<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2004.00462</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=204739&amp;W10_KEY=13013567&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2004.00462</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 12.01.2005</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">1. Abteilung/1. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Raumplanungs-, Bau- und Umweltrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Baubewilligung</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Erweiterung eines Reitplatzes und Umnutzung eines Holzunterstands/Schopfs. Geruchsimmissionen. Zulässigkeit der Umnutzung. Der umstrittene Reitplatz mit Unterstand ist eine Neuanlage im Sinn von Art. 2 Abs. 4 LRV. Da für derartige Betriebe keine Immissionsgrenzwerte bestehen, hat die Vorinstanz zu Recht die FAT-Richtlinie für die Festlegung der Geruchsbelastung und zur Abstandsberechnung beigezogen (E. 3.1). Der nach den FAT-Richtlinien errechnete Mindestabstand ist nur in reinen Wohnzonen einzuhalten. Liegt die Anlage wie hier in einer Wohnzone mit Gewerbeerleichterung, kann in der Regel auf den Sicherheitszuschlag von 30 % verzichtet werden, und es genügen 70 % des Mindestabstands. Da der so errechnete Mindestabstand von 17,15 m erst ab einer grösseren Geruchsbelastung gilt, liegt die Genehmigung der Unterschreitung dieses Mindestabstands um 4,15 m im Ermessensspielraum der kommunalen Baubehörde (E. 3.2). Die Umnutzung des Schopfs in einen Pferdeunterstand ist in Anwendung von § 357 Abs. 1 PBG zulässig (E. 4). Abweisung </b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: FAT-RICHTLINIE">FAT-RICHTLINIE</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: GERUCHSIMMISSION">GERUCHSIMMISSION</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: Umweltschutz ST: LUFTREINHALTUNG">LUFTREINHALTUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: MINDESTABSTAND">MINDESTABSTAND</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: PFERD">PFERD</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: PFERDEUNTERSTAND">PFERDEUNTERSTAND</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: REITPLATZ">REITPLATZ</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: SCHOPFGEBÃUDE">SCHOPFGEBÃUDE</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: UMNUTZUNG">UMNUTZUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: Planungs- und Baurecht ST: ZONENKONFORMITÃT">ZONENKONFORMITÃT</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade">Art. 2 Abs. V lit. b LRV</span><br/><span class="gerade">§ 357 Abs. I PBG</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade">URP 2005 Nr. 26 S. 380</span><br/> </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 3 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Sachverhalt1"><b><span>I. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Die Baukommission Thalwil erteilte am 21. August 2003 C unter verschiedenen Nebenbestimmungen die baurechtliche Bewilligung fÃ¼r die "Erweiterung des Reitplatzes und Umnutzung des Holzunterstandes" Vers.-Nr. 1 auf dem GrundstÃ¼ck Kat.-Nr. 2 am L-Weg in X.</span></p> <p class="Sachverhalt1"><b><span>II. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Hiergegen erhob A am 9. Oktober 2003 Rekurs an die Baurekurskommission II und beantragte, die Baubewilligung vom 21. August 2003 sei aufzuheben.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Die Baurekurskommission II fÃ¼hrte am 17. Mai 2004 einen Referentenaugenschein durch und hiess am 14. September 2004 den Rekurs teilweise gut. Sie hob den Beschluss der Baukommission Thalwil vom 21. August 2003 auf und wies die Sache im Sinn der ErwÃ¤gungen (E. 6g, 7e, 8b und 9c) zur weiteren AbklÃ¤rung und Ãberarbeitung des Beschlusses und zur Verfahrenskoordination an die Vorinstanz zurÃ¼ck. Im Ãbrigen wies die Baurekurskommission II den Rekurs ab.</span></p> <p class="Sachverhalt1"><b><span>III. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Mit Beschwerde vom 20. Oktober 2004 liess A dem Verwaltungsgericht beantragen, den Entscheid der Baurekurskommission II vom 14. September 2004 aufzuheben und die Baubewilligung fÃ¼r den Reitplatz und die Umnutzung des Holzunterstands auf Kat.-Nr. 2 zu verweigern, unter Kosten- und EntschÃ¤digungsfolgen zulasten der privaten Beschwerdegegnerin.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Die Baurekurskommission II und die Baukommission Thalwil beantragten am 2. bzw. 18. November 2004 je Abweisung der Beschwerde. Die private Beschwerdegegnerin liess sich nicht vernehmen.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Die ErwÃ¤gungen der Vorinstanz und die AusfÃ¼hrungen der Parteien werden, soweit rechtserheblich, in den nachfolgenden EntscheidgrÃ¼nden wiedergegeben.</span></p> <p class="Zwischentitel"><span>Die Kammer</span><span> zieht in ErwÃ¤gung:</span></p> <p class="Erwgung1"><b><span>1. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Das Verwaltungsgericht ist nach § 41 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 (VRG) zur Behandlung der vorliegenden Beschwerde zustÃ¤ndig. Beim angefochtenen Entscheid der Baurekurskommission handelt es sich um einen RÃ¼ckweisungsentscheid. Als solcher ist er nach der verwaltungsgerichtlichen Praxis (vgl. RB 2002 Nr. 20) anfechtbar, wenn durch die Zulassung der Beschwerde die MÃ¶glichkeit einer erheblichen VerfahrensverkÃ¼rzung besteht. Diese Voraussetzungen sind hier erfÃ¼llt. Erwiese sich nÃ¤mlich der Antrag und die BegrÃ¼ndung des BeschwerdefÃ¼hrers als zutreffend, wÃ¤re die angefochtene Baubewilligung zu verweigern, wÃ¤hrend bei einer BestÃ¤tigung des angefochtenen RÃ¼ckweisungsentscheids weitere Erhebungen und BeschlÃ¼sse erforderlich sind.</span></p> <p class="Erwgung1"><b><span>2. </span></b><span> </span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>2.1 </span></b><span>Die private Beschwerdegegnerin beabsichtigt auf dem GrundstÃ¼ck Kat.-Nr. 2 als UnterpÃ¤chterin einen Reit- und Pensionsbetrieb zu fÃ¼hren. Es sollen vornehmlich fÃ¼r Kinder Reitunterricht, Reitlager sowie weitere Kurse und Veranstaltungen im Zusammenhang mit Pferden angeboten werden. Die Pferdehaltung umfasst fÃ¼nf Schul- und fÃ¼nf Pensionspferde. An baulichen Massnahmen sind die VergrÃ¶sserung des bestehenden Reitplatzes auf eine FlÃ¤che von 30 m x 15 m nebst Eindeckung des ganzen Platzes mit einem pferdegerechten Belag, dessen Oberbau vorwiegend aus feinem Quarzsand besteht, sowie die Schaffung eines gedeckten Auslaufs unter dem Dach des Schopfs Vers.-Nr. 1 ("Holzunterstand") vorgesehen.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Das BaugrundstÃ¼ck Kat.-Nr. 2 wie auch die im Eigentum des BeschwerdefÃ¼hrers stehenden Liegenschaften L-Weg 3, 4 und 5 sind nach der Bau- und Zonenordnung der Gemeinde Thalwil vom 16. MÃ¤rz 2000 der Zone WG2 (zweigeschossige Wohnzone mit Gewerbeerleichterung und Empfindlichkeitsstufe III) zugeteilt. Die Vorinstanz hat die ZonenkonformitÃ¤t des Reit- und Pensionsbetriebes bejaht. Hinsichtlich der Umnutzung des Schopfs hat die Rekurskommission ausgefÃ¼hrt, dieser weise einen ungenÃ¼genden Abstand zum L-Weg auf (1 m statt 3,5 m) und sei daher baurechtswidrig. Die Baute geniesse indessen Bestandesgarantie und die Umnutzung sei in Anwendung von § 357 Abs. 1 des Planungs- und Baugesetzes vom 7. September 1975 (PBG) zulÃ¤ssig (Rekursentscheid, E. 5). Was die Geruchsbelastung durch die Pferde betreffe, so sei in einer Mischzone, in welcher Gewerbebetriebe zulÃ¤ssig seien, ein gewisses Mass an betriebsbedingten Immissionen schlechterdings nicht zu vermeiden. Die Anlage sei als Neuanlage im Sinn von Art. 2 Abs. 4 der Luftreinhalte-Verordnung vom 16. Dezember 1985 (LRV) zu qualifizieren. FÃ¼r die Beurteilung der erforderlichen MindestabstÃ¤nde zu bewohnten Zonen seien vorliegend die Empfehlungen der EidgenÃ¶ssischen Forschungsanstalt fÃ¼r Betriebswirtschaft und Landtechnik aus dem Jahr 1995 (FAT-Richtlinie) hilfsweise zu beachten. Die Geruchsbelastung (GB) bei 10 Pferden ergebe einen Wert von 1,5 (10 GVE [Grossvieheinheit] x 0,15 Geruchsbelastungsfaktor [fg]). Der Mindestabstand bei 4 GB betrage ca. 24,5 m. Vorliegend erscheine die Unterschreitung indessen als vertretbar. Die Geruchsbelastung liege mit einem Wert von 1,5 GB erheblich unter dem einen Minimalabstand verlangenden Wert von 4 GB. Es sei auch kaum damit zu rechnen, dass sich alle zehn Pferde gleichzeitig im Freien aufhalten. Sodann wÃ¼rden sich die auf dem Reitplatz bewegten Schulpferde hÃ¶chstens kurzfristig im Nahbereich des L-Wegs aufhalten. Ferner sei zu bedenken, dass die FAT-Richtlinie auf Stallhaltung ausgerichtet sei, das heisst auf GebÃ¤ude, wo sich die Luft sammle und an bestimmten Stellen konzentriert entweiche. Obschon die Unterschreitung des Mindestabstands zu bewilligen sei, dÃ¼rfe nach dem Vorsorgeprinzip erwartet werden, dass alle zumutbaren Vorkehren ergriffen werden, die geeignet seien, der Geruchsausbreitung in Richtung der benachbarten Wohnsiedlung vorzubeugen. In diesem Sinn sei die RÃ¼ckwand des Schopfs luftdicht zu verschliessen (Rekursentscheid, E. 6g). Was die Staubentwicklung durch den Sand auf dem Reitplatz betreffe, so halte die Baubewilligung fest, dass "unter anderem" die Tretschicht genÃ¼gend feucht gehalten werden mÃ¼sse. Diese Nebenbestimmung sei unzureichend. ZusÃ¤tzliche Vorkehren zur EindÃ¤mmung der Staubentwicklung seien unumgÃ¤nglich. Dabei sei es Sache der BaubewilligungsbehÃ¶rde, die erforderliche Massnahme zu eruieren (Rekursentscheid, E. 7e). Die Baurekurskommission verlangte schliesslich in ihrem Rekursentscheid, dass der Entscheid des kantonalen Amts fÃ¼r Abfall, Wasser, Energie und Luft (AWEL) Ã¼ber die Abwasserentsorgung mit der Baubewilligung koordiniert werde (Rekursentscheid, E. 8b) und dass die BaubewilligungsbehÃ¶rde weitere AbklÃ¤rungen hinsichtlich der neben dem Reitbetrieb geplanten AktivitÃ¤ten (Klassenlager und Ã¤hnliche Veranstaltungen) treffe (Rekursentscheid, E. 9c).</span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>2.2 </span></b><span>Diesen AusfÃ¼hrungen hÃ¤lt der BeschwerdefÃ¼hrer entgegen, die Vorinstanz habe zu Recht die FAT-Richtlinie fÃ¼r die Beurteilung der streitigen Reitanlage herangezogen und auch den Mindestabstand von 24,5 m richtig berechnet. Eine Unterschreitung dieses Mindestabstands sei aber unzulÃ¤ssig. Der Abstand zwischen der geplanten Anlage und den HÃ¤usern des BeschwerdefÃ¼hrers betrage rund 13 m und das GrundstÃ¼ck selber habe einen Abstand von lediglich 5 m; der Mindestabstand werde damit erheblich unterschritten. Es sei davon auszugehen, dass der Pferdeunterstand dauernd voll belegt sein werde. Auch wÃ¼rden sich die Pferde auf dem Reitplatz Ã¼berwiegend im Nahbereich der Liegenschaften aufhalten. Der mit einer RÃ¼ckwand versehene Schopf biete keinen Schutz vor lÃ¤stigen Geruchsimmissionen. Der Hinweis der Vorinstanz auf die fachkundige und verantwortungsvolle BetriebsfÃ¼hrung kÃ¶nne nicht geteilt werden. Die unbedingt nÃ¶tige Reinigung des Bodens erfolge nur unregelmÃ¤ssig. Der Pferdebetrieb sei nicht bewilligungsfÃ¤hig. Selbst wenn dieser bewilligt werden kÃ¶nnte, sei auf jeden Fall die Bewilligung fÃ¼r die Umnutzung des Schopfs zu verweigern. Dieser habe seit der Einzonung des GrundstÃ¼ckes 1985 der Lagerung von Holz gedient. Welche baulichen Massnahmen am Schopf erforderlich sein werden, sei noch offen. Auf jeden Fall sei die RÃ¼ckwand abzudichten. Sodann sei auch die Beseitigung des Abwassers nicht geklÃ¤rt. Es kÃ¶nne heute nicht davon ausgegangen werden, es seien lediglich untergeordnete bauliche Massnahmen notwendig. Sofern die Einrichtung der neuen Nutzung umfangreiche Eingriffe in das bestehende GebÃ¤ude voraussetze, mÃ¼ssten diese als neubauÃ¤hnliche Umgestaltung gewertet und dÃ¼rfen nur mittels einer Ausnahmebewilligung gemÃ¤ss § 220 PBG bewilligt werden. Sodann sei zu berÃ¼cksichtigen, dass der bestehende Schopf baufÃ¤llig sei. Die neue Nutzung fÃ¼hre zu wesentlich intensiveren Immissionen als bisher. Dem Bauprojekt stÃ¼nden daher auch private Interessen entgegen.</span></p> <p class="Erwgung1"><b><span>3. </span></b><span> </span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>3.1 </span></b><span>Die Baurekurskommission hat den streitigen Aussenbetrieb mit Reitplatz und Unterstand als Neuanlage im Sinn von Art. 2 Abs. 4 LRV qualifiziert, was von den Parteien nicht in Frage gestellt wird. FÃ¼r derartige Betriebe bestehen keine Immissionsgrenzwerte. GemÃ¤ss Art. 2 Abs. 5 lit. b LRV gelten Immissionen beim Fehlen von Grenzwerten dann als Ã¼bermÃ¤ssig, wenn aufgrund einer Erhebung feststeht, dass sie einen wesentlichen Teil der BevÃ¶lkerung in ihrem Wohlbefinden erheblich stÃ¶ren. FÃ¼r Anlagen der bÃ¤uerlichen Tierhaltung und der Intensivtierhaltung verlangt Anhang 2 Ziff. 512 LRV, dass die nach den anerkannten Regeln der Tierhaltung erforderlichen MindestabstÃ¤nde zu bewohnten Zonen eingehalten werden; als anerkannte Regeln gelten insbesondere die FAT-Empfehlungen. Auch wenn es sich bei der vorliegenden Pferdehaltung weder um eine Anlage der bÃ¤uerlichen Tierhaltung noch um eine solche der Intensivtierhaltung handelt, hat die Vorinstanz zu Recht die FAT-Richtlinie fÃ¼r die Festlegung der Geruchsbelastung und zur Abstandsberechnung beigezogen; dies blieb denn auch unbestritten.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Die FAT-Richtlinie berechnet den Mindestabstand in einem dreistufigen Verfahren (FAT-Richtlinie, Ziff. 2.1). Zuerst wird die Geruchsbelastung nach Tierart ermittelt, anschliessend der Normabstand aus der Geruchsbelastung errechnet und schliesslich der Mindestabstand durch Korrektur des Normabstands mit Einflussfaktoren des Haltungssystems, der LÃ¼ftung und des Standorts festgelegt. Der Mindestabstand gilt ab einer Geruchsbelastung von 4 GB. Bei niedrigeren Geruchsbelastungen liegt es im Ermessen der BehÃ¶rden, einen kleineren Mindestabstand einzuhalten (FAT-Richtlinien, S. 6). Obschon der RekursbehÃ¶rde gemÃ¤ss Art. 20 Abs. 1 VRG volle ÃberprÃ¼fungsbefugnis zusteht, hat sie sich bei der Ermessenskontrolle ZurÃ¼ckhaltung aufzuerlegen und darf nicht einfach eine vertretbare ErmessensausÃ¼bung der kommunalen BaubewilligungsbehÃ¶rde durch ihre eigene ersetzen (RB 1981 Nr. 20; Alfred KÃ¶lz/JÃ¼rg Bosshart/Martin RÃ¶hl, Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons ZÃ¼rich, 2. A., ZÃ¼rich 1999, § 20 N. 17 ff.). Dem Verwaltungsgericht kommt nach § 50 VRG von vornherein nur Rechtskontrolle zu.</span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>3.2 </span></b><span>Die Baurekurskommission hat vorliegend entsprechend der FAT-Richtlinie einen Geruchsbelastungsfaktor (fg) je Pferd von 0,15 und bei einer Tierhaltung von zehn Pferden eine Geruchsbelastung von 1,5 GB ermittelt. Zu Recht weist die Baukommission Thalwil darauf hin, dass der Geruchsbelastungsfaktor bei Aufenthalt im Freien wie hier gemÃ¤ss der Tabelle 1 um bis zu 50 % reduziert werden kann. Den Normabstand errechnete die Vorinstanz mit 24,5 m korrekt.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Der Mindestabstand ist, was die Vorinstanz nicht beachtet hat, (nur) in reinen Wohnzonen einzuhalten. In Zonen, in welchen neben der Wohnnutzung mÃ¤ssig stÃ¶rende Gewerbebetriebe zulÃ¤ssig sind â wie hier in der Wohnzone mit Gewerbeerleichterung â, kann nach Ziff. 2.3 der FAT-Richtlinie in der Regel auf den Sicherheitszuschlag von 30 % verzichtet werden, und es genÃ¼gen 70 % des Mindestabstands. Ausgehend von einem Normabstand von 24,5 m ergibt sich so ein Mindestabstand von 17,15 m. Die schematische Mindestabstandregelung gilt ab einer Geruchsbelastung von 4 GB. Bei einer niedrigeren Geruchsbelastung liegt es im Ermessen der BaubewilligungsbehÃ¶rde, einen kleineren Mindestabstand zuzulassen (FAT-Richtlinie, S. 6).</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Der Abstand zwischen der Anlagenbegrenzung (ReitplatzeinzÃ¤unung bzw. Wand des Unterstands) und dem nÃ¤chsten Wohnhaus des BeschwerdefÃ¼hrers betrÃ¤gt vorliegend 13 m. Die Unterschreitung des Mindestabstands von 17,15 m liegt innerhalb des der Baukommission Thalwil bzw. der Vorinstanz zustehenden Ermessensspielraumes. Wie die Baurekurskommission zu Recht hinweist, haben die auf dem Reitplatz bewegten Schulpferde naturgemÃ¤ss keinen festen Standort und halten sich nicht ausschliesslich im Minimalabstand auf; im Mittel weist die Anlage einen Abstand von 20 m zum nÃ¤chsten Wohnhaus auf. Zudem liegt die Geruchsbelastung weit unter dem Wert von 4 GB, was â wie erwÃ¤hnt â zur Zulassung eines kleineren Mindestabstands berechtigt. Weiter ist auch zu berÃ¼cksichtigen, dass die Reitanlage Ã¶stlich der WohnhÃ¤user des BeschwerdefÃ¼hrers gelegen ist und damit bei der vorherrschenden Windrichtung aus SÃ¼dwest allfÃ¤llige GerÃ¼che in die entgegengesetzte Richtung dieser WohnhÃ¤user geblasen wird. Unter all diesen UmstÃ¤nden ist es nicht rechtsverletzend, wenn die Baukommission Thalwil und die Vorinstanz zum Schluss gelangten, es bestÃ¼nden keine Anhaltspunkte dafÃ¼r, dass die Geruchsimmissionen ein fÃ¼r die Nachbarschaft unzumutbares Ausmass annehmen werden.</span></p> <p class="Erwgung1"><b><span>4. </span></b><span> </span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>4.1 </span></b><span>Der Schopf Vers.-Nr. 1 weist einen Abstand von nur 1 m statt mindestens 3,5 m (§ 265 Abs. 1 PBG) zum L-Weg auf und ist insoweit baurechtswidrig. Streitig ist, ob die Umnutzung dieses Schopfs zu einem Pferdeunterstand in Anwendung von § 357 Abs. 1 PBG zulÃ¤ssig sei. Danach dÃ¼rfen bestehende Bauten und Anlagen, die Bauvorschriften widersprechen, umgebaut, erweitert und, sofern sie sich fÃ¼r eine zonengemÃ¤sse Nutzung nicht eignen, anderen Nutzungen zugefÃ¼hrt werden, wenn keine Ã¼berwiegenden Ã¶ffentlichen oder nachbarrechtlichen Interessen entgegenstehen. FÃ¼r neue oder weitergehende Abweichungen von Vorschriften bleiben die erforderlichen Ausnahmebewilligungen vorbehalten.</span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>4.2 </span></b><span>Der geplante Reit- und Pensionsbetrieb in der Zone WG2 ist zonenkonform. Als Bestandteil dieses Betriebs ist auch die Nutzung des Schopfs als offener Unterstand fÃ¼r die Pferde zonenkonform. Eine weitergehende Verletzung von Baurechtsvorschriften erfolgt nicht; demzufolge ist auch keine Ausnahmebewilligung erforderlich. Entgegen der Rechtsauffassung des BeschwerdefÃ¼hrers kann auch nicht von einer neubauÃ¤hnlichen Umgestaltung (vgl. hierzu RB 1992 Nr. 74 = BEZ 1992 Nr. 14; VGr, 19. Dezember 1995, BEZ 1996 Nr. 3) des Schopfs gesprochen werden, was die Einhaltung der Bauvorschriften verlangen wÃ¼rde. Die Umnutzung bedingt kaum bauliche Massnahmen; auch die von der Baurekurskommission angeordnete Abdichtung der RÃ¼ckwand des Schopfs oder die Koordination der Baubewilligung und des AWEL-Entscheids Ã¼ber die Abwasserbeseitigung haben keine baulichen Massnahmen zur Folge, welche zu einer neubauÃ¤hnlichen Umgestaltung des Schopfs fÃ¼hren wÃ¼rden. Die Behauptung, der Schopf sei baufÃ¤llig, ist einerseits neu und daher nicht zu hÃ¶ren (§ 52 Abs. 2 VRG), und wird anderseits durch die bei den Akten liegenden Fotos des Augenscheins der Vorinstanz widerlegt. Nachdem der Betrieb schliesslich den aus umweltschutzrechtlichen GrÃ¼nden erforderliche Mindestabstand einhÃ¤lt (vgl. vorn, E. 3), stehen der NutzungsÃ¤nderung des Schopfs auch keine "Ã¼berwiegenden" Ã¶ffentlichen oder privaten Interessen entgegen.</span></p> <p class="Erwgung1"><b><span>5. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Zusammengefasst ergibt sich, dass die Beschwerde abzuweisen ist. Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind die Gerichtskosten dem BeschwerdefÃ¼hrer aufzuerlegen (§ 13 Abs. 2 Satz 1 in Verbindung mit § 70 VRG). Eine ParteientschÃ¤digung steht ihm von vornherein nicht zu (§ 17 Abs. 2 VRG).</span></p> <p class="Zwischentitel"><span>DemgemÃ¤ss entscheidet </span><span>die Kammer</span><span>:</span></p> <p class="Einzug2">1. Die Beschwerde wird abgewiesen.</p> <p class="Einzug2">2. Die GerichtsgebÃ¼hr wird festgesetzt auf <br/> Fr. 2'000.--; die Ã¼brigen Kosten betragen:<br/> Fr. 90.-- Zustellungskosten,<br/> Fr. 2'090.-- Total der Kosten.</p> <p class="Einzug2">3. Die Gerichtskosten werden dem BeschwerdefÃ¼hrer auferlegt.</p> <p class="Einzug2">4. Eine ParteientschÃ¤digung wird nicht zugesprochen.</p> <p class="Einzug2">5. Gegen diesen Entscheid kann, soweit Bundesverwaltungsrecht angewendet wird, innert 30 Tagen, von der Zustellung an gerechnet, Verwaltungsgerichtsbeschwerde beim Bundesgericht erhoben werden.</p> <p class="Einzug2">6. Mitteilung an â¦</p> <p class="MsoNormal"> </p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>