Finances fédérales 1995 2050 N 30 novembre 1994 #ST# 94.074 Voranschlag der Eidgenossenschaft 1995 Budget de la Confédération 1995 Fortsetzung - Suite Siehe Seite 2018 hiervor - Voir page 2018 ci-devant Detailberatung - Discussion par articles Wo nichts anderes vermerkt ist, - beantragt die Kommission Zustimmung zum neuen Ent- wurf des Bundesrates; -stimmt der Rat den Anträgen der Kommission still- schweigend zu. Sauf indication contraire - la commission propose d'adhérer au nouveau projet du Conseil fédéral; - le Conseil adhère tacitement aux propositions de la com- mission. Finanzrechnung - Compte financier Behörden und Gerichte-Autorités et tribunaux 101 Eidgenössische Räte Antrag der Fraktion der Schweizerischen Volkspartei 3010.101 Bezüge des Etatpersonals 12 102 800 Fr. Schriftliche Begründung Analog Budget 1994. 101 Chambres fédérales Proposition du groupe de l'Union démocratique du centre 3010.101 Rétribution du personnel permanent 12102800fr. Epiney Simon (C, VS), rapporteur: Vous avez là une proposi- tion qui consiste à réduire la rétribution des dépenses de per- sonnel pour le Parlement Au nom de la commission, je vous invite à refuser cette proposition. Je rappelle à ce propos ce qui suit: le Conseil fédéral avait pro- posé un montant de 13 071 500 francs; si l'on déduit le renché- rissement, 150 000 francs, et la diminution de 3,5 postes, soit 350000 francs, nous arrivons à un montant de 12571 500 francs. Réduire encore ce poste de 468 700 francs revient en fait à diminuer le personnel du Parlement de 4,5 postes. C'est une mesure qui, à notre sens, est excessive. Elle ne tient pas compte que le travail parlementaire a augmenté, qu'il y a davantage de sessions, spéciales notamment, qu'il y a même des séances de nuit, que nous avons aujourd'hui devant nous, en 1995, le début d'une nouvelle législature, qu'il y a donc là aussi du travail supplémentaire. Finalement, si on devait suivre la proposition du groupe UDC, comme il n'y a pas de retraites prévues, il faudrait carrément licencier du personnel. Je vous rappelle également que la Délégation administrative des deux Conseils a proposé, dans une lettre datée du 11 no- vembre 1994, de diminuer l'effectif non pas de 3,5 postes, comme nous le prévoyons dans le budget, mais seulement d'un poste. Alors, aller dans la direction de la proposition du groupe UDC, soit réduire en fait de 4,5 postes, est une mesure que je vous invite à rejeter au nom de la commission. Stich Otto, Bundespräsident: Es ist eigentlich nicht Sache des Bundesrates, Ihnen zu sagen, Sie sollten sparen, und zwar auch bei sich. Es ist allerdings erstaunlich, dass hier trotz al- lem Erhöhungen von 12,102 Millionen auf 13,071 Millionen Franken vorgesehen sind. Das ist ein beachtlicher Anstieg. Sie sollten vielleicht nachher auch daran denken, wenn Sie beim übrigen Personal entscheiden. Abstimmung - Vote Für den Antrag der SVP-Fraktion 57 Stimmen Dagegen 88 Stimmen 104 Bundeskanzlei Antrag der Kommission 3100.242 Informatik-Programme und Dienstleistungen 156 000 000 Fr. 4010.201 Informatik-Hardware und Büromatik 177 500 000 Fr. 104 Chancellerie fédérale Proposition de la commission 3100.242 Programmes et prestations de service informatiques 156 000 000 fr. 4010.201 Matériel informatique et bureautique 177500000fr. Angenommen -Adopté Departement für auswärtige Angelegenheiten Département des affaires étrangères 201 Departement für auswärtige Angelegenheiten Antrag der Fraktion der Schweizerischen Volkspartei 3600.150 Friedenserhaltende Aktionen 20 500 000 Fr. Schriftliche Begründung Gleiche Höhe wie Budget 1994; eine Erhöhung gegenüber dem letzten Jahr ist nicht angezeigt 3600.167 Zusammenarbeit mit mittel- und osteuropäischen Staaten 50 000 000 Fr. Schriftliche Begründung Angesichts der Finanzlage Kürzung des vorgesehenen Betra- ges um zirka 10 Prozent (Antrag der Kommission des Stände- rates). 3600.302 Europäische Organisation für Kernforschung (Gern) 38 388 000 Fr. Schriftliche Begründung Gleiche Höhe wie Budget 1994. 207 Département des affaires étrangères Proposition du groupe de l'Union démocratique du centre 3600.150 Actions pour le maintien de la paix 20 500 000 f r. 3600.167 Coopération avec des Etats d'Europe centrale et orientale 50 000 000 fr. 3600.302 Organisation européenne pour la recherche nu- cléaire, Genève (Gern) 38 388 000 fr. Pos. 201.3600.150 Abstimmung - Vote Für den Antrag der SVP-Fraktion 53 Stimmen Dagegen 108 Stimmen Pos. 201.3600.167 Abstimmung - Vote Für den Antrag der SVP-Fraktion 52 Stimmen Dagegen 111 Stimmen30. November 1994 2051 Bundesfinanzen 1995 Pos. 201.3600.302 Abstimmung - Vote Für den Antrag der SVP-Fraktion 61 Stimmen Dagegen 99 Stimmen 202 Direktion für Entwicklungszusammenarbeit und humani- täre Hilfe Neuer Entwurf des Bundesrates 3600.002 Bestimmte Aktionen der Entwicklungszusammenarbeit 471 343 000 Fr. 4200.002 Regionale Entwicklungsbanken, Beteiligungen 3 383 000 Fr. 3600.201 Finanzielle Unterstützung humanitärer Aktionen 125 467 000 Fr. 3600.202 Nahrungsmittelhilfe mit Milchprodukten 25 500 000 Fr. 3600.401 Umweltprogramme 22 321 000 Fr. Antrag der Kommission 3600.001 Allgemeine Beiträge an internationale Organisa- tionen Mehrheit 171 472 000 Fr. Minderheit (Bäumlin, Baumann Ruedi, Borei François, Leemann, Leuen- berger Ernst, Weder Hansjürg, Züger) Zustimmung zum ersten Entwurf des Bundesrates 3600.002 Bestimmte Aktionen der Entwicklungszusammen- arbeit Mehrheit 465 343 000 Fr. Minderheit (Bäumlin, Baumann Ruedi, Borei François, Leemann, Leuen- berger Ernst, Weder Hansjürg, Züger) Zustimmung zum neuen Entwurf des Bundesrates 4200.002 Regionale Entwicklungsbanken, Beteiligungen Mehrheit 2 383 000 Fr. Minderheit (Bäumlin, Baumann Ruedi, Borei François, Leemann, Leuen- berger Ernst, Weder Hansjürg, Züger) Zustimmung zum neuen Entwurf des Bundesrates 4200.003 Beteiligung an der Weltbank Mehrheit 60 311 000 Fr. Minderheit (Bäumlin, Baumann Ruedi, Borei François, Leemann, Leuen- berger Ernst, Weder Hansjürg, Züger) Zustimmung zum ersten Entwurf des Bundesrates 3600.201 Finanzielle Unterstützung humanitärer Aktionen Mehrheit 121 467 000 Fr. Minderheit (Bäumlin, Baumann Ruedi, Borei François, Leemann, Leuen- berger Ernst, Weder Hansjürg, Züger) Zustimmung zum neuen Entwurf des Bundesrates 3600.202 Nahrungsmittelhilfe mit Milchprodukten Mehrheit 25 000 000 Fr. Minderheit (Bäumlin, Baumann Ruedi, Borei François, Leemann, Leuen- berger Ernst, Weder Hansjürg, Züger) Zustimmung zum neuen Entwurf des Bundesrates 3600.203 Nahrungsmittelhilfe mit Getreide Mehrheit 19 700 000 Fr. Minderheit (Bäumlin, Baumann Ruedi, Borei François, Leemann, Leuen- berger Ernst, Weder Hansjürg, Züger) Zustimmung zum ersten Entwurf des Bundesrates 3600.401 Umweltprogramme Mehrheit 21 321 000 Fr. Minderheit (Bäumlin, Baumann Ruedi, Borei François, Leemann, Leuen- berger Ernst, Weder Hansjürg, Züger) Zustimmung zum neuen Entwurf des Bundesrates Antrag Keller Rudolf 3600.001 Allgemeine Beiträge an internationale Organisa- tionen 150 000 000 Fr. Schriftliche Begründung Im Laufe der letzten Jahre wurden die Beiträge an internatio- nale Organisationen laufend erhöht. Nachdem festgestellt werden muss, dass andere Länder ihren finanziellen Verpflich- tungen gegenüber internationalen Organisationen nicht mehr nachkommen oder zumindest grosse Kürzungen vornehmen, kann die Schweiz getrost ihre Beiträge reduzieren. Es wird an allen Orten verstanden, wenn unser Land denselben Weg ein- schlägt, wie ihn andere auch beschreiten. Zudem ist zu for- dern, dass - ausser bei der AHV/IV- in allen Bereichen zu spa- ren ist, solange die Staatsverschuldung das Defizit von 1990 überschreitet. Antrag der Fraktion der Schweizerischen Volkspartei 3600.001 Allgemeine Beiträge an internationale Organisa- tionen 156 372 000 Fr. Schriftliche Begründung Kürzung des Betrages um zirka 10 Prozent. 3600.002 Bestimmte Aktionen der Entwicklungszusammen- arbeit 457 343 000 Fr. Schriftliche Begründung Kürzung des Betrages um zirka 5 Prozent. Antrag Misteli 3600.201 Finanzielle Unterstützung humanitärer Aktionen 154 467 000 Fr. 3600.202 Nahrungsmittelhilfe mit Milchprodukten Streichen (Streichung der 26000000 Franken von Pos. 202.3600.202 und Aufstockung der Pos. 202.3600.201 «Finanzielle Unter- stützung humanitärer Aktionen», Teilposition «Übrige Nah- rungsmittelhilfe», um 26 000 000 Franken auf 47 000 000 Franken; Pos. 202.3600.201 insgesamt auf 154 467 000 Fran- ken entsprechend erstem Entwurf des Bundesrates) Schriftliche Begründung Der Antrag will keine Kürzung der Beiträge an die humanitäre Hilfe. Meiner Meinung nach ist eine Kürzung in unserer heuti- gen Zeit ethisch nicht verantwortbar. Zusätzlich verlangt der Antrag, die Beiträge an die «Nahrungs- mittelhilfe mit (schweizerischen) Milchprodukten» auf die in- zwischen neu in der Position 202.3600.201 «Finanzielle Unter- stützung humanitärer Aktionen» mitenthaltene frühere Posi- tion 202.3600.206 «Andere Nahrungsmittelhilfe» aus folgen- den Gründen umzuschichten: 1. In Position 202.3600.202 werden Gelder für die humanitäre Hilfe als Nahrungsmittelhilfe an schweizerische Milchprodukte gebunden; für einen Teil der Subventionen an unsere Milch- wirtschaft ziehen wir Gelder aus dem Budget der humanitären Hilfe heran und weisen diese zusammen mit dem effektiven Marktpreis als Nahrungsmittelhilfe aus. Wenn die Gelder der humanitären Hilfe für Milchpulver nach dem Weltmarktpreis ausgegeben werden könnten, würde unsere Nahrungsmittel- hilfe mengenmässig rund 40 Prozent mehr ausmachen, was logischerweise 40 Prozent mehr notleidenden Kindern zugute kommen würde als bis heute.Finances fédérales 1995 2052 N 30 novembre 1994 2. Meiner Meinung nach sollen die Subventionen an unsere selbstverschuldeten strukturellen Mängel der Milchwirtschaft für alle Milchprodukte aus der gleichen Kasse bezahlt werden. Es ist nicht einzusehen, weshalb ausgerechnet bei der für die besonders notleidenden Menschen und Kinder bestimmten Nahrungshilfe ein Teil der für sie bestimmten Gelder als Struk- turhilfe für die Lösung eines Problems in einem der reichsten Länder benutzt werden soll, welches mit der Bestimmung der Gelder gar nichts zu tun hat Mit dem noch in dieser Session diskutierten Gatt-Vertrag sol- len die produktebezogenen Subventionen ohnehin abgebaut werden. Die im Budget vorgeschlagene Subvention der Milch- produkte für die Nahrungsmittelhilfe ist deshalb auch aus die- sem Grund zu einem Anachronismus geworden. 3. Die Umlagerung der 26 Millionen Franken an schweizeri- sche Milchprodukte gebundene Nahrungsmittelhilfe auf die «übrige (ungebundene) Nahrungsmittelhilfe» erhöht diese auf 47 Millionen Franken. Damit kann je nach Bedarf der Notlage Nahrungsmittelhilfe z. B. in Ländern der gleichen Region wie das Empfängerland billiger eingekauft werden - ein gleichzei- tiger zusätzlicher Entwicklungseffekt und weniger Ausgaben für den Transport Insgesamt ein effizienterer Einsatz der Fi- nanzmittel für den eigentlichen Zweck: mehr und qualitativ bessere Nahrungsmittelhilfe. Die ungebundene Nahrungsmit- telhilfe soll aber weiterhin, sofern Bedarf vorhanden ist, schweizerische Milchprodukte für die Nahrungsmittelhilfe ein- setzen können, allerdings aber zu Marktpreisen. Antrag Hollenstein 3600.001 Allgemeine Beiträge an internationale Organi- sationen 3600.002 Bestimmte Aktionen der Entwicklungszusammen- arbeit 4200.002 Regionale Entwicklungsbanken, Beteiligungen 4200.003 Beteiligung an der Weltbank 3600.201 Finanzielle Unterstützung humanitärer Aktionen 3600.202 Nahrungsmittelhilfe mit Milchprodukten 3600.203 Nahrungsmittelhilfe mit Getreide 3600.401 Umweltprogramme Zustimmung zum ersten Entwurf des Bundesrates Schriftliche Begründung 1. Der Bundesrat hat rund um den Beitritt zu den Institutionen von Bretton Woods versprochen, dass ein Beitritt der Schweiz keine negativen finanziellen Auswirkungen auf die übrigen Ausgaben für die Entwicklungszusammenarbeit und humani- täre Hilfe haben wird. Die Verpflichtung gegenüber der IDA/Weltbank ist um 29 Mil- lionen Franken höher als 1994 (Pos. 202.3600.005). Weil das Budget 1995 des Bundesrates für die sogenannte Entwick- lungshilfe nur 1279 Millionen Franken (= 0,33 Prozent des Bruttosozialproduktes, BSP) vorsieht (nur 21 Millionen Fran- ken mehr als 1994), ergibt sich ein realer Ausgabenabbau in der bilateralen Hilfe. Damit hält der Bundesrat seine Verspre- chungen von 1992 nicht ein. 2. In der Legislaturplanung setzte sich der Bundesrat das Ziel, bis zur Jahrtausendwende 0,4 Prozent des BSP für die öffentli- che Entwicklungshilfe zu leisten. Um diesem Ziel näher zu kommen, müsste der Betrag für die öffentliche Entwicklungs- hilfe schon jetzt höher angesetzt werden. 3. Der Schweiz, dem reichsten Land der Welt, würde eine we- niger knausrige Entwicklungshilfepolitik gut anstehen. 4. In Anbetracht der zunehmenden Verelendung unzähliger Menschen im Süden müssen wir unsere weltweite Verantwor- tung wahrnehmen. Eine Kürzung der bilateralen Hilfe ist eine Schande für unser Land. 5. Die Grünen fordern längerfristig eine Verdoppelung der schweizerischen Entwicklungshilfegelder auf das von der OECD gesteckte Ziel von 0,7 Prozent des BSP. 202 Direction de la coopération au développement et de l'aide humanitaire Nouveau projet du Conseil fédéral 3600.002 Actions spécifiques de la coopération au développement 471 343 000 fr. 4200.002 Banques régionales de développement, participations 3 383 000 fr. 3600.201 Assistance financière à des actions humanitaires 125467000fr. 3600.202 Aide alimentaire en produits laitiers 25500000fr. 3600.401 Programmes en matière d'environnement 22 321 000 fr. Proposition de la commission 3600.001 Contributions générales à des organisations inter- nationales Majorité 171 472000fr. Minorité (Bäumlin, Baumann Ruedi, Borei François, Leemann, Leuen- berger Ernst, Weder Hansjürg, Züger) Adhérer au premier projet du Conseil fédéral 3600.002 Actions spécifiques de la coopération au développe- ment Majorité 465 343 000 fr. Minorité (Bäumlin, Baumann Ruedi, Borei François, Leemann, Leuen- berger Ernst, Weder Hansjürg, Züger) Adhérer au nouveau projet du Conseil fédéral 4200.002 Banques régionales de développement, participa- tions Majorité 2383000fr. Minorité (Bäumlin, Baumann Ruedi, Borei François, Leemann, Leuen- berger Ernst, Weder Hansjürg, Züger) Adhérer au nouveau projet du Conseil fédéral 4200.003 Participation à la Banque mondiale Majorité 60 311 000 fr. Minorité (Bäumlin, Baumann Ruedi, Borei François, Leemann, Leuen- berger Ernst, Weder Hansjürg, Züger) Adhérer au premier projet du Conseil fédéral 3600.201 Assistance financière à des actions humanitaires Majorité 121467000fr. Minorité (Bäumlin, Baumann Ruedi, Borei François, Leemann, Leuen- berger Ernst, Weder Hansjürg, Züger) Adhérer au nouveau projet du Conseil fédéral 3600.202 Aide alimentaire en produits laitiers Majorité 25 000 000 fr. Minorité (Bäumlin, Baumann Ruedi, Borei Francois, Leemann, Leuen- berger Ernst, Weder Hansjürg, Züger) Adhérer au nouveau projet du Conseil fédéral 3600.203 Aide alimentaire en céréales Majorité 19700000fr. Minorité (Bäumlin, Baumann Ruedi, Borei François, Leemann, Leuen- berger Ernst, Weder Hansjürg, Züger) Adhérer au premier projet du Conseil fédéral 3600.401 Programmes en matière d'environnement Majorité 21 321 000 fr. Minorité (Bäumlin, Baumann Ruedi, Borei François, Leemann, Leuen- berger Ernst, Weder Hansjürg, Züger) Adhérer au nouveau projet du Conseil fédéral30. November 1994 N 2053 Bundesfinanzen 1995 Proposition Keller Rudolf 3600.001 Contributions générales à des organisations inter- nationales 150000000fr. Proposition du groupe de l'Union démocratique du centre 3600.001 Contributions générales à des organisations inter- nationales 156372000fr. 3600.002 Actions spécifiques de la coopération au développe- ment 457 343 000 f r. Proposition Misteli 3600.201 Assistance financière à des actions humanitaires 154467000fr. 3600.202 Aide alimentaire en produits laitiers Biffer Proposition Hollenstein 3600.001 Contributions générales à des organisations inter- nationales 3600.002 Actions spécifiques de la coopération au développe- ment 4200.002 Banques régionales de développement, participa- tions 4200.003 Participation à la Banque mondiale 3600.201 Assistance financière à des actions humanitaires 3600.202 Aide alimentaire en produits laitiers 3600.203 Aide alimentaire en céréales 3600.401 Programmes en matière d'environnement Adhérer au premier projet du Conseil fédéral Bäumlin Ursula (S, BE), Sprecherin der Minderheit: Wie ich beim Eintreten indirekt versprochen habe, kommen wir nun zum ersten Rendezvous bei einem Minderheitsantrag. Dieser ist genauso gelagert, wie ich es dort umrissen habe: Die letzte und den letzten beissen die Sparhunde. Es ist nicht das erste Mal so - das ist mindestens so, seit ich in der Finanzkommis- sion bin. Und diese letzte Beisserei findet auch immer bei den gleichen, jenen zuhinterst in der Warteschlange, statt Ich hätte Ihnen meine Voten, die ich vor zwei Jahren und vor allem vor einem Jahr, 1993, hier gehalten habe, telquel wieder vortragen können, mit entsprechendem Mehr- oder Minderer- folg meiner und unserer Bemühungen. Ich kann Sie nun damit verschonen. Ein kompetentes, anerkanntes Gremium, in wel- chem Vertreter aller Parteien sitzen, hat Ihnen allen einen Brief geschrieben: die Beratende Kommission für internationale Entwicklungszusammenarbeit und humanitäre Hilfe. Sie wird nach ihrem gegenwärtigen Präsidenten «Nebiker-Kommis- sion» genannt. Weil Sie diesen Brief vielleicht noch nicht gelesen haben, und vor allem weil darin die Hauptpunkte, die für die Aufrechterhal- tung des Bundesratsvorschlages sprechen, so gut umschrie- ben sind, lese ich Ihnen diesen vor- mindestens partiell: «Die Kommissionsmitglieder sind davon überzeugt, dass wei- tere Kürzungen die Qualität und die Glaubwürdigkeit der schweizerischen Entwicklungszusammenarbeit in ihrer Sub- stanz gefährden. Die Kommission möchte Sie insbesondere auf folgende drei Punkte hinweisen: 1. Im Zeitraum von 1992 bis 1998 wurde das Ausgabenvolu- men der öffentlichen Entwicklungszusammenarbeit im Ver- gleich zur Finanzplanung 1991 um 1,225 Milliarden Schwei- zerfranken gekürzt. Damit leistet dieser Bereich einen sub- stantiellen Beitrag zur Sanierung der Bundesfinanzen. 2. Die Beiträge an die Weltbank-Tochter IDA erhöhen sich im nächsten Jahr um 29,1 Millionen Schweizerfranken. Diese Mehraufwendungen sollen gemäss Kürzungsanträgen der Fi- nanzkommissionen im Bereich der bilateralen Zusammenar- beit kompensiert werden, welche damit eine reale Kürzung im Budgetvergleich 1994/95 erleiden würden. Dies widerspricht dem Grundsatz, den der Bundesrat mehrfach bekräftigt hat, wonach die durch den Beitritt zu den Bretton-Woods-lnstitutio- nen (BWI) entstandenen Verpflichtungen nicht auf Kosten der bilateralen Entwicklungszusammenarbeit finanziert wer- den sollen. 3. Das internationale Ansehen der Schweiz hängt auch davon ab, wie weit sie einen fairen Anteil an neuen Aufgaben der in- ternationalen Zusammenarbeit übernimmt, dies etwa im Be- reich der globalen Umweltpolitik, der Bevölkerungspolitik, der Auswirkungen des Gatt auf die ärmeren Entwicklungsländer oder bei den wachsenden Anforderungen an die humanitäre Hilfe. Wenn der Budgetvorschlag des Bundesrates für 1995 weiter gekürzt wird, ist der Spielraum für diese neuen Aufga- ben derart begrenzt, dass entsprechende Budgetumverteilun- gen nur mittels Abbruch von bestehenden bilateralen Ver- pflichtungen zu bewerkstelligen sind.» Ich denke eigentlich, auch die Mehrheit der Finanzkommis- sion müsste sich von diesen Argumenten überzeugen lassen. Es kann ihr nämlich nicht anders gegangen sein, als es auch mir erging, als ich in der Fahne die Globalkürzung der Kom- missionsmehrheit im ausgeschriebenen Detail las. Ich begriff zuerst so ziemlich gar nichts bei diesem Zahlenhaufen. Ich be- griff nicht, was all die Zahlen bedeuten sollten. Die Erklärung hat mir der Punkt 2 des vorgelesenen Briefes hinterher geliefert: Durch die zu kompensierende Erhöhung der IDA-Kredite wird das Versprechen des Bundesrates, dass die Bretton-Woods-Mitgliedschaftdie bilaterale Entwicklungs- zusammenarbeit nicht beeinträchtigen dürfe, ausser Kraft ge- setzt, ja sozusagen gebrochen. Kritische Stimmen haben diese Befürchtungen schon vor dem Beitritt zu den BWI geäussert. Die Befürworterseite hat sie im- mer abgestritten - ein ganz wichtiger Grund für beide Seiten, beim Entwurf des Bundesrates zu bleiben, der in seinem neuen Entwurf ja auch schon eine beträchtliche Kürzung ge- genüber dem ersten Budgetentwurf beinhaltet, und dem Min- derheitsantrag zuzustimmen. Es geht um die Glaubwürdigkeit unserer internationalen Poli- tik; diese kann im Ernst niemand aufs Spiel setzen wollen. Bührer Gerald (R, SH), Berichterstatter: Um Zeit zu sparen, möchte ich mich zu diesem Minderheitsantrag und zu den An- trägen, die bei der Rubrik Entwicklungszusammenarbeit noch begründet werden, zusammenfassend äussern. Ich beantrage Ihnen insgesamt: Folgen Sie den Anträgen der Kommissionsmehrheit, lehnen Sie Aufstockungen der Kom- missionsminderheit respektive Aufstockungen gemäss sepa- raten Anträgen ab; folgen Sie der Kommissionsmehrheit auch bei den Anträgen, die weitergehende Kürzungen verlangen. Gestatten Sie mir, zwei, drei Überlegungen darzustellen. In be- zug auf die Innenpolitik hat die Kommissionsmehrheit den Schluss gezogen, dass Aussen- und Entwicklungspolitik in unserer direkten Demokratie auch eine innenpolitische Ab- stützung braucht. Wir sind der Meinung, dass wir nicht in zum Teil sensiblen innenpolitischen Bereichen kürzen können, ohne den Ausgabenzuwachs im Aussenbereich auch etwas herunterzunehmen. Wie sieht das in Zahlen aus? Der Bundesrat hat bekanntlich beim DEH für 1995 den Betrag von 1,36 Milliarden Franken im Voranschlag eingebracht. Die Kommissionsmehrheit schlägt Ihnen eine Kürzung um 20 Millionen auf 1,16 Milliar- den Franken vor. Gegenüber dem Voranschlag des laufen- den Jahres ist das immer noch eine Erhöhung um etwas mehr als ein Prozent. Nun, wo stehen wir? Ich glaube, wenn wir die multilaterale und die bilaterale Hilfe zusammennehmen-finanzpolitisch ist das fürden Bürger und für die Zahlen relevant-, dürfen wir feststel- len, dass wir in diesem Aufgabenbereich mirtei- und längerfri- stig eine deutlich überdurchschnittliche Erhöhung im Ver- gleich zum Gesamtbudget haben. Das ist die Tatsache. Es kommt dazu, dass ein Teil dieser Kredite in Währungen ge- sprochen wird, die gegenüber dem Schweizer Franken ekla- tant abgewertet wurden; umgerechnet in Dollars oder in än- dern Währungen beinhaltet ein Teil der Kredite eine wesentlich höhere Steigerung, als sie in Schweizer Franken zum Aus- druck kommt. Eine letzte Bemerkung: Es wird so getan, als ob die Schweiz sozusagen auf dem letzten Platz stünde. Tatsache ist, dass auch die anderen Industrieländer - man mag das bedauern,Finances fédérales 1995 2054 N 30 novembre 1994 aber es ist die Tatsache - angesichts der Finanzknappheit ihre Aufwendungen im Bereich der Entwicklungszusammenarbeit, in Prozenten ihres Bruttoinlandproduktes ausgedrückt, zu- rückgenommen haben. Die Statistik der OECD der Jah- re 1981/82 verglichen mit den Jahren 1991/92 zeigt dies deut- lich auf: Namhafte Länder haben ihren Anteil zurückgenom- men. Deutschland beispielsweise von 0,47 auf 0,4 Prozent Die Schweiz würde mit 0,33 Prozent etwa im Durchschnitt die- ser Länder liegen. Es gibt namhafte wirtschaftsstarke Länder, die wesentlich tiefer liegen: Ich erwähne die Vereinigten Staa- ten mit 0,2 Prozent, Japan mit 0,3 Prozent; aber auch Italien, Grossbritannien und Österreich liegen in ihren Aufwendungen im Bereich der Entwicklungszusammenarbeit gemäss der OECD-Statistik tiefer als die Schweiz. All diese Überlegungen, die internationalen Vergleiche, die innenpolitische Rücksichtnahme und die Beurteilung, dass eine Kürzung von 20 Millionen, das heisst von 2 Prozent, bei einer mittelfristig überdurchschnittlichen Ausgabensteige- rung verantwortbar ist, haben die Kommissionsmehrheit dazu veranlasst, Ihnen die Kürzung von 20 Millionen Franken zu beantragen. Epiney Simon (C, VS), rapporteur: Nous répondons globale- ment aux propositions de la minorité ainsi qu'indirectement aux différentes propositions individuelles, en vous deman- dant, au nom de la majorité de la commission, de les rejeter toutes. Il n'y a pas, en matière de réduction du déficit des finances pu- bliques, de vache sacrée - on a eu l'occasion de le dire à plu- sieurs reprises. Le Département fédéral des affaires étrangè- res n'échappe pas à cette règle, mais il faut relativiser les pro- pos que l'on tient, par exemple que nous sommes en plein dé- mantèlement de notre politique humanitaire ou de notre politi- que en matière de coopération. Je rappelle que, sur un plan global, en plus des crédits oc- troyés par l'Office fédéral des affaires économiques extérieu- res, par l'Administration fédérale des finances, par exemple lors de la crise du Golfe, ou par l'Office fédéral de l'éducation et de la science, par l'octroi de bourses, le total de l'aide au dé- veloppement fournie par la Confédération s'élève à 1,258 milliard de francs au budget 1994 et à 1,279 milliard de francs au budget 1995. C'est pour cette raison que votre com- mission a proposé une réduction de 20 millions de francs pour rester, en 1995, pratiquement dans les mêmes chiffres qu'en 1994. Les positions budgétaires relatives aux engagements multila- téraux ne pouvant être réduites, on vous demande de ne pas couper plus que ce que nous vous proposons, sous peine de porter atteinte à la coopération bilatérale, d'une part, et à l'aide humanitaire et alimentaire, d'autre part. Il faut rappeler que lorsqu'on fait des évaluations en la matière, même sur un plan strictement économique, la Suisse reçoit en retour un certain nombre d'avantages des prestations qu'elle consent dans ce domaine. Sur 100 francs qui sont gagnés, nous ne versons finalement que 34 centimes pour la coopéra- tion au développement On vous l'a dit tout à l'heure, en com- paraison avec les autres pays, nous sommes tout à fait dans des chiffres acceptables, puisque l'Allemagne verse pratique- ment la même chose que nous, et que les Etats-Unis et le Ja- pon versent, proportionnellement à leur PIB, des montants in- férieurs. Ensuite, on le sait depuis le débat sur l'Espace économique européen, nous gagnons un franc sur deux à l'étranger. Il y a, en retour des prestations que l'on fait pour la politique humani- taire, un certain nombre d'avantages pour l'économie helvéti- que qu'on chiffre à environ 1,5 milliard de francs. On doit dire également que la Suisse pratique, dans ce domaine, une poli- tique concrète, pragmatique, à travers des programmes de développement, et qu'elle ne dilapide pas du tout son argent en versant uniquement une aide financière. Aller au-delà d'une réduction de 20 millions de francs revien- drait, pour la majorité de la commission, à remettre en cause les actions qui sont en cours, à faire une entorse aux obliga- tions éthiques et morales de la Suisse, tout en méconnaissant nos propres intérêts économiques. Il faut rappeler ici aussi qu'on ne peut pas, d'un côté, en ce qui concerne la politique d'immigration, dire qu'il faut aider sur place les populations, et, d'un autre côté, lorsqu'on parle de crédits, prendre des mesures de restriction qui font que ces personnes-là cherchent à venir chez nous parce que leurs conditions de vie sur place sont intolérables. Pour toutes ces raisons, nous vous demandons de suivre les propositions de la majorité de la commission, qui a essayé de trouver un bon compromis entre les intérêts en présence, et de refuser les propositions de minorité et individuelles, soit de di- minution, soit d'augmentation des crédits. Stich Otto, Bundespräsident: Der Bundesrat empfiehlt Ihnen, dem Entwurf des Bundesrates und damit dem Antrag der Kommissionsminderheit zuzustimmen. Wenn Sie im angepassten Statistikteil der Botschaft lesen, stel- len Sie fest, dass im nächsten Jahr für die Entwicklungshilfe etwa 21 Millionen Franken mehr ausgegeben werden sollen als dieses Jahr. Aber Sie müssen eines bedenken: Entwick- lungshilfeausgaben sind nicht nur hieraufgeführt, sondern ein Teil liegt auch beim Bawi. Wenn Sie der Kommissionsminder- heit folgen, geben Sie nicht 20 Millionen Franken mehr aus als dieses Jahr, sondern den gleichen Betrag. Aus diesem Grund bitte ich Sie, hier dem Entwurf des Bundes- rates zuzustimmen und keine zusätzlichen Kürzungen vorzu- nehmen. Der Anteil liegt jetzt noch bei 0,34 Prozent des BIP. Sie wissen, dass wir eigentlich 0,4 Prozent anstreben, aber dieses Ziel können wir kurzfristig sicher nicht erreichen. Mit dem Entscheid zugunsten des Antrages der Kommissions- mehrheit würden wir auf 0,33 Prozent zurückgehen. Ich bitte Sie, dem Entwurf des Bundesrates zuzustimmen und alle weiter gehenden Anträge nach oben und nach unten ab- zulehnen. Pos. 202.3600.001 Erste, namentliche Eventualabstimmung Premier vote préliminaire, par appel nominal Für den Antrag der Mehrheit stimmen: Votent pour la proposition de la majorité: Allenspach, Aubry, Berger, Bezzola, Binder, Bischof, Borer Roland, Borradori, Bortoluzzi, Bühler Simeon, Bührer Gerold, Camponovo, Caspar-Hutter, Cavadini Adriano, Chevallaz, Cincera, Cornaz, Deiss, Dettling, Dreher, Eggly, Epiney, Ey- mann Christoph, Fehr, Fischer-Hägglingen, Fischer-Seen- gen, Fischer-Sursee, Frey Walter, Friderici Charles, Fritschi Oscar, Früh, Giger, Gobet, Graber, Gros Jean-Michel, Hari, Hegetschweiler, Hubacher, Iten Joseph, Jaeger, Jenni Peter, Keller Rudolf, Kern, Leu Josef, Leuba, Loeb François, Mamie, Maspoli, Mauch Rolf, Maurer, Miesch, Moser, Mühlemann, Müller, Narbel, Neuenschwander, Oehler, Perey, Philipona, Pi- doux, Pini, Raggenbass, Reimann Maximilian, Rohrbasser, Rutishauser, Rychen, Sandoz, Savary, Schenk, Scheurer Rémy, Schmid Samuel, Schmidhalter, Schmied Walter, Seiler Hanspeter, Sieber, Spoerry, Stalder, Steffen, Steinegger, Stei- ner Rudolf, Stucky, Theubet, Tschuppert Karl, Verterli, Witten- wiler.Wyss William (86) Für den Antrag der Minderheit/Hollenstein stimmen: Votent pour la proposition de la minorité/Hollenstein: Aguet, Bär, Baumann Ruedi, Béguelin, Bircher Peter, Boden- mann, Borei François, Brügger Cyrill, Bugnon, Bühlmann, Bundi, Bürgi, Caccia, Carobbio, Comby, Danuser, Darbellay, David, Diener, Dormann, Ducret, Dünki, Duvoisin, Eggenber- ger, Engler, Fasel, von Feiten, Gonseth, Grendelmeier, Grass Andreas, Grossenbacher, Haering Binder, Hafner Rudolf, Haf- ner Ursula, Hämmerle, Herczog, Jäggi Paul, Jeanprêtre, Jori, Kühne, Ledergerber, Leemann, Lepori Bonetti, Maeder, Mai- tré, Matthey, Mauch Ursula, Meier Hans, Meier Samuel, Meyer Theo, Misteli, Nebiker, Ostermann, Rechsteiner, Ruckstuhl, Ruffy, Schmid Peter, Schweingruber, Segmüller, Seiler Rolf, Spielmann, Stamm Judith, Steiger Hans, Strahm Rudolf, Thür, Tschäppät Alexander, Tschopp, Vollmer, Weder Hansjürg, Wick, Wiederkehr, Zbinden, Ziegler Jean, Zisyadis, Züger, Zwygart (76)30. November 1994 2055 Bundesfinanzen 1995 /Abwesend sind - Sont absents: Aregger, Baumberger, Bäumlin, Blatter, Blocher, Bonny, Brunner Christiane, Columberg, Couchepin, de Dardel, Fank- hauser, Giezendanner, Goll, Gysin, Haller, Heberlein, Hess Otto, Hess Peter, Hildbrand, Hollenstein, Keller Anton, Leuen- berger Ernst, Leuenberger Moritz, Marti Werner, Nabholz, Poncet, Robert, Ruf, Scherrer Jürg, Scherrer Werner, Schni- der, Stamm Luzi, Steinemann, Suter, Wanner, Weyeneth, Zwahlen (37) Präsident, stimmt nicht-Président, ne vote pas: Frey Claude (1) Zweite Eventualabstimmung - Deuxième vote préliminaire Für den Antrag der Mehrheit 115 Stimmen Für den Antrag der SVP-Fraktion 54 Stimmen Definitiv - Définitivement Für den Antrag der Mehrheit 135 Stimmen Für den Antrag Keller Rudolf 30 Stimmen Pos. 202.3600.002 Erste Eventualabstimmung - Premier vote préliminaire Für den Antrag der Minderheit 105 Stimmen Für den Antrag Hollenstein 63 Stimmen Zweite, namentliche Eventualabstimmung Deuxième vote préliminaire, par appel nominal Für den Antrag der Minderheit stimmen: Votent pour la proposition de la minorité: Aguet, Bär, Baumann Ruedi, Baumberger, Bäumlin, Béguelin, Bircher Peter, Bodenmann, Borei François, BrüggerCyrill, Bu- gnon, Bühlmann, Bundi, Caccia, Carobbio, Caspar-Hutter, Danuser, Darbellay, David, Deiss, Diener, Dormann, Ducret, Dünki, Duvoisin, Eggenberger, Engler, Fankhauser, Fasel, von Feiten, Gobet, Gonseth, Grendelmeier, Gross Andreas, Grossenbacher, Haering Binder, Hafner Rudolf, Hafner Ur- sula, Haller, Hämmerle, Herczog, Hubacher, Jaeger, Jäggi Paul, Jeanprêtre, Jori, Ledergerber, Leemann, Lepori Bonetti, Leuenberger Ernst, Maeder, Maitre, Matthey, Mauch Ursula, Meier Hans, Meier Samuel, Meyer Theo, Misteli, Nabholz, Ne- biker, Ostermann, Pini, Rechsteiner, Robert, Ruckstuhl, Ruffy, Schmid Peter, Segmüller, Seiler Rolf, Sieber, Spielmann, Stamm Judith, Steiger Hans, Strahm Rudolf, Thür, Tschäppät Alexander, Tschopp, Vollmer, Weder Hansjürg, Wick, Wieder- kehr, Zbinden, Ziegler Jean, Zisyadis, Züger, Zwygart (86) Für den Antrag der Mehrheit stimmen: Votent pour la proposition de la majorité: Allenspach, Aubry, Berger, Bezzola, Binder, Bischof, Blocher, Borer Roland, Borradori, Bortoluzzi, Bühler Simeon, Bührer Gerald, Bürgi, Camponovo, Cavadini Adriano, Chevallaz, Comby, Cornaz, Dettling, Dreher, Eggly, Epiney, Eymann Christoph, Fehr, Fischer-Hägglingen, Fischer-Seengen, Fi- scher-Sursee, Frey Walter, Friderici Charles, Fritschi Oscar, Giezendanner, Giger, Graber, Gros Jean-Michel, Hari, He- getschweiler, Iten Joseph, Jenni Peter, Keller Rudolf, Kern, Kühne, Leu Josef, Leuba, Loeb François, Mamie, Maspoli, Mauch Rolf, Maurer, Miesch, Moser, Mühlemann, Müller, Nar- bel, Neuenschwander, Oehler, Perey, Philipona, Pidoux, Rag- genbass, Reimann Maximilian, Rohrbasser, Rutishauser, Ry- chen, Sandoz, Savary, Schenk, Scheurer Rémy, Schmid Sa- muel, Schmidhalter, Schmied Walter, Schnider, Schweingru- ber, Seiler Hanspeter, Spoerry, Stalder, Steffen, Steinegger, Steiner Rudolf, Stucky, Theubet, Tschuppert Karl, Verterli, Weyeneth, Wittenwiler, Wyss William (85) Der Stimme enthalten sich-S'abstiennent: Stamm Luzi (1) /Abwesend sind - Sont absents: Aregger, Blatter, Bonny, Brunner Christiane, Cincera, Colum- berg, Couchepin, de Dardel, Früh, Goll, Gysin, Heberlein, Hess Otto, Hess Peter, Hildbrand, Hollenstein, Keller Anton, Leuenberger Moritz, Marti Werner, Poncet, Ruf, Scherrer Jürg, Scherrer Werner, Steinemann, Suter, Wanner, Zwahlen (27) Präsident, stimmt nicht - Président, ne vote pas: Frey Claude (1) Definitiv - Définitivement Für den Antrag der Minderheit 96 Stimmen Für den Antrag der SVP-Fraktion 71 Stimmen Pos. 202.4200.002 Abstimmung - Vote Eventuell - A titre préliminaire Für den Antrag der Minderheit 114 Stimmen Für den Antrag Hollenstein 48 Stimmen Definitive, namentliche Abstimmung Vote définitif, par appel nominal Für den Antrag der Mehrheit stimmen: Votent pour la proposition de la majorité: Allenspach, Aubry, Baumberger, Berger, Bezzola, Binder, Bi- schof, Blocher, Bonny, Borer Roland, Borradori, Bortoluzzi, Bühler Simeon, Bührer Gerald, Bürgi, Camponovo, Cavadini Adriano, Chevallaz, Comby, Cornaz, Deiss, Dettling, Dreher, Ducret, Eggly, Epiney, Eymann Christoph, Fehr, Fischer- Hägglingen, Fischer-Seengen, Fischer-Sursee, Frey Walter, Friderici Charles, Fritschi Oscar, Giezendanner, Giger, Graber, Gros Jean-Michel, Hari, Hegetschweiler, Iten Joseph, Jenni Peter, Keller Rudolf, Kern, Kühne, Leu Josef, Leuba, Loeb François, Mamie, Maspoli, Mauch Rolf, Maurer, Miesch, Moser, Mühlemann, Müller, Nabholz, Narbel, Neuenschwan- der, Oehler, Perey, Philipona, Pidoux, Raggenbass, Reimann Maximilian, Rohrbasser, Ruckstuhl, Rutishauser, Rychen, Sandoz, Savary, Schenk, Scherrer Werner, Scheurer Rémy, Schmid Samuel, Schmidhalter, Schmied Walter, Schnider, Schweingruber, Seiler Hanspeter, Spoerry, Stalder, Stamm Luzi, Steffen, Steinegger, Steiner Rudolf, Stucky, Suter, Theubet, Tschuppert Karl, Vetterli, Weyeneth, Wittenwiler, Wyss William (94) Für den Antrag der Minderheit stimmen: Votent pour la proposition de la minorité: Aguet, Bär, Baumann Ruedi, Bäumlin, Béguelin, Bircher Peter, Bodenmann, Borei François, Brügger Cyrill, Bugnon, Bühl- mann, Bundi, Caccia, Carobbio, Caspar-Hutter, Danuser, Dar- bellay, David, Diener, Dormann, Dünki, Duvoisin, Eggenber- ger, Engler, Fankhauser, Fasel, von Feiten, Gobet, Gonseth, Grendelmeier, Gross Andréas, Grossenbacher, Haering Bin- der, Hafner Rudolf, Hafner Ursula, Haller, Hämmerle, Herczog, Hubacher, Jaeger, Jäggi Paul, Jeanprêtre, Jori, Ledergerber, Leemann, Lepori Bonetti, Leuenberger Ernst, Maeder, Maitre, Matthey, Mauch Ursula, Meier Hans, Meier Samuel, Meyer Theo, Misteli, Nebiker, Ostermann, Pini, Rechsteiner, Robert, Ruffy, Schmid Peter, Segmüller, Seiler Rolf, Sieber, Spiel- mann, Stamm Judith, Steiger, Strahm Rudolf, Thür, Tschäppät Alexander, Vollmer, Weder Hansjürg, Wick, Wiederkehr, Zbin- den, Ziegler Jean, Zisyadis, Züger, Zwygart (80) Der Stimme enthalten sich - S'abstiennent: Tschopp (1) Abwesend sind - Sont absents : Aregger, Blatter, Brunner Christiane, Cincera, Columberg, Couchepin, de Dardel, Früh, Goll, Gysin, Heberlein, Hess Otto, Hess Peter, Hildbrand, Hollenstein, Keller Anton, Leuen- berger Moritz, Marti Werner, Poncet, Ruf, Scherrer Jürg, Stei- nemann, Wanner, Zwahlen (24) Präsident, stimmt nicht-Président, ne vote pas: Frey Claude (1)Finances fédérales 1995 2056 N 30 novembre 1994 Pos. 202.4200.003 Namentliche Abstimmung - Vote par appel nominal Für den Antrag der Mehrheit stimmen: Votent pour la proposition de la majorité: Allenspach, Aubry, Baumann Ruedi, Baumberger, Berger, Bezzola, Binder, Bircher Peter, Bischof, Blocher, Bonny, Borer Roland, Borradori, Bortoluzzi, Bugnon, Bühler Simeon, Bühl- mann, Bührer Gerold, Bürgi, Camponovo, Cavadini Adriano, Chevallaz, Comby, Cornaz, David, Deiss, Dettling, Dormann, Dreher, Ducret, Eggly, Engler, Epiney, Eymann Christoph, Fehr, Fischer-Hägglingen, Fischer-Seengen, Fischer-Sursee, Frey Walter, Friderici Charles, Fritschi Oscar, Giezendanner, Giger, Gobet, Graber, Gros Jean-Michel, Grossenbacher, Hari, Iten Joseph, Jaeger, Jäggi Paul, Jenni Peter, Keller Ru- dolf, Kern, Kühne, Leu Josef, Leuba, Loeb François, Mamie, Maspoli, Mauch Rolf, Maurer, Meier Hans, Meyer Theo, Miesch, Moser, Mühlemann, Müller, Marbel, Neuenschwan- der, Oehler, Perey, Philipona, Pidoux, Raggenbass, Reimann Maximilian, Rohrbasser, Ruckstuhl, Rutishauser, Rychen, Sandoz, Savary, Schenk, Scherrer Werner, Scheurer Rémy, Schmid Samuel, Schmidhalter, Schmied Walter, Schweingru- ber, Segmüller, Seiler Hanspeter, Sieber, Spoerry, Stalder, Steffen, Steinegger, Steiner Rudolf, Stucky, Suter, Theubet, Thür, Vetterli, Weyeneth, Wyss William, Zwahlen (105) Für den Antrag der Minderheit/Hollenstein stimmen: Votent pour la proposition de la minoritê/Hollenstein: Aguet, Bär, Bäumlin, Bodenmann, Borei François, Brügger Cyrill, Bundi, Caccia, Carobbio, Caspar-Hutter, Danuser, Dar- bellay, Diener, Dünki, Duvoisin, Eggenberger, Fankhauser, Fasel, von Feiten, Grendelmeier, Gross Andreas, Hafner Ru- dolf, Hafner Ursula, Haller, Hegetschweiler, Herczog, Huba- cher, Jeanprêtre, Jöri, Ledergerber, Leemann, Lepori Bonetti, Maeder, Maître, Matthey, Mauch Ursula, Meier Samuel, Mi- steli, Nebiker, Ostermann, Rechsteiner, Robert, Ruffy, Schmid Peter, Schnider, Seiler Rolf, Spielmann, Stamm Judith, Steiger Hans, Strahm Rudolf, Tschäppät Alexander, Tschuppert Karl, Vollmer, Weder Hansjürg, Wick, Wiederkehr, Wittenwiler, Zbin- den, Ziegler Jean, Zisyadis, Züger, Zwygart (62) Der Stimme enthalten sich-S'abstiennent: Béguelin, Gonseth, Haering Binder, Hämmerle, Nabholz, Stamm Luzi.Tschopp (7) /Abwesend sind - Sont absents: Aregger, Blatter, Brunner Christiane, Cincera, Columberg, Couchepin, de Dardel, Früh, Goll, Gysin, Heberlein, Hess Otto, Hess Peter, Hildbrand, Hollenstein, Keller Anton, Leuen- berger Ernst, Leuenberger Moritz, Marti Werner, Pini, Poncet, Ruf, Scherrer Jürg, Steinemann, Wanner (25) Präsident, stimmt nicht-Président, ne vote pas: Frey Claude (1) Pos. 202.3600.201, 202.3600.202 Abstimmung - Vote Für den Antrag Misteli 60Stimmen Dagegen 109 Stimmen Pos. 202.3600.201 Abstimmung - Vote Eventuell-A titre préliminaire Für den Antrag der Minderheit 109 Stimmen Für den Antrag Hollenstein 67 Stimmen Definitive, namentliche Abstimmung Vote définitif, par appel nominal Für den Antrag der Mehrheit stimmen: Votent pour la proposition de la majorité: Allenspach, Aubry, Baumberger, Berger, Bezzola, Binder, Bir- cher Peter, Bischof, Blocher, Bonny, Borer Roland, Borradori, Bortoluzzi, Bühler Simeon, Bührer Gerold, Bürgi, Campo- novo, Cavadini Adriano, Chevallaz, Cincera, Comby, Cornaz, Dettling, Dreher, Eggly, Epiney, Eymann Christoph, Fehr, Fi- scher-Hägglingen, Fischer-Seengen, Fischer-Sursee, Frey Walter, Friderici Charles, Fritschi Oscar, Giezendanner, Giger, Gobet, Graber, Gros Jean-Michel, Grossenbacher, Hegetsch- weiler, Hess Otto, Hildbrand, Iten Joseph, Jäggi Paul, Jenni Peter, Kern, Leuba, Loeb François, Mamie, Maspoli, Mauch Rolf, Maurer, Miesch, Moser, Mühlemann, Müller, Marbel, Oehler, Perey, Philipona, Pidoux, Pini, Raggenbass, Reimann Maximilian, Rohrbasser, Rutishauser, Rychen, Sandoz, Sa- vary, Schenk, Scheurer Rémy, Schmid Samuel, Schmidhalter, Schmied Walter, Schnider, Schweingruber, Seiler Hanspeter, Spoerry, Stamm Luzi, Steffen, Steinegger, Steiner Rudolf, Stucky, Suter, Theubet, Tschuppert Karl, Vetterli, Weyeneth, Wittenwiler, Wyss William (91) Für den Antrag der Minderheit stimmen: Votent pour la proposition de la minorité: Aguet, Bär, Baumann Ruedi, Bäumlin, Béguelin, Bodenmann, Borei François, Brügger Cyrill, Bugnon, Bühlmann, Bundi, Caccia, Carobbio, Caspar-Hutter, Danuser, Darbellay, David, Deiss, Diener, Dormann, Ducret, Dünki, Duvoisin, Eggenber- ger, Engler, Fankhauser, Fasel, von Feiten, Gonseth, Grendel- meier, Gross Andréas, Haering Binder, Hafner Rudolf, Hafner Ursula, Haller, Hämmerle, Hari, Herczog, Hubacher, Jaeger, Jeanprêtre, Jöri, Keller Rudolf, Kühne, Ledergerber, Leemann, Lepori Bonetti, Leu Josef, Leuenberger Ernst, Maeder, Maitre, Matthey, Mauch Ursula, Meier Hans, Meier Samuel, Meyer Theo, Misteli, Nebiker, Neuenschwander, Ostermann, Rech- steiner, Robert, Ruckstuhl, Ruffy, Scherrer Werner, Schmid Peter, Segmüller, Seiler Rolf, Sieber, Spielmann, Stalder, Stamm Judith, Steiger Hans, Strahm Rudolf, Thür, Tschäppät Alexander, Tschopp, Vollmer, Weder Hansjürg, Wick, Wieder- kehr, Zbinden, Ziegler Jean, Zisyadis, Züger, Zwahlen, Zwygart (87) Der Stimme enthalten sich - S'abstiennent: Nabholz (1) Abwesend sind - Sont absents: Aregger, Blatter, Brunner Christiane, Columberg, Couchepin, de Dardel, Früh, Goll, Gysin, Heberlein, Hess Peter, Hollen- stein, Keller Anton, Leuenberger Moritz, Marti Werner, Poncet, Ruf, Scherrer Jürg, Steinemann, Wanner (20) Präsident, stimmt nicht-Président, ne vote pas: Frey Claude (1) Pos. 202.3600.202 Abstimmung - Vote Eventuell-A titre préliminaire Für den Antrag der Minderheit 124 Stimmen Für den Antrag Hollenstein 46 Stimmen Definitive, namentliche Abstimmung Vote définitif, par appel nominal Für den Antrag Mehrheit stimmen: Votent pour la proposition de la majorité: Allenspach, Aubry, Baumberger, Berger, Bezzola, Binder, Bi- schof, Blocher, Bonny, Borer Roland, Borradori, Bortoluzzi, Bühler Simeon, Bührer Gerold, Camponovo, Cavadini Adriano, Chevallaz, Cincera, Comby, Cornaz, Deiss, Dettling, Dreher, Eggly, Engler, Epiney, Eymann Christoph, Fehr, Fi- scher-Hägglingen, Fischer-Seengen, Fischer-Sursee, Frey30. November 1994 2057 Bundesfinanzen 1995 Walter, Friderici Charles, Fritschi Oscar, Giezendanner, Giger, Gobet, Graber, Gros Jean-Michel, Hafner Rudolf, Hari, He- getschweiler, Hess Otto, Hildbrand, Iten Joseph, Jaeger, Jäggi Paul, Jenni Peter, Keller Rudolf, Kern, Leuba, Loeb Fran- çois, Mamie, Maspoli, Mauch Rolf, Maurer, Meier Samuel, Miesch, Moser, Mühlemann, Müller, Narbel, Neuenschwan- der, Oehler, Perey, Philipona, Pidoux, Pini, Raggenbass, Rei- mann Maximilian, Rohrbasser, Rutishauser, Rychen, Sandoz, Savary, Schenk, Scherrer Werner, Scheurer Rémy, Schmid Samuel, Schmidhalter, Schmied Walter, Schnider, Schwein- gruber, Seiler Hanspeter, Spoerry, Stalder, Stamm Luzi, Stef- fen, Steinegger, Steiner Rudolf, Stucky, Suter, Theubet, Tschopp, Tschuppert Karl, Vetterli, Wanner, Weyeneth, Witten- wiler.Wyss William (100) Für den Antrag der Minderheit stimmen: Votent pour la proposition de la minorité: Aguet, Bär, Bäumlin, Béguelin, Bircher Peter, Bodenmann, Borei François, BrüggerCyrill, Bugnon, Bundi, Bürgi, Caccia, Carobbio, Caspar-Hutter, Danuser, Darbellay, David, Diener, Dormann, Ducret, Dünki, Duvoisin, Eggenberger, Fankhau- ser, Fasel, von Feiten, Gonseth, Grendelmeier, Gross An- dreas, Grossenbacher, Haering Binder, Hafner Ursula, Haller, Hämmerle, Herczog, Hubacher, Jeanprêtre, Jöri, Kühne, Lee- mann, Lepori Bonetti, Leu Josef, Maeder, Maitre, Matthey, Mauch Ursula, Meier Hans, Meyer Theo, Misteli, Nebiker, Ostermann, Rechsteiner, Robert, Ruckstuhl, Ruffy, Schmid Peter, Segmüller, Seiler Rolf, Sieber, Spielmann, Stamm Ju- dith, Steiger Hans, Strahm Rudolf, Thür, Tschäppät Alexander, Vollmer, Weder Hansjürg, Wick, Wiederkehr, Zbinden, Ziegler Jean, Zisyadis, Züger, Zwahlen, Zwygart (75) Der Stimme enthalten sich -S'abstiennent: Baumann Ruedi, Bühlmann, Nabholz (3) Abwesend sind - Sont absents: Aregger, Blatter, Brunner Christiane, Columberg, Couchepin, de Dardel, Früh, Goll, Gysin, Heberlein, Hess Peter, Hollen- stein, Keller Anton, Ledergerber, Leuenberger Ernst, Leuen- berger Moritz, Marti Werner, Poncet, Ruf, Scherrer Jürg, Steinemann (21) Präsident, stimmt nicht - Président, ne vote pas: Frey Claude (1) Pos. 202.3600.203 Namentliche Abstimmung - Vote par appel nominal Für den Antrag der Mehrheit stimmen: Votent pour la proposition de la majorité: Allenspach, Aubry, Baumberger, Berger, Bezzola, Binder, Bircher Peter, Bischof, Blocher, Bonny, Borer Roland, Borra- dori, Bortoluzzi, Bühler Simeon, Bührer Gerald, Camponovo, Cavadini Adriano, Chevallaz, Cincera, Comby, Cornaz, Da- vid, Deiss, Dettling, Dormann, Dreher, Eggly, Engler, Epiney, Eymann Christoph, Fehr, Fischer-Hägglingen, Fischer-Seen- gen, Fischer-Sursee, Frey Walter, Friderici Charles, Fritschi Oscar, Giezendanner, Giger, Gobet, Graber, Gros Jean- Michel, Hari, Hegetschweiler, Hess Otto, Hildbrand, Iten Jo- seph, Jaeger, Jäggi Paul, Jenni Peter, Keller Rudolf, Kern, Leu Josef, Leuba, Loeb François, Mamie, Maspoli, Mauch Rolf, Maurer, Meier Samuel, Miesch, Moser, Mühlemann, Müller, Nabholz, Narbel, Neuenschwander, Oehler, Perey, Philipona, Pidoux, Pini, Raggenbass, Reimann Maximilian, Rohrbasser, Rutishauser, Rychen, Sandoz, Savary, Schenk, Scherrer Werner, Scheurer Rémy, Schmid Samuel, Schmid- halter, Schnider, Schweingruber, Seiler Hanspeter, Spoerry, Stalder, Stamm Luzi, Steffen, Steinegger, Steiner Rudolf, Stucky, Suter, Theubet, Tschopp, Tschuppert Karl, Vetterli, Wanner, Weyeneth, Wick, Wiederkehr, Wittenwiler, Wyss William (105) Für den Antrag der Minderheit/Hollenstein stimmen: Votent pour la proposition de la minorité/Hollenstein: Aguet, Bär, Baumann Ruedi, Bäumlin, Béguelin, Bodenmann, Borei François, Brügger Cyrill, Bugnon, Bühlmann, Bundi, Bürgi, Caccia, Carobbio, Caspar-Hutter, Danuser, Darbellay, Diener, Ducret, Dünki, Duvoisin, Eggenberger, Fankhauser, Fasel, von Feiten, Gonseth, Grendelmeier, Gross Andréas, Grossenbacher, Haering Binder, Hafner Rudolf, Hafner Ur- sula, Haller, Hämmerle, Herczog, Hubacher, Jeanprêtre, Jori, Kühne, Leemann, Lepori Bonetti, Maeder, Maitre, Matthey, Mauch Ursula, Meier Hans, Meyer Theo, Misteli, Nebiker, Ostermann, Rechsteiner, Robert, Ruckstuhl, Ruffy, Schmid Peter, Segmüller, Seiler Rolf, Sieber, Spielmann, Stamm Ju- dith, Steiger Hans, Strahm Rudolf, Thür, Tschäppät Alexander, Vollmer, Weder Hansjürg, Zbinden, Ziegler Jean, Zisyadis, Zwahlen, Zwygart (71 ) Der Stimme enthalten sich - S'abstiennent: Ledergerber, Schmied Walter, Züger (3) Abwesend sind - Sont absents: Aregger, Blatter, Brunner Christiane, Columberg, Couchepin, de Dardel, Früh, Goll, Gysin, Heberlein, Hess Peter, Hollen- stein, Keller Anton, Leuenberger Ernst, Leuenberger Moritz, Marti Werner, Poncet, Ruf, Scherrer Jürg, Steinemann (20) Präsident, stimmt nicht-Président, ne vote pas: Frey Claude (1) Pos. 202.3600.401 Abstimmung - Vote Eventuell - A titre préliminaire Für den Antrag der Minderheit 120 Stimmen Für den Antrag Hollenstein 60 Stimmen Definitive, namentliche Abstimmung Vote définitif, par appel nominal Für den Antrag der Mehrheit stimmen: Votent pour la proposition de la majorité: Allenspach, Baumberger, Berger, Bezzola, Binder, Bircher Pe- ter, Bischof, Blocher, Bonny, Borer Roland, Borradori, Borto- luzzi, Bühler Simeon, Bührer Gerald, Bürgi, Camponovo, Ca- vadini Adriano, Chevallaz, Cincera, Comby, Cornaz, Deiss, Dettling, Dreher, Ducret, Eggly, Epiney, Eymann Christoph, Fehr, Fischer-Hägglingen, Fischer-Seengen, Fischer-Sursee, Frey Walter, Friderici Charles, Fritschi Oscar, Früh, Giezen- danner, Giger, Gobet, Graber, Gros Jean-Michel, Hari, He- getschweiler, Hess Otto, Hildbrand, Iten Joseph, Jäggi Paul, Jenni Peter, Keller Rudolf, Kern, Kühne, Leu Josef, Leuba, Loeb François, Mamie, Maspoli, Mauch Rolf, Maurer, Miesch, Moser, Mühlemann, Müller, Narbel, Neuenschwander, Oeh- ler, Perey, Philipona, Pidoux, Pini, Raggenbass, Reimann Ma- ximilian, Rohrbasser, Rutishauser, Rychen, Sandoz, Savary, Schenk, Scherrer Werner, Scheurer Rémy, Schmid Samuel, Schmidhalter, Schmied Walter, Schnider, Schweingruber, Seiler Hanspeter, Spoerry, Stalder, Stamm Luzi, Steffen, Stein- egger, Steiner Rudolf, Stucky, Suter, Theubet, Tschuppert Karl, Vetterli, Wanner, Weyeneth, Wittenwiler, Wyss William (100) Für den Antrag der Minderheit stimmen: Votent pour la proposition de la minorité: Aguet, Aubry, Bär, Baumann Ruedi, Bäumlin, Béguelin, Bo- denmann, Borei François, BrüggerCyrill, Bugnon, Bühlmann, Bundi, Caccia, Carobbio, Caspar-Hutter, Danuser, Darbellay, David, Diener, Dormann, Dünki, Duvoisin, Eggenberger, Eng- ler, Fankhauser, Fasel, von Feiten, Gonseth, Grendelmeier, Gross Andréas, Grossenbacher, Haering Binder, Hafner Ru- dolf, Hafner Ursula, Haller, Hämmerle, Herczog, Hubacher, Jaeger, Jeanprêtre, Jöri, Ledergerber, Leemann, Lepori Bo- netti, Leuenberger Ernst, Maeder, Maitre, Matthey, Mauch Ur- sula, Meier Hans, Meier Samuel, Meyer Theo, Misteli, Nebiker,Finances fédérales 1995 2058 N 30 novembre 1994 Ostermann, Rechsteiner, Robert, Ruckstuhl, Ruffy, Schmid Peter, Segmüller, Seiler Rolf, Sieber, Spielmann, Stamm Ju- dith, Steiger Hans, Strahm Rudolf, Thür, Tschäppät Alexander, Tschopp, Vollmer, Weder Hansjürg, Wick, Wiederkehr, Zbin- den, Ziegler Jean, Zisyadis, Züger, Zwahlen, Zwygart (80) Der Stimme enthalten sich - S'abstiennent: Nabholz (1) Abwesend sind - Sont absents: Aregger, Blatter, Brunner Christiane, Columberg, Couchepin, de Dardel, Goll, Gysin, Heberlein, Hess Peter, Hollenstein, Kel- ler Anton, Leuenberger Moritz, Marti Werner, Poncet, Ruf, ScherrerJürg, Steinemann (18) Präsident, stimmt nicht-Président, ne vote pas: Frey Claude (1) Departement des Innern - Département de l'intérieur 306 Bundesamt für Kultur Antrag der Kommission 3130.002 Ausstellungen und Veranstaltungen Mehrheit 2 950 000 Fr. Minderheit (Bäumlin, Baumann Ruedi, Borei François, Leemann, Weder Hansjürg) Zustimmung zum ersten Entwurf des Bundesrates 3600.001 Stiftung Pro Helvetia Mehrheit 26 000 000 Fr. Minderheit (Bäumlin, Baumann Ruedi, Borei François, Leemann, Weder Hansjürg) Zustimmung zum ersten Entwurf des Bundesrates 3600.151 Filmförderung Mehrheit 10 907 000 Fr. Minderheit (Bäumlin, Baumann Ruedi, Borei François, Leemann, Weder Hansjürg) Zustimmung zum ersten Entwurf des Bundesrates 3600.251 Denkmalpflege Mehrheit 28 988 900 Fr. Minderheit (Bäumlin, Baumann Ruedi, Borei François, Leemann, Weder Hansjürg) Zustimmung zum ersten Entwurf des Bundesrates Antrag Sandoz 3180.007 Büro für Gleichstellung von Frau und Mann 504 300 Fr. 3600.002 Unterstützung kultureller Organisationen 2 812 000 Fr. 3600.005 Unterstützung der kulturellen Erwachsenenbildung 856 300 Fr. 3600.112 Jugendsessionen Streichen 3600.201 Bildende Kunst 1 576 900 Fr. 3600.202 Angewandte Kunst 712 100 Fr. Antrag Weder Hansjürg 3600.251 Denkmalpflege 32 488 900 Fr. Antrag der Fraktion der Schweizerischen Volkspartei Ausgaben 178 317 800 Fr. Schriftliche Begründung Es ist zumutbar, dass in diesem Bereich gegenüber 1994 keine Mehrausgaben getätigt werden. 306 Office fédéral de la culture Proposition de la commission 3130.002 Expositions et manifestations Majorité 2 950 000 fr. Minorité (Bäumlin, Baumann Ruedi, Borei François, Leemann, Weder Hansjürg) Adhérer au premier projet du Conseil fédéral 3600.001 Fondation Pro Helvetia Majorité 26 000 000 fr. Minorité (Bäumlin, Baumann Ruedi, Borei François, Leemann, Weder Hansjürg) Adhérer au premier projet du Conseil fédéral 3600.151 Encouragement du cinéma Majorité 10907000fr. Minorité (Bäumlin, Baumann Ruedi, Borei François, Leemann, Weder Hansjürg) Adhérer au premier projet du Conseil fédéral 3600.251 Conservation des monuments historiques Majorité 28988900fr. Minorité (Bäumlin, Baumann Ruedi, Borei François, Leemann, Weder Hansjürg) Adhérer au premier projet du Conseil fédéral Proposition Sandoz 3180.007 Bureau de l'égalité entre femmes et hommes 504 300 fr. Développement par écrit Au moment où la recherche, la culture et la formation universi- taire doivent subir des restrictions de budget, il n'y a aucun motif d'augmenter de 19 pour cent le budget du Bureau de l'égalité entre femmes et hommes. 3600.002 Soutien aux organisations culturelles 2812000fr. Développement par écrit Les directives du DFI, sur lesquelles se fonde ce crédit, ne peu- vent lier le Parlement qui est tenu par le vote sur l'article sur l'encouragement de la culture dont le rejet montre la volonté des cantons que la Confédération concentre ses efforts finan- ciers sur ses tâches constitutionnelles et non pas sur des sub- ventions à bien plaire, si sympathiques soient-elles. 3600.005 Soutien de la formation culturelle des adultes 856 300 f r. Développement par écrit Ici aussi les directives du DFI sur lesquelles se fonde ce crédit ne peuvent lier le Parlement qui ne peut, devant un budget gra- vement déficitaire, continuer à permettre à la Confédération de consacrer des centaines des milliers de francs à des tâches qui ne sont pas les siennes, même si ces tâches sont parfaite- ment honorables. 3600.112 Sessions des jeunes Biffer Développement par écrit La session des jeunes a été, cette année, une occasion pour le WWF et l'Ofefp de faire payer par la session des jeunes deux30. November 1994 N 2059 Bundesfinanzen 1995 brochures offertes aux jeunes et provenant l'une du WWF, l'au- tre de l'Ofefp. D'autre part, le WWF a profité d'envoyer des dé- légués chargés de défendre ses propositions en plénum. Cette «récupération» des jeunes est totalement inadmissible et antidémocratique. En outre, laformation civique la meilleure que puissent recevoir des jeunes de 14 à 21 ans est celle que pourraient leur donner des manifestations communales ou cantonales. Au moment où la Confédération restreint les bud- gets de recherche et de formation, elle ne peut continuer à of- frir à certains organismes les fonds nécessaires à leur propa- gande auprès des jeunes. 3600.201 Arts plastiques 1 576 900 f r. Développement par écrit L'arrêté fédéral sur le lequel se fonde cette dépense date de 1887. Non seulement on peut se demander s'il n'a pas été abrogé par le vote négatif sur l'article sur l'encouragement de la culture, mais on relèvera que son article 2 prévoit une somme de 100 000 francs annuelle qui «pourra être augmen- tée, si le besoin s'en fait sentir et si la situation financière de la Confédération le permet». La volonté clairement exprimée par le Parlement de l'époque était de tenir compte de l'état des fi- nances fédérales. Vu la longue tradition sur laquelle repose cette dépense, il ne paraîtrait pas correct de la supprimer d'un seul coup, mais il convient de la réduire afin de respecter et l'arrêté fédéral sur lequel elle se fonde et le vote sur l'article sur l'encouragement de la culture. 