A bteilung I A -2737/2007 {T 0/2} U rteil vom 25. Septem ber 2007 M itw irkung: R ichter Jürg Kölliker; R ichter M arkus M etz; R ichterin M arian- ne R yter Sauvant; G erichtsschreiber M artin Föhse. A._______, Beschw erdeführer, vertreten durch H errn Fürsprecher X._______, gegen Eidgenössisches Volksw irtschaftsdepartem ent (EVD ), G eneralsekretariat, R echt und Sicherheit, Bundeshaus O st, 3003 Bern, Vorinstanz betreffend A uflösung des A rbeitsverhältnisses, Entscheid des Eidgenössischen Volksw irtschaftsdepartem ents (EVD ) vom 12. M ärz 2007. B u n d e s v e rw a ltu n g s g e ric h t T rib u n a l a d m in is tra tif fé d é ra l T rib u n a le a m m in is tra tiv o fe d e ra le T rib u n a l a d m in is tra tiv fe d e ra l2 Sachverhalt: A. Am 1. April 1985 trat A._______ (geboren am 4. Februar 1948) in den Bundesdienst ein. Vom 1. D ezem ber 1998 bis zum 28. Februar 2003 w ar er im Bundesam t für Berufsbildung und Technologie (BBT) als Sachbear- beiter D okum entation im Leistungsbereich R essourcen-M anagem ent im R essort Logistik angestellt. Vom 1. M ärz 2003 bis zum 31. D ezem ber 2004 arbeitete er im Auftrag des BBT in der gleichen Funktion in der Bibliothek Alexandria des Staatssekretariats für W irtschaft (SEC O ). Auf G rund orga- nisatorischer M assnahm en w urde diese Stelle per 1. Januar 2005 aufge- hoben. B. Auf den 1. Juni 2005 w urde A._______, der zu diesem Zeitpunkt zu 50 % arbeitsunfähig w ar, von der Arbeitspflicht befreit, dam it er sich vollum fäng- lich der Stellensuche w idm en konnte. C . Am 13. Juli 2005 schloss A._______ m it dem BBT eine Vereinbarung im Sinne von Art. 4 Abs. 2 der Verordnung vom 10. Juni 2004 über die Stel- len- und Personalbew irtschaftung im R ahm en von Entlastungsprogram m en und R eorganisationen (SR 172.220.111.5) ab. D . M it Schreiben vom 3. Januar 2006 teilte das BBT A._______ m it, es be- absichtige, das bestehende Arbeitsverhältnis per Ende Juli 2006 zu kündi- gen. M it Verfügung vom 20. Januar 2006 löste das BBT das Arbeitsverhält- nis tatsächlich per 31. Juli 2006 auf und sprach A._______ eine Entschä- digung von einem M onatslohn zu. G egen diesen Entscheid erhob A._______ am 22. Februar 2006 Verw altungsbeschw erde beim Eidgenössischen Volksw irtschaftsdepartem ent (EVD ). M it Verfügung vom 26. April 2006 änderte das BBT die Verfügung vom 20. Januar 2006 w iedererw ägungsw eise insofern, als A._______ neu eine Abgangsent- schädigung von zehn M onatslöhnen zu bezahlen sei. Am 29. M ai 2006 focht A._______ auch die W iedererw ägungsverfügung des BBT an. E. M it Entscheid des EVD vom 12. M ärz 2007 w urde die Beschw erde teilw ei- se gutgeheissen und die Verfügung des BBT vom 20. Januar 2006 inso- w eit bestätigt, als das Arbeitsverhältnis m it A._______ durch ordentliche Kündigung aufgelöst w urde. In Bezug auf die Festsetzung der Abgangs- entschädigung w urden die Verfügung des BBT vom 20. Januar 2006 und die W iedererw ägungsverfügung vom 26. April 2006 aufgehoben und A._______ eine Abgangsentschädigung von 12 M onatslöhnen zu- gesprochen. F. G egen diesen Entscheid des EVD (Vorinstanz) erhob A._______ (Be- schw erdeführer) am 16. April 2007 beim Bundesverw altungsgericht Be- schw erde m it folgenden R echtsbegehren: "1. D er Entscheid des Eidgenössischen Volksw irtschaftsde- partem entes vom 12.3.2007 und som it die Verfügungen des BBT vom 20.1. sow ie vom 26.4.2006 seien, sow eit angefochten, aufzuheben und es sei der Beschw erde- führer in Anw endung von Art. 105 Abs. 2 lit. d BPV vor- zeitig zu pensionieren.3 Eventualiter: An Stelle einer vorzeitigen Pensionierung sei die Kündig- ungsverfügung des BBT vom 20.1./26.4.2006 aufzuheben und das bestehende Arbeitsverhältnis des Beschw erdef- ührers beim BBT sei zu bestätigen. 2. D ie von der Vorinstanz zugesprochene Parteientschädi- gung sei angem essen zu erhöhen. 3. D er vorliegenden Beschw erde sei aufschiebende W irkung zuzuerkennen. - unter Kosten- und Entschädigungsfolge -" G . M it Zw ischenverfügung vom 23. April 2006 w urde auf den Antrag des Be- schw erdeführers um Zuerkennung der aufschiebenden W irkung der Be- schw erde – unter H inw eis auf Art. 55 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 20. D ezem ber 1968 über das Verw altungsverfahren (Vw VG , SR 172.021) – nicht eingetreten. H . In ihrer Vernehm lassung vom 4. Juni 2007 beantragt die Vorinstanz, die Beschw erde sei abzuw eisen. I. M it Eingabe vom 17. Juli 2007 reichte der Beschw erdeführer seine Stel- lungnahm e zur Vernehm lassung der Vorinstanz ein. Sinngem äss hielt er an den in der Beschw erde gestellten Anträgen fest. J. Auf die Vorbringen der Parteien und die sich in den Akten befindlichen Schriftstücke w ird – sow eit entscheidrelevant – im R ahm en der Erw ägung- en eingegangen. D as B undesverw altungsgericht zieht in Erw ägung: 1. G em äss Art. 36 Abs. 1 des Bundespersonalgesetzes vom 24. M ärz 2000 (BPG , SR 172.220.1) können Beschw erdeentscheide der internen Be- schw erdeinstanz (Art. 35 Abs. 1 BPG ) betreffend Streitigkeiten aus dem Arbeitsverhältnis beim Bundesverw altungsgericht angefochten w erden. D ie Verfügung des BBT (vgl. Art. 34 Abs. 1 BPG ) unterlag vorliegend der Be- schw erde an das EVD als interne Beschw erdeinstanz (Art. 110 Bst. a der Bundespersonalverordnung vom 3. Juli 2001 [BPV, SR 172.220.111.3]). M it der Verfügung des EVD vom 12. M ärz 2007 liegt dem nach ein zulässiges Anfechtungsobjekt vor, w eshalb das Bundesverw altungsgericht zur Beurteilung vorliegender Beschw erde zuständig ist. Sow eit der Beschw erdeführer auch die Aufhebung der Verfügungen des BBT vom 20. Januar und 26. April 2006 verlangt, w urden diese durch den Entscheid der Vorinstanz ersetzt (sog. D evolutiveffekt, vgl. U rteil des Bun- desgerichts 2A.18/2007 E. 1.3 vom 8. August 2007) und bilden daher kein taugliches Anfechtungsobjekt. Insow eit ist auf die Beschw erde nicht einzu- treten. 1.1 Zur Beschw erde ist nach Art. 48 Abs. 1 Vw VG berechtigt, w er vor der Vor- instanz am Verfahren teilgenom m en oder keine M öglichkeit zur Teilnahm e 4 erhalten hat, durch die angefochtene Verfügung besonders berührt ist und ein schutzw ürdiges Interesse an deren Aufhebung oder Änderung hat. D er Beschw erdeführer ist im vorinstanzlichen Verfahren m it seinen Anträgen nur teilw eise durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid auch m ateriell beschw ert und deshalb zur Beschw erde befugt. 1.2 N ach Art. 37 VG G richtet sich das Verfahren vor dem Bundesverw altungs- gericht nach dem Vw VG , sow eit dieses G esetz nichts anderes bestim m t. Auf die frist- und form gerecht eingereichte Beschw erde (Art. 50 und 52 Vw VG ) ist dem nach m it der oben erw ähnten Einschränkung (E. 1) einzu- treten. 1.3 D as Bundesverw altungsgericht überprüft den angefochtenen Entscheid m it voller Kognition (Art. 49 Vw VG ). 2. W ie die Vorinstanz zu R echt festhält, gehört vorliegend neben der Frage der R echtm ässigkeit der Kündigung auch diejenige der vorzeitigen Pensio- nierung zum Streitgegenstand (vgl. E. 3 des Beschw erdeentscheides vom 12. M ärz 2007 sow ie unten E. 5); die diesbezüglich fehlende Begründung des BBT konnte im R ahm en der Instruktion im erstinstanzlichen Beschw er- deverfahren nachgeholt w erden. D ie beiden Fragen sind eng m iteinander verknüpft. D ie M öglichkeit einer vorzeitigen Pensionierung des Beschw er- deführers steht indes nur deshalb überhaupt im R aum , w eil das Arbeitsver- hältnis vom Arbeitgeber aufgelöst w orden ist. Im Folgenden ist deshalb zu- erst die R echtm ässigkeit der Kündigung zu prüfen. 3. M it Verfügung vom 20. Januar 2006 löste das BBT das Arbeitsverhältnis m it dem Beschw erdeführer per 31. Juli 2006 auf, da seine Stelle aufgrund der U m setzung der Entlastungsprogram m e und R eorganisation beim BBT per 1. Januar 2005 aufgehoben w orden sei (Bst. B der Verfügung). D ie Kündigung erfolge gestützt auf Art. 12 Abs. 6 Bst. e BPG . N ach Auffas- sung des Beschw erdeführers sind die Voraussetzungen für eine Auflösung des Arbeitsverhältnisses dem gegenüber nicht erfüllt. 3.1 Als G rund für eine ordentliche Kündigung nennt Art. 12 Abs. 6 BPG u. a. schw er w iegende w irtschaftliche oder betriebliche G ründe, sofern der Ar- beitgeber der betroffenen Person keine zum utbare Arbeit anbieten kann (Bst. e). N ach der Praxis der Eidgenössischen Personalrekurskom m ission (PR K) können schw er w iegende w irtschaftliche oder betriebliche G ründe im Sin- ne von Art. 12 Abs. 6 Bst. e BPG nur R eorganisationen oder R estruktur- ierungen grösseren Ausm asses sein (vgl. VPB 70.53 E. 3b, VPB 70.52 E. 4b). W eiter ist die Frage, ob ein Am t bzw . eine bestim m te Stelle noch gebraucht w ird, organisatorischer N atur, w eshalb die D urchführung der R eorganisation keine Frage des Personalrechts betrifft, sondern eine sol- che der Verw altungsorganisation. Ü ber deren Zw eckm ässigkeit haben die G erichtsbehörden grundsätzlich nicht zu entscheiden. Folglich sind eigent- liche R eorganisationsm assnahm en der gerichtlichen Ü berprüfung w eitge- hend entzogen (vgl. VPB 70.53 E. 3b, VPB 70.52 E. 4b, m it H inw eisen). Für das Bundesverw altungsgericht besteht kein Anlass, im vorliegenden 5 Fall von dieser Praxis abzuw eichen. 3.2 N ach den Ausführungen des BBT in der im vorinstanzlichen Beschw erde- verfahren ergangenen Stellungnahm e vom 29. Juni 2006 w urden im hier interessierenden Zeitraum als Folge diverser Sparprogram m e des Bundes eine bedeutende Anzahl von Stellen abgebaut und ein ganzer Leistungs- bereich aufgehoben (zu Art. 6, S. 6 der Stellungnahm e). In seiner D uplik vom 22. Septem ber 2006 führt das BBT aus, es habe in der fraglichen Zeitspanne für m ehr als 10 Personen, w elche von den Abbaum assnahm en betroffen gew esen seien, neue Lösungen suchen m üssen (zu Art. 13, S. 5 der D uplik). D iese Angaben w erden vom Beschw erdeführer nicht bestritten. G estützt darauf ist vorliegend von einer grösseren R eorganisationsm assnahm e im Sinne der zitierten R echtsprechung auszugehen. D ie Voraussetzung von Art. 12 Abs. 6 Bst. e BPG , erster Satzteil, ist dem nach erfüllt. 4. Es ist folglich w eiter zu prüfen, ob die zw eite Voraussetzung von Art. 12 Abs. 6 Bst. e BPG – die fehlende M öglichkeit, dem Beschw erdeführer eine zum utbare andere Arbeit anzubieten – erfüllt ist. D abei sind verschiedene R echtsnorm en zu beachten. 4.1 Art. 19 Abs. 1 BPG sieht vor, dass der Arbeitgeber alle sinnvollen M öglich- keiten einer zum utbaren W eiterbeschäftigung auszuschöpfen hat, bevor er Angestellten ohne deren Verschulden kündigt. N ach Art. 31 Abs. 3 BPG können die Ausführungsbestim m ungen M assnahm en und Leistungen zur M ilderung der Folgen sozialer H ärten vorsehen. In Art. 104 BPV hat der Bundesrat M assnahm en für die sozialverträgliche U m setzung von U m strukturierungen definiert. G egenüber der Auflösung des Arbeitsverhältnisses haben nach dieser Bestim m ung folgende M ass- nahm en Vorrang (Art. 104 Abs. 2 BPV): D ie W eiterbeschäftigung der An- gestellten auf einer anderen Stelle bei einem Arbeitgeber nach Art. 3 BPG (Bst. a), die Verm ittlung von Stellen ausserhalb der Bundesverw altung an von der Entlassung bedrohte Angestellte (Bst. b), die U m schulung und W eiterbildung (Bst. c) sow ie die vorzeitige Pensionierung (Bst. d). D ie An- gestellten unterstützen die Bem ühungen des Arbeitgebers. Sie arbeiten aktiv an den eingeleiteten M assnahm en m it und entw ickeln Eigeninitiative, insbesondere bei der Suche nach einer Anstellung (Art. 104 Abs. 4 BPV). G em äss dem Sozialplan für die Bundesverw altung (nachfolgend Sozial- plan) sind die Bundeskanzlei und die D epartem ente gehalten, zur D urch- setzung der im Artikel 104 Abs. 1 und 2 BPV festgehaltenen G rundsätze bei der Besetzung vakanter Stellen geeigneten internen Bew erbern und Bew erberinnen aus der Bundesverw altung den Vorzug zu geben (Ziff. 4.1 des Sozialplans). Bei einem Stellenabbau in der Bundesverw altung im R ahm en von Entlast- ungsprogram m en und R eorganisationen findet grundsätzlich auch die Ver- ordnung vom 10. Juni 2004 über die Stellen- und Personalbew irtschaftung im R ahm en von Entlastungsprogram m en und R eorganisationen (SR 172.220.111.5, nachfolgend "R eorganisationsverordnung") Anw endung 6 (vgl. Art. 1 Abs. 1 und 2 der R eorganisationsverordnung). G em äss Art. 4 Abs. 1 der R eorganisationsverordnung m üssen Angestellte, die voraus- sichtlich nicht m ehr in der Verw altungseinheit beschäftigt w erden können, spätestens sechs M onate vor einer allfälligen Kündigung schriftlich darüber inform iert w erden. D ie Verw altungseinheit schliesst m it der angestellten Person eine Vereinbarung ab. D arin verpflichtet sich der oder die Angestellte, aktiv an der Suche nach einer Stelle m itzuw irken und eine zum utbare andere Arbeit anzunehm en. D er Arbeitgeber verpflichtet sich, das M öglichste zu tun, um der angestellten Person innerhalb oder ge- gebenenfalls ausserhalb der Bundesverw altung eine zum utbare andere Ar- beit zu verm itteln und w enn m öglich die Kündigung zu verm eiden (Art. 4 Abs. 2 der R eorganisationsverordnung). N ach Abschluss der Vereinbarung w ird die angestellte Person in einer Job-D atenbank erfasst. D er Arbeit- geber, unterstützt durch das Job-C enter (Art. 6 der R eorganisationsverord- nung), und die angestellte Person suchen intensiv nach einer internen oder externen Stelle (Art. 4 Abs. 4 der R eorganisationsverordnung). G e- m äss Art. 4 Abs. 7 der R eorganisationsverordnung w ird das Arbeitsver- hältnis aus G ründen nach Art. 12 Abs. 6 Buchstabe e BPG aufgelöst, w enn innerhalb von sechs M onaten nach U nterzeichnung der Vereinbarung kei- ne andere zum utbare Arbeit gefunden w erden konnte. 4.2 D ie Vereinbarung gem äss Art. 4 Abs. 2 der R eorganisationsverordnung w urde vom Beschw erdeführer am 13. Juli 2005 unterzeichnet. N eben den oben (E. 4.1) bereits erw ähnten Pflichten der Parteien w ird dem Beschw er- deführer darin auch auferlegt, die für die Ü bernahm e einer zum utbaren an- deren Stelle allenfalls erforderliche U m schulung und W eiterbildung zu ab- solvieren. D er Arbeitgeber beteiligt sich an den Kosten (Ziff. 6 der Verein- barung). 4.3 D er Beschw erdeführer m acht geltend, das BBT habe ihm zu U nrecht keine zum utbare neue Arbeit angeboten. In der Tatsache, dass das BBT dem Beschw erdeführer w ährend der ver- einbarten sechsm onatigen Periode keine Stelle angeboten hat, ist keine Verletzung der Arbeitgeberverpflichtungen zu sehen. D er Beschw erdeführ- er hat keinen Anspruch darauf, dass eine frei gew ordene Stelle autom a- tisch durch ihn besetzt w ird. Vielm ehr liegt die Beantw ortung der Frage, ob jem and für eine offene Stelle geeignet ist oder nicht, im Erm essen des (po- tentiellen) Arbeitgebers. Bei der Ü berprüfung derartiger Erm essensfragen auferlegen sich die Be- schw erdeinstanzen regelm ässig Zurückhaltung. Sie entfernen sich im Zw eifel nicht von der Auffassung der Vorinstanz und setzen ihr eigenes Er- m essen nicht an Stelle desjenigen der Vorinstanz, sow eit es um die Leis- tungsbeurteilung von Bediensteten des Bundes, um verw altungsorganisat- orische Fragen oder um Problem e der betriebsinternen Zusam m enarbeit und des Vertrauensverhältnisses geht (vgl. U LR IC H H ÄFELIN /G EO R G M Ü LLE R /FELIX U H LM AN N , Allgem eines Verw altungsrecht, 5. Aufl., Zürich 2006, R z. 473, m it H inw eisen; VPB 68.8 E.2, m it H inw eisen). G leiches gilt auch für das Verfahren vor dem Bundesverw altungsgericht (U rteil des Bundes-7 verw altungsgerichts A-1782/2006 vom 24. M ai 2007 E. 2.4.5, m it H inw eis). W ährend gut vier Jahren hat der Beschw erdeführer unm ittelbar für das BBT gearbeitet, bevor er im M ärz 2003 an das SEC O "ausgeliehen" w urde. Som it w ar das BBT durchaus in der Lage, das Potential des Beschw erde- führers einzuschätzen. Aufgrund dieser Erfahrungen, der Erkenntnisse aus dem Personaldossier des Beschw erdeführeres und der übereinstim m en- den negativen Beurteilungen seiner Leistungen und seines Verhaltens durch beide Vorgesetzten sow ohl im BBT als auch im SEC O , ist es nicht zu beanstanden, w enn das BBT auch auf das aus seiner Sicht unkoopera- tive Verhalten und die ungenügende Leistungsbereitschaft des Beschw er- deführers abstellt, w enn es darum geht, den Beschw erdeführer in einer an- deren Funktion w eiter zu beschäftigen. Aus den Akten ergeben sich keine H inw eise auf eine offensichtlich fehlerhafte Erm essensausübung der Vor- instanz. 4.4 W eiter w irft der Beschw erdeführer dem BBT fehlerhaftes und unkooperati- ves Verhalten bei der Stellensuche vor. Ihm sei – allerdings erst ab Ende August 2005, w o er doch bereits am 1. Juni 2005 freigestellt w orden sei – zw ar einm al pro W oche ein PC zur Stellensuche zur Verfügung gestellt w orden, er habe aber m ehrm als den Arbeitsplatz w echseln und deshalb auch neu einrichten m üssen, w as viel Zeit in Anspruch genom m en habe. D as Angebot, ihm bei der Erstellung der Bew erbungsunterlagen zu helfen, sei erst ein halbes Jahr nach der Freistellung erfolgt. D as BBT habe ihm u. a. auch ein m angelhaftes Arbeitszeugnis ausgestellt, w elches anschlies- send habe verbessert w erden m üssen. Zudem habe die Vorinstanz die Personalbeurteilung nicht genügend überprüft. W eiter sei er nicht in den E- M ail-Verteiler der am tsinternen Stelleninserate aufgenom m en w orden, w eshalb er die so ausgeschriebenen Stellen nicht vor der Allgem einheit habe einsehen können. Ausserdem habe m an ihm nie die M öglichkeit ei- ner U m schulung oder W eiterbildung angeboten. Schliesslich sei der Vor- w urf, er sei bei der Stellensuche zu passiv gew esen, ungerechtfertigt, w as die eingereichten Bew erbungsschreiben bew eisen w ürden. D ie Vorinstanz hält dem entgegen, dass die ursprüngliche Fassung des Ar- beitszeugnisses die ungenügenden Leistungen des Beschw erdeführers w ahrheitsgetreu w iedergegeben habe und schliesslich im Sinne eines Ent- gegenkom m ens des BBT anders form uliert w orden sei. D er Vorw urf der fehlenden Ü berprüfung der Personalbeurteilung sei unzutreffend. D er Be- schw erdeführer verkenne, dass die übereinstim m end negative Beurteilung seiner Leistungen und seines Verhaltens durch die Vorgesetzten sow ohl im BBT als auch im SEC O ein starkes Indiz für den W ahrheitsgehalt dieser Einschätzung bilde. Es treffe zu, dass dem Beschw erdeführer nicht im m er der gleiche PC zur Verfügung gestanden sei. D er Beschw erdeführer habe sich allerdings keinesw egs bei jedem W echsel neu einrichten m üssen. W esentlich sei ohnehin nur, dass der Beschw erdeführer von säm tlichen ihm durch das BBT zur Verfügung gestellten PC s aus Zugang zu den für die Stellensuche relevanten Inform ationen gehabt habe. Insbesondere habe es dazu keiner Aufnahm e in einen E-M ail-Verteiler bedurft. D urch die Erfassung des Beschw erdeführers in der Job-D atenbank sei er ohnehin 8 gegenüber externen Bew erberinnen und Bew erbern bevorzugt behandelt w orden. D ie Bereitstellung eines PC -Arbeitsplatzes auf Ende August 2005 sei zw ar verspätet erfolgt, aber diese Verspätung sei noch vertretbar, w eil der m assgebliche Zeitpunkt für den Beginn der Arbeitgeberverpflichtungen des BBT gem äss Art. 4 der R eorganisationsverordnung nicht das D atum der Freistellung des Beschw erdeführers, sondern dasjenige der U nter- zeichnung der Vereinbarung am 13. Juli 2005 sei. 4.5 Sow eit der Beschw erdeführer dem BBT vorw irft, es habe die in Art. 104 Abs. 2 Bst. a bis d BPV aufgezählten M assnahm en nicht oder nur ungenü- gend getroffen, ist festzuhalten, dass nur einer der in Art. 12 Abs. 6 (und 7) BPG erschöpfend aufgezählten G ründe den Arbeitgeber zur Auflösung des Arbeitsverhältnisses berechtigt. D em gegenüber präzisiert Art. 104 BPV – in U m setzung des G esetzgebungsauftrages von Art. 31 Abs. 3 BPG und insbesondere in Konkretisierung von Art. 12 Abs. 6 Bst. e BPG und Art. 19 BPG – nur die M assnahm en, die vom Arbeitgeber vor jeder Auflösung ohne Verschulden des Bediensteten getroffen w erden m üssen. D ie Art und W eise der sow ohl vom Arbeitgeber als auch vom Arbeitnehm er geforder- ten M itw irkungspflicht w ird jedoch w eder vom G esetz noch von den Ver- ordnungen (vgl. oben, E. 4.1) präzise um schrieben. Vielm ehr w ird nur, aber im m erhin, festgehalten, beide Parteien sollten ihr M öglichstes dazu beitragen, die Kündigung zu verm eiden resp. eine geeignete (andere) Stelle zu finden. N am entlich in Bezug auf m ögliche Konsequenzen einer m angelhaften U nterstützung durch eine der Parteien schw eigt das G esetz. Indes hat nach der R echtsprechung ein U ntätigsein der Verw altung nicht autom atisch die Aufhebung der Kündigung zur Folge. Eine Kündigung kann schliesslich auch trotz m angelhafter U nterstützung im R ahm en der Stellensuche gültig bleiben (vgl. VPB 69.82 E. 6 b cc). D er Kündigungsgrund von Art. 12 Abs. 6 Bst. e BPG knüpft, neben schw er w iegenden w irtschaftlichen oder betrieblichen G ründen, ausschliesslich am Kriterium an, ob der Arbeitgeber der betroffenen Person keine zum ut- bare andere Arbeit anbieten kann. H ierbei w ird dem (jew eiligen) Arbeitge- ber ein Erm essensspielraum eingeräum t (s. dazu oben, E. 4.3). Es bleibt im Einzelfall allerdings zu prüfen, ob bzw . inw iefern sich diesbezügliche Versäum nisse einer Partei, vorab solche des Arbeitgebers, tatsächlich auf die Situation des Arbeitnehm ers ausgew irkt haben (vgl. VPB 69.82 E. 6 b cc). 4.6 D ie U nterstützung des Beschw erdeführers durch das BBT ist nicht optim al verlaufen. Es w äre w ohl angezeigt gew esen, eine verstärkte Zusam m en- arbeit m it dem Personaldienst des BBT anzustreben sow ie auch ver- w altungsexterne U nterstützungsangebote in Anspruch zu nehm en. D ieses Verhalten des BBT hat die Position des Beschw erdeführers jedoch nicht entscheidend geschw ächt, denn gleichzeitig w äre es dem Beschw erdefüh- rer, nicht zuletzt aufgrund seiner in zeitlicher H insicht privilegierten Situa- tion, zum utbar und m öglich gew esen, sich seinerseits um derartige Ange- bote zu bem ühen. Aufgrund der Befreiung von der Arbeitspflicht per 1. Juni 2005 hatte der Beschw erdeführer m indestens bis und m it dem 31. Juli 2006 (D atum des letzten Arbeitstages) – also w ährend 14 M onaten unter 9 voller Lohnfortzahlung – Zeit, sich um die Stellensuche zu bem ühen. Selbst m it Blick auf seine auf 50 % beschränkte Arbeitsfähigkeit stellt dies ein beachtliches Entgegenkom m en des Arbeitgebers dar. W eiter w urde der Beschw erdeführer in der Job-D atenbank erfasst und kam dam it in den G enuss der entsprechenden Vorteile, selbst w enn er keine Kenntnis von der Ausschreibung einer allenfalls in Frage kom m enden Stelle hatte. Auch die Anpassung des Zw ischenzeugnisses ist m it Blick auf die Stellen- suche des Beschw erdeführers als Entgegenkom m en des BBT zu w erten, ist die neue Fassung doch durchaus w ohlw ollender form uliert als der erste Entw urf. Beispielsw eise w urden folgende Änderungen vorgenom m en: D ie Passage "(...) verfügt H err A._______ über gute Kenntnisse der Verw altung" w urde um form uliert in "(...) verfügt A._______ über sehr gute Kenntnisse der Verw altung", der Satz "H err A._______ w ar für die Führung und O rganisation der kleinen BBT-Bibliothek alleine verantw ortlich" w urde geändert in "A._______ w ar für den Aufbau, die Führung und O rganisation der BBT-Bibliothek/D okum entation allein verantw ortlich" und die ursprüngliche Variante "H err A._______ plante und bearbeitete die ihm übertragenen Aufgaben in der m eisten Zeit selbständig und m it Einsatzw ille. Seine erbrachten Leistungen gaben keinen Anlass zur R eklam ation und seine D ienstleistungen w urden innerhalb des H auses von seinen Kunden geschätzt" lautete neu "Er erfüllte die ihm übertragenen Aufgaben selbständig, sorgfältig und engagiert. Seine D ienstleistungen w urden von seinen internen Kundinnen und Kunden geschätzt. M it seiner Leistung w aren w ir zufrieden." D am it erfuhr der Beschw erdeführer von Seiten seines Arbeitgebers eine offensichtliche U nterstützung bei der Stellensuche. Schliesslich w urde dem Beschw erdeführer noch w ährend zw eier Stunden pro W oche ein PC zur Verfügung gestellt. D ie vom Beschw erdeführer vor- gebrachte Kritik am häufigen W echsel des Arbeitsplatzes und den U m stän- den bei der Inbetriebnahm e des C om puters ändert nichts an der Tatsache, dass er durch diese M assnahm e in die Lage versetzt w urde, sich die für die Stellensuche erforderlichen Inform ationen zu beschaffen. Betreffend seine Bem ühungen um eine neue Stelle führt der Beschw erde- führer, nebst dem Besuch von vier Kursen, seine m ittlerw eile über 50 Be- w erbungen ins Feld. D ieser U m stand ist für sich allein betrachtet allerdings noch kein ausreichender N achw eis seiner M itw irkungspflicht. Zu den Kur- sen ist zu bem erken, dass zw ei davon vom Bundesam t für Inform atik und Telekom m unikation (BIT) angeboten w urden, den dritten (vom 1. und 2. M ärz 2007) das BBT bezahlte und der vierte (Bew erbungstraining ab 50) vom Beschw erdeführer aufgrund einer Anw eisung der R egionalen Arbeits- verm ittlung (R AV) Bern W est vom 25. April 2007 besucht w urde. In Bezug auf die vom Beschw erdeführer ins R echt gelegten Bew erbungsschreiben sei schliesslich darauf hingew iesen, dass seine M otivationsschreiben bei säm tlichen Bew erbungen nahezu identisch sind, sich regelm ässig nur in der Adresse, dem D atum und im ersten Satz voneinander unterscheiden und dem entsprechend keinen Bezug zu der angebotenen Stelle haben, m it anderen W orten zur offensichtlichen Verm eidung w eiteren Aufw ands nicht 10 adressatengerecht form uliert w orden sind. D ies w iederum deckt sich m it der Einschätzung der Vorinstanz, der Beschw erdeführer verm öge nicht darzutun, dass er die aus seiner Freistellung resultierende, in zeitlicher H insicht privilegierte Situation bei der Stellensuche m it der gebotenen Ini- tiative genutzt habe. Vielm ehr erw eckt diese Vorgehensw eise den Ein- druck, der Beschw erdeführer habe sich nur m it m ässigem Engagem ent um eine neue Stelle bem üht. 4.7 Angesichts dieser U m stände bleibt festzuhalten, dass die dem Be- schw erdeführer vom Arbeitgeber gebotene U nterstützung insgesam t aus- reichend w ar und die Vorinstanz die Auffassung des BBT bestätigen durfte, w onach es diesem nicht m öglich w ar, dem Beschw erdeführer eine zum utbare andere Stelle anzubieten. 4.8 D ie Tatbestandsvoraussetzungen von Art. 12 Abs. 6 Bst. e BPG sind dem - nach erfüllt und ein ordentlicher Kündigungsgrund dam it gegeben. 4.9 Sow eit der Beschw erdeführer im Ü brigen form elle M ängel beim Ablauf des Kündigungsverfahrens geltend m acht, sind solche nicht zu erkennen. Säm tliche Fristen und Erfordernisse w urden eingehalten. W eshalb das BBT das rechtliche G ehör des Beschw erdeführers verletzt haben sollte, ist nicht ersichtlich. D er Beschw erdeführer hat diese R üge auch nicht w eiter begründet. 5. D er Beschw erdeführer beantragt, er sei an Stelle der Kündigung vorzeitig zu pensionieren. N ach Art. 105 Abs. 1 BPV können im R ahm en von U m strukturierungen An- gestellte frühestens ab dem vollendeten 55. Altersjahr vorzeitig pensioniert w erden, sofern diese nicht eine zum utbare andere Stelle abgelehnt haben und ihre Stelle aufgehoben w ird (Bst. a). G em äss den Erläuterungen zur Bundespersonalverordnung zu Art. 105 BPV m uss die vorzeitige Pensionierung von Personen unter 60 Jahren die Ausnahm e bleiben. D er Sozialplan äussert sich in Ziff. 13 zur vorzeitigen Pensionierung. D a- nach bilden vorzeitige Pensionierungen vor dem zurückgelegten 60. Al- tersjahr die Ausnahm e. U nter 60-jährige Angestellte können nur vorzeitig pensioniert w erden, w enn alle M öglichkeiten der vorzeitigen Pensionierung der 60- bis 65-jährigen Angestellten in der betroffenen Verw altungseinheit ausgeschöpft sind und fest steht, dass in einer Verw altungseinheit Ange- stellte ohne ihr Verschulden von der Entlassung bedroht sind. 5.1 Im Zeitpunkt der Kündigung w ar der Beschw erdeführer 58 Jahre alt. Seine Stelle w urde im R ahm en einer U m strukturierung aufgehoben und eine zu- m utbare andere Stelle hat der Beschw erdeführer nicht abgelehnt. D ie Voraussetzungen von Art. 105 Abs. 1 Bst. a BPV sind som it erfüllt. Als nächstes ist dam it das Vorliegen der Voraussetzungen gem äss Ziff. 13 des Sozialplanes zu prüfen. 5.2 D ie Kündigung ist ohne Verschulden des Beschw erdeführers erfolgt. D am it ist eine erste der von Ziff. 13 des Sozialplanes geforderten Bedingungen gegeben.11 Zur Frage, w elcher Sachverhalt es rechtfertigt, eine vorzeitige Pensionie- rung eines unter 60-jährigen ins Auge zu fassen, hält die Vorinstanz zu- nächst fest, w eder Lehre noch R echtsprechung hätten sich bisher zu den relevanten Kriterien geäussert. D as Alter spiele jedenfalls keine R olle, bil- de es doch gerade die R egel, dass Personen zw ischen 55 und 60 Jahren auf dem heutigen Stellenm arkt m it gew issen Schw ierigkeiten zu käm pfen hätten. M assgebend sei vielm ehr die Frage, ob eine Person auf G rund ih- rer spezifischen beruflichen Voraussetzungen auf dem Arbeitsm arkt be- sonderen N achteilen ausgesetzt sei. Vorliegend seien keine U m stände er- sichtlich, die eine vorzeitige Pensionierung des Beschw erdeführers vor dem 60. Altersjahr rechtfertigen w ürden, da er keinen hohen Spezialisie- rungsgrad aufw eise. Som it sei auch nicht m ehr zu überprüfen, ob das BBT alle M öglichkeiten der vorzeitigen Pensionierung der über 60-jährigen in der betreffenden Verw altungseinheit ausgeschöpft habe. 5.3 D er Beschw erdeführer bringt vor, die Vorinstanz habe zu U nrecht nicht zum Kriterium von Ziff. 13 des Sozialplanes, w onach die unter 60-jährigen erst vorzeitig pensioniert w erden können, w enn alle M öglichkeiten der vor- zeitigen Pensionierung der 60- bis 65-jährigen ausgeschöpft sind, Stellung genom m en. D aneben kritisiert er, die Vorinstanz entw ickle zur Frage, ob ein Arbeitnehm er ausnahm sw eise vor Beginn des 60. Altersjahres vorzeitig pensioniert w erden kann, ein gesetzlich nicht vorgesehenes Kriterium , in- dem sie in ihrer Begründung auf den Spezialisierungsgrad des Arbeitneh- m ers abstelle. Selbst w enn ein hoher Spezialisierungsgrad ein entscheid- relevantes Kriterium w äre, sei vorliegend durchaus ein solcher gegeben. Er könne höchstw ahrscheinlich nur w ieder als Bibliothekar arbeiten und diese Stellen seien rar. 5.4 D ie Tatsache, dass Ziff. 13 des Sozialplanes zw ei Voraussetzungen für die vorzeitige Pensionierung unter 60-jähriger anführt, ändert nichts am U m - stand, dass dem Arbeitgeber in der Frage, ob eine Ausnahm e für eine vor- zeitige Pensionierung vorliegt (vgl. oben, E. 5), ein Erm essensspielraum bleibt (vgl. die "Kann-Vorschrift" von Art. 105 Abs. 1 BPV). Eine "Kann- Vorschrift" gew ährt einer rechtsanw endenden Behörde nur unter bestim m - ten Voraussetzungen keinen Erm essensspielraum . D ies ist dann der Fall, w enn aus der gesetzlichen R egelung ein Anspruch abgeleitet w erden kann (vgl. U rteil des Bundesgerichts 5A.13/2001 vom 15. O ktober 2001 E. 5 b, m it H inw eisen). D azu gibt es vorliegend allerdings keine Anhaltspunkte. D ie beiden Kriterien von Ziff. 13 des Sozialplanes – sind sie denn erfüllt – verschaffen dem Arbeitnehm er m it anderen W orten keinen R echtsan- spruch auf eine vorzeitige Pensionierung. 5.5 Folglich ist zu prüfen, ob die Vorinstanz das ihr von Art. 105 Abs. 1 BPB eingeräum te Erm essen pflichtgem äss, d.h. verfassungs- und gesetzeskon- form ausgeübt hat. Insbesondere sind dabei das R echtsgleichheitsgebot, das Verhältnism ässigkeitsprinzip und die Pflicht zur W ahrung der öffentli- chen Interessen zu befolgen. Ausserdem sind Sinn und Zw eck der gesetz- lichen O rdnung auch bei Erm essensentscheiden zu beachten. Pflichtge- m ässe Ausübung bedeutet aber nicht nur, dass der Entscheid rechtm äs- sig, sondern auch, dass er angem essen (zw eckm ässig) sein m uss (vgl. 12 H ÄFELIN /M Ü LLER /U H LM AN N , a.a.O ., R z. 441, PIER R E TSC H AN N EN /U LR IC H ZIM M ER LI, Allgem eines Verw altungsrecht, 2. Aufl., Bern 2005, § 26 R z. 11). Verkennt eine Behörde das Vorliegen oder die Bedeutung eines Erm essensspiel- raum s, liegt eine R echtsverletzung vor. D iese R echtsverletzung kann als Erm essensüberschreitung, Erm essensunterschreitung oder Erm essens- m issbrauch in Erscheinung treten (TSC H AN N EN /ZIM M E R LI, a.a.O ., § 26 R z. 15). Eine Erm essensunterschreitung liegt vor, w enn die entscheidende Behör- de sich als gebunden betrachtet, obschon ihr vom R echtssatz Erm essen eingeräum t w ird, oder w enn sie auf die Erm essensausübung ganz oder teilw eise zum Vornherein verzichtet (H ÄFELIN /M Ü LLE R /U H LM AN N , a.a.O ., R z. 470). 5.6 D ie Vorinstanz sieht eine Ausnahm e vom G rundsatz, w onach nur über 60- jährige vorzeitig pensioniert w erden können, dann gerechtfertigt, w enn der Arbeitnehm er aufgrund eines hohen Spezialisierungsgrades auf dem Ar- beitsm arkt besonderen N achteilen ausgesetzt ist. D iese Vorgehensw eise erscheint als sachgerecht. Eine pflichtgem ässe Erm essensausübung ver- langt von der betroffenen Behörde regelm ässig das Entw ickeln zw eckm äs- siger Kriterien, um daraus eine Praxis herauszubilden und dadurch die rechtsgleiche Anw endung des G esetzes sow ie die R echtssicherheit sicher- zustellen. D arin ist keine unzulässige Erw eiterung der in Ziff. 13 des Sozialplanes statuierten Kriterien zu sehen. D as Alter - bzw . dessen Ausw irkungen auf die Stellensuche - kann dem ge- genüber beim Entscheid über eine vorzeitige Pensionierung keine ent- scheidende R olle spielen. Personen im Alter zw ischen 55 und 60 sind auf dem heutigen Stellenm arkt gegenüber jungen Bew erbern regelm ässig m it zusätzlichen Schw ierigkeiten konfrontiert und trotzdem sieht der G esetz- geber für diese Altersgruppe nur ausnahm sw eise eine vorzeitige Pensio- nierung vor. M it der Argum entation, ein Ausnahm efall für eine vorzeitige Pensionierung sei w egen des Alters des Angestellten zw ischen 55 und 60 Jahren und der darauf zurückzuführenden Schw ierigkeiten auf dem Ar- beitsm arkt gegeben, w ürde m an der Vorgabe des G esetzgebers zuw ider handeln. 5.7 D ie Ausführungen der Vorinstanz bezüglich den Spezialisierungsgrad des Beschw erdeführers verm ögen zu überzeugen. Seine Tätigkeit als Biblio- thekar m it Zusatzaufgaben in der R egistratur resp. im Bereich der Logistik führt nicht zu einer derartigen Spezialisierung, als dass er seine Kenntnis- se nicht auch in einer anderen Stelle einsetzen könnte. N icht zuletzt die zahlreichen Bew erbungsschreiben des Beschw erdeführers zeigen, dass es durchaus Stellen gibt, die für ihn in Frage käm en. D ie Vorinstanz ist dem nach in pflichtgem ässer Ausübung ihres Erm essens zu R echt zum Schluss gekom m en, eine vorzeitige Pensionierung lasse sich vorliegend nicht rechtfertigen. D am it erübrigt sich die Prüfung der w ei- teren Voraussetzungen gem äss Ziff. 13 des Sozialplanes. D er Antrag des Beschw erdeführers auf vorzeitige Pensionierung ist nach dem G esagten abzuw eisen. 6. Schliesslich beantragt der Beschw erdeführer die Erhöhung der von der 13 Vorinstanz zugesprochenen Parteientschädigung. N ach Art. 64 Abs. 1 Vw VG kann die Beschw erdeinstanz der ganz oder teil- w eise obsiegenden Partei von Am tes w egen oder auf Begehren eine Ent- schädigung für ihr erw achsene notw endige und verhältnism ässig hohe Kosten zusprechen. Sie hat dabei einen grossen Erm essensspielraum (vgl. U rteil des Bundesgerichts 2P.111/2002 E. 7 vom 13. D ezem ber 2002, m it H inw eisen). 6.1 D ie Vorinstanz bringt vor, der Beschw erdeführer sei vor ihr w eder m it dem H auptantrag (W eiterbeschäftigung beim BBT) noch m it dem Eventualan- trag (vorzeitige Pensionierung) durchgedrungen. Er habe lediglich m it dem Subeventualantrag betreffend Erhöhung der Abgangsentschädigung ob- siegt, w as entsprechend zu berücksichtigen sei. D iesen Ausführungen ist beizupflichten. Ber Beschw erdeführer bezw eckte im Verfahren vor der Vor- instanz im W esentlichen die W eiterführung des Arbeitsverhältnisses, even- tuell seine vorzeitige Pensionierung. D ie Erhöhung der Abgangsentschädi- gung w ar dem gegenüber auch vom Streitw ert her von untergeordneter Be- deutung, selbst w enn für das vorinstanzliche Verfahren von einer Erhö- hung von einem auf zw ölf M onatslöhne auszugehen ist. D er Beschw erde- führer ist daher nur in einem N ebenpunkt durchgedrungen, w eshalb eine (reduzierte) Parteientschädigung in der H öhe von Fr. 600.– im R ahm en des Erm essens der Vorinstanz liegt. D ie Beschw erde ist auch in diesem Punkt abzuw eisen. 7. G em äss Art. 34 Abs. 2 BPG sind das erstinstanzliche Verfahren sow ie das Beschw erdeverfahren nach den Artikeln 35 und 36 kostenlos. Es sind dem nach keine Verfahrenskosten aufzuerlegen. D em Beschw erdeführer als U nterliegendem steht keine Parteientschädigung zu (Art. 64 Abs. 1 Vw VG ). D em nach erkennt das B undesverw altungsgericht: 1. D ie Beschw erde w ird abgew iesen, sow eit darauf einzutreten ist. 2. Es w erden keine Verfahrenskosten erhoben. 3. Es w ird keine Parteientschädigung zugesprochen. 4. D ieses U rteil w ird eröffnet: - dem Beschw erdeführer (m it G erichtsurkunde) - der Vorinstanz (m it G erichtsurkunde, R ef-N r. [...]) D er vorsitzende R ichter: D er G erichtsschreiber: Jürg Kölliker M artin Föhse i.V. M arkus M etz14 R echtsm ittelbelehrung Entscheide des Bundesverw altungsgerichts auf dem G ebiet der öffentlich-rechtlichen Ar- beitsverhältnisse können m it Beschw erde beim Bundesgericht angefochten w erden, so- fern es um eine verm ögensrechtliche Angelegenheit geht, bei w elcher der Streitw ert m in- destens 15'000 Franken beträgt oder bei der sich eine R echtsfrage von grundsätzlicher Bedeutung stellt (vgl. Art. 85 Abs. 1 Bst. b und Abs. 2 des Bundesgesetzes über das Bundesgericht vom 17. Juni 2005 [Bundesgerichtsgesetz, BG G ]; SR 173.110). Bei einer nicht verm ögensrechtlichen Angelegenheit ist die Beschw erde nur zulässig, w enn sie die G leichstellung der G eschlechter betrifft (vgl. Art. 83 Bst. g BG G ). Steht die Beschw erde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten offen, so ist sie innert 30 Tagen seit der Ausfertigung des angefochtenen U rteils zu erheben. D ie R echtsschrift ist in einer Am tssprache abzufassen und hat die Begehren, deren Begründung m it Angabe der Bew eism ittel und die U nterschrift zu enthalten. Sie m uss spätestens am letzten Tag der Frist beim Bundesgericht eingereicht oder zu dessen H anden der Schw eizerischen Post oder einer schw eizerischen diplom atischen oder konsularischen Vertretung überge- ben w erden (vgl. Art. 42. 48, 54 und 100 BG G ). Versand am :