B u n d e s v e rw a l t u n g s g e r i ch t T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i f f éd é r a l T r i b u n a l e am m i n i s t r a t i vo f e d e r a l e T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i v fe d e r a l Abteilung I A-1405/2012 U r t e i l v o m 2 7 . F e b r u a r 2 0 1 3 Besetzung Richter Christoph Bandli (Vorsitz), Richter André Moser, Richter Markus Metz, Gerichtsschreiber Lars Birgelen. Parteien A._______, vertreten durch lic. iur. Peter Häberli, Fürsprecher, Beschwerdeführer, gegen Bundesamt für Zivilluftfahrt BAZL, 3003 Bern, Vorinstanz. Gegenstand Widerruf der Anerkennung des Level 6 des Language Profi- ciency Checks und entsprechende Abänderung der Lizenz. A-1405/2012 Seite 2 Sachverhalt: A. A._______, geb. (…), fliegt international als Linienpilot für eine Schweizer Fluggesellschaft und ist als Fluglehrer tätig. Am 11. Oktober 2010 legte er bei der vom deutschen Luftfahrt-Bundesamt (LBA) anerkannten Prüfstelle D-LTO-X in B._______ (Deutschland) seinen Language Proficiency Check in Englisch ab. Dabei be scheinigte ihm der verantwortliche Sprachprüfer C._______ den höchstmöglichen Level 6 . Nachdem A._______ dem Bundesamt für Zi villuftfahrt (BAZL) die ents prechende Prüfungsbestätigung und das Prüfungsprotokoll eingereicht hatte, trug dieses am 21. Oktober 2010 in seiner Schweizer Pilotenlizenz Nr. (…)/JAR neu den Level 6 ein. B. Mit Schreiben vom 2. November 2011 teilte das BAZL A._______ mit, das LBA habe ihm im März 2011 auf entsprechende Anfrage hin bestä tigt, dass im deutschen Prüfungszentrum D -LTO-X Unregelmässigkeiten fest- gestellt worden seien. So sei mehreren Piloten im Jahre 2010 vom jeweils gleichen Experten ( C._______) im Language Proficiency Check ein L e- vel 6-Zertifikat ausgestellt worden, obwohl sie die Bedingungen gemäss der ICAO Rating Scale und Holistic Descriptors fü r den Level 6 nicht e r- füllten. Es sei ein Verfahren gegen C._______ eingeleitet worden und dieser dürfe keine Prüfungen mehr abnehmen. Da sich A._______ unter den im besagten Prüfungszentrum geprüften Piloten be funden habe, be- absichtige es, ihm den Level 6 abzuerkennen und auf den Level 4 herab- zusetzen. C. Am 29. November 2011 nahm A._______ im Rahmen des ihm gewährten rechtlichen Gehörs zum angedrohten Widerruf des Level 6 des Language Proficiency Checks Stellung. D. Mit Verfügung vom 8. Februar 2012 widerrief das BAZL (nachfol gend: Vorinstanz) gegenüber A._______ die Anerkennung des eingereichten Nachweises des Level 6 des Languag e Proficiency Checks aus Deutsch- land (Ziff. 1 des Dispositivs) sowie den entsprechenden Lizenzeintrag und ordnete neu die Eintragung eines Level 4 an (Ziff. 2). Weiter hielt sie fest, dass der Language Proficiency Check aus Deutschland ab dem 11. Oktober 2010 innerhalb der ordentlichen Frist von drei Jahren für I n- haber einer ATPL-Lizenz mit Level 4 gültig sei (Ziff. 4) und die Prüfung für A-1405/2012 Seite 3 eine höhere Stufe als Level 4 bis Ende Fe bruar 2013 auf ihre Kosten in einem der schweizerischen Prüfungszentren abgelegt wer den könne (Ziff. 5). Für den Erlass ihrer Verfügung auferlegte sie A._______ eine Gebühr von Fr. 200.- (Ziff. 6). Zur Begründung führt sie im Wesentlichen an , sie habe aufg rund der festgestellten Ungereimtheiten im Prüfungszentrum D -LTO-X begründete Zweifel, ob A._______ in der am 11. Oktober 2010 abgelegte n Prüfung das Sprachniveau eines Level 6 erreicht habe. Die Schweiz sei nicht ver- pflichtet, die Language Proficiency -Prüfungen und deren Result ate aus anderen, ebenfalls den JAR ( Joint Aviation Requirements ) unterstellten Staaten unbesehen zu akzeptieren . Aber auch bei automatischer gege n- seitiger Anerkennung stehe es ihr (der Vorinstanz) offen, die Fähigkeiten und Kenntnisse eines Piloten (erneut) zu überprüfen, wenn es Zweifel an der Richtigkeit der vorge legten Bescheinigungen gebe . Demnach dürfe sie die Anerkennung einer Prüfung widerrufen, wenn erst nachträglich Unregelmässigkeiten festgestellt worden seien. Zur Vermeidung von Vor- fällen und Unfällen im internationalen Flugverkehr aufgrund von V er- ständnisschwierigkeiten bestehe ein grosses öffentliches Interesse daran, dass die Sprachfähigkei t der Piloten überprüft werde und hinreichend nachgewiesen sei. Da bei Erlangung des Level 6 (im Gegensatz zu tief e- ren Levels) keine weiteren Kontrollprüfungen me hr abgelegt werden müssten, sei das öffentliche Interesse, dass deren Inhaber die dafür nöti- gen, besonders guten Sprachkenntnisse auch tatsächlich besässen, noch höher zu gewichten . Demgegenüber habe es auf die fliegerischen B e- rechtigungen keinen Einfluss, ob ein Pilot über einen Level 4, 5 oder 6 verfüge, berechtige doch b ereits der Level 4 im in ternationalen Luftver- kehr zur Ausübung aller fliegerischen Tätigkeiten im Rahmen der Lizenz. Unter diesen Umständen überwiege das Interesse an der richtigen Rechtsanwendung gegenüber dem Interessen des Verfügungsadressaten am Schutz seines Vertrauens in die Beständigkeit der bereits ausgestel l- ten Lizenz mit einem eingetragene n Level 6. Aus Gründen der Verhäl t- nismässigkeit verzichte sie jedoch darauf, A._______ für eine sofortige Nachprüfung aufzubieten. E. Auf ein von A._______ eingereichtes Gesuch um Wiedererwägung der Verfügung vom 8. Februar 2012 trat die Vorinstanz mit Schre iben vom 5. März 2012 nicht ein. A-1405/2012 Seite 4 F. Mit Eingabe vom 12. März 2012 lässt A._______ (nachfolgend: B e- schwerdeführer) beim Bundesverwaltungsgericht Beschwerde führen und beantragt sinngemäss die Aufhebung de r Verfügung vom 8. Februar 2012. Es treffe nicht zu, da ss die Vorinstanz jederzeit berechtigt s ei, er- teilte Zulassungen , die in Übereinstimmung mit den Anforderungen der JAR-FCL (Joint Aviation Re quirements, Flight Crew Licensing) oder der massgebenden nationalen Gesetzgebung des Ausstellungsstaates e r- gangen seien, einzuschränken oder ab zuerkennen; dies sei nur dann möglich, wenn sie den Nachweis erbracht habe , dass der Träger eines Ausweises oder einer Berechtigung die Anforderungen der JAR-FCL oder der nationalen Vorschriften nicht erfüllt habe oder nicht me hr erfülle. Ge- rade diesen Nachweis bleibe die Vorinstanz ihm gegenüber aber schuldig und sie sei einzig in der Lage , generelle, nicht auf ihn und seine Sprac h- fähigkeiten bezogene Zweifel an der Befähigung und Berechtigung des Experten C._______ anzuführen. Sie habe den Sachverhalt unvollständig ermittelt, berufe sie sich doch allein au f nicht bewiesene Annahmen ; es seien mithin keine erwiesenen oder zumindest erhärteten Anzeichen für eine unberechtigte Erlangung des Level 6 