<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2005.00561</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=205616&amp;W10_KEY=13013563&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2005.00561</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 19.01.2006</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">3. Abteilung/3. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">FÃ¼rsorgerecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Sozialhilfe</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Darf bei der Bemessung des Unterstützungsbudgets für Obdachlose ein tieferer Ansatz gewählt werden als für Personen in festen Unterkünften? Die in den SKOS-Richtlinien B.2.2 festgelegten Ansätze sind auf Personen ausgerichtet, die in einem Haushalt leben. Es ist daher nicht rechtsverletzend, wenn die wirtschaftliche Unterstützung obdachloser Personen nicht nach den Ansätzen gemäss B.2.2 der SKOS-Richtlinien bemessen wird (E. 2.1-2.5). Die dem Beschwerdeführer gewährte Pauschale von monatlich Fr. 775.- (statt Fr. 960.-) bleibt solange mit § 15 SHG vereinbar, als ihm die Möglichkeit verbleibt, in Form so genannter weiterer situationsgebundener Leistungen zusätzlich bezüglich einzelner konkreter Auslagen für z.B. Übernachtungen und Kleider unterstützt zu werden (E. 2.6.1). Art. 12 BV ist nicht verletzt (E. 2.6.2). Da der Beschwerdeführer ein Gesuch um Erlass von der Hundesteuer gestellt hat, ist sein Begehren auf Übernahme der Hundesteuer unbegründet (E. 3). Abweisung im Sinne der Erwägungen (E. 4).</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: BEMESSUNG">BEMESSUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: EXISTENZMINIMUM">EXISTENZMINIMUM</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: GRUNDBEDARF">GRUNDBEDARF</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: HUNDESTEUER">HUNDESTEUER</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: LEBENSUNTERHALT">LEBENSUNTERHALT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: LEISTUNGSKÃRZUNG">LEISTUNGSKÃRZUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: NOTLAGE">NOTLAGE</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: OBDACHLOSE">OBDACHLOSE</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: UNTERSTÃTZUNGSBUDGET">UNTERSTÃTZUNGSBUDGET</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: FÃ¼rsorge ST: WIRTSCHAFTLICHE HILFE">WIRTSCHAFTLICHE HILFE</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: WOHNSITUATION">WOHNSITUATION</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="gerade">Art. 12 BV</span><br/><span class="ungerade">§ 15 SHG</span><br/><span class="gerade">§ 15 Abs. I SHG</span><br/><span class="ungerade">§ 17 SHV</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="gerade">RB 2006 Nr. 52</span><br/> </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 2 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Sachverhalt1"><b>I. </b> </p> <p class="Urteilstext">A erhÃ¤lt von der Stadt X, wo er sich als Obdachloser aufhÃ¤lt, seit 1. November 2004 wirtschaftliche UnterstÃ¼tzung. GemÃ¤ss diesbezÃ¼glichem Beschluss der SozialbehÃ¶rde vom 17. November 2004 wurde ihm bis 30. April 2005 eine monatliche Pauschale von Fr. 775.