<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2005.00019</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=205128&amp;W10_KEY=13013564&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2005.00019</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 01.06.2005</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">1. Abteilung/1. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Administrativmassnahmen im Strassenverkehr</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Führerausweisentzug / unentgeltliche Rechtspflege</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Unentgeltliche Rechtspflege im Rekurs- und Beschwerdeverfahren Die unentgeltliche Rechtspflege ist von der Vorinstanz wegen offensichtlicher Aussichtslosigkeit verweigert worden (E. 4). Aus der Tatsache, dass sich die Vorinstanz nach Eingang des Rekurses veranlasst sah, im Rahmen der Instruktion eine ergänzende Stellungnahme zur Rekursschrift und damit zur Fahreignung des Beschwerdeführers beim Institut für Rechtsmedizin der Universität Zürich einzuholen, ergibt sich jedoch, dass der Rekurs im Zeitpunkt von dessen Einreichung nicht als "offensichtlich aussichtslos" im Sinn von § 16 Abs. 1 VRG zu beurteilen war. Damit ist dem Beschwerdeführer die Bezahlung der Kosten des Rekursverfahrens zu erlassen. Beim Beschwerdeführer handelt es sich sodann zwar um einen ausgebildeten Juristen, der jedoch nach dem Studium nie mehr auf diesem Gebiet gearbeitet hat. Da sich im Rekursverfahren überdies nicht leicht zu beantwortende Rechtsfragen gestellt haben, hat er somit auch Anspruch auf einen unentgeltlichen Rechtsbeistand (E. 5). Gutheissung (E. 6). Dem Beschwerdeführer ist antragsgemäss auch die unentgeltliche Rechtspflege für das Beschwerdeverfahren zu gewähren (E. 7).</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: AUSSICHTSLOSIGKEIT">AUSSICHTSLOSIGKEIT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsprozessrecht UR: Allgemeines ST: KOSTEN UND ENTSCHÃDIGUNGEN">KOSTEN UND ENTSCHÃDIGUNGEN</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: Besonderes Verwaltungsrecht (ohne...) ST: STRASSENVERKEHRSRECHT">STRASSENVERKEHRSRECHT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: UNENTGELTLICHE PROZESSFÃHRUNG (UP)">UNENTGELTLICHE PROZESSFÃHRUNG (UP)</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: UNENTGELTLICHE RECHTSPFLEGE (UP/URB)">UNENTGELTLICHE RECHTSPFLEGE (UP/URB)</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: UNENTGELTLICHER RECHTSBEISTAND (URB)">UNENTGELTLICHER RECHTSBEISTAND (URB)</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade">§ 16 Abs. I VRG</span><br/><span class="gerade">§ 16 Abs. II VRG</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 4 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Sachverhalt1"><b>I. </b> </p> <p class="Urteilstext">Am 3. April 2000 lenkte A â im RÃ¼ckfall â seinen Personenwagen in angetrunkenem Zustand, worauf ihm die Direktion fÃ¼r Soziales und Sicherheit des Kantons ZÃ¼rich (DSS; Strassenverkehrsamt, Abteilung Administrativmassnahmen) mit VerfÃ¼gung vom 19. Mai 2000 den FÃ¼hrerausweis vorsorglich bis zur verkehrsmedizinischen AbklÃ¤rung seiner Fahreignung entzog. Ein hierauf erstelltes Gutachten des Instituts fÃ¼r Rechtsmedizin der UniversitÃ¤t ZÃ¼rich (IRM) kam zum Schluss, die Fahreignung kÃ¶nne unter der Auflage einer Alkohol-Totalabstinenz befÃ¼rwortet werden. Daraufhin entzog die DSS A mit VerfÃ¼gung vom 19. November 2001 den FÃ¼hrerausweis fÃ¼r die Dauer von 20 Monaten (Warnungsentzug) und verpflichtete ihn mit separater VerfÃ¼gung zur Einhaltung einer Alkohol-Totalabstinenz. Diese Auflage wurde mit in Rechtskraft erwachsener VerfÃ¼gung vom 12. Juli 2002 bestÃ¤tigt. Mit Schreiben vom 26. November 2003 erÃ¶ffnete die DSS A, er habe sich einer verkehrsmedizinischen Untersuchung zu unterziehen, da seine Fahreignung anhand des eingereichten privatÃ¤rztlichen Zeugnisses nicht schlÃ¼ssig beurteilt werden kÃ¶nne. Am 5. Januar 2004 unterzog sich A einer verkehrsmedizinischen Untersuchung durch das IRM. Im Gutachten vom 15. April 2004 verneinten die AmtsÃ¤rztinnen die Fahreignung von A und erachteten das Einhalten einer strikten, Ã¤rztlich kontrollierten Alkohol-Totalabstinenz fÃ¼r dringend angezeigt. Mit VerfÃ¼gung vom 21. Juni 2004 entzog darauf die DSS A den FÃ¼hrerausweis mit Wirkung ab 29. Juni 2004 auf unbestimmte Zeit, mindestens fÃ¼r die Dauer von zwÃ¶lf Monaten, und untersagte ihm das FÃ¼hren von Motorfahrzeugen aller Kategorien, einschliesslich Unter- und Spezialkategorien sowie Mofas.</p> <p class="Sachverhalt1"><b>II. </b> </p> <p class="Urteilstext">Einen gegen diese VerfÃ¼gung gerichteten Rekurs wies der Regierungsrat mit Beschluss vom 24. November 2004 ab. Das mit dem Rekurs erhobene Begehren um GewÃ¤hrung der unentgeltlichen Rechtspflege und um Bestellung eines unentgeltlichen Rechtsbeistands wies er ebenfalls ab und auferlegte die Verfahrenskosten von Fr. 1'790.- A.</p> <p class="Sachverhalt1"><b>III. </b> </p> <p class="Urteilstext">Gegen diesen Entscheid liess A am 17. Januar 2004 Beschwerde an das Verwaltungsgericht erheben und beantragen, es sei ihm in Aufhebung der Dispositivziffern II und III des angefochtenen Beschlusses fÃ¼r das Verfahren vor der Vorinstanz die unentgeltliche Rechtspflege fÃ¼r die "ordentlichen und ausserordentlichen Kosten" zu gewÃ¤hren. DemgemÃ¤ss seien ihm die vorinstanzlichen Verfahrenskosten zu erlassen, und es sei ihm fÃ¼r das Rekursverfahren eine angemessene ParteientschÃ¤digung zuzusprechen. Sodann liess A beantragen, es sei ihm die unentgeltliche ProzessfÃ¼hrung fÃ¼r die "ordentlichen und ausserordentlichen Kosten" des Beschwerdeverfahrens zu gewÃ¤hren und in der Person von RA B ein unentgeltlicher Rechtsbeistand zu bestellen, unter Kosten- und EntschÃ¤digungsfolge zulasten des Regierungsrats. In materieller Hinsicht liess er den Beschluss des Regierungsrats nicht anfechten.</p> <p class="Urteilstext">Der Regierungsrat beantragte mit Beschwerdeantwort vom 9. Februar 2005, die Beschwerde sei in allen Punkten abzuweisen.</p> <p class="Urteilstext">Mit PrÃ¤sidialverfÃ¼gung vom 29. April 2005 wurde RA B als Rechtvertreter des BeschwerdefÃ¼hrers Frist zur Einreichung einer detaillierten Zusammenstellung Ã¼ber den Zeitaufwand und die Barauslagen fÃ¼r das Rekurs- und das Beschwerdeverfahren angesetzt. Die Honorar- und Spesennoten gingen daraufhin rechtzeitig ein. </p> <p class="Zwischentitel"><span>Die Kammer</span> zieht in ErwÃ¤gung:</p> <p class="Erwgung1"><b>1. </b> </p> <p class="Urteilstext">Die grundsÃ¤tzliche ZustÃ¤ndigkeit des Verwaltungsgerichts zur Beurteilung von Beschwerden gegen administrative Massnahmen im Strassenverkehr findet ihre Grundlage in § 41 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 (VRG). Die Behandlung entsprechender Beschwerden erfolgt gemÃ¤ss § 38 Abs. 2 lit. a VRG durch den Einzelrichter. GemÃ¤ss § 38 Abs. 3 Satz 2 VRG ist jedoch die einzelrichterliche ZustÃ¤ndigkeit ausgeschlossen, wenn Entscheide des Regierungsrats angefochten sind. Vorliegend ist Letzteres der Fall, weshalb die GeschÃ¤ftserledigung in Dreierbesetzung zu erfolgen hat (vgl. § 38 Abs. 1 VRG).</p> <p class="Erwgung1"><b>2. </b> </p> <p class="Urteilstext">Der BeschwerdefÃ¼hrer lÃ¤sst zusammengefasst vorbringen, die Ablehnung der unentgeltlichen ProzessfÃ¼hrung durch die Vorinstanz werde im Ergebnis damit begrÃ¼ndet, das Gutachten des IRM vom 15. April 2004 sei in seiner Aussage so klar, dass eine Anfechtung der darauf gestÃ¼tzten VerfÃ¼gung des Strassenverkehrsamts vom 21. Juni 2004 aussichtslos sei. Aus der Tatsache, dass nach Eingang des Rekurses bei der Vorinstanz im Rahmen der Instruktion eine ergÃ¤nzende Anfrage beim IRM erfolgt sei, welches sich mit den Vorbringen des Rekurrenten eingehend auseinander gesetzt und am 23. September 2004 eine ergÃ¤nzende Stellungnahme erstellt habe, ergebe sich aber, dass die Anliegen des BeschwerdefÃ¼hrers keineswegs im Voraus aussichtslos gewesen seien. Unter diesen UmstÃ¤nden eine offensichtliche Aussichtslosigkeit anzunehmen, sei widersprÃ¼chlich und damit auch willkÃ¼rlich und verletze § 16 Abs. 1 und 2 VRG.</p> <p class="Erwgung1"><b>3. </b> </p> <p class="Urteilstext">GemÃ¤ss § 16 Abs. 1 VRG kann privaten BeschwerdefÃ¼hrern, welchen die nÃ¶tigen Mittel fehlen und deren Rechtsbegehren nicht als offensichtlich aussichtslos erscheint, die Bezahlung von Verfahrenskosten und KostenvorschÃ¼ssen erlassen werden. Unter den nÃ¤mlichen Voraussetzungen haben sie nach § 16 Abs. 2 VRG Anspruch auf Bestellung eines unentgeltlichen Rechtsvertreters, wenn sie nicht in der Lage sind, ihre Rechte im Verfahren selbst zu wahren.</p> <p class="Urteilstext">Dem Gesuchsteller obliegt der Nachweis seiner Mittellosigkeit, indem er seine Einkommens- und VermÃ¶gensverhÃ¤ltnisse umfassend darstellt und soweit mÃ¶glich auch belegt. (Alfred KÃ¶lz/JÃ¼rg Bosshart/Martin RÃ¶hl, Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons ZÃ¼rich, 2. A., ZÃ¼rich 1999, § 16 N. 29). Ein Rechtsmittel ist dann nicht aussichtslos, wenn die Rechtslage nicht von vornherein klar ist. Hingegen sind solche Begehren als aussichtslos anzusehen, bei denen die Aussichten auf Gutheissung um derart viel kleiner als jene auf Abweisung erscheinen, dass sie deshalb kaum als ernsthaft bezeichnet werden kÃ¶nnen. Dagegen gilt ein Begehren als aussichtsreich, wenn sich die Aussichten auf Gutheissung oder aber auf Abweisung ungefÃ¤hr die Waage halten oder nur geringfÃ¼gig differieren. Massgebend ist, ob ein Selbstzahler, der Ã¼ber die nÃ¶tigen Mittel verfÃ¼gt, sich bei vernÃ¼nftiger Ãberlegung und AbwÃ¤gung der Aussichten zu einem Verfahren entschliessen wÃ¼rde oder davon Abstand nÃ¤hme. Der Private soll ein Verfahren, das er auf eigene Rechnung und Gefahr nicht fÃ¼hren wÃ¼rde, nicht deshalb anstrengen kÃ¶nnen, weil es ihn nichts kostet (BGE 124 I 306, 122 I 271; KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 16 N. 32).</p> <p class="Urteilstext">Die Erfolgsaussichten eines Begehrens sind im Zeitpunkt von dessen Einreichung zu beurteilen (BGE 122 I 6, 101 Ia 37). Dazu bedarf es regelmÃ¤ssig einer summarischen PrÃ¼fung der Angelegenheit, die auch eine antizipierte BeweiswÃ¼rdigung umfassen darf. Hingegen ist es unzulÃ¤ssig, den Entscheid Ã¼ber das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege hinauszuschieben, um dieses gegebenenfalls aufgrund erhobener Beweise rÃ¼ckwirkend als aussichtslos abweisen zu kÃ¶nnen (KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 16 N. 34).</p> <p class="Erwgung1"><b>4. </b> </p> <p class="Urteilstext">Der BeschwerdefÃ¼hrer hat seine Einkommens- und VermÃ¶gensverhÃ¤ltnisse im Rekursverfahren hinreichend dargelegt und damit seine Mittellosigkeit rechtsgenÃ¼gend substanziiert. Die Mittellosigkeit des BeschwerdefÃ¼hrers ist auch in der Beschwerdeantwort des Beschwerdegegners unbestritten geblieben. Die unentgeltliche Rechtspflege ist im angefochtenen Beschluss allein deshalb verweigert worden, weil sich das vom Rekurrenten zur Hauptsache gestellte Begehren, es sei der angefochtene Entscheid aufzuheben und die mit VerfÃ¼gung vom 19. November 2001 angeordnete Alkohol-Totalabstinenz weiterzufÃ¼hren, als offensichtlich aussichtslos erweise.</p> <p class="Erwgung1"><b>5. </b> </p> <p class="Urteilstext">Mit Rekurs vom 22. Juli 2004 beantragte der BeschwerdefÃ¼hrer unter anderem, dass ihm der FÃ¼hrerausweis unter Aufrechterhaltung der angeordneten Auflage der Alkohol-Totalabstinenz zu belassen und ein Obergutachten betreffend AbklÃ¤rung der Fahreignung einzuholen sei. Die Rekursschrift setzte sich eingehend mit dem Gutachten des IRM vom 15. April 2004 auseinander. Die Vorinstanz sah sich daraufhin veranlasst, beim IRM eine Stellungnahme zur Rekursschrift und damit zur Fahreignung des BeschwerdefÃ¼hrers einzuholen. Insbesondere wurde das IRM aufgefordert, die Fragen zu beantworten, welche weiteren UmstÃ¤nde nebst zwei erhÃ¶hten CDT-Werten auf einen AlkoholÃ¼berkonsum schliessen liessen, ob dem IRM Blutwertanalysen, welche durch eine "Sana-Care HMO-Praxis" durchgefÃ¼hrt wurden, vorgelegen hÃ¤tten und wie diese Ergebnisse allenfalls interpretiert worden seien. Schliesslich verlangte die Vorinstanz Auskunft darÃ¼ber, ob die Befunde des in klinischer Hinsicht leicht reduzierten Allgemeinzustands sowie des beidseits leicht verminderten Vibrationssinns einen eindeutigen RÃ¼ckschluss auf eine die Fahreignung ausschliessende Alkoholproblematik zuliessen.</p> <p class="Urteilstext">Aus der Tatsache, dass sich nach Eingang des Rekurses die Vorinstanz veranlasst sah, im Rahmen der Instruktion eine solche ergÃ¤nzende Stellungnahme zur Rekursschrift und damit zur Fahreignung des BeschwerdefÃ¼hrers beim IRM einzuholen, ergibt sich mithin, wie der BeschwerdefÃ¼hrer zutreffend vorbringen lÃ¤sst und entgegen ErwÃ¤gung 10b des Rekursentscheids, dass der Rekurs im Zeitpunkt von dessen Einreichung nicht als "offensichtlich aussichtslos" im Sinn von § 16 Abs. 1 VRG zu beurteilen war.</p> <p class="Urteilstext">Damit ist dem BeschwerdefÃ¼hrer die Bezahlung der Kosten des Rekursverfahrens zu erlassen. Beim BeschwerdefÃ¼hrer handelt es sich sodann zwar um einen ausgebildeten Juristen, der jedoch gemÃ¤ss Beschwerdeschrift nach dem Studium nie mehr auf diesem Gebiet gearbeitet hat. Da sich im Rekursverfahren Ã¼berdies nicht leicht zu beantwortende Rechtsfragen gestellt haben, die unter anderem eine Auseinandersetzung mit der bundesgerichtlichen Rechtsprechung erforderten, hat er auch Anspruch auf einen unentgeltlichen Rechtsbeistand.</p> <p class="Erwgung1"><b>6. </b> </p> <p class="Urteilstext">Dies fÃ¼hrt zur Gutheissung der Beschwerde. AusgangsgemÃ¤ss sind die Gerichtskosten dem Beschwerdegegner aufzuerlegen (§ 70 in Verbindung mit § 13 Abs. 2 VRG), der ferner zu verpflichten ist, die Kosten des Rekursverfahrens in der HÃ¶he von Fr. 1'790.- auf die Staatskasse zu nehmen. Ãberdies hat der Beschwerdegegner dem BeschwerdefÃ¼hrer fÃ¼r das Beschwerdeverfahren eine ParteientschÃ¤digung von Fr. 300.- zu bezahlen (§ 17 Abs. 2 VRG). Hingegen steht dem BeschwerdefÃ¼hrer fÃ¼r das Rekursverfahren keine ParteientschÃ¤digung zu, da er in der Sache unterlegen ist.</p> <p class="Urteilstext">Der Rechtsvertreter hat fÃ¼r das Rekursverfahren einen der Bedeutung der Streitsache und der Schwierigkeit des Prozesses angemessenen Zeitaufwand von 7,25 Stunden ausgewiesen, der nach den AnsÃ¤tzen des Obergerichts mit Fr. 200.- pro Stunde zu entschÃ¤digen ist (§ 13 Abs. 1 der GebÃ¼hrenverordnung des Verwaltungsgerichts vom 26. Juni 1997 [GebV VGr]). Da ferner Barauslagen von Fr. 114.- zu entschÃ¤digen sind, ergibt sich ein Honorar von Fr. 1'564.- zuzÃ¼glich 7,6 % Mehrwertsteuer, insgesamt Fr. 1'682.85.</p> <p class="Erwgung1"><b>7. </b> </p> <p class="Urteilstext">Das in den ErwÃ¤gungen 3 bis 5 Gesagte gilt sinngemÃ¤ss auch fÃ¼r das vorliegende Beschwerdeverfahren. Der BeschwerdefÃ¼hrer hat im Rekursverfahren seine Mittellosigkeit rechtsgenÃ¼gend substanziiert, und die Beschwerde war nicht zum vornherein als aussichtslos einzustufen. DemgemÃ¤ss ist ihm antragsgemÃ¤ss die unentgeltliche ProzessfÃ¼hrung zu gewÃ¤hren. Da sich zudem auch im Beschwerdeverfahren nicht leicht zu beantwortende Rechtsfragen gestellt haben, hat er Anspruch auf einen unentgeltlichen Rechtsbeistand, der nach Massgabe von § 13 GebV VGr aus der Gerichtskasse zu entschÃ¤digen ist.</p> <p class="Urteilstext">Der vom Rechtsvertreter fÃ¼r das Beschwerdeverfahren ausgewiesene Zeitaufwand von 4,08 Stunden erweist sich ebenfalls als angemessen. GemÃ¤ss § 13 Abs. 1 GebV VGr ergibt sich unter Einschluss der Barauslagen von Fr. 53.50 ein Honorar von Fr. 869.50 zuzÃ¼glich 7,6 % Mehrwertsteuer, insgesamt Fr. 935.60, wobei die ParteientschÃ¤digung fÃ¼r das Beschwerdeverfahren von Fr. 300.- anzurechnen ist, so dass noch Fr. 635.60 zu entschÃ¤digen sind.</p> <p class="Zwischentitel">DemgemÃ¤ss <a id="Dropdown1"></a> <span>die Kammer</span>:</p> <p class="Einzug2"><span>1. Das Gesuch des BeschwerdefÃ¼hrers um GewÃ¤hrung der unentgeltlichen ProzessfÃ¼hrung und eines unentgeltlichen Rechtsbeistands wird bewilligt und RA B als unentgeltlicher Rechtsbeistand bestellt.</span></p> <p class="Einzug2"><span>2. RA B wird fÃ¼r das Beschwerdeverfahren mit Fr. 869.50 zuzÃ¼glich 7,6% Mehrwertsteuer, insgesamt Fr. 935.60, abzÃ¼glich Fr. 300.- ParteientschÃ¤digung gemÃ¤ss Dispositivziffer 4 des Entscheids, also mit Fr. 635.60 aus der Gerichtskasse entschÃ¤digt;</span></p> <p class="Zwischentitel">und entscheidet:</p> <p class="Einzug2"><span>1. In Gutheissung der Beschwerde wird dem BeschwerdefÃ¼hrer fÃ¼r das Rekursverfahren die unentgeltliche ProzessfÃ¼hrung gewÃ¤hrt und RA B als unentgeltlicher Rechtsbeistand bestellt. In Aufhebung von Dispositivziffern II und III des Rekursentscheids vom 24. November 2004 wird der Staat ZÃ¼rich, vertreten durch den Regierungsrat, verpflichtet, die Kosten des Rekursverfahrens in der HÃ¶he von Fr. 1'790.- auf die Staatskasse zu nehmen und RA B fÃ¼r seine BemÃ¼hungen im Rekursverfahren mit Fr. 1'564.- zuzÃ¼glich 7,6 % Mehrwertsteuer, insgesamt mit Fr. 1'682.85, zu entschÃ¤digen.</span></p> <p class="Einzug2"><span>2. Die GerichtsgebÃ¼hr wird festgesetzt auf <br/> Fr. 1'000.--; die Ã¼brigen Kosten betragen:<br/> Fr. 100.-- Zustellungskosten,<br/> Fr. 1'100.-- Total der Kosten.</span></p> <p class="Einzug2"><span>3. Die Gerichtskosten werden dem Beschwerdegegner auferlegt.</span></p> <p class="Einzug2"><span>4. Der Beschwerdegegner wird verpflichtet, RA B als unentgeltlichem Rechtsbeistand des BeschwerdefÃ¼hrers fÃ¼r das Beschwerdeverfahren eine ParteientschÃ¤digung von Fr. 300.- (Mehrwertsteuer inbegriffen) zu bezahlen, zahlbar innert 30 Tagen nach Rechtskraft dieses Entscheids.</span></p> <p class="Einzug2"><span>5. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen, von der Zustellung an gerechnet, Verwaltungsgerichtsbeschwerde beim Bundesgericht erhoben werden.</span></p> <p class="Urteilstext">6. Mitteilung an â¦</p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>