<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2003.00044</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="https://vgrzh.djiktzh.ch/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=https://vgrzh.djiktzh.ch&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=203912&amp;W10_KEY=4467142&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2003.00044</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 17.12.2003</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">1. Abteilung/1. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Raumplanungs-, Bau- und Umweltrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Baubewilligung</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Umnutzung eines "Schopfs" in eine Garage; Erschliessung<br/><br/>Darstellung der Rechtsprechung des Verwaltungsgerichts zur Verbindlichkeit des dem Quartierplan zu Grunde liegenden Erschliessungskonzepts für den einzelnen Grundeigentümer (E.3). Nach dieser Rechtsprechung, an der festzuhalten ist, steht es dem Eigentümer, dessen Grundstück von zwei Strassen erschlossen ist, vorbehältlich einer anders lautenden Festlegung im Quartierplan grundsätzlich frei, von welcher Strasse her er sein Grundstück erschliessen will. Das gilt aber dann nicht, wenn wie im vorliegenden Fall die Erschliessungskapazität der in Frage stehenden Strassen gemessen am zu erschliessenden Gebiet gering ist, so dass die Gefahr besteht, dass ein über beide Strassen erschlossenes Grundstück unnötigerweise Erschliessungskapazitäten beansprucht, während andere Grundstücke, die ihrer Lage entsprechend nur über eine Strasse erschlossen werden könnnen, mangels einer genügenden Erschliessung nicht oder nicht den Zonenvorschriften entsprechend genutzt werden können (E. 3.1). Aufgrund der Eignung der so genannten "Schöpfe" zur Nutzung als Garagen ist offenkundig, dass sich im Fall der Bewilligung der streitigen Umnutzung auch eine Nutzung der übrigen "Schöpfe" zu Garagenzwecken nicht mehr verhindern lässt (E. 3.2). Abweisung (E. 4).</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ÃNDERUNGSPLAN">ÃNDERUNGSPLAN</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: Planungs- und Baurecht ST: BAUBEWILLIGUNG UND BAUBEWILLIGUNGSVERFAHREN">BAUBEWILLIGUNG UND BAUBEWILLIGUNGSVERFAHREN</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: Planungs- und Baurecht ST: ERSCHLIESSUNG (ANFORDERUNGEN, DURCHFÃHRUNG, FINANZIERUNG)">ERSCHLIESSUNG (ANFORDERUNGEN, DURCHFÃHRUNG, FINANZIERUNG)</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ERSCHLIESSUNG (ANFORDERUNGEN, DURCHFÃHRUNG, FINANZIERUNG)">ERSCHLIESSUNG (ANFORDERUNGEN, DURCHFÃHRUNG, FINANZIERUNG)</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ERSCHLIESSUNGSKAPAZITÃT">ERSCHLIESSUNGSKAPAZITÃT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ERSCHLIESSUNGSKONZEPT">ERSCHLIESSUNGSKONZEPT</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ERSCHLIESSUNGSSTRASSE">ERSCHLIESSUNGSSTRASSE</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: GARAGE">GARAGE</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: NEBENBESTIMMUNG">NEBENBESTIMMUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: QUARTIERPLAN">QUARTIERPLAN</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: REIHENHAUSSIEDLUNG">REIHENHAUSSIEDLUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: SCHOPFGEBÃUDE">SCHOPFGEBÃUDE</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: UMNUTZUNG">UMNUTZUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ZUFAHRT">ZUFAHRT</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ZUFAHRTSWEG">ZUFAHRTSWEG</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> - keine -<br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="gerade">BEZ 2004 Nr. 2</span><br/> </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 2 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Sachverhalt1"><b><span>I. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext">Als Ãnderung gegenÃ¼ber einem frÃ¼her bewilligten Projekt erteilte der Hochbau- und Planungsausschuss der Gemeinde X am 6. MÃ¤rz 2001 A die baurechtliche Be­willigung fÃ¼r die ReiheneinfamilienhausÃ¼berbauung L-Strasse auf den GrundstÃ¼cken alt Kat.-Nrn. 01 und 02 in X. Nicht bewilligt wurden hingegen die neu vorge­sehenen Einzelgaragen und die Zufahrt zu diesen Ã¼ber den Zufahrtsweg "M". Mit dem im Rechtsmittelverfahren verfoch­tenen Antrag, ihm die Zufahrt in der geplanten Weise zu bewilligen, blieb A erfolglos. Das Verwaltungsgericht erwog mit Entscheid VB.2001.00292 vom 18. Dezember 2001, der Zufahrtsweg "M" erschliesse bisher 9 Wohneinheiten; fÃ¼r den Anschluss von weiteren 6 Einheiten sei er nicht ausreichend dimensioniert, da dieser Zufahrtstyp gemÃ¤ss Zugangsnormalien vom 9. Dezember 1987 (LS 700.5) nur fÃ¼r den Verkehr von 10 Wohn­einheiten ausgelegt sei. Die Voraussetzungen fÃ¼r die ErhÃ¶hung dieses Grenzwertes auf 30 Wohneinheiten gemÃ¤ss § 6 Abs. 2 der Zugangsnormalien, nÃ¤mlich eine dichte Ãberbauung und eine gute Erschliessung mit Ã¶ffentlichen Verkehrsmitteln, seien hier nicht erfÃ¼llt.</p> <p class="Urteilstext">In der Folge ersuchte A um die Bewilligung fÃ¼r den Umbau eines Schopfs auf der neu ge­bildeten Parzelle Kat.-Nr. 03 in eine Garage mit Erschliessung Ã¼ber den Zufahrtsweg "M".</p> <p class="Sachverhalt1"><b>II. </b> </p> <p class="Urteilstext">Mit der BegrÃ¼ndung, diese Zufahrt entspreche nicht der im Quartierplan "N" vorgesehenen ErschliessungslÃ¶sung und sprenge die KapazitÃ¤t des Zufahrtswegs "M", wies der Hochbau- und Planungsausschuss der Gemeinde X das Gesuch am 13. Juni 2002 ab. Den gegen diesen Beschluss von A am 7. August 2002 erhobenen Rekurs wies die Baurekurskom­mission II am 17. Dezember 2002 ab.</p> <p class="Sachverhalt1"><b>III. </b> </p> <p class="Urteilstext">Mit Beschwerde vom 6. Februar 2003 liess A dem Verwaltungsgericht beantragen, es sei unter Kosten- und EntschÃ¤digungsfolgen der angefochtene Beschluss aufzuheben und die Ã¶rtliche BaubehÃ¶rde anzuweisen, ihm die Bewilligung fÃ¼r die Garage und ihre Erschliessung Ã¼ber den Zufahrtsweg "M" zu erteilen. Die Baure­kurskommission II am 27. Februar und der Hochbau- und Planungsausschuss der Gemeiknde X am 14. April 2003 beantragten Abweisung der Beschwerde, Letzterer unter Kosten- und EntschÃ¤di­gungsfolgen.</p> <p class="Urteilstext">Da sich aufgrund der Akten nicht erkennen liess, ob und wann der "Schopf", der in eine Garage umgenutzt werden sollte, bewilligt worden war und nachdem bei einer Besich­tigung der Ãrtlichkeiten durch den Referenten am 15. Juli 2003 der Eindruck entstand, dass die mit Urteil vom 18. Dezember 2001 rechtskrÃ¤ftig verweigerten Garagen samt Vor­plÃ¤tzen und Zufahrt mittlerweile gleichwohl erstellt worden waren, wurde der Beschwer­degegner 1 mit PrÃ¤sidialverfÃ¼gung vom 15. Juli 2003 aufgefordert, dem Verwal­tungs­gericht die baurechtliche Bewilligung fÃ¼r den zur Umnutzung als Garage vorge­sehenen angeblichen Schopf einzureichen sowie die vollstÃ¤ndigen Bauge­suchs­unter­lagen fÃ¼r das streitige Umnutzungsvorhaben.</p> <p class="Urteilstext">Am 29. Oktober 2003 fÃ¼hrte der Referent einen fÃ¶rmlichen Augenschein mit anschlies­sender Schlussverhandlung durch. WÃ¤hrend sich der BeschwerdefÃ¼hrer auf eine Baubewil­ligung fÃ¼r den "Schopf" berief, liess der Beschwerdegegner 1 erklÃ¤ren, eine solche liege nicht vor. In der Folge erhielt der BeschwerdefÃ¼hrer Gelegenheit zu Einreichung der entsprechenden Akten, wovon er am 11. November 2003 Gebrauch machte.</p> <p class="Urteilstext">AnlÃ¤sslich des Augenscheins erklÃ¤rte von den Nachbarn, welche gemÃ¤ss § 315 Abs. 1 des Planungs- und Baugesetzes vom 7. September 1975 rechtzeitig die Zustellung der baurechtlichen Entscheide verlangt hatten, D als EigentÃ¼mer eines GrundstÃ¼cks am Zufahrtsweg "M" den Eintritt ins Verfahren. </p> <p class="Urteilstext">Die Parteivorbringen werden, soweit erforderlich, im Rahmen der nachfolgenden Ent­scheidgrÃ¼nde wiedergegeben.</p> <p class="Urteilstext"> </p> <p class="Urteilstext">Die Kammer zieht in ErwÃ¤gung:</p> <p class="Erwgung1"><b><span>1. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext">Das Verwaltungsgericht ist sachlich und funktionell zustÃ¤ndig zur Behandlung der Be­schwerde gegen den Entscheid der Baurekurskommission Ã¼ber die baurechtliche Be­willigung einer kommunalen BaubehÃ¶rde (§ 41 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 [VRG]). Der BeschwerdefÃ¼hrer ist als Bauherr und Unterliegender im Rekursverfahren zur Beschwerde ohne weiteres legitimiert (§ 21 in Verbindung mit § 70 VRG).</p> <p class="Urteilstext">D hat rechtzeitig die Zustellung des baurechtlichen Entscheids verlangt und wÃ¤re im Fall einer Gutheissung der Beschwerde als Nachbar durch den Entscheid betroffen; er ist als Beschwerdegegner 2 ins Verfahren aufzunehmen, und das Rubrum ist entsprechend zu ergÃ¤nzen.</p> <p class="Erwgung1"><b><span>2. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext">Der Beschwerdegegner 1 macht geltend, die geplante Garage verfÃ¼ge schon deshalb nicht Ã¼ber eine genÃ¼gende Zufahrt, weil in den BeschlÃ¼ssen vom 6. MÃ¤rz 2001, die das Ver­wal­tungsgericht mit Entscheid vom 18. Dezember 2001 bestÃ¤tigt habe, festgehalten worden sei, dass Zufahrt und Parkierung fÃ¼r alle sechs HÃ¤user Ã¼ber die L-Strasse zu lÃ¶sen seien und deshalb die Notzufahrt im Bereich der westlichen Grenze von alt Kat.-Nr. 02mit einem abschliessbaren Mittelpfosten zu versehen sei.