<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="cell small-12 contentContainer printArea"> <div><table><tr><td><p class="Normal Heading1"><span id="_GoBack"></span><span class="Normal Heading1">Sozialversicherungsgericht</span></p><p class="Normal Heading1"><span class="Normal Heading1">des Kantons Zürich</span></p></td><td><p class="Normal Heading1"></p></td></tr></table><p><span>IV.2016.00659</span></p><p><span> </span></p><p><span> </span></p><p><br/></p><p>I. Kammer</p><p>Sozialversicherungsrichterin Grünig, Vorsitzende<br/>Sozialversicherungsrichter Spitz<br/>Sozialversicherungsrichterin Maurer Reiter<br/>Gerichtsschreiber Steudler</p><p class="Normal Heading2"><span class="Normal Heading2">Urteil vom 26. September 2017</span></p><p class="Normal StandardEinzug"><span class="Normal StandardEinzug">in Sachen</span></p><p class="Normal StandardFett RubrumFett"><span class="Normal StandardFett RubrumFett">X.___</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Beschwerdeführerin</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">gegen</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardFett RubrumFett"><span class="Normal StandardFett RubrumFett">Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Beschwerdegegnerin</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Sachverhalt:</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die 1955 geborene X.___ ist verheiratet und Mutter von zwei erwach</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">senen Kindern, geboren 1980 und 1981 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">(Urk. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">6</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">/</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">4</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">/1-2). </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Sie hat keine Ausbildung abgeschlossen (Urk. 6/4/4) und arbeitete in verschiedenem Umfang an diversen Stellen (Urk. 6/3/6-9). Zuletzt war sie vom 1. April 2001 bis 30. November 2004 als Call-Center Agent in einem 100%-Pensum tätig (Urk. 6/4/4). Danach bezog sie vom 1. Dezember 2004 bis am 1. April 2006 Arbeitslosenentschädigung (Urk. 6/3/8; Urk. 6/4/3). In der Folge war sie als Hausfrau tätig (Urk. 6/4/4; Urk. 6/6/1). Am 3. April 2006 musste sie wegen eines geplatzten Blinddarm</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">abszesses operiert werden (Urk. 6/3/1-2). Seither leidet sie an Durchfall (Diar</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rhö; vgl. Urk. 6/3/3).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Im Wesentlichen unter Hinweis auf den seit April 2006 bestehenden akuten Durchfall und eine Müdigkeit (Urk. 6/4/5) meldete sich X.___ am 12. Juni 2015 bei der Invalidenversicherung zum Leistungsbezug an (Urk. 6/6/1; Urk. 6/15; Urk. 6/41/1). Die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, nahm erwerbliche und medizinische Abklärungen vor. Sie holte dazu IK-Auszüge von X.___ und deren Ehemann ein (Urk. 6/10; Urk. 6/13) und zog diverse Arztberichte bei (Urk. 6/3/1-3; Urk. 6/9; Urk. 6/25; Urk. 6/26; Urk. 6/32; Urk. 6/34). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Gestützt auf ihre Abklärungen stellte die IV-Stelle X.___ mit Vorbe</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">scheid vom 12. April 2016 (Urk. 6/36) die Verneinung des Anspruchs auf eine Invalidenrente in Aussicht. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Dagegen erhob </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">X.___</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> am 5. Mai 2016 Einwand (Urk. 6/41)</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">,</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> und </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">zwar fast gleichzeitig wie ihr Hausarzt Dr. med. Y.___, Arzt für Allgemeinmedizin, der bereits am 20. April 2016 für sie Einwand erhoben hatte</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> (Urk. 6/40</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">/1</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">).</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Unter Stellungnahme auf die Einwände verneinte die IV-Stelle den Anspruch auf eine Invalidenrente wie angekündigt mit Verfügung vom 13. Mai 2016 (Urk. 2 = Urk. 6/43).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Hiergegen erhob X.___ am 9. Juni 2016 Beschwerde (Urk. 1 = </span><br/><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Urk. 6/44/3) und beantragte sinngemäss die Aufhebung der Verfügung und die Zusprechung einer Invalidenrente. Zudem reichte sie einen bereits vorin</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">stanzlich aktenkundigen Arztbericht des Z.___ vom 18. Mai 2006 (Urk. 3/3/1; Urk. 6/3/1-2) und den bereits im Vorbescheidverfah</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ren eingebrachten Hausarztbericht von Dr. Y.___ vom 20. April 2016 ein (Urk. 3/3/2; Urk. 6/40/1). Mit Beschwerdeantwort vom 25. Juli 2016 (Urk. 5) beantragte die IV-Stelle die Abweisung der Beschwerde, was der Beschwerde</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">führerin am 26. Juli 2016 (Urk. 7) zur Kenntnis gebracht wurde. Die weitere Eingabe der Beschwerdeführerin vom 3. August 2016 (Urk. 8) und die Notiz über das daraufhin erfolgte Telefonat vom 5. August 2016 (Urk.