100.2024.47U STE/WUV/AMA Verwaltungsgericht des Kantons Bern Verwaltungsrechtliche Abteilung Urteil vom 27. Februar 2025 Verwaltungsrichter Daum, Abteilungspräsident Verwaltungsrichterin Steinmann Gerichtsschreiberin Wüthrich A.________ vertreten durch Fürsprecher … Beschwerdeführerin gegen Einwohnergemeinde Meiringen Baubewilligungsbehörde, Rudenz 14, 3860 Meiringen Beschwerdegegnerin und Bau- und Verkehrsdirektion des Kantons Bern Rechtsamt, Reiterstrasse 11, 3013 Bern betreffend Baupolizei; nachträgliche Bewilligung für in Abweichung der be- willigten Pläne gestaltete Fassaden und Wiederherstellung des rechtmässi- gen Zustands (Entscheid der Bau- und Verkehrsdirektion des Kantons Bern vom 8. Januar 2024; BVD 110/2023/160) Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 27.02.2025, Nr. 100.2024.47U, Seite 2 Prozessgeschichte: A. A.________ ist Eigentümerin des Grundstücks Meiringen Gbbl. Nr. 1________ in der Landwirtschaftszone. Am 31. Januar 2017 er- teilte ihr das Regierungsstatthalteramt Interlaken-Oberhasli die Gesamtbe- willigung für den Abbruch des bestehenden Wohnhauses samt Nebenge- bäude und den Neubau eines Wohnhauses mit Autoabstellplätzen, und mit Zusatzbewilligung vom 21. Juni 2018 erlaubte die Einwohnergemeinde (EG) Meiringen zusätzlich das Verschieben des neuen Wohnhauses. Bei der Bau- abnahme stellte die EG Meiringen verschiedene Abweichungen vom bewil- ligten Projekt fest, weshalb sie am 5. Oktober 2022 die Herstellung des be- willigten Zustands verfügte. A.________ reichte daraufhin ein nachträgliches Baugesuch ein, das die EG Meiringen am 13. Juni 2023 unter Auflagen be- willigte, obwohl das Amt für Gemeinden und Raumordnung des Kantons Bern (AGR) die Ausnahmebewilligung nach Art. 24c des Bundesgesetzes vom 22. Juni 1979 über die Raumplanung (Raumplanungsgesetz, RPG; SR 700) für die abweichende Gestaltung der Nord- und Südfassade verwei- gert hatte. Auf Aufforderung des Regierungsstatthalters hob die EG Meirin- gen den Bauentscheid in der Folge wieder auf. Mit Verfügung vom 29. Au- gust 2023 verweigerte sie gestützt auf die negative Beurteilung des AGR die nachträgliche Baubewilligung für die Änderungen an der Nord- und Südfas- sade des Wohnhauses mit Ausnahme der Balkongestaltung (Bauabschlag) und ordnete insoweit die Wiederherstellung des rechtmässigen Zustands an; für die übrigen Abweichungen von der ursprünglichen Baubewilligung erteilte sie die nachträgliche Baubewilligung mit Auflagen. B. Gegen den Bauabschlag und die Wiederherstellungsanordnung reichte A.________ am 29. September 2023 Beschwerde bei der Bau- und Ver- kehrsdirektion des Kantons Bern (BVD) ein. Mit Entscheid vom 8. Ja- nuar 2024 wies diese die Beschwerde ab.Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 27.02.2025, Nr. 100.2024.47U, Seite 3 C. Dagegen hat A.________ am 8. Februar 2024 Verwaltungsgerichtsbe- schwerde erhoben. Sie stellt in der Sache die folgenden Rechtsbegehren: «1. Der Entscheid der Bau- und Verkehrsdirektion des Kantons Bern (BVG [richtig: BVD]) vom 08.01.2024 sei aufzuheben. 2. Der Bauentscheid mit teilweisem Bauabschlag und Wiederherstel- lung vom 29.08.2023 der Einwohnergemeinde sei soweit Bauab- schlag und Wiederherstellung betreffend aufzuheben und die Baube- willigung für Nord- und Südfassade zu erteilen. Eventualiter 3. Auf die Wiederherstellung sei aufgrund Unverhältnismässigkeit zu verzichten. 4. Der Entscheid sei zur Neubeurteilung an die Vorinstanz zurückzuge- ben.» Die EG Meiringen hat mit Eingabe vom 22. Februar 2024 auf eine Beschwer- deantwort verzichtet und auf die Baugesuchsakten verwiesen. Die BVD schliesst mit Vernehmlassung vom 15. Februar 2024 auf Abweisung der Be- schwerde. Mit Eingabe vom 17. September 2024 hat A.________ sodann ein bereits aktenkundiges Dokument eingereicht. Erwägungen: 1. 1.1Das Verwaltungsgericht ist zur Beurteilung der Beschwerde als letzte kantonale Instanz gemäss Art. 74 Abs. 1 i.V.m. Art. 76 und 77 des Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die Verwaltungsrechtspflege (VRPG; BSG 155.21) zuständig (vgl. auch Art. 49 Abs. 2 des Baugesetzes vom 9. Juni 1985 [BauG; BSG 721.0]). Die Beschwerdeführerin hat am vorinstanzlichen Verfahren teilgenommen, ist durch den angefochtenen Entscheid besonders berührt und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung oder Änderung (Art. 79 Abs. 1 VRPG). Die Bestimmungen über Form und Frist sind eingehalten (Art. 81 Abs. 1 i.V.m. Art. 32 VRPG). Auf die Beschwerde Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 27.02.2025, Nr. 100.2024.47U, Seite 4 ist – unter Vorbehalt von E. 1.2 hiernach – einzutreten (vgl. aber auch hinten E. 6.1). 1.2Die Beschwerdeführerin beantragt neben der Aufhebung des Ent- scheids der BVD vom 8. Januar 2024 auch die Aufhebung des Bauent- scheids der EG Meiringen vom 29. August 2023 betreffend den Bauabschlag und die Wiederherstellungsanordnung. Anfechtungsobjekt im verwaltungs- gerichtlichen Verfahren bildet allein der Entscheid der BVD vom 8. Januar 2024. Er hat den Bauentscheid der Gemeinde ersetzt (sog. Devolutiveffekt der Beschwerde; vgl. statt vieler BVR 2022 S. 515 E. 1.7). Soweit die Be- schwerdeführerin auch die Aufhebung des Bauentscheids der EG Meiringen beantragt, ist auf die Beschwerde nicht einzutreten (vgl. zum Ganzen Ruth Herzog, in Herzog/Daum [Hrsg.], Kommentar zum bernischen VRPG, 2. Aufl. 2020, Art. 74 N. 26 i.V.m. Art. 72 N. 18, Art. 84 N. 19). 1.3Das Verwaltungsgericht überprüft den angefochtenen Entscheid auf Rechtsverletzungen hin (Art. 80 Bst. a und b VRPG). 2. Die Beschwerdeführerin bestreitet zu Recht nicht, dass die noch umstritte- nen Änderungen an den Fassaden ohne Baubewilligung vorgenommen wur- den und damit formell rechtswidrig sind. Strittig ist hingegen, ob diese nachträglich bewilligt werden können. 2.1Die Baubewilligung vom 31. Januar 2017 sowie die Zusatzbewilli- gung vom 21. Juni 2018 wurden gestützt auf Art. 24c RPG ausgestellt. Da- nach werden bestimmungsgemäss nutzbare Bauten und Anlagen ausser- halb der Bauzone, die nicht mehr zonenkonform sind, in ihrem Bestand grundsätzlich geschützt (Abs. 1). Sie können mit Bewilligung der zuständi- gen Behörde erneuert, teilweise geändert, massvoll erweitert oder wieder- aufgebaut werden, sofern sie rechtmässig erstellt oder geändert worden sind, wobei die Vereinbarkeit mit den wichtigen Anliegen der Raumplanung in jedem Fall vorbehalten bleibt (Abs. 2 und 5). Nach Art. 42 der Raumplanungsverordnung vom 28. Juni 2000 (RPV; SR 700.1) gilt eine Än- derung als teilweise und eine Erweiterung als massvoll, wenn die Identität Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 27.02.2025, Nr. 100.2024.47U, Seite 5 der Baute oder Anlage einschliesslich ihrer Umgebung in den wesentlichen Zügen gewahrt bleibt. Verbesserungen gestalterischer Art sind zulässig (Abs. 1). Massgeblicher Vergleichszustand für die Beurteilung der Identität ist der Zustand, in dem sich die Baute oder Anlage im Zeitpunkt der Zuwei- sung zum Nichtbaugebiet befand (Abs. 2), d.h. in der Regel beim Inkrafttre- ten des Bundesgesetzes vom 8. Oktober 1971 über den Schutz der Gewäs- ser gegen Verunreinigung (aGSchG; AS 1972 S. 950), welches erstmals Bau- und Nichtbaugebiet klar trennte (BGE 147 II 309 E. 5.4, 129 II 396 E. 4.2.1; BVR 2016 S. 471 E. 3.2 mit Hinweisen). Ob die Identität der Baute im Wesentlichen gewahrt bleibt, ist unter Würdigung der gesamten Um- stände zu beurteilen (Abs. 3 Satz 1). Dabei legt Art. 42 Abs. 3 RPV quanti- tative Obergrenzen fest, bei deren Überschreiten die Identität der Baute in jedem Fall als nicht mehr gewahrt gilt (BGer 1C_518/2021 vom 12.6.2023 E. 3.2, 1C_312/2016 vom 3.4.2017, in ZBl 2018 S. 314 E. 2.1). Im Übrigen ist nach der Rechtsprechung des Bundesgerichts darauf abzustellen, ob eine Änderung bei einer Gesamtbetrachtung von untergeordneter Bedeutung ist (BGE 132 II 21 E. 7.1.1; BGer 1C_79/2022 vom 30.9.2022 E. 6.3). Die We- sensgleichheit der Baute muss hinsichtlich Umfang, äusserer Erscheinung sowie Zweckbestimmung gewahrt bleiben und es dürfen keine wesentlichen neuen Auswirkungen auf die Nutzungsordnung, Erschliessung und Umwelt geschaffen werden (BGE 127 II 215 E. 3a f.; BGer 1C_480/2019 und 1C_481/2019 vom 16.7.2020, in ZBl 2021 S. 503 E. 4.1) Diese Vorausset- zungen gelten auch für den Abbruch und Wiederaufbau von Bauten (Rudolf Muggli, in Praxiskommentar RPG: Bauen ausserhalb der Bauzone, 2017, Art. 24c N. 39). 2.2Veränderungen am äusseren Erscheinungsbild müssen zudem für eine zeitgemässe Wohnnutzung oder eine energetische Sanierung nötig oder darauf ausgerichtet sein, die Einpassung in die Landschaft zu verbes- sern (Art. 24c Abs. 4 RPG). Diese Voraussetzungen müssen unabhängig vom Identitätserfordernis erfüllt sein (BGer 1C_312/2016 vom 3.4.2017, in ZBl 2018 S. 314 E. 3.1). «Für eine zeitgemässe Wohnnutzung […] nötig» be- deutet, dass die ursprüngliche Wohnnutzung auf einen zeitgemässen Stand gebracht werden darf (Bericht der Kommission für Umwelt, Raumplanung und Energie [UVEK] des Nationalrats vom 22.8.2011 zur Standesinitiative Bauen ausserhalb der Bauzone, in BBl 2011 S. 7083 ff., 7090). Dabei geht Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 27.02.2025, Nr. 100.2024.47U, Seite 6 es nicht darum, grosszügige und komfortable Lösungen zu erlauben, son- dern bloss das tatsächlich objektiv Erforderliche (VGE 2022/192 vom 9.11.2023 E. 4.2.2; Rudolf Muggli, a.a.O., Art. 24c N. 36; AGR, Bauen aus- serhalb der Bauzonen, Themenblatt A1, S. 2, einsehbar unter: <www.bauen.dij.be.ch>, Rubriken «Bauen ausserhalb der Bauzone/The- menblätter»; vgl. in diesem Sinn etwa BGer 1C_284/2017 vom 1.3.2018 E. 5.2 [betreffend Anbau eines Geräteunterstands]). Bei der Beurteilung des äusseren Erscheinungsbilds ist zudem entscheidend, ob das Bauprojekt be- züglich Gebäudeform, Stil und Gestaltung wesentlich vom bestehenden Ge- bäude abweicht. Fehlt es an der Identität, liegt eine vollständige Änderung vor und fällt eine Ausnahmebewilligung nach Art. 24c RPG ausser Betracht (BGer 1C_626/2017 und 1C_628/2017 vom 16.8.2018, in ZBl 2019 S. 336 E. 6.3). 3. 3.1Nachdem die Gemeinde bei der Bauabnahme am 4. April 2022 um- fangreiche Abweichungen von den genehmigten Plänen festgestellt hatte (Akten Gemeinde 3C pag. 68 ff.), holte sie beim AGR eine Stellungnahme dazu ein (Akten Gemeinde 3C pag. 48 f.). Mit E-Mail vom 23. Juni 2022 teilte das AGR zusammengefasst mit, dass insbesondere die Ausführung der Südfassade mit dem bewilligten Projekt nicht mehr viel zu tun habe. Es seien zahlreiche Hebeschiebefenster sowie Dreiecksfenster eingebaut worden, welche in der Landwirtschaftszone weder üblich noch zulässig seien, da diese dem Gebäude den Charakter eines Hauses in der Bauzone verleihen würden. Bereits das bewilligte Projekt habe über eine grosszügige Befens- terung verfügt. Mit den nun eingebauten Fenstern erscheine die Südfassade als totale Verglasung. Ebenso seien an der Nordfassade zahlreiche zusätz- liche Fenster eingebaut worden, welche der Fassade einen neuen Charakter verleihen würden. Es handle sich nicht bloss um grössere Fenster, sondern um eine ganzheitliche Charakteränderung der Fassade. Diese Änderungen der Fassaden wahrten die Identität des Gebäudes nicht und seien auch nicht damit begründbar, dass sie für ein zeitgemässes Wohnen nötig seien. Die Gestaltung der Nord- und Südfassade sei so nicht bewilligungsfähig. Ebenso seien die liegenden Balkongeländer in der Landwirtschaftszone untypisch. Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 27.02.2025, Nr. 100.2024.47U, Seite 7 Die weiteren Änderungen erachtete das AGR hingegen als bewilligungsfähig (Akten Gemeinde 3C pag. 43 f.). Gestützt auf diese Einschätzung ordnete die EG Meiringen am 5. Oktober 2022 die Wiederherstellung gemäss ur- sprünglicher Baubewilligung an (Akten Gemeinde 3C pag. 7 ff.). 3.2Mit ihrem hierauf eingereichten nachträglichen Baugesuch vom 10. Oktober 2022 legte die Beschwerdeführerin einen «Verbesserungsvor- schlag» vor, der die teilweise Abdeckung einzelner Fenster mit Holzlamellen vorsah (Akten Gemeinde 3D pag. 135 ff., pag. 147; Plan «Schnitt & Fassa- den» vom 22.12.2022, hinten in Akten Gemeinde 3D). Das AGR beurteilte das Vorhaben mit Verfügung vom 2. März 2023 und führte aus, das Erschei- nungsbild des ursprünglichen Wohnhauses habe mit dem bewilligten Projekt gerade noch gewahrt werden können. Dieses habe an der Nordfassade auf allen Geschossebenen jeweils mittig ein hochrechteckiges Fenster vorgese- hen. Nun seien auf der Ebene des Erdgeschosses zwei zusätzliche Fenster eingebaut und im Galeriegeschoss zwei bewilligte Fenster vergrössert wor- den. Die Nordfassade verfüge damit über sieben verschiedenartige Fenster- formen und wirke unruhig. Es könne nicht von einer ästhetischen Verbesse- rung gesprochen werden. Die vom Projektverfasser vorgeschlagene Abde- ckung der zusätzlichen Fenster mit Holzlamellen führe zu keiner Verbesse- rung des Erscheinungsbilds. Betreffend die Südfassade hielt das AGR fest, diese wahre das Erscheinungsbild bei weitem nicht mehr. Es mache den An- schein, als wären wo immer möglich Fenster eingebaut worden. Von einer Anpassung an die Bedürfnisse zeitgemässen Wohnens könne nicht gespro- chen werden, vielmehr handle es sich um eine Ausführung zur Befriedigung individueller Bedürfnisse. Der Vorschlag, die Fenster mit Lamellenfiltern ab- zudecken, führe zu keiner besseren Wahrung des Erscheinungsbilds. Weiter hielt das AGR fest, dass Verglasungen mit Lamellenfiltern fast nur bei Öko- nomieteilen in Bauernhäusern zum Zuge kämen, da diese Gebäudeteile oft- mals über keine oder nur eine geringfügige Befensterung verfügten. Mit La- mellenfiltern könne das Erscheinungsbild solcher Bauten gewahrt werden. Im vorliegenden Fall treffe dies jedoch nicht zu, da es sich um ein reines Wohnhaus handle. Gestützt auf diese Feststellungen verweigerte das AGR die Ausnahmebewilligung für die Ausführung der Nord- und Südfassade mit Ausnahme der Balkongestaltung. Für den neuen Standort des Parkplatzes, die Veränderung des Weggefälles, das Weglassen des Eingangs West, die Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 27.02.2025, Nr. 100.2024.47U, Seite 8 Änderungen der Fenster an der Ost- und Westfassade sowie den Einbau eines Dachflächenfensters erteilte es hingegen die Ausnahmebewilligung (vgl. zum Ganzen Akten Gemeinde 3D pag. 103 ff.). 3.3Nach einer weiteren «Projektanpassung», die vorsah, «die Struktur der Holzfassade und der verputzten Fassade vor den Fenstern durchzuzie- hen, um so eine optische Reduktion der Fenstergrössen zu schaffen» (Pro- jektanpassung vom 9.5.2023, Akten Gemeinde 3D pag. 90; Plan «Fassaden Nord & Süd», rev. am 4.5.2023, hinten in Akten Gemeinde 3D), erteilte die Gemeinde am 13. Juni 2023 die nachträgliche Baubewilligung unter der Auf- lage, die Nord- und Südfassade gemäss dieser «Projektanpassung» zu än- dern (vgl. Dispositiv des Bauentscheids, Akten Gemeinde 3D pag. 60 f.), ob- wohl das AGR mündlich an seiner bisherigen Haltung festhielt (Akten Ge- meinde 3D pag. 68 ff., 55 ff.). Nachdem die EG Meiringen diese Verfügung auf Geheiss des Regierungsstatthalters aufgehoben hatte (Akten Gemeinde 3D pag. 48 f.), nahm das AGR am 11. Juli 2023 nunmehr schriftlich zur er- neuten «Projektanpassung» Stellung und führte aus, dass mit den geplanten Änderungen zwar die Fensterfläche geringfügig verkleinert werde, damit aber lediglich kosmetische Massnahmen betrieben würden und die Fassa- den nicht in den bewilligten Zustand zurückgeführt würden. Es werde daher vollumfänglich an der Verfügung vom 2. März 2023 festgehalten (Akten Ge- meinde 3D pag. 42 f.). Gestützt darauf erteilte die EG Meiringen am 29. Au- gust 2023 den Bauabschlag für die ohne Bewilligung vorgenommenen Än- derungen der Nord- und Südfassade und verfügte insoweit die Wiederher- stellung des Zustands gemäss Gesamtentscheid des Regierungsstatthalter- amts Interlaken-Oberhasli vom 31. Januar 2017; die übrigen zusätzlichen Änderungen bewilligte sie nachträglich (Akten Gemeinde 3D pag. 24 ff.; vorne Bst. A). 3.4Die BVD folgte der Beurteilung durch das AGR: Der am 31. Januar 2017 bewilligte Neubau habe im Vergleich zum ursprünglichen Wohnhaus bereits weitgehende Änderungen des Erscheinungsbilds beinhaltet, insbe- sondere was die Fassadengestaltung anbelange. Das Erscheinungsbild der Nord- und Südfassade des inzwischen realisierten Neubaus weiche nun nochmals deutlich von dem im Jahr 2017 bewilligten Fassadenbild ab und habe mit den Fassaden im ursprünglichen Zustand keine Gemeinsamkeiten Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 27.02.2025, Nr. 100.2024.47U, Seite 9 mehr. Daran vermöchten auch die als Verbesserung vorgeschlagenen La- mellenfilter an einzelnen Fenstern nichts zu ändern. Bei einer Gesamtbe- trachtung aller Änderungen des realisierten Neubaus im Vergleich zum ur- sprünglichen Wohnhaus könne daher die Identität nicht mehr als gewahrt gelten. Das AGR sei somit zu Recht zum Schluss gekommen, dass die zu- sätzlichen Änderungen den Rahmen sprengen und eine Ausnahmebewilli- gung zu verweigern sei (angefochtener Entscheid E. 3). 4. Diese Beurteilung ist entgegen der Auffassung der Beschwerdeführerin nicht zu beanstanden: 4.1Ob die Identität der Baute einschliesslich ihrer Umgebung als gewahrt gelten kann, entscheidet sich nicht nur mit Blick auf die hier noch umstritte- nen Änderungen, sondern anhand einer Gesamtbetrachtung, d.h. zusam- men mit den anderen, nicht unwesentlichen baulichen Änderungen, die seit dem 1. Juli 1972 ausgeführt wurden (VGE 2017/169 vom 20.3.2018 E. 3.4; Rudolf Muggli, a.a.O., Art. 24c N. 28; vorne E. 2.1). Wie die BVD zutreffend festgehalten hat, wurden der Beschwerdeführerin bereits mit Bauentscheid vom 31. Januar 2017 weitgehende Änderungen am Erscheinungsbild des Wohnhauses erlaubt, namentlich was die Dach- und Fassadengestaltung angeht. Neben einer Reduktion der Anzahl Geschosse und weitgehenden Veränderungen hinsichtlich Position und Anzahl Fenster auf allen vier Seiten wies der geplante Neubau im Unterschied zum alten Gebäude drei grosse Balkone auf zwei Ebenen auf und waren ost- und westseitig je eine grosse Dachaufbaute vorgesehen (vgl. angefochtener Entscheid E. 3e). Das AGR erachtete das Erscheinungsbild als gerade noch gewahrt (vgl. vorne E. 3.2). In der Folge wich die Beschwerdeführerin von den bewilligten Plänen deut- lich ab. Mit Ausnahme der abweichenden Befensterung an der Süd- und Nordfassade wurden auch diese Änderungen nachträglich bewilligt (vorne E. 3.2 f.). Den Vorinstanzen ist beizupflichten, dass das Mass an zulässigen Änderungen damit ausgeschöpft war und mit der zusätzlichen Verglasung der Süd- und Nordfassade das Erscheinungsbild des Neubaus definitiv vollständig von jenem des alten Wohnhauses abweicht, so dass das Identi-Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 27.02.2025, Nr. 100.2024.47U, Seite 10 tätserfordernis eindeutig nicht mehr gewahrt ist: An der Südfassade des ab- gebrochenen Wohnhauses waren 24 Fenster angeordnet, mit Ausnahme von zwei kleineren Fenstern in der Dachschräge alle von gleicher Form und Grösse in einer regelmässigen Abfolge sowie in den Obergeschossen mit Fensterläden (vgl. Fotodokumentation, Akten Gemeinde 3B pag. 226). Die gegen den Hang ausgerichtete Nordfassade verfügte über 16 Fenster, mehr- heitlich ebenfalls mit Fensterläden. Die Anordnung und Grösse der Fenster waren im untersten Geschoss unregelmässig, in den oberen Geschossen jedoch symmetrisch (vgl. Fotodokumentation Akten Gemeinde 3B pag. 239 und 241; Akten Gemeinde 3D pag. 80). Die Südfassade des Neubaus ver- fügt zwar nicht über mehr Fenster als die ursprüngliche Baute, diese sind jedoch viel grösser und gegenüber dem bewilligten Projekt mehrheitlich bo- dentief, so dass die Fassadenfläche insgesamt überwiegend aus Glas be- steht. Auf Fensterläden wurde ganz verzichtet (vgl. Fotodokumentation, Ak- ten Gemeinde 3D pag. 81 und 129). An der Nordfassade des Neubaus wur- den – verglichen mit dem ursprünglichen und dem bewilligten Zustand – so- wohl die Anordnung als auch die Form und die Grösse der Fenster geändert. Ebenfalls verfügt die Nordfassade neu über keine Fensterläden mehr. Das Fassadenbild weicht damit deutlich von den bewilligten Plänen ab und damit umso mehr von jenem des alten Wohnhauses, weshalb die nachträgliche Baubewilligung für die geänderte Befensterung zu Recht verweigert wurde. 4.2Was die Beschwerdeführerin dagegen vorbringt (Beschwerde S. 4 f.), verfängt nicht: Soweit sie sich auf die kommunale Ästhetiknorm in Art. 411 des Baureglements der EG Meiringen vom 9. Juni 2013 beruft und daraus etwas zu ihren Gunsten ableiten will, kann ihr von vornherein nicht gefolgt werden, denn der Bauabschlag wurde nicht damit begründet, sondern mit der fehlenden Identität im Sinn von Art. 24c Abs. 2 RPG i.V.m. Art. 42 Abs. 1 RPV. Soweit die Beschwerdeführerin geltend macht, Lamellenfilter seien gemäss den Gestaltungsgrundsätzen des AGR zu Art. 24c RPG (ein- sehbar unter: <www.bauen.dij.be.ch>, Rubriken «Bauen ausserhalb der Bauzone/Gestaltungsgrundsätze») erlaubt und es könne damit der ur- sprünglich bewilligte Zustand wiederhergestellt werden, trifft dies nicht zu. Abgesehen davon, dass die Gestaltungsgrundsätze ausdrücklich für alt- rechtliche Bauernhäuser gelten, für Wohnhäuser wie hier nur sinngemäss, dienen die als zulässig bezeichneten Änderungen an der Fassadengestal-Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 27.02.2025, Nr. 100.2024.47U, Seite 11 tung offensichtlich primär einer (besseren) Belichtung von ehemaligen Öko- nomieteilen. Zudem würden die vorgeschlagenen Lamellenfilter an einzel- nen Fenstern nur dazu führen, dass die Fensterflächen optisch etwas redu- ziert würden. Da schon mit dem bewilligten Projekt die Identität nur knapp gewahrt und seither weitere Änderungen nachträglich bewilligt wurden, reicht eine Annäherung an das bewilligte Fassadenbild nicht aus, um dem Identitätserfordernis gerecht zu werden. Vielmehr ist der Vorinstanz bei- zupflichten, dass das Erscheinungsbild der Nord- und Südfassade des Neu- baus mit dem Erscheinungsbild des ursprünglichen Wohnhauses auch mit einzelnen Lamellenfiltern keine Gemeinsamkeiten mehr aufweist. 4.3Zusammenfassend ist mit der Vorinstanz festzuhalten, dass die um- strittenen baulichen Veränderungen den Rahmen der erweiterten Besitz- standsgarantie nach Art. 24c RPG sprengen und zu Recht nicht nachträglich bewilligt wurden. Sie sind folglich auch materiell rechtswidrig. 5. 5.1Im Fall des Bauabschlags entscheidet die Baubewilligungsbehörde zugleich darüber, ob und inwieweit der rechtmässige Zustand wiederherzu- stellen ist (Art. 46 Abs. 2 Bst. e BauG). Die Wiederherstellungsverfügung muss im öffentlichen Interesse liegen, verhältnismässig sein und darf den Vertrauensgrundsatz nicht verletzen, was von Amtes wegen zu prüfen ist (Art. 47 Abs. 6 des Dekrets vom 22. März 1994 über das Baubewilligungs- verfahren [Baubewilligungsdekret, BewD; BSG 725.1]; statt vieler BVR 2020 S. 380 E. 2.1; Zaugg/Ludwig, Kommentar zum bernischen BauG, Band I, 5. Aufl. 2020, Art. 46 N. 9 mit weiteren Hinweisen). Auf den Grundsatz der Verhältnismässigkeit kann sich auch eine bösgläubige Bauherrschaft berufen. Sie muss aber in Kauf nehmen, dass die Behörden aus grundsätzlichen Erwägungen, nämlich zum Schutz der Rechtsgleichheit und der baulichen Ordnung, dem Interesse an der Wiederherstellung des gesetzmässigen Zustands erhöhtes Gewicht beimessen und die der Bauherrschaft allenfalls erwachsenden (wirtschaftlichen) Nachteile nicht oder nur in verringertem Mass berücksichtigen (vgl. BGE 132 II 21 E. 6.4; Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 27.02.2025, Nr. 100.2024.47U, Seite 12 BVR 2006 S. 444 E. 6.1, 2002 S. 8 E. 2; Zaugg/Ludwig, a.a.O., Art. 46 N. 9c Bst. c). 5.2Die Beschwerdeführerin ist der Ansicht, die Wiederherstellungsmass- nahme sei nicht verhältnismässig. Als öffentliches Interesse würden bloss ästhetische Gründe genannt. Die Abweichung vom Erlaubten sei unbedeu- tend, insbesondere mit Blick auf die vorgeschlagene Verbesserungsmass- nahme mit den Lamellenfiltern, die weniger einschneidend sei und mit der dasselbe Resultat erzielt werden könne. Zudem stehe die finanzielle Belas- tung angesichts von veranschlagten Wiederherstellungskosten von Fr. 297'000.-- in keinem vernünftigen Verhältnis zum verfolgten Ziel. Diese Kosten könne die Beschwerdeführerin derzeit nicht stemmen (Beschwerde S. 5 f.). 5.3Wie die Vorinstanz zutreffend erkannt hat, besteht ausserhalb der Bauzone mit Blick auf das Prinzip der Trennung von Bau- und Nichtbauge- biet ein besonders grosses öffentliches Interesse an der Einhaltung der bau- rechtlichen Bestimmungen. Werden in der Landwirtschaftszone widerrecht- lich errichtete Bauten nicht zurückgebaut, sondern auf unabsehbare Zeit ge- duldet, wird der Trennungsgrundsatz in Frage gestellt und rechtswidriges Verhalten belohnt. Rechtswidrige Bauten müssen daher grundsätzlich zurückgebaut werden (BGE 147 II 25 [BGer 1C_145/2019 vom 20.5.2020] nicht publ. E. 5.1, 136 II 359 E. 6; BGer 1C_344/2017 vom 17.4.2018, in ZBl 2018 S. 606 E. 5.1; Zaugg/Ludwig, a.a.O., Art. 46 N. 10). Das öffentliche Interesse an der Wiederherstellung des rechtmässigen Zustands ist mithin gewichtig und besteht – entgegen den Ausführungen der Beschwerdeführe- rin – nicht in der Einhaltung von Ästhetikvorschriften. Die Abweichungen vom Erlaubten sind zudem keineswegs unbedeutend und mit den vorgeschlage- nen Lamellenfiltern könnte das Fassadenbild höchstens geringfügig an das bewilligte Erscheinungsbild angenähert, aber nicht vollständig hergestellt werden (vgl. vorne E. 4); es handelt sich somit nicht um eine mildere, son- dern um eine ungeeignete Massnahme. Sodann ist die Beschwerdeführerin nicht gutgläubig im baurechtlichen Sinn. Allgemein wird vorausgesetzt, dass die Bewilligungspflicht für Bauvorhaben bekannt ist (BVR 2006 S. 444 E. 5.4; Zaugg/Ludwig, a.a.O. Art. 46 N. 9b Bst. bb). Der Beschwerdeführerin waren sowohl die Bewilligungspflicht als auch die besonderen Vorausset-Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 27.02.2025, Nr. 100.2024.47U, Seite 13 zungen aufgrund der Lage ihrer Parzelle in der Landwirtschaftszone be- kannt, stand sie doch für den Abbruch und Neubau des Wohnhauses über mehrere Jahre in regem Austausch mit der Gemeinde. Ihr musste bewusst sein, dass sie von den bewilligten Plänen nicht eigenmächtig abweichen darf. Indem sie dies wider besseren Wissens und damit qualifiziert bösgläubig trotzdem tat, nahm sie die Kosten für eine allfällige Wiederherstellung in Kauf. Diese sind ihr – selbst wenn sie sehr hoch ausfallen sollten – zuzumu- ten (Zaugg/Ludwig, a.a.O., Art. 46 N. 9c Bst. c mit Hinweisen). Inwiefern die Beschwerdeführerin aus der Stellungnahme der Gemeinde vom 2. Mai 2023 zum nachträglichen Baugesuch etwas zu ihren Gunsten ableiten möchte, be- gründet sie nicht (vgl. Eingabe der Beschwerdeführerin vom 17.9.2024, act. 6; Akten Gemeinde 3D pag. 70 f.). Eine falsche behördliche Auskunft oder eine andere vertrauensbegründende Zusicherung der Gemeinde ist darin jedenfalls nicht erkennbar. Abgesehen davon bindet das Verhalten der Gemeinde die für die Erteilung von Ausnahmen nach Art. 24 ff. RPG zustän- dige kantonale Behörde (AGR) nicht. 5.4Die von der Gemeinde angesetzte Frist zur Wiederherstellung des rechtmässigen Zustands ist abgelaufen. Es ist daher praxisgemäss eine neue Frist anzusetzen (Art. 46 Abs. 3 Bst. e BauG; vgl. VGE 2019/392 vom 15.12.2020 E. 7.1 sowie VGE 2020/244 vom 12.11.2021 E. 5). Den Zeitraum von sechs Monaten ab Zustellung des Entscheids, den die Gemeinde als angemessen erachtet hat (vgl. Bauentscheid vom 29.8.2023, Akten Ge- meinde 3D pag. 24 ff.), bemängelt die Beschwerdeführerin nicht. 6. 6.1Ihr Eventualbegehren (Rückweisung zur Neubeurteilung; vorne Bst. C) begründet die Beschwerdeführerin nicht. Soweit auf die Beschwerde insoweit einzutreten ist (Art. 32 Abs. 2 VRPG; vgl. dazu auch Michel Daum, a.a.O., Art. 32 N. 26), sind keine Gründe für eine Rückweisung ersichtlich. Die Beschwerde erweist sich somit in allen Teilen als offensichtlich unbe- gründet und ist abzuweisen, soweit darauf einzutreten ist (vorne E. 1.2). Das Verwaltungsgericht beurteilt solche Rechtsmittel in Zweierbesetzung (Art. 56 Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 27.02.2025, Nr. 100.2024.47U, Seite 14 Abs. 3 des Gesetzes vom 11. Juni 2009 über die Organisation der Gerichts- behörden und der Staatsanwaltschaft [GSOG; BSG 161.1]). 6.2Bei diesem Prozessausgang hat die Beschwerdeführerin die Kosten des verwaltungsgerichtlichen Verfahrens zu tragen (Art. 108 Abs. 1 VRPG). Parteikosten sind keine zu sprechen (Art. 108 Abs. 3 i.V.m. Art. 104 VRPG). Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird. 2. Die Frist für die Wiederherstellung des rechtmässigen Zustands wird auf sechs Monate ab Rechtskraft dieses Urteils festgesetzt. 3. Die Kosten des Verfahrens vor dem Verwaltungsgericht, bestimmt auf eine Pauschalgebühr von Fr. 2'000.--, werden der Beschwerdeführerin auferlegt und dem geleisteten Kostenvorschuss von Fr. 3'500.-- entnom- men. Der Restbetrag von Fr. 1'500.-- wird der Beschwerdeführerin nach Eintritt der Rechtskraft dieses Urteils zurückerstattet. 4. Es werden keine Parteikosten gesprochen. 5. Zu eröffnen: - Beschwerdeführerin - Beschwerdegegnerin (zusammen mit der Eingabe der Beschwerdefüh- rerin vom 17.9.2024) - Bau- und Verkehrsdirektion des Kantons Bern (zusammen mit der Ein- gabe der Beschwerdeführerin vom 17.9.2024) - Bundesamt für Raumentwicklung und mitzuteilen: - Amt für Gemeinden und Raumordnung des Kantons Bern - Regierungsstatthalteramt Interlaken-OberhasliUrteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 27.02.2025, Nr. 100.2024.47U, Seite 15 Der Abteilungspräsident: Die Gerichtsschreiberin: Rechtsmittelbelehrung Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Eröffnung beim Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bun- desgericht (BGG; SR 173.110) geführt werden.