<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2006.00542</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="https://vgrzh.djiktzh.ch/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=https://vgrzh.djiktzh.ch&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=206380&amp;W10_KEY=4467134&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2006.00542</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 28.12.2006</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">4. Abteilung/Einzelrichter</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Das Bundesgericht hat eine staatsrechtliche Beschwerde gegen diesen Entscheid am 02.07.2007 formell erledigt.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Straf- und Massnahmenvollzug</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Feststellung der Verjährungsfrist</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Vollstreckungsverjährung (bevorstehende Änderung der Rechtslage) <br/><br/>[Der Beschwerdeführer wurde 1998 wegen Rassendiskriminierung zu 45 Tagen Gefängnis verurteilt. Dagegen kantonal und eidgenössisch ergriffene Nichtigkeitsbeschwerden scheiterten. Die vom Beschwerdeführer gegen den Strafantrittsbefehl - per 5. Dezember 2006 - ergriffenen Rechtsmittel blieben ebenfalls erfolglos. Er entzog sich jedoch durch Flucht den Behörden und trat die Strafe nicht an. Vor Vorinstanz verlangte der Beschwerdeführer die Feststellung, dass der "Strafablauf" am 31. Dezember 2006 eintreten werde. Im verwaltungsgerichtlichen Verfahren rügt er insbesondere die Verletzung des rechtlichen Gehörs durch die Vorinstanz.]<br/>Vorliegend geht es im Wesentlichen um das bei der Vorinstanz gestellte Feststellungsbegehren. Die Zuständigkeit des Verwaltungsgerichts ist zu bejahen. Eine anbegehrte vorsorgliche Massnahme erübrigt sich, da ein Endentscheid zu Gunsten des Beschwerdeführers gefällt wird (E. 1). Eine allfällige Gehörsverletzung wäre als geheilt zu betrachten, was insoweit zur Abweisung der Beschwerde führt. Es werden in der Beschwerde aber auch inhaltliche Beanstandungen vorgebracht, welche - sofern sich diese als berechtigt erweisen - die Aufhebung des vorinstanzlichen Entscheids nach sich ziehen würden. Es rechtfertigt sich, nicht kassatorisch, sondern reformatorisch zu entscheiden (E. 2.1). Gemäss revidiertem, ab 1. Januar 2006 geltendem Recht wäre die Verjährung bereits zum Zeitpunkt des geplanten Strafantritts eingetreten. Entgegen der Auffassung der Vorinstanz wäre der Beschwerdeführer zudem aufgrund der geänderten Rechtslage aus einem allenfalls begonnenen Strafvollzug auf den 1. Januar 2007 zu entlassen (E. 2.2). Kostenverlegung (E. 3).<br/>Teilweise Gutheissung</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: BILLIGKEIT">BILLIGKEIT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: KOSTENVERLEGUNG">KOSTENVERLEGUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: LEX MITIOR">LEX MITIOR</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: STRAFANTRITT">STRAFANTRITT</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ÃBERGANGSBESTIMMUNG">ÃBERGANGSBESTIMMUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: VERJÃHRUNG">VERJÃHRUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: VOLLSTRECKUNGSVERJÃHRUNG">VOLLSTRECKUNGSVERJÃHRUNG</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="gerade">Art. 75 Ziff. 1 StGB</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 3 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Sachverhalt1"><b>I. </b> </p> <p class="Sachverhalt2">Das ZÃ¼rcher Obergericht verurteilte A am 10. MÃ¤rz 1998 zu 45 Tagen GefÃ¤ng­nis, ohne den Vollzug der Strafe aufzuschieben; A's dagegen am 25. Mai jenes Jahres kantonal und eidgenÃ¶ssisch erhobene Nichtigkeitsbeschwerden wiesen das ZÃ¼rcher Kassations- sowie das Bundesgericht mit Entscheiden vom 5. Dezember 1999 bzw. 26. September 2000 ab (BGr, 26. September 2000, 6S.367/1998, www.bger.ch).</p> <p class="Sachverhalt2">In einem vor Bundesgericht am 5. Juli 2006 abgeschlossenen Verfahren ergab sich, dass die VollstreckungsverjÃ¤hrung fÃ¼r diese Strafe nach geltendem Recht jedenfalls nicht vor MÃ¤rz 2007 eintrete (BGr, 5. Juli 2006, 6A.47/2006, www.bger.ch). A hÃ¤tte sie am 5. Dezember 2006 antreten mÃ¼ssen, tauchte aber zuvor unter und wurde bislang erfolglos zur Verhaftung ausgeschrieben.</p> <p class="Sachverhalt2">A hatte das Amt fÃ¼r Justizvollzug des Kantons ZÃ¼rich unter dem 24. November 2006 um die Feststellung ersucht, dass vorliegend der "Strafablauf" am 31. Dezember 2006 eintreten werde, unter EntschÃ¤digungsfolge zu Lasten des Staats; das Justizvollzugs­amt verneinte mit Antwortschreiben vom selben Tag ein Feststellungsinteresse.</p> <p class="Sachverhalt1"><b>II. </b> </p> <p class="Sachverhalt2">A liess hiergegen am 29. November 2006 rekurrieren und beantragen, unter EntschÃ¤digungsfolge (1) den Strafantritt einstweilen aufzuschieben bis zum Vorliegen einer neu zu schliessenden Vollzugsvereinbarung mit Strafablauf 31. Dezember 2006, (2) eventualiter den Strafvollzug am 31. Dezember 2006 bis zum rechtskrÃ¤ftigen Entscheid Ã¼ber den Rekurs zu unterbrechen, (3) subeventualiter festzustellen, dass der Strafablauf am 31. Dezember 2006 eintreten werde.</p> <p class="Sachverhalt2">Die Direktion der Justiz und des Innern behandelte die Rechtsbegehren 1 und 2 als solche um Erlass vorsorglicher Massnahmen und lehnte sie mit (Zwischen-)VerfÃ¼gung vom 29./30. November 2006 ab. In der Rekursantwort vom 1. Dezember 2006 beantragte das Justizvollzugsamt "unter Hinweis auf unsere Rechtsauffassung in der angefochtenen VerfÃ¼gung, an der wir â¦ festhalten, den Rekurs â¦ abzuweisen".</p> <p class="Sachverhalt2">Mit VerfÃ¼gung vom 7. Dezember 2006 wies die Direktion der Justiz und des Innern das Rechtsmittel unter Kostenfolge ab.</p> <p class="Sachverhalt1"><b>III. </b> </p> <p class="Sachverhalt2">A liess beim Verwaltungsgericht am 18. Dezember 2006 Beschwerde fÃ¼hren mit dem Antrag, die Direktion der Justiz und des Innern in Aufhebung ihrer VerfÃ¼gung vom 7. Dezember 2006 anzuweisen, nach GewÃ¤hrung rechtlichen GehÃ¶rs neu zu entscheiden, unter EntschÃ¤digungsfolge zu Lasten des Staats; zum Verfahren wurde um eine superprovisorische Massnahme des Inhalts ersucht, bis zum Vorliegen eines rechtskrÃ¤ftigen Entscheids den Strafvollzug am 31. Dezember 2006 zu unterbrechen.</p> <p class="Sachverhalt2">Das Verwaltungsgericht zog darauf von der Direktion der Justiz und des Innern sowie dem Justizvollzugsamt die Vorakten bei.</p> <p class="Sachverhalt2">Am 20./21. Dezember 2006 erstattete das Justizvollzugsamt unaufgefordert eine Beschwer­deantwort, die zwar keinen formellen Antrag stellt, aber inhaltlich klar zu Rekursabweisung tendiert. Nach Anfrage verzichtete die Direktion der Justiz und des Innern am 21. Dezember 2006 auf Vernehmlassung zum Rechtsmittel.</p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Der Einzelrichter</span><span> zieht in ErwÃ¤gung:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Erwgung1"><b>1. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>1.1 </b>Die Erledigung des gegenwÃ¤rtigen GeschÃ¤fts fÃ¤llt, weil ihm weder prinzipielle Bedeutung eignet noch der Regierungsrat als Vorinstanz geamtet hat, kraft § 38 Abs. 2 lit. b und Abs. 3 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 (VRG, LS 175.2) gerichts­intern in einzelrichterliche Kompetenz; es dreht sich hier nÃ¤mlich um Anordnungen auf Grund der §§ 16 sowie 29 Abs. 1 des Kantonalen Straf- und Vollzugsgesetzes vom 30. Juni 1974 (StVG, LS 331) in Verbindung mit den §§ 2, 5 lit. a, 8 Abs. 1 lit. a, 11, 26 ff., 34 Abs. 1 sowie 38 der Justizvollzugsverordnung vom 24. Oktober 2001 (JVV, LS 331.1).</p> <p class="Erwgung2"><b>1.2 </b>Laut § 70 in Verbindung mit § 5 Abs. 1 VRG prÃ¼ft das Verwaltungsgericht seine ZustÃ¤ndigkeit als solches von Amts wegen. § 43 Abs. 1 lit. g in Verbindung mit Abs. 2 VRG erlaubt die Beschwerde gegen Anordnungen in Straf- und Polizeistrafsachen, einschliesslich Vollzugs von Strafen sowie Massnahmen, als eine Alternative nur, soweit darauf die Verwaltungsgerichtsbeschwerde an das Bundesgericht mÃ¶glich ist (vgl. auch § 19b Abs. 1 VRG, §§ 27 und 36 je Abs. 2 StVG, § 147 JVV). Das trifft zu, wenn es sich wie hier um die VollstreckungsverjÃ¤hrung â nunmehr gemÃ¤ss kÃ¼nftigem Recht â handelt, hat doch das Bundesgericht in Sachen der Parteien eine Verwaltungsgerichtsbeschwerde zur gleichen Frage nach noch geltendem Recht an die Hand genommen.</p> <p class="Erwgung2">Vorliegend geht es letztlich um das dem Beschwerdegegner und der Vorinstanz unterbreitete Feststellungsbegehren (oben I Abs. 3, II Abs. 1). Die angefochtene VerfÃ¼gung hat zu Recht ein Feststellungsinteresse des BeschwerdefÃ¼hrers anerkannt; darauf lÃ¤sst sich gestÃ¼tzt auf § 70 in Verbindung mit § 28 Abs. 1 Satz 2 VRG verweisen. Freilich nimmt dieses Feststellungsinteresse im alten Jahr Tag fÃ¼r Tag in gleichem Mass ab, wie eine Verhaftung des BeschwerdefÃ¼hrers unwahrscheinlicher wird, und erlischt als Paradox mit dem Termin, auf dessen Ende jener fÃ¼r seine Strafe den Eintritt der VollstreckungsverjÃ¤hrung festgestellt wissen will. Denn er hat bei der Vorinstanz bereits den zutreffenden Schluss erwirkt, dass er, "sollte er die Strafe bis zum 31. Dezember 2006 nicht angetreten haben, diese nicht mehr zu verbÃ¼ssen hat".</p> <p class="Erwgung2">Ebenso erscheinen gegenwÃ¤rtig die restlichen Eintretensbedingungen ohne Weiteres als erfÃ¼llt.</p> <p class="Erwgung2"><b>1.3 </b>Heute wird in der Hauptsache ein Endentscheid zu Gunsten des BeschwerdefÃ¼hrers gefÃ¤llt. Eine Verwaltungsgerichtsbeschwerde hiergegen entfaltet nicht von selbst aufschiebende Wirkung (Art. 111 des Bundesrechtspflegegesetzes vom 16. Dezember 1943 [SR 173.110]. Deshalb erÃ¼brigt sich einstweiliger Rechtsschutz, worum die Beschwerde ersucht.</p> <p class="Erwgung1"><b>2. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>2.1 </b>Der BeschwerdefÃ¼hrer findet, die vorinstanzliche EndverfÃ¼gung sei aufzuheben, weil er sich nicht zur Rekursantwort habe Ã¤ussern kÃ¶nnen. â GemÃ¤ss bundesgerichtlicher Praxis zeitigt eine GehÃ¶rsverweigerung unbesehen die materielle Richtigkeit eines angefochtenen Entscheids grundsÃ¤tzlich dessen Kassierung (vgl. VGr, 12. August 2005, VB.2005.00271, E. 2.1, mit Hinweisen, www.vgrzh.ch). Die gleiche Rechtsprechung ge­stattet aber beim Weiterzug ausnahmsweise eine Heilung der GehÃ¶rsverletzung, wenn (1) diese nicht besonders schwer wiegt, (2) die Rechtsmittel- gegenÃ¼ber der unteren BehÃ¶rde im fraglichen Punkt nicht eine eingeschrÃ¤nktere Kognition besitzt und (3) der verletzten Partei aus der Heilung kein Nachteil erwÃ¤chst, das heisst, falls jene ihre Rechte vor der oberen Instanz voll wahren kann (BGE 107 Ia 1 S. 2, 127 V 431 E. 3d/aa, 129 I 129 E. 2.2.3; VGr, 12. August 2005, VB.2005.00271, E. 2.4, www.vgrzh.ch; zur hierÃ¼ber kontroversen Lehre zuletzt weitergehend HansjÃ¶rg Seiler, Abschied von der formellen Natur des rechtlichen GehÃ¶rs, SJZ 100/2004, S. 377 ff., und restriktiver Benjamin Schindler, Die «formelle Natur» von Verfahrensgrundrechten, ZBl 106/2005, S. 169 ff. â beide bislang ohne erkennbaren Einfluss auf das Bundesgericht).</p> <p class="Erwgung2">Angesichts der eigentlich inhaltslosen Rekursantwort (vgl. oben II Abs. 2) kann, wenn Ã¼berhaupt, bloss von einer nicht besonders schwer wiegenden GehÃ¶rsverletzung die Rede gehen. Sodann ist die verwaltungsgerichtliche Kognition bei der â keine ErmessensausÃ¼bung verlangenden â Beurteilung der VollstreckungsverjÃ¤hrung bzw. des diesbezÃ¼glichen Feststellungsinteresses so umfassend wie jene der Vorinstanz. Endlich hÃ¤tte sich der BeschwerdefÃ¼hrer in seinem Rechtsmittel zur Rekursantwort Ã¤ussern kÃ¶nnen. Also gilt es eine allfÃ¤llige GehÃ¶rsverletzung als geheilt zu betrachten. Damit muss die Beschwerde insofern abgewiesen werden, als man ihren Antrag zur Sache streng wÃ¶rtlich versteht.</p> <p class="Erwgung2">Allerdings bringt die Beschwerde auch inhaltliche Argumente fÃ¼r eine Aufhebung der angefochtenen VerfÃ¼gung vor. Dringt sie aber damit durch, muss der Einzelrichter die Angelegenheit nicht in Anwendung von § 64 Abs. 1 VRG an die Vorinstanz zurÃ¼ckweisen, sondern kann gestÃ¼tzt auf § 63 Abs. 1 VRG gleich selbst entscheiden. Das verstÃ¶sst nicht gegen das Verbot der reformatio in melius nach § 63 Abs. 2 VRG; denn sinngemÃ¤ss und namentlich in Verbindung mit dem Verfahrensantrag liegt dem Rechtsmittel ja das Feststellungsbegehren des Rekurses zugrund.</p> <p class="Erwgung2"><b>2.2 </b>Am 1. Januar 2007 treten Ãnderungen des Strafgesetzbuchs (SR 311.0) in Kraft, die auch die VollstreckungsverjÃ¤hrung beschlagen (AS 2006, S. 3459 ff., 3497 f., 3532 f. und 3535). Altes (Art. 75 Ziff. 1) und neues (Art. 99 Abs. 2 lit. a) Recht stimmen insofern Ã¼berein, als die VerjÃ¤hrung einer Freiheitsstrafe wÃ¤hrend deren ununterbrochenen Vollzugs ruht bzw. sich um diese Zeit verlÃ¤ngert. Wie die Vorinstanz zutreffend festhÃ¤lt, unterscheiden sie sich jedoch darin, dass die VerjÃ¤hrung gemÃ¤ss noch nicht geltendem revidiertem Recht selbst dann schon eingetreten wÃ¤re, wenn der BeschwerdefÃ¼hrer am 5. Dezember 2006 hÃ¤tte seine Strafe zu verbÃ¼ssen anfangen wollen. Zum Ãbergangsrecht sagt der geÃ¤nderte Art. 389 Abs. 1, mangels abweichender Regelung fÃ¤nden die neuen Bestimmungen â falls milder als die bisherigen â ebenso auf TÃ¤ter Anwendung, die vor Inkrafttreten "dieses Gesetzes" beurteilt worden seien. Es fragt sich also, ob der BeschwerdefÃ¼hrer zum bevorstehenden Jahreswechsel aus einem allenfalls begonnenen Strafvollzug zu entlassen wÃ¤re. Die angefochtene VerfÃ¼gung verneint das.</p> <p class="Erwgung2">Das von der Vorinstanz dafÃ¼r Zitierte stÃ¼tzt ihre Meinung nicht. Gewiss tritt laut altem wie neuem Recht die VerjÃ¤hrung wÃ¤hrend ununterbrochenen Strafvollzugs nicht ein. GÃ¤lte Ersteres weiter, wonach die VerjÃ¤hrungsfrist hier noch lÃ¤uft (vgl. oben I Abs. 2), dÃ¼rfte der gegebenenfalls verhaftete BeschwerdefÃ¼hrer Anfang kommenden Jahres keine Entlassung beanspruchen. GemÃ¤ss offenkundig milderem, gerade dann Platz greifendem revidiertem Recht indes ist die fragliche Strafe wie gesehen verjÃ¤hrt und wÃ¤re es â in sich aufdrÃ¤ngendem hypothetischem RÃ¼ckblick â eben schon gewesen, wenn der BeschwerdefÃ¼hrer sie am 5. Dezember 2006 hÃ¤tte zu verbÃ¼ssen anfangen wollen. Weil sich insofern die VerjÃ¤hrungsfrist gar nicht zu verlÃ¤ngern vermag, kann die Anwendung der lex mitior nur bedeuten, dass mit deren Inkrafttreten am 1. Januar 2007 vorliegend fÃ¼r die Strafvollstreckung kein Raum mehr bleibt. So wirkt der geÃ¤nderte Art. 389 zur VerjÃ¤hrung als spezielle Ãbergangsbestimmung zur allgemeinen von Art. 388 Abs. 1, kraft welcher "Urteile, die in Anwendung bisherigen Rechts ausgesprochen worden sind, â¦ nach bisherigem Recht vollzogen [werden]" (Satz 1); zudem behÃ¤lt Satz 2 die Ausnahmen der folgenden AbsÃ¤tze vor, und Absatz 2 sagt: "Bedroht das neue Recht die Tat, fÃ¼r welche nach bisherigem Recht eine Verurteilung erfolgt ist, nicht mit Strafe, so wird die ausgesprochene Strafe â¦ nicht mehr vollzogen". Das lÃ¤sst sich auch auf die VerjÃ¤hrung Ã¼bertragen. In teilweiser Gutheissung der Beschwerde und Aufhebung der angefochtenen VerfÃ¼gung muss das Feststellungsbegehren deshalb gutgeheissen werden.</p> <p class="Erwgung2">Die EinwÃ¤nde der Beschwerdeantwort gegen diese Auslegung schlagen nicht durch. Dass alsdann angeblich "eine hohe Anzahl von StraftÃ¤terInnen [welche zum Teil schwere Straftaten gegen Leib und Leben, schwere Widerhandlungen gegen das BetÃ¤ubungsmittelgesetz etc., begangen haben] ohne Stufenvollzug, bzw. ohne Resozialisierungsschritte â¦ per 01.01.2007 aus dem laufenden Strafvollzug entlassen werden mÃ¼sste" und dass das "kaum das Interesse des Gesetzgebers bei der Gesetzesrevision gewesen sein [kann]", gilt es zu relativieren. Die Botschaft zu den hier interessierenden Ãnderungen des Strafgesetzbuchs stammt vom 21. September 1998, die Bundesversammlung beschloss diese am 13. Dezember 2002, die Referendumsfrist dafÃ¼r lief am 3. April 2003 unbenÃ¼tzt ab, und am 5. Juli 2006 setzte der Bundesrat die neuen Bestimmungen auf den 1. Januar 2007 in Kraft (AS 2006, S. 3459 und 3535). Die StrafvollzugsbehÃ¶rden mussten sich also nicht Ã¼berraschen lassen, sondern konnten das ihnen nÃ¶tig Scheinende rechtzeitig vorkehren.</p> <p class="Erwgung1"><b>3. </b> </p> <p class="Erwgung2">Bei diesem Verfahrensausgang ist auch Ã¼ber die Verlegung der Rekurskosten von Fr. 946.- neu zu befinden (Alfred KÃ¶lz/JÃ¼rg Bosshart/Martin RÃ¶hl, Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons ZÃ¼rich, 2. A., ZÃ¼rich 1999, § 13 N. 28). Der BeschwerdefÃ¼hrer strebte bei der Vorinstanz in erster Linie das Aufschieben des Strafantritts an; damit ist er nicht durchgedrungen, sondern bloss mit seinem Subeventualbegehren (vgl. oben II). Es rechtfertigt sich deshalb, die Parteien als nur je hÃ¤lftig obsiegend bzw. unterliegend zu betrachten und mit den Rekurskosten zu gleichen Teilen zu belasten (§ 13 Abs. 2 Satz 1 VRG). Das gilt auch fÃ¼r das Folgende umso mehr, als das Verursacherprinzip und BilligkeitsgrÃ¼nde gegen den BeschwerdefÃ¼hrer sprechen (dazu KÃ¶lz/ Bosshart/RÃ¶hl, § 13 N. 20 ff.). Er hat es â mehrfach alle inlÃ¤ndischen InstanzenzÃ¼ge erschÃ¶pfend â mit Hinhaltetaktik sowie unter Verursachung nicht zu deckender Kosten verstanden, der StrafverbÃ¼ssung zu entgehen, und zudem durch sein Untertauchen eine Vollzugsvereinbarung betreffend Strafantritt am 5. Dezember 2006 gebrochen (siehe BGr, 3. Juni 2005, 6A.15/2005 â 5. Juli 2006, 6A.47/2006 â 1. Dezember 2006, 6A.105/2006 [alles unter www.bger.ch]).</p> <p class="Erwgung2">Eine hÃ¤lftige Kostenbelastung der Parteien ist gleichermassen fÃ¼r das Beschwerdeverfahren angezeigt (§ 70 in Verbindung mit § 13 Abs. 2 Satz 1 VRG). Dem BeschwerdefÃ¼hrer ging es nÃ¤mlich nicht in erster Linie um das in seinem Antrag denn auch keineswegs erwÃ¤hnte â nun geschÃ¼tzte â Feststellungsbegehren materiellrechtlicher Natur, sondern um Zeitgewinn durch die (hier verweigerte) RÃ¼ckweisung der Sache aus formellen GrÃ¼nden; dergestalt versuchte er offenbar die Gefahr zu bannen, dass das Verwaltungsgericht das Feststellungs­begehren ablehnen kÃ¶nnte und deswegen ebenso wenig den angestrebten einstweiligen Rechtsschutz gewÃ¤hren wÃ¼rde (vgl. oben III Abs. 1).</p> <p class="Erwgung2">Da der BeschwerdefÃ¼hrer weder bei der Vorinstanz noch vor dem Verwaltungsgericht als mehrheitlich obsiegend erscheint, bleibt ihm fÃ¼r Rekurs- wie Beschwerdeverfahren eine ParteientschÃ¤digung versagt (§ 17 Abs. 2 VRG; vgl. KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 17 N. 32 ff.). Eine solche fÃ¼r das Verfahren vor dem Beschwerdegegner fÃ¤llt laut § 17 Abs. 1 VRG von vornherein ausser Betracht.</p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>DemgemÃ¤ss </span><span><a id="Text25"></a>entscheidet</span><span> </span><span>der Einzelrichter</span><span>:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>1. In teilweiser Gutheissung der Beschwerde und Aufhebung der VerfÃ¼gung der Direktion der Justiz und des Innern vom 7. Dezember 2006 wird festgestellt, dass die VollstreckungsverjÃ¤hrung fÃ¼r die 45 Tage GefÃ¤ngnis gemÃ¤ss Obergerichtsurteil vom 10. MÃ¤rz 1998 mit Beginn des 1. Januars 2007 eintritt.</span></p> <p class="Einzug2"><span> Die Rekurskosten von Fr. 946.- werden den Parteien je zur HÃ¤lfte auferlegt.</span></p> <p class="Einzug2"><span> Im Ãbrigen wird die Beschwerde abgewiesen.</span></p> <p class="Einzug2"><span>2. Die GerichtsgebÃ¼hr wird festgesetzt auf <br/> Fr. 1'500.--; die Ã¼brigen Kosten betragen:<br/> Fr. 60.-- Zustellungskosten,<br/> Fr. 1'560.-- Total der Kosten.</span></p> <p class="Einzug2"><span>3. Die Gerichtskosten werden den Parteien je zur HÃ¤lfte auferlegt.</span></p> <p class="Einzug2"><span>4. Eine ParteientschÃ¤digung wird weder fÃ¼r das Beschwerde- und das Rekurs- noch das Verfahren vor dem Beschwerdegegner zugesprochen.</span></p> <p class="Einzug2"><span>5. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen, von der Zustellung an gerechnet, Verwaltungsgerichtsbeschwerde beim Bundesgericht erhoben werden.</span></p> <p class="Einzug2"><span>6. Mitteilung anâ¦</span></p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>