<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2014.00317</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=214309&amp;W10_KEY=13013523&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2014.00317</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 09.07.2014</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">2. Abteilung/2. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Das Bundesgericht ist auf eine Beschwerde in Ã¶ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten gegen diesen Entscheid am 02.09.2014 nicht eingetreten.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">AuslÃ¤nderrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Aufenthaltsbewilligung</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Nichtverlängerung der Aufenthaltsbewilligung. [Die 1981 geborene dominikanische Beschwerdeführerin hielt sich seit Juni 2002 wiederholt mittels Kurzaufenthaltsbewilligung als Tänzerin in der Schweiz auf und erhielt Ende 2006 erstmals eine Aufenthaltsbewilligung, nachdem sie einen hier niedergelassenen Landsmann geehelicht hatte. Nachdem sie sich bereits nach kurzer Ehe von ihrem damaligen Ehemann getrennt hatte und ihr deshalb die Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung verweigert wurde, heiratete sie während des hiergegen hängigen Rekursverfahrens am 4. November 2009 einen ebenfalls aus ihrer Heimat stammenden Schweizer. Da ihr hierauf die Aufenthaltsbewilligung erneut erteilt wurde, zog sie ihren hängigen Rekurs gegen den Nichtverlängerungsentscheid zurück. Die Aufenthaltsbewilligung wurde aber widerrufen, nachdem das Migrationsamt Kenntnis vom Wegzug des Schweizer Ehemanns in die Dominikanische Republik erhielt.] Aufgrund der langen Trennung und mangels wichtiger Gründe für getrennte Wohnorte ist nicht mehr von eine bloss vorübergehenden Trennung im Sinn von Art. 49 AuG auszugehen, zumal die Ehegatten am 13. Mai 2014 rechtskräftig geschieden wurden (E. 2). Weder die hiesige Integration, welche zumindest in sprachlicher Hinsicht unvollständig geblieben ist, noch die lange Aufenthaltsdauer â welche teilweise auf Kurzaufenthaltsbewilligungen basierte, teilweise in keinem relevanten Zusammenhang mit der zweiten Ehe steht bzw. lediglich aufgrund der aufschiebenden Wirkung eingelegter Rechtsmittel toleriert wurde â vermögen einen nachehelichen Härtefall oder eine Aufenthaltsbewilligung nach pflichtgemässem Ermessen zu begründen (E. 3 f.). Abweisung der Beschwerde. </b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: AuslÃ¤nderrecht ST: AUFENTHALTSBEWILLIGUNG">AUFENTHALTSBEWILLIGUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: GETRENNTE EHE">GETRENNTE EHE</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: GETRENNTLEBEN">GETRENNTLEBEN</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: NACHEHELICHER HÃRTEFALL">NACHEHELICHER HÃRTEFALL</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade">Art. 42 Abs. I AuG</span><br/><span class="gerade">Art. 49 AuG</span><br/><span class="ungerade">Art. 50 Abs. I lit. a AuG</span><br/><span class="gerade">Art. 50 Abs. I lit. b AuG</span><br/><span class="ungerade">Art. 62 AuG</span><br/><span class="gerade">Art. 96 Abs. I AuG</span><br/><span class="ungerade">Art. 31 VZAE</span><br/><span class="gerade">Art. 76 VZAE</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 4 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="WordSection1"> <table border="1" cellpadding="0" cellspacing="0" class="MsoNormalTable"> <tr> <td valign="top"> <p class="Kopf1"><span>Verwaltungsgericht</span></p> <p class="Kopf1"><span>des Kantons ZÃ¼rich</span></p> <p class="Kopf1"><span>2. Abteilung</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Kopf1"> </p> </td> <td valign="top"> <p class="Kopf1"><span><img alt="" height="77" src="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getImage&amp;nF38_KEY=23006" width="123"/></span></p> </td> </tr> </table> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">VB.2014.00317</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"><b><span>Urteil</span></b></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="Zwischentitel"> </p> <p class="MsoNormal"><span>der 2. Kammer</span></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">vom <a id="VF_DAT_ENTSCHEID">9. Juli 2014</a></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">Mitwirkend: AbteilungsprÃ¤sident Andreas Frei<span> (Vorsitz)</span>, Verwaltungsrichterin Leana Isler, Verwaltungsrichterin Tamara NÃ¼ssle, <a id="TN_AUTOTEXT_RICHTER"></a><a id="TN_AUTOTEXT_GS"></a>Gerichtsschreiber Felix Blocher. </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">In Sachen</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal">A, <span>vertreten durch RA B, </span></p> <p class="MsoNormal"><b><span>BeschwerdefÃ¼hrerin, </span></b></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>gegen</span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>Migrationsamt des Kantons ZÃ¼rich, </span></p> <p class="MsoNormal"><b><span>Beschwerdegegner,</span></b><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"><b>betreffend Aufenthaltsbewilligung,</b></p> <p class="Zwischentitel">hat sich ergeben: </p> <p class="Sachverhalt1"><b>I. </b> </p> <p class="Sachverhalt2"><b>A. </b>Die 1981 geborene dominikanische StaatsangehÃ¶rige A hielt sich ab dem 1. Juni 2002 mehrmals als TÃ¤nzerin in der Schweiz auf, wofÃ¼r ihr jeweils einmonatige Kurzaufenthaltsbewilligungen erteilt wurden. Zwecks Vorbereitung einer Ehe mit dem hier niedergelassenen Landsmann C wurde ihr am 15. Dezember 2005 eine Kurzaufenthaltsbewilligung erteilt. Nachdem sie C am 10. MÃ¤rz 2006 in H geehelicht hatte, wurde ihr am 18. Dezember 2006 erstmals eine Aufenthaltsbewilligung fÃ¼r den Kanton ZÃ¼rich zum Verbleib bei ihrem Ehemann erteilt und in der Folge bis zum 9. MÃ¤rz 2008 verlÃ¤ngert. Nachdem A in ihrem VerlÃ¤ngerungsgesuch vom 25. Februar 2008 angegeben hat, von ihrem Ehegatten getrennt zu leben sowie dessen Adresse nicht zu kennen, und nachdem die Ehe mit Urteil des Bezirksgerichts G vom 24. MÃ¤rz 2009 geschieden wurde, verweigerte das Migrationsamt eine VerlÃ¤ngerung der Aufenthaltsbewilligung. In der entsprechenden VerfÃ¼gung vom 13. Juli 2009 ging es davon aus, dass die eheliche Gemeinschaft spÃ¤testens im Oktober 2007 aufgegeben worden sei und damit die Voraussetzungen fÃ¼r eine VerlÃ¤ngerung entfallen seien.</p> <p class="Sachverhalt2"><b>B. </b>Hiergegen erhob A Rekurs, welchen sie aber am 17. Februar 2010 wieder zurÃ¼ckzog, nachdem sie am 4. November 2009 in D den ebenfalls aus der Dominikanischen Republik stammenden Schweizer E geheiratet hatte und ihr deshalb am 2. Februar 2010 erneut eine Aufenthaltsbewilligung im Familiennachzug erteilt wurde. Das entsprechende Rekursverfahren wurde sodann am 3. MÃ¤rz 2010 â unter Vormerknahme von der neu erteilten Aufenthaltsbewilligung und dem RÃ¼ckzug des Rekurses â als erledigt abgeschrieben.</p> <p class="Sachverhalt2"><b>C. </b>Die Aufenthaltsbewilligung wurde A letztmals mit GÃ¼ltigkeit bis zum 3. November 2013 verlÃ¤ngert, jedoch mit VerfÃ¼gung des Migrationsamts vom 16. August 2013 widerrufen, nachdem dieses Kenntnis vom Wegzug des Schweizer Ehemannes von A in die Dominikanische Republik erlangte.</p> <p class="Sachverhalt1"><b>II. </b> </p> <p class="Urteilstext"><span>Den dagegen erhobenen Rekurs wies die Rekursabteilung der Sicherheitsdirektion am 23. April 2014 ab. </span></p> <p class="Sachverhalt1"><b>III. </b> </p> <p class="Urteilstext"><span>Mit Beschwerde vom 22. Mai 2014 (Datum Poststempel) liess A dem Verwaltungsgericht beantragen, es sei der Rekursentscheid Nr.</span> <span>2013.0545 vom 23.</span> <span>April 2014 aufzuheben und A die Jahresaufenthaltsbewilligung nicht zu widerrufen. </span></p> <p class="Sachverhalt1">WÃ¤hrend sich das Migrationsamt nicht vernehmen liess, verzichtete die Sicherheitsdirektion auf Vernehmlassung.</p> <p class="Einzug1"><span>Die Kammer</span><span> erwÃ¤gt:</span></p> <p class="Erwgung1"><b>1. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b><span>1.1 </span></b><span>Mit der Beschwerde an das Verwaltungsgericht kÃ¶nnen Rechtsverletzungen einschliesslich Ermessensmissbrauch, -Ã¼ber- oder -unterschreitung, und die unrichtige oder ungenÃ¼gende Feststellung des Sachverhalts gerÃ¼gt werden, nicht aber die Unangemessenheit des angefochtenen Entscheids (§ 50 Abs. 1 in Verbindung mit § 20 Abs. 1 lit. a und b des</span><span> Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 [VRG]).</span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>1.2 </span></b><span>Da die widerrufene Aufenthaltsbewilligung der BeschwerdefÃ¼hrerin zwischenzeitlich ohnehin abgelaufen wÃ¤re, bildet nicht mehr deren Widerruf, sondern deren NichtverlÃ¤ngerung Gegenstand des vorliegenden Verfahrens. Die BeschwerdefÃ¼hrerin macht sinngemÃ¤ss zusammengefasst geltend, dass die Verweigerung der Aufenthaltsbewilligung auf einer rechtsfehlerhaften InteressensabwÃ¤gung beruhe respektive unzumutbar sei.</span></p> <p class="Erwgung1"><b>2. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b><span>2.1 </span></b><span>GemÃ¤ss Art. 33 Abs. 2 des Bundesgesetzes Ã¼ber die AuslÃ¤nderinnen und AuslÃ¤nder vom 16. Dezember 2005 (AuG) wird die Aufenthaltsbewilligung fÃ¼r einen bestimmten Aufenthaltszweck erteilt und kann mit weiteren Bedingungen verbunden werden. GemÃ¤ss Art. 33 Abs. 3 AuG ist sie befristet und kann verlÃ¤ngert werden, wenn keine WiderrufsgrÃ¼nde nach Art. 62 AuG vorliegen. Nach Art. 62 AuG kann die zustÃ¤ndige BehÃ¶rde Bewilligungen unter anderem widerrufen, wenn die auslÃ¤ndische Person oder ihr Vertreter im Bewilligungsverfahren falsche Angaben macht oder wesentliche Tatsachen verschwiegen hat (lit. a) oder wenn die auslÃ¤ndische Person eine mit der Bewilligung verbundene Bedingung nicht einhÃ¤lt (lit. d).</span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>2.2 </span></b><span>Die widerrufene Aufenthaltsbewilligung wurde der BeschwerdefÃ¼hrerin im Rahmen des Familiennachzugs zum Verbleib bei ihrem Schweizer Ehemann erteilt. </span></p> <p class="Erwgung2"><span>Die auslÃ¤ndische Ehegattin eines Schweizers hat Anspruch auf Erteilung und VerlÃ¤ngerung der Aufenthaltsbewilligung, wenn dieser mit ihr zusammenwohnt (Art. 42 Abs. 1 AuG). Getrennte Wohnorte schliessen bei fortbestehender Familien- respektive Ehegemeinschaft einen entsprechenden Bewilligungsanspruch nicht aus, wenn hierfÃ¼r wichtige GrÃ¼nde geltend gemacht werden kÃ¶nnen, so wenn berufliche Verpflichtungen oder erhebliche familiÃ¤re Probleme eine vorÃ¼bergehende Trennung erfordern (Art. 49 AuG in Verbindung mit Art. 76 der Verordnung Ã¼ber Zulassung, Aufenthalt und ErwerbstÃ¤tigkeit vom 24. Oktober 2007 [VZAE]). Eine relevante Ehegemeinschaft im Sinn dieser Bestimmun­gen ist indes nur gegeben, solange die eheliche Beziehung tatsÃ¤chlich gelebt wird und ein gegenseitiger Ehewille besteht (BGE 137 II 345 E. 3.1.2). FÃ¼hren Eheprobleme oder berufliche Verpflichtungen zu einer dauerhaften Trennung, liegt kein wichtiger Grund fÃ¼r getrennte Wohnorte im Sinn von Art. 49 AuG und Art. 76 VZAE vor und die Ehe ist spÃ¤testens mit dem Auszug eines Ehepartners aus der ehelichen Wohnung als aufgehoben zu betrachten (BGr, 9. Dezember 2009, 2C_388/2009, E. 4; BGr, 18. Juli 2013, 2C_596/2013, E. 3.1). Die Anforderungen an den Nachweis des Fortbestands des Ehewillens und der ehelichen Gemeinschaft sind bei lÃ¤ngerfristigem Getrenntleben der Ehegatten besonders streng, haben die Ausnahmebestimmungen von Art.</span> <span>49 AuG und Art.</span> <span>76 VZAE doch nicht den Sinn, der Ehepartnerin eines Schweizer BÃ¼rgers so lange das Aufenthaltsrecht zu sichern, bis feststeht, dass </span>die<span> Ehe endgÃ¼ltig gescheitert ist. Vielmehr muss sich der fortbestehende Ehewille daran ablesen lassen, ob und welche Kontakte die Ehegatten weiterhin gepflegt und welche Anstrengungen sie zur Ãberwindung der gemeinsamen Schwierigkeiten unternommen haben (BVGr, 15.</span> <span>Mai 2013, C-1340/2010, E.</span> <span>7.1</span> <span>ff.). Bei einer Trennung von mehr als sechs bis zwÃ¶lf Monaten ist in der Regel von einer definitiven Trennung und AuflÃ¶sung der bewilligungsrelevanten Ehegemeinschaft auszugehen (VGr, 14.</span> <span>MÃ¤rz 2012, VB.2012.00553, E.</span> <span>2.3 [nicht auf www.vgrzh.ch publiziert]).</span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>2.3 </span></b><span>Nach den Ã¼berzeugenden Feststellungen der Vorinstanz hat der (damalige) Ehemann der BeschwerdefÃ¼hrerin seinen Lebensmittelpunkt spÃ¤testens </span>seit <span>Ende Februar 2011 nicht mehr in der Schweiz, ohne dass wichtige GrÃ¼nde fÃ¼r getrennte Wohnorte im Sinn von Art. 49 AuG und Art.</span> <span>76 VZAE ersichtlich sind. GemÃ¤ss den Angaben der BeschwerdefÃ¼hrerin anlÃ¤sslich einer Befragung durch die Stadtpolizei </span>F<span> vom 6.</span> <span>Mai 2013 wurde die eheliche Wohngemeinschaft sogar schon "Mitte 2010" aufgelÃ¶st und ist ihr Ehegatte "Mitte Dezember 2010" in die Dominikanische Dominik ausgereist, wo er sich seither hauptsÃ¤chlich aufhÃ¤lt. Damit hat die in der Schweiz gelebte Ehegemeinschaft weniger als die nach Art.</span> <span>50 Abs.</span> <span>1 lit.</span> <span>a AuG erforderlichen drei Jahre gedauert. Es kann diesbezÃ¼glich vollumfÃ¤nglich auf die nach wie vor zutreffenden vorinstanzlichen ErwÃ¤gungen verwiesen werden (§</span> <span>28 Abs.</span> <span>1 in Verbindung mit §</span> <span>70 VRG), zumal die entsprechenden </span>AusfÃ¼hrungen<span> in der Beschwerdeschrift nicht substan</span>z<span>iiert bestritten und nur pauschal als "nicht nachvollziehbar" bezeichnet werden. Die vorinstanzlichen ErwÃ¤gungen werden sodann noch weiter untermauert, als dass die (zweite) Ehe der BeschwerdefÃ¼hrerin gemÃ¤ss dem am 13.</span> <span>Mai 2014 rechtskrÃ¤ftig gewordenen Scheidungsurteil des Bezirksgerichts </span>G<span> vom 20.</span> <span>MÃ¤rz 2014 zwischenzeitlich auch formell beendet worden ist.</span></p> <p class="Erwgung1"><b>3. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b><span>3.1 </span></b><span>Auch wenn die Ehegemeinschaft in der Schweiz keine drei Jahre gedauert hat, kann sich ein Aufenthaltsanspruch ergeben, wenn wichtige persÃ¶nliche GrÃ¼nde einen weiteren Landesaufenthalt erforderlich machen (Art. 50 Abs. 1 lit. b AuG, der sogenannte nacheheliche HÃ¤rtefall). </span></p> <p class="Erwgung2"><span>Ein wichtiger persÃ¶nlicher Grund ist hierbei nicht schon bei jeder erfolgreichen Integration gegeben, da eine solche bereits kumulatives Erfordernis zur dreijÃ¤hrigen Ehegemeinschaft gemÃ¤ss Art. 50 Abs. 1 lit. a AuG ist (BGr, 26. MÃ¤rz 2010, 2C_635/2009, E. 5.3.2). Vielmehr ist aufgrund der gesamten UmstÃ¤nde des Einzelfalls eine erhebliche IntensitÃ¤t der Konsequenzen fÃ¼r das Privat- und Familienleben vorausgesetzt, was namentlich vorliegt, wenn die soziale Wiedereingliederung im Herkunftsland stark gefÃ¤hrdet erscheint, ferner bei Opfern ehelicher Gewalt (Art. 50 Abs. 2 AuG). GemÃ¤ss Art. 31 VZAE sind darÃ¼ber hinaus insbesondere auch die Integration, die Respektierung der Rechtsordnung, die finanziellen und familiÃ¤ren VerhÃ¤ltnisse, die Anwesenheitsdauer sowie der Gesundheitszustand des Betroffenen zu berÃ¼cksichtigen. Trotz Untersuchungsgrundsatz trifft die auslÃ¤ndische Person bei der Feststellung eines nachehelichen HÃ¤rtefalls eine weitgehende Mitwirkungspflicht (BGE 138 II 229 E. 3.2.3; BGr, 1. Mai 2013, 2C_347/2013, E. 4.2.1).</span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>3.2 </span></b><span>Wichtige persÃ¶nliche GrÃ¼nde im Sinn von Art.</span> <span>50 Abs.</span> <span>1 lit.</span> <span>a und Abs.</span> <span>2 AuG werden von der BeschwerdefÃ¼hrerin weder substan</span>z<span>iiert vorgebracht noch sind solche ersichtlich: Weder ihre hiesige Integration, welche zumindest in sprachlicher Hinsicht unvollstÃ¤ndig geblieben ist, noch ihre Aufenthaltsdauer, welche teilweise in keinem relevanten Zusammenhang mit ihrer zweiten Ehe steht bzw. lediglich aufgrund der aufschiebenden Wirkung eingelegter Rechtsmittel toleriert wurde, vermÃ¶gen einen nachehelichen HÃ¤rtefall zu begrÃ¼nden (vgl. auch E.</span> <span>4 nachstehend). </span></p> <p class="Erwgung1"><b>4. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b><span>4.1 </span></b><span>Schliesslich liegt der Entscheid der Vorinstanz auch im Rahmen des pflichtgemÃ¤ssen Ermessens (Tamara NÃ¼ssle in: Martina Caroni/Thomas GÃ¤chter/Daniela Thurnherr [Hrsg.], Bundesgesetz Ã¼ber die AuslÃ¤nderinnen und AuslÃ¤nder [AuG], Bern 2010, Art. 33 AuG N. 33). Diese hat bei der ErmessensausÃ¼bung die Ã¶ffentlichen Interessen und die persÃ¶nlichen VerhÃ¤ltnisse sowie den Grad der Integration der AuslÃ¤nderinnen und AuslÃ¤nder zu berÃ¼cksichtigen (Art. 96 Abs. 1 AuG). Es bestehen keine Hinweise dafÃ¼r, dass sie ihr Ermessen in rechtsverletzender Weise ausgeÃ¼bt haben soll. Vielmehr hat sie in Anwendung von Art. 96 Abs. 1 AuG alle rechtserheblichen Kriterien berÃ¼cksichtigt und den Widerruf der Aufenthaltsbewilligung einlÃ¤sslich begrÃ¼ndet. </span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>4.2 </span></b><span>Die gegenteilige Darstellung in der Beschwerdeschrift erschÃ¶pft sich weitgehend in der nicht weiter substan</span>z<span>iierten Behauptung einer hervorragenden Integration aufgrund langer Landesanwesenheit, fehlender StraffÃ¤lligkeit, durchgehender ErwerbstÃ¤tigkeit und angeblich sehr guter Deutschkenntnisse. </span></p> <p class="Erwgung2"><span>Ein tadelloses Legalverhalten und die eigenstÃ¤ndige Bestreitung des Lebensunterhalts entsprich</span>t<span> Ã¼blichen Integrationserwartungen. GemÃ¤ss dem Erhebungsbericht der Stadtpolizei </span>F<span> vom 6.</span> <span>Mai 2013 betreffend Scheinehe benÃ¶tigte die BeschwerdefÃ¼hrerin bei ihrer Einvernahme einen Dolmetscher und sprach nur gebrochen Deutsch. Dies legt â gerade auch aufgrund der bereits relativ langen Anwesenheitsdauer der BeschwerdefÃ¼hrerin â eine eher schleppend verlaufende sprachliche Integration und nur geringe Kontakte zur deutschsprachigen BevÃ¶lkerung nahe. Die Aufenthaltsdauer der BeschwerdefÃ¼hrerin ist sodann insofern zu relativieren, als dass ihr zunÃ¤chst nur Kurzaufenthalte als TÃ¤nzerin bewilligt wurden. Der spÃ¤tere Aufenthalt wurde ihr jeweils im Rahmen des Familiennachzugs zum Verbleib bei ihrem jeweiligen Ehemann bewilligt</span> und spÃ¤ter nur <span>aufgrund der aufschiebenden Wirkung der von ihr eingelegten Rechtsmittel toleriert. Einem solchermassen prekÃ¤ren Aufenthalt ist grundsÃ¤tzlich kein besonderes Gewicht zuzumessen (BGE 137 II 1 E. 4.3). Eine vertiefte Integration in beruflicher, sprachlicher oder sozialer Sicht liegt somit nicht vor. </span></p> <p class="Erwgung2"><span>Hingegen hat die BeschwerdefÃ¼hrerin ihre massgebenden Kinder- und Jungendjahre in der Dominikanischen Republik verbracht und verfÃ¼gt dort weiterhin Ã¼ber Verwandtschaft und soziale Kontakte, welche ihr die Wiedereingliederung in ihrer Heimat erleichtern werden. Damit ist die BeschwerdefÃ¼hrerin nicht derart in der Schweiz verwurzelt und ihrer Heimat entwurzelt, dass ihr ermessensweise eine Aufenthaltsbewilligung zu erteilen wÃ¤re. Hierbei kann wiederum auf die ausfÃ¼hrlichen und zutreffenden vorinstanzlichen ErwÃ¤gungen verwiesen werden (§</span> <span>28 Abs.</span> <span>1 in Verbindung mit §</span> <span>70 VRG).</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Nach dem Gesagten ist die Beschwerde abzuweisen.</span></p> <p class="Erwgung1"><b>5. </b> </p> <p class="Erwgung2"><span>AusgangsgemÃ¤ss sind die Gerichtskosten der BeschwerdefÃ¼hrerin aufzulegen (§ 65a Abs. 2 in Verbindung mit § 13 Abs. 2 Satz 1 VRG).</span></p> <p class="Erwgung1"><b>6. </b> </p> <p class="Erwgung2"><span>Der vorliegende Entscheid kann mit Beschwerde in Ã¶ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten nach Art. 82 ff. des Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 Ã¼ber das Bundesgericht (BGG) angefochten werden, soweit die BeschwerdefÃ¼hrerin einen Rechtsanspruch auf eine fremdenpolizeiliche Bewilligung geltend macht. Andernfalls kann lediglich die subsidiÃ¤re Verfassungsbeschwerde nach Art. 113 ff. BGG wegen der Verletzung verfassungsmÃ¤ssiger Rechte ergriffen werden. Werden beide Rechtsmittel ergriffen, hat dies in der gleichen Rechtsschrift zu geschehen (Art. 119 Abs. 1 BGG).</span></p> <p class="Einzug1"><span>DemgemÃ¤ss erkennt <span>die Kammer</span>:</span></p> <p class="Einzug2"><span>1. Die Beschwerde wird abgewiesen.</span></p> <p class="Einzug2"><span>2. Die GerichtsgebÃ¼hr wird festgesetzt auf <br/> Fr. 2'000.--; die Ã¼brigen Kosten betragen:<br/> Fr. 60.-- Zustellkosten,<br/> Fr. 2'060.-- Total der Kosten.</span></p> <p class="Einzug2"><span>3. Die Gerichtskosten werden der BeschwerdefÃ¼hrerin auferlegt.</span></p> <p class="Einzug2"><span>4. Gegen dieses Urteil kann Beschwerde im Sinn der ErwÃ¤gungen erhoben werden. Die Beschwerde ist innert 30 Tagen, von der Zustellung an gerechnet, beim Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, einzureichen.</span></p> <p class="Einzug2"><span>5. Mitteilung an â¦</span></p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>