<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2005.00567</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=205892&amp;W10_KEY=13013562&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2005.00567</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 24.05.2006</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">3. Abteilung/3. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Das Bundesgericht hat eine staatsrechtliche Beschwerde gegen diesen Entscheid am 24.01.2007 formell erledigt.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Raumplanungs-, Bau- und Umweltrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Festsetzung Strassenprojekt</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Strassenprojekt (Ausbau einer Gemeindestrasse; Rückweisung des Bezirksrats an die Gemeinde zur Abklärung einzelner Aspekte; Anfechtung durch drei Anwohner) Der Rückweisungsentscheid ist in den angefochtenen Punkten einem Endentscheid gleichzusetzen, der mit Beschwerde angefochten werden kann (E. 1.1). Die Beschwerdeschrift eines einzelnen Beschwerdeführers genügt den Anforderungen an Antrag und Begründung, weshalb auf die Frage einer allfälligen Wiederherstellung der Beschwerdefrist nicht näher einzugehen ist (E. 1.2). Ein Augenschein ist nicht notwendig (E. 1.3). Abwicklung des Projektfestsetzungsverfahrens nach altem Recht bzw. nach neuem, nach Inkrafttreten der VRG-Revision ab 1998 geltendem Recht (E. 2.1). Der Bezirksrat wandte zu Unrecht das alte Recht an und genehmigte das Projekt vor Durchführung des Planauflageverfahrens. Einer Genehmigung hätte es im Übrigen nicht bedurft, weil das Projekt im Baulinienbereich liegt und deshalb die mit der Genehmigung verbundene Erteilung des Enteignungsrechts nicht nötig ist (E. 2.2). Zu Unrecht ist der Gemeinderat auf im Planauflageverfahren erhobene Einsprachen nicht eingetreten. Ebenfalls zu Unrecht hat der Bezirksrat für Begehren, welche den Umfang der Enteignung betreffen, ein separates "Parallelverfahren" eröffnet, das nun gegenstandslos wird. Die mit dem Strassengesetz in der ab 1998 geltenden Fassung angestrebte Koordination der Beurteilung der verschiedenen Rügen konnte so nicht erreicht werden (E. 2.3, 2.5). Die erhobenen Rügen betreffen entweder die erwähnten Mängel in der Koordination nicht oder diese wurden im Lauf des Verfahrens geheilt, oder es sind sonstwie den Beschwerdeführern keine Nachteile erwachsen, weshalb der Rekursentscheid (aus diesen Gründen) nicht aufzuheben ist (E. 2.4). Es ist nicht rechtsverletzend, wenn im Entscheid des Bezirksrats die mitwirkenden Personen nicht angegeben wurden und wenn im kommunalen Verfahren ein Ingenieurbüro beigezogen wurde, solange dieses keine hoheitlichen Funktionen wahrgenommen hat (E. 3.1) Die Vereinigung der Rekurse bzw. der Beschwerden ist nicht zu beanstanden (E. 3.2). Mit der Rüge, das Strassenprojekt sei nicht mit den anderen notwendigen kantonalen Bewilligungen koordiniert, wird der Streitgegenstand im Beschwerdeverfahren in unzulässiger Weise erweitert (E. 4.1, 4.2). Der früher festgesetzte Erschliessungsplan kann heute unter den vorliegenden Konstellation nicht mehr akzessorisch überprüft werden (E. 5.3). Das festgesetzte Strassenprojekt, soweit es nicht zurückgewiesen wird, ist hinsichtlich der konkreten Ausgestaltung im Rahmen der beschränkten Kognition des Verwaltungsgerichts nicht zu beanstanden (E. 6.2, 6.3). Abweisung. Kosten- und Entschädigungsfolgen (E. 7).</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ADMINISTRATIVVERFAHREN">ADMINISTRATIVVERFAHREN</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: AKZESSORISCHE PRÃFUNG">AKZESSORISCHE PRÃFUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ENTEIGNUNG">ENTEIGNUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: Enteignung ST: ENTEIGNUNGSVERFAHREN">ENTEIGNUNGSVERFAHREN</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: Planungs- und Baurecht ST: ERSCHLIESSUNGSPLAN, LANDUMLEGUNG, QUARTIERPLAN">ERSCHLIESSUNGSPLAN, LANDUMLEGUNG, QUARTIERPLAN</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: FESTSETZUNG">FESTSETZUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: KOGNITION">KOGNITION</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: KOORDINATION">KOORDINATION</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: RÃCKWEISUNG">RÃCKWEISUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: Planungs- und Baurecht ST: SONDERNUTZUNGSPLÃNE">SONDERNUTZUNGSPLÃNE</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: STRASSENPROJEKT">STRASSENPROJEKT</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="gerade">§ 21 AbtrG</span><br/><span class="ungerade">§ 30 AbtrG</span><br/><span class="gerade">§ 32 AbtrG</span><br/><span class="ungerade">§ 90 PBG</span><br/><span class="gerade">§ 14 StrassG</span><br/><span class="ungerade">§ 15 StrassG</span><br/><span class="gerade">§ 17 StrassG</span><br/><span class="ungerade">§ 48 Abs. I VRG</span><br/><span class="gerade">§ 50 VRG</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade">RB 2006 Nr. 62</span><br/> </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 2 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Sachverhalt1"><b>I. </b> </p> <p class="Urteilstext">Der Gemeinderat X genehmigte am 30. April 2001 einen Ausbau der Q-Strasse in einem 350 m langen Abschnitt; am 15. Oktober 2001 stimmte er einem revidierten Projekt zu. Dieses sieht eine Verbreiterung der Fahrbahn auf 4.50 m vor; ferner soll in einem 270 m langen TeilstÃ¼ck talseitig ein 2 m breites Trottoir angelegt werden. Das Projekt wurde gestÃ¼tzt auf § 13 des Strassengesetzes vom 27. September 1981 (StrassG) am 19. Oktober 2001 Ã¶ffentlich aufgelegt und zugleich den betroffenen GrundeigentÃ¼mern zur Stellungnahme unterbreitet. Zu verschiedenen Einwendungen nahm der Gemeinderat an der Orientierungsversammlung vom 14. Februar 2002 Stellung. Daraufhin genehmigte der Bezirksrat Y das Projekt aufgrund von § 17 StrassG (in der <i>ursprÃ¼nglichen</i> Fassung vom 27. September 1981) am 27. Februar 2002.