<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD HTML 4.01//EN"> <html> <head> <title>AGVE 2005 111 S.503</title> <meta charset="utf-8"/><meta content="text/html; charset=utf-8" http-equiv="CONTENT-TYPE"/> <meta content="Weblaw - www.weblaw.ch" name="Publisher"/> </head> <body> <div class="header"><span class="year">2005</span> <span class="title">Überstundenentschädigung</span> <span class="page_no">503</span></div> <div class="page" id="S1"> <div role="main"><br/> <span class="ft1"><b>II. Überstundenentschädigung</b></span><br/> <br/> <br/> <br/> <span class="ft3"><b>111 Überstundenentschädigung.</b></span> <span class="ft3"><b>Assistenzarzt.</b></span><br/> <span class="ft3"><b>- Das Begehren auf Auszahlung geleisteter Überstunden stellt eine aus-</b></span><br/> <span class="ft3"><b>schliesslich konkrete vermögensrechtliche Forderung dar. Diese ist</b></span><br/> <span class="ft3"><b>vom Personalrekursgericht im Klageverfahren zu beurteilen (Erw. I/2).</b></span><br/> <span class="ft3"><b>- Das Arbeitsgesetz ist in concreto nur in Bezug auf den Gesundheits-</b></span><br/> <span class="ft3"><b>schutz anwendbar. Es besteht kein Raum, privatrechtliche Bestimmun-</b></span><br/> <span class="ft3"><b>gen analog anzuwenden (Erw. II/1).</b></span><br/> <span class="ft3"><b>- Regelung der Überstunden nach früherem kantonalen Recht</b></span><br/> <span class="ft3"><b>(Erw. II/2).</b></span><br/> <span class="ft3"><b>- Die massgebende Arbeitszeit für Assistenzärztinnen und -ärzte war in</b></span><br/> <span class="ft3"><b>einem separaten Regierungsratsbeschluss sowie der ausführenden</b></span><br/> <span class="ft3"><b>Dienstordnung der zuständigen Klinik enthalten. Es bestand keine</b></span><br/> <span class="ft3"><b>Grundlage für einen Anspruch auf Überstundenentschädigung</b></span><br/> <span class="ft3"><b>(Erw. II/3, 4).</b></span><br/> <span class="ft3"><b>- Ein Pensum von 65 Wochenstunden lässt sich nach Massgabe der ar-</b></span><br/> <span class="ft3"><b>beitsgesetzlichen Bestimmungen über den Gesundheitsschutz nicht be-</b></span><br/> <span class="ft3"><b>anstanden (Erw. II/5).</b></span><br/> <span class="ft3"><b>- Keine Verletzung des Gebots der Rechtsgleichheit im Vergleich zu den</b></span><br/> <span class="ft3"><b>Staatsangestellten mit einer täglichen Sollarbeitszeit von 8,4 h</b></span><br/> <span class="ft3"><b>(Erw. II/6).</b></span><br/> <br/> <span class="ft4">Aus dem Entscheid des Personalrekursgerichts vom 28. April 2005 in Sa-</span><br/> <span class="ft4">chen K. gegen Beschluss des Regierungsrates (BE.2004.50003).</span><br/> <br/> <span class="ft5"><i>Aus den Erwägungen</i></span><br/> <br/> <span class="ft6">I. 2. a) aa) Vor Inkrafttreten des Personalgesetzes wurden soge-</span><br/> <span class="ft6">nannte vermögensrechtliche Streitigkeiten aus einem öffentlich-</span><br/> <span class="ft6">rechtlichen Arbeitsverhältnis gestützt auf § 60 Ziff. 3 VRPG im</span><br/> <span class="ft6">Klageverfahren beurteilt, sofern nicht die Verwaltungsgerichts-</span><br/></div> </div> <div class="header"><span class="year">2005</span> <span class="title">Personalrekursgericht</span> <span class="page_no">504</span></div> <div class="page" id="S2"> <div role="main"><br/> <span class="ft6">beschwerde gegeben oder der Zivilrichter zuständig war; dem</span><br/> <span class="ft6">Arbeitgeber wurde also diesbezüglich keine Verfügungskompetenz</span><br/> <span class="ft6">zugestanden (Botschaft des Regierungsrats an den Grossen Rat vom</span><br/> <span class="ft6">3. Mai 1967 zum VRPG, S. 50; AGVE 1974, S. 159; VGE I/51 vom</span><br/> <span class="ft6">19. März 1997 i.S. Kanton Aargau c/W.H.). Dies galt jedoch nur, so-</span><br/> <span class="ft6">weit ausschliesslich konkrete vermögenswerte Rechte zur Diskussion</span><br/> <span class="ft6">standen. Dies bedeutet, dass der Klageantrag auf einen Geldbetrag</span><br/> <span class="ft6">gehen oder eine Leistung verlangen musste, die einen ausdrückbaren</span><br/> <span class="ft6">Geldwert aufwies. Wurde ein Geldbetrag nur deshalb (mit-)einge-</span><br/> <span class="ft6">klagt, um eine nicht vermögenswerte oder nur in einem Nebenpunkt</span><br/> <span class="ft6">vermögenswerte Streitigkeit zur Entscheidung zu bringen, war die</span><br/> <span class="ft6">Klage gestützt auf § 60 Ziff. 3 VRPG unzulässig (Michael Merker,</span><br/> <span class="ft6">Rechtsmittel, Klage- und Normenkontrollverfahren nach dem</span><br/> <span class="ft6">aargauischen Gesetz über die Verwaltungsrechtspflege, Diss. Zürich</span><br/> <span class="ft6">1998, § 60 N 32; PRGE vom 8. April 2002 in Sachen C.H., S. 6 f.).</span><br/> <span class="ft6">bb) Der Kläger beantragt die Auszahlung von geleisteten Über-</span><br/> <span class="ft6">stunden im Betrag von Fr. 170'470.--. Dieses Begehren ist auf eine</span><br/> <span class="ft6">Geldsumme gerichtet und stellt eine ausschliesslich konkrete vermö-</span><br/> <span class="ft6">gensrechtliche Forderung dar. Folglich besass der Arbeitgeber nach</span><br/> <span class="ft6">altem Recht diesbezüglich keine Verfügungskompetenz (vgl. VGE</span><br/> <span class="ft6">vom 21. September 1998 in Sachen H.R. c/ Einwohnergemeinde D.,</span><br/> <span class="ft6">Erw. I/1).</span><br/> <span class="ft6">b) Gemäss § 48 Abs. 1 PLV wird u.a. der Lohn mittels Verfü-</span><br/> <span class="ft6">gung festgesetzt. Die Zusprechung einer Überstundenentschädigung</span><br/> <span class="ft6">erfolgt indessen grundsätzlich unabhängig von der Lohnfestsetzung</span><br/> <span class="ft6">bzw. geht von einem bereits festgelegten Lohn aus. In Bezug auf die</span><br/> <span class="ft6">vorliegend umstrittenen Ansprüche, welche vor Inkrafttreten des Per-</span><br/> <span class="ft6">sonalgesetzes entstanden sind, könnte somit auch nach neuem Recht</span><br/> <span class="ft6">keine Regelung im Rahmen einer Verfügung erfolgen.</span><br/> <span class="ft6">c) Somit ergibt sich, dass weder nach altem noch nach neuem</span><br/> <span class="ft6">Recht im Zusammenhang mit der Entschädigung von Überstunden</span><br/> <span class="ft6">der Erlass einer Verfügung zulässig war. Ein Beschwerdeverfahren</span><br/> <span class="ft6">war damit nach altem Recht ausgeschlossen; dasselbe gilt nach</span><br/> <span class="ft6">neuem Recht.</span><br/> <span class="ft6">In concreto richtet sich das Verfahren nach neuem Recht. Folg-</span><br/> <span class="ft6">lich ist die vorliegende Streitigkeit vom Personalrekursgericht im</span><br/></div> </div> <div class="header"><span class="year">2005</span> <span class="title">Überstundenentschädigung</span> <span class="page_no">505</span></div> <div class="page" id="S3"> <div role="main"><br/> <span class="ft6">Klageverfahren gemäss § 39 lit. a PersG zu beurteilen. Dabei ist</span><br/> <span class="ft6">unerheblich, ob das Anstellungsverhältnis auf Vertrag oder auf Verfü-</span><br/> <span class="ft6">gung beruhte und dass das Spital sein Schreiben vom 7. August 2002</span><br/> <span class="ft6">(unzulässigerweise) als Verfügung deklarierte.</span><br/> <span class="ft6">d) (...)</span><br/> <span class="ft6">e) Nach Zustellung der Empfehlung der Schlichtungskommis-</span><br/> <span class="ft6">sion und des daraufhin ergangenen neuen Entscheides der Anstel-</span><br/> <span class="ft6">lungsbehörde hätte gemäss § 37 Abs. 2 PersG direkt eine gerichtliche</span><br/> <span class="ft6">Klage i.S. von § 39 lit. a PersG eingereicht werden müssen. Der</span><br/> <span class="ft6">Regierungsrat war nicht zuständig, über die vorliegende Streitsache</span><br/> <span class="ft6">zu befinden. Vielmehr wäre er gemäss § 7 VRPG verpflichtet</span><br/> <span class="ft6">gewesen, seine Zuständigkeit zu verneinen und die bei ihm anhängig</span><br/> <span class="ft6">gemachte Streitsache dem Personalrekursgericht zu überweisen. Der</span><br/> <span class="ft6">regierungsrätliche Entscheid ist damit von Amtes wegen aufzuheben.