<h2>SubmittedText<h2><p>Verschiedene Berichte wie diejenigen der ICCP und der OECD zeigen auf, dass die durch Menschen verursachte Klimaerwärmung markante negative Auswirkungen auf Menschen, auf die Natur und auch auf die Ökonomie haben wird. Aus diesem Grund ist es dringlich, dass auch die Schweiz wie die EU einen klaren Absenkungspfad für CO2 beschreitet. Dazu braucht es Sofortmassnahmen bei den fossilen Brennstoffen und im Bereich des Energiekonsums.</p><p>Der Stromverbrauch in der Schweiz steigt jährlich um etwa 1,5 bis 2 Prozent. Seit 1980 hat er um einen Drittel zugenommen. Der Strompreis ist im gleichen Zeitraum um real 27 Prozent gefallen. Im letzten Winter wurde die Schweiz erstmals Nettoimporteur von Strom. Dieser Nettoimport wurde durch die erstmalige Beanspruchung der seit Jahrzehnten bestehenden Bezugsrechte, vor allem in Frankreich, ohne Stromunterbruch abgewickelt. Dieser Trend muss zwingend umgedreht werden. Ansonsten drohen uns neue fossile oder atomare Grosskraftwerke. Diese sind nicht nachhaltig, basieren auf nichterneuerbaren, endlichen Energieträgern und Risikotechnologien.</p><p>Das Ziel der Grünen und gemäss den Energieperspektiven auch des Bundesrates ist die "2000-Watt-Gesellschaft". Wir müssen daher dringend handeln.</p><p>Aus diesem Grund fragen wir den Bundesrat dringlich an:</p><p>1. Ist er bereit, ein Paket von Sofortmassnahmen zur Senkung des Energiebedarfs zu schnüren, und bis wann wird er dieses vorlegen?</p><p>2. Wird er zur Orientierung der Konsumentinnen und Konsumenten mit der Industrie Vereinbarungen für eine Energieetikette für alle Elektrogeräte und Motoren treffen? Bis wann will er Übergangsfristen für energiefressende Geräte (Klassen C und höher) im Handel zulassen?</p><p>3. Es ist möglich und aus der Sicht der Energieeffizienz auch notwendig, Glühbirnen nicht weiter herzustellen und zu verkaufen. Ist er bereit, ein Glühbirnenverbot einzuführen?</p><p>4. Wird er mit den Kantonen Zielvereinbarungen im Gebäudebereich aushandeln? In welchem Zeitrahmen will er das machen?</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>1.-4. Der Bundesrat hat an seiner Sitzung vom 21. Februar 2007 zur Energiestrategie Schweiz eine Vier-Säulen-Politik beschlossen, die auf den Pfeilern Energieeffizienzmassnahmen, Förderung der erneuerbaren Energien, Energieaussenpolitik sowie Grosskraftwerke beruht. Der Bundesrat erteilte dem UVEK den Auftrag, bis Ende 2007 Aktionspläne zu Energieeffizienzmassnahmen in allen Bereichen sowie zur Förderung der erneuerbaren Energien zu erarbeiten. Der Bundesrat wird Ende 2007 nach Vorliegen dieser Aktionspläne über Art und Umfang der zu treffenden Massnahmen entscheiden. Das UVEK wird im Rahmen der Erstellung der Aktionspläne auch Massnahmen gemäss dem Inhalt der vorliegenden dringlichen Interpellation prüfen.</p>  Antwort des Bundesrates.