<h2>SubmittedText<h2><p>In seiner Antwort zum Postulat 19.3362 erwähnt der Bundesrat, dass "Preismodelle in Zukunft analog zum Ausland auch vertraulich umgesetzt werden" müssen. Ende Mai hat sich aber die Schweiz bei der WHO sehr stark für eine Resolution eingesetzt, die weltweit die Transparenz von Medikamentenpreisen sicherstellen soll. Dieses inkohärente Vorgehen schadet der Glaubwürdigkeit der Schweizer Gesundheitspolitik im In- und Ausland.</p><p>Wie will der Bundesrat diesen Widerspruch auflösen?</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Derzeit basiert die Vergütung hochpreisiger Arzneimittel in allen Ländern auf vertraulichen Preismodellen. Nur in der Schweiz wurden bisher Preismodelle transparent ausgewiesen. Für einzelne wirksame und hochpreisige Arzneimittel ist es zurzeit unter diesen Voraussetzungen nicht mehr möglich, den Zugang zu neuen wirksamen Therapien zu wirtschaftlichen Bedingungen zu gewähren. Deshalb braucht es nun auch in der Schweiz vereinzelt vertrauliche Preismodelle. Die Umsetzung vertraulicher Preismodelle in der Schweiz wird so lange nötig sein, wie das international praktizierte Preisfestsetzungssystem auf vertraulichen Vereinbarungen basiert. Um von diesem System wegzukommen, setzt sich die Schweiz in internationalen Gremien für mehr Transparenz in der Preisfestsetzung ein. Mit der Eingabe der Resolution anlässlich der diesjährigen Weltgesundheitsversammlung konnte ein erster wichtiger Schritt in diese Richtung gemacht werden.</p>