A bteilung V E -3358/2007 gyk/bir/sca {T 0/2} U rteil vom 7. Septem ber 2007 M itw irkung: R ichter G ysi (Vorsitz), R ichterin Spälti-G iannakitsas, R ichter Badoud, G erichtsschreiber Bindschedler 1. A._______, G eorgien, 2. B._______, G eorgien, C ._______, G eorgien, Beschw erdeführer, gegen B undesam t für M igration (B FM ), Q uellenw eg 6, 3003 Bern, Vorinstanz, betreffend Verfügung vom 28. M ärz 2007 i.S. Einreisebew illigungen und A syl / N _______ B u n d e s v e rw a ltu n g s g e ric h t T rib u n a l a d m in is tra tif fé d é ra l T rib u n a le a m m in is tra tiv o fe d e ra le T rib u n a l a d m in is tra tiv fe d e ra l2 Sachverhalt: I. A. M it E-M ail vom 1. Juni 2005 ersuchten die Beschw erdeführer, in D ._______ w ohnhaft, über die Schw eizerische Botschaft in Tbilissi das BFM um G ew ährung von Asyl und um Bew illigung der Einreise in die Schw eiz. B. D as BFM forderte am 12. Septem ber 2005 die Beschw erdeführer auf, ihm eine gültige Postadresse bekannt zu geben, w eil aus D atenschutzgründen keine Korrespondenz über ungesicherte E-M ailleitungen geführt w erden könnten. C . In der Folge haben sich die Beschw erdeführer bei den Schw eizer Behörden nicht m ehr gem eldet. Ihr Asylgesuch w urde daher am 27. M ärz 2006 als gegenstandslos erachtet und abgeschrieben. II. D . Am 8. M ärz 2007 gelangten die Beschw erdeführer erneut m it einem Asylgesuch (datiert vom 3. M ärz 2007), verbunden m it einem sinngem ässen G esuch zur Bew illigung der Einreise in die Schw eiz, an die Schw eizer Botschaft in Tbilissi, w obei sie sich im W esentlichen auf die gleichen G ründe beriefen w ie in der ersten Eingabe. E. D ie Schw eizerische Botschaft in Tbilissi überm ittelte diese zw eiten Asylgesuche sow ie deren Beilagen m it ihrem Bericht am 14. M ärz 2007 an das BFM und hielt darin fest, dass ihres Erachtens kein "asylrelevanter" Fall vorliege, ersuchte das BFM im Falle, dass es zum gleichen Schluss kom m e, um einen schriftlichen Ent- scheid bis Ende M ärz und ersuchte um M itteilung, ob eine Befragung vor O rt durchgeführt w erden sollte. F. M it Verfügung vom 28. M ärz 2007, w elche den Beschw erdeführern durch Verm itt- lung der Schw eizer Botschaft in G eorgien am 17. April 2007 eröffnet w urde, bew illigte das BFM die Einreise in die Schw eiz nicht und lehnte gleichzeitig die Asylgesuche ab. Zur Begründung w ird auf die Erw ägung verw iesen. G . D ie Beschw erdeführer w andten sich daraufhin m it frem dsprachiger Eingabe vom 2. M ai 2007 an das BFM (eingegangen am 14. M ai 2007). D ieses überw ies die Eingabe an das schw eizerische Bundesverw altungsgericht, da es sich m utm ass- lich um eine Beschw erde gegen die vorinstanzliche Verfügung vom 28. M ärz 2007 handelte. H . M it Zw ischenverfügung vom 22. M ai 2007 w urden die Beschw erdeführer aufgefor- dert, innert sieben Tagen ab deren Erhalt eine Ü bersetzung ihrer Beschw erdeein- gabe in eine Am tssprache einzureichen. D ie Beschw erdeführer w urden dabei ebenfalls aufgefordert, innert gleicher Frist Ü bersetzungen der m iteingereichten Bew eism ittel respektive frem dsprachigen D okum ente zu den Akten zu geben. D ie Zw ischenverfügung vom 22. M ai 2007 w urde den Beschw erdeführern am 31. M ai 3 2007 am Schalter der Schw eizer Botschaft in Tbilissi eröffnet. I. G em äss M itteilung der Botschaft vom 7. Juni 2007 reichten die Beschw erdeführer die angeforderten Ü bersetzungen fristgerecht am 5. Juni 2007 bei ihr ein. J. In ihrer gem einsam en Beschw erde vom 2. M ai 2007 an das Bundesverw altungs- gericht beantragten die Beschw erdeführer sinngem äss die Aufhebung der Verfü- gung vom 28. M ärz 2007, die Bew illigung der Einreise in die Schw eiz zur Feststel- lung ihrer Flüchtlingseigenschaft respektive zur G ew ährung von Asyl. Für die Be- gründung w ird auf die Erw ägungen (Ziffer 6) erw iesen. D as B undesverw altungsgericht zieht in Erw ägung: 1. 1.1 G em äss Art. 31 des Verw altungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (VG G , SR 173.32) beurteilt das Bundesverw altungsgericht Beschw erden gegen Verfügungen nach Art. 5 des Bundesgesetzes vom 20. D ezem ber 1968 über das Verw altungs- verfahren (Vw VG , SR 172.021), sofern keine Ausnahm e nach Art. 32 VG G vor- liegt. Als Vorinstanzen gelten die in Art. 33 und 34 VG G genannten Behörden. D azu gehören Verfügungen des BFM gestützt auf das Asylgesetz vom 26. Juni 1998 (AsylG , SR 142.31); das Bundesverw altungsgericht entscheidet in diesem Bereich endgültig (Art. 105 AsylG , Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des Bundesgerichtsgeset- zes vom 17. Juni 2005 [BG G , SR 173.110]). 1.2 M it Beschw erde kann die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige oder unvoll- ständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts und die U nangem essen- heit gerügt w erden (Art. 106 Abs. 1 AsylG ). 2. D ie Beschw erde ist form - und fristgerecht eingereicht; die Beschw erdeführer sind legitim iert (Art. 6 AsylG i.V.m . Art. 48 und 50 ff. Vw VG ). Auf die Beschw erden ist m ithin einzutreten. 3. 3.1 D as Bundesam t kann die Einreise in die Schw eiz verw eigern oder ein im Ausland gestelltes Asylgesuch ablehnen, w enn die asylsuchende Person keine Verfolgung glaubhaft m achen kann oder ihr die Aufnahm e in einem D rittstaat zugem utet w erden kann ( vgl. Art. 20 und 52 Abs. 2 AsylG ). G em äss Art. 20 Abs. 2 AsylG be- w illigt das Bundesam t Asylsuchenden die Einreise zur Abklärung des Sachverhal- tes, w enn ihnen nicht zugem utet w erden kann, im W ohnsitz- oder Aufenthaltsstaat zu bleiben oder in ein anderes Land auszureisen. G estützt auf Art. 20 Abs. 3 AsylG kann das EJPD schw eizerische Vertretungen erm ächtigen, Asylsuchenden die Einreise zu bew illigen, die glaubhaft m achen, dass eine unm ittelbare G efahr 4 für Leib und Leben oder für die Freiheit aus einem G rund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG besteht. 3.2 Bei diesem Entscheid sind die Voraussetzungen zur Erteilung einer Einreisebew il- ligung grundsätzlich restriktiv zu um schreiben, w obei den Behörden ein w eiter Er- m essensspielraum zukom m t. N eben der erforderlichen G efährdung im Sinne von Art. 3 AsylG sind nam entlich die Beziehungsnähe zur Schw eiz, die M öglichkeit der Schutzgew ährung durch einen anderen Staat, die Beziehungsnähe zu anderen Staaten, die praktische M öglichkeit der Schutzgew ährung durch einen anderen Staat, die Beziehungsnähe zu anderen Staaten, die praktische M öglichkeit und ob- jektive Zum utbarkeit zur anderw eitigen Schutzsuche sow ie die voraussichtlichen Eingliederungs- und Assim ilationsm öglichkeiten in Betracht zu ziehen (vgl. die zu- treffenden und w eiterhin geltenden Erw ägungen in Entscheidungen und M itteilun- gen der Schw eizerischen Asylrekurskom m ission [EM AR K] 1997 N r. 15 E. 2e-g S. 131 ff.). 4. In ihrer Eingabe vom 8. M ärz 2007, w elche die Beschw erdeführer per E-M ail an die Schw eizer Botschaft in Tbilissi respektive sinngem äss an das zuständige BFM richteten, m achten die Beschw erdeführer im W esentlichen erneut die gleichen Asylgründe w ie in ihrem ersten Asylgesuch 2005 geltend. So hätten ihre Schw ie- rigkeiten in G eorgien am 26. August 2000 begonnen, indem es zw ischen ihnen und ihren N achbarn zu Streitigkeiten sow ie tätlichen Auseinandersetzungen ge- kom m en sei. D ie Beschw erdeführer hätten sich an die georgischen Behörden ge- w andt, w elche ihnen jedoch nicht die gew ünschte U nterstützung gew ährt hätten. D arauf hätten sie sich an verschiedene O rganisationen sow ie an die Presse ge- w andt, um die erlebte U ngerechtigkeit publik zu m achen. D ie Beschw erdeführer hätten verm utet, die U rsache ihrer U ngleichbehandlung beruhe im U m stand, dass die Beschw erdeführerin russischstäm m ig und daher in G eorgien unerw ünscht sei. In der Folge hätten die Beschw erdeführer keine geregelte Erw erbstätigkeit m ehr ausüben können und seien deshalb auf die finanzielle H ilfe anderer Personen an- gew iesen gew esen. W eil die Lage für die Beschw erdeführer in G eorgien schw ierig gew orden sei, hätten sie sich Ende Februar 2003 dazu entschlossen, G eorgien zu verlassen. In den folgenden M onaten hätten sie in verschiedenen osteuropäischen Staaten um Schutz ersucht. Ende 2003 seien die Beschw erdeführer nach E._______ gelangt, w o sie vom U N H C R als Flüchtlinge anerkannt w orden seien. Indessen sei die U nterstützung durch das U N H C R in E._______ nicht genügend gew esen. Zudem sei es auch m it Vertretern dieser O rganisation zu Schw ierigkeiten gekom m en, respektive hätten sich die Beschw erdeführer nicht genug ernst genom m en gefühlt. Aus diesen G ründen seien sie am 19. August 2004 w ieder nach G eorgien zurückgekehrt. D ort hätten sie sich an verschiedene nationale sow ie internationale O rganisationen gew andt, w ie zum Beispiel die O SC E, das IKR K, das U N H C R , O pen Society Foundation G eorgia oder die Sorosstiftung. Jedoch habe keine dieser O rganisationen ihnen das gew ünschte R echt verschaffen w ollen oder können. D a schliesslich die Beschw erdeführer in G eorgien keine w irtschaftliche G rundlage hätten, seien sie auf Spenden von m ildtätigen Personen angew iesen.5 5. In seiner ablehnenden Verfügung vom 28. M ärz 2007 hält das BFM einleitend fest, dass die Beschw erdeführer im W esentlichen die selben Problem e w ie in der ersten Eingabe geltend m achen w ürden. W eiter w eist das BFM seiner Verfügung darauf hin, dass die Schw eizer Vertretung in Tbilissi die Asylgesuche vom 8. M ärz 2007 in Anw endung von Art. 20 Abs. 1 AsylG an das Am t überm ittelt habe und stellt fest, dass gestützt auf die vorliegenden Akten die G efährdungssituation der Be- schw erdeführer abschliessend beurteilt w erden könne (vgl. Verfügung vom 28. M ärz 2007 S. 2). Im Einzelnen führt dazu das BFM in seinen Erw ägungen Folgen- des aus: N ach Art. 52 Abs. 2 AsylG könne das Asylgesuch eines sich im Ausland befinden- den Ausländers auch abgelehnt w erden, w enn ihm zugem utet w erden könne, sich in einem anderen Staat um Aufnahm e zu bem ühen. N eben dem durch diese Be- stim m ung der Behörde gew ährten grossen Spielraum bei der Prüfung von G esu- chen aus dem Ausland sei unter anderem das Bestehen enger Bindungen zur Schw eiz eines der von der R echtsprechung entw ickelten Kriterien für die Erteilung einer Einreisebew illigung in die Schw eiz an eine im Ausland w eilende Person. Vor- liegend bestehe indessen w eder eine besonders nahe Beziehung der Beschw erde- führer zur Schw eiz noch w erde eine solche geltend gem acht. Infolgedessen sei es den Beschw erdeführern zuzum uten, sich allenfalls an einen anderen Staat um Schutz zu w enden (vgl. Verfügung S. 2). W eiter führt das BFM in der angefochtenen Verfügung aus, gem äss Völkerrecht gelte eine Person nur dann als Flüchtling, w enn sie den Verfolgerstaat bereits ver- lassen habe. Im Falle der Einreichung eines Asylgesuchs in diesem Staat bleibe schon aus diesem G rund kein Anlass für die Prüfung der Flüchtlingseigenschaft (vgl. Verfügung vom 28. M ärz 2007 S. 2 m it Verw eisen). D as BFM bew illige den- noch in Anw endung von Art. 20 Abs. 2 AsylG G esuchstellern die Einreise zur Ab- klärung des Sachverhalts, w enn ihnen nicht zugem utet w erden könne, im W ohn- sitz- oder Aufenthaltsstaat zu bleiben. G rundsätzlich sei festzuhalten, dass eine Einreisebew illigung nicht dem Ausgleich vergangenen U nrechts diene, sondern denjenigen gew ährt w erden soll, w elche aktuell des Schutzes des Zufluchtlandes bedürften. Zudem liege es ausserhalb des Zuständigkeitsbereichs der Schw eiz Be- hörden, den Beschw erdeführern gegenüber den georgischen Behörden oder inter- nationalen O rganisationen rechtlich beizustehen. D as BFM prüfe ausschliesslich allfällige Vorbedingungen für die D urchführung eines Asylverfahrens in der Schw eiz. Vorliegend seien indessen diese Bedingungen nicht erfüllt, w eil die gel- tend gem achten Schw ierigkeiten in nachbarrechtlichen Auseinandersetzungen be- gründet lägen. Es handle sich dabei um eine räum lich eng begrenzte Angelegen- heit und nicht um eine landesw eite sow ie staatliche Verfolgung. D en Beschw erde- führern sei es zuzum uten, ihren Problem en m it N achbarn oder anderen unbelieb- ten Personen durch einen W ohnortsw echsel in D ._______ selber oder in einen anderen Teil G eorgiens auszuw eichen (vgl. Verfügung S. 2 f.). W ie das BFM w eiter feststellt, könne aus dem U m stand, dass die Beschw erdefüh- rerin russischer Abstam m ung sei, keine Verfolgung im asylrechtlichen Sinne abge- leitet w erden. Zudem hätten auch die m om entanen russisch-georgischen Span- nungen keine konkreten Ausw irkungen auf die zahlreichen russischstäm m igen 6 Personen in G eorgien. D ies gelte insbesondere für Personen, w elche sich w eder politisch noch gesellschaftlich für die russischen Anliegen in G eorgien exponiert hätten (vgl. Verfügung S. 3). Aus den Akten seien zudem auch keine H inw eise darauf ersichtlich, dass die Be- schw erdeführer nach ihrer R ückkehr nach G eorgien im August 2004 von den geor- gischen Behörden konkret verfolgt w orden w ären. Schliesslich könne sich das BFM m angels eingereichter Bew eism ittel auch nicht zu den G ründen der Be- schw erdeführer für die Anerkennung als Flüchtling in E._______ durch das U N H C R und für das Verlassen dieses Landes äussern (vgl. Verfügung S. 3). Zusam m enfassend hält das Bundesam t fest, dass die Beschw erdeführer w eder die Anforderungen an die Flüchtlingseigenschaft noch diejenigen an die Fam ilienzu- sam m enführung noch diejenigen an eine Aufnahm e in der Schw eiz erfüllten (vgl. Art. 3, Art. 51 und Art. 52 Abs. 2 AsylG ), w eshalb die Einreise in die Schw eiz nicht zu bew illigen sei und die Asylgesuche abzulehnen seien. 6. Zur Begründung ihrer Beschw erdeschrift vom 2. M ai 2007 (Ü bersetzung) bringen die Beschw erdeführer einleitend vor, sie seien am 19. Januar 2004 in E._______ als Flüchtlinge anerkannt w orden (vgl. Beschw erde S. 1). D es w eiteren legen sie dar, sie seien in G eorgien ab 1995 einer m ehrjährigen ethnischen Verfolgung aus- gesetzt gew esen, w eil die Beschw erdeführerin sow ie ihre M utter russischer H er- kunft seien. Am 10. Septem ber 2001 habe die Leitung eines Ausschusses der EU den erklärten Krieg von M achthabern G eorgiens gegen die Beschw erdeführer be- stätigt. W egen ethnischer D iskrim inierung seien sie gezw ungen gew esen, am 28. Februar 2003 G eorgien zu verlassen (vgl. Beschw erde S. 2). Am 6. Juni 2003 hät- ten sie sich w ährend eines Aufenthaltes in F._______ an den Vertreter des Europäischen Ausschusses sow ie auch an die Internationale H elsinki Föderation gew andt. Im Laufe des Jahres 2003 seien sie auf Betreiben des U N H C R aus einer R eihe von dem okratischen Ländern (darunter R ussland, D eutschland, W eissrussland, Polen, die U kraine, U ngarn und R um änien) nach E._______ vertrieben w orden (vgl. Beschw erde S. 2). In E._______ seien sie ab dem 19. Januar 2004 befragt w orden und es seien w eitere U ntersuchungen in ihrer Angelegenheit durchgeführt w orden. In der Folge sei von den Flüchtlingsbehörden E._______s aufgrund der G enfer Konvention die von den Beschw erdeführern nachgew iesene Verfolgung durch den georgischen Staat sow ie dessen M achthaber bestätigt w orden. Im Ergebnis seien sie jedoch gezw ungen w orden, aus E._______ zu fliehen, w orauf sie in einen 30-tägigen H ungerstreik getreten seien (vgl. Beschw erde S. 3). W eiter hätten die U m stände sie gezw ungen, w egen staatlicher Verfolgung in E._______ bei der deutschen Botschaft in E._______ zum zw eiten M al um politisches Asyl in D eutschland zu bitten. D ieses G esuch sei indessen abschlägig beantw ortet w orden (vgl. Beschw erde S. 4). Ü ber G ._______ w o die Beschw erdeführer auch hätten bleiben dürfen, seien sie am 19. August 2004 gezw ungenerm assen nach G eorgien zurückgekehrt. Am 20. August 2004 hätten sie sich bei der Vertretung der U N O in G eorgien registrieren lassen, aber von dieser Seite schliesslich keine m aterielle H ilfe erhalten. D araufhin hätten sie sich an verschiedene internationale, staatliche und nichtstaatliche O rganisationen gew andt, w elche alle indessen H ilfe und Beistand verw eigert hätten (vgl. 7 Beschw erde S. 4 f.). D aher hätten sich die Beschw erdeführer am 18. Juli 2005 an die Schw eizer Botschaft in G eorgien gew andt, um politisches Asyl in der Schw eiz zu erhalten. Ihr Antrag sei zw ar registriert w orden, jedoch hätten sie im Laufe der Zeit keine M eldung oder keinen Anruf erhalten. D ie sich neu entw ickelt habenden U m stände hätten sie gezw ungen, sich am 8. M ärz 2007 über die Botschaft der Schw eiz in G eorgien an den C hef der (Schw eizer) R egierung zu w enden (vgl. Beschw erde S. 5). Zur Stützung ihrer Vorbringen gaben die Beschw erdeführer auch eine R eihe von D okum enten als Bew eism itteln zu den Akten (vgl. Beschw erde S. 6 f.). 7. N ach Prüfung der Akten gelangt das Bundesverw altungsgericht zum Schluss, dass das BFM in seiner Verfügung vom 28. M ärz 2007 m it überzeugender sow ie zutref- fender Begründung festgestellt hat, dass keine im Sinne von Art. 3 AsylG in G eor- gien relevante G efährdung für Leib und Leben oder für die Freiheit der Beschw er- deführer und som it keine Schutzbedürftigkeit bestehe, w eshalb die Einreise zu ver- w eigern ist (Art. 20 AsylG ). Sow eit die Beschw erdeschrift überhaupt auf diese Ver- fügung eingeht, sind daraus keine Vorbringen erkennbar, w elche die Erw ägungen des BFM um zustossen verm öchten. Im Ü brigen ist das BFM zu R echt davon aus- gegangen, die Beschw erdeführer könnten sich im Sinne von Art. 52 Abs. 2 AsylG auch in einem D rittstaat um Aufnahm e bem ühen. 7.1 In Anbetracht der Akten auch ist auf Beschw erdeebene und in Ü bereinstim m ung m it dem BFM (vgl. Verfügung S. 2) festzustellen, dass die Beschw erdeführer nicht über die geringsten Bindungen zur Schw eiz verfügen. W eder in ihrem Asylgesuch vom 8. M ärz 2007 noch in ihrer Beschw erdeschrift vom 2. M ai 2007 m achen die Beschw erdeführer das Bestehen von irgendw elchen, geschw eige denn von engen Bindungen zur Schw eiz geltend. D as BFM hat daher in Anw endung von Art. 52 Abs. 2 AsylG zutreffend befunden, den sich im Ausland befindenden Beschw erde- führern sei es zuzum uten, in einem anderen Land (als der Schw eiz) um Asylge- w ährung zu ersuchen. D abei ist festzuhalten, dass die Beschw erdeführerin nach ihren eigenen Angaben R ussin ist, w eshalb es als naheliegend erscheint, dass sich die Beschw erdeführer allenfalls um eine W ohnsitznahm e in R ussland bem üh- en w ürden. Ausserdem haben sich die Beschw erdeführer bereits längere Zeit in verschiedenen N achbarstaaten