</p> <p class="Urteilstext">Entgegen der Auffassung des Beschwerdegegners 1 kann aus dieser in Rechtskraft erwach­senen Nebenbestimmung nicht geschlossen werden, damit komme eine Bewilligung der Zufahrt zur geplanten Garage von vornherein nicht in Frage. Diese Nebenbestimmung dient nur der Sicherung des Verbots, den als Notzufahrt bewilligten Weg zur ordentlichen Erschliessung aller sechs ReiheneinfamilienhÃ¤user zu nutzen. Dieses in Rechtskraft erwachsene Verbot, das sich unter anderem auf die zu geringe ErschliessungskapazitÃ¤t des Zufahrtswegs "M" stÃ¼tzt, steht dem Gesuch des BeschwerdefÃ¼hrers fÃ¼r die Erschliessung nur einer einzigen Hauseinheit nicht im Wege. Davon ist zutreffend auch der Beschwer­degegner 1 ausgegangen, der dieses neue Baugesuch materiell geprÃ¼ft und in der Folge verweigert hat. Da die Nebenbestimmung akzessorischer Natur ist (Christian MÃ¤der, Das Baubewilligungsverfahren, ZÃ¼rich 1991, Rz. 472), das heisst ihre GÃ¼ltigkeit vom bau­rechtlichen Entscheid abhÃ¤ngt, dessen Durchsetzung sie sichern soll, muss mit der Frage der ZulÃ¤ssigkeit der geplanten Erschliessung zwangslÃ¤ufig auch diese Nebenbestimmung Ã¼berprÃ¼ft werden kÃ¶nnen.</p> <p class="Erwgung1"><b><span>3. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext">Im wegleitenden Entscheid RB 1984 Nr. 79 (= ZBl 85/1984, S. 374 = ZR 83 Nr. 103) hat das Verwaltungsgericht erwogen, dass das dem rechtskrÃ¤ftig festgesetzten und geneh­migten Quartierplan zu Grunde liegende Erschliessungskonzept fÃ¼r den einzelnen Grund­eigentÃ¼mer verbindlich sei und dass davon bei der Erstellung von Bauten im Allgemeinen nicht abgewichen werden kÃ¶nne; insbesondere stehe es nicht im Belieben einzelner GrundeigentÃ¼mer, das quartierplanmÃ¤ssige Erschliessungskonzept unbeachtet zu lassen und andere Anlagen mit der nÃ¤mlichen Zweckbestimmung zu errichten. An dieser Praxis ist in spÃ¤teren Entscheiden festgehalten worden (VGr, 23. August 1991, VB 91/0056; 9. Dezember 1998, VB.1998.00299). In einem neueren Entscheid vom 26. September 2001 (VB.2001.00149 bzw. 00150 und 00152, www.vgrzh.ch) ist sie dahin gehend verfeinert worden, dass bei einem grÃ¶sseren GrundstÃ¼ck, das von zwei Strassen erschlossen werde, es dem GrundeigentÃ¼mer frei stehe, die Erschliessung von der einen oder anderen Strasse her vorzunehmen, sofern jede fÃ¼r sich den zusÃ¤tzlichen Verkehr aufzunehmen vermÃ¶ge und keine zusÃ¤tzlichen Erschliessungsanlagen erforderlich wÃ¼rden; sodann hat das Gericht in zustimmendem Sinn auf die ErwÃ¤gungen der Baurekurskommission verwiesen, wonach (vorbehÃ¤ltlich einer ausdrÃ¼cklichen Festsetzung) aus den Ãberbauungsannahmen, auf denen die Planung der Erschliessung beruhe, und den Perimetern fÃ¼r die Verlegung der entsprechenden Kosten keine Verpflichtung abgeleitet werden kÃ¶nne, das an eine bestimmte Quartierplanstrasse angrenzende Gebiet jedenfalls Ã¼ber diese Strasse zu erschliessen (BRK II, 3. April 2001, BEZ 2001 Nr. 59). Das Bundesgericht hat am 5. Feb­ruar 2002 eine gegen den Entscheid des Verwaltungsgerichts vom 26. September 2001 erhobene staatsrechtliche Beschwerde abgewiesen.</p> <p class="Erwgung2"><span class="UrteilstextChar">Der BeschwerdefÃ¼hrer beruft sich auf diese Rechtsprechung und macht geltend, der Zufahrtsweg "M" kÃ¶nne zwar nicht wie ursprÃ¼nglich geplant alle sechs Einheiten der von ihm erstellten Reiheneinfamilienhaus-Ãberbauung erschliessen, vermÃ¶­ge jedoch, wie im frÃ¼heren Verfahren erwogen worden sei, noch den Verkehr einer weite­ren Wohneinheit aufzunehmen, weshalb ihm die Erschliessung des Hauses E Ã¼ber diesen Zufahrtsweg</span> <span class="UrteilstextChar">zu bewilligen sei. Dieser Auffassung kann aus zwei GrÃ¼nden nicht gefolgt werden:</span></p> <p class="Erwgung2"><span class="UrteilstextChar"><b>3.1 </b></span><span class="UrteilstextChar">Nach der dargestellten Rechtsprechung, an der festzuhalten ist, steht es dem Eigen­tÃ¼mer, dessen GrundstÃ¼ck von zwei Strassen erschlossen ist, vorbehÃ¤ltlich einer anders lautenden Festlegung im Quartierplan grundsÃ¤tzlich frei, von welcher Strasse her er sein GrundstÃ¼ck erschliessen will. Das gilt aber dann nicht, wenn die ErschliessungskapazitÃ¤t der in Frage stehenden Strassen gemessen am zu erschliessenden Gebiet gering ist, so dass die Gefahr besteht, dass ein Ã¼ber beide Strassen erschlossenes GrundstÃ¼ck</span><span> unnÃ¶tigerweise ErschliessungskapazitÃ¤ten beansprucht, </span><span class="UrteilstextChar">wÃ¤hrend andere GrundstÃ¼cke, die ihrer Lage ent­sprechend nur Ã¼ber eine Strasse erschlossen werden kÃ¶nnen, mangels einer genÃ¼genden Erschliessung nicht oder nicht den Zonenvorschriften entsprechend genutzt werden kÃ¶nnen.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Solche VerhÃ¤ltnisse liegen hier vor. Das GrundstÃ¼ck mit dem Haus E, das der BeschwerdefÃ¼hrer Ã¼ber den Zufahrtsweg "M" erschliessen will, verfÃ¼gt mit der Zufahrt Ã¼ber die L-Strasse bereits Ã¼ber eine genÃ¼gende Erschliessung. Hingegen befinden sich, wie der Beschwerdegegner 1 zutreffend geltend macht, am Zufahrtsweg "M" verschiedene GrundstÃ¼cke, die noch Ã¼ber bauliche Reserven verfÃ¼gen, so dass die Beanspruchung der noch vorhandenen ErschliessungskapazitÃ¤t durch die doppelte Erschliessung des Hauses E dazu fÃ¼hrt, dass bereits ein einziges neues Bauvorhaben den Ausbau des Zufahrtswegs "M" erfordern wÃ¼rde.</span></p> <p class="Erwgung2"><span class="UrteilstextChar"><b>3.2 </b></span><span class="UrteilstextChar">Sodann</span> <span class="UrteilstextChar">hat der Augenschein des Verwaltungsgerichts ergeben, dass anstelle der sechs mit Urteil des Verwaltungsgerichts vom 18. Dezember 2001 rechtskrÃ¤ftig verweigerten Garagen fÃ¼nf GebÃ¤ude erstellt worden sind, die der BeschwerdefÃ¼hrer als "SchÃ¶pfe" bezeichnet haben will, die jedoch aufgrund der Kipptore und der befestigten VorplÃ¤tze, welche sie Ã¼ber die so genannte Notzufahrt mit dem Zufahrtsweg "M" verbinden, dem unbefangenen Betrachter als Garagen erscheinen lassen. Trotz dieser objektiven Eignung der Bauten zu Garagenzwecken hat der Beschwerdegegner 1 zwei "SchÃ¶pfe" Ã¶stlich des Hauses C am 21. August 2001 ausdrÃ¼cklich bewilligt. BezÃ¼glich der Ã¼brigen "SchÃ¶pfe" liegen keine ausdrÃ¼cklichen Bewilligungen vor; jedoch hat der Beschwerdegegner 1 am 12. November 2002 ÃnderungsplÃ¤ne bewilligt, welche die heute bestehenden Bauten enthalten, allerdings ohne dass in den PlÃ¤nen anstelle der unzulÃ¤ssigen Nutzung der Bauten als Garagen eine Nutzung als SchÃ¶pfe angegeben wird. Falls man diesen Beschluss, der erst nach dem Augenschein des Verwaltungsgerichts zu den Akten gereicht wurde, als Bewilligung der so genannten "SchÃ¶pfe" gelten lassen will, erfolgte die Bewilligung jedenfalls erst nach Einreichung des hier streitigen Gesuchs um Umnutzung, das bereits am 21. Mai 2002 eingereicht worden ist. In den PlÃ¤nen zu diesem Baugesuch wird Ã¼brigens der angrenzende "Schopf" des Hauses F nach wie vor als "Garage" bezeichnet und auch anlÃ¤sslich des Augenscheins bezeichnete der BeschwerdefÃ¼hrer dieses GebÃ¤ude als "Garage des Nachbars" (Prot. S. 9).</span></p> <p class="Urteilstext">Aufgrund der beim Augenschein angetroffenen VerhÃ¤ltnisse, das heisst der Eignung der so genannten "SchÃ¶pfe" zur Nutzung als Garagen, ist offenkundig, dass sich im Fall der Bewilligung der streitigen Umnutzung fÃ¼r den "Schopf" des Hauses E auch eine Nutzung der Ã¼brigen "SchÃ¶pfe" zu Garagenzwecken faktisch nicht mehr verhindern liesse. Allerdings dÃ¼rfte dem Beschwerdegegner 1 angesichts des Ausbaus der "SchÃ¶pfe" mit Garagentoren, den befestigten VorplÃ¤tzen und der bestehenden Notzufahrt die Verhin­derung einer solchen unzulÃ¤ssigen Nutzung schon gegenwÃ¤rtig nicht leicht fallen, und die Bewilligung der dergestalt ausgebauten SchÃ¶pfe bzw. ihre Duldung ist unverstÃ¤ndlich. Immerhin lÃ¤sst sich auf der "Notzufahrt" unmittelbar nach der Zufahrt zur Tiefgarage des Ã¶stlich an die Garage E angrenzenden Mehrfamilienhauses des BeschwerdefÃ¼hrers noch eine mehr oder weniger wirksame Sperre anbringen, wie dies mit dem vom Verwal­tungsgericht bestÃ¤tigten Beschluss des Beschwerdegegners 1 vom 6. MÃ¤rz 2001 verfÃ¼gt worden ist. Abgesehen davon, dass diese Sperre bis heute nicht angebracht worden ist, wÃ¼rde sie ihre Wirksamkeit jedoch vollends verlieren, wenn sie erst nach der Zufahrt zu Garage E angebracht werden kÃ¶nnte, wo sie anders als am bisher vorgesehenen Standort nicht in eine Engnis zu stehen kÃ¤me, sondern angesichts des Vorplatzes vor den "SchÃ¶pfen" der HÃ¤user E und F leicht zu umfahren wÃ¤re. Die Verweigerung der Bewil­ligung fÃ¼r die Umnutzung erweist sich auch unter diesem Gesichtswinkel als rechtens.</p> <p class="Erwgung1"><b><span>4. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext">Die Beschwerde erweist sich damit als unbegrÃ¼ndet und ist abzuweisen. Bei der Festsetzung der GerichtsgebÃ¼hr ist zu berÃ¼cksichtigen, dass die KlÃ¤rung des Sachverhalts wegen der unzureichenden BaueingabeplÃ¤ne des BeschwerdefÃ¼hrers einen erheblichen zusÃ¤tzlichen Aufwand verursacht hat. Die GerichtsgebÃ¼hr ist deshalb gestÃ¼tzt auf § 5 der GebÃ¼hrenverordnung des Verwaltungsgerichts vom 26. Juni 1997 zu verdoppeln, und die Gerichtskosten sind gemÃ¤ss § 13 Abs. 2 Satz 1 in Verbindung mit § 70 VRG dem BeschwerdefÃ¼hrer aufzuerlegen, der gestÃ¼tzt auf § 17 Abs. 2 lit. a VRG zu einer ParteientschÃ¤digung von Fr. 1'500.- (Mehrwertsteuer inbegriffen) an die Gemeinde zu verpflichten ist.</p> <p class="Urteilstext"> </p> <p class="Zwischentitel"><span>DemgemÃ¤ss </span><span><a id="Text25"></a>entscheidet</span><span> </span><span>die Kammer</span><span>:</span></p> <p class="Urteilstext"><span> </span></p> <p class="Einzug2">1. Die Beschwerde wird abgewiesen.</p> <p class="Einzug2"> </p> <p class="Einzug2">2. Die GerichtsgebÃ¼hr wird festgesetzt auf <br/> Fr. 4'000.--; die Ã¼brigen Kosten betragen:<br/> Fr. 360.-- Zustellungskosten,<br/> Fr. 4'360.-- Total der Kosten.</p> <p class="Einzug2"> </p> <p class="Einzug2">3. Die Gerichtskosten werden dem BeschwerdefÃ¼hrer auferlegt.</p> <p class="Einzug2"> </p> <p class="Einzug2">4. Der BeschwerdefÃ¼hrer wird zu einer ParteientschÃ¤digung von Fr. 1'500.- (Mehrwert­steuer inbegriffen) an die Gemeinde X verpflichtet, zahlbar innert 30 Tagen von der Rechtskraft des Entscheids an gerechnet.</p> <p class="Einzug2"> </p> <p class="MsoNormal">5. â¦</p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>