B u n d e s v e rw a l t u n g s g e r i ch t T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i f f éd é r a l T r i b u n a l e am m i n i s t r a t i vo f e d e r a l e T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i v fe d e r a l Abteilung IV D-1699/2009/sed U r t e i l v o m 11 . J u n i 2 0 1 2 Besetzung Richterin Nina Spälti Giannakitsas (Vorsitz), Richter Daniele Cattaneo, Richter Thomas Wespi, Gerichtsschreiberin Constance Leisinger. Parteien A._______ , geboren am (…), B._______ , geboren am (…), C._______ , geboren am (…), Kosovo und Serbien, Beschwerdeführende, gegen Bundesamt für Migration (BFM), Quellenweg 6, 3003 Bern, Vorinstanz. Gegenstand Asyl und Wegweisung; Verfügung des BFM vom 13. Februar 2009 / N (…). D-1699/2009 Seite 2 Sachverhalt: A. Die Beschwerdeführenden, kosovarische Staatsangehörige serbischer Ethnie, verliessen ihren Heimatstaat eigenen Angaben gemäss am 18. Dezember 2008 und gelangten über Serbien und weitere, ihnen un- bekannte Länder am 19. Dezember 2008 in die Schweiz, wo sie gleichen- tags um Asyl nachsuchten. Am 29. Dezember 2008 wurden sie im Em p- fangs- und Verfahrenszentrum Kreuzlingen summarisch zu ihren Asy l- gründen befragt; am 7. Januar 2009 erfolgte dort ebenfalls die Anhörung durch das BFM. Für die Dauer des Asylverfahrens wurden die Beschwe r- deführenden dem Kanton Zug zugewiesen. Zur Begründung ihres Asylgesuches machten die Beschwerdeführenden im Wesentlichen geltend, sie hätten bis zu ihrer Aus reise in der Ortschaft D._______ (Gemeinde Gnjilane) gelebt, in welcher ausschliesslich K o- sovaren der serbischen Ethnie angesiedelt seien. Als Angehörige dieser ethnischen Minderheit im Kosovo seien sie regelmässig von Kosovaren albanischer Ethnie behelligt und zum Verlassen des Kosovo aufgefordert worden. Diese hätten zudem ihr Auto mit Steinen beworfen, sobald sie sich aus D._______ heraus begeben hätten. Als besonders beängst i- gend hätten sie dies empfunden, als sie einmal mit ihrem Sohn zum Ki n- derarzt gefahren seien und man ebenfalls mit Steinen auf sie gezielt h a- be. Seit der Unabhängigkeitserklärung Kosovos habe sich die Situation für Angehörige der serbischen Ethnie nochmals verschärft. Seither sei der Beschwerdeführer mehrfach auch von der örtlichen Polizei schikaniert worden, welche seit der Unabhängigkeit Kosovos praktisch nur aus ethni- schen Albanern bestehe. Im Laufe des Jahres vor der erfolgten Ausreise hätten ihn Polizeibeamte fünf bis sechs Mal grundlos auf der Strasse a n- gehalten und auf die Polizeidienststelle in Gnjilane verbracht, wo man ihn unter anderem wegen des Vorwurfs, er sei mit seinem Auto zu schnell ge- fahren, einem Alkoholtest unterzogen habe und ihn überdies mehrfach aufgefordert habe, den Kosovo zu verlassen; auf der Dienststelle se i er zudem auch mehrfach geohrfeigt worden. Aus Furcht vor weiteren, gr a- vierenderen Behelligungen, insbesondere auch davor, umgebracht zu werden, hätten sie sich schliesslich zur Ausreise entschlossen. Als Beweismittel reichten die Beschwerdeführenden ihr e Identitätskarten, ihre Heiratsurkunde sowie den Geburtsschein des Sohnes C._______ zu den Akten. D-1699/2009 Seite 3 B. Mit Verfügung vom 13. Februar 2009 – eröffnet am 17. Februar 2009 – stellte das BFM fest, dass die Beschwerdeführenden die Flücht - lingseigenschaft nicht erfüllen, lehnte ihr Asylgesuch ab und ordnete ihre Wegweisung aus der Schweiz sowie den Vollzug der Wegweisung an. Zur Begründung führte es im Wesentlichen aus, zwar sei es in Kosovo in den vergangenen Jahren vereinzelt zu schwerwiegenden Übergriffen auf Angehörige der ethnischen Minderheiten, insbesondere auch der serb i- schen Ethnie gekommen, doch könne von allgemeinen Vertreibungen nicht ausgegangen werden. Nach der U nabhängigkeitserklärung vom 17. Februar 2008 sei in Kosovo weiterhin eine internationale zivile und militärische Präsenz