B u n d e s v e rw a l t u n g s g e r i ch t T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i f f éd é r a l T r i b u n a l e am m i n i s t r a t i vo f e d e r a l e T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i v fe d e r a l Abteilung II B-772/2012 U r t e i l v o m 2 1 . J a n u a r 2 0 1 3 Besetzung Richter Ronald Flury (Vorsitz), Richter Frank Seethaler, Richterin Eva Schneeberger, Gerichtsschreiber Michael Müller. Parteien A._______, vertreten durch Dr. Elias Hofstetter, Bundesgasse 26, Postfach 5124, 3001 Bern, Beschwerdeführerin, gegen Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation SBFI, Effingerstrasse 27, 3003 Bern, Vorinstanz, Trägerorganisation für die höhere Fachprüfung für Steuerexpertinnen und Steuerexperten, Sekretariat KV Schweiz, Postfach 1853, 8027 Zürich, Erstinstanz. Gegenstand Höhere Fachprüfung für Steuerexperten 2010. B-772/2012 Seite 2 Sachverhalt: A. A.a A._______ (nachfolgend: Beschwerdeführerin) legte im Herbst 2010 die Höhere Fachprüfung für Steuerexperten zum zweiten Mal ab. Mit Ver- fügung vom 30. Oktober 2010 teilte ihr die Prüfungskommission der Trä- gerorganisation für die höhere Fachprüfung für Steuerexperten ( nachfol- gend: Erstinstanz) mit, sie habe die Prüfung nicht bestanden. Am 25. November sowie am 8. Dezember 2010 sandte die Erstinstanz der Beschwerdeführerin korrigierte Notenausweise zu. A.b Gegen den Entscheid der Erstinstanz erhob die Besch werdeführerin am 21. Januar 2011 Beschwerde beim Staatssekretariat für Bildung, For- schung und Innovation SBFI (vormals: Bundesamt für Berufsbildung und Technologie BBT; nachfolgend: Vorinstanz). Sie stellte den Antrag, d ie Verfügung der Erstinstanz vom 27. (recte: 30.) Oktober 2010 sei aufzu- heben, sie sei erneut zum zweiten Prüfungsversuch zuzulassen und es seien ihr die Prüfungsgebühren zurückzuerstatten. Zur Begründung machte sie im Wesentlichen geltend, im Prüfungsteil "Diplomarbeit im Kolloquium" hätten Dritte unerlaubte Hilfe erhalten und die Diplomarbeits- fälle seien zu früh ins Internet gestellt worden. Bei den schriftlichen Pr ü- fungen habe es zu wenig Aufsichtspersonal gehabt und sie sei durch Baustellen- und Verkehrslärm gestört worden. Bei den mündlichen Prü- fungen seien ihr Fragen gestellt worden, welche ausserhalb des Stoffge- bietes gelegen hätten sowie zum Teil schikanöse Fragen . Im Übrigen verweise s ie auf Aussagen von B._______, (…) , betreffend unbefriedi- gende Prüfungsergebnisse sowie auf das Gespräch vom 3. Dezember 2010 beim KV Schweiz in Zürich. Am 24. Januar 2011 reichte die B e- schwerdeführerin Ergänzungen ein. A.c Mit Vernehmlassung vom 31. März 2011 beantragte die Erstinstanz, auf die B eschwerde sei nicht einzutreten. E ventualiter sei die Beschwe r- de abzuweisen. Zur Begründung führte sie diverse Nichteintretensgründe (verspätete Beschwerdeeinreichung, mangelndes Anfechtungsobjekt, mangelndes aktuelles wie auch tatsächliches Rechtsschutzinteresse, Rechtsmissbrauch) an. Sie äusserte sich lediglich bezüglich der ihrer A n- sicht nach für den Entscheid der Vorinstanz hinsichtlich des Eintretens re- levanten formellen Aspekte und behielt sich für den Eintretensfall vor, ihre Stellungnahme, soweit nötig, durch einen materiellen Teil zu ergänzen. B-772/2012 Seite 3 A.d Mit Replik vom 13. Mai 20 11 hielt die Be schwerdeführerin an ihrer Beschwerde fest. A.e In ihrer Duplik vom 15. Juli 2011 hielt die Erstinstanz am angefocht e- nen Entscheid fest und beantragte die Abweisung der Beschwerde. Zur Begründung führte sie im Wesentlichen an, die personellen Ressourcen für die Prüfungsaufsicht seien ausreichend gewesen. Neben Herrn C._______, dem Prüfungsleiter , sei stets auch D._______ als Aufsichts- verantwortlicher anwesend gewesen. Die Rüge betreffend während der Prüfung herrschenden Baulärms sei unzutreffend und es seien keine Fra- gen ausserhalb des Stoffgebietes gestellt worden. A.f In ihrer Triplik vom 9. September 2011 hielt die Beschwerdeführerin weiterhin an ihrer Beschwerde fest. Sie rügte, die Erstinstanz gehe auf ih- re Vorbringen zum grossen Teil gar nicht konkret ein (zu frühes Aufscha l- ten der Diplomarbeitsthemen im Internet, unerlaubte Mithilfe bei der Di p- lomarbeit, mehrfache