B u n d e s v e rw a l t u n g s g e r i ch t T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i f f éd é r a l T r i b u n a l e am m i n i s t r a t i vo f e d e r a l e T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i v fe d e r a l Abteilung III C-7165/2010 U r t e i l v o m 2 4 . F e b r u a r 2 0 11 Besetzung Richter Beat Weber (Vorsitz), Richter Michael Peterli, Richterin Franziska Schneider, Gerichtsschreiber Daniel Golta. Parteien santésuisse, Die Schweizer Krankenversicherer, vertreten durch Dr. iur. Vincent Augustin, Beschwerdeführerin, gegen Klinik A._______, vertreten durch Advokatur am Falkenstein, Dr. iur. Frank Th. Petermann, Beschwerdegegnerin, Regierung des Kantons B._______, Vorinstanz. Gegenstand Aufnahme der Klinik A._______ auf Spitalliste; Beschluss der Regierung des Kantons B._______ vom 31. August 2010. C-7165/2010 Seite 2 Sachverhalt: A. Mit Schreiben vom 21. August 2009 an das Gesundheitsamt B._______ ersuchte die Klinik A._______ (im Folgenden: Klinik bzw. Beschwerd e- gegnerin), um Aufnahme auf die Spitalliste des Kantons B._______ (vgl. Vorakten der Regierung des Kantons B._______ [im Folgenden: Regi e- rung bzw. Vorinstanz] VI/12). Dazu eingeladen nahm santésuisse, Die Schweizer Kran kenversicherer (im Folgenden: santé suisse bzw. B e- schwerdeführerin) am 29. Januar 2010 Stellung zum Gesuch (vgl. VI/10 f.). Am 8. April 2010 erklärte die Klinik schriftlich den Rückzug ihres G e- suchs um Aufnahme auf die Spitalliste (vgl. VI/9). B. B.a Am 4. Augus t 2010 ersuchte die Klinik erneut um Aufnahme auf die Spitalliste des Kantons B._______ (im Folgenden: Kanton; vgl. VI/2). B.b Ohne vorgängige Anhörung von santésuisse zum Gesuch nahm die Regierung die Klinik mit Beschluss vom 31. August 2010 (Protokoll Nr. […]) mit einem Leistungsauftrag für […] Erkrankungen unter Zuwe i- sung von fünf Betten für KVG-Patienten [des Kantons B._______] auf die kantonale Spitalliste auf (VI/1; vgl. auch Beschwerde S. 2 -4 und Ve r- nehmlassung der Regierung vom 23. November 2010 [Akte n des B e- schwerdeverfahrens act. 12, im Folgenden: Vernehmlassung] S. 10 f.) . Der Beschluss wurde unter anderen auch santésuisse zugestellt (Post- stempel: Freitag, 3. September 2010 [vgl. Beschwerdebeilage 16]). C. C.a Gegen diesen Beschluss erhob santésuisse am 4. Oktober 2010 Be- schwerde an das Bundesverwaltungsgericht. Sie beantragte die ersatzl o- se Aufhebung des angefochtenen Beschlusses, eventualiter dessen Au f- hebung und die Zurückweisung zu neuer Entscheidung an die Regierung – unter Kosten- und Entschädigungsfolgen gemäss Gesetz. C.b Am 22. Oktober 2010 leistete santésuisse den ihr vom Bundesve r- waltungsgericht auferlegten Kostenvorschuss von Fr. 2'000.- (vgl. act. 2 und 9). C.c Am 23. November 2010 nahm die Regierung Stellung zur Beschwe r- de. Sie beantragte, auf die Beschwerde nicht einzutreten, eventualiter, sie abzuweisen – unter gesetzlicher Kostenfolge. C-7165/2010 Seite 3 C.d Am 25. No vember 2010 nahm die Klinik Stellung zur Beschwerde (vgl. act. 11). Sie beantragte, auf die Beschwerde nicht einzutreten, even- tualiter, sie abzuweisen sowie ihr die aufschiebende Wirkung zu entzi e- hen – unter Kosten- und Entschädigungsfolge zulasten von santésuisse. C.e Auf die weiteren Vorbringen der Parteien und die eingereichten Akten wird, soweit erforderlich, im Rahmen der nachfolgenden E rwägungen eingegangen. Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 1. 1.1. Nach den allgemeinen intertemporalrechtlichen Regeln sind in ve r- fahrensrechtlicher Hinsicht in der Regel diejenigen Rechtssätze massg e- bend, welche im Zeitpunkt der Beschwerdebeurteilu ng Geltung haben (BGE 130 V 1 E. 3.2), unter Vorbehalt der spezialgesetzlichen Übe r- gangsbestimmungen. Entsprechend beurteilt sich die Zuständigkeit des Bundesverwaltungsgerichts vorliegend nach den Bestimmungen des Bundesgesetzes vom 18. März 1994 über die Krankenversicherung (KVG, SR 832.10) in der durch Ziff. I des Bundesgesetzes über die Kra n- kenversicherung vom 21. Dezember 2007 (Spitalfinanzierung; AS 2008 2049 2057; BBl 2004 5551; in Kraft seit 1. Janua r 2009) geltenden Fa s- sung. 1.2. In materiellrechtlicher Hinsicht sind grundsätzlich diejenigen Recht s- sätze massgebend, die bei der Erfüllung des zu Rechtsfolgen führenden Sachverhalts Geltung haben (BGE 130 V 3 29 E. 2.3). Massgebend sind somit die im Zeitpunkt des Regierungsbeschlusses vom 31. August 2010 geltenden materiellen Bestimmungen des KVG und der Verordnung vom 27. Juni 1995 über die Krankenversicherung (KVV, SR 832.102). 2. 2.1. Gemäss Art. 90a Abs. 2 KVG beurteilt das Bundesverwaltungsgericht Beschwerden gegen Beschlüsse der Kantonsregierungen nach Art. 53 KVG. Beim angefochtenen Entscheid handelt es sich um den Beschluss einer Kantonsregierung, gegen den gemäss Art. 53 Abs. 1 KVG beim Bundesverwaltungsgericht Beschwerde geführt werden kann. Gemäss Art. 33 Bst. i des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (VGG, SR 173.32) ist die Beschwerde an das Bundesverwaltungsgericht zulä s-C-7165/2010 Seite 4 sig gegen Verfügungen kantonaler Instanzen, soweit ein Bundesgesetz gegen ihre Verfügungen die Beschwerde an das Bundesverwaltungsg e- richt vorsieht. Dieses ist somit auch im Sinne der im VGG aufgestellten Ordnung für die Behandlung der vorliegenden Beschwerde zuständig. 2.2. Die Beschwerde wurde frist - und formgerecht eingereicht und der Kostenvorschuss fristgerecht geleistet (Art. 50 und 52 des Bundesgeset- zes vom 20. Dezember 1968 über das Verwaltungsverfahren [VwVG, SR 172.021], Art. 63 Abs. 4 VwVG). 3. 3.1. Im Folgenden ist zu prüfen, ob santésuisse zur Beschwerdefüh rung berechtigt ist. Sollte dies nicht zutreffen, so ist auf die Beschwerde – ohne Prüfung der materiellrechtlichen Rügen – nicht einzutreten. 3.2. Vorauszuschicken ist, dass santésuisse als juristische Person partei - und prozessfähig ist (vgl. Urteil des Bundesverwaltungsgerichts C- 623/2009 vom 8. September 2010 [im Folgenden: Urteil C -623/2009] E. 6.3.1 m.w.H.). 3.3. 3.3.1. Die Legitimation im Beschwerde - bzw. Rekursverfahren ist Teil der Eintretensvoraussetzungen, deren Vorliegen von der Rechtsmittelbehö r- de von Amtes wegen zu prüfen ist (vgl. BVGE 2007/6 E. 1 mit H inwei- sen). Nach der Lehre entbindet die Prüfung von Amtes wegen die b e- schwerdeführende Partei nicht von der Pflicht darzulegen, aus welchen Umständen sich ihre Beschwerdebefugnis ergibt (vgl. BERNHARD WALD- MANN, in: Marcel Alexan der Niggli / Peter Uebersax / Hans Wiprächtiger [Hrsg.], Kommentar BGG, Basel 2008 [nachfolgend: Basler Kommentar BGG], Art. 89 Rz. 3 und 12; KÖLZ / BOSSHART / RÖHL, VRG - Kommentar, § 21 Rz. 29 f.; ferner GYGI, Bundesverwaltungsrechtspflege, S. 150 f., welcher die Pflicht zur Darlegung der Legitimation insbesondere in Bezug auf die Drittbe schwerde hervorhebt). Die Krankenversicherer und damit auch santésuisse als deren Verband unterliegen als privat- rechtlich organisierte Trägerinnen öffentlicher Aufgaben einer besonderen Verpflichtung, ihre Beschwerdelegitimation nachzuweisen (vgl. Urteil des Bundesgerichts K 112/06 vom 30. Mai 2007 E. 6.1 m.w.H.; vgl. auch BGE 135 V 382 E. 3.3.1). Die ungenügende Darlegung der Legitimation kann somit zu einem Nichteintretens entscheid wegen Fehlens einer Prozes s- voraussetzung führen (vgl. auch Urteil C-623/2009 E. 5.1). C-7165/2010 Seite 5 3.3.2. Gemäss Art. 48 Abs. 1 VwVG ist zur Beschwerde berechtigt, wer vor der Vorinstanz am Verfahren teilgenommen hat oder keine Möglic h- keit zur Teilnahme erhalten hat (Bst. a; sogenannte formelle Beschwer) , durch die angefochtene Verfügung besonders berührt ist und ein schutz- würdiges Interesse an deren Aufhebung oder Änderung hat (Bst. b und c, sogenannte materielle Beschwer). Dritte sind im Sinne von Art. 48 Abs. 1 Bst. b und c VwVG zur Beschwe r- de gegen eine den Adressaten begünstigenden Entscheid (nur) befugt (materielle Beschwer), wenn sie ein eigenes schutzwürdiges Interesse an der Aufhebung oder Änderung dieses Entscheids haben, durch den ange- fochtenen Entscheid stärker als jedermann betroffen sind und in einer be- sonderen, beachtenswerten, nahen Beziehung zur Streitsache stehen (besondere Betroffenheit). Nach der Rechtsprechung ist das spezifische Rechtsschutzinteresse nur zu bejahen, wenn de r Dritte ein unmittelbares und konkretes Interesse an der Aufhebung oder Änderung des En t- scheids hat. Die beschwerdeführende Partei muss durch den angefoc h- tenen Akt persönlich und unmittelbar einen Nachteil erleiden. Ein bloss mittelbares oder ausschliessl ich allgemeines öffentliches Interesse b e- rechtigt – ohne die erforderliche Beziehungsnähe zur Streitsache selber – nicht zur Verwaltungs - oder Verwaltungsgerichtsbeschwerde (vgl. Urteil C-623/2009 E. 6.4 m.w.H.; vgl. auch BVGE 2010/23 E. 2.2, Urteil des Bundesgerichtes K 112/06 E. 4.1, je m.w.H.). Der drohende Nachteil muss im Übrigen eine minimale besondere Schwere erreichen. Es reicht nicht aus, wenn nur eine sehr geringe Beeinträchtigung droht (vgl. HANS- JÖRG SEILER, in: Hansjörg Seiler / Nicolas von Werd t / Andreas Güng e- rich, Bundesgerichtsgesetz [ BGG], Stämpflis Handkommentar, Bern 2007, Art. 89 Rz. 23 m.w.H.). Im vorliegenden Fall bestünde das schützenswerte Interesse von sant é- suisse im praktischen Nutzen, den sie aus der Aufhebung des angefoc h- tenen Beschlusses ziehen würde (vgl. Urteil C-623/2009 E. 6.4). Dieser praktische Nutzen soll gemäss santésuisse darin liegen, dass ihr mit der Aufhebung des angefochtenen Entscheids der personelle und materielle – mithin finanzielle - Aufwand erspart würde, den die Aufnahme und Füh- rung von Tarifverhandlungen mit der Klinik mit sich bringen würde. Dabei ist zu berücksichtigen, dass es sich bei den Mitglieder n der Beschwerde- führerin in Bezug auf den Bereich der obligatorischen Krankenversich e- rung um privatrechtlich o rganisierte Trägerinnen öffentlicher Aufgaben handelt, welche nur ausnahmsweise zur Beschwerde zugelassen we r- den, es sei denn, der Hoheitsakt beeinträchtige ihre Existenz oder Aut o-C-7165/2010 Seite 6 nomierechte (vgl. Urteil C-623/2009 E. 6.5 m.w.H.), was vorliegend nicht der Fall ist. 3.3.3. Zur Beschwerde berechtigt sind gemäss Art. 48 Abs. 2 VwVG aus- serdem Personen, Organisationen und Behörden, denen ein anderes Bundesgesetz dieses Recht einräumt (sogenannte ideelle Verbandsb e- schwerde). 3.4. Auf das zweite Gesuch der Klinik vom 4. August 2010 hin führte die Vorinstanz das Verfahren betreffend Aufnahme der Klinik auf die Spitallis- te durch, welches mit dem angefochtenen Beschluss vom 31. August 2010 abgeschlossen wurde. Sie verzichtete darauf, santésuisse zur Teil- nahme an diesem Verfahren einzuladen (vgl. Vernehmlassung der Vorin- stanz S. 11). Da s antésuisse keine Möglichkeit erhielt, am vorinstanzli- chen Verfahren teilzuneh men, und d er angefochtene Beschluss ihr als sekundäre Adressatin zugestellt wurde, ist die Voraussetzung der formel- len Beschwer erfüllt (vgl. Art. 48 Abs. 1 Bst. a VwVG). Die gegen den B e- schluss erhobene Beschwerde stellt eine Drittbeschwerde dar. 3.5. 3.5.1. Santésuisse macht einerseits ein eigenes schutzwürdiges Interes- se – als zu Tarifverhandlungen verpflichtete juristische Person – geltend, andererseits ein schutzwürdiges Interesse seiner Mitglieder, welche als KVG-Versicherer eine Tarifverhandlungspflicht treffe und in deren Interes- senwahrnehmung sie als Verband auftrete. 3.5.2. Als Verband ist santésuisse grunds ätzlich zur Beschwerde berec h- tigt, wenn ein genügend enger Zusammenhang zwischen Streitgegen - stand und Verbandszweck gegeben ist und wenn die Mehrheit bzw. eine Grosszahl der Mitglieder betroffen und ihrerseits zur Beschwerde berech- tigt wäre (vgl. Urteil C-623/2009 E. 6.3 Ingress m.w.H.). Ob diese Voraus- setzungen erfüllt sind, wird unten in E. 5 und 6 abgehandelt. Im vorlie- genden Zusammenhang steht als massgeblicher Verbandszweck vor a l- lem Folgendes im Zentrum: die Wahrung und Vertretung der gemeins a- men Interessen der Mitglieder als repräsentativer Branchenverband der Krankenversicherer, wozu namentlich das Auftreten als Verhandlung s- partnerin der Leistungserbringer und ihrer Organisationen sowie das Füh- ren von Tarif- und Vertragsverhandlungen auf national er, regionaler, und kantonaler Ebene als Branchenverband im Sinne von Art. 46 KVG zählt (vgl. Art. 4 sowie Art. 5 Absätze 2 und 8 der Vereinsstatuten [act. 1.12] sowie Urteil C-623/2009 E. 6.3.2 m.w.H.). C-7165/2010 Seite 7 3.5.3. Die santésuisse treffenden Tarifverhandlungspflichten leiten sich aus den entsprechenden Pflichten der Mitglieder ab und gehen nicht da r- über hinaus. Es besteht keine von den Pflichten ihrer Mitglieder hinaus- gehende Verpflichtung von santésuisse zur Verhandlungsführung. Ein sonstiges eigenes schutzwürdiges Interesse von santésuisse wird nicht geltend gemacht und ist auch nicht ersichtlich. Im Folgenden genügt es daher zu prüfen, ob die Mehrheit der Mitglieder von santésuisse ein schutzwürdiges Interesse im obgenannten Sinne hat. 4. 