<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2004.00027</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=204193&amp;W10_KEY=13013569&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2004.00027</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 29.04.2004</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">3. Abteilung/3. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Raumplanungs-, Bau- und Umweltrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Ausnahmebewilligung nach Art. 24 RPG</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Nichtbewilligung einer Mobilfunkanlage im Schutzgebiet der Gemeinde Kappel am Albis: Zuständigkeit des Verwaltungsgerichts (E. 1). Die Beschwerdeführerin, deren Bewilligung aufgrund des Rekurses des jetzigen Beschwerdegegners von der Vorinstanz augehoben wurde, bestreitet die Legitimation des damaligen Rekurrenten zur Rekurserhebung (E. 2.1). Entgegen der Auffassung der Vorinstanz war der Beschwerdegegner unter dem Gesichtspunkt des Strahlenschutzes tatsächlich nicht zum Rekurs legitimiert. Eigentum bzw. Besitz von unbewohnten und nicht in anderer Weise dem dauernden Aufenthalt dienenden Grundstücken begründet keine Beschwerde- resp. Rekurslegitmation (E. 2.2). Bisher ergangene Rechtsprechung, in welchen Fällen der Nachbar zum Rekurs legitimiert ist (E. 2.3.1). Der Beschwerdegegner ist Eigentümer der ehemaligen Klosteranlage in Kappel am Albis und vermietet die Anlage der evangelisch-reformierten Kirche, welche darin das "Haus der Stille und Besinnung" betreibt (E. 2.3.2). Die räumliche Nähe der Parzellen des Beschwerdegegners zum Baugrundstück ist vorliegend zwar gegeben, begründet hingegen keine Legitimation, da nicht ersichtlich ist, inwiefern der Beschwerdegegner als Eigentümer dieser Grundstücke in qualifizierten eigenen Interessen verletzt sein sollte (E. 2.3.3). Hinsichtlich Legitimation liegt ein Grenzfall vor: Eine Verletzung qualifizierter eigener, rechtlich geschützter Interessen des Rekurrenten bzw. Beschwerdegegners ist insofern zu bejahen, als die umstrittene Ausnahmebewilligung in der Tat die Missachtung eines Bauverbots gestattet, dass unter anderem spezifisch zum Schutz der ehemaligen Klosteranlage Kappel erlassen wurde. Zudem kann der Antennenbau auch zum Ausbleiben von Gästen im Haus der Stille führen, womit der Beschwerdegegner ein faktisches Interesse dartut. Die Legitimation ist zu bejahen (E. 2.3.4). Die Standortgebundenheit der umstrittenen Antenne im Sinne von Art. 24 lit. a RPG ist zu verneinen (E. 3.1). Dem Antennenbau stehen auch überwiegende Interessen im Sinne von Art. 24 lit. b RPG entgegen (E. 3.2). Abweisung der Beschwerde und Kostenfolge (E. 4).</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: Planungs- und Baurecht ST: AUSNAHMEBEWILLIGUNGEN">AUSNAHMEBEWILLIGUNGEN</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: INTERESSENABWÃGUNG">INTERESSENABWÃGUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: LEGITIMATION">LEGITIMATION</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: MOBILFUNKANLAGE">MOBILFUNKANLAGE</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: MOBILFUNKANTENNE">MOBILFUNKANTENNE</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: NACHBARLEGITIMATION">NACHBARLEGITIMATION</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: SCHUTZGEBIET">SCHUTZGEBIET</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: SCHUTZVERORDNUNG">SCHUTZVERORDNUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: STRAHLUNG">STRAHLUNG</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="gerade">Art. 24 lit. a RPG</span><br/><span class="ungerade">Art. 24 lit. b RPG</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="gerade">BEZ 2004 Nr. 53 S. 23</span><br/><span class="ungerade">RB 2004 Nr. 4 S. 51</span><br/> </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 2 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Sachverhalt1"><b><span>I. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Die Baudirektion des Kantons ZÃ¼rich erteilte am 29. Mai 2001 der A AG Ausnahmebewilligungen nach Art. 24 des Bundesgesetzes Ã¼ber die Raumplanung vom 22. Juni 1979 (RPG) und nach Ziffer 9 der Verordnung zum Schutz von Natur- und Landschaftsschutzgebieten mit Ã¼berkommunaler Bedeutung in der Gemeinde Kappel am Albis vom 29. Dezember 1997 (SchutzV) fÃ¼r die Erstellung einer Mobilfunkantenne auf dem in der Landwirtschaftszone und in der Landschaftsschutzzone III A gelegenen GrundstÃ¼ck Kat.-Nr. 01 in Kappel am Albis. Der Gemeinderat Kappel am Albis erteilte am 18. Juni 2001 die erforderliche Baubewilligung unter Auflagen und Bedingungen.</span></p> <p class="Sachverhalt1"><b><span>II. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Gegen die genannten Bewilligungen gelangten einerseits der Verein E und andererseits der Verein C, Kappel am Albis, mit Rekurs an den Regierungsrat. Am 2. Sep­tember 2003 zog der Verein E seinen Rekurs zurÃ¼ck. Der Regierungsrat hiess den Rekurs des Vereins C am 19. November 2003 gut und hob die angefochtenen Entscheide auf.</span></p> <p class="Sachverhalt1"><b><span>III. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Die A AG hat gegen den Beschluss des Regierungsrates am 14. Januar 2004 Beschwerde an das Verwaltungsgericht erhoben. Sie beantragt im Wesentlichen die Aufhebung des angefochtenen Entscheids und die BestÃ¤tigung der von den ersten Instanzen erteilten Bewilligungen, unter Kosten- und EntschÃ¤digungsfolgen.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Die Baudirektion erklÃ¤rte, sie verzichte auf eine Stellungnahme. Die Staatskanzlei schloss in Namen des Regierungsrates ohne weitere AusfÃ¼hrungen auf Abweisung der Beschwerde. Der Verein C beantragte die Abweisung der Beschwerde, unter Kosten- und EntschÃ¤digungsfolgen. Die Gemeinde Kappel am Albis liess sich nicht vernehmen.</span></p> <p class="Urteilstext"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="Einzug1"><span>Die Kammer</span><span> zieht in ErwÃ¤gung:</span></p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Erwgung1"><b><span>1. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Das Verwaltungsgericht ist zur Behandlung der Beschwerde gemÃ¤ss § 41 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 (VRG) zustÃ¤ndig. Die BeschwerdefÃ¼hrerin ist als Adressatin des angefochtenen Entscheids ohne weiteres zur Beschwerdeerhebung legitimiert (§ 338a Abs. 1 des Planungs- und Baugesetzes vom 7. September 1975 [PBG]; siehe auch den gleich lautenden § 21 VRG sowie Art. 103 lit. a in Verbindung mit Art. 98a Abs. 3 des Bundesrechtspflegegesetzes vom 16. Dezember 1943 [OG]). Auf die rechtzeitig und formrichtig eingereichte Beschwerde ist einzutreten.</span></p> <p class="Erwgung1"><b><span>2. </span></b><span> </span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>2.1 </span></b><span>Die BeschwerdefÃ¼hrerin macht in erster Linie geltend, der heutige Beschwerdegegner sei zur Rekurserhebung gar nicht legitimiert gewesen. WÃ¤re diese RÃ¼ge berechtigt, so hÃ¤tte der Regierungsrat auf den Rekurs nicht eintreten dÃ¼rfen und wÃ¤re die Beschwerde schon aus diesem Grund gutzuheissen (Alfred KÃ¶lz/JÃ¼rg Bosshart/Martin RÃ¶hl, Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons ZÃ¼rich, 2. A., ZÃ¼rich 1999, Vorbem. zu §§ 19-28 N. 96). Die Rekurslegitimation in Bausachen richtet sich nach § 338a Abs. 1 PBG. Danach ist zum Rekurs (und zur Beschwerde) berechtigt, wer durch die angefochtene Anordnung berÃ¼hrt ist und ein schutzwÃ¼rdiges Interesse an ihrer Aufhebung oder Ãnderung hat. Diese Bestimmung ist gleich auszulegen wie die Legitimationsbestimmung gemÃ¤ss Art. 103 lit. a OG (vgl. KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 21 N. 17 f.). </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Der Regierungsrat hat im angefochtenen Entscheid die allgemeinen bau- und planungsrechtlichen Legitimationsvoraussetzungen sowie die spezifischen Legitimationsvoraussetzungen fÃ¼r die Anfechtung von Mobilfunkantennen (aufgrund der davon ausgehenden elektromagnetischen Strahlen) dargelegt. Er hat festgestellt, der Rekurrent (und heutige Be­schwerdegegner) sei EigentÃ¼mer der in der Bauzone gelegenen GrundstÃ¼cke Kat.-Nrn. 02 und 03 (auf Letzterem befindet sich die ehemalige Klosteranlage) sowie der in der Landschaftsschutzzone III A gemÃ¤ss SchutzV liegenden Kat.-Nrn. 04, 05 und 06 sowie der in der Waldschutzzone IV A liegenden Kat.-Nrn. 08 und 09. Von diesen GrundstÃ¼cken seien Kat.-Nrn. 05 und 08 jeweils nur durch wenige Meter breite Flurwege vom BaugrundstÃ¼ck Kat.-Nr. 01 getrennt; sie befÃ¤nden sich demnach in dessen unmittelbarer Nachbarschaft und innerhalb des berechneten Radius und des Perimeters der SchutzV. Damit sei der Rekurrent zumindest als EigentÃ¼mer dieser beiden GrundstÃ¼cke zum Rekurs legitimiert.</span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>2.2 </span></b><span>Nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung sind die in der nÃ¤heren Umgebung wohnenden Personen durch die von einer Mobilfunkanlage ausgehenden Strahlen in be­sonderer Weise betroffen und daher legitimiert, Verwaltungsgerichtsbeschwerde zu fÃ¼hren und Rechtsmittel im kantonalen Verfahren zu ergreifen. Die besondere Betroffenheit (unter dem Gesichtspunkt der Immissionen durch Strahlen) wird bejaht, wenn die BeschwerdefÃ¼hrer in einem Umkreis wohnen, innerhalb dessen die anlagebedingte Strahlung Ã¼ber 10% des Anlagegrenzwertes gemÃ¤ss der Verordnung vom 23. Dezember 1999 Ã¼ber den Schutz vor nicht ionisierender Strahlung (NISV) betragen kann, wobei fÃ¼r die NIS-Prog­nose auf den massgebenden Betriebszustand der Anlage und die VerhÃ¤ltnisse in der Haupt­strahl­rich­tung abzustellen ist (zur Berechnungsformel siehe BGE 128 II 168 E. 2.3, RB 2002 Nr. 89 sowie den angefochtenen Beschluss). In RB 2002 Nr. 89 erklÃ¤rte es das Verwaltungsgericht fÃ¼r fraglich, ob diese Berechnungsweise auch dann fÃ¼r die Bestimmung der Legitimation ausschlaggebend sein solle, wenn ein BeschwerdefÃ¼hrer in der entgegengesetzten Richtung des Hauptstrahls wohnt oder in vertikaler Richtung durch die Strahlung gar nicht betroffen werden kann und zugleich Strahlenbelastungen geltend macht, die an einem ganz anderen Ort auftreten. Das Bundesgericht hat jedoch inzwischen bekrÃ¤ftigt, dass alle innerhalb des gemÃ¤ss der erwÃ¤hnten Formel berechneten Perimeters wohnenden Personen zur Beschwerde zuzulassen sind, auch wenn die konkrete Strahlung auf ihrem Grund­stÃ¼ck weniger als 10% des Anlagegrenzwertes betrÃ¤gt (BGr, 20. Juni 2003, URP 2003, S. 697 ff., E. 2 mit Hinweisen; ebenso Urs Walker, Verordnung Ã¼ber den Schutz vor nicht ionisierender Strahlung â die aktuellen Rechtsfragen, URP 2003, S. 87 ff., 103 f.). </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Der Regierungsrat hat im angefochtenen Beschluss den Radius, ausserhalb dessen in je­dem Fall eine Belastung von weniger als 10% des Anlagegrenzwertes auftritt, mit etwa 540 m berechnet. Diese Feststellung wird von den Parteien nicht bestritten. Der Beschwerdegegner besitzt innerhalb der Bauzone zwei Parzellen, die mehr als 600 m vom geplanten Anlagestandort entfernt und damit ausserhalb des erwÃ¤hnten Radius liegen. Hingegen ist er EigentÃ¼mer von unbebauten GrundstÃ¼cken (teils Wald, teils Landwirtschaftsland) innerhalb desselben. So betrÃ¤gt der kÃ¼rzeste Abstand von der geplanten Anlage zur Waldparzelle Kat.-Nr. 08 rund 90 m und zur landwirtschaftlich genutzten Parzelle Kat.-Nr. 05 rund 200 m. </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Die BeschwerdefÃ¼hrerin bestreitet, dass auch das Eigentum bzw. der Besitz unbewohnter und nicht in anderer Weise dem dauernden Aufenthalt dienender GrundstÃ¼cke unter dem hier diskutierten Gesichtspunkt legitimationsbegrÃ¼ndend sein kann. Dieser Auffassung ist beizupflichten. Das Bundesgericht spricht in seinen Entscheiden regelmÃ¤ssig davon, dass die in der nÃ¤heren Umgebung einer Mobilfunkanlage <i>wohnenden</i> Personen von der Strahlung besonders betroffen seien. Es versteht sich, dass damit auch Personen gemeint sind, die sich aus anderen GrÃ¼nden, namentlich der Arbeit, hÃ¤ufig bzw. dauernd im fraglichen Bereich aufhalten (vgl. Art. 3 Abs. 3 lit. a NISV). Ferner drÃ¤ngt es sich auf, die Legitimation auch den EigentÃ¼mern von Orten mit empfindlicher Nutzung im Sinne von Art. 3 Abs. 3 lit. b und c NISV zuzuerkennen. In allen diesen FÃ¤llen kÃ¶nnen die Betroffenen mehr oder weniger regelmÃ¤ssig und dauernd der von der Mobilfunkanlage ausgehenden Strahlung ausgesetzt sein, was die besondere, legitimationsbegrÃ¼ndende BeziehungsnÃ¤he schafft. Hingegen muss eine besondere Betroffenheit bei Personen verneint werden, die sich nur gelegentlich bzw. selten im fraglichen Bereich aufhalten. Hier liegt die mÃ¶glicherweise zu ertragende Strahlung von vornherein in einem minimalen Bereich und nicht hÃ¶her als bei gelegentlichen Passanten. </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Damit entfÃ¤llt (unter dem Gesichtspunkt des Strahlenschutzes) die Legitimation fÃ¼r Besitzer von GrundstÃ¼cken, die zwar innerhalb des gemÃ¤ss der einleitend erwÃ¤hnten Formel berechneten Kreises liegen, aber nicht dem dauernden Aufenthalt dienen und auch nicht dafÃ¼r bestimmt sind. Konsequenterweise ist die Legitimation des Besitzers eines in der Landwirtschaftszone gelegenen Wohnhauses oder GewerbegebÃ¤udes gegebenenfalls zu