<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2024.00025</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=223891&amp;W10_KEY=13045542&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2024.00025</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 14.03.2024</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">4. Abteilung/Einzelrichter</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Personalrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Kostenersatz</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>[Die als Vikarin tätig gewesene Beschwerdeführerin verlangt Kostenersatz für ihren Rechtsverfolgungsaufwand, nachdem Schüler sich während des Unterrichts Zugang zum Youtube-Benutzerkonto verschafft und die Videos der Beschwerdeführerin gelöscht hatten.] Unabhängig davon, ob die Ausgangsverfügung sich auf das Personalgesetz oder das Haftungsgesetz stützte, standen dagegen die personalrechtlichen Rechtsmittel offen. Zuständig für die Behandlung des Rekurses war demnach nicht der Bezirksrat, sondern die Bildungsdirektion. Der bezirksrätliche Beschluss ist schon aus diesem Grund aufzuheben (E. 2). Verzicht auf eine Überweisung an die Bildungsdirektion, weil die Beschwerdegegnerin das Gesuch der Beschwerdeführerin auf falscher Rechtsgrundlage prüfte, weshalb die Angelegenheit ohnehin an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen ist (E. 3) Teilweise Gutheissung und Rückweisung an die Schulpflege.</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: KOSTENERSATZ">KOSTENERSATZ</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: RECHTSSCHUTZ">RECHTSSCHUTZ</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: SACHLICHE UNZUSTÃNDIGKEIT">SACHLICHE UNZUSTÃNDIGKEIT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: VIKARIAT">VIKARIAT</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade">§ 10 LPG 412.31</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 3 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="WordSection1"> <table border="1" cellpadding="0" cellspacing="0" class="MsoNormalTable" width="591"> <tr> <td valign="top"> <p class="Kopf1"><span>Verwaltungsgericht</span></p> <p class="Kopf1"><span>des Kantons ZÃ¼rich</span></p> <p class="Kopf1"><span>4. Abteilung</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Kopf1"> </p> </td> <td valign="top"> <p class="Kopf1"><span><img alt="" height="78" id="Bild 1" src="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getImage&amp;nF38_KEY=65298" width="123"/></span></p> </td> </tr> </table> <p class="MsoNormal">VB.2024.00025</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"><b><span>Urteil</span></b></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="Zwischentitel"> </p> <p class="MsoNormal"><span>des Einzelrichters</span></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">vom <a id="VF_DAT_ENTSCHEID">14. MÃ¤rz 2024</a></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">Mitwirkend: Verwaltungsrichter Reto HÃ¤ggi Furrer, <a id="TN_AUTOTEXT_RICHTER"></a><a id="TN_AUTOTEXT_GS"></a>Gerichtsschreiberin Sonja GÃ¼ntert. </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">In Sachen</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>A, </span></p> <p class="MsoNormal"><b><span>BeschwerdefÃ¼hrerin,</span></b><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="Zwischentitel">gegen</p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>Gemeinde B, </span><span>vertreten durch die Schulpflege B, </span></p> <p class="MsoNormal"><b><span>Beschwerdegegnerin,</span></b></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"><b>betreffend Kostenersatz,</b></p> <p class="Zwischentitel">hat sich ergeben: </p> <p class="Sachverhalt1"><b>I. </b> </p> <p class="Sachverhalt2">A war von Mai bis Juli 2022 als Vikarin an der Sekundarschule C bei der Gemeinde B angestellt. Im Juli 2022 informierte sie die Schulleiterin der Sekundarschule C, dass sich jemand Zugang zu ihrem Benutzerkonto bei Youtube verschafft und alle ihre dort hochgeladenen Videos gelÃ¶scht habe; sie habe den Verdacht, dass es sich bei den TÃ¤tern um SchÃ¼ler ihrer Klasse gehandelt habe. </p> <p class="Urteilstext">Mit Schreiben vom 7. Dezember 2022 gelangte A an den SchulprÃ¤sidenten sowie den Leiter Bildung der Gemeinde B und teilte mit, dass sie in dieser Sache Strafanzeige erstattet habe. Sodann machte sie geltend, die Gemeinde B habe sie als Ausfluss der FÃ¼rsorgepflicht des Arbeitgebers bei der AufklÃ¤rung dieser Vorkommnisse zu unterstÃ¼tzen, wobei als Beitrag der Gemeinde angesichts des laufenden Strafverfahrens eine "Beteiligung der [ihr] im Zusammenhang mit dieser Angelegenheit entstehenden Kosten" beantragt werde. </p> <p class="Urteilstext">Die Schulpflege B nahm dieses Begehren als ein solches um Schadenersatz gestÃ¼tzt auf das Haftungsgesetz vom 14. September 1969 (HaftungsG, LS 170.1) entgegen. Mit Beschluss 17. Januar 2023 hielt sie fest, es fehle an mehreren Haftungsvoraussetzungen, weshalb das Begehren abgelehnt werde. Sofern A damit nicht einverstanden sei, kÃ¶nne sie binnen eines Jahres gestÃ¼tzt auf § 24 Abs. 2 HaftungsG Klage beim zustÃ¤ndigen Gericht einreichen. DarÃ¼ber hinaus enthielt die VerfÃ¼gung eine Rechtsmittelbelehrung, wonach "[g]egen diesen Entscheid der Schulpflege" binnen 30 Tagen Rekurs beim Bezirksrat Uster erhoben werden kÃ¶nne.</p> <p class="Sachverhalt1"><b>II. </b> </p> <p class="Urteilstext">A erhob hiergegen am 16. Februar 2023 Rekurs beim Bezirksrat Uster und beantragte, die VerfÃ¼gung vom 17. Januar 2023 sei aufzuheben und die Angelegenheit an die Schulpflege B zurÃ¼ckzuweisen. Der Bezirksrat Uster hiess den Rekurs mit Beschluss vom 20. Dezember 2023 teilweise gut und hob die VerfÃ¼gung vom 17. Januar 2023 auf; im Ãbrigen wies er den Rekurs ab. Zudem sprach er A eine ParteientschÃ¤digung von Fr. 1'100.- zu. Zur BegrÃ¼ndung fÃ¼hrte er an, A habe entgegen der Auffassung der Schulpflege kein Schadenersatzbegehren gestÃ¼tzt auf das Haftungsgesetz, sondern ein Begehren um Kostenersatz gestÃ¼tzt auf das Personalgesetz vom 27. September 1998 (PG, LS 177.10) gestellt. FÃ¼r die Beurteilung dieses Gesuchs sei aber gar nicht die Schulpflege, sondern die Bildungsdirektion zustÃ¤ndig, weshalb keine RÃ¼ckweisung zu erfolgen habe.</p> <p class="Sachverhalt1"><b>III. </b> </p> <p class="Urteilstext">A erhob am 19. Januar 2024 Beschwerde beim Verwaltungsgericht und beantragte sinngemÃ¤ss, sie sei fÃ¼r die ihr entstandenen Rechtsverfolgungskosten im Betrag von Fr. 7'906.90 zu entschÃ¤digen. Der Bezirksrat Uster verzichtete am 26. Januar 2024 auf Vernehmlassung; die Gemeinde B beantragte am 8. Februar 2024, unter EntschÃ¤digungsfolge sei die Beschwerde abzuweisen, soweit darauf einzutreten sei.</p> <p class="Einzug1"><span>Der Einzelrichter</span><span> erwÃ¤gt:</span></p> <p class="Erwgung1"><b>1. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>1.1 </b>Das Verwaltungsgericht ist fÃ¼r Beschwerden gegen Rekursentscheide eines Bezirksrats betreffend Anordnungen einer Gemeinde gestÃ¼tzt auf §§ 41 ff. des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 (VRG, LS 175.2) zustÃ¤ndig.</p> <p class="Urteilstext">Weil auch die weiteren Prozessvoraussetzungen erfÃ¼llt sind, ist auf die Beschwerde einzutreten.</p> <p class="Erwgung2"><b>1.2 </b>Der Streitwert betrÃ¤gt Fr. 7'906.90, weshalb die Angelegenheit in die einzelrichterliche ZustÃ¤ndigkeit fÃ¤llt (§ 38b Abs. 1 lit. c VRG).</p> <p class="Erwgung1"><b>2. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>2.1 </b>Das Verwaltungsgericht prÃ¼ft von Amtes wegen, ob die Prozessvoraussetzungen bei der Vorinstanz gegeben waren. Hat letztere trotz Fehlen einer Prozessvoraussetzung entschieden, ist der angefochtene Entscheid aufzuheben (VGr, 29. Februar 2024, VB.2023.00600, E. 2.1 â 30. November 2023, VB.2022.00759, E. 2.1 â 24. August 2023, VB.2022.00667, E. 2.1).</p> <p class="Erwgung2"><b>2.2 </b>Streitgegenstand bildet die Frage, ob die Beschwerdegegnerin der BeschwerdefÃ¼hrerin Kosten zu ersetzen habe, die letzterer dadurch entstanden sein sollen, dass SchÃ¼ler sich wÃ¤hrend des Unterrichts Zugriff auf ihr Benutzerkonto bei Youtube verschafft und diesen Zugriff hernach dazu verwendet haben sollen, Videos der BeschwerdefÃ¼hrerin zu lÃ¶schen.</p> <p class="Urteilstext">UnabhÃ¤ngig davon, ob dieses Begehren auf das Haftungsgesetz oder auf das Personalgesetz abgestÃ¼tzt war, hatte die AnstellungsbehÃ¶rde eine VerfÃ¼gung zu erlassen und richtete sich deren Anfechtung nach den Bestimmungen des Verwaltungsrechtspflegegesetzes (§ 19 Abs. 3 HaftungsG). </p> <p class="Erwgung2"><b>2.3 </b>Die BeschwerdefÃ¼hrerin war als Vikarin der Volksschule fÃ¼r die Beschwerdegegnerin tÃ¤tig. Auf dieses AnstellungsverhÃ¤ltnis ist das Lehrpersonalgesetz vom 10. Mai 1999 (LPG, LS 412.31) anwendbar (§ 1 Abs. 1 LPG, siehe auch §§ 25 ff. LPG). Auch wenn Vikariate durch das Volksschulamt "errichtet" werden (so § 30 Abs. 1 Satz 1 der Lehrpersonalverordnung vom 19. Juli 2000 [LPVO, LS 412.311]), entsteht das AnstellungsverhÃ¤ltnis zwischen der Lehrperson und der Gemeinde (§ 1 Abs. 1 Satz 2 und § 7 Abs. 1 LPG); AnstellungsbehÃ¶rde ist die Schulpflege (§ 3 Abs. 1 LPVO). Gegen Anordnungen der Schulpflege, welche das ArbeitsverhÃ¤ltnis der Lehrperson betreffen, kann gemÃ¤ss § 10 LPG Rekurs bei der Bildungsdirektion erhoben werden.</p> <p class="Urteilstext">Damit lag die ZustÃ¤ndigkeit zur Beurteilung eines Rekurses gegen die AusgangsverfÃ¼gung bei der Bildungsdirektion. Der Bezirksrat Uster war fÃ¼r die Beurteilung des Rekurses der BeschwerdefÃ¼hrerin sachlich unzustÃ¤ndig. Dies fÃ¼hrt zur Aufhebung des Beschlusses vom 20. Dezember 2023.</p> <p class="Erwgung1"><b>3. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>3.1 </b>Eingaben an eine unzustÃ¤ndige BehÃ¶rde sind nach § 5 Abs. 2 VRG von Amtes wegen an die zustÃ¤ndige BehÃ¶rde weiterzuleiten, wobei fÃ¼r die Einhaltung der Fristen der Zeitpunkt der Einreichung bei der unzustÃ¤ndigen BehÃ¶rde massgebend ist. In diesem Sinn wÃ¤re die Rekurseingabe grundsÃ¤tzlich an die zustÃ¤ndige Bildungsdirektion weiterzuleiten, damit diese Ã¼ber den Rekurs befinde. Wie sich sogleich zeigt, ist hier indes ausnahmsweise auf eine solche Weiterleitung zu verzichten und die Angelegenheit stattdessen unter Aufhebung der AusgangsverfÃ¼gung an die Beschwerdegegnerin zurÃ¼ckzuweisen.</p> <p class="Erwgung2"><b>3.2 </b>EnthÃ¤lt das Lehrpersonalgesetz keine ausdrÃ¼ckliche Regelung, richtet sich das ArbeitsverhÃ¤ltnis der Lehrpersonen gemÃ¤ss § 2 LPG nach den fÃ¼r das Ã¼brige Staatspersonal anwendbaren Bestimmungen. Nach § 32 Abs. 2 PG in Verbindung mit § 20 Abs. 1 der Vollzugsverordnung zum Personalgesetz vom 19. Mai 1999 (VVO, LS 177.111) Ã¼bernimmt die Arbeitgeberin mindestens die Kosten des erstinstanzlichen Rechtsschutzes, wenn die Beschreitung des Rechtswegs sich zur Wahrung von Rechten der Angestellten gegenÃ¼ber Dritten als notwendig erweist. Der Entscheid Ã¼ber die Kostentragung und gegebenenfalls Ã¼ber die HÃ¶he der KostenÃ¼bernahme liegt hier â entgegen der Auffassung des Bezirksrats Uster â nicht bei der Bildungsdirektion, sondern gestÃ¼tzt auf § 7 Abs. 1 LPG und § 3 LPVO bei der Schulpflege.</p> <p class="Urteilstext">Die Beschwerdegegnerin hÃ¤tte das Gesuch der BeschwerdefÃ¼hrerin nicht gestÃ¼tzt auf das Haftungsgesetz, sondern gestÃ¼tzt auf § 32 Abs. 2 PG in Verbindung mit § 20 VVO prÃ¼fen mÃ¼ssen. Weil dies bis anhin gÃ¤nzlich unterblieben ist, kÃ¶nnte die Bildungsdirektion als zustÃ¤ndige Rekursinstanz die Angelegenheit nicht materiell beurteilen, sondern mÃ¼sste ihrerseits einen RÃ¼ckweisungsentscheid fÃ¤llen. Das stellte einen prozessualen Leerlauf dar, was mit Blick auf das Beschleunigungsgebot (Art. 29 Abs. 1 der Bundesverfassung vom 18. April 1999 [SR 101]) zu vermeiden ist. In diesem Sinn ist auch die AusgangsverfÃ¼gung aufzuheben und die Angelegenheit zur weiteren Behandlung an die Beschwerdegegnerin zurÃ¼ckzuweisen.</p> <p class="Urteilstext">Soweit die BeschwerdefÃ¼hrerin in ihrer Eingabe neu auch noch den Wunsch nach einer Genugtuung Ã¤ussert, ist zur Beurteilung eines allfÃ¤lligen Anspruchs ebenfalls die Beschwerdegegnerin zustÃ¤ndig, die den diesbezÃ¼glich relevanten Sachverhalt zu erstellen und Ã¼ber den Anspruch auf eine Genugtuung eine VerfÃ¼gung zu erlassen hat (§ 19 Abs. 3 in Verbindung mit § 2 Abs. 1 und § 11 HaftungsG).</p> <p class="Erwgung1"><b>4. </b> </p> <p class="Urteilstext">Nach dem Gesagten ist die Beschwerde im Sinn der ErwÃ¤gungen teilweise gutzuheissen. Der Beschluss des Bezirksrats Usters sowie die AusgangsverfÃ¼gung sind aufzuheben und die Angelegenheit ist zur weiteren Behandlung im Sinn der ErwÃ¤gungen an die Beschwerdegegnerin zurÃ¼ckzuweisen.</p> <p class="Erwgung1"><b>5. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>5.1 </b>Weil der Streitwert weniger als Fr. 30'000.- betrÃ¤gt, sind die Gerichtskosten auf die Gerichtskasse zu nehmen (§ 65a Abs. 3 VRG).</p> <p class="Erwgung2"><b>5.2 </b>Der im vorinstanzlichen Verfahren anwaltlich vertretenen und als obsiegend zu betrachtenden BeschwerdefÃ¼hrerin ist fÃ¼r das Rekursverfahren eine ParteientschÃ¤digung von Fr. 1'500.- (inklusive Mehrwertsteuer) zuzusprechen (§ 17 Abs. 2 VRG). FÃ¼r das Beschwerdeverfahren fehlt es hingegen an einem entsprechenden Antrag und ist auch nicht ersichtlich, dass der nicht anwaltlich vertretenen BeschwerdefÃ¼hrerin ein besonderer Aufwand entstanden wÃ¤re.</p> <p class="Erwgung1"><b>6. </b> </p> <p class="Urteilstext">Zur Rechtsmittelbelehrung des nachfolgenden Dispositivs ist Folgendes zu erlÃ¤utern:</p> <p class="Urteilstext">Weil der Streitwert weniger als Fr. 15'000.- betrÃ¤gt, steht die Beschwerde in Ã¶ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemÃ¤ss Art. 82 ff. des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (BGG, SR 173.110) nur offen, wenn sich eine Rechtsfrage von grundsÃ¤tzlicher Bedeutung stellt (Art. 85 Abs. 1 lit. b und Abs. 2 BGG). Ansonsten kann subsidiÃ¤re Verfassungsbeschwerde gemÃ¤ss Art. 113 ff. BGG erhoben werden.</p> <p class="Urteilstext">Beim vorliegenden RÃ¼ckweisungsentscheid handelt es sich um einen Zwischenentscheid. Soweit damit Ã¼ber die ZustÃ¤ndigkeit des Bezirksrats Uster entschieden wurde, kann dagegen nach Art. 92 Abs. 1 BGG Beschwerde ans Bundesgericht erhoben werden; eine spÃ¤tere Anfechtung mit dem Endentscheid ist ausgeschlossen (Art. 92 Abs. 2 BGG).</p> <p class="Urteilstext">Im Ãbrigen lÃ¤sst sich der vorliegende RÃ¼ckweisungsentscheid nach Art. 93 Abs. 1 BGG nur anfechten, wenn er einen nicht wiedergutzumachenden Nachteil bewirken kann (lit. a) oder die Gutheissung der Beschwerde sofort einen Endentscheid herbeifÃ¼hren und damit einen bedeutenden Aufwand an Zeit und Kosten fÃ¼r ein weitlÃ¤ufiges Beweisverfahren ersparen wÃ¼rde (lit. b).</p> <p class="Einzug1"><span>DemgemÃ¤ss erkennt <span>der Einzelrichter</span>:</span></p> <p class="Einzug2"><span>1. Die Beschwerde wird im Sinn der ErwÃ¤gungen teilweise gutgeheissen.</span></p> <p class="Einzug2"><span> Der Beschluss des Bezirksrats Uster vom 20. Dezember 2023 und der Beschluss der Beschwerdegegnerin vom 17. Januar 2023 werden aufgehoben. Die Angelegenheit wird zur weiteren Behandlung im Sinn der ErwÃ¤gungen an die Beschwerdegegnerin zurÃ¼ckgewiesen.</span></p> <p class="Einzug2"><span>2. Die GerichtsgebÃ¼hr wird festgesetzt auf <br/> Fr. 700.--; die Ã¼brigen Kosten betragen:<br/> <u>Fr. 95.--</u> Zustellkosten,<br/> <u>Fr. 795.--</u> Total der Kosten.</span></p> <p class="Einzug2"><span>3. Die Gerichtskosten werden auf die Gerichtskasse genommen.</span></p> <p class="Einzug2"><span>4. Die Beschwerdegegnerin wird verpflichtet, der BeschwerdefÃ¼hrerin fÃ¼r das Rekursverfahren eine ParteientschÃ¤digung von Fr. 1'500.- zu bezahlen.</span></p> <p class="Einzug2"><span>5. Gegen dieses Urteil kann im Sinn der ErwÃ¤gungen Beschwerde erhoben werden. Sie ist binnen 30 Tagen ab Zustellung einzureichen beim Bundesgericht, 1000 Lausanne 14.</span></p> <p class="Einzug2"><span>6. Mitteilung an:<br/> a) die Parteien;<br/> b) den Bezirksrat Uster.</span></p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>