Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Verfassungs- und Verwaltungsrecht vom 8. Juni 2016 (810 15 255) ____________________________________________________________________ Ausländerrecht Nichtverlängerung der Aufenthaltsbewilligung Besetzung Präsidentin Franziska Preiswerk-Vögtli, K antonsrichter Stefan Schulthess, Christian Haidlauf, Claude Jeanneret , Beat Walther, Gerichtsschreiberin i.V. Alexandra Zumsteg Beteiligte A.____ , Beschwerdeführer , vertreten durch Oliver Borer , Advokat gegen Regierungsrat des Kantons Basel -Landschaft , 4410 Liestal , Be- schwerdegegner Betreff Nichtverlängerung der Aufenthaltsbewilligun g (RRB Nr. 1320 vom 25. August 2015) A. Der tunesische Staatsangehörige A.____ alias B._ ___, geboren am 15. Juni 1984, reiste am 24. Mai 2011 in die Schweiz ein und stell te am 31. Mai 2011 ein Asylgesuch, auf wel- ches das Bundesamt für Migration (heute Staatssekre tariat für Migration [SEM]) mit Entscheid vom 29. Juli 2011 nicht eintrat und A.____ aus der Schweiz wegwies. Die Ausschaffung fand am 24. November 2011 statt. Gleichzeitig wurde ihm eine Einreisesperre bis 23. November Seite 2 http://www.bl.ch/kantonsgericht 2013 auferlegt. Trotz der Einreisesperre kehrte A.____ am 20. Dezember 2011 rechtswidrig in die Schweiz zurück. B. Das Amt für Migration des Kantons Basel-Landschaft (A fM) lehnte am 16. Mai 2012 das Gesuch von A.____ um eine Aufenthaltsbewilligung zur Vorbereitung der Heirat mit der schweizerischen Staatsangehörigen C.____, geboren am 7. Januar 1983, ab. Am 18. Septem- ber 2012 kam die gemeinsame Tochter D.____ zur Welt. Daraufhin wurde A.____ vom AfM am 4. Oktober 2012 eine Bestätigung über Anwesenheitsbe rechtigung in der Schweiz vorläufig bis 4. Januar 2013 ausgestellt, welche in der Folge verläng ert wurde. Aufgrund dessen hob das Bundesamt für Migration (BFM) am 5. Dezember 2012 die gegenüber A.____ verhängte Einrei- sesperre auf, woraufhin er und C.____ am 4. April 2013 in Binningen heirateten. Das AfM erteil- te A.____ am 17. April 2013 eine bis zum 3. April 201 4 gültige Aufenthaltsbewilligung zum Ver- bleib bei seiner Ehefrau. C. Zwischen April 2012 und November 2013 trat A.____ mehrfach strafrechtlich in Er- scheinung. D. Den Ehegatten wurde mit Verfügung des Zivilkreisger ichts Basel-Landschaft West (Zi- vilkreisgericht) vom 27. Mai 2014 das Getrenntleben bewi lligt. Es wurde festgestellt, dass die- ses durch den Auszug von A.____ aus der ehelichen Wohnun g per 1. Juni 2014 aufgenommen werde. Die Obhut über die gemeinsame Tochter wurde C. ____ zugesprochen und A.____ wur- de ein Besuchsrecht eingeräumt. Ausserdem wurde A.____ dazu verpflichtet, ab September 2014 monatliche Unterhaltszahlungen an die gemeinsame Tochter in der Höhe von Fr. 400.-- zuzüglich allfälliger Kinderzulagen zu leisten. Seit dem 1. Juli 2015 werden die von A.____ an seine Tochter geschuldeten Unterhaltsbeiträge in der H öhe von Fr. 400.-- vom Kantonalen So- zialamt des Kantons Basel-Landschaft bevorschusst. E. Nach Gewährung des rechtlichen Gehörs verfügte das AfM am 14. April 2015 die Nichtverlängerung der Aufenthaltsbewilligung von A.____ . Er habe die Schweiz bis am 15. Mai 2015 zu verlassen. Das AfM begründete seinen Entscheid ha uptsächlich damit, dass die Ehe- gemeinschaft zwischen ihm und C.____ lediglich 14 Monate gedauert habe und die Ehe aus Sicht von C.____ definitiv gescheitert sei. Des Weiteren erfülle er die Bedingungen des klaglo- sen Verhaltens sowie der engen finanziellen Verbindung zu seiner Tochter nicht. Die Verbin- dung zu seiner Tochter vermittle ihm demnach kein Aufe nthaltsrecht. Die Verhältnismässigkeit der Wegweisung von A.____ wurde vom AfM bejaht und da s Vorliegen eines Härtefalles ver- neint. F. Die von A.____, vertreten durch Oliver Borer, Advokat in Basel, dagegen erhobene Beschwerde wies der Regierungsrat mit Beschluss (RRB) Nr. 1329 vom 25. August 2015 ab und verfügte, dass er die Schweiz bis spätestens 30 Tage nach Rechtskraft des Entscheides verlassen müsse. Dem Gesuch um unentgeltliche Prozessführung entsprach er nicht und die Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 400.-- auferlegte er dem Beschwerdeführer. G. Gegen diesen Entscheid erhob A.____, weiterhin ver treten durch Oliver Borer, Advokat in Basel, am 7. September 2015 Beschwerde beim Kanton sgericht Basel-Landschaft, Abteilung Seite 3 http://www.bl.ch/kantonsgericht Verfassungs- und Verwaltungsrecht (Kantonsgericht). Der Beschwerdeführer beantragt die Auf- hebung des RRB und die Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung. Alles unter o/e-Kostenfolge, wobei dem Beschwerdeführer die unentgeltliche Rechtspfle ge mit dem Unterzeichneten als unentgeltlichen Rechtsbeistand zu bewilligen sei. H. Mit Vernehmlassung vom 9. Dezember 2015 beantragt der Regierungsrat die Abwei- sung der Beschwerde unter o/e-Kostenfolge. I. Mit Verfügung vom 6. Januar 2016 wurde die Beschwe rde der Kammer zur Beurteilung im Rahmen einer Urteilsberatung überwiesen. Das Kantonsgericht zieht i n E r w ä g u n g: 1. Gemäss § 43 Abs. 1 des Gesetzes über die Verfassungs- und Verwaltungsprozess- ordnung (VPO) vom 16. Dezember 1993 ist gegen Verfügu ngen und Entscheide des Regie- rungsrates die verwaltungsgerichtliche Beschwerde beim K antonsgericht zulässig. Da weder ein Ausschlusstatbestand nach § 44 VPO noch ein spezialgese tzlicher Ausschlusstatbestand vorliegen, ist die Zuständigkeit des Kantonsgerichts zur Beurteilung der vorliegenden Angele- genheit gegeben. Der Beschwerdeführer ist vom angefocht enen Entscheid berührt und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung. Auch die weiteren formellen Voraussetzungen sind erfüllt, sodass auf die Beschwerde eingetreten werden kann. 2. Mit der verwaltungsgerichtlichen Beschwerde können ge mäss § 45 Abs. 1 lit. a und b VPO Rechtsverletzungen einschliesslich Überschreitung, Unterschreitung oder Missbrauch des Ermessens sowie die unrichtige oder unvollständige Feststel lung des Sachverhalts gerügt wer- den. Die Beurteilung der Angemessenheit des angefochte nen Rechtsaktes ist dem Kantonsge- richt dagegen – abgesehen von hier nicht vorliegenden Ausnahmefällen – verwehrt (§ 45 Abs. 1 lit. c VPO, e contrario). 3. Streitgegenstand bildet die Frage, ob die Nichtver längerung der Aufenthaltsbewilligung des Beschwerdeführers und dessen Wegweisung aus der Schweiz zu Recht erfolgten. 4.1 Eine ausländische Person ist zur Anwesenheit in der Schweiz nur berechtigt, wenn sie eine Aufenthalts- oder Niederlassungsbewilligung besitz t oder wenn sie keiner solchen bedarf (Art. 10 und 11 des Bundesgesetzes über die Ausländerinnen und Ausländer [Ausländergesetz, AuG] vom 16. Dezember 2005, vgl. auch Art. 2 AuG). Die zuständige kantonale Behörde ent- scheidet gemäss Art. 18 ff. und 27 ff. AuG – im Rahmen der gesetzlichen Vorschriften und Ver- träge mit dem Ausland – nach freiem Ermessen über die Z ulassung zu einem Aufenthalt mit oder ohne Erwerbstätigkeit. Die ausländische Person hat somit grundsätzlich keinen Rechtsan- spruch auf die Erteilung einer Aufenthaltsbewilligung, es sei denn, das AuG oder völkerrechtli- che Verpflichtungen sehen einen solchen vor (BGE 133 I 189 E. 2.3; P ETER UEBERSAX , in: Uebersax/Rudin/Hugi Yar/Geiser [Hrsg.], Ausländerrecht, 2. Auflage, Basel 2009, N 7.84 ff.). Seite 4 http://www.bl.ch/kantonsgericht 4.2 Im vorliegenden Fall ist zunächst festzuhalten, dass zwi schen der Schweiz und Tune- sien keine völkerrechtliche Vereinbarung besteht, welche d em Beschwerdeführer einen An- spruch auf Aufenthalt in der Schweiz einräumen würde. 