vorgesehen. Die UNO -Verwaltung (UNMIK, United Nations Interim Administration Mission in Kosovo) werde sukzessive von der EU-Mission (EULEX, European Union Rule of Law Mission in Kos o- vo) abgelöst. Weiterhin würden internation ale Sicherheitskräfte sowie der Kosovo Police Service (KPS) die Sicherheit garantieren. Die internation a- len Sicherheitskräfte und die KPS seien auch in den Siedlungsgebieten der Kosovo-Serben generell in der Lage, diese ethnische Minderheit im Kosovo zu sc hützen; sie würden bei Übergriffen regelmässig interveni e- ren und bei Straftaten gegen Angehörige von Minderheiten Ermittlungen aufnehmen. Strafgerichtsbarkeit und Strafvollzug würden grösstenteils funktionieren. Die Beschwerdeführenden hätten im Zusammenha ng mit ihrer Behauptung, wonach die internationalen Sicherheitskräfte im Falle der Übergriffe auf Serben nichts unternehmen würden, denn auch jegl i- che Klarheit darüber vermissen lassen, inwiefern sich diese passiv ve r- halten hätten bzw. ihrer Schutzpflicht nicht nachgekommen seien. Die geltend gemachten Übergriffe seien daher nicht asylrelevant, weil vom Vorhandensein eines adäquaten Schutzes durch den Heimatstaat ausz u- gehen sei. Auch bezüglich der Befürchtung des Beschwerdeführers, dass seine Familie möglic herweise umgebracht werden könnte, würden sich aus den Akten nicht die geringsten Hinweise auf eine entsprechende ve r- gangene oder bestehende Gefährdung ergeben. Zudem bestehe für Se r- ben und serbisch-sprachige Roma aus den südlichen Bezirken in der R e- gel eine innerstaatliche Fluchtalternative im Norden Kosovos, womit sich weitergehende Erörterungen zur Frage, ob Serben und serbisch - sprachige Roma i m Kosovo einer asylrechtlich relevanten Gefährdung ausgesetzt seien, erübrige. Da die Beschwerdeführenden die Fl üchtlings- eigenschaft nicht erfüllen würden, könnten sie sich nicht auf den Grun d- satz der Nichtrückschiebung nach Art. 5 Abs. 1 des Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 (AsylG, SR 142.31) berufen. Zudem würden sich aus den D-1699/2009 Seite 4 Akten keine Anhaltspunkte dafür ergeben, dass den Beschwerdeführe n- den bei einer Rückkehr mit beachtlicher Wahrscheinlichkeit eine durch Art. 3 der Konvention vom 4. November 1950 zum Schutze der Me n- schenrechte und Grundfreiheiten (EMRK, SR 0.101) verbotene Strafe oder Behandlung drohe. Soweit di e Zumutbarkeit des Wegweisungsvol l- zuges betreffend, wurde eine solche sowohl für die im südlichen Kosovo liegende Heimatregion als auch eine innerstaatliche Aufenthaltsalternat i- ve im Norden Kosovos vorliegend verneint. Indes wurde erwogen, dass die Beschwerdeführenden auch nach der Unabhängigkeitserklärung Ko- sovo's durch Serbien als serbische Staatsangehörige zu erachten seien, weshalb für sie grundsätzlich eine Aufenthaltsalternative in Serbien b e- stehe. In Würdigung der individuellen Umstände sei vorliegen d auch d a- von auszugehen, dass die Beschwerdeführenden in Serbien eine ausre i- chende wirtschaftliche Lebensgrundlage erlangen könnten. Die B e- schwerdeführenden seien jung und gesund und würden über eine solide Schul- und Berufsausbildung verfügen. Sie hätten überdies in ihrem He i- matstaat ein gut gehendes Lebensmittelgeschäft geführt und mithin u n- ternehmerischen Geist bewiesen. Sodann könnten die Schwester sowie ein Onkel des Beschwerdeführers, die sich mit Niederlassungsbewilligu n- gen in der Schweiz aufhalten w ürden, die Beschwerdeführenden im B e- darfsfall finanziell unterstützen; die im Kosovo lebenden Eltern und Ve r- wandten könnten ebenfalls finanzielle Hilfe leisten. Der Vollzug der We g- weisung nach Serbien erweise sich daher als zumutbar und sei ausse r- dem technisch möglich und praktisch durchführbar. C. Mit Eingabe vom 17. Juli 2009 (Poststempel) erhoben die Beschwerd e- führenden beim Bundesverwaltungsgericht Beschwerde und beantragten, es sei ihnen die