<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="content"> <div class="para">[AZA 0] </div> <div class="para">I 385/00 Gr </div> <div class="para"> </div> <div class="para">IV. Kammer </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Bundesrichter Borella, Rüedi und Bundesrichterin Leuzinger; </div> <div class="para">Gerichtsschreiberin Kopp Käch </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Urteil vom 4. Oktober 2000 </div> <div class="para"> </div> <div class="para">in Sachen </div> <div class="para">Bundesamt für Sozialversicherung, Effingerstrasse 20, Bern, Beschwerdeführer, </div> <div class="para"> </div> <div class="para">gegen </div> <div class="para">J.________, Beschwerdegegnerin, vertreten durch ihre Mutter R.________, gleiche Adresse, und diese vertreten durch den Schweizerischen Invaliden-Verband, Froburgstrasse 4, Olten, </div> <div class="para"> </div> <div class="para">und </div> <div class="para">Versicherungsgericht des Kantons Aargau, Aarau </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Mit Verfügungen vom 24., 25. Und 26. November 1999 wies die IV-Stelle des Kantons Aargau die Leistungsbegehren um Physiotherapie und Hippotherapie für die 1992 geborene J.________ ab und sprach ihr eine bis längstens 30. Juni 1998 befristete sowie betraglich begrenzte Rückvergütung für Hauspflegekosten zu. </div> <div class="para">Beschwerdeweise liess die Mutter von J.________ als gesetzliche Vertreterin die Aufhebung der Verfügung vom 24. November 1999 sowie die Zusprechung von Physiotherapie auch nach dem 1. Juli 1997 beantragen. In ihrer Vernehmlassung schloss die IV-Stelle auf Gutheissung der Beschwerde. </div> <div class="para">In teilweiser Gutheissung der Beschwerde hob das Versicherungsgericht des Kantons Aargau mit Entscheid vom 23. Mai 2000 die Verfügung vom 24. November 1999 auf und verpflichtete die IV-Stelle, die Kosten der bei J.________ durchgeführten Physiotherapie rückwirkend ab 11. August 1997 bis vorderhand 31. Juli 2000 zu Lasten der Invalidenversicherung zu übernehmen. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Mit Verwaltungsgerichtsbeschwerde beantragt das Bundesamt für Sozialversicherung (BSV) die Aufhebung des Entscheids vom 23. Mai 2000. Die Eltern von J.________ lassen in ihrer Stellungnahme auf Abweisung der Verwaltungsgerichtsbeschwerde schliessen. Die IV-Stelle verzichtet auf eine Vernehmlassung. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Das Eidg. Versicherungsgericht zieht in Erwägung : </div> <div class="para"> </div> <div class="para">1.- Streitig und zu prüfen ist im vorliegenden Verfahren nur noch der Anspruch der Beschwerdegegnerin auf Physiotherapie unter dem Rechtstitel von <span class="artref">Art. 19 IVG</span> ab </div> <div class="para">11. August 1997. Nicht mehr streitig ist die Abweisung des Begehrens für die Zeit bis zum Eintritt der Versicherten in den Kindergarten der Heilpädagogischen Sonderschule Frick am 11. August 1997. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">2.- Sowohl in rechtlicher wie auch in tatsächlicher Hinsicht kann vollumfänglich auf den vorinstanzlichen Entscheid vom 23. Mai 2000 verwiesen werden, in welchem das kantonale Gericht unter richtiger Anwendung der Rechtsprechung des Eidgenössischen Versicherungsgerichts (nicht veröffentlichte Urteile C. vom 16. April 1992, I 185/90, und S. vom 17. November 1997, I 316/96) und in eingehender Würdigung der medizinischen Aktenlage sorgfältig und ausführlich dargelegt hat, dass die Versicherte ab 11. August 1997 bis vorderhand 31. Juli 2000 einen Anspruch auf ambulante Physiotherapie als Sondergymnastik zur Förderung gestörter Motorik im Sinne von <span class="artref">Art. 19 Abs. 2 lit. c IVG</span> in Verbindung mit <span class="artref">Art. 80ter Abs. 2 lit. d IVV</span> hat. Das Eidgenössische Versicherungsgericht hat diesen umfassenden Ausführungen nichts beizufügen. Daran vermögen die Einwände in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde nichts zu ändern, zumal sie sich weder mit der Rechtsprechung noch mit der schlüssigen Argumentation der Vorinstanz auseinandersetzen. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">3.- Da die Verwaltungsgerichtsbeschwerde offensichtlich unbegründet ist, wird sie im Verfahren nach <span class="artref">Art. 36a OG</span> erledigt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">4.- Das Verfahren ist kostenlos (<span class="artref">Art. 134 OG</span>). Dem Prozessausgang entsprechend steht der Beschwerdegegnerin eine Parteientschädigung zu (Art. 159 Abs. 2 in Verbindung mit <span class="artref">Art. 135 OG</span>). </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Demnach erkennt das Eidg. Versicherungsgericht : </div> <div class="para"> </div> <div class="para">I. Die Verwaltungsgerichtsbeschwerde wird abgewiesen. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">II. Es werden keine Gerichtskosten erhoben. </div> <div class="para">III. Das Bundesamt für Sozialversicherung hat der Beschwerdegegnerin eine Parteientschädigung von Fr. 800.- zu bezahlen. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">IV. Dieses Urteil wird den Parteien, dem Versicherungsgericht des Kantons Aargau und der IV-Stelle des Kantons Aargau zugestellt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Luzern, 4. Oktober 2000 </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Im Namen des </div> <div class="para">Eidgenössischen Versicherungsgerichts </div> <div class="para">Der Präsident der IV. Kammer: </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Die Gerichtsschreiberin: </div> </div></body></html>