</p> <p class="Urteilstext">Der Gemeinderat beschloss hierauf am 19. April 2002 gestÃ¼tzt auf §§ 16 f. StrassG (in der <i>geÃ¤nderten</i> Fassung vom 8. Juni 1997) und § 22 des Gesetzes betreffend die Abtretung von Privatrechten vom 30. November 1879 (AbtrG), das Projekt (einschliesslich Landerwerbsplan und Verzeichnis der fÃ¼r die Abtretung von Rechten oder fÃ¼r die Leistung von BeitrÃ¤gen in Anspruch genommenen Personen sowie der an sie gestellten AnsprÃ¼che) Ã¶ffentlich aufzulegen, unter Hinweis darauf, dass gemÃ¤ss § 17 Abs. 2 und 3 StrassG (in der geÃ¤nderten Fassung) binnen der Auflagefrist sowohl gegen das Projekt wie auch gegen die Landabtretung Einsprache erhoben werden kÃ¶nne und dass in einem allfÃ¤lligen spÃ¤teren Enteignungsverfahren Einsprachen gegen das Projekt sowie gegen die Enteignung selbst ausgeschlossen seien, sofern sie binnen der Auflagefrist hÃ¤tten vorgebracht werden kÃ¶nnen. </p> <p class="Urteilstext">Hierauf erhoben neun<i> </i>AnstÃ¶sser Einsprachen, zu denen das mit der VorprÃ¼fung beauftragte IngenieurbÃ¼ro Z am 31. Juli 2002 Stellung nahm. Am 3. und 16. Dezember 2002 fanden Einigungsverhandlungen statt; ferner suchte der Gemeinderat im Lauf des Jahres 2003 mit den Einsprechern nach VerstÃ¤ndigungslÃ¶sungen. Am 28. Januar 2004 ersuchte der Gemeinderat den Bezirksrat Y gestÃ¼tzt auf § 30 AbtrG und § 13 der Verordnung betreffend das Administrativverfahren bei Abtretung von Privatrechten vom 6. MÃ¤rz 1880 (AbtrV) bezÃ¼glich der sieben verbleibenden Einsprecher "das Rechtsmittelverfahren Ã¼ber den Umfang der Abtretung" einzuleiten. Der Bezirksrat wies hierauf den Gemeinderat am 11. MÃ¤rz 2004 darauf hin, dass der Gemeinderat gestÃ¼tzt auf § 17 Abs. 4 und 15 Abs. 2 StrassG (je in der aktuellen Fassung) noch einen Projektfestsetzungsbeschluss zu treffen habe, worin auch Ã¼ber die Einsprachen zu befinden sei.</p> <p class="Urteilstext">Am 23. August 2004 beschloss der Gemeinderat:</p> <p class="Erwgung2">"2.1 Der Gemeinderat setzt aufgrund von § 17 Abs. 4 â¦ in Verbindung mit § 15 Abs. 2 StrassG â¦ die Projektvorlage 'Ausbau Q-Strasse', dat. Juni 01, unter BerÃ¼cksichtigung der [aufgrund von VerstÃ¤ndigungslÃ¶sungen] zugesicherten Ã¶rtlichen Fahrbahn-Einengungs-AusfÃ¼hrung, in unverÃ¤nderter Form abschliessend fest.</p> <p class="Erwgung2"> Auf die einzelnen Einsprachen gegenÃ¼ber dem AusfÃ¼hrungsprojekt, den Forderungen von Beitragsreduktionen sowie die angemeldeten MinderwertsansprÃ¼che etc. wird nicht eingetreten.</p> <p class="Erwgung3">2.2 â¦</p> <p class="Erwgung2">2.3 Der Bezirksrat Y wird ersucht, bezÃ¼glich den Projekteinsprachen, erstinstanzlich das Rechtsmittelverfahren Ã¼ber den Umfang der Abtretung gemÃ¤ss § 13 AbtrV (Verordnung betreffend das Administrativverfahren bei Abtretung von Privatrechten) und §§ 30 f. AbtrG einzuleiten."</p> <p class="Sachverhalt1"><b>II. </b> </p> <p class="Urteilstext">Hiergegen erhobenen fÃ¼nf der Einsprecher Rekurs beim Bezirksrat Y. Dieser fÃ¼hrte einen doppelten Schriftenwechsel durch und entschied am 28. Oktober 2005 wie folgt:</p> <p class="Erwgung2">"I. In teilweiser Gutheissung der vorliegenden Rekurse im Zusammenhang mit dem Festsetzungsbeschluss fÃ¼r das Projekt des Ausbaus der Q-Strasse in X wird das Verfahren bezÃ¼glich der Sicherheit in der Kurve bei der Liegenschaft F und der Fahrbahnverengungen zum Neuentscheid an den Gemeinderat zurÃ¼ckgewiesen. Der Gemeinderat hat die von den Fahrbahnverengungen besonders stark Betroffenen zunÃ¤chst anzuhÃ¶ren. Danach ist Ã¼ber alle noch offenen Punkte ein neuer, begrÃ¼ndeter Festsetzungsbeschluss zu erlassen, welcher zu publizieren ist. Im Ãbrigen wird der Rekurs abgewiesen.</p> <p class="Sachverhalt1">II. Die GebÃ¼hren und Kosten dieses Verfahrens betragen: Fr. 3'000.- StaatsgebÃ¼hr â¦</p> <p class="Erwgung2">Sie werden â¦ zu acht Zehnteln den Rekurrenten auferlegt und diesen je mit einem FÃ¼nftel bzw. Fr. 604.15 belastet; unter subsidiÃ¤rer Haftung fÃ¼r das Ganze.</p> <p class="Erwgung2">III. Es werden keine ParteientschÃ¤digungen zugesprochen.</p> <p class="Erwgung2">IV. (Rechtsmittelbelehrung)" </p> <p class="Sachverhalt1"><b>III. </b> </p> <p class="Urteilstext">Mit Beschwerde vom 28. November 2005 (VB.2005.00567) liess A (BeschwerdefÃ¼hrer 1) dem Verwaltungsgericht beantragen: </p> <p class="Erwgung2">"1. Der Festsetzungsbeschluss vom 23.8.2004 sowie der vorinstanzliche Beschluss vom 28.10.2005 seien aufzuheben und der Gemeinderat X sei einzuladen, das Waldrodungsverfahren einzuleiten, die wasserbaupolizeiliche Bewilligung einzuholen; eventuell sei der Ausbau der Q-Strasse innerhalb der bestehenden Grenzen durchzufÃ¼hren; subeventuell sei der Bau des Trottoirs bei Kat.-Nr. â¦ wegzulassen.</p> <p class="Erwgung2">2. Es sei ein Augenschein durchzufÃ¼hren.</p> <p class="Erwgung2">3. Unter Kosten- und EntschÃ¤digungsfolgen sowohl betreffend das vorliegende als auch das vorinstanzliche Verfahren zu Lasten des Beschwerdegegners."</p> <p class="Urteilstext">Mit gleichentags erhobener Beschwerde (VB.2005.00568) verlangte auch B (BeschwerdefÃ¼hrer 2) â unter Zusprechung einer ParteientschÃ¤digung â die Aufhebung des Bezirksrats- und des Gemeinderatsbeschlusses.</p> <p class="Urteilstext">Ebenfalls am 28. November 2005 (VB.2005.00569) beantragte C (BeschwerdefÃ¼hrer 3) dem Verwaltungsgericht: "Der Beschluss des Bezirksrats Y vom 28. Oktober 2005 sei aufzuheben, und die Sache sei â¦ an die Vorinstanz zurÃ¼ckzuweisen, alles unter Kosten- und EntschÃ¤digungsfolgen zu Lasten der Gemeinde X."</p> <p class="Urteilstext">Mit PrÃ¤sidialverfÃ¼gung vom 7. Dezember 2005 wurden die drei Rechtsmittel vereinigt. In seiner Vernehmlassung vom 15. Dezember 2005 schloss der Bezirksrat Y auf Abweisung der Beschwerden. Denselben Antrag â samt Zusprechung einer ParteientschÃ¤-digung â liess der Gemeinderat X am 28. Februar 2006 stellen.</p> <p class="Sachverhalt2">Die Kammer zieht in ErwÃ¤gung:</p> <p class="Erwgung1"><b>1. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>1.1 </b>Das Verwaltungsgericht ist nach § 41 Abs. 1 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 (VRG) zur Behandlung der vorliegenden Beschwerden sachlich zustÃ¤ndig. Der angefochtene Rekursentscheid beinhaltet zwar bezÃ¼glich einzelner Aspekte eine RÃ¼ckweisung an den Gemeinderat; er ist jedoch in den hier angefochtenen Punkten einem anfechtbaren Endentscheid im Sinn von § 48 Abs. 1 VRG gleichzustellen (vgl. Alfred KÃ¶lz/JÃ¼rg Bosshart/Martin RÃ¶hl, Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons ZÃ¼rich, 2. A., ZÃ¼rich 1999, § 48 N. 16; vgl. allerdings auch RB 2002 Nr. 20). Weil auch die Ã¼brigen Prozessvoraussetzungen erfÃ¼llt sind (bezÃ¼glich des BeschwerdefÃ¼hrers 2 vgl. auch nachstehend E. 1.2), ist auf die Beschwerden einzutreten.