aufgehalten und um Aufnahm e bem üht, w om it eine entsprechend relevante Beziehung auch zu diesen Staaten entstanden ist. Auf- nahm ebem ühungen in diesen Staaten scheinen auch zum utbar. Ferner besteht auch im Ü brigen vorliegend, w ie vom BFM zu recht dargelegt (vgl. Verfügung S. 2 f.), auch auf Beschw erdeebene keine Veranlassung, in Anw endung von Art. 20 Abs. 2 oder 3 AsylG den Beschw erdeführern eine Bew illigung zur Einreise in die Schw eiz zu erteilen, da die Bedingungen dazu nicht gegeben sind. W ie das BFM zutreffend dargelegt hat (vgl. Verfügung S. 3), kann w eder aus der nachbarrechtli- chen Auseinandersetzung noch aus dem U m stand, dass die Beschw erdeführerin russischer Abstam m ung ist, eine asylrelevante Verfolgung der Beschw erdeführer abgeleitet w erden, zum al aus den Akten nicht ersichtlich ist, dass sich die Be- schw erdeführerin entw eder politisch oder anderw eitig in G eorgien für russische Belange öffentlich exponiert hätte. Auch sonst ist festzuhalten, dass in der Be- schw erde keine konkreten Einw ände gegen die vorinstanzlichen Erw ägungen vor- gebracht w erden, w elche diese w iderlegen w ürden. D ie Beschw erdeführer be-8 schränken sich in ihrer Beschw erde im W esentlichen darauf zu erw ähnen, in w el- chen Ländern sie sich seit dem Verlassen G eorgiens am 28. Februar 2003 aufge- halten und an w elche Instanzen sie sich jew eils w egen ihrer Schw ierigkeiten ge- w andt hätten. W as die m it der Beschw erde eingereichten Bew eism ittel anbelangt, erscheinen diese vorliegend als unbehelflich. D ie betreffenden D okum ente, w elche ihre Asylvorbringen w iderspiegeln (vgl. unter anderem der Bericht von M .V. Vom 18. April 2004, der Internetbericht des Institute for W ar and Peace vom 17. Januar 2002), sprechen nicht dafür, dass den Beschw erdeführern aktuell Verfolgung im Sinne von Art. 3 AsylG drohe. D iesbezüglich ist insbesondere festzuhalten, dass die Beschw erdeführer seit ihrer am 19. August 2004 erfolgten R ückkehr in ihr H ei- m atland dort offenbar keinen asylrelevanten Behelligungen ausgesetzt w aren, zu- m al sie in ihren Eingaben keine solchen geltend m achen. Insgesam t ergibt sich, dass vorliegend offensichtlich keine asylrechtlich erhebliche G efährdung zu Lasten der Beschw erdeführer auszum achen ist und diese nicht auf den unm ittelbaren Schutz der Schw eiz angew iesen sind. 7.2 Zusam m enfassend ist festzuhalten, dass das Bundesam t den Beschw erdeführern zu R echt und m it zutreffender Begründung die Erteilung einer Einreisebew illigung verw eigert und die Asylgesuche abgew iesen hat. 8. Aus diesen Erw ägungen ergibt sich, dass die angefochtene Verfügung Bundes- recht nicht verletzt, den rechtserheblichen Sachverhalt richtig und vollständig fest- stellt und angem essen ist (vgl. Art. 106 Abs. 1 AsylG ). D ie Beschw erde ist daher abzuw eisen. 9. Bei diesem Ausgang des Verfahrens w ären die Kosten grundsätzlich den Be- schw erdeführer aufzuerlegen (vgl. Art. 63 Abs. 1 Vw VG ); aus verw altungsökono- m ischen G ründen w ird indessen in Anw endung von Art. 6 Bst. b des R eglem ents über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverw altungsgericht vom 11. D ezem ber 2006 (VG KE, SR 173.320.2) auf die Erhebung von Verfahrenskos- ten verzichtet. (D ispositiv nächste Seite)9 D em nach erkennt das B undesverw altungsgericht: 1. D ie Beschw erden w erden abgew iesen sow eit darauf eingetreten w ird. 2. Es w erden keine Verfahrenskosten erhoben. 3. D ieses U rteil geht an: - die Beschw erdeführer, zu eröffnen durch die Schw eizerische Vertretung in Tif- lis, G eorgien - die Vorinstanz (R ef.-N r. N _______) D er vorsitzende R ichter: D er G erichtsschreiber: Kurt G ysi R udolf Bindschedler Versand am :