durch ihn aktenkundig und die Vorinstanz befinde sich diesbezüglich – mangels Beibringung der Au f- zeichnungen seiner Prüfung durch das LBA – in einem Beweisnotstand . Die Rückstufung auf Level 4 erfolge willkürlich und in Verletzung des Grundsatzes von Treu und Glauben. Es sei nicht zulässig, ihm für den Er- lass der nicht von ihm verursachten Verfügung auch noch Kosten aufz u- erlegen. G. In ihrer Vernehmlassung vom 27. April 2012 schliesst die Vorinstanz auf Abweisung der Beschwerde. Die einschlägige Bestimmung in den JAR- FCL stelle keineswegs den Grundsatz auf, dass sie im Ausland abgelegte Language Proficiency Checks unbesehen anerkennen und in die Lizenz eintragen müsse; zwingend ungeprüft anzuerkennen seien einzig die von der zu ständigen Behörde des jeweiligen ausländischen Staates ausg e- stellten und somit beurkundeten Fähigkeitsausweise. Sie dürfe daher bei einem Piloten mit einer Schweizer Lizenz, welcher die Sprachprüfung in Deutschland abgelegt habe, ohne weiteres prüfen, ob er den Nachweis seiner Befähigung entsprechend den Voraussetzungen der JAR -FCL er- bracht habe. Die in der angefochtenen Verfügung angeordnete Überpr ü- fung der Sprachkenntnisse des Beschwerdeführers sei verhältnismässig, zumal der Sprachtest für den Level 4 in der Praxis jeweils mit ander en A-1405/2012 Seite 5 Checks verbunden werde und k einen nennenswerten Zusatzaufwand darstelle. H. In seinen Schlussbemerkungen vom 20. März 2012 (recte: 7. Juni 2012) führt der Beschwerdeführer ergänzend aus, die Vorinstanz sei gehalten, ausländische Prüfungsresultate s o lange anzuerkennen, als berechtigte Zweifel an der en Richtigkeit nicht nachgewiesen seien; dies sei bei ihm gerade der Fall. Dass C._______ die Prüfungszulassung nicht mehr e r- teilt worden sei, stehe nicht im Zusammenhang mit einem gegen ihn g e- richteten Ermittlungsverfahren des LBA, sondern rühre einzig daher, dass er aus betriebswirtschaftlichen Überlegungen keine Verlänge rung mehr beantragt habe. Seiner Eingabe legt er eine schriftliche Erklärung von C._______ vom 20. April 2012 bei. I. Auf die weiteren Vorbringen der Parteien und die sich bei den Akten be- findlichen Schriftstücke wird, soweit entscheidrelevant, in den nachfo l- genden Erwägungen eingegangen. Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 1. 1.1 Gemäss Art. 31 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (VGG, SR 173.32) beurteilt das Bundesverwaltungsgericht Beschwerden gegen Verfügungen nach Art. 5 des Verwaltungsverfahrensgesetzes vom 20. Dezember 1968 (VwVG, SR 172.021). Das BAZL gehört zu den B e- hörden nach Art. 33 Bst. d VGG und ist daher eine Vorinstanz des Bu n- desverwaltungsgerichtes. Eine Ausnahme, was das Sachgebiet angeht, ist nicht gegeben (Art. 32 VGG). Das Bundesverwaltungsgericht ist de m- nach für die Beurteilung der vorliegenden Beschwerde zuständig. 1.2 Zur Beschwerde ist nach Art. 48 Abs. 1 VwVG berechtigt, wer vor der Vorinstanz am Verfahren teilgenommen oder keine Möglichkeit zur Tei l- nahme erhalten hat (Bst. a), durch die angefochtene Verfügung beso n- ders berührt ist (Bst. b) und ein schutzwürdiges Interesse an deren Au f- hebung oder Änderung hat (Bst. c). Der Beschwerdeführer ist als formel- ler Adressat der angefochtenen Verfügung durch diese auch materiell be- schwert und zur Beschwerdeführung ohne weiteres legitimiert. A-1405/2012 Seite 6 1.3 Auf die im Übrigen frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde (Art. 50 und Art. 52 VwVG) ist einzutreten. 2. Das Bundesverwaltungsgericht überprüft die bei ihm angefochtenen En t- scheide mit uneingeschränkter Kognition. Gerügt werden kann nicht nur die Verletzung von Bundesrecht einschliesslich Überschreitung oder Missbrauch des Ermessens (Art. 49 Bst. a VwVG) od er die unrichtige oder unvollständige Feststellung des recht serheblichen Sachverhalt es (Art. 49 Bst. b VwVG), sondern auch die Unangemessenheit des ang e- fochtenen Entscheides (Art. 49 Bst. c VwVG). Das Bundesverwaltungsge- richt ist an die rechtliche Begründu ng der Begehren nicht gebunden (Art. 62 Abs. 4 VwVG). 3. Nach Art. 60 Abs. 1 Bst. a des Luftfahrtgesetzes vom 21. Dezember 1948 (LFG, SR 748.0) bedürfen die Führer von Luftfahrzeugen zur Ausübung ihrer Tätigkeit einer Erlaubnis des BAZL. Der Bundesrat erläss t die Vo r- schriften über die Erteilung, die Erneuerung und den Entzug der Erlau b- nis (Art. 60 Abs. 3 LFG). Über die Anerkennung ausländischer Ausweise entscheidet das BAZL, sofern nicht zwischenstaatliche Vereinbarungen massgebend sind; es ist berechtigt, de n von einem ausländischen Staat einem schweizerischen Staatsangehörigen ausgestellten Ausweis für den Verkehr im schweizerischen Luftraum nicht anzuerkennen (Art. 62 LFG). Art. 92 Bst. a LFG sieht weiter vor, dass das BAZL bei der Verletzung von Bestimmungen des LFG oder der gestützt darauf erlassenen Verordnu n- gen und weiteren Vorschriften oder der Bestimmungen einer zwische n- staatlichen Vereinbarung über die Luftfahrt insbesondere den zeitweiligen oder dauernden Entzug oder eine Einschränkung des Geltungsbe reiches von erteilten Bewilligungen, Erlaubnissen und Ausweisen verfügen kann. Gemäss Art. 24 Abs. 1 der bundesrätlichen Luftfahrtverordnung vom 14. November 1973 (LFV, SR 748.01) bestimmt das Eidgenössische D e- partement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kom munikation (UVEK), welche Kategorien des Luftfahrtpersonals zur Ausübung ihrer Tätigkeit ei- nes Ausweises des BAZL bedürfen. Es erlässt Vorschriften über die Au s- weise für das Luftfahrtpersonal, die insbesondere die Voraussetzungen für die Erteilung, die Ver weigerung, die Erneuerung und den Entzug der Ausweise und die Anerkennung ausländischer Ausweise, Fähigkeitspr ü- fungen und fliegerärztlicher Untersuchungen regeln (Art. 25 Abs. 1 Bst. b und Bst. f LFV). Das UVEK hat gestützt auf die bundesrätliche Ermächt i-A-1405/2012 Seite 7 gung am 25. März 1975 das Reglement über die Ausweise für Flugperso- nal (RFP , SR 748.222.1; seit 15. Mai 2012: Verordnung vom 25. März 1975 über die nicht europaweit geregelten oder vereinheitlichten Auswe i- se des Flugpersonals) und am 14. April 1999 die Vero rdnung über die JAR-FCL-Lizenzen zum Führen von Flugzeugen und Hubschraubern (VJAR-FCL, SR 748.222.2) erlassen. Nach Art. 2 Abs. 1 VJAR-FCL regelt das von der Organisation der gemeinsamen Luftfahrtbehörden (JAA: Joint Aviation Authorities) herausgegebene Reglement JAR-FCL 1 (abruf- bar unter: http://www.bazl.admin.ch > Ausbildung und Lizenzen > Lize n- zen > Piloten > Rechtliche Grundlagen und Richtlinien , letztmals besucht am 5. Februar 2013) die Erteilung der