, sodass ihr der Zuschlag auch bei einer besseren Bewertung ihres Serviceangebots bzw. bei Streichung dieses Kriteriums nicht zu erteilen gewesen wÃ¤re. LÃ¤sst man dementsprechend das Kriterium "Service" ausser acht, bleiben die Kriterien "ErfÃ¼llung der Produkteanforderungen", "Preis", "rasche Lieferbarkeit" und "Erfahrung mit dem Produkt". Drei dieser vier Kriterien fallen nach dem Gesagten zuungunsten, das Kriterium "Preis" dagegen zugunsten der BeschwerdefÃ¼hrerin aus. Der Beschwerdegegner 1 hÃ¤lt dafÃ¼r, die Preisdifferenz von rund 6,4 % werde durch die Nachteile bei den Ã¼brigen Kriterien mehr als kompensiert. Eine schriftliche Auswertung und GegenÃ¼berstellung der Angebote anhand der jeweiligen Zuschlagskriterien ist der Beschwerdegegner 1 indes schuldig geblieben. Es fragt sich, ob die­ser Umstand fÃ¼r sich allein zur Gutheissung der Beschwerde fÃ¼hren muss. Diese Konsequenz wÃ¤re aber jedenfalls dann unverhÃ¤ltnismÃ¤ssig, wenn die festgestellten Vor- bzw. Nachteile eindeutig fÃ¼r die getroffene Wahl sprechen. Vorliegend liess der Beschwerdegegner 1 in der Beschwerdeantwort ausfÃ¼hren, dass er die Zuschlagskriterien ohne Angaben einer prozentualen Gewichtung bekannt gegeben hat. Dass er den einzelnen Kriterien nachtrÃ¤glich ein unterschiedliches Gewicht beigemessen hÃ¤tte, wurde nicht geltend gemacht. Es ist daher davon auszugehen, dass er alle Kriterien gleichwertig gewichtete. Wie die vorstehenden AusfÃ¼hrungen (vgl. E. 5.1â5.3) zeigen, hat das auf dem Markt gut eingefÃ¼hrte und sofort lieferbare Produkt der Beschwerdegegnerin 2 bei den Kriterien "ErfÃ¼llung der Produkteanforderungen", "rasche Lieferbarkeit" und "Erfahrung mit dem Produkt" jeweils klar besser abgeschnitten, als das in der optimierten Version weder rasch lieferbare noch genau vorgestellte, geschweige denn erprobte Produkt der BeschwerdefÃ¼hrerin. Diese dreifache Ãberlegenheit bei grundsÃ¤tzlich gleichwertigen Kriterien vermag den mit 6,4 % bzw. rund Fr. 16'000.- nicht eben Ã¼berragenden Preisvorteil jedenfalls wettzumachen.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Auch wenn das Vorgehen des Beschwerdegegners 1 hinsichtlich seiner Transparenz einiges zu wÃ¼nschen Ã¼brig lÃ¤sst, kann unter den gegebenen UmstÃ¤nden dennoch festgestellt werden, dass der Beschwerdegegner 1 mit seinem Entscheid das ihm zustehende Ermessen nicht Ã¼berschritten hat. Die Beschwerde ist demgemÃ¤ss abzuweisen.</span></p> <p class="Erwgung1"><b><span>7. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Bei diesem Ausgang des Verfahrens wird die BeschwerdefÃ¼hrerin kostenpflichtig (§ 70 in Verbindung mit § 13 Abs. 2 Satz 1 VRG), und hat sie dem Beschwerdegegner 1 eine angemessene EntschÃ¤digung fÃ¼r die Umtriebe des Beschwerdeverfahrens zu entrichten (§ 17 Abs. 2 lit. a VRG). Bei der Bemessung der ParteientschÃ¤digung ist zu berÃ¼cksichtigen, dass der Beschwerdegegner 1 mit der Beschwerdeantwort im Wesentlichen nur die â von ihm ohnehin geschuldete â BegrÃ¼ndung des Vergabeentscheids nachgeholt hat; in Betracht fÃ¤llt daher vor allem noch der Aufwand, der ihm mit der Ausarbeitung der Duplik entstanden ist. Die Voraussetzungen fÃ¼r die Zusprechung einer ParteientschÃ¤digung an die Beschwerdegegnerin 2 sind nicht erfÃ¼llt (vgl. § 17 Abs. 2 VRG).</span></p> <p class="Urteilstext"><span> </span></p> <p class="Zwischentitel"><span>DemgemÃ¤ss </span><span><a id="Text25"></a>entscheidet</span><span> </span><span>die Kammer</span><span>:</span></p> <p class="Urteilstext"><span> </span></p> <p class="Einzug2">1. Die Beschwerde wird abgewiesen.</p> <p class="Einzug2">2. Die GerichtsgebÃ¼hr wird festgesetzt auf <br/> Fr. 2'000.--; die Ã¼brigen Kosten betragen:<br/> Fr. 210.-- Zustellungskosten,<br/> Fr. 2'210.-- Total der Kosten.</p> <p class="Einzug2">3. Die Gerichtskosten werden der BeschwerdefÃ¼hrerin auferlegt.</p> <p class="Einzug2">4. Die BeschwerdefÃ¼hrerin wird verpflichtet, dem Beschwerdegegner 1 eine ParteientschÃ¤digung von Fr. 500.- (Mehrwertsteuer inbegriffen) zu bezahlen, zahlbar innert 30 Tagen ab Rechtskraft dieses Entscheids.</p> <p class="Einzug2">Der Beschwerdegegnerin 2 wird keine ParteientschÃ¤digung zugesprochen.</p> <p class="Urteilstext"><span>5. â¦</span></p> <p class="MsoNormal"> </p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>