<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2000.00048</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=105420&amp;W10_KEY=13013581&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2000.00048</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 13.04.2000</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">3. Abteilung/3. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Abgaberecht ohne Steuern</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Gebühr für Handelsregistereintrag</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Handelsregistergebühren (gesetzliche Grundlage, Kostendeckungsprinzip). Zuständigkeit der Kammer des Verwaltungsgerichts (E. 1). Ein Anspruch auf Durchführung einer mündlichen öffentlichen Verhandlung ergibt sich weder aus Art. 6 Abs. 1 EMRK noch aus § 59 Abs. 1 VRG (E. 2). Parteistandpunkte (E. 3). Handelsregistergebühren sind Verwaltungsgebühren und keine Gemengsteuern (E. 4). Anforderungen an die gesetzliche Grundlage von Gebühren nach der Praxis des Bundesgerichts und nach Art. 164 Abs. 1 lit. BV ( E. 5a). Die Rechtmässigkeit einer Gebührenverfügung ist nach dem im Zeitpunkt von deren Erlass geltenden Recht zu beurteilen (E. 5b). Das OR bildet allein schon aufgrund der von Verfassungs wegen gebotenen Anwendung von Bundesgesetzen (Anwendungsgebot; Art. 190 BV) eine genügende gesetzliche Grundlage für die Handelsregistergebühren (E. 5c/d). Grundsätze des Kostendeckungsprinzips (E. 6a). Die vom Zürcher Handelsregisteramt erhobenen Handelsregistergebühren verletzen das Kostendeckungsprinzip nicht (E. 6b/c).</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ANWENDUNGSGEBOT">ANWENDUNGSGEBOT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: Abgaberecht ST: GEBÃHREN">GEBÃHREN</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: GEMENGSTEUER">GEMENGSTEUER</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: GESETZLICHE GRUNDLAGE">GESETZLICHE GRUNDLAGE</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: Besonderes Verwaltungsrecht (ohne...) ST: HANDELSREGISTER">HANDELSREGISTER</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: HANDELSREGISTERGEBÃHR">HANDELSREGISTERGEBÃHR</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: KOSTENDECKUNGSPRINZIP">KOSTENDECKUNGSPRINZIP</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ÃFFENTLICHE VERHANDLUNG">ÃFFENTLICHE VERHANDLUNG</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade">Art. 164 BV</span><br/><span class="gerade">Art. 190 BV</span><br/><span class="ungerade">Art. 6 lit. I EMRK</span><br/><span class="gerade">Art. 929 OR</span><br/><span class="ungerade">§ 59 lit. I/d VRG</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 3 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Einzug1"><a id="Text2">I. A. Die GrÃ¼ndung der Y.-AG wurde am 25. November 1998 im Handelsre­gister eingetragen. Das Handelsregisteramt des Kantons ZÃ¼rich erhob hierfÃ¼r eine GebÃ¼hr von Fr. 1'059.‑. Mit Tagebucheintrag vom 22. Januar 1999 liess die Y.-AG ihre Fir­ma in X.-AG Ã¤ndern. HierfÃ¼r verfÃ¼gte das Handelsregisteramt am 16. April 1999 GebÃ¼hren von insgesamt Fr. 405.‑, hiervon Fr. 265.‑ als EintragungsgebÃ¼hr fÃ¼r die Firma­Ã¤nderung, Fr. 40.‑ fÃ¼r einen Handelsregisterauszug und Fr. 100.‑ fÃ¼r einen Ex­pressauszug.</a></p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">B. Die X.-AG liess mit Schreiben vom 4. MÃ¤rz 1999 der Finanzdirektion beantra­gen, ihr die Betriebsrechnungen des Handelsregisteramts fÃ¼r die Jahre 1997 und 1998 und die provisorische Staatsrechnung des Kantons ZÃ¼rich 1998, soweit sie das Han­delsregister­amt betrifft, zuzustellen oder ihr die Einsichtnahme in diese Unterlagen zu ge­wÃ¤hren. Die Finanzdirektion Ã¼berwies das Begehren am 5. MÃ¤rz 1999 zustÃ¤ndigkeitshalber der Direk­tion der Justiz und des Innern.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">II. WÃ¤hrend die GrÃ¼ndungsgebÃ¼hr von Fr. 1'059.‑ unangefochten blieb, erhob die X.-AG am 6. Mai 1999 gegen die VerfÃ¼gung des Handelsregisteramts vom 16. April 1999 bei der Direktion der Justiz und des Innern GebÃ¼hrenbeschwerde im Sinn von Art. 3 Abs. 3 der Handelsregisterverordnung vom 7. Juni 1937 (HRegV) und liess bean­tragen, es sei die fÃ¼r die FirmaÃ¤nderung in Rechnung gestellte EintragungsgebÃ¼hr von Fr. 405.‑ aufzuheben und mangels hinreichender gesetzlicher Grundlage auf einen GebÃ¼h­renbezug zu verzichten. Zugleich wurde die DurchfÃ¼hrung einer Ã¶ffentlichen Verhandlung verlangt.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Die Direktion der Justiz und des Innern wies die GebÃ¼hrenbeschwerde mit VerfÃ¼­gung vom 7. Januar 2000 ab und schrieb das Gesuch vom 4. MÃ¤rz 1999 um Einsicht in die Betriebsrechnungen 1997 und 1998 des Handelsregisteramts und die provisorische Staats­rechnung 1998 als gegenstandslos geworden ab.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">III. Hiergegen gelangte die X.-AG mit Beschwerde an das Verwaltungsge­richt und liess beantragen, es seien die VerfÃ¼gung der Direktion der Justiz und des Innern vom 7. Ja­nuar 2000 sowie die VerfÃ¼gung des Handelsregisteramts vom 16. April 1999 auf­zuheben und es sei auf einen GebÃ¼hrenbezug mangels hinreichender gesetzlicher Grund­la­ge zu ver­zichten, unter Kosten‑ und EntschÃ¤digungsfolgen. Sodann sei zu einer Ã¶ffentli­chen Ver­hand­lung vorzuladen.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Mit Vernehmlassung vom 28. Februar 2000 beantragte die Direktion der Justiz und des Innern Beschwerdeabweisung. Unter Verweisung auf die angefochtene VerfÃ¼gung schloss das Handelsregisteramt am 6. MÃ¤rz 2000 ebenfalls auf Abweisung der Beschwerde, unter Kostenfolge zulasten der BeschwerdefÃ¼hrerin.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Die Parteivorbringen und die AusfÃ¼hrungen im angefochtenen Entscheid werden, soweit erforderlich, in den nachfolgenden ErwÃ¤gungen wiedergegeben.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="MsoNormal">Das Verwaltungsgericht zieht in ErwÃ¤gung:</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">1. Im Streit liegen GebÃ¼hren von insgesamt Fr. 405.‑. Dieser Streitwert Ã¼bersteigt den Betrag von Fr. 20'000.‑ nicht, weshalb an sich der Einzelrichter entscheidberufen ist (§ 38 Abs. 2 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959/8. Juni 1997; VRG). Indem jedoch im Zusammenhang mit der vorliegenden GebÃ¼hrenbeschwerde zugleich dar­Ã¼ber zu befinden ist, ob fÃ¼r die streitigen, vom Handelsregisteramt verfÃ¼gten GebÃ¼hren ei­ne genÃ¼gende gesetzliche Grundlage besteht und ob das Handelsregisteramt somit Ã¼ber­haupt zur GebÃ¼hrenerhebung berechtigt ist, ist dem Verfahren aufgrund der Tragweite des Entscheids grundsÃ¤tzliche Bedeutung zuzumessen, weshalb es sich rechtfertigt, die Ent­scheidung der Kammer zu Ã¼bertragen (§ 38 Abs. 3 Satz 1 VRG).</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">2. a) Wie bereits im vorinstanzlichen Verfahren beantragt die BeschwerdefÃ¼hrerin auch im Verfahren vor Verwaltungsgericht die Vorladung zu Ã¶ffentlicher ‑ sinngemÃ¤ss mÃ¼ndlicher ‑ Verhandlung, wobei sie zur BegrÃ¼ndung ihres Begehrens auf Art. 6 Abs. 1 der EuropÃ¤ischen Menschenrechtskonvention (EMRK) verweist. Diese Konventionsbe­stimmung sei auch auf Streitigkeiten zwischen natÃ¼rlichen und juristischen Personen des Privatrechts einerseits sowie VerwaltungsbehÃ¶rden anderseits anwendbar. Weil der Han­delsregistereintrag fÃ¼r die BeschwerdefÃ¼hrerin Existenzvoraussetzung bilde, betreffe die damit verbundene GebÃ¼hrenpflicht die VermÃ¶gensrechte der BeschwerdefÃ¼hrerin im Hin­blick auf ihre private TÃ¤tigkeit, weshalb der vorliegenden GebÃ¼hrenstreitigkeit zivilrechtli­cher Charakter zukomme.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">b) GemÃ¤ss Art. 6 Abs. 1 EMRK hat jedermann Anspruch darauf, dass seine Sache Ã¶ffentlich gehÃ¶rt wird. Um diesem Erfordernis zu genÃ¼gen, bedarf es einer mÃ¼ndlichen gerichtlichen Verhandlung, die Ã¶ffentlich gefÃ¼hrt wird und die eine Ã¶ffentliche Urteilsver­kÃ¼ndung umfasst (Mark E. Villiger, Handbuch der EuropÃ¤ischen Menschenrechtskonven­tion [EMRK], 2. A., ZÃ¼rich 1999, N. 440). Diese konventionsrechtliche Verfahrensgarantie besteht allerdings nur soweit, als es sich beim streitigen Anspruch um zivilrechtliche An­sprÃ¼che und Verpflichtungen oder strafrechtliche Anklagen im Sinn von Art. 6 Abs. 1 EMRK handelt. Was unter den Begriff der zivilrechtlichen AnsprÃ¼che und Verpflichtungen fÃ¤llt, beurteilt sich dabei nach stÃ¤ndiger Rechtsprechung des Bundesgerichts nach der be­zÃ¼glichen Praxis der EMRK-Organe. Er umfasst nicht nur zivilrechtliche Streitigkeiten im engeren Sinn, sondern auch Verwaltungsakte einer hoheitlich handelnden BehÃ¶rde, sofern diese massgeblich in Rechte und Pflichten privatrechtlicher Natur eingreift (BGE 122 II 464 E. 3b, mit Hinweisen). Nach konstanter Praxis der EuropÃ¤ischen Kommission fÃ¼r Men­schenrechte fallen allerdings Verfahren, in denen Ã¼ber Steuern und andere Abgaben ‑ namentlich GebÃ¼hren ‑ entschieden wird, nicht unter Art. 6 Abs. 1 EMRK (Ruth Herzog, Art. 6 EMRK und kantonale Verwaltungsrechtspflege, Bern 1995, S. 205, 281; Villiger, N. 399; vgl. auch Andreas Kley-Struller, Der richterliche Rechtsschutz gegen die Ã¶ffentli­che Verwaltung, ZÃ¼rich 1995, § 10 N. 25; BGr, 4. April 1997, 4A.6/1996). Weil vorliegend in erster Linie die Frage im Streit liegt, ob die angefochtenen HandelsregistergebÃ¼hren auf einer genÃ¼genden gesetzlichen Grundlage grÃ¼nden und mit dem Kostendeckungsprinzip vereinbar sind, ist das Vorliegen einer zivilrechtlichen Streitigkeit im Sinn von Art. 6 Abs. 1 EMRK zu verneinen. Es handelt sich, wie die Vorinstanz in ihrer Vernehmlassung vom 28. Februar 2000 zutreffend festgehalten hat, lediglich um eine Fragestellung aus dem Bereich des Ã¶ffentlichen Abgaberechts. Nicht ersichtlich ist dagegen der behauptete Ein­griff in privatrechtliche Rechte und Pflichten der BeschwerdefÃ¼hrerin, indem deren Ge­schÃ¤ftstÃ¤tigkeit durch die GebÃ¼hrenauflage ‑ insbesondere angesichts der HÃ¶he der GebÃ¼hr im VerhÃ¤ltnis zu ihrem Aktienkapital ‑ nicht eingeschrÃ¤nkt wird. Einen Anspruch auf eine mÃ¼ndliche Ã¶ffentliche Verhandlung vermag die BeschwerdefÃ¼hrerin daher aus Art. 6 Abs. 1 EMRK nicht abzuleiten, unabhÃ¤ngig davon, ob die streitige Abgabe als GebÃ¼hr oder als Gemengsteuer zu qualifizieren ist.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Ebenso wenig vermag die BeschwerdefÃ¼hrerin einen solchen Anspruch aus Art. 30 Abs. 3 der Bundesverfassung (BV) abzuleiten, indem diese Verfassungsbestimmung mit Bezug auf die vorliegend zu beurteilende Streitigkeit lediglich die bereits durch Art. 6 Abs. 1 EMRK gewÃ¤hrleistete VerfahrensÃ¶ffentlichkeit erfasst und somit grundsÃ¤tzlich nicht Ã¼ber das Konventionsrecht hinausgeht, sondern einzig den Grundsatz der Verfahrens­Ã¶ffentlichkeit in der Verfassung verankert (vgl. Reform der Bundesverfassung, ErlÃ¤uterun­gen zum Verfassungsentwurf, 1995, S. 59 f.; Botschaft vom 20. November 1996 Ã¼ber eine neue Bundesverfassung, BBl 1997 I 1, S. 184).</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">c) Die DurchfÃ¼hrung einer mÃ¼ndlichen Verhandlung sieht auch § 59 Abs. 1 VRG vor. Auf eine solche besteht jedoch unter Vorbehalt von Art. 6 Abs. 1 EMRK, aus welcher Bestimmung die BeschwerdefÃ¼hrerin nichts zu ihren Gunsten abzuleiten vermag (vgl. E. 2b), kein Rechtsanspruch. Vielmehr liegt es nach dem Wortlaut von § 59 Abs. 1 VRG im Ermessen des Verwaltungsgerichts, ob es eine mÃ¼ndliche Verhandlung durchfÃ¼hren will. Das Verwaltungsgericht Ã¼bt denn auch ZurÃ¼ckhaltung in der Anordnung mÃ¼ndlicher Verhandlungen. Insbesondere sieht es von einer solchen ab, wenn die Akten nach durchge­fÃ¼hrtem Schriftenwechsel eine hinreichende Entscheidungsgrundlage bieten (RB 1961 Nr. 27) oder wenn der persÃ¶nlicher Eindruck von den Verfahrensparteien fÃ¼r die Ent­scheid­findung von vornherein unbehelflich ist, wie dies beim Rechtsstreit zwischen einer juristischen Person des Privatrechts und einer BehÃ¶rde der Fall ist. Nachdem die Parteien und die Vorinstanz Gelegenheit hatten, ihren Standpunkt im Rahmen von Beschwerdebe­grÃ¼ndung und ‑antwort eingehend darzulegen und nachdem dem Verwaltungsgericht die vollstÃ¤ndigen Akten vorliegen, besteht kein Anlass, dem Begehren der BeschwerdefÃ¼hrerin auf DurchfÃ¼hrung einer Ã¶ffentlichen Verhandlung gestÃ¼tzt auf § 59 Abs. 1 VRG stattzuge­ben.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">3. a) Die BeschwerdefÃ¼hrerin begrÃ¼ndet ihr Rechtsmittel im Wesentlichen damit, dass es sich bei den HandelsregistergebÃ¼hren um Gemengsteuern handle. Diese wÃ¼rden nicht durch das Kostendeckungsprinzip begrenzt, weshalb gemÃ¤ss Art. 127 Abs. 1 BV in einem formellen Gesetz der Kreis der Steuerpflichtigen, der Gegenstand der Steuer sowie deren Bemessung in den GrundzÃ¼gen geregelt werden mÃ¼ssten. Diese Voraussetzung er­fÃ¼llten Art. 929 und 936 des Obligationenrechts (OR) nicht. Nach Art. 164 Abs. 1 lit. d BV gÃ¤lten fÃ¼r GebÃ¼hren die gleichen Anforderungen an die gesetzliche Grundlage wie fÃ¼r Steuern. Sodann lÃ¤gen keine Kanzlei‑, sondern VerwaltungsgebÃ¼hren im Streit. Selbst wenn bei diesen zulÃ¤ssigerweise vom strikten Erfordernis der Gesetzesform abgewichen werde, fehle es mit Bezug auf die streitigen GebÃ¼hren an einer genÃ¼genden gesetzlichen Grundlage, indem das ersatzweise heranzuziehende Kostendeckungsprinzip verletzt sei. Denn aufgrund der bestehenden Rechnungslegung des Beschwerdegegners sei es dem BÃ¼r­ger nicht ohne weiteres mÃ¶glich, die RechtmÃ¤ssigkeit der GebÃ¼hr anhand des Kosten­de­ckungsprinzips zu Ã¼berprÃ¼fen. Ausserdem erziele das Handelsregisteramt eine Kosten­de­ckung von bis zu 150 %, was dem gebÃ¼hrenrechtlichen Kostendeckungsprinzip wider­spre­che. Es sei nicht Aufgabe der HandelsregistergebÃ¼hren, den Staatshaushalt zu sanieren. Auch seien alle verbuchten Einnahmen des Handelsregisteramts Ã¶ffentlichrechtlicher Natur und erwirtschafte das Amt keine ErtrÃ¤ge aus privatwirtschaftlicher TÃ¤tigkeit. Selbst wenn dies der Fall wÃ¤re, lasse sich dies mangels einer geeigneten Betriebsrechnung aus der Jah­resrechnung des Handelsregisteramts nicht ersehen, was wiederum die Anwendung des Kos­tendeckungsprinzips verunmÃ¶gliche.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">b) Vorinstanz und Handelsregisteramt namens des Beschwerdegegners halten den Beschwerdevorbringen entgegen, die BeschwerdefÃ¼hrerin sei selbst nicht davon Ã¼berzeugt, dass es sich bei den HandelsregistergebÃ¼hren um Gemengsteuern handle. Zudem sei unver­stÃ¤ndlich, woraus die BeschwerdefÃ¼hrerin den Steuercharakter der streitigen GebÃ¼hr ab­lei­te, handle es sich doch in Wirklichkeit lediglich um das Entgelt fÃ¼r eine staatliche Leistung des Handelsregisters. Die Anbindung der GebÃ¼hrenhÃ¶he an die Finanzkraft des Gesuch­stel­lers Ã¤ndere daran nichts. Auch das Bundesgericht qualifiziere in seiner Recht­sprechung die HandelsregistergebÃ¼hren als eigentliche GebÃ¼hren und nicht als Gemeng­steuern. Hinsicht­lich der gesetzlichen Grundlage sei vorab festzuhalten, dass die Anwen­dung von Art. 164 BV auf die HandelsregistergebÃ¼hren eine unzulÃ¤ssige RÃ¼ckwirkung darstellen wÃ¼rde. Zu­dem stelle Art. 164 BV nur einen Ausfluss der NachfÃ¼hrung der Bun­desverfassung dar, wes­halb nach wie vor die von der bundesgerichtlichen Rechtsprechung entwickelten Grund­sÃ¤tze betreffend die gesetzliche Grundlage von Abgaben anwendbar seien und dem­entsprechend Ausnahmen vom strikten Erfordernis der Gesetzesform be­stÃ¼nden, so bei blos­sen KanzleigebÃ¼hren und wenn bei VerwaltungsgebÃ¼hren das Kosten­deckungsprinzip das Gesetzeserfordernis mit Bezug auf die Begrenzung der GebÃ¼hrenhÃ¶he Ã¼bernehme. Wenn die BeschwerdefÃ¼hrerin eine Verletzung des Kostendeckungsprinzips geltend ma­che, sei zu beachten, dass die streitige GebÃ¼hr verschiedene Bestandteile auf­weise. Soweit es sich bei dieser um eine KanzleigebÃ¼hr handle, sei das Kosten­deckungsprinzip ohne wei­teres gewahrt. Hinsichtlich der weiteren GebÃ¼hr fÃ¼r die Statu­tenÃ¤nderung komme dem Han­delsregisteramt keinerlei Spielraum zu, indem der bundes­rechtliche GebÃ¼hrentarif die Berechnungsgrundlage festsetze. Eine akzessorische PrÃ¼fung des Tarifs habe die Be­schwer­defÃ¼hrerin nicht verlangt. Insgesamt sei auch dieser GebÃ¼h­renteil mit dem Kosten­deckungsprinzip vereinbar und kÃ¶nne den BehÃ¶rden nicht zugemu­tet werden, Ã¼ber die Staatsrechnung hinaus eine Vollkostenrechnung zu erstellen. Zudem grÃ¼nde ein Teil der ÃberschÃ¼sse in rein privatrechtlichen, nicht hoheitlichen Dienstleistun­gen, die nicht be­rÃ¼ck­sichtigt werden dÃ¼rften.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">4. Kausalabgaben, zu denen auch die GebÃ¼hren zÃ¤hlen, sind Geldleistungen, welche die Privaten kraft Ã¶ffentlichen Rechts als Entgelt fÃ¼r bestimmte staatliche Gegenleistungen zu zahlen haben. Steuern sind demgegenÃ¼ber voraussetzungslos geschuldet (Ulrich HÃ¤fe­lin/Georg MÃ¼ller, Grundriss des Allgemeinen Verwaltungsrechts, 3. A., ZÃ¼rich 1998, Rz. 2041 f.). Als Gemengsteuer werden demgegenÃ¼ber Ã¶ffentliche Abgaben bezeichnet, bei denen eine GebÃ¼hr mit einer Steuer verbunden wird, indem die Abgabe zwar als Gegen­leis­tung fÃ¼r eine staatliche Leistung erscheint, in ihrer HÃ¶he aber nicht durch das Kosten­deckungs‑ und Ãquivalenzprinzip begrenzt wird (HÃ¤felin/MÃ¼ller, Rz. 2091).</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Indem die BeschwerdefÃ¼hrerin vorbringt, bei der streitigen GebÃ¼hrenforderung des Handelsregisteramts handle es sich mangels Begrenzung der Abgabe durch das Kosten­de­ckungsprinzip um eine Gemengsteuer, verkennt sie zum einen, dass eine GebÃ¼hr allein des­wegen, weil sie gegen das Kostendeckungsprinzip verstÃ¶sst, nicht zu einer Gemeng­steuer wird. HierfÃ¼r ist vielmehr erforderlich, dass eine solche Abgabe gleich einer Steuer teilwei­se voraussetzungslos geschuldet ist, was vorliegend nicht der Fall ist. Zum andern ist zu beachten, dass sich die streitige Forderung aus drei TeilbetrÃ¤gen zusammensetzt, nÃ¤mlich aus einer EintragungsgebÃ¼hr fÃ¼r FirmaÃ¤nderung von Fr. 265.‑, einer GebÃ¼hr fÃ¼r den Han­delsregisterauszug von Fr. 40.‑ sowie einer GebÃ¼hr von Fr. 100.‑ fÃ¼r einen Ex­pressauszug. Jede dieser drei Abgaben stellt somit das Entgelt fÃ¼r eine bestimmte staatliche Leistung des Handelsregisters dar, in deren Genuss die BeschwerdefÃ¼hrerin unstreitig ge­langte. Ob sie, wie von der BeschwerdefÃ¼hrerin geltend gemacht, gegen das Kosten­deckungsprinzip ver­stossen, braucht erst im Zusammenhang mit der Frage nach der hinrei­chenden gesetzlichen Grundlage dieser Abgaben erwogen zu werden. Im Ãbrigen geht auch das Bundesgericht vom GebÃ¼hrencharakter der Handelsregisterabgaben aus, indem es bei solchen Rechts­strei­tigkeiten regelmÃ¤ssig die Einhaltung des Kostendeckungsprinzips prÃ¼ft (BGE 109 II 478 E. 3; BGr, 4. April 1997, 4A.6/1996, E. 4).</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">5. a) GemÃ¤ss Lehre und Rechtsprechung des Bundesgerichts mÃ¼ssen Abgaben, d.h. auch GebÃ¼hren, in einer generell-abstrakten Rechtsnorm vorgesehen sein, die genÃ¼gend bestimmt ist. Dies bedeutet, dass das formelle Gesetz grundsÃ¤tzlich den Kreis der Abgabe­pflichtigen, den Gegenstand der Abgabe und die HÃ¶he der Abgabe in den GrundzÃ¼gen festlegen muss (BGE 123 I 254 E. 2a, 124 I 11 E. 6a, je mit Hinweisen; HÃ¤felin/MÃ¼ller, Rz. 2095 f., mit Hinweisen). Diese Anforderungen dÃ¼rfen namentlich dort herabgesetzt werden, wo das Mass der Abgabe durch Ã¼berprÃ¼fbare verfassungsrechtliche Prinzipien (Kos­tendeckungs‑ und der Ãquivalenzprinzip) begrenzt wird (BGE 123 I 254 E. 2a, 124 11 E. 6a). Die Einhaltung des Kostendeckungs‑ und des Ãquivalenzprinzips vermag somit die Anforderungen an die gesetzliche Festlegung der Abgabenbemessung zu lockern, nicht aber eine formellgesetzliche Grundlage vÃ¶llig zu ersetzen. Ganz auf das Erfordernis des formellen Gesetzes kann bei KanzleigebÃ¼hren verzichtet werden, d.h. bei Abgaben fÃ¼r ein­fache TÃ¤tigkeiten der VerwaltungsbehÃ¶rden, die ohne besonderen PrÃ¼fungs‑ und Kontroll­aufwand erbracht werden und sich in einem bescheidenen Rahmen halten (HÃ¤felin/MÃ¼ller, Rz. 2100 f., mit zahlreichen Hinweisen auf die bundesgerichtliche Praxis). Das gebÃ¼hren­rechtliche LegalitÃ¤tsprinzip darf allerdings weder seines Gehalts entleert, noch auf der an­dern Seite in einer Weise Ã¼berspannt werden, dass es mit der Rechtswirklichkeit und dem Erforderins der PraktikabilitÃ¤t in einen unlÃ¶sbaren Widerspruch gerÃ¤t (BGE 120 Ia 171 E. 5, mit Hinweisen, 112 Ia 39 E. 4a S. 44 f.; HÃ¤felin/MÃ¼ller, Rz. 2101).</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Nunmehr verlangt auch der am 1. Januar 2000 in Kraft getretene Art. 164 Abs. 1 lit. d BV, dass bei bundesrechtlichen Abgaben der Kreis der Abgabepflichtigen sowie der Gegenstand und die Bemessung der Abgabe in der Form des Bundesgesetzes erlassen wer­den. Diese Verfassungsbestimmung geht jedoch nicht Ã¼ber das hinaus, was bisher nach Leh­re und Praxis mit Bezug auf das gebÃ¼hrenrechtliche LegalitÃ¤tsprinzip galt. Zum einen handelt es sich, worauf der Beschwerdegegner in seiner Beschwerdeantwort zu Recht ver­weist, bei der totalrevidierten Bundesverfassung vom 18. April 1999 lediglich um die Nach­fÃ¼hrung des bereits geltenden, bisher nicht formell in der Bundesverfassung veran­kerten Verfassungsrechts (Bernhard Ehrenzeller, Konzept und GrÃ¼nde der Verfassungsre­form, AJP 1999, S. 647 ff., 651 f.). Dies gilt insbesondere auch fÃ¼r Art. 164 BV (Michael Beusch, Der Gesetzesbegriff der neuen Bundesverfassung [Art. 164 BV] in: Neue Akzente in der "nachgefÃ¼hrten" Bundesverfassung, ZÃ¼rich 2000, S. 227 ff., 244; Dieter Bieder­mann, Was bringt die neue Bundesverfassung?, AJP 1999, S. 743 ff., 745). Hinsichtlich des gleichlautenden, die GrundsÃ¤tze der Besteuerung enthaltenden Art. 127 Abs. 1 BV er­gibt sich dies Ã¼berdies aus der bundesrÃ¤tlichen Botschaft zur Verfassungsrevision vom 20. November 1996. Danach prÃ¤zisiert diese Bestimmung lediglich geltendes Recht, ohne dass die Praxis verschÃ¤rft oder abgeschwÃ¤cht werden soll, und unterliegen Kausalabgaben eben­falls den in dieser Bestimmung erwÃ¤hnten GrundsÃ¤tzen (Reform der Bundesverfas­sung, Er­lÃ¤uterungen zum Verfassungsentwurf, 1995, S. 132; Botschaft, S. 346).</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Mithin bewirkt Art. 164 Abs. 1 lit. d BV keine Ausdehnung des in der bundesge­richtlichen Rechtsprechung entwickelten gebÃ¼hrenrechtlichen LegalitÃ¤tsprinzips. Die Be­schwerdefÃ¼hrerin vermag somit hinsichtlich der gesetzlichen Grundlage der streitigen Ge­bÃ¼hren aus dieser Verfassungsbestimmung nichts zu ihren Gunsten abzuleiten.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">b) Weil Art. 164 Abs. 1 lit. d BV einzig die bisherige bundesgerichtliche Praxis zum gebÃ¼hrenrechtlichen LegalitÃ¤tsprinzip in der formellen Verfassung verankert und sich somit die Rechtslage insoweit nicht verÃ¤ndert hat, erscheint auch der Einwand der Be­schwerdefÃ¼hrerin als unbehelflich, dass der von ihr ausschliesslich als massgebend erach­tete Art. 164 BV erst am 1. Januar 2000 in Kraft getreten sei, wÃ¤hrend die streitige GebÃ¼h­renverfÃ¼gung vom 16. April 1999 datiere.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">In der Bundesverfassung verlautet Ã¼ber das auf hÃ¤ngige Verfahren anwendbare (Ver­fassungs‑)Recht nichts. Auszugehen ist daher vom Grundsatz, dass die RechtmÃ¤s­sigkeit einer VerfÃ¼gung nach der Rechtslage zur Zeit ihres Erlasses zu beurteilen ist. Dies gilt insbesondere insoweit, als sich ein Sachverhalt vor Inkrafttreten des neuen Rechts ab­schlies­send verwirklicht hat (HÃ¤felin/MÃ¼ller, Rz. 263; Alfred KÃ¶lz/JÃ¼rg Bosshart/Martin RÃ¶hl, Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons ZÃ¼rich, ZÃ¼rich 1999, 2. A., § 20 N. 51). Von diesem eigentlichen Verbot der RÃ¼ckwirkung ist abzuweichen, wenn ein Dauerverwaltungsakt Gegenstand der ÃberprÃ¼fung bildet oder sich die Anwen­dung des neuen Rechts aus zwingenden GrÃ¼nden, namentlich um der Ã¶ffentlichen Ordnung willen, aufdrÃ¤ngt (HÃ¤felin/MÃ¼ller, Rz. 263a, mit Hinweisen auf die Praxis des Bundesge­richts; KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 20 N. 52, mit Hinweisen auf die Praxis des Verwaltungsge­richts in Bezug auf Dauerverwaltungsakte). Indem lediglich die GebÃ¼hrenpflicht fÃ¼r Leis­tungen des Handelsregisters im Streit liegt, sind vorliegend keine zwingenden GrÃ¼nde er­sichtlich, welche die Anwendung ‑ des einzig die bundesgerichtliche Rechtsprechung wie­dergebenden ‑ Art. 164 Abs. 1 lit. d BV gebieten wÃ¼rden. Ebenso wenig handelt es sich bei der streitigen Anordnungen um einen Dauerverwaltungsakt; deren Wirkung erschÃ¶pft sich darin, dass die BeschwerdefÃ¼hrerin als Entgelt fÃ¼r Leistungen des Handelsregisteramts Ge­bÃ¼hren zu entrichten hat.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Sodann sind die Voraussetzungen fÃ¼r eine zulÃ¤ssige RÃ¼ckwirkung, wie sie zumin­dest fÃ¼r die Gesetz‑ und Verordnungsgebung gelten (dazu im Einzelnen HÃ¤felin/MÃ¼ller, Rz. 268) und wie sie auch in der Verfassungsrechtssetzung anwendbar sein dÃ¼rften (vgl. Dietrich Schindler, Rechtsgutachten Ã¼ber die Volksinitiative "40 WaffenplÃ¤tze sind genug - Umweltschutz auch beim MilitÃ¤r", ZBl 93/1992, S. 388 ff., 402 f.), mit Bezug auf Art. 164 Abs. 1 lit. d BV nicht erfÃ¼llt, indem eine solche RÃ¼ckwirkung insbesondere von der Bun­desverfassung weder ausdrÃ¼cklich angeordnet noch nach dem Sinn von Art. 164 BV klar gewollt ist.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">c) Das Handelsregisteramt hat die streitigen GebÃ¼hren in Anwendung von Art. 1, 4 und 9 der bundesrÃ¤tlichen Verordnung vom 3. Dezember 1954 Ã¼ber die GebÃ¼hren fÃ¼r das Handelsregister (HRegGebV) verfÃ¼gt. Diese Verordnung stÃ¼tzt sich ihrerseits auf Art. 929 und 936 OR; sie besitzt somit eine Grundlage in einem formellen Gesetz. Aus den Be­stim­mungen des Obligationenrechts haben sich sodann im Sinn einer hinreichenden ge­setzli­chen Grundlage der Kreis der GebÃ¼hrenpflichtigen, der Gegenstand der GebÃ¼hren bzw. der gebÃ¼hrenpflichtige Tatbestand sowie die HÃ¶he der GebÃ¼hren in den GrundzÃ¼gen zu erge­ben.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Art. 929 Abs. 1 OR ermÃ¤chtigt den Bundesrat unter anderem, Vorschriften Ã¼ber die handelsregisterlichen GebÃ¼hren zu erlassen; gemÃ¤ss Art. 936 OR ist es Sache des Bundes­rats, die Pflicht zur Eintragung in das Handelsregister nÃ¤her zu regeln. Aus diesen Bestim­mung ergeben sich allerdings weder der Kreis der GebÃ¼hrenpflichtigen noch der gebÃ¼hren­pflichtige Tatbestand. DafÃ¼r bestimmt Art. 626 Ziff. 1 OR, dass die Statuten einer Aktien­gesellschaft Bestimmungen Ã¼ber die Firma enthalten mÃ¼ssen, die Firma mithin in den Sta­tuten enthalten sein muss. Jede Ãnderung der Firma zieht infolgedessen eine Ãnderung der Statuten nach sich. Zugleich verlangt Art. 641 Ziff. 2 OR, dass die Firma einer Aktienge­sellschaft im Handelsregister einzutragen ist. Eine Ãnderung der Firma und gleichzeitig der Statuten ist gleichermassen eintragungspflichtig (Art. 647 Abs. 2 OR). Demnach liesse sich als eintragungs‑ und somit gebÃ¼hrenpflichtiger Tatbestand die FirmaÃ¤nderung betrachten, wobei eine GebÃ¼hrenpflicht von vornherein nur die eintragungspflichtige Aktiengesell­schaft treffen kann, die aufgrund ihrer BeschlÃ¼sse eine Leistung des Handelsregisters bean­sprucht. Hinsichtlich der GebÃ¼hrenbemessung bestimmt Art. 929 Abs. 2 OR schliesslich einzig, dass die GebÃ¼hren der wirtschaftlichen Bedeutung des Unternehmens angepasst sein sollen.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Letztlich ist es dem Verwaltungsgericht jedoch verwehrt, darÃ¼ber zu befinden, ob Art. 929 und 936 OR sowie weitere Normen des Obligationenrechts genÃ¼gend bestimmt sind, um als hinreichende gesetzliche Grundlage fÃ¼r die durch bundesrÃ¤tliche Verordnung geregelten HandelsregistergebÃ¼hren gelten zu kÃ¶nnen. Denn Art. 191 BV (bzw. Art. 190 BV in der Fassung vom 12. MÃ¤rz 2000) bestimmt, dass Bundesgesetze fÃ¼r das Bundesge­richt und die anderen rechtsanwendenden BehÃ¶rden, zu denen auch das Verwaltungsgericht und die zÃ¼rcherischen VerwaltungsbehÃ¶rden zÃ¤hlen, massgebend sind. Diese Bestimmung, welche Art. 113 Abs. 3 BV (in der Fassung vom 29. Mai 1874) bzw. Art. 114<sup>bis</sup> Abs. 3 BV (in der Fassung vom 25. Oktober 1914) entspricht, verbietet zwar den rechtsanwendenden BehÃ¶rden nicht, Bundesgesetze auf ihre VerfassungsmÃ¤ssigkeit zu Ã¼berprÃ¼fen, gebietet je­doch deren Anwendung selbst dann, wenn sie als verfassungswidrig befunden worden sind (zum sogenannten Anwendungsgebot vgl. Ulrich HÃ¤felin/Walter Haller, Schweizeri­sches Bundesstaatsrecht, 4. A., ZÃ¼rich 1998, N. 1807a, mit Hinweisen). Das Bundesgericht hat denn auch Art. 929 OR unter Hinweis auf Art. 114<sup>bis</sup> Abs. 3 BV (in der Fassung vom 25. Ok­tober 1914) als verbindliche Delegationsnorm befunden und als hinreichende ge­setzli­che Grundlage fÃ¼r den Erlass des bundesrÃ¤tlichen HandelsregistergebÃ¼hrentarifs er­achtet (BGr, 4. April 1997, 4A.6/1996 E. 4a; BGE 109 II 478 E. 3a).</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">d) Mithin vermÃ¶gen sich die streitigen HandelsregistergebÃ¼hren auf eine genÃ¼gende formellgesetzliche Grundlage zu stÃ¼tzen. Weil die BeschwerdefÃ¼hrerin im Ãbrigen die Be­rechnung dieser GebÃ¼hren im Einzelnen gestÃ¼tzt auf Art. 1, 4 und 9 HRegGebV nicht be­an­standet und in diesem Sinn eine akzessorische ÃberprÃ¼fung dieses Tarifs nicht ver­langt, weil sie ebenso wenig eine Verletzung des Ãquivalenzprinzips geltend macht und weil in­so­weit keine krassen und offensichtlichen Rechtsverletzungen ersichtlich sind, bleibt im Folgenden in Anwendung des RÃ¼geprinzips einzig zu prÃ¼fen, ob die streitigen GebÃ¼hren das Kostendeckungsprinzip verletzen (RB 1997 Nr. 7; KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 7 N. 82, § 50 N. 4 ff.).</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">6. a) VerwaltungsgebÃ¼hren, einschliesslich der KanzleigebÃ¼hren, haben dem Kos­ten­deckungsprinzip zu genÃ¼gen. Demnach darf der Gesamtertrag der GebÃ¼hren in der Re­gel die gesamten Kosten des betreffenden Verwaltungszweigs nicht Ã¼bersteigen (HÃ¤fe­lin/MÃ¼ller, Rz. 2050 f.; Max Imboden/RenÃ© A. Rhinow, Schweizerische Verwaltungsrecht­sprechung, Bd. II, 6. A., Basel/Frankfurt a.M. 1986, und RenÃ© A. Rhinow/Beat KrÃ¤hen­mann, Schweizerische Verwaltungsrechtsprechung, ErgÃ¤nzungsband, Basel/Frankfurt a.M. 1990, je Nr. 110 B IV, auch zum Folgenden). Im Rahmen dieser Kosten sind dabei nicht nur die allgemeinen Unkosten des betreffenden Verwaltungszweigs miteinzubeziehen, son­dern kann auch ein Anteil am Aufwand der leitenden BehÃ¶rden berÃ¼cksichtigt werden (vgl. BGE 103 Ia 85 E. 5b). Ebenso sind bei der GebÃ¼hrenbemessung im Interesse der Praktika­bilitÃ¤t Schematisierungen erlaubt und kann hierbei der wirtschaftlichen Leistungs­fÃ¤higkeit des GebÃ¼hrenpflichtigen Rechnung getragen werden (BGE 103 Ia 85 E. 5b, 101 Ib E. 3b S. 467). Die Relativierung des Kostendeckungsprinzips hat zur Folge, dass eine dem Kos­tendeckungsprinzip unterliegende GebÃ¼hr im Einzelfall hÃ¶her sein kann als die ihr gegen­Ã¼berstehende staatliche Aufwendung. Aufgabe des Kostendeckungsprinzips ist es somit in erster Linie, zu verhindern, dass die ihm unterworfenen GebÃ¼hren generell Ã¼ber­hÃ¶ht sind und zu fiskalischen Zwecken missbraucht werden (Lukas Widmer, Das Legali­tÃ¤tsprinzip im Abgaberecht, ZÃ¼rich 1988, S. 57). Dementsprechend ist es auch zulÃ¤ssig einen mÃ¤ssi­gen ‑ mithin nicht nur geringfÃ¼gigen ‑ GebÃ¼hrenÃ¼berschuss zu erzielen, insbe­sondere wenn sich die einzelne GebÃ¼hrenforderung auf einen runden, an sich mÃ¤ssigen Betrag beschrÃ¤nkt (Imboden/Rhinow, Nr. 110 B IV). Erst erhebliche Mehreinnahmen ver­letzen das Kosten­de­ckungsprinzip (Klaus A. Vallender, GrundzÃ¼ge des Kausalabgaben­rechts, Bern/Stuttgart, 1976, S. 72 f.).</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">b) Vorliegend ergibt sich aus den Staatsrechnungen 1997 und 1998, dass das Han­delsregisteramt 1997 einen ErtragsÃ¼berschuss von Fr. 4,367 Mio. und fÃ¼r das Jahr 1998 einen solchen von Fr. 2,784 Mio. auswies. Gleichwohl kann, obgleich es aufgrund dieser Erfolgszahlen naheliegen wÃ¼rde, nicht von einer Verletzung des Kostendeckungsprinzips aus­gegangen werden:</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">aa) Das Handelsregisteramt gehÃ¶rt zu jenen kantonalen Amtsstellen, die mit einem Globalbudget gemÃ¤ss § 33a des Finanzhaushaltsgesetzes vom 2. September 1979 (FHG; in der Fassung vom 1. Dezember 1996) arbeiten. Laut § 33a Abs. 1 Satz 2 FHG in Verbin­dung mit Art. 31 Ziff. 7 der Kantonsverfassung und § 34 FHG sind im Voranschlag und in der Rechnung daher lediglich die zu bewilligenden Aufwendungen und ErtrÃ¤ge bzw. deren Saldo aufzufÃ¼hren und vom Kantonsrat zu genehmigen. Sodann ist das Handelsregisteramt verpflichtet, eine Kostenrechnung zu fÃ¼hren (§ 19 der Verordnung Ã¼ber das Globalbudget vom 2. Oktober 1996). In Ãbereinstimmung mit diesen gesetzlichen Bestimmungen weist das Handelsregisteramt in der Staatsrechnung lediglich Ertrag, Aufwand und Saldo aus. Ebenso fÃ¼hrt es die verlangte Kostenrechnung, denn nur so ist es in der Lage, seinen Auf­wand zu beziffern. Bei dieser Kostenrechnung handelt es sich jedoch nicht um eine Voll­kostenrechnung, die ‑ zulÃ¤ssigerweise ‑ auch einen Anteil am Aufwand der leitenden Be­hÃ¶rden (namentlich Kantonsrat, Regierungsrat mit Staatskanzlei, Finanzdirektion, Justizdi­rektion) mitberÃ¼cksichtigen wÃ¼rde. Dies ergibt sich schon daraus, dass die Justizdirektion als unmittelbar dem Handelsregisteramt Ã¼bergeordnete BehÃ¶rde in ihrer eigenen Rechnung keine bezÃ¼gliche VergÃ¼tung des Handelsregisteramts ausweist. Mithin enthalten die in der Staatsrechnung aufgefÃ¼hrten Aufwandzahlen des Handelsregisteramts lediglich den un­mit­telbar bei diesem aus seiner eigenen TÃ¤tigkeit anfallenden Aufwand, wÃ¤hrend die er­zielten (GebÃ¼hren‑)ErtrÃ¤ge vollstÃ¤ndig erfasst werden.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Bei dieser Rechts‑ und Sachlage kann weder dem Handelsregisteramt vorgeworfen werden, dass es die in der Staatsrechnung 1997 angekÃ¼ndigte Betriebsrechnung noch nicht eingefÃ¼hrt habe, noch erscheint die Staatsrechnung als unvollstÃ¤ndig oder gesetzwidrig. Vielmehr ist zu beachten, dass allein schon die BerÃ¼cksichtigung des zahlenmÃ¤ssig in der Staatsrechnung nicht ausgewiesenen Anteils des Handelsregisteramts am Aufwand der lei­tenden BehÃ¶rden zu einer erheblichen Verminderung des ausgewiesenen Ãberschusses fÃ¼h­ren wÃ¼rde. In Anbetracht der zwar vollstÃ¤ndig erfassten Einnahmen und des jedoch nur un­vollstÃ¤ndig erfassten Aufwands vermag die BeschwerdefÃ¼hrerin somit insoweit eine Ver­letzung des Kostendeckungsprinzips nicht glaubhaft zu machen. Es besteht deshalb fÃ¼r das Verwaltungsgericht auch kein Anlass, eine betriebswirtschaftliche Analyse einzuholen, wie sie zur Ermittlung des vollstÃ¤ndigen Aufwands erforderlich wÃ¤re (vgl. auch BGr, 4. April 1997, 4A.6/1996 E. 4b/aa). Eine solche wÃ¼rde im Ãbrigen dem Beschwerdegegner im Rah­men des vorliegenden Verfahrens einen ‑ angesichts des Betrags des in Frage ste­henden Ãberschusses ‑ geradezu unverhÃ¤ltnismÃ¤ssigen Aufwand verursachen, indem in diese Be­rechnung sÃ¤mtliche kantonalen Amtsstellen miteinbezogen werden mÃ¼ssten.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">bb) Zu beachten ist sodann, dass das Handelsregisteramt bei der GebÃ¼hrenbemes­sung an den eidgenÃ¶ssischen GebÃ¼hrentarif gebunden ist. WÃ¤hrend ihm mit Bezug auf die von vornherein als Ã¤usserst mÃ¤ssig zu bezeichnenden GebÃ¼hren fÃ¼r Handelsregisterauszug und Expressauszug ein geringes Ermessen zusteht (mit einer Spannweite von Fr. 110.‑; vgl. Art. 9 Abs. 1 Ziff. 6 HRegGebV), verfÃ¼gt es hinsichtlich der GebÃ¼hr fÃ¼r die FirmaÃ¤nde­rung Ã¼ber keinerlei Spielraum, indem Art. 4 in Verbindung mit Art. 1 HRegGebV einen fixen Tarif vorgibt. Dieser gilt im Interesse eines einheitlichen Wirtschaftsraums, welches seinerzeit auch der Schaffung einer gesamtschweizerischen Kodifikation des Obligationen­rechts zugrunde lag, und im Interesse der Gleichbehandlung der GebÃ¼hrenpflichtigen in der ganzen Schweiz und darf auch allfÃ¤llige hÃ¶here Kosten anderer kantonaler Handelsre­gis­ter­Ã¤mter und im Hinblick auf eine angemessene Geltungsdauer auch die kÃ¼nftige Teue­rung mit­berÃ¼cksichtigen (BGr, 4. April 1997, 4A.6/1996). Angesichts der vom ZÃ¼rcher Han­dels­registeramt zu bewirtschaftenden grossen Zahl von Gesellschaften, die eine inten­sive Inanspruchnahme der Leistungen des Handelsregisteramts zur Folge hat (vgl. dazu die Leis­tungsmengen gemÃ¤ss den Staatsrechnungen 1997 und 1998), ergeben sich aufgrund der bundesrechtlich vorgegebenen GebÃ¼hrenansÃ¤tze fast zwangslÃ¤ufig Er­trags­Ã¼berschÃ¼sse. DemgegenÃ¼ber ist ohne weiteres anzunehmen, dass andere Handelsre­gisterÃ¤mter mit einem geringeren GeschÃ¤ftsvolumen und infolgedessen auch geringeren GebÃ¼hrenertrÃ¤gen nicht im gleichen Mass tiefere (Fix‑)Kosten aufweisen. Im Interesse der Einheitlichkeit des Bin­nenwirtschaftsraums und der Gleichbehandlung sowie um mÃ¶glichst allen Handelsregister­Ã¤mtern kostendeckende GebÃ¼hrenertrÃ¤ge zu gewÃ¤hren, sind somit Ge­bÃ¼hrenÃ¼berschÃ¼sse, wie sie insbesondere grÃ¶ssere und/oder kostengÃ¼nstig arbeitende Han­delsregisterÃ¤mter ‑ so jenes des Kantons ZÃ¼rich ‑ zu erzielen vermÃ¶gen, letztlich von Bun­desrechts wegen in Kauf zu nehmen.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">cc) Mit Blick auf das Kostendeckungsprinzip ist schliesslich zu berÃ¼cksichtigen, dass das Handelsregisteramt nicht nur Leistungen erbringt, zu denen es von Bundesrechts wegen verpflichtet ist, sondern darÃ¼ber hinaus auch VorprÃ¼fungen vornimmt, schriftliche Anmeldungen verfasst und ‑ von den eigentlichen RegisterauskÃ¼nften aufgrund der Ãf­fent­lichkeit des Registers (Art. 930 OR) zu unterscheidende ‑ registerrechtliche AuskÃ¼nfte er­teilt. Diese Leistungen zu erbringen ist es lediglich ermÃ¤chtigt, nicht aber verpflichtet. So rÃ¤umt Art. 23 Abs. 3 HRegV dem HandelsregisterfÃ¼hrer die MÃ¶glichkeit ein, den Text der Anmeldung eines Registereintrags gegen eine GebÃ¼hr nach Tarif selbst zu verfassen. Eben­so ist es dem Handelsregisteramt unbenommen, registerrechtliche AuskÃ¼nfte, d.h. Rechts­auskÃ¼nfte im Bereich des Handelsregisterrechts, zu erteilen. Eine hoheitliche Hand­lung ist in diesen TÃ¤tigkeiten nicht zu erblicken, indem das Handelsregisteramt insoweit den Pri­va­ten weder Rechte einrÃ¤umt noch Pflichten auferlegt und zudem dabei in Konkur­renz zu pri­vaten Anbietern tritt. Dies gilt gleichermassen fÃ¼r die vom Handelsregisteramt angebotene VorprÃ¼fung einer Anmeldung, die fÃ¼r die Vornahme einer Eintragung nicht erforderlich ist, klar von der PrÃ¼fungspflicht des HandelsregisterfÃ¼hrers gemÃ¤ss Art. 940 OR und Art. 21 HRegV unterschieden werden muss und entgegen der von der Beschwer­defÃ¼hrerin ver­tre­te­nen Auffassung auch keinen amtlichen Vorbescheid mit VerfÃ¼gungscha­rakter Ã¼ber die EintragungsfÃ¤higkeit einer Anmeldung darstellt, indem Ã¼ber diese erst nach Eingang der Anmeldung beim Handelsregisteramt entschieden werden kann (vgl. Art. 19 HRegV). Dass das Handelsregisteramt die genannten Leistungen in Konkurrenz zu den Privaten erbringt und ihnen kein hoheitlicher Charakter zukommt, findet eine BestÃ¤tigung auch darin, dass auf die hierfÃ¼r erhobenen GebÃ¼hren unbestrittenermassen die Mehrwert­steuer geschuldet ist, wÃ¤hrend eine solche auf GebÃ¼hren, die zufolge hoheitlicher AmtstÃ¤­tigkeit auferlegt wer­den, nicht zu entrichten ist (Art. 17 Abs. 4 der Verordnung vom 22. Juni 1994 Ã¼ber die Mehrwertsteuer).</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Werden nun die Leistungsmengen, die in der Staatsrechnung unter der Rubrik RechtsauskÃ¼nfte ausgewiesen werden und laut den vorstehenden ErwÃ¤gungen nicht ho­heitlicher Natur sind, in Relation zu den fÃ¼r diese gemÃ¤ss Art. 9 HRegGebV zulÃ¤ssigen GebÃ¼hrenansÃ¤tzen gesetzt, zeigt sich, dass das Handelsregisteramt selbst dann, wenn es nur gerade minimale bis mittlere GebÃ¼hrenansÃ¤tze in Anschlag bringt und den ihm bei der Ge­bÃ¼hrenbemessung zustehenden Spielraum bei weitem nicht ausschÃ¶pft, aus diesen TÃ¤tig­kei­ten einen erheblichen (GebÃ¼hren‑)Ertrag zu erwirtschaften vermag. Es drÃ¤ngt sich des­halb die Schlussnahme auf, dass ein betrÃ¤chtlicher Teil der in den Staatsrechnungen 1997 und 1998 ausgewiesenen ErtragsÃ¼berschÃ¼sse aus diesen nicht dem Kostendeckungsprinzip unterworfenen Dienstleistungen stammt.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">c) Wird somit den von der BeschwerdefÃ¼hrerin beanstandeten ErtragsÃ¼berschÃ¼ssen des Handelsregisteramts gegenÃ¼bergestellt, dass das Handelsregisteramt keine Vollkosten­rechnung fÃ¼hrt, solche ÃberschÃ¼sse in einem gewissen Umfang von Bundesrechts wegen in Kauf zu nehmen sind und ein betrÃ¤chtlicher Teil der Einnahmen des Handelsregister­amts aus in nichthoheitlicher Funktion erbrachten Dienstleistungen stammt, kann nicht von einer Verletzung des Kostendeckungsprinzips die Rede sein, indem das Handelsregisteramt in BerÃ¼cksichtigung dieser Faktoren ‑ wenn Ã¼berhaupt ‑ ErtragsÃ¼berschÃ¼sse lediglich in einem mÃ¤ssigen und demnach zulÃ¤ssigen Umfang erzielt. Ausserdem ist zu beachten, dass sich die handelsregisterlichen GebÃ¼hren im Einzelnen auf einen durchaus mÃ¤ssigen Betrag beschrÃ¤nken. Die vom Handelsregisteramt in hoheitlicher Funktion auferlegten GebÃ¼hren erscheinen daher weder als generell Ã¼berhÃ¶ht, noch werden sie zu fiskalischen Zwecken missbraucht. Mit Bezug auf Letzteres vermag die BeschwerdefÃ¼hrerin auch nicht durch einen Hinweis auf einen fÃ¼r das Verwaltungsgericht unmassgeblichen Zeitungsartikel, der insbesondere die vorstehend erwÃ¤hnten Faktoren (E. 6b) vÃ¶llig ausser Acht lÃ¤sst, etwas Gegenteiliges zu belegen.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Die streitige GebÃ¼hrenverfÃ¼gung verstÃ¶sst somit nicht gegen das Kosten­de­ckungs­prinzip, weshalb die Beschwerde abzuweisen ist.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="MsoNormal">DemgemÃ¤ss entscheidet das Verwaltungsgericht:</p> <p class="Einzug2"> </p> <p class="Einzug2"> </p> <p class="Einzug2">1. Die Beschwerde wird abgewiesen.</p> <p class="Einzug2"> </p> <p class="Einzug2">...</p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>