<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2020.00807</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=221116&amp;W10_KEY=13013476&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2020.00807</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 18.03.2021</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">1. Abteilung/1. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Submissionsrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Submission</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Ausschluss der Mitbeteiligten mangels Erfüllung einer Teilnahmebedingung/eines Eignungskriteriums? Bewertung der Zuschlagskriterien. Die Eignungskriterien umschreiben die Anforderungen, welche an die Anbietenden gestellt werden, um zu gewährleisten, dass sie zur Ausführung des geplanten Auftrags in der Lage sind. Die Vergabebehörde legt die für die jeweilige Beschaffung erforderlichen Eignungskriterien im Hinblick auf deren Besonderheiten fest, bestimmt die zu erbringenden Nachweise und gibt diese in den Ausschreibungsunterlagen bekannt. Von den Eignungskriterien zu unterscheiden sind die Musskriterien. Werden einzelne Mussanforderungen nicht erfüllt, so führt dies nicht zwingend zum Ausschluss aus dem Verfahren. Der Vergabebehörde kommt bei der Festlegung und Bewertung von Teilnahmebedingungen und Eignungskriterien ein erheblicher Ermessensspielraum zu, in den das Verwaltungsgericht nicht eingreift (E. 3.2). Dies gilt auch bezüglich Zuschlagskriterien, welche der Bewertung des Preis-Leistungs-Verhältnisses im Hinblick auf die Ermittlung des wirtschaftlich günstigsten Angebots dienen (E. 7.1). Die Zuschlagsempfängerin war in ihrer Offerte zu wahrheitsgemässen Angaben verpflichtet. Für die Vergabestelle bestand kein Anlass, an deren Angaben zu zweifeln. Gestützt auf die eingereichten Unterlagen durfte sie davon ausgehen, dass diese die gestellten Anforderungen erfüllt. Die Schlechterbewertung des Angebots der Beschwerdeführerin gegenüber demjenigen der Zuschlagsempfängerin ist nicht zu beanstanden. Abweisung.</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: AUSSCHLUSS">AUSSCHLUSS</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: BEWERTUNG">BEWERTUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: EIGNUNGSKRITERIUM">EIGNUNGSKRITERIUM</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: Besonderes Verwaltungsrecht (ohne...) ST: SUBMISSIONSRECHT">SUBMISSIONSRECHT</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: TEILNAHMEBEDINGUNGEN">TEILNAHMEBEDINGUNGEN</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ZUSCHLAGSKRITERIUM">ZUSCHLAGSKRITERIUM</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade">§ 4a Abs. I IVÃ¶B-BeitrittsG</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 3 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="WordSection1"> <table border="1" cellpadding="0" cellspacing="0" class="MsoNormalTable" width="0"> <tr> <td valign="top"> <p class="Kopf1"><span>Verwaltungsgericht</span></p> <p class="Kopf1"><span>des Kantons ZÃ¼rich</span></p> <p class="Kopf1"><span>1. Abteilung</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Kopf1"> </p> </td> <td valign="top"> <p class="Kopf1"><span><img alt="" height="78" id="Bild 1" src="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getImage&amp;nF38_KEY=51737" width="123"/></span></p> </td> </tr> </table> <p class="MsoNormal">VB.2020.00807</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"><b><span>Urteil</span></b></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="Zwischentitel"> </p> <p class="Urteilstext"> </p> <p class="MsoNormal"><span>der 1. Kammer</span></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">vom <a id="VF_DAT_ENTSCHEID">18. MÃ¤rz 2021</a></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">Mitwirkend: AbteilungsprÃ¤sidentin Maja SchÃ¼pbach Schmid<span> (Vorsitz)</span>, Verwaltungsrichter Peter Sprenger, Verwaltungsrichter AndrÃ© Moser, <a id="TN_AUTOTEXT_RICHTER"></a><a id="TN_AUTOTEXT_GS"></a>Gerichtsschreiberin Laura Diener.</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">In Sachen</p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><a id="RU_AUTOTEXT_DRITT_N"><span>A AG, vertreten durch RA B, </span></a></p> <p class="MsoNormal"><b><span>BeschwerdefÃ¼hrerin, </span></b></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="Zwischentitel">gegen</p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>Kinderspital ZÃ¼rich â Eleonorenstiftung, </span></p> <p class="MsoNormal"><span>vertreten durch ARGE KISPI,</span></p> <p class="MsoBodyText">diese vertreten durch RA C, </p> <p class="MsoNormal"><b><span>Beschwerdegegnerin, </span></b></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="Zwischentitel">und</p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>E AG, vertreten durch RA F, </span></p> <p class="MsoNormal"><b><span>Mitbeteiligte,</span></b></p> <p class="MsoNormal"><b><span> </span></b></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><b>betreffend Submission,</b></p> <p class="Zwischentitel">hat sich ergeben: </p> <p class="Sachverhalt1"><b>I. </b> </p> <p class="Sachverhalt2">Das Kinderspital ZÃ¼rich fÃ¼hrte ein offenes Submissionsverfahren zur Beschaffung von Bauleistungen (Innere Verglasung) im Zusammenhang mit dem Neubau des Kinderspitals (BKP 274) durch und schrieb diesen Auftrag, aufgeteilt in drei Lose, am 3. August 2020 auf SIMAP aus. GemÃ¤ss OffertÃ¶ffnungsprotokoll erfolgten innert Frist insgesamt vier Angebote mit Nettopreisen zwischen Fr. 741'864.49 (Angebot der G AG) und Fr. 1'106'541.00 (Angebot der A AG).</p> <p class="Sachverhalt2">Die G AG wurde am 6. Oktober 2020 vom Verfahren ausgeschlossen. In der Folge wurden die verbliebenen drei Offerten auf ihre VollstÃ¤ndigkeit geprÃ¼ft sowie anhand der bekannt gegebenen Eignungs- und Zuschlagskriterien ausgewertet. Der Zuschlag ging am 2. November 2020 fÃ¼r alle drei Lose zum Betrag von Fr. 965'845.40 (inkl. MWST) an die E AG, wobei Fr. 576'345.50 auf Los 2 entfielen. Dieses Ergebnis wurde den Anbietenden mit Schreiben vom 10. November 2020 mitgeteilt.</p> <p class="Sachverhalt1"><b>II. </b> </p> <p class="Sachverhalt2">Die A AG gelangte mit Beschwerde vom 20. November 2020 an das Verwaltungsgericht und beantragte, die angefochtene VerfÃ¼gung bezÃ¼glich Los 2 aufzuheben, das Angebot der mitbeteiligten ZuschlagsempfÃ¤ngerin vom Verfahren auszuschliessen und den Zuschlag ihr zu erteilen. Eventuell sei der Zuschlag bezÃ¼glich Los 2 aufzuheben und die Sache zur Neubeurteilung an die Vergabestelle zurÃ¼ckzuweisen. Sodann verlangte sie eine ParteientschÃ¤digung zulasten der Vergabestelle. In prozessualer Hinsicht beantragte die A AG, ihr â soweit zulÃ¤ssig â Akteneinsicht zu gewÃ¤hren. Der Beschwerde sei aufschiebende Wirkung zu erteilen und die Vergabestelle anzuweisen, keinen Vertrag mit der ZuschlagsempfÃ¤ngerin abzuschliessen. Bis zum Entscheid Ã¼ber die aufschiebende Wirkung sei superprovisorisch aufschiebende Wirkung zu verfÃ¼gen.</p> <p class="Sachverhalt2"><span>Mit PrÃ¤sidialverfÃ¼gung vom 23. November 2020 wurde der Beschwerdegegnerin ein Vertragsschluss einstweilen, bis zum Entscheid Ã¼ber das Gesuch um Erteilung der aufschiebenden Wirkung, untersagt. </span></p> <p class="Sachverhalt2"><span>Die </span>E AG<span> beantragte mit Beschwerdeantwort vom 3. Dezember 2020, die Beschwerde abzuweisen sowie eine ParteientschÃ¤digung zzgl. MWST zulasten der BeschwerdefÃ¼hrerin. Sodann stellte sie sich darin gegen die Erteilung der aufschiebenden Wirkung. </span>Das Kinderspital ZÃ¼rich <span>zeigte sich in seiner Beschwerdeantwort vom 4. Dezember 2020 mit der Erteilung der aufschiebenden Wirkung bis lÃ¤ngstens 15. Januar 2021 einverstanden. In der Hauptsache beantragte sie, die Beschwerde vollumfÃ¤nglich abzuweisen sowie eine ParteientschÃ¤digung zulasten der BeschwerdefÃ¼hrerin.</span></p> <p class="Sachverhalt2"><span>Der Beschwerdegegnerin wurde mit PrÃ¤sidialverfÃ¼gung vom 8. Dezember 2020 weiterhin, bis zum Entscheid Ã¼ber das Gesuch um Erteilung der aufschiebenden Wirkung, untersagt, den Vertrag abzuschliessen. </span>Gleichzeitig wurde der BeschwerdefÃ¼hrerin teilweise Akteneinsicht gewÃ¤hrt. </p> <p class="Sachverhalt2"><span>Die </span>A AG <span>reichte am 23. Dezember 2020 Replik ein und hielt an ihren AntrÃ¤gen fest; ebenso die </span>E AG<span> in ihrer Duplik vom 13. Januar 2021. </span>Das Kinderspital ZÃ¼rich <span>duplizierte am 14. Januar 2021 und verlangte, das Gesuch um Erteilung der aufschiebenden Wirkung umgehend abzuweisen.</span> </p> <p class="Urteilstext">Mit PrÃ¤sidialverfÃ¼gung vom 26. Januar 2021 wurde das Gesuch um GewÃ¤hrung der aufschiebenden Wirkung abgewiesen. Am 12. Februar 2021 nahm die A AG erneut Stellung.</p> <p class="Einzug1"><span>Die Kammer erwÃ¤gt:</span></p> <p class="Erwgung1"><b>1. </b> </p> <p class="Urteilstext">Vergabeentscheide kantonaler und kommunaler sowie weiterer dem Vergaberecht unterstehender Auftraggebender kÃ¶nnen unmittelbar mit Beschwerde an das Verwaltungsgericht weitergezogen werden (RB 1999 Nr. 27 = BEZ 1999 Nr. 13 = ZBl 100/1999, S. 372). Auf das Beschwerdeverfahren gelangen die Art. 15 ff. der Interkantonalen Vereinbarung Ã¼ber das Ã¶ffentliche Beschaffungswesen vom 15. MÃ¤rz 2001 (IVÃ¶B) sowie die §§ 2 ff. des Gesetzes Ã¼ber den Beitritt des Kantons ZÃ¼rich zur revidierten Interkantonalen Vereinbarung Ã¼ber das Ã¶ffentliche Beschaffungswesen vom 15. September 2003 (IVÃ¶B-BeitrittsG) zur Anwendung.</p> <p class="Erwgung1"><b>2. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>2.1 </b>Nicht berÃ¼cksichtigte Anbietende sind zur Beschwerde gegen einen Vergabeentscheid legitimiert, wenn sie bei deren Gutheissung eine realistische Chance haben, mit dem eigenen Angebot zum Zug zu kommen, oder wenn die Gutheissung der Beschwerde zu einer Wiederholung des Submissionsverfahrens fÃ¼hrt, in welchem sie ein neues Angebot einreichen kÃ¶nnen; andernfalls fehlt ihnen das schutzwÃ¼rdige Interesse an der BeschwerdefÃ¼hrung (RB 1999 Nr. 18 = BEZ 1999 Nr. 11; § 21 Abs. 1 in Verbindung mit § 70 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 [VRG]). Ob eine solche reelle Chance besteht, ist aufgrund der gestellten AntrÃ¤ge und Parteivorbringen zu prÃ¼fen (vgl. BGE 141 II 14 E. 4.9). </p> <p class="Erwgung2"><b>2.2 </b>Die BeschwerdefÃ¼hrerin macht geltend, die Mitbeteiligte erfÃ¼lle eine Teilnahmebedingung sowie ein Eignungskriterium nicht und wÃ¤re auszuschliessen. Sodann rÃ¼gt sie die Bewertung ihres Angebots in zwei Zuschlagskriterien als zu schlecht und dasjenige der Mitbeteiligten in drei Zuschlagskriterien als zu gut. WÃ¼rde sie damit durchdringen, so hÃ¤tte sie als zweiplatzierte Anbieterin grundsÃ¤tzlich eine realistische Chance auf den Zuschlag. <span>Ihre Beschwerdelegitimation ist demnach zu bejahen.</span> Da auch die Ã¼brigen Prozessvoraussetzungen erfÃ¼llt sind, ist auf die Beschwerde einzutreten.</p> <p class="Erwgung1"><b>3. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>3.1 </b>GemÃ¤ss § 4a Abs. 1 IVÃ¶B-BeitrittsG werden Anbietende aus dem Vergabeverfahren ausgeschlossen, wenn sie die Voraussetzungen fÃ¼r die Teilnahme nicht oder nicht mehr erfÃ¼llen. Dies ist unter anderem der Fall <span>bei fehlender ErfÃ¼llung der durch die Vergabestelle festgelegten Eignungskriterien (§ 4a Abs. 1 lit. a IVÃ¶B-BeitrittsG), bei Missachtung wesentlicher Formerfordernisse, insbesondere durch Nichteinhaltung der Eingabefrist, UnvollstÃ¤ndigkeit des Angebots oder Ãnderung der Ausschreibungsunterlagen</span> (§ 4a Abs. 1 lit. b IVÃ¶B-BeitrittsG) <span>sowie bei NichterfÃ¼llung der Anforderungen der Vergabestelle an die Angaben und Nachweise </span>(§ 4a Abs. 1 lit. c IVÃ¶B-BeitrittsG<span>).</span></p> <p class="Erwgung2"><span>Bei der Beurteilung solcher MÃ¤ngel ist nach stÃ¤ndiger Rechtsprechung im Interesse der Vergleichbarkeit der Angebote und des Gleichbehandlungsgrundsatzes ein strenger Massstab anzulegen. Die Rechtsfolge des Ausschlusses ist allerdings nur dann adÃ¤quat, wenn es sich um einen wesentlichen Mangel handelt; einen Ã¼berspitzten Formalismus gilt es zu vermeiden (RB 1999 Nr. 61 = BEZ 1999 Nr. 25 E. 6 = ZBl 101/2000, S. 265; Peter Galli/AndrÃ© Moser/Elisabeth Lang/Marc Steiner, Praxis des Ã¶ffentlichen Vergaberechts, 3. A., ZÃ¼rich etc. 2013, Rz. 456 f. und 470; Herbert Lang, Offertenbehandlung und Zuschlag im Ã¶ffentlichen Beschaffungswesen, ZBl 101/2000, S. 225 ff., 235). Des Weiteren muss das verfassungsmÃ¤ssige Gebot der VerhÃ¤ltnismÃ¤ssigkeit (Art. 5 Abs. 2 der Bundesverfassung vom 18. April 1999) berÃ¼cksichtigt werden: Wegen unbedeutender MÃ¤ngel in der Offerte dÃ¼rfen Anbietende nicht ausgeschlossen werden. (BGr, 26. Januar 2016, 2C_665/2015, E. 1.3.3; Galli et al., Rz. 444 f.).</span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>3.2 </span></b><span>Die Eignungskriterien umschreiben die Anforderungen, welche an die Anbietenden gestellt werden, um zu gewÃ¤hrleisten, dass sie zur AusfÃ¼hrung des geplanten Auftrags in der Lage sind (VGr, 17. Februar 2000, VB.1999.00015, E. 6a = RB 2000 Nr. 70 = BEZ 2000 Nr. 25, auch zum Folgenden; Galli et al., Rz. 555). Die VergabebehÃ¶rde legt die fÃ¼r die jeweilige Beschaffung erforderlichen Eignungskriterien im Hinblick auf deren Besonderheiten fest, bestimmt die zu erbringenden Nachweise und gibt diese in den Ausschreibungsunterlagen bekannt (vgl. § 22 der Submissionsverordnung vom 23. Juli 2003 [SubmV]). </span></p> <p class="Erwgung2"><span>Bei deren Festlegung und Anwendung steht ihr ein weiter Ermessensspielraum zu, in den das Verwaltungsgericht, dem keine ÃberprÃ¼fung der Angemessenheit des Entscheids zusteht, nicht eingreift (Art. 16 Abs. 2 IVÃ¶B; § 50 Abs. 2 VRG). Dies gilt insbesondere auch beim Entscheid darÃ¼ber, ob sie eine Referenzarbeit als mit der ausgeschriebenen Leistung vergleichbar erachtet (BGE 141 II 14 E. 8.3; Galli et al., Rz. 564). Zu prÃ¼fen ist dagegen eine allfÃ¤llige Ãberschreitung oder ein Missbrauch des Ermessens (Art. 16 Abs. 1 lit. a IVÃ¶B; vgl. § 50 Abs. 1 in Verbindung mit § 20 Abs. 1 lit. a VRG).</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Von den Eignungskriterien zu unterscheiden sind Musskriterien (VGr, 25. Juni 2020, VB.2020.00148, E. 3.3, auch zum Folgenden). Werden einzelne Mussanforderungen nicht erfÃ¼llt, so fÃ¼hrt dies nicht zwingend zum A</span>usschluss<b> </b><span>aus dem Verfahren. Der VergabebehÃ¶rde kommt indessen, wie bei der Bewertung von Eignungskriterien, ein erheblicher Ermessensspielraum zu, in den das Verwaltungsgericht nicht eingreift (Art. 16 Abs. 1 lit. a und Abs. 2 IVÃ¶B, § 50 Abs. 2 VRG).</span></p> <p class="Erwgung1"><b>4. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>4.1 </b>Der SIMAP-Ausschreibung ist unter Ziff. 3.5 ''Bietergemeinschaften'' zu entnehmen, der Anbieter habe die im Leistungsverzeichnis des Angebots offerierten Leistungen zu mindestens 50 % selber zu erbringen. In Ziff. 3.6 ''Subunternehmen'' der SIMAP-Ausschreibung wurde sodann festgehalten, sehe ein Anbieter den Beizug von Subunternehmen vor, habe er diese unter vollstÃ¤ndiger Angabe der erforderlichen Daten im Rahmen der Offerte verbindlich anzugeben. Wenn die Ã¼ber die vorgesehenen Subunternehmen gemachten Angaben unvollstÃ¤ndig seien, kÃ¶nne die Offerte ausgeschlossen werden. WÃ¼rden die genannten Subunternehmen nach begrÃ¼ndeter EinschÃ¤tzung der Vergabestelle die Anforderungen oder Eignungskriterien nicht erfÃ¼llen, kÃ¶nne die VergabebehÃ¶rde eine Alternative verlangen oder das Angebot wegen Nichteignung ausschliessen. Diese Anforderung wird unter Ziff. 19 der Allgemeinen Submissionsbedingungen wiederholt.</p> <p class="Erwgung2"><b>4.2 </b>Unter Bezugnahme auf die Website der Mitbeteiligten macht die BeschwerdefÃ¼hrerin geltend, diese beschÃ¤ftige lediglich fÃ¼nf Personen. Sie werde daher die ausgeschriebenen Leistungen im Wesentlichen einkaufen und erfÃ¼lle die genannte Teilnahmebedingung nicht, weshalb sie vom Verfahren auszuschliessen sei.</p> <p class="Erwgung2"><b>4.3 </b>In ihrer Offerte gab die Mitbeteiligte in der Selbstdeklaration an, Ã¼ber insgesamt 28 Mitarbeitende zu verfÃ¼gen, davon zwÃ¶lf mit hÃ¶herer Fachausbildung, zwÃ¶lf mit Fachausbildung sowie vier Angelernte und HilfskrÃ¤fte. Ihrem Angebotsformular lÃ¤sst sich sodann entnehmen, dass sie als federfÃ¼hrende Unternehmung mit einem Anteil von 50 % des Auftragsvolumens beteiligt ist und mit Anteilen von je 25 % des Auftragsvolumens die Schreinerei H sowie die I GmbH als Subunternehmen vorgesehen sind.</p> <p class="Erwgung3"><b>4.3.1 </b>Auf Anfrage der VergabebehÃ¶rde, welche sich nach Erhalt der Beschwerde erkundigte, erklÃ¤rte die Mitbeteiligte, sÃ¤mtliche Leistungen betreffend Planung, Avor und Bauleitung aus eigenen Ressourcen zu erbringen. Sodann erfolge auch die Produktion mehrheitlich mit eigenen KrÃ¤ften in eingemieteten RÃ¤umlichkeiten der Schreinerei H. Soweit die Produktionsmengen die eigenen KapazitÃ¤ten Ã¼berstiegen, wÃ¼rden Angestellte der Schreinerei H beigezogen. FÃ¼r die Montage sei die I GmbH besorgt. </p> <p class="Erwgung3">Diese Angaben stimmen mit den AusfÃ¼hrungen der Mitbeteiligten in ihrer Stellungnahme Ã¼berein. Jener ist konkretisierend zu entnehmen, dass sie fÃ¼r die Projektleitung und Technik Ã¼ber ein Team von fÃ¼nf FachkrÃ¤ften verfÃ¼ge, welche bei ihr angestellt seien. Die Produktion erfolge durch drei fest angestellte sowie zwei temporÃ¤r beschÃ¤ftigte Schreiner. Bei grÃ¶sseren AuftrÃ¤gen wÃ¼rden diese durch Personal der Schreinerei H ergÃ¤nzt, welche der fachlichen Verantwortung ihrer Angestellten unterstellt seien. FÃ¼r die Montage wÃ¼rden die Angestellten der I GmbH beigezogen, deren wirtschaftliche und rechtliche Kontrolle bei ihr als Muttergesellschaft liege.</p> <p class="Erwgung3"><b>4.3.2 </b>Die VergabebehÃ¶rde fÃ¼hrte dazu aus, Sinn und Zweck der strittigen Vorgabe sei, dass ein Anbieter den wesentlichen Anteil des Auftragsvolumens selber erbringe und nicht an Subunternehmer weitergebe, deren Eignung und LeistungsfÃ¤higkeit im Vergabeverfahren nicht Ã¼berprÃ¼ft werden kÃ¶nnten. Diese Anforderung werde von der Mitbeteiligten erfÃ¼llt; allein schon die Leistungen betreffend Planung, Avor und Bauleitung dÃ¼rften rund 50 % des Leistungsumfangs ausmachen. Es sei fÃ¼r sie nicht relevant, ob Leistungen teilweise von Personen erbracht wÃ¼rden, welche von der Schreinerei H ausgeliehen wÃ¼rden oder bei der I GmbH angestellt wÃ¤ren. Diese seien alle in einen einheitlichen Arbeitsprozess eingebunden und den Weisungen des GeschÃ¤ftsfÃ¼hrers der Mitbeteiligten unterstellt, welcher als SchlÃ¼sselperson genannt worden sei und fÃ¼r den strittigen Auftrag zu 25 % seiner Arbeitszeit persÃ¶nlich zur VerfÃ¼gung stehe.</p> <p class="Erwgung3"><b>4.3.3 </b><span>Die Mitbeteiligte deklarierte in ihrer Offerte die Schreinerei H und die </span>I GmbH als Subunternehmen, mit einem Anteil von je 25 % an der Leistungserbringung. Diese Deklaration erfolgte vollstÃ¤ndig und ist zu Recht von keiner Seite beanstandet worden. Der in den Ausschreibungsunterlagen angedrohte Ausschluss wegen Nichteignung steht daher ausser Frage. Die verlangte Eigenleistung von mindestens 50 % wurde demgegenÃ¼ber nicht direkt mit einer Ausschlussandrohung verbunden. Es handelt sich dabei um ein Musskriterium, dessen NichterfÃ¼llung <span>nicht zwingend zum A</span>usschluss<b> </b><span>aus dem Verfahren fÃ¼hrt (vgl. E. 3.2). Wie sich aus dem Folgenden ergibt, lag die Beurteilung der </span>Vorgabe der Eigenleistung von 50 %, <span>gestÃ¼tzt auf die Angaben in der Offerte, als von der Mitbeteiligten erfÃ¼llt, im diesbezÃ¼glich grossen <span>Ermessensspielraum der VergabebehÃ¶rde.</span></span></p> <p class="Erwgung3"><span>Es fÃ¤llt als Erstes in Betracht, dass </span>die Mitbeteiligte in ihrer Offerte zu wahrheitsgemÃ¤ssen Angaben verpflichtet war (vgl. <span>§ 4a Abs. 1 lit. i IVÃ¶B-BeitrittsG; VGr, 28. Juni 2016, VB.2016.000164, E. 3.4</span>) und fÃ¼r die Vergabestelle kein Anlass bestand daran zu zweifeln, dass die Mitbeteiligte die Leistungen im Wesentlichen mit dem eigenen Personal erbringen wird. Sodann sind <span>in z</span>eitlicher Hinsicht die Planungsarbeiten mit 8 Wochen umfangreicher, als die Produktion mit 6â7 Wochen. Hinzu kommen die wÃ¤hrend der gesamten Zeit wahrzunehmenden Bauleitungsaufgaben. In finanzieller Hinsicht ist sodann zu bedenken, dass die StundenansÃ¤tze fÃ¼r Planung und Leitung hÃ¶her liegen als fÃ¼r Produktion und Montage. Wenn die BeschwerdefÃ¼hrerin fÃ¼r Planung, Avor und Bauleitung einen Anteil von mindestens 50 % des gesamten Leistungsumfangs annimmt, erscheint dies daher als plausibel. Die dagegen vorgebrachten allgemein gehaltenen, als branchenÃ¼bliche Kennzahlen bezeichneten Berechnungen, vermÃ¶gen diese konkrete EinschÃ¤tzung des Zeitbedarfs fÃ¼r die von ihr ausgeschriebenen Arbeiten nicht in Frage zu stellen. </p> <p class="Erwgung3">Auch wenn fÃ¼r Planung, Avor und Bauleitung ein Anteil von weniger als 50 % des gesamten Leistungsumfangs angenommen wÃ¼rden, bestand fÃ¼r die VergabebehÃ¶rde auch kein Anlass daran zu zweifeln, dass die Mitbeteiligte Ã¼ber eigenes Personal verfÃ¼gt, welches darÃ¼ber hinaus zumindest fÃ¼r einen Teil der Produktion eingesetzt werden wird. Ebenso wenig musste sie bezweifeln, dass das beigezogene Personal den Weisungen des Bauleiters der Mitbeteiligten unterstehen wird. Daran Ã¤ndert der Handelsregisterauszug der Mitbeteiligten nichts, welcher neben Projektierung, Handel und Montage die Produktion von Trennwandsystemen nicht als Unternehmenszweck nennt. Die Fertigung von GlastrennwÃ¤nden wird neben deren Entwicklung zumindest auf der Website der Anbieterin genannt (GlastrennwÃ¤nde nach Mass â E AG). Die nÃ¤here gesellschafts- oder arbeitsrechtliche Einordnung des beigezogenen Personals ist schliesslich unerheblich und braucht nicht weiter eruiert zu werden. Unerheblich ist auch, wo sich die ProduktionsrÃ¤ume der Mitbeteiligten befinden. Dass die Beschwerdegegnerin der Mitbeteiligten Leistungen von deren Subunternehmen angerechnet hÃ¤tte, ist nicht ersichtlich und lÃ¤ge im Ãbrigen auch nicht in deren Interesse.</p> <p class="Erwgung1"><b>5. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>5.1 </b>Weiter ist das Eignungskriterium 1 ''fachliche und technische LeistungsfÃ¤higkeit'' strittig. Diese war gemÃ¤ss den allgemeinen Submissionsbedingungen mittels Referenzen Ã¼ber die AusfÃ¼hrung von drei mit der vorgesehenen Aufgabe vergleichbaren realisierten Projekten im gleichen Gewerk, in Ã¤hnlicher GrÃ¶sse und KomplexitÃ¤t in den letzten fÃ¼nf Jahren nachzuweisen. Die BeschwerdefÃ¼hrerin macht geltend, die Mitbeteiligte erfÃ¼lle dieses Eignungskriterium nicht, weshalb sie vom Verfahren auszuschliessen sei. Letztere verfÃ¼ge lediglich Ã¼ber auf Handel und Management ausgerichtetes, nicht jedoch Ã¼ber das fÃ¼r Produktion und Montage erforderliche Personal.</p> <p class="Erwgung2"><b><span>5.2 </span></b>Die Mitbeteiligte nannte in ihrer Offerte drei Referenzobjekte fÃ¼r SystemtrennwÃ¤nde in Holz und Glas mit Auftragssummen von Fr. 2,6 Mio., Fr. 2,7 Mio. und Fr. 4,5 Mio., welche innerhalb der letzten zwei Jahre ausgefÃ¼hrt wurden. <span>Zwar werden unter den am Referenzprojekt beteiligten Mitarbeitern jeweils lediglich die Projektleitung und die finanzverantwortliche Person genannt, doch lassen die Beschreibungen der ReferenzauftrÃ¤ge in der Offerte keine begrÃ¼ndeten Zweifel an der </span>fachlichen und technischen LeistungsfÃ¤higkeit<span> der Mitbeteiligten aufkommen. Aus dem Umstand, dass sie keine weitere Funktion oder Aufgabe innerhalb der Projekte nannte, kann nicht abgeleitet werden, dass sie nicht Ã¼ber entsprechendes Personal verfÃ¼gen wÃ¼rde.</span> Dass auf der Website der Mitbeteiligten lediglich die leitenden Personen genannt werden, gibt dazu ebenfalls keinen Anlass, zumal dies nicht atypisch beziehungsweise lebensfremd ist.</p> <p class="Erwgung2"><b>5.3 </b>GestÃ¼tzt auf die eingereichten Unterlagen durfte die VergabebehÃ¶rde davon ausgehen, dass die drei ReferenzauftrÃ¤ge der Mitbeteiligten die gestellten Anforderungen erfÃ¼llen und mit den ausgeschriebenen Arbeiten vergleichbar sind. Wenn fÃ¼r die VergabebehÃ¶rde nicht massgeblich war, ob die Produktion vollstÃ¤ndig oder bloss teilweise durch die Mitbeteiligte erfolgt, Ã¼berschritt sie das ihr zustehende Ermessen nicht. Dass sie das Eignungskriterium 1 anhand der angefÃ¼hrten ReferenzauftrÃ¤ge als erfÃ¼llt beurteilte, ist nicht zu beanstanden.</p> <p class="Erwgung1"><b>6. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>6.1 </b>In ihrer Beschwerdeantwort fÃ¼hrt die Beschwerdegegnerin zur BegrÃ¼ndung unter anderem mehrere GrÃ¼nde an, welche auch einen Ausschluss des Angebots der BeschwerdefÃ¼hrerin hÃ¤tten rechtfertigen kÃ¶nnen. So sei das Angebot hinsichtlich der Wartungskosten fÃ¼r die TÃ¼ren unvollstÃ¤ndig gewesen und hÃ¤tte die BeschwerdefÃ¼hrerin auf Nachfrage ihr Angebot diesbezÃ¼glich unzulÃ¤ssigerweise abgeÃ¤ndert und bei den Positionen 292.801 und 292.802 des Leistungsverzeichnisses anstelle von Fr. 1.- einen Preis von Fr. 600.- bzw. F. 7'200.- eingesetzt. Zudem sei das Angebot auch bezÃ¼glich der VerfÃ¼gbarkeit der SchlÃ¼sselpersonen unvollstÃ¤ndig gewesen, da die BeschwerdefÃ¼hrerin die Beilage 2 zu den Submissionsbedingungen unausgefÃ¼llt eingereicht habe.</p> <p class="Erwgung2"><b>6.2 </b><span>Aufgrund dessen, dass die Beschwerdegegnerin das Angebot der BeschwerdefÃ¼hrerin dennoch in die Bewertung miteinbezog, sah sie im unvollstÃ¤ndigen Angebot der BeschwerdefÃ¼hrerin keinen Ausschlussgrund, respektive einen solchen nicht als gewichtig genug an, um einen Ausschluss zu rechtfertigen. Ob ein Ausschluss in ihrem Ermessen gelegen hÃ¤tte, kann offengelassen werden, da sie im Rechtsmittelverfahren nicht mehr darauf zurÃ¼ckkommen kÃ¶nnte (VGr, 6. Februar 2020, VB.2019.00464, E. 4.3.6; 8. MÃ¤rz 2006, VB.2005.00286 E. 2.5). Damit bleiben im Folgenden die RÃ¼gen der BeschwerdefÃ¼hrerin hinsichtlich der Bewertung der Zuschlagskriterien zu prÃ¼fen.</span></p> <p class="Erwgung1"><b>7. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>7.1 </b>Zuschlagskriterien dienen der Bewertung des Preis-Leistungs-VerhÃ¤ltnisses im Hinblick auf die Ermittlung des wirtschaftlich gÃ¼nstigsten Angebots (§ 33 der Submissionsverordnung vom 23. Juli 2003 [SubmV]). Die VergabebehÃ¶rde verfÃ¼gt bei der Festlegung der Zuschlagskriterien sowie beim Urteil darÃ¼ber, welches Angebot anhand der Zuschlagskriterien das wirtschaftlich gÃ¼nstigste sei, Ã¼ber einen erheblichen Beurteilungsspielraum (VGr, 20. April 2017, VB.2017.00132, E. 3.4 mit weiteren Hinweisen). In diesen Beurteilungsspielraum greift das Verwaltungsgericht, dem keine ÃberprÃ¼fung der Angemessenheit des Entscheids zusteht (Art. 16 Abs. 2 IVÃ¶B; § 50 Abs. 2 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 [VRG]), nicht ein. Zu prÃ¼fen ist dagegen eine allfÃ¤llige Ãberschreitung oder ein Missbrauch des Ermessens (Art. 16 Abs. 1 lit. a IVÃ¶B; vgl. § 50 Abs. 1 in Verbindung mit § 20 Abs. 1 lit. a VRG). Ferner kann vor Verwaltungsgericht eine unrichtige oder ungenÃ¼gende Feststellung des Sachverhalts gerÃ¼gt werden (Art. 16 Abs. 1 lit. b IVÃ¶B; § 50 Abs. 1 in Verbindung mit § 20 Abs. 1 lit. b VRG).</p> <p class="Erwgung2"><b>7.2 </b>In den allgemeinen Submissionsbedingungen waren die vier Zuschlagskriterien<span> </span>"Preis", "Erfahrung des Anbieters und SchlÃ¼sselpersonen", "QualitÃ¤t" und "Ausbildung von Lernenden" festgelegt worden. In ihrer Bewertung gewichtete die Beschwerdegegnerin diese Zuschlagskriterien mit 60 %, 20 %, 15 % und 5 %. Dabei gelangte das Angebot der Mitbeteiligten mit 875 Punkten auf Rang 1; das Angebot der BeschwerdefÃ¼hrerin erreichte mit 815 Punkten Rang 2.</p> <p class="Erwgung2"><b><span>7.3 </span></b><span>Als erstes ist das mit 10 % gewichtete Unterkriterium 2a ''Bewertung der angebotenen Leistungen anhand von Referenzen'' strittig. Als Grundlage fÃ¼r die Bewertung dienten, wie bereits zum Nachweis der Eignung, die in Beilage 2 der allgemeinen Submissionsbedingungen aufzufÃ¼hrenden drei Referenzobjekte ausgefÃ¼hrter Arbeiten in den ausgeschriebenen Arbeitsgattungen innerhalb der letzten fÃ¼nf Jahre.</span></p> <p class="Erwgung3"><b><span>7.3.1 </span></b><span>Die Mitbeteiligte hat in diesem Unterkriterium die volle Punktzahl von 100 erreicht. Mit der BegrÃ¼ndung, diese erbringe die Leistungen nicht selber und habe dementsprechend keine Erfahrung im Erbringen der ausgeschriebenen Leistungen, rÃ¼gt die BeschwerdefÃ¼hrerin diese Bewertung als zu hoch.</span></p> <p class="Erwgung3"><b>7.3.2 </b>Die Beschwerdegegnerin erachtete die von der Mitbeteiligten angefÃ¼hrten ReferenzauftrÃ¤ge in jeder Hinsicht als mit dem ausgeschriebenen Auftrag vergleichbar. Hinsichtlich dieser Beurteilung kann vorab auf das in E. 5 Gesagte verwiesen werden. Die Beurteilung, die Referenzen betrÃ¤fen einen Ã¤hnlichen Leistungsinhalt, ist nicht zu beanstanden. Diese betrafen SystemtrennwÃ¤nde in Holz und Glas, verlangt waren solche aus Glas und Metall. Bezogen auf den Auftragswert waren die ReferenzauftrÃ¤ge mindestens doppelt so gross und wurden von der Mitbeteiligten als komplex, mit diversen SpezialitÃ¤ten, anspruchsvoller Logistik oder auch kurzer Einbauzeit bezeichnet. Wenn die Beschwerdegegnerin die angebotenen Leistungen anhand der eingereichten Referenzen mit der vollen Punktzahl bewertete, lag dies in ihrem Ermessen.</p> <p class="Erwgung2"><b><span>7.4 </span></b><span>Zweites strittiges Zuschlagskriterium ist das ebenfalls mit 10 % gewichtete Unterkriterium 2b ''Fachkompetenz der Verantwortliche''. Hier wurden die Ausbildung, die Erfahrung und die Referenzen des verantwortlichen SchlÃ¼sselpersonals bewertet. Als SchlÃ¼sselpersonen wurden Personen definiert, welche bei der Vertragsabwicklung massgebliche Funktionen ausÃ¼ben, wie Projektleiter, BaufÃ¼hrer, Polier, etc. Bewertet wurden zwei davon. Als Nachweis waren der Lebenslauf der SchlÃ¼sselpersonen auf maximal einer A4-Seite sowie das Referenzformular (Beilage 2) einzureichen. </span></p> <p class="Erwgung3"><b><span>7.4.1 </span></b><span>In diesem Unterkriterium rÃ¼gt die BeschwerdefÃ¼hrerin einerseits die Bewertung ihres Angebots mit 50 von 100 Punkten als zu tief und andererseits die Bewertung des Angebots der Mitbeteiligten mit der vollen Punktzahl als zu hoch. Es sei nicht vorstellbar, dass die Mitbeteiligte Ã¼ber Mitarbeitende verfÃ¼ge, welche als Projektleiter, BaufÃ¼hrer, Polier etc. von ihrer Ausbildung, Erfahrung und Referenzen diese Punktzahl erreichen wÃ¼rden. Da die VerfÃ¼gbarkeit der SchlÃ¼sselpersonen nicht verlangt gewesen sei, berechtige ihre Angabe in der Offerte, dass diese nach Auftragserteilung bekannt gegeben wÃ¼rden, nicht zu einem Punkteabzug. </span></p> <p class="Erwgung3"><b>7.4.2 </b><span>Auf der letzten Seite der einzureichenden Beilage 2 war speziell die VerfÃ¼gbarkeit der SchlÃ¼sselpersonen wÃ¤hrend der Realisierungsphase respektive Bearbeitungszeit anzugeben. Entgegen der Ansicht der BeschwerdefÃ¼hrerin war die VerfÃ¼gbarkeit explizit verlangt und rechtfertigte ihre diesbezÃ¼glich fehlende Angabe einen Punkteabzug: nicht nur wegen dem Fehlen von jeglichen Angaben, sondern auch, weil </span>nur Personen fÃ¼r die Beurteilung der <span>Fachkompetenz der Verantwortlichen</span> massgeblich sein kÃ¶nnen, welche fÃ¼r den Auftrag auch tatsÃ¤chlich zur VerfÃ¼gung stehen. Auch wenn die BeschwerdefÃ¼hrerin keine Beteiligung ihrer SchlÃ¼sselpersonen an anderen AuftrÃ¤gen im massgeblichen Zeitraum nannte, bestand fÃ¼r die Beschwerdegegnerin mangels konkreter Zusicherung keine GewÃ¤hr, dass diese fÃ¼r den ausgeschriebenen Auftrag auch tatsÃ¤chlich eingesetzt wÃ¼rden. Der unverbindliche Rahmenterminplan stellte entgegen der BeschwerdefÃ¼hrerin auch keinen Hinderungsgrund fÃ¼r Angaben dar, zumal der voraussichtliche Arbeitsbeginn bekannt war.</p> <p class="Erwgung3"><b>7.4.3 </b><span>DemgegenÃ¼ber gab die Mitbeteiligte die VerfÃ¼gbarkeit ihrer SchlÃ¼sselpersonen fÃ¼r den ausgeschriebenen Auftrag mit 40 % bzw. 50 % (SchlÃ¼sselperson 1) und 25 % (SchlÃ¼sselperson 2) beziehungsweise deren Inanspruchnahme durch andere Projekte in ihrer Offerte an </span>Als SchlÃ¼sselpersonen nannte die Mitbeteiligte ihren Leiter der Projektabteilung, welcher als Schreiner und dipl. Holztechniker Ã¼ber jahrzehntelange Berufserfahrung verfÃ¼gt sowie ihren GeschÃ¤ftsfÃ¼hrer, Hochbauzeichner mit Zusatzausbildung, welcher ebenfalls bereits seit Jahrzehnten im Beruf tÃ¤tig ist; beide samt Referenzen. Diese Angaben geben keinen Anlass fÃ¼r Zweifel an der VerfÃ¼gbarkeit kompetenter Fachpersonen, weshalb das Vorbringen der BeschwerdefÃ¼hrerin nicht verfÃ¤ngt. Die Bewertung der Beschwerdegegnerin in diesem Unterkriterium erweist sich nach dem Gesagten als nachvollziehbar und ist nicht zu beanstanden.</p> <p class="Erwgung2"><b><span>7.5 </span></b><span>Drittens steht das Unterkriterium 3a ''Baulogistik und Termine'' mit einem Gewicht von 10 % im Streit. Als Nachweis wurde eine Darstellung auf maximal einer A4-Seite verlangt, worauf ein zweckmÃ¤ssiger, plausibler Projektablauf inkl. Bauablauf und Baulogistik aufzuzeigen war. Gefordert war ein plausibles Gesamtprogramm mit Meilensteinen und garantiertem Ãbergabezeitpunkt.</span></p> <p class="Erwgung3"><b><span>7.5.1 </span></b><span>Hier rÃ¼gt die BeschwerdefÃ¼hrerin wiederum die Bewertung ihres Angebots mit 30 Punkten als zu tief und desjenigen der Mitbeteiligten mit 50 von 100 Punkten als zu hoch. Sie ist der Ansicht, dass sie den ''Terminplan AusfÃ¼hrung'' mit allen AusfÃ¼hrungsschritten inklusive Abnahmetermin eingereicht und schriftlich bestÃ¤tigt habe, dass sie den AusfÃ¼hrungstermin ab MÃ¤rz 2021 einhalten kÃ¶nne. Sie habe keinen Grund gesehen, ein zweites Dokument mit demselben Inhalt zu erstellen, weshalb sie kein Gesamtprogramm eingereicht habe. </span></p> <p class="Erwgung3"><b>7.5.2 </b>Entgegen der ausdrÃ¼cklichen Vorgabe in den Submissionsbedingungen reichte die BeschwerdefÃ¼hrerin keinen Projektablauf beziehungsweise kein Gesamtprogramm ein, sondern legte ihrer Offerte lediglich ein BestÃ¤tigungsschreiben betreffend Einhaltung des Terminprogramms bei. Zumal sie bewusst darauf verzichtete, dieser ausdrÃ¼cklichen Vorgabe nachzukommen, nahm sie einen Punkteabzug in Kauf. Dem Angebot der Mitbeteiligten lagen demgegenÃ¼ber neben einer TerminbestÃ¤tigung separat eine Beschreibung des Bauablaufs sowie ein exemplarisches Terminprogramm bei. Damit ist die Schlechterbewertung des Angebots der BeschwerdefÃ¼hrerin gegenÃ¼ber demjenigen der Mitbeteiligten nicht zu beanstanden.</p> <p class="Erwgung1"><b>8. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>8.1 </b>Zusammenfassend erwiesen sich sÃ¤mtliche RÃ¼gen der BeschwerdefÃ¼hrerin als unbegrÃ¼ndet. Dies fÃ¼hrt zur Abweisung der Beschwerde. </p> <p class="Erwgung2"><b>8.2 </b><span>Bei diesem Ausgang des Verfahrens wird die BeschwerdefÃ¼hrerin kostenpflichtig (§§ 70 und 65a Abs. 2 in Verbindung mit § 13 Abs. 2 Satz 1 VRG). Eine ParteientschÃ¤digung steht ihr von vornherein nicht zu (§ 17 Abs. 2 VRG). Dagegen ist sie zu einer solchen an die Beschwerdegegnerin zu verpflichten (§ 17 Abs. 2 lit. a VRG), wobei zu beachten ist, dass diese mit der Beschwerdeantwort im Wesentlichen nur ihrer BegrÃ¼ndungspflicht nachgekommen ist (vgl. § 38 der Submissionsverordnung vom 23. Juli 2003 [SubmV]). Ebenso hat sie die Mitbeteiligte fÃ¼r deren Aufwendungen angemessen zu entschÃ¤digen.</span></p> <p class="Erwgung1"><b>9. </b> </p> <p class="Einzug1Tab"><span>Beim vorliegenden Auftragswert ist der Schwellenwert fÃ¼r Bauleistungen gemÃ¤ss Anhang 4 Ziffer 2 zum Bundesgesetz vom 21. Juni 2019 Ã¼ber das Ã¶ffentliche Beschaffungswesen (BÃ¶B) nicht erreicht und die Beschwerde in Ã¶ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten somit unzulÃ¤ssig (Art. 83 lit. f Abs. 2 des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG] in Verbindung mit Art. 52 Abs. 1 lit. b BÃ¶B). Folglich kann gegen die vorliegende VerfÃ¼gung nur subsidiÃ¤re Verfassungsbeschwerde nach Art. 113 ff. BGG erhoben werden.</span></p> <p class="Einzug1"><span>DemgemÃ¤ss erkennt <span>die Kammer</span>:</span></p> <p class="Einzug2"><span>1. <span>Die Beschwerde wird abgewiesen.</span></span></p> <p class="Einzug2"><span>2. Die GerichtsgebÃ¼hr wird festgesetzt auf <br/> Fr. 5'000.--; die Ã¼brigen Kosten betragen:<br/> <u>Fr. 205.--</u> Zustellkosten,<br/> <u>Fr. 5'205.--</u> Total der Kosten.</span></p> <p class="Einzug2"><span>3. <span>Die Gerichtskosten werden der BeschwerdefÃ¼hrerin auferlegt.</span></span></p> <p class="Einzug2"><span>4. <span>Die BeschwerdefÃ¼hrerin wird verpflichtet, der Beschwerdegegnerin eine ParteientschÃ¤digung von Fr. 2'000.- und der Mitbeteiligten eine ParteientschÃ¤digung von Fr. 4'000.- zu entrichten, zahlbar innert 30 Tagen nach Rechtskraft dieses Urteils.</span></span></p> <p class="Einzug2"><span>5. Gegen dieses Urteil kann subsidiÃ¤re Verfassungsbeschwerde nach Art. 113 ff. des Bundesgerichtsgesetzes erhoben werden. Die Beschwerde ist innert 30 Tagen, von der Zustellung an gerechnet, beim Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, einzureichen.</span></p> <p class="Einzug2"><span>6. Mitteilung an â¦</span></p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>