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> 9) </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">wurden der IV-Stelle zur Kenntnis gebracht (Urk. 10).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Auf die Vorbringen der Parteien und die eingereichten Unterlagen wird, soweit erforderlich, in den nachfolgenden Erwägungen eingegangen.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Das Gericht zieht in Erwägung:</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.</span><span> </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts; ATSG</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">). </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Sie kann Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung; IVG</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">). </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">trächtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verur</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">den ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesund</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">heitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Anspruch auf eine Rente haben gemäss </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">28 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Abs. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1 IVG Versicherte, die:</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">a.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betäti</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können;</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">b.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindes</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tens 40 % arbeitsunfähig (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">6 ATSG) gewesen sind; und</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">c.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">8 ATSG) sind.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine Vier</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">telsrente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine Dreiviertels</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">rente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">28 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Abs. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">2 IVG).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Bei erwerbstätigen Versicherten ist der Invaliditätsgrad gemäss Art. 16 ATSG in Verbindung mit Art. 28a Abs. 1 IVG aufgrund eines Einkommensvergleichs zu bestimmen. Dazu wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei aus</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">geglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sog. Invalideneinkom</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">men), in Bezie</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">hung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nic</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ht in</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">valid geworden wäre (sog. Valideneinkommen).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Bei nichterwerbstätigen Versicherten, die im Aufgabenbereich tätig sind und denen eine Erwerbstätigkeit nicht zugemutet werden kann, wird für die Bemes</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sung der Invalidität in Abweichung von </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">16 ATSG darauf abgestellt, in welchem Masse sie unfähig sind, sich im Aufgabenbereich zu betätigen. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">(Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">28a </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Abs. 2 IVG).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.</span><span> </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Beschwerdegegnerin stellte sich in der angefochtenen Verfügung auf den Standpunkt, dass die vorhandenen gesundheitlichen Einschränkungen keine erhebliche und langandauernde Arbeitsunfähigkeit begründen würden. Eine Invalidität im Sinne des Gesetzes liege daher nicht vor (Urk. 2 S. 1-2).</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Mit Beschwerdeantwort vom 25. Juli 2016 (Urk. 5) präzisierte sie, dass die Beschwerdeführerin gemäss Stellungnahme des Regionalen Ärztlichen Dienstes (RAD) vom 18. März 2016 bei jeder Art von Tätigkeit durch eine erhöhte Stuhl</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">frequenz beziehungsweise einen Pausenbedarf für Toilettengänge quantitativ zu 20 % eingeschränkt sei (vgl. Urk. 6/34/4-5). Die Beschwerdeführerin mache zwar geltend, wegen Müdigkeit und Diarrhö seit 2006 nicht mehr arbeiten zu können. Eine durchschnittliche, fachmedizinisch anhand objektiver Befunde begründete Arbeitsunfähigkeit von 40 % während eines Jahres liege aber gemäss umfassend abgeklärtem Sachverhalt nicht vor. Somit sei kein Anspruch auf eine Rentenleistung der Invalidenversicherung gegeben.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">2.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die Beschwerdeführerin bringt demgegenüber in ihrer Beschwerdeschrift vor, sie würde gerne wieder einer Arbeit nachgehen (Urk. 1). Weiter beschrieb sie, wie sie sich fühlt. Die Beschwerden würden schon seit 10 Jahren andauern, und sie müsse gemäss den Gastroenterologen weiterhin damit leben. Sie habe fast täg</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">lich Kopf- und Bauchschmerzen. Sie habe versucht eine Anstellung zu finden, aber niemand sei bereit zu akzeptieren, dass sie nur arbeite, wenn es ihr mög</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">lich sei (Urk. 8).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3.</span><span> </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Im Zeitpunkt des Erlasses der zu beurteilenden Verfügung vom 13. Mai 2016 präsentierte sich der medizinische Sachverhalt im Wesentlichen wie folgt:</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Am 3. April 2006 war die Beschwerdeführerin nach 10 Tagen zunehmender Bauchschmerzen mit Durchfall (Diarrhö) durch den Hausarzt Dr. Y.___ der Chirurgischen Klinik und Poliklinik des Z.___ zuge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">wiesen worden. Am 4. April 2006 wurde eine Drainage eines Appendixabszesses (ICD-9-Clinical Modification[CM] 47.2) durchgeführt. Postoperativ verschlech</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">terte sich ihr Zustand und bei Verdacht einer Herzinsuffizienz wurde sie am 14. April 2006 auf die Intensivstation verlegt, wo sie intubiert und künstlich beatmet werden musste. Die radiologische Kontrolle des Zentralen Venenkathe</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ters und des Tubus hätten nun das Vollbild eines Acute Respiratory Distress Syndrom (ARDS) beziehungsweise eines akuten Lungenschädigungs-Syndroms gezeigt. Mitte Mai 2006 habe die Beschwerdeführerin in deutlich gebessertem Allgemeinzustand nach Hause entlassen werden können (Bericht vom 18. Mai 2006; Urk. 6/3/1-2). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Vom 25. Juli 2008 liegt ein gastroenterologischer Bericht der Klinik für Gastro</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">enterologie und Hepatologie des A.___ vor (Urk. 6/3/3). Vom 28. Juli 2008 datiert ein Bericht der Dermatologischen Klinik des A.___ (Urk. 6/9/10-11). Insgesamt stellten die Ärzte des Universitäts</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">spitals folgende Diagnosen:</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Chronische rezidivierende Diarrhö seit April 2006 bei</span><br/><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">-</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Laktoseintoleranz</span><br/><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">-</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ohne Besserung auf laktosefreie Diät und Lacdigest</span><br/><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">-</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Status nach schwerer Sepsis mit ARDS bei perityphlitischem Abszess im </span><br/><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">April 2006</span><br/><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">-</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Status nach Ileozökalresektion und Ileoaszendostomie am 13. April </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">2006</span><br/><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">-</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">keine Hinweise auf Nahrungsmittelallergie, Sprue, Gastrointestinale </span><br/><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Mastozytose, hereditäres Angioödem</span><br/><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">2.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Verdacht auf Rosacea Grad II</span><br/><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Amelanotisches malignes Melanoms vom Typ Superfiziell-Spreitendes-</span><br/><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Melanom (SSM) am Oberschenkel dorsal rechts</span><br/><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">-</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Breslow 0.79 mm, Clark III-IV, ohne Ulceration, TNM; pT1a</span><br/><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">-</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Exzision am 21. Dezember 2006</span><br/><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">-</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">In regelmässiger dermatologischer Nachkontrolle bei Dr. O.___, Facharzt für Dermatologie</span><br/><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Rhinokonjunktivitis allergica saisonalis</span><br/><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">-</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">bei Typ I Sensibilisierung auf Birken- und Eschenpollen</span><br/><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">5.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Milde Hunde- &amp; Katzenhaar-Allergie (nur diskrete Konjunktivitis)</span><br/><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">-</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">bei Typ I Sensibilisierung auf Hundehaar &amp; Katzenhaar. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die Ärzte führten aus, dass die Beschwerdeführerin seit April 2006 an chro</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">nischer Diarrhö leide. Sie habe bis Ende 2007 10 Mal pro Tag Stuhlgang gehabt. Seit der Behandlung mit dem Medikament Flagyl habe sie durchschnittlich nur 2 Mal pro Tag stuhlen müssen, jedoch seien zwischendurch schlechtere Phasen mit 6 bis 7 Mal Stuhlgang pro Tag</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">vorgekommen. Es sei allgemein besser geworden seit der Einnahme von Flagyl. Wenn die Beschwerdeführerin nicht stuhlen könne, habe sie starke krampfartige Abdominalschmerzen mit Übelkeit. Bei der Allergieabklärung (vgl. Urk. 6/9/10-11) sei – nebst Allergien gegen Hunde- und Katzenhaare sowie Birke und Esche </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> keine spezielle Allergie gegen Nahrungsmittel festgestellt worden. Jedoch sei eine Laktoseintoleranz nachge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">wiesen worden.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Im Bericht vom 27. April 2009 (Urk. 6/9/7-9) nannten die Ärzte der Klinik für Gastroenterologie und Hepatologie des A.___ als Diagnosen eine persistierende Diarrhö mit/bei bakterieller Überwucherung, sekundärer Laktoseintoleranz (Laktoseatemtest vom 18. April 2008 positiv, Laktosegentest negativ) und der Differentialdiagnose Colon irritabile (Reizdarm). Unter Flagyl habe sich der Stuhlgang zunächst vorübergehend normalisiert. Leider sei die Stuhlfrequenz im Verlauf erneut angestiegen. Aktuell habe die Beschwerdefüh</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">rerin unabhängig von der Nahrungsaufnahme zwischen 2 bis 7 Stuhlgänge pro Tag. Manchmal verspüre sie ausgeprägten Stuhlgang mit gelegentlicher Dran</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ginkontinenz. Bei dann nicht möglichem Stuhlgang würden krampfartige Abdominalschmerzen und Übelkeit auftreten. Nachts sei sie hingegen insgesamt beschwerdefrei.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Weitere Abklärungen hätten keine Hinweise für eine infektiöse (Stuhlparasitolo</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gie, Stuhlbakteriologie inkl. Clostridium difficile) oder entzündliche Genese (Calprotection und Pankreasamylase im Stuhl normal) ergeben. Aufgrund der Vorgeschichte sei ein Laktuloseatemtest veranlasst worden, der den Verdacht auf eine bakterielle Überwucherung bestätigt habe. Die im Atemtest vom April 2008 diagnostizierte Laktoseintoleranz sei bei genetisch fehlendem Nachweis als sekundär bedingt zu interpretieren, im Rahmen der bakteriellen Überwucherung (Urk. 6/9/8).</span></p><p></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3.4</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Im durch die Beschwerdegegnerin eingeholten Hausarztbericht vom 16. Juni 2015 (Urk. 6/9/6) bestätigte Dr. Y.___ die Diagnosen des A.___ (Urk. 6/9/10). Er erklärte, die Beschwerdeführerin klage über eine persis</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tierende reduzierte Leistungsfähigkeit mit rascher körperlicher und psychischer Erschöpfung. Sie müsse jeden Tag eine zwei- bis dreistündige Mittagspause ein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">halten. Zudem bestehe eine chronische Diarrhö mit teilweise imperativem Stuhldrang. Wenn sich die Beschwerdeführerin unter Druck fühle (Arbeitssitua</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tion), komme es zu vegetativen Erregungszuständen mit starken Bauchschmer</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">zen und teilweise subfebrilen Temperaturen. Mehrere Arbeitsversuche seien in den letzten Jahren gescheitert. Daher habe er ihr zu einer IV-Anmeldung gera</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ten und sie zur stationären Rehabilitation und Standortbestimmung in die Kli</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">nik B.___ überwiesen (Urk. 6/9/6).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3.5</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Am 11. Januar 2016 erging der Austrittsbericht der Klinik B.___ (Urk. 6/25), wo sich die Beschwerdeführerin vom 19. Oktober bis am 20. November 2015 aufgehalten hatte. Die Ärzte erwähnten – nebst der bisheri</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gen wesentlichsten Diagnose der chronischen Diarrhö und ähnlich wie der Hausarzt (vgl. Urk. 6/9/6) – eine Erschöpfung und Schwäche infolge der chro</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">nischen Diarrhö (ICD-10 F45.9). Die Beschwerdeführerin habe angegeben, dass sie sich mit der Symptomatik arrangiert habe und ihr ganzes Leben nach dem Durchfall ausrichte. Dadurch sei es auch zu einem sozialen Rückzug gekommen. Sie habe probiert zu arbeiten, dies allerdings nicht geschafft, da sie aufgrund der Diarrhö hierzu nicht in der Lage gewesen sei. Zudem sei sie sehr schwach. Sie habe Angst davor zu arbeiten. Sie leide an einer starken Schwäche und Erschöpfung sowie unter Müdigkeit (Urk. 6/25/1-2). Weiter stellten die Ärzte laborchemisch einen Vitamin-D-Mangel (ICD-10 E55.9) fest, der mit einer Sub</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">stitution behandelt worden sei. Ferner beobachteten sie aufgrund der Beschwer</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">den mit subjektiv empfundener Atemnot und Husten nach einer Lungenfunk</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tionsprüfung eine leichte obstruktive Ventilationsstörung (Urk. 6/25/3).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">6</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Am 14. März 2016 (Urk. 6/32) hielt</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> Dr. med. C.___, Facharzt für Gastroenterologie und Hepatologie von der P.___, wo sich die Beschwerdeführerin am 9. März 2016 einer Magen- und Dickdarm</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">spiegelung unterzogen hatte, erneut </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">fest, dass die Beschwerdeführer</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">i</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">n seit der Ileozökalresektion im April 2006 Durchfall habe. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Sie</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> berichte</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">,</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> während guten Phasen viermal pro Tag, in schlechten Phasen zehnmal pro Tag pflüdrig bis wässerigen Stuhl abzusetzen. Der Stuhlgang sei nicht blutig und die Stuhlpor</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">-</span><br/><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ti</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">onen seien in der Regel normal gross. Bei etwas besserer Konsistenz könne der Stuhlgang willkürlich über 10 Minuten zurückgehalten werden, bei wässerigem Stuhl weniger als 5 Minuten. Etwa zweimal im Jahr habe sie ungewollt flüssi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gen Stuhlgang ab dem Anus. Inkontinenz für Urin komme nur bei starkem Husten vor. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Es gebe keinen Stuhlgang in der Nacht. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Sie habe oft Bauchschmer</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">zen, was teilweise nach der Defäkation bessere. Der Appetit sei normal, das Körpergewicht stabil zu hoch. Vielleicht einmal pro Jahr habe sie postprandial retrosternales Brennen oder saures Aufstossen. Es </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">zudem</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">nicht bekannt, welches Nahrungsmittel die Beschwerden auslöse </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">(Urk. 6/32/2).</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Dr. C.___ erklärte im Weiteren, es liege eine kleine axiale Hiatushernie bei im Übrigen unauffälliger Gastroskopie vor (Urk. 6/32/1). In den Dünndarm</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">biopsien habe eine Normolaktasie dokumentiert werden können, was heisse, dass die Beschwerdeführerin nicht unter einer Laktoseintoleranz leide. In der Kultur des aspirierten Dünndarmsaftes haben sich ein deutlich erhöhter Wert von mehr als 100‘000 Kolonien Streptococcus oralis gefunden. Hierbei handle es sich um einen Keim aus der Mundhöhle. Nach seiner Auffassung sei dieser Befund nicht überzubewerten, da mit grösster Wahrscheinlichkeit eine Konta</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">mination vorliege und die typischerweise angetroffenen Keime (anaerobier oder auch gramnegative Bakterien) fehlten. Der Verlauf über die Zeit und die geschilderten Beschwerden seien mit einer Reizdarmproblematik vom Diarrhö-Typ vereinbar (Urk. 6/32/3).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">7</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Mit Stellungnahme vom 18. März 2016 (Urk. 6/34/4-5)</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> erklärte der RAD-Arzt Dr. med. D.___, Facharzt für Chirurgie</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">, </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">im </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gastroenterologischen Arztbericht von </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Dr. C.___</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sei </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">bis auf einen Streptococcusnachweis kein pathologischer Befund erhoben</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> worden</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">. Die Streptococcen könnten antibiotisch therapiert werden, so dass kein invaliditätsrelevanter Befund vorliege.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> Die angegebene Stuhlfrequenz von 4 bis 10 Mal pro Tag sei in dieser Frequenz noch nicht pathologisch. Vor allem finde sich kein Stuhlgang in der Nacht. Zudem sei die kleine axiale Hiatushernie nicht invaliditätsrelevant. Es liege insgesamt kein invaliditätsrelevanter Gesundheitsschaden vor, der die Arbeitsfähigkeit dauer</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">haft beeinträchtige. Aufgrund der erhöhten Stuhlfrequenz, die auch noch weiter therapiert werden könne, seien vermehrte Pausen erforderlich, so dass von einer 80%igen Arbeitsfähigkeit in der bisherigen Tätigkeit ausgegangen werden könne.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">8</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Dr. Y.___ bekräftigte in seinem Einwand vom 20. April 2016 gegen den Vorbe</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">scheid der Beschwerdegegnerin (Urk. 6/40/1), dass die Beschwerdeführerin die Beschwerden seit zehn Jahren habe und mehrere Arbeitsversuche gescheitert seien. Mehrere medizinische Massnahmen und Abklärungen würden bestätigen, dass es sich um ein organisches Problem handle. Damit sei dieses Leiden chro</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">nisch, lange andauernd und invalidisierend.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die Beschwerdegegnerin verneinte den Anspruch auf eine Invalidenrente im Wesentlichen mit der Begründung, dass kein Gesundheitsschaden ausgewiesen sei, welcher eine länger andauernde oder gar dauerhafte Einschränkung der funktionellen Arbeitsfähigkeit begründe (Urk. 2 S. 2).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Wenngleich die Begründung der Beschwerdegegnerin in ihrer Verfügung unzu</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">treffend erscheint, ist die Verfügung im Ergebnis richtig. Es fehlt nicht etwa </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> so wie es in der Verfügung zum Ausdruck kommt </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> primär am Kriterium des lang</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">andauernden Gesundheitsschadens, weil die Beschwerdeführerin seit April 2006</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> an einer</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> hinreichend erstellte</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">n</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> Diarrhö </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">leidet</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">, welche zweifelsohne als langan</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">dauernd zu erachten ist. Vielmehr mangelt es generell an der Erheblichkeit der gesundheitlichen Einschränkung, weil aus keinem der aktenkundigen Arztbe</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">richte eine Arbeitsunfähigkeit von 40 % während eines Jahres hervorgeht. Ein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">en</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> Anspruch auf eine Rente haben Versicherte aber nur dann, wenn sie während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindes</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tens 40 % arbeitsunfähig gewesen sind (vgl. Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG), was die Beschwerdegegnerin in ihrer Beschwerdeantwort vom 25. Juli 2016 (Urk. 5) korrekt anführte. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Aus keinem der Arztberichte ist ersichtlich, dass die Beschwerdeführerin aufgrund ihrer gesundheitlichen Einschränkungen in die</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sem Umfang beeinträchtigt ist. Unabhängig davon, ob sie – ihren Angaben im Anmeldeformular (Urk. 6/4/4) und dem seit April 2006 innegehabten Status entsprechend – als Hausfrau oder – was offenbar die Beschwerdegegnerin angenommen hat – als Erwerbstätige zu qualifizieren ist, ist keine Arbeitsun</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">fähigkeit während eines Jahres von mindestens 40 % ärztlich dokumentiert. Die Beschwerdeführerin erfüllt damit die Voraussetzungen für einen Rentenan</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">spruch nicht. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Dies </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gilt selbst dann</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">, wenn auf die </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">nach der Aktenlage grundsätz</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">lich nicht zu bezweifelnde </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Einschätzung des RAD vom 18. März 2016 abgestellt w</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ird</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">, wonach aufgrund der erhöhten Stuhlfrequenz vermehrte Pausen erforder</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">lich seien, so dass von einer 80%igen Arbeitsfähigke</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">it in bisheriger Tätigkeit auszugehen sei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> (Urk. 6/34/5). Auch dann </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">wäre</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> eine mindestens 40%ige Arbeits</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">unfähigkeit als </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">V</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">oraussetzung für einen Rentenanspruch nicht gegeben.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Aufgrund der Sach- und Rechtslage muss keine Stellungnahme vom Hausarzt eingeholt werden. Das Gericht prüft grundsätzlich die gesundheitliche Situation im Zeitraum von der IV-Anmeldung vom 12. Juni 2015 bis zum Verfügungs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">zeitpunkt vom 13. Mai 2016. In den Akten sind zu diesem Zeitraum zwei Arzt</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">berichte des Hausarztes Dr. Y.___ enthalten (vom 16. Juni 2016 [Urk. 6/9] und vom 20. April 2016 [6/40/1]). Damit hatte der Hausarzt hinreichend Gelegen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">heit, sich zum Gesundheitszustand und zur Arbeitsfähigkeit der Beschwerde</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">führerin zu äussern. Von einer weiteren Stellungnahme sind keine neuen Erkenntnisse zu erwarten, zumal sich Dr. Y.___ in der Eingabe vom 20. April 2016 in Kenntnis der vorgesehenen Leistungsverneinung zur Sache äusserte. Auch sonst erscheinen aufgrund des Gesagten keine weiteren Abklärungen notwendig, insbesondere ist es nicht erforderlich, die Beschwerdeführerin selbst zu ihren Einschränkungen zu befragen, da diese hinreichend dokumentiert sind.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">5.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Zusammenfassend ist festzuhalten, dass keine mindestens 40%ige Arbeits</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">unfähig</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">keit mit überwiegender Wahrscheinlichkeit ausgewiesen ist. Daher sind die Voraussetzungen für einen Rentenanspruch nach Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG nicht erfüllt. Die Verfügung ist deshalb im Ergebnis korrekt erfolgt und die Beschwerde ist abzuweisen.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">6.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Da es um die Bewilligung oder Verweigerung von Versicherungsleistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichtskosten sind nach dem Verfahrens</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">aufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen der gesetzlichen Vorgaben von zwischen Fr. 200.-- und Fr. 1‘000.-- (vgl. Art. 69 Abs. 1</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">bis</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> IVG) auf Fr. 600.-- anzusetzen. Ausgangsgemäss sind diese Gerichtskosten der Beschwerdeführerin aufzuerlegen.</span></p><p class="Normal Heading3"><br/></p><p class="Normal Heading3"><span class="Normal Heading3">Das Gericht erkennt:</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span class="Normal Dispotext DispoHngend">1.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Die </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Beschwerde </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">wird abgewiesen.</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span class="Normal Dispotext DispoHngend">2.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Die Gerichtskosten von </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Fr. 600</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">.-- werden </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">der Beschwerdeführerin </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">auferlegt.</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend"> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Rechnung und Einzahlungsschein werden </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">der </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Kostenpflichtigen nach Eintritt der Rechtskraft zuge</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">stellt.</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span class="Normal Dispotext DispoHngend">3.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Zustellung gegen Empfangsschein an:</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">X.___</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Bundesamt für Sozialversicherungen</span></p><p class="Normal Dispotext DispoEinzug"><span class="Normal Dispotext DispoEinzug">sowie an:</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Gerichtskasse (im Dispositiv nach Eintritt der Rechtskraft)</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">4.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Gegen diesen Entscheid kann innert </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">30 Tagen</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"> seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundes</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">gesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 15. Juli bis und mit 15. August sowie vom 18. Dezember bis und mit dem 2. Januar (Art. 46 BGG).</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">stellen.</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismit</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">tel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat (Art. 42 BGG).</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><br/></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><br/></p><p class="Normal Heading3"><span class="Normal Heading3">Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich</span></p><p><br/></p><p>Die VorsitzendeDer Gerichtsschreiber</p><p><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p>GrünigSteudler</p><p><br/></p><p></p></div> </div></body></html>