Steuerrekursgericht des Kantons Zürich 1. Abteilung 1 DB.2011.247 1 ST.2011.327 Entscheid 27. Januar 2012 Mitwirkend: Abteilungspräsident Anton Tobler, Steuerrichter Walter Balsiger, Steuerrichterin Rhea Schircks Denzler und Gerichtsschreiberin Nadja Obreschkow In Sachen 1. A, 2. B, , Beschwerdeführer/ Rekurrenten, vertreten durch Göldi Grimm Meier & Partner Treuhand AG, Untere Dorfstrasse 14, 8700 Küsnacht, gegen 1. S c hw ei zeri s ch e Ei d ge no ss en sc haf t , Beschwerdegegnerin, 2. S t a at Z üri c h, Rekursgegner, vertreten durch das kant. Steueramt, Division Süd, Bändliweg 21, Postfach, 8090 Zürich, betreffend Kapitalleistung 2008 (Direkte Bundessteuer sowie Staats- und Gemeindesteuern) sowie Direkte Bundessteuer 2008 und Staats- und Gemeindesteuern 2008 - 2 - 1 DB.2011.247 1 ST.2011.327 hat sich ergeben: A. Die Ehegatten A und B (nachfolgend der/die Pflichtige bzw. zusammen die Pflichtigen) hatten bis und mit Steuerperiode 2007 ihren Wohnsitz in C. Dort bewohn- ten sie zusammen mit ihren zwei erwachsenen Kin dern ein in ihrem Eigentum stehen- de Einfamilienhaus. Der 1949 geborene Pflichtige war bei der Bank D AG unselbs t- ständig erwerbstätig und liess sich auf Ende 2007 vorzeitig pensionieren . In der Steuererklärung 2008 gab das Ehepaar an, per 22. Februar 2008 i ns Ausland wegge- zogen zu sein. Im Veranlagungs-/Einschätzungsverfahren für die Steuerperiode 2008 unte r- suchte die Steuerkommissärin die näheren Umstände des Wegzugs der Pflichtigen und die Ausrichtung von Kapitalleistungen aus der beruflichen Vorsorge des Pflichtigen bei der Bank D AG. Zwei solche Lei stungen im Gesamtbetrag von Fr. 1'661'500.- wa- ren dem Pflichtigen am 5. März 2008 von der Vorsorgeeinrichtung der Bank ausbezahlt worden, weil er sich vorzeitig hatte pensionieren lassen. Die Auszahlung wurde mit der Quellensteuer erfasst. In der Folge ging die Steuerkommissärin davon aus, die Pflichtigen hätten ihren Wohnsitz in C in der Steuerperiode 2008 beibehalten und seien hier d aher nach wie vor unbeschränkt steuerpflichtig. Auf dieser Grundlage schät zte sie die Pflichtigen am 7. April 2011 für die Steuerperiode 2008 sowohl für die direkte Bunde ssteuer als auch die Staats- und Gemeindesteuern mit einem steuerbaren Einkommen von Fr. 0. - ein und setzte das steuerbare Vermö gen für letztere Steuer auf Fr. 1'865'000.- (satz- bestimmend Fr. 2'296'000.-) fest. Zudem erfasste sie die aus der beruflichen Vorsorge ausgerichteten Kapitalleistungen in der Steuerperiode 2008 separat vom übrigen Ei n- kommen mit einer Jahressteuer gemäss Art. 38 des Bundesgese tzes über di e direkte Bundessteuer vom 14. Dezember 1990 (DBG) bzw. § 37 des Steuergese tzes vom 8. Juni 1997 (StG). B. Hiergegen liessen die Pflichtigen am 9. Mai 2011 Einsprache erheben und beantragen, sie in der Steuerperiode 2008 nur bezüglich der hiesigen Liegenschaften zu besteuern und das steuerbare Vermögen demensprechend auf Fr. 811'000. - (satz- bestimmend Fr. 2'296'000.-) festzusetzen. Das steuerbare Einkommen blieb unbestri t-- 3 - 1 DB.2011.247 1 ST.2011.327 ten. Zudem sei von der Erfassung der Kapitalleistungen mit der Einkommen ssteuer abzusehen. Dabei vertraten sie den Standpunkt, sie seien noch vor Auszahlung der Kapitalleistungen nach E, dem Heimatland der Pflichtigen, weggezogen und müs sten diese daher hier nicht mehr mit einer Jahressteuer versteuern. Der Quellensteuera b- zug auf der Auszahlung müsse genügen. Zudem seien sie hier mit Blick auf das übrige Einkommen nur noch beschränkt, d.h. bezüglich der Liegenschaften , steuerpflichtig. Das kantonale Steueramt wies die Einsprachen am 11. Oktober 2011 ab. C. Mit Beschwerde bzw. Rekurs vom 10. November 2011 erneuerten die Pflichtigen den Einspracheantrag. Das kantonale Steueramt schloss am 28. November 2011 auf Abweisung der Rechtsmittel. Die Eidgenössische Steuerverwaltung liess sich nicht vernehmen. Am 16. Dezember 2011 liessen die Pflichtigen Unterlagen nachreichen. Die Kammer zieht in Erwägung: 1. a) Nach Art. 3 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Harmonisierung der direkten Steuern der Kantone und Gemeinden vom 14. Dezember 1990 (StHG) und den damit übereinstimmenden Art. 3 Abs. 1 DBG bzw. § 3 Abs. 1 StG sind natürliche Personen aufgrund persönlicher Zugehörigkeit steuerpflichtig, wenn sie ihren Wohnsitz oder Aufenthalt in der Schweiz bzw. im Kanton haben. Die Steuerpflicht ist unb e- schränkt, erstreckt sich jedoch nicht auf Geschä ftsbetriebe, Betriebsstätten und Grundstücke im Ausland bzw. ausserhalb des Kantons (Art. 6 Abs. DBG, § 5 Abs. 1 StG). Der steuerrechtliche Wohnsitz einer nicht selbstständig erwe rbenden Person liegt nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung dort, wo sie sich mit der Absicht dauernden Verbleibens aufhält bzw. wo sich der Mittelpunkt ihrer Lebensinteressen befindet (BGE 123 I 289 E. 2 S. 293 f. mit Hinweisen, auch zum Folgenden). Dies b e- urteilt sich nach der Gesamtheit der objektiven, äusseren Umstände, die diese Interes-- 4 - 1 DB.2011.247 1 ST.2011.327 sen erkennen lassen, und nicht nach den bloss erklärten Wünschen der steuerpflicht i- gen Person; die formellen Kriterien der Anmeldung und Abmeldung, Niederlassung s- bewilligung, Hinterlegung der Schriften oder der Ausübung der politischen Re chte bil- den nur dann Indizien für den steuerrechtlichen Wohnsitz, wenn auch das übrige Verhalten der Person dafür spricht. Die Absicht , am fraglichen Domizil zu verbleiben, muss in konkreten, nach aussen sichtbaren Vorkehrungen erken nbar sein. Dabei lass en etwa der Kauf eines Hauses, die Anschaffung von Möbeln für eine Mietwohnung, die Aufgabe der Bezi e- hungen zum bisherigen Wohnort usw. Rüc kschlüsse auf den entsprechenden inneren Willen zu (RB 1984 Nr. 27 f. = StE 1984 B 11.1 Nr. 3). Bei gleichzeitigen Beziehungen zu mehreren Orten ist zu prüfen, welche stä r- ker sind. Dabei fallen namentlich die persönlichen Verhältnisse, der Zweck des betre f- fenden Aufenthalts und die Wohnverhältnisse an den fraglichen Orten ins G ewicht. Wohnort ist letztlich der Ort, zu dem gesamthaft die engsten Beziehu ngen gegeben sind; die übrigen Orte sind Aufenthaltsorte, die unter Umständen eine sekundäre Ste u- erpflicht zu begründen vermögen (vgl. Reimann/Zuppinger/Schärrer, Ko mmentar zum Zürcher Steuergesetz, 1. Band, 1961, § 3 N 7). b) Nach § 132 Abs. 1 StG haben die Steuerbehörden mit dem Steuerpflicht i- gen die für die vollständige und gerechte Besteuerung massgeblichen tatsächl ichen und rechtlichen Verhältnisse festzustellen. Dabei haben die Steuerbehörden die ste u- erbegründenden oder -erhöhenden Tatsachen nachzuweisen, der Steuerpflichtige hin - gegen jene Umstände, welche die Steuerschuld mindern oder aufheben (RB 1987 Nr. 35). Zu den vom Fiskus nachzuweisenden Tatsachen gehören namentlich diejen i- gen, welche die Steuerpflicht als solche begründen. Mithin obliegt es ihm, den Woh n- sitz einer Person darzutun und nachzuweisen. Dies gilt auch dann, wenn sich der steuerrechtliche Wohnsitz – wie vorliegend – bis anhin im Kanton Zürich befand und streitig ist, ob er aufgegeben worden ist b zw. sich an einen ausserkantonalen Ort ve r- lagert habe (Richner/Frei/Kaufmann /Meuter, Kommentar zum harmonisierten Zürcher Steuergesetz, 2. A., 2006 , § 3 N 84 mit Hinweisen ). Erscheint der von der Behörde angenommene Wohnsitz als sehr wahrscheinlich, genügt dies aber in der Regel als Hauptbeweis und ist es alsdann Sache dieser Person, den Gegenbeweis für den von ihr behaupteten Lebensmittelpunkt in einer anderen Gemeinde bzw. in einem andern Staat zu erbringen. Die Steuerbehörde darf zudem voraussetzen, der Steuerpflichtige - 5 - 1 DB.2011.247 1 ST.2011.327 bringe ihn steuerlich entlastende Umstände von sich aus vor. Nach bundesgerichtlicher Rechtsprechung hat angesichts der in § 135 StG verankerten Mitwirkungspflicht des Steuerpflichtigen diejenige Partei die in Betracht fallenden Beweismittel zu nennen, der dies am ehesten möglich ist. Dabei können keine abstrakten Beweisregeln aufgestellt werden; vielmehr ist auf den Einzelfall abzustellen. In diesem Sinn hat derjenige, we l- cher die Aufgabe seines zürcherischen Wohnsitzes behauptet, von sich aus darzutun und nachzuweisen, dass und in welcher Art sich sein Lebensmittelpunkt vom Kanton Zürich wegverschoben hat (StRK IV, 21. Oktober 1987, R 648-650/1987). 