</p> <p class="Erwgung2"><b>1.2 </b>Der BeschwerdefÃ¼hrer 2, dessen frÃ¼herem Rechtsvertreter der Rekursentscheid vom 28. Oktober 2005 am 31. Oktober 2005 zugestellt worden war, weist in seiner Beschwerdeschrift vom 28. November 2005 darauf hin, dass er am 11. November 2005 aus den USA zurÃ¼ckgekehrt sei und sein damaliger Vertreter ihm erst einige Zeit spÃ¤ter vom Rekursentscheid sowie davon in Kenntnis gesetzt habe, dass der Vertreter ihn gestÃ¼tzt auf § 34 Abs. 2 VRG vor Verwaltungsgericht nicht mehr vertreten kÃ¶nne. Zudem sei seine Mutter am 14. November 2005 verstorben, weshalb es ihm nicht mÃ¶glich gewesen sei, rechtzeitig einen anderen Anwalt zu beauftragen. Er ersuche daher um Erstreckung der Beschwerdefrist, jedenfalls aber darum, Ã¼ber "allfÃ¤llig formale Missgriffe" hinwegzusehen. Seitens des Gerichts wurde am 29. November 2005 versucht, den BeschwerdefÃ¼hrer telefonisch zu erreichen; auf seinen telefonischen RÃ¼ckruf am 1. Dezember 2005 hin wurde ihm erklÃ¤rt, man habe ihm anlÃ¤sslich des erfolglosen Anrufs vom 29. November 2005 mitteilen wollen, dass die Beschwerdefrist nicht erstreckt werden kÃ¶nne, jedoch eine BeschwerdeergÃ¤nzung bis zu deren Ablauf noch mÃ¶glich sei.</p> <p class="Urteilstext">Die dreissigtÃ¤gige Beschwerdefrist lief am 30. November 2005 ab (§ 53, § 70 in Verbindung mit § 11 VRG). Sie war nicht erstreckbar (vgl. § 12 Abs. 1 Satz 1 VRG). Sie wÃ¤re bei Vorliegen eines gewichtigen Hindernisses wiederherstellbar gewesen, sofern dem BeschwerdefÃ¼hrer und seinem bisherigen Vertreter keine grobe NachlÃ¤ssigkeit an der SÃ¤umnis anzulasten war und sofern er binnen 10 Tagen nach Wegfall des Hinderungsgrundes ein Wiederherstellungsgesuch eingereicht hÃ¤tte (§ 12 Abs. 2 VRG). Indessen ist hier auf die Frage einer allfÃ¤lligen Fristwiederherstellung nicht nÃ¤her einzugehen, weil der BeschwerdefÃ¼hrer mit seiner Eingabe vom 28. November 2005 rechtzeitig Beschwerde erhoben hat und weil diese Eingabe einen rechtsgenÃ¼genden Antrag sowie eine hinreichende BegrÃ¼ndung enthÃ¤lt (§ 54 VRG). Auf die Beschwerde ist daher ohne Weiterungen (vgl. § 56 Abs. 1 VRG, § 70 in Verbindung mit § 23 Abs. 2 VRG) einzutreten. </p> <p class="Erwgung2"><b>1.3 </b>Weil der entscheidwesentliche Sachverhalt aus den Akten â insbesondere aus zahlreichen PlÃ¤nen und Fotografien â mit hinreichender Klarheit hervorgeht, bedarf es keines verwaltungsgerichtlichen Augenscheines.</p> <p class="Erwgung1"><b>2. </b> </p> <p class="Urteilstext">Mit verschiedenen RÃ¼gen wurde schon in den Rekursen und wird in den Beschwerden geltend gemacht, bereits das Projektfestsetzungsverfahren sei nicht richtig abgewickelt worden. </p> <p class="Erwgung2"><b>2.1 </b>Nach der in der bis Ende 1997 geltenden Fassung des Strassengesetzes richtete sich der Rechtsschutz bei der Projektierung von Strassen ausschliesslich nach den Bestimmungen Ã¼ber den Rechtschutz bei der Enteignung (vgl. § 15 in Verbindung mit § 21 StrassG in der ursprÃ¼nglichen Fassung). Anwendbar waren damit die Bestimmungen Ã¼ber das â in der Regel zweistufige â Administrativverfahren nach §§ 21 ff. AbtrG, welches auch heute noch bei Enteignungen, die nicht in Zusammenhang mit Strassenprojekten stehen, allein massgebend ist: Danach kann gegen die Erteilung des Enteignungsrechts (sofern eine solche Ã¼berhaupt erforderlich ist) Einsprache an den Bezirksrat erhoben werden (§ 21 Abs. 4 AbtrG), dessen Entscheid als Gutachten gilt und an den Regierungsrat weitergezogen werden kann, welcher Ã¼ber die Erteilung des Enteignungsrechtes entscheidet; dessen Entscheid kann mit Beschwerde an das Verwaltungsgericht weitergezogen werden. In gewissen FÃ¤llen entfÃ¤llt das Verfahren nach § 21 AbtrG, weil das Enteignungsrecht von Gesetzes wegen als erteilt gilt; das gilt namentlich dort, wo der Staat selber das Enteignungsrecht in Anspruch nimmt (§ 7 Abs. 2 AbtrV), ferner auch dort, wo das Gemeinwesen Baulinienland in Anspruch nimmt (§ 110 des Planungs- und Baugesetzes vom 7. September 1975, PBG). Danach folgt â als Hauptbestandteil des Administrativverfahrens â die Projektauflage (§§ 22 ff. AbtrG); hier kÃ¶nnen Einsprachen betreffend den Umfang der Enteignung und<br/> â falls das Verfahren nach § 21 AbtrG entfallen ist â auch noch gegen die Enteignung als solche erhoben werden, Ã¼ber die â sofern EinigungsbemÃ¼hungen nach § 29 AbtrG erfolglos bleiben â zunÃ¤chst der Bezirksrat und zweitinstanzlich der Regierungsrat entscheidet (§ 30 AbtrG; §§ 13 ff. AbtrV); dessen Entscheid kann mit Beschwerde an das Verwaltungsgericht weitergezogen werden. Ãber finanzielle AnsprÃ¼che und Verpflichtungen entscheidet hingegen die SchÃ¤tzungskommission (§§ 32 ff. AbtrG), deren Entscheid wiederum an das Verwaltungsgericht weitergezogen werden kann (vgl. zum Ganzen KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 19 N. 112 - 124). Nach der verwaltungsgerichtlichen Rechtsprechung musste bei der Projektierung von Strassen ein solches Verfahren mit Planauflage nach §§ 22 ff. AbtrG auch dann durchgefÃ¼hrt werden, wenn keine Enteignung Privater erforderlich war, damit auf diese Weise der Rechtsschutz betroffener Anwohner gewÃ¤hrleistet werden konnte (VGr, 25. Januar 1990, VB.1988.00040 = BEZ 1990 Nr. 1; Leitsatz in RB 1990 Nr. 102).</p> <p class="Urteilstext">FÃ¼r Strassenprojekte ist mit der Gesetzesrevision vom 8. Juni 1997 ein Festsetzungsverfahren, verbunden mit Planauflage, Einsprache und Enteignungsrecht, eingefÃ¼hrt worden, das eine bessere Koordination mit dem Enteignungsverfahren gewÃ¤hrleisten soll: Strassenprojekte sind vor der Festsetzung Ã¶ffentlich aufzulegen (§ 16 Abs. 1 StrassG). Mit der Einsprache innerhalb der Auflagefrist kÃ¶nnen alle MÃ¤ngel des Projektes gerÃ¼gt werden; diesbezÃ¼gliche Einwendungen sind im nachfolgenden Enteignungsverfahren ausgeschlossen. Mit der Bekanntmachung kann sodann angeordnet werden, dass auch alle Einwendungen gegen die Enteignung und sÃ¤mtliche damit zusammenhÃ¤ngende Begehren (betreffend EntschÃ¤digungen, Anpassungsarbeiten und Beitragsforderungen) in der Projekteinsprache erhoben werden mÃ¼ssen, womit auch solche Einwendungen im spÃ¤teren Enteignungsverfahren ausgeschlossen sind (§ 17 Abs. 2 und 3 StrassG). Damit lÃ¤sst sich erreichen, dass ein Vorhaben mit der Rechtskraft der Projektfestsetzung derart genau feststeht, dass es ungeachtet allenfalls noch bestehender finanzieller Streitpunkte (Ã¼ber welche nach dem Gesagten sowohl nach altem wie auch nach neuem Recht die SchÃ¤tzungskommission zu befinden hat) in Angriff genommen werden kann. Ãber die Einsprache wird mit der Festsetzung entschieden. ZustÃ¤ndig hierfÃ¼r ist bei Gemeindestrassen der Gemeinderat (§ 17 Abs. 4 in Verbindung mit § 15 Abs. 2 Satz 1 StrassG). Der Festsetzungsbeschluss bedarf der Genehmigung des Bezirksrats, sofern die Erteilung des Enteignungsrechts erforderlich ist (§ 15 Abs. 2 Satz 2 StrassG). Der Festsetzungs- und Einspracheentscheid ist gemÃ¤ss § 17 Abs. 4 Satz 2 StrassG nach den Vorschriften des Verwaltungsrechtspflegegesetzes weiterziehbar (vgl. zum Ganzen; KÃ¶lz/Bosshart/­RÃ¶hl, § 19 N. 125 - 128). Ãber finanzielle AnsprÃ¼che und Verpflichtungen entscheidet nach wie vor die SchÃ¤tzungskommission (§ 32 ff. AbtrG), selbst wenn solche auf besondere Anordnung hin bereits im Projektauflageverfahren geltend zu machen waren.</p> <p class="Erwgung2"><b>2.2 </b>Im vorliegenden Fall ist das Projekt im Anschluss an das Mitwirkungsverfahren nach § 13 StrassG (also vor DurchfÃ¼hrung des am 19. April 2002 nach § 22 AbtrG erÃ¶ffneten Planauflageverfahrens) vom Bezirksrat am 27. Februar 2002 gestÃ¼tzt auf § 17 StrassG in der ursprÃ¼nglichen Fassung genehmigt worden, obwohl damals bereits die neue Fassung des Strassengesetzes vom 8. Juni 1997 in Kraft stand, wonach die Genehmigung, sofern eine solche Ã¼berhaupt erforderlich ist, erst nach Abschluss des Einsprache- und Rechtsmittelverfahrens (§ 17 StrassG in der Fassung vom 8. Juni 1997) erfolgt. Diese Ungereimtheit ist aber nicht weiter von Bedeutung; wie der Bezirksrat im angefochtenen Rekursentscheid (E. 7) zu Recht festhÃ¤lt, muss das Enteignungsrecht wegen der Lage der abzutretenden Landstreifen innerhalb der Baulinien nicht mehr erteilt werden, weshalb auch eine Genehmigung der Projetktfestsetzung entbehrlich ist. </p> <p class="Erwgung2"><b>2.3 </b>Sodann ist der Gemeinderat X im Widerspruch zur Neuregelung von § 17 StrassG auf die im Planauflageverfahren erhobenen Einsprachen nicht eingetreten. Dass das Dispositiv diesbezÃ¼glich, wie der Gemeinderat in der Rekursantwort vom 14. Dezember 2004 geltend machte und vom Bezirksrat anerkannt wurde, bloss "versehentlich" so formuliert worden sei, trifft wohl kaum zu. Vielmehr hat der Gemeinderat offenkundig die Tragweite des neuen Projektfestsetzungsverfahrens von § 17 StrassG verkannt. Dies obwohl er selber bei der Projektauflage am 19. April 2002 zwecks Koordination des Projektfestsetzungs- mit dem Enteignungsverfahren entsprechend § 17 Abs. 2 Satz 2 StrassG darauf hingewiesen hatte, dass mit der Einsprache sowohl Einwendungen gegen das Projekt wie auch solche gegen die Enteignung erhoben werden kÃ¶nnten. Zudem hat ihn der Bezirksrat am 11. MÃ¤rz 2004 auf die Tragweite von § 17 StrassG nochmals ausdrÃ¼cklich aufmerksam gemacht. </p> <p class="Urteilstext">Der Bezirksrat versuchte diesen Mangel dadurch zu heilen, dass er im Rekursverfahren einen zweiten Schriftenwechsel durchfÃ¼hrte (vgl. Rekursentscheid E. 3.2.4). Er hat indessen selber die Tragweite der Verfahrensregelung von § 17 StrassG verkannt, indem er zuvor auf die in den Einsprachen erhobenen und in den Rekursen erneuerten Begehren insoweit nicht eintrat, als sie den Umfang der Enteignung betreffen; Ã¼ber diese sei erst nach Rechtskraft des Festsetzungsbeschlusses in einem "Parallelverfahren" zu befinden, welches auf Gesuch des Gemeinderates vom 28. Januar 2004 erÃ¶ffnet worden sei (Rekursentscheid E. 2.2). Diese Aufspaltung des Verfahrens ist fragwÃ¼rdig. Sofern gestÃ¼tzt auf § 17 Abs. 2 Satz 2 StrassG mit der Bekanntmachung der Projektauflage eine Koordination des Einsprache- mit dem Enteignungsverfahren angestrebt wird, wie das hier geschehen ist, muss auch Ã¼ber die den Umfang der Enteignung betreffenden Einwendungen im Rekursverfahren Ã¼ber den Festsetzungsbeschluss befunden werden; fÃ¼r ein weiteres Rekursverfahren, das erst nach Abschluss von jenem betreffend die Projektfestsetzung durchzufÃ¼hren wÃ¤re, besteht kein Raum. Andernfalls wÃ¼rde die mit § 17 StrassG angestrebte Koordination nicht gewÃ¤hrleistet. </p> <p class="Erwgung2"><b>2.4 </b>Angesichts dieser KoordinationsmÃ¤ngel fragt es sich, ob der angefochtene Rekursentscheid nicht schon aus diesem Grund aufzuheben sei. Das hÃ¤ngt davon ab, inwiefern die in den drei Einsprachen, Rekursen und Beschwerden erhobenen VerfahrensrÃ¼gen die dargelegte Koordinationsproblematik berÃ¼hren.</p> <p class="Urteilstext">Der BeschwerdefÃ¼hrer 1 rÃ¼gt zwar eine mangelhafte Koordination des Projektfestsetzungsverfahrens mit der nach Art. 5 des eidgenÃ¶ssischen Waldgesetzes vom 4. Oktober 1991 (WaG) erforderlichen Rodungsbewilligung und mit der nach § 18 des kantonalen Wasserwirtschaftsgesetzes (WasserwirtschaftsG) vom 2. Juni 1991 erforderlichen Bewilligung (dazu nachfolgend E. 4). Eine mangelhafte Koordination des Projektierungs- mit dem Enteignungsverfahren rÃ¼gt er indessen nicht. </p> <p class="Urteilstext">Die BeschwerdefÃ¼hrer 2 und 3 rÃ¼gen beide, dass ihre Beanstandung des Protokolls Ã¼ber die Einigungsverhandlung vom 3. Dezember 2002 nicht behandelt worden sei und dass sie Ã¼ber die ErÃ¶ffnung des "Parallelverfahrens" US 2004.2 vor Bezirksrat nicht orientiert worden seien. â Nachdem die Verhandlung vom 3. Dezember 2002 zu keiner Einigung mit den BeschwerdefÃ¼hrern 2 und 3 fÃ¼hrte, ist die Protokollierung dieser Verhandlung im vorliegenden Verfahren nicht mehr entscheidungswesentlich. Das Parallelverfahren US 2004.2 ist nach dem Gesagten zu Unrecht erÃ¶ffnet worden. Ein Nachteil ist den BeschwerdefÃ¼hrern 2 und 3 indessen weder aus der ErÃ¶ffnung dieses Verfahrens noch aus der mangelnden Orientierung Ã¼ber die VerfahrenserÃ¶ffnung erwachsen: Der BeschwerdefÃ¼hrer 2 hatte in seiner Einsprache vom 13. Mai 2002 (wie auch der damals durch den gleichen Anwalt vertretene RechtsvorgÃ¤nger des BeschwerdefÃ¼hrers 1) die Landabtretung mit den gleichen Argumenten bestritten, mit denen er die Projektierung des Strassenausbaus anfocht; und diese Argumente sind vom Bezirksrat im Rekursentscheid (E. 4 und 5) einlÃ¤sslich behandelt worden. Der BeschwerdefÃ¼hrer 3 sodann hat gar kein Land abzutreten. Mit seiner Einsprache vom 14. Mai 2002 erhob er zum einen Einwendungen betreffend die Projektierung des Strassenausbaus, denen der Bezirksrat teilweise (durch RÃ¼ckweisung der Sache an den Gemeinderat) Rechnung getragen hat (vgl. Rekursentscheid E. 5.3). Zum anderen erhob er Einwendungen gegen die Beitragspflicht. Ãber diese ist indessen weder im vorliegenden Projektfestsetzungsverfahren noch im beanstandeten "Parallelverfahren", sondern nach dem Gesagten im SchÃ¤tzungsverfahren zu befinden.