Flüchtlingseigenschaft zuzuerkennen und von der We g- weisung abzusehen. In prozessualer Hinsicht ersuchten sie um Gewä h- rung der unentgeltlichen Prozessführung (Art. 65 Abs. 1 des Bundesg e- setzes vom 20. Dezember 1968 über das Verwaltungsverfahren [VwVG, SR 172.021]). Zur Begründung führten sie im Wesentlichen aus, die S i- cherheit sei für ethnische Serben im Kosovo nicht gewährleistet und ein Vollzug der Wegweisung in den Kosovo und nach Serbien sei aufgrund der dort herrschenden Situation nicht zumutbar. Ihrer Eingabe legten die Beschwerdeführenden zahlreiche Internetausz ü- ge bei, welche sich insbesondere auf die allgemeine Lage der ethnischen Serben im Süden und Norden Kosovos sowie auf die Situation von Kos o- vo-Serben in Serbien beziehen. D-1699/2009 Seite 5 D. Mit Zwischenverfügung des Bundesverwaltungsgerichts vom 31. März 2009 wurde das Ges uch um Erlass der Verfahrenskosten nach Art. 65 Abs. 1 VwVG gutgeheissen und die Beschwerde der Vorinstanz zur Ve r- nehmlassung überwiesen (Art. 57 Abs. 1 VwVG). E. Mit Vernehmlassung vom 9. April 2009 – welche den Beschwerdeführen- den am 14. April 2009 zur Kenntnis gebracht wurde – beantragte die Vor- instanz die Abweisung der Beschwerde. Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 1. 1.1 Gemäss Art. 31 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (VGG, SR 173.32) beurteilt das Bundesverwal tungsgericht Beschwerden gegen Verfügungen nach Art. 5 VwVG. Das BFM gehört zu den Behörden nach Art. 33 VGG und ist daher eine Vorinstanz des Bundesverwaltung s- gerichts. Eine das Sachgebiet betreffende Ausnahme im Sinne von Art. 32 VGG liegt nicht vor. Das Bundesverwaltungsgericht ist daher z u- ständig für die Beurteilung der vorliegenden Beschwerde und entscheidet auf dem Gebiet des Asyls endgültig , ausser bei Vorliegen eines Auslief e- rungsersuchens des Staates, vor welchem die beschwerdeführende Pe r- son Schutz sucht (Art. 105 des Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 [AsylG, SR 142.31]; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]). 1.2 Das Verfahren richtet sich nach dem VwVG, dem VGG und dem BGG, soweit das AsylG nichts anderes bestimmt (Art. 37 VGG und Art. 6 AsylG). 1.3 Die Beschwerde ist frist - und formgerecht eingereicht; die Beschwe r- deführenden haben am Verfahren vor der Vorinstanz teilgenommen, sind durch die angefochtene Verfügung besonders berührt und haben ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung beziehungsweise Änd e- rung. Sie sind daher zur Einreichung der Beschwerde legitimiert (Art. 105 und Art. 108 Abs. 1 AsylG, Art. 48 Abs. 1 sowie Art. 52 VwVG). Auf die Beschwerde ist einzutreten. D-1699/2009 Seite 6 1.4 Die Beschwerdeführenden haben beantragt, ihnen sei die Flüch t- lingseigenschaft zuzuerkennen und von einer Wegweisung sei abzus e- hen (act. 2, Beschwerdeanträge 2 und 3). Gleichwohl ist davon auszug e- hen, dass sich die Beschwerde nicht auf die Prüfung der Flüchtlingse i- genschaft und der Wegweisungsanordnung als solche beschränken soll, sondern die vorinstanzliche Verfügung vollumfänglich angefochten wird, da sich die Beschwerdeausführungen auch auf die Frage des Asyls sowie das Vorliegen von Wegweisungsvollzugshindernissen beziehen und es sich vorliegend um eine Laienbeschwerde handelt, an welche keine h o- hen formellen Anforderungen zu stellen sind. 2. Mit Beschwerde kann die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts und die Unangemessenheit gerügt werden (Art. 106 Abs. 1 AsylG). 3. 3.1 Gemäss Art. 2 Abs. 1 AsylG gewährt die Schweiz Flüchtlingen grun d- sätzlich Asyl. Flüchtlinge sind Personen, die in ihrem Heimatstaat oder im Land, in dem sie zuletzt wohnten, wegen ihrer Rasse, Religion, National i- tät, Zugehörigkeit zu einer bestimmten sozialen Gruppe oder wegen ihrer politischen Anschauungen ernsthaften Nachteilen ausgesetzt sind oder begründete Furcht haben, solchen Nachteilen ausges etzt zu werden. Als ernsthafte Nachteile gelten namentlich die Gefährdung des Leibes, des Lebens oder der Freiheit sowie Massnahmen, die einen unerträglichen psychischen Druck bewirken (Art. 3 AsylG). 3.2 Wer um Asyl nachsucht, muss die Flüchtlingseigenschaft nachweisen oder zumindest glaubhaft machen. Sie ist glaubhaft gemacht, wenn die Behörde ihr Vorhandensein mit überwiegender Wahrscheinlichkeit für g e- geben hält. Unglaubhaft sind insbesondere Vorbringen, die in wesentl i- chen Punkten zu wenig begründet oder i n sich widersprüchlich sind, den Tatsachen nicht entsprechen oder massgeblich auf gefälschte oder ve r- fälschte Beweismittel abgestützt werden (Art. 7 AsylG). 3.3 Die Flüchtlingseigenschaft erfüllt eine asylsuchende Person nach Lehre und Rechtsprechung dann, wen n sie Nachteile von bestimmter I n- tensität erlitten hat, welche ihr gezielt und aufgrund bestimmter Verfo l- gungsmotive durch Organe des Heimatstaates oder durch nichtstaatliche Akteure zugefügt worden sind, beziehungsweise, wenn sie mit beachtl i- cher Wahrscheinlichkeit und in absehbarer Zukunft in begründeter Weise D-1699/2009 Seite 7 befürchten muss, dass ihr solche Nachteile zugefügt zu werden drohen (vgl. BVGE 2008/4 E. 5.2 S. 37; Entscheidungen und Mitteilungen der Schweizerischen Asylrekurskommission [EMARK] 2006 Nr. 18 E. 7 und 8 S. 190 ff.). Aufgrund der Subsidiarität des flüchtlingsrechtlichen Schutzes setzt die Zuerkennung der Flüchtlingseigenschaft ausserdem voraus, dass die betroffene Person in ihrem Heimatland keinen ausreichenden Schutz finden kann (vgl. BVGE 2008/12 E. 7.2.6.2 S. 174 f.; BVGE 2008/4 E. 5.2 S. 37 f.; EMARK 2006 Nr. 18 E. 10 S. 201 ff.). 4. Die Beschwerdeführenden machen ethnisch motivierte Behelligungen und Übergriffe von Seiten privater Dritter sowie durch lokale Polizeikräfte geltend. Die von ihnen geschilderten Vorkommnisse erweisen sich jedoch als nicht asylrelevant. Vielmehr ist von einer weitgehenden Schutzfähi g- keit und Schutzwilligkeit der in Kosovo tätigen nationalen und internati o- nalen Sicherheitsbehörden (EULEX, KFOR und KPS) auszugehen ; auf die zutreffenden Erwägungen der Vorinstanz ist vorab zu verweisen . Ins- besondere ist davon auszugehen, dass d ie Sicherheitsbehörden auch in den Siedlungsgebieten der serbisch -ethnischen Kosovaren agieren und generell willens und in der Lage sind, diese ethnische Minderheit in K o- sovo zu schützen (vgl. zur allgemeinen Situation der Minderheiten in K o- sovo BVGE 2007/10). Die Beschwerdeführenden haben sich eigenen An- gaben gemäss zu keinem Zeitpunkt bezüglich der ihrer Person geltenden Übergriffe und Behelligungen an die entsprechenden Behörden gewandt (act. A10 S. 4), welche jedoch nur im Falle einer Anzeige tätig werden können. Ein allenfalls nicht adäquates Reagieren der lokalen Sicherheit s- kräfte, von denen nach Angaben der Beschwerdeführenden ebenfalls Behelligungen ausgegangen sein sollen, hätten die Beschwerdeführe n- den zudem bei einer vorgesetzten Instanz rügen können. Zutreffend füh r- te die Vorinstanz sodann auch aus, dass sich für die geäusserten B e- fürchtungen der Beschwerdeführenden, im Heimatstaat getöt et zu we r- den (act. A10 S. 4), weder aus deren Aussagen noch aus den Akten en t- sprechende Anhaltspunkte ergeben. Auch die auf Beschwerdeebene ei n- gereichten Internetauszüge, welche sich auf die allgemein herrschende Situation in Kosovo und Serbien beziehen un d die persönliche Situation der Beschwerdeführenden nicht beschlagen, vermögen d as Vorbringen der Beschwerdeführenden nicht zu untermauern. Sie führen überdies nicht zu einer anderen Beurteilung der Asylrelevanz. Die Vorinstanz hat daher die Flüchtlingseig enschaft der Beschwerdeführenden zu Recht verneint und ihr Asylgesuch abgewiesen. D-1699/2009 Seite 8 5. 5.1 Lehnt das Bundesamt das Asylgesuch ab oder tritt es darauf nicht ein, so verfügt es in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz und ordnet den Vollzug an; es berücksichtigt dabei den Grundsatz der Einheit der Familie (Art. 44 Abs. 1 AsylG). 5.2 Die Beschwerdeführenden verfügen weder über eine ausländerrech t- liche Aufenthaltsbewilligung noch über einen Anspruch auf Erteilung einer solchen. Die Wegweisung wurde demnach zu Recht angeordnet (vgl. BVGE 2009/50 E. 9 S. 733 m.H.a. EMARK 2001 Nr. 21). 6. 6.1 Ist der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar oder nicht möglich, so regelt das Bundesamt das Anwesenheitsverhältnis nach den gesetzlichen Bestimmungen über die vorläufige Aufnahme von Au s- ländern (Art. 44 Abs. 2 AsylG; Art. 83 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 16. Dezember 2005 über die Ausländerinnen und Ausländer [AuG, SR 142.20]). Gemäss Rechtsprechung sind die Bedingungen für einen Verzicht auf den Vollzug der Wegweisung (Unmöglichkeit, Unzulässigkeit, Un - zumutbarkeit; vgl. Art. 83 Abs. 2 -4 AuG) alternativer Natur. Sobald eine der Bedingungen erfüllt ist, ist der Vollzug der Wegweisung als undurch - führbar zu betrachten und die weitere Anwesenheit in der Schweiz g e- mäss den Bestimmungen über die vorläufige Aufn ahme zu regeln (vgl. BVGE 2009/51 E. 5.4, EMARK 2006 Nr. 6 E. 4.2 S. 54 f.). 6.2 Gemäss Art. 83 Abs. 4 AuG kann der Vollzug für Ausländerinnen und Ausländer unzumutbar sein, wenn sie im Heimat - oder Herkunfts - staat auf Grund von Situationen wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und medizinischer Notlage konkret gefährdet sind. Sind von ei - nem allfälligen Wegweisungsvollzug Kinder betroffen, so bildet im Rah - men der Zumutbarkeitsprüfung ausserdem das Kindeswohl einen Ge - sichtspunkt von vorrangiger B edeutung (BVGE 2009/51 E. 5.6 S. 749, BVGE 2009/28 E. 9.3.2 S. 367 f.). Wird eine konkrete Gefährdung festgestellt, ist – unter Vorbehalt von Art. 83 Abs. 7 AuG – die vorläufige Aufnahme zu gewähren (vgl. Botschaft zum Bundesgesetz über die Ausländerinnen und Ausländer vom 8. März 2002, BBl 2002 3818). D-1699/2009 Seite 9 6.2.1 Die Vorinstanz hat im vorliegenden Fall festgestellt, dass sich der Vollzug der Wegweisung aufgrund der Zugehörigkeit der Beschwerd e- führenden zur serbischen Ethnie und der in ihrer Heimatregion, einem südlichen von Kosovaren albanischer Ethnie dominierten Bezirk Kos o- vos, herrschenden allgemeinen Situation der Wegweisungsvollzug dorthin als unzumutbar erweist. Ebenso erachtete sie die Inanspruc h- nahme einer innerstaatlichen Aufenthaltsalternative im Norden Kos o- vos aufgrund der individuellen Umstände der Beschwerdeführenden als unzumutbar, indessen bejahte sie vorliegend eine zumutbare Au f- enthaltsalternative in Serbien. 6.2.2 Zu prüfen ist daher im Folgenden, ob den Beschwerdeführenden die zumutbare Inanspruchnahme ein er Aufenthaltsalternative o f- fensteht. In diesem Zusammenhang ist festzustellen, dass die B e- schwerdeführenden prinzipiell auf die Fluchtalternative nach Serbien verwiesen werden können; da sie neben der kosovarischen Staatsbü r- gerschaft auch diejenige Serbie ns in Anspruch nehmen können. G e- mäss dem serbischen Gesetz über die Staatsbürgerschaft Nr. 135/04 vom 21. Dezember 2004 werden als serbische Staatsbürger Personen anerkannt, wenn sie serbischer Abstammung sind oder auf dem (eh e- maligen) Staatsgebiet der Rep ublik Serbien geboren wurden, wobei beides mittels Geburtsregistereintrag zu belegen ist (BVGE 2010/41 vom 15. April 2010 E. 6.4.2); beide Voraussetzungen erfüllen die B e- schwerdeführenden. Übereinstimmend mit dem BFM ist demnach d a- von auszugehen, dass die Beschwerdeführenden als Staatsangehör i- ge von Serbien zu betrachten sind. Die Unabhängigkeitserklärung von Kosovo vom 17. Februar 2008 ändert daran nichts, da Kosovo von Serbien nicht als unabhängiger Staat anerkannt wird, sondern vielmehr das Gebiet der eh emaligen jugoslawischen beziehungsweise serb i- schen Provinz Kosovo in der geltend en serbischen Verfassung vom 8. November 2006 ausdrücklich als integraler Bestandteil Serbiens b e- zeichnet wird, was dazu führt, dass Kosovo -Serben durch den serb i- schen Staat gr undsätzlich weiterhin als serbische Staatsangehörige betrachtet werden (BVGE 2010/41 E. 6.4.2). Als ethnische Serben und ehemalige Staatsangehörige von Jugoslawien mit letztem Wohnsitz in Kosovo gelten die Beschwerdeführenden zudem nach der Unabhä n- gigkeits erklärung von Kosovo vom 17. Februar 2008 auch als kosov a- rische Staatsbürger (vgl. das kosovarische Gesetz über die Staatsbü r- gerschaft Nr. 03/L-034 vom 20. Februar 2008; BVGE 2010/41 E. 6.4.1). Die Beschwerdeführenden sind demnach sowohl Staatsbü r- ger von K osovo als auch von Serbien. Daran ändert auch die Tatsache D-1699/2009 Seite 10 nichts, dass Serbien im Gegensatz zu Kosovo eine doppelte Staat s- bürgerschaft an sich nicht anerkennt, denn durch den expliziten Au s- schluss der Unabhängigkeit Kosovos in Form eines eigenen, una b- hängigen Staates gelangt die entsprechende Bestimmung des erwäh n- ten serbischen S taatsbürgerschaftsgesetzes von v ornherein nicht zur Anwendung (BVGE 2010/41 E. 6.4.1). 6.2.3 In Bezug auf die allgemeine Sicherheits - und Menschenrechts - lage hat die Vorinstanz zutreffen d festgestellt, dass weder im Norden Kosovos noch in Serbien eine Kriegs - oder Bürgerkriegssituation oder eine Situation allgemeiner Gewalt herrscht, die auf eine konkrete G e- fährdung der Beschwerdeführenden im Falle einer dortigen Niederla s- sung schliessen lässt. 6.2.4 Zu prüfen bleibt indessen, ob die Zumutbarkeit der Inanspruc h- nahme einer Aufenthaltsalternative für die Beschwerdeführenden auch unter Berücksichtigung der individuellen Umstände zu bejahen ist. 6.2.4.1 Wird das Vorliegen einer zumutbaren Aufenthaltsalter native geprüft, so muss das Kriterium der individuellen Zumutbarkeit natu r- gemäss höheren Anforderungen genügen als bei der Prüfung eines Wegweisungsvollzugs in die Heimatregion. Gemäss gefestigter Rech t- sprechung sind insbesondere die Kriterien der Sicherun g des wir t- schaftlichen Existenzminimums, des Bezugs zum möglichen Z u- fluchtsort sowie der sozialen Integration zu berücksichtigen. Hinsich t- lich der Sicherung des wirtschaftlichen Existenzminimums sind die Schul- und Berufsbildung und die im Ausland oder in der Schweiz a n- geeignete Berufserfahrung ebenso zu berücksichtigen wie die Sprac h- kenntnisse, wobei die Aussichten auf ein gesichertes wirtschaftliches Existenzminimum umso günstiger sind, je grösser diese Erfahrungen beziehungsweise diese Kenntnisse der asy lsuchenden Person sind. Weiter können allfällige Beziehungen zum möglichen Zufluchtsort die wirtschaftliche und soziale Wiedereingliederung de r Beschwerdefü h- renden begünstigen. Derartige Beziehungen können durch einen fr ü- heren Aufenthalt oder eine Arbeitss telle am möglichen Zufluchtsort vor der Einreise in die Schweiz entstanden sein, wobei diese aber erst ab einer gewissen minimalen Dauer ernsthaft ins Gewicht fallen und zu berücksichtigen ist, wie lange die Ausreise aus dem Heimatstaat her ist. Ebenfalls einzubeziehen sind insbesondere Beziehungen zu Ve r- wandten und Freunden, wobei je nach soziokulturellem Hintergrund bei engen verwandtschaftlichen Verhältnissen die Unterstützungsb e-D-1699/2009 Seite 11 reitschaft von Verwandten grundsätzlich vermutet werden kann. B e- züglich Freu nden und Bekannten muss sich eine solche dagegen au s- drücklich aus den Akten ergeben. Das Kriterium des sozialen Bezi e- hungsnetzes wird zudem relativiert beziehungsweise allenfalls sogar aufgehoben, wenn der Ort, zu dem Beziehungen bestehen, selber durch übe rdurchschnittliche Repression gegenüber Angehörigen der betroffenen ethnischen Minderheit gekennzeichnet ist. Schliesslich sind im Rahmen der sozialen Integration das Geschlecht, der Z i- vilstand, das Alter, die Frage "Einzelperson oder Familie", die Anzahl und das Alter der Kinder, die vorhandenen finanziellen Mittel, die Inte g- rationsmöglichkeit vom Ehepartner und von den Kindern und der al l- gemeine Gesundheitszustand sowie die allgemeine familiäre Situation der Betroffenen zu berücksichtigen. Das Bundesverwa ltungsgericht hat festgehalten, dass diese entwickelten Kriterien auch auf Konstellati o- nen anzuwenden sind, in welchen die Zumutbarkeit einer Inanspruc h- nahme der Aufenthaltsalternative Serbien für ethnische Serben mit letztem Wohnsitz in Kosovo zu prüfen i st (vgl. BVGE 2010/41 E. 8.3.3.6). 6.2.4.2 Hinsichtlich der Aufenthaltsalternative Nordkosovo ist festzu - halten, dass Angehörige serbischer Ethnie in Kosovo, wie die übrige Minderheitenbevölkerung auch, kaum Zugang zum regulären Arbeit s- markt haben und daher die Ar beitslosenquote der Kosovo -Serben ve r- glichen mit der kosovarischen Gesamtbevölkerung über - durchschnittlich hoch ist, weshalb es in hohem Masse unwahrschein - lich erscheint, dass die Beschwerdeführenden überhaupt eine Anste l- lung auf dem Arbeitsmarkt finden k önnten. Im Weiteren verfügen sie eigenen Angaben gemäss im Norden Kosovos über keinerlei familiäre oder soziale Beziehungen, die eine wirtschaftliche und soziale Ein - gliederung begünstigen würden (act. A1 S. 3 f., A2 S. 3). Zutreffend hat die Vorinstanz da her die Zumutbarkeit einer Inanspruchnahme der i n- nerstaatlichen Aufenthaltsalternative im Norden Kosovos im vorliege n- den Fall verneint. 6.2.4.3 Indessen kann der Einschätzung der Vorinstanz, wonach den Beschwerdeführenden aufgrund ihrer persönlichen Umstände die Inanspruchnahme einer Aufenthaltsalternative in Serbien zumutbar ist, im Ergebnis nicht gefolgt werden. Im Hinblick auf die Frage, ob die Beschwerdeführenden für sich und ihr sechsjähriges Kind im Falle eines Vollzugs der Wegweisung nach D-1699/2009 Seite 12 Serbien das wirtsc haftliche Existenzminimum sicherstellen könnten, ist zunächst generell auf die Lebensbedingungen von Binnenflüchtlingen in Serbien hinzuweisen. Die Betreuung der aus dem Kosovo stammenden kosovarischen Serben wurde inzwischen weitgehend den staatlichen Beh örden übertragen. Diese lassen ein konkretes Interesse an der Erleichterung der Integration dieser Volksgruppe weitgehend vermissen, da sie grundsätzlich nach wie vor die Auffassung vertreten, Kosovo bilde einen territorialen Bestandteil Serbiens, und dahe r in der Regel davon ausgehen, dass diese Personen längerfristig wieder in ihre ursprünglichen Herkunftsorte im Kosovo zurückkehren werden. Insofern sind die Bedingungen für Binnenflüchtlinge zum Aufbau einer neuen wirtschaftlichen Existenz von vornherein sehr ungünstig (BVGE 2010/41 E. 8.3.3.1 ff.). Aus den Akten geht sodann hervor, dass der Beschwerdefü hrer eine Ausbildung als Maschinentechniker absolviert hat (act. A1 S. 2); die Beschwerdeführerin verfügt über einen Abschluss in der Fachrichtung Rechnungswesen, welchen sie an einer technischen Mittelschule erworben hat (act. A2 S. 2). Beide haben eigenen Angaben gemäss diesen Beruf jedoch nie ausgeübt. Vielmehr hat der Beschwerdeführer seit dem Jahr 2004 im Lebensmittelgeschäft seiner Eltern gearbeitet, die Beschwerdeführerin war Hausfrau (act. A1 S. 2, A2 S. 2, A10 S. 5). Auch wenn die Beschwerdeführende n grundsätzlich über eine gute Ausbildung verfügen, dürfte es ihnen infolge des Umstandes, dass der Abschluss ihrer Ausbildung Jahre zurückliegt und sie über keine eigentliche Berufserfahrung in ihren ursprünglich erlernten Berufen verfügen, äusserst schwe r fallen, eine entsprechende Anstellung in Serbien zu finden. Ebenso erscheint es sehr fraglich, ob die beruflichen Erfahrungen, welche der Beschwerdeführer während vier Jahren im Lebensmittelgeschäft seiner Eltern gesammelt hat, ihm reelle Chancen auf ein e Arbeitsstelle in Serbien verschaffen. Diesbezüglich gilt es zudem zu bedenken, dass der Beschwerdeführer für den Lebensunterhalt eines Dreipersonenhaushaltes aufkommen müsste. Hinzu kommt, dass die Beschwerdeführenden in Serbien über kein verwandtschaftl iches Beziehungsnetz verfügen, welches ihnen die wirtschaftliche und soziale Integration erleichtern könnte. Vielmehr sind beide Familien in südlichen Enklaven des Kosovo angesiedelt (act. A1 S. 2, A2 S. 2, A10 S. 4, A11 S. 4). Schliesslich ist auch nicht davon auszugehen, dass die Schwester und der Onkel des Beschwerdeführers, welche sich nach dessen Angaben beide mit einem gesicherten Aufenthaltsrecht in der Schweiz aufhalten (act. A1 D-1699/2009 Seite 13 S. 3), die Beschwerdeführenden in Serbien finanziell in ausreichender Weise unterstützen können, zumal davon ausgegangen werden kann, dass die im Kosovo verbliebenen Familienangehörigen ebenfalls unterstützungsbedürftig sind. Es kann daher nicht davon ausgegangen werden, dass die Beschwerdeführenden in Serbien eine ausreichen de Lebensgrundlage vorfinden bzw. in der Lage ein werden, sich diese selbst zu erwirtschaften. Überdies gilt es zu bedenken, dass die Beschwerdeführenden einen mittlerweile sechsjährige n Sohn haben. Angesichts der Ungewissheit der wirtschaftlichen Existenz muss mit einem erheblichen Risiko gerechnet werden, dass im Falle eines Vollzugs der Wegweisung nach Serbien auch dessen Kindeswohl tangiert wird. Im Ergebnis kann den Beschwerdeführenden daher eine zumutbare Aufenthaltsalternative in Serbien nicht entgeg en gehalten werden. 7. Zusammenfassend ergibt sich, dass die Beschwerde abzuweisen ist, s o- weit sie die Feststellung der Flüchtlingseigenschaft, die Gewährung von Asyl und die Wegweisungsanordnung als solche betrifft; hingegen ist sie hinsichtlich des Vollzuges gutzuheissen. Die Ziffern 4 und 5 des Dispos i- tivs der angefochtenen Verfügung vom 13. Februar 2009 sind aufzuheben und das BFM ist anzuweisen, den Aufenthalt der Beschwerdeführenden nach den gesetzlichen Bestimmungen über die vorläufige Aufnahme zu regeln (Art. 44 Abs. 2 AsylG und Art. 83 Abs. 4 AuG). 8. 8.1 Bei diesem Ausgang des Verfahrens wären die Kosten nach dem Grad des Unterliegens praxisgemäss zur Hälfte den Beschwerdeführe n- den aufzuerlegen (Art. 63 Abs. 1 und 5 VwVG; Art. 1-3 des Reglements vom 21 . Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]). Nachdem das G e- such um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege im Sinne von Art. 65 Abs. 1 VwVG mit Zwischenverfügung vom 31. März 2009 gutg e- heissen worden ist, ist von der Auferlegung der hälftigen Verfahrensko s- ten jedoch abzusehen. 8.2 Zwar sind die Beschwerdeführenden mit ihren Anträgen teilweise durchgedrungen. Da sie im Beschwerdeverfahren jedoch nicht vertreten waren, ist davon auszugehen, dass ihnen für das Führ en des Beschwer- deverfahrens keine notwendigen Kosten entstanden sind. Eine Parteien t- schädigung ist daher nicht auszurichten (vgl. Art. 8 Abs. 1 des Regl e-D-1699/2009 Seite 14 ments vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht (VGKE, SR 173.320.2). (Dispositiv nächste Seite) D-1699/2009 Seite 15 Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 1. Soweit den Vollzug der Wegweisung betreffend wird die Beschwerde gut- geheissen, im Übrigen wird sie abgewiesen. 2. Die Dispositivziffern 4 und 5 der Verfügung vom 13. Februar 2009 werden aufgehoben und die Vorinstanz wird angewiesen, die vorläufige Aufna h- me der Beschwerdeführenden in der Schweiz anzuordnen. 3. Es werden keine Verfahrenskosten auferlegt. 4. Eine Parteientschädigung wird nicht ausgerichtet. 5. Dieses Urteil geht an die Beschwerdeführenden, das BFM und die z u- ständige kantonale Behörde. Die vorsitzende Richterin: Die Gerichtsschreiberin: Nina Spälti Giannakitsas Constance Leisinger Versand: