<h2>SubmittedText<h2><p>Die Planung von UVP-pflichtigen Projekten erfordert die Datenbankabfrage von Tier-, Pilz-, Moos- und Pflanzenarten. Gegenwärtig müssen Fundangaben bei neun unterschiedlichen Datenbanken abgefragt werden. Lange Wartezeiten bis zum Erhalt der unkommentierten Daten und hohe Kosten erschweren und verteuern die Umweltverträglichkeitsabklärungen.</p><p>- Welche Gründe sprechen für neun verschiedene Datenbanken?</p><p>- Ist eine einzige Datenbank mit Funddaten aller Arten aus Sicht des Bundesrates erwünscht?</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Alle Fundangaben zu den erwähnten Arten sind gegenwärtig in sechs nationalen Datenbanken zentralisiert: Infofiora, Infofauna, Vogelwarte, Schweizerische Koordinationsstelle für Fledermausschutz, Swissfungi und Swisslichens (Pilze und Flechten) sowie Swissbryophytes (Moose). Die Aufteilung der Organismengruppen in unterschiedliche Datenbanken ist historisch gewachsen. Der Bund hat den Aufbau von nationalen Datenbanken bei Forschungsanstalten, Stiftungen oder Universitäten seit Beginn unterstützt und dabei Synergien mit den bestehenden Strukturen genutzt. Aus Ressourcengründen konnte bis heute die Lösung einer einzigen zentralen Datenbank für alle Arten der Schweiz nicht umgesetzt werden. Der Aktionsplan zur Strategie Biodiversität Schweiz, der vom Bundesrat am 6. September 2017 genehmigt wurde, sieht in der Umsetzungsphase II in den Jahren 2024 bis 2027 als Massnahme vor, ein "optimiertes und modernisiertes Datenmanagement" zu prüfen. In diesem Rahmen sollte die Zentralisierung aller Funddaten in einer einzigen Datenbank überprüft und gegebenenfalls umgesetzt werden.</p>