<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2022.00629</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=223675&amp;W10_KEY=13045524&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2022.00629</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 30.11.2023</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">3. Abteilung/3. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Gesundheitswesen</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Berufsausübungsverbot</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Berufsausübungsverbot. Die Beschwerdeführerin wurde mit Strafbefehl der Urkundenfälschung sowie der Übertretung des kantonalen Gesundheitsgesetzes schuldig gesprochen und mit einer bedingten Geldstrafe sowie einer Busse bestraft. Die Beschwerdeführerin habe eine Doktorurkunde verfälscht, indem sie ihren Namen sowie den Namen ihrer Dissertation, an welcher sie gearbeitet habe, in die Urkunde hineingeschrieben habe, so dass diese tatsachenwidrig besagt habe, dass sie â die Beschwerdeführerin â über einen Doktortitel verfüge. In der Folge habe die Beschwerdeführerin dieses Diplom in Kopie an die Gesundheitsdirektion weitergeleitet. Sodann habe sich die Beschwerdeführerin auf der Homepage ihres früheren Arbeitgebers als "Dr. med." bekanntgemacht, obschon sie nicht über den entsprechenden akademischen Titel verfügt habe (E. 3.1). Der Verlust der Vertrauenswürdigkeit der Beschwerdeführerin lässt sich schon allein mit ihrem dem Strafbefehl zugrundeliegenden und unbestrittenen Verhalten begründen. Jedenfalls die Urkundenfälschung ist als sehr gravierend zu bezeichnen, zumal sie im Zusammenhang mit der Berufsausübung stand bzw. steht und die Erlangung eines persönlichen Vorteils bezweckte. Als Ärztin hat die Beschwerdeführerin auch Rezepte, Zeugnisse und Gutachten zuhanden Privater und behördlicher Stellen auszustellen und dabei ungeachtet eigener Interessen stets Gewähr für die Richtigkeit des Inhalts zu bieten. Die Urkundenfälschung lässt an der entsprechenden Fähigkeit der Beschwerdeführerin erheblich zweifeln, und der Umstand, dass sie das gefälschte Doktordiplom der Gesundheitsdirektion einreichte, offenbart eine beachtliche Geringschätzung dieser gegenüber. Dazu kommt die fälschliche Auskündung als "Dr. med.". Bereits diese Sachverhalte rechtfertigen den Bewilligungsentzug, weshalb es sich erübrigt, näher auf die übrigen Vorwürfe des Beschwerdegegners und der Gesundheitsdirektion einzugehen (E. 4.1). Die Verpflichtung, innert einer Frist von drei Wochen Behandlungen von Patientinnen und Patienten, die bereits in Behandlung stehen, abzuschliessen oder sie innert gleicher Frist zur geeigneten Weiterbehandlung zu überweisen, und das Verbot, neue Behandlungen zu beginnen, sind Folgen des rechtmässigen Entzugs der Bewilligung zur fachlich eigenverantwortlichen Berufsausübung. Auch die Auflage, die Eingehung eines Arbeitsverhältnisses als Ärztin unter fachlicher Aufsicht vor Stellenantritt zu melden, unter Beilage einer schriftlichen Bestätigung, dass der zukünftige Arbeitgeber über den Bewilligungsentzug informiert worden sei, ist nicht zu beanstanden (E. 4.2). Der Entzug der Bewilligung zur selbständigen Berufsausübung erweist sich auch als verhältnismässig. Das öffentliche Interesse am Schutz der Patientinnen und Patienten und eines intakten Gesundheitswesens ist vorliegend höher zu gewichten als das wirtschaftliche Interesse der Beschwerdeführerin (E. 4.3). Abweisung.</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: AUSKÃNDUNG">AUSKÃNDUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: Gesundheit ST: BERUFSAUSÃBUNG">BERUFSAUSÃBUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: BEWILLIGUNGSENTZUG">BEWILLIGUNGSENTZUG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: PATIENTENSCHUTZ">PATIENTENSCHUTZ</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: SELBSTÃNDIGE BERUFSAUSÃBUNG">SELBSTÃNDIGE BERUFSAUSÃBUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: STRAFBEFEHL">STRAFBEFEHL</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: URKUNDENFÃLSCHUNG">URKUNDENFÃLSCHUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: VERTRAUENSWÃRDIGKEIT">VERTRAUENSWÃRDIGKEIT</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade">§ 61 Abs. I lit. a GesundheitsG</span><br/><span class="gerade">§ 36 Abs. I lit. b MEDBG</span><br/><span class="ungerade">§ 38 Abs. I MEDBG</span><br/><span class="gerade">§ 40 lit. d MEDBG</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 3 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="WordSection1"> <table border="1" cellpadding="0" cellspacing="0" class="MsoNormalTable" width="591"> <tr> <td valign="top"> <p class="Kopf1"><span>Verwaltungsgericht</span></p> <p class="Kopf1"><span>des Kantons ZÃ¼rich</span></p> <p class="Kopf1"><span>3. Abteilung</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Kopf1"> </p> </td> <td valign="top"> <p class="Kopf1"><span><img alt="" height="78" id="Bild 1" src="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getImage&amp;nF38_KEY=64225" width="123"/></span></p> </td> </tr> </table> <p class="MsoNormal">VB.2022.00629</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"><b><span>Urteil</span></b></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="Zwischentitel"> </p> <p class="MsoNormal"><span>der 3. Kammer</span></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">vom <a id="VF_DAT_ENTSCHEID">30. November 2023</a></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">Mitwirkend: AbteilungsprÃ¤sident AndrÃ© Moser<span> (Vorsitz)</span>, Verwaltungsrichter Matthias Hauser, Verwaltungsrichterin Silvia Hunziker, <a id="TN_AUTOTEXT_RICHTER"></a><a id="TN_AUTOTEXT_GS"></a>Gerichtsschreiber Cyrill Bienz.</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">In Sachen</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">A, vertreten durch RA B, </p> <p class="MsoNormal"><b>BeschwerdefÃ¼hrerin, </b></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="Zwischentitel">gegen</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">Amt fÃ¼r Gesundheit, </p> <p class="MsoNormal"><b>Beschwerdegegner,</b> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"><b>betreffend BerufsausÃ¼bungsverbot,</b></p> <p class="Zwischentitel">hat sich ergeben: </p> <p class="Sachverhalt1"><b>I. </b> </p> <p class="Sachverhalt2"><b>A. </b>A verfÃ¼gt Ã¼ber ein 2006 in Deutschland erworbenes, im Oktober 2010 in der Schweiz anerkanntes Arztdiplom. Ihr 2012 in Deutschland erlangter Weiterbildungstitel in Ophthalmologie wurde im September 2012 in der Schweiz anerkannt. Im Dezember 2012 erhielt A die Bewilligung zur BerufsausÃ¼bung als Ãrztin gemÃ¤ss damaliger Rechtslage in selbstÃ¤ndiger bzw. gemÃ¤ss seit Anfang 2018 geltender Rechtslage in eigener fachlicher Verantwortung im Kanton ZÃ¼rich. Seit dem 6. Februar 2013 ist sie im Kanton Basel-Stadt und seit dem 10. Februar 2021 auch im Kanton Schwyz zur entsprechenden BerufsausÃ¼bung berechtigt. Seit Anfang 2021 ist A in den von der C AG betriebenen Institutionen D mit Standorten in E und F tÃ¤tig, momentan unter fachlicher Aufsicht.</p> <p class="Sachverhalt2"><b>B. </b>Mit VerfÃ¼gung vom 6. April 2021 entzog die Abteilung Gesundheitsberufe &amp; Bewilligungen der Gesundheitsdirektion des Kantons ZÃ¼rich (fortan: die GEB) A per sofort die Bewilligung zur fachlich eigenverantwortlichen BerufsausÃ¼bung im Kanton ZÃ¼rich (Dispositivziffer I) und setzte ihr eine Frist von drei Wochen an, um Behandlungen von Patientinnen und Patienten, die bereits bei ihr in Behandlung stehen, abzuschliessen oder sie innert gleicher Frist zur geeigneten Weiterbehandlung zu Ã¼berweisen; neue Behandlungen dÃ¼rften per sofort nicht mehr begonnen werden (Dispositivziffer II). Weiter verpflichtete die GEB A, ihr die Eingehung eines ArbeitsverhÃ¤ltnisses als angestellte Ãrztin unter fachlicher Aufsicht vor Stellenantritt zu melden, unter Beilage einer BestÃ¤tigung, dass der zukÃ¼nftige Arbeitgeber Ã¼ber den Inhalt der VerfÃ¼gung informiert worden sei (Dispositivziffer III). Die Kosten der VerfÃ¼gung auferlegte die GEB A (Dispositivziffer IV). Dem Lauf der Rekursfrist und einem allfÃ¤lligen Rekurs entzog sie die aufschiebende Wirkung (Dispositivziffer VI).</p> <p class="Sachverhalt1"><b>II. </b> </p> <p class="Sachverhalt2"><b>A. </b>Daraufhin erhob A mit Eingabe vom 19. April 2021 Rekurs bei der Gesundheitsdirektion des Kantons ZÃ¼rich und beantragte, unter Kosten- und EntschÃ¤digungsfolgen zulasten der Staatskasse sei die VerfÃ¼gung vom 6. April 2021 aufzuheben; eventualiter sei eine Busse oder eine Verwarnung auszusprechen. Die aufschiebende Wirkung des Rekurses sei superprovisorisch wiederherzustellen; eventualiter sei die Wiederherstellung mit der Weisung zu verbinden, die BerufsausÃ¼bung bis zum Abschluss des Rekursverfahrens im bisherigen Umfang, das heisst als fachlich eigenverantwortliche Ãrztin, zu gestatten.</p> <p class="Sachverhalt2"><b>B. </b>Mit VerfÃ¼gungen vom 23. April 2021 und 10. Mai 2021 wies die Gesundheitsdirektion die Gesuche um superprovisorische Wiederherstellung bzw. Wiederherstellung der aufschiebenden Wirkung des Rekurses ab.</p> <p class="Sachverhalt2"><b>C. </b>Noch vor Ablauf der Rekursfrist ergÃ¤nzte A die Rekursschrift vom 19. April 2021 mit Eingabe vom 10. Mai 2021 und hielt dabei an ihren bereits gestellten AntrÃ¤gen fest. Mit Eingabe vom 25. Juni 2021 ersuchte A um Sistierung des Rekursverfahrens bis zum endgÃ¼ltigen Entscheid der Staatsanwaltschaft See/Oberland im gegen sie wegen UrkundenfÃ¤lschung etc. aufgrund einer Anzeige der G AG eingeleiteten Strafverfahren. Mit VerfÃ¼gung vom 9. Juli 2021 sistierte die Gesundheitsdirektion das Rekursverfahren bis auf Weiteres. Nach Eingang der EinstellungsverfÃ¼gung der Staatsanwaltschaft See/Oberland vom 5. Juli 2021 hob die Gesundheitsdirektion die Sistierung mit VerfÃ¼gung vom 30. Juli 2021 wieder auf und setzte den Schriftenwechsel fort.</p> <p class="Sachverhalt2"><b>D. </b>Im Rahmen der am 1. Januar 2022 in Kraft getretenen Reorganisation der Gesundheitsdirektion wurde die GEB aufgelÃ¶st. Ihre Aufgaben wurden in das neu gebildete Amt fÃ¼r Gesundheit Ã¼berfÃ¼hrt.</p> <p class="Sachverhalt2"><b>E. </b>Mit VerfÃ¼gung vom 12. September 2022 wies die Gesundheitsdirektion den Rekurs ab (Dispositivziffer I). Die Verfahrenskosten auferlegte sie A (Dispositivziffer II), ParteientschÃ¤digungen sprach sie keine zu (Dispositivziffer III). Dem Lauf der Beschwerdefrist und einer allfÃ¤lligen Beschwerde gegen Dispositivziffer I entzog die Gesundheitsdirektion die aufschiebende Wirkung, soweit damit die Anordnungen in den Dispositivziffern I, II und III der VerfÃ¼gung der GEB vom 6. April 2021 bestÃ¤tigt wÃ¼rden (Dispositivziffer V).</p> <p class="Sachverhalt1"><b>III. </b> </p> <p class="Urteilstext">In der Folge gelangte A mit Beschwerde vom 14. Oktober 2022 an das Verwaltungsgericht und beantragte, unter <span>Kosten- und EntschÃ¤digungsfolgen zulasten der Staatskasse</span> sei die VerfÃ¼gung vom 12. September 2022 aufzuheben; eventualiter <span>sei eine Busse oder ein Verweis auszusprechen. Subeventualiter sei die angefochtene VerfÃ¼gung aufzuheben und die Sache zur erneuten Behandlung an die Gesundheitsdirektion zurÃ¼ckzuweisen. Mit Vernehmlassung vom 1. November 2022 beantragte die Gesundheitsdirektion die Abweisung der Beschwerde. Das Amt fÃ¼r Gesundheit liess sich nicht vernehmen. </span>A reichte mit <span>Eingaben vom 15. November 2022 und 27. Dezember 2022 zusÃ¤tzliche Unterlagen ein. Weitere Eingaben erfolgten nicht.</span></p> <p class="Einzug1"><span>Die Kammer</span><span> erwÃ¤gt:</span></p> <p class="Erwgung1"><b>1. </b> </p> <p class="Urteilstext">Das Verwaltungsgericht ist gemÃ¤ss § 41 Abs. 1 in Verbindung mit § 19 Abs. 1 lit. a des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 (VRG; LS 175.2) fÃ¼r die Behandlung der vorliegenden Beschwerde zustÃ¤ndig.</p> <p class="Erwgung1"><b>2. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>2.1 </b>Die selbstÃ¤ndige TÃ¤tigkeit in einem universitÃ¤ren Medizinalberuf bedarf einer Bewilligung des Kantons, auf dessen Gebiet sie ausgeÃ¼bt wird (Art. 34 des Bundesgesetzes vom 23. Juni 2006 Ã¼ber die universitÃ¤ren Medizinalberufe [MedBG; SR. 811.11]). Die Bewilligung wird erteilt, wenn die gesuchstellende Person ein entsprechendes eidgenÃ¶ssisches Diplom besitzt (Art. 36 Abs. 1 lit. a MedBG) und vertrauenswÃ¼rdig ist sowie physisch und psychisch GewÃ¤hr fÃ¼r eine einwandfreie BerufsausÃ¼bung bietet (Art. 36 Abs. 1 lit. b MedBG). Die Bewilligung wird entzogen, wenn ihre Voraussetzungen nicht mehr erfÃ¼llt sind oder nachtrÃ¤glich Tatsachen festgestellt werden, aufgrund derer sie hÃ¤tte verweigert werden mÃ¼ssen (Art. 38 Abs. 1 MedBG). GemÃ¤ss Art. 37 MedBG kann der Kanton vorsehen, dass die Bewilligung zur selbstÃ¤ndigen BerufsausÃ¼bung mit bestimmten EinschrÃ¤nkungen fachlicher, zeitlicher und rÃ¤umlicher Art oder mit Auflagen verbunden wird, soweit sie sich aus Erlassen des Bundes ergeben oder dies fÃ¼r die Sicherung einer qualitativ hochstehenden und zuverlÃ¤ssigen medizinischen Versorgung erforderlich ist. § 4 Abs. 3 des Gesundheitsgesetzes des Kantons ZÃ¼rich vom 2. April 2007 (GesG; LS 810.1) sieht eine zeitliche Befristung der BerufsausÃ¼bungsbewilligungen vor.</p> <p class="Erwgung2"><b><span>2.2 </span></b><span>SelbstÃ¤ndig bzw. in eigener fachlicher Verantwortung tÃ¤tige Arztpersonen halten sich an die in Art. 40 MedBG normierten Berufspflichten. Neben anderem haben sie ihren Beruf sorgfÃ¤ltig und gewissenhaft auszuÃ¼ben (lit. a) und die Rechte der Patientinnen und Patienten zu wahren (lit. c). Werbung muss objektiv sein und dem Ã¶ffentlichen BedÃ¼rfnis entsprechen und darf weder irrefÃ¼hrend noch aufdringlich sein (lit. d). Bei der Zusammenarbeit mit AngehÃ¶rigen anderer Gesundheitsberufe haben Arztpersonen ausschliesslich die Interessen der Patientinnen und Patienten zu wahren und unabhÃ¤ngig von finanziellen Vorteilen zu handeln (lit. e). Auch das kantonale Gesundheitsgesetz verlangt eine sorgfÃ¤ltige BerufsausÃ¼bung von Arztpersonen, die auf die Interessen der Patientin oder des Patienten ausgerichtet ist und unter Wahrung der UnabhÃ¤ngigkeit erfolgt (§ 12 Abs. 1 GesG). </span><span>Zur Pflicht der sorgfÃ¤ltigen und gewissenhaften BerufsausÃ¼bung gehÃ¶rt auch die FÃ¼hrung einer Patientendokumentation (VGr, </span><span>18. MÃ¤rz 2021, VB.2019.00520, E. 2.1, mit Hinweisen)</span><span>.</span></p> <p class="Erwgung2"><b>2.3 </b><span>Die Bewilligungspflicht nach Art. 34 MedBG und die Berufspflichten nach Art. 40 MedBG richten sich an Personen, welche einen universitÃ¤ren Medizinalberuf selbstÃ¤ndig ausÃ¼ben. Beide Rechtsinstitute haben den Schutz der Ã¶ffentlichen Gesundheit zum Ziel. Der Inhalt der Berufspflichten Ã¼berschneidet sich teilweise mit den Voraussetzungen fÃ¼r die Bewilligungserteilung, indem ihnen das Element der VertrauenswÃ¼rdigkeit implizit zugrunde gelegt ist: Durch die mehrfache und gravierende Verletzung von Berufspflichten kann die VertrauenswÃ¼rdigkeit im Sinn von Art. 36 Abs. 1 lit. b MedBG zerstÃ¶rt werden (zur VertrauenswÃ¼rdigkeit hinten E. 2.5). Der Verlust der VertrauenswÃ¼rdigkeit kann also, muss aber nicht, aus der Verletzung von Berufspflichten resultieren (BGr, 13. Januar 2015, 2C_504/2014, E. 3.3; VGr, </span>10. November 2022, VB.2022.00011, E. 2.3; <span>23. Oktober 2019, VB.2019.00152, E. 3.4).</span></p> <p class="Erwgung2"><b>2.4 </b><span>Wie beispielsweise auch im Anwaltsrecht ist zwischen Administrativ- und Disziplinarmassnahmen zu unterscheiden. Der Entzug der Bewilligung zur selbstÃ¤ndigen BerufsausÃ¼bung nach Art. 38 MedBG stellt eine prospektive Massnahme dar, weshalb er auch als "Sicherungsentzug" bezeichnet wird. Mit den Disziplinarmassnahmen nach Art. 43 MedBG sollen demgegenÃ¼ber Verfehlungen im Zusammenhang mit der selbstÃ¤ndigen beruflichen TÃ¤tigkeit nachtrÃ¤glich sanktioniert werden. Dies gilt auch fÃ¼r das disziplinarische Verbot der selbstÃ¤ndigen BerufsausÃ¼bung nach Art. 43 Abs. 1 lit. d und e MedBG, welches nur ausgesprochen werden kann, wenn Berufspflichten, Vorschriften des MedBG oder zugehÃ¶rige AusfÃ¼hrungsvorschriften verletzt worden sind. Ein Verbot der selbstÃ¤ndigen BerufsausÃ¼bung nach Art. 43 Abs. 1 lit. d und e MedBG gilt auf dem gesamten Gebiet der Schweiz; es setzt jede Bewilligung zur selbstÃ¤ndigen BerufsausÃ¼bung ausser Kraft (Art. 45 MedBG). DemgegenÃ¼ber wirkt der Entzug der Bewilligung nach Art. 38 MedBG nur in dem Kanton, in dem diese ausgestellt wurde. Zudem hat der Entzug der Bewilligung keine zeitliche Wirkung: Sofern die Voraussetzungen nach Art. 36 Abs. 1 und 2 MedBG erfÃ¼llt sind, kann erneut eine Bewilligung zur selbstÃ¤ndigen BerufsausÃ¼bung erteilt werden; dies allerdings nur, wenn kein Verbot nach Art. 43 Abs. 1 lit. d und e MedBG wirksam ist (VGr, </span>10. November 2022, VB.2022.00011, E. 2.4; <span>23. Oktober 2019, VB.2019.00152, E. 3.4, mit Hinweisen).</span></p> <p class="Erwgung2"><b>2.5 </b><span>VertrauenswÃ¼rdig im Sinn von Art. 36 Abs. 1 lit. b MedBG ist, wer Ã¼ber einen guten Leumund verfÃ¼gt bzw. allgemein vertrauenswÃ¼rdig ist (vgl. die Botschaft des Bundesrats vom 3. Dezember 2004 zum Medizinalberufegesetz, BBl 2005 S. 173 ff., 226). Wer in eigener Verantwortung eine Arztpraxis fÃ¼hrt, muss GewÃ¤hr fÃ¼r ein integres persÃ¶nliches Verhalten bei der BerufsausÃ¼bung bieten. An die VertrauenswÃ¼rdigkeit, die dem Schutz der Ã¶ffentlichen Ordnung und Gesundheit dient, sind hohe Anforderungen zu stellen. Die VertrauenswÃ¼rdigkeit muss nicht nur im VerhÃ¤ltnis zwischen Arzt und Patient bestehen, sondern auch zwischen Arzt und BehÃ¶rde. Des zur selbstÃ¤ndigen BerufsausÃ¼bung vorausgesetzten Vertrauens erweist sich ein Arzt dann als wÃ¼rdig, wenn von ihm aufgrund seiner bisherigen BerufstÃ¤tigkeit und LebensfÃ¼hrung erwartet werden darf, dass er bei der selbstÃ¤ndigen AusÃ¼bung seines Berufs alle notwendige Sorgfalt anwenden wird. Daneben muss die BehÃ¶rde die Gewissheit haben, dass sich der praktizierende Arzt an die Gesundheitsgesetzgebung und an ihre Entscheide, insbesondere auch an solche der AufsichtsbehÃ¶rde, hÃ¤lt (BGr, 13. Januar 2015, 2C_504/2014, E. 3.4 f.; VGr, </span>10. November 2022, VB.2022.00011, E. 2.5; <span>23. Oktober 2019, VB.2019.00152, E. 3.5, mit Hinweisen).</span></p> <p class="Erwgung2"><b>2.6 </b><span>Die VertrauenswÃ¼rdigkeit kann durch verschiedene Faktoren beeintrÃ¤chtigt werden. Vorausgesetzt wird, dass keine berufsrelevanten Straftaten vorliegen. Die berufliche Relevanz einer Straftat bestimmt sich einerseits nach der Schwere und andererseits nach dem Zusammenhang mit der AusÃ¼bung des Medizinalberufs. Nicht jedes (tadelnswerte) Verhalten kann fÃ¼r die Beurteilung der VertrauenswÃ¼rdigkeit herangezogen werden, sondern nur jenes, das einen Bezug zur selbstÃ¤ndigen TÃ¤tigkeit im medizinischen Sektor aufweist. Das fÃ¼r die VertrauenswÃ¼rdigkeit relevante Verhalten ist aber nicht auf die berufliche TÃ¤tigkeit in konkreten FÃ¤llen beschrÃ¤nkt. Auch das Verhalten ausserhalb der eigentlichen BerufstÃ¤tigkeit ist massgebend, wobei namentlich die charakterliche Eignung der betreffenden Person zu berÃ¼cksichtigen ist. Sodann darf die VertrauenswÃ¼rdigkeit nicht nur dann verneint werden, wenn Patienten in der Vergangenheit konkret gefÃ¤hrdet wurden, denn bei der Beurteilung der VertrauenswÃ¼rdigkeit dÃ¼rfen auch weitere Faktoren berÃ¼cksichtigt werden. So kann die VertrauenswÃ¼rdigkeit beispielsweise auch dann verneint werden, wenn durch das Verhalten einer Person Patienten abstrakt gefÃ¤hrdet werden oder wenn ein Arzt oder eine Ãrztin wiederholt gegen Weisungen der AufsichtsbehÃ¶rde verstÃ¶sst oder eine Zusammenarbeit mit dieser beharrlich verweigert (BGr, 17. Juni 2014, 2C_879/2013, E. 4.4; VGr, </span>10. November 2022, VB.2022.00011, E. 2.6; <span>23. Oktober 2019, VB.2019.00152, E. 3.6, mit Hinweisen).</span></p> <p class="Erwgung1"><b>3. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b><span>3.1 </span></b><span>Die BeschwerdefÃ¼hrerin wurde von der Staatsanwaltschaft ZÃ¼rich-Limmat mit â </span>unangefochten in Rechtskraft<span> erwachsenem â Strafbefehl vom 22. Juli 2020 der UrkundenfÃ¤lschung im Sinn von Art. 251 Ziff. 1 in Verbindung mit Ziff. 2 des Strafgesetzbuchs vom 21. Dezember 1939 (StGB; SR 311.0) sowie der Ãbertretung des kantonalen Gesundheitsgesetzes im Sinn von § 61 Abs. 1 lit. a GesG schuldig gesprochen und mit einer bedingten Geldstrafe von 90 TagessÃ¤tzen Ã Fr. 1'500.- sowie einer Busse von Fr. 5'000.- bestraft. Die BeschwerdefÃ¼hrerin habe eine Doktorurkunde der Hochschule H verfÃ¤lscht, indem sie ihren Namen sowie den Namen ihrer Dissertation, an welcher sie gearbeitet habe, in die Urkunde hineingeschrieben habe, sodass diese tatsachenwidrig besagt habe, dass sie â die BeschwerdefÃ¼hrerin â Ã¼ber einen Doktortitel der Hochschule H verfÃ¼ge. In der Folge habe die BeschwerdefÃ¼hrerin dieses Diplom in Kopie an die Gesundheitsdirektion weitergeleitet.</span> <span>Dabei habe sie in der Absicht gehandelt, aufgrund des gefÃ¤lschten Doktordiploms bei der Gesundheitsdirektion bevorzugt behandelt zu werden und den Titel "Dr. med." tragen zu kÃ¶nnen. </span>Sodann habe sich die BeschwerdefÃ¼hrerin<span> auf der Homepage der Institution I als "Dr. med." bekanntgemacht, obschon sie nicht Ã¼ber den entsprechenden akademischen Titel verfÃ¼gt habe. Dies habe sie getan, obwohl sie seitens der Gesundheitsdirektion mehrfach darauf hingewiesen worden sei, dass eine solche AuskÃ¼ndung erst gestattet sei, wenn sie den Nachweis dafÃ¼r erbracht habe, TrÃ¤gerin einer durch Dissertation erworbenen DoktorwÃ¼rde zu sein.</span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>3.2 </span></b><span>Der Beschwerdegegner begrÃ¼ndete den Entzug der </span>Bewilligung zur fachlich eigenverantwortlichen BerufsausÃ¼bung <span>damit, dass sich die BeschwerdefÃ¼hrerin tatsachenwidrig und bewusst immer wieder als "Dr. med." ausgekÃ¼ndet habe, obwohl sie nicht Ã¼ber einen solchen Titel verfÃ¼ge. Im Dezember 2018 habe ihm die BeschwerdefÃ¼hrerin gar ein gefÃ¤lschtes Doktordiplom vorgelegt. DafÃ¼r und aufgrund der unzulÃ¤ssigen AuskÃ¼ndung des Doktortitels sei die BeschwerdefÃ¼hrerin mit Strafbefehl vom 22. Juli 2020 wegen UrkundenfÃ¤lschung und Ãbertretung des Gesundheitsgesetzes bestraft worden. Dennoch sei es in der Folge erneut zu AuskÃ¼ndungen unter dem Titel </span>"Dr. med."<span> gekommen, namentlich auf der Homepage der Institution J sowie auf verschiedenen Internetplattformen. Bekannt sei sodann, dass die BeschwerdefÃ¼hrerin im Kanton Basel-Stadt in mehreren FÃ¤llen die Patientendokumentation den Patientinnen und Patienten nicht oder erst verspÃ¤tet herausgegeben und auch die Auskunftspflicht gegenÃ¼ber der dortigen AufsichtsbehÃ¶rde verletzt habe. Auch ihm â dem Beschwerdegegner â gegenÃ¼ber habe die BeschwerdefÃ¼hrerin wiederholt die Auskunft verweigert, indem sie auf Zuschriften nicht reagiert habe. Zudem habe sie den Wechsel des Standorts ihrer TÃ¤tigkeit pflichtwidrig nicht gemeldet. Vor diesem Hintergrund bestehe kein Vertrauen mehr, dass sich die BeschwerdefÃ¼hrerin im Rahmen ihrer TÃ¤tigkeit, welche regelmÃ¤ssig mit dem Ausstellen von beweiskrÃ¤ftigen Berichten und Dokumenten gegenÃ¼ber BehÃ¶rden und anderen Stellen verbunden sei, stets an die gesetzlichen Vorgaben halte. Die VertrauenswÃ¼rdigkeit sei ihr deshalb abzusprechen und die Bewilligung zu entziehen.</span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>3.3 </span></b><span> </span></p> <p class="Erwgung3"><b>3.3.1 </b>Die Vorinstanz hielt der BeschwerdefÃ¼hrerin ebenfalls die <span>mit Strafbefehl vom 22. Juli 2020 geahndete </span>FÃ¤lschung der Doktorurkunde und die Verwendung derselben gegenÃ¼ber der gesundheitspolizeilichen Aufsichts- und BewilligungsbehÃ¶rde vor. Diese Straftat sei als schwerwiegend einzustufen, da sie im Zusammenhang mit der BerufsausÃ¼bung und in der Absicht begangen worden sei, die Aufsichts- und BewilligungsbehÃ¶rde zu tÃ¤uschen und vor aufsichts- und strafrechtlichen Schritten im Zusammenhang mit der widerrechtlichen AuskÃ¼ndung des Doktortitels abzuhalten, und um sich selbst weiterhin wahrheitswidrig als "Dr. med." ausgeben zu kÃ¶nnen. </p> <p class="Erwgung3">GemÃ¤ss der Vorinstanz weiter zu berÃ¼cksichtigen sei eine kurz vor oder unmittelbar nach Erlass des Strafbefehls vom <span>22. Juli 2020 </span>begangene TotalfÃ¤lschung einer WeiterbildungsbestÃ¤tigung. Diese habe die BeschwerdefÃ¼hrerin gegenÃ¼ber der G AG zum Beleg verwendet, dass alle von ihr durchgefÃ¼hrten und gegenÃ¼ber der G AG abgerechneten ophtalmochirurgischen Eingriffe unter Aufsicht durchgefÃ¼hrt worden seien, was nachweislich in zahlreichen FÃ¤llen nicht zutreffen kÃ¶nne.</p> <p class="Erwgung3">Vorzuwerfen sei der BeschwerdefÃ¼hrerin auch das rechtswidrige nachtrÃ¤gliche AbÃ¤ndern und Visieren von Operationsberichten, welche sie der G AG im Rahmen des Abrechnungsverfahrens vorgelegt habe. Desgleichen nicht mit der Pflicht zur korrekten FÃ¼hrung einer â nachtrÃ¤glich nicht abÃ¤nderbaren â Patientendokumentation vereinbar sei das von der BeschwerdefÃ¼hrerin eingestandene, nicht transparent gemachte nachtrÃ¤gliche Visieren von vor Jahren elektronisch erstellten und abgespeicherten Operationsberichten. Auch dieses Verhalten sei als Sorgfaltspflichtverletzung im Sinn von Art. 40 lit. a MedBG einzustufen.</p> <p class="Erwgung3">Der BeschwerdefÃ¼hrerin sei zudem vorzuhalten, dass sie vor und nach der strafrechtlichen Verurteilung wegen UrkundenfÃ¤lschung und trotz ausdrÃ¼cklicher und wiederholter Abmahnung durch den Beschwerdegegner Ã¼ber Jahre hinweg bei der Bekanntgabe ihrer TÃ¤tigkeit einen Doktortitel verwendet habe, ohne Ã¼ber einen solchen zu verfÃ¼gen. Dies habe sie gegenÃ¼ber dem Beschwerdegegner unter Verwendung eines eigentlichen LÃ¼genkonstrukts getan, aber auch bei der weiteren Bekanntmachung und AuskÃ¼ndung ihrer TÃ¤tigkeit in selbst verfassten oder zumindest signierten Dokumenten (etwa Operationsberichten oder Korrespondenz mit Dritten) und in AuskÃ¼ndungen im Internet. Zudem habe sie es unterlassen, die ihr bekannten oder zumindest leicht festzustellenden, irrefÃ¼hrenden AuskÃ¼ndungen auf einschlÃ¤gigen Webseiten zu korrigieren. Vielmehr habe sie die wahrheitswidrigen AuskÃ¼ndungen erst im Juli 2019 bzw. dann eingestellt, als sie mit strafrechtlichen Sanktionen und aufsichtsrechtlichen Folgen habe rechnen mÃ¼ssen, und dies zudem nicht umfassend. Selbst in der im August oder September 2020 eigenhÃ¤ndig erstellten WeiterbildungsbestÃ¤tigung habe sich die BeschwerdefÃ¼hrerin noch als "Dr. med." bezeichnet. Auch im Rahmen ihrer Neuanstellung bei den Institutionen D und F habe sie pflichtwidrig nicht von sich aus fÃ¼r eine korrekte AuskÃ¼ndung gesorgt, und sogar der Bewilligungsentzug und das laufende Rekursverfahren hÃ¤tten sie nicht dazu bewegt, die Entfernung des Doktortitels von verschiedenen Webseiten zu veranlassen. Der BeschwerdefÃ¼hrerin sei damit eine fortgesetzte Missachtung der Pflicht zur wahrheitsgemÃ¤ssen, nicht zu TÃ¤uschungen Anlass gebenden Bekanntgabe und Werbung fÃ¼r ihre BerufstÃ¤tigkeit anzulasten. Dies treffe auch auf ihre AuskÃ¼ndungen zu, mit denen sie den Anschein erweckt habe, in eigener fachlicher Verantwortung ophthalmochirurgische Eingriffe vorzunehmen, obwohl sie bis heute nicht im Besitz des hierfÃ¼r erforderlichen privatrechtlichen Schwerpunkts "Ophthalmochirurgie" sei.</p> <p class="Erwgung3">Erschwerend sei der BeschwerdefÃ¼hrerin anzulasten, dass sie verschiedentlich auf Zuschriften des Beschwerdegegners nicht reagiert und sich auch gegenÃ¼ber der AufsichtsbehÃ¶rde des Kantons Basel-Stadt im Rahmen eines Aufsichtsverfahrens nicht kooperativ verhalten habe. Zudem habe sie den Beschwerdegegner zu einer beschÃ¶nigenden Abfassung einer UnbedenklichkeitserklÃ¤rung veranlassen und die Aufsichts- und BewilligungsbehÃ¶rde des Kantons Schwyz nicht vollumfÃ¤nglich Ã¼ber das Vorgefallene und die Situation im Kanton ZÃ¼rich informieren wollen.</p> <p class="Urteilstext">Vorzuwerfen sei der BeschwerdefÃ¼hrerin sodann, <span>dass sie die Verlegung ihrer TÃ¤tigkeit von der Institution I zur Institution J und/oder Institution D pflichtwidrig weder rechtzeitig noch von sich aus gemeldet habe.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Schliesslich habe die BeschwerdefÃ¼hrerin wiederholt den Anspruch von Patientinnen und Patienten auf Herausgabe der Patientendokumentation missachtet, was zur Einleitung eines aufsichtsrechtlichen Verfahrens im Kanton Basel-Stadt gefÃ¼hrt habe. </span></p> <p class="Erwgung3"><b>3.3.2 </b>Zur Frage der VertrauenswÃ¼rdigkeit erwog die Vorinstanz, die BeschwerdefÃ¼hrerin habe die hohen Anforderungen an das Ã¤rztliche "Berichtswesen" wiederholt missachtet und mit erheblicher, krimineller Energie Dokumente erstellt oder verÃ¤ndert. Dies habe sie in der Absicht getan, ihre vorgÃ¤ngigen Behauptungen zu belegen und damit ihre Situation in unzulÃ¤ssiger Weise zu verbessern. Dabei kÃ¶nne keine Rede davon sein, dass sie ihr Fehlverhalten im Zusammenhang mit der FÃ¤lschung der Doktorurkunde unumwunden zugegeben hÃ¤tte. Vielmehr habe die BeschwerdefÃ¼hrerin gegenÃ¼ber dem Beschwerdegegner immer wieder an ihrem LÃ¼genkonstrukt festgehalten, was auf eine charakterliche SchwÃ¤che im Umgang mit eigenem Fehlverhalten, aber auch auf ein gesteigertes GeltungsbedÃ¼rfnis zurÃ¼ckzufÃ¼hren sein dÃ¼rfte. Auch mit der AuskÃ¼ndung ophtalmochirurgischer Kompetenzen habe die BeschwerdefÃ¼hrerin wahrheitswidrig vorgegeben, selber Ã¼ber die entsprechende Fachkompetenz zu verfÃ¼gen, obwohl sie nach wie vor nicht Ã¼ber den hierfÃ¼r erforderlichen Titel verfÃ¼ge. Dem Beschwerdegegner sei zuzustimmen, dass der BeschwerdefÃ¼hrerin die VertrauenswÃ¼rdigkeit abzusprechen sei und ihr das notwendige Vertrauen, das fÃ¼r eine wirksame Aufsicht erforderlich sei, nicht mehr entgegengebracht werden kÃ¶nne. Bereits der im Zeitpunkt des Erlasses der VerfÃ¼gung des Beschwerdegegners vom 6. April 2021 bekannte Sachverhalt habe die Verneinung der VertrauenswÃ¼rdigkeit gerechtfertigt. Die im Rahmen des Rekursverfahrens neu aufgedeckten Sachverhalte, die sich mehrheitlich schon vor Erlass der angefochtenen VerfÃ¼gung, teilweise aber auch danach ereignet hÃ¤tten, ergÃ¤nzten und verstÃ¤rkten diese Beurteilung massgeblich. So kÃ¶nne denn auch keine Rede (mehr) davon sein, dass der BeschwerdefÃ¼hrerin nur ein einmaliger Verstoss vorgehalten werden kÃ¶nne. TatsÃ¤chlich bestehe weder jetzt noch in absehbarer Zukunft GewÃ¤hr dafÃ¼r, dass seitens des Beschwerdegegners, aber auch seitens der Sozialversicherer auf die Angaben und AuskÃ¼nfte der BeschwerdefÃ¼hrerin vertraut werden kÃ¶nne und vorgelegte Dokumente wahrheitsgemÃ¤ss verfasst und nicht gefÃ¤lscht oder verfÃ¤lscht worden seien. Angesichts des Verhaltens der BeschwerdefÃ¼hrerin wÃ¼rde eine weitere BerufsausÃ¼bung in eigener fachlicher Verantwortung somit zu einer erheblichen GefÃ¤hrdung der Ã¶ffentlichen Gesundheit fÃ¼hren.</p> <p class="Erwgung3"><b>3.3.3 </b>Schliesslich erachtete die Vorinstanz den angeordneten Entzug der Bewilligung zur fachlich eigenverantwortlichen BerufsausÃ¼bung als Ãrztin als verhÃ¤ltnismÃ¤ssig. Der Entzug sei eine geeignete Massnahme zum Schutz der Ã¶ffentlichen Ordnung und Gesundheit. Sei die VertrauenswÃ¼rdigkeit nicht mehr vorhanden, so sei die Anordnung einer milderen Massnahme von vornherein nicht mÃ¶glich. Der Bewilligungsentzug sei damit auch als erforderlich zu qualifizieren. Weiter sei dieser der BeschwerdefÃ¼hrerin auch zumutbar, da das Ã¶ffentliche Interesse am Schutz der Ã¶ffentlichen Ordnung und Gesundheit durch Sicherstellung einer wirksamen Aufsicht sowie das Interesse der Patientinnen und Patienten an einer Behandlung durch eine vertrauenswÃ¼rdige und ihren Beruf in jeglicher Hinsicht sorgfÃ¤ltig und gesetzeskonform ausÃ¼bende Person das private Interesse der BeschwerdefÃ¼hrerin, weiterhin im Kanton ZÃ¼rich in eigener fachlicher Verantwortung praktizieren zu dÃ¼rfen, Ã¼berwiege. Der Bewilligungsentzug stelle zwar eine einschneidende, die Wirtschaftsfreiheit einschrÃ¤nkende Massnahme dar. Da der BeschwerdefÃ¼hrerin grundsÃ¤tzlich aber weiterhin eine TÃ¤tigkeit unter fachlicher Aufsicht bzw. ohne eigene fachliche Verantwortung erlaubt bleibe, treffe sie die Massnahme nicht Ã¼bermÃ¤ssig. Zudem verbleibe der BeschwerdefÃ¼hrerin weiterhin die MÃ¶glichkeit, in den Kantonen Basel-Stadt und Schwyz zu praktizieren.</p> <p class="Erwgung2"><b>3.4 </b> </p> <p class="Erwgung3"><b>3.4.1 </b>Mit Beschwerde vom 14. Oktober 2022 anerkennt die BeschwerdefÃ¼hrerin ausdrÃ¼cklich den Sachverhalt gemÃ¤ss dem â rechtskrÃ¤ftigen â Strafbefehl vom <span>22. Juli 2020</span>, das heisst, bis zum Erlass des Strafbefehls wiederholt und wahrheitswidrig gegenÃ¼ber der AufsichtsbehÃ¶rde und gegenÃ¼ber Dritten vorgebracht zu haben, im Besitz eines in Deutschland erworbenen Doktortitels zu sein, und ein Doktordiplom gefÃ¤lscht zu haben. Jedoch bestreitet sie, auch noch nach dem Erlass des Strafbefehls fÃ¤lschlicherweise ausgekÃ¼ndet zu haben, im Besitz eines Doktortitels zu sein. Auch habe sie sich nie als Ophthalmochirurgin ausgekÃ¼ndet. Sodann laste ihr die Gesundheitsdirektion "gesamthaft" zu Unrecht an, die Verlegung ihrer TÃ¤tigkeit von der Institution I zur Institution J und/oder Institution D weder rechtzeitig noch von sich aus gemeldet zu haben. Weiter sei zwar zutreffend, dass das Gesundheitsdepartement des Kantons Basel-Stadt ein Disziplinarverfahren erÃ¶ffnet habe. UnberÃ¼cksichtigt bleibe, dass die zwei Patientenakten den Patienten zwar verzÃ¶gert zugestellt worden seien, es jedoch nachweislich nicht zu einer abstrakten oder konkreten GefÃ¤hrdung der Patienten gekommen sei. In Bezug auf die â vermeintliche â FÃ¤lschung der WeiterbildungsbestÃ¤tigung gehe die Gesundheitsdirektion "teilweise" von einem falschen Sachverhalt aus. Das Verfahren sei von der Staatsanwaltschaft mit VerfÃ¼gung vom 5. Juli 2021 eingestellt und danach auch nicht wieder aufgenommen worden. Was die angeblich gefÃ¤lschten Operationsberichte betreffe, rÃ¤ume die Gesundheitsdirektion selbst ein, dass die vorgelegten Akten keine direkte ÃberprÃ¼fung dieses Vorwurfs zuliessen. Was das Wirtschaftlichkeitsverfahren betreffe, sei der Gesundheitsdirektion immerhin insofern beizupflichten, als ihr â der BeschwerdefÃ¼hrerin â angesichts der noch nicht abschliessend zu beurteilenden Sachlage (noch) keine evidenten Verletzungen der Berufspflichten vorgehalten werden dÃ¼rften.</p> <p class="Erwgung3">Die BeschwerdefÃ¼hrerin macht geltend, die Gesundheitsdirektion habe in Bezug auf den Vorwurf, dass sie nach dem Erlass des Strafbefehls fÃ¤lschlicherweise ausgekÃ¼ndet habe, im Besitz eines Doktortitels zu sein, die im Verwaltungsverfahren grundsÃ¤tzlich geltende Untersuchungsmaxime zu Unrecht durch die Mitwirkungspflicht der Parteien relativiert. Namentlich habe es die Gesundheitsdirektion unterlassen, den CEO der K AG schriftlich anzufragen, ob sie â die BeschwerdefÃ¼hrerin â diesen zur Ãnderung der EintrÃ¤ge auf der Homepage www.doktor.ch aufgefordert habe. DemgegenÃ¼ber habe sie â die BeschwerdefÃ¼hrerin â die bei einfachen Internetsuchen auffindbaren EintrÃ¤ge mit unzulÃ¤ssigen Inhalten nachweislich korrigieren und bereinigen lassen, wenn auch nicht immer erfolgreich. Eine von der Gesundheitsdirektion geforderte Ausforschung des Internets und Verantwortlichkeit fÃ¼r falsche AuskÃ¼ndungen nach Berichtigungen sei unzumutbar und verletze das Prinzip der VerhÃ¤ltnismÃ¤ssigkeit. Des Weiteren sei in diesem Zusammenhang in der Relativierung der Untersuchungsmaxime durch die Mitwirkungspflicht der Parteien eine Verletzung von Art. 8 des Zivilgesetzbuchs vom 10. Dezember 1907 (ZGB; SR 210) zu rÃ¼gen, da die Gesundheitsdirektion zu Unrecht sinngemÃ¤ss das Beweismass herabgesetzt habe. Sie â die BeschwerdefÃ¼hrerin â habe nicht weitere Belege einreichen mÃ¼ssen, zumal der Untersuchungsgrundsatz in § 7 Abs. 1 VRG die VerwaltungsbehÃ¶rde zur AbklÃ¤rung des Sachverhaltes von Amtes wegen durch Befragen der Beteiligten und von Auskunftspersonen, durch Beizug von Amtsberichten, Urkunden und SachverstÃ¤ndigen, durch Augenschein oder auf andere Weise verpflichte. Im Zusammenhang mit der Bindungswirkung der staatsanwaltlichen EinstellungsverfÃ¼gung vom 5. Juli 2021 sei die Gesundheitsdirektion "lediglich gesamthaft" fÃ¤lschlich und verfahrensfehlerhaft davon ausgegangen, dass die SachverhaltsabklÃ¤rungen der Staatsanwaltschaft nicht vollstÃ¤ndig gewesen seien. Ein gesundheitsrechtlicher berufsrechtlicher "Ãberhang", ohne Verurteilung sowie ohne Aktenbeizug der staatsanwaltschaftlichen Ermittlungen, sei mit dem WillkÃ¼rverbot nicht vereinbar. Sodann bestreitet die BeschwerdefÃ¼hrerin, es pflichtwidrig unterlassen zu haben, den Wechsel des Standorts ihrer TÃ¤tigkeiten zu melden. WÃ¤hrend die Aufnahme ihrer TÃ¤tigkeit im Kanton Schwyz nicht meldepflichtig gewesen sei, sei ihr das Unterlassen der Meldung der Aufgabe der TÃ¤tigkeit an der Institution I "rechtlich gering" vorwerfbar, zumal "§ 12 MedBV" (gemeint wohl: § 12 GesG) keine Pflicht "zur sofortigen Meldung" vorsehe. FÃ¼r die Aufhebung des Rekursentscheids sprÃ¤chen schliesslich "auch weiterhin nicht unerhebliche weitere Verfahrensfehler in den Akten", namentlich die Eintragung des Bewilligungsentzugs im Medizinalberuferegister vor der Rechtskraft der VerfÃ¼gung vom 6. April 2021 sowie die verzÃ¶gerte Aufnahme des aufsichtsrechtlichen Verfahrens.</p> <p class="Erwgung3"><b>3.4.2 </b>Mit Eingabe vom 15. November 2023 reichte die BeschwerdefÃ¼hrerin ein Schreiben des Gesundheitsdepartements des Kantons Basel-Stadt ein, womit dieses das gegen sie erÃ¶ffnete Disziplinarverfahren gestÃ¼tzt "auf Ihre Stellungnahme, der Anpassung des Briefkastenschilds sowie Ihre Kooperationsbereitschaft" eingestellt hatte. Mit Eingabe vom 27. Dezember 2022 reichte die BeschwerdefÃ¼hrerin sodann ein Schreiben des Amts fÃ¼r Gesundheit und Soziales des Kantons Schwyz ein, womit dieses das gegen sie erÃ¶ffnete Disziplinarverfahren gestÃ¼tzt "auf Ihre Stellungnahmen in rubrizierter Angelegenheit sowie Ihre Kooperationsbereitschaft" eingestellt hatte.</p> <p class="Erwgung1"><b>4. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b><span>4.1 </span></b>Die BeschwerdefÃ¼hrerin vermag die RechtmÃ¤ssigkeit des Entzugs ihrer Bewilligung zur fachlich eigenverantwortlichen BerufsausÃ¼bung im Kanton ZÃ¼rich nicht infrage zu stellen. Der Verlust ihrer VertrauenswÃ¼rdigkeit, an die â wie erwÃ¤hnt (vorn E. 2.5) â <span>hohe Anforderungen zu stellen</span> sind und nicht nur dem unmittelbaren Schutz der Patientinnen und Patienten, sondern auch dem Vertrauen in das bzw. dem Ansehen des Gesundheitssystems dient, liesse bzw. lÃ¤sst sich schon allein mit ihrem dem Strafbefehl <span>vom 22. Juli 2020 zugrundeliegenden und unbestrittenen Verhalten begrÃ¼nden, s</span>elbst wenn es sich dabei um eine singulÃ¤re strafrechtliche Verurteilung handeln mag. Jedenfalls die UrkundenfÃ¤lschung ist als sehr gravierend zu bezeichnen, zumal sie im Zusammenhang mit der BerufsausÃ¼bung stand bzw. steht und die Erlangung eines persÃ¶nlichen Vorteils bezweckte. Als Ãrztin hat die BeschwerdefÃ¼hrerin auch Rezepte, Zeugnisse und Gutachten zuhanden Privater und behÃ¶rdlicher Stellen auszustellen und dabei ungeachtet eigener Interessen stets GewÃ¤hr fÃ¼r die Richtigkeit des Inhalts zu bieten. Die UrkundenfÃ¤lschung lÃ¤sst an der entsprechenden FÃ¤higkeit der BeschwerdefÃ¼hrerin erheblich zweifeln, und der Umstand, dass sie das <span>gefÃ¤lschte Doktordiplom der Gesundheitsdirektion einreichte, offenbart </span>eine beachtliche GeringschÃ¤tzung dieser gegenÃ¼ber. Dazu kommt die fÃ¤lschliche AuskÃ¼ndung <span>als "Dr. med.". Bereits diese Sachverhalte rechtfertigen den Bewilligungsentzug, weshalb es sich </span>erÃ¼brigt, nÃ¤her auf die Ã¼brigen â von der BeschwerdefÃ¼hrerin bestrittenen (vorn E. 3.4.1) â VorwÃ¼rfe des Beschwerdegegners und der Gesundheitsdirektion einzugehen. Insofern festzuhalten ist immerhin, dass das von der Staatsanwaltschaft See/Oberland betreffend UrkundenfÃ¤lschung gefÃ¼hrte Strafverfahren schliesslich mangels Nachweises einer ungerechtfertigten Bereicherungsabsicht eingestellt wurde, die BeschwerdefÃ¼hrerin den objektiven Tatbestand â das eigenhÃ¤ndige Erstellen einer WeiterbildungsbestÃ¤tigung und das Anbringen einer fremden, eingescannten Unterschrift â jedoch eingestanden hatte. Dieses Verhalten stellt die VertrauenswÃ¼rdigkeit der BeschwerdefÃ¼hrerin ebenso infrage wie die von den Kantonen Basel-Stadt und Schwyz erÃ¶ffneten Disziplinarverfahren, auch wenn diese letztlich â mit gewissen Vorbehalten der zustÃ¤ndigen BehÃ¶rden â eingestellt wurden. Inwiefern die pauschal gerÃ¼gte Eintragung des Bewilligungsentzugs im Medizinalberuferegister vor der Rechtskraft der VerfÃ¼gung vom 6. April 2021 sowie die angeblich verzÃ¶gerte Aufnahme des aufsichtsrechtlichen Verfahrens zugunsten der BeschwerdefÃ¼hrerin zu wÃ¼rdigen sein bzw. zu einer positiv(er)en EinschÃ¤tzung ihrer VertrauenswÃ¼rdigkeit fÃ¼hren mÃ¼ssten, erschliesst sich nicht. </p> <p class="Erwgung2"><b>4.2 </b>Zur Auflage, innert einer Frist von drei Wochen Behandlungen von Patientinnen und Patienten, die bereits in Behandlung stehen, abzuschliessen oder sie innert gleicher Frist zur geeigneten Weiterbehandlung zu Ã¼berweisen, und dem Verbot, neue Behandlungen zu beginnen (Dispositivziffer II der VerfÃ¼gung vom 6. April 2021), Ã¤ussert sich die BeschwerdefÃ¼hrerin nicht. Diese Verpflichtung ist eine Folge des rechtmÃ¤ssigen Entzugs der Bewilligung zur fachlich eigenverantwortlichen BerufsausÃ¼bung und ebenfalls nicht zu beanstanden. Auch zur Auflage, die Eingehung eines ArbeitsverhÃ¤ltnisses als Ãrztin unter fachlicher Aufsicht vor Stellenantritt zu melden, unter Beilage einer schriftlichen BestÃ¤tigung, dass der zukÃ¼nftige Arbeitgeber Ã¼ber den Inhalt der VerfÃ¼gung vom 6. April 2021 informiert worden sei, macht die BeschwerdefÃ¼hrerin keine AusfÃ¼hrungen. Der VollstÃ¤ndigkeit halber ist hierzu festzuhalten, dass es sich zur GewÃ¤hrleistung des Patientenschutzes im Einzelfall als notwendig erweisen kann, den Bewilligungsentzug nach Art. 38 MedBG zu publizieren (§ 5 Abs. 2 GesG). Dabei stellt eine Publikation im Amtsblatt die schwerste Massnahme dar, wovon der Beschwerdegegner absah. Die angeordnete Information des zukÃ¼nftigen Arbeitgebers erweist sich zum Schutz der Patientensicherheit als erforderlich, kann doch ein solcher seiner Aufsichtspflicht Ã¼ber die BeschwerdefÃ¼hrerin nur dann vollumfÃ¤nglich nachkommen, wenn er Kenntnis von der fehlenden VertrauenswÃ¼rdigkeit hat. Die Informationspflicht ist auch geeignet, die Patientensicherheit zu gewÃ¤hrleisten. Zwar dÃ¼rfte sich dieselbe im Fall der Stellensuche fÃ¼r die BeschwerdefÃ¼hrerin erschwerend auswirken. Unter den vorliegenden UmstÃ¤nden ist das Ã¶ffentliche Interesse am Schutz der Ã¶ffentlichen Ordnung und Gesundheit aber hÃ¶her zu gewichten als das private Interesse der BeschwerdefÃ¼hrerin. Damit erweist sich auch diese Verpflichtung der BeschwerdefÃ¼hrerin als rechtmÃ¤ssig.</p> <p class="Erwgung2"><b>4.3 </b>Der Entzug der Bewilligung zur selbstÃ¤ndigen BerufsausÃ¼bung erweist sich auch als verhÃ¤ltnismÃ¤ssig, wobei die BeschwerdefÃ¼hrerin insofern ebenfalls auf AusfÃ¼hrungen verzichtet. Einerseits ist diese Massnahme als zum Schutz der Ã¶ffentlichen Ordnung und Gesundheit sowie von Patientinnen und Patienten geeignet zu betrachten. Andererseits ist der Bewilligungsentzug auch als erforderlich zu qualifizieren. TatsÃ¤chlich handelt es sich beim Entzug der Bewilligung nach Art. 38 MedBG und nach § 7 Abs. 2 in Verbindung mit § 5 Abs. 1 lit. c GesG â anders als beim disziplinarischen Entzug â um einen "Sicherungsentzug", der dem objektiven Schutz der Ã¶ffentlichen Gesundheit im Allgemeinen und dem Schutz der Patientinnen und Patienten im Besonderen dient (vorn E. 2.4). Sind die Voraussetzungen fÃ¼r die Erteilung nicht mehr erfÃ¼llt, steht der rechtsanwendenden BehÃ¶rde kein Entschliessungsermessen mehr zu. Darauf weisen der Wortlaut von § 5 Abs. 1 GesG, wonach die Direktion die Bewilligung "entzieht", wenn die Voraussetzungen fÃ¼r deren Erteilung nicht mehr erfÃ¼llt sind (keine Kann-Bestimmung), und die polizeirechtliche Natur der Bewilligung hin, welche den Widerruf verlangt, wenn die Voraussetzungen, unter denen sie erteilt wurde, nachtrÃ¤glich entfallen. Kommt die zustÃ¤ndige BehÃ¶rde zum Schluss, die VertrauenswÃ¼rdigkeit sei nicht mehr gegeben, bleibt somit als einzige Rechtsfolge der Entzug der erteilten Bewilligung (vgl. dazu BGr, 17. Juni 2014, 2C_853/2013, E. 9.1.2, wonach der Gesetzgeber die Frage der Erforderlichkeit der Massnahme vorab entschieden habe; VGr, 6. Februar 2020, VB.2019.00241, E. 5.2). Das Aussprechen einer Busse oder eines Verweises als mildere Massnahme, wie dies die BeschwerdefÃ¼hrerin eventualiter beantragt, kommt damit nicht infrage. Zu Recht erachtete die Gesundheitsdirektion den einschneidenden Bewilligungsentzug auch als der BeschwerdefÃ¼hrerin zumutbar (vorn E. 3.3.3). Das Ã¶ffentliche Interesse am Schutz der Patientinnen und Patienten und eines intakten Gesundheitswesens, das auf einem verlÃ¤sslichen, integren VertrauensverhÃ¤ltnis und einer offenen und ehrlichen Zusammenarbeit zwischen GesundheitsbehÃ¶rden und Leistungserbringern basiert, ist vorliegend hÃ¶her zu gewichten als das wirtschaftliche Interesse der BeschwerdefÃ¼hrerin, welches zudem dadurch relativiert wird, dass ihr eine TÃ¤tigkeit unter fachlicher Aufsicht bzw. ohne eigene fachliche Verantwortung im Kanton ZÃ¼rich ebenso erlaubt bleibt wie das selbstÃ¤ndige Praktizieren in den Kantonen Basel-Stadt und Schwyz. </p> <p class="Erwgung2"><b>4.4 </b>Nach dem Gesagten ist die Beschwerde abzuweisen.</p> <p class="Erwgung1"><b>5. </b> </p> <p class="Urteilstext">AusgangsgemÃ¤ss sind die Gerichtskosten der BeschwerdefÃ¼hrerin aufzuerlegen (§ 65a Abs. 2 in Verbindung mit § 13 Abs.2 VRG). Eine ParteientschÃ¤digung steht ihr mangels Obsiegens nicht zu (§ 17 Abs. 2 VRG). Der Beschwerdegegner hat keine solche beantragt.</p> <p class="Einzug1"><span>DemgemÃ¤ss erkennt <span>die Kammer</span>:</span></p> <p class="Einzug2">1. Die Beschwerde wird abgewiesen.</p> <p class="Einzug2">2. Die GerichtsgebÃ¼hr wird festgesetzt auf <br/> Fr. 4'400.--; die Ã¼brigen Kosten betragen:<br/> <u>Fr. 145.--</u> Zustellkosten,<br/> <u>Fr. 4'545.--</u> Total der Kosten.</p> <p class="Einzug2">3. Die Gerichtskosten werden der BeschwerdefÃ¼hrerin auferlegt.</p> <p class="Einzug2">4. Es wird keine ParteientschÃ¤digung zugesprochen.</p> <p class="Einzug2">5. Gegen dieses Urteil kann Beschwerde in Ã¶ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten nach Art. 82 ff. des Bundesgerichtsgesetzes erhoben werden. Die Beschwerde ist innert 30 Tagen, von der Zustellung an gerechnet, beim Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, einzureichen.</p> <p class="Einzug2">6. Mitteilung an:<br/> a) die Parteien;<br/> b) die Gesundheitsdirektion;<br/> c) das EidgenÃ¶ssische Departement des Innern (EDI).</p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>