<!DOCTYPE HTML PUBLIC "-//W3C//DTD HTML 4.01 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/html4/loose.dtd"> <html lang="en"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Entscheid: BV.2007.00118</title> <link href="/c050018/svg/findexweb.nsf/favicon.ico" rel="SHORTCUT ICON"/> <link href="/xsp/.ibmxspres/dojoroot-1.9.7/dijit/themes/tundra/tundra.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> <link href="/xsp/.ibmxspres/dojoroot-1.9.7/ibm/domino/widget/layout/css/domino-default.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> <link href="/domjava/xsp/theme/webstandard/xsp.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> <link href="/domjava/xsp/theme/webstandard/xspLTR.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> <link href="/domjava/xsp/theme/webstandard/xspFF.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> <link href="/c050018/svg/findexweb.nsf/svger.scss" media="screen" rel="stylesheet" type="text/css"/> <link href="/c050018/svg/findexweb.nsf/svger_print.scss" media="print" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body class="xspView tundra"> <form action="/c050018/svg/findexweb.nsf/urteil.xsp?uid=UWEE-9AQW5M" class="xspForm" enctype="multipart/form-data" id="view:_id1" method="post"> <header><div class="container-main noprint"><div class="container-header"><img alt="" class="xspImage" id="view:_id1:_id2:image1" src="/c050018/svg/findexweb.nsf/logo.png"/><div class="container-header-slogan show-for-medium"><h6>Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich</h6></div></div></div></header><div class="container"> <div class="inner-container1 wrap clearfix"> <section class="vacancy"><div class="grid-container container-main"> <div class="grid-x grid-margin-x grid-margin-y container-form"> <div class="cell small-9 noprint"> <span>Entscheid: BV.2007.00118<span class="xspTextComputedField"></span></span></div> <div class="cell small-3 noprint"> <a href="#" id="view:_id1:lnkPrint">Drucken</a><a href="#" id="view:_id1:lnkBack">Zurück</a></div> <div class="cell small-12"> <div id="view:_id1:inputRichText1"><div class="domino-par--indent"><font face="RotisSansSerif ExtraBold" size="3"><b>BV.2007.00118</b></font><br/> <font face="RotisSansSerif ExtraBold" size="3"><b> </b></font><br/> <font face="RotisSansSerif ExtraBold" size="5">Sozialversicherungsgericht</font><br/> <font face="RotisSansSerif ExtraBold" size="5">des Kantons Zürich</font><br/> <font face="serif" size="3">III. Kammer</font><br/> <font face="serif" size="3">Sozialversicherungsrichter Spitz, Vorsitzender</font> <p><font face="serif" size="3">Sozialversicherungsrichterin Daubenmeyer</font></p> <p><font face="serif" size="3">Ersatzrichterin Condamin</font></p> <p><font face="serif" size="3">Gerichtssekretär Stocker</font></p> <br/> <font face="RotisSansSerif" size="4"><b>Urteil vom 27. April 2009</b></font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="3">in Sachen</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="3">X.___</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="3"> </font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="3">Kläger</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="3"> </font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="3">vertreten durch Y.___</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="3"> </font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="3"> </font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="3"> </font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="3">gegen</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="3"> </font><br/> <font face="RotisSansSerif ExtraBold" size="3">Swisscanto Sammelstiftung der Kantonalbanken</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="3">St. Alban-Anlage 26, Postfach 3855, 4002 Basel</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="3">Beklagte</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="3"> </font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="3"> </font> <p><font face="serif" size="3"> </font></p> <br/> <font face="RotisSerif" size="3">Nach Einsicht in</font><br/> <font face="RotisSerif" size="3">die Eingabe von X.___ vom 4. Dezember 2007 (Urk. 1), mit welcher Klage gegen die Swisscanto Sammelstiftung der Kantonalbanken (nachfolgend Swisscanto), bei der er seit 1. Januar 2003 vorsorgeversichert ist, erheben liess mit folgendem Rechtsbegehren:</font><br/> <font face="RotisSerif" size="3">„a) Die Sammelstiftung der Kantonalbanken Swisscanto in Basel sei zu verurteilen, dem Kläger eine ganze Invalidenrente im Rahmen der Vorleistungspflicht gemäss Art. 26 Abs. 4 BVG auszurichten.</font><br/> <font face="RotisSerif" size="3">b) Die Sammelstiftung der Kantonalbanken Swisscanto in Basel sei zu verurteilen, dem Kläger weiterhin die Mitgliedschaft in der BVG-Einrichtung zu gewähren, bis die zuständige BVG-Einrichtung für die Ausrichtung der Invalidenrente im Sinne von Art. 23 BVG geklärt ist.</font><br/> <font face="RotisSerif" size="3">c) Dem Kläger sei im Sinne von Art. 14 BVV2 die Prämienbefreiung zu gewähren (Sicherung des Alterskapitals).“</font><br/> <font face="RotisSerif" size="3">die auf Klageabweisung schliessende Klageantwort vom 28. Februar 2008 (Urk. 11),</font><br/> <font face="RotisSerif" size="3">die Replik vom 8. April 2008 (Urk. 15) und die Duplik vom 6. Juni 2008 (Urk. 20), mit welchen die Parteien an ihren Anträgen festhielten,</font><br/> <font face="RotisSerif" size="3">sowie die übrigen Verfahrensakten;</font><br/> <font face="RotisSerif" size="3">in Erwägung, dass</font><br/> <font face="RotisSerif" size="3">am 1. April 2004 beziehungsweise am 1. Januar 2005 die Normen der ersten Revision des Bundesgesetzes über die berufliche Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenvorsorge (BVG; Änderung vom 3. Oktober 2003) in Kraft getreten sind, wobei aber zu berücksichtigen ist, dass in zeitlicher Hinsicht grundsätzlich diejenigen Rechtssätze massgebend sind, die bei Erfüllung des zu Rechtsfolgen führenden Tatbestandes Geltung haben (BGE 126 V 136 Erw. 4b mit Hinweisen),</font><br/> <font face="RotisSerif" size="3"> im Rahmen dieser ersten BVG-Revision die Bestimmung von Art. 26 Abs. 4 BVG eingefügt wurde, die auf den 1. Januar 2005 in Kraft gesetzt wurde (AS 2004 1677, 1700),</font><br/> <font face="RotisSerif" size="3"> gemäss Art. 26 Abs. 4 BVG gegenüber einer versicherten Person, die sich beim Entstehen des Leistungsanspruchs nicht in der leistungspflichtigen Vorsorgeeinrichtung befindet, diejenige Vorsorgeeinrichtung vorleistungspflichtig ist, der sie zuletzt angehört hat (Satz 1), wobei die vorleistungspflichtige Vorsorgeeinrichtung, sobald die leistungspflichtige Vorsorgeeinrichtung feststeht, auf diese Rückgriff nehmen kann (Satz 2),</font><br/> <font face="RotisSerif" size="3"> der Kläger zur Begründung seiner Klage im Wesentlichen ausführen liess, dass ihm die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, mit Verfügung vom 24. August 2006 eine ganze Rente der Eidgenössischen Invalidenversicherung mit Wirkung ab 1. Januar 2005 zugesprochen habe, weshalb die Beklagte, bei der er zuletzt berufsvorsorgeversichert gewesen sei, gestützt auf Art. 26 Abs. 4 BVG vorleistungspflichtig sei, und dass es der Beklagten unbenommen sei, hernach die gemäss Art. 23 BVG zuständige Vorsorgeeinrichtung ausfindig zu machen (Urk. 1 und 15),</font><br/> <font face="RotisSerif" size="3"> sich die Beklagte demgegenüber zur Hauptsache auf den Standpunkt stellt, dass sich der Kläger nicht auf Art. 26 Abs. 4 BVG berufen könne, weil er - entgegen seinen Ausführungen - nicht erst ab 1. Januar 2005, sondern bereits ab 1. Juni 2004 Anspruch auf eine Rente der Eidgenössischen Invalidenversicherung gehabt habe, als die genannte Norm betreffend Vorleistungspflicht gar noch nicht in Kraft gewesen sei, und dass für eine Rückwirkung kein Raum bestehe, weshalb die Beklagte hinsichtlich des bereits vor dem 1. Januar 2005 eingetretenen Versicherungsfalls beziehungsweise der bereits eingetretenen Invalidität nicht vorleistungspflichtig sei (Urk. 11 und 20),</font><br/> <font face="RotisSerif" size="3"> strittig und zu prüfen ist, ob die Beklagte im Sinne der seit 1. Januar 2005 in Kraft stehenden Bestimmung von Art. 26 Abs. 4 BVG für allfällige Invalidenleistungen vorleistungspflichtig ist,</font><br/> <font face="RotisSerif" size="3"> aus den Akten ersichtlich ist, dass die Verfügung vom 24. August 2006 (Urk. 25/39-2/8) durch diejenige vom 22. März 2007 (Urk. 25/46, 24/55, 2/8) ersetzt und dem Kläger nicht erst seit dem 1. Januar 2005 eine Rente der Eidgenössischen Invalidenversicherung zugesprochen worden ist, sondern bereits ab 1. Juni 2004, und zwar mit Wirkung von 1. Juni bis 31. August 2004 eine Viertelsrente und mit Wirkung ab 1. September 2004 eine ganze Rente (Urk. 12/4),</font><br/> <font face="RotisSerif" size="3"> somit feststeht, dass der Versicherungsfall beziehungsweise der Invaliditätsfall bereits im Sommer 2004 eingetreten und ein allfälliger Leistungsanspruch des Klägers im Juni 2004 entstanden war, mithin bevor Art. 26 Abs. 4 BVG in Kraft gesetzt wurde,</font><br/> <font face="RotisSerif" size="3"> der sich zu beurteilende Sachverhalt (Eintritt des Invaliditätsfalls) somit noch unter der Geltung des alten Rechts zugetragen hat, weshalb sich der Kläger nicht auf Art. 26 Abs. 4 BVG berufen kann, zumal der Gesetzgeber von der Anordnung einer rückwirkenden Anwendung dieser Bestimmung abgesehen hat (vgl. Übergangsbestimmungen der Änderung vom 3. Oktober 2003 [1. BVG-Revision]),</font><br/> <font face="RotisSerif" size="3"> angesichts der eindeutigen Formulierung von Art. 26 Abs. 4 BVG („beim Entstehen des Leistungsanspruchs“) auch für eine unechte Rückwirkung (etwa für die vom Kläger beantragte Vorleistungspflicht ab 1. Januar 2005) kein Raum bleibt, weil Art. 26 Abs. 4 BVG den Vorleistungsanspruch im Zeitpunkt des Entstehens des Leistungsanspruchs selbst mitentstehen lässt und es sich somit um einen abgeschlossenen und vorliegend ganz unter altem Recht verwirklichten Sachverhalt handelt,</font><br/> <font face="RotisSerif" size="3"> der Umstand, dass die IV-Stelle erstmals mit Verfügungen vom 24. August 2006 (Urk. 2/8) und 22. März 2007 (Urk. 12/12) über die Rentenansprüche des Klägers entschieden hat, in intertemporalrechtlicher Hinsicht unbeachtlich ist, stellen doch der oben wiedergegebene intertemporalrechtliche Grundsatz der Nichtrückwirkung materieller Gesetzesänderungen („Erfüllung des zu Rechtsfolgen führenden Tatbestandes“) und auch Art. 26 Abs. 4 BVG („beim Entstehen des Leistungsanspruchs“) auf den Zeitpunkt der Erfüllung des relevanten Sachverhalts ab und nicht auf den (mehr oder weniger zufälligen) Zeitpunkt, in dem dieser Sachverhalt zum Gegenstand einer Verfügung gemacht wird,</font><br/> <font face="RotisSerif" size="3"> somit die Klage abzuweisen ist;</font><br/> <font face="RotisSerif" size="3">in weiterer Erwägung, dass</font><br/> <font face="RotisSerif" size="3"> nach Art. 73 Abs. 2 BVG ein Anspruch der obsiegenden Versicherungsträgerin auf eine Prozessentschädigung zwar nicht ausgeschlossen wird, den Trägern der beruflichen Vorsorge gemäss BVG beziehungsweise den mit öffentlichrechtlichen Aufgaben betrauten Organisationen aber in Anlehnung an die Rechtsprechung zu Art. 159 Abs. 2 des bis Ende 2006 in Kraft gestandenen Bundesgesetzes über die Organisation der Bundesrechtspflege (Bundesrechtpflegegesetz [OG]) praxisgemäss keine Parteientschädigungen zugesprochen wird,</font><br/> <font face="RotisSerif" size="3"> kein Grund besteht, bei der Beklagten - trotz ihres Antrages - anders zu verfahren (vgl. BGE 128 V 133 Erw. 5b, 126 V 150 Erw. 4a, 118 V 169 Erw. 7 und 117 V 349 Erw. 8, mit Hinweisen; vgl. auch BGE 122 V 125 Erw. 5b und 320 Erw. 1a und b sowie 112 V 356 Erw. 6);</font><br/> <font face="RotisSerif" size="3"> </font><br/> <font face="RotisSerif" size="3"> </font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4"><b>erkennt das Gericht:</b></font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="3">1. Die Klage wird abgewiesen.</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="3">2. Das Verfahren ist kostenlos.</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="3">3. Zustellung gegen Empfangsschein an:</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="3">- Y.___</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="3">- Swisscanto Sammelstiftung der Kantonalbanken</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="3">- Bundesamt für Sozialversicherungen</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="3">4. Gegen diesen Entscheid kann innert </font><font face="RotisSansSerif" size="3"><b>30 Tagen</b></font><font face="RotisSansSerif" size="3"> seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundesgesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 15. Juli bis und mit 15. August sowie vom 18. Dezember bis und mit dem 2. Januar (Art. 46 BGG).</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="3"> Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzustellen.</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="3"> Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismittel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat (Art. 42 BGG).</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="3"> </font></div></div></div> </div> </div> </section></div> </div> <input id="view:_id1__VUID" name="$$viewid" type="hidden" value="!etgef32pnwhw0jl6m2m0m6dld!"/> <input name="$$xspsubmitid" type="hidden"/> <input name="$$xspexecid" type="hidden"/> <input name="$$xspsubmitvalue" type="hidden"/> <input name="$$xspsubmitscroll" type="hidden"/> <input name="view:_id1" type="hidden" value="view:_id1"/></form> </body> </html>