<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: SB.2024.00008</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=223975&amp;W10_KEY=13045540&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>SB.2024.00008</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 17.04.2024</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">2. Abteilung/Einzelrichter</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Steuerrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Staats- und Gemeindesteuern 2019</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>[Der Pflichtige wurde von seinem Arbeitgeber in den Vorruhestand versetzt. Aufgrund dessen kam es zur arbeitgeberseitig finanzierten Aufbesserung der Rente, die der Pflichtige von sich aus zusätzlich mit einem eigenen persönlichen Einkauf erhöhte. Aus einer Kaderkasse wurde ihm, ohne Möglichkeit des wunschgemäss gewollten Transfers in die Renten-Pensionskasse, ein Kapital ausbezahlt. Der Pflichtige beanstandet den Umstand, dass aufgrund der Sperrfristenverletzung nicht der volle Einkauf zum Abzug zugelassen worden ist.] Es ist unbestritten, dass eine Sperrfristverletzung vorliegt, weswegen der Einkauf in die Pensionskasse nur im reduzierten Umfang steuerlich in Abzug gebracht werden kann (E. 5.1). Individuell-konkrete Beweggründe vermögen die Sperrfristregelung nicht zu Fall zu bringen. Auch der Umstand, dass der Kapitalplan eine zwingende Auszahlung des Sparguthabens vorsieht und ein Transfer in die Rentenpensionskasse nicht möglich ist, rechtfertigt keine Ausnahme von der Sperrfrist. Die Beendigung des Arbeitsverhältnisses wurde einvernehmlich geregelt, auch wenn die vorzeitige Pensionierung des Pflichtigen auf Wunsch der Arbeitgeberin erfolgte (E. 5.2). Auch das Argument der Doppelbesteuerung rechtfertigt keine Praxisänderung. Der Pflichtige hat einen Teil des von ihm einbezahlten Betrags in Form der Kapitalleistung zurückerhalten. Gesamthaft gesehen hat der Pflichtige seine Vorsorge nur in dem um die Kapitalleistung reduzierten Umfang aufgebessert. Entsprechend ist wegen der dreijährigen Sperrfrist nur dieser Betrag zum Abzug zuzulassen (E. 5.3). Abweisung der Beschwerden. </b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> - keine -<br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> - keine -<br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 3 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="WordSection1"> <table border="1" cellpadding="0" cellspacing="0" class="MsoNormalTable"> <tr> <td valign="top"> <p class="Kopf1"><span>Verwaltungsgericht</span></p> <p class="Kopf1"><span>des Kantons ZÃ¼rich</span></p> <p class="Kopf1"><span>2. Abteilung</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Kopf1"> </p> </td> <td valign="top"> <p class="Kopf1"><span><img alt="" height="78" src="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getImage&amp;nF38_KEY=65876" width="123"/></span></p> </td> </tr> </table> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">SB.2024.00008</p> <p class="MsoNormal">SB.2024.00009</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"><b><span>Urteil</span></b></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="Zwischentitel"> </p> <p class="MsoNormal"><span>der Einzelrichterin</span></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">vom <a id="VF_DAT_ENTSCHEID">17. April 2024</a></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">Mitwirkend: Verwaltungsrichterin Elisabeth Trachsel, <a id="TN_AUTOTEXT_RICHTER"></a><a id="TN_AUTOTEXT_GS"></a>Gerichtsschreiberin Linda Rindlisbacher </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">In Sachen</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>1. A, </span></p> <p class="MsoNormal"><span>2. B, </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> Nr. 2 vertreten durch Nr. 1,</span></p> <p class="MsoBodyText">dieser vertreten durch D AG, </p> <p class="MsoNormal"><b><span>BeschwerdefÃ¼hrende,</span></b><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="Zwischentitel">gegen</p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><b><span>Kanton ZÃ¼rich, </span></b></p> <p class="MsoNormal"><b><span>Beschwerdegegner,</span></b><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><b><span>betreffend Staats- und Gemeindesteuern 2019 sowie</span></b></p> <p class="MsoNormal"><b><span>direkte Bundessteuer 2019,</span></b></p> <p class="Zwischentitel">hat sich ergeben: </p> <p class="Sachverhalt1"><b>I. </b> </p> <p class="Sachverhalt2"><b>A. </b>Der 1962 geborene A (mit der Ehefrau B: der/die Pflichtige[n]) wurde von seiner frÃ¼heren Arbeitgeberin, der C, aufgrund einer Restrukturierung per Ende Mai 2020 vorzeitig pensioniert. Davon war der Pflichtige mit Schreiben vom 6. September 2019 schriftlich in Kenntnis gesetzt worden. Am 21. Oktober 2019 tÃ¤tigte der Pflichtige einen Einkauf in die berufliche Vorsorge (Pensionsplan der C) in HÃ¶he von Fr. â¦, welchen Betrag er in der SteuererklÃ¤rung 2019 abzog. Per Arbeitsende am 31. Mai 2020 erfolgte ein Kapitalbezug von Fr. â¦ aus dem Kapitalplan der C. </p> <p class="Sachverhalt2"><b>B. </b>Mit EinschÃ¤tzungsentscheid vom 22. Februar 2022 setzte das kantonale Steueramt fÃ¼r die Staats- und Gemeindesteuern 2019 ein steuerbares Einkommen von Fr. â¦ und ein steuerbares VermÃ¶gen von Fr. â¦ fest. Dabei wurde unter anderem der in der SteuererklÃ¤rung abgezogene Einkauf in die Pensionskasse von Fr. â¦ um Fr. â¦, den spÃ¤teren Kapitalbezug, wegen "Sperrfristverletzung aufgrund Bezug im Folgejahr" gekÃ¼rzt. Gleichentags erging die VeranlagungsverfÃ¼gung fÃ¼r die direkte Bundessteuer 2019. Es wurde ein steuerbares Einkommen von Fr. â¦ festgelegt, unter ebensolcher Handhabung des Einkaufs in die Pensionskasse.</p> <p class="Sachverhalt2"><b>C. </b>Dagegen erhob der Pflichtige am 25. Februar 2022 Einsprache und beantragte unter anderem den vollen Abzug der Fr. ...</p> <p class="Sachverhalt2">Am 8. MÃ¤rz 2022 forderte das kantonale Steueramt weitere Aktenunterlagen ein und wies auf Art. 79b Abs. 3 des Bundesgesetzes vom 25. Juni 1982 Ã¼ber die berufliche Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenvorsorge (BVG) hin, wonach innerhalb von drei Jahren nach dem Einkauf die daraus resultierenden Leistungen nicht in Kapitalform aus der 2. SÃ¤ule zurÃ¼ckgezogen werden dÃ¼rften, andernfalls die betroffenen Steuerjahre zu korrigieren seien. Den Pflichtigen werde daher vorgeschlagen, die Korrektur im ordentlichen EinschÃ¤tzungsverfahren vorzunehmen. Sollten die Pflichtigen aber eine separate Korrektur im Nachsteuerverfahren vorziehen, werde um Mitteilung gebeten. Beide Arten wÃ¼rden zu demselben Steuerbetrag fÃ¼hren.</p> <p class="Urteilstext">Ab dem 6. April 2022 liessen sich die Pflichtigen (erneut) fachkundig vertreten. Am 29. April 2022 beantworteten sie die Auflage vom 8. MÃ¤rz 2022 und beantragten, es sei im Jahr 2019 (vorerst) auf eine Aufrechnung des im Jahr 2020 erfolgten Kapitalbezugs zu verzichten. Am 11. Mai 2022 forderte das kantonale Steueramt weitere Aktenunterlagen ein und hielt fest, aufgrund des Schreibens vom 29. April 2022 werde der Fall nach Abschluss des Einspracheverfahrens zwecks Korrektur der Verletzung der Sperrfrist ins Nachsteuerverfahren Ã¼berwiesen. Am 29. Juni 2022 reichten die Pflichtigen die verlangten Belege nach.</p> <p class="Sachverhalt2">Am 5. Juli 2022 ergingen neue EinschÃ¤tzungsvorschlÃ¤ge, wonach das steuerbare Einkommen fÃ¼r die Staats- und Gemeindesteuern auf Fr. â¦ und fÃ¼r die direkte Bundessteuer auf Fr. â¦ festgesetzt wurde. An der KÃ¼rzung des Einkaufs in die Pensionskasse wurde festgehalten.</p> <p class="Sachverhalt2"><b>D. </b>Die Pflichtigen erhoben am 9. August 2022 Einsprache gegen diese EinschÃ¤tzungsvorschlÃ¤ge und verwiesen auf ihr Schreiben vom 29. April 2022. Sie seien der Meinung gewesen, dass der Einkauf im Jahr 2019 vollumfÃ¤nglich als Abzug anzuerkennen sei, damit im Rahmen des EinschÃ¤tzungsverfahrens 2020 Ã¼berprÃ¼ft werden kÃ¶nne, ob mÃ¶glicherweise eine Ausnahme vorliege. Der Pflichtige habe das Kapital (Fr. â¦) trotz seines ausdrÃ¼cklichen Wunsches nicht in die Hauptpensionskasse transferieren und sich als Rente auszahlen lassen kÃ¶nnen. </p> <p class="Sachverhalt2">Am 21. Oktober 2022 ergingen die Einspracheentscheide betreffend die Staats- und Gemeindesteuern 2019 bzw. die direkte Bundessteuer 2019. In teilweiser Gutheissung der Einsprache vom 25. Februar 2022 wurden das steuerbare Einkommen und das steuerbare VermÃ¶gen gemÃ¤ss den neuen EinschÃ¤tzungsvorschlÃ¤gen vom 5. Juli 2022 festgelegt. An der KÃ¼rzung des Pensionskasseneinkaufs von Fr. â¦ um den per 2020 erfolgten Kapitalbezug von Fr. â¦ wurde festgehalten. Es sei nicht ersichtlich, dass vorliegend von der dreijÃ¤hrigen Sperrfrist abgewichen werden mÃ¼sste. Sodann habe die Korrektur im Fall einer noch nicht rechtskrÃ¤ftigen EinschÃ¤tzung im ordentlichen EinschÃ¤tzungsverfahren zu erfolgen.</p> <p class="Sachverhalt1"><b>II. </b> </p> <p class="Urteilstext">Die Pflichtigen gelangten am 22. November 2022 mit Beschwerde bzw. Rekurs an das Steuerrekursgericht und beantragten die vollumfÃ¤ngliche Anerkennung des im Jahr 2019 vorgenommenen Einkaufs von Fr. â¦ als Abzug und es sei auf eine vorweggenommene Verrechnung einer vom Pflichtigen nicht beeinflussbaren Kapitalauszahlung im Jahr 2020 in HÃ¶he von Fr. â¦ zu verzichten. Am 15. Dezember 2023 wurden die Beschwerde und der Rekurs unter Kostenfolge zulasten der Pflichtigen abgewiesen.</p> <p class="Sachverhalt1"><b>III. </b> </p> <p class="Urteilstext">Am 17. Januar 2024 erhoben die Pflichtigen Beschwerde gegen den Entscheid des Steuerrekursgerichts vom 15. Dezember 2023 und beantragten die vollumfÃ¤ngliche Anerkennung des im Jahr 2019 vorgenommenen Einkaufs in HÃ¶he von Fr. â¦ und es sei ihnen eine EntschÃ¤digung von Fr. 3'000.- zu bezahlen (RÃ¼ckerstattung der Rekurskosten sowie Vertreterkosten). Mit PrÃ¤sidialverfÃ¼gung vom 18. Januar 2024 wurden die Verfahren SB.2024.00008 (Staats- und Gemeindesteuern 2019) und SB.2024.00009 (direkte Bundessteuer) vereinigt. Die Vorinstanz verzichtete am 23. Januar 2024 auf eine Vernehmlassung. Das kantonale Steueramt beantragte am 25. Januar 2024 die Abweisung der Beschwerden, unter Kostenfolge zulasten der Pflichtigen. Es folgten keine weiteren Eingaben.</p> <p class="Einzug1"><span>Die Einzelrichterin erwÃ¤gt:</span></p> <p class="Erwgung1"><b>1. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>1.1 </b>Die Verfahren SB.2024.00008 (Staats- und Gemeindesteuern 2019) und SB.2023.00009 (direkte Bundessteuer) betreffen dieselben Pflichtigen und dieselbe Sach- und Rechtslage, weshalb sie mit PrÃ¤sidialverfÃ¼gung vom 18. Januar 2024 zu Recht vereinigt wurden.</p> <p class="Erwgung2"><b>1.2 </b>Kein Thema mehr ist die Frage, ob der infrage stehende Abzug des Pensionskasseneinkaufs im offenen Verfahren oder im Nachsteuerverfahren durchzufÃ¼hren sei. Die Vorinstanz hat zutreffend festgehalten, das Nachsteuerverfahren sei nur dann durchzufÃ¼hren, wenn der SteuerbehÃ¶rde bei der EinschÃ¤tzung Tatsachen oder Beweismittel nicht bekannt gewesen seien. Einem bereits bekannten Einkauf mit Sperrfristverletzung sei aber die AbzugsfÃ¤higkeit im noch offenen Verfahren zu verweigern (siehe auch Silvia Hunziker, Res iudicata im Steuerrecht in: Giorgo A. Bernasconi/Mariano Morgani [Hrsg.], Res iudicata â e poi?, Revisione, rettifica, riconsiderazione e istituti analoghi, 1. A., Basel 2023, S. 91, S. 105 ff.). Die Pflichtigen beanstanden denn auch die diesbezÃ¼glichen vorinstanzlichen AusfÃ¼hrungen nicht. </p> <p class="Erwgung2"><b>1.3 </b>In die SteuereinschÃ¤tzungsakten hat versehentlich ein Aktorum aus einem Verfahren, das einen anderen Steuerpflichtigen betrifft, Eingang gefunden. Es ist aus dem Recht zu weisen.</p> <p class="Erwgung1"><b>2. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>2.1 </b>Mit der Steuerbeschwerde an das Verwaltungsgericht kÃ¶nnen nach § 153 Abs. 3 des Steuergesetzes vom 8. Juni 1997 (StG) alle Rechtsverletzungen, einschliesslich Ãberschreitung oder Missbrauch des Ermessens, und die unrichtige oder unvollstÃ¤ndige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts geltend gemacht werden.</p> <p class="Urteilstext">In Bundessteuersachen ist die Kognition des Verwaltungsgerichts identisch: Soll die erstinstanzliche Beschwerde die allseitige, hinsichtlich Rechts- und Ermessenskontrolle unbeschrÃ¤nkte gerichtliche ÃberprÃ¼fung der Einspracheentscheide der VeranlagungsbehÃ¶rde auf alle MÃ¤ngel des Entscheids und des vorangegangenen Verfahrens hin ermÃ¶glichen (Art. 140 Abs. 3 des Bundesgesetzes vom 14. Dezember 1990 Ã¼ber die direkte Bundessteuer [DBG]), muss sich die Aufgabe der zweitinstanzlichen Beschwerde, welche die ÃberprÃ¼fung der Entscheidung eines Gerichts und nicht diejenige einer VerwaltungsbehÃ¶rde zum Gegenstand hat, sinnvollerweise auf die Rechtskontrolle beschrÃ¤nken (BGE 131 II 548 E. 2.5).</p> <p class="Erwgung2"><b>2.2 </b>Im Beschwerdeverfahren vor Verwaltungsgericht gilt bei den Staats- und Gemeindesteuern wie bei der direkten Bundessteuer das Novenverbot. FÃ¼r das Verwaltungsgericht ist somit die gleiche Aktenlage massgebend wie fÃ¼r das Steuerrekursgericht. Tatsachen oder Beweismittel, die nicht spÃ¤testens im Verfahren vor Steuerrekursgericht behauptet bzw. vorgelegt oder angerufen worden sind, dÃ¼rfen infolgedessen im Beschwerdeverfahren grundsÃ¤tzlich nicht nachgebracht werden. Vom Novenverbot ausgenommen sind dagegen echte Noven, namentlich neue tatsÃ¤chliche Behauptungen und Beweismittel, die auf einem Revisions- oder Nachsteuergrund beruhen oder der StÃ¼tzung von geltend gemachten Rechtsverletzungen dienen, die ihrer Natur nach neuer tatsÃ¤chlicher Vorbringen oder Beweismittel bedÃ¼rfen. Neue, erstmals vor Verwaltungsgericht gestellte Rechtsbegehren sind schliesslich allgemein zulÃ¤ssig, sofern sie sich nicht auf Tatsachen und Beweismittel stÃ¼tzen, die unter das Novenverbot fallen (RB 1999 Nr. 149; BGE 131 II 548).</p> <p class="Urteilstext">Die von den Pflichtigen eingereichte Beilage "Steuerberechnung / Steuern aus Kapitalzahlung aus Vorsorge" soll die bereits vor Vorinstanz geltend gemachte Doppelbesteuerung untermauern und unterliegt somit nicht dem Novenverbot.</p> <p class="Erwgung1"><b>3. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>3.1 </b>Von den EinkÃ¼nften abgezogen werden laut § 31 Abs. 1 lit. d StG und Art. 33 Abs. 1 lit. d DBG die gemÃ¤ss Gesetz, Statut oder Reglement geleisteten Einlagen, PrÃ¤mien und BeitrÃ¤ge zum Erwerb von AnsprÃ¼chen aus Einrichtungen der beruflichen Vorsorge. Diese Be­stimmungen vollziehen die bundesrechtliche Vorschrift von Art. 81 Abs. 2 BVG, wonach die von Arbeitnehmenden und SelbstÃ¤ndigerwerbenden an Vorsorgeeinrichtungen nach Gesetz oder reglementarischen Bestimmungen geleisteten BeitrÃ¤ge bei den direkten Steuern des Bundes, der Kantone und Gemeinden abziehbar sind. AbzugsfÃ¤hig sind nicht nur die ordentlichen BeitrÃ¤ge an die Vorsorgeeinrichtung, sondern, unter Vorbehalt von Art. 79b BVG, auch die BeitrÃ¤ge fÃ¼r den Einkauf von LohnerhÃ¶hungen, von Beitragsjahren, Vorfinanzierungen von FrÃ¼hpensionierungen und von im Rahmen einer Scheidung Ã¼bertragener Austrittsleistungen (Richner et al., Kommentar zum ZÃ¼rcher Steuergesetz, 4. A., ZÃ¼rich 2021, § 31 N 101; Richner et al., Handkommentar zum DBG, 4. A., ZÃ¼rich 2023, Art. 33 N 81).</p> <p class="Erwgung2"><b>3.2 </b>Wurden EinkÃ¤ufe getÃ¤tigt, so dÃ¼rfen die daraus resultierenden Leistungen innerhalb der nÃ¤chsten <i>drei Jahre</i> nicht in Kapitalform aus der Vorsorge zurÃ¼ckgezogen werden (Art. 79b Abs. 3 Satz 1 BVG). Dabei ist gemÃ¤ss bundesgerichtlicher und von den kantonalen Steuerverwaltungen Ã¼bernommener verschÃ¤rfter Praxis Art. 79b Abs. 3 BVG so auszulegen, dass <i>jegliche Kapitalzahlung in der Dreijahresfrist missbrÃ¤uchlich </i>und jede wÃ¤hrend der Sperrfrist erfolgte Einzahlung vom Einkommensabzug somit ausgeschlossen sei (Markus Reich/Julia von Ah/Stephanie A. Brawand in: Martin Zweifel/Michael Beusch [Hrsg.], Kommentar zum Schweizerischen Steuerrecht, Bundesgesetz Ã¼ber die Harmonisierung der direkten Steuern der Kantone und Gemeinden [StHG], 4. A., Basel 2022, Art. 9 N 41a, 41b, mit zahlreichen Hinweisen, unter anderem auf BGE 142 II 399 = StE 2016 A 12 Nr. 24, insbesondere E. 4.1; Silvia Hunziker/Jsabelle Mayer-Knobel in: Martin Zweifel/Michael Beusch, Kommentar zum Schweizerischen Steuerrecht, Bundesgesetz Ã¼ber die direkte Bundesssteuer [DBG], 4. A. Basel 2022, Art. 33 N 24d; Richner et al., Handkommentar zum DBG, Art. 33 N 92; Richner et al., Kommentar zum ZÃ¼rcher Steuergesetz, § 31 N 104). </p> <p class="Urteilstext">Art. 79b Abs. 3 Satz 1 BVG ist verobjektiviert: <i>Jeder Kapitalbezug, der innerhalb von drei Jahren seit dem letzten Einkauf vorgenommen wird, gilt als missbrÃ¤uchlich ebenso wie jeder Einkauf, der innerhalb von drei Jahren seit dem letzten Kapitalbezug getÃ¤tigt wird, ohne dass jeweilen zu prÃ¼fen wÃ¤re, ob die Voraussetzungen einer Steuerumgehung gegeben sind. </i>Raum fÃ¼r eine PrÃ¼fung der individuell-konkreten BeweggrÃ¼nde verbleibt nicht<i> </i>(Silvia Hunziker/Jsabelle Mayer-Knobel, Kommentar DBG, Art. 33 N 24d, mit zahlreichen Hinweisen; vgl. zum Ganzen auch Giorgio Meier-Mazzucato, Steuern Schweiz, Grundriss zu den eidgenÃ¶ssischen und kantonalen Steuern mit Beispielen und Darstellungen, 2. A., Bern 2022, S. 536 f.; BGr, 27. Januar 2021, 2C_839/2021, E. 4.3/4.4). Im soeben genannten Entscheid vom 27. Januar 2021 hat sich das Bundesgericht auch zu den in frÃ¼heren Urteilen erwÃ¤hnten "mÃ¶glichen Ausnahmen" von Art. 79b Abs. 3 BVG geÃ¤ussert. In den frÃ¼heren Urteilen 2C_105/2014 vom 30. Juni 2015 E. 3.1 und 2C_297/2017 vom 4. November 2019 E. 1 sei es jeweils um die Frage gegangen, ob der Grund fÃ¼r den Kapitalbezug wÃ¤hrend der Sperrfrist â im ersten Fall ein plÃ¶tzlich aufgrund von Arbeitslosigkeit notwendig gewordener Wegzug aus der Schweiz, im zweiten Fall eine unerwartete ErhÃ¶hung von Baukosten fÃ¼r ein Eigenheim â fÃ¼r den Steuerpflichtigen nicht vorhersehbar und der Kapitalbezug wÃ¤hrend der Sperrfrist notwendig gewesen sei. Der Fall im Urteil 2C_839/2021 sei schon deshalb nicht mit den beiden anderen vergleichbar, weil keine zwingenden und unvorhersehbaren GrÃ¼nde dafÃ¼r bestanden hÃ¤tten, bereits vor Ablauf der Sperrfrist die Teilpensionierung anzutreten. Auch in den aufgefÃ¼hrten beiden Urteilen seien aufgrund von Beweisschwierigkeiten keine Ausnahmen angenommen worden und damit sei bis heute das Bundesgericht lediglich in einem Fall mittels Auslegung zum Schluss gelangt, die Ausnahme von Art. 79b Abs 4 BVG beziehe sich auch auf Art. 79b Abs. 3 BVG (BGE 142 II 399 E. 3.3.5 [gemÃ¤ss teleologischer Auslegung sei ein Kapitalbezug innerhalb von drei Jahren im Fall eines Wiedereinkaufs nach Scheidung oder gerichtlicher AuflÃ¶sung einer Partnerschaft nicht ausgeschlossen]). Weiter verwies das Bundesgericht auf die hohen Anforderungen an eine PraxisÃ¤nderung (BGr, 2C_839/2021 E. 4.7). </p> <p class="Urteilstext">Mit Leitentscheid vom 28. Dezember 2021, BGE 148 II 189, wiederholte das Bundesgericht, dass grundsÃ¤tzlich jede Kapitalauszahlung von der Dreijahresfrist und jede wÃ¤hrend dieser Zeit erfolgte Einzahlung vom Einkommensabzug ausgeschlossen sei, ohne dass zu prÃ¼fen sei, ob die Voraussetzungen einer Steuerumgehung gegeben seien (E. 3.4.2). Sodann verwies es auf die langjÃ¤hrige Rechtsprechung, wonach keine direkte VerknÃ¼pfung zwischen Einkauf und Leistung erforderlich sei; denn die in die Vorsorgeeinrichtung einbezahlten BetrÃ¤ge wÃ¼rden nicht ausgesondert und die Leistungen aus Vorsorgeeinrichtungen wÃ¼rden nicht aus bestimmten Mitteln, sondern aus dem Vorsorgekapital der versicherten Person insgesamt finanziert. Das Vorsorgekapital stelle eine Einheit dar und mÃ¼sse <i>gesamtheitlich </i>betrachtet werden. Diese konsolidierte Betrachtung gelte namentlich aus GrÃ¼nden der Gleichbehandlung auch dann, wenn Einkauf einerseits und Bezug von Vorsorgegeldern andererseits nicht bei ein und derselben, sondern bei zwei verschiedenen Vorsorgeeinrichtungen vorgenommen wÃ¼rden. Massgebend sei insofern also eine konsolidierende Gesamtbetrachtung der 2. SÃ¤ule. Unter die aus dem Einkauf resultierenden Leistungen fielen namentlich die Altersleistungen aus beruflicher Vorsorge, die Barauszahlungen gemÃ¤ss Art. 5 des FreizÃ¼gigkeitsgesetzes vom 17. Dezember 1993 [FZG] und der Vorbezug zum Zwecke der WohneigentumsfÃ¶rderung. Von der Konsolidierung auszunehmen sei allerdings die gebundene Selbstvorsorge (SÃ¤ule 3a). Denn Art. 79b Abs. 3 Satz 1 BVG kÃ¶nne keine Pflicht zur sÃ¤ulenÃ¼bergreifenden Konsolidierung entnommen werden (BGE 148 II 189 E. 3.4.3 mit Hinweisen). In allen von der Rechtsprechung bisher beurteilten Konstellationen sei es darum gegangen, dass mit den EinkÃ¤ufen ein Vorsorgekapital geÃ¤ufnet worden sei, das in der Folge in Form eines steuerlich privilegierten Kapitalbezugs habe bezogen werden kÃ¶nnen. Diese steuerliche Privilegierung soll mit Art. 79b Abs. 3 BVG vermieden werden (E. 3.4.4). Anders verhalte es sich aber bei einer Einlage zur Finanzierung einer ÃberbrÃ¼ckungsrente (gemÃ¤ss Art. 32k des Bundespersonalgesetzes [BPG] vom 24. MÃ¤rz 2000). Diese diene dazu, im Fall einer FrÃ¼hpensionierung die bis zum ordentlichen AHV-Alter fehlende AHV-Rente zu ersetzen; sie ende mit dem ordentlichen AHV-Alter und entspreche auch in der HÃ¶he der (vollen oder halben) AHV-Rente. Funktionell sei sie daher eher eine AHV-Rente. Sie sei rechtlich und versicherungsmathematisch etwas vÃ¶llig anderes als BeitrÃ¤ge, welche der Steuerpflichtige und sein Arbeitgeber im Laufe der Jahre zwecks Abdeckung der ordentlichen SÃ¤ule-2-VorsorgefÃ¤lle geleistet hÃ¤tten. Bei der Finanzierung der ÃberbrÃ¼ckungsrente gehe es nicht darum einen <i>Einkauf</i> zu tÃ¤tigen, der Teil eines <i>gesamtheitlichen</i> Vorsorgekapitals werde, aus dem <i>insgesamt</i> eine Leistung finanziert werde. Vielmehr diene der Einkauf spezifisch der Finanzierung einer ÃberbrÃ¼ckungsrente fÃ¼r die Zeit zwischen der FrÃ¼hpensionierung und dem ordentlichen AHV-Alter. Er habe keinen Einfluss auf die HÃ¶he des Alters- und Vorsorgekapitals. Steuerlich bedeute das, dass mit der Einlage nicht ein Vorsorgekapital geÃ¤ufnet werde, das anschliessend in Kapitalform mit privilegierter Besteuerung bezogen werden kÃ¶nne, sondern mit der Einlage werde eine Leistung finanziert, die ausschliesslich als Rente bezogen werden kÃ¶nne und zum Normaltarif besteuert werde. Die Missbrauchsgefahr von Art. 79b Abs. 3 BVG bestehe somit auch in objektivierter Form nicht. WÃ¤re die Kapitaleinlage nicht abzugsfÃ¤hig, wÃ¼rde diese Summe im Ergebnis doppelt besteuert (BGE 148 II 189 E. 3.4.5).</p> <p class="Erwgung2"><b>3.3 </b>Zusammenfassend ergibt sich somit, dass sich am verobjektivierten Grundsatz von Art. 79b Abs. 3 BVG, wonach grundsÃ¤tzlich jede Kapitalauszahlung in der Dreijahresfrist zur Verweigerung des Abzugs fÃ¼hre, nichts geÃ¤ndert hat. Dies gilt auch bei einer FrÃ¼hpensionierung (Richner et al., Handkommentar zum DBG, Art. 33 N 92; dieselben, Kommentar zum ZÃ¼rcher Steuergesetz, § 31 N 104). Von der Verweigerung des Abzugs ausgenommen sind (hier nicht interessierende) WiedereinkÃ¤ufe im Fall einer Ehescheidung oder gerichtlichen AuflÃ¶sung einer eingetragenen Partnerschaft. Sodann sind von der konsolidierten Gesamtbetrachtung der 2. SÃ¤ule die gebundene Selbstvorsorge (SÃ¤ule 3a) oder eine ÃberbrÃ¼ckungsrente auszunehmen, welche Konstellationen vorliegend aber ebenfalls nicht zur Diskussion stehen.</p> <p class="Erwgung1"><b>4. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>4.1 </b>Die Pflichtigen fÃ¼hren aus, vor dem Hintergrund der bundesgerichtlichen Rechtsprechung liege auf den ersten Blick im Umfang des ausbezahlten Kapitals eine Sperrfristverletzung gemÃ¤ss Art. 79b Abs. 3 BVG vor. Eine solche sei gemÃ¤ss der bundesgerichtlichen Sichtweise auch gegeben, wenn â wie hier â ein Einkauf in eine Pensionskasse 1 (die Rentenpensionskasse der C) getÃ¤tigt werde, aber dann aus einer Pensionskasse 2 (die Nebenpensionskasse der C) innerhalb von drei Jahren ein Kapitalbezug erfolge. In solchen Situationen fÃ¼hre die nicht volle BerÃ¼cksichtigung des persÃ¶nlichen Einkaufs der Fr. â¦ in die Rentenpensionskasse aber zu einer Doppelbesteuerung, weil der ganze eingekaufte persÃ¶nliche Betrag die Rente erhÃ¶he, auf der anderen Seite aber nur ein Anteil von Fr. â¦ zum Abzug zugelassen werden soll. Damit werde das fÃ¼r die 2. SÃ¤ule gÃ¼ltige Prinzip der vollen AbzugsfÃ¤higkeit und der nachgelagerten vollen Besteuerung der Leistungen fÃ¼r den nicht abzugsfÃ¤higen Anteil von Fr. â¦ verletzt. Die kÃ¼nftige Rente beruhe demnach im Umfang von Fr. â¦ auf nicht abzugsfÃ¤higen BeitrÃ¤gen, sodass im Umfang von ca. Fr. â¦ pro Jahr die Rente doppelt besteuert werde. Auch sei dem Pflichtigen ohne MÃ¶glichkeit des wunschgemÃ¤ssen Transfers in die "Renten-Pensionskasse" Ende Mai 2020 ein Kapital in HÃ¶he von Fr. â¦ ausbezahlt worden, welcher Betrag erst dann, nach Verkauf der getÃ¤tigten Anlagen (Optionen C), festgestanden sei.</p> <p class="Erwgung2">Die Feststellung des Steuerrekursgerichts, vor dem Hintergrund einer offenbar gewÃ¼nschten Nettoverbesserung der Rente hÃ¤tte ein Einkauf in HÃ¶he von Fr. â¦ (Fr. â¦ + Fr. â¦) erfolgen mÃ¼ssen, verkenne, dass auch dann nur ein Betrag von Fr. â¦ einkommensmindernd berÃ¼cksichtigt worden wÃ¤re, was hinsichtlich der AbzugsfÃ¤higkeit zum selben Ergebnis fÃ¼hre. Der Vorschlag der Vorinstanz sei Ã¼berdies widersprÃ¼chlich, weil der Umstand, dass das Geld aus dem Kapitalplan nicht in den Rentenplan transferiert werden kÃ¶nne, ungleich betrachtet werde. Einerseits werde von einer Sperrfristverletzung ausgegangen, andererseits sei die Rede von einem steuerneutralen Transfer des Geldes aus dem Kapitalplan in den Rentenplan. Das weitere Argument der Vorinstanz, es liege wegen der Steuerfreiheit des ausbezahlten Kapitals aus der Kaderpensionskasse keine Doppelbesteuerung vor, sei ebenfalls nicht nachvollziehbar und stehe nicht in Einklang mit den Bestimmungen der Steuergesetze. Wirtschaftlich wÃ¼rde dies bedeuten, dass die einmalige Ersparnis fÃ¼r ein Vorsorgekapital von Fr. â¦ = Fr. â¦ einen lebenslÃ¤nglich wiederkehrenden Nachteil kompensieren soll. Der Vorteil des steuerfreien Vorsorgekapitals wÃ¤re vorliegend bereits nach sechs Jahren Rentendauer konsumiert und sie, die Pflichtigen, ab dann mit einem jÃ¤hrlich wiederkehrenden Nachteil konfrontiert. Die Praxis des Bundesgerichts hinsichtlich des Vorliegens einer Sperrfristverletzung erweise sich in Situationen wie hier, wo der Einkauf voll verrentet werde, als nicht sachgemÃ¤ss und nicht mehr haltbar.</p> <p class="Erwgung2"><b>4.2 </b>Das Steuerrekursgericht hat zur geltend gemachten Doppelbesteuerung festgehalten, die Pflichtigen wÃ¼rden den entscheidenden Umstand ausblenden, dass der Pflichtige vom im Oktober 2019 einbezahlten Betrag von Fr. â¦ schon im Mai 2020 Fr. â¦ in Form der Kapitalleistung wieder zurÃ¼ckerhalten habe. Netto habe er seine Vorsorge nur im Umfang von Fr. â¦ aufgebessert und folglich sei aufgrund der Sperrfristenregelung ein Steuerabzug nur in diesem Umfang zulÃ¤ssig. Selbstredend sei <a id="_Hlk164262394">die mit dem Einkauf zu verrechnende Kapitalleistung nicht mehr zu besteuern. </a>Sein Rentenkapital im Rentenplan sei gleichwohl um den Betrag von Fr. â¦ angewachsen, weil im Ergebnis die Kapitalleistung von Fr. â¦ aus dem Kapitalplan steuerneutral in den Rentenplan transferiert worden sei. Es sei deshalb folgerichtig, dass die Rente auf Basis des um Fr. â¦ angewachsenen Rentenkapitals besteuert werde. Von einer Doppelbesteuerung kÃ¶nne keine Rede sein.</p> <p class="Erwgung2">Das Steuerrekursgericht hat auch ausgefÃ¼hrt, die Beendigung des ArbeitsverhÃ¤ltnisses per Ende Mai 2020 wegen "Restrukturierung/FrÃ¼hzeitige Pensionierung auf Wunsch von C" sei nach einem GesprÃ¤ch und deshalb wohl einvernehmlich erfolgt. In diesem Zusammenhang habe die C Fr. â¦ in die Pensionskasse einbezahlt. Der Pflichtige sei sich offenbar bei seiner Einzahlung von Fr. â¦ per Oktober 2019 noch nicht im Klaren Ã¼ber die Sperrfristenregelung gemÃ¤ss Art. 79b Abs. 3 BVG gewesen. GestÃ¼tzt auf seine Vorsorgeausweise bzw. seine beiden VorsorgeplÃ¤ne hÃ¤tte er aber wissen mÃ¼ssen (oder bei Unklarheiten von seiner Pensionskasse in Erfahrung bringen kÃ¶nnen), dass er aus dem Kapitalplan per Ende Mai 2020 noch eine Leistung von knapp Fr. â¦ erhalten wÃ¼rde und somit fÃ¼r die angestrebte Rentenaufbesserung aus eigenem NichtvorsorgevermÃ¶gen netto nur rund Fr. â¦ aufzuwenden