2. a) Die Pflichtigen haben in der Vergangenheit in C in ihrem Einfamilienhaus gewohnt, einem freistehenden Objekt mit 8 ½ Zimmern (T-act. 11/4, 11/5 und 32/1). Daneben sind sie auch noch Eigentümer von zwei Ferienhäusern in den schweizeri- schen Gemeinden F und G. Sie behaupten, nach der vorzeitigen Pensionierung des Pflichtigen per 21. Februar 2008 nach E, dem Heimatland der Pflichtigen, weggezogen zu sein. Sie blieben jedoch gleichwohl Eigentümer ihrer Liegenschaften. Sie wenden diesbezüglich ein, ihre beiden erwachsenen Kinder nutzten nun das Einfamilienhaus in C (allein), ebenso wie die zwe i Ferienhäuser in F und G. Indessen haben sie sich mit der vollumfänglichen Beibehaltung ihres hiesigen, aus drei Objekten bestehenden Lie- genschaftenbestands die jederzeitige , problemlose und schnelle Rückkehr in die Schweiz offen gehalten. Dies gilt umso mehr, als sie gemäss ihren Angaben ke inerlei Mobiliar nach E zügelten und somit in der Schweiz über weiterhin mit ihren Möbeln voll ausgestattete Liegenschaften verfüg ten (T-act. 27/2 S. 2). Ein Umzug in Form einer "eigentlichen Verschiebung" von Wohnungse inrichtung und Hausrat stellte aber au f- grund des Alters der Pflichtigen gemäss Rechtsprechung ein wesentliches Indiz für die Wohnsitzverlegung dar ( vgl. VGr, 14. Dezember 2011, SB. 2011.00064). Zudem b e- nutzten die Pflichtigen ihre Liegenschaften im Jahr 200 8 auch weiterhin selber, indem sich der Pflichtige hier wegen diverser ärztlicher Nachkontrollen aufgehalten hat (R-act. 2 S. 1). Nach ihrem eigenen Bekunden wickelten sie sodann praktisch den gesamten Bank- und Postverkehr nach wie vor über die Schweiz ab (T -act. 37/5). Ihre Kinder waren zudem zwar bereits erwachsen, wohnten jedoch weiterhin in den hiesigen Lie- genschaften der Pflichtigen, sodass Letzteren hier ein wesentlicher familiärer Anknüp- fungspunkt erhalten blieb. - 6 - 1 DB.2011.247 1 ST.2011.327 b) Damit liegen aber genügend Indizien vor, um die Annahme zu rechtfertigen, die Pflichtigen hätten ihren Wohnsitz auch im Jahr 2008 weiterhin in C gehabt. Der von der Steuerbehörde zu erbringende Hauptbeweis für die Existenz des hiesigen Woh n- sitzes gilt demnach als erbracht. Es liegt in der Folge an den Pflichtigen, den Gege n- beweis für die behauptete Wohnsitzverlegung nach E zu leisten. 3. a) In E verfügen die Pflichtigen nicht über ein eigenes Wohnobjekt, sondern halten sich im Haus der Mutter der Pflichtigen auf (T-act. 27/30 und 27 /35). Wie sich ihre dortigen Wohnverhältnisse im Einzelnen gestalten, liegt mangels diesbezüglicher Sachverhaltsdarstellung ihrerseits im Dunklen . Auch ist nicht einmal erstellt , o b sie eigene Möbel angeschafft haben, wie sie noch im Einschätzungsverfahren behaupte- ten, aber nicht ansatzweise – z.B. mit Einkaufsquittungen – nachwiesen (T-act. 27/2). Weiter lässt sich aus den nach Beschwerde -/Rekurserhebung eingereichten Gas- und Telefonrechnungen aus dem Jahr 2008 (R-act. 13/2 und 13/3) nichts zu ihren Gunsten ableiten, da die Rechnungen auf die Mutter der Pflichtigen lauten und daher über allfäl- lig von ihnen selber verursachte Kosten nichts auszusagen vermögen. Unter diesen Umständen steht in keiner Art und Weise fest, ob und wie sie sich in E zu Wohnzwe- cken tatsächlich eingerichtet haben. b) Fraglich ist sodann, o b sich die Pflichtigen im Jahr 2008 mehr als nur kurz in E aufgehalten haben. Ihre Kreditkartenauszüge für dieses Jahr (T-act. 27/3 - 27/29) weisen nämlich bei einer Vielzahl von Belastungen für den Pflichtigen keine einzige in E getätigte Zahlung und bei der Pflichtigen nur solche Zahlungen aus der Zeit vom 14. Juli bis 18. August 2008 aus. Bei den andern, über das ganze Jahr verteilten Belastun- gen sind Zahlungsorte in der Schweiz (u.a. auch in C und Umgebung sowie in Zürich), in mehreren europäischen Ländern , Israel und den USA aufgeführt. Die in Au ssicht gestellten Bankauszüge eines Kontos in E (vgl. R-act. 2 S. 2) haben die Pflichtigen demgegenüber bis heute nicht eingereicht. Auch haben sie ihr e Behauptung in B e- schwerde und Rekurs, die Kinder hätten die Kreditkarten mitbenützt, nicht nachgewi e- sen. Bei einer dergestalt nur für einen Monat dokumentierten Aufenthaltsdauer in E, welche zudem nur die Pflichtige allein betrifft, und aufgrund der anzun ehmenden viel- fältigen Reisetätigkeit in die angeführten Länder verbietet sich die Annahme , der L e- bensmittelpunkt der Ehegatten habe sich im Jahr 2008 in E befunden. - 7 - 1 DB.2011.247 1 ST.2011.327 c) Die Pflichtigen wollen im Jahr 2008 verschiedene Male nach E und zurück in die Schweiz geflogen sein. Für den Kauf der entsprechenden Tickets verwe isen sie auf die ge nannten Kreditkartenauszüge. Darin sind jedoch nur Belastungen für nicht näher spezifizierte Rechnungen von Reisebüros, Fluggesellschaften und Buchungen übers Internet (Ebooker s.com) angegeben, ohne dass der jeweilige Flug selber bzw. der Zielort vermerkt ist. Dies trifft insbesondere auch auf die von den Pflichtigen he r- vorgehobenen 29 Buchungen im Juni 2008 bei de r Continental Airlines zu, abgesehen davon, dass bei diesen Buchungen als Zahlungsort stets Huston/USA aufgeführt ist (T- act. 27/9 - 27/11). Die mit Beschwerde/Rekurs e ingereichte Bestätigung von H vom 9. November 2011, welche bei der Continental Airlines arbeiten soll (R-act. 3/3), hilft nicht weiter, da in dieser Bestätigung die von der Pflichtigen gewählten Reisen und Reiseda- ten ebenfalls nicht aufgeführt sind. Demnach haben die Pflichtigen damit höchstens eine im Jahr 2008 erfolgte rege Reisetätigkeit offen gelegt, nicht j edoch, dass diese auch E umfasste. In der Bes prechung mit der Steuerkommissärin am 28. Septe mber 2011 haben sie hierzu übereinstimmend vorgebracht, ihre Ferien 2008 in Isr a- el/Jordanien und den USA (Miami) verbracht zu haben (T-act. 42/1). d) In der Einsprache legten die Pflichtigen das Schwergewich t der Begrü n- dung für die Wohnsitznahme in E noch darauf, dass sie 2008 dort ein schweizerisches Kultur und Ausbildungszentrum gegründet und mit erheblichen finanziellen Mitteln au f- gebaut hätten (T -act. 37/4 - 37/5). Indessen datieren die diesbezüglich vorgelegten, grösstenteils in spanischer Sprache gehaltenen Unterlagen allesamt aus dem Jahr 2009 oder später und dokumentieren überwiegend nur Vorgänge aus dieser Zeit (T - act. 37/11 – 37/50). Hinsichtlich von bereits im vorliegend streitbetroffenen Jahr 2008 verrichteten (Vor-)Arbeiten führten sie bloss aus, dass das Institut bzw. die Sch ule im August 2009 eröffnet worden sei und sie davor während rund einem Jahr intens ive Verhandlungen mit den zuständigen Behörden geführt hätten (T-act. 37/4). Als e nt- sprechendes Beweismittel lässt sich zwar ein Schreiben de r Schule vom 4. Mai 2011 (T-act. 37/50) heranziehen, jedoch ist daraus nicht ersichtlich, wie sich die Gründung s- aktivitäten im Einzelnen gestalteten, welchen zeitlichen Umfang sie aufwi esen und – vor allem – wie oft die Pflichtigen dabei im Jahr 2008 "vor Ort" zu sein hatten. Die Be- hauptung, wonach die Schule bereits 2008 gegründet worden sei, findet in den Akten keine Stütze. Bei der nur auszugsweise eingereichten Abschrift der Gründungsurkunde fehlt insbesondere das Deckblatt mit dem Datum. Die definitive Bewilligung zur Erric h- tung der Schule stammt vom 13. August 2009 (vgl. T-act. 37/30 unten sowie 37/31) - 8 - 1 DB.2011.247 1 ST.2011.327 Abgesehen davon vermögen die Pflichtigen für 2008 – wie erwähnt – nur eine einmonatige Aufenthaltsdauer in E zu dokumentieren, die zudem nur die Pflichtige a l- lein betrifft. Eine Wohnsitznahme in E im Jahr 2008 lässt sich damit nicht begründen. e) Ein Nachweis für eine Wohnsitzbegründung in E schon im Jahr 2008 kann weiter auch nicht in der Rechnung des Touring Clubs der Schweiz vom 1. D ezember 2008 für "ETI Europa" (T -act. 27/36) erblickt werden – diese Rechnung konnte nach Angaben der Pflichtigen wegen Auslandwohnsitz nicht bezahlt werden – , handelt es sich dabei doch um die Rechnung für das Jahr 2009. Gleiches gilt auch bezüglich einer Krankenversicherung der Pflichtigen in E, da die diesbezüglichen Versicherungsau s- weise vom 6. November 2009 datieren (T-act. 37/52). f) Der Pflichtige war sodann gemäss entspr echender Bestätigung vom 5. Mai 2011 ständiger und unentgeltlicher Berater der I S.A., und zwar seit März 2008 (T-act. 37/51). Die Pflichtigen hielten in der Einsprache dafür, dieses Engag ement sei mit erheblichem Zeitaufwand verbunden und könne bei einem Schweizer Wohnsitz nicht ausgeübt werden. Die Gründe für letztere Behauptung gaben sie jedoch nicht an. Zudem haben sie einen Aufenthalt des Pflichtigen im Jahr 2008 ohnehin nicht nachg e- wiesen. Die Beratertätigkeit im Jahr 2008 liefert daher keinen Anhaltspunkt für die zeit- gleiche Wohnsitznahme in E. Nur am Rande ist anzumerken, dass die Bestät igung vom 5. Mai 2011 wohl aus reiner Gefälligkeit ausgestellt wurde, zumal der unterzeic h- nende Verwaltungsrat denselben Familiennamen trägt wie der Pflichtige. g) Nicht weiter hilft den Pflichtigen unter diesen Umständen demnach die Ab- meldung in C per 21. Februar 2008 , die Staatsangehörigkeits -/Immatrikula- tionsbestätigung der Schweizerischen Botschaft in E vom 24. März 2010, w onach der Pflichtige seit 3. März 2008 an der Adresse der Schwiegermutter in E wohnhaft ist (T- act. 13/2), und d ie Bewilligung der Immigrationsbehörde von E vom 16. Dezember 2009 über den Aufenthalt des Pflichtigen in E als Rentner (T-act. 27/32 – 27/34). Wie bereits erwähnt stellen An-/Abmeldung, Niederlassungsbewilligung etc. nur dann Indi- zien für den steuerrechtlichen Wohnsitz dar, wenn auch das übrige Verhalten der Pe r- son dafür spricht. Diese Voraussetzungen sind bei den Pflichtigen nach dem bisher Ausgeführten für das Jahr 2008 nicht erfüllt. Im Übrigen wurde die Aufenthaltsbewilli- gung für den Pflichtigen als Rentner ohnehin erst am 16. Januar 2009 ausgestellt. Der in diesem Zusammenhang angebrachte Hinweis der Pflichtigen in der Ei nsprache, die Mühlen der privaten und staatlichen Institutionen in E – wenn überhaupt – erfahrungs-- 9 - 1 DB.2011.247 1 ST.2011.327 gemäss nur langsam, erweist sich als zu pauschal und zudem als wenig stichha ltig, kann eine Aufenthaltsbewilligung doch auch rückwirkend ausgestellt werden. h) Zusammenfassend ergibt sich damit, dass den Pflichtigen der Gegenb e- weis nicht gelun gen ist, ihr Leb ensmittelpunkt habe sich ab Februar/März 2008 in E befunden. Zwar verfügten sie in diesem Land ohne Zweifel über mehrere Kontakte und Anknüpfungspunkte und ist E das Heimatland der Pflichtigen , wo überdies ihre Mu tter wohnt. Jedoch lässt dies allein den Schluss, ihr Lebensmittelpunkt habe sich im hier streitbetroffenen Jahr 2008 in dieses Land verschoben, mangels Nachweises der dorti- gen Aufenthalte (Pflichtiger) bzw. eines lä ngeren Aufenthalts (Pflichtige) und der Exis- tenz einer eigenen Wohnstätte samt eigener Einrichtung nicht zu. Vielmehr überwiegen noch immer die Bezugspunkte zu C bzw. zur Schweiz, wo sie weiterhin Eige ntümer ihrer voll eingerichteten Liegenschaften sind, die sie sich uneingeschränkt zu Woh n- zwecken zur Verfügung hielten und in denen sie b ei den hiesigen Aufenthalten auch tatsächlich wohnten. Zudem bildeten die Liegenscha ften auch die Wohnstätte ihrer Kinder, sodass sie hier den engeren familiären Anknüpfungspunkt als in E hatten. Demnach bleiben die Pflichtigen in der Steuerperiode 2008 in C aufgrund ih- res hiesigen Wohnsitzes kraft Art. 3 Abs. 1 DBG bzw. § 3 Abs. 1 StG weiterhin unb e- schränkt steuerpflichtig. 4. a) Zu prüfen bleibt, ob diesem Ergebnis allenfalls die Bestimmungen des Abkommens zwischen dem Schweizerischen Bundesrat und d er Regierung des Staa- tes E zur Vermeidung der Doppelbesteuerung auf dem Gebiet der Steuern vom Ei n- kommen (DBA-E) entgegenstehen. b) Vorab ist festzuhalten, dass das Abkommen nur für die Einkommenssteuer gilt (Art. 2 DBA -E), sodass eine allfällige Doppel besteuerung beim Vermögen von den Pflichtigen hinzunehmen wäre. Das Abkommen ist sodann (hinsichtlich der Einkommenssteuer) auf Personen anwendbar, die in einem Vertragsstaat ansässig sind (Art. 1 DBA -E). Darunter sind Personen zu verstehen, die nach dem Recht dieses Staats dort aufgrund ihres Woh n- sitzes, ihres stä ndigen Aufenthalts, des Orts der Geschäftsleitung oder eines anderen ähnlichen Merkmals steuerpflichtig sind (Art. 4 Abs. 1 DBA -E). Mit andern Worten b e-- 10 - 1 DB.2011.247 1 ST.2011.327 stimmt sich die Steuerpflicht einer Person in einem Vertragsstaat nach dessen eig e- nem Recht. Ist damit aber vorliegend die unbeschränkte Steuerpflicht der Pflichtigen nach dem innerstaatlichen Recht ( StHG/DBG bzw. StG ) – wie dargelegt – gegeben, ist sie es auch nach dem DBA-E. c) Demnach bleibt es auch unter Berücksichtigung des DBA -E bei der Fes t- stellung, dass die Pflichtigen in der Steuerperiode 2008 in C weiterhin unbeschränkt steuerpflichtig waren. 5. a) aa) Dem Pflichtigen wurden von den Vorsorgeeinrichtungen der Bank D AG am 5. März 2008 zwei Kapitalleistungen von Fr. 1'449'393. - und Fr. 201'477.60 ausgerichtet, wobei die Auszahlung um eine Zinskomponente von Fr. 9'360.65 bzw. Fr. 1'301.20 erhöht und um einen auf dem Gesamtbetrag vorgenommenen Quellensteuer- abzug von Fr. 121'014.- bzw. Fr. 15'047.- gekürzt wurde (T-act. 17/2). Daraus resultier- ten die ausbezahlten Beträge von Fr. 1'337'739.65 und Fr. 187'731.80 (T-act. 15/2). Die Vorinstanz unterwarf die Kapitalleistungen zusammen mit dem Zins, d.h. im Umfang von Fr. 1'458'753.65 und Fr. 202'778.80, total (abgerundet) Fr. 1'661'500.-, der Einkommenssteuer, gesondert vom übrigen Einkommen und mit einer vollen Ja h- ressteuer. bb) Nach dem Gesagten sind die Pflichtigen in der Steuerperiode 2008 in C unbeschränkt steuerpflichtig. Als Folge davon haben sie diese Kapitalleistungen in der Steuerperiode 2008 als Einkommen zu versteuern (Art. 22 Abs. 1 DBG und § 22 Abs. 1 StG). Die Besteuerung erfolgt dabei gesondert vom übrigen Einko mmen und mit einer vollen Jahressteuer (Art. 38 Abs. 1 DBG und § 37 Abs. 1 StG). Diesen Anforderungen entsprechen die angefochtenen Einspracheentscheide (T-act. 43/1 und 44/1) grund- sätzlich. cc) In betraglicher Hinsicht hat die Vorinstanz die bei der Auszahlung von den Vorsorgeeinrichtungen abgezogene Quellensteuer von Fr. 121'014. - bzw. Fr. 15'047. - zu Recht nicht von der Besteuerung ausgenommen, da die Quellensteuer erst vom - 11 - 1 DB.2011.247 1 ST.2011.327 Steuerbetrag in Abzug zu bringen ist, der sich aufgrund der vorliegend streitigen, sepa- raten (ordentlichen) Jahressteuer ergibt. dd) Nicht zu folgen ist der Vorinstanz dagegen bei der Besteuerung des Zin- ses auf der Kapitalleistung von Fr. 9'360.65 bzw. Fr. 1'301.20, da es sich beim Zins um Vermögensertrag und nicht um einen Teil der gesondert zu versteuernden Kapitallei s- tungen handelt. Die Besteuerung nach Art. 38 Abs. 1 DBG bzw. § 37 Abs. 1 StG ist daher auf die effektiven Kapitalleistungen von Fr. 1'449'393.- bzw. Fr. 201'477.60. total Fr. 1'650'870.60 bzw. abgerundet Fr. 1'650'800. - zu beschränken (zur Frage des Zei t- punkts des Zufliessens d er Kapitalleistungen in der Steuerperiode 2008 vgl. nachste- hend E. 6.b – c). b) Als weitere Folge des 2008 fortbestehenden hiesigen Wohnsitzes bleiben die Pflichtigen in C für die ganze Steuerperiode 2008 auch für das übrige Einkommen und das Vermögen unbeschränkt steuerpflichtig. Die entsprechenden Steue rfaktoren mit einem steuerbaren Einkommen von Fr. 0. - und einem steuerbaren Verm ögen von Fr. 1'865'000.- (satzbestimmend Fr. 2'296'000.-) sind zwar nicht streitig, beim steuerba- ren Einkommen ist jedoch der bei der separaten Besteuerung der Kapitallei stungen nicht einzubeziehende Zinsertrag von zusammen Fr. 10' 661.85 zu berücksic htigen. Dies führt bei der direkten Bundessteuer zu einem steuerbaren Ei nkommen von Fr. 10'690.- (T-act. 33/4) bzw. abgerundet Fr. 10'600.- und bei den Staats- und Gemeinde- steuern zu einem solchen von Fr. 4'200.- (satzbestimmend Fr. 9'700. -, R-act. 15). Daraus resultieren allerdings aufgrund der anzuwen denden Tarifstruktur (vgl. Art. 214 Abs. 2 DBG und § 35 Abs. 2 StG) keine höheren Steuerbeträge. Das steuerbare Vermögen bleibt unverändert. 6. a) Selbst wenn – ungeachtet der obigen Erwägungen – von einer Woh n- sitzverlegung der Pflichtigen in der Steuerperiode 2008 nach E ausgegangen würde, änderte sich aus folgenden Gründen nichts: aa) Die Pflichtigen haben sich in C per 21. Februar 2008 abgemeldet. Damit wären sie zumindest bis zu diesem Zeitpunkt hier ohnehin noch unbeschränkt steue r- pflichtig (Art. 8 Abs. 2 DBG, § 10 Abs. 2 StG). - 12 - 1 DB.2011.247 1 ST.2011.327 bb) Die Steuerpflicht umfasste diesfalls aber auch die separat zu besteuer n- den Kapitalleistungen, sofern Letztere noch bis zum Wegzug als zugeflossen gelten. Vorsorgeleistungen, die an Personen ohne steuerrechtlichen Wohnsitz oder Au fenthalt in der Schweiz ausg erichtet werden, unterliegen dag egen nach Art. 95 f. DBG bzw. § 98 f. StG nur der Besteuerung an der Quelle. Für die Pflichtigen bliebe es daher bei der Quellenbesteuerung der Kapitalleistungen, wenn ihnen diese erst nach dem We g- zug nach E zugeflossen wären. Gemäss Rechtsprechung des Bundesgerichts fliessen dem Arbeitnehmer Ka- pitalleistungen aus der beruflichen Vorsorge im (vorliegend zu beurteilenden) Fall eines vorzeitigen Altersrücktritts mit der rechtlichen Beendigung des Arbeitsverhältnisses zu, da der Anspruch auf die Altersleistungen in d iesem Zeitpunkt entsteht und fällig wird. Eine allenfalls vorzeitige Auszahlung der Kapitalleistung än dert daran nichts (BGr, 14. Dezember 2007 = StE 2008 B 21.2 Nr. 25), ebenso wenig eine nachträgliche Aus- zahlung. cc) Der folgende, in den Einspracheent scheiden dargelegte Sachverhalt ist nicht streitig: Der Pflichtige liess sich von der Arbeitgeberin, der Bank D AG, per 31. Dezember 2007 vorzeitig pensionieren und stellte bei der Vorsorgeeinrichtung im Se p- tember 2007 ein Begehren um Auszahlung der Alters leistungen in Form einer Kapita l- zahlung. Im November 2007 erlitt er auf seiner letzten Geschäftsreise e inen Unfall, welcher eine anschliessende Rehabilitation mit sich brachte. Während dieser Zeit war die Auszahlung des Pensionskassenguthabens blockiert, d a seitens der Vorsorgeei n- richtung die Pensionierungsfähigkeit des Pflichtigen aufgrund der bestehenden A r- beitsunfähigkeit abgeklärt werden musste. Im Februar 2008 wurden diese Abklärungen abgeschlossen mit dem Resultat, dass der Pflichtige ab 1. Januar 200 8 vollumfänglich arbeitsfähig war. Der vorzeitigen Pensioni erung per 31. Dezember 2007 stand daher nichts mehr im Weg. Mit Valuta vom 5. März 2008 erfolgte dann die Au szahlung der Pensionskassenguthaben. Daraus ergibt sich ohne weiteres, dass das Arbeits verhältnis des Pflichtigen bei der Bank D AG rechtlich betrachtet per 31. Dezember 2007 beendet wurde, en t- sprechend dem Eintritt des Vorsorgefalls der vorzeitigen Pensionierung auf dieses D a- tum hin. Zwar stand die Arbeits-/Pensionierungsfähigkeit erst nach Verstreichen des in Aussicht genommenen Termins der vorzeitigen Pensionierung fest, Letztere wurde von den Arbeitsvertragsparteien jedoch gleichwohl auf den 31. Dezember 2007 hin festge-- 13 - 1 DB.2011.247 1 ST.2011.327 setzt. Dementsprechend bezeichnete die Vorsorgeeinrichtung der Bank D AG in ihrem Schreiben an den Pflichtigen vom 28. Februar 2008 als Zeitpunkt der vorzeitigen Pen- sionierung den 31. Dezember 200 7, nahm die Auszahlung mit Wirkung auf dieses D a- tum vor ("Kapitalbezug per 31.12.2007") und schrieb dem Pflichtigen vom 3. Januar 2008 bis zur Auszahlung am 5. März 2008 auf den Kapitalleistungen einen Zins gut (T- act. 17/2). Ein Zins ab 3. Januar 2008 wäre bei späterer Fälligkeit nicht geschuldet ge- wesen. Damit flossen dem Pflichtigen die zur Hauptsache streitigen Kapitalzahlungen aber noch vor der Abmeldung in C vom 21. Februar 2008 zu, weil das Arbeitsverhältnis in diesem Zeitpunkt bereits beendet war. Die spätere Auszahlung am 5. März 2008 ändert daran nichts. Deren (separate) Besteuerung gemäss Art. 37 Abs. 1 DBG bzw. § 38 Abs. 1 StG erwiese sich demnach selbst dann als rechtmässig, wenn die Pflichtigen ihren Wohnsitz per 21. Februar 2008 nach E verlegt hätten. b) Zu prüfen bl eibt der genaue Zeitpunkt des Zufliessens der Kapitalleistu n- gen. Werden Kapitalleistungen aus der be ruflichen Vorsorge zufolge Erreichen s des (ordentlichen oder vorzeitigen) Pensionierungsalters ausgerichtet, tritt deren Fä l- ligkeit gemäss der bundesgerichtlichen Rechtsprechung – wie erwähnt – mit der recht- lichen Beendigung des Arbeitsverhältnisses ein und ist auf dieses Datum hin ihre B e- steuerung vorzunehmen. D er genaue Besteuerungszeitpunkt steht d abei jedoch noch nicht fest, kommen doch zwei Termine in Frage, nämlich derjenige des letzten A r- beitstages oder der darauf folgende Tag. Vorliegend hätte dies zur Folge, dass die Besteuerung in unterschiedliche Steuerperioden fiele, entweder in die Steuerperiode 2007 mit dem letzten Arbeitstag (31. Dezember 2007) oder in die streitbetroffene Fol- geperiode mit dem nächsten Tag (1. Januar 2008). Das Bundesgericht hat diese in Lehre und Rechtsprechung kontroverse Frage so entschieden, dass es die Fälligkeit auf den dem letzten Arbeitstag folgenden Tag festsetzt (Urteil vom 3. März 2000 = StE 2001 A 24.35 Nr. 2 = StR 2000, 505, best ätigt mit Urteil en vom 14. Dezembe r 2007, 2C_179/2007, www.bger.ch, und 20. Okt ober 2009 = StE 2010 B 21.2 Nr. 26) . Gleichzeitig hat es erkannt, dass an dieser Fälli gkeit auch eine reglementarische Bestimmung der Vorsorgeeinrichtung, wonach der A n- spruch auf Altersleistungen "mit der Beendi gung der Erwerbstätigkeit en tstehe", nichts zu ändern vermöge. Dem steht allerdings die Rechtsprechung des Verwaltungsgerichts - 14 - 1 DB.2011.247 1 ST.2011.327 des Kantons Zürich und anderer Kantone (z.B. Aargau) entgegen, welche die Fälligkeit am letzten Arbeitstag ann ehmen (VGr ZH, 19. April 2000 = StE 2001 B 21.2 Nr. 13). Das Steuerrekursgericht schliesst sich aus Gründen der Steuerharmon isierung der Meinung des obersten Gerichts an. Der Pflichtige wurde auf den 31. Dezember 2007 vorzeitig pensioniert. Dies war gleichzeitig auch sein letzter Arbeitstag. Die fraglichen Kapitalleistungen sind ihm daher am nächsten Tag, 1. Januar 2008, zugeflossen, und zwar unabhängig d avon, dass der Kapitalbezug von der Vorsorgeeinrichtung als "per 31. Dezember 2007" e r- folgt betrachtet wurde. Mithin hat das kantonale Steueramt die Leistungen zu Recht in der Steuerperiode 2008 besteuert. 7. Diese Erwägungen führen hinsichtlich der Veranlagung /Einschätzung zur Abweisung der Rechtsmittel (Höhereinschätzung) und hinsichtlich der Kapitallei stung zu deren teilweisen Gutheissung. Trotz diesem Ausgang des Verfahrens sind die Kosten vollständig den Pflich- tigen aufzuerlegen, da sie nur unwesentlich obsiegen ( Art. 144 Abs. 1 DBG, § 151 Abs. 1 StG). Demgemäss erkennt die Kammer: 1. Die Beschwerde wird hinsichtlich der Veranlagung abgewiesen. Die Beschwerde- führer werden für die direkte Bundessteuer, Steuerperiode 2008, mit einem steue r- baren Einkommen von Fr. 10'600. - veranlagt (Tarif gemäss Art. 214 Abs. 2 DBG, Verheiratetentarif). Die Beschwerde wird hinsichtlich der Kapitalleistung teilweise gutgeheissen. Die in der Steuerperiode 2008 gemäss Art. 38 Abs. 1 DBG steuerbare Kapitalleistung wird festgesetzt auf Fr. 1'650'800. - (Berechnung der Steuer zu einem Fünftel des Tarifs gemäss Art. 36 Abs. 2 DBG, Verheiratetentarif). - 15 - 1 DB.2011.247 1 ST.2011.327 2. Der Rekurs wird hinsichtlich der Einschätzung abgewiesen. Die Rekurrenten we r- den für die Staats- und Gemeindesteuern wie folgt eingeschätzt (Tarif gemäss § 35 Abs. 2 bzw. § 47 Abs. 2 StG; Verheiratetentarif): Steuerperiode Einkommen Vermögen Fr. Fr. 2008 steuerbar 4'200.- 1'865'000.- satzbestimmend 9'700.- 2'296'000.-. Der Rekurs wird hinsichtlich der Kapitalleistung teilweise gutgeheissen. Die in der Steuerperiode 2008 gemäss § 37 Abs. 1 StG steuerbare Kapitalleistung wird fes t- gesetzt auf Fr. 1'650'800. -, entsprechend ei ner jährlichen Leistung von Fr. 165'000.- (einfache Staatssteuer mindestens 2%; Tarif gemäss § 35 Abs. 2 StG, Verheiratetentarif). […]