A bteilung V E -6336/2006 {T 0/2} U rteil vom 21. M ai 2007 M itw irkung: R ichter Stöckli, R ichterin Schenker Senn, R ichterin D e C oulon G erichtsschreiberin Karpathakis A._______, Sri Lanka, vertreten durch G uido Ehrler, Advokat, R ebgasse 1, Postfach 321, 4005 Basel, Beschw erdeführerin gegen B undesam t für M igration (B FM ), vorm als Bundesam t für Flüchtlinge (BFF), Q uellenw eg 6, 3003 Bern, Vorinstanz betreffend Verfügung vom 17. Januar 2003 i.S. W iedererw ägung Vollzug B u n d e s v e rw a ltu n g s g e ric h t T rib u n a l a d m in is tra tif fé d é ra l T rib u n a le a m m in is tra tiv o fe d e ra le T rib u n a l a d m in is tra tiv fe d e ra l2 Sachverhalt: A. D ie Beschw erdeführerin verliess ihren H eim atstaat als M inderjährige am 8. O kto- ber 1998 und suchte am 12. O ktober 1998 in der Schw eiz um Asyl nach. Zur Be- gründung ihres G esuches gab sie an, Sri Lanka aus Angst verlassen zu haben, von den Liberation Tigers of Tam il Eelam (LTTE) rekrutiert zu w erden; dieses Schicksal hätten schon ihre beiden Schw estern erlitten. Ihre Eltern seien nach Südindien geflohen, w o sie in einem Flüchtlingslager lebten. In Sri Lanka habe sie keine Angehörigen m ehr. D as dam als zuständig gew esene Bundesam t für Flücht- linge (BFM ) w ies das Asylgesuch der gerade volljährig gew ordenen Beschw erde- führerin am 5. N ovem ber 2001 ab. D iese Verfügung focht die Beschw erdeführerin, beschränkt auf den W egw eisungs- und den W egw eisungsvollzugspunkt, bei der dam als zuständig gew esenenen Schw eizerischen Asylrekurskom m ission (AR K) ein. M it U rteil vom 17. Septem ber 2002 w ies die AR K die Beschw erde ab. In ihrer Be- gründung hielt sie fest, zw ar sei der W egw eisungsvollzug nach Sri Lanka grund- sätzlich unzum utbar. D em gegenüber sei der Vollzug der W egw eisung nach Indien, w o die Eltern der Beschw erdeführerin lebten, zum utbar; erfolge der Vollzug über Sri Lanka, sei er auch als m öglich zu erachten. D urchreisehalber sei der Be- schw erdeführerin auch zuzum uten, sich in C olom bo aufzuhalten, allerdings nur dann, w enn gew isse R ahm enbedingungen erfüllt seien, w ie etw a die G ew ährleis- tung geeigneter U nterstützung und Begleitung bei der Beschaffung der zur Einrei- se nach und zum Aufenthalt in Indien erforderlichen Papiere. W ürde sich im Voll- zugsstadium allerdings eine Ausreise der Beschw erdeführerin nach Indien unter Einhaltung der aufgezeigten R ahm enbedingungen als unm öglich erw eisen, hätten die zuständigen Behörden von Am tes w egen die Anordnung einer vorläufigen Auf- nahm e w egen U ndurchführbarkeit des W egw eisungsvollzugs zu prüfen bezie- hungsw eise anzuordnen. B. Am 3. O ktober 2002 teilte das Bundesam t der Beschw erdeführerin m it, die Verfü- gung vom 5. N ovem ber 2001 sei m it dem U rteil der AR K vom 17. Septem ber 2002 in R echtskraft erw achsen, und setzte ihr Frist zum Verlassen der Schw eiz bis am 28. N ovem ber 2002. Am 11. O ktober 2002 suchte die Beschw erdeführerin das Bundesam t um Sistie- rung der Ausreisefrist nach. Zur Begründung gab sie an, laut einer telefonischen Auskunft der indischen Botschaft in Bern sei es tatsächlich nicht m öglich, den An- trag zur Ausstellung eines Visum s bereits von der Schw eiz aus zu stellen; sie m üs- se den Antrag in Sri Lanka stellen. Eine Ausstellung eines Visum s (inklusive eines Besuchervisum s) sei jedoch eher unw ahrscheinlich. Sie erw arte diesbezüglich noch eine Antw ort der indischen Botschaft in C olom bo. Bei ihren Bem ühungen gehe es ihr um die G ew ährleistung ihrer Sicherheit; eine negative Antw ort aus C o- lom bo w ürde näm lich bedeuten, dass der Vollzug im Sinne des AR K-U rteils unzu- m utbar sei, w eil ihr dann nichts anderes übrig bleiben w ürde als in Sri Lanka zu verbleiben. D ie Ausreisefrist sei dem zufolge solange zu sistieren bis nachgew ie- sen w erden könne, dass die W eiterreise nach Indien auch tatsächlich durchführbar 3 sei. Zusam m en m it dem G esuch reichte sie je ein Schreiben an die indische Ver- tretung in C olom bo und ein solches an die indische Botschaft in der Schw eiz, bei- de datiert vom 11. O ktober 2002, ein; inhaltlich befassen sich die Schreiben m it Fragen zu den Bedingungen für die Ausstellung eines indischen Visum s in Sri Lan- ka, w elches die Einreise nach und den Aufenthalt in Indien erlaube. Am 14. O ktober 2002 fand das G espräch zur Vorbereitung der Ausreise beim kan- tonalen Am t für M igration statt. D as Am t stellte am 31. O ktober 2002 beim Bun- desam t ein G esuch um Vollzugsunterstützung. Am 6. D ezem ber 2002 kam die Be- schw erdeführerin einem Aufgebot zu N achbefragungen im Zusam m enhang m it der Papierbeschaffung nach. M it Schreiben vom 8. N ovem ber 2002 reagierte das Bundesam t auf das G esuch der Beschw erdeführerin vom 11. O ktober 2002 um Sistierung der Ausreisefrist. Es hielt an der angesetzten Ausreisefrist fest und teilte m it, sobald die srilankische Vertretung in G enf das Laissez-passer erstellt habe, w erde die Beschw erdeführe- rin nach Sri Lanka zurückkehren m üssen. D ie Schw eizer Botschaft in C olom bo sei bereit, ihr bei der Beschaffung einer Identitätskarte behilflich zu sein. U m die Pass- beschaffung und das indische Visum m üsse sich die Beschw erdeführerin selbstän- dig küm m ern; dabei könne ihr aber eine durch die Schw eizer Botschaft verm ittelte H ilfsorganisation in C olom bo behilflich sein. Am 11. N ovem ber 2002 gelangte die Beschw erdeführerin über ihre dam alige R echtsvertreterin per E-M ail an die schw eizerische Vertretung in Sri Lanka, schil- derte ihre Situation und gab ihrer Befürchtung Ausdruck, die indische Vertretung in C olom bo könnte die Ausstellung eines Visum s zur Einreise und zum Aufenthalt in Indien verw eigern, w as bedeuten w ürde, dass sie in Sri Lanka verbleiben m üsste. In der selben E-M ail bezog sie sich auf ein Telefongespräch, w elches am selben Tag m it einem M itarbeiter der Schw eizer Botschaft in C olom bo geführt w orden sei; dieser habe sich dahingehend geäussert, dass die indische Botschaft in C olom bo ohne Kenntnis des konkreten Falles keine Angaben zu einer allfälligen Ausstellung eines Visum s m achen könne. Am 12. N ovem ber 2002 leitete die schw eizerische Vertretung in C olom bo die E-M ail vom Vortag an die Vorinstanz m it der Bem er- kung w eiter, die Beschw erdeführerin habe sich an die Botschaft gew andt und ge- beten abzuklären, ob die indische Botschaft in C olom bo die Erteilung eines Vi- sum s zur W eiterreise der Beschw erdeführerin nach Indien garantieren könne. Selbstverständlich habe m an die Abklärung dieser "unglaublichen" Frage nicht an- hand genom m en und die Vertreterin der Beschw erdeführerin an das Bundesam t, allenfalls an die indische Vertretung in der Schw eiz verw iesen. M it E-M ail vom 20. N ovem ber 2002 gelangte ein M itarbeiter der schw eizerischen Vertretung in C olom bo erneut an das Bundesam t und leitete eine Anfrage der Schw eizerischen Flüchtlingshilfe (SFH ) an die niederländische Vertretung in C o- lom bo vom 19. N ovem ber 2002 an das Am t w eiter. D ie SFH hatte sich bei jener Vertretung danach erkundigt, ob eine junge tam ilische Frau, w elche zu ihren Ver- w andten nach Tam il N adu/Indien gelangen m öchte, um gehend nach Ankunft in C olom bo eine Identitätskarte und einen Pass erhalten könne, und ob die indische Vertretung in C olom bo Visa an srilankische Staatsangehörige erteile. D er M itar- beiter der schw eizerischen Vertretung leitete die E-M ail m it der Bem erkung w eiter, er gehe davon aus, es handle sich w iederum um die Beschw erdeführerin. Es blei-4 be aber klar, dass sich die schw eizerische Vertretung nicht äussern könne zu einer eventuellen Erteilung eines indischen Visum s nach der R ückkehr der Beschw erde- führerin nach Sri Lanka. Am 25. N ovem ber 2002 gelangte der Vertreter der Beschw erdeführerin ans kantonale Am t für M igration und erkundigte sich insbesondere danach, w elche M assnahm en die Vollzugsbehörde getroffen habe, um die von der AR K als notw endig erachtete Begleitung der Beschw erdeführerin sicherzustellen, w elche hum anitären O rganisationen in C olom bo gegebenenfalls eingeschaltet w orden seien und w er deren Aufw endungen übernehm e, und schliesslich inw iefern gew ährleistet sei, dass die Beschw erdeführerin ein Visum zum dauernden Aufent- halt in Indien erhalten w erde. Ferner kündigte er eine Stellungnahm e des U nited N ations H igh C om m issioner for R efugees (U N H C R ) an. In seinem Antw ortschrei- ben vom 2. D ezem ber 2002 führte das kantonale Am t für M igration aus, die Be- schw erdeführerin habe sich am 14. O ktober 2002 zur Besprechung der Ausreise eingefunden und am 6. D ezem ber 2002 an einer persönlichen N achbefragung im R ahm en der Identitätsabklärung in Bern teilgenom m en. D ie kantonale Behörde habe die Beschw erdeführerin ebenfalls auf die M öglichkeiten der R ückkehrhilfe aufm erksam gem acht. Ansonsten seien keine Vollzugsm assnahm en getroffen w or- den; dies w erde geschehen, sobald ein R eisedokum ent vorliege. C . Am 28. N ovem ber 2002 liess die Beschw erdeführerin beim BFF die vorläufige Auf- nahm e beantragen. D as G esuch begründete sie dam it, dass die im AR K-U rteil auf- gezeigte faktische M öglichkeit, nach Indien zu gelangen und dort zu leben, w ohl nicht bestehe. Sow ohl das U N H C R als auch die SFH gingen davon aus, dass die Beschw erdeführerin in C olom bo kein Visum für Indien erhalten w ürde; dies gelte um so m ehr, als sie inzw ischen volljährig sei. D em zufolge sei entsprechend den Er- w ägungen im AR K-U rteil die vorläufige Aufnahm e anzuordnen. Zusam m en m it dem G esuch liess die Beschw erdeführerin je ein Schreiben des U N H C R und eines der SFH vom 26. N ovem ber 2002 einreichen. D as G esuch vom 28. N ovem ber 2002 w urde vom BFF zunächst der AR K zur Prü- fung überw iesen, ob dam it R evision ihres U rteils vom 17. Septem ber 2002 bean- tragt w ürde. D ie AR K qualifizierte das Schreiben nicht als R evision und w ies es zu- sam m en m it dem D ossier am 9. Januar 2003 ans Bundesam t zur w eiteren Be- handlung zurück. D . D as Bundesam t behandelte das G esuch als solches um W iedererw ägung seiner Verfügung vom 5. N ovem ber 2001 und w ies es m it Verfügung vom 17. Januar 2003 - eröffnet am 22. Januar 2003 - ab. G leichzeitig hielt es fest, die Verfügung vom 5. N ovem ber 2001 sei rechtskräftig und vollstreckbar und einer allfälligen Be- schw erde kom m e keine aufschiebende W irkung zu. Zur Begründung führte es im W esentlichen aus, zum einen könne auf die Feststellung der Schw eizerischen Bot- schaft in Indien anlässlich des ordentlichen Asylverfahrens verw iesen w erden, w o- nach eine W eiterreise von Sri Lanka nach Indien - im R ahm en eines Besuchervi- sum s - grundsätzlich m öglich sei. D ass die Stellungnahm e des U N H C R negativ ausfalle, sei nicht erstaunlich, gehe diese doch von einem Visum zum dauernden 5 Aufenthalt in Indien aus. Auch der SFH -D okum entation sei nichts anderes zu ent- nehm en, sei doch dort vielm ehr erw ähnt, dass die indische Botschaft in C olom bo srilankischen Staatsangehörigen aus verschiedenen G ründen w öchentlich rund 500 Visa erteile. Auch die Volljährigkeit der Beschw erdeführerin stünde einer Voll- ziehbarkeit der W egw eisung nicht entgegen, könne sich die Beschw erdeführerin doch in Indien auch selbständig als Flüchtling aufhalten. E. M it R echtsm itteleingabe vom 29. Januar 2003 liess die Beschw erdeführerin diese Verfügung bei der AR K anfechten. Sie beantragte, die Verfügung des Bundesam - tes vom 17. Januar 2003 sei aufzuheben und die Vorinstanz anzuw eisen, die Be- schw erdeführerin vorläufig aufzunehm en. Schliesslich sei die aufschiebende W ir- kung der Beschw erde w ieder herzustellen und das zuständige M igrationsam t su- perprovisorisch anzuw eisen, bis zum abschliessenden AR K-Entscheid auf den Vollzug der W egw eisung zu verzichten. Es seien keine Kosten zu erheben und es sei eine Parteientschädigung auszurichten. Eventualiter sei die unentgeltliche R echtspflege, inklusive unentgeltlicher R echtsverbeiständung, zu gew ähren. Zur Begründung führte die Beschw erdeführerin im W esentlichen aus, das Argum ent der Vorinstanz, die indische Botschaft w ürde ein Touristenvisum ausstellen und die Beschw erdeführerin könne sich auch nach dessen Ablauf w eiterhin in Indien aufhalten, sei nicht stichhaltig. U nbestrittenerm assen w ürde sie kein Visum zum dauerhaften Aufenthalt erhalten; sie w äre dem zufolge nach Ablauf des Besuchervi- sum s entw eder gezw ungen, nach Sri Lanka zurückzukehren, w as von der AR K als unzum utbar qualifiziert w orden sei, oder aber sich illegal in Indien aufzuhalten. D a- m it w ürde das Bundesam t aber die Beschw erdeführerin zum rechtsw idrigen Auf- enthalt in Indien anstiften, w as allgem einen völkerrechtlichen G rundsätzen w ider- spreche. Auch die AR K sei in ihrem U rteil von der Präm isse ausgegangen, dass sich die Beschw erdeführerin legal in Indien aufhalten könne. Schliesslich gehe das H ochkom m issariat für Flüchtlinge davon aus, die indische Botschaft w ürde gar die Erteilung jeglichen Visum s verw eigern, w enn sie erfahren w ürde, dass sich die Fa- m ilienangehörigen der Beschw erdeführerin als Flüchtlinge in Indien aufhielten. H inzu kom m e, dass das Bundesam t offensichtlich nicht bereit sei, die von der AR K in ihrem U rteil auferlegten Vollzugsm odalitäten zu berücksichtigen. Auf w eitere Einzelheiten in der Begründung w ird, sofern für den Entscheid w esentlich, in den Erw ägungen eingegangen. F. M it Zw ischenverfügung vom 30. Januar 2003 setzte der zuständige Instruktions- richter den Vollzug der W egw eisung m ittels vorsorglicher M assnahm e aus und m it w eiterer Verfügung vom 10. Februar 2003 räum te er der Beschw erde die aufschie- bende W irkung ein. G leichzeitig verzichtete er auf die Erhebung eines Kostenvor- schusses und verw ies die Behandlung des Eventualgesuches um G ew ährung der unentgeltlichen Prozessführung auf einen späteren Zeitpunkt. G . In Ergänzung ihrer R echtsm itteleingabe liess die Beschw erdeführerin m it Schrei- ben vom 20. Februar 2003 ausführen, aus einer Auskunft eines M itarbeiters der Schw eizerischen Botschaft in C olom bo sei zu schliessen, dass die Vertretung in 6 keiner W eise über die Beschw erdeführerin orientiert w orden sei. Zudem habe die- ser M itarbeiter ausgesagt, die R ückreise der Beschw erdeführerin solle direkt über Indien erfolgen. D ie Zw eifel an der Annahm e, Indien w ürde zu G unsten der Be- schw erdeführerin ein Visum zur Einreise im R ahm en der Fam ilienzusam m enfüh- rung ausstellen, seien angesichts der Tatsache, dass die Beschw erdeführerin in- zw ischen volljährig sei, äusserst berechtigt; m it der Auffassung, sie könne sich "selbständig in Indien als Flüchtling aufhalten", w erde Indien als genereller Aufnahm estaat für Flüchtlinge aus Sri Lanka eingestuft, w as aber dem G esetz und der R echtsprechung der AR K w iderspreche. Laut Auskunft der SFH m üsse die Be- schw erdeführerin zudem m it einem M indestaufenthalt von einem halben Jahr in C olom bo rechnen, bevor sie überhaupt m it einem Touristenvisum für Indien rech- nen könnte, da zum einen die Visum sausstellung viel Zeit in Anspruch nähm e und die Beschw erdeführerin sich vorab auch eine Identitätskarte beschaffen m üsste. U nter diesen U m ständen sei aber ein Vollzug der W egw eisung unzum utbar, zum al das Bundesam t in keiner W eise präzisiere, w ie in C olom bo der notw endige Schutz für die alleinstehende junge Frau gew ährleistet w erden solle. Schliesslich sei dar- auf hinzuw eisen, dass sich die Beschw erdeführerin seit dem 12. O ktober 1998 in der Schw eiz aufhalte; es habe dem zufolge eine H ärtefallprüfung stattzufinden. Zu- sam m en m it dem Schreiben reichte die Beschw erdeführerin den Ausdruck eines M ailverkehrs zw ischen der sie im ordentlichen Asylverfahren vertretenden O rgani- sation und einem M itarbeiter der schw eizerischen Vertretung in C olom bo vom 16. und 18. O ktober 2002 ein. Inhaltlich geht es dort um Abklärungen bezüglich der Erhältlichkeit eines indischen Visum s für die Beschw erdeführerin. H . M it Vernehm lassung vom 11. M ärz 2003 hielt das BFF an seinem Standpunkt fest und beantragte die Abw eisung der Beschw erde. Ergänzend bestritt es, je aner- kannt zu haben, dass die Schw estern der Beschw erdeführerin M itglieder der LTTE seien, und hielt insbesondere fest, die Auskunft des M itarbeiters der schw eizeri- schen Vertretung datiere vom 16. O ktober 2002; in jenem Zeitpunkt sei jedoch die Ausreisefrist noch nicht abgelaufen gew esen und die Vertretung sei aus diesem G runde noch nicht über die Beschw erdeführerin inform iert w orden. I. M it R eplik vom 1. April 2003 liess die Beschw erdeführerin festhalten, die Einschät- zung des U N H C R , w onach die Beschw erdeführerin höchstens m it einem Touris- tenvisum rechnen könne, als auch diejenige, w onach die Beschw erdeführerin m it einem Aufenthalt in C olom bo von m indestens einem halben Jahr rechnen m üsse, bleibe unw idersprochen. H inzu kom m e, dass das Bundesam t bis heute in keiner W eise dargelegt habe, inw iefern es gew illt sei, den im AR K-U rteil gem achten Auf- lagen im Zusam m enhang m it dem Aufenthalt der Beschw erdeführerin in C olom bo nachzukom m en. Inzw ischen käm e hinzu, dass auch in Bezug auf Indien nicht m ehr von einem bestehenden sozialen N etz ausgegangen w erden könne, sei es doch w eder ihr selber noch der Schw eizer Botschaft m öglich, m it ihrer Fam ilie nach deren erneuten W ohnsitzw echsel in Kontakt zu treten; dem zufolge sei der Vollzug auch dorthin inzw ischen als unzum utbar zu erachten. Angesichts der lang- jährigen Aufenthaltsdauer der Beschw erdeführerin in der Schw eiz sei ferner das Vorliegen einer schw erw iegenden persönlichen N otlage zu prüfen.7 J. Am 1. Juli 2005 liess die Beschw erdeführerin geltend m achen, sie absolviere in- zw ischen eine Anlehre als Verkäuferin und w erde diese im August 2005 abschlie- ssen. D azu reichte der R echtsvertreter einen Anlehr-Ausw eis vom 10. August 2005 m it Beilage, einen Schulbericht sow ie eine H onorarnote über Fr. 3'615.40 zu den Akten. D as B undesverw altungsgericht zieht in Erw ägung: 1. 1.1 G em äss Art. 31 des Verw altungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (VG G ; SR 173.32) beurteilt das Bundesverw altungsgericht Beschw erden gegen Verfügungen nach Art. 5 des Bundesgesetzes vom 20. D ezem ber 1968 über das Verw altungs- verfahren (Vw VG ; SR 172.021), sofern keine Ausnahm e nach Art. 32 vorliegt. Als Vorinstanzen gelten die in Art. 33 und 34 VG G genannten Behörden. Zu den an- fechtbaren Entscheiden gehören auch Verfügungen des BFM bzw . des BFF ge- stützt auf das Asylgesetz vom 26. Juni 1998 (AsylG ; SR 142.31); das Bundesver- w altungsgericht entscheidet in diesem Bereich endgültig (Art. 105 AsylG ; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BG G ; SR 173.110]). N ach Lehre und Praxis können W iedererw ägungsentscheide grundsätzlich w ie die ursprüngliche Verfügung auf dem ordentlichen R echtsm ittelw eg w eitergezogen w erden. D em zufolge ist das Bundesverw altungsgericht auch zuständig für die Be- urteilung des vorliegenden Beschw erdeverfahrens (vgl. auch die diesbezüglich auch heute noch zutreffende R echtsprechung der AR K in Entscheidungen und M itteilungen der Schw eizerischen Asylrekurskom m ission [EM AR K] 2003 N r. 7, E. 2a.aa). 1.2 D as Bundesverw altungsgericht übernim m t, sofern es zuständig ist, die Beurteilung der am 1. Januar 2007 bei der AR K hängigen R echtsm ittel. D as neue Verfahrens- recht ist anw endbar (vgl. Art. 53 Abs. 2 VG G ). Auf die am 1. Januar 2007 bereits hängigen Asylverfahren sind zudem die in Kraft getretenen Bestim m ungen der Än- derung des Asylgesetzes vom 16. D ezem ber 2005 (vgl. im Einzelnen AS 2006 4767) anw endbar (Abs. 1 der Ü bergangsbestim m ungen zur Änderung vom 16. D e- zem ber 2005). 1.3 M it Beschw erde kann die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige oder unvoll- ständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts und die U nangem essen- heit gerügt w erden (Art. 106 Abs. 1 AsylG ). 2. D ie Beschw erde ist form - und fristgerecht eingereicht w orden. D ie Beschw erdefüh- rerin hat vor der Vorinstanz am Verfahren teilgenom m en, ist durch die angefochte- ne Verfügung berührt und hat ein schutzw ürdiges Interesse an deren Aufhebung beziehungsw eise Änderung; sie ist daher zur Einreichung der Beschw erde legiti- m iert (Art. 6 AsylG i.V.m . Art. 48 Abs. 1 und Art. 50 ff. Vw VG ).8 3. D ie AR K ist in ihrer publizierten R echtsprechung, w elche sich auch heute noch als zutreffend erw eist, w iederholt im plizit davon ausgegangen, ein abgew iesener Asyl- bew erber sei dazu legitim iert, im R ahm en eines W iedererw ägungsverfahrens die U nm öglichkeit des W egw eisungsvollzugs feststellen zu lassen und in Folge davon die Anordnung der vorläufigen Aufnahm e zu begehren (EM AR K 2006 N r. 15, 2002 N r. 17, 1996 N r. 37, 1995 N r. 14); dies gelte um so m ehr, als im ordentlichen Be- schw erdeverfahren vor der AR K grundsätzlich kein R aum für eine vorläufige Auf- nahm e gestützt auf die U nm öglichkeit des W egw eisungsvollzugs bleibe, es sei denn, dieser erw eise sich klarerw eise und aller W ahrscheinlichkeit nach für die D auer von m indestens einem Jahr als undurchführbar (so in EM AR K 1997 N r. 27). 4. 4.1 Ist der Vollzug der W egw eisung nicht zulässig, nicht zum utbar oder nicht m öglich, so regelt das Bundesam t das Anw esenheitsverhältnis nach den gesetzlichen Be- stim m ungen über die vorläufige Aufnahm e gem äss AN AG (Art. 44 Abs. 2 AsylG ). 4.2 D ie AR K hat festgehalten, die vier Bedingungen für einen Verzicht auf den Vollzug der W egw eisung seien alternativer N atur und sobald eine von ihnen erfüllt sei, sei der Vollzug der W egw eisung als undurchführbar zu betrachten und die w eitere An- w esenheit in der Schw eiz gem äss den Bestim m ungen über die vorläufige Aufnah- m e zu regeln (so in EM AR K 2006 N r. 6, E. 4.2.; 2001 N r. 1, E. 6a). D iese R echt- sprechung erw eist sich auch heute noch als zutreffend, w obei es sich infolge der aufgehobenen N otlagebestim m ungen nur noch um drei Bedingungen handelt. G e- gen eine allfällige Aufhebung der vorläufigen Aufnahm e steht dem w eggew iesenen Asylsuchenden w iederum die Beschw erde an das Bundesverw altungsgericht offen (Art. 105 Abs. 1 AsylG i.V.m . Art. 44 Abs. 2 AsylG ). 5. D er Vollzug der W egw eisung ist nicht m öglich, w enn der Ausländer w eder in den H erkunfts- oder in den H eim atstaat noch in einen D rittstaat reisen oder dorthin ge- bracht w erden kann (Art. 14a Abs. 2 AN AG ). G em äss der heute noch zutreffenden R echtsprechung der AR K setzt die Feststellung der technischen und praktischen U nm öglichkeit des W egw eisungsvollzugs voraus, dass sow ohl seitens der betrof- fenen Person als auch seitens der zuständigen kantonalen und Bundesbehörden alle Anstrengungen hinsichtlich einer freiw illigen Ausreise respektive der zw angs- w eisen R ückführung unternom m en w orden sind (so in EM AR K 2006 N r. 15, E. 3.3.). Ferner ist die vorläufige Aufnahm e aufgrund der technischen U nm öglichkeit des W egw eisungsvollzugs erst dann anzuordnen, w enn die U nm öglichkeit bereits seit m indestens einem Jahr angedauert hat und voraussichtlich auf unbestim m te Zeit, w iederum aber m indestens w ährend eines Jahres andauern w ird (so in EM AR K 1997 N r. 27, E. 4b; 1995 N r. 14, E. 8a). M assgeblich für die Beurteilung des rechtserheblichen Sachverhalts bezüglich des Vollzugs der W egw eisung ist die Situation im Zeitpunkt des U rteils. 6. Vorliegend geht es um die Frage der M öglichkeit - also der praktischen D urchführ- barkeit - des W egw eisungsvollzugs nach Indien, und som it in einen D rittstaat. Ein 9 solcher in den H eim atstaat w urde von der AR K als unzum utbar erachtet und ist nicht G egenstand der Ü berprüfung. 6.1 D er Vollzug der W egw eisung in einen D rittstaat setzt voraus, dass der Betroffene über hinreichende G arantien verfügt, w elche erw arten lassen, dass er sich dort le- gal aufhalten kann. D azu m uss die betreffende Person die faktische und rechtliche M öglichkeit besitzen, sich in diesen D rittstaat zu begeben. D as bedingt, dass Transportm öglichkeiten vorhanden sind und der D rittstaat den Betroffenen einrei- sen lässt, sow ie dass diese Person das R echt eines dauerhaften Aufenthaltes in diesem Staat erlangen kann. D ies w iederum setzt voraus, dass diese Person über gültige Papiere sow ie eine Bew illigung zur Einreise und zum Aufenthalt verfügt, w elche erw arten lassen, dass sie sich dort legal aufhalten kann (so die auch heute noch zutreffende R echtsprechung der AR K in EM AR K 1997 N r. 24, E. 6). N ach der ebenfalls heute noch zutreffenden Praxis der AR K trägt die Behörde, die den W eg- w eisungsvollzug in einen D rittstaat anordnet, die Bew eislast dafür, dass die Vor- aussetzungen eines solchen Vollzugs tatsächlich vorliegen (EM AR K 1995 N r. 22). D am it ist bereits gesagt, dass es nicht angeht, aus der Auffassung der schw eizeri- schen Botschaft in Indien - die Beschw erdeführerin könne sich in C olom bo um ein Visum zum Besuch ihrer Eltern bem ühen; die Erfahrung zeige, dass solchen Be- suchsvisa entsprochen w erde; einm al in Indien angelangt, hätten die w enigsten Sri Lanker grössere Schw ierigkeiten m it den indischen Behörden zu befürchten; die m eisten Sri Lanker w ürden ohnehin der illegalen Einreise über die "Brücke von C eylon" den Vorzug geben - zu schliessen, die W eiterreise nach Indien sei m ög- lich im Sinne der m assgebenden Bestim m ung. N icht von Belang, w eil die Schw ei- zer Behörden ein solches Verhalten nicht erw arten dürfen, ist, ob es der Be- schw erdeführerin allenfalls gelingen könnte, sich durch das Vortäuschen falscher Tatsachen ein Einreisevisum nach Indien zu erschleichen und sich über die D auer dieses Besuchervisum s hinaus "irgendw ie geduldet" dort aufzuhalten. Inw iefern es der Beschw erdeführerin gelingen dürfte, regulär und legal nach Indien zu reisen oder zum indest - w ie in der auch heute noch zutreffenden R echtsprechung der AR K (EM AR K 1997 N r. 24, E. 6b; 1994 N r. 28) gefordert - eine solide G arantie der zuständigen Behörden zu erhalten, w elche ihr erlauben w ürde m it Sicherheit anzunehm en, sie w erde eine Bew illigung zur Einreise und zum Verbleib in Indien erhalten, haben die schw eizerischen Behörden nicht dargetan. D er E-M ail der schw eizerischen Vertretung in C olom bo an die Vorinstanz vom 20. N ovem ber 2002 ist vielm ehr zu entnehm en, dass sie sich diesbezüglich nicht äussern könne. Zw ar hat das Bundesam t gem äss den Akten am 30. Januar 2003 erneut beabsich- tigt, bei der schw eizerischen Vertretung Auskunft zur M öglichkeit der W eiterreise der Beschw erdeführerin von Sri Lanka nach Indien einzuholen. D ass die Anfrage in der Folge gestoppt w urde, w eil die Beschw erdeführerin gegen die Verfügung be- treffend Abw eisung ihres W iedererw ägungsgesuches Beschw erde eingereicht hat- te, verm ag nichts zu bew irken. Es ist nicht anzunehm en, dass die Auskunft der Vertretung nur zw ei M onate später anders ausgefallen w äre. Auch auf Vernehm - lassungsstufe legt das Bundesam t nicht konkreter dar, inw iefern die Beschw erde- führerin tatsächlich m it der Ausstellung eines Visum s für Indien rechnen könne, sondern hält einzig fest, das Visum könne erst dann beantragt w erden, w enn die G esuchstellerin persönlich in C olom bo anw esend sei. D ie Argum ente der Vorins- tanz in Bezug auf eine m ögliche W eiterreise der Beschw erdeführerin von C olom bo 10 nach Indien erschöpfen sich in allgem einen H inw eisen und Verm utungen, so etw a w enn sie auf die von der Beschw erdeführerin ins R echt gelegten Ausführungen der SFH vom 26. N ovem ber 2002 verw eist und daraus ableitet, diese sprächen eher für die w ahrscheinliche Ausstellung eines Visum s, da dort erw ähnt w erde, dass die indische Botschaft in C olom bo srilankischen Staatsangehörigen aus verschiedenen G ründen w öchentlich rund 500 Visa erteile. Abgesehen von der Tatsache, dass dam it zum konkreten Fall nichts ausgesagt ist, übersieht die Vorinstanz dabei, dass die SFH ausdrücklich festhält, diese etw a 500 Visa w ürden für srilankische Staatsangehörige ausgestellt, die aus G eschäftsgründen, auf Pilgerreise oder für m edizinische Betreuung nach Indien fahren w ürden. D em gegenüber kann der Beschw erdeführerin nicht vorgew orfen w erden, sie habe sich einer Ausreise entgegengestellt. Sie ist vielm ehr ihren Verpflichtungen in die- sem Zusam m enhang, w ie etw a im Zusam m enhang m it der Papierbeschaffung oder der Besprechung der Ausreise, nachgekom m en. Sie hat sich darüber hinaus, selbst redlich bem üht, konkrete Inform ationen im Zusam m enhang m it der Visum s- beschaffung für Indien zu erhalten. D abei w urde sie nicht nur nicht unterstützt von den zuständigen Behörden (vgl. die auch heute noch zutreffende R echtsprechung der AR K in EM AR K 2006 N r. 15, E. 3.3), sondern ihre Bem ühungen gereichten ihr seitens der schw eizerischen Behörden sogar zum Vorw urf. 6.2 Inzw ischen sind beinahe fünf Jahre vergangen, ohne dass die verfügte W egw ei- sung vollzogen w erden konnte. Es gibt keinen G rund zur Annahm e, heute bestün- den hinreichende G arantien dafür, dass die indische Botschaft der längst erw ach- senen Beschw erdeführerin ein Visum zur Einreise und zum dauernden Aufenthalt erteilen w ürde. D ies gilt um so m ehr als sich die Sicherheitslage in Sri Lanka im Verlauf der letzten beiden Jahre laufend verschlechtert hat und Indien dem zufolge erneut m it Flüchtlingsström en aus Sri Lanka konfrontiert w ird. Ferner ist davon auszugehen, dass sich die dargelegte Situation innerhalb eines Jahres nicht ver- ändern, sonder vielm ehr auf unbestim m te Zeit hinziehen w ird. D abei kann offen bleiben, ob die in Indien lebenden Fam ilienangehörigen der Beschw erdeführerin w ieder kontaktiert w erden könnten und in w elchen Verhältnissen sie heute leben. 6.3 W enn auch nicht ausschlaggebend im vorliegenden Fall, so soll dennoch nicht un- erw ähnt bleiben, dass die Beschw erdeführerin, w elche als M inderjährige in die Schw eiz eingereist ist, inzw ischen m ehr als einen D rittel ihres bisherigen Lebens in der Schw eiz verbracht hat. O ffensichtlich ist sie integriert und hat sow ohl die Schule als auch eine Berufsausbildung abgeschlossen. D em gegenüber w äre ein Vollzug der W egw eisung nach Indien auch im H inblick auf dessen Zum utbarkeit im heutigen Zeitpunkt neu zu beurteilen und es bestehen zum indest Zw eifel daran, ob diese noch im m er zu bejahen w äre. 6.4 Zusam m enfassend ergibt sich, dass der Vollzug der W egw eisung im vorliegenden Fall seit m ehr als einem Jahr unm öglich w ar und voraussichtlich auf unbestim m te Zeit unm öglich sein w ird. Es erübrigt sich, auf w eitere Ausführungen in der Be- schw erde einzugehen; sie ist gutzuheissen, die vorinstanzliche Verfügung ist auf- zuheben und die Vorinstanz anzuw eisen, die vorläufige Aufnahm e der Beschw er- deführerin anzuordnen.11 7. 7.1 Bei diesem Ausgang des Beschw erdeverfahrens sind keine Kosten aufzuerlegen (Art. 63 Abs. 1 Vw VG ) und der Eventualantrag um G ew ährung der unentgeltlichen R echtspflege w ird gegenstandslos. 7.2 D er Beschw erdeführerin ist für die notw endigen und verhältnism ässig hohen Kos- ten im Sinne des G esetzes eine Parteientschädigung auszurichten (Art. 64 Abs. 1 Vw VG i.V.m . Art. 7 ff. des R eglem ents über Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverw altungsgericht vom 11. D ezem ber 2006 [VG KE, SR 173.320.2]). D as in der Beschw erdeschrift im Sinne eines Eventualbegehrens gestellte G esuch um unentgeltliche Prozessführung (Kostenbefreiung und Beigabe des R echtsver- treters als unentgeltlichen R echtsbeistand) w urde nicht begründet; da es als Even- tualbegehren form uliert w urde, ist davon auszugehen, dass es für den Fall des U n- terliegens gestellt w urde. D a die Beschw erdeführerin vollum fänglich obsiegt und m ithin keine Verfahrenskosten zu tragen und Anspruch auf eine volle Parteient- schädigung hat, ist das G esuch als gegenstandslos gew orden zu betrachten. D er R echtsvertreter der Beschw erdeführerin hat eine Kostennote über einen Betrag von Fr. 3'615.40 (inkl. Barauslagen und M ehrw ertsteueranteil) eingereicht, w obei er Entschädigung für die ganze Zeitspanne ab Vorbereitung des bei der Vorinstanz am 28. N ovem ber 2002 eingereichten W iedererw ägungsgesuches geltend m acht. D as Bundesverw altungsgericht setzt nur eine Parteientschädigung für die Aufw endungen im Beschw erdeverfahren fest; allfällige Vertretungskosten vor der ersten Instanz sind bei dieser geltend zu m achen. D ie angefochtene Verfügung w urde dem R echtsvertreter am 22. Januar 2003 eröffnet. M ithin gelten nur die ab diesem D atum ausgew iesenen Aufw endungen für die R echtsvertretung, sow eit sie notw endig und verhältnism ässig hoch sind (Art. 64 Abs. 1 Vw VG , Art. 7 Abs 4 und Art. 10 Abs. 1 VG KE). Für die D auer des Beschw erdeverfahrens w erden 6 Stunden und 5 M inuten ausgew iesen, w as beim beanspruchten und angem essenen Stundenansatz von Fr. 200.--, bei einer hälftigen Berücksichtigung der Barauslagen (näm lich im U m fang von Fr. 25.--) und bei Einbezug des M ehrw ertsteueranteils von 7,6% einen Betrag von Fr. 1'336.-- ausm acht. In diesem U m fang ist die Vorinstanz zur Leistung der Parteientschädigung anzuw eisen. (D ispositiv nächste Seite)12 D em nach erkennt das B undesverw altungsgericht: 1. D ie Beschw erde w ird gutgeheissen. 2. D ie Vorinstanz w ird angew iesen, die Beschw erdeführerin vorläufig aufzunehm en. 3. Es w erden keine Verfahrenskosten auferlegt. 4. D as BFM w ird angew iesen, der Beschw erdeführerin eine Parteientschädigung (inkl. M W St-Anteil) in der H öhe von Fr. 1'336.-- auszurichten. 5. D ieses U rteil geht an: - den R echtsvertreter der Beschw erdeführerin, 2 Expl. (eingeschrieben) - die Vorinstanz, Abteilung Aufenthalt und R ückkehrförderung, m it den Akten - das kantonale M igrationsam t D er Instruktionsrichter: D ie G erichtsschreiberin: W alter Stöckli Esther Karpathakis