<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: AN.2024.00010</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=224665&amp;W10_KEY=13045530&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>AN.2024.00010</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 24.01.2025</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">3. Abteilung/3. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Eine Beschwerde in Ã¶ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten ist am Bundesgericht noch hÃ¤ngig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Ãbriges Verwaltungsrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Hundeverordnung (Änderung vom 18. Dezember 2024)</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Hundeverordnung (Änderung vom 18. Dezember 2024). [Zwischenentscheid über den vom Beschwerdegegner angeordneten Entzug der aufschiebenden Wirkung der Beschwerde und die angeordnete Verkürzung der Beschwerdefrist.] Die aufschiebende Wirkung bei (innerkantonal anfechtbaren) Erlassen bildet im Kanton Zürich mit gewissen Besonderheiten die Regel. Für die sofortige Wirksamkeit des umstrittenen Erlasses müssen qualifizierte und überzeugende Gründe sprechen, ohne dass ganz ausserordentliche Umstände verlangt werden, und es muss ein schwerer Nachteil drohen, falls die aufschiebende Wirkung nicht entzogen würde. Die sich gegenüberstehenden Interessen sind gegeneinander abzuwägen, wobei in die Interessenabwägung auch die Prozessaussichten miteinbezogen werden können, sofern sie klar zutage treten (E. 3.1). Eine summarische Prüfung der Angelegenheit ergibt, dass für den Entzug der aufschiebenden Wirkung der Beschwerde qualifizierte und überzeugende Gründe sprechen und sich der Entzug als verhältnismässig erweist. Beissvorfälle mit Rottweilern kommen regelmässig vor und bringen angesichts der Anatomie dieser Rasse im Vergleich zu anderen Rassen naturgemäss eine erheblichere Gefahr für Leib und Leben mit sich. Die Aufnahme des Rottweilers in die Rassetypenliste II und die in den Übergangsbestimmungen enthaltene Bewilligungspflicht dienen damit zweifellos dem Schutz der Bevölkerung. Ohne Weiteres nachvollziehbar ist sodann, dass die Anzahl von Beissvorfällen mit Rottweilern â mindestens auch â von der Grösse der Population dieser Tiere abhängt. Der Entzug der aufschiebenden Wirkung der Beschwerde hat zur Folge, dass der Bestand an Rottweilern im Kanton Zürich per sofort nicht erweitert werden kann und führt gleichzeitig zu einer per sofort geltenden Leinen- und Maulkorbpflicht für Rottweiler aus auswärtigen Haltungen. Dass dies dem verfolgten Zweck der Verordnungsänderung dient, leuchtet jedenfalls prima facie ein. Ohne Entzug der aufschiebenden Wirkung bestünde demgegenüber zumindest die Möglichkeit einer Zunahme des Bestands an Rottweilern, zumal nicht ausgeschlossen werden kann, dass sich gewisse Personen gerade im Hinblick auf das drohende Verbot bzw. noch vor Verbindlichkeit desselben einen solchen Hund zulegen. Auch stellt die erwähnte Maulkorbpflicht für Rottweiler â wenngleich auf Hunde auswärtiger Halter und Halterinnen (ohne erforderliche zürcherische Haltebewilligung) beschränkt â ein unmittelbar greifendes Mittel zur Verhinderung von Beissvorfällen mit schweren Verletzungsfolgen dar. Insofern liegt dem Entzug der aufschiebenden Wirkung auch eine zeitliche Dringlichkeit zugrunde. Der Entzug der aufschiebenden Wirkung für die Dauer des Beschwerdeverfahrens mag sodann verschiedene Grundrechte der Beschwerdeführerin (und weiterer Betroffener) tangieren oder einschränken. Im Hinblick auf das verfolgte Ziel des Bevölkerungsschutzes ist ihr dies jedoch zuzumuten. Mit Blick auf die