Abkommen vom 22. Oktober 2010 zwischen dem Schweizerischen Bundesrat und der Regierung der Republik Benin über die Einreise, den Aufenthalt und die Rückkehr von Personen (mit Anhängen) <?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><akomaNtoso xmlns="http://docs.oasis-open.org/legaldocml/ns/akn/3.0" xmlns:fedlex="http://fedlex.admin.ch/"><act name="publicLaw"><meta><identification source="#ch.bk"><FRBRWork><FRBRthis value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/2012/496/20120811/main-text"/><FRBRuri value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/2012/496/20120811"/><FRBRdate date="2010-10-22" name="jolux:dateDocument"/><FRBRdate date="2012-08-11" name="jolux:dateEntryInForce"/><FRBRdate date="2012-08-11" name="jolux:dateApplicability"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#publisher"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#rightsHolder"/><FRBRcountry value="CH"/><FRBRnumber value="0.142.111.749"/><FRBRname xml:lang="it" value="Accordo del 22 ottobre 2010 tra il Consiglio federale svizzero e il Governo della Repubblica del Benin sull'entrata, la dimora e il ritorno di persone (con all.)" shortForm=""/><FRBRname xml:lang="de" value="Abkommen vom 22. Oktober 2010 zwischen dem Schweizerischen Bundesrat und der Regierung der Republik Benin über die Einreise, den Aufenthalt und die Rückkehr von Personen (mit Anhängen)" shortForm=""/><FRBRname xml:lang="fr" value="Accord du 22 octobre 2010 entre le Conseil fédéral suisse et le Gouvernement de la République du Bénin sur l'entrée, le séjour et le retour de personnes (avec annexes)" shortForm=""/><FRBRauthoritative value="true"/></FRBRWork><FRBRExpression><FRBRthis value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/2012/496/20120811/de/main-text"/><FRBRuri value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/2012/496/20120811/de"/><FRBRdate date="2010-10-22" name="jolux:dateDocument"/><FRBRdate date="2012-08-11" name="jolux:dateEntryInForce"/><FRBRdate date="2012-08-11" name="jolux:dateApplicability"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#publisher"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#rightsHolder"/><FRBRlanguage language="de"/></FRBRExpression><FRBRManifestation><FRBRthis value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/2012/496/20120811/de/xml/main-text"/><FRBRuri value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/2012/496/20120811/de/xml"/><FRBRdate date="2010-10-22" name="jolux:dateDocument"/><FRBRdate date="2012-08-11" name="jolux:dateEntryInForce"/><FRBRdate date="2012-08-11" name="jolux:dateApplicability"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#publisher"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#rightsHolder"/><FRBRformat value="xml" fedlex:generator="2024-q4-rel-1.6.5"/></FRBRManifestation></identification><references source="#ch.bk"><TLCOrganization eId="ch.bk" href="https://fedlex.data.admin.ch/vocabulary/legal-institution/2" showAs="Bundeskanzlei"/><TLCRole eId="publisher" href="http://data.legilux.public.lu/resource/ontology/jolux#publisher" showAs="Editeur"/><TLCRole eId="rightsHolder" href="http://data.legilux.public.lu/resource/ontology/jolux#rightsHolder" showAs="Détenteur des droits"/><TLCReference name="language" href="http://publications.europa.eu/resource/authority/language/DEU" showAs="de"/><TLCReference name="format" href="https://fedlex.data.admin.ch/vocabulary/user-format/xml" showAs="xml"/></references></meta><preface><p><docNumber>0.142.111.749 </docNumber></p><p> AS <b>2012</b> 4193</p><p xmlns:mig="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:migration">Übersetzung<i><authorialNote><p> Der Originaltext findet sich unter der gleichen Nummer in der französischen Ausgabe dieser Sammlung.</p></authorialNote></i></p><p><docTitle>Abkommen <br/>zwischen dem Schweizerischen Bundesrat und <br/>der Regierung der Republik Benin über die Einreise, <br/>den Aufenthalt und die Rückkehr von Personen</docTitle></p><p>Abgeschlossen am 22. Oktober 2010</p><p>In Kraft getreten durch Notenaustausch am 11. August 2012</p><p> (Stand am 11. August 2012)</p></preface><preamble><p>Der Schweizerische Bundesrat <br/>und <br/>die Regierung der Republik Benin,</p><p>nachstehend «die Vertragsparteien» genannt,</p><p>in Anbetracht der vorzüglichen, von Freundschaft und Zusammenarbeit geprägten Beziehungen zwischen beiden Staaten,</p><p>im Wunsch, eine Partnerschaft zu fördern, die mit gegenseitigen Vorteilen für die Entwicklung beider Staaten verbunden ist,</p><p>in der Überzeugung, dass die Migrationsströme zur Annäherung der Völker beitragen und dass deren aufeinander abgestimmte Steuerung für die betroffenen Länder einen wesentlichen Faktor für die wirtschaftliche, gesellschaftliche und kulturelle Entwicklung darstellt,</p><p>in der Erkenntnis, dass der wirksame Schutz der Rechte der Migrantinnen und Migranten einer der wichtigsten Bestandteile der Migrationssteuerung ist, weshalb es erforderlich ist, auf die strenge Anwendung der einschlägigen Bestimmungen in den völkerrechtlichen Instrumenten zu den Menschenrechten, insbesondere zu jenen der Migrantinnen und Migranten, zu achten und zu gewährleisten, dass die Menschenrechte durch die Steuerung der illegalen oder irregulären Migration nicht verletzt werden,</p><p>im Wunsch, ihre Zusammenarbeit im Rahmen der internationalen Anstrengungen zur Bekämpfung der irregulären Migration zu fördern,</p><p>im Bestreben, eine Reihe von Massnahmen zur Bekämpfung der irregulären Migration und der damit verbundenen kriminellen Aktivitäten zu ergreifen,</p><p>in der Erkenntnis, dass die Bekämpfung der irregulären Migration und die Rückkehr der Personen nicht nur unter dem Blickwinkel der Sicherheit betrachtet werden dürfen, sondern auch auf Entwicklungsstrategien unter Einbezug der Migration beruhen müssen,</p><p>im Willen, im Interesse der betroffenen Personen und im gegenseitigen Interesse die Vorschriften betreffend den Personenverkehr zwischen beiden Staaten und den Aufenthalt der Personen in diesen anzuwenden,</p><p>haben Folgendes vereinbart:</p></preamble><body><chapter eId="chap_I"><num>I. Kapitel:</num><heading>Gegenstand und Terminologie</heading><article eId="art_1"><num><b>Art. 1</b></num><heading>Gegenstand</heading><paragraph eId="art_1/para"><content><p>Dieses Abkommen hat die Einreise, den Aufenthalt und die Rückkehr von Personen auf den Hoheitsgebieten der Vertragsparteien zum Gegenstand.</p></content></paragraph></article><article eId="art_2"><num><b>Art. 2</b></num><heading>Terminologie</heading><paragraph eId="art_2/para"><content><blockList><listIntroduction eId="art_2/para/listintro">Für die Zwecke dieses Abkommens werden die unten genannten Benennungen und Fügungen wie folgt verstanden:</listIntroduction><item eId="art_2/para/bull_u1"><num>– </num><p><i>Ersuchende Vertragspartei:</i> die Vertragsparteien, die das Gesuch um Rückübernahme von Personen einreicht;</p></item><item eId="art_2/para/bull_u2"><num>– </num><p><i>Ersuchte Vertragspartei:</i> die Vertragspartei, an welche das Gesuch um Rückübernahme von Personen gerichtet wird;</p></item><item eId="art_2/para/bull_u3"><num>– </num><p><i>Rückübernahme von Personen:</i> Rückkehr in das Hoheitsgebiet der ersuchten Vertragspartei von Personen, die das Hoheitsgebiet der ersuchenden Vertragspartei verlassen müssen;</p></item><item eId="art_2/para/bull_u4"><num>– </num><p><i>Rückkehrhilfe:</i> in der Gesetzgebung der ersuchenden Vertragspartei vorgesehene Massnahmen zur Erleichterung der Rückkehr und Wiedereingliederung von Staatsangehörigen der ersuchten Vertragspartei in ihrem Herkunftsland.</p></item></blockList></content></paragraph></article></chapter><chapter eId="chap_II"><num>II. Kapitel:</num><heading>Einreise, Personenverkehr und Aufenthalt</heading><article eId="art_3"><num><b>Art. 3</b></num><heading>Einreisevoraussetzungen</heading><paragraph eId="art_3/para_1"><num>1.</num><content><p>Für die Einreise nach Benin und den dortigen Aufenthalt haben sich die Staatsangehörigen der Schweiz an die in Benin geltenden Gesetze über die Einreise und den Aufenthalt zu halten.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_3/para_2"><num>2.</num><content><p>Für die Einreise in die Schweiz und den dortigen Aufenthalt haben sich die Staatsangehörigen von Benin an die in der Schweiz geltenden Gesetze über die Einreise und den Aufenthalt zu halten.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_3/para_3"><num>3.</num><content><p>Die Gesuche um eine Aufenthaltsbewilligung werden sorgfältig, gewissenhaft und wohlwollend behandelt.</p></content></paragraph></article><article eId="art_4"><num><b>Art. 4</b></num><heading>Regelung betreffend Einreise und Aufenthalt</heading><paragraph eId="art_4/para"><content><blockList><listIntroduction eId="art_4/para/listintro">In folgenden Fällen bewilligt jede Vertragspartei im Rahmen der geltenden Gesetzesbestimmungen Staatsangehörigen der anderen Vertragspartei den Aufenthalt auf ihrem Hoheitsgebiet:</listIntroduction><item eId="art_4/para/lbl_a"><num>a) </num><blockList><listIntroduction eId="art_4/para/lbl_a/listintro">Vorübergehender Aufenthalt ohne Erwerbstätigkeit zu folgenden Zwecken:</listIntroduction><item eId="art_4/para/lbl_a/lbl_1"><num>1. </num><p>Tourismus,</p></item><item eId="art_4/para/lbl_a/lbl_2"><num>2. </num><p>Besuche,</p></item><item eId="art_4/para/lbl_a/lbl_3"><num>3. </num><p>fachwissenschaftliche Ausbildungen und unentgeltliche Praktika,</p></item><item eId="art_4/para/lbl_a/lbl_4"><num>4. </num><p>medizinische Behandlungen und Kuraufenthalte,</p></item><item eId="art_4/para/lbl_a/lbl_5"><num>5. </num><p>Teilnahme an Wirtschafts- und Wissenschaftskongressen und an kulturellen, religiösen oder sportlichen Veranstaltungen,</p></item><item eId="art_4/para/lbl_a/lbl_6"><num>6. </num><p>vorübergehende Tätigkeit als Korrespondentin oder Korrespondent für ausländische Medien,</p></item></blockList></item><item eId="art_4/para/lbl_b"><num>b) </num><p>Aufenthalt zur Ausübung einer Erwerbstätigkeit mit dem Zweck, die Wirtschaft des Aufnahmelandes zu entwickeln und den Austausch in diesem Bereich zu verstärken,</p></item><item eId="art_4/para/lbl_c"><num>c) </num><p>Aufenthalt im Rahmen von Hilfs- und Entwicklungsprojekten im Bereich der wirtschaftlichen, wissenschaftlichen und technischen Zusammenarbeit sowie im Rahmen von humanitären Einsätzen.</p></item></blockList></content></paragraph></article></chapter><chapter eId="chap_III"><num>III. Kapitel:</num><heading>Rückübernahme von Staatsangehörigen der Vertragsparteien <br/>mit unbefugtem Aufenthalt</heading><article eId="art_5"><num><b>Art. 5</b></num><heading>Staatsangehörigkeit der rückübernommenen Personen</heading><paragraph eId="art_5/para_1"><num>1.</num><content><p>Jede Vertragspartei übernimmt im eigenen Hoheitsgebiet, auf schriftliches Ersuchen der anderen Vertragspartei und ohne andere als die in diesem Abkommen festgelegten Formalitäten, jede Person, die im Hoheitsgebiet der ersuchenden Vertragspartei die Voraussetzungen für die Einreise und den Aufenthalt nicht oder nicht mehr erfüllt, sofern nachgewiesen oder glaubhaft gemacht wird, dass sie die Staatsangehörigkeit der ersuchten Vertragspartei besitzt.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_5/para_2"><num>2.</num><content><p>Die ersuchende Vertragspartei übernimmt die betreffende Person unter denselben Voraussetzungen wieder zurück, falls eine Überprüfung bei ihrer Ankunft im Hoheitsgebiet der ersuchten Vertragspartei ergibt, dass sie zum Zeitpunkt der Ausreise aus dem Hoheitsgebiet der ersuchenden Vertragspartei die Staatsangehörigkeit der ersuchten Vertragspartei nicht besass.</p></content></paragraph></article><article eId="art_6"><num><b>Art. 6</b></num><heading>Rückübernahmegesuch</heading><paragraph eId="art_6/para_1"><num>1.</num><content><blockList><listIntroduction eId="art_6/para_1/listintro">Das nach Artikel 5 dieses Abkommens eingereichte Gesuch um Rückübernahme einer oder eines Staatsangehörigen einer Vertragspartei muss namentlich folgende Angaben enthalten:</listIntroduction><item eId="art_6/para_1/bull_u1"><num>– </num><p>Daten zur Identität der betreffenden Person (Vornamen, Namen, Geburtsdatum und -ort);</p></item><item eId="art_6/para_1/bull_u2"><num>– </num><p>Angaben zu den in Anhang I dieses Abkommens aufgeführten Dokumenten, die als Mittel für den Nachweis oder die Glaubhaftmachung der Staatsangehörigkeit gelten.</p></item></blockList></content></paragraph><paragraph eId="art_6/para_2"><num>2.</num><content><p>Das Rückübernahmegesuch wird der von der ersuchten Vertragspartei bestimmten zuständigen Behörde auf einem sicheren Übermittlungsweg, insbesondere per Telefax, direkt übermittelt.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_6/para_3"><num>3.</num><content><p>Die ersuchte Vertragspartei beantwortet das Gesuch so schnell wie möglich, spätestens jedoch innerhalb von zehn (10) Arbeitstagen nach Eingang des Gesuchs. Sollte eine Befragung gemäss Artikel 7 Absätze 3 und 4 dieses Abkommens erforderlich sein, muss diese innerhalb von dreissig (30) Arbeitstagen nach der Antwort durchgeführt werden.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_6/para_4"><num>4.</num><content><p>Die Rückübernahme der betreffenden Person erfolgt erst nach Eingang der Rückübernahmegenehmigung der ersuchten Vertragspartei.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_6/para_5"><num>5.</num><content><p>Benötigt die vom Rückübernahmegesuch betroffene Person medizinische Betreuung, liefert die ersuchende Vertragspartei, sofern dies im Interesse der betreffenden Person liegt, eine Beschreibung ihres Gesundheitszustands einschliesslich der entsprechenden Arztzeugnisse sowie Informationen darüber, ob sie einer besonderen Behandlung bedarf, z.B. gepflegt, überwacht oder mit der Ambulanz transportiert werden muss.</p></content></paragraph></article><article eId="art_7"><num><b>Art. 7</b></num><heading>Nachweis oder Glaubhaftmachung der Staatsangehörigkeit<br/>der rückzuübernehmenden Personen</heading><paragraph eId="art_7/para_1"><num>1.</num><content><p>Die Staatsangehörigkeit wird mit den Dokumenten nachgewiesen, die in Anhang I Absatz 1 dieses Abkommens aufgelistet sind.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_7/para_2"><num>2.</num><content><p>Wird die Staatsangehörigkeit der betreffenden Person mit den in Anhang I Absatz 2 dieses Abkommens genannten Mitteln glaubhaft gemacht, stellt die diplomatische oder konsularische Vertretung der ersuchten Vertragspartei unverzüglich ein für die Rückkehr der betreffenden Person gültiges Reisedokument (Laissez-passer) aus.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_7/para_3"><num>3.</num><content><p>Bei Zweifeln der ersuchten Vertragspartei betreffend die Mittel zur Glaubhaftmachung der Staatsangehörigkeit oder bei Fehlen solcher Mittel nimmt die diplomatische oder konsularische Vertretung der genannten Vertragsparteien eine Befragung der betreffenden Person vor. Die Befragung wird in Zusammenarbeit mit den zuständigen Diensten der ersuchenden Vertragspartei organisiert.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_7/para_4"><num>4.</num><content><p>Nach Abschluss der Befragung erstellt und unterzeichnet die diplomatische oder konsularische Vertretung der ersuchten Vertragspartei ein Protokoll.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_7/para_5"><num>5.</num><content><p>Wurde nachgewiesen oder glaubhaft gemacht, dass die betreffende Person die Staatsangehörigkeit der ersuchten Vertragspartei besitzt, stellt die diplomatische oder konsularische Vertretung auf Ersuchen der zuständigen Behörde der ersuchenden Vertragspartei spätestens innerhalb von zehn (10) Arbeitstagen nach dem Ersuchen das erforderliche Reisedokument (Laissez-passer) aus.</p></content></paragraph></article><article eId="art_8"><num><b>Art. 8</b></num><heading>Rechte der rückzuübernehmenden Personen</heading><paragraph eId="art_8/para"><content><p>Die ersuchende Vertragspartei trifft im Rahmen ihrer geltenden Gesetze alle Massnahmen, um die Ehre, die Würde, die körperliche und geistige Integrität der betreffenden Person zu bewahren und um günstige Voraussetzungen für deren gesellschaftliche und wirtschaftliche Reintegration zu schaffen.</p></content></paragraph></article><article eId="art_9"><num><b>Art. 9</b></num><heading>Vorgehen im Einzelfall</heading><paragraph eId="art_9/para"><content><p>Die zuständigen Behörden der Vertragsparteien vereinbaren bei Bedarf, wie die Ehre, die Würde, die körperliche und geistige Integrität der betreffenden Personen – insbesondere der unbegleiteten Minderjährigen, der Kranken, der Schwangeren, der kinderreichen Familien – bewahrt werden soll und wie diese ihre Rechte ausüben und Pflichten erfüllen können.</p></content></paragraph></article><article eId="art_10"><num><b>Art. 10</b></num><heading>Kostenübernahme</heading><paragraph eId="art_10/para"><content><p>Die Kosten für den Transport bis zur Stelle für die Einreise in das Hoheitsgebiet der ersuchten Vertragspartei sowie für eine eventuelle Rückkehr werden von der ersuchenden Vertragspartei übernommen.</p></content></paragraph></article></chapter><chapter eId="chap_IV"><num>IV. Kapitel:</num><heading>Rückkehrhilfe</heading><article eId="art_11"><num><b>Art. 11</b></num><heading>Ziele</heading><paragraph eId="art_11/para_1"><num>1.</num><content><p>Die Vertragsparteien prüfen, wie sie die Kompetenzen und Ressourcen der Migrantinnen und Migranten am besten für die Entwicklung ihres Landes einsetzen können.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_11/para_2"><num>2.</num><content><p>Die Vertragsparteien verpflichten sich, die in ihrer Macht stehenden Massnahmen zu treffen, um die Personen, die sich für eine freiwillige Rückkehr in ihr Herkunftsland entschieden haben, bei der gesellschaftlichen und beruflichen Reintegration zu unterstützen.</p></content></paragraph></article><article eId="art_12"><num><b>Art. 12</b></num><heading>Für die Rückkehrhilfe zuständige Strukturen</heading><paragraph eId="art_12/para"><content><p>In der Schweiz ist das Bundesamt für Migration (BFM)<authorialNote><p> Heute: Staatssekretariat für Migration (SEM) (siehe <ref href="https://fedlex.data.admin.ch/eli/oc/2014/741" xmlns:data="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:data" xmlns:tmp="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:temp">AS <b>2014</b> 4451</ref>).</p></authorialNote> für die Rückkehrhilfe zuständig. Die Umsetzung wird durch die Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit (DEZA), die Kantone und die Internationale Organisation für Migration (IOM) gemeinsam sichergestellt.</p><p>In Benin ist das Ministerium für auswärtige Angelegenheiten für die Rückkehrhilfe zuständig. Die Umsetzung wird durch die Direktion der Beziehungen mit den Beninern im Ausland (Direction des Relations avec les Béninois de l’Extérieur, DRBE), der Nationalen Agentur der Beniner im Ausland (Agence Nationale des Béninois de l’Extérieur, ANBE) und der Beninischen Agentur für die Entwicklung der Migration in Afrika (Agence Béninoise pour le Développement des Migrations en Afrique, AB-MIDA) sichergestellt.</p></content></paragraph></article><article eId="art_13"><num><b>Art. 13</b></num><heading>Rückkehrhilfemassnahmen</heading><paragraph eId="art_13/para_1"><num>1.</num><content><p>Die Vertragsparteien verpflichten sich im Rahmen ihrer Gesetze, die Rückkehr ihrer Staatsangehörigen, die sich für eine freiwillige Rückkehr in ihr Land entschieden haben, durch die Ausarbeitung und Umsetzung gezielter und spezifischer Massnahmen zu fördern. In dieser Hinsicht sieht das Aufenthaltsland eine Unterstützung vor, die die Reintegration dieser Personen in ihrem Herkunftsland begünstigt.</p><p>Die oben genannten Massnahmen werden in Anhang II Absatz 2 dieses Abkommens detailliert aufgeführt.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_13/para_2"><num>2.</num><content><p>Die Vertragsparteien verpflichten sich im Rahmen ihrer Möglichkeiten und Ressourcen, sich bei der Entwicklung und Umsetzung von Strukturhilfeprojekten mit den in Anhang II Absatz 1 dieses Abkommens aufgeführten Zielen gegenseitig zu unterstützen.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_13/para_3"><num>3.</num><content><p>Die Vertragsparteien kommen im Rahmen ihrer Möglichkeiten und Ressourcen überein, sich in den Bereichen nach Anhang II Absatz 3 dieses Abkommens gegenseitig zu unterstützen.</p></content></paragraph></article><article eId="art_14"><num><b>Art. 14</b></num><heading>Fälle unfreiwilliger Rückkehr</heading><paragraph eId="art_14/para_1"><num>1.</num><content><p>Die Vertragsparteien prüfen fallweise die Beschwerden von Personen, die von einer unfreiwilligen Rückkehr betroffen sind und um Unterstützung ersuchen.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_14/para_2"><num>2.</num><content><p>Auf jeden Fall kehrt keine rückübernommene Person ohne jegliche Mittel zurück.</p><p>Die oben genannten Mittel werden gemäss den Gesetzen der Vertragsparteien festgelegt. Bei Unterzeichnung dieses Abkommens unterrichten sich die Vertragsparteien über die geltenden Beträge. Spätere Änderungen werden unverzüglich auf diplomatischem Weg mitgeteilt.</p></content></paragraph></article></chapter><chapter eId="chap_V"><num>V. Kapitel:</num><heading>Schutz von Personendaten</heading><article eId="art_15"><num><b>Art. 15</b></num><heading>Inhalt der Personendaten</heading><paragraph eId="art_15/para"><content><blockList><listIntroduction eId="art_15/para/listintro">Die Informationen zu Personendaten über die rückzuübernehmenden Staatsangehörigen der Vertragsparteien betreffen ausschliesslich:</listIntroduction><item eId="art_15/para/bull_u1"><num>– </num><p>die rückzuübernehmende Person und gegebenenfalls ihre Familienangehörigen (Namen, Vornamen, gegebenenfalls frühere Namen, Beinamen oder Pseudonyme, Geburtsdatum und -ort, Geschlecht, Staatsangehörigkeit);</p></item><item eId="art_15/para/bull_u2"><num>– </num><p>den Personalausweis, den Reisepass oder die übrigen Identitäts- oder Reisedokumente;</p></item><item eId="art_15/para/bull_u3"><num>– </num><p>die übrigen für die Identifikation der rückzuübernehmenden Person erforderlichen Daten, einschliesslich ihrer Fingerabdrücke;</p></item><item eId="art_15/para/bull_u4"><num>– </num><p>die Aufenthaltsorte und Reiserouten;</p></item><item eId="art_15/para/bull_u5"><num>– </num><p>die Aufenthaltsbewilligungen oder die im Ausland gewährten Visa.</p></item></blockList></content></paragraph></article><article eId="art_16"><num><b>Art. 16</b></num><heading>Verwendung der Personendaten</heading><paragraph eId="art_16/para"><content><p>Die zur Durchführung dieses Abkommens übermittelten Personendaten werden in Übereinstimmung mit der geltenden innerstaatlichen Gesetzgebung jeder Vertragspartei sowie mit den Bestimmungen der entsprechend anwendbaren internationalen Übereinkommen, an die beide Vertragsparteien gebunden sind, verarbeitet und geschützt.</p><blockList><listIntroduction eId="art_16/para/listintro">Zu diesem Zweck:</listIntroduction><item eId="art_16/para/bull_u1"><num>– </num><p>verwendet die ersuchte Vertragspartei die übermittelten Personendaten ausschliesslich zum Zweck, der in diesem Abkommen vorgesehen ist;</p></item><item eId="art_16/para/bull_u2"><num>– </num><p>unterrichtet jede Vertragspartei die andere auf deren Ersuchen über die Verwendung der übermittelten Personendaten;</p></item><item eId="art_16/para/bull_u3"><num>– </num><p>dürfen die übermittelten Personendaten ausschliesslich durch die für die Durchführung des Abkommens zuständigen Behörden verarbeitet werden. Die Personendaten dürfen nur mit dem vorherigen schriftlichen Einverständnis der übermittelnden Vertragspartei an weitere Staatsbehörden übermittelt werden;</p></item><item eId="art_16/para/bull_u4"><num>– </num><p>ist die ersuchende Vertragspartei gehalten sicherzustellen, dass die zu übermittelnden Daten richtig sowie für den Übermittlungszweck erforderlich und verhältnismässig sind. Dabei sind die nach dem jeweiligen innerstaatlichen Recht geltenden Übermittlungsverbote zu beachten. Erweist sich, dass unrichtige Daten oder Daten, die nicht übermittelt werden durften, übermittelt worden sind, so ist dies dem Empfänger unverzüglich mitzuteilen. Er ist verpflichtet, die Berichtigung oder Vernichtung dieser Daten vorzunehmen;</p></item><item eId="art_16/para/bull_u5"><num>– </num><p>ist der betroffenen Person nach dem innerstaatlichen Recht der durch die betroffene Person ersuchten Vertragspartei auf Ersuchen über die zu ihrer Person vorhandenen Daten sowie über den vorgesehenen Verwendungszweck Auskunft zu erteilen;</p></item><item eId="art_16/para/bull_u6"><num>– </num><p>sind die übermittelten Personendaten nur so lange aufzubewahren, wie es der Zweck erfordert, für den sie übermittelt worden sind. Die Kontrolle der Verarbeitung und Verwendung dieser Daten wird in Übereinstimmung mit dem innerstaatlichen Recht jeder Vertragspartei sichergestellt;</p></item><item eId="art_16/para/bull_u7"><num>– </num><p>sind beide Vertragsparteien verpflichtet, die übermittelten Personendaten wirksam gegen unbefugten Zugang, missbräuchliche Änderungen und widerrechtliche Bekanntgabe zu schützen. Die übermittelten Daten geniessen auf jeden Fall zumindest den Schutz, der aufgrund des Rechts der ersuchenden Vertragspartei für Daten gleicher Art gilt.</p></item></blockList></content></paragraph></article></chapter><chapter eId="chap_VI"><num>VI. Kapitel:</num><heading>Expertenausschuss</heading><article eId="art_17"><num><b>Art. 17</b></num><heading>Gründung, Zusammensetzung und Arbeitsweise</heading><paragraph eId="art_17/para"><content><p>Zur Überwachung der Anwendung dieses Abkommens tritt alle drei Jahre oder auf Ersuchen einer Vertragspartei ein Expertenausschuss mit Vertreterinnen und Vertretern beider Vertragsparteien zusammen.</p></content></paragraph></article><article eId="art_18"><num><b>Art. 18</b></num><heading>Aufgabe und Zuständigkeiten</heading><paragraph eId="art_18/para"><content><blockList><listIntroduction eId="art_18/para/listintro">Der Expertenausschuss ist zuständig für:</listIntroduction><item eId="art_18/para/bull_u1"><num>– </num><p>die Beobachtung der Migrationsströme zwischen den Hoheitsgebieten beider Vertragsparteien;</p></item><item eId="art_18/para/bull_u2"><num>– </num><p>die Überwachung der Rückkehrhilfemassnahmen;</p></item><item eId="art_18/para/bull_u3"><num>– </num><p>die Auswertung der Ergebnisse der Massnahmen, die in diesem Abkommen erwähnt werden;</p></item><item eId="art_18/para/bull_u4"><num>– </num><p>die Unterbreitung von Vorschlägen zuhanden der jeweiligen zuständigen Behörden der Vertragsparteien, die einer besseren Wirkung der Massnahmen dienlich sind.</p></item></blockList></content></paragraph></article></chapter><chapter eId="chap_VII"><num>VII. Kapitel:</num><heading>Schlussbestimmungen</heading><article eId="art_19"><num><b>Art. 19</b></num><heading>Stellung dieses Abkommens</heading><paragraph eId="art_19/para"><content><blockList><listIntroduction eId="art_19/para/listintro">Von diesem Abkommen unberührt bleiben die Verpflichtungen der Vertragsparteien, die sich insbesondere ergeben aus:</listIntroduction><item eId="art_19/para/bull_u1"><num>– </num><p>der Anwendung der Bestimmungen des Genfer Abkommens vom 28. Juli 1951<authorialNote><p> <ref href="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/1955/443_461_469" xmlns:data="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:data" xmlns:tmp="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:temp">SR <b>0.142.30</b></ref></p></authorialNote> über die Rechtsstellung der Flüchtlinge in der Fassung des New Yorker Protokolls vom 31. Januar 1967<authorialNote><p> <ref href="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/1968/1189_1233_1148" xmlns:data="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:data" xmlns:tmp="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:temp">SR <b>0.142.301</b></ref></p></authorialNote>;</p></item><item eId="art_19/para/bull_u2"><num>– </num><p>der Anwendung der Bestimmungen der von den Vertragsparteien unterzeichneten Abkommen über den Schutz der Menschenrechte, insbesondere aus dem Internationalen Pakt über bürgerliche und politische Rechte, abgeschlossen in New York am 16. Dezember 1966<authorialNote><p> <ref href="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/1993/750_750_750" xmlns:data="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:data" xmlns:tmp="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:temp">SR <b>0.103.2</b></ref></p></authorialNote>;</p></item><item eId="art_19/para/bull_u3"><num>– </num><p>der Anwendung der Wiener Übereinkommen über diplomatische und konsularische Beziehungen vom 18. April 1961<authorialNote><p> <ref href="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/1964/435_431_431" xmlns:data="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:data" xmlns:tmp="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:temp">SR <b>0.191.01</b></ref></p></authorialNote> bzw. 24. April 1963<authorialNote><p> <ref href="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/1968/887_927_843" xmlns:data="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:data" xmlns:tmp="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:temp">SR <b>0.191.02</b></ref></p></authorialNote>;</p></item><item eId="art_19/para/bull_u4"><num>– </num><p>den internationalen Auslieferungsverträgen.</p></item></blockList></content></paragraph></article><article eId="art_20"><num><b>Art. 20</b></num><heading>Inkrafttreten, Dauer, Änderung und Kündigung</heading><paragraph eId="art_20/para_1"><num>1.</num><content><p>Jede Vertragspartei notifiziert der anderen die Erfüllung des jeweils verfassungsmässig erforderlichen Verfahrens für das Inkrafttreten dieses Abkommens; dieses tritt dreissig (30) Tage nach Empfang der letzten Notifikation in Kraft.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_20/para_2"><num>2.</num><content><p>Dieses Abkommen wird für eine unbeschränkte Dauer abgeschlossen. Es kann im gegenseitigen Einvernehmen geändert werden. Das Abkommen kann auf diplomatischem Weg mit einer Kündigungsfrist von neunzig (90) Tagen gekündigt werden.</p></content></paragraph></article><article eId="art_21"><num><b>Art. 21</b></num><heading>Beilegung von Meinungsverschiedenheiten</heading><paragraph eId="art_21/para"><content><p>Sämtliche Meinungsverschiedenheiten in Bezug auf die Auslegung, die Anwendung oder die Umsetzung dieses Abkommens werden im Rahmen des Expertenausschusses oder auf diplomatischem Weg beigelegt.</p></content></paragraph></article><article eId="art_22"><num><b>Art. 22</b></num><heading>Suspendierung aus Gründen der öffentlichen Ordnung, <br/>der Staatssicherheit oder der öffentlichen Gesundheit</heading><paragraph eId="art_22/para_1"><num>1.</num><content><p>Jede Vertragspartei kann die Anwendung dieses Abkommens, nachdem sie die andere Vertragspartei darüber unterrichtet hat und nach der entsprechenden Notifikation auf diplomatischem Weg, aus Gründen der öffentlichen Ordnung, der Staatssicherheit oder der öffentlichen Gesundheit suspendieren. Die Vertragsparteien unterrichten sich unverzüglich auf diplomatischem Weg über die Aufhebung einer solchen Massnahme.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_22/para_2"><num>2.</num><content><p>Die Suspendierung gemäss dem vorhergehenden Absatz tritt bei Empfang der Notifikation durch die andere Vertragspartei in Kraft.</p></content></paragraph></article><article eId="art_23"><num><b>Art. 23</b></num><heading>Anwendungsmodalitäten</heading><paragraph eId="art_23/para_1"><num>1.</num><content><p>Die Anhänge I und II sind integrierender Bestandteil dieses Abkommens.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_23/para_2"><num>2.</num><content><p>Wenn erforderlich werden die Modalitäten für die Anwendung dieses Abkommens in Protokollen oder über einen Notenaustausch genauer festgehalten.</p></content></paragraph></article></chapter><signature><p><i>Zu Urkund dessen</i> haben die hierzu ordnungsgemäss ermächtigten Vertreter der Vertragsparteien ihre Unterschrift unter dieses Abkommen gesetzt.</p><p>Geschehen zu Montreux, am 22. Oktober 2010, in zwei Urschriften in französischer Sprache.</p><table fedlex:function="layout"><tr><td><p>Für den <br/>Schweizerischen Bundesrat:</p></td><td><p>Für die <br/>Regierung der Republik Benin:</p></td></tr><tr><td><p>Alard du Bois-Reymond</p></td><td><p>Jean-Marie Ehouzou</p></td></tr></table></signature></body><components><component><doc name="annex"><meta><identification source="#ch.bk"><FRBRWork><FRBRthis value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/2012/496/20120811/main-text"/><FRBRuri value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/2012/496/20120811"/><FRBRdate date="2010-10-22" name="jolux:dateDocument"/><FRBRdate date="2012-08-11" name="jolux:dateEntryInForce"/><FRBRdate date="2012-08-11" name="jolux:dateApplicability"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#publisher"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#rightsHolder"/><FRBRcountry value="CH"/><FRBRnumber value="0.142.111.749"/><FRBRname xml:lang="it" value="Accordo del 22 ottobre 2010 tra il Consiglio federale svizzero e il Governo della Repubblica del Benin sull'entrata, la dimora e il ritorno di persone (con all.)" shortForm=""/><FRBRname xml:lang="de" value="Abkommen vom 22. Oktober 2010 zwischen dem Schweizerischen Bundesrat und der Regierung der Republik Benin über die Einreise, den Aufenthalt und die Rückkehr von Personen (mit Anhängen)" shortForm=""/><FRBRname xml:lang="fr" value="Accord du 22 octobre 2010 entre le Conseil fédéral suisse et le Gouvernement de la République du Bénin sur l'entrée, le séjour et le retour de personnes (avec annexes)" shortForm=""/><FRBRauthoritative value="true"/></FRBRWork><FRBRExpression><FRBRthis value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/2012/496/20120811/de/main-text"/><FRBRuri value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/2012/496/20120811/de"/><FRBRdate date="2010-10-22" name="jolux:dateDocument"/><FRBRdate date="2012-08-11" name="jolux:dateEntryInForce"/><FRBRdate date="2012-08-11" name="jolux:dateApplicability"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#publisher"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#rightsHolder"/><FRBRlanguage language="de"/></FRBRExpression><FRBRManifestation><FRBRthis value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/2012/496/20120811/de/xml/main-text"/><FRBRuri value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/2012/496/20120811/de/xml"/><FRBRdate date="2010-10-22" name="jolux:dateDocument"/><FRBRdate date="2012-08-11" name="jolux:dateEntryInForce"/><FRBRdate date="2012-08-11" name="jolux:dateApplicability"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#publisher"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#rightsHolder"/><FRBRformat value="xml"/></FRBRManifestation></identification></meta><preface><container name="headerOfAnnex"><block name="num">Anhang I</block></container></preface><mainBody><p>(Art. 6 und 7)</p><level eId="annex_I/lvl_u1"><heading>Mittel für den Nachweis der Staatsangehörigkeit</heading><content><p>1.  Die Staatsangehörigkeit einer rückzuführenden Person wird auf Grundlage eines der folgenden gültigen Dokumente als nachgewiesen erachtet:</p><blockList eId="annex_I/lvl_u1/list_u1"><listIntroduction eId="annex_I/lvl_u1/list_u1/listintro">Für die Republik Benin:</listIntroduction><item eId="annex_I/lvl_u1/list_u1/bull_u1"><num>– </num><p>Pass;</p></item><item eId="annex_I/lvl_u1/list_u1/bull_u2"><num>– </num><p>Identitätskarte.</p></item></blockList><blockList eId="annex_I/lvl_u1/list_u2"><listIntroduction eId="annex_I/lvl_u1/list_u2/listintro">Für die Schweizerische Eidgenossenschaft:</listIntroduction><item eId="annex_I/lvl_u1/list_u2/bull_u1"><num>– </num><p>Pass;</p></item><item eId="annex_I/lvl_u1/list_u2/bull_u2"><num>– </num><p>Identitätskarte.</p></item></blockList><blockList eId="annex_I/lvl_u1/list_u3"><listIntroduction eId="annex_I/lvl_u1/list_u3/listintro">2.  Die Staatsangehörigkeit wird auf Grundlage eines der folgenden Mittel als glaubhaft erachtet:</listIntroduction><item eId="annex_I/lvl_u1/list_u3/bull_u1"><num>– </num><p>Dokument nach dem vorstehenden Absatz, dessen Gültigkeit abgelaufen ist;</p></item><item eId="annex_I/lvl_u1/list_u3/bull_u2"><num>– </num><p>von den Behörden der ersuchten Vertragspartei ausgestelltes Dokument, welches die Identität der betreffenden Person ausweist (Führerschein, Schifffahrtsbuch, Dienstbüchlein oder jedes andere von den Streitkräften ausgestelltes Dokument usw.);</p></item><item eId="annex_I/lvl_u1/list_u3/bull_u3"><num>– </num><p>Ausweis über konsularische Anmeldung oder Zivilstandsdokument;</p></item><item eId="annex_I/lvl_u1/list_u3/bull_u4"><num>– </num><p>Familienbüchlein mit Angabe des Heimatortes in der Schweiz (für die schweizerische Vertragspartei);</p></item><item eId="annex_I/lvl_u1/list_u3/bull_u5"><num>– </num><p>jedes andere von einer zuständigen Behörde der ersuchten Vertragspartei ausgestellte Dokument;</p></item><item eId="annex_I/lvl_u1/list_u3/bull_u6"><num>– </num><p>Fotokopie eines der vorstehend aufgeführten Dokumente;</p></item><item eId="annex_I/lvl_u1/list_u3/bull_u7"><num>– </num><p>von den Verwaltungs- oder Gerichtsbehörden der ersuchenden Vertragspartei ordnungsgemäss eingeholte Erklärungen der betreffenden Person;</p></item><item eId="annex_I/lvl_u1/list_u3/bull_u8"><num>– </num><p>den Verwaltungs- und Gerichtsbehörden der ersuchenden Vertragspartei zu Protokoll gegebene Zeugenaussagen;</p></item><item eId="annex_I/lvl_u1/list_u3/bull_u9"><num>– </num><p>die von der Person gesprochene Sprache, beispielsweise Sprachgutachten durch Fachpersonen;</p></item><item eId="annex_I/lvl_u1/list_u3/bull_u10"><num>– </num><p>Angaben der betreffenden Person;</p></item><item eId="annex_I/lvl_u1/list_u3/bull_u11"><num>– </num><p>Ergebnisse eines Fingerabdruckvergleichs;</p></item><item eId="annex_I/lvl_u1/list_u3/bull_u12"><num>– </num><p>jedes andere von der zuständigen Behörde der ersuchten Vertragspartei anerkannte Mittel.</p></item></blockList></content></level></mainBody></doc></component><component><doc name="annex"><meta><identification source="#ch.bk"><FRBRWork><FRBRthis value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/2012/496/20120811/main-text"/><FRBRuri value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/2012/496/20120811"/><FRBRdate date="2010-10-22" name="jolux:dateDocument"/><FRBRdate date="2012-08-11" name="jolux:dateEntryInForce"/><FRBRdate date="2012-08-11" name="jolux:dateApplicability"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#publisher"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#rightsHolder"/><FRBRcountry value="CH"/><FRBRnumber value="0.142.111.749"/><FRBRname xml:lang="it" value="Accordo del 22 ottobre 2010 tra il Consiglio federale svizzero e il Governo della Repubblica del Benin sull'entrata, la dimora e il ritorno di persone (con all.)" shortForm=""/><FRBRname xml:lang="de" value="Abkommen vom 22. Oktober 2010 zwischen dem Schweizerischen Bundesrat und der Regierung der Republik Benin über die Einreise, den Aufenthalt und die Rückkehr von Personen (mit Anhängen)" shortForm=""/><FRBRname xml:lang="fr" value="Accord du 22 octobre 2010 entre le Conseil fédéral suisse et le Gouvernement de la République du Bénin sur l'entrée, le séjour et le retour de personnes (avec annexes)" shortForm=""/><FRBRauthoritative value="true"/></FRBRWork><FRBRExpression><FRBRthis value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/2012/496/20120811/de/main-text"/><FRBRuri value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/2012/496/20120811/de"/><FRBRdate date="2010-10-22" name="jolux:dateDocument"/><FRBRdate date="2012-08-11" name="jolux:dateEntryInForce"/><FRBRdate date="2012-08-11" name="jolux:dateApplicability"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#publisher"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#rightsHolder"/><FRBRlanguage language="de"/></FRBRExpression><FRBRManifestation><FRBRthis value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/2012/496/20120811/de/xml/main-text"/><FRBRuri value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/2012/496/20120811/de/xml"/><FRBRdate date="2010-10-22" name="jolux:dateDocument"/><FRBRdate date="2012-08-11" name="jolux:dateEntryInForce"/><FRBRdate date="2012-08-11" name="jolux:dateApplicability"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#publisher"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#rightsHolder"/><FRBRformat value="xml"/></FRBRManifestation></identification></meta><preface><container name="headerOfAnnex"><block name="num">Anhang II</block></container></preface><mainBody><p>(Art. 13)</p><level eId="annex_II/lvl_u1"><heading>Ziele, Massnahmen und Bereiche der Rückkehrhilfe</heading><content><blockList eId="annex_II/lvl_u1/list_u1"><listIntroduction eId="annex_II/lvl_u1/list_u1/listintro">1.  Mit den Strukturhilfemassnahmen werden namentlich folgende Ziele verfolgt:</listIntroduction><item eId="annex_II/lvl_u1/list_u1/bull_u1"><num>– </num><p>einen Beitrag leisten zur Entwicklung der Migrationsmanagement-Kompetenzen der Vertragspartei, in deren Staat die Personen zurückkehren, zum Beispiel mittels spezifischer Schulungen in den als geeignet und bedeutsam erachteten Bereichen; </p></item><item eId="annex_II/lvl_u1/list_u1/bull_u2"><num>– </num><p>die Ungleichheiten zwischen den in ihr Herkunftsland zurückgekehrten Personen und den an Ort gebliebenen vermindern, indem auch letztere von den Projekten zur Unterstützung und Entwicklung der Infrastrukturen vor Ort profitieren können;</p></item><item eId="annex_II/lvl_u1/list_u1/bull_u3"><num>– </num><p>zur Entwicklung von Migrationspartnerschaftsbeziehungen beitragen und den Migrationsdialog fördern.</p></item></blockList><blockList eId="annex_II/lvl_u1/list_u2"><listIntroduction eId="annex_II/lvl_u1/list_u2/listintro">2.  Die Massnahmen für die individuelle Rückkehrhilfe bestehen konkret in:</listIntroduction><item eId="annex_II/lvl_u1/list_u2/bull_u1"><num>– </num><p>der Übernahme der Transportkosten für die Rückkehr der für das Programm zur freiwilligen und begleiteten Rückkehr angemeldeten Person in ihr Herkunftsland;</p></item><item eId="annex_II/lvl_u1/list_u2/bull_u2"><num>– </num><p>einer finanziellen Starthilfe;</p></item><item eId="annex_II/lvl_u1/list_u2/bull_u3"><num>– </num><p>einer persönlichen, gezielten und spezifischen Unterstützung bei der Entwicklung und Verwirklichung eines individuellen Projekts zur erleichterten beruflichen und sozialen Reintegration im Herkunftsland; diese Unterstützung kann insbesondere in der Form von Beratung, Betreuung – einschliesslich im Herkunftsland –, Kauf und Transfer von Material oder Geldüberweisungen erfolgen;</p></item><item eId="annex_II/lvl_u1/list_u2/bull_u4"><num>– </num><p>der Hilfe bei der Rückkehr aus medizinischen Gründen, sofern Bedarf besteht und auch im Herkunftsland, insbesondere durch Medikamentenvorräte, medizinische Begleitung bei der Rückkehr oder durch den Abschluss einer laufenden Behandlung;</p></item><item eId="annex_II/lvl_u1/list_u2/bull_u5"><num>– </num><p>der Steuerung der Verbreitung von Informationen über das Programm zur freiwilligen und begleiteten Rückkehr und in der institutionellen Unterstützung, wenn Dritte (internationale Organisationen, Nichtregierungsorganisationen oder andere Partner) mit der Steuerung betraut werden.</p></item></blockList><blockList eId="annex_II/lvl_u1/list_u3"><listIntroduction eId="annex_II/lvl_u1/list_u3/listintro">3.  Die Massnahmen zur gegenseitigen Unterstützung betreffen namentlich folgende Bereiche:</listIntroduction><item eId="annex_II/lvl_u1/list_u3/bull_u1"><num>– </num><p>den gegenseitigen Informationsaustausch zwischen den zuständigen Behörden in Sachen Menschenhandel, Netzwerke für den Menschenschmuggel und darin verwickelte Personen sowie organisierte Kriminalität im Zusammenhang mit der Migration;</p></item><item eId="annex_II/lvl_u1/list_u3/bull_u2"><num>– </num><p>die technische Unterstützung bei der Bekämpfung der irregulären Migration;</p></item><item eId="annex_II/lvl_u1/list_u3/bull_u3"><num>– </num><p>die Organisation von Ausbildungskursen für das konsularische Personal und die Einwanderungsbeamtinnen und -beamten, namentlich im spezifischen Bereich der Erkennung gefälschter Dokumente;</p></item><item eId="annex_II/lvl_u1/list_u3/bull_u4"><num>– </num><p>die Zusammenarbeit zur verstärkten Grenzkontrolle;</p></item><item eId="annex_II/lvl_u1/list_u3/bull_u5"><num>– </num><p>das fachtechnische Wissen zur Gewährleistung der Sicherheit nationaler Identitätsausweise;</p></item><item eId="annex_II/lvl_u1/list_u3/bull_u6"><num>– </num><p>die Verbesserung der Fähigkeit, die irreguläre Migration und den Menschenschmuggel zu bekämpfen.</p></item></blockList><p>4.  Die in den Absätzen 1, 2 und 3 genannten Massnahmen können durch einen Notenaustausch zwischen den Vertragsparteien ergänzt oder umgestaltet werden.</p></content></level></mainBody></doc></component></components></act></akomaNtoso>