<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="cell small-12 contentContainer printArea"> <div><table><tr><td><p class="Normal Heading1"><span id="_GoBack"></span><span class="Normal Heading1">Sozialversicherungsgericht</span></p><p class="Normal Heading1"><span class="Normal Heading1">des Kantons Zürich</span></p></td><td><p class="Normal Heading1"></p></td></tr></table><p><span>IV.2016.00669</span></p><p><br/></p><p><br/></p><p>III. Kammer</p><p>Sozialversicherungsrichter Gräub, Vorsitzender<br/>Sozialversicherungsrichterin Daubenmeyer<br/>Sozialversicherungsrichterin Fehr<br/>Gerichtsschreiber Sonderegger</p><p class="Normal Heading2"><span class="Normal Heading2">Urteil vom 11. Januar 2018</span></p><p class="Normal StandardEinzug"><span class="Normal StandardEinzug">in Sachen</span></p><p class="Normal StandardFett RubrumFett"><span class="Normal StandardFett RubrumFett">X.___</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Beschwerdeführer</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">vertreten durch Rechtsanwalt Alex Beeler</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Beeler / Schuler, Rechtsanwälte</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Pilatusstrasse 30, Postfach 2119, 6002 Luzern</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">gegen</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardFett RubrumFett"><span class="Normal StandardFett RubrumFett">Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Beschwerdegegnerin</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p><br/></p><p></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Sachverhalt:</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Der 1958 geborene X.___ war jahrelang in der Textil</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">branche tätig. Nach dem Verlust der entsprechenden Arbeitsstelle und an</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">schliessender Arbeitslosigkeit (Urk. 9/11) begann er ab 8. Mai 2013 als Hilfsar</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">beiter auf dem Bau für die Y.___ zu arbeiten. Infolge starker Rückenschmerzen mit anschliessender Krankschreibung und Kündigung (Urk. 9/9) - letzter effektiver Arbeitstag war der 21. Oktober 2013 (Urk. 9/12) – meldete er sich am 14. April 2014 bei der Invalidenversicherung zum Leis</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tungsbezug an (Urk. 9/4). Nach medizinischen und beruflich-erwerblichen Ab</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">klärungen sowie Durchführung des Vorbescheidverfahrens (Urk. 9/33, Urk. 9/40) verneinte die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, mit Verfügung vom 20. Mai 2016 (Urk. 2) einen Anspruch des Versi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">cherten auf eine Invalidenrente. Dabei stützte sie sich insbesondere auf die Ak</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tenbeurteilung ihres regionalen ärztlichen Dienstes (RAD; Stellungnahmen vom 23. Januar 2014 [Urk. 9/32/6] und 26. April 2016 [Urk. 9/45/2 und 3]).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Hiergegen erhob X.___ am 9. Juni 2016 Beschwerde mit den Anträgen, die Verfügung vom 20. Mai 2016 sei aufzuheben und es sei ihm eine ganze Rente auszurichten, sowie eventualiter ein polydisziplinäres Gutachten anzuordnen (Urk. 1).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die IV-Stelle schloss in ihrer Beschwerdeantwort vom 27. Juli 2016 (Urk. 8) auf Abweisung der Beschwerde, was dem Beschwerdeführer am 28. Juli 2016 zur Kenntnis gebracht wurde (Urk. 10). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Das Gericht zieht in Erwägung:</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts, ATSG</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">). </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Sie kann Folge von Ge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">burtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung, IVG</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">). </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">trächtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verur</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">den ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesund</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">heitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Anspruch auf eine Rente haben gemäss </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">28 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Abs. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1 IVG Versicherte, die:</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">a.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betäti</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können;</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">b.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindes</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tens 40 % arbeitsunfähig (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">6 ATSG) gewesen sind; und</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">c.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">8 ATSG) sind.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine Vier</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">telsrente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine Dreiviertels</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">rente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">28 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Abs. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">2 IVG).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im Be</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">schwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gegebe</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">nenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeits</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">unfähig ist (BGE 125 V 256 E. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4). Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten Person no</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ch zugemutet werden kön</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">nen (BGE 125 V 256 E. 4 mit Hinweisen; AHI 2002 S. 70 E. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4b/cc).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1.4</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Berichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorak</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zu</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen in der Expertise begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1.5</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Nach der Rechtsprechung ist es dem Sozialversicherungsgericht nicht verwehrt, einzig oder im Wesentlichen gestützt auf die (versicherungsinterne) Beurteilung des RAD zu entscheiden. Allerdings sind in solchen Fällen an die Beweiswürdi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gung strenge Anforderungen in dem Sinne zu stellen, dass bei auch nur gerin</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gen Zweifeln an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der versicherungsinter</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">nen ärztlichen Feststellungen eine versicherungsexterne Begutachtung anzu</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ordnen ist (BGE 139 V 225 E. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">5.2,</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> 135 V 465 E. 4.4 und E. 4.7).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Beschwerdegegnerin hielt gestützt auf die Einschätzung ihres RAD im Wesent</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">lichen dafür, da keine Arbeitsunfähigkeit in angepasster Tätigkeit doku</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">mentiert sei, sei versicherungsmedizinisch-theoretisch eine 100%ige Arbeitsfä</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">higkeit in angepasster Tätigkeit anzunehmen (Urk. 9/45/3, Urk. 2, Urk. 8). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Demgegenüber stellte sich der Beschwerdeführer zusammengefasst auf den Stand</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">punkt, es seien die Ansichten der Fachärzte beweisrechtlich entscheidend und nicht die Aktenbeurteilung des RAD-Arztes, der zudem keinen spezialärztli</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">chen Titel in der zu beurteilenden Disziplin aufweise. Die behandelnden Fach</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ärzte attestierten eine volle Arbeitsunfähigkeit. Sollte das Gericht Zweifel an dieser Beurteilung haben oder diese als nicht umfassend und abschliessend ge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nug erachten, so sei das beantragte polydisziplinäre Gutachten einzuholen und die Erwerbsfähigkeit und mit ihr die Invalidität auf dessen Basis festzulegen (Urk. 1, Urk. 6).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Dr. med. Z.___, Facharzt FMH für Allgemeinmedizin, berichtete am 21. Mai 2014 (Urk. 9/13) zuhanden der Beschwerdegegnerin, der Beschwerdeführer sei bei ihm seit Oktober 2005 in Behandlung. Seit 2013 liege ein lumbospondylo</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">genes Schmerzsyndrom mit Verdacht auf eine radikuläre Komponente L5 links bei Segmentdegeneration L4/L5, ein chronifiziertes Schmerzsyndrom sowie eine Depression vor. Eine stationäre Therapie auf der Rheumatologie des A.___ stehe bevor. Momentan sei keine Arbeitstätigkeit möglich. Die Frage, ob mit der Wiederaufnahme der beruflichen Tätigkeit gerechnet werden könne, beant</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">wortete er mit nein, zum jetzigen Zeitpunkt nicht, und fügte an, „evtl. neue Er</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">kenntnisse nach stationärer Behandlung“ (Urk. 9/13/3).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Seinem Bericht an die IV-Stelle legte er u.a. die folgenden weiteren Unterlagen bei:</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Dr. med. B.___, FMH Neurochirurgie, von der Schmerzklinik des C.___, stellte im Schreiben vom 20. November 2013 (Urk. 9/13/5) die Diagnose lumboradikuläres L5-Syndrom links bei bekannter Diskusprotrusion LWK4/5 links. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Das am 10. Januar 2014 im D.___ durchgeführte MRT (Urk. 9/13/10) ergab minimal progrediente intraforaminale Diskusprotrusi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">onen auf Höhe L3/L4 und L4/L5 links mit leicht progredienten, aktuell mässigen Foraminalstenosen mit Tangierung der Wurzel L3 und L4 intraforaminal links; keine Wurzelkompressionen. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Dr. med. E.___, Facharzt für Neurochirurgie FMH, akkreditierter Belegarzt an der F.___ stellte mit Bericht vom 27. März 2014 (zu Händen von Dr. B.___, der den Versicherten an ihn überwiesen hatte; Urk. 9/13/8-9), die Diagnose eines lumbospondylogenen Schmerzsyndroms mit möglicher radikulärer Komponente am ehesten L5 linksseitig bei beginnender Segmentdegeneration L4/5 mit Diskopathie, Höhenminderung des Bandschei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">benfachs, breitbasiger Bandscheibenprotrusion mit möglicher rezessaler Kom</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">pression der Nervenwurzel L5 links. Dazu führte er aus, dass der Patient seit etwa drei Jahren an fluktuierenden Rückenschmerzen leide. Vor etwa zwei Jahren habe der Patient, der bisher in der Textilbranche tätig gewesen sei, den Beruf wechseln müssen und sei seither im Baugewerbe tätig. Unter der ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">mehrten körperlichen Anstrengung mit dem Heben auch schwerer Lasten sei es zur deutlichen Zunahme der Beschwerden gekommen; aus diesem Grund sei der Patient seit Oktober 2013 100 % arbeitsunfähig. Unter „Beurteilung und Proze</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">dere“ erwähnte er, dass bisher noch keine längerdauernden physiotherapeuti</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">schen Massnahmen durchgeführt worden seien. Der Patient möchte auch unbe</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">dingt einen operativen Eingriff vermeiden. Er empfehle daher die Fortführung der Physiotherapie für mindestens drei Monate, und für mindestens weitere vier Wochen sollte der Patient auch zu 100 % krankgeschrieben werden. Auf längere Sicht sei sicher ein Arbeitswechsel anzustreben. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Seit dem 22. November 2013 ist der Beschwerdeführer in psychiatrischer Behand</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">lung bei med. pract. G.___ welcher - mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit – die Diagnose einer schweren depressiven Episode (ICD-10 F33.2) stellte (Bericht vom 3. Dezember 2014, Urk. 9/19/1-3). Anamnestisch be</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">stünden seit einem Jahr chronische Schmerzen aufgrund einer degenerativen Erkrankung der Wirbelsäule, welche Druck auf die austretenden Nerven ausübe. Diese Schmerzen träten im Stehen, Sitzen und Liegen auf. Nach Angaben der Chirurgen sei der Befund inoperabel, Physiotherapie und Infiltration hätten in nur kurzfristiger Linderung resultiert. Als ärztlichen Befund hielt er fest: „56-jähriger Mann, schlank, gepflegt. Wach, allseits orientiert. Ansonsten keine psy</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">chiatrischen Auffälligkeiten. Affektiv: Herr X.___ ist zutiefst verzweifelt, da er sein ganzes Leben hart gearbeitet hat und in der Arbeit seine Lebensaufgabe sieht. Untätig sein zu müssen, betrübt ihn zutiefst. Er zieht sich deprimiert zu</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rück, hat immer wieder einmal Wutausbrüche und ist latent suizidal.“ Es be</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">stehe keine Hoffnung auf Heilung seiner somatischen Beschwerden. Eine leichte Beschäftigung, bei welcher er immer wieder seine Position ändern könnte, täte ihm gut. Im bisherigen Beruf besteht gemäss med. pract. G.___ eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit, eine (behinderungsangepasste) Tätigkeit in einer behinder</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tengerechten Einrichtung hielt er aber für möglich; in welchem zeitlichen Um</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">fang liess er offen. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3.4</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">RAD-Arzt Dr. med. H.___, Facharzt für Chirurgie, führte in seiner Stellung</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">nahme vom 23. Januar 2014 (Urk. 9/32/3) als Diagnose mit dauerhafter Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit eine Lumboischialgie ohne neurologische Ausfälle auf, und - als solche ohne dauerhafte Auswirkung auf die Arbeitsfä</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">higkeit - eine Anpassungsstörung bei psychosozialer Belastungssituation. Er fügte an, med. pract. G.___, Psychiater, attestiere eine schwere depressive Epi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sode. Die mitgeteilten Befunde liessen diese nicht als wahrscheinlich erscheinen, denn im Vordergrund stehe eine psychosoziale Belastungssituation. Zu den Einschränkungen in Bezug auf die bisherige Tätigkeit als Bauarbeiter hielt er fest, aus versicherungsmedizinischer Sicht bestehe bei Erkrankungen der Len</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">denwirbelsäule eine verminderte Belastbarkeit für regelmässiges mittelschweres und schweres Heben, Tragen und Transportieren von Lasten, für Arbeiten mit Überstreckbelastung der Wirbelsäule über Kopf- und Schulterhöhe, auf Leitern und Gerüsten, für ausschliesslich stehende Tätigkeiten, für häufiges Bücken und Arbeiten in vorgeneigter Körperposition sowie für Tätigkeiten in körperlichen Zwangshaltungen. Unter „Belastungsprofil“ erwähnte er, dass leichte (ange</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">passte) Tätigkeiten in Wechselbelastung unter Ausschluss ungünstiger Witte</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">rungsbedingungen, auch mit gelegentlichem Heben, Tragen und Transportieren von Lasten bis max. 10 kg körpernah, ohne Verharren in Zwangshaltungen me</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">dizinisch-theoretisch zumutbar seien. Die Arbeitsunfähigkeit in der bisherigen Tätigkeit als Bauarbeiter legte er auf 100 % seit November 2013 fest; für ange</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">passte Tätigkeiten gemäss Belastungsprofil sei eine Arbeitsunfähigkeit nicht ausgewiesen. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3.5</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Im Vorbescheidverfahren reichte der Beschwerdeführer einen Bericht der Dres. I.___ (Chefarzt) und J.___ (Oberärztin i.V.), Klinik für Rheumatologie am A.___, vom 20. Februar 2015 (Urk. 9/39) über die ambulante rheumatologische Untersuchung vom 27. Juni bis 24. Oktober 2014 ins Recht. Als Diagnosen werden darin aufgeführt:</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung">1. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung">Chronisches lumbospondylogenes und lumboradikuläres Schmerzsyndrom L4 links</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">MRI LWS 10.01.2014: Intraforaminale Diskusprotrusion auf Höhe L3/4 und L4/5 links mit mässiger Foraminalstenose mit Tangierung der Wurzeln L3 und L4 intraforaminal links</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">Röntgen LWS 06/2014: Linkskonvexe Skoliose. Diskrete ventrale Spon</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">dylose LWK3, 4 und 5</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung">2. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung">Verdacht auf depressive Episode</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung">3. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung">Vitamin D-Mangel</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">substituiert</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">Weiter wird erwähnt, dass der Patient mit stark lumbalbetonten Schmerzen mit Ausstrahlung ins linke Bein vorgestellt worden sei. Als morphologisches Korre</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">lat für die beschriebenen Beschwerden sei eine Diskusprotrusion auf Höhe L3/4 und L4/5 links mit mässiger Foraminalstenose und Tangierung der Wurzeln L3 und L4 links MR-tomografisch nachgewiesen. Der Patient habe analgetische Therapie sowie intensive Physiotherapie erhalten, womit eine deutliche Be</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">schwerdebesserung habe erzielt werden können. Er sei hinsichtlich weiterer therapeutischer Optionen, insbesondere der Infiltration und der Neurochirurgie beraten worden. Vorläufig komme kein Ausbau der Therapie für ihn in Betracht. Er ziehe weiterhin Physiotherapie sowie analgetische Massnahmen vor. Die Ärzte attestierten vom 27.06. bis 31.07.2014, vom 14.08. bis 30.08.2014 und vom 24.10.2014 bis und mit 30.03.2015 eine Arbeitsunfähigkeit von 100 %.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3.6</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Dr. H.___ vom RAD zitierte in seiner Stellungnahme vom 26. April 2016 (Urk. 9/45/2-3) diese im Bericht des A.___ gestellten Diagnosen. Dabei fügte er bei 2. und 3. „nicht IV-relevant“ an. Zu den aufgelisteten Arbeitsunfä</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">higkeiten fügte er an, „weitere AUF Zeiten finden sich nicht. Eine AUF in ange</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">passter Tätigkeit wird nicht dokumentiert.“ Er wiederholte seine bereits in der letzten Stellungnahme gemachten Ausführungen zu den Einschränkungen in Bezug auf die bisherige Tätigkeit als Bauarbeiter und das Belastungsprofil für angepasste Tätigkeiten und zog die Schlussfolgerung, dass, da keine Arbeitsun</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">fähigkeit in angepasster Tätigkeit dokumentiert werde, versicherungsmedizi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">nisch-theoretisch eine 100%ige Arbeitsfähigkeit in angepasster Tätigkeit anzu</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">nehmen sei. So lägen zusammenfassend keine neuen medizinischen Fakten vor.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Nach Lage der Akten haben die fluktuierenden Rückenbeschwerden des Beschwer</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">deführers nach der Aufnahme der Tätigkeit in der Baubranche eine deutliche Zunahme erfahren. Die (bisherige) Tätigkeit als Bauarbeiter ist ihm deshalb unbestrittenermassen nicht mehr zumutbar, und es wird ihm diesbe</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">züglich eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit attestiert. Strittig und zu prüfen ist je</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">doch seine Einschränkung in einer leidensangepassten Tätigkeit. Der Beschwer</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">deführer vertritt dazu die Meinung, es sei auf die behandelnden Fachärzte, wel</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">che dafür eine „volle Arbeitsunfähigkeit“ attestierten, abzustellen, oder – sollte das Gericht Zweifel daran haben oder diese als nicht umfassend und abschlies</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">send genug erachten – eine neutrale polydisziplinäre gutachterliche Abklärung anzuordnen (Urk. 1 S. 13).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.2</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.2.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Ersterem kann nicht gefolgt werden, da keiner der behandelnden Ärzte sich in diesem Sinne äusserte. So erwähnte Dr. E.___ im März 2014 lediglich, dass der Beschwerdeführer seit Oktober 2013 100 % arbeitsunfähig sei, und empfahl Physiotherapie für mindestens drei Monate, Krankschreibung für mindestens weitere vier Wochen und auf längere Sicht einen Arbeitswechsel (oben E. 3.2). Dr. Z.___ nahm am 21. Mai 2014 - zu Recht – lediglich eine Momentaufnahme vor, weil er sich von der geplanten stationären Behandlung auf der Rheumato</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">logie des A.___ neue Erkenntnisse erhoffte (E. 3.1). Auch die Ärzte des A.___ selber attestierten in ihrem Bericht vom 20. Februar 2015 - die rheumatologische Untersuchung vom 27. Juni bis 24. Oktober 2014 wurde ef</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">fektiv ambulant durchgeführt – einerseits keine durchgehende Arbeitsunfähig</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">keit von 100 % und andererseits eine solche lediglich bis 30. März 2015. Zudem erwähnten sie ausdrücklich weitere therapeutische Optionen (insbesondere In</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">filtrationen und Neurochirurgie), welche aber für den Beschwerdeführer vorläu</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">fig nicht in Betracht gekommen seien. Dieser ziehe weiterhin Physiotherapie sowie analgetische Massnahmen vor (E. 3.5). Aus dem Gesagten lässt sich folg</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">lich nicht der Schluss ziehen, wie es der Beschwerdeführer tut (Urk. 1 S. 12), dass ihm damit eine volle Arbeitsunfähigkeit bzw. eine nicht mehr verwertbare Resterwerbsfähigkeit attestiert wird. Im Gegenteil muss festgehalten werden, dass sie bezüglich der Arbeitsfähigkeit keinerlei Unterscheidung zwischen an</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gestammter und behinderungsangepasster Tätigkeit trafen, was nicht weiter verwundert, diente</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">doch ihr kurz gehaltener Bericht lediglich der Information des den Beschwerdeführer als Hausarzt behandelnden Dr. Z.___ über die am</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">bulante rheumatologische Untersuchung im A.___. Als Grundlage zur Beurteilung der Arbeitsfähigkeit in behinderungsangepasster Tätigkeit genügt ihr Bericht klar nicht.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.2.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Dasselbe trifft auch auf die Ausführungen von Psychiater med. pract. G.___ zu (E. 3.3). Einerseits geht dieser gestützt auf die Angaben des Beschwerdeführers in seiner Anamnese davon aus, der Befund sei nach Angaben des Chirurgen in</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">operabel, was so nicht zutrifft bzw. nicht mit den medizinischen Unterlagen übereinstimmt. Seine Bemerkung, es bestehe keine Hoffnung auf Heilung der somatischen Beschwerden, ist zwar nicht gänzlich falsch, aber in seiner Abso</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">lutheit nicht zutreffend und überdies ebenfalls nicht auf die vorhandenen rheumatologischen und chirurgischen Akten abgestützt. In Bezug auf seine ei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">genen Befunde konnte er neben der schweren depressiven Episode (ICD-10 F33.2) bzw. der tiefen Verzweiflung keine psychiatrischen Auffälligkeiten fin</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">den. Seine Ausführungen zum affektiven Zustand des Beschwerdeführers (siehe auch Urk. 1 S. 4) erhellen sodann, dass für seine Beurteilung - invalidenversi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">cherungsrechtlich nicht zu berücksichtigende – psychosoziale Umstände eine grosse Rolle gespielt haben. So begründete er die tiefe Verzweiflung einzig mit dem Umstand, dass der Beschwerdeführer aufgrund der Rückenbeschwerden untätig sein müsse und er in der Arbeit seine Lebensaufgabe sehe. Die gestellte Diagnose einer schweren depressiven Episode lässt sich so aber nicht rechtsge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">nügend nachvollziehen. Weiter führt med. pract. G.___ in seinem Bericht vom 3. Dezember 2014 aus, eine leichte Beschäftigung, bei welcher der Beschwerde</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">führer immer wieder seine Position ändern könnte, täte ihm gut. Von einer at</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">testierten 100%igen Arbeitsunfähigkeit kann folglich nicht gesprochen werden. Eine solche attestierte dieser wohl nur für die bisherige Tätigkeit, da er gleich</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">zeitig auch „eine Tätigkeit in einer behindertengerechten Einrichtung“ erwähnt, aber ohne einen zeitlichen Rahmen zu nennen oder näher zu beschreiben, was er unter einer behindertengerechten Einrichtung versteht. Insgesamt kann somit weder auf die gestellte Diagnose noch auf die Ausführungen zur Arbeitsunfä</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">higkeit in behinderungsangepasster Tätigkeit von med. pract. G.___ abgestellt werden.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.2.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Angemerkt sei hier noch, dass aus dem Umstand, dass die Krankentaggeldversi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">cherung ab Eintritt der Arbeitsunfähigkeit 720 Taggelder erbrachte, zwar – wie vorgebracht (Urk. 1 S. 6) - auf eine volle Arbeitsunfähigkeit geschlossen werden kann, aber der Logik dieser Versicherung folgend lediglich auf eine solche für die angestammte und nicht für eine behinderungsangepasste Tätigkeit. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.2.4</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Zusammengefasst lässt die medizinische Aktenlage für eine behinderungsange</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">passte Tätigkeit weder den Schluss auf die vom Beschwerdeführer behauptete 100%ige Arbeitsunfähigkeit, noch auf die von Dr. H.___ vom RAD dafür angenommene 100%ige Arbeitsfähigkeit zu. Denn einmal fehlt es an einer im vorliegenden Gerichtsverfahren verwertbaren psychiatrischen Diagnosestellung und Einschätzung der dem Beschwerdeführer in psychischer Hinsicht noch zu</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">mutbaren Arbeitstätigkeit. Die Annahme, eine schwere Depression liege nicht vor, ansonsten in der Zwischenzeit weitere Berichte eingegangen wären, die auch über den Verlauf der Therapie Aufschluss geben würden (vgl. Beschwerde</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">antwort, Urk. 8), überzeugt nicht. Sie ist angesichts der Pflicht der IV-Stelle zur Abklärung der Eingliederungsfähigkeit und zur Bemessung der Invalidität (Art. 57 IVG) invalidenversicherungsrechtlich auch nicht haltbar. Wie bereits dargelegt (oben E. 4.2.1) ist aus rheumatologischer Sicht die noch verwertbare Arbeitsfähigkeit in einer Verweistätigkeit ebenfalls unklar. Das Gericht kann seine Entscheidung zudem nicht auf die diesbezügliche Beurteilung von Dr. H.___ abstützen (vgl. dazu oben E. 1.5), weil Zweifel an der Zuverläs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sigkeit und Schlüssigkeit seiner versicherungsinternen ärztlichen Feststellungen bestehen. Denn Dr. H.___ Schlussfolgerung aus dem Umstand, dass sich keiner der ärztlichen Berichte zur Arbeitsunfähigkeit in behinderungsangepass</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ter Tätigkeit äusserte, nämlich dass dem Beschwerdeführer eine solche zu 100 % zumutbar ist, ist so nicht nachvollziehbar. Angesichts der insgesamt dürftigen medizinischen Aktenlage hätte die Verwaltung vielmehr weitere Abklärungen vornehmen bzw. veranlassen müssen, und es nicht bei einer invalidenversiche</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">rungsrechtlich nicht überzeugenden Interpretation der wenigen ärztlichen An</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gaben belassen dürfen. Demzufolge hat sie die notwendigen Abklärungen nach</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">zuholen und hernach erneut über das Leistungsgesuch des Beschwerdeführers zu verfügen.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">5.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">5.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Da es um die Bewilligung oder Verweigerung von Versicherungsleistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichtskosten sind nach dem Verfahrens</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">aufwand und unabhängig vom Streitwert festzulegen (Art. 69 Abs. 1</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">bis</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> IVG) und auf Fr. 800.-- anzusetzen. Entsprechend dem Ausgang des Verfahrens sind sie der unterliegenden Beschwerdegegnerin aufzuerlegen. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">5.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Nach ständiger Rechtsprechung gilt die Rückweisung der Sache an die Verwal</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tung zum weiteren Vorgehen im Sinne der Erwägungen als vollständiges Obsie</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gen, weshalb der vertretene Beschwerdeführer Anspruch auf eine Prozessent</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">schädigung hat. Diese ist unter Berücksichtigung der Bedeutung der Streitsache und der Schwierigkeit des Prozesses auf Fr. 1‘900.-- (inklusive Barauslagen und Mehrwertsteuer) festzulegen. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Heading3"><span class="Normal Heading3">Das Gericht erkennt:</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span class="Normal Dispotext DispoHngend">1.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Die </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Beschwerde wird in dem Sinne gutgeheissen, dass die angefochtene Verfügung vom 20. Mai 2016 aufgehoben und die Sache an die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, zurückgewiesen wird, damit diese nach erfolgter Abklärung im Sinne der Erwägungen über den Leistungsanspruch neu befinde</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">.</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span class="Normal Dispotext DispoHngend">2.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Die Gerichtskosten von </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Fr. 800.-- werden der Beschwerdegegnerin </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">auferlegt.</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend"> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Rech</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">nung und Einzahlungsschein werden </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">der</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend"> Kostenpflichtigen nach Eintritt der Rechts</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">kraft zugestellt.</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span class="Normal Dispotext DispoHngend">3.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Die Beschwerdegegnerin wird verpflichtet, dem Beschwerdeführer eine Prozessentschä</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">digung von Fr. 1‘900.-- +(inkl. Barauslagen und Mehrwertsteuer) zu bezahlen.</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span class="Normal Dispotext DispoHngend">4.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Zustellung gegen Empfangsschein an:</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Rechtsanwalt Alex Beeler</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Bundesamt für Sozialversicherungen</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Pensionskasse PRO</span></p><p class="Normal Dispotext DispoEinzug"><span class="Normal Dispotext DispoEinzug">sowie an:</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Gerichtskasse (im Dispositiv nach Eintritt der Rechtskraft)</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">5.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Gegen diesen Entscheid kann innert </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">30 Tagen</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"> seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundes</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">gesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 15. Juli bis und mit 15. August sowie vom 18. Dezember bis und mit dem 2. Januar (Art. 46 BGG).</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">stellen.</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismit</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">tel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Ur</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">kunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat (Art. 42 BGG).</span></p><p class="Normal Heading3"><br/></p><p class="Normal Heading3"><span class="Normal Heading3">Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich</span></p><p><br/></p><p>Der VorsitzendeDer Gerichtsschreiber</p><p><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p>GräubSonderegger</p></div> </div></body></html>