<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="content"> <div class="para"> </div> <div class="para">Bundesgericht </div> <div class="para">Tribunal fédéral </div> <div class="para">Tribunale federale </div> <div class="para">Tribunal federal </div> <div class="para"> </div> <div class="para">{T 0/2} </div> <div class="para">4A_328/2008 </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Urteil 3. Oktober 2008 </div> <div class="para">I. zivilrechtliche Abteilung </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Besetzung </div> <div class="para">Bundesrichter Corboz, Präsident, </div> <div class="para">Gerichtsschreiber Huguenin. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">A.X.________, </div> <div class="para">Parteien </div> <div class="para">B.X.________, </div> <div class="para">beide vertreten durch Rechtsanwältin Ina Ragaller, </div> <div class="para"> </div> <div class="para">gegen </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Kantonsgericht des Kantons Schwyz, Kantonsgerichtspräsident, Kollegiumstrasse 28, Postfach 2265, 6431 Schwyz. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Gegenstand </div> <div class="para">unentgeltliche Prozessführung, </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Beschwerde gegen die Verfügung des Kantonsgerichts des Kantons Schwyz, Kantonsgerichtspräsident, vom 3. Juni 2008. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">In Erwägung, </div> <div class="para">dass der Einzelrichter des Bezirksgerichts Einsiedeln die Klage der Beschwerdeführer auf Erstreckung des Mietverhältnisses um drei Jahre bis 31. März 2011 mit Urteil vom 18. März 2008 abwies; </div> <div class="para"> </div> <div class="para">dass die Beschwerdeführer dieses Urteil mit Berufung beim Kantonsgericht des Kantons Schwyz anfochten und um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege ersuchten; </div> <div class="para"> </div> <div class="para">dass der Kantonsgerichtspräsident das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege samt Rechtsbeistand mit Verfügung vom 3. Juni 2008 abwies und die Beschwerdeführer aufforderte, bis zum 17. Juni 2008 einen Kostenvorschuss von Fr. 2'500.-- zu leisten; </div> <div class="para"> </div> <div class="para">dass die Beschwerdeführer die Verfügung des Kantonsgerichtspräsidenten mit Beschwerde vom 3. Juli 2008 beim Bundesgericht anfochten und auch für das bundesgerichtliche Verfahren um Erteilung der unentgeltlichen Rechtspflege samt Rechtsbeistand ersuchten; </div> <div class="para"> </div> <div class="para">dass sich nach dem Beizug der kantonalen Akten durch das Bundesgericht herausstellte, dass die Beschwerdeführer den mit der Verfügung vom 3. Juni 2008 verlangten Kostenvorschuss fristgemäss bezahlt hatten, worauf das Kantonsgericht das Verfahren fortsetzte und mit Urteil vom 2. Juli 2008 die Berufung abwies, soweit es darauf eintrat und das angefochtene Urteil bestätigte; </div> <div class="para"> </div> <div class="para">dass die Beschwerdeführer dieses Urteil innerhalb der dreissigtägigen Frist von <span class="artref">Art. 100 Abs. 1 BGG</span> nicht mit Beschwerde beim Bundesgericht angefochten haben; </div> <div class="para"> </div> <div class="para">dass die Verfügung des Kantonsgerichtspräsidenten vom 3. Juni 2008 einen Zwischenentscheid im Sinne von <span class="artref">Art. 93 Abs. 1 BGG</span> betrifft, gegen den die Beschwerde an das Bundesgericht nur dann zulässig ist, wenn er einen nicht wieder gutzumachenden Nachteil bewirken kann (<span class="artref">Art. 93 Abs. 1 lit. a BGG</span>); </div> <div class="para"> </div> <div class="para">dass die Voraussetzung des nicht wieder gutzumachenden Nachteils gemäss der Rechtsprechung des Bundesgerichts mit der Zahlung des Kostenvorschuss für das kantonale Berufungsverfahren dahingefallen ist, weshalb auf die Beschwerde nicht eingetreten werden kann, soweit sie die Verpflichtung zur Leistung eines solchen Kostenvorschusses zum Gegenstand hat (Urteil des Bundesgerichts 2D_1/2007 vom 2. April 2007 E. 3); </div> <div class="para"> </div> <div class="para">dass die Zulässigkeitsvoraussetzung von <span class="artref">Art. 93 Abs. 1 lit. a BGG</span> dagegen nach wie vor gegeben ist, soweit mit der angefochtenen Verfügung das Gesuch der Beschwerdeführer um Beiordnung eines unentgeltlichen Rechtsbeistandes abgewiesen wurde; </div> <div class="para"> </div> <div class="para">dass der kantonale Richter das Gesuch der Beschwerdeführer in der angefochtenen Verfügung mit der Doppelbegründung abwies, dass die Beschwerdeführer einerseits ihre Bedürftigkeit nicht nachgewiesen hätten und andererseits keine hinreichenden Prozessaussichten für die Berufung bestünden, weil die Feststellung des erstinstanzlichen Richters betreffend fehlender Suchbemühungen der Beschwerdeführer mit der Berufung nicht wirksam in Frage gestellt werden könne; </div> <div class="para"> </div> <div class="para">dass in den Rechtsmitteln an das Bundesgericht unter Bezugnahme auf die Erwägungen des angefochtenen Entscheides dargelegt werden muss, welche Rechte der beschwerdeführenden Partei durch das kantonale Gericht verletzt worden sind (<span class="artref">Art. 42 Abs. 2 BGG</span>), wobei eine allfällige Verletzung der bundesrechtlichen Grundrechte oder kantonaler verfassungsmässiger Rechte vom Bundesgericht nicht von Amtes wegen geprüft wird, sondern nur dann, wenn entsprechende Rügen in der Beschwerdeschrift ausdrücklich erhoben und begründet werden (<span class="artref">Art. 106 Abs. 2 BGG</span>); </div> <div class="para"> </div> <div class="para">dass im Fall, wo der angefochtene Entscheid auf mehreren selbständigen Begründungen beruht, in der Beschwerdeschrift in Bezug auf jede dieser Begründungen dargelegt werden muss, inwiefern sie Recht verletzen soll, ansonsten auf die Beschwerde nicht eingetreten wird (<a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=2&amp;from_date=16.09.2008&amp;to_date=05.10.2008&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F133-IV-119%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page119">BGE 133 IV 119</a> E. 6.3 S. 120 f.); </div> <div class="para"> </div> <div class="para">dass in der angefochtenen Verfügung die hinreichenden Prozessaussichten der Berufung mit der Begründung verneint werden, die neu eingereichten Belege betreffend Suchbemühungen seien gemäss dem kantonalen Verfahrensrecht (<span class="artref">§ 104 Ziff. 2 und <artref id="CH/272/198" type="start"></artref>§ 198 ZPO</span><artref id="CH/272/104/2" type="end"></artref> SZ) unzulässig; </div> <div class="para"> </div> <div class="para">dass in der Beschwerdeschrift in diesem Punkt keine ausreichend begründete Rüge einer Verletzung des Bundesrechts oder des kantonalen Verfassungsrechts erhoben wird, womit das erwähnte Begründungserfordernis betreffend Anfechtung einer Doppelbegründung nicht erfüllt ist; </div> <div class="para">dass aufgrund dieser Erwägungen auf die Beschwerde in Anwendung von <span class="artref"><artref id="CH/173.110/108/b" type="start"></artref><artref id="CH/173.110/108/1/b" type="start"></artref><artref id="CH/173.110/108/1/a" type="start"></artref>Art. 108 Abs. 1 lit. a und b BGG</span><artref id="CH/173.110/108/1/b" type="end"></artref><artref id="CH/173.110/108/b" type="end"></artref><artref id="CH/173.110/b" type="end"></artref> insgesamt nicht eingetreten werden kann; </div> <div class="para"> </div> <div class="para">dass unter den gegebenen Umständen auf die Erhebung von Gerichtskosten zu verzichten ist (<span class="artref">Art. 66 Abs. 1 BGG</span>), womit das Gesuch um Befreiung von den Gerichtskosten gegenstandslos wird; </div> <div class="para"> </div> <div class="para">dass das Gesuch um Beiordnung eines unentgeltlichen Rechtsbeistandes wegen Aussichtslosigkeit der Beschwerde abzuweisen ist (<span class="artref">Art. 64 Abs. 1 BGG</span>); </div> <div class="para"> </div> <div class="para">erkennt der Präsident: </div> <div class="para"> </div> <div class="para">1. </div> <div class="para">Das Gesuch um Beiordnung eines unentgeltlichen Rechtsbeistandes wird abgewiesen. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">2. </div> <div class="para">Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">3. </div> <div class="para">Es werden keine Gerichtskosten erhoben. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">4. </div> <div class="para">Dieses Urteil wird den Parteien und dem Kantonsgericht des Kantons Schwyz, Kantonsgerichtspräsident, schriftlich mitgeteilt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Lausanne, 3. Oktober 2008 </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Im Namen der I. zivilrechtlichen Abteilung </div> <div class="para">des Schweizerischen Bundesgerichts </div> <div class="para">Der Präsident: Der Gerichtsschreiber: </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Corboz Huguenin </div> </div></body></html>