3600.202 Arts appliqués 712100fr. Développement par écrit L'article 2 de l'arrêté fédéral sur lequel se fonde cette dépense prévoit une somme annuelle de 15 000 francs au moins. Pour tenir compte de la dévaluation de la monnaie, une somme près de 50 fois supérieure paraît correcte, surtout si l'on songe au refus de l'article constitutionnel sur l'encouragement de la culture et à la situation catastrophique des finances fédérales. Proposition Weder Hansjürg 3600.251 Conservation des monuments historiques 32 488 900 fr. Proposition du groupe de l'Union démocratique du centre Dépenses 178317800fr. Bäumlin Ursula (S, BE), Sprecherin der Minderheit: Ich möchte zuerst Ihnen, Herr Präsident, etwas sagen. Ich möchte, dass wenigstens in diesem inländischen, innenpoliti- schen Bereich über meine Minderheitsanträge abgestimmt wird, und nicht über Einzelanträge, die später hereingeschneit sind. Die Streichungen im Bereich der Kultur sind ein Schnitt ins ei- gene Fleisch. Die von der Finanzkommission vorgeschlage- nen Streichungsanträge bei Pro Helvetia, Film- und Denkmal- pflege von je etwa einer Million Franken erscheinen auf den er- sten Blick verkraftbar. Bei näherer Betrachtung jedoch sind sie gravierend. Vor allem sind sie ein völlig falsches Signal, nach- dem letzten Juni der Kulturartikel in der Bundesverfassung nur knapp abgelehnt wurde. Das können wir uns doch nicht leisten. Die Bevölkerung will eine aktive öffentliche Kulturpolitik. Denn aktive Kulturpolitik der öffentlichen Hand hat eine nicht zu unterschätzende Funk- tion in der Gesellschaft. Kultur ist nicht einfach etwas Losgelö- stes, sondern ist der Kitt unseres gesellschaftlichen und politi- schen Lebens. Kulturelle Tätigkeit strahlt weit aus. Ein geför- dertes Buch wird von Tausenden gelesen, weitergegeben, diskutiert. Die kulturelle Tätigkeit gibt zu Diskussionen Anlass, zu Widerspruch, und ohne Widerspruch finden wir unseren Weg nicht. Die Streichungsanträge verringern den kulturpolitischen Spielraum noch einmal mehr. Gefährdet ist damit vor allem auch neues, innovatives Kulturschaffen, so etwa beim Film - mit dem geplanten Förderungsmodell Film erst recht -, ge- fährdet ist der junge und kleine Schweizerfilm. Wenn wir so weiterfahren, ist der vom Kommerz bedrohte ei- genständige schweizerische Film erst recht dem Untergang geweiht. Die Beiträge, vor allem an Pro Helvetia, die 1992 noch 31 Millionen Franken betrugen, wurden bereits drastisch ge- kürzt. Weitere Abstriche gehen bei Pro Helvetia ans Lebendige und führen zur Vernachlässigung wichtiger Gebiete, beispiels- weise zur Vernachlässigung der Literatur. Das ist verheerend gerade in Zeiten, in denen man im deutschen Sprachraum wieder von Schweizer Literatur spricht. Die Gefahr, dass mit der Reduktion staatlicher Kulturförderung noch mehr das rein kommerzielle Kulturgut der Massen durch- drückt, ist gross. Damit verlieren Nischen, vor allem die des einheimischen Schaffens, gegenüber dem internationalen Einheitstrend und Einheitsbrei immer mehr an Boden. Im Ge- gensatz zur von Sponsoren und der Privatwirtschaft geförder- ten Kultur hat der Staat die Aufgabe, auch zu fördern, was scheinbar - nur scheinbar - nichts bringt. Gerade aber die Vielfalt des schweizerischen kulturellen Lebens ist, auch wenn es keine Gewinne abwirft, eine ungeheure Bereicherung, und sie ist nur durch öffentliche Kulturförderung zu gewährleisten. Doch Kultur, auch jene, die nicht in den Schlagzeilen ist und nicht von den Grossplakaten der Kinos herunterschreit, ist auch ein Wirtschaftsfaktor. Es ist genau dasselbe wie vorhin bei der Entwicklungshilfe; Herr Kommissionssprecher Bührer, Sie haben gesagt, wir sollten die Investitionen nicht gefähr- den. Und wieder gefährden wir mit diesen Streichungsanträ- gen - genau wie im aussenpolitischen Bereich - auch wich- tige Investitionsfaktoren. Kultur ist sogar Wirtschaftsförderung. Jeder öffentliche Kul- turfranken - so zeigen Untersuchungen aus Lausanne und Genf - vervielfachen sich 2,5 bis Sfach in der Wirtschaft Eine Streichung um 3 Millionen Franken schlägt demnach für die Wirtschaft mit Mindereinnahmen von 10 Millionen Franken zu Buche. Wir setzen damit Arbeitsplätze im Gastgewerbe, z. B. im Tourismus- oder im Dienstleistungssektor, aufs Spiel. In Zeiten der ausgehenden Rezession also bestimmt das Ver- kehrteste, das wir tun können. Kultur und kulturelles Leben ist auch ein Standortfaktor. Ge- mäss Umfragen ist für die Ansiedlung von Unternehmen, vor allem im Dienstleistungssektor, das kulturelle Umfeld und An- gebot ein ebenso wichtiges Kriterium wie der Steuerfuss. Strei- chen wir bei der Kulturförderung, so reduzieren wir das kultu- relle Angebot und damit die Attraktivität des Standortes Schweiz- ich möchte beifügen, für mich auch das Heimatge- fühl, das ich gegenüber dieser Schweiz empfinde, obschon sie sich absondert und sich einkapselt und damit eine leichte Beute des Kommerzes wird. Ich bitte Sie, den Minderheitsanträgen zuzustimmen. Bührer Gerold (R, SH), Berichterstatter: Ich möchte zunächst eine Vorbemerkung machen. Die Kommission hat bekanntlich dem Antrag auf Kürzung um insgesamt 4 Millionen Franken mit 16 zu 7 Stimmen bzw. bei der Position 3600.251 mit 14 zu 8 Stimmen zugestimmt. Ich glaube, wenn wir der Frage nachgehen, ob wir diese Kür- zung verantworten können, darf ich Sie doch sehr bitten, die Mitglieder dieser deutlichen Mehrheit der Finanzkommission nicht mit kulturellen Hinterwäldlern gleichzusetzen. Ich kenne diese Damen und Herren, die dem Antrag der Mehrheit zuge- stimmt haben, und nehme auch für mich selbst als Sprecher in Anspruch, ein ungetrübtes, warmes Verhältnis zur Kultur zu haben. Aber welches waren die Fragen, die sich uns stellten? 1. Wir sind diese Budgetposten - ich habe es in der Eintre- tensdebatte gesagt - aufgrund der Kriterien Wachstumsraten und Prioritätensetzung durchgegangen. Wir können ja nicht einfach willkürlich, trotz relativ starken überdurchschnittli- chem Wachstum, einzelne Aufgabenbereiche schonen und andere - weil es vielleicht bequemer ist - nicht schonen. Wenn Sie den Ausgabenzuwachs in der Vergangenheit anse- hen, dann war er verglichen mit dem Wachstum der Bundes- ausgaben deutlich überdurchschnittlich. Wir haben im Aufga- benbereich Kultur - funktional betrachtet - allein von 1990 bis zum Budget 1995 einen Anstieg von über 150 Millionen Franken auf rund 380 Millionen Franken gehabt; der AnstiegFinances fédérales 1995 2060 N 30 novembre 1994 lag also deutlich über dem Wachstum der Bundesausgaben und noch deutlicher über dem Wachstum des nominellen Bruttoinlandproduktes. Soviel zu den Zahlen. Wie gesagt, die Kommissionsmehrheit stellt diese subsidiäre Aufgabe des Staates nicht in Frage. Ich betone das ausdrück- lich. Aber wir waren der Meinung, dass wir den Zuwachs um 4 Millionen Franken kürzen, weil auch dann noch gegenüber dem Voranschlag 1994 ein Anstieg vorhanden ist. Wir hatten nämlich 1994 einen Budgetposten von 177,9 Millionen Fran- ken und kämen jetzt, wenn Sie der Kürzung zustimmten, im- mer noch auf gut 180 Millionen Franken. Ein weiterer Aspekt: Wir stehen zur direkten Demokratie. Ich persönlich habe in der Volksabstimmung nicht gegen den Kul- turartikel gekämpft. Der Kulturartikel ist aber, wie wir wissen, knapp verworfen worden. Finanzpolitische Argumente haben in der Debatte - ob man das nun gerne hat oder nicht - eine Rolle gespielt. Ich meine, wir können nicht das Faktum dieses Ergebnisses einfach beiseite schieben, sondern müssen es auch hier im Bereich der Finanzpolitik einbeziehen. Ein Letztes: In bezug auf die Filmförderung handelt es sich in keiner Art um eine Lex Anti-Ziegler. Wir haben bereits im Vor- feld der Subkommission die Frage diskutiert: Wie können wir diese Kürzung von 4 Millionen Franken erreichen? Zu diesem Zeitpunkt war die Presseauseinandersetzung über die Förde- rung des Films über Kollege Ziegler Jean noch gar nicht viru- lent. Wir haben das Departement gebeten, uns Vorschläge zu machen, wie wir die 4 Millionen Franken aufteilen könnten. Das Departement hat keine Vorschläge gemacht Danach ha- ben wir in der Subkommission halt eigene Vorschläge ent- wickelt, wie wir die 4 Millionen Franken aufteilen könnten; wir haben verschiedene Kriterien angewandt und sind zu dieser Aufteilung gekommen. Ich ersuche Sie namens der deutlichen Mehrheit der Kommis- sion, ihren Anträgen zuzustimmen. Stich Otto, Bundespräsident: An sich kann man sich fragen, welchen Sinn es macht, hierzu sprechen, wenn man bedenkt, wie viele Leute jetzt da sind und wie viele dann plötzlich da sein werden, wenn es um die Abstimmung geht. Es interessiert viele offensichtlich herzlich wenig, was hier diskutiert und ge- sagt wird. Ich möchte ganz einfach zur Kultur sagen: Sie sollten hier dem Bundesrat zustimmen und auch bedenken, dass Sie, insbe- sondere bei der Denkmalpflege und beim Heimatschutz, mit Ihren Kürzungen die Zahlungen nur in die Zukunft verschie- ben. Es geht um Verpflichtungen, die wir längstens eingegan- gen sind. Wir haben hier Überhänge. Wir werden also ohnehin bezahlen müssen, allenfalls mit Verzugszinsen. Ich bitte Sie, dem Bundesrat zuzustimmen. Pos. 306.3130.002 Abstimmung - Vote Für den Antrag der Mehrheit 88 Stimmen Für den Antrag der Minderheit 56 Stimmen Pos. 306.3180.007 Abstimmung - Vote Für den Antrag Sandoz 78 Stimmen Dagegen Bestimmen Pos. 306.3600.001 Abstimmung - Vote Für den Antrag der Mehrheit 86 Stimmen Für den Antrag der Minderheit 61 Stimmen Pos. 306.3600.002 Abstimmung - Vote Für den Antrag Sandoz 71 Stimmen Dagegen 76 Stimmen Pos. 306.3600.005 Abstimmung - Vote Für den Antrag Sandoz 72 Stimmen Dagegen 83 Stimmen Pos. 306.3600.112 Abstimmung - Vote Für den Antrag Sandoz 56 Stimmen Dagegen 90 Stimmen Pos. 306.3600.151 Abstimmung - Vote Für den Antrag der Mehrheit 88 Stimmen Für den Antrag der Minderheit 69 Stimmen Pos. 306.3600.251 Le président: M. Weder Hansjürg a retiré sa proposition. Abstimmung - Vote Für den Antrag der Mehrheit 87 Stimmen Für den Antrag der Minderheit 74 Stimmen Pos. 306.3600.201 Abstimmung - Vote Für den Antrag Sandoz 71 Stimmen Dagegen 81 Stimmen Pos. 306.3600.202 Abstimmung - Vote Für den Antrag Sandoz 70 Stimmen Dagegen 80 Stimmen Ausgaben - Dépenses Abstimmung - Vote Für den Antrag der SVP-Fraktion 58 Stimmen Dagegen 97 Stimmen 370 Bundesamt für Umwelt, Wald und Landschaft Neuer Entwurf des Bundesrates 3600.503 Multilaterale Umweltfonds 21 840 000 Fr. 4600.102 Strukturverbesserungen und Erschliessungen 16 445 000 Fr. Antrag der Kommission 3600.101 Waldpflege und Bewirtschaftungsmassnahmen (inkl. forstliches Vermehrungsgut) 118 500 000 Fr. 3600.503 Multilaterale Umweltfonds Mehrheit 18 500 000 Fr. Minderheit (Baumann Ruedi, Bäumlin, Borei François, Leemann, Marti Werner, Weder Hansjürg, Züger) Zustimmung zum neuen Entwurf des Bundesrates 4600.001 Abwasser- und Abfallanlagen 178 500 000 Fr. 4600.201 Natur-und Landschaftsschutz Mehrheit 37 500 000 Fr. Minderheit (Baumann Ruedi, Bäumlin, Borei François, Leemann, Marti Werner, Weder Hansjürg, Züger) Zustimmung zum ersten Entwurf des Bundesrates30. November 1994 N 2061 Bundesfinanzen 1995 Antrag Sandoz 3180.007 Kostenbeitrag an die Nationalparkkommission für die Parkaufsicht 1 335 000 Fr. 3600.201 FUSS-und Wanderwege 396 400 Fr. Antrag der Fraktion der Schweizerischen Volkspartei 3600.401 Berufliche Ausbildung 8 403 000 Fr. Schriftliche Begründung Das Budget sieht eine Erhöhung von über 50 Prozent vor. Trotz dieser Kürzung steht mehr Geld zur Verfügung als 1994. 3600.503 Multilaterale Umfeldfonds 17 000 000 Fr. Schriftliche Begründung Wachstum 1991-1995 von 4,4 auf 22,8 Millionen Franken ent- spricht etwa 500 Prozent. 370 Office fédéral de l'environnement, des forêts et du paysage Nouveau projet du Conseil fédéral 3600.503 Fonds multilatéral pour l'environnement 21 840 000 fr. 4600.102 Amélioration des structures et installations d'équipement 16 445 000 fr. Proposition de la commission 3600.101 Soins aux forêts et mesures de gestion (matériel fo- restier de reproduction y compris) 118500000fr. 3600.503 Fonds multilatéral pour l'environnement Majorité 18500000fr. Minorité (Baumann Ruedi, Bäumlin, Borei François, Leemann, Marti Werner, Weder Hansjürg, Züger) Adhérer au nouveau projet du Conseil fédéral 4600.001 Installations pour les eaux usées et pour les déchets 178500000fr. 4600.201 Protection de la nature et du paysage Majorité 37 500 000 f r. Minorité (Baumann Ruedi, Bäumlin, Borei François, Leemann, Marti Werner, Weder Hansjürg, Züger) Adhérer au premier projet du Conseil fédéral Proposition Sandoz 3180.007 Contribution pour la surveillance du parc à la Com- mission du Parc national 1 335 000 fr. Développement par écrit Selon la loi sur le Parc national, «la Confédération verse cha- que année une contribution aux frais d'administration, de sur- veillance et d'entretien» (art. 3 al. 3). La loi ne fait pas allusion au financement d'investigations et de recherches scientifi- ques, contrairement à ce que dit le budget à la page 431 b. Il est donc légitime de ramener ce poste à son montant de 1993. 3600.201 Chemins pour piétons et de randonnée pédestre 396 400 fr. Développement par écrit La dépense est notamment justifiée (p. 432a) par «l'acquisi- tion des données de base et travaux de recherche en vue de conseiller les cantons». A une époque de vaches maigres, les frais de conseil aux cantons peuvent être limités. Une diminu- tion de 100 000 francs paraît raisonnable. Proposition du groupe de l'Union démocratique du centre 3600.401 Formation professionnelle 8 403 000 f r. 3600.503 Fonds multilatéral pour l'environnement 17000000fr. Pos. 310.3180.007 Abstimmung - Vote Für den Antrag Sandoz Dagegen Pos. 310.3600.503 67 Stimmen 85 Stimmen Baumann Ruedi (G, BE), Sprecher der Minderheit: Ich bean- trage Ihnen namens der Minderheit der Finanzkommission, die Rubrik «Multilaterale Umweltfonds» gemäss den Zusatzan- trägen des Bundesrates auf 21,8 Millionen Franken zu belas- sen, das heisst, die erneute Kürzung durch die Mehrheit der Finanzkommission um 3,34 Millionen Franken abzulehnen. Unter dieser Rubrik 3600.503 erscheinen die schweizerischen Beiträge an die multilateralen Umweltfonds. Sie beruhen auf völkerrechtlichen Verpflichtungen und entsprechen im we- sentlichen den üblichen internationalen Verteilungsschlüs- seln. Die Mittel stammen aus dem 300-Millionen-Kredit zur Fi- nanzierung von Umweltprogrammen und Projekten von glo- baler Bedeutung, der 1991 im Rahmen der 700-Jahr-Feier der Schweiz, die offenbar viele bereits - zumindest in diesem Zu- sammenhang-vergessen haben, gesprochen wurde. Es sind zwei Umweltfonds, an die Beiträge geleistet werden. 1. An den Ozonfonds werden 2,5 Millionen Franken entrichtet, und zwar im Rahmen des Protokolls von Montreal über Stoffe, welche die Ozonschicht abbauen. Mit diesem Fonds wird den Entwicklungsländern geholfen, die Produktion von Chemika- lien, welche die stratosphärische Ozonschicht abbauen, schrittweise zu vermindern. Unterstützt wird zum Beispiel die Produktion von FCKW-freien Kühlschränken. Ohne die aktive Beteiligung der Entwicklungsländer würden alle Massnahmen der Industrieländer zur Bekämpfung des Abbaus der Ozon- schicht letztlich wirkungslos bleiben. 2. Im Hinblick auf die Höhe der Beiträge wesentlich wichtiger ist unter dieser Rubrik der globale Umweltfonds, Global envi- ronment facility, der sogenannte GEF, der 19 Millionen Fran- ken beansprucht. Der GEF ist ein neues Finanzierungsinstru- ment von 2 Milliarden Dollar für Projekte in Entwicklungslän- dern, die dem Schutz der globalen Umwelt dienen. So gese- hen ist natürlich der Einwand der SVP geradezu lächerlich, dass bei dieser Rubrik eine Steigerung von 500 Prozent statt- finde. Der GEF ist der Finanzierungsmechanismus für die Kli- makonvention und die Biodiversitätskonvention, welche die Schweiz bereits ratifiziert haben. Der Beitrag der Schweiz be- trägt nur 2,5 Prozent Projekte im Bereich Biodiversität und Klima machen über 80 Prozent aller Projekte aus. Mit einer weiteren Kürzung unserer Beiträge an diesen GEF könnten wir unseren vertraglichen Verpflichtungen nicht nach- kommen. Wir würden uns der gemeinsamen Verantwortung um die globale Umwelt entziehen und der Solidarität mit den Entwicklungsländern zuwiderhandeln. Schliesslich wäre un- ser Engagement für die Biodiversitätskonvention und die Kli- makonvention nicht viel wert, wenn wir bei deren Umsetzung in den Entwicklungsländern nicht oder nur in reduziertem Um- fang mithelfen würden. Vor ein paar Wochen hat in diesem Saal eine Jugendsession stattgefunden. Dabei wurden wir von den jungen Leuten ein- dringlich aufgefordert, die weltweiten Klimaprobleme ernst zu nehmen und uns solidarisch an Projekten zur Verbesserung zu beteiligen. Es wäre mehr als kleinmütig und für die kom- mende Generation deprimierend, wenn wir als Antwort auf die Aufforderung der Jungen ausgerechnet hier den Rotstift noch einmal ansetzen würden. Ich beantrage Ihnen namens der Kommissionsminderheit, dem bereits massiv gekürzten Beitrag des Bundesrates zuzu- stimmen. Epiney Simon (C, VS), rapporteur: Par 14 voix contre 7, la commission vous propose, sur la totalité des rubriques, une di- minution de l'ordre de 21 millions defrancs, sous le titre de l'Of- fice fédéral de l'environnement, des forêts et du paysage. Nous rappelons à cet effet qu'en 1985, selon une étude de ('«Institut der deutschen Wirtschaft», les dépenses d'environnement ne correspondaient en Suisse qu'à 1 pour cent du PIB.Finances fédérales 1995 2062 N 30 novembre 1994 En 1994, on estime que la Suisse aura affecté 1,5 pour cent de son produit intérieur brut à la protection de l'environnement II y a donc là une augmentation sensible; la Suisse se situe d'ail- leurs dans le peloton de tête des pays industrialisés. En 1994, seuls devraient faire mieux que nous le Danemark avec 1,9 pour cent du PIB, l'Allemagne avec 1,7 pour cent, les Etats Unis avec 1,6 pour cent, et nous sommes à égalité avec la Suède. Par conséquent, nous estimons que les réductions que nous vous proposons sont raisonnables. Elles font partie égale- ment de la symétrie - à laquelle nous avons fait allusion - des restrictions budgétaires dans les différents domaines. Nous vous invitons donc à suivre les propositions de la com- mission ou de sa majorité. Stich Otto, Bundespräsident: Ich bitte Sie, dem Bundesrat zu- zustimmen und die anderen Anträge abzulehnen. In bezug auf die berufliche Ausbildung geht es darum, dass Verpflichtungskredite gesprochen wurden. Die Verpflichtun- gen müssen jetzt eingelöst werden. Wenn nicht, gibt es eine Verschiebung auf das folgende Jahr, und die Konsequenz ist, dass wir Verzugszinsen bezahlen. Das gleiche gilt für die multi- lateralen Umweltfonds. Ich denke, dass die Probleme heute doch allgemein anerkannt sind und dass man in bezug auf die Forschung einiges tun muss. Da sollte die Schweiz nicht ab- seits stehen, sondern bei den Programmen, die im Anlaufen begriffen sind, ihren Verpflichtungen nachkommen. Deshalb gibt es hier auch eine Erhöhung. Abstimmung - Vote Eventuell-A titre préliminaire Für den Antrag der Mehrheit 92 Stimmen Für den Antrag der Minderheit 66 Stimmen Definitiv - Définitivement Für den Antrag der Mehrheit 91 Stimmen Für den Antrag der SVP-Fraktion 72 Stimmen Pos. 310.3600.201 Abstimmung - Vote Für den Antrag Sandoz 77 Stimmen Dagegen 86Stimmen Pos. 310.4600.201 Baumann Ruedi (G, BE), Sprecher der Minderheit: Ich bean- trage Ihnen namens der Minderheit der Finanzkommission die Rubrik 4600.201 Natur- und Landschaftsschutz gemäss Ent- wurf Bundesrat zu belassen. Der Kürzungsantrag der Kom- missionsmehrheit, der eine Reduktion der Natur- und Land- schaftsschutzkredite um 5 Millionen Franken verlangt, ist ge- mäss Minderheitsantrag abzulehnen. Um was geht es hier? Es gibt mehr als 500 Hochmoore, 150 Auengebiete, 1000 Flachmoore und 2000 Trockenstand- orte von nationaler Bedeutung. Die Kantone haben für den Schutz und den Unterhalt dieser meist kleinflächigen Gebiete zu sorgen. Das ergibt jährlich weit mehr als 100 Projekte, die der Bund mit Beiträgen von 60 bis 90 Prozent subventioniert, gestützt auf das Natur- und Heimatschutzgesetz. Neben den Schutz- und allfälligen Revitalisierungsmassnahmen erfor- dern die Trockenstandorte und die Flachmoore eine angepas- ste landwirtschaftliche Nutzung. Zu diesem Zweck haben die Kantone mit Landwirten Tausende von Vereinbarungen abge- schlossen. Diese ökologischen Leistungen sind vom Bund, wiederum ge- stützt auf das Natur-und Heimatschutzgesetz, mit fest definier- ten Ansätzen abzugelten. Ein Grossteil dieser Abgeltungen fliesst somit direkt an die Bauern als Abgeltung für ihre ökolo- gische Landbewirtschaftung und ist somit auch ein wertvoller Beitrag an eine Gatt-kompatible Landwirtschaft. Darum haben wir auch einen Namensauf ruf verlangt Ich nehme an, dass es die Bauern interessieren wird, wer ihnen diese Kredite kürzen will. Zu mehr als 90 Prozent handelt es sich um Abgeltungen, auf die ein gesetzlicher Anspruch besteht. Eine allfällige Kürzung dieser Budgetrubrik ginge zu einem schönen Teil zu Lasten dieser Abgeltungen, das heisst zu Lasten der Kantone und ins- besondere zu Lasten der Landwirte. Als Beispiel dafür möchte ich die Trockenstandorte im Kanton Bern erwähnen. Der Kan- ton Bern hat mit den meisten Bewirtschaftern der von ihm in- ventarisierten Trockenstandorte mehrjährige Bewirtschaf- tungsverträge abgeschlossen. Darin verpflichten sich die Be- wirtschafter zu einer extensiven Nutzung, insbesondere zu ei- nem Schnitt nicht vor dem 1. Juli sowie einem Verzicht auf Düngung, Entwässerung und Bewässerung. Die Kosten für den Bund belaufen sich allein für die Bauern im Kanton Bern auf jährlich über 700 000 Franken. Ein anderes Beispiel wäre die Erhaltung der Wässermatten im Tal der Langeten und der önz mit freiwilligen Vereinbarungen mit den Bewirtschaftern. Die Wässermatten sind die letzten Überreste einer alten, im Mittelland verbreiteten Kulturland- schaft: Kosten für den Bund wiederum nur für diese Wässer- matten - wieder Entschädigungen, die direkt an die Bauern gehen - 114 000 Franken. Das nur zwei kleine Beispiele aus meinem Kanton. Trotz dieser Beiträge ist der anhaltende Arten- und Biotop- schwund in der Schweiz nach wie vor beängstigend. 27 Pro- zent der Blütenpflanzen, 45 Prozent der Brutvogelarten, 80 Prozent der Reptilien, 53 Prozent der Tagfalter sind vom Aussterben bedroht. In den nächsten Jahren sind aufgrund des Rio-Übereinkommens zur Erhaltung der biologischen Vielfalt zusätzliche Anstrengungen im Biotop-und Artenschutz erforderlich. Der Europarat hat das Jahr 1995 zum europäischen Natur- schutzjahr ausgerufen. Über 43 Staaten Europas haben ihre Mitwirkung an diesem Anlass zugesichert, darunter die Schweiz. Die geplanten Aktivitäten sehen einerseits Informa- tionsveranstaltungen und die Sensibilisierung der Bevölke- rung vor, andererseits die Unterstützung von konkreten Pro- jekten im Rahmen des Biotop- und Artenschutzes, des ökolo- gischen Ausgleichs sowie der Renaturierung der Uferbereiche von Fliess- und Stillgewässern. Ich habe hier einen Aufruf des Schweizerischen Bauernver- bandes zur aktiven Mitgestaltung des Naturschutzjahres: Die Landwirtschaft habe da etwas zu bieten und müsse auch et- was bieten, heisst es in diesem Aufruf. Es sei vorgesehen, mit einem sogenannten Bauern-Brunch 1995 die umweltgerechte Landwirtschaft gegen aussen zu zeigen. Mir scheint, dass endlich auch die bäuerlichen Vertreter etwas gegen aussen zeigen sollten, und ich bitte Sie, diesen Kredi- ten zuzustimmen, die vor allem an die Bauern gehen. Wir wer- den es zweifellos nicht unterlassen, an diesem Bauern-Brunch einen Abzug des Namensaufrufs zu verteilen. Epiney Simon (C, VS), rapporteur: Nous vous invitons à refu- ser cette proposition de minorité et à suivre la majorité de votre commission. Nous sommes d'avis que l'effort que nous demandons de faire à cet office est tout à fait proportionné à la situation déli- cate des finances fédérales. Il appartient en particulier à l'office concerné de faire des choix, de fixer des priorités, de dire dans tel ou tel domaine où l'accent doit être porté et ce n'est pas avec la réduction que nous vous proposons que nous mettons en péril la réalisation de projets qui sont essentiels pour la pro- tection de l'environnement II s'agit également de cibler les études, de les limiter parfois, et, de manière générale dans cet office, de réduire les tracasseries administratives afin de privi- légier les mesures sur le terrain. Namentliche Abstimmung - Vote par appel nominal Für den Antrag der Mehrheit stimmen: Votent pour la proposition de la majorité: Allenspach, Berger, Bezzola, Binder, Blocher, Bonny, Borer Roland, Bortoluzzi, Bühler Simeon, Bührer Gerold, Caccia, Camponovo, Cavadini Adriano, Chevallaz, Cincera, Comby, Cornaz, Deiss, Dettling, Dreher, Eggly, Engler, Epiney, Ey- mann Christoph, Fehr, Fischer-Hägglingen, Fischer-Seen-30. November 1994 N 2063 Bundesfinanzen 1995 gen, Frey Walter, Fritschi Oscar, Giezendanner, Giger, Gobet, Graber, Grendelmeier, Gros Jean-Michel, Hari, Hess Otto, Iten Joseph, Keller Rudolf, Kern, Leuba, Loeb François, Mamie, Maurer, Miesch, Moser, Mühlemann, Müller, Nabholz, Narbel, Nebiker, Neuenschwander, Perey, Philipona, Pidoux, Pini, Reimann Maximilian, Rohrbasser, Ruf, Rutishauser, Rychen, Sandoz, Schenk, Scheurer Rémy, Schmid Samuel, Schmid- halter, Schweingruber, Seiler Hanspeter, Spoerry, Steffen, Steinegger, Steiner Rudolf, Suter, Theubet, Tschopp, Tschup- pert Karl, Verterli, Wanner, Weyeneth, Wittenwiler, Wyss Wil- liam, Zwahlen (82) Für den Antrag der Minderheit stimmen: Votent pour la proposition de la minorité: Aguet, Bär, Baumann Ruedi, Bäumlin, Béguelin, Bircher Peter, Bodenmann, Brügger Cyrill, Bugnon, Bühlmann, Bundi, Ca- robbio, Caspar-Hutter, Danuser, David, Diener, Dormann, Dünki, Duvoisin, Eggenberger, Fankhauser, Fasel, von Feiten, Goll, Gonseth, Gross Andreas, Grossenbacher, Haering Bin- der, Hafner Rudolf, Hafner Ursula, Haller, Hämmerle, Herczog, Hubacher, Jäggi Paul, Jeanprêtre, Jori, Keller Anton, Kühne, Ledergerber, Leemann, Leu Josef, Leuenberger Ernst, Mae- der, Mauch Rolf, Mauch Ursula, Meier Hans, Meier Samuel, Meyer Theo, Misteli, Ostermann, Rechsteiner, Robert, Ruck- stuhl, Ruffy, Scherrer Werner, Schmid Peter, Schmied Walter, Schnider, Seiler Rolf, Stamm Judith, Steiger Hans, Strahm Ru- dolf, Thür, Vollmer, Weder Hansjürg, Wiederkehr, Zbinden, Ziegler Jean, Züger, Zwygart (71 ) /Abwesend sind - Sont absents: Aregger, Aubry, Baumberger, Bischof, Blatter, Borei François, Borradori, Brunner Christiane, Bürgi, Columberg, Couchepin, Darbellay, de Dardel, Ducret, Fischer-Sursee, Friderici Char- les, Früh, Gysin, Heberlein, Hegetschweiler, Hess Peter, Hild- brand, Hollenstein, Jaeger, Jenni Peter, Lepori Bonetti, Leuen- berger Moritz, Maitre, Marti Werner, Maspoli, Matthey, Oehler, Poncet, Raggenbass, Savary, Scherrer Jürg, Segmüller, Sie- ber, Spielmann, Stalder, Stamm Luzi, Steinemann, Stucky, Tschäppät Alexander, Wick, Zisyadis (46) Präsident, stimmt nicht-Président, ne vote pas: Frey Claude (1) Pos. 310.3600.401 Abstimmung - Vote Für den Antrag der SVP-Fraktion 70 Stimmen Dagegen 82 Stimmen 311 Meteorologische Anstalt Antrag der Fraktion der Schweizerischen Volkspartei Ausgaben 46 830 100 Fr. Schriftliche Begründung Insgesamt kein Ausgabenwachstum gegenüber Budget 1994. 311 Institut de météorologie Proposition du groupe de l'Union démocratique du centre Dépenses 46830100fr. Abstimmung - Vote Für den Antrag der SVP-Fraktion Dagegen 80 Stimmen 71 Stimmen 374 Amt für Bundesbauten Antrag der Kommission 3110.003 Ausstattung von Botschaften und Konsulaten 6 000 000 Fr. 314 Office des constructions fédérales Proposition de la commission 3110.003 Dotation des représentations diplomatiques et consulaires en mobilier 6 000 000 fr. 316 Bundesamt für Gesundheitswesen Antrag der Kommission 3600.010 Aids-Forschung 7 550 000 Fr. Antrag Keller Rudolf 3180.012 Massnahmen zur Bekämpfung von Aids 10 000 000 Fr. Schriftliche Begründung Neueste wissenschaftliche Erkenntnisse und Studien in den USA und in der Schweiz haben gezeigt, dass in den USA und in unseren Breitengraden aufgrund des Treueverhaltens und entsprechend gelebter Sexualpraktiken fürfast alle Menschen keine Aids-Gefährdung besteht. Die Gefährdung beschränkt sich nahezu ausschliesslich auf ganz bestimmte Menschen- gruppen wie Homosexuelle, Drogenabhängige, das Sexge- werbe sowie deren Sexualpartnerinnen und -partner. Vor dem Hintergrund der neuesten Erkenntnisse drängt sich die drasti- sche Änderung des gesamten Stop-Aids-Konzeptes auf. Die millionenschweren Kampagnen von Bund, Kantonen, Ge- meinden und Institutionen können deshalb reduziert werden. Sie sind nur noch auf die effektiven Risikogruppen und eine Grundaufklärung an den Schulen zu beschränken. Auf er- wachsene, heterosexuell lebende Menschen ist die Kampa- gne nicht mehr auszurichten. Die Aids-Seuche hat unter anderem dazu geführt, dass «Gschäftlimacher» Millionen scheffeln, weil heutzutage syste- matisch versucht wird, allen Leuten, welche sexuelle Kontakte haben, mittels aufdringlicher Kampagnen Kondome «aufzu- schwatzen». Die Kondomindustrie blüht mehr denn je. Gross- flächige Werbe- und sogenannte «Aufklärungskampagnen» werden immer von neuem lanciert. Ständig mehr sogenannte Fachleute beschäftigen sich auf Kosten der Steuerzahlerinnen und-zahler mit diesen Kampagnen. Die Aids-Forschungsausgaben und die Zahlungen an Aids- Bluteropfer bestreite ich bewusst nicht. Es ist mir klar, dass ge- gen diese Krankheit weiter geforscht werden muss. Aber es ist vertretbar, aufgrund der neuesten Erkenntnisse die Bekämp- fungskampagnen nur noch auf die effektiv gefährdeten Volks- gruppen und die Grundaufklärung an den Schulen auszurich- ten und so 6 Millionen Franken zu sparen. Antrag Zwygart 3180.012 Massnahmen zur Bekämpfung von Aids 14 000 000 Fr. Schriftliche Begründung Die Aids-Aufklärung ist an sich unbestritten. Hingegen zeigt sich, dass der Umfang und die Ausrichtung dringend einer Verwesentlichung bedürfen. Ein Artikel in der «Weltwoche» vom 3. November 1994 unter dem Titel «Der Mythos der heterosexuellen Aids-Epidemie» - Einleitungssatz: «Verfehlte Angst-Kampagne: Die neueste US-Sex-Studie stellt fest, dass keine HIV-Seuche unter der Normalbevölkerung zu befürch- ten ist» - leuchtet das aus. In letzter Zeit gab es vermehrt frag- würdige Auswüchse in der Aids-Aufklärung, die sich nicht mit dem Grundauftrag vereinbaren lassen. Wenn z. B. an alle Ärzte auf Staatskosten eine Petitionsschrift der «Schwülen- Vereinigung» versandt wird, dann ist das ein Missbrauch mit dem Ziel einer grundsätzlichen gesellschaftlichen Ver- änderung. 376 Office fédéral de la santé publique Proposition de la commission 3600.010 Recherches sur le sida 7 550 000 fr. Proposition Keller Rudolf 3180.012 Mesures de lutte contre le sida 10000000fr. Proposition Zwygart 3180.012 Mesures de lutte contre le sida 14000000fr.Finances fédérales 1995 2064 N 30 novembre 1994 Pos. 316.3180.012 Abstimmung - Vote Eventuell - A titre préliminaire Für den Antrag Zwygart 111 Stimmen Fürden Antrag Keller Rudolf 34 Stimmen Definitiv - Définitivement Für den Antrag Zwygart 88 Stimmen Dagegen 70 Stimmen 317 Bundesamt für Statistik Antrag der Fraktion der Schweizerischen Volkspartei Ausgaben 50 166 300 Fr. Schriftliche Begründung Gesamtausgaben damit auf Höhe des Budget 1994 (analog zurständerätlichen Kommission). 377 Office fédéral de la statistique Proposition du groupe de l'Union démocratique du centre Dépenses 50166300fr. Abstimmung - Vote Für den Antrag der SVP-Fraktion 78 Stimmen Dagegen 77 Stimmen 378 Bundesamt für Sozialversicherung Neuer Entwurf des Bundesrates 3600.001 Leistung des Bundes andieAHV 4 123 000 000 Fr. 3600.003 Leistung des Bundes an die IV 2 494 000 000 Fr. Antrag der Kommission 3600.052 Befristete Massnahmen gegen die Kostensteige- rung und Entsolidarisierung in der Krankenversicherung Mehrheit 500 000 000 Fr. Minderheit (Leemann, Baumann Ruedi, Bäumlin, Borei François, Leuen- berger Ernst, Marti Werner, Weder Hansjürg, Züger) Zustimmung zum ersten Entwurf des Bundesrates 378 Office fédéral des assurances sociales Nouveau projet du Conseil fédéral 3600.001 Versement de la Confédération àl'AVS 4123000000fr. 3600.003 Versement de la Confédération à l'Ai 2494000000fr. Proposition de la commission 3600.052 Mesures temporaires contre l'augmentation des coûts et la désolidarisation dans l'assurance-maladie Majorité 500 000 000 fr. Minorité (Leemann, Baumann Ruedi, Bäumlin, Borei François, Leuen- berger Ernst, Marti Werner, Weder Hansjürg, Züger) Adhérer au premier projet du Conseil fédéral Angenommen gemäss Antrag der Mehrheit (Entscheid 94.090, Bundesbeschluss D) Adopté selon la proposition de la majorité (décision 94.090, ar- rêté fédéral D) 323 Sportschule Magglingen Antrag Schmid Peter 3600.203 Internationale Sportanlässe 180 000 Fr. Schriftliche Begründung Die Budgetsumme von 1 380 000 Fr. ist um 1 200 000 Fr. zu kürzen, nämlich um den Betrag, den der Bund für die Kosten der Kandidatur von Sitten-Wallis für die Olympischen Winter- spiele 2002 beizusteuern beabsichtigt Beitragsleistungen des Bundes an Olympische Spiele müssen aus ökologischen, finanziellen und rechtlichen Gründen abgelehnt werden: 1. Olympische Winterspiele haben starke Eingriffe in Natur und Landschaft zur Folge und hinterlassen einen immensen Schuldenberg. Lillehammer, das als gutes Beispiel präsentiert wurde, ergeht es nicht anders. Es gibt heute weltweit genug olympische Infrastruktur, die wiederholt benützt werden könnte und nicht alle vier Jahre wieder neu gebaut zu werden braucht 2. In Zeiten der Finanzknappheit des Bundes gibt es wichti- gere finanzielle Verpflichtungen als die Unterstützung von Massenveranstaltungen, deren Nutzen fraglich und deren Schaden beträchtlich ist 3. Die rechtliche Grundlage für diese Beitragsleistung ist nicht gegeben. Daran ändert sich auch nichts, wenn der vom Bun- desrat beantragten Änderung des Gesetzes über Turnen und Sport (vgl. Geschäft 94.077) zugestimmt wird. Es existiert nämlich keine verfassungsmässige Grundlage für die Ergän- zung im Gesetz. Das zeigt sich schon daran, dass Kredite für Olympische Spiele unter dem Konto «Sportschule Magglin- gen» verbucht werden müssen. 323 Ecole de sport de Macolin Proposition Schmid Peter 3600.203 Manifestations sportives internationales 180000fr. Abstimmung - Vote Für den Antrag Schmid Peter 39 Stimmen Dagegen 93 Stimmen 327 Bundesamt für Bildung und Wissenschaft Antrag der Kommission 3600.101 Stiftung «Schweizerischer Nationalfonds zur Förde- rung der wissenschaftlichen Forschung» 300 153 000 Fr. Antrag der Fraktion der Schweizerischen Volkspartei 3600.001 Hochschulförderung, Grundbeiträge 375 998 000 Fr. Schriftliche Begründung Begrenzung des überdurchschnittlichen Wachstums. 3600.304 Europäische technologische F+E-Zusammenar- beit 82 188 000 Fr. Schriftliche Begründung Zuwachs von 6,7 Millionen Franken 1991 auf 92,1 Millionen Franken 1994. Antrag Bühlmann 3600.007 Höhere Fachschulen im Sozialbereich 13 636 000 Fr. Schriftliche Begründung Das Bundesgesetz über Finanzhilfen an die Höheren Fach- schulen im Sozialbereich von 1992 sieht für die Ausbildungen in Sozialarbeit, Sozialpädagogik und soziokultureller Anima- tion Finanzhilfen von 31,5 Prozent an die anrechenbaren Ko- sten vor. Seit Jahren reicht jeweils der im Budget vorgesehene Betrag nicht für eine angemessene Subventionierung, so dass jährlich Nachtragskredite bewilligt werden müssen. Der Antrag bezweckt, die Finanzhilfen an die Sozialschulen auf 25 Prozent der anrechenbaren Kosten festzusetzen und damit die Basis zu legen, dass künftig keine Nachtragskredite mehr bewilligt werden müssen. Eine Subventionierung von weniger als 25 Prozent der anre- chenbaren Kosten gefährdet die Schulen in ihrer Existenz oder führt zu einem qualitativen und quantitativen Abbau bei der Ausbildung. Der Bedarf an Fachkräften im Sozialbereich jedoch steigt Der Bund hat angesichts der 4-Milliarden-Auf- wendungen für die Sozialhilfe jegliches Interesse daran, dass gut ausgebildete Fachleute diese Mittel effizient einsetzen. Er ist deshalb an ausreichenden Ausbildungsplätzen unmittelbar interessiert30. November 1994 N 2065 Bundesfinanzen 1995 327 Office fédéral de l'éducation et de la science Proposition de la commission 3600.101 Fondation «Fonds national suisse de la recherche scientifique» 300153000fr. Proposition du groupe de l'Union démocratique du centre 3600.001 Aide aux universités, subventions de base 375 998 000 fr. 3600.304 Coopération technologique en Europe en matière de recherche et de développement 82188000fr. Proposition Bühlmann 3600.007 Ecoles supérieures de travail social 13636000fr. Pos. 327.3600.001 Abstimmung - Vote Für den Antrag der SVP-Fraktion 52 Stimmen Dagegen 102 Stimmen Pos. 327.3600.007 Abstimmung - Vote Für den Antrag Bühlmann 64 Stimmen Dagegen 89 Stimmen Pos. 327.3600.304 Abstimmung - Vote Für den Antrag der SVP-Fraktion 52 Stimmen Dagegen 100 Stimmen 329 ETH-Rat Antrag Sandoz 3020.001 Reserve des ETH-Ratesfür Lehre und Forschung 5 031 000 Fr. 329 Conseil des EPF Proposition Sandoz 3020.001 Réserve du Conseil des EPF pour l'enseignement et la recherche 5 031 000 fr. Développement par écrit Ce poste, dont la motivation à la page 447b du budget n'est pas très compréhensible, semble constituer une de ces réser- ves «caoutchouc» que l'on crée quand d'autres postes sont re- streints. Le compte 1993 se montait à 1 313 592 francs. Un montant presque quadruple en 1995 semble raisonnable. Abstimmung - Vote Für den Antrag Sandoz 70 Stimmen Dagegen 87 Stimmen 330 Technische Hochschule Zürich Antrag der Kommission 3020.009 Bezüge des Zusatzpersonals in Lehre und For- schung 72 520 000 Fr. Antrag Sandoz 3020.009 Bezüge des Zusatzpersonals in Lehre und For- schung 72 720 000 Fr. Antrag der Fraktion der Schweizerischen Volkspartei 3020.009 Bezüge des Zusatzpersonals in Lehre und For- schung 70 720 000 Fr. Schriftliche Begründung Begrenzung des Wachstums gegenüber Budget 1994 330 Ecole polytechnique de Zurich Proposition de la commission 3020.009 Rétribution du personnel complémentaire chargé de l'enseignement et de la recherche 72 520 000 fr. Proposition Sandoz 3020.009 Rétribution du personnel complémentaire chargé de l'enseignement et de la recherche 72 720 000 f r. Développement par écrit La Commission des finances ayant proposé une réduction de ce poste, en page 453, pour l'Ecole polytechnique de Lau- sanne, il paraît équitable de le réduire aussi à Zurich et dans les mêmes proportions. Proposition du groupe de l'Union démocratique du centre 3020.009 Rétribution du personnel complémentaire chargé de l'enseignement et de la recherche 70 720 000 fr. Pos. 330.3020.009 Le président: Mme Sandoz a retiré sa proposition. Abstimmung - Vote Für den Antrag der Kommission 93 Stimmen Für den Antrag der SVP-Fraktion 63 Stimmen 334 Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft Antrag der Kommission 3020.009 Bezüge des Zusatzpersonals in Lehre und Forschung 8 508 200 Fr. 3130.001 Sachausgaben für Lehre und Forschung 1 429 500 Fr. 4010.001 Apparate und Einrichtungen für Lehre und Forschung 1 830 800 Fr. Antrag der Fraktion der Schweizerischen Volkspartei 3020.009 Bezüge des Zusatzpersonals in Lehre und For- schung 8 208 200 Fr. Schriftliche Begründung Das Budget sieht eine Zunahme von über 20 Prozent vor. 334 Institut de recherches sur la forêt, la neige et le paysage Proposition de la commission 3020.009 Rétribution du personnel complémentaire chargé de l'enseignement et de la recherche 8508200fr. 3130.001 Dépenses d'équipement pour l'enseignement et la recherche 1 429500fr. 4010.001 Appareils et installations pour l'enseignement et la recherche 1 830800fr. Proposition du groupe de l'Union démocratique du centre 3020.009 Rétribution du personnel complémentaire chargé de l'enseignement et de la recherche 8 208 200 fr. Pos. 334.3020.009 Abstimmung - Vote Für den Antrag der Kommission 90 Stimmen Für den Antrag der SVP-Fraktion 75 Stimmen 335 Materialprüfungs- und Forschungsanstalt Antrag der Kommission 3020.009 Bezüge des Zusatzpersonals für Lehre, Forschung und Materialprüfungen 3 088 900 Fr. 3145.001 Unterhalt Maschinen, Geräte, Fahrzeuge, Einrichtungen 2 201 000 Fr. 4010.001 Apparate und Einrichtungen für Lehre, Forschung und Materialprüfungen 6 652 000 Fr.Finances fédérales 1995 2066 N 30 novembre 1994 Antrag der Fraktion der Schweizerischen Volkspartei 3020.009 Bezüge des Zusatzpersonals für Lehre, Forschung und Materialprüfungen 2 288 900 Fr. Schriftliche Begründung Begrenzung des Ausgabenwachstums. 335 Laboratoire d'essai des matériaux et de recherches Proposition de la commission 3020.009 Rétribution du personnel complémentaire chargé de l'enseignement et de la recherche, ainsi que des essais de matériaux 3 088 900 fr. 3145.001 Entretien des machines, appareils, véhicules et installations 2 201 000 fr. 4010.001 Appareils et installations pour l'enseignement et la recherche, ainsi que les essais de matériaux 6 652 000 fr. Proposition du groupe de l'Union démocratique du centre 3020.009 Rétribution du personnel complémentaire chargé de l'enseignement et de la recherche, ainsi que des essais de matériaux 2 288 900 fr. Pos. 335.3020.009 Abstimmung - Vote Für den Antrag der Kommission 81 Stimmen Für den Antrag der SVP-Fraktion 76 Stimmen 336 Anstalt für Wasserversorgung, Abwasserreinigung und Ge- wässerschutz Antrag der Kommission 3020.009 Bezüge des Zusatzpersonals in Lehre und For- schung 4 153 600 Fr. Antrag der Fraktion der Schweizerischen Volkspartei 3020.009 Bezüge des Zusatzpersonals in Lehre und For- schung 3 653 600 Fr. Schriftliche Begründung Begrenzung des Ausgabenwachstums. 336 Institut pour l'aménagement, l'épuration et la protection des eaux Proposition de la commission 3020.009 Rétribution du personnel complémentaire chargé de l'enseignement et de la recherche 4153600fr. Proposition du groupe de l'Union démocratique du centre 3020.009 Rétribution du personnel complémentaire chargé de l'enseignement et de la recherche 3 653 600 fr. Abstimmung - Vote Für den Antrag der Kommission 90 Stimmen Für den Antrag der SVP-Fraktion 68 Stimmen 337 Paul-Scherrer-lnstitut Antrag der Kommission 3020.009 Bezüge des Zusatzpersonals in Lehre und For- schung 22 968 000 Fr. 337 Institut Paul-Scherrer Proposition de la commission 3020.009 Rétribution du personnel complémentaire chargé de l'enseignement et de la recherche 22 968 000 fr. 340 Technische Hochschule Lausanne Antrag der Kommission 3020.009 Bezüge des Zusatzpersonals in Lehre und For- schung 34 644 100 Fr. 340 £co/e polytechnique de Lausanne Proposition de la commission 3020.009 Rétribution du personnel complémentaire chargé de l'enseignement et de la recherche 34644100fr. Justiz- und Polizeidepartement Département de justice et police 402 Bundesamt für Justiz Antrag der Kommission 4600.002 Baubeiträge für die Zwangsmassnahmen Mehrheit Zustimmung zum ersten Entwurf des Bundesrates Minderheit (Leemann, Baumann Ruedi, Bäumlin, Borei François, Weder Hansjürg) Streichen 402 Office fédéral de justice Proposition de la commission 4600.002 Subventions de construction dans le cadre des me- sures de contrainte Majorité Adhérer au premier projet du Conseil fédéral Minorité (Leemann, Baumann Ruedi, Bäumlin, Borei François, Weder Hansjürg) Biffer Leemann Ursula (S, ZH), Sprecherin der Minderheit: Ich möchte hier gleichzeitig zu den beiden ändern Minderheitsan- trägen zu diesem Bereich sprechen, die Sie ebenfalls auf der Fahne finden, nämlich zu den Anträgen betreffend Betriebsko- sten für die Zwangsmassnahmen im Ausländerrecht, die beim Bundesamt für Flüchtlinge eingestellt sind, und zum Verpflich- tungskredit von 45 Millionen Franken. Die Zwangsmassnahmen verquicken nach unserer Meinung auf eine höchst unglückliche Weise Vollzugsprobleme im Dro- genbereich einerseits und im Asylrecht andererseits. Im Vor- anschlag 1995 finden sie nun insgesamt 33,6 Millionen Fran- ken dafür eingestellt, und davon sollen 20 Millionen als Bau- beiträge eingesetzt werden. Wir wissen, dass dieses Bundesgesetz über Zwangsmass- nahmen im Ausländerrecht und damit auch das gegen den il- legalen Drogenhandel eingesetzte Geld höchstens sehr mar- ginal etwas erreichen kann. Wir wissen aber gleichzeitig auf der anderen Seite, dass dieses «Zwangsmassnahmenge- setz», dieses «Apartheidgesetz», verschiedene Gebote unse- rer Verfassung ganz eindeutig ritzt: die Gleichheit vor dem Ge- setz, die Unschuldsvermutung und die Verhältnismässigkeit von staatlichen Eingriffen in grundlegende Menschenrechte. Wir müssen uns also sehr wohl fragen, ob das Geld in richtiger Art und Weise eingesetzt wird. Wenn das Gesetz im Asylbe- reich die offenbar von vielen Seiten gewünschte Ab- schreckung auf mögliche Asylsuchende haben soll, dann wird uns diese Menschenrechtswidrigkeit noch sehr viel mehr ko- sten müssen. Dann ist es nämlich mit den wenigen hundert Gefängnisplätzen - die offenbar geplant sind - nicht getan, dann werden die diesjährigen Beiträge erst der Anfang, ein sehr bescheidener Anfang für zukünftige Ausgaben sein. Es ist für uns undenkbar, dass wir auf der einen Seite Beiträge und Kredite für Entwicklungszusammenarbeit oder für frie- denserhaltende Massnahmen kürzen, auf der ändern Seite aber sehr viel mehr Geld für Gefängnisbau und Gefängnisbe- trieb ausgeben; Massnahmen, die zu einem grossen Teil so- gar nichtkriminelle Menschen, die 98 oder 99 Prozent nichtkri- minellen Asylbewerber, treffen werden.30. November 1994 N 2067 Bundesfinanzen 1995 In Zürich soll es einige hundert illegal anwesende Drogen- händler geben. Nun ist es laut öffentlichen Aussagen eines ho- hen Polizeibeamten in Zürich so, dass es ganz einfach am not- wendigen Personal fehlt, um bei diesen illegal anwesenden Drogenhändlern strafrechtlich relevante Anklagen zu machen. Dann wäre ja die Untersuchungshaft nach dem normalen Strafrecht möglich. Es ist natürlich in dieser Situation einfa- cher, längere Haft zu verordnen in der Hoffnung, dass die Ver- hafteten schliesslich sprechen. Gleichzeitig stellen wir aber fest, dass gerade die rechte Seite im Personalbereich sparen will und nicht bereit ist, mehr Per- sonal zu bewilligen. Was die Möglichkeit betrifft, die illegal anwesenden Drogen- händler, die vermuteten Drogenhändler, über längere Zeit in Haft zu behalten, möchte ich Sie darauf hinweisen, dass in Zürich im Oktober ein Notgefängnis mit 80 Plätzen eröffnet worden ist Bereits drei Wochen später, Mitte November, war dieses Gefängnis überbelegt. An der Situation im Letten hat sich damit praktisch nichts geändert. Auf diese Art und Weise könnten wir Gefängnis um Gefängnis füllen, mit den entspre- chenden Kosten, und wir könnten das Problem dennoch nicht lösen. Es ist viel über die Entwicklung der Kriminalität gesagt worden. Es ist nicht so, dass die Kriminalität in den letzten paar Jahren tatsächlich stark zugenommen hätte; auf falsche Kurven soll- ten wir uns nicht verlassen. Es gibt aber Untersuchungen, die zeigen, dass die Berichterstattung darüber in den letzten Jah- ren massiv zugenommen hat. Das kann quantitativ mit Zei- tungsuntersuchungen belegt werden. Letzthin ist ein Bericht des Bundesamtes für Statistik veröffent- licht worden, laut dem die Drogensucht in ihren verschiede- nen Ausprägungen in den letzten 15 Jahren in der Schweiz nicht zugenommen hat. Dagegen ist die Repression ganz klar angestiegen. Es sind heute rund viermal mehr Vorzeigungen im Drogenbereich festzustellen, und drei Viertel dieser Vorzei- gungen betreffen allein den reinen Konsum. Gleichzeitig stellt der Bericht auch fest, dass die Gerichte bei den Verurteilungen offenbar den Spielraum, den sie an sich hätten, um Therapien statt Gefängnis anzuordnen, sehr wenig ausnützen. Alles in al- lem zeigen diese Zahlen, dass offensichtlich in diesem ganzen Bereich die vorhandenen Mittel falsch eingesetzt werden. Für die präventiven und medizinisch-therapeutischen Zwecke wird ja nur rund halb so viel Geld eingesetzt wie für die Répres- sion. Es ist deshalb sehr viel sinnvoller, nicht einfach die Ré- pression zu verstärken und dafür Geld einzusetzen, sondern mit einer Änderung der Drogenpolitik und durch vermehrten Einsatz von medizinisch-therapeutischen Mitteln das Problem zu lösen versuchen. Herr Hess Peter hat vorhin gesagt, dass es hier um eine Sanie- rungsübung, um eine Sparübung im Budget gehe und weni- ger um die Sache selber. Ich möchte Sie im Zusammenhang mit den vorgesehenen Beiträgen für Gefängnisbau und Ge- fängnisbetrieb nun darauf hinweisen, dass Sie hier Geld aus- geben, obwohl die Hoffnung, mit diesen Massnahmen Pro- bleme lösen zu können, an einem sehr kleinen Ort ist. Ich bitte Sie deshalb, die vorgesehenen Kredite nicht zu be- willigen. Bührer Gerald (R, SH), Berichterstatter: Ich kann mich kurz fassen. Ich möchte den Abstimmungskampf nicht noch ein- mal aufnehmen, er wird am 4. Dezember 1994 an der Urne ent- schieden. Worum geht es? Das Parlament hat bezüglich Zwangsmassnahmen im Auslän- derrecht klar entschieden. Es ist davon auszugehen, dass auch das Volk in diesem Sinne klar entscheiden wird. Ich meine von daher gesehen, dass wir jetzt der ganzen Sache ei- nen schlechten Dienst erweisen würden, nämlich dem Ver- trauen des Volkes in das Parlament, wenn wir die entsprechen- den notwendigen Mittel verweigerten, um diese Massnahmen auch durchsetzen zu können. Ich glaube, es geht nicht darum, dass mit diesen Mitteln eine Pauschalverurteilung aller Asylanten, wie es erwähnt worden ist, gemacht wird. Es geht auch nicht darum, dass wir meinen, mit diesen Mitteln allein dem Drogenproblem Herr werden zu können. Aber es geht darum, dass der Rechtsstaat diesem Treiben nicht weiter mit Ohnmacht zusieht, sondern dass wir zumindest mehr Möglichkeiten schaffen, um dem Recht zum Durchbruch zu verhelfen. Es handelt sich um eine Frage des Willens, ob wir bereit sind, diese Mittel zu investieren. Aufgrund der Erwartung des Volksentscheides müssen wir dies tun. Ich bitte Sie, der Kommissionsmehrheit zuzustimmen. Epiney Simon (C, VS), rapporteur: Nous n'allons pas utiliser cette tribune pour prolonger habilement la campagne sur les votations du prochain week-end alors que nous sommes ici en train d'aborder une position budgétaire qui devrait aller de soi. Dans la mesure où notre Conseil a accepté la loi fédérale sur les mesures de contrainte en matière de droit des étrangers, il doit bien sûr en accepter, par voie de conséquence, les contraintes, mais cette fois financières. C'est pour cette raison que je vous demande, au nom de la majorité de la commission, d'accepter le crédit prévu à cette position, qui est bien sûr subordonné aux résultats des vota- tions. Il s'agit à travers ce crédit de pouvoir financer, dans un premier temps, par la Confédération environ 300 places d'ar- rêt afin de répondre aux besoins qui seront nés des disposi- tions que nous avons arrêtées dans la loi fédérale sur les me- sures de contrainte en matière de droit des étrangers. Abstimmung - Vote Für den Antrag der Mehrheit 98 Stimmen Für den Antrag der Minderheit 42 Stimmen 408 Bundesamt für Zivilschutz Antrag der Kommission 3110.002 Beschaffung von Zivilschutzmaterial 35 000 000 Fr. 3180.002 Eidgenössische Kurse: Entschädigungen an Kursteilnehmer 2 797 000 Fr. 3180.003 Forschungs- und Entwicklungsaufträge 1 200 000 Fr. 3180.006 Aufklärung der Bevölkerung 490 000 Fr. 3600.002 Schweizerischer Zivilschutzverband 200 000 Fr. 4600.001 Schutzbauten 62 000 000 Fr. 408 Office fédéral de la protection civile Proposition de la commission 3110.002 Acquisition de matériel de protection civile 35 000 000 fr. 3180.002 Cours fédéraux, indemnités versées aux participants 2 797 000 fr. 3180.003 Mandats de recherche et de développement 1 200 000 fr. 3180.006 Instruction de la population 490 000 fr. 3600.002 Union suisse pour la protection des civils 200000fr. 4600.001 Abris 62 000 000 fr. 475 Bundesamt für Flüchtlinge Neuer Entwurf des Bundesrates 3500.001 Asylbewerber: Rückerstattungen von Fürsorgeauslagen an Kantone u. a 532 360 000 Fr. 3600.001 Asylbewerber: Pauschalbeiträge anKantonefürVerwaltungsaufwand 31 890 000 Fr. 3600.002 Asylbewerber: Pauschalbeiträge an Befragungskosten 4 635 000 Fr. 3600.003 Flüchtlinge: Beiträge an Fürsorgeleistungen 117619 000 Fr. 3600.004 Flüchtlinge: Beiträge an die Betreuungskosten der Hilfswerke 21 000 000 Fr. 5360.001 Asylbewerber: diverse Rückerstattungen von Fürsorgeauslagen einschliesslich Anteil aus Lohnabzüge 15 221 000 Fr. Antrag der Kommission 3100.042 Öffentlichkeitsinformation 1 110 000 Fr. 3100.043 Sicherheits- und Betriebsausgaben der Verwaltungsaussenstellen des BFF 450 000 Fr. 3100.080 Übrige Sachausgaben 675 000 Fr.Finances fédérales 1995 2068 N 30 novembre 1994 3500.001 Asylbewerber: Rückerstattungen von Fürsorgeauslagen an Kantone u. a 522 991 950 Fr. 3600.001 Asylbewerber: Pauschalbeiträge an KantonefürVerwaltungsaufwand 30 295 000 Fr. 3600.002 Asylbewerber: Pauschalbeiträge an Befragungskosten 4 401 550 Fr. 3600.003 Flüchtlinge: Beiträge an Fürsorgeleistungen 114 402 640 Fr. 3600.008 Intensivierung der internationalen Zusammenarbeit und der Forschung im Asyl- und Flüchtlingsbereich 2 700 000 Fr. 4600.001 Finanzierung von Unterkünften für Asylbewerber 34 862 860 Fr. 3600.009 Betriebskosten Vorbereitungs- und Ausschaffungs- haft Mehrheit Zustimmung zum ersten Entwurf des Bundesrates Minderheit (Leemann, Baumann Ruedi, Bäumlin, Borei François, Weder Hansjürg) Streichen Antrag Keller Rudolf 3500.001 Asylbewerber: Rückerstattung von Fürsorgeausla- gen an Kantone u. a. 450 000 000 Fr. Schriftliche Begründung Der Bundesrat hat in letzter Zeit mehrmals erklärt, dass die Zahl der Asylbewerber abnehmend ist. Dennoch steigen die Ausgaben im Asylbereich. Dies ist ein Widerspruch zu den bundesrätlichen Aussagen! Ich fordere, dass bei abnehmen- den Asylzahlen auch weniger Geld ausgegeben wird. Die Kür- zung um 130,86 Millionen Franken ist deshalb ein moderater und logischer Antrag. In allen Bereichen wird gespart; es ist nicht einzusehen, wieso im Asylbereich nicht! 3600.004 Flüchtlinge: Beiträge an die Betreuungskosten der Hilfswerke 15 000 000 Fr. Schriftliche Begründung Bei der eidgenössischen Abstimmung zum Rassismusgesetz und zu den Zwangsmassnahmen im Ausländerbereich haben viele Hilfswerke grosse Werbekampagnen gemacht Mit Inse- raten und Flugblättern wurde in die Abstimmungskämpfe ein- gegriffen. Offensichtlich können es sich viele Hilfswerke lei- sten, in grösserem Umfang zu politisieren als dies den Par- teien möglich ist Geld scheint im Überfluss vorhanden zu sein. Überdies behauptet der Bundesrat immer wieder, die Zahl der Asylbewerber nehme ab, so dass der Beitrag an die Hilfswerke getrost auf 15 Millionen Franken reduziert werden kann. Antrag der Fraktion der Schweizerischen Volkspartei 3600.004Flüchtlinge: Beiträge an die Betreuungskosten der Hilfswerke 18 000 000 Fr. Schriftliche Begründung Analog zu Rechnung 1993. 415 Office fédéral des réfugiés Nouveau projet du Conseil fédéral 3500.001 Requérants d'asile: remboursements de frais d'assistance aux cantons, etc.532 360 000 fr. 3600.001 Requérants d'asile: indemnités forfaitaires versées aux cantons pour leurs dépenses administratives 31 890 000 fr. 3600.002 Requérants d'asile: indemnités forfaitaires auxfrais d'audition 4 635 000 fr. 3600.003 Réfugiés: contributions aux prestations d'assistance 117 619 000 fr. 3600.004 Réfugiés: contributions aux frais d'assistance des oeuvres d'entraide 21 000 000 fr. 5360.001 Requérants d'asile: divers remboursements de frais d'assistance, y compris la quote-part aux précomptes 15221 000 fr. Proposition de la commission 3100.042 Information du public 1 110000fr. 3100.043 Dépenses de sécurité et d'exploitation des services administratifs extérieurs 450 000 fr. 3100.080 Autres dépenses d'équipement 675 000 fr. 3500.001 Requérants d'asile: remboursements de frais d'assistance aux cantons, etc. 522991 950 fr. 3600.001 Requérants d'asile: indemnités forfaitaires versées aux cantons pour leurs dépenses administratives 30 295 000 fr. 3600.002 Requérants d'asile: indemnités forfaitaires auxfrais d'audition 4 401 550 fr. 3600.003 Réfugiés: contributions aux prestations d'assistance 114 402 640 fr. 3600.008 Renforcement de la collaboration internationale et de la recherche dans les secteurs de l'asile et des réfugiés 2700000fr. 4600.001 Financement de centres d'hébergement pour requérants d'asile 34 862 860 fr. 3600.009 Frais d'exploitation, mise en détention de phase pré- paratoire ou en vue du refoulement Majorité Adhérer au premier projet du Conseil fédéral Minorité (Leemann, Baumann Ruedi, Bäumlin, Borei François, Weder Hansjürg) Biffer Proposition Keller Rudolf 3500.001 Requérants d'asile: remboursements de frais d'as- sistance aux cantons, etc. 450 000 000 fr. 3600.004 Réfugiés: contributions aux frais d'assistance des oeuvres d'entraide 15000000fr. Proposition du groupe de l'Union démocratique du centre 3600.004 Réfugiés: contributions aux frais d'assistance des oeuvres d'entraide 18000000fr. Pos. 415.3500.001 Epiney Simon (C, VS), rapporteur: Au nom de la commission, en fonction des travaux que nous avons menés, je vous de- mande d'écarter les propositions Keller Rudolf pour les rai- sons suivantes. En 1993,24 739 personnes ont demandé l'asile en Suisse. Le nombre de requérants a enregistré une hausse de 38 pour cent par rapport à l'année précédente, revenant ainsi au ni- veau que nous avons connu en 1989. Sur le plan international, il est intéressant de noter que le nombre de demandes d'asile reflète un développement assez hétérogène en Europe de l'Ouest On estime que le nombre de demandes a fortement baissé en Autriche, en Suède, en Allemagne et en Italie. En re- vanche, on a enregistré des chiffres beaucoup plus élevés en Norvège, au Danemark, aux Pays-Bas, en Espagne et en Bel- gique. On peut admettre de manière générale que le nombre de demandes d'asile a baissé de 100 000 unités en 1993 par rapport à 1992, où le chiffre s'élevait à 680 000 demandes en Europe de l'Ouest La commission a fait un effort très important en vue de réduire les frais dans le domaine de l'asile. Mais vous savez que la marge de manoeuvre dans ce domaine est finalement relative- ment réduite. Et nous avons dû, par exemple, cette année, comme c'était le cas d'ailleurs l'année précédente, enregistrer des demandes supplémentaires. Par conséquent, il faut se rappeler, lorsque l'on décide sur les dépenses en matière de droit d'asile, que ça dépend d'abord du nombre de requérants qu'on a, que ça dépend ensuite du coût, notamment avec le système des forfaits qu'on a instauré, enfin du fait de savoir si30. November 1994 N 2069 Bundesfinanzen 1995 oui ou non les requérants d'asile exercent une activité lucra- tive; ça dépend aussi de la situation financière de certains re- quérants. Il y a donc un certain nombre de paramètres qui ne nous permettent pas de pouvoir dire sans autre, en fonction d'un choix politique, qu'on puisse réduire le coût davantage que ne l'a fait la commission. Et ce, d'autant plus qu'avec la période de morosité économique que nous vivons, de moins en moins de requérants d'asile trouvent la possibilité d'exercer une activité économique. Par voie de conséquence, je vous demande de refuser les pro- positions Keller Rudolf et celle du groupe UDC. Nous pensons avoir fait un effort important en vue de réduire les coûts en cette matière. Vous avez, hier, accepté un arrêté fédéral urgent qui devrait réduire en partie les coûts administratifs et réels en matière d'asile, mais aller au-delà, c'est finalement se voiler la face, parce qu'on se retrouvera avec des crédits supplémen- taires en 1995. Stich Otto, Bundespräsident: Ich bitte Sie, den Antrag Keller Rudolf abzulehnen. Er hätte mit Sicherheit Nachtragskredite zur Folge. Man kann von den ursprünglich vom Bundesrat be- antragten 580 Millionen Franken nicht einfach um insgesamt 130 Millionen Franken zurückgehen; der Bundesrat und dann Ihre Finanzkommission haben ja schon Kürzungen vorgenom- men. Tatsächlich sind die Unterhaltskosten heute nicht mehr nur durch die neuen Asylbewerber bedingt, sondern vor allem durch die Asylbewerber, die schon hier sind und die zum Teil keine Arbeit haben. Deshalb lässt sich das nicht vermeiden. Ich bitte Sie, zumindest der Kommission zuzustimmen und den Antrag Keller Rudolf abzulehnen. Abstimmung - Vote Für den Antrag der Kommission Für den Antrag Keller Rudolf Pos. 415.3600.004 112 Stimmen 35 Stimmen Le président: M. Keller Rudolf a retiré sa proposition. Abstimmung - Vote Für den Antrag der SVP-Fraktion 61 Stimmen Dagegen 81 Stimmen Pos. 415.3600.009 Abstimmung - Vote Für den Antrag der Mehrheit 95 Stimmen Für den Antrag der Minderheit 47 Stimmen Militärdepartement- Département militaire Ausgaben Neuer Entwurf des Bundesrates 5 108 393 600 Fr. Ausgaben Antrag der Kommission Mehrheit 5 078 393 600 Fr. Minderheit l (Fischer-Hägglingen, Aregger, Bührer Gerold, Dreher, Frey Walter, Narbel, Wanner) Zustimmung zum neuen Entwurf des Bundesrates Minderheit II (Marti Werner, Baumann Ruedi, Bäumlin, Borei François, Lee- mann, Weder Hansjürg, Züger) 5 058 393 600 Fr. Antrag Misteli Ausgaben 4 643 553 230 Fr. (= 10 Prozent Kürzung) Die über den Antrag der Minderheit II hinausgehende Kür- zung ist bei den Sachgebieten 31 Sachausgaben und 32 Rü- stungsausgaben vorzunehmen. Schriftliche Begründung Der Antrag verlangt 10 Prozent Kürzung der Militärausgaben und geht über den Antrag der Minderheit II hinaus. Die Kür- zungen sollen aber vorläufig nicht auf Kosten von Arbeitsplatz- abbau gehen (obwohl auch hier eine Umschichtung mit noch weitergehendem Abbau des Budgets des Militärdepartemen- tes notwendig würde), die Ausgabenbeschränkungen sind deshalb auf die Positionen 31 Sachausgaben und 32 Rü- stungsausgaben beschränkt. Im kommenden Jahr sollen 1790 Millionen für Rüstungsma- terial ausgegeben werden. Das ist im Vergleich zum Vorjahr ein Zuwachs von 222 Millionen Franken (14,2 Prozent). Die Entwicklungszusammenarbeit und die humanitäre Hilfe hin- gegen sollen als Sparmassnahme gekürzt werden. Obwohl aufgrund der sich um uns abspielenden Konflikte sich immer stärker zeigt, dass heute andere Konfliktlösungsstrategien und -mittel als kriegerische notwendig sind, fehlt in der Schweiz für eine aktive Friedensförderung, zu welcher eine grosszügigere Entwicklungszusammenarbeit zählen würde, aber das Geld. Der Antrag, die Militärausgaben um 10 Prozent jährlich zu kür- zen, ist eine Manifestation einer anderen Prioritätenordnung für die zukünftigen Aufgaben des Staates. Soziale Sicherheit, innere und äussere, ist nicht über Abschreckung und Répres- sion zu erlangen. Auch ein ökologisch verantwortungsvoller Umgang mit unserem Planeten kann nicht über militärischen Einsatz erreicht werden. Der Staat muss seine wenigen Fi- nanzmittel einsetzen, um der Herausforderung, die Zukunft möglichst wirtschaftlich, sozial und umweltgerecht zu gestal- ten, gewachsen zu sein. Die heute noch in militärische Berei- che investierten Gelder werden dringend für die zunehmen- den Aufgaben im Bildungs-, Forschungs-, Umwelt- und Sozi- albereich und in der Entwicklungszusammenarbeit mit ande- ren Ländern nötig werden. Wer am heutigen Anteil von 20 Pro- zent der Militärausgaben an den Gesamtausgaben des Bun- des festhält, ignoriert die heutigen Probleme der Schweiz und der schweizerischen Bevölkerung. Dépenses Nouveau projet du Conseil fédéral 5108393600fr. Dépenses Proposition de la commission Majorité 5 078 393 600 f r. Minorité I (Fischer-Hägglingen, Aregger, Bührer Gerold, Dreher, Frey Walter, Narbel, Wanner) Adhérer au nouveau projet du Conseil fédéral Minorité II (Marti Werner, Baumann Ruedi, Bäumlin, Borei François, Lee- mann, Weder Hansjürg, Züger) 5 058 393 600 fr. Proposition Mistel/ Dépenses 4 643 553 230 fr. (=10 pour cent) II faut admettre que la réduction supérieure à celle de la propo- sition de la minorité II figure aux postes 31 Biens et services et 32 Dépenses d'armement. Fischer-Hägglingen Theo (V, AG), Sprecher der Minderheit l: Das Militärdepartement hat in den letzten Jahren wohl den grössten Beitrag zur Sanierung des Bundeshaushaltes gelei- stet. Bei jeder Budgetrunde war das EMD dasjenige Departe- ment, das am meisten bluten musste. Aber auch bei den Sa- nierungsmassnahmen, in den Programmen 1, 2 und 3, kam und kommt es überproportional zur Kasse. Der Voranschlag 1995 sieht Ausgaben von 5,104 Milliarden Franken vor. Gegenüber dem Vorjahr bedeutet dies rein rech- nerisch einen Zuwachs von 0,5 Prozent. In Wirklichkeit ist der Voranschlag jedoch rückläufig, weil darin die ZahlungsspitzeFinances fédérales 1995 2070 N 30 novembre 1994 von 150 Millionen Franken für Kampfflugzeuge enthalten ist So ergibt sich eine Abnahme der Militärausgaben von 2,4 Pro- zent, bei Berücksichtigung der Teuerung sogar eine Abnahme von 5 Prozent Zugegeben, die Militärausgaben sind real wie- der auf dem Stand von 1980. Aber wenn man die Entwicklung in der Technik sieht, weiss man, dass das Rüstungsmaterial heute bedeutend teurer ist als zu jenen Zeiten. Wenn wir die Fi- nanzplanzahlen betrachten, stellen wir fest, dass das Militär- departement seine Friedensdividende erbracht hat Seit 1990 sind die Budget- und Finanzplanzahlen des EMD für die Jahre 1991-1998 um insgesamt 5,2 Milliarden Franken gekürzt wor- den. Das ergibt eine reale Abnahme von 22 Prozent, bei den Rüstungsausgaben sogar von 25 Prozent Innerhalb von zehn Jahren ist der Anteil des Militärbudgets am Bundeshaushalt fast halbiert worden. Der Stellenabbau be- trägt 2300 Stellen. Kein Spielraum besteht vor allem bei Rü- stungsmaterialkrediten, wo ausschliesslich noch die Finanzie- rung der vom Parlament bereits bewilligten Vorhaben möglich ist. Für neue Rüstungsvorhaben besteht kein Platz mehr. Wir haben die «Armee 95» beschlossen, die ab 1. Januar 1995 ihre Tauglichkeit beweisen muss. Es ist bekanntlich eine klei- nere Armee, jedoch eine beweglichere, und es ist eine hoch- technische Armee. Sie braucht eine gute Ausbildung und eine gute Ausrüstung. Wenn wir weiter kürzen, können die Ziele der Reform nicht erreicht werden. Die Ausbildung wird leiden. Es ist wenig motivierend, wenn die Truppe an ihren Geräten man- gels Geld - sprich Munition, Treibstoff- nicht mehr üben kann. Es geht letztlich um die Glaubwürdigkeit unserer Armee ge- genüber ihren Angehörigen. In diesem Sinne bitte ich Sie, dem Antrag der Minderheit l zu- zustimmen, d. h. auch den Zahlen, die uns der Bundesrat un- terbreitet Leemann Ursula (S, ZH), Sprecherin der Minderheit II: Wir wis- sen in der SP auch, dass relativ gesehen der Anteil der Militär- ausgaben an den Gesamtausgaben des Bundes zurückge- gangen ist, dass das Militär im Bundeshaushalt heute einen weniger grossen Stellenwert hat Immerhin ist es so, und Herr Fischer-Hägglingen hat das auch gesagt: Real haben wir heute die Ausgaben von 1980. Infolge der F/A-18-Beschaf- fung sind in diesem und im nächsten Jahr wieder Zunahmen zu sehen, die gar nicht in dieses Bild der rückläufigen Militär- finanzen passen. Es ist unbestritten, dass sich die Wichtigkeit von Aufgaben mit der Zeit auch ändert, und die Abnahme der relativen Bedeu- tung des EMD im gesamten Haushalt hängt damit zusammen, dass andere Aufgaben stärker gewachsen sind. Die Überzeugung unserer Fraktion ist klar: Einerseits das ganze Gebiet der sozialen Sicherheit im Innern und anderseits auch die Solidaritätsbeiträge, die Entwicklungszusammenar- beit im Ausland, sind für unsere Zukunft mindestens so wichtig oder sogar wichtiger als das, was wir für die Sicherheit im mili- tärischen Sinne ausgeben wollen. Sie haben nun im Laufe der Budgetberatung bereits praktisch an sämtlichen Orten massiv über das hinaus gespart, was der Bundesrat vorgesehen hatte. Wir finden es unverständlich, wenn Sie ausgerechnet beim Militär nur in diesem äusserst bescheidenen Ausmass sparen wollen oder sogar entspre- chend einem Minderheitsantrag überhaupt nicht Der Antrag der Minderheit II (Marti Werner), hier insgesamt weitere 50 Millionen zu sparen, ist realistisch und bescheiden. Wenn bei den anderen Departementen in ähnlicher Grössen- ordnung gespart werden kann, ist nicht einzusehen, dass das beim Militär unmöglich sein sollte. Ich bitte Sie, dem Antrag der Minderheit II zuzustimmen und dem Militärdepartement diese weitere Kürzung von 50 Millio- nen zuzumuten. Bührer Gerald (R, SH), Berichterstatter: Die Zahlen sind dar- gelegt worden. Wir haben eine Kommissionsmehrheit, die Ein- sparungen von 30 Millionen beantragt, und die Kommissions- minderheit II (Marti Werner), die 50 Millionen weitergeht Wo sind diese Einsparungen vorgesehen? Wenn Sie die Fahne ansehen, sind einmal beim baulichen Unterhalt ein Schwergewicht mit 10 Millionen, dann beim Unterhalt des Ma- terials und der Fahrzeuge 10 Millionen und schliesslich wei- tere 10 Millionen bei der Munition vorgesehen. Zu den Zahlen noch eine Bemerkung: Wenn wir 1990 bis 1995 ansehen, ist der Aufgabenbereich Landesverteidigung um I Prozent zurückgegangen, dies bei einem Wachstum der Bundesausgaben von 36 Prozent Wenn Sie den Blick in die Zukunft werfen, den Finanzplan bis 1998, zeigt sich bei einem Ausgabenzuwachs von insgesamt 12 Prozent beim EMD ein Plus von 3 Prozent Zusammenfassend kann man sagen, dass sich die Anstren- gungen zur Eindämmung der Kosten, die sich auch im perso- nellen Bereich auswirken, deutlich niederschlagen. Es ist letz- ten Endes eine Frage, die Sie selbst entscheiden müssen. Es geht um die Frage, ob wir aufgrund der Lagebeurteilung weiter gehende Abstriche beim EMD machen können oder nicht Es handelt sich auch um die Frage, ob Sie der Meinung sind, dass die Effizienz des Mitteleinsatzes durch all die strukturel- len Massnahmen des Departements bereits so ist, dass nicht mehr weitere grosse Fortschritte erzielt werden können. Ich empfehle Ihnen Zustimmung zur Mehrheit und die Ableh- nung der Anträge der Minderheiten l und II. Wie Sie der Fahne entnehmen konnten, bin ich persönlich bei der Minderheit l (Fischer-Hägglingen). Ich mache daraus keinen Hehl. Epiney Simon (C, VS), rapporteur: Sous la pression des défi- cits et en fonction du contexte mondial, le Département mili- taire fédéral a consenti à d'importants sacrifices, il faut bien le reconnaître. II a agi sur deux niveaux essentiels: d'abord une réforme in- terne extrêmement profonde, «Armée 95», qui, je l'espère, sera le prélude à d'autres réformes administratives dans d'au- tres départements; ensuite, sur le plan financier, en baissant les effectifs, en réduisant un certain nombre de prestations et, de manière générale, en diminuant les coûts. Le Département militaire fédéral n'est de loin plus un domaine tabou, si bien qu'il ne faut pas peindre le diable sur la muraille. Le Départe- ment militaire fédéral dispose encore d'un certain nombre de moyens financiers. Il a encore une marge de manoeuvre pour continuer le processus de rationalisation et d'adaptation à la nouvelle donne mondiale, mais il ne faut pas non plus tomber dans l'excès contraire et lui couper de manière drastique les vivres. Par conséquent, la majorité de la commission a la conviction qu'elle a là aussi trouvé un bon compromis entre ces différents intérêts contradictoires. C'est pour cette raison que je vous in- vite à suivre la majorité de la commission et à rejeter les propo- sitions de minorité l (Fischer-Hägglingen) et II (Marti Werner). Stich Otto, Bundespräsident: Wenn Sie die Entwicklung der Militärausgaben betrachten, stellen Sie fest, wie wichtig es ist, welche Ausgangsbasis man wählt Es ist mit Recht gesagt worden, dass die Militärausgaben seit 1990 stark zurückge- gangen sind. Wenn Sie allerdings mit dem Jahr 1980 verglei- chen, ist das reale Wachstum gleich geblieben. Wir geben also im Prinzip real gleich viel aus wie 1980, also vor dem Fall der Berliner Mauer. Wenn Sie das Verhältnis zu den Gesamt- ausgaben betrachten, zeigt sich, dass des starken Anstiegs der Sozialversicherungen und der Sozialleistungen wegen die übrigen Ausgaben anteilmässig zurückgegangen sind. Bei den Sozialleistungen sind es vor allem die Arbeitslosenversi- cherung und die Belastungen durch die Flüchtlinge-das sind ja auch Sozialleistungen, das darf man nicht vergessen. Ich nehme an, dass Sie Ihre Prioritäten ohnehin so setzen, wie Sie sich das schon vorgenommen haben, denn im grossen und ganzen kommen die Leute ja erst jetzt herein, und des- halb nützen die Empfehlungen auch sehr wenig. Erefe Eventualabstimmung - Premier vote préliminaire Für den Antrag der Mehrheit 89 Stimmen Für den Antrag der Minderheit l 75 Stimmen Zweite Eventualabstimmung - Deuxième vote préliminaire Für den Antrag der Mehrheit 110 Stimmen Für den Antrag der Minderheit II 55Stimmen30. November 1994 2071 Bundesfinanzen 1995 Definitiv - Définitivement Für den Antrag der Mehrheit 114 Stimmen Für den Antrag Misteli SOStimmen 511 Stab der Gruppe für Generalstabsdienste Antrag der Kommission 3140.001 Baulicher Unterhalt und Liquidationen 90 000 000 Fr. Antrag der freisinnig-demokratischen Fraktion 3140.001 Baulicher Unterhalt und Liquidationen 95 000 000 Fr. 511 Etat-major du groupement de l'état-major général Proposition de la commission 3140.001 Entretien du bâtiment et liquidations 90 000 000 fr. Proposition du groupe radical-démocratique 3140.001 Entretien du bâtiment et liquidations 95 000 000 f r. Abstimmung - Vote Für den Antrag der FDP-Fraktion 87 Stimmen Für den Antrag der Kommission 74 Stimmen 576 Oberkriegskommissariat Neuer Entwurf des Bundesrates 3130.121 Beschaffung von Betriebsstoffen 45 000 000 Fr. 3130.131 Beschaffung von Verpflegungsmitteln 9 800 000 Fr. 576 Commissariat central des guerres Nouveau projet du Conseil fédéral 3130.121 Acquisition de carburants 45000000fr. 3130.131 Acquisition de subsistances 9800000fr. 579 Kriegsmaterialverwaltung Neuer Entwurf des Bundesrates 3010.101 Bezüge des Etatpersonals 351 110 000 Fr. 5310.101 Gebühren 800 000 Fr. Antrag der Kommission 3145.111 Unterhalt des Korps-und Instruktionsmaterials 12 500 000 Fr. 3145.121 Unterhalt der Motorfahrzeuge, Panzer usw. 22 750 000 Fr. Antrag der freisinnig-demokratischen Fraktion 3145.111 Unterhalt des Korps- und Instruktionsmaterials 14 500 000 Fr. 3145.121 Unterhalt der Motorfahrzeuge, Panzer usw. 25 750 000 Fr. 579 Intendance du matériel de guerre Nouveau projet du Conseil fédéral 3010.101 Rétribution du personnel permanent 351 110 000 fr. 5310.101 Emoluments 800 000 fr. Proposition de la commission 3145.111 Entretien du matériel de corps et d'instruction 12 500 000 fr. 3145.121 Entretien des véhicules à moteur, des blindés, etc. 22 750 000 fr. Proposition du groupe radical-démocratique 3145.111 Entretien du matériel de corps et d'instruction 14 500 000 fr. 3145.121 Entretien des véhicules à moteur, des blindés, etc. 25 750 000 fr. Pos. 519.3145.111 Abstimmung - Vote Für den Antrag der Kommission 83 Stimmen Für den Antrag der FDP-Fraktion 64 Stimmen Pos. 519.3145.121 Abstimmung - Vote Für den Antrag der Kommission 81 Stimmen Für den Antrag der FDP-Fraktion 70 Stimmen 547 Gruppe für Rüstungsdienste Neuer Entwurf des Bundesrates 3130.041 MunitionfürdieAusbildung 190 000 000 Fr. 3180.081 Warenumsatzsteueraufimporten 36 500 000 Fr. 3210.001 Forschungs-, Entwicklungs- und Versuchsprogramm (FEVP) 115 000 000 Fr. 3220.001 Persönliche Ausrüstung und Erneuerungsbedarf (AEB) 430 000 000 Fr. Antrag der Kommission 3130.041 MunitionfürdieAusbildung 185 000 000 Fr. 3145.031 Unterhalt der Munition 31 000000 Fr. 547 Groupement de l'armement Nouveau projet du Conseil fédéral 3130.041 Munition d'instruction 190000000fr. 3180.081 Impôt sur le chiffre d'affaires sur les importations 36500000fr. 3210.001 Programme de recherche, de développement et d'essais (PRDE) 115 000 000 fr. 3220.001 Equipement personnel et besoin de renouvellement 430 000 000 fr. Proposition de la commission 3130.041 Munition d'instruction 185000000fr. 3145.031 Entretien des munitions 31 000 000 fr. Finanzdepartement - Département des finances 607 Finanzverwaltung Antrag der Kommission 3400.001 Rückerstattung von Lenkungsabgaben auf VOC 3400.002 Rückerstattung von Lenkungsabgaben auf Heizöl Streichen 6200.001 Rückzahlung von Forderungen 94 267 000 Fr. 607 Administration des finances Proposition de la commission 3400.001 Remboursement de taxes d'incitation sur les com- posés organiques volatils 3400.002 Remboursement de taxes d'incitation sur le mazout Biffer 6200.001 Remboursement de créances 94 267 000 fr. 606 Zollverwaltung Antrag der Kommission 5090.001 Lenkungsabgaben auf VOC 5090.002 Lenkungsabgaben auf Heizöl EL Streichen 606 Administration des douanes Proposition de la commission 5090.001 Taxes d'incitation sur les COV 5090.002 Taxes d'incitation sur le mazout extraléger BifferFinances fédérales 1995 2072 N 30 novembre 1994 614 Personalamt Antrag der Kommission 3010.011 Hilfspersonal, Globalrubrik Mehrheit 10 132 400 Fr. Minderheit (Borei François, Baumann Ruedi, Bäumlin, Leemann, Marti Werner, Züger) Zustimmung zum ersten Entwurf des Bundesrates 614 Office du personnel Proposition de la commission 3010.011 Personnel auxiliaire, crédit global Majorité 10132400fr. Minorité (Borei François, Baumann Ruedi, Bäumlin, Leemann, Marti Werner, Züger) Adhérer au premier projet du Conseil fédéral Borei François (S, NE), porte-parole de la minorité: Dans le contexte économique actuel, cette mesure d'économie, en tout cas celle-ci, ne se justifie pas. 11 s'agit d'une réduction de 1 million de francs, dira-t-on, sur la position «Personnel auxiliaire, crédit global». Mais en fait, de quoi s'agit-il? Des apprentis sont au service de la Confédéra- tion. En raison de la situation économique, la Confédération peut, dans certains cas et pour un temps limité, garder ces ap- prentis après la fin de leur apprentissage, s'ils ne trouvent pas d'emploi et s'ils peuvent être utiles à la place où ils se trou- vaient auparavant, au service de la Confédération. Il s'agit donc d'éviter que des apprentis qui ont été formés à la Confé- dération deviennent immédiatement chômeurs après la fin de leur apprentissage, alors qu'un travail de quelques mois au service de la Confédération leur permettrait peut-être de trou- ver un emploi. Le Conseil fédéral prévoyait 11 132 400 francs dans son pre- mier projet. Couper 1 million de francs dans ce secteur, c'est créer artificiellement, bêtement, 10,15,20 chômeurs parmi les apprentis qui auraient été formés au sein du personnel de la Confédération. Véritablement, dans ce contexte économique, nous ne pouvons pas renoncer à dépenser ce que pensait pouvoir dépenser le Conseil fédéral pour éviter que de jeunes apprentis deviennent chômeurs à la fin de leur apprentissage, alors qu'ils pourraient rester quelques mois au service de la Confédération et nous rendre service par la même occasion. Je vous invite donc à ne pas suivre la proposition de la majorité de la commission, et à ne pas renoncer à ce million de francs qui sera utile, bien que modestement utile, pour éviter quel- ques chômeurs. BührerGerold (R, SH), Berichterstatter: Wir haben im Rahmen der Kommission lange über Einsparungen im personellen Sektor diskutiert. Wir werden nachher noch auf die Etatstellen zu sprechen kommen. Wir waren der festen Überzeugung, dass wir auch in diesem namhaften Bereich des Bundes Ein- sparungen erzielen müssen, mit anderen Worten, dass wir auch hier die Wachstumsrate verflachen müssen. Wir sind der Auffassung, dass die von der Mehrheit der Kom- mission beantragte Einsparung von 1 Million Franken gegen- über dem Voranschlag des Bundesrates vertretbar ist. Vor al- lem auch vor dem Hintergrund, dass sich, dank der verbesser- ten Wirtschaftslage, bekanntlich auch die Beschäftigungslage allmählich verbessert hat. Das zeigt sich deutlich, zwar regio- nal unterschiedlich, aber gesamtschweizerisch an den statisti- schen Werten für die Beschäftigungslage. Lassen Sie mich noch eines sagen: Ich glaube, wir können nicht auf der einen Seite hohe Ansprüche an die Konkurrenzfä- higkeit der Wirtschaft stellen -wir müssen sie stellen, damit die private Wirtschaft konkurrenzfähiger wird - und andererseits mehr und mehr Ressourcen auf der staatlichen Ebene binden, die letzten Endes ja wieder durch die Wirtschaft und die Steuerzahler finanziert werden müssen. Aufgrund all dieser Überlegungen ist die Kommissionsmehr- heit der Meinung, dass sowohl bei den Etatstellen wie auch hier, bei der Rubrik Hilfspersonal, eine absolut vertretbare, im Umfang - gemessen an den Gesamtausgaben - angemes- sene Einsparung als Zeichen des guten Willens gesetzt wer- den muss. Ich ersuche Sie, der Kommissionsmehrheit, welche sich mit 16 zu 5 Stimmen für diese Variante ausgesprochen hat, zu folgen. Epiney Simon (C, VS), rapporteur: Ce n'est pas de gaieté de coeur que la majorité de votre commission vous propose de diminuer ce poste de 1 million de francs. De quoi s'agit-il? Il s'agit en fait d'environ 11 millions de francs, crédit global, qui sont ventilés à raison de 7 millions de francs en faveur d'une action spéciale pour les anciens apprentis et les apprentis de l'administration générale de la Confédération, qui continuent d'être occupés une année après avoir terminé leur apprentis- sage. Les quatre autres millions de francs constituent un crédit spécial en faveur de cas particuliers ou d'universitaires enga- gés comme stagiaires. Nous pensons que cette réduction de 1 million de francs reste supportable et permet encore à l'ad- ministration de pouvoir répondre à la demande. Stich Otto, Bundespräsident: Wir haben dieser Kürzung zuge- stimmt, und zwar weil wir vermeiden wollten, dass man einen zusätzlichen dringlichen Bundesbeschluss macht und damit dem Personalsektor noch weitere Schwierigkeiten bereitet. Sie sollten sich bewusst sein, dass wir den jungen Leuten hel- fen wollen, einen Weg indie Arbeitswelt zu finden oder ihre Ar- beitsstelle zu erhalten. Die Möglichkeiten sind sehr be- schränkt. Man kann nicht länger als ein Jahr von dieser Hilfe profitieren. Die Frage ist: Können wir die Kredite ausschöpfen? Die Frage kann man nicht im vornhinein beurteilen. Wesentlich ist aber, dass Sie nachher beim Stellenbestand wenigstens dem An- trag des Bundesrates zustimmen. Darauf sind wir angewie- sen; das ist noch wichtiger als diese Position. Abstimmung - Vote Für den Antrag der Mehrheit 88 Stimmen Für den Antrag der Minderheit 56 Stimmen 675 Versicherungskasse Neuer Entwurf des Bundesrates 5400.001 Einnahmenüberschuss 971 000 000 6)5 Caisse d'assurance Nouveau projet du Conseil fédéral 5400.001 Exédent de recettes 971 000 000 Volkswirtschaftsdepartement Département de l'économie publique 703 Bundesamt für Aussenwirtschatt Neuer Entwurf des Bundesrates 3600.250 Zusammenarbeit mit osteuropäischen Staaten 100 000 000 Fr. 3600.301 Finanzhilfeschenkungen 150 700 000 Fr. 3600.310 Entschuldungsmassnahmen z. G. ärmerer Entwicklungsländer im Rahmen der 700-Jahr-Feier 15015 000 Fr. Antrag der Kommission 3600.250 Zusammenarbeit mit osteuropäischen Staaten 90 000 000 Fr. 3600.301 Finanzhilfeschenkungen 140 700 000 Fr. 4200.001 Vorschüsse an die Exportrisikogarantie Mehrheit 124 000 000 Fr. Minderheit (Weder Hansjürg) Streichen30. November 1994 2073 Bundesfinanzen 1995 Antrag Keller Rudolf 3160.001 Spesenentschädigungen 2 466 600 Fr. Schriftliche Begründung Dieser «Europaposten» wird von Jahr zu Jahr grösser und dies, obwohl Volk und Stände am 6. Dezember 1992 den EWR-Beitritt abgelehnt haben. Der Bund hat sich auch bei den sogenannten Spesenentschädigungen nach der Decke zu strecken und nur die allernötigsten Ausgaben im Rahmen der Verhandlungen EU/Schweiz zu tätigen. 3180.001 Kommissionen und Honorare 1 262 600 Fr. Schriftliche Begründung Schon vor einem Jahr entspann sich über diesen «Europa- und Gatt-Posten» eine Diskussion. Unter anderem warb Bun- desrat Otto Stich für Annahme dieses Postens. Gleichzeitig hat er aber folgenden Sparwunsch weitergegeben : «.... selbst wenn wir auch dem Bawi den Wunsch mitgeben können, et- was weniger auszugeben und vielleicht etwas weniger Exper- ten aus schweizerischen Hochschulen beizuziehen. » Offensichtlich hat diese bundesrätliche Bitte aber nichts be- wirkt, da der Betrag nun um 200 000 Fr. aufgestockt werden soll. Dies ist meines Erachtens einer der Kleinbeträge, bei de- nen problemlos gespart werden kann, nach dem Motto: «Viel Kleinvieh gibtauch Mist!» 3600.250 Zusammenarbeit mit osteuropäischen Staaten 80 000 000 Fr. Schriftliche Begründung Es wird infolge der instabilen Verhältnisse in vielen osteuropäi- schen Staaten immer offensichtlicher, dass sehr viel Geld für die Aufbauhilfe in dubiosen und mafiosen Kanälen verschwin- det Der westliche Wille, etwas zu tun, ist zwar löblich, doch sollten Aufwand und Ertrag stimmen. Mit etwas weniger Geld, aber gezielter und überblickbarer eingesetzt, dürften sich grössere Erfolge einstellen, als wenn zuviel Geld in zu viele Projekte gesteckt wird. Die Behörden sind zudem aufgefor- dert, die Ostmafia gezielt und international koordiniert zu be- kämpfen. 703 Office fédéral des affaires économiques extérieures Nouveau projet du Conseil fédéral 3600.250 Coopération avec des Etats de l'Europe de l'Est 100000000fr. 3600.301 Dons d'aide financière 150700000fr. 3600.310 Mesures de désendettement en faveur de pays en développement les plus démunis dans le cadre du 700e anniversaire 15015 000 fr. Proposition de la commission 3600.250 Coopération avec des Etats de l'Europe de l'Est 90000000fr. 3600.301 Dons d'aide financière 140700000fr. 4200.001 Garantie contre les risques à l'exportation, avances Majorité 124000000fr. Minorité (Weder Hansjürg) Biffer Proposition Keller Rudolf 3160.001 Dédommagements 2 466 600 fr. 3180.001 Commissions et honoraires 1 262 600 fr. 3600.250 Coopération avec des Etats de l'Europe de l'Est 80 000 000 f r. Pos. 703.3160.001 Abstimmung - Vote Für den Antrag Keller Rudolf Dagegen 30 Stimmen 115 Stimmen Pos. 703.3180.001 Abstimmung - Vote Für den Antrag Keller Rudolf 39 Stimmen Dagegen 108 Stimmen Pos. 703.3600.250 Abstimmung - Vote Für den Antrag der Kommission 111 Stimmen Für den Antrag Keller Rudolf 32 Stimmen Pos. 703.4200.001 Weder Hansjürg (U, BS), Sprecher der Minderheit: Ich wende mich für einmal an die Marktwirtschafter in diesem Rat, und ich lade Sie ein, 144 Millionen Franken zu streichen. Die unternehmerische Freiheit in der marktwirtschaftlichen Ordnung kann nur unter drei Voraussetzungen vertreten werden: 1. bei Bestehen einer sehr offenen Konkurrenz; 2. bei Anerkennung der ökologischen und sozialethischen Spielregeln; 3. bei voller Eigenverantwortlichkeit des Unternehmens hin- sichtlich der Risiken. Leider neigen viele Verantwortliche beim Bund und auch im Parlament dazu, Unternehmen vor dem Wettbewerb und sei- nen Auswirkungen zu schützen. Dabei sollten wir, wie die De- regulierer vom Dienst das meinen, den Wettbewerb dynami- sieren und alle Privilegien, die wir einzelnen Zweigen zuge- standen haben, sukzessive abbauen. Bei der Exportrisikoga- rantie (ERG) können wir jetzt die Nagelprobe machen. Vorab sei festgehalten, dass heute alle Risiken, und das ist das Wesentliche, privat versicherbar sind. Ich erinnere in diesem Zusammenhang daran: Im Jahre 1993 durften wir 300 Millio- nen Franken abschreiben, im Jahre 1994 haben wir 400 Millio- nen Franken zur Abschreibung vorgesehen, und weitere Mil- lionen werden natürlich dazukommen, wenn wir blindlings im- mer wieder das Loch in der ERG stopfen. Ich bitte Sie, folgendes zur Kenntnis zu nehmen: Von den 700 Millionen Franken, die wir jetzt abgeschrieben haben, ge- hen 11 Prozent an die chemische Industrie - das ist die Indu- strie, die kürzlich weit über 1000 Arbeitsplätze abgebaut hat -, 9 Prozent gehen an Private und 80 Prozent gehen an die Ma- schinenindustrie; 80 Prozent der Exportrisikogarantie gehen an die Maschinenindustrie! Davon wiederum gehen 40 Pro- zent an die ABB in Baden. Jetzt haben Sie mit mir kürzlich gelesen, dass ein Herr de Pury uns eine gesalzene Standpauke gehalten hat. Vor allem hat er gesagt, es sei jetzt höchste Zeit zu deregulieren. Nun hätte ich gerne viel früher dereguliert, aber das war nicht möglich. Wir hätten nämlich bei der ABB 224 Millionen Franken dereguliert, wenn wir auf Herrn de Pury gehört hätten, aber die Subvention war schon ausbezahlt, und so hat er bzw. seine Firma uns die 224 Millionen Franken nicht zurückgegeben. Er hat sie einge- strichen, aber dann hat er uns den «Bummi» gerieben, wie wir in Basel sagen. Darum haben wir jetzt Gelegenheit, das auszugleichen. Die ERG hat nämlich die Pflicht, selbständig zu wirtschaften, und wir werfen dieser ERG nach und nach Hunderte von Millionen Franken nach. Nun noch schnell zur Begründung der ERG: Diese Unterstüt- zung wird immer begründet mit dem Verhalten des Auslandes. Wenn wir aber das Verhalten des Auslandes zum Massstab unseres Handelns machen, dann müssten wir mit sämtlichen Subventionen des Auslandes in der Schweiz gleichziehen, sonst behandeln wir in der Schweiz nicht alle gleich. Ich bitte Sie, folgen Sie, falls Sie Marktwirtschafter sind, dem Antrag der Minderheit. Sollten Sie aber dem Staat mehr ver- trauen als dem Markt, dann müssen Sie für Protektionismus eintreten und für Günstlingswirtschaft, dann müssen Sie den Antrag der Minderheit ablehnen. Ich bitte Sie als Marktwirtschafter: Helfen Sie in diesem Fall zu deregulieren, wie Herr de Pury das will.Finances fédérales 1995 2074 N 30 novembre 1994 Bührer Gerald (R, SH), Berichterstatter: Kollege Weder Hans- jürg, ich spreche zu Ihnen als überzeugter Marktwirtschafter, der sich bei zahlreichen Branchensubventionen in der Regel dagegen wendet, auch mit der Stimmkraft, aber Sie verglei- chen da ein bisschen Äpfel mit Bananen. Ganz kurz: Worum geht es? Die Kommission schlägt Ihnen bereits vor, diese Kreditrubrik um 20 Millionen Franken zu kür- zen; ich selbst habe dieser Kürzung auch zugestimmt. Es geht nicht darum, dass wir klassische Unternehmerrisiken subven- tionieren wollen, wie es das umliegende Ausland tut. Dagegen wenden wir uns im Bereich der Forschungspolitik und in ande- ren Bereichen der Industriepolitik. Wir unterscheiden uns ganz massiv gegenüber der Auslegeordnung in Österreich, Deutschland und in Frankreich. Es geht hier aber primär darum, Altlasten abzutragen; die ERG schliesst gegenwärtig ausgeglichen ab. Sie wissen aber auch, dass früher noch im Bereich der Währung Versicherungen ge- tätigt worden sind, die bekanntlich heute nicht mehr gemacht werden. Ein weiterer Punkt: Ich glaube, wenn wir den Wirtschaftsstand- ort Schweiz fördern wollen und letzten Endes auch die Bun- desfinanzen einen leistungsstarken Wirtschaftsstandart Schweiz brauchen, können wir nicht ganz davon wegsehen, was die umliegenden Länder im Bereich der Exportrisikoversi- cherung tun. Und hier darf ich Sie beruhigen, Herr Kollege Weder: Die deut- sche Hermes, die französische Versicherung und andere Werke mehr gehen sehr viel weiter in bezug auf die Risiken und auch in bezug auf die Höhe der Abrechnung für einzelne Länder, als es die ERG tut Wenn wir hier Tabula rasa machten, würden wir mittelfristig höchstens erreichen, dass gewisse Ex- portgeschäfte, die mit hohen politischen Risiken behaftet sind, noch mehr über den Rhein, ins benachbarte Ausland, gezo- gen werden. Die Multiplikatoreffekte, die das dann wiederum auf die öffentlichen Finanzen ergäbe, sind nicht dazu angetan, jetzt Tabula rasa zu machen. Ich könnte mit Ihnen einverstanden sein, wenn sich hier das umliegende Ausland ordnungspolitisch kehrte. Dann wäre das diskussionsfähig, aber das ist auf absehbare Zeit wahr- scheinlich nicht der Fall. Epiney Simon (C, VS), rapporteur: Périodiquement, M. Weder Hansjürg revient avec une ou deux propositions de minorité qui lui sont chères. A l'instar de M. Delamuraz, conseiller fédé- ral, j'aurais envie de répondre: «Coucou, me revoilà!» La réduction proposée par la majorité de la commission est rai- sonnable. Mais aller au-delà, dans le sens de la proposition de la minorité, c'est, je crois - comme vient de le dire le rapporteur de langue allemande -, mettre finalement sur un pied d'inéga- lité notre industrie d'exportation. Par voie de conséquence, nous risquerions de provoquer une véritable distorsion au ni- veau de la concurrence, puisque nos propres industries d'ex- portation ne pourraient pas lutter à armes égales contre leurs concurrentes, puisqu'elles ne pourraient pas bénéficier des mêmes prestations de la part de la collectivité publique. Ce que fait la Confédération à ce niveau-là est une aide normale qui s'inscrit véritablement dans un soutien à l'industrie d'ex- portation, dont je rappelle qu'elle est, d'une part, le fleuron de notre économie, et que, d'autre part, c'est elle qui a, dans ce pays, favorisé et maintenu la prospérité. Sans être aussi proche que M. Bührer Gerald de ces mi- lieux-là, c'est sans restriction aucune que je vous invite à sui- vre la proposition de la majorité de la commission. Stich Otto, Bundespräsident: Ich muss Sie bitten, den Antrag Weder Hansjürg abzulehnen. Der Antrag hat wahrscheinlich den einzigen Zweck, einmal darzulegen, dass die Wirtschaft, die sich immer so heftig ge- gen Subventionen ausspricht und sich für das Sparen stark macht, selber auch Subventionsempfänger ist. Hier geht es um die Vorschüsse an die Exportrisikogarantie. Es sind noch nicht direkte und endgültige Leistungen, aber in bezug auf die Rückzahlung ist es vielleicht ähnlich wie bei den Darlehen an die SBB. Abstimmung - Vote Für den Antrag der Mehrheit 100 Stimmen Für den Antrag der Minderheit 24 Stimmen Die Beratung dieses Geschäftes wird unterbrochen Le débat sur cet objet est interrompu Le président: Nous prenons congé aujourd'hui de M™ Gret Haller qui a démissionné avec effet à fin novembre. Mmo Haller accomplit donc son dernier jour ici au service delà Confédéra- tion par le biais de son activité au Conseil national. J'ai déjà eu l'occasion de remercier M™ Haller lundi pour la manière dont elle s'est acquittée de la présidence de notre Conseil pendant les douze derniers mois. L'examen de l'activité parlementaire de M™ Haller démontre un vif intérêt pour les affaires sociales, pour la politique étran- gère et pour le rôle du Parlement dans nos institutions. M™ Haller a été membre de la Délégation parlementaire suisse au- près du Conseil de l'Europe, de la Commission de politique étrangère et de la commission ad hoc qui a traité la 10e révision de l'AVS, et nous savons, Madame, sur ce point notamment, combien vous avez été une rassembleuse pour faire triompher le bon sens. Vous fûtes, auparavant, membre de la Commission de la sécurité sociale et de la santé publi- que. Notre collègue a appartenu à vingt commissions ad hoc et a présidé celles sur les mesures d'orientation de la produc- tion végétale. Madame Haller, nous avons eu lundi l'occasion de vous dire nos remerciements, nous aurons, je crois, encore l'occasion tout à l'heure, mais ailleurs, de vous témoigner notre gratitude. Ici, au moment où vous allez quitter cette salle, encore une fois, merci pour votre fructueuse activité sous la coupole et tous nos voeux pour votre nouvelle activité à Strasbourg. (Ap- plaudissements) Schluss der Sitzung um 12.05 Uhr La séance est levée à 12 h 05Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali Voranschlag der Eidgenossenschaft 1995 Budget de la Confédération 1995 In Amtliches Bulletin der Bundesversammlung Dans Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale In Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale Jahr 1994 Année Anno Band IV Volume Volume Session Wintersession Session Session d'hiver Sessione Sessione invernale Rat Nationalrat Conseil Conseil national Consiglio Consiglio nazionale Sitzung 03 Séance Seduta Geschäftsnummer 94.074 Numéro d'objet Numero dell'oggetto Datum 30.11.1994 - 08:00 Date Data Seite 2050-2074 Page Pagina Ref. No 20 024 833 Dieses Dokument wurde digitalisiert durch den Dienst für das Amtliche Bulletin der Bundesversammlung. 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