</p> <p class="Zwischentitel">Unter BerÃ¼cksichtigung der von den BeschwerdefÃ¼hrern im Einsprache-, Rekurs- und Beschwerdeverfahren erhobenen RÃ¼gen ergibt sich demnach, dass die vorstehend (E. 2.3) dargelegten MÃ¤ngel bei der Koordination des Projektfestsetzungs- und des Enteignungsverfahrens keinen hinreichenden Grund bilden, den angefochtenen Rekursentscheid des Bezirksrats aufzuheben. Zum einen sind die KoordinationsmÃ¤ngel der Projektauflage, soweit die BeschwerdefÃ¼hrer betreffend, mit der DurchfÃ¼hrung eines zweiten Schriftenwechsels im Rekursverfahren geheilt worden. Zum andern ergeben sich aus den dem Bezirksrat unterlaufenen KoordinationsmÃ¤ngeln (ErÃ¶ffnung eines "Parallelverfahrens" hinsichtlich der den Umfang der Enteignung betreffenden RÃ¼gen) fÃ¼r die BeschwerdefÃ¼hrer keine Nachteile. </p> <p class="Erwgung2"><b>2.5 </b>Anzumerken bleibt Folgendes: Da mit dem Festsetzungsbeschluss der Gemeinde Ã¼ber den Umfang der Enteignung bereits entschieden wurde, der Bezirksrat in seinem Rekursentscheid materiell Ã¼ber die in den abgespaltenen "Parallelverfahren" thematisierten Einsprachen befunden hat und diese Beurteilung mit dem vorliegenden Entscheid abschliessend Ã¼berprÃ¼ft wird, ist das abgetrennte Verfahren US.2004.2 gegenstandslos. Dies gilt nicht nur fÃ¼r die BeschwerdefÃ¼hrer als Rekurrenten des genannten Verfahrens, sondern auch fÃ¼r diejenigen Rekur­rierenden, die gegen den Rekursentscheid vom 28. Oktober 2005 keine Beschwerde erhoben haben sowie fÃ¼r diejenigen Personen, die trotz erhobener Einsprachen den Festsetzungsbeschluss der Gemeinde nicht beim Bezirksrat angefochten haben.</p> <p class="Erwgung1"><b>3. </b> </p> <p class="Urteilstext">Der BeschwerdefÃ¼hrer 3 rÃ¼gt sodann verschiedene VerfahrensmÃ¤ngel, die sich nicht auf die dargelegte Koordinationsproblematik beziehen.</p> <p class="Erwgung2"><b><span>3.1 </span></b>Er macht geltend, in seiner Rekursreplik habe er unter Hinweis auf BGE 114 Ia 278 verlangt, dass ihm die Zusammensetzung der am angefochtenen Festsetzungsbeschluss mitwirkenden BehÃ¶rdemitglieder bekannt gegeben werde, worauf der Bezirksrat nicht eingegangen sei. <span>Dass sich der Bezirksrat hierzu nicht ausgesprochen hat, stellt entgegen der Auffassung dieses BeschwerdefÃ¼hrers keinen wesentlichen Mangel dar, der eine Aufhebung des Rekursentscheids rechtfertigen wÃ¼rde. Abgesehen davon, dass die allfÃ¤llige Ablehnung eines BehÃ¶rdemitglieds nach dem erwÃ¤hnten Entscheid (E. 3e S. 280) frÃ¼her hÃ¤tte gerÃ¼gt werden mÃ¼ssen und auch vor Verwaltungsgericht nicht behauptet wird, war dem BeschwerdefÃ¼hrer 3 die â auch im Staatskalender verÃ¶ffentlichte âZusammensetzung des Gemeinderats tatsÃ¤chlich bekannt. UnbegrÃ¼ndet ist der Einwand auch insofern, als damit beanstandet werden soll, dass der Gemeinderat im Zusammenhang mit den erhobenen Einsprachen das IngenieurbÃ¼ro Z beigezogen habe, welches dazu eine Stellungnahme verfasste. Der Beizug von privaten Fachexperten ist nicht zu beanstanden; solange diese nur beratend tÃ¤tig sind und keine hoheitlichen Befugnisse ausÃ¼ben, mÃ¼ssen sie in der anschliessenden VerfÃ¼gung auch nicht aufgefÃ¼hrt werden.</span></p> <p class="Erwgung2"><b>3.2 </b>Nicht zu beanstanden ist sodann, dass der Bezirksrat den Rekurs des BeschwerdefÃ¼hrers 3 mit vier weiteren Rekursen gegen den Festsetzungsbeschluss vom 23. August 2004 vereinigt hat. FÃ¼r eine derartige Verfahrensvereinigung, die auch angesichts der anzustrebenden Koordination (vgl. vorn E. 2.1) zweckmÃ¤ssig erscheinen kann, bedarf es keiner besonderen gesetzlichen Grundlage (vgl. KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, Vorbem. zu §§ 4 - 31 N. 33 ff.). Aus prozessÃ¶konomischen GrÃ¼nden sind denn auch im jetzigen Beschwerdeverfahren die drei getrennt erhobenen Beschwerden vereinigt worden. </p> <p class="Erwgung1"><b>4. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>4.1 </b>Erst vor Verwaltungsgericht beanstandet der BeschwerdefÃ¼hrer 1, dass mit der Festsetzung des Strassenprojekts nicht zugleich die Rodungsbewilligung fÃ¼r die erforderliche FÃ¤llung von BÃ¤umen sowie die wasserbaupolizeiliche Bewilligung fÃ¼r die Sanierung der Dole im Bereich â¦ eingeholt worden seien. </p> <p class="Urteilstext">Der Gemeinderat rÃ¤umt in seiner Beschwerdeantwort das Fehlen dieser Bewilligungen ein; als unzulÃ¤ssige neue Tatsachenbehauptungen seien diese RÃ¼gen jedoch verspÃ¤tet, und im Ãbrigen bestehe hier keine Koordinationspflicht. </p> <p class="Erwgung2"><b>4.2 </b>Der RechtsvorgÃ¤nger des BeschwerdefÃ¼hrers 1 hat in seiner Einsprache an den Gemeinderat beantragt, auf das Strassenbauprojekt sei ganz zu verzichten, eventuell sei es so zu redimensionieren, dass die Q-Strasse im Bereich â¦ als Zufahrtsstrasse mit einer Fahrbahnbreite von 4.00 bis 4.75 m, ohne Gehsteig, auszugestalten sei. Er begrÃ¼ndete dies im Wesentlichen damit, dass die Q-Strasse im Erschliessungsplan entgegen ihrer bescheidenen Erschliessungsfunktion zu Unrecht als Sammelstrasse figuriere. An dieser Argumentation hielt der BeschwerdefÃ¼hrer 1 sowohl in seiner Rekursschrift als auch in der Replik zuhanden des Bezirksrates fest, wobei er zusÃ¤tzlich rÃ¼gte, dass der Gemeinderat in seinem Festsetzungsbeschluss nicht auf seine Einsprache eingetreten sei. Erstmals im Beschwerdeverfahren rÃ¼gt der BeschwerdefÃ¼hrer 1 nun die fehlende Koordination des Projektes mit den ausstehenden kantonalen Bewilligungen. Entgegen der Auffassung des Beschwerdegegners liegt darin keine neue tatsÃ¤chliche Behauptung, welche im Beschwerdeverfahren gegen einen Rekursentscheid des nicht als richterliche Instanz geltenden Bezirksrates durchaus zulÃ¤ssig wÃ¤re (KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 52 N. 11). Vielmehr handelt es sich um eine unzulÃ¤ssige Erweiterung des durch das Einsprache- und Rekursverfahren beschrÃ¤nkten Streitgegenstands (vgl. zum RÃ¼geprinzip KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 50 N. 5 f. mit Hinweisen). Auf diese RÃ¼ge ist daher nicht einzutreten.</p> <p class="Urteilstext">Allerdings bleibt es dem Beschwerdegegner unbenommen, im ohnehin wieder aufzunehmenden Verfahren die ausstehenden kantonalen Bewilligungen noch einzuholen.</p> <p class="Erwgung1"><b>5. </b> </p> <p class="Urteilstext">In materieller Hinsicht ist in erster Linie streitig, ob auf das Projekt Ã¼berhaupt zu verzichten sei, und in diesem Zusammenhang auch die Frage, ob der am 28. Juni 1998 revidierte Erschliessungsplan dem diesbezÃ¼glichen Beschwerdeantrag zwingend entgegenstehe.</p> <p class="Erwgung2"><b>5.1 </b>Die Gemeindeversammlung X beschloss am 29. Juni 1998 eine Revision des Erschliessungsplans. Dieser in §§ 90 - 95 PBG geregelte Sondernutzungsplan gibt Aufschluss Ã¼ber die Ã¶ffentlichen Werke und Anlagen, die fÃ¼r die Groberschliessung der Bauzonen notwendig sind (§ 91 Satz 1 PBG). Der zugehÃ¶rige Bericht hielt fest, dass die Q-Strasse sowie einzelne auszubauenden TeilstÃ¼cke ihrer Funktion nach Sammelstrassen darstellten. GemÃ¤ss den regierungsrÃ¤tlichen Zugangsnormalien vom 9. Dezember 1987 mÃ¼ssten (nutzungsorientierte) Sammelstrassen eine Fahrbahn von 5 - 6 m Breite sowie ein einseitiges Trottoir von 2 - 2.50 m Breite aufweisen. Weil diese Strassen insgesamt nur etwa 48 Wohneinheiten erschlÃ¶ssen, unter BerÃ¼cksichtigung der recht steilen Hanglage sowie des relativ geringen Verkehrsaufkommens, ferner aufgrund von Ã¶kologischen und finanziellen GrÃ¼nden genÃ¼ge hier ein Ausbau als Zufahrtsstrasse im Sinn der Normalien. Im streitbetroffenen Abschnitt der Q-Strasse sollen die Fahrbahn auf 4.50 m und das Trottoir auf 2 m Breite ausgebaut werden. Die Baudirektion genehmigte diese Ãnderung am 16. Dezember 1998.</p> <p class="Urteilstext">Im Rekursentscheid erwog der Bezirksrat, dass der umstrittene Ausbau der Q-Strasse bereits Gegenstand der Revision des Erschliessungsplans gebildet habe und heute nicht mehr akzessorisch Ã¼berprÃ¼ft werden kÃ¶nne. Entgegen der Meinung der Anfechtenden hÃ¤tten sich seit der Festsetzung des revidierten Erschliessungsplans im Jahr 1998 weder die VerhÃ¤ltnisse noch das Ã¼bergeordnete Recht geÃ¤ndert. Dass in der BevÃ¶lkerung ein Meinungsumschwung stattgefunden habe, werde lediglich behauptet und sei Ã¼berdies nicht massgebend. Wie sich dem Protokoll der Gemeindeversammlung vom 29. Juni 1998 entnehmen lasse, seien schon damals die gleichen Argumente wie heute gegen das Projekt, nÃ¤mlich die Anzahl der zu erschliessenden Wohneinheiten, die Strassenbreite, die Qualifikation als Sammelstrasse sowie Aspekte der Sicherheit und der Ãkologie, vorgebracht worden. Unter diesen UmstÃ¤nden lasse sich auch nicht sagen, dass der (Ã¤ltere) Verkehrsplan Ã¼berholt sei. Ferner tue der Einwand, dass das Projekt um 40 - 50 % hÃ¶here Kosten verursache, als die Gemeindeversammlung angenommen habe, nichts zur Sache. Denn § 92 PBG erklÃ¤re die fÃ¼r die Erstellung der Erschliessungsanlagen erforderlichen Aufwendungen als gebunden, weshalb Ã¼ber die tatsÃ¤chlich mit der Detailprojektierung ermittelten Kosten keine AusgabenbeschlÃ¼sse zu fassen seien.</p> <p class="Erwgung2"><b>5.2 </b>Die BeschwerdefÃ¼hrer erneuern das Begehren um akzessorische ÃberprÃ¼fung des Erschliessungsplans von 1998. Der zugehÃ¶rige Technische Bericht erÃ¶rtere nicht, weshalb der streitbetroffene Strassenabschnitt mehr als 30 Wohneinheiten erschliesse, was aufgrund der Ã¶rtlichen VerhÃ¤ltnisse nicht zutreffen kÃ¶nne. Es rechtfertige sich nicht, den "in allen Teilen Ã¼berholten Plan" als Grundlage der heute durchzufÃ¼hrenden Enteignung gelten zu lassen. Wenn gegenÃ¼ber dem Erschliessungsplan eine Kostensteigerung von 50 - 60 % zu erwarten sei, mÃ¼sse der damalige Beschluss der Gemeindeversammlung als hinfÃ¤llig betrachtet werden.</p> <p class="Erwgung2"><b>5.3 </b>Das akzessorische PrÃ¼fungsrecht bedeutet das Recht von Gerichten und VerwaltungsbehÃ¶rden, die von ihnen anzuwendenden generellen RechtssÃ¤tze im Zusammenhang mit einem konkreten Rechtsanwendungsakt vorfrageweise auf ihre RechtmÃ¤ssigkeit, einschliesslich VerfassungsmÃ¤ssigkeit, hin zu Ã¼berprÃ¼fen und im Fall der Rechtswidrigkeit nicht anzuwenden (Ulrich HÃ¤felin/Walter Haller, Schweizerisches Bundesstaatsrecht, 6. A., ZÃ¼rich 2005, N. 2070). Im Bereich der Raumplanung kÃ¶nnen RichtplÃ¤ne bei der Anfechtung von NutzungsplÃ¤nen akzessorisch Ã¼berprÃ¼ft werden (Ulrich HÃ¤felin/Georg MÃ¼ller, Allgemeines Verwaltungsrecht, 4. A., ZÃ¼rich 2002, Rz. 943; KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 19 N. 26). Die akzessorische Anfechtung des Richtplans muss grundsÃ¤tzlich so frÃ¼h als mÃ¶glich, d.h. durch Anfechtung des Nutzungsplans, erfolgen, wie auch die RechtmÃ¤ssigkeit des Nutzungsplans grundsÃ¤tzlich nur direkt im Anschluss an dessen Erlass bestritten werden kann (Walter Haller/Peter Karlen, Rechtsschutz im Raumplanungs- und Baurecht, ZÃ¼rich 1998, N. 1066). Indessen lÃ¤sst die Rechtsprechung die nachtrÃ¤gliche Anfechtung von NutzungsplÃ¤nen zu, wenn sich der Betroffene bei Planerlass noch nicht Ã¼ber die ihm auferlegten BeschrÃ¤nkungen Rechenschaft geben konnte und er im damaligen Zeitpunkt keine MÃ¶glichkeit hatte, seine Interessen zu verteidigen. Ferner muss die GÃ¼ltigkeit eines Nutzungsplans stets dann noch in Zweifel gezogen werden kÃ¶nnen, wenn die gesetzlichen Vorschriften Ã¼ber die Ortsplanung geÃ¤ndert werden oder wenn sich die tatsÃ¤chlichen VerhÃ¤ltnisse seit Erlass eines Zonenplans in einer Weise gewandelt haben, dass das Ã¶ffentliche Interesse an den auferlegten EigentumsbeschrÃ¤nkungen dahingefallen sein kÃ¶nnte (BGE 111 Ia 129 E. 3d mit Hinweisen; RB 1987 Nr. 9; Haller/Karlen, N. 1068 ff.; KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 19 N. 27). </p> <p class="Urteilstext">Beim streitbetroffenen Strassenprojekt handelt es sich wie beim Erschliessungsplan um einen Sondernutzungsplan (Walter Haller/Peter Karlen, Raumplanungs-, Bau- und Umweltrecht, 3. A., Band I, ZÃ¼rich 1999, N. 325). GegenÃ¼ber letzterem weist er einen deutlich hÃ¶heren Konkretisierungsgrad auf; materiell entspricht der Strassenprojektplan einer Baubewilligung (vgl. Haller/Karlen, N. 522). Nach gefestigter Rechtsprechung kann ein Gestaltungsplan â als Sondernutzungsplan â anlÃ¤sslich des nachfolgenden Baubewilligungsverfahrens unter Vorbehalt der dargelegten Ausnahmen nicht mehr akzessorisch angefochten werden (Christoph Fritzsche/Peter BÃ¶sch, ZÃ¼rcher Planungs- und Baurecht, 3. A., ZÃ¼rich 2003, Rz. 3.28); dasselbe muss daher auch im vorliegenden Fall der Konkretisierung eines Sondernutzungsplans durch einen anderen solchen gelten. Die BeschwerdefÃ¼hrer hÃ¤tten, um einen Ausbau der Q-Strasse gÃ¤nzlich zu verhindern, gegen den am 29. Juni 1998 revidierten Erschliessungsplan Rekurs erheben kÃ¶nnen, was sie nicht getan haben. Sie kÃ¶nnen daher heute einen vollstÃ¤ndigen Verzicht auf das Projekt nicht mehr geltend machen, es sei denn, die Voraussetzungen fÃ¼r eine (ausnahmsweise gleichwohl zulÃ¤ssige) akzessorische ÃberprÃ¼fung des Erschliessungsplanes im Rahmen des jetzigen Rechtsmittelverfahrens Ã¼ber die Projektfestsetzung seien erfÃ¼llt (vgl. VGr, 23. MÃ¤rz 2006, VB.2005.00576, E. 2.3, www.vgrzh.ch).</p> <p class="Urteilstext">Dies trifft nach der schlÃ¼ssigen ErwÃ¤gung des Bezirksrates (Rekursentscheid E. 4) nicht zu. Seit der Revision des Erschliessungsplanes sind weder rechtliche noch tatsÃ¤chliche VerÃ¤nderungen eingetreten, die ein ZurÃ¼ckkommen auf jenen Planungsentscheid rechtfertigen wÃ¼rden. Jedenfalls bilden die von den BeschwerdefÃ¼hrern angenommen Mehrkosten von rund 50 % keinen Grund, den Erschliessungsplan zu hinterfragen; abgesehen davon, dass ein Erschliessungsplan wie gesagt einen wesentlich geringeren Konkretisierungsgrad aufweist als ein Projektplan, entspricht eine gewisse Teuerung, namentlich bei lÃ¤ngerer VerzÃ¶gerung der BauausfÃ¼hrung, der allgemeinen Erfahrung.</p> <p class="Erwgung1"><b>6. </b> </p> <p class="Urteilstext">Zu prÃ¼fen bleibt die Frage, ob das Projekt zu redimensionieren sei. </p> <p class="Erwgung2"><b>6.1 </b>Der Bezirksrat erwog hierzu, dass der mit dem Strassenausbau einhergehende Eingriff in das Landschaftsbild durch den Erschliessungsplan vorgezeichnet werde. Die Anfechtenden blieben VorschlÃ¤ge fÃ¼r eine bessere Ausgestaltung des Vorhabens schuldig. Den Sicherheitsbedenken der Anwohner habe der Gemeinderat mit einer ProjektÃ¤nderung teilweise Rechnung getragen, indem er zwei Fahrbahnverengungen um 1 m beschlossen habe, die den motorisierten Verkehr verlangsamten und die FussgÃ¤nger schÃ¼tzten. Diese von den Rekurrierenden abgelehnten Verengungen seien erst mit dem Festsetzungsbeschluss angeordnet und einzig den Rekurrierenden erÃ¶ffnet worden. Vorliegend seien die Projektauflage und das Einspracheverfahren gemÃ¤ss §§ 22 f. AbtrG parallel zum strassenrechtlichen Verfahren eingeleitet worden. Daher bestehe im Enteignungsverfahren keine MÃ¶glichkeit mehr, die ProjektÃ¤nderung weiteren, allenfalls zum Rekurs legitimierten AnstÃ¶ssern zu erÃ¶ffnen. Zur fÃ¶rmlichen Beschlussfassung Ã¼ber die Ãnderung und deren Publikation sei die Sache an den Gemeinderat zurÃ¼ckzuweisen. Dies drÃ¤nge sich auch bezÃ¼glich der allenfalls nicht den gesetzlichen Anforderungen entsprechenden SichtverhÃ¤ltnisse in der Kurve vor der Liegenschaft F auf. Die von den Rekurrierenden befÃ¼rchteten Sicherheitsprobleme erforderten jedoch keine Verlegung des Gehwegs auf die Bergseite (Rekursentscheid E. 5).</p> <p class="Urteilstext">Der BeschwerdefÃ¼hrer 1 hÃ¤lt dem entgegen, dass § 11 der Zugangsnormalien bei steilen Hanglagen und im Interesse von Naturschutzobjekten geringere Anforderungen ausdrÃ¼cklich zulasse. Das Projekt erfordere nicht nur eine bis 2 m hohe, unÃ¼bersichtliche StÃ¼tzmauer, sondern auch hÃ¤ssliche BÃ¶schungen mit erheblichen Eingriffen in bestehende VorgÃ¤rten. Im Bericht zum Erschliessungsplan werde der Standard einer Zufahrtsstrasse in Aussicht gestellt; angesichts der Ã¶rtlichen VerhÃ¤ltnisse genÃ¼ge im streitbetroffenen Abschnitt eine solche im unteren Anwendungsbereich, d.h. ohne Trottoir. Wenn schon im Abschnitt â¦ auf einen Gehweg verzichtet werde, weil eine senkrecht zum Hang verlaufende FussgÃ¤ngerverbindung sinnvoller sei, mÃ¼sse dies auch im Bereich der Q-Strasse gelten.</p> <p class="Erwgung2"><b>6.2 </b>GemÃ¤ss den in § 14 StrassG festgehaltenen ProjektierungsgrundsÃ¤tzen sind die Strassen entsprechend ihrer Bedeutung und Zweckbestimmung nach den jeweiligen Erkenntnissen der Bau- und Verkehrstechnik, mit bestmÃ¶glicher Einordnung in die bauliche und landschaftliche Umgebung sowie unter Beachtung der Sicherheit, des Umweltschutzes, der Wirtschaftlichkeit und mit sparsamer Landbeanspruchung zu projektieren; die BedÃ¼rfnisse des Ã¶ffentlichen Verkehrs, der FussgÃ¤nger, der Radfahrer sowie der Behinderten und Gebrechlichen sind angemessen zu berÃ¼cksichtigen.</p> <p class="Urteilstext">WÃ¤hrend der Bezirksrat im Rekursverfahren aufgrund von § 20 Abs. 1 VRG mit freier Kognition geurteilt hat, ist das Verwaltungsgericht nach § 50 Abs. 1 VRG auf die PrÃ¼fung von Rechtsverletzungen beschrÃ¤nkt. Als Rechtsverletzung gelten nach Abs. 2 dieser Bestimmung insbesondere die unrichtige Anwendung und die Nichtanwendung eines im Gesetz ausgesprochenen oder sich daraus ergebenden Rechtssatzes (lit. a), die unrichtige rechtliche Beurteilung einer Tatsache (lit. b), Ermessensmissbrauch und ErmessensÃ¼ber-schreitung (lit. c) sowie die Verletzung einer wesentlichen Form- oder Verfahrensvorschrift (lit. d). Die RÃ¼ge der Unangemessenheit ist gemÃ¤ss § 50 Abs. 3 VRG nur zulÃ¤ssig, soweit das Ã¼bergeordnete Recht sie vorsieht. Bei planungsrechtlichen Entscheiden, zu denen auch die vorliegend umstrittene Gestaltung eines Strassenprojekts zÃ¤hlt, mÃ¼ssen zahlreiche, oft widerstreitende Interessen gegeneinander abgewogen werden. Schon einfachere Planungen, wie etwa ein Quartierplan oder ein kommunaler Rahmennutzungsplan, setzen besondere Fachkenntnisse voraus; dies gilt auch fÃ¼r SondernutzungsplÃ¤ne wie Strassen. Die Optimierung dieses Vorhabens hÃ¤ngt Ã¼berdies von verschiedenen Prognosen Ã¼ber kÃ¼nftige Entwicklungen ab. Im Rahmen der ihm obliegenden Rechtskontrolle hat das Verwaltungsgericht nicht als "OberplanungsbehÃ¶rde" zu prÃ¼fen, welche der von den Parteien verfochtenen Planungsvarianten den Vorzug verdient; vielmehr beschrÃ¤nkt sich seine Aufgabe auf die Untersuchung, ob das mit dem angefochtenen Beschluss festgesetzte Projekt formelle oder materielle PlanungsgrundsÃ¤tze verletze. Hat die fachkundig beratene BehÃ¶rde in Kenntnis der entscheidungswesentlichen SachumstÃ¤nde eine als vertretbar erscheinende LÃ¶sung getroffen, so hat das Verwaltungsgericht ihren Beurteilungsspielraum zu respektieren (BGE 129 II 331 E. 3.2; RB 1981 Nr. 29; vgl. KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 50 N. 83; Heinz Aemisegger/Stephan Haag in: Kommentar RPG, 1999, Art. 33 Rz. 56). Auch steht es dem Verwaltungsgericht solange nicht zu, mit einem Planungsentscheid verbundene politische Wertungen zu hinterfragen, als diese innerhalb des vom Gesetzgeber abgesteckten Rahmens liegen (RB 2003 Nr. 20). Hinsichtlich der Auswirkungen eines Strassenprojekts auf die Umwelt ist eine Gesamtbeurteilung vorzunehmen (BGE 118 Ib 599 E. 8 S. 611 f.).