bejahen, nicht hingegen diejenige des Besitzers eines land- oder forstwirtschaftlich genutzten, jedoch unbebauten GrundstÃ¼ckes ausserhalb der Bauzone. Der Einwand des Beschwerdegegners, auch in der Landwirtschaftszone sei es zulÃ¤ssig, unter den Voraussetzungen von Art. 16a RPG ein WohngebÃ¤ude zu errichten, kann zu keinem andern Ergebnis fÃ¼hren. Solange keine konkrete Planung vorliegt und die Errichtung einer solchen landwirtschaftlichen Wohnbaute nicht hinreichend wahrscheinlich ist, muss Landwirtschaftsland als Nichtbauland betrachtet werden, welches nicht dem dauernden Aufenthalt dient. </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Auch sonst ist kein Grund ersichtlich, die "sehr extensive" Legitimationspraxis (vgl. Beatrice Wagner Pfeifer, Neuere verfahrensrechtliche Entwicklungen im Umwelt-, insbesondere Mobilfunkrecht, SJZ 99/2003, S. 465 ff., 468) in der hier interessierenden Frage auf Personen auszudehnen, die der fraglichen Strahlung nur gelegentlich ausgesetzt sind.</span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>2.3 </span></b><span>Als zur Anfechtung von Bauvorhaben legitimiert gelten Nachbarn gestÃ¼tzt auf § 338a Abs. 1 PBG dann, wenn sie eine hinreichend enge nachbarliche Raumbeziehung aufweisen und vom Bauvorhaben in qualifizierten eigenen Interessen betroffen werden (vgl. BGE 125 II 10 E. 3a; KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 21 N. 34 ff.; zum inhaltlich Ã¼ber­einstimmenden Art. 103 lit. a OG siehe etwa BGE 120 Ib 379 E. 4). </span></p> <p class="Erwgung3"><b><span>2.3.1 </span></b><span>Das Interesse des Nachbarn daran, dass seine Aussicht nicht durch eine baupolizeiwidrige Baute geschmÃ¤lert wird, beschrÃ¤nkt sich in der Regel auf die unmittelbare Umgebung, kann sich aber bei grÃ¶sseren Bauten je nach den Ã¶rtlichen VerhÃ¤ltnissen auch auf einen weiteren Umkreis ausdehnen. Es kann daher nicht von vornherein ausgeschlossen werden, dass eine Distanz von 1100 m zwischen dem BaugrundstÃ¼ck und jenem des einsprechenden Dritten noch innerhalb des Rahmens der erforderlichen engen nachbarlichen Raumbeziehung liegt (RB 1995 Nr. 9, auch zum Folgenden). Indessen mÃ¼ssten fÃ¼r eine solche Annahme schon ausserordentliche UmstÃ¤nde gegeben sein. Der einsprechende Dritte mÃ¼sste sich glaubhaft auf Immissionen von ganz besonderer IntensitÃ¤t berufen, die sich auch Ã¼ber weite Distanz auswirken kÃ¶nnten. Soweit es allein um den Entzug bzw. die BeeintrÃ¤chtigung der Aussicht geht, darf, um der verpÃ¶nten Popularbeschwerde nicht TÃ¼r und Tor zu Ã¶ffnen, der Kreis der Beschwerdeberechtigten nicht zu weit gezogen werden.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Ein BerÃ¼hrtsein in eigenen qualifizierten Interessen ist nach der Rechtsprechung dann gegeben, wenn der Ausgang des Verfahrens, in das sich der Nachbar einschalten will, seine InteressensphÃ¤re zu beeinflussen vermag, der Anfechtende also einen praktischen Nutzen hat bzw. einen Nachteil abwenden kann, den der angefochtene Verwaltungsakt fÃ¼r ihn zur Folge hÃ¤tte. Ein schutzwÃ¼rdiges Interesse liegt aber nicht schon vor, wenn irgendwelche negativen Folgen des Bauvorhabens mÃ¶glich und erkennbar sind, sondern nur dann, wenn die Einwirkungen so beschaffen sind, dass sie auch bei objektivierter Betrachtungsweise als Nachteil empfunden werden mÃ¼ssen; eine besondere (subjektive) Empfindlichkeit des Betroffenen verdient keinen Rechtsschutz (KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 21 N. 21; RB 1995 Nr. 9). Wird eine ideelle BeeintrÃ¤chtigung wie die VerÃ¤nderung des Landschaftsbildes gerÃ¼gt, so muss der damit verbundene Eingriff in der Regel ein ungleich stÃ¤rkeres Ausmass annehmen als so genannte materielle BeeintrÃ¤chtigungen wie LÃ¤rm oder GerÃ¼che, damit die Legitimation bejaht werden kann (BGr, 28. MÃ¤rz 1995, ZBl 96/1995, S. 527 ff., E. 2c; BGr, 2. November 1983, ZBl 85/1984, S. 378 ff.).</span></p> <p class="Erwgung3"><b><span>2.3.2 </span></b><span>Der Beschwerdegegner ist EigentÃ¼mer der ehemaligen Klosteranlage in Kappel am Albis. Er vermietet die Anlage der evangelisch-reformierten Kirche, welche darin das "Haus der Stille und Besinnung" betreibt. Dieses bietet individuelle Aufenthalte, Kurse und Seminarien sowie andere Veranstaltungen an, wobei Schwerpunkte des Angebots in der Selbstfindung, KrisenbewÃ¤ltigung, der Auseinandersetzung mit Glaubens- und gesellschaftlichen Fragen liegen. In den Unterlagen des Hauses wird ausdrÃ¼cklich auf die Einbettung der Anlage in eine voralpine Landschaft hingewiesen, die viel von ihrer UrsprÃ¼nglichkeit bewahrt hat und NÃ¤he zur Natur sowie beschauliche Ruhe bietet (vgl. www.klosterkappel.ch). </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Der Beschwerdegegner hat bereits im Rekursverfahren geltend gemacht, dass die geplante Anlage fÃ¼r ihn nicht nur ein Ã¤sthetisches Ãrgernis bedeute. Ihr Strahlungspotential wirke wenn nicht physisch, so jedenfalls ideell auf die GÃ¤ste des Hauses ein, die beim GehÃ¶lz (am geplanten Standort) vorbeizuspazieren pflegten. Die Antennenanlage kÃ¶nne GÃ¤ste davon abhalten, das Haus der Stille aufzusuchen, und damit die wirtschaftliche Existenz der Klosteranlage beeintrÃ¤chtigen. Neben diesem faktischen Interesse machte der Beschwer­degegner auch geltend, die Schutzverordnung vom 29. Dezember 1997 regle den fÃ¼r seine GebÃ¤ude nÃ¶tigen Umgebungsschutz; der angefochtene Entscheid verletze ihn da­her auch in rechtlich geschÃ¼tzten Interessen. </span></p> <p class="Erwgung3"><b><span>2.3.3 </span></b><span>Die rÃ¤umliche NÃ¤he der Parzellen Kat.-Nrn. 08 und 05 zum BaugrundstÃ¼ck ist vorliegend zwar gegeben, aber entgegen der Auffassung der Vorinstanz begrÃ¼ndet dies keine Legitimation, da nicht ersichtlich ist, inwiefern der Beschwerdegegner als EigentÃ¼mer dieser GrundstÃ¼cke in qualifizierten eigenen Interessen verletzt sein sollte. Die fraglichen GrundstÃ¼cke werden durch das Antennenprojekt offensichtlich weder in ihrem Wert beeintrÃ¤chtigt noch wird ihre bestimmungsgemÃ¤sse Nutzung in irgendwelcher Weise erschwert.</span></p> <p class="Erwgung3"><b><span>2.3.4 </span></b><span>Im Ãbrigen liegt hinsichtlich der Legitimation ein Grenzfall vor. Eine Verletzung in qualifizierten eigenen Interessen des Rekurrenten und Beschwerdegegners ist insofern zu bejahen, als die umstrittene Ausnahmebewilligung in der Tat die Missachtung eines Bauverbots gestattet, das unter anderem spezifisch zum Schutz der ehemaligen Klosteranlage Kappel â einem im Inventar der schÃ¼tzenswerten Ortsbilder der Schweiz erfassten Objekt (vgl. den Anhang der Verordnung vom 9. September 1981 Ã¼ber das Bundesinventar der schÃ¼tzenswerten Ortsbilder der Schweiz [VISOS]) â erlassen wurde. So ist den ErwÃ¤gungen zur in der Prozessgeschichte erwÃ¤hnten Schutzverordnung zu entnehmen, die Landschaft um Kappel sei entsprechend ihrer historischen und naturwissenschaftlichen Bedeutung bereits 1970 unter Schutz gestellt worden. Die vorliegende Verordnung passe diesen Erlass den geltenden rechtlichen Grundlagen an. Zum Schutze des Ortsbildes werde die Landschaftsschutzzone auf das Gebiet Ã¶stlich der Staatsstrasse Kappel-Hausen ausgedehnt. Das Gebiet westlich der Staatsstrasse solle von neuen Bauten und Anlagen freigehalten werden. Insofern kann sich der Beschwerdegegner auf ein spezifisches, rechtlich geschÃ¼tztes Interesse berufen. </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Mit dem Argument, die umstrittene Anlage kÃ¶nne zu einem Ausbleiben von GÃ¤sten fÃ¼hren, macht der Beschwerdegegner zudem ein faktisches Interesse geltend, welches eine spezifische BeziehungsnÃ¤he zum Streitgegenstand begrÃ¼ndet. Dieses Argument kann angesichts der speziellen Ausrichtung des Hauses der Stille nicht von vornherein als unmassgeblich verworfen werden. Es mag durchaus sein, dass unter durchschnittlichen UmstÃ¤nden angesichts der Distanz zwischen dem Siedlungsgebiet und dem Antennenstandort eine legitimationsbegrÃ¼ndende rÃ¤umliche NÃ¤he und eine hinreichende Betroffenheit zu verneinen wÃ¤re; vorliegend ist jedoch der besonderen Interessenlage des Beschwerdegegners, die nicht als rein subjektiver Umstand angesehen werden kann, Rechnung zu tragen. Dabei fÃ¤llt in Betracht, dass das GehÃ¶lz, in welchem die Antenne errichtet werden soll, vom Garten des Hauses der Stille aus gut zu sehen ist und dass das fragliche Gebiet von den GÃ¤sten des Hauses unbestrittenermassen als Gebiet fÃ¼r SpaziergÃ¤nge aufgesucht wird.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Der Regierungsrat hat daher die Rekurslegitimation des Beschwerdegegners im Ergebnis zu Recht bejaht.</span></p> <p class="Erwgung1"><b><span>3. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>In der Sache selbst hat der Regierungsrat die nachgesuchte Ausnahmebewilligung nach Art. 24 RPG verweigert, weil das Vorhaben nicht standortgebunden sei und weil ihm Ã¼berdies Ã¼berwiegende Interessen des Landschaftsschutzes entgegenstÃ¼nden. </span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>3.1 </span></b><span>Nach der Rechtsprechung ist die Standortgebundenheit einer Mobilfunkantenne ausserhalb der Bauzone (Art. 24 lit. a RPG) grundsÃ¤tzlich dann zu bejahen, wenn eine VersorgungslÃ¼cke aus funktechnischen GrÃ¼nden mit einem oder mehreren Standorten innerhalb der Bauzone nicht in genÃ¼gender Weise beseitigt werden kann oder es bei einem Standort innerhalb der Bauzone zu einer nicht vertretbaren StÃ¶rung der in anderen Funkzellen des Netzes verwendeten Frequenzen kommen wÃ¼rde (BGr, 23. Mai 2003, 1A.186/2002, E. 3, www.bger.ch; VGr, 8. Mai 2003, BEZ 2003 Nr. 20, E. 2b; je mit Hinweisen, auch zum Folgenden). Die Standortgebundenheit ist auch zu bejahen, wenn sich ein Standort ausserhalb der Bauzone deshalb als erheblich gÃ¼nstiger erweist, weil damit der Versorgungszweck erwiesenermassen mit einer einzigen statt mit mehreren Anlagen erreicht werden kann. Nicht ausreichend sind dagegen wirtschaftliche Vorteile des gewÃ¤hlten Standortes, zum Beispiel geringere Landerwerbskosten, oder eine voraussichtlich ge­ringere Anzahl von Einsprachen. Keine Standortgebundenheit begrÃ¼ndet auch der Umstand, dass sich in der Bauzone kein GrundeigentÃ¼mer oder keine GrundeigentÃ¼merin finden lÃ¤sst, der bzw. die bereit ist, die Errichtung der geplanten Baute oder Anlage auf seinem bzw. ihrem Grund und Boden zu dulden. </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Die BeschwerdefÃ¼hrerin macht geltend, sie habe den Standort ausserhalb der Bauzone nicht deshalb gewÃ¤hlt, weil ihr bei einem Standort innerhalb der Bauzone erheblicher Widerstand gedroht hÃ¤tte oder ihr hÃ¶here Landerwerbskosten entstanden wÃ¤ren. Vielmehr kÃ¤men im kleinrÃ¤umigen und topografisch schwierigen Baugebiet von Kappel am Albis aus technischen bzw. betrieblichen GrÃ¼nden nur wenige Standorte Ã¼berhaupt infrage. Diese seien jedoch aus landschafts- bzw. ortsbildschÃ¼tzerischen GrÃ¼nden ausgeschieden. Insofern liege eine negative Standortgebundenheit vor.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>In der Tat lÃ¤sst sich fragen, ob dann, wenn die technisch mÃ¶glichen Standorte fÃ¼r eine Mobilfunkantenne innerhalb des Baugebietes mit Anliegen des Ortsbildschutzes in unlÃ¶sbaren Konflikt geraten, nicht eine negative Standortgebundenheit zu bejahen wÃ¤re. Vorliegend ist indessen nicht ausreichend nachgewiesen bzw. glaubhaft gemacht, dass die Errichtung der umstrittenen Antenne innerhalb des Siedlungsgebiets aus derartigen oder aus funktechnischen GrÃ¼nden nicht mÃ¶glich sei. Das Siedlungsgebiet von Kappel am Albis beschrÃ¤nkt sich nicht auf die Kernzone im Umfeld des ehemaligen Klosters, sondern schliesst eine zweigeschossige Wohnzone, teilweise mit Gewerbeerleichterung, ein. Der im Rekursverfahren ins Recht gelegte Bericht zur Versorgungslage Kappel am Albis belegt, dass Standorte innerhalb des Siedlungsgebietes unter technischen Gesichtspunkten durchaus infrage gekommen wÃ¤ren. Der Gemeinderat hat es allerdings abgelehnt, zwei mÃ¶gliche, im Eigentum der Gemeinde stehende GrundstÃ¼cke fÃ¼r die Antenne zur VerfÃ¼gung zu stellen. Im entsprechenden Schreiben wird ausgefÃ¼hrt, ein Mast im Bereich des alten SÃ¤gereigebÃ¤udes an der Baarerstrasse kÃ¶nnte wohl nur in Betracht gezogen werden, wenn dessen HÃ¶he die bestehenden BÃ¤ume nicht Ã¼berragen wÃ¼rde. Damit wird entgegen der Darstellung der BeschwerdefÃ¼hrerin nicht ausreichend dargelegt, dass dieser Ort â oder andere mÃ¶gliche, im Privateigentum stehende Standorte â aus landschafts- und umgebungsschutzrechtlichen Ãberlegungen gescheitert sind. Jedenfalls bleibt unklar, weshalb sich der umstrittene Mast in der Nachbarschaft eines Gewerbebaus in unmittelbarer NÃ¤he der Kantonsstrasse schlechter in die Umgebung einordnen sollte als am vorgesehenen Standort in der offenen Landschaft, wo er die umgebenden BÃ¤ume und StrÃ¤ucher ebenfalls um etliche Meter Ã¼berragen wÃ¼rde.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Es verletzt daher das Recht nicht, dass der Regierungsrat die Standortgebundenheit der umstrittenen Antenne verneint hat.</span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>3.2 </span></b><span>Selbst wenn die Standortgebundenheit grundsÃ¤tzlich zu bejahen wÃ¤re, so dÃ¼rften der vorgesehenen Baute gemÃ¤ss Art. 24 lit. b RPG keine Ã¼berwiegenden Interessen entgegenstehen (vgl. zur Schwierigkeit, die PrÃ¼fung der Standortgebundenheit und die InteressenabwÃ¤gung in FÃ¤llen wie dem vorliegenden methodisch zu trennen, den zuvor erwÃ¤hnten Entscheid des Bundesgerichts vom 23. Mai 2003, E. 3). </span></p> <p class="Erwgung3"><b><span>3.2.1 </span></b><span>Wie der Regierungsrat zutreffend erwogen hat, kommt dem Interesse an der Freihaltung des Nichtsiedlungsgebietes um Kappel am Albis ein besonderes Gewicht zu. Das Gebiet ist aus historischen und Ã¶kologischen GrÃ¼nden von Ã¼berdurchschnittlicher Bedeutung. Dies hat seinen Niederschlag im kantonalen und regionalen Richtplan gefunden. GemÃ¤ss dem kantonalen Richtplan 1995/2001 (Siedlung und Landschaft) liegt das BaugrundstÃ¼ck nicht nur im Landwirtschaftsgebiet, sondern auch im Landschafts-Schutzgebiet von kantonaler Bedeutung. Hingegen befindet es sich entgegen der Feststellung des Regierungsrates nicht auch im als Trenn- und Umgebungsschutzgebiet festgesetzten Freihaltegebiet, sondern sÃ¼dlich davon. Dies entbindet allerdings nicht von einer sorgfÃ¤ltigen Gewichtung des vorgesehenen Eingriffs in die Landschaft.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Zu den Zielsetzungen der Landschafts-Schutzgebiete von kantonaler Bedeutung hÃ¤lt der Richtplantext (S. 26, Ziff. 3.6.1) fest, Landschaftsschutz umfasse alle Bestrebungen zur Bewahrung von Vielfalt, SchÃ¶nheit, NaturnÃ¤he und Eigenart der verschiedenartigen Landschaften. Mit den Landschafts-Schutzgebieten werde die Erhaltung und nachhaltige Weiterentwicklung besonders wertvoller Landschaften angestrebt. Weiter wird ausgefÃ¼hrt, bei den Landschafts-Schutzgebieten handle es sich um einzelne ausgewÃ¤hlte FlÃ¤chen, welche in erster Linie aus Ã¤sthetischer und kulturgeografischer Sicht sowie auf Grund ihrer geologischen und geomorphologischen QualitÃ¤ten erhalten werden sollten.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Wie die bei den Akten liegenden Fotos zeigen, ist das Gebiet westlich der Baarerstrasse frei von technischen Anlagen. Es wird geprÃ¤gt durch die leicht gewellten Wiesen und Ãcker, den Wald des Islisbergs im Hintergrund und die Bestockung entlang dem Litibach. Die glazial geformte Landschaft wird ohne weiteres als schÃ¶n und geruhsam empfunden. </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Ihrem Schutz dient in Konkretisierung der richtplanerischen Festlegungen die Schutzverordnung vom 29. Dezember 1997, die fÃ¼r den vom Litibach durchquerten Bereich zwischen der Baarerstrasse und dem Wald die Landschaftsschutzzone III A ausscheidet. Diese bezweckt die ungestÃ¶rte Erhaltung der landschaftlichen Eigenart des Gebietes, welches zum Schutz des Landschaftsbildes von neuen Bauten und Anlagen freigehalten werden soll (vgl. Ziffern 3 und 5 SchutzV). Ausnahmen sind gemÃ¤ss Ziff. 9 SchutzV mÃ¶glich, wenn besondere VerhÃ¤ltnisse, insbesondere ein Ã¼berwiegendes Ã¶ffentliches oder ein wissenschaftliches Interesse, es erfordern.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Nach dem Dargelegten muss das Interesse an der Erhaltung der betroffenen Landschaft und an der Vermeidung von neuen Bauten und Anlagen als erheblich gewichtet werden.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Der Bau der umstrittenen Antennenanlage wÃ¼rde gemÃ¤ss den im Rekursverfahren erfolgten PrÃ¤zisierungen und Zugaben der BeschwerdefÃ¼hrerin vollstÃ¤ndig innerhalb des GehÃ¶lzes in der SÃ¼dostecke der Parzelle Kat.-Nr. 01 erfolgen. Damit wÃ¤ren das Fundament und der untere Teil des Mastes zumindest wÃ¤hrend der Zeit, in welcher das GehÃ¶lz belaubt ist, so gut wie nicht sichtbar. Im Winterhalbjahr wÃ¤re der durch das GehÃ¶lz bewirkte Sichtschutz allerdings nur schwach. Der obere Teil des Mastes mit sechs Antennen wÃ¤re angesichts seiner HÃ¶he von 25 m jederzeit auch aus grÃ¶sserer Distanz gut zu erkennen, selbst wenn er in einer Tarnfarbe gestrichen wÃ¼rde. Eingriffsmildernd wirkt sich jedenfalls in einer lÃ¤ngerfristigen Perspektive aus, dass die BeschwerdefÃ¼hrerin im parallelen Rekursverfahren dem Verein E zugesagt hat, die Antenne nach spÃ¤testens 15 Jahren wieder abzubauen. Dieses Gebilde wÃ¼rde in der geschilderten Umgebung dennoch stÃ¶ren. Dieser Eingriff mag auf das UnerlÃ¤ssliche reduziert sein; er kann jedoch entgegen der Auffassung der Baudirektion und der BeschwerdefÃ¼hrerin nicht als geringfÃ¼gig qualifiziert werden. Die StÃ¶rung ergibt sich dabei nicht nur aus rein visuellen bzw. Ã¤sthetischen GrÃ¼nden, sondern auch, weil damit ein nicht in die Umgebung gehÃ¶rendes Objekt â ein FremdkÃ¶rper â vorhanden wÃ¤re, der die Wahrnehmung und den Genuss der Landschaft als eines natÃ¼rlichen oder naturnahen â von der landwirtschaftlichen Bewirtschaftung geprÃ¤gten â Raumes negativ beeinflusst. Die umstrittene Baute beeintrÃ¤chtigt das GeprÃ¤ge und die Eigenart der betroffenen Landschaft (vgl. Hans Weiss, Die friedliche ZerstÃ¶rung der Landschaft, ZÃ¼rich 1981, S. 25 ff.). </span></p> <p class="Erwgung3"><b><span>3.2.2 </span></b><span>Dem steht das Anliegen gegenÃ¼ber, die Gemeinde Kappel am Albis besser mit den von der BeschwerdefÃ¼hrerin angebotenen Mobilfunkdienstleistungen zu versorgen. </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Anders als noch in der Rekursantwort, anerkennt die BeschwerdefÃ¼hrerin inzwischen ausdrÃ¼cklich, dass dieses Angebot nicht zur fernmeldetechnischen Grundversorgung gehÃ¶rt, weil Kappel am Albis eine Grundversorgung Ã¼ber das Festnetz besitzt (vgl. Alain Griffel, Mo­bilfunkanlagen zwischen Versorgungsauftrag, Raumplanung und Umweltschutz, URP 2003, S. 115 ff., 123 ff.). Der Regierungsrat hat dies zu Recht unterstrichen, weshalb die Bedeutung des fraglichen Angebots als weniger gewichtig gelten muss. Sodann anerkennt auch die BeschwerdefÃ¼hrerin, dass sie zur ErfÃ¼llung der ihr durch die GSM-Funk­kon­zession auferlegten Verpflichtungen auf die Errichtung der umstrittenen Antenne nicht angewiesen ist, da sie die verlangte Abdeckung von 95% der BevÃ¶lkerung und 55% der FlÃ¤che bereits erreicht hat. </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Die BeschwerdefÃ¼hrerin macht geltend, die angestrebte Versorgung entspreche einem echten BedÃ¼rfnis der lokalen BevÃ¶lkerung, Wirtschaft und BehÃ¶rden. Belege fÃ¼r diese Behauptung fehlen weitestgehend. Indiz fÃ¼r das behauptete BedÃ¼rfnis ist allein ein Schreiben des lokalen Feuerwehrkommandanten. Dieses lÃ¤sst den Schluss zu, dass die Mobilfunkversorgung durch die BeschwerdefÃ¼hrerin die Alarmierungsorganisation erleichtern wÃ¼rde; es ergibt sich daraus aber keineswegs, dass ein erhebliches BedÃ¼rfnis besteht. Im Ãbrigen geht es entgegen der Darstellung der BeschwerdefÃ¼hrerin im vorliegenden Fall nicht um die Frage, ob ausserhalb der Ballungsgebiete die Mobilfunkversorgung vernachlÃ¤ssigt werden darf. HierÃ¼ber hat der Konzessionsgeber mit den Vorgaben Ã¼ber den zu erreichenden Versorgungsgrad bereits entschieden. Die Frage ist vielmehr, ob eine Ã¼ber die Mindestvorgaben der Konzession hinausgehende Versorgung auch dort erforderlich ist, wo dies nicht nur eine Ausnahmebewilligung nach Art. 24 RPG verlangt, sondern zusÃ¤tzlich die Verletzung spezifischer Landschaftsschutzvorschriften mit sich bringt. Diese Frage ist in WÃ¼rdigung der sich gegenÃ¼berstehenden Interessen zu verneinen.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Die vom Regierungsrat vorgenommene AbwÃ¤gung der Interessen in Anwendung von Art. 24 lit. b RPG erweist sich somit als rechtmÃ¤ssig. Die gegen die Erteilung der Ausnahmebewilligung sprechenden Interessen Ã¼berwiegen, sodass die Bewilligung auch aus diesem Grund zu verweigern ist.</span></p> <p class="Erwgung1"><b><span>4. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Die Beschwerde ist aus den genannten GrÃ¼nden abzuweisen. Bei diesem Verfahrens­aus­gang sind die Kosten der BeschwerdefÃ¼hrerin aufzuerlegen (§ 70 in Ver­bindung mit § 13 Abs. 2 VRG). Diese hat ausserdem den Beschwerdegegner fÃ¼r dessen Umtriebe angemessen zu entschÃ¤digen (§ 17 Abs. 2 VRG).</span></p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1"><span>DemgemÃ¤ss </span><span><a id="Text25"></a>entscheidet</span><span> </span><span>die Kammer</span><span>:</span></p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug2">1. Die Beschwerde wird abgewiesen.</p> <p class="Einzug2">2. Die GerichtsgebÃ¼hr wird festgesetzt auf <br/> Fr. 3'000.--; die Ã¼brigen Kosten betragen:<br/> Fr. 60.-- Zustellungskosten,<br/> Fr. 3'060.-- Total der Kosten.</p> <p class="Einzug2">3. Die Gerichtskosten werden der BeschwerdefÃ¼hrerin auferlegt.</p> <p class="Einzug2">4. Die BeschwerdefÃ¼hrerin wird verpflichtet, dem Beschwerdegegner eine ParteientschÃ¤digung von Fr. 2'000.- (inkl. Mehrwertsteuer) zu bezahlen, zahlbar innert 30 Tagen ab Zustellung dieses Entscheids.</p> <p class="Einzug2">5. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen, von der Zustellung an gerechnet, Verwaltungsgerichtsbeschwerde beim Bundesgericht erhoben werden.</p> <p class="Urteilstext"><span>6. â¦</span></p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>