B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i ch t T ri b u n a l ad m i n i s t r a t i f f éd é r a l T ri b u n a l e am m i n i s t r a t i vo f e d e r a l e T ri b u n a l ad m i n i s t r a t i v fe d e r a l Abteilung V E-5529/2024 U r t e i l v o m 11 . S e p t e m b e r 2 0 2 4 Besetzung Einzelrichterin Regina Derrer, mit Zustimmung von Richter Manuel Borla; Gerichtsschreiberin Patricia Petermann Loewe. Parteien A._______, geboren am (…), Afghanistan, vertreten durch ass. iur. Kerstin Krüger, (…), Beschwerdeführer, gegen Staatssekretariat für Migration (SEM), Quellenweg 6, 3003 Bern, Vorinstanz. Gegenstand Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung (sicherer Drittstaat - Art. 31a Abs. 1 Bst. a AsylG); Verfügung des SEM vom 28. August 2024. E-5529/2024 Seite 2 Sachverhalt: A. Der Beschwerdeführer verliess seinen Heimatstaat gemäss eigenen Anga- ben im Jahr 2020 und suchte am 20. September 2023 in der Schweiz um Asyl nach. Am 11. Oktober 2023 mandatierte er die ihm zugewiesene Rechtsvertretung. B. B.a Ein Abgleich mit der europäischen Fingerabdruck -Datenbank (Euro- dac) ergab, dass er am (…) Juni 2022 in Griechenland um Asyl nachge- sucht und die griechischen Behörden ihm am (…) April 2023 Schutz ge- währt hatten. B.b Gestützt auf die Richtlinie 2008/115/EG des Europäischen Parlaments und des Rates vom 16. Dezember 2008 über gemeinsame Normen und Verfahren in den Mitgliedstaaten zur Rückführung illegal aufhältiger Dritt- staatsangehöriger (Rückführungsrichtlinie) und das Abkommen vom 28. August 2006 zwischen dem Schweizerischen Bundesrat und der Re- gierung der Hellenischen Republik über die Rückübernahme von Personen mit irregulärem Aufenthalt (SR 0.142.113.729) ersuchte das SEM die grie- chischen Behörden am 13. Oktober 2023 um Rückübernahme des Be- schwerdeführers. B.c Die griechischen Behörden stimmten diesem Ersuchen am 19. Okto- ber 2023 zu und teilten mit, de r Beschwerdeführer sei am (…) April 2023 in Griechenland als Flüchtling anerkannt worden und verfüge über eine bis am (…) April 2026 gültige Aufenthaltsbewilligung. C. C.a Am 17. November 2023 führte das SEM mit dem Beschwerdeführer eine Erstbefragung für unbegleitete minderjährige Asylsuchende (EB UMA) durch, wobei dieser hinsichtlich des medizinischen Sachverhalts darauf hinwies, er habe (…)beschwerden und fühle sich gestresst. Er habe Grie- chenland unter anderem deswegen verlassen, weil er dort keine medizini- sche Versorgung erhalten habe. C.b Nach einer entsprechenden Anfrage seitens des SEM bestätigte Me- dicHelp vom Bundesasylzentrum (BAZ) B._______ am 17. November 2023, dass der Beschwerdeführer bei ihnen in Behandlung sei. E-5529/2024 Seite 3 D. D.a Ein vom SEM in Auftrag gegebenes Altersgutachten vom 12. Dezem- ber 2023 ergab, dass der Beschwerdeführer mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit das 18. Lebensjahr vollendet und damit die Volljährig- keit erreicht habe. Das Mindestalter betrage (…)Jahre. D.b Am 18. Dezember 2023 gewährte das SEM dem Beschwerdeführer das rechtliche Gehör zum Altersgutachten und zum beabsichtigten Nicht- eintretensentscheid sowie zu einer möglichen Wegweisung nach Grie- chenland. Ferner erkundigte es sich nach noch nicht erwähnt en gesund- heitlichen Problemen. D.c Am 22. Dezember 2023 nahm d er Beschwerdeführer durch seine Rechtsvertretung dahingehend Stellung, dass ein solches Gutachten einen äusserst geringen Beweiswert aufweise und damit ein fragliches Indiz für seine Volljährigkeit sei, da es sich nur um eine Altersschätzung handle. Er bekräftigte, im Jahr (…) geboren zu sein. Um dies zu beweisen, wolle er seine Tazkira nachreichen. Hinsichtlich der Wegweisung nach Griechen- land brachte er vor, dass er dort mehrmals ausgeraubt, körperlich angegrif- fen und insgesamt schlecht behandelt worden sei. Da er in (…) 18 Jahre alt werde, werde er von den griechischen Behörden nach seiner Rückkehr als erwachsene Person behandelt, die nach 30 Tagen keine Unterstützung mehr erhalte und auf sich alleine gestellt sei. Aufgrund seines jungen Alters habe er jedoch immer noch als vulnerabel zu gelten. E. Am 8. Februar 2024 wurde der Beschwerdeführer dem Kanton C._______ zugewiesen. F. F.a Das SEM gelangte am 11. Juli 2024 zur Abklärung des aktuellen Ge- sundheitszustandes des Beschwerdeführers mit einem Fragekatalog an die Migrationsbehörde des Kantons C._______. Diese informierte das SEM tags darauf, dass beim Beschwerdeführer hinsichtlich seiner (…)schmerzen eine (…) durchgeführt worden sei und er zwischen April und Juni 2024 in psychotherapeutischer Behandlung gewesen sei , diese je- doch abgebrochen habe. F.b Am 15. Juli 2024 reichte die Migrationsbehörde des Kantons C._______ im Wesentlichen folgende Unterlagen beim SEM e in: ein e Überweisung von Dr. med. D._______ (Allgemeine Innere Medizin FMH) vom 22. März 2024 an Dr. med. E._______ zwecks psychosomatischer E-5529/2024 Seite 4 und psychologischer Betreuung aufgrund einer psychosozialen Belas- tungssituation mit posttraumatischem Stresssyndrom ; eine Überweisung desselben Arztes vom 19. April 2024 an das Kantonsspital C._______ ([…]) wegen Verdachts auf (…); ein Bericht über die Konsultationen des Beschwerdeführers bei Dr. med. D._______ zwischen dem 20. März und dem 22. Mai 2024; ein ambulanter Bericht des Kantonsspitals C._______ ([…]) vom 24. Mai 2024, in dem eine leichte (…) festgestellt wurde; ein (…) Befund des Universitätsspitals B._______ ([…]) vom 28. Mai 2024, der (…) diagnostizierte, und ein ärztliches Zeugnis von Dr. med. F._______ (Allge- meine Medizin FMH) vom 15. Juli 2024, wonach der Beschwerdeführer an einer schwerwiegenden posttraumatischen Belastungsstörung leide, die psychotherapeutisch behandelt werde , und dass die (…), die über lange Zeit Beschwerden gemacht habe, erfolgreich behandelt worden sei. G. Das SEM stellte der Rechtsvertretung am 22. August 2024 den Entscheid- entwurf zu. Diese reichte am 27. August 2024 ihre Stellungnahme ein. H. Mit gleichentags eröffneter Verfügung vom 28. August 2024 trat das SEM in Anwendung von Art. 31a Abs. 1 Bst. a AsylG (SR 142.31) auf das Asyl- gesuch des Beschwerdeführers nicht ein, verfügte die Wegweisung aus der Schweiz, forderte den Beschwerdeführer – unter Androhung von Zwangsmitteln im Unterlassungsfall – auf, die Schweiz am Tag nach Eintritt der Rechtskraft der Verfügung zu verlassen, beauftragte den zuständigen Kanton mit dem Vollzug der Wegweisung und händigte dem Beschwerde- führer die editionspflichtigen Akten gemäss Aktenverzeichnis aus. Ausser- dem legte es als Geburtsdatum des Beschwerdeführers im ZEMIS (Zent- rales Migrationsinformationssystem) – mit Bestreitungsvermerk – auf den (…) fest. I. Gegen diese Verfügung erhob der Beschwerdeführer durch seine Rechts- vertretung am 4. September 2024 Beschwerde beim Bundesverwaltungs- gericht und beantragte, nach Aufhebung der Ziffer 4 des Verfügungsdispo- sitivs sei er Beschwerdeführer vorläufig aufzunehmen; eventualiter sei nach Aufhebung der Verfügung die Sache zwecks rechtsgenüglicher Sach- verhaltsabklärung und Neubeurteilung an die Vorinstanz zurückzuweisen. In verfahrensrechtlicher Hinsicht sei der Beschwerde die aufschiebende Wirkung zu erteilen und die Vollzugsbehörden seien superprovisorisch an- zuweisen, bis dahin von einer Überstellung abzusehen. Sodann sei die E-5529/2024 Seite 5 unentgeltliche Prozessführung z u gewähren und auf die Erhebung eines Kostenvorschusses zu verzichten. Der Beschwerde lag der bereits in den vorinstanzlichen Akten liegende Be- richt über die Konsultationen des Beschwerdeführers bei D._______ zwi- schen dem 20. März und dem 22. Mai 2024 (vgl. Bst. F.b) bei. J. Die vorinstanzlichen Akten lagen dem Bundesverwaltungsgericht am 5. September 2024 in elektronischer Form vor (vgl. Art. 109 Abs. 3 AsylG). K. Am 6. September 2024 bestätigte das Bundesverwaltungsgericht den Ein- gang der Beschwerde. Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 1. 1.1 Das Verfahren richtet sich nach dem VwVG, dem VGG und dem BGG, soweit das AsylG nichts anderes bestimmt (Art. 37 VGG und Art. 6 AsylG). 1.2 Die Beschwerde ist zulässig (Art. 105 AsylG; Art. 31 ff. VGG). Die übri- gen Sachurteilsvoraussetzungen (Legitimation [Art. 48 Abs. 1 VwVG], Frist [Art. 108 Abs. 3 AsylG], und Form [Art. 52 Abs. 1 VwVG]) sind offensichtlich erfüllt. Auf die Beschwerde ist einzutreten. 2. 2.1 Zunächst ist festzuhalten, dass die Dispositivziffern 1 bis 3 der Verfü- gung (Nichteintreten auf das Asylgesuch, Registrierung des Geburtstags im ZEMIS [auf den {…}] mit Bestreitungsvermerk und Wegweisung aus der Schweiz) mangels Anfechtung in Rechtskraft erwachsen sind. Streitgegen- stand des vorliegenden Verfah rens bilden einzig die Dispositivziffern 4 und 5 der Verfügung (Vollzug der Wegweisung). 2.2 Der Beschwerde kommt von Gesetzes wegen aufschiebende Wirkung zu (Art. 55 Abs. 1 VwVG) und das SEM hat diese auch nicht entzogen (Art. 55 Abs. 2 VwVG) , womit auf den A ntrag auf Erteilung der aufschie- benden Wirkung nicht einzutreten ist. Für vollzugshemmende superprovi- sorischen Massnahmen bestand nach dem Gesagten ebenfalls keine Ver- anlassung. E-5529/2024 Seite 6 3. Die Kognition des Bundesverwaltungsgerichts und die zulässigen Rügen richten sich im Bereich des Ausländerrechts nach Art. 49 VwVG (vgl. BVGE 2014/26 E. 5). 4. Über offensichtlich unbegründete Beschwerden wird in einzelrichterlicher Zuständigkeit mit Zustimmung eines zweiten Richters beziehungsweise ei- ner zweiten Richterin entschiede n (Art. 111 Bst. e AsylG). Wie nachste- hend aufgezeigt wird, handelt es sich um ein solches Rechtsmittel, weshalb das Urteil nur summarisch zu begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG). Ge- stützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG wurde auf die Durchführung eines Schrif- tenwechsels verzichtet. 5. 5.1 In formeller Hinsicht rügt der Beschwerdeführer eine ungenügende Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts und eine Verletzung der Begründungspflicht. Diese Rügen könnten allenfalls geeignet sein, die in der Beschwerde beantragte Kassation der erstinstanzlichen Verfügung zu bewirken, weshalb sie vorab zu prüfen sind (vgl. BVGE 2013/34 E. 4.2). 5.1.1 Der Untersuchungsgrundsatz gehört zu den allgemeinen Grundsät- zen des Asylverfahrens (Art. 12 VwVG i.V.m. Art. 6 AsylG). Demnach hat die Behörde von Amtes wegen für die richtige und vollständige Abklärung des rechtserheblichen Sachverhaltes zu sorgen. Die Sachverhaltserstel- lung ist unvollständig, wenn nicht alle für den Entscheid rechtswesentlichen Sachumstände berücksichtigt werden, und unrichtig wenn der Verfügung ein falscher und aktenwidriger Sachverhalt zugrunde gelegt wird oder Be- weise falsch gewürdigt worden sind (vgl. KÖLZ/HÄNER/BERTSCHI, Verwal- tungsverfahren und Verwaltungsrechts pflege des Bundes, 3. Aufl. 2013, N. 1043). 5.1.2 Die Begründung einer Verfügung muss die wesentlichen Überlegun- gen wiedergeben, von denen sich die Behörde hat leiten lassen und auf die sie ihren Entscheid gestützt hat. Es ist allerdings nicht erforderlich, dass sich die Begründung mit allen Parteistandpunkten einlässlich auseinander- setzt und jedes einzelne Vorbringen ausdrücklich widerlegt . Die Begrün- dungspflicht als Teilgehalt des rechtlichen Gehörs soll es der betroffenen Person ermöglichen, die Verfügung gegebenenfalls sachgerecht anzufech- ten (BGE 141 IV 249 E. 1.3.1 und BVGE 2008/47 E. 3.2 m.w.H.). E-5529/2024 Seite 7 5.2 In der Beschwerde wurde moniert, die Vorinstanz sei in ihrer Verfügung nicht auf die Erkrankungen des Beschwerdeführers eingegangen, sondern habe lediglich festgestellt, dass eine (…) erfolgreich behandelt worden sei und er die Therapie hinsichtlich seiner schwerwiegenden posttraumati- schen Belastungsstörung abgebrochen habe. Es sei indes offensichtlich, dass die psychologische Behandlung fortgesetzt werden müsse, da eine Person mit einer schwerwiegenden posttraumatischen Belastungsstörung nicht nach nur einem Monat geheilt sei. Aufgrund dessen sei der Beschwer- deführer als vulnerable Person im Sinne der Rechtsprechung des Bundes- verwaltungsgerichts anzusehen. Entgege n der Meinung der Vorinstanz seien sodann die griechischen Gesundheitsdienste nur schwer zugänglich. Gemäss dem Bericht von Dr. med. D._______ vom 22. Mai 2024 sei ohne Behandlungsmöglichkeiten mit einer rasanten Verschlechterung seines Gesundheitszustandes zu rechnen. Diese Aspekte seien von der Vo- rinstanz bei der Entscheidfindung nicht berücksichtigt worden. 5.3 Das SEM hat im Rahmen seiner Untersuchungspflicht die zuständige kantonale Migrationsbehörde am 11. Juli 2024 um Informationen hinsicht- lich des Gesun dheitszustandes des Beschwerdeführers ersucht . Diese liess dem SEM sodann die in ihrem Dossier liegenden diesbezüglichen Do- kumente zukommen. Gestützt auf diese Unterlagen ist das SEM in seiner Verfügung zum einen zum Schluss gekommen, dass die bezüglich (…)schmerzen festgestellte (…) behandelt worden sei. Zum anderen habe der Beschwerdeführer die Psychotherapie mit der Begründung abgebro- chen, es gehe ihm besser. Das SEM hielt in seiner Verfügung ferner fest, dass die medizinische Versorgung in Griechenland, inklusive allfälliger psy- chologischer respektive psychiatrischer Behandlungsmöglichkeiten, für Personen mit Schutzstatus gewährleistet sei, und dass davon auszugehen sei, der Beschwerdeführer, der entgegen seiner Ansicht nicht als vulnera- bel im Sinne der Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts einzu- stufen sei, könne die ihm in Griechenland zustehenden Rechte aus eigener Kraft einfordern. Angesichts dessen war die Vorinstanz nicht verpflichtet, weitere Sachverhaltsabklärungen zu tätigen und ist mithin der ihr obliegen- den Untersuchungspflicht nachgekommen. Dass der Beschwerdeführer in- haltlich zu einem anderen Ergebnis kommt als das SEM, betrifft nicht die Feststellung, sondern die materielle Würdigung des Sachverhalts. Ausserdem ist die Begründung der an gefochtenen Verfügung nachvoll- ziehbar und vollständig. Das SEM hat gestützt auf die von ihm festgestellte Sach- und Rechtslage gefolgert, der Wegweisungsvollzug sei zulässig wie auch zumutbar. Dem Beschwerdeführer war sodann eine sachgerechte E-5529/2024 Seite 8 Anfechtung des Entscheids, wie der Beschwerde zu entnehmen ist, mög- lich. Daher ist das SEM auch seiner Begründungspflicht nachgekommen. 5.4 Es besteht nach dem Gesagten keine Veranlassung, die angefochtene Verfügung aus formellen Gründen aufz uheben und die Sache ans SEM zurückzuweisen. Das eventualiter gestellte Rechtsbegehren ist abzuwei- sen. 6. 6.1 Das SEM hielt in seiner Verfügung bezüglich der Zumutbarkeit des Wegweisungsvollzugs fest, dass sich Personen mit Schutzstatus in Grie- chenland auf die Garantien in der sogenannten Qualifikations-Richtlinie der Europäischen Union (RL 2011/95/EU) – beispielsweise in Bezug auf Sozi- alleistungen, Wohnraum und Zugang zur Gesundheitsversorgung – beru- fen könnten. Der Beschwerdeführer sei gehalten, die ihm zustehe nden Leistungen direkt bei den griechischen Behörden geltend zu machen oder diese allenfalls auf dem Rechtsweg einzufordern. Zudem könne er sich er- gänzend an eine der vor Ort tätigen Hilfsorganisationen wenden und sich in zumutbarer Weise darum bemühen, in die dort vorhandenen Unterstüt- zungsprogramme aufgenommen zu werden. Es seien keine Gründe er- sichtlich, dass er bei einer allfälligen Rückkehr nach Griechenland in eine existenzielle Notlage geraten würde. Dem Beschwerdeführer sei es ferner nicht gelungen, die Regelvermutung der Zulässigkeit und Zumutbarkeit des Wegweisungsvollzugs nach Grie- chenland umzustossen, zumal er nicht begründet habe, weshalb er sich zur Gruppe der vulnerablen Personen zähle. Aus den Akten könne hinsicht- lich des medizinischen Sachve rhalts entnommen werden, dass eine (…) erfolgreich behandelt worden und dass er wegen einer schwerwiegenden posttraumatischen Belastungsstörung in Behandlung gewesen sei. Diese Therapie habe er im Juni 2024 abgebrochen, da es ihm besser gehe. Dies- fällig sei auf die medizinische Versorgung in Griechenland für Personen mit Schutzstatus hinzuweisen, die auch psychologische respektive psychiatri- sche Behandlungsmöglichkeiten umfasse. Sollte Griechenland seinen Ver- pflichtungen hinsichtlich der medizinischen Fürsorgepflichten nicht nach- kommen, könne der Beschwerde-führer seine Rechte bei den griechischen Behörden gerichtlich geltend machen. Hinsichtlich seiner Aussagen, er sei in Griechenland mehrfach ausgeraubt und tätlich angegriffen worden, sei anzumerken, dass Griechenland ein Rechtsstaat sei, welcher über eine funktionierende Polizeibehörde verfüge, E-5529/2024 Seite 9 die sowohl als schutzwillig wie auch als schutzfähig gelte. Falls dieser Weg über die Polizeibehörde nicht zielführend sein sollte, habe er sich unter Zu- hilfenahme rechtskundiger Personen oder einer Hilfsorganisation an wei- terführende Instanzen zu wenden. Zusammenfassend sei der Vollzug der Wegweisung nach Griechenland zulässig und zumutbar, weshalb der Antrag auf vorläufige Aufnahme in der Schweiz abzuweisen sei. 6.2 Diesen Erwägungen wurde in der Beschwerde entgegengehalten, der Beschwerdeführer sei als Minderjähriger zunächst in eine altersgerechte Unterkunft gekommen, welche später jedoch geschlossen worden sei. An- schliessend sei er auf der S trasse gelandet und habe weder finanzielle noch medizinische oder anderweitige Hilfe erhalten. Im Falle einer Rück- kehr werde er in eine existentielle Notlage geraten, da es ihm – auch auf- grund seiner besonderen Vulnerabilität aufgrund seiner Erkrankungen – nicht möglich sein werde, die Nutzung der kaum bestehenden Infrastruktur zu verlangen und seine Rechte durchzusetzen. Mangels Griechischkennt- nissen sowie aufgrund fehlender dolmetschender Personen könne ferner nicht davon ausgegangen werden, dass er die n otwendigen medizinische Abklärungen und eine psychotherapeutische Behandlung mit Medikation erhalte. Als schutzberechtigte Person werde ihm ohne Zugang zu Sozial- leistungen erneut die Obdachlosigkeit drohen . Diese Situation stelle so- dann eine unmenschliche und erniedrigende Behandlung gemäss Art. 3 EMRK dar. Gesamthaft sei festzuhalten, dass die Wegweisung nach Griechenland des besonders vulnerablen Beschwerdeführers unzumutbar sei und auch Völ- kerrecht verletze. Deswegen sei die Beschwerde gutzuheissen und der Be- schwerdeführer vorläufig aufzunehmen. 7. 7.1 Lehnt das SEM das Asylgesuch ab oder tritt es darauf nicht ein, so verfügt es in der Regel die Wegw eisung aus der Schweiz und ordnet den Vollzug an; es berücksichtigt dabei den Grundsatz der Einheit der Familie (Art. 44 AsylG). 7.2 Der Beschwerdeführer verfügt insbesondere weder über eine auslän- derrechtliche Aufenthaltsbewilligung noch über einen Anspruch auf Ertei- lung einer solchen. Die Wegweisung wurde demnach zu Recht angeordnet (vgl. BVGE 2013/37 E. 4.4 und 2009/50 E. 9, je m.w.H.). E-5529/2024 Seite 10 8. 8.1 Ist der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar oder nicht möglich, so regelt das SEM das Anwesenheitsverhältnis nach den gesetzlichen Bestimmungen über die vorläufige Aufnahme (Art. 44 AsylG; Art. 83 Abs. 1 AIG [SR 142.20]). Beim Geltendmachen von Wegweisungsvollzugshindernissen gilt gemäss Praxis des Bundesverwaltungsgerichts der gleiche Beweisstandard wie bei der Prüfung der Flüchtlingseigenschaft; das heisst, sie sind zu beweisen, wenn der strikte Beweis möglich ist, und andernfalls wenigstens glaubhaft zu machen (vgl. BVGE 2011/24 E. 10.2 m.w.H.). 8.2 8.2.1 Der Vollzug ist nicht zulässig, wenn völkerrechtliche Verpflichtungen der Schweiz (insbesondere Art. 5 Abs. 1 AsylG, Art. 33 Abs. 1 des Abkom- mens über die Rechtsstellung der Flüchtlinge [FK, SR 0.142.30], Art. 25 Abs. 3 BV, Art. 3 des Übereinkommens vom 10. Dezember 1984 gegen Folter und andere grausame, unmenschliche oder erniedrigende Behand- lung oder Strafe [FoK, SR 0.105] und Art. 3 EMRK) einer Weiterreise der Ausländerin oder des Ausländers i n den Heimat -, Herkunfts- oder einen Drittstaat entgegenstehen (Art. 83 Abs. 3 AIG). Das Bundesverwaltungsgericht hat in seinem Referenzurteil E-3427/2021 und E-3431/2021 vom 28. März 2022 festgehalten, dass der Vollzug der Wegweisung nach Griechenland für Personen, die dort einen Schutzstatus erhalten haben, grundsätzlich zulässig ist. In Griechenland ist nicht von ei- ner Situation auszugehen, in der jeder Person mit Schutzstatus eine unan- gemessene und erniedrigende Behandlung im Sinne von Art. 3 EMRK droht. Trotz der schwierigen Verhältnisse geht das Gericht davon aus, dass international schutzberechtigte Personen grundsätzlich in der Lage sind, ihre existenziellen Bedürfnisse abzudecken (vgl. a.a.O. E. 11.2). 8.2.2 Aus den Akten ergeben sich keine konkreten Hinw eise dafür, dass der Vollzug der Wegweisung des Beschwerdeführers den völkerrechtlichen Verpflichtungen der Schweiz entgegensteht. Der Beschwerdeführer stellte am 20. September 2023 in der Schweiz ein Asylgesuch und verliess Griechenland demnach weniger al s ein halbes Jahr nach der Schutzgewährung am (…) April 2023. Vor diesem Hinter- grund ist fraglich, ob er alles ihm Zumutbare unternommen hat, um in Grie- chenland Zugang zu den ihm zustehenden Leistungen zu erhalten. In E-5529/2024 Seite 11 jedem Fall ist aber nicht ersichtlich, inwiefern es ihm im heutigen Zeitpunkt nicht zumutbar wäre, die entsprechenden Leistungen bei den griechischen Behörden einzufordern, weshalb – entgegen seinen Ausführungen – nicht davon auszugehen ist, dass es in seinem Fall bei einer Rückkehr nach Griechenland zu einer Verletzung von Art. 3 EMRK kommen würde. Ferner können die medizinischen Sachverhalte des Beschwerdeführers – eine soweit behandelte (…) und eine posttraumatische Belastungsstörung, deren Behandlung der Beschwerdeführer gemäss den Akten abgebrochen hat (vgl. hierzu im Detail nachfolgend E. 8.3.2) – nicht unter die vom EGMR in seinem Urteil vom 13. Dezember 2016 (Nr. 41738/10 Paposhvili gegen Belgien), §183, genannten «other very exceptional cases» und damit nicht unter Art. 3 EMRK subsumiert werden. Als anerkannter Schutzberechtigter mit Aufenthaltsbewilligung hat der Beschwerdeführer Zugang zum griechi- schen Gesundheitssystem. Angesichts dessen ist weder aufgrund seiner physischen noch seiner psychischen Beschwerden davon auszugehen, dass bei ihm die ernsthafte Gefahr besteht, dass er im Falle der Rückschaf- fung nach Griechenland einer schwerwiegenden, rapiden und irreversiblen Verschlechterung seines Gesundheitszustandes, verbunden mit übermäs- sigem Leiden oder einer bedeutenden Verkürzung der Lebenserwartung, ausgesetzt wäre. 8.2.3 Nach dem G esagten ist der Vollzug der Wegweisung sowohl im Sinne der asyl- als auch der völkerrechtlichen Bestimmungen zulässig. 8.3 8.3.1 Gemäss Art. 83 Abs. 4 AIG kann der Vollzug für Ausländerinnen und Ausländer unzumutbar sein, wenn sie im Heimat- oder Herkunftsstaat auf- grund von Situationen wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und me- dizinischer Notlage konkret gefährdet sind. Wird eine konkrete Gefährdung festgestellt, ist – unter Vorbehalt von Art. 83 Abs. 7 AIG – die vorläufige Aufnahme zu gewähren. Mit Blick auf die Legalvermutung der Zumutbarkeit des Vollzugs der Weg- weisung (Art. 83 Abs. 5 AIG) nach Griechenland von Personen, die dort einen Schutzstatus erhalten haben, stellte das Gericht in seinem Referenz- urteil E-3427/2021 und E-3431/2021 vom 28. März 2022 weiter fest, dass dieser grundsätzlich auch für vulnerable Personen (wie zum Beispiel Per- sonen, welche an gesundheitlichen Problemen leiden, die nicht als schwer- wiegende Erkrankung einzustufen sind) Gültigkeit zukomme. Nicht länger aufrechterhalten wurde hingegen die Legalvermutung der Zumutbarkeit des Vollzugs der Wegweisung bei äusserst vulnerablen Personen (wie zum E-5529/2024 Seite 12 Beispiel unbegleiteten Minderjährigen oder Personen, deren psychische oder physische Gesundheit in besonders schwerwiegender Weise beein- trächtigt ist), welche im Falle einer Rückkehr nach Griechenland Gefahr laufen, dauerhaft in eine schwere Notlage zu geraten, weil sie nicht in der Lage sind, aus eigener Kraft die ihnen zustehenden Rechte vor Ort einzu- fordern. In diesen Fällen ist der Wegweisungsvollzug nur bei Bestehen be- sonders begünstigende Umstände zumutbar (vgl. a.a.O. E. 11.5). 8.3.2 Nach Durchsicht der Akten gelangt das Gericht zum Schluss, dass das SEM in seiner Verfügung die Zumutbarkeit des Wegweisungsvollzugs mit zutreffender Begründung bejaht hat und sich keine Hinweise darauf fin- den lassen, dass der Beschwerdeführer im Falle einer Rückkehr nach Grie- chenland in eine existentielle Notlage geraten würde. Aufgrund der Aktenlage ist – entgegen der Einschätzung des Beschwerde- führers – nicht davon auszugehen, dass es sich bei ihm um eine äusserst vulnerable Person im Sinne der Rechtsprechung des Bundesverwaltungs- gerichts handelt. Er ist volljährig und damit nicht mehr in einem verletzli- chen (jugendlichen) Alter. Eine ausgeprägte Hilflosigkeit im alltäglichen Le- ben lässt sich den Akten – auch unter Berücksichtigung seiner gesundheit- lichen Beschwerden (vgl. dazu im Detail nachfolgend) – nicht entnehmen. Vielmehr sei es ihm gelungen, nachdem ein erster Versuch, über Bulgarien und Serbien nach Mitteleuropa zu kommen, fehlgeschlagen sei und er nach Griechenland zurückgekehrt sei, Griechenland mit einem Flugzeug Richtung Schweiz zu verlassen (A27 Ziff. 2.06). Ausserdem habe er in Af- ghanistan «sehr lange als (…)» gearbeitet und er habe diesen Beruf später – als er gemäss eigenen Angaben noch minderjährig gewesen sei – auch in der Türkei ausgeübt (A27 Ziff. 1.17.05). Ferner hat er weniger als fünf Monate in Griechenland als anerkannter Flüchtling ve rbracht; vor diesem Hintergrund ist zweifelhaft, ob er je aktiv um Hilfe bei den griechischen Be- hörden ersuchte und ihm von diesen dauerhaft jegliche Unterstützung ver- weigert worden wäre. Mit Erhalt der Flüchtlingseigenschaft stehen dem Be- schwerdeführer in Griechenland grundsätzlich die Garantien der Qualifika- tionsrichtlinie ( insbesondere Zugang zu medizinischer Versorgung, Be- schäftigung, Bildung, Sozialhilfeleistungen und Wohnraum) zu. Es darf ihm zugemutet werden, sich bei Unterstützungsbedarf, beispielsw eise bei der Wohnungs- und Arbeitssuche, an die griechischen Behörden zu wenden und die erforderliche Hilfe nötigenfalls auf dem Rechtsweg einzufordern. Nichtregierungsorganisationen können ihm in dieser Hinsicht ebenfalls be- hilflich sein. Abgesehen von al lgemeinen Beschreibungen der anerkann- termassen schwierigen Situation von Schutzberechtigten in Griechenland E-5529/2024 Seite 13 mit Hinweis auf diesbezügliche Berichte (vgl. den in der Beschwerde zitier- ten Länderbericht der Schweizerischen Flüchtlingshilfe [SFH], Griechen- land als sicherer Drittstaat, Juristische Analyse – Update 2022), setzt sich die Beschwerde mit den entsprechenden Erwägungen der Vorinstanz nicht auseinander. Damit vermag der Beschwerdeführer die geltende Legalver- mutung nicht umzustossen. Zudem ist auch nicht von einer existenziellen medizinischen Notlage aus- zugehen. Die diagnostizierte (…), die bei ihm (…)schmerzen verursacht hatte, konnte behandelt werden (A48; vgl. auch hiervor Bst. F.b). Gemäss den in den Akten liegenden Arztberichten der behandelnden Allgemein- praktiker leide er ferner an einem posttraumatischen Syndrom respektive an einer schwerwiegenden posttraumatischen Belastungsstörung, welche von April bis Juni 2024 psychotherapeutisch behandelt wurde (A47 f.). Wei- tere Dokumente, namentlich ein psychotherapeutischer Bericht, liegen nicht in den Akten. Vor diesem Hintergrund und angesichts der Tatsache, dass der Beschwerdeführer die psychotherapeutische Therapie abgebro- chen hat, weil es ihm besser gegangen sei (A47), sind die genannten psy- chischen Beschwerden nicht als derart schwerwiegend einzustufen, dass von einer besonderen Vulnerabilität auszugehen wäre. So geht das Bun- desverwaltungsgericht in seiner Rechtsprechung denn auch davon aus, dass Behandlungsangebote, insbesondere für psychische Störungen, in Griechenland verfügbar sind (vgl. Urteil BVGer D -1988/2022 vom 6. Mai 2022 E. 6.8 m.w.H.). Dem Beschwerdeführer ist es trotz seiner Diagnosen zuzumuten, sich bei der Rückkehr nach Griechenland mittels der ihm zu- stehenden griechische Sozialversicherungsnummer Zugang zum griechi- schen Gesundheits- und Versicherungswesen zu verschaffen. Zudem ha- ben in lebensbedrohlichen Situationen alle Personen in Griechenland, un- abhängig von ihrem rechtlichen Status, Zugang zu Notfallstationen (vgl. Referenzurteil BVGer E-3427/2021 und E-3431/2021 vom 28. März 2022 E. 9.8.2). Die mit dem Vollzug der Wegweisung beauftragten schweizeri- schen Behörden werden sodann die griechischen Behörden vor der Durch- führung der Wegweisung über die besonderen medizinischen Bedürfnisse des Beschwerdeführers zu informieren und diesen Umständen bei der Be- stimmung geeigneter Vollzugsmodalitäten Rechnung zu tragen haben. Der Beschwerdeführer ist seinerseits gehalten, bei der Vorbereitung ihrer Rückkehr mit den Vollzugsbehörden zu kooperieren. Es steht ihm auch frei, von den Möglichkeiten der Rückkehrhilfe Gebrauch zu machen (Art. 93 Abs. 1 Bst. d AsylG, Art. 75 der der Asylverordnung 2 vom 11. August 1999 [AsylV 2, SR 142.312]). E-5529/2024 Seite 14 8.3.3 Nach dem Gesagten ist es dem Beschwerdeführer nicht gelungen, die Vermutung umzustossen, wonach ein Wegweisungsvollzug dorthin zu- mutbar ist. 8.4 Der Vollzug der Wegweisung erweist sich schliesslich auch als möglich (Art. 83 Abs. 2 AIG), nachdem die griechischen Behörden einer Rücküber- nahme des Beschwerdeführers ausdrücklich zugestimmt haben. 8.5 Zusammenfassend hat die Vorinstanz den Wegweisungsvollzug zu Recht als zulässig, zumutbar und möglich bezeichnet. Eine Anordnung der vorläufigen Aufnahme fällt somit ausser Betracht (Art. 83 Abs. 1–4 AIG). 9. Aus diesen Erwägungen ergibt sich, dass die angefochtene Verfügung Bundesrecht nicht verletzt , den rechtserheblichen Sachverhalt richtig so- wie vollständig feststellt (Art. 106 Abs. 1 AsylG) und – soweit diesbezüglich überprüfbar – angemessen ist. Die Beschwerde ist abzuweisen, soweit auf sie einzutreten ist. 10. 10.1 Der Antrag auf Verzicht auf die Erhebung ein es Kostenvorschusses erweist sich mit vorliegendem Urteil als gegenstandslos. 10.2 Das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege im Sinn von Art. 65 Abs. 1 VwVG ist abzuweisen, weil sich – unbesehen der finanziellen Verhältnisse des Beschwerdeführers – die Beschwerde ent- sprechend den vorstehenden Erwägungen von vorneherein als aussichtlos erwiesen hat. Demzufolge sind die Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 750.– dem Beschwerdeführer aufzuerlegen (Art. 63 Abs. 1 VwVG; Art. 1‒3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Ent- schädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]). (Dispositiv nächste Seite) E-5529/2024 Seite 15 Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird. 2. Das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung wird ab- gewiesen. 3. Die Verfahrenskosten von Fr. 750.– werden dem Beschwerdeführer aufer- legt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zugunsten der Gerichtskasse zu überweisen. 4. Dieses Urteil geht an den Beschwerdeführer, das SEM und die kantonale Migrationsbehörde. Die Einzelrichterin: Die Gerichtsschreiberin: Regina Derrer Patricia Petermann Loewe Versand: