<h2>SubmittedText<h2><p>Gemäss der "NZZ" vom 9. Juni 2015 besteht möglicherweise eine Komplizenschaft zwischen den kriminellen Schleppern von afrikanischen Bootsauswanderern und der italienischen Küstenwache. Es wird angedeutet, dass auf beiden Seiten des Mittelmeers "Geldsummen unter dem Tisch verschoben" würden. Allein aus Libyen könnten demnächst 500 000 Flüchtlinge nach Europa gelangen.</p><p>- Ist dem Bundesrat eine allfällige Korruption zwischen Schlepperorganisationen und italienischen Staatsorganen bekannt?</p><p>- Wenn ja, was gedenkt er dagegen zu unternehmen?</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Es ist nicht auszuschliessen, dass kriminelle Schlepperbanden versuchen, italienische Amtspersonen mit finanziellen Anreizen zu illegalen Handlungen zu bewegen. Dem Bundesrat liegen jedoch keine konkreten Informationen über Fälle von Komplizenschaft zwischen Schleppern und der italienischen Küstenwache vor. Dies resultiert aus Abklärungen bei den schweizerischen Polizei-, Migrations- und Grenzwachtbehörden, die mit Italien in engem und dauerndem Kontakt stehen und zusammenarbeiten. Die Zusammenarbeit funktioniert auf allen Stufen gut, und Italien und die Schweiz bekämpfen gemeinsam den Menschenschmuggel und die irreguläre Migration.</p>