Lizenzen, Berechtigungen, Ane r- kennungen und Bewilli gungen zum Führen von Flugzeugen und legt die Voraussetzungen für die Durchführung einer anerkannten Ausbildung und von Fähigkeitsüberprüfungen fest (zum Vorrang der VJAR -FCL gege n- über dem RFP vgl. aArt. 2 Abs. 3 VJAR-FCL [AS 1999 1449] bzw. Art. 1 Abs. 3 VJAR-FCL sowie aArt. 1 Abs. 1 RFP [AS 1999 1453] bzw. Art. 1 Bst. a RFP; zur Zulässigkeit einer Verweisung des Departementes als Verordnungsgeberin auf ein Reglement der JAA vgl. Urteil des Bundesge- richtes 2A.557/2000 vom 4. Mai 2001 E. 4). Unbesehen vorerwähnter Bestimmungen ist das schweizerische Luftrecht über das Abkommen vom 21. Juni 1999 zwischen der Schweizerischen Eidgenossenschaft und der Europäischen Gemeinschaft über den Luf t- verkehr (Luftverkehrsabkommen [LVA], SR 0.748.127.192.68) in das e u- ropäische Regelungssystem eingebunden . Im Rahmen des Gegensta n- des des Abkommens und der im Anhang genannten Verordnungen und Richtlinien gelten somit die europäischen Regeln auch in der Schweiz (Art. 1 Abs. 2 und Art. 32 LVA). Die in Ziff. 3 des Anhanges zum LVA auf- geführte Verordnung (EG) Nr. 216/2008 vom 20. Februar 2008 zur Fes t- legung gemeinsamer Vorschriften für die Zivilluftfahrt und zur Errichtung einer Europäischen Agentur für Flugsicherheit, zur Aufhebung der Richtl i- nie 91/670/EWG des Rates, der Verord nung (EG) Nr. 1592/2002 und der Richtlinie 2004/36/EG ( nachfolgend: Verordnung [EG] Nr. 216/2008, ABl. L 79 vom 19. März 2008, von der Schweiz am 26. November 2010 [mit-] angenommen und auf den 20. Januar 2011 in Kraft getreten [AS 2011 205]) ist demnach – angesichts ihrer hinreichenden Bestimmtheit – in der Schweiz auch ohne entsprechende Umsetzung in einem Erlass des i n- nerstaatlichen Rechtes direkt anwendbar (vgl. eingehend: Urteil des Bu n- desgerichtes 2C_842/2010 vom 13. Januar 2012 E. 2.1 und E. 3.1 mit weiteren Hinweisen). A-1405/2012 Seite 8 4. Ausgehend von der angefochtenen Verfügung, mit welcher die Vorinstanz die Anerkennung des vom Beschwerdeführer eingereichten Nachweises des Level 6 des Language Proficiency Checks aus Deutschland sowie den entsprechenden Eintrag in dessen Pilotenlizenz widerrufen und statt- dessen den Eintrag eines Level 4 angeordnet hat , ist vorab zu prüfen, ob die mit Lizenz druck vom 21. Oktober 2010 zunächst erfolgte Anerke n- nung dem damals geltenden objektiven Recht widersprochen ha t, mithin (ursprünglich) fehlerhaft gewesen ist. Ursprüngliche Fehlerhaftigkeit liegt dann vor, wenn der Verfügung von Anfang an ein Rechtsfehler anhaftete; sie resultiert gewöhnlich aus Verfahrensfehlern, falscher Erhebung oder Beurteilung des Sachverhaltes, unrichtiger A nwendung oder falscher I n- terpretation einer Norm bzw. rechtsfehlerhafter Ausübung des Ermessens (PIERRE TSCHANNEN/ULRICH ZIMMERLI/MARKUS MÜLLER, Allgemeines Ver- waltungsrecht, 3. Aufl., Bern 2009, § 31 Rz. 11). 4.1 Die Vorinstanz macht geltend , dem Beschwerdefü hrer den Lizenz- druck vom 21. Oktober 2010 in Unkenntnis der ( erst nachträglich festge- stellten) Unregelmässigkeiten im deutschen Prüfungszentrum D -LTO-X ausgestellt zu haben. In einem ersten Schritt ist daher zu prüfen, ob sie in Anwendung des da mals gültigen Rechts überhaupt berech tigt gewesen wäre, die Anerkennung des ausländischen Prüfungsergebnisses zu ver- weigern. Denn hätte sie dieses ohnehin unbesehen und ohne Überpr ü- fung seiner Rechtmässigkeit in die Schweizer Lizenz übernehmen müs- sen, so war der (ursprünglich) erfolgte Lizenzeintrag von Level 6 des Language Proficiency Checks bereits aus diesem Grund gar nie rechts- fehlerhaft. 4.1.1 Die vorliegend massgebende Regelung in JAR-FCL 1.015 Bst. a Ziff. 1 (für die zitierten JAR-FCL-Bestimmungen und ihre entsprechenden Appendixe siehe jeweils unter Section 1 der JAR-FCL 1 in der seit dem 1. Dezember 2006 geltenden Fassung [vgl. Amendment 7 zu JAR-FCL 1]) weist folgenden Wortlaut auf: "Where a person, an organisation or a service has been licensed, issued with a rating, au- thorisation, approval or certificate by the Authority of a JAA Member State in accordance with the requirements of JAR -FCL and associated procedures, such licences, ratings, a u- thorisations, approvals or certificates shall be accepted without fo rmality by other JAA Member States." A-1405/2012 Seite 9 Dieser Vorschrift lässt sich entnehmen, dass in einem anderen JAA- Mitgliedstaat erteilte Lizenzen, Berechtigungen, Anerkennungen, Gene h- migungen oder (hier interessierende) Zeugnisse ohne weitere Formalit ä- ten anzuerkennen sind, falls sie gemäss den Anforderungen der JAR-FCL und der damit zusammenhängenden Verfahren ergangen sind, mithin ihre Rechtmässigkeit nicht grundsätzlich in Frage gestellt werden darf. Die JAA bezweckt zwar mit den JAR -FCL, die zivilluftfahrtrechtlichen Sicher- heitsstandards in den einzelnen Mitgliedstaaten zu harmonisieren und zu verbessern. Unter keinen Umständen darf die angestrebte Vereinheitl i- chung jedoch gerade ins Gegenteil verkehren und auf Kosten der Flugs i- cherheit e rfolgen. Genau dies wäre der Fall, wenn ausländische Pr ü- fungsresultate selbst dann anzuerkennen wären, wenn konkrete Anze i- chen für Unregelmässigkeiten bei der Prüfungsabnahme b estehen (in diesem Sinne etwa auch JAR -FCL 1.010 Bst. c Ziff. 2, wonach ein JAA - Mitgliedstaat aus Sicherhei tsgründen anordnen kann, dass der Inhaber einer von einem anderen JAA -Mitgliedstaat erteilten Lizenz, welcher die Anforderungen der JAR -FCL oder anderer nationalen Vorschriften nicht oder nicht mehr erfüllt, weder bei sich eingetragene Flugzeuge führt noch innerhalb seines Luftraumes als Pilot tätig wird). Es muss der Vorinstanz als Aufsichtsbehörde daher gestattet sein, der vom Beschwerdeführer in Deutschland abgelegten und bescheinigten Sprachprüfung die Anerke n- nung zu verwehren, wenn dieser die entsprech enden Anforderun gen möglicherweise nicht erfüllt. 4.1.2 Zu keinem anderen Ergebnis käme man im Übrigen bei der Anwen- dung von EU -Recht: Art. 8 Abs. 1 der Verordnung (EG) Nr. 1592/2002 vom 15. Juli 2002 zur Festlegung gemeinsamer Vorschriften für die Zivi l- luftfahrt und zur Errichtung einer Europäischen Agentur für Flugsicherheit (nachfolgend: Verordnung [EG] Nr. 1592/2002, AB l. L 240 vom 7. September 2002) bzw. Art. 11 Abs. 1 der (kurz nach der Ausstellung des Lizenzdruckes vom 21. Oktober 2010 für die Schweiz in Kraft getre- tenen) Verordnung (EG) Nr. 216/2008 sehen vor, dass die Mitgliedstaaten ohne weitere technische Anforderungen oder Bewertungen Zulassungen bzw. Zeugnisse (englisch: "certificates") anerkennen, die gestützt darauf erteilt wurden. Diese Bestimmungen zielen darauf ab, dass ausländische Zertifikate – angesichts der Vereinheitlichung der grundlegend zu erfü l- lenden Anforderungen auf europäischer Ebene – gleich wie inländische Zeugnisse behandelt und nicht etwa aus formel len Gründen nicht akze p- tiert werden (in dieser Hinsicht noch weniger streng: Art. 3 i.V.m. Art. 4 der Richtlinie Nr. 91/670/EWG vom 16. Dezember 1991 zur gegenseitigen Anerkennung von Erlaubnissen für Luftfahrtpersonal zur Ausübung von A-1405/2012 Seite 10 Tätigkeiten in der Zivilluftfahrt [ABl. L 373/21 vom 31. Dezember 1991]). Art. 2 Abs. 1 der Verordnung (EG) Nr. 1592/2002 bzw. Art. 2 Abs. 1 der Verordnung (EG) Nr. 216/2008 be zeichnen jedoch als ihr eigentliches Hauptziel die Schaffung und die Aufrechterhaltung eines einheitlichen, hohen Niveaus der zivilen Flugsicherheit in Europa. Müsste nun eine Luft- fahrtbehörde ein e im Ausland ausgestellte Prüfungsbestätigung selbst dann unbesehen übernehmen, wenn sie (berechtigte) Zweifel an der ta t- sächlichen Befähigung des Antragstellers bzw. an der korrekten Durc h- führung der von ihm abgelegten Prüfung hätte, könnte dem über allem stehenden Sicherheitsgedanken nicht mehr gebührend Rechnung getr a- gen werden. 4.2 War die Vorinstanz demnach berechtigt, die vom Beschwerdeführer in Deutschland abgelegte Sprachp rüfung auf ihre Rechtmässigkeit hin zu überprüfen, ist in einem nächsten Schritt zu untersuchen, ob sie (damals) den Sachverhalt falsch ermittelt hat. Mit d er vom staatlich anerkannten Sprachprüfer C._______ ausgestellten Prüfungsbestätigung vom 11. Oktober 2010 hat der Beschwerdeführer grundsätzlich den Nachweis erbracht, dass er die für eine Erlangung des Level 6 des Language Prof i- ciency Checks erforderliche Sprachbefähigung aufweist (betreffend die allgemeinen Anforderungen vgl. JAR-FCL 1.010 Bst. a Ziff. 4 i.V.m. Ap- pendix 1 to JAR-FCL 1.010 sowie AMC [Acceptable Means of Complia n- ce ( Section 2 der JAR -FCL 1 in der Fassung vom 1. Dezember 2006)] No. 1 to JAR-FCL 1.010; vgl. auch Art. 7 Abs. 2 Unterabsatz 2 der Ver- ordnung [EG] Nr. 216/2008 i.V.m. deren Anhang III Ziff. 1.f. bzw. neu An- hang I [Teil-FCL], Abschnitt A, FCL.055, i.V.m. dessen Anlage 2 zur Ve r- ordnung [EU] Nr. 1178/2011 vom 3. November 2011 zur Festlegung tech- nischer Vorschriften und von Verwaltungsverfahren in Bezug auf das fli e- gende Personal in der Zi villuftfahrt gemäss der Verordnung [EG] Nr. 216/2008 des Europäischen Parlaments und des Rates [nachfolgend: Verordnung (EU) Nr. 1178/2011, ABl. L 311 vom 25. November 2011]). Ei- ne unrichtige Beurteilung des rechtserheblichen Sachverhaltes liegt somit einzig dann vor, wenn gewichtige (der Vorinstanz im Zeitpunkt der L i- zenzausstellung noch nicht bekannte) Indizien dafür sprechen, dass di e- se Bescheinigung möglicherweise seine tatsächlichen Sprachkenntnisse nicht korrekt wiedergibt. 4.2.1 Den Vorakten lässt sich entnehmen, dass die Vorinstanz erstmals mit E-Mail vom 7. März 2011 in der Causa " Prüfstelle D-LTO-X" an das deutsche LBA gelangte. Auslöser war die durch C._______ im Dezember 2010 erfolgte Ausstellung einer Bestätigung für das erfolgreiche Bestehen A-1405/2012 Seite 11 des Level 6 des Language Profi ciency Checks in Englisch an einen Pilo- ten mit Schweizer Lizenz, welcher acht Tage zuvor in der Schweiz bei der Level 5/6-Prüfung in "Listening Comprehension" mit einem Level 3 und in "Speaking Ability" in allen Teilen mit (einem teilweise marginalen) Level 4 abgeschnitten und drei Tage zuvor anlässlich der Wiederholungsprüfung für den Wiedererwerb von Level 4 diesen in allen Bereichen nur knapp er- reicht hatte (vgl. auch E -Mails der Vorinstanz an das LBA vom 14. März 2011 und vom 17. Mai 2011 sowie "Curriculum" Language Proficiency Checks vom 14. März 2011). In der Folge stellte die Vorinstanz eine Häu- fung der bei ihr zur Anerkennung eingereichten und vom selben Sprac h- prüfer ausgestellten Level 6-Zertifikate fest (vgl. E-Mail der Vorinstanz an das LBA vom 11. März 2011). Zusätzliche Recherchen ergaben, dass sieben weiteren Schweizer Piloten – darunter dem Beschwerdeführer – von C._______ im Oktober 2010 ein Level 6 attestiert worden war. Zwei dieser Prüflinge (nicht aber der Beschwerdeführer) hatten noch im August bzw. September 2009 in der Schweiz einen Language Assessoren -Kurs bzw. ein Pre -Screening zwecks Evaluation der sprachlichen Eignung für die Teilnahme an einem Language Assessoren-Kurs besucht und jew eils insgesamt bloss einen Level 4 erzielt (vgl. E -Mail der Vorinstanz an das LBA vom 24. Mai 2011). 4.2.2 Mit E-Mail vom 29. März 2011 bestätigte das LBA der Vorinstanz , dass es C._______ bis auf weiteres untersagt habe, Sprachprüfungen abzunehmen oder solchen beizusitzen. Es habe ihn aufgefordert, zur von der Vorinstanz geschilderten Prüfung Stellung zu nehmen, bisher jedoch noch keine verwertbare Äusserung von ihm erhalten. Am 6. Juli 2011 teil- te das LBA der Vorinstanz auf entsprechende Anfrage hin mit, dass z wi- schenzeitlich eine wenig aussagekräftige Stellungnahme von C._______ bei ihm eingegangen sei. E s habe sich daraufhin entschlossen, dessen Tätigkeit als Sprachpr üfer in der Prüfstelle D -LTO-Y zu unterbinden; die befristete Anerkennung von dessen eigener Prüfstelle D-LTO-X sei inzwi- schen abgelaufen und C._______ habe wohlweislich eine erneute Ve r- längerung gar nicht erst beantragt. Anders als die Vorinstanz sähe es das LBA nicht als seine Aufgabe an, alle von C._______ ausgestellten Zertifi- kate für ungülti g zu erklären. C._______ sei von ihm ermächtigt worden, deutschen Piloten Sprachprüfungen abzunehmen. In Ausübung dieser Berechtigung habe es ihm bisher keine "bewusste" Fehlbeurteilung nachweisen kön nen. Selbst wenn dies möglich wäre , hät te es wahr- scheinlich nur das Recht, in diesen konkret zu belegenden Fällen eine Nachprüfung anzuordnen; für eine generelle Ungültigkeitserklärung aller von C._______ ausgestellten Zertifikate sei dies jedoch wohl nicht au s-A-1405/2012 Seite 12 reichend. Das LBA würde es indes bereits als Erfolg ansehen, wenn es ihm gelänge, aufgrund der bei der Prüfung der Piloten mit Schweizer L i- zenz festgestellten Mängel C._______ (dauerhaft) aus seinem Prüfsys- tem fernzuhalten. 