<h2>SubmittedText<h2><p>Der Bundesrat wird beauftragt, die Einführung einer Ausbildungspflicht bis zum 18. Altersjahr und einer Ausbildungsgarantie bis 25 zu prüfen, Erfahrungen damit auszuwerten und darüber zu berichten.</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Ein funktionierender Übergang von der obligatorischen Schule in eine Ausbildung auf Sekundarstufe II ist essenziell für die Zukunft der Jugendlichen. Entsprechend haben sich Bund und Kantone als langfristiges gemeinsames Ziel gesetzt, dass 95 Prozent aller 25-Jährigen über einen Abschluss auf der Sekundarstufe II verfügen sollen. Bund, Kantone und Organisationen der Arbeitswelt haben in den letzten Jahren grosse Anstrengungen unternommen, um die Jugendlichen beim Übertritt in die Sekundarstufe II und beim Erlangen eines nachobligatorischen Abschlusses zu unterstützen. Dazu zählen namentlich die breit abgestimmte Berufswahlvorbereitung in der obligatorischen Schule, die kantonale Berufsinformation und -beratung, Coaching- und Mentoringprogramme sowie Stützkurse und weitere Fördermassnahmen an Schulen.</p><p>Darüber hinaus können Jugendliche und junge Erwachsene mit spezifisch auf die jeweilige Zielgruppe zugeschnittenen Massnahmen unterstützt werden. So steht für Jugendliche, die mit verschiedenen Problemen konfrontiert sind, das Case Management Berufsbildung in allen Kantonen zur Verfügung. In diesem koordinierten Verfahren werden die Jugendlichen durch eine fallführende Stelle von der Berufswahl in der obligatorischen Schule bis zum Abschluss einer beruflichen Grundbildung individuell unterstützt. Überdies werden im Ausland geborene Personen (Flüchtlinge, vorläufig aufgenommene und spät zugewanderte Personen) mit zielgruppenspezifischen Programmen angesprochen wie beispielsweise mit der Integrationsvorlehre INVOL+. Den Kantonen steht es frei, weitere Massnahmen zu ergreifen.</p><p>Gemäss neusten Zahlen des Bundesamts für Statistik begannen rund 96 Prozent der Schulabgängerinnen und -abgänger im Jahr 2016 innerhalb von drei Jahren nach Schulaustritt eine zertifizierende Ausbildung der Sekundarstufe II. Rund 91 Prozent der 25-Jährigen verfügten im Jahr 2019 über einen Abschluss auf Sekundarstufe II. Insbesondere dank der auf den Arbeitsmarkt abgestimmten Berufsbildung verfügt die Schweiz im europäischen Vergleich über eine tiefe Jugendarbeitslosigkeit.</p><p>Der nächste Schweizer Bildungsbericht, der das Herzstück des Bildungsmonitorings bildet und unter anderem Rechenschaft zum Stand der Zielerreichung des 95 Prozent-Ziels ablegen soll, wird im Frühjahr 2023 erscheinen. Er wird auch wissenschaftlich fundierte Hinweise auf Ursachen geben. Darauf basierend werden Bund und Kantone allfälligen weiteren Handlungsbedarf prüfen.</p><p>Der Bundesrat erachtet die bereits zahlreichen ergriffenen Massnahmen und das Monitoring anhand des Bildungsberichts als ausreichend und zielführend.</p>  Der Bundesrat beantragt die Ablehnung des Postulates.