<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="content"> <div class="para">Bundesgericht </div> <div class="para">Tribunal fédéral </div> <div class="para">Tribunale federale </div> <div class="para">Tribunal federal </div> <div class="para"> </div> <div class="para">{T 0/2} </div> <div class="para">2C_742/2012 </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Urteil vom 2. August 2012 </div> <div class="para">II. öffentlich-rechtliche Abteilung </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Besetzung </div> <div class="para">Bundesrichter Zünd, Präsident, </div> <div class="para">Gerichtsschreiber Feller. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Verfahrensbeteiligte </div> <div class="para">X.________, </div> <div class="para">Beschwerdeführer, </div> <div class="para"> </div> <div class="para">gegen </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Kantonale Steuerkommission Schaffhausen, J.J. Wepfer-Strasse 6, Postfach, 8201 Schaffhausen. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Gegenstand </div> <div class="para">Kantons- und Gemeindesteuern 2011, </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Beschwerde gegen die Verfügung des Obergerichts des Kantons Schaffhausen vom 13. Juli 2012. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Erwägungen: </div> <div class="para"> </div> <div class="para">1. </div> <div class="para">X.________ erhob am 24. April 2012 bei der Steuerverwaltung des Kantons Schaffhausen Einsprache gegen die Veranlagung zu den Kantons- und Gemeindesteuern 2011. Am 3. Juli 2012 beantragte er dem Obergericht des Kantons Schaffhausen die "verfassungskonforme und gesetzmässige Rechtsanwendung im Einspracheverfahren und damit die Heranziehung von Wortlaut und Sinn des Art. 39 Abs. 2 KV in Bezug auf die sofortige Herausgabe der Einsprache (Teilbereich) vom 24. April 2012 an das zuständige Gericht" sowie die Übermittlung der Einsprache an das Bundesgericht. Das Obergericht erachtete sich unter keinem Titel für zuständig, während der Hängigkeit des Einspracheverfahrens tätig zu werden, weder in Bezug auf die konkret streitige Veranlagung noch im Sinne der Vornahme einer abstrakten Normenkontrolle. Entsprechend trat es mit Verfügung vom 13. Juli 2012 auf den Rekurs nicht ein. </div> <div class="para">Mit Beschwerde (Normenkontrollbegehren) in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten vom 30. Juli 2012 beantragt X.________ dem Bundesgericht u.a. vorfrageweise Überprüfung der vorgelegten Rechtssätze <span class="artref">Art. 149 Abs. 2 StG</span> i.V. mit Art. 150 Abs. 1 des Schaffhauser Gesetzes vom 20. März 2000 über die direkten Steuern (StG) auf ihre Verfassungsmässigkeit im Anwendungsfall; Überprüfung der normwidrig angewandten <span class="artref">Art. 23 Abs. 1 StG</span>; Überprüfung der Reichweite von <span class="artref">Art. 23 Abs. 1 StG</span>; Aufhebung aufgrund der Unzulänglichkeit der gesetzlichen Regelung des gestützt auf eine normwidrige Bestimmung ergangenen konkreten Anwendungsaktes (Schlussrechnung vom 16. April 2012). </div> <div class="para">Es ist weder ein Schriftenwechsel noch sind andere Instruktionsmassnahmen angeordnet worden. Mit dem vorliegenden instanzabschliessenden Urteil wird das Gesuch um aufschiebende Wirkung gegenstandslos. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">2. </div> <div class="para">2.1 Gemäss <span class="artref">Art. 82 lit. a BGG</span> beurteilt das Bundesgericht Beschwerden gegen Entscheide in Angelegenheiten des öffentlichen Rechts (lit. a) und gegen kantonale Erlasse (lit. b). Dass das Bundesgericht selber nicht zur abstrakten Kontrolle der vom Beschwerdeführer erwähnten Gesetzesbestimmungen angerufen werden kann, ergibt sich aus <span class="artref">Art. 101 BGG</span>. Angefochten werden kann nur die Verfügung des Obergerichts vom 13. Juli 2012. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">2.2 Gemäss <span class="artref"><artref id="CH/173.110/42/2" type="start"></artref><artref id="CH/173.110/42/1" type="start"></artref>Art. 42 Abs. 1 und 2 BGG</span><artref id="CH/173.110/42/2" type="end"></artref><artref id="CH/173.110/2" type="end"></artref> haben Rechtsschriften die Begehren und deren Begründung zu enthalten; in der Begründung ist in gedrängter Form darzulegen, inwiefern der angefochtene Akt (schweizerisches) Recht verletze. Die Begründung hat sachbezogen zu sein, d.h. der Beschwerdeführer muss auf die für das Ergebnis des angefochtenen Entscheids massgeblichen Erwägungen konkret eingehen. Soll die Anwendung kantonalen Rechts (vgl. <span class="artref">Art. 95 BGG</span>, dazu <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=4&amp;from_date=17.07.2012&amp;to_date=05.08.2012&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F135-III-513%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page513">BGE 135 III 513</a> E. 4.3 S. 521 f.<span class="artref">; <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=4&amp;from_date=17.07.2012&amp;to_date=05.08.2012&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F134-I-153%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page153">134 I 153</a></span> E. 4.2.2 S. 158; <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=4&amp;from_date=17.07.2012&amp;to_date=05.08.2012&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F134-II-349%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page349">134 II 349</a> E. 3 S. 351 f.; <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=4&amp;from_date=17.07.2012&amp;to_date=05.08.2012&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F133-III-462%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page462">133 III 462</a> E. 2.3 S. 466) bemängelt werden, kann im Wesentlichen bloss die Verletzung verfassungsmässiger Rechte gerügt werden, was spezifischer Geltendmachung und Begründung bedarf (vgl. <span class="artref">Art. 106 Abs. 2 BGG</span>). </div> <div class="para"> </div> <div class="para">2.3 Das Obergericht hat einen Nichteintretensentscheid gefällt; von vornherein an der Sache vorbei gehen und nicht zu hören sind damit die Anträge und Ausführungen des Beschwerdeführers zur materiellrechtlichen Steuernorm des <span class="artref">Art. 23 StG</span>/SH. </div> <div class="para">Das Obergericht hat seinen Nichteintretensentscheid mit der für die Anfechtung von Veranlagungsentscheiden bzw. Steuerrechnungen geltenden Rechtsmittelordnung begründet. Der Beschwerdeführer macht geltend, diese sei verfassungswidrig. Namentlich beantragt er eine vorfrageweise Überprüfung von <span class="artref"><artref id="CH/641.10/149" type="start"></artref>Art. 149 und 150 StG</span><artref id="CH/641.10/150" type="end"></artref>. Inwiefern die dazu angerufenen verfassungsmässigen Rechte durch diese Normen als solche bzw. durch ihre Anwendung im konkreten Einzelfall verletzt würden, lässt sich den Ausführungen in der Beschwerdeschrift auch nicht ansatzweise entnehmen. Der Beschwerdeführer prozessiert weitgehend gleich und erhebt mehr oder weniger dieselben untauglichen Rügen wie in den Verfahren 2C_717/2011 und 2C_718/2011, die durch das Nichteintretensurteil des Bundesgerichts vom 10. Oktober 2011 erledigt wurden. Es kann ergänzend auf E. 2.3 jenes ihm bekannten Urteils verwiesen werden. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">2.4 Die Beschwerde enthält offensichtlich keine hinreichende Begründung (<span class="artref">Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG</span>), und es ist darauf mit Entscheid des Einzelrichters im vereinfachten Verfahren nach <span class="artref">Art. 108 BGG</span> nicht einzutreten. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">2.5 Die Gerichtskosten sind entsprechend dem Verfahrensausgang dem Beschwerdeführer aufzuerlegen (Art. 66 Abs. 1 erster Satz BGG). Bei der Festsetzung der Gerichtsgebühr ist seiner Art der Prozessführung Rechnung zu tragen (<span class="artref">Art. 65 Abs. 2 BGG</span>). </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Demnach erkennt der Präsident: </div> <div class="para"> </div> <div class="para">1. </div> <div class="para">Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">2. </div> <div class="para">Die Gerichtskosten von Fr. 1'200.-- werden dem Beschwerdeführer auferlegt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">3. </div> <div class="para">Dieses Urteil wird den Verfahrensbeteiligten, dem Obergericht des Kantons Schaffhausen und der Eidgenössischen Steuerverwaltung schriftlich mitgeteilt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Lausanne, 2. August 2012 </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Im Namen der II. öffentlich-rechtlichen Abteilung </div> <div class="para">des Schweizerischen Bundesgerichts </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Der Präsident: Zünd </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Der Gerichtsschreiber: Feller </div> <div class="para"> </div> </div></body></html>