<h2>SubmittedText<h2><p>1. Wie beurteilt der Bundesrat die Tatsache, dass die Kompetenzentwicklung für nichtuniversitäre Gesundheitsberufe als Schwerpunkt im Masterplan Bildung Pflegeberufe fehlt?</p><p>2. Ist er bereit, diesen Bereich als weiteren Schwerpunkt in den Masterplan Bildung Pflegeberufe aufzunehmen?</p><p>3. Hat er Kenntnis vom Forschungsprojekt zur Entwicklung der Anforderungen an die Gesundheitsberufe im Kanton Bern?</p><p>4. Wäre es nicht sinnvoll, dieses Projekt auf die nationale Ebene auszudehnen?</p><p>5. Wie ist der Stand bei der Erarbeitung des Gesundheitsberufegesetzes?</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Mit dem Masterplan Bildung Pflegeberufe wurde eine Koordinationsplattform geschaffen, in der die beteiligten Partner (Bund, Kantone, Organisationen der Arbeitswelt und Bildungsanbieter) Massnahmen zur Erhöhung der Anzahl inländischer Ausbildungsabschlüsse vorantreiben. Dazu wurden folgende Schwerpunkte festgelegt: Schaffung einer bedarfsgerechten Zahl an Ausbildungs- und Praktikumsplätzen, Umsetzung der Bildungssystematik und Massnahmen in Bezug auf ausländische Fachkräfte. Der Masterplan Bildung Pflegeberufe wird 2015 abgeschlossen.</p><p>Vor diesem Hintergrund können die Fragen wie folgt beantwortet werden:</p><p>1. Die Kompetenzentwicklung in den Pflegeberufen ist im Schwerpunkt "Umsetzung der Bildungssystematik" enthalten. In den vom Bund geregelten Berufen sind die Kompetenzprofile in den Bildungsplänen (Sekundarstufe II) und Rahmenlehrplänen (höhere Fachschulen) verankert. Die periodische Überprüfung und Aktualisierung der Kompetenzen ist gesetzlich vorgegeben. OdA Santé setzt zu diesem Zweck Kommissionen für Berufsentwicklung und Qualität bzw. Entwicklungskommissionen ein. Die Fachhochschulen haben allgemeine und berufsspezifische Abschlusskompetenzen für die reglementierten Gesundheitsberufe erarbeitet. Diese bilden die Grundlage für die Studienangebote auf Bachelor- und Master-Stufe. Weiter ist geplant, mit einer periodischen Programmakkreditierung die im Gesundheitsberufegesetz geregelten Studiengänge auf Fachhochschulstufe zu überprüfen.</p><p>2. Die bestehenden Strukturen stellen sicher, dass die Ausbildungen im Bereich der nichtuniversitären Gesundheitsberufe kompetenzorientiert gestaltet und kontinuierlich angepasst werden. Mit Blick auf Zielsetzung und Laufzeit des Masterplans Bildung Pflegeberufe drängt sich ein separates Teilprojekt zur Kompetenzentwicklung nicht auf.</p><p>3. Das Projekt "Panorama Gesundheitsberufe" erarbeitet zuhanden des Kantons Bern Grundlagen zu zukünftig benötigten Ausbildungen mit dem Zeithorizont 2030. Die Ergebnisse, die das Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation (SBFI) und das Bundesamt für Gesundheit (BAG) mit Interesse erwarten, werden im Herbst 2013 vorliegen.</p><p>4. Die Kompetenzentwicklung in den Ausbildungen zählt zu den zentralen Aufgaben von OdA Santé. Sie ist über das Projekt "Panorama Gesundheitsberufe" informiert. Die Gesundheitsdirektorenkonferenz (GDK) hat sich mit dem Projekt ebenfalls befasst. SBFI und BAG werden auf der Basis der von OdA Santé und der GDK ausgewerteten Ergebnisse prüfen, ob auf der Ebene des Bundes zusätzliche Schritte zur langfristigen Ausgestaltung der Bildungslandschaft im Bereich der Gesundheitsberufe unternommen werden müssen.</p><p>5. Ziel des Bundesrates ist es, bis Ende 2013 die Vernehmlassung zum Gesundheitsberufegesetz zu eröffnen. Die Vorlage wird von BAG und SBFI in enger Zusammenarbeit mit der Konferenz der kantonalen Erziehungsdirektoren und der Gesundheitsdirektorenkonferenz sowie einer breitabgestützten Begleitgruppe aus Organisationen der Arbeitswelt, den Kantonen und den Bildungsanbietern erarbeitet.</p>  Antwort des Bundesrates.