<h2>SubmittedText<h2><p>Mitteilungen und Informationen betreffend Rationalisierungsmassnahmen bei den PTT-Betrieben werden in letzter Zeit immer zahlreicher. Man spricht sogar von der Privatisierung gewisser Dienstzweige. Solche Massnahmen wirken sich vor allem auf den PTT-Personalbestand aus. Es ist die Rede davon, dass bis 1996 rund 7000 von insgesamt 65 000 Stellen abgebaut werden sollen. Die Massnahmen betreffen die Poststellen in ländlichen Gebieten, den Postautodienst, den Bahnpostdienst und auch gewisse Dienste im Fernmeldebereich.</p><p>Die Öffentlichkeit reagiert auf die angekündigten Massnahmen mit Ratlosigkeit, und sie stossen auf den Widerstand des betroffenen Personals. Dies u. a. deswegen, weil die Ziele und Absichten des Massnahmenprogramms nicht bekannt sind, ebenso wenig wie die - positiven und negativen - Auswirkungen auf die Dienstleistungen der PTT-Betriebe, auf deren Kunden sowie auf das Personal.</p><p>Die Unterzeichnenden ersuchen den Bundesrat deshalb, von den PTT-Betrieben einen detaillierten Bericht über das vorgesehene bzw. in Erwägung gezogene Rationalisierungs- und Privatisierungsprogramm erarbeiten zu lassen. Der Bericht sollte zusammen mit der Staatsrechnung 1993 vorgelegt werden und wenigstens folgende Angaben enthalten:</p><p>a. Ziele und Absichten der vorgesehenen Massnahmen im Hinblick auf die Effizienz der PTT-Betriebe und ihrer Dienstzweige;</p><p>b. Auflistung der wichtigsten Rationalisierungs- und eventuell Privatisierungsmassnahmen mit deren Auswirkungen auf die betroffenen Dienstzweige und auf das betroffene Personal;</p><p>c. vorgesehene finanzielle Einsparungen;</p><p>d. Programme, die vorgesehen sind, um die Auswirkungen des massiven Stellenabbaus auf das Personal aufzufangen.</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2>Der Bundesrat ist bereit, das Postulat entgegenzunehmen.