<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="cell small-12 contentContainer printArea"> <div><table><tr><td><p class="Standard berschrift1"><span class="Standard berschrift1">Sozialversicherungsgericht</span></p><p class="Standard berschrift1"><span class="Standard berschrift1">des Kantons Zürich</span></p></td><td><p class="Standard berschrift1"><img src="word/media/image1.png"/></p></td></tr></table><div><div><p><span>IV.2023.00094</span></p></div><div><p><span> </span></p></div><div><p><span> </span></p></div><p><br/></p><div><p>V. Kammer</p></div><div><p>Sozialversicherungsrichter Vogel, Vorsitzender<br/>Sozialversicherungsrichter Kübler<br/>Ersatzrichterin Curiger<br/>Gerichtsschreiberin Sherif</p></div><p class="Standard berschrift2"><span class="Standard berschrift2">Urteil</span><span class="Standard berschrift2"> vom </span><span class="Standard berschrift2">21. August 2023</span></p></div><p class="Standard StandardEinzug"><span class="Standard StandardEinzug">in Sachen</span></p><p class="Standard StandardFett RubrumFett"><span id="_Hlk148447404"></span><span class="Standard StandardFett RubrumFett">X.___</span><span id="CURSOR"></span><span id="_GoBack"></span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">Beschwerdeführer</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">vertreten durch CAP Rechtsschutz-Versicherungsgesellschaft AG</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">Rechtsanwalt Michael </span><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">Steudler</span><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">, Kundenrechtsdienst Zürich</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">Postfach, 8010 Zürich</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">gegen</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Standard StandardFett RubrumFett"><span class="Standard StandardFett RubrumFett">Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">Beschwerdegegnerin</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p><br/></p><p></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Sachverhalt:</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Der 1979 geborene </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">X.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> arbeitete ab dem Jahr 1999 bei der </span><span id="_Hlk148447429"></span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Y.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">AG als Betriebsmechaniker, </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">bis</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> das Arbeitsverhältnis im Jahr 2020 aus wirtschaftlichen Gründen aufgelöst w</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">urde</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> (Urk. 12/19). Am 22. Juni 2020 (Eingangsdatum) meldete sich der Versicherte unter Hinweis auf eine seit dem 14.</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Januar 2020 bestehende Arbeitsunfähigkeit aufgrund einer psychischen Erkran</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">kung bei der Eidgenössischen Invalidenversicherung zum Leistungsbezug an (Urk. 12/4). Die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, zog die Akten des Kranken</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">taggeld</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">versicherers bei (Urk. 12/7-8) und führte mit dem Versicherten ein Gespräch (Urk. 12/16). Am 29. Juli 2020 teilte die IV-Stelle dem Versicherten mit, die Abklärungen hätten ergeben, dass aufgrund seines Gesund</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">heitszustandes keine Eingliederungsmassnahmen angezeigt seien (Urk. 12/17). Nach</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">dem die IV-Stelle weitere medizinische (Urk. 12/26) und erwerbliche (Urk. 12/19) Abklärungen getätigt hatte, zog sie das von der Krankentaggeld</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">versicherung in Auftrag gegebene Gutachten von Dr. med. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Z.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">, Fach</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">arzt Psychiatrie und Psychotherapie, vom 22. Dezember 2020 bei (Urk. 12/25). Nach Aktualisierung der Akten (Urk. 12/28, 12/42-43, 12/47) stellte die IV-Stelle dem Versicherten mit Vorbescheid vom 3. Mai 202</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> die Abweisung des Leistungsbegehrens in Aussicht (Urk. 12/51). Dagegen erhob der Versicherte am 31. Mai 2022 Einwand (Urk. 12/55). Am 13. Januar 2023 verfügte die IV-Stelle im angekündigten Sinne und wies das Leistungsbegehren des Versicherten ab (Urk. 2 [= Urk. 12/66]). </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Dagegen erhob der Versicherte am 10. Februar 2023 (Datum Poststempel) Beschwerde und beantragte sinngemäss, die angefochtene Verfügung sei aufzu</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">heben und ihm seien die gesetzlichen Leistungen der Invalidenversicherung zuzu</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sprechen. In prozessualer Hinsicht ersuchte er um Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung (Urk. 1). Innert angesetzter Nachfrist (vgl. Urk. 4) reichte der Beschwerdeführer am 21. Februar 2023 (Datum Poststempel) die eigenhändig unterzeichnete Beschwerdeschrift ein (Urk. 6). Mit Eingabe vom 14. März 2023 reichte er das Formular zur Abklärung der prozessualen Bedürftigkeit (Urk. 8) samt Beilage (Urk. 9) ein. Mit Beschwerdeantwort vom 4. Mai 2023 schloss die Beschwerdegegnerin auf Abweisung der Beschwerde (Urk. 11). Mit Verfügung vom 8. Mai 2023 wurde der Beschwerdeführer aufgefordert, die Ablehnung der Kostenübernahme durch die Rechtsschutzversicherung (Ablehnungsschreiben) einzureichen (Urk. 13). Am 17. Mai 2023 zeigte Rechtsanwalt Michael </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Steudler</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> an, den Beschwerdeführer zu vertreten und beantragte, die angefochtene Ver</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">fügung sei aufzuheben und dem Beschwerdeführer seien die gesetzlichen Leistun</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gen nach IVG, insbesondere eine Invalidenrente, zuzusprechen; eventualiter sei die Sache an die Verwaltung zurückzuweisen. In prozessualer Hinsicht ersuchte er um Anordnung eines zweiten Schriftenwechsels (Urk. 15). Mit Verfügung vom 22. Mai 2023 wurde von der Anordnung eines zweiten Schriftenwechsels</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> mangels Erforderlichkeit</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> abgesehen (Urk. 16). Am 7. Juli 2023 liess sich der Beschwerde</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">führer erneut vernehmen (Urk. 20) und legte weitere Unterlagen auf (Urk. 21). Das Gesuch </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">des Beschwerdeführers </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">um unentgeltliche Prozessführung wurde am 12. Juli 2023 zurückgezogen (vgl. Urk. 22). </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Auf die Vorbringen</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> der Parteien und die eingereichten Unterlagen wird, soweit erforderlich, in den nachfolgenden Erwägungen eingegangen. </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span id="FUNKTION1"></span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Das Gericht</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> zieht in Erwägung:</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.</span><span> </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">1.1</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Am 1. Januar 2022 sind die geänderten Bestimmungen des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG), der Verordnung über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSV), des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG) sowie der Verordnung über die Invaliden</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">ver</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">sicherung (IVV) in Kraft getreten.</span></p><p><span> </span><span>In zeitlicher Hinsicht sind </span><span> vorbehältlich besonderer übergangsrechtlicher Rege</span><span>lungen </span><span> grundsätzlich diejenigen Rechtssätze massgebend, die bei Erfüllung des rechtlich zu ordnenden oder zu Rechtsfolgen führenden Tatbestandes Geltung haben (BGE 146 V 364 E. 7.1, 144 V 210 E. 4.3.1, je mit Hinweisen). Da der Zeitpunkt des Invaliditätseintritts (Art. 28 Abs. 1 und 1</span><span>bis</span><span> IVG) und jener des Rentenanspruchs nicht unbedingt identisch sind, fällt eine Invalidenrente unter das neue Recht, wenn der Anspruchsbeginn ab dem 1. Januar 2022 liegt, auch wenn die Invalidität vor diesem Zeitpunkt eingetreten ist. Neurechtliche Invali</span><span>denrenten sind somit Renten, auf die gemäss Art. 29 Abs. 1 und 2 IVG der Anspruch ab dem 1. Januar 2022 entsteht (vgl. </span><span>Rz</span><span>. 1008 des Kreisschreibens des Bundesamtes für Sozialversicherungen zu den Übergangsbestimmungen zur Einführung des linearen Rentensystems [KS ÜB WE IV], gültig ab 1. Januar 2022).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Die angefochtene Verfügung erging nach dem 1. Januar 2022. Da die Entstehung eines Rentenanspruchs vorliegend bereits vor dem 1. Januar 2022 in Betracht </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">fällt, sind die bis 31. Dezember 2021 gültig gewesenen Rechtsvorschriften anwendbar, die nachfolgend auch in dieser Fassung zitiert werden.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">1.2</span><span> </span><span id="XX001"></span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kom</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">men</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">den ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">ausschliesslich die Folgen</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">1.3</span><span> </span><span id="XX072"></span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Anspruch auf eine Rente haben gemäss Art. 28 Abs. 1 IVG Versicherte, die:</span></p><p><span>a.</span><span> </span><span>ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betäti</span><span>gen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen </span><span>wieder herstellen</span><span>, erhalten oder verbessern können;</span></p><p><span>b.</span><span> </span><span>während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindes</span><span>tens 40 % arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind; und</span></p><p><span>c.</span><span> </span><span>nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (Art. 8 ATSG) sind.</span></p><p><span> </span><span>Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine </span><span>Vier</span><span>telsrente</span><span>, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine </span><span>Dreiviertelsrente</span><span> und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (Art. 28 Abs. 2 IVG).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">1.4</span><span> </span><span id="XX006"></span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Die Annahme eines psychischen Gesundheitsschadens im Sinne von Art. 4 Abs. 1 IVG sowie Art. 3 Abs. 1 und Art. 6 ATSG setzt eine psychiatrische, lege artis auf die Vorgaben eines anerkannten Klassifikationssystems abgestützte Diagnose voraus (vgl. BGE 145 V 215 E. 5.1, 143 V 409 E. 4.5.2, 141 V 281 E. 2.1, 130 V 396 E. 5.3 und E. 6). Eine fachärztlich einwandfrei festgestellte psychische Krankheit ist jedoch nicht ohne Weiteres gleichbedeutend mit dem Vorliegen einer Invalidität. In jedem Einzelfall muss eine Beeinträchtigung der Arbeits- und Erwerbsfähigkeit unabhängig von der Diagnose und grundsätzlich unbesehen der Ätiologie ausgewiesen und in ihrem Ausmass bestimmt sein. Entscheidend ist die nach einem weitgehend objektivierten Massstab zu beurteilende Frage, ob es der versicherten Person zumutbar ist, eine Arbeitsleistung zu erbringen (BGE 145 V </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">215 E. 5.3.2, 143 V 409 E. 4.2.1, 141 V 281 E. 3.7, 139 V 547 E. 5.2, 127 V 294 E. 4c; vgl. Art. 7 Abs. 2 ATSG).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">1.5</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Gemäss BGE 143 V 418 sind grundsätzlich sämtliche psychischen Erkrankungen einem strukturierten Beweisverfahren nach BGE 141 V 281 zu unterziehen (E. 7.2; vgl. BGE 143 V 409 E. 4.5.1). </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Entscheidend ist dabei, unabhängig von der diag</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">nostischen Einordnung des Leidens, ob es gelingt, auf objektivierter Beurteilungs</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">grundlage den Beweis einer rechtlich relevanten Arbeits- und Erwerbsunfähigkeit zu erbringen, wobei die versicherte Person die materielle Beweislast zu tragen hat (BGE 143 V 409 E. 4.5.2 unter Hinweis auf BGE 141 V 281 E. 3.7.2</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">; vgl. BGE 144 V 50 E. 4.3</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">). </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">1.6</span><span> </span><span id="XX075"></span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gege</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">benenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig ist (BGE 125 V 256 E. 4). Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten Person noch zugemutet werden können (BGE 125 V 256 E. 4 mit Hinweisen; AHI 2002 S. 70 E. 4b/cc).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">1.7</span><span> </span><span id="VV102"></span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Das Gericht kann die Angelegenheit zu neuer Entscheidung an die Vorinstanz zurückweisen, besonders wenn mit dem angefochtenen Entscheid nicht auf die Sache eingetreten oder der Sachverhalt ungenügend festgestellt wurde (§ 26 Abs. 1</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> Gesetz über das Sozialversicherungsgericht </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">GSVGer</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">).</span></p><p><span> </span><span>Bei ungenügenden Abklärungen durch den Versicherungsträger holt die Beschwer</span><span>deinstanz im Regelfall ein Gerichtsgutachten ein, wenn sie einen (im Verwaltungsverfahren anderweitig erhobenen) medizinischen Sachverhalt über</span><span>haupt für gutachterlich abklärungsbedürftig hält oder wenn eine Adminis</span><span>tra</span><span>tivexpertise in einem rechtserheblichen Punkt nicht beweiskräftig ist. Die betref</span><span>fende Beweiserhebung erfolgt alsdann vor der – </span><span>anschliessend</span><span> reforma</span><span>torisch ent</span><span>scheidenden – Beschwerdeinstanz selber statt über eine Rückweisung an die Verwaltung. Eine Rückweisung an den Versicherungsträger bleibt hin</span><span>gegen möglich, wenn sie allein in der notwendigen Erhebung einer bisher vollständig ungeklärten Frage begründet ist. </span><span>Ausserdem</span><span> bleibt es dem kantonalen Gericht (unter dem Aspekt der Verfahrensgarantien) unbenommen, eine Sache zurückzu</span><span>weisen, wenn lediglich eine Klarstellung, Präzisierung oder Ergänzung von gutachterlichen Ausführungen erforderlich ist (B</span><span>GE 139 V 99 E. 1.1, 137 V 210</span><span> </span><span>E. 4.4.1.4 </span><span>m.w.H</span><span>.; Urteil des Bundesgerichts 9C_354/2020 vom 8. September 2020 E. 2.1)</span><span>.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.</span><span> </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.1</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Beschwerdegegnerin erwog im angefochtenen Entscheid, aufgrund der vorlie</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">genden Arztberichte könne nicht davon ausgegangen werden, dass eine lang</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">andauernde gesundheitliche Einschränkung </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">oder eine</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> langandauernde Arbeitsun</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">fähigkeit ausgewiesen</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> seien</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">D</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">em Bericht de</span><span id="_Hlk148447538"></span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">s </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Psychiatriezentrum</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">s</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">A.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> vom Mai 2022 könne kein psychopathologischer Befund und keine Herleitung der Diagnosen entnommen werden</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">. A</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">us </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">d</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">em Bericht </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">derselben </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">vom Juli 2022 lasse sich </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">zudem </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">keine namhafte gesundheitliche Einschränkung erken</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nen. Weitere medizinische Abklärungen seien nicht angezeigt, weshalb das Leistungs</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">begehren abzuweisen sei (Urk. 2). </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.2</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Demgegenüber brachte der Beschwerdeführer im Wesentlichen vor, dass die Beschwerdegegnerin den medizinischen Sachverhalt nicht rechtsgenüglich abge</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">klärt habe</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">,</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> und er weiterhin mit den Behandlern daran</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> sei</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">, mittels allfälliger Opti</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">mierung bei der Medikation seine gesundheitliche Situation zu verbessern (Urk. 1). </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">In seiner Stellungnahme vom 7. Juli 2023 ergänzte der Beschwerdeführer, </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">a</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">uf die RAD-Stellungnahme vom 26. Juli 2022 dürfe nicht abgestellt werden. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Im Rahmen </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">der Untersuchungspflicht</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> hätte</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> noch einmal bei</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">m</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Psychiatriezentrum </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">A.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> eine bessere Herleitung der Diagnosen erfragt werden sollen, statt mit dem Verweis auf Unklarheiten einen negativen Leistungsentscheid zu erlassen. Rechtsprechungsgemäss seien bei Vorliegen auch nur geringer Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der versicherungsinternen ärztlichen Feststel</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">lun</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gen ergänzende Abklärungen vorzunehmen. Die Beschwerdegegnerin hätte eventuell ein ärztliches Gutachten in den relevanten Fachbereichen (insbesondere im Fachbereich Psychiatrie) zur Abklärung des Gesundheitszustandes und de</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ssen</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit einholen sollen (Urk. 20). </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.1</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Im Bericht de</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">s</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Psychiatriezentrum</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">s</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">A.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> vom 18. März 2020 zu </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Handen</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> der Krankentaggeldversicherung diagnostizierten die Behandler eine rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig mittelgradige Epi</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sode (F33.1), eine Agoraphobie mit Panikstörung (F40.01), Verdacht auf psychi</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sche und Verhaltensstörung</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">en</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> durch Sedativa oder Hypnotika: Abhängigkeits</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">syndrom (F13.2), andere Kontaktanlässe mit Bezug auf den engeren Familienkreis bei Status nach der Krebserkrankung der Ehefrau sowie der Mutter und TTP Erkrankung des Vaters (Z63) </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sowie</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Probleme mit Bezug auf Schwierigkeiten bei der Lebensbewältigung (Z73). Der Beschwerdeführer </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">habe </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">bei Eintritt berichtet, seit circa neun Jahren an intermittierenden Angstsymptomen und depressiver Verstimmung zu leiden. Auslöser sei die Krebsdiagnose seiner Ehefrau gewesen. Seine Mutter sei vier bis fünf Jahre später ebenfalls an Krebs erkrankt. Seit einiger Zeit gehe es seinem Vater gesundheitlich nicht gut. Parallel dazu habe er Vollzeit gearbeitet, am 13. Januar 2020 sei ihm die Stelle nach 21 Jahren gekündigt wor</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">den. Seit dem 14. Januar 2020 sei der Beschwerdeführer zu 100 % arbeitsunfähig. Er habe über somatische Symptome wie Übelkeit, Erbrechen und Herzrasen sowie von Angstzuständen, Angespanntheit, Schlafstörungen, Antriebslosigkeit, verrin</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gerter Belastbarkeit und schneller Ermüdbarkeit geklagt. Zum aktuellen Zeitpunkt sei eine Wiederaufnahme der beruflichen Tätigkeit unwahrscheinlich. Im weiteren Verlauf, bei genügender Stabilisierung, sei die Unterstützung durch einen </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Jobcoach</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> dringend indiziert (Urk. 12/8/11-13).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.2</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Am 4. Dezember 2020 wurde der Beschwerdeführer im Auftrag der Krankentag</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">geldversicherung durch Dr. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Z.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> fachärztlich untersucht. Aus </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">seinem</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Bericht vom 22. Dezember 2020 geht hervor, dass ein psychiatrisches Gutachten nicht </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">habe erstellt werden können</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">, er habe </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">deshalb ein</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">en</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> ärztliche</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">n</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Bericht mit therapeutischen Empfehlungen erstellt (Urk. 12/25/2). Während der Exploration sei der Beschwerdeführer wach und bewusstseinsklar gewesen. Die Spontanmo</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">torik sei vermindert</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">, d</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ie Aufmerksamkeit und Konzentration sowie die mnes</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ti</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">schen Funktionen </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">seien </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">erhalten</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> gewesen. E</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ine orientierende Prüfung habe nicht durchgeführt werden können. Der Beschwerdeführer sei im formalen Denken schwer umständlich</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> gewesen</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">, was die Exploration stark behindert habe. Er sei auf die vielen körperlichen Beschwerden, vor allem auf das Erbrechen</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">,</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> eingeengt</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> gewesen</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">. Oft habe er mit seinen Antworten den Sinn einer Frage verfehlt, wobei nicht immer klar gewesen sei, ob er die Frage verstanden </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">habe</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">. Inhaltlich sei der Beschwerdeführer im Denken schwer misstrauisch. Der affektive Rapport sei nur eingeschränkt herstellbar gewesen. Er habe deutlich angespannt gewirkt und sei affektiv leicht bedrückt</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> gewesen</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">. Im Gespräch sei der Antrieb deutlich erhöht gewesen, was insbesondere den Redefluss (und die Fragen) betroffen habe. Er, der Gutachter, habe den Beschwerdeführer mehrfach freundlich unterbrechen müs</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sen, um überhaupt eine weitere Frage stellen zu können. Kurz nach der Frage, wie es aussehen würde, wenn er nächste Woche eine Tätigkeit als Betriebsmecha</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">niker bei einem anderen Arbeitgeber mit einem 100 % Pensum ausführen würde, habe der Beschwerdeführer mitgeteilt, dass es ihm übel sei und er auf die Toilette gehen müsse, um sich zu übergeben. Aufgrund des hohen Redeflusses, der starken Weitschweifigkeit, des Misstrauens und des Erbrechens während der Untersu</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">chung auf der Toilette in der Praxis </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sei</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> entschieden</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> worden</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">, nach zwei Stunden und 40 Minuten die Untersuchung abzubrechen. Eine systematische Befragung zu den Symptomen habe beim Beschwerdeführer aufgrund des Abbruchs der Untersuchung nicht durchgeführt werden können. Oft habe der Beschwerdeführer mit seinen Antworten den Kern einer Frage verfehlt. Dabei sei nicht klar gewesen, ob es sich um ein Vorbeireden, eine Auffassungsstörung oder um ein absichtli</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ches Nichteingehen auf die Frage gehandelt habe. Auch eine Beeinträchtigung durch die Nebenwirkung von Medikamenten sei möglich. Der grösste Teil der Anamnese (psychiatrische und somatische Vorgeschichte, Heredität, soziale Anamnese inkl. aktueller Tagesablauf, Familienanamnese, persönliche Anam</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nese, Ressourcen, Pläne und Zukunftsvorstellungen) </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">habe</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> nicht erhoben werden können. Es habe</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> aber</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Hinweise </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">darauf </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gegeben, dass die Validität der Beschwer</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">den eingeschränkt sei (Urk. 12/25/9 ff.). </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Dr. med. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">B.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">, Fachärztin Psychiatrie und Psychotherapie, </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">C.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">, Oberpsychologin, und </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">D.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">, Psychologin, </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">des Psychiatriezentrums A.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> führten in ihrem Bericht vom 18. Januar 2021 aus, der Beschwerdeführer habe im ersten Gespräch im Februar 2020 von einer seit über neun Jahren anhaltenden Panikstörung mit Erbrechen berichtet. Zunächst habe er weiterhin im Alltag funktionieren können. Zwischendurch habe er Phasen gehabt, in denen er sich besser gefühlt habe. Dies habe ihm ermöglicht, die schlechten Phasen zu überbrücken. Seit einigen Jahren habe er bemerkt, dass seine Regenerationsfähigkeit zunehmend verschwunden sei. In Kombination mit der massiven Arbeitslast habe sich die Symptomatik extrem verschärft. Um weiterhin für seine Familie sorgen zu können, habe er begonnen, regelmässig </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Xanax</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> einzunehmen. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Behandlerinnen</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> attestierten dem Beschwerdeführer eine seit dem 12. Februar 2020 bestehende 100%ige Arbeitsunfähigkeit. Sie </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">hielten fest</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">, dass der Beschwerdeführer in nächster Zeit wieder arbeitsfähig sein werde. Es sei von einer günstigen Prognose auszugehen. Der Beschwerdeführer sei aktuell aber noch nicht genug stabil. Die geringsten Veränderungen im Therapieverlauf oder der Versuch der Aufgleisung einer neuen Massnahme lös</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">t</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">e</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">n</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> beim Beschwerdeführer eine extreme Überforderung aus. Kon</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">taktaufnahmen durch neue Personen würden </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">bei ihm</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Paniksymptome auslösen. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Er</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> sei in allen Belangen mindestens mittelgradig eingeschränkt (Urk. 12/26). Am 25. Juni 2021 berichteten die Behandler </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">des Psychiatriezentrums A.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> von der tagesklinischen Behandlung des Beschwerdeführers vom 19. April 2021 bis 11. Juni 2021. Der Beschwerdeführer habe während acht Wochen ein modulares Therapieprogramm an drei Tagen pro Woche besucht. Er habe sehr zuverlässig am Therapieprogramm teilgenommen und sich gut ins Behandlungssetting integriert. Im Rahmen der Ergotherapie sei es ihm teilweise gelungen, administrative Angelegenheiten zu erledigen. Zudem habe er es geschafft, mit der Gruppe an den achtsamen Spa</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ziergängen teilzunehmen und die Runde im Vergleich zum Beginn zu vergrös</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sern. In Bezug auf die Nachsorge habe er eine weitere Unterstützung in Form einer </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Psychiatriespitex</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> abgelehnt. Betreffend Ergotherapie habe er sich </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">hingegen </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">offen gezeigt (Urk. 12/42). Im Verlaufsbericht vom 29. September 2021 </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ergänzten</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> die Behandler </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">des Psychiatriezentrums A.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> befundmässig, im Kontakt sei der Beschwerdeführer miss</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">trauisch und zurückhaltend. Er sei wach, bewusstseinsklar und zu allen Qualitäten ausreichend orientiert. Die Konzentration erscheine mittelgradig bis schwer redu</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ziert. Im formalen Denken sei der Beschwerdeführer deutlich verlangsamt und umständlich. Es bestehe eine deutlich verzögerte Antwortlatenz und eine starke </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Grübeltendenz</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">. Im Affekt sei er deutlich verflacht. Er habe Panikattacken mit Erbrechen und die Schwingungsfähigkeit sei herabgesetzt. Psychomotorisch sei der Beschwerdeführer verlangsamt und es bestehe eine starke Antriebsminderung. Ein affektiver Rapport sei kaum zustande gekommen. Anamnestisch sei es zu selbstverletzendem Verhalten gekommen. Es </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">bes</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tünden</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> aber kein</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">e</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Anzeichen für eine akute Selbst- oder Fremdgefährdung (Urk. 12/43/2). </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">4</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Gestützt auf diese Berichte </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">erstattete</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> RAD-Ärztin </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Dr. med. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">E.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">, Fachärztin Psychiatrie und Psychotherapie, am 30. März 2022 eine Stellungnahme und </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">hielt fest</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">, die Begutachtung sei unter anderem wegen Hinweisen auf fehlende Validität der Beschwerden abgebrochen worden. Die weiteren Arztberichte würden keine mittelgradige depressive Symptomatik erkennen lassen. Aufgrund der vorgängi</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gen Kündigung könne höchstens von einer Anpassungsstörung (F43.2) ausge</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gangen werden. Mit hoher Wahrscheinlichkeit liege eine iatrogen bedingte </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Ben</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">zodiazepinabhängigkeit</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> vor. Sollte tatsächlich eine Agoraphobie mit Panikstö</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rung vorliegen, könne diese psychotherapeutisch gut behandelt werden. Zudem könne mit circa acht Panikattacken pro Monat eine höhergradige Arbeitsunfä</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">higkeit nicht nachvollzogen werden. Die aktuelle Therapie sei absolut inadäquat. Ein Gesundheitsschaden mit langanhaltender Auswirkung auf die Arbeitsfähig</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">keit sei nicht ausgewiesen (Urk. 12/50/7-9). </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">5</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Am 31. Mai 2022 nahmen Dr. med. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">F.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">, Facharzt Psychiatrie und Psy</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">chotherapie, und Psychologin </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">D.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Stellung zum Vorbescheid der Beschwerdegegnerin vom 3. Mai 2022. Darin hielten sie fest, die Behandlungs</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">aufnahme sei aufgrund zahlreicher Belastungssituationen erfolgt. Im Verlauf der Behandlung und erst dank der Etablierung einer tragfähigen therapeutischen Beziehung habe sich herausgestellt, dass die gesundheitlichen Beschwerden nicht ausreichend durch eine rezidivierende depressive Störung erklärt werden könn</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">t</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">e</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">n</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">. Das zeitliche Kriterium für eine Anpassungsstörung sei gemäss ICD-10-Kriterien nicht mehr erfüllt. Es handle sich beim Störungsbild des Beschwerde</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">führers um ein komplexes Zusammenwirken pathogener Faktoren. Er habe seine Funktionalität wohl nur aufgrund der im Sinne einer Selbstmedikation zu verste</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">hende</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">n</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">, unkontrollierte</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">n</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Einnahme von </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Xanax</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> aufrechterhalten können. Sein Gesundheitszustand werde eine längere Behandlungszeit in Anspruch nehmen, weshalb </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">von einer lange andauernden Arbeitsunfähigkeit</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> auszugehen sei (Urk. 12/54). Am 13. Juli 2022 ergänzten die Behandler </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">des Psychiatriezentrums A.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">, es sei seit Behandlungsbeginn im Januar 2020 zu einer Chronifizierung der Depression und Panikstörung gekommen</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> und </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">die Persönlichkeitsstörung </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">habe </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">zusätzlich patho</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gen gewirkt. Trotz tragfähiger therapeutischer Beziehung und Compliance des Beschwerdeführers seien die interaktionellen Auffälligkeiten dermassen stark ausgeprägt, dass eine Bearbeitung der relevanten Themen wenig zielführen</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">d</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> sei (Urk. 12/59/5).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">6</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">RAD-Ärztin Dr. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">E.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> nahm am 26. Juli 2022 erneut Stellung und erläuterte, im Bericht vom </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3. Ju</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">l</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">i 2022 seien keine Beschwerden, kein psychopathologischer Befund und keine Herleitung der Diagnosen aufgeführt</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> worden</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">. Die Behand</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">lungsaufnahme durch den Beschwerdeführer sei aufgrund zahlreicher Belas</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tungssituationen erfolgt. Die Behandler würden falsch liegen, wenn sie das zeit</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">liche Kriterium für eine Anpassungsstörung als nicht erfüllt sehen würden. Gemäss Kriterium C (ICD-10) sei das Zeitkriterium von maximal sechs Monaten ab dem Zeitpunkt zu berücksichtigen, ab dem die Belastungen nicht mehr vorlie</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gen würden. Da verschiedene Belastungsfaktoren vorliegen würden, könne wei</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">terhin von einer Anpassungsstörung ausgegangen werden. Der psychopathologi</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sche Befund mit reduzierter Konzentration, verflachtem, hilflosem Affekt, Antriebsminderung sowie Ein- und Durchschlafstörungen lasse keine schwere depressive Symptomatik erkennen. Die Konzentrationsstörung könne zudem nicht sehr schwerwiegend sein, wenn der Beschwerdeführer noch Autofahren könne. Schon die </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Xanax</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">-Einnahme hätte gegen eine Fahrtauglichkeit gespro</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">chen. Ob eine adäquate Behandlung der Agoraphobie mit Panikstörung durchge</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">führt werde, sei unklar. Es sei weiterhin kein Gesundheitsschaden mit langanhal</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tender Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit ausgewiesen (Urk. 12/64/3 f.). </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">4.</span><span> </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">4.1</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Gestützt auf die Akten ist ausgewiesen, dass die Kündigung der langjährigen Arbeitsstelle am 13. Januar 2020 dazu führte, dass sich der Beschwerdeführer am Tag danach in psychiatrische Behandlung begab und seither arbeitsunfähig geschrieben wurde (Urk. 12/8/11). Insoweit scheinen psychosoziale und damit invaliditätsfremde Faktoren die psychische Behandlungsbedürftigkeit zumindest mitverursacht zu haben, wenn davon ausgegangen wird, der Beschwerdeführer habe bereits vor der Kündigung während Jahren an anhaltenden Panikstörungen mit Erbrechen gelitten (vgl. E. 3.3). Zur Annahme einer Invalidität aus psychi</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">schen Gründen bedarf es in jedem Fall eines medizinischen Substrats, das (fach-)ärztlicherseits schlüssig festgestellt wird und nachgewiesenermassen die Arbeits</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">fähigkeit beeinträchtigt. Bestimmen psychosoziale oder soziokulturelle Faktoren das Krankheitsgeschehen mit, dürfen die Beeinträchtigungen nicht einzig von den belastenden invaliditätsfremden Faktoren herrühren, sondern das Beschwerdebild hat davon psychiatrisch zu unterscheidende Befunde zu umfassen,</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">zum Beispiel eine von depressiven Verstimmungszuständen klar unterscheidbare andauernde Depression im fachmedizinischen Sinne oder einen damit vergleichbaren psychi</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">schen Leidenszustand. Solche von der soziokulturellen oder psychosozialen Belastungs</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">situation zu unterscheidende und in diesem Sinne verselbständigte psychische Störungen mit Auswirkungen auf die Arbeits- und Erwerbsfähigkeit sind unabdingbar, damit überhaupt von Invalidität gesprochen werden kann.</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Je stärker psychosoziale oder soziokulturelle Faktoren im Einzelfall in den Vorder</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">grund treten und das Beschwerdebild mitbestimmen, desto ausgeprägter muss eine fachärztlich festgestellte psychische Störung mit Krankheitswert vorhanden sein (vgl. BGE 141 V 281 E. 4.3.3; 127 V 294 E. 5a; Urteil des Bundesgerichts 9C_543/2018 vom 21. November 2018 E. 2.2). </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Wie es sich damit vorliegend verhält, kann bei der aktuellen medizinischen Aktenlage nicht abschliessend beurteilt werden. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Gestützt auf die aktenkundigen medizinischen Berichte ist das Vorliegen eines psychiatrischen Leidens mit Krankheitswert nicht auszuschliessen. So berichtete der von der Krankentaggeld</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">versicherung beauftragte Facharzt Dr. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Z.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">, der affektive Rapport sei nur eingeschränkt herstellbar gewesen, der Beschwerdeführer habe angespannt und affektiv leicht bedrückt gewirkt. Es sei aber nicht klar, ob es sich um ein Vorbei</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">reden, eine Auffassungsstörung oder um ein absichtliches Nichteingehen auf die Fragen gehandelt habe. Des Weiteren geht aus den Akten auch wiederholt hervor, dass der Beschwerdeführer unter einem Abhängigkeitssyndrom leide</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">t</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">. Ob die Beeinträchtigung durch Nebenwirkungen des Medikamentes hervorgerufen worden war, konnte Dr. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Z.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> nicht ausschliessen (E. 3.2). Die Behandler diag</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">nostizierten sodann auch eine Agoraphobie mit Panikstörung, </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">eine </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">rezidivierende depressive </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Störung</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> sowie eine narzisstische Persönlichkeitsstörung (vgl. Urk. 12/59/2). Nach Lage der Akten befindet sich der Beschwerdeführer weiterhin in psychiatrischer Behandlung (Urk. 21). </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">4.2</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Die Beschwerdegegnerin verneinte in der angefochtenen Verfügung demgegen</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">über eine erhebliche gesundheitliche Einschränkung, die sich längerfristig auf die Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers auswirke. Zur Begründung führte sie –</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">gestützt auf die Stellungnahme</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">n</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> der RAD-Ärztin Dr. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">E.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> vom 30. März und 26. Juli 2022 – aus, es sei keine langandauernde gesundheitliche Einschränkung ausgewiesen, aus dem Bericht des Psychiatriezentrums </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">A.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> könne kein psychopathologischer Befund und keine Herleitung der Diagnosen entnom</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">men werden (Urk. 2).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">4.3</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Vorab ist darauf hinzuweisen, dass die grundsätzliche Behandelbarkeit einer Gesundheitsbeeinträchtigung einen Leistungsanspruch in der Invalidenversiche</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">rung nicht per se ausschliesst (BGE 143 V 409 E. 4.4, BGE 127 V 294 E. 4b). Namentlich steht die Therapierbarkeit – wie von RAD-Ärztin </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">E.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> vorgebracht (E. 3.3) – und/oder prognostizierte Besserungsfähigkeit eines Gesundheitsscha</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">dens der Ausrichtung einer Invalidenrente nicht im Weg, wenn im Zeitpunkt der Prüfung des Leistungsanspruchs die </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">gesetzlichen </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Voraussetzungen erfüllt sind (Art. 28 Abs. 1 </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">lit</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">. b und c IVG). </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Zwar trifft es zu, dass eine fachärztlich festge</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">stellte psychische Krankheit nicht ohne weiteres gleichbedeutend mit dem Vor</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">liegen einer Invalidität ist, sondern in jedem Einzelfall eine Beeinträchtigung der Erwerbsfähigkeit unabhängig von der Diagnose ausgewiesen sein muss (E. 1.4). </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Grundsätzlich ist die beim Beschwerdeführer von den Behandlern d</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">es</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> P</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">sychiatriezentrums A.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> diag</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">nostizierte rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig mittelgradige Episode (F33.1) (E. 3.1) geeignet, eine länger dauernde, invalidisierende Arbeitsunfähig</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">keit herbeizuführen. Doch erschliesst sich nicht, woher die Ärzte das Rezidiv neh</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">men, würde ein solches doch voraussetzen, dass sich beim Beschwerdeführer bereits in der Vergangenheit depressive Episoden zugetragen haben (</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">vgl.</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Dilling</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">/</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Mombour</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">/</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Schmidt</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">, </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Internationale</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> Klassifikation psychischer Stö</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">run</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">gen, ICD-10, Kapitel V [F], </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Klinisch-diagnostische Leitlinien, 10. Aufl. 2015, S. 177), was </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">jedoch</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> nicht aktenkundig ist</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> und auch in den Berichten </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">des Psychiatriezentrums A.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> nicht erwähnt wird</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">. Die beim Beschwerdeführer ebenfalls diagnostizierte Anpassungs</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">störung (ICD-10 F43.2) ist per </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">definitionem ein zeitlich begrenztes Phänomen, </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">werden nach den Klassifikationskriterien </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">damit doch Störungen erfasst, deren Symptome </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">meist nicht länger als sechs Monate anhalten</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">(</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Dilling</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">/</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Mombour</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">/</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Schmidt</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">, a.a.O., S. 209), w</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">eshalb</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">die Anpassungsstörung</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> als langdauernde und damit potentiell invalidisierende Krankheit </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">grundsätzlich </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">aus</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">ser Betracht fällt (statt vieler: Urte</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">il 9C_436/2022 vom 26. Januar 2023 E. 3.2.1 mit Hinweisen). A</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">nders verhält es sich bei den Anpassungsstörungen mit längerer depressiver Reaktion (F43.21; vgl. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Dilling</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">/</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Mombour</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">/</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Schmidt</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">,</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> a.a.O., S. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">209 f.).</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Von einer solchen geht die RAD-Ärztin aus, auch wenn unter dem Aspekt, dass das Zeitkriterium von maximal sechs Monaten ab dem Zeitpunkt zu berücksich</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">tigen sei, ab dem die Belastung nicht mehr vorläge (E. 3.6). Womit sich die län</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">gerdauernde Anpassungsstörung invalidisierend auswirken könnte (vgl. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Urte</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">il 9C_436/2022 vom 26. Januar 2023 E. 3.2.1). </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Der Beschwerdeführer befindet sich seit Januar 2020 in psychiatrisch-psycho</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">lo</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">gischer Behandlung und es wird i</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">h</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">m weiterhin eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit attestiert. Die Behandler erhoben im Verlauf der Behandlung denn auch einen psychopathologischen Befund, weshalb eine relevante gesundheitliche Beein</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">trächtigung nicht zum Vornherein ausgeschlossen werden kann. Die Begutach</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">tung durch Dr. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Z.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> musste </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">zwar </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">abgebrochen werden, einen relevanten Gesundheitsschaden</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">, insbesondere in Bezug auf das Abhängigkeitssyndrom und dessen Auswirkungen,</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> konnte er aber nicht ausschliessen (E. 3). Dr. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">E.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">hielt einzig fest,</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> die Therapie sei bisher inadäquat verlaufen, </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">eine nachvollziehbare und schlüssige Begründung</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> dafür</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> liegt hingegen nicht vor</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">. Das Bundesgericht liess mit BGE 145 V 215 die bisherige Rechtsprechung</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> fallen</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">, wonach primäre Abhängigkeitssyndrome beziehungsweise Substanzkonsumstörungen zum vorn</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">herein keine</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">n</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> invalidenversicherungsrechtlich relevanten Gesundheitsschaden darstellen können, und ihre funktionellen Auswirkungen deshalb keiner näheren Abklärung bedürfen. Fortan ist – gleich wie bei allen anderen psychischen Erkrankungen – nach dem strukturierten Beweisverfahren zu ermitteln, ob und </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">gegebenfalls</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> inwieweit sich ein fachärztlich diagnostiziertes Abhängigkeitssyn</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">drom im Einzelfall auf die Arbeitsfähigkeit der versicherten Person auswirkt. Eine </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Indikatoren</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">prüfung</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> wurde bislang nicht vorgenommen. Gestützt auf die Berichte der behandelnden Fachpersonen ist es nicht möglich, die funktionellen Auswir</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">kungen der medizinisch festgestellten gesundheitlichen Anspruchsgrundlagen anhand der Standardindikatoren schlüssig und widerspruchsfrei mit (zumindest) überwiegender Wahrscheinlichkeit nachzuweisen </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">(vgl. E. 1.5, BGE 148 V 49 E. 6.2.2 mit Hinweis, BGE 141 V 281 E. 6; BGE 144 V 50 E. 4.3). </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Damit ist ein invaliden</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">versicherungsrechtlich relevanter psychischer Gesundheitsschaden gestützt auf die derzeitige Aktenlage weder aus</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">zuschliessen, noch lassen sich die Anspruchsvoraussetzungen für Leistungen der Invalidenversicherung als er</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">füllt beurteilen. </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">4.4</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Zusammengefasst kann die Leistungsfähigkeit des Beschwerdeführers mangels verlässlicher Angaben zu seinem Gesundheitszustand aus psychiatrischer Sicht nicht abschliessend beurteilt werden, weshalb hierzu weitere Abklärungen zu tätigen sind. Die angefochtene Verfügung vom 13. Januar 2023 ist demnach auf</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">zuheben und die Sache zur Durchführung weiterer Abklärungen und zu neuem Entscheid über den Leistungsanspruch des Beschwerdeführers an die Beschwer</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">degegnerin zurückzuweisen. </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p><span id="_Hlk129701652"></span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">5.</span><span> </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">5.1</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Das Beschwerdeverfahren bei Streitigkeiten über IV-Leistungen vor dem kanto</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">nalen Versicherungsgericht ist kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem Ver</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">fahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 1'000.-- festgelegt (Art. 69 Abs. 1</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">bis</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> IVG). Im vorliegenden Verfahren sind sie ermessensweise auf Fr. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">600.-- anzusetzen. Nach ständiger Rechtsprechung gilt die Rückweisung der Sache an die Verwaltung zur weiteren Abklärung und neuen Verfügung als vollständiges Obsiegen (BGE 137 V 210 E. 7.1, 137 V 57 E. 2.2), weshalb die Gerichtskosten der unterliegenden Beschwerdegegnerin aufzuerlegen sind.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">5.2</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Anspruch auf eine Parteientschädigung besteht – neben einer anwaltlichen –</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">ebenso bei einer (besonders) qualifizierten Vertretung. Nicht von Belang ist, ob das Vertretungsverhältnis unentgeltlich erfolgt. So können auch versicherte Per</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">sonen, die durch Gewerkschaften, Verbände, Rechtsschutzversicherungen oder einen Arzt vertreten werden, Anspruch auf eine Parteientschädigung erheben (Urteile des Bundesgerichts 9C_479/2019 vom 17. September 2019 E. 3.1 und 9C_30/2014 vom 6. Mai 2014 E. 3.2; vgl. für die Aufzählung diverser Organisa</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">tionen mit Entschädigungsanspruch BGE 126 V 11 E. 2).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Vorliegend ist zu berücksichtigen, dass der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 10. Februar 2023 </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">selbständig</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> Beschwerde erhoben hat (Urk. 1). </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Mit Verfügung vom 8. Mai 2023 wurde dem Beschwerdeführer die Beschwerdeantwort der Beschwerdegegnerin zugestellt (Urk. 13). Erst mit Eingabe vom 17. Mai 2023 zeigte </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Rechtsanwalt Michael </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Steudler</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> seine Mandatierung </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">an</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> (vgl. Urk. 15 und Urk. 16)</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">. M</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">it Verfügung vom 22. Mai 2023 </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">wurde </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">festgehalten, dass das Gericht einen weiteren Schriftenwechsel nicht als erforderlich erachte</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> (Urk. 17). Den </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Par</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">teien </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">bleibt es zwar</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> unbenommen, sich nochmals zur Sache zu äussern</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">, der</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> wei</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">tere Aufwand </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">ist</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> jedoch </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">nach Zustellung der Beschwerdeantwort der Beschwer</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">degegnerin </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">als </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">nicht notwendig </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">zu erachten, zumal mit einer Replik keine Beschwerdegründe nachgeschoben werden dürfen</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Vorliegend ist d</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">ie </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Stellung</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">nahme vom 7. Juli 2023</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> daher</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> nicht entschädigungspflichtig</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">. </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Standard berschrift3"><span class="Standard berschrift3">Das Gericht erkennt:</span><span id="BeginnMateriell"></span></p><p class="Standard Dispotext DispoHngend"><span class="Standard Dispotext DispoHngend">1.</span><span> </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">Die Beschwerde wird in dem Sinne gutgeheissen, dass die Verfügung der Sozialversi</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">cherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, vom 13. Januar 2023 aufgehoben und die Sache an die Beschwerdegegnerin zurückgewiesen wird, damit diese, </span><span id="_Hlk129701840"></span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">nach erfolgter Abklärung im Sinne der Erwägungen</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">, neu verfüge.</span></p><p class="Standard Dispotext DispoHngend"><span class="Standard Dispotext DispoHngend">2.</span><span> </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">Die Gerichtskosten von Fr. </span><span id="Text1"></span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">600</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">.-- werden </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">der Beschwerdegegnerin</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend"> auferlegt.</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend"> </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">Rechnung und Einzahlungsschein werden </span><span id="Text2"></span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">der</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend"> Kostenpflichtigen nach Eintritt der Rechtskraft zugestellt.</span></p><p class="Standard Dispotext DispoHngend"><span class="Standard Dispotext DispoHngend">3.</span><span> </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">Eine Prozessentschädigung wird nicht zugesprochen. </span></p><p class="Standard Dispotext DispoHngend"><span class="Standard Dispotext DispoHngend">4</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">.</span><span> </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">Zustellung gegen Empfangsschein an:</span></p><p class="Standard Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">CAP Rechtsschutz-Versicherungsgesellschaft AG</span></p><p class="Standard Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle</span><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">, unter Beilage </span><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">je einer Kopie</span><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung"> von Urk. 20 und Urk. 21</span></p><p class="Standard Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">Bundesamt für Sozialversicherungen</span></p><p class="Standard Dispotext DispoEinzug"><span class="Standard Dispotext DispoEinzug">sowie an:</span></p><p class="Standard Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">Gerichtskasse (im Dispositiv nach Eintritt der Rechtskraft)</span></p><p class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">5</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">.</span><span> </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Gegen diesen Entscheid kann innert </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">30 Tagen</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"> seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundesge</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">setzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebenten Tag vor Ostern bis und mit dem siebenten Tag nach Ostern, vom 15. Juli bis und mit dem 15. August sowie vom 18. Dezember bis und mit dem 2. Januar (Art. 46 BGG).</span></p><p class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span> </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">stellen.</span></p><p class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span> </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismit</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">tel und die Unterschrift </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">der </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">beschwerdeführenden</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"> Partei oder ihrer Rechtsvertretung</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"> zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkun</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">den sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat (Art. 42 BGG).</span></p><p class="Standard Dispotext DispoHngend"><br/></p><p class="Standard berschrift3"><span class="Standard berschrift3">Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich</span></p><p><br/></p><p>Der VorsitzendeDie Gerichtsschreiberin</p><p><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p>VogelSherif</p><p><br/></p><div><div><p><br/></p></div></div><p></p></div> </div></body></html>