A bteilung III C -1029/2007 {T 0/2} U rteil vom 7. A ugust 2007 M itw irkung: R ichterin R uth Beutler (Vorsitz); R ichterin Elena Avenati- C arpani; R ichter Bernard Vaudan; G erichtsschreiber R udolf G run N ._______ und L._______, Beschw erdeführer, vertreten durch Frau D r. Susanna Fried, R echtsanw ältin, Am Schanzengraben 27, 8002 Zürich, gegen B undesam t für M igration (B FM ), Q uellenw eg 6, 3003 Bern, Vorinstanz betreffend A usdehnung der kantonalen W egw eisung B u n d e s v e rw a ltu n g s g e ric h t T rib u n a l a d m in is tra tif fé d é ra l T rib u n a le a m m in is tra tiv o fe d e ra le T rib u n a l a d m in is tra tiv fe d e ra l2 D as B undesverw altungsgericht stellt fest: A. D er Beschw erdeführer (geboren am 24. M ärz 1960, m azedonischer Staatsangehöriger) gelangte im Jahre 1983 erstm als als Saisonnier in die Schw eiz. 1994 erteilte ihm die Frem denpolizei des Kantons O bw alden die Jahresaufenthaltsbew illigung. Ein Jahr später bew illigte ihm die Frem den- polizei des Kantons Luzern (heute Am t für M igration) den Kantonsw echsel. Am 6. Juni 1996 reisten seine Ehefrau (Beschw erdeführerin), geboren am 4. M ärz 1956, und die drei inzw ischen volljährigen Kinder im R ahm en des Fam iliennachzugs in die Schw eiz ein. Ihnen w urden ebenfalls Aufenthalts- bew illigungen erteilt. D iese w urden jew eils verlängert, in Bezug auf die Be- schw erdeführer letztm als am 17. D ezem ber 2003, gültig bis zum 2. Januar 2005. Am 1. Februar 2004 reichte der Beschw erdeführer ein G esuch um Erteilung der N iederlassungsbew illigung ein. B. M it Verfügung vom 23. M ai 2006 lehnte es das Am t für M igration des Kan- tons Luzern ab, dem Beschw erdeführer die N iederlassungsbew illigung zu erteilen. Ferner verw eigerte es ihm und der Beschw erdeführerin die Ver- längerung der Aufenthaltsbew illigung und forderte sie zugleich auf, den Kanton Luzern bis 7. Juli 2006 zu verlassen. Zur Begründung w urde im W esentlichen auf die gegen sie ergangenen Strafverfügungen (je neun w e- gen Strassenverkehrsdelikten) sow ie die finanziellen Problem e (zahlreiche Betreibungen von insgesam t über Fr. 150'000.-- und offene Verlustschei- ne) verw iesen. M it Entscheid vom 6. O ktober 2006 lehnte das Justiz- und Sicherheitsdepartem ent des Kantons Luzern die gegen diese Verfügung erhobene Beschw erde letztinstanzlich ab und forderte die Beschw erdefüh- rer auf, den Kanton Luzern bis spätestens am 15. N ovem ber 2006 zu ver- lassen. C . Auf kantonalen Antrag vom 16. O ktober 2006 hin dehnte das BFM die W egw eisung der Beschw erdeführer m it Verfügung vom 16. Januar 2007 auf das ganze G ebiet der Schw eiz und des Fürstentum s Liechtenstein aus und forderte sie auf, die Schw eiz unverzüglich zu verlassen. G leichzeitig w urde einer allfälligen Beschw erde die aufschiebende W irkung entzogen. D . M it R echtsm itteleingaben vom 8. und 12. Februar 2007 beantragen die Be- schw erdeführer die Aufhebung der vorinstanzlichen Verfügung und die Verlängerung der Aufenthaltsbew illigung, eventuell die Erteilung der N ie- derlassungsbew illigung. In verfahrensrechtlicher H insicht ersuchten sie um W iederherstellung der aufschiebenden W irkung der Beschw erde. Zur Begründung w urde insbesondere auf den langjährigen Aufenthalt in der Schw eiz (Beschw erdeführer 23 Jahre, Beschw erdeführerin 11 Jahre) sow ie die gute Integration hingew iesen. Bei den Strafverfügungen handle es sich um geringfügige Ü bertretungen (Bussen zw ischen Fr. 20.-- und Fr. 250.-- w egen Strassenverkehrsdelikten). Sie seien aber w eder vorbe- straft noch fürsorgeabhängig. Sie hätten lediglich Schulden (vorw iegend private), w elche jedoch abgezahlt w ürden.3 Auf die w eiteren Vorbringen w ird, sow eit rechtserheblich, in den Erw ägun- gen eingegangen. E. M it Zw ischenverfügung vom 15. Februar 2007 lehnte die Instruktionsrichte- rin des Bundesverw altungsgerichts das G esuch um W iederherstellung der aufschiebenden W irkung der Beschw erde ab. F. D ie Vorinstanz schliesst in ihrer Vernehm lassung vom 19. April 2007 auf Abw eisung der Beschw erde. D as B undesverw altungsgericht zieht in Erw ägung: 1. Verfügungen des BFM betreffend Ausdehnung der kantonalen W egw ei- sung unterliegen der Beschw erde an das Bundesverw altungsgericht (Art. 20 Abs. 1 AN AG i.V.m . Art. 31 ff. des Verw altungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [VG G , SR 173.32]). D as U rteil ist endgültig (Art. 83 Bst. c Ziff. 4 des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BG G , SR 173.110] i.V.m . Art. 1 Abs. 2 VG G ). G em äss Art. 37 VG G richtet sich das Verfahren nach dem Bundesgesetz vom 20. D ezem ber 1968 über das Verw altungs- verfahren (Vw VG , SR 172.021). 2. G em äss Art. 48 Abs. 1 Vw VG ist zur Verw altungsbeschw erde berechtigt, w er durch die angefochtene Verfügung berührt ist und ein schutzw ürdiges Interesse an der Aufhebung oder Änderung hat. Im Allgem einen ist ein In- teresse im Sinne dieser Bestim m ung nur dann schutzw ürdig, w enn die Be- schw erdeführer nicht bloss beim Einreichen der Beschw erde, sondern auch noch im Zeitpunkt der U rteilsfällung ein aktuelles praktisches Interes- se an der Aufhebung oder Änderung der angefochtenen Verfügung haben. D as Erfordernis des aktuellen R echtsschutzinteresses w ürde im vor- liegenden Fall fehlen, w enn die Beschw erdeführer die Schw eiz inzw ischen verlassen haben sollten. D enn die angefochtene M assnahm e w äre m it ih- rer Ausreise durch Konsum ption dahingefallen (vgl. U rteil des Bundesge- richts 2A.538/2003 vom 25. N ovem ber 2003). Eine allfällige G utheissung der Beschw erde w ürde an dieser Situation nichts ändern. Insbesondere w ürde sie den Beschw erdeführern kein R echt auf W iedereinreise verm it- teln. D ennoch könnte den Beschw erdeführern die Schützw ürdigkeit ihres Interesses nicht abgesprochen w erden, w eil sie die Schw eiz w ährend des hängigen Verfahrens als Folge der Verw eigerung vorsorglicher M assnah- m en hätten verlassen m üssen (so m it teilw eise anderer Begründung U rteil des Bundesgerichts 2P.143/2003 vom 19. D ezem ber 2003). D as Interesse der Beschw erdeführer w äre in diesem Fall jedoch nicht länger auf die Auf- hebung der Verfügung gerichtet, sondern w ürde sich auf die Feststellung beschränken, ob die angefochtene M assnahm e zum Zeitpunkt ihres Erlas- ses rechtens gew esen sei. Im dargelegten R ahm en ist die Legitim ation der Beschw erdeführer zu be- jahen. Auf die frist- und form gerecht eingereichte Beschw erde ist dem nach einzutreten, sow eit sie sich gegen die angefochtene Ausdehnung der W eg- w eisungsverfügung richtet. D ie Beschw erdeinstanz kann näm lich nur inso-4 fern auf gestellte Begehren eintreten, als sich diese auf die in der vorins- tanzlichen Verfügung geregelten R echtsverhältnisse beziehen (vgl. KÖ LZ/H ÄN E R , Verw altungsverfahren und Verw altungsrechtspflege des Bun- des, 2. Aufl., Zürich 1998, R z. 404). Insow eit im Beschw erdeverfahren die Verlängerung der Aufenthaltsbew illigung oder die Erteilung der N iederlas- sungsbew illigung beantragt w ird, ist darauf nicht einzutreten. 