<h2>SubmittedText<h2><p>Der Bundesrat wird beauftragt, in einem Bericht aufzuzeigen, ob und in welchem Ausmass die medizinische Grundversorgung in den ländlichen Gebieten der Schweiz heute gewährleistet ist, und wie sie unter anderem vor dem Hintergrund des demografischen Wandels auch in Zukunft sichergestellt werden kann. </p><p>Der Bericht soll zudem Massnahmen zur Verbesserung der medizinischen Grundversorgung vorschlagen. </p><p>Insbesondere sollen dabei folgende Massnahmen vertieft geprüft werden:</p><p>- die Aufhebung des Numerus clausus;</p><p>- die schweizweite Vereinheitlichung der Tarmed-Tarife;</p><p>- die Stärkung der Allgemeinpraktiker im Rahmen der medizinischen Ausbildung;</p><p>- die Schaffung von Anreizen für Kooperationen zwischen Ärzten, zwischen Ärzten und Regionalspitälern sowie zwischen den Regionalspitälern.</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Der Bundesrat hat ein grosses Interesse an der Sicherung einer qualitativ hochstehenden Grundversorgung in der Schweiz, und er ist sich der zunehmenden Probleme für die medizinische Versorgungssicherheit und Versorgungsqualität bewusst. Der Handlungsspielraum des Bundes gemäss der verfassungsmässigen Kompetenzordnung ist jedoch beschränkt, und die Zuständigkeit für die Gesundheitsversorgung liegt primär bei den Kantonen. </p><p>Der Bundesrat hat sich der Frage der Grundversorgung bereits angenommen und hat am 27. Januar 2010 einen Bericht in Beantwortung der Postulate 07.3279 der Kommission für soziale Sicherheit und Gesundheit SR (06.2009) und 07.3561 der Kommission für soziale Sicherheit und Gesundheit NR (06.2009) betreffend die Aufwertung der Hausarztmedizin vorgelegt. In diesem Bericht werden ausgehend von einer Klärung des Begriffs Grundversorgung das Tätigkeitsprofil der Grundversorger analysiert, der Reformbedarf in Aus- und Weiterbildung untersucht, die Frage der ärztlichen Grundversorgung in Randregionen angegangen und die Einkommenslage der Grundversorger aufgezeigt. Weiter hat sich der Bundesrat im Zusammenhang mit der Motion Fehr Jacqueline 08.3608, "Strategie gegen Ärztemangel und zur Förderung der Hausarztmedizin", bereiterklärt, die Thematik der Grundversorgung vertieft zu prüfen und in einem Bericht konkrete Massnahmenvorschläge zu unterbreiten. Der Bericht ist auf Ende 2010 geplant. </p><p>Die Probleme sind erkannt und werden bearbeitet. Damit wird dem Anliegen des vorliegenden Postulates bereits Rechnung getragen. Für den Bundesrat besteht aus heutiger Sicht kein weiter gehender Handlungsbedarf. Er lehnt das Postulat deshalb ab.</p>  Der Bundesrat beantragt die Ablehnung des Postulates.