Notenänderungen). Sie brachte weiter vor, fünfzehn Minuten nach Prüfungsende im Prüfungsteil "Steuern allgem ein" seien noch nicht einmal die Hälfte der Prüfungen eingesammelt gewesen; o h- nehin wären auch zwei Aufsichtspersonen für über hundert Teilnehmer unzureichend gewesen. Entgegen der Darstellung der Erstinstanz sei der Baulärm beträchtlich gewesen. Die von der Erstinstanz in ihrer Duplik ge- nannte "Sommerbaustelle" betreffe einen anderen Bauabschnitt. Aus dem von ihr beigelegten Bauprogramm gehe klar hervor, dass auf der Baustel- le Hardbrücke im relevanten Bau abschnitt 5 an beiden Prüfungstagen (24. und 25. August 2010) unmittelbar vor dem Prüfungslokal an drei Stel- len gleichzeitig gebaut worden sei. Schliesslich hielt sie auch an ihrem Standpunkt fest, es seien ihr nicht zum Stoffgebiet gehörende wie auch schikanöse Fragen gestellt worden. A.g Mit Entscheid vom 5. Januar 2012 wies die Vorinstanz die Beschwer- de ab. Zur Begründung brachte sie im Wesentlichen vor, es sei vorliegend davon auszugehen, dass das Einsammeln der Lösungen ordnungsg e- mäss abgelaufen sei und ca. zehn Minuten gedauert habe, was nach bundesgerichtlicher Rechtsprechung mit dem Gleichbehandlungsgrun d- satz vereinbar sei. Hinsichtlich des von der Beschwerdeführerin gerügten Baulärms führt sie aus, es sei aufgrund der von der Beschwerdeführerin der Triplik beigelegten Tabelle davon auszugehen, dass während der Prü- fung Bauarbeiten stattgefunden hätten. Es sei indessen zu Ungunsten der Beschwerdeführerin von der Sachverhalts darstellung der Erst instanz auszugehen, wonach es keinen Baulärm gegeben habe und der Ve r-B-772/2012 Seite 4 kehrslärm kaum wahrnehmbar gewesen sei. Da di e Beschwerdeführerin demnach im Prüfungsteil "Steuern allgemein" (schriftlich) zu Recht die Note 3.0 erhalten habe und die Prüfung bereits damit wegen zu vieler No- tenpunkte unter 4.0 als nicht bestanden gelte, könne darauf verzichtet werden, auf ihre Vorbringen bezüglich der Prüfungsteile "Diplomarbeit im Kolloquium", "Steuern natürlicher Personen" (schriftlich) und "Steuern al l- gemein" (mündlich) einzugehen. Gleiches gelte für die Aussagen von B._______, welche die vorgängig abzulegenden Modulprüfungen betr ä- fen. B. B.a Gegen diesen Entscheid erhob die Beschwerdeführerin am 8. Febr u- ar 2012 Beschwerde beim Bundesverwaltungsgericht . Sie beantragt, der Beschwerdeentscheid der Vorinstanz vom 5. Januar 2012 sowie die Ve r- fügung der Erstinstanz vom 8. Dezember 2010 seien aufzuheben und die Beschwerdeführerin ohne erneute Prüfungsgebühr zu einem zweiten Prü- fungsversuch zuzulassen. Eventualiter sei der Beschwerdeentscheid der Vorinstanz aufzuheben und die Sache zur Neubeurteilung an diese z u- rückzuweisen; - alles unter Kosten- und Entschädigungsfolge. Wie bereits vor der Vorinstanz rügt die Beschwerdeführerin, im Prüfungsteil "Diplo m- arbeit im Kolloquium" hätten Dritte unerlaubte Hilfe erhalten und die Di p- lomarbeitsfälle seien zu früh ins Internet g estellt worden. Alsdann sei bei den schriftlichen Prüfungen zu wenig Aufsichtspersonal zugegen gew e- sen. Beispielsweise habe bei der Prüfung vom 24. August 2010 das Mo- biltelefon einer Mitkandidatin länger störend geklingelt, ohne dass seitens der Aufsicht interveniert worden wäre. Weiter habe es in den Toiletten im Unterschoss - anders als bei früheren Prüfungen - keinerlei Kontrolle ge- geben. Auch habe sich das Einsammeln der Prüfungen daher über G e- bühr verzögert. So hätten andere Kandidaten auch zwanzig Minuten nach offiziellem Prüfungsschluss immer noch an der Prüfung weitergearbeitet, während sie umgehend mit Schreiben aufgehört und, wie gefordert, die mit Namen und Kandidatennummer beschrifteten Aufgabenblätter zum Einsammeln bereit gelegt habe . Indem die Vorinstanz ohne weitere A b- klärungen unrealistischerweise davon ausgegangen sei, die 131 Arbeiten seien innert lediglich zehn Minuten eingesammelt worden, verletze sie Bundesrecht, den Untersuchungsgrundsatz sowie den Anspruch der B e- schwerdeführerin auf Gewährung des rechtlichen Gehörs. Die Beschwer- deführerin rügt weiter, die schriftlichen Prüfungen seien durch objektiv und subjektiv erheblichen Baustellen - und Verkehrslärm gestört worden. Indem