bundesgerichtliche Rechtsprechung zum Erlass der Rassetypenliste II mit den entsprechenden Verbotsfolgen lassen auch die mutmasslichen Prozessaussichten in der Hauptsache die Aussetzung der sofortigen Wirksamkeit der beschlossenen Normen nicht als geboten erscheinen (E. 3.3). Der Beschwerdeführerin war es möglich, die Beschwerde innert der verkürzten Beschwerdefrist auch in der Sache ausführlich zu begründen. Durch die Verkürzung hat sie folglich keinen Nachteil erlitten; an der Klärung der Frage, ob die Rechtsmittelfrist vom Beschwerdegegner abgekürzt werden durfte, fehlt ihr ein Rechtsschutzinteresse. Ein solches kann namentlich nicht darin liegen, Dritten, welche nicht innert verkürzter Frist handeln konnten, eine längere Rechtsmittelfrist zu verschaffen. Vielmehr wäre es gegebenenfalls an diesen, sich dagegen zur Wehr zu setzen (E. 4.3). Abweisung der Gesuche der Beschwerdeführerin, im Sinn einer vorsorglichen Massnahme seien die aufschiebende Wirkung der Beschwerde wiederherzustellen und die Verkürzung der Beschwerdefrist aufzuheben.</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: AUFSCHIEBENDE WIRKUNG">AUFSCHIEBENDE WIRKUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: DRINGLICHKEIT">DRINGLICHKEIT</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ENTZUG DER AUFSCHIEBENDEN WIRKUNG">ENTZUG DER AUFSCHIEBENDEN WIRKUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: TIERSCHUTZ">TIERSCHUTZ</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: VERKÃRZUNG DER BESCHWERDEFRIST">VERKÃRZUNG DER BESCHWERDEFRIST</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ZWISCHENENTSCHEID">ZWISCHENENTSCHEID</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade">§ 25 Abs. I VRG</span><br/><span class="gerade">§ 25I VRG</span><br/><span class="ungerade">§ 53 VRG</span><br/><span class="gerade">§ 55 VRG</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 1 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="WordSection1"> <table border="1" cellpadding="0" cellspacing="0" class="MsoNormalTable"> <tr> <td valign="top"> <p class="Kopf1"><span>Verwaltungsgericht</span></p> <p class="Kopf1"><span>des Kantons ZÃ¼rich</span></p> <p class="Kopf1"><span>3. Abteilung</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Kopf1"> </p> </td> <td valign="top"> <p class="Kopf1"><span><img alt="" height="78" src="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getImage&amp;nF38_KEY=68764" width="125"/></span></p> </td> </tr> </table> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">Postfach</p> <p class="MsoNormal">8090 ZÃ¼rich</p> <p class="MsoNormal">Telefon 043 257 50 30</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"><b><span>Auszug aus dem Protokoll</span></b></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoHeader"><b>AN.2024.00010</b> In Sachen</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">A, </p> <p class="MsoNormal">vertreten durch RA B, </p> <p class="MsoNormal"><b>BeschwerdefÃ¼hrerin,</b> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="Zwischentitel">gegen</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">Regierungsrat des Kantons ZÃ¼rich, </p> <p class="MsoNormal"><b>Beschwerdegegner,</b> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="Zwischentitel"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"><b>betreffend Hundeverordnung (Ãnderung vom 18. Dezember 2024).</b></p> <p class="MsoNormal">Der AbteilungsprÃ¤sident</p> <p class="MsoNormal">(AndrÃ© Moser)</p> <p class="MsoNormal">erwÃ¤gt:</p> <p class="MsoNormal"><b>1.</b></p> <p class="MsoNormal">Mit Beschluss Nr. 1329 vom 18. Dezember 2024 (ABl 2024-12-20, Meldungsnummer RS-ZH03-0000000848) Ã¤nderte der Regierungsrat § 5 Abs. 1 der Hundeverordnung vom 25. November 2009 (HuV, LS 554.51) insofern ab, als er in lit. e dieser Bestimmung neu den Rottweiler in die Rassetypenliste II im Sinn von § 8 Abs. 2 des Hundegesetzes vom 14. April 2008 (HuG, LS 554.5) aufnahm (Rassetypen mit erhÃ¶htem GefÃ¤hrdungspotenzial, deren Erwerb, Zucht oder Zuzug nach § 8 Abs. 1 HuG verboten ist). Als Ãbergangsbestimmungen ordnete der Regierungsrat an, dass, wer bereits vor dem Inkrafttreten dieser Ãnderung einen Hund des Rassetyps Rottweiler gehalten habe, innerhalb von sechs Monaten nach dem Inkrafttreten der Ãnderung eine Haltebewilligung gemÃ¤ss § 30 HuG zu beantragen habe (Abs. 1). Das VeterinÃ¤ramt kÃ¶nne bei diesen Hunden im Einzelfall von der Wesensbeurteilung gemÃ¤ss § 25 Abs. 2 HuV absehen, insbesondere unter BerÃ¼cksichtigung des Alters des Hundes und der Dauer seiner Haltung (Abs. 2). Der Regierungsrat setzte diese VerordnungsÃ¤nderung auf den 1. Januar 2025 in Kraft (Dispositivziffer II des Beschlusses). Die Beschwerdefrist kÃ¼rzte er auf zehn Tage ab (Dispositivziffer III). Dem Lauf der Beschwerdefrist und der Einreichung einer Beschwerde entzog er die aufschiebende Wirkung (Dispositivziffer IV).</p> <p class="MsoNormal">Mit am 30. Dezember 2024 persÃ¶nlich Ã¼berbrachter Beschwerde desselben Datums beantragte die BeschwerdefÃ¼hrerin, unter Kosten- und EntschÃ¤digungsfolgen zulasten des Regierungsrats sei § 5 Abs. 1 lit. e HuV aufzuheben. In prozessualer Hinsicht beantragte sie, es seien superprovisorisch die aufschiebende Wirkung der Beschwerde wiederherzustellen und die VerkÃ¼rzung der Beschwerdefrist aufzuheben.</p> <p class="MsoNormal">Mit PrÃ¤sidialverfÃ¼gung vom 30. Dezember 2024 wies das Verwaltungsgericht die Gesuche der BeschwerdefÃ¼hrerin, es seien superprovisorisch die aufschiebende Wirkung der Beschwerde wiederherzustellen und die VerkÃ¼rzung der Beschwerdefrist aufzuheben, ab und setzte dem Regierungsrat eine Frist von zehn Tagen an, um eine Beschwerdeantwort einzureichen. Mit Eingabe vom 10. Januar 2025 kam der Regierungsrat bzw. an dessen Stelle die Gesundheitsdirektion dieser Aufforderung nach und beantragte, unter Kostenfolgen zulasten der BeschwerdefÃ¼hrerin seien die Gesuche um Wiederherstellung der aufschiebenden Wirkung der Beschwerde und Aufhebung der VerkÃ¼rzung der Beschwerdefrist sowie die Beschwerde abzuweisen.</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"><b>2.</b></p> <p class="MsoNormal">Nach Eingang der Beschwerdeantwort ist nunmehr darÃ¼ber zu befinden, ob im Sinn einer vorsorglichen Massnahme die aufschiebende Wirkung der Beschwerde wiederherzustellen und die VerkÃ¼rzung der Beschwerdefrist aufzuheben sind <span>(Regina Kiener in: Alain Griffel [Hrsg.], Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons ZÃ¼rich [VRG], 3. A., ZÃ¼rich etc. 2014 [Kommentar VRG], § 6 N. 30)</span>. Entscheide betreffend den Entzug oder die Wiederherstellung der aufschiebenden Wirkung stellen prozessleitende Anordnungen dar (Kiener, § 25 N. 37), fÃ¼r welche die oder der Kammervorsitzende zustÃ¤ndig ist (§ 18 Abs. 1 der Organisationsverordnung des Verwaltungsgerichts vom 23. August 2010 [OV VGr, LS 175.21]).</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"><b>3.</b></p> <p class="MsoNormal"><b>3.1</b> <span>Der Beschwerde an das Verwaltungsgericht kommt gemÃ¤ss § 55 in Verbindung mit § 25 Abs. 1 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 (VRG, LS 175.2) aufschiebende Wirkung zu. Entzug und Wiederherstellung der aufschiebenden Wirkung setzen besondere GrÃ¼nde voraus. Es liegt im Ermessen der zustÃ¤ndigen BehÃ¶rden zu entscheiden, ob solche besonderen GrÃ¼nde vorliegen. Weil die aufschiebende Wirkung den gesetzlichen Regelfall darstellt und dem Interesse, ein umstrittenes RechtsverhÃ¤ltnis in der Schwebe zu halten, aus GrÃ¼nden der Rechtssicherheit erhebliche Bedeutung zukommt, soll der Entzug der aufschiebenden Wirkung die Ausnahme darstellen. FÃ¼r die sofortige Wirksamkeit mÃ¼ssen deshalb qualifizierte und Ã¼berzeugende GrÃ¼nde sprechen, ohne dass aber ganz ausserordentliche UmstÃ¤nde verlangt wÃ¤ren. Weil bei einem Entzug der aufschiebenden Wirkung die Anordnung rechtswirksam wird, bevor die Rekurs- bzw. Beschwerdeinstanz deren RechtmÃ¤ssigkeit geprÃ¼ft hat, ist erforderlich, dass ein schwerer Nachteil droht, falls die aufschiebende Wirkung nicht entzogen wÃ¼rde. Dieser Nachteil kann etwa in einer unmittelbaren und schweren Bedrohung hochwertiger GÃ¼ter des Einzelnen oder des Staates bestehen. Wird das Vorliegen besonderer GrÃ¼nde bejaht, ist in einem zweiten Schritt zu prÃ¼fen, ob sich die "gegenteilige Anordnung" als verhÃ¤ltnismÃ¤ssig erweist (Kiener, § 25 N. 26, 28 f.). Hierzu sind in erster Linie alle sich gegenÃ¼berstehenden Interessen zu ermitteln und gegeneinander abzuwÃ¤gen. Besonderes Gewicht kommt dem Schutz von wichtigen PolizeigÃ¼tern sowie der Sicherung des Vollzugs der angefochtenen Anordnung zu (VGr, 7. Oktober 2023, VB.2023.00505, E. 2.2; 25. Februar 2021, VB.2021.00041, E. 2.1).</span></p> <p class="MsoNormal"><span>Die vorerwÃ¤hnten GrundsÃ¤tze wurden in erster Linie anhand von Rechtsmitteln gegen Einzelakte (Anordnungen bzw. VerfÃ¼gungen) entwickelt. Zwar gilt (§ 55 in Verbindung mit) § 25 Abs. 1 VRG, wonach dem Lauf der Rechtsmittelfrist und der Einreichung von Rekurs bzw. Beschwerde aufschiebende Wirkung zukommt, auch bei der Anfechtung von Erlassen (vgl. etwa VGr, 3. Juni 2021, AN.2021.00004, E. 2) und hat es der Kantonsrat anlÃ¤sslich der Totalrevision des Publikationsgesetzes (Vorlagen-Nr. 5134) im Jahr 2015 abgelehnt, fÃ¼r das abstrakte Normenkontrollverfahren als Regelfall neu keine aufschiebende Wirkung mehr vorzusehen, wie ihm dies der Regierungsrat beantragt hatte (vgl. dessen Weisung vom 22. Oktober 2014, ABl 2014-11-07, Meldungs-Nr. 00090451, S. 32 f. zu § 25 VRG), die Lehre fÃ¼r sachgerechter hÃ¤lt (vgl. Kaspar PlÃ¼ss, Aufschiebende Wirkung im Verfahren der abstrakten Normenkontrolle, in: ZBl 115/2014, 414 ff., 419; Arnold Marti, Abstrakte Normenkontrolle, Klageverfahren und weitere besondere Vorschriften, in Alain Griffel/Tobias Jaag [Hrsg.], Reform der ZÃ¼rcher Verwaltungsrechtspflege, ZÃ¼rich/St. Gallen 2010, S. 103 ff., 115) und wie es auch der Rechtslage in den meisten Ã¼brigen Kantonen entspricht (PlÃ¼ss, S. 416 f.). Auch wenn mithin die aufschiebende Wirkung bei innerkantonal anfechtbaren Erlassen im Kanton ZÃ¼rich weiterhin die Regel bildet, bestehen doch gewisse Besonderheiten: Erlasse enthalten zumeist zahlreiche Regelungen und gelten fÃ¼r eine unbestimmte Vielzahl von Personen mit unterschiedlichsten Interessenlagen, die sich im Rahmen von Verfahren um vorlÃ¤ufige Massnahmen kaum oder nur schwer ermessen lassen (Thomas Merkli, Vorsorgliche Massnahmen und die aufschiebende Wirkung bei Beschwerden in Ã¶ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten und subsidiÃ¤ren Verfassungsbeschwerden, in: ZBl 109/2008 S. 416 ff., 425 f.). Entsprechend sollte sich die Normenkontrollinstanz bei der ÃberprÃ¼fung entsprechender Festlegungen durch den Normsetzer, was die Dringlichkeit des Regelungsanliegens betrifft, gewisse ZurÃ¼ckhaltung auferlegen. Zudem ist das Ã¶ffentliche Interesse am Inkrafttreten bzw. einer sofortigen Wirksamkeit neuer Normen mit Blick auf den generell-abstrakten Geltungsanspruch im Vergleich zur Einzelaktanfechtung regelmÃ¤ssig erheblich grÃ¶sser (vgl. Merkli, a.a.O.; ebenso Marti, S. 115, der namentlich auch auf das Interesse am Vermeiden des Unterlaufens der Neuregelung hinweist). Auch fÃ¼r die sofortige Wirksamkeit des umstrittenen Erlasses mÃ¼ssen aber qualifizierte und Ã¼berzeugende GrÃ¼nde sprechen, ohne dass ganz ausserordentliche UmstÃ¤nde verlangt werden, und es muss ein schwerer Nachteil drohen, falls die aufschiebende Wirkung nicht entzogen wÃ¼rde (VGr, 3. Juni 2021, AN.2021.00004, E. 2, auch zum Folgenden). Die sich gegenÃ¼berstehenden Interessen sind gegeneinander abzuwÃ¤gen, wobei in die InteressenabwÃ¤gung auch die Prozessaussichten miteinbezogen werden kÃ¶nnen, sofern sie klar zutage treten.</span></p> <p class="MsoNormal"><b><span>3.2</span></b><span> Im Beschluss vom 18. Dezember 2024 begrÃ¼ndete der Regierungsrat den Entzug der aufschiebenden Wirkung â wie auch die VerkÃ¼rzung der Beschwerdefrist (hierzu hinten E. 4) â damit, dass die Ãnderung der HuV zum Ziel habe, die Sicherheit der BevÃ¶lkerung zu gewÃ¤hrleisten und die Zahl schwerwiegender BeissvorfÃ¤lle zu verringern. Die Gefahr schwerwiegender BeissvorfÃ¤lle werde durch die gestiegene Anzahl von VorfÃ¤llen im Jahr 2023 sowie die jÃ¼ngsten VorfÃ¤lle im Oktober und Dezember 2024 belegt. Es bestehe damit eine besondere Dringlichkeit.</span></p> <p class="MsoNormal"><span>Die BeschwerdefÃ¼hrerin macht mit Beschwerde geltend, entgegen dem Regierungsrat sei die Anzahl der VorfÃ¤lle mit Rottweilern im Kanton ZÃ¼rich nicht gestiegen, sondern in den letzten Jahren erheblich gesunken. Der Anteil der von Rottweilern verursachten VorfÃ¤lle mache bereits heute nur ein Prozent aller VorfÃ¤lle aus. Sodann sei es unwahrscheinlich, dass der Entzug der aufschiebenden Wirkung einen messbaren Einfluss auf die Anzahl der BeissvorfÃ¤lle haben werde, nachdem die Anzahl der bereits heute im Kanton ZÃ¼rich lebenden Rottweiler gemÃ¤ss den Ãbergangsbestimmungen der VerordnungsÃ¤nderung nicht reduziert werde. Weiter sei auch nicht davon auszugehen, dass das GefÃ¤hrdungspotenzial durch ZuzÃ¼ge von auswÃ¤rtigen Halterinnen und Haltern von Rottweilern wÃ¤hrend des Beschwerdeverfahrens messbar erhÃ¶ht werde. Sei aber nicht ersichtlich, dass die Anzahl der BeissvorfÃ¤lle durch den Entzug der aufschiebenden Wirkung gesenkt werden kÃ¶nne, liege auch kein besonderer Grund hierfÃ¼r vor. Der Entzug der aufschiebenden Wirkung sei Ã¼berdies nicht verhÃ¤ltnismÃ¤ssig, da er Tatsachen schaffe, die selbst durch die allfÃ¤llige Aufhebung der angefochtenen Verordnungsbestimmung durch das Verwaltungsgericht nicht mehr rÃ¼ckgÃ¤ngig gemacht werden kÃ¶nnten. Auf Rottweiler spezialisierte HundezÃ¼chterinnen und HundezÃ¼chter mÃ¼ssten ihre ErwerbstÃ¤tigkeit einstellen und eine Wiederaufnahme derselben sei mit erheblichen Schwierigkeiten verbunden oder gar unmÃ¶glich. Das Gleiche gelte fÃ¼r Personen, die in einem nicht bewilligungspflichtigen Umfang Rottweiler zÃ¼chteten. Auch Hundeausbilderinnen sowie Halterinnen und Halter von Rottweilern wie sie â die BeschwerdefÃ¼hrerin â selbst sÃ¤hen sich mit einem erheblichen Aufwand fÃ¼r die Wesensuntersuchung ihrer Hunde konfrontiert, wobei ihnen im Weigerungsfall der Entzug ihrer Hunde drohe. </span></p> <p class="MsoNormal"><span>Die Gesundheitsdirektion fÃ¼hrt in der Beschwerdeantwort aus, die Zahlen zu den BeissvorfÃ¤llen entstammten dem Jahresbericht des VeterinÃ¤ramts von 2023. Aus der Amicus-Datenbank gehe sodann hervor, dass im Jahr 2022 total 352, im Jahr 2023 363 und im Jahr 2024 358 Hunde des Rassetyps Rottweiler (darunter auch erkennbare Mischlinge) im Kanton ZÃ¼rich gehalten worden seien. Dargelegt worden sei auch, dass VorfÃ¤lle mit Rottweilern, womit insbesondere BeissvorfÃ¤lle gemeint seien, hÃ¤ufig Ã¼berdurchschnittlich schwer ausfielen. Namentlich zwei Ereignisse im Oktober 2024 hÃ¤tten denn auch deutlich gemacht, dass von Rottweilern eine erhebliche und erhÃ¶hte Gefahr fÃ¼r Leib und Leben ausgehen kÃ¶nne und in anderen Kantonen seien Rottweiler bereits verboten oder unter Bewilligungspflicht gestellt. Angesichts der Schwere dieser VorfÃ¤lle und des allgemeinen Anstiegs von BeissvorfÃ¤llen habe ohne Weiteres ein besonderer Grund fÃ¼r den Entzug der aufschiebenden Wirkung vorgelegen, mit welchem insbesondere der Erwerb, der Zuzug und die Zucht und damit jegliche Ausweitung der Population an Rottweilern im Kanton ZÃ¼rich, die zweifelsohne mit der jederzeitigen Gefahr weiterer, auch schwerer BeissvorfÃ¤lle verbunden wÃ¤re, verhindert werden kÃ¶nne. Auch bezÃ¼glich der bereits bestehenden Population an Rottweilern, die nicht reduziert werden solle, kÃ¶nne die Gefahr von schwerwiegenden VorfÃ¤llen durch die nun unmittelbar in Kraft getretene Bewilligungspflicht verringert werden, welche es dem VeterinÃ¤ramt ermÃ¶gliche, bei Bedarf die Bewilligung mit Auflagen zu versehen oder gÃ¤nzlich zu verweigern, was zu einer StÃ¤rkung der Sicherheit fÃ¼hre. Auch mit der nun unmittelbar geltenden Leinen- und Maulkorbpflicht fÃ¼r Rottweiler aus auswÃ¤rtigen Haltungen kÃ¶nne das Vorfallrisiko unverzÃ¼glich erheblich verringert werden. Der Entzug der aufschiebenden Wirkung erweise sich damit als verhÃ¤ltnismÃ¤ssig. Angesichts der mÃ¶glichen Schwere der Folgen von BeissvorfÃ¤llen mit Rottweilern falle nicht ins Gewicht, dass mit dem Entzug der aufschiebenden Wirkung voraussichtlich nur wenige EinzelfÃ¤lle tatsÃ¤chlich verhindert werden kÃ¶nnten. Der Entzug erweise sich auch als zumutbar, da im Kanton wohnhafte Halterinnen und Halter von Rottweilern ihre Hunde weiterhin halten dÃ¼rften und lediglich aufgrund der Bewilligungspflicht belastet seien, wobei ihnen fÃ¼r die Einreichung des Gesuchs eine Frist von sechs Monaten eingerÃ¤umt werde. DemgegenÃ¼ber kÃ¶nne der BevÃ¶lkerung nicht zugemutet werden "noch jahrelang" auf diese ihrem Schutz dienenden Massnahmen zu warten. Der Einwand der BeschwerdefÃ¼hrerin, die Wiederherstellung der aufschiebenden Wirkung sei dringlich, da zÃ¼chtenden Personen per sofort die entsprechende ErwerbstÃ¤tigkeit verboten wÃ¼rde, sei von vornherein nicht zu hÃ¶ren, sei sie aktuell doch nicht als ZÃ¼chterin tÃ¤tig. Das Gesuch um Wiederherstellung der aufschiebenden Wirkung sei somit abzuweisen. </span></p> <p class="MsoNormal"><b><span>3.3</span></b><span> Eine summarische PrÃ¼fung der Angelegenheit (vgl. Kiener, § 25 N. 35) ergibt, dass fÃ¼r den Entzug der aufschiebenden Wirkung der Beschwerde qualifizierte und Ã¼berzeugende GrÃ¼nde sprechen und sich der Entzug als verhÃ¤ltnismÃ¤ssig erweist. Auch wenn BeissvorfÃ¤lle mit Rottweilern statistisch wÃ¤hrend der letzten Jahre nicht zugenommen haben dÃ¼rften, kommen solche regelmÃ¤ssig vor und bringen dabei angesichts der Anatomie dieser Rasse im Vergleich zu anderen Rassen, bei denen es ebenso bzw. sogar hÃ¤ufiger zu solchen VorfÃ¤llen kommen mag, naturgemÃ¤ss eine erheblichere Gefahr fÃ¼r Leib und Leben mit sich. Die Aufnahme des </span>Rottweilers in die Rassetypenliste II und die in den Ãbergangsbestimmungen enthaltene <span>Bewilligungspflicht </span>dienen damit zweifellos dem Schutz der BevÃ¶lkerung<span>. Ohne Weiteres nachvollziehbar ist sodann, dass die Anzahl von BeissvorfÃ¤llen mit Rottweilern â mindestens auch â von der GrÃ¶sse der Population dieser Tiere abhÃ¤ngt. Der Entzug der aufschiebenden Wirkung der Beschwerde hat zur Folge, dass der Bestand an Rottweilern im Kanton ZÃ¼rich per sofort nicht erweitert werden kann und fÃ¼hrt gleichzeitig zu einer per sofort geltenden Leinen- und Maulkorbpflicht fÃ¼r Rottweiler aus auswÃ¤rtigen Haltungen (</span>§ 8 Abs. 3 HuG). Dass dies dem verfolgten Zweck der VerordnungsÃ¤nderung dient, leuchtet jedenfalls prima facie ein. Ohne Entzug der aufschiebenden Wirkung bestÃ¼nde demgegenÃ¼ber zumindest die MÃ¶glichkeit einer Zunahme des Bestands an Rottweilern, zumal nicht ausgeschlossen werden kann, dass sich gewisse Personen gerade im Hinblick auf das drohende Verbot bzw. noch vor Verbindlichkeit desselben einen solchen Hund zulegen. Auch stellt die erwÃ¤hnte Maulkorbpflicht fÃ¼r Rottweiler â wenngleich auf Hunde auswÃ¤rtiger Halter und Halterinnen (ohne erforderliche zÃ¼rcherische Haltebewilligung) beschrÃ¤nkt â ein unmittelbar greifendes Mittel zur Verhinderung von BeissvorfÃ¤llen mit schweren Verletzungsfolgen dar. Insofern liegt dem Entzug der aufschiebenden Wirkung auch eine zeitliche Dringlichkeit zugrunde. Der Entzug der aufschiebenden Wirkung fÃ¼r die Dauer des Beschwerdeverfahrens mag sodann verschiedene Grundrechte der BeschwerdefÃ¼hrerin (und weiterer Betroffener) tangieren oder einschrÃ¤nken. <span>Im Hinblick auf das verfolgte Ziel des BevÃ¶lkerungsschutzes ist ihr dies jedoch zuzumuten, zumal sie gemÃ¤ss eigenen Angaben zwar Hundeausbilderin und Halterin einer RottweilerhÃ¼ndin und folglich mit einer Bewilligungspflicht konfrontiert ist, zurzeit aber nicht als gewerbsmÃ¤ssige ZÃ¼chterin tÃ¤tig ist. Auch aus Sicht weiterer Betroffener sind keine irreversiblen Nachteile durch die streitige Regelung zu erkennen, wie sie etwa dann vorlÃ¤gen, wenn die Ãbergangsbestimmung die Sterilisierung kÃ¼nftig verbotener Hunde verlangen wÃ¼rde (vgl. Merkli, S. 425 f., unter Hinweis auf BGE 133 I 249). Hinzu kommt, dass das Bundesgericht die ZÃ¼rcher Regelung auf Stufe des (formellen) Hundegesetzes und damit das darin enthaltene Regelungskonzept (Erlass der Rassetypenliste II mit den entsprechenden Verbotsfolgen) bereits abstrakt Ã¼berprÃ¼ft und als verfassungskonform beurteilt hat (BGE 136 I 1 E. 4 und 5). Zwar stand damals noch kein Verbot von Rottweilern im Raum (vgl. BGE 136 I 1 E. 5.5), jedoch hatten bereits mehrere andere Kantone â einer Liste des Bundesamts fÃ¼r VeterinÃ¤rwesen folgend (vgl. BGE 133 I 249 E. 4.3 S. 257 f.) â den Rottweiler auf ihre Liste gefÃ¤hrlicher Hunde gesetzt, was vom Bundesgericht in mehreren Grundsatzentscheiden jeweils geschÃ¼tzt wurde (BGE 132 I 7 [Bewilligungspflicht im Kanton Basel-Landschaft]; BGE 133 I 172 [Zuchtverbot und Bewilligungspflicht im Kanton Genf]; BGE 133 I 249 und BGr, 27. April 2007, 2P.24/2006 [Halteverbot im Kanton Wallis]). Insofern lassen auch die mutmasslichen Prozessaussichten in der Hauptsache die Aussetzung der sofortigen Wirksamkeit der beschlossenen Normen nicht als geboten erscheinen. DemgemÃ¤ss ist das </span>Gesuch der BeschwerdefÃ¼hrerin, die aufschiebende Wirkung der Beschwerde sei im Sinn einer vorsorglichen Massnahme wiederherzustellen, abzuweisen.</p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><b><span>4.</span></b></p> <p class="MsoNormal"><b><span>4.1</span></b><span> GemÃ¤ss § 53 in Verbindung mit § 22 Abs. 1 VRG kann die Rekursinstanz die grundsÃ¤tzlich 30 Tage dauernde Beschwerdefrist bei besonderer Dringlichkeit bis auf fÃ¼nf Tage abkÃ¼rzen.</span></p> <p class="MsoNormal"><b><span>4.2</span></b><span> DiesbezÃ¼glich macht die BeschwerdefÃ¼hrerin geltend, dass dies ohne sachlichen Grund bzw. ohne besondere Dringlichkeit erfolgt sei. Aufgrund des Entzugs der aufschiebenden Wirkung der Beschwerde wÃ¤re die VerordnungsÃ¤nderung ohnehin am 1. Januar 2025 in Kraft getreten. Die mit der FristabkÃ¼rzung erzielte Verfahrensbeschleunigung um 20 Tage falle insofern nicht ins Gewicht.</span></p> <p class="MsoNormal"><span>Die Gesundheitsdirektion entgegnet, das Gesuch der BeschwerdefÃ¼hrerin um Aufhebung der AbkÃ¼rzung der Beschwerdefrist sei mit derselben BegrÃ¼ndung abzuweisen wie das Gesuch um Wiederherstellung der aufschiebenden Wirkung. Die BeschwerdefÃ¼hrerin sei ohne Weiteres in der Lage gewesen, innert Frist eine ausfÃ¼hrliche Beschwerde einzureichen. Von einer nicht mehr vertretbaren EinschrÃ¤nkung des Rechtsschutzes zugunsten der Verfahrensbeschleunigung kÃ¶nne keine Rede sein.</span></p> <p class="MsoNormal"><b><span>4.3</span></b><span> Das Verwaltungsgericht erwog bereits in der PrÃ¤sidialverfÃ¼gung </span>vom 30. Dezember 2024, <span>der</span> BeschwerdefÃ¼hrerin sei es mÃ¶glich gewesen, die Beschwerde innert der verkÃ¼rzten Beschwerdefrist auch in der Sache ausfÃ¼hrlich zu begrÃ¼nden. Durch die VerkÃ¼rzung habe sie folglich keinen Nachteil erlitten; einen solchen habe sie denn auch nicht geltend gemacht. Mit derselben BegrÃ¼ndung ist auch das Gesuch der BeschwerdefÃ¼hrerin um vorsorgliche Aufhebung der VerkÃ¼rzung der Beschwerdefrist abzuweisen. An der KlÃ¤rung der Frage, ob die Rechtsmittelfrist vom Beschwerdegegner abgekÃ¼rzt werden durfte, fehlt der BeschwerdefÃ¼hrerin ein Rechtsschutzinteresse. Ein solches kann namentlich nicht darin liegen, Dritten, welche nicht innert verkÃ¼rzter Frist handeln konnten, eine lÃ¤ngere Rechtsmittelfrist zu verschaffen. Vielmehr wÃ¤re es gegebenenfalls an diesen, sich dagegen zur Wehr zu setzen (vgl. zu einer solchen Konstellation VGr, 26. Mai 2021, AN.2021.00006). </p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><b>5.</b></p> <p class="MsoNormal">Der BeschwerdefÃ¼hrerin ist Frist anzusetzen, um zur Beschwerdeantwort Stellung zu nehmen.</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"><b>6.</b></p> <p class="MsoNormal"><span>Die vorliegende VerfÃ¼gung stellt einen Zwischenentscheid dar, der nur unter den Voraussetzungen von Art. 93 Abs. 1 des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (BGG, SR 173.110) weitergezogen werden kann (Kiener, § 6 N. 32).</span></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">DemgemÃ¤ss verfÃ¼gt der AbteilungsprÃ¤sident:</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="Einzug2">1. Die Gesuche der BeschwerdefÃ¼hrerin, im Sinn einer vorsorglichen Massnahme seien die aufschiebende Wirkung der Beschwerde wiederherzustellen und die VerkÃ¼rzung der Beschwerdefrist aufzuheben, werden abgewiesen.</p> <p class="Einzug2">2. <span>Der BeschwerdefÃ¼hrerin </span>lÃ¤uft eine Frist von 10 Tagen von der Zustellung dieser VerfÃ¼gung an gerechnet, um zur Beschwerdeantwort vom 10. Januar 2025 schriftlich Stellung zu nehmen. Bei SÃ¤umnis wÃ¼rde Verzicht auf Stellungnahme angenommen.</p> <p class="Einzug2"> </p> <p class="Einzug2">3. <span>Gegen diese VerfÃ¼gung kann im Sinn der ErwÃ¤gungen Beschwerde in Ã¶ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten nach Art. 82 ff. BGG erhoben werden. Die Beschwerde ist innert 30 Tagen, von der Zustellung an gerechnet, beim Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, einzureichen.</span></p> <p class="Einzug2"> </p> <p class="Einzug2">4. Mitteilung an:</p> <p class="Einzug2">a) die BeschwerdefÃ¼hrerin;</p> <p class="Einzug2">b) den Beschwerdegegner.</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">ZÃ¼rich, 14. Januar 2025 FÃ¼r richtigen Auszug,</p> <p class="MsoNormal"> Der Gerichtsschreiber:</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">Versandt:</p> <p class="MsoNormal">SUM Cyrill Bienz</p> <p class="MsoNormal"> </p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>