4.2.3 In einem auf Ersuchen des Beschwerdeführers ausgestellten Unter- stützungsschreiben vom 20. April 2012 streicht C._______ mit Verweis auf Ausbildung und beruflichen Werdegang die Befähigung von ihm und seinem (anlässlich der Prüfung des Beschwer deführers anwesenden) Beisitzer zur Abnahme von Language Proficiency Checks in Englisch hervor. Er habe in der Prüfstelle D -LTO-X insgesamt 772 Sprachprüfun- gen abgenommen und der Anteil an bestandenen Level 6 -Prüfungen sei bei ihm ähnlich hoch ausgefallen wie bei einem an deren leitenden Sprachprüfer. Er habe zwei Kandidaten für einen Level 6 auf ein en Level 4 zurückgestuft und es seien weitere Prüflinge, welche bei der Le vel 6- Prüfung durchgefallen seien , auf einen Level 5 herabgesetzt wor den. Er habe aus zwei Gründen kein e Erneuerung seiner Lizenz beantragt: E i- nerseits sei die Nachfrage nach Sprachprüfungen dramatisch zurückg e- gangen und ei ne Weiterführung der Prüfungstätigkeit habe sich ange- sichts der anfallenden Gebühren finanziell nicht mehr gelohnt . Anderer- seits habe er mit dem LBA nicht (länger) zusammenarbeiten wollen, da sich dieses als unzuver lässig erwiesen , häufi g die Richtlinien geändert und den LTOs das Leben schwer gemacht habe. Die Situation habe sich mit der neuen Refe rentin beim LBA noch verschlimmert. Diese habe ihm mitgeteilt, er sei unzuverlässig und könne für keine andere LTO mehr Prü- fungen abnehmen und sie werde jede zukünftige Bewerbung von ihm als Prüfungsexperte ablehnen. 4.2.4 Der Beschwerdeführer bringt vor, dass er in den USA geboren wor- den sei. Er habe dort die ersten vier Lebensjah re verbracht und sei a n- schliessend mit seinen Eltern in die Schweiz zurückgekehrt. Seine flieg e- rische Ausbildung habe er 1968 in den USA begonnen und ab 1969 in der Schweiz fortgesetzt. Durch seine berufliche Tätigkeit als Linienpilot bei einer Schweizer Fluggesellschaft (seit 1990 als Kapitän) habe er sich lau- fend der englischen Sprache in allen Bereichen bedienen müssen und während seinen diversen Aufenthalten in den USA habe er die Umgangs- sprache ständig pflegen können. Dies lässt zwar darauf schliessen, dass er der englischen Sprache durchau s mächtig ist. AMC No. 1 to JAR-FCL 1.010 ("Language Proficiency Rating Scale") bezeichnet jedoch den (höchstmöglichen) Level 6 als "Expert"-Level und stellt gen erell hohe An- forderungen an Aussprache, Satzstruktur, Vokabular , Redefluss, Ve r-A-1405/2012 Seite 13 ständnis und Int eraktion des Kandidaten (siehe neu auch Anlage 2 zu Anhang I [Teil-FCL] zur Verordnung [EU] Nr. 1178/2011). Da dieser Level – im Gegensatz zu den Level 4 und 5 (vgl. Appendix 1 to JAR-FCL 1.010, Ziff. 3, i.V.m. AMC No. 2 to JAR-FCL 1.010, Ziff. 5) – unbeschränkt gültig ist und von weiteren (Kontroll-) Prüfungen befreit (vgl. Appendix 1 to JAR- FCL 1.010, Ziff. 3, i.V.m. AMC No. 2 to JAR-FCL 1.010, Ziff. 6; siehe neu auch Anhang I [Teil-FCL], Abschnitt A, FCL.055, Bst. c, zur Verordnung [EU] Nr. 1178/2011), muss zur (präventiven) Vermeidung von Un fällen und Vorfällen im internationalen Flugverk ehr aufgrund von S chwierigkei- ten bei der Verständigung und zur Gewährleistung der grösstmöglichen Sicherheit zweifelsfrei erstellt sein, dass dessen Inhaber den (hohen) An- forderungen an seine Sprachkenntnisse auch tatsächlich genügt. Genau an dieser Gewissheit fehlt es vorliegend: Wohl lässt sich dem Mailverkehr zwischen dem LBA und dem BAZL die von der Vorinstanz in der ang e- fochtenen Verfügung wiedergegebene Aussage des LBA, mehreren Pilo- ten sei im Jahre 2010 von C._______ ein Level 6 -Zertifikat ausgestellt worden, obwohl sie die Bedingungen gemäss der ICAO Rating Scale und Holistic Descriptors für den Level 6 nicht erfüllt en, in dieser Deutlichkeit nicht entnehmen und sie ist von ihr im Rahmen ihrer Vernehmlassung auch relativiert worden . Trotzdem scheint auch das LBA mit Recht auf- grund der von der Vorinstanz dokumentierten Fälle mit Schweizer Piloten die Zweifel am korrekten Ablauf der Sprachprüfungen in der Prüfstelle D- LTO-X zu teilen, hätte es doch ansonsten eine weitere Zusammenarbeit mit C._______ nicht kategorisch ausgeschlossen. Hinzu kommt, dass – wie C._______ bestätigt – die Prüfung des Beschwerdeführers nicht auf- gezeichnet worden ist bzw. nur noch eine wenig aussagekräftige Kopie des Prüfungsprotokolls besteht (zur Aufbewahrungs- und Dokumentat i- onspflicht vgl. auch AMC No. 2 to JAR -FCL 1.010, Ziff. 18 und Ziff. 19), diese mithin ohne Verschulden der Vorinstanz nicht mehr rekonstruiert und die Beurteilung der Sp rachbefähigung des Beschwerdeführers durch C._______ nicht mehr nachvollzogen werden kann. Unter diesen U m- ständen lässt sich aber – ohne in behördliche bzw. richterliche Willkür zu verfallen – die bestehende Unsicher heit, ob C._______ als verantwortli- cher Sprachprüfer und sein jeweiliger Beisitzer die Level 6-Zertifikate all- gemein zu grosszügig ver teilt haben, auch bezogen auf die Prüfung des Beschwerdeführers nicht aus dem Weg räumen . D esgleichen vermag C._______ mit seinen im Rahmen seiner persönli chen Erklärung vom 20. April 2012 aufgestellten (Schutz-) Behauptungen die begründeten Zweifel nicht zu entkräften , zumal seine ( bereits durch seine Anerken- nung als Sprachprüfer durch das LBA ausgewiesenen ) fachlichen Fähig- keiten nicht bestritten werden und er sogar selber bestätigt, dass nicht A-1405/2012 Seite 14 nur er, sondern auch das LBA die Zusammenarbeit nicht mehr fort führen wollte. 4.3 Nach dem Gesagten hat die Vorinstanz daher zu Recht (nachträglich) Zweifel a n der korrekten Durchführung der Level 6 -Prüfung des B e- schwerdeführers und – als Folge davon – an seinen Sprachfähigkeiten angebracht. Hätte sie im Zeitpunkt der Ausfertigung des Lizenzdruckes vom 21. Oktober 2010 bereits Kenntnis von den Unregelmässigkeiten in der Prüfstelle D-LTO-X gehabt, hätte sie dem Beschwerdeführer den Ein- trag des Level 6 des Language Proficiency Checks in seine Li zenz ver- weigert bzw. – mangels Überprüfbarkeit seines Prüfungsergebnisses – zwingend verweigern müssen . Der Lizenzdruck vom 21. Oktober 2010 erweist sich somit aufgrund einer unrichtigen Beurteilung des rechtser- heblichen Sachverhaltes als ursprünglich fehlerhaft. 5. In einem weiteren Schritt ist sodann zu prüfen, ob die Vorinstanz, nac h- dem sie nachträglich feststellen musste, dass sie den Sachverhalt unrich- tig ermittelt hatte, den ursprünglich zu Unrecht anerkannten Level 6 des Language Proficiency Checks widerrufen durfte. Ursprünglich fehlerhafte Verfügungen stehen einerseits im Konflikt mit dem zwingenden C harakter des öffentlichen Rechte s und der Natur der öffentlichen Interessen, dass ein Verwaltungsakt, der mit dem Gesetz – wie im vorliegenden Fall – nicht vereinbar ist, nicht unabänderlich sein soll. Andererseits ist im Falle einer nachträglichen Anpassung das Gebot der Rechtssicherheit und des Ve rtrauensschutzes berührt, wonach eine Verfügung, die eine Rechtslage begründet hat, nicht nachträglich wieder in Frage gestellt werden soll . Nach ständiger Rechtsprechung des Bu n- desgerichtes ist jeweils abzuwägen, ob dem Postulat der richtigen Durc h- führung des objektiven Recht es oder dem Interess e an der Wahrung der Rechtssicherheit, d.h. dem Interesse des Adressaten am Fortbestand der Verfügung, der Vorrang zu geben ist (vgl. statt vieler: BGE 135 V 201 E. 6.2 mit weiteren Hinweisen ; Urteil des Bundesverwaltungsgerichtes A-2029/2010 vom 2. September 2010 E. 4.1 mit weiteren Hinweisen ; TSCHANNEN/ZIMMERLI/MÜLLER, a.a.O., § 31 Rz. 49). Soweit jedoch ein Spezialgesetz die Änderungsgründe nennt, gehen diese den vom Bu n- desgericht entwickelten Grundsätzen vor ( vgl. TSCHANNEN/ZIMMERLI/ MÜLLER, a.a.O., § 31 Rz. 35). A-1405/2012 Seite 15 5.1 JAR-FCL 1.010 Bst. c Ziff. 1 enthält folgende Vorschrift: "A JAA Member State may at any time in accordance with its national procedu res act on appeals, limit privileges, or suspend or revoke any licence, rating, authorisation, approval or certificate it has issued in accordance with the requirements of JAR -FCL if it is esta b- lished that an applicant or a licence holder has not met, or no longer meets, the requir e- ments of JAR-FCL or relevant national law of the State of licence issue." Gestützt auf diese (Spezial-) Bestimmung kann somit ein JAA - Mitgliedstaat jederzeit die Rechte einer von ihm erteilte n Lizenz ei n- schränken, widerrufen oder deren Ausübung zeitweilig untersagen, wenn festgestellt wird, dass der Bewerber oder Lizenzinhaber die Anforderun- gen der JAR-FCL oder der einschlägigen nationalen Vorschriften nicht er- füllt hat oder nicht mehr er füllt (im Wortlaut ähnlich: Art. 11 Abs. 1 Bst. a VJAR-FCL ["… wenn die Person, die sich für eine Lizenz oder Ermächt i- gung bewirbt oder eine solche besitzt, die Anforderungen der JAR -FCL- Reglemente oder des nationalen Rechts nicht oder nicht mehr erfüllt"] ). Der Beschwerdefüh rer will diese Regelung allem Anschein nach dahin- gehend verstanden haben, dass ihm nur dann der Level 6 des Language Proficiency Che cks aberkannt werden kann , wenn die Vorin stanz den Nachweis erbringt , dass er den entsprechenden Anforderungen nie g e- nügt hat oder nicht mehr genügt . Dieser Auffassung kann nur bedingt ge- folgt werden: Es trifft zwar zu, dass das BAZL als Aufsichtsbehö rde dem Beschwerdeführer gemäss JAR-FCL 1.010 Bst. c Ziff. 1 für den Entzug des Level 6 die fehlende Sprachbefähigung nachzuweisen hat. Wegen der nicht erfolgten Aufzeichnung seiner Prüfung bzw. mangels eines ver- wertbaren Protokolls (vgl. E. 4.2.4) kann es jedoch vorliegend – ohne ei- genes Verschulden – diesen Nachweis nur erbringen, indem es den Be- schwerdeführer zu einer Nachprüfung für den Level 6 aufbietet. Mit ande- ren Worten: Das vom Beschwerdeführer beanstandete Vorgehen der Vor- instanz (Widerruf von Level 6 und Neueintragung eines für drei Jahre gül- tigen Level 4 sowie Berechtigung, die Prüfung für einen höheren Level kostenlos abzulegen ) dient g erade der Beseiti gung des vermeintlichen "Beweisnotstandes". Dürfte die Vorinstanz bei wie vorliegend nachgewie- senen (v gl. E. 4.2 ff.) und infolgedessen begründeten Zweifeln an den Sprachfähigkeiten des Lizenzinhabers nicht einschreiten, könnte sie der über allem stehenden Sicher heit im internationalen Flugverkehr (vgl. E. 4.1.1 f. sowie E. 4.2.4) nicht mehr gerecht werden (vgl. auch Art. 11 Abs. 1 Bst. c VJAR -FCL, welcher ebenfalls die blosse Befürchtung der Gefährdung der öffentlichen Ordnung und Sicherheit oder militärischer In- teressen bei der Ausübung der Flugtätigkeit als Wi derrufsgrund genügen A-1405/2012 Seite 16 lässt, sowie Art. 20 Abs. 3 RFP, welcher der Vorinstanz "bei begründeten Zweifeln" das Recht einräumt, jederzeit eine Nachprüfung der vorg e- schriebenen Kenntnisse anzuordnen). Die (womöglich nur vorübergehen- de) Rückstufung auf Level 4 ist dabei nur Mittel zum Zweck, um den Be- schwerdeführer überhaupt zu einer Nachprüfung (für Level 5 oder 6) ein- bzw. (für Level 4) vorladen zu können (zur Unmög lichkeit einer solchen [Kontroll-] Prüfung bei einem Level 6 vgl. bereits E. 4.2.4). 5.2 Auch die Anwendung von EU -Recht führt zu k einem anderen Erge b- nis: 5.2.1 Die Verordnung (EG) Nr. 216/2008 enthält keine inhaltlichen Be- stimmungen zum Widerruf, so dass in ihrem Gültigkeit sbereich eine A b- wägung der sich gegenüberstehenden Interessen im Sinne der bunde s- gerichtlichen Rechtsprechung (vgl. E. 5) zu erfolgen hat. 5.2.1.1 Das Postulat der Rechtssicherheit geht in der Regel vor, wenn durch die frühere Verwaltungsverfügung ein subjektives Recht begründet worden ist, oder die Verfügung in einem Verfahren ergangen ist, in dem die sich gegenüberstehenden I nteressen allseitig zu prüfen und gege n- einander abzuwägen waren, oder wenn der Private von einer ihm durch die Verfügung eingeräumten Befugnis in gutem Glauben bereits Gebrauch gemacht und dabei Dispositionen getroffen hat , die sich nicht ohne Nachteil rückgängig machen lassen (Urteil des Bundesverwaltungs- gerichtes A-2029/2010 vom 2. September 2010 E. 4.2 mit weiteren Hi n- weisen; TSCHANNEN/ZIMMERLI/MÜLLER, a.a.O., § 31 Rz. 50 ff.). Das Inte- resse an einer Wiederherstellung der Gesetzmässigkeit kann vor allem dann überwiegen, wenn besonders gewichtige öffentliche Interessen vo r- liegen oder wenn der rechtswidrige Zustand lange fortdauern würde (TSCHANNEN/ZIMMERLI/MÜLLER, a.a.O., § 31 Rz. 56 ff.). 5.2.1.2 Der Beschwerdeführer macht nicht geltend und es ist auch nicht ersichtlich, dass ihm mit der (anfänglichen) Anerkennung des höchstmög- lichen und unbeschränkt gültigen Level 6 des Language Proficiency Checks ein subjektives Recht eingeräumt wor den wäre (vgl. auch Urteil des Bundesverwaltungsgerichtes A -2029/2010 vom 2. September 2010 E. 4.2.1 sowie TSCHANNEN/ZIMMERLI/MÜLLER, a.a.O., § 31 Rz. 53, wonach Polizeierlaubnisse, zu welchen die Pilotenlizenzen gehören, kein solches Recht zu begründen vermögen ). Der Eintrag des Level 6 in die Lizenz des Beschwerdeführers beruht weiter auf einer unrichtigen Sachverhalt s- ermittlung, so da ss die vorliegend in Frage stehenden Interessen bisher A-1405/2012 Seite 17 von der Vorinstanz noch nicht umfassend gegeneinander abgewogen werden konnten. Darüber hinaus kann sich der Beschwerdeführer nicht auf den Schutz allfälliger von ihm gestützt auf den fehlerhaften Lizenzein- trag in gutem Glauben vorgenommene Dispositionen berufen: Denn e i- nerseits wird diesem Kriterium bei Dauerverfügungen geringeres Gewicht beigemessen als bei urteilsähnlichen Verfügungen ( vgl. Urteil des Bu n- desverwaltungsgerichtes A-2029/2010 vom 2. September 2010 E. 4.2 mit weiteren Hinweisen sowie TSCHANNEN/ZIMMERLI/MÜLLER, a.a.O., § 31 Rz. 55). Andererseits hat der Beschwerdeführer – soweit erkennbar – im Vertrauen auf die Rechtsbeständigkeit des ihm erteilten Level 6 noch gar keine Vorkehrungen getroffen, welche nicht ohne Nachteil wieder rüc k- gängig zu machen wären, zumal es – so die Vorinstanz – auf seine fliege- rischen Berechtigungen ohnehin keinen Einfluss hat, ob er über einen Level 4, 5 o der 6 verfügt (zum Mindesterfordernis eines Level 4 vgl. neu ausdrücklich Anhang I [Teil-FCL], Abschnitt A, FCL.055, Bst. a und Bst. b, i.V.m. dessen Anlage 2 zur Verordnung [EU] Nr. 1178/2011). 5.2.1.3 Demgegenüber ist die Vorinstanz in ihrer Funktion als Aufsichts- behörde über die Zivilluftfahrt gehalten, die Sicherheit im nationalen und internationalen Flugverkehr nach Massgabe der geltenden rechtlichen Anforderungen zu wahren und drohenden Risiken entgegenzutreten. Die- se Pflicht gilt auch gegenüber einer frühere n eigenen Fehlleistung (vgl. Urteil des Bundesverwaltungsgerichtes A -2029/2010 vom 2. September 2010 E. 4.2.4). So stellt die Anerkennung eines Level 6 des Language Proficiency Checks ohne die Gewissheit zu haben, dass diese Einstufung den tatsächlichen Englischkenntnissen de s Beschwerdeführers ent- spricht, ein erhebliches Sicherheitsrisiko dar. Dies gilt umso mehr, als der Level 6 unbeschränkt gültig und einer zukünftigen Nachkontrolle entz o- gen ist, mithin ohne entsprechende Korrektur durch die Vorinstanz mögli- cherweise ein dauerhafter rechtswidriger Zustand geschaffen würde. 5.2.1.4 Da die ausgewiesenen Gesetzmässigkeits- und Sicherheitsintere- sen somit gegenüber dem Interessen des Beschwerdeführers am Fortb e- stand des Level 6 -Eintrages vorgehen, war dessen Widerr uf auch in A n- wendung der Verordnung (EG) Nr. 216/2008 zulässig. 5.2.2 Anzufügen bleibt, dass auf den 15. Mai 2012 die Verordnung des UVEK vom 27. April 2012 über die Ausweise des Flugpersonals nach der Verordnung (EU) Nr. 1178/2011 in Kraft getreten ist (SR 748.222.0; zum Vorrang der Verordnung [EU] Nr. 1178/2011 gegenüber der VJAR -FCL bzw. dem RFP vgl. Art. 1 Abs. 2 VJAR-FCL sowie Art. 1 Bst. b RFP). An-A-1405/2012 Seite 18 hang I (Teil-FCL), Abschnitt A, FCL.070, Bst. a, zur Verordnung (EU) Nr. 1178/2011 sieht vor, dass Lizenzen, Be rechtigungen und Zeugnisse , die gemäss diesem Teil erteilt werden, von der zuständigen Behörde ge- mäss den in Teil -ARA festgelegten Bedingungen und Verfahren b e- schränkt, ausgesetzt oder widerrufen werden können, wenn der Pilot die Anforderungen dieses Teils , des Teils -Medical oder die einschlägigen Einsatzanforderungen nicht er füllt. Anhang V I (Teil-ARA), Teilabschnitt FCL, ARA.FCL.250, Bst. a, der von der Schweiz am 30. November 2012 (mit-) angenommenen und auf den 1. Februar 2013 in Kraft getretenen (AS 2013 345) Verordnung (EU) Nr. 290/2012 vom 30. März 2012 zur Änderung der Verordnung (EU) Nr. 1178/2011 zur Festlegung technischer Vorschriften und von Verwaltung sverfahren in Bezug auf das fliegende Personal in der Zivilluftfahr t gemäß der Verordnung (EG) Nr. 216/2008 des Europäischen Parlaments und des Rates (ABl. L 100 vom 5. April 2012) führt ergänzend einen (nicht abschliessenden) Katalog von Wider- rufsgründen auf und bezeichnet als solchen unter anderem die nicht län- gere Erfüllung der einschlägigen Anforderungen von Teil-FCL (Ziff. 3). Da diese Bestimmungen jedoch erst während hängigem Beschwerdeverfa h- ren in der Schweiz in Kraft getreten sind und von ihrem Wort laut her – zumindest soweit hier interessieren d – von JAR-FCL 1.010 Bst. c Ziff. 1 bzw. Art. 11 Abs. 1 Bst. a VJAR-FCL nicht entscheidend abweichen, sind sie nicht weiter zu berücksichtigen (zur Anwendung neuen Rechts in hän- gigen Verfahren vgl. auch TSCHANNEN/ZIMMERLI/MÜLLER, a.a.O., § 24 Rz. 18 ff.). 6. Zu prüfen ist sodann , ob die Anordnungen in der angefochtenen Verf ü- gung verhältnismässig sind. Das Gebot der Verhältnismässigkeit (Art. 5 Abs. 2 der Bundesverfassung der Schweizeri schen Eidgenossenschaft vom 18. April 1999 [B V, SR 101]) verlangt von einer Verwaltungsm ass- nahme, dass sie geeignet, erforderlich und bezüglich Eingriffszweck und Eingriffswirkung ausgewogen, mithin dem Betroffenen zumutbar ist (vgl. TSCHANNEN/ZIMMERLI/MÜLLER, a.a.O., § 21 Rz. 2). 6.1 Die Aberkennung des Level 6 des Language Proficiency Checks und die Rückstufung des Beschwerdeführers auf (einen beschränkt gültigen) Level 4 ist ohne weiteres geeignet, um ei ne nachträgliche Überprüfung von dessen Sprachbefähigung zu ermöglichen (vgl. bereits E. 5.1 in fine) und um mit dieser die momentan fehlende Gewissheit zu erlangen, dass er (auch später noch) über ausreichende Englischkenntnisse verfügt und im internationalen Flugverkehr kein Sicherheitsrisiko darstellt. Ein solches A-1405/2012 Seite 19 Vorgehen ist erforderlich, da wegen fehlen der Nachvollziehbarkeit der in Deutschland abgelegten Prüfung kein anderes und insbesondere kein milderes Mittel besteht, um seine tatsächli chen Sprachfähigkeiten zu überprüfen. Auch die Zumutbarkeit der angeordneten Massnahme n ist angesichts der auf dem Spiele stehenden öffentlich en (Sicherheits-) Inte- ressen zu bejahen: Denn zum einen ist die Absolvierung ei ner (Nach -) Prüfung mit keinem erheblichen Zeitaufwand und mit keinen beträchtl i- chen Kosten verbunden, welche für den Beschwer deführer nicht mehr tragbar wären, und verlangt von ihm (zumindest wenn man der Selbstein- schätzung seiner Sprachkompetenz folgt) keine nennenswerten Prü- fungsvorbereitungen. Zum andern werden ihm die Prüfungskosten für die Erlangung eines höheren Level als Level 4 für eine n beschränkten Zeit- raum sogar erlassen und er wird nicht sofort zu ei ner Nachkontrolle se i- ner Level 4-Befähigung aufgeboten. Schliesslich ist auch bei einem blos- sen Level 4-Eintrag die berufliche Existenz nicht ernsthaft gefährdet und wird die Wirtschaftsfreiheit des Lizenzinhabers (Art. 27 BV) nicht verletzt, berechtigt doch auch dieser international zur Ausübung aller fliegerischen Tätigkeiten und führt (abgesehen vom Erfordernis ei nes periodischen Nachweises) zu keinerlei Einsch ränkungen der mit der Lizenz erteil ten Berechtigungen als Pilot (zum Mindesterfordernis eines Level 4 vgl. JAR- FCL 1.010 Bst. a Ziff. 4, Appendix 2 to JAR -FCL 1.010 ["Note"], AMC No. 1 to JAR-FCL 1.010 ["Note"] sowie neu Anhang I [Teil-FCL], Abschnitt A, FCL.055, Bst. a und Bst. b, i.V.m. dessen Anlage 2 zur Ver ordnung [EU] Nr. 1178/2011). 7. Abschliessend bleibt noch die Rechtmässigkeit der dem Beschwerdefü h- rer von der Vorinstanz auferlegten und angesichts der Umstände bereits reduzierten Gebühr von Fr. 200.- für den Erlass der angefochtenen Ve r- fügung zu beurteilen. 7.1 Die Vorinstanz erhob die vom Beschwerdeführer beanstandete Ge- bühr gestützt auf die Verordnung vom 28. September 2007 über die G e- bühren des Bundesamtes für Zivilluftfahrt (GebV -BAZL, SR 748.1 12.11), welche ihre formell-gesetzliche Grundlage ihrerseits in Art. 3 Abs. 3 LFG findet ( zur hinreichenden Bestimmtheit von Abgabeobjekt und Kreis der Abgabepflichtigen in besagter Bestimmung vgl. Urteil e des Bundesve r- waltungsgerichtes A-1849/2009 vom 31. August 2009 E. 5.2 und A-4773/2008 vom 20. Januar 2009 E. 7.1 f.). Der Bundesrat ha t den ihm eingeräumten erheblichen Ermessensspielraum (vgl. Urteil des Bunde s- verwaltungsgerichtes A-1150/2008 vom 18. September 2008 E. 6.2) aus-A-1405/2012 Seite 20 gefüllt, indem er in Art. 3 GebV-BAZL (einschränkend) festgehalten hat, dass eine Gebühr zu bezahlen hat, wer eine Verfügung der Vorinstanz veranlasst oder eine Dienstleistung von ihr beansprucht. Sofern nicht eine Pauschale festgelegt ist , richtet sich die Bemessung der Gebühr nach Zeitaufwand, gegebenenfalls innerhalb des festgelegten Gebührenra h- mens (Art. 5 Abs. 1 GebV-BAZL); im Einzelfall kann unter Berücksicht i- gung des Interesses und des Nutzens der gebührenpflichtigen Person sowie des öffentlichen Interesses ein e Gebühr ermässigt oder erlassen werden (Art. 5 Abs. 3 GebV-BAZL). 7.2 Nach der Lehre liegt die Gebührenpflicht dann auf der Hand, wenn die Amtshandlung auf Antrag des Einzelnen ausgelöst wird. Sie entsteht aber auch, wenn die Verwaltung von Amtes wegen einsch reitet, weil der Einzelne durch sein Verhalten Anlass für die Verrichtung gegeben hat oder die Verrichtung wenigstens teilweise in seinem Interessen liegt. Die Gebührenpflicht entfällt hingegen, wenn das Gemeinwesen ausschlies s- lich im öffentlichen Interess e tätig wird ( TSCHANNEN/ZIMMERLI/MÜLLER, a.a.O., § 57 Rz. 22). Vorliegend hat die Vorinstanz als Aufsichtsbehörde – im Gegensatz zum auf Gesuch des Beschwerdefüh rers hin am 21. Oktober 2010 erfolgten Eintrag von Level 6 des Language Proficiency Checks in seine Pilotenlizenz (für die entsprechende Bearbeitungsgebühr vgl. auch Art. 30 Abs. 1 Bst. b GebV-BAZL) – das Widerrufsverfahren von Amtes wegen aufgrund festgestellter Unregelmässigkeiten im deutschen Prüfungszentrum D-LTO-X und zwecks Wahrung öffentlicher (Sicherheits- ) Interessen angehoben. Weder kann dem Beschwerdeführer eine Täu- schungsabsicht oder ein widerrechtliches Verhalten vorgeworfen werden, noch hat er – genau so wenig wie die Vorinstanz – die fehlende Nachvoll- ziehbarkeit der von ihm in Deutschland abgelegten Prüfung zu verantwor- ten. Unter diesen Vorzeichen kann er aber nicht als "Veranlasser" im Sin- ne von Art. 3 GebV-BAZL angesehen werden. Erfüllt er mithin die vom Bundesrat konkretisierten Voraussetzungen für die Begründung einer Gebührenpflicht nicht, sind ihm zu Unrecht Kosten auferlegt worden. 8. Als Ergebnis kann demnach festgehalten werden, dass die Vorinstanz mit Recht die Anerkennung des vom Beschwerdeführer in Deutschland e r- worbenen Level 6 des Language Profi ciency Checks widerrufen und die Eintragung eines (bis 11. Oktober 2013 gültigen) Level 4 in seine Pilote n- lizenz angeordnet hat. Die von ihr bis Ende Februar 2013 angesetzte Frist, um auf ihre Kosten in einem Schweizer Prüfungszentrum eine Pr ü- fung für eine n höheren Level als Level 4 abzulegen, ist angesichts des A-1405/2012 Seite 21 vor Bundesverwaltungsgericht durchgeführten Beschwerdeverfahrens bis 31. August 2013 zu verlängern. Gutzuheissen ist die Beschwerde einzig bezüglich der dem Beschwerdeführer von der Vorinstanz aufer legten Ge- bühr und die betreffende Dispositivziffer 6 der angefochtenen Verfügung ist ersatzlos aufzuheben. 9. 9.1 Bei diesem Verfahrensausgang sind dem mehrheitlich unterliegenden Beschwerdeführer die auf Fr. 1'000.- festzusetzenden Verfahrenskosten im Um fang von Fr. 800.- aufzuerlegen (vgl. Art. 63 Abs. 1 VwVG und Art. 1 ff. des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Ent- schädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]). Der Vorinstanz können keine Verfahrenskosten auferlegt werden (Art. 63 Abs. 2 VwVG). 9.2 Dem anwaltlich vertretenen und zumindest teilweise obsiegenden Be- schwerdeführer steht eine (reduzierte) Parteientschädigung zu (vgl. Art. 64 Abs. 1 VwVG und Art. 7 ff. VGKE). Diese ist mangels eingereichter Kostennote von Amtes wegen (Art. 14 Abs. 2 VGKE) auf Fr. 500.- (inkl. Auslagen und MwSt.) festzusetzen und der Vorinstanz zur Bezahlung aufzuerlegen. Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 1. Die Beschwerde wird insoweit gutgeheissen, als Dispositivziffer 6 der a n- gefochtenen Verfügung ersatzlos aufgehoben wird. Soweit weitergehend, wird die Beschwerde abgewiesen. 2. Die von der Vorinstanz bis Ende Februar 2013 angesetzte Frist, um auf ihre Kosten in einem der schweizerischen Prüfun gszentren eine Prüfung für einen höheren Level als Level 4 des Language Proficiency Checks abzulegen (Dispositivziffer 5 der an gefochtenen Verfügung), wird bis 31. August 2013 verlängert. 3. Die Verfahrenskosten von insgesamt Fr. 1'000.- werden im Umfang von Fr. 800.- dem Beschwerdeführer auferlegt. Sie werden mit dem geleist e- ten Kostenvorschuss von Fr. 1'000.- verrechnet. Der Restbetrag wird dem A-1405/2012 Seite 22 Beschwerdeführer nach Eintritt der Rechtskraft des vorliegenden Urteils zurückerstattet. 4. Der Vorinstanz werden keine Verfahrenskosten auferlegt. 5. Dem Beschwerdeführer wird eine Parteientschädigung von Fr. 500.- (inkl. Auslagen und MwSt.) zugesprochen, welche ihm von der Vorinstanz nach Eintritt der Rechtskraft des vorliegenden Urteils auszurichten ist. 6. Dieses Urteil geht an: – den Beschwerdeführer (Gerichtsurkunde) – die Vorinstanz (Ref-Nr. […]; Einschreiben) – das Generalsekretariat UVEK (Gerichtsurkunde) Der vorsitzende Richter: Der Gerichtsschreiber: Christoph Bandli Lars Birgelen Rechtsmittelbelehrung: Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen nach Eröffnung beim Bun- desgericht, 1000 Lausanne 14, Beschwerde in öffentlich -rechtlichen An- gelegenheiten geführt werden (Art. 82 ff., 90 ff. und 100 des Bundesg e- richtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]). Die Frist steht still vom siebenten Tag vor Ostern bis und mit dem siebenten Tag nach Ostern (Art. 46 Abs. 1 Bst. a BGG). Die Rechtsschrift ist in einer Amt s- sprache abzufassen und hat die Begehren, deren Begründung mit Ang a- be der Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. Der angefochtene Entscheid und die Beweismittel sind, soweit sie der Beschwerdeführer in Händen hat, beizulegen (Art. 42 BGG). Versand: