<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="cell small-12 contentContainer printArea"> <div><table><tr><td><p class="Normal Heading1"><span class="Normal Heading1">Sozialversicherungsgericht</span></p><p class="Normal Heading1"><span class="Normal Heading1">des Kantons Zürich</span></p></td><td><p class="Normal Heading1"></p></td></tr></table><p><span id="G_NR"></span><span>IV.2017.00143</span></p><p><br/></p><p>III. Kammer</p><p>Sozialversicherungsrichter Gräub, Vorsitzender<br/>Sozialversicherungsrichterin Annaheim<br/>Sozialversicherungsrichterin Daubenmeyer<br/>Gerichtsschreiber Schetty</p><p class="Normal Heading2"><span class="Normal Heading2">Urteil vom 29. März 2018</span></p><p class="Normal StandardEinzug"><span class="Normal StandardEinzug">in Sachen</span></p><p class="Normal StandardFett RubrumFett"><span class="Normal StandardFett RubrumFett">Gemeinde X.___</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Beschwerdeführerin</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">gegen</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardFett RubrumFett"><span class="Normal StandardFett RubrumFett">Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Beschwerdegegnerin</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Sachverhalt:</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die im Jahre 1975 geborene Y.___ verfügt über keine berufliche Ausbildung und war in der Zeit von 1993 bis 2003 in einem sehr ge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ringen Ausmass erwerbstätig (Urk. 5/1, Urk. 5/6). Aufgrund seit rund 10 Jahren bestehender multipler Beschwerden meldete sich die Versicherte am 26. Oktober 2005 bei der Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, zum Leistungsbezug an (Urk. 5/1 S. 5 ff.). Die Versicherte ist mittlerweile Mutter zweier Kinder (Z.___, geboren am 13. Dezember 2003 und A.___, gebo</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ren am 11. Mai 2006), wobei die Betreuung des Sohnes seit Juni 2006 von einer Pflegefamilie wahrgenommen wird (Urk. 5/70/5); diese hat das Pflegekind mitt</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">lerweile adoptiert (Urk. 5/202 S. 109). Nach erfolgten Abklärungen - insbeson</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">dere hinsichtlich der beeinträchtigten Arbeitsfähigkeit in Beruf und Haushalt (Haushaltsabklärung vom 15. Januar 2008, Urk. 5/43) - stellte die IV-Stelle der Versicherten mit Vorbescheid vom 18. März 2008 ab 1. Oktober 2004 die Zu</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sprechung einer Viertelsrente in Aussicht (Urk. 5/47) und hielt an diesem Ent</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">scheid mit Verfügungen vom 17. Juli 2008 fest (Urk. 5/65).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die dagegen erhobene Beschwerde hiess das hiesige Gericht mit Urteil vom 12. März 2010 in dem Sinne gut, dass es die Sache zu weiteren Abklärungen an die IV-Stelle zurückwies (Urk. 5/88). Diese liess die Versicherte in der Folge psy</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">chiatrisch begutachten (Gutachten von Dr. med. B.___, Facharzt FMH für Psychiatrie und Psychotherapie, vom 16. August 2011; Urk. 5/103), weiter wurde ein polydisziplinäres Gutachten in Auftrag gegeben (O.___-Gutachten vom 21. Januar 2013, Urk. 5/144). Eine weitere psychiatrische Begutachtung erfolgte am 8. Mai 2015 bei Prof. Dr. med. C.___, Facharzt FMH für Neurologie so</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">wie Psychiatrie und Psychotherapie (Urk. 5/176), wobei die Versicherte am 4. April 2016 erneut untersucht und mit Gutachten vom 28. Mai 2016 ab</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">schliessend Stellung genommen wurde (Urk. 5/202). Mit Vorbescheid vom 2. Juni 2016 stellte die IV-Stelle die Abweisung des Leistungsbegehrens in Aus</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sicht (Urk. 5/205) und hielt an diesem Entscheid mit Verfügung vom 18. Juli 2016 fest (Urk. 5/217). Mit Vorbescheid vom 4. Oktober 2016 stellte die IV-Stelle die Rückforderung von an das Sozialamt P.___ zu viel ausbezahlten IV-Renten im Umfang von Fr. 39'402.-- in Aussicht (Urk. 5/229) und hielt an dieser Einschätzung der Sachlage mit Verfügung vom 3. Januar 2017 fest (Urk. 5/253 = Urk. 2).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Dagegen erhob die X.___ am 1. Februar 2017 Beschwerde und beantragte, es sei die angefochtene Verfügung ersatzlos aufzuheben, eventuali</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ter sei die Rückerstattungsforderung auf den Betrag von Fr. 6'442.-- zu reduzie</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ren; unter Kosten- und Entschädigungsfolge zu Lasten der Beschwerdegegnerin (Urk. 1 S. 2).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Mit Beschwerdeantwort vom 8. März 2017 beantragte die Beschwerdegegnerin insoweit teilweise Gutheissung der Beschwerde, als dass die Rückforderung auf den Betrag von Fr. 7'254.-- zu reduzieren sei (Urk. 4). Mit Replik vom 4. April 2017 und Duplik vom 27. April 2017 hielten die Parteien an den bereits gestell</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ten Anträgen fest; die Duplik wurde der Beschwerdeführerin mit Verfügung vom 2. Mai 2017 zur Kenntnis gebracht (Urk. 11).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Das Gericht</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> zieht in Erwägung:</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Unrechtmässig bezogene Leistungen sind zurückzuerstatten. Wer Leistungen in gutem Glauben empfangen hat, muss sie nicht zurückerstatten, wenn eine gros</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">se Härte vorliegt (Art. 25 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts; ATSG). Der Rückforderungsanspruch erlischt mit dem Ablauf eines Jahres, nachdem die Versicherungseinrichtung davon Kennt</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nis erhalten hat, spätestens aber mit dem Ablauf von fünf Jahren nach der Ent</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">richtung der einzelnen Leistung (Abs. 2 Satz 1).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Bei diesen Fristen handelt es sich um Verwirkungsfristen (BGE 140 V 521 E. 2.1 mit Hinweisen). Für ihre Wahrung ist der Erlass der Rückerstattungsverfügung (und deren Zustellung an die rückerstattungspflichtige Person) massgebend (vgl. Bundesgerichtsurteil 8C_630/2015 vom 17. März 2016 E. 4 mit Hinweis auf BGE 138 V 74 E. 5.2 in fine). Im Bereich der Invalidenversicherung gilt bereits der Erlass des Vorbescheids als fristwahrend (vgl. Kieser, ATSG-Kommentar, 3. Aufl., Rz 65 zu Art. 25 mit Hinweis auf SVR 2011 IV Nr. 52, 8C_699/2010 E. 2).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Unter der gemäss Art. 25 Abs. 2 ATSG für den Beginn der relativen einjährigen Verwirkungsfrist massgeblichen Wendung „nachdem die Versicherungseinrich</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tung davon Kenntnis erhalten hat", ist der Zeitpunkt zu verstehen, in dem die Verwaltung bei Beachtung der ihr zumutbaren Aufmerksamkeit hätte erkennen müssen, dass die Voraussetzungen für eine Rückerstattung bestehen, oder mit anderen Worten, in welchem sich der Versicherungsträger hätte Rechenschaft geben müssen über Grundsatz, Ausmass und Adressat des Rückforderungsan</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">spruchs (vgl. etwa Bundesgerichtsurteil 8C_630/2015 vom 17. März 2016 E. 4.2.1 mit Hinweisen).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Geldleistungen können ganz oder teilweise einem geeigneten Dritten oder einer Behörde ausbezahlt werden, der oder die der berechtigten Person gegenüber ge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">setzlich oder sittlich unterstützungspflichtig ist oder diese dauernd fürsorgerisch betreut, sofern: a. die berechtigte Person die Geldleistungen nicht für den eige</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nen Unterhalt oder für den Unterhalt von Personen, für die sie zu sorgen hat, verwendet oder dazu nachweisbar nicht im Stande ist; und b. die berechtigte Person oder Personen, für die sie zu sorgen hat, aus einem Grund nach Buch</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">stabe a auf die Hilfe der öffentlichen oder privaten Fürsorge angewiesen sind (Art. 20 Abs. 1 ATSG).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Rückerstattungspflichtig sind </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Dritte oder Behörden, mit Ausnahme des Vor</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">mundes oder der Vormundin, denen Geldleistungen zur Gewährleistung zweck</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gemässer Verwendung nach Artikel 20 ATSG oder den Bestimmungen der Ein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">zelgesetze ausbezahl</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">t wurden (Art. 2 Abs. 1 lit. b der Verordnung über den All</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts; ATSV).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Beschwerdegegnerin machte im Rahmen der Beschwerdeantwort geltend, dass sich die Rückforderung nach Berücksichtigung der absoluten fünfjährigen Verjährungsfrist auf Leistungen beschränke, welche ab Oktober 2011 bezahlt worden seien. Der ursprüngliche Rückforderungsbetrag gemäss angefochtener Verfügung von Fr. 39'402.-- reduziere sich demnach auf Fr. 7'254.-- (Urk. 2, Urk. 10). Demgegenüber habe im Zeitpunkt der Rückweisung zu weiteren Ab</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">klärungen die einjährige relative Verwirkungsfrist noch nicht zu laufen begon</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nen, so dass ein vollständiger Wegfall der Rückforderung nicht statthaft sei. Für die Rückforderung sei auch kein Rückkommenstitel erforderlich, da über die Rentenbetreffnisse gar nie rechtskräftig befunden worden sei (Urk. 4, vgl. auch Urk. 2 und Urk. 10).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Demgegenüber machte die Beschwerdeführerin im Wesentlichen geltend, dass die Beschwerdegegnerin nach der Rückweisung der Sache durch das hiesige Ge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">richt die Leistungen auf eigenes Risiko ausgerichtet habe; eine Meldepflichtver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">letzung liege dabei nicht vor, so dass eine Rückforderung ausser Betracht falle (Urk. 1 S. 4). Darüber hinaus habe im Zeitpunkt des Urteils vom 12. März 2010 die relative einjährige Verwirkungsfrist zu laufen begonnen, wobei von einem im Wesentlichen identischen Sachverhalt auszugehen sei, wie er dem Bundesge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">richtsurteil 9C_877/2010 zugrunde liege (Urk. 8 S. 3). Zumindest sei die Rück</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">forderung in Anwendung der fünfjährigen Verwirkungsfrist auf die Leistungen für den Zeitraum ab 1. Januar 2012 zu begrenzen, was zu einem Rückforde</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rungsbetrag von Fr. 6'442.-- führe (S. 5).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Unbestritten ist, dass die Beschwerdegegnerin auch nach dem Urteil des hiesi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gen Gerichts vom 12. März 2010 die bis dahin ausgerichtete Viertelsrente nebst Kinderrenten weiterhin ausrichtete, obschon es an einer rechtskräftigen Renten</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">zusprache mangelte (Urk. 8 S. 2, Urk. 4 S. 1). Wie die Beschwerdegegnerin zu Recht ausführte, braucht es bei einer solchen Konstellation für die Rückforde</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rung der Leistungen keinen Rückkommenstitel (vgl. etwa Urteil des Bundesge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">richts 8C_387/2008 vom 30. Januar 2009 E. 3.2 mit weiteren Hinweisen; Urk. 4 S. 1). Allein das Fehlen einer Meldepflichtverletzung führt demnach nicht zur Unzulässigkeit der strittigen Rückforderung.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Unter den Parteien strittig und zu prüfen bleibt, ob die relative einjährige Frist gemäss Art. 25 Abs. 2 ATSG mit dem Rückweisungsentscheid des hiesigen Ge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">richts vom 12. März 2010 zu laufen begann. Bei einer solchen Konstellation be</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">darf es einer sorgfältigen Abklärung im Einzelfall (vgl. Kieser, ATSG-Kommentar, a.a.O., Rz 62 zu Art. 25). Dabei ist insbesondere zu prüfen, von welcher Sachlage die IV-Stelle im Zeitpunkt des Rückweisungsentscheides aus</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gehen konnte und musste (Urteil des Bundesgerichts 8C_631/2013 vom 26. Februar 2014 E. 5.2.2).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Im Rahmen der erstmaligen Leistungsprüfung hielt die Beschwerdegegnerin fest, dass die Beschwerdeführerin im Gesundheitsfall zu 100 % im Haushalt tätig wä</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">re. Gestützt auf die Haushaltsabklärung vom 15. Januar 2008 (Urk. 5/43) sei da</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">bei von einer Einschränkung von 42 % auszugehen. Das hiesige Gericht hielt in seinem Urteil vom 12. März 2010 ebenfalls fest, dass die Beschwerdeführerin mit überwiegender Wahrscheinlichkeit im Gesundheitsfall zu 100 % im Haus</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">halt tätig wäre. Zur Einschätzung der Einschränkung im Haushalt wurde dann</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">zumal angemerkt, dass eine Abklärung vor Ort ihrer Natur nach in erster Linie auf die Ermittlung des Ausmasses physisch bedingter Beeinträchtigungen zuge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">schnitten sei. Zudem würden die Fachärzte des Bezirksspitals D.___ gegen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">über der Einschätzung gemäss Haushaltsbericht vom 15. Januar 2008 wohl auch im Haushalt von einer höheren Einschränkung ausgehen, unter Hinweis darauf, dass eine fundierte Bezifferung der Arbeitsfähigkeit im Haushalt auf</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">grund der häufigen Hospitalisationen kaum habe erfolgen können. Weiter scheine auch das Argument des Vertreters der Beschwerdeführerin, dass die An</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gaben seiner Mandantin im Rahmen der Abklärungen vor Ort vom Gedanken getragen gewesen seien, weiterhin das</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Sorgerecht für ihre Tochter zu behalten (Urk. 5/70/9), nicht aus der Luft gegriffen zu sein. So habe bereits der jüngere Sohn in einer Pflegefamilie untergebracht werden müssen, was die Sorge der Beschwerdeführerin nachvollziehbar erscheinen lasse. Auf die Haushaltsabklä</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rung vom 15. Januar 2008 könne demnach aufgrund des Gesagten nicht abge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">stellt werden. Da sich aber auch die Fachärzte des Bezirksspitals </span><span id="CURSOR"></span><span id="_GoBack"></span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">D.___ </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">zur Arbeitsfähigkeit im Haushalt nicht verbindlich geäussert hätten, erscheine es unerlässlich, diesbezüglich eine weitere fachärztliche Abklärung in Auftrag zu geben, welche auch die konkreten Umstände vor Ort berücksichtige. Dazu sei die Sache an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen. (Urk. 5/88 S. 7).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Aufgrund der Erwägungen des Urteils des hiesigen Gerichts vom 12. März 2010 durfte die IV-Stelle ohne weiteres davon ausgehen, dass die von ihr ursprüng</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">lich verfügte Leistungsausrichtung im Ausmass einer Viertelsrente Bestand ha</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ben würde. Die Ausführungen im genannten Urteil deuteten dabei klar darauf hin, dass aufgrund der bereits vorliegenden Akten im Haushaltsbereich eine eher grössere Einschränkung erwartet wurde. Dass es sich bezüglich der versi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">cherungsmedizinischen Einschätzung um einen schwierig zu beurteilenden Fall handelt, zeigte sich erst im Rahmen der eingeholten Gutachten. Vor diesem Hintergrund ist durch den ergangenen Rückweisungsentscheid nicht von einer Auslösung der relativen einjährigen Frist gemäss Art. 25 Abs. 2 ATSG auszuge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">hen (vgl. dazu auch vorerwähntes Urteil 8C_631/2013 E. 5.2.2.4 mit Hinweis auf Urteil 9C_877/2010). Das Vorgehen der Beschwerdegegnerin führte dem</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nach nicht dazu, dass nunmehr eine Rückforderung der ausgerichteten Leistun</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gen aus diesem Grund nicht mehr möglich wäre.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Abschliessend anzumerken bleibt, dass erst s</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">eit der mit BGE 137 V 314 vorge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nommenen Rechtsprechungsänderung </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">(Urteil 9C_310/2011 vom 18. Juli 2011) einer beschwerde</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">führenden Partei auch dann Gelegenheit zum Rückzug des Rechtsmittels zu geben</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> ist</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">, wenn eine rentenzusprechende Verfügung aufgeho</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ben und die Sache zur weiteren Abklärung und </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">neuen </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Entscheidung an die IV-Stelle zurückgewiesen werden soll</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Mittlerweile unbestritten ist demgegenüber, dass im vorliegenden Fall die fünf</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">jährige Verwirkungsfrist im Sinne von Art. 25 Abs. 2 ATSG zu beachten ist (vgl. Urk. 4 S. 3), wobei im Bereich der Invalidenversicherung bereits der Vorbe</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">scheid als fristwahrend gilt (vgl. E. 1.1 hievor mit Hinweis auf Urteil 8C_699/2010 vom 8. Februar 2011 E. 2). Aufgrund des am 4. Oktober 2016 er</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gangenen Vorbescheids ergibt sich ein Rückforderungszeitraum ab 4. Oktober 2011. Massgebend ist dabei gemäss Art. 25 Abs. 2 ATSG die Entrichtung res</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">pektive der tatsächliche Bezug der einzelnen Leistung (vgl. erwähntes Bundes</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gerichtsurteil 8C_630/2015 vom 17. März 2016 E. 4.1), wobei die Auszahlung etwa am 20. eines jeden Monats erfolgen soll (Art. 82 Abs. 1 der Verordnung über die Invalidenversicherung in Verbindung mit Art. 72 der Verordnung über die Alters- und Hinterlassenenversicherung). Die Abrechnung der für den Zeit</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">raum vom 1. Oktober 2011 bis zum 31. Juli 2016 ausgerichteten Kinderrenten ist vor diesem Hintergrund nicht zu beanstanden (Urk. 4 S. 3).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Zusammenfassend führt dies in teilweiser Gutheissung der Beschwerde zur Ab</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">änderung der angefochtenen Verfügung mit der Feststellung, dass die Be</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">schwerdeführerin der Beschwerdegegnerin Leistungen im Umfang von Fr. 7'254.-- zurückzuerstatten hat.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Da es im vorliegenden Verfahren um die Bewilligung oder Verweigerung von IV-Leistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichtskosten sind nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert festzulegen (Art. 69 Abs. 1</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">bis</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> IVG) und auf Fr. 600.-- anzusetzen. Entsprechend dem Aus</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gang des Verfahrens sind sie der Beschwerdegegnerin aufzuerlegen.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Heading3"><span class="Normal Heading3">Das Gericht erkennt:</span><span id="BeginnMateriell"></span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span class="Normal Dispotext DispoHngend">1.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">In teilweiser Gutheissung der Beschwerde wird die angefochtene Verfügung der Sozi</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">alversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">vom </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">3. </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Januar 2017</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend"> insoweit ab</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">geändert, als festgestellt wird, dass der Rückforderungsbetrag Fr. 7'254.-- beträgt.</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span class="Normal Dispotext DispoHngend">2.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Die Gerichtskosten von </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Fr. </span><span id="Text1"></span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">600</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">.-- werden </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">der Beschwerdegegnerin</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend"> auferlegt.</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend"> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Rech</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">nung und Einzahlungsschein werden </span><span id="Text2"></span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">der</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend"> Kostenpflichtigen nach Eintritt der Rechts</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">kraft zugestellt.</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span class="Normal Dispotext DispoHngend">3.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Zustellung gegen Empfangsschein an:</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">X.___</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Bundesamt für Sozialversicherungen</span></p><p class="Normal Dispotext DispoEinzug"><span class="Normal Dispotext DispoEinzug">sowie an:</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Gerichtskasse (im Dispositiv nach Eintritt der Rechtskraft)</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">4.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Gegen diesen Entscheid kann innert </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">30 Tagen</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"> seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundes</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">gesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 15. Juli bis und mit 15. August sowie vom 18. Dezember bis und mit dem 2. Januar (Art. 46 BGG).</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">stellen.</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweis</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">mittel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthal</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">ten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat (Art. 42 BGG).</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><br/></p><p class="Normal Heading3"><span class="Normal Heading3">Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich</span></p><p><br/></p><p>Der VorsitzendeDer Gerichtsschreiber</p><p><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p>GräubSchetty</p><p></p></div> </div></body></html>