die Vorinstanz diesbezüglich auf eigene Erhebungen v erzichtet B-772/2012 Seite 5 und die von ihr zur Frage angebotenen Beweismittel unberücksichtigt g e- lassen habe, habe sie ihren rechtlichen Gehörsanspruch sowie den U n- tersuchungsgrundsatz verletzt. Bei den mündlichen Prüfungen seien ihr Fragen ausserhalb des Prüfungsstoffes s owie zum Teil schikanöse Fra- gen gestellt worden. Indem die Vorinstanz mehrfach Beweismittel (Ze u- genanträge) in undifferenzierter, unzulässiger Weise antizipiert und z u- dem mehrfach Beweisanträge bzw. Personen verwechselt habe, habe sie abermals ihren Anspru ch auf rechtliches Gehör sowie den Unters u- chungsgrundsatz verletzt. B.b In ihrer Stellungnahme vom 20. April 2012 beantragt die Erstinstanz, wegen fehlendem tatsächlichem Interesse der Beschwerdeführerin nicht auf die Beschwerde einzutreten oder diese, soweit darauf eingetreten wird, als unbegründet abzuweisen. Hinsichtlich der von der Beschwerd e- führerin gerügten unerlaubten Hilfe, welche Dritte beim Verfassen der Diplomarbeit erhalten haben sollen, hält sie fest, die betreffenden Fälle seien ihr erst nach Erla ss der Prüfungsentscheide vom 8. Dezember 2010 zur Kenntnis gebracht worden, also zu einem Zeitpunkt, als ihre entsprechende Zuständigkeit nicht mehr gegeben gewesen sei. Die E x- perten hätten beim Kolloquium die selbständige Erstellung der Diploma r- beit mitt els Nachfragen geprüft und damit die gebotenen Möglichkeiten zur Überprüfung der selbständigen Erstellung genutzt. Die Behauptung der Beschwerdeführerin, bei den Diplomarbeiten habe ein anfänglicher Prüfungsnotenschlüssel bestanden, welch er gemäss den erzi elten E r- gebnissen angepasst worden sei, sei unzutreffend. Weder die Diploma r- beit noch das zugehörige Kolloquium würden nach irgendwelchen Wah r- scheinlichkeitskriterien (Gauss'sche Normalverteilung o.ä.) beurteilt. Die Erstinstanz führt weiter aus, der von d er Beschwerdeführerin behauptete Sachverhalt der zu frühen Aufschaltung von anderen Diplomarbeiten sei für die Beurteilung der Beschwerde irrelevant, sei die Diplomarbeit doch selbständig zu erstellen. Ein vorzeitiger Einblick in einen anderen Di p- lomarbeitsfall könne keine Rolle spielen. Betreffend die von der B e- schwerdeführerin erhobene Rüge, es sei während der schriftlichen Pr ü- fungen zu wenig Aufsichtspersonal zugegen gewesen, entgegnet die Erstinstanz, es sei stets hinreichend Aufsichtspersonal für einen ordentli- chen Prüfungsabla uf vorhanden gewesen. Hinsichtlich des von der B e- schwerdeführerin gerügten Baustellen - und Verkehrslärms bestreitet die Erstinstanz deren Sachverhaltsdarstellung. Der Lärm sei offensichtlich nur der Beschwerdeführerin und ihrem Lebenspartner, E._______, aufge- fallen, nicht hingegen den übrigen Kandidaten. Auch habe sich der Präs i- dent der Prüfungskommission anlässlich seines Besuchs am zweiten Prü-B-772/2012 Seite 6 fungstag dahingehend versichern können, dass kein störender Bauste l- len- oder Verkehrslärm die Prüfung beeinträchtigt habe. Auch bezüglich der von der Beschwerdeführerin als ausserhalb des Prüfungsstoffes li e- gend oder als schikanös gerügten Fragen bestreitet die Erstinstanz den behaupteten Sachverhalt. B.c Die Vorinstanz beantragt in ihrer Vernehmlassung vom 23. April 2012, die Beschwerde sei abzuweisen, soweit darauf einzutreten sei. Sie legt dar, der Devolutiveffekt bewirke, dass der Entscheid der Erstinstanz durch ihren Beschwerdeentscheid ersetzt worden sei und inhaltlich als mitange- fochten gelte. Soweit demnach der Entscheid der Erstinstanz angefoc h- ten werde, sei auf die Beschwerde nicht einzutreten. Sodann sei die Vo r- instanz entgegen der Ansicht der Beschwerdeführerin im Rahmen der Sachverhaltsfeststellung nicht befugt, Zeugen einzuvernehmen. Auf eine Einholung der Aussagen von C._______ (Prüfungsleiter) sowie F._______ (Präsident der Prüfungskommission) zur Frage der Aufsicht habe ohnehin verzichtet werden können, da sich diese hierzu bereits im Rahmen der Stellungnahmen geäussert hätten. Au ch die Einholung von Auskünften zur Lärmfrage bei G._______ (Tiefbauamt Zürich) sei kein taugliches Mittel zur Abklärung des rechtserheblichen Sachverhaltes, könnte dieser zwar darlegen, wo sich eine