<h2>SubmittedText<h2><p>Der Bundesrat wird aufgefordert, das Gespräch mit der BLS zu suchen, um das Kandertal vom Durchgangsverkehr .Wallis-Bern. zu entlasten. Insbesondere sollen Massnahmen gesucht werden, die den Wochenendverkehr reduzieren. Eine prüfenswerte Möglichkeit sind höhere Autoverlade-Tarife durch den Lötschberg am Wochenende. Den gewünschten Umsteigeeffekt könnten gleichzeitige Tarifreduktionen für Bahnreisende ohne Auto verstärken.</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Im Zusammenhang mit den Sanierungsmassnahmen 94 hat der Bundesrat am 29. Juni 1994 beschlossen, den Verbilligungsbeitrag für den Transport begleiteter Motorfahrzeuge ab dem 1. Januar 1995 um 50 Prozent zu kürzen. Zudem stand auf den gleichen Zeitpunkt die Einführung der Mehrwertsteuer (MWSt) bevor.</p><p></p><p>Aufgrund dieser Massnahmen sahen sich die betroffenen Transportunternehmungen (BLS, FO und RhB) gezwungen, die daraus entstandenen Einnahmenausfälle im Rahmen ihrer Marktmöglichkeiten dem Kunden anzulasten. Die BLS hat dabei aus marktpolitischen Überlegungen nur einen Teil der nicht mehr gewährten Verbilligungen auf den Kundenpreis übertragen. Auf den 16. Dezember 1994 wurden die Verladepreise von 23 auf 25 Franken erhöht (+ 9%). Selbst diese zurückhaltende Preiserhöhung führte dazu, dass im Jahre 1995 die Verladezahlen um 5 Prozent zurückgingen und die Autofahrer vermehrt die Alternativroute N12/N9 benützten.</p><p></p><p>Seit 1985 sind die PW-Verladepreise beim Autoverlad BLS um rund 66 Prozent erhöht worden und liegen somit deutlich über der allgemeinen Teuerung. Aufgrund der in letzter Zeit gemachten Markterfahrungen muss erwartet werden, dass höhere Tarife für den Autoverlad am Lötschberg tatsächlich zum Minderverkehr, aber insgesamt nicht zu Mehreinnahmen führen würden. Mit Sicherheit würden solche Preiserhöhungen einen beachtlichen Teil der heutigen Kunden dazu bewegen, den Autoverlad selektiver zu benutzen und zunehmend die attraktivere Alternativroute N12/N9 zu wählen. Daraus ergäben sich Ertragsrückgänge beim Autoverlad der BLS sowie eine zusätzliche Umweltbelastung, die sicher nicht im Sinne der Postulantin sein kann. Allerdings ist die Ausweichroute über die N12/N9 stark staugefährdet, was an Tagen mit viel Autoverkehr manchen Automobilisten dazu bewegen kann, die Lötschbergroute trotz hohen Verladepreisen zu wählen.</p><p></p><p>Im weiteren ist zu berücksichtigen, dass in den letzten Jahren mit Unterstützung des Bundes die Verladeanlagen ausgebaut wurden (z.B. drittes Verladegleis in Goppenstein). Diese Investitionen müssen mit möglichst guter Auslastung der Anlagen amortisiert werden.</p><p></p><p>Zudem sieht das Oberwallis in jeder Tariferhöhung des Autoverlades eine Benachteiligung, indem die Fahrt verteuert oder verlängert wird. Dies sei insbesondere für den Tourismus schädigend, wird argumentiert. Dazu ist anzumerken, dass die Verkehrsmittelwahl in diesem Bereich kaum über den Preis erfolgt. Ausschlaggebend sind Gewohnheit, Bequemlichkeit und Möglichkeiten des Gepäcktransportes. Eine Tarifreduktion für Bahnreisende würde damit eher zu Mehrverkehr führen, jedoch kaum einen Umsteigeeffekt vom Privatauto weg bewirken. Die entstehenden Einnahmenausfälle hätte die öffentliche Hand zu tragen.</p><p></p><p>Gemäss Verordnung über die Förderung des kombinierten Verkehrs und des Transportes begleiteter Motorfahrzeuge (SR 742.149) sind die Unternehmungen in der Festsetzung ihrer Tarife frei. Die Höhe der Preisaufschläge liegt somit in der alleinigen Kompetenz der Transportunternehmungen.</p><p></p><p>Erklärung des Bundesrates</p><p></p><p>Der Bundesrat beantragt, das Postulat abzulehnen.</p>  Der Bundesrat beantragt, das Postulat abzulehnen.