</span><br/> <span class="ft6">II. 1. a) Für die materielle Beurteilung sind grundsätzlich</span><br/> <span class="ft6">diejenigen Rechtssätze anwendbar, welche bei der Erfüllung des</span><br/> <span class="ft6">rechtlich zu ordnenden oder zu Rechtsfolgen führenden Tatbestandes</span><br/> <span class="ft6">Geltung haben (BGE 128 V 315; André Moser in: Thomas Geiser /</span><br/> <span class="ft6">Peter Münch [Hrsg.], Prozessieren vor eidgenössischen Rekurskom-</span><br/> <span class="ft6">missionen, Basel/Frankfurt a.M. 1998, Rz. 2.79). Der Kläger arbei-</span><br/> <span class="ft6">tete vom 1. April 1996 bis zum 30. September 1999 als Assistenzarzt</span><br/> <span class="ft6">in der Klinik; das Personalgesetz war damals noch nicht in Kraft. Die</span><br/> <span class="ft6">behaupteten Ansprüche des Klägers entstanden also (wenn über-</span><br/> <span class="ft6">haupt) ausschliesslich während der Geltungsdauer des Besoldungs-</span><br/> <span class="ft6">dekrets und der entsprechenden Folgeerlasse. Diese Bestimmungen</span><br/> <span class="ft6">sind folglich für die Beurteilung der vorliegenden Begehren massge-</span><br/> <span class="ft6">bend.</span><br/> <span class="ft6">b) Die Bestimmungen des Arbeitsgesetzes und dessen Folgeer-</span><br/> <span class="ft6">lasse sind gemäss Art. 2 Abs. 2 und 3a lit. a ArG sowie Art. 7 ArGV</span><br/> <span class="ft6">1 für unselbständige Anstalten des öffentlichen Rechts nur in Bezug</span><br/> <span class="ft6">auf den Gesundheitsschutz anwendbar (vgl. BGE 2/A407 vom</span><br/> <span class="ft6">14.06.2001, Erw. 4.1). Diese Regelung gelangt auch im vorliegenden</span><br/> <span class="ft6">Fall zur Anwendung, war doch zur Zeit der Anstellung des Klägers</span><br/> <span class="ft6">das Spital noch eine unselbständige Anstalt des kantonalen öffentli-</span><br/> <span class="ft6">chen Rechts. Hinzu kommt, dass ursprünglich die Assistenzärzte</span><br/> <span class="ft6">grundsätzlich (eine Ausnahme stellten wiederum die Bestimmungen</span><br/></div> </div> <div class="header"><span class="year">2005</span> <span class="title">Personalrekursgericht</span> <span class="page_no">506</span></div> <div class="page" id="S4"> <div role="main"><br/> <span class="ft6">über den Gesundheitsschutz dar) vom persönlichen Geltungsbereich</span><br/> <span class="ft6">des Arbeitsgesetzes ausdrücklich ausgeschlossen waren (Art. 3 lit. e</span><br/> <span class="ft6">ArG, aufgehoben durch die Revision vom 22. März 2002, in Kraft</span><br/> <span class="ft6">seit 1. Januar 2005).</span><br/> <span class="ft6">c) Die einschlägigen öffentlichrechtlichen Bestimmungen sind</span><br/> <span class="ft6">abschliessend. Insofern besteht kein Raum, um privatrechtliche Be-</span><br/> <span class="ft6">stimmungen analog anzuwenden. Insbesondere die Ausführungen</span><br/> <span class="ft6">des Klägers, wonach gemäss Obligationenrecht für die Berechnung</span><br/> <span class="ft6">einer allfälligen Barentschädigung ein Zuschlag von 25 % massge-</span><br/> <span class="ft6">bend sei, erweisen sich folglich zum vornherein als irrelevant.</span><br/> <span class="ft6">2. a) Gemäss § 13 BD wird die Arbeitszeit durch den</span><br/> <span class="ft6">Regierungsrat geregelt (Abs. 1). Die Beamten können auch ausser-</span><br/> <span class="ft6">halb der normalen Arbeitszeit ohne besondere Entschädigung zu</span><br/> <span class="ft6">dienstlichen Verrichtungen herangezogen werden (Abs.</span> <span class="ft6">2). Der</span><br/> <span class="ft6">Regierungsrat ordnet den Anspruch auf Vergütung der "Überzeit"</span><br/> <span class="ft6">(vgl. zu diesem Begriff lit. b hienach) und Inkonvenienzen (Abs. 3).</span><br/> <span class="ft6">Gestützt auf das Besoldungsdekret (vgl. § 41 BD) erliess der</span><br/> <span class="ft6">Regierungsrat u.a. die Arbeitszeitverordnung und die Verordnung</span><br/> <span class="ft6">Besoldungsdekret. In § 12 ff. VBD sind die Kompensation sowie die</span><br/> <span class="ft6">Entschädigung von "Überzeit" näher geregelt. Sowohl die Arbeitzeit-</span><br/> <span class="ft6">verordnung als auch die Verordnung Besoldungsdekret gelten grund-</span><br/> <span class="ft6">sätzlich für das gesamte Staatspersonal; abweichende Bestimmungen</span><br/> <span class="ft6">sind indessen ausdrücklich vorbehalten (§ 1 AZV, § 1 VBD).</span><br/> <span class="ft6">Ebenfalls gestützt auf das Besoldungsdekret (§ 33 Abs. 2 BD)</span><br/> <span class="ft6">erliess der Regierungsrat die Angestelltenverordnung, welcher alle</span><br/> <span class="ft6">weder auf Amtszeit noch aushilfsweise gewählten Angestellten</span><br/> <span class="ft6">unterstehen (§ 1 AngV). Gemäss § 10 AngV wird die Arbeitzeit vom</span><br/> <span class="ft6">Regierungsrat geregelt (Abs. 1). Die Angestellten können, wenn der</span><br/> <span class="ft6">Anstaltsbetrieb es erfordert, auch ausserhalb der normalen Arbeitzeit</span><br/> <span class="ft6">ohne besondere Entschädigung zu dienstlichen Verrichtungen her-</span><br/> <span class="ft6">angezogen werden. Handelt es sich um eine ausserordentliche Inan-</span><br/> <span class="ft6">spruchnahme, so kann die Anstaltsleitung die Überstunden durch</span><br/> <span class="ft6">Freizeit oder durch Entschädigung ganz oder teilweise ausgleichen</span><br/> <span class="ft6">(Abs. 2); generelle Entschädigungen beschliesst der Regierungsrat</span><br/> <span class="ft6">(Abs. 3).</span><br/></div> </div> <div class="header"><span class="year">2005</span> <span class="title">Überstundenentschädigung</span> <span class="page_no">507</span></div> <div class="page" id="S5"> <div role="main"><br/> <span class="ft6">b) "Überstunden" sind jede die normale Arbeitszeit überschrei-</span><br/> <span class="ft6">tende Arbeit. Unter normaler Arbeitszeit ist diejenige Arbeitszeit zu</span><br/> <span class="ft6">verstehen, die einzelvertraglich oder durch Kollektivvertrag verein-</span><br/> <span class="ft6">bart, durch Normalarbeitsvertrag bestimmt oder betriebsüblich ist</span><br/> <span class="ft6">(Manfred Rehbinder, Berner Kommentar, Bern 1985, Art. 321c OR</span><br/> <span class="ft6">N 1). Von "Überzeit" wird demgegenüber gesprochen, wenn die im</span><br/> <span class="ft6">Arbeitsgesetz festgelegten Höchstarbeitszeiten überschritten werden</span><br/> <span class="ft6">(Rehbinder, a.a.O., Art. 321c OR N 1). Aufgrund dieser Begriffsbe-</span><br/> <span class="ft6">stimmungen ergibt sich, dass mit der im Besoldungsdekret, in der</span><br/> <span class="ft6">Verordnung Besoldungsdekret sowie in der Angestelltenverordnung</span><br/> <span class="ft6">verwendeten Bezeichnung "Überzeit" tatsächlich "Überstunden" ge-</span><br/> <span class="ft6">meint sind. Im Folgenden wird für Arbeit, welche die Normalarbeits-</span><br/> <span class="ft6">zeit überschreitet, ausschliesslich der Begriff "Überstunden" verwen-</span><br/> <span class="ft6">det.</span><br/> <span class="ft6">3. a) Mit Beschluss des Regierungsrats Nr. 1920 vom 14. Au-</span><br/> <span class="ft6">gust 1989 wurden die Arbeitszeiten der Assistenzärzte per 1. Januar</span><br/> <span class="ft6">1990 wie folgt festgelegt (Ziff. 2):</span><br/> <span class="ft4">"a) Die Präsenzzeit (vorgeschriebene Aufenthaltszeit als Dienstarzt im Spital,</span><br/> <span class="ft4">inkl. Essen, Schlafen, etc.) beträgt max. 65 Wochenstunden.</span><br/> <span class="ft4">Innerhalb der Präsenzzeit soll die effektive Einsatzzeit (ohne Essen, Schla-</span><br/> <span class="ft4">fen, etc., jedoch inkl. Weiter- und Ausbildung an Ort) max. 55 Wochenstunden</span><br/> <span class="ft4">betragen.</span><br/> <span class="ft4">Höhere Präsenzzeiten können entsprechend der Spitalorganisation kom-</span><br/> <span class="ft4">pensiert werden, wobei 12 Stunden Präsenzzeit einem Ruhetag entsprechen</span><br/> <span class="ft4">sollen.</span><br/> <span class="ft4">Die unterbrochene [recte: ununterbrochene] Präsenzzeit wird auf max. 24</span><br/> <span class="ft4">Stunden beschränkt."</span><br/> <span class="ft6">Der Regierungsratsbeschluss ist nicht in die Form eines gene-</span><br/> <span class="ft6">rell-abstrakten Erlasses gekleidet. Da er sich offensichtlich vorab an</span><br/> <span class="ft6">die kantonalen Institutionen richtet, welche Assistenzärzte beschäfti-</span><br/> <span class="ft6">gen, entspricht er inhaltlich einer Verwaltungsverordnung. Verwal-</span><br/> <span class="ft6">tungsverordnungen werden in der Regel nicht publiziert und sind in</span><br/> <span class="ft6">erster Linie für die Behörden verbindlich (vgl. Ulrich Häfelin/Georg</span><br/> <span class="ft6">Müller, Allgemeines Verwaltungsrecht, 4.</span> <span class="ft6">Auflage, Zürich 2002,</span><br/> <span class="ft6">Rz. 123 ff. mit Hinweisen).</span><br/></div> </div> <div class="header"><span class="year">2005</span> <span class="title">Personalrekursgericht</span> <span class="page_no">508</span></div> <div class="page" id="S6"> <div role="main"><br/> <span class="ft6">b) Die ärztliche Leitung der Klinik erliess die "Dienstordnung</span><br/> <span class="ft6">Assistenten" vom 13. Juni 1995 bzw. 27. Juni 1998 (Dienstordnung).</span><br/> <span class="ft6">Sie enthält diverse Bestimmungen in Bezug auf die Tätigkeit der As-</span><br/> <span class="ft6">sistenzärzte. Sie legt insbesondere fest, dass die Arbeit grundsätzlich</span><br/> <span class="ft6">ca. um 07.00 Uhr aufgenommen und gegen 18.00 Uhr erledigt sein</span><br/> <span class="ft6">soll. Im Weiteren werden die durch die Assistenzärzte zu über-</span><br/> <span class="ft6">nehmenden Dienste umschrieben (Traumadienst, Pikettdienst unter</span><br/> <span class="ft6">der Woche, Pikettdienst Wochenende). Schliesslich enthält die</span><br/> <span class="ft6">Dienstordnung eine Kompensationsregelung, wonach den Assistenz-</span><br/> <span class="ft6">ärzten eine zusätzliche Ferienwoche gewährt wird und sie mit einer</span><br/> <span class="ft6">weiteren Woche Fortbildung rechnen können.</span><br/> <span class="ft6">Die Dienstordnung bildet die Umsetzung des Regierungsratsbe-</span><br/> <span class="ft6">schlusses Nr. 1920 vom 14. August 1989 in Bezug auf die Klinik.</span><br/> <span class="ft6">Dies ergibt sich unmittelbar aus dem Inhalt der Dienstordnung. Zu-</span><br/> <span class="ft6">dem vertrat die Klinik stets die Haltung, dass der genannte</span><br/> <span class="ft6">Regierungsratsbeschluss verbindlich sei und es sich danach zu rich-</span><br/> <span class="ft6">ten habe.</span><br/> <span class="ft6">c) aa) Es mag fraglich erscheinen, ob der Regierungsrat gestützt</span><br/> <span class="ft6">auf § 10 Abs. 1 AngV die Arbeitszeiten ausserhalb eines generell-ab-</span><br/> <span class="ft6">strakten Erlasses regeln durfte. Falls aus diesem Grund der</span><br/> <span class="ft6">Regierungsratsbeschluss Nr. 1920 vom 14. August 1989 keine genü-</span><br/> <span class="ft6">gende Rechtsgrundlage für die Dienstordnung darstellen sollte, liesse</span><br/> <span class="ft6">sich diese jedoch auch auf § 10 Abs. 2 AngV stützen (vgl. Erw. 2/a</span><br/> <span class="ft6">hievor). Die darin verankerte Voraussetzung dafür, dass Angestellte</span><br/> <span class="ft6">entschädigungslos für Überstunden herangezogen werden können</span><br/> <span class="ft6">("wenn es der Anstaltsbetrieb erfordert"), ist vorliegend erfüllt:</span><br/> <span class="ft6">Massgebend ist, dass die finanziellen Rahmenbedingungen für die</span><br/> <span class="ft6">Anstellung von Assistenzärzten durch das vom Grossen Rat vorgege-</span><br/> <span class="ft6">bene Budget definiert waren und dieses keine Mittel für die Anstel-</span><br/> <span class="ft6">lung von zusätzlichem Personal bereitstellte. Es ist unbestritten, dass</span><br/> <span class="ft6">die Arbeitsbelastung der Assistenzärzte generell sehr hoch war bzw.</span><br/> <span class="ft6">im Rahmen dessen lag, was vom Kläger behauptet wird.</span><br/> <span class="ft6">bb) Im Weiteren kann vorliegend offen bleiben, ob dem Regie-</span><br/> <span class="ft6">rungsratsbeschluss Nr. 1920 vom 14. August 1989 dadurch, dass er</span><br/> <span class="ft6">allenfalls im Rahmen eines generell-abstrakten Erlasses hätte erge-</span><br/> <span class="ft6">hen müssen, eine sog. "Aussenwirkung" zukommt und die Betroffe-</span><br/></div> </div> <div class="header"><span class="year">2005</span> <span class="title">Überstundenentschädigung</span> <span class="page_no">509</span></div> <div class="page" id="S7"> <div role="main"><br/> <span class="ft6">nen direkt daraus Ansprüche abzuleiten vermögen. Die Frage wäre</span><br/> <span class="ft6">nur relevant, wenn der Regierungsratsbeschluss den Assistenzärzten</span><br/> <span class="ft6">weitergehende Ansprüche zusprechen würde, als dies die Dienstord-</span><br/> <span class="ft6">nung vorsieht. Tatsächlich gibt zwar der Regierungsratsbeschluss in</span><br/> <span class="ft6">Ziffer 2 lit. b eine maximale Arbeitszeit von 55 h/Woche vor, doch</span><br/> <span class="ft6">legt er keine Konsequenzen fest für den Fall, dass diese Limite über-</span><br/> <span class="ft6">schritten wird. Auch nach ihrem Wortlaut ("soll") kommt der Norm</span><br/> <span class="ft6">der Charakter einer sanktionslosen Zielvorgabe zu. Selbst für</span><br/> <span class="ft6">Arbeitszeiten von über 55 h/Woche kann dementsprechend aus dem</span><br/> <span class="ft6">Regierungsratsbeschluss kein Anspruch auf eine Überstundenent-</span><br/> <span class="ft6">schädigung abgeleitet werden. Ein separater Regierungsratsbe-</span><br/> <span class="ft6">schluss, welcher eine generelle Überstundenentschädigung im Sinne</span><br/> <span class="ft6">von § 10 Abs. 3 AngV festlegen würde, fehlt.</span><br/> <span class="ft6">Hervorzuheben ist der Umstand, dass im Gegensatz zur Arbeits-</span><br/> <span class="ft6">zeit im Regierungsratsbeschluss Nr. 1920 vom 14. August 1989 die</span><br/> <span class="ft6">Präsenzzeit viel eingehender geregelt ist. In Ziffer 2 lit. a wird eine</span><br/> <span class="ft6">maximale wöchentliche Präsenzzeit von 65 Stunden festgelegt und in</span><br/> <span class="ft6">Ziffer 2 lit. d eine Beschränkung der ununterbrochenen Präsenzzeit</span><br/> <span class="ft6">auf 24 Stunden. Beim allfälligen Überschreiten der wöchentlichen</span><br/> <span class="ft6">Präsenzzeit sind zudem Folgen statuiert, allerdings ausschliesslich in</span><br/> <span class="ft6">der Form der Kompensation mit Freizeit (Ziffer 2 lit. c). Ob allen-</span><br/> <span class="ft6">falls bei fehlender Kompensationsmöglichkeit vor Beendigung des</span><br/> <span class="ft6">Arbeitsverhältnisses gestützt auf Ziffer 2 lit. c eine Entschädigung</span><br/> <span class="ft6">möglich wäre, braucht vorliegend nicht geprüft zu werden. Zum ei-</span><br/> <span class="ft6">nen wird keine Entschädigung aufgrund übermässiger Präsenzzeiten</span><br/> <span class="ft6">verlangt, zum anderen würde der entsprechende Betrag die Summe,</span><br/> <span class="ft6">die der Regierungsrat anerkannt hat, ohnehin nicht übersteigen.</span><br/> <span class="ft6">4. a) Der Kläger hat u.a. anlässlich der Verhandlung ausdrück-</span><br/> <span class="ft6">lich bestätigt, dass ihm der vorliegend massgebende Inhalt der</span><br/> <span class="ft6">Dienstordnung bereits vor Antritt der Stelle bekannt war<i>.</i> Die Dienst-</span><br/> <span class="ft6">ordnung ist daher als integrativer Bestandteil der Regelung des Ar-</span><br/> <span class="ft6">beitsverhältnisses zwischen dem Kläger und dem Beklagten anzuse-</span><br/> <span class="ft6">hen. Der Kläger hat sich folglich die Arbeitszeiten sowie die Kom-</span><br/> <span class="ft6">pensationsregelung, wie sie in der Dienstordnung festgehalten sind,</span><br/> <span class="ft6">entgegenhalten zu lassen.</span><br/></div> </div> <div class="header"><span class="year">2005</span> <span class="title">Personalrekursgericht</span> <span class="page_no">510</span></div> <div class="page" id="S8"> <div role="main"><br/> <span class="ft6">b) Die Dienstordnung regelt u.a. die Arbeitszeit der Assistenz-</span><br/> <span class="ft6">ärzte. Diese setzt sich zusammen aus der täglichen Einsatzzeit von</span><br/> <span class="ft6">ca. 07.00 Uhr - ca. 18.00 Uhr sowie den zusätzlich zu übernehmen-</span><br/> <span class="ft6">den Diensten (Traumadienst, Pikettdienst unter der Woche, Pikett-</span><br/> <span class="ft6">dienst am Wochenende). Als Kompensation sind eine Woche zu-</span><br/> <span class="ft6">sätzliche Ferien sowie allenfalls eine Woche zusätzliche Fortbildung</span><br/> <span class="ft6">vorgesehen (vgl. Erw. 3/b hievor).</span><br/> <span class="ft6">Es besteht kein Hinweis darauf und wird vom Kläger auch nicht</span><br/> <span class="ft6">behauptet, dass er mehr gearbeitet hätte, als gemäss Dienstordnung</span><br/> <span class="ft6">vorgeschrieben ist. Insofern liegen keine Überstunden vor. Hinzu</span><br/> <span class="ft6">kommt, dass sich aus der Dienstordnung ohnehin kein Anspruch auf</span><br/> <span class="ft6">eine Entschädigung allfälliger Überstunden ableiten lässt; tatsächlich</span><br/> <span class="ft6">wurden auch nie Überstunden ausbezahlt. Die klägerische Forderung</span><br/> <span class="ft6">erweist sich insofern als unbegründet.</span><br/> <span class="ft6">5. Die Bestimmungen des Arbeitsgesetzes über den Gesund-</span><br/> <span class="ft6">heitsschutz sind im vorliegenden Fall anwendbar (vgl. Erw. 1/b</span><br/> <span class="ft6">hievor). Die Gesundheitsschutzbestimmungen sollen die Arbeitneh-</span><br/> <span class="ft6">menden vor berufsbedingten Erkrankungen und Unfällen am Ar-</span><br/> <span class="ft6">beitsplatz bewahren. Dabei geht es primär um die Ausgestaltung der</span><br/> <span class="ft6">Arbeitsumgebung und die Organisation der Arbeitsabläufe. Zur Ar-</span><br/> <span class="ft6">beitsorganisation gehören auch die Verteilung der Arbeit sowie die</span><br/> <span class="ft6">Organisation der Arbeitszeit, wobei die Arbeitnehmenden ausdrück-</span><br/> <span class="ft6">lich vor Überbeanspruchung zu schützen sind. Dies bedeutet, dass</span><br/> <span class="ft6">Arbeitnehmende weder in qualitativer noch in quantitativer Hinsicht</span><br/> <span class="ft6">derart belastet werden dürfen, dass auf die Dauer ihre physische oder</span><br/> <span class="ft6">psychische Gesundheit beeinträchtigt wird. Auch wenn sich über das</span><br/> <span class="ft6">gesundheitlich tragbare quantitative Mass der Arbeitsbelastung nur</span><br/> <span class="ft6">schwerlich allgemeine Aussagen machen lassen, kann gegen offen-</span><br/> <span class="ft6">sichtlich missbräuchliche Arbeitszeiten gestützt auf die arbeitsgesetz-</span><br/> <span class="ft6">lichen Bestimmungen über den Gesundheitsschutz eingeschritten</span><br/> <span class="ft6">werden. In diesem eng begrenzten Bereich, in dem die Arbeits-</span><br/> <span class="ft6">bedingungen geradezu missbräuchlich sind, kann über die Gesund-</span><br/> <span class="ft6">heitsschutzbestimmungen gegen die Arbeitszeiten vorgegangen wer-</span><br/> <span class="ft6">den. Je nach Art der Tätigkeit, beruflichem Umfeld und Konstitution</span><br/> <span class="ft6">des Betroffenen werden gestützt auf den Gesundheitsschutz Ar-</span><br/> <span class="ft6">beitspensen von deutlich über 55 Wochenstunden als zulässig</span><br/></div> </div> <div class="header"><span class="year">2005</span> <span class="title">Überstundenentschädigung</span> <span class="page_no">511</span></div> <div class="page" id="S9"> <div role="main"><br/> <span class="ft6">betrachtet. Hingegen verstossen Arbeitspensen von gegen 100 Stun-</span><br/> <span class="ft6">den die Woche mit Sicherheit gegen die Gesundheitsschutzbestim-</span><br/> <span class="ft6">mungen (Entscheid des Bundesgerichts vom 14. Juni 2002, Erw.</span><br/> <span class="ft6">5.2.2 ff., publiziert in: ZBl 2003, S. 97 ff.).</span><br/> <span class="ft6">Gemäss den Zusammenstellungen des Klägers arbeitete er</span><br/> <span class="ft6">durchschnittlich gegen 65 Wochenstunden. Ein derartiges Pensum</span><br/> <span class="ft6">lässt sich nach Massgabe der Bestimmungen des Gesundheits-</span><br/> <span class="ft6">schutzes nicht beanstanden. Dementsprechend kann offen bleiben, ob</span><br/> <span class="ft6">bei einem allfälligen Verstoss ein Entschädigungsanspruch bestehen</span><br/> <span class="ft6">würde.</span><br/> <span class="ft6">6. a) Der Kläger rügt im Weiteren einen Verstoss gegen die</span><br/> <span class="ft6">Rechtsgleichheit gegenüber denjenigen Staatsangestellten, deren</span><br/> <span class="ft6">tägliche Sollarbeitszeit gemäss § 10 Abs. 1 aAZV 8 Stunden 24 Mi-</span><br/> <span class="ft6">nuten betrug. Das Gebot der Rechtsgleichheit verlangt, dass Rechte</span><br/> <span class="ft6">und Pflichten der Betroffenen nach dem gleichen Massstab festzuset-</span><br/> <span class="ft6">zen sind. Es verbietet einerseits unterschiedliche Regelungen, die</span><br/> <span class="ft6">nicht auf rechtlich erheblichen Unterscheidungen bzw. auf sachlichen</span><br/> <span class="ft6">Gründen beruhen, und untersagt andererseits die rechtliche Gleichbe-</span><br/> <span class="ft6">handlung von Fällen, die sich in tatsächlicher Hinsicht wesentlich</span><br/> <span class="ft6">unterscheiden (Häfelin/Müller, a.a.O., Rz. 495 ff.; Beatrice Weber-</span><br/> <span class="ft6">Dürler, Zum Anspruch auf Gleichbehandlung in der Rechtsan-</span><br/> <span class="ft6">wendung, in: ZBl 2004, S. 2 ff.).</span><br/> <span class="ft6">Die Tätigkeit eines Assistenzarztes dient primär der eigenen</span><br/> <span class="ft6">Ausbildung; die Ausübung dieser Funktion während einer bestimm-</span><br/> <span class="ft6">ten Dauer ist u.a. Voraussetzung für die Erlangung eines Facharztti-</span><br/> <span class="ft6">tels. Darin liegt im Vergleich zu den übrigen Staatsangestellten ein</span><br/> <span class="ft6">gewichtiger Unterschied, welcher eine spezifische Arbeitszeitrege-</span><br/> <span class="ft6">lung rechtfertigt.</span><br/> <span class="ft6">Zusätzlich gilt es zu beachten, dass gemäss § 14 Abs. 2 VBD</span><br/> <span class="ft6">Beamte der Besoldungsklassen 19 - 30 keinen Anspruch auf Barent-</span><br/> <span class="ft6">schädigung von Überstunden hatten. Die Besoldung der Assistenz-</span><br/> <span class="ft6">ärzte richtete sich nach einer separaten Besoldungsregelung (...).</span><br/> <span class="ft6">Wesentlich ist indessen, dass das Gehalt des Klägers deutlich über</span><br/> <span class="ft6">dem Minimum der Besoldungsklasse 19 lag. Dies zeigt, dass auch</span><br/> <span class="ft6">die übrigen Staatsangestellten mit einem vergleichbaren Lohn keinen</span><br/> <span class="ft6">Anspruch auf die Entschädigung von Überstunden hatten. Ein Ver-</span><br/></div> </div> <div class="header"><span class="year">2005</span> <span class="title">Personalrekursgericht</span> <span class="page_no">512</span></div> <div class="page" id="S10"> <div role="main"><br/> <span class="ft6">stoss gegen das Gebot der Rechtsgleichheit ist auch aus diesem</span><br/> <span class="ft6">Grund zu verneinen.</span><br/> <span class="ft6">b) Der Kläger bringt vor, er habe im Zeitpunkt seiner Anstel-</span><br/> <span class="ft6">lung als Assistenzarzt bereits über einen ausländischen Titel eines</span><br/> <span class="ft6">Facharztes verfügt und daher keine Ausbildung mehr benötigt. Zu-</span><br/> <span class="ft6">dem habe er seinen Erfahrungen entsprechend auch Oberarztfunktio-</span><br/> <span class="ft6">nen übernommen. Der Argumentation des Klägers, wonach er aus</span><br/> <span class="ft6">den dargelegten Gründen nicht als Assistenzarzt im eigentlichen</span><br/> <span class="ft6">Sinne gelten könne, kann nicht gefolgt werden. Massgebend ist, dass</span><br/> <span class="ft6">der Kläger die Anstellung als Assistenzarzt unter den gegebenen Be-</span><br/> <span class="ft6">dingungen, welche ihm bewusst waren, angenommen hat. Zudem</span><br/> <span class="ft6">kann es ohne Weiteres als Teil der Funktion eines Assistenzarztes an-</span><br/> <span class="ft6">gesehen werden, dass zeitweilig Aufgaben eines Oberarztes zu über-</span><br/> <span class="ft6">nehmen sind.</span><br/></div> </div> </body> </html>