</p> <p class="Erwgung2"><b>6.3 </b>Wie in E. 5.3 dargelegt, kann die der Festsetzung des Erschliessungsplans zugrunde gelegte Annahme von etwa 48 Wohneinheiten im streitbetroffenen Abschnitt der Q-Strasse heute nicht mehr hinterfragt werden. Zutreffend weist der Gemeinderat in der Beschwerdeantwort darauf hin, dass es nach § 6 der Zugangsnormalien bei der Festlegung der Zugangsart nicht allein auf die tatsÃ¤chlich vorhandenen und realisierbaren Wohneinheiten ankommt; vielmehr sind auch die Auswirkungen von anderen Nutzungen â hier des land- und forstwirtschaftlichen sowie des Freizeitverkehrs â mitzuberÃ¼cksichtigen. Weil die Peripherie von X nicht als mit Ã¶ffentlichen Verkehrsmitteln gut erschlossen gelten kann, ist aufgrund der technischen Anforderungen im Anhang zu den Zugangsnormalien eine Zufahrtsstrasse im oberen Anwendungsbereich erforderlich. Diese besteht aus einer wenigstens 4.50 m breiten Fahrbahn und einem mindestens 2 m breiten Trottoir, wie der Gemeinderat im angefochtenen Beschluss vorsieht. Erleichterungen im Sinn von § 11 der Zugangsnormalien fallen hier ausser Betracht: Aufgrund der Akten kann die Hanglage nicht als steil bezeichnet werden; sodann berÃ¼hrt das Vorhaben kein Objekt des Natur- und Heimatschutzes gemÃ¤ss § 203 PBG, sondern lediglich einige VorgÃ¤rten und etwas Wald. Selbst wenn das Gegenteil zutreffen wÃ¼rde, wÃ¤re es dem Gemeinderat nach § 11 der Zugangsnormalien freigestellt, die Strasse trotzdem auf das Normalmass auszubauen. Deren Verbreiterung sowie die Erstellung eines Trottoirs dienen offensichtlich der Sicherheit der Verkehrsteilnehmer. Dass zwei Verengungen die Geschwindigkeit des motorisierten Verkehrs dÃ¤mpfen, steht dazu nicht im Widerspruch, sondern entspricht einer heute weit verbreiteten Praxis. Obschon das Vorhaben GrÃ¼nflÃ¤che in Anspruch nimmt, hÃ¤lt sich die Ã¶kologische BeeintrÃ¤chtigung in einem vertretbaren Rahmen. Ferner kann nicht von einem Ã¤sthetisch Ã¼bermÃ¤ssigen Eingriff in das Landschaftsbild gesprochen werden. Schliesslich ist der Verlust von etwas Vorgartenland den betroffenen AnstÃ¶ssern durchaus zuzumuten; die meisten HausgrundstÃ¼cke weisen eine stattliche GrÃ¶sse auf und die Baulinien entlang dem betreffenden Streckenabschnitt der Q-Strasse sind eher grosszÃ¼gig dimensioniert. Mit der Projektfestsetzung hat sich der Gemeinderat daher in seinem weit gespannten Planungsermessen gehalten, weshalb der Bezirksratsentscheid und der angefochtene Fest-setzungsbeschluss einer Rechtskontrolle ohne weiteres standhalten. Auch fÃ¼r die vom BeschwerdefÃ¼hrer 1 mit Eventual- und Subeventualantrag verlangten Projektkorrekturen besteht demnach kein Anlass. </p> <p class="Urteilstext">DemgemÃ¤ss ist die Beschwerde abzuweisen, soweit darauf einzutreten ist. </p> <p class="Erwgung1"><b>7. </b> </p> <p class="Urteilstext">Mehrere am Verfahren beteiligte tragen die Kosten in der Regel entsprechend ihrem Unterliegen. Kosten, die ein Beteiligter durch Verletzung von Verfahrensvorschriften oder durch nachtrÃ¤gliches Vorbringen solcher Tatsachen oder Beweismittel verursacht, die er schon frÃ¼her hÃ¤tte geltend machen kÃ¶nnen, sind ihm ohne RÃ¼cksicht auf den Ausgang des Verfahrens zu Ã¼berbinden (§ 13 Abs. 2 VRG). </p> <p class="Urteilstext">Der Bezirksrat hat eine StaatsgebÃ¼hr von Fr. 3'000.- erhoben und diese je zu 4/25 den fÃ¼nf Rekurrierenden und zu 1/5 der Gemeinde X Ã¼berbunden. Obwohl die BeschwerdefÃ¼hrer im vorinstanzlichen Verfahren mit ihrem Hauptantrag im Ergebnis weit Ã¼berwiegend unterlegen sind, erscheint angesichts der bereits im Rekursentscheid sowie in E. 2 des vorliegenden Entscheides aufgezeigten VerfahrensmÃ¤ngel eine grÃ¶ssere Belastung der Gemeinde mit den Kosten des Rekursverfahrens als angezeigt. Deshalb ist davon auszugehen, dass den Rekurrierenden nur die HÃ¤lfte der Rekurskosten aufzuerlegen ist. Auf die drei Rekurrenten, welche den Rekursentscheid angefochten haben (BeschwerdefÃ¼hrer 1 - 3), entfallen somit noch je 1/5 von 1/2 = je 1/10 der Rekurskosten, gesamthaft 3/10 = 30/100. Der Kostenanteil der beiden Rekurrierenden, welche den Rekursentscheid nicht angefochten haben, bleibt bei je 4/25 gemÃ¤ss der vorinstanzlichen Kostenverlegung, gesamthaft 8/25 = 32/100. Der vorinstanzliche Kostenanteil der Gemeinde (Beschwerdegegner) betrug 2/10 = 20/100; der Rest (18/100) ist zusÃ¤tzlich der Gemeinde aufzuerlegen, ihr gesamthafter Kostenanteil betrÃ¤gt somit 38/100.</p> <p class="Urteilstext">Obwohl die AntrÃ¤ge und Interessen der damaligen Rekurrenten nicht Ã¼bereingestimmt haben und ihnen die RÃ¼ckweisung in unterschiedlichem Mass zugute kommt, drÃ¤ngte sich eine diesen UmstÃ¤nden Rechnung tragende differenzierende Kostenauflage durch den Bezirksrat nicht auf. Entgegen der RÃ¼ge des BeschwerdefÃ¼hrers 3 hat die Vorinstanz die Rekurrenten nicht in solidarischer Haftung fÃ¼r die Bezahlung der Verfahrenskosten verpflichtet â was nach verwaltungsgerichtlicher Praxis eine als einfache Gesellschaft zu wÃ¼rdigende Verbindung der Anfechtenden voraussetzt (vgl. KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 14 N. 3 und RB 1996 Nr. 9 [Leitsatz]) â, sondern entsprechend § 14 VRG zu einer subsidiÃ¤ren Haftung. Anzumerken bleibt, dass die vom Bezirksrat erhobene StaatsgebÃ¼hr angesichts der Bedeutung der Sache und des erheblichen Verfahrensaufwands als eher bescheiden bezeichnet werden darf.</p> <p class="Urteilstext">Auch bei der Verteilung der verwaltungsgerichtlichen Kosten ist zu berÃ¼cksichtigen, dass die unter E. 2 dargelegten VerfahrensmÃ¤ngel das Beschwerdeverfahren erheblich erschwerten. Dem Beschwerdegegner ist daher entgegen dem Prozessausgang ein FÃ¼nftel der Kosten des Beschwerdeverfahrens aufzuerlegen. </p> <p class="Urteilstext">Den im Rekursverfahren Ã¼berwiegend und im Beschwerdeverfahren vollstÃ¤ndig unterliegenden BeschwerdefÃ¼hrern steht von vornherein keine ParteientschÃ¤digung fÃ¼r die beiden Verfahren zu. Weil der Beschwerdegegner das Rechtsmittelverfahren durch die VerfahrensmÃ¤ngel teilweise mitverursacht hat, erscheint es nach § 17 Abs. 2 VRG billig, auch ihm keine solche VergÃ¼tung zuzusprechen.</p> <p class="Sachverhalt1">DemgemÃ¤ss entscheidet die Kammer:</p> <p class="Sachverhalt1">1. Die Beschwerden werden abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird.</p> <p class="Sachverhalt1">2. Die den BeschwerdefÃ¼hrern auferlegten Kosten des Rekursverfahrens werden auf je 10/100 reduziert. Dementsprechend wird der Beschwerdegegner verpflichtet, 38/100 dieser Kosten zu tragen.</p> <p class="Sachverhalt1">3. Die GerichtsgebÃ¼hr wird festgesetzt auf <br/> Fr. 4'000.--; die Ã¼brigen Kosten betragen:<br/> Fr. 120.-- Zustellungskosten,<br/> Fr. 4'120.-- Total der Kosten.</p> <p class="Sachverhalt1">4. Die Gerichtskosten werden den BeschwerdefÃ¼hrern je zu 4/15 auferlegt, unter subsidiÃ¤rer Haftung eines jeden fÃ¼r den Gesamtbetrag. Im restlichen Umfang werden die Gerichtskosten dem Beschwerdegegner auferlegt.</p> <p class="Sachverhalt1">5. ParteientschÃ¤digungen werden nicht zugesprochen.</p> <p class="Urteilstext">6. Mitteilung an â¦</p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>