A bteilung V E -6972/2006 {T 0/2} U rteil vom 22. Juni 2007 M itw irkung: R ichter Stöckli, Zoller, Brodard G erichtsschreiberin Karpathakis A._______, Serbien, vertreten durch Lisa Etter-Steinlin, R echtsanw ältin, N eugasse 55, 9000 St. G allen, Beschw erdeführer gegen B undesam t für M igration (B FM ), Q uellenw eg 6, 3003 Bern, Vorinstanz betreffend Verfügung vom 20. A ugust 2002 i. S. A ufhebung Vorläufige A ufnahm e B u n d e s v e rw a ltu n g s g e ric h t T rib u n a l a d m in is tra tif fé d é ra l T rib u n a le a m m in is tra tiv o fe d e ra le T rib u n a l a d m in is tra tiv fe d e ra l2 Sachverhalt: A. a) D er Beschw erdeführer, ein Angehöriger der Ethnie der slaw ischen M uslim e (Bos- niake) aus B._______/Prizren, hatte am 6. M ai 1999 in der Schw eiz um Asyl nach- gesucht. Zur Begründung seines G esuches hatte er anlässlich der sum m arischen Befragung an der Em pfangsstelle Kreuzlingen vom 7. M ai 1999 und der Anhörung zu den Asylgründen durch die zuständige kantonale Behörde vom 14. Juni 1999 geltend gem acht, er habe sein H eim atland aufgrund der kriegerischen Auseinan- dersetzungen verlassen. Serbische Polizei und param ilitärische Truppen seien ins D orf gekom m en und hätten die Bew ohner unter D rohungen dazu veranlasst, ihre H äuser zu verlassen. In Prizren habe er sich von seinen Fam ilienangehörigen, sei- nen Eltern und zw ei G eschw istern, getrennt und sei nach M ontenegro gelangt, w o er sich w ährend rund einer W oche aufgehalten habe, bis er über Italien w eiter bis in die Schw eiz gelangt sei. Im H eim atland hätten sie in eher guten Verhältnissen gelebt und Verm ögen, insbesondere Land und ein H aus, gehabt. W ährend sieben Jahren habe er die Schule besucht; der U nterricht sei in albanischer Sprache er- folgt. Später habe er in einer Schreinerei im D orf und schliesslich auch in der Landw irtschaft gearbeitet. b) D as Bundesam t stellte m it Verfügung vom 14. Septem ber 1999 fest, der Be- schw erdeführer erfülle die Flüchtlingseigenschaft nicht, lehnte sein Asylgesuch ab, w ies ihn aus der Schw eiz w eg und ordnete den Vollzug der W egw eisung an. D abei setzte sie die Ausreisefrist auf den 31. M ai 2000 fest. B. a) Am 18. M ai 2000 suchte der Beschw erdeführer um Erstreckung der Ausreisefrist bis auf Ende August 2000 nach und m achte zur Begründung geltend, er gehöre zw eifellos einer M inderheit an, für w elche laut der zuständigen D epartem entsvor- steherin die Sicherheit im H erkunftsgebiet zu w enig gew ährleistet sei. M it Schreiben vom 23. M ai 2000 hielt das Bundesam t fest, im Zusam m enhang m it der R ückführung einzelner ethnischer M inderheiten aus dem Kosovo habe das Bundesam t beschlossen, die Ausreisefrist der entsprechenden Personengruppen bis Ende August 2000 zu erstrecken. D a aus dem G esuch vom 18. M ai 2000 her- vorgehe, dass der Beschw erdeführer der serbisch-sprachigen M inderheit der R om a angehöre, w erde die Ausreisefrist auch in seinem Falle bis am 31. August 2000 erstreckt. b) M it Schreiben vom 22. August 2000 liess der Beschw erdeführer erneut um Verlän- gerung der Ausreisefrist nachsuchen und hielt fest, er gehöre zu jenem Personen- kreis (Serben, R om a, Ashkali, Slaw ische M uslim e, Torbes und G orani) für w elchen das Bundesam t die Ausreisefrist bis Ende M ai 2001 verlängert habe. M it Schreiben vom 30. August 2000 verlängerte das Bundesam t die Ausreisefrist antragsgem äss bis am 31. M ai 2001.3 c) M it Schreiben vom 10. M ai 2001 liess der Beschw erdeführer beantragen, er sei in- dividuell vorläufig aufzunehm en, nachdem das Bundesam t für Angehörige be- stim m ter M inderheiten aus dem Kosovo die individuelle Aufnahm e verfüge und es sich beim Beschw erdeführer anerkannterm assen um einen Angehörigen der slaw i- schen M uslim e oder Bosniaken handle. M it Verfügung vom 4. Juli 2001 hob das Bundesam t seine Verfügung vom 14. Septem ber 1999, den Vollzug der W egw ei- sung betreffend, auf und verfügte stattdessen die vorläufige Aufnahm e des Be- schw erdeführers in Folge U nzum utbarkeit des W egw eisungsvollzugs. C . M it Schreiben vom 28. Juni 2002 gew ährte das Bundesam t dem Beschw erdeführer das rechtliche G ehör zur beabsichtigten Aufhebung der vorläufigen Aufnahm e. M it Stellungnahm e vom 17. Juli 2002 beantragte der Beschw erdeführer, die vorläufige Aufnahm e sei w eiterhin zu belassen. Er führte dazu aus, viele Bosniaken seien be- reits um gebracht w orden; ein Bekannter von ihm , w elcher sich inzw ischen eben- falls als Asylbew erber in der Schw eiz aufhalte, sei m it einem M esser angegriffen w orden, als er auf einem Fest ein bosniakisches Lied gesungen habe. In Kosovo sei auch er selbst gefährdet, sei doch die Bevölkerung von B._______ gem ischt, w obei die Bew ohner bosniakischer gegenüber denjenigen albanischer Ethnie die M inderheit bildeten. D er Beschw erdeführer w äre bei einer allfälligen R ückkehr konkret gefährdet, da er die albanische Sprache nur gebrochen spreche, w eshalb er m it Beleidigungen, Anfeindungen oder gar tätlichen Angriffen zur rechnen hätte. Abgesehen davon w ären seine C hancen, für den Lebensunterhalt aufzukom m en sehr gering. Laut einer Pressem itteilung von U N H C R vom 27. M ai 2002 w arne auch dieses vor einer R ückführung von M inderheiten aus dem Kosovo im jetzigen Zeitpunkt. D em gegenüber sei er in der Schw eiz integriert und spreche gut D eutsch. Sein Arbeitgeber, bei w elchem er seit dem M onat Januar 2002 tätig sei, sei m it ihm äusserst zufrieden und auf ihn angew iesen. D . M it Verfügung vom 20. August 2002 - eröffnet am 22. August 2002 - hob das Bun- desam t die m it Verfügung vom 4. Juli 2001 angeordnete vorläufige Aufnahm e auf und ordnete den Vollzug der W egw eisung an. Zur Begründung hielt es im W esent- lichen fest, zw ar könne die W ahrscheinlichkeit einer konkreten G efährdung für An- gehörige der slaw ischen M uslim e noch nicht im ganzen Kosovo ausgeschlossen w erden; als sicher könnten jedoch die Bezirke D ragash, Prizren, G jakove und Pej bezeichnet w erden. Für slaw ische M uslim e m it letztem W ohnsitz in den genannten Bezirken sei eine R ückkehr dorthin zum utbar; der Beschw erdeführer falle in diese Kategorie. Es seien auch keine individuellen G ründe für eine U nzum utbarkeit er- sichtlich, zum al der Beschw erdeführer jung, gesund und ledig sei, im Kosovo be- reits gearbeitet und dort auch ein Beziehungsnetz habe. E. M it R echtsm itteleingabe vom 23. Septem ber 2002 gelangte der Beschw erdeführer an die Schw eizerische Asylrekurskom m ission (AR K) und liess beantragen, der Entscheid des Bundesam tes vom 20. August 2002 sei aufzuheben und die vorläu- fige Aufnahm e sei w eiterhin zu belassen. In verfahrensrechtlicher H insicht bean- tragte er unter anderem den Verzicht auf die Erhebung eines Kostenvorschusses. 4 Zur Begründung führte er im W esentlichen aus, Angehörige ethnischer M inderhei- ten seien in Prizren nach w ie vor gefährdet, w as dem Artikel in der Zeitung "Alem (Bosnische D iaspora)" zu entnehm en sei, w o über die Entführung und Erm ordung eines Angehörigen der bosniakischen M inderheit aus N ovo Selo berichtet w erde. W eder die KFO R noch die U N M IK seien in der Lage, die M inderheiten vor R epres- sionen zu schützen. N achdem die Bosniaken vor dem Krieg von den Serben unter- drückt w orden seien, seien sie es nun seitens der albanischen Bevölkerungsm ehr- heit. Sie seien zudem w irtschaftlich in einer schlechten Situation und hätten keine Bew egungsfreiheit. Es sei dem Beschw erdeführer nicht zuzum uten, seine gute Ar- beitsstelle hier in der Schw eiz aufzugeben, um sich im H eim atland in existenzielle N ot zu begeben. Eine R ückkehr des Beschw erdeführers w ürde zu einer schw er- w iegenden persönlichen N otlage im Sinne von Art. 14a Abs. 4bis AN AG führen. Zusam m en m it der Beschw erde liess der Beschw erdeführer folgende Bew eism ittel einreichen: - einen Artikel aus der Zeitung "Alem " vom 20. April 2002, inklusive deutscher Ü bersetzung; - eine Pressem itteilung des U N H C R betreffend M inderheiten aus dem Kosovo vom 27. M ai 2002; - ein U pdate der SFH zur Situation der M inderheiten, Kosova vom 16. April 2002; - ein U nterstützungsschreiben des Arbeitgebers C ._______ des Beschw er- deführers vom 5. Juli 2002. F. M it Zw ischenverfügung vom 3. O ktober 2002 verzichtete die AR K angesichts der Tatsache, dass das Sicherheitskonto des Beschw erdeführers über eine genügen- de D eckung verfügte, auf die Erhebung eines Kostenvorschusses. G . a) Am 27. Juni 2003 lud die AR K das Bundesam t ein erstes M al ein, sich zum Vorlie- gen einer schw erw iegenden persönlichen N otlage nach Art. 44 Abs. 3 - 5 AsylG (inzw ischen m it Änderung des AsylG vom 16. D ezem ber 2005 aufgehoben, vgl. AS 2006 4745) vernehm en zu lassen. In seiner Stellungnahm e vom 24. O ktober 2003 hielt der Kanton St. G allen fest, er erachte die Voraussetzungen für das Bestehen einer schw erw iegenden persönlichen N otlage nicht für gegeben. M it Vernehm lassung vom 29. O ktober 2003 beantragte das Bundesam t die Abw ei- sung der Beschw erde. Es führte dazu aus, auch die AR K halte nach ihrer jüngsten Analyse der aktuellen Situation der M inderheiten im Kosovo den W egw eisungsvoll- zug für slaw ische M uslim e aus den Bezirken D ragash, Prizren, G jakove und Pec im Sinne einer R egelverm utung als grundsätzlich zum utbar. Abgesehen davon, dass sich der Beschw erdeführer seit vier Jahren in der Schw eiz aufhalte und seit dem 15. D ezem ber 2001 arbeite und für seinen Lebensunterhalt aufkom m e, seien keine besonderen Integrationsm erkm ale vorhanden. D em gegenüber habe der Be- schw erdeführer den grössten Teil des Lebens im H eim atland verbracht, sei dort zur Schule gegangen, habe gearbeitet und verfüge dort auch über ein Beziehungs- netz. Eine schw erw iegende persönliche N otlage liege dem zufolge nicht vor. 5 M it R eplik vom 20. N ovem ber 2003 liess der Beschw erdeführer ausführen, zu sei- nen Verw andten im H eim atland habe er aus G ründen der Sicherheit seit seiner Ausreise keinen Kontakt m ehr pflegen können. Von einem Beziehungsnetz im H ei- m atland könne dem zufolge nicht ausgegangen w erden. H ier in der Schw eiz sei er dem gegenüber gut integriert, spreche gut D eutsch und sei für seinen Arbeitgeber eine unentbehrliche Kraft gew orden. Entsprechend dem Schreiben der D em okra- tisch Bosnischen Partei aus Prizren hätte er am H erkunftsort keine C hancen eine Arbeitsstelle zu finden, da die Arbeitslosenquote in den Städten bei rund 90% läge. Entsprechend einer Länderinform ation von Am nesty International D eutschland vom 15. O ktober 2003 blieben die slaw ischen M uslim e vor Schikanen und gew alt- sam en Ü bergriffen seitens der Albaner nach w ie vor nicht verschont und KFO R und U N M IK seien nicht in der Lage, die M inderheiten zu schützen. Zusam m en m it der Stellungnahm e liess der Beschw erdeführer zw ei Lohnabrechnungen (vom Septem ber und O ktober 2003), eine Arbeitsbestätigung vom 18. N ovem ber 2003, eine Pressem itteilung der Schw eizerischen Flüchtlingshilfe (SFH ) vom 10. April 2003, sow ie eine Bestätigung der D em okratischen Bosnischen Partei Prizren, in- klusive deutscher Ü bersetzung, vom 12. N ovem ber 2003 zu den Akten reichen. D er Arbeitgeber bescheinigt dem Beschw erddeführer, dass er die internationale Kundschaft betreue und angesichts seines grossen Fachw issens für die Firm a kaum ersetzbar sei. In ihrer Bestätigung vom 12. N ovem ber 2003 bestätigt die Bosnische Partei Prizren insbesondere, dass der Beschw erdeführer bosnischer Ethnie sei. b) Am 6. Juli 2005 lud die AR K das Bundesam t erneut ein, sich zum Vorliegen einer schw erw iegenden persönlichen N otlage nach Art. 44 Abs. 3 - 5 AsylG (inzw ischen m it Änderung des AsylG vom 16. D ezem ber 2005 aufgehoben, vgl. AS 2006 4745) vernehm en zu lassen, da der diesbezügliche frühere Schriftenw echsel zeitlich zu früh, näm lich vor Ende der ab 4. Juli 2001 laufenden 4-Jahresfrist, erfolgt sei. D as Bundesam t gelangte daraufhin am 12. Juli 2005 an das Ausländeram t des Kantons St. G allen und forderte es auf m itzuteilen, ob seitens des Kantons die Absicht be- stehe, dem Beschw erdeführer eine Aufenthaltsbew illigung gestützt auf Art. 13 Bst. f BVO zu erteilen und im negativen Falle das Form ular für den kantonalen Bericht und Stellungnahm e zu Art. 44 Abs. 3 AsylG einzureichen. In seinem Bericht vom 29. August 2005 hielt der Kanton fest, er w erde keine Aufenthaltsbew illigung ertei- len und er erachte auch die Bedingungen für das Bestehen einer schw erw iegen- den persönlichen N otlage nicht als erfüllt. M it Vernehm lassung vom 3. O ktober 2005 beantragte das Bundesam t erneut die Abw eisung der Beschw erde. Ergänzend hielt es fest, die w irtschaftliche Existenz des Beschw erdeführers sei offenbar erst w ieder seit einigen M onaten gesichert, nachdem er zw ischenzeitlich arbeitslos gew esen sei. D er im m er noch junge Be- schw erdeführer habe den grössten Teil, einschliesslich seiner Jugend im H eim at- land verbracht, w o er auch sozialisiert w orden sei. Bei einer R eintegration könne zudem davon ausgegangen w erden, dass er von seiner Fam ilie unterstützt w erde. Insgesam t bedeute seine R ückkehr ins H eim atland nicht eine besondere H ärte, w eshalb die Voraussetzungen zur Anerkennung einer schw erw iegenden persönli- chen N otlage nicht erfüllt seien.6 M it R eplik vom 8. N ovem ber 2005 hielt der Beschw erdeführer fest, entgegen der Auffassung der Vorinstanz sei der Beschw erdeführer seit dem M onat Januar 2002 perm anent in Anstellung. Infolge des Konkurses seines Arbeitgebers, sei der Be- schw erdeführer im Jahre 2004 zw ar w ährend der beiden M onate M ärz und April arbeitslos gew esen. Bereits im M ai 2004 habe er w iederum eine Stelle angetreten. D ie Aussagen der Vorinstanz sow ie des Justiz- und Polizeidepartem entes des Kantons St. G allen seien diesbezüglich nicht korrekt, w as m it den eingereichten Beilagen belegt w erden könne. D er Beschw erdeführer sei auch für seinen neuen Arbeitgeber eine unerlässliche Kraft. Auch sonst sei er in der Schw eiz vollständig integriert. D em gegenüber hätte er im H eim atland keinerlei C hancen auf dem Ar- beitsm arkt. M it der R eplik reichte der Beschw erdeführer folgende Papiere (in Kopie) ins R echt: - U nterlagen betreffend Sicherheitskonto; - Lohnausw eise betreffend die Jahre 2002, 2003; - Lohnabrechnungen M ärz bis D ezem ber 2002, Januar bis D ezem ber 2003 der Firm a C ._______, M ai 2004 bis Septem ber 2005 der Firm a D ._______; - Abrechnungen der kantonalen Arbeitslosenkasse SG per Ende M ärz und Ende April 2004; - Arbeitsvertrag vom 26. April 2004 betreffend unbefristetes Arbeitsverhältnis bei der Firm a D ._______; - Arbeitszeugnis, ausgestellt durch die Firm a D ._______. D as B undesverw altungsgericht zieht in Erw ägung: 1. 1.1 G em äss Art. 31 des Verw altungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (VG G ; SR 173.32) beurteilt das Bundesverw altungsgericht Beschw erden gegen Verfügungen nach Art. 5 des Bundesgesetzes vom 20. D ezem ber 1968 über das Verw altungs- verfahren (Vw VG ; SR 172.021), sofern keine Ausnahm e nach Art. 32 vorliegt. Als Vorinstanzen gelten die in Art. 33 und 34 VG G genannten Behörden. D azu gehö- ren Verfügungen des BFM gestützt auf das Asylgesetz vom 26. Juni 1998 (AsylG ; SR 142.31); das Bundesverw altungsgericht entscheidet in diesem Bereich endgül- tig (Art. 105 AsylG ; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BG G ; SR 173.110]). 1.2 D as Bundesverw altungsgericht übernim m t, sofern es zuständig ist, die Beurteilung der am 1. Januar 2007 bei der AR K hängigen R echtsm ittel. D as neue Verfahrens- recht ist anw endbar (vgl. Art. 53 Abs. 2 VG G ). Auf die am 1. Januar 2007 bereits hängigen Asylverfahren sind zudem die in Kraft getretenen Bestim m ungen der Än- derung des Asylgesetzes vom 16. D ezem ber 2005 (vgl. im Einzelnen AS 2006 4767) anw endbar (Abs. 1 der Ü bergangsbestim m ungen zur Änderung vom 16. D e- zem ber 2005). 1.3 D ie Beschw erde ist form - und fristgerecht eingereicht w orden. D er Beschw erde- führer hat vor der Vorinstanz am Verfahren teilgenom m en, ist durch die angefoch-7 tene Verfügung berührt und hat ein schutzw ürdiges Interesse an deren Aufhebung beziehungsw eise Änderung; er ist daher zur Einreichung der Beschw erde legiti- m iert (Art. 6 AsylG i.V.m . Art. 48 Abs. 1 und Art. 50 ff. Vw VG ). 2. M it Beschw erde kann die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige oder unvoll- ständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts und die U nangem essen- heit gerügt w erden (Art. 106 Abs. 1 AsylG ) 3. 3.1 D ie vorläufige Aufnahm e ist aufzuheben, w enn der Vollzug der rechtskräftig ange- ordneten W egw eisung zulässig und es der ausländischen Person m öglich und zu- m utbar ist, sich rechtm ässig in einen D rittstaat oder in ihren H eim atstaat oder in das Land zu begeben, in dem sie zuletzt w ohnte (Art. 14b Abs. 2 des Bundesge- setzes vom 26. M ärz 1931 über Aufenthalt und N iederlassung der Ausländer [AN AG , SR 142.20]). Zur Annahm e der D urchführbarkeit des W egw eisungsvoll- zugs m üssen diese drei Bedingungen kum ulativ erfüllt sein (vgl. die heute noch zu- treffende R echtsprechung der AR K in Entscheidungen und M itteilungen der Schw eizerischen Asylrekurskom m ission [EM AR K] 2001 N r. 17, E. 4d). U m gekehrt genügt es dem zufolge, dass eine der drei Bedingungen nicht erfüllt ist, um den Vollzug der W egw eisung als undurchführbar zu betrachten und die vorläufige Auf- nahm e som it nicht aufzuheben (vgl. die noch heute zutreffende R echtsprechung der AR K in EM AR K 2006 N r. 6, E. 4.2., 2001 N r. 1, E. 6a). 3.2 D er Vollzug ist m öglich, w enn die ausländische Person entw eder in den H erkunfts- oder in den H eim atstaat oder in einen D rittstaat ausreisen oder dorthin gebracht w erden kann. Er ist zulässig, w enn keine völkerrechtlichen Verpflichtungen der Schw eiz einer W eiterreise der ausländischen Person in ihren H eim at-, H erkunfts- oder einen D rittstaat entgegenstehen. D er Vollzug ist zum utbar, w enn er für die ausländische Person keine konkrete G efährdung darstellt (Art. 14a Abs. 2 - 4 AN AG ). 4. 4.1 Laut Art. 14a Abs. 3 AN AG ist der Vollzug der W egw eisung nicht zulässig, w enn völkerrechtliche Verpflichtungen der Schw eiz einer W eiterreise des Ausländers in seinen H eim at- oder H erkunfts- oder in einen D rittstaat entgegenstehen. D em nach darf niem and in irgendeiner Form zur Ausreise in ein Land gezw ungen w erden, in dem sein Leib, sein Leben oder seine Freiheit aus einem G rund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet ist oder in dem er G efahr läuft, zur Ausreise in ein solches Land gezw ungen zu w erden [Art. 5 Abs. 1 AsylG und Art. 25 Abs. 2 der Bundesverfas- sung der Schw eizerischen Eidgenossenschaft vom 18. April 1999 (BV, SR 101)]. D ieses in Art. 5 AsylG und Art. 33 des Abkom m ens über die R echtstellung der Flüchtlinge vom 28. Juli 1951 (FK, SR 0.142.30) statuierte flüchtlingsrechtliche R ückschiebungsverbot bietet nur Flüchtlingen im Sinne von Art. 3 AsylG bezie- hungsw eise Art. 1 A FK Schutz. D urch die unangefochten in R echtskraft erw ach- sene Feststellung des Bundesam tes, dass der Beschw erdeführer die Flüchtlingsei-8 genschaft nicht erfüllt, kom m t vorliegend die Anw endung der genannten Bestim - m ungen von vornherein nicht in Betracht. 4.2 Art. 25 Abs. 3 BV, Art. 3 des Ü bereinkom m ens vom 10. D ezem ber 1984 gegen Folter und andere grausam e, unm enschliche oder erniedrigende Behandlung oder Strafe (FoK, SR 0.105) und die Praxis zu Art. 3 der Konvention zum Schutze der M enschenrechte und G rundfreiheiten vom 4. N ovem ber 1950 (EM R K, SR 0.101) verbieten die Ausschaffung in einen Staat, in w elchem dem Betroffenen Folter oder eine andere Art grausam er und unm enschlicher Behandlung oder Bestrafung droht. Im R ahm en des Asylverfahrens hatte der Beschw erdeführer geltend ge- m acht, aufgrund der Kriegssituation sein Land verlassen zu haben, insbesondere vor serbischen Polizisten und param ilitärischen G ruppen geflohen zu sein. M it den im R ahm en des vorliegenden Verfahrens erfolgten vagen H inw eisen des Be- schw erdeführers auf m ögliche Angriffe nicht näher definierter D rittpersonen albani- scher Ethnie ist noch keine konkrete G efahr im Sinne der Praxis des Europäischen G erichtshofes für M enschenrechte sow ie jener des U N -Anti-Folterausschusses nachgew iesen oder glaubhaft gem acht, dass ihm im Fall einer R ückschiebung Fol- ter oder unm enschliche Behandlung drohen (vgl. die auch heute noch zutreffende R echtsprechung der AR K in EM AR K 2002 N r. 22 E. 4a, dd, 2001 N r. 17, E. 4b, 1996 N r. 18), daran verm ag die Tatsache, dass es unbestrittenerm assen und be- dauerlicherw eise nach dem Krieg zu Ü bergriffen seitens von ethnischen Albanern auf Angehörige der slaw ischen M uslim e gekom m en ist - m eist unter dem Vorw urf der Kollaboration m it den serbischen Truppen - nichts zu ändern. Auch aus den Akten ergeben sich keine Anhaltspunkte dafür, dass der Beschw erdeführer für den Fall eine R ückkehr nach Serbien dort m it beachtlicher W ahrscheinlichkeit einer nach Art. 3 EM R K oder Art. 1 FoK verbotenen Strafe oder Behandlung ausgesetzt w äre. 4.3 N ach dem G esagten erw eist sich der Vollzug der W egw eisung im Sinne der lan- des- und völkerrechtlichen Bestim m ungen als zulässig. 5. D er Vollzug der W egw eisung kann gem äss Art. 14a Abs. 4 AN AG insbesondere dann nicht zum utbar sein, w enn er für den Ausländer oder die Ausländerin eine konkrete G efährdung darstellt. D iese Bestim m ung ist als "Kann-Vorschrift" form u- liert, um deutlich zu m achen, dass die Schw eiz hier nicht in Erfüllung völkerrechtli- cher Ansprüche, sondern aus hum anitären G ründen handelt. Eine solche G efähr- dung kann angesichts der im H eim atland herrschenden allgem einen politischen Lage, die sich durch Krieg, Bürgerkrieg oder durch eine Situation allgem einer G e- w alt kennzeichnet, oder aufgrund anderer G efahrenm om ente, w ie beispielsw eise der N icht-Erhältlichkeit einer notw endigen m edizinischen Behandlung, angenom - m en w erden (vgl. die auch heute zutreffende R echtsprechung der AR K in EM AR K 2005 N r. 13 E. 7.2.; auch Botschaft zum Bundesbeschluss über das Asylverfahren vom 22. Juni 1990, BBl 1990 II 668). D ie beurteilende Behörde hat in jedem Ein- zelfall eine G ew ichtung vorzunehm en zw ischen den sich nach einer allfälligen R ückkehr des w eggew iesenen Asylbew erbers in sein H eim atland ergebenden hu- m anitären Aspekten einerseits und dem öffentlichen Interesse am Vollzug der rechtskräftig verfügten W egw eisung andererseits.9 Zu beachten ist, dass der Begriff der "konkreten G efährdung" gem äss Art. 14a Abs. 4 AN AG eng auszulegen ist und sich vorab auf einen schw erw iegenden Ein- griff in die körperliche Integrität des Ausländers bezieht. Art. 14a Abs. 4 AN AG fin- det insbesondere Anw endung auf Personen, die nach ihrer R ückkehr einer konkre- ten G efahr ausgesetzt w ären, w eil sie aus objektiver Sicht w egen der vorherr- schenden Verhältnisse m it grosser W ahrscheinlichkeit unw iederbringlich in völlige Arm ut gestossen w ürden, dem H unger und som it einer ernsthaften Verschlechte- rung ihres G esundheitszustande, der Invalidität oder sogar dem Tod ausgeliefert w ären (vgl. die heute noch zutreffende R echtsprechung der AR K in EM AR K 2006 N r. 10. E. 5.1., m .w .H .). 5.1 Eine Situation, w elche den Beschw erdeführer als G ew alt- oder de-facto-Flüchtling qualifizieren w ürde, lässt sich aufgrund der heutigen Situation im Kosovo nicht in genereller Form bejahen. D ie bisherigen Bem ühungen der internationalen Staaten- gem einschaft zur Stabilisierung und D em okratisierung des Kosovo zeigen trotz im - m er w ieder zu gew ärtigenden R ückschlägen kontinuierlich Erfolge. Für die Ent- w icklung der allgem einen Lage der M inderheiten im Kosovo nach den U nruhen vom M ärz des Jahres 2004 kann auf die Lagebeurteilung verw iesen w erden, w el- che die AR K in EM AR K 2006 N r. 10 E. 5.4. vorgenom m en hat und w elche sich auch heute noch als zutreffend erw eist. Konkret w ar in jenem Entscheid zw ar die Zum utbarkeit des W egw eisungvollzugs in Bezug auf Angehörige der ethnischen (albanischsprachigen) R om a, Ashkali und "Ägypter" zur Beurteilung gelangt. W as die allgem eine Lage betrifft kann aber dennoch darauf verw iesen w erden, um so m ehr als sich die Lage im Bezug auf die M inderheit der slaw ischen M uslim e im Vergleich zu derjenigen betreffend die erw ähnten Ethnien eher günstiger darstellt (vgl. unten E. 5.2.). D ie generelle Sicherheitslage im Kosovo hat sich auch im Ver- laufe des vergangenen Jahres w eiterhin verbessert. U N H C R hält in seinem Positi- onsbericht vom Juni 2006 zur fortdauernden Schutzbedürftigkeit von Personen im Kosovo fest, sow ohl in den Institutionen der provisorischen Selbstverw altung (PISG ) als auch im Kosovo Protection C orps (KPC ) arbeiteten zunehm end Ange- hörige ethnischer M inderheiten. Zudem seien w ichtige Schritte unternom m en w or- den, um den Schutz von Eigentum srechten zu gew ährleisten und eine interm iniste- rielle Kom m ission sei eingerichtet w orden, um den Zugang der M inderheiten zu öf- fentlichen D ienstleistungen zu überw achen. Zw ar bleibt ein U nruhepotenzial im Zusam m enhang m it der Lösung der Statusfrage bestehen und ist auch nicht zu un- terschätzen. D ennoch w erden laut zuverlässigen, dem G ericht zur Verfügung ste- henden Q uellen, landesw eite Ausschreitungen w ie im M ärz 2004 nicht erw artet. KFO R und Polizei seien zudem heute in viel besserer Verfassung als zu jenem Zeitpunkt. Bew affnete terroristische G ruppierungen, insbesondere im w estlichen Kosovo, existieren w eiterhin; sie m achten aber über das Jahr 2006 hinw eg kaum auf sich aufm erksam und besitzen nur noch w enig R ückhalt in der Bevölkerung. D er U N -Verw alter zur Lage der M inderheiten berichtete im Septem ber 2006, dass D elikte, bei denen ein ethnischer H intergrund nicht ausgeschlossen habe w erden können, im Jahr 2006 m erklich gesunken seien. Auch seien die M inderheiten zu- nehm end in der Lage, sich im Kosovo frei zu bew egen. In M inderheiten-W ohnge- bieten w erden offenbar gem ischtethnische Patrouillen eingesetzt. 5.2 Es bleibt nun zu prüfen, ob allenfalls die Situation des Beschw erdeführers im Spe- ziellen auf individuelle Vollzugshindernisse schliessen lässt. 10 D er Beschw erdeführer gehört, w ie erw ähnt, der M inderheit der slaw ischen M usli- m e an, und innerhalb dieser der U ntergruppe der Bosniaken. W as die allgem eine Lage der slaw ischen M uslim e betrifft, so w urde ihnen im Vergleich m it den Zuge- hörigen der Ethnien der R om a, Ashkali und "Ägypter" und den Kosovo-Serben schon im m er eine höhere Toleranz entgegengebracht (vgl. U N H C R , Position zur fortdauernden Schutzbedürftigkeit von Personen aus dem Kosovo, M ärz 2005). In Bezug auf die albanischsprachigen R om a, Ashkali und "Ägypter" kam die AR K denn auch im N ovem ber 2005 zum Schluss, ein Vollzug der W egw eisung in den Kosovo sei unter bestim m ten Voraussetzungen grundsätzlich zum utbar (vgl. EM AR K 2006 N r. 10). Im Zusam m enhang m it der Beurteilung der Vollziehbarkeit einer W egw eisung hat sich die AR K in EM AR K 2002 N r. 22 zur Situation der slaw i- schen M uslim e (Bosniaken, G orani und Torbesh) im Kosovo geäussert. D ie dort vorgenom m ene Einschätzung, näm lich dass ein Vollzug der W egw eisung der An- gehörigen dieser Ethnien in die Bezirke D ragash, Prizren, G jakove oder Pej zum ut- bar sei, w enn diese Personen ihren letzten W ohnsitz in einem dieser Bezirke hat- ten, gilt auch heute noch. Inzw ischen ist im Ü brigen aufgrund der verbesserten Lage davon auszugehen, dass ein Vollzug der W egw eisung für slaw ische M uslim e in den gesam ten Kosovo (ausgenom m en den Bezirk M itrovica) zum utbar ist, w enn bestim m te Punkte, w ie etw a die berufliche Ausbildung, das soziale N etz, Struktur- hilfe, G efährdung aufgrund m it den Serben geleisteten M ilitärdienstes, individuell geprüft w urden. Insgesam t ist festzuhalten, dass sich die Lage für die slaw ischen M uslim e gegenüber derjenigen, w ie sie dem erw ähnten Entscheid zu G runde lag, eher verbessert hat und sich insbesondere im Vergleich zur Lage anderer M inder- heiten im Kosovo als noch sicherer erw eist. Bezeichnenderw eise erw ähnt das U N H C R im jüngsten Papier vom Juni 2006 die M inderheit der slaw ischen M usli- m en nicht m ehr ausdrücklich. D er Beschw erdeführer stam m t aus B._______, einer O rtschaft w enige Kilom eter nordöstlich von Prizren, dem H auptniederlassungsgebiet der Bosniaken im Koso- vo, gelegen. In diesem Zusam m enhang ist festzuhalten, dass Prizren bekannt ist für seine ethnische Vielfalt und Toleranz der einzelnen Ethnien untereinander. Laut dem G ericht zur Verfügung stehenden Inform ationen, sei es für M änner slaw ischer Ethnie kein Problem , in die Stadt zu gehen und sich in der Ö ffentlichkeit in ihrer M uttersprache zu unterhalten. Vor dem beschriebenen H intergrund ist dem Beschw erdeführer eine R ückkehr nach B._______ grundsätzlich zuzum uten. Selbst w enn gew isse Schikanen seitens Angehörigen der albanischen Ethnie nicht völlig ausgeschlossen w erden können - so w erden offenbar etw a Frauen aufgrund ihrer traditionellen Kleidung belästigt - so reicht dies doch nicht, um den Vollzug als unzum utbar zu qualifizieren. D ie Lage hat sich, w ie erw ähnt, im Verlauf der letzten Jahre kontinuierlich verbessert. So scheint heute beispielsw eise der Zugang zur m edizinischen Versorgung auch für slaw ische M uslim e in der R egion laut dem G ericht zur Verfügung stehenden Q uellen durchaus gew ährleistet. D abei stehen auch Ärzte, w elche eine Behandlung in serbischer oder bosnischer Spra- che anbieten, zur Verfügung. D ort w o noch gew isse H indernisse in adm inistrativer H insicht vorhanden sind (w ie beispielsw eise, dass gew isse Form ulare nur in alba- nischer Sprache erhältlich sind), w ird daraufhin gearbeitet, auch diese Schranken zu beseitigen. In Bezug auf den Beschw erdeführer ist im m erhin anzum erken, dass seine Kenntnisse der albanischen Sprache kaum so gebrochen sein dürften, w ie er 11 es im R ahm en der W ahrnehm ung des rechtlichen G ehörs am 28. Juni 2002 geltend m achte, hat er doch laut eigenen Angaben die Schule in albanischer Sprache absolviert und anlässlich der Em pfangsstellenbefragung diese Sprache als M uttersprache deklariert (vgl. Em pfangsstellenprotokoll 1, S. 2). Für den Beschw erdeführer dürfte - w ie für eine breite Bevölkerungsschicht ebenfalls - in erster Linie die prekäre W irtschaftslage eine Schw ierigkeit darstellen. In diesem Zusam m enhang ist aber festzuhalten, dass die AR K sich w iederholt dahingehend geäussert hat, dass grundsätzlich "blosse" soziale und w irtschaftliche Schw ierigkeiten, w ie insbesondere der M angel an W ohnungen und Arbeitsplätzen, von w elchen die ansässige Bevölkerung im Allgem einen betroffen ist, keine existenzbedrohende Situation darstellten, w elche den W egw eisungsvollzug von vornherein als unzum utbar erscheinen liesse (EM AR K 1994 N r. 19, Erw . 6b). Solche Schw ierigkeiten könnten einzig allenfalls in Kom bination m it anderen U nzu- m utbarkeitsfaktoren zur U nzum utbarkeit des W egw eisungsvollzugs führen (EM AR K 2003 N r. 24, E. 5e). D iese R echtsprechung erw eist sich auch heute noch als zutreffend. Laut den Akten hat der Beschw erdeführer seine Eltern und zw ei G eschw ister am H erkunftsort zurückgelassen. Zw ar hatte der Beschw erdeführer im R ahm en des vorliegenden Beschw erdeverfahrens geltend gem acht, er w isse nicht, ob seine Verw andten noch dort lebten, da er seit seiner Ausreise keinen Kontakt m ehr zu ihnen pflege. D ass dem offenbar nicht so ist, geht daraus hervor, dass die Bestäti- gung der D em okratischen Bosnischen Partei, w elche Ende des Jahres 2003 aus- gestellt w orden w ar, dem Beschw erdeführer in einem Briefum schlag zugestellt w urde, w elcher in Prizren abgestem pelt w orden w ar und auf w elchem insbesonde- re als Absender E._______, B._______/Prizren figuriert. D abei dürfte es sich naheliegenderw eise um den Bruder des Beschw erdeführers handeln (vgl. kantonales Protokoll S. 3). D er Beschw erdeführer hat im H eim atland nach der Schule als Schreiner gearbeitet und w ar auch in der Landw irtschaft tätig. In der Schw eiz w ar er laut den ausgezeichneten Arbeitszeugnissen äusserst erfolgreich in der H erstellung und im Verkauf von Stoffen. Er könnte angesichts seiner - teilw eise offenbar herausragenden - beruflichen Kenntnissen und seiner Vielsprachigkeit (Albanisch, Serbokroatisch, D eutsch, Französisch, Englisch; vgl. Em pfangsstellenprotokoll S. 2, act. 8/87) im H eim atland m öglicherw eise gegen- über anderen jungen M ännern in vergleichbarer Situation besser - zum indest nicht schlechter - gestellt sein, w as die C hancen, eine Erw erbstätigkeit zu finden betrifft. Er ist m it knapp 30 Jahren noch relativ jung und den Akten zufolge gesund. Am H erkunftsort verfügt er über soziale Kontakte. Laut seinen eigenen Angaben habe seine Fam ilie zudem in kom fortablen Verhältnissen gelebt, insbesondere ein H aus und Land besessen. Insgesam t ist davon auszugehen, dass es ihm gelingen kann, in B._______/Prizren w ieder sozial und w irtschaftlich Fuss zu fassen. 5.3 Eine R ückkehr des Beschw erdeführers nach Serbien w äre nach dem G esagten zw ar m it gew issen - insbesondere w irtschaftlichen - Schw ierigkeiten verbunden, nicht aber m it solchen, die einen Vollzug der W egw eisung im Sinne von Art. 14a Abs. 4 AN AG als unzum utbar erscheinen liessen. D as private Interesse des Be- schw erdeführers an einem Verzicht auf den W egw eisungsvollzug verm ag das ge- w ichtige öffentliche Interesse am Vollzug der rechtskräftigen W egw eisungsverfü- gung nicht zu überw iegen.12 6. M it Inkrafttreten der vom 16. D ezem ber 2005 datierenden Asylgesetzrevision am 1. Januar 2007 entfiel für die Asylbehörden des Bundes die M öglichkeit, in Fällen einer schw erw iegenden persönlichen N otlage eine vorläufige Aufnahm e anzuord- nen, sofern vier Jahre nach Einreichen des Asylgesuch noch kein rechtskräftiger Entscheid ergangen w ar (gem äss Art. 44 Abs. 3 aAsylG ; Art. 14 Abs. 4bis aAN AG ). N ebst dem U m stand, dass der erste Schriftenw echsel betreffend schw erw iegende persönliche N otlage [(vgl. unter Sachverhalt G . a), sow eit den Tatbestand der schw erw iegenden persönlichen N otlage betreffend] schon deshalb nicht zu w ürdi- gen ist, w eil er zeitlich zu früh erfolgt w ar, kann zufolge dieser G esetzesänderung (zur G ültigkeit des neuen R echts für hängige Verfahren vgl. Art. 1 der Ü bergangs- bestim m ungen zur Asylgesetzänderung vom 16. D ezem ber 2005) auch der kanto- nale Bericht vom 29. August 2005, die diesbezüglich negative Vernehm lassung der Vorinstanz vom 3. O ktober 2005 und die Stellungnahm e des Beschw erdefüh- rers vom 8. N ovem ber 2005 [(vgl. Sachverhalt G . b), sow eit den Tatbestand der schw erw iegenden persönlichen N otlage betreffend] m angels Zuständigkeit vom Bundesverw altungsgericht nicht m ehr gew ürdigt w erden. G em äss Art. 14 Abs. 2 AsylG kann jedoch neu der W ohnkanton bei Vorliegen ei- nes schw erw iegenden persönlichen H ärtefalls m it Zustim m ung des Bundesam tes einer Person m it hängigem oder abgew iesenem Asylgesuch, sofern die im G esetz genannten Voraussetzungen erfüllt sind, eine Aufenthaltsbew illigung erteilen. Es w ürde gem äss Art. 14 Abs. 3 AsylG diesfalls der zuständigen kantonalen Behörde obliegen, dem Bundesam t den W illen, von dieser M öglichkeit G ebrauch zu m a- chen, unverzüglich zu m elden. 7. G em äss Art. 14a Abs. 2 AN AG ist der Vollzug der W egw eisung nicht m öglich, w enn der Ausländer w eder in den H erkunfts- oder in den H eim atstaat noch in ei- nen D rittstaat verbracht w erden kann. D am it ist die technische U nm öglichkeit des W egw eisungsvollzugs angesprochen. Es obliegt dem Beschw erdeführer, sich um den Erhalt genüglicher Identitätspapiere zu küm m ern (Art. 8 Abs. 4 AsylG ) und es sind im jetzigen Zeitpunkt keine unüberw indlichen H indernisse faktischer N atur er- sichtlich, w eshalb ein Vollzug der W egw eisung als m öglich erachtet w ird. 8. Insgesam t hat die Vorinstanz zu R echt den Vollzug der W egw eisung als zulässig, zum utbar und m öglich erachtet und die seinerzeit erteilte vorläufige Aufnahm e auf- gehoben. D araus ergibt sich, dass die angefochtene Verfügung Bundesrecht nicht verletzt, den rechtserheblichen Sachverhalt richtig und vollständig feststellt und angem essen ist (Art. 106 AsylG ). D ie R echtsm itteleingabe ist nach dem G esagten abzuw eisen. 9. Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind die Kosten dem Beschw erdeführer auf- zuerlegen (Art. 63 Abs. 1 Vw VG ) und auf insgesam t Fr. 600.-- festzusetzen (Art. 16 Abs. 1 Bst. a VG G in Verbindung m it Art. 2 und 3 des R eglem ents über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverw altungsgericht vom 20. April 2006 [VG KE]). 13 D em nach erkennt das B undesverw altungsgericht: 1. D ie Beschw erde w ird abgew iesen. 2. D ie Verfahrenskosten, bestim m t auf Fr. 600.--, w erden dem Beschw erdeführer auf- erlegt. D ieser Betrag ist innert 30 Tagen der G erichtskasse zu überw eisen. 3. D ieses U rteil w ird eröffnet: - der R echtsvertreterin des Beschw erdeführers, 2 Expl. (eingeschrieben; Beila- ge: Einzahlungsschein, im Beschw erdeverfahren eingereichte Bew eism ittel im O riginal) - der Vorinstanz, Abteilung Aufenthalt und R ückkehrförderung, m it den Akten - kantonale Frem denpolizeibehörde D er R ichter: D ie G erichtsschreiberin: W alter Stöckli Esther Karpathakis Versand am :