Europäisches Übereinkommen vom 20. April 1959 über die Rechtshilfe in Strafsachen <?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><akomaNtoso xmlns="http://docs.oasis-open.org/legaldocml/ns/akn/3.0" xmlns:fedlex="http://fedlex.admin.ch/"><act name="publicLaw"><meta><identification source="#ch.bk"><FRBRWork><FRBRthis value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/1967/831_871_866/20250213/main-text"/><FRBRuri value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/1967/831_871_866/20250213"/><FRBRdate date="2025-02-13" name="jolux:dateApplicability"/><FRBRdate date="1959-04-20" name="jolux:dateDocument"/><FRBRdate date="1967-03-20" name="jolux:dateEntryInForce"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#publisher"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#rightsHolder"/><FRBRcountry value="CH"/><FRBRnumber value="0.351.1"/><FRBRname xml:lang="it" value="Convenzione europea di assistenza giudiziaria in materia penale, del 20 aprile 1959" shortForm=""/><FRBRname xml:lang="de" value="Europäisches Übereinkommen vom 20. April 1959 über die Rechtshilfe in Strafsachen" shortForm=""/><FRBRname xml:lang="fr" value="Convention européenne d'entraide judiciaire en matière pénale du 20 avril 1959" shortForm=""/><FRBRauthoritative value="true"/></FRBRWork><FRBRExpression><FRBRthis value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/1967/831_871_866/20250213/de/main-text"/><FRBRuri value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/1967/831_871_866/20250213/de"/><FRBRdate date="2025-02-13" name="jolux:dateApplicability"/><FRBRdate date="1959-04-20" name="jolux:dateDocument"/><FRBRdate date="1967-03-20" name="jolux:dateEntryInForce"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#publisher"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#rightsHolder"/><FRBRlanguage language="de"/></FRBRExpression><FRBRManifestation><FRBRthis value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/1967/831_871_866/20250213/de/xml/main-text"/><FRBRuri value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/1967/831_871_866/20250213/de/xml"/><FRBRdate date="2025-02-13" name="jolux:dateApplicability"/><FRBRdate date="1959-04-20" name="jolux:dateDocument"/><FRBRdate date="1967-03-20" name="jolux:dateEntryInForce"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#publisher"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#rightsHolder"/><FRBRformat value="xml" fedlex:generator="2024-q4-rel-1.6.5"/></FRBRManifestation></identification><references source="#ch.bk"><TLCOrganization eId="ch.bk" href="https://fedlex.data.admin.ch/vocabulary/legal-institution/2" showAs="Bundeskanzlei"/><TLCRole eId="publisher" href="http://data.legilux.public.lu/resource/ontology/jolux#publisher" showAs="Editeur"/><TLCRole eId="rightsHolder" href="http://data.legilux.public.lu/resource/ontology/jolux#rightsHolder" showAs="Détenteur des droits"/><TLCReference name="language" href="http://publications.europa.eu/resource/authority/language/DEU" showAs="de"/><TLCReference name="format" href="https://fedlex.data.admin.ch/vocabulary/user-format/xml" showAs="xml"/></references></meta><preface><p><docNumber>0.351.1</docNumber></p><p> AS <b>1967</b> 831; BBl <b>1966</b> I 494</p><p xmlns:mig="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:migration">Übersetzung</p><p><docTitle>Europäisches Übereinkommen <br/>über die Rechtshilfe in Strafsachen</docTitle></p><p>Abgeschlossen in Strassburg am 20. April 1959 <br/>Von der Bundesversammlung genehmigt am 27. September 1966<authorialNote><p> <ref href="https://fedlex.data.admin.ch/eli/oc/1967/805_845_839" xmlns:data="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:data" xmlns:tmp="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:temp">AS <b>1967</b> 805</ref></p></authorialNote> <br/>Schweizerische Ratifikationsurkunde hinterlegt am 20. Dezember 1966 <br/>In Kraft getreten für die Schweiz am 20. März 1967</p><p> (Stand am 13. Februar 2025)</p></preface><preamble><p fedlex:role="heading"><i>Präambel</i></p><p>Die unterzeichneten Regierungen, Mitglieder des Europarates,</p><p>in der Erwägung, dass es das Ziel des Europarates ist, eine engere Verbindung zwischen seinen Mitgliedern herbeizuführen;</p><p>in der Überzeugung, dass die Annahme gemeinsamer Vorschriften auf dem Gebiet der Rechtshilfe in Strafsachen dazu beitragen wird, dieses Ziel zu erreichen;</p><p>in der Erwägung, dass die Rechtshilfe mit der Auslieferung zusammenhängt, die bereits Gegenstand eines am 13. Dezember 1957<authorialNote><p> <ref href="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/1967/814_854_850" xmlns:data="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:data" xmlns:tmp="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:temp">SR <b>0.353.1</b></ref></p></authorialNote> unterzeichneten Übereinkommens war,</p><p>sind wie folgt übereingekommen:</p></preamble><body><title eId="tit_I"><num>Kapitel I </num><heading>Allgemeine Bestimmungen</heading><article eId="art_1"><num><b>Art. 1</b><authorialNote><p> Siehe jedoch Art. 1 des Zweiten Zusatzprotokolls vom 8. Nov. 2001 (<ref href="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/2005/46" xmlns:data="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:data" xmlns:tmp="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:temp">SR <b>0.351.12</b></ref>).</p></authorialNote></num><paragraph eId="art_1/para_1"><num>1.</num><content><p>Die Vertragsparteien verpflichten sich, gemäss den Bestimmungen dieses Übereinkommens einander so weit wie möglich Rechtshilfe zu leisten in allen Verfahren hinsichtlich strafbarer Handlungen, zu deren Verfolgung in dem Zeitpunkt, in dem um Rechtshilfe ersucht wird, die Justizbehörden des ersuchenden Staates zuständig sind.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_1/para_2"><num>2.</num><content><p>Dieses Übereinkommen findet keine Anwendung auf Verhaftungen, auf die Vollstreckung verurteilender Erkenntnisse sowie auf militärische strafbare Handlungen, die nicht nach gemeinem Recht strafbar sind.</p></content></paragraph></article><article eId="art_2"><num><b>Art. 2</b></num><paragraph eId="art_2/para"><content><blockList><listIntroduction eId="art_2/para/listintro">Die Rechtshilfe kann verweigert werden:</listIntroduction><item eId="art_2/para/lbl_a"><num>a) </num><p>wenn sich das Ersuchen auf strafbare Handlungen bezieht, die vom ersuchten Staat als politische, als mit solchen zusammenhängende oder als fiskalische strafbare Handlungen angesehen werden;</p></item><item eId="art_2/para/lbl_b"><num>b) </num><p>wenn der ersuchte Staat der Ansicht ist, dass die Erledigung des Ersuchens geeignet ist, die Souveränität, die Sicherheit, die öffentliche Ordnung (ordre public) oder andere wesentliche Interessen seines Landes zu beeinträchtigen.</p></item></blockList></content></paragraph></article></title><title eId="tit_II"><num>Kapitel II </num><heading>Rechtshilfeersuchen</heading><article eId="art_3"><num><b>Art. 3</b></num><paragraph eId="art_3/para_1"><num>1.</num><content><p>Rechtshilfeersuchen in einer Strafsache, die ihm von den Justizbehörden des ersuchenden Staates zugehen und die Vornahme von Untersuchungshandlungen oder die Übermittlung von Beweisstücken, Akten oder Schriftstücken zum Gegenstand haben, lässt der ersuchte Staat in der in seinen Rechtsvorschriften vorgesehenen Form erledigen.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_3/para_2"><num>2.</num><content><p>Wünscht der ersuchende Staat, dass die Zeugen oder Sachverständigen unter Eid aussagen, so hat er ausdrücklich darum zu ersuchen; der ersuchte Staat hat diesem Ersuchen stattzugeben, sofern sein Recht dem nicht entgegensteht.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_3/para_3"><num>3.</num><content><p>Der ersuchte Staat braucht nur beglaubigte Abschriften oder beglaubigte Photokopien der erbetenen Akten oder Schriftstücke zu übermitteln. Verlangt der ersuchende Staat jedoch ausdrücklich die Übermittlung von Urschriften, so wird diesem Ersuchen so weit wie irgend möglich stattgegeben.</p></content></paragraph></article><article eId="art_4"><num><b>Art. 4</b><authorialNote><p> Siehe jedoch Art. 2 des Zweiten Zusatzprotokolls vom 8. Nov. 2001 (<ref href="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/2005/46" xmlns:data="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:data" xmlns:tmp="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:temp">SR <b>0.351.12</b></ref>).</p></authorialNote></num><paragraph eId="art_4/para"><content><p>Auf ausdrückliches Verlangen des ersuchenden Staates unterrichtet ihn der ersuchte Staat von Zeit und Ort der Erledigung des Rechtshilfeersuchens. Die beteiligten Behörden und Personen können bei der Erledigung vertreten sein, wenn der ersuchte Staat zustimmt.</p></content></paragraph></article><article eId="art_5"><num><b>Art. 5</b></num><paragraph eId="art_5/para_1"><num>1.</num><content><blockList><listIntroduction eId="art_5/para_1/listintro">Jede Vertragspartei kann sich bei der Unterzeichnung dieses Übereinkommens oder der Hinterlegung ihrer Ratifikations- oder Beitrittsurkunde durch eine an den Generalsekretär des Europarates gerichtete Erklärung das Recht vorbehalten, die Erledigung von Rechtshilfeersuchen um Durchsuchung oder Beschlagnahme von Gegenständen einer oder mehreren der folgenden Bedingungen zu unterwerfen:</listIntroduction><item eId="art_5/para_1/lbl_a"><num>a) </num><p>Die dem Rechtshilfeersuchen zugrunde liegende strafbare Handlung muss sowohl nach dem Recht des ersuchenden Staates als auch nach dem des ersuchten Staates strafbar sein.</p></item><item eId="art_5/para_1/lbl_b"><num>b) </num><p>Die dem Rechtshilfeersuchen zugrunde liegende strafbare Handlung muss im ersuchten Staat auslieferungsfähig sein.</p></item><item eId="art_5/para_1/lbl_c"><num>c) </num><p>Die Erledigung des Rechtshilfeersuchens muss mit dem Recht des ersuchten Staates vereinbar sein.</p></item></blockList></content></paragraph><paragraph eId="art_5/para_2"><num>2.</num><content><p>Hat eine Vertragspartei eine Erklärung gemäss Ziffer 1 abgegeben, so kann jede andere Vertragspartei den Grundsatz der Gegenseitigkeit anwenden.</p></content></paragraph></article><article eId="art_6"><num><b>Art. 6</b></num><paragraph eId="art_6/para_1"><num>1.</num><content><p>Der ersuchte Staat kann die Übergabe von Gegenständen, Akten oder Schriftstücken, um deren Übermittlung ersucht worden ist, aufschieben, wenn er sie für ein anhängiges Strafverfahren benötigt.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_6/para_2"><num>2.</num><content><p>Die Gegenstände sowie die Urschriften von Akten oder Schriftstücken, die in Erledigung eines Rechtshilfeersuchens übermittelt worden sind, werden vom ersuchenden Staat so bald wie möglich dem ersuchten Staat zurückgegeben, sofern dieser nicht darauf verzichtet.</p></content></paragraph></article></title><title eId="tit_III"><num>Kapitel III </num><heading>Zustellung von Verfahrensurkunden und Gerichtsentscheidungen – <br/>Erscheinen von Zeugen, Sachverständigen und Beschuldigten</heading><article eId="art_7"><num><b>Art. 7</b></num><paragraph eId="art_7/para_1"><num>1.</num><content><p>Der ersuchte Staat bewirkt die Zustellung von Verfahrensurkunden und Gerichtsentscheidungen, die ihm zu diesem Zweck vom ersuchenden Staat übermittelt werden.</p><p>Die Zustellung kann durch einfache Übergabe der Urkunde oder der Entscheidung an den Empfänger erfolgen. Auf ausdrückliches Verlangen des ersuchenden Staates bewirkt der ersuchte Staat die Zustellung in einer der in seinen Rechtsvorschriften für die Zustellung gleichartiger Schriftstücke vorgesehenen Formen oder in einer besonderen, mit diesen Rechtsvorschriften vereinbarten Form.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_7/para_2"><num>2.</num><content><p>Die Zustellung wird durch eine datierte und vom Empfänger unterschriebene Empfangsbestätigung nachgewiesen oder durch eine Erklärung des ersuchten Staates, welche die Tatsache, die Form und das Datum der Zustellung beurkundet. Die eine oder die andere dieser Urkunden wird dem ersuchenden Staat unverzüglich übermittelt. Auf dessen Verlangen gibt der ersuchte Staat an, ob die Zustellung seinem Recht gemäss erfolgt ist. Konnte die Zustellung nicht vorgenommen werden, so teilt der ersuchte Staat den Grund dem ersuchenden Staat unverzüglich mit.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_7/para_3"><num>3.</num><content><p>Jede Vertragspartei kann bei der Unterzeichnung dieses Übereinkommens oder der Hinterlegung ihrer Ratifikations- oder Beitrittsurkunde durch eine an den Generalsekretär des Europarates gerichtete Erklärung verlangen, dass die Vorladung für einen Beschuldigten, der sich in ihrem Hoheitsgebiet befindet, ihren Behörden innerhalb einer bestimmten Frist vor dem für das Erscheinen festgesetzten Zeitpunkt übermittelt wird. Die Frist ist in dieser Erklärung zu bestimmen und darf 50 Tage nicht übersteigen.</p><p>Diese Frist ist bei der Festsetzung des Zeitpunktes für das Erscheinen und bei der Übermittlung der Vorladung zu berücksichtigen.</p></content></paragraph></article><article eId="art_8"><num><b>Art. 8</b></num><paragraph eId="art_8/para"><content><p>Der Zeuge oder Sachverständige, der einer Vorladung, um deren Zustellung ersucht worden ist, nicht Folge leistet, darf selbst dann, wenn die Vorladung Zwangsandrohungen enthält, nicht bestraft oder einer Zwangsmassnahme unterworfen werden, sofern er sich nicht später freiwillig in das Hoheitsgebiet des ersuchenden Staates begibt und dort erneut ordnungsgemäss vorgeladen wird.</p></content></paragraph></article><article eId="art_9"><num><b>Art. 9</b></num><paragraph eId="art_9/para"><content><p>Die dem Zeugen oder Sachverständigen vom ersuchenden Staat zu zahlenden Entschädigungen und zu erstattenden Reise- und Aufenthaltskosten werden vom Aufenthaltsort des Zeugen oder Sachverständigen an berechnet und ihm nach Sätzen gewährt, die zumindest denjenigen entsprechen, die in den geltenden Tarifen und Bestimmungen des Staates vorgesehen sind, in dem die Vernehmung stattfinden soll.</p></content></paragraph></article><article eId="art_10"><num><b>Art. 10</b></num><paragraph eId="art_10/para_1"><num>1.</num><content><p>Hält der ersuchende Staat das persönliche Erscheinen eines Zeugen oder Sachverständigen vor seinen Justizbehörden für besonders notwendig, so erwähnt er dies in dem Ersuchen um Zustellung der Vorladung; der ersuchte Staat fordert dann den Zeugen oder Sachverständigen auf, zu erscheinen.</p><p>Der ersuchte Staat gibt die Antwort des Zeugen oder Sachverständigen dem ersuchenden Staat bekannt.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_10/para_2"><num>2.</num><content><p>Im Falle der Ziffer 1 muss das Ersuchen oder die Vorladung die annähernde Höhe der zu zahlenden Entschädigungen sowie der zu erstattenden Reise- und Aufenthaltskosten angeben.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_10/para_3"><num>3.</num><content><p>Auf besonderes Ersuchen kann der ersuchte Staat dem Zeugen oder Sachverständigen einen Vorschuss gewähren. Dieser wird auf der Vorladung vermerkt und vom ersuchenden Staat erstattet.</p></content></paragraph></article><article eId="art_11"><num><b>Art. 11</b><authorialNote><p> Siehe jedoch Art. 3 des Zweiten Zusatzprotokolls vom 8. Nov. 2001 (<ref href="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/2005/46" xmlns:data="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:data" xmlns:tmp="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:temp">SR <b>0.351.12</b></ref>).</p></authorialNote></num><paragraph eId="art_11/para_1"><num>1.</num><content><p>Verlangt der ersuchende Staat das persönliche Erscheinen eines Häftlings als Zeuge oder zur Gegenüberstellung, so wird dieser – vorbehaltlich der Bestimmung des Artikels 12, soweit anwendbar – unter der Bedingung seiner Zurückstellung innerhalb der vom ersuchten Staat bestimmten Frist zeitweilig in das Hoheitsgebiet überstellt, in dem die Vernehmung stattfinden soll.</p><blockList><listIntroduction eId="art_11/para_1/listintro">Die Überstellung kann abgelehnt werden:</listIntroduction><item eId="art_11/para_1/lbl_a"><num>a) </num><p>wenn der Häftling ihr nicht zustimmt;</p></item><item eId="art_11/para_1/lbl_b"><num>b) </num><p>wenn seine Anwesenheit in einem im Hoheitsgebiet des ersuchten Staates anhängigen Strafverfahren notwendig ist;</p></item><item eId="art_11/para_1/lbl_c"><num>c) </num><p>wenn die Überstellung geeignet ist, seine Haft zu verlängern, oder</p></item><item eId="art_11/para_1/lbl_d"><num>d) </num><p>wenn andere gebieterische Erwägungen seiner Überstellung in das Hoheitsgebiet des ersuchenden Staates entgegenstehen.</p></item></blockList></content></paragraph><paragraph eId="art_11/para_2"><num>2.</num><content><p>Im Falle der Ziffer 1 und vorbehaltlich der Bestimmungen des Artikels 2 wird die Durchbeförderung des Häftlings durch das Hoheitsgebiet eines dritten Staates, der Partei dieses Übereinkommens ist, bewilligt auf Grund eines Ersuchens, das mit allen erforderlichen Schriftstücken vom Justizministerium des ersuchenden Staates an das Justizministerium des um Durchbeförderung ersuchten Staates gerichtet wird.</p><p>Eine Vertragspartei kann es ablehnen, die Durchbeförderung ihrer eigenen Staatsangehörigen zu bewilligen.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_11/para_3"><num>3.</num><content><p>Die überstellte Person muss im Hoheitsgebiet des ersuchenden Staates und gegebenenfalls im Hoheitsgebiet des um Durchbeförderung ersuchten Staates in Haft bleiben, sofern nicht der um Überstellung ersuchte Staat ihre Freilassung verlangt.</p></content></paragraph></article><article eId="art_12"><num><b>Art. 12</b></num><paragraph eId="art_12/para_1"><num>1.</num><content><p>Ein Zeuge oder Sachverständiger, gleich welcher Staatsangehörigkeit, der auf Vorladung vor den Justizbehörden des ersuchenden Staates erscheint, darf in dessen Hoheitsgebiet wegen Handlungen oder Verurteilungen aus der Zeit vor seiner Abreise aus dem Hoheitsgebiet des ersuchten Staates weder verfolgt, noch in Haft gehalten, noch einer sonstigen Beschränkung seiner persönlichen Freiheit unterworfen werden.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_12/para_2"><num>2.</num><content><p>Eine Person, gleich welcher Staatsangehörigkeit, die vor die Justizbehörden des ersuchenden Staates vorgeladen ist, um sich wegen einer ihr zur Last gelegten Handlung strafrechtlich zu verantworten, darf dort wegen nicht in der Vorladung angeführter Handlungen oder Verurteilungen aus der Zeit vor ihrer Abreise aus dem Hoheitsgebiet des ersuchten Staates weder verfolgt, noch in Haft gehalten, noch einer sonstigen Beschränkung ihrer persönlichen Freiheit unterworfen werden.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_12/para_3"><num>3.</num><content><p>Der in diesem Artikel vorgesehene Schutz endet, wenn der Zeuge, Sachverständige oder Beschuldigte während fünfzehn aufeinander folgenden Tagen, nachdem seine Anwesenheit von den Justizbehörden nicht mehr verlangt wurde, die Möglichkeit gehabt hat, das Hoheitsgebiet des ersuchenden Staates zu verlassen, und trotzdem dort bleibt, oder wenn er nach Verlassen dieses Gebietes dorthin zurückgekehrt ist.</p></content></paragraph></article></title><title eId="tit_IV"><num>Kapitel IV </num><heading>Strafregister</heading><article eId="art_13"><num><b>Art. 13</b><authorialNote><p> Siehe die V vom 29. Sept. 2006 über das Strafregister (<ref href="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/2022/698" xmlns:data="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:data" xmlns:tmp="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:temp">SR <b>331</b></ref>).</p></authorialNote></num><paragraph eId="art_13/para_1"><num>1.</num><content><p>Der ersuchte Staat übermittelt von den Justizbehörden einer Vertragspartei für eine Strafsache erbetene Auszüge aus dem Strafregister und auf dieses bezügliche Auskünfte in dem Umfang, in dem seine Justizbehörden sie in ähnlichen Fällen selbst erhalten könnten.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_13/para_2"><num>2.</num><content><p>In anderen als den in Ziffer 1 erwähnten Fällen wird einem solchen Ersuchen unter den Voraussetzungen stattgegeben, die in den gesetzlichen oder sonstigen Vorschriften oder durch die Übung des ersuchten Staates vorgesehen sind.</p></content></paragraph></article></title><title eId="tit_V"><num>Kapitel V </num><heading>Verfahren</heading><article eId="art_14"><num><b>Art. 14</b></num><paragraph eId="art_14/para_1"><num>1.</num><content><blockList><listIntroduction eId="art_14/para_1/listintro">Die Rechtshilfeersuchen müssen folgende Angaben enthalten:</listIntroduction><item eId="art_14/para_1/lbl_a"><num>a) </num><p>die Behörde, von der das Ersuchen ausgeht,</p></item><item eId="art_14/para_1/lbl_b"><num>b) </num><p>den Gegenstand und den Grund des Ersuchens,</p></item><item eId="art_14/para_1/lbl_c"><num>c) </num><p>soweit möglich, die Identität und die Staatsangehörigkeit der Person, gegen die sich das Verfahren richtet, und,</p></item><item eId="art_14/para_1/lbl_d"><num>d) </num><p>soweit erforderlich, den Namen und die Anschrift des Zustellungsempfängers.</p></item></blockList></content></paragraph><paragraph eId="art_14/para_2"><num>2.</num><content><p>Die in den Artikeln 3, 4 und 5 erwähnten Rechtshilfeersuchen haben ausserdem die strafbare Handlung zu bezeichnen und eine kurze Darstellung des Sachverhalts zu enthalten.</p></content></paragraph></article><article eId="art_15"><num><b>Art. 15</b><authorialNote><p> Siehe jedoch Art. 4 des Zweiten Zusatzprotokolls vom 8. Nov. 2001 und die dazugehörige Erkl. der Schweiz (<ref href="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/2005/46" xmlns:data="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:data" xmlns:tmp="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:temp">SR <b>0.351.12</b></ref>).</p></authorialNote></num><paragraph eId="art_15/para_1"><num>1.</num><content><p>Die in den Artikeln 3, 4 und 5 sowie die in Artikel 11 erwähnten Rechtshilfeersuchen werden vom Justizministerium des ersuchenden Staates dem Justizministerium des ersuchten Staates übermittelt und auf demselben Weg zurückgesandt.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_15/para_2"><num>2.</num><content><p>In dringenden Fällen können diese Rechtshilfeersuchen von den Justizbehörden des ersuchenden Staates unmittelbar den Justizbehörden des ersuchten Staates übermittelt werden. Sie werden mit den Erledigungsakten auf dem in Absatz 1 vorgesehenen Weg zurückgesandt.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_15/para_3"><num>3.</num><content><p>Die in Artikel 13 Ziffer 1 erwähnten Ersuchen können von den Justizbehörden unmittelbar der zuständigen Stelle des ersuchten Staates übermittelt und von dieser unmittelbar beantwortet werden. Die in Artikel 13 Ziffer 2 erwähnten Ersuchen werden vom Justizministerium des ersuchenden Staates dem Justizministerium des ersuchten Staates übermittelt.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_15/para_4"><num>4.</num><content><p>Andere als die in den Ziffern 1 und 3 erwähnten Rechtshilfeersuchen, insbesondere Ersuchen um der Strafverfolgung vorausgehende Erhebungen, können Gegenstand des unmittelbaren Verkehrs zwischen den Justizbehörden sein.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_15/para_5"><num>5.</num><content><p>In den Fällen, in denen die unmittelbare Übermittlung durch dieses Übereinkommen zugelassen ist, kann sie durch Vermittlung der Internationalen Kriminalpolizeilichen Organisation (Interpol) erfolgen.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_15/para_6"><num>6.</num><content><p>Jede Vertragspartei kann bei der Unterzeichnung dieses Übereinkommens oder der Hinterlegung ihrer Ratifikations- oder Beitrittsurkunde durch eine an den Generalsekretär des Europarates gerichtete Erklärung bekannt geben, dass ihr alle oder bestimmte Rechtshilfeersuchen auf einem anderen als dem in diesem Artikel vorgesehenen Weg zu übermitteln sind, oder verlangen, dass im Falle des Absatzes 2 eine Abschrift des Rechtshilfeersuchens gleichzeitig ihrem Justizministerium übermittelt wird.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_15/para_7"><num>7.</num><content><p>Dieser Artikel lässt Bestimmungen zweiseitiger, zwischen Vertragsparteien in Kraft stehender Abkommen oder Vereinbarungen unberührt, die die unmittelbare Übermittlung von Rechtshilfeersuchen zwischen ihren Behörden vorsehen.</p></content></paragraph></article><article eId="art_16"><num><b>Art. 16</b></num><paragraph eId="art_16/para_1"><num>1.</num><content><p>Vorbehaltlich der Bestimmungen der Ziffer 2 wird die Übersetzung der Ersuchen und der beigefügten Schriftstücke nicht verlangt.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_16/para_2"><num>2.</num><content><p>Jede Vertragspartei kann sich bei der Unterzeichnung oder der Hinterlegung ihrer Ratifikations- oder Beitrittsurkunde durch eine an den Generalsekretär des Europarates gerichtete Erklärung das Recht vorbehalten zu verlangen, dass ihr die Ersuchen und die beigefügten Schriftstücke mit einer Übersetzung entweder in ihre eigene Sprache oder in eine der offiziellen Sprachen oder die von ihr bezeichnete Sprache des Europarates übermittelt werden. Die anderen Vertragsparteien können den Grundsatz der Gegenseitigkeit anwenden.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_16/para_3"><num>3.</num><content><p>Dieser Artikel lässt die Übersetzung von Rechtshilfeersuchen und beigefügten Schriftstücken betreffende Bestimmungen unberührt, die in Abkommen oder Vereinbarungen enthalten sind, die zwischen zwei oder mehreren Vertragsparteien in Kraft stehen oder in Zukunft abgeschlossen werden.</p></content></paragraph></article><article eId="art_17"><num><b>Art. 17</b></num><paragraph eId="art_17/para"><content><p>Schriftstücke und Urkunden, die auf Grund dieses Übereinkommens übermittelt werden, bedürfen keiner Art von Beglaubigung.</p></content></paragraph></article><article eId="art_18"><num><b>Art. 18</b></num><paragraph eId="art_18/para"><content><p>Ist die mit einem Rechtshilfeersuchen befasste Behörde zu dessen Erledigung nicht zuständig, so leitet sie es von Amts wegen an die zuständige Behörde ihres Landes weiter und verständigt davon den ersuchenden Staat auf dem unmittelbaren Weg, falls das Ersuchen auf diesem Weg gestellt worden ist.</p></content></paragraph></article><article eId="art_19"><num><b>Art. 19</b></num><paragraph eId="art_19/para"><content><p>Jede Verweigerung von Rechtshilfe ist zu begründen.</p></content></paragraph></article><article eId="art_20"><num><b>Art. 20</b><authorialNote><p> Siehe jedoch Art. 5 des Zweiten Zusatzprotokolls vom 8. Nov. 2001 (<ref href="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/2005/46" xmlns:data="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:data" xmlns:tmp="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:temp">SR <b>0.351.12</b></ref>).</p></authorialNote></num><paragraph eId="art_20/para"><content><p>Vorbehaltlich der Bestimmungen des Artikels 10 gibt die Erledigung von Rechtshilfeersuchen keinen Anlass zur Erstattung von Kosten, mit Ausnahme derjenigen, die durch die Beiziehung Sachverständiger im Hoheitsgebiet des ersuchten Staates und durch die Überstellung von Häftlingen nach Artikel 11 verursacht werden.</p></content></paragraph></article></title><title eId="tit_VI"><num>Kapitel VI </num><heading>Anzeigen zum Zwecke der Strafverfolgung</heading><article eId="art_21"><num><b>Art. 21</b></num><paragraph eId="art_21/para_1"><num>1.</num><content><p>Anzeigen einer Vertragspartei zum Zwecke der Strafverfolgung durch die Gerichte einer anderen Partei sind Gegenstand des Schriftverkehrs zwischen den Justizministerien. Die Vertragsparteien können jedoch von der in Artikel 15 Ziffer 6 vorgesehenen Befugnis Gebrauch machen.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_21/para_2"><num>2.</num><content><p>Der ersuchte Staat teilt dem ersuchenden Staat die auf Grund dieser Anzeige getroffenen Massnahmen mit und übermittelt ihm gegebenenfalls eine Abschrift der ergangenen Entscheidung.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_21/para_3"><num>3.</num><content><p>Die Bestimmungen des Artikels 16 werden auf die in Ziffer 1 erwähnten Anzeigen angewendet.</p></content></paragraph></article></title><title eId="tit_VII"><num>Kapitel VII </num><heading>Austausch von Strafnachrichten</heading><article eId="art_22"><num><b>Art. 22</b></num><paragraph eId="art_22/para"><content><p>Jede Vertragspartei benachrichtigt eine andere Partei von allen, deren Staatsangehörige betreffenden strafrechtlichen Verurteilungen und nachfolgenden Massnahmen, die in das Strafregister eingetragen worden sind. Die Justizministerien übermitteln einander diese Nachrichten mindestens einmal jährlich. Gilt die betroffene Person als Staatsangehöriger von zwei oder mehreren Vertragsparteien, so werden die Nachrichten jeder dieser Parteien übermittelt, sofern die Person nicht die Staatsangehörigkeit der Partei besitzt, in deren Hoheitsgebiet sie verurteilt worden ist.</p></content></paragraph></article></title><title eId="tit_VIII"><num>Kapitel VIII </num><heading>Schlussbestimmungen</heading><article eId="art_23"><num><b>Art. 23</b></num><paragraph eId="art_23/para_1"><num>1.</num><content><p>Jede Vertragspartei kann bei der Unterzeichnung dieses Übereinkommens oder der Hinterlegung ihrer Ratifikations- oder Beitrittsurkunde zu einer oder mehreren genau bezeichneten Bestimmungen des Übereinkommens einen Vorbehalt machen.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_23/para_2"><num>2.</num><content><p>Jede Vertragspartei, die einen Vorbehalt gemacht hat, wird ihn zurückziehen, sobald die Umstände es gestatten. Die Zurückziehung von Vorbehalten erfolgt durch Notifikation an den Generalsekretär des Europarates.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_23/para_3"><num>3.</num><content><p>Eine Vertragspartei, die einen Vorbehalt zu einer Bestimmung des Übereinkommens gemacht hat, kann deren Anwendung durch eine andere Vertragspartei nur insoweit beanspruchen, als sie selbst diese Bestimmung angenommen hat.</p></content></paragraph></article><article eId="art_24"><num><b>Art. 24</b><authorialNote><p> Siehe jedoch Art. 6 des Zweiten Zusatzprotokolls vom 8. Nov. 2001 und die dazugehörige Erkl. der Schweiz (<ref href="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/2005/46" xmlns:data="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:data" xmlns:tmp="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:temp">SR <b>0.351.12</b></ref>).</p></authorialNote></num><paragraph eId="art_24/para"><content><p>Jede Vertragspartei kann bei der Unterzeichnung dieses Übereinkommens oder der Hinterlegung ihrer Ratifikations- oder Beitrittsurkunde durch eine an den Generalsekretär des Europarates gerichtete Erklärung die Behörden bezeichnen, die sie als Justizbehörden im Sinne dieses Übereinkommens betrachtet.</p></content></paragraph></article><article eId="art_25"><num><b>Art. 25</b></num><paragraph eId="art_25/para_1"><num>1.</num><content><p>Dieses Übereinkommen findet auf das Mutterland der Vertragsparteien Anwendung.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_25/para_2"><num>2.</num><content><p>Es findet hinsichtlich Frankreich auch auf Algerien<authorialNote><p> Das Übereink. ist auf Algerien nicht mehr anwendbar, nachdem dieses Land die  Unabhängigkeit erlangt hat (siehe die Erklärung von Frankreich, welche auf der Internet-Seite des Europarates: <ref href="http://conventions.coe.int/treaty/FR/cadreprincipal.htm">http://conventions.coe.int/treaty/FR/cadreprincipal.htm</ref> eingesehen werden kann).</p></authorialNote> und die überseeischen Departemente und hinsichtlich Italien auf das unter italienischer Verwaltung stehende Gebiet von Somaliland Anwendung.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_25/para_3"><num>3.</num><content><p>Die Bundesrepublik Deutschland kann die Anwendung dieses Übereinkommens durch eine an den Generalsekretär des Europarates gerichtete Erklärung auf das Land Berlin ausdehnen.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_25/para_4"><num>4.</num><content><p>Hinsichtlich des Königreiches der Niederlande findet dieses Übereinkommen auf das europäische Hoheitsgebiet Anwendung. Das Königreich kann durch eine an den Generalsekretär des Europarates gerichtete Erklärung die Anwendung des Übereinkommens auf die Niederländischen Antillen, Surinam und Niederländisch-Neuguinea ausdehnen.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_25/para_5"><num>5.</num><content><p>Zwischen zwei oder mehreren Vertragsparteien kann die Anwendung dieses Übereinkommens durch unmittelbare Vereinbarung unter den darin festzusetzenden Bedingungen auf andere als die in den Ziffern 1, 2, 3 und 4 erwähnten Gebiete ausgedehnt werden, für deren internationale Beziehungen eine dieser Vertragsparteien verantwortlich ist.</p></content></paragraph></article><article eId="art_26"><num><b>Art. 26</b></num><paragraph eId="art_26/para_1"><num>1.</num><content><p>Vorbehaltlich der Bestimmungen des Artikels 15 Ziffer 7 und des Artikels 16 Ziffer 3 hebt dieses Übereinkommen hinsichtlich der Gebiete, auf die es Anwendung findet, diejenigen Bestimmungen zweiseitiger Verträge, Übereinkommen oder Vereinbarungen auf, die die Rechtshilfe in Strafsachen zwischen zwei Vertragsparteien regeln.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_26/para_2"><num>2.</num><content><p>Dieses Übereinkommen berührt jedoch nicht die Verpflichtungen aus denjenigen Bestimmungen anderer zwei- oder mehrseitiger internationaler Übereinkommen, die auf einem bestimmten Sachgebiet besondere Fragen der Rechtshilfe regeln oder regeln werden.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_26/para_3"><num>3.</num><content><p>Die Vertragsparteien können untereinander zwei- oder mehrseitige Vereinbarungen über die Rechtshilfe in Strafsachen nur zur Ergänzung dieses Übereinkommens oder zur Erleichterung der Anwendung der darin enthaltenen Grundsätze schliessen.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_26/para_4"><num>4.</num><content><p>Wird die Rechtshilfe in Strafsachen zwischen zwei oder mehreren Vertragsparteien auf der Grundlage einheitlicher Rechtsvorschriften oder eines besonderen Systems geleistet, das die gegenseitige Anwendung von Rechtshilfemassnahmen in ihren Hoheitsgebieten vorsieht, so sind diese Parteien berechtigt, ungeachtet der Bestimmungen dieses Übereinkommens ihre wechselseitigen Beziehungen auf diesem Gebiet ausschliesslich nach diesen Systemen zu regeln. Die Vertragsparteien, die auf Grund dieses Absatzes in ihren wechselseitigen Beziehungen die Anwendung dieses Übereinkommens jetzt oder künftig ausschliessen, haben dies dem Generalsekretär des Europarates zu notifizieren.</p></content></paragraph></article><article eId="art_27"><num><b>Art. 27</b></num><paragraph eId="art_27/para_1"><num>1.</num><content><p>Dieses Übereinkommen liegt zur Unterzeichnung durch die Mitglieder des Europarates auf. Es bedarf der Ratifizierung; die Ratifikationsurkunden werden bei dem Generalsekretär des Europarates hinterlegt.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_27/para_2"><num>2.</num><content><p>Das Übereinkommen tritt 90 Tage nach Hinterlegung der dritten Ratifikationsurkunde in Kraft.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_27/para_3"><num>3.</num><content><p>Für jeden Unterzeichnerstaat, der es später ratifiziert, tritt das Übereinkommen 90 Tage nach Hinterlegung seiner Ratifikationsurkunde in Kraft.</p></content></paragraph></article><article eId="art_28"><num><b>Art. 28</b></num><paragraph eId="art_28/para_1"><num>1.</num><content><p>Das Ministerkomitee des Europarates kann jeden Staat, der nicht Mitglied des Europarates ist, einladen, diesem Übereinkommen beizutreten. Die Entschliessung über diese Einladung bedarf der einstimmigen Billigung der Mitglieder des Europarates, die das Übereinkommen ratifiziert haben.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_28/para_2"><num>2.</num><content><p>Der Beitritt erfolgt durch Hinterlegung einer Beitrittsurkunde bei dem Generalsekretär des Europarates und wird 90 Tage nach deren Hinterlegung wirksam.</p></content></paragraph></article><article eId="art_29"><num><b>Art. 29</b></num><paragraph eId="art_29/para"><content><p>Jede Vertragspartei kann für sich selbst dieses Übereinkommen durch Notifikation an den Generalsekretär des Europarates kündigen. Diese Kündigung wird sechs Monate nach Eingang der Notifikation bei dem Generalsekretär des Europarates wirksam.</p></content></paragraph></article><article eId="art_30"><num><b>Art. 30</b></num><paragraph eId="art_30/para"><content><blockList><listIntroduction eId="art_30/para/listintro">Der Generalsekretär des Europarates notifiziert den Mitgliedern des Europarates und der Regierung jedes Staates, der diesem Übereinkommen beigetreten ist:</listIntroduction><item eId="art_30/para/lbl_a"><num>a) </num><p>die Namen der Unterzeichner und die Hinterlegung jeder Ratifikations- oder Beitrittsurkunde;</p></item><item eId="art_30/para/lbl_b"><num>b) </num><p>den Zeitpunkt des Inkrafttretens:</p></item><item eId="art_30/para/lbl_c"><num>c) </num><p>jede nach den Artikeln 5 Ziffer 1, 7 Ziffer 3, 15 Ziffer 6, 16 Ziffer 2, 24, 25 Ziffern 3 und 4 sowie 26 Ziffer 4 eingegangene Notifikation;</p></item><item eId="art_30/para/lbl_d"><num>d) </num><p>jeden nach Artikel 23 Ziffer 1 gemachten Vorbehalt;</p></item><item eId="art_30/para/lbl_e"><num>e) </num><p>jede nach Artikel 23 Ziffer 2 vorgenommene Zurückziehung eines Vorbehaltes;</p></item><item eId="art_30/para/lbl_f"><num>f) </num><p>jede nach Artikel 29 eingegangene Notifikation einer Kündigung und den Zeitpunkt, in dem diese wirksam wird.</p></item></blockList></content></paragraph></article></title><signature><p><i>Zu Urkund dessen</i> haben die hiezu gehörig bevollmächtigten Unterzeichneten dieses Übereinkommen unterschrieben.</p><p>Geschehen zu Strassburg, am 20. April 1959, in französischer und englischer Sprache, wobei jeder Wortlaut in gleicher Weise massgebend ist, in einer Urschrift, die im Archiv des Europarates hinterlegt wird. Der Generalsekretär des Europarates übermittelt den unterzeichneten und den beitretenden Regierungen beglaubigte Abschriften.</p><p xmlns:mig="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:migration">(Es folgen die Unterschriften)</p></signature></body><components><component eId="scope_u1"><doc name="scope"><meta><identification source="#ch.bk"><FRBRWork><FRBRthis value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/1967/831_871_866/20250213/main-text"/><FRBRuri value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/1967/831_871_866/20250213"/><FRBRdate date="2025-02-13" name="jolux:dateApplicability"/><FRBRdate date="1959-04-20" name="jolux:dateDocument"/><FRBRdate date="1967-03-20" name="jolux:dateEntryInForce"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#publisher"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#rightsHolder"/><FRBRcountry value="CH"/><FRBRnumber value="0.351.1"/><FRBRname xml:lang="it" value="Convenzione europea di assistenza giudiziaria in materia penale, del 20 aprile 1959" shortForm=""/><FRBRname xml:lang="de" value="Europäisches Übereinkommen vom 20. April 1959 über die Rechtshilfe in Strafsachen" shortForm=""/><FRBRname xml:lang="fr" value="Convention européenne d'entraide judiciaire en matière pénale du 20 avril 1959" shortForm=""/><FRBRauthoritative value="true"/></FRBRWork><FRBRExpression><FRBRthis value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/1967/831_871_866/20250213/de/main-text"/><FRBRuri value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/1967/831_871_866/20250213/de"/><FRBRdate date="2025-02-13" name="jolux:dateApplicability"/><FRBRdate date="1959-04-20" name="jolux:dateDocument"/><FRBRdate date="1967-03-20" name="jolux:dateEntryInForce"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#publisher"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#rightsHolder"/><FRBRlanguage language="de"/></FRBRExpression><FRBRManifestation><FRBRthis value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/1967/831_871_866/20250213/de/xml/main-text"/><FRBRuri value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/1967/831_871_866/20250213/de/xml"/><FRBRdate date="2025-02-13" name="jolux:dateApplicability"/><FRBRdate date="1959-04-20" name="jolux:dateDocument"/><FRBRdate date="1967-03-20" name="jolux:dateEntryInForce"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#publisher"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#rightsHolder"/><FRBRformat value="xml"/></FRBRManifestation></identification></meta><preface><container name="headerOfAnnex"><block name="heading">Geltungsbereich am 13. Februar 2025<inline name="man-font-weight-normal"><authorialNote><p>  <ref href="https://fedlex.data.admin.ch/eli/oc/1975/457_456_456" xmlns:data="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:data" xmlns:tmp="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:temp">AS <b>1975</b> 457</ref>, <ref href="https://fedlex.data.admin.ch/eli/oc/1975/2271_2271_2271" xmlns:data="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:data" xmlns:tmp="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:temp">2271</ref>; <ref href="https://fedlex.data.admin.ch/eli/oc/1976/1904_1904_1904" xmlns:data="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:data" xmlns:tmp="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:temp"><b>1976</b> 1904</ref>; <ref href="https://fedlex.data.admin.ch/eli/oc/1977/907_907_907" xmlns:data="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:data" xmlns:tmp="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:temp"><b>1977</b> 907</ref>; <ref href="https://fedlex.data.admin.ch/eli/oc/1982/1309_1309_1309" xmlns:data="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:data" xmlns:tmp="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:temp"><b>1982</b> 1309</ref>, <ref href="https://fedlex.data.admin.ch/eli/oc/1982/2261_2261_2261" xmlns:data="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:data" xmlns:tmp="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:temp">2261</ref>; <ref href="https://fedlex.data.admin.ch/eli/oc/1983/1193_1193_1193" xmlns:data="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:data" xmlns:tmp="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:temp"><b>1983</b> 1193</ref>; <ref href="https://fedlex.data.admin.ch/eli/oc/1985/490_490_490" xmlns:data="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:data" xmlns:tmp="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:temp"><b>1985</b> 490</ref>;  <ref href="https://fedlex.data.admin.ch/eli/oc/1993/2059_2059_2059" xmlns:data="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:data" xmlns:tmp="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:temp"><b>1993</b> 2059</ref>; <ref href="https://fedlex.data.admin.ch/eli/oc/1995/3141_3141_3141" xmlns:data="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:data" xmlns:tmp="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:temp"><b>1995</b> 3141</ref>; <ref href="https://fedlex.data.admin.ch/eli/oc/1999/191" xmlns:data="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:data" xmlns:tmp="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:temp"><b>1999</b> 1353</ref>; <ref href="https://fedlex.data.admin.ch/eli/oc/2003/129" xmlns:data="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:data" xmlns:tmp="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:temp"><b>2003</b> 636</ref>; <ref href="https://fedlex.data.admin.ch/eli/oc/2005/630" xmlns:data="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:data" xmlns:tmp="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:temp"><b>2005</b> 4761</ref>; <ref href="https://fedlex.data.admin.ch/eli/oc/2010/319" xmlns:data="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:data" xmlns:tmp="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:temp"><b>2010</b> 2259</ref>; <ref href="https://fedlex.data.admin.ch/eli/oc/2013/70" xmlns:data="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:data" xmlns:tmp="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:temp"><b>2013</b> 399</ref>; <ref href="https://fedlex.data.admin.ch/eli/oc/2022/268" xmlns:data="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:data" xmlns:tmp="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:temp"><b>2022</b> 268</ref>; <ref href="https://fedlex.data.admin.ch/eli/oc/2025/111" xmlns:data="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:data" xmlns:tmp="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:temp"><b>2025</b> 111</ref>. Eine aktualisierte Fassung des Geltungsbereichs ist auf der Publikationsplattform des Bundesrechts «Fedlex» unter folgender Adresse veröffentlicht: <ref href="https://www.fedlex.admin.ch/de/treaty">www.fedlex.admin.ch/de/treaty</ref>.</p></authorialNote></inline></block></container></preface><mainBody><table border="1"><tr><th xmlns:mig="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:migration"/><th xmlns:mig="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:migration"/><th xmlns:mig="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:migration"/><th xmlns:mig="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:migration"/><th xmlns:mig="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:migration"/></tr><tr><th xmlns:mig="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:migration"><p>Vertragsstaaten</p></th><th xmlns:mig="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:migration"><p>Ratifikation </p><p>Beitritt (B) </p><p>Nachfolgeerklärung (N)</p></th><th xmlns:mig="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:migration"/><th xmlns:mig="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:migration"><p>Inkrafttreten</p></th><th xmlns:mig="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:migration"/></tr><tr><th xmlns:mig="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:migration"/><th xmlns:mig="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:migration"/><th xmlns:mig="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:migration"/><th xmlns:mig="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:migration"/><th xmlns:mig="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:migration"/></tr><tr><th xmlns:mig="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:migration"/><th xmlns:mig="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:migration"/><th xmlns:mig="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:migration"/><th xmlns:mig="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:migration"/><th xmlns:mig="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:migration"/></tr><tr><td><p>Albanien*</p></td><td><p>  4. April</p></td><td><p>2000</p></td><td><p>  3. Juli</p></td><td><p>2000</p></td></tr><tr><td><p>Andorra*</p></td><td><p>26. April</p></td><td><p>2005</p></td><td><p>25. Juli</p></td><td><p>2005</p></td></tr><tr><td><p>Armenien*</p></td><td><p>25. Januar</p></td><td><p>2002</p></td><td><p>25. April</p></td><td><p>2002</p></td></tr><tr><td><p>Aserbaidschan*</p></td><td><p>  4. Juli</p></td><td><p>2003</p></td><td><p>  2. Oktober</p></td><td><p>2003</p></td></tr><tr><td><p>Belgien*</p></td><td><p>13. August</p></td><td><p>1975</p></td><td><p>11. November</p></td><td><p>1975</p></td></tr><tr><td><p>Bosnien und Herzegowina</p></td><td><p>25. April</p></td><td><p>2005</p></td><td><p>24. Juli</p></td><td><p>2005</p></td></tr><tr><td><p>Bulgarien*</p></td><td><p>17. Juni</p></td><td><p>1994</p></td><td><p>14. September</p></td><td><p>1994</p></td></tr><tr><td><p>Chile*</p></td><td><p>30. Mai</p></td><td><p>2011 B</p></td><td><p>28. August</p></td><td><p>2011</p></td></tr><tr><td><p>Dänemark*</p></td><td><p>13. September</p></td><td><p>1962</p></td><td><p>12. Dezember</p></td><td><p>1962</p></td></tr><tr><td><p>Deutschland*</p></td><td><p>  2. Oktober</p></td><td><p>1976</p></td><td><p>  1. Januar</p></td><td><p>1977</p></td></tr><tr><td><p>Estland*</p></td><td><p>28. April</p></td><td><p>1997</p></td><td><p>27. Juli</p></td><td><p>1997</p></td></tr><tr><td><p>Finnland*</p></td><td><p>29. Januar</p></td><td><p>1981 B</p></td><td><p>29. April</p></td><td><p>1981</p></td></tr><tr><td><p>Frankreich*</p></td><td><p>23. Mai</p></td><td><p>1967</p></td><td><p>21. August</p></td><td><p>1967</p></td></tr><tr><td><p>Georgien*</p></td><td><p>13. Oktober</p></td><td><p>1999</p></td><td><p>11. Januar</p></td><td><p>2000</p></td></tr><tr><td><p>Griechenland*</p></td><td><p>23. Februar</p></td><td><p>1962</p></td><td><p>12. Juni</p></td><td><p>1962</p></td></tr><tr><td><p>Irland*</p></td><td><p>28. November</p></td><td><p>1996</p></td><td><p>26. Februar</p></td><td><p>1997</p></td></tr><tr><td><p>Island*</p></td><td><p>20. Juni</p></td><td><p>1984</p></td><td><p>18. September</p></td><td><p>1984</p></td></tr><tr><td><p>Israel*</p></td><td><p>27. September</p></td><td><p>1967 B</p></td><td><p>26. Dezember</p></td><td><p>1967</p></td></tr><tr><td><p>Italien*</p></td><td><p>23. August</p></td><td><p>1961</p></td><td><p>12. Juni</p></td><td><p>1962</p></td></tr><tr><td><p>Korea (Süd-)*</p></td><td><p>29. September</p></td><td><p>2011 B</p></td><td><p>29. Dezember</p></td><td><p>2011</p></td></tr><tr><td><p>Kroatien*</p></td><td><p>  7. Mai</p></td><td><p>1999</p></td><td><p>  5. August</p></td><td><p>1999</p></td></tr><tr><td><p>Lettland*</p></td><td><p>  2. Juni</p></td><td><p>1997</p></td><td><p>31. August</p></td><td><p>1997</p></td></tr><tr><td><p>Liechtenstein*</p></td><td><p>28. Oktober</p></td><td><p>1969 B</p></td><td><p>26. Januar</p></td><td><p>1970</p></td></tr><tr><td><p>Litauen*</p></td><td><p>17. April</p></td><td><p>1997</p></td><td><p>16. Juli</p></td><td><p>1997</p></td></tr><tr><td><p>Luxemburg*</p></td><td><p>18. November</p></td><td><p>1976</p></td><td><p>16. Februar</p></td><td><p>1977</p></td></tr><tr><td><p>Malta*</p></td><td><p>  3. März</p></td><td><p>1994</p></td><td><p>  1. Juni</p></td><td><p>1994</p></td></tr><tr><td><p>Moldau*</p></td><td><p>  4. Februar</p></td><td><p>1998</p></td><td><p>  5. Mai</p></td><td><p>1998</p></td></tr><tr><td><p>Monaco*</p></td><td><p>19. März</p></td><td><p>2007</p></td><td><p>17. Juni</p></td><td><p>2007</p></td></tr><tr><td><p>Montenegro*</p></td><td><p>  6. Juni</p></td><td><p>2006 N</p></td><td><p>  6. Juni</p></td><td><p>2006</p></td></tr><tr><td><p>Niederlande*</p></td><td><p>14. Februar</p></td><td><p>1969</p></td><td><p>15. Mai</p></td><td><p>1969</p></td></tr><tr><td><p>    Aruba*</p></td><td><p>21. Juli</p></td><td><p>1993</p></td><td><p>21. Juli</p></td><td><p>1993</p></td></tr><tr><td><p>    Curaçao*</p></td><td><p>21. Juli</p></td><td><p>1993</p></td><td><p>21. Juli</p></td><td><p>1993</p></td></tr><tr><td><p>    Karibische Gebiete (Bonaire, <br/>    Sint Eustatius und Saba)*</p></td><td><p>21. Juli</p></td><td><p>1993</p></td><td><p>21. Juli</p></td><td><p>1993</p></td></tr><tr><td><p>    Sint Maarten*</p></td><td><p>21. Juli</p></td><td><p>1993</p></td><td><p>21. Juli</p></td><td><p>1993</p></td></tr><tr><td><p>Nordmazedonien</p></td><td><p>28. Juli</p></td><td><p>1999</p></td><td><p>26. Oktober</p></td><td><p>1999</p></td></tr><tr><td><p>Norwegen*</p></td><td><p>14. März</p></td><td><p>1962</p></td><td><p>12. Juni</p></td><td><p>1962</p></td></tr><tr><td><p>Österreich*</p></td><td><p>  2. Oktober</p></td><td><p>1968</p></td><td><p>31. Dezember</p></td><td><p>1968</p></td></tr><tr><td><p>Polen*</p></td><td><p>19. März</p></td><td><p>1996</p></td><td><p>17. Juni</p></td><td><p>1996</p></td></tr><tr><td><p>Portugal*</p></td><td><p>27. September</p></td><td><p>1994</p></td><td><p>26. Dezember</p></td><td><p>1994</p></td></tr><tr><td><p>Rumänien*</p></td><td><p>17. März</p></td><td><p>1999</p></td><td><p>15. Juni</p></td><td><p>1999</p></td></tr><tr><td><p>Russland*</p></td><td><p>10. Dezember</p></td><td><p>1999</p></td><td><p>  9. März</p></td><td><p>2000</p></td></tr><tr><td><p>San Marino*</p></td><td><p>18. März</p></td><td><p>2009</p></td><td><p>16. Juni</p></td><td><p>2009</p></td></tr><tr><td><p>Schweden*</p></td><td><p>  1. Februar</p></td><td><p>1968</p></td><td><p>  1. Mai</p></td><td><p>1968</p></td></tr><tr><td><p>Schweiz*</p></td><td><p>20. Dezember</p></td><td><p>1966</p></td><td><p>20. März</p></td><td><p>1967</p></td></tr><tr><td><p>Serbien*</p></td><td><p>30. September</p></td><td><p>2002 B</p></td><td><p>29. Dezember</p></td><td><p>2002</p></td></tr><tr><td><p>Slowakei*</p></td><td><p>15. April</p></td><td><p>1992</p></td><td><p>  1. Januar</p></td><td><p>1993</p></td></tr><tr><td><p>Slowenien*</p></td><td><p>19. Juli</p></td><td><p>2001</p></td><td><p>17. Oktober</p></td><td><p>2001</p></td></tr><tr><td><p>Spanien*</p></td><td><p>18. August</p></td><td><p>1982</p></td><td><p>16. November</p></td><td><p>1982</p></td></tr><tr><td><p>Tschechische Republik*</p></td><td><p>15. April</p></td><td><p>1992</p></td><td><p>  1. Januar</p></td><td><p>1993</p></td></tr><tr><td><p>Türkei*</p></td><td><p>24. Juni</p></td><td><p>1969</p></td><td><p>22. September</p></td><td><p>1969</p></td></tr><tr><td><p>Ukraine*</p></td><td><p>11. März</p></td><td><p>1998</p></td><td><p> 9. Juni</p></td><td><p>1998</p></td></tr><tr><td><p>Ungarn*</p></td><td><p>13. Juli</p></td><td><p>1993</p></td><td><p>11. Oktober</p></td><td><p>1993</p></td></tr><tr><td><p>Vereinigtes Königreich*</p></td><td><p>29. August</p></td><td><p>1991</p></td><td><p>27. November</p></td><td><p>1991</p></td></tr><tr><td><p>    Gibraltar</p></td><td><p>29. Juli</p></td><td><p>2019</p></td><td><p>27. Oktober</p></td><td><p>2019</p></td></tr><tr><td><p>    Guernsey</p></td><td><p>27. September</p></td><td><p>2002</p></td><td><p>20. Januar</p></td><td><p>2003</p></td></tr><tr><td><p>    Insel Man</p></td><td><p>27. Juni</p></td><td><p>2003</p></td><td><p>  8. Oktober</p></td><td><p>2003</p></td></tr><tr><td><p>    Jersey*</p></td><td><p>27. Juni</p></td><td><p>2008</p></td><td><p>  2. Oktober</p></td><td><p>2008</p></td></tr><tr><td><p>Zypern*</p></td><td><p>24. Februar</p></td><td><p>2000</p></td><td><p>24. Mai</p></td><td><p>2000</p></td></tr><tr><td/><td/><td/><td/><td/></tr><tr><td colspan="5"><blockList><item><num>* </num><p>Vorbehalte und Erklärungen.<br/></p><p>Die Vorbehalte und Erklärungen werden in der AS nicht veröffentlicht, mit Ausnahme jener der Schweiz. Die französischen und englischen Texte können auf der Internetseite der Vereinten Nationen: <ref href="http://treaties.un.org/">http://treaties.un.org/</ref> eingesehen oder bei der Direktion für Völkerrecht, Sektion Staatsverträge, 3003 Bern, bezogen werden.</p></item></blockList></td></tr></table><level eId="scope_u1/lvl_u1"><heading>Vorbehalte und Erklärungen</heading><content><p>Schweiz<inline name="man-font-weight-normal"><authorialNote><p> Art. 3 des BB vom 27. Sept. 1966 (<ref href="https://fedlex.data.admin.ch/eli/oc/1967/805_845_839" xmlns:data="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:data" xmlns:tmp="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:temp">AS <b>1967</b> 805</ref>), des BB vom 4. Juni 1984  (<ref href="https://fedlex.data.admin.ch/eli/oc/1986/322_322_322" xmlns:data="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:data" xmlns:tmp="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:temp">AS <b>1986</b> 322</ref>) und Art. 1 des BB vom 21. März 1996 (<ref href="https://fedlex.data.admin.ch/eli/oc/1999/190" xmlns:data="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:data" xmlns:tmp="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:temp">AS <b>1999</b> 1351</ref>).</p></authorialNote></inline></p><blockList eId="scope_u1/lvl_u1/list_u1"><listIntroduction eId="scope_u1/lvl_u1/list_u1/listintro"><i>Artikel 1.</i> Der Schweizerische Bundesrat erklärt, dass als schweizerische Justizbehörden im Sinne des Übereinkommens zu betrachten sind:</listIntroduction><item eId="scope_u1/lvl_u1/list_u1/bull_u1"><num>– </num><p>die Gerichte, ihre Kammern oder Abteilungen;</p></item><item eId="scope_u1/lvl_u1/list_u1/bull_u2"><num>– </num><p>die Schweizerische Bundesanwaltschaft;</p></item><item eId="scope_u1/lvl_u1/list_u1/bull_u3"><num>– </num><p>das Bundesamt für Justiz<authorialNote><p> Die Bezeichnung der Verwaltungseinheit wurde gemäss Art. 16 Abs. 3 der Publikationsverordnung vom 17. Nov. 2004 (<ref href="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/2015/670" xmlns:data="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:data" xmlns:tmp="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:temp">SR <b>170.512.1</b></ref>) angepasst. Die Anpassung wurde im ganzen Text vorgenommen.</p></authorialNote>;</p></item><item eId="scope_u1/lvl_u1/list_u1/bull_u4"><num>– </num><p>die nach kantonalem oder eidgenössischem Recht mit der Instruktion von Straffällen betrauten, zur Ausstellung von Strafbefehlen ermächtigten oder Entscheide in Verfahren strafrechtlicher Angelegenheiten fällenden Behörden. Im Hinblick auf die Unterschiede der Amtsbezeichnung dieser Behörden wird, soweit erforderlich, die zuständige Behörde bei der Übermittlung eines Rechtshilfeersuchens ausdrücklich bestätigen, dass sie eine Justizbehörde im Sinne dieses Übereinkommens ist.</p></item></blockList><p xmlns:mig="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:migration">Artikel 2</p><blockList eId="scope_u1/lvl_u1/list_u2"><item eId="scope_u1/lvl_u1/list_u2/lbl_a"><num>a. </num><p>Die Schweiz behält sich das Recht vor, die Rechtshilfe auch dann abzulehnen, wenn wegen der dem Ersuchen zu Grunde liegenden Handlung gegen denselben Beschuldigten in der Schweiz ebenfalls ein Strafverfahren durchgeführt wird oder eine strafrechtliche Entscheidung ergangen ist, mit der diese Tat und seine Schuld materiell beurteilt worden sind.</p></item><item eId="scope_u1/lvl_u1/list_u2/lbl_b"><num>b. </num><p>Die Schweiz behält sich ferner das Recht vor, Rechtshilfe auf Grund dieses Übereinkommens nur unter der ausdrücklichen Bedingung zu leisten, dass die Ergebnisse der in der Schweiz durchgeführten Erhebungen und die in herausgegebenen Akten oder Schriftstücken enthaltenen Auskünfte ausschliesslich für die Aufklärung und Beurteilung derjenigen strafbaren Handlungen verwendet werden dürfen, für die die Rechtshilfe bewilligt wird.</p></item><item eId="scope_u1/lvl_u1/list_u2/lbl_c"><num>c. </num><p>Der ersuchende Staat kann die Ergebnisse der in der Schweiz durchgeführten Erhebungen und die in herausgegebenen Akten oder Schriftstücken enthaltenen Auskünfte in Abweichung von der in Ziffer b enthaltenen Bedingung verwenden, wenn die Tat, auf die sich das Ersuchen bezieht, einen anderen Straftatbestand darstellt, für den Rechtshilfe zulässig wäre, oder wenn sich das ausländische Strafverfahren gegen andere Personen richtet, die an der strafbaren Handlung teilgenommen haben.</p></item></blockList><p><i>Artikel 5 Absatz 1.</i> Der Schweizerische Bundesrat erklärt, dass die Schweiz die Vollziehung eines Rechtshilfeersuchens, das die Anwendung irgendeiner Zwangsmassnahme erfordert, der in Artikel 5 Absatz 1 Buchstabe <i>a</i> des Übereinkommens erwähnten Bedingung unterwerfen wird.</p><p><i>Artikel 7 Absatz 3.</i> Die Schweiz verlangt, dass Ersuchen um Zustellung von Vorladungen an einen Beschuldigten in der Schweiz bei der nach Artikel 15 Absatz 4 zuständigen schweizerischen Behörde spätestens 30 Tage vor dem für das Erscheinen festgesetzten Zeitpunkt einzutreffen haben.</p><p><i>Artikel 11 Absatz 3, Artikel 13 Absatz 1 und Artikel 15 Absätze 1 und 3.</i> Der Schweizerische Bundesrat erklärt, dass im Sinne der vorgenannten Bestimmungen in der Schweiz folgende Behörden zuständig sind:</p><p>1.  Das Bundesamt für Justiz des Eidgenössischen Justiz- und Polizeidepartementes in Bern</p><blockList eId="scope_u1/lvl_u1/list_u3"><item eId="scope_u1/lvl_u1/list_u3/lbl_a"><num>a) </num><p>für den Erlass des Haftbefehls gegen Häftlinge, die den schweizerischen Behörden nach Artikel 11 Absatz 1 oder 2 des Übereinkommens übergeben werden, sowie</p></item><item eId="scope_u1/lvl_u1/list_u3/lbl_b"><num>b) </num><p>für die Entgegennahme aller Rechtshilfeersuchen des Auslands und für die Übermittlung aller schweizerischen Rechtshilfeersuchen, für die das Übereinkommen in Artikel 15 die Übermittlung durch das Justizministerium der ersuchenden Vertragspartei an dasjenige der ersuchten Vertragspartei vorsieht.</p></item></blockList><p>2.  Das Bundesamt für Justiz in Bern für die Stellung und die Entgegennahme von Ersuchen um Abgabe von Strafregisterauszügen nach Artikel 15 Absatz 3 Satz 1.</p><p><i>Artikel 12 Absatz 3.</i> Der Schweizerische Bundesrat erklärt hiermit, dass nach Auffassung der schweizerischen Behörden die nach Artikel 12 Absatz 3 des Übereinkommens erforderliche Voraussetzung der Beendigung des Schutzes im Gegensatz zu Artikel 14 des Europäischen Auslieferungs-Übereinkommens<authorialNote><p> <ref href="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/1967/814_854_850" xmlns:data="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:data" xmlns:tmp="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:temp">SR <b>0.353.1</b></ref></p></authorialNote> nur erfüllt ist, wenn der freien Ausreise des Zeugen, Sachverständigen oder des auf freiem Fusse befindlichen Beschuldigten aus dem Hoheitsgebiet des ersuchenden Staats weder rechtliche noch tatsächliche Hindernisse entgegenstehen.</p><p><i>Artikel 13 Absatz 2.</i> Die Schweiz behält sich das Recht vor, Ersuchen nach Artikel 13 Absatz 2 nur stattzugeben, wenn darin die Notwendigkeit der Beschaffung des Strafregisterauszuges auf dem amtlichen Wege stichhaltig begründet ist, da jedermann das Recht hat, Auszüge aus dem Strafregister zu verlangen, die seine Person betreffen.</p><p><i>Artikel 15 Absatz 2.</i> Die Schweiz beabsichtigt, einen Einleitungssatz informativer Art der Erklärung zu Artikel 15 Absatz 2 des Übereinkommens mit folgendem Wortlaut hinzuzufügen: «Die Liste der örtlich zuständigen schweizerischen Zentralbehörden, an die ein Ersuchen gerichtet werden kann, kann online unter folgender Adresse abgefragt werden: <ref href="http://www.elorge.admin.ch">www.elorge.admin.ch</ref>».</p><p><i>Artikel 16 Absatz 2.</i> Die Schweiz verlangt, dass an die schweizerischen Behörden gerichtete Rechtshilfeersuchen und deren Anlagen, mit Ausnahme der Ersuchen um Zustellung einer Vorladung, soweit sie nicht in deutscher, französischer oder italienischer Sprache abgefasst sind, mit einer Übersetzung in eine dieser Sprachen zu versehen sind.</p><p><i>Erklärung der Schweiz vom 1.2.2022 als Reaktion auf die Erklärungen der Teilnehmerstaaten der Europäischen Staatsanwaltschaft zur Benennung der Europäischen Staatsanwaltschaft als Justizbehörde</i><authorialNote><p> <ref href="https://fedlex.data.admin.ch/eli/oc/2022/269" xmlns:data="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:data" xmlns:tmp="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:temp">AS <b>2022</b> 269</ref></p></authorialNote></p><p>Der englische und französische Text der Schweizer Erklärung ist auf der Website des Europarates unter <ref href="http://conventions.coe.int">http://conventions.coe.int</ref> abrufbar oder bei der Direktion für Völkerrecht (DV), Sektion Staatsverträge, 3003 Bern, erhältlich.</p></content></level></mainBody></doc></component></components></act></akomaNtoso>