<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="content"> <div class="para">Bundesgericht </div> <div class="para">Tribunal fédéral </div> <div class="para">Tribunale federale </div> <div class="para">Tribunal federal </div> <div class="para"> </div> <div class="para">{T 0/2} </div> <div class="para">9C_781/2009 </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Urteil vom 11. November 2009 </div> <div class="para">II. sozialrechtliche Abteilung </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Besetzung </div> <div class="para">Bundesrichter U. Meyer, Präsident, </div> <div class="para">Bundesrichter Borella, Bundesrichterin Pfiffner Rauber, </div> <div class="para">Gerichtsschreiberin Dormann. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Parteien </div> <div class="para">R.________, vertreten durch </div> <div class="para">Rechtsanwalt Willi Füchslin, </div> <div class="para">Beschwerdeführerin, </div> <div class="para"> </div> <div class="para">gegen </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Ausgleichskasse des Kantons Bern, </div> <div class="para">Chutzenstrasse 10, 3007 Bern, </div> <div class="para">Beschwerdegegnerin. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Gegenstand </div> <div class="para">Ergänzungsleistung zur AHV/IV </div> <div class="para">(Berechnung des Leistungsanspruchs), </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Beschwerde gegen den Entscheid des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern </div> <div class="para">vom 15. Juli 2009. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">In Erwägung, </div> <div class="para">dass R.________ Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten gegen den Entscheid des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 15. Juli 2009 betreffend den Anspruch auf Ergänzungsleistungen zur AHV/IV erhoben hat, </div> <div class="para">dass die Vorinstanz in Bezug auf die Zuwendungen der Beschwerdeführerin an Schwiegertochter und Enkel festgestellt hat, bereits der Zeitablauf zwischen deren allfälliger Notlage und der fraglichen Vermögensübertragung spreche gegen die Erfüllung einer rechtlichen (aus Verwandtenunterstützung) oder sittlichen Pflicht, die der Versicherten entgegengebrachte Unterstützung übersteige nicht das Mass dessen, was im Rahmen familiärer Hilfeleistung normalerweise und erwartungsgemäss erbracht werde und eine Vereinbarung über eine entgeltliche Hilfeleistung sei nicht getroffen worden, </div> <div class="para">dass diese Feststellungen auch unter Berücksichtigung der neuen Vorbringen in der Beschwerde weder auf einer Rechtsverletzung im Sinne von <span class="artref">Art. 95 BGG</span> beruhen (vgl. <span class="artref">Art. 61 lit. c ATSG</span>; SR 830.1), noch offensichtlich unrichtig und daher für das Bundesgericht verbindlich sind (<span class="artref"><artref id="CH/173.110/105/2" type="start"></artref><artref id="CH/173.110/105/1" type="start"></artref>Art. 105 Abs. 1 und 2 BGG</span><artref id="CH/173.110/105/2" type="end"></artref><artref id="CH/173.110/2" type="end"></artref>), scheidet doch bei einer ab 1980/81 bestehenden Notlage die Qualifizierung von achtzehn Jahre später erfolgten Zahlungen als rechtlich gebotene Verwandtenunterstützung offensichtlich aus, zumal, wie die Beschwerdeführerin selber darlegt, die Verpflichtungen des S.________ aus dem Scheidungsurteils vom 1. Juli 1980 zeitlich befristet waren. </div> <div class="para">dass die Vorinstanz weiter die nicht offensichtlich unrichtige Feststellung getroffen hat, die Zuwendungen an die Patentochter, die Bergbauernfamilie und die Neuapostolische Kirche seien ohne rechtliche Verpflichtung oder adäquate Gegenleistung erfolgt, </div> <div class="para">dass die Zuwendungen wohl aus achtenswerten Motiven, jedoch nicht in Erfüllung einer sittlichen, geschweige denn einer rechtlichen Pflicht erfolgt sind (<a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=34&amp;from_date=10.11.2009&amp;to_date=29.11.2009&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F131-V-329%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page329">BGE 131 V 329</a> E. 4.2 S. 333), </div> <div class="para">dass sich nach eigener Darstellung der Beschwerdeführerin jeglicher Kenntnis entzieht, welchen Betrag sie der Neuapostolischen Kirche zuwendete, weshalb schon aus diesem Grund von einem unzulässigen Eingriff (<span class="artref">Art. 36 BV</span>) in die Glaubens- und Gewissensfreiheit (<span class="artref">Art. 15 Abs. 1 BV</span>; <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=34&amp;from_date=10.11.2009&amp;to_date=29.11.2009&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F134-I-49%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page49">BGE 134 I 49</a> E. 2.3 S. 51 f.) nicht die Rede sein kann, </div> <div class="para">dass die Anrechnung der Zuwendungen als Verzichtsvermögen (<span class="artref">Art. 3c Abs. 1 lit. g ELG</span> [SR 831.30] in der bis 31. Dezember 2007 geltenden Fassung; <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=34&amp;from_date=10.11.2009&amp;to_date=29.11.2009&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F131-V-329%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page329">BGE 131 V 329</a> E. 4.2 S. 332 ff. und E. 4.4 S. 336) und die Verrechnung der Rückforderung mit einer Hilflosenentschädigung, d.h. dem entsprechenden Nachzahlungsguthaben (<span class="artref">Art. 27 Abs. 2 ELV</span> [SR 831.301] in Verbindung mit <span class="artref">Art. 20 Abs. 2 lit. b AHVG</span>; ZAK 1977 S. 194 E. 3; Urteil des Eidg. Versicherungsgerichts P 58/91 vom 15. April 1992 E. 2), im Einklang mit der Rechtsprechung stehen und die Voraussetzungen für eine Praxisänderung (<a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=34&amp;from_date=10.11.2009&amp;to_date=29.11.2009&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F134-V-72%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page72">BGE 134 V 72</a> E. 3.3 S. 76 mit Hinweisen) nicht erfüllt sind, </div> <div class="para">dass die 2001 angefallenen Ausgaben für die Wohnungseinrichtung, soweit sie aktenmässig belegt sind (Belastungsanzeigen der Raiffeisenbank vom 30. Januar und 6. Juni 2001), nicht als Verzichtsvermögen angerechnet, sondern als zulässiger Vermögensverzehr anerkannt wurden, und die Errichtung eines Seniorenkontos keine Veränderung des Nettovermögens bewirkt, </div> <div class="para">dass die Vorinstanz in pflichtgemässer antizipierender Beweiswürdigung auf weitere Abklärungen verzichtet hat (<a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=34&amp;from_date=10.11.2009&amp;to_date=29.11.2009&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F122-V-157%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page157">BGE 122 V 157</a> E. 1d S. 162, Urteil 9C_694/2007 vom 10. Dezember 2007 E. 3.1 mit Hinweisen), weshalb den beantragten Beweisweiterungen nicht stattzugeben ist, </div> <div class="para">dass die Beschwerde offensichtlich unbegründet ist und daher im vereinfachten Verfahren nach <span class="artref">Art. 109 Abs. 2 lit. a und Abs. 3 BGG</span> erledigt wird, </div> <div class="para">dass die Beschwerdeführerin als unterliegende Partei die Gerichtskosten zu tragen hat (<span class="artref">Art. 66 Abs. 1 BGG</span>), </div> <div class="para"> </div> <div class="para">erkennt das Bundesgericht: </div> <div class="para"> </div> <div class="para">1. </div> <div class="para">Die Beschwerde wird abgewiesen. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">2. </div> <div class="para">Die Gerichtskosten von Fr. 500.- werden der Beschwerdeführerin auferlegt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">3. </div> <div class="para">Dieses Urteil wird den Parteien, dem Verwaltungsgericht des Kantons Bern, Sozialversicherungsrechtliche Abteilung, und dem Bundesamt für Sozialversicherungen schriftlich mitgeteilt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Luzern, 11. November 2009 </div> <div class="para">Im Namen der II. sozialrechtlichen Abteilung </div> <div class="para">des Schweizerischen Bundesgerichts </div> <div class="para">Der Präsident: Die Gerichtsschreiberin: </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Meyer Dormann </div> </div></body></html>