3. G em äss Art. 12 Abs. 3 AN AG ist ein Ausländer unter anderem dann zur Ausreise verpflichtet, w enn ihm die Erteilung oder Verlängerung einer Be- w illigung verw eigert w ird (gem äss Art. 15 Abs. 1 und Art. 18 AN AG liegt die Zuständigkeit bei der kantonalen Frem denpolizeibehörde). D ie zustän- dige Behörde hat diesfalls den Tag festzusetzen, an dem die Aufenthalts- berechtigung aufhört, das heisst sie hat dem Ausländer eine Ausreisefrist anzusetzen. Ist die Behörde eine kantonale, so hat der Ausländer aus dem Kanton, ist sie eine eidgenössische, so hat er aus der Schw eiz auszurei- sen. D ie eidgenössische Behörde kann die Pflicht zur Ausreise aus dem Kanton auf die ganze Schw eiz ausdehnen (nachfolgend als Ausdehnung oder Ausdehnungsverfügung bezeichnet). Art. 17 Abs. 2 der Vollziehungs- verordnung vom 1. M ärz 1949 zum Bundesgesetz über Aufenthalt und N ie- derlassung der Ausländer (AN AV, SR 142.201) präzisiert diese N orm , in- dem dort (letzter Satz) festgehalten w ird, dass das Bundesam t "in der R e- gel die Ausdehnung der W egw eisung auf die ganze Schw eiz" verfügt, "w enn nicht aus besonderen G ründe dem Ausländer G elegenheit geboten w erden soll, in einem anderen Kanton um eine Bew illigung nachzusuchen". 3.1 Zum Verständnis der R egelung ist vorw eg auf Art. 1a AN AG hinzuw eisen. D anach ist ein Ausländer dann zur Anw esenheit in der Schw eiz berechtigt, w enn er über eine Aufenthalts- oder N iederlassungsbew illigung verfügt oder nach dem G esetz keiner solchen bedarf (zum letzteren vgl. Art. 2 AN AG und Art. 1 AN AV). Besitzt er keine Bew illigung und kann er sich auch nicht auf ein gesetzliches Bleiberecht berufen, ist sein Aufenthalt ille- gal, und er ist von G esetzes w egen verpflichtet, die Schw eiz zu verlassen (vgl. Art. 18 AN AG , sow ie: N IC O LA S W ISA R D , Les renvois et leur exécution en droit des étrangers et en droit d'asile, Basel/Frankfurt a.M . 1997, S. 102). Seine W egw eisung ist vor diesem H intergrund kein Eingriff in ein irgend- w ie geartetes Anw esenheitsrecht, sondern eine exekutorische M assnahm e zur Beseitigung eines rechtsw idrigen Zustandes (vgl. AN D R EAS ZÜ N D , Been- digung der Anw esenheit, Entfernung und Fernhaltung, in: PETER U EBE R SAX/PETER M Ü N C H /TH O M A S G EIS ER /M AR TIN AR N O LD [H rsg.], Ausländerrecht, Ausländerinnen und Ausländer im öffentlichen R echt, Privatrecht, Steuer- recht und Sozialrecht der Schw eiz, Basel/G enf/M ünchen 2002, R z. 6.53 m it H inw eisen) und zugleich dessen logische und nicht in Frage zu stel- lende Konsequenz (Art. 12 Abs. 3 zw eiter Satz AN AG verleiht der Behörde kein Entschliessungserm essen; vgl. dazu W ISAR D , a.a.O ., S. 130). D ie W egw eisung kann bei dieser Konstellation nam entlich nicht dadurch in Frage gestellt w erden, dass die Ausreisefrist them atisiert w ird, beispiels- w eise indem geltend gem acht w ird, es bestehe ein überw iegendes privates Interesse am w eiteren Verbleib in der Schw eiz. Vorbringen, die solches 5 zum Inhalt haben, sind in das Bew illigungsverfahren oder – nach Verw ei- gerung einer Bew illigung – in das dafür vorgesehene R echtsm ittelverfah- ren einzubringen (vorbehalten bleiben Vollzugshindernisse im Sinne von Artikel 14a AN AG , dazu w eiter unten; vgl. ferner W ISA R D , a.a.O ., S. 103). 3.2 D as G esagte gilt grundsätzlich für die ebenfalls exekutorisch w irkende Ausdehnungsverfügung. W urde der Ausländer im Anschluss an einen ne- gativen kantonalen Bew illigungsentscheid aus dem Kanton w eggew iesen und hat er als Folge davon kein R echt zum Aufenthalt in der Schw eiz (Art. 1a AN AG ), kann er die Ausreiseverpflichtung selbst nicht zum Them a des Verfahrens m achen (vorbehalten bleiben auch hier Vollzugshindernisse im Sinne von Artikel 14a AN AG , dazu w eiter unten). Es ist ihm nam entlich verw ehrt, Interessen einzubringen, die auf den w eiteren Verbleib in der Schw eiz gerichtet sind; denn die Ausreiseverpflichtung ist die gesetzliche Folge des fehlenden Aufenthaltsrechts und ein Aufenthaltsrecht, das not- w endig w äre, um die Ausreisepflicht zu beseitigen, w ird dem Ausländer durch den Verzicht auf eine Ausdehnungsverfügung nicht verm ittelt. D ies ist schon deshalb nicht m öglich, w eil die sachliche Zuständigkeit zur Lega- lisierung des Aufenthaltes nach der geltenden bundesstaatlichen Kom pe- tenzausscheidung nicht beim Bund, sondern bei den Kantonen liegt. D er Bund hat w ohl die M öglichkeit, im Einzelfall eine frem denpolizeiliche R ege- lung durch den Kanton zu verhindern, um gekehrt besitzt er aber keine Kom petenz, einen Kanton zur frem denpolizeilichen R egelung eines Aus- länders anzuhalten oder ihn auch nur zu dulden (vgl. Art. 18 AN AG ; vorbe- halten bleibt das Asylrecht, das hier nicht von Bedeutung ist, sow ie die vorläufige Aufnahm e, zu letzterer w eiter unten). 3.3 Vor diesem H intergrund ist die R egelung von Art. 17 Abs. 2 AN AV zu ver- stehen, w onach auf die Ausdehnung verzichtet w erden kann, w enn dem Ausländer aus besonderen G ründen G elegenheit gegeben w erden soll, in einem anderen Kanton um Bew illigung nachzusuchen (vgl. BG E 129 II 1 E. 3.3 S. 7). D a auf der einen Seite der Verzicht auf die Ausdehnung an der Illegalität des Aufenthaltes nichts ändert, und es auf der anderen Seite nicht angeht, einen rechtsw idrigen Zustand in Kauf zu nehm en, ist Art. 17 Abs. 2 AN AV in dem Sinne auszulegen, dass von einer Ausdehnung Ab- stand genom m en w ird, w enn in einem D rittkanton ein Bew illigungsverfah- ren hängig ist und der D rittkanton dem Ausländer den Aufenthalt w ährend des Verfahrens gestattet. Eine analoge R egelung gegenüber dem w egw ei- senden Kanton ist nicht notw endig. D enn da die Ausdehnung gegenüber der kantonalen W egw eisung akzessorisch ist, sie m ithin in ihrem Bestand und ihrer W irksam keit vom Bestand und der W irksam keit der kantonalen W egw eisung abhängt, kann der w egw eisende Kanton auf seinen Ent- scheid zurückkom m en und der Ausdehnung die G rundlage entziehen, ohne dass es hierzu einer Anordnung der Bundesbehörden bedürfte. 4. D ie Beschw erdeführer besassen nach der durch den Entscheid des Justiz- und Sicherheitsdepartem ents des Kantons Luzern vom 6. O ktober 2006 bestätigten N ichtverlängerung der Aufenthaltsbew illigung keinen R echtsti- tel, der ihnen den w eiteren rechtm ässigen Verbleib in der Schw eiz erm ög- licht hätte. In der Beschw erde w ird sodann nicht geltend gem acht, dass ein 6 anderer Kanton bereit w äre, ihren Aufenthalt zu regeln. D aher besteht kein Spielraum , vom G rundsatz der Ausdehnung der kantonalen W egw eisung auf das ganze G ebiet der Schw eiz abzuw eichen. D as hat auch zur Folge, dass im vorliegenden Verfahren keine Argum ente m ehr vorgebracht w er- den können, die das rechtskräftig abgeschlossene Aufenthaltsbew illi- gungsverfahren betreffen bzw . dort hätten geltend gem acht w erden m üs- sen (u.a. die Berufung der Beschw erdeführer auf allgem eine R echtsgrund- sätze w ie W illkürverbot und Treu und G lauben). W ie bereits gesagt (vgl. Erw . 2 vorstehend) beziehen sich diese Vorbringen auf R echtsverhältnis- se, die nicht G egenstand der angefochtenen Verfügung und som it auch nicht des vorliegenden Beschw erdeverfahrens sind. 5. U nabhängig von der Bestätigung der Ausdehnungsverfügung bleibt zu prü- fen, ob dem Vollzug der W egw eisung H indernisse entgegenstehen (Art. 14a Abs. 2 bis 4 AN AG ) und das zuständige Bundesam t deshalb gestützt auf Art. 14a Abs. 1 AN AG die vorläufige Aufnahm e hätte verfügen m üssen (vgl. ALAIN W U R ZBU R G E R , La jurisprudence récente du Tribunal fédéral en m a- tière de police des étrangers, in: R evue de droit adm inistratif et de droit fis- cal [R D AF], Septem ber 1997, S. 306). In diesem Zusam m enhang gilt es darauf hinzuw eisen, dass die vorläufige Aufnahm e als Ersatzm assnahm e für den Vollzug der W egw eisung ausgestaltet ist. Sie tritt neben die W eg- w eisung, deren Bestand sie nicht tangiert, sondern vielm ehr voraussetzt (BBl 1990 647; W ALTE R KÄLIN , G rundriss des Asylverfahrens, Basel/Frank- furt a.M . 1990, S. 200). Vollzugshindernisse können som it die Ausdeh- nungsverfügung als solche nicht in Frage stellen (vgl. Verw altungspraxis der Bundesbehörden [VPB] 62.52). 6. D er Vollzug der W egw eisung ist nicht m öglich, w enn die ausländische Per- son w eder in den H erkunfts- oder in den H eim atstaat noch in einen D ritt- staat verbracht w erden kann. Er ist nicht zulässig, w enn völkerrechtliche Verpflichtungen der Schw eiz einer W eiterreise in den H eim at-, H erkunfts- oder D rittstaat entgegenstehen. D er Vollzug kann insbesondere nicht zu- m utbar sein, w enn er für die ausländische Person eine konkrete G efähr- dung darstellt (Art. 14a Abs. 1 bis 4 AN AG ). 6.1 Aus den Akten ergeben sich keine Anhaltspunkte, die darauf hindeuten w ürden, einer R ückkehr der Beschw erdeführer stünden technische H inder- nisse im W eg oder es drohe ihnen in ihrem H eim atland Verfolgung, Folter oder eine andere Art grausam er und unm enschlicher Behandlung oder Be- strafung (vgl. Art. 1A Ziff. 2 i.V.m . Art. 33 des Abkom m ens vom 28. Juli 1951 über die R echtsstellung der Flüchtlinge [FK, SR 0.142.30] sow ie Art. 3 der Konvention vom 4. N ovem ber 1950 zum Schutze der M enschenrech- te und G rundfreiheiten [EM R K, SR 0.101], vgl. auch Art. 25 Abs. 2 und 3 der Schw eizerischen Bundesverfassung vom 18. April 1999 [BV, SR 101]). 6.2 Eine konkrete G efährdung kann bestehen aufgrund einer im H eim atland herrschenden politischen Lage, die sich durch Krieg, Bürgerkrieg oder durch eine Situation allgem einer G ew alt kennzeichnet, oder aufgrund an- derer G efahrenm om ente, w ie beispielsw eise der N ichterhältlichkeit einer notw endigen m edizinischen Behandlung. W irtschaftliche Schw ierigkeiten, 7 von w elchen die ansässige Bevölkerung regelm ässig betroffen ist, w ie W ohnungsnot oder ein schw ieriger Arbeitsm arkt, verm ögen keine konkrete G efährdung zu begründen. D agegen ist der Vollzug der W egw eisung nicht zum utbar, w enn sich die ausländische Person im Falle einer zw angsw ei- sen R ückkehr in ihren H eim atstaat m it beachtlicher W ahrscheinlichkeit ei- ner existenzgefährdenden Situation ausgesetzt sähe. Eine solche Situation liegt nam entlich dann vor, w enn die w eggew iesene Person unw iederbring- lich in völlige Arm ut gestossen w ürde, dem H unger und som it einer ernst- haften Verschlechterung ihres G esundheitszustandes, der Invalidität oder sogar dem Tod ausgeliefert w äre (vgl. U rteil des Bundesverw altungsge- richts C -598/2006 vom 16. April 2007 E. 7.2 m it w eiteren H inw eisen). Im H eim atland der Beschw erdeführer (M azedonien) besteht w eder Krieg noch herrscht eine Situation allgem einer G ew alt. D ie Beschw erdeführer sind, sow eit sich dies aus den Akten ergibt, auch nicht krank und auf eine notw endige m edizinische Behandlung angew iesen, w elche im H eim atland nicht erhältlich w äre. Von einer existenzgefährdenden Situation ist eben- falls nicht auszugehen, dürfte es ihnen doch – trotz der dort herrschenden hohen Arbeitslosigkeit – m öglich sein, einer Erw erbstätigkeit nachzugehen. Bei anfänglichen Schw ierigkeiten nach ihrer langjährigen Abw esenheit und im N otfall können sie zudem von ihren erw achsenen Kinder von der Schw eiz aus finanziell unterstützt w erden. D er U m stand, dass sich die Be- schw erdeführer seit vielen Jahren in der Schw eiz aufgehalten und sich bis zu einem bestim m ten G rad integriert haben, ist grundsätzlich nicht rele- vant. Bei der Beurteilung der Zum utbarkeit des W egw eisungsvollzugs kom m t es näm lich nicht auf die Verhältnisse im G astland (Aufenthaltsdau- er, Integration, hier lebende Verw andte), sondern in erster Linie auf die Si- tuation im H eim atland an (vgl. U rteil des Bundesverw altungsgerichts C - 626/2006 vom 14. Juni 2007 E. 6.2.2, sow ie VPB 62.52). 6.3 Zusam m enfassend ergibt sich, dass sich der W egw eisungsvollzug der Be- schw erdeführer als m öglich, zulässig und zum utbar erw eist (Art. 14a Abs. 2 bis 4 AN AG ). 7. Aus diesen D arlegungen folgt, dass die angefochtene Verfügung Bundes- recht nicht verletzt (Art. 49 Vw VG ). D ie Beschw erde ist dem zufolge abzu- w eisen, sow eit darauf einzutreten ist. 8. Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind den Beschw erdeführern die Kos- ten aufzuerlegen (Art. 63 Abs. 1 Vw VG in Verbindung m it Art. 1, Art. 2 und Art. 3 Bst. b des R eglem ents vom 11. D ezem ber 2006 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverw altungsgericht [VG KE, SR 173.320.2]). D ispositiv Seite 88 D em nach erkennt das B undesverw altungsgericht: 1. D ie Beschw erde w ird abgew iesen, sow eit darauf eingetreten w erden kann. 2. D ie Verfahrenskosten von Fr. 700.-- w erden den Beschw erdeführern aufer- legt. Sie sind durch den am 5. M ärz 2007 geleisteten Kostenvorschuss gleicher H öhe gedeckt. 3. D ieses U rteil w ird eröffnet: - den Beschw erdeführern (eingeschrieben) - der Vorinstanz (eingeschrieben; Akten R ef-N r. . ... ... zurück) D ie vorsitzende R ichterin: D er G erichtsschreiber: R uth Beutler R udolf G run Versand am :