Kantonsgericht Schwyz Verfügung vom 4. Januar 2024 BEK 2023 170 Mitwirkend Kantonsgerichtsvizepräsident Stefan Weber, Gerichtsschreiber Mathis Bösch. In Sachen A.________, Beschwerdeführerin, gegen Betreibungsamt Küssnacht, Postfach 57, 6403 Küssnacht am Rigi, Beschwerdegegner, betreffend SchKG-Beschwerde (Beschwerde gegen die Verfügung des Präsidenten des Bezirksgerichts Küssnacht vom 12. Dezember 2023, APD 2023 6);- hat der Kantonsgerichtsvizepräsident als Vizepräsident der oberen kantonalen Aufsichtsbehörde in Schuldbetreibung und Konkurs (Beschwerdekammer),Kantonsgericht Schwyz 2 nachdem sich ergeben und in Erwägung: 1. Der Präsident des Bezirksgerichts Küssnacht wies mit Verfügung vom 12. Dezember 2023 die Beschwerde von A.________ gegen die ihr am 26. September 2023 mitgeteilte Freihandverkaufsofferte des Betreibungsamtes Küssnacht (in Vi-act. 1) betreffend das mangels Kompetenzcharakters mehrfach rechtskräftig gepfändete Fahrzeug „Audi Q5 quattro 2.0 TDI“ (Vi-act. 3 BB 1 ff.) ab. Dagegen erhebt A.________ rechtzeitig Beschwerde an die obere Aufsichtsbehörde und ersucht darum, die auf den 8. Januar 2024 anberaumte Verwertung zu verhindern, die Verfügung des Gerichtspräsidenten zu überprüfen und ihre Lohnpfändungen zu stoppen (KG- act. 1). Das Betreibungsamt verweist auf seine erstinstanzliche Stellungnahme (KG-act. 4). Die untere Aufsichtsbehörde überwies die Akten (KG-act. 6). Mit auch via Post zugestellter, unterzeichneter E-Mail ersucht die Beschwerdeführerin um rasche Behandlung der Beschwerde und Verschiebung der Verwertung (KG-act. 8 f.). 2. Ein Entscheid der unteren Aufsichtsbehörde kann an die obere Auf- sichtsbehörde weitergezogen werden (Art. 18 SchKG), wobei sich Weiterzugs- und Novenrecht nach kantonalem Recht richten (Art. 20a SchKG; Kren- Kostkiewicz, OFK, 20. A. 2020, Art. 18 SchKG N 13 f. und Art. 20a SchKG N 26 ff.). Nach § 18 EGzSchKG i.V.m. § 100 JG ist schweizerisches Zivilpro- zessrecht anwendbar. Danach kann mit der Beschwerde entsprechend Art. 95 und 97 BGG nur die unrichtige Rechtsanwendung und/oder die offensichtlich unrichtige Feststellung des Sachverhaltes durch die Vorinstanz, hier also die untere Aufsichtsbehörde, geltend gemacht werden (Art. 320 ZPO; zum Gan- zen BEK 2017 60 vom 16. Mai 2017 E. 2). Das Beschwerdeverfahren dient ausschliesslich der Rechtskontrolle des Beschwerdeentscheids der unteren Aufsichtsbehörde, die den Sachverhalt von Amtes wegen abzuklären hat Kantonsgericht Schwyz 3 (Art. 20a Abs. 2 Ziff. 2 SchKG). Entsprechend ist das Vorbringen neuer Anträ- ge, neuer Tatsachenbehauptungen und neuer Beweismittel ausgeschlossen (Art. 326 Abs. 1 ZPO), zumal der Novenausschluss auch in Verfahren gilt, die der Untersuchungsmaxime unterliegen (BEK 2021 140 vom 22. Oktober 2021 E. 2 m.H.). Gemäss Art. 321 Abs. 1 ZPO ist die Beschwerde bei der Rechts- mittelinstanz schriftlich und begründet einzureichen. Begründen bedeutet auf- zuzeigen, inwiefern der angefochtene Entscheid als fehlerhaft erachtet wird bzw. sich die vorinstanzlichen Erwägungen respektive Überlegungen nicht aufrechterhalten lassen (BGE 147 III 176 E. 4.2.1). Dies setzt voraus, dass die Beschwerdeführerin im Einzelnen die vorinstanzlichen Erwägungen bezeich- net, die sie anficht, sich mit diesen argumentativ auseinandersetzt und die Aktenstücke nennt, auf denen ihre Kritik beruht (BEK 2021 147 vom 19. No- vember 2021 E. 2 m.H.). a) Soweit die Beschwerdeführerin neu die Aufhebung der nicht Gegenstand der angefochtenen Verfügung bildenden Lohnpfändungen verlangt, ist auf ihre Beschwerde nicht einzutreten. Ebenso wenig ist die Wegnahmeanzeige des Betreibungsamtes vom 14. Dezember 2023 (KG- act. 1/4) Gegenstand des vorliegenden Beschwerdeverfahrens. b) Der Vorderrichter hielt im Wesentlichen fest, dass mehrfache Pfändungen des zu verwertenden Fahrzeugs rechtskräftig seien, weshalb es nunmehr keine Rolle spiele, ob die Beschwerdeführerin aus gesundheitlichen Gründen auf ihr Fahrzeug angewiesen sei. Abgesehen davon hindere ihre Gesundheit sie momentan nicht daran, öffentliche Verkehrsmittel zu benutzen, um zur Arbeit zu fahren oder ihre Tochter zur Mutter zu bringen. Mit den einschlägigen beiden selbständigen Begründungen der angefochtenen Verfügung setzt sich die Beschwerdeführerin argumentativ nicht ansatzweise auseinander. Sie legt insbesondere nicht dar, dass die untere Aufsichtsbehörde den Sachverhalt offensichtlich unrichtig feststellte. Soweit sie Ängste ihrer Tochter vorträgt, handelt es sich um nicht näher belegte, neue Kantonsgericht Schwyz 4 und damit unzulässige Behauptungen. Damit erweist sich die Beschwerde insgesamt als unzureichend begründet, so dass auf sie nicht einzutreten ist. Dabei kann offenbleiben, ob eine Freihandverkaufsofferte an sich überhaupt anfechtbar ist. 3. Auf die Beschwerde ist aus diesen Gründen präsidial (§§ 40 Abs. 2 und 41 Abs. 1 JG) nicht einzutreten. Das Verfahren ist kostenlos (Art. 20a Abs. 2 Ziff. 5 SchKG);- verfügt: 1. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten. 2. Es werden keine Kosten erhoben. 3. Gegen diesen Entscheid kann innert 10 Tagen seit Zustellung nach Art. 72 ff. des Bundesgerichtsgesetzes (BGG) Beschwerde in Zivilsa- chen beim Bundesgericht in Lausanne eingereicht werden; die Be- schwerdeschrift muss den Anforderungen von Art. 42 BGG entsprechen. 4. Zufertigung an die Beschwerdeführerin (1/R), den Beschwerdegegner (1/R) und die Vorinstanz (1/A) sowie nach definitiver Erledigung an die Vorinstanz (1/R, mit den Akten). Der Kantonsgerichtsvizepräsident Der GerichtsschreiberKantonsgericht Schwyz 5 Versand 4. Januar 2024 amu