<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="content"> <div class="para">Tribunale federale </div> <div class="para">Tribunal federal </div> <div class="para"> </div> <div class="para">{T 0/2} </div> <div class="para">4C.377/2006 /len </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Urteil vom 22. Januar 2007 </div> <div class="para">I. zivilrechtliche Abteilung </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Besetzung </div> <div class="para">Bundesrichter Corboz, Präsident, </div> <div class="para">Bundesrichterinnen Rottenberg Liatowitsch, Kiss, </div> <div class="para">Gerichtsschreiber Gelzer. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Parteien </div> <div class="para">X.________, </div> <div class="para">Beklagter und Berufungskläger, </div> <div class="para">vertreten durch Rechtsanwalt Dr. Harald Siegert, </div> <div class="para">gegen </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Y.________, </div> <div class="para">Kläger und Berufungsbeklagten, </div> <div class="para">vertreten durch Rechtsanwalt Carlo Häfeli. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Gegenstand </div> <div class="para">Darlehensvertrag, </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Berufung gegen das Urteil des Obergerichts </div> <div class="para">des Kantons Aargau, Zivilgericht, 1. Kammer, </div> <div class="para">vom 5. September 2006. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Das Bundesgericht zieht in Erwägung: </div> <div class="para">1. </div> <div class="para">Gestütz auf einen von Y.________ (Kläger) am 12. Juli 2001 unterzeichneten Darlehensvertrag liess ihn X.________ (Beklagter) in der Betreibung Nr. 1.________ des Betreibungsamtes Obersiggenthal über Fr. 20'000.-- nebst 5 % Zins seit dem 15. September 2001 betreiben. Den dagegen vom Kläger erhobenen Rechtsvorschlag hob das Gerichtspräsidium 3 Baden am 13. November 2001 auf und erteilte dem Beklagten die provisorische Rechtsöffnung. Daraufhin erhob der Kläger Aberkennungsklage, welche das Bezirksgericht Baden am 9. März 2005 guthiess. Der Beklagte zog diesen Entscheid an das Obergericht des Kantons Aargau weiter, welches seine Appellation am 5. September 2006 abwies. </div> <div class="para">Vor den kantonalen Instanzen hatte der Kläger den Standpunkt eingenommen, der Darlehensvertrag sei simuliert gewesen, um dem Beklagten zu ermöglichen, Kreditwürdigkeit auszuweisen. Nach der Darstellung des Beklagten wurde mit dem Darlehensvertrag die Rückzahlung alter Schulden des Klägers vereinbart. Die Vorinstanz hielt im Einklang mit dem erstinstanzlichen Gericht für unbewiesen, dass der Kläger einen derartigen Willen des Beklagten erkannt habe. Darauf habe der Kläger auch aus dem Wortlaut des Vertrages und den Begleitumständen nach Treu und Glauben nicht schliessen müssen. Ein Vertrag mit dem vom Beklagten behaupteten Inhalt sei mithin nicht zustande gekommen. </div> <div class="para">2. </div> <div class="para">Der Beklagte beantragt dem Bundesgericht mit eidgenössischer Berufung im Wesentlichen die Aufhebung des obergerichtlichen Urteils und die Abweisung der Aberkennungsklage. Der Kläger schliesst auf Abweisung der Berufung. </div> <div class="para">3. </div> <div class="para">Das Bundesgesetz über das Bundesgericht vom 17. Juni 2005 (BGG; SR 173.110) ist am 1. Januar 2007 in Kraft getreten (AS 2006 1205, 1243). Da der angefochtene Entscheid vorher ergangen ist, richtet sich das Verfahren noch nach dem Bundesgesetz über die Organisation des Bundesgerichts (<span class="artref">Art. 132 Abs. 1 BGG</span>). </div> <div class="para">4. </div> <div class="para">Nach <span class="artref">Art. 55 Abs. 1 lit. c OG</span> ist in der Berufungsschrift anzugeben, welche Bundesrechtssätze der angefochtene Entscheid verletzt und inwiefern er gegen sie verstösst. Fehl am Platz sind dagegen Ausführungen, die sich in unzulässigerweise Weise gegen die tatsächlichen Feststellung und gegen die Beweiswürdigung der Vorinstanz richten (<a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=10&amp;from_date=05.01.2007&amp;to_date=24.01.2007&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F130-III-136%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page136">BGE 130 III 136</a> E. 1.4 S. 140; <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=10&amp;from_date=05.01.2007&amp;to_date=24.01.2007&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F127-III-543%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page543">127 III 543</a> E. 2c S. 547), denn im Berufungsverfahren ist das Bundesgericht grundsätzlich an die tatsächlichen Feststellungen der Vorinstanz gebunden (<a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=10&amp;from_date=05.01.2007&amp;to_date=24.01.2007&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F132-III-564%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page564">BGE 132 III 564</a> E. 5.2 S. 564 mit Hinweis). Ausnahmen von dieser Bindung kommen nur in Betracht, wenn die Vorinstanz bundesrechtliche Beweisvorschriften verletzt hat, wenn ihr ein offensichtliches Versehen unterlaufen ist (<span class="artref">Art. 63 Abs. 2 OG</span>) oder wenn der von ihr ermittelte Sachverhalt im Hinblick auf die Anwendung des Bundesrechts der Ergänzung bedarf (<span class="artref">Art. 64 OG</span>). Die Partei, die den Sachverhalt berichtigt oder ergänzt wissen will, hat darüber genaue Angaben mit Aktenhinweisen zu machen (<span class="artref">Art. 55 Abs. 1 lit. d OG</span>; <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=10&amp;from_date=05.01.2007&amp;to_date=24.01.2007&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F130-III-102%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page102">BGE 130 III 102</a> E. 2.2 S. 106; <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=10&amp;from_date=05.01.2007&amp;to_date=24.01.2007&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F115-II-484%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page484">115 II 484</a> E. 2a S. 485 f., je mit Hinweisen). Eine Ergänzung setzt zudem voraus, dass entsprechende Sachbehauptungen bereits im kantonalen Verfahren prozesskonform aufgestellt, von der Vorinstanz aber zu Unrecht für unerheblich gehalten oder übersehen worden sind, was wiederum näher anzugeben ist. Ohne diese Angaben gelten Vorbringen, die über die tatsächlichen Feststellungen im angefochtenen Urteil hinausgehen, als neu und sind damit unzulässig (<span class="artref">Art. 55 Abs. 1 lit. c OG</span>; <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=10&amp;from_date=05.01.2007&amp;to_date=24.01.2007&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F127-III-248%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page248">BGE 127 III 248</a> E. 2c S. 252). Blosse Kritik an der vorinstanzlichen Beweiswürdigung ist im Berufungsverfahren unzulässig (<a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=10&amp;from_date=05.01.2007&amp;to_date=24.01.2007&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F127-III-73%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page73">BGE 127 III 73</a> E. 6a S. 81; <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=10&amp;from_date=05.01.2007&amp;to_date=24.01.2007&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F126-III-10%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page10">126 III 10</a> E. 2b S. 13; <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=10&amp;from_date=05.01.2007&amp;to_date=24.01.2007&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F119-II-84%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page84">119 II 84</a> E. 3 S. 85). </div> <div class="para">Der Beklagte hält sich in der Berufung nicht an diese Regeln. Das gilt zunächst für seine Rüge, die Vorinstanz irre, wenn sie annehme, ihm sei der Beweis dafür misslungen, dass das alte Schuldverhältnis mit dem Darlehensvertrag wenigstens einer Teilregelung habe zugeführt werden sollen. Bei der Begründung der an sich zulässigen Rügen der Verletzung von <span class="artref"><artref id="CH/220/17" type="start"></artref>Art. 17 und 18 OR</span><artref id="CH/220/18" type="end"></artref> geht der Beklagte davon aus, er habe bewiesen, dass die Parteien mit dem von ihnen unterschriebenen Darlehensvertrag die Absicherung eines Teils der alten Forderung des Beklagten und ihre Rückzahlung beabsichtigt hätten. Entsprechende Feststellungen hat die Vorinstanz indes nicht getroffen. Die Ausführungen des Beklagten laufen daher insgesamt auf eine unzulässige Kritik an der Beweiswürdigung der Vorinstanz hinaus. Inwiefern diese auf den von ihr festgestellten Sachverhalt Bundesrecht unrichtig angewandt haben soll, legt der Beklagte nicht ansatzweise dar. Demnach enthält die Berufung keine zulässigen Rügen. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">5. </div> <div class="para">Aus den dargelegten Gründen kann auf die Berufung nicht eingetreten werden. Bei diesem Verfahrensausgang wird der Beklagte für das bundesgerichtliche Verfahren kosten- und entschädigungspflichtig (<span class="artref">Art. 156 Abs. 1 und <artref id="CH/220/159/2" type="start"></artref>Art. 159 Abs. 2 OR</span><artref id="CH/220/156/1" type="end"></artref>). </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Demnach erkennt das Bundesgericht im Verfahren nach <span class="artref">Art. 36a OG</span>: </div> <div class="para">1. </div> <div class="para">Auf die Berufung wird nicht eingetreten. </div> <div class="para">2. </div> <div class="para">Die Gerichtsgebühr von Fr. 2'000.-- wird dem Beklagten auferlegt. </div> <div class="para">3. </div> <div class="para">Der Beklagte hat den Kläger für das bundesgerichtliche Verfahren mit Fr. 2'500.-- zu entschädigen. </div> <div class="para">4. </div> <div class="para">Dieses Urteil wird den Parteien und dem Obergericht des Kantons Aargau, Zivilgericht, 1. Kammer, schriftlich mitgeteilt. </div> <div class="para">Lausanne, 22. Januar 2007 </div> <div class="para">Im Namen der I. zivilrechtlichen Abteilung </div> <div class="para">des Schweizerischen Bundesgerichts </div> <div class="para">Der Präsident: Der Gerichtsschreiber: </div> <div class="para"> </div> </div></body></html>