hatte. HÃ¤tte er steuerlich einen Einkaufsabzug von (netto) Fr. â¦ tÃ¤tigen wollen, hÃ¤tte er den Einkauf um die kurzfristig an ihn zurÃ¼ckfliessende Kapitalleistung erhÃ¶hen kÃ¶nnen bzw. mÃ¼ssen. Sei nÃ¤mlich der steuerneutrale Transfer dieser Kapitalleistung in den Rentenplan nach den Reglementen der C nicht mÃ¶glich gewesen, so hÃ¤tte das gleiche Resultat auch herbeigefÃ¼hrt werden kÃ¶nnen, indem der Betrag der zu erwartenden Kapitalleistung aus eigenem NichtvorsorgevermÃ¶gen zusÃ¤tzlich in den Rentenplan einbezahlt worden wÃ¤re; dies im Wissen darum, diesen Betrag in Anbetracht der Sperrfristregelung ja umgehend wieder steuerneutral aus dem VorsorgevermÃ¶gen zurÃ¼ckzuerhalten. Dass er lediglich den (um Fr. â¦) reduzierten Betrag steuermindernd geltend machen kÃ¶nne, sei ihm nach einer extern eingeholten VermÃ¶gensberatung bewusst geworden, weshalb er am 11. Februar 2020 bei der C beantragt habe, aus SteuergrÃ¼nden die Kapitalleistung per Ende Mai 2020 nicht auszuzahlen, sondern in den Rentenplan einzuschiessen oder, falls dies nicht mÃ¶glich sei, die Kapitalleistung fÃ¼r drei Jahre zurÃ¼ckzustellen. Das sei von der C aber abschlÃ¤gig beantwortet worden. Die UnmÃ¶glichkeit der ÃberfÃ¼hrung von Sparkapital des Kapitalplans in den Rentenplan habe aber schon im Einkaufszeitpunkt bestanden und sei nicht etwa durch eine ReglementsÃ¤nderung nach dem Einkauf herbeigefÃ¼hrt worden.</p> <p class="Erwgung1"><b>5. </b> </p> <p class="Erwgung2">Die Vorinstanz hat zu Recht den Einkauf in die Pensionskasse per Oktober 2019 nur im reduzierten Umfang von Fr. â¦ zugelassen. Dies aus folgenden GrÃ¼nden:</p> <p class="Erwgung2"><a id="_Hlk164254092"><b>5.1 </b>Zur Diskussion stehen der zeitnahe Bezug aus dem Kapitalplan von Fr. â¦ im Jahr 2020 und die kurz zuvor im Oktober 2019 getÃ¤tigte Einzahlung von Fr. â¦ in die 2. SÃ¤ule. Diese VorgÃ¤nge unterliegen gemÃ¤ss bundesgerichtlicher Rechtsprechung einer gesamtheitlichen Betrachtungsweise, das heisst, es sind die Einzahlung und der Kapitalbezug steuerrechtlich im Konnex zu sehen. Entsprechend zu prÃ¼fen ist, ob eine Sperrfristverletzung im Sinn (der verobjektivierten Bestimmung) von Art. 79b Abs. 3 BVG vorliegt, was unstreitig der Fall ist. Die Einzahlung von Fr. â¦ hat denn auch nichts mit der SÃ¤ule 3a oder einer ÃberbrÃ¼ckungsrente zu tun. Auch deshalb kann </a><a id="_Hlk164261914">der Einkauf in die Pensionskasse nur im reduzierten Umfang steuerlich in Abzug gebracht werden</a>. </p> <p class="Erwgung2"><b>5.2 </b>Wie dargelegt, vermÃ¶gen <a id="_Hlk164254160">individuell-konkrete BeweggrÃ¼nde </a>Art. 79b Abs. 3 BVG nicht zu Fall zu bringen. <a id="_Hlk164254194">Dass der Kapitalplan eine zwingende Auszahlung des Sparguthabens vorsieht und ein Transfer in die Rentenpensionskasse nicht mÃ¶glich ist, hÃ¤tte der Pflichtige aufgrund der Reglemente wissen mÃ¼ssen bzw. er hÃ¤tte dies schon vor der Einzahlung der Fr. â¦ leicht in Erfahrung bringen kÃ¶nnen. </a>Solche Regelungen sind denn auch nicht mit "zwingenden und unvorhersehbaren GrÃ¼nden" gleichzusetzen, die allenfalls eine (ohnehin kaum infrage kommende) "mÃ¶gliche Ausnahme" von Art. 79b Abs. 3 BVG rechtfertigen kÃ¶nnten (E. 3.2). <a id="_Hlk164254227">Sodann wurde die Beendigung des ArbeitsverhÃ¤ltnisses einvernehmlich geregelt, auch wenn die vorzeitige Pensionierung des Pflichtigen auf Wunsch der Arbeitgeberin, die ihrerseits Fr. â¦ in die Pensionskasse einzahlte, erfolgte. </a>Es kann auf die zutreffenden AusfÃ¼hrungen der Vorinstanz verwiesen werden (E. 4.2). Am Gesagten Ã¤ndert auch nichts, dass dem Pflichtigen im Oktober 2019 die HÃ¶he der Kapitalzahlung nicht bekannt gewesen sei; Art. 79b Abs. 3 BVG verlangt unmissverstÃ¤ndlich die steuerliche Aufrechnung des kurz darauf erfolgten Kapitalbezugs, was spÃ¤testens in einem Nachsteuerverfahren nachgeholt worden wÃ¤re. </p> <p class="Erwgung2"><a id="_Hlk164255245"><b>5.3 </b>Das Argument der Doppelbesteuerung, das die Pflichtigen schon vor Vorinstanz, auch bildlich, vorgebracht haben und jetzt zahlenmÃ¤ssig untermauern, rechtfertigt ebenfalls keine PraxisÃ¤nderung </a>zur Auslegung von Art. 79b Abs. 3 BVG. Die strengen Voraussetzungen fÃ¼r eine PraxisÃ¤nderung wÃ¤ren schon aus GrÃ¼nden der Rechtssicherheit nicht gegeben (BGE 145 V 50 E. 4.3.1). Allem voran ist der Gesetzestext aber bezogen auf den vorliegenden Sachverhalt klar<a id="_Hlk164255620">:<i> Gesamthaft gesehen</i> hat der Pflichtige seine Vorsorge aus privaten Mitteln nur im Umfang von Fr. aufgebessert. Entsprechend ist wegen der dreijÃ¤hrigen Sperrfrist vom Gesetzgeber gewollt nur dieser Betrag zum Abzug zuzulassen. </a>Wie die Pflichtigen zu Recht ausfÃ¼hren, wÃ¤ren auch bei hÃ¶heren Einzahlungen aus privaten Mitteln stets die Fr. â¦ aus dem Kapitalbezug abzuziehen gewesen. Auch aus den ErwÃ¤gungen der Vorinstanz ergibt sich nichts anderes. Wenn im Rekursentscheid festgehalten ist, <a id="_Hlk164262489">im Ergebnis sei die Kapitalleistung von Fr. â¦ aus dem Kapitalplan "steuerneutral" in den Rentenplan transferiert worden</a>, weshalb die Rente auf Basis des um Fr. â¦ angewachsenen Rentenkapitals zu besteuern sei, so ist dies korrekt; die Fr. â¦ waren schon zum Abzug vom Einkommen zugelassen worden. Zu Recht qualifizierte die Vorinstanz daher einen "zusÃ¤tzlichen steuerneutralen Transfer" wegen der Verletzung der Sperrfrist als nicht mehr zulÃ¤ssig. Den weiteren AusfÃ¼hrungen, wonach der Pflichtige, um einen Einkaufsabzug von (netto) Fr. â¦ tÃ¤tigen zu kÃ¶nnen, den Einkauf aus dem NichtvorsorgevermÃ¶gen zusÃ¤tzlich um die kurzfristig an ihn zurÃ¼ckfliessende Kaptalleistung hÃ¤tte erhÃ¶hen kÃ¶nnen bzw. mÃ¼ssen, ist daher nichts mehr beizufÃ¼gen. Dabei ging es allein um die Frage, unter welchen Voraussetzungen effektiv Fr. â¦ hÃ¤tten abgezogen werden dÃ¼rfen (nÃ¤mlich bei einer ErhÃ¶hung der Einzahlung aus eigenen Mitteln um die rund Fr. â¦, insgesamt also Fr. â¦). Selbstredend wÃ¤ren aber auch dann die Fr. â¦ aus der Kapitalleistung wegen der Sperrfrist nicht zum Abzug zuzulassen gewesen bzw. es hÃ¤tten nur Fr. â¦ abgezogen werden dÃ¼rfen. Indem im Rekursentscheid in diesem Zusammenhang weiter die Rede davon ist, der Pflichtige hÃ¤tte eine ErhÃ¶hung des Einkaufs um den Betrag der zu erwartenden Kapitalleistung aus eigenem NichtvorsorgevermÃ¶gen im Wissen darum tÃ¤tigen kÃ¶nnen, den Betrag in Anbetracht der Sperrfristregelung ja umgehend wieder "steuerneutral" aus dem VorsorgevermÃ¶gen zurÃ¼ckzuerhalten, so in der Meinung, dass damit "das gleiche Resultat" herbeigefÃ¼hrt worden wÃ¤re, was wiederum bedeutet, dass ein <i>zusÃ¤tzlicher</i> steuerneutraler Transfer dieses Betrages gerade nicht zulÃ¤ssig ist.</p> <p class="Erwgung2">Wenn die Pflichtigen ausfÃ¼hren, der Vorteil des steuerfreien Vorsorgekapitals sei bereits nach sechs Jahren Rentendauer konsumiert, so ist dies systembedingt und Folge der beiden VorsorgeplÃ¤ne, des Pensions- und des Kapitalplans. Diese zwei VorsorgeplÃ¤ne wurden im Rahmen des damaligen ArbeitsverhÃ¤ltnisses angelegt und deren unterschiedliche steuerliche Handhabung hÃ¤tte somit schon frÃ¼h in Erfahrung gebracht werden kÃ¶nnen.</p> <p class="Erwgung2"><b>5.4 </b>Zusammenfassend ergibt sich somit, dass die Beschwerden abzuweisen sind.</p> <p class="Erwgung1"><b>6. </b> </p> <p class="Urteilstext">Bei diesem Verfahrensausgang sind die Gerichtskosten den Pflichtigen aufzuerlegen (§ 151 Abs. 1 in Verbindung mit § 153 Abs. 4 StG bzw. Art. 144 Abs. 1 in Verbindung mit Art. 145 Abs. 2 DBG) und es steht ihnen keine ParteientschÃ¤digung zu (§ 17 Abs. 2 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 [VRG] in Verbindung mit Art. 144 Abs. 4 und 145 Abs. 2 DBG). Damit entfÃ¤llt auch die beantragte EntschÃ¤digung fÃ¼r das vorinstanzliche Verfahren. </p> <p class="Einzug1"><span>DemgemÃ¤ss erkennt die Einzelrichterin:</span></p> <p class="Einzug2"><span>1. Aktorum 7/2.7 (SteuereinschÃ¤tzungsakten S.297 f.) wird aus dem Recht gewiesen.</span></p> <p class="Einzug2"><span>2. Die Beschwerde im Verfahren SB.2024.00008 (Staats- und Gemeindesteuern 2019) wird abgewiesen.</span></p> <p class="Einzug2"><span>3. Die Beschwerde im Verfahren SB.2024.2009 (Direkte Bundessteuer 2019) wird abgewiesen.</span></p> <p class="Einzug2"><span>4. Die GerichtsgebÃ¼hr fÃ¼r das Verfahren SB.2024.00008 wird festgesetzt auf <br/> Fr. 800.--; die Ã¼brigen Kosten betragen:<br/> <u>Fr. 87.50</u> Zustellkosten,<br/> <u>Fr. 887.50</u> Total der Kosten.</span></p> <p class="Einzug2"><span>5. Die GerichtsgebÃ¼hr im Verfahren SB.2024.00009 wird festgesetzt auf <br/> Fr. 500.--; die Ã¼brigen Kosten betragen:<br/> <u>Fr. 52.50</u> Zustellkosten,<br/> <u>Fr. 552.50</u> Total der Kosten.</span></p> <p class="Einzug2"><span>6. Die Gerichtskosten werden den BeschwerdefÃ¼hrenden auferlegt, unter solidarischer Haftung fÃ¼r die gesamten Kosten.</span></p> <p class="Einzug2"><span>7. Eine ParteientschÃ¤digung wird nicht zugesprochen.</span></p> <p class="Einzug2"><span>8. Gegen dieses Urteil kann Beschwerde in Ã¶ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten nach Art. 82 ff. des Bundesgerichtsgesetzes erhoben werden. Die Beschwerde ist innert 30 Tagen, von der Zustellung an gerechnet, beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern einzureichen. </span></p> <p class="Einzug2"><span>9. Mitteilung an:<br/> a) die Parteien;<br/> b) das Sekretariat der GeschÃ¤ftsleitung des kantonalen Steueramts;<br/> c) das Steueramt der Stadt â¦.;<br/> d) die EidgenÃ¶ssische Steuerverwaltung.</span></p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>