<h2>SubmittedText<h2><p>Im Zusammenhang mit den WTO- und FHAL-Verhandlungen wiederholt der Bundesrat immer wieder, dass mit den hochwertigen Produkten aus der Schweiz neue Marktanteile im Ausland erobert werden können. Unsere Regierung könnte nun mit gutem Beispiel vorangehen und in ihren Botschaften im Ausland diesen visionären Worten konkrete Taten folgen lassen. </p><p>Leider zeigt sich immer wieder, beispielsweise beim letzten Besuch einer Delegation aus dem Kanton Waadt in Moskau, dass noch einiges zu tun ist. Es ist unverständlich, wie man russischen und Waadtländer Gästen französische Durchschnittsweine anbieten kann. Auf jeden Fall ist es eines Landes unwürdig, das stolz auf seine Weine sein will und überzeugt ist, damit Marktanteile im Ausland erobern zu können. </p><p>Ich stelle dem Bundesrat deshalb folgende Fragen: </p><p>1. Ist es nicht eine Aufgabe unseres diplomatischen Korps, hochwertige Schweizer Produkte im Ausland zu fördern?</p><p>2. Wäre es nicht angebracht, dafür zu sorgen, dass Weine und andere Schweizer Produkte regelmässig bei Empfängen und anderen Anlässen in unseren Botschaften im Ausland angeboten werden?</p><p>3. Ist der Bundesrat nicht auch der Meinung, dass er sich im Hinblick auf eventuelle WTO- und FHAL-Abkommen als gutes Beispiel für die Förderung von Schweizer Landwirtschaftsprodukten im Ausland hervortun kann?</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>1./3. Im Rahmen der WTO-Verhandlungen unterstützt der Bundesrat Landwirtschaftsprodukte aus der Schweiz. Er setzt sich dafür ein, dass geschützte geografische Angaben, wie sie bisher Weinen und Spirituosen vorbehalten sind, für alle Produkte eingeführt werden. Zudem befürwortet er die Schaffung eines rechtlich verbindlichen Systems zur Registrierung der geografischen Angaben für Weine und Spirituosen. Der Bundesrat teilt das Anliegen der Interpellation, was die Förderung von Schweizer Landwirtschaftsprodukten im Ausland angeht. Dies gilt insbesondere für Empfänge und Veranstaltungen, die von Schweizer Vertretungen im Ausland organisiert werden. Diese haben im Übrigen allgemein den Auftrag, Schweizer Produkte zu fördern und bei offiziellen Anlässen solche anzubieten. In der Praxis ist es leider nicht immer möglich, den Gästen ausschliesslich Schweizer Produkte anzubieten. In gewissen Ländern lassen sich etwa diese Produkte nicht innert nützlicher Frist beschaffen, oder sie werden aus irgendeinem Grund nicht importiert.</p><p>2. Zur besseren Förderung der Schweizer Weine hat der Verband Schweizer Weinexporteure (Swea) eine detaillierte Liste mit Weinen und Spirituosen von Schweizer Produzenten erstellt, die allen Schweizer Vertretungen im Ausland zur Verfügung gestellt wird. Der Bundesrat teilt das Anliegen der Interpellation und wird darauf achten, bei der Förderung von Schweizer Landwirtschaftsprodukten im Ausland mit gutem Beispiel voranzugehen.</p>  Antwort des Bundesrates.