<h2>SubmittedText<h2><p>Ich bitte den Bundesrat, die Begriffe "Wiesen- und Weidefutter" und "Raufutter" möglichst genau zu definieren, sodass eine klare Berechnung der Futterbilanz möglich wird.</p><p>Die Beiträge für Grossvieheinheiten werden aufgehoben, und neu soll der Beitrag für die Milch- und Fleischproduktion an die Art gebunden sein, wie das Grossvieh gefüttert wird. Für die Grünen ist eine zu vage Interpretation der Begriffe "Wiesen- und Weidefutter" und "Raufutter" inakzeptabel.</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Die Art und Weise der Fütterung von Wiederkäuern hat einen wesentlichen Einfluss auf die beabsichtigte Leistung und die Nährstoffgehalte in den Ausscheidungen. Eine optimale Fütterung basiert auf wissenschaftlichen und praxiserforschten Ergebnissen. Deshalb stützt sich das BLW bei der Erarbeitung von solchen technischen Definitionen auf die Ergebnisse der Forschungsanstalten Agroscope und Expertengremien, um der Praxis die bestmöglichen Rahmenbedingungen zu bieten. Diese beinhalten sowohl physiologische und produktionstechnische als auch ökologische Kriterien.</p><p>In der Nährstoffbilanzierung wie sie für den ökologischen Leistungsnachweis verlangt wird, ist der Begriff "Grundfutter" definiert. Die in der Futterbilanz für die graslandbasierte Milch- und Fleischproduktion geplante Definition von Grundfutter ist identisch mit der Definition in der Nährstoffbilanzierung. Gemäss dieser Definition (Wegleitung Suisse-Bilanz Auflage 1.11) gehören folgende Bestandteile zum Grundfutter:</p><p>- Dauer- und Kunstwiesen/-weiden (frisch, siliert, getrocknet);</p><p>- Ganzpflanzenmais (frisch, siliert, getrocknet);</p><p>- Corn-Cob-Mix (Mischung aus Spindel und Körnern des Maiskolbens/Maiskolbenschrot/Maiskolbensilage ohne Lieschblätter; nur Rindviehmast, ansonsten Wertung als Kraftfutter);</p><p>- Getreide-Ganzpflanzensilage;</p><p>- Futterrüben;</p><p>- Zuckerrüben;</p><p>- Zuckerrübenschnitzel (frisch, siliert, getrocknet);</p><p>- Rübenblätter;</p><p>- Chicorée-Wurzeln;</p><p>- Kartoffeln (nichtmarktfähige Ware);</p><p>- Abgang aus der Obst- und Gemüseverwertung;</p><p>- Biertreber (frisch);</p><p>- Verfüttertes Stroh.</p><p>Bei der graslandbasierten Milch- und Fleischproduktion gelten als Wiesen- und Weidefutter das Erntegut von Dauer- und Kunstwiesen und von Zwischenkulturen sowie das geweidete Futter.</p><p>Bei einzelnen Komponenten wie z. B. den Kartoffeln oder den Abgängen aus der Obst- und Gemüseverwertung handelt es sich um sinnvolle Komponenten, welche primär der tierischen Verwertung zugeführt werden sollen, anstatt den Biogas- oder Kompostierungsanlagen.</p><p>Mit der Definition von Wiesen-, Weide- und Grundfutter in der Direktzahlungsverordnung wird eine einheitliche Basis für den Vollzug festgelegt.</p>  Antwort des Bundesrates.