A bteilung I A -1553/2006 {T 0/2} U rteil vom 26. Septem ber 2007 M itw irkung: R ichter M arkus M etz (Vorsitz), R ichterin Salom e Zim m erm ann, R ichter Pascal M ollard; G erichtsschreiber Jürg Steiger. A ._______, Beschw erdeführer, gegen Eidgenössische Steuerverw altung, H auptabteilung M ehrw ertsteuer, Schw arztorstrasse 50, 3003 Bern, Vorinstanz betreffend M ehrw ertsteuer (M W STV; 1. Q uartal 1999 - 4. Q uartal 2000; Erm essenseinschätzung, Vorsteuerabzug) B u n d e s v e rw a ltu n g s g e ric h t T rib u n a l a d m in is tra tif fé d é ra l T rib u n a le a m m in is tra tiv o fe d e ra le T rib u n a l a d m in is tra tiv fe d e ra l2 Sachverhalt: A. A._______ beschäftigte sich in R egensdorf m it dem H andel m it gebrauchten Autos aller M arken im unteren Preissegm ent. Er führte daneben Transporte m it eigenen Fahrzeugen aus und verm ittelte den Kauf und Verkauf von Fahrzeugen. Am 30. Septem ber 2004 führte die Eidgenössische Steuerverw altung (ESTV) bei A._______ eine M ehrw ertsteuerkontrolle durch und führte diese – nachdem A._______ praktisch keine Belege vorw eisen konnte – am 1. O ktober 2004 bei der Steuerverw altung des Kantons Zürich fort, da der Treuhänder von A._______ geltend gem acht hatte, die Belege jew eils m it der Steuererklärung eingereicht zu haben. Aber auch dort w aren keine Belege vorhanden. M angels U nterlagen und Belegen nahm die ESTV eine Erm essenseinschätzung vor. D iese zeigte, dass der kalkulierte U m satz von A._______ im Jahr 1998 und in den Folgejahren m ehr als Fr. 250'000.-- betragen hatte; es w urde deshalb seine Steuerpflicht auf den 1. Januar 1999 festgestellt. M it der Ergänzungsabrechnung (EA) N r. 147'828 vom 30. Septem ber 2004 m achte die ESTV für die Kontrollperiode 1. Q uartal 1999 bis 4. Q uartal 2000 (Zeitraum vom 1. Januar 1999 bis 31. D ezem ber 2000) Fr. 43'439.-- und Verzugszins seit dem 31. August 2002 (m ittlerer Verfall) geltend. Am 14. O ktober 2004 bestritt A._______ seine Steuerpflicht, da der erzielte „H andelsgew inn“ im m er unter Fr. 75'000.-- pro Jahr gelegen habe und bei Anw endung der M argenbesteuerung das Steuerbetreffnis unter Fr. 4'000.-- jährlich gelegen hätte. B. Am 17. N ovem ber 2004 bestätigte die ESTV die Steuerpflicht von A._______ ab dem 1. Januar 1999 und die EA N r. 147'828 in einem form ellen Entscheid, gegen den A._______ am 8. D ezem ber 2004 Einsprache einreichte. D ie ESTV forderte ihn am 10. N ovem ber 2005 auf, diverse Buchhaltungsunterlagen, w elche zum Vorsteuerabzug berechtigten, einzureichen. Am 29. N ovem ber 2005 sandte A._______ der ESTV Aufstellungen über die Einnahm en und Ausgaben im Kontrollzeitraum zu, ohne sich jedoch zur Zusam m ensetzung der dort festgehaltenen Zahlen zu äussern, geschw eige denn Belege für deren R ichtigkeit zu liefern. Im Einspracheentscheid vom 25. Januar 2006 w ies die ESTV die Einsprache ab und bestätigte die Steuerforderung gem äss der EA N r. 147'828. C . D agegen reichte A._______ am 25. Februar 2006 Beschw erde bei der Eidgenössischen Steuerrekurskom m ission (SR K) ein m it dem Begehren, die Eintragung im Steuerregister rückw irkend zu w iderrufen, die EA N r. 147'828 zu annullieren und ihm eine R ente von m onatlich Fr. 3'000.-- zuzusprechen. Er begründete seine Beschw erde im W esentlichen dam it, dass die ESTV die Einkäufe nicht in Abzug gebracht habe. Er habe nur die M arge (G ew inn) ausgew iesen, w elche sich aus U m satz abzüglich Einkauf errechnete. Sein Einkom m en von m onatlich Fr. 2'500.-- bis Fr. 3'500.-- habe er im m er ordentlich versteuert und dokum entiert. D ie ESTV nahm die Beschw erde zum Anlass, den Einspracheentscheid vom 25. Januar 2006 3 aufzuheben und die Steuerforderung im W iedererw ägungs- einspracheentscheid vom 2. O ktober 2006 auf Fr. 14'500.-- zuzüglich Verzugszins seit 31. August 2002 zu reduzieren. Sie tat dies auf G rund ihrer ausnahm sw eisen Bereitschaft, im Sinne eines Entgegenkom m ens der von A._______ nicht nachgew iesenen Vorsteuer R echnung zu tragen. Sie schätzte diese Vorsteuer nach pflichtgem ässem Erm essen und berücksichtigte dabei auch, dass A._______ H andel m it gebrauchten M otorfahrzeugen trieb. D . In der Eingabe vom 4. N ovem ber 2006 hielt A._______ (Beschw erdeführer) an seiner Beschw erde auch gegen den W ieder- erw ägungseinspracheentscheid vom 2. O ktober 2006 und an seinen R echtsbegehren fest und w ies darauf hin, er habe im Jahr 1998 eine Anm eldung als M ehrw ertsteuerpflichtiger gem acht, die jedoch von der ESTV zurückgew iesen w orden sei. D ie ESTV begründete ihren Entscheid noch einm al m it der D uplik vom 30. N ovem ber 2006. Für die w eiteren entscheidrelevanten Begründungen des Beschw erdeführers und der ESTV w ird auf die Erw ägungen des Bundesverw altunsgerichts (BVG er) verw iesen. E. D as BVG er orientierte die Parteien am 9. Februar 2007 über die Ü bernahm e des Verfahrens. D as B undesverw altungsgericht zieht in Erw ägung: 1. 1.1 D as BVG er ist nach Art. 53 Abs. 2 des Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesverw altungsgericht (VG G , SR 173.32) seit dem 1. Januar 2007 zur Entscheidung in der vorliegenden Streitsache zuständig. D ie Be- schw erde vom 25. Februar 2006 gegen den Einspracheentscheid der ESTV vom 25. Januar 2006 w urde seinerzeit frist- und form gerecht bei der SR K eingereicht. D er Beschw erdeführer ist nach Art. 48 Abs. 1 Bst. b des Bundesgesetzes vom 20. D ezem ber 1968 über das Verw altungsverfahren (Vw VG , SR 172.021) zur Beschw erde legitim iert. D er vom Be- schw erdeführer gestützt auf Art. 63 Abs. 4 Vw VG einverlangte Kosten- vorschuss von Fr. 1'000.-- ist fristgerecht bezahlt w orden. Auf die Be- schw erde ist m ithin einzutreten. D as BVG er übernim m t am 1. Januar 2007 die Beurteilung des am 31. D ezem ber 2006 bei der SR K hängigen R echtsm ittels und w endet das neue Verfahrensrecht an (Art. 53 Abs. 2 VG G ). 1.2 D as BVG er kann den angefochtenen Einspracheentscheid grundsätzlich in vollem U m fange überprüfen. D er Beschw erdeführer kann neben der Ver- letzung von Bundesrecht (Art. 49 Bst. a Vw VG ) und der unrichtigen oder unvollständigen Feststellung des rechtserheblichen Sachverhaltes (Art. 49 Bst. b Vw VG ) auch die R üge der U nangem essenheit erheben (Art. 49 Bst. c Vw VG ; AN D R É M O SE R , in AN D R É M O SE R /PETER U EBER SA X, Prozessieren vor eidgenössischen R ekurskom m issionen, Basel und Frankfurt am M ain 4 1998, R z. 2.59; U LR IC H H ÄFELIN /G EO R G M Ü LLE R /FELIX U H LM AN N , Allgem eines Verw altungsrecht, 5. Aufl., Zürich 2006, R z. 1758 ff.). 1.3 Am 1. Januar 2001 ist das Bundesgesetz vom 2. Septem ber 1999 über die M ehrw ertsteuer (M W STG , SR 641.20) in Kraft getreten. Sow eit Sachver- halte vor dem 1. Januar 2001 zu beurteilen sind, findet jedoch die M ehr- w ertsteuerverordnung vom 22. Juni 1994 (M W STV, AS 1994 1464) An- w endung (Art. 93 Abs. 1 M W STG ). 2. 2.1 D er Steuer unterliegen nach Art. 4 Bst. a und b M W STV die im Inland gegen Entgelt erbrachten Lieferungen von G egenständen und erbrachten D ienstleistungen und der Eigenverbrauch (Art. 4 Bst. c M W STV). Eine Lieferung liegt vor, w enn die Befähigung verschafft w ird, im eigenen N am en über einen G egenstand w irtschaftlich zu verfügen (Art. 5 Abs. 1 M W STV). Als D ienstleistung gilt nach Art. 6 Abs. 1 M W STV jede Leistung, die keine Lieferung eines G egenstandes ist. 2.2 Steuerpflichtig ist, w er eine m it der Erzielung von Einnahm en verbundene gew erbliche oder berufliche Tätigkeit selbständig ausübt, selbst w enn die G ew innabsicht fehlt, sofern seine Lieferungen, D ienstleistungen und sein Eigenverbrauch im Inland jährlich gesam thaft Fr. 75'000.-- übersteigen (Art. 17 Abs. 1 M W STV). Von der Steuerpflicht sind nach Art. 19 Abs. 1 Bst. a M W STV U nternehm er ausgenom m en, deren Jahresum satz höchstens Fr. 250'000.-- erreicht, sofern die nach Abzug der Vorsteuer verbleibende Steuer regelm ässig nicht m ehr als Fr. 4'000.-- im Jahr betragen w ürde. D ie Steuerpflicht beginnt nach Ablauf des Kalenderjahres, in dem der m assgebende U m satz erzielt w orden ist (Art. 21 Abs. 1 M W STV). 2.3 D ie Steuer w ird vom Entgelt berechnet (Art. 26 Abs. 1 M W STV). Zum Entgelt gehört alles, w as der Em pfänger als G egenleistung für die Lieferung oder D ienstleistung aufw endet (Art. 26 Abs. 2 M W STV). 2.4 D ie Veranlagung und Entrichtung der M ehrw ertsteuer erfolgt nach dem Selbstveranlagungsprinzip (Art. 37 f. M W STV; vgl. ER N S T BLU M EN STEIN /PETER LO C H ER , System des schw eizerischen Steuerrechts, 6. Aufl., Zürich 2002, S. 421 ff.). D ies bedeutet, dass der Steuerpflichtige selbst und unaufge- fordert über seine U m sätze und Vorsteuern abzurechnen und innerhalb von 60 Tagen nach Ablauf der Abrechnungsperiode den geschuldeten M ehrw ertsteuerbetrag an die ESTV abzuliefern hat. D er Steuerpflichtige hat seine M ehrw ertsteuerforderung selbst festzustellen; er ist allein für die vollständige und richtige Versteuerung seiner steuerbaren U m sätze und für die korrekte Erm ittlung der Vorsteuer verantw ortlich (U rteile des BVG er A-1476/2006 und A-1492/2006 vom 26. April 2007, E. 4.2.1; ISAB ELLE H O M BER G ER G U T, in m w st.com , Basel/G enf/M ünchen 2000, Art. 46 R z. 1 ff.; ALO IS C AM EN ZIN D /N IKLAU S H O N AU ER /KLAU S A. VALLEN D E R, H andbuch zum M ehr- w ertsteuergesetz, 2. Aufl., Bern 2003, R z. 1579 ff.; vgl. Kom m entar des Eidgenössischen Finanzdepartem entes zur Verordnung über die M ehrw ertsteuer vom 22. Juni 1994, S. 38). Ein Verstoss des 5 M ehrw ertsteuerpflichtigen gegen diesen G rundsatz ist als schw erw iegend anzusehen, da der Steuerpflichtige durch das M issachten dieser Vorschrift die ordnungsgem ässe Erhebung der M ehrw ertsteuer und dam it das Steuersystem als solches gefährdet (vgl. die Entscheide der SR K vom 27. M ärz 2006 [SR K 2003-184] E. 2c, vom 31. August 2004 [SR K 2003-168] E. 3a, vom 12. August 2002, veröffentlicht in Archiv für Schw ei- zerisches Abgaberecht [ASA] 73 S. 232 f. sow ie vom 25. August 1998, veröffentlicht in Verw altungspraxis der Bundesbehörden [VPB] 63.27 E. 3a). D ieser Auffassung ist auch das BVG er (U rteile des BVG er vom 20. M ärz 2007, a.a.O . E. 2.2, A-1403/2006 vom 5. Juli 2007 E. 2.2.1). 2.5 G em äss Art. 47 Abs. 1 M W STV hat der Steuerpflichtige seine G eschäftsbücher ordnungsgem äss zu führen und so einzurichten, dass sich aus ihnen die für die Feststellung der Steuerpflicht sow ie für die Berechnung der Steuer und der abziehbaren Vorsteuern m assgebenden Tatsachen leicht und zuverlässig erm itteln lassen. D ie ESTV kann hierüber nähere Bestim m ungen aufstellen. Von dieser Befugnis hat sie m it dem Erlass der W egleitung für M ehrw ertsteuerpflichtige (in erster Auflage erschienen im H erbst 1994; im Frühling 1997 als W egleitung 1997 für M ehrw ertsteuerpflichtige neu herausgegeben; im Folgenden: W egleitung 1997) G ebrauch gem acht. In der W egleitung 1997 sind genauere Angaben enthalten, w ie eine derartige Buchhaltung auszugestalten ist (R z. 870 ff.). Alle G eschäftsfälle m üssen fortlaufend, chronologisch und lückenlos aufgezeichnet w erden (R z. 874 der W egleitung 1997) und alle Eintragungen haben sich auf entsprechende Belege zu stützen, so dass die einzelnen G eschäftsvorfälle von der Eintragung in die H ilfs- und G rundbücher bis zur Steuerabrechnung und bis zum Jahresabschluss sow ie um gekehrt leicht und genau verfolgt w erden können («Prüfspur»; vgl. R z. 879 der W egleitung 1997). 2.6 D ie ESTV erm ittelt die H öhe des geschuldeten M ehrw ertsteuerbetrages nur dann an Stelle des Steuerpflichtigen, w enn dieser seinen Pflichten nicht nachkom m t (vgl. ALO IS C AM EN ZIN D /N IKLAU S H O N AU E R , H andbuch zur neuen M ehrw ertsteuer, Bern 1995, S. 267 f. R z. 994 ff.). N ach Art. 48 M W STV nim m t die ESTV eine Schätzung nach pflichtgem ässem Erm essen vor, w enn keine oder nur unvollständige Aufzeichnungen vorliegen oder die ausgew iesenen Ergebnisse m it dem w irklichen Sachverhalt offensichtlich nicht übereinstim m en. Eine Schätzung m uss insbesondere auch dann erfolgen, w enn die Verstösse gegen die form ellen Buchhaltungsregeln derart gravierend sind, dass sie die m aterielle R ichtigkeit der Buchhaltungsergebnisse in Frage stellen (Entscheid der SR K vom 3. D ezem ber 2003, veröffentlicht in VPB 68.73 E. 2b; vgl. zum R echt der W arenum satzsteuer: BG E 105 Ib 182 ff. m it w eiteren H inw eisen; ASA 61 S. 819 E. 3a, 61 S. 532 f. E. 2b, 59 S. 563 E. 1). Selbst eine form ell einw andfreie Buchführung kann die D urchführung einer Schätzung erfordern, w enn die in den Büchern enthaltenen G eschäftsergebnisse von den Erfahrungszahlen w esentlich abw eichen (ASA 58 S. 383 E. 2b, m it w eiteren H inw eisen, 42 S. 407 E. 2c, m it H inw eisen, 35 S. 479 E. 2). D abei hat die Verw altung diejenige Schätzungsm ethode zu w ählen, die 6 den individuellen Verhältnissen im Betrieb des Steuerpflichtigen sow eit als m öglich R echnung trägt, auf plausiblen Angaben beruht und deren Ergebnis der w irklichen Situation m öglichst nahe kom m t (Entscheid der SR K vom 5. Januar 2000, publiziert in VPB 64.83 E. 3a; ASA 61 S. 819 E. 3a, 52 S. 238 E. 4). In Betracht fallen einerseits M ethoden, die auf eine Ergänzung oder R ekonstruktion der ungenügenden Buchhaltung hinauslaufen, andererseits U m satzschätzungen aufgrund unbestrittener Teil-R echnungsergebnisse in Verbindung m it Erfahrungssätzen (ASA 63 S. 239, 52 S. 239 E. 4). D abei obliegt es dem Steuerpflichtigen, den Bew eis für die U nrichtigkeit der Schätzung zu erbringen. Erst w enn der Steuerpflichtige den N achw eis dafür erbringt, dass der Vorinstanz bei der Schätzung erhebliche Erm essensfehler unterlaufen sind, nim m t das BVG er – w ie früher die SR K – eine Korrektur der vorinstanzlichen Schätzung vor (U rteil des BVG er A-1587/2006 vom 14. M ai 2007 E. 2.5; ausführlich zur Praxis der SR K: Entscheide der SR K vom 5. Januar 2000, a.a.O ., E. 2 m it zahlreichen H inw eisen, vom 14. M ai 2003, veröffentlicht in VPB 67.122 E. 2 c/cc). G rundsätzlich hat die ESTV den Vorsteuerabzug nicht zu schätzen (U rteil des Bundesgerichts 2A.558/2006 vom 6. M ai 2006 E. 2.3); sie kann aber im Sinn einer Ausnahm e den Vorsteuerabzug aus einer bestehenden G ew inn- und Verlustrechnung bestim m en (U rteil des BVG er A-1580/2006 vom 16. M ai 2007 E. 3.2). 3. Im vorliegenden Fall m acht der Beschw erdeführer im W esentlichen geltend, er habe jährlich einen N ettoerlös von ca. Fr. 30'000.-- erreicht, die Erm essenseinschätzung sei im Verhältnis zum tatsächlichen Erlös unrealistisch und m issbräuchlich und die kantonalen Steuerbehörden hätten aufgrund der eingereichten U nterlagen die Steuern für Kanton und Bund definitiv veranschlagen können. 3.1 D ie Voraussetzungen für eine Erm essenseinschätzung durch die ESTV im Fall des Beschw erdeführers lagen zw eifellos vor (oben. E. 2.6). D er Beschw erdeführer hat kein Kassabuch geführt, obw ohl er einen bargeldintensiven Betrieb führte. Er hat w eder G rundbücher oder Kontoblätter geführt noch eine Bilanz erstellt. Eine Art rudim entäre Erfolgsrechnung als „Aufstellung Einnahm en- und Ausgaben“ m it dem Ausw eis eines N ettogew inns über die Jahre 1999 bis 2004 liegt vor. H ingegen hat der Beschw erdeführer keine W agenhandelskontrolle geführt und konnte für die relevante Periode keinerlei Belege vorw eisen. Als relevanten U m satz hat die ESTV den vom Beschw erdeführer selbst ausgew iesenen „H andelsertrag“ (1999 Fr. 57'200.-- und 2000 Fr. 74'320.--) beigezogen und um geschätzte Transportleistungen m it seinem Lieferw agen und Sachentransportanhänger von jährlich Fr. 1'000.-- reduziert, nachdem der Beschw erdeführer ausgesagt hatte, das Entgelt aus Transportleistungen sei gering gew esen. Aufgrund einer branchenüblichen M arge von 21% im G ebrauchtw agenhandel ergab sich aus dem Bruttogew inn der H andelstätigkeit ein geschätzter H andelsum satz von Fr. 267'619.-- für das Jahr 1999 und ein solcher von Fr. 349'143.-- für das Jahr 2000. U nter Berücksichtigung der jährlichen Transportleistungen errechnete die ESTV für das Jahr 1999 dam it einen 7 steuerpflichtigen U m satz von Fr. 268'619.-- und für das Jahr 2000 Fr. 350'143.--. Von der daraus entstehenden U m satzsteuerschuld hat die ESTV (unbelegte, jedoch geschätzte) Vorsteuern von Fr. 12'563.-- für das Jahr 1999 und von Fr. 16'376.-- für das Jahr 2000 in Abzug gebracht. D ie ESTV berücksichtigte zur Berechnung der Plausibilität der Erm essenseinschätzung ebenfalls, dass der Beschw erdeführer für seinen W agenhandel bis zu 17 Parkplätze zugem ietet hatte, auf dem die zu verkaufenden Fahrzeuge bis zu zw ei M onaten standen. Pro Platz erreichte der Beschw erdeführer nach eigenen Angaben einen U m satz von ca. Fr. 19'000.--, oder insgesam t Fr. 323'000.--, pro Jahr. D a der Beschw erdeführer nach eigenen Angaben seine Fahrzeuge auch privat benutzt hatte, rechnete die ESTV ihm eine Eigenverbrauchsteuer gem äss dem M erkblatt N r. 3, Vereinfachungen bei Privatanteilen/N atural- bezügen/Personenverpflegungen, von insgesam t Fr. 270.-- für die relevante Steuerperiode auf. Es ist auch nicht zu beanstanden, dass die ESTV im vorliegenden Fall im R ahm en ihrer W iedererw ägung ausnahm sw eise die nicht nachgew iesenen Vorsteuern nach pflichtgem ässem Erm essen berechnet hat (W iedererw ägungsentscheid vom 2. O ktober 2006, S. 9 f.) m it der Begründung, dass es sich um eine rückw irkende Eintragung gehandelt habe und der Beschw erdeführer nach seiner (zurückgew iesenen) Anm eldung bei der ESTV im Jahr 1998 davon ausgegangen w ar, er sei nicht steuerpflichtig. Eine Abkehr von der grundsätzlichen R echtsprechung, dass der Vorsteuerabzug durch die ESTV nicht zu schätzen sei (E. 2.6), verm ag das Bundesverw altungsgericht im Vorgehen der ESTV nicht zu erkennen; auf eine reform atio in pejus ist deshalb zu verzichten. W eder an der M ethode der Erm essenseinschätzung noch am Ergebnis ist irgend etw as zu bem ängeln. Zw eifellos begründet der kalkulierte U m satz von Fr. 293'381.-- im Jahr 1998 und der ferner erzielte U m satz in der relevanten Steuerperiode die Steuerpflicht des Beschw erdeführers ab dem 1. Januar 1999 (E. 2.2). Auf den U m stand, dass seine Steuern bei Bund und Kanton für die Jahre 1998 bis 2003 aufgrund vorhandener U nterlagen rechtskräftig veranlagt w orden sind, kom m t es bei der Berechnung der M ehrw ertsteuer nicht an (Entscheid der SR K vom 18. Juli 2003, veröffentlicht in VPB 68.19 E. 4 a-c). 3.2 Sow eit der Beschw erdeführer schliesslich die Leistung einer m onatlichen R ente von Fr. 3'000.-- fordert, fehlt dafür offensichtlich in der M W STV jede gesetzliche G rundlage, w eshalb das Begehren abzuw eisen ist. 3.3 Insgesam t erw eist sich, dass der Beschw erdeführer aufgrund des jährlich erzielten U m satzes (es kom m t nicht auf den N ettoerlös an) in der entsprechenden Kontrollperiode steuerpflichtig ist und dass der ESTV in der Erm essenseinschätzung über seinen jährlich erzielten U m satz keine Fehler unterlaufen sind. Sie hat auch die nicht nachgew iesenen Vorsteuern berücksichtigt und nach pflichtgem ässem Erm essen geschätzt. Auf den U m stand, dass seine Steuern bei Bund und Kanton für die Jahre 8 1998 bis 2003 aufgrund vorhandener U nterlagen rechtskräftig veranlagt sind, kom m t es bei der Berechnung der M ehrw ertsteuer nicht an. D ie Beschw erde ist aus diesem G rund abzuw eisen. 4. D ie Verfahrenskosten sind bei diesem Ausgang des Verfahrens dem Beschw erdeführer aufzuerlegen (Art. 63 Abs. 1 Vw VG ). Sie betragen nach Art. 4 des R eglem ents vom 11. D ezem ber 2006 über die Kosten und Ent- schädigungen vor dem Bundesverw altungsgericht (VG KE, SR 173.320.2) angesichts der R eduktion der Steuerforderung durch den W iederer- w ägungseinspracheentscheid der ESTV vom 2. O ktober 2006 Fr. 800.-- und w erden m it dem Kostenvorschuss von Fr. 1'000.-- verrechnet; die D ifferenz von Fr. 200.-- ist dem Beschw erdeführer nach Eintritt der R echtskraft dieses U rteils zu erstatten. D em nach erkennt das B undesverw altungsgericht: 1. D ie Beschw erde w ird abgew iesen. 2. D er Beschw erdeführer trägt die Verfahrenskosten von Fr. 800.--; sie w erden m it dem Kostenvorschuss von Fr. 1'000.-- verrechnet. D er R est von Fr. 200.-- w ird dem Beschw erdeführer nach Eintritt der R echtskraft dieses U rteils zurückerstattet. 3. D ieses U rteil w ird eröffnet: - dem Beschw erdeführer (m it G erichtsurkunde) - der Vorinstanz (R ef-N r. ...) (m it G erichtsurkunde) D er vorsitzende R ichter: D er G erichtsschreiber: M arkus M etz Jürg Steiger R echtsm ittelbelehrung U rteile des Bundesverw altungsgerichts können innert 30 Tagen seit Eröffnung beim Schw eizerischen Bundesgericht in Lausanne angefochten w erden. D ie R echtsschrift ist in einer Am tssprache abzufassen und hat die Begehren, deren Begründung m it Angabe der Bew eism ittel und die U nterschrift zu enthalten. Sie m uss spätestens am letzten Tag der Frist beim Bundesgericht eingereicht oder zu dessen H anden der Schw eizerischen Post oder einer schw eizerischen diplom atischen oder konsularischen Vertretung übergeben w erden (Art. 42, 48, 54, 83 Bst. m und Art. 100 des Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht [Bundesgerichtsgesetz, BG G , SR 173.110]). Versand am :