<h2>SubmittedText<h2><p>Der Bundesrat wird gebeten, folgende Fragen zum Verkehrsregime am Gotthard während den umfangreichen Renovationsarbeiten am Autotunnel der A2 zu beantworten: </p><p>1. Liegen Messungen der CO2-Belastung auf der Gotthardstrecke vor, die den Unterschied zwischen Stauzeiten und Zeiten mit fliessendem Verkehr darstellen? </p><p>2. Wie sieht die Unfallstatistik auf der Gotthardstrecke (inkl. Tunnel) für die letzten drei Jahre aus?</p><p>3. Wie sieht das Verkehrskonzept während der Renovationsphase aus?</p><p>a. Ist vorgesehen, sowohl den Personen- wie auch den Güterverkehr über den Pass zu führen?</p><p>b. Ist der Pass auch für 40-Tonnen-Fahrzeuge offen? </p><p>c. Wird der Pass auch im Winter offen gehalten? </p><p>4. Sind bei einer Verlagerung des Güterverkehrs auf die Bahn genügend Kapazitäten (auch auf den Zufahrtstrecken) für den Binnen- und Transitverkehr vorhanden? </p><p>5. Haben mit der Europäischen Union (EU) schon konsultative Kontakte bezüglich einer Vollsperrung des Strassentunnels stattgefunden?</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Die Interpellation enthält gleiche oder ähnliche Fragestellungen wie das Postulat 09.3000 der Kommission für Verkehr und Fernmeldewesen des Ständerates, "Sanierung des Gotthard-Strassentunnels". Zahlreiche Fragen werden im Rahmen des im Postulat bis 2010 verlangten Konzeptes detailliert beantwortet.</p><p>1. Nein, es liegen keine spezifischen Messungen zur verkehrsbedingten Kohlendioxid-Emission auf der Gotthardstrecke vor.</p><p>2. Gemäss Angaben der Betriebskommission Gotthard-Strassentunnel ereigneten sich 2005 im Tunnel zehn Unfälle, 2006 vier und 2007 acht Unfälle. Unfälle auf der Gotthard-Passstrasse werden von den zuständigen Kantonspolizeien Uri und Tessin erfasst, jedoch nicht einzeln in einer Statistik ausgewiesen.</p><p>3. Die Bausubstanz des Tunnels muss voraussichtlich in 10 bis 15 Jahren umfassend erneuert bzw. ersetzt werden. Der genaue Zeitpunkt und der Zeitraum sind noch offen. Das Bundesamt für Strassen hat im August 2008 ein Expertenmandat ausgeschrieben und lässt die verschiedenen Sanierungsvarianten abklären, und zwar in technischer, terminlicher und verkehrlicher Art. Das Ergebnis der Abklärung sowie der Vorschlag für eine Sanierungsvariante dürften im zweiten Semester 2010 dem UVEK zum Entscheid vorgelegt werden. Dementsprechend ist das Verkehrskonzept während der Renovationsphase noch offen.</p><p>4. Die notwendigen Kapazitäten der Bahn für den Binnen- und Transitverkehr lassen sich im Moment noch kaum bestimmen. Mit der Eröffnung des Neat-Tunnels am Gotthard wird das mögliche Volumen auf der Schiene aber erheblich steigen.</p><p>Details zu den Kapazitäten bilden Gegenstand der Abklärungen im Rahmen des unter Ziffer 3 erwähnten Expertenmandats.</p><p>5. Nein. Diesbezügliche Kontakte mit der EU machen erst Sinn, wenn die Sanierungsvariante und die damit zusammenhängende Verkehrsführung feststehen.</p>  Antwort des Bundesrates.