<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="content"> <div class="para"> </div> <div class="para">Bundesgericht </div> <div class="para">Tribunal fédéral </div> <div class="para">Tribunale federale </div> <div class="para">Tribunal federal </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <img height="74" src="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/clir/http/displayimage.php?id=2021-07-13-1B_135-2021.1&amp;type=gif" width="95"/> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>1B_135/2021</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>Urteil vom 13. Juli 2021</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>I. öffentlich-rechtliche Abteilung</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Besetzung </div> <div class="para">Bundesrichter Kneubühler, Präsident, </div> <div class="para">Gerichtsschreiber Pfäffli. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Verfahrensbeteiligte </div> <div class="para">A.________, </div> <div class="para">Beschwerdeführer, </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <i>gegen</i> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Staatsanwaltschaft Zofingen-Kulm, Untere Grabenstrasse 32, 4800 Zofingen. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Gegenstand </div> <div class="para">Strafverfahren: Fälschung von Ausweisen, mehrfache falsche Anschuldigung (zum Teil versucht), geringfügiger Diebstahl, </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Beschwerde gegen den Beschluss des Obergerichts des Kantons Aargau, Strafgericht, 2. Kammer, vom 11. Februar 2021 (SST.2019.217). </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>Erwägungen:</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>1.</b> </div> <div class="para">Das Präsidium des Strafgerichts Zofingen sprach A.________ mit Urteil vom 4. Juni 2019 vom Vorwurf der Fälschung von Ausweisen gemäss <span class="artref">Art. 252 StGB</span> frei. Es sprach ihn hingegen der falschen Anschuldigung gemäss <span class="artref">Art. 303 Ziff. 2 StGB</span> sowie der versuchten falschen Anschuldigung gemäss <span class="artref">Art. 303 Ziff. 2 StGB</span> i.V.m. <span class="artref">Art. 22 Abs. 1 StGB</span> schuldig und verurteilte ihn zu einer bedingten Geldstrafe von 40 Tagessätzen zu Fr. 40.--, Probezeit drei Jahre, und einer Busse von Fr. 400.--. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>2.</b> </div> <div class="para">In seiner Berufung vom 9. Oktober 2019 stellte A.________ ein Ausstandsbegehren, das er im Rahmen seiner späteren Rechtsschriften vom 10. Juni 2020 und vom 29. Januar 2021 erneuerte. Er führte dabei u.a. aus, dass er die Einsetzung ausserkantonaler, unabhängiger Richter mit einer humanen, humanistisch-katholischen Haltung beantrage. Er lehne auch Richter aus dem Kanton Zürich ab, da er von diesen Behörden auch verbrecherisch behandelt worden sei. Er lehne auch die Oberrichter Cotti und Fedier ab, da diese Mitglieder einer Partei mit heftigem Rechtsaussentrend mit der Philosophie "Geld über alles ohne Gerechtigkeit" seien. Oberrichterin Plüss habe ihm in ihrer Eigenschaft als Mitglied der Anwaltskommission in diskriminierender und sturer Weise die Anerkennung seiner ausserkantonalen Praktika und Erfahrungen als Rechtsanwalt und Rechtsvertreter versagt. Das Obergericht des Kantons Aargau trat mit Beschluss vom 11. Februar 2021 auf das Ausstandsgesuch nicht ein. Zur Begründung führte das Obergericht zusammenfassend aus, dass kein tauglicher Ausstandsgrund vorgebracht werde. Es fehle deshalb an den Voraussetzungen für die Durchführung eines Ausstandsverfahrens. Auf das offensichtlich unbegründete und missbräuchliche Ausstandsgesuch sei deshalb nicht einzutreten. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>3.</b> </div> <div class="para">A.________ führt mit Eingabe vom 17. März 2021 Beschwerde in Strafsachen gegen den Beschluss des Obergerichts des Kantons Aargau vom 11. Februar 2021. Das Bundesgericht verzichtet auf die Einholung von Vernehmlassungen. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>4.</b> </div> <div class="para">Der Beschwerdeführer ersucht um Erstreckung der Beschwerdefrist, damit er seine am letzten Tag der Beschwerdefrist eingereichte Beschwerde noch ergänzen könne. Die Beschwerdefrist kann als eine gesetzliche Frist nicht erstreckt werden (<span class="artref">Art. 47 Abs. 1 BGG</span>). Dem Gesuch kann somit nicht entsprochen werden. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>5.</b> </div> <div class="para">Nach <span class="artref">Art. 42 Abs. 2 BGG</span> ist in der Begründung einer Beschwerde in gedrängter Form darzulegen, inwiefern der angefochtene Entscheid Recht verletzt. Die Bestimmungen von <span class="artref">Art. 95 ff. BGG</span> nennen die vor Bundesgericht zulässigen Beschwerdegründe. Hinsichtlich der Verletzung von Grundrechten gilt der in <span class="artref">Art. 106 Abs. 1 BGG</span> verankerte Grundsatz der Rechtsanwendung von Amtes wegen nicht; insofern besteht eine qualifizierte Rügepflicht (<span class="artref">Art. 106 Abs. 2 BGG</span>; <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=34&amp;from_date=10.07.2021&amp;to_date=29.07.2021&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F136-I-49%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page49">BGE 136 I 49</a> E. 1.4.1 S. 53, 65 E. 1.3.1 S. 68 mit Hinweisen). Es obliegt dem Beschwerdeführer namentlich darzulegen, inwiefern der angefochtene Entscheid gegen Grundrechte verstossen soll. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Der Beschwerdeführer vermag mit seinen nur schwer lesbaren Ausführungen nicht aufzuzeigen, dass das Obergericht mit dem angefochtenen Beschluss einen geltend gemachten Ausstandsgrund rechtswidrig beurteilt hätte. Das Obergericht führte u.a. aus, dass die politische Einstellung bzw. die Parteizugehörigkeit einer Gerichtsperson oder der Umstand, dass diese Gerichtsperson bereits gegen ihn entschieden hätte, noch keinen Ausstandsgrund bilde (vgl. auch <span class="artref">Art. 34 Abs. 2 BGG</span>). Inwiefern diese Ausführungen rechtswidrig sein sollten, legt der Beschwerdeführer nicht dar. Er legt nicht im Einzelnen und konkret dar, inwiefern die Begründung des Obergerichts, die zum Nichteintreten auf das Ausstandsgesuch führte, bzw. der Beschluss des Obergerichts selbst rechts- bzw. verfassungswidrig sein soll. Die Beschwerde genügt den gesetzlichen Formerfordernissen offensichtlich nicht, weshalb auf sie im vereinfachten Verfahren nach <span class="artref">Art. 108 Abs. 1 BGG</span> nicht einzutreten ist. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>6.</b> </div> <div class="para">Angesichts der Aussichtslosigkeit des Verfahrens ist dem Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege und Verbeiständung nicht zu entsprechen (<span class="artref">Art. 64 BGG</span>). Indessen ist davon abzusehen, für das bundesgerichtliche Verfahren Kosten zu erheben (<span class="artref">Art. 66 Abs. 1 BGG</span>). </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b> Demnach erkennt der Präsident:</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>1.</b> </div> <div class="para">Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>2.</b> </div> <div class="para">Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege wird abgewiesen. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>3.</b> </div> <div class="para">Es werden keine Kosten erhoben. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>4.</b> </div> <div class="para">Dieses Urteil wird dem Beschwerdeführer, der Staatsanwaltschaft Zofingen-Kulm und dem Obergericht des Kantons Aargau, Strafgericht, 2. Kammer, schriftlich mitgeteilt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Lausanne, 13. Juli 2021 </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Im Namen der I. öffentlich-rechtlichen Abteilung </div> <div class="para">des Schweizerischen Bundesgerichts </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Der Präsident: Kneubühler </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Der Gerichtsschreiber: Pfäffli </div> </div></body></html>