<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2002.00400</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="https://vgrzh.djiktzh.ch/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=https://vgrzh.djiktzh.ch&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=203853&amp;W10_KEY=4467143&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2002.00400</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 23.10.2003</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">3. Abteilung/3. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Raumplanungs-, Bau- und Umweltrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Nutzungsplanung</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Nutzungsplanung: Zuweisung von Grundstücken im Landwirtschaftsgebiet gemäss kantonalem Richtplan in die Zone für öffentliche Bauten (für Werkhof/Feuerwehrgebäude)<br/><br/>Legitimation der Gemeinde (E. 1b); Kognition (E. 1c).<br/><br/>Planhierarchie und Planabstimmung (E. 2a).<br/>Herkömmliches Prüfprogramm. Geringfügige Abweichungen der Nutzungsplanung von der Richtplanung werden nach ü b l i c h e r Terminologie als "Durchstossungen" bezeichnet (E. 2b). Sie sind nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung zulässig, wenn keine kantonale Norm entgegensteht. Die einschlägige zürcherische Bestimmung (§ 16 Abs. 2 PBG) hat weitere Gehalte und bildet daher selbständiges kantonales Recht. Nach der Terminologie des Z ü r c h e r R i c h t p l a n s steht der Begriff der "Durchstossung" im Zusammenhang mit der Möglichkeit, in begründeten Fällen innerhalb des Landwirtschaftsgebiets eine Freihaltezone, Erholungszone oder Zone für öffentliche Bauten auszuscheiden (E. 2c/d).<br/>Konkretes Prüfprogramm: Liegt die Festsetzung im Anordnungsspielraum? Wenn nein, liegt eine geringfügige Abweichung vom Richtplan (E. 2b) oder eine Durchstossung (E. 2c/d) vor?<br/><br/>Begriff des Anordnungsspielraums im Allgemeinen (E. 3a). Räumlich massgeblich ist die konkrete Tiefe der beanspruchten Bauzonenfläche und nicht eine schematisch gezogene räumliche Grenze (E. 3b/aa). Die streitige Zonierung überschreitet den Anordnungsspielraum in räumlicher Hinsicht (E. 3b/bb-cc). Auch in quantitativer Hinsicht liegt kein Anordnungsspielraum vor (E. 3c).<br/><br/>Keine geringfügige Abweichung im Sinn von § 16 Abs. 2 PBG angesichts der grossen Flächen (E. 4).<br/><br/>Durchstossung (E. 2c/d) und konkrete raumplanerische Situation (E. 5a). Die geplante Verwirklichung eines öffentlichen Bauprojekts darf nicht alle anderen öffentlichen oder privaten Interessen zurückdrängen (E. 5b/aa). Die Vorgaben des Sachplans "Fruchtfolgeflächen" bleiben unberücksichtigt (E. 5b/bb). Die von der streitigen Zonierung betroffenen Grundstücke bewirken eine Trennung zwischen Baugebiet und benachbartem Naturschutzgebiet mit Lebensraum für Amphibien (E. 5b/cc). Eine Standortevaluation für den Werkhof unter Einbezug von Standorten innerhalb des Siedlungsgebietes hat nicht stattgefunden (E. 5b/dd). Voraussetzungen für eine Durchstossung nicht erfüllt (E. 5c). Abweisung einer Beschwerde der Gemeinde.</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ANORDNUNGSSPIELRAUM">ANORDNUNGSSPIELRAUM</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: DURCHSTOSSUNG (NUTZUNGSPLAN)">DURCHSTOSSUNG (NUTZUNGSPLAN)</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: LANDWIRTSCHAFTSGEBIET">LANDWIRTSCHAFTSGEBIET</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: NUTZUNGSPLAN">NUTZUNGSPLAN</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: PLANABSTIMMUNG">PLANABSTIMMUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: PLANHIERARCHIE">PLANHIERARCHIE</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: Planungs- und Baurecht ST: RAHMENNUTZUNGSPLÃNE">RAHMENNUTZUNGSPLÃNE</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: RICHTPLAN">RICHTPLAN</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: Planungs- und Baurecht ST: RICHTPLÃNE (PLANUNGSGRUNDSÃTZE)">RICHTPLÃNE (PLANUNGSGRUNDSÃTZE)</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: VOLKETSWIL">VOLKETSWIL</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ZONE FÃR ÃFFENTLICHE BAUTEN UND ANLAGEN">ZONE FÃR ÃFFENTLICHE BAUTEN UND ANLAGEN</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="gerade">§ 16 PBG</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade">BEZ 2004 Nr. 1</span><br/><span class="gerade">RB 2003 Nr. 71 S. 163</span><br/> </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 2 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Einzug1">I. Die Gemeindeversammlung Volketswil revidierte am 7. Dezember 2001 die kommunale Richt- und Nutzungsplanung (Phase II, 1998-2001) und wies dabei unter anderem die gemÃ¤ss kantonalem Richtplan im Landwirtschaftsgebiet gelegenen GrundstÃ¼cke Kat.-Nr. 1688 und 4875 (Gebiet Seewadel) der Zone fÃ¼r Ã¶ffentliche Bauten zu. Die Einzonung erfolgte, um auf dem GrundstÃ¼ck Kat.-Nr. 1688 ein Werkhof- und FeuerwehrgebÃ¤ude, ein Jugendhaus, eine Altstoffsammelstelle sowie ein FC-Clubhaus errichten zu kÃ¶nnen.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">II. Zwei VerbÃ¤nde und sechs Privatpersonen gelangten gegen diese Festsetzung an die Baurekurskommission III, welche den Rekurs nach Vornahme eines Augenscheins am 23. Oktober 2002 im Sinne der ErwÃ¤gungen guthiess und den angefochtenen Beschluss wegen Verletzung des kantonalen Richtplans insofern aufhob, als die erwÃ¤hnten beiden GrundstÃ¼cke der Zone fÃ¼r Ã¶ffentliche Bauten zugewiesen worden waren.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">III. Der Gemeinderat Volketswil liess fÃ¼r die politische Gemeinde Volketswil gegen diesen Rekursentscheid am 28. November 2002 Beschwerde an das Verwaltungsgericht erheben. Er beantragt die Aufhebung des angefochtenen Entscheids und die BestÃ¤tigung der Umzonung vom 7. Dezember 2001; eventualiter sei der angefochtene Entscheid nur insofern aufzuheben, als damit die Umzonung des GrundstÃ¼cks Kat.-Nr. 1688 aufgehoben wurde; subeventualiter sei eine teilweise Umzonung nach richterlichem Ermessen unter Auflagen zu bewilligen; alles unter Kosten- und EntschÃ¤digungsfolgen. Am 20. Juni 2003 stimmte die Gemeindeversammlung Volketswil der Beschwerdeerhebung durch den Gemeinderat zu, was dem Verwaltungsgericht am 26. Juni 2003 mitgeteilt wurde.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Auf Einladung des Verwaltungsgerichts hin hatte die Baudirektion bereits mit VerfÃ¼gung vom 6. MÃ¤rz 2003 die angefochtene Umzonung genehmigt.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Die Baurekurskommission beantragt ohne weitere Bemerkungen die Abweisung der Beschwerde. Auch die beiden VerbÃ¤nde sowie die sechs Privatpersonen schliessen â mit ausfÃ¼hrlicher BegrÃ¼ndung â auf Abweisung der Beschwerde und ersuchen um Zusprechung einer ParteientschÃ¤digung.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Die Kammer zieht in ErwÃ¤gung:</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">1. a) Das Verwaltungsgericht ist nach § 41 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959/8. Juni 1997 (VRG) in Verbindung mit § 329 des Planungs- und Baugesetzes vom 7. September 1975/8. Juni 1997 (PBG) zur Behandlung der einen kommu­nalen Nutzungsplan betreffenden Beschwerde zustÃ¤ndig (RB 1998 Nr. 26). </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">b) Die Gemeinde ist sowohl als EigentÃ¼merin der vom Nutzungsplan betroffenen GrundstÃ¼cke wie auch als in ihrer Planungsautonomie betroffene PlanungsbehÃ¶rde zur Beschwerdeerhebung befugt (§ 338a Abs. 1 PBG und § 21 lit. b VRG). Weil auch die Ã¼brigen Sachurteilsvoraussetzungen erfÃ¼llt sind, ist auf die Beschwer­de einzutreten.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">c) Nachdem die Baurekurskommission die von Art. 33 Abs. 3 lit. a des Bundesgesetzes Ã¼ber die Raumplanung vom 22. Juni 1979 (RPG) verlangte volle ÃberprÃ¼fung vorgenommen hat, Ã¼berprÃ¼ft das Verwaltungsgericht den angefochtenen Entscheid im Beschwerdeverfahren nur noch auf Rechtsverletzungen hin, einschliesslich Ermessensmissbrauch und ErmessensÃ¼berschreitung (§ 50 Abs. 1 und 2 VRG). </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">2. a) Die Planungen unterer Stufen haben derjenigen der oberen Stufe, die Nutzungs­pla­nungen jeder Art und Stufe der Richtplanung zu entsprechen (§ 16 Abs. 1 PBG). Abweichungen sind nur zulÃ¤ssig, wenn sie sachlich gerechtfertigt und untergeordneter Natur sind (§ 16 Abs. 2 PBG). Vorliegend ist hauptsÃ¤chlich umstritten, ob die angefochtene, ausserhalb des Siedlungsgebietes liegende Zone fÃ¼r Ã¶ffentliche Bauten sich mit dem kantonalen Richtplan vereinbaren lÃ¤sst oder nicht. </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">b) In derartigen FÃ¤llen pflegt das Verwaltungsgericht zunÃ¤chst zu prÃ¼fen, ob und inwieweit der Richtplan der Nutzungsplanung fÃ¼r die parzel­lenscharfe Zonenabgrenzung einen Anordnungsspielraum belÃ¤sst oder nicht, was eine Frage der RichtplankonformitÃ¤t des Nutzungsplanes und damit eine Rechtsfrage darstellt. Wird ein Anordnungsspielraum verneint, so wird jeweils die weitere Rechtsfrage untersucht, ob allenfalls eine zu­lÃ¤ssige Abweichung von der Richtplanung im Sinne von § 16 Abs. 2 PBG vorliegt. Wird je­doch ein Anordnungsspielraum bejaht, so liegt es grundsÃ¤tzlich an der nachfolgenden Nutzungsplanung, diesen Spielraum unter AbwÃ¤gung aller raumrelevanten Interessen zu nutzen. Schliesslich kann sich die zusÃ¤tzliche Frage stellen, ob der Richtplan selbst bundesrechtskonform sei, was im Rahmen einer akzessorischen ÃberprÃ¼fung zu ermitteln ist. Diesem PrÃ¼fprogramm liegt die Auffassung zu Grunde, dass eine planerische Festlegung rechtsverletzend ist, wenn sie mangels eines Anordnungs­spielraums dem kantonalen Richtplan widerspricht und davon in mehr als untergeordneter Weise abweicht, es sei denn, der Richtplan erweise sich seinerseits als bun­desrechtswidrig.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">In den Urteilen der Baurekurskommissionen und des Verwaltungsgerichts werden die geringfÃ¼gigen Abweichungen vom Richtplan im Sinne von § 16 Abs. 2 PBG oft als "Durchstossungen" des Richtplans bezeichnet. Es dÃ¼rfte zweckmÃ¤ssig sein, diese Terminologie anzupassen. Wie der heute zu beurteilende Fall zeigt, sind geringfÃ¼gige Abweichungen und Durchstossungen nicht dasselbe; das PrÃ¼fprogramm der Rechtsmittelkontrolle ist entsprechend zu ergÃ¤nzen.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">c) Der kantonale Richtplan selbst Ã¼bernimmt in Abschnitt 1.3 Ã¼ber die Rechtswirkungen des Richtplans die Formulierung von § 16 Abs. 2 PBG, ohne sie weiter zu erlÃ¤utern. Es wird nur ausgefÃ¼hrt, dass damit unsachgemÃ¤sse und vom Richtplan nicht beabsichtigte Erschwernisse bei nachfolgenden Planungen ausgeschlossen seien. Abs. 2 von § 16 PBG wurde anlÃ¤sslich der Revision vom 1. September 1991 neu gefasst. In der Weisung erklÃ¤rte der Regierungsrat dazu, die vorgesehene Ãnderung vermeide Richtplanrevisionen in unbedeutenden FÃ¤llen. Der sachliche Umfang zulÃ¤ssiger Abweichungen werde dabei nicht erweitert (Amtsblatt 1989, 1746). Der Kantonsrat genehmigte die Ãnderung ohne Diskussion (Prot. KR 1987-1991, S. 13261). </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Zur Tragweite von § 16 Abs. 2 PBG ist Folgendes beizufÃ¼gen: GemÃ¤ss der bundesgerichtlichen Rechtsprechung sind Abweichungen vom Richtplan auch in FÃ¤llen zulÃ¤ssig, wo keine § 16 Abs. 2 PBG entsprechende kantonale Norm besteht, wenn sie sachlich gerechtfertigt sowie von untergeordneter Bedeutung sind und wenn es nach den UmstÃ¤nden unzumutbar erscheint, vorher den Richtplan fÃ¶rmlich zu Ã¤ndern (BGE 119 Ia 362 E. 4a mit zahlreichen Verweisen; siehe auch Pierre Tschannen in: Kommentar zum Bundesgesetz Ã¼ber die Raumplanung, 1999, Art. 9 N. 37). Mit Bezug auf die Hierarchie der PlÃ¤ne, d.h. die Planverbindlichkeit im Ver­hÃ¤ltnis zwischen Richt- und Nutzungsplanung, wiederholt und konkretisiert § 16 Abs. 2 PBG daher zu einem guten Teil nur, was bereits von Bundesrechts wegen gilt. Jedoch setzt das ZÃ¼rcher Recht generell die Richtplanung weiter gehend als bundesrechtlich erforderlich dafÃ¼r ein, die Nutzungsplanung vorzubestimmen, ohne damit den TrÃ¤gern der Nutzungsplanung den nÃ¶tigen Ermessensspielraum zu entziehen (vgl. BGE 112 Ia 281 E. 3c sowie 107 Ia 77 E. 2c). Soweit sich die kantonale Bestimmung sodann nicht nur auf die Planungsinstrumente, sondern auch auf die verschiedenen Planungsstufen innerhalb des Kantons bezieht, enthÃ¤lt sie zusÃ¤tzlich eine Aussage Ã¼ber die Hierarchie der PlanungstrÃ¤ger, insbesondere das VerhÃ¤ltnis zwischen Kanton und Gemeinden. In dieser Hinsicht bildet § 16 Abs. 2 PBG daher eigenstÃ¤ndiges kantonales Recht, welches die gesetzlichen Schranken der verfassungsmÃ¤ssig garantierten Gemeindeautonomie (Art. 48 der Kantonsverfassung vom 18. April 1869 [KV]) umschreibt (VGr, 14. November 2002, VB.2001.00371, E. 3c, www.vgrzh.ch).</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">d) Der kantonale Richtplantext verwendet den Ausdruck "Durchstossung" in Zusammenhang mit § 16 Abs. 2 PBG nicht, wohl aber in einem anderem Zusammenhang. Er bezeichnet damit einen Spielraum, den der Richtplan selbst den nachgeordneten PlanungsbehÃ¶rden, d.h. vor allem den Gemeinden, zugesteht, und der vom Anordnungsspielraum bei der Abgrenzung des Baugebietes verschieden ist. Die Durchstossung bezeichnet die Ausscheidung einer Freihaltezone, einer Erholungszone oder einer Zone fÃ¼r Ã¶ffentliche Bauten und Anlagen innerhalb der Landwirtschaftsgebietes, was der Richtplan in begrÃ¼ndeten FÃ¤llen fÃ¼r zulÃ¤ssig erklÃ¤rt (vgl. Ziff. 2.2.2 Abs. 3; Ziff. 3.2.2 Abs. 2 sowie insbesondere Ziff. 3.2.3 lit. c des Richtplantextes; die entsprechenden Passagen waren bereits in der Fassung vom 31. Januar 1995 enthalten und wurden in die revidierte Fassung vom 2. April 2001 ohne wesentliche Ãnderung Ã¼bernommen). Das im Richtplan bezeichnete Siedlungsgebiet kann auf regionaler und kommunaler Stufe grundsÃ¤tzlich weder vergrÃ¶s­sert noch verkleinert werden kann; vorbehalten bleibt der Anordnungsspielraum bei der Abgrenzung der Bauzonen (Ziff. 2.2.2 Abs. 2). Der Richtplantext enthÃ¤lt hierzu drei PrÃ¤zisierungen: Neben der erwÃ¤hnten MÃ¶glichkeit, unter bestimmten Voraussetzungen das Landwirtschaftsgebiet zu durchstossen, gehÃ¶rt hierher die Festlegung, dass Kleinsiedlungen als Siedlungsgebiet gelten, auch wenn sie in der Richtplankarte nicht als solches dargestellt sind, sowie die Festlegung, dass auch ausserhalb des planlich bezeichneten Siedlungsgebietes Fabriken und Gewerbekomplexe unter nÃ¤her umschriebenen Bedingungen einer Bauzone zugewiesen werden kÃ¶nnen (Ziff. 2.2.2 Abs. 3-5).</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">GemÃ¤ss Ziff. 3.2.3 lit. c des Richtplantextes kann "mit der nachgeordneten Richt- und Nutzungsplanung das Landwirtschaftsgebiet zur Wahrnehmung der Aufgaben des jeweiligen PlanungstrÃ¤gers durch Ausscheidung von Erholungsgebieten bzw. in der Nutzungs­planung durch Festsetzung von Freihaltezonen, Erholungszonen, GestaltungsplÃ¤nen oder Zonen fÃ¼r Ã¶ffentliche Bauten und Anlagen 'durchstossen' werden. Im Rahmen der Genehmigung solcher Planungsmassnahmen sind jedoch hohe Anforderungen an die sachgerechte InteressenabwÃ¤gung zu stellen. Insbesondere ist darzulegen, weshalb die betreffenden Nutzungen nicht zweckmÃ¤ssig innerhalb des Siedlungsgebiets untergebracht werden kÃ¶nnen und es sind die Anordnungen des Sachplans FruchtfolgeflÃ¤chen (vgl. Ziff. 3.2.2) zu berÃ¼cksichtigen." In Ziff. 3.2.2 des Richtplantextes wird dazu erlÃ¤utert, im Richtplan seien â bedingt durch die generalisierte und grossflÃ¤chige kartografische Darstellung des Landwirtschaftsgebiets â auch FlÃ¤chen einbezogen, die sich nicht optimal fÃ¼r die landwirtschaftliche Nutzung eigneten bzw. nicht zwingend im Gesamtinteresse landwirtschaftlich genutzt werden sollten. Das Landwirtschaftsgebiet umfasse somit auch Bereiche, die bereits heute speziellen Nutzungen gewidmet seien wie Fernmeldeanlagen, SchiessplÃ¤tze, spezielle Erholungseinrichtungen und Ãhnliches. Die Neuansiedlung derartiger Anlagen im Landwirtschaftsgebiet bleibe im Rahmen der so genannten Durchstossung mÃ¶glich. </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Eine Durchstossung des Landwirtschaftsgebietes mit einer Zone fÃ¼r Ã¶ffentliche Bauten und Anlagen dÃ¼rfte demnach in erster Linie der sachgerechten Lokalisierung von Ver- und Entsorgungsanlagen dienen und setzt eine Grundlage in der regionalen oder kommunalen Richtplanung voraus (Erich Kull, Alte Begriffe im neuen Richtplan, PBG-aktuell 2/95, S. 27). Die Platzierung derartiger Anlagen stÃ¶sst im Siedlungsgebiet bisweilen auf Schwierigkeiten, wobei fÃ¼r eine "Durchstossung" die Voraussetzungen der â positiven oder negativen â Standortgebundenheit im Sinne der Rechtsprechung zu Art. 24 RPG nicht unbedingt erfÃ¼llt sein brauchen, hÃ¤ufig jedoch sein dÃ¼rften (zur Standortgebundenheit vgl. Peter HÃ¤nni, Planungs-, Bau- und besonderes Umweltschutzrecht, 4. A., Bern 2002, S. 207 ff.).</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">e) Nach dem soeben AusgefÃ¼hrten ist vorliegend zunÃ¤chst zu prÃ¼fen, ob die ausgeschiedene Zone fÃ¼r Ã¶ffentliche Bauten im Anordnungsspielraum liegt. Ist dies nicht der Fall, so fragt sich, ob eine geringfÃ¼gige Abweichung vom Richtplan im Sinne von § 16 Abs. 2 PBG <i>oder</i> eine Durchstossung im Sinne von Ziff. 3.2.3 lit. c des Richtplantextes vorliegt. Eine akzessorische ÃberprÃ¼fung des kantonalen Richtplans wurde hingegen von keiner Seite verlangt und kann daher unterbleiben. Der kurze Hinweis der BeschwerdefÃ¼hrerin auf BGE 119 Ia 362 E. 4a (Beschwerde Ziff. 34) kann nicht als entsprechendes Begehren verstanden werden; es bestehen auch keinerlei Anhaltspunkte dafÃ¼r, dass der Richtplan hier bundesrechtswidrig wÃ¤re. Im Ãbrigen hÃ¤tte die Gemeinde die MÃ¶glichkeit gehabt, den Richtplan wegen Verletzung der Gemeindeautonomie direkt anzufechten (vgl. HÃ¤nni, S. 508 f.).</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">3. a) Der sich aus dem kantonalen Richtplan ergebende Anordnungsspielraum zwischen verschiedenartigen Festlegungen entspricht dessen generalisierter, nicht parzellenschar­fer Darstellungsweise. Er soll unter anderem den Gemeinden als TrÃ¤ger der Nutzungs­planung denjenigen Ermessensspielraum gewÃ¤hren, den es fÃ¼r eine parzellenscharfe, die Ã¶rt­lichen Besonderheiten und Interessen berÃ¼cksichtigende Zonenplanung braucht. Trotz der mit der Richtplanrevision von 1995 aufgegebenen kartografischen Darstellung des Anordnungsspielraumes besteht ein solcher grundsÃ¤tzlich nach wie vor; er ergibt sich aus den KarteneintrÃ¤gen sowie den im Text beschriebenen Zielsetzungen und konkret formulierten AuftrÃ¤gen an die einzelnen PlanungstrÃ¤ger. Der Anordnungsspielraum ist nicht erst aufgrund einer WÃ¼rdigung aller fÃ¼r die Nut­zungs­planung massgebenden Gesichtspunkte zu definieren, weil damit das Resultat der fÃ¼r die Nutzungsplanung massgeben­den InteressenabwÃ¤gung bereits vorweggenommen wÃ¼rde (RB 1997 Nr. 67 = BEZ 1998 Nr. 1; VGr, 3. MÃ¤rz 1997, ZBl 98/1997, S. 473 E. 3a; VGr, 24. Oktober 2002, VB.2001.00313, www.vgrzh.ch). </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Dem Anordnungsspielraum wohnt eine quantitativ-rÃ¤umliche sowie eine qualitativ-raumplanerische Komponente inne. Da nur die erstere einer kartografischen Darstellung Ã¼berhaupt zugÃ¤nglich ist, hat der Kantonsrat folgerichtig bei der Revision der Richtplanung im Jahr 1995 auf diese Darstellungsweise ganz verzichtet. FÃ¼r die Ermittlung des Umfangs des Anordnungsspielraums sind jedoch beide Komponenten in einem sinnvollen Zusammenspiel zu berÃ¼cksichtigen. </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">b) aa) Was die rÃ¤umliche Komponente angeht, so wurde in der Praxis bisweilen festgehalten, der Anordnungsspielraum umfasse eine bis zwei Bautiefen. Diese Dimension ergab sich im Kanton ZÃ¼rich aus der Breite des ursprÃ¼nglich kartografisch dargestellten weissen Bandes zwi­schen den verschiedenen Gebieten des Gesamtplanes 1978, welche Ã¼blicherweise rund 40 m mass und daher je nach massgebender Zone einer bis zwei Bautiefen entsprach. Es ist daher in rÃ¤umlicher Hinsicht nicht die Anzahl der Bautiefen massgebend, sondern die konkrete Tiefe der beanspruchten BauzonenflÃ¤che. Dabei ist allerdings zu berÃ¼cksichtigen, dass sich der Anordnungsspielraum in quantitativer Hinsicht ohnehin nicht schematisch auf eine bestimmte Tiefe (zum Beispiel ein Band von 40 m Tiefe) fixieren lÃ¤sst, sondern je nach den UmstÃ¤nden weniger oder allenfalls auch mehr FlÃ¤che umfassen kann (vgl. Kull, S. 24; BGr, 12. September 2003, 1P.37/2003 E. 4.1, www.bgr.ch). Die Baurekurskommission III hat hierzu erwogen, der Anordnungsspielraum finde dort seine Grenze, wo die Richtplanfestlegung als solche in Frage gestellt werde, was <i>in der Regel</i> dann der Fall sein dÃ¼rfte, wenn die Bauzone um mehr als ein bis zwei Bautiefen in das Landwirtschaftsgebiet reichen soll. Dem ist insofern beizupflichten, als die Bejahung eines Anordnungsspielraums nicht eine Richtplanfestlegung als solche aufheben darf; nicht gefolgt werden kann dieser ErwÃ¤gung, insoweit damit erneut versucht werden sollte, eine schematische rÃ¤umliche Grenze festzulegen. Zu unterstreichen ist, dass auch die rÃ¤umliche Komponente aufgrund der konkreten Ã¶rtlichen VerhÃ¤ltnisse zu beurteilen ist (RB 1997 Nr. 67 E. 3 = BEZ 1998 Nr. 1 E. 7).</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">bb) Bei der Richtplanrevision im Jahr 1995 wurden als Siedlungsgebiet im Wesentlichen jene Gebiete ausgeschieden, die bereits bis dahin rechtskrÃ¤ftig als Bau- oder Reservezonen innerhalb des Baugebietes gemÃ¤ss Gesamtplan 1978 festgesetzt waren (Ziff. 2.2.2 lit a des Richtplantextes). Auf die Ausscheidung von Bauentwicklungsgebiet wurde in Anbetracht der ausgewiesenen KapazitÃ¤ten weitgehend verzichtet. Die frÃ¼heren Bauentwicklungsgebiete gemÃ¤ss Gesamtplan 1978 wurden daher zum grÃ¶ssten Teil dem Landwirtschaftsgebiet zugewiesen, in begrÃ¼ndeten FÃ¤llen dem Siedlungsgebiet, und nur ausnahmsweise wurden Bauentwicklungsgebiete beibehalten (Ziff. 2.2.2 lit b).</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">cc) Im Gesamtplan 1978 verlief die Grenze des Siedlungsgebietes im interessierenden Bereich ungefÃ¤hr auf einer Linie, die der Grenze zwischen den Parzellen Kat.-Nr. 2649 und 3626 â mit der katholischen Kirche und dem Jugendhaus â folgte und diese nach SÃ¼dwesten verlÃ¤ngerte, so dass die Ãberbauung auf Kat.-Nr. 3592 und die anschliessenden GebÃ¤ude (Schulhaus) auf Kat.-Nr. 6155 davon durchschnitten wurden. Daran schloss sich, weiss markiert, der Anordnungsspielraum an. Das heute umstrittene Gebiet lag klar ausserhalb des Siedlungsgebiets (vgl. Karte 2C des Siedlungs- und Landschaftsplans 1978). Im Richtplan 1995/2001 umfasst das Siedlungsgebiet den im Gesamtplan 1978 als Anordnungsspielraum markierten Bereich vollstÃ¤ndig und geht sogar etwas darÃ¼ber hinaus. Die Friedhofparzelle liegt im Siedlungsgebiet, die sÃ¼dwest­lich anschliessenden GrundstÃ¼cke entlang dem Kirchweg sind dem Landwirtschaftsgebiet zugewiesen und als FruchtfolgeflÃ¤che gekennzeichnet. Das fragliche Gebiet wurde von keinen nicht berÃ¼cksichtigten Einwendungen betroffen. </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Mit diesen Festlegungen pass­te der Richtplan 1995 den Grenzverlauf zwischen Siedlungs- und Nichtsiedlungsgebiet im Wesentlichen der damals gegebenen Ãberbauungssituation und den planerischen Absichten der Gemeinde an. Die Grenzziehung ist offensichtlich auf den kommunalen Zonenplan von 1994 abgestimmt, welche im fraglichen Bereich die GrundstÃ¼cke Kat.-Nr. 6155/5738 (damals noch 3764/4856/4857/4858), 1486, 5546 (damals noch Teile von 5547 und 5546), das Friedhofsareal und die nordwestlich davon gelegenen GrundstÃ¼cke der Zone fÃ¼r Ã¶ffentliche Bauten zuwies und damit den Anordnungsspielraum gemÃ¤ss Gesamtplan voll zugunsten der Bauzone ausschÃ¶pfte. Anhaltspunkte dafÃ¼r, dass hier auch heute noch ein bedeutender, bis zum Kirchweg reichender Anordnungsspielraum bestehen wÃ¼rde, sind nicht vorhanden. Der gegenteiligen Argumentation der BeschwerdefÃ¼hrerin (Beschwerde Ziff. 25 f.) kann nicht gefolgt werden. Wie die BeschwerdefÃ¼hrerin zugesteht, handelt es sich dabei denn auch um eine blosse Annahme. Aufgrund der tatsÃ¤chlichen UmstÃ¤nde liegt die Interpretation viel nÃ¤her, dass zwischen Siedlungsgebiet und Naturschutzgebiet bewusst noch eine Pufferzone belassen werden sollte, wie das die BeschwerdefÃ¼hrerin im Rekursverfahren ja auch selbst noch zugestanden hat (siehe hierzu anschliessend lit. c sowie E. 5 b/cc).</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">WÃ¼rde dem Siedlungsplan 1995 in diesem Punkt eine andere Bedeutung zugemessen, so hiesse dies nichts anderes, als dass eine Gemeinde bei jeder kantonalen Anpassung der Baugebietsgrenze an die bestehende Ãberbauung neu einen weiteren Anordnungsspielraum hinzu gewinnen wÃ¼rde, den sie als­dann erneut fÃ¼r eine Zonenerweiterung nutzen kÃ¶nnte. Dies widerspricht klar dem Grund­satz der haushÃ¤lterischen Bodennutzung (Art. 1 Abs. 1 RPG). Zwar legt sich eine Ge­meinde mit einer einmal erfolgten Zonengrenzziehung innerhalb eines gegebenen Anord­nungsspielraums nicht fÃ¼r alle Zeiten fest, und es steht ihr daher in einem spÃ¤­teren Zeitpunkt auch frei, ihr Planungsermessen â vorbehÃ¤ltlich des Grundsatzes der Plan­bestÃ¤ndigkeit â anders als bisher auszuÃ¼ben. Jedoch liegt der Fall wesentlich anders, wenn eine Gemeinde den ihr vom kantonalen Gesamtplan 1978 gewÃ¤hrten Anordnungsspielraum mit der seitherigen Zonenplanung (hier: dem Zonenplan1994) bereits voll ausgeschÃ¶pft hat und der Kanton ihr nicht nachweislich einen neuen diesbezÃ¼glichen Spielraum erÃ¶ffnen wollte.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Ein Anordnungsspielraum besteht hier somit quantitativ bestenfalls in ganz geringem Umfang und wird durch die vorgesehene Erweiterung klar Ã¼berschritten, soll doch die Bauzone in einer Tiefe von rund 165 m â bzw. 120 m auf Kat.-Nr. 4875 â und um eine FlÃ¤che von rund 47'000 m² ausgedehnt werden.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">c) In qualitativer Hinsicht hat die Baurekurskommission III hervorgehoben, dass es sich bei den umstrittenen GrundstÃ¼cken um eine ausgedehnte, ebene LandwirtschaftsflÃ¤che zwischen dem Kirchweg und dem Siedlungsgebiet handelt. Weder die Topografie noch die Erschliessung noch andere Ã¶rtliche Besonderheiten sprÃ¤chen fÃ¼r die umstrittene Einzonung; die Tatsache, dass das Landwirtschaftsland als Puffer zwischen Siedlungs- und Naturschutzgebiet diene, spreche sogar dagegen. Die BeschwerdefÃ¼hrerin entkrÃ¤ftet mit ihren Hinweisen auf den Platzbedarf fÃ¼r die vorgesehenen Neubauten und auf deren sachliche Notwendigkeit diese zutreffenden Argumente nicht.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">d) Somit ergibt sich, das sowohl unter qualitativen wie quantitativen Gesichtspunkten nicht mehr von der AusschÃ¶pfung eines der Gemeinde zustehenden Anordnungsspielraums gesprochen werden kann. </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">4. Liegt die fragliche Umzonung daher ausserhalb des Anordnungsspielraums des kantonalen Gesamtplans, so ist weiter zu fragen, ob eine geringfÃ¼gige Abweichung im Sinne von § 16 Abs. 2 PBG vorliege. </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Die Frage ist schon angesichts der strittigen ArealflÃ¤che ohne weiteres zu verneinen, und zwar auch beschrÃ¤nkt auf das GrundstÃ¼ck Kat.-Nr. 1688, welches bereits allein Ã¼ber 26'000 m² hÃ¤lt (vgl. etwa VGr, 20. September 2001, VB.2001.00048, BEZ 2001 Nr. 44, wo bezÃ¼glich 7'000 m² eine geringfÃ¼gige Abweichung bejaht wurde, im Gegensatz zu VGr, 29. August 2000, VB.2000.00199, RB 2000 Nr. 86 = BEZ 2000 Nr. 49, wo bei einer FlÃ¤che von 20'000 m² eine untergeordnete Abweichung verneint wurde; beide Entscheide vollstÃ¤ndig verÃ¶ffentlicht unter www.vgrzh.ch).</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">5. Zu prÃ¼fen bleibt, ob eine zulÃ¤ssige Durchstossung von Landwirtschaftsgebiet im Sinne von Ziff. 3.2.3 lit. c des Richtplantextes vorliegt. Das hÃ¤ngt einerseits davon ab, ob die Massnahme auf einer formell ausreichenden richt- und nutzungsplanerischen Grundlage beruht, und andererseits davon, ob die Planung materiell die massgeblichen Interessen ausreichend berÃ¼cksichtigt.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">a) Im Richtplan der Region Glattal (Plan Siedlung und Landschaft) von 1998 sind die fraglichen Parzellen als Landwirtschaftsgebiet und FruchtfolgeflÃ¤che gemÃ¤ss Ã¼bergeordneter Festlegung gekennzeichnet. Als regionaler Inhalt wird die FlÃ¤che zudem als Landschafts-FÃ¶rderungsgebiet bezeichnet.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Der kommunale Richtplan (Siedlungsplan) vom 21. November 1997 begrenzte das Siedlungsgebiet gleich wie der kantonale und der regionale Richtplan. Die Grenze zwischen dem Siedlungsgebiet (als Gebiet mit hohem Anteil Ã¶ffentlicher Bauten gekennzeichnet) und dem Landwirtschaftsgebiet wird als "empfindlicher Siedlungsrand" angegeben; zudem begrenzen die Usterstrasse und der Kirchweg ein "Gebiet mit Entwicklungsplanung". Im Richtplan der Ã¶ffentlichen Bauten und Anlagen vom selben Datum ist als geplanter Standort fÃ¼r Feuerwehr und Werkhof der Raum westlich des Schulhauses auf Kat.-Nr. 6155 eingetragen. Im zugehÃ¶rigen Landschaftsplan sind die beiden westlichen der drei streitbetroffenen GrundstÃ¼cke dem Sport-/Erholungsgebiet der 2. PrioritÃ¤t zugewiesen; die Parzelle Kat.-Nr. 5547 wird als Ã¶ffentliches SiedlungsgrÃ¼n (2. PrioritÃ¤t) festgelegt.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Die BeschwerdefÃ¼hrerin revidierte am 7. Dezember 2001 die Richt- und die Ortsplanung teilweise. Im Richtplan (Siedlungsplan/Landschaftsplan) sind die Parzellen Kat.-Nr. 4875 und 1688 nunmehr zum Siedlungsgebiet (mit hohem Anteil Ã¶ffentlicher Bauten) geschlagen, wÃ¤hrend die Parzelle 5547 dem besonderen Erholungsgebiet B (Festplatz, Rastplatz, Parkanlage etc.) zugewiesen wird. Der "empfindliche Siedlungsrand" verlÃ¤uft neu entlang dem Kirchweg. Der Plan der Ã¶ffentlichen Bauten und Anlagen wurde nicht revidiert.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Da sowohl die Teilrevision der kommunalen Richtplanung als auch jene der NutzungsplÃ¤ne vom 7. Dezember 2001 erklÃ¤rtermassen unter anderem deshalb erfolgten, um den Neubau von Werkhof und FeuerwehrgebÃ¤ude am Kirchweg zu ermÃ¶glichen, wÃ¤re es Ã¼berspitzt formalistisch zu behaupten, dieser Absicht fehle eine formell ausreichende kommunale richtplanerische Grundlage. Korrekt wÃ¤re es allerdings gewesen, auch den Plan der Ã¶ffentlichen Bauten und Anlagen nachzufÃ¼hren. Welchen Stellenwert der Widerspruch zum regionalen Richtplan hat, kann mit Blick auf die nachfolgenden ErwÃ¤gungen dahingestellt bleiben.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">b) Eine Durchstossung des Landwirtschaftsgebietes setzt gemÃ¤ss dem Richtplantext voraus, dass der PlanungstrÃ¤ger eine sachgerechte InteressenabwÃ¤gung vorgenommen hat. Insbesondere ist darzulegen, weshalb die betreffenden Nutzungen nicht zweckmÃ¤ssig innerhalb des Siedlungsgebietes untergebracht werden kÃ¶nnen, und es sind die Anordnungen des Sachplans FruchtfolgeflÃ¤che zu berÃ¼cksichtigen. Der Richtplan unterstreicht hiermit eine Grundanforderung an die Raumplanung. GemÃ¤ss feststehender bundesgerichtlicher Rechtsprechung haben die PlanungsbehÃ¶rden bei der ErfÃ¼llung raumplanerischer Aufgaben die im positiven Recht normierten Ziele und GrundsÃ¤tze optimal zu berÃ¼cksichtigen. Solche ergeben sich aus dem Bundesrecht (insbesondere Art. 1 und 3 RPG, ferner Art. 15 ff. RPG) sowie aus dem kantonalen Recht. Dabei muss eine umfassende BerÃ¼cksichtigung und AbwÃ¤gung der verschiedenen Interessen vorgenommen werden. Die raumplanerische InteressenabwÃ¤gung beschrÃ¤nkt sich nicht auf die im Raumplanungsgesetz normierten Interessen, sondern es sind <i>alle</i> Interessen, seien es Ã¶ffentliche oder private, zu beachten, die unter den konkreten UmstÃ¤nden und nach dem geltenden Recht als massgebend erscheinen. Die Raumplanung bezweckt nicht nur die geordnete Besiedlung des Landes sowie die Erhaltung genÃ¼gender KulturlandflÃ¤chen, sondern sie steht auch im Dienste anderer Ã¶ffentlicher Interessen (BGE 119 Ia 362 E. 5a, 114 Ia 371 E. 5b, je mit Hinweisen). </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">aa) Es trifft zu, dass den Gemeinden bei ihren Planungsentscheiden Ermessen zusteht, wie dies die BeschwerdefÃ¼hrerin geltend macht. Indessen ist dieses Ermessen nach sachlichen Kriterien auszuÃ¼ben, namentlich mÃ¼ssen die verschiedenen Ã¶ffentlichen und privaten Interessen sachgerecht gewichtet werden (BGE 119 Ia 362 E. 5a). Die AusfÃ¼hrungen der BeschwerdefÃ¼hrerin unter dem Stichwort Gemeindeautonomie laufen demgegenÃ¼ber darauf hinaus, dass es der BeschwerdefÃ¼hrerin freistÃ¼nde, ein als wichtig erkanntes Ã¶ffentliches Anliegen â wie vorliegend die Realisierung neuer GebÃ¤ude fÃ¼r Feuerwehr und Werkhof â unter Hintanstellung gegenlÃ¤ufiger Ã¶ffentlicher oder privater Interessen zu verwirklichen, ohne zuvor eine grÃ¼ndliche und sachliche Ermittlung und Gewichtung dieser Interessen vorgenommen zu haben. Dies ist nicht der Inhalt der Gemeindeautonomie bzw. des planerischen Ermessens.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">bb) Wie erwÃ¤hnt, weisen der kantonale und der regionale Richtplan die umstrittene FlÃ¤che als FruchtfolgeflÃ¤che aus. Der Kanton ZÃ¼rich hat gemÃ¤ss dem "Sachplan FruchtfolgeflÃ¤chen" des Bundes vom Februar 1992 rund 45'000 ha ackerfÃ¤higes Kulturland als FruchtfolgeflÃ¤che dauernd zu sichern. FlÃ¤chenverzehrende, den landwirtschaftlichen Boden irreversibel zerstÃ¶rende Nutzungen wie Einzonungen, Strassenbauprojekte u.Ã¤. sind hier nur sehr beschrÃ¤nkt und in der Regel nur unter Kompensation zulÃ¤ssig (vgl. Richtplantext 2001, Ziff. 3.2.2). </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Die fragliche Einzonung scheitert schon daran, dass im Rahmen der InteressenabwÃ¤gung auf den Aspekt der Erhaltung der FruchtfolgeflÃ¤che mit keinem Wort eingegangen und daher auch nicht dargelegt wird, wie die neu eingezonte FlÃ¤che, die damit als FruchtfolgeflÃ¤che verloren geht, andernorts kompensiert werden soll (vgl. Bericht zur Revision der Ortsplanung, 2. Phase, S. 18 und 23).</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">cc) Die Baurekurskommission III hat erwogen, dass die Ã¶rtlichen VerhÃ¤ltnisse, namentlich die unmittelbar jenseits des Kirchweges gelegenen, als Naturschutzgebiet von Ã¼berkommunaler Bedeutung geschÃ¼tzten Kiesgrubenbiotope Eichacher/MÃ¼snest, gegen die geplante Ausdehnung des Siedlungsgebietes sprÃ¤chen. Die streitbetroffenen GrundstÃ¼cke bewirkten eine klare Trennung zwischen Bau- und Naturschutzgebiet und dienten den in den Kiesgruben beheimateten Amphibien als Sommerlebensraum (unter Hinweis auf Adrian Borgual/Philippe Fallot/Jan Ryser, Inventar der Amphibienlaichgebiete von nationaler Bedeutung, Schriftenreihe Umwelt Nr. 233 [Hrsg. BUWAL], Bern 1994, S. 6 und 19). Sollten sie diesen Zweck heute nur eingeschrÃ¤nkt erfÃ¼llen, kÃ¶nnte mit einfachen Massnahmen eine wesentliche Ã¶kologische Aufwertung erreicht werden. Diesen zutreffenden AusfÃ¼hrungen, auf die verwiesen werden kann (§ 70 VRG in Verbindung mit § 28 Abs. 1 Satz 2 VRG), ist beizustimmen. </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Die BeschwerdefÃ¼hrerin erklÃ¤rt, sie halte es fÃ¼r unwahrscheinlich, dass die erwÃ¤hnten Amphibien die umstrittenen GrundstÃ¼cke als Sommerlebensraum benutzten; zu erwarten sei, dass sie hierfÃ¼r nur nach Osten wanderten. Dem kann nicht gefolgt werden. Der asphaltierte Kirchweg stellt trotz seiner Breite von 6 m fÃ¼r die Amphibien kein wesentliches Hindernis dar, solange er nicht intensiver befahren wird, als dies zur Zeit der Fall ist. Dass die EinzÃ¤unung des Naturschutzgebietes die Amphibien nicht daran hindert, in die Umgebung zu wandern, braucht keine nÃ¤heren ErlÃ¤uterungen. Die BeschwerdefÃ¼hrerin vermisst AbklÃ¤rungen Ã¼ber den heutigen Amphibienbestand sowie sein natÃ¼rliches Entwicklungsgebiet, und bestreitet, dass sich Amphibien auf den fraglichen GrundstÃ¼cken mehr als nur selten aufhalten. Es wÃ¤re indessen Sache der BeschwerdefÃ¼hrerin gewesen, im Hinblick auf die vorzunehmende InteressenabwÃ¤gung â bei der die naturschÃ¼tzerische Bedeutung der umstrittenen GrundstÃ¼cke im konkreten Fall ohne Zweifel einen massgeblichen Aspekt darstellt (vgl. Art. 1 Abs. 2 lit. a RPG sowie Ziff. 1.2.2 und Ziff. 3.1 des Richtplantextes) â den Sachverhalt soweit nÃ¶tig zu klÃ¤ren (vgl. BGE 123 II 88 E. 2c/d; Tschannen in: Kommentar RPG, Art. 3 N. 25 und 39). Ohne Beweis des Gegenteils scheint es wie erwÃ¤hnt durchaus Ã¼berzeugend, dass die im Kiesgrubenbiotop laichenden Amphibien die ganze verfÃ¼gbare Umgebung als Sommerlebensraum benutzen; dies umso eher, als die AusbreitungsmÃ¶glichkeiten in die anderen Richtungen, auch nach Osten, beschrÃ¤nkt sind, wie auch die BeschwerdefÃ¼hrerin einrÃ¤umt. Die Ausdehnung des Siedlungsgebietes bis an den Kirchweg wÃ¼rde diesen Lebensraum weiter beschrÃ¤nken. Grundlagen zur Bewertung einer solchen BeschrÃ¤nkung liegen nicht vor. GrundsÃ¤tzlich verfehlt erscheint der Einwand der BeschwerdefÃ¼hrerin, der Lebensraum der Amphibien werde durch das von der Baudirektion ausgeschiedene Naturschutzgebiet bereits ausreichend geschÃ¼tzt. Bei diesem Schutzgebiet handelt es sich nur um den fÃ¼r die Vermehrung notwendigen, zentralen Lebensraum. Wie sich der von der Baurekurskommission III zitierten Quelle (SRU Nr. 233) entnehmen lÃ¤sst, benÃ¶tigen die Amphibien neben den LaichgewÃ¤ssern SommerlebensrÃ¤ume, die je nach Lurchart einige hundert Meter bis Ã¼ber zwei Kilometer entfernt sein kÃ¶nnen. Diese FlÃ¤che wird vom Naturschutzgebiet klarerweise nicht abgedeckt.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Die BeschwerdefÃ¼hrerin macht geltend, die Erhaltung der seltenen Tier- und Pflanzenarten dÃ¼rfe letztlich nicht dazu fÃ¼hren, dass sie auf ihrem Gebiet ihren eigentlichen Aufgaben nicht ausreichend nachkommen kÃ¶nne. Abgesehen davon, dass nicht nachgewiesen ist, dass die Errichtung des FeuerwehrgebÃ¤udes und des Werkhofes an genau der vorgesehenen Stelle zu diesen eigentlichen Aufgaben zÃ¤hlt, verkennt die BeschwerdefÃ¼hrerin mit dieser Argumentation die Bedeutung einer umfassenden InteressenabwÃ¤gung. </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">dd) Eine Durchstossung des Landwirtschaftsgebiets setzt insbesondere voraus, dass die PlanungsbehÃ¶rde darlegt, weshalb die betreffenden Nutzungen nicht zweckmÃ¤ssig innerhalb des Siedlungsgebietes untergebracht werden kÃ¶nnen. Die Baurekurskommis­sion III hat hierzu erwogen, die Planung habe sich primÃ¤r auf einen Standort innerhalb der Bauzone auszurichten. Erst wenn die fraglichen Nutzungen innerhalb des Siedlungsgebietes nicht zweckmÃ¤ssig untergebracht werden kÃ¶nnten, sei ein Standort ausserhalb desselben ins Auge zu fassen. Dabei kÃ¶nne es jedoch nicht darum gehen, einen zweckmÃ¤ssigen Standort innerhalb der Bauzone durch einen perfekten ausserhalb davon zu ersetzen. FÃ¼r den Werkhof und die Feuerwehr stÃ¼nden ausreichend taugliche FlÃ¤chen innerhalb des Siedlungsgebietes zu VerfÃ¼gung (was nÃ¤her ausgefÃ¼hrt wird); es sei indessen nicht Sache der Baurekurskommission, mÃ¶gliche Standorte innerhalb des Siedlungsgebiets auf ihre Eignung fÃ¼r die besagten Bauten und Anlagen hin zu prÃ¼fen.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Was die BeschwerdefÃ¼hrerin hiergegen einwendet, Ã¼berzeugt nicht. Weder aus der EvaluationsÃ¼bersicht vom 26. November 2002 noch aus den eingereichten Sitzungsprotokollen geht Ã¼berzeugend hervor, dass eine Standortevaluation stattgefunden hat, bei der nach zuvor festgelegten Kriterien verschiedene Standorte untersucht und der am besten geeignete ausgewÃ¤hlt wurden. Daher lÃ¤sst sich nicht wirklich nachvollziehen, weshalb die in der Bauzone liegenden Standorte Nr. 1, 2 und 6 nicht in Frage kommen sollten. Standort 1 liegt in der Industriezone. Dass die am Rande von Kat.-Nr. 5464 verlaufende Starkstromleitung eine Ãberbauung mit Werkhof und/oder FeuerwehrgebÃ¤ude verhindern soll, ist wenig plausibel; allfÃ¤lligen Platzproblemen kÃ¶nnte wohl durch ein Ausweichen bzw. eine teilweise Inanspruchnahme der Nachbarparzelle begegnet werden. Die BeschwerdefÃ¼hrerin legt auch nicht dar, welcher Stellenwert und welche Verbindlichkeit dem Plan "Vision Gries" zukommt. Damit ist ebenfalls unklar, weshalb eine Platzierung von Feuerwehr und Werkhof innerhalb der bisherigen Zone fÃ¼r Ã¶ffentliche Bauten (im Gebiet Gries Nord) nicht in Frage kommen soll, wie auch unklar bleibt, weshalb in der Mitte dieser Zone neu eine Wohnzone ausgeschieden wurde. Problematisch erscheint in diesem Zusammenhang auch, dass die BeschwerdefÃ¼hrerin in Missachtung ihres eigenen Richtplans die Parzelle Kat.-Nr. 6155 so Ã¼berbaut hat, dass sie fÃ¼r die Feuerwehr und den Werkhof nicht mehr in Frage kommt.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Ein Kriterium, das die Standortwahl ohne Zweifel stark geprÃ¤gt hat, ist das Anliegen, Feuerwehr und Werkhof am selben Standort unterzubringen. Es mag durchaus zutreffen, dass auf diese Weise Synergien genutzt werden kÃ¶nnten. Auch hierzu fehlen indessen genauere Unterlagen und eine Quantifizierung des entstehenden Nutzens, was ein AbwÃ¤gen gegenÃ¼ber anderen Interessen erschwert bzw. verunmÃ¶glicht. Ein Standort innerhalb der Bauzone scheint jedenfalls ohne weiteres mÃ¶glich, wenn dieses Anliegen aufgegeben wÃ¼rde. </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">c) Die Voraussetzungen fÃ¼r eine Durchstossung sind daher nicht erfÃ¼llt. Weder liegt ein Ã¼berzeugender Nachweis dafÃ¼r vor, dass fÃ¼r den Bau von FeuerwehrgebÃ¤ude und Werkhof ein zweckmÃ¤ssiger Standort innerhalb der Bauzone nicht vorhanden ist, noch wurden die betroffenen Interessen â namentlich jene des Naturschutzes und der Erhaltung der FruchtfolgeflÃ¤che â ausreichend ermittelt und in die Beurteilung einbezogen. </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">6. Zusammenfassend ergibt sich, dass die angefochtene Einzonung mit dem Richtplan nicht vereinbar ist. Weder lÃ¤sst sie sich als im Anordnungsspielraum liegende Planungsmassnahme verstehen, noch stellt sie eine untergeordnete Abweichung vom Richtplan dar, noch kann sie als zulÃ¤ssige Durchstossung des Landwirtschaftsgebietes qualifiziert werden. Dies gilt auch dann, wenn die Einzonung auf die Parzelle Kat.-Nr. 1688 beschrÃ¤nkt wÃ¼rde.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">ErgÃ¤nzend ist festzuhalten, dass entgegen der Auffassung der BeschwerdefÃ¼hrerin keine Rede davon sein kann, dass die gewÃ¼nschte Abweichung vom Richtplan deshalb zuzulassen wÃ¤re, weil sie eine gesamthaft bessere LÃ¶sung darstellt. Optimiert wurde vor allem unter betrieblichen Gesichtspunkten, wie sich dem Bericht zu den nicht berÃ¼cksichtigten Einwendungen gemÃ¤ss § 7 PBG entnehmen lÃ¤sst (S. 3 f.). Aus den vorstehenden ErwÃ¤gungen ergibt sich jedoch, dass die InteressenabwÃ¤gung mangelhaft durchgefÃ¼hrt wurde. Dies verbietet den Schluss auf eine <i>gesamthaft</i> bessere LÃ¶sung. </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Ohne eine ErgÃ¤nzung der Unterlagen im Sinne der vorstehenden ErwÃ¤gungen kommt eine Einzonung von Landwirtschaftsgebiet fÃ¼r den angestrebten Zweck nicht in Frage. Damit kann auch dem Subeventualantrag keine Folge gegeben werden, abgesehen davon, dass es nicht Sache des Verwaltungsgerichts wÃ¤re, an Stelle der kommunalen BehÃ¶rde planerische Festlegungen vorzunehmen.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Bei diesem Ergebnis kann offen bleiben, ob sich die angefochtene Planung unter dem Gesichtspunkt der PlanbestÃ¤ndigkeit halten liesse.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">7. Die Beschwerde ist abzuweisen. Die Kosten sind der BeschwerdefÃ¼hrerin aufzuerlegen (§ 70 in Verbindung mit § 13 Abs. 2 VRG). Diese hat ausserdem die Beschwerdegegnerschaft angemessen zu ent­schÃ¤digen (§ 17 Abs. 2 VRG).</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">DemgemÃ¤ss entscheidet die Kammer:</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug2">1. Die Beschwerde wird abgewiesen. </p> <p class="Einzug2"> </p> <p class="Einzug2">2. Die GerichtsgebÃ¼hr wird festgesetzt auf <br/> Fr. 6'000.--; die Ã¼brigen Kosten betragen:<br/> Fr. 60.-- Zustellungskosten,<br/> Fr. 6'060.-- Total der Kosten.</p> <p class="Einzug2"> </p> <p class="Einzug2">3. Die Kosten werden der BeschwerdefÃ¼hrerin auferlegt.</p> <p class="Einzug2"> </p> <p class="Einzug2">4. Die BeschwerdefÃ¼hrerin wird verpflichtet, der Beschwerdegegnerschaft innert 30 Ta­gen ab Rechtskraft dieses Entscheides eine ProzessentschÃ¤digung von Fr. 2'000.- (Mehrwertsteuer inbegriffen) zu bezahlen.</p> <p class="Einzug2"> </p> <p class="MsoNormal">5. â¦</p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>