Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Verfassungs- und Verwaltungsrecht vom 17. August 2016 (810 14 183) ____________________________________________________________________ Ausländerrecht Widerruf der Niederlassungsbewilligung und Familiennachzug / Verschweigen wesentli- cher Tatsachen, Scheinehe Besetzung Präsidentin Franziska Preiswerk-Vögtli, K antonsrichter Niklaus Ruckstuhl, Markus Clausen, Christian Haidlauf, Stefan Schulthess , Gerichtsschreiber Stefan Suter Beteiligte A.A.____, Beschwerdeführer, vertreten du rch Pascal Berger, Rechts- anwalt gegen Regierungsrat des Kantons Basel -Landschaft , 4410 Liestal , Beschwerdegegner Betreff Widerruf der Niederlassungsbewilligung und Familiennachzug (RRB Nr. 986 vom 1. Juli 2014) A. Der aus der heutigen Republik Kosovo stammende A .A.____, geboren 1972, verhei- ratete sich am 13. Februar 2004 im Kosovo in zweite r Ehe mit der damals in der Schweiz nie- dergelassenen griechischen Staatsangehörigen und he ute über die Schweizer Staatsbürger- schaft verfügenden B.____, geboren 1962. Zuvor hatt e er sich von seiner ersten Ehefrau Seite 2 http://www.bl.ch/kantonsgericht B.A.____, geboren 1978, scheiden lassen (Urteil vom 6. März 2003). Dieser ersten Ehe ent- stammt der gemeinsame Sohn C.A.____, geboren 2001. A m 27. Mai 2004 wurde der zweite gemeinsame Sohn D.A.____ geboren. B. A.A.____ reiste am 29. April 2004 nach C.____ in d ie Schweiz ein und erhielt im Rahmen des Familiennachzugs eine Aufenthaltsbewilligun g. Am 18. Mai 2009 bestätigten die Ehegatten gegenüber dem Amt für Migration des Kanto ns Basel-Landschaft (AfM), dass sie in einer tatsächlichen Ehe lebten und weder Trennungs- n och Scheidungsabsichten hegten, wo- rauf das AfM A.A.____ am 3. Juni 2009 die Niederlassungsbewilligung erteilte. C. Am 4. Oktober 2010 informierte die Gemeinde C.___ _ das AfM über die am 20. September 2010 im Kosovo erfolgte einvernehmliche Scheidung und den Umzug A.A.____s an eine andere Adresse in der Gemeinde. D. Mit Schreiben vom 16. Juli 2012 übermittelte die Schweizerische Botschaft im Ko- sovo dem AfM ein vor Ort eingereichtes Familiennachzugsge such für B.A.____ sowie die Kin- der C.A.____ und D.A.____. Aus den Angaben und einge reichten Unterlagen ging hervor, dass A.A.____ seine erste Ehefrau am 11. Oktober 2011 wiede r geheiratet und am 5. Juli 2012 die Vaterschaft für den Sohn D.A.____ anerkannt hatte. Die Botschaft führte im Schreiben ergän- zend aus, sie habe am Schalter eine Kurzbefragung durchg eführt. Dabei habe sich ergeben, dass das Ehepaar nur "formell geschieden" gewesen sei, da mit A.A.____ seinen Aufenthalt in der Schweiz habe regeln können. A.A.____ habe die schw eizerischen Behörden bewusst ge- täuscht. Die Kinder hätten klar ausgesagt, dass der Vater immer alleine zu ihnen in den Kosovo gereist sei und dass sie zusammen mit der Mutter immer bei den Grosseltern väterlicherseits gewohnt hätten. E. Nach weiteren Abklärungen und Gewährung des rechtli chen Gehörs verfügte das AfM am 21. November 2013 den Widerruf der Niederlassun gsbewilligung von A.A.____ sowie die Abweisung des Gesuchs um Familiennachzug. Das Amt beg ründete die Verfügung im We- sentlichen damit, dass A.A.____ die Behörden jahrelang gezielt getäuscht habe und durch das Eingehen einer Scheinehe mit B.____ mit gleichzeitig em Führen einer Parallelbeziehung im Heimatland nach einem bekannten Verhaltensmuster planmä ssig vorgegangen sei, um sich in der Schweiz ein Aufenthaltsrecht zu verschaffen und seiner echten Familie letztlich den Nach- zug zu ermöglichen. Er habe im Rahmen seines Gesuches um Erteilung einer Aufenthaltsbewil- ligung im Jahr 2004 wissentlich und willentlich die Exis tenz seines Kindes sowie die Schwan- gerschaft seiner Ex-Ehefrau verschwiegen. Zudem habe er d ie Ehe mit B.____ ohne wahren Ehewillen nur formell aufrechterhalten zum alleinigen Zweck, die Erteilung der Niederlassungs- bewilligung zu erwirken. Die aus dem Widerruf der Bew illigung resultierende Wegweisung er- weise sich weiter als angemessen und verhältnismässig. F. Der Regierungsrat des Kantons Basel-Landschaft (Regie rungsrat) wies die dagegen erhobene Beschwerde mit Beschluss vom 1. Juli 2014 ab. Seite 3 http://www.bl.ch/kantonsgericht G. Mit Eingabe vom 7. Juli 2014 hat A.A.____, vertre ten durch Nicolas Rutschmann, Advokat, beim Kantonsgericht, Abteilung Verfassungs- und Verwaltungsrecht (Kantonsgericht), Beschwerde erhoben. Er beantragt die vollumfängliche A ufhebung des Regierungsratsbe- schlusses vom 1. Juli 2014. Es sei weiter von einem Widerruf der Niederlassungsbewilligung abzusehen und das Gesuch um Familiennachzug gutzuheissen . Eventualiter sei das Gesuch um Familiennachzug zur Neubeurteilung an das Amt für Mi gration zurückzuweisen. Dies alles habe unter o/e-Kostenfolge zu geschehen. In der Beschwe rdebegründung vom 8. September 2014 führt der Beschwerdeführer zusammenfassend aus, die Vorinstanz habe zunächst den Sachverhalt unzutreffend festgestellt. Sie habe sich zu Unrecht auf die Angaben im Schreiben der Schweizerischen Botschaft im Kosovo abgestützt, welche unzutreffend seien. Die darin wiedergegebenen Aussagen der Familienmitglieder seien nicht protokolliert, unbelegt und dar- über hinaus falsch wiedergegeben. Die heutige Ehefrau habe vor der erneuten Heirat nicht zu- sammen mit den Kindern bei seinen Eltern gewohnt. In rechtlicher Hinsicht moniert der Be- schwerdeführer sodann, dass er bei seinem Einreisegesuch n icht vorsätzlich die Existenz sei- nes Kindes verschwiegen habe. Vielmehr enthalte das entsp rechende von seiner damaligen Ehefrau ausgefüllte Formular eine missverständliche Frag estellung. Er habe mit seiner zweiten Ehefrau eine ganz normale Ehe geführt und keine Veranlassung gesehen, von sich aus die Be- hörden über seine Kinder zu informieren. Er sei rege lmässig in den Kosovo gereist, weil er den Kontakt zu seinen Kindern habe aufrechterhalten wollen , nicht weil er mit seiner heutigen Ehe- frau eine Parallelbeziehung geführt habe. Nach vorehe lichen oder ausserehelichen Kindern sei er überdies vom AfM nie gefragt worden. Ohnehin wäre ihm auch bei behördlicher Kenntnis der Kinder und selbst bei einer Überprüfung der ehelichen Situation die Niederlassungsbewilligung erteilt worden, so dass nicht von einem Verschweigen wes entlicher Tatsachen ausgegangen werden könne. Ausserdem erweise sich seine Wegweisung als unverhältnismässig. Er lebe seit über zehn Jahren in der Schweiz und habe sich stets tadell os verhalten und sich sprachlich, gesellschaftlich sowie beruflich bestens integriert. Ein Grossteil seiner Familie lebe ebenfalls hier. Ein öffentliches Interesse an seiner Wegweisung sei nicht ersichtlich. H. Der Regierungsrat schliesst in seiner Vernehmlassung vo m 8. Oktober 2014 auf Abweisung der Beschwerde unter o/e-Kostenfolge. Er we ist namentlich darauf hin, dass die kantonalen Ausländerbehörden gerade in Familiennachzugsfällen regelmässig auf die Angaben der lokalen Auslandsvertretungen angewiesen seien, da diese die tatsächlichen Gegebenheiten kennen würden. Für diese bestehe keine Motivation, Fal schinformationen zu übermitteln. Der Wahrheitsgehalt könne den vorliegend im Schreiben der Schweizerischen Botschaft im Kosovo enthaltenen Informationen nicht gänzlich abgesprochen werden. I. Mit Verfügung vom 9. Januar 2015 holte das Kanton sgericht bei der Schweizeri- schen Botschaft im Kosovo zur Frage des Wohnsitzes von B.A.__ __ in den Jahren 2003 bis 2011 eine amtliche Erkundigung ein. Im entsprechenden B ericht des Migrations-Attachés der Botschaft vom 11. November 2015 wird festgehalten, dass i m Kosovo erst seit März 2013 An- und Abmeldungen systematisch erfasst würden, so dass sich für die Abklärungsperiode keine diesbezüglichen Dokumente beschaffen liessen. Die erfolgten umfangreichen Abklärungen lies- sen aber den zwingenden Schluss zu, dass B.A.____ im gesam ten fraglichen Zeitraum zu- sammen mit ihren Kindern auf dem Anwesen der Familie A.____ gewohnt habe. Seite 4 http://www.bl.ch/kantonsgericht J. In seiner Stellungnahme vom 18. Januar 2016 zum Ab klärungsbericht bestreitet der Beschwerdeführer, mittlerweile vertreten durch Pascal B erger, Advokat, die darin enthaltenen Schlussfolgerungen. Der Bericht werfe mehr Fragen auf als er Antworten gebe, er sei undiffe- renziert und gebe in tendenziöser Weise die vorgefasste Meinung des Verfassers wieder. Er - der Beschwerdeführer - habe mit der bereits am 1 2. Januar 2015 eingereichten amtlichen Wohnsitzbestätigung den Beweis erbracht, dass seine Ehefra u nach der Scheidung bei ihrer Mutter gewohnt habe. K. Anlässlich der heutigen Verhandlung vor Kantonsgeri cht befragt das Gericht zunächst den Beschwerdeführer und als Auskunftsperson anschliessen d B.____. Die Parteien halten in ihren Plädoyers vollumfänglich an ihren bereits schriftl ich gestellten Anträgen fest. Auf die Aus- sagen der Beteiligten und die weiteren Ausführungen der Parteien wird, soweit erforderlich, in den Urteilserwägungen eingegangen. Das Kantonsgericht zieht i n E r w ä g u n g : 1. Gemäss § 43 Abs. 1 des Gesetzes über die Verfassungs- u nd Verwaltungsprozess- ordnung (VPO) vom 16. Dezember 1993 ist gegen Verfügu ngen und Entscheide des Regie- rungsrats die verwaltungsrechtliche Beschwerde beim Kanton sgericht zulässig. Zur Beschwer- de ist befugt, wer durch die angefochtene Verfügung oder den angefochtenen Entscheid berührt ist und ein schutzwürdiges Interesse an dessen Änderung oder Aufhebung hat (§ 47 Abs. 1 lit. a VPO). Da der Beschwerdeführer Adressat des angefochten en Entscheides ist und ein schutz- würdiges Interesse an dessen Aufhebung hat, die übrigen formellen Voraussetzungen erfüllt und die örtliche wie auch die sachliche Zuständigkeit de s Kantonsgerichts gegeben sind, kann auf die vorliegende Beschwerde eingetreten werden. 2. Bei der Beurteilung der vorliegenden verwaltungsg erichtlichen Beschwerde ist die Kognition des Kantonsgerichts gemäss § 45 Abs. 1 lit. a und b VPO darauf beschränkt, den angefochtenen Entscheid hinsichtlich allfälliger Rechtsver letzungen zu überprüfen bzw. zu prü- fen, ob der Beschwerdegegner ein allfälliges Ermessen re chtsfehlerhaft ausgeübt hat. Im Wei- teren kann beurteilt werden, ob dieser den Sachverhalt unrichtig oder unvollständig festgestellt hat. Die Überprüfung der Angemessenheit dagegen ist de m Kantonsgericht verwehrt (§ 45 Abs. 1 lit. c VPO e contrario). 3. Streitgegenstand des vorliegenden Verfahrens bildet zunächst die Frage, ob der Wi- derruf der Niederlassungsbewilligung des Beschwerdeführ ers und die damit einhergehende Wegweisung zu Recht erfolgten. Zum anderen ist umstrit ten, ob der Nachzug der alten und gleichzeitig neuen Familie des Beschwerdeführers zu Recht verweigert wurde. Sollte sich erge- ben, dass die Niederlassungsbewilligung des Beschwerdeführ ers rechtmässig widerrufen wur- de, erübrigt sich die Prüfung des Familiennachzugsgesuch es, weshalb über den Bewilligungs- widerruf vorab zu befinden ist. Seite 5 http://www.bl.ch/kantonsgericht 3.1 Eine ausländische Person ist zur Anwesenheit in der Sc hweiz berechtigt, wenn sie eine Aufenthalts- oder Niederlassungsbewilligung besitzt ode r wenn sie keiner solchen bedarf (Art. 10 und 11 des Bundesgesetzes über die Ausländerinne n und Ausländer [AuG] vom 16. Dezember 2005; vgl. auch Art. 2 AuG). Die zustän dige kantonale Behörde entscheidet ge- mäss Art. 18 ff. AuG und 27 ff. AuG - im Rahmen der g esetzlichen Vorschriften und Verträge mit dem Ausland - nach freiem Ermessen über die Zulassun g zu einem Aufenthalt mit oder oh- ne Erwerbstätigkeit. Einen Rechtsanspruch auf die Gewäh rung einer Anwesenheitsbewilligung hat die ausländische Person grundsätzlich nicht, es sei de nn, das AuG oder völkerrechtliche Verpflichtungen sehen dies vor (BGE 133 I 185 E. 2.3; PETER UEBERSAX , in: Uebersax/Rudin/ Hugi Yar/Geiser [Hrsg.], Ausländerrecht, 2. Aufl., Basel 2009, Rz. 7.84 ff.). 3.2 Zwischen der Schweizerischen Eidgenossenschaft und der R epublik Kosovo besteht kein Staatsvertrag, der dem Beschwerdeführer einen Anspruch auf Anwesenheit in der Schweiz gewähren würde. Es sind entsprechend die Bestimmungen d es AuG, vorbehältlich anderer völ- kerrechtlicher Verträge, anwendbar. 3.3 Gemäss Art. 34 Abs. 1 AuG verleiht die Niederlassung sbewilligung ihrem Inhaber grundsätzlich einen zeitlich unbefristeten und unbedingt en Anspruch auf Anwesenheit in der Schweiz. Es ist somit von einem grundsätzlichen gesetzlichen Anspruch des Beschwerdefüh- rers auf Aufenthalt in der Schweiz auszugehen. 3.4. Des Weiteren macht der Beschwerdeführer einen Anw esenheitsanspruch aus dem Grundrecht auf Achtung des Privat- und Familienlebens ge ltend. Aus dem in Art. 8 Ziff. 1 der Konvention zum Schutze der Menschenrechte und Grundfrei heiten (EMRK) vom 4. November 1950 sowie dem inhaltlich gleichwertigen Art. 13 Abs. 1 der Bundesverfassung der Schweizeri- schen Eidgenossenschaft (BV) vom 18. April 1999 geschützten Recht auf Achtung des Privat- und Familienlebens können ausländische Staatsangehörige in besonderen Fällen einen An- spruch auf Aufenthalt oder Verbleib in einem andern S taat ableiten, wenn eine staatliche Ent- fernungsmassnahme zur Trennung von Familienmitgliedern führt (vgl. A NDREAS ZÜND /THOMAS HUGI YAR , Aufenthaltsbeendende Massnahmen im schweizerischen Auslä nderrecht, insbeson- dere unter dem Aspekt des Privat- und Familienlebens, EuGRZ 2013, S. 10 ff.; BGE 135 I 153 E. 2.1). Diese Garantien können somit dann verletzt sein , wenn einer ausländischen Person, deren Familienangehörige in der Schweiz weilen, die A nwesenheit untersagt und damit das gemeinsame Familienleben vereitelt wird. Gemäss ständige r bundesgerichtlicher Rechtspre- chung müssen die sich hierzulande aufhaltenden Angehörige n über ein gefestigtes Anwesen- heitsrecht verfügen. Dies ist insbesondere der Fall, wenn sie das Schweizer Bürgerrecht oder eine Niederlassungsbewilligung besitzen oder über eine Aufenthaltsbewilligung verfügen, die ihrerseits auf einem gefestigten Rechtsanspruch beruh t. Zudem müssen diese Personen zur Kernfamilie (Ehegatte oder im gleichen Haushalt lebende minderjährige Kinder) gehören und es muss eine enge, tatsächliche und intakte Beziehung zu ihne n bestehen (vgl. BGE 135 I 143 E. 1.3.1; BGE 130 II 281 E. 3.1; BGE 127 II 60 E. 1 d/aa). Der Beschwerdeführer leitet einen grundrechtlichen Anwesenheitsanspruch aus dem Umstand ab, dass seine Brüder in der Schweiz leben. Entgegen seiner Auffassung gehören Gesch wister nicht zur Kernfamilie. Geht es um Beziehungen ausserhalb der Kernfamilie (Eltern zu den volljährigen Kindern, Grosseltern Seite 6 http://www.bl.ch/kantonsgericht zu Enkelkindern, Geschwister usw.), muss ein besonderes Abhäng igkeitsverhältnis bestehen, welches über normale affektive Bindungen hinausgeht, da mit die Garantien von Art. 8 Abs. 1 EMRK zum Tragen kommen (Z ÜND /HUGI YAR , a.a.O., S. 10; BGE 137 I 154 E. 3.4.2; BGE 129 II 11 E. 2). Ein solches Abhängigkeitsverhältnis wird vor liegend nicht geltend gemacht. Aus der angerufenen beruflichen Integration vermag der Beschwe rdeführer ebenso wenig einen grund- rechtlichen Anspruch abzuleiten. Nach der Rechtsprechung er fordert dies besonders intensive, über eine normale Integration hinausgehende private Bindungen beruflicher Natur bzw. ent- sprechende vertiefte soziale Beziehungen zum ausserfamiliä ren Bereich (BGE 130 II 281 E. 3.2.1; Urteil des BGer 2C_451/2015 vom 28. April 2 016 E. 3.6.1; Urteil des BGer 2C_654/2013 vom 12. Februar 2014 E. 2.1). Allein der Umstand, dass der Beschwerdeführer in diversen von der Familie beherrschten Gesellschaften engag iert ist, lässt nicht auf besonders intensive berufliche Verbindungen zur Schweiz schliessen. Der Beschwerdeführer kann somit keinen Anspruch auf Aufenthalt gestützt auf die Achtung d es Privat- und Familienlebens nach Art. 8 Abs. 1 EMRK bzw. Art. 13 Abs. 1 BV geltend machen. 4.1 Der von der zeitlich grundsätzlich unbeschränkt gülti gen Niederlassungsbewilligung verliehene Anspruch auf Aufenthalt gilt nicht absolu t. Die Niederlassungsbewilligung kann ins- besondere widerrufen werden, wenn der Ausländer oder sein Vertreter im Bewilligungsverfah- ren falsche Angaben macht oder wesentliche Tatsachen versch wiegen hat (Art. 63 Abs. 1 lit. a AuG i.V.m. Art. 62 lit. a AuG). Die falsche Angabe o der das Verschweigen wesentlicher Tatsa- chen muss nach der Rechtsprechung in der Absicht erfolgen , gestützt darauf den Aufenthalt oder die Niederlassung bewilligt zu erhalten (BGE 142 II 265 E. 3.1; Urteil des BGer 2C_562/2015 vom 15. Januar 2016 E. 2.1; Urteil des B Ger 2C_682/2012 vom 7. Februar 2013 E. 4.1; SILVIA HUNZIKER , in: Caroni/Gächter/Thurnherr [Hrsg.], Bundesgesetz über die Auslände- rinnen und Ausländer, Bern 2010, Art. 62 Rz. 16). 4.2 Eine ausländische Person ist verpflichtet, an der Fe ststellung des Sachverhalts mitzu- wirken und insbesondere zutreffende und vollständige An gaben über die für die Regelung des Aufenthalts wesentlichen Tatsachen zu machen (Art. 90 Ab s. 1 lit. a AuG). Eine Verletzung der Mitwirkungspflicht, die gemäss Art. 62 lit. a AuG zum Widerruf der Bewilligung führt, liegt immer dann vor, wenn die ausländische Person wegen von ihr zu v ertretender Umstände bei den Be- hörden einen falschen Anschein über Tatsachen erweckt ha t oder (etwa durch Verschweigen) aufrechterhält, von denen sie vernünftigerweise wissen musst e, dass sie für den Bewilligungs- entscheid von Bedeutung sein könnten (vgl. BGE 135 II 1 E. 4.1; Urteil des BGer 2C_214/2013 vom 14. Februar 2014 E. 2; Urteil des BGer 2C_15/2011 vom 31. Mai 2011 E. 4.2.1; HUNZIKER , a.a.O., Art. 62 Rz. 18 f.). Das betrifft gemäss ständig er Rechtsprechung insbesondere das Vor- handensein von vor- bzw. ausserehelichen Kindern bei Ges uchen zum Verbleib beim in der Schweiz ansässigen Ehepartner bzw. bei der Ehepartnerin ( vgl. Urteil des BGer 2C_736/2015 vom 22. Februar 2016 E. 3.1.2; Urteil des BGer 2C_359 /2014 vom 1. Dezember 2014 E. 3; Ur- teil des BGer 2C_1036/2012 vom 20. März 2013 E. 3.1). Dabei ist es nicht erforderlich, dass die Bewilligung bei richtigen und vollständigen Angaben no twendigerweise zu verweigern gewesen wäre. Vielmehr genügt es, wenn der Anspruch auf eine Bewilligung bei Offenlegung der Ver- hältnisse ernsthaft in Frage gestellt gewesen wäre. De r Widerrufsgrund von Art. 63 Abs. 1 lit. a AuG i.V.m. Art. 62 lit. a AuG verlangt insofern kein e Kausalität (BGE 142 II 265 E. 3.1; Urteil Seite 7 http://www.bl.ch/kantonsgericht des BGer 2C_403/2011 vom 2. Dezember 2011 E. 3.3.1; U rteil des BGer 2C_837/2009 vom 27. Mai 2010 E. 2). 5.1 Das vom AfM verwendete Gesuchsformular für die E inreisebewilligung von Familien- angehörigen enthält die Rubrik "Personalien der Famil ienangehörigen, die im Ausland verblei- ben (nur Ehepartner und Kinder)", die im vorliegenden Fall leer gelassen wurde. Das AfM stellte wesentlich darauf ab, dass der Beschwerdeführer bzw. seine zweite Ehefrau im entsprechen- den Familiennachzugsgesuch vom 10. März 2004 die Existe nz des erstgeborenen Sohnes im Kosovo verschwiegen hatten. Der Beschwerdeführer bestreit et die Täuschungsabsicht unter Berufung auf die missverständliche Formulierung im For mular. Seine zweite Ehefrau habe kei- ne im Ausland verbleibenden Kinder, weshalb das Gesuchsf ormular vollständig und wahrheits- gemäss ausgefüllt worden sei. In der Tat ist die im Fo rmular gestellte Frage im vorliegenden Kontext alles andere als eindeutig, geht doch aus dem W ortlaut nicht hervor, ob nach im Aus- land verbleibenden Familienangehörigen der nachziehenden oder der nachgezogenen Person gefragt wird. Die Thematik braucht indes vorliegend nic ht weiter vertieft zu werden, denn nach der kürzlich vom Bundesgericht präzisierten Rechtsprechung stellt allein das Verschweigen des erstgeborenen Sohnes ohnehin keinen Widerrufsgrund da r. Die Existenz von Kindern im Hei- matland ist nämlich für die Erteilung einer Aufenthal tsbewilligung nicht in jedem Fall relevant. Der Hinweis auf Kinder ist nur soweit erforderlich, als deren Existenz für den ausländerrechtli- chen Status nicht nur potentiell, sondern aufgrund sämtl icher Umstände auch konkret als we- sentlich zu gelten hat. Ausschlaggebend ist demnach nicht das (alleinige) Verschweigen von vor- oder ausserehelichen Kindern, sondern der dadurch in dizierte Verdacht, dass im Heimat- land eine parallel gelebte Beziehung besteht, die künf tig unter Umgehung von Sinn und Zweck der ausländerrechtlichen Regeln zu einem Familiennachzu g führen soll. Diesfalls werden die Migrationsbehörden, die von einem Gesuch um Aufenthal tsbewilligung zwecks Bildung einer ehelichen Gemeinschaft mit dem anwesenheitsberechtigten P artner in der Schweiz ausgehen, durch das Verschweigen der Kinder in dieser Annahme best ärkt, während sie bei Offenlegung weitere Abklärungen zu treffen hätten (BGE 142 II 26 5 E. 3.2; vgl. auch Urteil des BGer 2C_562/2015 vom 15. Januar 2016 E. 2.2; Urteil des BGe r 2C_988/2014 vom 1. September 2015 E. 2.2; T HOMAS HUGI YAR , Von Trennungen, Härtefällen und Delikten - Auslände rrechtli- ches rund um die Ehe- und Familiengemeinschaft, in: Ac hermann et. al [Hrsg.], Jahrbuch für Migrationsrecht 2012/2013, Bern 2013, S. 118). Ein fr üheres Kind aus erster Ehe ist nichts Un- gewöhnliches und erweckt nicht den Verdacht auf eine Parallelbeziehung im Ausland. Hätte das AfM vorliegend um die Existenz des Sohnes im Kosovo gewusst , hätte dies nicht zu weiteren Abklärungen geführt. Das Verschweigen des erstgeborenen S ohnes war somit für die Bewilli- gung des Familiennachzugs, die Verlängerungen der Auf enthaltsbewilligungen und die Ertei- lung der Niederlassungsbewilligung ohne jeden Belang. 5.2 Die Wahrheitspflicht bezieht sich auf alle Umstände, die für den Bewilligungsentscheid massgebend sind und diesen beeinflussen können. Es ist nic ht erforderlich, dass die Behörde ausdrücklich danach fragt oder auf ihren Formularen ei nen entsprechenden Hinweis anbringt. Offen gelegt werden müssen insbesondere die Absicht, e ine bestehende Ehegemeinschaft (materiell) nicht mehr fortführen zu wollen, im Heima tland eine Parallelbeziehung zu leben und/oder die Existenz von Kindern aus einer aussereheliche n Beziehung (H UGI YAR , a.a.O., Seite 8 http://www.bl.ch/kantonsgericht S. 118). Der Beschwerdeführer kann dementsprechend aus dem Umstand, dass er im Ge- suchsformular nicht ausdrücklich nach ungeborenen Kindern gefragt wurde, nichts zu seinen Gunsten ableiten. Zwar machte er soweit ersichtlich kei ne "falschen Angaben" im Sinne von Art. 62 lit. a AuG. Allerdings entbindet das Fehlen konkreter Fragen den Beschwerdeführer nicht von Vornherein, die Migrationsbehörden von sich aus über wesentliche Tatsachen zu in- formieren: Gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung liegt ein "Verschweigen" im Sinne von Art. 62 lit. a AuG jedenfalls dann vor, wenn der Ausländer aufgrund seiner Gesuchsbegründung bzw. anderer von ihm zu vertretender Umstände bei den Behörden einen falschen Anschein über eine wesentliche Tatsache erweckt bzw. aufrechterh ält und insofern eine Täuschungs- handlung begeht (Urteil des BGer 2C_736/2015 vom 22. Februar 2016 E. 3.2.1; Urteil des BGer 2C_595/2011 vom 24. Januar 2012 E. 3.4). Vorliegend bildete die Verheiratung mit der zweiten Ehefrau die rechtliche Grundlage für die beantragte B ewilligung des Aufenthalts. Der Be- schwerdeführer begründete das Bewilligungsgesuch mit de m weiteren Verbleib bei der neuen Ehefrau, ohne zu erwähnen, dass zu diesem Zeitpunkt seine frühere Ehefrau ein Kind von ihm erwartete. Über diese als wesentlich im Sinne von Art. 62 lit. a AuG zu bezeichnende Tatsache setzte er die Ausländerbehörden nicht in Kenntnis. Auch n ach der Geburt des zweiten Sohnes verschwieg er anlässlich der Gesuche um Verlängerung seiner Aufenthaltsbewilligung und schliesslich beim Gesuch um Erteilung der Niederlassungsbew illigung im Jahr 2009 gegenüber dem AfM die Existenz des Kindes. Auch als rechtsunkundiger Person aus einem fremden Kul- turkreis hätte es ihm klar sein müssen, dass ein im Kosovo wä hrend seiner Schweizer Ehe ge- borenes Kind, bei dessen Mutter es sich um die Ex-Frau handelt, für den Bewilligungsentscheid der hiesigen Migrationsbehörden von sehr grosser Bedeutung ist, zumal diese Gegebenheit auf eine Parallelbeziehung im Heimatland hinweist (vgl. B GE 135 II 1 E. 4.1; Urteil des BGer 2C_513/2014 vom 10. November 2014 E. 2; Urteil des B Ger 2C_214/2013 vom 14. Februar 2014 E. 2.2). Dabei spielt es keine Rolle, dass er seine Vaterschaft damals noch nicht förmlich anerkannt hatte. Indem er die Bewilligungsgesuche mi t dem weiteren Verbleib bei der Ehefrau begründete, ohne gleichzeitig auf die Geburt des ausser ehelichen Sohnes hinzuweisen, er- weckte er gegenüber den Behörden den Anschein über das Fortbestehen einer intakten eheli- chen Beziehung. Für das AfM bestand aufgrund der konkrete n Umstände kein erkennbarer An- lass, am anspruchsbegründenden Verhältnis zu zweifeln. H ingegen hätte die Kenntnis über die Tatsache, dass der Beschwerdeführer mit einer anderen a ls der neuen Ehefrau ein ausserehe- liches Kind gezeugt hatte, zumindest Zweifel erweckt und A nlass zu vertieften Abklärungen ge- geben. Entgegen seinem Dafürhalten ist alles andere al s gewiss, dass er eine Bewilligung er- halten hätte, wenn er die Tatsachen korrekt gemeldet hätte. Es wäre somit Sache des Be- schwerdeführers gewesen, die Ausländerbehörden von sich au s über die wahren familiären Verhältnisse zu informieren, selbst wenn diese Mitteil ung sich zu seinem Nachteil auswirken konnte. Dies gilt umso mehr, als es sich dabei um Umständ e handelte, die er besser kannte als die Behörden und welche diese ohne seine Mitwirkung ga r nicht oder nicht mit vernünftigem Aufwand ermitteln konnten (vgl. Urteil des BGer 2C_244 /2010 vom 15. November 2010 E. 2.2). Der Beschwerdeführer hat nach dem Gesagten bezüglich des zweitgeborenen Sohnes wesent- liche Tatsachen verschwiegen und mit seinem Verhalten d en Widerrufsgrund von Art 63 Abs. 1 lit. a AuG i.V.m. Art. 62 lit. a AuG gesetzt. Seite 9 http://www.bl.ch/kantonsgericht 6.1 Die Vorinstanzen werfen dem Beschwerdeführer zusätzl ich vor, mit seiner Ehefrau in der Schweiz eine Scheinehe geführt zu haben und dies bezüglich falsche Angaben gemacht zu haben. So habe er im Gesuchsverfahren um Erteilung de r Niederlassungsbewilligung am 18. Mai 2009 unterschriftlich erklärt, in einer intakte n Ehe zu leben. Effektiv habe er aber schon seit Anbeginn seines Aufenthaltes in der Schweiz eine Parallelbeziehung im Kosovo zu seiner geschiedenen Frau geführt, was die Geburt des zweiten Sohnes, der erst nach erfolgter Schei- dung gezeugt worden sei, belege. Zudem ergebe sich aus dem Informationsschreiben der Schweizer Botschaft im Kosovo vom 16. Juli 2012, dass di e erste Scheidung nur formell erfolgt sei, damit der Beschwerdeführer durch Heirat mit einer in der Schweiz aufenthaltsberechtigten Person einen Aufenthalt in der Schweiz erlangen konnte. Das Ganze sei darauf angelegt gewe- sen, der eigentlichen Kernfamilie ein Aufenthaltsrecht in der Schweiz zu verschaffen. 6.2 Für die Annahme, es liege eine ausländerrechtliche Umgehungsehe vor bzw. der Be- willigungsanspruch werde rechtsmissbräuchlich geltend gemacht, bedarf es konkreter Hinweise dafür, dass die Ehegatten nicht eine eigentliche Leben sgemeinschaft führen wollen, sondern die Ehe nur aus zuwanderungsrechtlichen Überlegungen ei ngegangen sind. Ob die Ehe bloss formell besteht, entzieht sich in der Regel dem direkte n Beweis und ist nur durch Indizien zu erstellen (BGE 130 II 113 E. 10.2). Diesbezügliche Indi zien lassen sich praxisgemäss unter an- derem darin erblicken, dass der ausländischen Person die Wegweisung drohte, etwa weil sie ohne Heirat keine Aufenthaltsbewilligung erhalten hä tte oder sie ihr nicht verlängert worden wäre. Für das Vorliegen einer Ausländerrechtsehe können sodann die Umstände und die kurze Dauer der Bekanntschaft sprechen sowie die Tatsache, dass die Ehegatten eine Wohngemein- schaft gar nie aufgenommen haben. Dasselbe gilt, wenn f ür die Heirat eine Bezahlung verein- bart wurde oder wenn ein erheblicher Altersunterschied zwischen den Ehepartnern besteht. Dass die Begründung einer wirklichen Lebensgemeinschaft g ewollt war, ergibt sich nach der Rechtsprechung nicht notwendigerweise schon daraus, d ass die Ehegatten während einer ge- wissen Zeit zusammengelebt und (angeblich) intime Beziehungen unterhalten haben; ein derar- tiges Verhalten kann auch nur dazu dienen, den wahren Aufenthaltszweck den Behörden ge- genüber zu verschleiern (BGE 128 II 145 E. 3.1; BGE 12 2 II 289 E. 2b; Urteil des BGer 2C_154/2015 vom 17. März 2015 E. 2.3; Urteil des BGer 2C_223/2014 vom 10. März 2014 E. 3.2). Ebenso entscheidend sind die Intensität und Regelmässigkeit der ehelichen und familiä- ren Kontakte, die wechselseitige Übernahme von Verantw ortung oder etwa die gemeinsame Lebens- und Freizeitgestaltung (H UGI YAR , a.a.O., S. 48 f.; E STHER S. AMSTUTZ , in: Caroni/ Gächter/Thurnherr [Hrsg.], a.a.O., Art. 49 Rz. 18). Eine Umgehungsehe liegt umgekehrt nicht bereits dann vor, wenn auch ausländerrechtliche Motive für den Eheschluss entscheidend waren. Erforderlich ist, dass der Wille zur Führung der Lebensgemeinschaft im Sinne einer auf Dauer angelegte n wirtschaftlichen, körperlichen und spirituellen Verbindung zumindest bei einem der Ehepar tner fehlt (vgl. BGE 121 II 97 E. 3b; Urteil des BGer 2C_177/2013 vom 6. Juni 2013 E. 3.4). Grundsätzlich muss die Migrationsbe- hörde die Umgehungsehe nachweisen; dass eine solche vorli egt, darf dabei nicht leichthin an- genommen werden (vgl. das Urteil des BGer 2C_400/2011 vom 2. Dezember 2011 E. 3.2). Die Behörden müssen den Sachverhalt von Amtes wegen möglichst zuverlässig abklären; indessen wird der Untersuchungsgrundsatz durch die Mitwirkungspflicht der Parteien relativiert (vgl. oben Seite 10 http://www.bl.ch/kantonsgericht E. 4.2). Das gilt insbesondere, wenn bereits gewichti ge Hinweise für eine Ausländerrechtsehe sprechen; dann kann und muss von den Eheleuten erwartet werden, dass sie von sich aus Um- stände vorbringen und belegen, um den echten Ehewille n und die gelebte gemeinsame Bezie- hung glaubhaft zu machen (Urteil des BGer 2C_177/2013 vom 6. Juni 2013 E. 3.4 in fine). 6.3 Die Geburt von ausserehelichen oder vorehelichen Ki ndern während des Bestehens der Ehe in der Schweiz bildet ein gewichtiges, aber ni cht allein entscheidendes Indiz für den Verdacht, dass die ausländische Person in der Schweiz eine Scheinehe eingegangen ist und im Heimatland eine parallel gelebte Beziehung besteht. Neben der Zeugung von gemeinsamen Kindern sind je nachdem zusätzlich andere Hinweise für e ine Zweitbeziehung erforderlich. Ent- scheidend ist die qualitative Natur der Beziehung, die p arallel zur hiesigen Ehe im Ausland ge- lebt wird und zeitverschoben den späteren Familienzusammenschluss in der Schweiz bezweckt (vgl. BGE 142 II 265 E. 5; Urteil des BGer 2C_1115/2015 vom 20. Juli 2016 E. 4.2.2). 6.4 Im vorliegenden Fall legen eine ganze Reihe von zusä tzlichen Indizien den Schluss auf eine ausländerrechtliche Umgehungsehe mit Parallelbeziehung im Ausland nahe. 6.4.1 Zunächst verfügte der Beschwerdeführer als Drittsta atsangehöriger über keine realisti- sche Perspektive, um ausserhalb des ausländerrechtlichen F amiliennachzugs an eine schwei- zerische Aufenthaltsbewilligung zu gelangen. Ohne Heir at mit einer hier anwesenheitsberech- tigten Person hätte er nicht in die Schweiz übersiedeln und hier einer Erwerbstätigkeit nachge- hen können. 6.4.2 Sodann weist die zeitliche Abfolge der Geschehnisse typische Merkmale eines zeitlich planmässigen Vorgehens auf. Weniger als ein Jahr nach der einvernehmlichen Scheidung von seiner ersten und heutigen Ehefrau im März 2003 heirat ete er - ohne vorherige vertiefte Be- kanntschaft - im Februar 2004 B.____. Nach Absolvieren von fünf Ehejahren beantragte er um- gehend die Niederlassungsbewilligung. Diese erhielt er im Juni 2009. Bereits Ende 2009 erfolg- te die Trennung und im September 2010 die einvernehm liche Scheidung, wobei die Eheleute gegenseitig auf finanzielle Forderungen verzichteten. Ru nd ein Jahr später heiratete er im Ko- sovo seine erste Ehefrau erneut. Im Juli 2012 stellte die se für sich und die beiden gemeinsa- men Kinder schliesslich das Gesuch um Familiennachzug, n achdem der Beschwerdeführer im April 2012 seine Vaterschaft für den zweitgeborenen Sohn anerkannt hatte. Der zeitliche Ablauf entspricht einem aus zahlreichen Verfahren bekannten Ve rhaltensmuster und spricht dafür, dass es dem Beschwerdeführer letztlich von Anfang an dar um ging, seine eigentliche Familie später von der Heimat in die Schweiz nachzuziehen (vgl. Ur teil des BGer 2C_672/2013 vom 27. November 2013 E. 5.1; Urteil des BGer 2A.275/2005 vom 17. Oktober 2005 E. 4.2). 6.4.3 Dazu kommen weitere Auffälligkeiten, die auf ei ne Scheinehe in der Schweiz hinwei- sen. Typisch für eine solche ist etwa, dass sowohl die Ehe schliessung wie auch die (ohne per- sönliche Präsenz der Parteien vor Ort vollzogene) Schei dung im Kosovo erfolgten. Die Ehefrau behielt nach der Eheschliessung ihren Ledignamen bei. Es wurde lediglich standesamtlich ge- heiratet, wobei B.____ die Trauzeugen nicht näher kan nte. Familienmitglieder von ihrer Seite waren keine anwesend, der Beschwerdeführer hat im Übrigen ihre Familie während der ganzen Seite 11 http://www.bl.ch/kantonsgericht Ehedauer nie kennengelernt. Fest steht auch, dass keine Feier veranstaltet wurde. Es mag wohl gute praktische Gründe für ein solches Verhalten g eben, doch lässt sich nicht bestreiten, dass diese Merkmale für Scheinehen charakteristisch sind. D er Beschwerdeführer und die als Auskunftsperson befragte B.____ vermochten sich anlässlich der heutigen Befragung nur noch vage an ihre Hochzeit zu erinnern und machten in zentra len Aspekten widersprüchliche Anga- ben. So führte der Beschwerdeführer aus, es seien zwei Trauzeugen bei der Trauung anwe- send gewesen (ein Freund und eine Schwägerin) und die Braut habe ein schwarzes Kleid ge- tragen. Demgegenüber gab die Auskunftsperson zu Protoko ll, sie habe ein helles, ganz sicher kein schwarzes Kleid getragen und neben den beiden Trau zeugen sei auch die Mutter des Be- schwerdeführers anwesend gewesen. Auch zum Zeitpunkt und den Umständen des Kennenler- nens blieben die Aussagen auffallend schwammig und tei lweise konträr. Der Beschwerdeführer will seine zukünftige Ehefrau ca. vier Jahre vor der H eirat anlässlich eines besuchsweisen Auf- enthalts in C.____ auf der Strasse getroffen und sie anschliessend zu seinen Brüdern eingela- den haben, worauf sich bei seinen weiteren Besuchen in der Schweiz langsam eine Beziehung entwickelt habe. B.____ gab an, sie sei als Nachbarin m it den Geschwistern des Beschwerde- führers eng befreundet und habe den Beschwerdeführer i m Haus der Familie das erste Mal getroffen. Nachher habe man sich ungefähr alle drei Mo nate in C.____ gesehen. Obwohl die heutige Befragung mehr als zehn Jahre nach den Ereig nissen stattfand und in dieser Zeit das Erinnerungsvermögen beeinträchtigt werden kann, sind solche Widersprüche und augenfällige Erinnerungslücken im Zusammenhang mit Sachverhalten, di e erfahrungsgemäss prägend in Erinnerung bleiben, als Indizien für eine Scheinehe z u qualifizieren. Weiter fällt auf, dass die Eheleute praktisch keine Angaben über eine gemeinsame Lebens- und Freizeitgestaltung ma- chen konnten. Laut dem Beschwerdeführer sind er und sein e damalige Ehefrau nie zusammen in die Ferien gefahren, man habe nur einzelne Tagesau sflüge innerhalb der Schweiz unter- nommen. Sie wollte sich demgegenüber an eine Woche g emeinsamer Ferien in Griechenland erinnern. Beide konnten zudem keine konkreten geteilten Interessen oder miteinander ausgeüb- te Freizeitaktivitäten nennen. Über einen gemeinsamen F reundes- und Bekanntenkreis aus- serhalb der Familie des Beschwerdeführers verfügten sie o ffenbar nicht. Bezeichnenderweise führte B.____ aus, sie habe über einen eigenen Freun deskreis verfügt. Diesen Freunden habe sie ihren Ehemann nie vorgestellt. Auch zum Ende der Be ziehung blieben die Aussagen auffäl- lig detailarm und wenig lebensnah. Gemäss ihren Angab en hat die damalige Ehefrau nur weni- ge Monate nach der Erteilung der Niederlassungsbewilli gung an den Ehemann eine frühere Beziehung zu einem verheirateten Mann wieder aufgenom men, nachdem dieser unangemeldet vorbeigekommen sei und angekündigt habe, er werde sei ne eigene Frau für sie verlassen. Da- raufhin habe sie die - bis anhin noch vollkommen intakt e - Beziehung zum Beschwerdeführer unverzüglich beendet. Dabei ist augenfällig, dass sich we der der Beschwerdeführer noch seine damalige Ehegattin erkennbar darum bemühten, ihre Eh e zu retten. Auch darin ist ein Indiz für eine Scheinehe zu erblicken. 6.4.4 Gewichtige Hinweise sprechen gleichzeitig für ein e Parallelbeziehung im Ausland. Zu- ungunsten des Beschwerdeführers fällt als wichtiges Indiz der Umstand ins Gewicht, dass seine erste Ehefrau nach der Scheidung zusammen mit den Kindern und den ehemaligen Schwieger- eltern im Anwesen der Familie in D.____ wohnen blie b. An dieser Tatsache können nach den eingehenden Abklärungen der Schweizerischen Botschaft im Kosovo keine vernünftigen Zweifel Seite 12 http://www.bl.ch/kantonsgericht bestehen. Wie aus dem Bericht des Migrations-Attachés vom 11. November 2015 hervorgeht, ergibt sich dieser Befund insbesondere aus den klaren A ussagen des dort wohnenden Bruders des Beschwerdeführers (E.A.____), der Klassenlehrer der beiden Kinder sowie von Nachbarn. Demgegenüber gibt es keine glaubhaften Hinweise, dass B .A.____ in diesen Jahren - wie der Beschwerdeführer behauptet - tatsächlich dauerhaft be i ihrer Mutter in E.____ wohnte. Daran ändert auch die vom Beschwerdeführer am 12. Januar 20 15 ins Recht gelegte entsprechende Wohnsitzbestätigung des Innenministeriums der Republik Koso vo vom 27. November 2014 nichts. Wie im Bericht des mit den örtlichen Verhältni ssen vertrauten Migrations-Attachés über- zeugend dargelegt wird, gibt es im Kosovo erst seit ca . März 2013 ein systematisch geführtes kommunales Einwohnermeldewesen. Damit sind amtliche An- und Abmeldedaten für den Zeit- raum vorher nicht erhältlich. Der vom Beschwerdeführer e ingereichten behördlichen Wohnsitz- bestätigung kann somit kein wesentlicher Beweiswert beig emessen werden. Der von ihm pau- schal erhobene Vorwurf eines tendenziösen Vorgehens durch den Berichterstatter entbehrt des Weiteren jeglicher Grundlage. Auch der ebenso unsubsta ntiierten Kritik an der Qualität der Ab- klärung kann nicht gefolgt werden. Aus den Belegen über die im Rahmen dieser rund neun Mo- nate dauernden Recherche angefallenen Spesen ergibt sich , dass der Migrations-Attaché in diesem Zeitraum acht Mal in diversen Orten im Kosovo w ar, davon drei Mal in D.____ und vier Mal in E.____, wodurch die umfangreichen Ermittlungen deutlich zum Ausdruck kommen. Wenn der Beschwerdeführer generell in Frage stellt, dass die Bewohner eines Dorfes über die Famili- enverhältnisse ihrer Nachbarn im Bild sein könnten oder dass Lehrer den Wohnort ihrer Schüler und derer Betreuungspersonen kennen, so vermag er da mit die Aussagekraft des Abklärungs- ergebnisses nicht zu erschüttern. Seine formellen Rügen, wonach die Aussagen der befragten Personen nicht förmlich protokolliert und ihm das Frage - und Konfrontationsrecht gegenüber Belastungszeugen verwehrt worden sei, verfangen ebenfal ls nicht. Zunächst zeigt der Be- schwerdeführer nicht auf, woraus er eine förmliche Proto kollierungspflicht herleitet und welche konkreten gesetzlichen Bestimmungen verletzt sein sollen. E r übersieht, dass im Verwaltungs- verfahren die strafprozessualen Verfahrensgarantien nicht zur Anwendung gelangen. Die abklä- rende Amtsstelle resp. Amtsperson gibt in einem Amtsb ericht ihre gemachten Wahrnehmungen wieder und würdigt diese aufgrund ihrer besonderen K enntnisse der Verhältnisse vor Ort. Beim Amtsbericht handelt es sich somit nicht etwa um delegierte gerichtliche Zeugeneinvernahmen in einem anderen Kleid. Im Rahmen von Amtsberichten eing eholte Auskünfte unterscheiden sich von Zeugenaussagen insofern, als die Informationsbeschaff ung ausserhalb eines förmlichen Verfahrens ohne direkte Beteiligungsmöglichkeit der Par teien erfolgt und die Angaben nicht unter Hinweis auf die Wahrheitspflicht sowie unter St rafandrohung bei Falschaussage erfolgen. Dies setzt ihre Beweiskraft etwas zurück, was im Rahmen der B eweiswürdigung vorliegend durchaus berücksichtigt wird, aber die Überzeugungskraft d es Berichts vom 11. November 2015 nicht entscheidend zu schmälern vermag. Entgegen der Auffassung des Beschwerdefüh- rers basiert der Abklärungsbericht sodann auf detaillierten und umfangreichen Abklärungen, die zudem auch - soweit möglich - mit amtlichen Dokumenten belegt wurden. Die im Bericht gezo- gene Schlussfolgerung, wonach B.A.____ nach der Scheidu ng nicht wie angegeben zu ihrer Mutter nach E.____ zog, sondern weiterhin zusammen mi t den Eltern des Beschwerdeführers und den Kindern auf dem Familienanwesen in D.____ wo hnte, erscheint bei einer Gesamtbe- trachtung zwingend, zumal diese Erkenntnis auch mit den von der Schweizerischen Botschaft im Kosovo im Schreiben vom 16. Juli 2012 rapportierten Aussagen der beiden Kinder anlässlich Seite 13 http://www.bl.ch/kantonsgericht der Kurzbefragung am Schalter übereinstimmt. Dass eine Frau nach dem tatsächlichen Schei- tern einer Beziehung und der darauf folgenden Scheidu ng weiterhin bei den Schwiegereltern lebt, wäre in der Schweiz als äusserst aussergewöhnlich ei nzustufen, in der notorisch im Koso- vo herrschenden traditionellen familialen Gesellschaftsst ruktur ist dies als praktisch ausge- schlossen zu betrachten (vgl. hierzu auch den Aktenbericht des AfM vom 5. April 2013). 6.4.5 Es bestehen darüber hinaus eine Anzahl weiterer Anzeichen dafür, dass die Scheidung von der ersten Ehefrau nur vorgetäuscht wurde. Als typisch es Merkmal für ein derartiges Vor- gehen ist beispielsweise der Umstand zu nennen, dass B.A. ____ den Familiennamen des Ehemanns nach der Scheidung beibehielt. Zudem pflegt e sie zugestandenermassen bis zu de- ren Tod im Jahr 2012 die kranke Mutter des Beschwerdefüh rers. Dieser reiste mehrmals pro Jahr ohne Begleitung seiner Schweizer Ehefrau für Besuche in den Kosovo. Er will ausschliess- lich die Kinder besucht und deren Mutter dabei nie a ngetroffen haben, was allerdings schon angesichts der aufgezeigten Wohnverhältnisse wenig glau bhaft wirkt. Ohnehin vermag der Be- schwerdeführer nicht plausibel aufzuzeigen, wie es nach Jahren mit praktisch keinem Kontakt zu seiner Ex-Frau innerhalb kürzester Zeit zu einer Wie derannäherung und erneuten Heirat kam, ohne dass er sich überhaupt länger im Kosovo aufgehalten hatte. 6.5 Die vorgehend aufgezeigte Beweislage lässt bei eine r Gesamtwürdigung vernünftiger- weise keine andere Erklärung zu, als dass der Beschwerdeführ er in der Schweiz eine Schein- ehe geführt hat. Dieser Schluss erscheint aufgrund der a llgemeinen Lebenserfahrung jedenfalls wesentlich realistischer als die lebensfernen Erklärungsvers uche des Beschwerdeführers. Die- sem gelingt es nicht einmal ansatzweise, den echten Eh ewillen und die gelebte gemeinsame Beziehung zu seiner Schweizer Ehefrau glaubhaft zu ma chen. An dieser gerichtlichen Über- zeugung würden auch Befragungen von B.A.____ und E.A. ____ nichts zu ändern vermögen, weshalb die entsprechenden Beweisanträge des Beschwerde führers in antizipierter Beweis- würdigung abzuweisen sind. Das Kantonsgericht gelangt n ach dem Gesagten zum Schluss, dass der Beschwerdeführer mit der Heirat keine Lebensge meinschaft begründen, sondern aus- schliesslich eine Aufenthalts- resp. Niederlassungsbewilli gung in der Schweiz erlangen wollte, um später seiner im Kosovo lebenden eigentlichen Kernfa milie ein Aufenthaltsrecht in der Schweiz zu verschaffen. Somit sind der Regierungsrat und das AfM zutreffend davon ausge- gangen, dass eine Scheinehe vorliegt. Der Beschwerdefüh rer hat seine Niederlassungsbewilli- gung (wie schon die vorausgehenden Aufenthaltsbewillig ungen) erschlichen, indem er den Be- hörden gegenüber die Natur seiner Ehe und die Paral lelbeziehung verschwieg. Auch damit hat er einen Widerrufsgrund gesetzt. Mit dem Vorliegen vo n Widerrufsgründen fallen zudem auch allfällige nacheheliche Aufenthaltsansprüche nach Art. 50 AuG von Vornherein ausser Betracht (Art. 51 Abs. 2 lit. b AuG). 7. Der Widerruf ist indessen nur zulässig, wenn er aufgr und der relevanten Gesamtum- stände verhältnismässig ist (vgl. Urteil des BGer 2C_988/2 014 vom 1. September 2015 E. 2.1; Urteil des BGer 2C_682/2012 vom 7. Februar 2013 E. 5). Im Gegensatz zu dem, was der Be- schwerdeführer vorbringt, liegt im Widerruf einer Nie derlassungsbewilligung, welche durch eine Scheinehe erlangt wurde, durchaus ein öffentliches Inte resse. Denn der Staat kann nicht dul- den, dass Ansprüche rechtsmissbräuchlich geltend gemacht we rden. Die Anordnung der ge- Seite 14 http://www.bl.ch/kantonsgericht setzlich vorgesehenen entsprechenden Rechtsfolgen steht im Dienst des Schutzes der Rechts- ordnung, was ein öffentliches Interesse darstellt (Urt eil des BGer 2C_980/2012 vom 8. Mai 2013 E. 5.4). Der Widerruf der Bewilligung wegen Sc heinehe bzw. Verschweigens einer Paral- lelbeziehung erfüllt sogar regelmässig die Voraussetzung der Verhältnismässigkeit; anders ver- hält es sich bloss, wenn besondere Umstände geltend gemac ht werden können (BGE 142 II 265 E. 5 Ingress). Solche besonderen Umstände sind vorli egend weder ersichtlich noch darge- tan. Aus der Dauer der bisherigen (wenn auch zu keinen Klagen Anlass gebenden, immerhin aber erschlichenen) Anwesenheit von rund zehn Jahren bis zum erstinstanzlichen Bewilli- gungswiderruf kann der Beschwerdeführer nichts herleite n, was bei der Verhältnismässigkeits- prüfung gegen einen Bewilligungswiderruf sprechen wü rde. Zwar ist er zumindest beruflich in der Schweiz integriert und bestreitet seinen Lebensun terhalt selber. Die schwierigen wirtschaft- lichen Verhältnisse im Kosovo machen aber die Rückkehr ni cht unzumutbar, zumal der Be- schwerdeführer einer vermögenden Familie angehört, di e ihn unterstützen kann. Sodann wird allgemeines Wohlverhalten an sich als selbstverständlich vo rausgesetzt und bedarf keiner be- sonderen Erwähnung. Hinzu kommt, dass der Beschwerdeführer bis zu seinem 32. Altersjahr in seiner Heimat lebte und damit dort die prägenden Lebensjahre verbracht hat. Weiter darf davon ausgegangen werden, dass er mit den kulturellen und gesellschaftlichen Gepflogenheiten sei- nes Heimatlandes nach wie vor bestens vertraut ist. Dies ergibt sich insbesondere auch daraus, dass seine derzeitige Ehefrau und die zwei gemeinsamen Kinder sowie weitere te - zumindest sein Bruder E.A.____ mit Frau und Kin dern - im Kosovo leben. Dem Beschwer- deführer ist somit ohne Weiteres zuzumuten, zu seiner Familie in die Heimat zurückzukehren. 8. Zusammenfassend ergibt sich aus den vorstehenden Erwägu ngen, dass der Bewilli- gungswiderruf zu Recht erfolgte. Damit fehlt es an den Voraussetzungen für eine Bewilligungs- erteilung an Ehefrau und Kinder. Die Beschwerde ist de mentsprechend als unbegründet abzu- weisen. 9. Es bleibt über die Kosten des vorliegenden Verfahr ens zu befinden. Gemäss § 20 Abs. 1 VPO ist das Verfahren vor dem Kantonsgericht koste npflichtig. Die Verfahrenskosten umfassen die Gerichtsgebühren und die Beweiskosten und werden in der Regel der unterlie- genden Partei in angemessenem Ausmass auferlegt (§ 20 A bs. 3 VPO). Vorliegend sind die Verfahrenskosten in der Höhe von insgesamt Fr. 2'500.-- dem unterlegenen Beschwerdeführer aufzuerlegen und mit dem geleisteten Kostenvorschuss in de r Höhe von Fr. 2'100.-- zu ver- rechnen. Der Beschwerdeführer wird demzufolge restliche Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 400.-- zu bezahlen haben. Nach § 21 Abs. 1 VPO kann der ganz oder teilweise obsiegenden Partei für den Beizug eines Anwalts bzw. einer Anwältin eine angemessene Parteientschädi- gung zulasten der Gegenpartei zugesprochen werden. Dem Kanton wird keine Parteientschädi- gung zugesprochen (§ 21 Abs. 2 VPO). Die ausserordentli chen Kosten sind demnach wettzu- schlagen. Seite 15 http://www.bl.ch/kantonsgericht Demgemäss wird e r k a n n t : ://: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 2. Die Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 2'500.-- werden dem Be- schwerdeführer auferlegt und mit dem geleisteten Koste nvorschuss in der Höhe von Fr. 2'100.-- verrechnet. Der Beschwerdeführer hat demzufolge restliche Verfahre nskosten in der Höhe von Fr. 400.-- zu bezahlen. 3. Die Parteikosten werden wettgeschlagen. Präsidentin Gerichtsschreiber Gegen diesen Entscheid wurde am 28. März 2017 Beschwerde beim Bundesgericht (Verfah- rensnummer 2C_334/2017) erhoben.