Baustelle befand, aber, da er selbst nicht anwesend war, keine Auskunft zur vorliegend interessiere n- den Frage, nämlich der Lärmbelast ung im Prüfungssaal, geben. Im Ü bri- gen verweist die Vorinstanz auf den angefochtenen Entscheid. B.d In ihrer Replik vom 28. Juni 2012 bringt die Beschwerdeführerin vor, sie habe entgegen der Auffassung der Erstinstanz sehr wohl ein tatsächli- ches schutzwürdiges Interesse an der Aufhebung des angefochtenen Entscheides. Mit ihren Rügen betreffend die Diplomarbeit (Diplomarbeit im Teamwork, Untersuchung wegen Verdachts auf unerlaubte Hilfe bei Diplomarbeiten und der damit verbundenen Beeinflussung der Noten) wolle sie aufzeigen, dass es bereits bei den Diplomarbeiten zu formellen Ungereimtheiten gekommen sei, welche wiederum auf die Noten aller Kandidaten einen Einfluss gehabt hätten. Insof ern sei der behauptete Sachverhalt für die Beurteilung des gesamten Prüfungsverlaufs relevant. In sachverhältlicher Hinsicht hält sie an ihren in der Beschwerde erhob e- nen Rügen fest. B.e Weder die Vorinstanz noch die Erstinstanz nahmen die ihnen mit Ver- fügung vom 3. Juli 2012 eingeräumte Mögl ichkeit zur Einreichung einer Duplik wahr. B-772/2012 Seite 7 B.f Mit Schreiben vom 14. September 2012 reichte der Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin seine Kostennote ein. Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 1. Gestützt auf Art. 31 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (VGG, SR 173.32) beurteilt das Bundesverwaltungsgericht Beschwerden gegen Verfügungen i.S.v. Art. 5 des Bundesgesetzes über das Verwa l- tungsverfahren vom 20. Dezember 1968 (VwVG, SR 172.021). Die B e- schwerde ist gemäss Art. 33 Bst. d VGG zulässig gegen Verfügungen der den Departementen unterstellten Dienststellen der Bundesverwaltung. Der angefochtene Beschwerdeentscheid vom 5. Januar 2012 ist eine Ver- fügung i.S.v. Art. 5 Abs. 2 VwVG und das Staatssekretariat für Bildung, forschung und Innovation SBFI ist eine Vorinstanz des Bundesverwa l- tungsgerichts i.S.v. Art. 33 Bst. d VGG. Das Bundesverwaltungsgericht ist mithin für die Behandlung der vorliegenden Beschwerde zuständig. Die Beschwerdeführerin hat am Verfahren vor der Vorinstanz teilgeno m- men und ist durch die angefochtene Verfügung beschwert. Der Einwand der Erstinstanz, wonach die Beschwerdeführerin aufgrund der Tatsache, dass sie sich nicht zur ersten der beiden verbleibenden Wiederholung s- möglichkeiten nach bisheriger Prüfungsordnung vom 29. Juni 2006 an- gemeldet habe, kein tatsächliches schutzwürdiges Interesse am materie l- len Rechtsbegehren habe, geht fehl . Während des hängigen Beschwe r- deverfahrens ist die Beschwerdeführerin nämlich keineswegs verpflichtet, sich nochmals zur Prüfung anzumelden. Im Falle einer Gutheissung ihrer Beschwerde müsste sie daher trotz abgelaufener Anmeldefrist zur 2013 stattfindenden ersten Wiederholungsmöglichkeit zugelassen werden. Sie hat damit ein schutzwürdiges Interesse an der Aufhebung oder Änderung des angefochtenen Beschwerdeentscheides , weshalb sie zur Beschwe r- de legitimiert ist (Art. 48 Abs. 1 VwVG). Eingabefrist und -form sind gewahrt (Art. 50 und 52 VwVG), der Koste n- vorschuss wurde fristgerecht bezahlt (Art. 63 Vw VG) und die übrigen Sachurteilsvoraussetzungen liegen vor (Art. 46 ff. VwVG). Auf die Beschwerde ist somit einzutreten. B-772/2012 Seite 8 2. 2.1 Nach Art. 49 VwVG kann mit Beschwerde an das Bundesverwa l- tungsgericht die Verletzung von Bundesrecht, einschliesslich die Übe r- schreitung oder der Missbrauch des Ermessens, die unrichtige oder u n- vollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts sowie die Unangemessenheit der angefochtenen Verfügung gerügt werden. 2.2 Im Verwaltungsbeschwerdeverfahren gilt die Untersuchungsmaxime, wonach der Sachverhalt von Amtes wegen festzustellen ist (Art. 12 VwVG), sowie der Grundsatz der Rechtsanwendung von Amtes wegen (Art. 62 Abs. 4 VwVG). Dennoch trifft die beschwerdeführende Partei eine Rüge- und Substantiierungspflicht, ändert der Untersuch ungsgrundsatz doch nichts an der materiellen Beweislast. Diese richtet sich nach der al l- gemeinen Beweislastregel von Art. 8 des Schweizerischen Zivilgesetzb u- ches vom 10. Dezember 1907 ( ZGB, SR 210), wonach derjenige die Fo l- gen der Beweislosigkeit zu tragen hat, der aus einer unbewiesen gebli e- benen Tatsache Rechte ableiten will (Urteil des Bundesverwaltungsge- richts B-7428/2010 vom 31. Mai 2011 E. 4.2). 2.3 Entscheide über die Ergebnisse von Prüfungen kann das Bundesve r- waltungsgericht grundsätzlich frei überprüfen. Ebenso wie das Bundesge- richt (vgl. BGE 131 I 467 E. 3.1, BGE 121 I 225 E. 4b, mit weiteren Hi n- weisen), der Bundesrat (vgl. Verwaltung spraxis der Bundesbehörden [VPB] 62.62 E. 3, VPB 56.16 E. 2.1) sowie die ehemaligen Rekurs - und Schiedskommissionen des Bundes (vgl. VPB 66.62 E. 4, VPB 64.122 E. 2) auferlegt es sich dabei aber in ständiger Rechtsprechung Zurückha l- tung, indem es bei Fragen, die seitens der Justizbehörde n naturgemäss schwer überprüfbar sind, nicht ohne Not von den Beurteilungen der ers t- instanzlichen Prüfungsorgane und Experten abweicht. Der Grund dafür liegt darin, dass der Rechtsmittelbehörde zumeist nicht alle massgebe n- den Faktoren der Bewertung bekannt sind und es ihr in der Regel nicht möglich ist, sich ein zuverlässiges Bild über die Gesamtheit der Leistu n- gen der beschwerdeführenden Person sowie der Leistungen der anderen Kandidaten zu machen. Hinzu kommt, dass Prüfungen Spezialgebiete zum Gegenstand haben, in denen die Rechtsmittelbehörde in der Regel über keine eigenen Fachkenntnisse verfügt. Eine freie Überprüfung der Examensbewertung in materieller Hinsicht würde zudem die Gefahr von Ungerechtigkeiten und Ungleichheiten gegenüber anderen Kandidaten in sich bergen. Die Bewertung von akademischen Leistungen und Fachpr ü- fungen wird aus diesen Gründen von den Rechtsmittelbehörden nicht frei, B-772/2012 Seite 9 sondern nur mit Zurückhaltung überprüft (vgl. BVGE 2008/14 E. 3.1 und BVGE 2007/6 E. 3, je mit weiteren Hinweisen). 2.4 Die dargelegte Zurückhaltung gilt indessen nur für die materielle B e- wertung der Prüfungsleistungen. Ist hingegen die Auslegung und Anwen- dung von Rechtsvorschriften streitig oder werden Verfahrensmängel im Prüfungsablauf gerügt, hat die Rechtsmittelbehörd e die erhobenen Ei n- wendungen in freier Kognition zu prüfen, andernfalls sie eine formelle Rechtsverweigerung beginge (vgl. BVGE 2008/14 E. 3.3 und BVGE 2007/6 E. 3, je mit weiteren Hinweisen). 2.5 Das Gebot der rechtsgleichen Behandlung (Art. 8 BV) schliesst d en Anspruch auf rechtsgleiche Bedingungen im Prüfungsverfahren ein. Dazu zählt neben einer materiell gleichwertigen Aufgabenstellung und der Gleichwertigkeit von zusätzlichen Examenshilfen wie abgegebenem M a- terial, speziellen Erläuterungen oder Hinweis en v or oder während der Prüfung auch ein geordneter Verfahrensablauf. Verfahrensmängel im Prüfungsablauf sind indessen nur dann rechtse r- heblich, wenn sie in kausaler Weise das Prüfungsergebnis eines Kand i- daten entscheidend beeinflussen können oder beeinflusst haben. Ein Kandidat muss seine Prüfungsleistung unter Umständen erbringen kö n- nen, die eine volle Konzentration auf die ihm gestellten Aufgaben ermö g- lichen. Störungen und Ablenkungen, die ihn in der Konzentrationsfähi g- keit beeinträchtigen, sind zu vermeiden . Es kann allerdings nicht jede noch so geringfügige Störung oder Unterbrechung zum Anlass geno m- men werden, die Durchführung der Prüfung beziehungsweise das Pr ü- fungsverfahren in F rage zu stellen. Die Beeinträchtigung muss vielmehr so schwerwiegend sein, dass sie nach dem gewöhnlichen Lauf der Dinge und der allgemeinen Lebenserfahrung geeignet war, die Feststellung der Leistungsfähigkeit und des Wissens des Kandidaten zu verunmöglichen oder doch wesentlich zu erschweren (Urteil des Bundesverwaltungsg e- richts B-4385/2008 vom 16. Februar 2009 E. 5). Vermochte ein Verfah- rensfehler dagegen unmöglich einen ungünstigen Einfluss aus zuüben, sondern erschöpfte sich mit anderen Worten in einem rein objektiven, den Kandidaten subjektiv nicht belastenden Formfehler, so bi ldet dieser man- gels eines Rechtsschutzinteresses keinen Beschwerdegrund ( vgl. VPB 61.32 E. 7.2). 