- (Tagesansatz von Fr. 25.-) zugesprochen; er wurde unter anderem dazu angehalten, eine Unterkunft zu einem monatlichen Zins von hÃ¶chstens Fr. 1'000.- zu suchen, zwecks besserer Vermittelbarkeit auf dem Arbeitsmarkt die Betreuung seines Hundes zu regeln sowie sich nach Bezug einer Unterkunft beim regionalen Arbeitsvermittlungszentrum anzumelden und um eine Erwerbsaufnahme zu bemÃ¼hen. Diese Anordnungen wurden gemÃ¤ss Beschluss vom 13. April 2005 fÃ¼r den Zeitraum vom 1. Mai 2005 bis 30. April 2006 im Wesentlichen erneuert sowie durch die Ãbernahme der Kosten einer Zahnbehandlung (abzÃ¼glich Selbstbehalt) ergÃ¤nzt. </p> <p class="Urteilstext">Dagegen erhob A am 22. April 2005 Einsprache, worin er den Abzug des Selbstbehaltes beanstandete sowie zusÃ¤tzliche finanzielle UnterstÃ¼tzung fÃ¼r die Betreuung seines Hundes verlangte. Mit ergÃ¤nzender Eingabe vom 20. Mai 2005 ersuchte er zudem um ErhÃ¶hung der monatlichen UnterstÃ¼tzungspauschale von Fr. 775.- auf Fr. 960.-. Die SozialbehÃ¶rde X beschloss am 8. Juni 2005 in teilweiser Gutheissung der Einsprache, der Selbstbehalt von Fr. 477.- an die Zahnsanierung von Fr. 4'468.95 werde nicht erlassen, jedoch erst dann in monatlichen Raten in Abzug gebracht, wenn A Ã¼ber eine feste Unterkunft mit entsprechendem sozialhilferechtlichen UnterstÃ¼tzungsbedarf verfÃ¼ge; sodann werde als Beitrag fÃ¼r den Unterhalt des Hundes ab 1. Mai 2005 ein monatlicher Betrag von Fr. 50.- gewÃ¤hrt. </p> <p class="Sachverhalt1"><b><span>II. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext">Dagegen erhob A am 12. Juli 2005 Rekurs mit den AntrÃ¤gen, es sei die monatliche UnterstÃ¼tzung von Fr. 775.- auf Fr. 960.- zu erhÃ¶hen, bezÃ¼glich der Finanzierung der Zahnbehandlung sei auf den Abzug eines Selbstbehaltes zu verzichten und die jÃ¤hrliche Hundesteuer sei in den UnterstÃ¼tzungsbedarf aufzunehmen. Der Bezirksrat Y beschloss am 28. September 2005, den Rekurs abzuweisen, soweit darauf einzutreten und er nicht gegenstandslos geworden sei. Abgewiesen wurde das Begehren um ErhÃ¶hung der monatlichen UnterstÃ¼tzungspauschale. Als gegenstandslos erklÃ¤rt wurde das Begehren betreffend Finanzierung der Zahnsanierung, weil die SozialbehÃ¶rde in ihrer Rekursantwort auf den Abzug eines Selbstbehalts verzichtet hatte. Das Begehren um Ãbernahme der Hundesteuer wÃ¼rdigte der Bezirksrat als neuen und damit prozessual unzulÃ¤ssigen Antrag, Ã¼ber welchen die SozialbehÃ¶rde bisher nicht habe befinden kÃ¶nnen. </p> <p class="Sachverhalt1"><b><span>III. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext">Mit Beschwerde vom 25. November 2005 beantragte A dem Verwaltungsgericht erneut, die monatliche UnterstÃ¼tzung sei von Fr. 775.- auf Fr. 960.- zu erhÃ¶hen sowie bezÃ¼glich der Betreuung seines Hundes sei zusÃ¤tzlich zum bereits gewÃ¤hrten monatlichen Beitrag von Fr. 50.- die Hundesteuer zu Ã¼bernehmen. </p> <p class="Urteilstext">Der Bezirksrat Y ersuchte das Gericht am 5. Januar 2006 um Abweisung der Beschwerde. Die SozialbehÃ¶rde X verzichtete stillschweigend auf Vernehmlassung.</p> <p class="Einzug1"><span>Die Kammer </span><span>zieht in ErwÃ¤gung:</span></p> <p class="Erwgung1"><b>1. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>1.1 </b>Das Verwaltungsgericht ist zur Behandlung der vorliegenden Beschwerde nach § 41 Abs. 1 in Verbindung mit § 19c Abs. 2 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 (VRG) zustÃ¤ndig. Weil auch die Ã¼brigen Prozessvoraussetzungen erfÃ¼llt sind, ist auf die Beschwerde einzutreten. </p> <p class="Erwgung2"><b>1.2 </b>Aufgrund des den Schwellenwert von Fr. 20'000.- nicht Ã¼bersteigenden Streitwerts oblÃ¤ge die Behandlung der Beschwerde an sich dem Einzelrichter (§ 38 Abs. 2 VRG). Da sie jedoch bezÃ¼glich der Bemessung des sozialhilferechtlichen Grundbedarfs grundsÃ¤tzliche Fragen aufwirft, ist der Fall von der Kammer zu behandeln (§ 38 Abs. 3 Satz 1 VRG).</p> <p class="Erwgung1"><b>2. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>2.1 </b>Wer fÃ¼r seinen Lebensunterhalt und den seiner FamilienangehÃ¶rigen nicht hinreichend oder nicht rechtzeitig aus eigenen Mitteln aufkommen kann, hat nach § 14 des Sozialhilfegesetzes vom 14. Juni 1981 (SHG) Anspruch auf wirtschaftliche Hilfe. Diese soll das soziale Existenzminimum gewÃ¤hrleisten, das neben den Ã¼blichen Aufwendungen fÃ¼r den Lebensunterhalt auch individuelle BedÃ¼rfnisse angemessen berÃ¼cksichtigt (§ 15 Abs. 1 SHG). Grundlage der Bemessung bilden gemÃ¤ss § 17 Abs. 1 der Verordnung zum Sozialhilfegesetz vom 21. Oktober 1981 (SHV, in der hier anwendbaren Fassung vom 2. MÃ¤rz 2005) die Richtlinien der schweizerischen Konferenz fÃ¼r Sozialhilfe in der Fassung vom Dezember 2004 (SKOS-Richtlinien), wobei begrÃ¼ndete Abweichungen im Einzelfall vorbehalten bleiben. </p> <p class="Erwgung2">Nach den genannten Richtlinien enthÃ¤lt das individuelle UnterstÃ¼tzungsbudget jedenfalls die so genannte materielle Grundsicherung und allenfalls â unter nÃ¤her bezeichneten Voraussetzungen â situationsbedingte Leistungen, Integrationszulagen sowie EinkommensfreibetrÃ¤ge. Zur materiellen Grundsicherung zÃ¤hlen der Grundbedarf fÃ¼r den Lebensunterhalt, die Kosten fÃ¼r das Wohnen sowie jene der medizinischen Grundversorgung (SKOS-Richtlinien A.6 und B.1). Der Grundbedarf steht "allen BedÃ¼rftigen zu, die in einem Privathaushalt leben und fÃ¤hig sind, einen solchen zu fÃ¼hren". Er umfasst die Ausgaben fÃ¼r Nahrung, Bekleidung, Energieverbrauch, laufende HaushaltsfÃ¼hrung, kleine HaushaltsgegenstÃ¤nde, Gesundheitspflege (ohne medizinische Grundversorgung), Ã¶ffentlichen Nahverkehr, NachrichtenÃ¼bermittlung, Unterhaltung und Bildung sowie KÃ¶rperpflege (B.2.1). Der Grundbedarf wird durch monatliche Pauschalen abgedeckt, welche nach der GrÃ¶sse des Haushalts (der Anzahl einer in gemeinsamem Haushalt lebenden unterstÃ¼tzungsbedÃ¼rftigen Personen) abgestuft sind (B.2.2). BedÃ¼rftigen Personen in stationÃ¤ren Einrichtungen (Heimen, Kliniken etc.), in therapeutischen Wohngemeinden oder in Pensionen ist an Stelle des Grundbedarfs fÃ¼r den Lebensunterhalt eine Pauschale zur Deckung der nicht im Pensionsarrangement enthaltenen Ausgabepositionen zu gewÃ¤hren, welche Fr. 225.- bis Fr. 510.- pro Monat betrÃ¤gt (B.2.3). BezÃ¼glich des Grundbedarfs enthielten die frÃ¼heren Richtlinien in der Fassung vom Dezember 2002 (die fÃ¼r den Zeitraum vom 1. November 2004 bis 30. April 2005, als der BeschwerdefÃ¼hrer bereits aufgrund des Beschlusses vom 17. November 2004 unterstÃ¼tzt wurde, noch anwendbar waren) eine Ã¤hnliche Regelung (allerdings mit Unterteilung in einen primÃ¤ren Grundbedarf I und einen ergÃ¤nzenden Grundbedarf II). </p> <p class="Erwgung2"><b>2.2 </b>In ihren bisherigen den BeschwerdefÃ¼hrer betreffenden BeschlÃ¼ssen vom 17. November 2004 (betreffend den Zeitraum vom 1. November 2004 bis 30. April 2005) und 13. April 2005 (betreffend den Zeitraum vom 1. Mai 2005 bis 30. April 2006) begrÃ¼ndete die Beschwerdegegnerin nicht, weshalb sie bei der Bemessung der UnterstÃ¼tzung nicht den Ansatz von Fr. 960.- gemÃ¤ss B.2.2 SKOS-Richtlinien wÃ¤hlte. Selbst der Einspracheentscheid vom 8. Juni 2005 enthÃ¤lt dazu keine BegrÃ¼ndung, was als GehÃ¶rsverweigerung zu wÃ¼rdigen ist, hatte doch der BeschwerdefÃ¼hrer mit Eingabe vom 20. Mai 2005 ausdrÃ¼cklich eine ErhÃ¶hung des monatlichen Ansatzes von Fr. 775.- auf Fr. 960.- verlangt.</p> <p class="Erwgung2"><b>2.3 </b>In der Rekursantwort erklÃ¤rte die Beschwerdegegnerin, sie sei bereit (und der BeschwerdefÃ¼hrer habe von dieser Bereitschaft Kenntnis), den vollen Grundbedarf von Fr. 960.- auszurichten, sobald der BeschwerdefÃ¼hrer eine feste Unterkunft beziehe und eine ernsthafte Arbeitssuche glaubhaft belege. Dazu ist vorab festzuhalten, dass eine KÃ¼rzung des Grundbedarfs als Sanktion fÃ¼r die Missachtung von Auflagen und Weisungen nur unter den Voraussetzungen von § 24 SHG und § 24 SHV zulÃ¤ssig ist, welche hier nicht erfÃ¼llt sind (zum zulÃ¤ssigen KÃ¼rzungsumfang vgl. SKOS-Richtlinien A.8.3). Eine LeistungskÃ¼rzung setzt insbesondere voraus, dass zunÃ¤chst die volle Leistung erbracht und (allenfalls bereits in der ursprÃ¼nglichen Anordnung) auf die MÃ¶glichkeit einer LeistungskÃ¼rzung schriftlich hingewiesen wird. Richtig besehen geht es hier aber nicht um die ZulÃ¤ssigkeit einer LeistungskÃ¼rzung.</p> <p class="Erwgung2"><b>2.4 </b>In der Rekursantwort hat sich die Beschwerdegegnerin indessen unter Hinweis auf das Sozialhilfe-BehÃ¶rdenhandbuch (herausgegeben von der Abteilung Ãffentliche Sozialhilfe des kantonalen Sozialamtes) auch und vorab darauf berufen, dass nach der Praxis der SozialbehÃ¶rden fÃ¼r Hilfesuchende, die keine ordentliche Unterkunft haben und (unter BenÃ¼tzung von Notschlafstellen) auf der Gasse leben, der Grundbedarf nicht nach den AnsÃ¤tzen bemessen werde, welche gemÃ¤ss B.2.2 der SKOS-Richtlinien fÃ¼r in einem Privathaushalt lebende BedÃ¼rftige vorgesehen seien (vgl. Sozialhilfe-BehÃ¶rdenhandbuch, Ziffer 2.5.1/ § 17 SHV, S. 2 Absatz D). Der Bezirksrat ist dieser Argumentation gefolgt und hat gestÃ¼tzt darauf die von der Beschwerdegegnerin zugesprochene Pauschale von monatlich Fr. 775.- geschÃ¼tzt. Der BeschwerdefÃ¼hrer hÃ¤lt an seinem Standpunkt fest, dass ihm als Grundpauschale zumindest ein monatlicher Betrag von Fr. 960.- zuzusprechen sei, welcher dem Ansatz fÃ¼r den so genannten Grundbedarf fÃ¼r einen 1-Personen-Haushalt gemÃ¤ss SKOS-Richtlinien B.2.2, Fassung vom Dezember 2004, entspricht.</p> <p class="Erwgung2"><b>2.5 </b>Vorweg fragt es sich in diesem Zusammenhang, ob die in B.2.2 der SKOS-Richtlinien festgelegten AnsÃ¤tze auf Personen, die Ã¼ber keine feste Unterkunft verfÃ¼gen, Ã¼berhaupt anwendbar seien. Der nach diesen AnsÃ¤tzen bemessene Grundbedarf steht nÃ¤mlich laut B.2.1 "allen BedÃ¼rftigen zu, die in einem Privathaushalt leben und fÃ¤hig sind, einen solchen zu fÃ¼hren". Der so bemessene Grundbedarf enthÃ¤lt denn auch einige Positionen, welche mit der FÃ¼hrung eines Haushalts eng verknÃ¼pft sind. Die Frage kann jedoch offen bleiben (zur Tragweite der in § 17 Abs. 1 SHV statuierten Verbindlichkeit der SKOS-Richtlinien vgl. RB 2003 Nr. 68 betreffend Asylsuchende und vorlÃ¤ufig Aufgenommene). </p> <p class="Erwgung2">Wie erwÃ¤hnt (E. 2.1) lÃ¤sst § 17 Abs. 1 SHV begrÃ¼ndete Abweichungen von den SKOS-Richtlinien im Einzelfall zu. Bei der UnterstÃ¼tzung von Personen, die Ã¼ber keine feste Unterkunft verfÃ¼gen, liegen in verschiedener Hinsicht besondere VerhÃ¤ltnisse vor. Wie in Ziffer 2.5.1/§ 17 SHV des Sozialhilfe-BehÃ¶rdenhandbuchs zutreffend ausgefÃ¼hrt wird, hÃ¤ngt es bei Obdachlosen stark von den UmstÃ¤nden des Einzelfalles ab, in welchem Umfang und in welcher Form sie regelmÃ¤ssig unterstÃ¼tzt werden sollen. Zwar gehÃ¶rt die GewÃ¤hrleistung der sozialen Integration zu den primÃ¤ren Zielen der Sozialhilfe und muss diese bei obdachlosen Personen vorab darin bestehen, sie zur Suche einer festen Unterkunft anzuhalten und ihnen dabei behilflich zu sein (vgl. § 11 SHG). Die in den SKOS-Richtlinien B.2.2 festgelegten AnsÃ¤tze sind jedoch auf Personen ausgerichtet, die in einem Haushalt leben und in diesem Sinn eine durch eine geregelte Wohnsituation bestimmte Struktur der LebensfÃ¼hrung (als minimale Stufe der sozialen Integration) bewahrt haben. Es ist daher nicht rechtsverletzend, wenn die wirtschaftliche UnterstÃ¼tzung obdachloser Personen nicht nach den AnsÃ¤tzen gemÃ¤ss B.2.2 der SKOS-Richtlinien bemessen wird. Die diesbezÃ¼gliche Praxis der SozialhilfebehÃ¶rden, auf welche sich die Vorinstanzen im vorliegenden Fall stÃ¼tzten, beruht auf einer zutreffenden Auslegung von § 17 Abs. 1 Satz 3 in Verbindung mit Satz 2 SHV und hÃ¤lt einer Rechtskontrolle (vgl. § 50 Abs. 2 VRG) stand.</p> <p class="Erwgung2"><b>2.6 </b>Das bedeutet nicht, dass die SozialhilfebehÃ¶rden bei der Bemessung der wirtschaftlichen Hilfe an obdachlose Personen beliebig verfahren dÃ¼rfen. Dabei steht ihnen allerdings ein weites Ermessen zu. Das nach § 50 Abs. 2 VRG auf Rechtskontrolle beschrÃ¤nkte Verwaltungsgericht hat lediglich zu prÃ¼fen, ob sie ihr Ermessen weder missbraucht noch Ã¼berschritten haben. Bezugspunkt bindet dabei in erster Linie § 15 SHG sowie Art. 12 der Bundesverfassung vom 8. April 1999 (BV).</p> <p class="Erwgung3"><b>2.6.1 </b>GemÃ¤ss § 15 Abs. 1 SHG soll die wirtschaftliche Hilfe wie erwÃ¤hnt "das soziale Existenzminimum" gewÃ¤hrleisten, welches â so die gesetzliche Konkretisierung dieses Begriffs â "neben den Ã¼blichen Aufwendungen fÃ¼r den Lebensunterhalt auch individuelle BedÃ¼rfnisse berÃ¼cksichtigt". In gleicher Weise (GewÃ¤hrleistung des "sozialen Existenzminimums") umschreibt § 17 SHV den gesetzlichen Anspruch; die Verordnungsbestimmung hÃ¤lt zudem konkretisierend fest, dass die wirtschaftliche Hilfe den persÃ¶nlichen und Ã¶rtlichen VerhÃ¤ltnissen Rechnung zu tragen habe. In der Sozialhilfepraxis wird davon ausgegangen, dass das soziale Existenzminimum Ã¼ber dem absoluten Existenzminimum liegt und dass Letzteres in der Regel 85 % des Grundbedarfs sowie die Kosten des Wohnens und der medizinischen Grundversorgung umfasst (vgl. die Darstellung in A.6 der SKOS-Richtlinien; zur Unterscheidung von sozialem und absolutem Existenzminimum bei in einem Haushalt lebenden Personen vgl. VGr, 2. Juni 2005, VB.2005.00148). </p> <p class="Urteilstext">So betrachtet erscheint die beim BeschwerdefÃ¼hrer festgesetzte Pauschale von monatlich Fr. 775.-, welche betragsmÃ¤ssig rund 80 % des Grundbedarfsansatzes von monatlich Fr. 960.- entspricht, nicht unbedenklich. Auch in diesem Zusammenhang ist indessen zu berÃ¼cksichtigen, dass der Grundbedarfsansatz von monatlich Fr. 960.- auf Personen ausgerichtet ist, die in einem Haushalt leben. Wegen der fehlenden Wohnstruktur lÃ¤sst sich bei Obdachlosen der Grundbedarf fÃ¼r den Lebensunterhalt nicht so umfassend pauschalieren wie bei Personen, die in einem Haushalt leben; das gilt unabhÃ¤ngig davon, dass der so genannte Grundbedarf die Wohnkosten im engeren Sinn gar nicht enthÃ¤lt. Die dem BeschwerdefÃ¼hrer gewÃ¤hrte Pauschale von monatlich Fr. 775.- bleibt solange mit § 15 SHG vereinbar, als ihm die MÃ¶glichkeit verbleibt, in Form so genannter weiterer situationsgebundener Leistungen (vgl. SKOS-Richtlinien C.1.8) zusÃ¤tzlich bezÃ¼glich einzelner konkreter Auslagen unterstÃ¼tzt zu werden. Auf diese MÃ¶glichkeit wird auch in Ziffer 2.5.1/ § 17 SHV des Sozialhilfe-BehÃ¶rdenhandbuchs (wo als Pauschale ein Ansatz von Fr. 250.- bis Fr. 500.- empfohlen wird) hingewiesen. Unter diesem Titel ist dem BeschwerdefÃ¼hrer denn auch gemÃ¤ss Disp.-Ziffer 2 des Beschlusses der Beschwerdegegnerin vom 8. Juni 2005 bereits ein Beitrag von monatlich Fr. 50.- fÃ¼r den Unterhalt des Hundes zugesprochen worden. Das Verwaltungsgericht geht davon aus, dass die dem BeschwerdefÃ¼hrer gewÃ¤hrte Pauschale von monatlich Fr. 775.- nicht von vornherein sÃ¤mtliche Positionen erfasst, welche nicht mit der FÃ¼hrung eines Haushalts eng verknÃ¼pft sind. Mit der GewÃ¤hrung situationsgebundener Leistungen an den BeschwerdefÃ¼hrer (in einem weiteren Rahmen als bei SozialhilfebezÃ¼gern, denen die Grundbedarfpauschale gemÃ¤ss SKOS-Richtlinien ausgerichtet wird, etwa fÃ¼r Kleider und â ohnehin â fÃ¼r Ãbernachtungen) kann dem Umstand Rechnung getragen werden, dass die monatliche Pauschale von Fr. 775.- knapp bemessen ist. Die GewÃ¤hrung solcher ergÃ¤nzender Leistungen muss daher vorbehalten bleiben. Das setzt jedoch entsprechende Gesuche des BeschwerdefÃ¼hrers bezÃ¼glich konkreter Auslagen voraus, worauf die BehÃ¶rde zu entscheiden hat, ob diese Ã¼ber die Pauschale hinaus zu vergÃ¼ten seien. Auf diese Weise wird der BehÃ¶rde auch eine eingehendere Kontrolle der Mittelverwendung als bei GewÃ¤hrung hÃ¶herer Pauschalen ermÃ¶glicht, was sich bei Obdachlosen eher als bei Personen in einer festen Wohnstruktur rechtfertigt. </p> <p class="Erwgung3"><b>2.6.2 </b>GemÃ¤ss Art. 12 BV (mit dem Randtitel Recht auf Hilfe in Notlagen) hat, wer in Not gerÃ¤t und nicht in der Lage ist, fÃ¼r sich zu sorgen, Anspruch auf Hilfe und Betreuung und auf die Mittel, die fÃ¼r ein menschenwÃ¼rdiges Dasein unerlÃ¤sslich sind. Dieses Grundrecht garantiert nicht ein Mindesteinkommen; verfassungsrechtlich unabdingbar ist nur, was fÃ¼r ein menschenwÃ¼rdiges Dasein unabdingbar ist und vor einer unwÃ¼rdigen Bettelexistenz zu bewahren vermag. Der Anspruch umfasst einzig die in einer Notlage im Sinn einer ÃberbrÃ¼ckungshilfe unerlÃ¤sslichen Mittel in Form von Nahrung, Kleidung, Obdach und medizinischer Grundversorgung (BGE 131 I 166 E. 3.1 S. 172 mit Hinweisen). </p> <p class="Urteilstext">Ist nach dem Gesagten die dem BeschwerdefÃ¼hrer als Obdachlosem zugesprochene Pauschale von monatlich Fr. 775.- (entsprechend einem Tagesansatz von Fr. 25.-) mit § 15 Abs. 1 SHG vereinbar, so wird mit diesem Ansatz Art. 12 BV von vornherein nicht verletzt, was der BeschwerdefÃ¼hrer denn auch nicht geltend macht. Im erwÃ¤hnten Urteil hat das Bundesgericht mit Bezug auf Asylbewerber mit asylrechtlichem Nichteintretensentscheid die im Rahmen der Nothilfe entrichteten Taggelder von Fr. 21.- (wovon Fr. 13.- fÃ¼r Unterkunft und Fr. 8.- fÃ¼r Nahrung und Hygiene) als mit Art. 12 BV vereinbar gewÃ¼rdigt (BGE 131 I 166 E. 8 S. 181). Auch wenn die Situation von weggewiesenen AuslÃ¤ndern im Ãbrigen nicht mit jener von aufenthaltsberechtigten Obdachlosen vergleichbar ist (auch in sozialhilferechtlicher Hinsicht nicht), zeigt diese bundesgerichtliche Beurteilung doch auf, dass die dem BeschwerdefÃ¼hrer gewÃ¤hrte Pauschale von Fr. 25.- pro Tag mit Art. 12 BV vereinbar ist. </p> <p class="Erwgung1"><b>3. </b> </p> <p class="Urteilstext">Auf das Begehren des BeschwerdefÃ¼hrers um Ãbernahme der Hundesteuer durch die Sozialhilfe ist der Bezirksrat nicht eingetreten, dies mit der BegrÃ¼ndung, es handle sich um einen neuen Antrag, Ã¼ber den die SozialbehÃ¶rde bisher nicht habe befinden kÃ¶nnen. Der BeschwerdefÃ¼hrer wendet ein, er habe dieses Begehren bereits in der Einsprache vom 22. April 2005 gestellt. In der genannten Eingabe hat der BeschwerdefÃ¼hrer unter anderem "finanzielle UnterstÃ¼tzung fÃ¼r den Unterhalt (Nahrung/Steuern 05) fÃ¼r meinen Hund" beantragt. Der Bezirksrat hÃ¤lt dem in seiner Beschwerdevernehmlassung entgegen, mit dieser in der Einsprache enthaltenen Formulierung habe der BeschwerdefÃ¼hrer lediglich um einen "Beitrag" an die finanziellen Aufwendungen fÃ¼r den Hund ersucht; so sei denn auch der Antrag von der SozialbehÃ¶rde als Einspracheinstanz verstanden worden, die im angefochtenen Beschluss vom 8. Juni 2005 einen Beitrag fÃ¼r den Unterhalt des Hundes von monatlich Fr. 50.- zugesprochen habe. Wie es sich damit verhÃ¤lt, kann offen bleiben. </p> <p class="Urteilstext">Selbst wenn entgegen der Auffassung des Bezirksrats nicht von einem neuen, unzulÃ¤ssigen Begehren ausgegangen wird, ist es im Ergebnis nicht rechtsverletzend, wenn er ihm nicht entsprochen hat. In der Rekursantwort hatte nÃ¤mlich die Beschwerdegegnerin den BeschwerdefÃ¼hrer auf die MÃ¶glichkeit hingewiesen, bei der Stadtpolizei X um Erlass der Hundesteuer zu ersuchen (vgl. zu dieser MÃ¶glichkeit § 17 Abs. 3 des Gesetzes Ã¼ber das Halten von Hunden vom 14. MÃ¤rz 1971). Wie in der Beschwerdeschrift nunmehr ausgefÃ¼hrt wird, hat der BeschwerdefÃ¼hrer bei der Stadtpolizei X ein solches Gesuch gestellt, deren Bescheid indessen noch ausstehe. Falls sein Steuererlassbegehren abgewiesen wÃ¼rde, bliebe es ihm unbenommen, bei der SozialbehÃ¶rde erneut die Ãbernahme der diesbezÃ¼glichen Auslagen zu beantragen. Die Beschwerde ist daher auch in diesem Punkt unbegrÃ¼ndet.</p> <p class="Erwgung1"><b>4. </b> </p> <p class="Urteilstext">Zusammenfassend ergibt sich, dass die Beschwerde im Sinn der ErwÃ¤gungen (vgl. dazu insbesondere den in E. 2.6.1 dargelegten Vorbehalt ergÃ¤nzender Leistungen) abzuweisen ist. Obgleich der BeschwerdefÃ¼hrer unterliegt, sind die Gerichtskosten abweichend von der in § 13 Abs. 2 VRG enthaltenen Regel nicht ihm aufzuerlegen, sondern angesichts der besonderen UmstÃ¤nde des vorliegenden Falles auf die Gerichtskasse zu nehmen.</p> <p class="Einzug1"><span>DemgemÃ¤ss </span><span><a id="Text25"></a>entscheidet</span><span> <span>die Kammer</span>:</span></p> <p class="Einzug2"><span>1. Die Beschwerde wird im Sinn der ErwÃ¤gungen abgewiesen.</span></p> <p class="Einzug2"><span>2. Die GerichtsgebÃ¼hr wird festgesetzt auf <br/> Fr. 500.--; die Ã¼brigen Kosten betragen:<br/> Fr. 60.-- Zustellungskosten,<br/> Fr. 560.-- Total der Kosten.</span></p> <p class="Einzug2"><span>3. Die Gerichtskosten werden auf die Gerichtskasse genommen.</span></p> <p class="Urteilstext">4. Mitteilung an â¦</p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>