<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="content"> <div class="para">Bundesgericht </div> <div class="para">Tribunal fédéral </div> <div class="para">Tribunale federale </div> <div class="para">Tribunal federal </div> <div class="para"> </div> <div class="para">{T 0/2} </div> <div class="para">9C_1029/2009 </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Urteil vom 12. Februar 2010 </div> <div class="para">II. sozialrechtliche Abteilung </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Besetzung </div> <div class="para">Bundesrichter U. Meyer, Präsident, </div> <div class="para">Bundesrichter Borella, Bundesrichterin Pfiffner Rauber, </div> <div class="para">Gerichtsschreiber Ettlin. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Parteien </div> <div class="para">M.________, </div> <div class="para">Beschwerdeführer, </div> <div class="para"> </div> <div class="para">gegen </div> <div class="para"> </div> <div class="para">IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Brauerstrasse 54, 9016 St. Gallen, </div> <div class="para">Beschwerdegegnerin. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Gegenstand </div> <div class="para">Invalidenversicherung, </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Beschwerde gegen den Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 28. Oktober 2009. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">In Erwägung, </div> <div class="para">dass die IV-Stelle des Kantons St. Gallen dem 1980 geborenen M.________ mit Verfügungen vom 18. Dezember 2008 eine ausserordentliche ganze Invalidenrente ab 1. März 2002 bei einem Invaliditätsgrad von 100 % zusprach, </div> <div class="para">dass das Versicherungsgericht des Kantons St. Gallen die dagegen erhobene Beschwerde mit Entscheid vom 28. Oktober 2009 abwies, </div> <div class="para">dass M.________ mit Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten an das Bundesgericht gelangt und beantragt, der Anspruch auf eine Invalidenrente sei ab Vollendung seines 18. Altersjahrs anzuerkennen, </div> <div class="para">dass die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten (<span class="artref">Art. 82 ff. BGG</span>) wegen Rechtsverletzung gemäss <span class="artref">Art. 95 und <artref id="CH/173.110/96" type="start"></artref>Art. 96 BGG</span><artref id="CH/173.110/95" type="end"></artref> erhoben werden kann, wobei das Bundesgericht seinem Urteil den Sachverhalt zugrunde legt, den die Vorinstanz festgestellt hat (<span class="artref">Art. 105 Abs. 1 BGG</span>); das Bundesgericht kann die Sachverhaltsfeststellung der Vorinstanz nur berichtigen oder ergänzen, wenn sie offensichtlich unrichtig ist oder auf einer Rechtsverletzung im Sinne von <span class="artref">Art. 95 BGG</span> beruht (<span class="artref">Art. 97 Abs. 1 und <artref id="CH/173.110/105/2" type="start"></artref>Art. 105 Abs. 2 BGG</span><artref id="CH/173.110/97/1" type="end"></artref>; vgl. <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=9&amp;from_date=29.01.2010&amp;to_date=17.02.2010&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F132-V-393%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page393">BGE 132 V 393</a>), </div> <div class="para">dass die Vorinstanz die Nachzahlung von Rentenbetreffnissen über den 1. März 2002 hinaus im Lichte von <span class="artref">Art. 48 Abs. 2 Satz 2 IVG</span> (in der bis 31. Dezember 2007 geltenden Fassung) beurteilt hat, gemäss welcher Bestimmung weitergehende Nachzahlungen als zwölf Monate vor der Anmeldung (<span class="artref">Art. 48 Abs. 2 Satz 1 IVG</span>) erbracht werden, wenn der Versicherte den anspruchsbegründenden Sachverhalt nicht kennen konnte und die Anmeldung innert zwölf Monaten nach Kenntnisnahme vornimmt, </div> <div class="para">dass unter dem anspruchsbegründenden Sachverhalt der körperliche oder geistige Gesundheitsschaden zu verstehen ist, der eine voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde Erwerbsunfähigkeit verursacht oder der den nichterwerbstätigen Versicherten in seinem bisherigen Aufgabenbereich beeinträchtigt (ZAK 1984 S. 403 E. 1), </div> <div class="para"> </div> <div class="para">dass die Vorinstanz das vom 1. August 2000 bis 31. Juli 2001 absolvierte Praktikum des Beschwerdeführers zur Ausbildung als kaufmännischer Angestellter als denjenigen Zeitpunkt feststellte, in welchem der Versicherte den anspruchsbegründenden Sachverhalt spätestens gekannt hat, was unter dem Gesichtswinkel der eingeschränkten Überprüfungsbefugnis des Bundesgerichts (<span class="artref">Art. 97 Abs. 1 BGG</span>) insofern nicht zu beanstanden ist, als mit Blick auf die wegen schulischer Schwierigkeiten bereits 1995 begonnene psychiatrische Behandlung jedenfalls eine spätere Kenntnisnahme auszuschliessen ist, </div> <div class="para">dass namentlich das beschwerdeführerische Argument nicht verfängt, die Frage der Anmeldung bei der Invalidenversicherung habe sich erstmals mit dem Ende des Anspruchs auf Arbeitslosentaggeld im Herbst 2002 gestellt, da zwischen dem Ende des Leistungsanspruchs bei der Arbeitslosenversicherung und der invalidenversicherungsrechtlichen Anspruchsbegründung kein rechtlicher Zusammenhang besteht, </div> <div class="para">dass die Anmeldung vom 3. März 2003 nicht innert 12 Monaten nach der vorinstanzlich festgestellten Kenntnisnahme des anspruchsbegründenden Sachverhalts (Sommer 2001) ergangen ist (<span class="artref">Art. 48 Abs. 2 Satz 2 IVG</span>), </div> <div class="para">dass die vom Beschwerdeführer behauptete Anmeldung von 1984 daran nichts änderte, weil hiemit grundsätzlich nur die im Anmeldezeitpunkt bestehenden Ansprüche gewahrt werden (ZAK 1980 S. 539), er im Alter von 4 Jahren zweifellos keinen Rentenanspruch besass, und diese frühere Anmeldung keineswegs unbefristet anspruchswahrende Wirkung zeitigte (<a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=9&amp;from_date=29.01.2010&amp;to_date=17.02.2010&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F121-V-195%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page195">BGE 121 V 195</a>), weshalb eine Nachzahlung weiter zurück als bis zum 1. März 2002 nicht Platz greifen kann, </div> <div class="para">dass daher der Frage nicht nachzugehen ist, ob im Hinblick auf <span class="artref">Art. 26bis IVV</span> (gültig gewesen bis 31. Dezember 2007) und die unter diesem Aspekt üblicherweise zur Anwendung gelangende Invaliditätsbemessungsmethode des Betätigungsvergleichs (<span class="artref">Art. 28 Abs. 2bis IVG</span> [in der bis zum 31. Dezember 2007 gültigen Fassung]; ZAK 1982 S. 495) sowie den Umstand, dass der Versicherte die erstmalige berufliche Ausbildung in der Regeldauer von drei Jahren im Sommer 2001 vollendet hat, vor dem 1. März 2002 überhaupt ein Rentenanspruch entstehen konnte, </div> <div class="para">dass der Beschwerdeführer sodann mit der Rüge nicht durchdringt, das kantonale Gericht habe zu Unrecht seine Beschwerde abgewiesen, obwohl es seinem Antrag auf einen höheren Validenlohn entsprochen habe, weil er verkennt, dass sich der von der Vorinstanz von Fr. 65'250.- auf Fr. 93'828.- korrigierte Validenlohn leistungsmässig nicht auswirkt, und das kantonale Gericht offenkundig ein Feststellungsinteresse nicht bejaht hat, da sich der angefochtene Entscheid hiemit nicht befasst, so dass die Höhe des Valideneinkommens lediglich Teil der Entscheidbegründung ist und das Dispositiv nicht beschlägt (<a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=9&amp;from_date=29.01.2010&amp;to_date=17.02.2010&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F125-V-413%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page413">BGE 125 V 413</a> E. 2b S. 416; Urteil 9C_703/2009 vom 30. Oktober 2009 E. 2.2, Urteil 8C_841/2008 E. 2.2 sowie 3 vom 7. April 2009), </div> <div class="para">dass der Beschwerdeführer auch vor Bundesgericht kein aktuelles schutzwürdiges Interesse an der Feststellung des Validenlohnes darzulegen vermag und namentlich weder eine künftige Rentenrevision noch eine in Zukunft irgendwie geartete Gesetzesänderung mit allfälligem Einfluss auf die Invaliditätsbemessung ein Feststellungsinteresse begründen, weshalb der angefochtene Entscheid auch in dieser Hinsicht der Prüfung stand hält, </div> <div class="para">dass dem Verfahrensausgang entsprechend die Gerichtskosten dem Beschwerdeführer aufzuerlegen sind (<span class="artref">Art. 66 Abs. 1 BGG</span>), </div> <div class="para"> </div> <div class="para">erkennt das Bundesgericht: </div> <div class="para"> </div> <div class="para">1. </div> <div class="para">Die Beschwerde wird abgewiesen. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">2. </div> <div class="para">Die Gerichtskosten von Fr. 500.- werden dem Beschwerdeführer auferlegt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">3. </div> <div class="para">Dieses Urteil wird den Parteien, dem Versicherungsgericht des Kantons St. Gallen und dem Bundesamt für Sozialversicherungen schriftlich mitgeteilt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Luzern, 12. Februar 2010 </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Im Namen der II. sozialrechtlichen Abteilung </div> <div class="para">des Schweizerischen Bundesgerichts </div> <div class="para">Der Präsident: Der Gerichtsschreiber: </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Meyer Ettlin </div> </div></body></html>