<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2005.00606</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="https://vgrzh.djiktzh.ch/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=https://vgrzh.djiktzh.ch&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=205608&amp;W10_KEY=4467136&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2005.00606</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 19.01.2006</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">3. Abteilung/3. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Raumplanungs-, Bau- und Umweltrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Polizeibewilligung</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Bewilligung für (Kinder-)Motocross-Piste<br/><br/>Rechtsgrundlagen für die Bewilligungspflicht für Bauten und Anlagen. Die Motocross-Piste unterliegt der Bewilligungspflicht. Sie ist als ortsfeste Einrichtung eine Anlage im Sinn der Umweltschutzgesetzgebung und untersteht deshalb dem Lärmschutzrecht des Bundes. Den kommunalen Ruhevorschriften kommt nur eine beschränkte Bedeutung insofern zu, als die lokalen Baubewilligungsbehörde bei der Anwendung des Umweltschutzrechts mangels Vorliegens fester Immissionsgrenzwerte den ihnen zustehenden Beurteilungsspielraum handhaben müssen. Massstab bildet Art. 15 USG, wonach der Lärm unterhalb der Schwelle bleiben muss, bei welcher die Bevölkerung in ihrem Wohlbefinden erheblich gestört wird. Die lärmrechtliche Beurteilung ist Bestandteil der kommunalen Baubewilligung, die neben der kantonalen raumplanungsrechtlichen Bewilligung erforderlich ist (E. 3).<br/>Die lärmrechtliche Beurteilung ist von der lokalen Baubewilligungsbehörde in Koordination mit der kantonalen raumplanungsrechtlichen Bewilligung gestützt auf ein neues Baubewilligungsgesuch vorzunehmen (E. 4).<br/>Abweisung.</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: Planungs- und Baurecht ST: AUSNAHMEBEWILLIGUNGEN">AUSNAHMEBEWILLIGUNGEN</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: Planungs- und Baurecht ST: BAUBEWILLIGUNG UND BAUBEWILLIGUNGSVERFAHREN">BAUBEWILLIGUNG UND BAUBEWILLIGUNGSVERFAHREN</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: BEWILLIGUNGSPFLICHT">BEWILLIGUNGSPFLICHT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: KOORDINATION">KOORDINATION</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: LÃRM">LÃRM</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: Umweltschutz ST: LÃRMSCHUTZ">LÃRMSCHUTZ</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: MOTOCROSS">MOTOCROSS</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="gerade">§ 1 ABauV</span><br/><span class="ungerade">§ 2 Abs. II ABauV</span><br/><span class="gerade">§ 1 BauVV</span><br/><span class="ungerade">Art. 36 LSV</span><br/><span class="gerade">§ 309 Abs. I PBG</span><br/><span class="ungerade">Art. 7 Abs. I USG</span><br/><span class="gerade">Art. 7 Abs. VII USG</span><br/><span class="ungerade">Art. 15 USG</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 4 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Sachverhalt1"><b>I. </b> </p> <p class="Sachverhalt2">A betreibt auf einem ihm gehÃ¶renden GrundstÃ¼ck ausserhalb der Bauzone eine Motocross-Piste, die er Kindern zur Nutzung zur VerfÃ¼gung stellt. Der Gemeinderat X forderte ihn am 7. Juli 2005 auf, den Betrieb sofort einzustellen und hierfÃ¼r die nach Art. 42 der kommunalen Polizeiverordnung vom 1. Juli 2002 (PolizeiV) erforderliche Bewilligung einzuholen. Am 19. August 2005 reichte A ein Gesuch ein, die Piste jeweils am Mittwoch von 1400 bis 1700 Uhr durch hÃ¶chstens fÃ¼nf Trainingsteilnehmende und nur auf mit SchalldÃ¤mpfer ausgerÃ¼steten MotorrÃ¤dern betreiben zu dÃ¼rfen. </p> <p class="Sachverhalt2">Der Gemeinderat X wies das Gesuch am 31. August 2005 ab. GemÃ¤ss Art. 42 Abs. 2 PolizeiV dÃ¼rften Motorsportveranstaltungen und Trainingsfahrten nur bewilligt werden, wenn Drittpersonen nicht belÃ¤stigt wÃ¼rden. Diese Voraussetzung sei hier nicht erfÃ¼llt. Beim Motocrosstraining entstÃ¼nden belÃ¤stigende Emissionen. Mit einer regelmÃ¤ssig betriebenen Anlage am fraglichen Standort seien nicht alle direkt betroffenen Anwohner und GrundeigentÃ¼mer einverstanden; zudem wÃ¼rden auch Personen im weiteren Umkreis beeintrÃ¤chtigt. </p> <p class="Sachverhalt1"><b>II. </b> </p> <p class="Urteilstext">Den dagegen am 27. September 2005 erhobenen Rekurs von A wies der Statthalter des Bezirks Y am 29. November 2005 ab. </p> <p class="Sachverhalt1"><b>III. </b> </p> <p class="Urteilstext">Dagegen gelangte A am 29. Dezember 2005 mit Beschwerde an das Verwaltungsgericht, dem er sinngemÃ¤ss Aufhebung des Gemeinderatsbeschlusses vom 31. August 2005 und des Rekursentscheids vom 29. November 2005 sowie Erteilung der nachgesuchten Bewilligung beantragte. Mit PrÃ¤sidialverfÃ¼gung vom 4. Januar 2006 wurde dem BeschwerdefÃ¼hrer Frist angesetzt, um eine verbesserte, das heisst mit hinreichender BegrÃ¼ndung versehene Beschwerdeschrift einzureichen, ansonsten auf das Rechtsmittel nicht eingetreten werde. Der BeschwerdefÃ¼hrer reichte hierauf am 8. Januar 2006 eine weitere Eingabe ein. Vom Statthalteramt Y wurden die Akten beigezogen. </p> <p class="Einzug1"><span>Die Kammer</span><span> zieht in ErwÃ¤gung:</span></p> <p class="Erwgung1"><b>1. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>1.1 </b>Das Verwaltungsgericht ist zur Behandlung der vorliegenden Beschwerde nach § 41 Abs. 1 in Verbindung mit § 19c Abs. 2 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 (VRG) zustÃ¤ndig. </p> <p class="Urteilstext">GemÃ¤ss § 54 VRG muss die Beschwerde einen Antrag und eine BegrÃ¼ndung enthalten; beides ist GÃ¼ltigkeitserfordernis des Rechtsmittels. Die BegrÃ¼ndung ist formell genÃ¼gend, wenn erkennbar ist, was den BeschwerdefÃ¼hrer zur Stellung seines Antrags bewogen hat (Alfred KÃ¶lz/JÃ¼rg Bosshart/Martin RÃ¶hl, Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons ZÃ¼rich, 2. A., ZÃ¼rich 1999, § 54 N. 6). Der BeschwerdefÃ¼hrer beantragt, dass ihm der Betrieb der Motocross-Piste gemÃ¤ss seinem diesbezÃ¼glichen Gesuch vom 19. August 2005 bewilligt werde. Als BegrÃ¼ndung fÃ¼hrte er in der Beschwerdeschrift lediglich an, die Gemeinde habe keine LÃ¤rmmessungen und auch keine weiteren AbklÃ¤rungen wie etwa einen Augenschein vorgenommen, und fÃ¼r die Bewilligung einer âAusnahmeâ sei die Gemeinde zustÃ¤ndig (womit offenbar der ErwÃ¤gung des Bezirksrats, es bedÃ¼rfe einer raumplanungsrechtlichen Bewilligung der Baudirektion, entgegengetreten werden soll). In der auf Nachfristansetzung hin eingereichten Eingabe vom 8. Januar 2006 werden diese EinwÃ¤nde wiederholt und einzig durch die Hinweise ergÃ¤nzt, dem Statthalter sei mitgeteilt worden, dass âsolche AbklÃ¤rungenâ (LÃ¤rmmessungen) gemacht worden seien und dass die LÃ¤rmschutz-Verordnung âLÃ¤rmgrenzwerte fÃ¼r regelmÃ¤ssig betriebene Motorsport Anlagenâ enthielten, die hier berÃ¼cksichtigt werden mÃ¼ssten. â Zusammen genommen sind die AusfÃ¼hrungen in beiden Eingaben knapp als formell hinreichende BegrÃ¼ndung im Sinn von § 54 VRG zu wÃ¼rdigen. Weil auch die Ã¼brigen Prozessvoraussetzungen erfÃ¼llt sind, ist auf die Beschwerde einzutreten.</p> <p class="Erwgung2"><b>1.2 </b>Da der BeschwerdefÃ¼hrer mit der vorliegenden Beschwerde sein Ziel von vornherein nicht zu erreichen vermag, ist von der Einholung einer Beschwerdeantwort abgesehen worden (vgl. § 56 Abs. 2 VRG).</p> <p class="Erwgung1"><b>2. </b> </p> <p class="Urteilstext">Der Bezirksrat Y hat erwogen: Der Gemeinderat X habe sich bei seinem ablehnenden Entscheid auf Art. 42 PolizeiV gestÃ¼tzt. Die Beurteilung der LÃ¤rmimmissionen habe sich aufgrund der umfassenden Gesetzgebungskompetenzen des Bundes hier allerdings an den bundesrechtlichen Vorgaben des Umweltschutzgesetzes vom 7. Oktober 1983 (USG) und der LÃ¤rmschutz-Verordnung vom 15. Dezember 1986 (LSV) zu orientieren. Sofern letztere, wie hier bezÃ¼glich des in Frage stehenden Betriebs einer Motocross-Piste, keine Grenzwerte enthalte, habe die zustÃ¤ndige BehÃ¶rde den LÃ¤rm nach einem selbst bestimmten PrÃ¼fungsmassstab zu beurteilen. Eine solche lÃ¤rmrechtliche Beurteilung habe hier der Gemeinderat vorgenommen. Allerdings ergebe sich dies aus der angefochtenen VerfÃ¼gung nur ansatzweise; der Gemeinderat habe sich indessen zuvor eingehend mit dem Sachverhalt auseinandergesetzt; die VerweigerungsgrÃ¼nde seien aufgrund des der VerfÃ¼gung vorangegangenen Schriftenwechsels ersichtlich und dem Gesuchsteller bekannt. Die gestÃ¼tzt auf Art. 42 PolizeiV ergangene VerfÃ¼gung sei daher nicht zu beanstanden. â ErgÃ¤nzend wies der Bezirksrat darauf hin, dass der Betrieb der Motocross-Piste einer baurechtlichen Bewilligung bedÃ¼rfe und dass Ã¼ber diese, weil die Anlage ausserhalb der Bauzone liege, gemÃ¤ss Art. 25 Abs. 2 des Raumplanungsgesetzes vom 22. Juni 1979 (RPG) die Baudirektion als kantonale BehÃ¶rde zu entscheiden habe. Erforderlich sei daher ein koordiniertes baurechtliches Bewilligungsverfahren gemÃ¤ss §§ 309 ff. des Planungs- und Baugesetzes vom 7. September 1975 (PBG), in welchem auch die LÃ¤rmsituation zu beurteilen sei, wobei fÃ¼r die lÃ¤rmrechtliche Beurteilung mangels fester Grenzwerte die kommunale BaubewilligungsbehÃ¶rde zustÃ¤ndig sei.</p> <p class="Erwgung1"><b>3. </b> </p> <p class="Urteilstext">GemÃ¤ss Art. 22 Abs. 1 RPG dÃ¼r­fen Bauten und Anlagen nur mit behÃ¶rdlicher Bewilligung errichtet werden. Bauten und Anlagen im Sinne dieser Bestimmung sind jene kÃ¼nstlich geschaffenen und auf Dauer angelegten Einrichtungen, die in fester Beziehung zum Erdboden stehen und geeignet sind, die Vorstellung Ã¼ber die Nutzungsordnung zu beeinflussen, sei es, dass sie den Raum Ã¤usserlich erheblich verÃ¤ndern, die Erschliessung belasten oder die Umwelt beeintrÃ¤chtigen (Alexander Ruch in: Kommentar zum Bundesgesetz Ã¼ber die Raumplanung, ZÃ¼rich 1999, Art. 22 Rz. 24 ff. mit Hinweis auf BGE 113 Ib 314 E. 2b). Selbst blosse NutzungsÃ¤nderungen, die ohne bauliche Vorkehrungen auskommen, unterstehen der Bewilligungspflicht, wenn sie erhebliche Auswirkungen auf die Umwelt und Planung haben (BGE 119 Ib 222 E. 3a). Die bewilligungspflichtigen TÃ¤tigkeiten und Ob­jekte werden auf kantonaler Ebene in § 309 Abs. 1 PBG nÃ¤her umschrieben und ergÃ¤nzt; dazu gehÃ¶ren unter anderem die Erstellung neuer oder die bauliche VerÃ¤nderung bestehender GebÃ¤ude und gleichgestellter Bauwerke (lit. a), NutzungsÃ¤nderungen bei RÃ¤umlichkeiten und FlÃ¤chen, denen baurechtliche Bedeutung zukommt (lit. b), sowie Anlagen, Ausstattungen und AusrÃ¼stungen (lit. d). Was unter Bauten und Anlagen im Sinne des PBG zu verstehen ist, wird in § 1 der Allgemeinen Bauverordnung vom 22. Juni 1977 (ABV) nÃ¤her ausgefÃ¼hrt, wobei § 2 Abs. 2 ABV und § 1 der Bauverfahrensverordnung vom 3. Dezember 1997 (BVV) verschiedene TatbestÃ¤nde von der Bewilligungspflicht ausnehmen. â Die streitbetroffene Motocross-Piste bzw. ihr Betrieb unterliegt als Anlage im Sinn der genannten Vorschriften der baurechtlichen Bewilligungspflicht (Thomas Widmer Dreifuss, Planung und Realisierung von Sportanlagen, ZÃ¼rich 2002, S. 203, mit Hinweisen in Anm. 920, vgl. auch S. 141). </p> <p class="Urteilstext">Zudem ist sie als ortsfeste Einrichtung eine Anlage im Sinn von Art. 7 Abs. 7 USG, weshalb die von ihr ausgehenden Einwirkungen grundsÃ¤tzlich dem Betrieb dieser Anlage zuzurechnen sind und damit dem LÃ¤rmschutzrecht des USG (Art. 7 Abs. 1 USG) unterstehen (Peter Keller in: Kommentar zum Umweltschutzgesetz, 2002, Art. 7 N. 36 ff.). Bei der LÃ¤rmbeurteilung des Motocrossbetriebs ist daher primÃ¤r an das Bundesrecht anzuknÃ¼pfen. LÃ¤rmschutzvorschriften des kantonalen oder kommunalen Rechts kommen wegen der derogativen Kraft des Bundesrechtes nur sehr beschrÃ¤nkte Geltung zu. UneingeschrÃ¤nkt finden solche Vorschriften dort Anwendung, wo LÃ¤rmimmissionen nicht vom Bau oder Betrieb einer Anlage im Sinn von Art. 7 Abs. 7 USG ausgehen, da solche Immissionen ausserhalb der Geltung des Bundesgesetzes liegen (Robert Wolf in: Kommentar USG, 2000, Art. 25 N. 22). Im Anwendungsbereich des Umweltschutzgesetzes bestimmt das LÃ¤rmschutzrecht des Bundes, welches Mass an Immissionen eine ortsfeste Anlage verursachen darf. Das kantonale â und damit auch das kommunale â Recht hat, soweit sich sein materieller Gehalt mit dem des Bundesrechts deckt oder weniger weit geht als dieses, seine selbstÃ¤ndige Bedeutung verloren (Wolf, Kommentar USG, Art. 25 N. 10 mit Hinweisen). Deshalb kommt den Ruhevorschriften einer kommunalen Polizeiverordnung â wie hier Art. 42 Abs. 2 PolizeiV betreffend Bewilligung von Motorsportveranstaltungen und Trainingsfahrten â nur noch eine beschrÃ¤nkte Bedeutung zu, nÃ¤mlich lediglich insoweit, als die lokalen BehÃ¶rden bei der Anwendung des Umweltschutzrechts mangels Vorliegens fester Immissionsgrenzwerte den ihnen zustehenden Beurteilungsspielraum handhaben mÃ¼ssen (vgl. etwa BGE 126 II 366 E. 4 und 5 betreffend KirchglockengelÃ¤ut). </p> <p class="Urteilstext">GemÃ¤ss Art. 36 LSV ermittelt die VollzugsbehÃ¶rde die AussenlÃ¤rmimmissionen ortsfester Anlagen oder ordnet deren Ermittlung an, wenn sie Grund zur Annahme hat, dass die massgebenden Belastungsgrenzwerte Ã¼berschritten sind oder ihre Ãberschreitung zu erwarten ist. â Wie der Bezirksrat in einer ergÃ¤nzenden ErwÃ¤gung zutreffend erwogen hat, bestehen fÃ¼r Motocross-Anlagen keine festen LÃ¤rmgrenzwerte. Das entbindet die VollzugsbehÃ¶rde jedoch nicht davon, bei der Bewilligung solcher Anlagen eine lÃ¤rmrechtliche Beurteilung im Sinn von Art. 36 LSV vorzunehmen bzw. vornehmen zu lassen. Massstab dafÃ¼r bildet â wie fÃ¼r den Verordnunggeber bei der Festlegung von Grenzwerten â Art. 15 USG, wonach der LÃ¤rm unterhalb der Schwelle bleiben muss, bei welcher die BevÃ¶lkerung in ihrem Wohlbefinden erheblich gestÃ¶rt wird (Heribert Rausch/Arnold Marti/Alain Griffel, Umweltrecht, ZÃ¼rich 2004, Rz. 280; Peter HÃ¤nni, Planungs-, Bau- und besonderes Umweltschutzrecht, 4. A., Bern 2002, S. 349; BGE 126 II 366 E. 4b, 115 Ib 446 E. 3b). ZustÃ¤ndig hierfÃ¼r ist, wie der Bezirksrat ebenfalls zutreffend erwogen hat, im Rahmen des erforderlichen baurechtlichen Bewilligungsverfahrens der Gemeinderat (vgl. VGr, 12. Dezember 2005, VB.2005.00324 E. 4.2, www.vgrzh.ch, betreffend Open-Air-FilmvorfÃ¼hrungen auf dem Uetliberg). Dessen lÃ¤rmrechtliche Beurteilung ist Bestandteil der ordentlichen Baubewilligung, die neben der hier zusÃ¤tzlich einzuholenden raumplanungsrechtlichen Bewilligung nach Art. 24 RPG erforderlich ist.</p> <p class="Erwgung1"><b>4. </b> </p> <p class="Urteilstext">Bei dieser Sach- und Rechtslage ist der angefochtene Rekursentscheid jedenfalls insoweit zu bestÃ¤tigen, als es dem BeschwerdefÃ¼hrer beim jetzigen Stand verwehrt bleiben muss, entsprechend seinem Gesuch die auf seinem GrundstÃ¼ck ausserhalb der Bauzone befindliche Motocross-Piste zu betreiben. Es fragt sich, ob im jetzigen Beschwerdeverfahren die lÃ¤rmrechtliche Beurteilung, die vom Gemeinderat X vorgenommen worden ist und vom BeschwerdefÃ¼hrer als ungenÃ¼gend und unrichtig kritisiert wird, zu Ã¼berprÃ¼fen sei, wie das der Bezirksrat Y getan hat. Das ist zu verneinen. Wie erwÃ¤hnt, steht zwar die lÃ¤rmrechtliche Beurteilung dem Gemeinderat zu; sie muss aber im Rahmen des baurechtlichen Verfahrens in Koordination mit der raumplanungsrechtlichen Bewilligung nach Art. 24 RPG vorgenommen werden, fÃ¼r deren Erteilung bzw. Verweigerung die als Leitstelle wirkende Baudirektion zustÃ¤ndig ist (Ziffer 1.2.1 Anhang BVV). Ob und wieweit die lÃ¤rmrechtliche Beurteilung des Gemeinderats auf hinreichender SachverhaltsabklÃ¤rung beruhe und im Ergebnis zutreffend sei, kann daher hier offen bleiben. </p> <p class="Urteilstext">Der Klarheit halber ist anzumerken, dass der Gemeinderat nicht gehalten ist, das bei ihm vom BeschwerdefÃ¼hrer am 19. August 2005 eingereichte Gesuch sinngemÃ¤ss als baurechtliches Gesuch nach § 309 in Verbindung mit § 312 PBG zu behandeln und an die Baudirektion weiterzuleiten. Vielmehr hÃ¤tte der BeschwerdefÃ¼hrer, sollte er an seinem Vorhaben festzuhalten, ein neues, baurechtliches Gesuch einzureichen. Wie allerdings ebenfalls anzumerken ist, wÃ¤re es zweckmÃ¤ssig gewesen, wenn der Gemeinderat den BeschwerdefÃ¼hrer nicht erst im ablehnenden Beschluss vom 31. August 2005, sondern schon zuvor auf die baurechtliche Bewilligungspflicht hingewiesen hÃ¤tte.</p> <p class="Erwgung1"><b>5. </b> </p> <p class="Urteilstext">Demnach ist die Beschwerde im Sinn der ErwÃ¤gungen abzuweisen. Die Gerichtskosten sind dem unterliegenden BeschwerdefÃ¼hrer aufzuerlegen (§ 70 in Verbindung mit § 13 Abs. 2 VRG).</p> <p class="Einzug1"><span>DemgemÃ¤ss </span><span><a id="Text25"></a>entscheidet</span><span> </span><span>die Kammer</span><span>:</span></p> <p class="Einzug2"><span>1. Die Beschwerde wird im Sinn der ErwÃ¤gungen abgewiesen.</span></p> <p class="Einzug2"><span>2. Die GerichtsgebÃ¼hr wird festgesetzt auf <br/> Fr. 800.--; die Ã¼brigen Kosten betragen:<br/> Fr. 60.-- Zustellungskosten,<br/> Fr. 860.-- Total der Kosten.</span></p> <p class="Einzug2"><span>3. Die Gerichtskosten werden dem BeschwerdefÃ¼hrer auferlegt.</span></p> <p class="Einzug2"><span>4. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen, von der Zustellung an gerechnet, Verwaltungsgerichtsbeschwerde beim Bundesgericht erhoben werden.</span></p> <p class="Urteilstext">5. Mitteilung an â¦</p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>