<h2>SubmittedText<h2><p>An der Fragestunde vom 7. Dezember 2020 führte Bundesrat Berset aus, für 2020 über keine Zahlen zu Suiziden und Fällen häuslicher Gewalt zu verfügen.</p><p>- Wann werden diese Zahlen veröffentlicht?</p><p>- Fällt der Bundesrat seine Entscheide über einschränkende Corona-Massnahmen unabhängig von den negativen Auswirkungen der Massnahmen auf die Psyche der Bürger?</p><p>- Als wie stark erachtet er den Einfluss der Corona-Massnahmen auf die Psyche der Bürger?</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>1. Zahlen zu häuslicher Gewalt liefert die Kriminalstatistik des Bundesamts für Statistik. Jeweils im März werden die Informationen des Vorjahres veröffentlicht. Für März 2021 ist eine Sonderanalyse geplant, mit der die Entwicklung der Straftaten im Bereich der häuslichen Gewalt während der "ausserordentlichen Lage" von März bis April 2020 aufgezeigt werden soll. Die Suizidzahlen des Jahres 2020 werden im Dezember 2022 veröffentlicht.</p><p>2. Das Thema psychische Gesundheit fliesst ins Krisenmanagement ein. Bereits zu Beginn der Corona-Pandemie hat das Bundesamt für Gesundheit Subventionsverträge für Hilfs- und Beratungsangebote abgeschlossen. Damit soll sichergestellt werden, dass den Menschen in der Pandemie eine Anlaufstelle zur Verfügung steht, um über ihre Sorgen und Ängste zu sprechen. Zudem initiierte das Bundesamt für Gesundheit am 10. Dezember 2020 gemeinsam mit verschiedenen Partnern einen Aktionstag zur psychischen Gesundheit, um die breite Bevölkerung für die Thematik zu sensibilisieren und auf Hilfsangebote aufmerksam zu machen.</p><p>3. Eine Studie im Auftrag des Bundesamtes für Gesundheit zum Einfluss der Covid-19-Pandemie auf die psychische Gesundheit zeigte kein einheitliches Bild. Die Mehrheit der Bevölkerung in der Schweiz scheint die Krise bisher gut zu bewältigen. Gewisse Personengruppen sind aber stärker gefährdet. Vereinbarkeitsprobleme, Jobunsicherheit, finanzielle Probleme und Zukunftsängste können das psychische Wohlbefinden beeinträchtigen. </p>