<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="content"> <a name="idp269376"></a><div class="big bold">Urteilskopf</div> <br/>84 IV 88<br/><br/><br/><div class="paraatf"> 26. Auszug aus dem Urteil des Kassationshofes vom 9. Mai 1958 i.S. Kürzi gegen Bueler.</div> <div class="paraatf"></div> <a name="idp270688"></a><br/><div id="regeste" lang="de"> <div class="big bold">Regeste</div> <br/><div class="paraatf"><span class="artref">Art. 273 Abs. 1 lit. b BStP</span>. <div class="paratf">Neue Einrede. </div> </div> </div> <a name="idp274096"></a> <a name="idp275824"></a> <br/><div> <a name="idp279056"></a><span class="big bold" id="erwaegungen">Erwägungen</span> <span class="small">ab Seite 88</span> </div> <br/><div class="paraatf"> <a name="page88"></a><div class="center pagebreak">BGE 84 IV 88 S. 88</div> </div> <div class="paraatf">Der Beschwerdeführer wendete vor Kantonsgericht ein, das gegen ihn angehobene Strafverfahren hätte auch gegen Sprenger als Anstifter ausgedehnt werden müssen; die Unterlassung verletze den Grundsatz der Unteilbarkeit des Strafantrages nach <span class="artref">Art. 30 StGB</span>. Die Vorinstanz ist auf den Einwand nicht eingetreten, weil er erst in der zweitinstanzlichen Hauptverhandlung und damit nach der schwyzerischen Zivilprozessordnung verspätet erhoben wurde. Ein im kantonalen Verfahren geltend gemachter, aus prozessualen Gründen aber unbeachtlicher Einwand bedeutet rechtlich gleichviel, wie wenn er nicht erhoben worden wäre. Die mit der Nichtigkeitsbeschwerde wieder aufgenommene Einrede, <span class="artref">Art. 30 StGB</span> sei verletzt, ist infolgedessen neu im Sinne des <span class="artref">Art. 273 Abs. 1 lit. b BStP</span> und daher unzulässig.</div> </div></body></html></html>