4.1. Am 8. September 2010 fällte das Bundesverwaltungsgericht im Ve r- fahren C -623/2009 ein Urteil betreffend die Beschwerdelegitimation von santésuisse gegen Beschlüsse der Kantonsregierungen betreffend Spital- und Pflegeheimplanung (im Folgenden: Listenentscheide) . In diesem U r- teil (im Folgenden: Grundsatzurteil bzw. Urteil C-623/2009 [zur Veröffent- lichung bestimmt]) kam das Bundesverwaltungsgericht zum Schluss, (1) dass sich die Beschwerdelegitimation betreffend Listenentscheide nach Art. 48 Abs. 1 VwVG richtet und dass die Krankenversicherer – und damit auch santésuisse – die Voraussetzungen von Art. 48 Abs. 1 VwVG zur Beschwerdelegitimation gegen Listenentscheide nicht erfüllen ( vgl. Grundsatzurteil E. 7.4.4 sowie E. 6) und (2) dass santésuisse gegen Lis- tenentscheide nicht zur ideellen Verbandsbeschwerde im Sinne von Art. 48 Abs. 2 VwVG legitimiert ist. 4.2. In zweierlei potentiell relevanter Hinsicht unterscheidet sich die Au s- gangslage im Grundsatzurteil von der vorliegenden: 4.2.1. Das Bundesverwaltungsgericht beurteilte im oben erwähnten Fall die Legitimation von santésuisse zum Rekurs gegen den erstinstanzl i- chen kantonalen Listenentscheid an die kantonale Rechtsmittelinstanz. Da das Bundesverwaltungsgericht diese Legitimation nach dem für das bundesrechtliche Beschwerdeverfahren geltenden Recht prüfte, sind die entsprechenden Erwägungen auch für das vorliegende Beschwerdever- fahren einschlägig (vgl. Grundsatzurteil E. 6 Ingress). 4.2.2. Das Bundes verwaltungsgericht prüfte die Beschwerdelegitimation im genannten Urteil unter Bezugnahme auf aArt. 34 VGG (in Kraft vom 1. Januar 2007 bis 31. Dezem ber 2008) in Verbindung mit Art. 48 VwVG und stützte sich dabei namentlich auf die Materialien zu dessen Vorgän- gerbestimmung aArt. 53 KVG (in der vom 1. Januar 1996 bis 31. Deze m- ber 2006 geltenden Fas sung; vgl. insbesondere E. 2.2 und 7.1 des C-7165/2010 Seite 8 Grundsatzurteils). Vorliegend ist für die Beurteilung der gleichen Frage hingegen der im Rahmen der Neuordnung der Spitalfinanzierung g e- schaffene und seit dem 1. Januar 2009 in Kraft stehende neue Art. 53 KVG (nArt. 53 KVG, AS 2008 2054 f.) als Nachfolgenorm zu aArt. 34 VGG massgebend. Da sich weder in der Botschaft zur Spitalfinanzierung noch in den entsprechenden Ratsprotokollen Hinweise darauf finden, dass mit der Einführung von nArt. 53 KVG (in Verbindung mit dem unver- ändert gebliebenen Art. 48 VwVG) die Beschwerdelegitimation gegenüber aArt. 53 KVG bzw. aArt. 34 VGG geändert werden sollte (vgl. BBl 2009 5581, 5597 sowie AB 2006 S 63, AB 2007 N 458 ff., AB 2007 N 530 f., AB 2007 S 763 f.) , bleibt das Grundsatzurteil a uch unter neuem Recht ein- schlägig. 4.3. Vorliegend macht santésuisse nicht geltend , gegen Listenentscheide zur ideellen Verbandsbeschwerde im Sinne von Art. 48 Abs. 2 VwVG legi- timiert zu sein (vgl. Beschwerde S. 6 f.). Auch von Amtes wegen besteht kein Anlass dazu, die entsprechende Beurteilung in Frage zu stellen. Santésuisse stimmt auch der Beurteilung des Bundesverwaltungsgerichts im Grundsatzurteil zu, wonach sich die Frage der Beschwerdelegitimation betreffend Listenentscheide nach Art. 48 Abs. 1 VwVG richtet (vgl. Grundsatzurteil E. 7.4.4 und 6). Santésuisse macht aber geltend, dass sie bzw. die Krankenversicherer aus anderen als den im Grundsatzurteil genannten Gründen zur B e- schwerde gegen Listenentscheide legitimiert seien , was nachfolgend nä- her zu prüfen ist. 5. 5.1. Das Bundesverwaltungsgericht verneinte im Grundsatzurteil die Be- schwerdelegitimation von santésuisse im Sinne von Art. 48 Abs. 1 VwVG zur Hauptsache damit , dass für die Beschwerdeführerin bzw. die Meh r- zahl ihrer Mitglieder aus der Aufnahme vo n 5 zusätzlichen Pflegebetten auf der kantonalen Pflegeheimliste kein unmittelbarer Nachteil entstehe. Sie habe daher kein schutzwürdiges Interesse an der Aufhebung des ent- sprechenden Listenentscheids. Das Interesse an eine r Vermeidung der mit dem Anstieg der Anzahl Leistungserbringer verbundene n Erhöhung der Gesundheitskosten sei nicht alleine den Krankenversicherungen e i- gen, da die Gesamtheit der Akteure im Krankenversicherungsbereich d a- zu tendiere, eine Explosion der Gesundheitskosten zu vermeiden. Diese Interessen würden nicht mit dem rein wirtschaftlichen Interesse von sa n-C-7165/2010 Seite 9 tésuisse verschmelzen, welches darin bestehen, die Leistungen zu La s- ten ihrer Mitglieder zu begrenzen (vgl. Grundsatzurteil E. 6.6.4 m.w.H.). Ausserdem fehle es an einem durch den List enentscheid verursachten unmittelbaren finanziellen Nachteil für santésuisse bzw. die Mehrzahl i h- rer Mitglieder. Selbst wenn einem der Mitglieder von santésuisse die Kos- ten für eines oder mehrere der zusätzlichen Pflegebetten in Rechnung gestellt würden, sei darin kein unmittelbarer finanzieller Nachteil aus dem angefochtenen Listenentscheid zu erkennen, da es an der Kausalität zwi- schen der angefochtenen Verfügung und den aus dem Eintritt des Pflege- falles resultierenden Kosten mangle. Die virtuelle Betroffe nheit auch der Mehrheit der Mitglieder genüge für die Beschwerdebefugnis nicht (vgl. Grundsatzurteil E. 6.7). 5.2. Im vorliegenden Verfah ren bestreitet santésuisse die vom Bunde s- verwaltungsgericht im erwähnten Urteil verwendete Argumentation im Grundsatz nicht (vgl. oben E. 5.1 und Beschwerde S. 9). Sie macht hi n- gegen geltend, dass das Bundesverwaltungsgericht einen Umstand nicht geprüft habe, der vorliegend zur Bejahung der Beschwerdelegitimation von santésuis se führe n müsse , weshalb das Grundsatzurteil entspr e- chend zu korrigieren bzw. zu präzisieren sei. Santésuisse argumentiert, dass sie bzw. die Mehrzahl ihrer Mitglieder von Gesetzes wegen dazu verpflichtet sei en, Tarifverhandlungen mit KVG -Leistungserbringern zu führen, wobei praxisgemäss die Initiative von den Krankenversicherern auszugehen habe. Die Zulassung eines neuen Leistungserbringers würde demnach santésuisse bzw. die Mehrzahl ihrer Mitglieder dazu verpflic h- ten, mit diesem neu Vertragsverhandlungen aufzunehmen und zu führen. Die damit verbundene Bereitstellung personeller und materieller Re s- sourcen stelle einen unmittelbaren, direkt aus dem angefochtenen Li s- tenentscheid fliessenden (finanziellen) Nachteil dar. Es resultiere aus der Zulassung eines neue n Leistungserbringers somit eine konkrete und u n- mittelbare Betroffenheit von santésuisse bzw. der Mehrzahl seiner Mi t- glieder, welche zur Bejahung ihrer Beschwerdelegitimation führe (vgl. Be- schwerde S. 9 f.). 5.3. Die obligatorische Krankenpflegev ersicherung übe rnimmt nach Art. 24 KVG die Kosten für die Leistungen gemäss Art. 25 -31 KVG nach Massgabe der in den Art. 32 -34 KVG festgelegten Voraussetzungen. Nach Art. 43 Abs. 4 KVG sind die entsprechenden Tarife und Preise in Verträgen zwischen Versicherern und Leistungserbringern zu vereinbaren (Tarifvertrag) oder werden in den vom Gesetz bestimmten Fällen von der zuständigen Behörde festgesetzt (vgl. BVGE 2010/24 E. 4.1). Das KVG C-7165/2010 Seite 10 setzt als Korrelat zum Versicherungsobligatorium und zum Tarifschutz voraus, dass zwischen allen zugelassenen Leistungserbringern und allen zur Durchführung der obligatorischen Krankenpflegeversicherung befug- ten Versicherern Tarife vorhanden sind (vgl. BGE 131 V 133 E. 9. 3 m.w.H.). Gemäss bundesrätlicher und vom Bundesverwaltungsgericht bes tätigter Praxis bildet im System des KVG die Tarifvereinbarung zwischen den Ta- rifpartnern die Regel. Die Tarifpartner sind zur Durchführung entspr e- chender Tarifverhandlungen verpflichtet (vgl. insbesondere BVGE 2010/24 E. 5.2.1, bestätigt im Urteil des Bundesverwaltungsgerichts C - 7407/2007 vom 23. September 2010 E. 6.3, je mit Hinweisen; vgl. auch Urteil des Bundesverwaltungsgerichts C-4308/2007 vom 13. Januar 2010 [publiziert als BVGE 2010/14 ], nicht publizierte E. 3.2 mit Hinweisen). Auch gemäss bundesgerichtlicher Praxis sind die Tarifpartner dazu ve r- pflichtet, nach Kräften auf das Zustandekommen von Tarifverträgen mit allen nach den Bestimmungen d es KVG zugelassenen Leistungserbri n- gern bzw. Krankenversicherern hinzuwirken (vgl. BGE 131 V 133 E. 9. 3 m.w.H.). Für den subsidiären Fall, dass trotz darauf zielender Verhandlungen oder Angebote kein Vertrag zustande gekommen ist, wenn für bestimmt e Ein- zelfälle kein anwendbarer Vertrag existiert oder wenn die Erneuerung e i- nes bestehenden, aber gekündigten Vertrages gescheitert ist – herrscht mithin ein vertragsloser Zustand –, setzt die Kantonsregierung den Tarif fest (vgl. Art. 47 Abs. 1 KVG; vgl. auch BV GE 2010/24 E. 5.2.1 und BGE 131 V 133 E. 5.3, 9.3 je m.w.H.). Ist ein Tarif einmal vereinbart oder behördlich festgelegt worden, dür- fen die Tarifpartner es nicht dabei bewenden lassen. Vielmehr sind sie dazu verpflichtet, eine ständige Tarifpflege zu betre iben, die Tarife regel- mässig zu überp rüfen und gegeb enenfalls den gesetzlichen Anforderun- gen anzupassen (vgl. Art. 59c Abs. 2 der Verordnung vom 27. Juni 1995 über die Krankenversicherung [KVV, SR 832.102]). Für den Fall, dass weder ein vereinbarter noch ein behördlich festgesetz- ter Tarif existiert, ist im konkreten Leistungsfall für die finanzielle A bwick- lung zwischen Leistungserbringern, Versicherern und Patienten eine Lö- sung zu suchen, die den gesetzlichen Erfordernissen ge recht wird . Zur Bemessung der Vergütung aus der obligatorischen Krankenpflegevers i- cherung ist dazu ein Referenztarif festzusetzen, der sowohl den Anford e-C-7165/2010 Seite 11 rungen des Tarifschutzes wie des Tarifrechts zu genügen hat (vgl. BGE 131 V 133 m.w.H. ). Zuständig für die Festsetzung dieses Referenztarifs ist das kantonale Schiedsgericht im Sinne von Art. 89 KVG, welches Streitigkeiten zwischen Leistungserbringern und Krankenversicherern (letztere gegebenenfalls auch als Vertreter der versicherten Person) beur- teilt. Sollte der Krankenversicherer nicht das kantonale Schiedsgericht anrufen, sondern über die Höhe der Vergütung eine schriftliche Verfügung erlassen, ist im Bestreitungsfall das kantonale Versicherungsgericht für die Festsetzung des Referenztar ifs zuständig (vgl. Art. 86 KVG und BGE 131 V 133 m.w.H.). Letztinstanzlich ist in beiden Fällen das Bundesg e- richt zur Beurteilung zuständig (vgl. Art. 91 KVG und Art. 62 Abs. 1 ATSG). 5.4. Wie oben aufgezeigt, sind d ie Krankenversicherer primär dazu ver- pflichtet, mit sämtlichen Leistungserbringern Tarifverhandlungen zu führen und weitestmöglich Tarifverträge abzuschliessen (vgl. oben E. 5.3). Dazu haben sie die notwendigen personellen und materiellen (mithin finanzie l- len) Ressourcen bereit zu stellen und aufzuwenden. Es trifft grundsätzlich auch zu, dass die Neuzulassung eines KVG -Leistungserbringers (na- mentlich eines Spitals oder Pflegeheims) einen neuen Tarifpartner gene- riert, mit dem die Krankenversicherer entsprechende Tarifverhandlungen zu führen und möglichst auch Tarifverträge abzuschliessen habe n. Inso- fern resultiert für sie aus der Zulassung eines neuen Leistungserbringers ein faktischer Nachteil. Ferner sind lediglich die Krankenversicherer (bzw. an ihrer Stelle der sie vertretende Verband) dazu verpflichtet, mit den – ebenfalls in der Pflicht stehenden – Leistungserbringern Verhandlungen zu führen, nicht aber natürliche und andere juristischen Personen. Allerdings ist zu berücksichtigen, dass die Pflicht zur Tarifbildung und zur fortlaufenden Tarifpflege für die Krankenversicherer von Gesetzes wegen direkt und zwar gegenüber allen Tarifpartnern auf Leistungserbringerseite gilt, unabhängig davon, wie viele KVG -Leistungserbringer (z.B. Spitäler und Pflegheime, Ärztinnen und Ärzte) u nd KVG-Krankenversicherer exis- tieren und welcher Leistungsumfang (z.B. Anzahl Spitalbetten) betroffen ist (vgl. oben E. 5.3). Die Krankenversicherer haben die notwendigen Vorkehrungen zu treffen, um dieser Tarifpflegeverpflichtung stets nach- kommen und flexibel auf Änderungen der Umstände reagieren zu kö n- nen, was auch das Bereitstellen gewisser Ressourcenreserven bedingt. Vor diesem Hintergrund ist nicht ohne Weiteres anzunehmen, dass die Zulassung eines neuen Leistungserbringers und Tarifpartners eine spür- bare (auch finanzielle) Mehrbelastung mit sich bring t. Insbesondere führt C-7165/2010 Seite 12 die Aufnahme eines zusätzlichen Tarifpartners auf die Spitalliste bei den Krankenversicherern nicht unmittelbar dazu, dass zusätzliches Personal angestellt und die Infrastruktur ausgebaut werden muss . Soweit die b e- reitgestellten Ressourcen unter anderem auch für Verhandlungen mit dem neu zugelassenen Leistungserbringer eingesetzt werden, resultiert somit nur ein mittelbarer finanzieller Nachteil. Dies gilt umso mehr für die Mitglieder von santésuisse, die ihre Ressourcen auf Verbandsebene poo- len können. Sollte sich zudem ein Leistungserbringer z.B. einem bereits bestehenden Tarifvertrag anschliessen oder santésuisse ein ohne Weit e- res akzeptables Angebot unterbreiten , hält sich der Mehr aufwand für die Krankenversicherer umso mehr in engen Gren zen und g eht nicht über das Ausmass de s allgemein bereitgestellten Ressourcenpotentials hi n- aus. 5.5. Weiter gilt es zu berücksichtigen, dass das von den Krankenversiche- rern geltend gemachte Interesse daran, ihren Aufwand betreffend Tari f- verhandlungen möglichst gering zu halten, nicht ihnen alleine vorbehalten ist. Vielmehr sind auch die übrigen Akteure im Gesundheits- und Kra n- kenversicherungswesen daran interessiert, dass die Verwaltungskosten der Kran kenversicherer möglichst tief gehalten werden. Dies gilt insb e- sondere für die Versicherten, auf welche die Verwaltungskosten im Ra h- men der Versicherungsprämien abgewälzt werden. Das Interesse an g e- ringem Verwaltungsaufwand und geringen Verwaltungskosten de r Kra n- kenversicherer ist somit allgemeiner Natur und betrifft die Krankenvers i- cherer in diesem Gesamtzusammenhang nicht besonders , ungeachtet der Frage, ob der regierungsrätliche Entscheid eine Erweiterung des Leistungsumfangs betrifft oder die Neuzulassun g eines Leistungserbri n- gers (vgl. analog für das allgemeine, die Krankenversicherer nicht beso n- ders betreffende Interesse an der Vermeidung einer Explosion der G e- sundheitskosten in E. 6.6.4 des Grundsatzurteils). 5.6. Im Übrigen wird aus der d argestellten Kaskade zur Tarifbildung (vgl. oben E. 5.3 ) ersichtlich, dass die Krankenkassen zwar dazu verpflichtet sind, Tarifverhandlungen mit einem neu zugelassenen KVG -Leistungs- erbringer aufzunehme n, das Gesetz und die bundesgerichtliche Recht- sprechung aber auch zwei s ubsidiäre Tarifbildungsmechanismen vorse- hen. Bei der Verhandlungspflicht der Krankenversicherer handelt es sich somit nicht um eine unmittelbar durchsetzbare Verpflichtung (wie sie z.B. eine konkrete behördliche Anordnung zur Durchführung von Tarifverhand- lung darstellen würde). Ob bzw. welche Ressourcen für die Tarifbildung aufgewendet werden, ist somit nur mittelbar vom Zulassungsentscheid C-7165/2010 Seite 13 abhängig. Die aus dem Zulassungsentscheid resultierende Betroffenheit ist damit eine virtuelle, welche kein ausreichend schutzwürdiges Interesse begründet (vgl. oben E. 3.3.2 sowie C-623/2009 E. 6.7). 5.7. Ergänzend ist auf zweierlei hinzuweisen: 5.7.1. Würde der Argumentation der Beschwerdeführerin gefolgt, könnte jeder Krankenversicherer jeden Entscheid, welcher die Z ulassung eines KVG-Leistungserbringers und potentiellen Tarifpartners betrifft, anfechten – unabhängig davon, ob eine Neuzulassung vorliegt oder eine bestehe n- de Zulassung bestätigt oder angepasst wird (z.B. bei Beibehaltung auf der Spitalliste, selbst bei reduzierter Bettenzahl). Der Krankenversicherer müsste lediglich beantragen, die entsprechenden Leistungserbringer sei- en nicht neu bzw. nicht mehr zuzulassen, damit sein entsprechender Ver- handlungsaufwand nicht ansteige bzw. reduziert werden könne. Dies würde in Bezug auf die Spital - und Pflegeheimplanung im Resultat über die ideelle Verbandsbeschwerde der Krankenversicherer hinausgehen, welche der Gesetzgeber gerade nicht eingeführt hat (vgl. Grundsatzurteil E. 7). 5.7.2. Ausserdem würde die se Argumentation umgekehrt dazu führen, dass s ämtliche tarifverhandlungspflichtigen KVG -Leistungserbringer zur Beschwerde gegen Entscheide des Eidgenössischen Departements des Innern (EDI) betreffend die Bewilligung von Versicherungseinrichtungen zur Durchführung der sozialen Krankenversicherung (gemäss Art. 13 KVG und Art. 15 KVV i.V.m. Art. 31 und 33 Bst. d VGG) und potentiellen Tarifpartnern legitimiert wären. Denn auch den Leistungserbringern (vgl. oben E. 5.3 ) würde durch die Aufnahme von Tarifverhandlungen mit e i- nem neuen Krankenversicherer ein Mehraufwand entstehen. 6. Zusammenfassend ist festzuhalten, dass weder die Mehrheit der Mitgli e- der von santésuisse noch santésuisse selbst eine besondere Betroffe n- heit im Sinne von Art. 48 Abs. 1 Bst. b und c VwVG aufweisen und santé- suisse daher – wie von der Vorinstanz und der Klinik geltend gemacht – zur Beschwerde nicht legitimiert ist. Auf die Beschwerde ist somit nicht einzutreten. Das Grundsatzurteil C -623/2009 ist somit auch in Bezug auf Beschwerden, welche sich gegen die Zulassung eines neuen Leistungs- erbringers richten, zu bestätigen. Eine Auseinandersetzung mit den mate- riellen Rügen erübrigt sich bei diesem Ausgang des Verfahrens. C-7165/2010 Seite 14 7. Das Gesuch der Klinik um Entzug der aufschiebenden Wirkung der Be- schwerde wird ausgangsgemäss gegenstandslos. 8. Es bleibt über die Verfahrenskosten und eine allfällige Parteientschäd i- gung zu befinden. 8.1. Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind der unterliegenden B e- schwerdeführerin die Kosten aufzuerlegen (Art. 63 Abs. 1 VwVG), welche auf Fr. 1'000.- festzusetzen und mit dem einbezahlten Kostenvorschuss von Fr. 2'000. - zu verrechnen sind. Im verbleibenden Bet rag von Fr. 1'000.- ist der geleistete Kostenvorschuss der Beschwerdeführerin z u- rückzuerstatten. 8.2. Die unterliegende Beschwerdeführerin hat keinen Anspruch auf Pa r- teientschädigung (Art. 64 Abs. 1 VwVG e contrario). Die obsiegende Vorinstanz hat keinen Anspruch auf Parteientschädigung (vgl. Art. 7 Abs. 3 des Reglements über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht vom 21. Februar 2008 [VGKE, SR 173.320.2]). Die anwaltlich vertretene, obsiegende Beschwerdegegnerin hat hingegen Anspruch auf eine Parteientschädigung (vgl. Art. 64 Abs. 1 VwVG und Art. 7 ff. VGKE). Diese ist unter Berücksichtigung des notwendigen aktenkun- digen Aufwands auf pauschal Fr. 4'000.- festzusetzen und der unterli e- genden Beschwerdeführerin aufzuerlegen. Dieses Urteil kann nicht beim Bundesgericht angefochten werden (vgl. Art. 83 Bst. r des Bundesgerichtsges etzes vom 17. Juni 2005 BGG, SR 173.110] sowie BVGE 2009/23 E. 8 und das C/623/2009 E. 9). C-7165/2010 Seite 15 Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 1. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten. 2. Das Gesuch um Entzug der aufschiebenden Wirkung der Beschwerde wird als gegenstandslos abgeschrieben. 3. Die Verfahrenskosten von Fr. 1'000.- werden der Beschwerdeführerin auf- erlegt. Sie werden mit dem geleisteten Kostenvorschuss von Fr. 2'000. - verrechnet. Im verbleibenden Betrag von Fr. 1'000.- wird der geleistete Kostenvorschuss der Beschwerdeführerin zurück erstattet. 4. Der Beschwerdegegnerin wird für das vorliegende Verfahren eine Partei- entschädigung von Fr. 4 '000.- zugesprochen. Diese Entschädigung ist von der Beschwerdeführerin zu leisten. 5. Dieses Urteil geht an: – die Beschwerdeführerin (Einschreiben; Beilagen: Doppel der Beschwerdeantwort vom 25. November 2010 samt Kopie der Beilagen und Doppel der Vernehmlassung der Vorinstanz vom 23. November 2010 inkl. Kopie der Vorakten) – die Beschwerdegegnerin (Einschreiben; Beilagen: Dopp el der Vernehmlassung der Vorinstanz vom 23. November 2010 inkl. Kopie der Vorakten) – die Vorinstanz (Ref-Nr. Protokoll Nr. […]; Einschreiben; Beilagen: Doppel der Beschwerdeantwort vom 25. November 2010 samt Kopie der Beilagen) Der vorsitzende Richter: Der Gerichtsschreiber: Beat Weber Daniel Golta Versand: