B u n d e s v e rw a l t u n g s g e r i ch t T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i f f éd é r a l T r i b u n a l e am m i n i s t r a t i vo f e d e r a l e T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i v fe d e r a l Abteilung V E-1436/2012 U r t e i l v o m 5 . J u n i 2 0 1 2 Besetzung Einzelrichterin Gabriela Freihofer, mit Zustimmung von Richter Fulvio Haefeli; Gerichtsschreiberin Chantal Schwizer. Parteien A._______, geboren am (…), Sri Lanka, vertreten durch Alex Zehnder, Beratungsstelle für Asyl- und Ausländerrecht, (…), Beschwerdeführer, gegen Bundesamt für Migration (BFM), Quellenweg 6, 3003 Bern, Vorinstanz. Gegenstand Asyl und Wegweisung; Verfügung des BFM vom 8. Februar 2012 / N (…). E-1436/2012 Seite 2 Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest, dass der Beschwerdeführer, ein sri -lankischer Staatsangehöriger tamil i- scher Ethnie aus B._______ (Distrikt Jaffna), eigenen Angaben zufolge seinen Heimatstaat am 25. Januar 2009 per Flugzeug verliess und über Oman und Dubai am folgenden Tag auf dem Flughafen C._______ lande- te, wo er gleichentags um Asyl nachsuchte, dass der Beschwerdeführer am 28. Januar 2009 im Transitbereich des Flughafens C._______ summarisch befragt und am 2. Februar 2009 durch (...) des BFM einlässlich zu den Asylgründen angehört wurde, dass er dabei im Wesentlichen vorbrachte, er sei in Jaffna geboren und habe bis ins Jahr 1995 zusammen mit seinen Eltern und Geschwistern in B._______ gelebt, dass sie im Jahr 1995 nach D._______ (Vanni-Gebiet) umgezogen und im Jahr 2002 wieder nach B._______ zurückgekehrt seien, wo er bis im Jahr 2008 gelebt habe, dass sein Vater vom Jahr 1995 bis ins Jahr 2000 für die LTTE (Liberation Tigers of Tamil Eelam) tätig gewesen sei und sein älterer Bruder ein Waf- fentraining bei den LTTE habe absolvieren müssen, dass sein älterer Bruder und sein Vater im Juli 2005 die Familie gemein- sam verlassen und sich ins Vanni-Gebiet abgesetzt hätten, dass im Jahr 2007 Soldaten der SLA (Sri Lanka Army) dreimal zu ihm und seiner Mutter nach Hause in B._______ gekommen seien und sich nach dem Verbleib seines Vaters und seines Bruders erkundigt hätten, dass er und seine Mutter Angst um sein Leben gehabt hätten, weshalb er sein Heimatland mit Hilfe eines , von der Mutter bezahlten, Schleppers verlassen habe, dass er den Kontakt zu seinem Vater und zu seinem älteren Bruder verlo- ren habe, dass seine Mutter hingegen in einer Lodge in Colombo lebe, dass er als Beweismittel unter anderem seinen Reisepass, die Identitäts- karte und eine Geburtsurkunde zu den Akten reichte, E-1436/2012 Seite 3 dass für weitere Einzelheiten auf die Protokolle in den Akten verwiesen werden kann, dass das BFM mit Verfügung vom 4. Februar 2009 dem Beschwerdefü h- rer die Einreise in die Schweiz bewilligte, dass das BFM mit Verfügung vom 8. Februar 2012 – eröffnet am 13. Feb- ruar 2012 – feststellte, der Beschwerdeführer erfülle die Flüchtlingseigen- schaft nicht, das Asylgesuch ablehnte und die Wegweisung aus der Schweiz sowie den Vollzug anordnete, dass das BFM zur Begründung im Wesentlichen anführte, die Vorbringen des Beschwerdeführers genügten den Anforderungen an die Glaubhaftig- keit gemäss Art. 7 des Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 (AsylG, SR 142.31) nicht, dass die vom Beschwerdeführer vorgebrachten Gründe, die ihn zu seiner Ausreise veranlasst hätten, in zentralen Punkten unglaubhaft ausgefallen seien, da er anlässlich der Befragung zu Protokoll gegeben habe, er sei ausgereist, weil im Jahr 2007 Soldaten der SLA zu ihnen nach Hause ge- kommen seien, die nach seinem Vater und seinem Bruder gesucht hät- ten, um im Rahmen der Anhörung darüber hinaus auszusagen, er sei im April 2008 zu Hause ebenfalls gesucht worden, woraufhin er sich bei e i- nem Nachbarn versteckt habe, dass er an der Befragung ferner vorgebracht habe, sein Vater sei (Beruf) von Beruf und habe als solcher für die LTTE gearbeite t, um im Wide r- spruch dazu während der Anhörung auszusagen, sein Vater sei (Beruf) und habe für die LTTE Reparaturen an Lastwagen durchgeführt, dass er erst anlässlich der Anhörung zusätzlich geltend gemacht habe, wegen seines Vaters habe auch er im Jahr 20 05 Probleme mit Soldaten der SLA gehabt und sei von ihnen bedroht und geschlagen worden, dass er überdies im Rah men der Befragung nicht erwähnt habe , dass er anlässlich des Mordes des Schuldirektors irgendwann zwischen Mai und Juli 2005 an verschiedenen Kundgebungen teilgenommen, auf der Stras- se Reifen angezündet und am Heldentag die Bühne dekoriert habe, dass aufgrund dessen erhebliche Zweifel am Wahrheitsgehalt dieser Vor- bringen bestehen würden, weswegen der Eindruck entstehe, dass es sich E-1436/2012 Seite 4 hierbei um einen konstruierten, nicht tatsächlich selbst erlebten Sachver- halt handle, dass der Wegweisungsvollzug in den Norden und Osten Sri Lankas (un- ter Verweis auf das unter BVGE 2011/24 zur Publikation vorgesehene Länderurteil BVGE E-6220/2006 vom 27. Oktober 2011) zulässig, zumut- bar und möglich sei, und auch keine individuellen Gründe gegen einen Wegweisungsvollzug sprächen, dass der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 14. März 2012 – Datum Poststempel – durch seinen Rechtsvertreter g egen diesen Entschei d beim Bundesverwaltungsgericht Beschwerde erhob und dabei beantrag- te, die Verfügung des BFM sei aufzuheben und zur Neubeurteilung z u- rückzuweisen, eventualiter sei er als Flüchtling anzuerkennen und ihm sei in der Schweiz Asyl zu gewähren, subeventualiter sei die Unzulässigkeit und die Unzumutbarkeit der Wegweisung festzustellen und daher die vor- läufige Aufnahme anzuordnen, dass er in verfahrensrechtlicher Hinsicht um Gewährung der unentgeltl i- chen Prozessführung unter Verzicht auf die Erhebung eines Kostenvo r- schusses ersuchte, dass er der Beschwerde verschieden e Kopien fremdsprachiger Dok u- mente (Kopien der Asylgesuche des ältesten Bruders und des Vaters in E._______ aus den Jahren 2006 und 2009 , deren Flüchtlingsausweise sowie Kopien der Aufenthaltstitel der Mutter, der Schwestern und der zwei jüngeren Brüder des Beschwe rdeführers im Rahmen eines Familie n- nachzugs sowie schliesslich die Kopie eines Bildes des Lastwagens, mit dem der Vater die Arbeiten ausgeführt habe) beilegte, dass die zuständige Instruktionsrichterin des Bundesverwaltungsgerichts mit Zwischenverfügung vom 20. März 2012 feststellte, der Beschwerd e- führer könne den Ausgang des Verfahrens in der Schweiz abwarten, die Gesuche um Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung sowie um Verzicht auf einen Kostenvorschuss abwies und ihm einen Kostenvo r- schuss von Fr. 600.- auferlegte, welcher fristgerecht geleistet wurde, E-1436/2012 Seite 5 und zieht in Erwägung, dass das Bundesverwaltungsgericht auf dem Gebiet des Asyls endgültig über Beschwerden gegen Verfügungen (Art. 5 des Verwaltungsverfah- rensgesetzes vom 20. Dezember 1968 [Vw VG, SR 172.021]) des BFM entscheidet, ausser bei Vorliegen eines Auslieferungsersuchens des Staates, vor welchem die beschwerdeführende Person Schutz sucht (Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 31 – 33 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [VGG, SR 173.32]; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des Bundesg e- richtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]), dass eine solche Ausnahme im Sinne von Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG nicht vorliegt, weshalb das Bundesverwaltungsgericht endgültig entscheidet, dass sich das Verfahren nach dem VwVG, dem VGG und dem BGG rich- tet, soweit das AsylG nichts anderes bestimmt (Art. 37 VGG und Art. 6 AsylG), dass der Beschwerdeführer am Verfahren vor der Vorinsta nz teilgenom- men hat, durch die angefochtene Verfügung besonders berührt ist, ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung beziehungsw eise Ände- rung hat und daher zur Einreichung der Beschwerde legitimiert ist (Art. 105 AsylG und Art. 48 Abs. 1 VwVG), dass somit auf die frist - und formgerecht eingereichte Beschwerde einzu- treten ist (Art. 108 Abs. 1 AsylG und Art. 52 VwVG), dass mit Beschwerde die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts und die Unangemessenheit gerügt werden können (Art. 106 Abs. 1 AsylG), dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterlicher Zuständigkeit mit Zustimmung eines zweiten Richters beziehungsweise einer zweiten Richterin entschieden wird (Art. 111 Bst. e Asyl G) und es sich vorliegend, wie nachfolgend aufgezeigt, um eine solche handelt, weshalb der Beschwerdeentscheid nur su mmarisch zu begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG), dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG vorliegend auf einen Schriftenwechsel verzichtet wurde, E-1436/2012 Seite 6 dass die Schweiz Flüchtlingen grundsätzlich Asyl gewährt (Art. 2 Abs. 1 AsylG), wobei Flüchtlinge Personen sind, die in ihrem He imatstaat oder im Land, in dem s ie zuletzt wohnten, wegen ihrer Rasse, Religion, Nati o- nalität, Zugehörigkeit zu einer bestimmten sozialen Gruppe oder wegen ihrer politischen Anschauungen ernsthaften Nachteilen ausgesetzt sind oder begründete Furcht haben, solchen Nachteilen ausgesetzt zu werden (Art. 3 Abs. 1 AsylG), dass die Flüchtlingseigenschaft nachgewiesen oder zumindest glaubhaft gemacht werden muss (Art. 7 AsylG), dass die Flüchtlingseigenschaft glaubhaft gemacht ist, wenn die Behörde ihr Vorhandensein mit überwiegender Wahrscheinlichkeit für gegeben hält, dass Vorbringen sodann dann unglaubhaft sind, wenn sie in wesentlichen Punkten zu wenig begründet oder in sich widersprüchlich sind, den Tatsa- chen nicht entsprechen, massgeblich auf gefälschte oder verfälschte B e- weismittel abgestützt, wichtige Tatsachen unterdrückt oder bewusst falsch dargestellt oder im Lauf des Verfahrens Vorbringen aus gewechselt, ge- steigert oder unbegründet nachgeschoben werden, dass die Vorbringen sodann nicht hinreichend begründet sind, wenn sie in wesentlichen Punkten zu wenig konkret, detailliert und differenziert darge- legt werden und somit den Eindruck von nicht selbst Erlebtem vermitteln, dass für die Glaubhaftigkeit der Vorbringen entscheidend ist, ob bei einer Gesamtwürdigung der Gründe, die für die Richtigkeit des Sachverhalt s- darstellung sprechen, überwiegen oder nicht, wobei auf eine objektivierte Sichtweise abzustellen ist (vgl. Entscheidungen und Mitteilungen der vormaligen Schweizerischen Asylrekurskommission [ARK, EMARK] 2005 Nr. 21 E. 6.1, mit weiteren Hinweisen), dass der Beschwerdeführer vorab in seiner Eingabe geltend macht, er habe aus Furcht, die Schweiz verlassen zu müssen, unterlassen, das BFM über die Asylsituatio n seiner Familie in E._______ in Kenntnis zu setzen, dass er sich nämlich aus sprachlichen und schulischen Gründen sowie wegen der Ausbildungsmöglichkeiten entschlossen habe, nicht in E._______ um Asyl nachzusuchen, sondern in der Schweiz bleiben wolle, E-1436/2012 Seite 7 wo er ein Schulprogramm für Jugendliche besuche und auf den Sommer hin in das Berufsbildungszentrum F._______ angemeldet werde, dass das BFM bei Kenntnis dieser Situation zu einer anderen Einschä t- zung gekommen wäre und es anzuhalten sei, den Sachverhalt unter Be- rücksichtigung dieser Situation neu zu beurteilen, weshalb die Sache zur Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts an die Vorinstanz z u- rückzuweisen sei, dass die Mitwirkungspflicht des Beschwerdeführers eine aktive Mitarbeit an der Feststellung des Sachverhalts verlangt (vgl. Art. 8 Abs. 1 AsylG) , worauf er bei Einreichen seines Asylgesuches und anlässlich der Befr a- gung sowie der Anhörung aufmerksam gemacht worden ist (vgl. Akten BFM A 6/23 S. 3, A 13/21 S. 2), dass es dem Beschwerdeführer bereits im Rahmen des vorinstanzlichen Verfahrens oblegen hätte, diesen Sachverhalt zu schildern, er angesichts dieser nachträglichen Änderung des Sachverhalts seine Mitwirkung s- pflicht verletzt hat und das Bundesverwaltungsgericht keine Veranlassung sieht, die Sache zur Neubeurteilung an die Vorinstanz zurückzuweisen, dass auch darauf zu verzichten ist, dem Beschwerdeführer eine Nachfrist zur Ergänzung dieses Sachverhaltes zu gewähren, da dies an der G e- samtbeurteilung weder in Bezug auf die Asylgewährung noch auf den Wegweisungsvollzug etwas ändern könnte, wie sich aus den nachfolge n- den Erwägungen ergibt, dass dem BFM darin zuzustimmen ist, dass die Schilderungen des B e- schwerdeführers zu seinen Ausreisegründen insgesamt unglaubhaft aus- gefallen sind, wobei zur Vermeidung von Wiederholungen vorab auf die als zutreffend erachteten Erwägungen der Vorinstanz zu verweisen ist, dass die Ausführungen in der Beschwerde an der Richtigkeit der Schluss- folgerungen der Vorinstanz – insbesondere auch in Berücksichtigung der Tatsache, dass der Vater und der ältere Bruder des Beschwerdeführers in E._______ als Flüchtlinge anerkannt worden sind – nichts zu ändern vermögen, dass nämlich die eigenen Verfolgungsgründe des Beschwerdeführers damit nicht glaubhaft gemacht werden, E-1436/2012 Seite 8 dass die erstmals in der Anhörung geltend gemachte erneute Suche nach dem Beschwerdeführer im Jahre 2008 zwar nicht als widersprüchlich, zu wenig substantiiert oder wahrheitswidrig bezeich net werden kann, wie in der Beschwerde richtigerweise angeführt wird, dass sie jedoch als nachgeschoben erachtet werden muss, um der Ve r- folgungsgeschichte grösseres Gewicht zu verleihen, da nicht einsehbar ist, weshalb er dieses wichtige Element seiner Ge schichte nicht bereits aus eigenem Antrieb bei der Erstbefragung im Rahmen der freien Erzä h- lung vorgebracht h at, wenn es tatsächlich geschehen wäre, womit die geltend gemachte Suche sich als unglaubhaft erweist, dass ebenfalls die Aussage anlässlich der An hörung, wonach sein Vater (Beruf) und von den LTTE als solcher beauftragt worden sei, ihre Lastwa- gen gegen Entgeld zu reparieren ( vgl. A 13/21 S. 4), im Widerspru ch zu seiner Aussage anlässlich der Befragung steht, wonach sein Vater in den Jahren 1995 bis 2000 für die LTTE als (Beruf) gearbeitet habe (vgl. A 6/23 S. 9), dass sein Erklärungsversuch, der in der Schweiz landläufige Begriff des (Beruf) sei mit demjenigen in Sri Lanka nicht deckungsgleich, als Schut z- behauptung zu werten ist, dass der Beschwerdeführer auch mit dem Verweis auf das in E._______ eingereichte Asylgesuch seines Vaters , woraus hervorgehe , dass dieser als (Beruf) gearbeitet habe, den festgestellten Widerspruch nicht aufzulö- sen vermag, dass, indem er einerseits zu Protokoll ga b, er habe im Jahr 2005 wegen seines Vaters ebenfalls Probleme mit der SLA gehabt (vgl. A 13/21 S. 4), und andererseits diesen Sachverhalt anlässlich der Befragung nicht ge l- tend machte, auch diese Angaben nicht stimmig ausgefallen sind, dass sein Einw and in der Besc hwerde, die anlässlich der Anhörung vo r- gebrachten "neuen" Informationen würden der Konkretisierung der Vo r- bringen anlässlich der Befragung dienen und den Grundsachverhalt ke i- neswegs verändern, insofern nicht überzeugt, als auch diesbezüglich zu erwarten gewesen wäre, dass der Beschwerdeführer am eigenen Leib er- fahrene Drohungen seitens der SLA erwähnt hätte, wenn sie geschehen wären, E-1436/2012 Seite 9 dass sich solche gegen den Beschwerdeführer gerichtete Drohungen auch nicht aus den beigelegten Asylgesuchen des Bruders und des Va- ters ergeben, dass es dem Beschwerdeführer auch mit seinen weiteren Ausführungen auf Beschwerdeebene nicht gelingt, eine asylrelevante Verfolgung nac h- zuweisen oder auch nur glaubhaft zu machen, weshalb das BFM das Asylgesuch zu Recht abgelehnt hat, dass die Ablehnung eines Asylgesuchs oder das Nichteintreten auf ein Asylgesuch in der Regel die Wegw eisung aus der Schweiz zur Folge hat (Art. 44 Abs. 1 AsylG), vorliegend der Kanton keine Aufenthaltsbewill i- gung erteilt hat und zudem kein Anspruch auf Ert eilung einer solchen be- steht (vgl. BVGE 2009/50 E. 9 S. 733 m.H.a. EMARK 2001 Nr. 21), wes- halb die verfügte Wegweisung im Einklang mit den gesetzlichen Besti m- mungen steht und demnach vom Bundesamt zu Recht angeordnet wu r- de, dass das Bundesamt das Anwesenhe itsverhältnis nach den gesetzlichen Bestimmungen über die vorläufige Aufnahme von Ausländern regelt, wenn der Vollzug der Wegw eisung nicht zulässig, nicht zumutbar oder nicht möglich ist (Art. 44 Abs. 2 AsylG; Art. 83 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 16. Dezember 2005 über die Ausländerinnen und Ausländer [AuG, SR 142.20]), dass bezüglich der Geltendmachung von Wegweisungshindernissen g e- mäss ständiger Praxis des Bundesverwaltungsgerichts und seiner Vo r- gängerorganisation ARK der gleiche Beweisstandard wie bei d er Flücht- lingseigenschaft gilt, das heisst, sie sind zu bew eisen, wenn der strikte Beweis möglich ist, und andernfalls wenigstens glaubhaft zu machen (vgl. WALTER STÖCKLI, Asyl, in: Uebersax/Rudin/Hugi Yar/Geiser [Hrsg.], Au s- länderrecht, 2. Aufl., Basel 2009, Rz. 11.148), dass der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig ist, wenn völkerrechtl i- che Verpflichtungen der Schweiz einer Weiterreise der Ausländerin oder des Ausländers in den Heimat -, Herkunfts - oder einen Drittstaat entg e- genstehen (Art. 83 Abs. 3 AuG), dass keine Person in irgendeiner Form zur Ausreise in ein Land gezwu n- gen werden darf, in dem ihr Leib, ihr Leben oder ihre Freiheit aus einem Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet ist oder in dem sie Gefahr läuft, zur Ausreise in ein solches Land gez wungen zu werden (Art. 5 Abs. 1 E-1436/2012 Seite 10 AsylG; vgl. ebenso Art. 33 Abs. 1 des Abkommens vom 28. Juli 1951 über die Rechtsstellung der Flüchtlinge [FK, SR 0.142.30]), dass der Vollzug der Wegweisung vorliegend in Beachtung dieser mas s- geblichen völker- und landesrechtlichen Bestimmungen zulässig ist, da es dem Beschwerdeführer nicht gelungen ist, eine asylrechtlich erhebliche Gefährdung nachzuweisen oder glaubhaft zu machen, weshalb das in Art. 5 AsylG und Art. 33 FK verankerte Prinzip des flüchtlingsrechtlichen Non-Refoulement im vorliegenden Verfahren keine Anwendung findet und keine Anhaltspunkte für eine menschenrechtswidrige Behandlung im Si n- ne von Art. 25 Abs. 3 der Bundesverfassung der Schweizerischen Eidge- nossenschaft vom 18. April 1999 (BV, SR 101), von Art. 3 des Überei n- kommens vom 10. Dezember 1984 gegen Folter und andere grausame, unmenschliche oder erniedrigende Behandlung oder Strafe (FoK, SR 0.105) und der Praxis zu Art. 3 der K onvention vom 4. November 1950 zum Schutz der Menschenrechte und Grundfreiheiten (EMRK, SR 0.101) ersichtlich sind, die im Heimat- oder Herkunftsstaat droht, dass es dem Beschwerdeführer nicht gelungen ist stichhaltig darzulegen, inwiefern ihm bei einer Rü ckkehr nach Sri Lanka eine konkrete Gefahr von Folter oder unmenschlicher oder erniedrigender Strafe drohen würde, dass sich der Vollzug für Ausländerinnen und Ausländer als unzumutbar erweist, wenn sie im Heimat- oder Herkunftsstaat auf Grund von Situatio- nen wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und medizinischer Notl a- ge konkret gefährdet sind (Art. 83 Abs. 4 AuG), dass das Bundesverwaltungsgericht im unter BVGE 2011/24 zur Publik a- tion vorgesehene Länderurteil E -6220/2006 vom 27. Oktober 2011 eine aktuelle umfassende Analyse der allgemeinen Situation in Sri Lanka vo r- genommen hat, gemäss welcher zwischen der Ostprovinz, in die der Wegweisungsvollzug grundsätzlich zumutbar ist, und zwei verschiedenen Gebieten innerhalb der Nordprovinz, in die der Wegweisungsvollzug nicht oder nur unter bestimmten Voraussetzungen zumutbar ist, zu untersche i- den ist, dass das Bundesverwaltungsgericht dabei in Bezug auf die Frage der Zumutbarkeit des Wegweisungsvollzugs hinsichtlich des Distrikts Jaffna (Nordprovinz) – aus welchem der Beschwerdeführer ursprünglich stammt – im Wesentlichen zur Einschätzung gelangt ( vgl. a.a.O., E-1436/2012 Seite 11 E. 13.2.1.), dort habe sich die Lage in den vergangenen zwei Jahren deutlich verbessert und die Versorgungslage sei entspannt, dass dort die Polizei - und Zivilbehörden ihre Funktionen und Tätigkeiten wieder aufgenommen beziehungsweise von den Militärbehörden übe r- nommen hätten und keine Situation allgemeiner Gewalt herrsche sowie die politische Lage nicht dermassen angespannt sei, dass eine Rückkehr dorthin als generell unzumutbar eingestuft werden müsste, dass angesichts der im humanitären und wirtschaftlichen Bereich nach wie vor fragilen Lage aber im Hinblick auf den Vollzug der Wegweisung in dieses Gebiet eine sorgfältige, zurückhaltende Beurteilung der individuel- len Zumutbarkeitskriterien vorzunehmen sei, wobei neben allgemeinen Faktoren (wie sozio -ökonomischen und medizinischen Aspekten, dem Kindeswohl usw.) auch dem zeitlichen Element gebührend Rechnung zu tragen sei, dass für Personen, die aus der Nordprovinz stammen und dieses Gebiet erst nach Beendigung des Bürgerkrieges im Mai 2009 verlassen haben, der Wegweisungsvollzug zurück in dieses Gebiet als grundsätzlich z u- mutbar zu beurteilen sei, wenn davon ausgegangen werden könne, dass die betreffende Person auf die gleiche oder eine gleichwertige Lebens - und Wohnsituation zurückgreifen könne, die im Zeitpunkt der Ausreise bestanden habe, und dem Wegweisungsvollzug dorthin zurück auch a n- derweitig nichts entgegenstehe (vgl. BVGE a.a.O. E. 13.2.1.1. f.), dass, liege der letzte Aufenthalt der betreffenden Person in der Nordpr o- vinz indessen längere Zeit zurück (vor Beendigung des Bürgerkriegs im Mai 2009) oder gingen aus den Verfahrensakten konkrete Umstände d a- für hervor, dass sich die Lebensumstände seit der Ausreise massgeblich verändert haben könnten, die aktuell vorliegenden Lebens - und Woh n- verhältnisse sorgfältig abzuklären und auf die Zumutbarkeit des Wegwe i- sungsvollzugs hin zu überprüfen seien, dass in diesem Zusammenhang für das Bundesverwaltungsger icht n a- mentlich die Existenz eines tragfähigen Beziehungsnetzes und die ko n- kreten Möglichkeiten der Sicherung des Existenzminimums und der Wohnsituation als massgebliche Faktoren erschienen und, falls solche begünstigenden Faktoren in der Nordprovinz nicht vorlägen, die Zumu t- barkeit einer innerstaatlichen Aufenthaltsalternative im übrigen Staatsg e- biet zu prüfen sei (vgl. BVGE a.a.O. E. 13.3.), E-1436/2012 Seite 12 dass der junge Beschwerdeführer, der auch keine gesundheitlichen Prob- leme geltend macht, aus B._______ (Distrikt Ja ffna) stammt, wo noch (Angaben zu Verwandten) leben und er die Schule besucht hat (vgl. A 6/23 S. 1, S. 7; A 13/21 S. 9), weshalb davon ausgegangen werden kann, er verfüge dort nebst seinen Verwandten auch über einen Freu n- des- und Kollegenkreis, dass er, obwohl gemäss den Akten seine Eltern sowie seine Geschwister und ein Onkel in E._______ leben, damit über ein soziales Netz verfügen dürfte und auch angenommen werden kann, er könne sich aufgrund se i- nes sozialen Umfeldes, seiner Schulbildung und seiner Berufserfahrun- gen als (...) in Sri Lanka und als (...) in der Schweiz in seinem Heimatland reintegrieren und sich eine Existenz aufbauen, dass somit – obwohl der Beschwerdeführer sein Heimatland Sri Lanka im Januar 2009 verlassen hat – begünstigende Faktoren im Sinne des zitier- ten Grundsatzurteils vorliegen und im Übrigen auf die zutreffenden Erw ä- gungen des BFM verwiesen werden kann, dass der Vollzug der Wegweisung damit als für den Beschwerdeführer zumutbar zu erachten ist, dass der Vollzug der Wegw eisung des Beschwerdeführers in den He i- matstaat schliesslich möglich ist, da keine Vollzugshindernisse bestehen (Art. 83 Abs. 2 AuG), und es dem Beschwerdeführer obliegt, bei der B e- schaffung gültiger Reisepapiere mitzuwirken (vgl. Art. 8 Abs. 4 AsylG und dazu auch BVGE 2008/34 E. 12 S. 513 – 515), dass nach dem Gesagten der vom Bundesamt verfügte Vollzug der Wegweisung zu bestätigen ist, dass es dem Beschwerdeführer demnach nicht gelungen ist darzutun, inwiefern die angefochtene Verfügung Bundesrecht verletzt, den recht s- erheblichen Sachverhalt unrichtig oder unvollständig feststellt oder una n- gemessen ist (Art. 106 AsylG), weshalb die Beschwerde abzuweisen ist, dass bei diesem Ausgang des Verfahrens die Kosten von Fr. 600.- (Art. 1 – 3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]) dem Beschwerdeführer aufzuerlegen sind (Art. 63 Abs. 1 VwVG). Diese werden mit dem am 29. März 2012 in gleicher Höhe g e- leisteten Kostenvorschuss verrechnet. E-1436/2012 Seite 13 Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 2. Die Verfahrenskosten von Fr. 600.- werden dem Beschwerdeführer aufer- legt. Dieser Betrag wird mit dem am 29. März 2012 in gleicher Höhe g e- leisteten Kostenvorschuss verrechnet. 3. Dieses Urteil geht an den Beschwerdeführer, das BFM und die zuständ i- ge kantonale Behörde. Die Einzelrichterin: Die Gerichtsschreiberin: Gabriela Freihofer Chantal Schwizer Versand: