<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="cell small-12 contentContainer printArea"> <div><table><tr><td><p class="Normal Heading1"><span id="_GoBack"></span><span class="Normal Heading1">Sozialversicherungsgericht</span></p><p class="Normal Heading1"><span class="Normal Heading1">des Kantons Zürich</span></p></td><td><p class="Normal Heading1"></p></td></tr></table><p><span>AK.2016.00044</span></p><p><br/></p><p><br/></p><p>III. Kammer</p><p>Sozialversicherungsrichter Gräub, Vorsitzender<br/>Sozialversicherungsrichterin Annaheim<br/>Sozialversicherungsrichterin Daubenmeyer<br/>Gerichtsschreiber Nef</p><p class="Normal Heading2"><span class="Normal Heading2">Urteil vom 14. Juni 2018</span></p><p class="Normal StandardEinzug"><span class="Normal StandardEinzug">in Sachen</span></p><p class="Normal StandardFett RubrumFett"><span class="Normal StandardFett RubrumFett">X.___</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Beschwerdeführerin</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">vertreten durch Rechtsanwalt Christoph Niederer</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">VISCHER AG</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Schützengasse 1, Postfach 5090, 8021 Zürich 1</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">zusätzlich vertreten durch Rechtsanwältin Beatrice Klaesi</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">VISCHER AG</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Schützengasse 1, Postfach 5090, 8021 Zürich 1</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">gegen</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardFett RubrumFett"><span class="Normal StandardFett RubrumFett">Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, Ausgleichskasse</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Beschwerdegegnerin</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p><br/></p><p></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Sachverhalt:</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.</span><span> </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die 1999 gegründete X.___</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">mit Sitz in Zürich war bis 31. Dezember 2013 der Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, Ausgleichskasse, als beitrags-pflichtige Arbeitgeberin angeschlossen und rechnet mit ihr die paritätischen und FAK-Beiträge ab (vgl. Urk. 7/5 und Urk. 7/116). Die Aktionäre Y.___ und Andreas Z.___ waren seit Dezember 2005 bis zu ihrem Ausscheiden im November 2010 bei der X.___ a</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ls Geschäftsführer mit Kollektivunterschrift zu zweien </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">eingetragen und in den Jahreslohnbescheinigungen als beitragspflichtige Arbeitnehmende aufgeführt (vgl. Urk. 7/1/3, Urk. 7/8/3, Urk. 7/18/3, Urk. 7/39/3). Am 18. Juni 2008 schlossen Y.___ und Z.___ als Verkäufer mit der A.___ einen Aktienkaufvertrag über den Verkauf von 80 % der Aktien der X.___ zu einem Kaufpreis von Fr. 5'000'000.-- an die A.___ ab (Urk. 7/123/40-60). Hierbei war vorgesehen, dass Fr. 3'000'000.-- an die Verkäufer Y.___ und Z.___ direkt ausbezahlt und 2'000'000.-- auf ein separates «Escrow-Konto» hinterlegt werden, um Ansprüche der Käuferin (A.___) aus dem Aktienkaufvertrag gegenüber den Verkäufern (Y.___ und Z.___) sicherzustellen (Urk. 7/123/44). In dem </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">am gleichen Tag unterzeichneten «Escrow Vertrag» (Urk. 7/123/31-37) wurde fes</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">t</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gehalten, dass ein Verkäufer, welcher vor Ablauf eines Jahrs ab Vollzug des </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Aktienkaufvertrages aus der Gesellschaft austrete, die Käuferin mit Fr. 500’000.--</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> beziehungsweise bei einem Austritt vor Ablauf des zweiten Jahrs mit Fr. 250'000.-- zu entschädigen habe (Urk. 7/123/33). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Das Steuerrekursgericht des Kantons Zürich qualifizierte mit Entscheid vom 27. Februar 2015 i. S. Y.___ gegen Schweizerische Eidgenossenschaft und Staat Zürich (Urk. 7/117/2-13) in der Sache Y.___ gegen die Schweizerische Eidgenossen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">schaft den hinterlegten Geldbetrag von Fr. 500'000.-- als Arbeitsentgelt, der gestaffelt im Jahr 2009 und 2010 zu je Fr. 250'000. -- ausgerichtet worden sei. Das Steuergericht hielt hierbei fest, dass die Vorinstanz den Betrag von Fr. 500'000.-- zu Unrecht der Steuerperiode 2008 zugeordnet habe, da der Anteil des Pflichtigen (Y.___) am hinterlegten Geldbetrag im Jahr 2008 eine blosse An</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">wartschaft dargestellt habe und deshalb von ihm noch nicht zu versteuern gewesen sei (Urk. 7/117/11). Entsprechend werde die Beschwerde in dem Sinne gutgeheissen, dass der Beschwerdeführer für die Steuerperiode 2008 mit einem steuerbaren Einkommen von Fr. 85'900.-- veranlagt werde (Dispositiv Ziff. 1) und der Rekurs insoweit gutgeheissen werde, als der Rekurrent für die Steuerperiode 2008 mit einem steuerbaren Einkommen von Fr. 85'600.-- und einem steuerbaren Vermögen von Fr. 1'687'000.-- eingeschätzt werde (Dispositiv Ziff. 2; Urk. 7/117/12).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Am 9. November 2015 teilte die Ausgleichskasse der X.___ mit, dass gemäss einer Mitteilung des kantonalen Steueramtes in den Jahren 2009 und 2010 an Z.___ und Y.___ je Fr. 250'000.-- ausgerichtet und diese Einkünfte als steuerbares Einkommen bewertet worden seien. Sie würden deshalb für das Jahr 2010 eine Nachzahlungsverfügung über ein beitragspflichtiges Einkommen von Fr. 500'000.-- erlassen (Urk. 7/126). Am 13. November 2015 erging die entsprechende Nachzahlungsverfügung für das Jahr 2010 (Urk. 7/128), welche unangefochten blieb. Für das Beitragsjahr 2009 erliess die Ausgleichskasse am 16. Dezember 2015 (Urk. 7/139) eine Schadenersatzverfügung und verpflichtete die X.___, für entgangene Beiträge Fr. 75'266.40 zu leisten. Dies begründete sie damit, dass der Schaden darin bestehe, dass die auf den Lohnzahlungen von Fr. 500'000.-- im Jahr 2009 (je Fr. 250’OO0.-- an Y.___ und Z.___) durch die X.___ zu entrichtenden Beiträge wegen Eintritts der Festsetzungsverjährung nicht mehr einforderbar seien (Urk. 7/139 S. 2). Die mit Eingabe vom 1. Februar 2016 (Urk. 7/143) erhobene Einsprache, wies die Ausgleichskasse mit Einspracheentscheid vom 4. Juli 2016 (Urk. 2) ab. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Dagegen erhob die X.___ am 2. September 2016 (Urk. 1) Beschwerde mit dem Antrag, es sei der angefochtene Einspracheentscheid ersatzlos aufzuheben. Die Ausgleichskasse schloss in ihrer Beschwerdeantwort vom 12. Oktober 2016 (Urk. 6) auf Abweisung der Beschwerde, was der Beschwerdeführerin am 13. Oktober 2016 zur Kenntnis gebracht wurde (vgl. Urk. 8).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Das Gericht</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> zieht in Erwägung:</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.</span><span> </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Nach Art. 52 des Bundesgesetzes über die Alters- und Hinterlassenenversiche-rung, AHVG hat ein Arbeitgeber, der durch absichtliche oder grobfahrlässige </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Missachtung von Vorschriften einen Schaden verschuldet, diesen der Ausgleichs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">kasse</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> zu ersetzen. Ist der Arbeitgeber eine juristische Person, so können nach </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ständiger Rechtsprechung des Bundesgerichts subsidiär gegebenenfalls die vera</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">nt-wortlichen Organe in Anspruch genommen werden (BGE 123 V 12 E. 5b = AHI 1997 S. 208 E. 5b, 122 V 65 E. 4a, 119 V 401 E. 2, je mit Hinweisen). Haben meh</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">rere Arbeitgeber oder mehrere Organe einer juristischen Person einen Schaden verursacht, haften sie solidarisch (BGE 114 V 213 E. 3 mit Hinweisen). Die Vorschriften über die Arbeitgeberhaftung nach Art. 52 AHVG und Art. 81 f. der Verordnung über die Alters- und Hinterlassenenversicherung, AHVV sowie die dazu entwickelte Rechtsprechung des Bundesgerichts finden mangels eigener Bestimmungen sinngemäss Anwendung auf die Invalidenversicherungs- (Art. 66 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung), Erwerbsersatzord-nungs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">- (Art. 21 Abs. 2 des Bundesgesetzes über die Erwerbsersatzordnung für Dienstleistende in Armee, Zivildienst und Zivilschutz) und Arbeitslosenversiche-rungsbeiträge (Art. 6 des Bundesgesetzes über die obligatorische Arbeitslosenver-sicherung und die Insolvenzentschädigung; BGE 113 V 186) sowie auf die kanto-nalrechtlichen Beiträge für die Familienausgleichskasse (§ 33 des Gesetzes über Kinderzulagen für Arbeitnehmer; nicht publiziertes Urteil des Bundesgerichts 2P.251/1996 vom 30. Juni 1997).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Der Schaden gilt als eingetreten, sobald anzunehmen ist, dass die geschuldeten Beiträge aus rechtlichen oder tatsächlichen Gründen nicht mehr erhoben werden können (BGE 129 V 193 E. 2.2, 126 V 443 E. 3a, je mit Hinweisen). Dies trifft dann zu, wenn die Beiträge im Sinne von Art. 16 Abs. 1 AHVG verwirkt sind (vgl. beispielsweise BGE 112 V 156, 98 V 26). Der Schaden gilt als eingetreten, sobald die Beiträge verwirkt sind (BGE 123 V 12 E. 5b, 170 E. 2a, 112 V 156 E. 2, 108 V 189 E. 2d, je mit Hinweisen). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Voraussetzung für eine Haftung nach Art. 52 AHVG ist zunächst das Vorliegen eines Schadens. Dieser besteht darin, dass der AHV ein ihr gesetzlich geschuldeter Beitrag entgeht. Die Höhe des Schadens entspricht dabei dem Betrag, dessen die Kasse verlustig geht (Thomas Nussbaumer, Die Ausgleichskasse als Partei im Schadenersatzprozess nach Artikel 52 AHVG, ZAK 1991 S. 383 ff. und 433 ff.). Verwaltungs- und Betreibungskosten, Veranlagungs- und Mahngebühren sowie die Verzugszinsen bilden Bestandteil des Schadens, welcher der Ausgleichskasse zu ersetzen ist (BGE 121 III 382 E. 3bb; vgl. auch BGE 109 V 95 oben, 108 V 189 E. 5). Im Hinblick auf die in Art. 14 Abs. 1 AHVG normierte Beitrags- und Abrechnungspflicht des Arbeitgebers gehören auch die Arbeitgeberbeiträge zum massgeblichen Schaden (BGE 98 V 26 E. 5).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.</span><span> </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Beantwortung der Streifrage richtet sich nach Art. 52 AHVG in der seit 1. Januar 2003 gültigen Fassung (BGE 131 V 425). Dabei stellt sich zunächst die Frage, wann die Verjährungsfrist zu laufen begonnen beziehungsweise die Kasse Kenntnis vom Schaden erhalten hat (Art. 52 Abs. 2 Satz 1 AHVG). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.1.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Aufgrund der Festsetzungsverjährung gemäss </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">16 AHVG </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sind</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Beiträge innert fünf Jahre</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">n</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> nach Ablauf des Kalenderjahres</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">,</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> für welche sie geschuldet sind</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">,</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> durch Erlass einer Verfügung geltend zu </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">machen, </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ansonsten sie nicht </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">mehr eingefordert werden können. Die Beiträge für das Jahr 2009 waren somit bis 31. Dezember 2014 geltend zu machen. Damit war der Schaden bei der Beschwerdegegnerin am 1. Januar 2015 eingetreten, da </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">die Beiträge im Sinne von </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">16 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Abs. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1 AHVG verwirkt </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">waren (vgl. E. 1.2.1 hiervor). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.1.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Von der Festsetzungsverjährung, mithin von der Frist, innert welcher die Aus</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">-</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gleichskassen eine Beitragsforderung durch Verfügung festzusetzen haben, ist die Verjährung der Schadene</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rsatzforderung zu unterscheiden.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Nach </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">52 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Abs. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3 AHVG verjährt der Schadenersatzanspruch zwei Jahre, nachdem die zuständige Ausgleichskasse vom Schaden Kenntnis erhalten hat, </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">spätestens aber</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> fünf Jahre nach Eintritt des Schadens. Diese Fristen können unterbrochen werden. Der Arbeitgeber kann auf die Einrede der Verjährung verzichten (vgl. auch BGE 131 V 4 oben).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Beschwerdegegnerin liess im Mai 2014 im Zusammenhang mit einem Über-tritt der Beschwerdeführerin zu einer anderen Ausgleichskasse per 31. Dezember 2013 eine Arbeitgeberkontrolle (Schlusskontrolle) betreffend die Beitragsperiode 1. Januar 2009 bis 31. Dezember 2013 durchführen (Urk. 7/116). Die Kontrolle ergab, dass die gesetzlichen Bestimmungen, soweit geprüft, eingehalten und die Abrechnungen ordnungsgemäss erstellt wurden. Am 17. März 2015 erlangte die Beschwerdegegnerin Kenntnis über das zu diesem Zeitpunkt noch nicht rechts-kräftige Urteil des Steuerrekursgerichts vom 27. Februar 2015 betreffend zusät-zlich steuerbare Einkommen in den Jahren 2009 und 2010 (vgl. Urk. 7/117/1 und Urk. 7/117/2-13). Die Beschwerdegegnerin erliess in der Folge die Schadenersatz-verfügung für entgangene Beiträge vom 16. Dezember 2015 (Urk. 7/139) und den vorliegend angefochtenen Einspracheentscheid vom 4. Juli 2016 (Urk. 2). D</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ie Be</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">-</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">schwerdegegnerin </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">hat damit </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">die zweij</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ährige Verjährungsfrist gewahrt, was von der Beschwerdeführerin auch nicht in Zweifel gezogen wurde. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Beschwerdegegnerin stützte ihre Forderung gegenüber der Beschwerdefüh-rerin im Wesentlichen auf den rechtskräftigen Entscheid des Steuerrekursgerichts vom 27. Februar 2015 ab, wonach die Freigabe eines Geldbetrages im Jahr 2009 von je Fr. 250'000.-- an Y.___ und Z.___ nicht eine Gegenleistung für die Über-tragung von Aktien, sondern eine Gegenleistung für Arbeitsleistung darstelle und dementsprechend als steuerbares Einkommen zu qualifizieren sei (vgl. Urk. 7/117 S. 7). Die Schadensberechnung der Beschwerdegegnerin - basierend auf diesem nachtäglich gemeldeten beitragspflichtigen Einkommen für das Jahr 2009 von Fr. 500'000.-- - wurde von der Beschwerdeführerin zu Recht nicht beanstandet und die Schadenshöhe ist aufgrund der Akten ausgewiesen. Mangels Anhaltspunkte für Berechnungsfehler ist somit die Schadensberechnung der Beschwerdegegnerin in der Höhe von Fr. 75'266.40 (AHV-Lohnbeiträge Fr. 50'500.--; Verwaltungskosten Fr. 1'515.--; FAK-Lohnbeiträge Fr. 6'000.--; Verzugszinse Fr. 17'215.40) zu bestätigen (Urk. 7/137 und Urk. 7/133).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Art. 14 Abs. 1 AHVG in Verbindung mit Art. 34 ff. AHVV schreibt vor, dass der Arbeitgeber bei jeder Lohnzahlung die Arbeitnehmerbeiträge in Abzug zu bringen und zusammen mit den Arbeitgeberbeiträgen der Ausgleichskasse zu entrichten hat. Die Arbeitgeber haben den Ausgleichskassen periodisch Abrechnungsunter-lagen über die von ihnen an ihre Arbeitnehmer ausbezahlten Löhne zuzustellen, damit die entsprechenden paritätischen Beiträge ermittelt und verfügt werden können. Die Beitragszahlungs- und Abrechnungspflicht des Arbeitgebers ist eine gesetzlich vorgeschriebene öffentlichrechtliche Aufgabe. Dazu hat das Bundesge-richt wiederholt erklärt, dass die Nichterfüllung dieser öffentlichrechtlichen Auf-gabe eine Missachtung von Vorschriften im Sinne von Art. 52 AHVG bedeute und die volle Schadensdeckung nach sich ziehe (BGE 118 V 193 E. 2a, 111 V 172 E. 2, je mit Hinweisen).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die Beschwerdeführerin hat die Lohnbeiträge für das Jahr 2009 nicht vollständig bezahlt. Damit ist sie grundsätzlich ihrer Pflicht als Arbeitgeberin nicht nachge-kommen und hat öffentlichrechtliche Vorschriften missachtet.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Zu prüfen bleibt, ob und inwieweit der dadurch entstandene Schaden auf quali-fiziert schuldhaftes Verhalten der Beschwerdeführerin zurückzuführen ist.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.</span><span> </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.1</span><span> </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.1.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die wesentliche Voraussetzung für die Schadenersatzpflicht besteht nach dem Wortlaut des Art. 52 AHVG darin, dass der Arbeitgeber absichtlich oder grobfahr-lässig Vorschriften verletzt hat und dass durch diese Missachtung ein Schaden verursacht worden ist. Absicht beziehungsweise Vorsatz und Fahrlässigkeit sind verschiedene Formen des Verschuldens. Art. 52 AHVG statuiert demnach eine Verschuldenshaftung, und zwar handelt es sich um eine Verschuldenshaftung aus öffentlichem Recht. Die Schadenersatzpflicht ist im konkreten Fall nur dann begründet, wenn nicht Umstände gegeben sind, welche das fehlerhafte Verhalten des Arbeitgebers als gerechtfertigt erscheinen lassen oder sein Verschulden im Sinne von Absicht oder grober Fahrlässigkeit ausschliessen. In diesem Sinne ist es denkbar, dass ein Arbeitgeber zwar in vorsätzlicher Missachtung der AHV-Vorschriften der Ausgleichskasse einen Schaden zufügt, aber trotzdem nicht schadenersatzpflichtig wird, wenn besondere Umstände die Nichtbefolgung der einschlägigen Vorschriften als erlaubt oder nicht schuldhaft erscheinen lassen (BGE 108 V 183 E. 1b und 193 E. 2b; ZAK 1985 S. 576 E. 2 und S. 619 E. 3a; vgl. auch BGE 121 V 243 E. 4b).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.1.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Grobe Fahrlässigkeit liegt praxisgemäss vor, wenn ein Arbeitgeber das ausser Acht lässt, was jedem verständigen Menschen in gleicher Lage und unter gleichen Umständen als beachtlich hätte einleuchten müssen. Das Mass der zu verlangen-den Sorgfalt ist abzustufen entsprechend der Sorgfaltspflicht, die in den kauf-männischen Belangen jener Arbeitgeberkategorie, welcher die betreffende Person angehört, üblicherweise erwartet werden kann und muss. Dabei sind an die Sorgfaltspflicht einer Aktiengesellschaft hinsichtlich der Einhaltung gesetzlicher Vorschriften grundsätzlich strenge Anforderungen zu stellen. Ähnlich ist zu diffe-renzieren, wenn es darum geht, die subsidiäre Haftung der Organe eines Arbeit-gebers zu ermitteln (BGE 108 V 199 E. 3a; ZAK 1985 S. 51 E. 2a und 620 E. 3b).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.2</span><span> </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.2.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Gemäss Handelsregistereintrag (Tagebucheinträge, Urk. 9/2 und 9/3) waren Y.___ und Z.___</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> bei der </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">X.___ </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">seit Dezember 20</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">05 bis zu ihrem Ausscheiden am 11. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">November 2010 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">als Mitglieder des Verwaltungsrates und</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> Geschäftsführer mit Kollektivunterschrift zu zweien eingetragen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> und hatten damit formelle Organ-stellung. Die Beschwerdeführerin als primär haftende juristische Person und Arbeitgeberin muss sich damit d</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">as Handeln ihrer Organe </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">für diesen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> Zeitraum direkt anrechnen lassen </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">(Art. 52 Abs. 2 AHVG)</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Aufgrund des Entscheides der Steuerrekursgerichts vom 27. Februar 2015 ist aktenkundig, dass Y.___ in seiner Steuererklärung 2008 seinen Anteil am Verkaufs-erlös als privaten Kapitalgewinn angegeben hat. D</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">er Steuerkommissär </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">hat </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">indessen </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">mit Veranlagungs- bzw. Einschätzungsvorschlag vom 6. Oktober 2010 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">für die Steuerperiode 2008</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> vorgesehen, das deklarierte Einkommen um Fr. 500'000.-- zu erhöhen und dies damit begründet, dass ein Teil des Kaufpreises auf das Konkurrenzverbot entfalle und in diesem Umfang als Einkommen steuerbar sei (vgl. Urk. 7/117/3). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.2.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Im Zeitpunkt der Einschätzung des Steuerkommissärs und der Veranlagungs-verfügung vom 6. Oktober 2010 waren Y.___</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">und Z.___ (noch) als Verwaltungs-ratsmitglieder und Geschäftsführer und damit </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">als</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> formelle</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> Organ</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">e</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> der Beschwer</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">-</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">deführerin tätig. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">In Kenntnis der entsprechenden Veranlagungsverfügung konnte sich die Beschwerdeführerin respektive die für sie handelnden Geschäftsführer somit nicht darauf verlassen, dass bezüglich der Zahlung von Fr. 500'000.-- von einem steuer- und beitragsfreien «privaten</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> Kapitalgewinn»</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> ausgegangen werde. Vielmehr waren bereits zu diesem Zeitpunkt erhebliche Zweifel am Standpunkt der Beschwerdeführerin angebracht, welchem weder im steuerrechtlichen Ein-sprache-</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> noch im Beschwerdeverfahren </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">vor Steuerrekursgericht gefolgt wurde. Die Argumentation, die «Umqualifikation» der Fr. 500’000.-- durch die Steuer-behörden in steuerbares Arbeitsentgelt sei «völlig» überraschend gekommen und es habe weder bei Abschluss des Aktienkaufvertrages im Jahr 2008 noch in den darauffolgenden Jahren ein Grund bestanden, die Qualifikation als Teil des Kauf-preises anzuzweifeln oder genauere Abklärungen bei der Beschwerdegegnerin vorzunehmen, und die Beschwerdeführerin habe damals nicht einmal um die Auseinandersetzung und Umqualifikation gewusst (vgl. Urk. 1 Ziff. 40 ff.), trifft damit offensichtlich nicht zu. Sodann lag auch keine Umqualifizierung im Sinne eines behördlichen Rückkommens oder einer Neueinschätzung vor, nachdem von behördlicher Seite dem Standpunkt der Beschwerdeführerin respektive ihrer Organe, die fraglichen Zahlungen seien als Kapitalgewinn zu qualifizieren, zu keinem Zeitpunkt gefolgt wurde.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Vor diesem Hintergrund hätte sich die Beschwerdeführerin beziehungsweise die für sie handelnden Organe in Kenntnis des steuerlichen Veranlagungs- bzw. Ein-schätzungsvorschlags im Oktober 2010 bei der Beschwerdegegnerin über eine allfällige </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Beitragspflicht der fraglichen Zahlungen </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">vergewissern müssen, als der Steuerkommissär vorsah, das deklarierte Einkommen um Fr. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">500'000.-- zu er</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">höhen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">, da </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ein Teil des Kaufpreises auf das Konkurrenzverbot entfalle und in diesem Umfang als Einkommen steuerbar sei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">. Im November 2013 verlangte der Steuerkommissär zudem noch weitere diesbezügliche Angaben und Unterlagen (Urk. 7/117/3). An dieser Abklärungspflicht ändert auch nichts, dass letztlich das </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Steuerrekursgericht die streitbetroffenen Zuflüsse als in den Jahren 2009 und 20</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">10 realisiert erachtete und die steuerbaren Einkommen diesen Jahren anstatt wie die Vorinstanz dem Einkommen im Jahr 2008 zugeordnet hat. Nichts zu Gunsten der Beschwerdeführerin ergibt sich auch aus dem Urteil des Bundesgerichts </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">BGE 136 V 268 E. 3 (vgl. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Urk. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Ziff. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">26)</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">: Die entsprechende Rechtsprechung steht im Zusammenhang mit Unklarheiten über die Abrechnungspflichten von Arbeit-gebern, wenn bestimmte Entgelte erst im nachhinein — insbesondere aufgrund </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">einer nach Konkurseröffnung durchgeführten Arbeitgeberkontrolle — der Bei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tragspflicht unterstellt werden; oder in Grenzfällen von unselbständiger und selb</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ständiger Erwerbstätigkeit, wenn gewichtige Gesichtspunkte für eine selbständige Erwerbstätigkeit sprechen (vgl. Urteil des Bundesgerichts H 390/00 vom 13. Juni 2001, E. 6); oder wenn Unklarheiten darüber bestehen, wer als massgebliche Arbeitgeberin gemäss Art. 12 Abs. 1 AHVG anzusehen ist (Urteil des Bundesge-richts H 322/99 vom 13. Oktober 2000 E. 4b; zum Ganzen auch </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Marco Reichmuth, Die Haftung des Arbeitgebers und seiner Organ</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">e nach Art. 52 AHVG, 2008, </span><br/><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">S. 149 f.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> mit Hinweisen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">). Eine solche Konstellation liegt jedoch nicht vor, wenn – </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">wie vorliegend </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">–</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> steuer- respektive beitragspflichtige Lohnkomponenten gesc</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">häfts</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">führender Organe einer Aktiengesellschaft während ihrer Tätigkeit für die Gesellschaft im Steuerverfahren bestritten werden und zufolge Weiterzug eines dieser Pflichtigen ein rechtskräftiger Entscheid erst im Steuerrekursverfahren, und damit in einem Zeitpunkt vorliegt, in dem die Pflichtigen als Organe bereits aus der Gesellschaft ausgeschieden sind und die Festsetzungsverjährung für die Beitragserhebung eingetreten ist. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.2.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Insofern die Beschwerdeführerin ausführt, es sei fraglich, ob die Qualifikation als </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">steuerbares Einkommen überhaupt einer bundesgerichtlichen Überprüfung sta</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">nd-gehalten hätte (Urk. 1 Ziff. 47), ist auf die zutreffenden Erwägungen im Entscheid des Steuerrekursgerichts vom 27. Februar 2015 zu verweisen, welches sich bereits eingehend mit diesen Vorbringen auseinandergesetzt hat (vgl. Urk. 7/117 S. 7 ff.). Überdies liess die Beschwerdeführerin – bei identischem Sachverhalt im Jahr 2010 – die am 13. November 2015 erfolgte Nachzahlungsverfügung (Urk. 7/128) unangefochten in Rechtskraft erwachsen, woraus nicht zu schliessen ist, dass sie ihrem Standpunkt, wonach es sich bei den fraglichen Zahlungen um beitragsfreien Kapitalgewinn handle, reelle prozessuale Erfolgschancen beigemessen hat.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Zusammenfassend ist somit festzuhalten, dass sich die Beschwerdeführerin nicht vom ihr zu machenden Vorwurf, ihre Obliegenheiten im Zusammenhang mit dem Beitragswesen grobfahrlässig missachtet zu haben, zu entlasten vermag. Zu be-jahen ist auch der Kausalzusammenhang zwischen dem der Beschwerdeführerin </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">vorzuwerfenden widerrechtlichen Verhalten und dem eingetretenen Schaden. D</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">enn es ist anzunehmen, dass bei pflichtgemässem Verhalten, insbesondere mittels entsprechender Abklärungen bei der Beschwerdegegnerin im Oktober 2010, die entsprechenden Beiträge zumindest vorsorglich durch die Beschwerdegegnerin erhoben worden wären und der Schaden zufolge Eintritts der Festsetzungsver-jährung hätte verhindert werden können.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">5.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Nach dem Dargelegten ist die Beschwerden abzuweisen.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Heading3"><span class="Normal Heading3">Das Gericht erkennt:</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span class="Normal Dispotext DispoHngend">1.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Die </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Beschwerde</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend"> wird abgewiesen.</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span class="Normal Dispotext DispoHngend">2.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Das Verfahren ist kostenlos.</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span class="Normal Dispotext DispoHngend">3.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Zustellung gegen Empfangsschein an:</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Rechtsanwältin Beatrice Klaesi</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, Ausgleichskasse</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Bundesamt für Sozialversicherungen</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">4.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Gegen diesen Entscheid kann innert </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">30 Tagen</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"> seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundesgesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 15. Juli bis und mit 15. August sowie vom 18. Dezember bis und mit dem 2. Januar (Art. 46 BGG).</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzustellen.</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismittel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat (Art. 42 BGG).</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><br/></p><p class="Normal Heading3"><br/></p><p class="Normal Heading3"><span class="Normal Heading3">Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich</span></p><p><br/></p><p>Der VorsitzendeDer Gerichtsschreiber</p><p><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p>GräubNef</p><p></p></div> </div></body></html>