<h2>SubmittedText<h2><p>Der Bundesrat wird beauftragt, Massnahmen aufzuzeigen für die Ausweitung und Attraktivitätssteigerung der Attestausbildungsplätze.</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Die Berufsbildung ist ein zentrales Instrument zur Integration von Jugendlichen in den Arbeitsmarkt und in die Erwachsenenwelt. Erklärtes Ziel von Bund, Kantonen und Organisationen der Arbeitswelt ist es, die Abschlussquote auf der Sekundarstufe II bei Jugendlichen unter 25 Jahren bis ins Jahr 2015 auf 95 Prozent zu erhöhen.</p><p>Ein wichtiges Angebot für die Integration vorwiegend praktisch orientierter und schulisch schwächerer Jugendlicher sind die zweijährigen beruflichen Grundbildungen mit eidgenössischem Berufsattest (EBA). Sie wurden 2004 mit dem neuen Berufsbildungsgesetz eingeführt. Im Gegensatz zu den früheren Anlehren führen sie zu einem eidgenössischen Abschluss mit einem eigenständigen arbeitsmarktorientierten Berufsprofil. Die Bildungsangebote werden somit in die Bildungssystematik integriert. Anschlusslösungen zu den drei- und vierjährigen beruflichen Grundbildungen mit eidgenössischem Fähigkeitszeugnis sind gewährleistet.</p><p>Ende 2009 waren bereits 26 zweijährige berufliche Grundbildungen in Kraft. Bis 2012 sollen 19 weitere folgen. Die Zahl der Lehrverhältnisse in den zweijährigen beruflichen Grundbildungen entwickelt sich positiv: 2008 wurden bereits über 4500 Lehrverträge abgeschlossen (gegenüber rund 1100 Anlehrverhältnissen und 68 000 drei- oder vierjährigen Lehrverhältnissen). Mit dem Inkrafttreten weiterer zweijähriger beruflicher Grundbildungen in den nächsten Jahren wird sich die Zahl der Absolventinnen und Absolventen weiter erhöhen.</p><p>Bund, Kantone und Organisationen der Arbeitswelt haben in den vergangenen Jahren grosse Anstrengungen unternommen, um die Angebote der zweijährigen beruflichen Grundbildung bekanntzumachen und zu fördern. Dazu zählen die verbundpartnerschaftliche Erarbeitung eines Leitfadens, Massnahmen der kantonalen Lehrstellenförderung mit Fokus auf zweijährige berufliche Grundbildungen, Informationsveranstaltungen von Berufs- und Branchenverbänden sowie ein Schwerpunktthema der Berufsbildungskampagne "Berufsbildungplus.ch" im Jahr 2007.</p><p>Seit Mitte 2010 liegen erste Ergebnisse zur betrieblichen Kosten-und-Nutzen-Situation der zweijährigen beruflichen Grundbildung mit eidgenössischem Berufsattest vor. Eine Studie des Eidgenössischen Hochschulinstituts für Berufsbildung zeigt, dass der produktive Nutzen der Lernenden im Schnitt bereits während der Lehrzeit die Ausbildungskosten der Betriebe knapp übersteigt. Der Nutzen könnte sich mit zunehmendem Erfahrungsgewinn der Betriebe weiter erhöhen. Der negative Nutzen im Gastgewerbe und in der Hauswirtschaft ist in erster Linie auf die überdurchschnittlichen Löhne der Lernenden zurückzuführen. Zwei Evaluationen überprüfen ausserdem die Arbeitsmarktfähigkeit der Jugendlichen sowie die Entwicklung der Ausbildungsbereitschaft der Betriebe. Die Resultate der beiden Studien werden Ende 2010 erwartet.</p>  Der Bundesrat beantragt die Ablehnung des Postulates.