4.3 Ein gesetzlicher Anspruch einer ausländischen Person au f Anwesenheit in der Schweiz liegt gemäss Art. 42 Abs. 1 AuG insbesondere dann vor, we nn diese mit einer Person mit Schweizer Staatsbürgerschaft verheiratet ist und mit ih r zusammenwohnt. Infolge der Bewilli- gung des Getrenntlebens des Ehepaars mit Verfügung des Z ivilkreisgerichts vom 27. Mai 2014 und der Trennung per 1. Juni 2014 ist der ursprünglich e Anspruch des Beschwerdeführers auf Anwesenheit nach Art. 42 Abs. 1 AuG weggefallen. 5.1 Nach Auflösung der Familiengemeinschaft besteht der Anspruch des Ehegatten auf Erteilung und Verlängerung der Aufenthaltsbewilligun g nach Art. 50 Abs. 1 AuG weiter, wenn die Ehegemeinschaft mindestens drei Jahre bestanden hat und eine erfolgreiche Integration vorliegt (lit. a) oder wenn wichtige persönliche Gründe einen weiteren Aufenthalt in der Schweiz erforderlich machen (lit. b). Massgeblicher Zeitpunkt für die retrospektive Berechnung der Dauer der ehelichen Gemeinschaft ist gemäss der bundesgerichtlic hen Rechtsprechung in der Regel die Aufgabe der Haushaltsgemeinschaft; demgegenüber i st nicht relevant, wie lange die Ehe nach Beendigung des Zusammenlebens formell noch besta nden hat (BGE 136 II 113 E. 3.2). Der Beschwerdeführer heiratete seine Ehefrau am 4. A pril 2013 und das Ehepaar gab die Haushaltsgemeinschaft am 1. Juni 2014 auf. Damit hat die eheliche Gemeinschaft lediglich et- was über ein Jahr gedauert und die Voraussetzungen fü r die Verlängerung der Aufenthaltsbe- willigung nach Art. 50 Abs. 1 lit. a AuG sind damit nicht gegeben. 5.2 Auch wenn die Ehegemeinschaft in der Schweiz kein e drei Jahre gedauert hat, kann sich nach Auflösung der Ehe ein Aufenthaltsanspruch erge ben, wenn wichtige persönliche Gründe einen weiteren Landesaufenthalt erforderlich m achen (Art. 50 Abs. 1 lit. b AuG, der so- genannte nacheheliche Härtefall). Als wichtiger Grund kommt vorliegend einzig eine schüt- zenswerte Beziehung des Beschwerdeführers zu seinem in der Schweiz anwesenheitsberech- tigten Kind in Frage (vgl. BGE 139 I 315 E. 2.1; Urt eil des Bundesgerichts 2C_873/2013 vom 25. März 2014 E. 3.4.1). Bei gegebenen Voraussetzungen kann sich die ausländische Person auch auf den in Art. 8 der Konvention zum Schutze der Menschenrechte und Grundfreiheiten (Europäische Menschenrechtskonvention, EMRK) vom 4. Novem ber 1950 garantierten An- spruch auf Familienleben berufen, wobei Art. 13 Abs. 1 der Bundesverfassung der Schweizeri- schen Eidgenossenschaft (BV) vom 18. April 1999 einen inhaltlich identischen Anspruch vermit- telt (BGE 126 II 425 E. 4c/bb). Es ist somit nachfolg end zu prüfen, ob ein wichtiger persönlicher Grund für einen weiteren Aufenthalt des Beschwerdefüh rers in der Schweiz in der Form einer grundrechtlich geschützten Beziehung zu einem Schweizer Kind vorliegt. 5.3 Eine Berufung auf einen nachehelichen Härtefall u nd die konventionsrechtliche Garan- tie von Art. 8 EMRK setzt eine familienrechtliche Beziehu ng von einer gewissen Intensität vo- raus (BGE 139 I 315 E. 2.1 f.). Seite 5 http://www.bl.ch/kantonsgericht 5.4 Das Konventionsrecht begründet keinen Anspruch dara uf, das Familienleben in einem bestimmten Staat verwirklichen zu können (Urteil des EGMR M.P.E.V. et al. gegen die Schweiz [3910/2013] vom 8. Juli 2014 § 51). Das Recht auf Achtu ng des Familienlebens ist berührt, wenn eine staatliche Entfernungs- oder Fernhaltemassna hme eine nahe, echte und tatsächlich gelebte familiäre Beziehung einer in der Schweiz gefest igt anwesenheitsberechtigten Person beeinträchtigt, ohne dass es dieser von vornherein ohn e Schwierigkeiten möglich bzw. zumut- bar wäre, das entsprechende Familienleben andernorts zu pflegen (BGE 139 I 330 E. 2.1; 135 I 153 E. 2.1). 5.5 Der nicht obhutsberechtigte ausländische Elternteil kann die familiäre Beziehung mit seinem Kind von vornherein nur in beschränktem Rahmen pf legen, nämlich durch Ausübung des ihm eingeräumten Besuchsrechts. Um dieses wahrnehmen zu können, ist es in der Regel nicht erforderlich, dass der ausländische Elternteil daue rhaft im selben Land wie das Kind lebt und dort über ein Anwesenheitsrecht verfügt. Unter dem Gesichtspunkt des Anspruchs auf Fa- milienleben ist es grundsätzlich ausreichend, wenn das Besu chsrecht im Rahmen von Kurz- aufenthalten vom Ausland her ausgeübt werden kann, wobe i allenfalls die Modalitäten des Be- suchsrechts entsprechend auszugestalten sind (BGE 139 I 315 E. 2.2). Nach der ständigen Rechtsprechung des Bundesgerichts kann ein weitergehende s Recht nur im Fall einer beson- ders engen wirtschaftlichen und affektiven Familienverbin dung zugestanden werden, wenn die- se aufgrund der zwischen den Ländern liegenden Distanz, die das Aufenthaltsland des Kindes vom Herkunftsland seines Elternteils trennt, praktisch nicht aufrecht erhalten werden kann und die ausländische Person in der Schweiz ein einwandfreie s Verhalten an den Tag gelegt hat (BGE 139 I 315 E. 2.2; 120 Ib 1 E. 3c). 5.6.1 Nach der Rechtsprechung wird zunächst eine besonder s enge affektive Familienver- bindung vorausgesetzt. Bei nicht sorgeberechtigten au sländischen Elternteilen eines hier auf- enthaltsberechtigten Kindes, welche aufgrund einer inzw ischen aufgelösten ehelichen Gemein- schaft mit einem/-er schweizerischen Staatsangehörigen ode r einer Person mit Niederlas- sungsbewilligung bereits eine Aufenthaltsbewilligung f ür die Schweiz besassen, ist das Erfor- dernis der besonderen Intensität der affektiven Beziehu ng bereits dann als erfüllt anzusehen, wenn der persönliche Kontakt im Rahmen eines nach heut igem Massstab üblichen Besuchs- rechts ausgeübt wird. In jedem Fall kommt es darauf an, dass das Besuchsrecht kontinuierlich und reibungslos ausgeübt wird. Das formelle Ausmass des Be suchsrechts ist mit anderen Wor- ten nur insoweit massgeblich, als dieses auch tatsächlich wa hrgenommen wird (BGE 139 I 315 E. 2.5). 5.6.2 In der Verfügung des Zivilkreisgerichts vom 27. Ma i 2014 wurde festgelegt, dass die Obhut über das Kind bei der Mutter verbleibe und somit das Kind bei ihr wohne. Der Vater habe ein Besuchsrecht, wobei sich die Eltern über dessen Modalitäten entsprechend der Bedürfnisse des Kindes direkt zu verständigen hätten. Im Rahmen d es rechtlichen Gehörs vom 20. Oktober 2014 beziehungsweise vom 24. Oktober 2014, welches den getrennt lebenden Ehegatten sepa- rat gewährt wurde, erklärte der Beschwerdeführer, dass e r ein sehr gutes Verhältnis zu seiner Tochter habe und sie ein bis zwei Mal pro Woche sehe. Er gehe mit ihr auf den Spielplatz oder in den Park. Die Ehefrau des Beschwerdeführers bestätigt e in ihrem Schreiben vom Seite 6 http://www.bl.ch/kantonsgericht 11. November 2014 diese Aussagen. Der Beschwerdeführe r besuche seine Tochter zwei bis drei Mal die Woche, sei sehr engagiert und kümmere sich r ührend um sie. In einem Schreiben vom 18. Juli 2015 teilte die Ehefrau des Beschwerdefüh rers dem AfM auf Anfrage hin jedoch mit, dass die Beziehung zwischen ihrer Tochter und ihrem E hemann mittlerweile eher etwas kühl sei und er seine Tochter nur selten besuche (etwa ei nmal pro Monat). Er kümmere sich nicht mehr so intensiv um sie und spiele kaum noch mit ihr . Wenn er sie besuchen komme, dann schaue er mit ihr Trickfilme oder schalte den PC e in und surfe im Internet. Ferner gab sie an, dass es bei einer Wegweisung aus der Schweiz wahrscheinl ich nicht zu einer Veränderung des Verhältnisses zwischen dem Beschwerdeführer und seiner Tochter kommen würde, da er seine Tochter sowieso nur selten und kurz sehe. Sie fra ge auch nur noch selten nach ihrem Vater. Der Beschwerdeführer widerspricht diesen Aussagen in seiner Beschwerde. Er gibt an, seine Tochter regelmässig zu besuchen und eine innige Be ziehung zu ihr aufgebaut zu haben. In Anbetracht der vorangehenden Ausführungen ist zugun sten des Beschwerdeführers davon auszugehen – auch wenn dessen Aussagen nur pauschal erfo lgten und nicht belegt wurden –, dass der Beschwerdeführer ein nach heutigem Massstab übliche s Besuchsrecht wahrnimmt und somit das Erfordernis der besonderen Intensität de r affektiven Beziehung erfüllt ist. Dem- nach erübrigt sich auch die Durchführung einer Partei befragung zur Frage, ob das Besuchs- recht kontinuierlich und reibungslos ausgeübt wurde. 5.7.1 Weiter wird nach der ständigen Bundesgerichtspraxi s verlangt, dass der nicht obhuts- berechtigte ausländische Elternteil auch in wirtschaftli cher Hinsicht eine besonders enge Ver- bindung zu seinem Kind pflegt (Urteil des Bundesgericht s 2C_947/2015 vom 10. März 2016 E. 3.2.2). 5.7.2 Der Beschwerdeführer wurde mit Entscheid des Zivi lkreisgerichts vom 16. Juli 2014 dazu verpflichtet, für den Unterhalt seiner Tochter mi t Wirkung ab dem 1. September 2014 ei- nen monatlichen Unterhaltsbeitrag von Fr. 400.-- zuzügl ich allfälliger Kinderzulagen zu bezah- len (Ziff. 1.). Im Rahmen des rechtlichen Gehörs gaben der Beschwerdeführer beziehungsweise seine Ehefrau jedoch an, dass der Beschwerdeführer nur im ihm möglichen Rahmen Unterhalt leiste, was zwischen Fr. 100.-- bis Fr. 300.-- pro Monat seien. Da er für diese Leistungen keine Belege vorweisen konnte, wurde er vom AfM am 19. Novem ber 2014 dazu aufgefordert, künftig die Alimente mittels Zahlungsauftrags an seine Ehefrau zu überweisen und die entsprechenden Belege aufzubewahren. In einem Telefonat zwischen dem AfM und der Ehefrau vom 11. März 2015 gab diese an, dass der Ehemann nach wie vor keine U nterhaltszahlungen für die gemein- same Tochter leisten könne. Daraufhin forderte das AfM d en Beschwerdeführer dazu auf, die Belege für die geleisteten Unterhaltszahlungen an seine Tochter einzureichen. Dieser Aufforde- rung kam er nicht nach. Mit Schreiben vom 18. Juli 20 15 teilte die Ehefrau des Beschwerdefüh- rers dem AfM auf Anfrage hin mit, dass der Beschwerdefüh rer jegliche Unterhaltszahlungen eingestellt habe und sogar das Kindergeld für sich behal te. Daraufhin verfügte das Kantonale Sozialamt am 4. August 2015 die Bevorschussung der vom Beschwerdeführer an seine Tochter geschuldeten Unterhaltsbeiträge in Höhe von Fr. 400.-- ab 1. Juli 2015. Die Auszahlung erfolgte an die Sozialhilfebehörde der Gemeinde E.____. Der B eschwerdeführer begründete die ver- säumten Unterhaltszahlungen mit seiner knappen finanziel len Lage. Des Weiteren habe er kei- Seite 7 http://www.bl.ch/kantonsgericht ne Arbeit mehr und werde noch nicht durch die öffentli che Arbeitslosenkasse unterstützt. Daher sei es ihm nicht möglich gewesen, Unterhaltszahlungen an seine Tochter zu leisten. 5.7.3 Auch wenn zu berücksichtigen ist, dass dem Beschwerde führer lediglich geringe Mittel zur Verfügung stehen, ist festzustellen, dass der Beschwer deführer in wirtschaftlicher Hinsicht nicht im Rahmen des jeweils Möglichen und Zumutbaren ei ne besonders enge Beziehung zum Kind gelebt hat. So hat der Beschwerdeführer Kinderg eld für sich selbst behalten, sowie ledig- lich unregelmässig Teilzahlungen geleistet (bis er die Z ahlungen schliesslich ganz eingestellt hat), sodass die Unterhaltsbeiträge bevorschusst werden mussten. Demnach ist das Erfordernis der besonders intensiven finanziellen Beziehung des Beschwe rdeführers zu seiner Tochter nicht gegeben. 5.8 Im Weiteren ist vorausgesetzt, dass das bisherige Ve rhalten des Ausländers in der Schweiz zu keinerlei Klagen Anlass gegeben hat (sog. "tad elloses Verhalten"; grundlegend BGE 120 Ib 1 E. 3c; Urteil des Bundesgerichts 2C_757/2013 vom 23. Februar 2014 E. 4.2). Der Beschwerdeführer wurde am 11. April 2012 von der Staa tsanwaltschaft Basel-Stadt wegen rechtswidriger Einreise und rechtswidrigen Aufenthalts zu einer Geldstrafe von 60 Tagessätzen zu Fr. 30.-- bedingt und zu einer Busse von Fr. 360.-- verurteilt. Des Weiteren wurde er von der Staatsanwaltschaft Basel-Stadt am 11. September 2012 w egen geringfügigen Diebstahls zu einer Busse von Fr. 800.--, am 31. Mai 2013 wegen recht swidrigen Aufenthalts zu 240 Stunden gemeinnütziger Arbeit, am 7. Juni 2013 wegen Missachtun g der Ausgrenzung zu einer Geld- strafe von 30 Tagessätzen zu Fr. 30.-- (bedingte Geldstra fe gemäss Urteil vom 11. April 2012 wurde für vollstreckbar erklärt) und am 27. November 2 013 wegen Hinderung einer Amtshand- lung zu einer bedingten Geldstrafe von 10 Tagessätzen zu Fr. 30.-- bedingt und zu einer Busse von Fr. 30.-- verurteilt. Schliesslich befindet sich in d en Akten noch ein Polizeirapport vom 10. September 2012 demgemäss der Beschwerdeführer eine Sonnenbrille im Wert von Fr. 199.-- in einem grösseren Warenhaus gestohlen hab e. Er gab die Tat gleichentags in einer schriftlichen Erklärung zu. Darüber hinaus hat der Beschw erdeführer während seiner kurzen Anwesenheit in der Schweiz bereits Schulden angehäuft. So wies der Beschwerdeführer am 8. Dezember 2015 gemäss Betreibungsregisterauszug desselbe n Tages 10 Betreibungen im Gesamtbetrag von Fr. 6'089.10 auf. Der Beschwerdeführer hat demnach keineswegs ein tadel- loses Verhalten vorzuweisen. 5.9 Nach dem Gesagten ist festzustellen, dass sich der Besch werdeführer weder erfolg- reich auf sein konventions- und verfassungsmässig geschützte s Recht auf Familienleben beru- fen noch hieraus einen nachehelichen Härtefall ableite n kann. Er verfügt demnach über keinen Anspruch auf Erteilung resp. Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung. 6. Besteht nach dem Gesagten kein Rechtsanspruch des Beschwe rdeführers auf Er- teilung der Aufenthaltsbewilligung, so liegt deren V erlängerung im Ermessen der Behörde (Art. 33 Abs. 3 AuG). Dazu bedarf es eines Ermessensentsch eids, welcher nach den allgemei- nen Grundsätzen pflichtgemäss und unter Berücksichtigung de r Umstände des Einzelfalls zu treffen ist (vgl. A NDREAS ZÜND /L ADINA ARQUINT HILL , in: Uebersax/Rudin/Hugi Yar/Geiser [Hrsg.], a.a.O., N 8.44; B ENJAMIN SCHINDLER , in: Caroni/Gächter/Thurnherr [Hrsg.], Bundesge- Seite 8 http://www.bl.ch/kantonsgericht setz über die Ausländerinnen und Ausländer, Bern 2010, Art. 96 N 7). Im Rahmen ihrer Ermes- sensausübung haben die Behörden gemäss Art. 96 Abs. 1 A uG die öffentlichen Interessen und die persönlichen Verhältnisse sowie den Grad der Integra tion zu berücksichtigen. Im angefoch- tenen Entscheid vom 25. August 2015 hat der Regierungsr at, welchem volle Kognition im Be- reich der Ermessensprüfung zukommt, diese Kriterien au sführlich geprüft, unter Berücksichti- gung sämtlicher Umstände des Einzelfalles beurteilt und seinen Entscheid nachvollziehbar be- gründet. Somit hat sich der Regierungsrat mit den in Frage stehenden Interessen auseinander- gesetzt und sein Ermessen pflichtgemäss ausgeübt. Eine Überschreitung, Unterschreitung oder ein Missbrauch des Ermessens sind nicht erkennbar. Eine weit ergehende inhaltliche Angemes- senheitskontrolle ist dem Kantonsgericht nicht gestattet (E. 2). Es ist demzufolge nicht zu bean- standen, dass es der Regierungsrat abgelehnt hat, dem B eschwerdeführer die Aufenthaltsbe- willigung ermessensweise zu verlängern. 7.1 In einem weiteren Schritt gilt es zu beurteilen, ob die Nichtverlängerung der Aufent- haltsbewilligung und die damit verbundene Wegweisung (vgl. Art. 64 Abs. 1 lit. c AuG) gestützt auf eine umfassende Güterabwägung verhältnismässig ersc heinen. Nach dem Grundsatz der Verhältnismässigkeit muss eine Verwaltungsmassnahme zur Verwirklichung des im öffentlichen Interesse liegenden Ziels geeignet und erforderlich sei n. Ausserdem muss der angestrebte Zweck in einem vernünftigen Verhältnis zu den Belastunge n stehen, die dem Privaten auferlegt werden (vgl. U LRICH HÄFELIN /G EORG MÜLLER /F ELIX UHLMANN , Allgemeines Verwaltungsrecht, 7. Auflage, Zürich 2016, N 514 ff.). Bei der Verhäl tnismässigkeitsprüfung sind namentlich die Schwere des Verschuldens, der Grad der Integration bezie hungsweise die Dauer der bisheri- gen Anwesenheit sowie die dem Betroffenen und seiner F amilie drohenden Nachteile zu be- rücksichtigen (BGE 135 II 377 E. 4.3). 7.2 Es steht ausser Frage, dass eine Wegweisung für die Erreichung der fremdenpolizeili- chen Ziele eine geeignete Massnahme ist. Ausländer, dere n Aufenthaltszweck weggefallen ist, haben die Schweiz unter bestimmten Umständen zu verlassen . Dieses fremdenpolizeiliche Ziel kann auch nicht durch eine weniger einschneidende Massnah me erreicht werden. Es bleibt zu prüfen, ob die Massnahme als verhältnismässig im engeren Sinne zu qualifizieren ist, ob also der angestrebte Zweck in einem vernünftigen Verhältnis zu den Belastungen steht, die dem Beschwerdeführer mit der Wegweisung auferlegt werden. Diesbezüglich muss eine Interessen- abwägung vorgenommen werden. 7.3 Als zulässiges öffentliches Interesse fällt dabei grun dsätzlich das Durchsetzen der Einwanderungspolitik in Betracht. Die Schweiz verfolgt gegenüber Ausländern ausserhalb des EU- und EFTA-Raums in Fragen der Aufenthaltsberechti gung eine restriktive Politik. Eine sol- che rechtfertigt sich im Hinblick auf ein ausgewogenes Ve rhältnis zwischen schweizerischer und ausländischer Wohnbevölkerung, auf die Schaffung gü nstiger Rahmenbedingungen für die Eingliederung der in der Schweiz bereits ansässigen Ausl änder und die Verbesserung der Ar- beitsmarktstruktur sowie auf eine möglichst ausgeglichene Beschäftigung (BGE 135 I 153 E. 2.2.1; 135 I 143 E. 2.2). Seite 9 http://www.bl.ch/kantonsgericht 7.4 Der Beschwerdeführer wurde am 15. Juni 1984 gebo ren und ist heute 32 Jahre alt. Er hält sich erst seit dem 4. Oktober 2012 legal in der Schw eiz auf. Damit hat er die prägenden Kindheits- und Jugendjahre bis ins Alter eines jungen Er wachsenen in seiner Heimat Tunesien verbracht. In seiner Beschwerdebegründung vom 9. Novembe r 2015 gibt er an, dass er seine Tochter noch regelmässig sehe und eine innige Beziehung zu ihr aufgebaut habe. Des Weite- ren habe er mittlerweile seinen Lebensmittelpunkt in der Schweiz und müsse insgesamt als integriert betrachtet werden, da er sich bemühe, im Ar beitsmarkt wieder Fuss zu fassen und Deutsch spreche. 7.5 In Anbetracht seiner relativ kurzen Anwesenheitsdauer in der Schweiz ist davon aus- zugehen, dass er sich bei einer Rückkehr nach Tunesien schn ell sozial reintegrieren könnte. Er hat Verwandte in Tunesien, womit er auch in seiner He imat über ein familiäres Umfeld verfügt. Gemäss Telefonat zwischen dem AfM und der Ehefrau gab diese an, dass für sie eine Wieder- aufnahme der Ehe nicht in Betracht komme. Sodann hat si ch der Beschwerdeführer in der Schweiz beruflich nicht etablieren können. Bis im Juli 20 15 war er in der Mensa des Gymna- siums F.____ angestellt und ist seither arbeitslos. Ferne r besitzt er keine in der Schweiz aner- kannte Ausbildung. Seinen Aussagen zufolge wird er sei t September 2015 von der öffentlichen Arbeitslosenkasse der KIGA Baselland unterstützt, wobei ihm für den Monat September keine Unterstützungen ausbezahlt wurden. Für einen Verbleib in der Schweiz spricht einzig seine Be- ziehung zu seiner Tochter. Wie vorstehend aufgezeigt wur de, besteht jedoch zu dieser keine in wirtschaftlicher Hinsicht besonders enge Beziehung, wesha lb in derart gelagerten Fällen in der Interessenabwägung das öffentliche Interesse an einer Ausreise prinzipiell überwiegt (vgl. BGE 139 I 315 E. 2.2, unter Hinweis auf BGE 120 Ib 1 E. 3c; Urteil des Bundesgerichts 2C_1231/2012 vom 20. Dezember 2012 E. 3.3). Es ist dem Beschwerdeführer zumutbar, sein Besuchsrecht im Rahmen von Kurzaufenthalten vom Ausland h er auszuüben, wobei allenfalls die Modalitäten des Besuchsrechts geeignet aus- bzw. um zugestalten sind. Im Übrigen kann die Beziehung nicht nur besuchsweise, sondern auch vom Ausl and aus über Telefonate oder Internet (Skype etc.) gepflegt werden. Insgesamt überw iegt demnach das öffentliche Interesse an der Gleichbehandlung der Ausländerinnen und Ausländ er im Rahmen der Ausländergesetz- gebung sowie an der Durchsetzung der Rechtsordnung das private Interesse des Beschwerde- führers an einem weiteren Verbleib in der Schweiz. De r angefochtene Entscheid erweist sich als verhältnismässig. 8. Vor dem Hintergrund der vorangehenden Erwägungen ist somit festzuhalten, dass der Regierungsratsbeschluss vom 25. August 2015 nicht zu beanstanden und die dagegen erhobe- ne Beschwerde abzuweisen ist. 9.1 Es bleibt über die Kosten zu befinden. Gemäss § 20 Abs. 1 VPO ist das verwaltungs- gerichtliche Verfahren vor dem Kantonsgericht kostenp flichtig. Die Verfahrenskosten umfassen die Gerichtsgebühren sowie die Beweiskosten und werden n ach § 20 Abs. 3 VPO in der Regel der unterliegenden Partei in angemessenem Ausmass aufe rlegt. Da der Beschwerdeführer im vorliegenden Verfahren unterlegen ist, trägt er die Verfahrenskosten. Seite 10 http://www.bl.ch/kantonsgericht 9.2.1 Der Beschwerdeführer stellt das Gesuch um unentge ltliche Rechtspflege. Gemäss § 22 Abs. 1 VPO wird eine Partei auf ihr Begehren vo n der Bezahlung der Verfahrenskosten und der Kosten von Beweismassnahmen befreit, wenn ihr die nötigen Mittel fehlen und ihr Be- gehren nicht offensichtlich aussichtslos erscheint. Unter d en gleichen Voraussetzungen wird einer Partei der kostenlose Beizug eines Anwalts bzw. ein er Anwältin gewährt, sofern dies zur Wahrung ihrer Rechte notwendig erscheint (§ 22 Abs. 2 VPO). Die Bedürftigkeit des Beschwer- deführers ist hinreichend erstellt. Die weiteren Vorauss etzungen der unentgeltlichen Prozess- führung und Verbeiständung sind ebenfalls erfüllt, wes halb das entsprechende Gesuch des Beschwerdeführers gutzuheissen ist. 9.2.2 Die Honorarnote des Rechtsvertreters vom 4. Februar 2016 weist einen Zeitaufwand des Anwalts von 0.5 Stunden à Fr. 200.-- und des Volon tärs von 5 Stunden à Fr. 120.-- auf. Praxisgemäss wird der Aufwand eines Volontärs im Rahmen der unentgeltlichen Rechtspflege mit der Hälfte des Honorars eines Anwalts durch das Gericht vergütet. Dementsprechend ist der geltend gemachte Aufwand zu einem Stundenansatz von Fr . 100.-- zu entschädigen. Dem Rechtsvertreter des Beschwerdeführers ist demzufolge eine Entschädigung von Fr. 758.70 (inkl. Auslagen und 8 % MWST) aus der Gerichtskasse auszurichten. 9.2.3 Der Beschwerdeführer wird ausdrücklich darauf hing ewiesen, dass er zur Nachzahlung der in diesem Verfahren infolge Bewilligung der unentgeltlichen Rechtspflege der Gerichtskasse belasteten Kosten verpflichtet ist, sobald er dazu in der Lage ist (§ 53a Abs. 1 des Gesetzes über die Organisation der Gerichte [Gerichtsorganisationsgesetz, GOG] vom 22. Februar 2001). Seite 11 http://www.bl.ch/kantonsgericht Demgemäss wird e r k a n n t : ://: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 2. Dem Beschwerdeführer wird die unentgeltliche Rechtsp flege bewilligt. 3. Die Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 1'400.-- werden dem Be- schwerdeführer auferlegt. Zufolge Bewilligung der une ntgeltlichen Pro- zessführung gehen die Verfahrenskosten zulasten der Gerichtskasse. 4. Die Parteikosten werden wettgeschlagen. Zufolge Be willigung der unentgeltlichen Verbeiständung wird dem Rechtsvertrete r des Be- schwerdeführers eine reduzierte Entschädigung in der Höh e von Fr. 758.70 (inkl. Auslagen und 8 % MWST) zulasten der Gerichtskasse ausgerichtet. Präsidentin Gerichtsschreiberin i.V.