2.6 Verfahrensmängel im Prüfungsablauf müssen, sofern dies nicht u n- zumutbar erscheint, grundsätzlich sofort gegenüber der Prüfungsaufsicht B-772/2012 Seite 10 vorgebracht werden. Rüge n wegen derartiger Mängel trotz zumutbarer sofortiger Geltendmachung erst nach Ergehen des negativen Prüfung s- bescheids im Rechtsmittelverfahren zu erheben, widerspricht dem Grundsatz von Treu und Glauben (vgl. BGE 120 Ia 19 E. 2C aa, BGE 121 I 225 E. 3, En tscheid des Bundesgerichts vom 1. September 2003 [2P .26/2003, insbes. E. 3.5]; Urteil des Bundesverwaltungsgerichts B-2212/2006 vom 29. August 2007 E. 4.1; vgl. auch ALFRED KÖLZ/ISABELLE HÄNER, Verwaltungsverfahren und Verwaltungsrechtspflege des Bundes, 2. Auflage, Zürich 1998, Rz. 258). 2.7 Die Beschwerdeführerin macht im Zusammenhang mit den schrif tli- chen Prüfungen vom 24 ./25. August 2010 verschiedene Verfahrensmä n- gel im Prüfungsablauf geltend, welche nach ihrer Auffassung die Unve r- wertbarkeit des Ergebnisses zur Folge haben sollen. 2.7.1 Als Verfahrensmangel rügt die Beschwerdeführerin zunächst , bei den schriftlichen Prüfungen sei zu wenig Aufsic htspersonal zugegen g e- wesen. 2.7.1.1 Nach Ziff. 4.5.1 der Prüfun gsordnung für die höhere Fachprüfung für Steuerexpertinnen und Steuerexperten - in der vorliegend anwendb a- ren Fassung vom 29. Juni 2006 - überwacht mindestens eine fachkund i- ge Aufsichtsperson die Ausführung der schriftlichen Prüfungsaufgaben. Die Prüfungsaufsicht anlässlich der beiden Prüfungen vom 24./25. August 2010 bestand nach Angaben der Erstinstanz aus zwei Personen, nämlich C._______ (Prüfungsleiter) sowie D._______ (Aufsichtsverantwortlicher). Wie die Vorinstanz in ihrem Beschwerdeentscheid vom 5. Januar 2012 zutreffend ausführt, ist nicht ersichtlich, wie die gerügte fehlende Kontrolle der Toiletten einen Einfluss auf die Leistung der Beschwerdeführerin hätte haben können. Auch das gerügte Klingeln des Mobiltelefons einer Mi t- kandidatin, angesichts d essen die Prüfungsaufsicht nicht interveniert h a- ben soll, vermag keine schwerwiegende Beeinträchtigung im oben g e- nannten Sinne darzustellen. Ohnehin hätten diese behaupteten Verfahrensmängel nach den vorst e- henden Ausführungen (vgl. oben E. 2.6) sofort gege nüber der Prüfung s- aufsicht vorgebracht werden müssen. Wie aus den Akten hervorgeht, kamen die behaupteten Unregelmässigkeiten erstmalig allerdings frühe s- tens anlässlich des Gesprächs beim KV Schweiz vom 3. Dezember 2010 zur Sprache. Inwiefern d er Beschwerdeführerin eine sofortige Geltend-B-772/2012 Seite 11 machung derselben nicht zumutbar gewesen wäre, ist aus den Akten nicht ersichtlich. 2.7.1.2 Im Zusammenhang mit der von ihr als unterdotiert gerügten Pr ü- fungsaufsicht bemängelt die Beschwerdeführerin weiter, aufgrund derse l- ben habe sich bei der Prüfung vom 24. August 2010 das Einsammeln der Prüfungslösungen über Gebühr verzögert, sodass andere Kandidaten auch zwanzig Minuten nach offiziellem Ablauf der Prüfungsdauer weiter- gearbeitet hätten, während sie umgehend mit Schreiben aufgehör t und - wie gefordert - die mit Namen und Kandidatennummer beschrifteten Au f- gabenblätter zum Einsammeln bereit gelegt habe. Als Beweismittel für diese Rüge nennt die Beschwerdeführerin - wie bereits im vorinstanzl i- chen Verfahren - C._______ (Prüfungsleiter) sowie F._______ (Präsident der Prüfungskommission) als Zeugen. Im angefochtenen Entscheid vom 5. Januar 2012 ging die Vorinstanz irr i- gerweise davon aus, die Beschwerdeführerin habe als entsprechendes Beweismittel die Zeugenaussage ihres Lebenspartners, E._______ ge- nannt, dessen Aussage aufgrund der Tatsache, dass er der Lebenspar t- ner der Beschwerdeführerin sei, kein allzu grosses Gewicht beigemessen werden könne . Sie bringt weiter vor, den Ausführungen der Prüfung s- kommission zufolge habe das Einsammeln der Prüfungslösungen ca. zehn Minuten gedauert und die Kandidatinnen und Kandidaten hätten während des Einsammelns nicht mehr weiterarbeiten dürfen. Es sei ledig- lich einzelnen Kandidatinnen und Kandidaten erlaubt worden, auf den Antwortblättern ihren Namen und ihre Kandidatennummer zu ergänzen, was unter Aufsicht erfolgt sei. Da keine geeigneten Beweismittel ersich t- lich seien, welche die e ine oder andere Behauptung stützen würden, sei davon auszugehen, dass das Einsammeln ordnungsgemäss abgelaufen sei und ca. zehn Minuten gedauert habe, was angesichts der bundesg e- richtlichen Rechtsprechung, welche beim Einsammeln eine zeitliche U n- gleichbehandlung von achtzehn Minuten als mit der Rechtsgleichheit ve r- einbar erachte, nicht zu beanstanden sei (vgl. Urteil des Bundesgerichts 1P .420/2000 vom 3. Oktober 2000 E. 4c). In ihrer Vernehmlassung vom 23. April 2012 führt die Vorinstanz schliess- lich aus, sie habe auf die tatsächlich beantragte Einholung der Aussagen von C._______ und F._______ verzichten können, da sich diese bereits im Rahmen der Stellungnahmen der Erstinstanz geäussert hätten. Mit Bezug zur Beantragten Einholung der Aussage von C._______ trifft dies zu, da sich dieser im Rahmen der im vorinstanzlichen Verfahren von der B-772/2012 Seite 12 Erstinstanz abgegebenen Stellungnahme vom 15. Juli 2011 zur Frage des Einsammelns geäussert hat. Eine diesbezügliche Aussage von F._______ lässt sich dagegen den Vorakten n icht entnehmen. Allerdings ist nicht ersichtlich, was F._______, welcher unbestrittenermassen a n- lässlich der Prüfung vom 24. August 2010 nicht zugegen war, zu dieser Frage beitragen könnte. Somit steht mit Bezug auf den Ablauf des Einsammelns Aussage gege n Aussage. Da nach der auch im Verwaltungsbeschwerdeverfahren zur Anwendung gelangenden allgemeinen Beweislastregel von Art. 8 ZGB derjenige die Folgen der Beweislosigkeit zu tragen hat, der aus einer u n- bewiesen gebliebenen Tatsache Rechte ableiten will, i st mit der Vori n- stanz davon auszugehen, dass das Einsammeln nach Ablauf der sech s- stündigen Prüfungssession vom 24. August 2010 ca. zehn Minuten g e- dauert hat. Dies ist vor dem Hintergrund der bundesgerichtlichen Rech t- sprechung, welche bei einer fünfstündigen Prüfung ein Weiterarbeiten der Mitkandidaten während aufgrund des Einsammelns unvermeidlich ve r- streichender fünfzehn Minuten als mit dem Gebot der Rechtsgleichheit vereinbar erachtet, nicht zu beanstanden. Im Übrigen hätte auch das behauptete überlange E insammeln der Pr ü- fungslösungen sogleich gegenüber der Prüfungsaufsicht gerügt werden müssen und nicht erst nach Ergehen des ungünstigen Entscheides im Rechtsmittelverfahren (vgl. oben E. 2.6). Inwiefern dies der Beschwerd e- führerin nicht zumutbar gewesen wäre, ist aus den Akten nicht ersichtlich. 2.7.1.3 Somit vermag die Beschwerdeführerin mit ihrer Rüge betreffend die ihrer Ansicht nach unterdotierte Prüfungsaufsicht nicht durchzudri n- gen. 2.7.2 Als Verfahrensmangel zu prüfen ist sodann der Vorwurf der B e- schwerdeführerin, die schriftlichen Prüfungen vom 24./25. August 2010, welche im Kirchgemeindehaus Zürich-Wipkingen stattfanden, seien durch objektiv und subjektiv erheblichen Baustellen - und Verkehrslärm gestört worden. Direkt neben dem Kirchgemeindehaus verlaufe die Auff ahrt von der Rosenbergstrasse auf die Hardbrücke, welche zum Prüfungszeitpunkt saniert worden sei. Der Baustellen- sowie der Verkehrslärm durch die pro Tag durchschnittlich r und 70'000 Fahrzeuge betragende Verkehrsbelas- tung sei beträchtlich gewesen. Aufgru nd der grossen Anzahl von Kand i- daten sowie wegen der sommerlichen Temperaturen hätten die Fenster zudem geöffnet werden müssen. Angesichts des Baulärms hätte die Au f-B-772/2012 Seite 13 sicht schnellstmöglich für Abhilfe sorgen müssen oder den entstandenen Nachteil durch Gewäh rung eines Zeitzuschlages kompensieren müssen. Indessen sei nichts in dieser Richtung unternommen worden, weshalb ein Verfahrensmangel im Prüfungsablauf bestanden habe, welcher die U n- verwertbarkeit des Ergebnisses zur Folge habe. 2.7.2.1 Die Vorinstanz ging in ihr em Entscheid vom 5. Januar 2012 wi e- derum irrigerweise davon aus, die Beschwerdeführerin habe als Bewei s- mittel für ihre Rüge die Zeugenaussage von E._______ genannt, dessen Aussage aufgrund der Tatsache, dass er ihr Lebenspartner sei, kein allzu grosses Ge wicht beigemessen werden könne. Daher stellte sie auf die Sachverhaltsdarstellung der Erstinstanz ab, wonach es keinen Baulärm gegeben habe und der Verkehrslärm kaum wahrnehmbar gewesen sei. In ihrer Vernehmlassung vom 20. April 2012 bestreitet die Erstins tanz den von der Beschwerdeführerin dargestellten Sachverhalt. Sie führt aus, die Baustelle sei wegen der Sommerpause eingestellt gewesen und der Verkehrslärm stelle bei diesem Lokal, in welchem eine Vielzahl von Pr ü- fungen durchgeführt würden, aber auch A ndachten und meist klassische Konzerte stattfinden würden, regelmässig kein Problem dar. Die Vorinstanz führt in ihrer Vernehmlassung vom 23. April 2012 zur Lärmfrage aus, eine Auskunftseinholung bei G._______ (Tiefbauamt Zü- rich), wie sie die B eschwerdeführerin in ihrer Triplik im vorinstanzlichen Verfahren als Beweismittel genannt habe, sei entbehrlich (gewesen), denn letzterer könnte zwar darlegen, wo sich eine Baustelle befand, j e- doch zur Lärmbelastung im Prüfungssaal keine Auskunft geben. 2.7.2.2 Wie die Beschw erdeführerin bereits im vorinstanzlichen B e- schwerdeverfahren durch Vorlage des Bauprogramms belegt hat, wurde zum Prüfungszeitpunkt unmittelbar neben dem Prüfungslokal an der Au f- fahrt von der Rosenbergstrasse auf die Hardbrücke tatsächlich gebaut. Unklar i st jedoch vorliegend, wie stark der Lärm dieser Baustelle war. Auch das Ausmass des Verkehrslärms ist unklar. Diese Fragen können jedoch vorliegend offen bleiben. Auch die Lärmrüge hätte nämlich von der Beschwerdeführerin sofort gegenüber der Prüfungsaufsi cht erhoben wer- den müssen und nicht erst nach Ergehen des ungünstigen Prüfungsb e- scheids. Inwiefern ihr eine sofortige Geltendmachung derselben nicht zumutbar gewesen wäre, ist aus den Akten nicht ersichtlich. B-772/2012 Seite 14 2.7.3 In Würdigung des Vorstehenden vermag die Beschwerdeführerin mit ihren Rügen betreffend Verfahrensmängel im Ablauf der schriftlichen Prüfungen vom 24./25. August 2010 nicht durchzudringen. Die ihr im Prü- fungsteil "Steuern allgemein" (schriftlich) erteilte Note 3,0 ist daher nicht zu beanstanden. 3. Nach Ziff. 6.3 de r anwendbaren Prüfungsordnung gilt die Diplomprüfung als bestanden, wenn die Kandidatin oder der Kandidat mindestens eine Gesamtnote von 4,0 erzielt hat und dabei insgesamt nicht mehr als zwei Notenpunkte unter 4 zur Anrechnung kommen. Für die Ermittlung der No- tenpunkte unter 4 werden die Prüfungsteile gemäss Ziff. 5.2.2 der Prü- fungsordnung gewichtet, wonach der Prüfungsteil "Steuern allgemein" (schriftlich) eine vierfache Gewichtung erfährt . Demnach sind der Be- schwerdeführerin aufgrund der von ihr im Prüfungsteil "Steuern allg e- mein" (schriftlich) erreichten Note 3,0 vier Notenpunkte unter 4 anzurech- nen. Da die Prüfung bereits aufgrund der in diesem Prüfungsteil zur Anrec h- nung gelangenden vier Notenpunkte unter 4 als nicht bestanden gilt, durf- te die Vorinstanz im angefochtenen Entscheid zu Recht darauf verzich- ten, auf die weiteren Vorbringen der Beschwerdeführerin betreffend die Prüfungsteile "Diplomarbeit mit Kolloquium", "Steuern natürlicher Pers o- nen" (schriftlich) und "Steuern allgemein" (mündlich) einzugehen, wären diese doch nicht geeignet gewesen, sich auf das Dispositiv der angefoch- tenen Verfügung auszuwirken. 4. Die Beschwerde ist demnach abzuweisen. 5. Bei diesem Verfahrensausgang sind die Verfahrenskosten der Beschwer- deführerin aufzuerlegen (Art. 63 Abs. 1 VwVG). Sie werden auf Fr. 1'100.- festgesetzt und mit dem am 21. Februar 2012 geleisteten Kostenvo r- schuss in gleicher Höhe verrechnet. Als unterliegende Partei hat die Beschwerdeführerin keinen Anspruch auf eine Parteientschädigung (A rt. 7 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsg e- richt [VGKE, SR. 173.320.2]). B-772/2012 Seite 15 6. Dieser Entscheid kann nicht mit Beschwerde in öffentlich -rechtlichen An- gelegenheiten an das Bundesgericht weitergezogen werden (Art. 83 Bst. t des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR. 173.110]). Er ist somit endgültig. Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 2. Die Verfahrenskosten von Fr. 1'100. - werden der Beschwerdeführerin auferlegt. Sie werden mit dem von der Beschwerdeführerin geleisteten Kostenvorschuss in gleicher Höhe verrechnet. 3. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen. 4. Dieses Urteil geht an: – die Beschwerdeführerin (Einschreiben; Beilagen: Akten zurück) – die Vorinstanz (Einschreiben; Beilagen: Akten zurück) – die Erstinstanz (Einschreiben; Beilagen: Akten zurück) Der vorsitzende Richter: Der Gerichtsschreiber: Ronald Flury Michael Müller Versand: 31. Januar 2013